Annual Report • Apr 18, 2013
Annual Report
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Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten.
Die United Internet AG ist die Konzernobergesellschaft der United Internet Gruppe. Als Konzernholding konzentriert sich die United Internet AG im Wesentlichen auf zentrale Funktionen wie Konzerncontrolling und Konzernrechnungslegung, Presse, Investor Relations, Beteiligungsmanagement, Risikomanagement und Interne Revision sowie das Personalmanagement.
Im operativen Geschäft ist die United Internet AG primär über die 1&1 Internet AG, inklusive deren wesentlicher Tochterunternehmen im In- und Ausland wie die 1&1 Mail & Media GmbH, 1&1 Telecom GmbH, United Internet Media AG, Fasthosts Internet Ltd., InterNetX GmbH und united-domains AG, sowie über die Sedo Holding AG, inklusive deren wesentlicher Tochterunternehmen wie die Sedo GmbH und die affilinet GmbH und deren Auslandsgesellschaften, tätig.
Vereinfachte Darstellung der Konzernstruktur inkl. wesentlicher operativ tätiger Tochterunternehmen sowie wesentlicher Beteiligungen:

Neben den operativ tätigen und vollkonsolidierten Tochterunternehmen hält United Internet weitere direkte und indirekte Beteiligungen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Beteiligungen an den börsennotierten Online-Marketing-Unternehmen Goldbach Group AG, Schweiz (14,96 %) und Hi-media S.A., Frankreich (10,65 %), die Beteiligung an der Versatel GmbH (25,10 % über die Versatel-Obergesellschaft VictorianFibre Holding & Co. S.C.A.) sowie die Beteiligungen an der fun communications GmbH (49 %), der virtual minds AG (48,65 %) und der ProfitBricks GmbH (30,02 %) sowie um eine Reihe weiterer Internet-Beteiligungen (insgesamt 41 Investments) über die gemeinsam mit den Samwer-Brüdern betriebenen Fondsgesellschaften EFF Nr. 1 (66,67 %), EFF Nr. 2 (90 %) und EFF Nr. 3 (80 %).
Die operative Geschäftstätigkeit der United Internet AG gliedert sich in die beiden Segmente / Geschäftsbereiche "Access" und "Applications".
Im Segment "Access" sind die kostenpflichtigen Festnetz- und Mobile-Access-Produkte der Gesellschaft inklusive der damit verbundenen Anwendungen (wie Heimvernetzung, Online-Storage, Telefonie oder Entertainment) zusammengefasst. In diesem Bereich ist United Internet ausschließlich in Deutschland aktiv und zählt zu den führenden Anbietern. Die Gesellschaft agiert dabei netzunabhängig und kauft von verschiedenen Vorleistungsanbietern standardisierte Netzleistungen ein. Diese werden mit Endgeräten, selbstentwickelten Applikationen und Services aus der eigenen "Internet-Fabrik" veredelt, um sich so vom Wettbewerb zu differenzieren. Vermarktet werden die Access-Produkte über die bekannten Marken GMX, WEB.DE und 1&1, mit denen der Massenmarkt umfassend und zielgruppenspezifisch adressiert werden kann.
Das Segment "Applications" umfasst das Applikations-Geschäft von United Internet -werbefinanziert oder im kostenpflichtigen Abonnement. Zu diesen Applikationen gehören z. B. Domains, Homepages, Webhosting und E-Shops, Anwendungen für Personal Information Management (E-Mail, Aufgaben, Termine, Adressen), Groupwork, Online-Storage und Office-Applikationen, die in der eigenen "Internet-Fabrik" oder in Kooperation mit Partnerfirmen entwickelt und in den Rechenzentren der Gesellschaft betrieben werden. Im Segment "Applications" ist United Internet international aufgestellt und gehört in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien und den USA zu den führenden Unternehmen. Im Mai 2012 ist United Internet in Italien und im Januar 2013 in Mexiko gestartet. Die zielgruppenspezifische Vermarktung der Applikationen erfolgt über die unterschiedlich positionierten Marken GMX, WEB.DE, 1&1, united-domains, Fasthosts und InterNetX. Darüber hinaus bietet United Internet ihren Kunden über Sedo und affilinet erfolgsbasierte Werbe- und Vertriebs-Plattformen im Internet an.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat 2012 seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft mehrfach nach unten korrigiert. Im Rahmen des letzten Updates seines World Economic Outlook vom 23. Januar 2013 hat der IWF letztendlich ein Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2012 von 3,2 % (nach 3,9 % im Vorjahr) errechnet. Das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als der IWF noch in seiner Prognose vom April 2012 vorausgesagt hatte.
Zurückzuführen ist die schwächer als erwartet ausgefallene globale Wirtschaftsentwicklung insbesondere auf die Schuldenkrise in Europa und die schwächelnde Konjunktur in den USA sowie den damit verbundenen Unsicherheiten.
Das weltweite Wachstum 2012 wurde primär von den Schwellen- und Entwicklungsländern getragen, die um 5,1 % (nach 6,3 % im Vorjahr) zulegen konnten. Deutlich schwächer fiel das Wachstum in den entwickelten Volkswirtschaften Europas, Nordamerikas und Japans aus, die nur ein Wachstum von 1,3 % (nach 1,6 % im Vorjahr) verzeichnen konnten.
Für die Euro-Zone hat der IWF 2012 eine Rezession mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 % festgestellt und damit um 0,1 Prozentpunkte mehr als noch in der Aprilprognose 2012 erwartet. Zu dieser negativen Entwicklung haben insbesondere die Euro-Zonen-Schwergewichte Spanien und Italien beigetragen, die laut IWF 2012 eine starke Rezession ausweisen mussten.
Für Deutschland hat der IWF 2012 ein Wirtschaftswachstum von 0,9 % errechnet. Dies sind zwar 0,3 Prozentpunkte mehr, als der IWF in seiner Prognose vom April 2012 vorausgesagt hatte, gleichzeitig jedoch 2,2 Prozentpunkte weniger, als die deutsche Wirtschaft 2011 erreichen konnte. Ursächlich hierfür sehen Wirtschaftsfachleute insbesondere die weltweite wirtschaftliche Abschwächung und deren negativer Einfluss auf den traditionell starken deutschen Export.
Insgesamt erwies sich die deutsche Wirtschaft damit zwar wesentlich robuster als die Wirtschaft vieler anderer europäischer Zielländer von United Internet wie Frankreich (+0,2 %), Großbritannien (-0,2 %), Spanien (-1,4 %) oder Italien (2,1 %), gleichzeitig blieb sie aber deutlich hinter den nordamerikanischen Zielländern wie den USA (+2,3 %) und Kanada (+2,0 %) zurück.
Der deutsche ITK-Markt konnte nach Angaben des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) -nach einem Wachstum um 1,4 % in 2011 -im Jahr 2012 um 2,2 % auf 151,2 Mrd. € zulegen. Dabei entwickelten sich die 3 ITK-Märkte recht unterschiedlich:
Während der Markt der Informationstechnik um 2,7 % auf 73,4 Mrd. € und der Markt für Telekommunikation um 1,9 % auf 65,4 Mrd. € zulegen konnte, stagnierte der Markt für Consumer Electronics (digitale Unterhaltungselektronik) bei 12,4 Mrd. €.
Die aus Sicht des Geschäftsmodells von United Internet wichtigsten ITK-Märkte sind die Teilmärkte "Breitband-Anschlüsse im Festnetz" und "Mobile Internet" (im rein abonnement-finanzierten Segment Access) sowie "Cloud Computing" und "Online-Werbung" (im abonnement- bzw. werbefinanzierten Segment "Applications").
Die Nachfrage nach neuen festnetzbasierten Breitbandanschlüssen in Deutschland hat sich seit 2008 -auch infolge des starken Trends zur mobilen Internet-Nutzung -verlangsamt. Mit einem erwarteten Plus von 0,8 Mio. neuen Anschlüssen in 2012 auf 28,1 Mio. hat sich die Anzahl der Neuschaltungen -nach 1,0 Mio. in 2011, 1,3 Mio. in 2010 und 2,3 Mio. in 2009 -weiter reduziert und blieb deutlich hinter den Rekordjahren zurück, wie der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Dialog Consult in ihrer gemeinsamen TK-Marktanalyse Deutschland 2012 vom 18. Oktober 2012 errechnet haben.
Bei den mit festnetzbasierten Breitbandanschlüssen erzielten Umsätzen erwartet PricewaterhouseCoopers für 2012 -laut der Studie "German Entertainment and Media Outlook 2012-2016" vom Oktober 2012 -einen Anstieg um 4,2 % auf 7,0 Mrd. €.
Weitaus stärker als die Anzahl der neu geschalteten Anschlüsse sowie der mit Breitbandanschlüssen realisierten Umsätze hat sich das durchschnittlich verbrauchte Datenvolumen - als Indikator für die weiter steigende Nutzung -mit einem Anstieg um 10,6 % auf 12,5 GB (pro Anschluss und Monat) entwickelt.
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| 2012 | 2011 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Breitband-Anschlüsse (in Mio.) | 28,1 | 27,3 | + 2,9 % |
| Breitband-Umsätze (in Mrd. €) | 7,00 | 6,72 | + 4,2 % |
| Datenvolumen (in GB) | 12,5 | 11,3 | + 10,6 % |
Quelle: Dialog Consult / VATM
(Breitband-Anschlüsse und Datenvolumen 2012: Hochrechnungen von Dialog Consult / VATM)
Überaus dynamisch hat sich der deutsche Mobile Internet Markt im Jahr 2012 entwickelt. So stiegen die Umsätze mit mobilen Daten-Diensten nach BITKOM-Angaben in 2012 um 14,5 % auf 8,6 Mrd. €.
Gleichzeitig nahm - als Zeichen für die zunehmende Nutzung mobiler Daten-Dienste -das durchschnittlich verbrauchte Datenvolumen (pro Anschluss und Monat) um über 33,3 % auf 196 MB zu.
Ein wesentlicher Grund für dieses Wachstum ist der Boom bei Smartphones, deren Absatz laut BITKOM in 2012 um über 36,5 % auf 21,7 Mio. zulegen konnte.
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| 2012 | 2011 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Absatz Smartphones (in Stück) | 21,7 | 15,9 | + 36,5 % |
| Mobile-Internet-Umsätze (in Mrd. €) | 8,6 | 7,5 | + 14,7 % |
| Datenvolumen (pro Anschluss und Monat in MB) | 196 | 147 | + 33,3 % |
Quelle: BITKOM; Dialog Consult / VATM
Der Online-Werbemarkt in Deutschland hat 2012 die 6-Milliarden-Euro-Grenze durchbrochen und ist auf 6,47 Mrd. € gewachsen. Ein Plus von 12,7 % im Vergleich zum Vorjahr (5,74 Mrd. €). Dies geht aus der Erhebung der Brutto-Werbeinvestitionen durch den Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hervor.
Dabei konnte das Brutto-Werbevolumen für die klassische Online-Werbung im Vergleich zum Vorjahr um 14,9 % auf 3,78 Mrd. €, die Suchwortvermarktung um 9,6 % auf 2,28 Mrd. € und die Affiliate-Netzwerke um 9,9 % auf 411 Mio. € zulegen.
Der Online-Anteil am Mediamix ist damit weiter angewachsen und beträgt mit 21,8 % über ein Fünftel des Gesamtwerbemarkts. Damit bleibt die Online-Werbung weiterhin das zweitstärkste Werbemedium nach TV.
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| (in Mrd. €) | 2012 | 2011 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Brutto-Werbeinvestitionen | 6,47 | 5,74 | + 12,7 % |
| Davon klassische Online-Werbung | 3,78 | 3,29 | + 14,9 % |
| Davon Suchwortvermarktung | 2,28 | 2,08 | + 9,6 % |
| Davon Affiliate-Netzwerke (in Mio. €) | 411 | 374 | + 9,9 % |
Quelle: OVK
In der Studie "Forecast Overview: Public Cloud Services, Worldwide" vom August 2012 erwartet Gartner für 2012 ein weltweites Wachstum für Public Cloud Services von 91,4 Mrd. $ um 19,6 % auf 109,3 Mrd. $.
Auch in Deutschland war Cloud Computing im Jahr 2012 erneut ein zentrales Thema. Bei der jährlichen Trendumfrage des BITKOM landete Cloud Computing erneut auf Platz eins. 59 % der befragten ITK-Unternehmen halten es für besonders wichtig.
Diese Technologie ist kein kurzfristiger Trend, sondern bedeutet einen tief greifenden Wandel bei der Bereitstellung und Nutzung von IT-Leistungen. In 2012 wuchs der Umsatz mit Cloud-Anwendungen in Deutschland -laut Experton Group -allein im B-to-B-Bereich um 57,9 % auf 3,0 Mrd. €. Die Zahlen zeigen, welche Dynamik in diesem Markt steckt. Die Anwender von IT erhalten mit Cloud Computing bessere Leistungen für weniger Geld. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen bekommen dadurch Zugang zu IT-Anwendungen, die sich bislang nur große Konzerne leisten konnten.
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| 2012 | 2011 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Umsatz weltweit (in Mrd. $) | 109,3 | 91,4 | + 19,6 % |
| Umsatz in Deutschland (in Mrd. €) | 3,0 | 1,9 | + 57,9 % |
Quelle: Gartner, BITKOM / Experton Group
Das Geschäftsjahr 2012 ist für United Internet erfolgreich verlaufen. Der Umsatz (+14,4 % auf 2,397 Mrd. €) sowie die Zahl der Kundenverträge (+1,18 Mio. auf 11,85 Mio.) konnten auf neue Bestmarken gesteigert und die Ergebniskennzahlen in den etablierten Geschäftsbereichen - ohne Berücksichtigung von Sonderfaktoren -deutlich verbessert werden.
Gleichzeitig wurde die hohe Cash-Generierung in den etablierten Geschäftsfeldern dazu genutzt, um -wie geplant -hohe Investitionen in Entwicklung und Aufbau der neuen Geschäftsfelder zu tätigen und so Wachstumspotenziale für die Zukunft zu erschließen.
Bei den Bezeichnungen "etablierte Geschäftsfelder" bzw. "neue Geschäftsfelder" handelt es sich um die Abgrenzung zwischen den etablierten Produktlinien (Domains, Homepages, Webhosting und E-Shops u.s.w) und den neuen Produktlinien (1&1 Do-it-Yourself Homepage und De-Mail) innerhalb des Segments "Applications" sowie auf Konzernebene.
Basis der positiven Geschäftsentwicklung im Konzern ist die Geschäftsentwicklung in den operativen Segmenten "Access" und "Applications".
Im Segment "Access" sind die kostenpflichtigen Festnetz- und Mobile-Access-Produkte der Gesellschaft inklusive der damit verbundenen Anwendungen (wie Heimvernetzung, Online-Storage, Telefonie oder Entertainment) zusammengefasst. In diesem Bereich ist United Internet ausschließlich in Deutschland aktiv und zählt zu den führenden Anbietern. Die Gesellschaft agiert dabei netzunabhängig und kauft von verschiedenen Vorleistungsanbietern standardisierte Netzleistungen ein. Diese werden mit Endgeräten, selbstentwickelten Applikationen und Services aus der eigenen "Internet-Fabrik" veredelt, um sich so vom Wettbewerb zu differenzieren. Vermarktet werden die Access-Produkte über die bekannten Marken GMX, WEB.DE und 1&1, mit denen der Massenmarkt umfassend und zielgruppenspezifisch adressiert werden kann.
Im Zuge der dynamischen Kundenentwicklung stieg der Segment-Umsatz im Geschäftsjahr 2013 deutlich um 15,9 % von 1.368,0 Mio. € auf 1.586,1 Mio. €. Der Umsatzanteil des Segments am Gesamtumsatz im Konzern betrug damit 66,2 %.
Segment-EBITDA und -EBIT lagen -trotz höherer Investitionen in das Kundenwachstum (+670.000 Verträge in 2012 im Vergleich zu +450.000 im Vorjahr) sowie der vollständig ergebniswirksamen Verbuchung der Smartphone-Subventionen aus dem stark wachsenden Mobile-Internet-Geschäft (+560.000 Verträge in 2012 im Vergleich zu +520.000 im Vorjahr) -mit 191,8 Mio. € (Vorjahr: 152,3 Mio. €) und 164,3 Mio. € (Vorjahr: 122,2 Mio. €) deutlich um 25,9 % bzw. 34,5 % über den Vorjahreswerten. Alle Kundengewinnungskosten sind ebenso wie die Konvertierungskosten von Resale-DSL-Anschlüssen auf Komplettpakete (ULL) unverändert direkt als Aufwand verbucht worden.
Die Zahl der Mitarbeiter in diesem Segment stieg um 7,5 % auf 1.928 (Vorjahr 1.794).
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| 2012 | 2011 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.586,1 | 1.368,0 | + 15,9 % |
| EBITDA | 191,8 | 152,3 | + 25,9 % |
| EBIT | 164,3 | 122,2 | + 34,5 % |
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| Q1 2012 | Q2 2012 | Q3 2012 | Q4 2012 | Q4 2011 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 375,6 | 388,4 | 405,0 | 417,1 | 359,8 |
| EBITDA | 41,3 | 47,1 | 57,1 | 46,3 | 43,2 |
| EBIT | 34,8 | 40,2 | 50,2 | 39,1 | 35,0 |
Die Zahl der kostenpflichtigen Access-Verträge stieg im Geschäftsjahr 2012 um 670.000 Verträge auf 4,75 Mio. zum 31. Dezember 2012. Mit diesem Vertragswachstum konnte -nach einem Plus von 130.000 bzw. 450.000 in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 -das Wachstum noch einmal deutlich an Dynamik gewinnen.
Aus Sicht der einzelnen Produktlinien konnten im Mobile Internet Geschäft 560.000 neue Kundenverträge hinzugewonnen und damit die Kundenzahl auf 1,35 Mio. gesteigert werden. Auch die wichtigen DSL-Komplettverträge konnten um 280.000 Kunden auf insgesamt 2,79 Mio. zulegen. Im Bereich der auslaufenden Geschäftsmodelle Schmalband, T-DSL und R-DSL hingegen war die Zahl der Kundenverträge auch in 2012 erwartungsgemäß weiter rückläufig (-170.000 Kundenverhältnisse). Gleichwohl konnten damit die festnetzbasierten Zugänge insgesamt um 110.000 Verträge zulegen.
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Access, gesamt | 4,75 Mio. | 4,08 Mio. | + 670.000 |
| Davon Mobile Internet | 1,35 Mio. | 0,79 Mio. | + 560.000 |
| Davon DSL-Komplettpakete (ULL) | 2,79 Mio. | 2,51 Mio. | + 280.000 |
| Davon Schmalband, T-DSL, R-DSL | 0,61 Mio. | 0,78 Mio. | - 170.000 |
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| 31.12.2012 | 30.09.2012 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Access, gesamt | 4,75 Mio. | 4,54 Mio. | + 210.000 |
| Davon Mobile Internet | 1,35 Mio. | 1,18 Mio. | + 170.000 |
| Davon DSL-Komplettpakete (ULL) | 2,79 Mio. | 2,71 Mio. | + 80.000 |
| Davon Schmalband, T-DSL, R-DSL | 0,61 Mio. | 0,65 Mio. | - 40.000 |
Im operativen Geschäft standen im Geschäftsjahr 2012 die Umsetzung des Ende 2011 gestarteten 1&1 Prinzips (als umfangreiche Weiterentwicklung der DSL-Qualitätsoffensive) sowie die Einführung der "1&1 Tablet-Flat" und der Ausbau der Produktpalette im Mobile-Internet-Geschäft im Vordergrund:
| ― | 1&1 Prinzip: Das 1&1 Prinzip ist die konsequente Weiterentwicklung der bereits 2009 gestarteten Qualitätsoffensive in Deutschland. Mit dem 1&1 Prinzip erhalten die Kunden klare Leistungsversprechen. Wesentlichste Neuerungen dabei sind die Auslieferung von Hardware am nächsten Tag (Overnight Delivery), eine einmonatige Testphase für alle Produkte und der Vor-Ort-Austausch defekter Geräte am nächsten Tag. Damit hebt sich die United Internet Marke 1&1 deutlich vom Wettbewerb ab, verstärkt die Vorteile des Online-Geschäfts gegenüber stationären Ladengeschäften und setzt neue Maßstäbe für Servicequalität und Kundenzufriedenheit. Für die Umsetzung des 1&1 Prinzips wurden eine Reihe interner Prozesse optimiert, Investitionen im Customer-Care-Bereich getätigt und verbesserte Abläufe geschaffen. |
| ― | 1&1 Tablet-Flat: Tablet-PCs liegen im Trend. Laut Branchenverband BITKOM wurden allein in Deutschland 2011 ca. 2,1 Mio. Stück verkauft -eine Absatzsteigerung von 162 % im Vergleich zum Vorjahr. Um die Tablets auch unterwegs optimal nutzen zu können, hat 1&1 die "1&1 Tablet-Flat" im D-Netz auf den Markt gebracht. Die "1&1 Tablet-Flat" bietet unbegrenztes mobiles Surfen bei einer Bandbreite von bis zu 14.400 kBit/s und dazu ein neues Tablet-Gerät ab 0 €. |
| ― | Neue All-Net-Flats: Die United Internet Marke 1&1 hat im August 2012 ihre Produktauswahl im Mobile Internet Geschäft deutlich ausgebaut. So können Kunden nun unter drei neuen 1&1 All-Net-Flats in D-Netz-Qualität wählen. Die "1&1 All-Net-Flat Basic" bietet eine Telefonflatrate in alle deutschen Mobilfunk- und Festnetze sowie eine Surfflatrate mit HSDPA-Geschwindigkeit von bis zu 7.200 kBit/s (Highspeed-Volumen 300 MB). Die "1&1 All-Net-Flat Plus" enthält neben einer Telefonflatrate in alle deutschen Mobilfunknetze und ins Festnetz sowie einer Surfflatrate mit HSDPA-Geschwindigkeit von bis zu 7.200 kBit/s (Highspeed-Volumen 500 MB) zusätzlich eine vierte Flat für SMS. Und der Highend-Tarif "1&1 All-Net-Flat Pro" umfasst neben den Telefonflats ins Festnetz und in alle deutschen Mobilfunknetze sowie der SMS-Flat eine noch schnellere Surfflatrate mit einer HSDPA-Geschwindigkeit von bis zu 14.400 kBit/s und einem Highspeed-Volumen von 1 Gigabyte. Zudem enthält das Paket jeden Monat eine Auslands-Daten-Nutzung von 100 MB in 36 Ländern. |
Im Access-Geschäft sieht United Internet angesichts der auf Transparenz und Flexibilität basierenden Produktpolitik, der innovativen Produkte, des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses sowie vielfältiger zubuchbarer Applikationen gute Chancen bei der Kundenbindung und der weiteren Erhöhung des durchschnittlichen Umsatzes je Vertrag. Das Vertragswachstum in diesem Segment wird insbesondere aus der fortschreitenden und für die Kundenbindung wichtigen Migration der Kunden auf DSL-Komplettpakete (ULL = Unbundled Local Loop) sowie aus der Vermarktung der Mobile Internet Produkte erwartet.
Das Segment "Applications" umfasst das Applikations-Geschäft von United Internet -werbefinanziert oder im kostenpflichtigen Abonnement. Zu diesen Applikationen gehören z. B. Domains, Homepages, Webhosting und E-Shops, Anwendungen für Personal Information Management (E-Mail, Aufgaben, Termine, Adressen), Groupwork, Online-Storage und Office-Applikationen, die in der eigenen "Internet-Fabrik" oder in Kooperation mit Partnerfirmen entwickelt und in den Rechenzentren der Gesellschaft betrieben werden. Im Segment "Applications" ist United Internet international aufgestellt und gehört in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Österreich, der Schweiz und den USA zu den führenden Unternehmen. Zudem ist United Internet Ende 2010 in Polen, Anfang 2011 in Kanada, im Mai 2012 in Italien und im Januar 2013 in Mexiko gestartet. Die zielgruppenspezifische Vermarktung der Applikationen erfolgt über die unterschiedlich positionierten Marken GMX, WEB.DE, 1&1, united-domains, Fasthosts und InterNetX. Darüber hinaus bietet die United Internet AG ihren Kunden über Sedo und affilinet erfolgsbasierte Werbe- und Vertriebs-Plattformen im Internet an.
Durch das stabile Kundenwachstum stieg der Segment-Umsatz im Geschäftsjahr 2012 um 11,6 % von 725,8 Mio. € auf 810,2 Mio. €. Dabei legte der Umsatz in den etablierten Geschäftsfeldern um 8,0 % auf 769,4 Mio. € zu. Hinzu kam ein Umsatz in den neuen Geschäftsfeldern von 40,8 Mio. € (Vorjahr: 13,7 Mio. €). Der Umsatzanteil des Segments steht damit für rund 33,8 % des Gesamtumsatzes im Konzern.
Das Auslandsgeschäft wuchs um 21,8 % und steuerte insgesamt 266,9 Mio. € (Vorjahr: 219,2 Mio. €) zum Segmentumsatz bei.
In den etablierten Geschäftsfeldern stiegen -ohne Berücksichtigung der nicht cashwirksamen außerordentlichen Wertminderungen auf Firmenwerte der Sedo Holding AG in Höhe von 46,3 Mio. € -das EBITDA von 226,1 Mio. € im Vorjahr um 13,3 % auf 256,2 Mio. € und das EBIT von 168,7 Mio. € im Vorjahr um 14,5 % auf 193,1 Mio. €.
Die starke Ertragskraft des etablierten Geschäfts hat es United Internet erlaubt, plangemäß in neue Geschäftsfelder (insbesondere in die internationale Vermarktungskampagne für die 1&1 Do-It-Yourself Homepage sowie die Entwicklung von De-Mail-Anwendungen) zu investieren und dabei EBITDA-wirksame Anlaufverluste in Höhe von 124,1 Mio. € (Vorjahr: 42,7 Mio. €) bzw. EBIT-wirksame Anlaufverluste in Höhe von 126,5 Mio. € (Vorjahr: 43,7 Mio. €) zu tragen.
Durch diese Anlaufverluste blieben das Segment-EBITDA vor Sonderfaktoren mit insgesamt 132,1 Mio. € (Vorjahr: 183,4 Mio. €) und das Segment-EBIT vor Sonderfaktoren mit insgesamt 66,6 Mio. € (Vorjahr: 125,0 Mio. €) erwartungsgemäß hinter den Vorjahreswerten zurück.
Inklusive der nicht cashwirksamen außerordentlichen Wertminderungen auf Firmenwerte der Sedo Holding AG in Höhe von 46,3 Mio. € reduzierte sich das Segment-EBIT auf 20,3 Mio. €. Auch in diesem Segment werden die Kundengewinnungskosten unverändert direkt als Aufwand verbucht.
Die Zahl der Mitarbeiter in diesem Segment stieg um 13,8 % auf 4.292 (Vorjahr: 3.771).
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| 2012 | 2011 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Etablierte Geschäftsfelder | |||
| Umsatz | 769,4 | 712,1 | + 8,0 % |
| EBITDA | 256,2 | 226,1 | + 13,3 % |
| EBIT | 193,1 | 168,7 | + 14,5 % |
| Neue Geschäftsfelder | |||
| Umsatz | 40,8 | 13,7 | + 197,8 |
| EBITDA | -124,1 | -42,7 | |
| EBIT | -126,5 | -43,7 | |
| Insgesamt | |||
| Umsatz | 810,2 | 725,8 | + 11,6 % |
| EBITDA | 132,1 | 183,4 | - 28,0 % |
| EBIT | 66,6 | 125,0 | - 46,7 % |
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| Q1 2012 | Q2 2012 | Q3 2012 | Q4 2012 | Q4 2011 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 201,2 | 198,1 | 198,1 | 212,8 | 197,1 |
| EBITDA | 30,7 | 27,9 | 33,5 | 40,0 | 30,4 |
| EBIT | 14,9 | 12,3 | 16,8 | 22,6 | 12,3 |
* Negative Sonderfaktoren aus Q2 / 2012 (Sedo-Wertminderungen): EBIT-Effekt: 46,3 Mio. €
Die Zahl der kostenpflichtigen Applications-Verträge stieg weltweit um 510.000 auf 7,10 Mio. (davon +320.000 Verträge im Ausland auf 3,05 Mio.). Zu diesem Vertragswachstum trugen Business-Applikationen mit einem Plus von 390.000 Verträgen auf 5,06 Mio. (davon +220.000 Verträge für die 1&1 Do-It-Yourself Homepage auf 410.000) und Consumer-Applikationen mit einem Plus von 120.000 Verträgen auf 2,04 Mio. bei. Die Zahl der werbefinanzierten Accounts stieg trotz saisonal bedingter unterjähriger Schwankungen von 30,8 Mio. im Dezember 2011 auf 31,8 Mio. im Dezember 2012.
Neben der erfolgreichen Kundengewinnung wurde mit dem Launch in Italien im Mai 2012 und dem Start in Mexiko im Januar 2013 auch die Internationalisierung weiter vorangetrieben.
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Kostenpflichtige Verträge, gesamt | 7,10 Mio. | 6,59 Mio. | + 510.000 |
| Davon "Inland" | 4,05 Mio. | 3,86 Mio. | + 190.000 |
| Davon "Ausland" | 3,05 Mio. | 2,73 Mio. | + 320.000 |
| Werbefinanzierte Accounts | 31,8 Mio. | 30,8 Mio. | + 1.000.000 |
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| 31.12.2012 | 30.09.2012 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Kostenpflichtige Verträge, gesamt | 7,10 Mio. | 6,99 Mio. | + 110.000 |
| Davon "Inland" | 4,05 Mio. | 4,03 Mio. | + 20.000 |
| Davon "Ausland" | 3,05 Mio. | 2,96 Mio. | + 90.000 |
| Werbefinanzierte Accounts | 31,8 Mio. | 30,6 Mio. | + 1.200.000 |
Im operativen Geschäft standen im Geschäftsjahr 2012 -bei Consumer-Applikationen -der Umzug von rund 15 Mio. aktiven Anwendern auf neue WEB.DE-Postfächer sowie -bei Business-Applikationen -die Einführung der neuen Dynamic Cloud Server sowie der Ausbau der Funktionalitäten der 1&1 Do-It-Yourself Homepage im Vordergrund:
| ― | Neue WEB.DE-Postfächer: Im Januar 2012 hat WEB.DE einen der größten Umzüge der deutschen Internet-Geschichte durchgeführt. Rund 15 Mio. Nutzer erhielten ein neues Zuhause für ihre E-Mails: Das neue WEB.DE Postfach. Es verfügt über ein übersichtliches Design, eine einfache Navigation und bietet mit dem WEB.DE Online-Speicher einen sicheren Platz in der Cloud für persönliche Daten. Darin können wichtige Dokumente, Bilder oder andere Dateien sicher gespeichert werden. Anschließend sind sie mit jedem internetfähigen PC und per App auch mobil verfügbar. Der WEB.DE MailCheck, eine Browsererweiterung für Internet Explorer und Mozilla Firefox, bietet seinen Nutzern zudem einen Schnell-Login ins Postfach sowie eine sichere Verschlüsselung und informiert sofort über neue E-Mails. Durch den integrierten Phishing-Filter sorgt der MailCheck auch außerhalb des Postfachs für mehr Sicherheit beim Surfen. |
| ― | 1&1 Dynamic Cloud Server: 1&1 hat die Ausstattung ihres Dynamic Cloud Servers im März 2012 deutlich flexibler gestaltet. So lassen sich alle relevanten Ausstattungsmerkmale wie CPU (Hauptprozessor) oder RAM (Arbeitsspeicher) stundengenau anpassen und erweitern. Für kleine und mittelständische Unternehmen bedeutet die Neuerung, dass sie ihren IT-Bedarf noch effizienter verwalten können. Das senkt die Kosten - und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit. Der 1&1 Dynamic Cloud Server bietet Anwendern eine virtuelle Server-Umgebung mit vollem Root-Zugriff. Dabei können die Grundeinstellungen beliebig an die Erfordernisse des Nutzers angepasst werden. Möglich ist dabei auch ein Wechsel zwischen den Betriebssystemen Linux und Windows. |
| ― | 1&1 startet De-Mail für Geschäftskunden: Seit Ende April können Geschäftskunden bei 1&1 ihren Wunschnamen für die Nutzung von De-Mail registrieren. Dabei haben sie die Möglichkeit, sich eine De-Mail Adresse basierend auf ihrer jetzigen .de-Domain zu sichern. So wird aus "MeineFirma.de" analog zusätzlich "MeineFirma.de-mail.de". Mit De-Mail können Privatpersonen und Unternehmen Nachrichten und Dokumente sicher, vertraulich und nachweisbar versenden und empfangen. Einfach und bequem durch die Integration von De-Mail in die bestehende E-Mail-Umgebung. |
| ― | WEB.DE bietet deutschen Datenschutz und Einsteiger-Tarife für Online-Speicher: Skydrive von Microsoft, iCloud von Apple, Google Drive oder Neueinsteiger Dropbox -viele so genannte Cloud-Angebote, die für das Speichern von Daten im Internet werben, stammen aus den USA. Dabei haben mehr als 68 % aller deutschen Internet-Nutzer Bedenken, private Daten bei amerikanischen Unternehmen zu speichern. Das belegt eine Studie der Convios Consulting GmbH. Seit Juni 2012 bietet WEB.DE diesen Nutzern verschiedene Tarif-Alternativen, die dem strengen deutschen Datenschutz unterliegen. |
| ― | Funktionalität der 1&1 Do-It-Yourself Homepage deutlich erweitert: Für Geschäftskunden stehen seit Oktober 2012 kostenlos bis zu 100 nützliche Apps zur Verfügung, die der Kunde einfach in seine Webseiten integrieren kann. Diese Business Apps bieten zahlreiche branchenspezifische Funktionen für E-Commerce, Kommunikation, Social Media und alltägliche Geschäftsprozesse. Die Web Apps lassen sich einfach in den Online-Auftritt einbinden, indem die gewünschte Anwendung per "Drag & Drop" auf einen beliebigen Ort innerhalb der Webseite gezogen und dort platziert wird. Besucher müssen somit nicht mehr auf externe Webseiten geleitet werden. |
Mit den starken und spezialisierten Marken, dem ständig wachsenden Portfolio an Cloud-Applikationen sowie den bestehenden Geschäftsbeziehungen zu Millionen kleiner Firmen, Freiberuflern und Privatanwendern sieht sich United Internet gut aufgestellt, um die sich ergebenden Chancen im Cloud-Computing-Markt zu nutzen. 2013 sollen insbesondere die Chancen bei der Erschließung neuer Auslandsmärkte mit Business-Applikationen (insbesondere mit dem weiteren internationalen Rollout der Do-It-Yourself Homepage) genutzt werden sowie -bei Consumer-Applikationen -die rechtssichere E-Mail-Kommunikation mit DeMail gestartet werden.
Neben ihren (vollkonsolidierten) operativen Kernmarken im Access- und Applications-Segment hält United Internet eine Reihe weiterer Beteiligungen.
Seit dem Jahr 2007 hält United Internet eine Beteiligung an der Goldbach Group AG, Küsnacht-Zürich / Schweiz. Zum 31. Dezember 2012 betrug der Stimmrechtsanteil unverändert 14,96 %. Die Goldbach Group hat das Geschäftsjahr 2012 mit einem Umsatz in Höhe von 445,5 Mio. CHF bzw. 368,9 Mio. € (Vorjahr: 366,4 Mio. €) sowie einem positiven Konzernergebnis von 23,2 Mio. CHF bzw. 19,2 Mio. € (Vorjahr: 15,4 Mio. €) abgeschlossen. Die Marktkapitalisierung von Goldbach Media betrug rund 89 Mio. € zum 31. Dezember 2012.
Im Zuge der Einbringung des Display-Marketing-Geschäfts "AdLINK Media" in Hi-media hält United Internet seit Mitte 2009 10,65 % der Aktien der Hi-media S. A., Paris / Frankreich. Hi-Media hat das Geschäftsjahr 2012 mit einem Umsatz in Höhe von 194,7 Mio. € (Vorjahr: 229,9 Mio. €) sowie einem positiven Konzernergebnis von 5,9 Mio. € (Vorjahr: 11,3 Mio. €) abgeschlossen. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft betrug rund 94 Mio. € zum 31. Dezember 2012.
Gemeinsam mit den Samwer-Brüdern hat United Internet seit Mitte 2007 in Fonds mit unterschiedlichen Investitionsschwerpunkten investiert. An der European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 1 (EFF Nr. 1), einem Fonds für Frühphasenfinanzierungen, ist United Internet seit Mitte 2007 beteiligt. In einem weiteren gemeinsamen Fonds, der Ende 2007 aufgelegten European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 2 (EFF Nr. 2), wird seit 2008 in "Later-Stage-Investments" investiert. Mit Vertrag vom 5. März 2008 hat sich United Internet auch an der European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 3 (EFF Nr. 3) beteiligt. Über letztgenannten Fonds werden insbesondere prozentual kleine Investments in "Later-Stage-Firmen" gezeichnet.
Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine Investments im Rahmen der Fonds getätigt. Aus dem Verkauf von Anteilen an Portfolio-Unternehmen flossen 2012 insgesamt 16,7 Mio. € zurück. Zum 31. Dezember 2012 wurden über die 3 Fonds noch insgesamt 41 Beteiligungen an Internet-Unternehmen gehalten.
Bereits seit mehreren Jahren hält United Internet wesentliche Anteile an der fun communications GmbH (49,00 %) sowie der virtual minds AG (48,65 %). Beide Gesellschaften haben im Geschäftsjahr 2012 ein positives Ergebnis erzielt.
Anfang November 2010 hat sich United Internet an der ProfitBricks GmbH, einem StartUp im Bereich Cloud Hosting, mit 30,02 % beteiligt. Nach Abschluss der Produktentwicklung hat ProfitBricks inzwischen die Vermarktung in Deutschland und den USA gestartet.
United Internet hat am 12. Dezember 2012 ihr Optionsrecht zum Erwerb von 25,1 % der Anteile an der Obergesellschaft der Versatel GmbH, der VictorianFibre Holding & Co. S.C.A., einer Gesellschaft im Besitz von durch Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. ("KKR") beratenen Fonds, ausgeübt. Diese Option wurde United Internet im Rahmen des Verkaufs ihrer Versatel-Anteile an KKR im Mai 2011 eingeräumt. Mit dem damaligen Verkauf hatte United Internet den Weg für ein Delisting der Gesellschaft frei gemacht. Nach dem erfolgten Delisting sowie den durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen haben sich die Ergebniskennzahlen sowie der Free Cashflow von Versatel verbessert. KKR und United Internet haben diese positive Entwicklung bereits in der Vergangenheit eng begleitet. Durch die Ausübung der Option hat sich United Internet eine wesentliche Beteiligung an einem der führenden Infrastruktur-Anbieter mit dem zweitgrößten Glasfasernetz in Deutschland gesichert.
Der in der United Internet AG konsolidierte Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2012 um 14,4 % von 2.094,1 Mio. € im Vorjahr auf 2.396,6 Mio. €. Dabei verbesserte sich der Umsatz im Segment "Access" von 1.368,0 Mio. € im Vorjahr um 15,9 % auf 1.586,1 Mio. € und der Umsatz im Segment "Applications" von 725,8 Mio. € um 11,6 % auf 810,2 Mio. €. Der Umsatz im Ausland erhöhte sich von 219,2 Mio. € im Vorjahr um 21,8 % auf 266,9 Mio. €.
Im Geschäftsjahr 2012 hat United Internet stark in Aufbau, Entwicklung und Vermarktung der neuen Geschäftsfelder, die Internationalisierung sowie in das Kundenwachstum investiert. Dabei konnte das jährliche Vertragswachstum -nach 610.000 Verträgen (2010) sowie 910.000 (2011) -nochmals deutlich um 29,7 % auf 1,18 Mio. gesteigert werden. Die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge stieg auf insgesamt 11,85 Mio. zum 31. Dezember 2012.
Die Bruttomarge im Konzern blieb -trotz des im Access-Geschäft höheren Vorleistungseinkauf infolge des starken Kundenwachstums (+670.000 Verträge im Berichtszeitraum im Vergleich zu +450.000 im Vorjahr), der vollständig ergebniswirksamen Verbuchung der Smartphone-Subventionen aus dem stark wachsenden Mobile Internet Geschäft sowie dem dadurch insgesamt veränderten Produktmix -mit 34,3 % stabil auf Vorjahresniveau.
Im Zuge des weiteren Aufbaus der Marke "1&1" (insbesondere in den Auslandmärkten) sowie der weiter forcierten Neukundenansprache und -gewinnung in den neuen und den etablierten Geschäftsfeldern stiegen die Vertriebskosten deutlich von 356,8 Mio. € (17,0 % vom Umsatz) im Vorjahr auf 461,7 Mio. € (19,3 % vom Umsatz) im Berichtszeitraum.
Die Verwaltungskosten haben sich unterproportional von 102,8 Mio. € (4,9 % vom Umsatz) auf 112,1 Mio. € (4,7 % vom Umsatz) erhöht.
Die Ergebniskennzahlen des Geschäftsjahres 2011 sowie des Geschäftsjahres 2012 wurden von unterschiedlichen Sonderfaktoren beeinflusst. In 2011 wurde auf Ebene des Konzerns ein positiver Ergebniseffekt aus dem Verkauf der Versatel-Anteile im 2. Quartal 2011 in Höhe von 23,0 Mio. € (EBITDA- und EBIT-Effekt), 18,7 Mio. € (EBT-Effekt) bzw. 0,07 € je Aktie (EPS-Effekt) verbucht. In 2012 musste ein negativer Ergebniseffekt aus Wertminderungen aufgenommen werden, da die United Internet Tochter Sedo Holding AG im 2. Quartal 2012 -auf der Basis außerplanmäßiger Werthaltigkeitsprüfungen infolge der gesunkenen Ergebniserwartungen - Wertminderungen auf Firmenwerte erfasst hat. United Internet hat diese Wertminderungen auf Ebene des Segments "Applications" in den Konzernabschluss einbezogen. Konkret handelte es sich um nicht cashwirksame außerordentliche Wertminderungen in Höhe von 46,3 Mio. € (EBIT- und EBT-Effekt) bzw. 0,24 € je Aktie (EPS-Effekt). Gegenläufig wurde in 2012 auf Ebene des Konzerns ein (bereits eingeplanter) positiver Ergebniseffekt aus dem Verkauf der freenet-Anteile im 4. Quartal 2012 in Höhe von 17,9 Mio. € (EBITDA-, EBIT- und EBT-Effekt) bzw. 0,09 € (EPS-Effekt) verbucht.
In den etablierten Geschäftsfeldern konnte United Internet im Geschäftsjahr 2012 die Ergebniskennzahlen deutlich verbessern. So stiegen -ohne Berücksichtigung der vorgenannten Sonderfaktoren -das EBITDA von 384,5 Mio. € im Vorjahr um 17,0 % auf 450,0 Mio. € und das EBIT von 296,7 Mio. € um 21,1 % auf 359,2 Mio. €.
Diese positive Ergebnisentwicklung in den etablierten Geschäftsfeldern wurde -wie im Rahmen der Prognosen der United Internet AG angekündigt -für kraftvolle Investitionen in den Aufbau neuer Geschäftsfelder genutzt. Im Vordergrund standen dabei die internationale Vermarktungskampagne für die 1&1 Do-It-Yourself Homepage sowie die Entwicklung von De-Mail-Anwendungen. Entsprechend ihrer Planungen hat die United Internet AG hierfür im Geschäftsjahr 2012 EBITDA-wirksame Anlaufverluste in Höhe von 124,1 Mio. € (Vorjahr: 42,7 Mio. €) bzw. EBIT-wirksame Anlaufverluste in Höhe von 126,5 Mio. € (Vorjahr: 43,7 Mio. €) verbucht.
Infolge der deutlich gestiegenen Anlaufverluste in den neuen Geschäftsfeldern blieben die Ergebniskennzahlen (um Sonderfaktoren bereinigt) hinter den Vorjahreswerten zurück. So erreichte das EBITDA 325,9 Mio. € (Vorjahr: 341,8 Mio. €) und das EBIT 232,7 Mio. € (Vorjahr: 253,0 Mio. €).
Inklusive der genannten positiven Sonderfaktoren in 2011 (Verkauf der Versatel-Anteile) bzw. der im Saldo negativen Sonderfaktoren in 2012 (aus Sedo-Wertminderungen und Verkauf der freenet-Anteile) lagen das EBITDA bei 343,8 Mio. € (Vorjahr: 364,8 Mio. €), das EBIT bei 204,3 Mio. € (Vorjahr: 276,0 Mio. €) und das EBT bei 193,0 Mio. € (Vorjahr: 250,6 Mio. €). Das EPS reduzierte sich auf 0,56 € (Vorjahr: 0,79 €).
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| 2012 | 2011 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Etablierte Geschäftsfelder | |||
| Umsatz | 2.355,8 | 2.080,4 | + 13,2 % |
| EBITDA | 450,0 | 384,5 | + 17,0 % |
| EBIT | 359,2 | 296,7 | + 21,1 % |
| Neue Geschäftsfelder | |||
| Umsatz | 40,8 | 13,7 | + 197,8 |
| EBITDA | -124,1 | -42,7 | |
| EBIT | -126,5 | -43,7 | |
| Insgesamt | |||
| Umsatz | 2.396,6 | 2.094,1 | + 14,4 % |
| EBITDA | 325,9 | 341,8 | - 4,7 % |
| EBIT | 232,7 | 253,0 | - 8,0 % |
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| Q1 2012 | Q2 2012 | Q3 2012 | Q4 2012 | Q4 2011 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 576,9 | 586,6 | 603,1 | 630,0 | 557,0 |
| EBITDA | 70,5 | 78,1 | 89,1 | 88,2 | 78,9 |
| EBIT | 48,3 | 55,5 | 65,4 | 63,5 | 52,4 |
* Positive Sonderfaktoren aus Q2 / 2011 (Versatel): EBITDA- und EBIT-Effekt: 23,0 Mio. € Negative Sonderfaktoren aus Q2 / 2012 (Sedo-Wertminderungen): EBIT-Effekt: 46,3 Mio. € Positive Sonderfaktoren aus Q4 / 2012 (freenet): EBITDA- und EBIT-Effekt: 17,9 Mio. €
Trotz der hohen Anlaufverluste in den neuen Geschäftsfeldern (126,5 Mio. € im Vergleich zu 43,7 Mio. € im Vorjahr) lag der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit mit 214,1 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau (211,9 Mio. €).
Die Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit stiegen trotz des starken Umsatzwachstums (+14,4 %) sowie der ergebniswirksamen Verbuchung der Anlaufverluste in den neuen Geschäftsfeldern sogar von 194,8 Mio. € im Vorjahr auf 260,5 Mio. € im Berichtszeitraum.
Der Cashflow aus dem Investitionsbereich weist im Berichtszeitraum Nettoeinzahlungen in Höhe von 1,9 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €) aus. Diese resultieren im Wesentlichen aus Auszahlungen in Höhe von 63,6 Mio. € für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, Auszahlungen in Höhe von 60,2 Mio. € für den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen (insbesondere für den Anteilserwerb an der Versatel-Obergesellschaft, der VictorianFibre Holding & Co. S.C.A.) sowie Auszahlungen in Höhe von 10,0 Mio. € aus gewährten Darlehen. Diesen Auszahlungen standen im Wesentlichen Einzahlungen in Höhe von 11,4 Mio. € aus der Veräußerung von assoziierten Unternehmen (Beteiligungsverkäufe der EFF-Fonds) sowie Einzahlungen in Höhe von 49,3 Mio. € aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten (insbesondere aus dem Verkauf der freenet-Anteile) sowie Einzahlungen in Höhe von 59,8 Mio. € aus der Rückzahlung eines Verkäuferdarlehens durch KKR (gegenüber.
Im Vorjahr beliefen sich die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen auf 54,4 Mio. €. Diesen Auszahlungen standen im Wesentlichen Einzahlungen in Höhe von 41,2 Mio. € aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten (resultierend aus Beteiligungsverkäufen der EFF-Fonds und dem Verkauf von freenet-Anteilen) sowie in Höhe von 12,2 Mio. € aus der Veräußerung von Unternehmen (Rückzahlung des Vendor Loans durch Hi-media) gegenüber.
Der Free Cashflow, definiert als der Saldo aus den Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit und den Nettoauszahlungen bzw. -einzahlungen aus dem Investitionsbereich, stieg -trotz der hohen Anlaufverluste in den neuen Geschäftsfeldern -von 196,8 Mio. € im Vorjahr auf 262,4 Mio. €. Darin zeigt sich die unverändert hohe Cash-Generierung der Unternehmensgruppe auch bei einem gleichzeitig starken und qualitativen Wachstum.
Bestimmend im Cashflow aus dem Finanzierungsbereich waren im Geschäftsjahr 2012 der Mittelabfluss für die Rückzahlung von Krediten in Höhe von netto 224,3 Mio. € sowie die Dividendenzahlung in Höhe von 58,1 Mio. €. Im Vorjahr war der Cashflow aus dem Finanzierungsbereich durch einen Mittelabfluss in Höhe von 340,3 Mio. € für den Erwerb eigener Aktien und in Höhe von 42,0 Mio. € für die Dividendenzahlung sowie -gegenläufig -durch einen Mittelzufluss aus der Aufnahme von Krediten in Höhe von netto 155,2 Mio. € geprägt.
Die Bilanzsumme im Konzern sank von 1.187,0 Mio. € zum 31. Dezember 2011 auf 1.107,7 Mio. € zum 31. Dezember 2012.
Die langfristigen Vermögenswerte reduzierten sich von 868,7 Mio. € zum 31. Dezember 2011 auf 821,3 Mio. €. Innerhalb der Position Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte standen Zugänge in Höhe von 63,6 Mio. € Abschreibungen in Höhe von 93,2 Mio. € gegenüber. Die Firmenwerte sanken von 401,3 Mio. € auf 356,2 Mio. €. Ursächlich hierfür waren die außerordentlichen Wertminderungen auf Firmenwerte bei der Sedo Holding AG, die im Konzernabschluss 2012 der United Internet AG mit 46,3 Mio. € ausgewiesen wurden. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte reduzierten sich insbesondere durch den Verkauf der freenet-Anteile von 102,6 Mio. € auf 70,1 Mio. €. Die Erhöhung der Anteile an assoziierten Unternehmen von 33,6 Mio. € auf 90,9 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus der Beteiligung an der Obergesellschaft der Versatel GmbH (der VictorianFibre Holding & Co. S.C.A.).
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten sank der Bestand an liquiden Mitteln infolge der Rückzahlung von Krediten von 64,9 Mio. € zum 31. Dezember 2011 auf 42,8 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen infolge der Geschäftsausweitung von 106,7 Mio. € auf 148,8 Mio. €. Der Rückgang der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von 83,3 Mio. € auf 19,5 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung des im Mai 2011 ausgegebenen zinslosen Verkäuferdarlehens (Vendor Loan) an die VictorianFibre Holding GmbH.
Nähere Angaben zu den im Konzern verwendeten Finanzinstrumenten finden sich im Konzernanhang unter Punkt 40.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten im Berichtszeitraum um 224,3 Mio. € von 524,6 Mio. € auf 300,3 Mio. € reduziert werden. Die Netto-Bankverbindlichkeiten (Saldo aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und liquiden Mittel) reduzierten sich im gleichen Zeitraum von 459,7 Mio. € auf 257,5 Mio. €.
Der Bestand an eigenen Aktien der United Internet AG belief sich zum 31. Dezember 2012 auf 20.662.202 Stück (Vorjahr: 21.225.158).
Die Eigenkapitalquote im Konzern betrug zum 31. Dezember 2012 nach Abzug der eigenen Aktien 17,9 % (nach 13,0 % zum 31. Dezember 2011).
Weitere Angaben zu Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements im Konzern finden sich auch im Konzernanhang unter Punkt 42.
Der Umsatz der United Internet AG betrug im Berichtsjahr 3,2 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. €) und umfasste überwiegend die für Konzerngesellschaften erbrachten Dienstleistungen sowie an diese weiterberechnete Mieten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 15,9 Mio. € (Vorjahr: 18,6 Mio. €) und resultierten im Wesentlichen aus einem Ertrag aus einem Zinssicherungsgeschäft (4,1 Mio. €) sowie dem Verkauf der Anteile an der freenet AG (11,3 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres setzten sich im Wesentlichen aus einem Ertrag aus einem Zinssicherungsgeschäft (1,7 Mio. €), dem Verkauf der Anteile an der Versatel AG (3,7 Mio. €), dem Teilverkauf von Anteilen an der freenet AG (4,6 Mio. €) sowie aus Zuschreibungen (6,6 Mio. €) auf die zum Bilanzstichtag gehaltenen Anteile an der freenet AG zusammen.
Die Erträge aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der 1&1 Internet AG betrugen 159,8 Mio. € (Vorjahr: 253,7 Mio. €) im Berichtszeitraum. Der Rückgang erklärt sich aus den hohen Investitionen des Teilkonzerns 1&1 in neue Geschäftsfelder sowie aus der Umstellung der Verrechnungspreismodalitäten für bestimmte Tochtergesellschaften im Teilkonzern 1&1 (a. o. Aufwendungen in Höhe von 121,6 Mio. €).
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Einzelabschluss belief sich aus den gleichen Gründen auf 153,7 Mio. €, nach 256,0 Mio. € im Vorjahr.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit 70,0 Mio. € laufende Steuern für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer. Aufgrund von Prüfungsfeststellungen der im Berichtsjahr abgeschlossenen steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2006 bis 2008 und deren Folgeeffekte ergaben sich zudem periodenfremde Steueraufwendungen für Ertragssteuern in Höhe von 13,3 Mio. €.
Der Jahresüberschuss wird im Einzelabschluss mit 71,5 Mio. € -nach 179,2 Mio. im Vorjahr -ausgewiesen. Der Vorstand der United Internet AG hat nach Maßgabe von § 58 Abs. 2 Satz 1 AktG einen Teilbetrag (30 Mio. €) des Jahresüberschusses in andere Gewinnrücklagen eingestellt.
Die Bilanz der Einzelgesellschaft ist im Wesentlichen geprägt durch die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.105,6 Mio. € (Vorjahr: 1.105,0 Mio. €) sowie Beteiligungen in Höhe von 59,6 Mio. € (Vorjahr: 36,7 Mio. €).
Die Zugänge bei den Beteiligungen resultieren aus dem Erwerb von Anteilen an der Obergesellschaft der Versatel GmbH, der VictorianFibre Holding & Co. S.C.A. (59,6 Mio. €), sowie -gegenläufig -dem Verkauf der Anteile an der freenet AG (-36,7 Mio. €).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der United Internet AG konnten im Geschäftsjahr 2012 um 215,0 Mio. € auf 287,0 Mio. € (Vorjahr: 502,0 Mio. €) reduziert werden. Die Bankverbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus einem Konsortialkredit, der am Bilanzstichtag mit 215,0 Mio. € (Vorjahr: 430,0 Mio. €) in Anspruch genommen war, sowie einem 2008 aufgenommenen Schuldscheindarlehen von 72 Mio. € (Vorjahr: 72 Mio. €).
Die Eigenkapitalquote stieg von 57,5 % im Vorjahr auf 65,6 % zum 31. Dezember 2012.
Der Cashflow im Einzelabschluss der Gesellschaft ist geprägt durch Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der operativ tätigen 1&1 Internet AG sowie gegenläufig durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten. Zudem stehen ungenutzte Kreditlinien zur Verfügung. Weitere Angaben dazu finden sich im Anhang.
Die Hauptversammlung der United Internet AG hat am 31. Mai 2012 dem gemeinsamen Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat über die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,30 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2011 zugestimmt. Die Dividendenzahlung in einer Gesamthöhe von 58,1 Mio. € erfolgte am 1. Juni 2012.
Für das Geschäftsjahr 2012 schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von ebenfalls 0,30 € je Aktie vor. Über diesen Dividendenvorschlag beraten Vorstand und Aufsichtsrat in der Aufsichtsratssitzung am 20. März 2013 (und somit nach Redaktionsschluss dieses Lageberichts). Über den gemeinsamen Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat entscheidet die Hauptversammlung am 23. Mai 2013.
Die Aktie der United Internet AG konnte im Geschäftsjahr 2012 deutlich zulegen und lag mit einem Schlusskurs von 16,31 € zum 31. Dezember 2012 um 18,2 % über dem Schlusskurs des Vorjahres (13,80 €).
Die überwiegend positiven Rahmenbedingungen in den für United Internet relevanten Zielmärkten bleiben nach Einschätzung führender Marktanalysten auch 2013 weiterhin bestehen.
Es fanden keine Ereignisse nach Schluss des Berichtsjahres statt, die die Unternehmenssituation von United Internet wesentlich verändert bzw. Auswirkungen auf Rechnungslegung und Berichterstattung haben.
Auf der Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung der United Internet AG vom 31. Mai 2012 über den Erwerb und die Verwendung eigener Aktien hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates am 7. Januar 2013 beschlossen, insgesamt 15.000.000 Aktien aus dem Bestand eigener Aktien, die im Rahmen von Aktienrückkaufprogrammen erworben wurden, einzuziehen und das Grundkapital der United Internet AG von 215.000.000 € um 15.000.000 € auf 200.000.000 € herabzusetzen. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien reduzierte sich entsprechend von 215.000.000 Aktien um 15.000.000 auf 200.000.000 Aktien. Der rechnerische Anteil der ausgegebenen Aktien am Grundkapital blieb unverändert bei 1 € je Aktie.
Die Herabsetzung erfolgte zur Optimierung der Bilanz- und Kapitalstruktur.
United Internet hielt nach Einzug dieser 15.000.000 Aktien noch 5.662.202 eigene Aktien.
Mit gleichem Datum hat der Vorstand der United Internet AG beschlossen, ein neues Aktienrückkaufprogramm aufzulegen. Im Rahmen dieses neuen Aktienrückkaufprogramms sollen bis zu 5.000.000 Aktien der Gesellschaft (das entsprach zum Zeitpunkt der Beschlussfassung 2,50 % des herabgesetzten Grundkapitals von 200 Mio. €) über die Börse zurückgekauft werden. Der Rückkauf erfolgt im Rahmen der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 zum Rückkauf eigener Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals, die bis zum 30. November 2013 erteilt wurde.
Der Vorstand der United Internet AG hat am 1. Februar 2013 bekannt gegeben, dass im Rahmen dieses Aktienrückkaufprogrammes 337.798 eigene Aktien zurückgekauft wurden. Zusammen mit 5.662.202 eigenen Aktien aus früheren Aktienrückkaufprogrammen hielt United Internet damit zum 1. Februar 2013 insgesamt 6.000.000 eigene Aktien (das entsprach 3,00 % des damaligen Grundkapitals von 200.000.000 Aktien).
Mit gleichem Datum hat der Vorstand der United Internet AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates -auf der Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung der United Internet AG vom 31. Mai 2012 über den Erwerb und die Verwendung eigener Aktien -beschlossen, diese 6.000.000 eigenen Aktien einzuziehen und das Grundkapital der United Internet AG von 200.000.000 € um 6.000.000 € auf 194.000.000 € herabzusetzen. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien reduzierte sich entsprechend von 200.000.000 Aktien um 6.000.000 auf 194.000.000 Aktien. Der rechnerische Anteil der ausgegebenen Aktien am Grundkapital blieb unverändert bei 1 € je Aktie.
Auch diese Herabsetzung erfolgte zur Optimierung der Bilanz- und Kapitalstruktur.
United Internet hielt nach dem Einzug dieser 6.000.000 Aktien keine eigenen Aktien mehr.
Das am 7. Januar 2013 beschlossene Aktienrückkaufprogramm bleibt weiterhin in Kraft und es können (Stand 1. Februar 2013) daraus noch bis zu 4.662.202 Aktien der Gesellschaft über die Börse zurückgekauft werden.
Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der United Internet AG ist leistungsorientiert und besteht aus einem festen und einem variablen Bestandteil.
Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Höhe der variablen Vergütung ist von der Erreichung bestimmter und zu Beginn des Geschäftsjahres fixierter finanzieller Ziele abhängig, die sich im Wesentlichen an Umsatz- und Ergebnis-Kennzahlen orientieren. Für die Zielerreichung gilt in der Regel eine Bandbreite von 90 % bis 120 %. Werden die Ziele zu weniger als 90 % erreicht, entfällt die Zahlung des variablen Vergütungsbestandteils ganz. Werden die Ziele zu mehr als 120 % erfüllt, endet die Zahlung des variablen Vergütungsbestandteils bei 120 %. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele ist nicht vorgesehen. Eine Mindestzahlung des variablen Vergütungsbestandteils wird nicht garantiert. Als Vergütungsbestandteil mit langfristiger Anreizwirkung existiert bei einem Vorstandsmitglied ein auf virtuellen Aktienoptionen basierendes Beteiligungsprogramm (SAR). Die Ausübungshürde des Programms liegt bei 120 % des Ausübungspreises. Die Zahlung des Wertzuwachses ist auf 100 % des ermittelten Börsenpreises bei der Einräumung der virtuellen Optionen begrenzt.
Versorgungszusagen der Gesellschaft gegenüber den Vorständen bestehen nicht. Die Höhe der Vergütungsbestandteile wird regelmäßig überprüft.
Weitere Angaben zur Vorstandsvergütung finden sich auch im Konzernanhang unter Punkt 41.
Die 3 Mitglieder des Aufsichtsrats der United Internet AG bilden gleichzeitig auch den Aufsichtsrat der wichtigsten United Internet Tochtergesellschaft, der 1&1 Internet AG. Die Aufsichtsräte erhalten im Rahmen ihrer Tätigkeit für beide Unternehmen jeweils auch eine getrennte Vergütung. Die Vergütung besteht aus einem festen und einem am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ausgerichteten variablen Teil.
Seitens United Internet beträgt die feste Vergütung für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats 10.000 € pro volles Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte des auf ein einfaches Mitglied entfallenden Betrages. Die erfolgsabhängige, variable Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden beträgt pro volles Geschäftsjahr 1.000 € für jeden Cent, um den der nach IFRS ermittelte Konzerngewinn pro Aktie (EPS) der United Internet AG den Betrag von 0,60 € überschreitet. Als langfristiger variabler Vergütungsbestandteil ist ab dem Geschäftsjahr 2013 für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden pro volles Geschäftsjahr eine zusätzliche Zahlung in Höhe von 500 € pro angefangenen Prozentpunkt vorgesehen, um den sich das EPS der United Internet AG im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem EPS des 3 Jahre zuvor abgelaufenen Geschäftsjahres erhöht hat. Die langfristige variable Vergütung ist dabei auf max. 10.000 € je Mitglied begrenzt. Aktienoptionsprogramme für die Mitglieder des Aufsichtsrats existieren nicht.
Im Rahmen der Tätigkeit für die 1&1 Internet AG beträgt die feste Vergütung für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats 20.000 € pro volles Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält 30.000 €. Die erfolgsabhängige, variable Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden orientiert sich an Ergebnis-Kennzahlen der 1&1 Internet AG. Die variable Vergütung beträgt dabei mindestens 30.000 € und maximal 70.000 € je Mitglied.
Weitere Angaben zur Aufsichtsratsvergütung finden sich auch im Konzernanhang unter Punkt 41.
Bei der United Internet AG besteht ein aktienbasiertes Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, mit dem Führungskräfte am Unternehmenserfolg beteiligt und damit langfristig an das Unternehmen gebunden werden sollen. Dieser Plan ist als virtuelles Aktienoptionsprogramm ausgestaltet.
Als virtuelle Aktienoption (sog. Stock Appreciation Right oder SAR) wird die Zusage der United Internet AG bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe der Differenz zwischen dem Börsenkurs bei Einräumung der Option und dem Börsenkurs bei Ausübung der Option entspricht. Die Ausübungshürde beträgt 120 % des Börsenpreises, der als der Mittelwert der Schlusskurse im Xetra-Handel für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsentage vor der Ausgabe der Option berechnet wird. Die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten ist gleichzeitig auf 100 % des ermittelten Börsenpreises bei der Einräumung der virtuellen Optionen begrenzt.
Ein SAR entspricht einem virtuellen Bezugsrecht auf eine Aktie der United Internet AG, ist aber kein Anteilsrecht und somit keine (echte) Option auf den Erwerb von Aktien der United Internet AG. Die United Internet AG behält sich das Recht vor, ihre Verpflichtung zur Barauszahlung der SAR nach freiem Ermessen auch durch die Übertragung von United Internet Aktien aus dem Bestand eigener Aktien an die Berechtigten zu erfüllen. Nach Ablauf von gewissen Mindestwartezeiten kann der Mitarbeiter das Optionsrecht ausüben. In Höhe des Wertzuwachses entsteht ein vom Mitarbeiter zu versteuernder Gewinn. Die SAR haben eine Laufzeit von maximal 6 Jahren.
Das Optionsrecht kann wie folgt ausgeübt werden: Hinsichtlich eines Teilbetrags von bis zu 25 % frühestens nach Ablauf von 24 Monaten seit dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 50 % frühestens 36 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 75 % frühestens 48 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option und hinsichtlich des Gesamtbetrags frühestens nach Ablauf von 60 Monaten nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option.
Weitere Einzelheiten zum Mitarbeiterbeteiligungsprogramm finden sich auch im Konzernanhang unter Punkt 36.
Der sich schnell entwickelnde Internet-Markt stellt hohe Anforderungen an die Mitarbeiter und damit gleichzeitig auch an die Personalpolitik von United Internet. Dieser Herausforderung stellt sich die Gesellschaft insbesondere durch eine aktive Nachwuchsförderung, eine gezielte Entwicklung von Führungskräften sowie durch eine Vielzahl an Personalentwicklungsaktivitäten.
Ohne die individuellen Stärken der Mitarbeiter/innen wäre United Internet nicht das, was es heute ist: ein international erfolgreiches, innovatives Unternehmen auf Wachstumskurs. Die konstruktive Nutzung des Diversity-Managements, der Umgang mit der sozialen Vielfalt aller Mitarbeiter, hat für United Internet eine herausragende Bedeutung.
United Internet steht für eine wertschätzende Unternehmenskultur, bei der die individuelle Verschiedenheit hinsichtlich Kultur, Nationalität, Geschlecht, Altersgruppe und Religion gewünscht wird, also alles, was die einzelnen Mitarbeiter/innen innerhalb des Unternehmens einzigartig und unverwechselbar macht.
Eine Belegschaft, die sich aus verschiedensten Persönlichkeiten zusammensetzt, bietet optimale Rahmenbedingungen für Kreativität und Produktivität. Das daraus resultierende Ideen- und Innovationspotenzial stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft und steigert die Chancen in Zukunftsmärkten. Diesem Gedanken folgend, soll für jeden Mitarbeiter die Einsatzmöglichkeit gefunden werden, in der er seine individuellen Potenziale und Talente bestmöglich ausschöpfen kann. Neben der Produktivität wird mit Diversity auch die Mitarbeiterzufriedenheit im Allgemeinen gefördert. Dies sind wichtige Entscheidungskriterien für viele Bewerber/innen bei der Auswahl ihres Arbeitgebers. Aber auch die Kunden von United Internet mit ihren vielfältigen Bedürfnissen schätzen einen Geschäftspartner, der ihrer eigenen Diversity gerecht wird.
Die Förderung von Vielfältigkeit kann jedoch keiner Einheitslösung folgen. Mitarbeiter und Bewerber werden aufgrund objektiver Faktoren wie Qualifikation, Eignung und Kompetenz eingestellt, beschäftigt und gefördert. In Unternehmensbereichen, in denen Frauen strukturell unterrepräsentiert sind, strebt United Internet bei gleicher Qualifikation, Kompetenz und sonstiger Eignung grundsätzlich eine höhere Berücksichtigung von Frauen an, entscheidet aber stets von Fall zu Fall.
Um allen Mitarbeitern an allen Standorten und in allen Bereichen dieselben Chancen zu geben, wurden für die Mitarbeiterentwicklung einheitliche Programme und Entwicklungsmaßnahmen definiert. Dabei können sich die Mitarbeiter innerhalb einer Funktion durch sukzessive Verantwortungsübernahme und Kompetenzerweiterung weiterentwickeln. Hat der Mitarbeiter das für seine Funktion jeweils höchste Kompetenzprofil, den sogenannten "Senior-Status", erreicht, werden zwei alternative Laufbahnmodelle angeboten: Zum einen die "Führungslaufbahn" und zum anderen die "Expertenlaufbahn". Während die Mitarbeiter in der "Führungslaufbahn" schrittweise Personalverantwortung übernehmen, verfügen die Experten über hohes Fachwissen und sind wichtige Leistungs- und Know-how-Träger in ihrem speziellen Fachgebiet -haben aber keine disziplinarische Personalverantwortung. Sowohl die Führungs- als auch die Expertenlaufbahn ist "durchlässig", d. h. auch hier ist eine horizontale Entwicklung möglich und ein Experte kann sich zur Führungskraft entwickeln und umgekehrt. Neben der Entwicklung innerhalb einer Stufe und dem nächsten, vertikalen Schritt gibt es somit konzernweit auch horizontale Entwicklungsmöglichkeiten, um in eine neue Rolle hineinzuwachsen -im eigenen Bereich oder auch bereichsübergreifend. Alle Modelle werden sowohl mit programmatischen als auch mit individuellen Personalentwicklungsmaßnahmen begleitet.
Darüber hinaus stellt United Internet allen Mitarbeitern umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben Seminaren und Trainings für allgemeine, häufig im Soft-Skill-Bereich liegende Themen, werden Mitarbeiter auch fachlich gezielt durch bereichsspezifische Qualifikationen oder berufsspezifische Zertifizierungen gefördert. Für besonders leistungsstarke Mitarbeiter und Potenzialträger aus allen Bereichen des Unternehmens werden weitere Förderprogramme angeboten. Darin werden diese Mitarbeiter strukturiert durch individuelle Entwicklungs- und Trainingspläne begleitet, um sie für ihre künftigen persönlichen Herausforderungen und die des Unternehmens vorzubereiten. Mittels Nachwuchsförderprogrammen, wie 1&1 Graduate oder Master+, fördert United Internet frühzeitig junge Talente, die gerade ihr Studium abgeschlossen haben. Als Hauptziel wird dabei die nachhaltige Rekrutierung und Ausbildung von zukünftigen Führungs- und Fachkräften aus den eigenen Reihen angestrebt.
Auch der Bereich Ausbildung hat innerhalb der United Internet Gruppe einen hohen Stellenwert. United Internet bildet Nachwuchskräfte selbst aus und ermöglicht jungen Menschen einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Zurzeit werden in den kaufmännischen und technischen Berufen Fachinformatiker (Anwendungsentwicklung / Systemintegration), IT-Systemkaufleute, Kaufleute für Dialogmarketing, Kaufleute für Marketingkommunikation, Bürokaufleute sowie Mediengestalter ausgebildet. Alle Teilnehmer durchlaufen während ihrer etwa dreijährigen Ausbildung ein breites Spektrum unterschiedlicher Fachabteilungen im Unternehmen und nehmen an Veranstaltungen und Workshops teil. Als besonders erfolgreich erweisen sich die Lehrwerkstätten an den Standorten in Karlsruhe und Montabaur. Hier verbringen vor allem die Auszubildenden in den technischen Berufen einen Teil ihrer Ausbildungszeit, um sich die für ihren späteren Einsatz nötigen fachlichen Grundlagen zu erarbeiten. Darüber hinaus bietet United Internet in Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) an den Hochschulstandorten Karlsruhe und Mannheim Studiengänge in den Bereichen Angewandte Informatik, Wirtschaftsinformatik, BWL / Accounting & Controlling und BWL / Dienstleistungsmarketing an.
Zum Jahresende 2012 befanden sich konzernweit rund 120 junge Menschen in Ausbildung. United Internet ist bestrebt, möglichst viele der Ausgebildeten nach bestandener Prüfung zu übernehmen und jedem Absolventen ein attraktives Angebot zu machen.
Die Zahl der Mitarbeiter hat sich im Zuge der Geschäftsausweitung auch im Jahr 2012 weiter erhöht. Zum 31. Dezember 2012 waren bei United Internet insgesamt 6.254 Mitarbeiter beschäftigt. Damit stieg die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr (5.593 Mitarbeiter) um 11,8 %.
Dabei arbeiteten 1.928 Mitarbeiter im Segment "Access", 4.292 im Segment "Applications" und 34 Mitarbeiter im Bereich "Zentrale".
In den ausländischen Gesellschaften stieg die Anzahl der Beschäftigten von 1.218 im Vorjahr auf 1.350.
Der Personalaufwand stieg von 230,1 Mio. € im Vorjahr um 19,6 % auf 275,1 Mio. €.
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Segment Access | 1.928 | 1.794 | + 7,5 % |
| Segment Applications | 4.292 | 3.771 | + 13,8 % |
| Zentrale | 34 | 28 | + 21,4 % |
| Konzern insgesamt | 6.254 | 5.593 | + 11,8 % |
Die United Internet Marken stehen für Internet-Access-Lösungen sowie für innovative, webbasierte Produkte und Applikationen, die zumeist im eigenen Haus entwickelt werden. Die Fähigkeit, innovative Produkte und Dienste zu entwickeln, zu kombinieren, anzupassen und in große Märkte einzuführen, bildet die Basis für den Erfolg von United Internet.
Dank eigener Entwicklungsteams kann United Internet dabei schnell und flexibel auf neue Ideen und Trends reagieren und etablierte Produkte weiterentwickeln und wechselnden Bedürfnissen anpassen -ein wichtiges Erfolgsmerkmal im überaus dynamischen Internet-Markt. Durch die Kompetenz bei Produktentwicklung, -weiterentwicklung und -rollout ist die Gesellschaft in vielen Bereichen unabhängig von Entwicklungen und Zulieferungen Dritter und kann damit wichtige Wettbewerbs- und Geschwindigkeitsvorteile nutzen.
Die Entwicklungszentren in Karlsruhe und Bukarest mit insgesamt rund 1.750 Entwicklern, Produktmanagern und technischen Administratoren arbeiten überwiegend mit dem Open-Source-Code Linux und im Rahmen fest definierter und modellierter Entwicklungsumgebungen. Ergänzend werden Programmierleistungen Dritter in Anspruch genommen, um bestimmte Projekte rasch und effizient umzusetzen. So können die Basisanwendungen der Produkte innerhalb kürzester Zeit weiterentwickelt und zeitnah neuen Kundenbedürfnissen angepasst werden. Darüber hinaus bezieht United Internet auch Lösungen von Partnern, die anschließend modifiziert und in die eigenen Systeme integriert werden. Mittels der eigenentwickelten sowie der integrierten Anwendungen verfügt United Internet über eine Art Baukastensystem, dessen Module sich zu ganz verschiedenen leistungsfähigen und integrierten Anwendungen kombinieren und mit einer produkt- und länderspezifischen Benutzeroberfläche versehen lassen -ein großer Vorteil bei der Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen sowie dem internationalen Produkt-Rollout.
Aufgrund der stetig wachsenden Kundenzahl werden auch die Anforderungen an Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Verfügbarkeit der Angebote immer höher. Neben der Weiterentwicklung der Produkte und ständigen Optimierungen im Backend-Bereich (z. B. bei den kundenseitig zur Verfügung stehenden Administrations- und Konfigurations-Tools) gilt es dabei auch, vorhandene Prozesse ständig zu verbessern, um die Zuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen. So arbeitet United Internet auch permanent an der Verbesserung der Schnittstellen zu den verschiedenen Vorleistungsanbietern.
Bereits seit mehreren Jahren beschäftigen sich die Entwicklungsabteilungen von United Internet mit der technologischen Weiterentwicklung in Richtung mobiler Rechenzentren. Durch sogenannte Container-Einheiten können Rechenzentren abhängig vom Bedarf flexibel skaliert oder auch nur temporär betrieben werden. Mit Hilfe modularer Einheiten können die Rechenzentren optional auch lokal und damit nah am Kunden betrieben werden. Durch kurze Wege können Netzwerk-Latenzen (Verzögerungen) bei Cloud-Applikationen somit minimiert und die zur Verfügung stehenden Ressourcen durch den Einsatz kleiner Grundeinheiten optimal verteilt werden. Mittels einer intelligenten Kühlung über Außenluft kann United Internet die Einheiten unter geringerem Energieeinsatz betreiben, bei gleichzeitiger Einhaltung von höchsten Sicherheitsstandards. Im Geschäftsjahr 2012 wurde ein erster Prototyp in Betrieb genommen und für die Serienproduktion für das Rechenzentrum in Frankreich optimiert. Parallel dazu arbeiten die Entwicklungsabteilungen an der "Übersetzung" des europäischen Technik-Designs in die landesspezifischen Anforderungen in den USA.
Im Rahmen der Wachstums- und Internationalisierungsstrategie wurde im Geschäftsjahr 2012 ein Marktkonzept entwickelt, das United Internet in die Lage versetzt, neue Märkte in den Dimensionen "Marke", "Sprache", "Währung" sowie "Produktlinie" schnell und flexibel zu adressieren. Die dadurch gewonnene Variabilität beruht auf der Trennung der länderspezifischen Spezifikationen von den technischen Systemen. Dank des neuen Konzepts konnten die neuen Zielländer Italien und Mexiko in Rekordzeit angegangen werden.
Im Rahmen des "1&1-Prinzips" wurde im Geschäftsjahr 2012 die Vorwärtslogistik überarbeitet, um die Übernachtauslieferung von neuen Geräten bzw. den Austausch von defekten Geräten am nächsten Tag realisieren zu können. In einem zweiten Entwicklungsschritt wurden der Rückwärtslogistikprozess und die dahinterstehenden IT-Systeme überarbeitet. Dazu wurden SAP-Standardmodule auf die internen Bedürfnisse angepasst und erweitert sowie die Logistiksysteme enger mit dem zentralen Geschäftssystem verknüpft. Durch die Weiterentwicklung der Logistiksysteme und die weitere Automatisierung der Datenverarbeitung konnte die Belieferung der Kunden, der "Vorortaustausch" von Geräte sowie das Retouren-Management nochmals deutlich verbessert werden.
Zur Jahresmitte 2012 wurden grundlegende Dienste im Bereich der Infrastruktur, Netzwerke und Domains angepasst oder neu entwickelt, um diese in die Lage zu versetzen, zukünftig auch das Internet Protocol Version 6 (IPv6) zu verarbeiten. Die Webpräsenzen der Kunden, die sich für ein Dual Hosting-Paket entschieden haben, werden seitdem automatisch zusätzlich mit IPv6 konfiguriert, so dass diese über das IPv4-Protokoll und das IPv6-Protokoll erreichbar sind. Darüber hinaus sind weitere dem Kunden zur Verfügung stehende Applikationen sowie das Control Center zusätzlich über IPv6 erreichbar. Die Kunden können damit beispielweise für jede Domain einzeln die Verwendung von IPv6 ein- und ausschalten.
Bisher kommt für die Spiegelung von Datenbeständen zwischen Rechenzentren eine Open-Source-Lösung zum Einsatz, die sich ideal für Kurzstrecken eignet. Um weite Strecken, sogar über Kontinente hinweg, zuverlässig realisieren zu können, wurde im Geschäftsjahr 2012 mit "MARS" (Multiversion Asynchronous Replicated Storage), zusätzlich die Neuentwicklung einer 1&1-Langstrecken-Replikationslösung als Open-Source-Lösung begonnen. Der inzwischen fertiggestellte Prototyp ermöglicht es erstmals, Langstrecken-Replikation von Datenbeständen zwischen Rechenzentren mittels neuartiger patentrelevanter Technik auch transkontinental zu realisieren. Netzwerk-Störungen werden dabei von der Anwendung weitestgehend entkoppelt. Für das Geschäftsjahr 2013 ist das Erreichen der Anwendungsreife für den Masseneinsatz in Rechenzentren geplant. Das Haupteinsatzgebiet der Replikationslösung wird im Bereich der Shared-Hosting-Produkte liegen.
Im Rahmen der Umsetzung der internen Cloud-Strategie konnten 2012 weitreichende Verbesserungen beim Thema Bereitstellungsgeschwindigkeit von IT-Ressourcen und Kosteneinsparung erzielt werden. Mit dem Aufbau einer Virtualisierungs-Plattform und der Entwicklung eines integrierten Self-Service-Portals für interne Anforderungen, wurde eine dedizierte Umgebung geschaffen, die eine zeit- und prozessoptimierte Bereitstellung von Systemen in wenigen Minuten ermöglicht (vorher Tage bis Wochen). Damit können Projektanforderungen schnell und effizient bedient werden. Gleichzeitig wurden weitere Kosteneinsparungen bei Hardware- und Rechenzentrumskosten erzielt sowie -durch Prozessoptimierung -eine hohe Bedienungs- und Benutzerfreundlichkeit erreicht. Der erfolgreiche Einsatz konnte bereits in mehreren Projekten, wie beispielsweise dem Aufbau einer Umgebung zur Qualitätssicherung bei De-Mail-Produkten, unter Beweis gestellt werden. Durch den massiven Ausbau der internen Cloud-Infrastruktur wird auch eine weitere Reduzierung der Energiekosten erreicht und der Gedanke des Umwelt- und ressourcenschonenden Handelns konsequent fortgeführt. Für das Geschäftsjahr 2013 ist eine weitere Steigerung der Virtualisierungsquote in den Rechenzentren der Gesellschaft geplant.
Die Risikopolitik des United Internet Konzerns orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens zu erhalten und nachhaltig zu steigern, indem Chancen wahrgenommen und Risiken frühzeitig erkannt und gesteuert werden.
Das Risiko- und Chancenmanagement regelt den verantwortungsvollen Umgang mit Unsicherheiten, die mit unternehmerischem Handeln immer verbunden sind.
Konzeption, Organisation und Aufgabe des Risikomanagements werden von Vorstand und Aufsichtsrat vorgegeben und im Rahmen eines konzernweit verfügbaren und gültigen Risikohandbuchs dokumentiert. Diese Vorgaben werden laufend an die sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt. Die interne Revision prüft in regelmäßigen Abständen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, ob das Risikofrüherkennungssystem grundsätzlich geeignet ist, unternehmensgefährdende Risiken und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Das System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikofrüherkennungssystem und steht im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex. Der Aufsichtsrat überprüft gemäß den Vorschriften des § 107 Abs. 3 AktG die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems.
Das Risikomanagementsystem umfasst die Maßnahmen, die es der United Internet AG erlauben, mögliche Risiken, die die Erreichung der Unternehmensziele gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Der Risikostatus wird viermal im Jahr in Berichtsform an Vorstand und Aufsichtsrat kommuniziert. Bei unvermittelt eintretenden wesentlichen Risiken oder bei einer erheblichen Risikoveränderung wird eine Ad-hoc-Berichtspflicht ausgelöst. Das Risiko wird dann unverzüglich an den Finanzvorstand der United Internet AG gemeldet und von diesem gegebenenfalls auch an den Aufsichtsrat berichtet. Damit können wesentliche Risiken schnellstmöglich adressiert werden. Zur Unterstützung des zentralen Risikomanagements sind zusätzlich dezentrale Risikomanager mit einer monatlichen Berichtsfrequenz im Bereich Technik und Entwicklung installiert. Für den konzernweiten Austausch und den Abgleich von Risikoinformationen finden regelmäßige Risk-Manager-Meetings zwischen dem zentralen Risikomanagement und den dezentralen Risikomanagern statt.
Das Chancenmanagement hat seine Grundlage in der strategischen Planung und den daraus abgeleiteten Maßnahmen für die Entwicklung von Produkten und deren Positionierung in den unterschiedlichen Zielgruppen, Märkten und Ländern während des Produkt-Lebenszyklus. Die direkte Verantwortung für das frühzeitige und kontinuierliche Identifizieren, Bewerten und Steuern von Chancen obliegt dem Konzernvorstand sowie der operativen Führungsebene in den jeweiligen Geschäftssegmenten in Form der Bereichsvorstände und Geschäftsführer. Das Management der United Internet AG beschäftigt sich intensiv mit detaillierten Auswertungen, Modellen und Szenarien zu aktuellen und künftigen Branchen- und Technologietrends, Produkten, Märkten / Marktpotenzialen und Wettbewerbern im Umfeld der Gesellschaft. Die bei diesen strategischen Analysen identifizierten Chancenpotenziale werden anschließend unter Betrachtung der kritischen Erfolgsfaktoren sowie der bestehenden Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der United Internet AG analysiert, in den Planungsgesprächen zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und den operativ verantwortlichen Führungskräften diskutiert und in konkrete Maßnahmen, Ziele und Meilensteine umgesetzt. Fortschritt und Erfolg der Maßnahmen werden fortlaufend von den operativ Verantwortlichen sowie von den Geschäftsführern und Vorständen der Gesellschaften überwacht.
Aus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken erläutern die folgenden Abschnitte die aus Sicht der Gesellschaft wesentlichen Risikofelder und Einzelrisiken.
Die United Internet AG realisiert ihren Unternehmenserfolg im Wesentlichen im Umfeld des Internet. Zur Leistungserbringung werden im Rahmen der Geschäftsprozesse Informations- und Telekommunikationstechnologien (Rechenzentren, Übertragungssysteme, Vermittlungsknoten u. a.) eingesetzt, die stark mit dem Internet vernetzt sind und deren Verfügbarkeit durch Bedrohungen aus dem Internet gefährdet werden können. So könnten beispielsweise DDos-Attacken (DDos = Distributed Denial of Service) zu einer Überlastung der technischen Systeme bzw. zu Serverausfällen führen. Um solchen Risiken zunehmend schneller begegnen zu können, wird das bestehende Überwachungs- und Alarmierungssystem inklusive der nötigen Prozesse und Dokumentationen kontinuierlich optimiert.
Es besteht auch das Risiko eines Hackerangriffs mit dem Ziel, Kundendaten auszuspionieren, zu löschen oder Leistungen missbräuchlich in Anspruch zu nehmen. United Internet begegnet diesem Risiko mit dem Einsatz von Virenscannern, Firewalling-Konzepten, eigens initiierten Tests und diversen technischen Kontrollmechanismen.
In den vergangenen Jahren ist eine stetige Zunahme an Spam-E-Mails im Internet zu verzeichnen. Hier besteht das Risiko, dass Spammer die E-Mail-Systeme der Gesellschaft missbrauchen und diese dann von anderen E-Mail-Providern blockiert werden. Um diesem Risiko zu begegnen wurden verschiedene Vorkehrungen getroffen, das Spam-Aufkommen möglichst gering zu halten. Durch die aktive Teilnahme an länderübergreifenden Arbeitsgruppen wirkt United Internet darüber hinaus unter anderem auch bei der Weiterentwicklung der Mail-Security-Standards mit.
Die Produkte von United Internet sowie die dazu benötigten Geschäftsprozesse basieren auf einer komplexen technischen Infrastruktur und einer Vielzahl erfolgskritischer Softwaresysteme (Server, Kundenverwaltungsdatenbanken, Statistiksysteme etc.). Die ständige Anpassung an sich verändernde Kundenbedürfnisse führt zu einer zunehmenden Komplexität dieser technischen Infrastruktur, an der regelmäßig Änderungen vorgenommen werden müssen. In der Folge, aber auch durch größere Umstellungen wie beispielsweise Migrationen von Datenbeständen, kann es zu vielfältigen Störungen oder Ausfällen kommen. Sollten davon z. B. die Geschäftssysteme oder deren Datenbanken betroffen sein, könnte die Gesellschaft ihre täglichen Bankeinzüge nicht mehr oder nur verzögert durchführen. Sollten z. B. Leistungssysteme betroffen sein, könnte United Internet gegenüber ihren Kunden die zugesicherte Leistung nicht oder vorübergehend nicht mehr erbringen. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft durch gezielte Architekturanpassungen, Qualitätssicherheitsmaßnahmen und eine räumlich getrennte (georedundante) Auslegung der Kernfunktionalitäten.
Für den Betrieb der Systeme besteht auch das Risiko gezielter Angriffe von innen und außen, z. B. durch Hacker oder durch Manipulation seitens zugriffsberechtigter Mitarbeiter, die Ausfälle oder Verschlechterungen der Services nach sich ziehen könnten. Um diesem Risiko zu begegnen werden verschiedene soft- und hardwarebasierte Sicherheitsvorkehrungen eingesetzt, die Infrastruktur und Verfügbarkeit schützen. Durch die Teilung von Aufgaben werden risikobehaftete Handlungen oder Geschäftsvorfälle nicht von einem Mitarbeiter allein, sondern nach dem "Vier-Augen-Prinzip" ausgeführt. Manuelle und technische Zugriffsbeschränkungen stellen darüber hinaus sicher, dass Mitarbeiter nur in ihren Verantwortungsbereichen tätig sind. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme gegen Datenverlust werden die vorhandenen Datenbestände einer regelmäßigen Datensicherung unterzogen und in georedundanten Rechenzentren gespeichert.
Im Segment "Access" haben die Entscheidungen der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts Einfluss auf die Gestaltung der Breitband-Internetzugangstarife. Preiserhöhungen der Leitungsbetreiber, von denen United Internet Vorleistungen für die eigenen Kunden bezieht, könnten sich negativ auf die Profitabilität der Tarife auswirken. Gleichermaßen besteht die Möglichkeit, dass eine fehlende Regulierung das Marktumfeld für United Internet verschlechtert. United Internet versucht dem steigenden Regulierungsrisiko durch eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Vorleistungspartnern und einer aktiven Verbandsarbeit, etwa im Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), zu begegnen.
Weiterhin besteht das Risiko, dass es durch neue Datenschutzbestimmungen auf EU- und Bundesebene zu Einschränkungen in der Auswertung von so genannten Browser-Cookies kommt. Browser-Cookies ermöglichen das clientseitige Speichern von Information, die bei weiteren Aufrufen an den Server übertragen werden. Die Auswertung bzw. Informationsgewinnung über solche Browser-Cookies ist ein wesentlicher Bestandteil der Online-Werbung. Eine Nutzungseinschränkung könnte zur Folge haben, dass eigens entwickelte technische Lösungen nur noch bedingt eingesetzt werden könnten und würde das Geschäft in Teilen des Segments "Applications" stark behindern.
Die United Internet AG arbeiten in bestimmten Bereichen ihres Kundenservices mit externen Callcenter-Dienstleistern zusammen. Sollten diese Dienstleister von der politisch diskutierten Einführung eines Mindestlohns betroffen sein, kann dies -je nach Ausgestaltung -zu erhöhten Kosten bei United Internet führen.
Wie andere Internet- und Softwareanbieter auch ist die United Internet AG mit einer wachsenden Anzahl von behaupteten Patentverletzungen konfrontiert. Der Ursprung dieser Streitfälle liegt dabei überwiegend in den USA. Zudem besteht das Risiko, dass United Internet geschützte Rechte oder Lizenzen ohne Erlaubnis oder nicht entsprechend den Nutzungsbedingungen einsetzt. United Internet begegnet diesem Risiko durch den Ausbau des Lizenzmanagements und verteidigt die eigenen Interessen und Ansprüche entschieden in jedem Verfahren.
United Internet speichert die Daten von mehreren Millionen Kunden auf den Servern der firmeneigenen Rechenzentren. Der Umgang mit diesen Daten unterliegt verschiedenen gesetzlichen Vorgaben. Die Gesellschaft ist sich dieser großen Verantwortung bewusst und räumt dem Datenschutz einen hohen Stellenwert und besondere Beachtung ein. Gleichwohl kann nie ausgeschlossen werden, dass Datenschutzbestimmungen beispielsweise durch menschliches Fehlverhalten oder technische Schwachstellen verletzt werden. Durch den Einsatz neuester Technologien und die ständige Überprüfung der datenschutzrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Vorgaben versucht die Gesellschaft, einen hohen Sicherheitsstandard zu gewährleisten.
Die Wettbewerbsintensität ist sowohl im Access- als auch im Applications-Segment hoch und könnte, beispielsweise durch den Markteintritt von neuen großen Wettbewerbern, weiter zunehmen. In der Folge könnten das Wachstum und / oder die erzielbaren Margen negativ beeinflusst werden.
Mit ihren Mobile-Internet-Produkten hat United Internet das Produkt-Portfolio erweitert und ist im Access-Segment in einen neuen, zusätzlichen Wachstumsmarkt mit großen Wettbewerbern eingestiegen. Mit einer solchen unternehmerischen Entscheidung für ein neues Geschäftsfeld oder ein neues Produkt sind in der Regel neue Risiken verbunden, die beispielsweise aus der Tarifierung der Produkte oder einer missbräuchlichen Nutzung (Fraud) resultieren. So könnte beispielsweise die Veränderung von Terminierungsentgelten mittelbar zu erhöhtem Wettbewerb und stark veränderten Preisen führen. United Internet versucht, mit einer detaillierten Planung auf Basis interner Erfahrungswerte und externer Marktstudien, durch die Nutzung verschiedener Zulieferern sowie durch ständig verbesserte Anti-Fraud-Maßnahmen diese Risiken zu minimieren.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für United Internet ist es, neue Produkte und Services zu entwickeln, um die Anzahl der Kundenverträge weiter zu steigern und die Kundenbindung zu stärken. Dabei besteht das Risiko, dass Neuentwicklungen zu spät auf den Markt kommen oder seitens der Zielgruppe nicht angenommen werden. Diesen Risiken begegnet United Internet durch eine intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtung sowie eine ständig auf das Feedback der Kunden reagierende Produktentwicklung.
Um dem dynamischen Kundenwachstum sowie einer möglichst schnellen Leistungsbereitstellung im Sinne des Kunden Rechnung zu tragen, sind die Bestell- und Bereitstellungsprozesse der United Internet AG -wie bei vielen großen Unternehmen im Massenmarktgeschäft -weitgehend automatisiert. Diese automatisierten Prozesse bieten naturgemäß Angriffsmöglichkeiten für Internet-Betrüger. So könnten der United Internet AG beispielsweise hohe Schäden durch automatisierte Hosting- oder Domainbestellungen entstehen, die unter einer falschen Identität bestellt und nicht bezahlt werden.
Auch durch missbräuchliche SIM-Kartennutzungen infolge von z.B. massenhaften Anrufweiterleitungen oder Roaming-Calls können hohe Schäden entstehen.
United Internet versucht durch den permanenten Ausbau des Fraud-Managements, durch eine enge Zusammenarbeit mit den Vorleistungsdienstleistern sowie durch entsprechende Produktgestaltung solche Fraud-Angriffe zu vermeiden oder zumindest sehr frühzeitig zu erkennen und zu beenden.
Die im Wesentlichen bei der Einzelgesellschaft im Zuge der Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeit entstandenen finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Bank- und Schuldscheindarlehen, Kontokorrentkredite sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.
Die United Internet AG verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus ihrer Geschäftstätigkeit resultieren. Diese umfassen im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Gesellschaft verfügte zum Bilanzstichtag im Wesentlichen über originäre Finanzinstrumente sowie derivative Finanzinstrumente aus Zinssicherungsvereinbarungen.
Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Dabei unterliegt die Gesellschaft hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Liquiditätsrisiken sowie Marktrisiken, die im Folgenden dargestellt werden.
Das Liquiditätsrisiko von United Internet besteht grundsätzlich darin, dass die Gesellschaft möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen -beispielsweise der Tilgung von Finanzschulden -nicht nachkommen kann. Ziel der Gesellschaft ist die kontinuierliche Deckung des Finanzmittelbedarfs und die Sicherstellung der Flexibilität auch durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen.
Im Cash-Management werden konzernweit der Bedarf und Überschuss an Zahlungsmitteln zentral ermittelt. Durch das konzerninterne Saldieren (Netting) von Bedarf und Überschuss wird die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß reduziert. Das Netting erfolgt durch Cash-Pooling-Verfahren. Die Gesellschaft hat zur Steuerung ihrer Bankkonten und der internen Verrechnungskonten sowie zur Durchführung automatisierter Zahlungsvorgänge standardisierte Prozesse und Systeme etabliert.
Neben der operativen Liquidität unterhält United Internet auch weitere Liquiditätsreserven, die kurzfristig verfügbar sind. Bestandteile dieser Liquiditätsreserven sind zugesagte syndizierte Kreditlinien mit unterschiedlichen Laufzeiten.
Bei der Gesellschaft besteht derzeit keine wesentliche Liquiditätsrisiko-Konzentration.
Die bestehenden Kreditlinien der Gesellschaft sind an sogenannte Financial Covenants (Kreditauflagen) gebunden. Eine Verletzung dieser Auflagen könnte dazu führen, dass der Kreditgeber die Finanzierungen kündigen und die jeweiligen Valutierungen sofort fällig stellen kann. Die in den Kreditverträgen von United Internet enthaltenen Covenants umfassen die Einhaltung einer bestimmten Nettofinanzschulden-zu-EBITDA-Relation sowie die Einhaltung einer bestimmten EBITDA-zu-Zinsen-Relation. Mit diesen Relationen wird die relative Belastung der Gesellschaft durch die Finanzverbindlichkeiten (z. B. durch Zinszahlungen) berechnet. Angesichts der derzeit weit besseren Relationen von United Internet wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering eingeschätzt. Die Einhaltung der Kreditauflagen wird vom Vorstand der Gesellschaft fortlaufend überwacht.
Die Aktivitäten der United Internet AG sind insbesondere finanziellen Risiken aus der Änderung von Zinssätzen, von Wechselkursen sowie von Börsenkursen ausgesetzt.
Die Gesellschaft ist grundsätzlich Zinsrisiken ausgesetzt, da Finanzmittel im Wesentlichen zu variablen Zinssätzen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgenommen wurden. Zur Absicherung der Zinsrisiken wurden in den letzten Jahren Zinssicherungsvereinbarungen abgeschlossen.
Die Gesellschaft prüft auf der Grundlage der Liquiditätsplanung ständig die verschiedenen Anlagemöglichkeiten der liquiden Mittel und die Konditionen der Finanzschulden. Ein entstehender Finanzierungsbedarf wird mittels geeigneter Instrumente zur Liquiditätssteuerung gedeckt. Liquiditätsüberschüsse werden bestmöglich im Geldmarkt angelegt. Aufgrund der Entwicklung auf den weltweiten Finanzmärkten blieb das Zinsrisiko weitgehend unverändert.
Marktzinsänderungen könnten sich auf das Zinsergebnis auswirken und gehen in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein. Zur Darstellung von Marktrisiken verwendet United Internet eine Sensitivitätsanalyse, die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis vor Steuern zeigt. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag bezogen werden.
Das Währungsrisiko von United Internet resultiert im Wesentlichen aus der operativen Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und / oder Aufwendungen auf eine von der funktionalen Währung des Konzerns abweichende Währung lauten) und den Nettoinvestitionen in ausländischen Tochterunternehmen. Im Berichtszeitraum lagen keine die Cashflows wesentlich beeinflussenden Währungsrisiken vor.
Ein Börsenkursrisiko resultiert im Wesentlichen aus Beteiligungen an börsennotierten Gesellschaften. Diese Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern der (anteilige) Börsenwert einer Beteiligung dauerhaft unter dessen Anschaffungskosten liegt, erfasst die Gesellschaft die Wertminderung des Finanzinstruments im Periodenergebnis.
Die Gesellschaft unterliegt über die aktienrechtlichen Bestimmungen hinaus keinen weitergehenden satzungsmäßigen oder vertraglichen Verpflichtungen zum Kapitalerhalt. Die im Rahmen der Unternehmenssteuerung von der Gesellschaft herangezogenen Finanzkennzahlen (Umsatz, EBITDA, EBIT) sind überwiegend erfolgsorientiert. Ziele, Methoden und Prozesse des Kapitalmanagements sind den erfolgsorientierten Finanzkennzahlen untergeordnet.
Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann die Gesellschaft Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen, eigene Anteile erwerben und bei Bedarf wieder platzieren oder auch neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2012 bzw. 31. Dezember 2011 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.
Der Teilkonzern 1&1 hat im Geschäftsjahr 2012 Umstellungen bei den internen Verrechnungspreismodalitäten für bestimmte Tochterunternehmen vorgenommen. Für die United Internet AG als Einzelgesellschaft bestehen in Bezug auf bereits auf Ebene eines Tochterunternehmens in Großbritannien versteuerter Gewinne Risiken hinsichtlich einer Nachversteuerung dieser Einkünfte in Deutschland. Je nach Ausgang des zu erwartenden Verständigungsverfahrens könnte dies zu einer zusätzlichen Steuerbelastung auf Ebene der United Internet AG (als Einzelgesellschaft) führen. Sollte dieser Fall eintreten, würden den zusätzlichen Steueraufwendungen auf Ebene der United Internet AG (Einzelgesellschaft) kompensatorische Effekte aus Steuerrückerstattungen auf Ebene der britischen Tochtergesellschaft gegenüber stehen.
Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2012 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend geändert. Die wesentlichen Herausforderungen umfassen aus heutiger Sicht insbesondere Bedrohungspotenziale im Internet, Einsatz von Hard- und Software sowie Risiken aus den Bereichen Recht & Politik, Markt sowie Fraud. Durch den weiteren Ausbau des Risikomanagements begegnet United Internet diesen Risiken und begrenzt sie, soweit sinnvoll, mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen auf ein Minimum. Bestandsgefährdende Risiken für den United Internet Konzern waren im Geschäftsjahr 2012 weder aus Einzelrisikopositionen noch aus der Gesamtrisikosituation erkennbar.
Angesichts der dynamischen Marktentwicklung in den Kernmärkten von United Internet liegen die Wachstumschancen der Gesellschaft auf der Hand: Überall und ständig verfügbare, immer leistungsfähigere Breitbandanschlüsse ermöglichen neue, aufwändigere Cloud-Applikationen. Diese internetbasierten Anwendungen für Privatanwender, Freiberufler und kleine Unternehmen sind aus heutiger Sicht die Wachstumstreiber der nächsten Jahren -sowohl als eigenständige Produkte im Segment "Applications" wie auch in Kombination mit den festnetz- und mobilfunkbasierten Zugangsprodukten im Segment "Access".
Das überwiegend auf elektronischen Abonnements -mit festen monatlichen Beträgen sowie vertraglich festgelegten Laufzeiten -basierende Geschäftsmodell sichert stabile und planbare Umsätze und Cashflows, bietet Schutz gegen konjunkturelle Einflüsse und eröffnet finanzielle Spielräume, um Chancen in neuen Geschäftsfelder und neuen Märkte zu nutzen. Organisch oder durch Übernahmen.
Die United Internet AG gehört heute in vielen Unternehmensbereichen zu den marktführenden Unternehmen. Aufbauend auf dem vorhandenen technologischen Know-how, der hohen Produkt- und Servicequalität, der Bekanntheit der Konzernmarken wie 1&1, GMX, WEB.DE, united-domains, InterNetX oder Fasthosts, der Geschäftsbeziehungen zu Millionen Privat- und Geschäftskunden sowie der hohen Kundenbindung sieht United Internet gute Chancen, die heutigen Marktanteile weiter auszubauen.
Trotz der unsicheren volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet United Internet wie auch viele der führenden Branchenanalysten eine positive Entwicklung in den für die Gesellschaft wesentlichen Teilmärkten. United Internet gehört in diesen Märkten zu den führenden Marktteilnehmern. National und international. Mit den sehr wettbewerbsfähigen Access-Produkten, dem wachsenden Portfolio an Cloud-Applikationen, den starken und spezialisierten Marken, der hohen Vertriebskraft sowie den bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen zu Millionen Privat- und Geschäftskunden (Cross- und Up-Selling-Potenzial) ist United Internet gut aufgestellt, um in beiden Geschäftssegmenten auch am erwarteten Marktwachstum zu partizipieren.
Zu den Kernkompetenzen von United Internet gehört es auch, Kundenwünsche, Trends und somit neue Märkte frühzeitig zu erkennen. Die breit angelegte Wertschöpfungskette (von Produktentwicklung und Rechenzentrumsbetrieb, über effektives Marketing und einen schlagkräftigen Vertrieb bis hin zur aktiven Kundenbetreuung) ermöglicht es United Internet dabei, oft schneller als andere mit Innovationen am Markt zu sein und diese -dank der hohen Cash-Generierung in den bestehenden Geschäftsfelder -kraftvoll zu vermarkten.
Bei sich abzeichnenden neuen Chancen, wie z. B. De-Mail, ist United Internet bereit und durch die starke Cash-Generierung in den etablierten Geschäftsfelder auch in der Lage, einen mehrjährigen kostenintensiven Vorlauf zu tragen. Denn dank eines Marktanteils von ca. 50 % bei deutschen E-Mail-Nutzern kann sich die Gesellschaft gute Chancen ausrechnen, stark am Geschäft rund um den digitalen, rechtssicheren Briefweg (insbesondere bei Umsätzen aus "Porto" und "Werbesendungen") zu partizipieren.
Cloud-Applikationen sind weltweit einsetzbar und funktionieren in Frankfurt am Main nach den gleichen Regeln wie in London, Rom oder New York. So hat United Internet bereits in der Vergangenheit zunächst für Deutschland entwickelte Cloud-Produkte wie die 1&1 Do-It-Yourself-Homepage auf Sprache und länderspezifische Unterschiede angepasst und diese sukzessive in andere Ländern ausgerollt.
Dank der guten Exportierbarkeit dieser Produkte ist United Internet im Geschäftsfeld "Applications" schon heute in zahlreichen europäischen Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Polen), aber auch in Übersee (USA, Kanada und inzwischen auch Mexiko) tätig.
Weitere Länder und Produkt-Rollouts werden sukzessive folgen.
Die nachfolgenden Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geben die Verhältnisse zum Bilanzstichtag wieder. Die Angaben werden -wie in § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG vorgesehen -in den einzelnen Abschnitten erläutert.
Das gezeichnete Kapital der United Internet AG beträgt zum 31. Dezember 2012 215.000.000 € und ist in 215.000.000 nennwertlose, auf den Namen lautende Stammaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme, weitere Aktiengattungen existieren nicht. Bei einer Erhöhung des Grundkapitals kann der Beginn der Gewinnberechtigung der neuen Aktien abweichend von dem Zeitpunkt der Leistung der Einlagen festgelegt werden.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht.
Der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft, Herr Ralph Dommermuth, Montabaur, Deutschland, hält per 31. Dezember 2012 88.000.000 Aktien bzw. 40,93 % der Anteile am Grundkapital von 215.000.000 Aktien der United Internet AG. Herrn Dommermuth steht das persönliche Recht zu, ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden. Das Entsendungsrecht wird ausgeübt durch Benennung der Person des Aufsichtsratsmitglieds gegenüber dem Vorstand der Gesellschaft. Die Benennung wird wirksam durch Erklärung der Annahme des Aufsichtsratsmandats durch die benannte Person gegenüber dem Vorstand. Das vorstehende Benennungsrecht setzt voraus, dass Herr Ralph Dommermuth selbst oder durch mit ihm gemäß §§ 15 ff. AktG verbundene Unternehmen bei Ausübung des Benennungsrechts Aktien halten, die mindestens 25 % des stimmberechtigten Grundkapitals der Gesellschaft repräsentieren und dies dem Vorstand bei der Benennung des Aufsichtsratsmitglieds durch Depotauszüge oder ähnliche Unterlagen nachweisen. Herr Dommermuth hat bisher von seinem Entsendungsrecht keinen Gebrauch gemacht. Weitere Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, oder Aktien mit Sonderrechten bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht.
Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit Ziffer 1 der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus einer Person. Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, bestimmt ihre Zahl und kann ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden ernennen. Jede Satzungsänderung bedarf eines Hauptversammlungsbeschlusses mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Zu Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, ist der Aufsichtsrat nach § 22 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG ermächtigt (Änderungen bei Grundkapital und Aktienzahl).
Der Vorstand hat die Möglichkeit, unter folgenden Umständen neue Aktien auszugeben:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2016 einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu 112.500.000,00 € durch Ausgabe von neuen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Der Vorstand ist zudem ermächtigt, in bestimmten in § 5 Ziffer 4 der Satzung genannten Fällen das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Dies betrifft insbesondere den Ausgleich von Spitzenbeträgen und die Einräumung von Bezugsrechten auf neue Aktien an die Inhaber von Optionsscheinen, Wandelschuldverschreibungen oder Optionsanleihen. Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht einzuschränken, unter der Voraussetzung, dass der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten.
Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhung gegen Sachanlagen ausschließen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen oder Wirtschaftsgütern.
Das Grundkapital ist um bis zu 80.000.000,00 € eingeteilt in bis zu 80.000.000 Stammaktien ohne Nennwert, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 2. Juni 2010 bis zum 1. Juni 2015 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden, soweit die Ausgabe gegen bar erfolgt ist und die Options- oder Wandlungsrechte nicht aus dem Bestand eigener Aktien oder aus genehmigtem Kapital bedient werden.
Die von der Hauptversammlung am 26. Mai 2011 beschlossene und ursprünglich bis zum 26. November 2012 laufende Ermächtigung zum Erwerb, der Veräußerung oder Einziehung eigener Aktien wurde seitens der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 zum Ablauf des 31. Mai 2012 mit Wirkung für die Zukunft aufgehoben.
Gleichzeitig hat die Hauptversammlung den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG am 31. Mai 2012 ermächtigt, im Anschluss an die auslaufende Ermächtigung und bis zum 30. November 2013 eigene Aktien im Umfang von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern oder einzuziehen.
Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, für einen oder mehrere Zwecke von der Gesellschaft ausgeübt werden; sie kann aber auch von abhängigen oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen oder für ihre oder deren Rechnung von Dritten ausgeübt werden.
Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels mit eigenen Aktien genutzt werden.
Der Erwerb der United Internet Aktien kann auf alle gesetzlich zulässigen Weisen erfolgen, insbesondere durch Rückkauf über die Börse und/oder mittels einer öffentlichen Kaufofferte. Bei einem Erwerb über die Börse darf der Gegenwert für den Erwerb der United Internet Aktien (ohne Erwerbsnebenkosten) zehn vom Hundert des Börsenkurses nicht unterschreiten und den Börsenkurs nicht um mehr als zehn vom Hundert überschreiten.
Die Gegenleistung für den Erwerb der United Internet Aktien im Rahmen von Kaufofferten kann in einer Barzahlung bestehen oder durch Übertragung von Aktien eines im Sinne von § 3 Abs. 2 AktG börsennotierten Unternehmens ("Tauschaktien") geleistet werden.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die so erworbenen Aktien und bereits früher erworbene Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere eine Veräußerung der eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre oder gegen eine Sachleistung vorzunehmen. Die Ermächtigung zur Veräußerung gegen eine Barleistung verringert sich um den Anteil am Grundkapital, der auf Aktien entfällt, für die das Bezugsrecht in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wurde.
Ferner ist der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Gewährung von Aktien an Mitglieder des Vorstands und an sonstige Mitarbeiter sowie an Mitglieder der Geschäftsführungen und Mitarbeiter von mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu verwenden, zu deren Bezug diese Personen aufgrund von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen berechtigt sind. Soweit eigene Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft übertragen werden sollen, obliegt die Entscheidung hierüber dem Aufsichtsrat der Gesellschaft.
Der Vorstand ist zudem ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Wandel- oder Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten zu verwenden.
Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ganz oder teilweise ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.
Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen verwendet werden.
Die Unternehmensführung der United Internet AG als börsennotierte deutsche Aktiengesellschaft wird in erster Linie durch das Aktiengesetz und durch die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung bestimmt.
Der Begriff Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Achtung der Aktionärsinteressen sowie Offenheit und Transparenz der Unternehmenskommunikation sind wesentliche Aspekte guter Corporate Governance.
Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen.
Der nachfolgende Bericht enthält die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB sowie den Corporate Governance Bericht gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex von Vorstand und Aufsichtsrat.
Entsprechend ihrer Rechtsform verfügt United Internet mit ihren Organen Vorstand und Aufsichtsrat über eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur. Das 3. Organ bildet die Hauptversammlung. Alle 3 Organe sind dem Wohl des Unternehmens verpflichtet.
Der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2012 aus 3 Mitgliedern. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt in der Regel 5 Jahre. Aufsichtsratsmitglieder sollen im Regelfall nicht älter als 70 Jahre sein. Der Aufsichtsrat hält mit dem Vorstand regelmäßig Kontakt und überwacht und berät -gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung -den Vorstand bei der Führung der Geschäfte und dem Risiko- und Chancenmanagement des Unternehmens. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat mit dem Vorstand alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie und deren Umsetzung, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements sowie der Compliance. Er diskutiert mit dem Vorstand die Quartals- und Halbjahresberichte vor ihrer Veröffentlichung und verabschiedet die Jahresplanung sowie den Einzel- und Konzernabschluss. Dabei berücksichtigt er die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. In den Aufgabenbereich des Aufsichtsrats fallen auch die Bestellung der Vorstandsmitglieder sowie die Festlegung der Vorstandsvergütung und deren regelmäßige Überprüfung. Zur Selbstbeurteilung führt der Aufsichtsrat regelmäßig eine Effizienzprüfung durch. Die Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr und werden dabei von der Gesellschaft angemessen unterstützt.
Der Vorstand ist das Leitungsorgan des Konzerns und bestand im Geschäftsjahr 2012 aus 2 Personen. Der Vorstand führt die Geschäfte nach Gesetz und Satzung sowie der vom Aufsichtsrat genehmigten Geschäftsordnung. Er ist zuständig für die Aufstellung der Quartals- und Jahresabschlüsse sowie für die Besetzung von personellen Schlüsselpositionen im Unternehmen. Beschlüsse werden grundsätzlich mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorstandsvorsitzenden den Ausschlag. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung bedürfen der Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Der Vorstand tauscht sich regelmäßig mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden aus. Für die Mitglieder des Vorstands gilt ebenfalls eine Altersgrenze von 70 Jahren.
Die jährliche ordentliche Hauptversammlung ist das Organ der Willensbildung der Aktionäre der United Internet AG. Auf der Hauptversammlung wird den Anteilseignern der Jahresabschluss vorgelegt. Die Aktionäre entscheiden über die Verwendung des Bilanzgewinns und stimmen zu weiteren durch Gesetz und Satzung festgelegten Themen ab. Jede Aktie besitzt eine Stimme. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich rechtzeitig anmelden und die am Tag der Hauptversammlung im Aktienregister eingetragen sind. Die Aktionäre können ihre Stimmrechte auf der Hauptversammlung auch durch einen von der Gesellschaft gestellten Stimmrechtsvertreter ausüben lassen.
Der Vorstand der United Internet AG bestand im Geschäftsjahr 2012 aus den Herren Ralph Dommermuth (Vorstandsvorsitzender) und Norbert Lang (Finanzvorstand). Der Aufsichtsrat hat am 18. Dezember 2012 Herrn Robert Hoffmann als zusätzliches Mitglied in den Vorstand der Gesellschaft berufen. Herr Hoffmann unterstützt in dieser neuen Funktion seit dem 1. Januar 2013 den Vorstandsvorsitzenden, Herrn Dommermuth, bei der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und vertritt ihn bei Bedarf.
Der Aufsichtsrat achtet bei Neubesetzungen des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dabei wird auch eine angemessene Berücksichtigung von Frauen angestrebt.
Der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat besteht derzeit aus den Herren Kurt Dobitsch (Aufsichtsratsvorsitzender), Kai-Uwe Ricke und Michael Scheeren.
Der Aufsichtsrat der United Internet AG ist so zusammengesetzt, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Darüber hinaus verfügen die Mitglieder des Aufsichtsrats über internationale Erfahrung.
Dem Aufsichtsrat gehört eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand stehen. Ferner üben die Mitglieder des Aufsichtsrats keine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern aus.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die bei Vorschlägen des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien berücksichtigt werden sollen. Der Aufsichtsrat hat in diesem Zusammenhang keine konkreten Ziele formuliert. Die derzeit amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats sind bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014 beschließen wird. Da neue Wahlvorschläge des Aufsichtsrats erst mittelfristig zur turnusmäßigen Neuwahl von Aufsichtsratsmitgliedern an die Hauptversammlung im Jahr 2015 erfolgen müssen, erscheint es nicht sachgerecht, ohne Kenntnis der bis dahin möglicherweise eintretenden Änderungen im regulatorischen Umfeld und den Marktbedingungen des Unternehmens schon heute konkrete Ziele dafür zu formulieren. Der Aufsichtsrat wird die Entwicklungen genau beobachten und rechtzeitig vor der turnusgemäßen Neubesetzung des Aufsichtsrats zu den Empfehlungen des Kodex hinsichtlich der konkreten Ziele und deren Umsetzung im Rahmen von Vorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sowie der Berichterstattung entscheiden.
Die internen Steuerungssysteme unterstützen das Management bei der Überwachung und Steuerung des Konzerns und der Segmente. Die Systeme bestehen aus Planungs-, Ist- und Vorschaurechnungen und basieren auf der jährlich überarbeiteten strategischen Planung des Konzerns. Dabei werden insbesondere Marktentwicklungen, technologische Entwicklungen und Trends, deren Einfluss auf die eigenen Produkte und Services sowie die finanziellen Möglichkeiten des Konzerns berücksichtigt. Die Unternehmenssteuerung hat das Ziel, United Internet und deren Tochterunternehmen kontinuierlich und nachhaltig zu entwickeln.
Das Konzern-Berichtswesen umfasst monatliche Ergebnisrechnungen sowie quartalsweise erstellte IFRS-Reportings aller konsolidierten Tochtergesellschaften und stellt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Unternehmensbereiche dar. Die Finanzberichterstattung wird durch weitere Detailinformationen ergänzt, die für die Beurteilung und Steuerung des operativen Geschäfts notwendig sind.
Ein weiterer Bestandteil der Steuerungssysteme sind vierteljährlich erstellte Berichte zu den wesentlichen Risiken des Unternehmens.
Die genannten Berichte werden in den Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen diskutiert und stellen wesentliche Beurteilungs- und Entscheidungsgrundlagen dar.
Das operative Geschäft der Gesellschaft wird im Wesentlichen über die Messgrößen Umsatz, EBITDA und EBIT sowie über eine Reihe weiterer wesentlicher, nicht-finanzieller Kennzahlen wie Kundenverträge, Free-Accounts, Reichweite / aktive Nutzer bei der Eigenvermarktung sowie vermarktbare Domains und Websites bei der Drittvermarktung überwacht und gesteuert.
Gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die United Internet AG verpflichtet, im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems zu beschreiben.
Die United Internet AG versteht das Risikomanagement als Teil des internen Kontrollsystems (IKS), das in Anlehnung an das international anerkannte Rahmenwerk für interne Kontrollsysteme des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO Internal Control - Integrated Framework) aufgebaut ist.
Der Aufsichtsrat der United Internet AG überwacht die Wirksamkeit des IKS. Der Umfang und die Ausgestaltung unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen der United Internet AG liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Die Interne Revision ist verantwortlich für die unabhängige Überprüfung der Angemessenheit, der Wirksamkeit und der Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems im United Internet Konzern. Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben verfügt die Interne Revision über umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Die Prüfungshandlungen der Internen Revision basieren auf einem risikoorientierten Prüfungsplan, der auch regelmäßige Prüfungen bei Tochtergesellschaften im In- und Ausland vorsehen kann. Darüber hinaus prüft die Interne Revision grundsätzlich die Ordnungsmäßigkeit wesentlicher Vorrats- und Anlageinventuren. Zusätzlich werden die für die Finanzberichterstattung relevanten Teiles des IKS vom Abschlussprüfer im Rahmen seines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit geprüft.
Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und wird kontinuierlich weiterentwickelt.
Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig davon, wie es konkret ausgestaltet ist, keine absolute Sicherheit bieten kann. Ursache dafür könnten beispielsweise fehlerhafte Ermessensentscheidungen, unzureichende Kontrollen oder kriminelle Handlungen sein. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es somit nur eine relative, nie aber eine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.
Die folgenden Aussagen beziehen sich nur auf die im Konzernabschluss der United Internet AG vollkonsolidierten und nicht-börsennotierten Tochterunternehmen, bei denen die United Internet AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geldpolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen.
Die United Internet AG sieht das Risikomanagement als die Gesamtheit der Maßnahmen, um Risiken zu erkennen, zu bewerten, auf ein vertretbares Maß abzumildern und um die erkannten Risiken zu überwachen. Ein Risikomanagement verlangt organisiertes Handeln, um mit Unsicherheit und Bedrohung angemessen umgehen zu können und hält Mitarbeiter dazu an, Vorschriften und Instrumente einzusetzen, um die Einhaltung der Grundsätze für das Risikomanagement zu gewährleisten. Es umfasst neben dem operativen Risikomanagement auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement ist dabei auf das Risiko einer Falschaussage in der Buchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet.
Spezifische rechnungslegungsbezogende Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Einem begrenzten Personenkreis sind notwendigerweise Ermessensspielräume bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt, woraus weitere rechnungslegungsbezogene Risiken resultieren können.
In den Rechnungslegungsprozess sind anhand von Risikoaspekten definierte interne Kontrollen eingebettet. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasst dabei organisatorische, präventive und detektivische Kontrollen, zu denen IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, Bestell-, und Zahlungsrichtlinien, standardisierte Meldeformate, die Funktionstrennung von Verwaltungs-, Ausführungs- und Genehmigungsprozessen, das Vier-Augen-Prinzip, allgemeine IT-Kontrollen, wie z. B. Zugriffberechtigungen in IT-Systemen oder Change-Management, sowie deren Überwachung gehören. Um die hohe Qualität dieses rechnungslegungsbezogenen IKS zu sichern, ist die interne Revision über alle Stufen des Verfahrens hinweg eng mit einbezogen.
Das interne Kontrollsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Die Steuerung der Prozesse zur Rechnungslegung erfolgt durch den Bereich Konzernrechnungslegung. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Jahresabschluss analysiert. Die in den Konzernrechnungslegungsprozess involvierten Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung des ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablaufs ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden dabei vom Bereich Konzernrechnungslegung unterstützt.
Compliance ist ein integraler Bestandteil der Unternehmens- und Führungskultur des United Internet Konzerns. Für die United Internet AG bedeutet Compliance die Übereinstimmung der Aktivitäten mit allen für die Geschäftstätigkeit maßgeblichen Gesetzen sowie mit den eigenen Grundsätzen und Regeln.
Dazu zählen auch der offene und faire Umgang mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Aktionären und der Öffentlichkeit sowie ein entsprechendes Verhalten. Als Dienstleistungskonzern mit mehreren Millionen Kunden und Geschäftspartner ist United Internet darauf angewiesen, durch untadeliges Verhalten das Vertrauen dieser Kunden und Geschäftspartner zu gewinnen und zu erhalten.
Um ein einheitliches vorbildliches Handeln und Verhalten im Einklang mit den maßgeblichen Gesetze sowie den firmeneigenen Grundsätzen und Regeln zu gewährleisten, wurden vom Vorstand verschiedene Leit- und Richtlinien entwickelt, die für den überwiegenden Teil des Konzerns als unmittelbarer Verhaltenskodex gelten.
Der Verhaltenskodex enthält neben den gesetzlichen Vorgaben auch die Führungsleitlinien der Gesellschaft und soll eigenverantwortliches Handeln eines jeden einzelnen Mitarbeiters fördern und ihm dafür Orientierung geben. Damit schafft er einen sicheren Handlungsrahmen für richtige Entscheidungen bei schwierigen Fragen im Geschäftsalltag. Darüber hinaus konkretisiert er das Selbstverständnis und die Werte der Gesellschaft und gilt für Vorstand, Geschäftsführung, Führungskräfte und alle Mitarbeiter gleichermaßen als Leitbild.
Verstößen gegen die Compliance wird im Interesse aller Mitarbeiter und des Unternehmens nachgegangen und die jeweiligen Ursachen werden im Rahmen der Möglichkeiten beseitigt. Dazu gehört auch die konsequente Verfolgung von Fehlverhalten im Rahmen der jeweils geltenden internen Richtlinien, der jeweiligen gesetzlichen Regelungen und sonstiger Vorschriften. Zu diesem Zweck hat der Vorstand der Gesellschaft entsprechende Verfahren etabliert, die die Einhaltung der Compliance einschließlich der oben genannten Werte sicherstellen und sie nachhaltig in der Organisation verankern.
Es ist das erklärte Ziel von United Internet, institutionelle Investoren, Privataktionäre, Finanzanalysten, Mitarbeiter sowie die interessierte Öffentlichkeit durch regelmäßige, offene und aktuelle Kommunikation gleichzeitig und gleichberechtigt über die Lage des Unternehmens zu informieren.
Dazu werden alle wesentlichen Informationen, wie z. B. Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen und andere Pflichtmitteilungen (wie z. B. Directors' Dealings oder Stimmrechtsmitteilungen) sowie sämtliche Finanzberichte entsprechend den gesetzlichen Vorgaben veröffentlicht. Darüber hinaus informiert United Internet auch umfangreich über die Internetseite der Gesellschaft (www.united-internet.de). Dort finden sich auch Dokumente und Informationen zu den Hauptversammlungen der Gesellschaft sowie weitere wirtschaftlich relevante Informationen.
United Internet berichtet Aktionären, Analysten und Pressevertretern nach einem festen Finanzkalender viermal im Geschäftsjahr über die Geschäftsentwicklung sowie über die Finanz- und Ertragslage. Der Finanzkalender wird auf der Internetseite der Gesellschaft und gemäß den Vorgaben des Gesetzgebers veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert.
Darüber hinaus informiert der Vorstand durch Ad-hoc-Meldungen umgehend über nicht öffentlich bekannte Umstände, die dazu geeignet sind den Aktienkurs erheblich zu beeinflussen.
Im Rahmen der Investor Relations trifft sich das Management regelmäßig mit Analysten und institutionellen Anlegern. Zudem finden zur Vorstellung der Halbjahres- und Jahreszahlen Analystenkonferenzen statt, zu denen Investoren und Analysten auch telefonisch Zugang erhalten.
Die Rechnungslegung des Konzerns erfolgt nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS). Der für Ausschüttungs- und Steuerbelange relevante Einzelabschluss wird dagegen nach den Regeln des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Einzel- und Konzernabschluss werden durch unabhängige Abschlussprüfer geprüft. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt durch die Hauptversammlung. Für das Geschäftsjahr 2012 wurde die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer bestellt. Der Aufsichtsrat erteilt den Prüfungsauftrag, legt die Prüfungsschwerpunkte und das Prüfungshonorar fest und überprüft die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers.
Die Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat werden im Vergütungsbericht unter Punkt 7 dieses Lageberichts dargestellt. Die Offenlegung der Gesamtvergütung für die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Aufteilung nach fixen und variablen Vergütungsteilen findet sich im Konzernanhang unter Punkt 41.
Die Grundzüge des Mitarbeiterbeteiligungsprorammes der United Internet AG werden im Vergütungsbericht unter Punkt 7 dieses Lageberichts beschrieben. Weitere Einzelheiten dazu enthält der Konzernanhang unter Punkt 37.
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der United Internet AG sind nach § 15a WpHG gesetzlich verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der United Internet AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte, die ein Organmitglied und ihm nahestehende Personen innerhalb eines Kalenderjahres getätigt haben, die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt.
Herr Norbert Lang hat am 14. Juni 2012 200.000 Bezugsrechte ausgeübt und erhielt im Gegenzug 81.355 Aktien der United Internet AG. Das Gesamtvolumen belief sich auf 1.104 T€. Herr Ralph Dommermuth hat am 28. September 2012 über die Ralph Dommermuth Beteiligungen GmbH 2.000.000 Aktien zu einem Preis von 16,10 € je Aktie veräußert. Das Gesamtvolumen belief sich auf 32.200 T€. Herr Michael Scheeren hat am 30. November 2012 100.000 Aktien zu einem Preis von 17,33 € verkauft. Das Gesamtvolumen belief sich auf 1.733 T€.
Darüber hinaus wurden der Gesellschaft keine veröffentlichungspflichtigen Wertpapiergeschäfte gemeldet.
Weitere Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat finden sich auch im Konzernanhang unter Punkt 41.
Die Corporate Governance bei United Internet orientiert sich am Deutschen Corporate Governance Kodex, den die von der Bundesministerin für Justiz im September 2001 eingesetzte Regierungskommission erstmals am 26. Februar 2002 veröffentlicht hat. Am 15. Mai 2012 wurde die zehnte und aktuell geltende Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex fertig gestellt und am 15. Juni 2012 durch das Bundesministerium der Justiz im Bundesanzeiger (http://www.bundesanzeiger.de/) veröffentlicht.
Der Kodex enthält drei Arten von Standards:
| ― | Vorschriften, die geltende deutsche Gesetzesnormen beschreiben, |
| ― | Empfehlungen, |
| ― | Anregungen. |
Die Vorschriften sind von deutschen Unternehmen zwingend anzuwenden.
Zu den Empfehlungen müssen börsennotierte Unternehmen gemäß § 161 des deutschen Aktiengesetzes (AktG) jährlich eine Erklärung über deren Beachtung veröffentlichen.
Von Anregungen können die Unternehmen ohne Offenlegungspflicht abweichen.
Am 5. März 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG die aktuelle jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und im Anschluss auf der Internet-Seite der Gesellschaft (www.united-internet.de) sowie im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz:
Die United Internet AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der geltenden Fassung vom 15. Mai 2012 ("Kodex") seit deren Wirksamwerden am 15. Juni 2012 entsprochen und plant, diesen Empfehlungen auch weiterhin zu entsprechen, jeweils bis auf folgende Ausnahmen:
Das Aktiengesetz (AktG) schreibt vor, dass in D&O-Versicherungen für Vorstände ein obligatorischer Selbstbehalt in Höhe von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur 1,5-fachen Höhe des Jahresfestgehalts zu vereinbaren ist (§93 AktG). Der Kodex empfiehlt über die Vorschriften des AktG hinaus, auch in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat einen entsprechenden Selbstbehalt zu vereinbaren.
Die United Internet AG hat die Vorgaben des Gesetzgebers mit der Änderung der bestehenden D&O-Versicherungsverträge seit dem 1. Januar 2010 umgesetzt und einen Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder vereinbart. Auf einen Selbstbehalt für die Aufsichtsratsmitglieder wurde verzichtet. United Internet ist grundsätzlich nicht der Ansicht, dass sich Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des United-Internet-Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt ändern.
Der Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten soll, der sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung befasst. Der Kodex empfiehlt darüber hinaus, dass der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bildet, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt.
Der Aufsichtsrat der United Internet AG besteht derzeit aus drei Mitgliedern. Die Mitglieder befassen sich in ihrer Gesamtheit -neben ihren sonstigen Pflichten -auch mit den genannten Themen. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sieht vor, Ausschüsse erst bei mehr als drei Aufsichtsratsmitgliedern einzurichten.
Der Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenskonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen, und seit dem 15. Juni 2012 auch die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Kodex-Ziffer 5.4.2. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.
Die derzeit amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats sind bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014 beschließen wird. Da konkrete neue Wahlvorschläge des Aufsichtsrats erst mittelfristig zur turnusmäßigen Neuwahl von Aufsichtsratsmitgliedern an die Hauptversammlung im Jahr 2015 erfolgen müssen, erscheint es nicht sachgerecht, ohne Kenntnis der bis dahin möglicherweise eintretenden Änderungen im regulatorischen Umfeld und den Marktbedingungen des Unternehmens, schon heute konkrete Ziele dafür zu formulieren. Der Aufsichtsrat wird die Entwicklungen genau beobachten und rechtzeitig vor der turnusgemäßen Neubesetzung des Aufsichtsrats zu den Empfehlungen des Kodex hinsichtlich der konkreten Ziele und deren Umsetzung im Rahmen von Vorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sowie der Berichterstattung entscheiden.
Der Kodex empfiehlt, dass bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat, sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden.
Solange der Aufsichtsrat alle Themen in seiner Gesamtheit behandelt und keine Ausschüsse gebildet werden, berücksichtigt United Internet nur den Vorsitz des Aufsichtsrats gesondert.
Der Kodex empfiehlt seit dem 15. Juni 2012, dass eine erfolgsorientierte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein soll. Hier weicht die United Internet seit dieser Änderung des Kodex ab.
Die Aufsichtsräte der United Internet AG erhielten, wie vom Kodex bis zum 15. Juni 2012 empfohlen, für das Geschäftsjahr 2012 eine feste sowie eine erfolgsabhängige Vergütung. Die erfolgsabhängige Vergütung knüpft - bis zum 15. Juni 2012 kodexkonform -an die Überschreitung einer Schwelle beim Konzernergebnis pro Aktie im Geschäftsjahr. Für das Geschäftsjahr 2013 und folgende Geschäftsjahre bemisst sich ein Teil der variablen Vergütung an der prozentualen Abweichung von dem Konzernergebnis pro Aktie im Geschäftsjahr gegenüber dem Stand vor drei Jahren. Diese Komponente hat die Gesellschaft in Umsetzung einer Anregung des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 eingeführt.
Die United Internet AG hält einen erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteil für angemessen, wenn er wie hier am tatsächlich ausgewiesenen Ergebnis pro Aktie im betreffenden Geschäftsjahr orientiert ist. Für das laufende Geschäftsjahr und die Zukunft ist die Summe der variablen Vergütungsbestandteile in diesem Vergütungssystem auch an die nachhaltige Unternehmensentwicklung geknüpft. Die Organe sehen daher keinen unmittelbaren Handlungsbedarf für das gerade erst in Befolgung des - bis zum 15. Juni 2012 geltenden - Kodex umgesetzte Vergütungssystem. Sie werden die Entwicklungen der Vergütungssystematik für Aufsichtsratsvergütungen beobachten und analysieren und gegebenenfalls im Anschluss der Hauptversammlung ein neues Vergütungssystem vorschlagen.
Der Kodex empfiehlt, dass die Zwischenberichte binnen 45 Tage nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein sollen.
United Internet hat den Bericht zu den ersten 9 Monaten 2012 aus organisatorischen, innerbetrieblichen Gründen am 22. November 2012 veröffentlicht. United Internet wird - wie im Finanzkalender 2013 bereits angekündigt -den Bericht zum 1. Quartal 2013 am 21. Mai 2013 veröffentlichen.
Vorstand und Aufsichtsrat erklären weiter, dass die United Internet AG den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 seit der letzten Entsprechenserklärung vom 5. März 2012 mit den dort genannten Ausnahmen bis zum 14. Juni 2012 entsprochen hat.
Der Vorstand erklärt gemäß § 312 AktG, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die der Gesellschaft zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat oder dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt worden ist.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem aktualisierten Weltwirtschaftsausblick vom Januar 2013 die Prognosen für die Weltwirtschaft leicht nach unten korrigiert. Insbesondere infolge der langsamer als erwartet verlaufenden Erholung der Euro-Zone geht der IWF inzwischen nur noch von einem globalen Zuwachs um 3,5 % für 2013 und 4,1 % für 2014 aus. Das sind jeweils 0,1 Prozentpunkte weniger als noch im Rahmen der Oktoberprognose des Fonds erwartet.
Für die Euro-Zone selbst geht der IWF inzwischen von einer Rezession bis Anfang 2014 aus. Dabei soll die Wirtschaftsleistung, die bereits 2012 um 0,4 % zurückging, 2013 nochmals um 0,2 % schrumpfen -nachdem der Fonds bisher noch ein minimales Wachstum um 0,1 % prognostiziert hatte. Erst für 2014 wird für die Euro-Zone wieder ein Wachstum (1,0 %) erwartet. Der IWF erklärte die zögerliche Erholung in der Euro-Zone mit der andauernden Unsicherheit bei Unternehmen und Konsumenten, ob die inzwischen ergriffenen politischen Maßnahmen tatsächlich ausreichen, um die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen.
Auch für Deutschland revidierte der IWF seine Wachstumsprognose vom Oktober 2012 und reduzierte die Voraussage für 2013 von 0,9 % auf 0,6 %. Für 2014 rechnet der Fonds mit einem Wirtschaftswachstum um 1,4 %.
Für die wichtigsten Zielländer von United Internet stellen sich die Prognosen des IWF für 2013 wie folgt dar: Während für Frankreich (+0,3 %) Deutschland (+0,6 %), Großbritannien (+1,0 %), Kanada (+1,8 %), die USA (+2,0 %) und Mexiko (+3,5 %) ein Wachstum der nationalen Volkswirtschaften erwartet wird, prognostiziert der IWF für Italien (-1,0 %) und Spanien (-1,5 %) einen weiteren Rückgang der Wirtschaftsleistung.
Sowohl international wie auch national soll es für die IT- und Telekommunikationsanbieter 2012 weiter aufwärts gehen: Laut Branchenverband BITKOM soll der weltweite ITK-Markt 2013 um voraussichtlich 5,1 % auf 2,7 Billionen € wachsen.
Für den ITK-Markt in der EU erwartet der BITKOM 2013 ein Wachstum von 0,9 %.
Der Gesamtmarkt für IT, Telekommunikation und digitale Unterhaltungselektronik in Deutschland soll 2013 um 1,4 % auf 153,3 Mrd. € zulegen. Innerhalb des Gesamtmarkts liegt der IT-Sektor mit einem erwarteten Plus von 2,2 % auf 75,0 Mrd. € vorn. Aber auch die Telekommunikation soll um 1,4 % auf 66,3 Mrd. € zulegen. Der Markt für Unterhaltungselektronik hingegen soll nach BITKOM-Berechnungen um 3,2 % auf 12,0 Mrd. € zurückgehen.
Von besonderer Bedeutung für United Internet sind insbesondere der deutsche Breitband- und Mobile-Internet-Markt im abonnementfinanzierten Segment "Access" sowie der Cloud-Computing-Markt und der Online-Werbemarkt im abonnement- und werbefinanzierten Segment "Applications".
Für den deutschen (festnetzbasierten) Breitbandmarkt erwarten die Experten angesichts einer bereits vergleichsweise hohen Haushaltsabdeckung von über 80 % - sowie des Trends zur mobilen Internet-Nutzung -weiterhin ein nur moderates Wachstum.
Bei den mit festnetzbasierten Breitbandanschlüssen erzielten Umsätzen erwartet PricewaterhouseCoopers für 2013 -laut der Studie "German Entertainment and Media Outlook 2012-2016" vom Oktober 2012 -einen Anstieg um 4,0 % auf 7,28 Mrd. €.
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| in Mrd.€ | 2013e | 2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 7,28 | 7,00 | + 4,0 % |
Quelle: BITKOM
Dem Mobile Internet Markt hingegen sagen alle Experten ein weiterhin dynamisches Wachstum voraus. Nach einem Marktwachstum um 14,5 % auf 8,6 Mrd. € in 2012 erwartet der BITKOM auch in 2013 ein Wachstum um 7,0 % auf 9,2 Mrd. €.
Getragen wird dieses Wachstum vor allem durch günstige und somit für den Verbraucher attraktive Preise sowie vom Boom bei Smartphones und Tablet-PCs und den damit verbundenen Anwendungen (Apps). So rechnet der Branchenverband BITKOM für 2013 mit einer Absatzsteigerung um 29,0 % auf insgesamt 28,0 Mio. verkaufte Smartphones (nach 21,7 Mio. in 2012).
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| in Mrd.€ | 2013e | 2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 9,2 | 8,6 | + 7,0 % |
Quelle: BITKOM
In 2012 waren die Aktivitäten der Werbungtreibenden im Online-Sektor unverändert durch eine große Investitionsbereitschaft bestimmt. Das Internet konnte dadurch seine Position als zweitstärkstes Werbemedium im Mediamix um 2,2 Prozentpunkte ausbauen. Für 2013 erwartet der Online-Vermarkterkreis (OVK) erneut eine positive Entwicklung des Online-Werbemarktes und prognostiziert ein Wachstum der Brutto-Werbeinvestitionen um bis zu 11 % auf 7,18 Mrd. €.
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| in Mrd.€ | 2013e | 2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Brutto-Werbeinvestitionen | 7,18 | 6,47 | + 11,0 % |
Quelle: BVDW / OVK
In der Studie "Forecast Overview: Public Cloud Services, Worldwide" vom August 2012 erwartet Gartner für 2013 ein weltweites Wachstum für Public Cloud Services von 109,3 Mrd. $ um 18,8 % auf 129,9 Mrd. $.
Für Deutschland erwarten der Branchenverband BITKOM auf Basis einer Studie der Experton Group, dass der Cloud-Umsatz im Geschäftskundenbereich 2013 um 53,3 % auf 4,6 Mrd. € steigen wird. Bis 2016 soll der Cloud-Markt auf 13,7 Mrd. € zulegen.
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| in Mrd.€ | 2013e | 2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz weltweit (in Mrd. $) | 129,9 | 109,3 | + 18,8 % |
| Umsatz in Deutschland (in Mrd. €) | 4,6 | 3,0 | + 53,3 % |
Quelle: Gartner, BITKOM / Experton Group
Die United Internet AG wird ihre auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Geschäftspolitik auch künftig fortsetzen.
Konkret erwartet United Internet für 2013, dass die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge um ca. 1 Mio. auf ca. 12,85 Mio. Verträge steigt.
Der Umsatz soll um ca. 10 % zulegen.
Das EBITDA aus etablierten Geschäftsfeldern soll auf ca. 500 Mio. € steigen. Davon sollen ca. 20 % (ca. 100 Mio. €) zur Finanzierung der Anlaufverluste aus dem weiteren Aufbau der neuen Geschäftsfelder (1&1 Do-It-Yourself Homepage und De-Mail) eingesetzt werden.
Der Free Cashflow (nach Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) soll im Geschäftsjahr 2013 bei über 200 Mio. € liegen.
Für das EPS wird ein Anstieg von 0,56 € auf 1,00 € - 1,10 € erwartet.
Für 2014 rechnet United Internet -nach heutiger Markteinschätzung und basierend auf dem geplanten starken Kundenwachstum 2013 -mit einem weiteren Umsatz- und Ergebniswachstum.
Das Ergebnis der United Internet AG auf Ebene des Einzelabschlusses ist aufgrund ihrer Rolle als Holding-Gesellschaft im Wesentlichen durch das Beteiligungsergebnis beeinflusst. Zentraler Treiber ist hier die Ergebnisabführung seitens der Tochtergesellschaft 1&1 Internet AG. Insofern gelten die obigen Aussagen zum Ergebnis des Konzerns qualitativ auch für die United Internet AG selbst.
Der vorliegende Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Annahmen und Prognosen des Vorstands der United Internet AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind verschiedenen Risiken und Unwägbarkeiten unterworfen und beruhen auf Erwartungen, Annahmen und Prognosen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. United Internet garantiert nicht, dass sich die zukunftsgerichteten Aussagen als richtig erweisen, und übernimmt keine Verpflichtung und hat auch nicht die Absicht, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.
Montabaur, den 15. März 2013
Der Vorstand
Ralph Dommermuth
Robert Hoffmann
Norbert Lang
AKTIVA
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| 31. Dezember 2012 | 31. Dezember 2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| ANLAGEVERMÖGEN | ||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 41 | 5 | ||
| 41 | 5 | |||
| Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 198 | 162 | ||
| 198 | 162 | |||
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.105.566 | 89,0% | 1.104.999 | 80,3% |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.750 | 0,1% | 1.750 | |
| Beteiligungen | 59.611 | 4,8% | 36.737 | 2,7% |
| 1.166.927 | 94,0% | 1.143.486 | 83,1% | |
| 1.167.166 | 94,0% | 1.143.653 | 83,1% | |
| UMLAUFVERMÖGEN | ||||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 69.482 | 5,6% | 164.464 | 11,9% |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 0 | ||
| Sonstige Vermögensgegenstände | 175 | 0,0% | 57.533 | 4,2% |
| 69.657 | 5,6% | 221.997 | 16,1% | |
| Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten | 4.781 | 0,4% | 11.152 | 0,8% |
| 74.438 | 6,0% | 233.149 | 16,9% | |
| RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 40 | 40 | ||
| 1.241.644 | 100,0% | 1.376.842 | 100,0% | |
| Passiva | ||||
| 31. Dezember 2012 | 31. Dezember 2011 | |||
| EIGENKAPITAL | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 194.438 | 15,7% | 193.775 | 14,1% |
| Kapitalrücklage | 95.977 | 7,7% | 95.977 | 7,0% |
| Gewinnrücklagen | ||||
| Andere Gewinnrücklagen | 335.419 | 27,0% | 46.075 | 3,7% |
| Bilanzgewinn | 189.129 | 15,2% | 455.739 | 33,1% |
| 814.963 | 65,6% | 791.566 | 57,5% | |
| RÜCKSTELLUNGEN | ||||
| Steuerrückstellungen | 44.879 | 3,6% | 18.815 | 1,4% |
| Sonstige Rückstellungen | 24.500 | 2,0% | 23.554 | 1,7% |
| 69.379 | 5,6% | 42.369 | 3,1% | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 287.000 | 23,1% | 502.000 | 36,5% |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 235 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 62.099 | 5,0% | 36.252 | 2,6% |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 361 | 0,0% | 715 | 0,1% |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.842 | 0,6% | 3.705 | 0,3% |
| 357.302 | 28,8% | 542.907 | 39,4% | |
| PASSIVE LATENTE STEUERN | 0 | 0,0% | 0 | 0,0% |
| 1.241.644 | 100,0% | 1.376.842 | 100,0% |
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| 2012 Januar - Dezember | 2011 Januar - Dezember | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.211 | 2.727 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 15.870 | 18.602 |
| Materialaufwand | ||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -1.891 | -1.745 |
| Personalaufwand | ||
| a. Löhne und Gehälter | -5.205 | -2.561 |
| b. Soziale Abgaben | -243 | -198 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -77 | -97 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.533 | -5.026 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 159.830 | 253.693 |
| Erträge aus Beteiligungen | 4.577 | 5.100 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 6.093 | 12.172 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen | -2.317 | 0 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0 | -1 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -22.571 | -26.636 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 153.744 | 256.030 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -83.224 | -75.685 |
| Sonstige Steuern | 1.002 | -1.184 |
| Jahresüberschuss | 71.522 | 179.161 |
| Gewinnvortrag | 147.607 | 376.578 |
| Einziehung von eigenen Anteilen | 0 | -25.000 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | -30.000 | -75.000 |
| Ertrag aus der Kapitalherabsetzung | 0 | 25.000 |
| Einstellung in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung | 0 | -25.000 |
| Bilanzgewinn | 189.129 | 455.739 |
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.
Die United Internet AG, Montabaur, gilt aufgrund ihrer Kapitalmarktorientierung als große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.
Der Jahresabschluss beruht auf den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes in den jeweils gültigen Fassungen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Gesellschaft weist darauf hin, dass entsprechend den Zulassungsfolgepflichten des geregelten Markts (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse ein Konzernabschluss nach den "International Financial Reporting Standards" (IFRS) erstellt wurde, der gemäß § 325 HGB offengelegt wird und verweist auf § 315a HGB.
Die Geschäftstätigkeit der United Internet AG (United Internet) geht zurück auf die "Eins & Eins EDV Marketing GmbH", die 1988 durch Herrn Ralph Dommermuth und zwei weitere Gesellschafter gegründet worden ist. Die Firma dieses Marketingunternehmens wurde zunächst in "1&1 EDV Marketing GmbH" und 1993 schließlich in "1&1 Holding GmbH" geändert.
Die United Internet AG wurde am 29. Januar 1998 als neue Holdinggesellschaft der 1&1-Gruppe unter der Firma 1&1 Aktiengesellschaft & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) errichtet. Die Gesellschaft wurde am 16. Februar 1998 in das Handelsregister beim Amtsgericht Montabaur unter HRB 5762 eingetragen; anschließend wurde die 1&1 Holding GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 1998 auf die Gesellschaft verschmolzen.
Am 20. März 1998 wurden die (Kommandit-) Aktien der Gesellschaft zum Geregelten Markt mit Aufnahme des Handels am Neuen Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Der Handel der Aktien wurde am 23. März 1998 aufgenommen.
Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 22. Februar 2000 änderte die Gesellschaft ihre Firma in United Internet Aktiengesellschaft & Co. KGaA. Die Eintragung der Umfirmierung in das Handelsregister erfolgte am 23. Februar 2000.
Der ebenfalls am 22. Februar 2000 beschlossene Formwechsel der Gesellschaft in die Rechtsform einer Aktiengesellschaft unter der Firma United Internet AG wurde am 23. März 2000 in das Handelsregister eingetragen.
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Marketing-, Vertriebs- und sonstigen Dienstleistungen, insbesondere auf den Gebieten der Telekommunikation, der Informationstechnologie einschließlich des Internets sowie der Datenverarbeitung oder verwandten Bereichen. Zum Gegenstand des Unternehmens gehört auch der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen, insbesondere an solchen, die in den vorgenannten Geschäftsbereichen tätig sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmen, an denen sie beteiligt ist, unter ihrer einheitlichen Leitung zusammenzufassen und sich auf die Leitung oder Verwaltung der Beteiligungen zu beschränken.
Die Gesellschaft ist befugt, Unternehmen aller Art im In- und Ausland zu erwerben oder sich daran zu beteiligen und alle Geschäfte zu tätigen, die dem Gegenstand des Unternehmens förderlich sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, ihre Geschäftstätigkeit auch durch Tochter-, Beteiligungs- und Gemeinschaftsunternehmen auszuüben. Sie kann ihren Betrieb ganz oder teilweise in verbundene Unternehmen ausgliedern oder verbundenen Unternehmen überlassen.
Die Geschäftsführung und die Vertretung stehen dem Vorstand der Gesellschaft zu. Nach der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen, deren Anzahl der Aufsichtsrat festlegt. Besteht der Vorstand nur aus einer Person, so wird die Gesellschaft durch diese Person vertreten. Besteht der Vorstand aus mehreren Personen, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinschaftlich mit einem Prokuristen vertreten; jedoch kann der Aufsichtsrat bestimmen, dass einzelne Vorstandsmitglieder allein zur Vertretung der Gesellschaft befugt sind.
Sämtliche Zahlenangaben erfolgen in Euro (€), Tausend Euro (T€) oder Millionen Euro (Mio. €).
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände, die bis zum 31. Dezember 2007 und zwischen dem 1. Januar 2009 und dem 31. Dezember 2009 zugegangen sind, wird die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Zur linearen Methode wird in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt, übergegangen. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 150,00 € sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 € bis 1.000,00 € wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die übrigen Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zeitanteilig vorgenommen.
Die Betriebsausstattung wird in der Regel über 4 bis 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung der Mietereinbauten erfolgt in der Regel über einen Zeitraum von 10 Jahren bzw. über die Laufzeit des Mietvertrages, sofern diese kürzer ist. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Büroeinrichtungen beläuft sich auf 8 bis 13 Jahre, die der Kraftfahrzeuge auf 6 Jahre.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist, soweit sie der Höhe nach wesentlich sind, durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten, erkennbare Risiken und drohende Verluste. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Dabei wird die "Einfrierungsmethode" angewandt, bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden daher nicht erfolgswirksam erfasst.
Zur Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens nach Anlageklassen wird auf den Anlagenspiegel verwiesen (Anlage 1 zum Anhang).
In diesem Bereich entfallen die Investitionen hauptsächlich auf Kraftfahrzeuge.
Informationen zur Eigenkapitalsituation und zur Ertragslage der verbundenen Unternehmen sowie der Beteiligungsgesellschaften und die Angabe der jeweiligen Anteilsquoten sind in der Aufstellung zum Anteilsbesitz (Anlage 2 zum Anhang) dargestellt.
Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen belaufen sich auf 567 T€ und resultieren mit 492 T€ aus der Erhöhung der Anteile an der Sedo Holding AG.
Die Zugänge bei den Beteiligungen belaufen sich auf 59.608 T€ und resultieren ausschließlich aus dem Erwerb von 25,1 % der Anteile an der VictorianFibre Holding & Co. S.C.A., Luxemburg, im Geschäftsjahr 2012.
Die VictorianFibre Holding GmbH, eine Holdinggesellschaft von Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. (KKR), hatte am 19. Mai 2011 bekannt gegeben, allen Versatel-Aktionären ein öffentliches Übernahmeangebot zu unterbreiten. United Internet hatte sich -wie auch die beiden anderen Großaktionäre -zuvor verpflichtet, die von ihr gehaltenen Versatel-Aktien (11.492.000 Stück) zu einem Preis von 5,50 € je Aktie an KKR zu verkaufen. Die entsprechenden Verträge wurden am 19. Mai 2011 unterzeichnet. Der Kaufpreis von insgesamt 63.206 T€ setzte sich aus einer Barkomponente in Höhe von 3.385 T€ und einem zinslosen Verkäuferdarlehen (Vendor Loan) in Höhe von 59.821 T€ zusammen, welches bis zum Ablauf von 17 Monaten ab dem Vollzug der Transaktion gestundet war.
Im Rahmen dieser Transaktion hatte United Internet eine Call-Option erhalten, nach Ablauf von 17 Monaten ab dem Vollzug der Transaktion 25,1 % der Anteile an der von KKR für die Versatel-Übernahme gegründeten Ober-Gesellschaft zu gleichen Konditionen wie KKR zu erwerben. Am 12. Dezember 2012 wurde die Option durch United Internet ausgeübt. Zum gleichen Zeitpunkt wurde das Vendor Loan in Höhe von 59.821 T€ zurückgeführt und 25,1 % der Anteile an der VictorianFibre Holding & Co. S.C.A., Luxemburg, erworben.
Die Abgänge in Höhe von 36.735 T€ resultieren aus dem Verkauf der gesamten Anteile an der freenet AG im Oktober 2012. Der Verkaufserlös betrug 48.061 T€.
Über die Gliederung und die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€):
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| 31.12.2012 | 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | bis 1 Jahr | Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt* | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 69.482 | 69.482 | 164.464 | ||
| Sonstige Vermögensgegenstände | 175 | 175 | 57.533 | ||
| 69.657 | 69.657 | 0 | 0 | 221.997 |
* Restlaufzeit jeweils bis 1 Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen die 1&1 Internet AG (69.086 T€). Die Forderungen resultieren vor allem aus geschlossenen Ergebnisabführungsverträgen (9.830 T€), den Salden im Rahmen des Cash-Managements innerhalb der United Internet-Gruppe (39.956 T€) sowie den Forderungen aus Leistungsbeziehungen und steuerlicher Organschaft zu den Gruppenunternehmen (19.300 T€).
Die sonstigen Vermögensgegenstände im Vorjahr resultierten mit 57.520 T€ aus dem zinslosen Verkäuferdarlehen, das im Zusammenhang mit dem Verkauf der Anteile an der Versatel AG gewährt wurde. Aufgrund der zinslosen Stundung ergab sich ein Abzinsungseffekt in Höhe von 2.301 T€, der von der Gesamtforderung abzuziehen war.
Die Gesellschaft hat die Rechtsform einer Aktiengesellschaft.
Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 215.000.000,00 €, eingeteilt in 215.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 €. Zum 31. Dezember 2012 hielt die Gesellschaft 20.562.202 Stück eigene Aktien, die gem. § 272 Abs. 1a HGB offen vom Grundkapital abgesetzt werden.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 25. Mai 2016 einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu 112.500.000,00 € durch Ausgabe von neuen Stammaktien ohne Nennwert gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen.
Bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht auch insoweit auszuschließen als dies erforderlich ist, um den Inhabern von Optionsscheinen, Wandelschuldverschreibungen oder Optionsanleihen, die von der Gesellschaft oder ihr nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben wurden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einräumen zu können, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflicht zustünde. Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft mit gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet und die gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von §186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsauschluss veräußert oder ausgegeben wurden.
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage auszuschließen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen oder Wirtschaftsgütern.
Es bestehen derzeit folgende bedingte Kapitalien:
Das Grundkapital ist um bis zu 80.000.000,00 € eingeteilt in bis zu 80.000.000 Stammaktien ohne Nennwert, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 2. Juni 2010 bis zum 1. Juni 2015 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden, soweit die Ausgabe gegen bar erfolgt ist und die Options- oder Wandlungsrechte nicht aus dem Bestand eigener Aktien oder aus genehmigtem Kapital bedient werden.
Sie wird nur insoweit durchgeführt, als von Options- oder Wandlungsrechten aus den vorgenannten Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und die Options- oder Wandlungsrechte nicht aus dem Bestand eigener Aktien oder aus genehmigtem Kapital bedient werden. Die Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung des Options- bzw. Umtauschrechtes entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Die Gesellschaft ist gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 30. November 2013 eigene Aktien im Umfang von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals zu erwerben. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien darf zehn vom Hundert des Börsenkurses nicht unterschreiten und den Börsenkurs nicht um mehr als zehn vom Hundert überschreiten. Zum Bilanzstichtag wurden 20.562.202 Stück eigene Aktien gehalten.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die erworbenen eigenen Aktien gegen eine Barleistung, die den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet, oder gegen eine Sachleistung, deren Wert bei einer Gesamtbeurteilung nicht unangemessen niedrig ist, veräußert werden.
Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Gewährung von Aktien an Mitglieder des Vorstands, an sonstige Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführungen und Mitarbeiter von mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu verwenden, zu deren Bezug diese Personen aufgrund von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen berechtigt sind. Soweit eigene Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft übertragen werden sollen, obliegt die Entscheidung hierüber dem Aufsichtsrat der Gesellschaft.
Der Vorstand ist zudem ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Wandel- oder Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten zu verwenden.
Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.
Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen, als diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden. Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können einmal oder mehrmals, ganz oder auch in Teilen ausgeübt werden.
Die Entwicklung des gesamten Eigenkapitals ergibt sich aus folgender Übersicht (€):
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| Grundkapital | ||
| - Grundkapital - 31. Dezember 2011 | 215.000.000,00 | |
| - Grundkapital - 31. Dezember 2012 | 215.000.000,00 | |
| - Offene Absetzung von eigenen Anteilen gem. § 272 Abs. 1a HGB - 31. Dezember 2011 | -21.225.158,00 | |
| - Ausgabe eigener Anteile | 662.956,00 | |
| - Offene Absetzung von eigenen Anteilen gem. § 272 Abs. 1a HGB - 31. Dezember 2012 | -20.562.202,00 | |
| - Stand am 31. Dezember 2012 | 194.437.798,00 | |
| Kapitalrücklage | ||
| - Stand am 31. Dezember 2011 | 95.976.677,74 | |
| - Stand am 31. Dezember 2012 | 95.976.677,74 | |
| Andere Gewinnrücklagen | ||
| - Stand am 31. Dezember 2011 | 46.074.851,92 | |
| - Einstellung in andere Gewinnrücklagen auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 | 250.000.000,00 | |
| - Einstellung in andere Gewinnrücklagen (Mitarbeiterbeteiligungsprogramm) | 9.344.871,12 | |
| - Einstellung in andere Gewinnrücklagen gem. § 58 Abs. 2 S. 1 AktG | 30.000.000,00 | |
| - Stand am 31. Dezember 2012 | 335.419.723,04 | |
| Bilanzgewinn | ||
| - Stand am 31. Dezember 2011 | 455.738.799,44 | |
| - Dividendenzahlung | -58.132.452,60 | |
| - Einstellung in andere Gewinnrücklagen | -250.000.000,00 | |
| - Jahresüberschuss | 71.522.111,52 | |
| - Einstellung in andere Gewinnrücklagen | -30.000.000,00 | |
| - Stand am 31. Dezember 2012 | 189.128.458,36 | |
| Gesamtes Eigenkapital | 814.962.657,14 |
Die Bilanzierung eigener Anteile erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2010 analog einer Kapitalherabsetzung. In Höhe des Nennbetrags erfolgte eine offene Absetzung vom gezeichneten Kapital, der Unterschiedsbetrag wurde mit anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Der Nennbetrag der zum Stichtag 31. Dezember 2012 gehaltenen Anteile von insgesamt 20.562.202,00 € wurde daher in einer Vorspalte offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.
Die Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 ist dem Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtrats gefolgt, einen Teilbetrag in Höhe von 250.000.000,00 € des Bilanzgewinns 2011 in andere Gewinnrücklagen einzustellen. Aufgrund der Ausgabe von Mitarbeiteraktien und des Verkaufs von eigenen Aktien an ein Tochterunternehmen ergab sich eine Einstellung in andere Gewinnrücklagen in Höhe des Unterschiedsbetrages von 9.345 T€.
Der Vorstand der United Internet AG hat ferner beschlossen, nach Maßgabe des § 58 Abs. 2 S. 1 AktG einen Teilbetrag des Jahresüberschusses von 30.000 T€ in andere Gewinnrücklagen einzustellen.
Der Bilanzgewinn beläuft sich zum Bilanzstichtag (nach Einstellung in andere Gewinnrücklagen) auf 189.128.458,36 €. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 455.738.799,44 € enthalten. Dieser reduzierte sich unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2012 ausgezahlten Dividende und der Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus dem Bilanzgewinn 2011 auf 147.606.346,84 €.
Über den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2012 beraten Vorstand und Aufsichtsrat in der Aufsichtsratsitzung am 20. März 2013. Über die Verwendung des Bilanzgewinns beschließt nach § 21 der Satzung der United Internet AG die Hauptversammlung.
Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft gemäß § 71b AktG keine Rechte und damit auch keine anteilige Ausschüttung zu.
Zum 31. Dezember 2011 hielt die Gesellschaft 21.225.158 Stück eigene Aktien bzw. 9,87 % des Grundkapitals von 215.000.000 Stück Aktien. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten je Aktie beliefen sich auf 12,46 €.
Aufgrund der bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsprogramme wurden 562.956 Stück eigene Aktien im Geschäftsjahr 2012 an Mitarbeiter ausgegeben und 100.000 Stück Aktien zum Marktwert an die 1&1 Internet AG verkauft.
Somit hielt die Gesellschaft zum 31. Dezember 2012 20.562.202 Stück eigene Aktien bzw. 9,56 % des Grundkapitals von 215.000.000 Stück Aktien. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten je Aktie beliefen sich auf 12,46 €.
Die Steuerrückstellungen berücksichtigen mit 10.210 T€ Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2012. Die Steuerrückstellungen für Vorjahre, aus der steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2002 bis 2005 bzw. 2006 bis 2008 belaufen sich auf 34.669 T€.
In den sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren, der Höhe und Art nach ungewissen Verpflichtungen sowie für drohende Verluste entsprechende Rückstellungen enthalten. Sie wurden im Wesentlichen für ein Zinssicherungsgeschäft (5.488 T€), Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (540 T€) und für Tantiemen und Provisionen (293 T€) gebildet. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (5.001 T€) und für absehbare Zinsrisiken aufgrund der steuerlichen Betriebsprüfung (11.891 T€) vorgenommen.
Der im Zinsaufwand erfasste Effekt aus der Aufzinsung von Rückstellungen beläuft sich auf 73 T€.
Über die Gliederung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€):
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| 31.12.2012 | 31.12.2012 | 31.12.2011 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | bis 1 Jahr | Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | Restlaufzeit bis 1 Jahr | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 287.000 | 72.000 | 215.000 | 502.000 | 100.000 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 235 | 235 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 62.099 | 62.099 | 36.252 | 36.252 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 361 | 361 | 715 | 715 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.842 | 7.842 | 3.705 | 3.705 | ||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 T€ (Vorjahr: 1 T€) | ||||||
| 357.302 | 142.302 | 215.000 | 0 | 542.907 | 140.907 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31. Dezember 2012 resultieren aus einem Schuldscheindarlehen und einem syndizierten Konsortialkredit.
Der syndizierte Konsortialvertrag wurde am 7. Juni 2011 abgeschlossen. Der Kreditrahmen teilt sich auf in eine Tranche A in Höhe von 120 Mio. € und eine Tranche B in Höhe von 360 Mio. €. Tranche A ist als endfälliger Kredit mit einer Laufzeit von fünf Jahren ausgestaltet. Bei der Tranche B handelt es sich um einen revolvierenden Konsortialkredit mit einer Laufzeit bis zum 7. Juni 2016. Zum 31. Dezember 2012 sind von der Tranche A120 Mio. € und von der Tranche B 95 Mio. € in Anspruch genommen worden.
Der Konsortialkredit vom 14. September 2007 hatte eine Laufzeit von fünf Jahren und lief am 13. September 2012 aus. Dieser war aufgeteilt in eine Tranche A in Höhe von 300 Mio. € und eine Tranche B in Höhe von ursprünglich 200 Mio. €.
Am 23. Juli 2008 wurde ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 150,0 Mio. € platziert. Das Schuldscheindarlehen ist endfällig ausgestaltet und teilt sich auf in eine Tranche A mit 78 Mio. € und einer Laufzeit bis zum 23. Juli 2011 sowie eine Tranche B mit 72 Mio. € und einer Laufzeit bis zum 23. Juli 2013. Tranche A wurde im 3. Quartal 2011 zurückgeführt.
Sowohl der Konsortialkredit als auch das Schuldscheindarlehen sind unbesichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Salden im Rahmen des Cash-Managements innerhalb der United Internet-Gruppe (56.466 T€), aus den mit diesen Gesellschaften bestehenden Leistungsbeziehungen (3.317 T€) und aus geschlossenen Ergebnisabführungsverträgen (2.316 T€).
Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 5.940 T€ sowie Verbindlichkeiten aus dem Zinssicherungsgeschäft in Höhe von 1.843 T€.
Im Zuge der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurden die Vorschriften für die Bilanzierung latenter Steuern neu geregelt. Infolge dessen wurden zum 31. Dezember 2009 bereits bestehende Steuerlatenzen im Rahmen der Umstellung auf BilMoG am 1. Januar 2010 erfolgsneutral zu Gunsten der anderen Gewinnrücklagen eingebucht.
Aufgrund bestehender unmittelbarer und mittelbarer steuerlicher Organschaftsverhältnisse hat die Ermittlung bestehender Steuerlatenzen über den gesamten Organkreis der United Internet zu erfolgen.
Wie im Vorjahr ergibt sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 ein Aktivüberhang latenter Steuern. Aktive latente Steuern resultieren zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (Hardwaresubventionen), passive latente Steuern aus immateriellen Vermögensgegenständen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,06 % zugrunde gelegt. In Ausübung des Bilanzierungswahlrechts gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde dieser Überhang nicht angesetzt.
Im Vorjahr ergab sich aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern ein latenter Steuerertrag in Höhe von 16.215 T€. Dieser resultierte aus der Auflösung von zum 31. Dezember 2010 gebildeten passiven latenten Steuern.
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft wurden im Inland erzielt und betreffen größtenteils erbrachte Dienstleistungen (2.766 T€) und berechnete Mieten an Tochtergesellschaften (445 T€).
Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren mit 11.326 T€ aus dem Verkauf der Anteile an der freenet AG.
Der Ertrag aus einem Zinssicherungsgeschäft beläuft sich auf 4.052 T€.
Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf 137 T€ und resultieren überwiegend aus der Auflösung von Rückstellungen.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind neben Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Aufsichtsratsvergütungen (1.507 T€) und Aufwendungen für Investor Relations, Marketing und Pressearbeit (321 T€) im Wesentlichen Mietaufwendungen (268 T€) sowie Aufwendungen für Versicherungen / Beiträge (130 T€) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen betragen 13 T€.
Diese Position umfasst die Ergebnisabführung der 1&1 Internet AG (159.830 T€).
Im Geschäftsjahr konnten Dividendenerträge aus der Beteiligung an der freenet AG in Höhe von 4.577 T€ vereinnahmt werden.
Diese Position umfasst im Wesentlichen den Ergebnisausgleich der United Internet Beteiligungen GmbH (2.266 T€).
Der Posten beinhaltete im Vorjahr die außerplanmäßige Abschreibung auf den Buchwert der Beteiligungen an der Hi-Media S.A. auf den beizulegenden Wert am Abschlussstichtag.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit 69.970 T€ laufende Steuern, davon 36.491 T€ für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie 33.479 T€ für Gewerbesteuer.
Aufgrund von Prüfungsfeststellungen der im Berichtsjahr abgeschlossenen steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2006 bis 2008 und deren Folgeeffekte ergaben sich periodenfremde Steueraufwendungen für Ertragssteuern in Höhe von 13.254 T€. Ferner entstanden in diesem Zusammenhang periodenfremde Erträge für Umsatzsteuer von 1.007 T€ und periodenfremde Zinserträge von 1.706 T€ sowie periodenfremde Zinsaufwendungen von 6.159 T€. Diese sind unter den sonstigen Steuern beziehungsweise im Zinsergebnis ausgewiesen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren im Jahresdurchschnitt 19 (Vorjahr 17) fest angestellte Mitarbeiter (ohne Organe, Auszubildende, Aushilfen und Mitarbeiter im Erziehungsurlaub) beschäftigt.
Der Vorstand bestand zum 31. Dezember 2012 aus den folgenden Mitgliedern:
Ralph Dommermuth (Vorstandsvorsitzender / CEO), Montabaur
Norbert Lang (Finanzvorstand / CFO), Waldbrunn
Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 wurde Herr Robert Hoffmann, Kelkheim, zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden / COO bestellt.
Die Mitglieder des Vorstands sind außerdem in den Aufsichtsräten folgender Gesellschaften vertreten:
| ― | United Internet Media AG, Montabaur (Vorsitz) |
| ― | Sedo Holding AG, Köln (Austritt zum 6. Juni 2012) |
| ― | Hi-Media SA, Paris / Frankreich |
| ― | United Internet Media AG, Montabaur |
| ― | united-domains AG, Starnberg (Vorsitz) |
| ― | Versatel AG (Austritt zum 9. Februar 2012) |
Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist leistungsorientiert. Sie enthält einen festen und einen variablen Bestandteil (Tantieme / Bonus). Für die feste Vergütung und die Tantieme wird ein Zieleinkommen festgelegt, das regelmäßig überprüft wird. Die letzte Überprüfung fand im Geschäftsjahr 2011 statt. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Höhe der Tantieme ist von der Erreichung bestimmter, zu Beginn des Geschäftsjahres fixierter finanzieller Ziele abhängig, die sich im Wesentlichen an Umsatz- und Ergebniszahlen orientieren. Für die Zielerreichung gilt in der Regel eine Bandbreite von 90 % bis 120 %. Unter 90 % Zielerreichung entfällt die Zahlung und bei 120 % Zielerreichung endet die Tantiemenzahlung. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele ist ausgeschlossen. Eine Mindesttantieme wird nicht garantiert. Die Auszahlung erfolgt nach der Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat. Für das Geschäftsjahr 2012 wurde eine Vergütung des Vorstands von insgesamt 872 T€ (Vorjahr 1.046 T€) zugrunde gelegt. Von diesem Gesamtbetrag entfielen 600 T€ bzw. 69 % auf das Fixum und 272 T€ bzw. 31 % auf den variablen Bestandteil.
Versorgungszusagen der Gesellschaft gegenüber den Vorständen bestehen nicht.
In den Geschäftsjahren 2008 und 2009 erfolgte an Herrn Norbert Lang die Ausgabe von je 800.000 virtuellen Aktienoptionen (sog. Stock Appreciation Rights) zu einem Ausübungspreis von 12,85 € bzw. 5,52 €. Zum Zeitpunkt der Ausgabe dieser virtuellen Aktienoptionen betrugen die beizulegende Werte 2.384 T€ bzw. 1.104 T€.
Als Stock Appreciation Right (SAR) wird die Zusage der Gesellschaft bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe der Differenz zwischen dem Börsenkurs bei Einräumung (Ausübungspreis) und dem Börsenkurs bei Ausübung der Option entspricht. Die Ausübungshürde beträgt 120 % des Börsenpreises des Mittelwertes der Schlusskurse im Xetra-Handel für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsentage vor dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option. Die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten ist gleichzeitig bei 100 % des Ausübungspreises begrenzt.
Ein SAR entspricht einem virtuellen Bezugsrecht auf eine Aktie der United Internet AG, ist aber kein Anteilsrecht und somit keine (echte) Option auf den Erwerb von Aktien der United Internet AG. Die Gesellschaft behält sich jedoch das Recht vor, ihrer Verpflichtung zur Auszahlung des SAR in bar stattdessen nach freiem Ermessen auch durch die Übertragung von United Internet AG Aktien aus dem Bestand eigener Aktien an die Berechtigten zu erfüllen.
Das Optionsrecht kann grundsätzlich hinsichtlich eines Teilbetrags von bis zu 25 % frühestens nach Ablauf von 24 Monaten seit dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 50 % frühestens 36 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 75 % frühestens 48 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option und hinsichtlich des Gesamtbetrags frühestens nach Ablauf von 60 Monaten nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option ausgeübt werden. Herr Norbert Lang übte im Geschäftsjahr 2012 insgesamt 200.000 Bezugsrechte zu einem Ausübungspreis von je 5,52 € aus.
Über die Bezüge der Mitglieder des Vorstands gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€):
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| fix | variabel | gesamt | |
|---|---|---|---|
| Ralph Dommermuth | 300 | 152 | 452 |
| Norbert Lang | 300 | 120 | 420 |
| 600 | 272 | 872 |
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| fix | variabel | gesamt | |
|---|---|---|---|
| Ralph Dommermuth | 300 | 249 | 549 |
| Norbert Lang | 300 | 197 | 497 |
| 600 | 446 | 1.046 |
Zum 31. Dezember 2012 hatte der Aufsichtsrat der United Internet AG folgende Mitglieder:
Kurt Dobitsch, Vorsitz selbständiger Unternehmer, Markt Schwaben
Kai-Uwe Ricke Managing Partner, Thalwil / Schweiz
Michael Scheeren, stellvertretender Vorsitz Bankkaufmann, Köln
Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2012 außerdem in den Aufsichtsräten oder vergleichbarer Gremien folgender Unternehmen vertreten:
| ― | 1&1 Internet AG, Montabaur |
| ― | Nemetschek AG, München (Vorsitz) |
| ― | Bechtle AG, Gaildorf |
| ― | docuware AG, München |
| ― | Graphisoft S.E, Budapest / Ungarn |
| ― | Singhammer IT Consulting AG, München |
| ― | 1&1 Internet AG, Montabaur |
| ― | Exigen Capital Europa AG, Zürich / Schweiz (Austritt zum 30. Oktober 2012) |
| ― | SUSI Partner AG, Zürich / Schweiz (Eintritt zum 22. Februar 2012) |
| ― | euNetworks Group Ltd., Singapur / Singapur |
| ― | Delta Partners, Dubai / Emirat Dubai |
| ― | 1&1 Internet AG, Montabaur (Vorsitz) |
| ― | Sedo Holding AG, Montabaur (Vorsitz) |
| ― | United Internet Media AG, Montabaur (stellvertretender Vorsitz) |
| ― | Goldbach Group AG, Küsnacht-Zürich / Schweiz |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die aus einem festen und einem am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ausgerichteten variablen Teil besteht. Die feste Vergütung beträgt für ein einfaches Mitglied des Aufsichtrats 10 T€ pro volles Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte. Die erfolgsabhängige Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden beträgt pro volles Geschäftsjahr 1 T€ für jeden Cent, um den der nach IFRS ermittelte Konzerngewinn pro Aktie (EPS) der United Internet AG den Betrag von 0,60 € überschreitet.
Darüber hinaus erhält jedes Mitglied des Aufsichtrats für das Geschäftsjahr 2013 und für die folgenden Geschäftsjahre jeweils eine Vergütung in Höhe von 500 € für jeden angefangenen Prozentpunkt, um den das EPS sich in dem abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem EPS in dem drei Jahre zuvor abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht hat, jedoch maximal 10 T€ pro Geschäftsjahr.
Über die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats der United Internet AG gibt die folgende Aufstellung Aufschluss (T€):
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| fix | variabel | gesamt | |
|---|---|---|---|
| Kurt Dobitsch | 20 | --- | 20 |
| Kai-Uwe Ricke | 10 | --- | 10 |
| Michael Scheeren | 10 | --- | 10 |
| 40 | 0 | 40 |
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| fix | variabel | gesamt | |
|---|---|---|---|
| Kurt Dobitsch | 20 | 20 | 40 |
| Kai-Uwe Ricke | 10 | 20 | 30 |
| Michael Scheeren | 10 | 20 | 30 |
| 40 | 60 | 100 |
Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats existieren nicht.
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| Aktien | Bezugsrechte | |
|---|---|---|
| (Stück) | (Stück) | |
| --- | --- | --- |
| Vorstand | ||
| Ralph Dommermuth | 88.000.000 | --- |
| Norbert Lang | 524.232 | 1.200.000 |
| Aufsichtsrat | ||
| Kurt Dobitsch | --- | --- |
| Kai-Uwe Ricke | --- | --- |
| Michael Scheeren | 600.000 | --- |
Im Hinblick auf den Gesellschaften der United Internet-Gruppe von Banken gewährten Kreditrahmen besteht gesamtschuldnerische Mithaftung der Gesellschaft. Zum Bilanzstichtag wurde der Kreditrahmen durch gezogene Kreditlinien in Höhe von 15.000 T€ sowie Avale in Höhe von 12.305 T€ in Anspruch genommen. Zu den anderen Bankverbindlichkeiten wird auf die Ausführungen "Verbindlichkeiten" verwiesen.
Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen wird aufgrund der stabilen Geschäftslage der kreditnehmenden Tochtergesellschaften der United Internet-Gruppe aktuell als sehr gering eingestuft.
Im Geschäftsjahr 2008 hat die Gesellschaft im Rahmen der Zinsabsicherung zwei Zinssicherungsvereinbarungen über einen Nominalbetrag von insgesamt 200.000 T€ abgeschlossen. Die Vereinbarungen weisen eine Laufzeit bis zum 9. Oktober 2013 aus. Der beizulegende Wert inklusive der abgegrenzten Zinsen in Höhe von 1.612 T€ beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 7.100 T€. Die Erfassung des negativen Marktwerts erfolgte mit 5.488 T€ unter den Drohverlustrückstellungen, die Zinsabgrenzung in Höhe von 1.612 T€ ist unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Veränderung des Zeitwerts wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, die zahlungswirksame Zinskomponente ist in den Zinsaufwendungen enthalten. Die Bewertung des Zeitwerts erfolgte auf der Basis aktueller Marktdaten unter Anwendung anerkannter mathematischer Bewertungsmethoden (Barwertmethode).
Im Geschäftsjahr 2011 wurden im Rahmen der Zinsabsicherung vor dem Hintergrund der Neuaufnahme von Finanzkrediten vier Zinssicherungsvereinbarungen über einen Nominalbetrag von insgesamt 180.000 T€ abgeschlossen. Die Vereinbarungen weisen eine Laufzeit bis zum 7. Juni 2016 aus. Der negative beizulegende Wert inklusive der abgegrenzten Zinsen in Höhe von 231 T€ beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 11.587 T€. Für diese Absicherungsgeschäfte wird eine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft (Finanz-Kredite) gem. § 254 HGB gebildet. Der negative Marktwert in Höhe von 11.356 T€ wurde aufgrund der Anwendung der Einfrierungsmethode bilanziell nicht erfasst. Die Zinsabgrenzung in Höhe von 231 T€ ist unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Bewertung des Zeitwerts erfolgte auf der Basis aktueller Marktdaten unter Anwendung anerkannter mathematischer Bewertungsmethoden (Barwertmethode).
Die Bewertungseinheiten gliedern sich im Einzelnen wie folgt:
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| Grundgeschäft / Sicherungsinstrument | Risiko / Art der Bewertungseinheit | Einbezogener Betrag | Höhe des abgesicherten Risikos |
|---|---|---|---|
| (1) Konsortialkredit - Revolver / Zinsderivat | Zinsrisiko / micro-hedge | 60.000 T€ | 60.000 T€ |
| (2) Konsortialkredit - Term loan / Zinsderivat | Zinsrisiko / micro-hedge | 40.000 T€ | 40.000 T€ |
| (3) Konsortialkredit - Term loan / Zinsderivat | Zinsrisiko / micro-hedge | 40.000 T€ | 40.000 T€ |
| (4) Konsortialkredit - Term loan / Zinsderivat | Zinsrisiko / micro-hedge | 40.000 T€ | 40.000 T€ |
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| zu (1): | Die gegenläufigen Wertänderungen / Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft haben sich im Geschäftsjahr 2012 im Wesentlichen ausgeglichen. Für den gesamten Sicherungszeitraum gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen / Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft voraussichtlich ebenfalls im Wesentlichen aus, da die wesentlichen zugrunde liegenden Konditionen übereinstimmen (so genannter critical-term-match). Der Bildung einer Bewertungseinheit liegt hier insbesondere die Annahme zugrunde, dass die Ausschöpfung der Kreditlinie des revolvierenden Konsortialkredits mindestens 60.000 T€ betragen wird. |
| zu (2) bis (4): | Für den gesamten Sicherungszeitraum gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen / Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft voraussichtlich ebenfalls im Wesentlichen aus, da die wesentlichen zugrunde liegenden Konditionen übereinstimmen (so genannter critical-term-match). |
Bei Abschluss der Absicherungsgeschäfte erfolgte ein prospektiver Effektivitätstest (critical-term-match). Retrospektiv erfolgt zu jedem Stichtag eine Prüfung und Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung anhand der "Hypothetischen-Derivate"-Methode. Bei Anwendung dieser Methode muss ein Unternehmen den Zeitwert der Option berücksichtigen, wenn es Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Grundgeschäfts bei der Prüfung und Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung bestimmt. Der Marktwert der Sicherungsinstrumente ist in Höhe des ineffektiven Anteils nach geltenden handelsrechtlichen Vorschriften zu bilanzieren. Im Geschäftsjahr 2012 ergaben sich hieraus keine zu bilanzierenden Effekte.
Der Buchwert von bestimmten börsennotierten Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen am Bilanzstichtag liegt gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 4 HGB mit insgesamt 41.933 T€ über dem sich auf Basis des Börsenkurses ergebenden Zeitwert dieser Anteile. Die Gesellschaft geht davon aus, dass keine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung gegeben ist.
Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen zu marktunüblichen Konditionen getätigt.
Es bestehen Verpflichtungen der Gesellschaft aus Mietverträgen, die im Wesentlichen die Büro- und Geschäftsgebäude der Gesellschaft in Montabaur betreffen.
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| 2012 T€ |
|
|---|---|
| Verbindlichkeiten aus langfristigen finanziellen Verpflichtungen | 2.797 |
| Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 451 |
| Davon mit einer Restlaufzeit zwischen zwei und fünf Jahren | 1.706 |
| Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren | 640 |
Deutsche Bank AG, London, Großbritannien hat unserer Gesellschaft am 27. Januar 2009 folgende Mitteilung gemacht: Gemäß §§ 21 (1), 24 WpHG in Verbindung mit § 32 (2) InvG teilen wir Ihnen mit, dass der Stimmrechtsanteil unseres Tochterunternehmens DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland, an der United Internet AG, Elgendorfer Straße 57, 56410 Montabaur, Deutschland, am 26. Januar 2009 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und nun 4,86 % (12.213.000 Stimmrechte) beträgt.
Die Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, aufgrund einer Verringerung der Gesamtzahl der Stimmrechte am 21. Dezember 2009 die Schwelle von 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 31,00 % (74.400.000 Stimmrechte) betrug. Davon sind der Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft 1,67 % der Stimmrechte (4.000.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, aufgrund einer Verringerung der Gesamtzahl der Stimmrechte am 21. Dezember 2009 die Schwelle von 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 31,00 % (74.400.000 Stimmrechte) betrug. Davon sind der Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH 31,00 % (74.400.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die der Ralph Dommermuth Verwaltungs GmbH zuzurechnenden Stimmrechte sind dabei über das folgende, von ihr kontrollierte Unternehmen gehalten, dessen Stimmrechtsanteil an der United Internet AG 3 % oder mehr betrug: Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft.
Die BlackRock, Inc., New York, USA hat uns korrigierend zur Meldung vom 16.11.2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 16.11.2011 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,01 % (das entspricht 6.475.930 Stimmrechten) betragen hat. 3,01 % der Stimmrechte (das entspricht 6.475.930 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Die BlackRock, Inc., New York, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16.02.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 10.02.2012 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,00667% (das entspricht 6.464.346 Stimmrechten) betragen hat. 3,00667% der Stimmrechte (das entspricht 6.464.346 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Die Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22.03.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 20.03.2012 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,95% (das entspricht 6.332.352 Stimmrechten) betragen hat.
1,30% der Stimmrechte (das entspricht 2.788.408 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Die Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23.03.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 22.03.2012 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,01% (das entspricht 6.473.683 Stimmrechten) betragen hat.
1,36% der Stimmrechte (das entspricht 2.929.739 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Die BlackRock, Inc., New York, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 27.04.2012 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,95% (das entspricht 6.338.173 Stimmrechten) betragen hat.
2,95% der Stimmrechte (das entspricht 6.338.173 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Die Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 06.07.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 05.07.2012 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,96% (das entspricht 6.362.382 Stimmrechten) betragen hat.
1,34% der Stimmrechte (das entspricht 2.872.338 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Die Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Germany hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23.07.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 20.07.2012 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,02% (das entspricht 6.503.582 Stimmrechten) betragen hat.
1,38% der Stimmrechte (das entspricht 2.973.939 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Die WP International I S.a r.l., Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG am 10. Dezember 2012 im eigenen Namen und im Namen der folgenden Gesellschaften WP X International Holdings LLC, New York, USA,
Warburg Pincus Private Equity X, L.P., New York, USA,
Warburg Pincus X, L.P., New York, USA,
Warburg Pincus X LLC, New York, USA,
Warburg Pincus Partners LLC, New York, USA
Warburg Pincus & Co., New York, USA,
folgendes mitgeteilt:
WP International I S.a r.l., eine Firma unter luxemburgischem Recht mit Sitz in Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat am 6. Dezember 2012 die Schwellen von 3 % und 5% in Stimmrechten der United Internet Aktiengesellschaft unterschritten und hielt am 6. Dezember 2012 0,00% der Stimmrechten (0 Stimmrechte).
WP X International Holdings LLC, eine in Delaware eingetragene Kapitalgesellschaft mit Sitz in New York, New York, USA, hat am 6. Dezember 2012 die Schwellen von 3 % und 5% in Stimmrechten der United Internet Aktiengesellschaft unterschritten und hielt am 6. Dezember 2012 0,00% der Stimmrechten (0 Stimmrechte).
Warburg Pincus Private Equity X, L. P., eine in Delaware eingetragene Kommanditgesellschaft mit Sitz in New York, New York, USA, und eine Tochtergesellschaft, haben am 6. Dezember 2012 die Schwellen von 3 % und 5% in Stimmrechten der United Internet Aktiengesellschaft unterschritten und hielt am 6. Dezember 2012 0,00% der Stimmrechten (0 Stimmrechte).
Warburg Pincus X, L.P., eine in Delaware eingetragene Kommanditgesellschaft mit Sitz in New York, New York, USA, hat am 6. Dezember 2012 die Schwellen von 3 % und 5% in Stimmrechten der United Internet Aktiengesellschaft unterschritten und hielt am 6. Dezember 2012 0,00% der Stimmrechten (0 Stimmrechte).
Warburg Pincus X LLC, eine in Delaware eingetragene Kapitalgesellschaft mit Sitz in New York, New York, USA, hat am 6. Dezember 2012 die Schwellen von 3 % und 5% in Stimmrechten der United Internet Aktiengesellschaft unterschritten und hielt am 6. Dezember 2012 0,00% der Stimmrechten (0 Stimmrechte).
Warburg Pincus Partners LLC, eine in New York eingetragene Kapitalgesellschaft mit Sitz in New York, New York, USA, hat am 6. Dezember 2012 die Schwellen von 3 % und 5% in Stimmrechten der United Internet Aktiengesellschaft unterschritten und hielt am 6. Dezember 2012 0,00% der Stimmrechten (0 Stimmrechte).
Warburg Pincus & Co., eine in New York eingetragene Personengesellschaft mit Sitz in New York, New York, USA, hat am 6. Dezember 2012 die Schwellen von 3 % und 5% in Stimmrechten der United Internet Aktiengesellschaft unterschritten und hielt am 6. Dezember 2012 0,00% der Stimmrechten (0 Stimmrechte).
Die RD Holding GmbH & Co. KG, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 28.12.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 20.12.2012 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,72% (das entspricht 8.000.000 Stimmrechten) betragen hat.
Die RD Holding-Verwaltungs GmbH, Montabaur, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 28.12.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 20.12.2012 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,72% (das entspricht 8.000.000 Stimmrechten) betragen hat.
Hiervon sind 3,72% der Stimmrechte (das entspricht 8.000.000 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgende von RD Holding-Verwaltungs GmbH kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der United Internet AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | RD Holding GmbH & Co. KG, Montabaur |
Die United Internet AG (ISIN DE0005089031), Elgendorfer Str. 57, 56410 Montabaur, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass sie am 8. Januar 2013 die Schwelle von 5 % und 3 % an eigenen Aktien (bezogen auf 200 Mio. Aktien/Stimmrechte) unterschritten hat und der Anteil eigener Aktien zu diesem Tag 2,83 % (5.662.202 Aktien) betrug.
Die United Internet AG (ISIN DE0005089031), Elgendorfer Str. 57, 56410 Montabaur, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass sie am 1. Februar 2013 die Schwelle von 3 % an eigenen Aktien (bezogen auf 200 Mio. Aktien/Stimmrechte) erreicht hat und der Anteil eigener Aktien zu diesem Tag 3,00 % (6.000.000 Aktien) betrug.
Die United Internet AG (ISIN DE0005089031), Elgendorfer Str. 57, 56410 Montabaur, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass sie am 6. Februar 2013 die Schwelle von 3 % an eigenen Aktien (bezogen auf 200 Mio. Aktien/Stimmrechte) unterschritten hat und der Anteil eigener Aktien zu diesem Tag 0,00 % (0 Aktien) betrug.
Die Massachusetts Mutual Life Insurance Company, Springfield, USA, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1, 24 WpHG am 14. Februar 2013 folgendes mitgeteilt:
Die OppenheimerFunds Inc., Centennial, USA hat am 12. Februar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der United Internet AG, Montabaur (ISIN: DE0005089031, WKN: 508903), überschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils betrug am 12. Februar 2013 5.873.094 Stimmrechte, 3,03 %, die der OppenheimerFunds Inc. gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.
Die Oppenheimer Acquisition Corp., Centennial, USA hat am 12. Februar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der United Internet AG, Montabaur (ISIN: DE0005089031, WKN: 508903), überschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils betrug am 12. Februar 2013 5.873.094 Stimmrechte, 3,03 %, die der Oppenheimer Acquisition Corp. gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6, S. 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die MassMutual Holding LLC, Springfield, USA hat am 12. Februar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der United Internet AG, Montabaur (ISIN: DE0005089031, WKN: 508903), überschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils betrug am 12. Februar 2013 5.873.094 Stimmrechte, 3,03 %, die der MassMutual Holding LLC gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6, S. 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die MM Asset Management Holding LLC, Springfield, USA hat am 12. Februar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der United Internet AG, Montabaur (ISIN: DE0005089031, WKN: 508903), überschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils betrug am 12. Februar 2013 5.873.094 Stimmrechte, 3,03 %, die der MM Asset Management Holding LLC gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6, S. 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die Massachusetts Mutual Life Insurance Company, Springfield, USA hat am 12. Februar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der United Internet AG, Montabaur (ISIN: DE0005089031, WKN: 508903), überschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils betrug am 12. Februar 2013 5.873.094 Stimmrechte, 3,03 %, die der Massachusetts Mutual Life Insurance Company gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6, S. 2 WpHG zuzurechnen sind.
Die DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. Februar 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 19. Februar 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,005 % (das entspricht 9.708.975 Stimmrechten) betragen hat.
Die DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 26.02.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der United Internet AG, Montabaur, Deutschland am 21.02.2013 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,999% (das entspricht 9.698.975 Stimmrechten) betragen hat.
Am 7. Januar 2013 beschloss der Vorstand auf der Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung der United Internet AG vom 31. Mai 2012 über den Erwerb und die Verwendung eigener Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates, insgesamt 15.000.000 Aktien aus dem Bestand eigener Aktien, die im Rahmen von Aktienrückkaufprogrammen erworben wurden, einzuziehen und das Grundkapital der United Internet AG von 215.000.000 € um 15.000.000 € auf 200.000.000 € herabzusetzen. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien reduzierte sich entsprechend von 215.000.000 Aktien auf 200.000.000 Aktien. Der rechnerische Anteil der ausgegebenen Aktien am Grundkapital blieb unverändert bei 1 € je Aktie.
Am 1. Februar 2013 beschloss der Vorstand auf der Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung der United Internet AG vom 31. Mai 2012 über den Erwerb und die Verwendung eigener Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates, insgesamt 6.000.000 Aktien aus dem Bestand eigener Aktien, die im Rahmen von Aktienrückkaufprogrammen erworben wurden, einzuziehen und das Grundkapital der United Internet AG von 200.000.000 € um 6.000.000 € auf 194.000.000 € herabzusetzen. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien reduzierte sich entsprechend von 200.000.000 Aktien auf 194.000.000 Aktien. Der rechnerische Anteil der ausgegebenen Aktien am Grundkapital blieb unverändert bei 1 € je Aktie.
Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird nicht angegeben, da es in die Angaben im Konzernabschluss der United Internet AG einbezogen wird.
Die Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde durch den Vorstand und den Aufsichtsrat abgegeben und ist den Aktionären im Internetportal der United Internet AG (www.united-internet.de) zugänglich.
Montabaur, den 15. März 2013
Der Vorstand
Ralph Dommermuth
Robert Hoffmann
Norbert Lang
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten (T€) |
||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2012 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2012 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Lizenzen | 150 | 150 | ||
| Software | 658 | 46 | 704 | |
| Summe (I) | 808 | 46 | 0 | 854 |
| Sachanlagen | ||||
| Betriebsausstattung | 949 | 16 | 965 | |
| Büroeinrichtung | 584 | 584 | ||
| Einbauten | 115 | 115 | ||
| Kraftfahrzeuge | 542 | 97 | 185 | 454 |
| Geringwertige Wirtschaftsgüter | 3 | 3 | ||
| Summe (II) | 2.193 | 113 | 185 | 2.121 |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.104.999 | 567 | 1.105.566 | |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.750 | 1.750 | ||
| Beteiligungen | 36.740 | 59.608 | 36.734 | 59.614 |
| Summe (III) | 1.143.489 | 60.175 | 36.734 | 1.166.930 |
| Summe total | 1.146.490 | 60.334 | 36.919 | 1.169.905 |
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| Aufgelaufene Abschreibungen (T€) |
||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2012 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2012 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Lizenzen | 147 | 147 | ||
| Software | 656 | 10 | 666 | |
| Summe (I) | 803 | 10 | 0 | 813 |
| Sachanlagen | ||||
| Betriebsausstattung | 928 | 8 | 936 | |
| Büroeinrichtung | 582 | 582 | ||
| Einbauten | 108 | 1 | 109 | |
| Kraftfahrzeuge | 410 | 58 | 175 | 293 |
| Geringwertige Wirtschaftsgüter | 3 | 3 | ||
| Summe (II) | 2.031 | 67 | 175 | 1.923 |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | ||
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 | ||
| Beteiligungen | 3 | 3 | ||
| Summe (III) | 3 | 0 | 0 | 3 |
| Summe total | 2.837 | 77 | 175 | 2.739 |
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| Nettobuchwerte (T€) |
||
|---|---|---|
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Lizenzen | 3 | 3 |
| Software | 38 | 2 |
| Summe (I) | 41 | 5 |
| Sachanlagen | ||
| Betriebsausstattung | 29 | 21 |
| Büroeinrichtung | 2 | 2 |
| Einbauten | 6 | 7 |
| Kraftfahrzeuge | 161 | 132 |
| Geringwertige Wirtschaftsgüter | 0 | 0 |
| Summe (II) | 198 | 162 |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.105.566 | 1.104.999 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.750 | 1.750 |
| Beteiligungen | 59.611 | 36.737 |
| Summe (III) | 1.166.927 | 1.143.486 |
| Summe total | 1.167.166 | 1.143.653 |
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| Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2012 T€ |
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag GJ 2012 T€ |
|
|---|---|---|---|
| Unmittelbar gehaltene Anteile | |||
| 1&1 Internet AG, Montabaur(1) | 100,00 | 916.301 | 0 |
| 1&1 Access Holding GmbH | 100,00 | 25 | 0 |
| 1&1 Internet Service Holding GmbH(1) | 100,00 | 25 | 0 |
| 1&1 Corporate Services GmbH(1) | 100,00 | 25 | 0 |
| MIP Multimedia Internet Park GmbH, Zweibrücken(1) | 100,00 | 808 | 136 |
| United Internet Beteiligungen GmbH, Montabaur(1) | 100,00 | 128.416 | 0 |
| Sedo Holding AG, Köln(3) | 79,45 | 39.524 | -58.261 |
| VictorianFibre Holding & Co. S.C.A, Luxemburg | 25,10 | 235.751 | -114 |
| Mittelbar gehaltene Anteile | |||
| 1&1 Breitband GmbH, Montabaur | 100,00 | 13 | -6 |
| 1&1 Internet Applications GmbH, Montabaur(2) | 100,00 | 25 | 0 |
| 1&1 Internet Development SRL, Bukarest / Rumänien | 99,00 | 3.267 | 1.705 |
| 1&1 Internet Ltd., Slough / Großbritannien | 100,00 | 2.174 | 2.016 |
| 1&1 Internet S.A.R.L., Saargemünd / Frankreich | 100,00 | -1.812 | 10.056 |
| 1&1 Internet Inc., Chesterbrook / USA | 100,00 | 7.440 | 6.918 |
| 1&1 Internet Espana S.L.U, Madrid / Spanien | 100,00 | -95 | 17.305 |
| 1&1 Internet Service GmbH, Montabaur(2) | 100,00 | 370 | 0 |
| 1&1 Internet Service GmbH Zweibrücken, Zweibrücken(4) | 100,00 | 25 | 0 |
| 1&1 Internet (Philippines) Inc., Cebu City / Philippinen | 100,00 | 901 | 132 |
| 1&1 Internet Sp.z o.o, Warschau / Polen | 100,00 | 68 | 5.319 |
| 1&1 Mail & Media Holding GmbH, Montabaur(2) | 100,00 | 913.356 | 0 |
| 1&1 Mail & Media GmbH, Montabaur(14) | 100,00 | 212.665 | 0 |
| 1&1 Mail & Media Inc., Chesterbrook / USA | 100,00 | 4.183 | -323 |
| 1&1 Mail & Media Beteiligungen GmbH, Montabaur | 100,00 | 990 | 44 |
| 1&1 De-Mail GmbH, Montabaur(16) | 100,00 | 25 | 0 |
| 1&1 Telecom Holding GmbH, Montabaur | 100,00 | 24 | -1 |
| 1&1 Telecom GmbH, Montabaur(2) | 100,00 | 26 | 0 |
| 1&1 UK Holdings Ltd., Slough / Großbritannien | 100,00 | 93.587 | -8 |
| A1 Marketing, Kommunikation und neue Medien GmbH, Montabaur(2) | 100,00 | 31 | 0 |
| A1 Media USA LLC, Chesterbrook / USA | 100,00 | -351 | -320 |
| Dollamore Ltd., Gloucester / Großbritannien | 100,00 | 667 | 240 |
| Fasthosts Internet Ltd., Gloucester / Großbritannien | 100,00 | 8.573 | 7 |
| Fasthosts Internet Inc., Chesterbrook / USA | 100,00 | -291 | -620 |
| Fast Recruitment Ltd., Gloucester / Großbritannien(5) | 100,00 | n/a | n/a |
| General Media Xernces GMX S.L., Madrid / Spanien(5) | 100,00 | n/a | n/a |
| GMX Italia S.r.l., Mailand / Italien(5) | 100,00 | n/a | n/a |
| Immobilienverwaltung AB GmbH, Montabaur | 100,00 | 445 | 17 |
| Immobilienverwaltung NMH GmbH, Montabaur | 100,00 | 113 | 47 |
| United Internet Media AG, Montabaur(2) | 100,00 | 50 | 0 |
| United Internet Dialog GmbH, Montabaur(13) | 100,00 | 25 | 0 |
| UIM United Internet Media Austria GmbH, Wien / Österreich | 100,00 | 124 | 33 |
| InterNetX GmbH, Regensburg(12) | 95,56 | 9.692 | 4.047 |
| InterNetX LAC S.A., Buenos Aires / Argentinien | 100,00 | 15 | -40 |
| mySARL GmbH, Regensburg | 100,00 | 25 | -1 |
| myLLC GmbH, Regensburg | 100,00 | 25 | -1 |
| myLLP GmbH, Regensburg | 100,00 | 25 | -1 |
| myLTD GmbH, Regensburg | 100,00 | 25 | -1 |
| mySRL GmbH, Regensburg | 100,00 | 25 | -1 |
| InterNetX Corp., Miami / USA(5) | 100,00 | 39 | 0 |
| TLDDOT GmbH, Berlin(15) | 53,50 | 28 | -10 |
| Domain Robot Enterprises Inc., Vancouver / Kanada(5) | 100,00 | 0 | 0 |
| Domain Robot Serncos de Hospedagem na Internet LTDA, Sao Paulo / Brasilien(5) | 100,00 | 59 | 0 |
| PSI-USA, Inc., Las Vegas / USA | 100,00 | 450 | 5 |
| Schlund Technologies GmbH, Regensburg(6) | 100,00 | 25 | 0 |
| united-domains AG, Starnberg | 85,00 | 2.018 | 7.427 |
| united-domains Reselling GmbH, Starnberg(11) | 100,00 | -209 | 0 |
| United Domains, Inc., Cambridge / USA | 100,00 | -1.124 | -426 |
| 1&1 Datacenter SAS, Straßburg / Frankreich | 100,00 | 979 | -21 |
| Response Republic Beteiligungsgesellschaft Deutschland GmbH, Montabaur(8) | 100,00 | 33.937 | 0 |
| affilinet GmbH, München(8) | 100,00 | 3.334 | 0 |
| affilinet Ltd., London / Großbritannien | 100,00 | -5.499 | -1.277 |
| affilinet Nederland B.V., Haarlem / Niederlande | 100,00 | 161 | 51 |
| affilinet Espana S.L.U., Madrid / Spanien | 100,00 | 131 | 28 |
| affilinet France SAS, Saint-Denis / Frankreich | 100,00 | 4.460 | -348 |
| Cleafs B.V. Groningen, Niederlande | 100,00 | 54 | -87 |
| Sedo GmbH, Köln(7) | 100,00 | 13.428 | 0 |
| Sedo.com LLC, Boston / USA | 100,00 | 1.810 | 596 |
| Sedo London Ltd., London / Großbritannien(17) | 100,00 | 115 | 70 |
| DomCollect Worldwide Intellectual Property AG, Zug / Schweiz | 100,00 | -2.613 | -45 |
| European Founders Fund Nr. 2 Verwaltungs GmbH, München | 90,00 | 25 | 0 |
| European Founders Fund Nr. 2 Geschäftsführungs GmbH, München | 90,00 | 23 | 0 |
| European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 2, München | 90,00 | 4.236 | 969 |
| European Founders Fund Nr. 3 Verwaltungs GmbH, München | 80,00 | 22 | 0 |
| European Founders Fund Nr. 3 Management GmbH, München | 80,00 | 23 | 0 |
| European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. S, München | 80,00 | 9.275 | 864 |
| European Founders Fund Nr. 3 Beteiligungs GmbH, München | 100,00 | 582 | -12 |
| European Founders Fund Verwaltungs GmbH, München | 66,67 | 24 | 0 |
| European Founders Fund Management 3GmbH, München | 66,67 | 119 | -1 |
| European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 1, München | 66,67 | 22.214 | 11.302 |
| fun communications GmbH, Karlsruhe | 49,00 | 1.770 | 153 |
| Intellectual Property Management Company Inc., Dover (Delaware) / USA | 49,00 | -342 | 48 |
| DomainsBot S.r.l, Rom / Italien | 49,00 | 755 | 127 |
| Virtual Minds AG, Freiburg(15) | 48,65 | 5.332 | 778 |
| European Founders Fund Investment GmbH, München | 33,33 | 238 | -184 |
| ProfitBricks GmbH, Berlin(15) | 30,02 | -1.054 | -3.205 |
| PunktBayern GmbH & Co. KG, München(18) | 25,00 | 124 | -146 |
| Travel-Trex GmbH, Köln(9) | 25,00 | 1.648 | 1.015 |
| getAbstract AG, Luzern / Schweiz(10) | 22,00 | 3.720 | 360 |
| Goldbach Group AG, Küsnacht-Zürich / Schweiz | < 20,00 | -- | -- |
| Hi-media S.A., Paris / Frankreich | < 20,00 | -- | -- |
| MMC Investments Holding Company Ltd., Port Louis / Mauritius | < 20,00 | -- | -- |
| Afilias Ltd., Dublin / Irland | < 20,00 | -- | -- |
| Silverpop Systems Inc., Atlanta / USA | < 20,00 | -- | -- |
| Become Inc., Sunnyvale / USA | < 20,00 | -- | -- |
(1) nach Gewinnabführung an die United Internet AG, Montabaur
(2) nach Gewinnabführung an die 1&1 Internet AG, Montabaur
(3) davon 17,89% der Anteile über die United Internet Beteiligungen GmbH
(4) nach Gewinnabführung an die 1&1 Internet Service GmbH, Montabaur
(5) keine operative Geschäftstätigkeit
(6) nach Gewinnabführung an die InterNetX GmbH, Regensburg
(7) nach Gewinnabführung an die Response Republic Beteiligungsgesellschaft GmbH, Montabaur
(8) nach Gewinnabführung an die Sedo Holding AG, Köln
(9) auf Basis der veröffentlichten Zahlen zum Stichtag 31. Mai 2011
(10) auf Basis der konsolidierten Jahresrechnung zum Stichtag 31. Dezember 2011
(11) nach Gewinnabführung an die united-domains AG, Starnberg
(12) vor Gewinnausschüttung
(13) nach Gewinnabführung an die United Internet Media AG, Montabaur
(14) nach Gewinnabführung an die 1&1 Mail & Media Holding GmbH, Montabaur
(15) auf Basis der veröffentlichten Zahlen zum Stichtag 31. Dezember 2011
(16) nach Gewinnabführung an die 1&1 Mail & Media GmbH, Montabaur
(17) in Liquidation
(18) Jahresabschluss zum 31.12.2011
Zu dem Jahresabschluss und dem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der United Internet AG, Montabaur, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Eschborn/Frankfurt am Main, 15. März 2013
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Grote, Wirtschaftsprüfer
Kemmerich, Wirtschaftsprüfer
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Montabaur, 15. März 2013
Der Vorstand
Ralph Dommermuth
Robert Hoffmann
Norbert Lang
Der Vorstand schlägt vor, den für das Geschäftsjahr 2012 ausgewiesenen Bilanzgewinn der United Internet AG in Höhe von EUR 189.128.458,36 wie folgt zu verwenden:
| ― | Ein Teilbetrag von EUR 58.200.000,00 wird als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Im Zeitpunkt der Einberufung sind 194.000.000 Aktien für das Geschäftsjahr 2012 dividendenberechtigt. Daraus resultiert eine Gesamtdividende von EUR 0,30 pro Aktie; |
| ― | Der Restbetrag von EUR 130.928.458,36 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
Sollte sich bis zum Tag der Einberufung und/oder bis zum Tag der Hauptversammlung die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien ändern, soll der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag vorgelegt werden.
Die Dividende wird am 24. Mai 2013 gezahlt.
Montabaur, 20. März 2013
United Internet AG
Der Vorstand
Ralph Dommermuth
Norbert Lang
Mitglieder des Aufsichtsrats sind
| ― | Kurt Dobitsch, Unternehmer, 58 (Vorsitz) |
| ― | Kai-Uwe Ricke, Unternehmer, 51 |
| ― | Michael Scheeren, Bankkaufmann, 55 |
Der Aufsichtsrat der United Internet AG hat im Geschäftsjahr 2012 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend auch zwischen den Sitzungen über alle relevanten Fragen der Strategie, der Unternehmensplanung, über die Entwicklung und den Gang der Geschäfte, geplante und laufende Investitionen, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie die Compliance. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat vierteljährlich einen umfassenden Bericht über den Gang der Geschäfte einschließlich der Umsatzentwicklung und Rentabilität sowie der Lage der Gesellschaft und der Geschäftspolitik vor. Die Berichte des Vorstands wurden sowohl hinsichtlich ihrer Gegenstände als auch hinsichtlich ihres Umfangs den vom Gesetz, guter Corporate Governance und vom Aufsichtsrat an sie gestellten Anforderungen gerecht. Die Berichte lagen jeweils allen Aufsichtsratsmitgliedern vor. Die vom Vorstand erteilten Berichte und sonstigen Informationen hat der Aufsichtsrat auf ihre Plausibilität hin überprüft sowie kritisch gewürdigt und hinterfragt.
Der Aufsichtsrat hat sich regelmäßig vom Vorstand über das vom Vorstand eingerichtete interne Kontrollsystem, konzernweite Risikomanagement und interne Revisionssystem berichten lassen. Der Aufsichtsrat ist aufgrund seiner Prüfungen zu der Einschätzung gelangt, dass das interne Kontrollsystem, konzernweite Risikomanagement und interne Revisionssystem wirksam und funktionsfähig sind.
Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern und hat keine Ausschüsse gebildet. Interessenkonflikte eines Aufsichtsratsmitglieds sind dem Aufsichtsrat nicht bekannt geworden.
Neben der gesetzlichen Regelberichterstattung sind insbesondere folgende Themen intensiv beraten und geprüft worden:
| ― | Die Konzernplanung und die Investitionsvorhaben für das Geschäftsjahr 2012 |
| ― | Der Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 |
| ― | Die Einladung und die Tagesordnungspunkte für die ordentliche Hauptversammlung 2012 mit den Beschlussvorschlägen |
| ― | Der vom Aufsichtsratsvorsitzenden zu erstattende Vergütungsbericht, der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sowie der Corporate Governance Bericht für das Geschäftsjahr 2011 |
| ― | Der Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung |
| ― | Die Feststellung der Zielerreichung des Vorstands im Geschäftsjahr 2011 und Freigabe der Auszahlung der variablen Vergütungsanteile sowie die Zielvereinbarung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2012 |
| ― | Die Ermächtigung des Vorstands zur Wandlung eines Vendor Loans in 25,1 % der Anteile an der Versatel-Obergesellschaft VictorianFibre Holding & Co. S.C.A. |
| ― | Die Verlängerung der Vorstandsbestellung von Herrn Ralph Dommermuth |
| ― | Die Neubestellung von Herrn Robert Hoffmann zum Vorstand der United Internet AG zum 1. Januar 2013 |
| ― | Die Erhöhung des Investments in die ProfitBricks GmbH |
| ― | Die Ausgabe von Bezugsrechten im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms |
| ― | Die Prüfungsplanung und die Quartalsberichte der Innenrevision |
| ― | Der aktuelle Stand bei den Beteiligungen der United Internet AG |
| ― | Die strategische Aufstellung der Firmengruppe und der Unternehmensorganisation |
| ― | Die Entwicklung der Stiftung United Internet for UNICEF |
| ― | Die Sitzungstermine und der Finanzkalender für das Geschäftsjahr 2013 |
Im Geschäftsjahr 2012 fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt, in denen der Vorstand den Aufsichtsrat eingehend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns sowie über bedeutende Geschäftsvorfälle informierte. Der Aufsichtsrat war in den Sitzungen jeweils vollständig vertreten. Über die Sitzungen hinaus haben weitere Beschlussfassungen zu aktuellen Themen im schriftlichen Umlaufverfahren stattgefunden.
Der Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenskonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen, und seit dem 15. Juni 2012 auch die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Kodex-Ziffer 5.4.2. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen.
Die derzeit amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats sind bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014 beschließen wird. Da konkrete neue Wahlvorschläge des Aufsichtsrats erst mittelfristig zur turnusmäßigen Neuwahl von Aufsichtsratsmitgliedern an die Hauptversammlung im Jahr 2015 erfolgen müssen, erscheint es nicht sachgerecht, ohne Kenntnis der bis dahin möglicherweise eintretenden Änderungen im regulatorischen Umfeld und den Marktbedingungen des Unternehmens, schon heute konkrete Ziele dafür zu formulieren. Der Aufsichtsrat wird die Entwicklungen genau beobachten und rechtzeitig vor der turnusgemäßen Neubesetzung des Aufsichtsrats zu den Empfehlungen des Kodex hinsichtlich der konkreten Ziele und deren Umsetzung im Rahmen von Vorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sowie der Berichterstattung entscheiden.
Die Hauptversammlung der United Internet AG hat am 31. Mai 2012 die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Eschborn/Frankfurt am Main als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 gewählt. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die Buchführung, den Jahresabschluss der United Internet AG, den Konzernabschluss nach IFRS sowie den zusammengefassten Lagebericht der United Internet AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2012 geprüft. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde auch das Risikomanagementsystem geprüft und analysiert. Wesentliche Schwachstellen des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems sowie des Rechnungslegungsprozesses sind von den Abschlussprüfern nicht festgestellt worden. Der Abschlussprüfer erteilte jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überzeugt und eine schriftliche Erklärung dazu eingeholt.
Die genannten Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor. An der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 20. März 2013 nahm der Abschlussprüfer teil und berichtete über seine Prüfungen und seine wesentlichen Prüfungsergebnisse, erläuterte seinen Prüfungsbericht und beantwortete die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach eigener Prüfung ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass der Jahresabschluss, der zusammengefasste Lagebericht, der Konzernabschluss und die Berichte des Abschlussprüfers zu keinen Einwendungen Anlass geben. Der Aufsichtsrat teilt die Einschätzung der Abschlussprüfer, dass das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, insbesondere auch bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, keine wesentlichen Schwachstellen aufweist. Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 20. März 2013 den von der Gesellschaft am 15. März 2013 aufgestellten Jahresabschluss der United Internet AG und den von der Gesellschaft ebenfalls am 15. März 2013 aufgestellten Konzernabschluss nach IFRS für das Geschäftsjahr 2012 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss im Sinne von § 172 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
Der Vorstand hat den von ihm aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2012 dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt.
Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen war Gegenstand der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Es wurde diesbezüglich folgender Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben im Bericht richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Den Prüfungsbericht hat der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abhängigkeitsbericht und der Prüfungsbericht lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands und den Prüfungsbericht geprüft. Die abschließende Prüfung durch den Aufsichtsrat erfolgte in der Aufsichtsratssitzung am 20. März 2013. An der Sitzung nahm der Abschlussprüfer ebenfalls teil und berichtete über seine Prüfung des Abhängigkeitsberichts und seine wesentlichen Prüfungsergebnisse, erläuterte seinen Prüfungsbericht und beantwortete die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung stimmt der Aufsichtsrat dem Abhängigkeitsbericht des Vorstands und dem Prüfungsbericht zu und hat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihr großes Engagement im Geschäftsjahr 2012.
Montabaur, 20. März 2013
Für den Aufsichtsrat
Kurt Dobitsch
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