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USU Software AG — Interim / Quarterly Report 2022
Nov 24, 2022
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Interim / Quarterly Report
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Finanzbericht: 31536013

USU Software AG
Möglingen
9-Monats-Finanzbericht und Bericht über das dritte Quartal 2022
USU AUF EINEN BLICK
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| 9-Monatsbericht 2022 | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| in TEUR, mit Ausnahme der Angaben zum Ergebnis pro Aktie sowie zur Mitarbeiterzahl |
01.01.-30.09.2022 | 01.01.-30.09.2021 |
| --- | --- | --- |
| UMSATZERLÖSE | 92.874 | 81.858 |
| EBITDA | 11.695 | 10.387 |
| EBIT | 8.155 | 6.851 |
| KONZERNERGEBNIS | 5.776 | 6.142 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) | 0,55 | 0,58 |
| CASH-FLOW AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT |
5.943 | 7.930 |
| MITARBEITER ZUM 30.9. | 755 | 750 |
| 30.09.2022 | 31.12.2021 | |
| LIQUIDE MITTEL UND KAPITALANLAGEN | 22.363 | 24.286 |
| EIGENKAPITAL | 64.847 | 64.443 |
| BILANZSUMME | 119.880 | 116.016 |
| EIGENKAPITALQUOTE | 54,1% | 55,5% |
USU Software AG
Spitalhof
D-71696 Möglingen
Tel. +49.7141.4867-0
Fax +49.7141.4867-200
www.usu.com
Investor Relations
Falk Sorge & Dr. Thomas Gerick
Tel. +49.7141.4867-351 / 440
Fax +49.7141.4867-108
BRIEF AN DIE AKTIONÄRE
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser,
die USU Software AG ist weiterhin auf einem dynamischen Wachstumskurs und steuert dank eines sehr starken Berichtsquartals auf ein Rekordjahr hin. Das spiegeln unsere aktuellen Zahlen zum 3. Quartal 2022 wider. Dabei konnten wir den Konzernumsatz zur Vorjahresperiode um 16,6 % auf EUR 32,7 Mio. steigern und das EBITDA sogar um 18,9% auf EUR 4,4 Mio. ausbauen. Zu einem Erfolgsfaktor entwickelte sich hierbei das Auslandsgeschäft, das um 53,5 % auf EUR 8,6 Mio. zulegte. Dass die positive Entwicklung kontinuierlich verläuft, zeigt der Blick auf das 9-Monats-Zahlenwerk, das bei sämtlichen relevanten Kennzahlen Rekordwerte ausweist: so stiegen die konzernweiten Umsätze um 13,5 % auf EUR 92,9 Mio., während das EBITDA um 12,6% auf EUR 11,7 Mio. anwuchs. Durch die um ein Drittel gestiegenen SaaS-Erlöse erhöhte sich auch der Anteil der wichtigen Recurring Revenue. Diese wiederkehrenden Einnahmen bilden eine zentrale Wachstumssäule der USU und erlauben uns eine bessere Planbarkeit.
Aufgrund der nachhaltig positiven Geschäftsentwicklung und der konstant guten finanziellen Ausstattung hatte USU beschlossen, eigene Aktien zurückzukaufen. Das öffentliche Aktienrückkauf-Angebot umfasste 523.770 eigene Aktien, bei einem angebotenen Festpreis von EUR 18,75 pro Aktie.
Ich freue mich, dass wir den Aktienrückkauf Anfang Oktober 2022 erfolgreich abschließen konnten und nun über 4,98 % des Grundkapitals verfügen. Im Sinne unserer Aktionäre können wir die Aktien für Akquisitionen nutzen oder einziehen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, diese im Rahmen eines Beteiligungsprogrammes für unsere Belegschaft einzusetzen. Auch nach dem Aktienrückkauf verfügen wir über eine hohe freie Liquidität bei keinerlei Bankverbindlichkeiten und erzielen positive Cash Flows.
Im 3. Quartal konnten wir uns außerdem über 2 wichtige Auszeichnungen freuen: beim internationalen LACP-Wettbewerb der weltweit besten Geschäftsberichte erzielte der aktuelle USU-Finanzreport den Platin-Award in der Kategorie Technologie / Software. Und laut einer Studie des F.A.Z.-Instituts zählt die USU zu den "höchst vertrauenswürdigen Unternehmen" und belegt mit 100 von 100 möglichen Punkten die Spitzenposition in ihrer Branche. Vertrauen ist gerade in Krisenzeiten die beste Währung - auch deswegen fühlen wir uns für die Zukunft sehr gut aufgestellt.
Zugleich möchte ich darauf verweisen, dass auch unser Strategieprojekt "One USU" erfolgreich fortgeführt wird und dass nach der Konzentration der Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten unter der zentralen Marke "USU" die Mitarbeitenden sich nunmehr auf den Vertrieb des gesamten USU-Portfolios aus einer Hand unter der Dachmarke konzentrieren. Entsprechende Aktivitäten wurden zudem im Beratungs- sowie Forschungs- & Entwicklungsbereich gestartet und es gibt bereits positive Rückmeldungen aus dem Markt und aus der Belegschaft.
Nach dem erfreulichen Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen, dem erfolgreichen Start ins Abschlussquartal 2022 und vor dem Hintergrund des hohen Auftragsbestandes konnten wir zudem unsere Guidance leicht nach oben anpassen bzw. spezifizieren. Demnach erwarten wir nunmehr für das Gesamtjahr 2022, dass USU ein Umsatzwachstum im oberen Bereich der Umsatzbandbreite von EUR 120 - 125 Mio. erzielt, bei einer gleichzeitigen Steigerung des EBITDA im oberen Bereich der Bandbreite von EUR 14,5 - 16,0 Mio.
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| Ihr Bernhard Oberschmidt, |
| Vorstandsvorsitzender der USU Software AG |
KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DIE ERSTEN NEUN MONATE 2022 (UNTESTIERT)
Grundlagen der USU Software AG und des Konzerns
Die USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist als Konzernmuttergesellschaft direkt oder indirekt an den folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt: USU GmbH, Möglingen, Deutschland; USU Software s.r.o., Brno, Tschechische Republik, USU Austria GmbH, Wien, Österreich; Omega Software GmbH, Obersulm, Deutschland; USU Solutions GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland; USU Technologies GmbH, Aachen, Deutschland; USU Solutions Inc., Boston, USA; USU SAS, Paris, Frankreich und USU GK, Tokio, Japan. Zudem besteht eine Beteiligung der USU Software AG an der Openshop Internet Software GmbH, Möglingen, Deutschland, welche nicht mehr operativ tätig ist.
DIE USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften
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USU Software AG
Möglingen, Deutschland
| ― | USU GmbH Möglingen, D - USU Software s.r.o. BRNO, CZE - USU Austria GmbH Wien, AUT |
| ― | Omega Software GmbH Obersulm, D |
| ― | USU Solutions GmbH (vormals: LeuTek GmbH Leinfelden-Echterdingen, D |
| ― | USU Technologies GmbH (vormals: Aspera GmbH) Aachen, D |
| ― | USU Solutions Inc. (vormals: Aspera Technologies Inc.) Boston, USA |
| ― | USU SAS Paris, FRA |
| ― | USU GK Tokio, JPN |
Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und Steuerungssystem
Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) setzt als führender Anbieter von Software- und Servicelösungen für IT & Customer Service Management Maßstäbe für bessere Servicequalität. Mit USU antworten Unternehmen auf die veränderten Kunden- und Mitarbeiterbedürfnisse in einer digitalen Welt. Namhafte Unternehmen schaffen mit USU Lösungen Transparenz, sind agiler, sparen Kosten und senken ihre Risiken - durch smartere Services, einfachere Workflows und bessere Zusammenarbeit.
Das USU Leistungsportfolio umfasst neben Software Asset Management, IT Service Management und IT Service Monitoring die Bereiche Knowledge Management, Self-Service Management, Digital Service Solutions und AI Services.
Über 1.200 USU Kunden aus allen Teilen der internationalen Wirtschaft profitieren von USU-Lösungen, beispielsweise Allianz, Atruvia, Bechtle, BITBW, BMW, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, die Schweizerische Post, Jungheinrich, LinkedIn, Novartis, Otto, VW oder W&W.
Die USU Software AG hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim Konzernumsatz jeweils über dem Durchschnitt des IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch Innovationen und die Verbreiterung der internationalen Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches Wachstum in Form von Akquisitionen und Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der Unternehmensstrategie ist.
Die wesentlichen Leistungsindikatoren für die USU Software AG sowie für den Konzern sind Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("EBITDA").
Dabei fungiert das EBITDA seit 2022 als maßgebliche Planungs- und Steuerungsgröße.
Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet der Vorstand ein Umsatzwachstum im oberen Bereich der Umsatzbandbreite von EUR 120 - 125 Mio., bei einem Anteil von 45% Recurring Revenue (wiederkehrende Umsatzerlöse = Wartungserlöse zuzüglich der SaaS-Einnahmen) am Produktneugeschäft und dadurch bedingt einer gleichzeitigen Steigerung des EBITDA im oberen Bereich der Bandbreite von EUR 14,5 - 16 Mio.
Zugleich bestätigt der Vorstand die aktuelle Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie mit Blick auf das weiter zunehmende SaaS-Geschäft den Ausbau der EBITDA-Marge bis 2024 auf 16-18% beinhaltet.
Forschung und Entwicklung
Die USU Software AG investiert seit Jahren überdurchschnittlich viel in neue Innovationen und die Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios. Neben den eigenen F&E-Ressourcen liefert auch die enge Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern, Universitäten oder Instituten viele Impulse für neue Technologien und Produktinnovationen.
in den ersten 9 Monaten 2022 investierte USU insgesamt TEUR 13.322 (Q1-Q3/2021: TEUR 12.860) bzw. 14,3% (Q1-Q3/2021: 15,7%) des Konzernumsatzes in Forschung & Entwicklung (F&E). Die Zahl der angestellten Mitarbeitenden in diesem Bereich betrug zum 30. September 2022 insgesamt 225 (30. September 2021: 216). Die F&E-Kosten des USU-Konzerns erfüllen im Regelfall nicht die Ansatzkriterien zur Aktivierung und werden daher nicht aktiviert.
Im Bereich USU Service Management wurden die umfangreichen Entwicklungsarbeiten am neuen Shop-Modul, der Service-Plattform und der Service-Apps weitergeführt. Auf der bestehenden Plattform implementierte das F&E-Team außerdem funktionale Erweiterungen für das kommende Release. Auch die Entwicklung gemeinsam genutzter Komponenten für die USU Support Services wurde fortgesetzt.
Im Fokus des Geschäftsfeldes IT Monitoring stand die Implementierung von Kundenaufträgen und die Umsetzung von Features für Kundenprojekte. Außerdem konnten für das aktuelle Release weitere Sicherheitsverbesserungen umgesetzt worden. Parallel erfolgten zusätzliche Verbesserungen der User Experience: Dies betrifft besonders die leichtere Inbetriebnahme und die Pflege von Serverüberwachungen.
Die Harmonisierung der Module stand mit Blick auf das geplante gemeinsame und integrierte USU Ecosystem im Mittelpunkt der F&E-Arbeiten des Bereiches Software Asset Management (SAM). Für eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit wurden z.B. scrollbare Dashboards ergänzt. Außerdem können Anwender nun Transformations-Skripte mit einem Editor bearbeiten und Log-Dateien einfacher exportieren. Für das Oracle Software Asset Management kann USU jetzt systemgestützt Oracle Java-Daten in verifizierter Qualität liefern - als einer der ersten Hersteller weltweit. Des Weiteren wuchsen auch die Inhalte des umfangreichen Software-Kataloges weiter an - um 216 Hersteller und knapp 3.000 Produkte, vor allem im Bereich SaaS.
Im Geschäftsfeld USU Knowledge Management begannen die Arbeiten an der neuen Version: Vor allem im wichtigen redaktionellen Bereich soll diese die Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Dokumentenerstellungsprozess optimieren. Das neue Chatbot-Release wird außerdem ein deutlich erweitertes Feedback-Management erlauben. Das Produkt Help Center bietet in der neuen Version vielfältige Möglichkeiten zur Erstellung und Verwaltung von Self Services auf Webseiten.
Im Berichtszeitraum konnte das F&E-Team des Geschäftsfeldes AI Services zwei neue KI-basierte Technologie-Bausteine für den Bereich Service Management entwickeln: die "Major Incident Erkennung" schlägt automatisiert anhand aktueller Incidents neue Major Incidents vor, so dass sich Störungen leichter erkennen und beheben lassen. Die Funktion "Erkennung ähnlicher Tickets" stellt automatisch Bezüge zu bereits vorhandenen Tickets her und gewährleistet so eine einheitliche Lösung.
Auch die F&E-Arbeiten des Bereichs AI Services liefen im Berichtszeitraum plangemäß weiter. Für die KI-basierten Technologiebausteine Ticket Routing sowie Major Incident-Erkennung konnten neue Versionen ausgeliefert werden. Verbesserungen betreffen u.a. den Dashboard-Bereich und die Statistiken. So kann z.B. die Verteilung von Tickets direkt im Dashboard analysiert werden. Das Ergebnis lässt sich zur Weiterverarbeitung zusätzlich exportieren.
Das F&E-Team für die Lösung USU Hybrid Cloud Management arbeitet weiterhin an Verfahren, damit Anwender ihre Zuordnungskennzeichnung von Cloud Ressourcen und deren inhaltliche Validierung automatisieren bzw. steuern können. Auf Basis ihrer IT Services werden Kunden künftig die zugehörigen spezifischen Definitionen der Cloud-Infrastrukturen einfach managen können. Auch die Möglichkeit, automatisch eine Hybrid Cloud Management-Kundeninstanz zu installieren, wird in Kürze verfügbar sein.
Im Forschungsbereich agiert USU im Rahmen einer Reihe von öffentlich geförderten IT-Vorhaben als Technologie-Partner, um Innovationen zu entwickeln und zu erproben. Dabei wurde z.B. im Forschungsprojekt Servicemeister der Prototyp eines KI-basierten Servicemanagement-Ecosystems weiter optimiert. Zudem entwickelte das Projektteam die erste Version eines intelligenten Service-Chatbots ("Alexa im Blaumann"), der auf Basis von strukturiertem Service- und Produktwissen auch Kontexte erkennt. Das Projekt AutoQML befindet sich derzeit in der Spezifikationsphase. Dabei scheint die geplante USU-Entwicklung für alle Use Cases interessant zu sein. Die Technologie zielt darauf ab, arbeitsintensive Schritte bei der Modellbildung und Optimierung von KI-Verfahren zu automatisieren. Use Cases sind z.B. die Datenvorverarbeitung oder die Algorithmen-Auswahl. In weiteren Projekten, ReAddi und MeSATech, werden außerdem jeweils KI-Methoden zur Prognose der Produktqualität bei additiver Fertigung entwickelt.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist gemäß einer Meldung des Statistischen Bundesamtes ("destatis") 1 vom 28. Oktober 2022 im 3. Quartal 2022 gegenüber dem 1. Quartal 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3% gewachsen. Nach dem leichten Anstieg im 2. Quartal 2022 (+0,1 %) behauptete sich die deutsche Wirtschaft damit laut destatis weiterhin trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit anhaltender Corona-Pandemie, gestörten Lieferketten, steigenden Preisen und dem Krieg in der Ukraine. Die Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2022 wurde nach destatis-Informationen vor allem von den privaten Konsumausgaben getragen. Im Vorjahresvergleich war das BIP im 3. Quartal 2022 preisbereinigt 1,1 %, preis- und kalenderbereinigt 1,2 % höher als im 3. Quartal 2021. Im Vergleich zum 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise, lag das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP im 3. Quartal 2022 gemäß destatis erstmals oberhalb des Vorkrisenniveaus (+0,2 %).
Im Euroraum ist das saisonbereinigte BIP gemäß einer vorläufigen Schnellschätzung des statistischen Amtes der Europäischen Union (eurostat) 2 im 3. Quartal 2022 um 0,2% gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres, hat sich das saisonbereinigte BIP nach eurostat-Informationen im 3. Quartal 2022 im Euroraum um 2,1% erhöht.
1 Vgl. destatis-Pressemitteilung Nr. 457 vom 28. Oktober 2022, veröffentlicht unter https://www.destatis.de
2 Vgl. eurostat-Pressemitteilung 123/2022 vom 31. Oktober 2022, veröffentlicht unter http://ec.europa.eu/eurostat
Branchenbezogene Entwicklung
Das Geschäftsklima in der Digital-Branche ist nach Untersuchungen des Digitalverbandes Bitkom 3 zum Ende des dritten Quartals 2022 sehr viel besser als in der Gesamtwirtschaft. Im September 2022 liefen die Geschäfte bei den meisten Unternehmen der IT und Telekommunikation noch gut. Die Aussichten für die kommenden Monate trüben sich vor dem Hintergrund von Energiekrise und gesamtkonjunktureller Unsicherheiten aber ein. Die aktuelle Geschäftslage erreicht im September 30,5 Punkte und liegt nur leicht unter dem langjährigen Mittel. Im August waren es noch 35,3 Punkte. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate sind jedoch wenig optimistisch und liegen bei -15,6 Punkten. Im August hatte dieser Wert bei -5,2 und im Januar noch bei +18,8 Punkten gelegen. Das zeigt der Bitkom-ifo-Digitalindex. Der Index bildet die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftserwartungen für die kommenden drei Monate ab und berechnet daraus das Geschäftsklima. Das Geschäftsklima ist im September 2022 mit 6,2 Punkten noch leicht positiv, im Vormonat lag es bei 14,1 Punkten. "Damit zeigt sich die Branche derzeit robuster als zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 und während der internationalen Finanzkrise im Jahr 2008", ordnet Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder die aktuellen Konjunkturdaten ein. "Positiv blicken vor allem jene Unternehmen in die Zukunft, die ihren Kunden bei der Krisenbewältigung helfen können, z.B. indem sie Prozesse effizienter gestalten und so Energie einsparen."
3 Vgl. Bitkom-ifo-Digitalindex: September 2022 und Bitkom-Pressemitteilung vom 6. Oktober 2022, veröffentlicht unter www.bitkom.org
Geschäftsentwicklung 3. Quartal 2022
Die USU Software und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) haben nach dem erfolgreichen ersten Halbjahr im 3. Quartal 2022 die Wachstumsdynamik zusätzlich forciert. Demgemäß steigerte USU im 3. Quartal 2022 den Konzernumsatz um 16,6% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 32.579 (Q3/2021: TEUR 27.933). Dabei profitierte USU im Berichtsquartal vor allem von einem haussierenden Auslandsgeschäft, während auch das Inlandsgeschäft weiter zulegen konnte. Nach der Corona-bedingten Wachstumsdelle erzielte USU im Berichtsquartal wieder zahlreiche Lizenz- und SaaS-Aufträge im Ausland, so dass die außerhalb von Deutschland erzielten Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 53,5% auf TEUR 8.599 (Q3/2021: TEUR 5.603) anstiegen. Entsprechend stieg der Auslandsanteil an den Umsatzerlösen von 20,1% im Vorjahresquartal auf 26,4% im dritten Quartal 2022. Damit ist USU im Ausland wieder zielgerichtet auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Zugleich baute USU im Berichtsquartal Q3/2022 auch die Umsatzerlöse im deutschen Heimatmarkt um 7,4% auf TEUR 23.980 (Q3/2021: TEUR 22.330) aus.
Ungeachtet des Wandels vom Einmal-Lizenzgeschäft hin zum Software-as-a-Service (SaaS)-Geschäft, verzeichnete die USU-Gruppe im Berichtsquartal infolge zahlreicher Neu- und Folgeaufträge insbesondere im Ausland wieder deutlich steigende Lizenzeinnahmen, so dass die Lizenzerlöse im 3. Quartal 2022 überproportional um 32,6% auf TEUR 3.987 (Q3/2021: TEUR 3.006) zulegten. Allerdings baute USU die SaaS-Erlöse zugleich noch stärker aus. Diese wuchsen im Berichtsquartal Q3/2022 gegenüber dem Vorjahr um 35.6% auf nunmehr TEUR 3.736 (Q3/2021: TEUR 2.756), was unter anderem daraus resultiert, dass der Anteil der Recurring Revenue bei Neuabschlüssen bzw. dem Produktneugeschäft inzwischen die 40%-Marke überschritten hat. Entsprechend stiegen auch die Wartungserlöse im 3. Quartal 2022 gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 8,2% auf TEUR 6.499 (Q3/2021: TEUR 6.006), so dass der gesamte Recurring Revenue im Vorjahresvergleich um 16,8% auf TEUR 10.235 (Q3/2021: TEUR 8.762) zulegte. Die Beratungserlöse baute USU zeitgleich um 16,8% gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt TEUR 18.400 (Q3/2021: TEUR: 15.759) aus. Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, waren im Berichtsquartal rechnerisch negativ, da ab dem 3. Quartal 2022 rückwirkend zum 1. Januar 2022 eine Umstellung des Umsatzausweises der Handelswarenumsätze mit Fremdsoftware erfolgte und beliefen sich entsprechend auf TEUR -43 (Q3/2021: TEUR 406). USU wendet erst seit dem Berichtsquartal Q3/2022 die Bilanzierungsmethode hinsichtlich des Handels mit Fremdsoftware-Lizenzen gemäß den Regelungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) an. Demgemäß wird ein Großteil der auf diese Geschäfte entfallenden Umsätze nunmehr nicht mehr vollständig, sondern nur noch in Höhe der erzielten Bruttomarge ausgewiesen. Dadurch sinken die sonstigen Erlöse rechnerisch, was zu dem beschriebenen Umsatzeffekt im Berichtsquartal führte.
Die Aufwandsbasis des USU-Konzerns erhöhte sich im Vorjahresvergleich im Zuge der Geschäftsausweitung und des damit verbundenen notwendigen Ausbaus der Beratermannschaft und des Einsatzes zusätzlicher Freier Mitarbeiter:innen und Partner:innen sowie gestiegener Personal- und Sachkosten um 15,6% auf TEUR 29.766 (Q3/2021: TEUR 25.754). Da die Kostensteigerung unterproportional zur Umsatzsteigerung ausfiel, baute USU auch im 3. Quartal 2022 das operative Ergebnis weiter deutlich aus. Entsprechend steigerte die USU-Gruppe das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahr um 18,9% auf TEUR 4.432 (Q3/2021: TEUR 3.728). Inklusive der Abschreibungen von TEUR 1.215 (Q3/2021: TEUR 1.197) belief sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf TEUR 3.217 (Q3/2021: TEUR 2.531). Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem EBIT-Anstieg um 27,1%.
Das Finanzergebnis summierte sich im 3. Quartal 2022 auf TEUR 138 (Q3/2021: TEUR -3), was primär aus wechselkursbedingten Erträgen herrührt. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich im Zuge der Gewinnsteigerung und infolge negativer Effekte aus latenten Steuern von TEUR 180 im 3. Quartal 2021 auf TEUR 1.112 im Berichtsquartal Q3/2022. In Summe sank das Konzernergebnis von USU im 3. Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahr um 4,5% auf TEUR 2.242 (Q3/2021: TEUR 2.348). Bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von 10.523.770 Aktien entspricht dies einem Ergebnis pro Aktie von EUR 0,21 (Q3/2021: EUR 0,22).
Geschäftsentwicklung für die ersten neun Monate des
Geschäftsjahres 2022
Umsatz- und Kostenentwicklung
Konzernumsatz
Auch auf Neunmonatssicht verzeichnete die USU-Gruppe eine äußerst positive operative Geschäftsentwicklung. So steigerte USU in den ersten drei Quartalen 2022 den Konzernumsatz um 13,5% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 92.874 (Q1-Q3/2021: TEUR 81.858). Dank des sehr starken Auslandsgeschäftes im Berichtsquartal Q3/2022 stiegen dabei die im Ausland erzielten Konzernerlöse auf Neunmonatssicht überproportional um 15,0% auf TEUR 22.011 (Q1-Q3/2021: TEUR 19.147) und zeigten damit nach der Coronabedingten Wachstumsdelle wieder einen deutlich positiven Verlauf auf. Demgemäß erhöhte sich auch wieder der Anteil des Auslandsgeschäftes am Konzernumsatz von USU von 23,4% in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 auf 23,7% im Neunmonatszeitraum 2022. Zugleich steigerte die USU-Gruppe aber auch die inländischen Umsatzerlöse um 13,0% auf TEUR 70.863 (Q1-Q3/2021: TEUR 62.711).
Nach Umsatzarten erhöhte USU dank zahlreicher Neuaufträge und des bestehenden Auftragsbestandes die SaaS-Erlöse überdurchschnittlich um 32,3% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 10.397 (Q1-Q3/2021: TEUR 7.860). Ungeachtet des Trends hin zum Cloudgeschäft profitierte USU im laufenden Jahr auch vom wieder wachsenden Lizenz- und Wartungsgeschäft. So erhöhten sich die Wartungserlöse im Zuge steigender Lizenzabschlüsse im Vorjahresvergleich um 6,9% auf TEUR 18.706 (Q1-Q3/2021: TEUR 17.502). Entsprechend baute USU den Recurring Revenue auf Neunmonatssicht um 14,8% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 29.103 (Q1-Q3/2021: TEUR 25.362) aus, was einem Anstieg des Anteils der Recurring Revenue am Gesamtumsatz von 31,0% im Vorjahr auf nunmehr 31,3% entspricht. Zugleich steigerte USU dank mehrerer On-premise-Aufträge im Berichtszeitraum auch die Lizenzerlöse um 25,6% auf TEUR 9.810 (Q1-Q3/2021: TEUR 7.808). Ungeachtet des generellen Trends hin zu SaaS-Projekten hatten sich im Laufe des Jahres 2022 mehrere Kunden für den Kauf einer Einmal-Lizenz entschieden. Und auch die Beratungserlöse erhöhte USU in den ersten neun Monaten 2022 dank des anhaltenden Digitalisierungstrends um 11,5% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 53.233 (Q1-Q3/2021: TEUR 47.751). Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich auf insgesamt TEUR 728 (Q1-Q3/2021: TEUR 937).
Umsatz nach Geschäftsfeldern
Das Leistungsspektrum des Geschäftsfeldes "Produktgeschäft" umfasst sämtliche Aktivitäten rund um die USU-Produktpalette im Markt für IT Management-Lösungen, im Knowledge Management-Markt sowie dem aus dem Forschungsbereich hervorgegangenem Geschäftsbereich für Big Data Analytics, USU AI Services. Das Geschäftsfeld "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten, individuelle Anwendungsentwicklung und digitale Strategie-Beratung, Service- und UX-Design sowie Webportale, Apps und Intranets.
Das Segment "Produktgeschäft" steuerte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 65.991 (Q1-Q3/2021: TEUR 59.035) zum Konzernumsatz bei, was im Vorjahresvergleich einem Anstieg um 11,8% entspricht. Im gleichen Zeitraum baute USU den beratungsbezogenen Umsatz des Segments "Servicegeschäft" um 17,8% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 26.782 (Q1-Q3/2021: TEUR 22.740) aus. Die nicht den Segmenten zugeordneten Umsätze summierten sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 auf TEUR 101 (Q1-Q3/2021: TEUR 83).
Operative Kosten
Die operative Aufwandsbasis der USU-Gruppe erhöhte sich in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2022 gegenüber dem Vorjahr um 12,3% auf TEUR 85.398 (Q1-Q3/2021: TEUR 76.063). Dieser Anstieg spiegelt vor allem den erhöhten Einsatz von angestellten Beratern, Freelancern und Partnern im Zuge der Geschäftsausweitung und die damit verbundenen Kostensteigerungen wider. Zugleich sind darin auch Kosten für die Umsetzung der One USU-Strategie enthalten. So hat USU inzwischen eine Konzentration der Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten unter der zentralen Marke "USU" vorgenommen, so dass alle sonstigen Namen bzw. Marken gestrichen wurden und die Mitarbeitenden sich nicht mehr nur auf den Vertrieb des eigenen Unternehmens bzw. Bereiches, sondern auf den Vertrieb des gesamten USU-Portfolios unter der Dachmarke fokussieren. Entsprechende Aktivitäten wurden ebenfalls im Beratungs- und Forschungs- und Entwicklungsbereich gestartet.
Die Herstellungskosten des Umsatzes stiegen entsprechend im Berichtszeitraum um 16,0% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 47.173 (Q1-Q3/2021: TEUR 40.658) an. Die auf den Konzernumsatz bezogene Herstellkostenquote blieb dabei mit 50,8% (Q1-Q3/2021: 49,7%) oberhalb des Vergleichswertes aus dem Vorjahr. Das Bruttoergebnis erhöhte sich zeitgleich von TEUR 41.200 im Neunmonatszeitraum 2021 auf nunmehr TEUR 45.701. Dagegen blieb die Bruttomarge mit 49,2% (Q1-Q3/2021: 50,3%) noch unter dem Vergleichswert des Vorjahres.
Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 7,8% auf TEUR 16.143 (Q1-Q3/2021: TEUR 14.971). Dieser Anstieg spiegelt unter anderem die - nach Corona - wieder verstärkten Eventaktivitäten von USU zur Neukundengewinnung sowie gestiegene Vertriebsprovisionen im Zuge der erhöhten Auftragsgenerierung wider. Infolge der überproportionalen Umsatzsteigerung konnte die umsatzbezogene Kostenquote für den Bereich Marketing und Vertrieb von 18,3% im Neunmonatszeitraum 2021 auf nunmehr 17,4% gesenkt werden.
Nach dem deutlichen Rückgang im Vorjahr stiegen die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen im Berichtszeitraum infolge erhöhter Sachkosten um 15,7% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 8.760 (Q1-Q3/2021: TEUR 7.574) an. Bezogen auf den Konzernumsatz blieb die Verwaltungskostenquote im Betrachtungszeitraum mit 9,4% (Q1-Q3/2021: 9,3%) auf Vorjahresniveau.
Auch die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen im Berichtsquartal aufgrund erhöhter Sach- und Personalkosten um 3,6% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 13.322 (Q1-Q3/2021: TEUR 12.860) an. Die auf den Konzernumsatz bezogene Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung sank zugleich im Zuge der überproportionalen Umsatzsteigerung zielkonform von 15,7% im Vorjahr auf nunmehr 14,3%. USU investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios und arbeitet permanent an innovativen, marktbezogenen Softwarelösungen. Mittelfristig plant USU, analog zum laufenden Jahr die F&E-Aufwendungen zwar absolut betrachtet auszubauen, relativ betrachtet jedoch die Aufwandsquote infolge überproportional steigender Umsatzerlöse zu senken.
Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen saldierten sich im Neunmonatszeitraum 2022 auf einen Ertrag von insgesamt TEUR 679 (Q1-Q3/2021: TEUR 1.058).
Ertragslage
Im Zuge der Geschäftsausweitung und der dabei überdurchschnittlich gesteigerten margenstarken SaaS- und Lizenzumsätze baute die USU-Gruppe in den ersten drei Quartalen 2022 auch die operative Profitabilität im Vorjahresvergleich planmäßig aus. Demgemäß stieg das EBITDA von USU im Berichtszeitraum um 12,6% gegenüber den ersten neun Monaten 2021 auf TEUR 11.695 (Q1-Q3/2021: TEUR 10.387). Dabei blieb die EBITDA-Marge mit 12,6% (Q1-Q3/2021: 12,7%) nahezu konstant. Unter Einbeziehung der Abschreibungen von insgesamt TEUR 3.540 (Q1-Q3/2021: TEUR 3.536) erzielte USU im Berichtszeitraum Q1-Q3/2022 ein EBIT von TEUR 8.155 (Q1-Q3/2021: TEUR 6.851). Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem EBIT-Anstieg um 19,0%.
Das Finanzergebnis summierte sich in den ersten neun Monaten 2022 im Zuge der Erstarkung des US-Dollars auf TEUR 209 (Q1-Q3/2021: TEUR 35). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich im Zuge der Gewinnsteigerung und infolge negativer Effekte aus latenten Steuern von TEUR 744 in den ersten neun Monaten 2021 auf TEUR 2.588 im Neunmonatszeitraum 2022. Inzwischen sind die IFRS-Effekte aus latenten Steuern vernachlässigbar, so dass USU nach IFRS einem "normalen" Steuersatz unterliegt. Dadurch sank das Konzernergebnis von USU im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr rechnerisch um 6,0% auf TEUR 5.776 (Q1-Q3/2021: TEUR 6.142). Bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von 10.523.770 Aktien entspricht dies einem Ergebnis pro Aktie von EUR 0,55 (Q1-Q3/2021: EUR 0,58).
Vermögens- und Finanzlage
Auf der Aktivseite der Bilanz sanken die langfristigen Vermögenswerte der USU-Gruppe zum 30. September 2022 gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 auf TEUR 65.425 (31. Dezember 2021: TEUR 68.916), was im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen auf Nutzungsrechte nach IFRS 16 und gesunkene aktive latente Steuern zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im gleichen Zeitraum deutlich von TEUR 47.100 zum 31. Dezember 2021 auf nunmehr TEUR 54.455. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich im Zuge des Geschäftsausbaus zum Ende des 3. Quartals 2022 auf TEUR 23.932 (31. Dezember 2021: TEUR 14.820) erhöhten. Im Zuge der Anfang Juli 2022 erfolgten Dividendenzahlung an die USU-Aktionäre in Höhe von TEUR 5.262 blieb die Konzernliquidität, die sich zum 30. September 2022 auf TEUR 22.363 (31. Dezember 2021: TEUR 24.286) belief, unter dem Stichtagswert zum Ende des Geschäftsjahres 2021.
Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital der USU-Gruppe im Zuge der Gewinnsteigerung, ungeachtet der im Berichtsquartal erfolgten Dividendenzahlung, von TEUR 64.443 zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 64.847 zum 30. September 2022. Zugleich stieg das Fremdkapital in Form der kurz- und langfristigen Schulden der USU-Gruppe zum 30. September 2022 auf TEUR 55.033 (31. Dezember 2021: TEUR 51.573). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus erhöhten passiven Rechnungsabgrenzungsposten, die aus bereits zu Jahresbeginn in Rechnung gestellten Wartungs- und SaaS-Verträgen, für die eine zugehörige Leistungserbringung und Umsatzrealisierung im weiteren Jahreserlauf erfolgt, herrühren.
Bei einer Bilanzsumme von TEUR 119.880 (31. Dezember 2021: TEUR 116.016) belief sich die Eigenkapitalquote zum 30. September 2022 auf 54,1% (31. Dezember 2021: 55,5%). Mit dieser Eigenkapitalquote, der umfangreichen Konzernliquidität und keinerlei Bankverbindlichkeiten, ist die USU-Gruppe nach wie vor äußerst solide und gesichert finanziert.
Cash-Flow und Investitionen
Zum 30. September 2022 verfügte die USU-Gruppe über flüssige Mittel von TEUR 22.363 (Q1-Q3/2021: TEUR 19.725). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Anstieg um TEUR 2.638 bzw. 13,4%. Dagegen sank die Konzernliquidität im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021, an dem USU über liquide Mittel von TEUR 24.286 verfügte, im Zuge der Dividendenauszahlung an die USU-Aktionäre um 7,9%.
Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von USU sank im Berichtszeitraum Q1-Q3/2022 um TEUR 1.987 bzw. 25,1% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr mit TEUR 5.943 (Q1-Q3/2021: TEUR 7.930) Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Zuge der Geschäftsausweitung.
Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR -725 (Q1-Q3/2021: TEUR -735) beinhaltet im Wesentlichen die Investitionen in Sachanlagen.
Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -6.298 (Q1-Q3/2021: TEUR -6.305) resultiert aus der Dividendenausschüttung an die USU-Aktionäre in Höhe von TEUR -5.262 (Q1-Q3/2021: TEUR -4.209) sowie aus Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR -2.171 (Q1-Q3/2021: TEUR -2.089).
Auftragsbestand
Im Zuge der positiven Auftragsgenerierung in den ersten neun Monaten 2022 baute die USU-Gruppe den konzernweiten Auftragsbestand zum 30. September 2022 um TEUR 9.183 auf TEUR 73.763 (30. September 2021: TEUR 64.580) aus. Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem Anstieg um 14,2%. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem gestiegenen SaaS-, Wartungs- und Beratungsbestand der USU-Gruppe. Gegenüber dem Rekord-Auftragsbestand des Vorquartals (30. Juni 2022: TEUR 78.306) blieb der Auftragsbestand im Berichtsquartal zwar um 5,8% zurück, legte aber zugleich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2021: TEUR 65.903) um 11,9% zu.
Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des Quartals stellt aufgrund von verbindlichen Verträgen die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der USU-Gruppe auf Sicht der kommenden 12 Monate dar. Diese beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie Wartungs- und SaaS-Verträge.
Mitarbeitende
Zum 30. September 2022 baute die USU-Gruppe ihre Belegschaft gegenüber dem Vorjahr um 0,7% bzw. 5 Mitarbeitende auf 755 (30. September 2021: 750) Mitarbeitende aus. Nach Funktionsbereichen untergliedert beschäftigte USU zum Ende des 3. Quartals 2022 insgesamt 318 (30. September 2021: 310) Mitarbeitende im Bereich Beratung und Services, 225 (30. September 2021: 216) Mitarbeitende im Bereich Forschung und Entwicklung, 106 (30. September 2021: 116) Mitarbeitende im Bereich Vertrieb und Marketing sowie 106 (30. September 2021: 108) Mitarbeitende in der Administration. Segmentbezogen waren 528 (30. September 2021: 527) Mitarbeitende im Geschäftsfeld "Produktgeschäft", 121 (30. September 2021: 115) Mitarbeitende im Geschäftsfeld "Servicegeschäft" sowie 106 (30. September 2021: 108) Mitarbeitende im Zentralbereich der USU-Gruppe tätig. Damit hat USU ihre Konzernbelegschaft bis zum Ende des Berichtsquartal des laufenden Jahres 2022 mit Blick auf die Mittelfristplanung zielgerichtet ausgebaut.
Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Prognosebericht
Gesamtwirtschaft
Gemäß der jüngsten Untersuchung der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute 4 wird die deutsche Wirtschaft von der krisenhaften Zuspitzung auf den Gasmärkten schwer belastet. Die hochgeschnellten Gaspreise erhöhen die Energiekosten drastisch und gehen mit einem massiven gesamtwirtschaftlichen Kaufkraftentzug einher. Dies dämpft nicht nur die noch unvollständige Erholung von der Corona-Krise, sondern drückt die deutsche Wirtschaft in die Rezession. Dabei kommen die Institute in ihrer Gemeinschaftsdiagnose #2-2022 für den kommenden Winter zu dem Ergebnis, dass bei normalen Witterungsbedingungen keine Gasmangellage eintritt. Dennoch bleibt die Versorgungslage äußerst angespannt. Im Winterhalbjahr ist aufgrund der steigenden Kosten für Energie, der nachlassenden Konsumnachfrage und der schwächelnden Weltwirtschaft mit einem deutlichen Rückgang zu rechnen. Dass dieser nicht noch kräftiger ausfällt, ist dem hohen Auftragspolster im Verarbeitenden Gewerbe zu verdanken. Insgesamt dürfte die Produktion in diesem Jahr trotz der Schwäche in der zweiten Jahreshälfte um 1,4% ausgeweitet werden. Damit halbieren die Institute ihre Prognose aus dem Frühjahr für dieses Jahr annähernd. Für das kommende Jahr prognostizieren sie einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,4%. Im Frühjahr erwarteten die Institute für das Jahr 2023 noch einen Anstieg von 3,1%. In dieser Revision zeigt sich das Ausmaß der Energiekrise. So fällt die Wirtschaftsleistung im laufenden und kommenden Jahr insgesamt um 160 Mrd. Euro niedriger aus, als noch im Frühjahr erwartet worden war.
Auch die Weltkonjunktur befindet sich laut der Gemeinschaftsdiagnose im Abschwung. Der im Februar dieses Jahres ausgebrochene Krieg gegen die Ukraine und die westlichen Sanktionen gegen Russland haben die Teuerung für Energierohstoffe nochmals angeheizt, und Europa, wo die versiegenden Gaslieferungen aus Russland nur zu einem kleinen Teil ersetzt werden können, hat mittlerweile mit einer Energiekrise zu kämpfen. Die Institute gehen davon aus, dass der Krieg in der Ukraine andauert und die Sanktionen gegenüber Russland bestehen bleiben. Auch wenn die Gaslieferungen aus Russland nach Europa wohl nicht vollständig gestoppt werden, bleiben die Preise auf den Spot- und Terminmärkten hoch und die Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Entwicklung beträchtlich. Ausweislich der Notierungen an den Terminmärkten gehen die Gaspreise in Europa erst ab der zweiten Jahreshälfte 2023 allmählich zurück. Dieser Einschätzung schließen sich die Institute in ihrer Prognose an. Die hohen und teils noch steigenden Inflationsraten haben zusammen mit den geldpolitischen Reaktionen die Zinsen auf dem Kapitalmarkt deutlich anziehen lassen, wenn auch ausgehend von historischen Tiefstständen. Im Sommer schwankten sie für 10-jährige US-Staatstitel um 3%, für deutsche um 1,5%. Wegen der durch Inflationsängste und den Krieg in der Ukraine eingetrübten weltwirtschaftlichen Aussichten sind die Aktienkurse, bei recht großen Schwankungen, das Jahr über deutlich gesunken, gemessen am MSCI-Weltindex bis Mitte September um reichlich 20%. Ebenso hat sich die Unternehmensstimmung sowohl in den USA als auch in der EU im Sommer merklich verschlechtert. Besonders stark ist das Verbrauchervertrauen gesunken. Die hohen Preissteigerungen belasten die Realeinkommen der privaten Haushalte und dürften die Entwicklung der Konsumausgaben im Prognosezeitraum erheblich dämpfen. Besonders in der Europäischen Union und in Großbritannien dürften stark steigende Gas- und Stromkosten der privaten Haushalte den Konsum und die gesamtwirtschaftliche Produktion im Winter deutlich sinken lassen. Stützend wirkt, dass bei einer allmählichen Entspannung der Lieferkettenkettenprobleme zunächst hohe Auftragsbestände abgearbeitet werden können, bevor sich die nachlassenden Auftragseingänge wohl in einer schwächeren Industriedynamik niederschlagen. Zudem wird die Null-Covid-Strategie mit ihren wiederkehrenden regionalen Lockdowns und die schwelende Immobilienkrise die chinesische Konjunktur weiterhin belasten. Alles in allem rechnen die Institute mit einem Zuwachs der Weltproduktion von 2,5 % in diesem und 1,8 % im nächsten Jahr.
4 Vgl. Gemeinschaftsdiagnose #2-2022 vom 27. September 2022, veröffentlicht unter www.gemeinschaftsdiagnose.de
Branche
Nach jüngsten Informationen des Digitalverbandes Bitkom 5 wird auch die Digitalbranche von der multiplen Krise belastet. Krieg, explodierende Energiepreise und unterbrochene Lieferketten: Die aktuellen Herausforderungen für die Weltmärkte führen in der digitalen Wirtschaft in Deutschland zu Verunsicherung. Derzeit laufen die Geschäfte noch gut, allerdings blickt die Branche laut Bitkom in die Zukunft. Für 2022 erwartet der Digitalverband Bitkom für die Unternehmen der IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik ein Umsatzplus von 4,3% (2021: 4,0%) auf EUR 189,4 Mrd. (2021: EUR 181,5 Mrd.). Das berichtet der Bitkom auf Basis aktueller Berechnungen. "Die aktuelle Weltlage stürzt von einer Krise zur nächsten, und die entsprechenden Unsicherheiten verstärken sich gegenseitig. Die Corona-Lockdowns in China lassen die Lieferketten immer wieder reißen, der russische Angriffskrieg hat die Energiepreise explodieren lassen und die Inflation setzt Unternehmen und Haushalte gleichermaßen unter Druck", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. "Trotz der zunehmenden Unsicherheiten bleibt die Aufgabe bestehen, Wirtschaft und Verwaltung schnell und umfassend zu digitalisieren. Viele Unternehmen haben erkannt, wie herausragend wichtig eine resiliente IT in diesen Zeiten ist. War es in den ersten Jahren der Pandemie der Consumer-Bereich, wird das Branchenwachstum jetzt von Unternehmensinvestitionen getragen.", so Berg weiter. Demgemäß erwartet Bitkom für 2022, dass der deutsche IT-Markt um 6,7% (2021: 6,6%) auf EUR 113,0 Mrd. (2021: 105,9 Mrd.) zulegen wird. Hierbei erwartet Bitkom für das Marktsegment Software ein überproportionales Wachstum von 8,8% (2021: 8,0%) auf EUR 32,4 Mrd. (2021: EUR 29,8 Mrd.), während die Ausgaben für IT-Services um 5,3% (2021: 3,7%) auf EUR 43,6 Mrd. (2021: EUR 41,4 Mrd.) zulegen sollen. Für das Jahr 2023 erwartet Bitkom ähnlich hohe Wachstumsraten, wie für das Jahr 2022: So soll der deutsche IT-Markt in 2023 um 6,3% auf EUR 120,2 Mrd. wachsen, wobei das Marktsegment Software wiederum ein überproportionales Wachstum von 9,2% auf EUR 35,4 Mrd. verzeichnen soll, während auch die Ausgaben für IT-Services um 4,6% auf EUR 45,6 Mrd. steigen sollen.
5 Vgl. Bitkom-ITK Marktzahlen (Stand: Juli 2022) und Bitkom-Pressemeldung vom 5. Juli 2022, veröffentlicht unter www.bitkom.org
Das Marktforschungsunternehmen Gartner 6 prognostiziert in seinem am 19. Oktober 2022 veröffentlichten IT Spending Forecast einen Anstieg der weltweiten IT-Ausgaben in 2022 um lediglich 0,8% (2021: 10,2%) gegenüber dem Vorjahr auf USD 4.433 Mrd. (2021: USD 4.397 Mrd.), wobei die Marktsegmente Software und IT-Services mit Wachstumsraten von 8,0% (2021: 14,8%) auf USD 790 Mrd. (2021: USD 732 Mrd.) bzw. 4,2% (2021: 12,8%) auf USD 1.250 Mrd. (2021: USD 1.208 Mrd.) abermals überproportional zulegen sollen. Für 2023 erwartet Gartner "...dass die Nachfrage nach IT stark sein wird, da die Unternehmen als Reaktion auf die wirtschaftlichen Turbulenzen digitale Geschäftsinitiativen vorantreiben."
Demgemäß prognostiziert Gartner für die Marktsegmente Software und IT-Services wiederum überproportionale Umsatzsteigerungen. So soll das Softwaresegment in 2023 um 11,3% auf USD 880 Mrd. wachsen, während das Marktsegment IT-Services um 7,9% auf USD 1.358 Mrd. zulegen soll.
"Die IT-Ausgaben der Unternehmen sind rezessionssicher, da CEOs und CFOs die IT-Budgets nicht kürzen, sondern die Ausgaben für digitale Geschäftsinitiativen erhöhen", so John-David Lovelock, Distinguished VP Analyst bei Gartner. "Wirtschaftliche Turbulenzen werden den Kontext für Technologieinvestitionen verändern, indem sie die Ausgaben in einigen Bereichen erhöhen und den Rückgang in anderen beschleunigen, aber es wird nicht erwartet, dass sie das Gesamtniveau der Technologieausgaben von Unternehmen wesentlich beeinflussen.
6 Vgl. Gartner-Pressemitteilung vom 19. Oktober 2022, veröffentlicht unter www.gartner.com
Ausblick
Nach dem sehr starken Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen mit dem frühzeitigen Erreichen eines hohen Umsatz- und Ergebnislevels, dem erfolgreichen Start ins Abschlussquartal 2022 und vor dem Hintergrund des hohen Auftragsbestandes erwartet der Vorstand, dass USU ein Umsatzwachstum am oberen Bereich der Umsatzbandbreite von EUR 120 - 125 Mio. erzielt, bei einer gleichzeitigen Steigerung des EBITDA im oberen Bereich der Bandbreite von EUR 14,5 - 16,0 Mio. Dazu beitragen soll auch im Abschlussquartal 2022 das stark wachsende hochmargige SaaS-Geschäft. Wie im Berichtsquartal, soll dabei auch im letzten Quartal 2022 das Auslandsgeschäft wieder eine hohe Wachstumsrate erzielen. Daneben geht der Vorstand von positiven Effekten und einer zusätzlichen Effizienzsteigerung im Rahmen der "One USU"-Strategieumsetzung aus. Zugleich bestätigt der Vorstand die aktuelle Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie mit Blick auf das weiter zunehmende SaaS-Geschäft den Ausbau der EBITDA-Marge bis 2024 auf 16 - 18% beinhaltet.
Im Fokus der strategischen Planung stehen dabei die drei etablierten Wachstumssäulen der USU-Gruppe: der Ausbau der Internationalisierung, die Entwicklung und Markteinführung neuer Produktinnovationen sowie anorganisches Wachstum durch Akquisitionen.
Unter den vorgenannten Prämissen plant der Vorstand, auch für das Geschäftsjahr 2022 die Anteilseigner der USU Software AG wie in den Vorjahren wiederum am operativen Unternehmenserfolg der Gesellschaft maßgeblich zu beteiligen und die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik, die eine Ausschüttung einer Dividende vorsieht, die nie unter dem Vorjahreswert liegt und etwa der Hälfte des erwirtschafteten Gewinns entsprechen soll, fortzuführen.
Chancen- und Risikobericht
Bezüglich der Chancen und Risiken der USU Software AG und des Gesamtkonzerns liegen keine Veränderungen gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 vor. Wir verweisen insofern auf den im Geschäftsbericht 2021 enthaltenen Chancen- und Risikobericht.
USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28).
Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der International Security Identification Number (Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN") DE000A0BVU28 notiert und dort zum Handel im Regulierten Markt zugelassen.
Nach dem tendenziell schwachen ersten Halbjahr entwickelten sich die Aktienmärkte auch im Laufe des 3. Quartals im Zuge des Ukraine-Krieges, der steigenden Inflation und unterbrochener Lieferketten sehr schwach. So verblieb zum Stichtag 30. September 2022 auf Quartalssicht beim Deutschen Aktienindex (DAX) auf dem elektronischen Handelsplatz XETRA insgesamt ein Kursverlust gegenüber dem Stichtag des Vorquartals von -5,2% auf 12.114,36 Punkte (30. Juni 2022: 12.783,77 Punkte). Der Technology All Share-Index verbuchte zum Vergleichsstichtag des Vorquartals auf XETRA einen noch stärkeren Kursrückgang von -11,6% auf 3.419,80 Punkte (30. Juni 2022: 3.868,60 Punkte). Und auch die USU-Aktie verlor im gleichen Zeitraum ungeachtet einer positiven Geschäftsentwicklung und des Aktienrückkaufprogramms um -7,6% auf EUR 16,50 (30. Juni 2022: EUR 17,85).
Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2021: 15.884,86 Punkte) verzeichnete der DAX einen Rückgang um -23,7%, während der Technology All Share-Index (31. Dezember 2021: 5.334,67 Punkte) im gleichen Zeitraum einen Kursverlust von -35,9% verbuchte. Und auch die USU-Aktie (31. Dezember 2021: EUR 24,20) verlor auf 9-Monatssicht um -31,8% an Wert.
Auch im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres 30. September 2021 zeigt sich der negative Trend am Aktienmarkt. So sank der DAX (30. September 2021: 15.260,69 Punkte) im Vorjahresvergleich um -20,6%, während der Technology All Share-Index (30. September 2021: 5.333,26 Punkte) überproportional um -35,9% nachgab. Ungeachtet der positiven Geschäftsentwicklung der USU Software AG fiel der Kursrückgang der USU-Aktie (30. September 2021: EUR 23,90) auf Jahressicht mit -31,0% ebenfalls sehr hoch aus. Für den Vorstand ist dieser enorme Kursverlust der USU-Aktie nach wie vor in keiner Weise nachvollziehbar, zumal absehbar ist, dass die USU-Gruppe nach dem erfolgreichen Vorjahr auch in 2022 ein weiteres Rekordjahr verzeichnen wird.
Öffentliches Aktienrückkaufangebot.
Vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung der USU Software AG mit einem hohen Cash Flow bei keinerlei Bankverbindlichkeiten und des enormen Kursverfalls der USU-Aktie haben Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft am 31. August 2022 ein Öffentliches Aktienrückkaufangebot für bis zu 523.770 USU-Aktien (entspricht rund 5 % des Grundkapitals) zu einem Fixpreis von EUR 18,75 je USU-Aktie beschlossen und bekanntgegeben. Die Frist für die Annahme dieses Aktienrückkaufangebotes lief von Mittwoch, den 7. September 2022, 00:00 Uhr (MESZ), bis Mittwoch, den 5. Oktober 2022, 24:00 Uhr (MESZ).
Mit Ablauf der Annahmefrist am 5. Oktober 2022, 24:00 Uhr (MESZ) wurden insgesamt 1.418.228 Aktien zum Rückkauf eingereicht und damit 170,77% mehr als die das Angebot umfassenden bis zu 523.770 Aktien der USU Software AG. Daher erwarb die Gesellschaft von jedem Aktionär bzw. jeder Aktionärin jeweils nur einen Teil der angedienten Aktien. Die Annahmeerklärungen wurden dabei verhältnismäßig mit einer Quote von ca. 36,9551% berücksichtigt. Die Zuteilung erfolgte auf die Einzelkundenbestände und wurde auf die nächste natürliche Zahl abgerundet. Da die Anzahl der eingereichten Aktien das Angebot überstieg, kam es zur Repartierung und Rückbuchung nicht erworbener Aktien.
Die USU Software AG hält damit seit dem 10. Oktober 2022 insgesamt 523.770 eigene Aktien, was einem Anteil am Grundkapital von ca. 4,98% entspricht. Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Juni 2020 können die zurückgekauften Aktien für Akquisitionen genutzt, im Rahmen eines Beteiligungsprogrammes für die USU- Belegschaft eingesetzt oder eingezogen werden.
Möglingen, 24. November 2022
USU Software AG
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| Bernhard Oberschmidt | Dr. Benjamin Strehl |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand |
KONZERN-BILANZ (UNTESTIERT)
AKTIVA
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| 9-Monatsbericht | Jahresabschluss | |
|---|---|---|
| in TEUR | 30.09.2022 | 31.12.2021 |
| --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.569 | 3.031 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 40.392 | 40.392 |
| Sachanlagen | 2.973 | 3.103 |
| Nutzungsrechte | 15.163 | 16.584 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 751 | 746 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 267 | 200 |
| Aktive latente Steuern | 3.310 | 4.860 |
| Langfristige Vermögenswerte | 65.425 | 68.916 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 409 | 374 |
| Vertragsvermögenswerte | 4.646 | 4.962 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 23.932 | 14.820 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 274 | 65 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 553 | 599 |
| Übrige Vermögenswerte | 275 | 381 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 2.003 | 1.613 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 22.363 | 24.286 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 54.455 | 47.100 |
| Aktiva, gesamt | 119.880 | 116.016 |
PASSIVA
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| 9-Monatsbericht | Jahresabschluss | |
|---|---|---|
| in TEUR | 30.09.2022 | 31.12.2021 |
| --- | --- | --- |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 10.524 | 10.524 |
| Kapitalrücklage | 52.792 | 52.792 |
| Gewinnrücklage | 1.343 | 829 |
| Kumuliertes sonstiges Eigenkapital | 188 | 298 |
| Eigenkapital | 64.847 | 64.443 |
| Langfristige Schulden | ||
| Pensionsrückstellungen | 1.192 | 1.340 |
| Leasingverbindlichkeiten | 12.881 | 14.141 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 1.514 | 1.600 |
| Passive latente Steuern | 852 | 924 |
| Langfristige Schulden | 16.439 | 18.005 |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Ertragsteuerschulden | 801 | 635 |
| Leasingverbindlichkeiten | 2.550 | 2.680 |
| Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich | 9.657 | 10.038 |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.912 | 2.902 |
| Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen | 1.988 | 3.178 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.330 | 4.455 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 15.356 | 9.680 |
| Kurzfristige Schulden | 38.594 | 33.568 |
| Passiva, gesamt | 119.880 | 116.016 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (UNTESTIERT)
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| GESAMTERGEBNISRECHNUNG | Quartalsbericht | Quartalsbericht | 9-Monatsbericht | 9-Monatsbericht |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | III / 2022 | III / 2021 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.07.2022 | 01.07.2021 | 01.01.2022 | 01.01.2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 30.09.2022 | 30.09.2021 | 30.09.2022 | 30.09.2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 32.579 | 27.933 | 92.874 | 81.858 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | -16.385 | -13.758 | -47.173 | -40.659 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 16.194 | 14.175 | 45.701 | 41.199 |
| Vertriebs- und Marketingaufwendungen | -5.755 | -5.082 | -16.143 | -14.971 |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | -3.121 | -2.539 | -8.760 | -7.574 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen |
-4.505 | -4.376 | -13.322 | -12.860 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 828 | 475 | 1.485 | 1.492 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -425 | -122 | -806 | -435 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) |
3.216 | 2.531 | 8.155 | 6.851 |
| Finanzerträge | 175 | -82 | 334 | 122 |
| Finanzaufwendungen | -37 | 79 | -125 | -87 |
| Gewinn vor Steuern (EBT) | 3.354 | 2.528 | 8.364 | 6.886 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.112 | -180 | -2.588 | -744 |
| Periodenüberschuss | 2.242 | 2.348 | 5.776 | 6.142 |
| Posten, die später aufwands- oder ertragswirksam umgegliedert werden können: |
||||
| Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung | -34 | -121 | -110 | -218 |
| Sonstiges Ergebnis | -34 | -121 | -110 | -218 |
| Gesamtergebnis | 2.208 | 2.227 | 5.666 | 5.924 |
| Ergebnis je Aktie in Euro (verwässert und unverwässert) |
0,21 | 0,21 | 0,54 | 0,56 |
| Anzahl der zugrunde gelegten Aktien | 10.523.770 | 10.523.770 | 10.523.770 | 10.523.770 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (UNTESTIERT)
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| Konzern-Kapitalflussrechnung | 9-Monatsbericht | 9-Monatsbericht |
|---|---|---|
| in TEUR | 01.01.2022 - 30.09.2022 |
01.01.2021 - 30.09.2021 |
| --- | --- | --- |
| CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | ||
| Konzernjahresüberschuss | 5.776 | 6.142 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 1.346 | 1.376 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Nutzungsrecht IFRS 16 | 2.194 | 2.160 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -397 | -358 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-9.141 | 1.016 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
4.756 | -2.326 |
| -/+ Zinsaufwendungen /Zinserträge | -209 | -35 |
| +/- Ertragsteuererstattungen/Ertragsteuerzahlungen | -912 | -715 |
| -/+ Gezahlte Zinsen/ erhaltene Zinsen | -58 | -74 |
| -/+ Ertragssteueraufwand/-ertrag | 2.588 | 744 |
| CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 5.943 | 7.930 |
| CASH-FLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT: | ||
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -3 | -7 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 23 | 19 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -745 | -747 |
| CASH-FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT: | -725 | -735 |
| CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT: | ||
| - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens | -5.262 | -4.209 |
| - Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -2.171 | -2.089 |
| CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT: | -7.433 | -6.298 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | -2.215 | 897 |
| +/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 292 | 294 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 24.286 | 18.534 |
| FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE | 22.363 | 19.725 |
| Finanzmittelfonds | ||
| Flüssige Mittel | 22.363 | 19.725 |
| 22.363 | 19.725 |
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL (UNTESTIERT)
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| Kumuliertes sonstiges Eigenkapital |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklung des Konzern- Eigenkapitals |
Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- Rücklage |
Pensions- pläne |
Währungs- umrechnung |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anzahl | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2021 |
10.523.770 | 10.524 | 52.792 | -1.719 | -150 | 322 |
| Konzernergebnis | 6.142 | |||||
| Übriges Ergebnis nach Steuern |
-218 | |||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 6.142 | 0 | -218 |
| Dividendenzahlung | -4.209 | |||||
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. September 2021 |
10.523.770 | 10.524 | 52.792 | 214 | -150 | 103 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2022 |
10.523.770 | 10.524 | 52.792 | 829 | -116 | 414 |
| Konzernergebnis | 5.776 | |||||
| Übriges Ergebnis nach Steuern |
-110 | |||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 5.776 | 0 | -110 |
| Dividendenzahlung | -5.262 | |||||
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. September 2022 |
10.523.770 | 10.524 | 52.792 | 1.343 | -116 | 304 |
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| Entwicklung des Konzern- Eigenkapitals |
Eigenkapital |
|---|---|
| TEUR | |
| --- | --- |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2021 |
61.769 |
| Konzernergebnis | 6.142 |
| Übriges Ergebnis nach Steuern |
-218 |
| Gesamtergebnis | 5.924 |
| Dividendenzahlung | -4.209 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. September 2021 |
63.484 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2022 |
64.443 |
| Konzernergebnis | 5.776 |
| Übriges Ergebnis nach Steuern |
-110 |
| Gesamtergebnis | 5.666 |
| Dividendenzahlung | -5.262 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. September 2022 |
64.847 |
VERKÜRZTER KONZERANHANG
FÜR DIE ERSTEN 9 MONATE 2022 (UNTESTIERT)
Grundsätze zur Rechnungslegung
Die USU Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft hat ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abt. B, unter der Nummer 206442 eingetragen.
Dieser Zwischenabschluss der USU Software AG steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss wurde nach IAS 34 (Interim Financial Reporting) erstellt.
Es wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie beim nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2021 abgeschlossene Geschäftsjahr angewandt. Der vorliegende ungeprüfte 9-Monatsbericht 2022 ist daher in Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss 2021 zu lesen.
Dieser Zwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach Auffassung des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der üblichen Periodenabgrenzung.
Im Rahmen der Aufstellung des Zwischenabschlusses gemäß den IFRS müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.
Ertragsteuern werden in der Zwischenperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser Steuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis der konsolidierten Gesellschaften angewendet.
Aus dem Ergebnis der Zwischenperioden kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
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| 01.01.-30.09.2022 | 01.01.-30.09.2021 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Beratung | 53.233 | 47.751 |
| Lizenzen / Produkte | 9.810 | 7.808 |
| Wartung | 18.706 | 17.502 |
| Software-as-a-Service / SaaS | 10.397 | 7.860 |
| Sonstiges | 937 | 728 |
| 92.874 | 81.858 |
Segmentberichterstattung
Nach IFRS 8 ist USU in den zwei Geschäftsfeldern "Produktgeschäft" und "Servicegeschäft" tätig, die im Wesentlichen die Risiken und die Eigenkapitalverzinsung des Konzerns beeinflussen. Die Aufgliederung verschiedener Kenngrößen nach den Geschäftsfeldern entsprechend IFRS 8 ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
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| Produktgeschäft | Servicegeschäft | Summe Segmente |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1. - 30.9.22 |
1.1. - 30.9.21 |
1.1. - 30.9.22 |
1.1. - 30.9.21 |
1.1. - 30.9.22 |
1.1. - 30.9.21 |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 65.991 | 59.035 | 26.782 | 22.740 | 92.773 | 81.775 |
| EBITDA | 9.505 | 8.044 | 4.019 | 4.064 | 13.524 | 12.108 |
| EBIT | 7.010 | 5.655 | 3.109 | 3.018 | 10.119 | 8.673 |
| Finanzergebnis | - | - | - | - | - | - |
| Steuern | -2.338 | -612 | -250 | -132 | -2.588 | -744 |
| Konzernergebnis | 4.672 | 5.043 | 2.859 | 2.886 | 7.531 | 7.929 |
| Mitarbeiter zum Ende der Periode |
528 | 527 | 121 | 115 | 649 | 642 |
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| nicht zugeordnet |
Konzern | |||
|---|---|---|---|---|
| 1.1. - 30.9.22 |
1.1. - 30.9.21 |
1.1. - 30.9.22 |
1.1. - 30.9.21 |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 101 | 83 | 92.874 | 81.858 |
| EBITDA | -1.829 | -1.721 | 11.695 | 10.387 |
| EBIT | -1.964 | -1.822 | 8.155 | 6.851 |
| Finanzergebnis | 209 | 35 | 209 | 35 |
| Steuern | - | - | -2.588 | -744 |
| Konzernergebnis | -1.755 | -1.787 | 5.776 | 6.142 |
| Mitarbeiter zum Ende der Periode |
106 | 108 | 755 | 750 |
Außerhalb Deutschlands erzielte die USU-Gruppe in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 insgesamt 23,7% (Q1-Q3/2021: 23,4%) bzw. TEUR 22.011 (Q1-Q3/2021: TEUR 19.147) der konsolidierten Umsätze. Diese Angaben beziehen sich auf den Sitz des Kunden. Auf weitergehende Angaben der geographischen Daten wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Aktien der Organe der USU Software AG
Folgender Bestand an Aktien der USU Software AG von Organmitgliedern der Gesellschaft wurde zum 30. September 2022 festgestellt:
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| Bestandsmeldungen der Organe | Aktien 30.09.2022 |
Aktien 30.09.2021 |
|---|---|---|
| Vorstand | ||
| Bernhard Oberschmidt | 162.518 | 162.518 |
| Dr. Benjamin Strehl | 0 | 0 |
| Aufsichtsrat | ||
| Udo Strehl* | 5.000 | 5.000 |
| Erwin Staudt | 100.000 | 100.000 |
| Gabriele Walker-Rudolf | 2.000 | 1.000 |
* Über die AUSUM GmbH werden Herrn Udo Strehl als Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft gemäß § 34 (1) Satz 1 Nr. 1 WpHG n.F. zusätzlich 5.364.888 (2021: 5.353.578) Stimmrechte an der USU Software AG zugerechnet.Zusätzlich werden über die "Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer dieser Stiftung 32.000 (2021: 32.000)Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 34 (1) S. 1 Nr. 1 WpHG n.F. zugerechnet.
Am 24. Mai 2022 hat die AUSUM GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende der USU Software AG, Udo Strehl ist, insgesamt 1.810 Aktien der USU Software AG über die Börse tradegate Exchange ("Tradegate") gekauft. Am 20. Juni 2022 kaufte die AUSUM GmbH zusätzlich 1.000 Aktien der USU Software AG über Tradegate. Zudem kaufte die AUSUM GmbH am 23. Juni 2022 insgesamt 1.500 Aktien der USU Software AG über Tradegate. Des Weiteren erwarb die AUSUM GmbH am 27. September 2022 weitere 5.000 Aktien der USU Software AG über Tradegate. Dabei teilte die AUSUM GmbH der USU Software AG die zugehörigen Wertpapiergeschäfte unmittelbar mit. Die Gesellschaft hat ihrerseits die aufgeführten Mitteilungen über die Wertpapiergeschäfte pflichtgemäß veröffentlicht.
Am 5. Juli 2022 erwarb Gabriele Walker-Rudolf weitere 1.000 Aktien der USU Software AG. Da der Betrag des Eigengeschäfts unter dem Schwellenwert gemäß Art.19 MAR lag, erfolgte keine Mitteilung über Eigengeschäfte von Führungskräften.
Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden von den Organmitgliedern nicht gehalten.
Möglingen, 24. November 2022
USU Software AG
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| Bernhard Oberschmidt | Dr. Benjamin Strehl |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand |
FINANZKALENDER 2022
28.-30. November
Investoren- und Analystenkonferenz im Rahmen der Veranstaltung
Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main / Deutschland