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USU Software AG Interim / Quarterly Report 2023

Nov 22, 2023

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 33297779

USU Software AG

Möglingen

9-Monats-Finanzbericht und Bericht über das dritte Quartal 2023

USU AUF EINEN BLICK

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9-Monatsbericht 2023 2023 2022
in TEUR, mit Ausnahme der Angaben zum Ergebnis pro Aktie

sowie zur Mitarbeiterzahl
01.01.-30.09.2023 01.01.-30.09.2022
--- --- ---
UMSATZERLÖSE 97.819 92.874
Bereinigtes EBITDA 8.773 11.695
EBITDA 8.426 11.695
EBIT 4.824 8.155
KONZERNERGEBNIS 3.304 5.776
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR)
Verwässert 0,31 0,55
unverwässert 0,33 0,58
CASH-FLOW AUS DER BETRIEBLICHEN
TÄTIGKEIT 3.243 5.943
MITARBEITER ZUM 30.9. 814 755

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30.09.2023 31.12.2022
LIQUIDE MITTEL UND KAPITALANLAGEN 9.829 15.525
EIGENKAPITAL 55.365 56.954
BILANZSUMME 111.007 112.979
EIGENKAPITALQUOTE 49,9% 50,4%

USU Software AG

Spitalhof

D-71696 Möglingen

Tel. +49.7141.4867-0

Fax +49.7141.4867-200

www.usu.com

Investor Relations

Falk Sorge & Dr. Thomas Gerick

Tel. +49.7141.4867-351 /​ 440

Fax +49.7141.4867-108

[email protected]

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DIE ERSTEN NEUN MONATE 2023 (UNTESTIERT)

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser,

im dritten Quartal 2023 ist die USU-Gruppe weiter gewachsen und legte insbesondere im Ausland wieder zu. Überproportional zulegen konnte dabei abermals das Geschäft mit Software-as-a-Service ("SaaS")-Lösungen. Auch wenn nur ein Teil der in Q2 verschobenen Aufträge im Berichtsquartal abgeschlossen werden konnte, zeigt sich, dass USU selbst in dem aktuell schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld dank der strategischen Ausrichtung nachhaltig wachsen kann. Demgemäß setzen wir auch unsere Investitionsprojekte im Umfeld der künstlichen Intelligenz und im Markt für Cloudmanagement konsequent fort und investieren umfangreiche Mittel in die neue zentrale USU-Produktplattform. Dies geht im laufenden Jahr nicht ohne Margenverluste einher, aber mit Blick auf die Mittelfristplanung sehen wir diese Zukunftsinvestitionen als alternativlos an.

In Zeiten der Mitarbeiterknappheit haben wir ferner zur Erzielung einer direkten Mitarbeiterbeteiligung und diesbezüglichen Verstärkung der Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung ein Mitarbeiteraktienprogramm beschlossen und zum Ende des dritten Quartals umgesetzt. Dabei wurden bis zu 56.250 USU-Aktien aus dem Bestand der im Vorjahr erworbenen "Eigenen Aktien" Mitarbeitern der USU-Gruppe zu einem vergünstigten Kaufpreis angeboten, wobei jeder Mitarbeiter in Abhängigkeit seiner Firmenzugehörigkeit und vertraglichen Arbeitszeit bis zu maximal 75 Aktien erwerben konnte. Das Programm wurde von der Mehrheit der in Frage kommenden Belegschaft genutzt, ist aber noch nicht komplett final abgeschlossen. Wir freuen uns sehr, dass auch die USU-Belegschaft nunmehr in großer Zahl zum Aktionariat der USU-Gruppe gehört. Im Zusammenhang mit diesem Mitarbeiteraktienprogramm ist jedoch auch eine Besonderheit nach IFRS zu beachten, da hierdurch ein Personalaufwand ("share based compensation") in Höhe von TEUR 347 entstand. Da es sich hierbei um IFRS-spezifische außerordentlichen Aufwendungen handelt, hat der Vorstand beschlossen, ab dem abgelaufenen dritten Quartal 2023 ein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis (Bereinigtes EBITDA) zu kommunizieren. Bereinigt werden lediglich Sondereffekte, die aus den Bereichen share based compensation, aus Restrukturierung oder Akquisition kommen. Insofern bezieht sich die Guidance der USU ab sofort auf das Bereinigte EBITDA.

Der Vorstand wird wie gewohnt transparent über die Bereinigungen berichten und bestätigt die aktuelle Guidance, die für das Gesamtjahr 2023 ein Umsatzwachstum auf EUR 132 - 139 Mio. - bei einem zielgerichteten weiteren deutlichen Ausbau des SaaS-Geschäftes und einem Bereinigten EBITDA von EUR 13 - 15 Mio. vorsieht Zugleich bekräftigt der Vorstand die aktuelle Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie mit Blick auf das weiter zunehmende SaaS-Geschäft den Ausbau der Bereinigten EBITDA-Marge bis 2026 auf 17 - 19% vorsieht.

Ihr Bernhard Oberschmidt,

Vorstandsvorsitzender der USU Software AG

Grundlagen der USU Software AG und des Konzerns

Die USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist als Konzernmuttergesellschaft direkt oder indirekt an den folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt: USU GmbH, Möglingen, Deutschland; USU Software s.r.o., Brno, Tschechische Republik, USU Austria GmbH, Wien, Österreich; Omega Software GmbH, Obersulm, Deutschland; USU Solutions Inc., Boston, USA; USU SAS, Paris, Frankreich und USU GK, Tokio, Japan. Zudem besteht eine Beteiligung der USU Software AG an der Openshop Internet Software GmbH, Möglingen, Deutschland, welche nicht mehr operativ tätig ist.

Zu Beginn des 2. Quartals 2023 erfolgte im Rahmen der "One USU"-Strategie die Verschmelzung der ehemaligen USU-Tochtergesellschaften USU Technologies GmbH und USU Solutions GmbH auf die USU GmbH. Durch die Verschmelzungen wurden die drei rechtlich selbständigen Einheiten USU GmbH, USU Solutions GmbH sowie die USU Technologies GmbH in der USU-Gruppe in der fortbestehenden USU GmbH zusammengefasst.

Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften

Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und Steuerungssystem

Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) setzt als führender Anbieter von Software- und Servicelösungen für IT & Customer Service Management Maßstäbe für bessere Servicequalität. Mit USU antworten Unternehmen auf die veränderten Kunden- und Mitarbeiterbedürfnisse in einer digitalen Welt. Namhafte Unternehmen schaffen mit USU-Lösungen Transparenz, sind agiler, sparen Kosten und senken ihre Risiken - durch smartere Services, einfachere Workflows und bessere Zusammenarbeit.

Das USU-Leistungsportfolio umfasst neben Software Asset Management, IT Service Management und IT Service Monitoring die Bereiche Knowledge Management, Self-Service Management, Digital Service Solutions und AI Services. Über 1.200 USU-Kunden aus allen Teilen der internationalen Wirtschaft profitieren von USU-Lösungen, beispielsweise Allianz, Atruvia, Bechtle, BITBW, BMW, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, die Schweizerische Post, Jungheinrich, LinkedIn, Novartis, Otto, VW oder W&W. Die USU Software AG hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim Konzernumsatz jeweils über dem Durchschnitt des IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch Innovationen und die Verbreiterung der internationalen Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches Wachstum in Form von Akquisitionen und Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der Unternehmensstrategie ist.

Die wesentlichen Leistungsindikatoren für die USU Software AG sowie für den Konzern sind Umsatzerlöse und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("Bereinigtes EBITDA"). Aufgrund des gestiegenen Anteils an außerordentlichen einmaligen Sondereffekten berichtet USU ab sofort ein "Bereinigtes EBITDA". Bereinigt werden Sondereffekte, die aus den Bereichen share based compensation, Restrukturierung oder Akquisition kommen. Im dritten Quartal wurde erstmalig ein Aktienkaufprogramm für Mitarbeiter eingeführt, welches zu Aufwandsbuchungen in Höhe von TEUR 347 führte. Ebenso ist für die Führungskräfte ein Optionsprogramm geplant, welches durch Aktien des Gründers und Mehrheitsaktionärs, Udo Strehl, abgedeckt ist und somit für USU nicht verwässernd oder cash-flow wirksam wird. Dennoch müssen daraus in der Zukunft gemäß IFRS Aufwendungen im Bereich share based compensation realisiert werden. Die aktuelle guidance für 2023 und die Mittelfristplanung basieren demgemäß auf dem Bereinigten EBITDA. Entsprechend fungiert das Bereinigte EBITDA neben dem Konzernumsatz als maßgebliche Planungs- und Steuerungsgröße der USU Software AG und des Konzerns. Gemäß der aktuellen Guidance erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 infolge des zielgerichteten weiteren Ausbaus des SaaS-Geschäftes ein Umsatzwachstum auf EUR 132 - 139 Mio. sowie ein Bereinigtes EBITDA von EUR 13 - 15 Mio.

Infolge der erreichten Erfolge aus der SaaS-Transformation und des damit verbundenen hohen Auftragsbestandes sowie des anhaltend starken Beratungsgeschäftes bestätigt der Vorstand die aktuelle Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie mit Blick auf das weiter zunehmende SaaS-Geschäft den Ausbau der Bereinigten EBITDA-Marge bis 2026 auf 17 - 19% beinhaltet.

Forschung und Entwicklung

Im gerade erschienen Analysten-Report 1 "The Forrester Wave™: Enterprise Service Management, Q4 2023" erhielt USU die beste Punktebewertung im Scorecard-Bereich "Innovation". Nicht zuletzt diese Auszeichnung spiegelt die herausragende Rolle wider, die der Bereich Forschung & Entwicklung ("F&E") konzernweit bei USU spielt. Seit Jahren investiert USU überdurchschnittlich viel in F&E, um das bestehende Portfolio durch neue Module zu erweitern bzw. neue attraktive Produkte zu entwickeln.

In den ersten drei Quartalen 2023 investierte USU in Summe TEUR 16.009 (Q1-Q3/​2022: TEUR 13.322) bzw. 16,4% (Q1-Q3/​2022: 14,3%) des Konzernumsatzes in Forschung & Entwicklung. Die Zahl der angestellten Mitarbeitenden in diesem Bereich betrug zum 30. September 2023 insgesamt 232 (30. September 2022: 225). Die F&E-Kosten des USU-Konzerns erfüllen im Regelfall nicht die Ansatzkriterien zur Aktivierung und werden daher nicht aktiviert.

Im Fokus der USU-weiten F&E-Strategie steht der sukzessive Aufbau einer ganzheitlichen SaaS-basierten Plattform, die im Verlauf der kommenden Jahre das komplette Portfolio für IT Asset Management, Service Management und IT Operations Management integrieren wird. Die einzelnen Lösungen werden dabei als modulare Apps verfügbar sein. Die Entwicklungsarbeiten hierzu, die 2022 begannen, wurden in den ersten 9 Monaten planmäßig weitergeführt. Parallel dazu wurde und wird das bestehende Portfolio der einzelnen Geschäftsbereiche wie in den letzten Jahren beständig weiterentwickelt und durch Innovationen ergänzt.

Das F&E-Team des Geschäftsfelds USU Service Management arbeitete an einer Reihe von Erweiterungen und Verbesserungen: so wurde u.a. die Funktion "Generic Interface" um eine Excel-Report-Möglichkeit ergänzt oder das Layout im Modul USU-Shop verbessert. Die neue Version des Self-Service-Portals verfügt nun über eine leistungsfähigere Suche und eine erweiterte Chatbot-Integration. Fertiggestellt wurde auch eine neue Version der Service Desk App, u.a. mit verbesserter Erkennung der betroffenen Person.

1 Vgl. The Forrester Wave™: Enterprise Service Management, Q4 2023 vom 6. November 2023, veröffentlicht unter https:/​/​www.forrester.com/​report/​

Im Bereich USU IT Monitoring Lösung wurden die Arbeiten am neuen Release weitergeführt, z.B. Performanceverbesserungen. Einen Schwerpunkt bildete die neue Server Monitoring App, die durch ihre bessere Bedienerführung eine Überwachung von Servern deutlich vereinfacht. Gleichzeitig eröffnet die darunterliegende Architektur den Weg, Monitoring-Funktionalitäten als Cloud Services anbieten zu können. Mit dem gleichen Ziel konnte in diesem Quartal die Entwicklung der End-to-End Monitoring App abgeschlossen werden.

Die F&E-Arbeiten im Bereich USU Software Asset Management (SAM) konzentrieren sich derzeit auf zwei Hauptaufgaben: Neben der Integration der SaaS Management-Lösung in die neue USU-Plattform sind besonders Verbesserungen bei der SaaS- und SAP®-Software hervorzuheben. Beispielsweise wurden neue Funktionen eingeführt, die unter anderem ein verbessertes Management und die Optimierung der so genannten 'Authorization-based User'- Metrik bei SAP ermöglichen. Dazu kommen detailliertere Analysen und Verarbeitungsmöglichkeiten der technischen Nutzung.

Generative KI stand ganz im Zentrum der F&E-Aktivitäten im Bereich USU Knowledge Management. Dabei konnte die aktive Wissensdatenbank als Kernprodukt um einen KI-basierten Assistenten erweitert werden, der Usern in vielen Situationen Unterstützung bietet. Auch die Qualität des Contents wird durch die Nutzung der generativen KI immer wichtiger - USU trägt dieser Entwicklung durch den neuen "Aktiven Editor" Rechnung, der Wissen in einzelnen, kombinierbaren Modulen oder Blöcken verwaltet. Im Bereich Self Service wurde die neue Chatbot-Version und das neue HelpCenter-Modul fertiggestellt, die eine weit bessere Integration bieten und weitere Use Cases zulassen, z.B. im Bereich Vertrieb.

Das F&E-Team des Geschäftsfelds USU AI Services entwickelt für das bestehende USU-Portfolio neue KI-basierte Technologie-Bausteine. So erlaubt es nun das neue KI-basierte Ticket Routing für Service Management, Tickets inkrementell zu lernen, wodurch das Training neuer Tickets wesentlich häufiger angestoßen werden kann. Zusätzlich wurde eine visuelle Überwachung des Trainingsvorgangs zur frühzeitigen Kontrolle integriert. Derzeit laufen ferner umfangreiche Untersuchungen bei generischen Sprachmodellen (LLM), um diese in Zukunft auch USU-intern betreiben und trainieren zu können.

Im Bereich USU Cloud Management startete im Berichtszeitraum ein neuer Cloud Cost Management-Service. Dieser bietet Kunden-Organisationen ein benutzerfreundliches Kostenreporting für komplexe Multi-Cloud-Umgebungen von AWS, Google Cloud Platform und Azure. Regelmäßige Berichte, eine fundierte Interpretation der Ergebnisse und die Begleitung der nächsten Schritte durch USU Cloud-Experten helfen bei der Kostentransparenz und minimieren die finanziellen Risiken. Erfahrungsgemäß liegt der ROI im Bereich Cloud Cost Management bei nur wenigen Monaten.

Im Forschungsbereich sind derzeit zwei Projekte aktiv: AutoQML und KISS. In beiden Projekten kommt der neue KI-Wizzard zum Einsatz - ein Werkzeug zur automatisierten Erstellung von datengetriebenen Services. Damit können Fachbereiche auch ohne die Hilfe von Data Scientisten erfolgreiche KI-Modelle entwickeln. Die Praxistauglichkeit wird aktuell in mehreren Use Cases erprobt, z.B. bei KEB, einem Hersteller industrieller Antriebe und Lösungen für die Prozessautomatisierung.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Gemäß einer Meldung des Statistischen Bundesamtes ("destatis") 2 vom 30. Oktober 2023 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 3. Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal - preis-, saison- und kalenderbereinigt - leicht um 0,1% gesunken, nachdem die Wirtschaftsleistung gemäß den von destatis revidierten Zahlen im 2. Quartal 2023 noch geringfügig gewachsen (revidiert +0,1%) und im Auftaktquartal 2023 stagniert (revidiert 0,0%) war. Wie destatis weiter mitteilt, nahmen insbesondere die privaten Konsumausgaben ab. Positive Impulse kamen dagegen von den Ausrüstungsinvestitionen.

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 3. Quartal 2023 preisbereinigt um 0,8 % niedriger als im 3. Quartal 2022. Preis- und kalenderbereinigt war der Rückgang geringer (-0,3 %), da ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als im Vorjahreszeitraum.

Im Euroraum ist das saisonbereinigte BIP gemäß einer vorläufigen Schnellschätzung des statistischen Amtes der Europäischen Union (eurostat) 3 im 3. Quartal 2023 um 0,1% gegenüber dem Vorquartal gesunken, nachdem es laut eurostat im 2. Quartal 2023 um 0,2% gestiegen und im 1. Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal unverändert geblieben war. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres, hat sich das saisonbereinigte BIP im Euroraum nach eurostat-Informationen im 3. Quartal 2023 um 0,1% erhöht.

Branchenbezogene Entwicklung

Das Geschäftsklima in der Digital-Branche hat sich nach Untersuchungen des Digitalverbandes Bitkom 4 im September 2023 insgesamt verschlechtert. So verzeichnete der Digitalindex, der das Geschäftsklima in der Digitalbranche auf der Basis einer monatlichen ifo Konjunkturumfrage aufzeigt und sich aus dem geometrischen Mittel der Werte für die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftserwartungen ergibt, im September einen Abstieg von 3,2 Zähler auf 5,9 Punkte. Dabei bewerteten die ITK-Unternehmen Im September 2023 die Geschäftserwartungen schwächer als im Vormonat (Minus 3,9 Zähler auf Minus 12,4 Punkte), während die Geschäftslage mit 25,9 Punkten (Minus 2,3 Zähler) zwar ebenfalls schlechter als im Vormonat, aber in Summe weiterhin positiv beurteilt wurde.

2 Vgl. destatis-Pressemitteilung Nr. 420 vom 30. Oktober 2023, veröffentlicht unter https:/​/​www.destatis.de

3 Vgl. eurostat-Pressemitteilung 123/​2023 vom 31. Oktober 2023, veröffentlicht unter http:/​/​ec.europa.eu/​eurostat

4 Vgl. Bitkom-ifo-Digitalindex: September 2023, veröffentlicht unter www.bitkom.org

Geschäftsentwicklung 3. Quartal 2023

Mit einem wieder anziehenden Auslandsgeschäft und Dank deutlich gestiegener SaaS-Umsätze haben die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) ungeachtet bestehender konjunkturbedingter Auftragsverschiebungen im 3. Quartal 2023 den Konzernumsatz um 1,0% auf TEUR 32.921 (Q3/​2022: TEUR 32.579) ausgebaut. Dieser Anstieg resultiert aus dem Auslandsgeschäft der USU-Gruppe, das im Berichtsquartal um 6,1% auf TEUR 9.121 (Q3/​2022: TEUR 8.599) zulegte. Nach der Umsatzdelle beim Auslandsgeschäft im Vorquartal, zeigte sich im abgelaufenen Quartal eine spürbare Belebung, was zu dem Umsatzanstieg führte. Demgemäß stieg der Auslandsanteil am Konzernumsatz von 26,4% im Vorjahresquartal auf 27,7% im dritten Quartal 2023 an.

Nach Umsatzarten erzielte die USU-Gruppe abermals mit SaaS-Lösungen das höchste Wachstum. So baute USU die SaaS-Erlöse im Berichtsquartal Q3/​2023 gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 15,1% auf TEUR 4.300 (Q3/​2022: TEUR 3.736) aus. Infolge des strategischen Wandels vom Einmal-Lizenzgeschäft hin zum SaaS-Geschäft blieben allerdings zugleich die Lizenzerlöse mit TEUR 1.329 (Q3/​2022: TEUR 3.987) um etwa zwei Drittel hinter dem Vorjahr zurück. Und auch die Wartungserlöse sanken leicht um 1,3% auf TEUR 6.415 (Q3/​2022: TEUR 6.499). Dank des starken SaaS-Geschäftes, stieg der gesamte Recurring Revenue (wiederkehrende Umsatzerlöse = Wartungserlöse zuzüglich der SaaS-Einnahmen) um 4,7% auf TEUR 10.715 (Q3/​2022: TEUR 10.235) an. Zugleich baute USU auch die Beratungserlöse um 12,0% gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt TEUR 20.608 (Q3/​2022: TEUR: 18.400) aus. Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich auf TEUR 269 (Q3/​2022: TEUR -43).

Die Aufwandsbasis des USU-Konzerns erhöhte sich im Vorjahresvergleich im Zuge der Geschäftsausweitung und der damit verbundenen Ausweitung der Beratermannschaft und des notwendigen Einsatzes zusätzlicher Freier Mitarbeiter:innen und Partner:innen, höherer F&E-Investitionen im Umfeld der künstlichen Intelligenz, im Markt für Cloudmanagement und in die neue zentrale Produktplattform, inflationsbedingt gestiegener Personalkosten sowie einmaliger Sonder-Aufwendungen im Zuge des Mitarbeiteraktienprogramms um insgesamt 6,7% auf TEUR 31.769 (Q3/​2022: TEUR 29.766). Infolge des Rückgangs der margenstarken Lizenzerlöse und des gleichzeitigen Kostenanstiegs sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahr um 44,3% auf TEUR 2.469 (Q3/​2022: TEUR 4.432). Unter Herausrechnung der einmaligen Sonderaufwendungen aus der share based compensation von TEUR 347 (Q3/​2022: TEUR 0) ergab sich ein Bereinigtes EBITDA von TEUR 2.816 (Q3/​2022: TEUR 4.432). Zugleich belief sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf TEUR 1.232 (Q3/​2022: TEUR 3.216).

Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem EBIT-Rückgang um 61,7%. Das Finanzergebnis summierte sich im 3. Quartal 2023 auf TEUR -20 (Q2/​2022: TEUR 138). Infolge des Ergebnisrückgangs sanken die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 1.112 im 3. Quartal 2022 auf TEUR 353 im Berichtsquartal Q3/​2023. In Summe blieb das Konzernergebnis von USU im 3. Quartal 2023 mit TEUR 859 (Q3/​2022: TEUR 2.242) um 61,7% gegenüber dem Vorjahr zurück. Bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von 10.523.770 (Q2/​2022: 10.523.770) Aktien entspricht dies einem verwässerten Ergebnis pro Aktie von EUR 0,08 (Q3/​2022: EUR 0,21), während sich das unverwässerte Ergebnis pro Aktie bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von 10.000.000 (Q3/​2022: 10.523.770) Aktien auf EUR 0,09 (Q3/​2022: EUR 0,21) belief.

Geschäftsentwicklung für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2023

Umsatz- und Kostenentwicklung

Konzernumsatz

Auf Neunmonatssicht erzielte USU ein Umsatzwachstum um 5,3% auf TEUR 97.819 (Q1-Q3/​2022: TEUR 92.874). Dabei steigerte die USU-Gruppe die inländischen Umsatzerlöse infolge eines starken inländischen Beratungsgeschäfts überproportional um 6,5% auf TEUR 75.439 (Q1-Q3/​2022: TEUR 70.863). Aber auch das Auslandsgeschäft konnte dank der positiven Entwicklung im Berichtsquartal auf Neunmonatssicht um 1,7% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 22.380 (Q1-Q3/​2022: TEUR 22.011) zulegen. Entsprechend blieb der Anteil des Auslandsgeschäftes am Konzernumsatz von USU mit 22,9% (Q1-Q3/​2022: 23,7%) nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Nach Umsatzarten erhöhte USU die SaaS-Erlöse überdurchschnittlich um 20,4% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 12.514 (Q1-Q3/​2022: TEUR 10.397). Infolge des Wandels von Einmal-Lizenzgeschäft hin zum SaaS-Geschäft hatte USU in den vergangenen Jahren einen hohen wiederkehrenden SaaS-Auftragsbestand aufbauen können, der auch zukünftig durch steigende SaaS-Anteile am Neugeschäft weiter sichtbar anwachsen wird. Zugleich profitierte USU vom Lizenzgeschäft der Vorquartale und dem damit verbundenen Wartungsgeschäft. So erhöhten sich die Wartungserlöse im Vorjahresvergleich um 3,6% auf TEUR 19.387 (Q1-Q3/​2022: TEUR 18.706). Entsprechend baute USU den Recurring Revenue auf Neunmonatssicht um 9,6% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 31.901 (Q1-Q3/​2022: TEUR 29.103) aus, was einem Anstieg des Anteils der Recurring Revenue am Gesamtumsatz auf 32,6% (Q1-Q3/​2022: 31,3%) entspricht.

Zugleich blieben jedoch die Lizenzerlöse infolge des Wandels hin zu SaaS sowie von im Berichtszeitraum verzeichneten Auftragsverschiebungen potenzieller Neukunden in den ersten neun Monaten 2023 um 64,8% unter dem Vergleichswert des Vorjahres und summierten sich auf TEUR 3.457 (Q1-Q3/​2022: TEUR 9.810). Die Beratungserlöse erhöhten sich zugleich dank des anhaltenden Digitalisierungstrends um 16,1% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 61.800 (Q1-Q3/​2022: TEUR 53.233). Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich auf insgesamt TEUR 661 (Q1-Q3/​2022: TEUR 728).

Umsatz nach Geschäftsfeldern

Das Leistungsspektrum des Geschäftsfeldes "Produktgeschäft" umfasst sämtliche Aktivitäten rund um die USU-Produktpalette im Markt für IT Management-Lösungen, im Knowledge Management-Markt sowie dem aus dem Forschungsbereich hervorgegangenem Geschäftsbereich für Big Data Analytics, USU AI Services. Das Geschäftsfeld "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten, individuelle Anwendungsentwicklung und digitale Strategie-Beratung, Service- und UX-Design sowie Webportale, Apps und Intranets.

Das Segment "Produktgeschäft" steuerte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2023 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 65.764 (Q1-Q3/​2022: TEUR 65.991) zum Konzernumsatz bei, was im Vorjahresvergleich einem leichten Rückgang um 0,3% entspricht. Im gleichen Zeitraum baute USU den beratungsbezogenen Umsatz des Segments "Servicegeschäft" um 19,7% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 32.055 (Q1-Q3/​2022: TEUR 26.782) aus. Die nicht den Segmenten zugeordneten Umsätze beliefen sich in den ersten neun Monaten 2023 auf TEUR 0 (Q1-Q3/​2022: TEUR 101).

Operative Kosten

Die operative Aufwandsbasis der USU-Gruppe erhöhte sich in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2023 gegenüber dem Vorjahr um 9,7% auf TEUR 93.650 (Q1-Q3/​2022: TEUR 85.398). Dieser Anstieg spiegelt zum einen den erhöhten Einsatz von angestellten Beratern, Freelancern und Partnern im Zuge der Geschäftsausweitung und die damit verbundenen Kostensteigerungen wider. Zum anderen wirkten sich hierbei auch die inflationsbedingte Gehaltssteigerung der Belegschaft und der mit dem Mitarbeiteraktienprogramm verbundene Sonder-Personalaufwand (share based compensation) sowie die nach Corona wieder verstärkte Teilnahme von USU an Messen und Konferenzen aus.

Die Herstellungskosten des Umsatzes spiegeln im Neunmonatszeitraum 2023 insbesondere die Geschäftsausweitung im Beratungsbereich wider und stiegen entsprechend im Zuge gestiegener Honorare für zusätzlich eingesetzte freie Mitarbeiter und erhöhte Personalaufwendungen infolge des Ausbaus der angestellten Beratermannschaft sowie der share based Compensation um 7,8% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 50.862 (Q1-Q3/​2022: TEUR 47.173) an. Die auf den Konzernumsatz bezogene Herstellkostenquote erhöhte sich entsprechend von 50,8% im Vorjahr auf nunmehr 52,0%. Das Bruttoergebnis stieg zeitgleich von TEUR 45.701 im Neunmonatszeitraum 2022 auf nunmehr TEUR 46.957, was einem Anstieg um 2,8% entspricht. Entsprechend lag die Bruttomarge im Berichtszeitraum Q1-Q3/​2023 bei 48,0% (Q1-Q3/​2022: 49,2%).

Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen erhöhten sich im Berichtshalbjahr gegenüber dem Vorjahr um 13,3% auf TEUR 18.296 (Q1-Q3/​2022: TEUR 16.143). Dieser Anstieg spiegelt unter anderem die nach Corona erhöhte Präsenz der USU-Gruppe auf Messen, Konferenzen und sonstigen Vertriebsveranstaltungen, die inflationsbedingte Gehaltssteigerung der Belegschaft sowie den mit dem Mitarbeiteraktienprogramm verbundenen Sonderpersonalaufwand (share based compensation) wider. Dadurch stieg die umsatzbezogene Kostenquote für den Bereich Marketing und Vertrieb von 17,4% in den ersten drei Quartalen 2022 auf nunmehr 18,7% an.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit TEUR 8.483 (Q1-Q3/​2022: TEUR 8.760) ungeachtet der share based compensation dank gesunkener Sachkosten um 3,2% unter dem Vorjahr. Bezogen auf den Konzernumsatz sank die Verwaltungskostenquote im Betrachtungszeitraum entsprechend auf 8,7% (Q1-Q3/​2022: 9,4%).

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2023 aufgrund des Ausbaus der Entwicklermannschaft zur Forcierung der Anwendungsentwicklung im Umfeld der künstlichen Intelligenz, für Cloudmanagement und einer zentralen Konzern-Produktplattform im Rahmen der "One USU"-Strategie und damit verbundener erhöhter Personalkosten, der notwendigen inflationsbezogenen Gehaltssteigerung der F&E-Belegschaft sowie des mit dem Mitarbeiteraktienprogramm verbundenen Sonderpersonalaufwandes (share based compensation) um 20,2% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 16.009 (Q1-Q3/​2022: TEUR 13.322) an. Die auf den Konzernumsatz bezogene Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung erhöhte sich entsprechend von 14,3% im Vorjahr auf nunmehr 16,4%. USU investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios und arbeitet permanent an innovativen, marktbezogenen Softwarelösungen. Mittelfristig plant USU, die F&E-Aufwendungen zwar absolut betrachtet auszubauen, relativ betrachtet jedoch die Aufwandsquote infolge überproportional steigender Umsatzerlöse zu senken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen saldieren sich im Neunmonatszeitraum 2023 auf einen Ertrag von insgesamt TEUR 655 (Q1-Q3/​2022: TEUR 679).

Ertragslage

Ungeachtet der überdurchschnittlich gesteigerten SaaS-Umsätze sank in den ersten neun Monaten 2023 die operative Profitabilität im Zuge des verhaltenen Lizenzgeschäftes und führte zu einem EBITDA-Rückgang von USU um 28,0% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf TEUR 8.426 (Q1-Q3/​2022: TEUR 11.695). Unter Herausrechnung der einmaligen Sonderaufwendungen aus der share based compensation von TEUR 347 (Q3/​2022: TEUR 0) ergab sich ein Bereinigtes EBITDA von TEUR 8.773 (Q1-Q3/​2022: TEUR 11.695). Die bereinigte EBITDA-Marge sank entsprechend von 12,6% im Vorjahr auf nunmehr 9,0%. Zugleich erzielte USU auf Neunmonatssicht 2023 ein EBIT von TEUR 4.824 (Q1-Q3/​2022: TEUR 8.155). Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem EBIT-Rückgang um 40,8%. Das Finanzergebnis summierte sich in den ersten neun Monaten 2023 auf TEUR -94 (Q1-Q3/​2022: TEUR 209), während die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag infolge des im Vorjahresvergleich verzeichneten Ergebnisrückgangs auf TEUR 1.426 (Q1-Q3/​2022: TEUR 2.588) zurückgingen. In Summe sank das Konzernergebnis von USU in den ersten neun Monaten 2023 gegenüber dem Vorjahr um 42,8% auf TEUR 3.304 (Q1-Q3/​2022: TEUR 5.776). Bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von 10.523.770 (Q1-Q3/​2022: 10.523.770 Aktien) Aktien entspricht dies einem verwässerten Ergebnis pro Aktie von EUR 0,31 (Q1-Q3/​2022: EUR 0,55), während sich das unverwässerte Ergebnis pro Aktie bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von 10.000.000 Aktien (Q1-Q3/​2022: 10.523.770 Aktien) auf EUR 0,33 (Q1-Q3/​2022: EUR 0,58) belief.

Vermögens- und Finanzlage

Auf der Aktivseite der Bilanz lagen die langfristigen Vermögenswerte der USU-Gruppe zum 30. September 2023 mit TEUR 64.740 (31. Dezember 2022: TEUR 64.791) geringfügig unter dem Niveau derer vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2022, während die kurzfristigen Vermögenswerte im gleichen Zeitraum von TEUR 48.188 zum 31. Dezember 2022 auf nunmehr TEUR 46.267 sanken. Dieser Rückgang resultiert maßgeblich aus dem dividendenbedingten Rückgang der Konzernliquidität, die sich zum 30. September 2023 auf TEUR 9.829 (31. Dezember 2022: TEUR 15.525) belief. Am 20. Juni 2023 hatte die Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,55 je dividendenberechtigter Aktie bzw. von insgesamt TEUR 5.500 beschlossen, was sich entsprechend in den gesunkenen liquiden Mitteln zum 30. September 2023 widerspiegelt.

Auf der Passivseite der Bilanz sank das Eigenkapital der USU-Gruppe im Zuge der erfolgten Dividendenzahlung an die USU-Aktionäre von TEUR 56.954 zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 55.365 zum 30. September 2023. Zugleich sank das Fremdkapital in Form der kurz- und langfristigen Schulden der USU-Gruppe zum 30. September 2023 auf TEUR 55.642 (31. Dezember 2022: TEUR 56.025). Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus auf TEUR 6.862 (31. Dezember 2022: TEUR 10.070) reduzierten Verbindlichkeiten aus dem Personal- und Sozialbereich.

Bei einer Bilanzsumme von TEUR 111.007 (31. Dezember 2022: TEUR 112.979) belief sich die Eigenkapitalquote zum 30. September 2023 auf 49,9% (31. Dezember 2022: 50,4%). Mit dieser Eigenkapitalquote, der umfangreichen Konzernliquidität und keinerlei Bankverbindlichkeiten, ist die USU-Gruppe nach wie vor äußerst solide und gesichert finanziert.

Cash-Flow und Investitionen

Zum 30. September 2023 verfügte die USU-Gruppe über flüssige Mittel von TEUR 9.829 (30. September 2022: TEUR 22.363). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um TEUR 12.534 bzw. 56,0%, was im Wesentlichen aus dem Ende 2022 durchgeführten Aktienrückkauf sowie der im Berichtsjahr erfolgten Dividendenzahlung an die USU-Aktionäre herrührt.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von USU sank im Neunmonatszeitraum 2023 um TEUR 2.700 bzw. 45,4% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr mit TEUR 3.243 (Q1-Q3/​2022: TEUR 5.943) Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus stichtagsbedingten Veränderungen des Working Capitals.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR -1.178 (Q1-Q3/​2022: TEUR -725) beinhaltet im Wesentlichen die Investitionen in Sachanlagen.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -7.778 (Q1-Q3/​2022: TEUR -7.433) resultiert aus Auszahlungen für die Gewinnausschüttung an die USU-Aktionäre in Höhe von TEUR 5.500 (Q1-Q3/​2022: TEUR 5.262) sowie die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.278 (Q1-Q3/​2022: TEUR 2.171).

Auftragsbestand

Dank mehrerer Neu- und Folgeaufträge und ungeachtet von anhaltenden Auftragsverschiebungen im Produktgeschäft baute die USU-Gruppe den konzernweiten Auftragsbestand zum 30. September 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 11.876 auf TEUR 85.639 (30. September 2022: TEUR 73.763) aus. Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem Anstieg um 16,1%. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem gestiegenen SaaS-, Wartungs- und Beratungsbestand der USU-Gruppe. Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2022: TEUR 82.991) baute USU den Auftragsbestand um 3,2% aus. Dagegen spiegeln sich die Investitionsverschiebungen potenzieller Neukunden im Vergleich zum Ende des Vorquartals (30. Juni 2023: TEUR 89.066) wider, wonach sich ein Rückgang des Auftragsbestandes gegenüber dem Vorquartal um 3,8% bzw. TEUR 3.427 errechnet, der im Wesentlichen das Beratungsgeschäft betrifft.

Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des Quartals stellt aufgrund von verbindlichen Verträgen die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der USU-Gruppe auf Sicht der kommenden 12 Monate dar. Diese beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie Wartungs- und SaaS-Verträge.

Mitarbeitende

Zum 30. September 2023 baute die USU-Gruppe ihre Belegschaft gegenüber dem Vorjahr um 7,8% bzw. 59 Mitarbeitende auf 814 (30. September 2022: 755) Mitarbeitende aus und blieb damit plangemäß über der avisierte 800er-Marke. Nach Funktionsbereichen untergliedert beschäftigte USU zum Ende des 3. Quartals 2023 insgesamt 369 (30. September 2022: 318) Mitarbeitende im Bereich Beratung und Services, 232 (30. September 2022: 225)

Mitarbeitende im Bereich Forschung und Entwicklung, 119 (30. September 2022: 106)

Mitarbeitende im Bereich Vertrieb und Marketing sowie 94 (30. September 2022: 106)

Mitarbeitende in der Administration. Segmentbezogen waren 588 (30. September 2022: 528)

Mitarbeitende im Geschäftsfeld "Produktgeschäft", 132 (30. September 2022: 121)

Mitarbeitende im Geschäftsfeld "Servicegeschäft" sowie 94 (30. September 2022: 106)

Mitarbeitende im Zentralbereich der USU-Gruppe tätig. Damit hat USU ihre Konzernbelegschaft mit Blick auf die Mittelfristplanung zielgerichtet ausgebaut.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Gesamtwirtschaft

Gemäß des jüngsten Kieler Konjunkturberichts 5 des Instituts für Weltwirtschaft (ifw Kiel) vom 5. September 2023 windet sich die Konjunktur in Deutschland aus der Stagnation heraus. Zwar lasten aktuell verschiedene Faktoren auf der wirtschaftlichen Aktivität, wie beispielsweise die globale Investitionsschwäche, die das industrielle Exportgeschäft negativ beeinflusst, dem stünde allerdings der weiterhin erhöhte Auftragsbestand gegenüber, der stützend auf die industrielle Aktivität wirke, zumal Materialengpässe und ein erhöhter Krankenstand der Belegschaft laut ifw Kiel zukünftig die Produktion immer weniger behindern dürften. Das ifw Kiel erwartet, dass sich das internationale Umfeld zunehmend aufhellen werde, was dazu führen werde, dass das Auslandsgeschäft allmählich wieder Tritt fassen werde. Und auch binnenwirtschaftlich würden deutliche Kaufkraftzuwächse bei breiten Konsumentenschichten nach und nach belebend auf die Konsumkonjunktur wirken. Das gehe maßgeblich auf verteilungswirksame binnenwirtschaftliche Prozesse, insbesondere kräftig anziehende Löhne und ausgeweitete staatliche Transfers zurück. Die konjunkturelle Erholung werde aber voraussichtlich erst ab der Jahreswende einsetzen, so dass das ifw Kiel aufgrund der schwachen ersten 9 Monate für 2023 auf Gesamtjahressicht mit einem gesamtwirtschaftlichen BIP-Rückgang um 0,5% rechnet, wobei die sich aufhellende Konjunktur in 2024 zu einem BIP-Anstieg in Deutschland um 1,3% führen werde, was im Wesentlichen auf steigende Private Konsumausgaben zurückzuführen sei.

Für den Euroraum prognostiziert das ifw Kiel 6 angesichts wieder weitgehend normalisierter Energiepreise, steigender Realeinkommen sowie zunehmender Unterstützung aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld, dass die Konjunktur nach der jüngsten Schwächephase wieder Tritt fassen wird. Allerdings bleibe die wirtschaftliche Dynamik laut ifw Kiel eher verhalten, weil die Geldpolitik wohl nur vorsichtig gelockert werden wird. Entsprechend rechnet das ifw Kiel für das Gesamtjahr 2023 mit einem BIP-Anstieg im Euroraum von 0,6% und im Folgejahr von 1,4%.

5 Vgl. Kieler Konjunkturberichte Nr. 107 (2023 I Q3) vom 5. September 2023, veröffentlicht unter https:/​/​www.ifw-kiel.de

6 Vgl. Kieler Konjunkturberichte Nr. 106 (2023 I Q3) vom 06. September 2023, veröffentlicht unter https:/​/​www.ifw-kiel.de

Branche

Nach den letzten Bitkom 7 -Informationen zeigt sich die Digitalbranche krisenfest und setzt weiter auf Wachstum. Entsprechend erwartet der Digitalverband Bitkom gemäß der aktuellen Prognose für die Unternehmen der IT und Telekommunikation im laufenden Jahr 2023 ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr von 2,1% (2022: 6,3%%) auf EUR 213,2 Mrd. (2022: EUR 208,8 Mrd..). "Die Unternehmen der Bitkom-Branche stehen stabil in einem schwierigen Umfeld und blicken optimistisch in die Zukunft", sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.

Laut Bitkom wird der IT-Markt im Jahr 2023 abermals das größte Wachstum verbuchen. So werden nach aktueller Bitkom-Prognose mit IT in 2023 EUR 143,6 Mrd.. (2022: EUR 139,4 Mrd..) umgesetzt. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem Plus von 3,0% (2022: 8,4%). Am stärksten zulegen können laut Bitkom die Umsätze mit Software, die um 9,6% (2022: 15,0%) auf EUR 41,5 Mrd.. (2022: EUR 37,9 Mrd..) ansteigen werden, wobei künstliche Intelligenz mit einem herausragenden Wachstum um 40,8% auf eine Milliarde Euro eine immer wichtigere Rolle innerhalb dieses Segments spiele. Auch das Geschäft mit IT-Services, wozu unter anderem die IT-Beratung gehört, wächst gemäß den revidierten Bitkom-Zahlen weiter um 5,3% (2022: 8,5%) auf EUR 49,4 Mrd.. (2022: EUR 47,0 Mrd..).

Für den weltweiten IT-Markt erwartet das Marktforschungsunternehmen Gartner 8 gemäß dem am 18. Oktober 2023 veröffentlichten IT Spending Forecast, einen Anstieg der IT-Ausgaben in 2023 um nunmehr 3,5% (2022: 2,9%) gegenüber dem Vorjahr auf USD 4.694 Mrd.. (2022: USD 4.533 Mrd..), wobei auch weltweit betrachtet die Marktsegmente Software und IT-Services mit Wachstumsraten von 12,9% (2022: 10,7%) bzw. 7,3%(2022: 7,5%) auf USD 916 Mrd.. (2022: USD 811 Mrd..) bzw. USD 1.401 Mrd.. (2022: USD 1.306 Mrd..) überproportional wachsen werden. Dabei hat Gartner gegenüber dem letzten Forecast sämtliche Daten revidiert "Angesichts einer neuen Welle von Pragmatismus, Kapitalbeschränkungen oder Margenbedenken verschieben CIOs einige IT-Ausgaben", sagt John-David Lovelock, Vizepräsident bei Gartner. "Die Unternehmen verlagern den Schwerpunkt ihrer IT-Projekte auf Kostenkontrolle, Effizienz und Automatisierung und schränken IT-Initiativen ein, bei denen es länger dauert, bis sie Früchte tragen.", sagt Lovelock.

7 Vgl. Bitkom-Pressemitteilung vom 5. Juli 2023, veröffentlicht unter www.bitkom.org

8 Vgl. Gartner-Pressemitteilung vom 18. Oktober 2023, veröffentlicht unter www.gartner.com

Ausblick

Infolge der erreichten Erfolge aus der SaaS-Transformation und des damit verbundenen hohen Auftragsbestandes sowie des anhaltend starken Beratungsgeschäftes aufgrund größerer Digitalisierungsaufträge erwartet der Vorstand auch unter Berücksichtigung des negativen gesamtwirtschaftlichen Umfelds und damit verbundener Auftragsverschiebungen potenzieller Neukunden eine positive Geschäftsentwicklung im traditionell stärksten Abschlussquartal des Jahres - Q4/​2023. Insofern bestätigt der Vorstand die aktuelle Guidance, die für das Gesamtjahr 2023 ein Umsatzwachstum auf EUR 132 - 139 Mio. vorsieht, bei einem zielgerichteten weiteren Ausbau des SaaS-Geschäftes und einem Bereinigten EBITDA von EUR 13 - 15 Mio.

Zugleich bekräftigt der Vorstand die aktuelle Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie mit Blick auf das weiter zunehmende SaaS-Geschäft den Ausbau der Bereinigten EBITDA-Marge bis 2026 auf 17 - 19% vorsieht.

Im Fokus der strategischen Planung stehen dabei die drei etablierten Wachstumssäulen der USU-Gruppe: der Ausbau der Internationalisierung, die Entwicklung und Markteinführung neuer Produktinnovationen sowie anorganisches Wachstum durch Akquisitionen.

Unter den vorgenannten Prämissen plant der Vorstand, auch für das Geschäftsjahr 2023 die Anteilseigner der USU Software AG wie in den Vorjahren wiederum am operativen Unternehmenserfolg der Gesellschaft maßgeblich zu beteiligen und die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik, die eine Ausschüttung einer Dividende vorsieht, die nie unter dem Vorjahreswert liegt und etwa der Hälfte des erwirtschafteten Gewinns entsprechen soll, fortzuführen.

Chancen- und Risikobericht

Bezüglich der Chancen und Risiken der USU Software AG und des Gesamtkonzerns liegen keine Veränderungen gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 vor. Wir verweisen insofern auf den im Geschäftsbericht 2022 enthaltenen Chancen- und Risikobericht.

USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28).

Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der International Security Identification Number (Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN") DE000A0BVU28 notiert und dort zum Handel im Regulierten Markt zugelassen.

Nach dem positiven Verlauf des ersten Halbjahres entwickelten sich die Aktienmärkte im Laufe des 3. Quartals im Zuge nachlassender Zinssenkungsfantasien, der anhaltend hohen Inflation, des andauernden Ukraine-Krieges und der eher negativen gesamtwirtschaftlichen Aussichten tendenziell negativ, wobei insbesondere die eher illiquiden Technologiewerte schwächelten. So verblieb zum Stichtag 30. September 2023 auf Quartalssicht beim DAX auf dem elektronischen Handelsplatz XETRA insgesamt ein Kursverlust gegenüber dem Stichtag des Vorquartals von 4,7% auf 15.386,58 Punkte (30. Juni 2023: 16.147,90 Punkte), während der Technology All Share-Index einen Kursrückgang im Vergleich zum Vergleichsstichtag des Vorquartals auf XETRA von 5,5% auf 3.675,96 Punkte (30. Juni 2023: 3.891,71 Punkte) verbuchte. Im Zuge der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen 2023 gab die USU-Aktie mit einer Quartals-Performance von -25,4% überproportional nach und beendete den Handel am 30. September 2023 auf XETRA bei EUR 17,15 (30. Juni 2023: EUR 23,0).

Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2022: 13.923,59 Punkte) verblieb beim DAX ein deutlicher Kurszuwachs um 10,5%, während der Technology All Share Index (31. Dezember 2022: 3.696,97 Punkte) im gleichen Zeitraum einen Kursrückgang um 0,6% verbuchte. Infolge der Kursschwäche im abgelaufenen Quartal verlor die USU-Aktie (31. Dezember 2022: EUR 20,4) auf Neunmonatssicht um 15,9% an Wert.

Im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres 30. September 2022 zeigt sich jedoch durchweg ein positives Bild am Aktienmarkt. So stieg der DAX (30. September 2022: 12.114,36 Punkte) im Vorjahresvergleich deutlich um 27,0%, während der Technology All Share-Index (30. September 2022: 3.419,80 Punkte) um 7,5% zulegen konnte. Dank der positiven Vorquartale verzeichnete auch die USU-Aktie (30. September 2022: EUR 16,5) auf Jahressicht mit einem Kursgewinn von 3,9% eine positive Aktienperformance. Auch wenn das aktuelle Jahr nicht den erwarteten Erfolg bringen wird, sieht der Vorstand das enorme Kurspotenzial aus den wiederkehrenden Umsätzen der USU-Gruppe in der derzeitigen Bewertung der USU-Aktie nicht ansatzweise berücksichtigt.

Möglingen, 22. November 2023

USU Software AG

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Bernhard Oberschmidt Dr. Benjamin Strehl
Vorstandsvorsitzender Vorstand

KONZERN-BILANZ (untestiert)

AKTIVA

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9-Monatsbericht Jahresabschluss
in TEUR 30.09.2023 31.12.2022
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 2.468 2.598
Geschäfts- oder Firmenwerte 40.092 40.092
Sachanlagen 3.054 3.045
Nutzungsrechte 16.091 15.697
Finanzielle Vermögenswerte 772 775
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 522 168
Aktive latente Steuern 1.741 2.416
Langfristige Vermögenswerte 64.740 64.791
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 557 478
Vertragsvermögenswerte 9.924 6.013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.304 22.274
Forderungen aus Ertragsteuern 58 1
Finanzielle Vermögenswerte 898 669
Übrige Vermögenswerte 236 890
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 2.461 2.338
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.829 15.525
Kurzfristige Vermögenswerte 46.267 48.188
Aktiva, gesamt 111.007

PASSIVA

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9-Monatsbericht Jahresabschluss
in TEUR 30.09.2023 31.12.2022
--- --- ---
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 10.524 10.524
Eigene Anteile -490 -524
Kapitalrücklage 44.066 43.465
Gewinnrücklage 953 3.149
Kumuliertes sonstiges Eigenkapital 312 340
Eigenkapital 55.365 56.954
Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen 1.025 991
Leasingverbindlichkeiten 13.441 13.287
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 1.166 1.325
Passive latente Steuern 1.125 1.197
Langfristige Schulden 16.757 16.800
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 547 1.084
Finanzielle Verbindlichkeiten 0 132
Leasingverbindlichkeiten 3.011 2.696
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 6.862 10.070
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 2.984 3.708
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 3.062 3.941
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.858 6.997
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 15.561 10.597
Kurzfristige Schulden 38.885 39.225
Passiva, gesamt 111.007 112.979

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (untestiert)

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GESAMTERGEBNISRECHNUNG Quartalsbericht Quartalsbericht 9-Monatsbericht 9-Monatsbericht
in TEUR III /​ 2023 III /​ 2022
--- --- --- --- ---
01.07.2023 01.07.2022 01.01.2023 01.01.2022
--- --- --- --- ---
30.09.2023 30.09.2022 30.09.2023 30.09.2022
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 32.921 32.579 97.819 92.874
Herstellungskosten des Umsatzes -16.942 -16.385 -50.862 -47.173
Bruttoergebnis vom Umsatz 15.979 16.194 46.957 45.701
Vertriebs- und Marketingaufwendungen -6.643 -5.755 -18.296 -16.143
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -2.694 -3.121 -8.483 -8.760
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -5.489 -4.505 -16.009 -13.322
Sonstige betriebliche Erträge 192 828 1.020 1.485
Sonstige betriebliche Aufwendungen -113 -425 -365 -806
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) 1.232 3.216 4.824 8.155
Finanzerträge 44 175 75 334
Finanzaufwendungen -65 -37 -169 -125
Gewinn vor Steuern (EBT) 1.211 3.354 4.730 8.364
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -353 -1.112 -1.426 -2.588
Periodenüberschuss 858 2.242 3.304 5.776
Posten, die später aufwands- oder

ertragswirksam umgegliedert werden können: Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung
-7 -35 -28 -110
Sonstiges Ergebnis -7 -35 -28 -110
Gesamtergebnis 851 2.207 3.276 5.666
Ergebnis je Aktie in Euro, verwässert 0,08 0,21 0,31 0,54
Ergebnis je Aktie in Euro, unverwässert 0,09 0,21 0,33 0,54
Anzahl der zugrunde gelegten Aktien:
verwässert 10.523.770 10.523.770 10.523.770 10.523.770
unverwässert 10.000.000 10.523.770 10.000.000 10.523.770

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (untestiert)

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Konzern-Kapitalflussrechnung 9-Monatsbericht 9-Monatsbericht
in TEUR 01.01.2023 - 30.09.2023 01.01.2022 - 30.09.2022
--- --- ---
CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Konzernjahresüberschuss 3.304 5.776
+/​- Abschreibungen/​Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.267 1.346
+/​- Abschreibungen/​Zuschreibungen auf Nutzungsrecht IFRS 16 Leasingverhältnisse 2.335 2.194
+/​- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/​Erträge 584 -397
-/​+ Zunahme/​Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.069 -9.141
+/​- Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -243 4.756
-/​+ Zinsaufwendungen /​Zinserträge 94 -209
+/​- Ertragsteuererstattungen/​Ertragsteuerzahlungen -1.392 -912
-/​+ Gezahlte Zinsen/​ erhaltene Zinsen -63 -58
-/​+ Ertragssteueraufwand/​-ertrag 1.426 2.588
CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 3.243 5.943
CASH-FLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT:
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -263 -3
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 36 23
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -951 -745
CASH-FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT: -1.178 -725
CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT:
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -5.500 -5.262
- Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -2.278 -2.171
CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT: -7.778 -7.433
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -5.713 -2.215
+/​- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 17 292
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 15.525 24.286
FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE 9.829 22.363
Finanzmittelfonds
Flüssige Mittel 9.829 22.363

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL (untestiert)

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Entwicklung

des Konzern-

Eigenkapitals
Gezeichnetes

Kapital
Eigene

Anteile
Kapital-

rücklage
Gewinn-

Rücklage
Anzahl TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Konsolidiertes

Eigenkapital zum

1. Januar 2022
10.523.770 10.524 0 52.792 829
Konzernergebnis 5.776
Übriges Ergebnis

nach Steuern
Gesamtergebnis 0 0 0 0 5.776
Dividendenzahlung -5.262
Konsolidiertes

Eigenkapital zum

30. September 2022
10.523.770 10.524 0 52.792 1.343
Konsolidiertes

Eigenkapital zum

1. Januar 2023
10.523.770 10.524 -524 43.465 3.149
Konzernergebnis 3.304
Aktienverkäufe MAP 34 601
Übriges Ergebnis

nach Steuern
Gesamtergebnis 0 0 34 601 3.304
Dividendenzahlung -5.500
Konsolidiertes

Eigenkapital zum

30. September 2023
10.523.770 10.524 -490 44.066 953

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Kumuliertes sonstiges

Eigenkapital
Entwicklung

des Konzern-

Eigenkapitals
Pensions-

pläne
Währungs-

umrech-

nung
Eigenkapital
--- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR
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Konsolidiertes

Eigenkapital zum

1. Januar 2022
-116 414 64.443
Konzernergebnis 5.776
Übriges Ergebnis

nach Steuern
-110 -110
Gesamtergebnis 0 -110 5.666
Dividendenzahlung -5.262
Konsolidiertes

Eigenkapital zum

30. September 2022
-116 304 64.847
Konsolidiertes

Eigenkapital zum

1. Januar 2023
56 284 56.954
Konzernergebnis 3.304
Aktienverkäufe MAP 635
Übriges Ergebnis

nach Steuern
-28 -28
Gesamtergebnis 0 -28 2.426
Dividendenzahlung -5.500
Konsolidiertes

Eigenkapital zum

30. September 2023
56 256 55.365

VERKÜRZTER KONZERANHANG

FÜR DIE ERSTEN 9 MONATE 2023 (UNTESTIERT)

Grundsätze zur Rechnungslegung

Die USU Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft hat ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abt. B, unter der Nummer 206442 eingetragen.

Dieser Zwischenabschluss der USU Software AG steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss wurde nach IAS 34 (Interim Financial Reporting) erstellt.

Es wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie beim nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2022 abgeschlossene Geschäftsjahr angewandt. Der vorliegende ungeprüfte 9-Monatsbericht 2023 ist daher in Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss 2022 zu lesen.

Dieser Zwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach Auffassung des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der üblichen Periodenabgrenzung.

Im Rahmen der Aufstellung des Zwischenabschlusses gemäß den IFRS müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.

Ertragsteuern werden in der Zwischenperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser Steuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis der konsolidierten Gesellschaften angewendet.

Aus dem Ergebnis der Zwischenperioden kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

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01.01.-30.09.2023 01.01.-30.09.2022
TEUR TEUR
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Beratung 61.800 53.233
Lizenzen /​ Produkte 3.457 9.810
Wartung 19.387 18.706
Software-as-a-Service /​ SaaS 12.514 10.397
Sonstiges 661 937
97.819 92.874

Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 ist USU in den zwei Geschäftsfeldern "Produktgeschäft" und "Servicegeschäft" tätig, die im Wesentlichen die Risiken und die Eigenkapitalverzinsung des Konzerns beeinflussen. Die Aufgliederung verschiedener Kenngrößen nach den Geschäftsfeldern entsprechend IFRS 8 ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

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Produktgeschäft Servicegeschäft Summe

Segmente
1.1.-

30.9.23
1.1.-

30.9.22
1.1.-

30.9.23
1.1.-

30.9.22
1.1.-

30.9.23
1.1.-

30.9.22
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TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
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Umsatz 65.764 65.991 32.055 26.782 97.819 92.773
EBITDA 4.052 9.505 6.078 4.019 10.130 13.524
EBIT 1.365 7.010 5.229 3.109 6.594 10.119
Finanzergebnis -81 - -17 - -98 -
Steuern -387 -2.338 -1.571 -250 -1.958 -2.588
Konzernergebnis 978 4.672 3.641 2.859 4.538 7.531
Mitarbeiter zum Ende der Periode 588 528 132 121 720 649

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nicht

zugeordnet
Konzern
1.1.-

30.9.23
1.1.-

30.9.22
1.1.-

30.9.23
1.1.-

30.9.22
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TEUR TEUR TEUR TEUR
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Umsatz 0 101 97.819 92.874
EBITDA -1.704 -1.829 8.426 11.695
EBIT -1.770 -1.964 4.824 8.155
Finanzergebnis 4 209 -94 209
Steuern 532 - -1.426 -2.588
Konzernergebnis -1.234 -1.755 3.304 5.776
Mitarbeiter zum Ende der Periode 94 106 814 755

Außerhalb Deutschlands erzielte die USU-Gruppe in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2023 insgesamt 22,9% (Q1-Q3/​2022: 23,7%) bzw. TEUR 22.380 (Q1-Q2/​2022: TEUR 22.011) der konsolidierten Umsätze. Diese Angaben beziehen sich auf den Sitz des Kunden. Auf weitergehende Angaben der geographischen Daten wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Aktien der Organe der USU Software AG

Folgender Bestand an Aktien der USU Software AG von Organmitgliedern der Gesellschaft wurde zum 30. September 2023 festgestellt:

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Bestandsmeldungen der Organe Aktien

30.09.2023
Aktien

30.09.2022
Vorstand
Bernhard Oberschmidt 162.518 162.518
Dr. Benjamin Strehl 0 0
Aufsichtsrat
Udo Strehl * 5.000 5.000
Erwin Staudt 100.000 100.000
Gabriele Walker-Rudolf 1.000 1.000

* Über die AUSUM GmbH werden Herrn Udo Strehl als Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft gemäß § 34 (1) Satz 1 Nr. 1

WpHG n.F. zusätzlich 5.388.000 (2022: 5.364.888) Stimmrechte an der USU Software AG zugerechnet.

Zusätzlich werden über die "Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer dieser Stiftung 32.000 (2021: 32.000)

Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 34 (1) S. 1 Nr. 1 WpHG n.F. zugerechnet.

Am 25. August 2023 hat die AUSUM GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende der USU Software AG, Udo Strehl ist, insgesamt 1.250 Aktien der USU Software AG über die Börse tradegate Exchange ("Tradegate") gekauft. Am 29. August 2023 kaufte die AUSUM GmbH zusätzlich 1.900 Aktien der USU Software AG über Tradegate. Zudem kaufte die AUSUM GmbH am 04. September 2023 insgesamt 15.000 Aktien der USU Software AG über Tradegate. Des Weiteren erwarb die AUSUM GmbH am 06. September 2023 weitere 945 Aktien der USU Software AG über Tradegate. Schließlich erwarb die AUSUM GmbH am 12. September 2023 weitere 2.017 Aktien der USU Software AG über Tradegate. Dabei teilte die AUSUM GmbH der USU Software AG die zugehörigen Wertpapiergeschäfte unmittelbar mit. Die Gesellschaft hat ihrerseits die aufgeführten Mitteilungen über die Wertpapiergeschäfte pflichtgemäß veröffentlicht.

Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden von den Organmitgliedern nicht gehalten.

Möglingen, 22. November 2023

USU Software AG

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Bernhard Oberschmidt Dr. Benjamin Strehl
Vorstandsvorsitzender Vorstand

FINANZKALENDER 2023

27.-29. November

Investoren- und Analystenkonferenz im Rahmen der Veranstaltung Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main