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UBM Development AG Interim / Quarterly Report 2019

Nov 28, 2019

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Interim / Quarterly Report

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Bericht zum 1.–3. Quartal 2019

kennzahlen.

Ertragskennzahlen (in € Mio.)

1–9/2019 1–9/2018 Veränderung
Gesamtleistung1 460,4 670,1 –31,3%
Umsatzerlöse 183,2 446,9 –59,0%
EBT 46,2 35,4 30,7%
Nettogewinn 38,1 27,8 37,4%

Vermögens- und Finanzkennzahlen (in € Mio.)

30.9.2019 31.12.2018 Veränderung
Bilanzsumme 1.249,3 1.234,7 1,2%
Eigenkapital 449,7 436,3 3,1%
Eigenkapitalquote 36,0% 35,3% 0,7 PP
Nettoverschuldung2 418,7 421,9 –0,8%

Aktienkennzahlen und Mitarbeiter

30.9.2019 Veränderung
Gewinn pro Aktie (in €)3 5,30 3,66 44,9%
Marktkapitalisierung (in € Mio.) 314,6 249,6 26,0%
Dividende je Aktie (in €)4 2,20 2,00 10,0%
Mitarbeiter5 378 365 3,6%

1 Die Gesamtleistung entspricht den Umsätzen sowohl der vollkonsolidierten als auch der at-equity konsolidierten Unternehmen sowie den Verkaufserlösen bei Share Deals entsprechend der Höhe der Beteiligung von UBM.

2 Die Nettoverschuldung umfasst kurz- und langfristige Anleihen und Finanzverbindlichkeiten exkl. Leasingverbindlichkeiten minus liquide Mittel.

3 Die angegebenen Werte sowie die Veränderung beziehen sich auf die Zeiträume 1–9/2019 bzw. 1–9/2018. 4 Die Dividendenzahlung erfolgte im jeweiligen Geschäftsjahr, die Dividende bezieht sich auf den Bilanzgewinn des Vorjahres.

5 Davon 54 Mitarbeiter ubm hotels in Q3/2019 (2018: 52 Mitarbeiter)

Am Cover: Der Rosenhügel, Wien

Auf dem Areal der ehemaligen Rosenhügel-Filmstudios ist ein lebendiges Stadtquartier mit hoher Wohnqualität und vielfältigem Angebot entstanden. Eingebettet in eine grüne Parklandschaft zieht das moderne, offene Architekturkonzept Menschen an, die hohe Ansprüche an das Wohnen und ihr Wohnumfeld haben: Am Rosenhügel lebt man in der Stadt und doch im Grünen, auf historischem Boden und inmitten einer ausgezeichneten Infrastruktur. Das Projekt überzeugt vom städteplanerischen und architektonischen Zuschnitt.

  • 2 Highlights
  • 3 Vorwort des Vorstands
  • 4 Investor Relations
  • 5 Konzernzwischenlagebericht
  • 14 Konzernzwischenabschluss
  • 22 Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss
  • 35 Finanzkalender
  • 36 Kontakt, Impressum

inhalt. auf einen blick.

deutlicher ergebnisanstieg.

Nettogewinn steigt um über 37%

weiter sinkende fremdkapitalkosten. Erste sechsjährige Anleihe in Rekordzeit platziert

starkes investmentjahr geplant. Solide Bilanz eröffnet Handlungsspielräume

neues rekordjahr 2019. Nachhaltiges Ergebniswachstum für 2020, 2021 erwartet

highlights.

juli.

Entwicklungsgebiet in Wiener Top-Lage erworben

Anfang Juli erwarb UBM eine Liegenschaft an der Siebenbrunnengasse im fünften Wiener Gemeindebezirk. Ab Anfang 2020 sollen dort rund 170 moderne Wohneinheiten sowie Gewerbeflächen entstehen.

august.

QBC 1&2 für € 233 Mio. verkauft

Knapp eineinhalb Jahre vor Fertigstellung wurden die letzten Bauteile des Quartier Belvedere Central, die Büroimmobilie QBC 1&2, im Rahmen eines Forward-Deals erfolgreich verkauft.

september.

Verkauf der beiden Pariser Disney Hotels

Die beiden 4-Sterne-Hotels Dream Castle und Magic Circus, in unmittelbarer Nähe zum Disneyland® Paris, wurden gemeinsam mit Warimpex entwickelt und 2004 bzw. 2007 eröffnet. Nun erfolgte der Verkauf um insgesamt € 118 Mio.

Neue UBM Niederlassung im Rheinland

In Düsseldorf wurde eine weitere Niederlassung der UBM Development Deutschland eröffnet. Neben den bereits bestehenden Büros in München, Berlin, Hamburg und Frankfurt am Main ist dies somit der fünfte deutsche Standort.

UBM hebt Guidance für 2019 um 18–25 %

Auf Basis des erneuten Ergebnisanstiegs und der Verkaufserfolge des ersten Halbjahres 2019 hob UBM die Guidance für das Geschäftsjahr 2019 um 18–25 % an. Das Ergebnis vor Steuern sollte somit rund € 65 Mio. erreichen und der Nettogewinn zwischen € 47–50 Mio. liegen.

Zwei neue Hotelprojekte in Polen

In Südpolen erfolgte der Baustart von zwei neuen Hotels mit jeweils mehr als 250 Zimmern. In Kattowitz entsteht ein Hotel der Marke Mercure und in Krakau entwickelt UBM ein ibis Styles. Die Fertigstellungen sind bereits für 2021 geplant.

vorwort des vorstands.

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Stakeholder.

Mit einem deutlichen Gewinn-Sprung blicken wir auf drei außerordentlich erfolgreiche Quartale zurück. So stieg das Ergebnis vor Steuern in den ersten drei Quartalen um rund 31%, der Nettogewinn sogar um 37%. Der Gewinn je Aktie liegt nach neun Monaten mit € 5,30 bereits auf dem Niveau des Gesamtjahres 2018. Für ein neues Rekordjahr in 2019 ist also gesorgt. Auch für 2020 und 2021 erwarten wir nachhaltige Ergebnissteigerungen.

Wir haben sowohl unsere Bilanz- als auch die Finanzierungsstruktur in den vergangenen Jahren grundlegend optimiert. Der Korridor für unsere Eigenkapitalquote liegt bei 30–35% und der Richtwert für die Relation von Nettoverschuldung zu Bilanzsumme bei 50%. Mit Ende der Berichtsperiode lagen diese Kenn-

zahlen bei 36% bzw. 34%, womit wir für einen Developer "underleveraged" sind. Damit eröffnen sich Handlungsspielräume für Investitionen in neue Projekte. Das heißt, wir sind bereit für mehr Wachstum.

Unsere Pipeline hat zum Halbjahr erstmals die Zwei-Milliarden-Euro-Schwelle durchbrochen. Und der Plafond ist noch lange nicht erreicht. Wir evaluieren aktuell einige Großprojekte ausschließlich in europäischen Top-Städten und verfügen über die dafür erforderlichen finanziellen Ressourcen. Erst im November haben wir eine neue Anleihe mit einem Kupon von 2,75% und erstmals sechsjähriger Laufzeit begeben. Innerhalb von nur eineinhalb Stunden war die Anleihe überzeichnet und das Maximalvolumen von € 120 Mio. breit platziert. Ein Beleg für das starke Vertrauen der Investoren in UBM und den Immobilienmarkt.

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LL.M. CEO

DI Martin Löcker COO

Dipl.-Ök. Patric Thate CFO

one share.

Entwicklung der Börsen

Die internationalen Aktienmärkte erholten sich im Jahresverlauf 2019 zwar massiv von den Kursverlusten des Vorjahres, konnten im dritten Quartal jedoch nicht mehr substanziell dazugewinnen. Der globale Aktienindex MSCI World stieg in den ersten neun Monaten um 15,7% und lag damit lediglich um 0,1 PP über dem Wert zum Halbjahr. Der europäische Leitindex EURO STOXX 50 konnte im Vergleich zum Vorjahresultimo um 18,9% zulegen. Mit einem Anstieg von 17,7% blieb der DAX im Vergleichszeitraum geringfügig hinter dem gesamteuropäischen Index zurück. Während der ATX zu Jahresbeginn deutliche Kurszuwächse verzeichnete, schwächte sich die Wachstumsdynamik danach etwas ab. Insgesamt stieg der österreichische Leitindex in den ersten neun Monaten 2019 um 9,6% und schloss mit knapp über 3.010 Punkten. Als Hauptrisiken für die internationalen Finanzmärkte gelten weiterhin vor allem die globalen handelspolitischen Konflikte.

Entwicklung der UBM-Aktie

Die UBM-Aktie notiert seit 10. April 1873 an der Wiener Börse und ist seit August 2016 im prime market, dem Top-Segment der Wiener Börse. Darüber hinaus sind die Aktien im österreichischen Immobilienindex IATX enthalten.

Der positive Trend des ersten Halbjahres setzte sich auch im dritten Quartal 2019 fort. Seit Ende Juni stieg die Aktie um 9,4% und performte damit deutlich besser als der ATX, der im Vergleichszeitraum nur um 1,1% zulegen konnte. Die Veröffentlichung der Rekordzahlen für das Halbjahr 2019 und die Erhöhung der Guidance führten ab Ende August zu einem kontinuierlichen Kursanstieg. Die UBM-Aktie notierte zum 30. September bei € 42,1 und somit um 26,0% höher als zum Vorjahresultimo. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen in den ersten drei Quartalen 2019 lag bei 3.653 Stück.

Aktionärsstruktur

Das Grundkapital der UBM Development AG betrug zum 30. September 2019 weiterhin € 22.416.540 und ist in 7.472.180 Aktien eingeteilt. Das Syndikat (IGO-Ortner-Gruppe, Strauss-Gruppe) hielt zum Stichtag unverändert 38,8% der ausstehenden Aktien. Zusätzlich hielt die IGO-Ortner-Gruppe außerhalb des Syndikats 6,1% an UBM. 5,0% wurden vom Privatinvestor Jochen Dickinger gehalten. Insgesamt befanden sich 50,1% der Aktien im Streubesitz, darin sind Anteile des Vorstands und des Aufsichtsrats von 3,7% inkludiert. Der weitere Streubesitz entfiel zum größten Teil auf Investoren aus Österreich (41%), gefolgt von Investoren aus Deutschland (35%) und UK (12%).

■ UBM-Aktie ■ ATX ■ Handelsvolumen der UBM-Aktie

one group.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Das Wachstum der Weltwirtschaft blieb – wie in der ersten Jahreshälfte 2019 – auch im weiteren Jahresverlauf verhalten. Die Hauptfaktoren waren die Auswirkungen des internationalen Handelsstreits und die damit verbundenen Unsicherheiten, sowie anhaltende geopolitische Spannungen und die gestiegene Wahrscheinlichkeit eines "no deal"-Brexits. Berechnungen des IWF, der OECD und der Europäischen Kommission prognostizieren ein globales Wachstum des realen BIP zwischen 2,9% und 3,2% für 2019 bzw. zwischen 3,0% und 3,5% für 2020.

Die Prognosen für das reale Wachstum im Euroraum liegen zwischen 1,1% bis 1,2% für 2019 und zwischen 1,0% und 1,4% für 2020. Aufgrund ihrer starken Exportorientierung leidet insbesondere die deutsche Wirtschaft unter den Auswirkungen der gedämpften globalen Industriekonjunktur. Vor diesem Hintergrund wird für Deutschland im Gesamtjahr 2019 lediglich mit einem realen Wachstum von 0,5% und für 2020 von 1,2% gerechnet. Die verhaltene Weltkonjunktur ließ auch die österreichische Wirtschaft nicht unberührt. Die traditionell stark mit Deutschland korrelierende österreichische Volkswirtschaft entwickelte sich jedoch deutlich besser als die des Nachbarlands. Für das Jahr 2019 erwartet die Österreichische Nationalbank ein reales BIP-Wachstum von 1,6% und für 2020 von 1,7%. Für die Region CEE/SEE wird mit einem durchschnittlichen Wachstum von 3,9% für 2019 und 3,5% für 2020 gerechnet, wobei die Prognose für größere Länder wie z. B. Polen überdurchschnittlich stark ausfällt.1,2,3

Entwicklung der Immobilienmärkte

Nachdem der europäische Immobilien-Transaktionsmarkt im ersten Halbjahr 2019 noch um 15% hinter dem Vorjahr lag, konnte der Rückstand im dritten Quartal halbiert werden. Mit einem Transaktionsvolumen von € 189,3 Mrd. in den ersten neun Monaten 2019 liegt das aktuelle Geschäftsjahr nur mehr um 7% unter dem Vergleichswert des Vorjahres. In Bezug auf die Assetklassen konnten im Jahresvergleich nur die Segmente Hotel und Wohnen ihre Transaktionvolumina steigern.4

Deutschland blieb im Berichtszeitraum Europas klare Nummer eins bei Immobilien-Investments. Bei Gewerbeimmobilien wurde im dritten Quartal ein Transaktionsvolumen von € 18,5 Mrd. erreicht. Dieses Quartal gilt damit als eines der umsatzstärksten aller Zeiten. Insgesamt wechselten in den ersten neun Monaten 2019 Immobilien im Wert von knapp € 43,4 Mrd. ihren Besitzer. Mit einem Anteil von 46% am Gesamttransaktionsvolumen blieb die Büroimmobilie weiterhin die umsatzstärkste Assetklasse bei Gewerbeimmobilien, gefolgt von Einzelhandelsimmobilien (23%) und Industrie- bzw. Logistikimmobilien (11%). Auf die deutschen Top-Städte entfielen in den ersten drei Quartalen 55% des gesamten Immobilieninvestitionsvolumens. Mit einem Anteil von beinahe 40% ist Berlin die mit Abstand attraktivste der sieben Städte. Dies deutet darauf hin, dass Investoren weiterhin vom Standort Berlin überzeugt sind und sich bislang nicht von regulativen Veränderungen in der Bundeshauptstadt wesentlich verunsichern lassen. Der Bereich Hotelimmobilien erreichte in den ersten neun Monaten 2019 ein Transaktionsvolumen von € 2,7 Mrd. Die Brutto-Spitzenrenditen lagen hier zwischen 3,7% in München und 4,4% in Berlin. Rund 80% des Volumens entfielen auf 3- bzw. 4-Sterne-Hotels – ein Plus von 13 PP im Vergleich zum Vorjahr.5,6,7

Mit einem Volumen von mehr als € 1,8 Mrd. verzeichnete der österreichische Investmentmarkt im dritten Quartal 2019 das stärkste Quartal seit über vier Jahren. Von Juli bis September wurde damit sogar mehr umgesetzt als im gesamten ersten Halbjahr 2019 (€ 1,7 Mrd.). Insgesamt erreichte der Transaktionswert in den ersten drei Quartalen € 3,8 Mrd. Die günstigen Voraussetzungen durch die niedrigen Zinsen und die hohe Liquidität lassen auf ein ebenso starkes viertes Quartal schließen. Gleichzeitig dürfte die hohe Nachfrage die Renditen auch weiterhin unter Druck setzen. In der CEE-Region wird für 2019 mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von € 13 Mrd. gerechnet. Dies entspricht dem zweithöchsten Wert der letzten Dekade nach 2018.8,9

7 Colliers: Hotel Investment Q1-3 2019 — Deutschland

1 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

2 Österreichische Nationalbank: Konjunktur aktuell — September / Oktober 2019

3 European Commission: European Economic Forecast Summer 2019

4 Real Capital Analytics: Europe Capital Trends — Q3 2019

5 JLL: Investmentmarktüberblick Deutschland — 3. Quartal 2019

6 Savills: Gewerbeinvestmentmarkt Deutschland Q3 2019

8 EHL: Immobilieninvestmentmarkt Q3/2019

9 Skanska/Dentons/Colliers: CEE Investment Report 2019

Geschäftsverlauf

In den ersten drei Quartalen 2019 erwirtschaftete UBM Development eine Gesamtleistung von € 460,4 Mio., nach dem Rekordwert von € 670,1 Mio. im Vorjahr. Davon entfielen € 337,2 Mio. auf Erlöse aus Immobilienverkäufen. Hervorzuheben ist hier insbesondere der Forward-Verkauf des letzten Bauteils des Quartier Belvedere Central (QBC), der Büroimmobilie QBC 1&2, die Ende 2020 fertiggestellt wird. Der Baufortschritt wird zeitraumbezogen nach Höhe des Fertigstellungsgrades in der Gesamtleistung bzw. im Ergebnis erfasst. Zu den wesentlichen Verkäufen der ersten drei Quartale 2019 zählten auch die Veräußerung zweier Pariser Disney Hotels sowie die Veräußerung eines Entwicklungsareals in der Nähe von München. Die Gesamtleistung aus dem Hotelbetrieb reduzierte sich in den ersten neun Monaten von € 83,5 Mio. auf € 51,6 Mio. Die im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Leistung ist auf den Verkauf eines 50%-Anteils der Hotelbeteiligungsgesellschaft zurückzuführen.

Die Gesamtleistung des Segments "Deutschland" reduzierte sich im Berichtszeitraum von € 283,6 Mio. auf € 140,4 Mio. Positiv auf die Gesamtleistung wirkte der Verkauf eines Entwicklungsareals in Dornach in der Nähe von München. Dieser Trade Sale wurde zur Optimierung des Projektportfolios getätigt, nachdem UBM im Vorjahr ein 3-Hektar-Entwicklungsareal innerhalb der Münchner Stadtgrenzen erworben hatte. Zudem wurde in der Berichtsperiode ein Hotel in Hamburg veräußert. Gemäß Baufortschritt wurden das forward verkaufte Hotel Super 8 Mainz Zollhafen sowie bereits veräußerte Wohneinheiten von Projekten in Berlin, Mainz und Hamburg in der Gesamtleistung erfasst. Rückläufig entwickelten sich aus dem genannten Grund in diesem Segment die Leistungen aus dem Hotelbetrieb.

Die Gesamtleistung des Segments "Österreich" belief sich in den ersten drei Quartalen 2019 auf € 180,9 Mio., nach € 160,2 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Ein wesentlicher Anteil an der Gesamtleistung entfiel auf den Forward-Verkauf des Büroprojekts QBC 1&2 sowie der Tiefgarage des gesamten QBC. Darüber hinaus wurde die Gesamtleistung zu einem großen Teil im Wohnbereich erwirtschaftet. Den größten Effekt erzielte das Wiener Projekt Storchengrund, das an einen institutionellen Investor veräußert und übergeben wurde. Zudem wurden Wohnungen von bereits fertiggestellten Projekten in Wien, Salzburg und Tirol verkauft. UBM erzielte auch Fortschritte bei der Bereinigung des Immobilienbestandsportfolios. So wurden diverse Logistikimmobilien in der Steiermark veräußert.

Im Segment "Polen" reduzierte sich die Gesamtleistung in den ersten drei Quartalen deutlich von € 187,4 Mio. in 2018 auf € 52,9 Mio. in 2019. Im Vorjahr wurden ein Hotel in Warschau und eine Bürobestandsimmobilie in Breslau verkauft. In der Berichtsperiode wirkte sich die Fertigstellung des forward verkauften Hotels Holiday Inn Gdansk City Centre in Danzig positiv auf die Gesamtleistung aus, wobei dieses bereits in den Vorquartalen anteilig auf Basis des Fertigstellungsgrades in der Gesamtleistung erfasst wurde.

Gesamtleistung nach Regionen

in € Mio. 1–9/2019 1–9/2018 Veränderung
Deutschland 140,4 283,6 –50,5%
Österreich 180,9 160,2 12,9%
Polen 52,9 187,4 –71,8%
Sonstige Märkte 86,2 38,9 121,8%
Gesamt 460,4 670,1 –31,3%

Die Gesamtleistung des Segments "Sonstige Märkte" erhöhte sich in den ersten neun Monaten von € 38,9 Mio. auf € 86,2 Mio., was vor allem auf den Verkauf der beiden Disney Hotels zurückzuführen war. Die Gesamtleistung des Segments umfasst vor allem Hotelumsätze.

Das Segment "Hotel" verzeichnete eine Gesamtleistung von € 147,9 Mio., nach € 249,7 Mio. im Vorjahr. In der Berichts periode wurden die beiden Disney Hotels in Paris und ein Hotel in Hamburg veräußert, zudem wurde das bereits forward verkaufte Hotel in Danzig fertiggestellt. Zusätzlich wirkte sich in den ersten neun Monaten 2019 der Baufortschritt des forward verkauften Hotelprojekts in Mainz positiv auf die Gesamtleistung aus. Knapp ein Drittel der Gesamtleistung der Berichtsperiode entfiel mit € 51,6 Mio. auf den Hotelbetrieb. Dies entspricht einem Rückgang von 38,2%, der aus dem erwähnten Verkauf eines 50%-Anteils der Hotelbeteiligungsgesellschaft resultierte.

Im Segment "Residential" lag die Gesamtleistung in der aktuellen Berichtsperiode bei € 64,4 Mio., nach € 127,4 Mio. im Vorjahr. Während in den ersten drei Quartalen 2018 zwei größere Wohnbauprojekte in Wien fertiggestellt wurden, umfasste die Gesamtleistung der Berichtsperiode im Wesentlichen den Baufortschritt bereits verkaufter Wohneinheiten von Projekten in Berlin, Hamburg und Mainz. Zudem wurden Wohnungen von bereits fertiggestellten Projekten in Wien, Salzburg und Tirol verkauft.

Im Segment "Office" lag die Gesamtleistung in den ersten drei Quartalen 2019 bei € 72,7 Mio., nach € 196,7 Mio. im Vorjahr. In der Vergleichsperiode des Vorjahres erfolgte beispielsweise der Verkauf des Großprojekts Leuchtenbergring in München, zudem wurde der Baufortschritt des Zalando Headquarters in Berlin erfasst. Die Gesamtleistung der aktuellen Berichtsperiode betrifft vor allem die Büroimmobilie QBC 1&2 am Wiener Hauptbahnhof, die Ende 2020 fertiggestellt wird und im August 2019 forward verkauft wurde.

Im Segment "Other" wurde in den ersten neun Monaten 2019 eine Gesamtleistung von € 133,5 Mio. erzielt, nach € 42,7 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Den größten Effekt hatte der Verkauf eines Entwicklungsareals in der Nähe von München. Zudem erfolgten in der Berichtsperiode der Forward-Verkauf der Tiefgarage des QBC in Wien sowie der Verkauf von diversen Logistikimmobilien in der Steiermark. Diese Position umfasst auch die Vermietung von gemischt genutzten Objekten in Österreich und Deutschland.

Die Gesamtleistung des Segments "Service" reduzierte sich von € 50,5 Mio. auf € 36,7 Mio. in den ersten drei Quartalen 2019. Im Vorjahr wurden vor allem in Deutschland mehr Serviceleistungen erbracht, was mit dem jeweiligen Reifegrad des Projektportfolios zusammenhängt. Das Segment "Administration" enthält Leistungen der UBM Development AG sowie Verrechnungen von Managementleistungen und Konzernumlagen.

in € Mio. 1–9/2019 1–9/2018 Veränderung
Hotel 147,9 249,7 –40,8%
Residential 64,4 127,4 –49,5%
Office 72,7 196,7 –63,0%
Other 133,5 42,7 212,9%
Service 36,7 50,5 –27,3%
Administration 5,2 3,1 70,8%
Gesamt 460,4 670,1 –31,3%

Gesamtleistung nach Assetklassen

Finanzielle Leistungsindikatoren

Geschäftsergebnis und Ertragslage

Das Kerngeschäft des UBM-Konzerns bildet das projektspezifische Immobiliengeschäft. Durch die mehrjährige Realisierungsdauer der Projekte kann der Umsatzausweis der Gewinn- und Verlustrechnung starken Schwankungen unterliegen. Auf Basis des seit 2018 anzuwendenden Rechnungslegungsstandards IFRS 15 werden Immobilienprojekte bereits ab dem Signing anteilig gemäß Baufortschritt und Verwertungsstand erfasst (Percentage of Completion, PoC) und nicht wie davor erst nach erfolgter Fertigstellung. Dadurch wird die Aussagekraft der Umsatz- und Ertragsentwicklung verbessert. Werden Immobilien als Share Deal veräußert oder Projekte innerhalb von at-equity Beteiligungen entwickelt und verkauft, schlagen sich diese allerdings weiterhin nicht im Umsatz nieder. Um den Überblick und die Transparenz über den Geschäftsverlauf zu verbessern, weist UBM zusätzlich die Gesamtleistung aus. Diese betriebswirtschaftliche Kenngröße erfasst – analog zum Umsatz – Erlöse aus Immobilienverkäufen, Vermietungsleistungen, Einnahmen aus dem Hotelbetrieb sowie aktivierte bzw. für nicht vollkonsolidierte Gesellschaften oder Dritte erbrachte Generalunternehmerund Projektmanagementleistungen. Zusätzlich werden die Leistungen der at-equity bilanzierten Unternehmen und der Verkäufe von reinen Share Deals erfasst. Der Ausweis der Gesamtleistung erfolgt insgesamt entsprechend der Beteiligungshöhe von UBM. Nicht in der Gesamtleistung erfasst werden Anzahlungen, die vor allem für Großprojekte oder auch Wohnbauprojekte anfallen.

Die Gesamtleistung lag in den ersten drei Quartalen 2019 mit € 460,4 Mio. um € 209,7 Mio. unter dem Vergleichswert des Vorjahres von € 670,1 Mio. Auch die in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse reduzierten sich von € 446,9 Mio. auf € 183,2 Mio. Dieser Rückgang war vor allem auf geringere Erlöse aus Immobilienverkäufen zurückzuführen, da in der Vergleichsperiode des Vorjahres mehrere Großprojekte fertiggestellt, veräußert und übergeben wurden. Erlöse in der Berichtsperiode wurden vor allem im Rahmen eines Trade Sales sowie der auf Basis der PoC-Methode erfassten Umsätzen vollkonsolidierter Gesellschaften erzielt. Wesentliche Verkäufe der Berichtsperiode, wie die beiden Disney Hotels sowie das Großprojekt QBC 1&2 sind aufgrund der at-equity-Bilanzierung dieser Projektgesellschaften in den Umsätzen nicht inkludiert. Nicht mehr im Umsatz erfasst werden des Weiteren alle Umsätze der UBM hotels Management GmbH, die aufgrund der Veräußerung eines 50%-Anteils seit Ende November 2018 at-equity bilanziert wird.

Das Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen lag in der Berichtsperiode mit € 36,1 Mio. deutlich über dem Niveau des Vorjahres von € 21,8 Mio. Ein Großteil des aktuellen at-equity-Ergebnisses resultierte aus dem Verkauf des 50 %-Anteils an zwei Disney Hotels in Paris. Des Weiteren wirkte sich die Wertanpassung des forward verkauften Büroprojekts QBC 1&2, das den letzten Bauabschnitt des Großprojekts Quartier Belvedere Central (QBC) in Wien darstellt, positiv auf das Ergebnis aus.

Das Ergebnis aus Fair-Value-Anpassungen auf Finanzimmobilien belief sich in den ersten drei Quartalen 2019 auf € 27,2 Mio., nach € –2,2 Mio. in den ersten neun Monaten 2018. Bereits im zweiten Quartal 2019 erfolgte auf Basis der damals schon fortgeschrittenen Vertragsverhandlungen für den Verkauf eines Grundstücks in Deutschland und dem kurz nach dem Halbjahresstichtag erfolgten Signing eine Wertanpassung auf den erwarteten Verkaufspreis. Der Verkauf wurde im dritten Quartal abgeschlossen, wodurch die Wertanpassung nunmehr realisiert wurde. Zudem erfolgte beim laufenden Hotelprojekt Sugar Palace in Prag eine Aufwertung aufgrund von Fortschritten im behördlichen Genehmigungsverfahren sowie auf Basis eines 25 %-Anteilsverkaufs. Gegenläufig wirkte die Abwertung des Wiener Projekts LeopoldQuartier auf Basis der aktuellen Genehmigungssituation. Zudem wurden Fair-Value-Anpassungen bei Bestandsimmobilien in Polen vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Berichtszeitraum bei € 4,1 Mio. und beinhalten unter anderem Erlöse aus Weiterverrechnungen, Kursgewinne, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und diverse sonstige Positionen. Im Vorjahr lagen die sonstigen betrieblichen Erträge bei € 6,0 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Vorjahresvergleich von € 39,4 Mio. auf € 29,6 Mio. Sowohl im Vorjahr als auch in der aktuellen Berichtsperiode sind in dieser Position Kursverluste des Złoty zum Stichtag enthalten. Diese lagen per 30. September 2019 bei € 5,9 Mio. Die Position beinhaltet des Weiteren Verwaltungskosten, Reisespesen, Werbekosten sowie Abgaben und Gebühren.

Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen betrugen in den ersten drei Quartalen 2019 € 156,2 Mio. im Vergleich zu € 323,2 Mio. in der Vergleichsperiode 2018. Die Position umfasst im Wesentlichen den Materialaufwand für die Errichtung von Wohnbauimmobilien und diversen anderen Entwicklungsimmobilien, die bereits forward verkauft wurden, sowie Buchwertabgänge aus Immobilienverkäufen in Form von Asset Deals. Während in der aktuellen Berichtsperiode Buchwertabgänge in Höhe von € 62,2 Mio. vorlagen, erreichten diese in den ersten drei Quartalen des Vorjahres € 165,4 Mio. Zusätzlich werden im Materialaufwand auch bezogene Leistungen im Rahmen von Generalunternehmertätigkeiten erfasst.

In der Berichtsperiode wurde bei den Bestandsveränderungen, die Wohnbauimmobilien im Vorratsvermögen bzw. andere IAS-2-Immobilien betreffen, ein Ertrag in Höhe von € 15,2 Mio. ausgewiesen, der auf vermehrte Investitionen in Projekte in einem frühen Entwicklungsstadium zurückzuführen war, die sich noch nicht im Verkaufsprozess befinden. In der Vergleichsperiode des Vorjahres wurde in dieser Position eine negative Bestandsveränderung in Höhe von € 28,7 Mio. ausgewiesen.

Der Personalaufwand lag in der Berichtsperiode bei € 27,1 Mio. und damit um € 8,0 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres von € 35,1 Mio. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Dekonsolidierung der Hotelbetriebsgesellschaft UBM hotels Management GmbH zurückzuführen. Die Bewertung des Aktienoptionsprogramms von UBM, das in der Hauptversammlung im Mai 2017 verabschiedet wurde, floss in der Berichtsperiode mit € 0,7 Mio. in die Position Personalaufwand ein (Q1–3/2018: € 0,7 Mio.). Die stichtagsbezogene Mitarbeiterzahl aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften lag per Ende September 2019 mit 378 etwas über dem Niveau des Bilanzstichtags des Vorjahres (31. Dezember 2018: 365) und beinhaltet 54 Hotelmitarbeiter (31. Dezember 2018: 52).

Das EBITDA erreichte in den ersten drei Quartalen 2019 € 52,9 Mio., was einem Anstieg von € 6,8 Mio. entspricht. Die Abschreibungen der Berichtsperiode lagen mit € 2,5 Mio. auf dem Niveau der ersten drei Quartale 2018 (€ 2,4 Mio.). So erhöhte sich das EBIT in den ersten neun Monaten 2019 um € 6,6 Mio. auf € 50,4 Mio. (Q1–3/2018: € 43,8 Mio.). Der Finanzertrag stieg leicht von € 10,9 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres auf € 11,9 Mio. an. Während im Vorjahr Erträge aus Share Deals in Höhe von € 3,5 Mio. inkludiert waren, beliefen sich diese in der Berichtsperiode auf € 6,2 Mio. Der Finanzaufwand lag mit € 16,0 Mio. unter dem Vorjahresniveau von € 19,3 Mio., unter anderem aufgrund des reduzierten Zinsaufwands für Anleihen sowie der Abwertung einer Beteiligung in Polen in den ersten neun Monaten 2018.

Damit lag das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) mit € 46,2 Mio. um € 10,9 Mio. über dem Ergebnis des Vorjahres von € 35,4 Mio., was einem Anstieg von 30,7% entspricht. Der Steueraufwand belief sich in den ersten drei Quartalen 2019 auf € 8,1 Mio. Die Steuerquote lag in der Berichtsperiode demnach bei 17,5% (Q1–3/2018: 21,5%).

Der Nettogewinn (Periodenergebnis nach Steuern) erreichte in den ersten drei Quartalen 2019 € 38,1 Mio. und lag damit sogar um 37,4 % über den ersten drei Quartalen 2018 (€ 27,8 Mio.). Nach Abzug der Minderheiten stieg das Periodenergebnis auf € 39,6 Mio. an (Q1–3/2018: € 27,3 Mio.). Der daraus abgeleitete Gewinn pro Aktie erhöhte sich im Periodenvergleich von € 3,66 auf € 5,30, was einem Anstieg von 44,9% entspricht.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des UBM-Konzerns lag per 30. September 2019 mit € 1.249,3 Mio. um € 14,6 Mio. über dem Niveau per 31. Dezember 2018. Bilanzverlängernd wirkte die erstmalige Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16, der zu einer Aktivierung von Leasingverträgen in Höhe von € 48,8 Mio. führte. Gegenläufig wirkte unter anderem ein Rückgang bei den Anleiheverbindlichkeiten.

Das Sachanlagevermögen belief sich per Ende September 2019 auf € 39,8 Mio. und lag damit deutlich über dem Niveau von € 2,7 Mio. per 31. Dezember 2018. Dieser Anstieg war auf die Aktivierung von Leasingverträgen in Höhe von € 37,0 Mio. auf Basis des neuen, erstmalig ab 2019 anzuwendenden Rechnungslegungsstandards IFRS 16 zurückzuführen. Gleichzeitig erhöhten sich auch die Finanzimmobilien um € 25,1 Mio. und lagen zum Quartalsstichtag bei € 524,3 Mio. Auch dieser Anstieg resultierte – neben dem Baufortschritt aktueller Immobilienprojekte – aus der Aktivierung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von € 11,8 Mio.

Der Wertansatz der Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen lag mit Ende September 2019 bei € 112,1 Mio. und damit etwas unter dem Niveau vom 31. Dezember 2018 (€ 115,8 Mio.). Einerseits kam es zu einer Fair-Value-Anpassung des Büroprojekts QBC 1&2, die andererseits wiederum durch den Verkauf von Projekten kompensiert wurde. Gleichzeitig kam es zu einem leichten Anstieg der Projektfinanzierungen von € 139,9 Mio. zum 31. Dezember 2018 auf € 150,0 Mio. zum Ende des dritten Quartals 2019.

Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit Ende der Berichtsperiode bei € 383,5 Mio., was einem Rückgang von € 69,5 Mio. im Vergleich zum Jahresende 2018 entspricht. Neben einer Reduktion der Forderungen verringerten sich auch die liquiden Mittel um € 28,2 Mio. auf € 172,2 Mio., da im Juli 2019 die Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von € 91 Mio. erfolgte.

Das Vorratsvermögen lag per Ende September 2019 mit € 119,9 Mio. in etwa auf dem Niveau vom 31. Dezember 2018 von € 121,5 Mio. In dieser Position befinden sich hauptsächlich zum Verkauf bestimmte Wohnimmobilien in Entwicklung. Gleichzeitig reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von € 108,2 Mio. per Ende 2018 auf € 71,9 Mio. zum Quartalsstichtag. Diese Position beinhaltet im Wesentlichen bereits während der Entwicklung verkaufte Vorratsimmobilien sowie anteilig Forward-Verkäufe von Finanzimmobilien.

Das Eigenkapital lag zum 30. September 2019 mit € 449,7 Mio. aufgrund der guten Ertragsentwicklung über dem Niveau von Ende 2018 (€ 436,3 Mio.). Die Eigenkapitalquote erreichte per Ende September 2019 36,0% und lag damit leicht über der angepeilten Bandbreite von 30–35% (31. Dezember 2018: 35,3%).

Die Anleiheverbindlichkeiten betrugen per Ende September 2019 € 390,8 Mio. und lagen damit um € 43,6 Mio. unter dem Niveau zum Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2018: € 434,5 Mio.). Im Juni 2019 erfolgte die Aufstockung der 3,125%-Anleihe 2018–2023 um € 45 Mio., im darauffolgenden Monat wurde die 4,875%-Anleihe 2014–2019 in Höhe von € 91 Mio. zurückgeführt. Die Finanzverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) stiegen um € 61,5 Mio. auf € 249,4 Mio. an. Dieser Anstieg ist zum Teil auf die Passivierung von Leasingverbindlichkeiten aufgrund der Erstanwendungen des IFRS 16 im Ausmaß von € 49,3 Mio. zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahreswert zum 31. Dezember von € 93,7 Mio. auf € 51,6 Mio. zum Ende der Berichtsperiode. Dieser Wert beinhaltet im Wesentlichen die zum Stichtag noch nicht bezahlten Subunternehmerleistungen. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) erhöhten sich von € 30,8 Mio. per 31. Dezember 2018 auf € 37,2 Mio. Die Summe aus den latenten und kurzfristigen Steuerschulden lag mit € 43,0 Mio. etwas über dem Niveau des Vorjahres von € 39,3 Mio.

Die Nettoverschuldung betrug zum 30. September 2019 € 418,7 Mio. und lag damit etwas unter dem Wert zum 31. Dezember 2018 von € 421,9 Mio. Die Nettoverschuldung umfasst kurz- und langfristige Anleihen und Finanzverbindlichkeiten exklusive Leasingverbindlichkeiten minus liquide Mittel. Die Nettoverschuldung in Relation zur Bilanzsumme (Loan-to-Value-Ratio) reduzierte sich damit von 34,2% zum Bilanzstichtag 2018 auf 33,5% per Ende September 2019.

Cashflow

Der Cashflow aus dem Ergebnis belief sich in den ersten drei Quartalen 2019 auf € –11,1 Mio. nach € 7,3 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Rückgang ist dabei insbesondere auf Fair-Value-Anpassungen zurückzuführen, die aus dem zeitlichen Abstand des Ergebniseffekts und Cash-Effekts resultierten. Diese Fair-Value-Anpassungen wurden mittlerweile großteils realisiert und im dritten Quartal als Cash-Zuflüsse im Cashflow aus der Investitionstätigkeit erfasst.

Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei € –4,7 Mio. und damit deutlich unter dem Niveau der Vergleichsperiode von € 35,9 Mio. Cashflow-reduzierend wirkte in den ersten neun Monaten 2019 vor allem eine Abnahme der Verbindlichkeiten in Höhe von € 25,1 Mio. Gegenläufig wirkte eine Abnahme der Forderungen in Höhe von € 32,2 Mio. und des Vorratsvermögens von € 2,3 Mio. Dieser Wert beinhaltet Zuflüsse aus dem Abgang von Immobilien im Vorratsvermögen von € 23,2 Mio. Die Zugänge von Immobilien im Vorratsvermögen beliefen sich auf € 20,9 Mio. Die Zuflüsse aus dem Abgang von Immobilien im Forderungsvermögen betrugen in der Berichtsperiode € 29,2 Mio., die Zugänge von Immobilien im Forderungsvermögen beliefen sich auf € 5,2 Mio.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag in den ersten drei Quartalen 2019 bei € 18,0 Mio. nach € 50,6 Mio. in der Vergleichsperiode 2018. Während das Vorjahr durch die Übergabe des Projekts Leuchtenbergring und damit einhergehenden Einzahlungen aus Sachanlageabgängen/Finanz immobilien in Höhe von € 187,9 Mio. geprägt war, sind in der Berichtsperiode in dieser Position Zahlungsflüsse in Höhe von € 62,9 Mio. enthalten. Zusätzlich gab es in der Berichtsperiode Einzahlungen aus Finanzanlageabgängen in Höhe von € 33,4 Mio. Positiv auf den Investitions-Cashflow wirkten auch Rückzahlungen von Projektfinanzierungen, die bei € 38,6 Mio. lagen. Demgegenüber standen Auszahlungen für Projektfinanzierungen von € 38,2 Mio. Der Mittelabfluss aus Investitionen in Sachanlagevermögen und Finanzimmobilien lag in den ersten drei Quartalen 2019 bei € 78,7 Mio., nach € 111,6 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug in den ersten neun Monaten 2019 € –41,3 Mio. Durch die Aufstockung der 3,125%-Anleihe in Höhe von € 46,4 Mio. kam es zu einem Liquiditätszufluss, dem ein Abfluss in Höhe von € 91,3 Mio. aufgrund der Tilgung der 4,875%-Anleihe gegenüberstand. Cashflow-reduzierend wirkten auch Zinszahlungen für die im Vorjahr begebene Hybridanleihe sowie Dividendenzahlungen mit einem Gesamteffekt in Höhe von € 23,5 Mio. Die Aufnahme von Krediten lag mit einem positiven Effekt von € 137,6 Mio. etwas über der Tilgung von Krediten in Höhe von € 107,0 Mio. In den ersten drei Quartalen des Vorjahres lag der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit noch bei € 16,9 Mio.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Umwelt- und Sozialbelange

Als Projektentwickler und auch Eigentümer von Immobilien übernimmt UBM eine hohe gesellschaftliche Verantwortung. Vor allem im Bereich der Immobilienentwicklung kann UBM nicht nur das eigene nachhaltige Wirtschaften beeinflussen, sondern schafft auch die Grundlage für zukünftige Nutzer (z. B. Auswahl von Materialien, Energieverbrauch, usw.). Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten während der Planung, der Erstellung und des Betriebs ist darüber hinaus ein wichtiges Instrument für den nachhaltigen Erhalt einer Immobilie. Die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit sind daher fest in der Strategie des Unternehmens verankert.

Mitarbeiter

Der Personalstand unter Einbeziehung aller Konzerngesellschaften betrug per 30. September 2019 378 Mitarbeiter. Zum 30. September des Vorjahres beschäftigte UBM 773 Mitarbeiter (davon 467 Hotel). Insgesamt arbeiten rund 64% der Development-Mitarbeiter von UBM außerhalb von Österreich.

Detaillierte Angaben zu Umwelt- und Sozialbelangen, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie zu Arbeitnehmerbelangen können der nicht-finanziellen Erklärung, als Teil des Geschäftsberichts 2018, entnommen werden.

Prognosebericht

Investitionen in Immobilien und privater Konsum werden weiterhin als Stützen der Konjunktur in den UBM-Kernmärkten gesehen, da die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Niedrigzinspolitik länger fortführen wird als bisher angenommen. Auch mittelfristig prognostizieren die meisten Ökonomen keine signifikanten Zinserhöhungen, die wesentliche Auswirkungen auf den Immobiliensektor haben könnten.1,2

Vor diesem Hintergrund ist auch weiterhin von einer starken Dynamik bei Immobilieninvestitionen auszugehen. In ganz Europa spitzt sich jedoch die Verknappung attraktiver Entwicklungsprojekte weiter zu. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage über alle Assetklassen hinweg ungebrochen hoch. Sowohl die Kernmärkte von UBM, die europäischen Metropolen wie Wien, Berlin, München oder Prag, als auch die drei Assetklassen Hotel, Wohnen und Büro sollten von diesem positiven Marktumfeld weiter profitieren. Außerdem erhöht der Kapitalzufluss aus Übersee den Anlagedruck zusätzlich.

Die positive Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass die strategische Ausrichtung von UBM stimmt. Das Jahr 2018 markiert das Rekordjahr in der Unternehmensgeschichte. Während das Jahr 2019 daher ursprünglich als Transformationsjahr geplant war, hob UBM auf Basis der guten Ergebnisentwicklung und der erfolgreichen Verkaufstätigkeit zum Halbjahr die Guidance für das Geschäftsjahr 2019 deutlich an: Anstatt wie bisher ein Ergebnis vor Steuern von € 55 Mio., was dem Vorjahreswert entspricht, erwartet der UBM-Vorstand für 2019 € 65 Mio., ein Anstieg von 18%. Infolgedessen sollte der Nettogewinn in einer Bandbreite von € 47 Mio. bis € 50 Mio. liegen (Guidance davor: € 40 Mio.), was einem Anstieg von 18% bis 25% entsprechen würde.

Trotz Rekordfertigstellungen im Vorjahr gelang es UBM, mit Investitionen von über € 300 Mio. alleine in neue Projekte, die Entwicklungspipeline zunächst auf hohem Niveau zu stabilisieren und qualitativ sogar noch zu verbessern. Durch weitere selektive Investitionen und Wertanpassungen bei bestehenden Projekten aufgrund der ausgezeichneten Nachfragesituation wuchs die Pipeline im Jahresverlauf sogar um € 200 Mio. Die Projekt-Pipeline (Q4/2019–2022) erreicht damit den Rekordwert von € 2 Mrd. Knapp 80% der Projekte befinden sich in Deutschland und Österreich, mehr als 80% in den Assetklassen Hotel und Wohnen. Der Trend zu größeren Projekten setzt sich weiter fort, die korrespondierenden Skaleneffekte sollten sich positiv auf die zukünftige Ertragskraft von UBM auswirken. Auf Basis dieser Rekord-Pipeline ist UBM optimistisch, auch mittelfristig nachhaltige Ergebnissteigerungen erzielen zu können.

Auch die Bilanzkennzahlen wurden in den vergangenen Jahren weiter optimiert – die Nettoverschuldung reduzierte sich deutlich, während sich die Eigenkapitalquote erhöhte. Mit einer Eigenkapitalquote von 36% per Ende September 2019 liegt UBM sogar über der angepeilten Bandbreite von 30–35%. Auch die Nettoverschuldung befindet sich mit rund € 420 Mio. bzw. 34% im Verhältnis zur Bilanzsumme am unteren Ende des für einen Immobilienentwickler optimalen Loan-to-Value-Ratios, obwohl im Vorjahr Rekordinvestitionen getätigt wurden. Diese starke Bilanz eröffnet Handlungsspielräume für Investitionen in neue Projekte, die in den nächsten zwölf Monaten forciert werden sollen.

Risikobericht

Jene Risiken, die einen signifikanten Einfluss auf die UBM Development AG haben bzw. haben könnten, sowie detaillierte Informationen über das gesamte Risikomanagement-System von UBM finden sich im Geschäftsbericht 2018 auf den Seiten 62 bis 64.

Seit dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 haben sich hinsichtlich des Risikoprofils keine wesentlichen Änderungen ergeben. Die Ausführungen im Geschäftsbericht 2018, Kapitel Risikoberichterstattung, gelten daher weiterhin.

1 IWF: World Economic Outlook Update – Juli 2019

2 Savills: European Investment – März 2019

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernzwischenlagebericht den Geschäftsverlauf sowie die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss entsteht, und dass der Konzernzwischenlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, denen der Konzern ausgesetzt ist, beschreibt.

Wien, am 28. November 2019

Der Vorstand

DI Martin Löcker COO

Mag. Thomas G. Winkler, LL.M. CEO

Dipl.-Ök. Patric Thate CFO

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Jänner bis zum 30. September 2019

in T€ 1–9/2019 1–9/2018 7–9/2019 7–9/2018
Umsatzerlöse 183.186 446.921 91.140 79.026
Bestandsveränderung 15.169 –28.661 17.849 –16.221
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen 36.123 21.808 22.966 7.440
Erträge aus Fair-Value-Anpassungen auf
Investment Properties
46.255 - –10 -
Sonstige betriebliche Erträge 4.103 6.023 –1.315 322
Aufwendungen für Material und
sonstige bezogene Herstellungsleistungen
–156.228 –323.219 –95.198 –47.935
Personalaufwand –27.078 –35.093 –8.211 –11.299
Aufwendungen aus Fair-Value-Anpassungen
auf Investment Properties
–19.011 –2.223 –623 11
Sonstige betriebliche Aufwendungen –29.636 –39.411 –9.901 –2.977
Ergebnis (EBITDA) 52.883 46.145 16.697 8.367
Abschreibungen auf immaterielle Werte des
Anlagevermögens und Sachanlagen
–2.520 –2.389 –331 –765
Betriebsergebnis (EBIT) 50.363 43.756 16.366 7.602
Finanzertrag 11.879 10.928 4.632 4.998
Finanzaufwand –16.040 –19.332 –4.118 –5.366
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 46.202 35.352 16.880 7.234
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –8.060 –7.595 –82 –304
Periodenergebnis (Nettogewinn) 38.142 27.757 16.798 6.930
davon Anteil der Aktionäre des
Mutterunternehmens 39.609 27.337 17.145 8.402
davon Anteile der nicht kontrollierenden
Gesellschafter von Tochterunternehmen
–1.467 420 –347 –1.472
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 5,30 3,66 2,29 1,13
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 5,30 3,66 2,29 1,13

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

vom 1. Jänner bis zum 30. September 2019

in T€ 1–9/2019 1–9/2018 7–9/2019 7–9/2018
Periodenergebnis (Nettogewinn) 38.142 27.757 16.798 6.930
Sonstiges Ergebnis
Remeasurement aus leistungsorientierten
Verpflichtungen
–1.026 - –568 -
Auf das sonstige Ergebnis entfallender
Ertragsteueraufwand /-ertrag
261 - 145 -
Sonstiges Ergebnis, welches nicht in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert
werden kann (nicht recycling-fähig)
–765 - –423 -
Unterschiedsbetrag aus der
Währungsumrechnung
530 31 1.020 453
Sonstiges Ergebnis, welches in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden kann
(recycling-fähig)
530 31 1.020 453
Sonstiges Ergebnis der Periode
(other comprehensive income)
–235 31 597 453
Gesamtergebnis der Periode 37.907 27.788 17.395 7.383
davon Anteil der Aktionäre des
Mutterunternehmens
39.262 27.335 17.581 8.909
davon Anteile der nicht kontrollierenden
Gesellschafter von Tochterunternehmen
–1.355 453 –186 –1.526

Konzernbilanz

zum 30. September 2019

in T€ 30.9.2019 31.12.2018
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 2.745 2.730
Sachanlagen 39.837 2.650
Finanzimmobilien 524.257 499.196
Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen 112.131 115.770
Projektfinanzierung 150.038 139.892
Übrige Finanzanlagen 11.465 5.643
Finanzielle Vermögenswerte 4.503 4.475
Latente Steueransprüche 20.752 11.265
865.728 781.621
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 119.868 121.527
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 71.859 108.237
Finanzielle Vermögenswerte 5.982 11.067
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 13.581 11.756
Liquide Mittel 172.235 200.447
383.525 453.034
Aktiva Gesamt 1.249.253 1.234.655
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 22.417 22.417
Kapitalrücklagen 98.954 98.954
Andere Rücklagen 197.163 177.216
Genussrechts-/Hybridkapital 128.549 130.315
Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens 447.083 428.902
Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen 2.610 7.414
449.693 436.316
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 7.103 6.648
Anleihen 390.828 344.172
Finanzverbindlichkeiten 153.773 114.500
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.911 3.880
Latente Steuerschulden 8.127 8.576
563.742 477.776
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 483 169
Anleihen - 90.284
Finanzverbindlichkeiten 95.604 73.368
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 51.641 93.661
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 33.287 26.932
Übrige Verbindlichkeiten 19.934 5.405
Steuerschulden 34.869 30.744
235.818 320.563
Passiva Gesamt 1.249.253 1.234.655

Konzern-Kapitalflussrechnung

vom 1. Jänner bis zum 30. September 2019

in T€ 1–9/2019 1–9/2018
Periodenergebnis (Nettogewinn) 38.142 27.757
Abschreibungen/Zuschreibungen auf das Anlagevermögen und Finanzanlagen –27.040 6.777
Zinserträge/Zinsaufwendungen 15.361 9.070
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen –36.123 –21.058
Dividenden aus at-equity bilanzierten Unternehmen 7.133 725
Abnahme der langfristigen Rückstellungen –626 –1.150
Latente Ertragsteuer –7.982 –14.837
Cashflow aus dem Ergebnis –11.135 7.284
Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen 314 1.631
Zunahme der Steuerrückstellungen 4.204 14.162
Verluste/Gewinne aus Anlagenabgängen –4.284 –22.462
Abnahme der Vorräte 2.272 27.202
Abnahme der Forderungen 32.190 2.759
Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten (ohne Bankverbindlichkeiten) –25.112 5.018
Erhaltene Zinsen 617 3.592
Gezahlte Zinsen –7.830 –10.192
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 4.086 6.906
Cashflow aus der Betriebstätigkeit –4.678 35.900
Einzahlungen aus Sachanlageabgängen und Abgängen aus Finanzimmobilien 62.915 187.876
Einzahlungen aus Finanzanlageabgängen 33.418 5.009
Einzahlungen aus der Tilgung von Projektfinanzierungen 38.575 14.994
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte –61 –14
Investitionen in das Sachanlagevermögen und Finanzimmobilien –78.691 –111.592
Investitionen in das Finanzanlagevermögen –7.023 –10.648
Investitionen in Projektfinanzierungen –38.155 –33.564
Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen 6.988 –799
Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen,
abzüglich erworbene liquide Mittel - –706
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 17.966 50.556
Dividenden –23.459 –20.533
Ausschüttung an nicht kontrollierende Gesellschafter von Tochterunternehmen –3.446 –600
Einzahlungen aus Anleihen 46.350 -
Rückzahlungen von Anleihen –91.322 -
Aufnahme von Krediten und anderen Finanzierungen 137.597 105.424
Tilgung von Krediten und anderen Finanzierungen –106.971 –115.875
Aufnahme von Hybridkapital - 98.493
Tilgung von Genussrecht - –50.000
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –41.251 16.909
Cashflow aus der Betriebstätigkeit –4.678 35.900
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 17.966 50.556
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –41.251 16.909
Veränderung liquider Mittel –27.963 103.365
Liquide Mittel am 1.1. 200.447 75.204
Währungsdifferenzen –249 –297
Liquide Mittel am 30.9. 172.235 178.272
Bezahlte Steuern 11.838 8.270

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

zum 30. September 2019

in T€ Grundkapital Kapitalrücklagen Remeasurement aus
leistungsorientierten
Verpflichtungen
Fremdwährungs
umrechnungsrücklage
Stand zum 31.12.2017 22.417 98.954 –2.666 –1.899
Anpassung aufgrund erstmaliger Anwendung
IFRS 9
- - - -
Anpassung aufgrund erstmaliger Anwendung
IFRS 15
- - - -
Stand zum 1.1.2018 22.417 98.954 –2.666 –1.899
Konzernergebnis - - - -
Sonstiges Ergebnis - - - –81
Gesamtergebnis der Periode - - - –81
Dividendenzahlungen - - - -
Aktienoptionen equity settled - - - -
Ertragsteuern auf Zinsen für
Hybrid-/Genussrechtskapitalinhaber
- - - -
Hybridkapital - - - -
Rückzahlung Genussrecht - - - -
Veränderung von Minderheitsanteilen - - - -
Stand zum 30.9.2018 22.417 98.954 –2.666 –1.980
Stand zum 31.12.2018 22.417 98.954 –3.066 –1.970
Anpassung aufgrund erstmaliger Anwendung
IFRS 16
- - - -
Stand zum 1.1.2019 22.417 98.954 –3.066 –1.970
Konzernergebnis - - - -
Sonstiges Ergebnis - - –765 708
Gesamtergebnis der Periode - - –765 708
Dividendenzahlungen - - - -
Aktienoptionen equity settled - - - -
Ertragsteuern auf Zinsen für
Hybrid-/Genussrechtskapitalinhaber
- - - -
Stand zum 30.9.2019 22.417 98.954 –3.831 –1.262
355.447
1.533
6.105
363.085
27.757
von Tochterunternehmen des Mutterunternehmens Genussrechts-/
Hybridkapital
Andere Rücklagen fügbare Wertpapiere:
Zeitwertrücklage
3.301 352.146 80.100 155.189 51
- 1.533 - 1.584 –51
77 6.028 - 6.028 -
3.378 359.707 80.100 162.801 -
420 27.337 5.169 22.168 -
33 –2 - 79 -
27.788 453 27.335 5.169 22.247 -
–21.133 –600 –20.533 –5.589 –14.944 -
- 725 - 725 -
1.088 - 1.088 - 1.088 -
98.870 - 98.870 98.870 - -
–50.000 - –50.000 –50.000 - -
1 48 - 48 -
420.472 3.232 417.240 128.550 171.965 -
436.316 7.414 428.902 130.315 182.252 -
–3 –127 - –127 -
436.186 7.411 428.775 130.315 182.125 -
38.142 –1.467 39.609 5.254 34.355 -
112 –347 - –290 -
37.907 –1.355 39.262 5.254 34.065 -
–26.905 –3.446 –23.459 –7.020 –16.439 -
- 750 - 750 -
1.755 - 1.755 - 1.755 -
449.693 2.610 447.083 128.549 202.256 -

Segmentberichterstattung1

vom 1. Jänner bis zum 30. September 2019

Deutschland Österreich
in T€ 1–9/2019 1–9/2018 1–9/2019 1–9/2018
Gesamtleistung
Administration - - 5.217 3.054
Hotel 39.033 103.540 4.395 19.831
Office - 118.870 63.183 5.601
Other 66.001 16.940 61.132 23.109
Residential 27.677 23.126 35.104 91.978
Service 7.710 21.108 11.835 16.624
Summe Gesamtleistung 140.421 283.584 180.866 160.197
Abzüglich Umsätze aus assoziierten und unter
geordneten Unternehmen, Leistungsgemein
schaften sowie aus Bestandsveränderungen
–31.943 –91.136 –145.108 –73.392
Umsatzerlöse 108.478 192.448 35.758 86.805
Administration - - 9.905 –1.363
Hotel –1.454 30.441 2.385 –903
Office 7.401 32.991 11.274 2.636
Other 26.509 –6.607 –18.561 –151
Residential 2.846 3.073 3.242 887
Service 195 94 –7.571 –1.506
Summe EBT 35.497 59.992 674 –400

1 Teil der Erläuterungen. Intersegmentäre Umsätze sind unwesentlich.

1–9/2019
1–9/2018
1–9/2019
1–9/2018
-
-
5.217
1–9/2018 1–9/2019
- -
102.087
75.530
24.221
147.884
28.926
71.471
727
803
72.713
8.803
1.552
4.179
1.050
133.451
2.139
812
1.582
11.509
64.363
-
11.502
4.193
1.285
36.726
12.988
187.424
86.211
38.868
460.354
52.856
–42.732
–76.703
–15.892
–277.168
–223.152
–23.414
144.692
9.508
22.976
183.186
29.442
-
-
-
9.905
-
1.747
27.393
–1.785
30.773
2.449
–6.980
–532
–2.697
16.012
–2.131
–6.938
–706
–302
–1.446
–8.688
–7.053
–2.410
–2.141
476
–3.202
–630
–1.788
2.539
–9.518
–354
–19.854 –11.926

Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss.

1. Allgemeine Angaben

Der UBM-Konzern besteht aus der UBM Development AG (UBM) und deren Tochterunternehmen. UBM ist eine Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht und hat den Sitz in Wien mit der Geschäftsanschrift 1100 Wien, Laaer-Berg-Straße 43. Sie ist registriert beim Handelsgericht Wien unter FN 100059x. Die Hauptaktivitäten der Gruppe sind Entwicklung, Verwertung und Verwaltung von Immobilien.

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss von UBM wird gemäß IAS 34, Zwischenberichterstattung, nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS), den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie der seit 1. Jänner 2019 erstmals anzuwendenden Standards, insbesondere von IFRS 16, aufgestellt. Die Auswirkungen der Erstanwendung der neuen Standards werden unter Punkt 3 dargestellt.

Berichtswährung ist der Euro, der auch die funktionale Währung von UBM ist. Bei den einzelnen, in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist die funktionale Währung je nach Geschäftsfeld der Euro bzw. die jeweilige Landeswährung. Zahlenangaben erfolgen in T€ und werden entsprechend kaufmännisch gerundet.

2. Konsolidierungskreis

In den Zwischenabschluss sind neben UBM 60 (31. Dezember 2018: 62) inländische Tochterunternehmen sowie 80 (31. Dezember 2018: 79) ausländische Tochterunternehmen einbezogen. In der Berichtsperiode sind vier Gesellschaften aufgrund von Gründung bzw. Kauf erstmals in den Konzernabschluss von UBM einbezogen (siehe Punkt 2.1.).

Drei Gesellschaften wurden verkauft, eine liquidiert, bei einer weiteren Gesellschaft wurden so viele Anteile verkauft, dass nur mehr maßgeblicher Einfluss besteht. Die Vermögenswerte und Schulden, über die Beherrschung verloren wurde, setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 30.9.2019
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 12
Sachanlagen 29.920
Finanzimmobilien 10.997
Latente Steueransprüche 82
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 15.413
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.031
Finanzielle Vermögenswerte 410
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 381
Liquide Mittel 1.191
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 29.628
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.031
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 20.490
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.562
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.780
Übrige Verbindlichkeiten 86
Steuerschulden 79

Außerdem wurden 33 (31. Dezember 2018: 34) inländische und 20 (31. Dezember 2018: 23) ausländische assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bewertet. In der Berichtsperiode sind zwei Gesellschaften aufgrund von Kauf zugegangen, fünf Gesellschaften wurden verkauft und wiederum eine ist aufgrund Liquidation abgegangen.

2.1. Erstkonsolidierungskreis

In der Berichtsperiode wurde folgendes Unternehmen erstmals im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen.

Aufgrund von Gründungen Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
UBM Invest AG 22.5.2019
UBM Stodůlky s.r.o. 19.7.2019
Levelingstraße GmbH & Co. KG 12.9.2019
Aufgrund von Akquisition Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
Siebenbrunnengasse 21 GmbH & Co OG 3.7.2019

Bei der Siebenbrunnengasse 21 GmbH & Co OG handelt es sich um den Erwerb einer Immobilie sowie deren Finanzierung. Dieser stellt keine Business Combination gem. IFRS 3 dar. In den Notes wird dieser Erwerb als Asset Deal dargestellt. Die Vermögenswerte und Schulden, über die Beherrschung erlangt wurde, setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 30.9.2019
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 404
Finanzimmobilien 32.238
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 32
Liquide Mittel 359
Langfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 29.576
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 845
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 635

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die in den Erläuterungen zum Konzernabschluss dargestellt sind, wurden auf den Konzernzwischenabschluss unverändert angewandt, mit Ausnahme der folgenden, erstmals anzuwendenden Standards und Interpretationen.

Erstmalig wurden zum 1. Jänner 2019 die folgenden Standards von der Gruppe angewandt, wobei sich nur aus der Erstanwendung von IFRS 16 Leases wesentliche Auswirkungen ergeben:

Neuer Standard oder Änderung Datum der Veröffentlichung
durch IASB
Übernahme in EU-Recht Datum der erstmaligen
Anwendung laut IASB
IFRS 16 – Leases 13.1.2016 9.11.2017 1.1.2019
Änderung zu IAS 19: Planänderungen,
Plankürzungen oder Settlement
7.2.2018 13.3.2019 1.1.2019
Änderungen zu IAS 28: Langfristige Beteiligungen
an assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
Änderungen zu IFRS 9: Vorfälligkeitsregelungen
12.1.2017 8.2.2019 1.1.2019
mit negativer Ausgleichsleistung 12.10.2017 22.3.2018 1.1.2019
Jährliche Verbesserungen der IFRS – Zyklus
2015–2017
12.12.2017 14.3.2019 1.1.2019
IFRIC 23: Unsicherheiten bezüglich der
ertragsteuerlichen Behandlung
7.6.2017 23.10.2018 1.1.2019

IFRS 16 – Leases

Der Standard regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen. IFRS 16 ersetzt den bisher gültigen Standard IAS 17 sowie drei leasingbezogene Interpretationen. Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges (single) Bilanzierungsmodell vor. Dieses Modell führt beim Leasingnehmer dazu, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind, es sei denn, die Laufzeit beträgt zwölf Monate oder weniger oder es handelt sich um einen geringwertigen Vermögenswert (jeweils Wahlrecht). Die Verbindlichkeit wird beim Erstansatz abgezinst und in den Folgejahren einerseits durch die Leasingzahlungen vermindert, andererseits durch Aufzinsung (Unwinding) erhöht. Gleichzeitig wird ein Nutzungsrecht in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen aktiviert und in weiterer Folge linear abgeschrieben. Die bisherige Unterscheidung zwischen Operating Lease und Finance Lease entfällt somit. Der Standard wurde im Jänner 2016 veröffentlicht und ist erstmals auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2019 beginnen, verpflichtend anzuwenden. IFRS 16 sieht verschiedene Übergangsmethoden vor. UBM hat auf eine frühzeitige Anwendung verzichtet und sich für die modifiziert retrospektive Methode entschieden.

Bei der Erstanwendung von IFRS 16 hat UBM von folgenden Erleichterungsbestimmungen gemäß IFRS 16.C10 Gebrauch gemacht:

  • Für Leasingverhältnisse mit ähnlichen Vermögenswerten, ähnlichen Restlaufzeiten sowie ähnlichem Wirtschaftsumfeld wurden die Abzinsungssätze auf Portfoliobasis ermittelt.
  • Belastende Verträge wurden zum Umstellungszeitpunkt keine identifiziert, daher war keine Berichtigung von Nutzungsrechten notwendig.
  • Direkt zurechenbare Kosten blieben unberücksichtigt.
  • Die Einschätzung von Verlängerungs- bzw. Kündigungsoptionen erfolgte zum Zeitpunkt der Erstanwendung von IFRS 16.

Die Durchschnittsverzinsung zum 30. September 2019 betrug 3,09%.

Zum Stichtag 30. September 2019 sind aus der Anwendung IFRS 16 in den Sachanlagen T€ 36.995, in den Finanzimmobilien T€ 11.798 sowie in den Finanzverbindlichkeiten T€ 49.316 enthalten.

Die Tabelle zeigt die Nettoeffekte per 1. Jänner 2019 aus der Erstanwendung von IFRS 16 auf die Gewinnrücklage:

in T€ Anpassung aufgrund erstmaliger
Anwendung IFRS 16 zum 1.1.2019
Andere Rücklagen
IFRS 16: Leasing –173
Ertragsteueraufwand 46
Auswirkung zum 1.1.2019 –127
Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen
IFRS 16: Leasing –4
Ertragsteueraufwand 1
Auswirkung zum 1.1.2019 –3

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 16 auf die Posten der Konzernbilanz per 1. Jänner 2019:

in T€ Konzernbilanz
zum 1.1.2019
Anpassungen Konzernbilanz
zum 1.1.2019 ohne
Anpassungen IFRS 16
Aktiva
Sachanlagen 42.308 –39.658 2.650
Finanzimmobilien 510.925 –11.729 499.196
Latente Steueransprüche 11.312 –47 11.265
Langfristige Vermögenswerte 833.055 –51.434 781.621
Kurzfristige Vermögenswerte 453.034 - 453.034
Summe Aktiva 1.286.089 –51.434 1.234.655
Passiva
Andere Rücklagen 177.089 127 177.216
Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter
von Tochterunternehmen
7.411 3 7.414
Eigenkapital 436.186 130 436.316
Finanzverbindlichkeiten 164.134 –49.634 114.500
Langfristige Verbindlichkeiten 527.410 –49.634 477.776
Finanzverbindlichkeiten 75.298 –1.930 73.368
Kurzfristige Verbindlichkeiten 322.493 –1.930 320.563
Summe Passiva 1.286.089 –51.434 1.234.655

In den Anpassungen ist ein Leasingvertrag einer Hotelimmobilie enthalten, die zum 30. Juni 2019 verkauft wurde.

Die folgenden Standards und Interpretationen sind seit der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018 veröffentlicht worden und sind noch nicht zwingend anzuwenden bzw. noch nicht in EU-Recht übernommen:

Neuer Standard oder Änderung Datum der Übernahme Datum der
Veröffentlichung in EU-Recht erstmaligen Anwendung
durch IASB ausstehend laut IASB
Änderung zu IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7:
Auswirkungen der Reform der Referenzzinssätze
26.9.2019 1.1.2020

4. Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung eines Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen des Managements, die Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angaben betreffend Eventualverbindlichkeiten im Zwischenbericht beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

5. Dividende

Die Hauptversammlung hat am 29. Mai 2019 dem Gewinnverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2018 zugestimmt. Es wurde eine Dividende in Höhe von € 2,20 je Stückaktie, das sind bei 7.472.180 Stückaktien in Summe € 16.438.796,00, ausgeschüttet und ein Restgewinn in Höhe von € 28.704,34 auf neue Rechnung vorgetragen. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 7. Juni 2019.

6. Umsatzerlöse

Die folgende Tabelle zeigt die Aufgliederung der Umsatzerlöse in die wesentlichen Kategorien, den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung sowie die Überleitung zur Segmentberichterstattung:

Deutschland Österreich Polen Sonstige Märkte Konzern
in T€ 1–9/2019 1–9/2019 1–9/2019 1–9/2019 1–9/2019
Umsatzerlöse
Administration - 2.439 - - 2.439
Hotel 5.812 - 18.700 44 24.556
Office 2.557 54 5.308 724 8.643
Other 65.431 6.423 3.273 3.308 78.435
Residential 27.857 20.003 9 1.594 49.463
Service 6.821 6.839 2.152 3.838 19.650
Umsatzerlöse 108.478 35.758 29.442 9.508 183.186
Umsatzerlöse zeitraumbezogen 33.551 7.997 - - 41.548
Umsatzerlöse zeitpunktbezogen 74.927 27.761 29.442 9.508 141.638
Umsatzerlöse 108.478 35.758 29.442 9.508 183.186
Deutschland Österreich Polen Sonstige Märkte Konzern
in T€ 1–9/2018 1–9/2018 1–9/2018 1–9/2018 1–9/2018
Umsatzerlöse
Administration - 1.246 - - 1.246
Hotel 101.648 74 79.515 10.593 191.830
Office 46.322 6.158 58.773 2.327 113.580
Other 13.778 8.691 2.496 676 25.641
Residential 24.909 55.897 829 8.403 90.038
Service 5.791 14.739 3.079 977 24.586
Umsatzerlöse 192.448 86.805 144.692 22.976 446.921
Umsatzerlöse zeitraumbezogen 72.361 14.483 20.140 7.279 114.263
Umsatzerlöse zeitpunktbezogen 120.087 72.322 124.552 15.697 332.658
Umsatzerlöse 192.448 86.805 144.692 22.976 446.921

7. Ergebnis je Aktie

1–9/2019 1–9/2018
Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens am Periodenergebnis (in T€)
Potenzielle Aktien
39.609 27.337
Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien
(= Anzahl der Aktien unverwässert)
7.472.180 7.472.180
Potenzielle Verwässerung durch Aktienoptionen 921 1.217
Anzahl der Aktien verwässert 7.473.101 7.473.397
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 5,30 3,66
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 5,30 3,66

8. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Zum Stichtag 30. September 2019 gibt es keine zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert, welcher den aktuell verhandelten Kaufpreisen entspricht, bewertet.

9. Grundkapital

Grundkapital Stück Stück
30.9.2019 30.9.2019 31.12.2018 31.12.2018
Inhaber-Stammaktien 7.472.180 22.416.540 7.472.180 22.416.540

10. Genehmigtes Kapital, bedingtes Kapital und eigene Aktien

In der 136. ordentlichen Hauptversammlung vom 23. Mai 2017 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Die gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2014 bestehende Ermächtigung des Vorstands nach § 4 Abs. 4 der Satzung (Genehmigtes Kapital 2014) wurde widerrufen.

Der Vorstand wurde gleichzeitig gemäß § 169 AktG in § 4 Abs. 4 der Satzung ermächtigt, bis zum 11. August 2022 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, allenfalls in mehreren Tranchen, auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs. 6 AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs, die Ausgabebedingungen, das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien ist ausgeschlossen, wenn und sofern eine Ausnutzung dieser Ermächtigung (genehmigtes Kapital) durch Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen (Genehmigtes Kapital 2017). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch das Ausnutzen dieser Ermächtigung des Vorstands ergeben, zu beschließen.

Aus § 4 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft ergibt sich weiters, dass das Grundkapital gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 AktG um bis zu Nominale € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stammaktien zur Ausgabe an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen bedingt erhöht ist (bedingte Kapitalerhöhung). In diesem Zusammenhang wurde der Vorstand ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen, insbesondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der Wandelschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis. Der Aufsichtsrat wurde auch hier ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Ausgabebetrag und Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe finanzmathematischer Methoden sowie des Aktienkurses der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Im Fall einer in den Ausgabebedingungen von Wandelschuldverschreibungen festgelegten Wandlungspflicht dient das bedingte Kapital auch zur Erfüllung dieser Wandlungspflicht.

Zum Zweck der Bedienung von Aktienoptionen im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms 2017 wurde der Vorstand schließlich in § 4 Abs. 6 der Satzung der Gesellschaft im Sinn des § 159 Abs. 3 AktG ermächtigt, bis zum 11. August 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs. 2 Z 3 AktG, auch in mehreren Tranchen, bedingt um bis zu € 1.678.920,00 durch Ausgabe von bis zu 559.640 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie mit ihr verbundener Unternehmen zu erhöhen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die sich aus einer Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung ergebenden Änderungen der Satzung zu beschließen.

Die oben genannten Aktienoptionen im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms 2017 (LTIP) wurden nach dem festgesetzten Zusagezeitpunkt vom 22. Juni 2017 bis zum 21. Juli 2017 im Ausmaß von 375.130 Aktienoptionen zugeteilt, im Geschäftsjahr 2018 wurden weitere 12.500 Aktienoptionen zugeteilt. Der Ausübungskurs beträgt € 36,33 (das ist der ungewichtete Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an der Wiener Börse im Zeitraum vom 24. Mai 2017 (einschließlich) bis zum 21. Juni 2017 (einschließlich)). Zugeteilte Aktienoptionen können in den nachstehenden Ausübungsfenstern durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden. Die Ausübung ist nur vom 1. September 2020 bis zum 26. Oktober 2020 (Ausübungsfenster 1) sowie vom 1. September 2021 bis zum 26. Oktober 2021 (Ausübungsfenster 2) möglich und an die Erfüllung folgender, in den Planbedingungen des LTIP festgelegten Voraussetzungen geknüpft: aufrechtes Dienstverhältnis, aufrechtes Eigeninvestment, Überschreitung bestimmter Aktienkurse, Einhaltung bestimmter Kennzahlen.

Der beizulegende Zeitwert beträgt T€ 3.082 (Vorjahr: T€ 3.082). Dieser bestimmt sich mit dem ursprünglichen Tag der Annahme des Optionsprogramms und wird über den Zeitraum verteilt, über den die Teilnehmer den Anspruch auf die gewährten Optionen erwerben. In das Bewertungsmodell ("Black Scholes") zur Berechnung des beizulegenden Zeitwerts flossen folgende Parameter ein: Ausübungspreis (€ 36,33), Laufzeit der Option (9/2017 bis 8/2020), Aktienkurs zum Bewertungszeitpunkt (€ 38,25), erwartete Volatilität des Aktienkurses (36,34 %), erwartete Dividenden (4,20 %), risikoloser Zinssatz (0,00 %).

In der 138. ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Die gemäß Beschlüssen der Hauptversammlung vom 23. Mai 2017 erteilte Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb und für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien wurde widerrufen. Gleichzeitig wurde der Vorstand von der Hauptversammlung für die Dauer von 30 Monaten vom Tag der Beschlussfassung gemäß § 65 Abs 1 Z 4 und Z 8 sowie Abs 1a und Abs 1b AktG zum Erwerb eigener Aktien der Gesellschaft bis zum gesetzlich zulässigen Ausmaß von 10 % des Grundkapitals unter Einschluss bereits erworbener Aktien ermächtigt. Der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht niedriger als € 3,00 und nicht höher als maximal 10 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der Erwerb kann über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art erfolgen, insbesondere auch außerbörslich, oder von einzelnen, veräußerungswilligen Aktionären (Negotiated Purchase) und auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, das mit einem solchen Erwerb einhergehen kann (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss). Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, die jeweiligen Rückkaufsbedingungen festzusetzen, wobei der Vorstand den Vorstandsbeschluss und das jeweilige darauf beruhende Rückkaufprogramm einschließlich dessen Dauer entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen (jeweils) zu veröffentlichen hat. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a UGB) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen.

Der Vorstand wurde schließlich für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Das quotenmäßige Kaufrecht der Aktionäre bei Veräußerung oder Verwendung auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot wurde ausgeschlossen (Ausschluss des Bezugsrechts). Der Vorstand wurde auch ermächtigt, ohne weitere Befassung der Hauptversammlung mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien einzuziehen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von eigenen Aktien ergeben, zu beschließen.

Die Aktienoptionen haben sich wie folgt entwickelt:

Anzahl Aktienoptionen 2019 2018
Stand zum 1.1. 387.630 375.130
Gewährte Optionen 10.000 12.500
Verfallene Optionen –42.000 -
Ausgeübte Optionen - -
Stand zum 30.9. 355.630 387.630

11. Genussrechtskapital und Hybridkapital

Durch die Verschmelzung der PIAG als übertragende Gesellschaft und von UBM als übernehmende Gesellschaft ist das im November 2014 von der PIAG begebene Genussrechtskapital in Höhe von € 100 Mio., welches bereits zur Gänze rückbezahlt wurde, und ein Hybridkapital in Höhe von € 25,3 Mio. aufgrund Gesamtrechtsnachfolge übergegangen. Das Hybridkapital wird grundsätzlich laufend verzinst.

UBM ist zur Zahlung von Zinsen für das Hybridkapital nur verpflichtet, wenn eine Dividende aus dem Jahresüberschuss beschlossen wird. Ist UBM mangels einer derartigen Gewinnausschüttung zur Zahlung der auf ein Jahr entfallenden Zinsen nicht verpflichtet und macht sie von ihrem Recht der Nichtzahlung Gebrauch, so werden diese nicht bezahlten Zinsen als Zinsrückstände evident gehalten, die nachzuzahlen sind, sobald die Aktionäre von UBM eine Dividende aus dem Jahresüberschuss beschließen.

Im Fall der Kündigung des Hybridkapitals durch UBM ist den Zeichnern das auf das Hybridkapital geleistete Kapital zuzüglich der bis zu diesem Tag aufgelaufenen Zinsen und der Zinsrückstände zu leisten. Das Hybridkapital kann nur rückgezahlt werden, wenn zuvor entweder ein Verfahren gemäß § 178 AktG durchgeführt wurde, in Höhe der beabsichtigten Rückzahlung Eigenkapital im Rahmen einer Kapitalerhöhung gemäß § 149 ff AktG zugeführt wurde oder eine Kapitalberichtigung durchgeführt wurde.

Da Zahlungen, sowohl Zinsen als auch Kapitaltilgungen, zwingend nur bei Eintritt von Bedingungen zu leisten sind, deren Eintritt von UBM bewirkt bzw. verhindert werden kann, und der Konzern daher die Möglichkeit hat, Zahlungen dauerhaft zu vermeiden, ist das Hybridkapital als Eigenkapitalinstrument einzustufen. Bezahlte Zinsen sind abzüglich des Steuereffekts wie Gewinnausschüttungen direkt eigenkapitalmindernd zu erfassen.

Das Hybridkapital wird von der PORR AG gehalten.

Am 22. Februar 2018 hat UBM eine tief nachrangige Anleihe (Hybridanleihe) mit einem Gesamtvolumen in Höhe von € 100 Mio. und einem jährlichen Kupon von 5,50% begeben. Die Anleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit mit einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit der Emittentin nach fünf Jahren.

Da Zahlungen, sowohl Zinsen als auch Kapitaltilgungen, zwingend nur bei Eintritt von Bedingungen zu leisten sind, deren Eintritt von UBM bewirkt bzw. verhindert werden kann, und der Konzern daher die Möglichkeit hat, Zahlungen dauerhaft zu vermeiden, ist die Hybridanleihe als Eigenkapitalinstrument einzustufen. Bezahlte Zinsen sind abzüglich des Steuereffekts wie Gewinnausschüttungen direkt eigenkapitalmindernd zu erfassen.

12. Finanzinstrumente

Der Buchwert der Finanzinstrumente stellt gemäß IFRS 7.29 einen angemessenen Näherungswert für den Fair Value dar. Dies mit Ausnahme der als "Amortised Cost" klassifizierten Finanzanlagen, der fix verzinsten Anleihen (Fair-Value-Hierarchie Stufe 1) sowie der fix verzinsten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der fix verzinsten sonstigen Finanzverbindlichkeiten (Fair-Value-Hierarchie Stufe 3).

Die Fair-Value-Bewertung für die Anleihe erfolgt aufgrund von Börsekurswerten. Die Kreditverbindlichkeiten und übrigen Finanzanlagen wurden mit der Berechnungsmethode des Discounted Cashflow bewertet, wobei die am 30. September 2019 von Reuters publizierte Zero Coupon Yield Curve zur Diskontierung der Cashflows herangezogen wurde.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte

Bewertung nach IFRS 9
in T€ Bewertungs
kategorie
nach IFRS 9
Buchwerte
am 30.9.2019
(Fortgeführte)
Anschaf
fungskosten
Fair Value
erfolgsneutral
Fair Value
erfolgs
wirksam
Fair-Value
Hierarchie
Fair Value
am 30.9.2019
Aktiva
Projektfinanzierung Amortised
variabel verzinst Cost 150.038 150.038 - - - -
Amortised
Übrige Finanzanlagen Cost 8.721 8.721 - - Stufe 1 10.573
Übrige Finanzanlagen FVTPL 1.871 - - 1.871 Stufe 3 1.871
Übrige Finanzanlagen FVTPL 873 - - 873 Stufe 1 873
Forderungen aus Amortised
Lieferungen und Leistungen Cost 34.722 34.722 - - - -
Finanzielle Amortised
Vermögenswerte Cost 10.485 10.485 - - - -
Liquide Mittel 172.235 172.235 - - - -
Passiva
Amortised
Anleihen fix verzinst Cost 390.828 390.828 - - Stufe 1 409.834
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
Amortised
variabel verzinst Cost 151.954 151.954 - - -
Amortised
fix verzinst Cost 20.000 20.000 - - Stufe 3 19.970
Sonstige
Finanzverbindlichkeiten
Amortised
variabel verzinst Cost 19 19 - - -
Amortised
fix verzinst Cost 28.088 28.088 - - Stufe 3 29.366
Leasingverbindlichkeiten 49.316 49.316 - - -
Verbindlichkeiten aus Amortised
Lieferungen und Leistungen Cost 51.641 51.641 - - -
Sonstige finanzielle Amortised
Verbindlichkeiten Cost 37.198 37.198 - - -
Nach Kategorien:
Financial Assets at Amortised
Amortised Cost Cost 203.966 203.966 - - - -
Financial Assets at
Fair Value through
Profit or Loss FVTPL 2.744 - - 2.744 - -
Liquide Mittel 172.235 172.235 - - - -
Financial Liabilities at Amortised
Amortised Cost Cost 679.728 679.728 - - - -
Bewertung nach IFRS 9
in T€ Bewertungs
kategorie
nach IFRS 9
Buchwerte am
31.12.2018
(Fortgeführte)
Anschaf
fungskosten
Fair Value
erfolgsneutral
Fair Value
erfolgs
wirksam
Fair-Value
Hierarchie
Fair Value
am 31.12.2018
Aktiva
Projektfinanzierung
variabel verzinst
Amortised
Cost
139.892 139.892 - - - -
Übrige Finanzanlagen Amortised
Cost
2.907 2.907 - - Stufe 1 3.394
Übrige Finanzanlagen FVTPL 1.913 - - 1.913 Stufe 3 1.913
Übrige Finanzanlagen FVTPL 823 - - 823 Stufe 1 823
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
Amortised
Cost
48.658 48.658 - - - -
Finanzielle Vermögenswerte Amortised
Cost
15.542 15.542 - - - -
Liquide Mittel 200.447 200.447 - - - -
Passiva
Amortised
Anleihen fix verzinst Cost 434.456 434.456 - - Stufe 1 449.329
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
variabel verzinst Amortised
Cost
168.232 168.232 - - -
fix verzinst Amortised
Cost
5.009 5.009 - - Stufe 3 5.007
Sonstige
Finanzverbindlichkeiten
variabel verzinst Amortised
Cost
19 19 - - -
fix verzinst Amortised
Cost
14.452 14.452 - - Stufe 3 14.423
Leasingverbindlichkeiten 123 123 - - -
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
Amortised
Cost
93.661 93.661 - - -
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
Amortised
Cost
30.812 30.812 - - -
Derivate
(ohne Hedge-Beziehung)
FVTPL 33 33 - - -
Nach Kategorien:
Financial Assets at Amortised
Amortised Cost Cost 206.999 206.999 - - - -
Financial Assets at
Fair Value through
Profit or Loss
FVTPL 2.736 - - 2.736 - -
Liquide Mittel 200.447 200.447 - - - -
Financial Liabilities at
Amortised Cost
Amortised
Cost
746.641 746.641 - - - -
Financial Liabilities at
Fair Value through
Profit or Loss FVTPL 33 33 - - - -

13. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Transaktionen zwischen Unternehmen der Gruppe und ihren at-equity bilanzierten Unternehmen bestehen überwiegend aus der Projektentwicklung und Bauführung sowie aus Darlehensgewährungen und den entsprechenden Zinsverrechnungen.

Neben den at-equity bilanzierten Unternehmen kommen als nahestehende Personen und Unternehmen im Sinne von IAS 24 die PORR AG und deren Tochterunternehmen sowie die Unternehmen der IGO-Ortner-Gruppe und der Strauss-Gruppe in Betracht, da sie bzw. deren beherrschende Rechtsträger aufgrund des bestehenden Syndikats maßgeblichen Einfluss auf UBM haben.

Die Transaktionen im ersten Halbjahr zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der UBM-Gruppe mit Unternehmen der PORR Gruppe betreffen im Wesentlichen bezogene Bauleistungen.

Außerdem wurden im Geschäftsjahr 2019 Zinsen für das Hybridkapital in Höhe von T€ 1.520 an die PORR AG bezahlt.

14. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 4. November 2019 hat UBM eine sechsjährige Unternehmensanleihe (UBM-Anleihe 2019–2025) mit einem Gesamtvolumen von € 120 Mio. und einem jährlichen Kupon von 2,75 % erfolgreich begeben. Im Rahmen dieser Neuemission gab es auch ein Umtauschangebot, bei dem ein Nominalbetrag von rund € 25,16 Mio. der UBM-Anleihe 2015–2020 in die neue UBM-Anleihe 2019–2025 getauscht wurde.

Wien, am 28. November 2019

Der Vorstand

DI Martin Löcker COO

Mag. Thomas G. Winkler, LL.M. CEO

Dipl.-Ök. Patric Thate CFO

Finanzkalender

Finanzkalender

2019
Q3/2019 28.11.2019
Zinszahlung UBM-Anleihe 2015 9.12.2019
2020
Zinszahlung Hybridanleihe 2.3.2020
Geschäftsbericht 2019 27.4.2020
Nachweisstichtag für die Teilnahme an der 139. ordentliche Hauptversammlung 18.5.2020
Q1/2020 26.5.2020
139. ordentliche Hauptversammlung, Wien 28.5.2020
Handel ex Dividende an der Wiener Börse 3.6.2020
Record Date Dividende 4.6.2020
Zahltag der Dividende für das Geschäftsjahr 2019 5.6.2020
Zinszahlung UBM-Anleihe 2015 9.6.2020
Halbjahr 2020 27.8.2020
Zinszahlung UBM-Anleihe 2017 12.10.2020
Zinszahlung UBM-Anleihe 2018 16.11.2020
Q3/2020 26.11.2020
Tilgung und Zinszahlung UBM-Anleihe 2015 9.12.2020

Kontakt

Investor Relations & Unternehmenskommunikation

Mag. (FH) Anna Vay, CEFA Tel: +43 (0) 664 626 1314 [email protected] [email protected]

Impressum

Medieninhaber und Herausgeber

UBM Development AG Laaer-Berg-Straße 43, 1100 Wien, Österreich Tel: +43 (0) 50 626-2600 www.ubm-development.com

Konzept, Gestaltung, Redaktion und Lektorat

UBM Development AG, Investor Relations & Corporate Communications

be.public Corporate & Financial Communications GmbH Heiligenstädter Straße 50, 1190 Wien, Österreich www.bepublic.at

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Übersetzung

Donna Schiller-Margolis

Druck

Druckwerkstatt Hosnedlgasse 16b, 1220 Wien

Disclaimer

Dieser Quartalsbericht enthält auch zukunftsbezogene Aussagen, die auf gegenwärtigen, nach bestem Wissen vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen des Managements von UBM Development AG beruhen. Angaben unter Verwendung der Worte "Erwartung" oder "Ziel" oder ähnliche Begriffe und Formulierungen deuten auf solche zukunftsbezogenen Aussagen hin. Die Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens beziehen, stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der im Rahmen der Erstellung des Quartalsbericht vorhandenen Informationen gemacht wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder unerwartet Risiken in nicht kalkulierter bzw. nicht kalkulierbarer Höhe eintreten, so können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Einschätzungen, Annahmen und Prognosen abweichen.

Maßgebliche Faktoren für ein solches Abweichen können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Österreich und der EU sowie Veränderungen in der Branche sein. UBM Development AG übernimmt keine Gewährleistung und Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten Ergebnisse mit den in diesem Quartalsbericht geäußerten Einschätzungen und Annahmen übereinstimmen werden.

Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Der Quartalsbericht zum 30. September 2019 wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, um die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben in allen Teilen möglichst sicherzustellen. Die Kennzahlen wurden kaufmännisch gerundet. Rundungs-, Satz und Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden.

Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Quartalsbericht auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Personenbegriffe verzichtet und die männliche Form angeführt. Gemeint und angesprochen sind immer beide Geschlechter.

Der Quartalsbericht liegt auch in englischer Fassung vor und steht auf der Website von UBM Development AG in beiden Sprachen zur Verfügung. Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung des Quartalsbericht maßgeblich.