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USU Software AG Interim / Quarterly Report 2022

Aug 31, 2022

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 31166158

USU Software AG

Möglingen

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022

USU AUF EINEN BLICK

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6-Monatsbericht 2022 2022 2021
in TEUR, mit Ausnahme der Angaben zum Ergebnis pro Aktie sowie zur Mitarbeiterzahl 01.01.-30.06.2022 01.01.-30.06.2021
--- --- ---
UMSATZERLÖSE 60.295 53.925
EBITDA 7.263 6.659
EBIT 4.938 4.320
KONZERNERGEBNIS 3.534 3.794
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) 0,34 0,36
CASH-FLOW AUS DER BETRIEBLICHEN
TÄTIGKEIT 3.545 4.998
MITARBEITER ZUM 30.6. 744 739

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30.06.2022 31.12.2021
LIQUIDE MITTEL UND KAPITALANLAGEN 26.265 24.286
EIGENKAPITAL 67.901 64.443
BILANZSUMME 121.870 116.016
EIGENKAPITALQUOTE 55,7% 55,5%

USU Software AG

Spitalhof

D-71696 Möglingen

Tel. +49.7141.4867-0

Fax +49.7141.4867-200

www.usu.com

Investor Relations

Falk Sorge & Dr. Thomas Gerick

Tel. +49.7141.4867-351 /​ 440

Fax +49.7141.4867-108

[email protected]

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser,

USU wächst auch in der Krise stetig weiter -dieses positive Fazit kann ich zur Halbzeit des Geschäftsjahres ziehen. Umso erstaunlicher ist es, dass sich die erfreuliche Entwicklung derzeit meines Erachtens nicht im Aktienkurs widerspiegelt.

Im 2. Quartal 2022 konnten wir die Umsatzerlöse ungeachtet der sich abschwächenden Gesamtwirtschaft um 15% auf über 30 Mio. Euro steigern und damit unser Wachstum nochmals beschleunigen. Dabei profitierten wir insbesondere von einer Reihe neuer Kunden- und Folgeaufträge, zum Beispiel von der Versicherungsgesellschaft Verti, dem Schweizer Lebensmittelkonzern Emmi oder BMW. Auch auf Halbjahressicht zeigt sich das robuste Wachstum -denn die konzernweiten Umsätze erhöhten sich wie geplant prozentual zweistellig auf über 60 Mio. Euro, während das EBITDA um gut 9% auf 7,3 Mio. Euro zulegte. Insgesamt verfestigte sich zudem der Trend vom Einmallizenz-Geschäft (On Premises) hin zu Mietmodellen (Software-as-a-Service /​ SaaS). Dadurch erhöhten sich die Recurring Revenue (wiederkehrende Umsatzerlöse = Wartungserlöse zuzüglich der SaaS-Einnahmen) in den ersten 6 Monaten 2022 gegenüber der Vorjahresperiode um 13,7% auf nahezu 19 Mio. Euro. Der Auftragsbestand erreichte mit über 78 Mio. Euro erneut ein Rekord-Niveau und bildet die Basis für die Realisierung unserer anspruchsvollen Wachstumsziele.

Besonders stolz sind wir über die Ergebnisse des aktuellen Gartner "Voice of the Customer" Reports. Denn nach Meinung der USU-Kunden erreicht USU IT Service Management die beste Bewertung aller Lösungen für die EMEA-Region. Kundenzufriedenheit ist für uns der wichtigste Gradmesser für den Erfolg unserer Arbeit -denn er spiegelt nicht nur Leistungsfähigkeit und Qualität unserer Produkte und Services, sondern auch den Praxisnutzen und Innovationsgrad wider.

Im Bereich der Forschung arbeiten wir seit Jahren intensiv mit Partnern, Universitäten bzw. Instituten zusammen. Derzeit erstellen wir beispielsweise im Rahmen eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Projekts mit Hilfe von Quantencomputing rechenintensive und hochkomplexe KI-Modelle. Diese sollen als Grundlage für die wirtschaftliche Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch den industriellen Mittelstand dienen.

Die diesjährige virtuelle Hauptversammlung am 1. Juli bestätigte u.a. den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, den Aktionärinnen für 2021 eine um 25% auf EUR 0,50 erhöhte Dividende pro Aktie auszuschütten. Damit haben wir alle Anteilseignerinnen maßgeblich am operativen Unternehmenserfolg der Gesellschaft beteiligt - und das werden wir auch in Zukunft tun.

Ihr

Bernhard Oberschmidt,

Vorstandsvorsitzender der USU Software AG

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2022 (UNTESTIERT)

Grundlagen der USU Software AG und des Konzerns

Die USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist als Konzernmuttergesellschaft direkt oder indirekt an den folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt: USU GmbH, Möglingen, Deutschland; USU Software s.r.o., Brno, Tschechische Republik, USU Austria GmbH, Wien, Österreich; Omega Software GmbH, Obersulm, Deutschland; USU Solutions GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland; USU Technologies GmbH, Aachen, Deutschland; USU Solutions Inc., Boston, USA; USU SAS, Paris, Frankreich und USU GK, Tokio, Japan. Zudem besteht eine Beteiligung der USU Software AG an der Openshop Internet Software GmbH, Möglingen, Deutschland, welche nicht mehr operativ tätig ist.

Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften

Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und Steuerungssystem

Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) setzt als führender Anbieter von Software- und Servicelösungen für IT & Customer Service Management Maßstäbe für bessere Servicequalität. Mit USU antworten Unternehmen auf die veränderten Kunden- und Mitarbeiterbedürfnisse in einer digitalen Welt. Namhafte Unternehmen schaffen mit USU Lösungen Transparenz, sind agiler, sparen Kosten und senken ihre Risiken -durch smartere Services, einfachere Workflows und bessere Zusammenarbeit.

Das USU Leistungsportfolio umfasst neben Software Asset Management, IT Service Management und IT Service Monitoring die Bereiche Knowledge Management, Self-Service Management, Digital Service Solutions und AI Services.

Über 1.200 USU Kunden aus allen Teilen der internationalen Wirtschaft profitieren von USU-Lösungen, beispielsweise Allianz, Atruvia, Bechtle, BITBW, BMW, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, die Schweizerische Post, Jungheinrich, LinkedIn, Novartis, Otto, VW oder W&W.

Die USU Software AG hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim Konzernumsatz jeweils über dem Durchschnitt des IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch Innovationen und die Verbreiterung der internationalen Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches Wachstum in Form von Akquisitionen und Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der Unternehmensstrategie ist.

Die wesentlichen Leistungsindikatoren für die USU Software AG sowie für den Konzern sind Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("EBITDA").

Dabei fungiert das EBITDA seit 2022 als maßgebliche Planungs- und Steuerungsgröße.

Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet der Vorstand ein Umsatzwachstum auf EUR 120 - 125 Mio., bei einem Anteil von 45% Recurring Revenue am Produktneugeschäft und dadurch bedingt einer gleichzeitigen Steigerung des EBITDA auf EUR 14,5 - 16 Mio.

Zugleich bestätigt der Vorstand die aktuelle Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie mit Blick auf das weiter zunehmende SaaS-Geschäft den Ausbau der EBITDA-Marge bis 2024 auf 16-18% beinhaltet.

Forschung und Entwicklung

Unabhängige Studien haben wiederholt gezeigt, dass USU zu den innovativsten Unternehmen der ITK-Branche in Deutschland gehört. Beispielsweise bescheinigt die aktuelle Studie DEUTSCHLAND TEST von Focus und Focus Money der Gesellschaft höchste Innovationskraft. Zur Innovationskultur von USU gehört auch die intensive Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern, Universitäten oder Instituten. Die Gesellschaft investiert jedes Jahr überdurchschnittlich viel in die Entwicklung neuer bzw. die Weiterentwicklung bestehender Produkte - und damit auch in die Standortsicherung.

In den ersten 6 Monaten 2022 betrug das F&E-Investment insgesamt TEUR 8.817 (Q1-Q2/​2021: TEUR 8.484) bzw. 14,6% (Q1-Q2/​2021: 15,7%) des Konzernumsatzes. Zum 30. Juni 2022 waren 221 (30. Juni 2021: 214) angestellte Mitarbeitende in diesem Bereich beschäftigt. Die F&E-Kosten des USU-Konzerns erfüllen nicht die Ansatzkriterien zur Aktivierung und werden daher nicht aktiviert.

Im Bereich USU Service Management erfordert die Realisierung des zentralen Shop-Moduls, der neuen Service-Plattform sowie der Service-Apps umfangreiche Entwicklungsarbeiten, die im Berichtszeitraum fortgeführt wurden. Auf der bestehenden Plattform wurden außerdem funktionale Erweiterungen für das kommende Release implementiert.

Für das Segment USU IT Monitoring konnte Ende Juni eine neue Version freigegeben werden. Highlight ist das so genannte "Smart Baselining", bei dem ein spezieller KI-basierter Algorithmus das Verhaltensmuster der Monitoring-Messdaten analysiert und automatisch Schwellwerte und Anomalien ermittelt. Außerdem wurde die Alarm-App verbessert, um Alarmierungsbenachrichtigungen nach Vorgaben aus internen Arbeitsanweisungen konfigurieren zu können.

Auch das F&E-Team des Bereichs Software Asset Management (SAM) konnte Ende Mai eine neue Version bereitstellen: Diese konzentriert sich auf ein neues zentrales Repository für Datentransformation, Datenanreicherung und Datenfluss. Aufgrund der offenen Datenarchitektur ermöglicht sie ein schnelleres und tiefergehendes Management von Datenbeständen aus unterschiedlichen Quellen. Eine benutzerfreundliche Oberfläche für alle SAM-Module sorgt zudem für intuitive und nahtlose Workflows.

Im Geschäftsfeld USU Knowledge Management wurde ebenfalls eine neue Version bereitgestellt, die erstmals "Branchenlösungen" bietet. Das Chatbot-Netzwerk USU Bot Universe erweist sich zunehmend als Unique Selling Proposition. Bereits heute ist es möglich, ein Chatbot-Netzwerk aus 500 Einzel-Chatbots zusammenzusetzen. Derzeit arbeiten die Entwicklerinnen u.a. an der Optimierung der Performance. Das Produkt Help Center bietet in der neuen Version erweiterte Möglichkeiten zur Verwaltung von Self Services auf Webseiten.

Im Berichtszeitraum konnte das F&E-Team des Geschäftsfeldes AI Services zwei neue KI-basierte Technologie-Bausteine für den Bereich Service Management entwickeln: die "Major Incident Erkennung" schlägt automatisiert anhand aktueller Incidents neue Major Incidents vor, so dass sich Störungen leichter erkennen und beheben lassen. Die Funktion "Erkennung ähnlicher Tickets" stellt automatisch Bezüge zu bereits vorhandenen Tickets her und gewährleistet so eine einheitliche Lösung. Für den Bereich Knowledge Management wurde ein Showcase entwickelt, der darstellt, wie Chatbots Bilder auswerten können, um beispielsweise Kaffeemaschinen zu unterscheiden.

Die Lösung USU Hybrid Cloud Management unterstützt Unternehmen dabei, ihre Cloud-Umgebung effizient zu steuern und Einsparpotenziale zu realisieren. Für die neue Version arbeiten die Entwicklerinnen weiterhin an Verfahren, damit Kunden ihre Zuordnungskennzeichnung von Cloud Ressourcen und deren inhaltliche Validierung automatisieren bzw. steuern können.

Im Bereich der Forschung beschäftigt nach wie vor das Leuchtturm-Projekt Servicemeister das F&E-Team. Zwischenzeitlich konnte in Zusammenarbeit mit dem Industriepartner KEB der Prototyp eines KI-basierten Servicemanagement-Ecosystems erfolgreich realisiert werden. Darüber hinaus wurde die erste Version eines intelligenten Service-Chatbots entwickelt. Dieser nutzt eine so genannte Graphdatenbank der KEB mit strukturiertem Service- und Produktwissen. Das Projekt AutoQML befindet sich in der Spezifikationsphase. Die USU-Entwicklung zielt darauf ab, arbeitsintensive Schritte bei der Modellbildung und Optimierung von KI-Verfahren zu automatisieren. Use Cases sind z.B. die Datenvorverarbeitung oder die Algorithmen-Auswahl.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist gemäß einer Meldung des Statistischen Bundesamtes ("destatis") 1 vom 25. August 2022 im 2. Quartal 2022 gegenüber dem 1. Quartal 2022 -preis-, saison- und kalenderbereinigt -um 0,1% gewachsen. Gestützt wurde die Wirtschaft nach destatis-Informationen vor allem von den privaten und staatlichen Konsumausgaben, während der Außenbeitrag das Wirtschaftswachstum dämpfte. "Trotz der schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich die deutsche Wirtschaft in den ersten beiden Quartalen 2022 behauptet", sagt Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes. Im 1. Quartal war die deutsche Wirtschaft um 0,8% gewachsen.

Im Vorjahresvergleich war das BIP nach destatis-Informationen im 2. Quartal 2022 preisbereinigt 1,8 % höher als im 2. Quartal 2021, in dem die deutsche Wirtschaft von den Auswirkungen der dritten Welle der Corona-Pandemie deutlich betroffen war. Preis- und kalenderbereinigt betrug das BIP-Wachstum des 2. Quartals 2022 im Vorjahresvergleich 1,7%.

Im Euroraum ist das BIP gemäß einer Schnellschätzung des statistischen Amtes der Europäischen Union (eurostat) 2 im 2. Quartal 2022 um 0,6% gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres, hat sich das saisonbereinigte BIP nach eurostat-Informationen im 2. Quartal 2022 im Euroraum um 3,9% erhöht.

Branchenbezogene Entwicklung

Das Geschäftsklima in der Digital-Branche hat sich nach Untersuchungen des Digitalverbandes Bitkom 3 im Juni positiv entwickelt. Wie Erhebungen von Bitkom und ifo Institut zeigen beurteilten die ITK-Unternehmen Im Juni 2022 ihre Geschäftslage insgesamt als sehr gut. So stieg der Digitalindex, der das Geschäftsklima in der Digitalbranche auf der Basis einer monatlichen ifo Konjunkturumfrage aufzeigt und sich aus dem geometrischen Mittel der Werte für die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftserwartungen ergibt, im Juni im Vergleich zum Vormonat um 2,3 Zähler auf 22,8 Punkte, was laut Bitkom dem Niveau von vor der Corona-Pandemie entspricht.

1 Vgl. destatis-Pressemitteilung Nr. 357 vom 25. August 2022, veröffentlicht unter https:/​/​www.destatis.de

2 Vgl. eurostat-Pressemitteilung 93/​2022 vom 17. August 2022, veröffentlicht unter http:/​/​ec.europa.eu/​eurostat

3 Vgl. Bitkom-ifo-Digitalindex: Juni 2022 und Bitkom-Pressemitteilung vom 5. Juli 2022, veröffentlicht unter www.bitkom.org

Geschäftsentwicklung 2. Quartal 2022

Die USU Software und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) haben nach dem positiven Auftaktquartal im 2. Quartal 2022 die Wachstumsdynamik sogar weiter forciert. So steigerte USU im 2. Quartal 2022 den Konzernumsatz um 14,9% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 30.722 (Q2/​2021: TEUR 26.745). Dabei profitierte USU auch im Berichtsquartal vor allem von einem starken Inlandsgeschäft, wobei das Auslandsgeschäft nach der Corona-bedingten Delle erstmals wieder zulegen konnte. Entsprechend stiegen die Umsatzerlöse im deutschen Heimatmarkt im 2. Quartal 2022 um 17,7% auf TEUR 23.563 (Q2/​2021: TEUR 20.013), während die im Ausland generierten Umsätze um 6,3% auf TEUR 7.159 (Q2/​2021: TEUR 6.732) zulegten.

Ungeachtet des Wandels vom Einmal-Lizenzgeschäft hin zum Software-as-a-Service (SaaS)-Geschäft, verzeichnete die USU-Gruppe im Berichtsquartal infolge zahlreicher Neu- und Folgeaufträge wieder deutlich steigende Lizenzeinnahmen, so dass die Lizenzerlöse im 2. Quartal 2022 überproportional um 22,9% auf TEUR 3.226 (Q2/​2021: TEUR 2.625) zulegten. Allerdings baute USU die SaaS-Erlöse zugleich noch stärker aus. Diese wuchsen im Berichtsquartal Q2/​2022 gegenüber dem Vorjahr um 26,6% auf nunmehr TEUR 3.367 (Q2/​2021: TEUR 2.660). Und auch die Wartungserlöse stiegen im 2. Quartal 2022 gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 8,3% auf TEUR 6.215 (Q2/​2021: TEUR 5.738), so dass der gesamte Recurring Revenue (wiederkehrende Umsatzerlöse = Wartungserlöse zuzüglich der SaaS-Einnahmen) um 14,1% auf TEUR 9.582 (Q2/​2021: TEUR 8.398) zulegte. Die Beratungserlöse baute USU zeitgleich um 12,2% gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt TEUR 17.320 (Q2/​2021: TEUR: 15.437) aus. Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich auf TEUR 594 (Q2/​2021: TEUR 285).

Die Aufwandsbasis des USU-Konzerns erhöhte sich im Vorjahresvergleich im Zuge der Geschäftsausweitung und des damit verbundenen notwendigen Einsatzes zusätzlicher Freier Mitarbeiterinnen und Partnerinnen sowie gestiegener Personal- und Sachkosten um 13,0% auf TEUR 28.152 (Q2/​2021: TEUR 24.910). Da die Kostensteigerung unterproportional zur Umsatzsteigerung ausfiel, baute USU im 2. Quartal 2022 das operative Ergebnis weiter aus. Entsprechend steigerte die USU-Gruppe das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahr um 9,4% auf TEUR 3.796 (Q2/​2021: TEUR 3.471). Inklusive der Abschreibungen von TEUR 1.172 (Q2/​2021: TEUR 1.190) belief sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf TEUR 2.624 (Q2/​2021: TEUR 2.281). Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem EBIT-Anstieg um 15,0%.

Das Finanzergebnis summierte sich im 2. Quartal 2022 auf TEUR 86 (Q2/​2021: TEUR -135). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich im Zuge der Gewinnsteigerung infolge negativer Effekte aus latenten Steuern von TEUR 384 im 2. Quartal 2021 auf TEUR 828 im Berichtsquartal Q2/​2022. In Summe stieg das Konzernergebnis von USU im 2. Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahr um 6.9% auf TEUR 1.883 (Q2/​2021: TEUR 1.761). Bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von 10.523.770 Aktien entspricht dies einem Ergebnis pro Aktie von EUR 0,18 (Q2/​2021: EUR 0,17).

Geschäftsentwicklung für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022

Umsatz- und Kostenentwicklung

Konzernumsatz

Auch auf Halbjahressicht verzeichnete die USU-Gruppe eine äußerst positive operative Geschäftsentwicklung. So steigerte USU im ersten Halbjahr 2022 den Konzernumsatz um 11,8% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 60.295 (Q1-Q2/​2021: TEUR 53.925). Da das Auslandsgeschäft im Auftaktquartal 2022 noch rückläufig war und erst im Berichtsquartal Q2/​2022 auf den Wachstumspfad zurückkehrte blieben die im Ausland erzielten Konzernerlöse auf Halbjahressicht mit TEUR 13.412 (Q2/​2021: TEUR 13.544) noch unterhalb des Vergleichswertes des Vorjahres. Demgemäß steigerte die USU-Gruppe die inländischen Umsatzerlöse um 16,1% auf TEUR 46.883 (Q1-Q2/​2021: TEUR 40.381. Dadurch sank der Anteil des Auslandsgeschäftes am Konzernumsatz von USU von 25,1% im ersten Halbjahr 2021 auf 22,2% im 6-Monatszeitraum 2022.

Nach Umsatzarten erhöhte USU dank zahlreicher Neuaufträge und des bestehenden Auftragsbestandes die SaaS-Erlöse überdurchschnittlich um 30,5% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 6.661 (Q1-Q2/​2021: TEUR 5.104). Zugleich profitierte USU vom wieder wachsenden Lizenz- und Wartungsgeschäft. So erhöhten sich die Wartungserlöse im Zuge steigender Lizenzabschlüsse im Vorjahresvergleich um 6,2% auf TEUR 12.207 (Q1-Q2/​2021: TEUR 11.496). Entsprechend baute USU den Recurring Revenue auf Halbjahressicht um 13,7% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 18.868 (Q1-Q2/​2021: TEUR 16.600) aus, was einem Anstieg des Anteils der Recurring Revenue am Gesamtumsatz auf 31,3% (Q1-Q2/​2021: 30,8%) entspricht. Zugleich steigerte USU dank mehrerer On-premise-Aufträge im Berichtshalbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2022 auch die Lizenzerlöse um 21,3% auf TEUR 5.823 (Q1-Q2/​2021: TEUR 4.802). Ungeachtet des generellen Trends hin zu SaaS-Projekten hatten sich zu Beginn des Jahres 2022 mehrere Kunden für den Kauf einer Einmal-Lizenz entschieden. Und auch die Beratungserlöse erhöhte USU im ersten Halbjahr 2022 dank des anhaltenden Digitalisierungstrends um 8,9% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 34.833 (Q1-Q2/​2021: TEUR 31.992). Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich auf insgesamt TEUR 771 (Q1-Q2/​2021: TEUR 531).

Umsatz nach Geschäftsfeldern

Das Leistungsspektrum des Geschäftsfeldes "Produktgeschäft" umfasst sämtliche Aktivitäten rund um die USU-Produktpalette im Markt für IT Management-Lösungen, im Knowledge Management-Markt sowie dem aus dem Forschungsbereich hervorgegangenem Geschäftsbereich für Big Data Analytics, USU AI Services. Das Geschäftsfeld "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten, individuelle Anwendungsentwicklung und digitale Strategie-Beratung, Service- und UX-Design sowie Webportale, Apps und Intranets.

Das Segment "Produktgeschäft" steuerte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 42.782 (Q1-Q2/​2021: TEUR 38.632) zum Konzernumsatz bei, was im Vorjahresvergleich einem Anstieg um 10,7% entspricht. Im gleichen Zeitraum baute USU den beratungsbezogenen Umsatz des Segments "Servicegeschäft" um 14,5% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 17.447 (Q1-Q2/​2021: TEUR 15.234) aus. Die nicht den Segmenten zugeordneten Umsätze summierten sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022 auf TEUR 66 (Q1-Q2/​2021: TEUR 59).

Operative Kosten

Die operative Aufwandsbasis der USU-Gruppe erhöhte sich in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2022 gegenüber dem Vorjahr um 10,6% auf TEUR 55.632 (Q1-Q2/​2021: TEUR 50.309). Dieser Anstieg spiegelt vor allem den erhöhten Einsatz von angestellten Beratern, Freelancern und Partnern im Zuge der Geschäftsausweitung und die damit verbundenen Kostensteigerungen wider.

Die Herstellungskosten des Umsatzes stiegen entsprechend im Berichtszeitraum um 14,4% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 30.788 (Q1-Q2/​2021: TEUR 26.901) an. Die auf den Konzernumsatz bezogene Herstellkostenquote blieb dabei mit 51,1% (Q1-Q2/​2021: 49,9%) oberhalb des Vergleichswertes aus dem Vorjahr. Das Bruttoergebnis erhöhte sich zeitgleich von TEUR 27.024 im ersten Halbjahr 2021 auf nunmehr TEUR 29.507. Dagegen blieb die Bruttomarge mit 48,9% (Q1-Q2/​2021: 50,1%) noch unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 5,0% auf TEUR 10.388 (Q1-Q2/​2021: TEUR 9.889). Dieser Anstieg spiegelt unter anderem die -nach Corona -wieder verstärkten Eventaktivitäten von USU zur Neukundengewinnung sowie gestiegene Vertriebsprovisionen im Zuge der erhöhten Auftragsgenerierung wider. Infolge der überproportionalen Umsatzsteigerung konnte die umsatzbezogene Kostenquote für den Bereich Marketing und Vertrieb von 18,3% im 1. Halbjahr 2021 auf nunmehr 17,2% gesenkt werden.

Nach dem deutlichen Rückgang im Vorjahr stiegen die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen im Berichtszeitraum infolge erhöhter Sachkosten um 12,0% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 5.639 (Q1-Q2/​2021: TEUR 5.035) an. Bezogen auf den Konzernumsatz blieb die Verwaltungskostenquote im Betrachtungszeitraum mit 9,4% (Q1-Q2/​2021: 9,3%) auf Vorjahresniveau.

Auch die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen im Berichtsquartal aufgrund erhöhter Sachkosten um 3,9% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 8.817 (Q1-Q2/​2021: TEUR 8.484) an. Die auf den Konzernumsatz bezogene Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung sank zugleich im Zuge der überproportionalen Umsatzsteigerung zielkonform von 15,7% im Vorjahr auf nunmehr 14,6%. USU investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios und arbeitet permanent an innovativen, marktbezogenen Softwarelösungen. Mittelfristig plant USU, die F&E-Aufwendungen zwar absolut betrachtet auszubauen, relativ betrachtet jedoch die Aufwandsquote infolge überproportional steigender Umsatzerlöse zu senken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen saldieren sich im ersten Halbjahr 2022 auf einen Ertrag von insgesamt TEUR 276 (Q1-Q2/​2021: TEUR 704).

Ertragslage

Im Zuge der Geschäftsausweitung und der dabei überdurchschnittlich gesteigerten margenstarken SaaS- und Lizenzumsätze baute die USU-Gruppe im 1. Halbjahr 2022 auch die operative Profitabilität im Vorjahresvergleich planmäßig aus. Demgemäß stieg das EBITDA von USU um 9,1% gegenüber dem 1. Halbjahr 2021 auf TEUR 7.263 (Q1-Q2/​2021: TEUR 6.659). Die EBITDA-Marge blieb im Berichtszeitraum mit 12,0% (Q1/​2021: 12,3%) etwa auf Vorjahresniveau. Unter Einbeziehung der Abschreibungen von insgesamt TEUR 2.325 (Q1-Q2/​2021: TEUR 2.339) erzielte USU im Berichtshalbjahr Q1-Q2/​2022 ein EBIT von TEUR 4.938 (Q1-Q2/​2021: TEUR 4.320). Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem EBIT-Anstieg um 14,3%.

Das Finanzergebnis summierte sich in den ersten 6 Monaten 2022 auf TEUR 71 (Q1-Q2/​2021: TEUR 38). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich im Zuge der Gewinnsteigerung infolge negativer Effekte aus latenten Steuern von TEUR 564 im ersten Halbjahr 2021 auf TEUR 1.476 im Berichtsquartal Q1-Q2/​2022. Dadurch sank das Konzernergebnis von USU im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr rechnerisch um 6.9% auf TEUR 3.534 (Q1-Q2/​2021: TEUR 3.794). Bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von 10.523.770 Aktien entspricht dies einem Ergebnis pro Aktie von EUR 0,34 (Q1-Q2/​2021: EUR 0,36).

Vermögens- und Finanzlage

Auf der Aktivseite der Bilanz sanken die langfristigen Vermögenswerte der USU-Gruppe zum 30. Juni 2022 gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 auf TEUR 66.414 (31. Dezember 2021: TEUR 68.916), was im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen auf Nutzungsrechte nach IFRS 16 und gesunkene aktive latente Steuern zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im gleichen Zeitraum deutlich von TEUR 47.100 zum 31. Dezember 2021 auf nunmehr TEUR 55.456. Dieser Anstieg resultiert hauptsächlich aus gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich im Zuge des Geschäftsausbaus zum Ende des 2. Quartals 2022 auf TEUR 20.598 (31. Dezember 2021: TEUR 14.820) erhöhten sowie der Erhöhung der Konzernliquidität, die sich zum 30. Juni 2022 auf TEUR 26.265 (31. Dezember 2021: TEUR 24.286) belief.

Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital der USU-Gruppe im Zuge der Gewinnsteigerung von TEUR 64.443 zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 67.901 zum 30. Juni 2022. Zugleich stieg das Fremdkapital in Form der kurz- und langfristigen Schulden der USU-Gruppe zum 30. Juni 2022 auf TEUR 53.969 (31. Dezember 2021: TEUR 51.573). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus erhöhten passiven Rechnungsabgrenzungsposten, die aus bereits zu Jahresbeginn in Rechnung gestellten Wartungs- und SaaS-Verträgen, für die eine zugehörige Leistungserbringung und Umsatzrealisierung im weiteren Jahreserlauf erfolgt, herrühren.

Bei einer Bilanzsumme von TEUR 121.870 (31. Dezember 2021: TEUR 116.016) belief sich die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2022 auf 55,7% (31. Dezember 2021: 55,5%). Mit dieser Eigenkapitalquote, der gesteigerten Konzernliquidität und keinerlei Bankverbindlichkeiten, ist die USU-Gruppe nach wie vor äußerst solide und gesichert finanziert.

Cash-Flow und Investitionen

Zum 30. Juni 2022 verfügte die USU-Gruppe über flüssige Mittel von TEUR 26.265 (Q1-Q2/​2021: TEUR 21.960). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Anstieg um TEUR 4.305 bzw. 19,6%. Demgemäß steigerte USU die Konzernliquidität im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021, an dem USU über liquide Mittel von TEUR 24.286 verfügte, um 8,1%.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von USU sank im Berichtshalbjahr Q1-Q2/​2022 um TEUR 1.453 bzw. 29,1% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr mit TEUR 3.545 (Q1-Q2/​2021: TEUR 4.998) Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Zuge der Geschäftsausweitung.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR -329 (Q1-Q2/​2021: TEUR -337) beinhaltet im Wesentlichen die Investitionen in Sachanlagen.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -1.455 (Q1-Q2/​2021: TEUR -1.388) resultiert wie im Vorjahr aus Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten.

Auftragsbestand

Im Zuge der positiven Auftragsgenerierung im Verlauf des ersten Halbjahres 2022 baute die USU-Gruppe den konzernweiten Auftragsbestand zum 30. Juni 2022 um TEUR 12.073 auf TEUR 78.306 (30. Juni 2021: TEUR 66.233) aus. Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem Anstieg um 18,2%. Damit weist USU zum wiederholten Male in Folge einen neuen Rekordwert beim Auftragsbestand aus. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem gestiegenen SaaS-, Wartungs- und Beratungsbestand der USU-Gruppe. Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2021: TEUR 65.903) baute USU den Auftragsbestand um 18,8% aus. Und auch im Vergleich zum Ende des ersten Quartals 2022 (31. März 2022: TEUR 76.692) errechnet sich ein Anstieg des Auftragsbestandes um 2,1% bzw. TEUR 1.614.

Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des Quartals stellt aufgrund von verbindlichen Verträgen die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der USU-Gruppe auf Sicht der kommenden 12 Monate dar. Diese beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie Wartungs- und SaaS-Verträge.

Mitarbeitende

Zum 30. Juni 2022 baute die USU-Gruppe ihre Belegschaft gegenüber dem Vorjahr um 0,7% bzw. 5 Mitarbeitende auf 744 (30. Juni 2021: 739) Mitarbeitende aus. Nach Funktionsbereichen untergliedert beschäftigte USU zum Ende des 2. Quartals 2022 insgesamt 303 (30. Juni 2021: 303) Mitarbeitende im Bereich Beratung und Services, 221 (30. Juni 2021: 214) Mitarbeitende im Bereich Forschung und Entwicklung, 118 (30. Juni 2021: 118) Mitarbeitende im Bereich Vertrieb und Marketing sowie 104 (30. Juni 2021: 104) Mitarbeitende in der Administration. Segmentbezogen waren 521 (30. Juni 2021: 521) Mitarbeitende im Geschäftsfeld "Produktgeschäft", 114 (30. Juni 2021: 114) Mitarbeitende im Geschäftsfeld "Servicegeschäft" sowie 104 (30. Juni 2021: 104) Mitarbeitende im Zentralbereich der USU-Gruppe tätig. Damit hat USU ihre Konzernbelegschaft auch im Berichtshalbjahr des laufenden Jahres 2022 mit Blick auf die Mittelfristplanung plangemäß ausgebaut.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Gesamtwirtschaft

Gemäß der ifo-Konjunkturprognose Sommer 20224 vom 15. Juni 2022 erholt sich die deutsche Wirtschaft seit Jahresbeginn von den zurückliegenden Coronawellen. Die damit einhergehende Normalisierung der Ausgaben in den konsumnahen Dienstleistungsbereichen würden der Konjunktur einen kräftigen Schub verleihen. Allerdings bremsen die hohe Inflation, der Krieg in der Ukraine und die anhaltenden Lieferengpässe die wirtschaftliche Erholung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Zusammengenommen erwartet das ifo-Institut, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 2,5% zulegen wird.

Nach Untersuchungen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute 5 habe der Krieg in der Ukraine und die umfangreichen Sanktionen gegen Russland den weltwirtschaftlichen Ausblick spürbar eingetrübt. Während die Kaufkraft der Konsumenten durch die hohen Energiepreise verringert wird, belasten die geopolitischen Risiken die Investitionsneigung der Unternehmen. Zudem können Probleme bei den Lieferketten immer wieder zu stockender Industrieproduktion führen. Alles in allem haben die Institute ihre Erwartung für den Zuwachs der Weltproduktion in diesem Jahr auf 3,5% reduziert.

Branche

Nach jüngsten Informationen des Digitalverbandes Bitkom 6 führen die aktuellen Herausforderungen für die Weltmärkte -wie Ukraine-Krieg, explodierende Energiepreise und unterbrochene Lieferketten -in der digitalen Wirtschaft in Deutschland zu Verunsicherung. Derzeit laufen die Geschäfte noch gut, allerdings blickt die Branche laut Bitkom verhalten auf die zweite Jahreshälfte. Für 2022 erwartet der Digitalverband Bitkom für die Unternehmen der IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik ein Umsatzplus von 4,3% (2021: 4,0%) auf EUR 189,4 Mrd. (2021: EUR 181,5 Mrd.). Das berichtet der Bitkom auf Basis aktueller Berechnungen. "Die aktuelle Weltlage stürzt von einer Krise zur nächsten, und die entsprechenden Unsicherheiten verstärken sich gegenseitig. Die Corona-Lockdowns in China lassen die Lieferketten immer wieder reißen, der russische Angriffskrieg hat die Energiepreise explodieren lassen und die Inflation setzt Unternehmen und Haushalte gleichermaßen unter Druck", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. "Trotz der zunehmenden Unsicherheiten bleibt die Aufgabe bestehen, Wirtschaft und Verwaltung schnell und umfassend zu digitalisieren. Viele Unternehmen haben erkannt, wie herausragend wichtig eine resiliente IT in diesen Zeiten ist.

4 Vgl. ifo Konjunkturprognose Sommer 2022 vom 15. Juni 2022, veröffentlicht unter www.ifo.de

5 Vgl. Gemeinschaftsdiagnose #1-2022 vom 12. April 2022, veröffentlicht unter www.gemeinschaftsdiagnose.de

6 Vgl. Bitkom-ITK Marktzahlen (Stand: Juli 2022) und Bitkom-Pressemeldung vom 5. Juli 2022, veröffentlicht unter www.bitkom.org

War es in den ersten Jahren der Pandemie der Consumer-Bereich, wird das Branchenwachstum jetzt von Unternehmensinvestitionen getragen.", so Berg weiter. Demgemäß erwartet Bitkom für 2022, dass der deutsche IT-Markt um 6,7% (2021: 6,6%) auf EUR 113,0 Mrd. (2021: 105,9 Mrd.) zulegen wird. Hierbei erwartet Bitkom für das Marktsegment Software ein überproportionales Wachstum von 8,8% (2021: 8,0%) auf EUR 32,4 Mrd. (2021: EUR 29,8 Mrd.), während die Ausgaben für IT-Services um 3,7% (2021: -2,4%) auf EUR 43,6 Mrd. (2021: EUR 41,4 Mrd.) zulegen sollen.

Das Marktforschungsunternehmen Gartner 7 prognostiziert in seinem neuesten, am 14. Juli 2022 veröffentlichten IT Spending Forecast einen Anstieg der weltweiten IT-Ausgaben in 2022 um 3,0% (2021: 10,2%) gegenüber dem Vorjahr auf USD 4.535 Mio. (2021: USD 4.402 Mio.). Dabei erwartet Gartner, dass sich der kritische IT-Fachkräftemangel, der weltweit zu spüren ist, bis Ende 2023 abschwächt, wenn sich die Bemühungen der Unternehmen um die digitale Transformation verlangsamen und Zeit für die Aus- und Weiterbildung der vorhandenen Mitarbeiter bleibt. In naher Zukunft werden CIOs jedoch laut Gartner gezwungen sein, Maßnahmen zu ergreifen, um die steigende IT-Nachfrage und den Rückgang des IT-Personalbestands auszugleichen.

"CIOs nutzen vermehrt IT-Dienstleistungen, um den Mangel an qualifiziertem IT-Personal auszugleichen. Aufgaben, die geringere Qualifikationen erfordern, werden in der Regel an Managed-Service-Firmen ausgelagert, um das Personal zu entlasten, während kritische Strategiearbeit, die High-End-Fähigkeiten erfordert, die für viele Unternehmen unerreichbar sind, zunehmend von externen Beratern erledigt wird", sagt John-David Lovelock, Vizepräsident bei Gartner. Demgemäß erwartet Gartner, dass die Marktsegmente Software und IT-Services auch im Jahr 2022 überproportional um 9,6% (2021: 14,7%) auf USD 807 Mio. (2021: USD 736 Mio.) bzw. 6,2% (2021: 12,8%) auf USD 1.283 Mio. (2021: USD 1.208 Mio.) zulegen werden.

Ausblick

Nach dem positiven Start ins Geschäftsjahr 2022 und vor dem Hintergrund des neuen Rekord-Auftragsbestandes bestätigt der Vorstand die Planung für das Gesamtjahr 2022, die ein Umsatzwachstum auf EUR 120 - 125 Mio. vorsieht, bei einem Anteil von 45% Recurring Revenue am Produktneugeschäft und dadurch bedingt einer gleichzeitigen Steigerung des EBITDA auf EUR 14,5 - 16,0 Mio. Dazu beitragen soll insbesondere das stark wachsende hochmargige SaaS-Geschäft. Nach dem erwarteten Überwinden der Corona-Pandemie und -damit verbunden -wieder möglichen Teilnahmen an Messen, Konferenzen und sonstigen Veranstaltungen, soll dabei insbesondere das Auslandsgeschäft in den kommenden Quartalen wieder hohe Wachstumsraten erzielen. Daneben geht der Vorstand von positiven Effekten und einer zusätzlichen Effizienzsteigerung im Rahmen der "One USU"-Strategieumsetzung aus. Zugleich bestätigt der Vorstand die aktuelle Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie mit Blick auf das weiter zunehmende SaaS-Geschäft den Ausbau der EBITDA-Marge bis 2024 auf 16 - 18% beinhaltet.

7 Vgl. Gartner-Pressemitteilung vom 14. Juli 2021, veröffentlicht unter www.gartner.com

Im Fokus der strategischen Planung stehen dabei die drei etablierten Wachstumssäulen der USU-Gruppe: der Ausbau der Internationalisierung, die Entwicklung und Markteinführung neuer Produktinnovationen sowie anorganisches Wachstum durch Akquisitionen.

Unter den vorgenannten Prämissen plant der Vorstand, auch für das Geschäftsjahr 2022 die Anteilseigner der USU Software AG wie in den Vorjahren wiederum am operativen Unternehmenserfolg der Gesellschaft maßgeblich zu beteiligen und die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik, die eine Ausschüttung einer Dividende vorsieht, die nie unter dem Vorjahreswert liegt und etwa der Hälfte des erwirtschafteten Gewinns entsprechen soll, fortzuführen.

Chancen- und Risikobericht

Bezüglich der Chancen und Risiken der USU Software AG und des Gesamtkonzerns liegen keine Veränderungen gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 vor. Wir verweisen insofern auf den im Geschäftsbericht 2021 enthaltenen Chancen- und Risikobericht.

USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28).

Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der International Security Identification Number (Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN") DE000A0BVU28 notiert und dort zum Handel im Regulierten Markt zugelassen.

Nach dem tendenziell negativen Auftaktquartal entwickelten sich die Aktienmärkte im Laufe des 2. Quartals im Zuge des Ukraine-Krieges, der steigenden Inflation und unterbrochener Lieferketten ebenfalls sehr schwach. So verblieb zum Stichtag 30. Juni 2022 auf Quartalssicht beim Deutschen Aktienindex (DAX) auf dem elektronischen Handelsplatz XETRA insgesamt ein Kursverlust gegenüber dem Stichtag des Vorquartals von -11,3% auf 12.783,77 Punkte (31. März 2022: 14.414,75 Punkte). Der Technology All Share-Index verbuchte zum Vergleichsstichtag des Vorquartals auf XETRA einen noch stärkeren Kursrückgang von -15,7% auf 3.868,60 Punkte (31. März 2022: 4.590,61 Punkte). Und auch die USU-Aktie verlor im gleichen Zeitraum ungeachtet einer positiven Geschäftsentwicklung mit zahlreichen Auftragsmeldungen überproportional um -21,0% auf EUR 17,85 (31. März 2022: EUR 22,6).

Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2021: 15.884,86 Punkte) verzeichnete der DAX einen Rückgang um -19,5%, während der Technology All Share-Index (31. Dezember 2021: 5.334,67 Punkte) im gleichen Zeitraum einen Kursverlust von -27,5% verbuchte. Und auch die USU-Aktie (31. Dezember 2021: EUR 24,20) verlor auf Halbjahressicht um -26,2% an Wert.

Auch im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres 30. Juni 2021 zeigt sich der negative Trend am Aktienmarkt. So sank der DAX (30. Juni 2021: 15.531,04 Punkte) im Vorjahresvergleich um -17,7%, während der Technology All Share-Index (30. Juni 2021: 4.037,09 Punkte) überproportional um -23,0% nachgab. Ungeachtet der positiven Geschäftsentwicklung der USU Software AG fiel der Kursrückgang der USU-Aktie (30. Juni 2021: EUR 20,20) auf Jahressicht mit -28,6% ebenfalls stärker als bei den Vergleichsindizes aus. Für den Vorstand ist dieser enorme Kursverlust der USU-Aktie in keiner Weise nachvollziehbar, zumal absehbar ist, dass die USU-Gruppe nach dem erfolgreichen Vorjahr auch in 2022 ein weiteres Rekordjahr verzeichnen wird.

Möglingen, 31. August 2022

USU Software AG

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Bernhard Oberschmidt Dr. Benjamin Strehl
Vorstandsvorsitzender Vorstand

KONZERN-BILANZ (untestiert)

AKTIVA

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6-Monatsbericht Jahresabschluss
in TEUR 30.06.2022 31.12.2021
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 2.723 3.031
Geschäfts- oder Firmenwerte 40.392 40.392
Sachanlagen 2.877 3.103
Nutzungsrechte 15.523 16.584
Finanzielle Vermögenswerte 749 746
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 290 200
Aktive latente Steuern 3.860 4.860
Langfristige Vermögenswerte 66.414 68.916
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 421 374
Vertragsvermögenswerte 5.110 4.962
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.598 14.820
Forderungen aus Ertragsteuern 33 65
Finanzielle Vermögenswerte 811 599
Übrige Vermögenswerte 265 381
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1.953 1.613
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 26.265 24.286
Kurzfristige Vermögenswerte 55.456 47.100
Aktiva, gesamt 121.870 116.016

PASSIVA

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6-Monatsbericht Jahresabschluss
in TEUR 30.06.2022 31.12.2021
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Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 10.524 10.524
Kapitalrücklage 52.792 52.792
Gewinnrücklage 4.363 829
Kumuliertes sonstiges Eigenkapital 222 298
Eigenkapital 67.901 64.443
Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen 1.239 1.340
Leasingverbindlichkeiten 13.215 14.141
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 1.900 1.600
Passive latente Steuern 876 924
Langfristige Schulden 17.230 18.005
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 431 635
Leasingverbindlichkeiten 2.554 2.680
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 7.533 10.038
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.737 2.902
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 1.856 3.178
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.405 4.455
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 17.223 9.680
Kurzfristige Schulden 36.739 33.568
Passiva, gesamt 121.870 116.016

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (untestiert)

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GESAMTERGEBNISRECHNUNG Quartalsbericht Quartalsbericht 6-Monatsbericht 6-Monatsbericht
in TEUR II /​ 2022 II /​ 2021
--- --- --- --- ---
01.04.2022-

30.06.2022
01.04.2021 -

30.06.2021
01.01.2022 -

30.06.2022
01.01.2021 -

30.06.2021
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 30.722 26.745 60.295 53.925
Herstellungskosten des Umsatzes -15.554 -13.295 -30.788 -26.901
Bruttoergebnis vom Umsatz 15.168 13.450 29.507 27.024
Vertriebs- und Marketingaufwendungen -5.400 -5.025 -10.388 -9.889
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -2.757 -2.348 -5.639 -5.035
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -4.440 -4.242 -8.817 -8.484
Sonstige betriebliche Erträge 269 453 657 1.017
Sonstige betriebliche Aufwendungen -215 -8 -381 -313
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) 2.625 2.280 4.939 4.320
Finanzerträge 128 0 159 204
Finanzaufwendungen -42 -135 -88 -166
Gewinn vor Steuern (EBT) 2.711 2.145 5.010 4.358
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -828 -384 -1.476 -564
Periodenüberschuss 1.883 1.761 3.534 3.794
Posten, die später aufwands- oder ertragswirksam umgegliedert werden können:
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung -73 83 -76 -98
Sonstiges Ergebnis -73 83 -76 -98
Gesamtergebnis 1.810 1.844 3.458 3.696
Ergebnis je Aktie in Euro (verwässert und unverwässert) 0,17 0,17 0,33 0,35
Anzahl der zugrunde gelegten Aktien 10.523.770 10.523.770 10.523.770 10.523.770

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (untestiert)

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Konzern-Kapitalflussrechnung 6-Monatsbericht 6-Monatsbericht
in TEUR 01.01.2022 -

30.06.2022
01.01.2021 -

30.06.2021
--- --- --- ---
CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Konzernjahresüberschuss 3.534 3.794
+/​- Abschreibungen/​Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 867 912
+/​- Abschreibungen/​Zuschreibungen auf Nutzungsrecht IFRS 16 1.458 1.428
+/​- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/​Erträge -149 -149
-/​+ Zunahme/​Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder

Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-6.502 -611
+/​- Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder

Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
3.700 -410
-/​+ Zinsaufwendungen /​Zinserträge -71 -38
+/​- Ertragsteuererstattungen/​Ertragsteuerzahlungen -696 -441
-/​+ Gezahlte Zinsen/​ erhaltene Zinsen -72 -51
-/​+ Ertragssteueraufwand/​-ertrag 1.476 564
CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 3.545 4.998
CASH-FLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT:
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -3 -7
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 18
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -326 -349
CASH-FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT: -329 -337
CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT:
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 0
- Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -1.455 -1.388
CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT: -1.455 -1.388
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.762 3.273
+/​- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 217 153
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 24.286 18.534
FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE 26.265 21.960
Finanzmittelfonds
Flüssige Mittel 26.265 21.960
26.265 21.960

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL (untestiert)

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Kumuliertes sonstiges Eigenkapital
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Pensionspläne Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Anzahl TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2021 10.523.770 10.524 52.792 -1.719 -150 322
Konzernergebnis 3.794
Übriges Ergebnis nach Steuern -98
Gesamtergebnis 0 0 0 3.794 0 -98
Dividendenzahlung
Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. Juni 2021 10.523.770 10.524 52.792 2.075 -150 224
Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2022 10.523.770 10.524 52.792 829 -116 414
Konzernergebnis 3.534
Übriges Ergebnis nach Steuern -76
Gesamtergebnis 0 0 0 3.534 0 -76
Dividendenzahlung
Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. Juni 2022 10.523.770 10.524 52.792 4.363 -116 338

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Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Eigenkapital
TEUR
--- ---
Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2021 61.769
Konzernergebnis 3.794
Übriges Ergebnis nach Steuern -98
Gesamtergebnis 3.696
Dividendenzahlung 0
Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. Juni 2021 65.465
Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2022 64.443
Konzernergebnis 3.534
Übriges Ergebnis nach Steuern -76
Gesamtergebnis 3.458
Dividendenzahlung 0
Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. Juni 2022 67.901

VERKÜRZTER KONZERANHANG FÜR DIE ERSTEN 6 MONATE 2022 (UNTESTIERT)

Grundsätze zur Rechnungslegung

Die USU Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft hat ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abt. B, unter der Nummer 206442 eingetragen.

Dieser Zwischenabschluss der USU Software AG steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss wurde nach IAS 34 (Interim Financial Reporting) erstellt.

Es wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie beim nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2021 abgeschlossene Geschäftsjahr angewandt. Der vorliegende ungeprüfte 6-Monatsbericht 2022 ist daher in Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss 2021 zu lesen.

Dieser Zwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach Auffassung des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der üblichen Periodenabgrenzung.

Im Rahmen der Aufstellung des Zwischenabschlusses gemäß den IFRS müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.

Ertragsteuern werden in der Zwischenperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser Steuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis der konsolidierten Gesellschaften angewendet.

Aus dem Ergebnis der Zwischenperioden kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

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01.01.-30.06.2022 01.01.-30.06.2021
TEUR TEUR
--- --- ---
Beratung 34.833 31.992
Lizenzen /​ Produkte 5.823 4.802
Wartung 12.207 11.496
Software-as-a-Service /​ SaaS 6.661 5.104
Sonstiges 771 531
60.295 53.925

Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 ist USU in den zwei Geschäftsfeldern "Produktgeschäft" und "Servicegeschäft" tätig, die im Wesentlichen die Risiken und die Eigenkapitalverzinsung des Konzerns beeinflussen. Die Aufgliederung verschiedener Kenngrößen nach den Geschäftsfeldern entsprechend IFRS 8 ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

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Produktgeschäft Servicegeschäft Summe Segmente
1.1. - 30.6.22 1.1. - 30.6.21 1.1. - 30.6.22 1.1. - 30.6.21 1.1. - 30.6.22 1.1. - 30.6.21
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 42.782 38.632 17.447 15.234 60.229 53.866
EBITDA 5.566 4.949 2.888 2.936 8.454 7.885
EBIT 3.909 3.362 2.308 2.251 6.217 5.613
Finanzergebnis - - - - - -
Steuern -1.358 -432 -118 -132 -1.476 -564
Konzernergebnis 2.551 2.930 2.190 2.119 4.741 5.049
Mitarbeiter zum Ende der Periode 526 521 115 114 641 635

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nicht zugeordnet Konzern
1.1. - 30.6.22 1.1. - 30.6.21 1.1. - 30.6.22 1.1. - 30.6.21
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Umsatz 66 59 60.295 53.925
EBITDA -1.191 -1.226 7.263 6.659
EBIT -1.279 -1.293 4.938 4.320
Finanzergebnis 72 38 72 38
Steuern - - -1.476 -564
Konzernergebnis -1.207 -1.255 3.534 3.794
Mitarbeiter zum Ende der Periode 103 104 744 739

Außerhalb Deutschlands erzielte die USU-Gruppe in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022 insgesamt 22,2% (Q1-Q2/​2021: 25,1%) bzw. TEUR 13.412 (Q1-Q2/​2021: TEUR 13.544) der konsolidierten Umsätze. Diese Angaben beziehen sich auf den Sitz des Kunden. Auf weitergehende Angaben der geographischen Daten wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Aktien der Organe der USU Software AG

Folgender Bestand an Aktien der USU Software AG von Organmitgliedern der Gesellschaft wurde zum 30. Juni 2022 festgestellt:

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Bestandsmeldungen der Organe Aktien Aktien
30.06.2022 30.06.2021
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Vorstand
Bernhard Oberschmidt 162.518 162.518
Dr. Benjamin Strehl 0 0
Aufsichtsrat
Udo Strehl* 5.000 5.000
Erwin Staudt 100.000 100.000
Gabriele Walker-Rudolf 1.000 0

* Über die AUSUM GmbH werden Herrn Udo Strehl als Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft gemäß § 34 (1) Satz 1 Nr. 1 WpHG n.F. zusätzlich 5.359.888 (2021: 5.349.578) Stimmrechte an der USU Software AG zugerechnet.

Zusätzlich werden über die "Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer dieser Stiftung 32.000 (2021: 32.000) Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 34 (1) S. 1 Nr. 1 WpHG n.F. zugerechnet.

Am 24. Mai 2022 hat die AUSUM GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende der USU Software AG, Udo Strehl ist, insgesamt 1.810 Aktien der USU Software AG über die Börse tradegate Exchange ("Tradegate") gekauft. Am 20. Juni 2022 kaufte die AUSUM GmbH zusätzlich 1.000 Aktien der USU Software AG über Tradegate. Des Weiteren kaufte die AUSUM GmbH am 23. Juni 2022 weitere 1.500 Aktien der USU Software AG über Tradegate. Dabei teilte die AUSUM GmbH der USU Software AG die zugehörigen Wertpapiergeschäfte unmittelbar mit. Die Gesellschaft hat ihrerseits die aufgeführten Mitteilungen über die Wertpapiergeschäfte pflichtgemäß veröffentlicht.

Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden von den Organmitgliedern nicht gehalten.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäfts-Ergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Möglingen, 31. August 2021

USU Software AG

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Bernhard Oberschmidt Dr. Benjamin Strehl
Vorstandsvorsitzender Vorstand

FINANZKALENDER 2022

08. September

Hauck und Aufhäuser-Roadshow, Paris, Frankreich

09.-10. September

IR-Fahrt 2022, Rüttnauer Research, Karlsruhe /​ Deutschland

15. September

LBBW-Roadshow, Stuttgart, Deutschland

24. November

Veröffentlichung 9-Monatsbericht 2022

28.-30. November

Investoren- und Analystenkonferenz im Rahmen der Veranstaltung

Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main /​ Deutschland