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USU Software AG Interim / Quarterly Report 2020

Nov 16, 2020

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 27070970

USU Software AG

Möglingen

9-Monats-Finanzbericht und Bericht über das dritte Quartal 2020

USU AUF EINEN BLICK

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Konzernkennzahlen 2020 2019
in TEUR, mit Ausnahme der Angaben zum Ergebnis pro Aktie

sowie zur Mitarbeiterzahl
01.01.-30.09.2020 01.01.-30.09.2019
--- --- ---
UMSATZERLÖSE 77.862 68.713
BEREINIGTES EBIT 5.198 2.884
BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS 4.485 2.367
BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) 0,43 0,22
EBITDA 8.272 5.603
EBIT 4.608 1.848
KONZERNERGEBNIS 3.957 1.403
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) 0,38 0,13
CASH-FLOW AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT 12.866 7.691
MITARBEITER ZUM 30.9. 735 702

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30.09.2020 31.12.2019
LIQUIDE MITTEL UND KAPITALANLAGEN 15.252 10.413
EIGENKAPITAL 60.045 60.198
BILANZSUMME 113.649 104.460
EIGENKAPITALQUOTE 52,8% 57,6%

USU Software AG

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Spitalhof

D-71696 Möglingen

Tel. +49.7141.4867-0

Fax +49.7141.4867-200

www.usu.com
Investor Relations

Falk Sorge & Dr. Thomas Gerick

Tel. +49.7141.4867-351 /​ 440

Fax +49.7141.4867-108

[email protected]

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser,

auch im dritten Quartal hat die USU-Gruppe ihren Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt. Mit einem Umsatzwachstum von 8,1% bestätigt die USU ihre Stabilität und profitiert vom Digitalisierungstrend im Markt.

Die 9-Monats-Zahlen zeigen, dass der USU-Konzern bisher durch die COVID-19-Krise nur in geringem Maße negativ beeinflusst wurde. Das liegt einerseits an der Kundenstruktur, da unsere Kunden überwiegend aus Branchen stammen, die von Corona nicht sehr stark betroffen sind, andererseits am generellen Trend, dass Organisationen verstärkt in die Digitalisierung ihrer Prozesse investieren. In den letzten Monaten profitierten wir auch von Service-spezifischen Corona-Angeboten wie beispielsweise Online-Hilfen durch Chatbots oder die Nutzung der intelligenten USU-Wissensdatenbank. Dass gerade das Thema "Chatbot" als weiterer Service-Kanal eine immer wichtigere Rolle spielt, zeigt nicht zuletzt unsere virtuelle Fachveranstaltung ChatbotCon, an der über 800 Fach- und Führungskräfte teilnahmen.

Der Trend zum vermehrten Einsatz von Cloud-Lösungen zeigt sich auch bei der USU. Vor allem im dritten Quartal erhöhte sich die Nachfrage nach SaaS-Lösungen deutlich. Der Weg vom Einmal-Lizenzgeschäft hin zu Software-as-a-Service (SaaS) wird mittel- bis langfristig zu höheren Margen führen, was unsere Mittelfrist-Guidance aufzeigt, kurzfristig jedoch bei den Software-Lizenzeinnahmen sichtbar sein.

Im Berichtszeitraum wurden wir im Rahmen der diesjährigen FOCUS-Studie Deutschland Test mit dem Siegel "Deutschlands wertvollste Unternehmen" für Nachhaltigkeit ausgezeichnet und setzen damit den Maßstab für unsere Branche. Internationale Auszeichnungen erhielten wir erneut für unseren Geschäftsbericht 2019, an dem auch mehrere USU-Investoren mitwirkten. So vergab die League of American Communications Professionals (LACP) für den USU-Report den Platin-Award, worauf wir sehr stolz sind und was uns auch Ansporn für die zukünftige aktive Aktionärskommunikation ist.

Ihr Bernhard Oberschmidt

Vorstandsvorsitzender der USU Software AG

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DIE ERSTEN NEUN MONATE 2020 (UNTESTIERT)

Grundlagen der USU Software AG und des Konzerns

Die USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist als Konzernmuttergesellschaft direkt oder indirekt an den folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt: Aspera GmbH, Aachen, Deutschland; Aspera Technologies Inc., Boston, USA; LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland; Omega Software GmbH, Obersulm, Deutschland; USU GmbH, Möglingen, Deutschland; USU Austria GmbH, Wien, Österreich; USU Software s.r.o., Brno, Tschechische Republik, USU SAS, Paris, Frankreich. Zudem besteht eine Beteiligung der USU Software AG an der Openshop Internet Software GmbH, Möglingen, Deutschland, welche nicht mehr operativ tätig ist.

Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften

Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und Steuerungssystem

Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) entwickeln und vertreiben Softwarelösungen für wissensbasiertes Servicemanagement. USU ist der größte europäische Anbieter für IT- und Knowledge-Management-Software.

Der Kompetenzbereich IT Management unterstützt Unternehmen mit umfassenden ITIL ®-konformen Lösungen für das strategische und operative IT- & Enterprise Servicemanagement. Kunden erhalten mit USU-Lösungen eine Gesamtsicht auf ihre IT-Prozesse sowie ihre IT-Infrastruktur und sind in der Lage, Services transparent zu planen, zu verrechnen, zu überwachen und aktiv zu steuern. Im Bereich Software-Lizenzmanagement gehört USU dabei zu den führenden Herstellern weltweit.

Mit intelligenten Lösungen und ihrer Expertise im Kompetenzfeld Digital Interaction treibt USU die Digitalisierung von Geschäftsprozessen voran. Als One-Stop-Shop berät, designed, entwickelt und liefert USU Lösungen entlang der gesamten Customer Journey, so genannte Customer-First-Lösungen. Bedient werden dabei alle Kommunikations-Kanäle und Kundenkontaktpunkte in Vertrieb, Marketing und Kundenservice. Das Portfolio in diesem Bereich wird durch Systemintegration, individuelle Anwendungen und Software für Industrial Big Data komplettiert.

Über 1.000 USU-Kunden aus allen Teilen der internationalen Wirtschaft schaffen mit USU-Lösungen Transparenz, sind agiler, sparen Kosten und senken ihre Risiken, beispielsweise Allianz, Bechtle, BITBW, BMW, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, die Schweizerische Post, Fiducia & GAD, Jungheinrich, LinkedIn, Novartis, Otto, VW oder W&W.

Die USU Software AG hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim Konzernumsatz jeweils über dem Durchschnitt des IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch Innovationen und die Verbreiterung der internationalen Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches Wachstum in Form von Akquisitionen und Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der Unternehmensstrategie ist.

Die wesentlichen Leistungsindikatoren für die USU Software AG sowie für den Konzern sind Umsatzerlöse und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT").

Da das Konzernergebnis der USU-Gruppe nach IFRS durch verschiedene Sondereffekte beeinflusst wurde und wird, welche eine Vergleichbarkeit der Ertragskraft von USU über die Geschäftsjahre hinweg erschweren, hat die Gesellschaft zu Informationszwecken zusätzlich ein Bereinigtes Konzernergebnis ermittelt. Dieses stellt das um die Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte sowie zusätzlicher akquisitionsbedingter Sonderfaktoren bereinigte Konzernergebnis inklusive der damit verbundenen Steuereffekte dar. Auf Basis dieses Bereinigten Konzernergebnisses weist die USU Software AG unter Berücksichtigung der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Stückaktien ferner ein Bereinigtes Ergebnis pro Aktie aus. Des Weiteren wird ein Bereinigtes EBIT, welches als maßgebliche Planungs- und Steuerungsgröße fungiert, ausgewiesen. Sowohl das Bereinigte Konzernergebnis und das Bereinigte EBIT als auch das Bereinigte Ergebnis pro Aktie stellen keine IFRS-bezogenen Kennzahlen dar.

Der Vorstand der USU Software AG erwartet für das laufende letzte Quartal 2020 ein Wachstum im Umsatz im Vergleich zum Vorquartal und ein positives Bereinigtes EBIT. Zugleich bestätigt der Vorstand die Mittelfristplanung für die USU-Gruppe, die ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie den Ausbau der operativen Marge auf Basis des Bereinigten EBIT bis 2024 auf 13% - 15% beinhaltet. Im Fokus der strategischen Planung stehen die drei etablierten Wachstumssäulen der USU-Gruppe: der Ausbau der Internationalisierung, die Entwicklung und Markteinführung neuer Produktinnovationen sowie anorganisches Wachstum durch Akquisitionen.

Forschung und Entwicklung

Innovationen gelten bei USU seit Anfang an als Treiber für den langfristigen und nachhaltigen Erfolg. Entsprechend liegen die Aufwände für Forschung & Entwicklung (F&E) auch in 2020 - wie in den letzten Jahren - deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die USU-Gruppe investierte in den ersten 9 Monaten 2020 insgesamt TEUR 11.563 (Q1-Q3/​2019: TEUR 11.390) bzw. 14,9 % (Q1-Q3/​2019: 16,6%) des Konzernumsatzes in F&E.

Die Zahl der angestellten Mitarbeiter in diesem Bereich betrug zum 30. September 2020 in Summe 209 (30. September 2019: 200). Die F&E-Kosten der USU-Gruppe erfüllen im Regelfall nicht die Ansatzkriterien zur Aktivierung und werden insofern nicht aktiviert.

Im Mittelpunkt der F&E-Aktivitäten des Geschäftsbereichs Valuemation stand die Überarbeitung der Architektur der aktuellen Valuemation-Version. Hierfür wurden Backend- und Frontend-Technologien evaluiert, Prototypen gebaut und entsprechende Konzepte erarbeitet. Das betrifft besonders den Kernbereich (Core), außerdem den Shop-Bereich sowie das Customizing, also die Anpassungsmöglichkeiten der Software an spezielle Anforderungen. Im Bereich der Fachfunktionalität begann man mit der Entwicklung von drei neuen Modulen: Requirements Manager, Project Portfolio Manager und Time Booking Manager. Im Berichtszeitraum erhielt Valuemation das ITIL-4-Zertifikat für maximale Prozess-Treue im Servicemanagement durch die unabhängige Managementberatung SERVIEW GmbH.

Die Monitoring-Experten von LeuTek konzentrierten sich in der Entwicklung auf die Fertigstellung des neuen Moduls im Bereich Service Level Monitoring. Zugleich wurden die Funktionalitäten für die End-to-End-Überwachung erweitert. Weitere Arbeiten betrafen die Verbesserung des ZIS-Reporting, das Cloud-Monitoring, die Alarmierung sowie der Betrieb des Systems unter Linux. Außerdem erhielt auch Software ZIS für die relevanten fünf Monitoring Disziplinen das begehrte ITIL-4-Zertifikat von SERVIEW.

Die Aspera-Entwicklung arbeitet derzeit mit Hochdruck an der Modernisierung, Modularisierung und Homogenisierung ihres Portfolios für das Software Asset Management. Hierzu wurde ein Architekturgremium ins Leben gerufen, das aus Fachvertretern sämtlicher Produktentwicklungen besteht. In diesem Zusammenhang wurden die Speziallösungen LicenseControl für Salesforce und Office365 zu einem universellen LicenseControl für Cloud (LC4Cloud) zusammengefasst. Die Lizenzmanagement-Lösung für SAP (LC4SAP) erhielt zwischenzeitlich die SAP NetWeaver-Zertifizierung.

Das F&E-Team im Geschäftsbereich unymira arbeitete an der neuen Version des KnowledgeBot. Im Fokus stehen dabei die Optimierung des Dialogverhaltens, eine Erweiterung der Analysemöglichkeiten und die bessere Integrierbarkeit in die Kundenumgebungen. Bei der Weiterentwicklung der Wissensdatenbank Knowledge Center steht vor allem ein neues "aktives" Dokumentenkonzept im Vordergrund: Dies erlaubt es künftig, Inhalte intelligent in verschiedenen Kommunikationskanälen und Kontexten wiederzuverwenden und damit Redaktionsaufwände zu minimieren.

Entwicklungsarbeiten im Bereich Katana betreffen insbesondere die neue Komponente Explore. Das Modul unterstützt Kunden, einen schnellen Überblick über ihre Datenschätze zu erhalten und erste Auswertungen und Dashboards benutzerfreundlich zu visualisieren. Die Komponente ist auf OpenSource-Technologien aufgebaut und voll in die Katana-Cloud integriert.

Im Bereich Forschung konnte das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderte Projekt LIMBO (Linked Data for Mobility) für innovative Mobilitätslösungen erfolgreich abgeschlossen werden. USU entwickelte hierfür KI-basierte Technologien. Für zwei wichtige ebenfalls geförderte Verbundprojekte (Service-Meister, ReADDI), die 2020 starteten, werden derzeit zusammen mit Industriepartnern so genannte Use Cases erarbeitet, also konkrete Praxis-Szenarien wie z.B. die KI-gestützte Überwachung industrieller Klebe- und Füge-Prozesse im Automotive-Bereich. USU kommt vor allem in der datengetriebenen Prozessanalyse und Algorithmen-Entwicklung zum Einsatz.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach dem historischen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) Im zweiten Quartal 2020 im Zuge der Corona-Pandemie ist das BIP in Deutschland gemäß einer Meldung des Statistischen Bundesamtes ("Destatis") 1 vom 30. Oktober 2020 im dritten Quartal 2020 gegenüber dem Vorquartal wieder deutlich angestiegen. Demnach ist das deutsche BIP laut Destatis im Berichtsquartal gegenüber dem 2. Quartal 2020 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 8,2 % gewachsen. Wie Destatis weiter mitteilt, wurde das Wachstum sowohl von höheren privaten Konsumausgaben, mehr Investitionen in Ausrüstungen als auch stark gestiegenen Exporten getragen. Im Vorjahresvergleich blieb das BIP jedoch preisbereinigt um 4,1% unter dem Vergleichswert von Q3/​2019. Auch im Euroraum ist das BIP gemäß einer vorläufigen Schnellschätzung des statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) 2 nach dem drastischen Einbruch des zweiten Quartals 2020 im Berichtsquartal Q3/​2020 deutlich angestiegen. Im Vergleich zum Vorquartal belief sich der BIP-Zuwachs auf 12,7%. Dies war laut Eurostat der bei Weitem stärkste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe 1995 und eine Gegenbewegung zum zweiten Quartal 2020, in dem das BIP im Euroraum um 11,8% gesunken war. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres Q3/​2019 ist das saisonbereinigte BIP des Euroraumes im dritten Quartal 2020 laut Eurostat um 4,3% gesunken.

Branchenbezogene Entwicklung

In der Digitalbranche hat sich die Stimmung nach Untersuchungen des Digitalverbandes Bitkom 3 im September nochmals leicht verbessert. Der Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Beurteilung der Geschäftslage und -erwartungen berechnet, stieg im Vergleich zum Vormonat weiter an und notiert nun bei 13,3 Punkten. Ausschlaggebend für den Anstieg war laut Bitkom, dass die ITK-Unternehmen optimistischer in die Zukunft schauen. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate kletterten um 4,4 Zähler auf 10,0 Punkte. Ihre aktuelle Geschäftslage bewerteten die Unternehmen hingegen etwas schlechter als im Vormonat, so dass der Index um 2,7 Zähler auf 16,6 Punkte sank.

1 Vgl. destatis-Pressemitteilung Nr. 432 vom 30. Oktober 2020, veröffentlicht unter https:/​/​www.destatis.de

2 Vgl. eurostat-Pressemitteilung 162/​2020 vom 30. Oktober 2020, veröffentlicht unter http:/​/​ec.europa.eu/​eurostat

3 Vgl. Bitkom-Pressemitteilung vom 29. Juni 2020, veröffentlicht unter www.bitkom.org

Geschäftsentwicklung 3. Quartal 2020

Auch im dritten Quartal 2020 verzeichnete die USU Software AG im Verbund mit ihren Tochtergesellschaften (nachfolgend auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) nach dem positiven Auftakthalbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2020 im Zuge zahlreicher gewonnener Aufträge im In- und Ausland sowie des bestehenden hohen Auftragsbestandes eine starke operative Geschäftsentwicklung. Demgemäß steigerte USU im dritten Quartal 2020 den Konzernumsatz um 8,1% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 25.766 (Q3/​2019: TEUR 23.836).

Dabei profitierte USU auch im Berichtsquartal vom sehr starken Cloud- und Wartungsgeschäft. So erhöhten sich die Wartungseinnahmen inklusive der Erlöse aus dem Software-as-a-Service (SaaS)-Geschäft im Vorjahresvergleich um 12,7% auf TEUR 7.968 (Q3/​2019: TEUR 7.067). Infolge eines sehr hohen Anteils des SaaS-Geschäftes an den Neuabschlüssen und einigen Corona-bedingten Auftragsverschiebungen lag der Lizenzumsatz im Berichtsquartal mit TEUR 2.495 (Q3/​2019: TEUR 4.126) um 39,5% unter dem sehr starken Vergleichswert des Vorjahres. Zugleich erhöhte USU die Beratungserlöse überdurchschnittlich um 20,6% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 14.983 (Q3/​2019: TEUR 12.426). Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich im Zuge der Geschäftsausweitung auf insgesamt TEUR 320 (Q3/​2019: TEUR 217).

Da der Großteil der USU-Belegschaft auch im Berichtsquartal im Zuge der Corona-Restriktionen aus dem Home-Office heraus agieren und von dort aus das Gros der Leistungen erbringen konnte, blieb USU im Berichtsquartal - bis auf einzelne verschobene Lizenzaufträge - von negativen Corona-bedingten operativen Einflüssen weitgehend verschont.

Die Aufwandsbasis des USU-Konzerns erhöhte sich im Vorjahresvergleich im Zuge der Personalaufstockung und erhöhter Sachkosten erwartungsgemäß leicht überdurchschnittlich im Vergleich zum Umsatzwachstum um 10,2% auf TEUR 24.572 (Q3/​2019: TEUR 22.304). Hieraus resultiert ein Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr, der insbesondere auch dem SaaS-bedingt geringerem Lizenzumsatz geschuldet ist. So sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der USU-Gruppe im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahr um knapp ein Drittel auf TEUR 2.196 (Q3/​2019: TEUR 3.183). Inklusive der Abschreibungen von TEUR -1.056 (Q3/​2019: TEUR -1.335) belief sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf TEUR 1.141 (Q3/​2019: TEUR 1.848). Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem EBIT-Rückgang um 38,3%.

Unter Einbeziehung des Finanzergebnisses von TEUR -89 (Q3/​2019: TEUR +56) sowie des Steueraufwandes vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR -184, dem im Vorjahresquartal ein Steuerertrag von TEUR 455 infolge des seinerzeit abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages der Gesellschaft mit der Konzerntochter USU GmbH gegenübersteht, verblieb letztendlich ein im Vorjahresvergleich um nahezu zwei Drittel gesunkener Periodenüberschuss von TEUR 868 (Q3/​2019: TEUR 2.360). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von EUR 0,08 (Q3/​2019: EUR 0,22).

Auch das um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT") blieb infolge der vorgenannten Effekte im dritten Quartal 2020 mit TEUR 1.294 (Q3/​2019: TEUR 2.194) um 41,0% unter dem Vorjahreswert zurück, während das Bereinigte Konzernergebnis von TEUR 2.681 im Vorjahr auf jetzt TEUR 1.007 um 62,4% nachgab. Das entspricht einem Bereinigten Ergebnis je Aktie von EUR 0,10 (Q3/​2019: EUR 0,25).

Geschäftsentwicklung für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2020

Umsatz- und Kostenentwicklung

Konzernumsatz

Auf Sicht der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2020 steigerte die USU Software AG den Konzernumsatz nach IFRS um 13,3% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 77.862 (Q1-Q3/​2019: TEUR 68.713). Dabei profitierte USU primär vom Inlandgeschäft, welches um 16,7% auf TEUR 56.884 (Q1-Q3/​2019: TEUR 49.579) zulegte. Aber auch das Auslandsgeschäft stieg mit einem Umsatzanteil von TEUR 20.978 (Q1-Q3/​2019: TEUR 19.134) um 9,6% gegenüber dem Vorjahr an, wobei die Auslandsmärkte wesentlich deutlicher ihre SaaS-Quote bei den Neuabschlüssen erhöhten und zugleich stärker von der Corona-Pandemie betroffen waren. Entsprechend belief sich der Anteil des Auslandsgeschäftes am Konzernumsatz im 9-Monatszeitraum 2020 auf 26.9%, nach 27,8% im 9-Monatszeitraum 2019.

Als wesentlicher Wachstumstreiber fungierte im Berichtszeitraum erneut das Wartungs- und SaaS-Geschäft, welches sich infolge gesteigerter SaaS-Erlöse auf TEUR 23.825 (Q1-Q3/​2019: TEUR 21.048) erhöhte. Dies entspricht einer Steigerung um 13,2% gegenüber den ersten neun Monaten 2019. Das Geschäft mit Softwarelizenzen ging entsprechend im Zuge der sich weiter verstärkenden SaaS-Präferenz der Kunden sowie vereinzelter Auftragsverschiebungen um 19,6% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 8.334 (Q1-Q3/​2019: TEUR 10.361) zurück. Ein deutlich überproportionales Wachstum verzeichnete zudem das Beratungsgeschäft, welches infolge neu gewonnener Beratungsprojekte sowie bestehender Aufträge aus den Vorquartalen auf 9-Monatssicht um 22,0% auf TEUR 44.556 (Q1-Q3/​2019: TEUR 36.518) zulegte. Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich auf insgesamt TEUR 1.147 (Q1-Q3/​2019: TEUR 786).

Umsatz nach Geschäftsfeldern

Das Leistungsspektrum des Segmentes "Produktgeschäft" umfasst sämtliche Aktivitäten rund um die USU-Produktpalette im Markt für IT Management-Lösungen, im Knowledge Management-Markt sowie dem aus dem Forschungsbereich hervorgegangenem Geschäftsbereich für Big Data Analytics, Katana. Das Segment "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten, individuelle Anwendungsentwicklung und digitale Strategie-Beratung, Service- und UX-Design sowie Webportale, Apps und Intranets.

Das Segment "Produktgeschäft" steuerte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 57.367 (Q1-Q3/​2019: TEUR 53.143) zum Konzernumsatz bei, was einem Anstieg um 7,9% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Maßgeblich hierfür war im Wesentlichen der Ausbau des Wartungs- und SaaS-Geschäfts sowie der produktbezogenen Beratungserlöse. Im gleichen Zeitraum stieg der beratungsbezogene Umsatz des Segments "Servicegeschäft" mit einem Zuwachs um 32,2% deutlich überproportional auf TEUR 20.372 (Q1-Q3/​2019: TEUR 15.408). Nach einer Wachstumsdelle im Vorjahr setzte USU dank zahlreicher Neuaufträge von Bestands- und Neukunden damit die Rückkehr in den langfristigen Wachstumstrend planmäßig um. Die nicht den Segmenten zugeordneten Umsätze summierten sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 auf TEUR 123 (Q1-Q3/​2019: TEUR 162).

Operative Kosten

Die operative Aufwandsbasis der USU-Gruppe erhöhte sich auf Sicht der ersten drei Quartale 2020 gegenüber dem Vorjahr um 9,4% auf TEUR 73.699 (Q1-Q3/​2019: TEUR 67.395). Dabei wirkten sich neben höheren Personalkosten im Zuge des vollzogenen Personalausbaus auch gesteigerte Sachkosten und Abschreibungen aufwandssteigernd aus.

Die Herstellungskosten des Umsatzes stiegen im Berichtszeitraum im Zuge der Geschäftsausweitung und des damit verbundenen erweiterten Einsatzes von angestellten Beratern und freien Mitarbeitern um 13,9% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 37.962 (Q1-Q3/​2019: TEUR 33.339) an. Die auf den Konzernumsatz bezogene Herstellungskostenquote stieg entsprechend leicht von 48,5% im 9-Monatszeitraum 2019 auf 48,8% in den ersten neun Monaten 2020. Das Bruttoergebnis erhöhte sich zeitgleich von TEUR 35.374 im 9-Monatszeitraum 2019 auf nunmehr TEUR 39.900. Zugleich sank die Bruttomarge gegenüber dem Vorjahr leicht auf 51,2% (Q1-Q3/​2019: 51,5%).

Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen sanken im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 1,2% auf TEUR 13.758 (Q1-Q3/​2019: TEUR 13.926). Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Reise- und Eventkosten infolge der Corona-Krise. Die umsatzbezogene Kostenquote für den Bereich Marketing und Vertrieb ging entsprechend deutlich von 20,3% in den ersten 9 Monaten 2019 auf 17,7% im Berichtszeitraum zurück.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen in den ersten drei Quartalen 2020 vor allem infolge des im Laufe des Vorjahres vollzogenen notwendigen Personalausbaus sowie erhöhter Abschreibungen um 19,2% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 10.416 (Q1-Q3/​2019: TEUR 8.740). Bezogen auf den Konzernumsatz stieg die Verwaltungskostenquote im Betrachtungszeitraum auf 13,4% (Q1-Q3/​2019: 12,7%) an.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen im Berichtszeitraum um 1,5% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 11.563 (Q1-Q3/​2019: TEUR 11.390). Die auf den Konzernumsatz bezogene Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung sank zugleich infolge der deutlich überproportionalen Umsatzsteigerung auf 14,9% (Q1-Q3/​2019: 16,6%) und blieb damit planmäßig unter dem Vergleichswert des Vorjahres. USU investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios und arbeitet permanent an innovativen, marktbezogenen Softwarelösungen. Auch mittelfristig plant USU, die F&E-Aufwendungen zwar absolut betrachtet auszubauen, relativ betrachtet jedoch die Aufwandsquote infolge überproportional steigender Umsatzerlöse weiter zu senken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen saldieren sich in den ersten neun Monaten 2020 auf einen Ertrag von insgesamt TEUR 445 (Q1-Q3/​2019: TEUR 530).

Ertragslage

Im Zuge der deutlichen Geschäftsausweitung und der unterproportionalen Aufwandssteigerung baute die USU-Gruppe auf 9-Monatssicht im Berichtsjahr 2020 die Profitabilität gegenüber dem Vorjahr signifikant aus. So steigerte USU das EBITDA im Vorjahresvergleich um 47.6% auf TEUR 8.272 (Q1-Q3/​2019: TEUR 5.603). Unter Einbeziehung der gesamten Abschreibungen von insgesamt TEUR -3.664 (Q1-Q3/​2019: TEUR -3.755) erzielte USU im 9-Monatszeitraum 2020 ein EBIT von TEUR 4.608 (Q1-Q3/​2019: TEUR 1.848).

Das Finanzergebnis summierte sich in den ersten drei Quartalen 2020 auf TEUR -145 (Q1-Q3/​2019: TEUR +9). Darin enthalten sind unter anderem Zinsaufwendungen aus Leasingverträgen (IFRS 16). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich in den ersten 9 Monaten 2020 auf TEUR -506 (Q1-Q3/​2019: TEUR -454).

Insgesamt verbesserte sich das Konzernergebnis von USU in den ersten neun Monaten 2020 auf TEUR 3.957, nach TEUR 1.403 im Vorjahr, was einem Anstieg um 182,0% entspricht. Bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von 10.523.770 Aktien entspricht dies einem Ergebnis pro Aktie von EUR 0,38 (Q1-Q3/​2019: EUR 0,13).

Bereinigtes Konzernergebnis

Die nachfolgende Tabelle zeigt, ausgehend vom EBIT, die Überleitungsrechnung zu den nicht IFRS-bezogenen Ergebnis-Kenngrößen Bereinigtes EBIT, Bereinigtes Konzernergebnis sowie Bereinigtes Ergebnis je Aktie. Diese stellen zu Informationszwecken die um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigten Kennzahlen der USU-Gruppe dar. Das Bereinigte EBIT ist zugleich die zentrale Ergebnis-Kenngröße des USU-Konzerns.

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Bereinigtes Konzernergebnis

in TEUR
01.01.2020-

30.09.2020
01.01.2019-

30.09.2019
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.608 1.848
Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen

aktivierte immaterielle Vermögenswerte
590 1.036
Bereinigtes EBIT 5.198 2.884
Finanzerträge

(gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung)
15 89
Finanzaufwendungen

(gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung)
-160 -80
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

(gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung)
-506 -454
Steuereffekte bezogen auf Bereinigungen -72 -72
- davon aus Abschreibungen -72 -72
- davon aus latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 0 0
Bereinigtes Konzernergebnis 4.485 2.367
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in EUR): 0,43 0,22
Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien
Unverwässert und verwässert: 10.523.770 10.523.770

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT") verbesserte USU im 9-Monatszeitraum 2020 um 80,2% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 5.198 (Q1-Q3/​2019: TEUR 2.884). Dies bedeutet einen Anstieg der operativen Marge auf Basis des Bereinigten EBIT von 4,2% in den ersten neun Monaten 2019 auf nunmehr 6,7%. Zugleich steigerte USU das Bereinigte Konzernergebnis um 89,5% auf TEUR 4.485 (Q1-Q3/​2019: TEUR 2.367). Das Bereinigte Ergebnis je Aktie verdoppelte sich entsprechend nahezu auf EUR 0,43 (Q1-Q2/​2019: EUR 0,22).

Vermögens- und Finanzlage

Auf der Aktivseite der Bilanz stiegen die langfristigen Vermögenswerte der USU-Gruppe zum 30. September 2020 auf TEUR 75.457 (31. Dezember 2019: TEUR 67.028) an. Dieser Anstieg ist unter anderem Folge des Ausbaus der Sachanlagen auf TEUR 2.971 (31. Dezember 2019: TEUR 2.222) sowie der Erhöhung der bilanzierten Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 in Höhe von TEUR 16.825 (31. Dezember 2019: TEUR 8.533).

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im gleichen Zeitraum von TEUR 37.432 zum 31. Dezember 2019 auf nunmehr TEUR 38.192, was im Wesentlichen auf die Erhöhung der Konzernliquidität (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zzgl. Wertpapiere) zurückzuführen ist, die zum 30. September 2020 ungeachtet der Dividendenausschüttung an die USU-Aktionäre auf TEUR 15.252 (31. Dezember 2019: TEUR 10.413) anstieg. Maßgeblich hierfür ist insbesondere die kundenseitige Rechnungsbegleichung, was zugleich mit einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 12.975 (31. Dezember 2019: TEUR 20.001) zum 30. September 2020 einherging.

Auf der Passivseite der Bilanz sank das Eigenkapital der USU-Gruppe infolge der Dividendenzahlung an die USU-Aktionäre in Höhe von TEUR 4.209 ungeachtet des positiven Konzernergebnisses von TEUR 60.198 zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 60.045 zum 30. September 2020. Zugleich stieg das Fremdkapital in Form der kurz- und langfristigen Schulden der USU-Gruppe zum 30. September 2020 auf TEUR 53.604 (31. Dezember 2019: TEUR 44.262). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus erhöhten passiven Rechnungsabgrenzungsposten, die aus bereits zu Jahresbeginn in Rechnung gestellten Wartungs- und SaaS-Verträgen, für die eine zugehörige Leistungserbringung und Umsatzrealisierung im weiteren Jahreserlauf erfolgt, herrühren sowie aus erhöhten kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16.

Bei einer Bilanzsumme von TEUR 113.649 (31. Dezember 2019: TEUR 104.460) belief sich die Eigenkapitalquote zum 30. September 2020 auf 52,8% (31. Dezember 2019: 57,6%). Mit dieser Eigenkapitalquote, der umfangreichen Konzernliquidität und keinerlei Bankverbindlichkeiten, ist die USU-Gruppe auch in Corona-Zeiten weiterhin äußerst solide und gesichert finanziert.

Cash-Flow und Investitionen

Zum 30. September 2020 verfügte die USU-Gruppe über flüssige Mittel (ohne Wertpapiere) von TEUR 15.252 (Q1-Q3/​2019: TEUR 10.102). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Anstieg um TEUR 5.150 bzw. 51,0%. Demgemäß steigerte USU die Konzernliquidität im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019, an dem USU über liquide Mittel von TEUR 10.413 verfügte, um 46,5%.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von USU stieg im Vorjahresvergleich von TEUR 7.691 im 9-Monatszeitraum 2019 auf nunmehr TEUR 12.866. Verantwortlich hierfür ist im Wesentlichen die Ergebnisverbesserung der USU-Gruppe sowie die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR -1.611 (Q1-Q3/​2019: TEUR -1.245) beinhaltet im Wesentlichen die Investitionen in Sachanlagen.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -6.305 (Q1-Q3/​2019: TEUR -1.071) resultiert aus der Dividendenausschüttung an die USU-Aktionäre in Höhe von TEUR -4.209 (Q1-Q3/​2019: TEUR -4.209) sowie aus Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR -2.096 (Q1-Q3/​2019: TEUR -1.637).

Auftragsbestand

Zum Ende des dritten Quartals 2020 summierte sich der konzernweite Auftragsbestand der USU-Gruppe auf TEUR 60.399 (30. September 2019: TEUR 51.379), lag damit um 17,6% über dem Vergleichswert des Vorjahres und markierte wiederum einen neuen Rekordwert in der USU-Historie. Entsprechend verzeichnete USU auch gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres 31. Dezember 2019 (31. Dezember 2019: TEUR 49.222) einen deutlichen Anstieg des Auftragsbestandes von 22,7%.

Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des Quartals stellt aufgrund von verbindlichen Verträgen die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der USU-Gruppe auf Sicht der kommenden 12 Monate dar. Diese beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie Wartungs- und SaaS-Verträge.

Mitarbeiter

Zum 30. September 2020 baute die USU-Gruppe ihre Belegschaft gegenüber dem Vorjahr planmäßig um 4,7% auf 735 (30. September 2019: 702) Mitarbeiter aus. Nach Funktionsbereichen untergliedert beschäftigte USU zum Ende des dritten Quartals 2020 insgesamt 316 (30. September 2019: 311) Mitarbeiter im Bereich Beratung und Services, 209 (30. September 2019: 200) Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung, 110 (30. September 2019: 94) Mitarbeiter im Bereich Vertrieb und Marketing sowie 100 (30. September 2019: 97) Mitarbeiter in der Administration. Segmentbezogen waren 526 (30. September 2019: 497) Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Produktgeschäft", 109 (30. September 2019: 108) Mitarbeiter im Geschäftsfeld "Servicegeschäft" sowie 100 (30. September 2019: 97) Mitarbeiter im Zentralbereich der USU-Gruppe tätig. Damit hat USU ungeachtet des Fachkräftemangels in der IT-Branche und der sich abermals verschärfenden Corona-Krise ihre Konzernbelegschaft auch im Berichtsquartal zielgemäß mit Blick auf die Mittelfristplanung ausgebaut.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Gesamtwirtschaft

Gemäß der Gemeinschaftsdiagnose #2-2020 4 der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute vom 14. Oktober 2020 verliert die wirtschaftliche Erholung in Deutschland nach dem starken dritten Quartal 2020 an Fahrt. Infolge der im In- und Ausland ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist die deutsche Wirtschaftsleistung in der ersten Jahreshälfte drastisch gesunken, wobei sich der Einbruch auf die Monate März und April konzentrierte. Schon im Mai setzte eine kräftige Gegenbewegung ein, die sich in nahezu allen Branchen bis zum aktuellen Rand fortsetzte. Dieser Erholungsprozess dürfte aber zunehmend an Fahrt verlieren. Nachholeffekte laufen aus, einige Branchen sind weiterhin erheblichen Einschränkungen ausgesetzt und die für die deutsche Wirtschaft wichtige globale Investitionstätigkeit dürfte noch für einige Zeit geschwächt bleiben. Die Institute erwarten daher nach einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 5,4% in diesem Jahr nur ein Zuwachs um 4,7% im kommenden Jahr und 2,7% im Jahr 2022. Sie revidieren damit ihre Prognose gegenüber dem Frühjahr für das laufende und das kommende Jahr um jeweils gut 1 Prozentpunkt nach unten. Grund dafür ist, dass der weitere Erholungsprozess nunmehr etwas schwächer eingeschätzt wird als noch im Frühjahr. Auch für die Weltwirtschaft rechnen die Institute mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 4,0% im Jahresdurchschnitt 2020 und damit so stark wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Für das Jahr 2021 erwarten die Institute aufgrund des fortschreitenden Erholungsprozesses eine kräftige Zunahme um 5,9%. Im Jahr 2022dürfte die Weltproduktion um 3,7% expandieren, womit sich die Veränderungsraten gemäß den Instituten wieder allmählich normalisieren.

4 Vgl. 141. Gemeinschaftsdiagnose vom 14. Oktober 2020, veröffentlicht unter www.gemeinschaftsdiagnose.de

Branche

Auch die Ausgaben für Informationstechnologie werden in Deutschland nach letzten Informationen des Digitalverbandes Bitkom 5 vom 29. Juni 2020 bedingt durch die Corona-Krise im Jahr 2020 sinken. So soll der deutsche IT-Markt nach Bitkom-Berechnungen im laufenden Jahr 2020 um -5,6% (2019: +3,5%) auf EUR 88,2 Mrd. (2019: 93,4 Mrd.) sinken. Dabei erwartet Bitkom auch für die Marktsegmente Software und IT-Services im Jahr 2020 einen Rückgang. So soll der Softwaremarkt um -4,0% (2019: +7,3%) auf EUR 25,2 Mrd. (2019: EUR 26,2 Mrd.) nachgeben, während der Markt für IT-Services um -5,4% (2019: +2,4%) auf EUR 38,7 Mrd. (2019: EUR 40,9 Mrd.) schrumpfen soll. "Die Kunden von Software-Anbietern sind auf Liquiditätssicherung bedacht und reduzieren Ausgaben für Lizenzen und Wartungsverträge auf das Nötigste. Die Rückgänge in diesem Bereich werden auch durch ein weiter kräftiges Wachstum des Cloud-Geschäfts nicht aufgewogen", sagt Bitkom Präsident Achim Berg - und ergänzt: "Die Wochen des Lockdowns sollten ein Weckruf gewesen sein, auch für Bremser und Bedenkenträger. Es sind digitale Technologien, die das öffentliche Leben und unsere Wirtschaft am Laufen gehalten haben." Laut Berg sei die Corona-Krise ein "…Digital Turning Point. Unsere digitalen Defizite wurden in den vergangenen Wochen schonungslos offengelegt, in Unternehmen, der Verwaltung und insbesondere der Bildung. Jetzt gilt es umso mehr, die Digitalisierung in allen Bereichen mit Mut, Entschlossenheit und Tempo voranzutreiben.", so Berg. Dementsprechend stünden die Zeichen für die Digitalbranche laut Bitkom mittelfristig insgesamt wieder auf Wachstum.

Das Marktforschungsunternehmen Gartner 6 prognostiziert in seinem neuesten, am 20. Oktober 2020 veröffentlichten IT Spending Forecast infolge der Corona-Pandemie für 2020 einen weltweiten Rückgang der IT-Ausgaben um -5,4% (2019: +2,4%) gegenüber dem Vorjahr auf USD 3.609 Mrd. (2019: USD 3.816 Mrd.), wobei für 2021 bereits wieder ein Wachstum um 4,0% auf USD 3.755 vorhergesagt wird. Für alle IT-Ausgabensegmente wird dabei von Gartner ein Rückgang im Jahr 2020 prognostiziert. Unternehmenssoftware wird voraussichtlich im Jahr 2021 den stärksten Aufschwung verzeichnen (+7,2%), da die Digitalisierungsbemühungen von Unternehmen laut Gartner beschleunigt werden.

5 Vgl. BITKOM-Pressemitteilung vom 29. Juni 2020, veröffentlicht unter www.bitkom.org

6 Vgl. Gartner-Pressemitteilung vom 13. Juli 2020, veröffentlicht unter www.gartner.com

Ausblick

Auch für das Abschlussquartal 2020 erwartet der Vorstand der USU Software AG ungeachtet der 2. Infektionswelle der Corona-Pandemie eine Fortsetzung der positiven operativen Geschäftsentwicklung. Dazu beitragen soll unter anderem das starke Software-as-a-service (SaaS)-Geschäft. Daraus folgend plant der Vorstand infolge des Trends hin zum SaaS und der Investitionszurückhaltung der von Corona stärker betroffenen Unternehmen mit einem eher verhaltenen Software-Lizenzgeschäft. Dagegen sollen die in den vergangenen Quartalen gewonnenen Serviceaufträge in Verbindung mit erwarteten Neuaufträgen auch im vierten Quartal 2020 zu einer sehr hohen Auslastung der Beratermannschaft und einem entsprechend positiven Beratungsgeschäft in beiden Segmenten der USU-Gruppe führen. Nach der Reorganisation der französischen Tochtergesellschaft USU SAS und der damit verbundenen Neuaufstellung der Vertriebsmanagements dieser Gesellschaft sieht der Vorstand ein entsprechendes Wachstum und eine Ergebnisverbesserung dieser Gesellschaft im Gesamtjahr 2020 als realistisch an, so dass von dieser Seite keine relevante Ergebnisbelastung mehr erwartet wird. Demgemäß erwartet der Vorstand für das laufende letzte Quartal 2020 ein Wachstum im Umsatz im Vergleich zum Vorquartal und ein positives Bereinigtes EBIT. Zugleich bestätigt der Vorstand die Mittelfristplanung für die USU-Gruppe, die ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie den Ausbau der operativen Marge auf Basis des Bereinigten EBIT bis 2024 auf 13% - 15% beinhaltet.

Im Fokus der strategischen Planung stehen die drei etablierten Wachstumssäulen der USU-Gruppe: der Ausbau der Internationalisierung, die Entwicklung und Markteinführung neuer Produktinnovationen sowie anorganisches Wachstum durch Akquisitionen.

Chancen- und Risikobericht

Bezüglich der Chancen und Risiken der USU Software AG und des Gesamtkonzerns liegen keine Veränderungen gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 vor. Wir verweisen insofern auf den im Geschäftsbericht 2019 enthaltenen Chancen- und Risikobericht.

USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28).

Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der International Security Identification Number (Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN") DE000A0BVU28 notiert und dort zum Handel im Regulierten Markt zugelassen.

Nach dem drastischen, durch die Corona-Krise hervorgerufenen Kursrutsch im Verlauf des ersten Quartals 2020 und der positiven Gegenreaktion im zweiten Quartal setzten die Aktienmärkte im Verlauf des Berichtsquartal den Aufschwung überwiegend fort. Zum Stichtag 30. September 2020 verblieb dabei auf Quartalssicht beim Deutschen Aktienindex (DAX) auf dem elektronischen Handelsplatz XETRA ein Kursgewinn gegenüber dem Stichtag des Vorquartals von 3,7% auf 12.760,73 Punkte (30. Juni 2020: 12.310,93 Punkte). Auch der Technology All Share-Index verbuchte im Vergleich zum Vergleichsstichtag des Vorquartals auf XETRA einen Kurszuwachs von 4,4% auf 4.216,71 Punkte (30. Juni 2020: 4.037,09 Punkte). Die USU-Aktie legte mit einer positiven Quartals-Performance von 22,3% auf EUR 24,70 (30. Juni 2020: EUR 20,20) abermals deutlich überproportional im Vergleich zu den Indizes zu. Im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2019 verblieb bei der USU-Aktie (31. Dezember 2019: EUR 15,805) eine positive 2020er Aktienperformance von 56,3%, während der Technology All Share-Index (31. Dezember 2019: 3.708,89 Punkte) im gleichen Zeitraum einen Kursanstieg von 13,7% verzeichnete. Dagegen blieb der DAX (31. Dezember 2019: 13.249,01 Punkte) mit einem Kursrückgang um -3,7% hinter dem Schlussstand vom Jahresende 2019 zurück.

Möglingen, 16. November 2020

USU Software AG

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Bernhard Oberschmidt Dr. Benjamin Strehl
Vorstandsvorsitzender Vorstand

KONZERN-BILANZ (UNTESTIERT)

AKTIVA

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9-Monatsbericht Jahresabschluss
in TEUR 30.09.2020 31.12.2019
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 5.275 5.951
Geschäfts- oder Firmenwerte 40.392 40.392
Sachanlagen 2.971 2.222
Nutzungsrechte 16.825 8.533
Finanzielle Vermögenswerte 828 835
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 380 309
Latente Steuern 8.786 8.786
75.457 67.028
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 535 381
Noch nicht abgerechnete Leistungen 5.843 3.482
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.975 20.001
Forderungen aus Ertragsteuern 410 928
Finanzielle Vermögenswerte 553 430
Übrige Vermögenswerte 837 435
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1.787 1.362
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 15.252 10.413
38.192 37.432
Aktiva, gesamt 113.649 104.460

PASSIVA

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9-Monatsbericht Jahresabschluss
in TEUR 30.09.2020 31.12.2019
--- --- ---
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 10.524 10.524
Kapitalrücklage 52.792 52.792
Gewinnrücklage -3.255 -3.003
Kumuliertes sonstiges Eigenkapital -16 -115
Eigenkapital 60.045 60.198
Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen 1.261 1.210
Leasingverbindlichkeiten 14.272 5.510
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 2.179 846
Passive latente Steuern 2.801 2.873
20.513 10.439
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 527 287
Finanzielle Verbindlichkeiten 105 105
Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 2.715 3.083
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 8.725 7.408
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.786 3.526
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 2.917 4.967
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.590 4.782
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 11.726 9.665
33.091 33.823
Passiva, gesamt 113.649 104.460

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (UNTESTIERT)

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GESAMTERGEBNISRECHNUNG Quartalsbericht

III /​ 2020
Quartalsbericht

III /​ 2019
9-Monatsbericht 9-Monatsbericht
in TEUR 01.07.2020-

30.09.2020
01.07.2019-

30.09.2019
01.01.2020-

30.09.2020
01.01.2019-

30.09.2019
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 25.766 23.836 77.862 68.713
Herstellungskosten des Umsatzes -12.645 -11.212 -37.962 -33.339
Bruttoergebnis vom Umsatz 13.121 12.624 39.900 35.374
Vertriebs- und Marketingaufwendungen -4.666 -4.406 -13.758 -13.926
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -3.515 -2.987 -10.416 -8.740
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -3.746 -3.699 -11.563 -11.390
Sonstige betriebliche Erträge 160 282 839 818
Sonstige betriebliche Aufwendungen -213 35 -394 -288
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) 1.141 1.849 4.608 1.848
Finanzerträge 10 86 15 89
Finanzaufwendungen -99 -30 -160 -80
Gewinn vor Steuern (EBT) 1.052 1.905 4.463 1.857
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -184 455 -506 -454
Konzernergebnis 868 2.360 3.957 1.403
Posten, die später aufwands- oder ertragswirksam

umgegliedert werden können:
- Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung 159 -176 99 -148
Sonstiges Ergebnis 159 -176 99 -148
Gesamtergebnis 1.027 2.184 4.056 1.255
Ergebnis je Aktie in Euro (verwässert und unverwässert) 0,10 0,21 0,39 0,12
Anzahl der zugrunde gelegten Aktien 10.523.770 10.523.770 10.523.770 10.523.770

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (UNTESTIERT)

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Konzern-Kapitalflussrechnung 9-Monatsbericht 9-Monatsbericht
in TEUR 01.01.2020-

30.09.2020
01.01.2019-

30.09.2019
--- --- ---
CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Konzernjahresüberschuss 3.957 1.403
+/​- Abschreibungen/​Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.523 2.059
+/​- Abschreibungen/​Zuschreibungen auf Nutzungsrechte IFRS 16 Leasingverhältnisse 2.141 1.696
+/​- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/​Erträge 154 -198
+/​- Zunahme/​Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit

zuzuordnen sind
3.546 2.997
+/​- Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit

zuzuordnen sind
780 183
+/​- Zinsaufwendungen /​Zinserträge 145 -9
+/​- Ertragsteuererstattungen /​Ertragsteuerzahlungen 160 -873
+/​- Gezahlte Zinsen/​ erhaltene Zinsen -46 -21
+/​- Ertragssteueraufwand/​-ertrag 506 454
CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 12.866 7.691
CASH-FLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT:
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -12 -227
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 7 35
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.606 -1.053
CASH-FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT: -1.611 -1.245
CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT:
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -4.209 -4.209
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -2.096 -1.637
CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT: -6.305 5.846
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 4.950 600
+/​- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -111 52
FINANZMITTELFONDS AM ANFANG DER PERIODE 10.413 9.450
FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE 15.252 10.102
FINANZMITTELFONDS /​ FLÜSSIGE MITTEL 15.252 10.102

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL (UNTESTIERT)

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Kumuliertes sonstiges Eigenkapital
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Gezeichnetes

Kapital
Kapital-

rücklage
Gewinn-

Rücklage
Pensionspläne Währungs-

umrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Anzahl TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Konsolidiertes Eigenkapital

zum 1. Januar 2019
10.523.770 10.524 52.792 -3.453 -208 10
Konzernergebnis 1.403
Übriges Ergebnis nach Steuern -148
Gesamtergebnis 0 0 0 1.403 0 -148
Dividendenzahlung -4.209
Konsolidiertes Eigenkapital

zum 30. September 2019
10.523.770 10.524 52.792 -6.259 -208 -138
Konsolidiertes Eigenkapital

zum 1. Januar 2020
10.523.770 10.524 52.792 -3.003 -116 1
Konzernergebnis 3.957
Übriges Ergebnis nach Steuern 99
Gesamtergebnis 0 0 0 3.957 0 99
Dividendenzahlung -4.209
Konsolidiertes Eigenkapital

zum 30. September 2020
10.523.770 10.524 52.792 -3.255 -116 100

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Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Eigenkapital
--- ---
TEUR
--- ---
Konsolidiertes Eigenkapital

zum 1. Januar 2019
59.665
Konzernergebnis 1.403
Übriges Ergebnis nach Steuern -148
Gesamtergebnis 1.255
Dividendenzahlung -4.209
Konsolidiertes Eigenkapital

zum 30. September 2019
56.711
Konsolidiertes Eigenkapital

zum 1. Januar 2020
60.198
Konzernergebnis 3.957
Übriges Ergebnis nach Steuern 99
Gesamtergebnis 4.056
Dividendenzahlung -4.209
Konsolidiertes Eigenkapital

zum 30. September 2020
60.045

VERKÜRZTER KONZERNANHANG FÜR DIE ERSTEN 9 MONATE 2020 (UNTESTIERT)

Grundsätze zur Rechnungslegung

Die USU Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft hat ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abt. B, unter der Nummer 206442 eingetragen.

Dieser Zwischenabschluss der USU Software AG steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss wurde nach IAS 34 (Interim Financial Reporting) erstellt.

Es wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie beim nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2019 abgeschlossene Geschäftsjahr angewandt. Der vorliegende ungeprüfte 9-Monatsbericht 2020 ist daher in Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss 2019 zu lesen.

Dieser Zwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach Auffassung des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der üblichen Periodenabgrenzung.

Im Rahmen der Aufstellung des Zwischenabschlusses gemäß den IFRS müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.

Ertragsteuern werden in der Zwischenperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser Steuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis der konsolidierten Gesellschaften angewendet.

Aus dem Ergebnis der Zwischenperioden kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

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01.01.-30.09.2020 01.01.-30.09.2019
TEUR TEUR
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Beratung 44.556 36.518
Lizenzen /​ Produkte 8.334 10.361
Wartung /​ SaaS 23.825 21.048
Sonstiges 1.147 786
77.862 68.713

Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 ist USU in den zwei Geschäftsfeldern "Produktgeschäft" und "Servicegeschäft" tätig, die im Wesentlichen die Risiken und die Eigenkapitalverzinsung des Konzerns beeinflussen. Die Aufgliederung verschiedener Kenngrößen nach den Geschäftsfeldern entsprechend IFRS 8 ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

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Produktgeschäft Servicegeschäft Summe Segmente
1.1.-

30.9.20
1.1.-

30.9.19
1.1.-

30.9.20
1.1.-

30.9.19
1.1.-

30.9.20
1.1.-

30.9.19
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TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
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Umsatz 57.367 53.143 20.372 15.408 77.739 68.551
EBITDA 10.018 8.606 3.393 1.772 13.411 10.378
EBIT 7.865 6.195 2.479 800 10.344 6.995
Finanzergebnis - - - - - -
Steuern -368 -1.013 -138 -140 -506 -1.153
Konzernergebnis 7.497 5.182 2.341 660 9.838 5.842
Mitarbeiter zum Ende der Periode 526 497 109 108 635 605

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nicht zugeordnet Konzern
1.1.-

30.9.20
1.1.-

30.9.19
1.1.-

30.9.20
1.1.-

30.9.19
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TEUR TEUR TEUR TEUR
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Umsatz 123 162 77.862 68.713
EBITDA -5.139 -4.775 8.272 5.603
EBIT -5.736 -5.147 4.608 1.848
Finanzergebnis -145 9 -145 9
Steuern 0 699 -506 -454
Konzernergebnis -5.881 -4.239 3.957 1.403
Mitarbeiter zum Ende der Periode 100 97 735 702

Außerhalb Deutschlands erzielte die USU-Gruppe in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 insgesamt 26,9% (Q1-Q3/​2019: 27,8%) bzw. TEUR 20.978 (Q1-Q3/​2019: TEUR 19.134) der konsolidierten Umsätze. Diese Angaben beziehen sich auf den Sitz des Kunden. Auf weitergehende Angaben der geographischen Daten wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Aktien der Organe der USU Software AG

Folgender Bestand an Aktien der USU Software AG von Organmitgliedern der Gesellschaft wurde zum 30. September 2020 festgestellt:

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Bestandsmeldungen der Organe Aktien

30.09.2020
Aktien

30.09.2019
Vorstand
Bernhard Oberschmidt 162.518 162.518
Dr. Benjamin Strehl 0 0
Aufsichtsrat
Udo Strehl * 5.000 5.000
Erwin Staudt 100.000 100.000
Gabriele Walker-Rudolf 0 0

* Über die AUSUM GmbH werden Herrn Udo Strehl als Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft gemäß § 34 (1) Satz 1 Nr. 1 WpHG n.F. zusätzlich 5.349.578 (2019: 5.347.013) Stimmrechte an der USU Software AG zugerechnet.

Zusätzlich werden über die "Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer dieser Stiftung 32.000 (2019: 32.000) Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 34 (1) S. 1 Nr. 1 WpHG n.F. zugerechnet.

Am 27. Juli 2020 hat die AUSUM GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende der USU Software AG, Udo Strehl ist, insgesamt 2.065 Aktien der USU Software AG über das elektronische Handelssystem Tradegate gekauft und diese Wertpapiergeschäfte nachfolgend der USU Software AG mitgeteilt. Die Gesellschaft hat ihrerseits diese Mitteilung über die Wertpapiergeschäfte pflichtgemäß veröffentlicht.

Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden von den Organmitgliedern nicht gehalten.

Möglingen, 16. November 2020

USU Software AG

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Bernhard Oberschmidt Dr. Benjamin Strehl
Vorstandsvorsitzender Vorstand

FINANZKALENDER 2020/​2021

16.-18. November 2020

Investoren- und Analystenkonferenz im Rahmen der Veranstaltung

Deutsches Eigenkapitalforum, virtuell

08.-09. Dezember 2020

Investoren- und Analystenkonferenz im Rahmen der Veranstaltung

30. Münchner Kapitalmarktkonferenz (MKK), München (Hybrid-Veranstaltung)