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USU Software AG Interim / Quarterly Report 2021

Nov 18, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 29245827

USU Software AG

Möglingen

9-Monats-Finanzbericht und Bericht über das dritte Quartal 2021

USU AUF EINEN BLICK

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9-Monatsbericht 2021 2021 2020
in TEUR, mit Ausnahme der Angaben zum Ergebnis pro Aktie sowie zur Mitarbeiterzahl 01.01.-30.09.2021 01.01.-30.09.2020
--- --- ---
UMSATZERLÖSE 81.858 77.862
BEREINIGTES EBIT 7.241 5.198
BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS 6.460 4.485
BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) 0,61 0,43
EBITDA 10.387 8.272
EBIT 6.851 4.608
KONZERNERGEBNIS 6.142 3.957
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) 0,58 0,38
CASH-FLOW AUS DER BETRIEBLICHEN
TÄTIGKEIT 7.930 12.866
MITARBEITER ZUM 30.9. 750 735
30.09.2021 31.12.2020
LIQUIDE MITTEL UND KAPITALANLAGEN 19.725 18.534
EIGENKAPITAL 63.484 61.770
BILANZSUMME 115.403 115.466
EIGENKAPITALQUOTE 55,0% 53,5%

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USU Software AG
Spitalhof Investor Relations
D-71696 Möglingen Falk Sorge & Dr. Thomas Gerick
Tel. +49.7141.4867-0 Tel. +49.7141.4867-351 /​ 440
Fax +49.7141.4867-200 Fax +49.7141.4867-108
www.usu.com [email protected]

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser,

dank eines starken Lizenz- und Beratungsgeschäftes inklusive steigender SaaS-Erlöse konnten wir im dritten Quartal vor allem die Profitabilität weiter deutlich ausbauen. Treiber für diese anhaltend positive Geschäftsentwicklung war besonders die hohe Nachfrage nach Digitalisierungs-Lösungen im Inland. So erhöhte sich das Bereinigte EBIT im Vergleich zur Vorjahresperiode um über 105 % auf 2,7 Mio. Euro, während die Konzernumsätze im dritten Quartal um 8,4 % auf 27,9 Mio. Euro stiegen. Auch die Zahlen auf 9-Monatsbasis zeigen unseren soliden Wachstumspfad mit einem überproportionalen Ergebniswachstum.

Mit einem fünfprozentigen Umsatzanstieg auf 81,9 Mio. Euro und dem Gewinnschub auf Basis des Bereinigten EBIT um 39 % auf 7,2 Mio. Euro steuert USU für das Gesamtjahr 2021 ein weiteres Rekordjahr an. Dabei weisen die "recurring revenue" aus den Wartungserlösen und das SaaS-Geschäft plangemäß höhere Margen und eine höhere Kontinuität im Vergleich zum Einmal-Lizenzgeschäft auf.

Auf der fachlichen Seite hat sich die von USU veranstaltete Chatbot Con als Leit-Konferenz im DACH-Raum inzwischen etabliert. Chatbots sind als virtuelle Assistenten im Service inzwischen nicht mehr wegzudenken. Die Mitte September durchgeführte Digital-Konferenz brachte eine sehr positive Resonanz der über 500 teilnehmenden Fach- und Führungskräfte. Für das europaweit beste Projekt zur konzernweiten Einführung von SoftwareLizenzmanagement erhielt der russische USU-Kunde SberBank den branchenweit begehrten SAMS-Europe Award 2021.

Stolz sind wir auf eine Reihe von Auszeichnungen, die unsere Kundennähe und Kundenzufriedenheit dokumentieren. So bestätigte das F.A.Z.-Institut im Rahmen einer Studie, dass USU zu den Unternehmen mit der höchsten Kundenzufriedenheit gehört. In der Kategorie Software belegten wir die Spitzenposition, gefolgt von Infor und SAP. Auch das Kundenbewertungs-Portal Gartner Peer Insights weist für den USU-Bereich IT Service Management eine hervorragende Bewertung von 4,9 von maximal möglichen 5,0 Punkten auf (Stand: 10. November 2021) - den mit Abstand besten Wert innerhalb der internationalen Peer-Group.

Positiv hervorheben möchte ich noch, dass USU wieder für ihren Geschäftsbericht ausgezeichnet wurde. Dabei prämierte die League of American Communications Professionals (LACP) den USU-Jahresreport in der Kategorie "Software" abermals mit Platin, der höchsten Auszeichnung. Besonders honoriert wurde die klare Kommunikation an die Aktionäre, was für uns eine weitere Motivation für die zukünftige Berichterstattung ist.

Ihr

Bernhard Oberschmidt,

Vorstandsvorsitzender der USU Software AG

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DIE ERSTEN NEUN MONATE 2021 (UNTESTIERT)

Grundlagen der USU Software AG und des Konzerns

Die USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist als Konzernmuttergesellschaft direkt oder indirekt an den folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt: USU GmbH, Möglingen, Deutschland; USU Software s.r.o., Brno, Tschechische Republik, USU Austria GmbH, Wien, Österreich; Omega Software GmbH, Obersulm, Deutschland; USU Solutions GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland; USU Technologies GmbH, Aachen, Deutschland; USU Solutions Inc., Boston, USA; USU SAS, Paris, Frankreich. Zudem besteht eine Beteiligung der USU Software AG an der Openshop Internet Software GmbH, Möglingen, Deutschland, welche nicht mehr operativ tätig ist.

Zum 9. September 2021 hat die USU Software AG mit der USU GK eine japanische Tochtergesellschaft mit Sitz in Tokio gegründet. Die USU GK soll zukünftig den Vertrieb und die Implementierung der USU-Software in Japan und dem gesamten asiatischen Markt übernehmen, wobei im Hinblick auf das USU-Portfolio zunächst das SoftwareLizenzmanagement und das Wissensmanagement im Fokus stehen und eine Erweiterung auf das Gesamtportfolio im nächsten Schritt avisiert ist.

Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften

Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und Steuerungssystem

Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) setzt als führender Anbieter von Software- und Servicelösungen für IT & Customer Service Management Maßstäbe für bessere Servicequalität. Mit USU antworten Unternehmen auf die veränderten Kunden- und Mitarbeiterbedürfnisse in einer digitalen Welt. Namhafte Unternehmen schaffen mit USU Lösungen Transparenz, sind agiler, sparen Kosten und senken ihre Risiken - durch smartere Services, einfachere Workflows und bessere Zusammenarbeit.

Das USU Leistungsportfolio umfasst neben Software Asset Management, IT Service Management und IT Service Monitoring die Bereiche Knowledge Management, Self-Service Management, Digital Service Solutions und AI Services.

Über 1.200 USU Kunden aus allen Teilen der internationalen Wirtschaft profitieren von USU-Lösungen, beispielsweise Allianz, Bechtle, BITBW, BMW, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, die Schweizerische Post, Fiducia & GAD, Jungheinrich, LinkedIn, Novartis, Otto, VW oder W&W.

Die USU Software AG hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim Konzernumsatz jeweils über dem Durchschnitt des IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch Innovationen und die Verbreiterung der internationalen Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches Wachstum in Form von Akquisitionen und Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der Unternehmensstrategie ist.

Die wesentlichen Leistungsindikatoren für die USU Software AG sowie für den Konzern sind Umsatzerlöse und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT").

Da das Konzernergebnis der USU-Gruppe nach IFRS durch verschiedene Sondereffekte beeinflusst wurde und wird, welche eine Vergleichbarkeit der Ertragskraft von USU über die Geschäftsjahre hinweg erschweren, hat die Gesellschaft zu Informationszwecken zusätzlich ein Bereinigtes Konzernergebnis ermittelt. Dieses stellt das um die Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte sowie zusätzlicher akquisitionsbedingter Sonderfaktoren bereinigte Konzernergebnis inklusive der damit verbundenen Steuereffekte dar. Auf Basis dieses Bereinigten Konzernergebnisses weist die USU Software AG unter Berücksichtigung der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Stückaktien ferner ein Bereinigtes Ergebnis pro Aktie aus. Des Weiteren wird ein Bereinigtes EBIT, welches als maßgebliche Planungs- und Steuerungsgröße fungiert, ausgewiesen. Sowohl das Bereinigte Konzernergebnis und das Bereinigte EBIT als auch das Bereinigte Ergebnis pro Aktie stellen keine IFRS-bezogenen Kennzahlen dar.

Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet der Vorstand sowohl ein leichtes Umsatzwachstum als auch eine Steigerung des Bereinigten EBIT auf mindestens 9 bis 10 Mio. EUR. Dazu beitragen soll insbesondere das starke SaaS-Geschäft. Zudem geht der Vorstand von positiven Effekten und einer Effizienzsteigerung im Rahmen der "One USU"-Strategieumsetzung aus.

Zugleich bestätigt der Vorstand die aktuelle Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie mit Blick auf das weiter zunehmende SaaS-Geschäft den Ausbau der operativen Marge auf Basis des Bereinigten EBIT bis 2024 auf 13-15% beinhaltet.

Forschung und Entwicklung

Seit Jahren setzt die USU-Gruppe mit ihren F&E-Kompetenzen darauf, das bestehende Produktportfolio durch innovative Funktionalitäten und Module weiter zu entwickeln bzw. neue anwendungsorientierte Lösungen zu erforschen und umzusetzen. Im Fokus stehen hierbei besonders innovative Technologien rund um Künstliche Intelligenz und Cloud Management. Entsprechend investierte USU in den ersten neun Monaten 2021 insgesamt TEUR 12.860 (Q1-Q3/​2020: TEUR 11.563) bzw. 15,7% (Q1-Q3/​2020: 14,9%) des Konzernumsatzes in Forschung & Entwicklung (F&E). Die Zahl der angestellten Mitarbeiter in diesem Bereich betrug zum 30. September 2021 insgesamt 216 (30. September 2020: 209). Die F&E-Kosten des USU-Konzerns erfüllen im Regelfall nicht die Ansatzkriterien zur Aktivierung und werden daher nicht aktiviert.

Im Fokus der F&E-Aktivitäten für USU Service Management stand die Weiterentwicklung des Shop-Moduls. Hierfür wurden neue Parameter erstellt. Auch die Integration zu den bestehenden Request Fulfillment-Prozessen erfolgte. Des Weiteren wurden die Funktionalitäten für Listen und Ansichten auf der neuen Service-Plattform konzipiert und implementiert. Diese stellen auch die Basis für zukünftige Service-Apps dar. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Automatisierung von Tests.

Das F&E-Team im Bereich USU IT Monitoring arbeitete an der Erweiterung des End2End-Moduls, der Alarm-App und an Verbesserungen der verschlüsselten Kommunikation. Die Freigabe dieser neuen Funktionen wird im laufenden vierten Quartal erfolgen. Zusätzlich sind die Arbeiten im Bereich Predictive Analytics, zum Betrieb des Monitoring-Systems unter Linux sowie zum Capacity-Reporting weitergeführt worden.

Im Geschäftsfeld Software Asset Management (SAM) konnten im Vergleich zum zweiten Quartal weitere 28 Datenquellen für ein umfassendes automatisiertes Inventar Management angebunden werden. Nach der Verifizierung von USU Software Asset Management durch Oracle für die Fusion Middleware-Kollektion konnte die Lizenzberechnung auch für Oracle Weblogic-Optionen und -Komponenten erweitert werden. Darüber hinaus begann die UX-Design-Überarbeitung der USU SAM-Lösungen mit dem Ziel, bis zum zweiten Quartal 2022 jeweils einheitliche ergonomische Benutzeroberflächen auf Basis des USU-Styleguides verfügbar zu haben.

Im Verlauf des dritten Quartals konnten im Bereich Knowledge Management die neuen Releases der USU-Wissensdatenbank sowie des USU Chatbots erstellt und veröffentlicht werden. Aktuell erfolgt bereits die Weiterentwicklung für die Nachfolge-Versionen: Der Chatbot wird z.B. um "Self Healing"-Möglichkeiten erweitert und damit in der Lage sein, selbständig Reparaturmaßnahmen auszuführen und so die IT-Servicekosten deutlich zu reduzieren. Im Bereich der Wissensdatenbank steht die weitere Implementierung der Aktiven Dokumente im Vordergrund. Diese erlauben Kunden, Inhalte so strukturiert und flexibel zur Verfügung zu stellen, dass Informationen sehr einfach genutzt werden können.

Das F&E-Team des Geschäftsfeldes AI Services konnte im Berichtszeitraum die nächste Version von AI Industrial Analytics freigeben. Neu ist die Unterstützung der Entwicklung auf dem lokalen Computer, während für die rechenintensive Ausführung von AI-Algorithmen CPU und GPU-Ressourcen in der Cloud verwendet werden können. Für den Bereich USU Software Asset Management wurde ein Modul zur AI-gestützten Erkennung von Software-Komponenten gefertigt werden, das bei der automatisierten Pflege von Software-Katalog-Daten bereits produktiv im Einsatz ist.

Die Veröffentlichung der neuen Version der Industrial Analytics Plattform im dritten Quartal war ein Meilenstein im Geschäftsfeld AI Services. Diese erlaubt erstmals, bei der Entwicklung von KI-Algorithmen auch GPU-Support in der Cloud zur schnelleren Berechnung zu verwenden. Für die Produkt-Suite USU Service Management wurde außerdem ein AI-gestütztes Ticket-Routing-Modul entwickelt, das z.B. Tickets automatisch klassifiziert.

Das F&E-Team für Hybrid Cloud Management (HCM) arbeitete im Berichtszeitraum intensiv an der Stabilisierung des neuen Produktes, das im Verlauf des vierten Quartals freigegeben werden soll. Schwerpunkt war u.a. die Automatisierung der Prozesse zur Bereitstellung der Daten.

Im Bereich der Forschung begann USU im Rahmen des Projektes Service-Meister mit der Integration von KI-basierten USU-Lösungen mit der IoT-Plattform des Industriepartners KEB. Dies erlaubt es, Maschinendaten und Events mit Blick auf neue Daten-getriebene Services auszuwerten. Des Weiteren konnte USU ein weiteres Forschungsprojekt gewinnen. Ziel ist es, gesellschaftlich und wirtschaftlich relevante Infrastrukturen durch den Einsatz intelligenter BotSysteme resilienter zu machen, um z.B. künftig schneller und zielgerichteter auf pandemische Lagen reagieren zu können. Komplexe Infrastrukturen erfordern für eine schnelle Orientierung und Orchestrierung von Maßnahmen intelligente Assistenzsysteme - und diese erforscht USU im Rahmen des Projektes.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist gemäß einer Meldung des Statistischen Bundesamtes ("destatis") 1 vom 29. Oktober 2021 im dritten Quartal 2021 gegenüber dem Vorquartal - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 1,8 % gestiegen. Nachdem die Corona-Krise zum Jahresbeginn 2021 zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 1,9% geführt hatte und das BIP im Folgequartal um 1,9% zulegte, setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft nach ersten vorläufigen destatis-Berechnungen im Berichtsquartal fort. Dazu trugen insbesondere höhere private Konsumausgaben bei.

1 Vgl. destatis-Pressemitteilung Nr. 501 vom 29. Oktober 2021, veröffentlicht unter https:/​/​www.destatis.de

Im Vorjahresvergleich war das BIP nach destatis-Informationen im dritten Quartal 2021 preisbereinigt um 2,5 % höher als im dritten Quartal 2020, das vom ersten Corona-Lockdown besonders betroffen war. Im Vergleich zum vierten Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise, lag das BIP im Berichtsquartal noch um 1,1 % niedriger.

Auch im Euroraum ist das BIP gemäß einer Schnellschätzung des statistischen Amtes der Europäischen Union (eurostat) 2 im dritten Quartal des Jahres 2021 um 2,2% gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres, hat sich das saisonbereinigte BIP nach eurostat-Informationen im dritten Quartal 2021 im Euroraum um 3,7% erhöht.

Branchenbezogene Entwicklung

Das Geschäftsklima in der Digital-Branche ist nach Untersuchungen des Digitalverbandes Bitkom 3 im dritten Quartal 2021 etwas schlechter ausgefallen als im Vorquartal, in dem noch ein neues Allzeit-Hoch erreicht wurde. Laut Bitkom ging der Bitkom-ifo-Digitalindex, der die Geschäftslage und Geschäftserwartungen der Digitalunternehmen abbildet, von 40,5 Punkten im Juni 2021 auf 30,3 Punkte im September 2021 zurück. "Das Wachstum im Kern der digitalen Wirtschaft ist so stark wie seit 20 Jahren nicht mehr und die Umsätze liegen deutlich über dem Vorkrisenniveau", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg mit Blick auf die aktuelle Entwicklung.

Geschäftsentwicklung 3. Quartal 2021

Die USU Software und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) setzten im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2021 den positiven Wachstumstrend der Vorquartale dynamisch fort. So steigerte USU im dritten Quartal 2021 den Konzernumsatz um 8,4% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 27.933 (Q3/​2020: TEUR 25.766). Dabei profitierte USU abermals von einem sehr starken Inlandsgeschäft. Entsprechend stiegen die Umsatzerlöse im dritten Quartal 2021 im deutschen Heimatmarkt um 13,8% auf TEUR 22.330 (Q3/​2020: TEUR 19.624), während die im Ausland generierten Umsätze um 8,8% auf TEUR 5.603 (Q3/​2020: TEUR 6.142) zurückgingen.

Nachdem USU infolge des Wandels vom Einmal-Lizenzgeschäft hin zum Software-as-a-Service (SaaS)-Geschäft bis zum Auftaktquartal des laufenden Geschäftsjahres rückläufige Lizenzeinnahmen verzeichnen musste, profitierte die USU-Gruppe im Berichtsquartal wie bereits im Vorquartal von mehreren Lizenzaufträgen von Bestands- und Neukunden, so dass die Lizenzerlöse im dritten Quartal 2021 gegenüber dem vergleichsweise schwachen Vorjahresquartal deutlich überproportional um 20,5% auf TEUR 3.006 (Q3/​2020: TEUR 2.495) zulegten. Zugleich steigerte USU aber auch die SaaS-Erlöse überdurchschnittlich um 13,5% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 2.756 (Q3/​2020: TEUR 2.428). Entsprechend baute USU den recurring revenue (wiederkehrende Umsatzerlöse = Wartungserlöse zuzüglich der SaaS-Einnahmen) im Berichtsquartal um 10,0% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 8.762 (Q3/​2020: TEUR 7.968) aus. Und auch die Beratungserlöse erhöhte USU im Berichtsquartal um 5,2% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 15.759 (Q3/​2020: TEUR: 14.983). Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich auf insgesamt TEUR 406 (Q3/​2020: TEUR 320).

2 Vgl. eurostat-Pressemitteilung 123/​2021 vom 29. Oktober 2021, veröffentlicht unter http:/​/​ec.europa.eu/​eurostat

3 Vgl. Bitkom-Pressemitteilung vom 15. Juli 2021, veröffentlicht unter www.bitkom.org

Die Aufwandsbasis des USU-Konzerns erhöhte sich im Vorjahresvergleich plangemäß nur unterdurchschnittlich im Vergleich zum Umsatzwachstum um 4,8% auf TEUR 25.755 (Q3/​2020: TEUR 24.572). Hieraus resultiert eine signifikante Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr. Demgemäß steigerte USU das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahr um 69,8% auf TEUR 3.728 (Q3/​2020: TEUR 2.196). Inklusive der Abschreibungen von TEUR -1.197 (Q3/​2020: TEUR -1.055) belief sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf TEUR 2.531 (Q3/​2020: TEUR 1.141). Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem EBIT-Anstieg um 121,8%.

Unter Einbeziehung des Finanzergebnisses von TEUR -3 (Q3/​2020: TEUR -89), das unter anderem Zinsaufwendungen aus Leasingverträgen (IFRS 16) enthält, sowie des Steueraufwandes vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR -180 (Q3/​2020: TEUR -184) verblieb letztendlich ein im Vorjahresvergleich um 170,5% gesteigerter Periodenüberschuss von TEUR 2.348 (Q3/​2020: TEUR 868). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von EUR 0,22 (Q3/​2020: EUR 0,08).

Auch das um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Bereinigtes EBIT) steigerte USU deutlich von TEUR 1.294 im Vorjahresquartal auf TEUR 2.661 im dritten Quartal 2021, was im Vorjahresvergleich einer Verdoppelung entspricht. Entsprechend baute USU die Ergebnismarge auf Basis des Bereinigten EBIT von 5,0% im dritten Quartal 2020 auf nunmehr 9,5% aus. Zugleich verbesserte USU das Bereinigte Konzernergebnis um 141,3% von TEUR 1.007 im Vorjahr auf TEUR 2.430 im Berichtsquartal Q3/​2021. Das entspricht einem Bereinigten Ergebnis je Aktie von EUR 0,23 (Q3/​2020: EUR 0,10).

Geschäftsentwicklung für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2021

Umsatz- und Kostenentwicklung

Konzernumsatz

Auf 9-Monatssicht verzeichnete die USU-Gruppe gleichfalls eine positive operative Geschäftsentwicklung. So steigerte USU den Konzernumsatz in den ersten drei Quartalen um 5,1% gegenüber dem bereits dynamisch gewachsenen Vorjahr auf TEUR 81.858 (Q1-Q3/​2020: TEUR 77.862). Dieser Umsatzanstieg resultiert maßgeblich aus neuen inländischen Digitalisierungsprojekten. Entsprechend steigerte die USU-Gruppe die inländischen Umsatzerlöse um 10,2% auf TEUR 62.711 (Q1-Q3/​2020: TEUR 56.884), während der Auslandsumsatz mit TEUR 19.147 (Q1-Q3/​2020: TEUR 20.978) Coronabedingt um 8,7% hinter dem sehr positiven Vorjahreswert zurückblieb. Dadurch sank der Anteil des Auslandsgeschäftes am Konzernumsatz von USU von 26,9% in den ersten 9 Monaten 2020 auf 23,4% im 9-Monatszeitraum 2021.

Nach Umsatzarten erhöhte USU dank zahlreicher Neuaufträge und des bestehenden Auftragsbestandes die Beratungserlöse überdurchschnittlich um 7,2% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 47.751 (Q1-Q3/​2020: TEUR 44.556). Zugleich profitierte USU vom anhaltend wachsenden Cloud- und Wartungsgeschäft. So erhöhten sich die Wartungserlöse inklusive der Erlöse aus dem SaaS-Geschäft im Vorjahresvergleich um 6,5% auf TEUR 25.362 (Q1-Q3/​2020: TEUR 23.825), wovon TEUR 7.860 (Q1-Q3/​2020: TEUR 6.966) allein auf die SaaS-Erlöse entfallen. Dies entspricht einem Anstieg der SaaS-Umsätze um 12,8% gegenüber dem Vorjahr. Infolge des vergleichsweise hohen SaaS-Anteils an den Neuabschlüssen lag der Lizenzumsatz im 9-Monatszeitraum 2021 mit TEUR 7.808 (Q1-Q3/​2020: TEUR 8.334) um 6,3% unter dem starken Vergleichswert des Vorjahres. So entscheiden sich aktuell etwa 40% der Neukunden für ein SaaS-Modell, während nur noch 60% der Neukunden die Einmal-Lizenz präferieren. Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich auf insgesamt TEUR 937 (Q1-Q3/​2020: TEUR 1.147).

Umsatz nach Geschäftsfeldern

Das Leistungsspektrum des Geschäftsfeldes "Produktgeschäft" umfasst sämtliche Aktivitäten rund um die USU-Produktpalette im Markt für IT Management-Lösungen, im Knowledge Management-Markt sowie dem aus dem Forschungsbereich hervorgegangenem Geschäftsbereich für Big Data Analytics, USU AI Services. Das Geschäftsfeld "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten, individuelle Anwendungsentwicklung und digitale Strategie-Beratung, Service- und UX-Design sowie Webportale, Apps und Intranets.

Das Segment "Produktgeschäft" steigerte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 2,9% auf TEUR 59.035 (Q1-Q3/​2020: TEUR 57.367), während USU im gleichen Zeitraum den beratungsbezogenen Umsatz des Segments "Servicegeschäft" um 11,6% gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres auf TEUR 22.740 (Q1-Q3/​2020: TEUR 20.372) ausbaute. Dabei profitierte USU insbesondere vom anhaltenden Nachfragetrend nach Digitalisierungslösungen, während der Wandel vom Einmal-Lizenzgeschäft hin zu SaaS-Lösungen das Wachstum des Produktgeschäftes im Berichtsjahr noch bremst. Die nicht den Segmenten zugeordneten Umsätze summierten sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 auf TEUR 83 (Q1-Q3/​2020: TEUR 123).

Operative Kosten

Die operative Aufwandsbasis der USU-Gruppe erhöhte sich in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2021 gegenüber dem Vorjahr um lediglich 3,2% auf TEUR 76.064 (Q1-Q3/​2020: TEUR 73.699). Zudem wurde im Berichtszeitraum im Zuge der Neuorganisation der USU-Konzerneinheiten im Rahmen des Strategieprojektes "One USU" eine verursachungsgerechtere Umverteilung zentraler Konzernaufwendungen auf die jeweiligen operativen Bereiche vorgenommen.

Die Herstellungskosten des Umsatzes stiegen im 9-Monatszeitraum 2021 insbesondere durch erhöhte Honorare für zusätzlich eingesetzte Freelancer im Zuge der Geschäftsausweitung um 7,1% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 40.659 (Q1-Q3/​2020: TEUR 37.962) an. Die auf den Konzernumsatz bezogene Herstellkostenquote blieb dabei mit 49,7% (Q1-Q3/​2020: 48,8%) leicht oberhalb des Vergleichswertes aus dem Vorjahr. Das Bruttoergebnis erhöhte sich zeitgleich von TEUR 39.900 in den ersten neun Monaten 2020 auf TEUR 41.199 im 9-Monatszeitraum 2021. Dagegen blieb die Bruttomarge mit 50,3% (Q1-Q3/​2020: 51,2%) noch leicht unter dem Vorjahreswert.

Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 8,8% auf TEUR 14.971 (Q1-Q3/​2020: TEUR 13.758). Dieser Anstieg spiegelt vor allem den Personalausbau dieses Bereiches auf 116 (Q1-Q3/​2020: 110) Mitarbeiter und die daraus resultierend gestiegenen Personalaufwendungen sowie Kosten im Zuge der "One USU"-Strategieumsetzung wider. Die umsatzbezogene Kostenquote für den Bereich Marketing und Vertrieb stieg entsprechend leicht von 17,7% in den ersten drei Quartalen 2020 auf nunmehr 18,3% im 9-Monatszeitraum 2021 an.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sanken im Berichtszeitraum vor allem infolge der mit der Neuorganisation verbundenen verursachungsgerechteren Umverteilung zentraler Kosten auf die operativen Bereiche sowie reduzierter Sachkosten um 27,3% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 7.574 (Q1-Q3/​2020: TEUR 10.416). Bezogen auf den Konzernumsatz sank die Verwaltungskostenquote im Betrachtungszeitraum entsprechend auf 9,3% (Q1-Q3/​2020: 13,4%). Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen im Berichtszeitraum aufgrund erhöhter Personalaufwendungen, zusätzlicher F&E-Aktivitäten im Rahmen der "One USU"-Strategie sowie der mit der Neuorganisation verbundenen Aufwandssteigerung um 11,2% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 12.860 (Q1-Q3/​2020: TEUR 11.563) an. Die auf den Konzernumsatz bezogene Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung stieg folgerichtig auf 15,7% (Q1-Q3/​2020: 14,9%). USU investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios und arbeitet permanent an innovativen, marktbezogenen Software-lösungen. Mittelfristig plant USU, die F&E-Aufwendungen zwar absolut betrachtet auszubauen, relativ betrachtet jedoch die Aufwandsquote infolge überproportional steigender Umsatzerlöse zu senken. Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen saldieren sich im 9-Monatszeitraum 2021 auf einen Ertrag von insgesamt TEUR 1.058 (Q1-Q3/​2020: TEUR 445).

Ertragslage

Im Zuge des deutlichen Ausbaus der margenstarken recurring revenue und gleichzeitig nur unterdurchschnittlich ausgebauter Konzernaufwendungen verbesserte die USU-Gruppe im Berichtszeitraum die Profitabilität gegenüber dem Vorjahr deutlich. So erhöhte USU das EBITDA im Vorjahresvergleich um 25,6% auf TEUR 10.387 (Q1-Q3/​2020: TEUR 8.272). Unter Einbeziehung der Abschreibungen von insgesamt TEUR -3.536 (Q1-Q3/​2020: TEUR -3.664) erzielte USU in den ersten neun Monaten 2021 ein um 48,7% gegenüber dem Vorjahr gesteigertes EBIT von TEUR 6.851 (Q1-Q3/​2020: TEUR 4.608).

Das Finanzergebnis summierte sich in den ersten neun Monaten 2021 auf TEUR 35 (Q1-Q3/​2020: TEUR -144), was maßgeblich aus wechselkursbedingten Erträgen herrührt, während sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag infolge der Ertragssteigerung im selben Zeitraum auf TEUR -744 (Q1-Q3/​2020: TEUR -506) erhöhten.

Insgesamt verbesserte sich das Konzernergebnis von USU im 9-Monatszeitraum 2021 gegenüber dem Vorjahr signifikant um 55,2% auf TEUR 6.142 (Q1-Q3/​2020: TEUR 3.957). Bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von 10.523.770 Aktien entspricht dies einem Ergebnis pro Aktie von EUR 0,58 (Q1-Q3/​2020: EUR 0,38).

Bereinigtes Konzernergebnis

Die nachfolgende Tabelle zeigt, ausgehend vom EBIT, die Überleitungsrechnung zu den nicht IFRS-bezogenen Ergebnis-Kenngrößen Bereinigtes EBIT, Bereinigtes Konzernergebnis sowie Bereinigtes Ergebnis je Aktie. Diese stellen zu Informationszwecken die um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigten Kennzahlen der USU-Gruppe dar. Das Bereinigte EBIT ist zugleich die zentrale Ergebnis-Kenngröße des USU-Konzerns.

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Bereinigtes Konzernergebnis 01.01.2021 - 01.01.2020 -
in TEUR 30.09.2021 30.09.2020
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Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.851 4.608
Abreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte

immaterielle Vermögenswerte
390 590
Bereinigtes EBIT 7.241 5.198
Finanzerträge (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) 122 15
Finanzaufwendungen (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) -87 -160
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (gemäß Konzern-Gewinn- und

Verlustrechnung)
-744 -506
Steuereffekte bezogen auf Bereinigungen -72 -72
- davon aus Abschreibungen -72 -72
Bereinigtes Konzernergebnis 6.460 4.485
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in EUR): 0,61 0,43
Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien:
Unverwässert und verwässert 10.523.770 10.523.770

Im Zuge der Geschäftsausweitung steigerte USU das Bereinigte EBIT im 9-Monatszeitraum 2021 gegenüber dem Vorjahr um 39,3% auf TEUR 7.241 (Q1-Q3/​2020: TEUR 5.198). Damit verbesserte USU die Ergebnismarge auf Basis des Bereinigten EBIT von 6,7% in den ersten neun Monaten 2020 auf 8,8% im 9-Monatszeitraum 2021. Zugleich stieg das Bereinigte Konzernergebnis um 44,0% auf TEUR 6.460 (Q1-Q3/​2020: TEUR 4.485). Das Bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend von EUR 0,43 im Vorjahr auf nunmehr EUR 0,61.

Vermögens- und Finanzlage

Auf der Aktivseite der Bilanz sanken die langfristigen Vermögenswerte der USU-Gruppe zum 30. September 2021 leicht auf TEUR 71.698 (31. Dezember 2020: TEUR 71.923). Dieser Rückgang spiegelt im Wesentlichen die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte wider.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im gleichen Zeitraum leicht von TEUR 43.543 zum 31. Dezember 2020 auf nunmehr TEUR 43.705, was unter anderem aus der Erhöhung der Konzernliquidität (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zzgl. Wertpapiere) resultiert, die ungeachtet der Anfang Juli 2021 erfolgten Dividendenzahlung an die USU-Aktionäre zum 30. September 2021 auf TEUR 19.725 (31. Dezember 2020: TEUR 18.534) anstieg.

Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital der USU-Gruppe im Zuge des positiven Konzernergebnisses von TEUR 61.770 zum 31. Dezember 2020 auf TEUR 63.484 zum 30. September 2021, wobei die zwischenzeitliche Dividendenzahlung in Höhe von TEUR 4.209 dem sogar entgegenwirkte. Zugleich baute USU das Fremdkapital in Form der kurz- und langfristigen Schulden der USU-Gruppe zum 30. September 2021 auf TEUR 51.919 (31. Dezember 2020: TEUR 53.696) ab.

Bei einer Bilanzsumme von TEUR 115.403 (31. Dezember 2020: TEUR 115.466) verbesserte sich die Eigenkapitalquote zum 30. September 2021 auf 55,0% (31. Dezember 2020: 53,5%). Mit dieser Eigenkapitalquote, der gesteigerten Konzernliquidität und keinerlei Bankverbindlichkeiten, ist die USU-Gruppe weiterhin äußerst solide und gesichert finanziert.

Cash-Flow und Investitionen

Zum 30. September 2021 verfügte die USU-Gruppe über flüssige Mittel (ohne Wertpapiere) von TEUR 19.725 (30. September 2020: TEUR 15.252). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Anstieg um TEUR 4.473 bzw. 29,3%. Demgemäß steigerte USU die Konzernliquidität im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020, an dem USU über liquide Mittel von TEUR 18.534 verfügte, ungeachtet der zwischenzeitlichen Dividendenausschüttung, um 6,4%.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von USU war im Berichtszeitraum Q1-Q3/​2021 mit TEUR 7.930 (Q1-Q3/​2020: TEUR 12.866) wieder deutlich positiv, was im Wesentlichen auf den erzielten Quartalsgewinn von USU zurückzuführen ist, während der Vorjahreswert maßgeblich von stichtagsbezogenen Effekten des working capital beeinflusst wurde.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR -735 (Q1-Q3/​2020: TEUR -1.611) beinhaltet im Wesentlichen die Investitionen in Sachanlagen.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -6.298 (Q1-Q3/​2020: TEUR -6.305) resultiert wie im Vorjahr aus der Dividendenausschüttung an die USU-Aktionäre in Höhe von TEUR -4.209 (Q1-Q3/​2020: TEUR -4.209) sowie aus Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR -2.089 (Q1-Q3/​2020: TEUR -2.096).

Auftragsbestand

Zum Ende des dritten Quartals 2021 summierte sich der konzernweite Auftragsbestand der USU-Gruppe auf TEUR 64.580 (30. September 2020: TEUR 60.399), lag damit um TEUR 4.181 bzw. 6,9% über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg resultiert aus einem gestiegenen SaaS-, Wartungs- und Beratungsbestand der USU-Gruppe. Gegenüber dem RekordAuftragsbestand des Vorquartals (30. Juni 2021: TEUR 66.233) blieb der Auftragsbestand im Berichtsquartal zwar um 2,5% zurück, legte aber zugleich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2020: TEUR 61.891) um 4,3% zu.

Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des Quartals stellt aufgrund von verbindlichen Verträgen die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der USU-Gruppe auf Sicht der kommenden 12 Monate dar. Diese beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie Wartungs- und SaaS-Verträge.

Mitarbeiter

Zum 30. September 2021 baute die USU-Gruppe ihre Belegschaft gegenüber dem Vorjahr um 2,0% bzw. 15 Mitarbeiter auf 750 (30. September 2020: 735) Mitarbeiter aus. Nach Funktionsbereichen untergliedert beschäftigte USU zum Ende des dritten Quartals 2021 insgesamt 310 (30. September 2020: 316) Mitarbeiter im Bereich Beratung und Services, 216 (30. September 2020: 209) Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung, 116 (30. September 2020: 110) Mitarbeiter im Bereich Vertrieb und Marketing sowie 108 (30. September 2020: 100) Mitarbeiter in der Administration. Segmentbezogen waren 527 (30. September 2020: 526) Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Produktgeschäft", 115 (30. September 2020: 109) Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Servicegeschäft" sowie 108 (30. September 2020: 100) Mitarbeiter im Zentralbereich der USU-Gruppe tätig. Damit hat USU ungeachtet des Fachkräftemangels in der IT-Branche und der andauernden Corona-Krise ihre Konzernbelegschaft auch im laufenden Jahr zielgemäß mit Blick auf die Mittelfristplanung weiter ausgebaut.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Gesamtwirtschaft

Nach Informationen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute 4 ist die wirtschaftliche Lage in Deutschland nach wie vor von der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Nachdem neue Infektionswellen die Erholung im Winterhalbjahr 2020/​2021 verzögert hatten, steige das Bruttoinlandsprodukt seit dem Abebben des Infektionsgeschehens im Frühjahr nun wieder deutlich. Allerdings würden im Verarbeitenden Gewerbe Lieferengpässe bei Vorprodukten die Produktion behindern, sodass bislang nur die konsumnahen Dienstleistungsbranchen zulegen würden. Im Winterhalbjahr dürfte die Erholung nach Informationen der Institute weiterhin gebremst werden. So sei davon auszugehen, dass in der kalten Jahreszeit das Infektionsgeschehen zumindest nicht komplett verschwinden wird und damit die Aktivität im Dienstleistungsgewerbe unter dem sonst üblichen Niveau bleiben werde. Zudem würden die Lieferengpässe die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe vorerst weiter belasten. Im kommenden Jahr würden sich die Beeinträchtigungen durch Pandemie und Lieferengpässe annahmegemäß nach und nach auflösen, sodass die Normalauslastung wieder erreicht wird. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt gemäß der Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute im Jahr 2021 um 2,4% zulegen.

4 Vgl. Gemeinschaftsdiagnose #2-2021 vom 12. Oktober 2021, veröffentlicht unter www.gemeinschaftsdiagnose.de

Gemäß den Instituten sei die Weltwirtschaft weiter auf Erholungskurs. Die Expansion verlaufe aber im Jahr 2021 bis in den Herbst hinein stockend und insgesamt von nur mäßigem Tempo. Die Pandemie belaste die wirtschaftliche Aktivität zuletzt vor allem dort, wo die Impffortschritte noch nicht ausreichend seien. Außerdem würden Lieferengpässe bremsen, sodass der bis zu Beginn dieses Jahres sehr kräftige Aufschwung der weltweiten Industrieproduktion zum Stillstand gekommen sei. Zusammen mit einem Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage hätten die Engpässe dazu beigetragen, dass sich die Inflation in den vergangenen Monaten stark erhöhte.

Der Konjunkturverlauf im ersten Halbjahr sei wesentlich durch den Zeitpunkt und die Stärke von Corona-Wellen sowie die zu ihrer Eindämmung jeweils ergriffenen Maßnahmen geprägt gewesen. Nahezu ungebremst expandiert hätte die gesamtwirtschaftliche Produktion lediglich in den USA. In Europa hätte die Pandemie die Konjunktur vor allem in den ersten Monaten des laufenden Jahres gebremst. Mit der Lockerung von Infektionsschutzmaßnahmen und angesichts rascher Impffortschritte hätte sich hier die Produktion im Frühjahr zügig belebt. In China hätte ein Anstieg der (an sich sehr geringen) Infektionszahlen dazu geführt, dass sich die Stimmung bei den Konsumenten deutlich eingetrübt hat. Auch wären dort Produktionsstätten und wichtige Hafenanlagen aufgrund weniger Corona-Fälle in der Belegschaft geschlossen worden.

Die Pandemie werde in den kommenden Monaten die Konjunktur vor allem dort spürbar belasten, wo die Impfquoten noch gering seien. Mit zunehmendem Impffortschritt dürften sich die Rahmenbedingungen nach Einschätzung der Institute aber weiter verbessern.

Allerdings bremsten die Lieferengpässe, welche sich wohl erst im Verlauf des Jahres 2022 auflösen würden. Entsprechend haben die Institute ihre Erwartung für den Zuwachs der Weltproduktion für dieses Jahr deutlich von 6,3% auf 5,7% reduziert.

Branche

Die deutsche Digitalbranche ist nach jüngsten Informationen des Digitalverbandes Bitkom 5 weiterhin im Aufschwung und entwickelt sich in 2021 deutlich dynamischer als die Gesamtwirtschaft. Laut Bitkom ist das Wachstum im Kern der digitalen Wirtschaft so stark wie seit 20 Jahren nicht mehr und die Umsätze würden deutlich über dem Vorkrisenniveau liegen. Demgemäß würden laut Bitkom in 2021 die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2020 um 4,0% wachsen und voraussichtlich ein Volumen von EUR 178,2 Mrd. (2020: EUR 171,4 Mrd.) erreichen. Dabei soll der deutsche IT-Markt nach Bitkom-Berechnungen im laufenden Jahr 2021 um 6,6% (2020: 0,2%) auf EUR 101,8 Mrd. (2020: 95,5 Mrd.) zulegen, nach einem minimalen Anstieg um 0,2% im Vorjahr. Hierbei erwartet Bitkom für das Marktsegment Software ein Wachstum von 6,0% (2020: -1,0%) auf EUR 27,5 Mrd. (2020: EUR 25,9 Mrd.), während die Ausgaben für IT-Services um 3,7% (2020: -3,2%) auf EUR 41,1 Mrd. (2020: EUR 39,6 Mrd.) zulegen sollen.

Und auch das Marktforschungsunternehmen Gartner 6 prognostiziert in seinem neuesten, am 20. Oktober 2021 veröffentlichten IT Spending Forecast einen weltweiten Anstieg der IT-Ausgaben in 2021 um 9,5% (2020: 0,9%) gegenüber dem Vorjahr auf USD 4.242 Mio. (2020: USD 3.872 Mio.). Laut bleiben digitale Technologie-Initiativen eine der wichtigsten strategischen Geschäftsprioritäten für Unternehmen. "Was sich in den Jahren 2020 und 2021 verändert hat, war nicht die Technologie selbst, sondern die Bereitschaft und der Eifer der Menschen, sie anzunehmen und auf unterschiedliche Weise zu nutzen ", sagt John-David Lovelock, Vizepräsident bei Gartner.

Demgemäß erwartet Gartner, dass die Marktsegmente Software und IT-Services im Jahr 2021 überproportional um 13,6% (2020: 9,1%) auf USD 601 Mio. (2020: USD 529 Mio.) bzw. 11,2% (2020: 1,7%) auf USD 1.191 Mio. (2020: USD 1.071 Mio.) zulegen werden.

Ausblick

Für die USU-Gruppe erwartet der Vorstand für das laufende Jahr 2021 sowohl ein leichtes Umsatzwachstum als auch eine Steigerung des Bereinigten EBIT auf mindestens 9 bis 10 Mio. EUR. Dazu beitragen soll insbesondere das starke SaaS-Geschäft. Zudem geht der Vorstand von positiven Effekten und einer Effizienzsteigerung im Rahmen der "One USU"-Strategieumsetzung aus.

Zugleich bestätigt der Vorstand die aktuelle Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie mit Blick auf das weiter zunehmende SaaS-Geschäft den Ausbau der operativen Marge auf Basis des Bereinigten EBIT bis 2024 auf 13-15% beinhaltet.

5 Vgl. BITKOM-ITK Marktzahlen (Stand: Juli 2021), veröffentlicht unter www.bitkom.org

6 Vgl. Gartner-Pressemitteilung vom 20. Oktober 2021, veröffentlicht unter www.gartner.com

Im Fokus der strategischen Planung stehen dabei die drei etablierten Wachstumssäulen der USU-Gruppe: der Ausbau der Internationalisierung, die Entwicklung und Markteinführung neuer Produktinnovationen sowie anorganisches Wachstum durch Akquisitionen.

Unter den vorgenannten Prämissen plant der Vorstand, auch für das Geschäftsjahr 2021 die Anteilseigner der USU Software AG wie in den Vorjahren wiederum am operativen Unternehmenserfolg der Gesellschaft maßgeblich zu beteiligen und die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik, die eine Ausschüttung einer Dividende vorsieht, die nie unter dem Vorjahreswert liegt und etwa der Hälfte des erwirtschafteten Gewinns entsprechen soll, fortzuführen.

Chancen- und Risikobericht

Bezüglich der Chancen und Risiken der USU Software AG und des Gesamtkonzerns liegen keine Veränderungen gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 vor. Wir verweisen insofern auf den im Geschäftsbericht 2020 enthaltenen Chancen- und Risikobericht.

USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28).

Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der International Security Identification Number (Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN") DE000A0BVU28 notiert und dort zum Handel im Regulierten Markt zugelassen.

Nach dem insgesamt positiven ersten Halbjahr wiesen die Aktienmärkte im Laufe des dritten Quartals aufgrund unterschiedlicher konjunktureller Signale und zunehmender Inflationssorgen eine vergleichsweise volatile Kursentwicklung mit uneinheitlicher Tendenz auf. Während der Technology All Share-Index zum Stichtag 30. September 2021 auf Quartalssicht einen Kurszuwachs von 6,1% auf 5.333,26 Punkte (30. Juni 2021: 5.025,34 Punkte) auf dem elektronischen Handelsplatz XETRA verbuchte, verblieb beim Deutschen Aktienindex (DAX) auf Quartalssicht auf XETRA dagegen ein Kursverlust von 1,7% gegenüber dem Vergleichsstichtag des Vorquartals auf 15.260,69 Punkte (30. Juni 2021: 15.531,04 Punkte). Ungeachtet eines positiven Auftaktes verzeichnete auch die USU-Aktie aufgrund eines Kursrutsches zum Quartalsende insgesamt eine negative Quartals-Performance von -4,4% auf EUR 23,90 (30. Juni 2021: EUR 25,00).

Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2020: 4.479,20 Punkte) verzeichnete der Technology All Share-Index einen Zuwachs um 19,1%, während der DAX im gleichen Zeitraum einen Kursgewinn von 11,2% erzielte. Infolge der Kursschwäche im zweiten und dritten Quartal verblieb dagegen bei der USU-Aktie (31. Dezember 2020: EUR 27,20) auf Neunmonatssicht ein Kursrückgang um -12,1%.

Im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres 30. September 2020 zeigt sich, dass die Aktienmärkte auf 12-Monats-Sicht regelrecht haussierten. So stieg der Technology All ShareIndex (30. September 2020: 4.216,71 Punkte) im Vorjahresvergleich um 26,5%, während der DAX (30. September 2020: 12.760,73 Punkte) um 19,6% zulegen konnte. Dagegen vollzog die USU-Aktie (30. September 2020: EUR 24,70) ungeachtet des positiven Auftaktquartals infolge der negativen Kursperformance der letzten beiden Quartale insgesamt auf Jahressicht einen Kursrückgang von -3,2%.

Möglingen, 18. November 2021

USU Software AG

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Bernhard Oberschmidt Dr. Benjamin Strehl
Vorstandsvorsitzender Vorstand

KONZERN-BILANZ (UNTESTIERT)

AKTIVA

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9-Monatsbericht Konzernabschluss
in TEUR 30.09.2021 31.12.2020
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Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 3.178 3.644
Geschäfts- oder Firmenwerte 40.392 40.392
Sachanlagen 3.297 3.464
Nutzungsrechte IFRS 16 16.804 16.280
Finanzielle Vermögenswerte 834 846
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 216 320
Aktive latente Steuern 6.977 6.977
Langfristige Vermögenswerte 71.698 71.923
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 480 351
Noch nicht abgerechnete Leistungen 7.637 4.606
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.385 16.725
Forderungen aus Ertragsteuern 50 179
Finanzielle Vermögenswerte 486 570
Übrige Vermögenswerte 228 694
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1.714 1.884
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 19.725 18.534
Kurzfristige Vermögenswerte 43.705 43.543
Aktiva, gesamt 115.403 115.466

PASSIVA

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9-Monatsbericht Konzernabschluss
in TEUR 30.09.2021 31.12.2020
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Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 10.524 10.524
Kapitalrücklage 52.792 52.792
Gewinnrücklage 214 -1.719
Kumuliertes sonstiges Eigenkapital -46 173
Eigenkapital 63.484 61.770
Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen 1.368 1.316
Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 14.404 14.036
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 1.315 2.040
Passive latente Steuern 1.267 1.339
Langfristige Schulden 18.354 18.731
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 375 347
Finanzielle Verbindlichkeiten 35 837
Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 2.621 2.396
Verbindlichkeiten aus dem Personal- und Sozialbereich 9.545 9.538
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.371 3.062
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 2.759 5.057
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.135 4.171
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 12.724 9.557
Kurzfristige Schulden 33.565 34.965
Passiva, gesamt 115.403 115.466

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (UNTESTIERT)

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GESAMTERGEBNISRECHNUNG Quartalsbericht Quartalsbericht 9-Monatsbericht 9-Monatsbericht
in TEUR III /​ 2021 III /​ 2020
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01.07.2021 01.07.2020 01.01.2021 01.01.2020
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30.09.2021 30.09.2020 30.09.2021 30.09.2020
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Umsatzerlöse 27.933 25.766 81.858 77.862
Herstellungskosten des Umsatzes -13.758 -12.645 -40.659 -37.962
Bruttoergebnis vom Umsatz 14.175 13.121 41.199 39.900
Vertriebs- und Marketingaufwendungen -5.082 -4.666 -14.971 -13.758
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -2.539 -3.515 -7.574 -10.416
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -4.376 -3.746 -12.860 -11.563
Sonstige betriebliche Erträge 475 160 1.492 839
Sonstige betriebliche Aufwendungen -122 -213 -435 -394
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

(EBIT)
2.531 1.141 6.851 4.608
Finanzerträge -82 10 122 15
Finanzaufwendungen 79 -99 -87 -160
Gewinn vor Steuern (EBT) 2.528 1.052 6.886 4.463
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -180 -184 -744 -506
Periodenüberschuss 2.348 868 6.142 3.957
Posten, die später aufwands- oder ertragswirksam

umgegliedert werden können:
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung -121 159 -218 99
Sonstiges Ergebnis -121 159 -218 99
Gesamtergebnis 2.227 1.027 5.924 4.056
Ergebnis je Aktie in Euro (verwässert und

unverwässert)
0,21 0,10 0,56 0,39
Anzahl der zugrunde gelegten Aktien 10.523.770 10.523.770 10.523.770 10.523.770

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (UNTESTIERT)

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Konzern-Kapitalflussrechnung 9-Monatsbericht 9-Monatsbericht
01.01.2021 - 01.01.2020 -
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30.09.2021 30.09.2020
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CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Konzernjahresüberschuss 6.142 3.957
+/​- Abschreibungen/​Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.376 1.523
+/​- Abschreibungen/​Zuschreibungen auf Nutzungsrecht IFRS 16 2.160 2.141
+/​- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/​Erträge -358 154
-/​+ Zunahme/​Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
1.016 3.546
+/​- Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie

anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-2.326 780
-/​+ Zinsaufwendungen /​Zinserträge -35 145
+/​- Ertragsteuererstattungen/​Ertragsteuerzahlungen -715 160
-/​+ Gezahlte Zinsen/​ erhaltene Zinsen -74 -46
-/​+ Ertragssteueraufwand/​-ertrag 744 506
CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 7.930 12.866
CASH-FLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT:
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -7 -12
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 19 7
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -747 -1.606
CASH-FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT: -735 -1.611
CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT:
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -4.209 -4.209
- Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -2.089 -2.096
CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT: -6.298 -6.305
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 897 4.950
+/​- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 294 -111
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 18.534 10.413
FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE 19.725 15.252
Finanzmittelfonds
Flüssige Mittel 19.725 15.252
19.725 15.252

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL (UNTESTIERT)

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Kumuliertes sonstiges Eigenkapital
Entwicklung des KonzernEigenkapitals Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage GewinnRücklage Pensionspläne Währungsumrechnung
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Anzahl TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
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Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2020 10.523.770 10.524 52.792 -3.003 -116 1
Konzernergebnis 3.957
Übriges Ergebnis nach Steuern 99
Gesamtergebnis 0 0 0 3.957 0 99
Dividendenzahlung -4.209
Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. September 2020 10.523.770 10.524 52.792 -3.255 -116 100
Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2021 10.523.770 10.524 52.792 -1.719 -149 322
Konzernergebnis 6.142
Übriges Ergebnis nach Steuern -218
Gesamtergebnis 0 0 0 6.142 0 -218
Dividendenzahlung -4.209
Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. September 2021 10.523.770 10.524 52.792 214 -149 103

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Entwicklung des KonzernEigenkapitals Eigenkapital
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TEUR
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Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2020 60.198
Konzernergebnis 3.957
Übriges Ergebnis nach Steuern 99
Gesamtergebnis 4.056
Dividendenzahlung -4.209
Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. September 2020 60.045
Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2021 61.770
Konzernergebnis 6.142
Übriges Ergebnis nach Steuern -218
Gesamtergebnis 5.924
Dividendenzahlung -4.209
Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. September 2021 63.484

VERKÜRZTER KONZERANHANG FÜR DIE ERSTEN 9 MONATE 2021 (UNTESTIERT)

Grundsätze zur Rechnungslegung

Die USU Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft hat ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abt. B, unter der Nummer 206442 eingetragen.

Dieser Zwischenabschluss der USU Software AG steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss wurde nach IAS 34 (Interim Financial Reporting) erstellt.

Es wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie beim nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2020 abgeschlossene Geschäftsjahr angewandt. Der vorliegende ungeprüfte 9-Monatsbericht 2021 ist daher in Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss 2020 zu lesen.

Dieser Zwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach Auffassung des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der üblichen Periodenabgrenzung.

Im Rahmen der Aufstellung des Zwischenabschlusses gemäß den IFRS müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.

Ertragsteuern werden in der Zwischenperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser Steuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis der konsolidierten Gesellschaften angewendet.

Aus dem Ergebnis der Zwischenperioden kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.

Veränderung der Konzernorganisation

Zum 9. September 2021 hat die USU Software AG mit der USU GK eine japanische Tochtergesellschaft mit Sitz in Tokio gegründet. Die USU GK soll zukünftig den Vertrieb und die Implementierung der USU-Software in Japan und dem gesamten asiatischen Markt übernehmen.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

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01.01.-30.09.2021 01.01.-30.09.2020
TEUR TEUR
--- --- ---
Beratung 47.751 44.556
Lizenzen /​ Produkte 7.808 8.334
Wartung /​ SaaS 25.362 23.825
Sonstiges 937 1.147
81.858 77.862

Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 ist USU in den zwei Geschäftsfeldern "Produktgeschäft" und "Servicegeschäft" tätig, die im Wesentlichen die Risiken und die Eigenkapitalverzinsung des Konzerns beeinflussen. Die Aufgliederung verschiedener Kenngrößen nach den Geschäftsfeldern entsprechend IFRS 8 ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

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Produktgeschäft Servicegeschäft Summe Segmente
1.1. 30.9.21 1.1. 30.9.20 1.1. 30.9.21 1.1. 30.9.20 1.1. 30.9.21 1.1. 30.9.20
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 59.035 57.367 22.740 20.372 81.775 77.739
EBITDA 8.044 10.018 4.064 3.393 12.108 13.411
EBIT 5.655 7.865 3.018 2.479 8.673 10.344
Finanzergebnis - - - - - -
Steuern -612 -368 -132 -138 -744 -506
Konzernergebnis 5.043 7.497 2.886 2.341 7.929 9.838
Mitarbeiter zum Ende der Periode 527 526 115 109 642 635

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nicht zugeordnet Konzern
1.1. 30.9.21 1.1. 30.9.20 1.1. 30.9.21 1.1. 30.9.20
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Umsatz 83 123 81.858 77.862
EBITDA -1.721 -5.139 10.387 8.272
EBIT -1.822 -5.736 6.851 4.608
Finanzergebnis 35 -145 35 -145
Steuern - - -744 -506
Konzernergebnis -1.787 -5.881 6.142 3.957
Mitarbeiter zum Ende der Periode 108 100 750 735

Außerhalb Deutschlands erzielte die USU-Gruppe in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 insgesamt 23,4% (Q1-Q3/​2020: 26,9%) bzw. TEUR 19.147 (Q1-Q3/​2020: TEUR 20.978) der konsolidierten Umsätze. Diese Angaben beziehen sich auf den Sitz des Kunden. Auf weitergehende Angaben der geographischen Daten wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Aktien der Organe der USU Software AG

Folgender Bestand an Aktien der USU Software AG von Organmitgliedern der Gesellschaft wurde zum 30. September 2021 festgestellt:

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Bestandsmeldungen der Organe Aktien Aktien
30.09.2021 30.09.2020
--- --- ---
Vorstand
Bernhard Oberschmidt 162.518 162.518
Dr. Benjamin Strehl 0 0
Aufsichtsrat
Udo Strehl* 5.000 5.000
Erwin Staudt 100.000 100.000
Gabriele Walker-Rudolf 1.000 0

* Über die AUSUM GmbH werden Herrn Udo Strehl als Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft gemäß § 34 (1) Satz 1 Nr. 1 WpHG n.F. zusätzlich 5.353.578 (2020: 5.349.578) Stimmrechte an der USU Software AG zugerechnet.

Zusätzlich werden über die "Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer dieser Stiftung 32.000 (2020: 32.000) Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 34 (1) S. 1 Nr. 1 WpHG n.F. zugerechnet.

Am 06. Juli 2021 hat das Aufsichtsratsmitglied der USU Software AG, Gabriele Walker-Rudolf, 1.000 Aktien der USU Software AG über die Börse Stuttgart gekauft und dieses Wertpapiergeschäft der USU Software AG mitgeteilt. Zudem hat die AUSUM GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende der USU Software AG, Udo Strehl ist, am 9. Juli 2021 insgesamt 4.000 Aktien der USU Software AG über die Börse tradegate Exchange gekauft und die zugehörigen Wertpapiergeschäfte nachfolgend der USU Software AG mitgeteilt.

Die Gesellschaft hat ihrerseits die aufgeführten Mitteilungen über die Wertpapiergeschäfte pflichtgemäß unmittelbar veröffentlicht.

Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden von den Organmitgliedern nicht gehalten.

Möglingen, 18. November 2021

USU Software AG

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Bernhard Oberschmidt Dr. Benjamin Strehl
Vorstandsvorsitzender Vorstand

FINANZKALENDER 2021

22.-24. November 2021

Investoren- und Analystenkonferenz im Rahmen der Veranstaltung

Deutsches Eigenkapitalforum, virtuell

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