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USU Software AG Interim / Quarterly Report 2020

Aug 31, 2020

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Interim / Quarterly Report

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USU Software AG

Möglingen

Halbjahresfinanzbericht und Bericht über das zweite Quartal 2020

USU AUF EINEN BLICK

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Konzernkennzahlen 2020 2019
in TEUR, mit Ausnahme der Angaben zum Ergebnis pro Aktie

sowie zur Mitarbeiterzahl
01.01.-30.06.2020 01.01.-30.06.2019
--- --- ---
UMSATZERLÖSE 52.096 44.877
BEREINIGTES EBIT 3.904 690
BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS 3.478 -314
BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) 0,33 -0,03
EBITDA 6.076 2.420
EBIT 3.467 -1
KONZERNERGEBNIS 3.089 -957
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) 0,29 -0,09
CASH-FLOW AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT 11.458 4.563
MITARBEITER ZUM 30.6. 724 708

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30.06.2020 31.12.2019
LIQUIDE MITTEL UND KAPITALANLAGEN 19.191 10.413
EIGENKAPITAL 63.227 60.198
BILANZSUMME 109.949 104.460
EIGENKAPITALQUOTE 57,5% 57,6%

USU Software AG

Spitalhof

D-71696 Möglingen

Tel. +49.7141.4867-0

Fax +49.7141.4867-200

www.usu.com

Investor Relations

Falk Sorge & Dr. Thomas Gerick

Tel. +49.7141.4867-351 / 440

Fax +49.7141.4867-108

[email protected]

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser,

das zweite Quartal 2020 stand weltweit ganz im Zeichen der Corona-Pandemie, was in einem drastischen Konjunktureinbruch in zahlreichen Ländern mündete. Die USU-Gruppe wurde von der Corona-Pandemie bisher nur wenig negativ beeinflusst, da wir etwa 80 Prozent unseres Umsatzes mit Unternehmen aus Branchen erzielen, die nicht so stark von Corona betroffen sind, wie beispielsweise der öffentliche Sektor, Versicherungen oder Pharma- und Telekommunikations-Unternehmen. Entsprechend positiv gestaltete sich die Geschäftsentwicklung von USU nach dem erfolgreichen Auftaktquartal auch im Berichtsquartal. Und auch mittel- bis langfristig erwarten wir positive Effekte, da eine Vielzahl der Unternehmen die Notwendigkeit der zunehmenden Digitalisierung erkennt und hier verstärkt investieren wird.

Im Berichtsquartal profitierte USU von mehreren Neuaufträgen sowohl von Neukunden als auch von Bestandskunden, wobei der Trend vom Einmallizenz-Geschäft hin zu Software-as-a-Service (SaaS) durch die Corona-Pandemie noch zusätzlich verstärkt wurde, was kurzfristig zwar etwas ergebnisbelastend, mittel- bis langfristig aber margensteigernd wirkt. Positive Impulse kamen auch von der in diesem Jahr infolge der Corona-Pandemie erstmals virtuell durchgeführten Fach- und Kundenveranstaltung USU World, an der über 800 Fach- und Führungskräfte teilnahmen.

Ebenfalls virtuell fand Ende Juni die diesjährige Hauptversammlung der USU Software AG statt.

Im Rahmen der diesjährigen Hauptversammlung hatten die Aktionäre aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung von USU im Jahr 2019 und der ungeachtet der Corona-Pandemie positiven Aussichten für 2020 eine Dividende auf Vorjahresniveau von EUR 0,40 je Aktie beschlossen, so dass USU bereits zum vierzehnten Mal in Folge eine Dividende ausgeschüttet hat, die gemäß der USU-Dividendenstrategie nicht geringer als im Vorjahr war und zugleich etwa der Hälfte des erzielten Gewinns entsprach. Neben der Dividendenzahlung beschlossen die Aktionäre im Rahmen der Hauptversammlung mit großer Mehrheit die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2019, die Ermächtigung der Gesellschaft zum Erwerb eigener Aktien sowie eine notwendige Satzungsänderung zur Anpassung an die Regelungen des ARUG II. Ferner wurde die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft aus Stuttgart zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2020 gewählt.

Nach dem sehr erfolgreichen ersten Halbjahr 2020 erwarten wir auch für das zweite Halbjahr ebenfalls ein Umsatzwachstum und ein positives Bereinigtes EBIT. Weiterhin ist der Anteil von SaaS-Verträgen an den Neuabschlüssen jedoch nur schwer vorherzusagen und bietet daher sowohl Chancen und Risiken bezüglich Umsatz und Ergebnis.

Ihr Bernhard Oberschmidt, Vorstandsvorsitzender der USU Software AG

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2020 (UNTESTIERT)

Grundlagen der USU Software AG und des Konzerns

Die USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist als Konzernmuttergesellschaft direkt oder indirekt an den folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt: Aspera GmbH, Aachen, Deutschland; Aspera Technologies Inc., Boston, USA; LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland; Omega Software GmbH, Obersulm, Deutschland; USU GmbH, Möglingen, Deutschland; USU Austria GmbH, Wien, Österreich; USU Software s.r.o., Brno, Tschechische Republik, USU SASParis, Frankreich. Zudem besteht eine Beteiligung der USU Software AG an der Openshop Internet Software GmbH, Möglingen, Deutschland, welche nicht mehr operativ tätig ist.

Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften

Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und Steuerungssystem

Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) entwickeln und vertreiben Softwarelösungen für wissensbasiertes Servicemanagement. USU ist der größte europäische Anbieter für IT- und Knowledge-Management-Software.

Der Kompetenzbereich IT Management unterstützt Unternehmen mit umfassenden ITIL®-konformen Lösungen für das strategische und operative IT- & Enterprise Servicemanagement. Kunden erhalten mit USU-Lösungen eine Gesamtsicht auf ihre IT-Prozesse sowie ihre IT-Infrastruktur und sind in der Lage, Services transparent zu planen, zu verrechnen, zu überwachen und aktiv zu steuern. Im Bereich Software-Lizenzmanagement gehört USU dabei zu den führenden Herstellern weltweit.

Mit intelligenten Lösungen und ihrer Expertise im Kompetenzfeld Digital Interaction treibt USU die Digitalisierung von Geschäftsprozessen voran. Als One-Stop-Shop berät, designed, entwickelt und liefert USU Lösungen entlang der gesamten Customer Journey, so genannte Customer-First-Lösungen. Bedient werden dabei alle Kommunikations-Kanäle und Kundenkontaktpunkte in Vertrieb, Marketing und Kundenservice. Das Portfolio in diesem Bereich wird durch Systemintegration, individuelle Anwendungen und Software für Industrial Big Data komplettiert.

Über 1.000 USU-Kunden aus allen Teilen der internationalen Wirtschaft schaffen mit USU-Lösungen Transparenz, sind agiler, sparen Kosten und senken ihre Risiken, beispielsweise Allianz, Bechtle, BITBW, BMW, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, die Schweizerische Post, Fiducia & GAD, Jungheinrich, LinkedIn, Novartis, Otto, VW oder W&W.

Die USU Software AG hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim Konzernumsatz jeweils über dem Durchschnitt des IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch Innovationen und die Verbreiterung der internationalen Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches Wachstum in Form von Akquisitionen und Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der Unternehmensstrategie ist.

Die wesentlichen Leistungsindikatoren für die USU Software AG sowie für den Konzern sind Umsatzerlöse und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT").

Da das Konzernergebnis der USU-Gruppe nach IFRS durch verschiedene Sondereffekte beeinflusst wurde und wird, welche eine Vergleichbarkeit der Ertragskraft von USU über die Geschäftsjahre hinweg erschweren, hat die Gesellschaft zu Informationszwecken zusätzlich ein Bereinigtes Konzernergebnis ermittelt. Dieses stellt das um die Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte sowie zusätzlicher akquisitionsbedingter Sonderfaktoren bereinigte Konzernergebnis inklusive der damit verbundenen Steuereffekte dar. Auf Basis dieses Bereinigten Konzernergebnisses weist die USU Software AG unter Berücksichtigung der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Stückaktien ferner ein Bereinigtes Ergebnis pro Aktie aus. Des Weiteren wird ein Bereinigtes EBIT, welches als maßgebliche Planungs- und Steuerungsgröße fungiert, ausgewiesen. Sowohl das Bereinigte Konzernergebnis und das Bereinigte EBIT als auch das Bereinigte Ergebnis pro Aktie stellen keine IFRS-bezogenen Kennzahlen dar.

Vor dem Hintergrund der weiterhin unsicheren Dauer und Entwicklung der COVID-19-Pandemie, einer möglichen 2. Infektionswelle und der Dimension der damit verbundenen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ist derzeit eine zuverlässige und realistische Einschätzung der zukünftigen USU-Geschäftsentwicklung noch immer nicht exakt möglich. Dennoch erwartet der Vorstand selbst bei einer deutlich länger anhaltenden Krise oder einer weiteren Verschlechterung der aktuellen Lage ein Wachstum im Umsatz und ein positives Bereinigtes EBIT auch im zweiten Halbjahr 2020 und insofern auch für das gesamte Geschäftsjahr 2020. Zugleich bestätigt der Vorstand die Mittelfristplanung für die USU-Gruppe, die ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie den Ausbau der operativen Marge auf Basis des Bereinigten EBIT bis 2024 auf 13% - 15% beinhaltet.

Forschung und Entwicklung

Innerhalb ihrer Branche gehört die USU Software AG zu den innovativsten Unternehmen in Deutschland. Das bestätigte einmal mehr eine Studie von Focus und Focus Money, welche die USU-Gruppe im Juni 2020 mit dem Deutschlandtest-Siegel "Deutschlands innovativste Unternehmen" auszeichneten. Seit Jahren sind Innovationen bei USU als Leitmotiv verankert und werden als Treiber für den langfristigen und nachhaltigen Erfolg betrachtet.

Entsprechend investierte die USU-Gruppe in den ersten 6 Monaten 2020 insgesamt TEUR 7.817 (Q1-Q2/2019: TEUR 7.691) bzw. 15,0% (Q1-Q2/2019: 17,1%) des Konzernumsatzes in Forschung & Entwicklung (F&E). Die Zahl der angestellten Mitarbeiter in diesem Bereich betrug zum 30. Juni 2020 insgesamt 202 (30. Juni 2019: 206). Die F&E-Kosten des USU-Konzerns erfüllen im Regelfall nicht die Ansatzkriterien zur Aktivierung und werden daher nicht aktiviert.

Im Berichtszeitraum konnte das F&E-Team des Geschäftsbereiches Valuemation die Version 5.2 der gleichnamigen Produktlinie für IT-Service Management freigeben. Wichtige Neuerungen sind u. a. ein intelligentes KI-basiertes Ticket-Handling, eine nutzungsbasierte Verrechnung von Servicekosten - auch von Cloud-Services - sowie eine umfassende Unterstützung im Service-Design per einfachem Drag & Drop. Auch das mobile Arbeiten mit Valuemation wurde verbessert, u.a. der Offline-Modus sowie eine einfachere Anpassbarkeit für Kundenprojekte.

Im Mittelpunkt der F&E-Aktivitäten der Tochtergesellschaft LeuTek steht die fortlaufende Verbesserung der Software ZIS-System für das Business Service Monitoring. Die neue Version enthält u.a. Erweiterungen im Bereich des Cloud-Monitorings, z.B., durch die Einführung einer sogenannten PayPerUse/Volumenlizenz, sowie bei der Verschlüsselung. Weitere Arbeiten betreffen die Verbesserung des ZIS-Reporting, die End2End-Integration sowie den Betrieb des Systems unter Linux.

Im Rahmen der Weiterentwicklung für den Kompetenzbereich Software Lizenzmanagement arbeitete das F&E-Team der Tochtergesellschaft Aspera vor allem an der Funktionserweiterung für Software Discovery und an der Ergonomie der Nutzeroberflächen. Zudem wurde mit SmartCollect Hub eine zentrale Datensammel-Instanz integriert. Ein weiterer Aspekt für den Applikationsbetrieb ist die fortschreitende Containerisierung des Portfolios. Die Lizenzmanagement-Lösung für SAP erhielt von der führenden internationalen Branchen-Community ITAM-Review die begehrte SAP License Management-Zertifizierung.

Der Geschäftsbereich unymira hat in den letzten Monaten einige Applikationen für den Kundenservice auf die speziellen Bedürfnisse von Service-Organisationen in der COVID-19-Krisenzeit angepasst. So kam z.B. der Knowledge Bot als "Corona-Bot" bei einer Reihe von Gemeinden kurzfristig zum Einsatz, um spezifische Fragen von Bürger*innen rund um die regionalen Corona-Regelungen zu beantworten. Die neue Version des unymira-Bots wird als "kooperativer Bot" entwickelt, der mit anderen Bots zusammenarbeitet und damit mehr Service-Möglichkeiten bietet. Außerdem wurde mit Knowledge Exchange eine neue Plattform für Daten-gesteuerte Kundenservices vorgestellt.

Im Geschäftsfeld Katana entwickelte das F&E-Team in Zusammenarbeit mit Valuemation das KI-gestützte Ticket-Routing weiter, so dass die Funktion nun für Datenbanken wie Oracle, MariaDB und Microsoft SQL verfügbar ist. Für die Big-Data-Analytics-Lösung KatanaGo überarbeitete das F&E-Team die Weboberfläche und entwickelte eine Schnittstelle zur leichteren Entwicklung von Data-Science-Analysen.

Das Forschung-Team arbeitete im Berichtszeitraum ferner an der Umsetzung diverser Forschungsprojekte. Besonderes Gewicht hatte dabei das BMWi-Leuchtturmprojekt "Service-Meister" zur Entwicklung einer KI-basierten Service-Plattform für den deutschen Mittelstand. Dabei konnte die Anforderungsanalyse der vier durch USU betreuten Use Cases bei den Unternehmen KEB, Atlas Copco, OGE und Trumpf vorangetrieben und z.T. abgeschlossen haben. Gerade bei KEB dienen die Forschungsarbeiten im Bereich KI-gestützter Außendienstplanung und Ersatzteilbeschaffung auch als Geschäftsvorbereitung für den Bereich Katana.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im zweiten Quartal 2020 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemäß einer ersten Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes ("Destatis")1 vom 25. August 2020 infolge der Corona-Pandemie historisch eingebrochen. So ist das BIP laut Destatis im Berichtsquartal gegenüber dem 1. Quartal 2020 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 9,7 % gesunken. Das war der stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970. Er fiel noch deutlich stärker aus als während der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise (-4,7 % im 1. Quartal 2009). Wie Destatis weiter mitteilt, sind im zweiten Quartal 2020 sowohl die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen massiv eingebrochen als auch die privaten Konsumausgaben und die Investitionen in Ausrüstungen.

Der Staat erhöhte dagegen seine Konsumausgaben während der Krise. Auch im Vorjahresvergleich ist die Wirtschaftsleistung stark eingebrochen: Das BIP war im zweiten Quartal 2020 preisbereinigt um 11,3 % niedriger als ein Jahr zuvor (auch kalenderbereinigt). Auch hier hatte es gemäß Destatis nicht einmal in den Jahren der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008/2009 so starke Rückgänge gegeben: Der bisher stärkste Rückgang gegenüber einem Vorjahresquartal war mit -7,9 % im zweiten Quartal 2009 verzeichnet worden. Auch im Euroraum ist das BIP gemäß einer vorläufigen Schnellschätzung des statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat)2 im Berichtsquartal Q2/2020 im Zuge der Corona-Krise historisch gesunken. Im Vergleich zum Vorquartal belief sich das Minus auf 12,1%. Dies war laut Eurostat bei Weitem der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe 1995. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres Q2/2019 ist das saisonbereinigte BIP des Euroraumes im zweiten Quartal 2020 laut Eurostat um 15,0% gesunken.

1 Vgl. destatis-Pressemitteilung Nr. 323 vom 25. August 2020, veröffentlicht unter https://www.destatis.de

2 Vgl. eurostat-Pressemitteilung 125/2020 vom 14. August 2020, veröffentlicht unter http://ec.europa.eu/eurostat

Branchenbezogene Entwicklung

Die Stimmung in der Digitalbranche hat sich nach Untersuchungen des Digitalverbandes Bitkom3 im Juni aufgehellt. Der Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Beurteilung der Geschäftslage und -erwartungen berechnet, drehte erstmals seit Februar wieder ins Plus und notiert mit 1,5 Punkten nun wieder in positivem Terrain. Die ITK-Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage deutlich besser als noch im April und Mai. Der Index stieg um 9,3 Zähler auf 11,6 Punkte. Im Durchschnitt beurteilen die Unternehmen die Geschäftslage tendenziell eher positiv. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate kletterten um 12,3 Zähler auf -8,0 Punkte, blieben damit jedoch noch im negativen Bereich.

3 Vgl. Bitkom-Pressemitteilung vom 29. Juni 2020, veröffentlicht unter www.bitkom.org

Geschäftsentwicklung 2. Quartal 2020

Ungeachtet der im Verlauf des zweiten Quartals 2020 voll zum Zuge gekommenen Corona-Krise und der mit dem zugehörigen Lockdown einher gegangenen massiven Beschränkungen, verzeichnete die USU Software AG im Verbund mit ihren Tochtergesellschaften (nachfolgend auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) nach dem positiven Auftaktquartal auch im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2020 im Zuge mehrerer gewonnener Aufträge im In- und Ausland sowie des bestehenden Auftragsbestandes eine starke operative Geschäftsentwicklung. Demgemäß steigerte USU im zweiten Quartal 2020 den Konzernumsatz um 13,0% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 25.886 (Q2/2019: TEUR 22.902).

Dabei profitierte USU insbesondere von einem sehr starken Inlandsgeschäft, nachdem im Auftaktquartal noch das Auslandsgeschäft das Wachstum beschleunigte. Demgemäß stiegen die Umsatzerlöse in Deutschland im zweiten Quartal 2020 um 22,0% auf TEUR 18.917 (Q2/2019: TEUR 15.507), während die im Ausland generierten Umsätze um 5,8% auf TEUR 6.969 (Q2/2019: TEUR 7.395) zurückgingen.

Nach Umsatzarten erhöhte USU die Beratungserlöse überdurchschnittlich um 23,2% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 14.743 (Q2/2019: TEUR 11.967). Damit setzte USU den positiven Wachstumstrend im Beratungsgeschäft abermals fort. Zugleich profitierte USU auch im Berichtsquartal vom weiter anziehenden Cloud- und Wartungsgeschäft. So erhöhten sich die Wartungserlöse inklusive der Erlöse aus dem Software-as-a-Service (SaaS)-Geschäft im Vorjahresvergleich um 11,7% auf TEUR 8.090 (Q2/2019: TEUR 7.245). Erwartungsgemäß blieb jedoch das Lizenzgeschäft im Berichtsquartal Q2/2020 im Zuge des sich verstärkenden Trends hin zum SaaS-Geschäft sowie infolge von Corona-bedingten Auftragsverschiebungen mit TEUR 2.450 (Q2/2019: TEUR 3.233) um 24,2% unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich im Zuge der Geschäftsausweitung auf insgesamt TEUR 603 (Q2/2019: TEUR 457).

Da der Großteil der USU-Belegschaft auch im Berichtsquartal im Zuge der Corona-Restriktionen aus dem Home-Office heraus agieren und von dort aus sämtliche Leistungen erbringen konnte, blieb USU im Berichtsquartal entsprechend von negativen Corona-bedingten operativen Einflüssen weitgehend verschont.

Die Aufwandsbasis des USU-Konzerns erhöhte sich im Vorjahresvergleich plangemäß nur unterdurchschnittlich im Vergleich zum Umsatzwachstum um 6,6% auf TEUR 24.284 (Q2/2019: TEUR 22.771). Hieraus resultiert eine deutliche Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr. Entsprechend baute USU im zweiten Quartal 2020 auch das Ergebnis signifikant aus. So steigerte die USU-Gruppe das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahr um 470,5% auf TEUR 3.012 (Q2/2019: TEUR 528). Inklusive der Abschreibungen von TEUR -1.293 (Q2/2019: TEUR -1.216) belief sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf TEUR 1.719 (Q2/2019: TEUR 182). Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem EBIT-Anstieg um 844,5%.

Unter Einbeziehung des Finanzergebnisses von TEUR -40 (Q2/2019: TEUR -47) sowie des Steueraufwandes vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR -160 (Q2/2019: TEUR -456) verblieb letztendlich ein Periodenüberschuss von TEUR 1.519, nach einem Quartalsfehlbetrag von TEUR -321 im Vorjahresquartal. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von EUR 0,14 (Q2/2019: EUR -0,03).

Auch das um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT") steigerte USU im zweiten Quartal 2020 deutlich um 266,9% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 1.937 (Q2/2019: TEUR 528), während das Bereinigte Konzernergebnis von TEUR 1 im Vorjahr auf jetzt TEUR 1.713 anstieg. Das entspricht einem Bereinigten Ergebnis je Aktie von EUR 0,16 (Q2/2019: EUR 0,00).

Geschäftsentwicklung für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020

Umsatz- und Kostenentwicklung

Konzernumsatz

Auf Sicht der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020 steigerte die USU Software AG den Konzernumsatz nach IFRS um 16,1% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 52.096 (Q1-Q2/2019: TEUR 44.877). Dabei profitierte USU auf Halbjahressicht sowohl vom Inlandgeschäft, welches um 16,1% auf TEUR 37.260 (Q1-Q2/2019: TEUR 32.081) zulegte, als auch dem Auslandsgeschäft, welches um 15.9% auf TEUR 14.836 (Q1-Q2/2019: TEUR 12.796) anstieg. Entsprechend belief sich der Anteil des Auslandsgeschäftes am Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2020 wie im Vorjahr auf 28,5% (Q1-Q2/2019: 28,5%). Während das Frankreich-Geschäft deutlich zulegte, blieb das US-Geschäft im Zuge der Corona-Pandemie und verstärkter SaaS-Abschlüsse insbesondere im Berichtsquartal hinter den Erwartungen zurück.

Das Geschäft mit Softwarelizenzen ging im Zuge der sich weiter verstärkenden SaaS-Präferenz der Kunden sowie vereinzelter Auftragsverschiebungen um 6,4% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 5.839 (Q1-Q2/2019: TEUR 6.235) zurück. Zugleich erhöhte sich das Wartungs- und SaaS-Geschäft infolge gesteigerter SaaS-Erlöse auf TEUR 15.857 (Q1-Q2/2019: TEUR 13.981). Dies entspricht einer Steigerung um 19,5% gegenüber dem ersten Halbjahr 2019. Ein deutlich überproportionales Wachstum verzeichnete zudem das Beratungsgeschäft, welches infolge neu gewonnener Beratungsprojekte sowie bestehender Aufträge aus den Vorquartalen auf Halbjahressicht um 22,8% auf TEUR 29.573 (Q1-Q2/2019: TEUR 24.652) zulegte. Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich auf insgesamt TEUR 827 (Q1-Q2/2019: TEUR 569).

Umsatz nach Geschäftsfeldern

Das Leistungsspektrum des Segmentes "Produktgeschäft" umfasst sämtliche Aktivitäten rund um die USU-Produktpalette im Markt für IT Management-Lösungen, im Knowledge Management-Markt sowie dem aus dem Forschungsbereich hervorgegangenem Geschäftsbereich für Big Data Analytics, Katana. Das Segment "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten, individuelle Anwendungsentwicklung und digitale Strategie-Beratung, Service- und UX-Design sowie Webportale, Apps und Intranets.

Das Segment "Produktgeschäft" steuerte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 36.641 (Q1-Q2/2019: TEUR 34.624) zum Konzernumsatz bei, was einem Anstieg um 11,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Maßgeblich hierfür war im Wesentlichen der Ausbau des Wartungs- und SaaS-Geschäfts sowie der produktbezogenen Beratungserlöse. Im gleichen Zeitraum stieg der beratungsbezogene Umsatz des Segments "Servicegeschäft" mit einem Anstieg um 31,9% deutlich überproportional auf TEUR 13.361 (Q1-Q2/2019: TEUR 10.131). Nach einer Wachstumsdelle im Vorjahr setzte USU dank zahlreicher Neuaufträge damit die Rückkehr in den langfristigen Wachstumstrend planmäßig um. Die nicht den Segmenten zugeordneten Umsätze summierten sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 auf TEUR 94 (Q1-Q2/2019: TEUR 122).

Operative Kosten

Die operative Aufwandsbasis der USU-Gruppe erhöhte sich im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um 9,0% auf TEUR 49.127 (Q1-Q2/2019: TEUR 45.091). Dabei wirkten sich neben höheren Personalkosten im Zuge des im Vorjahr vollzogenen Personalausbaus auch gesteigerte Sachkosten und Abschreibungen aufwandssteigernd aus.

Die Herstellungskosten des Umsatzes stiegen im Berichtszeitraum im Zuge der Geschäftsausweitung um 14,4% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 25.317 (Q1-Q2/2019: TEUR 22.127) an. Die auf den Konzernumsatz bezogene Herstellkostenquote sank dank des überproportionalen Umsatzanstiegs entsprechend von 49,3% im ersten Halbjahr 2019 auf 48,6% im Berichtshalbjahr Q1-Q2/2020. Das Bruttoergebnis erhöhte sich zeitgleich von TEUR 22.750 im ersten Halbjahr 2019 auf TEUR 26.779 in den ersten sechs Monaten 2020. Zugleich erhöhte sich die Bruttomarge gegenüber dem Vorjahr auf 51,4% (Q1-Q2/2019: 50,7%).

Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen sanken im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 4,5% auf TEUR 9.092 (Q1-Q2/2019: TEUR 9.520). Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Reise- und Eventkosten infolge der Corona-Krise. Die umsatzbezogene Kostenquote für den Bereich Marketing und Vertrieb ging entsprechend deutlich von 21,2% im ersten Halbjahr 2019 auf 17,5% im Berichtshalbjahr 2020 zurück.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen im Berichtszeitraum vor allem infolge des im Laufe des Vorjahres vollzogenen notwendigen Personalausbaus sowie erhöhter Abschreibungen um 20,0% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 6.901 (Q1-Q2/2019: TEUR 5.753). Bezogen auf den Konzernumsatz stieg die Verwaltungskostenquote im Betrachtungszeitraum auf 13,2% (Q1-Q2/2019: 12,8%) an.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen im Berichtszeitraum um 1,6% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 7.817 (Q1-Q2/2019: TEUR 7.691). Die auf den Konzernumsatz bezogene Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung sank zugleich infolge der deutlich überproportionalen Umsatzsteigerung auf 15,0% (Q1/2019: 17,1%) und blieb damit planmäßig unter dem Vergleichswert des Vorjahres. USU investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios und arbeitet permanent an innovativen, marktbezogenen Softwarelösungen. Auch mittelfristig plant USU, die F&E-Aufwendungen zwar absolut betrachtet auszubauen, relativ betrachtet jedoch die Aufwandsquote infolge überproportional steigender Umsatzerlöse weiter zu senken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen saldieren sich im ersten Halbjahr 2020 auf einen Ertrag von insgesamt TEUR 498 (Q1-Q2/2019: TEUR 213).

Ertragslage

Im Zuge der deutlichen Geschäftsausweitung und der unterproportionalen Aufwandssteigerung baute die USU-Gruppe im ersten Halbjahr 2020 die Profitabilität gegenüber dem Vorjahr signifikant aus. So steigerte USU das EBITDA im Vorjahresvergleich um 151,1% auf TEUR 6.076 (Q1-Q2/2019: TEUR 2.420). Unter Einbeziehung der gesamten Abschreibungen von insgesamt TEUR -2.609 (Q1-Q2/2019: TEUR -2.421) erzielte USU im ersten Halbjahr 2020 ein EBIT von TEUR 3.467 (Q1-Q2/2019: TEUR -1).

Das Finanzergebnis summierte sich im ersten Halbjahr 2020 auf TEUR -56 (Q1-Q2/2019: TEUR -47). Darin enthalten sind unter anderem Zinsaufwendungen aus Leasingverträgen (IFRS 16). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich im ersten Halbjahr 2020 auf TEUR -322 (Q1-Q2/2019: TEUR -909).

Insgesamt verbesserte sich das Konzernergebnis von USU in den ersten sechs Monaten 2020 auf TEUR 3.089, nach einem Quartalsverlust von TEUR -957 im ersten Halbjahr 2019. Bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von 10.523.770 Aktien entspricht dies einem Ergebnis pro Aktie von EUR 0,29 (Q1-Q2/2019: EUR -0,09).

Bereinigtes Konzernergebnis

Die nachfolgende Tabelle zeigt, ausgehend vom EBIT, die Überleitungsrechnung zu den nicht IFRS-bezogenen Ergebnis-Kenngrößen Bereinigtes EBIT, Bereinigtes Konzernergebnis sowie Bereinigtes Ergebnis je Aktie. Diese stellen zu Informationszwecken die um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigten Kennzahlen der USU-Gruppe dar. Das Bereinigte EBIT ist zugleich die zentrale Ergebnis-Kenngröße des USU-Konzerns.

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Bereinigtes Konzernergebnis

in TEUR
01.01.2020 -

30.06.2020
01.01.2019 -

30.06.2019
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.467 -1
Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmens-

akquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte
437 691
Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte 0 0
Akquisitionsbedingte Sonderfaktoren 0 0
- davon aus Stay-Bonus BIG / unitB technology 0 0
- davon Beratungskosten unitB technology 0 0
- davon aus Kaufpreisanpassungen 0 0
- davon aus Anschaffungsnebenkosten 0 0
Bereinigtes EBIT 3.904 690
Finanzerträge

(gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung)
0 0
Finanzaufwendungen

(gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung)
-56 -47
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

(gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung)
-322 -909
Steuereffekte bezogen auf Bereinigungen -48 -48
- davon aus Abschreibungen -48 -48
- davon aus latenten Steuern auf steuerliche

Verlustvorträge
0 0
Bereinigtes Konzernergebnis 3.478 -314
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in EUR): 0,33 -0,03
Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien
Unverwässert und verwässert: 10.523.770 10.523.770

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT") versechsfachte sich im ersten Halbjahr 2020 nahezu gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 3.904 (Q1-Q2/2019: TEUR 690). Dies bedeutet einen Anstieg der operativen Marge auf Basis des Bereinigten EBIT von 1,5% im ersten Halbjahr 2019 auf nunmehr 7,5% Zugleich verbesserte USU das Bereinigte Konzernergebnis von TEUR -314 im Vorjahr auf TEUR 3.478 in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2020. Das Bereinigte Ergebnis je Aktie stieg entsprechend auf EUR 0,33 (Q1-Q2/2019: EUR -0,03).

Vermögens- und Finanzlage

Auf der Aktivseite der Bilanz stiegen die langfristigen Vermögenswerte der USU-Gruppe zum 30. Juni 2020 auf TEUR 67.802 (31. Dezember 2019: TEUR 67.028) an. Dieser Anstieg ist unter anderem Folge des Ausbaus der Sachanlagen auf TEUR 2.921 (31. Dezember 2019: TEUR 2.222) sowie der Erhöhung der bilanzierten Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 in Höhe von TEUR 9.218 (31. Dezember 2019: TEUR 8.533).

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im gleichen Zeitraum von TEUR 37.432 zum 31. Dezember 2019 auf nunmehr TEUR 42.147, was im Wesentlichen auf die Erhöhung der Konzernliquidität (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zzgl. Wertpapiere) zurückzuführen ist, die zum 30. Juni 2020 auf TEUR 19.191 (31. Dezember 2019: TEUR 10.413) anstieg. Maßgeblich hierfür ist insbesondere die kundenseitige Rechnungsbegleichung, was zugleich mit einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 14.964 (31. Dezember 2019: TEUR 20.001) zum 30. Juni 2020 einherging.

Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital der USU-Gruppe im Zuge des positiven Konzernergebnisses von TEUR 60.198 zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 63.227 zum 30. Juni 2020. Zugleich stieg das Fremdkapital in Form der kurz- und langfristigen Schulden der USU-Gruppe zum 30. Juni 2020 auf TEUR 46.722 (31. Dezember 2019: TEUR 44.262). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus erhöhten passiven Rechnungsabgrenzungsposten, die aus bereits zu Jahresbeginn in Rechnung gestellten Wartungs- und SaaS-Verträgen, für die eine zugehörige Leistungserbringung und Umsatzrealisierung im weiteren Jahreserlauf erfolgt, herrühren sowie erhöhten Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16.

Bei einer Bilanzsumme von TEUR 109.949 (31. Dezember 2019: TEUR 104.460) belief sich die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2020 auf 57,5% (31. Dezember 2019: 57,6%). Mit dieser Eigenkapitalquote, der umfangreichen Konzernliquidität und keinerlei Bankverbindlichkeiten, ist die USU-Gruppe auch in Corona-Zeiten weiterhin äußerst solide und gesichert finanziert.

Cash-Flow und Investitionen

Zum 30. Juni 2020 verfügte die USU-Gruppe über flüssige Mittel (ohne Wertpapiere) von TEUR 19.191 (Q1-Q2/2019: TEUR 12.217). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Anstieg um TEUR 6.974 bzw. 57,1%. Demgemäß steigerte USU die Konzernliquidität im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019, an dem USU über liquide Mittel von TEUR 10.413 verfügte, um 84,3%.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von USU stieg im Vorjahresvergleich von TEUR 4.563 im 6-Monatszeitraum 2019 auf nunmehr TEUR 11.458. Verantwortlich hierfür ist im Wesentlichen die Ergebnisverbesserung der USU-Gruppe sowie die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR -1.281 (Q1-Q2/2019: TEUR -736) beinhaltet im Wesentlichen die Investitionen in Sachanlagen.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -1.345 (Q1-Q2/2019: TEUR -1.071) resultiert aus Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten.

Auftragsbestand

Zum Ende des zweiten Quartals 2020 summierte sich der konzernweite Auftragsbestand der USU-Gruppe auf TEUR 59.548 (30. Juni 2019: TEUR 54.189), lag damit um 9,9% über dem Vergleichswert des Vorjahres und markierte abermals einen neuen Rekordwert in der USU-Historie. Entsprechend verzeichnete USU auch gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres 31. Dezember 2019 (31. Dezember 2019: TEUR 49.222) einen deutlichen Anstieg des Auftragsbestandes von 21,0%.

Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des Quartals stellt aufgrund von verbindlichen Verträgen die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der USU-Gruppe auf Sicht der kommenden 12 Monate dar. Diese beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie Wartungs- und SaaS-Verträge.

Mitarbeiter

Zum 30. Juni 2020 baute die USU-Gruppe ihre Belegschaft gegenüber dem Vorjahr um 2,3% auf 724 (30. Juni 2019: 708) Mitarbeiter aus. Nach Funktionsbereichen untergliedert beschäftigte USU zum Ende des zweiten Quartals 2020 insgesamt 312 (30. Juni 2019: 316) Mitarbeiter im Bereich Beratung und Services, 202 (30. Juni 2019: 206) Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung, 107 (30. Juni 2019: 90) Mitarbeiter im Bereich Vertrieb und Marketing sowie 103 (30. Juni 2019: 96) Mitarbeiter in der Administration. Segmentbezogen waren 514 (30. Juni 2019: 503) Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Produktgeschäft", 107 (30. Juni 2019: 109) Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Servicegeschäft" sowie 103 (30. Juni 2019: 96) Mitarbeiter im Zentralbereich der USU-Gruppe tätig. Damit hat USU ungeachtet des Fachkräftemangels in der IT-Branche und der sich verschärfenden Corona-Krise ihre Konzernbelegschaft auch im Berichtsquartal zielgemäß mit Blick auf die Mittelfristplanung ausgebaut.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Gesamtwirtschaft

Gemäß der ifo-Konjunkturprognose Sommer 20204 des ifo-Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. (ifo) vom 01. Juli 2020 haben die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung die deutsche Wirtschaft in die mit Abstand tiefste Rezession ihrer Nachkriegsgeschichte gestürzt. Bedingt durch die niedrige Produktion an Waren und Dienstleistungen während des Shutdown fallen die Zuwachsraten mit 6,9% und 3,8% im dritten und vierten Quartal kräftig aus. Dennoch wird die Wirtschaftsleistung laut ifo im Durchschnitt dieses Jahres voraussichtlich um 6,7% niedriger sein als im Jahr 2019. Im kommenden Jahr setzt sich gemäß der ifo-Prognose die Erholung fort. Im Jahresdurchschnitt soll demnach das Bruttoinlandsprodukt um 6,4% wachsen.

Branche

Auch die Ausgaben für Informationstechnologie werden in Deutschland nach letzten Informationen des Digitalverbandes Bitkom5 vom 29. Juni 2020 bedingt durch die Corona-Krise im Jahr 2020 sinken. So soll der deutsche IT-Markt nach Bitkom-Berechnungen im laufenden Jahr 2020 um -5,6% (2019: +3,5%) auf EUR 88,2 Mrd. (2019: 93,4 Mrd.) sinken. Dabei erwartet Bitkom auch für die Marktsegmente Software und IT-Services im Jahr 2020 einen Rückgang. So soll der Softwaremarkt um -4,0% (2019: +7,3%) auf EUR 25,2 Mrd. (2019: EUR 26,2 Mrd.) nachgeben, während der Markt für IT-Services um -5,4% (2019: +2,4%) auf EUR 38,7 Mrd. (2019: EUR 40,9 Mrd.) schrumpfen soll. "Die Kunden von Software-Anbietern sind auf Liquiditätssicherung bedacht und reduzieren Ausgaben für Lizenzen und Wartungsverträge auf das Nötigste. Die Rückgänge in diesem Bereich werden auch durch ein weiter kräftiges Wachstum des Cloud-Geschäfts nicht aufgewogen", sagt Bitkom Präsident Achim Berg - und ergänzt: "Die Wochen des Lockdowns sollten ein Weckruf gewesen sein, auch für Bremser und Bedenkenträger. Es sind digitale Technologien, die das öffentliche Leben und unsere Wirtschaft am Laufen gehalten haben." Laut Berg sei die Corona-Krise ein "...Digital Turning Point. Unsere digitalen Defizite wurden in den vergangenen Wochen schonungslos offengelegt, in Unternehmen, der Verwaltung und insbesondere der Bildung. Jetzt gilt es umso mehr, die Digitalisierung in allen Bereichen mit Mut, Entschlossenheit und Tempo voranzutreiben.", so Berg. Dementsprechend stünden die Zeichen für die Digitalbranche laut Bitkom mittelfristig insgesamt wieder auf Wachstum.

4 Vgl. ifo-Pressemitteilung vom 01. Juli 2020, veröffentlicht unter https://www.ifo.de

5 Vgl. BITKOM-Pressemitteilung vom 29. Juni 2020, veröffentlicht unter www.bitkom.org

Das Marktforschungsunternehmen Gartner6 prognostiziert in seinem neuesten, am 13. Juli 2020 veröffentlichten IT Spending Forecast einen weltweiten Rückgang der IT-Ausgaben in 2020 um -7,3% (2019: +2,3%) gegenüber dem Vorjahr auf USD 3.531 Mrd. (2019: USD 3.811 Mrd.). Laut Gartner werden Unternehmen infolge der Coronavirus-Pandemie einen Rückstand bei IT-Projekten und weniger Geld zur Verfügung haben. Laut Gartner werden jedoch die Marktsegmente Software und IT-Services mit Rückgängen von 5,7% bzw. 6,8% weniger stark schrumpfen als der Gesamtmarkt

6 Vgl. Gartner-Pressemitteilung vom 13. Juli 2020, veröffentlicht unter www.gartner.com

Ausblick

Für das laufende Jahr 2020 erwartet der Vorstand die Rückkehr der USU-Gruppe in den langfristigen Wachstumstrend. Dazu beitragen soll unter anderem das starke Software-as-a-service- (SaaS-) Geschäft, wobei der Vorstand von deutlich mehr als einem Drittel SaaS-Anteil an neuen Produktaufträgen in 2020 ausgeht. Daraus folgend plant der Vorstand infolge des Trends hin zum SaaS und der Investitionszurückhaltung der von Corona stärker betroffenen Unternehmen mit einem eher verhaltenen Software-Lizenzgeschäft. Dagegen werden die in den vergangenen Quartalen gewonnenen Serviceaufträge in Verbindung mit erwarteten Neuaufträgen auch im zweiten Halbjahr 2020 zu einer sehr hohen Auslastung der Beratermannschaft und einem entsprechend positiven Beratungsgeschäft in beiden Segmenten der USU-Gruppe führen. Nach der Reorganisation der französischen Tochtergesellschaft USU SAS und der damit verbundenen Neuaufstellung des Vertriebsmanagements dieser Gesellschaft sieht der Vorstand ein entsprechendes Wachstum und eine Ergebnisverbesserung dieser Gesellschaft im Gesamtjahr 2020 als realistisch an, so dass von dieser Seite keine relevante Ergebnisbelastung mehr erwartet wird. Vor dem Hintergrund der weiterhin unsicheren Dauer und Entwicklung der COVID-19-Pandemie, einer möglichen 2. Infektionswelle und der Dimension der damit verbundenen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ist derzeit eine zuverlässige und realistische Einschätzung der zukünftigen USU-Geschäftsentwicklung noch immer nicht exakt möglich. Dennoch erwartet der Vorstand selbst bei einer deutlich länger anhaltenden Krise oder einer weiteren Verschlechterung der aktuellen Lage ein Wachstum im Umsatz und ein positives Bereinigtes EBIT auch im zweiten Halbjahr 2020 und insofern auch für das gesamte Geschäftsjahr 2020. Zugleich bestätigt der Vorstand die Mittelfristplanung für die USU-Gruppe, die ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie den Ausbau der operativen Marge auf Basis des Bereinigten EBIT bis 2024 auf 13% - 15% beinhaltet.

Im Fokus der strategischen Planung stehen die drei etablierten Wachstumssäulen der USU-Gruppe: der Ausbau der Internationalisierung, die Entwicklung und Markteinführung neuer Produktinnovationen sowie anorganisches Wachstum durch Akquisitionen.

Chancen- und Risikobericht

Bezüglich der Chancen und Risiken der USU Software AG und des Gesamtkonzerns liegen keine Veränderungen gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 vor. Wir verweisen insofern auf den im Geschäftsbericht 2019 enthaltenen Chancen- und Risikobericht.

USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28).

Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der International Security Identification Number (Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN") DE000A0BVU28 notiert und dort zum Handel im Regulierten Markt zugelassen.

Nach dem drastischen, durch die Corona-Krise hervorgerufenen Kursrutsch zum Ende des ersten Quartals 2020 tendierten die Aktienmärkte im Verlauf des Berichtsquartal deutlich stärker und bildeten insofern eine V-Formation im Chartbild aus. Zum Stichtag 30 Juni 2020 verblieb dabei auf Quartalssicht beim Deutschen Aktienindex (DAX) auf dem elektronischen Handelsplatz XETRA ein Kursgewinn gegenüber dem Stichtag des Vorquartals von 23,9% auf 12.310,93 Punkte (31. März 2020: 9.935,84 Punkte). Auch der Technology All Share-Index verbuchte im Vergleich zum Vergleichsstichtag des Vorquartals auf XETRA einen Kursrzuwachs von 23,9% auf 4.037,09 Punkte (31. März 2020: 3.258,36,11 Punkte). Die USU-Aktie legte im Zuge der Veröffentlichung des USU-Geschäftszahlen für das erste Quartal 2020 mit einer positiven Quartals-Performance von 60,3% auf EUR 20,20 (31. März 2020: EUR 12,60) sogar deutlich überproportional im Vergleich zu den Indizes zu. Im Vergleich zum Stichtag 31 Dezember 2019 verblieb bei der USU-Aktie (31. Dezember 2019: EUR 15,805) eine positive 2020er Aktienperformance von 27,8%, während der Technology All Share-Index (31. Dezember 2019: 3.708,89 Punkte) im gleichen Zeitraum einen Kursanstieg von 8,8% verzeichnete. Dagegen blieb der DAX (31. Dezember 2019: 13.249,01 Punkte) mit einem Kursrückgang um -7,1% hinter dem Schlussstand vom Jahresende 2019 zurück.

Möglingen, 31. August 2020

USU Software AG

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Bernhard Oberschmidt Dr. Benjamin Strehl
Vorstandsvorsitzender Vorstand

KONZERN-BILANZ (UNTESTIERT)

AKTIVA

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6-Monatsbericht Jahresabschluss
in TEUR 30.06.2020 31.12.2019
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 5.278 5.951
Geschäfts- oder Firmenwerte 40.392 40.392
Sachanlagen 2.921 2.222
Nutzungsrechte 9.218 8.533
Finanzielle Vermögenswerte 818 835
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 389 309
Latente Steuern 8.786 8.786
67.802 67.028
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 470 381
Noch nicht abgerechnete Leistungen 3.825 3.482
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.964 20.001
Forderungen aus Ertragsteuern 1.084 928
Finanzielle Vermögenswerte 536 430
Übrige Vermögenswerte 428 435
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1.649 1.362
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 19.191 10.413
42.147 37.432
Aktiva, gesamt 109.949 104.460

PASSIVA

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6-Monatsbericht Jahresabschluss
in TEUR 30.06.2020 31.12.2019
--- --- ---
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 10.524 10.524
Kapitalrücklage 52.792 52.792
Gewinnrücklage 86 -3.003
Kumuliertes sonstiges Eigenkapital -175 -115
Eigenkapital 63.227 60.198
Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen 1.244 1.210
Leasingverbindlichkeiten 6.621 5.510
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 2.083 846
Passive latente Steuern 2.825 2.873
12.773 10.439
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 222 287
Finanzielle Verbindlichkeiten 105 105
Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 2.693 3.083
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 8.057 7.408
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.543 3.526
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 3.295 4.967
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.940 4.782
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 14.094 9.665
33.949 33.823
Passiva, gesamt 109.949 104.460

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (UNTESTINRT)

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GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Quartalsbericht Quartalsbericht 6-Monatsbericht 6-Monatsbericht
in TEUR II / 2020 II / 2019
--- --- --- --- ---
01.04.2020

30.06.2020
01.04.2019

30.06.2019
01.01.2020

30.06.2020
01.01.2019

30.06.2019
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 25.886 22.902 52.096 44.877
Herstellungskosten des Umsatzes -12.637 -11.146 -25.317 -22.127
Bruttoergebnis vom Umsatz 13.249 11.756 26.779 22.750
Vertriebs- und Marketingaufwendungen -4.461 -4.846 -9.092 -9.520
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -3.353 -2.888 -6.901 -5.753
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -3.833 -3.891 -7.817 -7.691
Sonstige betriebliche Erträge 206 281 679 380
Sonstige betriebliche Aufwendungen -89 -230 -181 -167
Ergebnis der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit (EBIT)
1.719 182 3.467 -1
Finanzerträge 0 0 5 11
Finanzaufwendungen -40 -47 -61 -58
Gewinn vor Steuern (EBT) 1.679 135 3.411 -48
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -160 -456 -322 -909
Konzernergebnis 1.519 -321 3.089 -957
Posten, die nicht aufwands- oder ertragswirksam

umgegliedert werden können:
Versicherungsmathematische

Gewinne/Verluste aus Pensionsrückstellungen
0 0 0 0
Latente Steuern auf versicherungs-

mathematische Gewinne/Verluste
0 0 0 0
Posten, die später aufwands- oder

ertragswirksam umgegliedert werden können:
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung 109 16 -60 28
Sonstiges Ergebnis 109 16 -60 28
Gesamtergebnis 1.628 -305 3.029 -929
Ergebnis je Aktie in Euro

(verwässert und unverwässert)
0,11 -0,02 0,20 -0,06
Anzahl der zugrunde gelegten Aktien 10.523.770 10.523.770 10.523.770 10.523.770

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (UNTESTIERT)

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Konzern-Kapitalflussrechnung 6-Monatsbericht 6-Monatsbericht
in TEUR 01.01.2020 -

30.06.2020
01.01.2019 -

30.06.2019
--- --- ---
CASF-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Konzernjahresüberschuss 3.089 -957
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.250 1.353
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Nutzungsrechte IFRS 16 Leasingverhältnisse 1.359 1.068
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -16 6
+/- Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder

Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
4.000 2.947
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder

Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
1.852 647
+/- Zinsaufwendungen /Zinserträge 56 47
+/- Ertragsteuererstattungen / Ertragsteuerzahlungen -428 -1.455
+/- Gezahlte Zinsen/ erhaltene Zinsen -26 -2
+/- Ertragssteueraufwand/-ertrag 322 909
CASF-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 11.458 4.563
CASF-FLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT:
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -9 -12
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 7 20
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.279 -744
CASF-FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT: -1.281 -736
CASF-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT:
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -1.345 -1.071
CASF-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT: -1.345 -1.071
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 8.832 2.756
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -54 11
FINANZMITTELFONDS AM ANFANG DER PERIODE 10.413 9.450
FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE 19.191 12.217
FINANZMITTELFONDS / FLÜSSIGE MITTEL 19.191 12.217

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL (UNTESTIERT

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Kumuliertes sonstiges

Eigenkapital
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinn- Rücklage Pensionspläne Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Anzahl TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2019 10.523.770 10.524 52.792 -3.453 -208 10
Konzernergebnis -957
Übriges Ergebnis nach Steuern 28
Gesamtergebnis 0 0 0 -957 0 28
Dividendenzahlung
Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. Juni 2019 10.523.770 10.524 52.792 -4.410 -208 38
Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2020 10.523.770 10.524 52.792 -3.003 -116 1
Konzernergebnis 3.089
Übriges Ergebnis nach Steuern -60
Gesamtergebnis 0 0 0 3.089 0 -60
Dividendenzahlung
Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. Juni 2020 10.523.770 10.524 52.792 86 -116 -59

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Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Eigenkapital
TEUR
--- ---
Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2019 59.665
Konzernergebnis -957
Übriges Ergebnis nach Steuern 28
Gesamtergebnis -929
Dividendenzahlung 0
Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. Juni 2019 58.736
Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2020 60.198
Konzernergebnis 3.089
Übriges Ergebnis nach Steuern -60
Gesamtergebnis 3.029
Dividendenzahlung 0
Konsolidiertes Eigenkapital zum 30. Juni 2020 63.227

VERKÜRZTER KONZERNANHANG FÜR DIE ERSTEN 6 MONATE 2020 (UNTESTIERT)

Grundsätze zur Rechnungslegung

Die USU Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft hat ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abt. B, unter der Nummer 206442 eingetragen.

Dieser Zwischenabschluss der USU Software AG steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss wurde nach IAS 34 (Interim Financial Reporting) erstellt.

Es wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie beim nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2019 abgeschlossene Geschäftsjahr angewandt. Der vorliegende ungeprüfte 6-Monatsbericht 2020 ist daher in Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss 2019 zu lesen.

Dieser Zwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach Auffassung des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der üblichen Periodenabgrenzung.

Im Rahmen der Aufstellung des Zwischenabschlusses gemäß den IFRS müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.

Ertragsteuern werden in der Zwischenperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser Steuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis der konsolidierten Gesellschaften angewendet.

Aus dem Ergebnis der Zwischenperioden kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

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01.01.-30.06.2020 1.1.-30.06.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Beratung 29.573 24.092
Lizenzen / Produkte 5.839 6.235
Wartung / SaaS 15.857 13.981
Sonstiges 827 569
52.096 44.877

Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 ist USU in den zwei Geschäftsfeldern "Produktgeschäft" und "Servicegeschäft" tätig, die im Wesentlichen die Risiken und die Eigenkapitalverzinsung des Konzerns beeinflussen. Die Aufgliederung verschiedener Kenngrößen nach den Geschäftsfeldern entsprechend IFRS 8 ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

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Produktgeschäft Servicegeschäft Summe Segmente
1.1.-

30.6.20
1.1.-

30.6.19
1.1.-

30.6.20
1.1.-

30.6.19
1.1.-

30.6.20
1.1.-

30.6.19
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 38.641 34.624 13.361 10.131 52.002 44.755
EBITDA 7.406 3.720 2.128 1.017 9.534 4.737
EBIT 5.729 2.180 1.482 386 7.211 2.566
Finanzergebnis - - - - - -
Steuern -234 -445 -88 -464 -322 -909
Konzernergebnis 2.875 1.735 1.394 -78 6.889 1.657
Mitarbeiter zum Ende der Periode 514 503 107 109 621 612

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nicht zugeordnet Konzern
1.1.-

30.6.20
1.1.-

30.6.19
1.1.-

30.6.20
1.1.-

30.6.19
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
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Umsatz 94 122 52.096 44.877
EBITDA -3.458 -2.317 6.076 2.470
EBIT -3.744 -2.567 3.467 -1
Finanzergebnis -56 -47 -56 -47
Steuern - - -322 -909
Konzernergebnis -3.800 -2.614 3.089 -957
Mitarbeiter zum Ende der Periode 103 96 724 708

Außerhalb Deutschlands erzielte die USU-Gruppe in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 insgesamt 28,5% (Q1-Q2/2019: 28,5%) bzw. TEUR 14.836 (Q1-Q2/2019: TEUR 12.796) der konsolidierten Umsätze. Diese Angaben beziehen sich auf den Sitz des Kunden. Auf weitergehende Angaben der geographischen Daten wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Nachtragsbericht

Mitte August 2020 hat USU den zwischenzeitlich fertiggestellten "USU Campus" zur Erweiterung der Mietflächen an der USU-Firmenzentrale bezogen und nutzt diesen gemäß des im Vorjahr mit der AUSUM GmbH geschlossenen Mietvertrages. Der Mietvertrag wurde zunächst für 15 Jahre abgeschlossen. Der Mietpreis beläuft sich auf monatlich TEUR 29.

Ab dem Zeitpunkt der Wirksamkeit des Mietvertrages durch Nutzung der Mietflächen, also dem 3. Quartal 2020, ist dieser entsprechend gemäß IFRS 16 zu berücksichtigen und zu bilanzieren.

Aktien der Organe der USU Software AG

Folgender Bestand an Aktien der USU Software AG von Organmitgliedern der Gesellschaft wurde zum 30. Juni 2020 festgestellt:

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Bestandsmeldungen der Organe Aktien Aktien
30.06.2020 30.06.2019
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Vorstand
Bernhard Oberschmidt 162.518 162.518
Dr. Benjamin Strehl 0 0
Aufsichtsrat
Udo Strehl* 5.000 5.000
Erwin Staudt 100.000 100.000
Gabriele Walker-Rudolf 0 0

* Über die AUSUM GmbH werden Herrn Udo Strehl als Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft gemäß § 34 (1) Satz 1 Nr. 1 WpHG n.F. zusätzlich 5.347.013 (2019: 5.347.013) Stimmrechte an der USU Software AG zugerechnet.

Zusätzlich werden über die "Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer dieser Stiftung 32.000 (2019: 32.000) Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 34 (1) S. 1 Nr. 1 WpHG n.F. zugerechnet.

Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden von den Organmitgliedern nicht gehalten.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäfts-Ergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Möglingen, 31. August 2020

USU Software AG

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Bernhard Oberschmidt Dr. Benjamin Strehl
Vorstandsvorsitzender Vorstand

FINANZKALENDER 2020

11. September 2020

16. IR-Fahrt 2020, Rüttnauer Research, virtuell

16. November 2020

Veröffentlichung 9-Monatsbericht 2020

16.-18. November 2020

Investoren- und Analystenkonferenz im Rahmen der Veranstaltung

Deutsches Eigenkapitalforum, virtuell