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United Internet AG

Annual Report May 26, 2014

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Annual Report

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United Internet AG

Montabaur

Jahresabschluss 2013

Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Einzelabschluss nach HGB

Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten.

1 Grundlagen der Gesellschaft und des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell

Konzernstruktur

Die 1988 gegründete United Internet AG mit Hauptsitz in Montabaur, Deutschland, ist die Konzernobergesellschaft der United Internet Gruppe.

Als Konzernholding konzentriert sich die United Internet AG im Wesentlichen auf zentrale Funktionen wie Konzerncontrolling und Konzernrechnungslegung, Presse, Investor Relations, Beteiligungsmanagement, Risikomanagement und Interne Revision sowie das Personalmanagement.

Im operativen Geschäft ist die United Internet AG primär über die 1&1 Internet AG sowie die Sedo Holding AG inklusive deren wesentlicher Tochterunternehmen im In- und Ausland tätig. Dazu zählen insbesondere die 1&1 Telecom GmbH, die 1&1 Mail & Media GmbH, die United Internet Media GmbH, die Arsys Internet S.L., die Fasthosts Internet Ltd., die InterNetX GmbH, die united-domains AG sowie die Sedo GmbH und die affilinet GmbH.

Neben diesen operativ tätigen und vollkonsolidierten Tochterunternehmen hält United Internet - über die United Internet Ventures AG sowie die 1&1 Telecommunication AG -weitere Beteiligungen.

Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die -von der United Internet Ventures AG gehaltenen - Beteiligungen an den börsennotierten Online-Marketing-Unternehmen Goldbach Group AG, Schweiz (14,96 %), und Hi-Media S.A., Frankreich (10,50 %) sowie um die Beteiligungen an der fun communications GmbH (49 %), der Virtual Minds AG (48,65 %), der ProfitBricks GmbH (30,02 %) und der Open-Xchange AG (28,36 %). Zudem hält United Internet - über die 1&1 Telecommunication AG -eine Beteiligung an der Versatel GmbH (25,10 % über die Versatel-Obergesellschaft VictorianFibre Holding & Co. S.C.A.).

Darüber hinaus ist United Internet - über die von United Internet Ventures gemeinsam mit den Samwer-Brüdern betriebenen Fondsgesellschaften EFF Nr. 1 (66,67 %), EFF Nr. 2 (90 %) und EFF Nr. 3 (80 %) -an weiteren 52 Internet-Unternehmen weltweit beteiligt.

Vereinfachte Darstellung der Konzernstruktur inkl. wesentlicher operativ tätiger Tochterunternehmen sowie wesentlicher Beteiligungen:

Geschäftstätigkeit

Die United Internet AG ist mit weltweit 13,45 Mio. kostenpflichtigen Kundenverträgen und 31,51 Mio. werbefinanzierten Free-Accounts der führende europäische Internet-Spezialist.

Die operative Geschäftstätigkeit der United Internet AG gliedert sich in die beiden Segmente / Geschäftsbereiche "Access" und "Applications".

Im Segment "Access" sind die kostenpflichtigen Festnetz- und Mobile-Access-Produkte der Gesellschaft inklusive der damit verbundenen Anwendungen (wie Heimvernetzung, Online-Storage, Telefonie oder Video-on-Demand) zusammengefasst. In diesem Bereich ist United Internet ausschließlich in Deutschland aktiv und zählt zu den führenden Anbietern. Die Gesellschaft agiert dabei netzunabhängig und kauft von verschiedenen Vorleistungsanbietern standardisierte Netzleistungen ein. Diese werden mit Endgeräten, selbstentwickelten Applikationen und Services aus der eigenen "Internet-Fabrik" veredelt, um sich so vom Wettbewerb zu differenzieren. Vermarktet werden die Access-Produkte über die bekannten Marken GMX, WEB.DE und 1&1, mit denen der Massenmarkt umfassend und zielgruppenspezifisch adressiert wird.

Das Segment "Applications" umfasst das Applikations-Geschäft von United Internet -werbefinanziert oder im kostenpflichtigen Abonnement. Zu diesen Applikationen gehören z. B. Domains, Homepages, Webhosting, Server und E-Shops, Anwendungen für Personal Information Management (E-Mail, Aufgaben, Termine, Adressen), Groupwork, Online-Storage und Office-Applikationen, die in der eigenen "Internet-Fabrik" oder in Kooperation mit Partnerfirmen entwickelt und in den 7 Rechenzentren der Gesellschaft betrieben werden. Im Segment "Applications" ist United Internet ein auch international führendes Unternehmen und in zahlreichen europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien) sowie in Nordamerika (Kanada, Mexiko, USA) aktiv. Die zielgruppenspezifische Vermarktung der Applikationen erfolgt über die unterschiedlich positionierten Marken GMX, mail.com, WEB.DE, 1&1, united-domains, Fasthosts, Arsys und InterNetX. Darüber hinaus bietet die United Internet AG ihren Kunden über Sedo und affilinet erfolgsbasierte Werbe- und Vertriebsplattformen im Internet an.

Unternehmensleitung

Der Vorstand der United Internet AG bestand im Geschäftsjahr 2013 aus dem Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzenden Herrn Ralph Dommermuth, dem Finanzvorstand Herrn Norbert Lang (seit 1994 im Unternehmen) sowie Herrn Robert Hoffmann (seit 2006 im Unternehmen). Herr Hoffmann wurde zum 1. Januar 2013 als zusätzliches Mitglied in den Vorstand der United Internet AG berufen. In dieser neuen Funktion unterstützt er den Vorstandsvorsitzenden bei der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und vertritt ihn bei Bedarf.

Der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2013 unverändert aus den Herren Kurt Dobitsch (Aufsichtsratsvorsitzender), Kai-Uwe Ricke und Michael Scheeren.

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Mit einem Umsatzanteil von fast 90 % am Gesamtumsatz ist Deutschland noch immer der wichtigste Absatzmarkt der United Internet Gruppe. Dabei gehört die Gesellschaft mit ihren DSL-Produkten im deutschen Breitbandmarkt zu den 3 führenden Unternehmen und mit ihren Mobile Internet Produkten zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen. Mit ihren Hosting- und Cloud-Applikationen ist United Internet Marktführer in Deutschland.

In Europa ist United Internet mit ihren Hosting- und Cloud-Applikationen inzwischen -direkt vor Ort oder aus Deutschland heraus -in allen wichtigen Märkten aktiv. Dazu zählen neben dem Heimatmarkt Deutschland vor allem die großen europäischen Volkswirtschaften Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien. Mit Ausnahme von Italien, wo United Internet erst im Mai 2012 gestartet ist, gehört die Gesellschaft in den anderen genannten Ländern zu den jeweiligen Marktführern. Damit steht United Internet auch insgesamt an der Spitze der europäischen Hosting- und Cloud-Anbieter.

Neben Europa sind auch die nordamerikanischen Länder Kanada, USA und Mexiko wesentliche Absatzmärkte für das Applikationsgeschäft der Gesellschaft. Im dort wichtigsten Markt, den USA, gehört United Internet zu den 5 führenden Unternehmen in diesem Segment.

Weltweit gesehen gehört United Internet damit -auch nach Einschätzung von Internet-Analysten wie 451 RESEARCH -zu den 3 führenden Unternehmen im Geschäft mit Hosting- und Cloud-Applikationen.

Wesentliche Standorte

Die United Internet AG beschäftigte zum 31. Dezember 2013 insgesamt 6.894 Mitarbeiter an über 30 in- und ausländischen Standorten.

Die gemessen an der Beschäftigungszahl wichtigsten Standorte der United Internet Gruppe waren dabei Montabaur (Zentrale, Finanzen, Risikomanagement, Internal Audit, Personal, Marketing, Vertrieb, Logistik, Kundenservice), Karlsruhe (Entwicklung, Produktmanagement, Rechenzentren, Marketing, Vertrieb, Kundenservice), Cebu City, Philippinen (Kundenservice), Zweibrücken (Kundenservice), Madrid / Logroño (Spanien-Geschäft, Rechenzentren), Bukarest, Rumänien (Entwicklung), Chesterbrook / Lenexa, USA (Nordamerika-Geschäft, Rechenzentrum), München (Portalgeschäft) sowie Slough / Gloucester (Großbritannien-Geschäft, Rechenzentrum).

1.2. Strategie

Das Geschäftsmodell von United Internet basiert überwiegend auf Kundenverträgen (elektronische Abonnements) mit festen monatlichen Beträgen sowie vertraglich festgelegten Laufzeiten. Ein solches Geschäftsmodell sichert stabile und planbare Umsätze und Cashflows, bietet Schutz gegen konjunkturelle Einflüsse und eröffnet finanzielle Spielräume, um Chancen in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten zu nutzen. Organisch oder durch Übernahmen.

Eine große Zahl an Kundenbeziehungen hilft der Gesellschaft auch, sogenannte Skaleneffekte zu nutzen: Je mehr Kunden die Produkte nachfragen, die von den Entwicklungsteams erstellt und in den firmeneigenen Rechenzentren betrieben werden, desto größer der Gewinn. Diese Gewinne können anschließend wiederum in neue Kunden, neue Produkte und neue Geschäftsfelder investiert werden.

Aus heutiger Sicht sind Mobile Internet und Cloud-Applikationen gemäß zahlreicher Studien die Wachstumsmärkte der nächsten Jahre. Mit ihrer klaren Positionierung in den Geschäftsfeldern "Access" und "Applications" ist die United Internet Gruppe strategisch hervorragend aufgestellt, um das erwartete Marktpotenzial zu nutzen.

Angesichts der dynamischen Marktentwicklung in den Bereichen Cloud-Applikationen und Mobile Internet liegen die Wachstumschancen der Gesellschaft auf der Hand: Überall verfügbare, immer leistungsfähigere Breitbandanschlüsse ermöglichen neue, aufwändigere Cloud-Applikationen. Diese internetbasierten Anwendungen für Endkunden und Unternehmen sind die Wachstumstreiber für United Internet in den nächsten Jahren -sowohl als eigenständige Produkte im Geschäftsfeld "Applications" wie auch in Kombination mit den festnetz- und mobilfunkbasierten Zugangsprodukten im Geschäftsfeld "Access".

Dank der langjährigen Erfahrung als Zugangs- und Application-Provider, den Kompetenzen bei Software-Entwicklung und Rechenzentrums-Betrieb, Marketing, Vertrieb und Kundenbetreuung, den starken und bekannten Marken sowie den bestehenden Kundenbeziehungen zu Millionen Privatanwendern, Freiberuflern und kleinen Unternehmen im In- und Ausland (aktuell weltweit fast 45 Mio. Kunden-Accounts) ist die Gesellschaft dazu sehr gut positioniert.

Um diese Positionierung auch für weiteres und nachhaltiges Wachstum zu nutzen, wird United Internet auch künftig stark in neue Kunden, neue Produkte und Geschäftsfelder sowie die weitere Internationalisierung investieren.

Neben dem organischen Wachstum prüft United Internet (insbesondere im Cloud Application Business) kontinuierlich auch Möglichkeiten von Firmenübernahmen, Beteiligungen und Kooperationen, um Marktpositionen, Kompetenzen und Produktportfolios weiter auszubauen.

Dank der planbaren hohen Free Cashflows ist die Finanzierung des organischen Wachstums sichergestellt und es können gleichzeitig -wenn notwendig auch unter Inanspruchnahme der bestehenden Kreditlinien - Finanzierungsspielräume für Übernahmen und Beteiligungen geschaffen werden.

Der strategischen Ausrichtung der Geschäftsfelder wird auch zunehmend bei der Strukturierung des Konzerns Rechnung getragen. So sind das Applications-Geschäft in der 1&1 Internet AG und das Access-Geschäft in der 1&1 Telecom GmbH gebündelt.

Weitere Informationen zu Strategie, Chancen und Zielen enthält der Risiko-, Chancen- und Prognosebericht unter Punkt 4.

1.3 Steuerungssysteme

Die internen Steuerungssysteme unterstützen das Management bei der Überwachung und Steuerung des Konzerns und der Segmente. Die Systeme bestehen aus Planungs-, Ist- und Vorschaurechnungen und basieren auf der jährlich überarbeiteten strategischen Planung des Konzerns. Dabei werden insbesondere Marktentwicklungen, technologische Entwicklungen und Trends, deren Einfluss auf die eigenen Produkte und Services sowie die finanziellen Möglichkeiten des Konzerns berücksichtigt. Die Unternehmenssteuerung hat das Ziel, United Internet und deren Tochterunternehmen kontinuierlich und nachhaltig zu entwickeln.

Das Konzern-Berichtswesen umfasst monatliche Ergebnisrechnungen sowie quartalsweise erstellte IFRS-Reportings aller konsolidierten Tochtergesellschaften und stellt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Unternehmensbereiche dar. Die Finanzberichterstattung wird durch weitere Detailinformationen ergänzt, die für die Beurteilung und Steuerung des operativen Geschäfts notwendig sind.

Die zentralen Steuerungsgrößen der United Internet Gruppe für das oberste Führungsgremium sind in der "Segmentberichterstattung" des Konzernanhangs unter Punkt 4 dargestellt.

Ein weiterer Bestandteil der Steuerungssysteme sind vierteljährlich erstellte Berichte zu den wesentlichen Risiken des Unternehmens.

Die genannten Berichte werden in den Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen diskutiert und stellen wesentliche Beurteilungs- und Entscheidungsgrundlagen dar.

Zur Steuerung des Konzerns verwendet die United Internet AG insbesondere Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (Umsatz, EBITDA, EBIT, EPS), der Kapitalflussrechnung (Free Cashflow) sowie der Bilanz (Vermögenspositionen, Finanzverbindlichkeiten, Eigenkapitalquote).

Darüber hinaus wird die Gesellschaft über nicht-finanzielle Kennzahlen, insbesondere über Anzahl und Wachstum der kostenpflichtigen Kundenverträge sowie der werbefinanzierten Free-Accounts, gesteuert.

Ein Vergleich zwischen Plan- und Ist-Werten der Steuerungskennzahlen findet sich in diesem Lagebericht unter Punkt 2.2 "Geschäftsverlauf" im Bereich "Tatsächlicher und prognostizierter Geschäftsverlauf" sowie unter Punkt 2.3 "Lage des Konzerns".

Als Frühwarnsystem dienen insbesondere die Anzahl der Kundenverträge, die Brutto- und Netto-Vertriebszahlen sowie die damit verbundenen Kundengewinnungskosten -im Vergleich zu den Planungs- und Forecast-Rechnungen der Gesellschaft.

1.4 Forschung und Entwicklung

Als Internet Service Provider betreibt die United Internet Gruppe keine mit produzierenden Unternehmen vergleichbare Forschung und Entwicklung (F&E). Vor diesem Hintergrund weist United Internet keine F&E-Kennzahlen aus.

Gleichwohl stehen die United Internet Marken für Internet-Access-Lösungen sowie für innovative, webbasierte Produkte und Applikationen, die zumeist im eigenen Haus entwickelt werden. Die Fähigkeit, innovative Produkte und Dienste zu entwickeln, zu kombinieren, anzupassen und in große Märkte einzuführen, bildet die Basis für den Erfolg der Gesellschaft.

Dank eigener Entwicklungsteams kann United Internet dabei schnell und flexibel auf neue Ideen und Trends reagieren und etablierte Produkte weiterentwickeln und wechselnden Bedürfnissen anpassen -ein wichtiges Erfolgsmerkmal im überaus dynamischen Internet-Markt. Durch die Kompetenz bei Produktentwicklung, -weiterentwicklung und -rollout ist die Gesellschaft in vielen Bereichen unabhängig von Entwicklungen und Zulieferungen Dritter und kann damit wichtige Wettbewerbs- und Geschwindigkeitsvorteile nutzen.

Die Entwicklungszentren (insbesondere in Karlsruhe und Bukarest) mit rund 1.900 (Vorjahr: 1.750) Entwicklern, Produktmanagern und technischen Administratoren arbeiten überwiegend mit Open-Source-Codes und im Rahmen fest definierter und modellierter Entwicklungsumgebungen. Ergänzend werden Programmierleistungen Dritter in Anspruch genommen, um bestimmte Projekte rasch und effizient umzusetzen. So können die Basisanwendungen der Produkte innerhalb kürzester Zeit weiterentwickelt und zeitnah neuen Kundenbedürfnissen angepasst werden. Darüber hinaus bezieht United Internet auch Lösungen von Partnern, die anschließend modifiziert und in die eigenen Systeme integriert werden. Mittels der eigenentwickelten sowie der integrierten Anwendungen verfügt United Internet über eine Art Baukastensystem, dessen Module sich zu ganz verschiedenen leistungsfähigen und integrierten Anwendungen kombinieren und mit einer produkt- und länderspezifischen Benutzeroberfläche versehen lassen -ein großer Vorteil bei der Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen sowie dem internationalen Produkt-Rollout.

Aufgrund der stetig wachsenden Kundenzahl werden auch die Anforderungen an Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Verfügbarkeit der Angebote immer höher. Neben der Weiterentwicklung der Produkte und ständiger Optimierungen im Backend-Bereich (z. B. bei den kundenseitig zur Verfügung stehenden Administrations- und Konfigurationstools) gilt es dabei auch, vorhandene Prozesse ständig zu verbessern, um die Zuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen. So arbeitet United Internet auch permanent an der Verbesserung der Schnittstellen zu den verschiedenen Vorleistungsanbietern.

Schwerpunkte 2013

Access

Access Produktprogramm durch Mobile Apps abgerundet:

Im Juni stellte 1&1 ihren Kunden mit der Control-Center App ein mobiles Kundencenter zur Verfügung, mit dem Verbrauchs- und Rechnungsdaten auch auf mobilen Endgeräten einfach betrachtet werden können.

Zudem wurden der 1&1 Online-Speicher sowie die Fotoalbum-App jeweils erneuert und um wichtige Funktionen wie den Zwei-Wege-Sync, DLNA und Airplay Unterstützung erweitert.

Darüber hinaus wurden zahlreiche neue Apps wie 1&1 Musik, 1&1 HomePhone und 1&1 Backup eingeführt, um den 1&1 Online-Speicher noch besser den eigenen Bedürfnissen entsprechend nutzen zu können.

Mobile Rufnummernportierung mit Wunschtermin:

Im Rahmen der Rufnummernportierung für Mobilfunkverträge wurden die Prozesse im Geschäftsjahr 2013 soweit optimiert, dass es dem Kunden nun ermöglicht wird, seine Rufnummer zu einem Termin nach Wahl in seinen 1&1-Vertrag zu portieren. Damit kann ein Kunde nun seinen neuen Mobilfunkvertrag passgenau zum Ende seines Bestandsvertrages starten lassen und eine mit Kosten verbundene Doppelversorgung seitens zweier Anbieter zuverlässig vermeiden.

Business Applikationen

Vorregistrierungsprozess für die neuen Top-Level-Domains:

Seit Juli 2013 bietet 1&1 ihren Kunden die Möglichkeit, sich für die so genannten nTLDs (neue Top-Level-Domains) unverbindlich vor zu registrieren. Dafür wurde eine neue Registrierungsplattform entwickelt, mit der Webseiten-Betreiber sich einen umfassenden Überblick über die relevanten Adressräume verschaffen und Vorabregistrierungen tätigen können.

Weiterentwicklung der 1&1 Hosting-Produkt-Palette:

Seit September 2013 bietet 1&1 ihren Hosting-Kunden eine Palette an neuen Anwendungen, die für höchste Performance und Flexibilität beim Hosten von Webseiten entwickelt wurden. Damit können Nutzer auf unterschiedliche Installationsmethoden zurückgreifen, die ihnen im "Safe Mode" eine höhere Sicherheit und im "Free Mode" eine höhere Flexibilität für eigene Anpassungen bietet.

Um Shared Hosting Kunden eine erhöhte Geschwindigkeit bei der Auslieferung ihrer Webseiten an die Besucher zu ermöglichen, wurde ein CDN (Content-Delivery-Network) integriert. In diesem CDN werden statische Webseiten-Inhalte an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt zwischengespeichert, um die Übertragungswege zum jeweiligen Besucher zu verkürzen und die Webseite so schneller ausliefern zu können. Alle dynamischen Inhalte werden weiterhin direkt von 1&1 Servern geladen und alle Master-Kopien verbleiben in den firmeneigenen Rechenzentren.

Mit dem neuen 1&1 Mobile Sitebuilder können Nutzer komfortabel eine neue mobile Website erstellen oder eine bestehende Seite einfach in eine mobiloptimierte Version konvertieren.

Als weltweit einer der ersten Hoster hat 1&1 für seine Hosting-Kunden einen Dedicated Server auf Basis des neusten 8-core Intel ® ATOM C2750 Prozessors (Codename AVOTON) entwickelt und produziert. Wie bereits bei vorhergehenden 1&1 Dedicated Server Modellen wurde bei der Auswahl und Konfiguration der Komponenten besonderer Fokus auf optimale Performance bei gleichzeitig niedrigstem Energieverbrauch gelegt.

Vorstellung der OX App Suite:

Seit Oktober 2013 können die spanischen und französischen Kunden von 1&1 die neue OX App Suite der United Internet Beteiligung Open-Xchange nutzen. Mit diesem Update erhalten die Kunden eine neue Oberfläche mit neuem Design, verbesserter Benutzerführung und vielen innovativen Details wie das Dashboard mit individueller Konfiguration von Widgets (z. B. Wetter, Kalenderübersicht u.v.m.). Des Weiteren ist die OX App Suite mit ihrem responsiven Design auf allen Mobilgeräten und Tablets voll funktionsfähig und kundenfreundlich zu bedienen.

WEB Apps / iF Award für den Web App Store:

Auch die Anwendungen für die 1&1 Do-It-Yourself Homepage wurde im Geschäftsjahr 2013 maßgeblich weiterentwickelt. So wurden u. a. ca. 500 Web Apps integriert. Dabei handelt es sich um kleine Anwendungen, die auf den Internet-Services von Drittanbietern basieren. Das Web App Portfolio umfasst ein breites Spektrum von branchenspezifischen Anwendungen (z. B. Tischreservierungstools für Restaurants) sowie allgemein verwendbare Apps (z. B. Integrationen in Soziale Netzwerke).

Trotz der beeindruckenden Vielfalt des Web App Angebots ist es dabei gelungen, eine einfache und intuitive Benutzerführung zu wahren. So wurde der zugehörige Web App Store mit dem renommierten, internationalen iF Design Award 2014 ausgezeichnet, der für herausragende Benutzeroberflächen vergeben wird.

Integration des 1&1 Social Media Managers (für Facebook oder Twitter) in die 1&1 Do-It-Yourself Homepage:

Mit dem neu entwickelten 1&1 Social Media Center können Nutzer der 1&1 Do-It-Yourself Homepage Business über eine neue Schnittstelle (ohne Vorkenntnisse) aus ihrer bestehenden Webseite heraus eine professionelle Facebook-Seite erstellen und in den Dialog mit Kunden einsteigen. Die 1&1 Do-It-Yourself Homepage (1&1 DIY) wird dabei zur zentralen Steuerung der Social-Media-Aktivitäten. Das 1&1 Social Media Center besteht aus zwei Teilen: Mit dem 1&1 Social Page Manager lässt sich in wenigen Schritten aus einer bestehenden 1&1 Do-It-Yourself Homepage eine Facebook-Seite erstellen und mit dem 1&1 Social Media Manager wurde eine Benutzeroberfläche entwickelt, über die Nutzer eigene Beiträge erstellen können. Neben Facebook unterstützt der 1&1 Social Media Manager auch den Kurznachrichtendienst Twitter.

Consumer Applikationen

Relaunch von GMX:

Im Januar 2013 erfolgte der Startschuss für eines der größten Software-Updates in der Geschichte von GMX. Fast 16 Millionen aktive EMail-Postfächer in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhielten eine modernere, wesentlich verbesserte Benutzeroberfläche, einen größeren Cloud-Speicher und eine Reihe von weiteren neuen Funktionen.

In einer "Ideen-Schmiede" konnten GMX-Nutzer im Vorfeld eigene Wünsche einbringen, ausgewählte Features vorab exklusiv testen und mit anderen Nutzern und GMX Mitarbeitern diskutieren. Mehr als 1.000 Anwender machten von dem Angebot Gebrauch und trugen dazu bei, ihr künftiges GMX Postfach immer weiter zu optimieren. Im Anschluss wurde der neu entwickelte GMX Webmailer im Usability-Labor getestet und finalisiert.

De-Mail-Lösungen:

Pünktlich zur CeBIT 2013 wurde das De-Mail Angebot der 1&1 akkreditiert und am Markt für Endkunden eingeführt. Damit können Nutzer im Rahmen des De-Mail Gesetzes rechtssicher per Mail kommunizieren. Das Angebot wurde im Herbst um Geschäftskundenfunktionen erweitert. So können Firmen und Behörden nun unter einer eigenen De-Mail Domain auftreten. Hierbei wurde erfolgreich gezeigt, dass wir die Agilität in der Produktentwicklung und im Betrieb auch unter den strengen Auflagen der De-Mail Zertifizierung umsetzen können.

E-Mail made in Germany:

Mit der Initiative "E-Mail made in Germany" (EMIG) ist es United Internet gelungen, zusammen mit anderen großen deutschen E-Mail Anbietern einen technischen Standard zu definieren, der für die Nutzer einen erheblichen Gewinn an Sicherheit darstellt. Die im EMIG Standard festgeschriebene Transportverschlüsselung stellt sicher, dass die Inhalte von EMails vertraulich bleiben und ein Zugriff durch Unberechtigte massiv erschwert wird. Dies gilt sowohl für den Datenfluss zwischen den Endgeräten des Kunden, als auch beim Datenaustausch zwischen den EMIG-Anbietern. Der EMIG Standard spezifiziert die zu verwendenden kryptographischen Methoden und gibt Empfehlungen, wie schwache und als gebrochen angesehene Verschlüsselungsverfahren vermieden werden können. Besonderen Wert wurde darauf gelegt, an wesentlichen Stellen Verschlüsselungsalgorithmen einzusetzen, die folgenlos arbeiten (Perfect Forward Secrecy - PFS). Dies stellt sicher, dass die verschlüsselte Information sicher bleibt, auch wenn Teile des Schlüsselmaterials kompromittiert werden.

EMIG ist abwärts kompatibel zu potenziell unverschlüsselt arbeitenden Standards und beschränkt den Anwender somit nicht in seiner Kommunikation mit Nicht-EMIG-Partnern. Die Nutzung des EMIG-Standards erfordert keinerlei Maßnahmen seitens des Endkunden. Ab 1. April 2014 werden alle E-Mail-Transportwege der teilnehmenden Partnerunternehmen komplett SSL-verschlüsselt. Die gesamte Sicherung der Kommunikation geschieht transparent im Hintergrund. Ein grünes "EMIG" Symbol in den E-Mail-Dialogen des Web-Browsers informiert den Kunden, wenn die Mail im gesicherten EMIG-Verbund zugestellt werden kann.

EMIG wurde im Sinne des Internets als föderal arbeitender offener Dienst konzipiert. Es gibt keine zentrale Stelle, welche den Zugriff auf alle Daten steuert, wie dies z. B. bei sozialen Netzwerken und vielen Instant Messaging Lösungen der Fall ist. Die Daten des Kunden verbleiben stets bei seinem Anbieter und der EMIG-Standard regelt die Protokolle und Mindestanforderungen, wie EMails zwischen Kunden verschiedener Anbieter ausgetauscht werden können.

Kundenzufriedenheit / Zahlungsverkehr / Sicherheit

Internationaler Rollout des 1&1 Prinzips:

Im Geschäftsjahr 2013 wurden die aus dem Access-Bereich bekannten 1&1 Prinzipien auf Hosting und eBusiness ausgeweitet und international ausgerollt. Dafür wurden die bestehenden Prozesse und internen Systeme angepasst und weiterentwickelt. Die 1&1 Prinzipien bieten den Kunden verbindliche Garantien für Support, flexible Verträge und ein hohes Maß an Betriebssicherheit.

ipayment:

Im Zuge der SEPA-Einführung zur Vereinheitlichung von bargeldlosen Zahlungen im Euro-Zahlungsverkehrsraum und um sicherheitsrelevanten Aspekten gerecht zu werden, wurde im Geschäftsjahr 2013 die Datenhaltung von Bankverbindungen modernisiert. Die IT-Systeme, welche für die Verarbeitung von Kreditkartenzahlungen genutzt werden und nach den höchsten Sicherheitsstandards der Kreditkartenindustrie (PCI-DSS) zertifiziert sind, wurden erweitert, um auch SEPA-relevante Bankverbindungsdaten in diesem hohen Sicherheitsumfeld aufnehmen zu können.

Der hauseigene Payment Service Provider (PSP) "ipayment" wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr überarbeitet, um weitere Bezahlmethoden aufzunehmen und darüber hinaus international einsetzbar zu sein. Hierzu wurde die Konfiguration der Zahlarten und der jeweiligen Landessprachen vereinfacht. Diese Anpassungen erleichtern Integrationen in bestehende bzw. neue eShop-Lösungen.

Sicherheitstechnologie zur Verfügbarkeitssteigerung:

Im Geschäftsjahr 2013 konnte United Internet im Bereich Hosting die Stabilität der Produkte trotz massiver und ansteigender DDoS- (Distributed Denial of Service) und Brute Force Attacken auf die Infrastruktur, weiter verbessern. Dies gelang u. a. auch durch neue Konzepte wie die Einbindung eines Security Modules in den Apache-Webserver, das derartige Anfragen nach dynamischen Regelwerken analysiert und herausfiltert und somit die Infrastruktur schützt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Jahr 2013 seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft unterjährig mehrfach nach unten korrigiert. Im Rahmen des letzten Updates seines "World Economic Outlook" vom 21. Januar 2014 hat der IWF letztendlich ein Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2013 von 3,0 % (nach 3,1 % im Vorjahr) errechnet. Das sind 0,5 Prozentpunkte weniger, als der IWF noch in seiner Prognose vom Januar 2013 vorausgesagt hatte. Damit ist die weltweite Wachstumsdynamik seit dem Jahr 2010 (+5,2 %) zum dritten Mal in Folge zurückgegangen.

Als Grund für die schwächer als erwartet ausgefallene globale Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2013 nennt der Fonds im Wesentlichen die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in Europa, die Ungewissheit über die Folgen einer strengeren US-Geldpolitik sowie die schwächelnde wirtschaftliche Entwicklung in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Gleichwohl wurde das weltweite Wachstum 2013 erneut primär von den Schwellen- und Entwicklungsländern getragen, die um 4,7 % (nach 4,9 % im Vorjahr) zulegen konnten. Deutlich schwächer fiel das Wachstum in den entwickelten Volkswirtschaften Europas, Nordamerikas und Japans aus, die nur ein Wachstum von 1,3 % (nach 1,4 % im Vorjahr) verzeichnen konnten.

In den nordamerikanischen Zielländern von United Internet, den USA, Kanada und Mexiko, fiel die wirtschaftliche Entwicklung in 2013 recht unterschiedlich aus. Während das Wachstum in Kanada mit 1,7 % stabil auf Vorjahresniveau blieb, ging die Wirtschaftsleistung in den USA von 2,8 % auf 1,9 % und in Mexiko von 3.7 % auf 1,2 % jeweils deutlich zurück.

Für die Euro-Zone hat der IWF für 2013 erneut eine Rezession mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um -0,4 % (Vorjahr: -0,7 %) festgestellt.

Auch in Europa fiel die wirtschaftliche Entwicklung der wesentlichen Zielländer von United Internet recht unterschiedlich aus. Während das Nicht-Euro-Land Großbritannien um 1,7 % (Vorjahr: 0,3 %) zulegen und Frankreich zumindest wieder ein kleines Plus von 0,2 % (Vorjahr: 0,0 %) erzielen konnte, mussten Spanien und Italien erneut eine starke Rezession ausweisen. Obwohl sich die dortigen Volkswirtschaften im Vergleich zum Vorjahr verbessert zeigten, ging die Wirtschaftsleistung in Spanien um -1,2 % (Vorjahr: -1,6 %) und in Italien um - 1.8 % (Vorjahr: -2,5 %) erneut zurück.

Für den aus United Internet Sicht wichtigsten Markt, Deutschland, hat der IWF für 2013 ein Wirtschaftswachstum von 0,5 % errechnet. Dies sind zwar nur 0,1 Prozentpunkte weniger, als der IWF in seiner Prognose vom Januar 2013 vorausgesagt hatte, gleichzeitig jedoch 0,4 Prozentpunkte weniger, als die deutsche Wirtschaft im Jahr 2012 erreichen konnte. Ursächlich hierfür sehen Wirtschaftsfachleute insbesondere die weltweite wirtschaftliche Abschwächung und deren negativen Einfluss auf den traditionell starken deutschen Export.

Veränderungen des Bruttoinlandsproduktes

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2010 2011 2012 2013
Welt 5,2 % 3,9 % 3,1 % 3,0 %
USA 3,0 % 1,8 % 2,8 % 1,9 %
Kanada 3,2 % 2,6 % 1,7 % 1,7 %
Mexiko 5,4 % 3,9 % 3,7 % 1,2 %
Euro-Zone 1,9 % 1,4 % -0,7 % -0,4 %
Deutschland 3,6 % 3,1 % 0,9 % 0,5 %
Frankreich 1,4 % 1,7 % 0,0 % 0,2 %
Italien 1,5 % 0,4 % -2,5 % -1,8 %
Spanien -0,1 % 0,4 % -1,6 % -1,2 %
Großbritannien 2,1 % 0,9 % 0,3 % 1,7 %

Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook (Update), Januar 2014

Entwicklung der Branche

Auch der deutsche Markt für Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK) hat sich schlechter entwickelt als zu Jahresbeginn 2013 erwartet. Deshalb hat der Branchenverband BITKOM auch seine ursprüngliche Wachstumsprognose für das Jahr 2013 unterjährig bereits von 1,4 % auf 0,1 % gesenkt. Letztendlich musste der Verband im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz auf der CeBIT für das Jahr 2013 sogar einen Umsatzrückgang um 0,6 % auf 150,8 Mrd. € konstatieren.

Umsatz mit ITK-Produkten und -Diensten in Deutschland (in Mrd. €)

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2011 2012 2013 Veränderung
Gesamtmarkt ITK 148,1 151,7 150,8 - 0,6 %
Teilmarkt IT 71,2 73,1 74,2 + 1,5 %
Teilmarkt Telekommunikation 64,2 66,0 65,9 - 0,2 %
Teilmarkt Unterhaltungselektronik 12,7 12,6 10,7 - 15,1 %

Quelle: BITKOM

Entwicklung der Kernmärkte von United Internet

Die aus Sicht des Geschäftsmodells von United Internet wichtigsten ITK-Märkte sind insbesondere der deutsche Breitband- und Mobile-Internet-Markt im abonnementfinanzierten Segment "Access" sowie der weltweite Cloud-Computing-Markt und der deutsche Online-Werbemarkt im abonnement- und werbefinanzierten Segment "Applications".

Breitbandmarkt in Deutschland

Die Nachfrage nach neuen festnetzbasierten Breitbandanschlüssen in Deutschland hat sich seit 2008 -auch infolge des starken Trends zur mobilen Internetnutzung -verlangsamt. Mit einem erwarteten Plus von 0,6 Mio. neuen Anschlüssen in 2013 auf 28,6 Mio. blieb die Anzahl der Neuschaltungen -nach 0,4 Mio. in 2012, 1,2 Mio. in 2011, 1,4 Mio. in 2010 und 2,2 Mio. in 2009 -deutlich hinter den Rekordjahren zurück, wie der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Dialog Consult in ihrer gemeinsamen TK-Marktanalyse Deutschland 2013 vom 16. Oktober 2013 hochgerechnet haben.

Bei den mit festnetzbasierten Breitbandanschlüssen erzielten Umsätzen erwartet PricewaterhouseCoopers für 2013 -laut der Studie "German Entertainment and Media Outlook 2013 - 2017" vom Oktober 2013 -einen Anstieg um 1,3 % auf rund 7,6 Mrd. €.

Weitaus stärker als die Anzahl der neu geschalteten Anschlüsse sowie der mit Breitbandanschlüssen realisierten Umsätze hat sich gemäß einer Hochrechnung von Dialog Consult / VATM das durchschnittlich verbrauchte Datenvolumen - als Indikator für die weiter steigende Nutzung -mit einem Anstieg um 15,9 % auf 15,3 GB (pro Anschluss und Monat) entwickelt.

Markt-Kennzahlen: Breitband-Access (Festnetz) in Deutschland

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2013 2012 Veränderung
Breitbandanschlüsse (in Mio.) 28,6 28,0 + 2,1 %
Breitbandumsätze (in Mrd. €) 7,6 7,5 + 1,3 %
Datenvolumen pro Anschluss und Monat (in GB) 15,3 13,2 + 15,9 %

Quelle: PricewaterhouseCoopers; Dialog Consult / VATM

Mobile-Internet-Markt in Deutschland

Sehr dynamisch hat sich der deutsche Mobile-Internet-Markt weiterentwickelt. So stiegen die Umsätze mit mobilen Datendiensten nach Angaben des Branchenverbandes BITKOM im Jahr 2013 um 5,8 % auf 9,1 Mrd. €.

Gleichzeitig nahm - als Zeichen für die zunehmende Nutzung mobiler Datendienste -das durchschnittlich verbrauchte Datenvolumen (pro Anschluss und Monat) um 15,0 % auf 261 MB zu.

Ein wesentlicher Grund für dieses Wachstum ist der Boom bei Smartphones, deren Absatz laut BITKOM in 2013 um 22,2 % auf 26,4 Mio. verkaufte Smartphones zulegen konnte. Die mit dem Verkauf von Smartphones erzielten Umsätze stiegen um 12,0 % auf 8,4 Mrd. €.

Markt-Kennzahlen: Mobile Internet (Mobilfunk) in Deutschland

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2013 2012 Veränderung
Mobile-Internet-Umsätze (in Mrd. €) 9,1 8,6 + 5,8 %
Absatz Smartphones (in Mio. Stück) 26,4 21,6 + 22,2 %
Smartphone-Umsätze (in Mrd. €) 8,4 7,5 + 12,0 %
Datenvolumen pro Anschluss und Monat (in MB) 261 227 + 15,0 %

Quelle: BITKOM / European Information Technology Observatory (EITO); Dialog Consult / VATM

Cloud-Computing-Markt

In einem Update der Studie "Forecast Overview: Public Cloud Services, Worldwide" vom 28. August 2013 erwartet Gartner für 2013 ein weltweites Wachstum für Public Cloud Services von 111,2 Mrd. $ um 17,9 % auf 131,1 Mrd. $. Auch für die aus United Internet Sicht wesentlichsten Regionen Nordamerika (+24,8 % auf 42,3 Mrd. USD) und Westeuropa (+10,2 % auf 19,4 Mrd. USD) rechnet Gartner in 2013 mit einem kräftigen Plus.

Cloud Computing ist kein kurzfristiger Trend, sondern bedeutet einen tief greifenden Wandel bei der Bereitstellung und Nutzung von IT-Leistungen Die genannten Zahlen zeigen, welche Dynamik in diesem Markt steckt. Die Anwender von IT erhalten mit Cloud Computing bessere Leistungen für weniger Geld. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen bekommen dadurch Zugang zu IT-Anwendungen, die sich bislang nur große Konzerne leisten konnten.

Markt-Kennzahlen: Cloud Computing weltweit

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2013 2012 Veränderung
Umsatz weltweit (in Mrd. $) 131,1 111,2 + 17,9 %
Umsatz in Nordamerika (in Mrd. $) 42,3 33,9 + 24,8 %
Umsatz in Westeuropa (in Mrd. $) 19,4 17,6 + 10,2 %

Quelle: Gartner

Online-Werbemarkt in Deutschland

Bei den im deutschen Online-Werbemarkt erzielten Umsätzen (netto) erwartet PricewaterhouseCoopers für 2013 -laut der Studie "German Entertainment and Media Outlook 2013 - 2017" vom Oktober 2013 -einen Anstieg um 9,6 % auf rund 5,12 Mrd. €.

Markt-Kennzahlen: Online-Werbung in Deutschland

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(in Mrd. €) 2013 2012 Veränderung
Online-Werbeumsatz 5,12 4,67 + 9,6 %
Davon Suchwortvermarktung 2,47 2,28 + 8,3 %
Davon Display-Werbung 1,34 1,23 + 8,9 %
Davon Affiliate / Classifieds 0,92 0,86 + 7,0 %
Davon Video-Werbung 0,22 0,18 + 22,2 %
Davon mobile Online-Werbung 0,18 0,13 + 38,5 %

Quelle: PricewaterhouseCoopers

Rechtlichen Rahmenbedingungen / wesentliche Ereignisse

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit von United Internet blieben im Geschäftsjahr 2013 in Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 im Wesentlichen konstant und hatten daher keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung im United Internet Konzern.

Auch fanden im Geschäftsjahr 2013 keine wesentlichen Ereignisse statt, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf hatten.

2.2 Geschäftsverlauf

Tatsächlicher und prognostizierter Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2013 ist für United Internet sehr erfolgreich verlaufen. Die zu Jahresbeginn sowie unterjährig veröffentlichten Prognosen konnte allesamt erreicht bzw. übertroffen werden.

Tatsächlicher und prognostizierter Geschäftsverlauf 2013

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Stand 31.12.2012* Prognose 21.03.2013 Prognose 14.08.2013 Stand 31.12.2013**
Kundenverträge 12,04 Mio. +~1 Mio. +~ 1,1 Mio. + 1,41 Mio. = 13,45 Mio.
Umsatz 2,397 Mrd. € + ~10 % + ~10 % + 10,8 % = 2,656 Mrd. €
EBITDA aus etablierten Geschäftsfeldern 450,0 Mio. € ~500 Mio. € ~500 Mio. € + 14,5 % = 515,1 Mio. €
EBITDA-wirksame Anlaufverluste in neuen Geschäftsfeldern*** 124,1 Mio. € ~100 Mio. € ~100 Mio. € - 13,1 % = 107,9 Mio. €
EBITDA 325,9 Mio. € ~400 Mio. € ~400 Mio. € + 24,9 % = 407,2 Mio. €
EPS 0,71 € 1,00-1,10 € 1,00-1,10 € + 50,7 % = 1,07 €
Free Cashflow**** 204,7 Mio. € >200 Mio. € >200 Mio. € + 3,6 % = 212,0 Mio. €

* Ohne Sonderfaktoren: Sedo-Wertminderungen (EPS-Effekt: -0,24. €) sowie Aktienverkäufe Freenet (EBITDA-Effekt: +17,9 Mio. €; EPS-Effekt: +0,09 €)

** Wachstum Kundenverträge: Organisches Wachstum (1,08 Mio.) zzgl. Kundenverträge aus Arsys-Übernahme (0,33 Mio.)

*** Investitionen in neue Geschäftsfelder (De-Mail, 1&1 DIY, nTLDs)

**** Free Cashflow ist definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge konnte um 1,08 Mio. bzw. inkl. der Arsys-Übernahme um 1,41 Mio. Verträge (Prognose 21.03.2013: ca. 1,0 Mio. / Prognose 14.08.2013: ca. 1,1 Mio.) auf insgesamt 13,45 Mio. gesteigert werden.

Der Konzernumsatz legte um 10,8 % (Prognose: ca. 10 %) auf 2,656 Mrd. € zu.

Trotz der unterjährig erhöhten Kundenprognose konnten auch die ursprünglichen Ergebnisprognosen erreicht werden: So stieg das EBITDA aus etablierten Geschäftsfeldern deutlich um 14,5 % auf 515,1 Mio. € (Prognose: ca. 500 Mio. €) gegenüber dem um Sonderfaktoren bereinigten Vorjahres-EBITDA.

Gleichzeitig wurde die starke Cash-Generierung in den etablierten Geschäftsfeldern dazu genutzt, um hohe Investitionen in Entwicklung und Aufbau der neuen Geschäftsfelder zu tätigen und so Wachstumspotenziale für die Zukunft zu erschließen. Dank der besser als erwartet verlaufenen Entwicklung in den etablierten Geschäftsfeldern konnten dabei insgesamt 107,9 Mio. € (Prognose: ca. 100 Mio. €) EBITDA-wirksam in neue Geschäftsfelder investiert werden.

Insgesamt verbesserte sich das EBITDA damit um 24,9 % auf 407,2 Mio. € (Prognose: ca. 400 Mio. €) gegenüber dem um Sonderfaktoren bereinigten Vorjahres-EBITDA.

Das EPS stieg um 50,7 % auf 1,07 € (Prognose: 1,00-1,10 €) gegenüber dem um Sonderfaktoren bereinigten Vorjahres-EPS.

Der Free Cashflow, definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, verbesserte sich im Geschäftsjahr 2013 nochmals um 3,6 % auf 212,0 Mio. € (Prognose:>200 Mio. €)

Entwicklung der Segmente

Segment "Access"

Im Segment "Access" sind die kostenpflichtigen Festnetz- und Mobile-Access-Produkte der Gesellschaft inklusive der damit verbundenen Anwendungen (wie Heimvernetzung, Online-Storage, Telefonie oder Video-on-Demand) zusammengefasst. In diesem Bereich ist United Internet ausschließlich in Deutschland aktiv und zählt zu den führenden Anbietern. Die Gesellschaft agiert dabei netzunabhängig und kauft von verschiedenen Vorleistungsanbietern standardisierte Netzleistungen ein. Diese werden mit Endgeräten, selbstentwickelten Applikationen und Services veredelt, um sich so vom Wettbewerb zu differenzieren. Vermarktet werden die Access-Produkte über die bekannten Marken GMX, WEB.DE und 1&1, mit denen der Massenmarkt umfassend und zielgruppenspezifisch adressiert wird.

Im Zuge der dynamischen Kundenentwicklung stieg der Segment-Umsatz im Geschäftsjahr 2013 erneut deutlich um 12,7 % von 1.586,1 Mio. € auf 1.788,3 Mio. €. Der Umsatzanteil des Segments am Gesamtumsatz im Konzern betrug damit 67,3 %.

Segment-EBITDA und -EBIT lagen -trotz höherer Investitionen in das Kundenwachstum (+820.000 Verträge in 2013 im Vergleich zu +670.000 im Vorjahr) sowie der vollständig ergebniswirksamen Verbuchung der Smartphone-Subventionen aus dem unvermindert stark wachsenden Mobile-Internet-Geschäft -mit 245,4 Mio. € (Vorjahr: 191,8 Mio. €) und 217,4 Mio. € (Vorjahr: 164,3 Mio. €) deutlich um 27,9 % bzw. 32,3 % über den Vorjahreswerten.

Alle Kundengewinnungskosten sind ebenso wie die Konvertierungskosten von Resale-DSL-Anschlüssen auf Komplettpakete (ULL) unverändert direkt als Aufwand verbucht worden.

Die Zahl der Mitarbeiter in diesem Segment stieg um 13,6 % auf 2.191 (Vorjahr 1.928).

Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Segment "Access" (in Mio. €)

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2013 2012 Veränderung
Umsatz 1.788,3 1.586,1 + 12,7 %
EBITDA 245,4 191,8 + 27,9 %
EBIT 217,4 164,3 + 32,3 %

Quartalsentwicklung (in Mio. €)

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Q1 2013 Q2 2013 Q3 2013 Q4 2013 Q4 2012 Veränderung
Umsatz 421,7 441,5 458,7 466,4 417,1 + 11,8 %
EBITDA 54,8 54,0 67,1 69,5 46,3 + 50,1 %
EBIT 47,2 47,3 60,2 62,7 39,1 + 60,4 %

Historische Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen* (in Mio. €)

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2010 2011 2012 2013
Umsatz 1.230,1 1.368,0 1.586,1 1.788,3
EBITDA 122,6 152,3 191,8 245,4
EBITDA-Marge 10,0 % 11,1 % 12,1 % 13,7 %
EBIT 92,0 122,2 164,3 217,4
EBIT-Marge 7,5 % 8,9 % 10,4 % 12,2 %

* Mit dem Verkauf des AdLINK-Media-Geschäfts in 2009 sowie dem Start der Mobile-Internet-Produkte im Jahr 2010 hat sich das Geschäftsmodell von United Internet sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage stark verändert. Aus diesem Grund beginnt United Internet die Mehrperiodenübersicht auch erst mit dem Geschäftsjahr 2010.

Die Zahl der kostenpflichtigen Access-Verträge stieg im Geschäftsjahr 2013 um 820.000 Verträge auf 5,54 Mio. Im Mobile-Internet-Geschäft konnten davon 570.000 neue Kundenverträge hinzugewonnen und damit die Kundenzahl auf 1,98 Mio. gesteigert werden. Auch die wichtigen DSL-Komplettverträge konnten um 390.000 Kundenverträge auf insgesamt 3,18 Mio. zulegen. Im Bereich der auslaufenden Geschäftsmodelle T-DSL und R-DSL hingegen war die Zahl der Kundenverträge auch im Geschäftsjahr 2013 erwartungsgemäß weiter rückläufig (-140.000 Kundenverhältnisse). In Summe legten die DSL-Verträge somit um 250.000 Verträge auf 3,56 Mio. zu. Damit konnte United Internet im deutschen Breitbandmarkt (Festnetz) deutlich stärker wachsen als der Markt (+7,6 % im Vergleich zu 2,1 % Marktwachstum).

Entwicklung der Access-Verträge im Geschäftsjahr 2013 (in Mio.)

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31.12.2013 31.12.2012* Veränderung
Access, Verträge gesamt 5,54 4,72 + 0,82
davon Mobile Internet 1,98 1,41 + 0,57
davon DSL-Komplettpakete 3,18 2,79 + 0,39
davon T-DSL / R-DSL 0,38 0,52 - 0,14

* Zahlen zur besseren Vergleichbarkeit angepasst (siehe Bericht zum 1. Quartal 2013, Seite 9: Kunden- und Vertragsinventur)

Entwicklung der Access-Verträge im 4. Quartal 2013 (in Mio.)

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31.12.2013 30.09.2013 Veränderung
Access, Verträge gesamt 5,54 5,36 + 0,18
davon Mobile Internet 1,98 1,86 + 0,12
davon DSL-Komplettpakete 3,18 3,09 + 0,09
davon T-DSL / R-DSL 0,38 0,41 - 0,03

Produkt-Highlights 2013

Im Berichtszeitraum standen insbesondere der Ausbau des Leistungsumfangs der 1&1 All-Net-Flat-Produktfamilie, die Flexibilisierung aller 1&1 Mobile Internet Produkte sowie der Start von "Smart Home" bei 1&1 DSL im Vordergrund.

Mehr Surfgeschwindigkeit und Datenvolumen für alle 1&1 All-Net-Flats: Im Januar 2013 wurde die 1&1 All-Net-Flat-Produktfamilie mit höheren Surfgeschwindigkeiten und größerem Highspeed-Datenvolumen ausgestattet. So verfügt die 1&1 All-Net-Flat Basic nun über 500 MB Highspeed-Datenvolumen statt 300 MB bei einer Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Mbit/s, die 1&1 All-Net-Flat Plus über 1.000 MB statt 500 MB Highspeed-Datenvolumen bei einer Geschwindigkeit von bis zu 14,4 Mbit/s und die 1&1 All-Net-Flat Pro über 2.000 MB statt 1.000 MB Highspeed-Datenvolumen.
Flexible Datenpakete für alle 1&1 Mobile Internet-Tarife: Seit Februar 2013 stellt 1&1 ihren Mobile-Internet-Nutzern optionale Highspeed-Datenpakete zur Verfügung. Sobald 75 % bzw. 100 % des Highspeed-Inklusiv-Kontingents verbraucht sind, erhalten 1&1 All-Net-Flat-Nutzer sowie 1&1 Notebook-Flat- und Tablet-Flat-Nutzer jeweils eine SMS, die sie darüber informiert und eine Buchungsmöglichkeiten für Erweiterungspakete anbietet.
Mit 1&1 DSL in Richtung "Smart Home": Die Kaffeemaschine auf dem Heimweg einschalten, das Licht auch im Urlaub an- und ausknipsen, oder prüfen, ob das Bügeleisen wirklich aus ist. Intelligente Steckdosen -mit WLAN-Fernsteuerung über das Heimnetzwerk oder per Smartphone-App erreichbar -machen's möglich. Damit geht 1&1 DSL einen ersten Schritt in Richtung "Smart Home". Die 1&1 Smart-Energie-Steckdose hilft auch beim Energiesparen. Sie sammelt Daten zur Energienutzung und macht diese in individuellen Auswertungen pro Stunde, Tag, Monat oder Jahr verfügbar. So lässt sich beispielsweise auch eine persönliche CO2 -Bilanz erstellen.

Segment "Applications"

Das Segment "Applications" umfasst das Applikations-Geschäft von United Internet -werbefinanziert oder im kostenpflichtigen Abonnement. Zu diesen Applikationen gehören z. B. Domains, Homepages, Webhosting, Server und E-Shops, Anwendungen für Personal Information Management (E-Mail, Aufgaben, Termine, Adressen), Groupwork, Online-Storage und Office-Applikationen, die in der eigenen "Internet-Fabrik" oder in Kooperation mit Partnerfirmen entwickelt und in den 7 Rechenzentren der Gesellschaft betrieben werden. Im Segment "Applications" ist United Internet ein auch international führendes Unternehmen und in zahlreichen europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien) sowie in Nordamerika (Kanada, Mexiko, USA) aktiv. Die zielgruppenspezifische Vermarktung der Applikationen erfolgt über die unterschiedlich positionierten Marken GMX, mail.com, WEB.DE, 1&1, Arsys, united-domains, Fasthosts und InterNetX. Darüber hinaus bietet die United Internet AG ihren Kunden über Sedo und affilinet erfolgsbasierte Werbe- und Vertriebsplattformen im Internet an.

Im Geschäftsbereich "Applications" stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2013 um 7,0 % von 810,2 Mio. € auf 867,0 Mio. €. Und dies vor dem Hintergrund, dass die Erlöse aus der Werbevermarktung der United Internet Portale im 1. Quartal 2013 um ca. 6,4 Mio. € unter den Vorjahreswerten blieben. Seit dem 2. Quartal lagen diese Erlöse wieder über dem Vorjahresniveau und es konnten auch in diesem Bereich wieder Wachstumsraten erzielt werden. Das Auslandsgeschäft wuchs um 11,2 % auf 296,9 Mio. € (Vorjahr: 266,9 Mio. €). Der Umsatzanteil des Segments "Applications" steht damit für rund 32,6 % des Gesamtumsatzes im Konzern.

Wie bereits in den Vorjahren hat United Internet auch im Geschäftsjahr 2013 stark in Aufbau, Entwicklung und Vermarktung der neuen Geschäftsfelder investiert. Im Vordergrund standen dabei insbesondere De-Mail, die 1&1 Do-it-Yourself Homepage sowie die neuen Top-Level-Domains (nTLDs). Im Geschäftsjahr 2013 hat United Internet insgesamt 107,9 Mio. € (Vorjahr: 124,1 Mio. €) - und damit noch mehr als ursprünglich geplant (100 Mio. €) -in die neuen Geschäftsfelder investiert.

Trotz dieser weiterhin hohen Investitionen stiegen das EBITDA von 132,1 Mio. € um 27,7 % auf 168,7 Mio. € und das EBIT von 66,6 Mio. € (vergleichbarer Vorjahreswert ohne Sedo-Wertminderungen in Höhe von 46,3 Mio. €) um 53,3 % auf 102,1 Mio. €.

Auch in diesem Segment werden die Kundengewinnungskosten unverändert direkt als Aufwand verbucht.

Im September 2013 wurde die zu 100 % übernommene Arsys Internet S.L. erstmals in die Finanz- und Kundenzahlen des Segments einbezogen. Mehr dazu auf unter Punkt 2.2 "Geschäftsverlauf" im Bereich "Beteiligungen im Konzern" sowie im Konzernanhang unter Punkt 3 "Unternehmenszusammenschlüsse und Beteiligungen".

Die Zahl der Mitarbeiter in diesem Segment stieg -auch durch die Übernahme von Arsys -um 8,8 % auf 4.669 (Vorjahr: 4.292).

Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Segment "Applications" (in Mio. €)

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2013 2012 Veränderung
Umsatz 867,0 810,2 + 7,0 %
EBITDA 168,7 132,1 + 27,7 %
EBIT* 102,1 66,6 + 53,3 %

* 2012 ohne negative Sonderfaktoren (Sedo-Wertminderungen: EBIT-Effekt: 46,3 Mio. €)

Quartalsentwicklung (in Mio. €)

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Q1 2013 Q2 2013 Q3 2013 Q4 2013 Q4 2012 Veränderung
Umsatz 207,9 211,7 213,4 234,0 212,8 + 10,0 %
EBITDA 38,5 32,3 41,0 56,9 40,0 + 42,3 %
EBIT 23,1 16,4 23,7 38,9 22,6 + 72,1 %

Historische Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen* (in Mio. €)

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2010 2011 2012 2013
Umsatz 676,5 725,8 810,2 867,0
Anlaufverluste** 21,7 42,7 124,1 107,9
EBITDA 232,7 183,4 132,1 168,7
EBITDA-Marge 34,4 % 25,3 % 16,3 % 19,5 %
EBIT*** 177,3 125,0 66,6 102,1
EBIT-Marge 26,2 % 17,2 % 8,2 % 11,8 %

* Mit dem Verkauf des AdLINK-Media-Geschäfts in 2009 sowie dem Start der Mobile-Internet-Produkte im Jahr 2010 hat sich das Geschäftsmodell von United Internet sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage stark verändert. Aus diesem Grund beginnt United Internet die Mehrperiodenübersicht auch erst mit dem Geschäftsjahr 2010.

** Anlaufverluste = EBITDA-wirksame Anlaufverluste in neuen Geschäftsfeldern

*** 2012 ohne Sonderfaktoren (Sedo-Wertminderungen: EBIT-Effekt: -46,3 Mio. €)

Die Zahl der kostenpflichtigen Verträge für Business-Applikationen stieg im Geschäftsjahr 2013 weltweit um 530.000 auf 5,73 Mio. (davon +110.000 Verträge für die 1&1 Do-It-Yourself Homepage auf insgesamt 510.000). Zu diesem Vertragswachstum trugen die Verträge im Inland mit einem Plus von 90.000 auf 2,37 Mio. sowie die Verträge im Ausland mit einem Plus von 440.000 auf 3,36 Mio. bei. Das starke Wachstum im Ausland resultiert auch aus der Übernahme des spanischen Wettbewerbers Arsys, die rund 330.000 Kundenverträge zum Gesamtvertragsbestand beitrug.

Mit dem Start in Mexiko wurde im Berichtszeitraum auch die Internationalisierung der Business-Applikationen weiter fortgesetzt.

Entwicklung der Business-Applications-Verträge im Geschäftsjahr 2013 (in Mio.)

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31.12.2013 31.12.2012* Veränderung
Business-Applications, Verträge gesamt 5,73 5,20 + 0,53
davon "Inland" 2,37 2,28 + 0,09
davon "Ausland" 3,36 2,92 + 0,44

* Zahlen zur besseren Vergleichbarkeit angepasst (siehe Bericht zum 1. Quartal 2013, Seite 11: Kunden- und Vertragsinventur)

Entwicklung der Business-Applications-Verträge im 4. Quartal 2013 (in Mio.)

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31.12.2013 30.09.2013 Veränderung
Business-Applications, Verträge gesamt 5,73 5,72 + 0,01
davon "Inland" 2,37 2,35 + 0,02
davon "Ausland" 3,36 3,37 - 0,01

Im Bereich Business-Applikationen hat United Internet im 2. Halbjahr 2013 die Werbebudgets aus der internationalen TV-Vermarktung der 1&1 Do-It-Yourself Homepage in eine breit angelegte Werbekampagne für die neuen Top-Level-Domains (nTLDs) umgeschichtet. Einzelheiten zu den nTLDs finden sich unter den "Produkt-Highlights 2013" am Ende dieses Segmentberichts. Erklärtes Ziel der Gesellschaft war es, bis Jahresende 2013 ca. 5 Mio. unverbindliche Vorregistrierungen für nTLDs zu generieren. Mit rund 5,9 Mio. Vorregistrierungen zum 31. Dezember 2013 konnte United Internet dieses Ziel übertreffen. Aus den generierten Vorregistrierungen sollen bei Verfügbarkeit der Endung sukzessive kostenpflichtige Kundenverträge gewonnen werden. United Internet hat am 6. November 2013 eine Registrar-Vereinbarung mit der amerikanischen Domain-Registry Donuts Inc. unterzeichnet und am 8. November mit der Annahme verbindlicher Vorbestellungen für die ersten 4 Domain-Endungen begonnen. Als größte Registry für neue Top-Level-Domains plant Donuts Inc. insgesamt mehr als 150 neue Domain-Endungen anzubieten.

Die Zahl der Consumer-Accounts stieg im Geschäftsjahr 2013 leicht um 10.000 auf 33,69 Mio. Kostenpflichtige Accounts mit Premium-Mail-Subscription reduzierten sich um 40.000 auf 1,87 Mio. Ursächlich hierfür war die Erweiterung des Leistungsumfangs der konkurrierenden und werbefinanzierten FreeAccounts. Die kostenpflichtigen Accounts mit Value-Added-Subscription stiegen um 100.000 auf 310.000. Nach der am 5. März 2013 erhaltenen Akkreditierung waren zum 31. Dezember 2013 insgesamt 490.000 De-Mail-Nutzungsverträge geschlossen, von denen 210.000 Nutzer abschließend identifiziert und freigeschaltet werden konnten. Anders als bei den Accounts mit Premium-Mail-Subscription und Value-Added-Subscription handelt es sich bei den genannten De-Mail-Nutzungsverträgen nicht um kostenpflichtigen Verträge gemäß der Vertrags-Policy von United Internet, da diese Verträge nicht an eine monatliche Grundgebühr gekoppelt sind sondern rein verbrauchsabhängig abgerechnet werden.

Entwicklung der Consumer-Applications-Accounts im Geschäftsjahr 2013 (in Mio.)

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31.12.2013 31.12.2012* Veränderung
Consumer-Applications, Accounts gesamt 33,69 33,68 + 0,01
davon mit Premium-Mail-Subscription 1,87 1,91 - 0,04
davon mit Value-Added-Subscription 0,31 0,21 + 0,10
davon mit De-Mail-Adresse/-Identifizierung 0,49 / 0,21 - + 0,49 / 0,21

* Zahlen zur besseren Vergleichbarkeit angepasst (siehe Bericht zum 1. Quartal 2013, Seite 11: Kunden- und Vertragsinventur)

Entwicklung der Consumer-Applications-Accounts im 4. Quartal 2013 (in Mio.)

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31.12.2013 30.09.2013 Veränderung
Consumer-Applications, Accounts gesamt 33,69 33,47 + 0,22
davon mit Premium-Mail-Subscription 1,87 1,89 - 0,02
davon mit Value-Added-Subscription 0,31 0,30 + 0,01
davon mit De-Mail-Adresse/-Identifizierung 0,49 / 0,21 0,42 / 0,17 + 0,07 / 0,04

Produkt-Highlights 2013

Bei Consumer-Applikationen standen im Berichtszeitraum der Start der neuen GMX-Postfächer sowie die De-Mail-Akkreditierung von WEB.DE und GMX im Vordergrund. Bei den Business-Applikationen standen der Ausbau der Funktionalitäten der 1&1 Do-It-Yourself Homepage, der Launch von Microsoft Exchange 2013, der Start der Vorregistrierung für die neuen Top-Level-Domains sowie der Launch der neuen 1&1 Shared-Hosting-Produktlinie im Mittelpunkt.

16 Mio. Postfächer mit Cloud-Speicher bei GMX: Im 1. Quartal 2013 erhielten 16 Millionen aktive E-Mail-Postfächer in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine verbesserte Benutzeroberfläche mit einer noch einfacheren Bedienung. So wurden viele neue Funktionen und ein zwei Gigabyte großer Cloud-Speicher komfortabel integriert.
WEB.DE und GMX für De-Mail akkreditiert: Im Rahmen der CeBIT 2013 haben WEB.DE und GMX die Akkreditierung für De-Mail erhalten. Damit wurde einer der wichtigsten Meilensteine bei diesem Projekt erreicht. Seit dem 6. März 2013 wird der Start von De-Mail bei WEB.DE und GMX auch von einer TV-Kampagne begleitet.
1&1 Do-It-Yourself Homepage mit neuen, zusätzlichen Funktionen: Im März 2013 hat 1&1 eine Reihe neuer Tools in die 1&1 Do-It-Yourself Homepage integriert, die Unternehmern und Freiberuflern helfen, sowohl das Erscheinungsbild als auch die Leistungsfähigkeit ihrer Webseiten weiter zu optimieren. So erlaubt die neue "Multimedia-Show" ganz einfach audiovisuelles Material für eine überzeugende Kundenansprache zu gestalten, der neue "Blätterkatalog" macht die Erstellung von Online-Broschüren einfach und das "Online-Umfrage-Tool" bietet eine komfortable Lösung, um Kunden-Feedback einzuholen.
1&1 bietet neues Paket für Microsoft Exchange 2013: Seit April 2013 bietet 1&1 die neue professionelle Mail-Lösung "Microsoft Exchange 2013" an. Das Angebot richtet sich in erster Linie an kleine und mittelständische Betriebe. Das Exchange Postfach mit einer Speicherkapazität von 25 Gigabyte und der neuesten Outlook-Version 2013 bietet den Kunden die Möglichkeit, mit jedem internetfähigen Endgerät auf das Mail-Postfach zuzugreifen. Eine Echtzeit-Synchronisation mit dem Desktop-PC ermöglicht jederzeit auch den mobilen Zugriff mittels Notebook, Smartphone oder Tablet-PC. Die Kunden profitieren darüber hinaus von den hohen Sicherheitsstandards beim Schutz vor Spam und Viren.
1&1 bietet Vorregistrierung für neue Top-Level-Domains (nTLDs): Seit Juli 2013 bietet 1&1 Privatpersonen und Gewerbetreibenden die Möglichkeit, sich für Internet-Adressen der neuesten Generation unverbindlich vor zu registrieren. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen aber auch für Vereine bieten die neuen, so genannten nTLDs über 700 attraktive Endungen wie beispielsweise .berlin, .restaurant, .shop, .gmbh, .music oder .auto. Nachdem bislang die Adress-Endungen überwiegend an Länder gekoppelt waren, spielen bei der Adress-Generierung künftig auch Themen, Orte oder Branchen eine wichtige Rolle. Mit den neuen Top-Level-Domains werden die bislang begrenzten Namensräume um ein Vielfaches erweitert und parallel hierzu erhöhen sich die Optionen für individuelle Adressgestaltungen. Insbesondere Geschäftsinhabern werden die neuen Adressräume zusätzliches Kundeninteresse bescheren, wobei auch die digitale Markenidentifikation deutlich gestärkt wird.
1&1 startet neue Shared-Hosting-Produktlinie: Im September 2013 hat 1&1 eine neue Hosting Produktlinie vorgestellt, die für höchste Performance und Flexibilität beim Hosten von Webseiten entwickelt wurde. Verfügbar als Linux- und Windows-Version bieten die neuen Produkte professionelle Entwicklerwerkzeuge, ein benutzerfreundliches WebApp Center, Kontrollmöglichkeiten für optimale Performance und ein erfahrenes Experten-Team für den Support rund um Top WebApps. Der Launch wird begleitet von der Vorstellung der neuen 1&1 Prinzipien für Hosting und eBusiness, welche den Kunden verbindliche Garantien für Support, flexible Verträge und Betriebssicherheit für ihre Hosting-Pakete zusichern.

Beteiligungen im Konzern

Wesentliche Veränderungen

Beteiligung an Open-Xchange

Anfang Juli 2013 hat sich United Internet - über die United Internet Ventures AG -mit 28,36 % am E-Mail- und Collaboration-Spezialisten Open-Xchange AG beteiligt. Die Anschaffungskosten für die Open-Xchange-Anteile betrugen 15,0 Mio. €. Open-Xchange bietet mit der "OX App Suite" eine umfassende, browserbasierte Software-Lösung für die Bearbeitung und Verwaltung von EMails, Kontakten und Terminen, die in Echtzeit um Informationen aus sozialen Netzwerken wie Facebook, LinkedIn, XING und Twitter ergänzt werden können. Bilder, Audio-, Video- und Office-Dateien können ebenfalls mit Open-Xchange zentral gespeichert, verwaltet und in Teams bearbeitet werden. Daneben wird mit "OX Documents" derzeit eine cloudbasierte Office-Lösung entwickelt. Die Open-Xchange AG konnte ihren Umsatz und die Zahl der Nutzer in den vergangenen 3 Jahren um jeweils 50 % steigern. Aktuell ist die Software von Open-Xchange bei mehr als 80 Mio. Anwendern im Einsatz, die ihnen von mehr als 80 Hosting- und Telekommunikationsanbietern weltweit als Software-as-a-Service (SaaS) bereitgestellt wird. Die United Internet Tochter 1&1 Internet AG arbeitet im Bereich ihrer E-Mail- und Collaboration-Lösungen bereits seit Jahren erfolgreich mit Open-Xchange zusammen.

Übernahme von Arsys

Im August 2013 hat sich United Internet mit den Anteilseignern der spanischen Arsys Internet S.L., den Private Equity Gesellschaften The Carlyle Group und Mercapital sowie weiteren Altgesellschaftern, über den 100 %-igen Erwerb von Arsys durch die 1&1 Internet AG geeinigt. Im Rahmen der Transaktion wurden 138,1 Mio. € in bar beglichen. Arsys beschäftigt rund 300 Mitarbeiter und ist mit rund 330.000 Kundenverträgen, rund 40 Mio. € Jahresumsatz und einem EBITDA von rund 15 Mio. € einer der Marktführer im spanischen Webhosting- und Cloud-Computing-Markt. Die Produkte der Gesellschaft werden in 2 firmeneigenen Rechenzentren in Spanien betrieben. Mit der Übernahme von Arsys konnte United Internet die Marktposition im spanischen Markt deutlich ausbauen und kann den spanischen Markt künftig mit den Marken 1&1 und Arsys koordiniert weiter erschließen. Arsys wurde erstmalig im September 2013 (im Segment Applications) in den Konzernabschluss der United Internet AG einbezogen. Weitere Informationen dazu finden sich im Konzernanhang unter Punkt 3 "Unternehmenszusammenschlüsse und Beteiligungen".

Squeeze-Out-Verfahren bei der Sedo Holding AG

United Internet hat am 2. Oktober 2013 bekannt gegeben, dass sie über die United Internet Ventures AG die von den Sedo-Gründern gehaltenen 4.461.379 Aktien an der Sedo Holding AG, Köln, zu einem Kaufpreis von 2,60 € pro Aktie erworben hat. Damit hatte United Internet Ventures ihren Anteil an der Sedo Holding AG auf 96,05 % erhöht und konnte ein Squeeze-Out-Verfahren gemäß §§ 327a ff. AktG bei der Sedo Holding AG einleiten. Bereits zuvor hatten die Organmitglieder von United Internet, Herr Dommermuth, Herr Lang und Herr Scheeren, ihre Aktien an United Internet Ventures veräußert. Der Kaufpreis für diese Aktien beträgt ebenfalls 2,60 € je Aktie und entspricht somit dem Verkaufspreis, zu dem auch die Sedo-Gründer ihre Aktien an United Internet verkauft haben. Mit dem Squeeze-Out verfolgt United Internet das Ziel, die von der Sedo Holding AG betriebenen Geschäftsfelder Affiliate-Marketing (über affilinet) und Domain-Marketing (über Sedo) stärker in die strategische Weiterentwicklung der United Internet Gruppe einzubinden. Neben der beabsichtigten stärkeren Verzahnung der Sedo-Aktivitäten mit anderen Geschäftsfeldern im Konzern verfolgt United Internet auch das Ziel, Sedo und affilinet durch die kürzeren Entscheidungsprozesse flexibler und schlagkräftiger am Markt aufzustellen und die mit der Börsennotierung und Regelpublizität verbundenen Kosten einzusparen. Im Dezember 2013 wurde die gutachterlich ermittelte und seitens eines gerichtlich bestellten Abfindungsprüfers geprüfte Barvergütung für die verbliebenen Sedo-Holding-Aktionäre auf 2,77 € je Aktie festgelegt. Weitere Einzelheiten dazu finden sich unter Punkt 3 im "Nachtragsbericht".

Neben diesen Beteiligungen sowie ihren (vollkonsolidierten) operativen Kernmarken im Access- und Applications-Segment hielt United Internet zum 31. Dezember 2013 eine Reihe weiterer Beteiligungen.

Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen

Seit dem Jahr 2007 hält United Internet eine Beteiligung an der Goldbach Group AG, Küsnacht-Zürich / Schweiz. Zum 31. Dezember 2013 betrug der Stimmrechtsanteil unverändert 14,96 %. Die Goldbach Group hat das Geschäftsjahr 2013 mit einem Umsatz in Höhe von 458,6 Mio. CHF bzw. 374,1 Mio. € (Vorjahr: 368,9 Mio. €) sowie -insbesondere bedingt durch Goodwill-Abschreibungen zur Portfoliobereinigung und weitere Einmaleffekte -einem negativen Konzernergebnis von -2,4 Mio. CHF bzw. -2,0 Mio. € (Vorjahr: 19,2 Mio. €) abgeschlossen. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft betrug rund 111 Mio. € zum 31. Dezember 2013 (nach 89 Mio. € im Vorjahr).

Seit der Einbringung des Display-Marketing-Geschäfts "AdLINK Media" in Hi-Media (Mitte 2009) hält United Internet eine Beteiligung an der Hi-Media S. A., Paris / Frankreich. Zum 31. Dezember 2013 betrug der Stimmrechtsanteil 10,50 %. Hi-Media hat das Geschäftsjahr 2013 mit einem Umsatz in Höhe von 185,3 Mio. € (Vorjahr: 194,7 Mio. €) sowie einem positiven Konzernergebnis von 1,9 Mio. € (Vorjahr: 5,9 Mio. €) abgeschlossen. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft betrug rund 85 Mio. € zum 31. Dezember 2013 (nach 94 Mio. € im Vorjahr).

Weitere wesentliche Beteiligungen

Bereits seit mehreren Jahren hält United Internet wesentliche Anteile an der fun communications GmbH (49,00 %) sowie der Virtual Minds AG (48,65 %). Während fun im Geschäftsjahr 2013 ein leicht negatives Ergebnis verzeichnen musste, konnte Virtual Minds ein positives Ergebnis erzielen.

Seit November 2010 ist United Internet an der ProfitBricks GmbH, einem Start-Up im Bereich Cloud Hosting (Infrastructure-as-a-Service, IaaS), mit 30,02 % beteiligt. ProfitBricks befindet sich derzeit in der Phase des Marken- und Kundenaufbaus und hat das Geschäftsjahr 2013 mit einem deutlich negativen Ergebnis abgeschlossen.

Im Dezember 2012 hat United Internet ihr Optionsrecht zum Erwerb von 25,1 % der Anteile an der Obergesellschaft der Versatel GmbH, der VictorianFibre Holding & Co. S.C.A., einer Gesellschaft im Besitz von durch Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. ("KKR") beratenen Fonds, ausgeübt. Diese Option wurde United Internet im Rahmen des Verkaufs ihrer Versatel-Anteile an KKR im Mai 2011 eingeräumt. Mit dem damaligen Verkauf hatte United Internet den Weg für ein Delisting der Gesellschaft frei gemacht. Durch die Ausübung der Option hat sich United Internet wieder eine wesentliche Beteiligung an einem der führenden Infrastruktur-Anbieter mit dem zweitgrößten Glasfasernetz in Deutschland gesichert. Infolge der durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen hat sich das Geschäft von Versatel deutlich stabilisiert.

Beteiligungsfonds mit den Samwer-Brüdern

Gemeinsam mit den Samwer-Brüdern hat United Internet seit Mitte 2007 in Fonds mit unterschiedlichen Investitionsschwerpunkten investiert. An der European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 1 (EFF Nr. 1), einem Fonds für Frühphasenfinanzierungen, ist United Internet seit Mitte 2007 beteiligt. In einem weiteren gemeinsamen Fonds, der Ende 2007 aufgelegten European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 2 (EFF Nr. 2), wird seit 2008 in "Later-Stage-Investments" investiert. Mit Vertrag vom 5. März 2008 hat sich United Internet auch an der European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 3 (EFF Nr. 3) beteiligt. Über letztgenannten Fonds werden insbesondere prozentual kleine Investments in "Later-Stage-Firmen" gezeichnet.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden 15 neue Beteiligungen im Rahmen des Fonds EFF Nr. 1 gezeichnet. Im Rahmen der Fonds EFF Nr. 2 und EFF Nr. 3 wurden keine Investments getätigt. Die anteiligen Investitionen von United Internet in neue Beteiligungen sowie Anteilserhöhungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 7,9 Mio. € (Vorjahr: 0 €).

Aus dem Verkauf der Anteile von 4 Portfolio-Unternehmen sowie aus Gewinnausschüttungen flossen im Geschäftsjahr 2013 anteilig insgesamt 3,8 Mio. € (Vorjahr: 16,7 Mio. €) an United Internet zurück.

Zum 31. Dezember 2013 wurden über die 3 Fonds insgesamt 52 Beteiligungen (Vorjahr: 41 Beteiligungen) an Internet-Unternehmen gehalten.

Aktie und Dividende

Aktie

Im Zuge der sehr guten Unternehmensentwicklung und begleitet von der positiven Stimmung an den Aktienmärkten konnte die Aktie der United Internet AG ihre gute Performance aus den Vorjahren fortsetzen und das Jahr 2013 auf einem neuen Allzeithoch beenden.

Konkret legte die United Internet Aktie im Geschäftsjahr 2013 um 89,6 % auf 30,92 € zum 31. Dezember 2013 (31. Dezember 2012: 16,31 €) zu. Damit entwickelte sich die Aktie sichtbar stärker als in den Vorjahren (+18,2 % in 2012; +13,4 % in 2011) und auch im Vergleich mit dem Wachstum der ebenfalls stark gestiegenen Indices DAX (+25,5 %) und TecDAX (+40,9 %).

Die Marktkapitalisierung der United Internet AG stieg entsprechend von rund 3,51 Mrd. € auf 6,00 Mrd. € zum 31. Dezember 2013. Im Geschäftsjahr 2013 wurden über das elektronische Computerhandelssystem XETRA täglich durchschnittlich 367.000 Aktien (Vorjahr: 333.000) im Wert von durchschnittlich 8,55 Mio. € (Vorjahr: 4,91 Mio. €) gehandelt.

Entwicklung der Aktie* (in €)

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2010 2011 2012 2013
Jahresendkurs 12,17 13,80 16,31 30,92
Performance + 32,0 % + 13,4 % + 18,2 % + 89,6 %
Jahreshoch 13,61 14,79 17,55 31,00
Jahrestief 8,60 10,58 12,49 16,11
Ø Börsenumsatz pro Tag 8.659.606 7.974.042 4.906.732 8.554.509
Ø Börsenumsatz pro Tag (Stück) 796.493 613.960 332.898 367.102
Anzahl Aktien zum Jahresende (Stück) 240 Mio. 215 Mio. 215 Mio. 194 Mio.
Börsenwert zum Jahresende 2,92 Mrd. 2,97 Mrd. 3,51 Mrd. 6,00 Mrd.
Ergebnis je Aktie 0,58 0,79 0,56 1,07

* Alle Börsenangaben beziehen sich auf den Xetra-Handel

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Aktientyp Namens-Stammaktien
Rechnerischen Anteil am Grundkapital 1,00 €
Wertpapierkennnummer (WKN) 508903
Internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) DE0005089031
Börsenkürzel Xetra UTDI
Reuters-Symbol UTDI.DE
Bloomberg-Symbol UTDI.GR
Segment Prime Standard
Index TecDAX
Sektor Software

Aktionärsstruktur*

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Aktionär Anteile
Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft 41,24 %
RD Holding GmbH & Co. KG (Ralph Dommermuth) 1,03 %
DWS 4,99 %
Allianz 3,02 %
United Internet 0,13 %
Streubesitz 49,59 %

* Stand 31. Dezember 2013, Darstellung basiert auf der jeweils letzten Stimmrechtsmitteilung

Dividende

Die auf Kontinuität ausgerichtete aktionärsfreundliche Dividendenpolitik der United Internet AG hat sich auch im Geschäftsjahr 2013 weiter fortgesetzt. Die Hauptversammlung der United Internet AG hat am 23. Mai 2013 dem Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat über die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,30 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2012 zugestimmt. Die Ausschüttung in einer Gesamthöhe von 58,0 Mio. € (Vorjahr: 58,1 Mio. €) erfolgte am 24. Mai 2013. Die Ausschüttungsquote lag mit 53,6 % des Konzernergebnisses nach Steuern (das Konzernergebnis 2012 wurde durch nichtcashwirksame Wertminderungen auf Firmenwerte bei der Konzerntochter Sedo Holding AG in Höhe von 46,3 Mio. € belastet) über dem Vorjahresniveau von 35,8 %. Ohne Berücksichtigung des genannten Sondereffekts lag die Ausschüttungsquote bei 37,5 % und somit am oberen Ende der bei der Dividendenpolitik vorgesehenen Ausschüttungsspanne von 20 - 40 % des bereinigten Konzernergebnisses (sofern die Mittel nicht für die weitere Unternehmensentwicklung benötigt werden).

Für das Geschäftsjahr 2013 schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von 0,40 € je Aktie vor. Über diesen Dividendenvorschlag beraten Vorstand und Aufsichtsrat in der Aufsichtsratssitzung am 26. März 2014 (und somit nach Redaktionsschluss dieses Lageberichts). Über den gemeinsamen Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat entscheidet die Hauptversammlung der United Internet AG am 22. Mai 2014.

Ausgehend von 193,8 Mio. dividendenberechtigter Aktien (Stand 31. Dezember 2013) ergäbe sich für das Geschäftsjahr 2013 eine Ausschüttungssumme von 77,5 Mio. €. Die Ausschüttungsquote läge damit bei 37,6 % des Konzernergebnisses 2013 nach Steuern. Die Dividendenrendite beliefe sich bezogen auf den Schlusskurs 2013 der United Internet Aktie auf 1,3 %.

Entwicklung der Dividende

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2010 2011 2012 2013***
Dividende je Aktie (in €) 0,20 0,30 0,30 0,40
Gesamtausschüttung (in Mio. €) 42,0 58,1 58,0 77,5
Ausschüttungsquote 32,4 % 35,8 % 53,6 % 37,4 %
Ausschüttungsquote ohne Sondereffekte* 32,4 % 35,8 % 37,5 % 37,4 %
Dividendenrendite** 1,6 % 2,2 % 1,8 % 1,3 %

* Sedo-Wertminderungen (2012)

** Stand: 31. Dezember

*** Vorbehaltlich der Zustimmung von Aufsichtsrat und Hauptversammlung 2014

Hauptversammlung 2013

Die Hauptversammlung der United Internet AG fand am 23. Mai 2013 in Frankfurt am Main statt. Bei der Abstimmung waren rund 58 % des Grundkapitals vertreten. Allen abstimmungspflichtigen Tagesordnungspunkten erteilten die Aktionäre mit großer Mehrheit ihre Zustimmung.

Grundkapital und eigene Aktien

Auf der Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung der United Internet AG vom 31. Mai 2012 über den Erwerb und die Verwendung eigener Aktien hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats im 1. Quartal 2013 das Grundkapital der Gesellschaft in 2 Schritten von 215 Mio. € auf 194 Mio. € herabgesetzt. Dazu wurden zunächst 15 Mio. Aktien (Beschluss und Ad-hoc-Mitteilung vom 7. Januar 2013) und in einem zweiten Schritt 6 Mio. Aktien (Beschluss und Ad-Hoc-Mitteilung vom 1. Februar 2013) aus dem Bestand eigener Aktien, die im Rahmen von Aktienrückkaufprogrammen erworben wurden, eingezogen. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien reduzierte sich entsprechend von 215 Mio. Aktien auf 194 Mio. Aktien. Der rechnerische Anteil der ausgegebenen Aktien am Grundkapital blieb unverändert bei 1,00 € je Aktie. Nach Durchführung der beiden Aktieneinzüge hielt United Internet vorübergehend keine eigenen Aktien mehr.

Die Hauptversammlung der United Internet AG hat mit Beschluss vom 23. Mai 2013 die United Internet AG ermächtigt, eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zurückzukaufen. Die Ermächtigung wurde bis zum 23. November 2014 erteilt.

Im Rahmen dieser Ermächtigung hat der Vorstand der United Internet AG am 24. Mai 2013 beschlossen, ein neues Aktienrückkaufprogramm aufzulegen. Im Rahmen dieses neuen Aktienrückkaufprogramms können bis zu 1.000.000 eigene Aktien der Gesellschaft (das entspricht ca. 0,52 % des Grundkapitals) über die Börse zurückgekauft werden.

In Geschäftsjahr 2013 hat die United Internet AG insgesamt 1.376.314 eigene Aktien zurückgekauft, die zum großen Teil für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme eingesetzt wurden.

Zum 31. Dezember 2013 hielt United Internet 244.265 eigene Aktien und somit 0,13 % des Grundkapitals.

Investor Relations

Im Geschäftsjahr 2013 informierten der Vorstand und die Investor-Relations-Abteilung der United Internet AG die institutionellen und privaten Anleger regelmäßig und ausführlich. Der Kapitalmarkt erhielt Informationen im Rahmen der Quartalsberichte und des Geschäftsberichts sowie in Presse- und Analystenkonferenzen. Das Management und die Investor-Relations-Abteilung erläuterten die Strategie und die Finanzergebnisse in zahlreichen persönlichen Gesprächen am Unternehmenssitz in Montabaur und auf Roadshows und Konferenzen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und den USA. Rund 20 internationale Investmenthäuser stehen mit der Investor-Relations-Abteilung der United Internet AG in Kontakt und veröffentlichen regelmäßig Studien und Kommentare zur Geschäftsentwicklung und der Aktie. Auch außerhalb persönlicher Treffen können sich Aktionäre und interessierte Anleger unter www.united-internet.de jederzeit über die aktuelle Entwicklung des Unternehmens informieren.

2.3 Lage des Konzern

Ertragslage im Konzern

Der in der United Internet AG konsolidierte Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2013 um 10,8 % von 2.396,6 Mio. € im Vorjahr auf 2.655,7 Mio. €. Dabei verbesserte sich der Umsatz im Segment "Access" von 1.586,1 Mio. € im Vorjahr um 12,7 % auf 1.788,3 Mio. € und der Umsatz im Segment "Applications" von 810,2 Mio. € um 7,0 % auf 867,0 Mio. €. Der Umsatz im Ausland erhöhte sich von 266,9 Mio. € im Vorjahr um 11,2 % auf 296,9 Mio. €.

Auch im Geschäftsjahr 2013 hat United Internet stark in neue Kundenbeziehungen investiert. Dabei konnte die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge um 1,08 Mio. bzw. inkl. der Arsys-Übernahme um 1,41 Mio. Verträge (Vorjahr: 1,18 Mio.) auf insgesamt 13,45 Mio. gesteigert werden.

Die Bruttomarge im Konzern blieb -trotz des im Access-Geschäft höheren Vorleistungseinkauf infolge des starken Kundenwachstums (+820.000 Verträge im Berichtszeitraum im Vergleich zu +670.000 im Vorjahr), der vollständig ergebniswirksamen Verbuchung der Smartphone-Subventionen aus dem weiterhin stark wachsenden Mobile Internet Geschäft sowie dem dadurch insgesamt veränderten Produktmix -mit 34,4 % auf Vorjahresniveau (34,3 %). Das Bruttoergebnis verbesserte sich im Zuge des Umsatzwachstums sowie der niveaugleichen Bruttomarge von 822,0 Mio. € im Vorjahr um 11,3 % auf 914,5 Mio. €.

Die Vertriebskosten erhöhten sich unterproportional zum Umsatz von 461,7 Mio. € (19,3 % vom Umsatz) im Vorjahr auf 468,6 Mio. € (17,6 % vom Umsatz).

Die Verwaltungskosten stiegen auch im Geschäftsjahr 2013 unterproportional zum Umsatz von 112,1 Mio. € im Vorjahr (4,7 % vom Umsatz) auf 120,5 Mio. € (4,5 % vom Umsatz).

Entwicklung wesentlicher Kostenpositionen (in Mio. €)

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2010 2011 2012 2013
Umsatzkosten 1.226,2 1.375,7 1.574,7 1.741,2
Umsatzkostenquote 64,3 % 65,7 % 65,7 % 65,6 %
Bruttomarge 35,7 % 34,3 % 34,3 % 34,4 %
Vertriebskosten 306,2 356,8 461,7 468,6
Vertriebskostenquote 16,1 % 17,0 % 19,3 % 17,6 %
Verwaltungskosten 94,7 102,8 112,1 120,5
Verwaltungskostenquote 5,0 % 4,9 % 4,7 % 4,5 %

Im Gegensatz zum Geschäftsjahr 2013 wurden die Ergebniskennzahlen des Geschäftsjahres 2012 von Sonderfaktoren beeinflusst. Dabei musste in 2012 ein negativer Ergebniseffekt aus nicht cash-wirksamen Wertminderungen bei der United-Internet-Tochter Sedo Holding AG in Höhe von 46,3 Mio. € (EBIT- und EBT-Effekt) bzw. 0,24 € je Aktie (EPS-Effekt) in den Konzernabschluss einbezogen werden. Gegenläufig konnte in 2012 ein positiver Ergebniseffekt aus dem Verkauf der freenet-Anteile in Höhe von 17,9 Mio. € (EBITDA-, EBIT- und EBT-Effekt) bzw. 0,09 € (EPS-Effekt) verbucht werden.

Wie bereits in den Vorjahren hat United Internet auch im Geschäftsjahr 2013 stark in Aufbau, Entwicklung und Vermarktung der neuen Geschäftsfelder investiert. Im Vordergrund standen dabei insbesondere De-Mail, die 1&1 Do-It-Yourself Homepage sowie die neuen Top-Level-Domains (nTLDs). Dank der besser als erwartet verlaufenen Entwicklung in den etablierten Geschäftsfeldern (EBITDA in Höhe von 515,1 Mio. € im Vergleich zu geplanten 500 Mio. €) konnten dabei insgesamt 107,9 Mio. € (Prognose: ca. 100 Mio. €) EBITDA-wirksam in neue Geschäftsfelder investiert werden.

Damit stieg das EBITDA insgesamt von 325,9 Mio. € (vergleichbarer Vorjahreswert) um 24,9 % auf 407,2 Mio. € (Prognose: 400 Mio. €) und das EBIT von 232,7 Mio. € (vergleichbarer Vorjahreswert) um 34,3 % auf 312,5 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich von 221,4 Mio. € (vergleichbarer Vorjahreswert) um 33,8 % auf 296,3 Mio. € und das EPS von 0,71 € (vergleichbarer Vorjahreswert) um 50,7 % auf 1,07 € (Prognose: 1,00 -1,10 €) zu.

Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Konzern (in Mio. €)

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2013 2012 Veränderung
Umsatz 2.655,7 2.396,6 + 10,8 %
EBITDA* 407,2 325,9 + 24,9 %
EBIT** 312,5 232,7 + 34,3 %

* 2012 ohne positive Sonderfaktoren (Verkauf freenet-Anteile: EBITDA-Effekt: 17,9 Mio. €)

** 2012 ohne positive Sonderfaktoren (Verkauf freenet-Anteile: EBIT-Effekt: 17,9 Mio. €) und ohne negative Sonderfaktoren (Sedo-Wertminderungen: EBIT-Effekt: -46,3 Mio. €)

Quartalsentwicklung (in Mio. €)

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Q1 2013 Q2 2013 Q3 2013 Q4 2013 Q4 2012 Veränderung
Umsatz 629,7 653,3 672,1 700,6 630,0 + 11,2 %
EBITDA* 91,3 83,8 105,4 126,7 88,2 + 43,7 %
EBIT* 68,3 61,1 81,2 101,9 63,5 + 60,5 %

* Q4 / 2012 ohne positive Sonderfaktoren (Verkauf freenet-Anteile: EBITDA- und EBIT-Effekt: 17,9 Mio. €)

Historische Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen* (in Mio. €)

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2010 2011 2012 2013
Umsatz 1.907,1 2.094,1 2.396,6 2.655,7
Anlaufverluste** 21,7 42,7 124,1 107,9
EBITDA*** 357,7 341,8 325,9 407,2
EBITDA-Marge 18,8 % 16,3 % 13,6 % 15,3 %
EBIT*** 271,5 253,0 232,7 312,5
EBIT-Marge 14,2 % 12,1 % 9,7 % 11,8 %

* Mit dem Verkauf des AdLINK-Media-Geschäfts in 2009 sowie dem Start der Mobile-Internet-Produkte im Jahr 2010 hat sich das Geschäftsmodell von United Internet sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage stark verändert. Aus diesem Grund beginnt United Internet die Mehrperiodenübersicht auch erst mit dem Geschäftsjahr 2010.

** Anlaufverluste = EBITDA-wirksame Anlaufverluste in neuen Geschäftsfeldern

*** Ohne Sonderfaktoren: 2011 ohne Verkauf Versatel-Anteile (EBITDA- und EBIT-Effekt: +23,0 Mio. €); 2012 ohne Sedo-Wertminderungen (EBIT-Effekt: -46,3 Mio. €) und ohne Verkauf freenet-Anteile (EBITDA- und EBIT-Effekt: +17,9 Mio. €)

Finanzlage im Konzern

Dank der positiven Ergebnisentwicklung stieg der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit von 214,1 Mio. € im Vorjahr auf 280,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2013.

Die Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit stiegen von 260,5 Mio. € auf 268,6 Mio. €.

Der Cashflow aus dem Investitionsbereich weist im Berichtszeitraum Nettoauszahlungen in Höhe von 207,8 Mio. € aus. Diese resultieren im Wesentlichen aus Auszahlungen in Höhe von 59,9 Mio. € für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, aus Auszahlungen für den Ersterwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 130,1 Mio. € (Arsys-Übernahme) sowie aus Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen in Höhe von 22,7 Mio. € (insbesondere Open-Xchange-Beteiligung).

Der Cashflow aus dem Investitionsbereich des Vorjahres wies Nettoeinzahlungen in Höhe von 1,9 Mio. € aus. Diese resultierten im Wesentlichen aus Auszahlungen in Höhe von 63,6 Mio. € für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, Auszahlungen in Höhe von 60,2 Mio. € für den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen (insbesondere für den Anteilserwerb an der Versatel-Obergesellschaft, der VictorianFibre Holding & Co. S.C.A.) sowie Auszahlungen in Höhe von 10,0 Mio. € aus gewährten Darlehen. Diesen Auszahlungen standen im Wesentlichen Einzahlungen in Höhe von 11,4 Mio. € aus der Veräußerung von assoziierten Unternehmen (Beteiligungsverkäufe der EFF-Fonds) sowie Einzahlungen in Höhe von 49,3 Mio. € aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten (insbesondere aus dem Verkauf der freenet-Anteile) sowie Einzahlungen in Höhe von 59,8 Mio. € aus der Rückzahlung eines Verkäuferdarlehens durch KKR gegenüber.

Der Free Cashflow, definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, betrug 212,0 Mio. € -nach 204,7 Mio. € im Vorjahr. Darin zeigt sich die unverändert sehr gute Cash-Generierung der Unternehmensgruppe bei einem gleichzeitig hohen und qualitativen Wachstum.

Bestimmend im Cashflow aus dem Finanzierungsbereich waren im Geschäftsjahr 2013 der Mittelabfluss für die Dividendenzahlung in Höhe von 58,0 Mio. € (Vorjahr: 58,1 Mio. €), der Erwerb eigener Aktien in Höhe von 27,7 Mio. € (Vorjahr: 0 €), der Erwerb weiterer Anteile an verbundenen Unternehmen (Sedo Holding) in Höhe von 11,9 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) sowie die Aufnahme von Krediten in Höhe von netto 39,8 Mio. € (Vorjahr: Rückzahlung von Krediten in Höhe von netto 224,3 Mio. €).

Historische Entwicklung wesentlicher Cashflow-Kennzahlen (in Mio. €)

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2010 2011 2012 2013
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 238,1 211,9 214,1 280,4
Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit 290,4 194,8 260,5 268,6
Cashflow aus dem Investitionsbereich -71,2 2,0 1,9 -207,8
Free Cashflow* 219,7 142,3 204,7 212,0
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich -240,5 -228,0 -284,4 -59,2
Zahlungsmittel zum 31. Dezember 96,1 64,9 42,8 43,3

* Free Cashflow ist definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (aus Gründen der Transparenz wurde der Free Cashflow neu definiert; in Vorjahren war dieser als Cashflow aus den Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert / erhöht um den Cashflow aus dem Investitionsbereich definiert; die Vergleichszahlen reflektieren die neue Definition)

Vermögenslage im Konzern

Die Bilanzsumme im Konzern stieg von 1.107,7 Mio. € zum 31. Dezember 2012 auf 1.274,7 Mio. € zum 31. Dezember 2013.

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von 821,3 Mio. € zum 31. Dezember 2012 auf 974,7 Mio. € zum 31. Dezember 2013. Innerhalb der Posten Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte standen Zugängen in Höhe von 59,9 Mio. € (im Wesentlichen für Betriebsausstattung und Software) Abschreibungen in Höhe von 94,4 Mio. € gegenüber. Die Firmenwerte stiegen infolge der Übernahme von Arsys von 356,2 Mio. € zum 31. Dezember 2012 auf 452,8 Mio. € zum 31. Dezember 2013. Die Anteile an assoziierten Unternehmen stiegen insbesondere infolge der Beteiligung an Open-Xchange von 90,9 Mio. € auf 109,0 Mio. €.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von 286,5 Mio. € auf 300,0 Mio. € zum 31. Dezember 2013. Der in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesene Bestand an liquiden Mittel stieg in der Berichtsperiode leicht von 42,8 Mio. € auf 43,3 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt trotz der Geschäftsausweitung von 148,8 Mio. € auf 135,5 Mio. € reduziert. Die Vorräte wurden insbesondere aufgrund der laufenden Mobile-Internet-Kampagnen mit neuen Smartphones von 25,7 Mio. € auf 44,4 Mio. € aufgestockt.

Nähere Angaben zu den im Konzern verwendeten Finanzinstrumenten finden sich im Konzernanhang unter Punkt 41.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen im Geschäftsjahr 2013 von 300,3 Mio. € auf 340,0 Mio. €. Die Netto-Bankverbindlichkeiten (Saldo aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und liquiden Mittel) erhöhten sich im gleichen Zeitraum von 257,5 Mio. € auf 296,7 Mio. €. Ursächlich für den Anstieg waren insbesondere die Beteiligungserwerbe (Arsys und Open-Xchange).

Zum 31. Dezember 2013 - und damit nach Durchführung der beiden Aktieneinzüge im 1. Quartal 2013 -hielt United Internet 244.265 eigene Aktien (31. Dezember 2012: 20.662.202 eigene Aktien).

Die Eigenkapitalquote im Konzern stieg von 17,9 % zum 31. Dezember 2012 auf 24,2 % zum 31. Dezember 2013.

Weitere Angaben zu Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements im Konzern finden sich auch im Konzernanhang unter Punkt 43.

Historische Entwicklung wesentlicher Bilanzposten (in Mio. €)

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in Mio. € 2010 2011 2012 2013
Bilanzsumme 1.271,3 1.187,0 1.107,7 1.274,7
Liquide Mittel 96,1 64,9 42,8 43,3
Anteile an assoziierten Unternehmen 84,1 33,6* 90,9* 109,0
Sachanlagen 108,7 110,9 109,2 116,2
Immaterielle Vermögenswerte 221,4 187,4 151,8 165,1
Firmenwerte 402,9 401,3 356,2 452,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten* 369,4 524,6** 300,3** 340,0
Grundkapital 240,0 215,0 215,0 194,0
Eigene Anteile 241,0 270,8 263,6 5,2
Eigenkapital* 382,4 154,8*** 198,1 307,9
Eigenkapitalquote 30,1 % 13,0 % 17,9 % 24,2 %

* Verkauf der Versatel-Anteile (2011); Rückkauf der Versatel-Anteile über Versatel-Obergesellschaft (2012)

** Anstieg durch Aktienrückkäufe (2011); Rückzahlung von Krediten (2012)

*** Rückgang durch Aktienrückkäufe (2011)

Gesamtaussage des Vorstandes zur wirtschaftlichen Lage im Konzern

Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Zielländern der United Internet Gruppe haben sich im Berichtszeitraum sehr unterschiedlich entwickelt. Während für die nordamerikanischen Zielländer Kanada, Mexiko und USA die Prognosen aufgrund der schlechter als erwartet ausgefallenen unterjährigen Entwicklung nach unten korrigiert wurden, scheint die Talsohle in der Eurozone und auch in Deutschland -trotz bleibender Risiken -durchschritten.

Der Markt der deutschen Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK-Markt) hat sich im Geschäftsjahr 2013 schlechter entwickelt als ursprünglich erwartet. Vor diesem Hintergrund hat der Branchenverband BITKOM seine Wachstumsprognose bereits unterjährig von 1,4 % auf 0,1 % gesenkt und musste letztendlich sogar einen Umsatzrückgang um 0,6 % konstatieren.

Trotz der insgesamt in allen Zielländern schwachen Konjunktur sowie der insgesamt schlechter als erwartet verlaufenen Branchenentwicklung hat sich United Internet mit einem Zuwachs um 1,41 Mio. Kundenverträge (davon 1,08 Mio. organisch) auf 13,45 Mio., einem Umsatzwachstum um 10,8 % auf 2,656 Mrd. EUR sowie einer EBITDA-Steigerung um 24,9 % auf 407,2 Mio. EUR auch im Geschäftsjahr 2013 dynamisch weiterentwickelt. Parallel dazu wurden erneut hohe Investitionen (EBITDA-wirksame Anlaufverluste in Höhe von 107,9 Mio. €) in Aufbau und Entwicklung neuer Geschäftsfelder getätigt, um nachhaltig zukünftige Wachstumspotenziale zu erschließen. Mit den in Geschäftsjahr 2013 erreichten Meilensteinen bei Kundenverträgen, Umsatz und Ergebniskennzahlen wurden die unterjährig erhöhten Prognosen erreicht und teilweise übertroffen.

Diese Entwicklung gegen den volkswirtschaftlichen und branchenspezifischen Trend zeigt die Vorteile des Geschäftsmodells von United Internet, das überwiegend auf elektronischen Abonnements basiert -mit festen monatlichen Beträgen sowie vertraglich festgelegten Laufzeiten. Dies sichert stabile und planbare Umsätze und Cashflows, bietet Schutz gegen konjunkturelle Einflüsse und eröffnet finanzielle Spielräume, um Chancen in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten zu nutzen. Organisch oder durch Übernahmen. So konnte United Internet beispielsweise auch im rezessionsgeplagten Spanien die Zahl der Kunden im Geschäftsjahr 2013 organisch weiter steigern und gleichzeitig durch die Übernahme des spanischen Wettbewerbers Arsys deutlich zulegen.

Die Finanzlage der United Internet AG zeigt sich auch im Geschäftsjahr 2013 sehr stabil. Wie im Vorjahr wurde erneut ein hoher Free-Cashflow von über 200 Mio. € erzielt.

Die Veränderung der Vermögenslage im Konzern wurde insbesondere durch den Erwerb des spanischen Wettbewerbers Arsys geprägt.

Insgesamt sieht der Vorstand die United Internet Gruppe für die weitere Unternehmensentwicklung sehr gut aufgestellt und blickt optimistisch in die Zukunft.

2.4 Lage der Gesellschaft

Ertragslage der United Internet AG

Der Umsatz der United Internet AG betrug im Berichtsjahr 5,0 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €) und umfasste überwiegend die für Konzerngesellschaften erbrachten Dienstleistungen sowie an diese weiterberechnete Mieten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 5,7 Mio. € und resultierten im Wesentlichen aus einem Zinssicherungsgeschäft. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres in Höhe von 15,9 Mio. € setzten sich im Wesentlichen aus einem Ertrag aus einem Zinssicherungsgeschäft (4,1 Mio. €) sowie dem Verkauf der Anteile an der freenet AG (11,3 Mio. €) zusammen.

Der Anstieg des Personalaufwands von 5,2 Mio. € im Vorjahr auf 24,2 Mio. € im Geschäftsjahr 2013 resultiert aus der Zunahme des inneren Wertes der SARs infolge des gestiegenen Börsenkurses der United Internet Aktie.

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit der 1&1 Internet AG sowie der 1&1 Telecommunication AG betrugen im Berichtszeitraum 272,2 Mio. € (Vorjahr: 159,8 Mio. €). Die entsprechenden Erträge des Vorjahres waren durch die Umstellung der Verrechnungspreismodalitäten für bestimmte Tochtergesellschaften im Teilkonzern 1&1 (außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 121,6 Mio. €) belastet.

Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von 24,0 Mio. € (Vorjahr 2,3 Mio. €) umfassen im Wesentlichen den Ergebnisausgleich der United Internet Ventures AG.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Einzelabschluss belief sich auf 208,8 Mio. €, nach 153,7 Mio. € im Vorjahr.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit 94,6 Mio. € laufende Steuern für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Aufgrund von Prüfungsfeststellungen der im Vorjahr abgeschlossenen steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2006 bis 2008 und deren Folgeeffekte sowie Veranlagungen für Folgejahre ergaben sich zudem periodenfremde Steueraufwendungen für Ertragssteuern in Höhe von 3,7 Mio. €.

Der Jahresüberschuss wird im Einzelabschluss mit 110,4 Mio. € -nach 71,5 Mio. im Vorjahr -ausgewiesen.

Finanz- und Vermögenslage der United Internet AG

Die Bilanz der Einzelgesellschaft ist im Wesentlichen geprägt durch die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.097,6 Mio. € (Vorjahr: 1.105,6 Mio. €).

Die Abgänge bei den Beteiligungen resultierten aus der Übertragung der Anteile an der Obergesellschaft der Versatel GmbH, der VictorianFibre Holding & Co. S.C.A. (59,6 Mio. €) an die 1&1 Telecommunication AG und der daraus resultierenden Umbuchung in die Position Anteile an verbundenen Unternehmen. Gegenläufig verzeichnete die Position Anteile an verbundenen Unternehmen Abgänge aus dem Verkauf der Anteile an der Sedo Holding AG an die United Internet Ventures AG in Höhe von 67,6 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der United Internet AG stiegen im Geschäftsjahr 2013 -insbesondere durch die Übernahme von Arsys -von 287,0 Mio. € auf 343,0 Mio. €. Die Bankverbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus einem revolvierenden Konsortialkredit, der am Bilanzstichtag mit 320 Mio. € (Vorjahr: 215,0 Mio. €) in Anspruch genommen war.

Die Eigenkapitalquote stieg von 65,6 % im Vorjahr auf 66,1 % zum 31. Dezember 2013.

Der Cashflow im Einzelabschluss der Gesellschaft ist geprägt durch Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der operativ tätigen 1&1 Internet AG sowie der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten. Weitere Angaben dazu finden sich im Anhang.

Gesamtaussage des Vorstandes zur wirtschaftlichen Lage der United Internet AG

Die wirtschaftliche Lage der United Internet AG auf Ebene des Einzelabschlusses ist aufgrund ihrer Rolle als Holding-Gesellschaft im Wesentlichen durch das Beteiligungsergebnis beeinflusst. Zentraler Treiber ist hier die Ergebnisabführung seitens der Tochtergesellschaft 1&1 Internet AG. Insofern gilt die Gesamtaussage des Vorstandes zur wirtschaftlichen Lage im Konzern qualitativ auch für die United Internet AG selbst.

2.5 Wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Unternehmerisches Handeln ist nach dem Selbstverständnis der United Internet AG nicht ausschließlich auf die Verfolgung und Umsetzung wirtschaftlicher Ziele beschränkt, sondern beinhaltet darüber hinaus auch eine Verpflichtung und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt.

Dieser Verantwortung stellt sich United Internet in verschiedener Weise. Die wichtigsten Aspekte sind in den folgenden Abschnitten zusammengefasst.

Nachhaltige Geschäftspolitik

Die United Internet Gruppe fühlt sich einer nachhaltigen Geschäftspolitik verpflichtet. Diese Nachhaltigkeit zeigt sich insbesondere in den hohen Investitionen in Kundenbeziehungen und neue Geschäftsfelder und somit in künftiges Wachstum.

Auch im Geschäftsjahr 2013 hat United Internet wieder stark in das Kundenwachstum investiert und konnte organisch um 1,08 Mio. bzw. inkl. der Arsys-Übernahme sogar um 1,41 Mio. Kundenverträge (Vorjahr: 1,18 Mio.) auf insgesamt 13,45 Mio. zulegen.

Neben diesen kostenpflichtigen Verträgen betreibt United Internet in ihren Rechenzentren auch 31,51 Mio. Free-Accounts (Vorjahr: 31,56 Mio.), die über Werbung refinanziert werden. Ein weiteres Wachstum bei diesen Free-Accounts ist angesichts der bei E-Mails erreichten hohen Marktdurchdringung in Deutschland nur noch begrenzt möglich.

Insgesamt managt United Internet damit 44,96 Mio. Kunden-Accounts (Vorjahr: 43,60 Mio.) weltweit.

Entwicklung der Kundenbeziehungen (in Mio.)

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2010 2011 2012 2013
Wachstum "kostenpflichtige Verträge" + 0,61 + 0,91 + 1,18 + 1,41**
Wachstum "Free-Accounts" + 1,70 + 2,80* + 1,00 - 0,05
Wachstum "Accounts insgesamt" + 2,31 + 3,71* + 2,18 + 1,36**

* Inkl. 1,5 Mio. Free-Accounts aus der Übernahme von mail.com

** Inkl. 0,33 Mio. kostenpflichtige Verträge aus der Übernahme von Arsys

Auf Ebene der Kundenbindung und Kundenzufriedenheit sowie der Servicequalität wurde seit dem Start der DSL-Qualitätsoffensive im Jahr 2009 mit der Einführung des 1&1 Prinzips im Jahr 2012 sowie dessen internationalem Rollout im Jahr 2013 viel investiert. Mit dem 1&1 Prinzip gibt die United Internet Marke 1&1 ihren Kunden fünf klare, produktspezifische Leistungsversprechen. Dazu zählt z. B. eine einmonatige Testphase oder -bei DSL- und Mobilfunk-Produkten -eine Auslieferung der Hardware innerhalb eines Tages oder ein Vor-Ort-Austausch defekter Geräte am nächsten Tag bzw. -bei Cloud-Produkten -ein monatliches Produkt Up- oder Downgrade oder eine Georedundanz für maximale Datensicherheit.

Neben den Investitionen in Kundenbeziehungen hat United Internet die gute Ergebnisentwicklung sowie die hohe Cash-Generierung des Konzerns auch dazu genutzt, neue Geschäftsfelder aufzubauen und zu entwickeln und die Internationalisierung voranzutreiben.

Bei den neuen Geschäftsfeldern -mit denen auch neue Zielgruppen erschlossen werden sollen -standen insbesondere De-Mail, die 1&1 Do-it-Yourself Homepage sowie die neuen Top-Level-Domains (nTLDs) im Vordergrund. Im Bereich der Internationalisierung standen der Aufbau des Mexiko-Geschäfts, der internationale Rollout der 1&1 Do-it-Yourself Homepage sowie die Steigerung der internationalen Markenbekanntheit von 1&1 im Fokus.

Insgesamt hat United Internet im Geschäftsjahr 2013 rund 107,9 Mio. € (Vorjahr 124,1 Mio.) in neue Geschäftsfelder und damit in nachhaltiges Wachstum investiert.

Investitionen in neue Geschäftsfelder (in Mio.)

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2010 2011 2012 2013
Anlaufverluste* 21,7 42,7 124,1 107,9

* EBITDA-wirksame Anlaufverluste

Mitarbeiter

Der sich schnell entwickelnde Internet-Markt stellt hohe Anforderungen an die Mitarbeiter und damit gleichzeitig auch an die Personalstrategie von United Internet. Dieser Herausforderung stellt sich die Gesellschaft insbesondere durch eine aktive Nachwuchsförderung, eine gezielte und nachhaltige Entwicklung von Führungskräften sowie durch eine Vielzahl an individuellen Weiterentwicklungsmöglichkeiten für alle Mitarbeiter.

Auch im Geschäftsjahr 2013 hat sich die Zahl der Mitarbeiter im Zuge der Geschäftsausweitung weiter erhöht. Zum 31. Dezember 2013 waren bei United Internet insgesamt 6.894 Mitarbeiter beschäftigt. Damit stieg die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr (6.254 Mitarbeiter) um 10,2 %.

Dabei arbeiteten 2.191 Mitarbeiter im Segment "Access", 4.669 im Segment "Applications" und 34 Mitarbeiter im Bereich "Zentrale".

In den ausländischen Gesellschaften stieg die Anzahl der Beschäftigten von 1.350 im Vorjahr um 22,1 % auf 1.649.

Entwicklung der Mitarbeiterzahl (nach Segmenten sowie Inland / Ausland)

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2010 2011 2012 2013 Veränderung zu 2012
Mitarbeiter, gesamt 5.018 5.593 6.254 6.894 + 10,2 %
Davon Inland 4.019 4.375 4.904 5.245 + 7,0 %
Davon Ausland 999 1.218 1.350 1.649 + 22,1 %
Segment Access 1.780 1.794 1.928 2.191 + 13,6 %
Segment Applications 3.211 3.771 4.292 4.669 + 8,8 %
Zentrale 27 28 34 34 +/- 0 %

Der Personalaufwand stieg von 275,1 Mio. € im Vorjahr um 11,3 % auf 306,1 Mio. €.

Entwicklung des Personalaufwands (in Mio. €)

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2010 2011 2012 2013 Veränderung zu 2012
Personalaufwand 202,9 230,1 275,1 306,1 + 11,3 %
Personalaufwandsquote 10,6 % 11,0 % 11,5 % 11,5 %

Der Umsatz pro Mitarbeiter bezogen auf die Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt betrug für das Geschäftsjahr 2013 404 Tsd. € und blieb damit gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (2012: 405 Tsd. €).

Gezielte Mitarbeiterförderung und Weiterentwicklung

Um allen Mitarbeitern an allen Standorten, in allen Bereichen und Funktionen dieselben Chancen und Möglichkeiten zu geben, wurden für die Weiterentwicklung ein transparenter übergreifender Rahmen sowie einheitliche Programme und Fördermaßnahmen definiert. Dabei können die Mitarbeiter innerhalb einer Funktion durch sukzessive Verantwortungsübernahme und Kompetenzerweiterung vorankommen / weiterkommen. Daneben sind aber auch Wechsel zwischen Funktionen möglich. Hat der Mitarbeiter das für seine Funktion jeweils höchste Kompetenzlevel "Senior", erreicht, werden zwei alternative Laufbahnmodelle angeboten: zum einen die "Führungslaufbahn" und zum anderen die "Expertenlaufbahn". Während die Mitarbeiter in der "Führungslaufbahn" schrittweise Personalverantwortung übernehmen, verfügen die Experten über hohes Fachwissen und sind wichtige Leistungs- / Know-how-Träger und Berater in ihrem speziellen Fachgebiet -haben aber keine disziplinarische Personalverantwortung. Sowohl die Führungs- als auch die Expertenlaufbahn ist "durchlässig", d. h. auch hier ist eine horizontale Bewegung möglich und ein Experte kann sich zur Führungskraft entwickeln und umgekehrt. Neben der Förderung innerhalb einer Stufe und dem nächsten, vertikalen Schritt, gibt es somit konzernweit auch horizontale Entwicklungsmöglichkeiten, um in eine neue Rolle hineinzuwachsen -im eigenen Bereich oder auch bereichsübergreifend. Alle Wege werden sowohl mit programmatischen als auch mit individuellen Personalentwicklungsmaßnahmen begleitet.

Darüber hinaus stellt United Internet allen Mitarbeitern umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben Seminaren und Trainings für allgemeine, häufig im Soft-Skill-Bereich liegende Themen, werden Mitarbeiter auch fachlich gezielt durch bereichsspezifische Qualifikationen oder berufsspezifische Zertifizierungen gefördert. Für besonders leistungsstarke Mitarbeiter und Potenzialträger aus allen Bereichen des Unternehmens werden weitere Förderprogramme angeboten. Darin werden diese Mitarbeiter strukturiert durch individuelle Entwicklungs- und Trainingspläne begleitet, um sie für ihre künftigen persönlichen Herausforderungen und die des Unternehmens vorzubereiten (MyWay+ für Mitarbeiter und 1&1 MOVE für Führungskräfte und Experten). Mittels Nachwuchsförderprogrammen, wie 1&1 Graduate oder Master+, fördert United Internet frühzeitig junge Talente, die gerade ihr Studium abgeschlossen haben. Als Hauptziel wird dabei die nachhaltige Rekrutierung und Ausbildung von zukünftigen Führungs- und Fachkräften aus den eigenen Reihen angestrebt.

Auch dank der beschriebenen Förderprogramme konnten im Geschäftsjahr 2013 innerhalb der United Internet Gruppe über 70 % der Führungspositionen intern besetzt werden.

Die United Internet AG ist auch 2014 wieder anerkannter Top Arbeitgeber. Basierend auf einer unabhängigen Studie des Top Employers Institut wurde United Internet, wie schon in den vergangenen Jahren, die Auszeichnung als "TOP Arbeitgeber Deutschland" verliehen. Die Zertifizierung wird an Unternehmen vergeben, die ihren Mitarbeitern attraktive Arbeitsbedingungen bieten. Die Bewertungen erfolgen zu Karrieremöglichkeiten, Arbeitgeberleistungen, Arbeitsbedingungen, Fortbildung und Entwicklungsmöglichkeiten sowie Unternehmenskultur.

Ausbildung mit hohem Stellenwert

Auch der Bereich Ausbildung hat innerhalb der United Internet Gruppe einen hohen Stellenwert. United Internet bildet Nachwuchskräfte selbst aus und ermöglicht jungen Menschen einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Zurzeit werden in den kaufmännischen und technischen Berufen Fachinformatiker (Anwendungsentwicklung / Systemintegration), IT-Systemkaufleute, Kaufleute für Dialogmarketing, Kaufleute für Marketingkommunikation, Bürokaufleute sowie Mediengestalter ausgebildet. Alle Teilnehmer durchlaufen während ihrer etwa dreijährigen Ausbildung ein breites Spektrum unterschiedlicher Fachabteilungen im Unternehmen und nehmen an Veranstaltungen und Workshops teil. Als besonders erfolgreich erweisen sich die Lehrwerkstätten an den Standorten in Karlsruhe und Montabaur. Hier verbringen vor allem die Auszubildenden in den technischen Berufen einen Teil ihrer Ausbildungszeit, um sich die für ihren späteren Einsatz nötigen fachlichen Grundlagen zu erarbeiten.

Zum Jahresende 2013 befanden sich konzernweit 149 junge Menschen in Ausbildung oder Studium. United Internet ist bestrebt, möglichst viele der Ausgebildeten nach bestandener Prüfung zu übernehmen und jedem Absolventen ein attraktives Angebot zu machen. Im Geschäftsjahr 2013 wurden 26 von 29 Auszubildende in eine Festanstellung übernommen.

In Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) bietet United Internet an den Hochschulstandorten Karlsruhe und Mannheim Studiengänge in den Bereichen Angewandte Informatik, Wirtschaftsinformatik, BWL / Accounting & Controlling und BWL / Dienstleistungsmarketing an.

Darüber hinaus ist United Internet als Förderer im Rahmen des "Deutschlandstipendiums" tätig, bei dem Unternehmen und Staat zu jeweils gleichen Teilen angehende Akademiker fördern, um ihnen ein erfolgreiches und anspruchsvolles Studium zu ermöglichen. Das Deutschlandstipendium unterstützt dabei Studierende, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Seit dem Start des Programms 2011 fördert United Internet Studierende der beiden Elite-Universitäten LMU und TU München.

Diversity

Ohne die individuellen Stärken der Mitarbeiter/innen wäre United Internet nicht das, was es heute ist: Ein international erfolgreiches, innovatives Unternehmen auf Wachstumskurs. Die konstruktive Nutzung des Diversity-Managements, der Umgang mit der sozialen Vielfalt aller Mitarbeiter, hat für United Internet eine herausragende Bedeutung.

United Internet steht für eine wertschätzende Unternehmenskultur, bei der die individuelle Verschiedenheit hinsichtlich Kultur, Nationalität, Geschlecht, Altersgruppe und Religion gewünscht wird, also alles, was die einzelnen Mitarbeiter/innen innerhalb des Unternehmens einzigartig und unverwechselbar macht. Eine Belegschaft, die sich aus verschiedensten Persönlichkeiten zusammensetzt, bietet optimale Rahmenbedingungen für Kreativität und Produktivität. Das daraus resultierende Ideen- und Innovationspotenzial stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft und steigert die Chancen in Zukunftsmärkten. Diesem Gedanken folgend, soll für jeden Mitarbeiter das Tätigkeitsfeld und die Funktion gefunden werden, in der die jeweiligen individuellen Potenziale und Talente bestmöglich ausgeschöpft werden können. Neben der Produktivität wird mit Diversity auch die Mitarbeiterzufriedenheit im Allgemeinen gefördert. Dies sind wichtige Entscheidungskriterien für viele Bewerber bei der Auswahl ihres Arbeitgebers. Aber auch die Kunden von United Internet mit ihren vielfältigen Bedürfnissen schätzen einen Geschäftspartner, der ihrer eigenen Diversity gerecht wird.

Die Förderung von Vielfältigkeit kann jedoch keiner Einheitslösung folgen. Mitarbeiter und Bewerber werden aufgrund objektiver Faktoren wie Qualifikation, fachliche Eignung und Kompetenz eingestellt, beschäftigt und gefördert. In Unternehmensbereichen, in denen Frauen strukturell unterrepräsentiert sind, strebt United Internet bei gleicher Qualifikation, Kompetenz und sonstiger Eignung grundsätzlich eine höhere Berücksichtigung von Frauen an, entscheidet aber stets von Fall zu Fall.

Mitarbeiter nach Geschlecht

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31.12.2013
Frauen 36 %
Männer 64 %

Altersstruktur der Mitarbeiter

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31.12.2013
unter 30 Jahre 30 %
30 - 39 Jahre 46 %
40 - 49 Jahre 20 %
über 50 Jahre 4 %

Das Durchschnittsalter je Mitarbeiter im United Internet Konzern betrug zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 rund 34,9 Jahre.

Die Mitarbeiter der United Internet AG arbeiten in einem internationalen Umfeld an weltweit mehr als 30 Standorten.

Mitarbeiter nach Ländern

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31.12.2013
Mitarbeiter, gesamt 6.894
Deutschland 5.245
Frankreich 23
Großbritannien 210
Philippinen 468
Rumänien 289
Spanien 329
USA 306
Sonstige 24

Green IT

Im Zuge der globalen Klimadebatte und stetig steigender Energiekosten ist in der Computerbranche immer häufiger von "Green IT" die Rede. Der Begriff "Green IT" umfasst im Prinzip sämtliche Maßnahmen, die dazu beitragen, sowohl den CO2 -Ausstoß als auch den Energieverbrauch eines Unternehmens zu reduzieren.

Die ITK-Branche leistet heute einen wesentlichen Beitrag zur weltweiten Wertschöpfung und ist damit ein starker Wirtschaftsfaktor. Gleichzeitig ist sie auch ein nicht unbedeutender CO2 -Emittent und benötigt viel Strom. Dies gilt bei Internet Service Providern wie United Internet insbesondere für die Rechenzentren in denen viele Millionen Cloud-Anwendungen für Privatpersonen und Gewerbetreibende betreut werden.

United Internet nutzt für ihre deutschen Rechenzentren bereits seit Dezember 2007 Strom aus regenerativen Energiequellen. So werden die Server in den deutschen Rechenzentren in Karlsruhe und Baden Airpark zum Beispiel zu 100 % mit Strom aus 3 norwegischen Wasserkraftwerken betrieben, der über die Stadtwerke Karlsruhe bezogen wird. Auch die Server in den Rechenzentren in den USA wurden 2008 (bei einem Mix von 90 % Wasserkraft und 10 % Windkraft) auf klimaneutralen Strom umgestellt.

Die wichtigsten Bausteine hinsichtlich der Einsparung von Energie innerhalb der deutschen Rechenzentren sind:

Ein intelligentes Kühlungssystem. Das warme Kühlwasser wird zunächst durch Freiluftkühler auf dem Dach des Rechenzentrums geschleust, die ohne energiehungrige Kompressoren auskommen und die "natürliche" Außentemperatur zur Kühlung nutzen.
Die Server-Hardware. Das Gros der Rechner wird speziell für United Internet zusammengebaut. Dabei wird auf überflüssige Komponenten verzichtet und es werden u. a. stromsparende Prozessoren sowie Netzteile mit geringem Wärmeverlust eingesetzt. Dadurch wird nur wenig Hitze abgesondert, so dass die Rechnerräume auch nicht so stark abgekühlt werden müssen.
Die eingesetzte Software. Das von United Internet eingesetzte Webhosting-Betriebssystem ist eine Eigenentwicklung, basierend auf Linux. Dank der Modifikation können so auf einem einzigen Rechner Daten von einigen tausend Kunden verwaltet und damit gleichzeitig Ressourcen sinnvoll genutzt werden.
Die Virtualisierung. Die Serverhardware in Rechenzentren ist häufig im Schnitt nur zu 15 % bis 25 % ausgelastet. Durch Virtualisierung kann die Effizienz deutlich gesteigert und damit Energie eingespart werden.

Soziales Engagement

Im September 2006 wurde die Stiftung "United Internet for UNICEF" gegründet. "United Internet for UNICEF" ist eine selbstständige, rechtsfähige Stiftung des deutschen bürgerlichen Rechts. Die Stiftung unterstützt in erster Linie Projekte von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Aus dem breiten Spektrum der von UNICEF behandelten Themen werden gezielt Projekte ausgewählt und auf den reichweitestarken Portalen der United Internet Gruppe (1&1, GMX und WEB.DE) vorgestellt, um möglichst viele Spenderinnen und Spender -für die jeweiligen Projekte oder als dauerhafte UNICEF-Paten -zu gewinnen.

Die auf den United Internet Portalen gewonnenen Einzel- und Dauerspenden werden von United Internet im Rahmen der einzelnen Projekte verdoppelt und können -dank ehrenamtlicher Tätigkeit aller Stiftungsmitarbeiter -zu 100 % an UNICEF weitergeleitet werden.

Die Entscheidung, mit einer eigenen Stiftung hauptsächlich UNICEF zu unterstützen, hat mehrere Gründe:

UNICEF verbessert die Lebensbedingungen von Kindern nachhaltig. Gemäß dem Ansatz der "Hilfe zur Selbsthilfe" entwickelt UNICEF überall auf der Welt landesweite Programme mit den Schwerpunkten Bildung, Gesundheit, AIDS oder Kinderschutz. UNICEF bezieht die Bevölkerung intensiv in die Entwicklungsarbeit ein und unterstützt sie so, für sich selbst und ihre Kinder zu sorgen.

UNICEF hilft langfristig, ist aber auch in der Nothilfe ein reaktionsschneller und verlässlicher Partner. Nach Erdbeben, Flutkatastrophen oder in Nachkriegssituationen versorgt UNICEF die Kinder mit sauberem Trinkwasser und Medikamenten, sorgt für Notschulen und psychosoziale Betreuung. Dabei kommen UNICEF die langjährige Erfahrung und weltweite Präsenz zugute.

Die Verwendung von Spenden unterliegt bei UNICEF strengen Kontrollen. Sowohl die UNICEF-Vertretungen in den Programmländern als auch die Partner vor Ort werden regelmäßig überprüft um sicherzustellen, dass die Mittel exakt wie vorgesehen verwendet werden.

In 2013 konnten nach einem Spendenaufruf für die Opfer des Taifuns "Haiyan" auf den Philippinen ein neuer Rekordbetrag von fast 7 Mio. € an UNICEF übergeben werden.

Insgesamt konnten seit Bestehen der Stiftung 26,1 Mio. € Spendengelder und rund 9.100 aktive UNICEF-Paten über die Portale von 1&1, GMX und WEB.DE gewonnen werden.

3 Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 sind bei der United Internet AG keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die größere Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens bzw. Auswirkungen auf Rechnungslegung und Berichterstattung haben.

Aussagen zur wirtschaftlichen Lage des United Internet Konzerns zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts finden sich unter Punkt 4.3 im "Prognosebericht".

Die United Internet Tochter Sedo Holding AG hat am 3. Februar 2014 eine außerordentliche Hauptversammlung in Frankfurt / Main durchgeführt. Die Aktionäre haben dem abstimmungspflichtigen Tagesordnungspunkt "Beschlussfassung über die Übertragung der Aktien der übrigen Aktionäre (Minderheitsaktionäre) der Sedo Holding AG auf die United Internet Ventures AG mit Sitz in Montabaur (Hauptaktionärin) gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung gem. §§ 327a ff. AktG (Ausschluss von Minderheitsaktionären -Squeeze-out)" ihre Zustimmung erteilt. Das Handelsregister des Amtsgerichts Köln hat diesen Beschluss am 21. März 2014 in das Handelsregister eingetragen. Mit der Eintragung des Übertragungsbeschlusses sind kraft Gesetzes alle Aktien der Minderheitsaktionäre der Sedo Holding AG auf die United Internet Ventures AG übergegangen. Die Notierung der Aktie der Sedo Holding AG wird in Kürze eingestellt. Weitere Informationen zum Squeeze-Out-Verfahren bei der Sedo Holding AG finden sich unter Punkt 2.2 "Geschäftsverlauf" im Bereich "Beteiligungen im Konzern".

Am 19. Februar 2014 hat United Internet bekannt gegeben, dass sie sich - über die United Internet Ventures AG -im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit rund 25 % am eShop-Spezialisten ePages beteiligt hat. Die ePages GmbH mit Sitz in Hamburg ist mit 80.000 Kunden europäischer Marktführer von Onlineshop-Software für kleine und mittlere Unternehmen. Mit der Cloud-Lösung von ePages können Händler ohne Vorkenntnisse professionelle Shops im Internet erstellen. Die für verschiedene Unternehmensgrößen geeigneten Lösungen werden derzeit über 100 Partnerunternehmen (z. B. Hosting-Anbieter, Telekommunikations- und Logistikunternehmen sowie Branchenverzeichnisse) vertrieben. Die Partner können auf diese Weise neue Umsatzquellen im E-Business erschließen, ohne eigene Shop-Systeme entwickeln zu müssen. Über die Beteiligung hinaus haben ePages und die United Internet Tochter 1&1 einen langfristigen Kooperationsvertrag zur Nutzung der ePages-Lösungen geschlossen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit gibt es künftig eine gemeinsame Technologieplattform für alle 1&1 E-Shops. Mit der Beteiligung an ePages ergänzt United Internet das eigene Produkt-Portfolio an Cloud-Applikationen für kleine und mittelständische Unternehmen.

4 Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Die Risiko- und Chancenpolitik des United Internet Konzerns orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens zu erhalten und nachhaltig zu steigern, indem Chancen wahrgenommen und Risiken frühzeitig erkannt und gesteuert werden.

Das Risiko- und Chancenmanagement regelt den verantwortungsvollen Umgang mit Unsicherheiten, die mit unternehmerischem Handeln immer verbunden sind.

4.1 Risikobericht

Risikomanagement

Konzeption, Organisation und Aufgabe des Risikomanagements der United Internet AG werden von Vorstand und Aufsichtsrat vorgegeben und im Rahmen eines konzernweit verfügbaren und gültigen Risikohandbuchs dokumentiert. Diese Vorgaben werden laufend an die sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt. Die interne Revision prüft in regelmäßigen Abständen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, ob das Risikofrüherkennungssystem grundsätzlich geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Das System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikofrüherkennungssystem, steht im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex und orientiert sich in seiner Ausgestaltung an den in der internationalen ISO Norm ISO/IEC 31.000 festgelegten Merkmalen. Der Aufsichtsrat überprüft gemäß den Vorschriften des Aktiengesetzes die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems.

Methoden und Ziele des Risikomanagements

Das Risikomanagementsystem umfasst die Maßnahmen, die es der United Internet AG erlauben, mögliche Risiken, die die Erreichung der Unternehmensziele gefährden könnten, frühzeitig durch Assessments und Frühwarnsysteme zu erkennen, monetär und szenarioorientiert zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Das Ziel des konzernweit etablierten Risikomanagements ist es dabei, dem Management die größtmögliche Transparenz über die tatsächliche Risikosituation, deren Veränderung sowie der verfügbaren Handlungsoptionen zu verschaffen, um so das bewusste Eingehen oder Vermeiden von Risiken zu ermöglichen. Hierbei ist konzernweit immer eine über die regulären Berichtwege etablierte indirekte Anbindung und für alle wesentlichen Geschäftsbereiche eine direkte Anbindung an das konzernweite Risikomanagement mit definierten Zuständigkeiten realisiert. Damit wird die Vollständigkeit der erfassten Risiken im Risikomanagementsystem gesichert.

Der Risikostatus wird viermal im Jahr in Berichtsform an Vorstand und Aufsichtsrat kommuniziert. Bei unvermittelt eintretenden wesentlichen Risiken oder bei einer erheblichen Risikoveränderung wird eine Ad-hoc-Berichtspflicht ausgelöst. Das Risiko wird dann unverzüglich an den Finanzvorstand der United Internet AG gemeldet und von diesem gegebenenfalls auch an den Aufsichtsrat berichtet. Damit können wesentliche Risiken schnellstmöglich adressiert werden. Zur Unterstützung des zentralen Risikomanagements sind zusätzlich dezentrale Risikomanager mit einer monatlichen Berichtsfrequenz in dem für den Geschäftserfolg der Gesellschaft besonders wesentlichen Geschäftsbereich "Technik und Entwicklung" installiert. Für den konzernweiten Austausch und den Abgleich von Risikoinformationen finden regelmäßige Risk-Manager-Meetings zwischen dem zentralen Risikomanagement, den dezentralen Risikomanagern sowie auch -im übergreifenden Ansatz -mit den unternehmensweiten, querschnittsverantwortlichen Stellen statt. In dem bei der United Internet AG etablierten Risikomanagementsystem werden derzeit ausschließlich die erkannten Risiken dokumentiert. Die Bewertung der Risiken erfolgt in einer Netto-Betrachtung, d. h. Effekte durch umgesetzte Maßnahmen werden erst bei der kontinuierlich fortgeschriebenen Risikobewertung berücksichtigt.

Risiken für United Internet

Aus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken erläutern die folgenden Abschnitte die aus Sicht der Gesellschaft wesentlichen Risikofelder und Einzelrisiken. Einschätzungen seitens des Vorstands der Gesellschaft hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der möglichen Auswirkungen der im Folgenden beschriebenen Risiken finden sich am Schluss dieses Risikoberichts.

Strategie

United Internet verfolgt ein zunehmend internationales Wachstum auf europäischen und außereuropäischen Märkten. Dies stellt die Gesellschaft zunehmend vor eine neue Art von Herausforderungen, die mit den unterschiedlichen kulturellen Umfeldern, unterschiedlichen gesetzlichen Anforderungen und auch ethischen und sozialen Erwartungen der Kunden und internationalen Mitarbeiter an die Muttergesellschaft zusammenhängen. Sowohl bei internen Prozessen, wie etwa der Durchführung übergreifender und internationaler Großprojekte, sowie auch der Kundenkommunikation hängt der unternehmerische Erfolg auch von den genauen Kenntnissen und der Berücksichtigung der landesspezifischen Besonderheiten der involvierten Parteiungen ab. Dies berücksichtigt die Gesellschaft durch einen verstärkten Aufbau interkultureller Kompetenz und die Sensibilisierung der Mitarbeiter und Führungskräfte.

Markt

Wettbewerb

Die Wettbewerbsintensität ist sowohl im Access- als auch im Applications-Segment hoch und könnte, beispielsweise durch den Markteintritt von neuen großen Wettbewerbern, weiter zunehmen. In der Folge könnten das Wachstum und / oder die erzielbaren Margen zurückgehen.

Im Rahmen der Diversifikation des Geschäftsmodells (z. B. Einstieg in De-Mail oder Mobile Internet) steigt United Internet gelegentlich in neue, zusätzliche Märkte mit großen Wettbewerbern ein. Mit einer solchen unternehmerischen Entscheidung für ein neues Geschäftsfeld oder ein neues Produkt sind in der Regel neue Risiken verbunden, die beispielsweise aus der Tarifierung der Produkte oder einer missbräuchlichen Nutzung (Fraud) resultieren. United Internet versucht, mit einer detaillierten Planung auf Basis interner Erfahrungswerte und externer Marktstudien, durch die Nutzung verschiedener Partner / Zulieferer sowie durch ständig verbesserte Anti-Fraud Maßnahmen diese Risiken zu minimieren.

Produktentwicklung

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für United Internet ist es, neue Produkte und Services zu entwickeln, um die Anzahl der Kundenverträge weiter zu steigern und die Kundenbindung zu stärken. Dabei besteht das Risiko, dass Neuentwicklungen zu spät auf den Markt kommen oder seitens der Zielgruppe nicht angenommen werden. Diesen Risiken begegnet United Internet durch eine intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtung sowie eine ständig auf das Feedback der Kunden reagierende Produktentwicklung.

Recht & Politik

Regulierung

Im Segment "Access" haben die Entscheidungen der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts Einfluss auf die Gestaltung der Breitband-Internetzugangstarife. Preiserhöhungen der Leitungsbetreiber, von denen United Internet Vorleistungen für die eigenen Kunden bezieht, könnten sich negativ auf die Profitabilität der Tarife auswirken. Gleichermaßen besteht die Möglichkeit, dass eine fehlende Regulierung das Marktumfeld für United Internet verschlechtert. United Internet begegnet dem steigenden Regulierungsrisiko durch eine Zusammenarbeit mit mehreren Vorleistungspartnern und einer aktiven Verbandsarbeit.

Mit sinkendem Trend besteht weiterhin das Risiko, dass es durch neue Datenschutzbestimmungen auf EU- und Bundesebene zu Einschränkungen in der Auswertung von so genannten Browser-Cookies kommt. Browser-Cookies ermöglichen das clientseitige Speichern von Information, die bei weiteren Aufrufen an den Server übertragen werden. Die Auswertung bzw. Informationsgewinnung über solche Browser-Cookies ist ein wesentlicher Bestandteil der Online-Werbung. Eine Nutzungseinschränkung könnte zur Folge haben, dass eigens entwickelte technische Lösungen nur noch bedingt eingesetzt werden könnten. Dies könnte das Geschäft in Teilen des Segments "Applications" behindern.

Datenschutz

United Internet speichert die Daten ihrer Kunden auf den Servern der firmeneigenen und angemieteten Rechenzentren. Der Umgang mit diesen Daten unterliegt umfangreichen gesetzlichen Vorgaben. Die Gesellschaft ist sich dieser großen Verantwortung bewusst und räumt dem Datenschutz einen hohen Stellenwert und besondere Beachtung ein. Gleichwohl kann nie ausgeschlossen werden, dass Datenschutzbestimmungen beispielsweise durch menschliches Fehlverhalten oder technische Schwachstellen verletzt werden. Durch den Einsatz neuester Technologien, die ständige Überprüfung der datenschutzrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Vorgaben sowie die möglichst frühzeitige Einbindung von Datenschutzaspekten und -anforderungen in die Produktentwicklung investiert die Gesellschaft kontinuierlich in die Verbesserung des Datenschutzniveaus.

Personal

Wenn United Internet ihre Personalressourcen an den nationalen und internationalen Standorten nicht effektiv steuert, ist die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage, ihr Geschäft effizient und erfolgreich zu führen. Es ist von zentraler Bedeutung, dass die personellen Ressourcen effektiv gesteuert werden, damit der kurz- und auch langfristige Bedarf an Mitarbeitern und an erforderlichen Fachkenntnissen erfüllt werden kann.

Diesem Risiko wirkt die Gesellschaft gezielt durch eine Reihe von Maßnahmen entgegen. Dazu gehören beispielsweise die Nachfolgeplanung und die Personalplanung, Outsourcing und der befristete Einsatz externer Ressourcen.

Hoch qualifizierte Mitarbeiter bilden die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg von United Internet. Der Wettbewerb um kompetente und spezialisierte Fach- und Führungskräfte ist jedoch intensiv. Wenn es nicht gelingt, Führungskräfte und Mitarbeiter mit speziellem Fach- und Technologiewissen zu gewinnen, weiterzuentwickeln und an die Gesellschaft zu binden, wäre United Internet nicht in der Lage, ihrer Geschäftstätigkeit effektiv nachzugehen und ihre Wachstumsziele zu erreichen.

Trotz dieser Risiken sieht sich die Gesellschaft als attraktiver Arbeitgeber gut aufgestellt, um auch künftig hervorragend qualifizierte Fach- und Führungskräfte mit Potenzial zur Steigerung des Geschäftserfolgs einstellen zu können. Die Gesellschaft wirkt diesem Risiko auch entgegen, indem Mitarbeiter- und Führungskompetenzen gezielt weiterentwickelt werden. So werden gezielt Maßnahmen zur beruflichen Weiterentwicklung, Mentoren- und Coachingprogramme sowie besondere Angebote für Potenzialträger angeboten, die auf die Weiterentwicklung von Talenten und insbesondere von Führungskompetenzen ausgerichtet sind.

Weitere Angaben zum Thema Personal finden sich unter Punkt 2.5 "Wesentliche finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" dieses Lageberichts unter "Mitarbeiter".

Fraud

Um dem dynamischen Kundenwachstum sowie einer möglichst schnellen Leistungsbereitstellung im Sinne des Kunden Rechnung zu tragen, sind die Bestell- und Bereitstellungsprozesse der United Internet AG -wie bei vielen großen Unternehmen im Massenmarktgeschäft -weitgehend automatisiert. Diese automatisierten Prozesse bieten naturgemäß Angriffsmöglichkeiten für Internet-Betrüger. So könnten der United Internet AG beispielsweise Schäden durch automatisierte Hosting- oder Domainbestellungen entstehen, die unter einer falschen Identität bestellt und nicht bezahlt werden.

Auch durch missbräuchliche SIM-Kartennutzungen, z. B. infolge von massenhaften Anrufweiterleitungen oder Roaming-Calls, können Schäden entstehen.

United Internet versucht durch den permanenten Ausbau des Fraud-Managements, durch eine enge Zusammenarbeit mit den Vorleistungsdienstleistern sowie durch entsprechende Produktgestaltung solche Fraud-Angriffe zu vermeiden oder zumindest sehr frühzeitig zu erkennen und zu beenden.

Leistungserstellung

Bedrohungspotenziale im Internet

Die United Internet AG realisiert ihren Unternehmenserfolg im Wesentlichen im Umfeld des Internet. Zur Leistungserbringung werden im Rahmen der Geschäftsprozesse Informations- und Telekommunikationstechnologien (Rechenzentren, Übertragungssysteme, Vermittlungsknoten u. a.) eingesetzt, die stark mit dem Internet vernetzt sind und deren Verfügbarkeit durch Bedrohungen aus dem Internet gefährdet werden können. So könnten beispielsweise DDoS-Attacken (DDoS = Distributed Denial of Service) zu einer Überlastung der technischen Systeme bzw. zu Serverausfällen führen. Um solchen Risiken zunehmend schneller begegnen zu können, wird das bestehende Überwachungs- und Alarmierungssystem inklusive der nötigen Prozesse und Dokumentationen kontinuierlich optimiert.

Es besteht auch das Risiko eines Hackerangriffs mit dem Ziel, Kundendaten auszuspionieren, zu löschen oder Leistungen missbräuchlich in Anspruch zu nehmen. United Internet begegnet diesem Risiko mit dem Einsatz von Virenscannern, Firewalling-Konzepten, eigens initiierten Tests und diversen technischen Kontrollmechanismen.

In den vergangenen Jahren ist eine stetige Zunahme an Spam-E-Mails im Internet zu verzeichnen. Hier besteht das Risiko, dass Spammer die E-Mail-Systeme der Gesellschaft missbrauchen und diese dann von anderen E-Mail-Providern blockiert werden. Um diesem Risiko zu begegnen, wurden verschiedene Vorkehrungen getroffen, das Spam-Aufkommen möglichst gering zu halten. Durch die aktive Teilnahme an länderübergreifenden Arbeitsgruppen wirkt United Internet darüber hinaus unter anderem auch bei der Weiterentwicklung der Mail-Security-Standards mit.

Die Bedrohungspotentiale aus dem Internet stellen für United Internet hinsichtlich ihrer Auswirkungen die größte Risikogruppe dar, die insgesamt durch eine Vielzahl an technischen und organisatorischen Maßnahmen kontrolliert werden. Insbesondere seien hier der Betrieb und die kontinuierliche Verbesserung eines Sicherheitsmanagementsystems sowie der stetige Ausbau der Widerstandsfähigkeit (Resilienz) der Systeme genannt.

Einsatz von Hard- und Software

Die Produkte von United Internet sowie die dazu benötigten Geschäftsprozesse basieren auf einer komplexen technischen Infrastruktur und einer Vielzahl erfolgskritischer Softwaresysteme (Server, Kundenverwaltungsdatenbanken, Statistiksysteme etc.). Die ständige Anpassung an sich verändernde Kundenbedürfnisse führt zu einer zunehmenden Komplexität dieser technischen Infrastruktur, an der regelmäßig Änderungen vorgenommen werden müssen. In der Folge, aber auch durch größere Umstellungen wie beispielsweise Migrationen von Datenbeständen, kann es zu vielfältigen Störungen oder Ausfällen kommen. Sollten z. B. Leistungssysteme betroffen sein, könnte United Internet gegenüber ihren Kunden die zugesicherte Leistung nicht oder vorübergehend nicht mehr erbringen. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft durch gezielte Architekturanpassungen, Qualitätssicherheitsmaßnahmen und eine räumlich getrennte (georedundante) Auslegung der Kernfunktionalitäten.

Für den Betrieb der Systeme besteht auch das Risiko gezielter Angriffe von innen und außen, z. B. durch Hacker oder durch Manipulation seitens zugriffsberechtigter Mitarbeiter, die Ausfälle oder Verschlechterungen der Services nach sich ziehen könnten. Um diesem Risiko zu begegnen, werden verschiedene soft- und hardwarebasierte Sicherheitsvorkehrungen eingesetzt, die Infrastruktur und Verfügbarkeit schützen. Durch die Teilung von Aufgaben werden risikobehaftete Handlungen oder Geschäftsvorfälle nicht von einem Mitarbeiter allein, sondern nach dem "Vier-Augen-Prinzip" ausgeführt. Manuelle und technische Zugriffsbeschränkungen stellen darüber hinaus sicher, dass Mitarbeiter nur in ihren Verantwortungsbereichen tätig sind. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme gegen Datenverlust werden die vorhandenen Datenbestände einer regelmäßigen Datensicherung unterzogen und in georedundanten Rechenzentren gespeichert.

Komplexität in der Entwicklung

Auch hinsichtlich der bei United Internet intern realisierten Arbeitsabläufe und -prozesse sind vor dem Hintergrund der stetig steigenden Komplexität und Interoperabilität der angebotenen Produkte gestiegene Anforderungen an die Weiterentwicklung des Gesamtportfolios zu verzeichnen, die mit ständig wachsenden Abstimmungs- und Koordinationsaufwänden einhergehen. Die besondere Herausforderung liegt hierbei neben der Sicherstellung der Qualitätsstandards vor allem auch an der Berücksichtigung des agilen und sich immer schneller vollziehenden Marktgeschehens, welches die Aufrechterhaltung einer diesen Entwicklungen Schritt haltendenden, gewohnt leistungsfähigen und belastbaren Weiterentwicklungskomponente bedingt.

Ein weiterer Aspekt in diesem Kontext ist der Erhalt und Ausbau von Kernfähigkeiten im Unternehmen für die Weiterentwicklung des Produktportfolios. So könnte bei zeitkritischen Projekten der Einsatz von hochspezialisierten Dienstleistern bei deren kurzzeitigem Ausfall zu weiteren Mehraufwänden und negativen Folgen -wie etwa der Verzögerung geplanter Kampagnen, Sicherheitslücken o.ä. -im Unternehmen führen.

Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft mit einer ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung der internen Abläufe und Prozesse, der gezielten Bündelung und Bindung von Experten und Kompetenzträgern sowie der kontinuierlichen Optimierung der organisatorischen Strukturen der Weiterentwicklungskomponenten. Auch hinsichtlich der Auswahl und Steuerung strategischer Outsourcing-Partner wird sichergestellt, dass deren Verlässlichkeit und Fachkunde nach international belastbaren Kriterien nachgewiesen ist und keine Partnerschaften für kritische Geschäftsbereiche eingegangen werden, die nicht durch gesellschaftsinterne Fähigkeiten verzugslos aufrechterhalten werden könnten.

Zusätzliche Angaben zu Risiken, Finanzinstrumenten und Finanzrisikomanagement

Die im Wesentlichen bei der Einzelgesellschaft United Internet AG im Zuge der Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeit entstandenen finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Bankdarlehen, Kontokorrentkredite sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Die United Internet AG verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus ihrer Geschäftstätigkeit resultieren. Diese umfassen im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Gesellschaft verfügte zum Bilanzstichtag im Wesentlichen über originäre Finanzinstrumente sowie derivative Finanzinstrumente aus Zinssicherungsvereinbarungen.

Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Dabei unterliegt die Gesellschaft hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Liquiditätsrisiken sowie Finanzmarktrisiken, die im Folgenden dargestellt werden.

Liquidität

Das Liquiditätsrisiko von United Internet besteht grundsätzlich darin, dass die Gesellschaft möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen -beispielsweise der Tilgung von Finanzschulden -nicht nachkommen kann. Ziel der Gesellschaft ist die kontinuierliche Deckung des Finanzmittelbedarfs und die Sicherstellung der Flexibilität auch durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen.

Im Cash-Management werden konzernweit der Bedarf und Überschuss an Zahlungsmitteln zentral ermittelt. Durch das konzerninterne Saldieren (Netting) von Bedarf und Überschuss wird die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß reduziert. Das Netting erfolgt durch Cash-Pooling-Verfahren. Die Gesellschaft hat zur Steuerung ihrer Bankkonten und der internen Verrechnungskonten sowie zur Durchführung automatisierter Zahlungsvorgänge standardisierte Prozesse und Systeme etabliert.

Neben der operativen Liquidität unterhält United Internet auch weitere Liquiditätsreserven, die kurzfristig verfügbar sind. Bestandteil dieser Liquiditätsreserven ist ein zugesagter syndizierter Kredit.

Bei der Gesellschaft besteht derzeit keine wesentliche Liquiditätsrisiko-Konzentration.

Financial Covenants

Die bestehenden Kreditlinien der Gesellschaft sind an sogenannte Financial Covenants (Kreditauflagen) gebunden. Eine Verletzung dieser Auflagen könnte dazu führen, dass der Kreditgeber die Finanzierungen kündigen und die jeweiligen Valutierungen sofort fällig stellen kann. Die in den Kreditverträgen von United Internet enthaltenen Covenants umfassen die Einhaltung einer bestimmten Nettofinanzschulden-zu-EBITDA-Relation sowie die Einhaltung einer bestimmten EBITDA-zu-Zinsen-Relation. Mit diesen Relationen wird die relative Belastung der Gesellschaft durch die Finanzverbindlichkeiten (z. B. durch Zinszahlungen) berechnet. Angesichts der derzeit weit besseren Relationen von United Internet wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering eingeschätzt. Die Einhaltung der Kreditauflagen wird vom Vorstand der Gesellschaft fortlaufend überwacht.

Finanzmarkt

Die Aktivitäten der United Internet AG sind insbesondere finanziellen Risiken aus der Änderung von Zinssätzen, von Wechselkursen sowie von Börsenkursen ausgesetzt.

Zinsen

Die Gesellschaft ist grundsätzlich Zinsrisiken ausgesetzt, da Finanzmittel im Wesentlichen zu variablen Zinssätzen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgenommen wurden. Zur Absicherung der Zinsrisiken wurden in den letzten Jahren Zinssicherungsvereinbarungen abgeschlossen.

Die Gesellschaft prüft auf der Grundlage der Liquiditätsplanung ständig die verschiedenen Anlagemöglichkeiten der liquiden Mittel und die Konditionen der Finanzschulden. Ein entstehender Finanzierungsbedarf wird mittels geeigneter Instrumente zur Liquiditätssteuerung gedeckt. Liquiditätsüberschüsse werden bestmöglich im Geldmarkt angelegt. Aufgrund der Entwicklung auf den weltweiten Finanzmärkten blieb das Zinsrisiko weitgehend unverändert.

Marktzinsänderungen könnten sich auf das Zinsergebnis auswirken und gehen in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein. Zur Darstellung von Marktrisiken verwendet United Internet eine Sensitivitätsanalyse, die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis vor Steuern zeigt. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag bezogen werden.
Währung

Das Währungsrisiko von United Internet resultiert im Wesentlichen aus der operativen Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und / oder Aufwendungen auf eine von der funktionalen Währung des Konzerns abweichende Währung lauten) und den Nettoinvestitionen in ausländischen Tochterunternehmen. Im Berichtszeitraum lagen keine die Cashflows wesentlich beeinflussenden Währungsrisiken vor.
Börsenkurse (Bewertungsrisiko)

Ein Börsenkursrisiko resultiert im Wesentlichen aus Beteiligungen an börsennotierten Gesellschaften. Diese Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern der (anteilige) Börsenwert einer Beteiligung dauerhaft unter dessen Anschaffungskosten liegt, erfasst die Gesellschaft die Wertminderung des Finanzinstruments im Periodenergebnis.

Kapitalsteuerung

Die Gesellschaft unterliegt über die aktienrechtlichen Bestimmungen hinaus keinen weitergehenden satzungsmäßigen oder vertraglichen Verpflichtungen zum Kapitalerhalt. Die im Rahmen der Unternehmenssteuerung von der Gesellschaft herangezogenen Finanzkennzahlen (Umsatz, EBITDA, EBIT, EPS) sind überwiegend erfolgsorientiert. Ziele, Methoden und Prozesse des Kapitalmanagements sind den erfolgsorientierten Finanzkennzahlen untergeordnet.

Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann die Gesellschaft Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen, eigene Anteile erwerben und bei Bedarf wieder platzieren oder auch neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2013 bzw. 31. Dezember 2012 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.

Steuern

Der Teilkonzern 1&1 hat im Geschäftsjahr 2012 Umstellungen bei den internen Verrechnungspreismodalitäten für bestimmte Tochterunternehmen vorgenommen. Für die United Internet AG als Einzelgesellschaft bestehen in Bezug auf bereits auf Ebene eines Tochterunternehmens in Großbritannien versteuerte Gewinne Risiken hinsichtlich einer Nachversteuerung dieser Einkünfte in Deutschland. Je nach Ausgang des zu erwartenden Verständigungsverfahrens könnte dies zu einer zusätzlichen Steuerbelastung auf Ebene der United Internet AG (als Einzelgesellschaft) führen. Sollte dieser Fall eintreten, würden den zusätzlichen Steueraufwendungen auf Ebene der United Internet AG (Einzelgesellschaft) kompensatorische Effekte aus Steuerrückerstattungen auf Ebene der britischen Tochtergesellschaft gegenüberstehen.

Gesamtaussage des Vorstands zur Risikosituation des Konzerns

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken unter Berücksichtigung der Interdependenzen.

Die wesentlichen Herausforderungen umfassen aus heutiger Sicht insbesondere Bedrohungspotenziale im Internet, Einsatz von Hard- und Software sowie Risiken aus den Bereichen Recht & Politik, Markt und Fraud.

Durch den weiteren Ausbau des Risikomanagements begegnet United Internet diesen Risiken und begrenzt sie, soweit sinnvoll, mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen auf ein Minimum.

Bestandsgefährdende Risiken für den United Internet Konzern waren im Geschäftsjahr 2013 sowie zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts weder aus Einzelrisikopositionen noch aus der Gesamtrisikosituation erkennbar.

Eintrittswahrscheinlichkeit / mögliche Auswirkungen der Unternehmensrisiken

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkung
Risiken im Bereich Strategie
Internationalisierung Hoch Hoch
Risiken im Bereich Markt
Wettbewerb Hoch Hoch
Produktentwicklung Gering Hoch
Risiken im Bereich Recht & Politik
Regulierung Hoch Sehr hoch
Datenschutz Sehr gering Hoch
Risiken im Bereich Mitarbeiter
Personal Sehr gering Gering
Risiken im Bereich Fraud
Betrug Hoch Gering
Risiken im Bereich Leistungserstellung
Bedrohungspotenziale im Internet Gering Extrem hoch
Einsatz von Soft- und Hardware Hoch Hoch
Komplexität in der Entwicklung Gering Hoch
Risiken im Bereich Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement
Liquidität Sehr gering Sehr gering
Financial Covenants Sehr gering Sehr gering
Finanzmarkt Gering Hoch
Kapitalsteuerung Sehr gering Sehr gering
Steuern Sehr gering Sehr gering

Bewertungskategorien der Unternehmensrisiken in aufsteigender Reihenfolge

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkung
Sehr gering Sehr gering
Gering Gering
Hoch Hoch
Sehr hoch Sehr hoch
Extrem hoch

4.2 Chancenbericht

Chancenmanagement

Das Chancenmanagement hat seine Grundlage in der strategischen Planung und den daraus abgeleiteten Maßnahmen für die Entwicklung von Produkten und deren Positionierung in den unterschiedlichen Zielgruppen, Märkten und Ländern während des Produkt-Lebenszyklus. Die direkte Verantwortung für das frühzeitige und kontinuierliche Identifizieren, Bewerten und Steuern von Chancen obliegt dem Konzernvorstand sowie der operativen Führungsebene in den jeweiligen Geschäftssegmenten in Form der Bereichsvorstände und Geschäftsführer. Das Management der United Internet AG beschäftigt sich intensiv mit detaillierten Auswertungen, Modellen und Szenarien zu aktuellen und künftigen Branchen- und Technologietrends, Produkten, Märkten / Marktpotenzialen und Wettbewerbern im Umfeld der Gesellschaft. Die bei diesen strategischen Analysen identifizierten Chancenpotenziale werden anschließend unter Betrachtung der kritischen Erfolgsfaktoren sowie der bestehenden Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der United Internet AG analysiert, in den Planungsgesprächen zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und den operativ verantwortlichen Führungskräften diskutiert und in konkrete Maßnahmen, Ziele und Meilensteine umgesetzt. Fortschritt und Erfolg der Maßnahmen werden fortlaufend von den operativ Verantwortlichen sowie von den Geschäftsführern und Vorständen der Gesellschaften überwacht.

Chancen für United Internet

Das stabile und weitgehend konjunkturunabhängige Geschäftsmodell von United Internet sichert planbare Umsätze und Cashflows und eröffnet so finanzielle Spielräume, um Chancen in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten zu nutzen -organisch oder durch Übernahmen.

Breite strategische Positionierung in Wachstumsmärkten

Angesichts der breiten Positionierung in den heutigen Wachstumsmärkten liegen die rein strategischen Wachstumschancen der Gesellschaft auf der Hand: Überall und ständig verfügbare, immer leistungsfähigere Breitbandanschlüsse ermöglichen neue, aufwändigere Cloud-Applikationen. Diese internetbasierten Anwendungen für Privatanwender, Freiberufler und kleine Unternehmen sind für United Internet aus heutiger Sicht die Wachstumstreiber der nächsten Jahre -sowohl als eigenständige Produkte im Segment "Applications" wie auch in Kombination mit den festnetz- und mobilfunkbasierten Zugangsprodukten im Segment "Access".

Partizipation am Marktwachstum

Trotz der unsicheren volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet United Internet wie auch viele der führenden Branchenanalysten eine positive Entwicklung in den für die Gesellschaft wesentlichen Märkten. United Internet gehört in diesen Märkten zu den führenden Marktteilnehmern. National und international. Mit den sehr wettbewerbsfähigen Access-Produkten, dem wachsenden Portfolio an Cloud-Applikationen, den starken und spezialisierten Marken, der hohen Vertriebskraft sowie den bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen zu Millionen Privat- und Geschäftskunden (Cross- und Up-Selling-Potenzial) ist United Internet gut aufgestellt, um in beiden Geschäftssegmenten auch am erwarteten Marktwachstum zu partizipieren.

Ausbau der Marktpositionen

Die United Internet AG gehört heute in vielen Unternehmensbereichen zu den marktführenden Unternehmen. Aufbauend auf dem vorhandenen technologischen Know-how, der hohen Produkt- und Servicequalität, der Bekanntheit der Konzernmarken wie 1&1, GMX, WEB.DE, united-domains, InterNetX oder Fasthosts, der Geschäftsbeziehungen zu Millionen Privat- und Geschäftskunden sowie der hohen Kundenbindung sieht United Internet gute Chancen, die heutigen Marktanteile weiter auszubauen.

Einstieg in neue Geschäftsfelder

Zu den Kernkompetenzen von United Internet gehört es auch, Kundenwünsche, Trends und somit neue Märkte frühzeitig zu erkennen. Die breit angelegte Wertschöpfungskette (von Produktentwicklung und Rechenzentrumsbetrieb, über effektives Marketing und einen schlagkräftigen Vertrieb bis hin zur aktiven Kundenbetreuung) ermöglicht es United Internet dabei, oft schneller als andere mit Innovationen am Markt zu sein und diese -dank der hohen Cash-Generierung in den bestehenden Geschäftsfeldern -kraftvoll zu vermarkten.

Bei sich abzeichnenden neuen Chancen, wie z. B. De-Mail, ist United Internet bereit und durch die starke Cash-Generierung in den etablierten Geschäftsfelder auch in der Lage, einen mehrjährigen kostenintensiven Vorlauf zu tragen. Denn dank des hohen Marktanteils bei deutschen E-Mail-Nutzern kann sich die Gesellschaft gute Chancen ausrechnen, sichtbar am Geschäft rund um den digitalen, rechtssicheren Briefweg (insbesondere bei Umsätzen aus "Porto" und "Werbesendungen") zu partizipieren.

Ähnliches gilt für die neuen Top-Level-Domains (nTLDs). Auch hier hat United Internet im Geschäftsjahr 2013 stark in künftiges Wachstum investiert. Dafür wurden Werbebudgets aus der internationalen TV-Vermarktung der 1&1 Do-It-Yourself Homepage in eine breit angelegte Werbekampagne für die neuen Top-Level-Domains (nTLDs) umgeschichtet. Die im Rahmen der Kampagne generierten Vorregistrierungen können erst bei Verfügbarkeit der Endung sukzessive in kostenpflichtige Kundenverträge gewandelt werden und sind damit eine Investition in das Wachstum der nächsten Jahre.

Internationalisierung

Cloud-Applikationen sind weltweit einsetzbar und funktionieren in Frankfurt am Main nach den gleichen Regeln wie in London, Rom oder New York. So hat United Internet bereits in der Vergangenheit zunächst für Deutschland entwickelte Cloud-Produkte wie die 1&1 Do-It-Yourself Homepage auf Sprache und länderspezifische Unterschiede angepasst und diese sukzessive in andere Länder ausgerollt.

Dank der guten Exportierbarkeit dieser Produkte ist United Internet im Geschäftsfeld "Applications" schon heute in zahlreichen europäischen Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Polen), aber auch in Nordamerika (USA, Kanada und Mexiko) tätig. Weitere Länder und Produkt-Rollouts werden sukzessive folgen.

4.3 Prognosebericht

Konjunkturerwartungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem aktualisierten Weltwirtschaftsausblick vom Januar 2014 seine Prognosen für die Entwicklung der globalen Volkswirtschaften in den Jahren 2014 und 2015 bekannt gegeben.

Danach wird die Weltwirtschaft in den kommenden Jahren deutlich schneller wachsen als bisher. Doch trotz guter Aussichten sieht der IWF das Risiko neuer Krisen nicht gebannt. Dazu zählt der Fonds die niedrige Inflation, insbesondere in der Eurozone, und sieht die Wahrscheinlichkeit einer Deflation als erhöht an, zumal die Notenbanken kaum noch Spielräume für Zinssenkungen hätten. Zudem warnt der Fonds davor, dass die Zentralbanken ihre Konjunkturhilfen überstürzt verringerten.

Konkret rechnet der Fonds für die Weltwirtschaft -nach einem Wachstum um 3,0 % in 2013 -mit einem Plus von 3,7 % in 2014 und 3,9 % in 2015.

Angetrieben wird der Anstieg dem IWF zufolge von wesentlich besseren Zahlen in den Industrieländern. So soll das Wachstum in den entwickelten Volkswirtschaften Europas, Nordamerikas und Japans -nach einem Plus von 1,3 % in 2013 - über 2,2 % in 2014 auf 2,3 % in 2015 zulegen. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer sagt der Fonds -nach einem Plus von 4,7 % in 2013 -ein Wachstum um 5,1 % für 2014 und 5,4 % für 2015 voraus.

Auch für die nordamerikanischen Zielländer von United Internet, den USA, Kanada und Mexiko, fällt der Ausblick des IWF optimistisch aus. So soll die Volkswirtschaft in den USA -nach einem Plus von 1,9 % in 2013 -um 2,8 % in 2014 und 3,0 % in 2015 zulegen. Für Kanada wird -nach einem Plus von 1,7 % in 2013 -für 2014 ein Wachstum von 2,2 % und für 2015 von 2,4 % erwartet. Und auch die Volkswirtschaft in Mexiko soll -nach einem Plus von 1,2 % in 2013 -um 3,0 % in 2014 und 3,5 % in 2015 zulegen.

Für die Euro-Zone hat der IWF für 2014 und 2015 -nach einer Rezession um -0,4 % in 2013 -ein Wachstum von 1,0 % bzw. 1,4 % in Aussicht gestellt. Damit attestieren die IWF-Experten der Konjunktur in der Euro-Zone zwar erste Erholungstendenzen, gleichwohl sieht der IWF die Krise nicht als überwunden an. Der größte Belastungsfaktor ist nach Ansicht des IWF-Reports "Jobs and Growth in Europe" vor allem die hohe Arbeitslosigkeit in einzelnen Ländern aber auch in der Euro-Zone insgesamt. So notierte die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone im Dezember 2013 laut Eurostat unverändert bei 12,0 %. Für den IWF ist klar: Ohne ein starkes Wirtschaftswachstum kann die Krise am Arbeitsmarkt nicht überwunden werden. Aber danach sieht es in vielen Ländern der Euro-Zone nicht aus. Die Lage kann sich nach Ansicht des IWF nur mit durchgreifenden Reformen zum Positiven verändern.

Trotz der anhaltenden Probleme auf den Arbeitsmärkten gibt der IWF für alle europäischen Zielländer von United Internet einen optimistischeren Ausblick. So sollen die Volkswirtschaften in Großbritannien nach 1,7 % in 2013 um 2,4 % in 2014 sowie 2,2 % in 2015 und in Frankreich nach 0,2 % in 2013 um 0,9 % in 2014 sowie 1,5 % in 2015 zulegen. Und auch für die rezessionsgeplagten Volkwirtschaften Spaniens und Italiens prognostiziert der IWF leichte Verbesserungen. So soll die Wirtschaft Spaniens nach -1,2 % in 2013 um 0,6 % in 2014 sowie 0,8 % in 2015 und die Wirtschaft Italiens nach -1,8 % in 2013 um 0,6 % in 2014 sowie 1,1 % in 2015 wachsen.

Für den aus United Internet Sicht wichtigsten Markt, Deutschland, erwartet der IWF -nach einem Plus von 0,5 % in 2013 -ein Wirtschaftswachstum von 1,6 % in 2014 und 1,4 % in 2015.

Markt-Prognose: Entwicklung wesentlicher Bruttoinlandsprodukte*

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2013 2014e 2015e
Welt 3,0 % 3,7 % 3,9 %
USA 1,9 % 2,8 % 3,0 %
Kanada 1,7 % 2,2 % 2,4 %
Mexiko 1,2 % 3,0 % 3,5 %
Euro-Zone -0,4 % 1,0 % 1,4 %
Deutschland 0,5 % 1,6 % 1,4 %
Frankreich 0,2 % 0,9 % 1,5 %
Italien -1,8 % 0,6 % 1,1 %
Spanien -1,2 % 0,6 % 0,8 %
Großbritannien 1,7 % 2,4 % 2,2 %

* Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook (Update), Januar 2014

Markt- / Branchenerwartungen

Sowohl international wie auch national soll es für die IT- und Telekommunikationsbranche (ITK) im Jahr 2014 aufwärts gehen. Laut Branchenverband BITKOM soll der weltweite ITK-Markt 2014 um voraussichtlich 4,5 % auf 2,96 Billionen € wachsen. Für den ITK-Markt in der EU erwartet der BITKOM in 2014 ein Wachstum von 1,3 %.

Der Gesamtmarkt für IT, Telekommunikation und digitale Unterhaltungselektronik in Deutschland soll 2014 um 1,7 % auf 153,4 Mrd. € zulegen.

Innerhalb des Gesamtmarkts liegt der IT-Sektor mit einem erwarteten Plus von 2,8 % auf 76,3 Mrd. € vorn. Am schwächsten entwickelt sich dabei der Hardware-Markt, der mit einem Plus von 0,2 % auf rund 21 Mrd. € praktisch stagniert. Grund ist erneut ein deutlicher Umsatzrückgang beim Geschäft mit Desktop-PCs und Notebooks, der aus einer rückläufigen Nachfrage sowie einem starken Preiswettbewerb resultiert. Der Umsatz mit IT-Dienstleistungen wie Beratung und Outsourcing soll um 3,2 % auf 36,5 Mrd. € wachsen. Das größte Wachstum wird für den Softwarebereich erwartet, der um 5,3 % auf 19 Mrd. € zulegen soll.

Der Telekommunikationsmarkt wird der BITKOM-Prognose zufolge mit 0,5 % auf 66,2 Mrd. € deutlich langsamer wachsen. Mit einem stabilen Wachstum von 3 % wie im Vorjahr sollen dabei die Umsätze mit Infrastruktursystemen auf 6,3 Mrd. € zulegen. Stark gegenläufige Tendenzen gibt es beim Geschäft mit Endgeräten und Telekommunikationsdiensten. Während der Verkauf von Mobiltelefonen angesichts des anhaltenden Smartphone-Booms ein Plus von 8,0 % auf rund 10 Mrd. € verbuchen kann, sinken die Umsätze mit Daten- und Sprachdiensten um 1,3 % auf rund 50 Mrd. €.

Bei der Unterhaltungselektronik erwartet der BITKOM -nach einem kräftigen Rückgang im Vorjahr -wieder eine Erholung und rechnet mit einem Umsatzplus von 1,9 % auf 10,9 Mrd. €.

Markt-Prognose: Entwicklung der ITK-Marktsegmente in Deutschland (in Mrd. €)

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2014e 2013 Veränderung
Gesamtmarkt ITK 153,4 150,8 + 1,7 %
Teilmarkt IT 76,3 74,2 + 2,8 %
Teilmarkt Telekommunikation 66,2 65,9 + 0,5 %
Teilmarkt Unterhaltungselektronik 10,9 10,7 + 1,9 %

Quelle: BITKOM

Auch die deutschen Hightech-Unternehmen sind für die kommenden Monate sehr zuversichtlich. 78 % der befragten IT- und Telekommunikationsunternehmen rechnen im 1. Halbjahr 2014 mit steigenden Umsätzen. Weitere 11 % gehen von Umsätzen auf Vorjahresniveau aus und nur 11 % der Unternehmen erwarten schlechtere Geschäfte. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage vom Februar 2014 des Hightech-Verbands BITKOM in der deutschen ITK-Branche hervor. Auch für das Gesamtjahr 2014 sind die Unternehmen positiv gestimmt. So gehen 82 % der ITK-Unternehmen von Umsatzsteigerungen aus und lediglich 11 % rechnen mit rückläufigen Geschäften.

Von besonderer Bedeutung für United Internet sind insbesondere der deutsche Breitband- und Mobile-Internet-Markt im abonnementfinanzierten Segment "Access" sowie der Cloud-Computing-Markt und der deutsche Online-Werbemarkt im abonnement- und werbefinanzierten Segment "Applications".

Breitbandmarkt in Deutschland

Für den deutschen (festnetzbasierten) Breitbandmarkt erwarten die Experten angesichts einer bereits vergleichsweise hohen Haushaltsabdeckung von über 80 % - sowie des Trends zur mobilen Internet-Nutzung -weiterhin ein nur moderates Wachstum.

Bei den mit festnetzbasierten Breitbandanschlüssen erzielten Umsätzen erwartet PricewaterhouseCoopers für 2014 -laut der Studie "German Entertainment and Media Outlook 2013-2017" vom Oktober 2013 -einen Anstieg um lediglich 0,9 % auf 7,65 Mrd. €.

Markt-Prognose: Breitband-Access (Festnetz) in Deutschland

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2014e 2013 Veränderung
Umsatz (in Mrd. €) 7,65 7,58 + 0,9 %

Quelle: PricewaterhouseCoopers

Mobile-Internet-Markt in Deutschland

Dem Mobile-Internet-Markt hingegen sagen alle Experten ein weiterhin dynamisches Wachstum voraus. Nach einem Marktwachstum um 5,8 % auf 9,1 Mrd. € in 2013 erwartet der Branchenverband BITKOM für die mobilen Datendienste auch in 2014 ein Wachstum um 5,5 % auf 9,6 Mrd. €.

Getragen wird dieses Wachstum vor allem durch günstige und somit für den Verbraucher attraktive Preise sowie vom Boom bei Smartphones und Tablet-PCs und den damit verbundenen Anwendungen (Apps). So rechnet der BITKOM auch 2014 mit einer weiteren Absatzsteigerung um 12,1 % auf insgesamt 29,6 Mio. verkaufte Smartphones (nach 26,4 Mio. in 2013).

Markt-Prognose: Mobile Internet (Mobilfunk) in Deutschland

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2014e 2013 Veränderung
Umsatz (in Mrd. €) 9,6 9,1 + 5,5 %

Quelle: BITKOM I European Information Technology Observatory (EITO)

Cloud-Computing-Markt

In einem Update der Studie "Forecast Overview: Public Cloud Services, Worldwide" vom 28. August 2013 erwartet Gartner für 2014 ein weltweites Wachstum für Public Cloud Services von 131,1 Mrd. $ um 17,5 % auf 154,1 Mrd. $.

Auch für die aus United Internet Sicht wesentlichsten Regionen Nordamerika (+21,7 % auf 51,5 Mrd. USD) und Westeuropa (+12,4 % auf 21,8 Mrd. USD) rechnet Gartner auch in 2014 mit weiterem Wachstum.

Markt-Prognose: Cloud Computing

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(in Mrd. $) 2014e 2013 Veränderung
Umsatz weltweit 154,1 131,1 + 17,5 %
Umsatz in Nordamerika 51,5 42,3 + 21,7 %
Umsatz in Westeuropa 21,8 19,4 + 12,4 %

Quelle: Gartner, BITKOM I Experton Group

Online-Werbemarkt in Deutschland

In 2013 waren die Aktivitäten der Werbetreibenden im Online-Sektor unverändert durch eine große Investitionsbereitschaft bestimmt.

Auch in 2014 erwarten Experten weiteres Wachstum. So erwartet PricewaterhouseCoopers -laut der Studie "German Entertainment and Media Outlook 2013-2017" vom Oktober 2013 -einen Anstieg um 8,4 % auf 5,55 Mrd. €.

Markt-Prognose: Online-Werbung in Deutschland

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(in Mrd. €) 2014e 2013 Veränderung
Online-Werbeumsatz 5,55 5,12 + 8,4 %

Quelle: PricewaterhouseCoopers

Unternehmenserwartungen

Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2014

Die United Internet AG wird ihre auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Geschäftspolitik auch künftig fortsetzen und in neue Kunden, neue Produkte und Geschäftsfelder sowie die weitere Internationalisierung investieren.

Im Segment "Access" sieht sich United Internet angesichts der auf Transparenz und Flexibilität basierenden Produktpolitik, der innovativen Produkte sowie des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses gut aufgestellt. Das Vertrags- und Umsatzwachstum in diesem Segment wird im Geschäftsjahr 2014 aus der Vermarktung von DSL-Komplettpaketen, neuen DSL-Anschlüssen und von Mobile-Internet-Produkten erwartet. Bei DSL-Anschlüssen stehen in 2014 der Ausbau der V-DSL-Reichweite sowie der Einsatz der neuen Übertragungstechnologie "Vectoring" (mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s) im Vordergrund. Bei den Mobile-Internet-Produkten wird es im Laufe des Jahres 2014 neue Tarife auf der Basis von Vorleistungen des weiteren Vorleistungsanbieters E-Plus geben.

Auch im Segment "Applications" hat sich United Internet mit ihren starken und spezialisierten Marken, dem ständig wachsenden Portfolio an Cloud-Applikationen sowie den bestehenden Geschäftsbeziehungen zu Millionen kleiner Firmen, Freiberuflern und Privatanwendern gut positioniert, um die sich ergebenden Chancen im Cloud-Computing-Markt weiterhin zu nutzen. 2014 sollen die heutigen Zielmärkte mit Business-Applikationen weiter erschlossen werden. Schwerpunkte sind dabei die Vermarktung der neuen Top-Level-Domains (nTLDs) sowie von De-Mail-Business. Bei Consumer-Applikationen steht die sichere E-Mail-Kommunikation im Vordergrund. Schwerpunkte sind die Vermarktung von De-Mail-Accounts sowie die im August 2013 gemeinsam mit der Deutschen Telekom gestartete Initiative "E-Mail made in Germany", für die in 2014 eine TV-Kampagne geplant ist.

Neben dem organischen Wachstum prüft United Internet (insbesondere im Cloud Application Business) kontinuierlich Möglichkeiten von Firmenübernahmen und Beteiligungen. Dank der hohen Cashflows sowie den bestehenden Kreditlinien verfügt United Internet über die notwenigen finanziellen Mittel, das geplante künftige Wachstum zu finanzieren, sei es organisch oder durch Übernahmen.

Prognose für das Geschäftsjahr 2014

Konkret erwartet United Internet für 2014, dass die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge von 13,45 Mio. zum 31. Dezember 2013 um mehr als 0,8 Mio. Verträge steigt.

Der Umsatz im Konzern soll im Geschäftsjahr 2014 um ca. 10 % auf über 2,9 Mrd. € (Vorjahr: 2,656 Mrd. €) zulegen.

Für das EBITDA wird -nach Anlaufverlusten in neuen Geschäftsfeldern sowie den Werbekosten für die Initiative E-Mail made in Germany -ein Anstieg auf ca. 520 Mio. € (Vorjahr: 407,2 Mio. €) erwartet.

Der Gewinn je Aktie soll zwischen 1,40 - 1,50 € (Vorjahr: 1,07 €) liegen.

Der Free Cashflow (definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen) soll auch im Geschäftsjahr 2014 bei über 200 Mio. € liegen.

Das Ergebnis der United Internet AG auf Ebene des Einzelabschlusses ist aufgrund ihrer Rolle als Holding-Gesellschaft im Wesentlichen durch das Beteiligungsergebnis beeinflusst. Zentraler Treiber ist hier die Ergebnisabführung seitens der Tochtergesellschaft 1&1 Internet AG. Insofern gelten die obigen Aussagen zum Ergebnis des Konzerns qualitativ auch für die United Internet AG selbst.

Die auf Kontinuität ausgerichtete aktionärsfreundliche Dividendenpolitik der United Internet AG soll sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Die Gesellschaft plant auch zukünftig, 20 - 40 % des Konzernergebnisses an ihre Aktionäre auszuschütten (sofern die Mittel nicht für die weitere Unternehmensentwicklung benötigt werden).

Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung

Trotz der weiterhin unsicheren Konjunktur- und Branchenentwicklung blickt der Vorstand der United Internet AG optimistisch in die Zukunft. Dank des überwiegend auf elektronischen Abonnements beruhenden Geschäftsmodells sieht sich United Internet auch stabil gegen konjunkturelle Einflüsse aufgestellt.

Und mit den in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in Kundenbeziehungen, neue Geschäftsfelder und die Internationalisierung wurde ein breites Fundament für das geplante weitere Wachstum geschaffen.

Diese nachhaltige Geschäftspolitik wird United Internet auch in den nächsten Jahren fortsetzen.

Die Schwerpunkte bei Marketing und Vertrieb werden im Geschäftsjahr 2014 insbesondere auf der Vermarktung der Mobile Internet Produkte liegen. In diesem Geschäft werden derzeit in Deutschland die Marktanteile verteilt. United Internet will dabei am derzeitigen Marktwachstum partizipieren und überproportional wachsen. Auch bei den DSL-Produkten will United Internet ihre gute Positionierung nutzen und die Marktanteile weiter ausbauen.

Anders als im deutschen Access-Markt, in dem derzeit (insbesondere im Mobile Internet Geschäft) die Marktanteile verteilt werden, bietet das internationale Geschäft mit Cloud-Applikationen -dank der weltweit steigenden Nachfrage von Privatanwendern, Freiberuflern sowie kleinen und mittleren Unternehmen -auch mittel- und langfristig hohes Potenzial für das weitere Wachstum der Gesellschaft.

Nach einem erfolgreichen Jahresauftakt sieht der Vorstand die Gesellschaft auch zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts auf gutem Wege, die in der folgenden Tabelle zusammengefasste Prognosen für das Gesamtjahr 2014 zu erreichen.

Prognose 2014 der United Internet AG

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Prognose 31.12.2014 Stand 31.12.2013
Kostenpflichtige Kundenverträge (in Mio.) > 0,8 13,45
Umsatz (in Mrd. €) + ~10 % auf> 2,9 2,656
EBITDA (in Mio. €) ~520 407,2
EPS (in €) 1,40 - 1,50 1,07
Free Cashflow* (in Mio. €) > 200 212,0

* Free Cashflow ist definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Der vorliegende Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Annahmen und Prognosen des Vorstands der United Internet AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind verschiedenen Risiken und Unwägbarkeiten unterworfen und beruhen auf Erwartungen, Annahmen und Prognosen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. United Internet garantiert nicht, dass sich die zukunftsgerichteten Aussagen als richtig erweisen, übernimmt keine Verpflichtung und hat auch nicht die Absicht, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.

5 Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die United Internet AG verpflichtet, im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems zu beschreiben.

Die United Internet AG versteht das Risikomanagement als Teil des internen Kontrollsystems (IKS), das in Anlehnung an das international anerkannte Rahmenwerk für interne Kontrollsysteme des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO Internal Control - Integrated Framework) aufgebaut ist.

Der Aufsichtsrat der United Internet AG überwacht die Wirksamkeit des IKS. Der Umfang und die Ausgestaltung unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen der United Internet AG liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Die Interne Revision ist verantwortlich für die unabhängige Überprüfung der Angemessenheit, der Wirksamkeit und der Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems im United Internet Konzern. Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben verfügt die Interne Revision über umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Die Prüfungshandlungen der Internen Revision basieren auf einem risikoorientierten Prüfungsplan, der auch regelmäßige Prüfungen bei Tochtergesellschaften im In- und Ausland vorsehen kann. Darüber hinaus prüft die Interne Revision grundsätzlich die Ordnungsmäßigkeit wesentlicher Vorrats- und Anlageinventuren. Zusätzlich werden die für die Finanzberichterstattung relevanten Teiles des IKS vom Abschlussprüfer im Rahmen seines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit geprüft.

Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig davon, wie es konkret ausgestaltet ist, keine absolute Sicherheit bieten kann. Ursache dafür könnten beispielsweise fehlerhafte Ermessensentscheidungen, unzureichende Kontrollen oder kriminelle Handlungen sein. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es somit nur eine relative, nie aber eine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Die folgenden Aussagen beziehen sich nur auf die im Konzernabschluss der United Internet AG vollkonsolidierten und nicht-börsennotierten Tochterunternehmen, bei denen die United Internet AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geldpolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen.

Die United Internet AG sieht das Risikomanagement als die Gesamtheit der Maßnahmen, um Risiken zu erkennen, zu bewerten, auf ein vertretbares Maß abzumildern und um die erkannten Risiken zu überwachen. Ein Risikomanagement verlangt organisiertes Handeln, um mit Unsicherheit und Bedrohung angemessen umgehen zu können und hält Mitarbeiter dazu an, Vorschriften und Instrumente einzusetzen, um die Einhaltung der Grundsätze für das Risikomanagement zu gewährleisten. Es umfasst neben dem operativen Risikomanagement auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement ist dabei auf das Risiko einer Falschaussage in der Buchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet.

Spezifische rechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Einem begrenzten Personenkreis sind notwendigerweise Ermessensspielräume bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt, woraus weitere rechnungslegungsbezogene Risiken resultieren können.

In den Rechnungslegungsprozess sind anhand von Risikoaspekten definierte interne Kontrollen eingebettet. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasst dabei organisatorische, präventive und detektivische Kontrollen, zu denen IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, Bestell- und Zahlungsrichtlinien, standardisierte Meldeformate, die Funktionstrennung von Verwaltungs-, Ausführungs- und Genehmigungsprozessen, das Vier-Augen-Prinzip, allgemeine IT-Kontrollen, wie z. B. Zugriffberechtigungen in IT-Systemen oder Change-Management, sowie deren Überwachung gehören. Um die hohe Qualität dieses rechnungslegungsbezogenen IKS zu sichern, ist die Interne Revision über alle Stufen des Verfahrens hinweg eng mit einbezogen.

Das interne Kontrollsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Die Steuerung der Prozesse zur Rechnungslegung erfolgt durch den Bereich Konzernrechnungslegung. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Jahresabschluss analysiert. Die in den Konzernrechnungslegungsprozess involvierten Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung des ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablaufs ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden dabei vom Bereich Konzernrechnungslegung unterstützt.

6 Übernahmerechtliche Angaben

Die folgenden Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geben die Verhältnisse zum Bilanzstichtag wieder. Die Angaben werden -wie in § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG vorgesehen -in den einzelnen Abschnitten erläutert.

Zusammensetzung des Kapitals

Das gezeichnete Kapital der United Internet AG beträgt zum 31. Dezember 2013 194.000.000 € und ist in 194.000.000 nennwertlose, auf den Namen lautende Stammaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme, weitere Aktiengattungen existieren nicht. Bei einer Erhöhung des Grundkapitals kann der Beginn der Gewinnberechtigung der neuen Aktien abweichend von dem Zeitpunkt der Leistung der Einlagen festgelegt werden.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Gesetzliche Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte liegen in Bezug auf eigene Aktien gem. § 71b AktG und gem. § 71d S. 4 i. V. m. § 71b AktG vor. United Internet ist zum Stichtag im Besitz von 244.265 Aktien, welche 0,13 % des Grundkapitals repräsentieren.

Gesetzliche Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte liegen weiterhin in Bezug auf die Interessenkollision gem. § 136 Abs. 1 AktG bei Aktien vor, die im Besitz des Vorstands und des Aufsichtsrats sind.

Innerhalb der Mitglieder des Vorstands hält Herr Ralph Dommermuth zum 31. Dezember 2013 82.000.000 Aktien (42,27 % des Grundkapitals). Herr Norbert Lang hält 625.000 Aktien (0,32 % des Grundkapitals). Herr Robert Hoffmann hält 29.405 Aktien (0,02 % des Grundkapitals).

Innerhalb der Mitglieder des Aufsichtsrats hält Herr Michael Scheeren zum Bilanzstichtag 500.000 Aktien (0,26 % des Grundkapitals).

Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen liegen nicht vor.

Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital mit mehr als 10 % der Stimmrechte

Der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft, Herr Ralph Dommermuth, hält per 31. Dezember 2013 82.000.000 Aktien bzw. 42,27 % der Anteile am Grundkapital von 194.000.000 Aktien der United Internet AG. Weitere Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht.

Sonderrechte

Herrn Ralph Dommermuth steht das persönliche Recht zu, ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden. Das Entsendungsrecht wird ausgeübt durch Benennung der Person des Aufsichtsratsmitglieds gegenüber dem Vorstand der Gesellschaft. Die Benennung wird wirksam durch Erklärung der Annahme des Aufsichtsratsmandats durch die benannte Person gegenüber dem Vorstand. Das vorstehende Benennungsrecht setzt voraus, dass Herr Ralph Dommermuth selbst oder durch mit ihm gemäß §§ 15 ff. AktG verbundene Unternehmen bei Ausübung des Benennungsrechts Aktien halten, die mindestens 25 % des stimmberechtigten Grundkapitals der Gesellschaft repräsentieren und dies dem Vorstand bei der Benennung des Aufsichtsratsmitglieds durch Depotauszüge oder ähnliche Unterlagen nachweisen. Herr Dommermuth hat bisher von seinem Entsendungsrecht keinen Gebrauch gemacht. Weitere Aktien mit Sonderrechten bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen

Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit Ziffer 1 der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus einer Person. Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, bestimmt ihre Zahl und kann ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden ernennen. Jede Satzungsänderung bedarf eines Hauptversammlungsbeschlusses mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Zu Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, ist der Aufsichtsrat nach § 22 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG ermächtigt (Änderungen bei Grundkapital und Aktienzahl).

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien

Der Vorstand hat die Möglichkeit, unter folgenden Umständen neue Aktien auszugeben:

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2016 einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu 112.500.000,00 € durch Ausgabe von neuen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Der Vorstand ist zudem ermächtigt, in bestimmten in § 5 Ziffer 4 der Satzung genannten Fällen das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Dies betrifft insbesondere den Ausgleich von Spitzenbeträgen und die Einräumung von Bezugsrechten auf neue Aktien an die Inhaber von Optionsscheinen, Wandelschuldverschreibungen oder Optionsanleihen. Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht einzuschränken, unter der Voraussetzung, dass der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten.

Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhung gegen Sachanlagen ausschließen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen oder Wirtschaftsgütern.

Das Grundkapital ist um bis zu 80.000.000,00 €, eingeteilt in bis zu 80.000.000 Stammaktien ohne Nennwert, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 2. Juni 2010 bis zum 1. Juni 2015 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden, soweit die Ausgabe gegen bar erfolgt ist und die Options- oder Wandlungsrechte nicht aus dem Bestand eigener Aktien oder aus genehmigtem Kapital bedient werden.

Befugnisse des Vorstands zum Rückkauf von Aktien

Die von der Hauptversammlung am 31. Mai 2012 beschlossene und ursprünglich bis zum 30. November 2013 laufende Ermächtigung zum Erwerb, der Veräußerung oder Einziehung eigener Aktien wurde seitens der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 zum Ablauf des 23. Mai 2013 mit Wirkung für die Zukunft aufgehoben.

Gleichzeitig hat die Hauptversammlung den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG am 23. Mai 2013 ermächtigt, im Anschluss an die auslaufende Ermächtigung und bis zum 22. November 2014 eigene Aktien im Umfang von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern oder einzuziehen.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, für einen oder mehrere Zwecke von der Gesellschaft ausgeübt werden; sie kann aber auch von abhängigen oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen oder für ihre oder deren Rechnung von Dritten ausgeübt werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels mit eigenen Aktien genutzt werden.

Der Erwerb der United-Internet-Aktien kann auf alle gesetzlich zulässigen Weisen erfolgen, insbesondere durch Rückkauf über die Börse und / oder mittels einer öffentlichen Kaufofferte.

Bei einem Erwerb über die Börse darf der Gegenwert für den Erwerb der United-Internet-Aktien (ohne Erwerbsnebenkosten) zehn vom Hundert des Börsenkurses nicht unterschreiten und den Börsenkurs nicht um mehr als zehn vom Hundert überschreiten.

Die Gegenleistung für den Erwerb der United-Internet-Aktien im Rahmen von Kaufofferten kann in einer Barzahlung bestehen oder durch Übertragung von Aktien eines im Sinne von § 3 Abs. 2 AktG börsennotierten Unternehmens ("Tauschaktien") geleistet werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die so erworbenen Aktien und bereits früher erworbene Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere eine Veräußerung der eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre oder gegen eine Sachleistung vorzunehmen. Die Ermächtigung zur Veräußerung gegen eine Barleistung verringert sich um den Anteil am Grundkapital, der auf Aktien entfällt, für die das Bezugsrecht in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wurde.

Ferner ist der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Gewährung von Aktien an Mitglieder des Vorstands und an sonstige Mitarbeiter sowie an Mitglieder der Geschäftsführungen und Mitarbeiter von mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu verwenden, zu deren Bezug diese Personen aufgrund von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen berechtigt sind. Soweit eigene Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft übertragen werden sollen, obliegt die Entscheidung hierüber dem Aufsichtsrat.

Der Vorstand ist zudem ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Wandel- oder Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten zu verwenden.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ganz oder teilweise ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen verwendet werden.

7 Erklärung zur Unternehmensführung

Die Unternehmensführung der United Internet AG als börsennotierte deutsche Aktiengesellschaft wird in erster Linie durch das Aktiengesetz und durch die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung bestimmt.

Der Begriff Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Achtung der Aktionärsinteressen sowie Offenheit und Transparenz der Unternehmenskommunikation sind wesentliche Aspekte guter Corporate Governance.

Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen.

Der nachfolgende Bericht enthält die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB sowie den Corporate-Governance-Bericht gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex von Vorstand und Aufsichtsrat.

Führungs- und Unternehmensstruktur

Entsprechend ihrer Rechtsform verfügt United Internet mit ihren Organen Vorstand und Aufsichtsrat über eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur. Das 3. Organ bildet die Hauptversammlung. Alle 3 Organe sind dem Wohl des Unternehmens verpflichtet.

Der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2013 aus 3 Mitgliedern. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt in der Regel 5 Jahre. Aufsichtsratsmitglieder sollen im Regelfall nicht älter als 70 Jahre sein. Der Aufsichtsrat hält mit dem Vorstand regelmäßig Kontakt und überwacht und berät -gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung -den Vorstand bei der Führung der Geschäfte und dem Risiko- und Chancenmanagement des Unternehmens. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat mit dem Vorstand alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie und deren Umsetzung, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements sowie der Compliance. Er diskutiert mit dem Vorstand die Quartals- und Halbjahresberichte vor ihrer Veröffentlichung und verabschiedet die Jahresplanung sowie den Einzel- und Konzernabschluss. Dabei berücksichtigt er die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. In den Aufgabenbereich des Aufsichtsrats fallen auch die Bestellung der Vorstandsmitglieder sowie die Festlegung der Vorstandsvergütung und deren regelmäßige Überprüfung. Zur Selbstbeurteilung führt der Aufsichtsrat regelmäßig eine Effizienzprüfung durch. Die Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr und werden dabei von der Gesellschaft angemessen unterstützt.

Der Vorstand ist das Leitungsorgan des Konzerns und bestand im Geschäftsjahr 2013 aus 3 Personen. Der Vorstand führt die Geschäfte nach Gesetz und Satzung sowie der vom Aufsichtsrat genehmigten Geschäftsordnung. Er ist zuständig für die Aufstellung der Quartals- und Jahresabschlüsse sowie für die Besetzung von personellen Schlüsselpositionen im Unternehmen. Beschlüsse werden grundsätzlich mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorstandsvorsitzenden den Ausschlag. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung bedürfen der Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Der Vorstand tauscht sich regelmäßig mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden aus. Für die Mitglieder des Vorstands gilt ebenfalls eine Altersgrenze von 70 Jahren.

Die jährliche ordentliche Hauptversammlung ist das Organ der Willensbildung der Aktionäre der United Internet AG. Auf der Hauptversammlung wird den Anteilseignern der Jahresabschluss vorgelegt. Die Aktionäre entscheiden über die Verwendung des Bilanzgewinns und stimmen zu weiteren durch Gesetz und Satzung festgelegten Themen ab. Jede Aktie besitzt eine Stimme. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich rechtzeitig anmelden und die am Tag der Hauptversammlung im Aktienregister eingetragen sind. Die Aktionäre können ihre Stimmrechte auf der Hauptversammlung auch durch einen von der Gesellschaft gestellten Stimmrechtsvertreter ausüben lassen.

Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der United Internet AG bestand im Geschäftsjahr 2013 aus dem Unternehmensgründer Herrn Ralph Dommermuth (Vorstandsvorsitzender), Norbert Lang (Finanzvorstand; seit 1994 im Unternehmen) und Robert Hoffmann (seit 2006 im Unternehmen). Herr Robert Hoffmann wurde zum 1. Januar 2013 als zusätzliches Mitglied in den Vorstand der United Internet AG berufen. In dieser neuen Funktion unterstützt er den Vorstandsvorsitzenden bei der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und vertritt ihn bei Bedarf.

Der Aufsichtsrat achtet bei Neubesetzungen des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dabei wird auch eine angemessene Berücksichtigung von Frauen angestrebt.

Der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat besteht derzeit aus den Herren Kurt Dobitsch (Aufsichtsratsvorsitzender), Kai-Uwe Ricke und Michael Scheeren.

Der Aufsichtsrat der United Internet AG ist so zusammengesetzt, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Darüber hinaus verfügen die Mitglieder des Aufsichtsrats über internationale Erfahrung.

Dem Aufsichtsrat gehört eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand stehen. Ferner üben die Mitglieder des Aufsichtsrats keine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern aus.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die bei Vorschlägen des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien berücksichtigt werden sollen. Der Aufsichtsrat hat in diesem Zusammenhang keine konkreten Ziele formuliert. Die derzeit amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats sind bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014 beschließen wird. Da neue Wahlvorschläge des Aufsichtsrats erst mittelfristig zur turnusmäßigen Neuwahl von Aufsichtsratsmitgliedern an die Hauptversammlung im Jahr 2015 erfolgen müssen, erscheint es nicht sachgerecht, ohne Kenntnis der bis dahin möglicherweise eintretenden Änderungen im regulatorischen Umfeld und den Marktbedingungen des Unternehmens schon heute konkrete Ziele dafür zu formulieren. Der Aufsichtsrat wird die Entwicklungen genau beobachten und rechtzeitig vor der turnusgemäßen Neubesetzung des Aufsichtsrats zu den Empfehlungen des Kodex hinsichtlich der konkreten Ziele und deren Umsetzung im Rahmen von Vorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sowie der Berichterstattung entscheiden.

Compliance

Compliance ist ein integraler Bestandteil der Unternehmens- und Führungskultur des United Internet Konzerns. Für die United Internet AG bedeutet Compliance die Übereinstimmung ihrer Aktivitäten mit den für die Geschäftstätigkeit maßgeblichen Gesetzen sowie mit den eigenen Grundsätzen und Regeln.

Dazu zählen auch der offene und faire Umgang mit Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären und der Öffentlichkeit. Als Internet-Dienstleister mit mehreren Millionen Kunden und einer hohen Zahl von Geschäftspartnern ist United Internet darauf angewiesen, durch ein rechtlich und ethisch einwandfreies Verhalten das Vertrauen der Kunden und Geschäftspartner zu erhalten.

Um ein dem Selbstverständnis des Unternehmens entsprechendes Verhalten zu gewährleisten, hat der Vorstand einen verbindlichen Rahmen für die ethischen Grundsätze und Wertvorstellungen des Unternehmens geschaffen und Werte sowie Führungsleitlinien definiert. Diese "Kultur des Miteinanders" gibt den Mitarbeitern Orientierung für den Arbeitsalltag und schafft einen sicheren Handlungsrahmen für richtige Entscheidungen. Als Leitbild gilt dieser Rahmen für Vorstand, Geschäftsführung, Führungskräfte und alle Mitarbeiter gleichermaßen.

Compliance-Verstöße werden im Interesse aller Mitarbeiter und des Unternehmens untersucht, aufgeklärt und durch angemessene Maßnahmen geahndet. Zu diesem Zweck hat der Vorstand der Gesellschaft entsprechende Verfahren eingerichtet, um die Einhaltung von gesetzlichen und internen Regeln einschließlich unserer Werte sicherzustellen und sie nachhaltig in der Organisation zu verankern.

Dem Stellenwert von Compliance entsprechend hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr eine Compliance-Organisation implementiert. Diese wird fachlich durch den Corporate Compliance Manager geleitet und ist Teil des Stabsbereichs Legal Department. Die Compliance-Organisation ist verantwortlich für die Schaffung von geeigneten Strukturen und Prozessen, um die Umsetzung von Compliance im Unternehmen zu unterstützen und Maßnahmen effizient umzusetzen. Die Compliance-Organisation stellt ferner sicher, dass es in den verschiedenen Unternehmenseinheiten dedizierte Ansprechpersonen gibt.

Finanzpublizität / Transparenz

Es ist das erklärte Ziel von United Internet, institutionelle Investoren, Privataktionäre, Finanzanalysten, Mitarbeiter sowie die interessierte Öffentlichkeit durch regelmäßige, offene und aktuelle Kommunikation gleichzeitig und gleichberechtigt über die Lage des Unternehmens zu informieren.

Dazu werden alle wesentlichen Informationen, wie z. B. Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen und andere Pflichtmitteilungen (wie z. B. Directors' Dealings oder Stimmrechtsmitteilungen) sowie sämtliche Finanzberichte entsprechend den gesetzlichen Vorgaben veröffentlicht. Ferner informiert United Internet auch umfangreich über die Internetseite der Gesellschaft (www.united-internet.de). Dort finden sich auch Dokumente und Informationen zu den Hauptversammlungen der Gesellschaft sowie weitere wirtschaftlich relevante Informationen.

United Internet berichtet Aktionären, Analysten und Pressevertretern nach einem festen Finanzkalender viermal im Geschäftsjahr über die Geschäftsentwicklung sowie über die Finanz- und Ertragslage. Der Finanzkalender wird auf der Internetseite der Gesellschaft und gemäß den Vorgaben des Gesetzgebers veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert.

Darüber hinaus informiert der Vorstand durch Ad-hoc-Meldungen umgehend über nicht öffentlich bekannte Umstände, die dazu geeignet sind, den Aktienkurs erheblich zu beeinflussen.

Im Rahmen der Investor Relations trifft sich das Management regelmäßig mit Analysten und institutionellen Anlegern. Zudem finden zur Vorstellung der Halbjahres- und Jahreszahlen Analystenkonferenzen statt, zu denen Investoren und Analysten auch telefonisch Zugang erhalten.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Rechnungslegung des Konzerns erfolgt nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS). Der für Ausschüttungs- und Steuerbelange relevante Einzelabschluss wird dagegen nach den Regeln des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Einzel- und Konzernabschluss werden durch unabhängige Abschlussprüfer geprüft. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt durch die Hauptversammlung. Für das Geschäftsjahr 2013 wurde die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer bestellt. Der Aufsichtsrat erteilt den Prüfungsauftrag, legt die Prüfungsschwerpunkte und das Prüfungshonorar fest und überprüft die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers.

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat werden im Vergütungsbericht unter Punkt 8 dieses Lageberichts dargestellt. Die Offenlegung der Gesamtvergütung für die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Aufteilung nach fixen und variablen Vergütungsteilen findet sich im Konzernanhang unter Punkt 42.

Aktienoptionsprogramme

Die Grundzüge des Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes der United Internet AG werden im Vergütungsbericht unter Punkt 8 dieses Lageberichts beschrieben. Weitere Einzelheiten dazu enthält der Konzernanhang unter Punkt 36.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat - Directors' Dealings

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der United Internet AG sind nach § 15a WpHG gesetzlich verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der United Internet AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte, die ein Organmitglied und ihm nahestehende Personen innerhalb eines Kalenderjahres getätigt haben, die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden diesbezüglich von Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG folgende Wertpapiergeschäfte (in chronologischer Reihenfolge) getätigt:

Herr Norbert Lang hat am 29. Mai 2013 1.000.000 Bezugsrechte ausgeübt und erhielt im Gegenzug 388.888 Aktien der United Internet. Das Gesamtvolumen belief sich auf 8.680 T€. Zudem wurden 288.120 Aktien zu einem Preis von 22,07 € veräußert, woraus sich ein Gesamtvolumen von 6.359 T€ ergibt.

Herr Robert Hoffmann hat am 29. Mai 2013 125.000 Bezugsrechte ausgeübt und erhielt im Gegenzug 55.790 Aktien der United Internet AG. Das Gesamtvolumen belief sich auf 1.245 T€. Zudem wurden 55.790 Aktien zu einem Preis von 21,97 € veräußert, woraus sich ein Gesamtvolumen von 1.226 T€ ergibt.

Herr Ralph Dommermuth hat am 18. Juni 2013 2.000.000 Aktien und am 21. Juni 2013 1.000.000 Aktien über die RD Holding GmbH & Co. KG zum Preis von jeweils 22,00 € je Aktie veräußert. Das Gesamtvolumen belief sich auf 66.000 T€.

Herr Michael Scheeren hat am 07. Oktober 2013 100.000 Aktien zu einem Preis von 27,73 € je Aktie veräußert. Das Gesamtvolumen belief sich auf 2.773 T€.

Herr Ralph Dommermuth hat am 10. Oktober 2013 über die RD Holding GmbH & Co. KG 3.000.000 Aktien zu einem Preis von 28,00 € je Aktie verkauft. Das Gesamtvolumen belief sich auf 84.000 T€.

Herr Robert Hoffmann hat am 20. November 2013 250.000 Bezugsrechte ausgeübt und erhielt im Gegenzug 69.405 Aktien der United Internet AG. Das Gesamtvolumen belief sich auf 1.951 T€. Zudem wurden am 21. November 2013 100.000 Aktien zu einem Preis von 28,48 € je Aktie veräußert. Das Gesamtvolumen belief sich auf 2.848 T€.

Darüber hinaus wurden der Gesellschaft keine veröffentlichungspflichtigen Wertpapiergeschäfte gemeldet.

Weitere Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat finden sich auch im Konzernanhang unter Punkt 42.

Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Corporate Governance bei United Internet orientiert sich am Deutschen Corporate Governance Kodex, den die von der Bundesministerin für Justiz im September 2001 eingesetzte Regierungskommission erstmals am 26. Februar 2002 veröffentlicht hat. Am 13. Mai 2013 wurde die elfte und aktuell geltende Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex fertig gestellt und am 10. Juni 2013 durch das Bundesministerium der Justiz im Bundesanzeiger (http://www.bundesanzeiger.de) veröffentlicht.

Der Kodex enthält drei Arten von Standards:

Vorschriften, die geltende deutsche Gesetzesnormen beschreiben
Empfehlungen
Anregungen

Die Vorschriften sind von deutschen Unternehmen zwingend anzuwenden.

Zu den Empfehlungen müssen börsennotierte Unternehmen gemäß § 161 des deutschen Aktiengesetzes (AktG) jährlich eine Erklärung über deren Beachtung veröffentlichen.

Von Anregungen können die Unternehmen ohne Offenlegungspflicht abweichen.

Am 5. März 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG die aktuelle jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und im Anschluss auf der Internet-Seite der Gesellschaft (www.united-internet.de) sowie im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz:

Die United Internet AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 15. Mai 2012 ("Kodex 2012") seit der letzten Entsprechenserklärung vom 5. März 2013 mit den dort genannten Ausnahmen bis zum 9. Juni 2013 entsprochen.

Die United Internet AG hat den Empfehlungen des Kodex in der geltenden Fassung vom 13. Mai 2013 ("Kodex 2013") seit deren Wirksamwerden am 10. Juni 2013 entsprochen und plant, diesen Empfehlungen auch weiterhin zu entsprechen, jeweils bis auf folgende Ausnahmen:

Selbstbehalt bei D&O-Versicherungen für Aufsichtsräte (Ziffer 3.8)

Die D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat sieht keinen Selbstbehalt vor. United Internet ist grundsätzlich nicht der Ansicht, dass sich Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des United-Internet-Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt verbessern.

Vertikaler Vergleich bei der Festlegung der Vorstandsvergütung (Ziffer 4.2.2)

Die Empfehlung eines vertikalen Vergütungsvergleichs ist mit dem Kodex 2013 neu ausgesprochen worden. Der Aufsichtsrat hat bei seinen Vergütungsentscheidungen bislang einen Vergütungsvergleich mit der obersten Führungsebene des Konzerns mit herangezogen. Es ist dem Kodex 2013 nicht zu entnehmen, in wie weit die neue Empfehlung vom Aufsichtsrat Festlegung und Betrachtungen auch dann verlangen, wenn keine Änderungen an den Vereinbarungen zur Vorstandsvergütung erfolgen. Es wird deshalb höchstvorsorglich eine Abweichung von dieser Empfehlung erklärt.

Betragsmäßige Höchstgrenzen bei der Vorstandsvergütung (Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6)

Anders als der Kodex 2013 dies erstmals verlangt, sehen die Vereinbarungen über die Vergütung der Vorstandsmitglieder keine betragsmäßige Höchstgrenze für die Vergütung insgesamt vor. Da die Gesellschaft die Vergütungsvereinbarungen nicht einseitig ändern kann, weicht die Gesellschaft seit dem 10. Juni 2013 von dieser Kodex-Empfehlung ab.

Ferner sehen die Vergütungsvereinbarungen (Anstellungsverträge und Vereinbarungen über Stock Appreciation Rights) für variable Vergütungsbestandteile zwar Höchstgrenzen vor, die aber nicht betragsmäßig, sondern in Prozent eines festen Betrags ausgedrückt sind. Aus dem Kodex 2013 und seiner Begründung lässt sich nicht eindeutig herleiten, ob derartige im Ergebnis begrenzte Beträge, die aber in Prozent eines festen Betrags ausgedrückt sind, noch kodexkonform sind. Höchstvorsorglich erklärt die Gesellschaft insoweit eine Abweichung.

Ausschüsse (Ziffer 5.3)

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet. Der Aufsichtsrat der United Internet AG besteht derzeit aus drei Mitgliedern und nimmt alle Aufgaben des Aufsichtsrats umfassend wahr, einschließlich der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung sowie der Compliance. Der Aufsichtsrat kann unter diesem Umständen nicht erkennen, wie die Effizienz seiner Arbeit durch Ausschüsse gesteigert würde.

Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats (Ziffer 5.4.1)

Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt. Die derzeit amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats sind bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014 beschließen wird. Da konkrete neue Wahlvorschläge des Aufsichtsrats erst zur turnusmäßigen Neuwahl von Aufsichtsratsmitgliedern an die Hauptversammlung im Jahr 2015 erfolgen müssen, erscheint es nicht sachgerecht, ohne Kenntnis der bis dahin möglicherweise eintretenden Änderungen im regulatorischen Umfeld und den Marktbedingungen des Unternehmens, schon heute konkrete Ziele dafür zu formulieren. Der Aufsichtsrat wird die Entwicklungen genau beobachten und rechtzeitig vor der turnusgemäßen Neubesetzung des Aufsichtsrats zu den Empfehlungen des Kodex hinsichtlich der konkreten Ziele und deren Umsetzung im Rahmen von Vorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sowie der Berichterstattung entscheiden.

Berücksichtigung des stellvertretenden Vorsitzes bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 5.4.6 Abs. 1 Satz 2)

Bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat nicht berücksichtigt, da der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende derzeit keine zusätzlichen Aufgaben wahrnimmt, die ihn gegenüber einem einfachen Mitglied des Aufsichtsrats stärker beanspruchen würden.

Ausrichtung der erfolgsorientierten Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung (Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2)

Die erfolgsorientierte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist möglicherweise nicht vollständig auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die Aufsichtsräte der United Internet AG erhalten, wie vom Kodex empfohlen, eine feste sowie eine erfolgsabhängige Vergütung. Die erfolgsabhängige Vergütung knüpft - bis zum 15. Juni 2012 vollumfänglich kodexkonform -für einen Teil der variablen Vergütung an die Überschreitung einer Schwelle beim Konzernergebnis pro Aktie im Geschäftsjahr an. Für das Geschäftsjahr 2013 und folgende Geschäftsjahre wird für einen zusätzlichen Teil der variablen Vergütung an die prozentuale Abweichung von dem Konzernergebnis pro Aktie im Geschäftsjahr gegenüber dem Stand vor drei Jahren angeknüpft.

Die United Internet AG hält einen erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteil für angemessen, wenn er wie hier am tatsächlich ausgewiesenen Ergebnis pro Aktie im betreffenden Geschäftsjahr orientiert ist; zugleich ist dieses System nach dem Verständnis der United Internet AG auch auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet, da eine Vergütung nur gezahlt wird, wenn eine Ergebnisschwelle überschritten wird. Darüber hinaus ist die variable Vergütung für die Aufsichtsräte jedenfalls hinsichtlich eines Teils selbst dann an die nachhaltige Unternehmensentwicklung geknüpft, wenn man darunter die Berechnung auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage versteht. Die Organe sehen daher keinen unmittelbaren Handlungsbedarf für eine Änderung des in Befolgung des - bis zum 15. Juni 2012 geltenden - Kodex umgesetzten Vergütungssystems. Sie werden die Entwicklungen der Vergütungssystematik für Aufsichtsratsvergütungen beobachten und analysieren und gegebenenfalls ein neues Vergütungssystem vorschlagen.

Veröffentlichung der Berichte (Ziffer 7.1.2 Satz 4)

United Internet hat den Bericht zum 1. Quartal 2013 aus organisatorischen, innerbetrieblichen Gründen am 21. Mai 2013 veröffentlicht. United Internet wird aus den gleichen Gründen - und wie im Finanzkalender 2014 bereits angekündigt -den Bericht zum 1. Quartal 2014 am 20. Mai 2014 sowie den Bericht zu den ersten 9 Monaten 2014 am 18. November 2014 veröffentlichen.

8 Vergütungsbericht

Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der United Internet AG ist leistungsorientiert und besteht aus einem festen und einem variablen Bestandteil.

Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Höhe der variablen Vergütung ist von der Erreichung bestimmter und zu Beginn des Geschäftsjahres fixierter finanzieller Ziele abhängig, die sich im Wesentlichen an Umsatz- und Ergebniskennzahlen orientieren. Für die Zielerreichung gilt in der Regel eine Bandbreite von 90 % bis 120 %. Werden die Ziele zu weniger als 90 % erreicht, entfällt die Zahlung des variablen Vergütungsbestandteils ganz. Werden die Ziele zu mehr als 120 % erfüllt, endet die Zahlung des variablen Vergütungsbestandteils bei 120 %. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele ist nicht vorgesehen. Eine Mindestzahlung des variablen Vergütungsbestandteils wird nicht garantiert. Als Vergütungsbestandteil mit langfristiger Anreizwirkung existiert bei zwei Vorstandsmitgliedern ein auf virtuellen Aktienoptionen basierendes Beteiligungsprogramm (SAR). Die Ausübungshürde des Programms liegt bei 120 % des Ausübungspreises. Die Zahlung des Wertzuwachses ist auf 100 % des ermittelten Börsenpreises bei der Einräumung der virtuellen Optionen begrenzt.

Versorgungszusagen der Gesellschaft gegenüber den Vorständen bestehen nicht. Die Höhe der Vergütungsbestandteile wird regelmäßig überprüft.

Weitere Angaben zur Vorstandsvergütung finden sich auch im Konzernanhang unter Punkt 42.

Grundzüge des Vergütungssystems des Aufsichtsrats

Die 3 Mitglieder des Aufsichtsrats der United Internet AG bilden gleichzeitig auch den Aufsichtsrat der wichtigsten United Internet Tochtergesellschaft, der 1&1 Internet AG. Die Aufsichtsräte erhalten im Rahmen ihrer Tätigkeit für beide Unternehmen jeweils auch eine getrennte Vergütung. Die Vergütung besteht aus einem festen und einem am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ausgerichteten variablen Teil.

Seitens United Internet beträgt die feste Vergütung für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats 10.000 € pro volles Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte des auf ein einfaches Mitglied entfallenden Betrages. Die erfolgsabhängige, variable Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden beträgt pro volles Geschäftsjahr 1.000 € für jeden Cent, um den der nach IFRS ermittelte Konzerngewinn pro Aktie (EPS) der United Internet AG den Betrag von 0,60 € überschreitet. Als langfristiger variabler Vergütungsbestandteil ist ab dem Geschäftsjahr 2013 für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden pro volles Geschäftsjahr eine zusätzliche Zahlung in Höhe von 500 € pro angefangenen Prozentpunkt vorgesehen, um den sich das EPS der United Internet AG im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem EPS des 3 Jahre zuvor abgelaufenen Geschäftsjahres erhöht hat. Die langfristige variable Vergütung ist dabei auf max. 10.000 € je Mitglied begrenzt. Aktienoptionsprogramme für die Mitglieder des Aufsichtsrats existieren nicht.

Im Rahmen der Tätigkeit für die 1&1 Internet AG beträgt die feste Vergütung für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats 20.000 € pro volles Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält 30.000 €. Die erfolgsabhängige, variable Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden orientiert sich an Ergebniskennzahlen der 1&1 Internet AG. Die variable Vergütung beträgt dabei mindestens 30.000 € und maximal 70.000 € je Mitglied.

Weitere Angaben zur Aufsichtsratsvergütung finden sich auch im Konzernanhang unter Punkt 42.

Aktienoptionsprogramme

Bei der United Internet AG besteht ein aktienbasiertes Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, mit dem Führungskräfte am Unternehmenserfolg beteiligt und damit langfristig an das Unternehmen gebunden werden sollen. Dieser Plan ist als virtuelles Aktienoptionsprogramm ausgestaltet.

Als virtuelle Aktienoption (sog. Stock Appreciation Right oder SAR) wird die Zusage der United Internet AG bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe der Differenz zwischen dem Börsenkurs bei Einräumung der Option und dem Börsenkurs bei Ausübung der Option entspricht. Die Ausübungshürde beträgt 120 % des Börsenpreises, der als der Mittelwert der Schlusskurse im Xetra-Handel für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsentage vor der Ausgabe der Option berechnet wird. Die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten ist gleichzeitig auf 100 % des ermittelten Börsenpreises bei der Einräumung der virtuellen Optionen begrenzt.

Ein SAR entspricht einem virtuellen Bezugsrecht auf eine Aktie der United Internet AG, ist aber kein Anteilsrecht und somit keine (echte) Option auf den Erwerb von Aktien der United Internet AG. Die United Internet AG behält sich das Recht vor, ihre Verpflichtung zur Barauszahlung der SAR nach freiem Ermessen auch durch die Übertragung von United-Internet-Aktien aus dem Bestand eigener Aktien an die Berechtigten zu erfüllen. Nach Ablauf von gewissen Mindestwartezeiten kann der Mitarbeiter das Optionsrecht ausüben. In Höhe des Wertzuwachses entsteht ein vom Mitarbeiter zu versteuernder Gewinn. Die SAR haben eine Laufzeit von maximal 6 Jahren.

Das Optionsrecht kann wie folgt ausgeübt werden: hinsichtlich eines Teilbetrags von bis zu 25 % frühestens nach Ablauf von 24 Monaten seit dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 50 % frühestens 36 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 75 % frühestens 48 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option und hinsichtlich des Gesamtbetrags frühestens nach Ablauf von 60 Monaten nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option.

Weitere Einzelheiten zum Mitarbeiterbeteiligungsprogramm finden sich auch im Konzernanhang unter Punkt 36.

9 Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand erklärt gemäß § 312 AktG, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die der Gesellschaft zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat oder dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt worden ist.

Montabaur, den 21. März 2014

Der Vorstand

Ralph Dommermuth

Robert Hoffmann

Norbert Lang

Einzelabschluss nach HGB zum 31. Dezember 2013

Bilanz nach HGB zum 31. Dezember 2013 in T€

United Internet AG

AKTIVA

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31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33 42
33 42
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 549 198
549 198
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.097.626 1.105.566
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.750 1.750
Beteiligungen 0 59.610
1.099.376 1.166.926
1.099.958 1.167.166
UMLAUFVERMÖGEN
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferung und Leistungen 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 193.494 69.482
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 2.143 175
195.637 69.657
Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 4.189 4.781
199.826 74.438
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 40 40
1.299.824 1.241.644
Passiva
31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 193.856 194.438
Kapitalrücklage 116.977 95.977
Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 327.949 335.419
Bilanzgewinn 220.506 189.129
859.288 814.963
RÜCKSTELLUNGEN
Steuerrückstellungen 19.170 44.879
Sonstige Rückstellungen 21.401 24.500
40.571 69.379
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 343.000 287.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 155 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.594 62.099
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 361
Sonstige Verbindlichkeiten 32.216 7.842
399.965 357.302
PASSIVE LATENTE STEUERN 0 0
1.299.824 1.241.644

Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB vom 01. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 in T€

United Internet AG

scroll

2013 Januar -Dezember 2012 Januar -Dezember
Umsatzerlöse 5.004 3.211
Sonstige betriebliche Erträge 5.662 15.870
Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.039 -1.891
Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -24.155 -5.205
b. Soziale Abgaben -228 -243
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen -92 -77
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.312 -3.533
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 272.241 159.830
Erträge aus Beteiligungen 0 4.577
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.662 6.093
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -24.017 -2.317
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -19.976 -22.571
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 208.750 153.744
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -98.330 -83.224
Sonstige Steuern -4 1.002
Jahresüberschuss 110.416 71.522
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 131.090 397.606
Einziehung von Aktien -21.000 0
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 -280.000
Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 21.000 0
Einstellung in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung -21.000 0
Bilanzgewinn 220.506 189.128

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die United Internet AG, Montabaur, gilt aufgrund ihrer Kapitalmarktorientierung als große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss beruht auf den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes in den jeweils gültigen Fassungen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft weist darauf hin, dass entsprechend den Zulassungsfolgepflichten des geregelten Markts (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse ein Konzernabschluss nach den "International Financial Reporting Standards" (IFRS) erstellt wurde, der gemäß § 325 HGB offengelegt wird und verweist auf § 315a HGB.

INFORMATIONEN ZUR GESELLSCHAFT

Die Geschäftstätigkeit der United Internet AG (United Internet) geht zurück auf die "Eins & Eins EDV Marketing GmbH", die 1988 durch Herrn Ralph Dommermuth und zwei weitere Gesellschafter gegründet worden ist. Die Firma dieses Marketingunternehmens wurde zunächst in "1&1 EDV Marketing GmbH" und 1993 schließlich in "1&1 Holding GmbH" geändert.

Die United Internet AG wurde am 29. Januar 1998 als neue Holdinggesellschaft der 1&1-Gruppe unter der Firma 1&1 Aktiengesellschaft & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) errichtet. Die Gesellschaft wurde am 16. Februar 1998 in das Handelsregister beim Amtsgericht Montabaur unter HRB 5762 eingetragen; anschließend wurde die 1&1 Holding GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 1998 auf die Gesellschaft verschmolzen.

Am 20. März 1998 wurden die (Kommandit-) Aktien der Gesellschaft zum Geregelten Markt mit Aufnahme des Handels am Neuen Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Der Handel der Aktien wurde am 23. März 1998 aufgenommen.

Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 22. Februar 2000 änderte die Gesellschaft ihre Firma in United Internet Aktiengesellschaft & Co. KGaA. Die Eintragung der Umfirmierung in das Handelsregister erfolgte am 23. Februar 2000.

Der ebenfalls am 22. Februar 2000 beschlossene Formwechsel der Gesellschaft in die Rechtsform einer Aktiengesellschaft unter der Firma United Internet AG wurde am 23. März 2000 in das Handelsregister eingetragen.

GEGENSTAND DES UNTERNEHMENS

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Marketing-, Vertriebs- und sonstigen Dienstleistungen, insbesondere auf den Gebieten der Telekommunikation, der Informationstechnologie einschließlich des Internets sowie der Datenverarbeitung oder verwandten Bereichen. Zum Gegenstand des Unternehmens gehört auch der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen, insbesondere an solchen, die in den vorgenannten Geschäftsbereichen tätig sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmen, an denen sie beteiligt ist, unter ihrer einheitlichen Leitung zusammenzufassen und sich auf die Leitung oder Verwaltung der Beteiligungen zu beschränken.

Die Gesellschaft ist befugt, Unternehmen aller Art im In- und Ausland zu erwerben oder sich daran zu beteiligen und alle Geschäfte zu tätigen, die dem Gegenstand des Unternehmens förderlich sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, ihre Geschäftstätigkeit auch durch Tochter-, Beteiligungs- und Gemeinschaftsunternehmen auszuüben. Sie kann ihren Betrieb ganz oder teilweise in verbundene Unternehmen ausgliedern oder verbundenen Unternehmen überlassen.

GESCHÄFTSFÜHRUNG UND VERTRETUNG DER GESELLSCHAFT

Die Geschäftsführung und die Vertretung stehen dem Vorstand der Gesellschaft zu. Nach der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen, deren Anzahl der Aufsichtsrat festlegt. Besteht der Vorstand nur aus einer Person, so wird die Gesellschaft durch diese Person vertreten. Besteht der Vorstand aus mehreren Personen, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinschaftlich mit einem Prokuristen vertreten; jedoch kann der Aufsichtsrat bestimmen, dass einzelne Vorstandsmitglieder allein zur Vertretung der Gesellschaft befugt sind.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Sämtliche Zahlenangaben erfolgen in Euro (€), Tausend Euro (T€) oder Millionen Euro (Mio. €).

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände, die bis zum 31. Dezember 2007 und zwischen dem 1. Januar 2009 und dem 31. Dezember 2009 zugegangen sind, wird die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Zur linearen Methode wird in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt, übergegangen. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 150,00 € sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 € bis 1.000,00 € wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die übrigen Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zeitanteilig vorgenommen.

Die Betriebsausstattung wird in der Regel über 4 bis 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung der Mietereinbauten erfolgt in der Regel über einen Zeitraum von 10 Jahren bzw. über die Laufzeit des Mietvertrages, sofern diese kürzer ist. Die voraussichtliche Nutzungsdauer der Büroeinrichtungen beläuft sich auf 8 bis 13 Jahre, die der Kraftfahrzeuge auf 6 Jahre.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist, soweit sie der Höhe nach wesentlich sind, durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten, erkennbaren Risiken und drohenden Verluste. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung werden nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Dabei wird die "Einfrierungsmethode" angewandt, bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, und die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden daher nicht erfolgswirksam erfasst.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

ANLAGEVERMÖGEN

Zur Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens nach Anlageklassen wird auf den Anlagenspiegel verwiesen (Anlage 1 zum Anhang).

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

In diesem Bereich entfallen die Investitionen hauptsächlich auf Kraftfahrzeuge sowie geleistete Anzahlungen.

Finanzanlagen

Informationen zur Eigenkapitalsituation und zur Ertragslage der verbundenen Unternehmen sowie der Beteiligungsgesellschaften und die Angabe der jeweiligen Anteilsquoten sind in der Aufstellung zum Anteilsbesitz (Anlage 2 zum Anhang) dargestellt.

Die Veränderungen bei den Anteilen an verbunden Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf der Anteile an der Sedo Holding AG, Köln. Die Anteile wurden an das Tochterunternehmen United Internet Ventures AG (vormals United Internet Beteiligungen GmbH), Montabaur, zu Buchwerten veräußert. Der Verkaufserlös betrug 67.621 T€.

Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen mit 25 T€ die Gründung der 1&1 Telecom Service Holding Montabaur GmbH, Montabaur, sowie Kapitalerhöhungen von Tochterunternehmen in Höhe von 25 T€ bzw. 23 T€.

Die Beteiligung an der VictorianFibre Holding & Co. S.C.A., Luxemburg, wurde im Geschäftsjahr 2013 in die 1&1 Telecommunication AG, Montabaur, als andere Zuzahlung in die Kapitalrücklage eingelegt. Die Einlage erfolgte zum Buchwert. Korrespondierend zum Abgang bei den Beteiligungen (TEUR 59.608) erhöhten sich die Anteile an dem verbundenen Unternehmen 1&1 Telecommunication AG.

UMLAUFVERMÖGEN

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Über die Gliederung und die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€):

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31.12.2013 31.12.2013 31.12.2012
Gesamt bis 1 Jahr Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
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Forderungen gegen verbundene Unternehmen 193.494 193.494 69.482
Sonstige Vermögensgegenstände 2.143 2.143 175
195.637 195.637 0 0 69.657

* Restlaufzeit jeweils bis 1 Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen die 1&1 Internet AG, Montabaur, (156.994 T€). Die Forderungen resultieren im Wesentlichen aus Salden im Rahmen des Cash-Managements innerhalb der United Internet-Gruppe (145.632 T€) sowie den Forderungen aus Umsatzsteuer (39.143 T€).

EIGENKAPITAL

Die Gesellschaft hat die Rechtsform einer Aktiengesellschaft.

Grundkapital und Aktien

Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 194.000.000,00 €, eingeteilt in 194.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 €. Zum 31. Dezember 2013 hielt die Gesellschaft 144.265 Stück eigene Aktien, die gem. § 272 Abs. 1a HGB offen vom Grundkapital abgesetzt werden.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 25. Mai 2016 einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu 112.500.000,00 € durch Ausgabe von neuen Stammaktien ohne Nennwert gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen.

Bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht auch insoweit auszuschließen als dies erforderlich ist, um den Inhabern von Optionsscheinen, Wandelschuldverschreibungen oder Optionsanleihen, die von der Gesellschaft oder ihr nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben wurden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einräumen zu können, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflicht zustünde. Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft mit gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet und die gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsauschluss veräußert oder ausgegeben wurden.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage auszuschließen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen oder Wirtschaftsgütern.

Bedingte Kapitalien

Das Grundkapital ist um bis zu 80.000.000,00 € eingeteilt in bis zu 80.000.000 Stammaktien ohne Nennwert, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 2. Juni 2010 bis zum 1. Juni 2015 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden, soweit die Ausgabe gegen bar erfolgt ist und die Options- oder Wandlungsrechte nicht aus dem Bestand eigener Aktien oder aus genehmigtem Kapital bedient werden.

Sie wird nur insoweit durchgeführt, als von Options- oder Wandlungsrechten aus den vorgenannten Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und die Options- oder Wandlungsrechte nicht aus dem Bestand eigener Aktien oder aus genehmigtem Kapital bedient werden. Die Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung des Options- bzw. Umtauschrechtes entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Hauptversammlungsermächtigung zum Erwerb eigener Anteile

Die Gesellschaft ist gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 23. November 2014 eigene Aktien im Umfang von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals zu erwerben. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien darf zehn vom Hundert des Börsenkurses nicht unterschreiten und den Börsenkurs nicht um mehr als zehn vom Hundert überschreiten. Zum Bilanzstichtag wurden 144.265 Stück eigene Aktien gehalten.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die erworbenen eigenen Aktien gegen eine Barleistung, die den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet, oder gegen eine Sachleistung, deren Wert bei einer Gesamtbeurteilung nicht unangemessen niedrig ist, veräußert werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Gewährung von Aktien an Mitglieder des Vorstands, an sonstige Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführungen und Mitarbeiter von mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu verwenden, zu deren Bezug diese Personen aufgrund von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen berechtigt sind. Soweit eigene Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft übertragen werden sollen, obliegt die Entscheidung hierüber dem Aufsichtsrat der Gesellschaft.

Der Vorstand ist zudem ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Wandel- oder Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten zu verwenden.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen, als diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden. Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können einmal oder mehrmals, ganz oder auch in Teilen ausgeübt werden.

Die Entwicklung des gesamten Eigenkapitals ergibt sich aus folgender Übersicht (€):

Entwicklung des gesamten Eigenkapitals

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Grundkapital
- Grundkapital - 31. Dezember 2012 215.000.000,00
- Kapitalherabsetzung durch die Einziehung eigener Anteile -21.000.000,00
- Grundkapital - 31. Dezember 2013 194.000.000,00
- Offene Absetzung von eigenen Anteilen gem. § 272 Abs. 1a HGB - 31. Dezember 2012 -20.562.202,00
- Erwerb eigener Anteile -1.476.314,00
- Ausgabe eigener Anteile 894.251,00
- Einziehung eigener Anteile 21.000.000,00
- Offene Absetzung von eigenen Anteilen gem. § 272 Abs. 1a HGB - 31. Dezember 2013 -144.265,00
- Stand am 31. Dezember 2013 193.855.735,00
Kapitalrücklage
- Stand am 31. Dezember 2012 95.976.677,74
- Einstellung in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung gem. § 237 Abs. 5 AktG 21.000.000,00
- Stand am 31. Dezember 2013 116.976.677,74
Andere Gewinnrücklagen
- Stand am 31. Dezember 2012 335.419.723,04
- Verrechnung des Unterschiedsbetrags eigener Anteile -27.907.535,54
- Einstellung in andere Gewinnrücklagen (Mitarbeiterbeteiligungsprogramm) 20.436.995,69
- Stand am 31. Dezember 2013 327.949.183,19
Bilanzgewinn
- Stand am 31. Dezember 2012 189.128.458,36
- Dividendenzahlung -58.038.445,20
- Jahresüberschuss 110.415.982,53
- Einziehung von eigenen Anteilen -21.000.000,00
- Ertrag aus der Kapitalherabsetzung gem. § 240 S. 1 AktG 21.000.000,00
- Einstellung in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung gem. § 237 Abs. 5 AktG -21.000.000,00
- Stand am 31. Dezember 2013 220.505.995,69
Gesamtes Eigenkapital 859.287.591,62

Die Bilanzierung eigener Anteile erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2010 analog einer Kapitalherabsetzung. In Höhe des Nennbetrags erfolgte eine offene Absetzung vom gezeichneten Kapital, der Unterschiedsbetrag wurde mit anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Der Nennbetrag der zum Stichtag 31. Dezember 2013 gehaltenen Anteile von insgesamt 144.265,00 € wurde daher in einer Vorspalte offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Die Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 ist dem Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtrats gefolgt, einen Teilbetrag in Höhe von 131.090.013,16 € des Bilanzgewinns 2012 auf neue Rechnung vorzutragen sowie einen Teilbetrag in Höhe von 58.038.445,20 € als Dividende auszuschütten.

Der Bilanzgewinn beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 220.505.995,69 €. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 189.128.458,36 € enthalten. Dieser reduzierte sich unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2013 ausgezahlten Dividende und der vorgenommen Kapitalherabsetzung auf 110.090.013,16 €.

Über den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2013 beraten Vorstand und Aufsichtsrat in der Aufsichtsratsitzung am 26. März 2014. Über die Verwendung des Bilanzgewinns beschließt nach § 21 der Satzung der United Internet AG die Hauptversammlung.

Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft gemäß § 71b AktG keine Rechte und damit auch keine anteilige Ausschüttung zu.

Eigene Anteile

Zum 31. Dezember 2012 hielt die Gesellschaft 20.562.202 Stück eigene Aktien bzw. 9,56 % des Grundkapitals von 215.000.000 Stück Aktien. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten je Aktie beliefen sich auf 12,46 €.

Am 7. Januar 2013 beschloss der Vorstand auf der Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung der United Internet AG vom 31. Mai 2012 über den Erwerb und die Verwendung eigener Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates, insgesamt 15.000.000 Aktien aus dem Bestand eigener Aktien, die im Rahmen von Aktienrückkaufprogrammen erworben wurden, einzuziehen und das Grundkapital der United Internet AG von 215.000.000 € um 15.000.000 € auf 200.000.000 € herabzusetzen. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien reduzierte sich entsprechend von 215.000.000 Aktien auf 200.000.000 Aktien. Der rechnerische Anteil der ausgegebenen Aktien am Grundkapital blieb unverändert bei 1 € je Aktie.

Gleichzeitig beschloss der Vorstand, ein neues Aktienrückkaufprogramm aufzulegen, das nach Wirksamwerden der Einziehung und Kapitalherabsetzung begann. Im Rahmen dieses neuen Aktienrückkaufprogramms konnten bis zu 5.000.000 Aktien der Gesellschaft über die Börse zurückgekauft werden. Der Rückkauf erfolgte im Rahmen der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 zum Rückkauf eigener Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals, die bis zum 30. November 2013 erteilt wurde.

Im Rahmen dieses Aktienrückkaufprogrammes wurden 337.798 eigene Aktien zurückgekauft. Zusammen mit 5.662.202 eigenen Aktien aus früheren Aktienrückkaufprogrammen hielt United Internet damit insgesamt 6.000.000 eigene Aktien.

Am 1. Februar 2013 beschloss der Vorstand auf der Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung der United Internet AG vom 31. Mai 2012 über den Erwerb und die Verwendung eigener Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates, diese 6.000.000 Aktien aus dem Bestand eigener Aktien einzuziehen und das Grundkapital der United Internet AG von 200.000.000 € um 6.000.000 € auf 194.000.000 € herabzusetzen. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien reduzierte sich entsprechend von 200.000.000 Aktien auf 194.000.000 Aktien. Der rechnerische Anteil der ausgegebenen Aktien am Grundkapital blieb unverändert bei 1 € je Aktie. Nach der Einziehung der Aktien wurden im weiteren Jahresverlauf weitere Aktien zurückgekauft.

Das am 7. Januar 2013 auf Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 beschlossene Aktienrückkaufprogramm wurde von der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013 zum Ablauf des 23. Mai 2013 mit Wirkung für die Zukunft aufgehoben. Gleichzeitig hat die Hauptversammlung mit Beschluss vom 23. Mai 2013 die United Internet AG ermächtigt, eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zurückzukaufen. Die Ermächtigung wurde bis zum 23. November 2014 erteilt.

Im Rahmen dieser Ermächtigung hat der Vorstand der United Internet AG am 24. Mai 2013 beschlossen, ein neues Aktienrückkaufprogramm aufzulegen. Im Rahmen dieses neuen Aktienrückkaufprogramms sollen bis zu 1.000.000 eigene Aktien der Gesellschaft (das entspricht ca. 0,52 % des Grundkapitals) über die Börse zurückgekauft werden.

Nach Kapitalherabsetzungen, Rückkäufen in Höhe von 1.476.314 Stück und Ausgaben in Höhe von 894.251 Stück hielt die Gesellschaft zum 31. Dezember 2013 144.265 eigene Aktien bzw. 0,07 % des Grundkapitals von 194.000.000 Stück Aktien. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten je Aktie beliefen sich auf 21,19 €.

RÜCKSTELLUNGEN

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen mit 19.118 T€ Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2013. Die Steuerrückstellungen für Vorjahre belaufen sich auf 52 T€.

In den sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren, der Höhe und Art nach ungewissen Verpflichtungen sowie für drohende Verluste entsprechende Rückstellungen enthalten. Sie wurden im Wesentlichen für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (18.498 T€), für Tantiemen und Provisionen (636 T€) und Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (474 T€) gebildet. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für absehbare Zinsrisiken aufgrund der steuerlichen Betriebsprüfung (911 T€) vorgenommen.

Der im Zinsaufwand erfasste Effekt aus der Aufzinsung von Rückstellungen beläuft sich auf 162 T€.

VERBINDLICHKEITEN

Über die Gliederung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€):

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31.12.2013 31.12.2013 31.12.2012
Restlaufzeit Restlaufzeit
--- --- --- --- --- --- ---
Gesamt bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt bis 1 Jahr
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 343.000 23.000 320.000 287.000 72.000
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 155 155 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 24.594 24.594 62.099 62.099
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 361 361
Sonstige Verbindlichkeiten davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 T€ (Vorjahr: 1 T€) 32.216 32.216 7.842 7.842
399.965 79.965 320.000 0 357.302 142.302

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31. Dezember 2013 resultieren aus einem revolvierenden Konsortialvertrag sowie aus Kontokorrentverbindlichkeiten.

Der syndizierte Konsortialvertrag vom 7. Juni 2011 bestand aus einer Tranche A in Höhe von 120 Mio. € (endfälliges Darlehen) und einer Tranche B in Höhe von 360 Mio. € (revolvierender Konsortialkredit). Dieser wurde am 19. August 2013 in einen revolvierenden Konsortialvertrag umgewandelt. Der Kreditrahmen wurde dabei von 480 Mio. € auf 600 Mio. € erhöht sowie die Laufzeit verlängert. Zum 31. Dezember 2013 sind davon 320 Mio. € in Anspruch genommen worden.

Der Konsortialkredit ist unbesichert.

Die in Anspruch genommenen Kontokorrentverbindlichkeiten betragen 23 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Salden im Rahmen des Cash-Managements innerhalb der United Internet-Gruppe (19.433 T€), aus den mit diesen Gesellschaften bestehenden Leistungsbeziehungen (3.144 T€) und aus geschlossenen Ergebnisabführungsverträgen (2.017 T€ nach Berücksichtigung von im Geschäftsjahr erfolgten Vorauszahlungen).

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 28.385 T€.

LATENTE STEUERN

Aufgrund bestehender unmittelbarer und mittelbarer steuerlicher Organschaftsverhältnisse erfolgt die Ermittlung bestehender Steuerlatenzen über den gesamten Organkreis der United Internet AG.

Wie im Vorjahr ergibt sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 ein Aktivüberhang latenter Steuern. Aktive latente Steuern resultieren zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (Hardwaresubventionen), passive latente Steuern aus immateriellen Vermögensgegenständen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,02 % zugrunde gelegt. In Ausübung des Bilanzierungswahlrechts gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde dieser Überhang nicht angesetzt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft wurden im Inland erzielt und betreffen größtenteils erbrachte Dienstleistungen (4.831 T€) und berechnete Mieten an Tochtergesellschaften (173 T€).

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren mit 5.488 T€ aus einem Zinssicherungsgeschäft.

Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf 60 T€ und resultieren überwiegend aus der Auflösung von Rückstellungen.

PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand ist aufgrund der Aufwendungen für die bestehenden aktienkursbasierten Vergütungsprogramme infolge der Entwicklung des Aktienkurses im Geschäftsjahr 2013 nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Bereinigt um diese Effekte belaufen sich die Personalaufwendungen der Berichtsperiode auf 3.209 T€ (Vorjahr: 2.546 T€). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Umstand, dass der Vorstand der Gesellschaft um ein Mitglied erweitert wurde.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind neben Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Aufsichtsratsvergütungen (2.105 T€) und Aufwendungen für Investor Relations, Marketing und Pressearbeit (388 T€) im Wesentlichen Mietaufwendungen (275 T€) sowie Aufwendungen für Versicherungen / Beiträge (229 T€) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen betragen 18 T€.

ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN

Im Vorjahr konnten Dividendenerträge aus der Beteiligung an der freenet AG, Büdelsdorf, in Höhe von 4.577 T€ vereinnahmt werden. Die Beteiligung wurde bereits im Vorjahr veräußert.

ERTRÄGE AUS GEWINNABFÜHRUNGSVERTRÄGEN

Diese Position umfasst im Wesentlichen die Ergebnisabführung der 1&1 Internet AG, Montabaur, (271.511 T€) sowie der 1&1 Telecommunication AG (vormals 1&1 Access Holding GmbH), Montabaur, (717 T€).

AUFWENDUNGEN AUS VERLUSTÜBERNHAMEN

Diese Position umfasst im Wesentlichen den Ergebnisausgleich der United Internet Ventures AG (vormals United Internet Beteiligungen GmbH), Montabaur, (24.011 T€).

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit 94.659 T€ laufende Steuern, davon 49.616 T€ für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie 45.043 T€ für Gewerbesteuer.

Aufgrund von Prüfungsfeststellungen der abgeschlossenen steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2006 bis 2008 und deren Folgeeffekte sowie aus Veranlagungen von Folgejahren ergaben sich periodenfremde Steueraufwendungen für Ertragssteuern in Höhe von 3.671 T€. Ferner entstanden in diesem Zusammenhang Zinsaufwendungen von 3.285 T€ und Zinserträge in Höhe von 797 T€, die im Zinsergebnis ausgewiesen werden.

SONSTIGE ANGABEN

Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren im Jahresdurchschnitt 18 (Vorjahr 19) fest angestellte Mitarbeiter (ohne Organe, Auszubildende, Aushilfen und Mitarbeiter im Erziehungsurlaub) beschäftigt.

Organe der United Internet AG

Der Vorstand bestand zum 31. Dezember 2013 aus den folgenden Mitgliedern:

Ralph Dommermuth (Vorstandsvorsitzender / CEO), Montabaur

Robert Hoffmann (stellvertretender Vorstandsvorsitzender / COO), Kelkheim

Norbert Lang (Finanzvorstand / CFO), Waldbrunn

Zum 1. Januar 2013 wechselte Herr Robert Hoffmann von der 1&1 Internet AG, Montabaur, einer Tochtergesellschaft der United Internet AG, in den Vorstand.

Die Mitglieder des Vorstands sind außerdem in den Aufsichtsräten folgender Gesellschaften vertreten:

Ralph Dommermuth

United Internet Media GmbH (vormals United Internet Media AG), Montabaur (Vorsitz, bis 27. November 2013)

Norbert Lang

Hi-Media SA, Paris / Frankreich
United Internet Media GmbH (vormals United Internet Media AG), Montabaur (bis 27. November 2013)
united-domains AG, Starnberg (Vorsitz)

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist leistungsorientiert. Sie enthält einen festen und einen variablen Bestandteil (Tantieme / Bonus). Für die feste Vergütung und die Tantieme wird ein Zieleinkommen festgelegt, das regelmäßig überprüft wird. Die letzte Überprüfung fand im Geschäftsjahr 2011 statt. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Höhe der Tantieme ist von der Erreichung bestimmter, zu Beginn des Geschäftsjahres fixierter finanzieller Ziele abhängig, die sich im Wesentlichen an Umsatz- und Ergebniszahlen orientieren. Für die Zielerreichung gilt in der Regel eine Bandbreite von 90 % bis 120 %. Unter 90 % Zielerreichung entfällt die Zahlung und bei 120 % Zielerreichung endet die Tantiemenzahlung. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele ist ausgeschlossen. Eine Mindesttantieme wird nicht garantiert. Die Auszahlung erfolgt nach der Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat. Für das Geschäftsjahr 2013 wurde eine Vergütung des Vorstands von insgesamt 1.522 T€ (Vorjahr 872 T€ bei 2 Vorständen) zugrunde gelegt. Von diesem Gesamtbetrag entfielen 900 T€ bzw. 59 % auf das Fixum und 622 T€ bzw. 41 % auf den variablen Bestandteil.

Versorgungszusagen der Gesellschaft gegenüber den Vorständen bestehen nicht.

Als Stock Appreciation Right wird die Zusage der Gesellschaft bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe der Differenz zwischen dem Börsenkurs bei Einräumung (Ausübungspreis) und dem Börsenkurs bei Ausübung der Option entspricht. Die Ausübungshürde beträgt 120 % des Börsenpreises des Mittelwertes der Schlusskurse im Xetra-Handel für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsentage vor dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option. Die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten ist gleichzeitig bei 100 % des Ausübungspreises begrenzt.

Ein SAR entspricht einem virtuellen Bezugsrecht auf eine Aktie der United Internet AG, ist aber kein Anteilsrecht und somit keine (echte) Option auf den Erwerb von Aktien der United Internet AG. Die Gesellschaft behält sich jedoch das Recht vor, ihrer Verpflichtung zur Auszahlung des SAR in bar stattdessen nach freiem Ermessen auch durch die Übertragung von United Internet AG Aktien aus dem Bestand eigener Aktien an die Berechtigten zu erfüllen.

Das Optionsrecht kann grundsätzlich hinsichtlich eines Teilbetrags von bis zu 25 % frühestens nach Ablauf von 24 Monaten seit dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 50 % frühestens 36 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 75 % frühestens 48 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option und hinsichtlich des Gesamtbetrags frühestens nach Ablauf von 60 Monaten nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option ausgeübt werden.

In den Geschäftsjahren 2008 und 2009 erfolgte an Herrn Norbert Lang die Ausgabe von je 800.000 virtuellen Aktienoptionen (sog. Stock Appreciation Rights / SAR) zu einem Ausübungspreis von 12,85 € bzw. 5,52 €. Zum Zeitpunkt der Ausgabe dieser virtuellen Aktienoptionen betrugen die beizulegende Werte 2.384 T€ bzw. 1.104 T€.

Im Geschäftsjahr 2013 erfolgte an Herrn Robert Hoffmann die Ausgabe von 1.000.000 SAR zu einem Ausübungspreis von 16,06 €. Zum Zeitpunkt der Ausgabe dieser virtuellen Aktienoption betrug der beizulegende Werte 2.060 T€. Der Zeitwert im Zeitpunkt der Ausgabe, der in Vorjahren von der 1&1 Internet AG an Herrn Robert Hoffmann gewährten und zu Beginn des Geschäftsjahres noch nicht ausgeübten Bezugsrechte, betrug zum 1. Januar 2013 1.738 t€. Die Ausübungspreise liegen zwischen 6,07 € und 12,85 €. Die United Internet AG ist zum 1. Januar 2013 in diese Verpflichtungen eingetreten. Der innere Wert der 750.000 SAR belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 4.295 T€.

Herr Norbert Lang übte im Geschäftsjahr 2013 jeweils 800.000 Bezugsrechte zu einem Ausübungspreis von je 12,85 € und 200.000 Bezugsrechte zu einem Ausübungspreis von je 5,52 € aus.

Von den in Vorjahren von der 1&1 Internet AG gewährten Bezugsrechten übte Robert Hoffmann im Geschäftsjahr 2013 50.000 zu 12,85 €, 100.000 zu 6,07 €, 150.000 zu 8,96 € und 75.000 Bezugsrechte zu einem Ausübungspreis von 12,03 € aus.

Über die Bezüge der Mitglieder des Vorstands gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€):

2013

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Fix

T€
Variabel

T€
Gesamt

T€
Ralph Dommermuth 300 237 537
Robert Hoffmann 300 198 498
Norbert Lang 300 187 487
900 622 1.522

2012

scroll

Fix

T€
Variabel

T€
Gesamt

T€
Ralph Dommermuth 300 152 452
Norbert Lang 300 120 420
600 272 872

Im Geschäftsjahr 2013 hatte der Aufsichtsrat der United Internet AG folgende Mitglieder:

Kurt Dobitsch, Vorsitz

selbständiger Unternehmer, Markt Schwaben

Kai-Uwe Ricke

Managing Partner, Stallikon / Schweiz

Michael Scheeren, stellvertretender Vorsitz

Bankkaufmann, Frankfurt am Main

Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2013 außerdem in den Aufsichtsräten oder vergleichbarer Gremien folgender Unternehmen vertreten:

Kurt Dobitsch

1&1 Internet AG, Montabaur
United Internet Ventures AG (vormals United Internet Beteiligungen GmbH), Montabaur (Vorsitz, seit 20. März 2013)
1&1 Telecommunication AG (vormals 1&1 Access Holding GmbH), Montabaur (seit 20. März 2013)
Nemetschek AG, München (Vorsitz)
Bechtle AG, Gaildorf
docuware GmbH, München
Graphisoft S.E, Budapest / Ungarn
Singhammer IT Consulting AG, München

Kai-Uwe Ricke

1&1 Internet AG, Montabaur
United Internet Ventures AG (vormals United Internet Beteiligungen GmbH), Montabaur (seit 20. März 2013)
1&1 Telecommunication AG (vormals 1&1 Access Holding GmbH), Montabaur (stellvertretender Vorsitz, seit 20. März 2013)
SuSI Partner AG, Zürich / Schweiz
euNetworks Group Ltd., Singapur / Singapur
Delta Partners, Dubai / Emirat Dubai

Michael Scheeren

1&1 Internet AG, Montabaur (Vorsitz)
United Internet Ventures AG (vormals United Internet Beteiligungen GmbH), Montabaur (stellvertretender Vorsitz, seit 20. März 2013)
1&1 Telecommunication AG (vormals 1&1 Access Holding GmbH), Montabaur (Vorsitz, seit 20. März 2013)
Sedo Holding AG, Montabaur (Vorsitz)
United Internet Media GmbH (vormals United Internet Media AG), Montabaur (stellvertretender Vorsitz, bis 31. März 2013)
Goldbach Group AG, Küsnacht-Zürich / Schweiz

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die aus einem festen und einem am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ausgerichteten variablen Teil besteht. Die feste Vergütung beträgt für ein einfaches Mitglied des Aufsichtrats 10 T€ pro volles Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte. Die erfolgsabhängige Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden beträgt pro volles Geschäftsjahr 1 T€ für jeden Cent, um den der nach IFRS ermittelte Konzerngewinn pro Aktie (EPS) der United Internet AG den Betrag von 0,60 € überschreitet.

Darüber hinaus erhält jedes Mitglied des Aufsichtrats für das Geschäftsjahr 2013 und für die folgenden Geschäftsjahre jeweils eine Vergütung in Höhe von 500 € für jeden angefangenen Prozentpunkt, um den das EPS sich in dem abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem EPS in dem drei Jahre zuvor abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht hat, jedoch maximal 10 T€ pro Geschäftsjahr.

Über die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats der United Internet AG gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€):

2013

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Fix

T€
Variabel

T€
Gesamt

T€
Kurt Dobitsch 20 57 77
Kai-Uwe Ricke 10 57 67
Michael Scheeren 10 57 67
40 171 211

2012

scroll

Fix

T€
Variabel

T€
Gesamt

T€
Kurt Dobitsch 20 0 20
Kai-Uwe Ricke 10 0 10
Michael Scheeren 10 0 10
40 0 40

Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats existieren nicht.

Haftungsverhältnisse

Im Hinblick auf die den Gesellschaften der United Internet-Gruppe von Banken gewährten Kreditrahmen besteht gesamtschuldnerische Mithaftung der Gesellschaft. Zum Bilanzstichtag wurde der Kreditrahmen durch gezogene Kreditlinien in Höhe von 23.000 T€ sowie Avale in Höhe von 15.828 T€ in Anspruch genommen. Zu den anderen Bankverbindlichkeiten wird auf die Ausführungen "Verbindlichkeiten" verwiesen.

Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen wird aufgrund der stabilen Geschäftslage der kreditnehmenden Tochtergesellschaften der United Internet-Gruppe aktuell als sehr gering eingestuft.

Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

Im Geschäftsjahr 2008 hatte die Gesellschaft im Rahmen der Zinsabsicherung zwei Zinssicherungsvereinbarungen über einen Nominalbetrag von insgesamt 200.000 T€ abgeschlossen. Die Vereinbarungen wiesen eine Laufzeit bis zum 9. Oktober 2013 aus. Die zahlungswirksame Zinskomponente ist in den Zinsaufwendungen enthalten, die Veränderung des Zeitwerts wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden im Rahmen der Zinsabsicherung vor dem Hintergrund der Neuaufnahme von Finanzkrediten vier Zinssicherungsvereinbarungen über einen Nominalbetrag von insgesamt 180.000 T€ abgeschlossen. Die Vereinbarungen weisen eine Laufzeit bis zum 7. Juni 2016 aus. Der negative beizulegende Wert inklusive der abgegrenzten Zinsen in Höhe von 234 T€ beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 7.916 T€. Für diese Absicherungsgeschäfte wird eine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft (Finanz-Kredite) gem. § 254 HGB gebildet. Der negative Marktwert in Höhe von 7.682 T€ wurde aufgrund der Anwendung der Einfrierungsmethode bilanziell nicht erfasst. Die Zinsabgrenzung in Höhe von 234 T€ ist unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Bewertung des Zeitwerts erfolgte auf der Basis aktueller Marktdaten unter Anwendung anerkannter mathematischer Bewertungsmethoden (Barwertmethode).

Die Bewertungseinheiten gliedern sich im Einzelnen wie folgt:

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Grundgeschäft / Sicherungsinstrument Risiko / Art der Bewertungseinheit Einbezogener Betrag Höhe des abgesicherten Risikos
(1) Revolvierender Konsortialkredit / Zinsderivat Zinsrisiko / micro-hedge 60.000 T€ 60.000 T€
(2) Revolvierender Konsortialkredit / Zinsderivat Zinsrisiko / micro-hedge 40.000 T€ 40.000 T€
(3) Revolvierender Konsortialkredit / Zinsderivat Zinsrisiko / micro-hedge 40.000 T€ 40.000 T€
(4) Revolvierender Konsortialkredit / Zinsderivat Zinsrisiko / micro-hedge 40.000 T€ 40.000 T€

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zu (1): Die gegenläufigen Wertänderungen / Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft haben sich im Geschäftsjahr 2013 im Wesentlichen ausgeglichen. Für den gesamten Sicherungszeitraum gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen / Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft voraussichtlich ebenfalls im Wesentlichen aus, da die wesentlichen zugrunde liegenden Konditionen übereinstimmen (so genannter critical-term-match). Der Bildung einer Bewertungseinheit liegt hier insbesondere die Annahme zugrunde, dass die Ausschöpfung der Kreditlinie des revolvierenden Konsortialkredits mindestens 60.000 T€ betragen wird.
zu (2) bis (4): Für den gesamten Sicherungszeitraum gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen / Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft voraussichtlich ebenfalls im Wesentlichen aus, da die wesentlichen zugrunde liegenden Konditionen übereinstimmen (so genannter critical-term-match). Der Bildung einer Bewertungseinheit liegt hier insbesondere die Annahme zugrunde, dass die Ausschöpfung der Kreditlinie des revolvierenden Konsortialkredits mindestens 120.000 T€ betragen wird.

Bei Abschluss der Absicherungsgeschäfte erfolgte ein prospektiver Effektivitätstest (critical-term-match). Retrospektiv erfolgt zu jedem Stichtag eine Prüfung und Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung anhand der "Hypothetischen-Derivate"-Methode.

Bei Anwendung dieser Methode muss ein Unternehmen den Zeitwert des hypothetischen Derivats berücksichtigen, wenn es Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Grundgeschäfts bei der Prüfung und Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung bestimmt. Der Marktwert der Sicherungsinstrumente ist in Höhe des ineffektiven Anteils nach geltenden handelsrechtlichen Vorschriften zu bilanzieren. Im Geschäftsjahr 2013 ergaben sich hieraus keine zu bilanzierenden Effekte.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen zu marktunüblichen Konditionen getätigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen der Gesellschaft aus Mietverträgen, die im Wesentlichen die Büro- und Geschäftsgebäude der Gesellschaft in Montabaur betreffen.

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2013

T€
Verbindlichkeiten aus langfristigen finanziellen Verpflichtungen 2.346
Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 427
Davon mit einer Restlaufzeit zwischen mehr als einem und fünf Jahren 1.706
Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 213

Veröffentlichung von Stimmrechtsmitteilungen nach § 26 WpHG

Veröffentlichung am 22. Dezember 2009

Die Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, aufgrund einer Verringerung der Gesamtzahl der Stimmrechte am 21. Dezember 2009 die Schwelle von 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 31,00 % (74.400.000 Stimmrechte) betrug. Davon sind der Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft 1,67 % der Stimmrechte (4.000.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, aufgrund einer Verringerung der Gesamtzahl der Stimmrechte am 21. Dezember 2009 die Schwelle von 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 31,00 % (74.400.000 Stimmrechte) betrug. Davon sind der Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH 31,00 % (74.400.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die der Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH zuzurechnenden Stimmrechte sind dabei über das folgende, von ihr kontrollierte Unternehmen gehalten, dessen Stimmrechtsanteil an der United Internet AG 3 % oder mehr betrug: Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft.

Veröffentlichung am 23. Juli 2012

Die Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Germany hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23.07.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 20.07.2012 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,02% (das entspricht 6.503.582 Stimmrechten) betragen hat.

1,38% der Stimmrechte (das entspricht 2.973.939 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Veröffentlichung am 9. Januar 2013

Die United Internet AG (ISIN DE0005089031), Elgendorfer Str. 57, 56410 Montabaur, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass sie am 8. Januar 2013 die Schwelle von 5 % und 3 % an eigenen Aktien (bezogen auf 200 Mio. Aktien/Stimmrechte) unterschritten hat und der Anteil eigener Aktien zu diesem Tag 2,83 % (5.662.202 Aktien) betrug.

Veröffentlichung am 1. Februar 2013

Die United Internet AG (ISIN DE0005089031), Elgendorfer Str. 57, 56410 Montabaur, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass sie am 1. Februar 2013 die Schwelle von 3 % an eigenen Aktien (bezogen auf 200 Mio. Aktien/Stimmrechte) erreicht hat und der Anteil eigener Aktien zu diesem Tag 3,00 % (6.000.000 Aktien) betrug.

Veröffentlichung am 7. Februar 2013

Die United Internet AG (ISIN DE0005089031), Elgendorfer Str. 57, 56410 Montabaur, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass sie am 6. Februar 2013 die Schwelle von 3 % an eigenen Aktien (bezogen auf 200 Mio. Aktien/Stimmrechte) unterschritten hat und der Anteil eigener Aktien zu diesem Tag 0,00 % (0 Aktien) betrug.

Veröffentlichung am 18. Februar 2013

Die Massachusetts Mutual Life Insurance Company, Springfield, USA, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1, 24 WpHG am 14. Februar 2013 folgendes mitgeteilt:

Die OppenheimerFunds Inc., Centennial, USA hat am 12. Februar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der United Internet AG, Montabaur (ISIN: DE0005089031, WKN: 508903), überschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils betrug am 12. Februar 2013 5.873.094 Stimmrechte, 3,03 %, die der OppenheimerFunds Inc. gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.

Die Oppenheimer Acquisition Corp., Centennial, USA hat am 12. Februar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der United Internet AG, Montabaur (ISIN: DE0005089031, WKN: 508903), überschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils betrug am 12. Februar 2013 5.873.094 Stimmrechte, 3,03 %, die der Oppenheimer Acquisition Corp. gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6, S. 2 WpHG zuzurechnen sind.

Die MassMutual Holding LLC, Springfield, USA hat am 12. Februar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der United Internet AG, Montabaur (ISIN: DE0005089031, WKN: 508903), überschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils betrug am 12. Februar 2013 5.873.094 Stimmrechte, 3,03 %, die der MassMutual Holding LLC gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6, S. 2 WpHG zuzurechnen sind.

Die MM Asset Management Holding LLC, Springfield, USA hat am 12. Februar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der United Internet AG, Montabaur (ISIN: DE0005089031, WKN: 508903), überschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils betrug am 12. Februar 2013 5.873.094 Stimmrechte, 3,03 %, die der MM Asset Management Holding LLC gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6, S. 2 WpHG zuzurechnen sind.

Die Massachusetts Mutual Life Insurance Company, Springfield, USA hat am 12. Februar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der United Internet AG, Montabaur (ISIN: DE0005089031, WKN: 508903), überschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils betrug am 12. Februar 2013 5.873.094 Stimmrechte, 3,03 %, die der Massachusetts Mutual Life Insurance Company gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6, S. 2 WpHG zuzurechnen sind.

Veröffentlichung am 25. Februar 2013

Die DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22.02.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 19.02.2013 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,005% (das entspricht 9.708.975 Stimmrechten) betragen hat.

Veröffentlichung am 28. Februar 2013

Die DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 26.02.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 21.02.2013 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,999% (das entspricht 9.698.975 Stimmrechten) betragen hat.

Veröffentlichung am 26. März 2013

Die RD Holding-Verwaltungs GmbH, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. März 2013 folgendes mitgeteilt:

Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der RD Holding-Verwaltungs GmbH, Montabaur, Deutschland, an der United Internet AG, Elgendorfer Str. 57, 56410 Montabaur, Deutschland, am 21. März 2013 die Schwellen von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 45,36 % (88.000.000 Stimmrechte) beträgt. Hiervon sind der RD Holding-Verwaltungs GmbH 4,12 % (8.000.000 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und 41,24 % (80.000.000 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Der Name des von ihr kontrollierten Unternehmens, von dem 3 % oder mehr zugerechnet werden, ist wie folgt:

RD Holding GmbH & Co. KG.

Der Name des Aktionärs, aus dessen Aktien 3% oder mehr zugerechnet werden, ist wie folgt:

Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft.

Die RD Holding GmbH & Co. KG, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. März 2013 folgendes mitgeteilt:

Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der RD Holding GmbH & Co. KG, Montabaur, Deutschland, an der United Internet AG, Elgendorfer Str. 57, 56410 Montabaur, Deutschland, am 21. März 2013 die Schwellen von 5%, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 45,36 % (88.000.000 Stimmrechte) beträgt. Hiervon sind der RD Holding GmbH & Co. KG 41,24 % (80.000.000 Stimmrechte) gemäß § 22 Absatz 2 WpHG zuzurechnen. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der United Internet AG mehr als 3 % beträgt, werden Stimmrechte zugerechnet:

Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft.

Die RD Holding-Verwaltungs GmbH, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG am 22. März 2013 im Zusammenhang mit der Überschreitung bzw. Erreichung der 10%-Schwelle oder einer höheren Schwelle vom 21. März 2013 über Folgendes informiert:

Ziele des Erwerbs der Stimmrechte (§ 27a Abs. 1 Satz 1 und Satz 3 WpHG)

Der Erwerb erfolgte durch Zurechnung im Zuge einer konzerninternen Umstrukturierung und dient weder der Umsetzung strategischer Ziele noch der Erzielung von Handelsgewinnen.

Die RD Holding-Verwaltungs GmbH beabsichtigt nicht, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte an der United Internet AG durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen.

Die RD Holding-Verwaltungs GmbH strebt keine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen der United Internet AG an.

Die RD Holding-Verwaltungs GmbH strebt keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung und die Dividendenpolitik an.

Herkunft der für den Erwerb der Stimmrechte verwendeten Mittel (§ 27a Abs. 1 Satz 1 und Satz 4 WpHG)

Der Erwerb der Stimmrechte erfolgte aufgrund Zurechnung der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG sowie § 22 Abs. 2 WpHG. Hinsichtlich des Stimmrechtserwerbs an der United Internet AG wurden daher weder Eigen-noch Fremdmittel aufgewendet.

Die RD Holding GmbH & Co. KG, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG am 22. März 2013 im Zusammenhang mit der Überschreitung bzw. Erreichung der 10%-Schwelle oder einer höheren Schwelle vom 21. März 2013 über Folgendes informiert:

1. Ziele des Erwerbs der Stimmrechte (§ 27a Abs. 1 Satz 1 und Satz 3 WpHG)

a- Der Erwerb erfolgte durch Zurechnung im Zuge einer konzerninternen Umstrukturierung und dient weder der Umsetzung strategischer Ziele noch der Erzielung von Handelsgewinnen.

b- Die RD Holding GmbH & Co. KG beabsichtigt nicht, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte an der United Internet AG durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen.

c- Die RD Holding GmbH & Co. KG strebt keine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen der United Internet AG an.

d- Die RD Holding GmbH & Co. KG strebt keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung und die Dividendenpolitik an.

2. Herkunft der für den Erwerb der Stimmrechte verwendeten Mittel (§ 27a Abs. 1 Satz 1 und Satz 4 WpHG)

Der Erwerb der Stimmrechte erfolgte aufgrund Zurechnung der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 2 WpHG. Hinsichtlich des Stimmrechtserwerbs an der United Internet AG wurden daher weder Eigen-noch Fremdmittel aufgewendet.

Veröffentlichungen vom 31. Mai 2013 und 18. Juni 2013 (Korrektur) [Originalmeldung in englischer Sprache]

Stimmrechtsmitteilung nach § 25 WpHG

Wir haben folgende Stimmrechtsmitteilungen nach § 25 WpHG am 28. Mai 2013 erhalten:

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley, Wilmington, Delaware, USA

3. Art der Schwellenberührung:

Schwellenüberschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%, 10%

5. Datum der Schwellenberührung:

21. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

10,05% (entspricht: 19.490.083 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 7,58% (entspricht: 14.713.491 Stimmrechten), davon mittelbar: 7,58% (entspricht: 14.713.491 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 2,46% (entspricht: 4.776.592 Stimmrechte)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley Capital Management LLC, Morgan Stanley Domestic Holdings Inc., Morgan Stanley & Co LLC, MSDW Offshore Equity Services Inc., MS Equity Finance Services I (Cayman) Ltd., MS Equity Financing Services (Luxembourg) Sarl, Morgan Stanley International Holdings Inc., Morgan Stanley International Limited, Morgan Stanley Group (Europe), Morgan Stanley UK Group, Morgan Stanley & Co International Plc

8.2 Rückübertragungsansprüche:

Verschiedene Kontrakte deren Ausübung im Ermessen des Verleihers liegen

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley International Holdings Inc, Wilmington, Delaware, USA

3. Art der Schwellenberührung:

Schwellenüberschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

21. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

7,68% (entspricht: 14.902.166 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 5,24% (entspricht: 10.172.672 Stimmrechten), davon mittelbar: 5,24% (entspricht: 10.172.672 Stimmrechte)

7.2 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 2,44% (entspricht: 4.729.494 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

MS Equity Financing Services (Luxembourg) Sarl, Morgan Stanley International Limited, Morgan Stanley Group (Europe), Morgan Stanley UK Group, Morgan Stanley & Co International Plc

8.2 Rückübertragungsansprüche:

Verschiedene Kontrakte deren Ausübung im Ermessen des Verleihers liegen

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley International Limited, London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenüberschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

21. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

5,48% (entspricht: 10.625.587 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 3,04% (entspricht: 5.896.093 Stimmrechten), davon mittelbar: 3,04% (entspricht: 5.896.093 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 2,44% (entspricht: 4.729.494 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley Group (Europe), Morgan Stanley UK Group, Morgan Stanley & Co International Plc

8.2 Rückübertragungsansprüche:

Verschiedene Kontrakte deren Ausübung im Ermessen des Verleihers liegen

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley Group (Europe), London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung:

Schwellenüberschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

21. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

5,48% (entspricht: 10.625.587 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 3,04% (entspricht: 5.896.093 Stimmrechten), davon mittelbar: 3,04% (entspricht: 5.896.093 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 2,44% (entspricht: 4.729.494 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley UK Group, Morgan Stanley & Co International Plc

8.2 Rückübertragungsansprüche:

Verschiedene Kontrakte deren Ausübung im Ermessen des Verleihers liegen

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley UK Group, London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenüberschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

21. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

5,48% (entspricht: 10.625.587 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 3,04% (entspricht: 5.896.093 Stimmrechten), davon mittelbar: 3,04% (entspricht: 5.896.093 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 2,44% (entspricht: 4.729.494 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley & Co International Plc

8.2 Rückübertragungsansprüche:

Verschiedene Kontrakte deren Ausübung im Ermessen des Verleihers liegen

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley & Co International Plc, London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenüberschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

21. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

5,48% (entspricht: 10.625.587 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 3,04% (entspricht: 5.896.093 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 2,44% (entspricht: 4.729.494 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen: -

8.2 Rückübertragungsansprüche:

Verschiedene Kontrakte deren Ausübung im Ermessen des Verleihers liegen

Stimmrechtsmitteilung nach § 25a WpHG

Wir haben folgende Stimmrechtsmitteilungen nach § 25a WpHG am 28. Mai 2013 erhalten:

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley, Wilmington, Delaware, USA

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenüberschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%, 10%

5. Datum der Schwellenberührung:

21. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

10,39% (entspricht: 20.158.163 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG: 0,34% (entspricht: 668.080 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,34% (entspricht: 668.080 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 7,58% (entspricht: 14.713.491 Stimmrechten), davon mittelbar: 7,58% (entspricht: 14.713.491 Stimmrechten)

7.3 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 2,46% (entspricht: 4.776.592 Stimmrechten)

8 Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley International Holdings Inc., Morgan Stanley International Limited, Morgan Stanley Group (Europe), Morgan Stanley UK Group, Morgan Stanley & Co International Plc, Morgan Stanley Turnberry Limited, Morgan Stanley Montgomerie Investments Limited, Morgan Stanley Equity Derivative Services (Luxembourg) S.a.r.l

8.2 Cash-settled swaps, Fälligkeit 31. Mai 2013

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley International Holdings Inc, Wilmington, Delaware, USA

3. Art der Schwellenberührung:

Schwellenüberschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

21. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

8,03% (entspricht: 15.570.246 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG: 0,34% (entspricht: 668.080 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,34% (entspricht: 668.080 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 5,24% (entspricht: 10.172.672 Stimmrechten), davon mittelbar: 5,24% (entspricht: 10.172.672 Stimmrechten)

7.3 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 2,44% (entspricht: 4.729.494 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

8.2 Morgan Stanley International Limited, Morgan Stanley Group (Europe), Morgan Stanley UK Group, Morgan Stanley & Co International Plc, Morgan Stanley Turnberry Limited, Morgan Stanley Montgomerie Investments Limited, Morgan Stanley Equity Derivative Services (Luxembourg) S.a.r.l

8.3 Cash-settled swaps, Fälligkeit 31. Mai 2013

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley International Limited, London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenüberschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

21. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

5,82% (entspricht: 11.293.667 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG: 0,34% (entspricht: 668.080 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,34% (entspricht: 668.080 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 3,04% (entspricht: 5.896.093 Stimmrechten), davon mittelbar: 3,04% (entspricht: 5.896.093 Stimmrechten)

7.3 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 2,44% (entspricht: 4.729.494 Stimmrechten)

8 Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley Group (Europe), Morgan Stanley UK Group, Morgan Stanley & Co International Plc, Morgan Stanley Turnberry Limited, Morgan Stanley Montgomerie Investments Limited, Morgan Stanley Equity Derivative Services (Luxembourg) S.a.r.l

8.2 Cash-settled swaps, Fälligkeit 31. Mai 2013

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley Group (Europe), London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung:

Schwellenüberschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

21. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

5,82% (entspricht: 11.293.667 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG: 0,34% (entspricht: 668.080 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,34% (entspricht: 668.080 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 3,04% (entspricht: 5.896.093 Stimmrechten), davon mittelbar: 3,04% (entspricht: 5.896.093 Stimmrechten)

7.3 Stimmrechtsanteil nach § 21, 22 WpHG: 2,44% (entspricht: 4.729.494 Stimmrechten)

8 Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley UK Group, Morgan Stanley & Co International Plc, Morgan Stanley Turnberry Limited, Morgan Stanley Montgomerie Investments Limited, Morgan Stanley Equity Derivative Services (Luxembourg) S.a.r.l

8.2 Cash-settled swaps, Fälligkeit 31. Mai 2013

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley UK Group, London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenüberschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

21. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

5,82% (entspricht: 11.293.667 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG: 0,34% (entspricht: 668.080 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,34% (entspricht: 668.080 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 3,04% (entspricht: 5.896.093 Stimmrechten), davon mittelbar: 3,04% (entspricht: 5.896.093 Stimmrechten)

7.3 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 2,44% (entspricht: 4.729.494 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley & Co International Plc, Morgan Stanley Turnberry Limited, Morgan Stanley Montgomerie Investments Limited, Morgan Stanley Equity Derivative Services (Luxembourg) S.a.r.l

8.2 Cash-settled swaps, Fälligkeit 31. Mai 2013

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley & Co International Plc, London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung:

Schwellenüberschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

21. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

5,82% (entspricht: 11.293.667 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG: 0,34% (entspricht: 668.080 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,17% (entspricht: 334.040 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 3,04% (entspricht: 5.896.093 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7.3 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 2,44% (entspricht: 4.729.494 Stimmrechten)

8 Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley Turnberry Limited, Morgan Stanley Montgomerie Investments Limited, Morgan Stanley Equity Derivative Services (Luxembourg) S.a.r.l

8.2 Cash-settled swaps, Fälligkeit 31. Mai 2013

Stimmrechtsmitteilung nach § 25 WpHG

Wir haben folgende Stimmrechtsmitteilungen nach § 25 WpHG am 28. Mai 2013 erhalten:

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley, Wilmington, Delaware, USA

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenunterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

10%

5. Datum der Schwellenberührung:

22. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

5,12% (entspricht: 9.942.097 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 5,10% (entspricht: 9.886.089 Stimmrechten), davon mittelbar: 5,10% (entspricht: 9.886.089 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 0,03% (entspricht: 56.008 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley Capital Management LLC, Morgan Stanley Domestic Holdings Inc., Morgan Stanley & Co LLC, Morgan Stanley International Holdings Inc., MS Equity Financing Services (Luxembourg) Sarl, MSDW Offshore Equity Services Inc., MS Equity Finance Services I (Cayman) Ltd.

8.2 Rückübertragungsansprüche:

Verschiedene Kontrakte deren Ausübung im Ermessen des Verleihers liegen

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley International Holdings Inc, Wilmington, Delaware, USA

3. Art der Schwellenberührung:

Schwellenunterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

22. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

2,47% (entspricht: 4.783.365 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 2,47% (entspricht: 4.783.365 Stimmrechten), davon mittelbar: 2,47% (entspricht: 4.783.365 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

8 Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

MS Equity Financing Services (Luxembourg) Sarl,

8.2 Rückübertragungsansprüche:

Verschiedene Kontrakte deren Ausübung im Ermessen des Verleihers liegen

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley International Limited, London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenunterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

22. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

8 Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen: -

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley Group (Europe), London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung:

Schwellenunterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

22. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen: -

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley UK Group, London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung:

Schwellenunterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

22. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen: -

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley & Co International Plc, London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenunterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

22. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen: -

Stimmrechtsmitteilung nach § 25a WpHG

Wir haben folgende Stimmrechtsmitteilungen nach § 25a WpHG am 28. Mai 2013 erhalten:

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley, Wilmington, Delaware, USA

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenunterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

10%

5. Datum der Schwellenberührung:

22. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

5,48% (entspricht: 10.637.796 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG: 0,36% (entspricht: 695.699 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,36% (entspricht: 695.699 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 5,10% (entspricht: 9.886.089 Stimmrechten), davon mittelbar: 5,10% (entspricht: 9.886.089 Stimmrechten)

7.3 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 0,03% (entspricht: 56.008 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley International Holdings Inc., Morgan Stanley International Limited, Morgan Stanley Group (Europe), Morgan Stanley UK Group, Morgan Stanley & Co International Plc, Morgan Stanley Turnberry Limited, Morgan Stanley Montgomerie Investments Limited, Morgan Stanley Equity Derivative Services (Luxembourg) S.a.r.l

8.2 Cash-settled swaps, Fälligkeiten 28. Mai 2013, 31. Mai 2013

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley International Holdings Inc, Wilmington, Delaware, USA

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenunterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

22. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

2,82% (entspricht: 5.479.064 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG: 0,36% (entspricht: 695.699 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,36% (entspricht: 695.699 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 2,47% (entspricht: 4.783.365 Stimmrechten), davon mittelbar: 2,47% (entspricht: 4.783.365 Stimmrechten)

7.3 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley International Limited, Morgan Stanley Group (Europe), Morgan Stanley UK Group, Morgan Stanley & Co International Plc, Morgan Stanley Turnberry Limited, Morgan Stanley Montgomerie Investments Limited, Morgan Stanley Equity Derivative Services (Luxembourg) S.a.r.l

8.2 Cash-settled swaps, Fälligkeiten 28. Mai 2013, 31. Mai 2013

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley International Limited, London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenunterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

22. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

0,36% (entspricht: 695.699 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG: 0,36% (entspricht: 695.699 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,36% (entspricht: 695.699 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7.3 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley Group (Europe), Morgan Stanley UK Group, Morgan Stanley & Co International Plc, Morgan Stanley Turnberry Limited, Morgan Stanley Montgomerie Investments Limited, Morgan Stanley Equity Derivative Services (Luxembourg) S.a.r.l

8.2 Cash-settled swaps, Fälligkeiten 28. Mai 2013, 31. Mai 2013

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley Group (Europe), London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenunterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

22. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

0,36% (entspricht: 695.699 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG: 0,36% (entspricht: 695.699 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,36% (entspricht: 695.699 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7.3 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley UK Group, Morgan Stanley & Co International Plc, Morgan Stanley Turnberry Limited, Morgan Stanley Montgomerie Investments Limited, Morgan Stanley Equity Derivative Services (Luxembourg) S.a.r.l

8.2 Cash-settled swaps, Fälligkeiten 28. Mai 2013, 31. Mai 2013

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley UK Group, London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenunterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

22. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

0,36% (entspricht: 695.699 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG: 0,36% (entspricht: 695.699 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,36% (entspricht: 695.699 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7.3 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 0,00 (entspricht: 0 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley & Co International Plc, Morgan Stanley Turnberry Limited, Morgan Stanley Montgomerie Investments Limited, Morgan Stanley Equity Derivative Services (Luxembourg) S.a.r.l

8.2 Cash-settled swaps, Fälligkeiten 28. Mai 2013, 31. Mai 2013

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley & Co International Plc, London, Vereinigtes Königreich

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenunterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

22. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

0,36% (entspricht: 695.699 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG: 0,36% (entspricht: 695.699 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,17% (entspricht: 327.770 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7.3 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 0,00 (entspricht: 0 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley Turnberry Limited, Morgan Stanley Montgomerie Investments Limited, Morgan Stanley Equity Derivative Services (Luxembourg) S.a.r.l

8.2 Cash-settled swaps, Fälligkeiten 28. Mai 2013, 31. Mai 2013

Stimmrechtsmitteilung nach § 25 WpHG

Wir haben folgende Stimmrechtsmitteilungen nach § 25 WpHG am 30. Mai 2013 erhalten:

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley, Wilmington, Delaware, USA

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenunterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

27. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

3,97% (entspricht: 7.703.637 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 3,95% (entspricht: 7.660.552 Stimmrechten), davon mittelbar: 3,95% entspricht: 7.660.552 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 0,02% (entspricht: 43.085 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley Capital Management LLC, Morgan Stanley Domestic Holdings

Inc., Morgan Stanley & Co LLC, Morgan Stanley International Holdings Inc., MS Equity Financing Services (Luxembourg) Sarl, MSDW Offshore Equity Services Inc., MS Equity Finance Services I (Cayman) Ltd.

8.2 Rückübertragungsansprüche:

Verschiedene Kontrakte deren Ausübung im Ermessen des Verleihers liegen

Stimmrechtsmitteilung nach § 25a WpHG

Wir haben folgende Stimmrechtsmitteilungen nach § 25a WpHG am 30. Mai 2013 erhalten:

1. Emittent:

United Internet AG, Elgendorfer Strasse 57, 56410 Montabaur, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger:

Morgan Stanley, Wilmington, Delaware, USA

3. Art der Schwellenberührung::

Schwellenunterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen:

5%

5. Datum der Schwellenberührung:

27. Mai 2013

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil:

4,33% (entspricht: 8.397.793 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:

7.1 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG: 0,36% (entspricht: 694.156 Stimmrechten), davon mittelbar: 0,36% (entspricht: 694.156 Stimmrechten)

7.2 Stimmrechtsanteil aufgrund von Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25 WpHG: 3,95% (entspricht: 7.660.552 Stimmrechten), davon mittelbar: 3,95% (entspricht: 7.660.552 Stimmrechten)

7.3 Stimmrechtsanteile nach § 21, 22 WpHG: 0,02% (entspricht: 43.085 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den Finanz-/sonstigen Instrumenten nach § 25a WpHG:

8.1 Kette der kontrollierten Unternehmen:

Morgan Stanley International Holdings Inc., Morgan Stanley International Limited, Morgan Stanley Group (Europe), Morgan Stanley UK Group, Morgan Stanley & Co International Plc, Morgan Stanley Turnberry Limited, Morgan Stanley Montgomerie Investments Limited, Morgan Stanley Equity Derivative Services (Luxembourg) S.a.r.l

8.2 Cash-settled swaps, Fälligkeiten 28. Mai 2013, 31. Mai 2013

Veröffentlichung am 31. Juli 2013

Die BlackRock, Inc., New York, New York, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30.07.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 26.07.2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,02% (das entspricht 5.855.172 Stimmrechten) betragen hat. 3,02% der Stimmrechte (das entspricht 5855172 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 zuzurechnen.

Veröffentlichung am 5. August 2013

Die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, Delaware, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.08.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 31.07.2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,003% (das entspricht 5.826.472 Stimmrechten) betragen hat. 3,003% der Stimmrechte (das entspricht 5.826.472 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 zuzurechnen.

Die BlackRock Financial Management, Inc., New York, New York, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.08.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 31.07.2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,003% (das entspricht 5.826.472 Stimmrechten) betragen hat. 3,003% der Stimmrechte (das entspricht 5.826.472 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 zuzurechnen.

Veröffentlichung am 8. August 2013

Die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, Delaware, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 07.08.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 02.08.2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,99% (das entspricht 5.810.117 Stimmrechten) betragen hat. 2,99% der Stimmrechte (das entspricht 5.810.117 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 zuzurechnen.

Die BlackRock Financial Management, Inc., New York, New York, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 07.08.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 02.08.2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,99% (das entspricht 5.810.117 Stimmrechten) betragen hat. 2,99% der Stimmrechte (das entspricht 5.810.117 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 zuzurechnen.

Veröffentlichung am 12. August 2013

Die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, Delaware, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.08.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 07.08.2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,01% (das entspricht 5.833.955 Stimmrechten) betragen hat. 3,01% der Stimmrechte (das entspricht 5.833.955 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 zuzurechnen.

Die BlackRock Financial Management, Inc., New York, New York, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.08.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 07.08.2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,01% (das entspricht 5.833.955 Stimmrechten) betragen hat. 3,01% der Stimmrechte (das entspricht 5.833.955 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 zuzurechnen.

Veröffentlichung am 11. November 2013

Herr Ralph Dommermuth, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.11.2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland, am 18.10.2011 die Schwelle von 50% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 50,25% (das entspricht 108.029.511 Stimmrechten von insgesamt 215.000.000 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon waren ihm 42,06% der Stimmrechte (das entspricht 90.429.511 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen gehalten, deren Stimmrechtsanteil an der United Internet AG jeweils 3% oder mehr betragen:

Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft
Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH
United Internet AG

Herr Ralph Dommermuth, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.11.2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland, am 08.01.2013 die Schwelle von 50% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 46,83% (das entspricht 93.662.202 Stimmrechten von insgesamt 200.000.000) betragen hat. Hiervon waren ihm 46,83% der Stimmrechte (das entspricht 93.662.202 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen gehalten, deren Stimmrechtsanteil an der United Internet AG jeweils 3% oder mehr betragen:

Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft
Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH
RD Holding GmbH & Co. KG - RD Holding-Verwaltungs GmbH

Veröffentlichung am 14. November 2013

Die Massachusetts Mutual Life Insurance Company, Springfield, Massachusetts, USA, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1, 24 WpHG am 12. November 2013 folgendes mitgeteilt:

Die OppenheimerFunds Inc., New York, New York, USA hat am 7. November 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland, unterschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils betrug am 7. November 2013 5.805.337 Stimmrechte, 2,99 %, die der OppenheimerFunds Inc. gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.

Die Oppenheimer Acquisition Corp., Centennial, Colorado, USA hat am 7. November 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland, unterschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils betrug am 7. November 2013 5.805.337 Stimmrechte, 2,99 %, die der Oppenheimer Acquisition Corp. gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6, i.V.m. Abs. 1 S. 2 WpHG zuzurechnen sind.

Die MM Asset Management Holding LLC, Springfield, Massachusetts, USA hat am 7. November 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland, unterschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils betrug am 7. November 2013 5.805.337 Stimmrechte, 2,99 %, die der MM Asset Management Holding LLC gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6, i.V.m. Abs. 1 S. 2 WpHG zuzurechnen sind.

Die MassMutual Holding LLC, Springfield, Massachusetts, USA hat am 7.November 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland, unterschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils betrug am 7. November 2013 5.805.337 Stimmrechte, 2,99 %, die der MassMutual Holding LLC gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6, i.V.m. Abs. 1 S. 2 WpHG zuzurechnen sind.

Die Massachusetts Mutual Life Insurance Company, Springfield, Massachusetts, USA hat am 7. November 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland, unterschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils betrug am 7. November 2013 5.805.337 Stimmrechte, 2,99 %, die der Massachusetts Mutual Life Insurance Company gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6, i.V.m. Abs. 1 S. 2 WpHG zuzurechnen sind.

Veröffentlichung von Stimmrechtsmitteilungen nach § 26a WpHG

Veröffentlichung der Gesamtzahl der Stimmrechte am 31. Januar 2013:

Hiermit teilt die United Internet AG mit, dass die Gesamtzahl der Stimmrechte am Ende des Monats Januar 2013 insgesamt 200.000.000 Stimmrechte beträgt.

Veröffentlichung der Gesamtzahl der Stimmrechte am 28. Februar 2013:

Hiermit teilt die United Internet AG mit, dass die Gesamtzahl der Stimmrechte am Ende des Monats Februar 2013 insgesamt 194.000.000 Stimmrechte beträgt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zum 1. Januar 2014 sind die Mitarbeiter der United Internet AG in die United Internet Corporate Services GmbH, Montabaur, eine Tochtergesellschaft der United Internet AG, übergegangen. In der United Internet AG verbleiben somit nur noch Vorstand und Assistenz.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird nicht angegeben, da es in die Angaben im Konzernabschluss der United Internet AG einbezogen wird.

Corporate Governance Kodex

Die Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde durch den Vorstand und den Aufsichtsrat abgegeben und ist den Aktionären im Internetportal der United Internet AG (www.united-internet.de) zugänglich.

Montabaur, den 21. März 2014

Der Vorstand

Ralph Dommermuth

Robert Hoffmann

Norbert Lang

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013

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Anschaffungs- und Herstellungskosten

(T €)
01.01.2013 Zugänge Abgänge 31.12.2013
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen 150 150
Software 705 9 714
Summe (I) 855 9 0 864
Sachanlagen
Betriebsausstattung 965 6 971
Büroeinrichtung 584 1 585
Einbauten 115 333 448
Kraftfahrzeuge 454 91 127 418
Geringwertige Wirtschaftsgüter 3 3 6
Summe (II) 2.121 434 127 2.428
Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 1.105.566 59.680 67.620 1.097.626
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.750 1.750
Beteiligungen 59.613 59.613 0
Summe (III) 1.166.929 59.680 127.233 1.099.376
Summe total 1.169.905 60.123 127.360 1.102.668

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Aufgelaufene Abschreibungen

(T€)
01.01.2013 Zugänge Abgänge 31.12.2013
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen 147 147
Software 666 18 684
Summe (I) 813 18 0 831
Sachanlagen
Betriebsausstattung 936 12 948
Büroeinrichtung 582 582
Einbauten 109 1 110
Kraftfahrzeuge 293 60 118 235
Geringwertige Wirtschaftsgüter 3 1 4
Summe (II) 1.923 74 118 1.879
Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0
Beteiligungen 3 3 0
Summe (III) 3 0 3 0
Summe total 2.739 92 121 2.710

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Nettobuchwerte

(T€)
31.12.2013 31.12.2012
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen 3 3
Software 30 39
Summe (I) 33 42
Sachanlagen
Betriebsausstattung 23 29
Büroeinrichtung 3 2
Einbauten 338 6
Kraftfahrzeuge 183 161
Geringwertige Wirtschaftsgüter 2 0
Summe (II) 549 198
Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 1.097.626 1.105.566
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.750 1.750
Beteiligungen 0 59.610
Summe (III) 1.099.376 1.166.926
Summe total 1.099.958 1.167.166

Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2013

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Anteil am Kapital

in %
Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2013

T€
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag GJ 2013

T€
Unmittelbar gehaltene Anteile
1&1 Internet AG, Montabaur(1) 100,00 916.301 0
1&1 Telecommunication AG, Montabaur, vormals 1&1 Acces Holding GmbH, Montabaur(1) 100,00 59.658 0
1&1 Internet Service Holding GmbH, Montabaur(1) 100,00 25 0
1&1 Telecom Service Holding Montabaur GmbH, Montabaur(1) 100,00 25 0
United Internet Corporate ServicesGmbH, Montabaur, vormals 1&1 Corporate Services GmbH, Montabaur(1) 100,00 25 0
MIP Multimedia Internet Park GmbH, Zweibrücken 100,00 819 11
United Internet Ventures AG, Montabaur, vormals United Internet Beteiligungen GmbH, Montabaur(1) 100,00 128.439 0
Mittelbar gehaltene Anteile
1&1 Breitband GmbH, Montabaur 100,00 7 -6
1&1 Internet Development SRL, Bukarest / Rumänien 99,00 2.396 1.859
1&1 Internet Ltd., Slough / Großbritannien 100,00 531 462
1&1 Internet S.A.R.L., Saargemünd / Frankreich 100,00 -1.075 737
1&1 Internet Inc., Chesterbrook / USA 100,00 7.592 449
1&1 Internet España S.L.U, Madrid / Spanien 100,00 345 440
1&1 Internet Service GmbH, Montabaur(2) 100,00 343 0
1&1 Internet (Philippines) Inc., Cebu City / Philippinen 100,00 949 160
1&1 Internet Sp.z o.o, Warschau / Polen 100,00 93 25
1&1 Mail & Media Holding GmbH, Montabaur(2) 100,00 913.442 0
1&1 Mail & Media GmbH, Montabaur(14) 100,00 212.665 0
1&1 Mail & Media Inc., Chesterbrook / USA 100,00 3.860 -161
1&1 Mail & Media Beteiligungen GmbH, Montabaur 100,00 955 -35
1&1 De-Mail GmbH, Montabaur(3) 100,00 25 0
1&1 Telecom GmbH, Montabaur(2) 100,00 26 0
1&1 Telecom Holding GmbH, Montabaur 100,00 1.272.753 -46
1&1 Telecom Service Montabaur GmbH, Montabaur, vormals 1&1 Internet Applications GmbH, Montabaur(2) 100,00 52 0
1&1 Telecom Service Zweibrücken GmbH, Zweibrücken, vormals 1&1 Internet Service GmbH, Zweibrücken(4) 100,00 25 0
1&1 UK Holdings Ltd., Slough / Großbritannien 100,00 93.579 -10
1&1 Datacenter SAS, Straßburg / Frankreich 100,00 989 10
A1 Marketing, Kommunikation und neue Medien GmbH, Montabaur(2) 100,00 31 0
A1 Media USA LLC, Chesterbrook / USA 100,00 -595 -267
Arsys Internet S.L., Logrono / Spanien 100,00 80.355 895
E.U.R.L. Arsys Internet, Perpignan / Frankreich 100,00 126 -51
Nicline Internet S.L.U., Logroño / Spanien 100,00 107 62
Tesys Internet S.L., Logroño / Spanien 100,00 1.275 256
Dollamore Ltd., Gloucester / Großbritannien 100,00 2.004 1.329
Fasthosts Internet Ltd., Gloucester / Großbritannien 100,00 8.241 -401
Fasthosts Internet Inc., Chesterbrook / USA 100,00 -280 0
Fast Recruitment Ltd., Gloucester / Großbritannien(5) 100,00 n/a n/a
General Media Xervices GMX S.L., Madrid / Spanien(5) 100,00 n/a n/a
GMX Italia S.r.l., Mailand / Italien(5) 100,00 n/a n/a
Immobilienverwaltung AB GmbH, Montabaur 100,00 498 53
Immobilienverwaltung NMH GmbH, Montabaur 100,00 155 42
United Internet Media GmbH, Montabaur, vormals United Internet Media AG, Montabaur(2) 100,00 50 0
United Internet Dialog GmbH, Montabaur(13) 100,00 25 0
United Internet Media Austria GmbH, Wien / Österreich 100,00 156 32
United Internet Media Software GmbH, Montabaur 100,00 25 0
InterNetX GmbH, Regensburg(12) 95,56 9.870 3.877
InterNetX LAC S.A., Buenos Aires / Argentinien(16) 100,00 10 -1
mySARL GmbH, Regensburg(16) 100,00 19 -2
myLLC GmbH, Regensburg(16) 100,00 19 -2
myLLP GmbH, Regensburg(16) 100,00 19 -2
myLTD GmbH, Regensburg(16) 100,00 19 -2
mySRL GmbH, Regensburg(16) 100,00 19 -2
InterNetX Corp., Miami / USA(5)(16) 100,00 13 -82
TLDDOT GmbH, Berlin(16) 53,50 129 -59
Domain Robot Enterprises Inc., Vancouver / Kanada(5)(16) 100,00 0 0
Domain Robot Servicos de Hospedagem na Internet LTDA, Sao Paulo / Brasilien(5)(16) 99,99 19 -30
PSI-USA, Inc., Las Vegas / USA(16) 100,00 415 -15
Schlund Technologies GmbH, Regensburg(6)(16) 100,00 25 0
united-domains AG, Starnberg 85,00 8.363 7.931
united-domains Reselling GmbH, Starnberg(11)(17) 100,00 25 0
United Domains, Inc., Cambridge / USA(17) 100,00 -1.520 -458
Sedo Holding AG, Köln 96,05 40.994 1.470
Sedo GmbH, Köln(7)(18) 100,00 13.428 0
Sedo.com LLC, Boston / USA(18) 100,00 2.209 493
DomCollect Worldwide Intellectual Property AG, Zug / Schweiz(18) 100,00 -2.553 60
Response Republic Beteiligungsgesellschaft Deutschland GmbH, Montabaur(8)(18) 100,00 33.937 0
affilinet GmbH, München(8)(18) 100,00 3.334 0
affilinet Ltd., London / Großbritannien(18) 100,00 -6.257 -853
affilinet Nederland B.V., Haarlem / Niederlande(18) 100,00 195 34
affilinet Espana S.L.U., Madrid / Spanien(18) 100,00 163 32
affilinet France SAS, Saint-Denis / Frankreich(18) 100,00 -2.628 -7.088
affilinet Austria GmbH, Salzburg / Österreich(18) 100,00 38 3
affilinet Schweiz GmbH, Zürich / Schweiz(18) 100,00 21 5
Cleafs B.V. Groningen, Niederlande(18) 100,00 -213 -162
European Founders Fund Nr. 2 Verwaltungs GmbH, München 90,00 23 -2
European Founders Fund Nr. 2 Geschäftsführungs GmbH, München 90,00 24 0
European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 2, München 90,00 4.188 128
European Founders Fund Nr. 3 Verwaltungs GmbH, München 80,00 22 0
European Founders Fund Nr. 3 Management GmbH, München 80,00 23 0
European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 3, München 80,00 8.669 450
European Founders Fund Nr. 3 Beteiligungs GmbH, München 100,00 847 0
European Founders Fund Verwaltungs GmbH, München 66,67 24 0
European Founders Fund Management GmbH, München 66,67 118 -1
European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 1, München 66,67 25.291 5.724
fun communications GmbH, Karlsruhe 49,00 1.587 -183
Intellectual Property Management Company Inc., Dover (Delaware) / USA 49,00 -201 116
DomainsBot S.r.l, Rom / Italien(18) 49,00 656 288
Virtual Minds AG, Freiburg(15) 48,65 5.492 160
European Founders Fund Investment GmbH, München 33,33 154 -89
ProfitBricks GmbH, Berlin(15) 30,02 -5.662 -5.580
Open-Xchange AG, Nürnberg(15) 28,36 17.853 -247
VictorianFibre Holding & Co. S.C.A, Luxemburg 25,10 235.561 -89
Travel-Trex GmbH, Köln(9)(19) 25,00 1.341 793
getAbstract AG, Luzern / Schweiz(10)(19) 22,00 5.197 594
Goldbach Group AG, Küsnacht-Zürich / Schweiz < 20,00
Hi-media S.A., Paris / Frankreich < 20,00
MMC Investments Holding Company Ltd., Port Louis / Mauritius < 20,00
Afilias Ltd., Dublin / Irland < 20,00
Silverpop Systems Inc., Atlanta / USA < 20,00
Become Inc., Sunnyvale / USA < 20,00

(1) nach Gewinnabführung an die United Internet AG, Montabaur

(2) nach Gewinnabführung an die 1&1 Internet AG, Montabaur

(3) nach Gewinnabführung an die 1&1 Mail & Media GmbH, Montabaur

(4) nach Gewinnabführung an die 1&1 Internet Service GmbH, Montabaur

(5) keine operative Geschäftstätigkeit

(6) nach Gewinnabführung an die InterNetX GmbH, Regensburg

(7) nach Gewinnabführung an die Response Republic Beteiligungsgesellschaft GmbH, Montabaur

(8) nach Gewinnabführung an die Sedo Holding AG, Köln

(9) auf Basis der veröffentlichten Zahlen zum Stichtag 31. Mai 2012

(10) auf Basis der konsolidierten Jahresrechnung zum Stichtag 31. Dezember 2012

(11) nach Gewinnabführung an die united-domains AG, Starnberg

(12) vor Gewinnausschüttung

(13) nach Gewinnabführung an die United Internet Media GmbH, Montabaur

(14) nach Gewinnabführung an die 1&1 Mail & Media Holding GmbH, Montabaur

(15) auf Basis der veröffentlichten Zahlen zum Stichtag 31. Dezember 2012

(16) gehalten mittelbar über InterNetX GmbH

(17) gehalten mittelbar über united-domains AG

(18) gehalten mittelbar über Sedo Holding AG

(19) gehalten mittelbar über European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 2, München

Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss und dem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der United Internet AG, Montabaur, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Eschborn/Frankfurt am Main, 25. März 2014

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Grote, Wirtschaftsprüfer

Kemmerich, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Montabaur, 21. März 2014

Der Vorstand

Ralph Dommermuth

Robert Hoffmann

Norbert Lang

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den für das Geschäftsjahr 2013 ausgewiesenen Bilanzgewinn der United Internet AG in Höhe von EUR 220.505.995,69 unter Berücksichtigung der derzeit von der Gesellschaft gehaltenen 244.265 eigenen Aktien (davon 100.000 Aktien durch die 1&1 Internet AG) wie folgt zu verwenden:

Ein Teilbetrag von EUR 77.502.294,00 wird als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Im Zeitpunkt der Einberufung sind 193.755.735 Aktien für das Geschäftsjahr 2013 dividendenberechtigt (unter Berücksichtigung der von der United Internet AG gehaltenen 244.265 eigenen Aktien, davon 100.000 Aktien durch die 1&1 Internet AG). Daraus resultiert eine Gesamtdividende von EUR 0,40 pro Aktie;
Der Restbetrag von EUR 143.003.701,69 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Sollte sich bis zum Tag der Einberufung und/oder bis zum Tag der Hauptversammlung die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien ändern, soll der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag vorgelegt werden, der unverändert eine Dividende pro dividendenberechtigter Aktie von EUR 0,40 vorsieht.

Die Dividende wird am 23. Mai 2014 gezahlt.

Montabaur, 26. März 2014

United Internet AG

Der Vorstand

Ralph Dommermuth

Robert Hoffmann

Norbert Lang

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013

Mitglieder des Aufsichtsrats sind

Kurt Dobitsch, Unternehmer (Vorsitz)
Kai-Uwe Ricke, Unternehmer
Michael Scheeren, Bankkaufmann

Der Aufsichtsrat der United Internet AG hat im Geschäftsjahr 2013 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend auch zwischen den Sitzungen über alle relevanten Fragen der Strategie und den damit verbundenen Chancen und Risiken, der Unternehmensplanung, über die Entwicklung und den Gang der Geschäfte, geplante und laufende Investitionen, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie die Compliance. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat vierteljährlich einen umfassenden Bericht über den Gang der Geschäfte einschließlich der Umsatzentwicklung und Rentabilität sowie der Lage der Gesellschaft und der Geschäftspolitik vor. Die Berichte des Vorstands wurden sowohl hinsichtlich ihrer Gegenstände als auch hinsichtlich ihres Umfangs den vom Gesetz, guter Corporate Governance und vom Aufsichtsrat an sie gestellten Anforderungen gerecht. Die Berichte lagen jeweils allen Aufsichtsratsmitgliedern vor. Die vom Vorstand erteilten Berichte und sonstigen Informationen hat der Aufsichtsrat auf ihre Plausibilität hin überprüft sowie kritisch gewürdigt und hinterfragt.

Der Aufsichtsrat hat sich regelmäßig vom Vorstand über das vom Vorstand eingerichtete interne Kontrollsystem, das konzernweite Risikomanagement und das interne Revisionssystem berichten lassen. Der Aufsichtsrat ist aufgrund seiner Prüfungen zu der Einschätzung gelangt, dass das interne Kontrollsystem, das konzernweite Risikomanagement und das interne Revisionssystem wirksam und funktionsfähig sind.

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern und hat keine Ausschüsse gebildet. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte eines Aufsichtsratsmitglieds hat es nicht gegeben.

Neben der gesetzlichen Regelberichterstattung sind insbesondere folgende Themen intensiv beraten und geprüft worden:

Der Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012
Der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2012 sowie die Aktualisierung der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Die Feststellung der Zielerreichung des Vorstands im Geschäftsjahr 2012 und die Freigabe der Auszahlung der variablen Vergütungsanteile sowie die Zielvereinbarung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2013
Die Konzernplanung und die Investitionsvorhaben für das Geschäftsjahr 2013
Die Umsatz- und Ergebnisplanung 2013 der United Internet AG (Einzelgesellschaft)
Die Einladung und die Tagesordnungspunkte für die ordentliche Hauptversammlung 2013 mit den Beschlussvorschlägen
Der Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung
Die Verlängerung der Vorstandsbestellung von Herrn Norbert Lang
Die Einziehung von 15 Mio. eigenen Aktien und die Herabsetzung des Grundkapitals um 1 5 Mio. EUR auf 200 Mio. EUR
Die Einziehung von 6 Mio. eigenen Aktien und die Herabsetzung des Grundkapitals um 6 Mio. EUR auf 194 Mio. EUR
Die Erhöhung und Prolongation des bestehenden Konsortialkredites
Die Ausgabe von Bezugsrechten im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms
Die Prüfungsplanung und die Quartalsberichte der Innenrevision
Die Verabschiedung des aktualisierten Risikomanagement-Handbuchs
Die strategische Aufstellung der Firmengruppe und der Unternehmensorganisation
Die Aufstockung des Anteils und die Durchführung eines Squeeze-out-Verfahrens bei der Sedo Holding AG
Die Konzernplanung und die Investitionsvorhaben für das Geschäftsjahr 2014
Die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats
Die Sitzungstermine und der Finanzkalender für das Geschäftsjahr 2014

Sitzungen und Teilnahme:

Im Geschäftsjahr 2013 fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt, in denen der Vorstand den Aufsichtsrat eingehend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns sowie über bedeutende Geschäftsvorfälle informierte. Der Aufsichtsrat war in den Sitzungen jeweils vollständig vertreten. Über die Sitzungen hinaus haben weitere Beschlussfassungen zu aktuellen Themen im schriftlichen Umlaufverfahren stattgefunden.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2013 mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex intensiv beschäftigt und über die Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 beraten. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 5. März 2014 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die auf der Website der Gesellschaft und im Bundesanzeiger dauerhaft zur Verfügung steht.

Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt. Die derzeit amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats sind bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014 beschließen wird. Da konkrete neue Wahlvorschläge des Aufsichtsrats erst zur turnusmäßigen Neuwahl von Aufsichtsratsmitgliedern an die Hauptversammlung im Jahr 201 5 erfolgen müssen, erscheint es nicht sachgerecht, ohne Kenntnis der bis dahin möglicherweise eintretenden Änderungen im regulatorischen Umfeld und den Marktbedingungen des Unternehmens, schon heute konkrete Ziele dafür zu formulieren. Der Aufsichtsrat wird die Entwicklungen genau beobachten und rechtzeitig vor der turnusgemäßen Neubesetzung des Aufsichtsrats zu den Empfehlungen des Kodex hinsichtlich der konkreten Ziele und deren Umsetzung im Rahmen von Vorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sowie der Berichterstattung entscheiden.

Erörterung des Jahres- und Konzernjahresabschlusses 2013

Die Hauptversammlung der United Internet AG hat am 23. Mai 2013 die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Eschborn/Frankfurt am Main als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 gewählt. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die Buchführung, den Jahresabschluss der United Internet AG, den Konzernabschluss nach IFRS sowie den zusammengefassten Lagebericht der United Internet AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2013 geprüft. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde auch das Risikomanagementsystem geprüft und analysiert. Wesentliche Schwachstellen des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems sowie des Rechnungslegungsprozesses sind von den Abschlussprüfern nicht festgestellt worden. Der Abschlussprüfer erteilte jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überzeugt und eine schriftliche Erklärung dazu eingeholt.

Die genannten Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor. An der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 26. März 2014 nahm der Abschlussprüfer teil und berichtete über seine Prüfungen und seine wesentlichen Prüfungsergebnisse, erläuterte seinen Prüfungsbericht und beantwortete die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach eigener Prüfung ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass der Jahresabschluss, der zusammengefasste Lagebericht, der Konzernabschluss und die Berichte des Abschlussprüfers zu keinen Einwendungen Anlass geben. Der Aufsichtsrat teilt die Einschätzung der Abschlussprüfer, dass das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, insbesondere auch bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, keine wesentlichen Schwachstellen aufweist. Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 26. März 2014 den von der Gesellschaft am 21. März 2014 aufgestellten Jahresabschluss der United Internet AG und den von der Gesellschaft ebenfalls am 21. März 2014 aufgestellten Konzernabschluss nach IFRS für das Geschäftsjahr 2013 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss im Sinne von § 172 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Prüfung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand hat den von ihm aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2013 dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt.

Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen war Gegenstand der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Es wurde diesbezüglich folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben im Bericht richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Den Prüfungsbericht hat der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abhängigkeitsbericht und der Prüfungsbericht lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands und den Prüfungsbericht geprüft. Die abschließende Prüfung durch den Aufsichtsrat erfolgte in der Aufsichtsratssitzung am 26. März 2014. An der Sitzung nahm der Abschlussprüfer ebenfalls teil und berichtete über seine Prüfung des Abhängigkeitsberichts und seine wesentlichen Prüfungsergebnisse, erläuterte seinen Prüfungsbericht und beantwortete die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung stimmt der Aufsichtsrat dem Abhängigkeitsbericht des Vorstands und dem Prüfungsbericht zu und hat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihr großes Engagement im Geschäftsjahr 2013.

Montabaur, 26. März 2014

Für den Aufsichtsrat

Kurt Dobitsch

Angepasster Gewinnverwendungsvorschlag

Seit der Einberufung der Hauptversammlung am 9. April 2014 hat sich die Zahl der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien verändert. Der Vorstand und der Aufsichtsrat passen daher den Gewinnverwendungsvorschlag an und schlagen nunmehr vor, den für das Geschäftsjahr 2013 ausgewiesenen Bilanzgewinn der United Internet AG in Höhe von EUR 220.505.995,69 unter Berücksichtigung der im Zeitpunkt der Hauptversammlung von der Gesellschaft gehaltenen 740.000 eigenen Aktien wie folgt zu verwenden:

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Ein Teilbetrag von EUR 77.304.000,00 wird als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Im Zeitpunkt der Beschlussfassung sind 193.260.000 Aktien für das Geschäftsjahr 2013 dividendenberechtigt. Daraus resultiert eine Gesamtdividende von EUR 0,40 pro Aktie;
Der Restbetrag von EUR 143.201.995,69 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Dividende wird am 23. Mai 2014 gezahlt.

Gewinnverwendungsbeschluss

United Internet AG

Montabaur

ISIN DE 0005089031

WKN 508 903

Die ordentliche Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 hat beschlossen, den für das Geschäftsjahr 2013 ausgewiesenen Bilanzgewinn der United Internet AG in Höhe von EUR 220.505.995,69 unter Berücksichtigung der im Zeitpunkt der Hauptversammlung von der Gesellschaft gehaltenen 740.000 eigenen Aktien wie folgt zu verwenden:

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Ein Teilbetrag von EUR 77.304.000,00 wird als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Im Zeitpunkt der Beschlussfassung sind 193.260.000 Aktien für das Geschäftsjahr 2013 dividendenberechtigt. Daraus resultiert eine Gesamtdividende von EUR 0,40 pro Aktie;
Der Restbetrag von EUR 143.201.995,69 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Dividende wird am 23. Mai 2014 gezahlt.

Montabaur, 22. Mai 2014

United Internet AG

Der Vorstand

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