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USU Software AG Annual Report 2015

Jul 4, 2016

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Annual Report

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USU Software AG

Möglingen

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

GESCHÄFTSBERICHT 2015

DER USU SOFTWARE AG

TREU & GLAUBEN

Es war einmal ein Märchen, das hieß Hänsel und Gretel

DICHTUNG & WAHRHEIT

Ist unser Leben nicht wie ein Märchen? Überall wirken Kräfte, die wir nicht sehen. Überall sehen wir Dinge, die es gar nicht gibt. Überall ist Magie. Überall ist Zauberland. Aber wir nennen es Alltag, eine profane Welt. Rational. Intelligent. Durchdacht. Vernünftig. Entstanden durch Software. Mehr als nur ein Traum. Es ist Wirklichkeit.

Jeder kennt es. Auch das Ende?

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Das Geschäftsjahr auf einen Blick

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nach IFRS

in TEUR
2015 2014
Umsatzerlöse 66.091 58.933
Bereinigtes EBIT 8.789 7.276
Bereinigtes Konzernergebnis 8.789 5.963
Bereinigtes Ergebnis je Aktie 0,84 0,57
EBITDA 9.878 8.886
EBIT 7.590 6.673
Jahresüberschuss 8.382 5.512
Ergebnis je Aktie 0,80 0,52
Eigenkapital 60.791 55.608
Bilanzsumme 89.186 85.174
Eigenkapitalquote 68,2 % 65,3 %
Liquide Mittel und Kapitalanlagen 23.109 18.920
Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit 12.150 7.740
Anzahl der Mitarbeiter zum Ende des Jahres 498 452

Das Geschäftsjahr 2015

USU Software AG

Sie entdeckten einen Schatz und brachten ihn heim. Was damit tun damit?

SINN & VERSTAND

Hänsel dachte an ein Schloss, Gretel aber an ein anderes

GLANZ & GLORIA

Software ist die Verbindung von Wunsch und Wirklichkeit. Es ist wie in der Welt der Märchen. Hier die grausame Realität, dort der Zauber, das Wunder, die Geisteskraft, die alles schafft.

Software ist ein hartes Geschäft, in dem sich Tausende von Unternehmen mit Millionen von Mitarbeitern um Milliarden von Menschen kümmern. Mit Ideen, aus denen Apps werden. Mit Konzepten, aus denen Projekte werden. Mit Lösungen, die uns wiederum zu neuen Ideen inspirieren. Software ist eine niemals endende Geschichte.

Wir, die USU Software AG, stecken mittendrin in dieser unendlichen Geschichte, aus der wir genau so wenig entfliehen können wie Hänsel und Gretel, Schneewittchen oder Dornröschen aus dem Märchenbuch der Brüder Grimm.

Die USU Software AG ist sicherlich nur ein Zwerg in diesem Geschäft, aber es ist ein Riesengeschäft, das sich 2015 für uns alle glänzend gelohnt hat. Wir wissen nicht, ob Hänsel und Gretel den Schatz, den sie im Haus der Hexe fanden (und der dort keine Zinsen brachte), in USU-Aktien angelegt hätten. Aber wenn sie nicht gestorben sind, dann haben sie es bestimmt getan.

Statt zu streiten luden sie ihre Freunde zum Zipfel-Gipfel. Sie sollten entscheiden.

IMMER & ÜBERALL

Keiner weiß, woher sie kamen. Keiner weiß, was sie zusammenbrachte. Sie waren irgendwie schon immer beieinander, und sie werden es auch bis in alle Ewigkeit bleiben: die sieben Zwerge der Brüder Grimm.

Irgendwie erinnert dies an die USU Software AG. Sie ist zwar 1977 entstanden aus einem einzigen Unternehmen, aus der Udo Strehl Unternehmensberatung, aber heute bildet sie eine Gruppe von Firmen, die bei ihrer Gründung bestimmt nicht ahnten, dass sie einmal zusammengehören würden. Ob sie nun Omega hießen, LeuTek oder Aspera, BIG, USU AG oder SecurIntegration - sie kamen von überall her, und sie sind heute Teil einer Familie, deren gemeinsames Thema die Herstellung, Pflege und Vermarktung von Software ist. Weltweit.

Obwohl sie keine Giganten sind, sondern kleine Lebewesen, wurden die sieben Zwerge weltberühmt. So ist es auch mit den Unternehmen der USU Software AG. In ihrem Fachbereich gehören sie zu den Champions.

Übrigens: einmal im Jahr laden diese Zwerge ihre Kunden weltweit zu einem eigenen Gipfeltreffen ein: Zur USU World. 2016 ist dieses Treffen ganz in der Nähe der sieben Berge, dem Siebengebirge: in Bonn, im ehemaligen Bundestag.

"Es gibt genug zu tun auf der Welt", sagten sie. "Gerade für uns, die Kleinen"

WACHSEN & GEDEIHEN

Manche können es immer noch nicht glauben, aber es ist wahr. Schneewittchen, Rotkäppchen, Dornröschen und natürlich Hänsel & Gretel sind keine Erfindungen Hollywoods, sondern - wir sagen es nicht ohne Grimm - deutschen Ursprungs. Welterfolge der Leinwand.

Viele werden es immer noch nicht wissen, aber es ist wahr. So manche Software, deren Namen sich so weltläufig amerikanisch anhört, ist gar nicht in den USA entstanden, sondern - wir sagen es nicht ohne Stolz - deutschen Ursprungs. Weltmarktführer auf ihrem Gebiet.

Dazu gehören auch die Angebote der USU Software AG. Beispiel: Auf dem Gebiet des Lizenzmanagements, mit dem Unternehmen der unterschiedlichsten Art und Herkunft ihre millionenschweren, weltweiten Softwarebestände dynamisch verwalten, sind wir topp. Ein märchenhafter Aufstieg steht dahinter.

Manchmal können wir selbst es gar nicht glauben.

"Die Großen haben immer alles - nur nie das, was gerade fehlt."

RAT & TAT

Guter Rat ist mitunter teurer als alles Gold der Welt. Das ist nicht nur in Märchen so, wenn dort der winzige Rat einer weisen Frau oder eines Zwergenmännleins den Weg weist und wahre Wunder wirkt. Das ist in unserer großen, hochkomplexen Wirtschaftswelt die tägliche Herausforderung. Deshalb sind gute Berater gefragt wie nie zuvor.

Wenn sie wirklich gut sind, dann sind sie aber auch -wie im Märchen - rechtzeitig zur Stelle. Bescheiden. Ohne große Show. Denn sie wissen, der Wert dessen, was sie leisten, hängt allein davon ab, ob der andere, der Kunde, dies auch erkennt. Im Märchen ist dies dann sehr oft die eigentliche Probe.

Man muss erkennen, wer es gut mit einem meint. Da entscheidet sich, ob ein Projekt gelingt oder nicht. Für die USU Software AG ist dies eine Frage der Ehre und der Ehrlichkeit. Unser Rat ist auch immer unsere Tat. Das ist das Geheimnis unseres Erfolges - unseres gemeinsamen Erfolges.

Das dürfen Sie uns glauben.

"Software heißt die Zauberkraft, die jedes Problem zur Lösung macht"

URSACHE & WIRKUNG

Also sprach Goethes Zauberlehrling: "Die ich rief, die Geister, werd' ich nun nicht los". Egal, was er tut, der Besen schöpft immer mehr Wasser aus dem Brunnen. Alles wird überschwemmt. Alles gerät außer Kontrolle. Ein Vielzuviel des Guten. So geht es uns auch, wenn wir einmal den Softwaregeistern unsere Tore geöffnet haben. Walle, walle sind sie überall. Keiner weiß, warum? Niemand hat mehr den Überblick.

Wo ist der Meister, der die Zaubersoftware hat, die das Chaos beendet?

Kann man überhaupt zu viel an Software, an Hardware, an IT haben? Spätestens dann, wenn man all das bezahlen muss, in Form von Lizenzen und Verträgen, Pflege und Wartung, menschlichen und technischen Ressourcen, braucht jedes Unternehmen einen solchen Meister.

Es ist die USU Software AG, in deren Produkten weltweit inzwischen mehr als 700 Unternehmen ihren Zaubermeister gefunden haben. Er überwacht zuverlässig und souverän Tausende, Hunderttausende, ja Millionen von IT-Beständen.

Da wird viel Geld gespart. Mit IT. An IT. Durch IT. Sie werden es nicht glauben, aber es ist wahr.

"So lautet unser Rat" , sprachen die Zwerge und stürzten sich in ihre Arbeit.

HEGEN & PFLEGEN

Es mag ja sein, dass wir alles, was in der IT ist, am liebsten in die Cloud, in die ferne Wolke, abschieben möchten. Da können wir jede Menge Service sparen. Denn der Segen kommt von oben. Immer die neueste Software. Immer die aktuellsten Daten. Immer ist alles da. Gehegt, gepflegt.

Alles wirkt ganz leicht. Sonst könnte es ja nicht da oben sein.

Unser Leben findet aber auf der Erde statt. Hier arbeiten wir. Hier entsteht alles, was z. B. die Cloud braucht und bringt. Da müssen wir manchmal ganz schön in die Tiefe gehen. Schürfen und Schöpfen. Schuften und Schwitzen.

Alles ist schwer. Sonst könnt es ja jeder machen.

In der Tat: Je individueller eine Dienstleistung ist, desto anspruchsvoller ist sie. Vor allem in der IT-Welt ist das so. Hier verlangen die Kunden bei den ganz, ganz wichtigen Projekten den Einsatz direkt vor Ort. Persönlich. Präsent. Kompetent.

Da kann man nicht so schnell abheben.

Aller Anfang ist schwer. Vielleicht ist das der Grund, warum die USU Software AG vor bald 40 Jahren mit Services begonnen hat. Ganz irdisch. Schwergewichtig. Dass sich dieser Einsatz lohnt, für unsere Kunden und für uns, das ist unser tiefer Glaube.

Hänsel & Gretel entschieden, ihren Schatz den Zwergen zu geben.

KAPITAL & ARBEIT

Es ist wie verhext", eröffnete eine deutsche Boulevard-Zeitung das Börsenjahr 2016. Gerade war alles noch gut. Strammer DAX. Guter Kurs. Starker Lauf. Geradezu märchenhaft der Aufstieg der Aktie der USU Software AG. Sie legte mehr als 38,7 Prozent zu. 2015 war ein Erfolgsjahr.

Und plötzlich diese Unruhe.

Doch Hänsel und Gretel kümmerte das wenig. Nichts konnte sie mehr aus der Ruhe bringen. Sie hatten den Neuen Markt überlebt, den 11. September 2001, die große Finanzkrise, all die vielen Skandale, all die kriegerischen Randale in der Welt. Sie wussten, was eine gute Geldanlage ist. Wie zum Beispiel die USU Software AG.

Ein Unternehmen mit einem soliden Fundament. Ein Unternehmen mit einem stabilen Management und selbstbewussten Mitarbeitern. Ein Unternehmen, das aber auch Temperament besitzt, Feuer, Esprit und Sympathie. Nicht dick aufgetragen, keine PR-Wolke. Einfach anders. Einfach gut. Einfach ehrlich.

Einfach ein Unternehmen, dem man glauben kann.

Diese schufteten fortan ohne Unterlass und schufen einen riesigen Schatz aus Software.

GLÜCK & SEGEN

Märchen sind voller Wunder und Wünsche. Märchen sind wie Software. Alles geht ganz leicht. Gleichsam auf Knopfdruck.

Und doch wissen wir, dass dahinter jede Menge Arbeit steckt. Gehirnarbeit, die in die Tiefe geht. So entsteht ein Schatz aus Millionen von unsichtbaren Befehlen, die uns, den Menschen, gehorchen. Das ist Software. Und daran arbeiten wir, die Menschen der USU Software AG.

Wir bauen Software, etwas, das keiner sieht - und doch alles, was uns dient, durchdringt. Das ist unser Glaube. Das ist unser Leben.

Hensel und Gretel waren darob sehr froh. Denn es war damit allen wohlgetan.

HIMMEL & ERDE

Tue Gutes - und lass es gut sein! In den Märchen fragen die Helden nicht, was sie davon haben, wenn sie etwas Gutes tun. Sie tun es einfach. Und sie haben ihre stille Freude daran.

Natürlich werden sie - zumindest in den Märchen - dennoch belohnt.

Wir, die Menschen der USU Software AG, freuen uns, wenn unsere stille Hilfe etwas Gutes bewirkt. Bei Menschen in Not. Bei Menschen im Sport. Bei Menschen in der Kunst.

So machen wir das Jahr für Jahr. In gutem Glauben.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann profitieren sie auch im nächsten Jahr.

WUNSCH UND WIRKLICHKEIT

Im Märchen sind es Weissagungen, die immer irgendwie eintreffen. In der Wirklichkeit haben wir unser Schicksal selbst in der Hand, auch wenn da viel, viel mehr Kräfte wirken als nur Könige und Zwerge, Feen und Hexen.

Da müssen wir die Weltwirtschaft einkalkulieren, den technischen Fortschritt, die Wünsche der Kunden, die Fähigkeiten der Mitarbeiter, die große Politik - und die eigenen Ziele und Werte. Sie sind vielleicht sogar entscheidend. Wir schauen auf uns selbst. Deswegen gehen wir, die Menschen der USU Software AG, mit sehr viel Zuversicht in die Zukunft.

Da sind wir dann doch wieder bei den Märchen, beim Glauben an das Gute.

Märchen erzählen keine Märchen.

Märchen erzählen von uns.

Kundenprojekte

Lückenlos überwacht durch IT-Service-Monitoring

Die Hannoversche Informationstechnologien (HannIT) bieten als Anstalt des öffentlichen Rechts der Region Hannover Kommunen, Versorgungs- und Verkehrsbetrieben vielfältige IT-Lösungen. Das sind beispielsweise Internetservices, GIS-Technologien, kommunale Anwendungen oder Mobilitäts- und Planungsverfahren. Als eGovernment-Dienstleister legen HannIT großen Wert darauf, Prozesse ganzheitlich zu beschreiben und durch ein Set von bedarfsgerechten IT-Werkzeugen optimal zu unterstützen. Ziel ist es, den Kunden der Öffentlichen Hand diese standardisierten Leistungspakete anzubieten und damit über die effiziente Prozessautomatisierung hinaus auch mehr Bürgernähe zu ermöglichen.

Voraussetzung hierfür sind reibungslose technische Abläufe und die rasche Beseitigung von Störungen bzw. die Minimierung von Ausfällen wichtiger Systeme. Daher entschieden sich die Verantwortlichen für ein professionelles Systemsmanagement und für LeuTek als Kompetenz- und Technologiepartner.

In der Folge wurde die Hochverfügbarkeitslösung ZIS-System implementiert und verschiedenste Zuliefer-Systeme als Datenquellen angebunden. Dadurch konnte sehr rasch eine zentrale Überwachung der kompletten IT-Infrastruktur etabliert werden, u. a. von Servern, Datenbanken, Netzwerk und Applikationen.

Auf Basis der gewonnen Monitoring-Daten erstellte das Projektteam Handlungsanweisungen und Wiederanlaufpläne für den Störungsfall. Des Weiteren wurden die Service-Level-Vereinbarungen (SLAs) transparent dokumentiert und überwacht.

So konnte innerhalb weniger Monate ein proaktives Störungsmanagement und die Reduzierung der Ausfallrisiken realisiert werden. Damit verbunden erhöhte sich die Kundenzufriedenheit durch stets aktuelle Informationen und qualitativ höhere Serviceleistungen.

"Das ZIS-System eröffnet uns die Möglichkeit, nicht nur die Verfügbarkeit von Servern, sondern auch die Verfügbarkeit von Services abzubilden. Das hat uns vollständig überzeugt. Nach 6-monatiger Nutzung des LeuTek-Systems können wir heute schon sagen, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben."

Rainer Schnese, stellv. Vorstand HannIT

gkv informatik stellt IT-Servicemanagement neu auf

Die gkv informatik bündelt die IT-Dienstleistungen für namhafte deutsche Krankenkassen und betreibt eines der größten Rechenzentren auf diesem Gebiet in Europa. Sie wurde von ihren Gesellschaftern, darunter verschiedene AOKs sowie die heutige BARMER GEK, mit dem Ziel gegründet, umfassende und mandantengerechte Services zu liefern. Durch den Zusammenschluss der verschiedenen IT-Bereiche sollten vor allem die unterschiedlichen Verfahrensweisen, Prozesse sowie die IT-Infrastrukturen, -Werkzeuge und -Reifegrade vereinheitlicht werden - eine große organisatorische und technische Herausforderung. Daher wurden zwei parallel laufende Projekte initiiert: Ein so genanntes "Prozessbebauungs-Projekt", das sich an den Richtlinien des De-Facto-Standards ITIL® orientiert, sowie - mit Unterstützung der USU-Expertise und -Technologie - ein Projekt zur Integration einer Softwarelösung für die Unterstützung der Serviceprozesse.

Das Software-Implementierungsprojekt konnte als Festpreisprojekt innerhalb von nur elf Monaten inklusive Konzeptions- und Implementierungsphase erfolgreich abgeschlossen werden.

Die gkv informatik steuert heute 150.000 IT-Güter mit über 500.000 Configuration Items durch USU Valuemation als integrierte Plattform. Deren stets aktuelle und zentrale Datenbank ist die Grundlage für hohe Transparenz sowie für effiziente, standardisierte und automatisierte Serviceprozesse. Über 300.000 Tickets pro Jahr werden heute mit Unterstützung der integrierten Wissensdatenbank USU KnowledgeCenter bearbeitet. Damit ließen sich innerhalb sehr kurzer Zeit skalierbare IT-Fertigungsprozesse etablieren, die es ermöglichen, flexibel und agil auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer Kunden zu reagieren. Der größte IT-Service-Provider der gesetzlichen Krankenkassen hat damit erfolgreiche Industrialisierungskonzepte wie Automatisierung oder Standardisierung auf alle wesentlichen IT-Prozesse übertragen.

"Mit der Umsetzung ITIL® -konformer Serviceprozesse haben wir in den letzten Jahren organisatorisch und technisch die Basis für eine gesteigerte Wertschöpfung bei unseren Kunden geschaffen. Die Zusammenarbeit mit USU lief reibungslos. USU Valuemation ist heute eines unserer zentralen Arbeitsinstrumente im IT-Servicemanagement."

André Mosinski, Business Koordinator Architektur, gkv informatik GbR

Software ist die Magie der Moderne.

Innovative Serviceangebote auf Basis einer Big-Data-Analyseplattform

Mit über 3.000 Service-Mitarbeitern weltweit und Vertretungen in 170 Ländern verfügt die Heidelberger Druckmaschinen AG (HDM) über das größte Servicenetzwerk der Printmedien-Industrie. Die Kunden erwarten zunehmend Servicekonzepte mit intensiver Betreuung zur Erhöhung der Effizienz, garantierte Maschinenverfügbarkeit und Unterstützung bei betrieblichen Prozessen.

Seit über 10 Jahren betreibt Heidelberg eine Plattform für das Internet der Dinge (IoT) mit über 10.000 angeschlossenen Geräten und 2.000 Sessions für die Fernwartung- und -steuerung pro Monat.

Heidelberg treibt die Entwicklung mit Hilfe von USU Industrial Smart Service stetig weiter. Die Sensorik der Maschine und das Know-How der HDM-Spezialisten im Hinblick auf unzählige weitere Parameter wie Temperaturen, Ströme, Prozesse etc. sowie die permanente Übermittlung dieser Werte nutzt Heidelberg zur Entwicklung eines hochmodernen Big-Data-Analyse-Systems.

Auf Basis dieses Systems wurden Serviceprozesse verbessert und gleichzeitig neue Dienstleistungsangebote entwickelt. Dabei geht es im Wesentlichen um das frühzeitige Erkennen von Unregelmäßigkeiten anhand von Online-Maschinendaten. Ziel ist es, durch geplante Servicemaßnahmen sich anbahnender Störungen zu eliminieren, bevor sie den Produktionsprozess stören, d.h. höchste Verfügbarkeit der Maschine dank intelligent geplanter, proaktiver Serviceeinsätze.

In einer ersten Pilotphase entstanden skalierbare Serviceverträge - von kontinuierlicher Überwachung der Maschine mit Fehlerfrüherkennung und entsprechenden Maßnahmen bis hin zu einem Service Key-Account Ansprechpartner mit wöchentlichen Telefonkonferenzen sowie definierten Verfügbarkeitskennzahlen.

Das Projekt entstand aus einem Prototyp, den Heidelberg selbstständig entwickelt hat. Auf Basis der gewonnen Erkenntnisse konnte in maßgeblicher Zusammenarbeit mit der USU Software AG eine neue, performante und skalierbare Plattform entwickelt werden.

"Durch Smart Services sind neue Serviceprodukte für maximale Performance bei minimalem Risiko für den Kunden entstanden. Zum Beispiel ermöglicht Smart Monitoring unseren Kunden eine unterbrechungsfreie Produktion bei deutlich erhöhter Maschinenverfügbarkeit."

Kerstin Rabbel, Produktmanagerin Smart Services, Heidelberger Druckmaschinen AG

Architektur für eine agile und effiziente IT

1926 gegründet, besteht die SDK-Versicherungsgruppe heute aus 3 Unternehmen: der Süddeutschen Krankenversicherung, der Süddeutschen Lebensversicherung sowie der Süddeutschen Allgemeinen Versicherung. Mit über 600.000 Versicherten zählt die SDK zu den 15 größten privaten Krankenversicherern in Deutschland.

Steigende Anforderungen, die Geschäftsprozesse der SDK durch eine agile und flexible IT optimal zu unterstützen, führten zu Überlegungen, an welchen Technologien und Standards sich die SDK Versicherungsgruppe künftig ausrichten sollte. Die Verantwortlichen entschieden sich dafür, die Informationstechnologie zu modernisieren und eine einheitliche Entwicklungs-Plattform aufzubauen. Das Zielszenario sah vor, die Anwendungslandschaft der SDK, die weitgehend aus COBOL-basierten Lösungen besteht, abzulösen. Insbesondere die Reduktion von Entwicklungs-, Wartungs- und Betriebsaufwänden sollte Freiräume dafür schaffen, mehr Projekte durchführen zu können. Aufgrund ihrer nachgewiesenen Erfahrung bei der Einführung neuer Unternehmens-Technologien sowie ihrer IT-Architekturkompetenz erhielt die USU AG nach einer umfangreichen Marktevaluierung den Auftrag, die Planung und Umsetzung des Projektes "SDK IT-Architektur 2020" als Kompetenzpartner zu begleiten.

Nach einer erfolgreich verlaufenen Umsetzung der wichtigen ersten Projektphase verfügt die SDK heute über eine moderne, flexible, einfach bedienbare und zukunftsfähige Entwicklungsplattform, mit der das SDK-Entwicklungsteam künftig individuelle und qualitativ hochwertige Anwendungen fertigen kann. Damit ist die Grundlage für den Modernisierungsprozess geschaffen, denn alte Technologien wurden durch neue, breit etablierte Standards ergänzt. Das Basis-Framework bietet größtmögliche Flexibilität und ermöglicht nicht nur die Anbindung monolithischer Anwendungen, sondern auch den Einsatz serviceorientierter Lösungen oder die Einbindung von DrittSystemen. Weitere Projektmeilensteine sehen u. a. Integration der Vorgangssteuerung vor.

"Neben der IT-Architekturkompetenz war für uns insbesondere die Erfahrung der USU bei der Einführung neuer Technologien in Unternehmen von höchstem Wert."

Reinhard Fischer, Leiter IT,SDK Versicherungsgruppe

Programme sind die Zauberformeln unseres Wissens.

SIG unterstützt IT-Anwender im Self-Service

Die 1853 gegründete SIG Schweizerische Industrie-Gesellschaft ist heute einer der weltweit führenden Systemhersteller von Kartonpackungen und Füllmaschinen für Getränke und Lebensmittel. Der Service-Desk ist die zentrale Anlaufstelle für Anwender der SIG-Gruppe bei allen Fragen rund um die IT und damit eine wichtige Schnittstelle zu den IT-Servicemanagement-Prozessen. Innerhalb von 7 Jahren hatte sich die Anzahl der IT-Tickets von 20.000 auf 50.000 mehr als verdoppelt. Um angesichts des dynamischen Wachstums die Qualität und Effizienz der Service-Leistungen weiterhin sicherstellen zu können, planten die Verantwortlichen einen ergänzenden Kommunikations-Kanal zu den Anwendern via Self-Service. Ziel war der Einsatz eines praxisnahen, einfach zu bedienenden Werkzeugs, mit dem Nutzer möglichst rasch eine Lösung zu ihrem aktuellen IT-Problem finden und - sofern das nicht auf Anhieb gelingt - ihr Problem direkt an den IT-Service melden können. Mit der Akzeptanz der Nutzer versprach man sich nicht nur eine höhere Kundenzufriedenheit, sondern auch eine Reduzierung der Tickets und Calls.

SIG entschied sich aufgrund der guten Erfahrungen mit USU-Technologie und Expertise im Bereich Business Service Management für die USU als Lösungspartner und deren intelligente Self-Service-Anwendung USU Smart Link. Eine fünfmonatige Pilotphase mit ca. 350 Anwendern verlief erfolgreich, so dass der internationale Rollout der Lösung erfolgen konnte.

Mehr als die Hälfte der globalen Anfragen können heute durch USU Smart Link via Self-Service selbstständig gelöst werden. Eine Wissensdatenbank mit derzeit über 170 Lösungsdokumenten liefert relevante Antworten auf die wichtigsten Fragen. In den übrigen Fällen können Nutzer rasch direkt aus der Suche heraus ein Ticket erstellen, das automatisch als Incident im IT-Service angelegt wird. Die automatisch mitgelieferten Diagnose-Informationen beschleunigen die anschließende Ticketbearbeitung erheblich.

"Mit dem Thema Self-Service haben wir innerhalb unserer IT-Organsiation ein weiteres Angebot etabliert, das für die Anwender, aber auch für uns als Betreiber Mehrwerte schafft."

Achim Dilsen, Incident Manager, SIG Combibloc Group

TELEKOM HILFT - Erfolgreicher Service ist das beste Marketing

Mit der "Telekom hilft"-Initiative sollte vor einigen Jahren eine neue Magentafarbene Service-Ära eingeleitet werden. Dies war das Ergebnis einer Umfrage- und Analysephase über die Potenziale des Social Web. Das neue Servicekonzept sollte Telekom-Kunden gerade bei den kleinen Ärgernissen und Problemen weiterhelfen - rasch, unbürokratisch und persönlich. Ein Jahr später startete "Telekom hilft" erfolgreich auf den populären Netzwerken Twitter und Facebook.

Über 200 Agenten an sechs Standorten beantworten heute zeitnah alle Anfragen auf den Social Media-Kanälen von Telekom-hilft sowie der eigenen "Telekom-hilft-Community". Täglich werden so in den sozialen Netzwerken über 1.000 Antworten gegeben sowie sämtliche mit der Lösung des Kundenanliegens verbundene Kommunikation via E-Mail oder Telefon geführt. Jeden Monat werden dadurch über 60.000 Konversationen bearbeitet, die weit über 1,5 Millionen Mal monatlich aufgerufen werden. Service in dieser Dimension, zudem öffentlich vor den Augen vieler Kunden und der Fachpresse, stellt höchste Anforderungen an den Betrieb.

Die Verantwortlichen standen jedoch bald vor der Herausforderung, wie ein qualitativ hochwertiger und einheitlicher Service angesichts des hohen Wachstums und sehr starker Schwankungen künftig abgesichert werden konnte. Es galt, die unterschiedlichen Bereiche wie Twitter, Facebook und die eigenen Communities sinnvoll zu bündeln und Service-Wissen besser verfügbar zu machen. Gesucht war eine zentrale, intelligente Plattform zur Steuerung aller Serviceaktivitäten über zahlreiche Kanäle hinweg. Die Deutsche Telekom entschied sich für BIG Social Media als Technologie-partner.

Die Anwendung BIG CONNECT bietet die technologische Basis für den reibungslosen Ablauf und den systematischen Ausbau des Social Media-Servicekonzepts der Deutschen Telekom.

"Service auf allen Kanälen ist ein wesentlicher Differenzierungsfaktor und ein erfolgskritisches Kriterium für den Geschäftserfolg. Mit "Telekom hilft" haben wir dafür in den letzten Jahren ein modernes Multi-Channel-Konzept entwickelt und umgesetzt. Dabei unterstützt uns die BIG Social Media als Beratungs- und TechnologiePartner und BIG CONNECT als zentrales Werkzeug."

Dominik Bauersch, Geschäftsleitung, Deutsche Telekom Kundenservice

Der größte Zauber ist die Wirklichkeit. Denn in ihr leben wir.

Unitymedia für professionellen Kundenservice prämiert

Unitymedia mit Hauptsitz in Köln ist der größte Kabelnetzbetreiber und einer der führenden Anbieter von Medien- und Kommunikationsdiensten via Breitbandkabel in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. Über eines der modernsten und größten zusammenhängenden Kabelnetze Europas erreicht Unitymedia 12,7 Millionen Haushalte und bietet Kunden digitales und analoges Fernsehen und Radio sowie Telefonie- und Internetdienste.

Als regionaler Anbieter ist Unitymedia nah am Kunden und reagiert schnell und flexibel auf individuelle Wünsche und Anforderungen. Um die steigenden Herausforderungen zu meistern und Kunden rasch und qualitätsgesicherte Services anbieten zu können, entschieden sich die Verantwortlichen bei Unitymedia für die Unterstützung durch die professionelle Wissensdatenbank USU KnowledgeCenter.

Innerhalb weniger Monate nach der Implementierung konnten vor allem durch den intensiven Einsatz so genannter "Aktiver Technologien" deutlich spürbare Effizienzsteigerungen erzielt werden. Diese Technologie eliminiert redundante Inhalte, indem sie Wissensobjekte intelligent steuert und als bedarfsgerechte "Wissenshäppchen" genau in der richtigen Situation anbietet. Unitymedia konnte dadurch Dokumentenanzahl, die Suchergebnismenge und damit den Redaktions- und Pflegeaufwand drastisch reduzieren. Davon profitieren heute nicht nur die über 3.000 Mitarbeiter im Kundenservice, sondern vor allem auch die Kunden.

Im Rahmen der Fachkonferenz USU World 2015 in Darmstadt erhielt Unitymedia den erstmals vergebenen Knowledge-Award für das beste Kundenprojekt mit der Wissensdatenbank USU KnowledgeCenter. Gewürdigt wurden insbesondere die innovative Art der Wissensaufbereitung und Wissensnutzung sowie die messbaren positiven Effekte.

"Früher arbeiteten unsere Service-Mitarbeiter mit über 8.000 teilweise sehr langen und unübersichtlichen Dokumenten. Mit der USU-Technologie konnte diese Anzahl um fast 80 Prozent auf heute nur noch 1.200 AKTIVE Dokumenten reduziert werden. Mit dem Zugriff auf bedarfsgerechte Fragebögen ist die Bearbeitung durch die Mitarbeiter schnell und einfach geworden."

Sandra Pütz, Projektleiterin, Unitymedia

TUI InfoTec GmbH - We do SAM with a Smile

Seit 1997 bietet die TUI InfoTec GmbH IT-Services für die TUI GROUP an. Der weltweit führende Touristikkonzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014/15 mit rund 76.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 20,0 Milliarden Euro. Bislang waren die Softwarelizenzen nur produkt- und abteilungsspezifisch verwaltet worden. Entsprechend aufgeteilt waren auch die Verantwortlichkeiten hierfür. Dies und die teilweise Unvollständigkeit der Daten stellte die TUI InfoTec vor die Herausforderung, ihre Softwarelizenzen effizient zu verwalten. Nicht zuletzt stand ein Software-Audit an.

Das übergeordnete Ziel des Lizenzmanagement-Projektes war es, innerhalb eines halben Jahres ein umfassendes und durchgängiges Lizenzmanagement zu entwickeln. So sollten alle Lizenz- und Wartungsrechnungen sowie Lizenzverträge erfasst und die Auskunftsfähigkeit über den Lizenzbestand und dessen Nutzung auf den Maßstab eines Audits erhöht werden. Sowohl die Schaffung von Transparenz als auch die Sicherstellung der Compliance des jeweiligen Lizenzbestands für die drei größten Software Hersteller IBM, Microsoft und Oracle wurden als Meilensteine gesetzt.

Aspera gewann nach einer gründlichen Marktanalyse und einem Proof of Concept die Ausschreibung. Innerhalb Aspera wurde das Projektteam definiert, ein Vorgehensplan erstellt und das Projekt begann.

Heute existiert ein klar strukturiertes Lizenzmanagement in der Organisation, welches die vielfältige Infrastruktur berücksichtigt. Verschiedene Lizenzmodelle werden durch eine breit aufgestellte Scanner-Technologie erfasst und Verträge archiviert.

"Wir vom Lizenzmanagement-Team waren alle nach dem Proof of Concept überzeugt, dass Smart-Track das richtige Tool für uns ist. Im Rahmen des Projektes konnten wir alles mit Aspera umsetzen. Die Flexibilität des Tools, aber auch die pragmatische Herangehensweise ist sehr gut in SmartTrack gelöst."

Uwe Lehmann, Licensemanager, Governance & Product Support, TUI InfoTec GmbH

DER BEIRAT DER USU-GRUPPE

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern und Interessenten ist für die Zukunftsfähigkeit und den nachhaltigen Geschäftserfolg von Wachstumsunternehmen wie die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften von zentraler Bedeutung. Dabei geht es im Sinne einer langfristigen und lebendigen Geschäftsbeziehung darum, qualitativ hochwertige Services und einen nachweisbaren Mehrwert zu bieten.

Mit ihrem produkt- und serviceorientierten Angebotsportfolio verfolgt die USU Software AG konzernweit das Ziel, dass ihre Kunden neben einer signifikanten Serviceverbesserung auch deutliche Einsparpotenziale realisieren, so dass sich Investitionen in die Softwarelösungen des USU-Konzerns in kurzer Zeit amortisieren und insofern eine Win-Win-Situation zwischen USU und ihren Kunden entsteht. Entsprechend zählen inzwischen über 700 Unternehmen aus allen Bereichen der Wirtschaft zum internationalen Kundenkreis der USU-Gruppe.

Die Basis aller Anstrengungen ist insofern die strikte Kundenorientierung, welche die USU-Gruppe seit 39 Jahren als oberstes Prinzip der Geschäftsstrategie verfolgt. Umfassend unterstützt wird die USU Software AG hierbei von ihrem Beirat, dessen Mitglieder dem gesamten USU-Konzern mit ihrer hohen Fachkompetenz und langjährigen Managementerfahrung zur Seite stehen. Der Beirat besteht aus Persönlichkeiten der Wirtschaft, die über eine tiefgreifende Erfahrung und Expertise auf dem Gebiet der Informationstechnologie verfügen. Ein Großteil der Mitglieder des Beirats kommt dabei aus dem direkten Kundenkreis der USU Software AG und ihrer Konzerntöchter.

Bei den regelmäßigen Zusammentreffen des Beirats mit dem Vorstand und Management von USU werden aktuelle Themen und strategische Entwicklungen des Marktes und der USU-Gruppe sowie zukünftige Trends erörtert. Das wichtigste Ziel ist und bleibt dabei, die Bedürfnisse der Kunden nachhaltig zu befriedigen und insofern die Kundenbeziehungen auf Basis einer vertrauensvollen Partnerschaft zu festigen und weiter auszubauen. Um eine Kontinuität im Bereich des Beirats zu gewährleisten, werden die Beiratsmitglieder der USU-Gruppe für die Zeit von zwei Jahren berufen, wobei eine erneute Berufung nach Ablauf einer Amtsperiode zulässig ist.

Zur Drucklegung dieses Geschäftsberichts 2015 gehören dem Beirat der USU-Gruppe im Einzelnen an:

Andreas Dümmler,

IS Manager, ARBURG GmbH & Co. KG

Oliver Hoffmann,

Sprecher der Geschäftsführung, gkv informatik

Frank Karsten,

Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter Versicherungsgruppe

Joachim Langmack,

Unternehmensberater

Stefan Leser,

CEO, Jumeirah Group, Dubai

Heike Niederau-Buck,

Leiterin IT Strategie (CIO), Salzgitter AG

Carsten Pfläging,

Vorstand, Fiducia & GAD IT AG

Dr. Hans-Joachim Popp,

CIO, Deutsches Zentrum für Luft- u. Raumfahrt

Dr. Dieter Pütz,

Senior Vice President, Deutsche Post IT Services GmbH

Werner Schmidt,

Vorstand, LVM-Versicherung

Ralf Stankat,

Vorstand, IT/Operations der Basler Versicherungen

Werner Strohmayr,

Unternehmensberater

Der Vorstand dankt allen Mitgliedern des USU-Beirats für ihre engagierte Unterstützung, ihren Rat sowie ihre fundierten Anregungen zur erfolgreichen Weiterentwicklung der USU-Gruppe und freut sich auf eine weiterhin vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit im laufenden Geschäftsjahr 2016.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

DER USU SOFTWARE AG

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

nach den Rekordwerten des Geschäftsjahres 2014 hat die USU Software AG auch das Geschäftsjahr 2015 mit neuen Rekordwerten beim Umsatz und dem Bereinigten EBIT im Gesamtkonzern erfolgreich abgeschlossen. Und auch als Einzelgesellschaft steigerte die USU Software AG den Gewinn in 2015 deutlich. An dieser positiven Unternehmensentwicklung sollen die Aktionäre der Gesellschaft gemäß der Dividendenpolitik der USU Software AG wieder maßgeblich teilhaben. Daher schließt sich der Aufsichtsrat dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 an, die Gewinnausschüttung um 16,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu erhöhen. Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG werden der Hauptversammlung der USU Software AG am 17. Juni 2016 vorschlagen, eine Dividende von EUR 0,35 je bezugsberechtigter Aktie auszuschütten.

Wahrnehmung der Pflichten des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und Deutschem Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben und Pflichten im Geschäftsjahr 2015 umfassend wahrgenommen und den Vorstand kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Dabei wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend vom Vorstand über die Entwicklung und Lage der USU Software AG und des Konzerns, das Risikomanagement und die Compliance, wesentliche Geschäftsvorgänge sowie die weitere Unternehmensplanung unterrichtet. Der Aufsichtsrat begleitete seinerseits die Geschäftsentwicklung der USU Software AG und des Konzerns intensiv und stand im Laufe des Jahres auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in engem Kontakt mit dem Vorstand. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Gleichfalls wurde der Aufsichtsrat über zustimmungspflichtige Rechtsgeschäfte sowie Geschäfte, die für die Rentabilität oder Liquidität der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung sind, im Vorfeld umfassend informiert, nahm seinerseits eine sorgfältige Prüfung vor und stimmte diesen einstimmig zu.

Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Seit der Berufung von Bernhard Böhler und Dr. Benjamin Strehl in den Vorstand der USU Software AG zum 1. Oktober 2014 gab es keine Veränderungen in der Besetzung des Vorstandes.

Bei der USU Software AG verantwortet Bernhard Böhler den Vertrieb, das zentrale Marketing und die Internationalisierung des USU-Konzerns. Dr. Benjamin Strehl verantwortet die Aufgabengebiete Produktmanagement und M&A bei der USU Software AG und forciert als Vorstand vor allem das akquisitorische Wachstum sowie die Bereiche Forschung & Entwicklung und Beratung sowie die interne IT. Bernhard Oberschmidt verantwortet als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft die Konzernstrategie sowie die Ressorts Finanzen, Investor Relations und zentrale Administration.

Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrates der USU Software AG fanden im Geschäftsjahr 2015 nicht statt. Da sich der Aufsichtsrat aus drei Mitgliedern zusammensetzt, wurde im Geschäftsjahr 2015 wie im Vorjahr auf die Einrichtung von Ausschüssen verzichtet. Unabhängig davon nimmt der Aufsichtsrat der Gesellschaft die für diese Ausschüsse vorgesehenen Aufgaben gemeinschaftlich wahr.

Das Amt aller Mitglieder des Aufsichtsrats endet zum Ablauf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Die Mitglieder sollen deshalb auf der folgenden ordentlichen Hauptversammlung neu gewählt werden. Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder wollen ihre erfolgreiche Arbeit im Aufsichtsrat fortsetzen und sollen dementsprechend in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung vom Aufsichtsrat zur Wiederwahl vorgeschlagen werden.

Sitzungen des Aufsichtsrats und Beratungsschwerpunkte

Im Berichtsjahr fanden sechs ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats waren bei diesen Sitzungen persönlich anwesend, so dass die durchschnittliche Teilnahmequote der Aufsichtsräte bei 100 Prozent lag.

In den Sitzungen des Aufsichtsrats, an denen regelmäßig der Vorstand der USU Software AG und bedarfsweise die Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer der Tochtergesellschaften teilnahmen, bildete die Erörterung der Geschäftsentwicklung, der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der strategischen Planung der USU Software AG und des Konzerns den Schwerpunkt der Berichte und Beratungen. Dabei ließ sich der Aufsichtsrat regelmäßig die Umsatz-, Ertrags-, Rentabilitäts- und Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns sowie die weitere Finanz-, Investitions- und Personalplanung aufzeigen. Zudem berichtete der Vorstand der Gesellschaft kontinuierlich über die Fortschritte bei Großprojekten und den Produktinnovationen des Konzerns sowie über potenzielle Akquisitionskandidaten und stimmte mit dem Aufsichtsrat die Übernahme der SecurIntegration GmbH ab. Des Weiteren erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand das Risikomanagement der USU Software AG und des Gesamtkonzerns und ließ sich ausführlich die vorherrschenden Risiken und geplanten Strategien und Maßnahmen zur Risikosteuerung und -bewältigung aufzeigen. Ein weiteres regelmäßiges Thema im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen waren ferner die Entwicklung des Aktienkurses der Gesellschaft sowie die Aktivitäten des Vorstands im Bereich Investor Relations.

Im Rahmen der Bilanz feststellenden Sitzung des Aufsichtsrats am 11. März 2015 erfolgte die Berichterstattung des Abschlussprüfers über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Nach eingehender Erörterung mit dem Vorstand und dem Wirtschaftsprüfer billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellte den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 fest. Der Aufsichtsrat hat sich dabei der Empfehlung des Vorstands angeschlossen, der Hauptversammlung der Gesellschaft eine Dividende auf EUR 0,30 je bezugsberechtigter Aktie vorzuschlagen. Weitere Themen dieser Aufsichtsratssitzung waren neben den Statusberichten des Vorstands zu den einzelnen Bereichen und zu konzernübergreifenden Komitees, die Höhe der Restkaufpreiszahlung zur finalen Übernahme der Konzerntochter B.I.G. Social Media GmbH.

Innerhalb der zweitägigen Aufsichtsratssitzung am 15./16. April 2015 erfolgten die Statusberichte der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften, welche von den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern präsentiert und mit dem Aufsichtsrat diskutiert wurden. Dabei ließ sich der Aufsichtsrat ausführlich über bedeutende Kundenprojekte, den Status der Produktinnovationen und den aktuellen Forecast, den Stand des Projektes zu einer neuen gruppenweiten Marketingstruktur und Außendarstellung sowie den M&A-Aktivitäten unterrichten. Zudem erfolgte im Rahmen dieser Sitzung die Diskussion und Fixierung der Tagesordnungspunkte zur Hauptversammlung 2015 der Gesellschaft, die Auswahl und Entscheidung für den Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers sowie die Erörterung einer Neufassung der Geschäftsordnung für den Vorstand der Gesellschaft.

Im Rahmen der Sitzung des Aufsichtsrats am 18. Juni 2015, welche im Anschluss an die Hauptversammlung der Gesellschaft stattfand, berichtete der Vorstand über die Geschäftsentwicklung der USU Software AG und des Gesamtkonzerns und gab einen Ausblick auf die erwartete Geschäftsentwicklung in den Folgequartalen und zum Status zu den M&A-Aktivitäten.

In der Sitzung am 22. September 2015 hat sich der Aufsichtsrat und Vorstand mit der Frauenquote bei börsennotierten Aktiengesellschaften und den Vorgaben gemäß dem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" befasst und die entsprechenden Beschlüsse zu den Zielgrößen und Festlegungen getroffen. Letztere sind im Lagebericht unter dem Abschnitt "Mitarbeiter" widergegeben.

Die Sitzung des Aufsichtsrats am 8. Dezember 2015 hatte die aktuelle Geschäftsentwicklung der USU Software AG und des Gesamtkonzerns, die Hochrechnung auf das Gesamtjahr 2015, die Perspektiven für das Folgejahr sowie die Mittelfristplanung 2018 zum Inhalt. Dabei stellte der Vorstand der USU Software AG den Status für das zu Ende gehende Jahr 2015 sowie die Unternehmensplanung für 2016 vor und zeigte das Potenzial zur Umsetzung des Mittelfristzieles auf. Der Aufsichtsrat erörterte die aufgezeigten Pläne ausführlich mit dem Vorstand und genehmigte die Planung für das Geschäftsjahr 2016 einstimmig. Weitere Themen dieser Aufsichtsratssitzung waren die Umsetzung der Vorschriften des Deutschen Corporate Governance Kodex und die Verabschiedung der zugehörigen Entsprechenserklärung. Gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex führte der Aufsichtsrat im Rahmen dieser Sitzung eine Effizienzprüfung durch, welche mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen wurde.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle der USU Software AG und des Gesamtkonzerns standen und stehen auch zukünftig im Fokus der Aktivitäten des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat fühlt sich diesen Prämissen der Corporate Governance verpflichtet und agiert entsprechend in diesem Sinne. Am 8. Dezember 2015 hat der Aufsichtsrat zusammen mit dem Vorstand die Punkte des Corporate Governance Kodex ausführlich erörtert. Gemäß § 161 Aktiengesetz haben Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG die zugehörige Entsprechenserklärung abgegeben und auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung ist als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung der USU Software AG gemäß § 289a HGB im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns dieses Geschäftsberichts enthalten.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses

Entsprechend des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18. Juni 2015 wurde die Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Hillebrecht & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 bestellt. Gegenstand der Prüfungen waren die Buchführung, der vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs ("HGB") aufgestellte Jahresabschluss 2015, der gemäß § 315a HGB nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards ("IFRS"), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellte Konzernabschluss 2015 sowie der zugehörige Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015. Der Jahresabschluss der USU Software AG, der Konzernabschluss und der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 wurden jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehen. Dem Aufsichtsrat wurden die vorgenannten Abschlussunterlagen inklusive des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers rechtzeitig zur Prüfung ausgehändigt. Auf der Bilanz feststellenden Sitzung am 17. März 2016 berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Nach Abschluss der eigenen Prüfung sowie ausführlicher Erörterung mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss und stimmt dem Bericht des Vorstands über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 zu. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Zugleich stimmt der Aufsichtsrat der Beschlussvorlage des Vorstands zur Gewinnverwendung zu, den nach HGB ermittelten Bilanzgewinn der USU Software AG zum 31. Dezember 2015 in Höhe von 8.314 TEUR wie folgt zu verwenden:

Zahlung einer Dividende von EUR 0,35, je Stückaktie für 10.523.770 Stückaktien bzw. TEUR 3.683
Vortrag des verbleibenden Gewinns von TEUR 4.631 auf neue Rechnung.

Der Aufsichtsrat hat sich ferner mit den Pflichtangaben gemäß § 289 Abs. 4 sowie § 315 Abs. 4 HGB und dem zugehörigen Bericht befasst. In diesem Zusammenhang verweist der Aufsichtsrat auf die Angaben und Erläuterungen im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015. Der Aufsichtsrat hat seinerseits eine Prüfung des Berichts und der darin enthaltenen Angaben und Erläuterungen vorgenommen und stellt fest, dass diese vollständig sind. Insofern macht sich der Aufsichtsrat diese zu Eigen.

Des Weiteren hat der Vorstand der USU Software AG als Konzern-Muttergesellschaft der USU-Gruppe gemäß § 312 AktG einen Bericht über Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen und nahe stehenden Personen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 (im Folgenden kurz: "Abhängigkeitsbericht") erstellt und darin folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Wir erklären, dass die USU Software AG nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen, die die Gesellschaft benachteiligen, wurden nicht getroffen."

Die Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Hillebrecht & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Dem Aufsichtsrat haben sowohl der Abhängigkeitsbericht des Vorstands als auch der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers vorgelegen. Die Prüfung durch den Aufsichtsrat gemäß § 314 AktG hat zu keinen Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstandes geführt.

Schlussbemerkungen und Danksagung

Das erfolgreiche Erzielen neuer Umsatz- und Ergebnisrekorde ist maßgeblich der Verdienst der gesamten Belegschaft der USU Software AG und ihrer Konzerntöchter. Ich möchte mich daher im Namen des gesamten Aufsichtsrates explizit bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der USU-Gruppe für ihr hohes Engagement und ihre Loyalität bedanken. Zugleich danke ich dem gesamten Management der Tochtergesellschaften für ihren hohen persönlichen Einsatz und ihre außerordentlichen Leistungen. Mein besonderer Dank gilt ferner dem Vorstandsteam für die mit Leidenschaft und Unternehmergeist umgesetzte positive Weiterentwicklung der USU Software AG und der gesamten USU-Gruppe. Der Aufsichtsrat ist optimistisch, dass der Vorstand den erfolgreichen Wachstumstrend der Gesellschaft nachhaltig fortsetzen wird und freut sich auf die weitere vertrauensvolle und professionelle Zusammenarbeit.

Möglingen, den 17. März 2016

Für den Aufsichtsrat

Udo Strehl, Vorsitzender des Aufsichtsrats der USU Software AG

BERICHT ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

GRUNDLAGEN DER USU SOFTWARE AG UND DES KONZERNS

Die USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist als Konzernmuttergesellschaft direkt oder indirekt an den folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt: Aspera GmbH, Aachen, Deutschland; Aspera Technologies Inc., Boston, USA; B.I.G. Social Media GmbH, Berlin, Deutschland; LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland; Omega Software GmbH, Obersulm, Deutschland; SecurIntegration GmbH, Köln, Deutschland; USU AG, Möglingen, Deutschland; USU Austria GmbH, Wien, Österreich; USU (Schweiz) AG, Zug, Schweiz; USU Software s.r.o., Brno, Tschechische Republik. Zudem bestehen Beteiligungen der USU Software AG an der Openshop Internet Software GmbH, Möglingen, Deutschland, und der USU Consulting GmbH, Sursee, Schweiz, welche nicht mehr operativ tätig sind.

Am 1. Juli 2015 hat die USU Software AG sämtliche Geschäftsanteile an der SecurIntegration GmbH ("SecurIntegration"), Köln, zur Erweiterung des Angebotsportfolios im Bereich Software-Lizenzmanagement übernommen und im vorliegenden Konzernabschluss zum Erwerbszeitpunkt vollkonsolidiert. SecurIntegration ist ein auf SAP-Lizenzoptimierung spezialisiertes Softwareunternehmen, das mit der eigenentwickelten Software-License-Compliance (SLC) den De-facto-Standard für die SAP Lizenzverwaltung geschaffen hat. Damit ergänzt die neue USU-Tochtergesellschaft das bestehende Software-Lizenzmanagement-Portfolio der USU-Gruppe in idealer Weise.

Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und Steuerungssystem

Die digitale Revolution hat mittlerweile sämtliche Stufen der industriellen Wertschöpfung erfasst. Einer der wesentlichen Treiber ist die Transformation des Servicegeschäfts. Dabei ist die intelligente Einbindung von Technologien erfolgskritisch. Das gilt insbesondere für wissensintensive Dienstleistungen rund um das Management von IT-Services, Call- & Service-Center-Leistungen oder Aktivitäten des Technischen Kundendiensts. Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) entwickeln und vertreiben integrierte Softwarelösungen für wissensbasiertes Servicemanagement. Das Leistungsspektrum des Produktsegments umfasst dabei Lösungen im Bereich "Business Service Management". Kunden erhalten damit eine Gesamtsicht auf ihre IT-Prozesse sowie ihre IT-Infrastruktur und sind in der Lage, IT-Services transparent zu planen, zu verrechnen und aktiv zu steuern. Das Konzernangebot wird komplettiert durch zwei weitere zentrale Themen: Software-Lizenzmanagement und Systems Management. Mit Hilfe von Beratungsleistungen und Software-Lösungen des Segments Knowledge Solutions aktivieren Kunden das komplette Wissen ihrer Organisation. Im Mittelpunkt stehen dabei intelligente Wissensdatenbanken für unterschiedlichste Service-Bereiche. Der Dialog wird dabei auf allen Kommunikationskanälen unterstützt, auch über die Sozialen Medien. Darüber hinaus bietet die Gruppe mit ihrem Geschäftsfeld Business Solutions Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten sowie individuelle Anwendungsentwicklung an.

Die USU-Gruppe ist der größte europäische Anbieter für IT- und Knowledge-Management-Software. Kunden schaffen mit USU-Anwendungen Transparenz, sind agiler, sparen Kosten und senken ihre Risiken. Über 700 Unternehmen aus allen Bereichen der internationalen Wirtschaft, insbesondere aus den IT-intensiven Branchen wie Versicherungen und Banken, zählen zum Kundenkreis der USU-Gruppe, beispielsweise Allianz, BASF, BOSCH, BMW, Daimler, Deutsche Bundesbank, Deutsche Telekom, DEVK, DHL, EDEKA, Generali, Heidelberger Druckmaschinen, Jacobs Engineering, Jungheinrich, Texas Instruments, TUI, Viessmann, Voith, VW, W&W oder ZDF.

Die USU Software AG hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim Konzernumsatz jeweils über dem Durchschnitt des IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch Innovationen und die Verbreiterung der internationalen Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches Wachstum in Form von Akquisitionen und Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der Unternehmensstrategie sind. Die Mittelfristplanung sieht das Überschreiten der EUR 100 Mio.-Umsatzmarke, davon ca. 15 Mio. EUR aus Akquisitionen, sowie den weiteren Ausbau der operativen Ergebnismarge auf Basis des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern ("Bereinigtes EBIT") bis zum Jahr 2017 vor.

Da das Konzernergebnis der USU-Gruppe nach IFRS durch verschiedene Sondereffekte beeinflusst wurde und wird, welche eine Vergleichbarkeit der Ertragskraft von USU über die Geschäftsjahre hinweg erschweren, hat die Gesellschaft zu Informationszwecken zusätzlich ein Bereinigtes Konzernergebnis ermittelt. Dieses stellt das um die Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte sowie zusätzlicher akquisitionsbedingter Sonderfaktoren bereinigte Konzernergebnis inklusive der damit verbundenen Steuereffekte dar. Auf Basis dieses Bereinigten Konzernergebnisses weist die USU Software AG unter Berücksichtigung der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Stückaktien ferner ein Bereinigtes Ergebnis pro Aktie aus. Des Weiteren wird ein Bereinigtes EBIT, welches als maßgebliche Planungs- und Steuerungsgröße fungiert, ausgewiesen. Sowohl das Bereinigte Konzernergebnis und das Bereinigte EBIT als auch das Bereinigte Ergebnis pro Aktie stellen keine IFRS-bezogenen Kennzahlen dar.

Forschung und Entwicklung

Die USU-Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2015 insgesamt TEUR 10.530 (2014: TEUR 9.642) bzw. 16,0 % (2014: 16,4%) des Konzernumsatzes in den Bereich Forschung und Entwicklung ("F & E"), um ihren Kunden praxisbezogene Produkte und Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik zu bieten. Mit den zum 31. Dezember 2015 konzernweit angestellten 134 (2014: 127) Mitarbeitern des Bereiches F & E erforscht USU systematisch den Einsatz neuer Technologien, setzt kundenbezogene Weiterentwicklungen um und konzipiert eigene Innovationen zur kontinuierlichen Verbesserung und Erweiterung des konzernweiten Produktportfolios.

Im Bereich Business Service Management erfolgte 2015 die Zertifizierung der IT-Management-Produktsuite Valuemation (Version 4.5) durch Pink Elephant in 15 ITIL® -Prozessen. Darüber hinaus wurden auch die Softwareprodukte USU KnowledgeCenter 6.4 und ZIS System 5.8 zertifiziert. ITIL® ist der weltweit anerkannte De-Facto-Standard für IT-Servicemanagement. Die starke Position der USU-Gruppe in diesem Segment zeigt auch die Tatsache, dass es weltweit lediglich acht Hersteller gibt, deren Tool nach 15 ITIL® -Prozessen zertifiziert ist. Im Zuge der ITIL® -Zertifizierung entstanden für die neue Valuemation-Version 4.6 eine Vielzahl innovativer bzw. erweiterter Funktionen und mit dem IT Service Continuity Manager ein neues Fachmodul. Diese Lösung zur Risikominimierung zeigt sofort auf, welche Maßnahmen im Störfall zu ergreifen sind, um betroffene Services wiederherzustellen.

Verbesserte Suchfunktionen, neue Reporting- und Dashboarding-Möglichkeiten oder eine neue ergonomische Benutzerführung beim Service-Shop für Endanwender sind weitere wichtige Ergänzungen des neuen Valuemation-Release, das wie geplant seit 1. Februar 2016 verfügbar ist. Des Weiteren wurden im Bereich des Moduls Resource Manager Dispositions-Funktionalitäten entwickelt, die künftig das Planen vielfältiger Ressourcen ermöglichen und auch geografische Standorte und Landkarten integrieren. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Verbesserung der IT-Analytics-Lösung USU Service Intelligence. Ein neues Berechtigungskonzept erlaubt es nun, automatisch Berechtigungsstrukturen aus Valuemation in die Datenanzeige von USU Service Intelligence zu übertragen. Außerdem verbinden so genannte Adapter das USU-Analytics-Werkzeug künftig auch mit IT-Servicemanagement-Software von Drittanbietern und ermöglichen dadurch einen reibungslosen Datentransfer. Zugleich arbeitete das Entwicklungsteam an der Konzeption der neuen Version Valuemation 5, die für Ende 2016 avisiert wird. Beim Valuemation Mobile Manager, der mobilen Lösung von Valuemation, wurden unter anderem ein Offline-Modus sowie Erweiterungen beim Konfigurator und AppStore umgesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Weiterentwicklung der Self-Service-Lösung USU Smart Link, im Rahmen derer verschiedene Features wie beispielweise ein Alerting implementiert wurden. Damit werden betroffene Anwender beispielsweise bei Störungen rechtzeitig benachrichtigt.

Auch die auf kleine und mittelständische Unternehmen ausgerichtete IT-Management-Lösung myCMDB wurde im Geschäftsjahr 2015 planmäßig weiterentwickelt, zum Beispiel im Anforderungsmanagement. Außerdem entstanden für den neuen Bereich Haustechnik weitere Funktionalitäten und ein eigener Service, der u.a. auch Wartungspläne z.B. für Feuerlöscher und ein Flächenmanagement beinhaltet. Des Weiteren ist myCMDB nun auch als Software-as-a-Service- ("SaaS") Modell verfügbar. Das neue Betriebsmodell wird bereits erfolgreich bei Kunden eingesetzt.

Im Bereich Lizenzmanagement stand die neue Version SmartTrack 4 im Fokus der Entwicklung. Das neue Release der vollständig webbasierten und beliebig skalierbaren Lösung bietet neben funktionalen Erweiterungen auch weitreichende Verbesserungen der Benutzeroberfläche sowie des Bedienkonzeptes. Im Einzelnen sind dies beispielsweise leicht verständliche Dialogfelder und Eingabemasken, individuelle Einstellmöglichkeiten nach verschiedenen Rollen, ein rascher Zugang zu den wichtigsten Tabellen, ein neues personalisierbares Dashboard oder neue Suchfunktionen. Weitere Optimierungen betreffen u. a. die Berechnung des effektiven Lizenzbedarfs für die aktualisierten Red Hat-Lizenzierungsbedingungen sowie die erweiterte Kostenverrechnung, die nun auch eine Kostenverteilung nach der Nutzung sämtlicher ausgewählten Produkte erlaubt. Das Angebotsportfolio des am stärksten wachsenden Produktsegments Software-Lizenzmanagement wurde zudem durch die Übernahme der neuen Konzerntochter SecurIntegration GmbH um den Bereich SAP-Lizenzoptimierung erweitert.

Im Teilsegment Business Service Monitoring und Alarm-Management erfolgte die Weiterentwicklung der Version 5.8 der Monitoring-Software ZIS mit Erweiterungen für das Self Service Cockpit, das mobile Service-Dashboard und für neue ITIL® -Features. Verbessert wurde außerdem die Prozess-Integration zu Valuemation im Bereich Incident Management. Des Weiteren wurde ein Prototyp für das neue ZIS-Modul "Capacity-Monitoring & Reporting" entwickelt.

Im Bereich Knowledge Management und Social Media erfolgte die Entwicklung des neuen Release 6.5 der Wissensmanagement-Software USU KnowledgeCenter mit verschiedenen funktionalen Erweiterungen. So ermöglicht eine Überarbeitung des Berechtigungsmodells nun die Verwaltung sehr großer Datenmengen ohne Einschränkungen für den Nutzer. Auch der Umgang mit Dokumenten wird erleichtert, indem Anwender nunmehr auch bereits geöffnete Dokumente durchsuchen und Begriffe hervorheben lassen können. Diese Version verfügt u.a. über einen Aktionskalender, der Dokumente mit zeitlich begrenzter Gültigkeit, z. B. für Kampagnen, auf einer Zeitachse darstellt. Parallel dazu hatten die Arbeiten an der Version 6.6 begonnen. Im Mittelpunkt des neuen Releases steht die intelligente Aktive Suche, die nicht nur bei Tippfehlern bzw. Synonymen hilft, sondern bei der Suche auch die aktuelle Situation des Anwenders berücksichtigt und automatisch eine Übersicht mit den wichtigsten Informationen generiert. Weitere neue Funktionen wie ein integrierter Interagenten-Chat sowie grafisch modellierbare Dialoge erweitern das Leistungsspektrum der praxiserprobten Technologie. Diese Version ist seit Ende Februar 2016 verfügbar.

Innerhalb der Social-Media-Anwendung BIG CONNECT wurden tiefgreifende ergonomische Verbesserungen der Benutzeroberfläche und -navigation durchgeführt, die eine effizientere Arbeitsweise erlauben. In Summe soll das BIG CONNECT-Nutzererlebnis so auf eine neue Ebene gehoben werden. Neben einer Reihe von Funktionsverbesserungen wurden auch weitere Communities und Foren integriert. Bei BIG SCREEN wurde die Produktbewertungsanalyse ("Ratings") um eine Vielzahl neuer Bewertungsplattformen in über 15 Ländern erweitert, um den Unternehmen noch umfangreichere zuverlässige Analysemöglichkeiten ihrer Produktbewertungen als empirische Grundlage für Produkt- und Unternehmensentscheidungen zu bieten. Ferner erfolgte die Weiterentwicklung der Social-CRM-Lösung, welche bereits erfolgreich in mehreren Kundenprojekten zum Einsatz kommt.

Damit bietet USU für alle serviceorientierten Bereiche eines Unternehmens nunmehr ein einzigartiges Portfolio, welches die Kunden- bzw. Anwender-Interaktion auf allen relevanten Servicekanälen abdeckt.

Neben diesen Entwicklungsaktivitäten betreibt USU gezielt Forschung, um zukünftige Produktinnovationen voranzutreiben, zu entwickeln und letztlich erfolgreich in den Markt einführen zu können. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf "Big Data", dem wissensgetriebenen Management von - zumeist industriellen - Massendaten. Im Bereich Industrial Big Data hat die von USU entwickelte Plattform den Stand für den Produktiveinsatz erreicht. Dabei geht es im Wesentlichen um die Echtzeit-Analyse und Verarbeitung von industriellen Massendaten, um diese beispielsweise auf komplexe Fehlermuster untersuchen zu können. Im Berichtszeitraum gewann USU mit ihrem innovativen Konzept zwei weitere, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Forschungsprojekte. Im Rahmen des neuen Projekts STEP (Smart-Techniker-Einsatz-Planung) arbeitet die USU mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der FLS GmbH sowie der TRUMPF-Gruppe und der Heidelberger Druckmaschinen AG an innovativen Konzepten und intelligenten Lösungen für die Unterstützung von Service-Technikern. Ziel ist es, die Abläufe im technischen Kundenservice innerhalb der Prozesskette Analyse - Planung - Fehlerbehebung weitestgehend zu automatisieren. Beispiele hierfür sind eine integrierte Ersatzteilbestellung im ERP-System oder die zielgerechte Bereitstellung von Informationen bei Service-Einsätzen. Ziel des Projektes GEISER (von Sensordaten zu internetbasierten Geo-Services) ist es, intelligente Geo-Services für verschiedene Anwendungsgebiete zu schaffen. Von besonderem Interesse ist dabei die dynamische Einsatzplanung der Service-Techniker unter Berücksichtigung von aktuellen Straßenkarten und Verkehrsinformationen. Eine weitere Anwendung ist die intelligente Parkplatzsuche in Großstädten.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Zusammenfassung

Im Geschäftsjahr 2015 steigerten die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften den Konzernumsatz nach IFRS um 12,1 % auf TEUR 66.091 (2014: TEUR 58.933). Dieser Anstieg resultierte maßgeblich aus dem Auslandsgeschäft des Produktsegmentes, unterstützt von einem stabilen Wachstum des Inlandsgeschäfts. Auch die Umsatzerlöse des beratungsbezogenen Servicegeschäftes konnten wieder ein leichtes Wachstum verzeichnen.

Das erzielte Umsatzwachstum der USU-Gruppe führte in Verbindung mit einer unterproportionalen Kostenausweitung zu einem deutlichen Ergebnisanstieg. So steigerte USU das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("EBITDA") um 11,1 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 9.878 (2014: TEUR 8.886). Darin enthalten ist ferner ein Ertrag aus der Anpassung der finalen Kaufpreiszahlung für die vollständige Akquisition der B.I.G. Social Media GmbH von TEUR 223. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("EBIT") baute USU im Berichtszeitraum um 13,7 % auf TEUR 7.590 (2014: TEUR 6.673) aus. In Summe erhöhte die USU-Gruppe den Konzernüberschuss um 52,1 % auf TEUR 8.382 (2014: TEUR 5.512). Das Ergebnis pro Aktie verbesserte sich entsprechend von EUR 0,52 im Vorjahr auf nunmehr EUR 0,80.

Unter Herausrechnung der akquisitionsbedingten Sondereffekte erzielte die USU-Gruppe ein Bereinigtes EBIT von TEUR 8.789 (2014: TEUR 7.276), was einem Anstieg um 20,8 % entspricht. Das Bereinigte Konzernergebnis erhöhte USU um 47,4 % auf TEUR 8.789 (2014: TEUR 5.963). Das Bereinigte Ergebnis je Aktie stieg entsprechend von EUR 0,57 im Vorjahr auf EUR 0,84 im Berichtszeitraum an.

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung der USU-Tochtergesellschaften lag auch der nach HGB ermittelte Jahresüberschuss der USU Software AG mit TEUR 4.890 (2014: TEUR 4.479) über dem Vorjahreswert. Infolge gestiegener Beteiligungserträge erzielte die Gesellschaft damit einen Gewinnanstieg um 9,2 %. Gemäß der kommunizierten Ausschüttungspolitik der Gesellschaft und im Sinne der Kontinuität sollen die Aktionäre der USU Software AG wie in den Vorjahren maßgeblich an dem Geschäftserfolg partizipieren. Daher schlägt der Vorstand vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats eine Dividendenausschüttung von EUR 0,35 je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2015 vor, was einer Erhöhung der Gewinnausschüttung um 17 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Für das laufende Geschäftsjahr 2016 ist der Vorstand optimistisch, wieder ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum im Gesamtkonzern zu erzielen. Die Guidance für 2016 sieht einen Konzernumsatz im Bereich von EUR 71 - 75 Mio. bei einem Bereinigten EBIT von EUR 9 - 10,5 Mio. vor. Der Vorstand rechnet zudem weiter mit einem deutlich sichtbar wachsenden Auslandsgeschäft und weiterhin hohem Potenzial im deutschen Kernmarkt, ergänzt um eine wachstumsorientierte Akquisitionspolitik der USU-Gruppe. Dies führt mittelfristig zu einem Umsatz von über EUR 100 Mio., inklusive akquisitorischem Wachstum von ca. EUR 15 Mio., bei einer auf 15 % ausgebauten Marge auf Basis des Bereinigten EBIT bis zum Jahr 2017.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft hat sich nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes1 ("Destatis") im Jahresdurchschnitt 2015 mit einer Steigerung des preisbereinigten Brutto-Inlandsproduktes ("BIP") um 1,7% (2014: 1,6 %) insgesamt positiv entwickelt. Dabei war die konjunkturelle Lage durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Während in den ersten zwei Quartalen 2015 jeweils ein Wachstum von +0,4 % zu verzeichnen war, blieben die Quartale 3 und 4 mit +0,3 % nur unwesentlich hinter der Entwicklung des 1. Halbjahres 2015 zurück.

1 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 12.02.2016

Wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft war der Konsum: preisbereinigt lagen die privaten Konsumausgaben um 1,9 %, die Ausgaben des Staates um 2,8 % über den jeweiligen Vorjahreswerten. Auch die Investitionen entwickelten sich positiv, insbesondere für Ausrüstungen und im Baubereich. Allerdings zeigt die außenwirtschaftliche Entwicklung nach den vorläufigen Berechnungen von Destatis Bremsspuren, da im Schlussquartal weniger Waren exportiert wurden als im Vorquartal. Weniger stark ausgeprägt war der gleichzeitige Rückgang der Importe. Für 2016 erwarten die Forscher des ifo Instituts ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 1,9 % und damit eine Fortsetzung des verhaltenen Aufschwungs der deutschen Wirtschaft.2

Die weltweite Entwicklung des BIP ist rückläufig und sank nach Statista-Prognosen von 77,3 Billionen US-Dollar in 2014 um 3,7 % auf 74,55 Billionen in 2015.3 Dass sich das Weltwirtschaftsklima 2016 weiter eintrübt, zeigt auch der ifo Index für die Weltwirtschaft, der im ersten Quartal 2016 von 89,6 auf Punkte 87,8 sank und sich damit weiter von seinem langfristigen Durchschnitt (96,1 Punkte) entfernte. Nach Meinung der Forscher hat der starke Rückgang der Ölpreise im Durchschnitt keinen positiven konjunkturellen Effekt. Mit Ausnahme von Europa unterschreitet der Indikator in allen Regionen seinen langfristigen Durchschnitt. Aber auch für den Euroraum sind die Experten zwischenzeitlich weniger positiv gestimmt als noch im Oktober 2015.4

Branchenbezogene Entwicklung

Im Hightech-Bereich führt die digitale Transformation in allen Bereichen zu steigenden Investitionen in Produkte und Dienstleistungen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des European IT Observatory (eito).5 Vor allem die Themen Cloud Computing, Big Data und Mobility prägen den Einsatz neuer Technologien. Prognosen des Branchenverbandes Informationswirtschaft, Telekomunikation und neue Medien e. V. ("BITKOM") zufolge wuchs die Informationstechnologie in 2015 um 3,5 % auf ein Gesamtvolumen von 80,4 Mrd. Euro. Am stärksten profitiert davon der Softwarebereich, der um 5,4 % auf 20,1 Mrd. Euro zugelegt hat. Das Geschäft mit IT-Dienstleistungen, zu dem u.a. die IT-Beratung und das Projektgeschäft gehören, wuchs um 3 % auf 37,3 Mrd. Euro.6

2 Pressemitteilung des ifo Instituts vom 09.12.2015

3 Vgl. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/159798/umfrage/entwicklung-des-bip-bruttoinlandsprodunkt-weltweit

4 Pressemitteilung CESifo vom 11.02.2016

5 Key Technology Trends in Europe 2015/16, EITO, Oktober 2015

Der weltweite ITK-Markt verzeichnete im Berichtsjahr 2015 nach einer Prognose des amerikanischen Marktforschungsunternehmens Gartner einen deutlichen Rückgang des Marktvolumens um 5,8 % auf 3,52 Billionen US-Dollar, nach einer Steigerungsrate von 0,9 % im Jahr 2014. Laut Gartner ist für die Abschwächung allerdings vor allem der starke Dollar verantwortlich.7

Geschäftsverlauf

Mit abermals einem neuen Rekordwert beim Konzernumsatz haben die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften das Berichtsjahr 2015 abgeschlossen. Eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse zeigt die hohe Wettbewerbsstärke der USU-Gruppe und liegt damit über der entsprechenden Planung und deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Das nahezu rein organische Umsatzwachstum resultierte im Wesentlichen aus dem margenstarken Auslandsgeschäft und einem soliden Wachstum des Inlandsgeschäfts der USU. In Summe konnte das avisierte Umsatz- und Ergebnisziel für 2015 übertroffen werden. Durch ein überproportionales Umsatzwachstum gegenüber den Kosten konnte auch die operative Marge weiter gesteigert und zugleich der höchste Konzerngewinn in der Unternehmenshistorie der USU Software AG erreicht werden.

6 BITKOM-Presseinformation vom 22.10.2015, veröffentlicht unter www.bitkom.org

7 Pressemitteilung Gartner, Worldwide ITSpending, vom 18.01.2016

UMSATZ- UND KOSTENENTWICKLUNG

Konzernumsatz

Die USU Software AG erzielte im Geschäftsjahr 2015 konzernweit ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr um 12,1 % auf TEUR 66.091 (2014: TEUR 58.933). Dieser Zuwachs resultiert aus einem anhaltend expandierenden Auslandsgeschäft der USU-Gruppe vor allem in den USA und dem europäischen Ausland. USU gewann dabei mehrere Großaufträge von führenden Unternehmen und Organisationen der IT- und Finanzbranche sowie des öffentlichen Dienstes. Entsprechend steigerte die USU-Gruppe den Auslandsumsatz im Berichtsjahr um 29,0 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 20.122 (2014: TEUR 15.595) und baute damit den Anteil der außerhalb Deutschlands generierten Umsatzerlöse am Konzernumsatz auf 30,5 % (2014: 26,5 %) aus.

Nach Umsatzarten untergliedert erzielte USU in 2015 einen Anstieg der Lizenzerlöse um 22,8 % auf TEUR 12.433 (2014: TEUR 10.122). Der Anteil der Lizenzumsätze am Gesamtumsatz lag entsprechend bei 18,8% (2014: 17,2%). Das Wartungsgeschäft legte ebenfalls im Vorjahresvergleich deutlich um 14,6% auf TEUR 16.323 (2014: TEUR 14.242) zu. Neben dem Ausbau der Software-as-a-Service ("SaaS")-Erlöse profitierte USU auch von dem umfangreichen Lizenzgeschäft des Vorjahres und damit verbundener gestiegener Wartungseinnahmen. Der auf den Konzernumsatz bezogene Wartungsanteil erhöhte sich demgemäß von 24,2 % im Vorjahr auf nunmehr 24,7%. Die Beratungserlöse steigerte USU um 9,6 % auf TEUR 36.150 (2014: TEUR 32.982). In diesem Bereich wirkte sich das wiedererlangte solide Wachstum des Servicebereiches positiv aus. Der Anteil der Beratungsumsätze am konzernweiten Umsatz sank im Berichtsjahr leicht auf 54,7 % (2014: 56,0 %). Die sonstigen Erlöse, die vorwiegend Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, summierten sich im Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 1.185 (2014: TEUR 1.587), was 1,8 % (2014: 2,7 %) des Gesamtumsatzes entspricht.

Umsatz nach Geschäftsfeldern

Das Leistungsspektrum des Geschäftsfeldes "Produktgeschäft" umfasst sämtliche Aktivitäten rund um die USU-Produktpalette im Markt für wissensbasierte Service-Management-Lösungen sowie im Social-Media- und Knowledge-Management-Markt. Das Geschäftsfeld "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten sowie die individuelle Anwendungsentwicklung.

Das Segment "Produktgeschäft" steuerte im Geschäftsjahr 2015 insgesamt TEUR 52.508 (2014: TEUR 45.737) zum Konzernumsatz bei. Dies entspricht einer nahezu organischen Umsatzsteigerung von 14,8 % gegenüber dem Vorjahr. Der beratungsbezogene Umsatz des Segments "Servicegeschäft" konnte mit TEUR 13.583 (2014: TEUR 13.196) wieder leicht um 2,9 % gegenüber dem Vorjahreswert zulegen. Während USU im Servicesegment mit den angestellten Beratern aufgrund einer weiteren Auslastungsverbesserung insgesamt eine Steigerung der Erlöse erzielte, war die Umsatzentwicklung mit Freelancern auch im Berichtsjahr rückläufig. Entsprechend baute USU den Umsatzanteil des Produktsegmentes am Konzernumsatz auf 79,4 % (2014: 77,6 %) aus.

Operative Kosten

Im Vergleich zur konzernweiten Umsatzausweitung stieg die operative Kostenbasis der USU-Gruppe im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr unterdurchschnittlich um 10,7 % auf TEUR 57.922 (2014: TEUR 52.320) an.

Die Herstellungskosten des Umsatzes erhöhten sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 12,1 % auf TEUR 31.003 (2014: TEUR 27.654). Wesentlicher Faktor war der gezielte Ausbau der Beratungsmannschaft, um das weitere Wachstum im Produktgeschäft auch umsetzen zu können. Die auf den Konzernumsatz bezogene Herstellungskostenquote blieb dabei unverändert bei 46,9 %. Das Bruttoergebnis erhöhte sich auf TEUR 35.088 (2014: TEUR 31.279), was einer Bruttomarge von 53,0 % (2014: 53,1 %) entspricht.

Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen der USU-Gruppe erhöhten sich im Betrachtungszeitraum mit TEUR 9.279 (2014: TEUR 8.573) um 8,2 % zum Vergleichswert des Vorjahres. Vor allem der weitere Ausbau der Vertriebsmannschaft führte zu höheren Personalkosten. In Summe sank die umsatzbezogene Kostenquote für den Bereich Marketing und Vertrieb im Gesamtkonzern von 14,5 % im Vorjahr auf 14,0 % im Berichtsjahr.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich in 2015 auf TEUR 7.110 (2014: TEUR 6.451), was einem Anstieg um 10,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser resultiert unter anderem aus der Erweiterung des Vorstandes der USU Software AG und der konzernweiten Belegschaft in der Administration. Bezogen auf den Konzernumsatz lag die Verwaltungskostenquote mit 10,8 % (2014: 10,9 %) leicht unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen absolut betrachtet um 9,2 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 10.530 (2014: TEUR 9.642) im Geschäftsjahr 2015 an. Bezogen auf den Konzernumsatz ging die Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung von 16,4 % im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 15,9 % zurück. USU investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios und arbeitet permanent an innovativen, marktbezogenen Softwarelösungen. Diesbezüglich sei auf den separaten Bericht Forschung und Entwicklung dieses Konzernlageberichts verwiesen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge summierten sich im Berichtsjahr 2015 auf insgesamt TEUR 954 (2014: TEUR 1.511). In der Position enthalten ist unter anderem ein Ertrag aus der Anpassung der finalen Kaufpreiszahlung für die vollständige Akquisition der B.I.G. Social Media GmbH in Höhe von TEUR 233. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich in 2015 auf TEUR 244 (2014: TEUR 194).

Ertragslage

Das erzielte Umsatzwachstum der USU-Gruppe führte in Verbindung mit der unterproportionalen Kostenausweitung zu einem sichtbaren Ergebnisanstieg im Geschäftsjahr 2015. So erhöhte USU das EBITDA im Vorjahresvergleich um 11,1 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 9.878 (2014: TEUR 8.886). Unter Einbeziehung der Abschreibungen von TEUR 2.288 (2014: TEUR 2.213) erhöhte sich das EBIT gegenüber dem Jahr 2014 um 13,7 % auf TEUR 7.590 (2014: TEUR 6.673). Die Finanzerträge sanken in 2015 im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 346 (2014: TEUR 495), was im Wesentlichen auf geringere Erträge aus Wechselkurseffekten zurückzuführen ist. Die Finanzaufwendungen reduzierten sich deutlich auf TEUR 55 (2014: TEUR 572) aufgrund des Wegfalls der planmäßigen Aufzinsung der Kaufpreisverbindlichkeit für die finale BIG-Übernahme. Nach Hinzurechnen des kumulierten Finanzergebnisses von TEUR 291 (2014: TEUR -77) stieg das Ergebnis vor Steuern ("EBT") von TEUR 6.596 im Vorjahr auf TEUR 7.881 im Berichtszeitraum an, was einem Zuwachs von 19,5 % entspricht. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich in 2015 auf TEUR 501 (2014: TEUR -1.084) und beinhalten sowohl Ertragsteuern des Berichtszeitraums als auch latente Steuern. Nach Steuern erzielte die USU-Gruppe im Geschäftsjahr 2015 eine Steigerung des Konzernüberschusses um 52,1 % auf TEUR 8.382 (2014: TEUR 5.512). Das Ergebnis pro Aktie verbesserte USU entsprechend von EUR 0,52 im Vorjahr auf nunmehr EUR 0,80.

Bereinigtes Konzernergebnis

Die nachfolgende Tabelle zeigt, ausgehend vom EBIT, die Überleitungsrechnung zu den nicht IFRS-bezogenen Ergebniskenngrößen Bereinigtes EBIT, Bereinigtes Konzernergebnis sowie Bereinigtes Ergebnis je Aktie. Diese stellen zu Informationszwecken die um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigten Kennzahlen der USU-Gruppe dar. Das Bereinigte EBIT ist zugleich die zentrale Ergebnis-Kenngröße des USU-Konzerns.

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Bereinigtes Konzernergebnis

in TEUR
01.01.2015- 31.12.2015 01.01.2014- 31.12.2014
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) 7.590 6.673
Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte 1.289 1.257
Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte 0 0
Akquisitionsbedingte Sonderfaktoren -90 -654
- davon aus Stay-Bonus BIG GmbH/USU Consulting GmbH 100 186
- davon aus Kaufpreisanpassungen -223 -970
- davon aus Anschaffungsnebenkosten 33 130
Bereinigtes EBIT 8.789 7.276
Finanzerträge (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) 346 495
Finanzaufwendungen (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) -55 -572
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) 501 -1.084
Steuereffekte bezogen auf Bereinigungen -792 -152
- davon aus Abschreibungen -792 -152
Bereinigtes Konzernergebnis 8.789 5.963
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in EUR): 0,84 0,57
Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien:
Unverwässert und verwässert 10.523.770 10.523.770

Das Bereinigte EBIT steigerte USU im Geschäftsjahr 2015 um 20,8 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 8.789 (2014: TEUR 7.276). Das Bereinigte Konzernergebnis baute USU auf TEUR 8.789 (2014: TEUR 5.963) aus, was im Vorjahresvergleich einem Anstieg um 47,4 % entspricht. Das Bereinigte Ergebnis je Aktie stieg von EUR 0,57 im Vorjahr auf EUR 0,84 im Berichtszeitraum an.

Vermögens- und Finanzlage

Auf der Aktivseite der Bilanz summierten sich die langfristigen Vermögenswerte der USU-Gruppe zum 31. Dezember 2015 auf TEUR 49.321 (31. Dezember 2014: TEUR 48.298) und erhöhten sich damit nur leicht. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen zum Ende des Geschäftsjahres 2015 dagegen auf TEUR 39.865 (31. Dezember 2014: TEUR 36.876) an, was vor allem auf die Ausweitung der Konzernliquidität zurückzuführen ist. Ungeachtet der Dividendenausschüttung für 2015 in Höhe von TEUR 3.157 baute USU die liquiden und liquiditätsnahen Mittel aufgrund der positiven Ertragsentwicklung auf insgesamt TEUR 23.109 (31. Dezember 2014: TEUR 18.920) aus.

Auf der Passivseite der Bilanz führte die Gewinnerzielung der USU-Gruppe zu einem Anstieg des Eigenkapitals zum Ende des Berichtszeitraums auf TEUR 60.791 (31. Dezember 2014: TEUR 55.608). Zugleich sank das Fremdkapital in Form der kurz- und langfristigen Schulden zum 31. Dezember 2015 auf TEUR 28.395 (31. Dezember 2014: TEUR 29.566). Bei einer Bilanzsumme von TEUR 89.186 (31. Dezember 2014: TEUR 85.174) belief sich die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2015 auf 68,2 % (31. Dezember 2014: 65,3 %).

Cash-Flow und Investitionen

Die USU-Gruppe verfügt zum Ende des Geschäftsjahres 2015 über eine Konzernliquidität in Höhe von TEUR 23.109 (2014: TEUR 18.920). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Anstieg um TEUR 4.189 bzw. 22,1 %. Darin enthalten waren zum Ende des Geschäftsjahres 2015 liquide Mittel in Höhe von TEUR 20.095 (2014: TEUR 18.920) und jederzeit kündbare Wertpapiere in Höhe von TEUR 3.014 (2014: TEUR 0).

Der Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit der USU-Gruppe hat sich im Berichtsjahr 2015 mit TEUR 12.150 deutlich zum Vorjahr (2014: TEUR 7.740) gesteigert. Neben der Ergebnissteigerung führten ein geringerer Bestand an unfertigen Leistungen und eine Verringerung der Personalrückstellungen zu diesem Effekt.

Der Cash-Flow aus dem Investitionsbereich von TEUR -4.897 (2014: TEUR -1.102) enthält Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von insgesamt TEUR -1.011 (2014: TEUR -1.117), denen Einnahmen aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 17 (2014: TEUR 15) gegenüberstehen sowie TEUR -3.014 aus dem Erwerb von Wertpapieren. Die Übernahme der SecurIntegration führte unter Berücksichtigung von Darlehenstilgungen zu einem Liquiditätsabfluss von insgesamt TEUR 889.

Der Cash-Flow aus dem Finanzierungsbereich belief sich im Berichtszeitraum aufgrund der Dividendenausschüttung an die Aktionäre der USU Software AG in Höhe von EUR 0,30 je Aktie und der Tilgung von Kaufpreisverbindlichkeiten aus der BIG-Übernahme sowie aus der Tilgung von Bankschulden der SecurIntegration in Höhe von TEUR 634 auf insgesamt TEUR -6.382 (2014: TEUR -2.631).

Derzeitige Lage des Konzerns

Nach dem Erreichen eines neuen Umsatz- und Ergebnisrekordes in 2015 befindet sich die USU-Gruppe auch weiterhin in einer guten wirtschaftlichen Situation. Mit dem um die Neuentwicklungen im Bereich Big Data/Industrie 4.0 und Social Business erweiterten Konzernportfolio und dem hohen Potenzial der weiteren Internationalisierung sieht der Vorstand der USU Software AG den Gesamtkonzern insgesamt gut aufgestellt, um die avisierten Ziele der kommenden Jahre, insbesondere im Hinblick auf die Mittelfristplanung, erfolgreich umsetzen zu können. Ein wichtiges Indiz ist dabei unter anderem der Auftragsbestand, den die USU-Gruppe zum Ende des Berichtsjahres abermals deutlich ausgebaut hat. Die höchsten Wachstumspotenziale sieht der Vorstand weiterhin in dem Auslandsgeschäft, insbesondere in den USA und dem europäischen Ausland. Für das Inlandsgeschäft erwartet der Vorstand leicht über dem Markt liegende Wachstumsraten. Zudem verfügt USU über eine hohe, frei verfügbare Konzernliquidität, um gemäß der Unternehmensstrategie auch in das weitere akquisitorische Wachstum zu investieren.

Entwicklung und Lage der AG

Alle nachfolgenden Zahlenangaben beziehen sich auf den Einzelabschluss der USU Software AG nach HGB.

Die USU Software AG konzentriert sich im Wesentlichen auf den Erwerb und das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen. Daher hat die Einzelgesellschaft im Berichtszeitraum wie im Vorjahr keine nennenswerten externen Umsatzerlöse erzielt. Die wesentlichen Erträge der USU Software AG resultieren aus ihren operativ tätigen Tochtergesellschaften.

Zu diesen zählen die Konzerntöchter Aspera GmbH ("Aspera"), LeuTek GmbH ("LeuTek"), Omega Software GmbH ("Omega") und B.I.G. Social Media GmbH ("BIG"), mit denen die Gesellschaft Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen hat, sowie die Aspera Technologies, die SecurIntegration und die USU AG.

Im Geschäftsjahr 2015 erzielte die USU Software AG aus den Ergebnisabführungsverträgen die mit korrespondierenden Aufwendungen saldierten Erträge von TEUR 7.758 (2014: TEUR 8.177). Die sonstigen betrieblichen Erträge der Gesellschaft in Höhe von TEUR 1.899 (2014: TEUR 723) enthalten vor allem die Verrechnung von konzernintern erbrachten Dienstleistungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt TEUR 1.877 (2014: TEUR 1.181) sind im Wesentlichen Kosten für in Anspruch genommene Serviceleistungen der Konzern-Tochtergesellschaften, Börsen- und Investor Relations-Kosten, Rechts- und Beratungskosten sowie die Aufsichtsratsvergütung enthalten.

In Verbindung mit der Erweiterung des Vorstandes in 2014 und der Aufstockung der Unternehmensbelegschaft auf durchschnittlich 10 (2014: 7) Angestellte hat sich der Personalaufwand der USU Software AG auf TEUR 1.898 (2014: TEUR 1.050) erhöht.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen summierten sich in 2015 auf TEUR 84 (2014: TEUR 140). Zugleich reduzierten sich die Abschreibungen auf Finanzanlagen auf TEUR 0 (2014: TEUR 848), welche im Vorjahr Abschreibungen aufgrund der Einstellung der Geschäftsaktivitäten der USU Consulting GmbH enthielt.

Das Zinsergebnis lag saldiert bei TEUR -369 (2014: TEUR -439) und beinhaltet im Wesentlichen Zinszahlungen an Tochtergesellschaften.

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften erzielte die USU Software AG im Berichtsjahr 2015 einen Anstieg des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf insgesamt TEUR 5.429 (2014: TEUR 5.242). Der Jahresüberschuss erhöhte sich im gleichen Zeitraum auf TEUR 4.890 (2014: TEUR 4.479). Inklusive des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von TEUR 3.424 (2014: TEUR 2.103) steigerte die Gesellschaft den Bilanzgewinn auf TEUR 8.314 (2014: TEUR 6.582). Dieser soll wie in den Vorjahren unter anderem für die Zahlung einer Dividende an alle bezugsberechtigten Aktionäre der USU Software AG verwendet werden. Gemäß der kommunizierten Ausschüttungspolitik der Gesellschaft und im Sinne der Kontinuität schlägt der Vorstand vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats eine Dividendenausschüttung von EUR 0,35 je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2015 vor. Diese Entscheidung für die avisierte Anhebung der Gewinnausschüttung um 17 % gegenüber dem Vorjahr erfolgt vor dem Hintergrund der erfolgreichen Entwicklung der gesamten USU-Gruppe und der weiteren positiven Geschäftsaussichten der Gesellschaft.

Zum 31. Dezember 2015 erhöhte sich die Bilanzsumme der USU Software AG gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 55.746 (2014: TEUR 46.040). Auf der Aktivseite der Bilanz stieg das Anlagevermögen zum Ende des Geschäftsjahres vor allem bedingt durch den Zukauf der SecurIntegration und den Erwerb der restlichen 49 % der BIG auf TEUR 41.186 (2014: TEUR 36.981). Zugleich stieg das Umlaufvermögen auf TEUR 14.504 (2014: TEUR 9.007) an, was insbesondere auf einen höheren Bestand an liquiden Mitteln zurückzuführen ist. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital ergebnisbedingt auf TEUR 32.483 (2014: TEUR 30.751), während das Fremdkapital mit TEUR 23.263 (2014: TEUR 15.289) deutlich aufgrund der Verbindlichkeiten gegenüber verbundener Unternehmen anstieg. Entsprechend sank die Eigenkapitalquote der USU Software AG zum Ende des Geschäftsjahres 2015 auf 58,3 % (2014: 66,8 %).

Die Fokussierung der USU Software AG auf das Beteiligungsgeschäft wird auch in den Folgejahren zu einer hohen Abhängigkeit der Gesellschaft von der Geschäftsentwicklung ihrer Tochtergesellschaften, insbesondere der Aspera, der LeuTek und der USU AG führen. Bezüglich der damit verbundenen Chancen und Risiken wird auf den Risikobericht des Konzerns verwiesen.

Auftragsbestand

Zum 31. Dezember 2015 steigerte die USU-Gruppe den konzernweiten Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr um 28,8 % auf TEUR 36.297 (31. Dezember 2014: TEUR 28.172). Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres stellt aufgrund von verbindlichen Verträgen die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der USU-Gruppe für das Folgejahr dar. Diese beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie Wartungs- und SaaS-Verträge.

Mitarbeiter

Nachdem die Belegschaft der USU-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 exakt auf dem Niveau von 2013 lag (452 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2013 und 31. Dezember 2014), wurde die Mitarbeiteranzahl im Gesamtkonzern in 2015 deutlich ausgebaut und lag dementsprechend bis zum 31.12.2015 bei 498 (+10 %).

Nicht in den Konzern-Personalzahlen enthalten sind die drei Vorstände der USU Software AG sowie die zwei weiteren Mitglieder des Vorstands der Tochtergesellschaft USU AG, etwa 100 freie Mitarbeiter, auf die im Projektgeschäft im Bedarfsfall zurückgegriffen wird, 11 Aushilfskräfte sowie 9 Auszubildende.

Auf die Konzernsegmente bezogen beschäftigte USU 379 (2014: 339) Mitarbeiter im Produktgeschäft, 64 (2014: 64) Mitarbeiter im Servicegeschäft sowie 55 (2014: 49) Mitarbeiter im Zentralbereich. Nach Funktionsbereichen untergliedert waren zum Ende des Berichtszeitraums 243 (2014: 208) Mitarbeiter im Bereich Beratung und Services, 134 (2014: 127) Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung, 66 (2014: 64) Mitarbeiter im Bereich Vertrieb und Marketing sowie 55 (2014: 53) Mitarbeiter in der Administration tätig.

Der durchschnittliche Personalbestand der USU-Gruppe stieg im Berichtsjahr auf 483 (2014: 452) Mitarbeiter an. Bei einem Konzernumsatz von TEUR 66.091 (2014: TEUR 58.933) erhöhte sich der durchschnittlich pro Mitarbeiter erzielte Umsatzbeitrag im Jahr 2015 auf TEUR 137 (2014: TEUR 130). Im gleichen Zeitraum summierte sich der Personalaufwand auf TEUR 36.698 (2014: TEUR 32.194). Entsprechend lag die Personalkostenquote bei 55,6 % (2014: 54,6 %) des Konzernumsatzes.

Der Frauenanteil an der Belegschaft der USU Gruppe hat sich gegenüber dem Vorjahr von 23 % (31.12.2014) auf 25 % (31.12.2015) erhöht. Dies wurde durch einen Frauenteil von 30 % bei den Neueinstellungen erreicht. Auch in der Zukunft soll der Anteil der Frauen an der Belegschaft durch einen höheren Frauenanteil bei den Neueinstellungen weiter gesteigert werden.

Festlegungen gemäß dem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst":

Der Vorstand der USU Software AG hat in seiner Sitzung vom 22. September 2015 beschlossen, dass bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf sämtlichen Führungsebenen unterhalb des Vorstandes der USU Software AG und deren verbundenen Unternehmen auf Vielfalt geachtet wird und insbesondere die angemessene Berücksichtigung von Frauen angestrebt ist.

In der USU Gruppe beträgt der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands Null und in der zweiten Ebene unterhalb des Vorstands sechs Prozent. Der Vorstand hat in seiner Sitzung am 22. September 2015 als Zielgrößen für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene Null und in der zweiten Führungsebene sieben Prozent mit der Erreichungsfrist bis zum 30. Juni 2017 festgelegt.

Der Aufsichtsrat und Vorstand der USU Software AG besteht aktuell aus jeweils drei männlichen Mitgliedern. Der Vorstand wurde erst zum 1. Oktober 2014 von einem auf drei Mitglieder erweitert. Der Aufsichtsrat hat daher in seiner Sitzung am 22. September 2015 für den Frauenanteil im Vorstand die Zielgröße Null bis zum 30. Juni 2017 festgelegt.

Das Amt aller Mitglieder des Aufsichtsrats endet zum Ablauf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Die Mitglieder sollen deshalb auf der folgenden ordentlichen Hauptversammlung neu gewählt werden. Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder wollen ihre Mitgliedschaft im Aufsichtsrat fortsetzen und sollen dementsprechend in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung vom Aufsichtsrat zur Neuwahl vorgeschlagen werden. Der Aufsichtsrat hat deshalb in seiner Sitzung vom 22. September 2015 die Zielgröße Null für den Frauenanteil im Aufsichtsrat bis zum 30. Juni 2017 festgelegt.

Nach der bewussten Konsolidierung und Effizienz- sowie Auslastungssteigerung der Konzernbelegschaft im Berichtsjahr 2015 plant der Vorstand für 2016 und die Folgejahre zur Umsetzung der mittelfristigen Wachstumsziele einen weiteren Ausbau der Konzernbelegschaft. Neben der Gewinnung hoch qualifizierter Fach- und Führungskräfte steht zugleich die Bindung und Motivierung des bestehenden Personals im Fokus der Personalmaßnahmen. In diesem Kontext ist auch die teilweise Variabilität der Gehälter einer Vielzahl der USU-Mitarbeiter zu sehen, welche als zusätzlicher Leistungsanreiz sowohl die individuelle Zielerreichung als auch den Gesamterfolg der Abteilung, des Unternehmens oder des Konzerns gesondert honoriert. Eine freiwillige Erfolgsprämie, die in Abhängigkeit des Konzernerfolges an alle Konzern-Mitarbeiter vergeben wird, soll als besonderer Anreiz fungieren.

Daneben besteht ein umfangreiches und flexibles, mitarbeiterbezogenes Firmenwagen-Programm. Zudem investiert die USU-Gruppe im Rahmen des Karriere- und Laufbahnmodells "USU - U Step Up" kontinuierlich in die Entwicklung und Weiterbildung der konzernweiten Belegschaft. Dabei bietet USU ihren Mitarbeitern und Führungskräften neben fachspezifischen Qualifizierungsmaßnahmen und der Weiterentwicklung von Soft Skills auch weiterführende Auffrischungs- und Vertiefungsangebote zur Personalentwicklung an. Ein gemeinsames Wertesystem, kurze Informationswege, eine familiäre Arbeitsatmosphäre sowie zahlreiche Mitarbeiterveranstaltungen runden die vielfältigen Maßnahmen zur langfristigen Förderung und Motivierung der Belegschaft der USU-Gruppe ab.

NACHTRAGSBERICHT

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 vor, die eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der USU Software AG und des Gesamtkonzerns hatten. Insofern ergaben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bzw. des Konzerns.

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Prognosebericht

Gesamtwirtschaft

Gemäß der von der CESifo-Gruppe veröffentlichten Konjunkturprognose8 werden die insgesamt günstigen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft in Deutschland auch im Verlauf des Jahres 2016 zu einem Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion führen. Dabei bleibt nach Ansicht der Forscher der private Konsum die Stütze des Aufschwungs, zumal die Einkommensperspektiven der privaten Haushalte aufgrund der weiter verbesserten Arbeitsmarktlage gut sind. Ein temporärer Nachfrageschub werde ferner durch die höheren kreditfinanzierten Staatsausgaben für die Flüchtlinge ausgelöst, so Hans Werner Sinn, Direktor des ifo Instituts. Erwartet wird ein Anstieg des deutschen BIP um 1,9 % in 2016. Damit setzt sich der verhaltene Aufschwung der deutschen Wirtschaft fort. Allerdings hat sich die Stimmung - gemessen am ifo Geschäftsklimaindex - Anfang 2016 spürbar verschlechtert: Dieser sank im Januar 2016 auf 107,3 Punkte nach 108,6 Punkten im Dezember 2015.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Erwartungen für das globale Wirtschaftswachstum reduziert. Die Weltwirtschaft werde voraussichtlich in 2016 um 3,4 % und 2017 um 3,6 % wachsen, teilte der IWF in einer im Januar 2016 überarbeiteten Prognose mit. Wachstumsrisiken sieht der IWF insbesondere in der Wachstumsverlangsamung in China, der geldpolitischen Straffung in den USA sowie in einer möglichen Eskalation der bestehenden geopolitischen Spannungen.9

Branche

Der ITK-Markt bleibt nach BITKOM-Informationen10 auch im Jahr 2016 die zentrale Wachstumssäule der deutschen Wirtschaft. Erwartet wird für den Gesamtmarkt ein Wachstum von 1,5 % auf 158,4 Milliarden Euro. Dabei bleibt das Segment der Informationstechnik (IT) der wichtigste Wachstumsmotor des deutschen ITK-Marktes. Der Umsatz mit Software, IT-Dienstleistungen und IT-Hardware soll in 2016 um 3,1 % auf 82,9 Milliarden Euro zulegen. Das stärkste Wachstum verzeichnen die Geschäfte mit Software und IT-Dienstleistungen, wobei insbesondere die Nachfrage nach Big Data und Cloud Computing überdurchschnittlich stark zulegt. Generell profitieren die Anbieter von der zunehmenden digitalen Transformation der Wirtschaft. Diese betrifft nicht nur die Optimierung der Prozesse, sondern das Kerngeschäft. Der weltweite ITK-Markt wird in 2016 nach einer aktuellen Prognose des IT Research- und Beratungsunternehmens Gartner11 ein Volumen von 3,54 Billionen US-Dollar umfassen. Das entspricht einem leichten Wachstum von 0,6 % gegenüber dem Vorjahr - nach einem signifikanten Rückgang in 2015 im Vergleich zu 2014 (-5,8 %). Wachstumsmotoren sind auch in 2016 das Geschäft mit Software (+5,3 %) sowie die Erlöse aus IT-Services (+3,1 %).

Ausblick

Für die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften erwartet der Vorstand, den Wachstumstrend im Geschäftsjahr 2016 erfolgreich fortzusetzen. Das Produktgeschäft soll dabei wie auch in 2015 die zentrale Wachstumssäule der USU-Gruppe darstellen. Vor allem die Auslandsmärkte sollen diesen Weg unterstützen. Mit der Tochtergesellschaft Aspera Technologies und dem Partner CA Technologies ist auf dem US-Markt ein hohes Wachstumspotenzial vorhanden. Zudem wird weiter in den Ausbau der Aktivitäten in Zentraleuropa durch die Partneraktivitäten in Italien und den BeNeLux-Staaten und die eigene Erschließung des englischen und französischen Marktes investiert.

8 Vgl. CESifo-Gruppe, Ifo Geschäftsklima Deutschland, vom 25.01.2016

9 Vgl. http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-01/iwf-internationaler-waehrungsfonds-weltw/rtschaftsbericht-deutschland

10 BITKOM-Pressemitteilung vom 22.10.2015

11 Gartner-Pressemitteilung zum Worldwide IT Spending vom 15.01.2016

Zugleich soll aber auch das Inlandsgeschäft in 2016 weiter wachsen. Neben dem deutlichen Ausbau des margenstarken Produktgeschäftes, aus welchem die USU-Gruppe Lizenz-, Wartungs- sowie produktbezogene Beratungserlöse erzielt, soll auch das beratungsintensive Servicegeschäft, mit dem USU produktunabhängige Beratungsumsätze aus Individualprojekten generiert, gemäß der aktuellen Planung in 2016 weiter zulegen können. Mit dem starken Wachstum des Produktgeschäfts hat dieses Segment seinen Anteil am Konzernumsatz strategiekonform auf über 79 % in 2015 ausgebaut. Dieser Anteil wird sich auch 2016 weiter erhöhen, da der Vorstand die strategische Ausrichtung von USU hin zu einem hoch profitablen, internationalen Softwarekonzern konsequent fortsetzt.

Als Hauptumsatzträger werden im Geschäftsjahr 2016 die Konzerntöchter USU AG und Aspera GmbH fungieren. Zugleich werden die in den vergangenen Jahren akquirierten oder neu gegründeten Tochtergesellschaften positive Umsatz- und Ergebniseffekte zum Gesamtkonzern beitragen.

Die Konzernmuttergesellschaft USU Software AG wird sich als Einzelgesellschaft neben den Forschungsprojekten und der Entwicklung von Industrial Big Data Produkten im Umfeld des Themas Industrie 4.0 weiterhin auf den Erwerb und das Halten von Beteiligungen an IT-Unternehmen konzentrieren und insofern an der Geschäftsentwicklung ihrer Konzerntöchter partizipieren.

Unter den vorgenannten Prämissen erwartet der Vorstand, die konzernweiten Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2016 auf EUR 71 - 75 Mio. auszuweiten und zugleich das Bereinigte EBIT überproportional auf EUR 9 - 10,5 Mio. zu steigern. Auf Basis dieser Prognose plant der Vorstand, die Anteilseigner der USU Software AG auch für 2016 wie in den Vorjahren am operativen Unternehmenserfolg der Gesellschaft zu beteiligen und insofern die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik im Sinne einer nachhaltigen Kontinuität fortzuführen. Der Vorstand geht zudem aufgrund des stark florierenden Auslandsgeschäftes, der weiterhin hohen Potenziale im deutschen Kernmarkt sowie der wachstumsorientierten Akquisitionspolitik der USU-Gruppe nach wie vor davon aus, Umsatz und Ertrag auch mittelfristig deutlich auszubauen. Bis Ende 2017 soll der Umsatz unter Einbezug von ca. EUR 15 Mio. akquisitorischen Wachstums auf über EUR 100 Mio. wachsen. Die operative Marge soll dabei auf Basis des Bereinigten EBIT auf 15 % ansteigen.

Risikobericht

Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Dieses besteht unter anderem in der Erschließung und in der Nutzung von Chancen, die der Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der USU-Gruppe dienen. Unternehmerische Chancen werden einerseits im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses und andererseits im Rahmen der laufend fortentwickelten Unternehmensstrategie berücksichtigt.

Unter Risiken und Chancen im Überblick dieses Risikoberichtes sowie im Prognosebericht unter dem Gliederungspunkt Ausblick werden die Chancen näher dargestellt.

Risikomanagementsystem

Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken ist die Basis eines nachhaltigen Geschäftserfolges. Daher bedient sich das Management der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften eines zentralen Risikomanagementsystems zur frühzeitigen Erkennung, Analyse, Bewertung, Steuerung und Bewältigung der Risiken der USU-Gruppe. Dieses ist zur Sicherstellung eines konzernweiten Risikobewusstseins in die Aufbau- und Ablauforganisation von USU eingebunden. Um den Risikocharakter des Konzerns individuell abbilden zu können, nutzt der Konzern die eigenentwickelte Software Valuemation Risk Manager.

Risikomanagementprozess

Der etablierte und bereits langjährig bewährte Risikomanagementprozess der USU-Gruppe verfolgt das Konzept eines Regelkreises. In den einzelnen Schritten werden die wesentlichen Elemente der Risikoidentifikation, -bewertung und -steuerung durch entsprechende Maßnahmen berücksichtigt. Im folgenden Schaubild ist der Risikomanagementprozess der USU-Gruppe dargestellt:

Der Prozess des Risikomanagements beginnt mit der Identifizierung und Erfassung der relevanten Risiken durch den Vorstand, das Top-Management sowie die jeweiligen Bereichsleiter der Tochtergesellschaften. Die Risiken werden analysiert, dokumentiert und bezüglich ihrer potenziellen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.

Eine Risikomatrix visualisiert und klassifiziert die Ergebnisse. Daraus ableitend werden, in Abhängigkeit von der Risikoklassifizierung, gezielte Strategien und Maßnahmen zur Risikosteuerung und -bewältigung umgesetzt.

Sämtliche Aktivitäten werden vom Risikomanagementverantwortlichen der Gesellschaft und des Konzerns in einem Risikoreport zusammengefasst. Auf Basis dieses Reports führen der Vorstand der USU Software AG und das Management der Tochtergesellschaften ein kontinuierliches Risikocontrolling durch und unterrichten den Aufsichtsrat regelmäßig über wesentliche Risiken sowie über Risikoveränderungen.

Risiken im Überblick

Aus dem aktuellen Risikobericht der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften geht hervor, dass gegenwärtig und für die absehbare Zukunft keine Existenz bedrohenden Einzelrisiken identifiziert werden konnten, deren Eintritt als sehr wahrscheinlich bewertet wurde. Dennoch kann der Vorstand der USU Software AG keine Gewähr dafür übernehmen, dass sich nicht mehrere Risiken in Summe bestandsgefährdend auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken können. Nachfolgend werden die Risiken dargestellt, die im Rahmen des Risikomanagements als schwerwiegend eingestuft wurden oder aber einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.

Marktrisiken und Wettbewerbsrisiken

Aufgrund der in den vergangenen Jahren zu verzeichnenden, weltweit labilen Konjunkturentwicklung ist die Analyse der Markt- und Wettbewerbssituation innerhalb des Risikomanagements der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften von zentraler Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf die Forecast- und Planungssicherheit der Gesellschaft und ihrer Konzerntöchter. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei in der Markt-Diversifizierung, um die Abhängigkeit der Geschäftsentwicklung vom deutschen Kernmarkt zu reduzieren und zugleich neue Wachstumsmärkte zu erschließen. So hat die weitere Durchdringung des US-Marktes durch die Partnerschaft mit dem US-Konzern CA Technologies und die Geschäftsausweitung der Konzerntochter Aspera Technologies sowie der Ausbau des europäischen Partnergeschäftes in 2015 zu einem Anstieg des Auslandsanteils am Konzernumsatz auf über 30 % geführt. Der Vorstand sieht in dem weiteren Ausbau des Auslandsgeschäftes zugleich eine maßgebliche Chance hinsichtlich der zukünftigen operativen Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und des Gesamtkonzerns. Dabei kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine nachlassende konjunkturelle Dynamik in den von USU betreuten Regionen negativ auf die IT-Branche auswirkt und insofern auch zu einer verhaltenen Geschäftsentwicklung der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften führt.

Als Software- und IT-Unternehmen agiert die USU Software AG in einem wettbewerbsintensiven Hightech-Markt, der einem stetigen Wandel unterlegen ist. Sowohl große als auch mittelgroße Softwareunternehmen erweitern durch Diversifizierung oder Akquisitionen das eigene Angebotsportfolio und erschließen sich dadurch neue Absatzpotenziale. In diesem Zusammenhang kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zukünftig zu einem starken Preisdruck und Verdrängungswettbewerb in einzelnen Marktsegmenten kommt, in denen USU agiert. Vor allem hoch dynamische Märke wie der Bereich Social Media könnten davon betroffen sein.

Die USU Software AG hat ihrerseits in 2015 das Angebotsportfolio durch die Übernahme der SecurIntegration GmbH ausgebaut. Zusätzlich wurde das Produktangebot um zahlreiche innovative Neuentwicklungen angereichert. Mit dem erweiterten Angebotsportfolio hat sich USU strategisch im Wachstumsmarkt für wissensbasierte Service-Management-Lösungen positioniert und konzentriert sich zugleich auf chancenreiche Zukunftsthemen innerhalb der Informationstechnologie, beispielsweise auf Industrial Big Data. Im Zuge dieses Ausbaus des margenstarken Produktgeschäftes, welches inzwischen über Dreiviertel des Konzernumsatzes ausmacht, reduzierte USU zugleich den Anteil des margenschwächeren produktunabhängigen Servicegeschäfts. Zudem bindet USU gezielt Mitarbeiter der tschechischen Tochtergesellschaft USU Software s.r.o. in Beratungsprojekte ein und greift im Bedarfsfall auf etwa 100 externe Berater zurück, um einem Renditeverfall in den Projekten entgegenzuwirken.

Produkt-, Projekt- und rechtliche Risiken

Die von der USU Software AG und ihren Tochtergesellschaften vertriebene eigenentwickelte Software kann, wie nahezu jede Software, mit Fehlern behaftet sein, die trotz gründlicher Prüfungen und sorgfältiger Tests auftreten können. Daraus resultierende Fehlfunktionen können zu Lasten der USU-Gruppe zu Gewährleistungs- und Haftungsfolgen führen. Die eigenentwickelte Software kommt zudem vorwiegend im Rahmen von größeren Projekten zum Einsatz, bei denen die Gesellschaft vertraglich fixierte Zusagen bezüglich der Funktionalitäten, der zeitlichen Fertigstellung sowie der Projektkosten trifft. Dabei besteht das Risiko, dass infolge von Produktmängeln oder Leistungsstörungen der eingeplante Zeit- und Kostenrahmen nicht eingehalten werden kann, was wiederum Schadensersatzansprüche der Auftraggeber bzw. negative Deckungsbeiträge des jeweiligen Projektes zur Folge haben kann. Um derartige Produkt- und Projektrisiken zu minimieren, nutzt die USU-Gruppe ein umfangreiches Qualitätsmanagement innerhalb der Entwicklungsaktivitäten. Zudem verfügt USU über ein effektives Projektcontrolling, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen vornehmen zu können. Zusätzlich besteht eine Produkthaftpflichtversicherung zur Risikobegrenzung, die insbesondere für Daten-, Datenträger- und Implementierungsschäden sowie Schäden aufgrund von Sachmängeln infolge des Fehlens von vereinbarten Eigenschaften ab einer Schadenshöhe von TEUR 40 bis maximal EUR 5 Mio. je Schadensfall eintritt.

Forschungs- und Entwicklungsrisiken

Die hohe Wettbewerbsintensität und das spezifische Käuferverhalten bedingen extrem kurze Entwicklungszyklen neuer Produktversionen bzw. -releases. Gleichzeitig steigen die Anforderungen aufgrund schneller technologischer Veränderungen stetig an. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, hält die USU-Gruppe ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf einem kontinuierlich hohen Niveau und nutzt dabei insbesondere die Ressourcen der Entwicklungsgesellschaft USU Software s.r.o. in der Tschechischen Republik. Etwa 130 Mitarbeiter arbeiten an der stetigen marktorientierten Weiterentwicklung der konzerneigenen Softwareprodukte nach Maßgabe der Anforderungen aus dem Produktmanagement. Zudem runden Tests und Maßnahmen zum Qualitätsmanagement den Entwicklungsprozess ab. Durch den engen Kontakt mit führenden Marktanalysten kann dabei schnell auf eventuelle technologische Veränderungen eingegangen werden. Als technologischer Vorreiter konzipiert die USU-Gruppe zudem eigene Innovationen zur permanenten Verbesserung und Erweiterung des Produktportfolios.

Personal- und Managementrisiken

Die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie sowie der wirtschaftliche Erfolg der USU Software AG und ihrer Tochtergesellschaften beruht maßgeblich auf der Leistung ihrer Fach- und Führungskräfte. Die Gesellschaft ist daher in besonderem Maße auf hochqualifiziertes Personal angewiesen, um auch zukünftig den sich stellenden Marktanforderungen und Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Der Verlust von Führungskräften oder Mitarbeitern in Schlüsselpositionen kann der Gesellschaft ebenso schaden wie das Ausbleiben neuer Wissensträger. Aus diesem Grund hat USU zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um trotz des Wettbewerbs am Personalmarkt zusätzliche hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und gleichzeitig das vorhandene Personal an die USU-Gruppe zu binden.

In gleichem Maße hat die bedarfsgerechte Förderung der Mitarbeiter einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Gesamtkonzerns. Spezifische Fort- und Weiterbildungsangebote, ein umfangreiches Talentförderungs-, Karriere- und Laufbahnmodell sowie zahlreiche Mitarbeiterveranstaltungen tragen zur Bindung der Fach- und Führungskräfte bei. Eine positive Unternehmenskultur erhöht ferner die Erfolgsquote bei der Gewinnung und langjährigen Bindung qualifizierter Mitarbeiter.

IT-Risiken

Als Software- und IT-Unternehmen sind die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften von der dauerhaften Betriebsbereitschaft und Sicherheit der konzernweiten Rechenzentren, der Netzwerke und der IT-Systeme abhängig. Durch den steigenden Anteil von eigenen SaaS-Angeboten erhöht sich zusätzlich die Abhängigkeit von der IT-Infrastruktur. Ein teilweiser oder vollständiger Ausfall der IT-Systeme kann sich daher, ebenso wie ein unberechtigter Zugriff auf die Quellcodes der eigenentwickelten Softwareprodukte, auf Kunden- und Projektdokumentationen oder auf sonstige unternehmenskritische Daten, negativ auf die Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe auswirken.

Um derartigen Risiken vorzubeugen, besteht bereits seit mehreren Jahren ein spezifisches Konzept zur Risikovorsorge speziell für den IT-Bereich, welches in das Risikomanagementsystem des Konzerns eingebunden ist.

Beteiligungsrisiken

Die USU Software AG ist über ihre Tochtergesellschaften indirekt deren jeweiligem Risikoumfeld ausgesetzt. Aus den Beziehungen zu den Tochterunternehmen können aus gesetzlichen und vertraglichen Haftungsverhältnissen Belastungen entstehen. Ein weiteres potenzielles Risiko besteht in diesem Zusammenhang im Einzelabschluss der USU Software AG hinsichtlich der Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte an der USU AG, der Omega, der LeuTek, der Aspera, der BIG und der SecurIntegration.

Das Risiko bezüglich dieser Tochtergesellschaften besteht jedoch nur für den Fall, dass sich deren Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dauerhaft verschlechtert. Deshalb setzt die Gesellschaft ein effektives Berichtswesen und Controlling im Gesamtkonzern ein, um derartige Risiken zu minimieren.

Goodwill-Risiken

Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert ("Goodwill") wird anstelle einer planmäßigen Abschreibung gemäß IFRS 3 mindestens einmal jährlich einer Wertminderungsprüfung ("Impairment Test") unterzogen. Das Ergebnis des Impairment Tests kann entweder in der Bestätigung des angesetzten Goodwills bestehen oder aber zu einer das Jahresergebnis mindernden Abschreibung führen, welche sich entsprechend negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der USU Software AG auswirken könnte.

Der im Geschäftsjahr 2015 durchgeführte Impairment Test erbrachte wie in den Vorjahren keine Sachverhalte, die eine Wertminderung der diesem Bilanzposten zugeordneten Vermögenswerte bedingen würde. Infolge der positiven operativen Geschäftsentwicklung erwartet die USU Software AG für den Gesamtkonzern auch im Folgejahr keine das Jahresergebnis mindernde Goodwillabschreibung.

Forderungsausfallrisiken

Mögliche Risiken aus Forderungsverlusten bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch ein aktives Forderungsmanagement minimiert. Darüber hinaus bildet die Gesellschaft hierfür eine ausreichende bilanzielle Risikovorsorge. Insgesamt kann daher das Ausfallrisiko als begrenzt angesehen werden. Im Hinblick auf die Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit mit möglichen negativen Auswirkungen einer Wirtschafts- und Finanzmarktkrise auf die wirtschaftliche Situation grundsätzlich als solvent geltender Unternehmen kann in Zukunft nicht ausgeschlossen werden, dass auch bei der für die USU Software AG als charakteristisch anzusehenden, von marktstarken Unternehmen geprägten Kundenstruktur die insolvenzbedingten Risiken aus Forderungsausfällen zunehmen können.

Wechselkursrisiken

Die Gesellschaft tätigt in gewissem Umfang Fremdwährungstransaktionen und ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt, die entsprechend Auswirkungen auf die in EUR ausgewiesenen Vermögenswerte und Erträge haben. Ebenso entstehen Transaktionsrisiken bei auf ausländische Währung lautenden finanziellen Vermögenswerten, die sich jedoch auch positiv auf die Ertragsentwicklung auswirken können.

Finanz- und Liquiditätsrisiken

Die USU Software AG verfügt zum Stichtag 31. Dezember 2015 konzernweit über umfangreiche Finanzmittel von etwa EUR 23 Mio. für zukünftige Investitionen, für potenzielle Akquisitionen sowie zur Absicherung der operativen Geschäftsaktivitäten. Diese Mittel werden zur Generierung von Zinserträgen in vorwiegend kurzfristige Kapitalanlagen investiert. Dabei besteht das Risiko eines teilweisen oder vollständigen Wertverlustes einer oder mehrerer Kapitalanlagen.

Zur Risikobegrenzung investiert die Gesellschaft daher ausschließlich in risikoarme Kapitalanlagen mit kurzen Restlaufzeiten. Kapitalanlagen in hoch spekulative Wertpapiere bzw. Aktien werden nicht vorgenommen.

Chancenbericht

Aus den umfangreichen Chancen der USU Software AG und des Konzerns sieht der Vorstand neben den bereits erwähnten Punkten noch die folgenden Potenziale als besonders wichtig an:

Die USU-Gruppe verfügt mit ihrem auf wachstumsstarke Segmente des IT-Marktes ausgerichteten, innovativen Produktportfolio über ideale Voraussetzungen, um in den kommenden Jahren das Neu- und Bestandskundengeschäft deutlich auszubauen. Letzteres bietet sowohl für das Produkt-, als auch insbesondere das beratungsbezogene Servicegeschäft das Potenzial, durch Folgeprojekte eine nachhaltig hohe Auslastung der Beratermannschaft zu erzielen. So zählen inzwischen über 700 Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen zum Kundenkreis von USU. Eine wesentliche Chance besteht ferner in der Gewinnung zusätzlicher Fach- und Führungskräfte und der damit verbundenen Erweiterung der Konzernbelegschaft, um die bestehenden Wachstumsoptionen im Produkt- und Servicegeschäft vollumfänglich zu nutzen. Neben dem inländischen Kernmarkt bietet vor allem der weitere Ausbau der internationalen Präsenz der USU-Gruppe in den kommenden Jahren überdurchschnittliche Wachstumspotenziale. Diese basieren zum einen aus der avisierten Geschäftsausweitung der eigenen Aktivitäten in den USA sowie zum anderen aus dem weltweit ausgerichteten Partnervertrag mit dem US-amerikanischen Softwarekonzern CA Technologies und der zusätzlichen Verbreiterung des globalen USU-Partnernetzwerkes. Ein weiterer Kernbestandteil der Wachstumsstrategie der USU-Gruppe ist die Abrundung des Produktportfolios sowie die Erschließung neuer Absatzmärkte durch Akquisitionen oder Beteiligungen an Unternehmen. Hierfür verfügt USU über eine umfangreiche Konzernliquidität, um sich bietende Akquisitionsoptionen flexibel nutzen zu können.

RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Bei der USU Software AG ist das auf den Rechnungslegungsprozess bezogene interne Kontrollsystem ("RIKS") und das rechnungslegungsbezogene interne Risikomanagementsystem ("RIRMS") als umfassendes System zur Sicherstellung eines regelungskonformen Jahres- bzw. Konzernabschlusses konzernweit implementiert.

Das RIKS umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen und satzungsmäßigen Vorschriften. Das RIRMS beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung, -steuerung und -bewältigung in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem von USU ist derart eingerichtet, dass die erforderliche Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sowie die Erstellung der extern publizierten Jahres- und Konzernabschlüsse gewährleistet ist. Grundlage hierfür ist eine klar definierte Führungs- und Unternehmensstruktur mit entsprechenden Aufgabenzuordnungen. So werden die rechnungslegungsbezogenen Schlüsselfunktionen zentral über die USU Software AG sowie die USU AG gesteuert. Die spezifischen Verantwortungsbereiche sind dabei eindeutig zugeordnet.

Ein umfangreiches, regelmäßig aktualisiertes Richtlinienwesen, bestehend aus Kompetenzregelung, Berichtswesen, Reisekosten- und Zeiterfassungsrichtlinien sowie Investitionsgenehmigungen ist eingerichtet. Dieses regelt unter anderem das Vier-Augen-Prinzip bei den rechnungslegungsbezogenen Prozessen. Durch konzernweite Vorgaben zur Bilanzierung und Bewertung wird zudem die Einheitlichkeit der Rechnungslegung in der USU-Gruppe sichergestellt.

Die USU-Gruppe verfügt über ein weitreichend vereinheitlichtes, standardisiertes Finanzsystem, welches ausschließlich den am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeitern entsprechend ihres Zuständigkeitsbereiches durch klar definierte Zugriffsrechte zugänglich ist.

Für die termingerechte Erstellung der Monats-, Quartals- und Jahres- sowie Konzernabschlüsse auf Basis der vom Vorstand vorgegebenen zeitlichen Abschlussplanung ist zentral die Finanzabteilung der USU AG im Zusammenspiel mit dem Projekt- und Finanzcontrolling dieser Tochtergesellschaft der USU Software AG verantwortlich. Der Vorstandsvorsitzende der USU Software AG, der für das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Rechnungslegungssystem der Gesellschaft und des Gesamtkonzerns die Gesamtverantwortung trägt, kontrolliert und überwacht seinerseits die Erstellung und führt einen Abgleich mit der permanent aktualisierten Hochrechnung durch. Üblicherweise sind für USU als Software- und IT-Beratungsunternehmen die Umsatzrealisierung, die Werthaltigkeit der Firmenwerte und der Beteiligungsbuchwerte sowie die Bewertung der Forderungen, der unfertigen Leistungen und der Rückstellungen von zentraler risikobezogener Bedeutung.

Regelmäßige Fortbildungen der am Rechnungslegungsprozess beteiligten Personen sowie die zeitnahe Untersuchung neuer oder geänderter rechnungslegungsbezogener Vorschriften gewährleisten eine kontinuierliche Aktualität hinsichtlich der (Konzern-)Abschlusserstellung.

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN

Gezeichnetes Kapital, Aktien und Aktionärsstruktur

Zum 31. Dezember 2015 waren 10.523.770 (2014: 10.523.770) auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag ("Stückaktien") der USU Software AG mit ebenso vielen Stimmrechten und einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro ausgegeben. Hiervon sind 5.359.187 (2014: 5.359.187) Aktien dem Hauptaktionär und Aufsichtsratsvorsitzenden der Gesellschaft, Udo Strehl, zuzurechnen, was einem Anteil am Grundkapital in Höhe von 50,92 % (2014: 50,92 %) entspricht. Davon hält er 1.989.319 (2014: 1.989.319) Aktien direkt und weitere 3.337.868 (2014: 3.337.868) Aktien über die AUSUM GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter Udo Strehl ist. Zusätzlich 32.000 (2014: 32.000) Aktien der USU Software AG sind Udo Strehl über die Wissen ist Zukunft-Stiftung ("WIZ-Stiftung") zuzurechnen, deren alleiniger Geschäftsführer er ist. Peter Scheufler, ehemaliger Gesellschafter von LeuTek, werden gemäß seiner Mitteilung an die Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 insgesamt 6,46 % des Grundkapitals bzw. 680.016 Aktien der USU Software AG zugerechnet. Am 25.11.2015 hat uns die MainFirst SICAV mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil mit 3,05 % bzw. 321.254 Aktien die 3 % Schwelle überschritten hat.

Befugnisse des Vorstands bezüglich der Ausgabe von Aktien und des Aktienrückkaufs

Auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 18. Juli 2012 wurde der Vorstand bis zum 17. Juli 2017 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gegen Barmittel oder Sacheinlagen um bis zu EUR 5.261.885 durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital").

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 2. März 2000 wurde das Grundkapital der USU Software AG ferner um TEUR 757 durch Ausgabe von 756.911 auf den Inhaber lautende Stückaktien zur Gewährung von Optionsrechten an Vorstandsmitglieder, Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Mitarbeiter verbundener Unternehmen bedingt erhöht ("Bedingtes Kapital"). Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2004 wurde das Bedingte Kapital auf TEUR 378 herabgesetzt. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der ausgegebenen Optionsrechte von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Zum 31. Dezember 2015 waren keine Optionsrechte ausstehend.

Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 18. Juni 2015 wurde der Vorstand der Gesellschaft zudem ermächtigt, in der Zeit bis zum 17. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats in einem oder mehreren Schritten Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Dabei dürfen die erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien, die die Gesellschaft aufgrund einer früheren Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien hält, insgesamt einen Anteil von 10 % am Grundkapital der Gesellschaft zum Zeitpunkt dieser Ermächtigung nicht überschreiten.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen der USU Software AG

Gemäß § 84 AktG sowie § 8 Abs. 2 der Satzung der USU Software AG erfolgt die Bestellung oder Abberufung des Vorstands durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft. In dringenden Fällen ist gemäß § 85 AktG eine gerichtliche Bestellung eines Vorstands möglich, dessen Amt jedoch erlischt, sobald der Mangel behoben ist. Der Aufsichtsrat ist ferner gemäß § 18 der Satzung ermächtigt, Änderungen der Satzung, die nur ihre Fassung betreffen, zu beschließen. Jede sonstige Änderung der Satzung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Dieser bedarf gemäß § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Nicht die Satzung betreffende Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen im Übrigen gemäß § 133 AktG der einfachen Stimmenmehrheit.

USU-AKTIEN (ISIN DE000A0BVU28)

Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der International Security Identification Number (Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN") DE000A0BVU28 notiert und dort zum Handel im Regulierten Markt zugelassen.

Aktienkursentwicklung

Die Aktienmärkte verzeichneten im Jahresverlauf 2015 einen sehr volatilen Verlauf. Nach einem sehr dynamischen erfreulichen Auftakt mit zum Teil deutlichen Kurszuwächsen kehrte sich vor allem im 2. Halbjahr dieser Trend um und führte zu rückläufigen Notierungen. Durch eine Kursrally zum Jahresende konnten die Indizes noch über dem Vorjahresniveau abschließen. So legte der Technology All Share zum Ende des Jahres 2015 um 31,1 % gegenüber dem Vorjahr auf 2.133,18 Punkte (31. Dezember 2014: 1.626,79 Punkte) zu. Der Deutsche Aktienindex (DAX) lag ebenfalls sichtbar über dem Vorjahresniveau und schloss letztlich das Berichtsjahr zum 31. Dezember 2015 mit 10.743,01 Punkten (31. Dezember 2014: 9.805,55 Punkte) ab, was gegenüber dem Vergleichsstichtag des Vorjahres einem Kursanstieg um 9,6 % entspricht. Der Aktienkurs der USU Software AG übertraf im Betrachtungszeitraum die Kursperformance der Vergleichsindizes deutlich und lag zum Ende des Berichtsjahres mit EUR 18,90 (31. Dezember 2014: EUR 13,63) auf dem elektronischen Handelsplatz XETRA um 38,7 % über dem Vorjahreswert. Der zwischenzeitliche Höchstkurs der USU-Aktie lag bei EUR 20,95 was zugleich ein neues 10-Jahreshoch markierte, während der Tiefstkurs mit EUR 13,30 der erste Kurs des Jahres 2015 war und danach nicht mehr unterschritten wurde.

Nach dem Stichtag 31. Dezember 2015 setzten die Aktienmärkte die volatile Entwicklung fort und sanken in Summe bis zur Fertigstellung des Jahres- und Konzernabschlusses. Der DAX fiel auf unter 10.000 Punkte zurück und die USU-Aktie reduzierte sich leicht auf einen Kurs von EUR 18,06 auf XETRA.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Corporate Governance

Corporate Governance umfasst die wesentlichen Standards für eine transparente und wertorientierte Führung und Kontrolle kapitalmarktorientierter Unternehmen. Diese Standards wurden von der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" erarbeitet und im Corporate Governance Kodex ("Kodex") als Umsetzungsempfehlungen zusammengefasst. Kernziel des Kodex ist die Förderung des Vertrauens der Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften. Der Kodex trat im Jahr 2002 in Kraft und wurde zuletzt im Jahr 2015 aktualisiert.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Gemäß § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Gesellschaft jährlich zu erklären, inwiefern diesen Empfehlungen entsprochen wurde bzw. wird sowie bei der Nichtanwendung von Empfehlungen, dies zu begründen. Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG haben sich nachdrücklich zur Umsetzung der wesentlichen Empfehlungen des Kodex bekannt und am 8. Dezember 2015 die nachfolgende Entsprechenserklärung 2015 abgegeben und auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht:

"Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG erklären, dass seit der letzten Entsprechenserklärung vom 11. Dezember 2014 den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen wird, wobei folgende Empfehlungen nicht angewendet wurden bzw. werden:

Unter Ziffer 4.2.3 empfiehlt der Kodex, dass variable Vergütungsteile der Vorstandsmitglieder grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen soll bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsteile Rechnung getragen werden. Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Wird der Anstellungsvertrag aus einem von dem Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund beendet, erfolgen gemäß der Kodexregelung keine Zahlungen an das Vorstandsmitglied.

Der Aufsichtsrat hat im Rahmen der Vorstandsbestellung und -erweiterung keine diesbezüglichen Vereinbarungen vertraglich fixiert und plant dies auch für die Zukunft nicht. Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass die derzeitige Vorstandsvergütung die Interessen der Stakeholder der Gesellschaft umfassend berücksichtigt, den Vorstand in hohem Maße motiviert und insofern zu einer nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung beiträgt

Nach Ziffer 5.1.2 des Kodex soll bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) geachtet und eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt werden. Zudem muss der Aufsichtsrat für den Anteil von Frauen im Vorstand Zielgrößen sowie Fristen zu deren Erreichung festlegen.

Der Aufsichtsrat der USU Software AG orientierte und orientiert sich auch zukünftig bei der Besetzung des Vorstands grundsätzlich an der fachlichen und persönlichen Eignung der in Frage kommenden Personen, unabhängig von deren Geschlecht oder Alter, da sich die Gesellschaft das Potenzial älterer, erfahrener und renommierter Persönlichkeiten bei der Besetzung des Vorstandes nicht pauschal vorenthalten möchte. Eine pauschale Altersgrenze für Vorstandsmitglieder der USU Software AG war und ist ebenso wie eine konkrete geschlechtsbezogene Vorgabe daher nicht vorgesehen.

Der Vorstand wurde erst zum 1. Oktober 2014 von einem auf drei Mitglieder erweitert und besteht seitdem aus drei männlichen Mitgliedern. Mindestens bis zum 30. Juni 2017 sind hier keine Änderungen vorgesehen. Der Aufsichtsrat hat daher in seiner Sitzung am 22. September 2015 die Zielgröße Null als Frauenanteil bis zum 30. Juni 2017 festgelegt.

Gemäß Ziffer 5.3.1, 5.3.2 sowie 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat Ausschüsse wie z.B. einen Prüfungsausschuss oder einen Nominierungsausschuss bilden.

Da sich der Aufsichtsrat der USU Software AG aus drei Mitgliedern zusammensetzt, wurde und wird auf die Einrichtung von Ausschüssen verzichtet. Unabhängig davon nimmt der Aufsichtsrat der Gesellschaft die für diese Ausschüsse vorgesehenen Aufgaben gemeinschaftlich wahr.

Laut Ziffer 5.4.1 des Kodex ist der Aufsichtsrat so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Dabei soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter anderem eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat, sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen sollen. Für den Frauenanteil legt der Aufsichtsrat Zielgrößen und entsprechende Fristen zur Erreichung fest.

Der Aufsichtsrat der USU Software AG orientiert sich hinsichtlich seiner Zusammensetzung grundsätzlich an der fachlichen und persönlichen Eignung der in Frage kommenden Personen unter Berücksichtigung ihrer zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen. Eine pauschale Altersgrenze und eine Begrenzung der Zugehörigkeitsdauer für Aufsichtsratsmitglieder der USU Software AG war und ist, ebenso wie eine konkrete geschlechtsbezogene Vorgabe, nicht vorgesehen, da sich die Gesellschaft das Potenzial älterer, erfahrener und renommierter Persönlichkeiten bei der Besetzung des Aufsichtsrates nicht pauschal vorenthalten möchte. Zudem würde eine derartige Vorgabe aus Sicht der Gesellschaft die Wahlrechte der Aktionäre auf der Hauptversammlung in ungeeigneter Weise einschränken. Der Aufsichtsrat besteht aus drei männlichen Mitgliedern. Das Amt aller Mitglieder des Aufsichtsrats endet zum Ablauf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Die Mitglieder sollen deshalb auf der folgenden ordentlichen Hauptversammlung neu gewählt werden. Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder wollen ihre erfolgreiche Arbeit im Aufsichtsrat fortsetzen und sollen dementsprechend in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung vom Aufsichtsrat zur Wiederwahl vorgeschlagen werden. Der Aufsichtsrat hat deshalb in seiner Sitzung vom 22. September 2015 die Zielgröße Null als Frauenanteil im Aufsichtsrat bis zum 30. Juni 2017 festgelegt.

Gemäß Ziffer 5.4.6 des Kodex sollen Aufsichtsratsmitglieder unter anderem für die Übernahme des Vorsitzes bzw. des stellvertretenden Vorsitzes, oder der Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss eine gesonderte Vergütung erhalten.

Eine Vergütung für die Übernahme des stellvertretenden Vorsitzes im Aufsichtsrat, oder die Mitgliedschaft oder den Vorsitz in einem Ausschuss des Aufsichtsrats, waren und sind nicht vorgesehen. Die Gesellschaft sieht einen erhöhten Leistungsanreiz aufgrund der Übernahme des stellvertretenden Vorsitzes im Aufsichtsrat als nicht gegeben an, da die Aufsichtsräte der USU Software AG auch unabhängig davon in hohem Maße und mit viel Engagement zum Wohle der Gesellschaft tätig sind. Aufgrund der Zusammensetzung des Aufsichtsrats mit drei erfahrenen Mitgliedern, welche die vorgesehenen Aufgaben gemeinschaftlich wahrnehmen, wurde und wird auch zukünftig auf die Bildung von Aufsichtsratsausschüssen und insofern die zugehörige Vergütung verzichtet.

Nach Ziffer 7.1.2 des Kodex sollen Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein.

Die USU Software AG veröffentlichte und veröffentlicht auch in Zukunft Zwischenberichte im Rahmen der Regelungen der entsprechenden Börsenordnung unverzüglich nach der Fertigstellung, spätestens jedoch innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums. Mit der Einhaltung der gesetzlichen Fristbestimmungen wird den Informationsinteressen der Aktionäre der Gesellschaft nach Einschätzung der USU Software AG in ausreichendem Maße Rechnung getragen, zumal die gesetzlichen Publizitätspflichten vollumfänglich beachtet und eingehalten werden.

Gezeichnet

Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG Möglingen, den 8. Dezember 2015".

Sowohl die aktuelle als auch die Entsprechenserklärungen der Vorjahre sind auf der Internetseite www.usu.de/investoren/ corporate-governance.html dauerhaft zugänglich.

Unternehmensführungspraktiken und Nachhaltigkeit

Die Prinzipien für nachhaltiges Handeln bilden die Grundlage unserer Geschäftstätigkeit. Wertschöpfungs- und Austauschprozesse gestalten wir markt-, umwelt- und gesellschaftsorientiert. Wir stellen uns unserer Verantwortung als sozial und ethisch handelndes Unternehmen. Corporate Social Responsibility bei der USU Software AG hat viele Facetten und ist in unsere Unternehmensführung und Geschäftsstrategie fest verankert. Dabei ist unser Nachhaltigkeitsmanagement ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der nur im ständigen Dialog mit allen Stakeholdern gelingen kann. Ziel und Voraussetzung aller unserer Aktivitäten ist ein nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg. Es ist der Erfolg unserer Kunden, Geschäftspartner, Aktionäre sowie unserer Mitarbeiter. Deren Interessen sind wir verpflichtet. Wir vermarkten Spezial-Software für unternehmerische Kernbereiche. Damit schaffen Geschäftskunden und deren Kunden Transparenz, sind agiler, sparen Kosten und senken ihre Risiken. Aber Erfolg ist ohne vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht möglich. Und Vertrauen muss man sich täglich neu erarbeiten. Wir gehen offen, fair und respektvoll miteinander um - nicht nur intern, sondern auch mit unseren Kunden, Aktionären und Geschäftspartnern. Wir - die Belegschaften der USU-Gruppe - haben dazu Grundwerte und Ziele formuliert, in Teamgesprächen mit Kollegen und über alle Bereiche und Standorte. Was uns wichtig ist, haben wir in Kernaussagen zusammengefasst. Sie sind auf der Website der USU-Gruppe einsehbar. Diese Leitlinien gelten uns als Standortbestimmung und als Ziele, nicht als etwas Starres. Eher als Perpetuum Mobile, das ständig in Bewegung ist und an dem wir uns immer wieder neu ausrichten.

Wir arbeiten mit Menschen für Menschen. Daher spielen neben den klassischen monetären vor allem nicht-monetäre Zielgrößen eine zentrale Rolle, beispielsweise die Mitarbeiterzufriedenheit. Entsprechend werden in regelmäßigen Abständen Umfragen zur Ermittlung von zusätzlichen Verbesserungspotenzialen durchgeführt. Zum Teil lässt sich die USU-Gruppe dabei von unabhängigen, externen Dienstleistern unterstützen. Auch die erfolgreiche Integration neuer Kolleginnen und Kollegen - besonders aus den akquirierten neuen USU-Tochterunternehmen - spiegelt die Nachhaltigkeit der USU-Unternehmenskultur wider. Ein weiterer Beleg ist das Ergebnis der Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu. Beispielsweise wird dort die USU AG mit dem Gütesiegel "Top Company" sowie "Open Company" ausgezeichnet. Von dem positiven Betriebsklima mit Wohlfühlfaktor über die Vielfalt der Aufgaben bis hin zum Verhalten der Vorgesetzten - die Belegschaft der USU AG zeigt sich in praktisch allen Bewertungskriterien mit ihrem Unternehmen zufrieden bis sehr zufrieden. Damit gehört USU zum exklusiven Kreis der besten Arbeitgeber, denn nur ein Prozent der derzeit über 240.000 auf kununu bewerteten Unternehmen hat sich für beide Gütesiegel qualifiziert. Über 70.000 Aufrufe des USU-Profils spiegeln die Relevanz des Portals für viele Interessenten und potenzielle Bewerber wider. Eine Umfrage des Branchenverbandes BITKOM ergab, dass sich bereits jeder vierte Bewerber im Internet darüber informiert, wie Mitarbeiter den potenziellen neuen Arbeitgeber bewerten.

Neben der Vielzahl von Personalentwicklungsmaßnahmen ist das Gesundheitsmanagement ein wichtiges Anliegen der Gesellschaft. Das Schaffen einer sicheren ergonomischen Arbeitsumgebung ist dabei ebenso zentral wie etwa Versicherungsleistungen bei Unfällen, die Möglichkeit eines Sabbaticals, individuelle Arbeitsmodelle wie beispielsweise Gleitzeit oder Telearbeit, Betriebsarztaktivitäten oder standortspezifische präventive Gesundheitsprogramme. Weitere betriebliche Leistungen, z. B. individuelle Firmenwagen-Regelungen für jeden Mitarbeiter, sind Teil des Gesamtvergütungskonzeptes und ebenso ein Zeichen der Verantwortung und Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern.

Traditionell unterstützen die Belegschaft und das Management der USU-Gruppe verschiedene wohltätige, gemeinnützige sowie kulturelle Einrichtungen, Organisationen und Projekte. Dazu gehört z.B. die Stiftung Jugendhilfe aktiv in Möglingen, die Kinder- und Jugendhilfe der Karlshöhe in Ludwigsburg sowie die Kinderkrebshilfe der Sabine Dörges-Stiftung. Letztere begleitet in sehr persönlicher und engagierter Weise krebskranke Kinder und deren Eltern und zeichnet für die Mitfinanzierung einer Reihe wichtiger medizinischer Geräte für Kliniken im Großraum Stuttgart verantwortlich.

Ferner stellen wir seit vielen Jahren die Firmen-Räumlichkeiten für Ausstellungen lokaler Künstler zur Verfügung. Nicht zuletzt ist auch die Sporthilfe ein großes Anliegen der USU-Gruppe. So unterstützt der USU-Konzern die Deutsche Sporthilfe mittels Kuratoriumsspenden und der direkten finanziellen Unterstützung verschiedener Sportler.

Die USU-Gruppe ist von der Sustainability Intelligence Ltd. im Rahmen einer umfassenden Nachhaltigkeitsevaluierung erstmals untersucht und Ende 2015 mit dem Rating-Ergebnis C bewertet worden - ein gutes Ergebnis, das auch für die Aufnahme in ausgewählte Anlagefonds für nachhaltiges Investment qualifiziert. Sustainability Intelligence Ltd. arbeitet als unabhängiges Rating-Unternehmen nach einem ganzheitlichen Methodenansatz, der sogenannten Ö2 SE-Methode, die von Professor Volkmar Liebig entwickelt wurde. Diese berücksichtigt die vier Aspekte Ökonomie, Ökologie, Soziales und Ethik.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der USU Software AG führt die Geschäfte unter eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze und des Deutschen Corporate Governance Kodex, der Satzung sowie der Geschäftsordnung für den Vorstand. Dabei tragen die Mitglieder des Vorstands - ungeachtet ihrer internen Eigenverantwortung für die ihnen übertragenen Vorstandsressorts - gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Der Vorstand beschließt in Sitzungen, die durch den Vorstandsvorsitzenden regelmäßig, mindestens einmal im Monat, einberufen werden. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Mehrzahl der Mitglieder, darunter der Vorsitzende, anwesend sind. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Dieser ist darüber hinaus berechtigt, einem mit Mehrheit gefassten Beschluss zu widersprechen. Auf Vorschlag des Vorsitzenden können Beschlüsse auch außerhalb von Sitzungen gefasst werden.

Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat über die Entwicklung und Lage einschließlich der Rentabilität der USU Software AG und des Konzerns, die Unternehmensplanung, das Risikomanagement sowie wesentliche Geschäftsvorgänge und -vorhaben erfolgt regelmäßig, zeitnah und umfassend durch den Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus drei Mitgliedern und wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden sowie einen Stellvertreter. Aufgrund seiner Größe hat der Aufsichtsrat auf die Einrichtung von Ausschüssen verzichtet. Vielmehr werden die Aufgaben vom Aufsichtsrat gemeinschaftlich wahrgenommen. Die Tätigkeit des Aufsichtsrats bestimmt sich nach den Bestimmungen der Gesetze und der Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, der Satzung sowie der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der USU Software AG. Hierzu gehört unter anderem, dass der Aufsichtsrat die Mitglieder des Vorstands bestellt, die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt, eine Geschäftsordnung für den Vorstand erlässt und sich gleichermaßen eine Geschäftsordnung gibt. Des Weiteren überwacht der Aufsichtsrat kontinuierlich den Vorstand und begleitet diesen beratend.

Ferner stellt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. Eine ausführliche Erläuterung der Tätigkeit des Aufsichtsrats erfolgt jährlich im Rahmen der Berichterstattung des Aufsichtsratsvorsitzenden an die Aktionäre der Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat wird durch den Vorsitzenden nach Bedarf, mindestens jedoch viermal im Jahr, nach den Regelungen der Satzung einberufen. Regelmäßig nimmt der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft an diesen Sitzungen teil. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn an der Aufsichtsratssitzung alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilnehmen. Dabei werden Beschlüsse des Aufsichtsrats mit einfacher Mehrheit gefasst, sofern nicht gesetzlich oder durch die Satzung der Gesellschaft etwas anderes vorgeschrieben ist.

Sowohl für den Vorstand als auch den Aufsichtsrat besteht eine D&O-Versicherung, für welche gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart wurde.

VERGÜTUNGSBERICHT

Vergütung des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands wird vom Aufsichtsrat unter Berücksichtigung sämtlicher Bezüge im Konzernkreis in angemessener Höhe auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung für jedes Vorstandsmitglied festgelegt. Diese umfasst entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") monetäre Vergütungsteile, Versorgungszusagen und sonstige Zusagen. Die monetären Vergütungsteile des Vorstands werden unterteilt nach Fixum und variablem Bestandteil. Der variablen Vergütung, die ausschließlich eine einjährige Komponente beinhaltet, liegt eine jährlich vom Aufsichtsrat festgelegte Zielerreichung zugrunde, die nach Abschluss der Jahresplanung für das jeweilige Geschäftsjahr fixiert wird. Dabei richtet sich die Höhe der tatsächlich zur Auszahlung kommenden variablen Vergütung nach dem Grad der Erreichung der vereinbarten quantitativen und qualitativen Ziele.

Die konzernweite Vorstandsvergütung der USU-Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2015 in Summe auf TEUR 1.052,9 (2014: TEUR 464,2) und beinhaltet sämtliche Bezüge des Vorstandes innerhalb des Konzernkreises. Der Vorstandsvorsitzende der USU Software AG, Bernhard Oberschmidt, ist gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Konzerntochter USU AG, Präsident der Konzerntochter USU (Schweiz) AG sowie Geschäftsführer der Konzerntöchter Openshop Internet Software GmbH, USU Austria GmbH und der USU Consulting GmbH. Der Vorstand Dr. Benjamin Strehl ist zudem Vorstand der USU AG.

Individualisierte Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 in TEUR

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Bernhard Oberschmidt Bernhard Böhler Dr. Benjamin Strehl
Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand
--- --- --- --- --- --- ---
seit 8.2.2002 seit 1.10.2014 seit 1.10.2014
--- --- --- --- --- --- ---
2015 2014 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 160,0 160,0 160,0 40,0 120,0 30,0
Nebenleistungen 21,4 22,6 15,0 4, 1 9,0 2,3
Summe 181,4 182,6 175,0 44,1 129,0 32,3
Einjährige variable Vergütung 202,0 120,0 172,9 26,9 127,0 25,7
Mehrjährige variable Vergütung - - - - - -
Sonstiges - - - - - -
Summe 383,4 302,6 347,9 71,0 256,0 58,0
Versorgungsaufwand 21,8 21,8 21,8 5,5 21,8 5,5
Gesamtvergütung 405,2 324,4 369,7 76,5 278,0 63,5

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Aufsichtsratsvergütung der USU Software AG ist in § 17 der Satzung der Gesellschaft geregelt und wurde durch die Hauptversammlung der Gesellschaft am 30. Juni 2011 letztmalig geändert. Gemäß den Kodex-Regelungen setzt sich die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats aus einem Fixum und einem erfolgsabhängigen Bestandteil zusammen. Demnach erhält jedes Aufsichtsratsmitglied der USU Software AG neben der Auslagenerstattung eine jährliche fixe Vergütung für jedes volle Geschäftsjahr, in dem eine Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat vorlag, in Höhe von TEUR 12,5 und der Aufsichtsratsvorsitzende einen Betrag von TEUR 60,0. Daneben erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine zusätzliche jährliche variable Vergütung. Diese ist von dem im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns oder im Konzernlagebericht ausgewiesenen operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Verhältnis zu den ausgewiesenen konzernweiten Umsatzerlösen abhängig. Ab einem Anteil des EBITDA an den Umsatzerlösen des Konzerns von 8 % wird für jeden vollen Prozentpunkt, der einen Anteil des EBITDA an den Umsatzerlösen des Konzerns von 8 % übersteigt, ein Zuschlag von 10 % der fixen Jahresvergütung zusätzlich jährlich variabel vergütet.

Die Gesamtvergütung ist dabei auf 200 % der fixen Jahresvergütung begrenzt. Im Geschäftsjahr 2015 belief sich der Anteil des EBITDA an den konzernweiten Umsatzerlösen auf 14,9 %. Die variable Vergütung des Aufsichtsrats der USU Software AG lag entsprechend bei 60 % des jeweiligen Fixums der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der USU Software AG sind gleichzeitig auch im Aufsichtsrat der Konzerntochter USU AG vertreten. Die Aufsichtsratsvergütung der USU AG wurde durch die Hauptversammlung dieser Gesellschaft am 22. Mai 2000 gemäß § 12 der Satzung der USU AG beschlossen und gilt, bis die Hauptversammlung etwas anderes beschließt. Danach erhält jedes Aufsichtsratsmitglied der USU AG neben der Auslagenerstattung eine jährliche fixe Vergütung für jedes Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat in Höhe von TEUR 5,0, der Aufsichtsratsvorsitzende TEUR 10,0 und der Stellvertretende Vorsitzende TEUR 7,5. Variable Komponenten waren und sind in der Aufsichtsratsvergütung der USU AG nicht vorgesehen.

Die konzernweite Aufsichtsratsvergütung der USU-Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2015 in Summe auf TEUR 158,5 (2014: TEUR 167,0).

Individualisierte Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015 in TEUR

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Fixe Vergütung USU Software AG Variable Vergütung USU Software AG Fixe Vergütung USU AG
Udo Strehl 60,0 36,0 10,0
Günter Daiss 12,5 7,5 7,5
Erwin Staudt 12,5 7,5 5,0

BERICHT ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Der Vorstand der USU Software AG hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und darin folgende Schlusserklärung abgegeben: "Wir erklären, dass die USU Software AG nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen, die die Gesellschaft benachteiligen, wurden nicht getroffen."

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahres- und Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der USU Software AG und des Konzerns vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der USU Software AG und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der USU Software AG und des Konzerns beschrieben sind.

Möglingen, 4. März 2016

USU Software AG

Bernhard Oberschmidt, Vorsitzender des Vorstands

Bernhard Böhler, Mitglied des Vorstands

Dr. Benjamin Strehl, Mitglied des Vorstands

KONZERN-ABSCHLUSS

Konzern-Bilanz zum 31.12.2015

AKTIVA

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Anhang 31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (9) 6.702 6.885
Geschäfts- oder Firmenwerte (10) 35.575 34.559
Sachanlagen (11) 2.141 2.075
Aktive latente Steuern (30) 4.234 4.122
Übrige Vermögenswerte (12) 669 657
49.321 48.298
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (13) 646 643
Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen (14) 2.456 4.158
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15) 11.498 10.641
Forderungen aus Ertragsteuern (16) 367 654
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (17) 316 233
Übrige Vermögenswerte 343 249
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (18) 1.130 1.378
Wertpapiere (19) 3.014 0
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (20) 20.095 18.920
39.865 36.876
89.186 85.174
PASSIVA
Anhang 31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
Eigenkapital und Schulden
Eigenkapital (21)
Gezeichnetes Kapital 10.524 10.524
Kapitalrücklage 52.792 52.792
Gesetzliche Rücklage 574 502
Kumuliertes sonstiges Eigenkapital -74 -19
Bilanzverlust -3.025 -8.191
60.791 55.608
Langfristige Schulden
Passive latente Steuern (30) 108 766
Rückstellungen für Pensionen (22) 1.908 1.865
2.016 2.631
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 613 941
Kaufpreisverbindlichkeiten (23) 335 2.514
Verbindlichkeiten aus dem Personal- und Sozialbereich (24) 6.362 4.580
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten (25) 2.314 2 . 117
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen (26) 9.868 10.999
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (27) 1.590 1.392
Passive Rechnungsabgrenzungsposten (29) 5.297 4.392
26.379 26.935
89.186 85.174

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

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Anhang 2015

TEUR
2014

TEUR
Umsatzerlöse (31) 66.091 58.933
Herstellungskosten des Umsatzes (32) -31.003 -27.654
Bruttoergebnis vom Umsatz 35.088 31.279
Vertriebs- und Marketingaufwendungen (33) -9.279 -8.573
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen (34) -7.110 -6.451
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (35) -10.530 -9.642
Sonstige betriebliche Erträge (36) 954 1.511
Sonstige betriebliche Aufwendungen (37) -244 -194
Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte -1.289 -1.257
Finanzerträge (38) 346 495
Finanzaufwendungen (39) -55 -572
Gewinn vor Steuern 7.881 6.596
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (40) 501 -1.084
Konzernergebnis 8.382 5.512
davon entfallen auf:
Aktionäre der USU Software AG 8.382 5.549
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0 -37
Ergebnis je Aktie (in EUR):
das den Aktionären der USU Software AG zusteht: Unverwässert und verwässert 0,80 0,52
Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien:
Unverwässert und verwässert 10.523.770 10.523.770

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

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Anhang 2015

TEUR
2014

TEUR
Konzernergebnis 8.382 5.512
Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsrückstellungen (22) 19 -755
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -6 225
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder werden können
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung -55 25
Übriges Konzernergebnis nach Steuern -42 -505
Konzern-Gesamtergebnis 8.340 5.007
davon entfallen:
auf die Aktionäre der USU Software AG 8.340 5.044
auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0 -37

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

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Anhang 2015

TEUR
2014

TEUR
Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit:
Gewinn vor Steuern 7.881 6.596
Anpassungen für:
Finanzerträge/Finanzaufwendungen -291 77
Abschreibungen 2.286 2.214
Gezahlte Ertragsteuern -1.032 -570
Erstattete Ertragsteuern 617 1
Gezahlte Zinsen -8 -12
Erhaltene Zinsen 41 18
Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -303 -994
Veränderung des Working Capitals:
Vorräte -3 87
Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen 1.702 -985
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -657 949
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte 80 -361
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 183 -145
Personalverbindlichkeiten und Pensionsrückstellungen 1.784 109
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten -130 756
(42) 12.150 7.740
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit:
Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbener Zahlungsmittel -560 0
Investitionen in Sachanlagen -835 -965
Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte -176 -152
Verkauf von Anlagevermögen 17 15
Tilgung von Darlehen -329 0
Investitionen in Wertpapiere -3.014 0
(43) -4.897 -1.102
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit:
Dividendenzahlung -3.157 -2.631
Tilgung von Kaufpreisverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Erwerb von Tochterunternehmen -2.591 0
Tilgung von Bankkrediten -634 0
(44) -6.382 -2.631
Differenz aus Währungsumrechnung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 304 682
Zunahme der flüssigen Mittel und kurzfristigen Kapitalanlagen 1.175 4.689
Flüssige Mittel und kurzfristige Kapitalanlagen - Beginn des Geschäftsjahres 18.920 14.231
Flüssige Mittel und kurzfristige Kapitalanlagen - Ende des Geschäftsjahres (45) 20.095 18.920

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

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Grundkapital Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage
Anzahl TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2013 10.523.770 10.524 52.792 470
Konzernergebnis 0 0 0 0
Übriges Ergebnis, nach Steuern 0 0 0 0
Konzern-Gesamtergebnis 0 0 0 0
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0 0 0 32
Erwerb Minderheitsanteile 0 0 0 0
Dividendenzahlung 0 0 0 0
Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2014 10.523.770 10.524 52.792 502
Konzernergebnis 0 0 0 0
Übriges Ergebnis, nach Steuern 0 0 0 0
Konzern-Gesamtergebnis 0 0 0 0
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0 0 0 72
Dividendenzahlung 0 0 0 0
Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2015 10.523.770 10.524 52.792 574

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Bilanzverlust Kumuliertes sonstiges Eigenkapital Währungsumrechnung Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2013 -10.467 -44 53.275 -43 53.232
Konzernergebnis 5.549 0 5.549 -37 5.512
Übriges Ergebnis, nach Steuern -530 25 -505 0 -505
Konzern-Gesamtergebnis 5.019 25 5.044 -37 5.007
Einstellung in die gesetzliche Rücklage -32 0 0 0 0
Erwerb Minderheitsanteile -80 0 -80 80 0
Dividendenzahlung -2.631 0 -2.631 0 -2.631
Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2014 -8.191 -19 55.608 0 55.608
Konzernergebnis 8.382 0 8.382 0 8.382
Übriges Ergebnis, nach Steuern 13 -55 -42 0 -42
Konzern-Gesamtergebnis 8.395 -55 8.340 0 8.340
Einstellung in die gesetzliche Rücklage -72 0 0 0 0
Dividendenzahlung -3.157 0 -3.157 0 -3.157
Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. Dezember 2015 -3.025 -74 60.791 0 60.791

Konzern-Anhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

A. DIE GESELLSCHAFT

Die Konzernmuttergesellschaft USU Software AG hat ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister HRB 206442 eingetragen. Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "Gruppe" genannt) entwickeln und vertreiben ganzheitliche Softwarelösungen. Das Leistungsspektrum umfasst dabei Lösungen im Bereich "Business Service Management" für den effizienten und kostenoptimalen Einsatz der IT-Infrastruktur eines Unternehmens sowie im Bereich "Knowledge Solutions" zur Optimierung wissensintensiver Geschäftsprozesse. Darüber hinaus bietet die Gruppe im Bereich "Business Solutions" Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten sowie individuelle Anwendungsentwicklung an.

Der Konzern umfasst Tochtergesellschaften im Inland, in der Schweiz, in der Tschechischen Republik, in Österreich und in den USA. Die Kunden der Gesellschaft befinden sich überwiegend im Inland und stammen hauptsächlich aus den Branchen Finanzdienstleistungen, Telekommunikation, Automobil- und Konsumgüterindustrie, Dienstleistungen und Handel sowie aus dem Öffentlichen Sektor.

Die Gesellschaft ist im "Prime Standard" an der Frankfurter Börse gelistet.

B. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315a HGB nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Boards (IASB), London, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzernabschluss enthält darüber hinaus die zusätzlichen Anforderungen des § 315a Abs. 1 HGB.

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind einheitlich nach den Vorschriften der IFRS aufgestellt worden.

Der Konzernabschluss wurde in der funktionalen Währung des Mutterunternehmens (Euro) erstellt. Alle Betragsangaben im Konzernabschluss werden gerundet auf Tausend Euro ("TEUR"), außer den Angaben, die sich auf Aktien beziehen. Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember eines jeden Jahres.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter Heranziehung der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, mit Ausnahme von bestimmten finanziellen Vermögenswerten und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 4. März 2016 zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigegeben. Es ist geplant, dass der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 17. März 2016 den vorliegenden, vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss billigen und zur Veröffentlichung freigeben wird.

Der zum 31. Dezember 2015 nach den Bestimmungen des HGB aufgestellte Jahresabschluss der USU Software AG und dieser Konzernabschluss werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

2. Erstmalig angewandte und kürzlich erlassene Rechnungslegungsvorschriften

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine neuen oder überarbeiteten verpflichtend anzuwendenden IFRS in Kraft getreten.

Die nachfolgenden, vom IASB veröffentlichten Rechnungslegungsstandards sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden auch nicht vorzeitig angewandt:

IFRS 9 "Finanzinstrumente" wird die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IAS 39 ersetzen. IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie ein neues Wertminderungsmodell, basierend auf den erwarteten Kreditausfällen, ein. IFRS 9 enthält weiterhin neue Regelungen zur Anwendung des Hedge Accounting. IFRS 9 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.1.2018 beginnen, eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Wir prüfen derzeit, welche Auswirkungen die erstmalige Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss hat.
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" wird die Erfassung von Umsatzerlösen regeln und IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IAS 18 "Umsatzerlöse" ersetzen. Gemäß IFRS 15 wird die Realisierung von Umsatzerlösen die Übertragung der vereinbarten Güter bzw. Dienstleistungen mit dem Betrag abbilden, der der Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen für die gelieferten Güter bzw. erbrachten Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden nach IFRS 15 regelmäßig dann realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter/Dienstleistungen erhält. IFRS 15 enthält Vorgaben zum Ausweis der aus Verträgen mit Kunden resultierenden Leistungsüberschüsse und -verpflichtungen, d.h. für Vermögenswerte und Schulden, die sich aus der vom Unternehmen erbrachten Leistung bzw. aus der Zahlung des Kunden ergeben. IFRS 15 fordert zusätzliche Anhangsangaben zu Art, Höhe, zeitlichem Anfall sowie den Unsicherheiten von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen. IFRS 15 ist bei unveränderter Übernahme durch die EU auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.1.2018 beginnen, eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Wir prüfen derzeit, welche Auswirkungen IFRS 15 auf den Konzernabschluss haben wird.
IFRS 16 "Leasingverhältnisse" wird Regelungen zur bilanziellen Abbildung von Leasingvereinbarungen umfassen und IAS 17 sowie die dazugehörigen Interpretationen IFRIC 4, SIC 15 und SIC 27 ersetzen. Im Hinblick auf den Leasingnehmer sieht IFRS 16 eine einzige Bilanzierungsmethode vor. Diese führt beim Leasingnehmer dazu, dass sämtliche Vermögenswerte für die erlangten Nutzungsrechte und Verbindlichkeiten, die aus Leasingvereinbarungen stammen, in der Bilanz zu erfassen sind. Eine Ausnahme gilt lediglich für kurzfristige Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit von maximal 12 Monaten sowie für geringwertige Vermögenswerte. Beim Leasinggeber hingegen wird wie bisher zwischen Finanzierungs- und Mietleasingvereinbarungen (finance bzw. operate leases) unterschieden. IFRS 16 enthält außerdem neue Regelungen zum Ausweis und zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-Leaseback-Transaktionen. Erstanwendungszeitpunkt des IFRS 16 ist der 1.1.2019. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, sofern zeitgleich die Vorschriften zur Erlösrealisierung nach IFRS 15 berücksichtigt werden. Wir prüfen derzeit, welche Auswirkungen IFRS 16 auf den Konzernabschluss haben wird.

Die übrigen veröffentlichten, von der EU noch nicht übernommenen, geänderten Standards werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Bei Anerkennung dieser Standards durch die EU, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind, ist keine vorzeitige Anwendung dieser Standards vorgesehen.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss der USU Software AG und der von ihr beherrschten Unternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen (Tochterunternehmen). Die USU Software AG erlangt die Beherrschung, wenn sie:

Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann,
schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und
die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.

Die USU Software AG nimmt eine Neubeurteilung vor, ob sie ein Beteiligungsunternehmen beherrscht oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben genannten drei Kriterien der Beherrschung verändert haben.

Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Gesellschaft die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Gesellschaft endet, in den Konzernabschluss einbezogen.

Dabei werden die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Konzern-Ergebnis erfasst.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Ein aus Erstkonsolidierungen verbleibender Geschäfts- oder Firmenwert wird gesondert erfasst. Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen, der zu einer Abwertung führen kann (Impairment-Only-Approach).

Konzerninterne Umsätze, Zwischengewinne, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen sowie Haftungsverhältnisse zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Reinvermögen konsolidierter Tochterunternehmen werden ermittelt und in der Konzernbilanz gesondert ausgewiesen.

Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des sonstigen Ergebnisses sind den Gesellschaftern des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzuordnen. Dies gilt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die nicht beherrschenden Gesellschafter einen Negativsaldo aufweisen.

4. Konsolidierungskreis

Die Gruppe besteht aus der USU Software AG und aus zwölf deutschen und ausländischen Tochtergesellschaften, die jeweils zu 100 % gehalten werden.

Der Konsolidierungskreis hat sich dabei um die zum 1. Juli 2015 erworbene SecurIntegration GmbH, Köln, erweitert.

Nachfolgende Gesellschaften wurden neben dem Konzernmutterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis stellen die nach jeweils landesspezifischen Rechnungslegungsvorschriften ermittelten Werte dar.

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Konsolidierungskreis Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital 31.12.2015

TEUR
Jahresergebnis 2015

TEUR
USU AG, Möglingen 14.401 1.503
LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen1) 1. 380 2.112
Omega Software GmbH, Obersulm1) 970 171
USU Software s. r. o., Brno, Tschechische Republik 870 138
USU (Schweiz) AG, Zug, Schweiz -30 -3
USU Austria GmbH, Wien, Österreich -663 50
Openshop Internet Software GmbH, Möglingen1) -775 -1
Aspera GmbH, Aachen1) 300 6.090
USU Consulting GmbH, Sursee, Schweiz 54 -11
Aspera Technologies Inc., Boston, USA -1.445 -1.266
B.I.G. Social Media GmbH, Berlin1)2) 1.706 -614
SecurIntegration GmbH, Köln -1.066 -1.155

1) Jahresergebnis vor/Eigenkapital nach Ergebnisabführung an die USU Software AG aufgrund vorliegender Ergebnisabführungsverträge.

2) Am 5. Mai 2015 hat die USU Software AG die Kaufpreiszahlung für die restlichen 49 % der Geschäftsanteile an der B.I.G. Social Media GmbH vorgenommen. Damit verfügt die Gesellschaft nunmehr über 100 % an der B.I.G. Social Media GmbH. Unmittelbar im Anschluss an die Restkaufpreiszahlung hat die USU Software AG mit der BIG einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen, der in der Hauptversammlung der USU Software AG anschließend genehmigt wurde.

5. Währung und Währungsumrechnung

Es werden alle Geschäftsvorfälle mit dem am Tag des Geschäftsvorfalles gültigen Wechselkurs umgerechnet. Zu jedem Bilanzstichtag werden monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Stichtagskurses angesetzt; nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles umgerechnet, und nicht monetäre Posten, die mit ihrem Zeitwert bewertet wurden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des Zeitwertes gültig war. Die sich aus der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebenden Differenzen werden erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt gemäß IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Die ausländischen, konsolidierten Tochterunternehmen werden als wirtschaftlich selbstständige Teileinheiten betrachtet, da sie finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch autonom sind. Ihre Bewertungswährungen sind entsprechend dem Konzept der funktionalen Währung die jeweiligen Landeswährungen. Erträge und Aufwendungen werden zu den durchschnittlichen Wechselkursen während des Berichtsjahres, Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs und das jeweilige Eigenkapital der Tochtergesellschaften zu historischen Kursen umgerechnet. Der Unterschiedsbetrag aus der eigenkapitalbezogenen Währungsumrechnung wird ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und in einer separaten Spalte des Eigenkapitalspiegels dargestellt.

Währungsdifferenzen, die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung auftreten, werden erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Die Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften, die nicht der Europäischen Währungsunion angehören, wurde unter Verwendung der folgenden Umrechnungskurse in EUR durchgeführt:

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Währung Stichtagskurs Durchschnittskurs
(1 EUR entspricht) 31.12.2015 31.12.2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Schweizer
Franken (CHF) 1,0835 1,2024 1,0679 1,2127
Tschechische
Kronen (CZK) 27,023 27,735 27,279 27,536
US Dollar
(USD) 1,0887 1,2141 1,1095 1,3211

Im abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich die erfolgswirksam erfassten Umrechnungsdifferenzen auf TEUR +415 (2014: TEUR +513).

6. Verwendung von Schätzungen sowie Ermessensentscheidungen mit wesentlichem Einfluss

Die Aufstellung der Jahresabschlüsse in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsgrundsätzen nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen des Vorstands, welche die Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag, die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode sowie die damit im Zusammenhang stehenden Angaben im Jahresabschluss beeinflussen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Bereiche, die wesentliche Einschätzungen erforderlich machen, sind insbesondere die Bilanzierung nach der Percentage-of-Completion-Methode (siehe dazu Konzernanhangsangabe 7.6 und 7.17), die Festlegung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer bei immateriellen Vermögenswerten (Konzernanhangsangabe 7.1 und 9), die Entscheidung zur Nichtaktivierung von Softwareentwicklungskosten (Konzernanhangsangabe 7.19), Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen (Konzernanhangsangabe 15), Eventualverbindlichkeiten, Pensionsrückstellungen (Konzernanhangsangabe 22) und sonstige Rückstellungen (Konzernanhangsangabe 25) sowie die Einschätzung der Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen in Form von Aktivierungen latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge (Konzernanhangsangabe 30).

Ferner sind wesentliche Schätzungen und Annahmen zur Bestimmung beizulegender Zeitwerte von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie von Kaufpreisverbindlichkeiten (Earn-out), insbesondere im Falle von Unternehmenserwerben im Rahmen von durchzuführenden Kaufpreisallokationen sowie bei der Wertminderungsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes, erforderlich (Konzernanhangsangabe 8, 9, 10 und 23).

Die der Discounted-Cash-Flow-Bewertung im Rahmen der Wertminderungsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes zugrunde liegenden Cash-Flows basieren auf aktuellen Geschäftsplänen, wobei von einem Planungshorizont von drei Jahren ausgegangen wurde. Hierbei werden Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen getroffen. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten führen.

7. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der USU Software AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden entsprechend IFRS 10.19 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

7.1 Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach IAS 38 bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellkosten bewertet. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten vor allem Software, Wartungsverträge und Kundenstämme, die entsprechend ihrer jeweiligen voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von drei bis dreizehn Jahren planmäßig linear abgeschrieben werden. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer - hierzu zählen Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Namens- und Markenrechte - werden anstelle einer planmäßigen Abschreibung mindestens einmal jährlich einer Wertminderungsprüfung ("Impairment Test") nach IAS 36 unterzogen. Die "Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte" werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.

7.2 Sachanlagen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt nach IAS 16 zu historischen Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen. Reparaturkosten werden unmittelbar als Aufwand verrechnet. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer der Anlagegüter. Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

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EDV-Hardware 3 Jahre
Einbauten in Gebäude 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre

7.3 Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Bei allen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie bei Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Werthaltigkeit des Buchwertes mindestens einmal pro Geschäftsjahr überprüft. Die Wertminderungsprüfung wird grundsätzlich jährlich zum 30. September durchgeführt. Zudem wird bei diesen, wie auch bei den immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer und Sachanlagen, eine Wertminderungsprüfung dann durchgeführt, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hinweisen, dass der Buchwert der Vermögenswerte nicht erzielbar sein könnte. Diese lagen in den Geschäftsjahren 2014 und 2015 nicht vor.

Eine Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswertes den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert des Vermögenswertes. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Verkaufskosten ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswertes zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag, abzüglich der Veräußerungskosten. Der Nutzungswert ist der Kapitalwert der geschätzten künftigen Cash-Flows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind.

Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit (im Folgenden auch "ZGE") ermittelt, der er zugeordnet ist. Dabei ist nach IAS 36.6 eine ZGE die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Zur Ermittlung der zu erwartenden Cash-Flows jeder ZGE müssen Grundannahmen getroffen werden. Diese beinhalten Annahmen hinsichtlich der Finanzpläne sowie der zur Abzinsung herangezogenen Zinssätze.

Die Wertminderungsprüfung von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer ist dabei im Rahmen der jährlichen Wertminderungsprüfung für die Geschäfts- oder Firmenwerte abgedeckt, da diese in den Buchwerten der jeweiligen ZGEs enthalten sind. Wir verweisen hierzu auf die Konzernanhangsangabe 9 und 10.

Zum Zwecke der Werthaltigkeitsprüfungen der im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte, sind diese auf ihre entsprechenden ZGE zuzuordnen.

Da bei der USU-Gruppe die Zahlungsmittelflüsse, mit Ausnahme der Omega Software GmbH, der SecurIntegration GmbH und der Aspera Technologies Inc., auf Ebene der Tochtergesellschaften USU AG, LeuTek GmbH, Aspera GmbH und B.I.G. Social Media GmbH geplant und abgegrenzt werden, gelten als ZGE zum einen die USU AG zusammen mit der Omega Software GmbH, bei der zusätzlich zwischen Produkt- und Servicegeschäft unterschieden wird, und zum anderen die Tochtergesellschaften LeuTek GmbH, Aspera GmbH zusammen mit der Aspera Technologies Inc. und der SecurIntegration GmbH und die B.I.G. Social Media GmbH, die alle vollständig dem Produktgeschäft zugeordnet sind. Zur Differenzierung der beiden Bereiche Produkt- und Servicegeschäft verweisen wir auf die Konzernanhangsangabe zur Segmentberichterstattung unter G.

Eine ertragswirksame Korrektur einer in früheren Jahren aufwandswirksam erfassten Wertminderung für eine Sachanlage oder einen immateriellen Vermögenswert wird vorgenommen, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Wertminderung nicht mehr besteht oder sich verringert haben könnte. Die Wertaufholung wird als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Werterhöhung bzw. Verringerung der Wertminderung eines Vermögenswerts wird jedoch nur soweit erfasst, wie sie den Buchwert nicht übersteigt, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte ergeben hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre.

Wertaufholungen auf Abschreibungen, die im Rahmen von Wertminderungsprüfungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte erfasst wurden, sind nicht zulässig.

7.4 Finanzinstrumente

Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 in die folgenden Kategorien eingeteilt:

(a) finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,

(b) bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen,

(c) Kredite und Forderungen und

(d) zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Finanzielle Vermögenswerte mit festgelegten oder bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, die die Gesellschaft bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt und halten kann, ausgenommen von der Gesellschaft ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen klassifiziert.

Finanzielle Vermögenswerte, die hauptsächlich erworben wurden, um einen Gewinn aus der kurzfristigen Wertentwicklung zu erzielen, werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Alle sonstigen finanziellen Vermögenswerte, ausgenommen vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingestuft. Die Gesellschaft hat ebenso wie im Vorjahr ausschließlich finanzielle Vermögenswerte der Kategorien "Kredite und Forderungen".

Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag erfasst.

Bei der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswertes wird dieser grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem Zeitwert der gegebenen Gegenleistung entsprechen. Transaktionskosten werden mit einbezogen, es sei denn, es handelt sich um finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wobei die Gesellschaft in den zwei abgelaufenen Geschäftsjahren keine Finanzinstrumente dieser Kategorie hatte.

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch den am Abschlussstichtag notierten Marktpreis bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören (i) die Verwendung aktueller Geschäftsvorfälle zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragspartnern, (ii) der Vergleich mit dem aktuellen Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, (iii) die Analyse von diskontierten Cash-Flows.

Vom Unternehmen ausgereichte Forderungen und Kredite werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden im "kumulierten sonstigen Eigenkapital" ausgewiesen. Realisierte Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren werden als Bestandteil des Zinsergebnisses ausgewiesen. Bei der Berechnung des Veräußerungsgewinns werden die jeweiligen finanziellen Vermögenswerte einzeln herangezogen.

Finanzinstrumente, deren Buchwerte aufgrund ihrer Kurzfristigkeit den beizulegenden Zeitwert approximieren, umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Bankverbindlichkeiten.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige Fest- und Tagesgelder.

Die langfristigen Finanzinstrumente sind, abgesehen von den darin enthaltenen Aktivwerten von nicht qualifizierten Rückdeckungsversicherungen, mit den fortgeführten Anschaffungskosten nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen, die sich am tatsächlichen Ausfallrisiko orientieren, ausgewiesen. Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen dabei ebenfalls näherungsweise den korrespondierenden Zeitwerten.

Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind - und somit alle finanziellen Vermögenswerte der Gesellschaft - daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise (wie etwa erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, der Wegfall eines aktiven Marktes für den finanziellen Vermögenswert, bedeutende Veränderung des technologischen, ökonomischen, rechtlichen Umfelds sowie des Marktumfelds des Emittenten, ein andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwertes des finanziellen Vermögenswertes unter die fortgeführten Anschaffungskosten) auf eine Wertminderung hindeuten. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zu überführen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe erfolgswirksam zurückgenommen. Wertminderungen, die zur Veräußerung verfügbare und mit den Anschaffungskosten bilanzierte nicht börsenorientierte Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Solche Eigenkapitalinstrumente lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Der im Rahmen der Prüfung auf etwaige Wertminderungen zu bestimmende beizulegende Zeitwert von den mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Krediten und Forderungen entspricht regelmäßig dem Barwert der geschätzten und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Cash-Flows.

Die Wertminderungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert (i.d.R. zeitliches Ausmaß des Zahlungsverzuges) und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht sowie ggf. wertberichtigt. In Abhängigkeit des Zeitraumes der Überfälligkeit erfolgen stufenweise Wertberichtigungen von 25 % bis 100 %, die auf historischen Erfahrungswerten basieren. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab.

7.5 Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder den vom Absatzmarkt ermittelten verlustfreien niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt worden und betreffen im Wesentlichen Softwarelizenzen fremder Anbieter sowie EDV-Hardware.

Bestandsrisiken, die sich aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Ein Abwertungsbedarf aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte am Abschlussstichtag ergab sich nicht.

7.6 Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen

Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen aus Dienstleistungsaufträgen und kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert. Bei dieser Verfahrensweise wird der Fertigstellungsgrad aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten ermittelt. Sofern in einer Periode festgestellt wird, dass aus der Erfüllung eines Dienstleistungsauftrages ein Verlust resultieren wird, wird der geschätzte Gesamtverlust aus dem jeweiligen Auftrag unmittelbar in voller Höhe als Aufwand erfasst. Die Gesellschaft weist für alle laufenden Dienstleistungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne die Summe der Abschlagsrechnungen übersteigen, eine Forderung aus.

Bei Dienstleistungsaufträgen mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die Summe der Abschlagsrechnungen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne übersteigt, weist der Konzern eine Verbindlichkeit aus (siehe Konzernanhangsangabe 7.13).

7.7 Latente Steuern

Latente Steuern wurden auf der Grundlage der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode nach IAS 12 bilanziert. Demnach sind Steuerabgrenzungsposten grundsätzlich für sämtliche temporären Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet worden. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, wenn ihre Nutzung in hohem Maße gesichert erscheint. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte dabei unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragssteuersätze, die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt galten bzw. erwartet wurden.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen und die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen.

Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern werden dann gebildet, wenn ein Verfall des steuerlichen Vorteils wahrscheinlicher ist als dessen Nutzung.

Latente Steueransprüche (-schulden) werden nicht abgezinst und sind in der Konzernbilanz als langfristige Vermögenswerte (Schulden) ausgewiesen.

7.8 Eigene Anteile

Eigene Aktien werden zum Marktpreis am Erwerbstag zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet und vom Eigenkapital abgesetzt. Gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung können die eigenen Aktien als Akquisitionswährung und zum Einzug verwendet werden. Zu den Stichtagen 31. Dezember 2014 und 2015 hielt die USU Software AG keine eigenen Aktien.

7.9 Kumuliertes sonstiges Eigenkapital

In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Transaktionen mit Anteilseignern (z.B. Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren sowie korrespondierende latente Steuern.

7.10 Rückstellungen für Pensionen

Die versicherungsmathematische Bewertung der für ein ehemaliges Vorstandsmitglied der USU AG sowie für den Großteil der Mitarbeiter der LeuTek GmbH gebildeten Pensionsrückstellungen basiert auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung (Projected Unit Credit Method). Bei diesem Verfahren werden neben der am Bilanzstichtag zugesagten Rente auch künftig zu erwartende Steigerungen der zugesagten Renten berücksichtigt, sofern es sich nicht um Einmalzahlungen handelt. Die Berechnung beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, beispielsweise aus der Anpassung des Abzinsungssatzes, werden bei der Gruppe ergebnisneutral entsprechend IFRS 19.37d mit dem Eigenkapital verrechnet. Der laufende Dienstzeitaufwand wird als Aufwand innerhalb des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Der laufende Zinsaufwand und der erwartete Kapitalertrag des Planvermögens werden im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

7.11 Sonstige Rückstellungen

Eine sonstige Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn die Gesellschaft einer gegenwärtigen (rechtlichen oder faktischen) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses nachzukommen hat, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die wirtschaftlichen Nutzen darstellen und wenn eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und an die gegenwärtige beste Schätzung angepasst. In Fällen, in denen der Zinseffekt wesentlich ist, werden langfristige Rückstellungen abgezinst.

7.12 Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

7.13 Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen

Von Kunden erhaltene Anzahlungen, soweit sie sich nicht auf erbrachte Leistungen beziehen, werden unter den Verbindlichkeiten passiviert. Soweit sie sich auf erbrachte Leistungen beziehen, werden sie aktivisch von den angefallenen Kosten zuzüglich den Ergebnissen aus noch nicht abgerechneten Projekten abgesetzt.

7.14 Zuwendung öffentliche Hand

Eine bedingungslose Zuwendung der öffentlichen Hand wird als sonstiger Ertrag im Gewinn oder Verlust erfasst, sobald ein Anspruch auf die Zuwendung entsteht.

Sonstige Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zunächst als passivische Abgrenzungsposten zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass sie gewährt werden und der Konzern die mit der Zuwendung verbundenen Bedingungen erfüllen wird. Anschließend werden diese sonstigen Zuwendungen der öffentlichen Hand planmäßig über den Zeitraum der Nutzungsdauer des Vermögenswertes als sonstige Erträge im Gewinn und Verlust erfasst. Zuwendungen, die den Konzern für angefallene Aufwendungen kompensieren, werden planmäßig in den Zeiträumen, in denen die Aufwendungen erfasst werden, im Gewinn oder Verlust erfasst.

7.15 Eventualverbindlichkeiten und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Eventualverbindlichkeiten sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist. Sie sind in der Bilanz nicht erfasst worden. Die im Konzernanhang angegebenen Verpflichtungsvolumina entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag im Zeitraum der Konzernabschlusserstellung, die Wertansätze erhellen, werden im Konzernabschluss berücksichtigt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die neue Sachverhalte begründen, werden in der Konzernbilanz nicht erfasst, jedoch bei Wesentlichkeit im Konzernanhang angegeben.

7.16 Leasing

Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Ein Leasingverhältnis wird dann als Operating-Leasing klassifiziert, wenn der wirtschaftliche Gehalt der Leasingvereinbarung nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden waren, auf die Gesellschaft als Leasingnehmerin übertragen hat.

Es liegen nur Operating-Leasingverhältnisse bei der Gruppe vor.

7.17 Umsatzerlöse

Die Gruppe erzielt Umsätze aus der Lizenzvergabe von Softwareprodukten an den Endkunden, aus Beratungsdienstleistungen sowie aus Wartungsverträgen (Kunden-Support nach Vertragsabschluss "Post-contract-Customer-Support" bzw. "PCS").

Beratungsdienstleistungen beziehen sich auf Beratungsleistungen im Softwareumfeld und Schulungen. PCS umfasst das Recht auf eventuelle Aktualisierungen sowie telefonischen Support.

Soweit diese Leistungen einzeln erbracht werden, werden die Umsatzerlöse aus der Softwarelizenz dann realisiert, wenn die Lieferung erfolgt ist, der Kaufpreis festgesetzt oder bestimmbar ist, die Vereinnahmung angemessen sichergestellt ist und nachweislich eine Vereinbarung besteht. Die den Beratungsdienstleistungen zugerechneten Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Leistungen realisiert. Die den PCS zugerechneten Umsatzerlöse werden anteilig über die Vertragsdauer (normalerweise ein oder zwei Jahre) berücksichtigt.

Die Gruppe bietet Kombinationen ihrer Leistungen ihren Kunden im Rahmen eines einzelnen Vertrages (Kombinationsvertrag) oder in mehreren separaten Verträgen (Vertragsbündel) an. In diesen Kombinationsverträgen oder über diese Vertragsbündel erwirbt der Kunde eine Kombination aus Software, Beratungsdienstleistungen und PCS. Soweit das Vertragsbündel oder der Kombinationsvertrag insgesamt keinen kundenspezifischen Auftrag im Sinne des IAS 11 darstellt, realisiert die Gruppe die aus diesen Vertragsbündeln oder Kombinationsverträgen resultierenden Umsatzerlöse gemäß den beizulegenden Zeitwerten (üblichen Preisen) der einzelnen Leistungen. Der übliche Preis wird anhand des Preises festgestellt, der verlangt werden würde, wenn eine Leistung getrennt verkauft werden würde.

Für PCS wird der übliche Preis auf Grundlage von Verlängerungssätzen für PCS gleicher Dauer, bzw. soweit diese nicht vorliegen, an der vom Vorstand der Gruppe verabschiedeten Preisliste bestimmt. In den Fällen, in denen die zu erbringende Dienstleistung oder PCS des Vertragsbündels den üblichen Preis unterschreiten, werden die Differenzbeträge zu den üblichen Preisen der Dienstleistung oder PCS aus dem realisierten Lizenzumsatz abgegrenzt und entsprechend über den Zeitraum der Erbringung der Dienstleistung bzw. der PCS realisiert.

In den Fällen, in denen die Zahlung der Lizenzgebühren von der Bereitstellung von Dienstleistungen abhängig ist, die die Software in ihrer Funktionalität wesentlich verändern oder erweitern, werden die Umsätze für die Softwarelizenz- und die Dienstleistungselemente im Sinne des IAS 11 abgegrenzt und nach dem Fertigstellungsgrad (Percentage-of-Completion-Methode - POC) der Dienstleistung realisiert. Der zu realisierende Umsatz- und Ertragsanteil wird hauptsächlich durch das bisher erbrachte Dienstleistungsvolumen zum geschätzten Gesamtdienstleistungsvolumen bei Fertigstellung bemessen.

In den noch nicht abgerechneten unfertigen Leistungen sind auch Beträge enthalten, die auf von Kunden zu vertretenden Änderungen oder Fehlern hinsichtlich des Projektumfangs, auf nachträglichen, hinsichtlich Preis und Umfang noch nicht endgültig vereinbarten Änderungswünschen oder auf sonstigen von Kunden verursachten, nicht vorhersehbaren Zusatzaufwendungen und Anpassungen beruhen und die die Gesellschaft Kunden oder sonstigen Dritten zu berechnen beabsichtigt. Diese Beträge werden berücksichtigt, sofern ihre Realisierung wahrscheinlich ist und sie hinreichend zuverlässig geschätzt werden können. Noch nicht endgültig vereinbarte Auftragsänderungen erfordern die Verwendung von Schätzwerten. Dabei kann eine spätere Anpassung der geschätzten Erträge aus den oben genannten Sachverhalten erforderlich werden.

Drohende Verluste aus laufenden Verträgen werden in der Periode berücksichtigt, in der sie erkennbar sind.

Die POC-Methode basiert auf Schätzungen. Aufgrund der hierbei gegebenen Unsicherheiten ist es möglich, dass die Schätzungen der bis zur Fertigstellung erforderlichen Aufwendungen, einschließlich der Aufwendungen für Vertragsstrafen und Gewährleistungen, nachträglich berichtigt werden müssen. Derartige Berichtigungen von Aufwendungen und Erträgen werden in der Periode ausgewiesen, in der der Anpassungsbedarf festgestellt wird.

Darüber hinaus gibt es Fälle, in denen die Gruppe einen Vertrag über die Lizenzierung und den Vertrieb von Softwareprodukten eingegangen ist. Dieser Vertrag beinhaltet die Erbringung zusätzlicher damit einhergehender Leistungskomponenten. Im Zuge des Vertrages werden die uneingeschränkten Lizenz- bzw. Vertriebsrechte für ein Produkt gewährt. Darüber hinaus verpflichtet sich die Gruppe zu Wartungsleistungen des Produktes. Neben dem Produkt und dem Vertriebsrecht als solches, leistet die Gruppe sogenannten Second Level Support sowie Trainingsmaßnahmen. In Anbetracht des zugrunde liegenden Sachverhaltes eines Softwarelizenzierungsvertrages mit mehreren Komponenten und der diesbezüglich innerhalb der IFRS lediglich rudimentär ausgestalteten Regelungen, erfolgt hinsichtlich der bilanziellen Abbildung der aus diesem Vertrag resultierenden Umsatzerlöse über IAS 8.12 der Rückgriff auf die Regelungen der US-GAAP, insbesondere auf den ASC 985-605 "Software Revenue Recognition".

Die erhaltene Gegenleistung wird nach Erfüllung der jeweiligen Voraussetzungen ratierlich über die Vertragslaufzeit erfasst. Noch nicht zu realisierende erhaltene Gegenleistungen werden entsprechend abgegrenzt und als erhaltene Anzahlungen ausgewiesen.

7.18 Herstellungskosten des Umsatzes

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen umfassen Kosten, die direkt oder indirekt den Umsatzerlösen zuordenbar sind.

Darunter fallen insbesondere Löhne und Gehälter, Honorare und Gebühren für Fremdlizenzen.

7.19 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Bei der Gruppe fallen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Zusammenhang mit der (Weiter-) Entwicklung von Software an. Nach IAS 38 besteht für Forschungsaufwendungen ein Aktivierungsverbot, während Entwicklungsaufwendungen bei einem kumulativen Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungspflichtig sind. Die Aktivierung von Software-Entwicklungsaufwendungen beginnt mit der Erreichung der technischen Realisierbarkeit und endet mit der Einführung der Softwareversion auf dem Markt.

Die Gruppe hat die technische Realisierbarkeit mit der Fertigstellung eines entsprechenden Arbeitsmodells ("working model") gleichgesetzt. Aufgrund der kurzen Zeitspanne zwischen dem Erreichen der technischen Realisierbarkeit und der Einführung der Softwareversion auf dem Markt wurden bis zum Bilanzstichtag keine Entwicklungsaufwendungen aktiviert, da solche Aufwendungen unwesentlich sind. Die Gruppe hat ihre gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen aufwandswirksam verbucht (2015: TEUR 10.530, 2014: TEUR 9.642).

C. VERÄNDERUNG DER KONZERNORGANISATION

8. Erwerb der SecurIntegration GmbH, Köln

Die USU Software AG hat am 1. Juli 2015 100 % der Geschäftsanteile an der SecurIntegration GmbH, Köln, erworben und ab diesem Zeitpunkt entsprechend IFRS 3 nach der Erwerbsmethode konsolidiert. SecurIntegration ist ein auf SAP-Lizenzoptimierung spezialisiertes Softwareunternehmen, dessen Standardsoftware das bestehende Software-Lizenzmanagement-Portfolio der USU-Gruppe abrundet und dem Segment Produktgeschäft zugeordnet wird. Das im Jahr 2001 gegründete Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von etwa 1,5 Millionen Euro sowie ein positives operatives Ergebnis. Zum namhaften Kundenkreis von SecurIntegration gehören Unternehmen wie Continental, Dätwyler und AMAG. Der in bar zu entrichtende Kaufpreis der Geschäftsanteile beinhaltet einen fixen Anteil von TEUR 560 und einen earn-out bezogenen Anteil, der in Abhängigkeit der Entwicklung von SecurIntegration in 2015 und 2016 (EBIT und Umsatz) zwischen TEUR 0 und TEUR 2.340 liegt.

Aufgrund der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 bei der SecurIntegration liegt der earn-out bezogene Anteil realistischerweise zwischen TEUR 0 und TEUR 340.

Die USU Software AG erwartet auf Basis der Planung für 2016 einen Gesamtkaufpreis von TEUR 895 (Barwert), von dem Anfang Juli 2015 bereits TEUR 560 zur Zahlung fällig waren.

Auf Basis des geschätzten Kaufpreises und der zwischenzeitlich durchgeführten Kaufpreisallokation ergibt sich ein zum 1.7.2015 im Rahmen der Erstkonsolidierung der SecurIntegration bilanzierter Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.016. Die zum Erstkonsolidierungszeitpunkt bilanzierte Kaufpreisverbindlichkeit beläuft sich auf TEUR 335.

Nachfolgend wird die Ermittlung des Geschäfts- oder Firmenwerts im Überblick dargestellt:

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in TEUR Bisherige Buchwerte nach IFRS Beizulegende Zeitwerte
Immaterielle Vermögenswerte 2 1.125
Sachanlagen 32 32
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 200 200
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 22 22
Rückstellungen -48 -48
Bankverbindlichkeiten -634 -634
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -16 -16
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -337 -337
Passive Rechnungsabgrenzungsposten -101 -101
Passive latente Steuern 0 -364
-880 -121
Geschäfts- oder Firmenwert 1.016
Kaufpreis 895

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus den Fähigkeiten und der fachlichen Begabung der Belegschaft der SecurIntegration sowie den erwarteten Synergien aus der Eingliederung des Unternehmens in das bestehende Geschäft des Konzerns. Der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht steuerlich abzugsfähig.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation zusätzlich identifizierten, steuerlich nicht abzugsfähigen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.123 teilen sich wie folgt auf:

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TEUR Geschätze wirtschaftliche Nutzungsdauer Jahre
Kundenbeziehungen 705 13
Auftragsbestand 13 1
Technologie 405 5
1.123

Die verwendeten Bewertungstechniken zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der immateriellen Vermögenswerte waren wie folgt:

Lizenzpreisanalogiemethode: Die Lizenzpreisanalogiemethode berücksichtigt die abgezinsten geschätzten Zahlungen von Nutzungsentgelten, die voraussichtlich dadurch eingespart werden, dass sich die Technologie im eigenen Besitz befindet.

Residualwertmethode: Die Residualwertmethode berücksichtigt den Barwert der erwarteten Netto-Cash-Flows, die die Kundenbeziehungen erzeugen, mit Ausnahme aller Cash-Flows, die mit unterstützenden Vermögenswerten verbunden sind.

Bei dem Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von TEUR 33 für Rechtsberatungsgebühren angefallen. Diese Kosten sind in den "Verwaltungsaufwendungen" erfasst.

Die nachfolgenden Pro-Forma-Finanzkennzahlen stellen den konsolidierten Umsatz und das konsolidierte Ergebnis der Gesellschaft so dar, als ob die SecurIntegration, deren Umsatz- und Ergebnisbeitrag seit dem Erwerbsstichtag bei TEUR 441 bzw. TEUR -186 liegt, bereits zu Beginn des Geschäftsjahres 2015 durch die USU Software AG erworben worden wäre. Das Pro-Forma-Ergebnis enthält fiktive Abschreibungen von stillen Reserven, die im Rahmen des Erwerbs aufgedeckt wurden sowie entsprechende latente Steuern. In der Pro-Forma-Rechnung sind keine eventuellen erzielbaren Synergien aus dem Unternehmenszusammenschluss enthalten:

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2015

TEUR
Pro-forma-Umsatzerlöse (Konzern) 66.494
Pro-forma-Gewinn 7.360

Die ermittelten Pro-Forma-Größen sind nicht notwendigerweise Indikatoren für eine mögliche Geschäftsentwicklung, wenn die Akquisition zu einem früheren Stichtag durchgeführt worden wäre. Hierbei ist vor allem zu beachten, dass in diesen Ergebnissen die tatsächlichen kurz- und mittelfristigen Auswirkungen dieser Akquisition auf Umsatz und Ertrag nicht enthalten sind. Darüber hinaus spiegeln diese Zahlen nicht notwendigerweise die zukünftige Entwicklung wider.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ

9. Immaterielle Vermögenswerte

Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die Angaben im Konzernanlagespiegel (siehe Anlage A und B).

In den immateriellen Vermögenswerten sind Namens- und Markenrechte in Höhe von TEUR 2.011 ausgewiesen, die sich wie folgt auf die ZGEs verteilen:

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ZGE 2015

TEUR
2014

TEUR
USU AG/Omega (Produktgeschäft) 445 445
USU AG (Servicegeschäft) 85 85
LeuTek (Produktgeschäft) 829 829
Aspera (Produktgeschäft) 652 652
2.011 2.011

Aus wirtschaftlicher Sicht ist derzeit ein Ende des Nutzungszeitraumes der Marken nicht erkennbar.

Da die Namens- und Markenrechte in den Buchwerten der ZGEs der Gruppe enthalten sind, ist die jährliche Prüfung auf Wertminderungsbedarf im Rahmen der jeweiligen Wertminderungsprüfungen für die Geschäfts- oder Firmenwerte abgedeckt. Wir verweisen hierzu auf Konzernanhangsangabe 10.

Die Namens- und Markenrechte betreffen sowohl das Segment "Produktgeschäft" als auch das Segment "Servicegeschäft" (bezüglich der Segmentaufteilung siehe Konzernanhangsangabe G).

Soweit Abschreibungen aufgrund vorgenommener Wertminderungsprüfungen durchgeführt werden, werden diese in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.

10. Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalten ausschließlich Beträge aus der Kapitalkonsolidierung. Durch Vergleich der Buchwerte einer ZGE, einschließlich der jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte, mit den Nutzungswerten der jeweiligen ZGE werden die Geschäfts- oder Firmenwerte auf Wertminderung geprüft.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte der Gruppe resultieren aus den Akquisitionen der USU AG, der Omega, der LeuTek, der Aspera, der BIG und der SecurIntegration.

Aufgrund der starken Verzahnung des operativen Geschäfts der USU AG mit der Omega ist die Omega in die ZGE USU AG (Produktgeschäft) integriert. Entsprechendes gilt für die SecurIntegration, die in den Geschäftsbereich der Aspera integriert wird. Somit bestehen im Konzern die ZGEs Aspera, LeuTek, USU AG - Produktgeschäft und USU AG - Servicegeschäft sowie die BIG.

Der Nutzungswert einer ZGE wird durch den Barwert der künftigen Cash-Flows bestimmt. Die Berechnung erfolgt mittels der Discounted-Cash-Flow-Methode, bei der die aus der ZGE erwarteten Zahlungen abgezinst werden. Diese basieren dabei auf dem vom Aufsichtsrat genehmigten Finanzplan für das folgende Geschäftsjahr und der darauf aufsetzenden Mittelfristplanung durch den Vorstand. Der Planungszeitraum für den Finanzplan und die Mittelfristplanung beträgt insgesamt drei Jahre.

Der Finanzplan wird detailliert über die vom Management der Gruppe erwarteten Umsatzerlöse und der damit verbundenen Mittelzuflüsse abgeleitet. Die geplanten Umsatzerlöse definieren die notwendige Beraterkapazität und die damit verbundenen Mittelabflüsse. Dabei werden neben Erfahrungswerten auch externe Marktdaten zur Planung der Umsatzerlöse herangezogen. Auszahlungen in Verbindung mit fixen Kosten werden auf Basis von Erfahrungswerten fortgeschrieben. Die wesentlichen werttreibenden Faktoren der Planung sind die geplanten Umsatzerlöse und die darauf bezogene EBIT-Marge. Die EBIT-Marge wird insbesondere durch die geplanten Lizenzumsatzerlöse aus eigenen Softwareprodukten bestimmt. Ferner sind in der EBIT-Marge zukünftige Gehaltssteigerungen und steigende Aufwendungen für freie Mitarbeiter berücksichtigt.

Der Planung liegen folgende Wachstumsraten der Umsatzerlöse zugrunde:

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2016 2017 2018
USU AG/ Omega (Produktgeschäft) 2,9% 7,5% 7,6%
USU AG (Servicegeschäft) 3,4% 1,5% 2,0%
LeuTek (Produktgeschäft) 6,0% 4,8% 5,6%
Aspera/SecurIntegration (Produktgeschäft) 25,2% 12,8% 12,9%
BIG (Produktgeschäft) 8,2% 13,4% 13,4%

Anschließend an die Mittelfristplanung wird vom Management mit einer ewigen Rente geplant, für die ein jährliches Wachstum von 1,0 % (2014: 1,0 %) unterstellt wird.

Bei der Ermittlung des Barwertes wurde für den Bereich Produktgeschäft ein Nach-Steuer-Kapitalisierungszinssatz von 7,64 % bis 8,96 % (2014: 8,07 % bis 10,12 %) bzw. ein Vor-Steuer-Kapitalisierungszinssatz von 9,98 % bis 12,01 % (2014: 11,08 % bis 14,16 %) zugrunde gelegt.

Für den Bereich Servicegeschäft wurde ein Nach-Steuer-Kapitalisierungszinssatz von 7,64 % (2014: 8,07 %) bzw. ein Vor-Steuer-Kapitalisierungszinssatz von 9,98 % (2014: 11,08 %) zugrunde gelegt.

Der jeweilige gewichtete Abzinsungssatz setzt sich zusammen aus einem risikolosen Basiszinssatz und einer Marktrisikoprämie, die mit der Risikostruktur der Gruppe sowie der ZGE gewichtet wird.

Die nachfolgende Tabelle erläutert, wie sich die Geschäfts- oder Firmenwerte auf die ZGEs verteilen:

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ZGE 2015

TEUR
2014

TEUR
USU AG/Omega (Produktgeschäft) 12.868 12.868
USU AG (Servicegeschäft) 2.322 2.322
LeuTek (Produktgeschäft) 10.448 10.448
Aspera/SecurIntegration (Produktgeschäft) 7.773 6.757
BIG (Produktgeschäft) 2.164 2.164
35.575 34.559

Die Veränderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte nach Berichtseinheiten in den Geschäftsjahren 2014 und 2015 sind nachfolgend dargestellt.

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Produktgeschäft Servicegeschäft Konzern
Stand zum 1. Januar 2014 32.237 2.322 34.559
Veränderung in 2014 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2014 32.237 2.322 34.559
Erwerb der SecurIntegration GmbH 1.016 0 1.016
Stand zum 31. Dezember 2015 33.253 2.322 35.575

Da die Buchwerte jeder einzelnen ZGE geringer als deren erzielbare Beträge (Nutzungswerte) waren, war keine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts zu erfassen.

Die nachfolgende Tabelle erläutert die Sensitivität einer außerplanmäßigen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte von bestimmten Kernannahmen:

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Zusätzliche außerplanmäßige Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes bei Erhöhung des Kapitalisierungszinssatzes um 1 %-Punkt Erhöhung des Kapitalisierungszinssatzes um 2 %-Punkte
USU AG/Omega
(Produktgeschäft) 0 0
USU AG
(Servicegeschäft) 0 0
LeuTek
(Produktgeschäft) 0 0
Aspera/ SecurIntegration
(Produktgeschäft) 0 0
BIG
(Produktgeschäft) 0 0

Im Hinblick auf die Bestimmung der erzielbaren Beträge der ZGEs würde entsprechend auch eine Erhöhung des Kapitalisierungszinssatzes um 2 %-Punkte nicht dazu führen, dass die Buchwerte die erzielbaren Beträge übersteigen.

11. Sachanlagen

Die planmäßige Abschreibung auf Sachanlagen betrug im Geschäftsjahr 2015 TEUR 805 (2014: TEUR 778). Im Bereich des Sachanlagevermögens existieren keine Beschränkungen von Verfügungsrechten oder als Sicherheit verpfändete Gegenstände.

Hinsichtlich der Gliederung des Sachanlagevermögens verweisen wir auf die Angaben im Konzernanlagespiegel (siehe Anlagen A und B).

12. Übrige langfristige Vermögenswerte

Unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten sind Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 669 (2014: TEUR 657) ausgewiesen, bei denen die Versorgungsberechtigten keinen Zugriff auf die Versicherung haben.

13. Vorräte

Die Vorräte beinhalten im Wesentlichen Softwarelizenzen fremder Anbieter sowie EDV-Hardware. Da sich zum Bilanzstichtag keine Bestandsrisiken ergaben, waren Wertabschläge nicht notwendig.

Der Materialaufwand aus Vorräten belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 1.627 (2014: TEUR 1.245).

14. Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die insgesamt zum 31. Dezember 2014 und 2015 ausgewiesenen unfertigen Leistungen und die damit verbundenen in Rechnung gestellten Beträge:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Angefallene Kosten zzgl. Ergebnisse nicht abgerechneter Projekte 8.771 5.167
davon aus Dienstleistungsverträgen gemäß IAS 18 4.177 2.333
davon aus Fertigungsaufträgen gemäß IAS 11 4.594 2.834
abzgl. erhaltener Beträge aus gestellten Abschlagsrechnungen -7.686 -3.388
Saldo 1.085 1.779
davon: noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen 2.456 4.158
davon: Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen -1.371 -2.379

Aus Fertigungsaufträgen gemäß IAS 11 wurden im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 5.834 (2014: TEUR 4.312) erzielt.

15. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel nicht verzinslich und kurzfristig fällig. Der Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.846 10.911
Wertberichtigung zum 1. Januar -270 -275
Verbrauch/Inanspruchnahme
des Geschäftsjahres 0 0
Aufwandswirksame Zuführung -103 -27
Auflösung 25 32
Wertberichtigung
zum 31. Dezember -348 -270
11.498 10.641

Zum 31. Dezember 2015 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von TEUR 740 (2014: TEUR 453) wertberichtigt.

Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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Weder überfällig noch wertgemindert Überfällig, aber nicht wertgemindert Überfällig, aber nicht wertgemindert
Jahr Summe

TEUR
TEUR <30 Tage

TEUR
30-90 Tage

TEUR
91-180 Tage

TEUR
181-360 Tage

TEUR
>360 Tage

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
2015 11.106 9.373 1.733 0 0 0 0
2014 10.457 8.415 2.042 0 0 0 0

Bei den überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen liegen keine Anzeichen vor, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Forderungen, deren Fälligkeit neu verhandelt wurde und die ansonsten Wert zu berichtigen gewesen wären, lagen weder am Abschlussstichtag noch im Vorjahr vor.

16. Forderungen aus Ertragsteuern

Die Forderungen aus Ertragsteuern betreffen Überzahlungen von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie von Gewerbesteuer.

17. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Forderungen gegen Geschäftsführer/Mitarbeiter 0 16
Übrige Forderungen 316 217
316 233

Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

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Weder überfällig noch wertgemindert Überfällig, aber nicht wertgemindert
Jahr Summe

TEUR
TEUR <30 Tage

TEUR
30-90 Tage

TEUR
91-180 Tage

TEUR
181-360 Tage

TEUR
>360 Tage

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
2015 316 316 0 0 0 0 0
2014 233 233 0 0 0 0 0

18. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen abgegrenzte Messekosten, abgegrenzte Aufwendungen aus Wartungsverträgen sowie abgegrenzte Stay-Bonus-Zahlungen.

19. Wertpapiere

Die unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere betreffen zur Veräußerung verfügbare börsennotierte Industrieanleihen mit hohem Bonitätsrating und stellen sich wie folgt dar:

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Jahr Anschaffungskosten

TEUR
Unrealisierte Gewinne

TEUR
Unrealisierte Verluste

TEUR
Marktwert

TEUR
2014 0 0 0 0
2015 3.014 0 0 3.014

20. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Bilanzposten setzt sich wie folgt zusammen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Fest- und Tagesgelder 13.985 7.154
Sichteinlagen 6.104 11.759
Kassenbestand 6 7
20.095 18.920

21. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

21.1 Grundkapital und Aktien

Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf TEUR 10.524 und ist eingeteilt in 10.523.770 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag ("Stückaktien") mit einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von jeweils EUR 1,00.

21.2 Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juli 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 17. Juli 2017 einmalig oder mehrfach gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu EUR 5.261.885,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von EUR 1,00 je Stückaktie zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital 2012"). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge auszuschließen und/oder wenn und soweit dies erforderlich ist, um Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten und/oder Inhabern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft begeben wurden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung eines solchen Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflichten zustünde.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt - und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung - und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits an der Börse gehandelten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2012 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß den §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 des Aktiengesetzes ausgegeben oder veräußert wurden sowie auf den anteiligen Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2012 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen mit Sacheinlagen, insbesondere zum Erwerb von Beteiligungen, Unternehmen oder Vermögensgegenständen - auch zum Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen, auszuschließen.

Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital 2012, einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.

21.3 Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung aus den Jahren 2000 und 2004 durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stückaktien auf TEUR 378 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Gesellschaft. Zum 31. Dezember 2015 waren keine Optionsrechte ausstehend.

21.4 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die USU Software AG und beträgt zum Stichtag TEUR 52.792.

21.5 Gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage wurde gemäß § 150 Abs. 1 AktG gebildet und betrifft ausschließlich die USU AG.

21.6 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte (zugleich mangels Verwässerungseffekt auch das verwässerte) Ergebnis je Aktie für die einzelnen Perioden wird entsprechend IAS 33 durch Division des Konzernergebnisses durch die Anzahl der im Jahresdurchschnitt sich im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.

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2015 2014
Auf die Aktionäre der USU Software AG entfallendes Konzernergebnis: in TEUR 8.382 5.549
Anzahl der Aktien im Jahresdurchschnitt: in Stück 10.523.770 10.523.770
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie: in EUR 0,80 0,52

Die Anzahl der sich an den jeweiligen Bilanzstichtagen im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt sich wie folgt:

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2015 Stück 2014 Stück
Zahl der Aktien zum 1. Januar 10.523.770 10.523.770
Zahl der Aktien zum 31. Dezember 10.523.770 10.523.770

21.7 Gewinnverwendung

Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2014 der USU Software AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung am 18. Juni 2015. Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt und am Folgetag der Hauptversammlung eine Dividende von EUR 0,30 für die 10.523.770 dividendenberechtigten Stückaktien (TEUR 3.157) ausgeschüttet.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 schlägt der Vorstand vor, aus dem Bilanzgewinn der USU Software AG zum 31. Dezember 2015 eine Dividende von EUR 0,35 je Stückaktie für 10.523.770 Stückaktien (TEUR 3.683) auszuschütten.

22. Rückstellungen für Pensionen

Zum einen bestehen für die Gruppe Versorgungszusagen gegenüber Mitarbeitern der LeuTek, die für die Begünstigten eine Einmalzahlung mit Vollendung des 65. Lebensjahres vorsehen. Zum anderen unterhält die USU AG einen Pensionsplan für einen ehemaligen Vorstand und jetziges Aufsichtsratsmitglied. Dieser leistungsorientierte Pensionsplan ("Defined Benefit Plan") garantiert dem Begünstigten eine lebenslang zahlbare monatliche Altersrente.

Die Pensionsrückstellungen sind nach der sogenannten "Projected Unit Credit Method" gemäß IAS 19 ermittelt worden. Dabei sind die künftigen Verpflichtungen unter Anwendung versicherungsmathematischer Berechnungen bewertet worden. Die Berechnungen erfolgten mit den Richttafeln 2005 G unter Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes von 2,40 % (2014: 2,35 %). Im Falle des Pensionsplans wird außerdem unverändert zum Vorjahr eine Erhöhung der späteren Rentenbeträge von 1 % während der Anwartschaftsphase sowie 2 % ab Rentenzahlungsbeginn zugrunde gelegt. Da es sich bei den Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern um Einmalzahlungen handelt, wird ein Rententrend von 2 % angesetzt. Im Falle der Versorgungszusage gegenüber Mitarbeitern wurde die Fluktuationswahrscheinlichkeit wie im Vorjahr altersabhängig individuell berücksichtigt. Im Falle des Pensionsplanes wurde eine Fluktuationsrate von 0 % (2014: 0 %) berücksichtigt. Aus dem Planvermögen wird eine jährliche Verzinsung von durchschnittlich 2,40 % (2014: 2,35 %) erwartet. Das Management stützt sich dabei auf historische Ertragsreihen und Marktvorhersagen von Analysten.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral mit dem Bilanzverlust verrechnet. Bewertungsstichtag für die Pensionsverpflichtung ist der 31. Dezember 2015.

Zum 31. Dezember 2015 hat die Gesellschaft mit versicherungsmathematischen Verlusten saldierte versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von insgesamt (kumuliert) TEUR -1.276 (vor Steuern) mit dem Bilanzverlust verrechnet.

Es ist Geschäftspolitik der Gesellschaft, Beträge bei Versicherungsgesellschaften anzulegen, um den versicherungsmathematischen Barwert der Pensionsverpflichtung abzudecken. Rückdeckungsversicherungen, soweit diese an die Berechtigten verpfändet worden sind, wurden als qualifiziertes Planvermögen identifiziert.

In den nachfolgenden Übersichten sind die jeweiligen Entwicklungen der Pensionsverpflichtung und des Planvermögens dargestellt.

Entwicklung der Pensionsverpflichtung:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Anwartschaftsbarwert zu Beginn des Berichtsjahres 3.544 2.713
Laufender Dienstzeitaufwand 41 41
Zinsaufwand 84 102
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus
- demografischen Annahmen 0 0
- finanziellen Annahmen -21 688
- erfahrungsbedingter Anpassung 0 0
Anwartschaftsbarwert am Ende des Berichtsjahres 3.648 3.544

Entwicklung des Planvermögens:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Berichtsjahres 1.678 1.621
Erträge des Planvermögens (Zinsertrag) 40 91
Einzahlungen in das Planvermögen 24 33
Abschreibungen des Planvermögens 0 0
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus
- demografischen Annahmen 0 0
- finanziellen Annahmen -2 -67
- erfahrungsbedingter Berichtigung 0 0
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Ende des Berichtsjahres 1.740 1.678

Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Verpflichtung:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtung 3.648 3.544
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 1.740 1.678
Bilanzierte Verpflichtung 1.908 1.865

Nennenswerte erfahrungsbedingte Anpassungen auf die Pensionsverpflichtung und auf das Planvermögen waren nicht zu verzeichnen. Die Arbeitgeberbeiträge in das Planvermögen werden für das Geschäftsjahr 2016 auf TEUR 46 geschätzt.

Folgende Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Laufender Dienstzeitaufwand -41 -41
Zinsaufwand -84 -102
Erträge des Planvermögens (Zinsertrag) 40 91
Abschreibungen des Planvermögens 0 0
-85 -52

Sowohl der aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung sich ergebende Zinsaufwand als auch die Erträge aus dem Planvermögen wurden ergebniswirksam im Finanzergebnis erfasst. Der laufende Dienstzeitaufwand wird innerhalb des betrieblichen Aufwandes ausgewiesen.

Sensitivitätsanalyse:

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit nachstehenden Beträgen beeinflusst.

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31. Dezember 2015 Effekt

in TEUR
Erhöhung der leistungsorientierten Verpflichtung

TEUR
Minderung der leistungsorientierten Verpflichtung

TEUR
Abzinsungssatz
(1 % Veränderung) 582 -473
Künftige Pensionsentwicklung
(1 % Veränderung) 412 -339

Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cash-Flows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen.

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtung betrug 16 Jahre zum 31.12.2015.

Für die zum Bilanzstichtag bestehenden leistungsorientierten Versorgungszusagen werden für die nächsten zehn Jahre folgende Netto-Pensionszahlungen unter Berücksichtigung der Deckung durch Rückdeckungsversicherungen prognostiziert:

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Geschäftsjahr zum 31.12. Erwartete Leistungszahlungen

TEUR
2016 - 2020 0
2021 - 2025 184

Bei der Konzerngesellschaft USU AG wurde für die Vorstandsmitglieder eine Versorgungszusage abgegeben. Die Versorgungszusage wird von einer Versicherung erfüllt. Bei diesen beitragsorientierten Pensionsplänen geht die Gruppe über die Entrichtung von Beitragszahlungen an die Versicherung keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen betrug im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 62 (2014: TEUR 44).

Als beitragsorientierter Versorgungsplan wird darüber hinaus die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand beträgt dabei TEUR 1.942 (2014: TEUR 1.903). Davon entfielen auf Vorstandsmitglieder TEUR 39 (2014: TEUR 35).

23. Kaufpreisverbindlichkeiten

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TEUR
Barwert am 1. Januar 2014 2.905
Aufzinsungsaufwand 479
Aufwand Stay-Bonus 100
Auflösungsertrag aufgrund Neueinschätzung der Kaufpreisverbindlichkeit -970
Barwert am 31. Dezember 2014 2.514

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TEUR
Barwert am 1. Januar 2015 2.514
Aufwand Stay-Bonus BIG 1. Halbjahr 50
Aktive Abgrenzung Stay-Bonus BIG 2. Halbjahr 2015 und 2016 250
Kaufpreistilgung Minderheitenanteile BIG -2.591
Auflösungsertrag aufgrund finaler Änderungsvereinbarung BIG -223
Zwischensumme 0
Kaufpreisverbindlichkeit SecurIntegration 335
Barwert am 31. Dezember 2015 335

23.1 Kaufpreisverbindlichkeit BIG

Im Rahmen des am 20. Dezember 2012 geschlossenen Kauf- und Übertragungsvertrages zum Erwerb von 51 % der Anteile an der B.I.G. Social Media GmbH, Berlin ("BIG"), durch die Gesellschaft wurden gegenseitige Optionsrechte (Call- und Put-Optionen) für die restlichen 49 % der Geschäftsanteile an der BIG vereinbart, die grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2015 ausübbar waren. Aufgrund einer in 2015 getroffenen Änderungsvereinbarung zwischen der Gesellschaft und der BIG wurden die Optionsvereinbarungen aufgehoben. Zugleich hat die USU Software AG die verbliebenen 49 % der Anteile an der BIG aufschiebend bedingt hinsichtlich der vollständigen Kaufpreiszahlung erworben. Am 5. Mai 2015 wurde der Restkaufpreis in Höhe von TEUR 2.591 bezahlt.

23.2 Kaufpreisverbindlichkeit SecurIntegration

Hinsichtlich der Kaufpreisverbindlichkeit (Earn-out-Anteil) aus dem Erwerb der SecurIntegration zum 1. Juli 2015 verweisen wir auf die Angabe unter Anmerkung 8 Erwerb der SecurIntegration GmbH, Köln.

24. Verbindlichkeiten aus dem Personal- und Sozialbereich

Die Verbindlichkeiten im Personal- und Sozialbereich haben insgesamt eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und setzen sich aus den folgenden Positionen zusammen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Urlaub und variable Vergütung 5.449 3.668
Übrige Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 913 912
6.362 4.580

25. Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten beinhalten die folgenden Positionen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Ausstehende Rechnungen 267 409
Übrige Verbindlichkeiten 1.301 892
Sonstige Rückstellungen 746 816
2.314 2.117

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für gesellschaftsrechtliche Verpflichtungen sowie sonstige erkennbare Einzelrisiken mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt entwickelt:

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in TEUR Stand 1.1.2015 Zuführung Verbrauch Auflösung Währungsdifferenz Stand 31.12.2015
Verpflichtungen aus dem lfd. Geschäftsbetrieb 332 281 274 24 0 315
Sonstige Verpflichtungen 484 174 220 7 0 431
816 455 494 31 0 746

26. Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen

Die Position resultiert einerseits aus Anzahlungen, die auf Einzelvertragsebene betrachtet, die erbrachten Leistungen übersteigen. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Erläuterungen zu den noch nicht abgerechneten unfertigen Leistungen (Konzernanhangsangabe 14). Andererseits sind in dieser Position auch Anzahlungen für Bestellungen von Lizenzen enthalten.

27. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben insgesamt eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

28. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Aus den nachfolgenden Tabellen sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen der Kategorisierung von Finanzinstrumenten nach IAS 32/39, der Klassifizierung der Finanzinstrumente nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich. Die Klassenbildung nach IFRS 7 entspricht bei der Gesellschaft den Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 32/39. Des Weiteren werden die beizulegenden Zeitwerte (Fair Value) gegenübergestellt, die bei der Gesellschaft sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr als auch im Vorjahr mit den entsprechenden Buchwerten übereinstimmen.

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in TEUR zum 31.12.2015 IAS 39- Kategorie bzw. IFRS 7-Klasse Buchwert Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Fair Value
Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen IAS 11 2.456 2.456 0 0 2.456
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen K+F1) 11.498 11.498 0 0 11.498
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte K+F 316 316 0 0 316
Wertpapiere des Umlaufvermögens zVv4) 3.014 0 3 .014 0 3 .014
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten K+F 20.095 20.095 0 0 20.095
Aggregiert nach Klassen/Kategorien
Kredite und Forderungen K+F 31.909 31.909 0 0 34.923
Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen IAS 11 2.456 2.456 0 0 2.456
zur Veräußerung verfügbar zVv4) 3.014 0 3 .014 0 3 .014

1) K+F: Kredite und Forderungen

4) zVv: zur Veräußerung verfügbar

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in TEUR zum 31.12.2015 IAS 39 - Kategorie bzw. IFRS 7-Klasse Buchwert Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Fair Value
Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fortgef. AK2) 1.590 1.590 0 0 1.590
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen fortgef. AK/IAS 11 9.868 9.868 0 0 9.868
Verbindlichkeiten aus dem Kaufpreis der SI-Anteile EZBZWB3) 335 0 0 335 335
Aggregiert nach Klassen/Kategorien
bewertet zu fortgef. AK fortgef. AK/IAS 11 11.458 11.458 0 0 11.458
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet EZBZWB 335 0 0 335 335

2) fortgef. AK: fortgeführte Anschaffungskosten

3) EZBZWB: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hierarchiestufe 3)

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in TEUR zum 31.12.2014 IAS 39 - Kategorie bzw. IFRS 7-Klasse Buchwert Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Fair Value
Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen IAS 11 4.158 4.158 0 0 4.158
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen K+F1) 10.641 10.641 0 0 10.641
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte K+F 233 233 0 0 233
Wertpapiere des Umlaufvermögens zVv4) 0 0 0 0 0
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten K+F 18.920 18.920 0 0 18.920
Aggregiert nach Klassen/Kategorien
Kredite und Forderungen K+F 29.794 29.794 0 0 29.794
Noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen IAS 11 4.158 4.158 0 0 4.158

1) K+F: Kredite und Forderungen

4) zVv: zur Veräußerung verfügbar

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in TEUR zum 31.12.2014 IAS 39 - Kategorie bzw. IFRS 7-Klasse Buchwert Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Fair Value
Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fortgef. AK2) 1.392 1.392 0 0 1.392
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen fortgef. AK/IAS 11 10.999 10.999 0 0 10.999
Verbindlichkeiten aus dem Kaufpreis der BIG-Anteile EZBZWB3) 2.514 0 0 2.514 2.514
Aggregiert nach Klassen/Kategorien
bewertet zu fortgef. AK fortgef. AK/IAS 11 12 . 391 12.391 0 0 12.391
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet EZBZWB 2.514 0 0 2.514 2.514

2) fortgef. AK: fortgeführte Anschaffungskosten

3) EZBZWB: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hierarchiestufe 3)

Kassenbestand und Bankguthaben, noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige Forderungen, kurzfristige Ausleihungen haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen ihre Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten. Gleiches gilt für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und für die übrigen Verbindlichkeiten.

Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus dem Kaufpreis der BIG-Anteile verweisen wir auf die Konzernanhangsangabe 23.

In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten entsprechend den IAS 39-Kategorien dargestellt:

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in TEUR aus Zinsen aus Folgebewertung aus Abgang Nettoergebnis
zum Fair Value Wertberichtigung Zuschreibung Aufzinsung aus Währungsumrechnung 2015 2014
--- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Nettogewinne bzw. -verluste aus Finanzinstrumenten der Kategorie
Kredite und Forderungen 38 0 -103 0 0 422 215 572 336
zur Veräußerung verfügbar 0 0 0 0 0 0 0 0 0
finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 0 0 0 0 0 -7 0 -7 -15
finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 0 0 0 0 -2 0 223 221 491
Summe 38 0 -103 0 -2 415 438 786 812

Die Zinsen aus Finanzinstrumenten der Kategorie Kredite und Forderungen sowie die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses werden im Finanzergebnis erfasst (siehe dazu Konzernanhangsangabe 38 und 39). Davon ausgenommen sind die Wertberichtigungen aus Lieferungen und Leistungen, die unter den Vertriebskosten ausgewiesen werden.

Im Rahmen der erfolgsneutralen Erfassung der Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte wurden im Geschäftsjahr 2015 Bewertungsgewinne von TEUR 0 (2014: TEUR 0) im Eigenkapital erfasst. Von den im Eigenkapital erfassten Beträgen wurden im Geschäftsjahr 2015 Verluste von insgesamt TEUR 0 (2014: Verluste von TEUR 0) in die Gewinn- und Verlustrechnung transferiert.

Erträge und Aufwendungen aus Gebühren und Provisionen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenso wie im Vorjahr nur in unwesentlichem Umfang angefallen.

In der nachfolgenden Tabelle werden die Wertminderungsaufwendungen für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten zusammenfassend dargestellt:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Wertminderungsaufwand erfasst in der Kategorie
Kredite und Forderungen -103 -27
-103 -27

29. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft die Umsatzabgrenzung von Wartungs- und Serviceverträgen für Software, für die die Rechnungsstellung im Berichtszeitraum erfolgte. Die Verträge haben in der Regel eine Laufzeit von einem Jahr.

30. Latente Steuern

Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung in den vergangenen Jahren sowie aufgrund der positiven Ergebnisplanung für die Planjahre 2016 und 2017 werden sowohl bei der USU AG als auch bei der USU Software AG aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe der passiven latenten Steuern der beiden Gesellschaften bzw. des jeweils steuerlichen Organkreises sowie für künftige Planergebnisse gebildet. Dabei wurde die Höhe der Aktivierung auf Basis der vom Aufsichtsrat genehmigten Planergebnisse der USU AG bzw. der USU Software AG für zwei Planjahre und nicht darüber hinaus ermittelt.

Aktive und passive latente Steuern resultieren aus den folgenden Bilanzposten:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Ergebniswirksame Veränderung 2015

TEUR
Erfolgsneutrale Veränderung 2015

TEUR
Aktive latente Steuern:
Rückstellungen 436 455 -13 -6
Rechnungsabgrenzungsposten 153 105 48
Immaterielle Vermögenswerte 360 408 -48
Sachanlagen 9 10 -1
Sonstige Verbindlichkeiten 101 0 101
Aus Verlustvorträgen 7.153 5.680 1.473
Aktive latente Steuern, brutto 8.212 6.658 1.560 -6
Passive latente Steuern:
Nicht ausgeschüttete Gewinne 147 116 -31
Immaterielle Vermögenswerte 1.914 1.938 388 -364
Unfertige Leistungen 1.903 1.060 -843
Sonstige Verbindlichkeiten 0 90 90
Sonstige 122 98 -24
Passive latente Steuern, brutto 4.086 3.302 -420 -364
Saldo 4.126 3.356 1.140 -370
Bilanzausweis nach Saldierung:
Aktive latente Steuern 4.234 4.122
Passive latente Steuern 108 766

Zum 31. Dezember 2015 werden aktive latente Steuern auf bestehende inländische Verlustvorträge in Höhe von ca. TEUR 28.168 (2014: TEUR 16.506) nicht gebildet, da ein entsprechendes steuerliches Ergebnis in dieser Höhe in nächster Zukunft nicht erwartet wird. Aus dem gleichen Grund wurden auf die ausländischen Verlustvorträge in Höhe von ca. TEUR 2.408 (2014: TEUR 1.178) insgesamt keine aktiven latenten Steuern gebildet.

Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 0 (2014: TEUR 5.142) sind bislang nicht anerkannt und infolge dessen im oben genannten Gesamtbetrag der Verlustvorträge nicht enthalten. Verlustvorträge für deutsche Ertragsteuern sind zeitlich unbegrenzt vortragsfähig, jedoch ist die jährliche Verrechenbarkeit des Verlustvortrages mit dem zu versteuernden Einkommen beschränkt.

E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

31. Umsatzerlöse

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Unternehmensbereichen wird in der Segmentberichterstattung dargestellt (Konzernanhangsangabe G).

Die Umsatzerlöse nach Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Beratung 36.150 32 .982
Lizenzen 12.433 10.122
Wartung 16.323 14.242
Sonstiges 1.185 1.587
66.091 58.933

32. Herstellungskosten des Umsatzes

Die Herstellungskosten des Umsatzes umfassen folgende Aufwendungen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Personalaufwand 17.922 15.748
Honorare für externe Mitarbeiter 7.386 6.920
Planmäßige Abschreibungen 346 306
Sonstige Aufwendungen 5.349 4.680
31.003 27.654

33. Vertriebs- und Marketingaufwendungen

Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen umfassen folgende Aufwendungen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Personalaufwand 6.384 5.290
Planmäßige Abschreibungen 79 85
Sonstige Aufwendungen 2.816 3.198
9.279 8.573

34. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen umfassen folgende Aufwendungen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Personalaufwand 4.178 3 .727
Planmäßige Abschreibungen 233 238
Sonstige Aufwendungen 2.699 2 .486
7.110 6.451

35. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen umfassen folgende Aufwendungen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Personalaufwand 8.215 7.428
Planmäßige Abschreibungen 339 328
Sonstige Aufwendungen 1.976 1.886
10.530 9.642

36. Sonstige betriebliche Erträge

In diesem Posten sind Forschungsgelder in Höhe von TEUR 275, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 30, periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 223 aus der Auflösung von Kaufpreisverbindlichkeiten der BIG sowie Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 217 ausgewiesen. Im Rahmen diverser Forschungsprojekte wurden dem Konzern Zuwendungen der Öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 20 (2014: TEUR 51) gewährt. Hierbei handelt es sich um Ertragszuschüsse, die korrespondierend zum bezuschussten Aufwand vereinnahmt werden. Die Zuschüsse sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Forderungen aus Ertragszuschüssen werden unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Unerfüllte Bedingungen und andere Erfolgsaussichten liegen nach Angaben des Vorstands nicht vor.

37. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In diesem Posten enthalten ist u. a. die Umsatzsteuer aus geldwerten Vorteilen in Höhe von TEUR 120. Darüber hinaus enthält der Posten Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 67.

38. Finanzerträge

Die Finanzerträge enthalten folgende Positionen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Zinserträge 14 2
Ertrag aus Währungsdifferenzen von Guthaben bei Kreditinstituten 272 428
Sonstiges 60 65
Finanzerträge 346 495

39. Finanzaufwendungen

Die Finanzaufwendungen umfassen folgende Aufwendungen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Aufzinsung Kaufpreisverbindlichkeit BIG 0 479
Aufwand aus Währungsdifferenzen von Guthaben bei Kreditinstituten 7 15
Sonstiges 48 78
Finanzaufwendungen 55 572

40. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Ertragsteuern des Geschäftsjahres -698 -1.002
Ertragsteuern für Vorjahre 59 -33
Latente Steuern 1.140 -49
Steueraufwand (-)/Steuerertrag (+) +501 -1.084

Das Einkommen der Gesellschaft unterliegt im Geschäftsjahr 2015 unverändert zum Vorjahr einem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich eines Solidaritätszuschlags von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer sowie eines effektiven Gewerbesteuersatzes von 12,8 %. Der Steuersatz einschließlich Solidaritätszuschlag und effektivem Gewerbesteuersatz beträgt insgesamt 28,6 %. Im Organkreis beläuft sich der Steuersatz auf 30,0 %.

Latente Steuern auf Zwischengewinne werden jeweils mit dem aktuellen bzw. zukünftig geltenden Steuersatz berechnet.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung der Ertragsteuern unter Anwendung des theoretischen Ertragssteuersatzes des Mutterunternehmens:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.881 6.596
Theoretischer Steueraufwand 28,6 % (2014: 28,6 %) -2.254 -1.886
Veränderung des theoretischen Steueraufwands aufgrund:
Auflösung Wertberichtigung auf latente Steuern auf Verlustvorträge/Nutzung bislang nicht aktivierter Verlustvorträge 3.171 996
Periodenfremde Steuererstattungen/-nachzahlungen 59 -33
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -371 -22
Abweichung Steuersätze zum Steuersatz des Konzerns -104 -139
Steueraufwand (-)/Steuerertrag (+) +501 -1.084

41. Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (Quartalsdurchschnitt) im Geschäftsjahr betrug:

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2015 2014
Beratung und Services 227 203
Forschung und Entwicklung 137 140
Verwaltung und Finanzen 54 60
Vertrieb und Marketing 65 49
483 452

Der Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Gehälter 31.787 27.693
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung 4.911 4.501
36.698 32.194

Die Abschreibungen stellen sich wie folgt dar:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 1.483 1.435
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 805 778
2.288 2.213

F. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Gruppe im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Auswirkungen von Akquisitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Tochterunternehmen werden nur die tatsächlichen Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung gezeigt. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, abzüglich der Festgeldanlagen mit einer Laufzeit > 3 Monaten (vergleiche Konzernanhangsangabe 45). Investitionen in Wertpapiere erfolgen grundsätzlich unter dem Gesichtspunkt der Rentabilität und weniger unter dem Gesichtspunkt der Liquidität und werden in der Folge nicht im Finanzmittelfonds ausgewiesen.

Die Cash-Flows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt, wogegen der Cash-Flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit indirekt aus dem Periodenergebnis abgeleitet wird. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten um Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Veränderungen des Konsolidierungskreises berücksichtigt. Infolgedessen können die Veränderungen der betroffenen Bilanzposten nicht in allen Fällen aus der Konzernbilanz abgeleitet werden.

42. Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit

Aus der betrieblichen Tätigkeit heraus erzielte die USU-Gruppe im Geschäftsjahr 2015 einen positiven Cash-Flow von TEUR 12.150 (2014: TEUR 7.740).

43. Cash-Flow aus Investitionstätigkeit

Im Berichtszeitraum 2015 werden Nettoausgaben aus Investitionstätigkeit von insgesamt TEUR -4.897 ausgewiesen, nachdem im Geschäftsjahr 2014 die Nettoausgaben aus Investitionstätigkeit noch TEUR -1.102 betragen haben.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte summierten sich auf TEUR 1.011 (2014: TEUR 1.117) und enthalten im Wesentlichen Auszahlungen für Neu- und Ersatzinvestitionen in Hard- und Software. Darüber hinaus wurden TEUR 3.014 in jederzeit veräußerbare Wertpapiere investiert.

44. Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit

Der negative Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit betrifft im Berichtszeitraum die im Geschäftsjahr 2015 erfolgte Dividendenausschüttung an die Aktionäre der USU Software AG in Höhe von TEUR 3.157 (EUR 0,30 je Stückaktie für 10.523.770 Stückaktien) sowie die Tilgung der Kaufpreisverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Erwerb der B.I.G. Social Media GmbH in Höhe von TEUR 2.591. TEUR 634 entfallen auf die Tilgung von Krediten der SecurIntegration.

45. Finanzmittelfonds

Die nachstehende Tabelle zeigt die Bestandteile der flüssigen Mittel und kurzfristigen Kapitalanlagen (Finanzmittelfonds) auf. Festgeldanlagen mit einer Laufzeit über 3 Monaten sind nicht im Finanzmittelfonds enthalten.

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2015

TEUR
2014

TEUR
Fest- und Tagesgelder mit Laufzeit <= 3 Monaten 13.985 7.154
Sichteinlagen 6.104 11.759
Kassenbestand 6 7
20.095 18.920

G. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

IFRS 8 verlangt die Angabe von Informationen über die Geschäftssegmente des Konzerns auf Basis des "Management Approach". Danach hat die Einteilung der Berichtssegmente derjenigen für die interne Berichterstattung zu folgen.

USU ist in den zwei Geschäftssegmenten "Produktgeschäft" und "Servicegeschäft" tätig.

Das Leistungsspektrum des Geschäftssegmentes "Produktgeschäft" umfasst diejenigen Aktivitäten, die rund um die USU-Produktpalette in den Märkten für Business Service Management und Knowledge Solutions erbracht werden. Dazu gehören die Produkte und Dienstleistungen um die Themen

Infrastructure Management (effiziente Verwaltung des IT-Bestandes, von Verträgen und Softwarelizenzen),
Service/Change Management (Einhaltung und Formatierung der IT-Service Prozesse inklusive Beschaffung, Support und Wartung),
Finance Management (Transparenz, Planung und Budgetierung sowie verursachergerechte Verrechnung von IT-Kosten und -Leistungen),
Process Management (Überwachung, Visualisierung und Steuerung sämtlicher für den IT-Betrieb erforderlicher Systeme und Prozesse) sowie
Knowledge Management zur Optimierung wissensintensiver Geschäftsprozesse.

Das Geschäftssegment "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten sowie die individuelle Anwendungsentwicklung. Das Leistungsportfolio adressiert eine breite Palette technisch orientierter Themen, die durch eigene Methodiken und erprobte Prozessmodelle umgesetzt werden. Diese erstrecken sich auf ausgewählte Spezialbereiche, auf die eigenverantwortliche Durchführung von IT-Projekten oder auf die Projektunterstützung mit qualifiziertem IT-Personal.

Die nicht zugeordneten Aktivitäten umfassen im Wesentlichen die Aufwendungen aus dem administrativen Bereich der Muttergesellschaft (Vorstand, Finanzen, Recht etc.), des Weiteren die Umsätze aus Warenverkäufen an Mitarbeiter und Weiterbelastung von Prämien zur Haftpflichtversicherung an freie Mitarbeiter sowie die Wertpapiere des Umlaufvermögens und die Bankguthaben.

Die interne Steuerung und Berichterstattung basiert auf den in Anmerkung 7 beschriebenen Grundsätzen der Rechnungslegung nach IFRS. Der Konzern misst den Erfolg seiner Segmente anhand einer Segmentergebnisgröße, die in der internen Steuerung und Berichterstattung als "EBIT" bezeichnet wird.

Die Segmentergebnisgröße EBIT setzt sich zusammen aus dem Bruttoergebnis vom Umsatz, den Vertriebs- und Marketingaufwendungen, den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen, den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, den Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmensakquisitionen aktivierte immaterielle Vermögenswerte, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie dem sonstigen betrieblichen Ergebnis.

Segmentvermögen und Segmentschulden werden ebenso wie das Segmentergebnis in Übereinstimmung mit den vom Konzern im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen ermittelt.

Die Vermögenswerte der Segmente umfassen grundsätzlich alle Vermögenswerte. Die Vermögenswerte der Segmente schließen Vermögenswerte aus Ertragsteuern sowie bestimmte Finanzinstrumente (einschließlich Liquidität) aus.

Die Segmentschulden beinhalten grundsätzlich alle Schulden. Die Schulden der Segmente beinhalten nicht die Schulden aus Ertragsteuern, die Schulden aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie bestimmte Finanzinstrumente (einschließlich finanzielle Verbindlichkeiten).

Die Informationen in der nachstehenden Tabelle zu den Segmentinvestitionen und den planmäßigen Abschreibungen umfassen die immateriellen Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte) und die Sachanlagen.

In der nachfolgenden Tabelle werden die Segmentumsatzerlöse und -ergebnisse auf die Konzernumsatzerlöse und das Konzernergebnis übergeleitet.

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in TEUR Produktgeschäft Servicegeschäft Summe Segmente nicht zugeordnet Konzern
2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 52.508 45.737 13.583 13.196 66.091 58.933 0 0 66.091 58.933
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 10.545 8.239 1.907 1.553 12.452 9.792 -4.862 -3.119 7.590 6.673
Finanzerträge 31 409 0 0 31 409 315 86 346 495
Finanzaufwendungen -15 -12 -4 -9 -19 -21 -36 -551 -55 -572
Ertragsteuern -45 -364 0 0 -45 -364 546 -720 501 -1.084
Konzernergebnis 10.516 8.272 1.903 1.544 12.419 9.816 -4.037 -4.304 8.382 5.512
Segmentvermögen/ Konzernvermögen 64.849 69.367 6.617 5.934 71.466 75.301 14.706 9.873 86.172 85.174
davon Geschäfts- oder Firmenwerte 33.254 32.237 2.322 2.322 35.576 34.559 0 0 35.575 34.559
Segmentschulden/ Konzernschulden 23.613 21.566 1.861 1.346 25.474 22.912 2.921 6.653 28.395 29.565
Segmentinvestitionen 773 625 128 13 901 638 110 275 1.011 913
planmäßige Abschreibungen 1.988 1.885 153 129 2.141 2 .014 145 199 2.286 2.213
Abschreibungen auf Geschäfts oder Firmenwerte 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Mitarbeiter (Stichtag 31.12.) 379 339 64 64 443 403 55 49 498 452

Intersegmentäre Umsatzerlöse lagen weder im Geschäftsjahr 2015 noch im Vorjahr vor.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden TEUR 20.122 (2014: TEUR 15.595) bzw. 30,45 % (2014: 26,5 %) der konsolidierten Umsatzerlöse außerhalb Deutschlands und TEUR 45.969 (2014: TEUR 43.338) bzw. 69,55 % (2014: 73,5 %) in Deutschland erzielt. Die geografische Zuordnung der Umsatzerlöse basiert auf dem Land, in dem der Kunde seinen Sitz hat.

Der Konzern hat keine Transaktionen mit externen Einzelkunden, die sich auf mehr als 10 % der Konzernumsatzerlöse belaufen.

Die außerhalb Deutschlands geführten Vermögenswerte sowie die außerhalb Deutschlands getätigten Investitionen machen weniger als 10 % des entsprechenden konsolidierten Gesamtwertes aus. Auf weitergehende Angaben der geografischen Daten wird deshalb aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Die Überleitung der Segmentvermögenswerte und -schulden zu den Vermögenswerten und -schulden der Gruppe stellt sich wie folgt dar:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Segmentvermögen 71.466 75.301
Nicht zugeordnetes Vermögen
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.794 4.030
Aktive latente Steuern 4.234 4.122
Ertragsteuerforderungen 354 522
Übrige Vermögenswerte 324 1.199
14.706 9.873
Konzernvermögen 86.172 85.174

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2015

TEUR
2014

TEUR
Segmentschulden 25.474 22.912
Nicht zugeordnete Schulden
Passive latente Steuern 0 766
Rückstellungen für Pensionen 1.239 1.237
Sonstige Ertragsteuerverbindlichkeiten 566 512
Übrige Schulden 1.116 4.138
2.921 6.653
Konzernschulden 28.395 29.565

H. SONSTIGE ANGABEN

46. Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Personen ("Related Parties") der USU Software AG gelten gemäß IAS 24 Personen oder Unternehmen, die die Gruppe beherrschen oder maßgeblichen Einfluss nehmen können, einschließlich der Geschäftsleitung und dem Aufsichtsrat, oder auf die die Gruppe maßgeblichen Einfluss ausüben kann. Als nahe stehende Personen gelten dabei nicht Unternehmen, die bereits im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen sind.

Das oberste Management und die Aufsichtsratsmitglieder sind als nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24.9 anzusehen. Im Geschäftsjahr 2015 lagen zwischen dem Vorstand sowie den Aufsichtsratsmitgliedern und den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen die nachstehend beschriebenen Geschäftsbeziehungen vor.

Der Vorstand bestätigt, dass alle nachfolgend beschriebenen Transaktionen mit nahe stehenden Parteien zu Bedingungen ausgeführt wurden, wie sie der Gesellschaft auch von fremden Dritten gewährt worden wären.

46.1 Udo Strehl/AUSUM GmbH (AUSUM)

Im Geschäftsjahr 2015 kam es zu keinen Kostenerstattungen seitens der USU AG an die AUSUM (2014: TEUR 1). Demgegenüber wurden der AUSUM von der USU AG 2015 anteilige Kfz-Kosten in Höhe von TEUR 5 (2014: TEUR 4) in Rechnung gestellt.

46.2 Karin Weiler-Strehl

Die USU AG beauftragt über die AUSUM Frau Karin Weiler-Strehl, die Ehefrau von Herrn Udo Strehl, auf Einzelvertragsbasis mit Beratungsleistungen. Die Aufwendungen aus diesen Beratungsverträgen mit Frau Weiler-Strehl betrugen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 30 (2014: TEUR 36).

Die USU AG hat von Frau Karin Weiler-Strehl das Verwaltungsgebäude Spitalhof in Möglingen angemietet. Am 20. Juli 2007 wurde zwischen den zwei Parteien ein neuer Mietvertrag mit Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017 geschlossen. Danach beträgt die monatliche Gesamtmiete TEUR 23,5 (2014: TEUR 23,5) zuzüglich Nebenkosten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden der USU AG für die Vermietung des Verwaltungsgebäudes sowie der Stellplätze TEUR 293 (2014: TEUR 293) in Rechnung gestellt.

Darüber hinaus hat die USU Software AG von Frau Karin Weiler-Strehl ein Büro in der Münchinger Straße in Möglingen angemietet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Mietzahlungen in Höhe von TEUR 10 (2014: TEUR 10) geleistet.

46.3 Darlehen an Aktionäre

Zum 31. Dezember 2015 bestanden keine Darlehensforderungen.

46.4 Bezüge des obersten Managements und des Aufsichtsrats

Die Geschäfte der Gruppe werden verantwortlich von den Vorständen der USU Software AG und der USU AG geleitet:

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Bernhard Oberschmidt (Chief Executive Officer)
Klaus Bader (Executive Vice President)
Gerald Lamatsch (Executive Vice President)
Dr. Benjamin Strehl (Executive Vice President)
Bernhard Böhler (Executive Vice President)

Die Bezüge der Vorstände belaufen sich im Geschäftsjahr 2015 auf insgesamt TEUR 1.597 (2014: TEUR 1.204).

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Fixe Vergütung: TEUR 743 (2014: TEUR 678)
Variable Vergütung: TEUR 713 (2014: TEUR 401)
Geldwerter Vorteil aus Privatnutzung Firmenfahrzeuge: TEUR 79 (2014: TEUR 73)
Beitragsorientierte Pensionsaufwendungen: TEUR 62 (2014: TEUR 52)

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2015 betrugen TEUR 159 (2014: TEUR 167). Regelungen über die Vergütung des Aufsichtsrates finden sich im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns im Kapitel "Vergütungsbericht".

Hinsichtlich der für ein Mitglied des Aufsichtsrates und ehemaligen Vorstands gebildeten Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 2.665 vor Verrechnung mit dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 1.426 verweisen wir auch auf die Konzernanhangsangabe 22.

47. Honorare des Abschlussprüfers

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a) Abschlussprüfungen (Einzelabschlüsse und Konzernabschluss) TEUR 119 (2014: TEUR 120)
b) Sonstige Leistungen TEUR 5 (2014: TEUR 4)

48. Sonstige Angaben

48.1 Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2014 sowie zum 31. Dezember 2015 bestanden keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse.

48.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Teile der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Kraftfahrzeuge geleast (Operating Leasing) als auch Bürogebäude gemietet. Die Zinssätze, die den Verträgen zugrunde liegen, sind marktüblich. Weder für gemietete Bürogebäude noch für geleaste Betriebs- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeuge bestehen vorteilhafte Kauf- oder Mietverlängerungsoptionen bei Beendigung des Leasingverhältnisses. Sale-and-Leaseback-Transaktionen haben in keinem der beiden Geschäftsjahre stattgefunden. Die jährlich erwarteten Mindestzahlungen aus Leasing- und Mietverträgen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich insgesamt wie folgt dar:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Verpflichtungen aus Operating-Leasingverträgen
In den nächsten 12 Monaten 584 662
In den nächsten 13 bis 60 Monaten 431 514
In mehr als 60 Monaten 0 0
1.015 1.176
Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Gebäudemiete
In den nächsten 12 Monaten 1.154 1.429
In den nächsten 13 bis 60 Monaten 2 .080 3 .984
In mehr als 60 Monaten 389 782
3.623 6.195
4.638 7.371

Die Aufwendungen für Operating-Leasing- und Mietverträge beliefen sich für das Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 2.069 (2014: TEUR 2.022).

49. Rechtsstreitigkeiten, sonstige Eventualschulden und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Gesellschaft kann im Zuge ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Rechtsstreitigkeiten, Schadensersatzansprüche, Ermittlungs- und Gerichtsverfahren einschließlich Fragen der Produkthaftung und wirtschaftsrechtliche Streitigkeiten verwickelt werden. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, sodass künftig aufgrund von Entscheidungen Aufwendungen entstehen können, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft der Gesellschaft, ihre Finanzlage oder ihr betriebliches Ergebnis haben könnten. Nach Einschätzung der Gesellschaft und ihrer Rechtsberater zum 31. Dezember 2015 und zum 31. Dezember 2014 sind in den gegenwärtig anhängigen Rechtsverfahren Entscheidungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage zu Lasten der Gruppe nicht zu erwarten.

Bis zur Freigabe des Konzernabschlusses durch den Vorstand ergaben sich keine weiteren nennenswerten Ereignisse, über die zu berichten wäre.

50. Organe

50.1 Vorstand

Dem Vorstand der Muttergesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2015 an:

Bernhard Oberschmidt,

Vorsitzender des Vorstands, Diplom-Ökonom

Bernhard Böhler,

stellvertretender Vorsitzender des Vorstands Dr. Benjamin Strehl, Dipl.-Kaufmann

Die Gesamtbezüge des aktiven Vorstands beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 1.053. Einzelheiten hierzu werden im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns unter "Vergütungsbericht" erläutert.

50.2 Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2015 an:

Udo Strehl,

Vorsitzender Geschäftsführer der AUSUM GmbH, Möglingen Aufsichtsratsvorsitzender der USU AG, Möglingen

Günter Daiss,

Stellvertretender Vorsitzender Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der USU AG, Möglingen

Erwin Staudt,

Unternehmerberater, Leonberg Aufsichtsratsmitglied der Grenke Leasing AG, Baden-Baden Verwaltungsratsmitglied der Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach

Aufsichtsratsmitglied der PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt

Aufsichtsratsmitglied der USU AG, Möglingen

51. Finanzielles Risikomanagement

Die Gruppe unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten verschiedenen Risiken, deren Messung, Steuerung und Überwachung durch ein systematisches Risikomanagement erfolgt. Nachstehend wird im Einzelnen auf das Management von Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Marktrisiken (Wechselkursrisiken, Zinsrisiken, Effektenkursrisiken) eingegangen.

51.1 Kreditrisiken

Die Gruppe ist Kreditrisiken im Bereich der flüssigen Mittel, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der marktgängigen Wertpapiere ausgesetzt.

Flüssige Mittel und marktgängige Wertpapiere werden bei anerkannten Kreditinstituten gehalten bzw. von Unternehmen mit guter Bonität erworben. Die Gruppe beobachtet ständig die Kreditwürdigkeit dieser Unternehmen und erwartet keine Ausfälle. Da keine Sicherheiten vorhanden sind, ist das maximale Risiko im Falle eines Ausfalls der bilanzierte Betrag.

Die Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch eine fortlaufende Überprüfung der Bonität der Gegenparteien minimiert. Da mit den Kunden keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen getroffen werden, stellt die Gesamtheit der bei den Vermögenswerten ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Ausfallrisiko dar. Für den Fall, dass der Gruppe Sachverhalte bekannt sind, die die Fähigkeit eines bestimmten Kunden, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, mindern könnte, erfasst die Gruppe eine Einzelwertberichtigung bezüglich der fälligen Beträge und vermindert die Netto-Forderungen auf den Betrag, den die Gruppe in angemessener Weise als erzielbar erachtet. Darüber hinaus erfasst die Gruppe Risiken aus der Einbringlichkeit von Forderungen im Rahmen einer Portfoliobewertung.

Bei den weder überfälligen noch im Wert geminderten finanziellen Vermögenswerten deuten (ebenso wie im Vorjahr) keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

51.2 Liquiditätsrisiken

Die Gruppe benötigt zur Erfüllung ihrer finanziellen Verpflichtungen liquide Mittel, die die Gruppe weitgehend aus dem laufenden Geschäftsbetrieb deckt. Ferner bestehen Kreditlinien zur Abdeckung eventueller Liquiditätsengpässe.

Die finanziellen Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind sämtlich kurzfristiger Natur, d.h. innerhalb eines Jahres fällig.

51.3 Zinsbedingte Cash-Flow-Risiken

Marktzinssatzänderungen wirken sich bei der USU Software AG im Wesentlichen auf die Cash-Flows aus den Geldanlagen aus. Wenn das Marktzinssatzniveau zum 31. Dezember 2015 um 1 % höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis und das Eigenkapital um jeweils TEUR 180 (31. Dezember 2014: TEUR 149) höher (geringer) gewesen.

51.4 Wechselkursrisiken

Die Gesellschaft tätigt in gewissem Umfang Fremdwährungstransaktionen und ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt, die entsprechend Auswirkungen auf die in EUR ausgewiesenen Vermögenswerte und Erträge haben. Ebenso entstehen Transaktionsrisiken bei auf ausländische Währung lautenden finanziellen Vermögenswerten.

52. Zusätzliche Angaben zum Kapital

Die USU Software AG unterliegt keinen externen oder satzungsmäßigen Mindestkapitalanforderungen. Die Gesellschaft verfolgt das Ziel einer hohen Eigenkapitalfinanzierung, um mit dieser finanziellen Flexibilität ihre Wachstumsziele zu erreichen. Zudem wird von Kundenseite eine hohe Eigenkapitalquote und Liquidität als Investitionssicherheit gefordert.

Das Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2015 und 2014:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Veränderung

%
Langfristige Schulden 2 .016 2.631 -23,4%
Kurzfristige Schulden 26.379 26.935 -2,1%
Fremdkapital 28.395 29.566 -4,0%
Eigenkapital 60.791 55.608 9,3%
Bilanzsumme 89.186 85.174 4,7%
Eigenkapitalquote 68,2% 65, 3%

Die Gesellschaft hat wie im Vorjahr keine Nettofinanzschulden, da die liquiden Mittel die verzinslichen Verbindlichkeiten übersteigen. Die Aufrechterhaltung der bestehenden Kapitalstruktur kann dabei beispielsweise durch die Ausweitung des Bilanzgewinns infolge positiver zukünftiger Jahresüberschüsse oder die Ausgabe neuer Anteile erreicht werden.

53. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

Die folgenden, in den Konzernabschluss der USU Software AG einbezogenen, inländischen Tochterunternehmen haben für das Geschäftsjahr 2015 die Befreiungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:

Aspera GmbH, Aachen
LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen
Omega Software GmbH, Obersulm
Openshop Internet Software GmbH, Möglingen
B.I.G. Social Media GmbH, Berlin.

54. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.

I. WERTPAPIERGESCHÄFTE DER ORGANE

Die folgende Tabelle ist im Zusammenhang mit den in den Zwischenberichten der USU Software AG veröffentlichten Angaben zum Wertpapierbesitz der Organe der Gesellschaft zu lesen. Von Organmitgliedern der Gesellschaft werden zum 31. Dezember 2015 Aktien der USU Software AG, Möglingen, in folgendem Umfang gehalten:

Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden von den Organmitgliedern nicht gehalten.

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Meldepflichtiger Wertpapierbesitz (Stück) 2015 Aktien 2014 Aktien
Vorstand
Bernhard Oberschmidt 156.518 181.518
Bernhard Böhler 167.572 167.572
Dr. Benjamin Strehl 0 0
Aufsichtsrat
Udo Strehl *) 1.989.319 1.989.319
Erwin Staudt 100.000 100.000
Günter Daiss 85.500 85.500

*) Über die AUSUM GmbH werden Herrn Udo Strehl als Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft gemäß § 22 (1) S.1 Nr.1 WpHG zusätzlich 3.337.868 (2014: 3.337.868) Stimmrechte an der USU Software AG zugerechnet.

Zusätzlich werden über die "Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer dieser Stiftung 32.000 (2014: 32.000) Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 22 (1) S.1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

J. DIVIDENDENZAHLUNG

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen eine Dividendenzahlung in Höhe von TEUR 3.683 (EUR 0,35 je Aktie) vor.

K. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG haben am 8. Dezember 2015 die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der USU Software AG unter http://www.usu-software.de dauerhaft zugänglich gemacht. Nähere Ausführungen zur Entsprechenserklärung sind im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zu diesem Konzernabschluss enthalten.

Möglingen, 4. März 2016

USU Software AG

Bernhard Oberschmidt, Vorsitzender des Vorstands

Bernhard Böhler, Mitglied des Vorstands

Dr. Benjamin Strehl, Mitglied des Vorstands

ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2015

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2015

TEUR
Unternehmenserwerb

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Währung

TEUR
31.12.2015

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene Software/Auftragsbestand 6.534 407 176 6 0 7.111
Namens- und Markenrechte 2.532 0 0 0 0 2.532
Wartungsverträge 3.113 13 0 0 0 3.126
Kundenstamm 7.646 706 0 0 0 8.352
19.825 1.126 176 6 0 21.121
Geschäfts- oder Firmenwert 56.677 1.016 0 0 0 57.693
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 218 0 8 0 0 226
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.598 30 827 226 7 4.236
3.816 30 835 226 7 4.462

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2015

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Währung

TEUR
31.12.2015

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene Software/Auftragsbestand 5.622 408 4 0 6.026
Namens- und Markenrechte 521 0 0 0 521
Wartungsverträge 2.845 192 0 0 3.037
Kundenstamm 3.952 883 0 0 4.835
12.940 1.483 4 0 14.419
Geschäfts- oder Firmenwert 22.118 0 0 0 22.118
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 131 15 0 0 146
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.610 790 223 -2 2.175
1.741 805 223 -2 2.321

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Buchwerte
31.12.2015

TEUR
1.1.2015

TEUR
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene Software/Auftragsbestand 1.085 912
Namens- und Markenrechte 2.011 2.011
Wartungsverträge 89 268
Kundenstamm 3.517 3.694
6.702 6.885
Geschäfts- oder Firmenwert 35.575 34.559
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 80 87
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.061 1.988
2.141 2.075

ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2014

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2014

TEUR
Zugänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2014

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene Software/Auftragsbestand 6.392 152 0 10 6.534
Namens- und Markenrechte 2.532 0 0 0 2.532
Wartungsverträge 3.113 0 0 0 3.113
Kundenstamm 7.646 0 0 0 7.646
19.683 152 0 10 19.825
Geschäfts- oder Firmenwert 56.677 0 0 0 56.677
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 211 13 0 6 218
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.335 748 471 956 3.598
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 471 0 -471 0 0
4.017 761 0 962 3.816

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2014

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Währung

TEUR
31.12.2014

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene Software/Auftragsbestand 5.272 352 2 0 5.622
Namens- und Markenrechte 521 0 0 0 521
Wartungsverträge 2.666 179 0 0 2.845
Kundenstamm 3.048 904 0 0 3.952
11.507 1.435 2 0 12.940
Geschäfts- oder Firmenwert 22.118 0 0 0 22.118
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 124 13 6 0 131
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.794 765 948 -1 1.610
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
1.918 778 954 -1 1.741

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Buchwerte
31.12.2014

TEUR
1.1.2014

TEUR
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene Software/Auftragsbestand 912 1.120
Namens- und Markenrechte 2.011 2.011
Wartungsverträge 268 447
Kundenstamm 3.694 4.598
6.885 8.176
Geschäfts- oder Firmenwert 34.559 34.559
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 87 87
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.988 1.541
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 471
2.075 2.099

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der USU Software AG, Möglingen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 4.3.2016

**Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Hillebrecht & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Schupeck, Wirtschaftsprüfer

Barth, Wirtschaftsprüfer

JAHREABSCHLUSS

DER AG

Bilanz zum 31.12.2015

AKTIVA

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Anhang 31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 133 176
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37 72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 39.916 36.733
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.100 0
41.016 36.733
41.186 36.981
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2)
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.412 8.473
2. Sonstige Vermögensgegenstände 154 415
8.566 8.888
II. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 3 .014 0
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.924 119
14.504 9.007
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 56 52
55.746 46.040
Passiva
Anhang 31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital (3) 10.524 10.524
II. Kapitalrücklage 13.645 13.645
III. Bilanzgewinn 8.314 6.582
32.483 30.751
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 552 474
2. Sonstige Rückstellungen (6) 1.176 688
1.728 1.162
C. VERBINDLICHKEITEN (7)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 82 20
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.072 14.033
3. Sonstige Verbindlichkeiten 381 74
21.535 14.127
55.746 46.040

Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

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2015 2014
Anhang TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
1. Sonstige betriebliche Erträge (10) 1.899 723
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.748 -960
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -150 -1.898 -90 -1.050
(davon für Altersversorgung: TEUR 42; Vorjahr: TEUR 21)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -84 -140
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen (10) -1.877 -1.181
5. Aufwendungen aus Verlustübernahme (11) -615 -2
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen (11) 8.373 8.179
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32 4
(davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 8; Vorjahr: TEUR 2)
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -848
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -401 7.389 -443 6.890
davon an verbundene Unternehmen: TEUR 399; Vorjahr: TEUR 412)
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.429 5.242
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (12) -538 -671
12. Sonstige Steuern -1 -92
13. Jahresüberschuss 4.890 4.479
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.424 2.103
15. Bilanzgewinn 8.314 6.582

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

A. ALLGEMEINE HINWEISE

Der Jahresabschluss der USU Software AG wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt. Als börsennotierte Gesellschaft gilt die USU Software AG gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB als große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden.

Die Betragsangaben erfolgen - soweit nicht anders vermerkt - in Tausend Euro (TEUR).

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten (zuzüglich Nebenkosten), vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen planmäßig in der Regel nach Maßgabe steuerlich zulässiger Sätze ermittelt. Die Abschreibung erfolgt linear.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, soweit es sich um dauerhafte Wertminderungen handelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bestehenden Ausfallrisiken wird durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden nach § 253 Abs. 4 HGB zu den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr werden zum Barwert unter Anwendung der laufzeitadäquaten Abzinsungssätze gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bewertet.

Voraussichtliche, erst in der Zukunft sich bis zur Erfüllung der Verpflichtung auswirkende Kostensteigerungen werden berücksichtigt.

Die Rückstellungen für variable Vergütungsbestandteile der Mitarbeiter einschließlich der Mitglieder des Vorstands der USU Software AG basieren auf der individuellen Einschätzung des Vorstands hinsichtlich der jeweils realisierten Zielerreichungsgrade unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten Zielgrößen.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Gewinne/Verluste aus Kursänderungen werden bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechend § 256a HGB durch Neubewertung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag berücksichtigt. Bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wird am Abschlussstichtag das Vorsichts- und Imparitätsprinzip beachtet.

Latente Steuern werden gemäß §274 HGB nach dem bilanzorientierten temporary-Konzept ermittelt. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern verrechnet. Bei der USU Software AG verbleibt nach Verrechnung sowie unter Berücksichtigung der vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge ein Überhang aktiver latenter Steuern. Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) keinen Gebrauch gemacht. Die Bewertung latenter Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (zum 31.12.2015: rd. 28,6 %).

Zum Bilanzstichtag bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 37.800 sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge von TEUR 37.225.

Die latenten Steuerabgrenzungen betreffen unter Berücksichtigung latenter Steuern aus steuerlichen Organschaften mit Tochtergesellschaften ausschließlich steuerliche Verlustvorträge.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die USU Software AG besitzt Anteile an nachfolgend aufgelisteten Gesellschaften. Die Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis stellen dabei die nach jeweils landesspezifischen Rechnungslegungsvorschriften bilanzierten Werte dar:

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Anteil 31.12.2015

in %
Eigenkapital 31.12.2015

in TEUR
Jahresergebnis 2015

in TEUR
USU AG, Möglingen 100 14.401 1.503
LeuTek GmbH, Leinfelden-Echterdingen1) 100 1. 380 2.112
Omega Software GmbH, Obersulm1) 100 970 171
Openshop Internet Software GmbH, Möglingen1) 100 -775 -1
Aspera GmbH, Aachen1) 100 300 6.090
USU Consulting GmbH, Sursee, Schweiz 100 54 -11
Aspera Technologies Inc., Boston, USA 100 -1.445 -1.266
B.I.G. Social Media GmbH, Berlin1) 2) 100 1.706 -614
SecurIntegration GmbH, Köln 100 -1.066 -1.155

1) Jahresergebnis vor/Eigenkapital nach Ergebnisabführung an die USU Software AG.

2) Wir verweisen auf die Erläuterungen unter "9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen".

Die nachfolgenden Beteiligungen werden mittelbar über die USU AG, Möglingen, gehalten.

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Anteil 31.12.2015

in %
Eigenkapital 31.12.2015

in TEUR
Jahresergebnis 2015

in TEUR
USU Software s. r. o., Brno, Tschechische Republik 100 870 138
USU (Schweiz) AG, Zug, Schweiz 100 -30 -3
USU Austria GmbH, Wien, Österreich 100 -663 50

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich sonstige Forderungen.

3. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist eingeteilt in unverändert 10.523.770 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von jeweils EUR 1,00.

4. Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juli 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 17. Juli 2017 einmalig oder mehrfach gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu EUR 5.261.885,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von EUR 1,00 je Stückaktie zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge auszuschließen und/oder wenn und soweit dies erforderlich ist, um Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten und/oder Inhabern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft begeben wurden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung eines solchen Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflichten zustünde.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt - und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung - und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits an der Börse gehandelten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2012 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß den §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 des Aktiengesetzes ausgegeben oder veräußert wurden sowie auf den anteiligen Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2012 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen mit Sacheinlagen, insbesondere zum Erwerb von Beteiligungen, Unternehmen oder Vermögensgegenständen - auch zum Aktientausch - sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen, auszuschließen.

Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53 b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital 2012, einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.

5. Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung aus den Jahren 2000 und 2004 durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stückaktien auf TEUR 378 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter verbundener Unternehmen der Gesellschaft. Zum 31. Dezember 2015 waren keine Optionsrechte ausstehend.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Kosten für gesellschaftsrechtliche Verpflichtungen (TEUR 206) und Bonusverpflichtungen (TEUR 786).

7. Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben in Höhe von TEUR 7.662 (2014: TEUR 14.033) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Darlehensverbindlichkeiten, sie sind in Höhe von TEUR 13.410 durch eine Globalzession der Forderungen besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 161 (2014: TEUR 74).

8. Haftungsverhältnisse

Die USU Software AG haftet gesamtschuldnerisch für die Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Mietvertrag der USU AG für das Betriebsgebäude im Spitalhof.

Der Vorstand geht davon aus, dass aufgrund der bei der USU AG vorhandenen Liquiditätsausstattung sowie der nachhaltigen Ertragskraft derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme aus dem vorgenannten Haftungsverhältnis besteht.

Des Weiteren hat die USU Software AG gegenüber der Openshop Internet Software GmbH, Möglingen sowie der USU Consulting GmbH, Sursee, Schweiz (verbundene Unternehmen), Patronatserklärungen abgegeben. Danach hat sich die USU Software AG, Möglingen, dazu verpflichtet, diese Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2015 sowie für das Geschäftsjahr 2016 in der Weise zu leiten und finanziell auszustatten, dass diese ihren Verbindlichkeiten nachkommen können. Darüber hinaus hat die USU Software AG den Rangrücktritt sämtlicher bestehender Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 780 gegen die Openshop Internet Software GmbH erklärt.

Der Vorstand geht davon aus, dass derzeit keine konkretisierten Risiken der Inanspruchnahme aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen bestehen. Die Gesellschaften üben keine aktiven Geschäftstätigkeiten aus. Sie verfügen über ausreichend liquide Mittel, um Dritten gegenüber bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Zum Bilanzstichtag bestehende Forderungen der USU Software AG sind vollständig wertberichtigt.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen in Höhe von TEUR 269 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen stellen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen wie folgt dar:

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fällig 2016

TEUR
fällig 2017

TEUR
fällig ab 2018

TEUR
31.12.2015 Gesamt

TEUR
31.12.2014 Gesamt

TEUR
Operate Leasing
Gebäude 68 60 62 190 29
Bürogeräte 3 3 2 8 0
PKW 47 22 2 71 107
Summe (Nominalwerte) 118 85 66 269 136

Bei den außerbilanziellen Geschäften im Bereich Operate Leasing handelt es sich hauptsächlich um Gebäudemiete, Kfz-Leasingverträge und Mietverträge über Bürogeräte einschließlich IT-Hardware. Diese Verträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung sowie die Übernahme wesentlicher wirtschaftlicher Risiken vermieden werden. Weiterhin besteht Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Leasingkonditionen. Ein Risiko besteht darin, dass über die übernommenen Gegenstände insbesondere im Falle mangelnder Auslastung nicht frei verfügt werden kann.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der SecurIntegration GmbH zum 1.7.2015 erwartet die USU Software AG eine weitere Earn-Out-Zahlung in Abhängigkeit von der Umsatzentwicklung der SecurIntegration GmbH im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von TEUR 335.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

10. Sonstige betriebliche Erträge/sonstige betriebliche Aufwendungen

Hierunter enthalten sind periodenfremde Erträge (TEUR 194) bzw. periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 120.

11. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen/ Aufwendungen aus Verlustübernahme

Die Gesellschaft hat mit der Openshop Internet Software GmbH am 2. März 2000, mit der Omega Software GmbH am 19. Mai 2005, mit der LeuTek GmbH am 29. Dezember 2006 sowie mit der Aspera GmbH am 31. Mai 2012 jeweils einen Gewinnabführungsvertrag, der 2014 im Hinblick auf steuerliche Erfordernisse geringfügig angepasst wurde, abgeschlossen.

Die USU Software AG hat am 6. Mai 2015 mit der B.I.G. Social Media GmbH einen Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Danach haben sich die beteiligten Unternehmen verpflichtet, während der Dauer des Vertrages ihren gesamten Gewinn an die USU Software AG abzuführen. Eine Einstellung in die freien Rücklagen ist nur mit Zustimmung durch die USU Software AG möglich. Im Gegenzug hat sich die USU Software AG verpflichtet, jeden während der Dauer des Vertrages entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen, wenn dieser nicht durch die Auflösung von während der Dauer dieses Vertrages gebildeten freien Rücklagen ausgeglichen werden kann.

Der im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 von der LeuTek GmbH, der Aspera GmbH und der Omega Software GmbH erzielte Gewinn wurde von der USU Software AG aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages entsprechend vereinnahmt. Der im Jahresabschluss der Openshop Internet Software GmbH und der B.I.G. Social Media GmbH ausgewiesene Verlust wurde von der USU Software AG ausgeglichen.

12. Steuererträge

In den Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie sonstige Steuern sind periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 26 enthalten.

E. SONSTIGE ANGABEN

13. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2015

Udo Strehl,

Vorsitzender Geschäftsführer der AUSUM GmbH, Möglingen Aufsichtsratsvorsitzender der USU AG, Möglingen

Günter Daiss,

Stellvertretender Vorsitzender Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der USU AG, Möglingen

Erwin Staudt,

Unternehmerberater, Leonberg Aufsichtsratsmitglied der Grenke Leasing AG, Baden-Baden Verwaltungsratsmitglied der Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach

Aufsichtsratsmitglied der PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt

Aufsichtsratsmitglied der USU AG, Möglingen

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrats enthalten grundsätzlich eine fixe und eine variable Komponente. Der für das Geschäftsjahr 2015 vergütete fixe Anteil belief sich auf TEUR 85, die variable Komponente auf TEUR 51.

14. Vorstand

Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2015

Bernhard Oberschmidt

(Vorsitzender des Vorstands)

Bernhard Böhler

(stellvertretender Vorsitzender)

Dr. Benjamin Strehl

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 1.053. Einzelheiten hierzu werden im Vergütungsbericht zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 dargestellt.

15. Honorare des Abschlussprüfers

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Abschlussprüfung
(Einzel- und Konzernabschluss): TEUR 60
Sonstige Leistungen: TEUR 5

16. Mitarbeiter

Durchschnittlich waren während des Geschäftsjahres 2015 10 (2014: 7) Angestellte bei der Gesellschaft beschäftigt.

17. Konzernverhältnisse

Die USU Software AG ist Mutterunternehmen für die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführten Unternehmen. Diese sind zur USU Software AG verbundene Unternehmen. Die USU Software AG erstellt gemäß § 315a Abs. 1 HGB den Konzernabschluss nach den IFRS für den kleinsten und für den größten Kreis von Unternehmen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts soll beim elektronischen Bundesanzeiger erfolgen. Ferner sind der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht auf Anfrage bei der USU Software AG in Möglingen erhältlich. Er wird zudem auf der Internetseite der USU Software AG unter http://www.usu-software.de zugänglich gemacht.

18. Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance-Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der USU Software AG haben am 8. Dezember 2015 die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der USU Software AG unter http://www.usu-software.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Nähere Ausführungen zur Entsprechenserklärung sind im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zu diesem Jahresabschluss enthalten.

19. Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2015 in Höhe von TEUR 8.314 wie folgt zu verwenden:

Zahlung einer Dividende von EUR 0,35 je Stückaktie für 10.523.770 Stückaktien bzw. TEUR 3.683
Vortrag des verbleibenden Gewinns von TEUR 4.631 auf neue Rechnung.

Möglingen, 4. März 2016

USU Software AG

Bernhard Oberschmidt, Vorsitzender des Vorstands

Bernhard Böhler, Mitglied des Vorstands

Dr. Benjamin Strehl, Mitglied des Vorstands

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2015

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2015

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2015

TEUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 224 2 0 226
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 293 4 1 296
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 38.444 3.183 0 41.627
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 297 1.100 297 1.100
38.741 4.283 297 42.727
39.258 4.289 298 43.249

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2015

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2015

TEUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48 45 0 93
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 221 39 1 259
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.711 0 0 1.711
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 297 0 297 0
2.008 0 297 1.711
2.277 84 298 2.063

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Buchwerte
31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 133 176
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37 72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 39.916 36.733
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.100 0
41.016 36.733
41.186 36.981

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der USU Software AG, Möglingen, für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 4.3.2016

**Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Hillebrecht & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Schupeck, Wirtschaftsprüfer

Barth, Wirtschaftsprüfer

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahres- und Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der USU Software AG und des Konzerns vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der USU Software AG und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der USU Software AG und des Konzerns beschrieben sind.

Möglingen, 4. März 2016

Bernhard Oberschmidt, Vorsitzender des Vorstands

Bernhard Böhler, Mitglied des Vorstands

Dr. Benjamin Strehl, Mitglied des Vorstands

VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Dr. Benjamin Strehl,

Mitglied des Vorstands

Bernhard Oberschmidt,

Vorsitzender des Vorstands

Bernhard Böhler,

stellv. Vorstandsvorsitzender

Udo Strehl,

Aufsichtsratsvorsitzender

Günter Daiss,

stellv. Aufsichtsratsvorsitzender

Erwin Staudt,

Mitglied des Aufsichtsrats

FINANZKALENDER

FINANZKALENDER FÜR DAS JAHR 2016*

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24. Februar 2016 2015 Veröffentlichung vorläufige Geschäftszahlen
31. März 2016 Veröffentlichung Geschäftszahlen 2015
11. Mai 2016 Analysten- und Investorenkonferenz im Rahmen der Veranstaltung: 7. DVFA-Frühjahrskonferenz (SCF), Frankfurt am Main
24. Mai 2016 Veröffentlichung 3-Monatsbericht 2016
17. Juni 2016 Jahreshauptversammlung, Ludwigsburg
30. August 2016 Veröffentlichung 6-Monatsbericht 2016
17. November 2016 Veröffentlichung 9-Monatsbericht 2016

* Die angegebenen Termine für das Geschäftsjahr 2016 sind vorläufig. Eventuelle Änderungen entnehmen Sie bitte der Homepage der Gesellschaft unter www.usu-software.de

GLOSSAR

Agent

ist im -> Call Center ein Service-Mitarbeiter, der Anfragen von Kunden entgegennimmt und bearbeitet.

AktG

Abkürzung für Aktiengesetz.

Aktive/passive latente Steuern

zukünftig zu erhaltende/zu zahlende Ertragsteuern, die aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Steuer- und Handelsbilanz resultieren.

App

Abkürzung für Applikation. Der Begriff bezieht sich grundsätzlich auf jede Art von Anwendungssoftware. Im Sprachgebrauch sind damit aber meist Anwendungen für Smartphones und Tablet-Computer gemeint.

Aspera

Abkürzung für Aspera GmbH. Aspera ist eine Tochtergesellschaft der USU Software AG. Als hoch spezialisierter Lösungsanbieter für das Software-Lizenzmanagement agiert Aspera in einem stark wachsenden Marktsegment. Zum Produktportfolio der Aspera gehört unter anderem das auf den Premiummarkt ausgerichtete Produkt -> SmartTrack.

Aspera Technologies

Abkürzung für Aspera Technologies Inc. Aspera Technologies ist eine Tochtergesellschaft der USU Software AG und wurde im Jahr 2012 in Boston, USA, gegründet. Ziel der Gesellschaft ist der Vertrieb, die Wartung und Implementierung von USU-Lösungen wie beispielsweise -> SmartTrack in den USA.

Audit

bezeichnet im Bereich Software-Lizenzmanagement die Überprüfung zum Einsatz der Software vor Ort beim Kunden. Überprüft werden vor allem die Nutzung und die gekauften Softwarelizenzen.

Bereinigtes EBIT

stellt das um akquisitionsbedingte Sonderfaktoren bereinigte, nicht -> IFRS-bezogene Ergebnis vor Zinsen und Steuern der USU Software AG dar.

BIG

Abkürzung für B.I.G. Social Media GmbH. BIG, ein internationaler Anbieter von -> SaaS-Lösungen im Bereich -> Social Media Management, ist eine Tochtergesellschaft der USU Software AG. Mit ihren innovativen Produkten -> BIG SCREEN, -> BIG CONNECT und -> BIG INSIGHTS unterstütz. B.G ihre Kunden seit über 10 Jahren dabei, die Entwicklungen in den Sozialen Medien zu erkennen, zu managen und erfolgreich zu nutzen. In 2014 erfolgte die Neuentwicklung einer ->Social CRM-Lösung.

Big Data

bezeichnet den Einsatz großer Datenmengen aus vielfältigen Quellen mit einer hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit zur Erzeugung wirtschaftlichen Nutzens. Big Data definiert sich über vier Eigenschaften: das Datenvolumen, die Vielzahl von Datenquellen, die Geschwindigkeit der Datenproduktion und die steigende Anzahl von Nutzern, die sich mittels Analysen die Potenziale von Big Data erschließen wollen.

BIG SCREEN, BIG CONNECT, BIG INSIGHTS

Software-Produkte der Konzern-Tochter -> BIG zur ganzheitlichen -> Social Media Analyse, für den unternehmensbezogenen Social Media Kundendialog und zur Aussteuerung von Marketingaktivitäten sowie für ein an die Unternehmensbedürfnisse angepasstes Reporting.

BIP

Abkürzung für Bruttoinlandsprodukt. Das BIP ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum. Es misst den Geldwert aller im Inland produzierten Waren und Dienstleistungen. Das um die Preisentwicklung bereinigte BIP wird als reales BIP bezeichnet. Die Veränderungsrate dieses realen BIP dient als Messgröße für das Wirtschaftswachstum der Volkswirtschaften.

BMWi

Abkürzung für Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Bruttoergebnis

Umsatz abzüglich Herstellungskosten des Umsatzes.

Call Center

ist eine mit geschultem Personal besetzte, automatisierte Telefonzentrale und dient der möglichst effizienten und kundenfreundlichen Abwicklung eingehender Anrufe. Ob Versandhandel, Versicherungen oder Banken, als Kundendienst-Hotline oder im Telefonvertrieb - branchenübergreifend nutzen immer mehr Unternehmen ein Call Center für die Kommunikation mit ihren Kunden.

Call-Option

Kaufoption, die dem Inhaber das Recht einräumt, einen definierten Geschäftsgegenstand zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem bestimmten Zeitraum zu vorab festgelegten Konditionen zu kaufen.

CI

In der -> IT Abkürzung für -> Configuration Item.

CIO

Abkürzung für Chief Information Officer. Der CIO nimmt in einem Unternehmen allgemein die Aufgaben der strategischen und operativen Führung der -> IT wahr. In kleineren Unternehmen sind statt des CIO die Begriffe "Leiter Informationstechnologie", "IT-Leiter" oder "EDV-Leiter" anzutreffen. In Aktiengesellschaften wird auch alternativ der Begriff "IT-Vorstand" verwendet.

Client

ist ein einzelner Arbeitsplatz-Rechner bzw. eine Arbeitsstation in einem Netzwerk, die Dienstleistungen, Daten oder den Zugriff auf Peripheriegeräte vom Server anfordert. Der Client hat in der Regel deutlich weniger Zugriffsrechte als der Server.

Cloud

Kurzform für -> Cloud Computing.

Cloud Computing

Englischer Begriff für den Bezug von -> IT-Services über die Internet-"Wolke". Dabei müssen die Nutzer die benötigte Hard- oder Software nicht mehr kaufen, vor Ort installieren und unterhalten, sondern können die gewünschten IT-Leistungen flexibel als Service dann über das Internet beziehen und nutzen, wenn sie diese benötigen.

CMDB

Abkürzung für Configuration Management Database. In dieser Datenbank werden die Informationen über alle Anlagen und Betriebsmittel der -> IT verwaltet, z. B. PC's mit ihren Software bzw. Hardwarebestandteilen, Verträgen etc. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen -> IT Asset Management Datenbank werden auch die gegenseitigen Abhängigkeiten der verwalteten Objekte abgebildet.

COBOL

ist eine -> Programmiersprache.

Compliance

Selbstverpflichtung eines Unternehmens bzw. dessen Führungskräfte, sich an die vom Gesetzgeber, den Anteilseignern oder dem Aufsichtsgremium aufgestellten Regeln zu halten, die vielfach ethische Aspekte der Unternehmensphilosophie enthalten. Ziel ist die Vermeidung sowohl eines negativen Images als auch der Ausschluss von Haftungsfällen bzw. Schadensersatzklagen.

Community

ist ein Hilfe- oder Diskussionsforum im Internet. Kunden oder Mitglieder können Fragen stellen, Lösungen finden, Themen diskutieren und Erfahrungen austauschen.

Configuration Item

-> ITIL-Bezeichnung für eine im Unternehmen eingesetzte Hard- und/oder Softwarekomponente, die üblicherweise in einer -> CMDB erfasst ist.

Configuration Management

stellt die für das -> IT Service Management notwendige Informationen über die IT-Infrastruktur und -Services bereit. Stets aktuelle und historische Informationen über die -> Configuration Items sind in der Configuration Management Database (-> CMDB) verfügbar.

Corporate Governance

Bezeichnung für die verantwortliche, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Kontrolle eines Unternehmens. Von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex sind die wesentlichen Standards erarbeitet und im Corporate Governance Kodex zusammengefasst worden.

CRM

Abkürzung für -> Customer Relationship Management.

Customer Relationship Management

umfasst alle Maßnahmen, die zu einer langfristigen und verbesserten Kundenbindung führen. Die zielgerichtete Orientierung an den Kunden und dessen Bedürfnisse soll - so die Definition von CRM - einen nachhaltig positiven Effekt auf den Unternehmenserfolg haben. Die Einbindung von Social-Media-Informationen in die klassischen CRM-Systeme bezeichnet man als -> Social CRM.

Dashboard

Englische Bezeichnung für Instrumententafel, die einen schnellen Überblick über alle notwendigen Informationen bietet. Im Softwarebereich werden mittels Dashboard eine Vielzahl an Informationen in verdichteter Form visualisiert, vorwiegend anhand von relevanten Kennzahlen.

DAX

Abkürzung für Deutscher Aktienindex. Der DAX spiegelt als wichtigster Aktienindex in Deutschland die Entwicklung der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen wider, die an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet sind.

Destatis

Abkürzung für Statistisches Bundesamt.

D&O-Versicherung

Abkürzung für Directors and Officers-Versicherung. Die D&O-Versicherung ist eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Organe wie z. B. Vorstände oder Aufsichtsräte und für leitende Angestellte eines Unternehmens.

Directors Dealings

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte von Führungspersonen eines börsennotierten Unternehmens gemäß § 15 a -> WpHG.

Earn-out

Vereinbarung, z. B. bei einem Unternehmenskauf, bezüglich der Zahlung eines erfolgsabhängigen Kaufpreisanteils im Erfolgsfall an den Verkäufer.

EBIT

Abkürzung für Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).

EBITDA

Abkürzung für Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization).

EBT

Abkürzung für Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).

eGovernment

bezeichnet die Vereinfachung und Durchführung von Prozessen durch den Einsatz von digitaler Informations- und Kommunikationstechnologie innerhalb und zwischen staatlichen Institutionen sowie Bürgern bzw. Unternehmen.

EITO

Abkürzung für European Information Technology Observatory. EITO bietet aktuelle und qualitativ hochwertige Informationen über die globalen und europäischen Märkte für Informationstechnologie und Telekommunikation.

Eigenkapitalquote

errechnet sich, indem das bilanzielle Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme gesetzt wird. Je höher die Eigenkapitalquote einer Gesellschaft ist, desto geringer ist der Verschuldungsgrad dieser Gesellschaft.

Facebook

ist ein soziales Netzwerk, das vom gleichnamigen US-amerikanischen Unternehmen Facebook Inc. betrieben wird.

Framework

ist kein fertiges Programm, sondern ein Programmiergerüst, innerhalb dessen der Programmierer eine Anwendung erstellt.

Gartner

Abkürzung für Gartner Inc., einem amerikanischen Marktforschungsunternehmen.

GIS-Technologien

Abkürzung für Geographische Informationssysteme. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist Google Maps.

Goodwill

Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus der Übernahme von Geschäftsbetrieben sowie aus der Kapitalkonsolidierung resultieren.

HelpDesk

siehe: User HelpDesk.

HGB

Abkürzung für Handelsgesetzbuch.

ifo

Abkürzung für ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V., eines der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute Deutschlands.

IFRS

Internationale Rechnungslegungsvorschriften (International Financial Reporting Standards), die insbesondere eine weltweit vergleichbare Bilanzierung und Publizität sicherstellen, das Vertrauen in die Finanzmärkte stärken und den Schutz der Anleger verbessern sollen.

Impairment Test

Werthaltigkeitstest zur Bewertung des Anlagevermögens und Prüfung auf eine eventuell notwendige Wertminderung. Dabei wird unter anderem der in der Konzern-Bilanz ausgewiesenee. -> Goodwill anstelle einer planmäßigen Abschreibung gemäß -> IFRS 3 mindestens einmal jährlich einer Wertminderungsprüfung unterzogen. Das Ergebnis des Impairment Tests kann entweder in der Bestätigung des angesetzten Geschäfts- oder Firmenwetes bestehen oder aber zu einer das Jahresergebnis mindernden Abschreibung führen.

Incident

Störung im -> IT-Bereich. Das Spektrum möglicher Vorfälle reicht dabei von technischen Problemen und Schwachstellen bis hin zu konkreten Angriffen auf die IT-Infrastruktur.

Industrial Smart Service

Softwareprodukt der -> USU, mit dem sich Informationen zum Überwachen und zur Diagnose von Maschinen verarbeiten lassen.

Internet der Dinge (IoT)

beschreibt, dass der (Personal) Computer zunehmend als Gerät verschwindet und durch "intelligente Gegenstände" ersetzt wird.

ISIN

Abkürzung für International Securities Identification Number. Die ISIN ist eine zwölfstellige internationale Kenn-Nummer für Wertpapiere und ermöglicht die eindeutige Identifikation für ein Wertpapier, das an der Börse gehandelt wird.

IT

Abkürzung für Informationstechnologie.

IT Asset Management

umfasst das automatisierte Verwalten aller IT-Komponenten und deren Beziehungen über deren kompletten Lebenszyklus inklusive aller finanziellen, beschaffungstechnischen und vertraglichen Informationen.

ITIL®

IT Infrastructure Library - eine Sammlung fachlich-methodischer Grundlagen zur Optimierung von -> IT-Service-Prozessen. ITIL® wurde Ende der 80er Jahre durch die CCTA (Central Computer and Telecommunications Agency) aus der Praxis entwickelt und stellt ein herstellerunabhängiges Regelwerk dar, das eine systematische Vorgehensweise für die Einführung, das Betreiben und Managen der -> IT und ihrer Dienstleistungen beschreibt. ITIL® definiert Prozesse, Funktionen, Rollen, Verantwortlichkeiten und Gestaltungselemente, die die Grundlage und Voraussetzung für einen effizienten und effektiven Betrieb der IT bildet.

IT-Service

Bereitstellung einer oder mehrerer technischer oder nicht-technischer Systeme (Hardware, Software, Mitarbeiter), die zur Durchführung von Geschäftsprozessen notwendig sind.

ITSM

Abkürzung für -> IT Service Management.

IT Service Continuity Manager

ist ein neues Fachmodul der Produktsuite -> USU Valuemation. Es dient der Risikominimierung und zeigt auf, welche Maßnahmen im Störfall zu ergreifen sind.

IT Service Management

Gesamtheit von bewährten Maßnahmen und Methoden, die nötig sind, um die bestmögliche Unterstützung von Geschäftsprozessen durch die IT-Organisation zu erreichen. IT Service Management beschreibt den Wandel der -> IT in Richtung Kunden- und Serviceorientierung unter Beachtung der betriebswirtschaftlichen Zielsetzung. Durch die wertschöpfende Integration des organisationsweiten Wissens in die Kernabläufe des Unternehmens bietet -> USU ihren Kunden zusätzlich das Potenzial, durch eine einheitliche Informationsbasis ihre Geschäftsprozesse zusätzlich zu optimieren und kosteneffizient zu wirtschaften. Dieses so genannte -> wissensbasierte Service Management stellt ein attraktives Alleinstellungsmerkmal der USU-Gruppe dar.

Latente Steuern

siehe: Aktive/passive latente Steuern.

LeuTek

Abkürzung für LeuTek GmbH. LeuTek ist eine Tochtergesellschaft der -> USU Software AG. LeuTek ist ein Softwarehaus, das Standardsoftware im Bereich -> Systems Management, wie die eigenentwickelten Softwareprodukte -> ZIS-System, ZIS-GUI, ZIS-SLM, ZISAgent entwickelt und vertreibt.

Monitoring

Englische Bezeichnung für die Betriebsüberwachung von einzelnen Computern, Servern oder ganzen Rechenzentren.

Multi-Channel

bezeichnet den strategischen Ansatz, Konsumenten auf mehreren verschiedenen Kommunikations- und Vertriebskanälen zu erreichen.

myCMDB

Aktuelle Produktsuite der Tochtergesellschaft -> Omega. Mit myCMDB bietet die ->USU-Gruppe eine Standard-Softwarelösung im Bereich -> IT Service Management für kleine und mittelständische Unternehmen sowie öffentliche Verwaltungen. Die -> SaaS-Lösung von Omega läuft unter dem Namen myCMDB Business.

Objekt-Monitoring

siehe: Monitoring.

Omega

Abkürzung für Omega Software GmbH. Omega ist eine Tochtergesellschaft der USU Software AG. Wesentliches Geschäftsfeld von Omega ist die Erbringung von Dienstleistungen und der Vertrieb von Produkten, wie beispielsweise die Produktsuite -> myCMDB.

PR

Abkürzung für Public Relations oder Öffentlichkeitsarbeit.

Prime Standard

Zulassungs- bzw. Marktsegment der Frankfurter Wertpapierbörse für Unternehmen, die sich international positionieren wollen. Prime Standard Unternehmen müssen hohe internationale Transparenzanforderungen erfüllen, die weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen des Regulierten Marktes hinausgehen.

Programmiersprache

Künstlich geschaffene Sprache aus dem -> IT-Bereich zur Entwicklung von Softwareprodukten.

Proof of Concept

bezeichnet im Rahmen einer Marktevaluierung einen Machbarkeitsnachweis des Software-Herstellers. In der Regel ist damit die Entwicklung eines Prototyps verbunden, der die benötigte Kernfunktionalität aufweist.

Put-Option

Verkaufsoption, die dem Inhaber das Recht einräumt, einen definierten Geschäftsgegenstand zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem bestimmten Zeitraum zu vorab festgelegten Konditionen zu verkaufen.

Release

bezeichnet die fertige und veröffentlichte Version einer Software. Damit geht eine Veränderung der Versionsbezeichnung, meist ein Hochzählen der Versionsnummer, einher.

SaaS

Abkürzung für -> Software-as-a-Service.

SAM

Abkürzung für -> Software Asset Management.

SecurIntegration

Abkürzung für SecurIntegration GmbH. SecurIntegration ist eine Tochtergesellschaft der -> USU, die sich auf die Optimierung des SAP-Lizenzmanagement spezialisiert hat. Damit wird das Software-Portfolio von -> Aspera ergänzt.

Self-Service

ermöglicht dem Anwender den einfachen, intuitiven Zugang zur Lösung für seine Anfragen und Probleme. Damit werden Abläufe und Prozesse vereinfacht und beschleunigt sowie die Zufriedenheit der Anwender erhöht.

Service Level Agreement

bezeichnet die messbare Beschreibung einer zu erbringenden Dienstleistung, einschließlich der zu erreichenden Qualität und der anzuwendenden Messgrößen.

Serviceorientierte Architektur

ist ein Architekturmuster der Informationstechnik, um Dienste von -> IT-Systemen zu strukturieren und zu nutzen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Orientierung an Geschäftsprozessen.

SLA

Abkürzung für -> Service Level Agreement.

SLC

Abkürzung für Software Licence Compliance. SLC ist eine Anwendung für SAP-Lizenzmanagement der USU-Tochtergesellschaft -> SecurIntegration.

Smart Service

bezeichnet neue daten- und dienstebasierte Leistungsangebote, beispielsweise mobile Anwendungen, Online-Portale oder Sharing-Dienstleistungen. Smart Services beruhen auf der zunehmenden Intelligenz von Maschinen und einer durchgängigen Digitalisierung von Arbeitsprozessen.

SmartTrack

Software-Lizenzmanagement-Lösung der Konzerntochter -> Aspera zur revisionssicheren Einhaltung von -> Compliance -Richtlinien in Bezug auf die Nutzung von Software-Lizenzen sowie der Realisierung von umfangreichen Kosteneinsparungen durch Lizenzoptimierungen. Kunden, die SmartTrack nutzen, sparen je nach Unternehmensgröße und Investitionsvolumen durchschnittlich 20 % ihrer ursprünglichen Ausgaben für Softwarelizenzen ein und können die Compliance zu jeder Zeit nachweisen. Im Rahmen der Ausrichtung der USU-Gruppe auf den Wachstumsmarkt des * wissensbasierten Service Managements erfolgte die Anbindung von SmartTrack an die Produktsuite -> Valuemation.

Social CRM

dient der Analyse von Beziehungen der Kunden und Zielgruppen untereinander sowie deren Haltung gegenüber dem Unternehmen. Dabei werden Internetnutzer in die Kommunikationsprozesse des Unternehmens einbezogen, um diese noch stärker an die Bedürfnisse der Kunden auszurichten. Gespeichert werden in diesem Zusammenhang nicht mehr nur Daten, die die Akquise, den Kauf, Nachkauf oder die Reklamation betreffen, sondern Meinungen und kommunikative Handlungen der Kunden und Zielgruppen des Unternehmens.

Social Media

Englische Bezeichnung für soziale Medien wie beispielsweise Facebook, Twitter sowie diverse spezialisierte Foren. Soziale Medien ermöglichen ihren Nutzern, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten. Sie stellen insofern ein alltägliches Kommunikations- und Informationsmedium dar und gewinnen für Unternehmen - vom Marketing über den Vertrieb bis hin zur Personalakquise - immer mehr an Bedeutung.

Social Web

Social Web ist der Oberbegriff für sämtliche Sozialen Medien, Sozialen Netzwerke und Soziale Software zusammen, die innerhalb des www existieren.

Software-as-a-Service

Englische Bezeichnung für die flexible und skalierbare Bereitstellung einer Software als Service über das Internet. Ein Kunde kann die benötigte Software bedarfsbezogen über das Internet nutzen und muss diese nicht mehr lokal installieren. SaaS stellt insofern einen Teilbereich des -> Cloud computing dar.

Software Asset Management

bezeichnet die transparente und effiziente Verwaltung und Steuerung von Software-Lizenzen.

Stay-Bonus

Teil des Kaufpreises bei Firmenübernahmen wie z. B. -> BIG oder -> Aspera für die Fortsetzung der Geschäftsführertätigkeit der Veräußerer über einen definierten Zeitraum hinweg, um das spezifische Know-how im Konzern zu sichern.

Systems Management

Zentralisierte Verwaltung, Überwachung, Visualisierung, Automatisierung und Steuerung sämtlicher für den operativen IT-Betrieb erforderlichen Systeme und Prozesse eines Unternehmens oder Konzerns.

Ticket

bezeichnet die elektronische Form eines Anliegens. Dies können Störungen oder andere Service-Anfragen sein. Mit dem Ticket soll sichergestellt werden, dass keine Nachricht verloren geht und jederzeit ein Gesamtüberblick über die zu bearbeitenden Vorgänge möglich ist.

Twitter

ist ein börsennotiertes US-amerikanisches Unternehmen, mit dessen Anwendung Nutzer kurze Textnachrichten im Internet verbreiten können.

User HelpDesk

System zur Erfassung, Verfolgung und Lösung von Supportanfragen der externen oder internen Kunden. Für die Verbesserung der Servicequalität durch kurze Reaktionszeiten und effiziente Problemlösungen sowie den raschen Wissenstransfer werden im User HelpDesk Softwarelösungen wie -> Valuemation oder -> USU KnowledgeCenter eingesetzt.

USU

Abkürzung für die gesamte USU-Gruppe, also die Konzernmuttergesellschaft USU Software AG sowie deren Tochtergesellschaften, unter anderem die USU AG, -> Aspera, -> Aspera Technologies, -> BIG, -> LeuTek, -> Omega oder -> SecurIntegration. Die USU-Gruppe hat sich strategisch im Markt für -> wissensbasiertes Service Management positioniert.

USU KnowledgeCenter

Modular aufgebaute, webbasierte Produktsuite der USU AG für die Informationsbereitstellung in wissensintensiven Geschäftsprozessen. Die patentierte Technologie des USU KnowledgeCenter wurde mehrfach ausgezeichnet.

USU KnowledgeScout

Softwareprodukt der USU AG, welches als interaktives Ratgeber-System für den technischen Kundendienst fungiert.

USU Service Intelligence

Softwareprodukt der USU AG, mit dem sich Informationen aus verschiedenen Quellsystemen übergreifend analysieren und zu aussagekräftigen Kennzahlen verknüpfen und in rollenbasierten -> Dashboards darstellen lassen.

USU Smart Link

Neuentwickelte, wissensbasierte -> Sef-Service-Anwendung der Konzerntochter USU AG, die sämtliche Services und Informationen für Endanwender in einem einzelnen Kanal bündelt. Intelligente Assistenz-Systeme automatisieren dabei die Prozesse für die Informationsbeschaffung und -verteilung, neue Kommunikationsformen wie Chat und Nachrichten optimieren die Kommunikation.

USU - U Step Up

Karriere- und Laufbahnmodell von USU zur kontinuierlichen Entwicklung und Weiterbildung der Belegschaft.

USU Valuemation

ist eine ganzheitliche Produktsuite für ein umfassendes und kostensparendes -> wissenbasiertes Service Management eines Unternehmens oder Konzerns. Valuemation führt die gesamten technischen und wirtschaftlichen Informationen der -> IT auf einer Plattform zusammen. Dabei bietet Valuemation alle zentralen Produkte und Module zur Darstellung, Verwaltung, Steuerung, Überwachung sowie der verursachergerechten Verrechnung sämtlicher IT-Komponenten - von den größten Servern, dem Netzwerk bis hin zu den mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets.

Verlustvortrag

Übertragung entstandener steuerlicher Verluste auf künftige Wirtschaftsjahre zum Zwecke der steuerlichen Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen.

Wissensbasiertes Service Management

Wertschöpfende Erweiterung des -> IT Service Managements um Wissensmanagement-Lösungen zur optimalen Unterstützung der Geschäftsprozesse eines Unternehmens oder Konzens. USU verfügt nach der Anbindung der -> ZIS-Produkte von -> LeuTek, -> SmartTrack von -> Aspera sowie des -> USU KnowledgeCenter der USU AG an -> Valuemation als einziger europäischer Anbieter über eine eigene, ganzheitliche Produktsuite für das wissensbasierte Servicemanagement.

Wissensdatenbank

Wissensdatenbanken sind spezielle Datenbanken für das Wissensmanagement. Sie stellen die Grundlage für die Sammlung von Informationen dar. Organisationen machen darin ihre Ideen, Problemlösungen, Artikel, Prozesse, Benutzerhandbücher und andere Inhalte für alle Berechtigten verfügbar. Eine Wissensdatenbank bedarf einer sorgfältig strukturierten Klassifizierung, einer Formatierung des Inhalts und benutzerfreundlicher Suchfunktionalitäten.

WKN

Abkürzung für Wertpapier-Kenn-Nummer. Die WKN diente zur eindeutigen Identifizierung eines Wertpapiers in Deutschland. Im Zuge der weltweiten Vereinheitlichung der Wertpapier-Kennungen wurde die WKN durch die internationale Wertpapier-Kenn-Nummer -> ISIN ersetzt.

WpHG

Abkürzung für Wertpapierhandelsgesetz.

XETRA

Abkürzung für das Elektronische Handelssystem (Exchange Electronic Trading) der Frankfurter Wertpapierbörse.

ZGE

Definiert sind ZGE in den -> IFRS als die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. In der Praxis können dies z.B. Geschäftsbereiche sein.

ZIS-System, ZIS-GUI, ZIS-SLM, ZISAgent

Software-Produkte der Konzern-Tochter LeuTek zur Überwachung, Visualisierung, Automatisierung und Steuerung sämtlicher für den operativen IT-Betrieb erforderlicher Systeme und Prozesse. Im Rahmen der Ausrichtung der USU-Gruppe auf den Wachstumsmarkt des -> wissensbasierten Service Managements erfolgte die Anbindung der ZIS-Produkte von LeuTek an die Produktsuite -> Valuemation.

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