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UBM Development AG Annual Report 2019

Apr 27, 2020

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Annual Report

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UBM

Geschäftsbericht 2019

kennzahlen.

Ertragskennzahlen (in € Mio.)

2019 Veränderung 2018 2017
Gesamtleistung1 678,0 –24,5 % 897,7 744,7
Umsatzerlöse 242,0 –52,9 % 514,0 364,7
Ergebnis vor Steuern 70,5 26,9 % 55,5 50,5
Nettogewinn 50,1 26,8 % 39,5 37,0

Vermögens- und Finanzkennzahlen (in € Mio.)

31.12.2019 Veränderung 31.12.2018 31.12.2017
Bilanzsumme 1.316,4 6,6 % 1.234,7 1.130,9
Eigenkapital 462,5 6,0 % 436,3 355,4
Eigenkapitalquote 35,1 % –0,2 PP 35,3 % 31,4 %
Nettoverschuldung2 442,4 4,9 % 421,8 477,9

Aktienkennzahlen und Mitarbeiter

31.12.2019 Veränderung 31.12.2018 31.12.2017
Gewinn pro Aktie (in €) 7,10 33,6 % 5,31 4,88
Aktienkurs (in €) 47,20 41,3 % 33,40 40,80
Marktkapitalisierung (in € Mio.) 352,7 41,3 % 249,6 304,9
Dividende je Aktie (in €)3 2,20 0,0 % 2,20 2,00
Ausschüttungsquote 31,0% -10,4 PP 41,4% 41,0%
Mitarbeiter 4 389 6,6 % 365 748

1 Die Gesamtleistung entspricht den Umsätzen sowohl der vollkonsolidierten als auch der at-equity konsolidierten Unternehmen sowie den Verkaufserlösen bei Share Deals jeweils entsprechend der Höhe der Beteiligung von UBM.

2 Die Nettoverschuldung umfasst kurz- und langfristige Anleihen und Finanzverbindlichkeiten exkl. Leasingverbindlichkeiten minus liquide Mittel. Die Definition der Nettoverschuldung wurde im Zuge der Erstanwendung von IFRS 16 angepasst und Leasingverbindlichkeiten exkludiert (Anpassung Vergleichswert 2018).

3 Die Dividendenzahlung erfolgte im jeweiligen Geschäftsjahr, die Dividende bezieht sich auf den Bilanzgewinn des Vorjahres. Dividendenvorschlag 2019 vorbehaltlich Zustimmung der Hauptversammlung.

4 Davon 55 Mitarbeiter ubm hotels per Ende 2019 (2018: 52 Mitarbeiter)

inhalt.

Geschäftsbericht 2019

  • 2 Vorwort des Vorstands
  • 4 Team
  • 6 more value
  • 12 more future
  • 18 more profile
  • 22 more ubm
  • 25 Strategie
  • 26 Highlights 2019
  • 28 Investor Relations
  • 33 Corporate-Governance-Bericht
  • 49 Konzernlagebericht
  • 71 Nicht-finanzieller Bericht
  • 99 Konzernabschluss

Jahresabschluss 2019 der UBM Development AG

201 Lagebericht

  • 201 Gesamtwirtschaftliches Umfeld
  • 202 Entwicklung der Immobilienmärkte
  • 204 Geschäftsverlauf
  • 204 Finanzielle Leistungsindikatoren
  • 207 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
  • 205 Prognosebericht
  • 208 Risikoberichterstattung
  • 213 Internes Kontrollsystem
  • 214 Interne Revision
  • 214 Offenlegung gemäß § 243a UGB

219 Jahresabschluss

  • 220 Bilanz
  • 222 Gewinn- und Verlustrechnung
  • 224 Anlagespiegel
  • 246 Anhang zum Jahresabschluss
  • 244 Beteiligungsspiegel
  • 264 Bestätigungsvermerk
  • 269 Bilanzeid

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Stakeholder.

2019 präsentieren wir Ihnen das zweite Rekordjahr in Folge. Mit der besten Performance der Unternehmensgeschichte haben wir die ursprünglichen Erwartungen an ein "Übergangsjahr" deutlich übertroffen. Wir konnten unser Ergebnis je Aktie um mehr als 30% auf über € 7 steigern, gleichzeitig stellt sich unsere finanzielle Situation so gut dar wie nie. "more than you expect", das zentrale Motto dieses Berichts, wurde 2019 quasi im Doppelpass erfüllt.

Diese ausgezeichnete Performance verschafft uns Reserven, die wir nun im wahrscheinlich herausforderndsten Wirtschaftsumfeld seit Dekaden optimal nutzen können. Wir verfügen aktuell über liquide Mittel von mehr als € 200 Mio. – ein vergleichsweise hoher Wert, der uns die nötige Flexibilität gibt, Schwankungen auszugleichen. Auch unser konsequenter Fokus auf Risikominimierung zahlt sich nun aus. Alle Hotel- und Büroimmobilien, die 2020 fertiggestellt werden, wurden forward verkauft. Auch die Verkaufstätigkeit der Wohnimmobilien ist bereits weit fortgeschritten. Die weitere Entwicklung der Nachfragesituation in unseren Assetklassen ist aktuell mit sehr großer Unsicherheit behaftet, Transaktionen könnten sich verschieben. Daher müssen wir auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Wir haben bereits eine Reihe von Maßnahmen gesetzt – unsere Priorität gilt hier aktuell der Gesundheit unserer Mitarbeiter und der Liquiditätssicherung.

Denn bei einer längeren Rezession werden wir einen längeren Atem benötigen. Durch eine raschere Erholung nach drei bis vier Quartalen könnten sich wiederum Chancen eröffnen, da liquiditätsstarke Unternehmen von Marktbereinigungen in der Branche profitieren könnten. Ein wahrscheinlich über Jahre tiefbleibendes Zinsniveau könnte zudem den Mangel an Investitionsalternativen verschärfen und die Nachfrage nach Immobilien erhöhen. Seien Sie versichert, dass wir alles dafür tun, um auf alle Marktlagen vorbereitet zu sein, so wie Sie das von uns auch erwarten.

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LL.M. CEO

Dipl.-Ök. Patric Thate CFO

DI Martin Löcker COO

© PHILIPP JELENSKA

12 13 Von links: Peter Wöckinger (Head of Project Controlling), Franz Sonnberger (Head of Controlling), Erwin Zeller (Head of Controlling bis September 2019), Martin Löcker (COO), Gerald Beck (Geschäftsführer Österreich), Udo Sauter (Geschäftsführer Deutschland), Andrea Rochelt (Head of Project Acquisition Controlling), Ralf Mikolasch (Head of Legal), Thomas G. Winkler (CEO), Franz Panwinkler (Geschäftsführer Österreich), Patric Thate (CFO), Andreas Zangenfeind (Head of Transactions), Jan Zemanek (Geschäftsführer Tschechien bis März 2020; ab März 2020: Helmut Berghöfer, Petr Mac, Josef Wiedermann), Christian Berger (Geschäftsführer Deutschland), Peter Obernhuber (Geschäftsführer Polen), Rolf Hübner (Geschäftsführer Hotels), Sebastian Vetter (Geschäftsführer Polen), Franz Biermayer (Head of Treasury & Finance), sitzend vorne: Anna Vay (Head of Investor Relations & Corporate Communications), Bertold Wild (Vorsitzender Geschäftsführung Deutschland)

executive committee.

Das Executive Committee repräsentiert das Führungsteam von UBM. Es umfasst die drei Vorstände sowie aktuell 18 länder- und bereichsübergreifend ausgewählte Führungskräfte. Das Gremium tagt sechs- bis achtmal im Jahr, um aktuelle Entwicklungen am Markt zu evaluieren und eine Kalibrierung sicherzustellen. Gegebenenfalls wird dabei auch die strategische Ausrichtung feinjustiert. Die Mitglieder des Executive Committee tragen die Verantwortung für den Konzern und haben gemeinsam rund € 5 Mio. in UBM-Aktien investiert. Über Aktienoptionen partizipiert das Executive Committee mit 5% an der Wertsteigerung des Unternehmens.

Mehr Wert zu schaffen, ist unser großes gemeinsames Ziel. Wir verstehen darunter die Steigerung des Unternehmenswerts von UBM, gemessen am Aktienkurs. Denn das sichert uns mehr unternehmerische Freiheit und Unabhängigkeit am Markt, weil wir uns günstiger refinanzieren und mehr Großprojekte gleichzeitig umsetzen können. Davon profitieren alle UBM-Stakeholder. So sind und bleiben wir ein verlässlicher Partner für Investoren, Generalunternehmer und Lieferanten sowie ein sicherer, attraktiver Arbeitgeber für unsere Mitarbeiter.

Unser wesentlichster Beitrag zu einer positiven Kursentwicklung ist die seit Jahren anhaltende gute operative Performance von UBM. Weitere Faktoren sind die zeitliche und regionale Risikostreuung durch unser wohl austariertes Portfolio bestehend aus Kurzläufern, Brot-und-Butter-Geschäft sowie langfristigen Outperformern. "more value" bedeutet für uns auch, dass unsere Aktionäre regelmäßig am Unternehmenserfolg beteiligt werden.

more

value

rekordergebnis.

Zweites Rekordjahr in Folge

Bereits 2018 markierte ein Rekordjahr für UBM. 2019 war daher anfangs als Transformationsjahr geplant. Dank der erfolgreichen Verkaufstätigkeit im ersten Halbjahr zeichnete sich frühzeitig ab, dass wir das Rekordjahr 2018 übertreffen werden und UBM auf ein neues Ergebnisniveau heben. Statt eines Ergebnisses vor Steuern auf dem Vorjahresniveau von € 55 Mio. kündigte der UBM-Vorstand bereits zum Halbjahr für 2019 einen Anstieg auf € 65 Mio. an. Wer UBM kennt, weiß, dass wir nur versprechen, was wir auch halten können. Gemäß dem Grundsatz "Promise & Deliver" hält UBM Wort, wobei 2019 eher in die Kategorie "Overdeliver" zu reihen ist. Das passt zu unserem Anspruch, unseren Geschäftspartnern, Kunden und Aktionären immer das entscheidende Quäntchen "Mehr" zu liefern.

2019 wurde so auch die Jahres-Guidance erneut übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich auf über € 70 Mio. Der Nettogewinn erreichte den neuen Rekordwert von € 50 Mio. Und nicht nur die Finanzkennzahlen überzeugen – auch am Kapitalmarkt reüssierten wir 2019 dank unserer starken operativen Performance: Anfang 2019 war UBM € 250 Mio. wert, am Ende des Jahres mehr als € 350 Mio. In nur einem Jahr erzielten wir also eine Steigerung um € 100 Mio. oder über 40%. Dieser Kursanstieg schmolz 2020 aufgrund der weltweiten Corona-Krise wieder dahin. Wir sind aber überzeugt, dass sich unsere Fundamentaldaten zukünftig wieder in Kurssteigerungen übersetzen werden, weil sich der Kapitalmarkt langfristig nicht irrt.

Erfolgreiche Projektentwicklungen

UBM hat 2019 nicht nur einige spannende neue Projekte akquiriert, sondern auch die bestehende Projektpipeline konsequent abgearbeitet. Das Holiday Inn Gdansk City Centre beispielsweise eröffneten wir nach nur zweijähriger Bauzeit auf der historischen Speicherinsel. Auch bei den Verkäufen waren wir 2019 überaus erfolgreich: Knapp eineinhalb Jahre vor Fertigstellung verkaufte UBM die letzten Bauteile des Quartier Belvedere Central (QBC) an einen internationalen Investor. Der Forward Deal umfasst die Büroimmobilien QBC 1&2 mit einer vermietbaren Fläche von mehr als 37.000 m2. Damit schließt UBM das Erfolgsprojekt QBC, Teil des neuen Financial Districts Wien, ab. Zum Jahresende 2019 veräußerte UBM noch drei in Entwicklung befindliche Projekte knapp zwei Jahre vor Fertigstellung: zwei Hotels in Polen und ein Wohnbauprojekt in Wien.

Transparenz zahlt sich aus

Nicht nur ergebnisseitig übertrifft UBM die gesteckten Ziele regelmäßig. Auch die starke Bilanz stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar. Mit einer Eigenkapitalquote von 35% ist UBM mit Ende 2019 finanziell sehr gut aufgestellt. Dies schätzen nicht nur unsere Aktionäre, sondern vor allem auch unsere Fremdkapitalgeber. Bei Anleihen hat sich unser Risikoaufschlag in den vergangenen Jahren halbiert. Noch nie konnten wir uns so günstig refinanzieren wie 2019. Das unterstützt unser strategisches Ziel – die Steigerung des Unternehmenswerts gemessen am Aktienkurs.

nachhaltige erträge.

Risikostreuung durch breites Portfolio

Das Jahr 2020 wird aufgrund der aktuellen COVID-19-Pandemie herausfordernd. Wir bereiten uns konsequent darauf vor, mittelfristig wieder nachhaltige Ergebnissteigerungen zu erzielen. Denn wir haben in der Vergangenheit bewiesen: UBM hat nicht den Anspruch, nur punktuell hohe Erträge zu liefern, sondern eine kontinuierliche und nachhaltige Ertragsentwicklung. Besonders aktuell gehen wir mit unserer Liquidität sehr vorsichtig um und achten bei zukünftigen Akquisitionen noch mehr darauf, dass sie perfekt auf die zeitliche und regionale Risikostreuung des UBM-Portfolios abgestimmt sind. Im Mittelpunkt steht ein optimaler Mix aus Schnelldrehern, Projekten mit Durchlaufzeiten von drei bis vier Jahren sowie langfristigeren Outperformern.

Unser nachhaltiges Geschäftsmodell

Seit Jahren beweist UBM, dass auch Developer – bei entsprechender Portfoliostruktur – nachhaltige Erträge abliefern können. Unser erster Schritt: Wir konzentrieren uns auf das, was wir am besten können – die Entwicklung von Immobilien. Wir haben das Bestandsportfolio von über € 750 Mio. in den letzten Jahren um mehr als die Hälfte reduziert, um unsere Ressourcen für das ertragreichere Development einsetzen zu können. Das UBM-Hotelpachtgeschäft sichert uns überdies den direkten Draht zu den großen Hotelbetreibern – und damit eine zusätzliche Expertise. Diese kommt UBM bei jedem neuen Hotelprojekt zugute.

Risiken managen wir doppelt

Bei der Risikominimierung gehen wir auf Nummer sicher. Zum einen zielen wir darauf ab, mit Forward-Verkäufen schon vor der Fertigstellung unserer Projekte Transaktionssicherheit zu schaffen. So sind Anfang 2020 bereits alle Hotel- und Büroprojekte, die in diesem Jahr fertiggestellt werden, forward verkauft. Auch die Verkaufstätigkeit der Wohnimmobilien ist bereits weit fortgeschritten. Zum anderen nutzt UBM zahlreiche Joint Ventures, um die Anzahl der Transaktionen zu erhöhen. Damit schaffen wir eine zeitlich und regional breiter angelegte Portfoliostreuung. Beide Maßnahmen addierten sich auch 2019 zu einem effizienten Risikomanagement.

Das Börsenjahr im Überblick

UBM startete das Jahr mit einem Kurs von € 33,40, im Sommer pendelte sich der Kurs bei rund € 39 ein. Nach Bekanntgabe des Rekordergebnisses zum Halbjahr stieß er in neue Höhen vor. Am 18. Oktober wurde mit € 44,00 ein neues Allzeithoch erreicht, das bereits vier Handelstage später überboten wurde. Dieser Trend setzte sich weiter fort – die Aktie erreichte am 19. Dezember das Jahreshoch von € 47,90. Das Jahr 2019 schloss die UBM-Aktie mit einem Kurs von € 47,20, was einem Anstieg von 41% seit Ende Dezember 2018 entspricht. Damit performte die Aktie deutlich besser als der Markt. Der österreichische Leitindex ATX stieg im gleichen Zeitraum um 16%.

wert.

Wertsteigerungspotenzial

UBM ist ein etablierter Projektentwickler mit jahrzehntelanger Erfahrung und einem klaren Fokus auf Risikomanagement. Wir achten auf einen optimalen Portfoliomix, um laufende Erträge zu generieren. Dies kam 2019 am Markt verstärkt an. Diesen Grundpfeilern unserer Kapitalmarktpositionierung werden die Investoren nach dem Überwinden des ersten Schocks an den internationalen Kapitalmärkten auch wieder mehr Beachtung schenken. Dieser Meinung sind auch die Analysehäuser, von denen UBM derzeit gecovert wird. Alle sechs geben aktuell eine Kaufempfehlung ab.

Investoren sollen partizipieren

Mehr Wert heißt für uns auch, UBM-Aktionäre an der erfolgreichen Unternehmensentwicklung laufend partizipieren zu lassen. Wir berücksichtigen bei der Dividendenausschüttung sowohl die historische Entwicklung als auch die künftige Ertragserwartung. Auf Basis des Rekordjahres 2019 und im Hinblick auf das aktuell herausfordernde und unsichere Marktumfeld schlagen wir der Hauptversammlung eine stabile Dividende von € 2,20 vor. Die Ausschüttungsquote sinkt damit auf 31% gegenüber 41% in den Vorjahren, was auch eine Vorsichtsmaßnahme in Hinblick auf die zu erwartende Rezession infolge der COVID-19-Pandemie darstellt.

Mit dem Kapitalmarkt im Gespräch

UBM bekennt sich zum kontinuierlichen Dialog und stellt eine transparente, zeitnahe Informationspolitik ins Zentrum ihrer Kommunikationsstrategie – auch in schwierigen Zeiten. Damit wollen wir allen Anlegern ein faires und realistisches Bild unseres Unternehmens vermitteln. Überzeugt vom Potenzial des Unternehmens ist auch das Management: Das UBM Executive Committee (Seite 4), bestehend aus den Top-Führungskräften, hat € 5 Mio. in UBM investiert. Die Interessen von Investoren und dem UBM-Management sind also bestens synchronisiert.

Derzeit ist der umsichtige Umgang mit unserer vergleichsweise hohen Liquidität oberstes Gebot – denn dies schafft einen langen Atem. Unser Anspruch ist es, für möglichst alle Szenarien gerüstet zu sein. Wir bleiben geduldig, um zum richtigen Zeitpunkt Chancen nutzen zu können. Der Megatrend Urbanisierung wird nicht verschwinden – davon profitiert UBM auch in Zukunft. Davon sind wir überzeugt.

Anfang 2020 verfügen wir über eine Rekordpipeline von € 2,5 Mrd. für die kommenden vier Jahre. Durch unsere starke Bilanz, unsere Liquidität und das Vertrauen unserer Investoren haben wir die notwendigen Ressourcen, um diese Pipeline konsequent abzuarbeiten. Dabei soll auch das "Mehr an Zukunft" für alle Stakeholder nicht zu kurz kommen. Denn bei jedem Projekt bringen wir starke Kundenorientierung, hohe Rendite-Anforderungen und ausgeprägte Nachhaltigkeit in eine attraktive Balance.

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future

flexibilität.

Starke Bilanz und Cash-Bestand

Wir haben sowohl unsere Bilanz- als auch die Finanzierungsstruktur in den vergangenen Jahren grundlegend optimiert. Der Korridor für unsere Eigenkapitalquote liegt bei 30–35%, der Richtwert für die Relation von Netto– verschuldung zu Bilanzsumme bei 50%. Mit Ende der Berichtsperiode lagen diese Kennzahlen bei konservativen 35% bzw. 34 %, womit sich Handlungsspielräume eröffnen.

Unsere Pipeline hat Mitte 2019 erstmals die Zwei-Milliarden-Euro-Schwelle durchbrochen. Aber der Plafond war noch nicht erreicht. So wurden erst kürzlich zwei absolute Leuchtturmprojekte akquiriert. In Frankfurt entwickelt UBM das neue FAZ-Headquarter. In Prag wird UBM rund 300 Wohneinheiten errichten. Wir fokussieren uns auf Großprojekte, die sich ausschließlich in europäischen Top-Städten befinden. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die von Investoren geforderten Risikoprämien je nach Assetklasse ansteigen und Investoren selektiver vorgehen werden. Ein wahrscheinlich über Jahre tiefbleibendes Zinsniveau könnte andererseits den Mangel an Investitionsalternativen verschärfen und die Nachfrage nach Immobilien erhöhen. Wir beobachten den Markt genau.

Megatrend Urbanisierung

Sollte die aktuelle Corona-Pandemie unsere Lebens- und Arbeitsgewohnheiten nicht langfristig komplett verändern, ist davon auszugehen, dass der Megatrend Urbanisierung die Nachfrage nach Projekten von UBM weiterhin unterstützt. Wir blieben auch 2019 unserer Strategie treu, ausschließlich auf Metropolen wie zum Beispiel Wien, Berlin, München oder Prag zu setzen.

Der Bedarf an Wohnraum in den Städten ist weiterhin hoch und das sollte auch mittelfristig so bleiben. Denn Wohnraum in der Stadt wird immer begrenzter. City-Tourismus und damit Kurzreisen in attraktive europäische Städte boomten 2019. Diesen Trend erkannte UBM schon Anfang der 1990er-Jahre und ist heute bei der Umsetzung neuer, innovativer Hotelkonzepte mit einem hohen Designanspruch führend. Der City-Tourismus und Geschäftsreisen wurden durch Reisebeschränkungen 2020 abrupt unterbrochen. Sollte Corona unsere Lebensgewohnheiten nicht grundlegend ändern, wird dieser Trend wieder aufleben. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Von unserer Hotelexpertise profitieren wir außerdem bei unseren Büroentwicklungen, denn moderne Bürogebäude bieten längst mehr als nur Arbeitsplätze. Sie sind Lebens- und Kommunikationsräume, wo sich Menschen wohlfühlen müssen, um produktiv sein zu können.

rekordpipeline.

Prall gefüllte Pipeline

Die UBM-Entwicklungspipeline hat Anfang 2020 einen neuen Rekordwert von € 2,5 Mrd. erreicht. Dies gelang uns durch folgende drei Differenzierungsmerkmale: Erstens – wir sind aktuell in zwölf Metropolen in Europa länderübergreifend tätig und unterscheiden uns dadurch oft von rein lokaler Konkurrenz. Zweitens – durch unsere finanzielle Stärke sind wir bei der Projektakquisition schneller und können auch mehrere Großprojekte parallel abwickeln. Und zu guter Letzt – unsere jahrzehntelange Marktpräsenz und unser Ruf als verlässlicher Partner verschaffen uns Zugang zu Off-Market Deals und strategischen Partnerschaften.

Top-Projekte aus unserer Pipeline

Ein absolutes Leuchtturmprojekt unserer Pipeline ist das neue Andaz Hotel im denkmalgeschützten Sugar Palace von Prag, der an den weltbekannten Jindřišská-Turm angrenzt. Das Luxushotel mit ca. 175 Zimmern entsteht durch die Rekonstruktion des von 1912 bis 1916 für den Versicherungsverein der Zuckerindustrie erbauten, neoklassizistischen Gebäudes und wird Ende 2021 fertiggestellt. In der tschechischen Metropole verwirklicht UBM außerdem ein neues Wohnprojekt. Auf einer Entwicklungsfläche von rund 80.000 m2 entsteht in einem der aufstrebenden Bezirke Prags bis 2023 die Arcus City mit rund 300 modernen Wohneinheiten.

Beispielhaft für die Assetklasse Büro ist der innovative FAZ-Tower im begehrten Frankfurter Europaviertel. Das eindrucksvolle Großprojekt erstreckt sich über 18 Etagen auf einer Bruttogrundfläche von 27.300 m2. Prominenter Mieter ist die renommierte Frankfurter Allgemeine Zeitung, die hier ihre Zentrale einrichtet. Damit entwickelt UBM – nach Zalando und Scout24 – innerhalb kürzester Zeit das dritte Headquarter für ein namhaftes deutsches Unternehmen. Zu dem bis 2022 fertiggestellten Ensemble gehört ein angrenzendes siebenstöckiges Hotel mit rund 350 Zimmern.

Auch in der UBM-Heimatstadt Wien ist die Pipeline sehr gut gefüllt. Aktuell wird die größte Quartiersentwicklung der UBM-Geschichte, das QBC, mit einem Verkaufsvolumen von weit über € 450 Mio. abgeschlossen. Das nächste Großprojekt mit einem ähnlichen Volumen befindet sich mit dem LeopoldQuartier in Vorbereitung. In optimaler Lage – in Gehdistanz zu Innenstadt und Augarten – entstehen moderne Lebensräume.

nachhaltige projekte.

Stets auch ökologisch engagiert

Dass unsere Geschäftstätigkeit und die Immobilien, die wir entwickeln, Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht und langfristig auch auf das globale Klima haben, ist uns bewusst. Daher achten wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Ausgestaltung unserer Haustechnik bis hin zur Klimatisierung und Beleuchtung – konsequent auf innovative, energiesparende Lösungen. Das sehen wir sozusagen als unsere Pflicht an. Und als UBM schreiten wir konsequent weiter zur Kür: So starten oder fördern wir regelmäßig vielversprechende Pilotprojekte für nachhaltige Immobilienentwicklung. Ein aktuelles Beispiel ist das Wohnbauprojekt barany.7 in Wien. Da es mehrere gleiche Baukörper umfasst, regten UBM-Mitarbeiter die Umsetzung eines Gebäudes in Holzbauweise und eine vergleichende Studie "Holz vs. Stahlbeton im Wohnbau" an. Hinsichtlich Planung, Errichtung, Verwertung und Nutzerfeedback wird dies wertvolle Einsichten für künftige Planungen liefern.

Ein weiteres ökologisches UBM-Leuchtturmprojekt ist die Hotelentwicklung Mercure Młyńska im polnischen Kattowitz. Als Industriestadt hat sich Kattowitz in besonderer Weise dem Klimaschutz verschrieben. Diese Vorreiterrolle nehmen wir ernst und streben mit dem UBM-Hotel Młyńska unter dem Motto "Clean & Green" eine LEED-Platin-Zertifizierung an. Für Nachhaltigkeit in Planung und Bau, Betrieb und Gästeerlebnis gibt es bereits konkrete Ideen. Eine begrünte Fassade beispielsweise verbessert das Mikroklima und minimiert den Lärmpegel. Das Interior Design setzt auf kurze Wege, stylisch recyceltes Mobiliar und natürliche Materialien wie Holz und Kork. Mit diesem Projekt beweist UBM, dass Kundenerlebnis und Nachhaltigkeit nicht im Gegensatz zueinander stehen.

Nachhaltig gut zusammenarbeiten

Den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung schafft UBM dank großer Erfahrung und einer sorgfältig auf aktuelle wie künftige Anforderungen austarierten Strategie. Als ebenso wesentlich sehen wir aber auch die Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter an. Zum Beispiel fördern wir Eigeninitiative und greifen konstruktive Vorschläge zur Verbesserung unserer Effizienz sowie unserer Ökobilanz konsequent auf. Unter anderem haben wir dazu die Initiative "one future. one environment." Denn wir finden, dass ein "Mehr" an Zukunft für UBM an Wert gewinnt, wenn wir es teilen.

UBM gewinnt mehr Profil nach außen. Das 2017 ausgerufene Mantra "one goal. one team. one company." erweist sich dabei als ebenso pragmatischer wie wirkungsvoller Taktgeber. Denn es erfasst unsere Zielsetzung und unsere Methode. 2019 zeigte dies beachtliche Erfolge – sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht als auch in der Wahrnehmung von UBM.

Was macht uns einmalig? Was ist unsere DNA? Was sind die Merkmale, die uns vom Wettbewerb differenzieren? Die Eigenschaften "kompetent. konsequent. transparent." sehen wir als zentral und haben sie als gemeinsame Werte definiert. Innerhalb des Unternehmens fördern sie die Identifikation und unseren Zusammenhalt. Im Markt und immer stärker auch in der Öffentlichkeit generieren sie Aufmerksamkeit, Bekanntheit, Wiedererkennung und Vertrauen. So wirken Mantra und Marke zusammen und addieren sich für UBM zu dem entscheidenden "Mehr an Profil".

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profile

klare werte.

"one goal. one team. one company."

Unser "one goal." ist es, den Unternehmenswert, gemessen am Aktienkurs, durch exzellente operative Performance zu steigern. Dies ist uns 2019 eindrucksvoll gelungen. Mit einer Kursentwicklung von über 40% in nur einem Jahr ist der Unternehmenswert von UBM um ca. € 100 Mio. gewachsen.

Dem Gedanken "one team." folgend, wollen wir als Gruppe noch stärker zusammenwachsen. 2019 brachten wir eine länderübergreifende Projektakquise zwischen Österreich und Deutschland auf den Weg. Wir bündeln Kräfte über alle Disziplinen hinweg und gestalten Prozesse in der gesamten Gruppe noch effizienter. Mit dem UBM Residential Day oder dem UBM-Hoteltag beispielsweise fördern wir den Wissenstransfer innerhalb unserer Assetklassen.

Viele Einzelmaßnahmen addierten sich 2019 zu unserem ausgeprägten Selbstverständnis und zu einem Außenbild als "one company." Ansporn und sichtbares Zeichen dieser Entwicklung ist und bleibt unsere Marke UBM Development. Wir füllen das neue Branding mit Leben und schaffen mehr Durchgängigkeit im gesamten Auftritt – von der UBM-Website über unsere Messestände bis hin zu Broschüren. Die Wirkung für UBM als Ganzes ist nicht zu übersehen.

Eine Marke mit klaren Werten

Hohe fachliche Kompetenz, konsequentes Handeln und volle Transparenz charakterisieren UBM. Genau diese Eigenschaften bilden das Fundament unseres Erfolgs und stellen gleichzeitig ein klares Versprechen dar. Wir sind "kompetent. konsequent. transparent."

kompetent. erweist sich UBM durch die nachhaltig hohe Qualität aller erbrachten Leistungen. Sie beruht auf der UBM-Historie im Bauwesen, auf unserer jahrzehntelangen Erfahrung als Entwickler und auf der ausgeprägten Expertise unserer Mitarbeiter in allen technischen Bereichen. Neben dem "technical engineering" kommt bei UBM aber auch das "financial engineering" nicht zu kurz. UBM ist breiter aufgestellt als viele Wettbewerber. Alle technischen und gestalterischen Anliegen sind bei unseren hochqualifizierten Bauingenieuren, Architekten, Interior-Designern und Haustechnikern in besten Händen. Auch die Akquise, der Verkauf oder der Hotelbetrieb werden bei UBM von ausgewiesenen Experten gemanagt. In jeder Phase unserer Projekte erkennen wir die relevantesten Aspekte und fokussieren uns auf effiziente Lösungen. Wir ermuntern unsere Mitarbeiter zu unternehmerischem Denken und zu Eigeninitiative durch kurze Entscheidungswege und flache Hierarchien. Damit schaffen wir ein Arbeitsklima, in dem sich jeder angesprochen, autorisiert und zum persönlichen Einsatz aufgerufen fühlt.

konsequent. zu handeln, ist ein weiterer Eckpfeiler unseres Selbstverständnisses. Wir bieten Verlässlichkeit mit Handschlagqualität. Vom vertraulichen Vorgespräch über den ersten Entwurf bis zur termin- und budgetgerechten Schlüsselübergabe kümmern wir uns beharrlich um jedes Detail. Einen nachträglichen Sonderwunsch behandeln wir genauso engagiert wie das große Ganze. Und wir freuen uns sehr, wenn wir dabei noch mehr bieten, als von uns erwartet wird. Darüber hinaus haben wir bei jedem Projekt den Anspruch, die Interessen aller UBM-Stakeholder und die Anforderungen des Markts gleichermaßen zu beachten. Das ist nur selten einfach, aber für UBM eine Verpflichtung.

Auch ein Zeichen von Konsequenz: Dank unserer Verbindlichkeit und Beharrlichkeit sind wir zum größten Hotelentwickler in Europa aufgestiegen. Genauso groß ist mit rund 40% aber auch der Anteil von Wohnprojekten in unserem Portfolio. UBM steht also konsequent auf einem breiten Fundament, das auch überaus stabil ist. Denn wir legen Wert auf eine starke Bilanz und entsprechende Liquidität. Wir gehen umsichtig mit Risiken um, um auch zukünftig ein verlässlicher Partner für unsere Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner und sonstige Stakeholder zu bleiben.

transparent. und demnach nachvollziehbar und berechenbar zu agieren, sehen wir nicht als lästige Pflicht, sondern als Chance. Dank der Notierung von UBM im prime market der Wiener Börse erhalten wir tagesaktuelle und exakte Bestandsaufnahmen unserer Performance. Banken, institutionelle Investoren und alle Projektpartner stehen bei uns keiner Black Box gegenüber. Im Rahmen von Investor Relations und durch unsere verstärkte Medienpräsenz vermitteln wir proaktiv ein verständliches und differenziertes Bild unseres Unternehmens. Jeder unserer Interessenten kann die Entwicklung von UBM verfolgen, klare Schlüsse ziehen und fundierte Entscheidungen treffen.

Der hohe Grad an Transparenz zahlt sich letztlich auch für uns selbst aus. Er schafft eine wesentliche Voraussetzung für unsere guten Konditionen am Kapitalmarkt und das große Vertrauen von Investoren in UBM. Eine Anleihe beispielsweise, die wir im November 2019 mit einem Kupon von 2,75% begeben haben, war innerhalb von nur eineinhalb Stunden überzeichnet. Das Maximalvolumen von € 120 Mio. wurde breit platziert. Eine derart günstige Refinanzierung stellt einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil dar.

kompetent. konsequent. transparent. In unserer 145-jährigen Unternehmensgeschichte blicken wir auf eine nachhaltige Entwicklung zurück. Ebenso lang notieren die UBM-Aktien an der Wiener Börse und seit 2016 im prime market, dem Segment mit der höchsten Transparenz. Mit einem starken Kernaktionär und einem schlagkräftigen Executive Committee setzen wir unsere Erfolgsgeschichte fort.

Wir halten an unserer strategischen Ausrichtung fest und konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft – die Immobilienentwicklung. Neben einem klaren Fokus auf Top-Metropolen und die drei Assetklassen Hotel, Wohnen und Büro behalten wir das Risiko- und Ertragsprofil des Projektportfolios immer klar im Blick. Die konsequente Umsetzung unserer Unternehmensstrategie spiegelt sich auch im Berichtsjahr in zahlreichen operativen Highlights und Projektakquisitionen wider.

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ubm

über ubm.

fokus.

  • Drei Assetklassen: Hotel, Wohnen und Büro
  • Fokus auf Top-Städte Europas
  • Gesamte Development-Wertschöpfungskette in-house

börse.

  • Top-Management (Executive Committee) mit € 5 Mio. in UBM investiert
  • Optionen sichern dem Management 5% der Wertsteigerung
  • Syndikat Ortner & Strauss mit rund 39% Kernaktionär
  • Prime Market Listing an der Wiener Börse sichert maximale Transparenz

pipeline.

  • Development-Pipeline von € 2,5 Mrd. (2020−2023)
  • 16 Stadthotels mit mehr als 4.000 Zimmern
  • 3.500 Wohnungen in Entwicklung
  • 100.000 m² Bürofläche in Entwicklung

track record.

  • Mehr als 145-jährige Unternehmensgeschichte
  • Nachhaltige Ertragsentwicklung über Jahrzehnte
  • 55 Hotels mit mehr als 11.800 Zimmern seit Beginn der 1990er-Jahre

strategie.

UBM Development hält an ihrer strategischen Ausrichtung fest und konzentriert sich auf das ureigene Kerngeschäft – die Immobilienentwicklung. Neben einem klaren Fokus auf Top-Metropolen und drei Assetklassen behält UBM auch das Risiko- und Ertragsprofil des Projektportfolios immer klar im Blick, um nachhaltige und kontinuierliche Erträge abzuliefern.

Klare Akzente bringen Profil

UBM fokussiert auf die europäischen Metropolen wie Wien, Berlin, München oder Prag. Jeweils rund 40% der Investitionen sollen in den Top-Städten Deutschlands und Österreichs und etwa 20% in anderen Märkten getätigt werden. Festgehalten wird an der Fokussierung auf die drei Assetklassen Hotel, Wohnen und Büro. Wir entwickeln ganze Stadtquartiere und außergewöhnliche Immobilien in Top-Lagen. Von der Planung bis zur Vermarktung bietet UBM alle Leistungen aus einer Hand.

Risiken konsequent minimieren

Strategisch steht bei der Geschäftstätigkeit die Minimierung des Risikos im Mittelpunkt. Dies wird in mehreren Dimensionen erreicht. Bei Transaktionen zielt UBM darauf ab, durch Forward-Verkäufe eine frühzeitige Transaktionssicherheit herzustellen. Gleichzeitig wird durch Joint Ventures eine "Asset-light-Strategie" verfolgt. Dies ermöglicht eine breitere Portfoliostreuung.

Gruppenweit einheitliche Prozesse

Operativ wird durch die Vereinheitlichung von Prozessen und durch ein institutionalisiertes 360°-Prinzip eine wesentliche Risikominimierung angestrebt. Konkreter gesagt: Im Rahmen des Effizienzprogramms "Next Level" wurden sämtliche Kern- und Support-Prozesse auf Basis definierter "Quality Gates" überprüft und verbindlich für den gesamten Konzern festgelegt.

Finanzstrategie beibehalten

Auch die Ausrichtung auf ein ausgewogenes Bilanzbild bleibt bestehen. Vier Eckpfeiler stehen dabei im Fokus: die Erhöhung des Eigenkapitals, eine möglichst kurze Bilanzsumme, die Kontrolle der Nettoverschuldung und die Glättung des Rückzahlungsprofils. Auch wenn hier in der Vergangenheit bereits erhebliche Fortschritte erzielt wurden, bleiben diese Aspekte im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung im Fokus.

Dividendenpolitik mit Kontinuität

Die Dividendenpolitik von UBM basiert auf Kontinuität und reflektiert die aktuelle und zukünftige Ertragskraft des Unternehmens. Auf Basis des Rekordjahres 2019, aber auch im Hinblick auf das zukünftig herausfordernde Marktumfeld infolge der COVID-19-Pandemie, wird der Hauptversammlung eine stabile Dividende von € 2,20 vorgeschlagen.

highlights 2019.

Erstes voco Hotel in den Niederlanden

Die InterContinental Hotels Group (IHG) setzt bei ihrem ersten voco Hotel am Kontinent auf die Expertise von UBM. In einem ehemaligen Bankgebäude mit historischem Charakter entwickelt UBM im Stadtzentrum von Den Haag bis 2021 rund 200 Zimmer und Suiten im Upscale-Segment.

Moderne Stadtentwicklung in Wien

Mit dem LeopoldQuartier entwickelt UBM ein Großprojekt auf einem Areal von über 23.000 m² an der Oberen Donaustraße. Die hervorragende Lage zwischen der Wiener Innenstadt und dem Augarten macht das grüne Stadtquartier zu einer weiteren Top-Adresse von UBM.

q1. q2.

Opening des Holiday Inn in Danzig

Ende Juni feierte UBM gemeinsam mit dem Betreiber IHG und der neuen Eigentümerin Union Investment die Eröffnung des Holiday Inn. Unter den ausgewählten Gästen waren Danzigs Bürgermeisterin Aleksandra Dulkiewicz und der ehemalige polnische Präsident Lech Wałęsa.

Wohnentwicklung in Wiener Top-Lage

Anfang Juli erwarb UBM eine Liegenschaft mit einer Fläche von über 9.000 m2 an der Siebenbrunnengasse im fünften Wiener Gemeindebezirk. Ab Anfang 2020 sollen in diesem aufstrebenden Stadtviertel rund 170 moderne Wohneinheiten sowie Gewerbeflächen entstehen.

QBC 1&2 für € 233 Mio. forward verkauft

Knapp eineinhalb Jahre vor Fertigstellung wurden die letzten Bauteile des Quartier Belvedere Central, die Büroimmobilie QBC 1&2, im Rahmen eines Forward Deals erfolgreich verkauft. Mehr als 70 % der vermietbaren Fläche von 37.000 m2 sind bereits vergeben.

q3. q4.

UBM schließt 2019 mit drei weiteren Verkäufen

Mit zwei Hotels in Polen, in Kattowitz und Krakau, und dem Wohnbauprojekt Baranygasse in Wien wurden drei Projekte im Rahmen von Forward Deals verkauft. Der Veräußerungserlös belief sich knapp zwei Jahre vor Fertigstellung auf rund € 120 Mio.

aktie.

Entwicklung der Börsen

Die Aktienmärkte wiesen 2019 einen durchwegs positiven Trend auf. Nach einer schwachen Schlussphase im Dezember 2018 begann eine Zeit der Erholung an den internationalen Börsen. Einen ersten Einbruch verzeichneten die Märkte Anfang Mai, nachdem Gespräche über den Handelskrieg zwischen den USA und China kein Ergebnis brachten. Im Dezember wurde mit dem "Phase One Deal" eine erste Einigung erzielt, die von den Märkten wohlwollend aufgenommen wurde, und so schloss der globale Aktienindex MSCI World das Jahr 2019 mit einem Plus von 25,2 %.

Neben dem Handelskonflikt beschäftigte die US-Börsen vor allem die zinspolitische Neuausrichtung der Federal Reserve. Insgesamt drei Zinssenkungen zwischen Juli und Oktober trugen zu einem Anstieg des Dow Jones Industrial Index um 22,3 % bei. Die europäischen Märkte folgten weitgehend dem internationalen Verlauf. Der Brexit sorgte aber auch 2019 zusätzlich für Unsicherheit. Die ersten Erfolge im Handelsstreit und das Versprechen Johnsons, Großbritannien bis 31. Jänner 2020 aus der Europäischen Union zu führen, gaben den Börsen Stabilität und so schloss der Euro STOXX 50 um 24,8 % höher als im Vergleich zum Vorjahresultimo.

Der deutsche Leitindex spiegelte zum Großteil die Sorgen im internationalen Handelskrieg wider. Als exportorientierte Volkswirtschaft bekam Deutschland die wiederholten Eskalationen stark zu spüren. Das Jahr 2019 beendete der DAX mit einer Wertsteigerung von 25,5 % leicht besser als der gesamteuropäische Index. Die Entwicklung an der Wiener Börse war bis Ende Mai richtungsgleich mit den internationalen Indizes. Danach folgte für den ATX eine Phase mit hoher Volatilität und geringer positiver Kursentwicklung, bis es ab Mitte Oktober wieder zu signifikanten Gewinnen kam. Das Gesamtjahr schloss der österreichische Leitindex mit einem Plus von 16,1 %.

Nach weltweit deutlichen Kursanstiegen in 2019 trübten sich die Perspektiven für das Jahr 2020 deutlich ein. Der Ausbruch der weltweiten COVID-19-Pandemie führte zu einem regelrechten Verfall an den globalen Aktienmärkten. Auch der ATX fiel von Jänner bis Ende März 2020 um 37,2 %.

Entwicklung der UBM-Aktie

Die UBM-Aktie notiert seit 10. April 1873 an der Wiener Börse. Seit 22. August 2016 sind die Aktien von UBM im prime market, dem Top-Segment der Wiener Börse mit den höchsten Transparenzstandards, gelistet. Außerdem sind die Aktien im österreichischen Immobilienindex IATX enthalten.

Nach den starken Kursverlusten des vierten Quartals 2018, von denen auch die UBM-Aktie nicht verschont blieb, begann eine Phase der Erholung, die Ende April in einem Plus von 25,7 % gipfelte. Der größte Anstieg folgte nach der Veröffentlichung des Jahresergebnisses 2018, der aber bis Mitte Juli wieder abgegeben werden musste. Nach einem kurzweiligen Anstieg Ende Juli pendelte sich der Kurs bei rund € 39 ein, um nach Bekanntgabe des Rekordergebnisses zum Halbjahr in neue Höhen vorzustoßen. Am 18. Oktober wurde mit € 44,50 ein neues Allzeithoch erreicht, welches bereits vier Handelstage später überboten wurde. Dieser Trend setzte sich weiter fort und so konnte am 19. Dezember das Jahreshoch von € 47,90 erreicht werden. Das Jahr 2019 schloss die UBM-Aktie mit einem Kurs von € 47,20, was einem Anstieg von 41,3 % seit Ende Dezember 2018 entspricht. So lag die Kursperformance per 31. Dezember um 25 Prozentpunkte über dem ATX. Die Börsenkapitalisierung betrug zum Jahresultimo rund € 353 Mio.

Auch die UBM-Aktie blieb von dem Verfall an den globalen Börsen im Jahr 2020 nicht verschont. Nach dem Erreichen des neuen Allzeithochs von € 50,00 Ende Jänner begann im Laufe des Februar korrespondierend mit den internationalen Märkten eine deutliche Abwärtsbewegung. Bis Ende März reduzierte sich der Aktienkurs der UBM um 41,9 %.

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der UBM-Aktie lag für den Zeitraum Jänner bis Dezember 2019 bei 3.570 Aktien pro Tag (2018: 4.589), was einem Rückgang von 21 % entspricht. Der Gesamtstückumsatz belief sich auf rund 900.000. Stück. Die Umsätze entwickelten sich jedoch deutlich besser als die der anderen Small Caps an der Wiener Börse (< € 1 Mrd. Market Cap), deren Umsätze um 41 % zurückgingen.

Entwicklung der UBM-Aktie im Indexvergleich und Handelsvolumen 2019

Kennzahlen der UBM-Aktie

(in €) 2019 2018 2017
Kurs per Jahresultimo 47,20 33,40 40,80
Jahreshöchstkurs 47,90 43,90 40,99
Jahrestiefstkurs 34,20 33,40 31,01
Ergebnis je Aktie 7,10 5,31 4,88
Dividende je Aktie 2,20¹ 2,20 2,00
Dividendenrendite (in %)2 4,7% 6,6% 4,9%
Ausschüttungsquote (in %) 31,0% 41,4% 41,0%
Marktkapitalisierung (in € Mio., Stand 31.12.) 352,7 249,6 304,9
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 6,6 6,3 8,4
Anzahl der Aktien (gewichteter Durchschnitt) 7.472.180 7.472.180 7.472.180

1 Vorbehaltlich Zustimmung der Hauptversammlung

2 Bezogen auf den Kurs per Jahresultimo

Analystencoverage

Die folgenden Investmenthäuser veröffentlichten 2019 regelmäßig Einschätzungen und Analysen zu UBM: Baader Bank, Erste Group, Hauck & Aufhäuser, Raiffeisen Centrobank und SRC Research. In Summe gab es mit Ende Dezember fünf Kaufempfehlung für die UBM-Aktie. Das Kursziel lag auf Basis des Analystenkonsensus bei € 52,20. Im Februar 2020 nahm die M.M.Warburg & CO die UBM in ihre Coverage auf. Mit Ende März 2020 gaben alle sechs Investmenthäuser eine Kaufempfehlung für die UBM-Aktie.

Aktionärsstruktur

Das Grundkapital von UBM betrug zum 31. Dezember 2019 € 22.416.540 und ist in 7.472.180 Aktien eingeteilt. Das Syndikat aus IGO-Ortner-Gruppe und Strauss-Gruppe hielt zum Stichtag unverändert 38,8 % der ausstehenden Aktien. Zusätzlich hielt die IGO-Ortner-Gruppe außerhalb des Syndikats 6,1 % an UBM. 5,0 % wurden vom Privatinvestor Jochen Dickinger gehalten. Insgesamt befanden sich 50,1 % der Aktien im Streubesitz, darin sind Anteile des Vorstands und Aufsichtsrats von 3,7 % inkludiert. Der weitere Streubesitz entfiel zum größten Teil auf Investoren aus Österreich (42 %). Der Anteil deutscher Investoren lag bei 36 %, gefolgt von UK mit 10 %. Rund 8 % verteilten sich auf die übrigen europäischen Länder und 4 % entfielen auf sonstige Investoren.

Dividendenpolitik

UBM verfolgt eine Dividendenpolitik, die von Kontinuität geprägt ist und die zukünftige Ertragskraft des Unternehmens reflektiert. Der konkrete Dividendenvorschlag wird in der Regel mit der Veröffentlichung des Jahresergebnisses vorgelegt. Für das Jahr 2019 schlägt UBM trotz eines deutlichen Ergebnisanstiegs eine stabile Dividende von € 2,20 vor (2018: € 2,20). Die Ausschüttungsquote beläuft sich damit auf 31,0 % (2018: 41,4 %). Das Unternehmen lässt damit seine Aktionäre am höchst erfolgreichen Geschäftsjahr 2019 partizipieren, berücksichtigt aber auch das aktuell herausfordernde Marktumfeld und die infolge der COVID-19-Pandemie zu erwartende Rezession. Auf Basis des Schlusskurses von € 47,20 per 31. Dezember 2019 lag die Dividendenrendite bei 4,7 %.

Anleihen

Zum Bilanzstichtag hatte UBM acht ausstehende Anleihen, darunter zwei Hybridanleihen, eine Inhaberschuldverschreibung sowie ein Schuldscheindarlehen (Details siehe Tabelle rechts).

Mitte Juni wurde die 2018 begebene fünfjährige UBM-Anleihe mit einem Kupon von 3,125 % um € 45 Mio. auf € 120 Mio. aufgestockt. Im Oktober begab UBM erstmals eine sechsjährige Anleihe mit einem Volumen von € 120 Mio. und einem jährlichen Kupon von 2,750 %. Im Rahmen dieser Transaktion hatten Investoren der bestehenden UBM-Anleihe 2015–2020 die Möglichkeit zum Umtausch. Investoren entschieden sich im Ausmaß von rund € 25 Mio. für einen Umtausch. Die Umtauschquote lag damit bei insgesamt rund 33,55 %. Die Anleihe wurde bereits am ersten Tag der Bar-Zeichnungsfrist mit einem Maximalvolumen von € 120 Mio. platziert. Die Bücher mussten aufgrund der außerordentlich starken Nachfrage bereits eineinhalb Stunden nach Öffnung wieder geschlossen werden.

Investor Relations

Für UBM stehen der kontinuierliche Dialog und transparente, zeitnahe Informationspolitik im Zentrum der Kommunikationsstrategie. Beides zielt darauf ab, dass sich alle Anleger ein faires und realistisches Bild vom Unternehmen machen können. Das gilt auch und insbesondere in einem schwierigen Marktumfeld. In ihrer Investor-Relations-Arbeit fokussiert sich UBM auf den Kontakt zu bestehenden Investoren sowie auf die Gewinnung neuer, möglichst langfristig orientierter Investoren. Neben zahlreichen Meetings mit Investoren und Analysten in den wichtigsten europäischen Finanzzentren – u. a. in London, Wien, Frankfurt, München und Zürich – nahm UBM an zahlreichen internationalen Investmentkonferenzen teil. Darüber hinaus berichtet das Unternehmen im Rahmen von vierteljährlichen Telefonkonferenzen für Analysten, institutionelle Investoren und Banken sowie bei Presseterminen umfassend über den Geschäftsverlauf.

Regionale Verteilung des Streubesitzes (in %) Aktionärsstruktur (in %) 2 5,0% Jochen Dickinger 50,1% Streubesitz 38,8% 1 Syndikat Ortner/Strauss 6,1% IGO-Ortner-Gruppe

1 inkl. Vorstand und Aufsichtsrat (3,7%) —

davon Thomas G. Winkler 75.000 Stück, Martin Löcker 12.260 Stück, Patric Thate 10.000 Stück

2 geografischer Split exkl. 3,7% Vorstand und Aufsichtsrat

Anleihen 2020
Laufzeit Nominale
(in € Mio.)
Kupon Zinszahlungs
termin
2019–2025 120,0 2,75% 13.11.
2018–2023 120,0 3,125% 16.11.
2017–2022 150,0 3,25% 11.10.
2015–2020 49,8 4,25% 9.6. & 9.12.
2016–2021 32,0 3,876% 21.11.
2016–2021 18,5 3,876% 21.11.
unbegrenzte Laufzeit 100,0 5,50% 1.3.
unbegrenzte Laufzeit 25,3 6,00% nach HV

Finanzkalender 2020

Nachweisstichtag Hauptversammlung 18.5.2020
Veröffentlichung Q1-Bericht 2020 26.5.2020
139. ordentliche Hauptversammlung, Wien 28.5.2020
Handel ex Dividende 3.6.2020
Record Date Dividende 4.6.2020
Zahltag Dividende 5.6.2020
Veröffentlichung Halbjahresbericht 2020 27.8.2020
Veröffentlichung Q1–3-Bericht 2020 26.11.2020

45

Corporate-Governance-Bericht

  • Bericht des Aufsichtsrats
  • 36 Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex
  • Comply-or-Explain-Katalog
  • Mitglieder des Vorstands
  • Vorstand
  • Aufsichtsrat
  • Ausschüsse des Aufsichtsrats
  • Frauenförderung
  • Diversitätskonzept
  • Vergütungsbericht

aufsichtsrat.

Mit einem Rekordergebnis von über € 50 Mio. nach Steuern blickt UBM auf das erfolgreichste Geschäftsjahr in der Unternehmensgeschichte zurück. Gleichzeitig wurde die Bilanzund Finanzierungsstruktur weiter optimiert. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand laufend und umfassend über die Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie informiert. Darüber hinaus wurde die strategische Ausrichtung des Unternehmens stetig evaluiert und mit dem Vorstand diskutiert. Der Aufsichtsrat hat alle dafür notwendigen Beschlüsse ausführlich geprüft und ohne Gegenstimme beschlossen. In diesem Sinn hat der Aufsichtsrat die Entwicklung der Gesellschaft im Rahmen der ihm zukommenden Aufgaben aktiv begleitet und unterstützt. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat gemäß § 81 AktG laufend durch mündliche und schriftliche Berichte zeitnah und umfassend über den Gang der Geschäfte, über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns und seiner Beteiligungen, über Personal- und Planungsfragen sowie über Investitions- und Akquisitionsvorhaben. Neben der Strategie wurden die künftige Geschäftspolitik und das Risikomanagement mit dem Aufsichtsrat besprochen.

Der Aufsichtsrat fasste in fünf Sitzungen die jeweils erforderlichen Beschlüsse. Für die zustimmungspflichtigen Geschäfte gemäß § 95 Abs. 5 AktG wurden die erforderlichen Genehmigungen eingeholt; in dringenden Fällen in Form schriftlicher Stimmabgabe. Die durchschnittliche Präsenzrate in den Aufsichtsratssitzungen betrug 90 %. Ein Zusammentreten des Nominierungsausschusses war im Geschäftsjahr 2019 nicht erforderlich. Der Vergütungsausschuss hielt im Geschäftsjahr 2019 eine Sitzung am 9. April 2019 ab. Besprochen wurden unter anderem die Erhöhung des festen und variablen Gehaltsbezugs für die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, DI Martin Löcker und Dipl.-Ök. Patric Thate sowie die Festsetzung der Jahresboni für alle Mitglieder des Vorstands. Der Prüfungsausschuss hielt im Geschäftsjahr 2019 vier Sitzungen ab. Am 9. April 2019 fand eine Sitzung des Prüfungsausschusses zur Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses 2018 unter Beiziehung des Abschlussprüfers statt. In derselben Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat unter anderem auch mit der Wahl des Abschlussprüfers für den Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019. In der unter Beiziehung des Abschlussprüfers stattfindenden Prüfungsausschusssitzung am 19. September 2019 befasste sich der Prüfungsausschuss unter anderem mit dem Bericht des Vorstands über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems und des Risikomanagements (Fraud) sowie der Compliance (Corruption) im Sinne der Regeln 18 und 18a des Österreichischen Corporate Governance Kodex sowie der Prüfungsplanung von Einzel- und Konzernabschluss. Am 3. Dezember 2019 fand eine Sitzung des Prüfungsausschusses gemäß Regel 81a des Österreichischen Corporate Governance Kodex ohne Beisein des Vorstands statt, in welcher die Prüfungsplanung, die Prüfungsschwerpunkte und die wechselseitige Kommunikation zwischen (Konzern-)Abschlussprüfer und dem Prüfungsausschuss erörtert wurden. In der letzten Sitzung des Geschäftsjahres, am 3. Dezember 2019, befasste sich der Prüfungsausschuss entsprechend der Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex mit dem Bericht des Abschlussprüfers über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements sowie mit der Höhe des Honorarvolumens für Nichtprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 der UBM Development AG samt Anhang und Lagebericht sowie der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 und der Konzernlagebericht wurden von der BDO Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, geprüft. Die Prüfung aufgrund der Bücher und Schriften der Gesellschaft sowie der vom Vorstand erteilten Aufklärungen und Nachweise ergab, dass die Buchführung und der Jahres- und Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und zu wesentlichen Beanstandungen kein Anlass gegeben war. Der Lagebericht und der Konzernlagebericht stehen im Einklang mit dem Jahres- und Konzernabschluss. Die genannte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat daher einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für den Jahres- und Konzernabschluss erteilt.

Sämtliche Abschlussunterlagen, der Corporate-Governance-Bericht, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer wurden am 23. April 2020 im Prüfungsausschuss eingehend mit dem Prüfer behandelt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019, den Lagebericht, den Corporate-Governance-Bericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands nach intensiver Erörterung und Prüfung gebilligt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 ist damit festgestellt. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben weiters den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss 2019 sowie den Konzernlagebericht gebilligt.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung an. Die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung, in der die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2019 erfolgt, wird daher den Beschlussvorschlag über die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von € 2,20 je Aktie vorsehen. Der Aufsichtsrat dankt den Kunden und Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen und ihre Verbundenheit zu UBM sowie dem Vorstand und allen Mitarbeitern von UBM Development für den unermüdlichen Einsatz und die ausgezeichnete Arbeit im abgelaufenen Jahr.

Als Vorsitzender des Aufsichtsrats erlaube ich mir vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie einige persönliche Anmerkungen. Wir sehen uns einer Krise gegenüber, die für uns alle einschneidende Auswirkungen hat. Oberste Priorität hat natürlich die Gesundheit unserer Mitarbeiter sowie deren Familien. Stellvertretend für den Aufsichtsrat möchte ich Ihnen versichern, dass unsere größte Aufmerksamkeit und unser voller Einsatz dem wirtschaftlichen Wohlergehen und damit der Sicherung der Arbeitsplätze von UBM gilt. Aktuell sind die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft noch nicht prognostizierbar. Ich kann Ihnen aber versichern, dass UBM auf einem sicheren und stabilen Fundament steht und auch für schwierige Zeiten bestens gerüstet ist.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit,

Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Wien, im April 2020

governance.

Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex

Die UBM Development AG versteht Corporate Governance als gesamtheitliches Konzept im Kontext einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung sowie der damit verbundenen umfassenden Kontrolle. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Interesse des Unternehmens und seiner Beschäftigten eng zusammen und befinden sich in ständiger Evaluierung und Abstimmung hinsichtlich der strategischen Ausrichtung. Ein stetiger Dialog mit den relevanten Interessengruppen schafft Vertrauen und legt damit die Basis für eine zukunftsfähige Unternehmensentwicklung. Ein zentrales Anliegen von UBM ist es, die Standards einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Unternehmensführung fortzuführen und weiterzuentwickeln.

Der UBM-Konzern hat sich im August 2016 mit einer gemeinsamen Verpflichtungserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex bekannt. Gemäß § 267b UGB hat UBM als börsennotiertes Mutterunternehmen im Sinn des § 1 Z 2 BörseG 2018 einen Corporate-Governance-Bericht auf konsolidierter Basis aufzustellen. Da dem UBM-Konzern kein börsennotiertes Tochterunternehmen angehört, können sich die notwendigen Angaben auf die in § 243c UGB angeführten und an den passenden Stellen des vorliegenden Corporate-Governance-Berichts eingefügten Angaben beschränken. Seit 22. August 2016 notieren die Aktien von UBM im prime market, dem Premium-Segment der Wiener Börse, wodurch UBM auch formal zur Einhaltung erhöhter Transparenz-, Qualitäts- und Publizitätskriterien verpflichtet ist. UBM bekennt sich – unter Hinweis auf die im nachstehenden Comply-or-Explain-Katalog angeführten Abweichungen – zur Einhaltung der im Österreichischen Corporate Governance Kodex festgelegten Verhaltensregeln und sieht darin eine wesentliche Voraussetzung für verantwortungsbewusste Unternehmensführung. Der vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance veröffentlichte Österreichische Corporate Governance Kodex ist auf der Internetseite des Arbeitskreises für Corporate Governance unter www.corporate-governance.at verfügbar und öffentlich zugänglich.

Dieser Corporate-Governance-Bericht wird als Teil des Geschäftsberichts auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.ubm-development.com im Submenü Investor Relations/Finanzberichte bzw. unter Corporate Governance veröffentlicht. Entsprechend der Regel 36 des Corporate Governance Kodex führte der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2019 eine Selbstevaluierung in Form der Aussendung eines Fragebogens durch, der sich vor allem mit der Effizienz des Aufsichtsrats sowie seiner Organisation und Arbeitsweise auseinandersetzte. Die ausgewerteten Ergebnisse wurden anschließend im Aufsichtsrat diskutiert.

Comply-or-Explain-Katalog

C-Regel 27: Die Remuneration von Vorstandsmitgliedern besteht vor Umsetzung der künftigen Vergütungspolitik im Sinn der maßgebenden Rechtsvorschriften aus fixen und variablen Komponenten. Die variable Komponente orientiert sich ausschließlich am EBT eines Geschäftsjahres. Es gibt keine nicht-finanziellen Kriterien, die maßgeblich für die Höhe der variablen Vergütung sind. Damit soll dem Gedanken der Objektivierung und klaren Nachvollziehbarkeit Rechnung getragen werden.

C-Regel 27a: Die Vorstandsverträge sehen derzeit vor Umsetzung der künftigen Vergütungspolitik im Sinn der maßgebenden Rechtsvorschriften keine ausdrückliche Regelung vor, wonach Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund mehr als zwei Jahresgesamtvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags abgelten. Ebenso ist derzeit nicht vorgesehen, dass bei vorzeitiger Beendigung des Vorstandsvertrags aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund keine Abfindung zu zahlen ist. Die Vorstandsverträge enthalten keine Regelungen, wonach im Fall des vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds die Umstände des Ausscheidens und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft berücksichtigt werden sollen. Bei Abschluss der bestehenden Vorstandsverträge stand die Einhaltung der Regel 27a des Österreichischen Corporate Governance Kodex noch nicht im Vordergrund. Aus Gründen der Gleichbehandlung wurde auch beim neu abgeschlossenen Vorstandsvertrag des Finanzvorstands auf eine solche Regelung verzichtet.

C-Regel 38: Das Anforderungsprofil und die Grundlagen des Besetzungsverfahrens für Vorstandsmitglieder werden anlassbezogen definiert. Der Aufsichtsrat definiert im Fall einer Bestellung eines Vorstandsmitglieds ein jeweiliges Anforderungsprofil, wobei hier in erster Linie auf die Qualifikation, Erfahrung und Kenntnis des Geschäftsfelds des Kandidaten besonderes Augenmerk gelegt wird. Auf ein formal definiertes Besetzungsverfahren und ein allgemeines Anforderungsprofil wird im Interesse der Gesellschaft verzichtet. Dies könnte Kandidaten, trotz herausragender Qualifikationen und hervorragender Kenntnis des Geschäftsfelds, von der Bestellung zum Vorstandsmitglied ausschließen.

C-Regel 39: Die Einrichtung eines Dringlichkeitsausschusses erscheint sowohl im Hinblick auf die homogene Geschäftstätigkeit, wie sie UBM Development AG ausübt, als auch im Hinblick auf die vergleichsweise geringe Anzahl an Aufsichtsratsmitgliedern nicht erforderlich. Zur Entscheidung in dringenden Fällen wird die Möglichkeit von Umlaufbeschlüssen genutzt.

C-Regel 49: Der Abschluss von Verträgen mit Mitgliedern des Aufsichtsrats, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat gegenüber der Gesellschaft zu einer Leistung gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt verpflichten, wird gesetzeskonform vom Aufsichtsrat genehmigt. Die Veröffentlichung von Gegenstand und Entgelt wird jedoch aufgrund der damit zusammenhängenden Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse nicht vorgenommen. Im Übrigen enthält der Anhang zum Konzernabschluss der UBM Development AG Angaben zu sog. "related party transactions" (Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen), in welchen die Entgelte für Leistungen von Unternehmen angeführt werden, in denen Mitglieder des Aufsichtsrats außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat der UBM Development AG eine Organfunktion wahrnehmen bzw. an denen sie beteiligt sind.

Mitglieder des Vorstands

Mag. Thomas G. Winkler wurde 1963 in Salzburg, Österreich, geboren. Er schloss im Jahr 1985 das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Salzburg, Österreich, ab und erwarb 1987 den Master of Laws (LL.M.) an der University of Cape Town, Südafrika. Nach dem Studium begann er seine Laufbahn bei der Erste Bank AG (vormals Girozentrale), ab 1990 war er Prokurist, Leiter Investor Relations und Unternehmenssprecher bei der Maculan Holding AG. In den Jahren 1996 bis 1998 übernahm er die Position des Vizepräsidenten und Leiters Sonderprojekte bei der Magna (Europe) Holding AG. Von 1998 bis 2001 war er als Leiter des Zentralbereichs Investor Relations bei der Deutschen Telekom AG in Bonn tätig und wechselte anschließend zu T-Mobile International AG & Co. KG, wo er als Mitglied des Vorstands für den Bereich Finanzen verantwortlich zeichnete. Im Zeitraum 2007 bis 2009 war Thomas G. Winkler als selbstständiger Berater in London tätig. Von 2010 bis 2013 übernahm er die Position des Finanzvorstands der Lenzing AG. Von 2012 bis 2015 war er zusätzlich im Aufsichtsrat der ÖIAG Österreichische Industrieholding AG tätig, zuletzt als stellvertretender Vorsitzender. Ebenfalls bis April 2015 war er Vorsitzender des Audit Comittee und unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats der Bashneft JSOC, Russland. Seit 2014 ist er als Senior Advisory Board Member bei Minsait, Spanien, tätig. Mit 1. Juni 2016 übernahm Thomas G. Winkler den Vorstandsvorsitz der UBM Development AG. Er ist als Vorstandsvorsitzender und CEO verantwortlich für Strategy, Investor Relations & Communications, Transactions & Market Research, Legal & Compliance, Human Resources und Mergers & Acquisitions.

DI Martin Löcker wurde 1976 in Leoben, Österreich, geboren. Er schloss 2000 das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens/Bauwesens an der Technischen Universität Graz, Österreich, ab und erwarb 2005 einen postgraduellen Abschluss in Immobilienökonomie an der European Business School in München, Deutschland. 2001 trat er in den Dienst der PORR Gruppe und ihrer Tochtergesellschaft UBM AG, wo er für Projekte in Österreich, Frankreich und Deutschland verantwortlich war. Außerdem hat er seit 2007 Führungspositionen bei der UBM Development AG und UBM Development Deutschland GmbH (vormals: Münchner Grund) inne. Seit 1. März 2009 ist er Mitglied des Vorstands. Gemäß der Geschäftsordnung des Vorstands ist Martin Löcker verantwortlich für Project Acquisition Controlling, Operational Project Controlling, Business Development Austria, Technical Competences, Green Building CSR & Work Safety, Quality Management & Integriertes Managementsystem.

Dipl.-Ök. Patric Thate wurde 1973 in Bergisch Gladbach, Deutschland, geboren. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Wuppertal und Nottingham startete er 1999 seine Karriere bei der in Bonn ansässigen Deutschen Telekom, wo er bis Ende 2010 in diversen Führungspositionen im Finanzbereich tätig war. Danach leitete er bis 2015 als Vice President Global Finance den gesamten Finanzbereich der Lenzing AG, Österreich. Darüber hinaus war Patric Thate an internationalen Kapitalmarkttransaktionen maßgeblich beteiligt, unter anderem beim Re-IPO der Lenzing AG. Zuletzt war Patric Thate Leiter Finanzen und Mitglied des Executive Committee der UBM Development AG. Seit 1. Juli 2017 ist er Finanzvorstand von UBM und für die Bereiche Financial Controlling & Reporting, Accounting & Consolidation, Treasury, Tax, IT und Insurance verantwortlich.

Vorstand

Gemäß § 6 der Satzung von UBM besteht der Vorstand aus zwei bis sechs Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2019 bestand der Vorstand aus drei Personen. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden ernennen und stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Ist ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt, so gibt seine Stimme bei Stimmengleichheit den Ausschlag (Dirimierungsrecht). Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit (jeweils für höchstens fünf Jahre) ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung eines Vorstandsmitglieds vor Ablauf der Amtszeit widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, etwa bei grober Pflichtverletzung oder wenn die Hauptversammlung dem Vorstandsmitglied das Vertrauen entzieht. Der Vorstand hat die Geschäfte nach Maßgabe der Bestimmungen des Aktiengesetzes, der Satzung, der sonstigen Gesetze sowie der Geschäftsordnung zu führen. Der Aufsichtsrat bestimmt unter Aufrechterhaltung der Gesamtverantwortung des Vorstands die Verteilung der Geschäfte im Vorstand. Zur Vornahme der in § 95 Abs. 5 AktG in der jeweils geltenden Fassung angeführten Geschäfte bedarf der Vorstand der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Soweit in § 95 Abs. 5 AktG gesetzlich vorgesehen, legt der Aufsichtsrat Betragsgrenzen fest, bis zu welchen seine Zustimmung nicht erforderlich ist. Darüber hinaus kann der Aufsichtsrat Geschäftsarten, die zusätzlich zu den gesetzlich vorgesehenen Fällen (§ 95 Abs. 5 AktG) seiner Zustimmung bedürfen, bestimmen. Der Aufsichtsrat hat eine entsprechende Geschäftsordnung für den Vorstand zu erlassen. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat regelmäßig über seine Tätigkeit zu berichten.

Die Vorstandsmitglieder haben ihre Tätigkeit hauptberuflich auszuüben und die Geschäfte der Gesellschaft mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters zu führen. Sie haben die Geschäfte so zu leiten, wie das Wohl der Gesellschaft unter Berücksichtigung der Interessen der Aktionäre und der Arbeitnehmer sowie des öffentlichen Interesses es erfordert. Die Mitglieder des Vorstands dürfen ohne Zustimmung des Aufsichtsrats keine andere Erwerbstätigkeit ausüben und keine Organfunktionen in von der Gesellschaft nicht konsolidierten Unternehmen übernehmen.

UBM wird durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten; mit gesetzlichen Einschränkungen kann UBM auch durch je zwei Prokuristen vertreten werden. Allfällige stellvertretende Vorstandsmitglieder stehen hinsichtlich der Vertretungsmacht ordentlichen Vorstandsmitgliedern gleich.

Die nachstehende Auflistung zeigt die Mitglieder des Vorstands, ihr Geburtsdatum, ihre Position, das Datum ihrer erstmaligen Bestellung und das voraussichtliche Ende ihrer Mandatsperiode. Der Vorstand setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 aus folgenden Personen zusammen:

Mitglieder des Vorstands

Name Geburtstag Position Mitglied seit bestellt bis
Mag. Thomas G. Winkler 24.6.1963 Vorstandsvorsitzender 1.6.2016 9.4.2023
DI Martin Löcker 13.3.1976 Vorstandsmitglied 1.3.2009 9.4.2023
Dipl-Ök. Patric Thate 25.5.1973 Vorstandsmitglied 1.7.2017 9.4.2023

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen (nicht in den Konzernabschluss einbezogenen) Gesellschaften:

Mag. Thomas G. Winkler ist als Senior Advisory Board Member bei Minsait by Indra Business Consulting S.L.U. (Spanien) tätig. Die Vorstandsmitglieder DI Martin Löcker und Dipl.-Ök. Patric Thate üben keine Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen (nicht in den Konzernabschluss einbezogenen) Gesellschaften aus.

Leitungs- und Aufsichtsmandate bei wesentlichen Tochtergesellschaften:

Die Vorstandsmitglieder Mag. Thomas G. Winkler, Dipl.-Ök. Patric Thate und DI Martin Löcker nahmen zwar Leitungsfunktionen in einzelnen Projektgesellschaften, jedoch keine Leitungs- und Aufsichtsmandate in wesentlichen Tochtergesellschaften wahr.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat von UBM setzt sich aus den von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern zusammen. Weiters gehören dem Aufsichtsrat die gemäß § 110 Abs. 1 ArbVG entsandten Mitglieder an. Gemäß § 9 der Satzung von UBM beträgt die Zahl der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder mindestens drei und höchstens zwölf. Im Jahr 2019 bestand der Aufsichtsrat von UBM aus acht von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern zuzüglich vier weiterer Mitglieder, welche vom Betriebsrat als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat entsandt wurden.

Die Aufsichtsratsmitglieder werden, falls die Hauptversammlung nicht bei der Wahl für einzelne oder für alle der von ihr zu wählenden Mitglieder einen kürzeren Zeitraum beschließt, für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung gewählt, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das vierte Geschäftsjahr nach der Wahl beschließt. Das Geschäftsjahr, in dem das Aufsichtsratsmitglied gewählt wird, wird hierbei nicht mitgerechnet. Die Wiederwahl – auch ausscheidender Aufsichtsratsmitglieder – ist zulässig. Scheiden gewählte Mitglieder vor dem Ablauf der Funktionsperiode aus, so bedarf es der Ersatzwahl erst in der nächsten Hauptversammlung. Eine Ersatzwahl durch eine außerordentliche Hauptversammlung ist jedoch innerhalb von sechs Wochen vorzunehmen, wenn die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder unter drei sinkt. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Funktionsperiode des vorzeitig ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds, falls die Hauptversammlung bei der Wahl nichts anderes beschließt.

Die Bestellung zum Mitglied des Aufsichtsrats kann vor Ablauf der Funktionsperiode von der Hauptversammlung widerrufen werden. Der Beschluss bedarf einer einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats kann sein Amt unter Einhaltung einer Frist von 21 Tagen auch ohne wichtigen Grund durch schriftliche Mitteilung an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats niederlegen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, im Fall einer Amtsniederlegung durch den Vorsitzenden dessen Stellvertreter, kann einer Kürzung der Frist zustimmen.

Mit der Wahl eines Aufsichtsratsmitglieds kann gleichzeitig ein Ersatzmitglied gewählt werden, welches mit sofortiger Wirkung in den Aufsichtsrat nachrückt, wenn das Aufsichtsratsmitglied vor dem Ablauf seiner Amtszeit aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Werden mehrere Ersatzmitglieder gewählt, ist bei der Wahl die Reihenfolge zu bestimmen, in der sie für aus dem Aufsichtsrat ausscheidende Mitglieder nachrücken. Ein Ersatzmitglied kann auch für mehrere bestimmte Aufsichtsratsmitglieder gewählt werden, sodass es in den Aufsichtsrat nachrückt, wenn eines dieser Mitglieder vorzeitig aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Das Amt eines in den Aufsichtsrat nachgerückten Ersatzmitglieds erlischt, sobald ein Nachfolger für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied bestellt ist, spätestens jedoch mit Ablauf der restlichen Amtszeit des ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds. Ist das Amt eines in den Aufsichtsrat nachgerückten Ersatzmitglieds erloschen, weil ein Nachfolger für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied gewählt wurde, so bleibt es Ersatzmitglied für die weiteren Aufsichtsratsmitglieder, für die es gewählt wurde.

Der Aufsichtsrat wählt alljährlich nach der ordentlichen Hauptversammlung aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen oder zwei Stellvertreter. Im Fall von zwei Stellvertretern wird vom Aufsichtsrat die Reihenfolge der Stellvertretung festgelegt. Die Funktionsperiode dauert bis zur Beendigung der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Scheidet im Laufe der Amtszeit der Vorsitzende oder einer der gewählten Stellvertreter aus seinem Amt aus, hat der Aufsichtsrat unverzüglich eine Neuwahl für den Ausgeschiedenen vorzunehmen. Erhält bei einer Wahl niemand die einfache Mehrheit, so erfolgt eine Stichwahl zwischen den Personen, welche die meisten Stimmen erhalten haben. Ergibt die Stichwahl Stimmengleichheit, so entscheidet das Los. Scheidet im Laufe einer Funktionsperiode der Vorsitzende oder einer seiner Stellvertreter aus seinem Amt aus, hat der Aufsichtsrat unverzüglich eine Neuwahl für den Ausgeschiedenen vorzunehmen. Der Vorsitzende und die Stellvertreter können ihre jeweiligen Funktionen jederzeit unter Einhaltung einer Frist von 14 Tagen schriftlich an den Aufsichtsrat zurücklegen, auch ohne dass sie gleichzeitig aus dem Aufsichtsrat ausscheiden.

Jeder Stellvertreter des Vorsitzenden hat, wenn er in Vertretung des Vorsitzenden handelt, die gleichen Rechte und Pflichten wie dieser. Dies gilt auch für das Dirimierungsrecht bei Beschlussfassungen und bei Wahlen. Sind der Vorsitzende und dessen Stellvertreter an der Ausübung ihrer Obliegenheiten verhindert, so hat diese Obliegenheit für die Dauer der Verhinderung das an Lebensjahren älteste Aufsichtsratsmitglied zu übernehmen. Willenserklärungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse sind vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats – im Fall seiner Verhinderung von einem seiner Stellvertreter – abzugeben.

Der Aufsichtsrat gibt sich im Rahmen der gesetzlichen und der durch die Satzung aufgestellten Bestimmungen eine Geschäftsordnung. Beschlüsse des Aufsichtsrats über seine Geschäftsordnung bedürfen neben den allgemeinen Beschlusserfordernissen der Zustimmung der einfachen Mehrheit der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder.

Der Aufsichtsrat kann aus seiner Mitte Ausschüsse bilden. Ihre Aufgaben und Befugnisse sowie ihre allfällige Geschäftsordnung werden vom Aufsichtsrat festgelegt. Den Ausschüssen kann auch die Befugnis zu Entscheidungen übertragen werden. Die Ausschüsse können auf Dauer oder für einzelne Aufgaben bestellt werden. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat haben das Recht, für Ausschüsse des Aufsichtsrats Mitglieder mit Sitz und Stimme nach dem in § 110 Abs. 1 ArbVG festgelegten Verhältnis namhaft zu machen. Dies gilt nicht für Sitzungen und Abstimmungen, die die Beziehungen zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstands betreffen, ausgenommen Beschlüsse auf Bestellung oder Widerruf der Bestellung eines Vorstandsmitglieds sowie auf Einräumung von Optionen auf Aktien der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat fasst seine Beschlüsse regelmäßig in Sitzungen. Der Aufsichtsrat hat, so oft es die Interessen der Gesellschaft erfordern, mindestens aber vierteljährlich, eine Sitzung abzuhalten. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2019 fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen abgehalten. Der Vorsitzende bestimmt die Form der Sitzung, die Form der Beschlussfassung außerhalb von Sitzungen und das Verfahren zur Stimmenauszählung. Die Vorstandsmitglieder nehmen an allen Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse mit beratender Stimme teil, sofern der Vorsitzende der Sitzung nichts anderes bestimmt.

Ein Aufsichtsratsmitglied kann ein anderes schriftlich mit seiner Vertretung bei einer einzelnen Sitzung betrauen. Ein so vertretenes Mitglied ist bei der Feststellung der Beschlussfähigkeit einer Sitzung nicht mitzuzählen. Das Recht, den Vorsitz zu führen, kann nicht übertragen werden. Ein Aufsichtsratsmitglied, das verhindert ist, an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse teilzunehmen, ist berechtigt, seine schriftlichen Stimmabgaben zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung durch ein anderes Mitglied des betreffenden Gremiums überreichen zu lassen.

Nach den Vorschriften der Satzung ist der Aufsichtsrat beschlussfähig, wenn alle Mitglieder des Aufsichtsrats ordnungsgemäß eingeladen wurden und wenn mindestens drei Aufsichtsratsmitglieder, darunter der Vorsitzende oder ein Stellvertreter, an der Beschlussfassung teilnehmen. Über einen Verhandlungsgegenstand, der nicht auf der Tagesordnung steht, kann der Aufsichtsrat nur dann einen Beschluss fassen, wenn alle Aufsichtsratsmitglieder anwesend oder vertreten sind und kein Mitglied der Beschlussfassung widerspricht. Der Aufsichtsrat fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Stimmenthaltung gilt nicht als Stimmabgabe. Bei Stimmengleichheit – auch bei Wahlen – entscheidet der Vorsitzende (Dirimierungsrecht). Jeder Stellvertreter des Vorsitzenden, wenn er in Vertretung des Vorsitzenden handelt, sowie der Vorsitzende eines Ausschusses hat das Dirimierungsrecht bei Beschlussfassungen und bei Wahlen.

Personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Die nachstehende Auflistung zeigt die in der Hauptversammlung des Geschäftsjahrs 2019 neu gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats, ihr Geburtsdatum, ihre Position, das Datum ihrer ersten Bestellung zum Mitglied des Aufsichtsrats sowie das voraussichtliche Ende ihrer Amtsperiode. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft übten zum 31. Dezember 2019 weitere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen (nicht in den Konzernabschluss einbezogenen) Gesellschaften aus, die in der Tabelle auf der Folgeseite dargestellt werden.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Name Geburtsdatum Position Mitglied seit bestellt bis
Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS1 27.11.1960 Vorsitzender 14.4.2011 HV 2024
DI Iris Ortner2 31.8.1974 stellvertretende Vorsitzende 14.4.2011 HV 2024
Dr. Susanne Weiss3 15.4.1961 Mitglied 15.1.2015 HV 2024
DI Klaus Ortner4 26.6.1944 Mitglied 15.1.2015 HV 2024
Dr. Ludwig Steinbauer3 26.10.1965 Mitglied 15.1.2015 HV 2024
Mag. Paul Unterluggauer 28.4.1967 Mitglied 15.1.2015 HV 2024
Hon.-Prof. Dr. Bernhard Vanas3 10.7.1954 Mitglied 15.1.2015 HV 2024
Dipl.-Kff. Birgit Wagner3 9.1.1972 Mitglied 29.5.2019 HV 2024
Anke Duchow 19.1.1968 Mitglied 27.5.2019 n/a5
Martin Kudlicska 14.2.1972 Mitglied 30.6.2016 n/a5
Hannes Muster 28.11.1967 Mitglied 30.6.2016 n/a5
Günter Schnötzinger 20.8.1973 Mitglied 30.6.2016 n/a5

1 Ing. Karl-Heinz Strauss war von 27.2.2013 bis 18.9.2014 stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats und ist seit 18.9.2014 Vorsitzender des Aufsichtsrats.

2 DI Iris Ortner ist seit 18.09.2014 stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats und war bereits von 2.7.2003 bis 5.5.2010 Mitglied des Aufsichtsrats.

3 Unabhängiges Mitglied, das nicht Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% ist (C-Regel 54)

4 DI Klaus Ortner war bereits von 18.3.2000 bis 14.5.2014 Mitglied des Aufsichtsrats.

5 Gemäß § 110 Abs. 1 ArbVG am 30.6.2016 vom Betriebsrat entsandt

Funktionen des Aufsichtsrats

Gesellschaft Funktion
DATAX HandelsgmbH
KAPSCH-Group Beteiligungs GmbH
Kapsch Aktiengesellschaft1
PORR Bau GmbH
PORR Deutschland GmbH
PORR SUISSE AG
Aufsichtsratsmitglied
Aufsichtsratsmitglied
Aufsichtsratsmitglied
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Verwaltungspräsident
Vorsitzender des Aufsichtsrats
ELIN GmbH
PORR AG1
ÖBAG
Vorsitzende des Aufsichtsrats
Aufsichtsratsmitglied
Aufsichtsratsmitglied
stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats
ROFA AG
PORR AG1
Wacker Chemie AG1
Vorsitzende des Aufsichtsrats
Aufsichtsratsmitglied
Aufsichtsratsmitglied
ELIN GmbH stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
PORR Bau GmbH
PORR Construction Holding
Klinikum Austria Gesundheitsgruppe GmbH
Aufsichtsratsmitglied
Aufsichtsratsmitglied
Aufsichtsratsmitglied
PORR AG1
SDN Beteiligungs GmbH
Wolfgang Denzel Holding AG
Bankhaus Denzel AG
Wolfgang Denzel AG
Wolfgang Denzel Auto AG
Aufsichtsratsmitglied
Aufsichtsratsmitglied
Aufsichtsratsmitglied
Aufsichtsratsmitglied
Aufsichtsratsmitglied
Aufsichtsratsmitglied
PORR Construction Holding GmbH
TKT Engineering Sp. z.o.o. (Polen)
PORR AG1

1 Börsennotiert

Leitlinien für die Unabhängigkeit

C-Regel 53 des Corporate Governance Kodex sieht vor, dass die Mehrheit der von der Hauptversammlung gewählten oder von Aktionären aufgrund der Satzung entsandten Mitglieder des Aufsichtsrats von der Gesellschaft und deren Vorstand unabhängig sein soll. Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen.

Auf dieser Grundlage legt der Aufsichtsrat von UBM die Kriterien der Unabhängigkeit, welche auf der Website von UBM öffentlich zugänglich sind, wie folgt fest:

  • a) Das Aufsichtsratsmitglied war in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstands oder leitender Angestellter von UBM oder eines Tochterunternehmens von UBM.
  • b) Das Aufsichtsratsmitglied unterhält und unterhielt im letzten Jahr zu UBM oder einem Tochterunternehmen von UBM kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat, jedoch nicht für die Wahrnehmung von Organfunktionen im Konzern; Konzernsachverhalte sowie die bloße Ausübung der Tätigkeit eines Vorstandsmitglieds oder Geschäftsführers durch ein Aufsichtsratsmitglied führen in der Regel nicht dazu, dass das betreffende Unternehmen als "Unternehmen, an dem ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat" anzusehen ist, sofern nicht nach den Umständen zu vermuten ist, dass das Aufsichtsratsmitglied aus einem Geschäft mit diesen Unternehmen einen unmittelbaren persönlichen Vorteil zieht. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß Regel 48 führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.
  • c) Das Aufsichtsratsmitglied war in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer von UBM oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft.
  • d) Das Aufsichtsratsmitglied ist nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft, in der ein Vorstandsmitglied von UBM Aufsichtsratsmitglied ist.
  • e) Das Aufsichtsratsmitglied gehört nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat an. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit einer unternehmerischen Beteiligung sind oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertreten.
  • f) Das Aufsichtsratsmitglied ist kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkel, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines

Vorstandsmitglieds von UBM oder von Personen, die sich in einer in den vorstehenden Punkten a) bis e) beschriebenen Position befinden.

Nach diesen Kriterien haben sich die Aufsichtsratsmitglieder Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS (Vorsitzender), Dipl.-Kff. Birgit Wagner, Dr. Ludwig Steinbauer, Hon.-Prof. Dr. Bernhard Vanas und Dr. Susanne Weiss als unabhängig erklärt.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Die Satzung von UBM sieht vor, dass der Aufsichtsrat aus seiner Mitte Ausschüsse bilden kann. Zur Unterstützung und effizienten Behandlung von komplexen Sachverhalten waren im Geschäftsjahr 2019 folgende drei Ausschüsse des Aufsichtsrats eingerichtet:

Prüfungsausschuss: Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses gehören (i) die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie die Erteilung von Empfehlungen oder Vorschlägen zur Gewährleistung seiner Zuverlässigkeit, (ii) die Überwachung der Wirksamkeit des unternehmensweiten internen Kontrollsystems, gegebenenfalls des internen Revisionssystems, und des Risikomanagementsystems der Gesellschaft, (iii) die Überwachung der Abschlussprüfung und der Konzernabschlussprüfung unter Einbeziehung von Erkenntnissen und Schlussfolgerungen in den Berichten, die von der Abschlussprüferaufsichtsbehörde gemäß § 4 Abs. 2 Z 12 Abschlussprüfer-Aufsichtsgesetz (APAG) veröffentlicht werden, (iv) die Prüfung und Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers), insbesondere im Hinblick auf die für UBM erbrachten zusätzlichen Leistungen (es gelten Art 5 der VO (EU) Nr. 537/2014 und § 271a Abs. 6 UGB), (v) die Erstattung des Berichts über das Ergebnis der Abschlussprüfung an den Aufsichtsrat und die Darlegung, wie die Abschlussprüfung zur Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung beigetragen hat, sowie die Rolle des Prüfungsausschusses dabei, (vi) die Prüfung des Jahresabschlusses und die Vorbereitung seiner Feststellung, die Prüfung des Vorschlags für die Gewinnverteilung, des Lageberichts und des Corporate-Governance-Berichts sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat, (vii) die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts, des konsolidierten Corporate-Governance-Berichts sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat, und (viii) die Durchführung des Verfahrens für die Auswahl des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) unter Bedachtnahme auf die Angemessenheit des Honorars sowie die Empfehlung für seine Bestellung an den Aufsichtsrat (es gilt Art 16 der VO (EU) Nr. 537/2014).

Der Prüfungsausschuss hielt im Geschäftsjahr 2019 vier Sitzungen ab. Am 9. April 2019 fand eine Sitzung des Prüfungsausschusses zur Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses 2018 unter Beiziehung des Abschlussprüfers statt. In derselben Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat unter anderem auch mit der Wahl des Abschlussprüfers für den Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019. In der unter Beiziehung des Abschlussprüfers stattfindenden Prüfungsausschusssitzung am 19. September 2019 befasste sich der Prüfungsausschuss unter anderem mit dem Bericht des Vorstands über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems und des Risikomanagements (Fraud) sowie der Compliance (Corruption) im Sinne der Regeln 18 und 18a des Österreichischen Corporate Governance Kodex sowie der Prüfungsplanung von Einzel- und Konzernabschluss. Am 3.Dezember 2019 fand eine Sitzung des Prüfungsausschusses gemäß Regel 81a des Österreichischen Corporate Governance Kodex ohne Beisein des Vorstands statt, in welcher die Prüfungsplanung, die Prüfungsschwerpunkte und die wechselseitige Kommunikation zwischen (Konzern-)Abschlussprüfer und dem Prüfungsausschuss erörtert wurden. In der letzten Sitzung des Geschäftsjahres, am 3. Dezember 2019, befasste sich der Prüfungsausschuss entsprechend der Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex mit dem Bericht des Abschlussprüfers über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements sowie mit der Höhe des Honorarvolumens für Nichtprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer. Mitglieder des Prüfungsausschusses sind Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS (Vorsitzender), DI Iris Ortner, Hon.-Prof. Dr. Bernhard Vanas (Finanzexperte) und Dr. Susanne Weiss.

Nominierungsausschuss: Dem Nominierungsausschuss kommen folgende Aufgaben zu: (i) Vorbereitung von Vorstandsbestellungen inklusive Nachfolgeplanung: Der Nominierungsausschuss hat vor Bestellung von Mitgliedern des Vorstands unter Berücksichtigung der Unternehmensausrichtung und der Unternehmenslage das jeweils erforderliche Anforderungsprofil für den Vorstand zu definieren und die Entscheidung des Gesamtaufsichtsrats vorzubereiten; (ii) Erstellung von Wahlvorschlägen zur Besetzung frei werdender Mandate im Aufsichtsrat: Der Nominierungsausschuss befasst sich mit der Planung der Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. Der Nominierungsausschuss unterbreitet dem Gesamtaufsichtsrat Besetzungsvorschläge, welche aufgrund eines Beschlusses des Gesamtaufsichtsrats der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorzuschlagen sind. Bei Besetzungsvorschlägen ist auf die fachliche und persönliche Qualifikation der Aufsichtsratsmitglieder sowie auf eine im Hinblick auf die Struktur und das Geschäftsfeld von UBM fachlich ausgewogene Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu achten. Weiters sind Aspekte der Diversität des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Vertretung beider Geschlechter und die Altersstruktur sowie die Internationalität der Mitglieder angemessen zu berücksichtigen. Es ist auch darauf zu achten, dass niemand als Aufsichtsratsmitglied vorgeschlagen wird, der rechtskräftig wegen einer gerichtlich strafbaren Handlung verurteilt worden ist, die seine berufliche Zuverlässigkeit in Frage stellt.

Ein Zusammentreten des Nominierungsausschusses war im Geschäftsjahr 2019 nicht erforderlich. Der Nominierungsausschuss besteht aus folgenden Aufsichtsratsmitgliedern: Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS (Vorsitzender), DI Iris Ortner und Dr. Susanne Weiss.

Vergütungsausschuss: Dem Vergütungsausschuss kommen vor Umsetzung der künftigen Vergütungspolitik im Sinn der maßgebenden Rechtsvorschriften folgende Aufgaben zu: (i) Befassung mit den Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern, insbesondere Festlegung der Grundsätze für die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowie Festlegung eines Kriterienkatalogs für variable Vergütungsbestandteile im Sinne der Regeln 27, 27a und 28 des Österreichischen Corporate Governance Kodex; (ii) Überprüfung der Vergütungspolitik für Vorstandsmitglieder in regelmäßigen Abständen; (iii) Zustimmung zur Übernahme von Nebentätigkeiten durch Vorstandsmitglieder. Der Vergütungsausschuss hielt im Geschäftsjahr 2019 eine Sitzung am 9. April 2019 ab. Besprochen wurden unter anderem die Erhöhung des festen und variablen Gehaltsbezugs für die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, DI Martin Löcker und Dipl.-Ök. Patric Thate sowie die Festsetzung der Jahresboni für alle Mitglieder des Vorstands. Der Vergütungsausschuss besteht aus folgenden Mitgliedern: Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS (Vorsitzender), DI Iris Ortner und Dr. Susanne Weiss (Vergütungsexpertin).

Frauenförderung

UBM arbeitet verstärkt daran, den Frauenanteil in ihrer Organisation zu heben. Im Vergleich zu anderen Unternehmen der Immobilienbranche schneidet UBM konzernweit per 31. Dezember 2019 mit 30 Frauen (per 31. Dezember 2018: 25) in leitenden Positionen (Aufsichtsräte, Geschäftsführer, Prokuristen und leitende Angestellte der UBM Development AG sowie deren Tochtergesellschaften) positiv ab. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine weitere Erhöhung des Frauenanteils in leitenden Positionen.

Als nachhaltig wirtschaftender Konzern orientiert sich UBM an gesellschaftsrelevanten Themen wie der Chancengleichheit am Arbeitsplatz. Um die nachhaltige Verankerung der Chancengleichheit herzustellen, liegt der Fokus von UBM im Führungskräfte-Recruiting sowie in der Belegschaft besonders auf der Suche nach geeigneten Kandidatinnen. Im Jahr 2019 waren von den konzernweit 62 neu eingestellten Mitarbeitern 24 Frauen und 38 Männer (exkl. Hotelmitarbeiter). Es bestehen keine Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen bei gleicher Tätigkeit und gleicher Ausbildung. Bereits bei den Stellenausschreibungen werden Frauen konkret angesprochen. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen, bietet das Unternehmen konzernweit durch eine Gleitzeitregelung flexible Arbeitszeiten an.

UBM setzt sich aktiv und nachhaltig für ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld sowie für eine Kultur der wechselseitigen Anerkennung und Wertschätzung aller Beschäftigten ein. Das Unternehmen behandelt seine Mitarbeiter gleich – ohne Differenzierung nach Geschlecht, gesellschaftlicher Herkunft, sexueller Orientierung, Nationalität, Religion oder Alter. Jeder Form von Diskriminierung wird entschieden entgegengetreten.

Diversitätskonzept im Zusammenhang mit der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat verfolgt hinsichtlich der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat kein gesondertes Diversitätskonzept. UBM arbeitet verstärkt daran, den Anteil der weiblichen Mitarbeiter in leitenden Positionen zu erhöhen. Zudem erfolgt bei Mitarbeitern – unabhängig von Funktion und Ebene – keinerlei Differenzierung nach Geschlecht, gesellschaftlicher Herkunft, sexueller Orientierung, Nationalität, Religion oder Alter. Vor diesem Hintergrund hält der Aufsichtsrat die Festlegung von Diversitätszielen bei einem Kontrollorgan für nicht zweckmäßig und zielführend. Bildungs- und Berufshintergrund spielen insoweit eine wesentliche Rolle, als die jeweilige, für ein Aufsichtsratsmandat in Frage kommende Person in der Lage sein muss, das Mandat auch optimal auszuüben. Diese Voraussetzungen werden ebenfalls nicht abstrakt im Vorhinein definiert, sondern vielmehr im jeweiligen konkreten Fall individuell beurteilt. Bei der Vorbereitung von entsprechenden Vorschlägen an die Hauptversammlung sind daher ausschließlich die Kompetenz und der konkrete Bedarf in der jeweiligen Besetzungssituation ausschlaggebend. Dasselbe gilt nach Auffassung des Aufsichtsrats auch für die Besetzung des Vorstands.

Vergütungsbericht

Vergütung der Vorstandsmitglieder

Die Vergütung des Vorstands von UBM setzt sich vor Umsetzung der künftigen Vergütungspolitik im Sinn der maßgebenden Rechtsvorschriften aus erfolgsunabhängigen (Fixum, Pensionskasse/Mitarbeitervorsorge), erfolgsbezogenen Komponenten (variabler Leistungsbonus), Einmalzahlungen und Abfindungen für ausscheidende Vorstandsmitglieder zusammen.

Fixbezüge: Die Höhe des Fixbezugs des jeweiligen Vorstandsmitglieds richtet sich nach dem Verantwortungsbereich gemäß Geschäftsverteilungsplan. Für etwaige Nebentätigkeiten von Vorstandsmitgliedern bedarf es der Zustimmung des Aufsichtsrats. Das Fixum wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich anteilig als Gehalt ausgezahlt. Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen (Dienstwagennutzung, Telefon, Reisespesen), die allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zustehen.

Variable/erfolgsbezogene Vergütung: Für den Vorstandsvorsitzenden beträgt der Maximalwert für den variablen Leistungsbonus 2,5 % vom EBT, maximal jedoch € 360.000,00 brutto jährlich. Erreicht oder überschreitet dieses Ergebnis den vom Vergütungsausschuss definierten Betrag, so steht dem Vorstandsvorsitzenden der Maximalbetrag des variablen Leistungsbonus zu. Liegt das Ergebnis unter dem definierten Betrag, so steht ein aliquoter Anteil zu. Die Vorstandsmitglieder DI Martin Löcker und Dipl.-Ök. Patric Thate erhalten ebenfalls einen variablen Leistungsbonus nach dem obigen Schema, jedoch von jeweils maximal € 240.000,00 brutto jährlich.

Long-Term-Incentive-Programm für Führungskräfte: UBM hat 2017 ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und den Vorstand aufgelegt. Dabei war von den Berechtigten ein Eigeninvestment in UBM-Aktien spätestens zum Zeitpunkt der Zuteilung der Optionen zu erbringen. Dieses Eigeninvestment muss bis zu einer allfälligen Ausübung der Optionen ununterbrochen von den am Optionsprogramm teilnehmenden Personen gehalten und bei Ausübung nachgewiesen werden. Für je eine Eigeninvestmentaktie werden fünf Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von € 36,33 pro Aktie eingeräumt. Die Optionen können im Zeitraum vom 1. September 2020 bis zum 26. Oktober 2020 oder im Zeitraum vom 1. September 2021 bis zum 26. Oktober 2021 ausgeübt werden, wenn (i) der ungewichtete Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie von UBM im Zeitraum vom 2. September 2019 bis zum 31. August 2020 an zumindest fünfzehn aufeinanderfolgenden Handelstagen bei zumindest € 40,00 liegt, und (ii) das Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Nettoverschuldung zum 31. Dezember 2019 höchstens 1:2,40 oder darunter beträgt.

Pensionsregelungen: Für einzelne Vorstandsmitglieder wird jährlich in eine Pensionskasse eingezahlt. Die Höhe der Zahlung richtet sich nach dem Lebensalter.

D&O-Versicherung: Für die Mitglieder des Vorstands besteht eine D&O-Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, deren Kosten von der Gesellschaft getragen werden.

Grundsätze der Vergütungspolitik bei wesentlichen Tochtergesellschaften: Auch die Vergütung der Organe der wesentlichen Tochtergesellschaften setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Zusätzlich werden Nebenleistungen in Form von Sachbezügen (Dienstwagennutzung, Telefon, Reisespesen) vergütet.

Vergütung der Vorstandsmitglieder 2019 (in €)

Name Gehaltsbezug variable Vergütung1 Sachbezüge Pensionskasse/
Mitarbeitervorsorge
Gesamt
Mag. Thomas G. Winkler 540.000,00 360.000,00 11.569,32 13.946,99 925.516,31
DI Martin Löcker 347.142,90 240.000,00 11.569,32 18.717,72 617.429,94
Dipl-Ök. Patric Thate 347.142,90 240.000,00 8.689,32 8.504,23 604.336,45

1 Voraussichtlich variable Vergütung für 2019, zahlbar in 2020

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und einem Anwesenheitsgeld für jede Sitzung eine jährliche Aufwandsentschädigung. Die Höhe des Anwesenheitsgeldes und der Aufwandsentschädigung wird durch den Beschluss der Hauptversammlung festgesetzt. Die Hauptversammlung kann auch einen Gesamtbetrag für die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder beschließen und die Aufteilung dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats überlassen.

Übernehmen Mitglieder des Aufsichtsrats in dieser Eigenschaft eine besondere Tätigkeit im Interesse der Gesellschaft, so kann ihnen hierfür durch Beschluss der Hauptversammlung eine Sondervergütung bewilligt werden.

Die Aufsichtsratsmitglieder werden in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser in angemessener Höhe unterhaltene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Organe und bestimmte Führungskräfte (D&O-Versicherung) einbezogen. Die Prämien hierfür entrichtet die Gesellschaft. Mit Beschluss der Hauptversammlung am 25. Mai 2016 wurde die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wie folgt festgesetzt: Es wurde beschlossen, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats eine feste Vergütung von € 25.000,00 pro Jahr, der stellvertretenden Vorsitzenden eine Vergütung von € 20.000,00 pro Jahr und den übrigen Mitgliedern eine feste Vergütung von € 15.000,00 pro Jahr zu gewähren. Das Sitzungsgeld wurde mit € 1.000,00 pro Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse festgesetzt. Mit Beschluss der Hauptversammlung am 29. Mai 2019 wurde die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wie folgt erhöht: Es wurde beschlossen, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats eine feste Vergütung von € 50.000,00 pro Jahr, der stellvertretenden Vorsitzenden eine Vergütung von € 40.000,00 pro Jahr und den übrigen Mitgliedern eine feste Vergütung von € 30.000,00 pro Jahr zu gewähren. Das Sitzungsgeld wurde mit € 2.000,00 pro Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse festgesetzt. Mitglieder des Aufsichtsrats, die nicht in Österreich ansässig sind, erhalten zusätzlich die österreichische Quellensteuer von der Gesellschaft erstattet. Die feste Vergütung ist einmal jährlich, jeweils im Nachhinein binnen vier Wochen nach der ordentlichen Hauptversammlung, zur Zahlung fällig. Das Sitzungsgeld ist jeweils innerhalb von vier Wochen nach einer Aufsichtsratssitzung zu zahlen.

Die gemäß § 110 Abs. 1 ArbVG vom Betriebsrat entsandten Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat keine gesonderte Vergütung.

Name fix gewährte
Vergütung1
Sitzungsgeld bis
29.5.2019
Sitzungsgeld ab
29.5.2019
Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS (Vorsitzender) 50.000,00 2.000,00 6.000,00
DI Iris Ortner (stellvertretende Vorsitzende) 40.000,00 2.000,00 6.000,00
MMag. Christian B. Maier (ausgeschieden am 29.5.2019) 2.000,00
Dipl.-Kff. Birgit Wagner (eingetreten am 29.5.2019) 30.000,00 6.000,00
DI Klaus Ortner 30.000,00 2.000,00 4.000,00
Dr. Ludwig Steinbauer 30.000,00 2.000,00 6.000,00
Mag. Paul Unterluggauer 30.000,00 2.000,00 6.000,00
Hon.-Prof. Dr. Bernhard Vanas 30.000,00 2.000,00 4.000,00
Dr. Susanne Weiss 30.000,00 1.000,00 6.000,00

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder 2019 (in €)

1 Auszahlung vier Wochen nach ordentlicher Hauptversammlung 2020

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Konzernlagebericht

  • Gesamtwirtschaftliches Umfeld
  • Entwicklung der Immobilienmärkte
  • Geschäftsverlauf
  • Finanzielle Leistungsindikatoren
  • Prognosebericht
  • Risikoberichterstattung
  • Internes Kontrollsystem
  • Interne Revision
  • Offenlegung gemäß § 243a UGB

lagebericht.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Weltweiter Wachstumskurs

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der bereits das zweite Halbjahr 2018 fest im Griff hatte, bestimmte auch den Verlauf der globalen Konjunktur im Jahr 2019. Das Wachstum der Weltwirtschaft war daher vor allem zu Jahresbeginn noch verhalten. Der Internationale Währungfonds (IWF) prognostiziert für 2019 ein Wachstum von 2,9 % (2018: 3,7 %), zu dem die Industrienationen aufgrund der gedämpften Wirtschaftsdynamik 1,7 % beitragen sollten. Für das Jahr 2020 geht der IWF in einer ersten Einschätzung von einer weltweiten Rezession aufgrund der COVID-19-Pandemie aus, wobei für 2021 eine erneute Erholung prognostiziert wird.1,2

Die europäische Wirtschaft wurde 2019 nicht nur vom internationalen Handelsstreit gebremst, sondern hatte durch die Unsicherheiten des Brexit auch eine weitere geopolitische Herausforderung zu bewältigen. Die Prognosen des IWF von Jänner sagen für den Euroraum ein Wachstum von 1,2 % für 2019 voraus (2018: 1,9 %). Mit 7,5 % lag die Arbeitslosenquote so niedrig wie seit Juni 2008 nicht mehr. Die Inflationsrate wird laut der Europäischen Zentralbank (EZB) 2019 bei 1,2 % liegen. Durch die aktuellen Entwicklungen rund um die Ausbreitung des Coronavirus gibt es derzeit wenig verlässliche Prognosen für 2020. Die Europäische Kommission geht in ihrer Einschätzung vom 19. März 2020 davon aus, dass die drohende Rezession ähnlich stark wie 2009 ausfallen könnte, damals war die Wirtschaft in der EU um 4,3 % und in der Eurozone um 4,5 % geschrumpft.3,4

Moderate Entwicklung in Deutschland und Österreich

Aufgrund der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen rutschte Deutschland Mitte 2019 mit einem Minus von 0,1 % in eine technische Rezession. Im Gesamtjahr 2019 betrug das Wirtschaftswachstum 0,6 % (2018: 1,5 %). Dieses moderate Wachstum war vor allem auf das schwächere Exportwachstum sowie den anhaltenden Abschwung des verarbeitenden Gewerbes zurückzuführen. So durchlaufen beispielsweise die Automobilhersteller eine Phase der Transformation, die sich in der gesamten Wertschöpfungskette niederschlägt. Die widerstandsfähige Inlandsnachfrage unterstützte das Wachstum, wobei der private Konsum auf Basis der hohen Beschäftigung und des starken Lohnwachstums zunahm. Auch die Bauinvestitionen stiegen 2019 weiter an. Für 2020 geht das ifo Institut in einer ersten Szenariorechnung vom 22. März 2020 je nach Dauer der staatlichen Einschränkungen des Privat- und Wirtschaftslebens von 7,2 bis 11,2 Prozentpunkten Wachstumsverlust aus. Auch die Deutsche Bundesbank erwartet in ihrem Monatsbericht vom März ein Abgleiten in den rezessiven Bereich.5,6,7

Nach stärkeren Zuwächsen von 2,4 % im Jahr 2018 verlangsamte sich das österreichische Wirtschaftswachstum im Jahresverlauf 2019 deutlich. Das BIP-Wachstum wird nach Prognosen der Europäischen Kommission für 2019 1,6 % betragen. Ein Haupttreiber dieser Entwicklung war der Rückgang der Waren- und Dienstleistungsexporte, der verschiedene Sektoren wie beispielsweise Automobilzulieferer betrafen. Für das Jahr 2020 prognostiziert das Institut für Höhere Studien (IHS) einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von mindestens 2,0 %. Die Prognose ist allerdings mit einem sehr hohen Abwärtsrisiko behaftet, da der weitere Verlauf der Pandemie und die resultierenden Auswirkungen auf die Wirtschaft noch kaum abschätzbar sind.8,9

Europäischer Wachstumsmotor CEE

Die Wachstumsraten der EU-Mitgliedstaaten Zentral-, Ostund Südosteuropas lagen 2019 wie schon in den Vorjahren über dem europäischen Durchschnitt. Für das Gesamtjahr 2019 erwartet die Europäische Kommission ein durchschnittliches Wachstum von 3,7 %, vor allem getrieben durch die größeren Länder der Region — Polen, Rumänien und Ungarn.10

  • 7 Deutsche Bundesbank: Monatsbericht März 2020
  • 8 Europäische Kommission: Economic Forecast Winter 2020 Austria
  • 9 IHS: Forecast of the Austrian Economy 2020 26. März 2020 10 Österreichische Nationalbank: Konjunktur aktuell – Jänner 2020

1 IWF: World Economic Outlook – Update 20. Jänner 2020

2 IWF: Statement von Dir. Kristalina Georgieva – 23. März 2020

3 Österreichische Nationalbank: Konjunktur aktuell – März 2020

4 ORF: EU-Kommission – Rezession könnte so groß sein wie 2009 – 20. März 2020

5 Europäische Kommission: Economic Forecast Winter 2020 – Germany

6 ifo Institut: Schnelldienst – März 2020

Entwicklung der Immobilienmärkte

Europa — Starke Immobiliennachfrage in 2019

Die allgemein unsichere wirtschaftliche Lage hatte im Jahr 2019 keine spürbaren Auswirkungen auf den europäischen Immobilienmarkt. Das Transaktionsvolumen reduzierte sich auf Basis der Verknappung des Angebots im Jahresvergleich lediglich um 2 % und erreichte Ende Dezember € 307,7 Mrd. (2018: € 315,2 Mrd.). Der Jahresbeginn war noch von Unsicherheiten bezüglich des zukünftigen Zinsumfelds und des allgemein schwächeren Ausblicks für die europäische Wirtschaft geprägt. Das erste Halbjahr 2019 war demnach das schwächste seit 2014. Die Ankündigungen der EZB, die Märkte weiterhin mit ausreichend Liquidität zu versorgen, zeigten Wirkung. So konnte insbesondere das vierte Quartal noch rekordverdächtige Investitionssummen verbuchen und sich als zweitstärkstes Quartal in der Geschichte etablieren. Die Knappheit an passenden Investmentobjekten trieb die Preise weiter nach oben. Mit durchschnittlich 350 Basispunkten über zehnjährigen Staatsanleihen blieben die Renditen europäischer Immobilien weiterhin attraktiv für Investoren aus dem In- und Ausland.1

Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich Ausmaß und Dauer der COVID-19-Pandemie sind die Auswirkungen auf den Immobilienmarkt derzeit nur schwer abschätzbar. Bereits aktuell sind erste Effekte durch verzögerte Transaktionen spürbar, zumindest im ersten Halbjahr 2020 ist damit ein deutlicher Einbruch bei den Immobilientransaktionen zu erwarten. Durch die aktuellen Reise- und Handelsbeschränkungen besonders betroffen sind die Assetklassen Hotel und Retail. Die mittelfristigen Auswirkungen der Pandemie sind vor allem von der Stärke und Dauer der zu erwartenden Rezession abhängig. Da nunmehr von einem weiterhin niedrigen Zinsumfeld auszugehen ist, sollte dies die relative Attraktivität von Immobilieninvestments steigern, wobei durch die allgemeine Unsicherheit von höheren Risikoprämien und einer selektiveren Auswahl von Investoren auszugehen ist.2,3

Neuerliches Rekordjahr in Deutschland

Der deutsche Immobilienmarkt konnte trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation und der verhaltenen Prognosen mit einem Volumen von € 76,4 Mrd. (2018: € 74,1 Mrd.) neuerlich ein Rekordjahr abliefern. Somit behauptete der deutsche Immobilienmarkt seine Position an der Spitze Europas. Auch hier wurde der Großteil des Transaktionsvolumens im vierten Quartal erwirtschaftet. Mit insgesamt knapp € 33 Mrd. handelt es sich um das stärkste Quartal im europäischen Vergleich seit Beginn der Datenerhebungen. Gemessen am Vorjahresquartal bedeutet das ein Wachstum von 23 % und im Jahresvergleich eine Steigerung von 3 %. Unter den fünf größten Märkten Europas befanden sich im Jahr 2019 drei der Top-7-Städte Deutschlands. Die erneut gestiegenen Preise sind zum einen auf die anhaltende Produktknappheit zurückzuführen und zum anderen auf den hohen Anlagedruck der Investoren, die in Deutschland einen sicheren Anlagehafen sahen. Rund 53 % der Investitionen kamen im Berichtsjahr von inländischen Investoren. Die USA waren mit 13 % die aktivsten ausländischen Käufer am deutschen Markt. Europäische Länder machten insgesamt rund 31 % des Volumens aus. Für die verbleibenden 3 % zeichneten asiatische Käufer verantwortlich.4,5

Beinahe 57 % des Rekordvolumens in deutsche Gewerbeimmobilien entfielen 2019 auf die Assetklasse Büro, die somit nach 2018 erneut ihre Position als attraktivste Anlageklasse behaupten konnte. Das Transaktionsvolumen betrug € 40,5 Mrd., was einem Anstieg von 31 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht (2018: € 30,9 Mrd.).Wie schon 2018 flossen über 75 % der Büroinvestments in die Top-7-Städte. Die Brutto-Spitzenrenditen gaben 2019 im Bürosegment weiter nach und lagen im Dezember zwischen 2,75 % in München und 3,30 % in Düsseldorf, Köln und Stuttgart. Die durchschnittliche Spitzenmiete der Top-7-Städte betrug zum Jahresende € 33/m² (2018: € 30/m2).6

Im Jahr 2019 wurde am deutschen Hotelinvestmentmarkt das erste Mal nach 2016 die € 5 Mrd.-Marke durchbrochen. Damit

1 Real Capital Analytics: Europe Capital Trends – 2019

2 CBRE: Potential Impacts of COVID-19 on EMEA Real Estate – März 2020

3 Savills: COVID-19 and the consequences – März 2020

4 Real Capital Analytics: Europe Capital Trends – 2019

5 Savills: Investmentmarkt Deutschland – Januar 2020

6 Colliers: Bürovermietung und Investment Deutschland – 2019/2020

lag das Transaktionsvolumen rund € 1 Mrd. höher als noch 2018, ein Plus von 25 %. Im Vergleich zum fünfjährigen Durchschnitt wurde 2019 um 20 % mehr in Hotelimmobilien investiert. Auf die Top-7-Städte entfielen mit € 3 Mrd. 60 % des Kapitals. Das 4-Sterne-Segment dominierte mit einem Anteil von 60 % auch 2019 das Marktgeschehen. Einzig 3-Sterne-Häuser konnten in diesem Jahr mit 24 % einen weiteren zweistelligen Marktanteil ausweisen. Die Renditen in den Top-7-Städten reichten von 3,7 % in München bis 4,4 % in Berlin und gaben damit im Jahresvergleich noch einmal nach.7

Der deutsche Wohnungsmarkt lieferte mit € 19,5 Mrd. das zweitbeste Ergebnis der letzten fünfzehn Jahre ab und überstieg das Investitionsvolumen des Vorjahres um 19,6 % (2018: € 16,3 Mrd.). Ausländische Investoren zeigten sich aufgrund der Diskussionen rund um Mietendeckel und Mietpreisbremse zurückhaltend. Lediglich 8,5 % des Kapitals kam von internationalen Käufern. Deutsche Investoren kamen auf ein Volumen von € 17,8 Mrd., 41 % mehr als noch im Vorjahr. Dies entspricht einem Anteil von 91,5 % am Gesamttransaktionsvolumen. Die Top-7-Städte konnten mit € 8,4 Mrd. ein Umsatzplus von 25 % verbuchen – angeführt von Berlin mit € 4,2 Mrd.8

Stärkstes Investmentjahr in Österreich

Der österreichische Investmentmarkt erreichte 2019 mit einem Investitionsvolumen von € 5,9 Mrd. ein neuerliches Rekordjahr, € 3,7 Mrd. davon alleine im zweiten Halbjahr. Im Vergleich zum bisherigen Spitzenjahr 2017 bedeutet das einen Anstieg von 17 %. Das Jahr 2018, als bis dato zweiterfolgreichstes Jahr, wurde sogar um mehr als 50 % übertroffen. Mit 31 % des Transaktionsvolumens waren Büroimmobilien die beliebteste Assetklasse, gefolgt von Investments in Wohnimmobilien mit rund 22 % und Hotelimmobilien mit 16 %. Im Jahr 2019 kamen mehr als die Hälfte der Investoren aus dem Ausland. Bei großvolumigen Transaktionen – mit einem Wert von mehr als € 100 Mio. – lag deren Anteil sogar bei über 60 %. Getrieben durch den hohen Anlagedruck und den damit verbundenen Nachfrageüberhang lagen die Spitzenrenditen mit Ende 2019 zwischen 3,45 % bei Büros und 5,00 % im Logistiksegment.

Mit einer Vermietungsleistung am Wiener Büroimmobilienmarkt von rund 221.000 m² lag 2019 in etwa 13 % unter dem Vorjahreswert. Dies resultierte vor allem aus der niedrigen Zahl der Fertigstellungen und dem darin begründeten Angebotsmangel. Diese Tendenz wird sich fortsetzen, da bereits rund 40 % der Büroflächen, die bis 2021 fertiggestellt werden sollen, vermietet sind. In innerstädtischen Lagen setzen sich aufgrund des Platzmangels vermehrt Generalsanierungen durch. Die Fertigstellungen bei neuen Wohnungen lagen 2019 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Gemessen am Transaktionsvolumen war das Hotelsegment 2019 die drittstärkste Assetklasse und lieferte mit rund € 940 Mio. einen Rekordwert. Das Jahr 2016 wurde somit um 32 % übertroffen und als bisheriger Rekordhalter abgelöst. Internationale Investoren zeichneten für 78 % der Transaktionen verantwortlich. Wien lag beim Gesamtvolumen mit 82 % deutlich an erster Stelle. Der Fokus auf die Hauptstadt wird auch von den erneut gestiegenen Gästeübernachtungen unterstrichen. Mit 17,6 Mio. Übernachtungen wurde ein Zuwachs von 7 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.9,10

Immobilienboom in CEE hält an

In den CEE-Kernländern – Polen, Tschechien, Slowakei, Rumänien und Ungarn – konnte nun zum vierten Mal in Folge ein Rekordjahr verbucht werden. Mit knapp € 14 Mrd. lag 2019 um 5,7% über dem Gesamttransaktionsvolumen des Vorjahres. Mehr als 55% entfielen dabei auf den polnischen Markt, der im Vergleich zu 2018 um 0,5 Mrd. zulegen konnte. Die dominierende Assetklasse war dort mit € 3,8 Mrd. bzw. 49,7 % das Bürosegment. Hotelinvestments waren mit € 289 Mio. bzw. 3,8% mehr als doppelt so hoch wie noch 2018. Europäische Investoren konnten ihre Aktivität in Polen mit knapp 50% der Käufe beinahe verdoppeln, im Vergleich zu 27% im Jahr 2018. In Tschechien legte das Investitionsvolumen 2019 um fast ein Viertel auf € 3,1 Mrd. zu. Hier war das Bürosegment mit einem Anteil von € 1,4 Mrd. bzw. 47 % die gefragteste Assetklasse. Der Hotelmarkt konnte mit € 710 Mio. 23% des Transaktionsvolumens verbuchen.11

7 Colliers: Hotel Investment Deutschland — 2019/2020

8 BNP Paribas: Wohn-Investmentmarkt Deutschland – Q4 2019

9 CBRE: Investmentmarkt Österreich – Q4 2019

10CBRE: Real Estate Market Outlook Österreich – 2020

11 JLL: CEE Investment Market – 2019

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete UBM Development eine Gesamtleistung von € 678,0 Mio., nach dem Rekordwert von € 897,7 Mio. im Vorjahr. Davon entfielen € 523,7 Mio. auf Erlöse aus Immobilienverkäufen. Hervorzuheben ist hier insbesondere der Forward-Verkauf des letzten Bauteils des Quartier Belvedere Central (QBC), der Büroimmobilie QBC 1&2, die Ende 2020 fertiggestellt wird. Der Baufortschritt wird zeitraumbezogen nach Höhe des Fertigstellungsgrades in der Gesamtleistung bzw. im Ergebnis erfasst. Zu den größten Verkäufen 2019 zählten weiters die Veräußerung von zwei Pariser Disney Hotels sowie eines Entwicklungsareals in der Nähe von München. Ein wesentlicher Teil der Gesamtleistung entfiel zudem auf den Wohnbaubereich – mit Projekten in Metropolen wie München, Berlin oder Wien. Die Gesamtleistung aus dem Hotelbetrieb reduzierte sich im Jahr 2019 von € 107,6 Mio. auf € 65,1 Mio. Die im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Leistung ist auf den Verkauf eines 50 %-Anteils der Hotelbeteiligungsgesellschaft zurückzuführen.

Die Gesamtleistung des Segments Deutschland reduzierte sich im Berichtszeitraum von € 336,5 Mio. auf € 255,5 Mio. Positiv auf die Gesamtleistung wirkte der Verkauf eines Entwicklungsareals in Dornach in der Nähe von München. Dieser Trade Sale wurde zur Optimierung des Projektportfolios getätigt, nachdem UBM im Vorjahr ein 3-Hektar-Entwicklungsareal innerhalb der Münchner Stadtgrenzen erworben hatte. Zudem wurde in der Berichtsperiode ein Hotel in Hamburg veräußert sowie das Doppelhotel Holiday Inn und Super 8 in Hamburg fertiggestellt und übergeben. Gemäß Baufortschritt wurden das forward verkaufte Hotel Super 8 Mainz Zollhafen sowie bereits veräußerte Wohneinheiten von Projekten in Berlin, Mainz und Hamburg erfasst. Positiv auf die Gesamtleistung wirkte zudem die Fertigstellung und Übergabe eines Wohnprojekts in München.

Die Gesamtleistung des Segments Österreich belief sich im Jahr 2019 auf € 234,6 Mio., nach € 298,3 Mio. im Vorjahr. Ein wesentlicher Anteil an der Gesamtleistung entfiel auf den Forward-Verkauf des Büroprojekts QBC 1&2 sowie der Tiefgarage des gesamten QBC. Darüber hinaus wurde die Gesamtleistung zu einem großen Teil im Wohnbereich erwirtschaftet. Den größten Effekt erzielten die beiden Wiener Projekte Storchengrund und barany.7, die an institutionelle Investoren veräußert wurden. Zudem wurden Wohnungen von bereits fertiggestellten Projekten in Wien, Salzburg und Tirol verkauft. UBM erzielte auch Fortschritte bei der Bereinigung des Immobilienbestandsportfolios. So wurden diverse Logistikimmobilien in der Steiermark veräußert.

Im Segment Polen reduzierte sich die Gesamtleistung in der Berichtsperiode von € 209,3 Mio. in 2018 auf € 101,4 Mio. in 2019. In der Berichtsperiode wirkte sich die Fertigstellung und Übergabe des forward verkauften Hotels Holiday Inn Gdansk City Centre in Danzig positiv auf die Gesamtleistung aus. Zudem wurden Ende des Jahres zwei weitere Hotelprojekte in Kattowitz und Krakau forward verkauft, die nunmehr anteilig auf Basis des Fertigstellungsgrades in der Gesamtleistung erfasst werden. Zudem wurde das Bestandsportfolio durch den Verkauf eines Fachmarktzentrums weiter reduziert.

Die Gesamtleistung des Segments Sonstige Märkte erhöhte sich im Geschäftsjahr 2019 von € 53,6 Mio. auf € 86,5 Mio., was vor allem auf den Verkauf von zwei Disney Hotels in Paris zurückzuführen war. Die Gesamtleistung dieses Segments umfasste darüber hinaus vor allem Hotelumsätze.

Gesamtleistung nach Regionen

in € Mio. 2019 2018 Veränderung
Deutschland 255,5 336,5 –24,1%
Österreich 234,6 298,3 –21,3%
Polen 101,4 209,3 –51,5%
Sonstige Märkte 86,5 53,6 61,4%
Gesamt 678,0 897,7 –24,5%

Das Segment Hotel erwirtschaftete im Jahr 2019 eine Gesamtleistung von € 228,7 Mio., nach € 289,8 Mio. im Vorjahr. In der Berichtsperiode wurden die beiden Disney Hotels in Paris und ein Hotel in Hamburg veräußert, zudem erfolgte der Forward-Verkauf von zwei noch in Entwicklung befindlichen Hotels in Kattowitz und Krakau. Diese Hotels werden Ende 2021 fertiggestellt und ab dem Zeitpunkt des Verkaufs, der Ende 2019 erfolgte, gemäß Baufortschritt in der Gesamtleistung erfasst. Zudem wurde 2019 das bereits forward verkaufte Holiday Inn Hotel in Danzig fertiggestellt. Zusätzlich wirkte sich der Baufortschritt eines forward verkauften Hotelprojekts in Mainz in der Berichtsperiode positiv auf die Gesamtleistung aus. Etwas mehr als ein Viertel der Gesamtleistung im Jahr 2019 entfiel mit € 65,1 Mio. auf den Hotelbetrieb. Dies entspricht einem Rückgang von 39,5 %, der aus dem erwähnten Verkauf eines 50 %-Anteils der Hotelbeteiligungsgesellschaft resultierte.

Im Segment Residential lag die Gesamtleistung in der Berichtsperiode bei € 144,7 Mio., nach € 180,8 Mio. im Vorjahr. 2019 wurden zwei Wiener Wohnbauprojekte an institutionelle Investoren verkauft: das bereits fertiggestellte Projekt Storchengrund und das in Entwicklung befindliche Projekt barany.7, das 2021 fertiggestellt wird. In der Berichtsperiode fertiggestellt und übergeben wurde ein Bauteil des Wohnbauprojekts Anders Wohnen in München. Zudem umfasste die Gesamtleistung 2019 den Baufortschritt bereits verkaufter Wohneinheiten von Projekten in Berlin, Hamburg und Mainz sowie den Verkauf von Wohnungen bereits fertiggestellter Projekte in Wien, Salzburg und Tirol.

Im Segment Office lag die Gesamtleistung im Jahr 2019 bei € 89,4 Mio., nach € 271,3 Mio. im Vorjahr. In der Vergleichsperiode des Vorjahres erfolgte beispielsweise die Fertigstellung des Großprojekts Leuchtenbergring in München sowie des Office Providers in Wien. Die Gesamtleistung der aktuellen Berichtsperiode betrifft vor allem die Büroimmobilie QBC 1&2 am Wiener Hauptbahnhof, die Ende 2020 fertiggestellt wird, bereits im August 2019 forward verkauft wurde und ab diesem Zeitpunkt anteilig gemäß Fertigstellungsgrad erfasst wird.

Im Segment Other wurde in der Berichtsperiode eine Gesamtleistung von € 166,8 Mio. erzielt, nach € 77,3 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Den größten Effekt hatte der Verkauf eines Entwicklungsareals in der Nähe von München. Zudem erfolgten 2019 der Forward-Verkauf der Tiefgarage des QBC in Wien sowie der Verkauf von diversen Logistikimmobilien in der Steiermark. Diese Position umfasst auch die Vermietung von gemischt genutzten Objekten in Österreich und Deutschland.

Die Gesamtleistung des Segments Service reduzierte sich von € 71,4 Mio. im Jahr 2018 auf € 42,1 Mio. im Jahr 2019. Im Vorjahr wurden vor allem in Deutschland mehr Serviceleistungen erbracht, was mit dem jeweiligen Reifegrad des Projektportfolios zusammenhängt.

Das Segment Administration enthält Leistungen der UBM Development AG sowie Verrechnungen von Managementleistungen und Konzernumlagen.

Gesamtleistung nach Assetklassen

in € Mio. 2019 2018 Veränderung
Hotel 228,7 289,8 –21,1%
Residential 144,7 180,8 –20,0%
Office 89,4 271,3 –67,1%
Other 166,8 77,3 115,8%
Service 42,1 71,4 –41,0%
Administration 6,4 7,2 –10,9%
Gesamt 678,0 897,7 –24,5%

Finanzielle Leistungsindikatoren

Geschäftsergebnis und Ertragslage

Das Kerngeschäft des UBM-Konzerns bildet das projektspezifische Immobiliengeschäft. Durch die mehrjährige Realisierungsdauer der Projekte kann der Umsatzausweis der Gewinn- und Verlustrechnung starken Schwankungen unterliegen. Aufgrund des seit 2018 anzuwendenden Rechnungslegungsstandards IFRS 15 werden Erlöse aus Immobilienprojekten bereits ab dem Signing anteilig gemäß Baufortschritt und Verwertungsstand erfasst (Percentage of Completion, PoC) und nicht wie davor erst nach erfolgter Fertigstellung. Dadurch wird die Aussagekraft der Umsatz- und Ertragsentwicklung verbessert. Werden Immobilien als Share Deal veräußert oder Projekte innerhalb von At-equity-Beteiligungen entwickelt und verkauft, schlagen sich diese allerdings weiterhin nicht im Umsatz nieder. Um den Überblick und die Transparenz über den Geschäftsverlauf zu verbessern, weist UBM zusätzlich die Gesamtleistung aus. Diese betriebswirtschaftliche Kenngröße erfasst – analog zum Umsatz – Erlöse aus Immobilienverkäufen, Vermietungsleistungen, Einnahmen aus dem Hotelbetrieb sowie aktivierte bzw. für nicht vollkonsolidierte Gesellschaften oder Dritte erbrachte Generalunternehmer- und Projektmanagementleistungen. Zusätzlich werden die Leistungen der at-equity bilanzierten Unternehmen und der Verkäufe von reinen Share Deals erfasst. Der Ausweis der Gesamtleistung erfolgt insgesamt entsprechend der Beteiligungshöhe von UBM. Nicht in der Gesamtleistung erfasst werden Anzahlungen, die vor allem für Großprojekte oder auch Wohnbauprojekte anfallen.

Die Gesamtleistung lag im Geschäftsjahr 2019 mit € 678,0 Mio. um € 219,7 Mio. unter dem Vergleichswert des Vorjahres von € 897,7 Mio. Dieser Rückgang war vor allem auf geringere Erlöse aus Immobilienverkäufen zurückzuführen, da im Vorjahr mehrere Großprojekte fertiggestellt, veräußert und übergeben wurden. Diese Tatsache spiegelte sich auch in den Umsatzerlösen wider, die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden. Die Umsatzerlöse reduzierten sich mit einem Rückgang von € 514,0 Mio. auf € 242,0 Mio. deutlicher als die Gesamtleistung, da wesentliche Verkäufe der Berichtsperiode, wie etwa die beiden Disney Hotels oder das Großprojekt QBC 1&2, aufgrund der At-equity-Bilanzierung dieser Projektgesellschaften in den Umsätzen nicht inkludiert sind. Nicht mehr im Umsatz erfasst werden des Weiteren alle Umsätze der UBM hotels Management GmbH, die aufgrund der Veräußerung eines 50 %-Anteils seit Ende November 2018 at-equity bilanziert wird.

Das Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen lag in der Berichtsperiode mit € 60,0 Mio. deutlich über dem Niveau des Vorjahres von € 35,9 Mio. Ein großer Anteil des aktuellen At-equity-Ergebnisses resultierte aus dem Verkauf des 50 %-Anteils an zwei Disney Hotels in Paris, die bereits 2004 bzw. 2007 errichtet wurden. Des Weiteren wirkte sich der Forward-Verkauf des Büroprojekts QBC 1&2, das den letzten Bauabschnitt des Großprojekts Quartier Belvedere Central (QBC) in Wien darstellt, sowie die Fertigstellung und Übergabe des Doppelhotels Holiday Inn/Super 8 in Hamburg und des Wohnbauprojekts Anders Wohnen in München positiv auf das Ergebnis aus.

Das Ergebnis aus Fair-Value-Anpassungen auf Finanzimmobilien belief sich im Jahr 2019 auf € 21,7 Mio., nach € –7,1 Mio. in 2018. Bereits im zweiten Quartal 2019 erfolgte auf Basis der damals schon fortgeschrittenen Vertragsverhandlungen über den Verkauf eines Grundstücks in Deutschland und dem kurz nach dem Halbjahresstichtag erfolgten Signing eine Wertanpassung auf den erwarteten Verkaufspreis. Der Verkauf wurde im dritten Quartal abgeschlossen, wodurch die Wertanpassung nunmehr realisiert wurde. Zudem erfolgte beim aktuellen Hotelentwicklungsprojekt Sugar Palace in Prag eine Aufwertung aufgrund von Fortschritten im behördlichen Genehmigungsverfahren sowie auf Basis des Verkaufs eines 25 %-Anteils an der Projektgesellschaft. Gegenläufig wirkte die Abwertung des Wiener Projekts LeopoldQuartier basierend auf der aktuellen Genehmigungssituation, die zu Verzögerungen im Projektfortschritt führt. Zudem wurden Fair-Value-Anpassungen bei Grundstücken bzw. Bestandsimmobilien in Polen und Tschechien vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Berichtszeitraum bei € 10,5 Mio. und beinhalten unter anderem Erlöse aus Weiterverrechnungen, Kursgewinne, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und diverse sonstige Positionen. Im Vorjahr lagen die sonstigen betrieblichen Erträge bei € 10,7 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Vorjahresvergleich von € 54,5 Mio. auf € 40,6 Mio. Dieser Rückgang war einerseits auf geringere Kursverluste des Złoty und andererseits auf geringere Abwertungen im Umlaufvermögen und geringere sonstige Aufwendungen durch die Dekonsolidierung der Hotelbetriebsgesellschaft zurückzuführen. Die Position beinhaltet des Weiteren Verwaltungskosten, Reisespesen, Werbekosten sowie Abgaben und Gebühren. In der Berichtsperiode hielten sich die Kursgewinne, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst werden, sowie die Kursverluste in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in etwa die Waage.

Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen betrugen im Jahr 2019 € 202,2 Mio. im Vergleich zu € 352,4 Mio. in der Vergleichsperiode 2018. Die Position umfasst im Wesentlichen den Materialaufwand für die Errichtung von vollkonsolidierten Wohnbauimmobilien und diversen anderen Entwicklungsimmobilien, die bereits forward verkauft wurden, sowie Buchwertabgänge aus Immobilienverkäufen in Form von Asset Deals. Während in der aktuellen Berichtsperiode Buchwertabgänge in Höhe von € 64,3 Mio. vorlagen, erreichten diese im Vorjahr € 212,3 Mio. Dieser deutliche Rückgang ist auch auf den größeren Anteil an Projekten in Joint Ventures, die im At-equity-Ergebnis erfasst werden, zurückzuführen. Zusätzlich sind im Materialaufwand auch bezogene Leistungen im Rahmen von Generalunternehmertätigkeiten inkludiert.

In der Berichtsperiode wurde bei den Bestandsveränderungen, die Wohnbauimmobilien im Vorratsvermögen bzw. andere IAS-2-Immobilien betreffen, ein Ertrag in Höhe von € 20,3 Mio. ausgewiesen, der auf vermehrte Investitionen in Projekte in einem frühen Entwicklungsstadium zurückzuführen war, die noch nicht verkauft wurden. In der Vergleichsperiode des Vorjahres wurde in dieser Position eine negative Bestandsveränderung in Höhe von € 42,4 Mio. ausgewiesen.

Der Personalaufwand lag in der Berichtsperiode bei € 36,6 Mio. und damit um € 8,7 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres von € 45,3 Mio. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Dekonsolidierung der Hotelbetriebsgesellschaft UBM hotels Management GmbH zurückzuführen. Die Bewertung des Aktienoptionsprogramms von UBM, das in der Hauptversammlung im Mai 2017 verabschiedet wurde, floss in der Berichtsperiode mit € 0,8 Mio. in die Position Personalaufwand ein (2018: € 1,0 Mio.). Die stichtagsbezogene Mitarbeiterzahl aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften lag per Ende Dezember 2019 mit 389 etwas über dem Niveau des Bilanzstichtags des Vorjahres (31. Dezember 2018: 365) und beinhaltet 55 Hotelmitarbeiter (31. Dezember 2018: 52).

Das EBITDA erreichte im Geschäftsjahr 2019 € 75,0 Mio., was einem Anstieg von € 16,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Abschreibungen lagen mit € 3,5 Mio. aufgrund des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 etwas über dem Niveau des Vorjahres von € 2,9 Mio. So erhöhte sich das EBIT im Jahr 2019 um € 15,5 Mio. auf € 71,5 Mio. (2018: € 55,9 Mio.). Der Finanzertrag reduzierte sich von € 32,0 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres auf € 20,7 Mio. Während im Vorjahr Erträge aus Share Deals in Höhe von € 21,7 Mio. inkludiert waren, beliefen sich diese in der Berichtsperiode auf € 12,9 Mio. und betrafen unter anderem den Globalverkauf von zwei Wohnbauprojekten. Der Finanzaufwand lag mit € 21,7 Mio. deutlich unter dem Vorjahresniveau von € 32,4 Mio., da im Vorjahr Wertberichtigungen auf Beteiligungen bzw. Projektfinanzierungen in Höhe von € 10,3 Mio. inkludiert waren. In der Berichtsperiode waren aufgrund des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 höhere Leasingzinsen im Finanzaufwand enthalten, die wiederum durch geringere Bankzinsen kompensiert wurden.

Damit lag das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) im Jahr 2019 mit € 70,5 Mio. um € 15,0 Mio. über dem Vorjahresergebnis von € 55,5 Mio., was einem Anstieg von 26,9 % entspricht. Der Steueraufwand belief sich in der Berichtsperiode auf € 20,5 Mio., nach € 16,1 Mio. im Jahr 2018. Die Steuerquote lag im Jahr 2019 demnach bei 29,0 % (2018: 28,9 %). Der Nettogewinn (Periodenergebnis nach Steuern) erreichte 2019 € 50,1 Mio., nach € 39,5 Mio. im Jahr 2018. Nach Berücksichtigung der Minderheiten stieg das Periodenergebnis auf € 53,1 Mio. an (2018: € 39,7 Mio.). Der daraus abgeleitete Gewinn pro Aktie erhöhte sich im Periodenvergleich von € 5,31 auf € 7,10, was einem Anstieg von 33,6 % entspricht.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des UBM-Konzerns lag per 31. Dezember 2019 mit € 1.316,4 Mio. um € 81,7 Mio. über dem Niveau per 31. Dezember 2018. Bilanzverlängernd wirkte die erstmalige Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16, der eine Aktivierung von Leasingverträgen erfordert. Diese lagen per Ende 2019 bei € 49,1 Mio. Zu einer Erhöhung der Bilanzsumme führte auch die Aufstockung einer bestehenden bzw. die Emission einer neuen Unternehmensanleihe, die wiederum den finanziellen Spielraum erhöhen.

Das Sachanlagevermögen belief sich per Ende Dezember 2019 auf € 40,2 Mio. und lag damit deutlich über dem Niveau von € 2,7 Mio. per 31. Dezember 2018. Dieser Anstieg war auf aktivierte Leasingverträge in Höhe von € 37,4 Mio. auf Basis des neuen, erstmalig ab 2019 anzuwendenden Rechnungslegungsstandards IFRS 16 zurückzuführen. Gleichzeitig reduzierten sich die Finanzimmobilien um € 31,5 Mio. und lagen zum Bilanzstichtag bei € 467,7 Mio. Dieser Rückgang resultierte einerseits aus der erfolgreichen Verkaufstätigkeit und andererseits aus dem Verkauf eines 25 %-Anteils an einem Prager Hotelprojekt, das nunmehr in den at-equity bilanzierten Unternehmen erfasst wird. Gegenläufig wirkte die Aktivierung von Leasingverträgen, die per Ende 2019 bei € 11,7 Mio. lagen.

Der Wertansatz der Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen lag mit Ende Dezember 2019 bei € 134,5 Mio. und damit etwas über dem Niveau vom 31. Dezember 2018 von € 115,8 Mio. Dieser Anstieg war zum Teil auf den erwähnten Anteilsverkauf des Prager Hotelprojekts, aber auch auf den Forward-Verkauf des Büroprojekts QBC 1&2 zurückzuführen, wobei der Anstieg wiederum durch den Verkauf von Projekten zum Teil kompensiert wurde. Gleichzeitig kam es auch zu einem Zuwachs der Projektfinanzierungen von € 139,9 Mio. zum 31. Dezember 2018 auf € 181,2 Mio. zum Ende der Berichtsperiode.

Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit Ende 2019 bei € 465,0 Mio., was einem Anstieg von € 12,0 Mio. im Vergleich zum Jahresende 2018 entspricht. Dieser Anstieg war vor allem auf eine Erhöhung der liquiden Mittel zurückzuführen, die um € 11,9 Mio. auf € 212,4 Mio. anstiegen.

Das Vorratsvermögen lag per Ende Dezember 2019 mit € 128,2 Mio. etwas über dem Niveau vom 31. Dezember 2018 von € 121,5 Mio. In dieser Position befinden sich hauptsächlich zum Verkauf bestimmte Wohnimmobilien in Entwicklung. Gleichzeitig reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von € 108,2 Mio. per Ende 2018 auf € 103,3 Mio. zum Bilanzstichtag 2019. Diese Position beinhaltet im Wesentlichen bereits während der Entwicklung verkaufte Vorratsimmobilien sowie Forward-Verkäufe von Finanzimmobilien, anteilig nach Realisierungsgrad.

Das Eigenkapital lag zum 31. Dezember 2019 mit € 462,5 Mio. aufgrund der guten Ertragsentwicklung über dem Niveau von Ende 2018 (€ 436,3 Mio.). Die Eigenkapitalquote erreichte per Ende Dezember 2019 35,1 % und lag damit weiterhin am oberen Ende der angepeilten Bandbreite von 30–35 % (31. Dezember 2018: 35,3 %).

Die Anleiheverbindlichkeiten betrugen per Ende Dezember 2019 € 484,7 Mio. und lagen damit um € 50,3 Mio. über dem Niveau zum Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2018: € 434,5 Mio.). Im Juni 2019 erfolgte die Aufstockung der 3,125 %-Anleihe 2018–2023 um € 45 Mio., im darauffolgenden Monat wurde die 4,875 %-Anleihe 2014–2019 in Höhe von € 91 Mio. rückgeführt. Im November 2019 wurde erstmalig eine sechsjährige Anleihe mit einem Kupon von 2,75 % (2019–2025) begeben. Das Emissionsvolumen lag bei € 120 Mio., wobei darin der Umtausch der bestehenden Anleihe 2015–2020 in Höhe von € 25 Mio. enthalten war.

Die Finanzverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) stiegen um € 32,0 Mio. auf € 219,8 Mio. an. Dieser Anstieg ist auf die Passivierung von Leasingverbindlichkeiten aufgrund der Erstanwendungen des IFRS 16 zurückzuführen. Die Leasingverbindlichkeiten lagen per Ende der Berichtsperiode bei € 49,8 Mio.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich gegenüber dem Bilanzstichtag 2018 von € 93,7 Mio. auf € 57,2 Mio. zum Ende der Berichtsperiode. Dieser Wert beinhaltet im Wesentlichen die zum Stichtag noch nicht bezahlten Subunternehmerleistungen. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) reduzierten sich von € 30,8 Mio. per 31. Dezember 2018 auf € 25,6 Mio. Die Summe aus den latenten und kurzfristigen Steuerschulden lag mit € 41,6 Mio. etwas über dem Niveau des Vorjahres von € 39,3 Mio.

Die Nettoverschuldung betrug per Ende 2019 € 442,4 Mio. und lag damit über dem Wert zum 31. Dezember 2018 von € 421,8 Mio. Die Nettoverschuldung umfasst kurz- und langfristige Anleihen und Finanzverbindlichkeiten exklusive Leasingverbindlichkeiten minus liquide Mittel. Die Definition der Nettoverschuldung wurde im Zuge der Erstanwendung von IFRS 16 angepasst, um eine bessere Vergleichbarkeit zum Vorjahr sicherzustellen. So werden ab 2019 und rückwirkend für den Vergleichswert 2018 bei der Berechnung der Nettoverschuldung Leasingverbindlichkeiten aus den Finanzverbindlichkeiten exkludiert. Für die Berechnung des Vergleichswerts 2018 wurden die Schulden um € 0,1 Mio. auf € 622,2 Mio. reduziert (vor Anpassung: € 622,3 Mio.). Die Nettoverschuldung in Relation zur Bilanzsumme (Loanto-Value-Ratio) blieb mit 33,6 % per Ende 2019 in etwa auf dem Niveau des Bilanzstichtages 2018 von 34,2 %.

Cashflow

Der Cashflow aus dem Ergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf € –1,5 Mio. nach € 68,2 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die im Periodenergebnis der Berichtsperiode enthaltenen wesentlichen Fair-Value-Anpassungen müssen aufgrund des unbaren Charakters beim Cashflow aus dem Ergebnis exkludiert werden. Diese Fair-Value-Anpassungen resultierten im Wesentlichen aus dem zeitlichen Abstand des Ergebniseffekts und Cash-Effekts einer Immobilientransaktion und wurden mittlerweile großteils realisiert sowie als Cash-Zuflüsse im Cashflow aus der Investitionstätigkeit erfasst. Zudem fielen im Jahr 2018 im Vergleich zur aktuellen Berichtsperiode deutlich höhere Dividenden aus at-equity bilanzierten Unternehmen an.

Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei € –39,9 Mio. und damit deutlich unter dem Niveau der Vergleichsperiode von € 113,8 Mio. Cashflow-erhöhend wirkte 2019 vor allem eine Abnahme der Forderungen in Höhe von € 25,4 Mio. Gegenläufig wirkte eine Abnahme der Verbindlichkeiten in Höhe von € 12,8 Mio. und die Zunahme des Vorratsvermögens in Höhe von € 19,0 Mio. Dieser Wert beinhaltet Zuflüsse aus dem Abgang von Immobilien im Vorratsvermögen von € 28,3 Mio. Die Zugänge von Immobilien im Vorratsvermögen beliefen sich auf € 47,5 Mio. Die Zuflüsse aus dem Abgang von Immobilien im Forderungsvermögen betrugen € 25,3 Mio., die Zugänge von Immobilien im Forderungsvermögen beliefen sich auf € 7,1 Mio.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Jahr 2019 bei € –41,2 Mio. nach € –93,2 Mio. in der Vergleichsperiode 2018. Während auf Basis der Übergabe von Großprojekten, wie dem Projekt Leuchtenbergring, die Einzahlungen aus Sachanlageabgängen und dem Abgang von Finanzimmobilien im Jahr 2018 bei € 231,3 Mio. lagen, sind in der Berichtsperiode in dieser Position Zahlungsflüsse in Höhe von € 65,6 Mio. enthalten. Zusätzlich gab es im Jahr 2019 Einzahlungen aus Finanzanlageabgängen in Höhe von € 34,3 Mio. Positiv auf den Investitions-Cashflow wirkten auch Rückzahlungen von Projektfinanzierungen, die in der Berichtsperiode bei € 62,6 Mio. lagen. Demgegenüber standen Auszahlungen für Projektfinanzierungen von € 62,9 Mio. Der Mittelabfluss aus Investitionen in Sachanlagevermögen und Finanzimmobilien lag 2019 bei € 137,8 Mio., nach € 346,3 Mio. im Vorjahr.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Jahr 2019 € 93,0 Mio. nach € 105,0 Mio. im Vorjahr. Durch die Aufstockung der 3,125 %-Anleihe in Höhe von € 46,4 Mio. sowie die Neuemission der sechsjährigen 2,75 %-Anleihe mit einem Cash-Effekt von € 94,8 Mio. kam es zu einem Liquiditätszufluss, dem ein Abfluss in Höhe von € 91,3 Mio. aufgrund der Tilgung der 4,875 %-Anleihe gegenüberstand. Cashflow-reduzierend wirkten hingegen Zinszahlungen für die im Vorjahr begebene Hybridanleihe sowie Dividendenzahlungen mit einem Gesamteffekt in Höhe von € 23,5 Mio. Die Aufnahme von Krediten lag mit einem positiven Effekt von € 224,0 Mio. über der Tilgung von Krediten in Höhe von € 153,5 Mio. Insgesamt erhöhte sich der Cash-Bestand in der Berichtsperiode damit von € 200,4 Mio. auf € 212,4 Mio. per 31. Dezember 2019.

Prognosebericht

Für das Jahr 2020 geht der IWF in einer ersten Einschätzung von einer weltweiten Rezession aufgrund der COVID-19-Pandemie aus, mit Erholungstendenzen im Jahr 2021. Vor diesem Hintergrund hält auch die Europäische Zentralbank (EZB) an ihrer Niedrigzinspolitik fest, weitere Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik, wie umfangreiche Anleihekäufe, wurden bereits gesetzt. Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich Ausmaß und Dauer der Pandemie existieren derzeit keine verlässlichen Schätzungen der quantitativen Auswirkungen auf einzelne Wirtschaftssektoren. Auf Basis des volatilen Umfelds rücken die Liquiditätssituation und die Risikoposition der Unternehmen stärker in den Fokus.1,2

Die Liquiditätssituation der UBM stellte sich zum Ende des Jahres 2019 als vergleichsweise gut dar. So lagen die liquiden Mittel zum Jahresende 2019 bei € 212 Mio. Das Ausmaß der Auswirkungen der durch die Pandemie ausgelösten wirtschaftlichen Verwerfungen im Geschäftsumfeld der UBM kann nach derzeitigem Stand nicht abgeschätzt werden. Der Vorstand geht in Simulationen der unterschiedlichen Szenarien von kurz- bzw. mittelfristig erheblichen Abweichungen in den zu erwartenden Cash-Einnahmen bzw. notwendigen Ausgaben aus. Für das Jahr 2020 sind zwar große Teile des zu erwartenden Cash-Zuflusses über Forward-Verkäufe abgesichert, dennoch wurde die interne Steuerung nochmals bezüglich Cash-Fokussierung priorisiert, um damit jederzeit flexibel auf etwaige Abweichungen reagieren zu können. Ausgaben können insoweit auch kurzfristig beeinflusst werden, als dass Projektankäufe verzögert oder gar nicht stattfinden bzw. Investitionen bei Entwicklungsvorhaben verspätet beginnen. Diese Flexibilität führt aus heutiger Sicht dazu, dass auch in jedem der aktuellen Szenarien im Geschäftsjahr 2020 von einer gesicherten Liquiditätssituation ausgegangen werden kann.

Da die UBM neben dem vergleichsweise hohen Liquiditätspolster gleichzeitig auch über ein flaches Anleihen- bzw. Schuldscheindarlehen-Rückzahlungsprofil verfügt, mit Rückzahlungen in Höhe von lediglich rund € 50 Mio. im Dezember 2020 und nochmals € 50 Mio. im November 2021, können die derzeit zu erwartenden Schwankungen durch die Liquiditätsreserve kompensiert werden. Auch hat das Management der UBM als Reaktion auf die derzeitige Wirtschaftssituation bereits umfangreich reagiert, inklusive der Nutzung von Instrumenten wie Kurzarbeit oder auch Stundungen von Zahlungen an die öffentliche Hand wie Umsatzsteuer oder Sozialabgaben in einzelnen Ländern.

In Bezug auf die Ertragsentwicklung im Jahr 2020 sind aufgrund des unsicheren Marktumfelds derzeit keine seriösen Prognosen möglich. Durch die aktuellen Reisebeschränkungen unmittelbar negativ betroffen ist das Hotel-Pachtgeschäft der UBM. Positive Auswirkungen auf die Ertragsentwicklung hat der hohe Verkaufsstand der Immobilien, die 2020 fertiggestellt werden. Bereits alle Hotel- und Büroimmobilien wurden an bonitätsstarke Partner forward verkauft, die Verkaufstätigkeit der Wohnimmobilien ist bereits weit fortgeschritten. So sind aus der Immobilienentwicklung im Jahr 2020 neben Cash-Zuflüssen auch entsprechende Ergebnisbeiträge zu erwarten. Die Verkaufstätigkeit der ab 2021 fertiggestellten Immobilien könnte sich auf Basis des unsicheren Marktumfelds jedoch verzögern. Insgesamt ist daher in 2020 von einem Ergebnisniveau unter dem Rekordjahr 2019 auszugehen. Aufgrund der hohen Unsicherheit auch in Bezug auf die kurzfristigen Entwicklungen wird eine Konkretisierung dieser Prognose erst im Jahresverlauf möglich sein.

Eine länger anhaltende Rezession über mehr als vier Quartale, einhergehend mit langfristigen Reisebeschränkungen, privater Konsumzurückhaltung und umfassenden Kosteneinsparungsprogrammen der Unternehmen, birgt für UBM Risiken, auf die sich das Unternehmen konsequent vorbereitet. Hingegen könnten sich durch eine raschere Erholung nach drei bis vier Quartalen für das Unternehmen auch Chancen eröffnen, da liquiditätsstarke Unternehmen von Marktbereinigungen in der Branche profitieren könnten. Zudem könnte sich durch ein wahrscheinlich über Jahre tief bleibendes Zinsniveau der Mangel an Investitionsalternativen verschärfen und die Nachfrage nach Immobilien erhöhen.

1 IWF: Statement von Dir. Kristalina Georgieva – 23. März 2020

2 EZB: Our response to the coronavirus – 19. März 2020

Risikoberichterstattung

Bedingt durch die Geschäftstätigkeit von UBM Development AG und ihrer operativen Tochtergesellschaften und Beteiligungen in mehreren europäischen Ländern und Assetklassen ist die UBM-Gruppe einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Gleichzeitig führt diese Diversifizierung, d. h. die Tätigkeit in unterschiedlichen Ländern und in mehreren Assetklassen, zur Risikostreuung bzw. -reduktion, da Veränderungen zumeist nicht gleichzeitig und in sämtlichen Märkten auftreten. Außerdem besteht aus risikopolitischer Sicht die Möglichkeit, dass einzelne Assetklassen zugunsten anderer forciert und/oder der Fokus auf bestimmte Länder und Märkte verstärkt oder zurückgenommen werden kann.

Generelle Ziele des UBM-Risikomanagements

  • Das Vermögen des Unternehmens zu schützen (z. B. Immobilien, Kapital, Image)
  • Das Jahresergebnis abzusichern
  • Den (Zahlungs-)Verpflichtungen jederzeit nachzukommen
  • Gesetzeskonformität jederzeit zu erfüllen und gegenüber Abschlussprüfer und FMA nachweisen zu können
  • Risiken rechtzeitig zu erkennen, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen
  • Einheitliche Sichtweise auf Risiken zu stärken stringente Bewertung und Dokumentation

Wesentliche Risiken

Die wesentlichen Risiken von UBM stammen aus der Projektentwicklung und ergeben sich aus der Wertschöpfungskette des Unternehmens. Daneben bestimmen allgemeine Geschäftsrisiken sowie makroökonomische Risiken das Risikomanagement der UBM. Demnach werden die Risiken in die Hauptrisikokategorien Liegenschaftsankauf – Projektkalkulation, Planung und Projektfinanzierung – Errichtung und Qualität – Betrieb (Vermietung und Verpachtung) — Verwertung (Transaction) — allgemeine Geschäftsrisiken — makroökonomische und sonstige Risiken zerlegt.

UBM ist seit vielen Jahrzehnten in der Projektentwicklung tätig und verfügt daher über entsprechende Erfahrung in der Früherkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Steuerung von Risiken. Dabei werden sämtliche wesentliche Risiken betrachtet, die einen signifikanten Einfluss auf das operative Geschäft mit sich bringen können.

Maßnahmen des Risikomanagementsystems (RMS) im Geschäftsjahr 2019

1. Risikoidentifikation und -analyse

Auf Basis der 2016 umfassend durchgeführten Risikoidentifikation und -analyse, die entlang der UBM-Wertschöpfungskette erstellt wurde, erfolgte jährlich, so auch 2019, eine neuerliche Bewertung der Einzelrisiken.

2. Risikobewertung

Die Bewertung basiert auf einer Risikobeschreibung sowie auf der Einschätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen von Ereignissen mit Auswirkung auf das Jahresergebnis in Form eines Professional Judgement durch den Vorstand. Diese Expertenurteile werden unterstützt durch regelmäßige Status- und Projektberichte der jeweiligen Ländergeschäftsführer. Um auf mögliche Änderungen der Einzelrisikopositionen rasch reagieren zu können, erfolgt diese Bewertung halbjährlich.

In der Betrachtung der möglichen Schadenshöhe werden die Auswirkungen von unerwarteten Aufwendungen bzw. Umsatzrückgängen gegenüber dem Planansatz bewertet. Weiters wird die Eintrittswahrscheinlichkeit jedes Einzelrisikos für sich bewertet, indem für jedes Risiko eine Eintrittshäufigkeit – in fünf Stufen von "häufig" (mindestens jedes zweite Jahr) bis "unwahrscheinlich" (alle 20 Jahre) – angenommen wird. Die Ergebnisse werden auf einer Risk Map dargestellt, die anschaulich und übersichtlich die größten Risiken von UBM zeigt.

3. Risikodokumentation

Die Ergebnisse werden in einem Bericht zusammengefasst, der die Basis für eine nachfolgende Risikopriorisierung und -steuerung darstellt. Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt zweimal jährlich.

4. Risikosteuerung und -monitoring

Die Steuerung der Risiken von UBM erfolgt in einem ersten Schritt top-down. Dabei werden Arbeits- und Dienstanweisungen sowie Richtlinien entworfen. Die Zuteilungen der Verantwortlichkeiten erfolgen ausgehend vom Management zu den Risk-Ownern. Im Bottom-up-Prozess berichten die Risk-Owner in regelmäßigen Status- und Risikoberichten an den Vorstand.

Nur die laufende Beschäftigung mit Risiken sowie die transparente und offene Kommunikation machen es möglich, Vorschläge zur Bewältigung von Risiken innerhalb der jeweiligen Unternehmensbereiche zu erarbeiten, gegebenenfalls mit dem Vorstand zu diskutieren und rechtzeitig umzusetzen.

5. Risikobewältigung

Abhängig von der Bedeutung erfolgt die Risikobewältigung im Projektteam, in den Unternehmensbereichen oder im Vorstand.

Diese strukturierte Vorgangsweise ist als dauerhafter Prozess innerhalb des RMS festgeschrieben.

Risikokategorien

Die Vielzahl der wesentlichen Einzelrisiken von UBM wurde in sieben Hauptrisikokategorien geclustert.

  1. Liegenschaftsankaufsrisiken: Neben den eigentlichen Risiken, die beim Ankauf von Liegenschaften bestehen, wie z. B. die Auslegung der Flächenwidmung, die Rechte Dritter (Nachbarn, Servitute etc.), die Aktualität des Grundbuchs, die Dauer bis zur Baugenehmigung, unbekannte Einbauten, unvollständige Verdachtsflächen(-kataster), nicht dokumentierte Kontaminierung, Schutzbestimmungen (Denkmalschutz, Baumbestand, Schutzzone), erschwerte Erschließung bzw. Zufahrt, nicht bekannte Quellen, Grundwasser, Immissionen etc., werden hier bereits Risiken wie Markteintrittsrisiko, Länderrisiko, politische Risiken sowie Wettbewerbs- und Marktumfeldrisiken berücksichtigt.

Die regionalen Kenntnisse und jene des Wettbewerbsumfelds, über welche die einzelnen operativen Tochtergesellschaften verfügen, deren Know-how und gute Vernetzung im regionalen Marktumfeld sowie standardisierte Due-Diligence- und Ankaufsprozesse helfen bei der Risikominimierung.

  1. Projektkalkulations- und Planungsrisiken: In dieser Projektphase rücken Risiken aus den Einkaufs- aber auch Verkaufspreisen, die Mietpreishöhe und -änderungen, die Finanzierung des Projekts und deren Zinsbelastungen sowie die Markttauglichkeit und die Drittverwendbarkeit in den Fokus der Betrachtungsweise. Interne und externe Experten erarbeiten im Team die entsprechenden Grundlagen, welche die Basis für die Entscheidungen des Vorstands darstellen. Langjährige Erfahrungen in sämtlichen Projektentwicklungsagenden erhöhen dabei die Planungssicherheit.

  2. Errichtungsrisiken bzw. Qualitätsrisiken: Hier sind sämtliche Risiken zu bewerten, die mit der eigentlichen Errichtung der Immobilie verbunden sind. Solche Risiken entstehen aus der Baudauer und dem möglichen Verzug, einem möglichen Lieferantenausfall, der Qualität der Ausführung inkl. der Kosten für Nachbesserungen.

Zur Minimierung dieser Risiken setzt UBM auf erfahrene Projektleiter, um so bereits bei der Auftragsvergabe überteuerte Angebote zu vermeiden und während der Errichtungsphase eine laufende Kosten-, Qualitäts- und Bauzeitplankontrolle sicherzustellen. Regelmäßige Projektberichte an den Vorstand lassen frühzeitig Soll-Ist-Abweichungen erkennen und ermöglichen eine rasche Gegensteuerung.

4. Betriebsrisiken (Vermietung Büro bzw. Verpachtung Hotel):

Auch der Betrieb einer Immobilie ist mit einer Vielzahl von Risiken verbunden, wobei insbesondere die Bonität der Mieter (Kreditwürdigkeit, Sicherheit der Mieteinkünfte), ein Klumpenrisiko (Ausfall eines wichtigen Großmieters), Leerstandsrisiko, Instandhaltungsrisiko (regelmäßige Prüfungen, Wartungen, Servicierungen, Instandhaltungen, nachträgliche technische Investitionen), Hausverwaltungsrisiko (mangelhafter Inkasso- und Mahnwesenprozess, mangelhafte Abrechnungen von Betriebskosten) bewertet werden.

Um den Wert der Immobilie zu sichern, werden während des Betriebs unterschiedlichste Spezialisten aus Tochterunternehmen, Fachabteilungen oder externen Fachfirmen eingesetzt, um einerseits laufend die geplanten Erträge zu erwirtschaften, aber auch um die technische Qualität der Gebäude nachhaltig sicherzustellen.

  1. Vertriebs-, Verwertungs- und Verkaufsrisiken: Dabei werden die Vertriebsrisiken im Verkaufsprozess von Wohnungseigentum, die Verwertungsrisiken (Vermietungsrisiken bei Erstvermietung) und die Verkaufsrisiken bei der Veräußerung von Gesamtimmobilien unterschieden. Das Hauptrisiko im Vertriebs- und Verkaufsprozess stellen die dem Bewertungsverfahren zugrunde liegenden Makrofaktoren dar. Dies sind u. a. die zu erwartenden Mieteinnahmen und der angenommene Abzinsungssatz. Das Jahresergebnis von UBM ist maßgeblich von buchmäßigen Auf- bzw. Abwertungen des Immobilienvermögens abhängig. Bei Verkauf einer Immobilie ist der erzielbare Verkaufspreis unmittelbar vom zu diesem Zeitpunkt realisierbaren Marktpreis abhängig. Dieser kann von den Entstehungskosten, aber auch von den von Gutachtern ermittelten Verkehrswerten und somit von den Buchwerten abweichen. Weitere Risiken im Transaktionsprozess sind vertragliche Haftungen bzw. Garantien sowie mögliche Gewährleistungsansprüche der Kunden.

UBM analysiert in diesem Zusammenhang den optimalen Verkaufszeitpunkt hinsichtlich der zu erzielenden Verkaufspreise. In der Auswahl und Ansprache der Kaufinteressenten helfen langjährige Kontakte zu potenziellen Investoren und Großkunden. Ein eigenes zentrales Transaktionsteam mit entsprechenden Erfahrungen und Kontakten in Kooperation mit Experten der eigenen Rechtsabteilung und unter Mithilfe externer Berater soll es UBM ermöglichen, diesen Prozess optimal zu gestalten.

  1. Allgemeine Geschäftsrisiken: Dazu zählen insbesondere das Personalrisiko (Besetzung, Fluktuation, menschliche Fehler, interner Betrug etc.), das IT-Risiko (Hard- und Software, Datenverlust, Hacker, Spionage etc.), kaufmännische Risiken (Liquiditätsrisiko, steuerliche Risiken, Finanzstrafen etc.) sowie das Rechtsrisiko (Compliance-Risiken, Schadenersatz, allgemeine Vertrags- und Versicherungsvertragsrisiken, Gesetzeslage etc.). Die gesamten Risiken werden in den jeweiligen Fachabteilungen überwacht und bei Bedarf umgehend an den Vorstand kommuniziert.

  2. Makroökonomische und sonstige Risiken: Zu diesen Risiken zählen die Konjunkturentwicklung (Inflation, Arbeitslosigkeit, Kaufkraft etc.), das Zinsrisiko, das Währungsrisiko sowie das Risiko der höheren Gewalt (Naturkatastrophen, Feuer, Streik, Krieg, Terror). Die Risiken werden von den ressortverantwortlichen Vorständen in enger Zusammenarbeit mit den Stabsstellen kontinuierlich beobachtet. Zinsund Wechselkursrisiken wurden bisher bewusst akzeptiert, zukünftig sind entsprechende Absicherungen jedoch nicht ausgeschlossen.

Sonstige Risiken

Bezüglich der Angaben zu Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel 44 "Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten" im Anhang zum Konzernabschluss verwiesen.

Risiken im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie

Die globalen Maßnahmen zur Bekämpfung der Ansteckung mit dem Corona-Virus haben in vielen Regionen der Welt, unter anderem auch in allen Märkten der UBM, zu einer starken Reduktion oder sogar dem Erliegen der sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten geführt. In den Märkten der UBM sind Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung zu erwarten, die praktisch alle Wirtschaftszweige und damit auch den Immobiliensektor betreffen. Die Höhe der Auswirkung ist derzeit nicht einschätzbar.

Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich Ausmaß und Dauer sowie der daraus resultierenden Entwicklungen können keine seriösen und verlässlichen Schätzungen möglicher quantitativer Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der UBM abgegeben werden, die Auswirkungen der bereits durch die Regierungen getroffenen Maßnahmen und die Effekte auf die Wirtschaft können aber bereits als signifikant betrachtet werden.

Die Auswirkungen und unternehmerischen Risiken im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie haben auf das derzeitige Geschäftsmodell der UBM sowohl kurzfristige (bis Jahresende), mittelfristige (bis Ende 2021) als auch eventuell darüber hinausgehende Effekte. Unmittelbar betroffen ist das Hotel-Pachtgeschäft der UBM, welches mit einem Partner betrieben wird (50 %-Partnerschaft). Im Zuge der COVID-19-Pandemie wurden Hotels vorübergehend geschlossen und damit ergeben sich signifikante wirtschaftliche Ausfälle und Verluste. Sollte die Pandemie Reisebeschränkungen über den Sommer des Jahres 2020 oder darüber hinaus bzw. eine Veränderung der Reisegewohnheiten insgesamt auslösen, so ist auch mittel- und langfristig mit Gewinneinbußen gegenüber den ursprünglichen Plänen aus dem Hotel-Pachtgeschäft zu rechnen. Auch Mietausfälle in Bestandsimmobilien können kurzfristig nicht ausgeglichen werden, wobei der Anteil der Bestandsimmobilien in den vergangenen Jahren deutlich reduziert wurde und der Fokus auf Immobilienentwicklung in dieser Hinsicht einen Vorteil darstellt.

Die Auswirkungen auf den Verkauf der derzeit in Entwicklung stehenden Projekte ist mittel bzw. langfristig. Alle Hotel- und Büroentwicklungen, die im Jahr 2020 fertiggestellt werden, sind bereits forward verkauft. Auswirkungen auf die forward verkauften Immobilien sind denkbar, sofern die Bonität der Käufer durch die COVID-19-Krise so stark beeinträchtigt wird, dass die vereinbarten Verkaufspreise nicht mehr entrichtet werden können. Auch die Wohnimmobilien im Einzelvertrieb, die 2020 fertiggestellt werden, wurden bereits zu einem großen Anteil veräußert. Potenzielle Bauverzögerungen von einigen Wochen sind zwar durch entsprechende Long Stop Dates für die Übernahmen mit einem Polster ausgestattet, längere Verzögerungen können aufgrund der Unsicherheit bezüglich Dauer und Ausmaß der Maßnahmen nicht ausgeschlossen werden und würden im Extremfall Rücktrittsrechte bei bereits verkauften Immobilien auslösen. Pipeline-Projekte, die derzeit in einem frühen Entwicklungsstadium sind, könnten zudem schwieriger mit Projektfinanzierungen zu finanzieren sein, abhängig von den Auswirkungen von COVID-19 auf den Bankensektor. Im Extremfall könnte dies zur Folge haben, dass an Baustellen aufgrund von Liquiditätsengpässen langsamer gebaut werden kann als ursprünglich angenommen oder die Bautätigkeit sogar vorübergehend eingestellt oder gar nicht begonnen wird. Auf Basis des unsicheren konjunkturellen Umfelds wird auch das Währungsrisiko im Zusammenhang mit dem Polnischen Złoty bzw. der Tschechischen Krone in 2020 als hoch eingeschätzt, die Kurse unterliegen derzeit einer großen Volatilität.

Ein wesentliches mittelfristiges Risiko ist die Entwicklung der Investorennachfrage nach Immobilien im Allgemeinen. Die Nachfrage wird einerseits vom vorherrschenden Zinsumfeld bzw. alternativen Veranlagungsmöglichkeiten und andererseits von der Risikoeinschätzung der Investoren in den einzelnen Assetklassen beeinflusst. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die von Investoren geforderten Risikoprämien je nach Assetklasse ansteigen und Investoren selektiver vorgehen werden. Die Assetklasse Büro wird vor allem von der weiteren konjunkturellen Entwicklung, die Assetklasse Wohnen von der Nachfrage nach Wohnraum und die Assetklasse Hotel von der Reisetätigkeit von Geschäftskunden und Touristen beeinflusst werden. Sollte die aktuelle COVID-19-Pandemie das Konsumverhalten in Europa nicht grundlegend und langfristig verändern, ist davon auszugehen, dass der Megatrend Urbanisierung die Nachfrage nach allen Assetklassen der UBM weiterhin unterstützt.

Internes Kontrollsystem

Die wesentlichen Ziele des Internen Kontrollsystems (IKS) innerhalb von UBM sind die Kontrolle der Einhaltung der Geschäftspolitik und der vorgegebenen Ziele, die Sicherung des Vermögens des Unternehmens, die Sicherstellung der Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens, die Sicherstellung der Wirksamkeit und Effizienz betrieblicher Abläufe, die frühzeitige Risikoerkennung und die verlässliche Einschätzung möglicher Risiken, die Einhaltung gesetzlicher und rechtlicher Grundlagen sowie der effiziente Einsatz von Ressourcen und die Kostenersparnis.

Neben den in den Kernprozessen von UBM implementierten internen Kontrollen verfügt UBM über ein kaufmännisches und ein technisches Controlling. Beide Bereiche berichten direkt an den Vorstand. Das kaufmännische Controlling überwacht die laufende Geschäftsentwicklung auf Abweichungen von Planzahlen und stellt sicher, dass bei Planabweichungen die notwendigen Informationen an die Geschäftsleitung ergehen. Das technische Controlling überwacht die laufende Abwicklung von Projekten hinsichtlich Terminen, Baukosten, Baufortschritt und allen für die technische Umsetzung relevanten Prozessen. Deren periodische Berichte bieten dem Management eine Grundlage für etwaig notwendige Maßnahmen, um die oben genannten Ziele erreichen zu können.

Neben gesetzlichen Anforderungen verfügt UBM über eine Vielzahl eigener Regularien bzw. Prozessabläufe. Diese wurden vor allem im Rahmen des Prozess- und Effizienzsteigerungsprogramms (Next Level) neu aufgesetzt bzw. verbessert. Die Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb der Prozesse wurden klar zugewiesen und die Kontrollmechanismen überarbeitet und verbessert. Diese Prozesse und Regularien dienen den Mitarbeitern einerseits als entsprechende Werkzeuge bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und ermöglichen andererseits die effiziente Gestaltung von Prozessen und Kontrollen. Derartige Arbeitsanweisungen, Richtlinien und Vorlagen schaffen Transparenz, erleichtern die Kommunikation und Dokumentation, helfen, Arbeitsabläufe effizient zu gestalten und ermöglichen es, Kontrollen effektiv durchzuführen.

Damit hat UBM die notwendigen Vorkehrungen getroffen, sodass einerseits gesetzliche, aber auch interne Richtlinien eingehalten und andererseits mögliche Schwachstellen in betrieblichen und organisatorischen Abläufen rasch identifiziert und korrigiert werden können.

Im Bereich Rechnungswesen dienen konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der Sicherstellung einer aussagekräftigen und ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung. Durch klare Funktionstrennungen und Kontrollmaßnahmen wie Plausibilitätsprüfungen, regelmäßige Kontrollaktivitäten und Rechnungsfreigaberegelungen sowie dem Vier-Augen-Prinzip wird eine verlässliche und ordnungsgemäße Buchführung und Rechnungslegung sichergestellt.

Dieses systematische Kontrollmanagement stellt sicher, dass die Rechnungslegung des UBM-Konzerns im Einklang mit den nationalen und internationalen Rechnungslegungsstandards sowie internen Richtlinien steht.

Innerhalb des internen Kontrollsystems übernimmt der Prüfungsausschuss für den Aufsichtsrat die Aufgabe der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Finanzberichterstattung.

Interne Revision

Die Abteilung Interne Revision wurde mit dem Ziel etabliert, unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungstätigkeiten innerhalb von UBM durchzuführen. Grundlage ihres Arbeitens sind die Revisionsordnung, welche die Legitimation nach außen darstellt, und das Revisionshandbuch, das die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten innerhalb von UBM festlegt. Die Abteilung ist gem. C-Regel 18 des Österreichischen Corporate Governance Kodex dem Gesamtvorstand unterstellt. Die Interne Revision prüft die Unternehmensprozesse und die Wirksamkeit der internen Kontrollen und trägt zu deren Verbesserung bei. Anlassbezogen führt die Interne Revision auf entsprechende Anweisung des Vorstands Ad-hoc-Prüfungen durch.

Außerdem steht die Interne Revision dem Vorstand beratend zur Seite. Durch ihre integrierte Sichtweise und ihre Kenntnisse des Unternehmens soll sie wirksame Möglichkeiten zur Verbesserung von Effektivität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Prozesse aufzeigen.

Der jährliche Revisionsplan wurde erfüllt. Anlassbezogen wurde 2019 eine Ad-hoc-Prüfung durchgeführt. Aus den in den Revisionsberichten getroffenen Feststellungen und Empfehlungen werden stets konkrete Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet. Die Umsetzung der Maßnahmen wird von der Internen Revision überwacht. Projektbezogen unterstützen externe Berater einzelne Prüfungshandlungen.

Offenlegung gemäß § 243a UGB per 31. Dezember 2019

1. Zusammensetzung des Kapitals

Das Grundkapital setzt sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 aus 7.472.180 auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stückaktien zusammen, von denen jede am Grundkapital von € 22.416.540,00 im gleichen Umfang beteiligt ist. Zum Bilanzstichtag befinden sich sämtliche 7.472.180 Aktien im Umlauf. Alle Aktien haben die gleichen, gesetzlich normierten Rechte und Pflichten, insbesondere gewährt jede Aktie das Stimmrecht, welches nach der Zahl der Aktien ausgeübt wird. Das Grundkapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt. Gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung und im Einklang mit § 10 Abs. 2 AktG sind die Inhaberaktien in einer, gegebenenfalls in mehreren Sammelurkunden zu verbriefen und bei einer Wertpapiersammelbank nach § 1 Abs. 3 Depotgesetz oder einer gleichwertigen ausländischen Einrichtung zu hinterlegen. Aus § 4 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft ergibt sich weiters, dass das Grundkapital zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 AktG um bis zu Nominale € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien zur Ausgabe an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen bedingt erhöht ist (bedingte Kapitalerhöhung).

2. Beschränkungen betreffend die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien

Zwischen der Strauss-Gruppe und der IGO Industries-Gruppe besteht ein Syndikatsvertrag. Der Vorstand der Gesellschaft hat keine Kenntnis vom Inhalt des Syndikatsvertrags. Syndikatsbeschlüsse binden die Syndikatsmitglieder in der Ausübung ihrer Stimmrechte. Es besteht ein wechselseitiges Aufgriffsrecht.

3. Direkte oder indirekte Beteiligung

Eine direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital, die zumindest zehn von hundert beträgt, halten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 folgende Aktionäre: Syndikat Ortner & Strauss 38,84 % (davon IGO Industries-Gruppe 27,62 %, Strauss-Gruppe 11,22 %).

4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten sind bei der Gesellschaft nicht vorhanden.

5. Mitarbeiterbeteiligungsmodelle, bei welchen die Arbeitnehmer das Stimmrecht nicht unmittelbar ausüben, bestehen bei der UBM Development AG nicht.

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 23. Mai 2017 das Long-Term-Incentive-Programm 2017 (LTIP) beschlossen. Ebenso hat auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft in seiner Sitzung am 23. Mai 2017 dem LTIP zugestimmt. In Punkt 6 der Planbedingungen des LTIP ist festgelegt, dass jede Aktienoption nach Ablauf der jeweiligen, in den Planbedingungen festgelegten Zeiträume und bei Erfüllung der festgelegten Voraussetzungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigt. Der diesbezügliche Ausübungskurs ist in Punkt 6.3 der Planbedingungen definiert als der ungewichtete Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an der Wiener Börse im Zeitraum vom 24. Mai 2017 (einschließlich) bis zum 21. Juni 2017 (einschließlich). Auf dieser Grundlage wurde der Ausübungskurs für die Ausübung von Aktienoptionen im Rahmen des LTIP berechnet und mit € 36,33 je Aktie festgesetzt.

6. Bestimmungen zur Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zur Änderung der Satzung

Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand nach näherer Bestimmung durch den Aufsichtsrat aus zwei bis sechs Personen. Die Bestellung von stellvertretenden Vorstandsmitgliedern in diesem zahlenbezogenen Rahmen ist gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung zulässig. Gemäß § 6 Abs. 3 der Satzung kann der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands und ein Mitglied zum Stellvertreter des Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Allfällige stellvertretende Vorstandsmitglieder stehen gemäß § 8 Abs. 3 der Satzung hinsichtlich der Vertretungsmacht ordentlichen Vorstandsmitgliedern gleich.

Der Aufsichtsrat besteht gemäß § 9 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft aus mindestens drei und höchstens zwölf von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern. Gemäß § 9 Abs. 8 der Satzung kann mit der Wahl eines Aufsichtsratsmitglieds gleichzeitig ein Ersatzmitglied gewählt werden, welches mit sofortiger Wirkung in den Aufsichtsrat nachrückt, wenn das Aufsichtsratsmitglied vor dem Ablauf seiner Amtszeit aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Werden mehrere Ersatzmitglieder gewählt, ist bei der Wahl die Reihenfolge zu bestimmen, in der sie für aus dem Aufsichtsrat ausscheidende Mitglieder nachrücken. Ein Ersatzmitglied kann auch für mehrere bestimmte Aufsichtsratsmitglieder gewählt werden, sodass es in den Aufsichtsrat nachrückt, wenn eines dieser Mitglieder vorzeitig aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Das Amt eines in den Aufsichtsrat nachgerückten Ersatzmitglieds erlischt, sobald ein Nachfolger für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied bestellt ist, spätestens jedoch mit Ablauf der restlichen Amtszeit des ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds. Ist das Amt eines in den Aufsichtsrat nachgerückten Ersatzmitglieds erloschen, weil ein Nachfolger für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied gewählt wurde, so bleibt es Ersatzmitglied für die weiteren Aufsichtsratsmitglieder, für die es gewählt wurde. Die Hauptversammlung kann gemäß § 9 Abs. 2 der Satzung bei der Wahl für einzelne oder für alle der von ihr zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder eine kürzere Funktionsperiode beschließen als die gesetzlich vorgesehene Funktionsperiode. Scheidet ein von der Hauptversammlung gewähltes Aufsichtsratsmitglied vor Ablauf der Funktionsperiode aus, bedarf es gemäß § 9 Abs. 6 der Satzung der Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Sinkt jedoch die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder unter drei, ist die Ersatzwahl in einer außerordentlichen Hauptversammlung binnen sechs Wochen vorzunehmen. Die Bestellung zum Mitglied des Aufsichtsrats kann gemäß § 9 Abs. 4 vor Ablauf der Funktionsperiode von der Hauptversammlung durch Beschluss mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen widerrufen werden.

Gemäß § 19 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft werden die Beschlüsse der Hauptversammlung, soweit nicht zwingende Vorschriften des Aktiengesetzes etwas Abweichendes bestimmen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, und in Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Nach Rechtsansicht des Vorstands wird durch diese Satzungsbestimmung die vom Aktiengesetz für Satzungsänderungen grundsätzlich vorgesehene Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals auf die einfache Kapitalmehrheit herabgesetzt.

7. Befugnisse der Mitglieder des Vorstands

Der Vorstand ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 23. Mai 2017 beschlossenen Ermächtigung in das Firmenbuch – somit bis zum 11. August 2022 – das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Barund/oder Sacheinlagen, allenfalls in mehreren Tranchen, auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs. 6 AktG, zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und den Ausgabekurs, die Ausgabebedingungen, das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien ist ausgeschlossen, wenn und sofern eine Ausnutzung dieser Ermächtigung (genehmigtes Kapital) durch Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch das Ausnutzen dieser Ermächtigung des Vorstands ergeben, zu beschließen.

Zudem ist der Vorstand zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen, insbesondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der Wandelschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Ausgabebetrag und Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe finanzmathematischer Methoden sowie des Aktienkurses der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Im Fall einer in den Ausgabebedingungen von Wandelschuldverschreibungen festgelegten Wandlungspflicht dient das bedingte Kapital auch zur Erfüllung dieser Wandlungspflicht.

Schließlich sieht § 4 Abs. 6 der Satzung der Gesellschaft die Ermächtigung des Vorstands gemäß § 159 Abs. 3 AktG vor, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 23. Mai 2017 beschlossenen Ermächtigung in das Firmenbuch – sohin bis zum 11. August 2022 – mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs. 2 Z 3 AktG, auch in mehreren Tranchen, bedingt um bis zu € 1.678.920,00 durch Ausgabe von bis zu 559.640 auf den Inhaber lautenden neuen Stückaktien zum Zweck der Bedienung von Aktienoptionen im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms 2017 an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie mit ihr verbundener Unternehmen zu erhöhen. Der Ausübungskurs beträgt € 36,33. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die sich aus einer Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung ergebenden Änderungen der Satzung zu beschließen.

8. Bedeutende Vereinbarungen

Im Juli 2014 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 160.000.000,00 (Zeitraum 2014–2019) begeben, welche im Dezember 2014 um € 15.000.000,00 auf € 175.000.000,00 und im Februar 2015 um weitere € 25.000.000,00 auf insgesamt € 200.000.000,00 aufgestockt wurde. In Bezug auf diese Teilschuldverschreibungen gab es mehrere Umtauschangebote durch die Emittentin, in deren Rahmen den Anleihegläubigern die Möglichkeit zum Umtausch in neue Anleihen der Emittentin angeboten wurde. Die verbliebenen Teilschuldverschreibungen der UBM-Anleihe 2014–2019 wurden am 9.7.2019 zur Gänze zurückgeführt. Im Dezember 2015 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 75.000.000,00 (Zeitraum 2015–2020) begeben. Im November 2016 wurde eine Inhaberschuldverschreibung (2016–2021) im Gesamtnennbetrag von € 18.500.000,00 begeben.

Im Oktober 2017 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 150.000.000,00 mit einer Laufzeit bis 2022 begeben. Dabei wurde gleichzeitig ein Umtauschangebot durchgeführt, in dessen Rahmen Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2014 begebenen Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 84.047.500,00 in Teilschuldverschreibungen der im Oktober 2017 begebenen Anleihe umgetauscht wurden. Im Rahmen der Barzeichnung der im Oktober 2017 emittierten Anleihe wurden Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 65.952.500,00 begeben.

Im November 2018 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 75.000.000,00 (Laufzeit 2018–2023) begeben, wobei diese Anleiheemission sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der bestehenden UBM-Anleihe 2014–2019 die Möglichkeit zum Umtausch in die neue UBM-Anleihe 2018–2023 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot umfasste. Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2014 begebenen Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 24.630.500,00 in neue 2018-UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 50.369.500,00 begeben.

Im Oktober/November 2019 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 120.000.000,00 mit sechsjähriger Laufzeit (2019–2025) begeben, wobei diese Anleiheemission sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der bestehenden UBM-Anleihe 2015–2020 die Möglichkeit zum Umtausch in die neue UBM-Anleihe 2019–2025 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot umfasste. Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2015 begebenen Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 25.164.000,00 in neue 2019-UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 94.836.000,00 begeben.

Diese Anleihen enthalten insbesondere folgende Bestimmung: Erfolgt ein Kontrollwechsel im Sinn einer Übernahme (bzw. der Erlangung einer unmittelbaren kontrollierenden Beteiligung an der Emittentin im Sinn des Übernahmegesetzes mit der Rechtsfolge eines Pflichtangebots durch eine natürliche oder juristische Person, die im Zeitpunkt der Begebung der Anleihe keine oder keine kontrollierende Beteiligung hält) (Kontrollwechselereignis wie in den jeweiligen Anleihebedingungen definiert) und führt dieser Kontrollwechsel zu einer Verschlechterung der Bonität der Emittentin und kann die Emittentin keinen Bonitätsnachweis innerhalb von 60 Tagen ab dem Zeitpunkt der Bekanntmachung des Kontrollwechselereignisses erbringen, ist jeder Anleihegläubiger berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen zu kündigen und fällig zu stellen und die sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufener Zinsen zu verlangen.

Die UBM-Anleihe 2015–2020 enthält darüber hinaus ein Financial Covenant betreffend die Eigenkapitalquote: Sinkt die Eigenkapitalquote während der Laufzeit der Anleihe unter 25 %, so erhöht sich die Verzinsung von 4,25 % auf 6,25 %; sollte die Eigenkapitalquote danach wieder einen Wert von 25 % oder höher erreichen, reduziert sich die Verzinsung wieder auf den ursprünglichen Zinssatz. Im Rahmen der Berechnung der Eigenkapitalquote werden die zum Zeitpunkt der Begebung der UBM-Anleihe 2015–2020 anwendbaren Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) herangezogen.

Weiters hat die Gesellschaft im November 2016 Schuldscheindarlehensverträge im Gesamtnennbetrag von € 32.000.000,00 abgeschlossen. Diese Schuldscheindarlehensverträge sehen ein Kündigungsrecht für den Fall vor, dass ein Kontrollwechselereignis eintritt und dieses Kontrollwechselereignis zu (i) einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der Gesellschaft führt, ihre Verpflichtungen aus dem jeweiligen Darlehensvertrag zu erfüllen oder (ii) einem Verstoß des jeweiligen Darlehensgebers gegen gesetzlich zwingende Vorschriften führt. (Kontrollwechsel bedeutet in diesem Zusammenhang die Erlangung einer unmittelbaren kontrollierenden Beteiligung an der Gesellschaft im Sinn des Übernahmegesetzes mit der Rechtsfolge eines Pflichtangebots durch eine natürliche oder juristische Person, die zum Zeitpunkt des Abschlusses des jeweiligen Darlehensvertrags keine Beteiligung an der Gesellschaft hielt.)

Im Februar 2018 wurde eine Hybridanleihe (Hybrid-Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 100.000.000,00 begeben. Die Hybridanleihe enthält eine Regelung, wonach die Emittentin bei Eintritt eines Kontrollwechsels im Sinn einer Übernahme gemäß österreichischem Übernahmegesetz (wie in den Anleihebedingungen definiert) berechtigt ist, die Hybrid-Teilschuldverschreibungen vorzeitig vollständig zum Nennbetrag zuzüglich bis zum Rückzahlungstag aufgelaufener Zinsen zurückzuzahlen.

Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen im Sinn des § 243a Z 8 UGB.

9. Entschädigungsvereinbarungen im Sinn des § 243a Z 9 UGB bestehen nicht.

10. Sonstige Information Zweigniederlassungen

Die UBM Development AG hat folgende Zweigniederlassungen: Steiermark (Thalerstraße 88, 8141 Unterpremstätten) und Tirol (Porr-Straße 1, 6175 Kematen).

Nicht-finanzielle Information gemäß NaDiVeG

UBM erstellt einen gesonderten nicht-finanziellen Bericht, der die gesetzlichen Anforderungen gemäß §267a UGB erfüllt. Diese Information ist auch Teil des Geschäftsberichts und im Kapitel "Nicht-finanzieller Bericht" ab Seite 71 zu finden.

Corporate-Governance-Bericht

Der Bericht ist als Teil des Geschäftsberichts unter www.ubm-development.com im Submenü Investor Relations/Finanzberichte bzw. Corporate Governance abrufbar.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

Wien, am 16. April 2020

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LL.M. Vorsitzender

DI Martin Löcker Dipl.-Ök. Patric Thate

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Nicht-finanzieller Bericht

  • Nachhaltigkeit bei UBM
  • Umwelt
  • Mitarbeiter
  • Soziales und Compliance

nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit bei UBM

Der Unternehmenserfolg der UBM baut darauf, dass alle Mitarbeiter ein gemeinsames Ziel – die Steigerung des Unternehmenswerts – verfolgen. Dieses gemeinsame Ziel, die Arbeit im Team und die Identifikation mit dem Unternehmen sind entscheidend für den Erfolg. Grundlage dafür ist, nachhaltig zu wirtschaften und sich damit auch als verlässlicher Partner für Investoren, Generalunternehmer und Lieferanten zu erweisen. Sämtliche Entscheidungen, die im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der Immobilienentwicklung stehen, haben Auswirkungen auf das globale Klima der nächsten Dekaden. Vor diesem Hintergrund misst UBM sozialen und ökologischen Aspekten einen besonderen Stellenwert bei. Die Initiativen im Umwelt- und Sozialbereich stellen keinen Selbstzweck dar, sondern sind integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Seit mehr als zehn Jahren ist umweltbewusstes Planen und Bauen fest in der DNA von UBM verankert. Auf den effizienten Einsatz von Ressourcen im laufenden Betrieb wird ebenso geachtet wie auf soziale Belange und Compliance. Nachhaltiges und verantwortungsvolles Handeln ist die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg – und wirtschaftlicher Erfolg ist wiederum die Basis für nachhaltiges Handeln.

Schwerpunkte

Um nachhaltiges Handeln im Unternehmen zu verankern, setzt UBM folgende Schwerpunkte:

  • Bewusstsein für Nachhaltigkeit bei allen Stakeholdern und vor allem bei den Mitarbeitern schärfen
  • Immobilien verantwortungsvoll entwickeln
  • Konzernstandorte und gepachtete Hotels energiesparend betreiben
  • Mitarbeiter fördern und ein Arbeitsumfeld für Kreativität und Engagement schaffen
  • Verantwortungsvolle und transparente Unternehmensführung
  • Soziale Verantwortung nach innen und nach außen wahrnehmen

Initiativen 2019

UBM verfolgt das Ziel, nachhaltiges Denken und Handeln noch stärker im Alltag der Mitarbeiter zu integrieren. So wurde 2019 die Initiative "one future. one environment." ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Initiative wurden sowohl Fakten und Tipps zu Nachhaltigkeitsthemen aufbereitet als auch ein Ideenwettbewerb für alle Mitarbeiter veranstaltet. Daraus entstanden einige UBM-Leuchtturmprojekte: Mit der Umsetzung der Gewinneridee wurde noch im selben Jahr begonnen – so wird in Wien ein Wohnprojekt in Holzbauweise mit einer begleitenden Studie umgesetzt. Über dieses Projekt wird im Kapitel Umwelt im Detail berichtet. Auf Initiative der Mitarbeiter fanden auch erstmals "Social Days" statt, im Rahmen derer sich die Mitarbeiter während der Arbeitszeit einen Tag lang für ein soziales Projekt engagieren konnten. Ein weiteres Leuchtturmprojekt in puncto nachhaltige Immobilienentwicklung ist die Hotelentwicklung in Kattowitz, die unter dem Motto "Clean & Green" steht. Auch über dieses Projekt wird im Kapitel Umwelt im Detail berichtet. Mit der jährlichen Weihnachtsspende von UBM, die diesmal an ein Kinderhilfsprojekt der Caritas in Osteuropa ging, verfolgt UBM weiterhin den Gedanken "Spenden statt Weihnachtsgeschenke".

Geplante Initiativen 2020

Auf Basis der aktuellen Entwicklungen und der Dynamik im Bereich Umwelt und Ressourcenschonung ergeben sich große Chancen für UBM. Daher soll das Thema Nachhaltigkeit zukünftig noch tiefer als integraler Bestandteil im Geschäftsmodell verankert werden. 2020 wird dazu eine "one future policy." erarbeitet, die auf einer strukturierten Stakeholderbefragung sowie auf deren Analysen beruhen wird. Darauf aufbauend strebt UBM eine Neudefinition bzw. Konkretisierung der quantitativen Nachhaltigkeitsziele an. In Folge sollen die relevanten Geschäftspartner durch einen Verhaltenskodex auch stärker an die UBM-Nachhaltigkeitsziele gebunden werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Umsetzung der bereits gestarteten Leuchtturmprojekte und die Unterstützung weiterer Eigeninitiativen der Mitarbeiter. Da diese primär den Erfolg der Nachhaltigkeitsinitiativen und des gesamten Unternehmens bestimmen, soll insbesondere in deren Kompetenz und auch in Sozialbelange investiert werden.

Im Jahr 2019 wurden im Bereich Nachhaltigkeit zahlreiche Fortschritte erzielt. Der Anspruch von UBM liegt darin, sich in allen wesentlichen Bereichen weiter zu verbessern. Dies ist kein Selbstzweck, sondern geschieht aus Verantwortung für den Erfolg des Unternehmens und aus Verantwortung gegenüber den Geschäftspartnern und Mitarbeitern sowie für ein faires Wirtschaften im Einklang mit der Umwelt und der Gesellschaft.

Erläuterung zu den Berichtsinhalten

Die nachhaltige Projektentwicklung ist schon lange in der Strategie von UBM verankert. Im Geschäftsjahr 2017 veröffentlichte UBM erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht, der sich an den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) orientierte. Seit 2018 werden Nachhaltigkeitsthemen in einer kompakteren, nicht-finanziellen Erklärung behandelt, die Teil der Finanzberichterstattung bzw. des Geschäftsberichts ist. Damit wird eine breitere Leserschaft auf dieses wichtige Themengebiet aufmerksam gemacht.

Die vorliegende nicht-finanzielle Erklärung enthält die geforderten Angaben gemäß § 267a Abs 1–3 UGB bzw. § 243b Abs. 1–3 UGB. Auf den folgenden Seiten werden nicht-finanzielle Aspekte der Geschäftstätigkeit in den Bereichen Umwelt- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie Arbeitnehmerbelange behandelt. Diese Erklärung umfasst nicht-finanzielle Informationen der UBM Development AG sowie ihrer vollkonsolidierten Tochtergesellschaften. Nicht-finanzielle Kennzahlen werden im Zweijahresvergleich dargestellt.

Berichtsstruktur

Der Aufbau der nicht-finanziellen Erklärung richtet sich nach den für UBM wesentlichen Themenbereichen und gliedert sich in die drei Abschnitte Umwelt, Mitarbeiter sowie Soziales und Compliance. In diesen drei Kapiteln werden alle wesentlichen Themen inklusive Managementansatz, Risiken und Auswirkungen, Maßnahmen sowie nicht-finanzielle Kennzahlen dargestellt. Der Belang Menschenrechte wurde dem Kapitel Mitarbeiter, der Belang Korruption und Bestechung dem Kapitel Soziales und Compliance zugeordnet. Da das Thema Energieverbrauch und Emissionen als wesentlichstes Thema identifiziert wurde, kommt dem Kapitel Umwelt im Bericht besondere Aufmerksamkeit zu. Am Ende der nicht-finanziellen Erklärung findet sich eine Tabelle mit Zielen und Maßnahmen, die alle Nachhaltigkeitsaspekte übersichtlich zusammenfasst.

Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

UBM ist ein Immobilienentwickler, der im Bereich Hotel Marktführer in Europa ist. Das Unternehmen kauft, entwickelt und verkauft Immobilien in etablierten Lagen mit Wertsteigerungspotenzial. Dabei forciert UBM Verkäufe in Form von Forward Sales, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Profitabilität und Risikoprofil zu gewährleisten. Das Unternehmen legt einen klaren Fokus auf europäische Metropolen wie Wien, Berlin, München oder Prag sowie auf die drei Assetklassen Hotel, Wohnen und Büro. UBM investiert damit in Märkte, die unter Berücksichtigung der Balance zwischen Profitabilität und Risikoprofil mittel- bis langfristig den optimalen Mehrwert bieten. Der duale Ansatz eines sowohl regionalen als auch nach Anlagemöglichkeiten diversifizierten Entwicklungsportfolios unterscheidet UBM wesentlich von einem opportunistischeren Ansatz der Branche.

Kompetenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist Teil der DNA von UBM. Nachhaltigkeit ist dabei ein wichtiger

Phasen der Wertschöpfungskette

Aspekt. Die erste Phase bildet die Standortsuche und -bewertung, die als Akquisition bzw. Grunderwerb definiert wird. Anschließend folgt die Entwicklungs- und Planungsphase. Die Initiierung und die Finanzierung verlaufen parallel zum Genehmigungsverfahren. Nach der behördlichen Genehmigung geht das Projekt in die Projektrealisierung bzw. in die Bauphase über. Bei der Verwertungsart der Immobilie unterscheidet man zwischen Verkauf und Vermietung, wobei durch den forcierten Umbau von UBM zu einem reinen Immobilienentwickler der Verkauf den Regelfall darstellt. Historisch begründet befinden sich auch einige Bestandsimmobilien im Portfolio des Unternehmens. Mit dem Verkauf von Bestandsimmobilien wird der Umbau zu einem reinen Immobilienentwickler, einem "Pure Play Developer", vorangetrieben. Im Hotelbereich übernimmt UBM nach Verkauf der Immobilie durch Pachtverträge in vielen Fällen auch den Hotelbetrieb. Somit fungiert UBM als Pächter des eigenentwickelten Hotels, der laufende Betrieb wird von internationalen Hotelketten abgewickelt.

Die Lieferkette von UBM besteht sowohl aus Produkten als auch aus Dienstleistungen. Die Lieferanten von Dienstleistungen sind bei Immobilienentwicklungen in erster Linie Konsulenten wie z. B. Architekten, Bauphysiker, Gutachter und Statiker, also Vertreter aller notwendigen planungsbeteiligten Fachgebiete. Sobald ein Projekt in die Realisierung übergeht, treten entweder ein Generalunternehmer, einzelne Firmen oder eine Kombination daraus in Erscheinung. Nach der Fertigstellung werden Unternehmen mit der Erfüllung diverser Managementaufgaben betraut. Bei der Auswahl der Geschäftspartner legt UBM höchsten Wert auf Erfahrungen aus Geschäftsbeziehungen und auf Qualifikation.

Nachhaltigkeitsprozess und relevante Themen – "What really matters!"

Die Nachhaltigkeitsstrategie und die gesetzten Nachhaltigkeitsschwerpunkte basieren auf der Analyse der Erfordernisse der Stakeholder. Ziel der Maßnahmen ist es, Nachhaltigkeit als festen Bestandteil des Geschäftsmodells zu implementieren, und damit in das übergeordnete Unternehmensziel einzuzahlen – die Steigerung des Unternehmenswerts.

Als Projektentwickler und zugleich Eigentümer von Immobilien übernimmt UBM eine hohe gesellschaftliche Verantwortung. Vor allem im Bereich der Immobilienentwicklung beeinflusst UBM nicht nur das eigene nachhaltige Wirtschaften, sondern schafft die Grundlage für zukünftige Nutzer (z. B. durch die Auswahl von Materialien oder die Energiezufuhr). Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten während der Planung, der Erstellung und des Betriebs ist darüber hinaus ein wichtiges Instrument für den langfristigen Erhalt einer Immobilie.

Um in jeder Phase der Projektplanung die Schwerpunkte der Nachhaltigkeitsstrategie berücksichtigen zu können, wurden in einem ersten Schritt relevante Auswirkungen und Risiken von UBM hinsichtlich Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt in Workshops und im Dialog mit internen Experten identifiziert und priorisiert. Anschließend wurden die daraus resultierenden Themenblöcke in einem zweistufigen Prozess verdichtet. Durch die Analyse der Wertschöpfungskette mit Blick auf die branchenspezifischen Themen konnten die Auswirkungen und Risiken der verschiedenen nachhaltigkeitsrelevanten Aspekte in allen Geschäftsfeldern und in jeder Phase ermittelt werden.

Auf Basis der Wesentlichkeitsanalyse wurden die relevanten Nachhaltigkeitsthemen den laut Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) zu behandelnden Aspekten zugeordnet (Tabelle siehe Seite 95). Es wurden alle Themen als wesentlich eingestuft, die sowohl hinsichtlich Stakeholderinteressen als auch Auswirkungen als hoch eingeschätzt wurden (siehe Wesentlichkeitsmatrix). Zusätzlich werden die Themen Mitarbeiteraus- und -weiterbildung, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie Arbeitsbe-

Wesentlichkeitsmatrix 2019

dingungen im Bericht näher beleuchtet. Diese Themen betreffen die für den Unternehmenserfolg wahrscheinlich wichtigste Stakeholdergruppe, die Mitarbeiter, und werden hinsichtlich ihrer Auswirkung als hoch eingeschätzt.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Kapitel Umwelt. Denn im Rahmen der Immobilienentwicklung reichen die Auswirkungen auf die Umwelt räumlich und zeitlich über den jeweiligen Standort und die Lebensdauer der Immobilie hinaus. UBM gestaltet mit dem heutigen Handeln die Lebensräume von morgen. Das Kapitel Umwelt wird in die Geschäftsbereiche Immobilienentwicklung, Bestands- bzw. Konzernimmobilien sowie Hotelbetrieb unterteilt.

Die nicht-finanzielle Erklärung geht auf Risiken ein, die von UBM auf die wesentlichen Belange ausgehen. Diese werden in den jeweiligen Abschnitten näher erläutert. Derzeit bestehen keine schwerwiegenden Risiken in Bezug auf die Belange. Darüber hinaus betreibt UBM ein umfangreiches Risikomanagement, das die Risiken für das Unternehmen und alle Unternehmenseinheiten und Konzerngesellschaften abdeckt.

Stakeholder

Kapitalgeber bzw. Aktionäre, Immobilieninvestoren, Nutzer bzw. Endkunden, Hotelbetreiber, Geschäftspartner und Lieferanten, Mitarbeiter bzw. das Executive Committee, der Aufsichtsrat und Branchenvertretungen stellen die wesentlichen Stakeholdergruppen von UBM dar. 2017 wurden Repräsentanten der relevanten Stakeholdergruppen gebeten, eine Themenpriorisierung in Bezug auf die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen von UBM vorzunehmen. Diese Repräsentanten wurden dazu angehalten, mit den entsprechenden Stakeholdern laufend im Dialog zu stehen, um etwaige Anpassungen bei der Themenpriorisierung vorzunehmen. Die 2017 und 2018 durchgeführten Dialoge wurden 2019 im Rahmen von Interviews und persönlichen Befragungen vertieft, aber noch nicht in einer strukturierten Form dokumentiert.

UBM engagiert sich zudem bei diversen Organisationen und Branchenvertretungen, um einen intensiven Austausch mit den Stakeholdern zu gewährleisten. So ist das Unternehmen seit 2019 auch Mitglied des ICG (Institut für Corporate Governance) und nimmt damit auch an der Social-Impact-Investment-Initiative des ICG teil. Darüber hinaus ist UBM Mitglied bei den Hotel Management Associates (HAMA) und der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI). Aktiv beteiligt sich das Unternehmen auch an der Arbeitsgruppe "Verknappung von Grund und Boden" der IG Lebenszyklus.

Auf Basis der intensiven Dialoge mit den relevanten Stakeholdergruppen findet die Wesentlichkeitsmatrix auch im Jahr 2019 Anwendung. UBM hat sich für 2020 das Ziel gesetzt, den Dialog mit ihren Stakeholdern zur weiteren Identifizierung und Konkretisierung der wesentlichen Themen in 2020 zu intensivieren und plant, dazu eine strukturierte Stakeholder-Befragung durchzuführen.

Umwelt

Die Auswirkungen des Klimawandels sind in den vergangenen Jahrzehnten deutlicher geworden. Trotz der nach wie vor bestehenden Unsicherheiten über Tempo, Ausmaß und konkrete Folgen ist der Trend messbar und betrifft zunehmend den Alltag. Der Immobiliensektor birgt ein immenses ökologisches Potenzial, da Gebäude über ihren Lebenszyklus hinweg eine große Menge an Emissionen verursachen. Die Planung und Entwicklung neuer Immobilien haben daher bedeutende Auswirkungen auf das globale Klima. Dieser hohen Verantwortung ist sich UBM bewusst und versucht, ihr im Sinne einer ökologisch ganzheitlichen Projektentwicklung gerecht zu werden.

Durch den strategischen Umbau zum reinen Immobilienentwickler forciert UBM weiterhin den Verkauf von Bestandsimmobilien. Ende 2019 waren mehr als 70 % des Immobilienportfolios Entwicklungsprojekte. Daher liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten und der Berichterstattung sowie der gesetzten Ziele und Maßnahmen im Bereich Immobilienentwicklung. UBM hat erkannt, dass die Entwicklung nachhaltiger Gebäude ein enormes Potenzial hat, um einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können. Zudem ist die Nachfrage nach nachhaltig entwickelten Immobilien bei allen Stakeholdern und Personen mit Interesse an der ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Performance eines Unternehmens gestiegen.

Für UBM spielen ökologische Themen wie energie- und ressourcenschonendes sowie schadstoff- und flächensparendes Bauen eine zentrale Rolle. Von erheblicher Bedeutung ist auch die Reduktion der CO2-Emissionen, des Abfallaufkommens durch den Einsatz von recyclingfähigen Baumaterialien und der Bodenversiegelung. Die soziale Dimension der Nachhaltigkeit in Form der Bewahrung von Sicherheit und Gesundheit (Sick-Building-Syndrom) der Immobiliennutzer nimmt den gleichen Stellenwert ein wie die ökologische Dimension.

Key matters

Auf Basis der Wesentlichkeitsmatrix ergeben sich im Umweltbereich folgende, für UBM substanzielle Themen:

  • Energieverbrauch und CO2-Emissionen
  • Gesundheit und Sicherheit der Nutzer
  • Recyclebarkeit und Langlebigkeit der Materialien
  • Bodenversiegelung
  • Abfall

Die nicht-finanziellen Indikatoren wie der Energieverbrauch und die dazugehörigen CO2-Emissionen werden in allen Geschäftsbereichen – Immobilienentwicklungen, Konzernund Bestandsimmobilien und Hotels – dargestellt. Das Thema Abfall betrifft hauptsächlich den Bereich Hotelbetrieb und findet sich daher nicht im Kapitel Immobilienentwicklung und Bestandsimmobilien wieder. Das Thema Recyclebarkeit und Langlebigkeit von Materialien wird hingegen nur im Kapitel Immobilienentwicklung betrachtet.

Auswirkungen und Risiken

Gebäude sind für einen großen Teil der schädlichen Treibhausgase verantwortlich. Immobilien und die dazugehörige Infrastruktur führen zu Bodenversiegelung und Eingriffen in den Naturhaushalt. Sowohl in ihrer Errichtung als auch im Betrieb sind Immobilien ressourcenintensiv.

Die Wertschöpfungskette von UBM bildet den gesamten Lebenszyklus von Immobilien ab. Die Aktivitäten des Unternehmens beeinflussen somit sowohl Umwelt und Gesellschaft als auch den Lebensraum über einen langen Zeitraum. Wesentliche Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf die Umwelt und das Ökosystem entstehen in folgenden Bereichen:

  • Boden
  • Rohstoffe
  • Energie
  • Wasser
  • Abfall
  • Emission von CO2 und Schadstoffen

UBM ist sich ihrer Verantwortung bewusst und will in ihrer Tätigkeit die negativen Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering halten.

Neben den unmittelbaren Auswirkungen auf die Umwelt stellen die sich ändernden heterogenen regulatorischen Anforderungen im Bereich Ökologie große Anforderungen an die Geschäftstätigkeit. Dies gilt sowohl für den gesetzlichen Rahmen als auch für die Änderungen von Normen und Zertifizierungsanforderungen. Das Nichteinhalten der jeweiligen Regelwerke kann zu wesentlichen Verzögerungen im Projektablauf, Änderungskosten und Wertreduktion der entwickelten Immobilien führen.

UBM sieht diese Herausforderungen als Chance, durch Kompetenz und vorausschauende Tätigkeit sowohl für das Unternehmen als auch für die Stakeholder einen Mehrwert zu schaffen.

Managementansatz

Das Thema Nachhaltigkeit ist für UBM fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Eine gleichwertige Betrachtung der ökologischen, sozialen und ökonomischen Dimensionen gehört zur täglichen Arbeit eines Immobilienentwicklers. Aus dieser Überlegung heraus definiert UBM das Thema Nachhaltigkeit ganzheitlich. Im Zuge dessen können sechs Managementansätze abgeleitet werden:

1. Implementierung in Prozesse

Das Kerngeschäft von UBM ist die Immobilienentwicklung. Die nachhaltige Entwicklung einer Immobilie benötigt aber auch Unterstützung durch Hilfsmittel und Qualitätsmanagementinstrumente, um die Aspekte und Kriterien der Nachhaltigkeit in die vorhandenen, immobilienbezogenen Prozesse zu implementieren.

2. Konsequente Zertifizierung

Zur transparenten und einheitlichen Darstellung nachhaltiger Immobilien ist es erforderlich, die ökologische Qualität zu bewerten und zu bemessen. Zertifizierungsmaßnahmen stellen dabei ein wichtiges Messinstrument dar. UBM bedient sich dieser Bewertungsmethoden, um die Nachhaltigkeitsperformance der entwickelten Gebäude abbilden zu können. Daher werden sämtliche Neubauten in den Assetklassen Hotel und Büro zertifiziert.

UBM geht einen Schritt weiter und nimmt erstmals die Zertifizierung eines denkmalgeschützten Bauwerks, dem Sugar Palace in Prag, in Angriff. Denn die Revitalisierung von Altbauten ist eine zentrale Aufgabe, um Nachhaltigkeit und mit ihr die Energieeffizienz im Immobiliensektor signifikant zu verbessern.

3. Sustainability Benchmarks

Da im Zuge von Projektentwicklungen die Grundlagen für die ökologische Ausrichtung von Gebäuden geschaffen werden, hat UBM mit der Prozesslandschaft "Green Building" Vorgaben definiert. Durch die Verankerung der UBM Sustainability Benchmarks setzt sich das Unternehmen konkrete Ziele, z. B. die Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energieträgern, die Reduktion des Energieverbrauchs sowie der CO2-Emissionen in der Herstellung und Nutzung von Gebäuden. Einen weiteren Hebel bildet die konsequente, lebenszyklusorientierte Planung, durch die Umweltauswirkungen und der Verbrauch von endlichen Ressourcen über alle Lebensphasen eines Gebäudes hinweg auf ein Minimum reduziert werden können. Daher sollen als erster Schritt ab 2020 Energieaudits initiiert werden, welche die wesentlichen Energieflüsse im Gebäude offenlegen und so Energieeffizienzpotenziale identifizieren. Durch gezieltes Messen und Monitoring der Energieflüsse – dies wir im Hotelbetrieb bereits seit einigen Jahren vollzogen – und die Umsetzung der daraus abgeleiteten Optimierungsmaßnahmen kommt UBM seiner ökologischen Verantwortung nach.

Alle Nachhaltigkeitsziele sind in den UBM Sustainability Benchmarks (siehe Ziel- und Maßnahmenmatrix Seite 94) abgebildet. Der 2019 von der EU erlassende "Green Deal" unterstützt ebenfalls die von UBM angestrebten nachhaltigen Entwicklungsziele. Der "Green Deal" umfasst einen Fahrplan mit Maßnahmen, um den effizienten Umgang mit Ressourcen zu fördern, den Klimawandel aufzuhalten und gegen den Verlust von Biodiversität vorzugehen.

4. Bestandsimmobilien und Hotelbetrieb optimieren

Um die Umweltbelastungen im Hotelbetrieb und während der Gebäudenutzung so gering wie möglich zu halten, müssen sowohl die Mitarbeiter als auch die Nutzer für den Schutz der Umwelt motiviert werden. Dabei stehen Bemühungen im Fokus, die in erster Linie auf die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs – sei es die Wassernutzung, der Verbrauch von Energie oder die Vermeidung bzw. das Recycling von Abfall – abzielen.

5. Awareness bei Mitarbeitern

Damit Nachhaltigkeit im Unternehmen wirklich gelebt werden kann, ist das Commitment aller Mitarbeiter erforderlich. Dazu braucht es Vorbilder, Engagement und Begeisterungsfähigkeit. Wenn Mitarbeiter die wirtschaftlichen Chancen eines Nachhaltigkeitsmanagements sehen, tragen sie eigenverantwortlich zu dessen Umsetzung bei. Durch die Einbeziehung aller Mitarbeiter wird die Wahrnehmungsfähigkeit für Zukunftstrends erhöht, die wiederum für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens entscheidend sind. UBM hat sich daher das Ziel gesetzt, das Thema Nachhaltigkeit im Hinblick auf Umwelt- und Sozialbelange fest im Alltag der Mitarbeiter zu integrieren und dahingehende Initiativen zu fördern.

Des Weiteren will UBM durch das Initiieren sogenannter Leuchtturmprojekte – neben dem eigentlichen Zweck der Immobilienentwicklung – auch ein nachhaltiges Zeichen setzen.

6. Leuchtturmprojekte 2019

Die folgenden zwei Leuchtturmprojekte von UBM beweisen, dass nachhaltige und umweltfreundliche Projektentwicklung schon längst nicht mehr nur bei Bewohnern und Gästen mit hohem Umweltbewusstsein auf Interesse stößt. Denn natürliche Materialien sind bereits in der Design-Szene angekommen. Die innovativen Konzepte steigern die Attraktivität der Hotels und Wohnbauten bei Hotelgästen oder Bewohnern zusätzlich.

Wohnbau aus Holz

UBM setzt erstmalig ein Wohngebäude in Holzbauweise um. Beim Projekt barany.7 in Wien wird einer von sieben Baukörpern in Holz errichtet. Neben den positiven Umweltauswirkungen sollen mit dem Projekt die Vorteile des Holzbaus im 1:1-Vergleich mit der konventionellen Bauweise gezeigt werden. Begleitet wird das Projekt durch eine Studie der FH Wien.

Es wird erwartet, dass der Energieverbrauch und damit die Kosten in einem Holzbaukörper geringer sind. Darüber hinaus kann Holz das Raumklima auf natürliche Weise regeln und somit für das Wohlbefinden der Bewohner sorgen. Weitere Effekte des Holzbaus ergeben sich in Bezug auf die Ressourcenschonung: Holzbauten verlängern den Kohlenstoffspeicher aus dem Wald. Jeder Kubikmeter verbautes Holz bindet langfristig eine Tonne CO2, die andernfalls bei Verfall des Baums wieder freigesetzt werden würde. Außerdem trägt jedes Haus aus Holz dazu bei, dass Emissionen aus der Herstellung anderer, CO2-intensiver Baustoffe wie Beton oder Stahl vermieden werden. Bei der Errichtung des Holzhauses im Projekt barany.7 werden etwa 300 m³ massives Brettsperrholz verbaut. Das bedeutet, dass in diesem Haus 300 Tonnen CO2 gebunden sind, was einem Schadstoffausstoß von zehn PKW über einen Zeitraum von 18 Jahren entspricht. Ein anderes Zahlenspiel zeigt Folgendes: Ein Kubikmeter Holz speichert bzw. bindet eine Tonne CO2, während ein Kubikmeter Stahlbeton in der Herstellung eine Tonne CO2 verursacht. Auch wirtschaftlich gesehen bringt der Holzbau Vorteile mit sich. Die wesentlich verkürzte Bauzeit, die aufgrund der leichten Bauweise im Holzbau ermöglicht wird, führt zu einer schnelleren und damit kostengünstigeren Baustellenabwicklung. Im Holzbau ist es darüber hinaus möglich, die Bauteile schlanker zu halten, wodurch mehr Wohnfläche generiert werden kann. UBM hat das vielfältige Potenzial des Holzbaus erkannt und wird die Ergebnisse der Studie in ihren weiteren Immobilienentwicklungen berücksichtigen.

"Green & Clean" in Kattowitz

Ein weiteres Leuchtturmprojekt ist das Hotelprojekt Mercure Młynska in Kattowitz. Als Kontrastpunkt zum Image von Kattowitz als Industriestadt setzt UBM eine moderne Hotelentwicklung unter dem Motto "Clean & Green" um. Mit diesem Projekt beweist UBM, dass Kundenerlebnis und Nachhaltigkeit nicht im Gegensatz zueinander stehen. Beispielsweise setzt das Hotel im Interior Design auf kurze Lieferwege, stylisch recycelte Möbel und natürliche Materialien wie Holz oder Kork. Im weiteren Hotelbetrieb zeichnet sich die Nachhaltigkeit beispielsweise durch die Verwendung lokaler Speisen, die Reduzierung von Plastikverpackungen und die Bereitstellung von Mehrweg-Wasserflaschen aus. Diese Nachhaltigkeitsinitiativen werden – insbesondere bei Menschen mit einem höheren Umweltbewusstsein, deren Anteil in unserer Gesellschaft kontinuierlich steigt – zu einer höheren Kundenzufriedenheit beitragen.

Grundsätzlich werden bereits seit Jahren alle Büro- und Hotelgebäude auf Basis international anerkannter Nachhaltigkeitssysteme zertifiziert. Für das Hotel Młynska sollen mit LEED Platinum besondere Maßstäbe gesetzt werden. UBM versucht bei diesem Projekt, in allen Sphären ganzheitlich nachhaltig zu agieren. In einem ersten Schritt betrifft das den Planungs- und Bauprozess. In der zweiten Phase wird darauf geachtet, den Betrieb auf Nachhaltigkeit auszurichten. Abschließend ist auch das nachhaltige Gästeerlebnis mitzudenken.

Für das Projekt in Kattowitz sind für alle Aspekte bereits konkrete Maßnahmen geplant. Das Hotel wird eine mit Grünpflanzen bestückte Fassade erhalten, die durch ein eigenes Regenwasser-Auffangsystem bewässert wird und damit das Mikroklima positiv beeinflusst. In einer Kohleindustriestadt wie Kattowitz ist dieser Aspekt von besonderer Bedeutung. Die massive Außenflächenbegrünung führt zudem zu einer Reduktion der Lautstärke für das in der Nähe des Bahnhofs gelegene Hotel und sorgt damit für erhöhtes Wohlbefinden bei den Gästen. Elektrizität für das Gebäude soll durch Solarpaneele gewonnen und die Lifte mit besonderen Energiesparmechanismen betrieben werden. Im Hinblick auf moderne Mobilitätsformen werden E-Tankstellen mitgeplant.

Immobilienentwicklung

Für UBM bedeutet Nachhaltigkeit die universelle Zielvorgabe, mit der Umwelt und den ökonomischen, sozialen und kulturellen Werten – auch im Hinblick auf künftige Generationen – verantwortungsbewusst und langfristig orientiert umzugehen. Nachhaltigkeit ist ein unverzichtbares Qualitätsmerkmal einer Immobilie, das den gesamten Lebenszyklus und die gesamte Wertschöpfungskette umfasst und unter anderem auch zur Verbesserung des baulichen und soziokulturellen Umfelds für die Menschen beitragen soll.

Die Immobilienentwicklung ist unter ökologischen Gesichtspunkten von hoher Relevanz. Das Ziel von UBM ist es, die Auswirkungen ihrer Tätigkeit in allen Projektphasen und unter Berücksichtigung aller relevanten Stakeholdergruppen zu optimieren:

  • Schutz der menschlichen Gesundheit
  • Schutz der Ressourcen
  • Schutz des Ökosystems

Zertifizierungen

Dies wird unter anderem durch die Zertifizierungen der entwickelten Gebäude messbar gemacht. Für UBM gilt seit Jahren, dass sämtliche Neubau-Projektentwicklungen in den Bereichen Hotel und Office nachhaltig geplant, gebaut und einer Nachhaltigkeitszertifizierung unterzogen werden. Dabei kommen folgende Systeme zur Anwendung:

  • DGNB
  • LEED
  • BREEAM

Aktuell befinden sich bis 2023 insgesamt 18 Gewerbeprojekte in der Pipeline, die Nachhaltigkeitszertifizierungen unterzogen werden.

Folgende Projekte konnten 2019 erfolgreich abgeschlossen werden:

  • Holiday Inn Gdansk City Centre (inkl. Office)
  • Holiday Inn Hamburg Berliner Tor
  • Super 8 by Wyndham Hamburg Mitte
  • Wohnprojekt QBC 6.2., Wien
  • Wohnprojekt The Brick, Hamburg
  • Wohnprojekt Storchengrund, Wien
  • Wohnprojekt Anders Wohnen, München
  • Logistikprojekt IBC Business Center, Unterpremstätten

Im Jahr 2019 wurden Projekte in einem Gesamtausmaß von 70.043 m² (BGF) fertiggestellt, davon entfielen 42.172 m² bzw. ca. 60 % auf gewerbliche Assetklassen (Hotel, Büro, Sonstige) und 28.260 m² bzw. ca. 40 % auf die Assetklasse Wohnen.

Der hohe Wohnungsanteil führte zu einer Reduktion der Zertifizierungsquote von 79 % auf 52 % der fertiggestellten Flächen. Betrachtet man ausschließlich die gewerblichen Assetklassen, so konnte eine Zertifizierungsquote von ca. 93 % erreicht werden.

UBM hat 2019 entschieden, ihre Zertifizierungen auch auf den Bereich Umbauten und denkmalgeschützte Gebäude auszuweiten, um ihre Expertise in Sachen Nachhaltigkeit auch in diesem wesentlichen Bereich auszubauen. So werden folgende Gebäuderenovierungen und Umbauten einer Zertifizierung unterzogen:

  • Sugar Palace, Prag (5-Sterne-Hotel Andaz by Hyatt): Baujahr 1916, LEED V4 Major Renovation
  • Kneuterdijk, Den Haag (4-Sterne-Superior-Hotel, Voco by IHG): Baujahr 1923/1998, BREEAM In-Use
  • Kelsenstraße, Wien (Hotel, Long Stay/Office): Baujahr 1992, DGNB

Im Bereich Wohnungsbau ist die Gebäudezertifizierung am Markt noch nicht adäquat positioniert. UBM erfüllt in diesem Bereich den unternehmenseigenen Anspruch an Nachhaltigkeit durch Erfüllung der jeweiligen lokalen Energieverordnungen und Regelwerke wie z. B. die kfw Förderbedingungen in Deutschland. Im Zuge der Erarbeitung der UBM- "one future policy." in 2020 will das Unternehmen auch im Bereich Wohnungsbau seine Entwicklungen noch nachhaltiger und marktgerechter gestalten.

Zertifizierungen

2019 2018
Realisierte Projekte – alle Assetklassen (Anzahl) 8 12
BGF gesamt1 (m²) 70.431 158.215
BGF zertifiziert (%) 59 79
BGF zertifiziert (m²) 39.010 124.758
BGF nicht zertifiziert (m²) 31.421 33.458
Zertifizierungen2 (Anzahl) 4 8
DGNB 3 5
LEED 3 3
BREEAM 0 0

1 Flächen von Projekten, die zweifach zertifiziert wurden, flossen nur einmal in die BGF-Ermittlung ein.

2 Die Angabe bezieht sich auf die absolute Zahl der Projekte ohne Beachtung der Doppelzertifizierung.

Energieverbrauch und Emissionen

Den Energieverbrauch und die damit verbundenen Emissionen zu reduzieren, stellt einen Schwerpunkt bei jeder nachhaltigen Gebäudeplanung dar. Durch Maßnahmen wie der Verwendung von energieeffizienten Materialien für die Gebäudehülle oder dem Einsatz von energieeffizienten Techniken lassen sich Energiebedarf und CO2-Emissionen von Gebäuden vom Bau über die Instandhaltung bis zum Rückbau der Gebäudekonstruktion verringern.

Um begrenzte Ressourcen zu schonen, muss zuerst der gebäudeseitige Energiebedarf durch eine effiziente Gebäudehülle und durch Anlagentechnik minimiert werden. Darüber hinaus sollen die Nutzer der Immobilienentwicklungen mit ins Boot geholt werden. Denn im energiebewussten Nutzerverhalten liegt ein nicht unbeträchtliches Potenzial zur Energieeinsparung und zur damit verbundenen Reduktion der CO2-Emissionen. Durch strategische Kombination von Projektentwicklung und Vorgaben für energiesparendes Nutzerverhalten will UBM zur nachhaltigen Bewusstseinsbildung beitragen.

Die Energieintensität der Projektentwicklungen 2019 lag im Durchschnitt bei 103 kWh/m² und damit unter dem Niveau des Vorjahres. Bei der Assetklasse Wohnen erreichte die Energieintensität maximal 73 kWh/m². Bei den Gewerbeimmobilien, bei Hotel, Büro und Mix lag der Wert erwartungsgemäß höher und betrug im Durchschnitt 137 kWh/m².

Die ausgewiesene Intensität der Treibhausgas-Emissionen (THG) stieg im Vergleich zu 2018 um 2 kg/m² an. Dieser leichte Anstieg von 25 kg/m2 im Jahr 2018 auf 27 kg/m2 ist im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen: Im Jahr 2019 wurden auch Logistikimmobilien entwickelt, die im Durchschnitt eine höhere THG-Intensität haben als andere Gewerbeimmobilien wie Hotel und Büro, die primär von UBM entwickelt werden. Zudem variieren die CO2-Emissionsfaktoren regional, da die vorherrschenden Energieträger nach Ländern abweichen. Der CO2-Emissionsfaktor z. B. für gekauften Strom, der in Polen hauptsächlich aus Kohle produziert wird, fällt deutlich höher aus als der Wert in Österreich oder Deutschland. 2019 befand sich auch ein Projekt aus Polen im Projektmix, wodurch die Intensität der THG-Emissionen im Periodenvergleich anstieg.

Bodenversiegelung und Mikroklima

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche nimmt täglich zu, rund die Hälfte davon ist versiegelt. Ein versiegelter Boden kann jedoch seine ursprünglichen Aufgaben – unter anderem filtert und speichert er Wasser – nicht erfüllen. Der Boden kann im befestigten Zustand z. B. die Wassermassen bei Starkregen nicht aufnehmen, wodurch das Risiko von Hochwasser steigt. Die Folgen von Flächenversiegelungen und der Klimawandel bedingen in den kommenden Jahren eine Vielzahl baulicher Maßnahmen, wie z. B. die Erhöhung der Bauwerksdichte und Windfestigkeit von Dächern und Fassadenverkleidungen, eine ausreichende Entwässerung etc. Daher legt UBM den Fokus auf die Vermeidung der weiteren Umwandlung von naturbelassenen oder nicht bebauten Flächen in versiegelte Flächen und auf Flächenrecycling. Bei reinen Greenfield-Entwicklungen nimmt u. a. der bewusste Umgang mit Bodenund Freiraumflächen einen hohen Stellenwert ein und kann

Energiekennzahlen Immobilienentwicklung
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2019 2018
Gesamter berechneter Energieverbrauch (kWh) 7.243.201 17.048.231
BGF der Immobilienentwicklungen (m²) 70.431 158.215
Berechnete Energieintensität (kWh/m²) 103 108
Direkte THG-Emissionen (t) 1.920 3.934
Intensität der THG-Emissionen (kg/m²) 27 25
Grundstücksfläche (m²) 21.796 62.458

somit einen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas und zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten.

2019 wurde das Areal von sieben Grundstücken mit einer Fläche von 18.718 m² flächenrecycelt. Insgesamt wurde bei den 2019 entwickelten Projekten ein Gebiet in der Größe von 25.884 m² bebaut, wobei der Anteil der reinen Greenfield-Entwicklungen mit 7.166 m² bei 28 % liegt. Somit zeigt sich, dass UBM Brownfield-Entwicklungen forciert, um auch die städtebauliche und soziokulturelle Situation am Projektstandort verbessern zu können.

Recyclebarkeit und Langlebigkeit der Materialien

Zentrale Ziele des nachhaltigen Bauens sind die Ressourcenschonung, die Reduzierung von umweltbelastenden Abfällen und die Rückführung von Materialien in den Stoffkreislauf. Daher soll beim Rückbau von Gebäuden und Gebäudeteilen ein hohes Maß an Recyclingfähigkeit sichergestellt werden, was bereits in der Planungsphase, u. a. bei der Konstruktions- und Materialwahl, von Bedeutung ist. Je einfacher ein Gebäude wieder in seine Bestandteile zerlegt werden kann, umso besser ist die Eigenschaft der "Rückbaubarkeit" zu beurteilen. Diese Betrachtung der schadlosen Rückführung eines Gebäudes in den Energie- und Baustoffkreislauf wird für zukünftige Gebäude unumgänglich sein. Durch das weltweite Bevölkerungswachstum verstärkt sich der Druck auf die natürlichen Ressourcen. Die rohstofforientierte Kreislaufwirtschaft wird auch in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.

Mit diesem Hintergrundwissen startete UBM mit ihrer Kernkompetenz, der Hotelentwicklung, in der Stadt Kattowitz ein Projekt, in dem "Clean & Green" an erster Stelle steht. In diesem Projekt manifestiert sich die nachhaltige Denkweise – vom Einbau energieeffizienter Techniken über die Auswahl natürlicher Materialien bis hin zum Einsatz von Recyclingmöbeln (Details zum Projekt siehe Seite 80).

Konzernstandorte

UBM verfügt über angemietete Büroflächen an insgesamt 22 Standorten. Das Headquarter befindet sich in Wien. UBM ist nach der Richtlinie 2012/27/EU zur Energieeffizienz sowie der Richtlinie (EU) 2018/2002 dazu verpflichtet, alle vier Jahre ein Energieaudit durchzuführen. 2019 wurden die Standorte in Deutschland einem externen Energieaudit unterzogen. Im Jahr 2020 wird die Auditierung in Österreich erfolgen. Durch Ressourcenschonung in Form der Revitalisierung des Headquarters konnte der ökologische Fußabdruck bereits reduziert werden. Um in Zukunft den ökologischen Fußabdruck auch an den anderen Standorten zu verringern, werden laufend Maßnahmen entwickelt. Dazu zählen die Anbringung von energiesparenden LED-Beleuchtungen, konsequente Mülltrennung oder auch zeitgemäße Büroräume.

Energieverbrauch und Emissionen

Um die Transparenz zu erhöhen, wird die Datenerhebung aller Konzernstandorte laufend weiterentwickelt. Aufgrund teilweiser pauschaler Nebenkostenabrechnungen der Mietverträge liegen nicht für alle Standorte verlässliche Daten für 2019 vor. Die ausgewiesenen Werte beziehen sich daher nicht auf alle Standorte von UBM. Die erhobenen Daten beziehen sich auf die Verbräuche der Niederlassungen in Polen, Tschechien, Rumänien und des Headquarters in Wien. Im Jahr 2019 belief sich der Gesamtenergieverbrauch der betrachteten Standorte auf 650.050 kWh und verringerte sich damit um 44.923 kWh. Dies entspricht einer Energieintensität

Energiekennzahlen Konzernstandorte

von 108 kWh/m2. Die Intensität aller THG-Emissionen beziffert sich in der Berichtsperiode auf 38 kg/m². Der Anstieg der Energieintensität und der Intensität aller THG-Emissionen lässt sich auf den Sachverhalt zurückführen, dass in der letzten Berichtsperiode über einen Zeitraum von sechs Monaten das alte UBM-Headquarter im Florido Tower angemietet war, aber nicht genutzt wurde und entsprechend nur geringen Energieverbrauch verursachte. Bereinigt um diesen Effekt ist die Energieintensität 2019 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Verkehr

Zusätzlich stellen die Reiseaktivitäten der Mitarbeiter einen wesentlichen Bestandteil des betrieblichen CO2-Fußabdrucks dar. UBM hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Reisetätigkeiten insgesamt auf das notwendige Maß zu reduzieren und auch bei der Auswahl der Verkehrsmittel ressourcenschonend zu agieren. Das Unternehmen hat eine "think before you travel policy.", die Teil der gruppenweit gültigen Reiserichtlinie ist. Diese beinhaltet den Grundsatz, dass die Planung und die Durchführung von Reisen stets unter betrieblicher Zweckmäßigkeit und Sparsamkeit zu erfolgen haben. Aus der Policy geht auch hervor, dass Mitarbeiter bei kürzeren Strecken Zug- anstatt Flugverbindungen zu nutzen haben. Mitarbeiter, die häufig innerhalb eines Landes reisen müssen, werden durch Vorteilscards der Bahn unterstützt. Durch die Ausstattung vieler Konferenzräume in den wesentlichen Niederlassungen mit einem hochwertigen Videokonferenzsystem wird das Reiseaufkommen zusätzlich reduziert.

2019 2018
Gesamter Energieverbrauch (kWh) 650.050 694.973
BGF der Gebäude (m²) 6.043 7.541
Energieintensität (kWh/m²) 108 92
Direkte und indirekte THG-Emissionen (Scope 1/2) (t) 230 253
Direkte THG-Emissionen (Scope 1) (t) 5 6
Intensität der THG-Emissionen (kg/m²) 38 34

Bestandsimmobilien

Als "Pure Play Developer" liegt das Kerngeschäft der UBM in der Immobilienentwicklung mit Fokus auf Errichtung effizienter Neubauten. Das Planen und Bauen nachhaltiger Gebäude erfordert jedoch eine ganzheitliche Sichtweise. Für UBM ist es daher wichtig, den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie zu betrachten. Der Lebenszyklus eines Bauwerks setzt sich aus der Produktphase – vor Lebensbeginn des Gebäudes –, der Bau- und Nutzungsphase sowie dem Lebensende des Gebäudes zusammen, wobei die Nutzung den größten Anteil im Lebenszyklus einnimmt. Daher ist es neben einer modernen Energietechnik und einem optimal geplanten Gebäude wichtig, dieses nachhaltig und energiesparend zu betreiben. So können zukünftig CO2-Emissionen und Kosten gesenkt werden.

Energieverbrauch und Emissionen

Während der Portfoliowert des Bestandsportfolios Ende Dezember 2018 noch bei € 370 Mio. lag, reduzierte sich dieser im Jahresverlauf per Ende 2019 auf € 336 Mio. Nach Verkäufen weiterer Liegenschaften in Österreich liegt der Schwerpunkt des Bestandsportfolios nunmehr in Polen und Tschechien. Im Zuge der Verkäufe reduzierte sich die BGF der Objekte von 192.912 m² auf insgesamt 181.963 m². Der Klimawandel lässt die Temperaturen überall ansteigen, in Europa war es im vergangenen Jahr so warm wie noch nie. Der erhöhte Kühlbedarf stellt u. a. einen Grund für den Anstieg des Gesamtenergieverbrauchs dar, der 2019 um

Energiekennzahlen Bestandsobjekte

42.077 kWh auf 27.328.434 kWh anstieg. Die Steigerung lässt sich aber auch durch die höhere Auslastung der Galary Tartary, einem Fachmarktzentrum in Lublin, erklären.

Die Reduktion des Gasverbrauchs führte zu niedrigeren direkten THG-Emissionen, die von 219 t in 2018 auf 173 t in 2019 fielen. Dennoch stieg die Intensität aller THG-Emissionen von 96 kg/m² auf 104 kg/m², was wiederum auf den Einfluss der länderspezifischen und brennstoffbezogenen CO2-Emissionsfaktoren zurückgeführt werden kann. Da in Polen und Tschechien hauptsächlich gekaufter Strom für den Gebäudebetrieb eingesetzt wird und der Verbrauch gestiegen ist, sollen im Sinne einer laufenden Energieeffizienzoptimierung die Objekte in Polen und Tschechien einem externen Energieaudit unterzogen werden. Ziel ist es, mögliche Ursachen eines erhöhten Energieverbrauchs festzustellen, daraus Maßnahmen abzuleiten und in weiterer Folge umzusetzen.

2019 2018
Gesamter Energieverbrauch (kWh) 27.328.434 27.290.835
Erdgas (kWh) 813.676 989.987
Strom (kWh) 18.591.756 18.233.439
Fernwärme (kWh) 7.923.002 8.067.408
BGF der Gebäude (m²) 181.963 192.912
Energieintensität (kWh/m²) 150 141
Indirekte THG-Emissionen (Scope 2) (t) 18.934 18.209
Intensität der THG-Emissionen (kg/m²) 104 96

Hotelbetrieb

Der Hotelbetrieb stellt für UBM einen wesentlichen Bereich dar, um die Verantwortung gegenüber der Umwelt wahrzunehmen. Das Unternehmen richtet hier den Fokus auf die Ressourcenschonung. Wesentliche Parameter sind dabei der Energie- und Wasserverbrauch, die Energieherkunft sowie die Themen Müll und Recycling.

Die Tochtergesellschaft UBM hotels, an der UBM 50 % hält, zeichnet seit Mitte 2019 für 13 Hotelbetriebsgesellschaften mit rund 3.000 Zimmern verantwortlich. Im Bericht werden jedoch lediglich 9 Hotels betrachtet – jene, die zu 100 % von UBM hotels gehalten werden. Für den Betrieb aller Hotels bestehen Management- oder Franchiseverträge mit namhaften internationalen Hotelketten, die auch die Hotelmanager stellen. Jede Hotelkette verfügt über diverse Managementsysteme, die u. a. auf nachhaltige Betriebsführung ausgerichtet sind, wie z. B. das Green-Engage-Programm der IHG-Kette. So stellt UBM hotels sicher, dass die Geschäftspartner entsprechende Standards implementieren und damit eine nachhaltige Bewirtschaftung der Hotels gewährleisten können. Unabhängig davon wird bereits seit mehreren Jahren in allen neu gebauten Hotels das Mess- und Überwachungssystem von EUDT installiert. Die Nachrüstung der bestehenden Hotels wird sukzessive verfolgt, denn nur durch gezieltes

Kennzahlen Hotelbetrieb

Monitoring können die Haustechnikabteilungen von UBM und die Betreiber die Prozesse genau verfolgen, Einsparungspotenziale erkennen und die notwendigen Maßnahmen umsetzen. Zusätzlich wird jedes Jahr ein Training mit Technikern von EUDT sowie UBM für die Haustechniker der Betreiber organisiert, um eine bestmögliche Nutzung des Systems zu ermöglichen.

Energieverbrauch und Emissionen

Die Energie- und Emissionsbilanzierung sieht UBM als festen Bestandteil einer nachhaltigen Hotelführung. Dabei gilt es, neben dem Energie- und Wasserverbrauch auch den CO2-Fußabdruck des Hotels je Gast und Übernachtung durch modernste Technik und gezielte Initiativen möglichst gering zu halten. Der Energieverbrauch ist ein entscheidender Produktionsfaktor, der hohe Kosten und CO2-Emissionen verursacht. Im Rahmen des IHG-Green-Engage-Programms wird 2020 erstmals die Reduktion des CO2-Fußabdrucks als Zielwert für Hotels aufgenommen. Dadurch werden Maßnahmen wie der Umstieg auf LED-Beleuchtung forciert. Die Jahresziele werden für jedes Hotel individuell mit Anfang 2020 festgelegt. Auch die Hotelgruppen Radisson und Kempinski haben in diesem Bereich ihre Maßnahmen erweitert und bieten nun Green bzw. Carbon Neutral Meetings an, um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren.

2019 2018
Gesamter Energieverbrauch (kWh) 18.165.573 16.729.279
Nächtigungen (Anzahl) 769.421 675.879
Energieintensität (kWh/Nächtigung) 24 25
Direkte THG-Emissionen (Scope 1) (t) 17 14
Indirekte THG-Emissionen (Scope 2) (t) 6.748 6.338
Intensität der THG-Emissionen (kg/Nächtigung) 8 9
Wasserverbrauch gesamt (l) 119.967.730 114.488.990
Wasserverbrauch (l/Nächtigung) 156 169
Ungefährliche Abfälle (m³) 9.628 7.573
Gefährliche Abfälle (m³) 0 0

Die erhobenen Daten der Hotelbetriebe wiesen bei Energieverbrauch und Emissionen absolut zwar eine Erhöhung auf, die jedoch auf den Anstieg der Nächtigungen um 12 % auf 769.421 zurückzuführen war. So wurde das Holiday Inn Gdansk City Centre in Betrieb genommen und das Holiday Inn München Leuchtenbergring lief das erste gesamte Jahr unter Vollbetrieb. Das Holiday Inn in München war im ersten Halbjahr 2018 aufgrund der Um- und Neubauarbeiten nur im Teilbetrieb geöffnet.

Setzt man die Energie- und Emissionskennzahlen in Relation zu den Nächtigungen, so konnten in beiden Bereichen Verbesserungen erzielt werden. Die Energieintensität pro Nächtigung sank von 25 kWh/Nächtigung auf 24, obwohl der Gesamtenergieverbrauch von 16,7 Mio. kWh in 2018 auf 18,2 Mio. kWh anwuchs. Auch die Intensität der THG-Emissionen reduzierte sich in der Berichtsperiode von 9 auf 8 kg/ Nächtigung.

Wasser

Wassereffizienz spielt insbesondere bei Hotelentwicklungen eine erhebliche Rolle. Über den Einbau von wassersparenden Armaturen bis hin zur Grauwasseraufbereitung gibt es eine breite Palette an Wassereinsparungsmöglichkeiten. Bei den von UBM entwickelten Hotels wird gemäß den UBM Sustainability Benchmarks der bewusste Umgang mit der Ressource Wasser forciert. Da bereits standardmäßig wassersparende Armaturen in den Hotels zum Einsatz kommen, wird erstmals im Hotel in Kattowitz der Einsatz von Techniken zum Wasserrecycling geprüft.

Der Wasserverbrauch sank 2019 von 169 Liter pro Nächtigung auf 156 Litern pro Nächtigung und liegt weit unter dem Wert der DEHOGA, die den Wasserbedarf für ein 3-Sterne-Hotel mit 250 Liter pro Nächtigung ausweist.

Abfall

Die Bemühungen zur Verminderung der Umweltbelastungen sehen auch die Reduzierung des Abfalls vor. Die Hotelmanager der einzelnen Beherbergungsbetriebe arbeiten mit öffentlichen Unternehmen in Bezug auf die Entsorgung von Glas, Papier, Kunststoff, Restmüll sowie Speiseöl zusammen. Die Datenevaluierung ergab erneut, dass auf diesem Gebiet weitere Initiativen erarbeitet und umgesetzt werden sollen. Beispielsweise muss eine konsequente Trennung in unterschiedliche Wertstofffraktionen – Papier, Kunststoff und Restmüll – nicht nur in den Gästezimmern, sondern auch in den nicht öffentlichen Bereichen sowie den Stubenwägen des Housekeeping-Personals ermöglicht werden.

2019 wurde von mehreren Hotelgruppen, u. a. auch der IHG, die Umstellung von Amenities in den Gästebädern auf nachfüllbare Seifen-, Duschgel- und Shampoospender als Standard eingeführt. Somit erfolgt die Umstellung auch in den Hotels von UBM mit dem Geschäftspartner IHG.

Mitarbeiter

Mitarbeiter zu rekrutieren, weiterzuentwickeln und ihnen eine Zukunftsperspektive zu eröffnen, gehört zu den zentralen Aufgaben des Managements. UBM fördert dabei die Interessen ihrer Mitarbeiter, denn sie stellen ein wertvolles Kapital dar. UBM ist sich der hohen Verantwortung gegenüber der Belegschaft bewusst und schafft entsprechende Rahmenbedingungen für eine Arbeitsumgebung mit individuellen Entfaltungsmöglichkeiten.

UBM bietet ihren Mitarbeitern zahlreiche Möglichkeiten, sich innerhalb des Unternehmens zu vernetzen – wie zum Beispiel am gruppenweiten UBM-Tag, der alle zwei Jahre stattfindet. Ziel des zweitägigen Events ist es, den Wissensaustausch und die offene Unternehmenskultur über Fachbereiche und Ländergrenzen hinweg zu fördern. Für 2020 ist ein UBM-Tag geplant, bei dem die Werte des Unternehmens gemeinsam geschärft und als Grundlage für die Arbeitsweise der Mitarbeiter verankert werden. Auch die "Competence Days" dienen der Vernetzung und dem Wissensaustausch der Mitarbeiter. Erstmals fanden 2019 ein "Residential Day", ein "Finance Day" und ein "Communication/Marketing Day" statt.

UBM fördert eine offene Kommunikation. Eine moderne Bürogestaltung sowie die UBM-Lounge mit Lounge-Möbeln, Tischfußball und Dart stehen den Mitarbeitern des UBM-Headquarters nicht nur zum Mittagessen, sondern auch zur Kommunikation zur Verfügung. Der grüne Innenhof samt Gartenmöbeln dient in der wärmeren Jahreszeit demselben Zweck.

Auswirkungen und Risiken

Potenzielle Risiken in Bezug auf die Mitarbeiter sind spartenspezifisch verschieden. Im Bereich Gesundheit sind beispielsweise Mitarbeiter auf der Baustelle aufgrund der Unfallgefahr einem höheren Risiko ausgesetzt als im Asset Management. Daher achtet UBM auf die Einhaltung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und die Schaffung hoher Arbeitsstandards. Durch den Ausbruch der COVID-19-Pandemie sind die Mitarbeiter zusätzlichen Risiken ausgesetzt. Maßnahmen zum Gesundheitsschutz (z. B. Zurverfügungstellung von Desinfektionsmittel, Homeoffice während der von den Regierungen verordneten Ausgangsbeschränkungen) wurden umgehend umgesetzt, die weitere Entwicklung wird laufend evaluiert. Auch der demografische Wandel stellt eine Herausforderung dar, der UBM mit gezielten Recruiting- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie mit effizientem Wissensaustausch und Wissensweitergabe entgegenwirkt.

Managementansatz

UBM fördert Qualifikation und Vielfalt innerhalb des Unternehmens. Das Unternehmen setzt sich dabei aktiv und nachhaltig für ein gesundheitsförderndes und diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld sowie für eine Kultur der gegenseitigen Anerkennung und Wertschätzung ein. UBM behandelt alle Mitarbeiter gleich – ohne Differenzierung nach Geschlecht, gesellschaftlicher Herkunft, sexueller Orientierung, Nationalität, Religion oder Alter. Jeder Form der Diskriminierung wird entschieden entgegengetreten. Für UBM stellt Diversität einen hohen Wert dar. Auch die Chancengleichheit hat einen hohen Stellenwert im Unternehmen. Im Zuge der Geschlechtergleichstellung gibt es demzufolge keine Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen bei gleicher Tätigkeit und Qualifikation. Das Unternehmen arbeitet verstärkt daran, die Frauenquote zu erhöhen – insbesondere im technischen Bereich und in Führungspositionen.

UBM sieht einen Mehrwert in der Beschäftigung von Mitarbeitern unterschiedlichen Alters und forciert den Erfahrungsaustausch zwischen Jung und Alt ("Buddy-Prinzip"). Die Entlohnung aller Mitarbeiter von UBM erfolgt unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und orientiert sich gleichzeitig an marktüblichen Standards.

Folgende Initiativen wurden 2019 schwerpunktmäßig gesetzt:

  • "one competence." Vernetzung und Wissensaustausch durch "Competence Days" etc.
  • Recruiting gezielt junge, qualifizierte Mitarbeiter ("Millenials")
  • Förderung der Aus- und Weiterbildung

Zahlen und Fakten

UBM Development wies zum 31. Dezember 2019 einen Beschäftigungsstand von 389 Mitarbeitern auf. Im Vergleich zum Jahr 2018 bedeutet dies einen Mitarbeiterzuwachs von 7 %. Per 31. Dezember 2019 waren 334 Mitarbeiter im Development und 55 Mitarbeiter im Hotelbetrieb beschäftigt.

Betrachtet man die Anzahl der Mitarbeiter im Development nach Ländern, verzeichnete Deutschland erneut den größten Zuwachs. Wie bereits im Vorjahr liegt dies im aktuell größten Projektportfolio begründet, das zusätzlichen Personaleinsatz erfordert. Auch in Tschechien und Polen gab es im Jahr 2019 einen leichten Mitarbeiterzuwachs.

Rund 13 % der Mitarbeiter nutzen die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit, 91 % davon sind Frauen. Ein Blick auf die Altersstruktur zeigt, dass der größte Beschäftigungsanteil bei einem Alter von über 50 Jahren liegt. Vor diesem Hintergrund wurden im Jahr 2019 verstärkt Potenzialträger aufgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr lässt sich daher ein deutlicher Personalzuwachs bei den 20–30 sowie den 30–40-jährigen Mitarbeitern erkennen.

Aus- und Weiterbildung – "one competence."

Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter ist einer der Schwerpunkte der Personalstrategie. Ein fester Bestandteil der Personalentwicklung ist das jährliche Mitarbeitergespräch, auf dessen Basis sowohl eine Zielvereinbarung erfolgt als auch mögliche Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen vereinbart werden.

UBM bietet Weiterbildungsmaßnahmen aktiv an, gleichzeitig wird die eigenverantwortliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter gefördert und unterstützt. Insgesamt nahmen wie schon im Vorjahr rund 60 % aller Development-Mitarbeiter an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teil. Jeder dieser Mitarbeiter absolvierte an durchschnittlich 5,2 Tagen Schulungsmaßnahmen. Obwohl die Schulungstage im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken sind, nahm die Anzahl der besuchten Schulungen um knapp 10 % zu. Über 40 % der Schulungen können 2019 dem Bereich Immobilien-Fachkompetenz zugeordnet werden, während der Anteil im Vorjahr bei 25 %

Anzahl der Schulungen 2019 nach Ausbildungskategorie

Sozial-, Management- und Führungskompetenz

Sprachkompetenz Sonstige Veranstaltungen IT & Digitalisierung Immobilien-/Fachkompetenz Fachtagungen und Messen

lag. Darüber hinaus besuchten die Mitarbeiter nationale und internationale Fachtagungen sowie Messen und absolvierten Aus- und Weiterbildungen in den Bereichen Sozial-, Management- und Führungskompetenz, IT und Digitalisierung sowie Sprachkompetenz. Bei UBM werden sowohl interne als auch externe Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch genommen.

NICHT-FINANZIELLER BERICHT

Mitarbeiter nach Art der Beschäftigung und Geschlecht

2019 2018
Mitarbeiter gesamt 389 365
Mitarbeiter Hotel 55 52
Mitarbeiter Development 334 313
Mitarbeiter weiblich 144 148
Mitarbeiter männlich 190 165
Vollzeit gesamt 281 267
Vollzeit weiblich 95 105
Vollzeit männlich 186 162
Teilzeit gesamt 43 46
Teilzeit weiblich 39 43
Teilzeit männlich 4 3
In Karenz1 10

1 2018 nicht erhoben

Altersgruppen im Development

2019 2018
Anzahl der Mitarbeiter im Alter von 20 bis 30 Jahren 38 27
Anzahl der Mitarbeiter im Alter von 30 bis 40 Jahren 91 83
Anzahl der Mitarbeiter im Alter von 40 bis 50 Jahren 97 115
Anzahl der Mitarbeiter von über 50 Jahren 108 88

Mitarbeiter nach Ländern

2019 2018
Österreich 137 138
Deutschland 115 96
Polen 39 36
Tschechien 34 32
Sonstige 9 11

Gesundheit und Vereinbarkeit von Beruf und Privatem

Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter haben für UBM Priorität. Ein besonderes Risiko für die Mitarbeiter liegt im Bereich der Immobilienentwicklung auf den Baustellen. Die wiederholten Überprüfungen der Arbeitssicherheit wurden daher an einen externen Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo) übergeben. Damit soll auf neutraler Ebene die Einhaltung des Bauarbeitenkoordinationsgesetzes gewährleistet werden. Der SiGeKo führt im Zuge seines Tätigkeitsfelds regelmäßig Baustellenbesuche durch und fertigt detaillierte Berichte an. 2019 lag die Unfallquote bei null. Im Hotelbereich verpflichtet UBM die Hotelbetreiber vertraglich dazu, das Hotel nach gesetzlichen Vorgaben zu führen. Hierzu zählen die Einhaltung der Sicherheits- und Brandschutzbestimmungen ebenso wie die Bereitstellung eines Betriebsarztes. Zudem ist der Betreiber gesetzlich verpflichtet, Arbeitsunfälle zu dokumentieren.

Die Gesundheit ihrer Mitarbeiter ist für UBM ein wesentliches Anliegen. Deshalb werden auch hier Förderungsmaßnahmen gesetzt. Dazu zählen neben der Schaffung gesundheitsgerechter Arbeitsplätze auch aktive Präventionsprojekte. Allen Mitarbeitern steht im Headquarter in Wien ein Bewegungsraum zur Verfügung, in dem regelmäßig gesundheitsfördernde Angebote wie Pilates, Yoga oder Boxen angeboten werden. Zusätzlich gibt es einen Geräteraum, der den Mitarbeitern ein individuelles Kraft- und Kardiotraining ermöglicht. Weiterhin besteht die Möglichkeit, bei diversen Laufveranstaltungen in Wien als Mitglied des "UBM-Express" zu starten. Mit der Nutzung der diversen Sportangebote wird nicht nur die Gesundheit, sondern auch der Teamgeist innerhalb des Unternehmens gefördert. Zusätzlich gewährt das Unternehmen einen jährlichen Zuschuss für die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio.

Darüber hinaus bietet das Unternehmen eine Gleitzeitregelung an, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern.

Menschenrechte und Arbeitsbedingungen

UBM hat einen Ethikkodex erstellt, mit dem u. a. sichergestellt werden soll, dass es keinesfalls zur Verletzung der Menschenrechte kommt. Darin heißt es: UBM toleriert keine Form der Diskriminierung und fordert Chancengleichheit sowie Gleichbehandlung, ungeachtet der Hautfarbe, der Nationalität, der sozialen Herkunft, etwaiger Behinderungen, sexueller Orientierung, politischer oder religiöser Überzeugung sowie des Geschlechts oder des Alters. Die persönliche Würde, Privatsphäre und die Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen werden respektiert und sind unantastbar. Eine herabwürdigende Behandlung von Arbeitskräften, wie etwa durch psychische Härte, sexuelle Belästigung und dergleichen, wird nicht geduldet. Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, den oben erwähnten Kodex einzuhalten. Schulungen in diesem Bereich finden derzeit nicht statt. Es erfolgt zwar keine strukturierte Überprüfung der Einhaltung, alle Mitarbeiter werden jedoch angehalten, auffällige Verstöße zu melden.

Soziales und Compliance

Eine verantwortungsvolle und transparente Unternehmensführung hat für UBM höchste Priorität. Dabei wird auf alle Stakeholder Rücksicht genommen und damit der sozialen Verantwortung Rechnung getragen. Im Rahmen des Compliance-Managements soll die lückenlose Einhaltung gesetzlicher Rahmenbedingungen sichergestellt werden. Ergänzend hat sich UBM Verhaltensregeln für einwandfreies und vorbildliches Handeln durch diverse interne Richtlinien und einen Ethikkodex auferlegt. Zusätzlich soll eine ausführliche Compliance Guideline Regelverstöße im Unternehmen verhindern.

Auswirkungen und Risiken

Durch die Entwicklung von Immobilien kann UBM weitreichende positive Effekte auf die lokale Wirtschaft erzielen, z. B. durch die Steigerung der Beschäftigungs- und Einkommenszahlen. Bei der Vergabe von Projekten liegt ein wesentliches Risiko im Bereich der Korruption. Die rechtmäßige Prüfung der Vergabe hat daher höchste Priorität. Immer weiter in den Fokus rücken auch die Aspekte Datenschutz und Datensicherheit. Es besteht die Gefahr, dass Daten manipuliert, gestohlen oder gelöscht werden.

Managementansatz

Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung dient der langfristigen Absicherung des unternehmerischen Erfolgs und der Reputation. Dabei werden im Bereich Soziales und Compliance folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Sozialinitiativen wie "Social Days" oder "Spenden statt Weihnachtsgeschenke"
  • Antikorruption
  • KYC-Checks bei allen Geschäftspartnern ohne Wertgrenzen
  • Datenschutz

Ab 2020 sollen die UBM-Geschäftspartner noch stärker in die Nachhaltigkeitsinitiativen des Unternehmens eingebunden werden. Bei der Vergabe von Bauleistungen achtet UBM bereits heute darauf, auch die Nachhaltigkeitsperformance der Geschäftspartner zu berücksichtigen. UBM misst dem korrekten Umgang mit Geschäftspartnern, Kunden, Behörden und sonstigen Stakeholdern eine hohe Bedeutung zu. Die lückenlose Einhaltung der Vorschriften und Gesetze spielt dabei eine wesentliche Rolle. In 2020 soll ein Verhaltenskodex für Geschäftspartner erstellt werden, der diese an die Einhaltung von Arbeitnehmerbelangen und sonstigen nachhaltigkeitsrelevanten Themen auch vertraglich bindet.

Sozialinitiativen

Auf Initiative der Mitarbeiter fanden 2019 erstmals "Social Days" statt. Während der Arbeitszeit konnten sich Mitarbeiter einen Tag lang für ein soziales Projekt engagieren. Insgesamt nahmen fast 50 Mitarbeiter an der Aktion teil und unterstützen beispielsweise sozial Bedürftige bei ihrem Umzug (Projekt der neunerimmo) oder halfen bei der Gartenarbeit bei einem Sozialprojekt der Caritas und beim "e.motion Lichtblickhof". Diese Initiative soll 2020 weitergeführt werden. Mit der jährlichen Weihnachtsspende von UBM, die diesmal an ein Kinderhilfsprojekt der Caritas in Osteuropa ging, verfolgt das Unternehmen weiterhin den Gedanken "Spenden statt Weihnachtsgeschenke".

Lokale wirtschaftliche Effekte

Durch die Immobilienentwicklung und den Hotelbetrieb ergeben sich positive Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft, wie beispielsweise die Schaffung von Arbeitsplätzen im Hotel oder bei externen Lieferanten und Dienstleistern. Auch durch den Bezug regionaler Produkte ergeben sich positive Einkommenseffekte für die lokale Wirtschaft. Durch die Errichtung von neuen Immobilien können auch positive Auswirkungen auf das Stadtviertel, wie z. B. der Ausbau der öffentlichen Nahverkehrsmittel, entstehen.

Gesundheit der Endnutzer und Barrierefreiheit

Die bauökologische Prüfung der eingesetzten Materialien stellt eine Verpflichtung gegenüber Gebäudenutzern und Investoren dar. Ein gesundes Raumklima fördert nicht nur die Gesundheit, sondern führt auch zu erhöhter Leistungsfähigkeit. Für UBM sind die Berücksichtigung des demografischen Wandels (z. B. höheres Lebensalter) und die damit einhergehende Ausrichtung der Projekte zudem unabdingbar. Der Anspruch von UBM ist, die baulichen Anlagen derart zu optimieren, dass die Objekte für alle Menschen, egal ob mit oder ohne Behinderungen und egal welchen Alters, in der üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich selbstbestimmt zugänglich und nutzbar sind. Die unabhängigen Zertifizierungen gemäß dem System der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen belegen diese Bemühungen. In diesem System hat eine Nichterfüllung des Kriteriums der Barrierefreiheit einen Zertifizierungsausschluss zur Folge. Bei den letzten Hotelentwicklungen wurden die im System verankerten Mindestanforderungen, die auch die gesetzlichen Anforderungen widerspiegeln, übererfüllt.

Antikorruption

Das größte Compliance-Risiko von UBM liegt in der Vergabe von Projekten, da zu diesem Zeitpunkt viele Beteiligte in den Entscheidungsprozess eingebunden sind. UBM hat zahlreiche Maßnahmen eingeführt, um Korruption zu verhindern und Mitarbeiter auf diesbezügliche Gefahrenquellen aufmerksam zu machen. Zeitnah zum Eintritt in das Unternehmen werden Mitarbeiter von der Compliance-Abteilung geschult. Zudem gibt es regelmäßige E-Learnings zu diversen Themenbereichen. Mitarbeiter, die Zugang zu vertraulichen Informationen haben, müssen zudem schriftlich die Geheimhaltung von sensiblen Daten zusichern. 2019 wurden einige Mitarbeiter aus den ständigen Vertraulichkeitsbereichen als permanente Insider gelistet. Projektbezogene Vertraulichkeitsbereiche bestehen weiterhin. UBM verfügt außerdem über ein Whistleblowing-System, das es Mitarbeitern und Externen ermöglicht, anonym Auffälligkeiten oder Verstöße an den Compliance-Beauftragten zu melden. UBM verfügt über folgende Richtlinien und überprüft regelmäßig deren Einhaltung: Kartell- und Wettbewerbsrecht, Hausdurchsuchungen, Emittenten-Compliance-Richtlinie, Antikorruption, Compliance-Handbuch, Ethikkodex, Vermeidung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Interessenkonflikte, Richtlinie Internes Kontrollsystem sowie Datenschutz. In Ergänzung der Richtlinie zur Vermeidung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung erging 2019 die Arbeitsanweisung "Geldwäscheprävention". Mit dieser Arbeitsanweisung wurden Vorgaben zur Geschäftspartneridentifizierung und zu den Sorgfaltspflichten definiert ("know your customer"). Zudem wurde ein Geldwäschebeauftragter bestellt.

Datenschutz

UBM verpflichtet sich zum vertrauensvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit personenbezogenen Daten. Dies bedeutet vor allem, dass sämtliche Verwendungen personenbezogener Daten im Einklang mit den anwendbaren Datenschutzgesetzen – insbesondere der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und deren nationaler Begleitgesetzgebung – erfolgen. Interne Datenverarbeitungen und Prozesse werden einer regelmäßigen Prüfung unterzogen. Laufende Mitarbeiterschulungen und kontinuierliche Befragungen sollen das Bewusstsein für Datensensibilität schärfen und den Fokus auf Datenschutz bewahren.

Maßnahmen und Ziele 2019–2020

Themenfeld Ziele Maßnahmen
Allgemein
CSR-Management
und -Strategie
professionalisieren
Konzernweite Verankerung der
Nachhaltigkeitsstrategie
Strukturierte Stakeholderbefragungen
Neudefinition bzw. Konkretisierung der
quantitativen Nachhaltigkeitsziele
Datenmanagement Ausbau, Optimierung und Erweiterung
des internen Berichts- und Monitoringsystems
Weitergehende Definition und Verankerung der zu
erhebenden Indikatoren bei den Konzernstandorten
Tiefergehende Verankerung der Datenerhebung,
speziell des Indikators Abfall im Hotelbetrieb
Immobilienentwicklung
Bestand und Neubau Ausweitung der Gebäudezertifizierungen Zertifizierung aller Gewerbeimmobilien – Neubau
und Refurbishments
Integration von Gebäudebewertungssystemen,
z. B. klimaaktiv bei der Assetklasse Wohnen
Implementierung der
UBM Sustainability
Benchmarks
Verbesserung der Nachhaltigkeitsperformance
von Gebäuden im Hinblick auf die Bereiche:
Wassereffizienz
Energie
Mikroklima und Biodiversität
Mobilität Personenverkehr
(öffentlich/nicht öffentlich)
Technische Anforderungen, Benchmarks und
Zielwerte:
LCA- und LCC-Bewertungen
Reduktion des CO2-Anteils in Konstruktion und
Nutzung
Erhöhung des Einsatzes von erneuerbarer Energie
– Anteil an der Gesamtenergie und Reduktion des
Endenergiebedarfs
Reduktion des Frischwasserverbrauchs und
Nutzung von Grauwasser
Fokus auf Außenraumgestaltung und Dach
gestaltung u. a. im Hinblick auf die Biodiversität
Begrenzung der Bodenversiegelung und
Recycling von Flächen
Integration neuer Mobilitätsformen in Form von
Ladestationen für PKWs und Fahrräder sowie
Stellplätze für Carsharing-Anbieter
Ökologische Baustoffe &
Materialien
Responsible Sourcing Alle Hölzer, Holzprodukte und Natursteine, die
dauerhaft ins Gebäude eingebracht werden,
müssen legal geerntet und gehandelt sein.
Materialökologie Minimierung der Risiken für die lokale Umwelt
durch Einhaltung der Anforderungen des Kriteriums
ENV 1.2 – Qualitätsstufe 3 bzw. 4 (DGNB)
Bestandsobjekte/Konzernstandorte
Energiemanagement Gezielte Optimierung des Energieeinsatzes
und der Kostensenkung
Durchführung von Energieaudits sowie der Maß
nahmensetzung gemäß dem nationalen Gesetz
Themenfeld Ziele Maßnahmen
Hotels
Ressourcenverbrauch Sensibilisierung der Gäste und der Mitarbeiter
Evaluierung von Einsparungspotenzialen
während des Lebenszyklus einer Immobilie
Leitfaden für Mitarbeiter und Gäste
bzgl. ressourcenschonendem Umgang
(Energie, Wasser und Abfall)
Schaffung eines gästeorientierten Anreizsystems für
die Ressourcenschonung während des Aufenthalts
Umsetzung von Einsparungsmaßnahmen
Mitarbeiter
Mitarbeiter Demografischem Wandel im Unternehmen
entgegenwirken
Recruiting von Potenzialträgern/High Potentials
Effizientere HR-Prozesse Implementierung professioneller HR Tools
Compliance
Antikorruptionsrichtlinie
zur Korruptionsprävention
Umsetzung bzw. Implementierung der Richtlinie in
die Konzernprozesse
Überwachung der Umsetzung
Fortlaufende Schulung der Mitarbeiter zum Thema
Korruptionsprävention mittels E-Learning Tool
Datenschutzrichtlinie Umsetzung bzw. Implementierung der Richtlinie in
die Konzernprozesse
Überwachung der Umsetzung
Fortlaufende Schulung der Mitarbeiter mittels
E-Learning Tool
Geldwäscheprävention Vermeidung Geldwäsche/Terrorismusfinanzierung Laufende KYC-Geschäftspartnerüberprüfung
Geschäftspartner Einhaltung von Arbeitnehmerbelangen und
sonstigen nachhaltigkeitsrelevanten Themen
Verhaltenskodex für Geschäftspartner
Belange laut NaDiVeG Wesentliche Nachhaltigkeitsthemen
Umweltbelange Energieverbrauch und Emissionen
Abfall
Recyclebarkeit und Langlebigkeit der Materialien
Arbeitnehmerbelange Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz der Mitarbeiter
Mitarbeiteraus- und -weiterbildung
Achtung der Menschenrechte Arbeitsbedingungen
Sozialbelange Gesundheit der Endnutzer/Barrierefreiheit
Datenschutz
Lokale wirtschaftliche Effekte
Bekämpfung von Korruption und Bestechung Korruption und wettbewerbswidriges Verhalten

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der vorliegende zusammengefasste gesonderte konsolidierte nicht-finanzielle Bericht die gemäß § 267a Abs 1–3 UGB bzw. § 243b Abs. 1–3 UGB geforderten Angaben enthält, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage der UBM-Gruppe sowie der Auswirkungen ihrer Tätigkeit erforderlich sind und sich mindestens auf Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, auf die Achtung der Menschenrechte sowie auf die Bekämpfung von Korruption und Bestechung beziehen. Die Angaben umfassen eine Beschreibung des Geschäftsmodells der UBM-Gruppe, eine Beschreibung der in Bezug auf diese Belange verfolgten Konzepte einschließlich angewandter Due Diligence-Prozesse, die wesentlichen Risiken, die wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Belange haben werden, und die Handhabung dieser Risiken, sowie die Ergebnisse aus den Konzepten und die wichtigsten nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, die für die konkrete Geschäftstätigkeit von Bedeutung sind.

Wien, am 16. April 2020

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LL.M. Vorsitzender

DI Martin Löcker Dipl.-Ök. Patric Thate

51

Konzernabschluss

  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Entwicklung des Konzerneigenkapitals
  • Erläuterungen zum Konzernabschluss
  • Beteiligungsspiegel
  • Bestätigungsvermerk
    • Gewinnverwendung
  • Bilanzeid

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für das Geschäftsjahr 2019

in T€ Erläuterungen 2019 2018
Umsatzerlöse (7) 241.999 514.048
Bestandsveränderung (7) 20.294 –42.405
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen 59.980 35.921
Erträge aus Fair-Value-Anpassungen auf Investment Properties 46.270 223
Sonstige betriebliche Erträge (8) 10.488 10.652
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen (9) –202.198 –352.422
Personalaufwand (10) –36.644 –45.318
Aufwendungen aus Fair-Value-Anpassungen auf Investment Properties –24.582 –7.340
Sonstige betriebliche Aufwendungen (11) –40.641 –54.471
Ergebnis (EBITDA) 74.966 58.888
Abschreibungen auf immaterielle Werte des Anlagevermögens
und Sachanlagen
(12) –3.515 –2.946
Betriebsergebnis (EBIT) 71.451 55.942
Finanzertrag (13) 20.711 32.001
Finanzaufwand (14) –21.650 –32.399
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 70.512 55.544
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (15) –20.450 –16.057
Jahresüberschuss (Nettogewinn) 50.062 39.487
davon Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens 53.071 39.711
davon Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter
von Tochterunternehmen
–3.009 –224
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) (16) 7,10 5,31
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) (16) 7,08 5,31

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

für das Geschäftsjahr 2019

in T€ Erläuterungen 2019 2018
Jahresüberschuss (Nettogewinn) 50.062 39.487
Sonstiges Ergebnis
Remeasurement aus leistungsorientierten Verpflichtungen (34) –784 –534
Auf das sonstige Ergebnis entfallender Ertragsteueraufwand (-ertrag) 199 134
Sonstiges Ergebnis, welches nicht in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden kann (nicht recyclingfähig)
–585 –400
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung –715 –695
Sonstiges Ergebnis, welches in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden kann (recyclingfähig)
–715 –695
Sonstiges Ergebnis des Jahres (other comprehensive income) –1.300 –1.095
Gesamtergebnis des Jahres 48.762 38.392
davon Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens 51.794 38.564
davon Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von
Tochterunternehmen
–3.032 –172

Konzernbilanz

zum 31. Dezember 2019

in T€ Erläuterungen 2019 2018
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (17) 2.747 2.730
Sachanlagen (18) 40.242 2.650
Finanzimmobilien (19) 467.740 499.196
Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen (20) 134.484 115.770
Projektfinanzierungen (21) 181.157 139.892
Übrige Finanzanlagen (22) 11.501 5.643
Finanzielle Vermögenswerte (25) 3.412 4.475
Latente Steueransprüche (29) 10.088 11.265
851.371 781.621
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (23) 128.169 121.527
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (24) 103.294 108.237
Finanzielle Vermögenswerte (25) 9.716 11.067
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (26) 8.751 11.756
Liquide Mittel (27) 212.384 200.447
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (28) 2.704 -
465.018 453.034
Aktiva gesamt 1.316.389 1.234.655
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital (30, 31) 22.417 22.417
Kapitalrücklagen (32) 98.954 98.954
Andere Rücklagen (32) 205.147 177.216
Hybridkapital (33) 130.315 130.315
Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens 456.833 428.902
Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen 5.673 7.414
462.506 436.316
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen (34) 6.759 6.648
Anleihen (35) 435.018 344.172
Finanzverbindlichkeiten (36) 186.145 114.500
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (38) 1.306 3.880
Latente Steuerschulden (29) 8.327 8.576
637.555 477.776
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen (34) 686 169
Anleihen (35) 49.713 90.284
Finanzverbindlichkeiten (36) 33.680 73.368
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (37) 57.199 93.661
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (38) 24.263 26.932
Übrige Verbindlichkeiten (39) 17.563 5.405
Steuerschulden (40) 33.224 30.744
216.328 320.563
Passiva gesamt 1.316.389 1.234.655

Konzern-Kapitalflussrechnung

für das Geschäftsjahr 2019

in T€ 2019 2018
Jahresüberschuss 50.062 39.487
Zuschreibungen/Abschreibungen auf das Anlagevermögen & Finanzanlagen –20.499 18.717
Zinserträge/Zinsaufwendungen 13.849 11.705
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen –59.980 –35.171
Dividenden aus at-equity bilanzierten Unternehmen 9.735 46.578
Abnahme der langfristigen Rückstellungen –747 –1.739
Latente Ertragsteuer 6.033 –11.338
Cashflow aus dem Ergebnis –1.547 68.239
Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen 406 1.943
Zunahme der Steuerschulden 2.559 25.181
Verluste/Gewinne aus Anlagenabgängen –11.837 –41.151
Zunahme/Abnahme der Vorräte –19.036 24.164
Abnahme/Zunahme der Forderungen 25.364 –5.509
Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten (ohne Bankverbindlichkeiten) –12.768 42.867
Erhaltene Zinsen 809 3.569
Gezahlte Zinsen –21.857 –19.836
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge –2.010 14.346
Cashflow aus der Betriebstätigkeit –39.917 113.813
Einzahlungen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten - 2
Einzahlungen aus Sachanlageabgängen und Abgängen aus Finanzimmobilien 65.596 231.339
Einzahlungen aus Finanzanlageabgängen 34.281 4.449
Einzahlungen aus der Tilgung von Projektfinanzierungen 62.617 42.129
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte –86 –82
Investitionen in das Sachanlagevermögen und Finanzimmobilien –137.808 –346.338
Investitionen in das Finanzanlagevermögen –7.054 –13.917
Investitionen in Projektfinanzierungen –62.894 –38.321
Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen 4.103 28.221
Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen,
abzüglich erworbener liquider Mittel - –706
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Dividenden
–41.245
–23.459
–93.224
–20.533
Ausschüttung an nicht kontrollierende Gesellschafter von Tochterunternehmen –3.840 –600
Einzahlungen aus Anleihen 141.186 50.369
Rückzahlung von Anleihen –91.322 -
Aufnahme von Krediten und anderen Finanzierungen 223.982 161.724
Tilgung von Krediten und anderen Finanzierungen –153.497 –134.422
Aufnahme von Hybridkapital - 98.493
Tilgung von Genussrecht - –50.000
Erwerb von Minderheitsanteilen –2 –1
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 93.048 105.030
Cashflow aus der Betriebstätigkeit –39.917 113.813
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –41.245 –93.224
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 93.048 105.030
Veränderung liquider Mittel 11.886 125.619
Liquide Mittel am 1.1. 200.447 75.204
Währungsdifferenzen 51 –376
Liquide Mittel am 31.12. 212.384 200.447
Bezahlte Steuern 11.858 2.214

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

für das Geschäftsjahr 2019

in T€ Grundkapital Kapitalrücklagen Remeasurement aus
leistungsorientierten
Verpflichtungen
Fremdwährungs
umrechnungsrücklage
Stand zum 31.12.2017 22.417 98.954 –2.666 –1.899
Anpassung aufgrund erstmaliger Anwendung
IFRS 9
- - - -
Anpassung aufgrund erstmaliger Anwendung
IFRS 15
- - - -
Stand zum 1.1.2018 22.417 98.954 –2.666 –1.899
Konzernergebnis - - - -
Sonstiges Ergebnis - - –400 –71
Gesamtergebnis des Jahres - - –400 –71
Dividendenzahlungen - - - -
Aktienoptionen equity settled - - - -
Ertragsteuern auf Zinsen für
Hybrid-/Genussrechtskapitalinhaber
- - - -
Hybridkapital - - - -
Rückzahlung Genussrecht - - - -
Veränderung von Minderheitsanteilen - - - -
Stand zum 31.12.2018 22.417 98.954 –3.066 –1.970
Stand zum 31.12.2018 22.417 98.954 –3.066 –1.970
Anpassung aufgrund erstmaliger Anwendung
IFRS 16
- - - -
Stand zum 1.1.2019 22.417 98.954 –3.066 –1.970
Konzernergebnis - - - -
Sonstiges Ergebnis - - –585 –324
Gesamtergebnis des Jahres - - –585 –324
Dividendenzahlungen - - - -
Aktienoptionen equity settled - - - -
Ertragsteuern auf Zinsen für
Hybridkapitalinhaber
- - - -
Stand zum 31.12.2019 22.417 98.954 –3.651 –2.294
Summe Anteile der nicht kontrol
lierenden Gesellschafter
von Tochterunternehmen
Anteile der Aktionäre
des Mutterunternehmens
Genussrechts-/
Hybridkapital
Andere Rücklagen Zur Veräußerung ver
fügbare Wertpapiere:
Zeitwertrücklage
355.447 3.301 352.146 80.100 155.189 51
1.533 - 1.533 - 1.584 –51
6.105 77 6.028 - 6.028 -
363.085 3.378 359.707 80.100 162.801 -
39.487 –224 39.711 6.935 32.776 -
–1.095 52 –1.147 - –676 -
38.392 –172 38.564 6.935 32.100 -
–21.133 –600 –20.533 –5.589 –14.944 -
980 - 980 - 980 -
1.397 - 1.397 - 1.397 -
98.869 - 98.869 98.869 - -
–50.000 - –50.000 –50.000 - -
4.726 4.808 –82 - –82 -
436.316 7.414 428.902 130.315 182.252 -
436.316 7.414 428.902 130.315 182.252 -
–130 –3 –127 - –127 -
436.186 7.411 428.775 130.315 182.125 -
50.062 –3.009 53.071 7.020 46.051 -
–1.300 –23 –1.277 - –368 -
48.762 –3.032 51.794 7.020 45.683 -
–27.299 –3.840 –23.459 –7.020 –16.439 -
758 - 758 - 758 -
1.755 - 1.755 - 1.755 -
462.506 5.673 456.833 130.315 211.092 -

Erläuterungen zum Konzernabschluss

1. Allgemeine Angaben

Der UBM-Konzern besteht aus der UBM Development AG (UBM) und deren Tochterunternehmen. UBM ist eine Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht und hat den Sitz in Wien mit der Geschäftsanschrift 1100 Wien, Laaer-Berg-Straße 43. Sie ist registriert beim Handelsgericht Wien unter FN 100059 x. Die Hauptaktivitäten des Konzerns sind Entwicklung, Verwertung und Verwaltung von Immobilien.

Der Konzernabschluss wird gemäß § 245a UGB nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und nach den von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt.

Berichtswährung ist der Euro, der auch die funktionale Währung von UBM ist. Bei den einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Zahlenangaben erfolgen in T€ und werden entsprechend kaufmännisch gerundet. Das Berichtsjahr entspricht dem Kalenderjahr und endet am 31. Dezember 2019.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben UBM 59 (Vorjahr: 62) inländische Tochterunternehmen sowie 81 (Vorjahr: 79) ausländische Tochterunternehmen einbezogen. In der Berichtsperiode wurden neun Gesellschaften aufgrund von Gründung bzw. Kauf erstmals in den Konzernabschluss von UBM einbezogen (siehe Punkt 2.1.).

Eine Gesellschaft ist durch Liquidation abgegangen und fünf Gesellschaften wurden verkauft. Bei vier weiteren Gesellschaften wurden so viele Anteile verkauft, dass nur mehr maßgeblicher Einfluss besteht. Der Verkaufspreis in Höhe von T€ 12.072 wurde mit T€ 9.348 in bar beglichen, T€ 2.724 sind noch ausständig. Die Vermögenswerte und Schulden, über die Beherrschung verloren wurde, setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 2019
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 12
Sachanlagen 29.920
Finanzimmobilien 94.967
Übrige Finanzanlagen 15
Finanzielle Vermögenswerte 257
Latente Steueransprüche 7.339
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 31.952
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.202
Finanzielle Vermögenswerte 513
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 561
Liquide Mittel 6.951
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 86.988
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 34.265
Latente Steuerschulden 10.480
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 34.068
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.148
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.702
Übrige Verbindlichkeiten 141
Steuerschulden 79

Außerdem wurden 32 (Vorjahr: 34) inländische und 22 (Vorjahr: 23) ausländische assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bewertet.

Bei 22 (Vorjahr: 19) Tochterunternehmen steht UBM zwar die Mehrheit der Stimmrechte zu, aufgrund der Regelungen in den Gesellschaftsverträgen ist aber dennoch keine Beherrschung gegeben. Diese Unternehmen werden als Gemeinschaftsunternehmen bilanziert.

2.1. Erstkonsolidierungen

Im Geschäftsjahr 2019 wurden die folgenden Unternehmen erstmals im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen (Anteilshöhe siehe Beteiligungsspiegel):

Aufgrund von Gründungen Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
UBM Invest AG 22.5.2019
UBM Stodůlky s.r.o. 6.8.2019
Levelingstraße GmbH & Co. KG 23.9.2019
Max-Dohrn-Straße GmbH & Co. KG 4.12.2019
Kaiserleipromenade GmbH & Co KG 9.12.2019
Aufgrund von Akquisition Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
Siebenbrunnengasse 21 GmbH & Co OG 1.7.2019
Sabimo Monte Laa Bauplatz 2 GmbH 12.12.2019
ARSENAL-EUROPA s.r.o. 13.12.2019
KASAVIT III s.r.o. 13.12.2019

Bei den akquirierten Gesellschaften handelt es sich um den Erwerb von Immobilien sowie deren Finanzierung. Alle stellen keine Business Combination gem. IFRS 3 dar. Bei dem Erwerb der Sabimo Monte Laa Bauplatz 2 GmbH handelt es sich um eine Transaktion mit nahestehenden Unternehmen. Für die o. a. Akquisitionen wurden gesamt T€ 23.626 aufgewendet. Die Kaufpreise wurden in bar beglichen. In den Notes werden die Erwerbe als Asset Deal dargestellt.

Die Vermögenswerte und Schulden, über die Beherrschung erlangt wurde, setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 2019
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 404
Finanzimmobilien 62.134
Projektfinanzierung 3.825
Übrige Finanzanlagen 932
Latente Steueransprüche 433
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 19.898
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 44
Finanzielle Vermögenswerte 18
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 81
Liquide Mittel 429
Langfristige Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.825
Latente Steuerschulden 433
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 859
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 58.398
Übrige Verbindlichkeiten 5

3. Konsolidierungsgrundsätze

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Nach dieser Methode werden die erworbenen Vermögenswerte, die übernommenen Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zum Erwerbsstichtag mit den zu diesem Stichtag beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem zurechenbaren Anteil an dem mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Firmenwert angesetzt, der nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einem jährlichen Impairment-Test unterzogen wird.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Unternehmen werden in der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Konzerninterne Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden eliminiert, wenn es sich um wesentliche Beträge handelt und die betreffenden Vermögenswerte im Konzernabschluss noch bilanziert sind.

Nicht UBM zurechenbare Anteile am Nettovermögen von vollkonsolidierten Tochterunternehmen werden unter der Bezeichnung "Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen" gesondert als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bewertungsgrundlagen

Die Jahresabschlüsse sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bewertungsmethoden wurden – mit Ausnahme der neu angewandten Standards – stetig angewandt.

Währungsumrechnung

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stellen die Jahresabschlüsse in ihrer jeweiligen funktionalen Währung auf, wobei als funktionale Währung die für die wirtschaftliche Tätigkeit des betreffenden Unternehmens maßgebliche Währung gilt.

Die Bilanzposten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen mit dem Jahresdurchschnittskurs – als arithmetisches Mittel aller Monatsultimokurse – des Geschäftsjahres umgerechnet. Aus der Währungsumrechnung resultierende Differenzen werden direkt im Eigenkapital verrechnet. Diese Umrechnungsdifferenzen werden zum Zeitpunkt des Abgangs des Geschäftsbetriebs erfolgswirksam erfasst.

Für die Einbeziehung und Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen wurden folgende wesentliche Umrechnungskurse verwendet:

Devisenmittelkurs 31.12.2019 Jahresdurchschnittskurs
PLN 4,2585 4,3018
CZK 25,4100 25,6589
Devisenmittelkurs 31.12.2018 Jahresdurchschnittskurs
PLN 4,3000 4,2669
CZK 25,7250 25,6767

Bei Unternehmenserwerben vorgenommene Anpassungen der Buchwerte der erworbenen Vermögenswerte, der übernommenen Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten an den diesen zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwert bzw. ein Goodwill werden als Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten des erworbenen Tochterunternehmens behandelt und unterliegen demnach der Währungsumrechnung.

Kursgewinne oder -verluste aus Transaktionen der einbezogenen Unternehmen in einer anderen als der funktionalen Währung werden ergebniswirksam erfasst. Nicht auf die funktionale Währung lautende monetäre Positionen der einbezogenen Unternehmen werden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Dabei werden Abschreibungssätze in Höhe von 10,00% bis 50,00% (Vorjahr: 10,00% bis 50,00%) zur Anwendung gebracht.

Die auf das Geschäftsjahr entfallende Abschreibung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Abschreibungen auf immaterielle Werte des Anlagevermögens und Sachanlagen" ausgewiesen.

Wurde eine Wertminderung (Impairment) festgestellt, werden die betreffenden immateriellen Vermögenswerte auf den erzielbaren Betrag – das ist der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder ein höherer Nutzungswert – abgeschrieben. Bei Wegfall der Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung in Höhe der Wertaufholung, maximal aber auf den Wert, der sich bei Anwendung des Abschreibungsplans auf die ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten errechnet.

Der Firmenwert wird gemäß IFRS 3 als Vermögenswert erfasst und in Verbindung mit IAS 36 mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung hin überprüft. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst. Eine spätere Wertaufholung findet nicht statt.

Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten unter Abzug von Anschaffungskostenminderungen bzw. zu Herstellungskosten und der bisher aufgelaufenen, abzüglich im Berichtsjahr planmäßig fortgeführten linearen Abschreibungen bewertet, wobei folgende Abschreibungssätze angewandt wurden:

in % 2019 2018
Gebäude 1,50 bis 33,33 1,50 bis 33,33
Technische Anlagen und Maschinen 4,00 bis 50,00 4,00 bis 50,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4,00 bis 50,00 4,00 bis 50,00

Wurde eine Wertminderung (Impairment) festgestellt, werden die betreffenden Sachanlagen auf den erzielbaren Betrag – das ist der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder ein höherer Nutzungswert – abgeschrieben. Bei Wegfallen der Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung in Höhe der Wertaufholung, maximal aber auf den Wert, der sich bei Anwendung des Abschreibungsplans auf die ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten errechnet. Grundlegende Umbauten werden aktiviert, während laufende Instandhaltungsarbeiten, Reparaturen und geringfügige Umbauten im Zeitpunkt des Anfalls aufwandswirksam erfasst werden.

Im Rahmen von Leasingvereinbarungen erworbene Nutzungsrechte an Sachanlagen werden in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen aktiviert und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses bzw. unter Anwendung der angegebenen Abschreibungssätze linear abgeschrieben.

Die geringwertigen Vermögenswerte werden im Anschaffungsjahr im vollen Umfang abgeschrieben, da sie für den Konzernabschluss unwesentlich sind.

In Bau befindliche Anlagen einschließlich in Bau befindlicher Gebäude, die betrieblich genutzt werden sollen oder deren Nutzungsart noch nicht feststeht, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen infolge von Wertminderungen bilanziert.

Fremdkapitalkosten werden bei qualifizierten Vermögenswerten in die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einbezogen. Bei Finanzimmobilien werden ab dem Zeitpunkt eines Forward Deals keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Die Abschreibung dieser Vermögenswerte beginnt mit deren Fertigstellung bzw. mit Erreichen des betriebsbereiten Zustands. Im laufenden Geschäftsjahr wurden T€ 4.260 (Vorjahr: T€ 4.639) Zinsen auf Immobilien aktiviert. Für den Finanzierungskostensatz wird auf die Angaben in Punkt 36 verwiesen.

Finanzimmobilien sind Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden. Hierzu zählen nicht für eigene betriebliche Zwecke genutzte Büro- und Geschäftsgebäude, Wohnbauten sowie unbebaute Grundstücke. Diese werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne und Verluste aus Wertänderungen werden im Ergebnis der Periode erfolgswirksam berücksichtigt, in der die Wertänderung eingetreten ist. Immobilien, die in Erstellung sind, werden – soweit ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann – zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, ansonsten mit dem in der Regel nach der Residualwertmethode ermittelten beizulegenden Zeitwert bewertet.

Grundlage für den Wertansatz der mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzimmobilien bildeten Verkehrswertgutachten von unabhängigen Sachverständigen bzw. wurde der beizulegende Zeitwert aus dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der Nutzung der Immobilien erwartet werden, oder über Vergleichstransaktionen ermittelt.

Im Rahmen von Leasingvereinbarungen erworbene Nutzungsrechte an Finanzimmobilien werden in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen aktiviert und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Für im Vorratsvermögen ausgewiesene Immobilien, die zur sofortigen Weiterveräußerung nach Fertigstellung gedacht sind und für die durch vergleichbare Transaktionen ein Marktwert bestimmbar ist, wurde der Verkehrswert mittels Vergleichswertbzw. Sachwertverfahren ermittelt. Gemäß Rechnungslegungsvorschriften wird der Buchwert nur dann an den Verkehrswert angepasst, wenn dieser niedriger ist. Die externen Gutachter haben mit den lokalen Projektentwicklern basierend auf Größe, Alter und Zustand der Gebäude und nach länderspezifischen Gegebenheiten die Parameter bestimmt.

Als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden Liegenschaften, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung hochwahrscheinlich ist, ausgewiesen. Diese werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und Nettoveräußerungswert bewertet. Finanzimmobilien werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit zur Veräußerung erfolgt dabei auf Quartalsbasis, die daraus folgenden Umgliederungen werden in den Spiegelentwicklungen der Sachanlagen und Finanzimmobilien der Notes entsprechend ausgewiesen.

Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen werden zu Anschaffungskosten, die sich in das erworbene anteilige, mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen sowie gegebenenfalls einen Geschäfts- oder Firmenwert aufteilen, bilanziert. Der Buchwert wird jährlich um den anteiligen Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag, bezogene Dividenden und sonstige Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich, sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Impairment-Test nach IAS 36 unterzogen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert, wird der Differenzbetrag abgeschrieben.

Abgrenzungsposten für latente Steuern werden bei temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss einerseits und den steuerlichen Wertansätzen andererseits in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerbelastung oder -entlastung gebildet. Darüber hinaus wird eine aktive Steuerabgrenzung für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit der Realisierung mit hinreichender Sicherheit gerechnet werden kann. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten.

Der Berechnung der Steuerlatenz liegt der im jeweiligen Land geltende Ertragsteuersatz zugrunde, bei österreichischen Gesellschaften ist dies der Steuersatz von 25,00%.

Anteilsbasierte Vergütungen in Eigenkapitalinstrumenten werden im Zeitpunkt der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beilzulegende Zeitwert wird über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst und in der Kapitalrücklage ausgewiesen. Zu jedem Stichtag ist die Anzahl der gewährten Optionen neu zu beurteilen.

Die Rückstellungen für Abfertigungen, für Pensionen und für Jubiläumsgelder wurden gemäß IAS 19 nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung der Generationentafel AVÖ 2018-P ermittelt, wobei zu jedem Stichtag eine versicherungsmathematische Bewertung durchgeführt wird. Bei der Bewertung dieser Rückstellungen wurden ein Rechnungszinsfuß für Österreich und Deutschland von 0,65% (Vorjahr: 1,90%) und Bezugssteigerungen in Österreich von 2,15% (Vorjahr: 2,00%) p. a. berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Abfertigungen und für Jubiläumsgelder werden für Österreich Fluktuationsabschläge auf Basis von statistischen Daten in einer Bandbreite von 0,00% bis 10,50% (Vorjahr: 0,00% bis 10,50%) berücksichtigt und für Deutschland bezüglich Jubiläumsgeldern in einer Bandbreite von 0,00% bis 10,60% (Vorjahr: 0,00% bis 10,60%). Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wird für österreichische Gesellschaften das frühestmögliche gesetzliche Pensionsantrittsalter nach Pensionsreform 2004 (Korridorpension) unter Beachtung aller Übergangsregelungen und für deutsche Gesellschaften das gesetzliche Pensionsantrittsalter angesetzt. Bei der Berechnung der Rückstellungen wird für Österreich die Sterbetafel AVÖ 2018-P – Pagler & Pagler und für Deutschland die Sterbetafel Richttafeln 2019 G von Klaus Heubeck verwendet.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für Abfertigungen und Pensionen werden zur Gänze im sonstigen Ergebnis erfasst, für Jubiläumsgelder im Gewinn oder Verlust der Periode. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen bzw. mit diesem verrechnet. Der Zinsaufwand wird unter der Position Finanzierungsaufwand erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle gegenwärtig entstandenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden jeweils in Höhe des Betrages angesetzt, der voraussichtlich zur Erfüllung der zugrunde liegenden Verpflichtung erforderlich ist.

Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen bewertet. Für die Abzinsung wird der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz herangezogen. Lässt sich dieser nicht bestimmen, wird der laufzeitadäquate Grenzfremdkapitalzinssatz der Gruppe verwendet.

Finanzinstrumente

Jedes Finanzinstrument, das in den Anwendungsbereich des IFRS 9 fällt, wird je nach zugrunde liegendem Geschäftsmodell und der vertraglich vereinbarten Cashflow-Eigenschaften in Bewertungskategorien klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden bei Erstansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In der Folgeperiode werden diese je nach Bewertungskategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) bewertet werden, ist hinsichtlich Wertberichtigungen das Expected Credit Loss Modell anzuwenden. Dabei ist im Zugangszeitpunkt eine Risikovorsorge in Höhe des 12-Monats Expected Loss (Stufe 1) zu bilden. Bei einer signifikanten Verschlechterung des Kreditrisikos erfolgt eine Berücksichtigung des Lifetime Expected Loss (Stufe 2). Bei Eintritt von objektiven Hinweisen auf eine tatsächliche Wertminderung erfolgt die Einstufung in Stufe 3.

UBM wendet für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Leasingverhältnissen die Vereinfachungsregel des IFRS 9.5.5.15 an und bemisst gegebenenfalls bei Wertberichtigungen den Lifetime Expected Loss. Bei der Einschätzung des Expected Credit Loss verwendet die Gruppe alle verfügbaren Informationen. Diese umfassen historische Daten und in die Zukunft gerichtete Informationen. Im Allgemeinen liegen für Finanzinstrumente keine externen Bonitätseinschätzungen vor. Der Expected Credit Loss berechnet sich auf Basis des Produkts aus dem erwarteten Nettoanspruch des Finanzinstruments, der periodenbezogenen Ausfallswahrscheinlichkeit und dem Verlust bei tatsächlichem Ausfall.

Für Projektfinanzierungen ist das allgemeine Wertminderungsmodell anzuwenden. Die Beobachtung des Kreditrisikos erfolgt dabei mangels externer Bonitätseinschätzung anhand von Kennzahlenentwicklungen wie z. B. Loan to Value oder Außenstandsdauern.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Projektfinanzierungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte wurden mit fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) angesetzt. Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste wurden im Geschäftsjahr keine erfasst, da sowohl die historischen Daten als auch die prognostizierten Daten keine Verlustraten ergaben. Die unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen werden zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet, wobei dieser zumeist unter Anwendung von Bewertungsmethoden – wie z. B. Discounted-Cashflow-Methode – ermittelt wird.

Wertpapiere wurden in die Kategorie FVTPL klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Sofern sie Schuldinstrumente darstellen und ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen vereinbart sind, wurden sie mit fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) angesetzt. Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Amortised Cost). Derivative Finanzinstrumente werden mit dem beizulegendem Zeitwert (FVTPL) bewertet. Sicherungsgeschäfte bestehen keine.

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuern, Rabatten und anderen im Zusammenhang mit dem Verkauf stehenden Steuern ausgewiesen. Die Umsatzrealisierung stellt sich je nach Umsatzart wie folgt dar:

Bei Finanzimmobilien, die nach Fertigstellung verkauft werden, wird der Umsatz zeitpunktbezogen nach Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert. Umsätze aus Finanzimmobilien, die im Rahmen eines Forward Deals während der Bauphase verkauft werden und bei denen sowohl ein Rechtsanspruch auf die erbrachte Leistung besteht als auch keine alternative Nutzungsmöglichkeit vorliegt, werden zeitraumbezogen realisiert. Umsätze aus Wohnungsverkäufen, die vor Fertigstellung verkauft werden und bei denen sowohl ein Rechtsanspruch auf die erbrachte Leistung besteht als auch keine alternative Nutzungsmöglichkeit vorliegt, werden zeitraumbezogen realisiert. Umsätze aus bereits fertiggestellten Wohnungsverkäufen werden zeitpunktbezogen realisiert. Mieterträge und Erträge aus dem Hotelbetrieb werden zeitraumbezogen realisiert. Erträge aus abgerechneten Bauleistungen werden zeitraumbezogen realisiert.

Bei der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung wird der Umsatzerlös gemäß dem Leistungsfortschritt ermittelt (PoC-Methode). Grundlage für die Ermittlung des Fertigstellungsgrads ist das Verhältnis der bisher erbrachten Leistung zur Gesamtleistung. Bei Umsatzerlösen aus Immobilien werden dabei die angefallenen Investitionskosten in Verhältnis zu den Gesamtinvestitionskosten des Projekts gesetzt. Die ermittelte Leistung wird nach Abzug der Zahlungen des Kunden als Vertragsvermögenswert unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder, falls die Zahlungen die bisher erbrachte Leistung übersteigen, als Vertragsverbindlichkeit unter den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen, werden die erwarteten Verluste sofort zur Gänze in Höhe der für die Erfüllung des Vertrags notwendigen Kosten erfasst. Vertragserlangungskosten werden, soweit sie bei Nichterlangung des Auftrags nicht angefallen wären, aktiviert und über die Projektlaufzeit abgeschrieben.

Zinserträge und -aufwendungen werden unter Berücksichtigung der jeweils ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes abgegrenzt.

Dividendenerträge aus Finanzinvestitionen werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs erfasst.

Gemäß des bis zum 31. Dezember 2018 geltenden Standards IAS 17 wurden Leasingverhältnisse wie folgt bewertet. Betreffend Änderungen durch die Erstanwendung von IFRS 16 verweisen wir auf Punkt 6.1.

Der Konzern als Leasinggeber

Es bestehen nur als Operating Leasing zu klassifizierende Leasingverträge. Die Mieteinnahmen aus diesen Verträgen werden linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses ertragswirksam erfasst.

Der Konzern als Leasingnehmer

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn gemäß Leasingvertrag im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden.

Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene Vermögenswerte werden als Vermögenswerte des Konzerns mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, falls dieser niedriger ist, zu Beginn des Leasingverhältnisses erfasst. Mindestleasingzahlungen sind jene Beträge, die während der unkündbaren Vertragslaufzeit zu zahlen sind, einschließlich eines garantierten Restwerts. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasing erfasst. Die Leasingzahlungen werden auf Zinsaufwendungen und Verminderung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, sodass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

5. Ermessensausübungen und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten

Schätzungen und Annahmen sowie Ermessensentscheidungen des Managements, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen und die Angaben betreffend Eventualverbindlichkeiten beziehen, sind mit der Aufstellung von Jahresabschlüssen unabdingbar verbunden. Die wesentlichen Ermessensentscheidungen und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten gem. IAS 1.125 ff beziehen sich auf:

Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts bei Immobilien: Der beizulegende Zeitwert wird in der Regel mit dem Barwert der bei einer Vermietung realisierbaren Erträge gleichgesetzt. Wenn sich daher die Einschätzung betreffend die bei einer Vermietung zukünftig realisierbaren Erträge bzw. die Renditeerwartung in Bezug auf Alternativanlagen ändert, ändert sich auch der dem betreffenden Objekt beizulegende Zeitwert. Der Kapitalisierungszinssatz (die Bandbreite liegt zwischen 1,50% und 9,00%; Vorjahr: 5,00% und 9,00%) ist jener Zinssatz, mit dem der Ertrag von Liegenschaften im Durchschnitt marktüblich verzinst wird. Ein Kriterium für die Wahl des Kapitalisierungszinssatzes ist das allgemeine und spezielle Risiko, welchem der Ertrag aus der Liegenschaft unterworfen ist.

Der Großteil der Finanzimmobilien wurde im laufenden Geschäftsjahr nach international anerkannten Ertragswertverfahren, im Speziellen dem Term-and-Reversion-Verfahren, zur Wertermittlung bewertet (das Bewertungsverfahren sowie die Höhe der bewerteten Finanzimmobilien sind unter Punkt 19 näher erläutert).

Für Immobilien, die in der Entwicklung stehen (Anlagen in Bau – IAS 40), wurde als Bewertungsverfahren die Residualwertmethode angewandt. Bei dieser Bewertungsmethode werden die Ertragswerte, soweit noch keine Vorverwertung stattgefunden hat, durch die Gutachter in Abstimmung mit den Projektentwicklern geschätzt. Die budgetierten Fertigstellungskosten inklusive eines angemessenen Developer-Gewinns werden von den Ertragswerten in Abzug gebracht. Das Residuum dieser Bewertungsmethode ergibt dann den Verkehrswert der Liegenschaften in Entwicklung.

In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen wesentlicher Parameteränderungen auf den beizulegenden Zeitwert der Finanzimmobilien dargestellt:

in T€

Bestandsimmobilien

Buchwert 31.12.2019 106.358 Buchwert 31.12.2018 115.268
Änderung der nachhaltigen Miete Änderung der nachhaltigen Miete
0,00% 10,00% –10,00% 0,00% 10,00% –10,00%
Änderung der Yield
0,00% - 10.672 –10.631 - 12.777 –12.778
0,50% –2.645 1.289 –6.579 –2.812 2.718 –10.829
–0,50% 3.070 7.607 –1.458 5.914 12.496 –3.270

in T€

Entwicklungsprojekte
Buchwert 31.12.2019 361.382 Buchwert 31.12.2018 383.928
Developer-Gewinn –5,00% 5,00% –5,00% 5,00%
60.440 –44.769 31.463 –31.690
Änderung der Yield –0,50% 0,50% –0,50% 0,50%
75.424 –50.596 24.486 –20.498
Änderung der Baukosten 10,00% –10,00% 10,00% –10,00%
–58.811 74.472 –41.017 40.780
Änderung der Mieterlöse –10,00% 10,00% –10,00% 10,00%
–95.326 111.142 –75.740 77.612

Die Klassifizierung als Finanzimmobilie (IAS 40) oder Vorratsimmobilie (IAS 2) wird aufgrund folgender Überlegungen vorgenommen: Als Finanzimmobilien werden jene Projekte klassifiziert, die zur Erzielung von Mieteinnahmen bzw. zur Wertsteigerung gehalten werden. In der Kategorie der Vorratsimmobilien werden jene Immobilien dargestellt, die im Vorhinein zur Weiterveräußerung bestimmt sind. Jene Immobilien, welche bereits vor Fertigstellung verkauft wurden und für welche keine alternative Nutzungsmöglichkeit sowie ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistung bestehen, werden gem. IFRS 15 als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert.

Zum Verkauf bestimmte (Vorrats-)Immobilien: Für jene Immobilien, für die durch vergleichbare Transaktionen ein Marktwert bestimmbar ist, wurde der Verkehrswert mittels Vergleichswert- bzw. Sachwertverfahren ermittelt. Dies gilt großteils für die Immobilien im Umlaufvermögen (Wohnbauten), die zur sofortigen Weiterveräußerung nach Fertigstellung gedacht sind. Gemäß Rechnungslegungsvorschriften wird der Buchwert nur dann an den Verkehrswert angepasst, wenn dieser niedriger ist. Die externen Gutachter haben mit den lokalen Projektentwicklern basierend auf Größe, Alter und Zustand der Gebäude und nach länderspezifischen Gegebenheiten die Parameter bestimmt. Hinsichtlich Buchwert und möglicher Auswirkungen von Wertminderungen verweisen wir auf Punkt 23.

Rückstellungen: Die Bewertungen von Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen beruhen auf Parametern wie Abzinsungsfaktoren, Gehaltssteigerungen oder Fluktuationen, deren Änderungen zu höheren oder niedrigeren Rückstellungen bzw. Personal- oder Zinsaufwendungen führen können. Sonstige Rückstellungen beruhen auf der Einschätzung über den Eintritt oder Nichteintritt eines Ereignisses und auf der Wahrscheinlichkeit eines Mittelabflusses. Die Änderung dieser Einschätzung oder der Eintritt eines als nicht wahrscheinlich eingestuften Ereignisses kann wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage der Gruppe haben.

Sensitivitätsbetrachtung der Pensionsrückstellung: Folgende versicherungsmathematischen Annahmen wurden als erheblich erachtet und mit folgenden Spannen gestresst: Abzinsungssatz +/–0,25%, Rententrend +/–0,25%, Lebenserwartung +/–1 Jahr.

Die Sensitivitätsbetrachtung der Lebenserwartung erfolgte dabei über eine Verschiebung der durchschnittlichen Lebenserwartung für den Gesamtbestand des jeweiligen Plans.

Die Differenzen zu den bilanzierten Werten sind in nachfolgender Tabelle als relative Abweichung angegeben:

Zinsen +0,25% Zinsen –0,25%
liquide liquide
Pensionen DBO –2,90% 3,00%
Rententrend +0,25% Rententrend –0,25%
liquide liquide
Pensionen DBO 3,00% –2,90%
Lebenserwartung +1 Jahr Lebenserwartung –1 Jahr
liquide liquide
Pensionen DBO 5,90% –5,70%

Sensitivitätsbetrachtung der Abfertigungsrückstellung: Folgende versicherungsmathematische Annahmen wurden als erheblich erachtet und mit folgenden Spannen gestresst: Abzinsungssatz +/–0,25%, Gehaltstrend +/–0,25%, Fluktuation +/–0,50% bis zum 25. Dienstjahr, Lebenserwartung +/–1 Jahr.

Die Sensitivitätsbetrachtung der Lebenserwartung erfolgte dabei über eine Verschiebung der durchschnittlichen Lebenserwartung für den Gesamtbestand des jeweiligen Plans.

Die Differenzen zu den bilanzierten Werten sind in nachfolgender Tabelle als relative Abweichung angegeben:

Zinsen +0,25% Zinsen –0,25% Gehaltstrend +0,25% Gehaltstrend –0,25%
Abfertigung DBO –2,13% 2,20% 2,14% –2,09%
Fluktuation +0,50% bis
zum 25. Dienstjahr
Fluktuation –0,50% bis
zum 25. Dienstjahr
Lebenserwartung +1 Jahr Lebenserwartung –1 Jahr
Abfertigung DBO –0,32% 0,32% 0,10% –0,11%

Projektfinanzierungen: UBM als Muttergesellschaft reicht Darlehen an ihre at-equity bilanzierten bzw. untergeordneten Unternehmen aus. Diese Darlehen dienen der Finanzierung des Eigenmittelanteils von Immobilienprojekten. Sie unterliegen einer marktüblichen Verzinsung und sind nach dem Verkauf des Projekts zur Rückzahlung fällig.

Die sich in der Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können abhängig vom Verwertungserfolg der einzelnen Projekte von den Schätzungen abweichen. Hinsichtlich Buchwert und Auswirkungen von Wertminderungen verweisen wir auf Punkt 21.

6. Neue und geänderte Rechnungslegungsstandards

6.1. Im Berichtsjahr erstmals angewandte Standards

Erstmalig wurden zum 1. Jänner 2019 die folgenden Standards von der Gruppe angewandt, wobei sich nur aus der Erstanwendung von IFRS 16 – Leasingverhältnisse wesentliche Auswirkungen ergeben:

Änderungen zu Standards und Interpretationen

Neuer Standard oder Änderung Datum der Veröffentlichung
durch IASB
Übernahme in
EU-Recht
Datum der erstmaligen
Anwendung laut IASB
IFRS 16 – Leasingverhältnisse 13.1.2016 31.10.2017 1.1.2019
Änderung zu IAS 19: Planänderungen,
Plankürzungen oder Settlement
7.2.2018 13.3.2019 1.1.2019
Änderungen zu IAS 28: Langfristige Beteiligungen
an assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
12.10.2017 8.2.2019 1.1.2019
Änderungen zu IFRS 9: Vorfälligkeitsregelungen
mit negativer Ausgleichsleistung
12.10.2017 22.3.2018 1.1.2019
Jährliche Verbesserungen der
IFRS – Zyklus 2015–2017
12.12.2017 14.3.2019 1.1.2019
IFRIC 23: Unsicherheiten bezüglich der
ertragsteuerlichen Behandlung
7.6.2017 23.10.2017 1.1.2019

IFRS 16 – Leasingverhältnisse

Der Standard regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen. IFRS 16 ersetzt den bisher gültigen Standard IAS 17 sowie drei leasingbezogene Interpretationen. Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges (single) Bilanzierungsmodell vor. Dieses Modell führt beim Leasingnehmer dazu, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind, es sei denn, die Laufzeit beträgt zwölf Monate oder weniger oder es handelt sich um einen geringwertigen Vermögenswert (jeweils Wahlrecht). Die Verbindlichkeit wird beim Erstansatz abgezinst und in den Folgejahren einerseits durch die Leasingzahlungen vermindert, andererseits durch Aufzinsung (Unwinding) erhöht. Gleichzeitig wird ein Nutzungsrecht in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen aktiviert und in weiterer Folge linear abgeschrieben. Die bisherige Unterscheidung zwischen Operating Lease und Finance Lease entfällt somit. Der Standard wurde im Jänner 2016 veröffentlicht und ist erstmals auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2019 beginnen, verpflichtend anzuwenden. IFRS 16 sieht verschiedene Übergangsmethoden vor. Die UBM hat auf eine frühzeitige Anwendung verzichtet und sich für die modifizierte retrospektive Methode entschieden, wobei für Leasingverhältnisse im Zusammenhang mit Immobilien die Methode gem. IFRS 16.C8b (ii) angewandt wurde und für alle anderen Leasingverhältnisse die Methode gem. IFRS 16.C8b (i).

Bei der Erstanwendung von IFRS 16 hat UBM von folgenden Erleichterungsbestimmungen gemäß IFRS 16.C10 Gebrauch gemacht:

  • Für Leasingverhältnisse mit ähnlichen Vermögenswerten, ähnlichen Restlaufzeiten sowie ähnlichem Wirtschaftsumfeld wurden die Abzinsungssätze auf Portfoliobasis ermittelt.
  • Belastende Verträge wurden zum Umstellungszeitpunkt keine identifiziert, daher war keine Berichtigung von Nutzungsrechten notwendig.
  • Anfänglich direkt zurechenbare Kosten blieben unberücksichtigt.
  • Die Einschätzung von Verlängerungs- bzw. Kündigungsoptionen erfolgte zum Zeitpunkt der Erstanwendung von IFRS 16.

Die Erleichterungsbestimmungen des IFRS 16.C3 wurden nicht in Anspruch genommen.

Die folgende Tabelle zeigt die Nettoeffekte per 1. Jänner 2019 aus der Erstanwendung von IFRS 16 auf die Gewinnrücklage:

in T€ Anpassung aufgrund erstmaliger
Anwendung IFRS 16 zum 1.1.2019
Andere Rücklagen
IFRS 16 – Leasingverhältnisse –173
Ertragsteueraufwand 46
Auswirkung zum 1.1.2019 –127
Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen
IFRS 16 – Leasingverhältnisse –4
Ertragsteueraufwand 1
Auswirkung zum 1.1.2019 –3

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 16 auf die Posten der Konzernbilanz per 1. Jänner 2019 sowie auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung und Konzern-Kapitalflussrechnung für die Periode vom 1. Jänner 2019 bis zum 31. Dezember 2019.

in T€ Konzernbilanz zum
1.1.2019
Anpassungen Konzernbilanz
zum 1.1.2019 ohne
Anpassungen IFRS 16
Aktiva
Sachanlagen 42.308 –39.658 2.650
Finanzimmobilien 510.925 –11.729 499.196
Latente Steueransprüche 11.312 –47 11.265
Langfristige Vermögenswerte 833.055 –51.434 781.621
Kurzfristige Vermögenswerte 453.034 - 453.034
Summe Aktiva 1.286.089 –51.434 1.234.655
Passiva
Andere Rücklagen 177.089 127 177.216
Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von
Tochterunternehmen
7.411 3 7.414
Eigenkapital 436.186 130 436.316
Finanzverbindlichkeiten 164.134 –49.634 114.500
Langfristige Verbindlichkeiten 527.410 –49.634 477.776
Finanzverbindlichkeiten 75.298 –1.930 73.368
Kurzfristige Verbindlichkeiten 322.493 –1.930 320.563
Summe Passiva 1.286.089 –51.434 1.234.655

In den Anpassungen ist ein Leasingvertrag einer Hotelimmobilie enthalten, die zum 30. Juni 2019 verkauft wurde.

in T€ Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung
1–12/2019
Anpassungen Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung
1–12/2019 ohne
Anpassungen IFRS 16
Aufwendungen aus Fair-Value-Anpassungen auf Investment
Properties –24.582 335 –24.247
Sonstige betriebliche Aufwendungen –40.641 –4.109 –44.750
Ergebnis (EBITDA) 74.966 –3.774 71.192
Abschreibungen auf immaterielle Werte des Anlagevermögens
und Sachanlagen
–3.515 2.872 –643
Betriebsergebnis (EBIT) 71.451 –902 70.549
Finanzaufwand –21.650 1.804 –19.846
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 70.512 902 71.414
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –20.450 –190 –20.640
Jahresüberschuss (Nettogewinn) 50.062 712 50.774
davon Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens 53.071 713 53.784
davon Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von
Tochterunternehmen
–3.009 –1 –3.010
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 7,10 - 7,20
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 7,08 - 7,18
in T€ Konzern-Gesamt
ergebnisrechnung
1–12/2019
Anpassungen Konzern-Gesamt
ergebnisrechnung
1–12/2019 ohne
Anpassungen IFRS 16
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung –715 –1 –716
Konzern
in T€ Konzern
Kapitalflussrechnung
1–12/2019
Anpassungen Kapitalflussrechnung
1–12/2019 ohne
Anpassungen IFRS 16
Cashflow aus dem Ergebnis –1.547 –4.109 –5.656
Cashflow aus der Betriebstätigkeit –39.917 –2.305 –42.222
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –41.245 –12 –41.257
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 93.048 2.317 95.365

Die per 31. Dezember 2018 ausgewiesenen operativen Leasingverpflichtungen leiten sich wie folgt auf die per 1. Jänner 2019 angesetzten Leasingverbindlichkeiten über:

in T€
Operative Leasingverpflichtungen per 31.12.2018 85.624
Diskontierungseffekt betriebsnotwendige Immobilien –14.072
Operative Leasingverpflichtungen per 31.12.2018 lt. Notesangabe IAS 17 71.552
Diskontierungseffekt betriebsnotwendige Immobilien Hotel –18.456
Änderungen von Konditionen zum 1.1.2019 –1.532
Leasingverbindlichkeiten zum 1.1.2019 aus der Erstanwendung IFRS 16 51.564
Bisherige Leasingverbindlichkeiten zum 31.12.2018 123
Gesamte Leasingverbindlichkeiten zum 1.1.2019 51.687

6.2. Neue Rechnungslegungsstandards, die noch nicht angewandt werden

Die folgenden, bei Aufstellung des Konzernabschlusses bereits veröffentlichten Standards und Interpretationen waren im laufendem Geschäftsjahr noch nicht zwingend anzuwenden und wurden auch nicht freiwillig vorzeitig angewandt. Die Standardänderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gruppe.

Von der Europäischen Union bereits übernommene Standards und Interpretationen

Neuer Standard oder Änderung Datum der
Veröffentlichung
durch IASB
Übernahme
in EU-Recht
Datum der
erstmaligen
Anwendung
laut IASB
Änderungen zu IFRS 2, IFRS 3, IFRS 6, IFRS 14, IAS 1, IAS 8, IAS 34,
IAS 37, IAS 38, IFRIC 12, IFRIC 19, IFRIC 20, IFRIC 22 und SIC-32: Aktua
lisierung der enthaltenen Verweise aus dem Rahmenkonzept oder Klar
stellung, auf welche Version des Rahmenkonzepts sie sich beziehen.
29.3.2018 29.11.2019 1.1.2020
Änderung zu IAS 1 und IAS 8: Definition von Wesentlichkeit 31.10.2018 29.11.2019 1.1.2020
Änderungen zu IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7: Auswirkungen der Reform
der Referenzzinssätze
26.9.2019 15.1.2020 1.1.2020

Von der Europäischen Union noch nicht übernommene Standards und Interpretationen

Neuer Standard oder Änderung Datum der
Veröffentlichung
durch IASB
Übernahme
in EU-Recht
ausstehend
Datum der
erstmaligen
Anwendung
laut IASB
Änderung IFRS 17 – Versicherungsverträge 18.5.2017 1.1.2021
Änderung zu IFRS 3: Definition eines Geschäftsbetriebes 22.10.2018 1.1.2020
Änderungen zu IAS 1: Klassifizierung von Schulden als kurz- oder
langfristig
23.1.2020 1.1.2022

7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 241.999 (Vorjahr: T€ 514.048) enthalten Verkaufserlöse von Immobilien, Mieterträge, Erträge aus dem Hotelbetrieb, die abgerechneten Bauleistungen eigener Projekte und andere Erlöse aus der typischen Geschäftstätigkeit.

In der nachfolgenden Tabelle wird die Gesamtleistung der Gruppe aus dem internen Berichtswesen nach Regionen dargestellt, indem insbesondere auch die anteilige Leistung von at-equity bilanzierten Unternehmen und nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen erfasst wird.

in T€ 2019 2018
Regionen
Deutschland 255.495 336.522
Österreich 234.629 298.289
Polen 101.428 209.339
Sonstige Märkte 86.461 53.581
Gesamtleistung der Gruppe 678.013 897.731
Abzüglich Umsätze aus at-equity bilanzierten und untergeordneten
Unternehmen sowie aus Leistungsgemeinschaften
–415.720 –426.088
Abzüglich Bestandsveränderung –20.294 42.405
Umsatzerlöse 241.999 514.048

Die folgende Tabelle zeigt die Aufgliederung der Umsatzerlöse in die wesentlichen Kategorien, den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung sowie die Überleitung zur Segmentberichterstattung:

Deutschland Österreich Polen Sonstige Märkte Konzern
in T€ 1–12/2019 1–12/2019 1–12/2019 1–12/2019 1–12/2019
Umsatzerlöse
Administration - 5.618 - - 5.618
Hotel 8.701 - 35.927 532 45.160
Office 2.557 400 6.677 353 9.987
Other 66.757 18.421 4.116 4.142 93.436
Residential 39.741 20.861 12 1.823 62.437
Service 8.555 9.313 2.398 5.095 25.361
Umsatzerlöse 126.311 54.613 49.130 11.945 241.999
Umsatzerlöse zeitraumbezogen 48.249 20.205 21.918 - 90.372
Umsatzerlöse zeitpunktbezogen 78.062 34.408 27.212 11.945 151.627
Umsatzerlöse 126.311 54.613 49.130 11.945 241.999
Deutschland Österreich Polen Sonstige Märkte Konzern
in T€ 1–12/2018 1–12/2018 1–12/2018 1–12/2018 1–12/2018
Umsatzerlöse
Administration - 4.142 - - 4.142
Hotel 115.524 304 89.239 13.085 218.152
Office 51.001 9.338 61.156 1.073 122.568
Other 17.818 11.112 3.720 2.045 34.695
Residential 29.773 66.187 12 9.606 105.578
Service 7.532 16.816 3.532 1.033 28.913
Umsatzerlöse 221.648 107.899 157.659 26.842 514.048
Umsatzerlöse zeitraumbezogen 89.975 17.315 26.144 8.373 141.807
Umsatzerlöse zeitpunktbezogen 131.673 90.584 131.515 18.469 372.241
Umsatzerlöse 221.648 107.899 157.659 26.842 514.048

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufgliedern:

in T€ 2019 2018
Erlöse mit Kunden 228.772 497.268
Erlöse aus Vermietung 13.227 16.780
Gesamt 241.999 514.048

8. Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2019 2018
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 34 50
Personalkostenverrechnungen 544 410
Kursgewinne 3.443 2.521
Raum- und Grundstücksmieten 293 653
Übrige 6.174 7.018
Gesamt 10.488 10.652

9. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen

in T€ 2019 2018
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren –80.512 –202.864
Aufwendungen für bezogene Leistungen –121.686 –149.558
Gesamt –202.198 –352.422

Die Buchwertabgänge aus verkauften Immobilien werden in der Position Materialaufwand und sonstigen Herstellungsleistungen dargestellt. Diese beliefen sich in der Berichtsperiode auf T€ 64.253 (Vorjahr: T€ 212.326).

10. Personalaufwand

in T€ 2019 2018
Löhne und Gehälter –30.500 –36.899
Soziale Abgaben –5.396 –7.811
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen –748 –608
Gesamt –36.644 –45.318

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen enthalten die Dienstzeitaufwendungen und die Aufwendungen für beitragsorientierte Verpflichtungen. Der Zinsaufwand wird unter dem Posten Finanzierungsaufwand ausgewiesen.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen in Höhe von T€ 758 (Vorjahr: T€ 980) aus dem Long-Term-Incentive-Programm (LTIP) enthalten.

11. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die wesentlichen sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:

in T€ 2019 2018
Bürobetrieb –13.461 –11.933
Werbung –2.089 –1.745
Rechts- und Beratungskosten –8.788 –10.038
Abschreibung von Immobilien im Umlaufvermögen –3.295 –5.727
Kursverluste –2.354 –7.921
Steuern, Beiträge und Gebühren –2.096 –2.522
Bank- und Geldverkehrsspesen –473 –865
Management Fee –3.533 –6.827
Übrige –4.552 –6.893
Gesamt –40.641 –54.471

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus sonstigen Fremdleistungen, Reisespesen sowie Abgaben und Gebühren zusammen.

12. Abschreibungen

Auf immaterielle Vermögenswerte wurden T€ 80 (Vorjahr: T€ 66) und auf das Sachanlagevermögen T€ 3.435 (Vorjahr: T€ 2.880) planmäßige Abschreibungen vorgenommen.

13. Finanzertrag

in T€ 2019 2018
Erträge aus Beteiligungen - 36
davon aus verbundenen Unternehmen - 36
Zinsen und ähnliche Erträge 7.772 10.389
davon aus Projektfinanzierungen gegenüber at-equity bilanzierten und
untergeordneten Unternehmen
6.907 6.738
davon aus verbundenen Unternehmen 10 5
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen 12.939 21.576
Gesamt 20.711 32.001

14. Finanzaufwand

in T€ 2019 2018
Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffend Anleihen und Schuldscheindarlehen –15.694 –16.083
Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffend andere Finanzverbindlichkeiten –3.903 –3.096
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen –2.024 –2.915
Aufwendungen aus sonstigen Finanzanlagen –29 –10.305
davon Abschreibungen –8 –6.500
Gesamt –21.650 –32.399

15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag, die Steuerumlage seitens der nicht zum Konzern gehörenden Mitbeteiligten einer Beteiligungsgemeinschaft gemäß § 9 öKStG sowie die latenten Steuern ausgewiesen.

Der Berechnung liegen Steuersätze zugrunde, die gemäß den geltenden Steuergesetzen oder gemäß Steuergesetzen, deren Inkraftsetzung im Wesentlichen abgeschlossen ist, zum voraussichtlichen Realisierungszeitpunkt anzuwenden sein werden.

in T€ 2019 2018
Tatsächlicher Steueraufwand 14.418 27.396
Latenter Steueraufwand/-ertrag 6.032 –11.339
Steueraufwand (+)/-ertrag (–) 20.450 16.057

Der sich bei Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25,00% ergebende Steueraufwand lässt sich zum tatsächlichen Steueraufwand wie folgt überleiten:

in T€ 2019 2018
Ergebnis vor Ertragsteuern 70.512 55.544
Theoretischer Steueraufwand (+)/-ertrag (–) 17.628 13.886
Steuersatzunterschiede 2.284 779
Steuerauswirkung der nicht abzugsfähigen Aufwendungen und steuerfreien Erträge –1.048 –1.013
Erträge/Aufwendungen aus Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen –7.803 –5.847
Veränderung des in Bezug auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen nicht angesetzten
latenten Steueranspruchs
8.863 7.262
Effekt von Steuersatzänderungen –261 107
Periodenfremder Steueraufwand (+)/-ertrag (–) 419 879
Sonstige Unterschiede 368 4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20.450 16.057

Zusätzlich zu dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Steueraufwand wurde der Steuereffekt von im sonstigen Ergebnis dargestellten Aufwendungen und Erträgen ebenfalls im sonstigen Ergebnis verrechnet. Der im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag belief sich auf T€ 199 (Vorjahr: T€ 134) und betraf im Wesentlichen den Steuereffekt auf das Remeasurement aus leistungsorientierten Verpflichtungen.

16. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division der Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens am Jahresüberschuss durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien.

2019 2018
Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens am Jahresüberschuss (in T€) 53.071 39.711
Potenzielle Aktien 19.388 -
Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien
(= Anzahl der Aktien unverwässert)
7.472.180 7.472.180
Durchschnittlich ausstehende Aktienoptionen - -
Anzahl der Aktien verwässert 7.491.568 7.472.180
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 7,10 5,31
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 7,08 5,31

Im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms 2017 (LTIP) wurden zum Stichtag 355.630 Aktienoptionen zugeteilt. Der per 31. Dezember 2019 angepasste Ausübungskurs beträgt € 38,19, der durchschnittliche Aktienkurs 2019 betrug € 40,39.

17. Immaterielle Vermögenswerte

in T€ Konzessionen, Lizenzen
und ähnliche Rechte
Goodwill Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1.1.2018 571 3.840 4.411
Zu-/Abgänge durch Änderung des
Konsolidierungskreises –221 - –221
Zugänge 82 - 82
Abgänge –3 - –3
Währungsanpassungen –4 - –4
Stand zum 31.12.2018 425 3.840 4.265
Zu-/Abgänge durch Änderung des
Konsolidierungskreises
–31 - –31
Zugänge 86 - 86
Abgänge –49 - –49
Umbuchungen 18 - 18
Währungsanpassungen 2 - 2
Stand zum 31.12.2019 451 3.840 4.291
Kumulierte Abschreibungen
Stand zum 1.1.2018 489 1.182 1.671
Zu-/Abgänge durch Änderung des
Konsolidierungskreises
–197 - –197
Zugänge 66 - 66
Abgänge –1 - –1
Währungsanpassungen –4 - –4
Stand zum 31.12.2018 353 1.182 1.535
Zu-/Abgänge durch Änderung des
Konsolidierungskreises
–19 - –19
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 80 - 80
Abgänge –49 - –49
Umbuchungen –4 - –4
Währungsanpassungen 1 - 1
Stand zum 31.12.2019 362 1.182 1.544
Buchwerte Stand zum 31.12.2018 72 2.658 2.730
Buchwerte Stand zum 31.12.2019 89 2.658 2.747

Ausgewiesen werden ausschließlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer. In Bezug auf Nutzungsdauer und Abschreibungsmethode wird auf die Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Abschreibungen auf immaterielle Werte des Anlagevermögens und Sachanlagen" ausgewiesen.

Im Rahmen des Impairment-Tests wird die Summe der Buchwerte der Vermögenswerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, mit dem erzielbaren Betrag derselben verglichen. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit entspricht im UBM-Konzern der einzelnen konsolidierten Gesellschaft. Der Firmenwert ist der zahlungsmittelgenerierenden Einheit UBM Development Deutschland GmbH (vorm. Münchner Grund Immobilien Bauträger AG) zugeordnet.

Der erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert. Die Cashflows wurden von den vom Vorstand erstellten und im Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests aktuellen Planungen der Jahre 2019 und der folgenden drei Jahre (Detailplanungszeitraum) abgeleitet. Die Diskontierung wurde auf Basis der spezifischen Kapitalkosten in Höhe von 6,26% (Vorjahr: 6,68%) vorgenommen. Bei einer Änderung der spezifischen Kapitalkosten von 1,00% gäbe es keine Änderung des Wertansatzes. In der UBM Development Deutschland GmbH werden keine neuen Projekte mehr akquiriert. Bis zum Jahr 2022 sind die aktuell laufenden Projekte plangemäß abgeschlossen. Als Nachfolgegesellschaft wird die am 22.9.2017 gegründete UBM Invest Deutschland GmbH fungieren.

18. Sachanlagevermögen

in T€ Grundstücke,
grundstücksgleiche
Rechte und Bauten,
einschließlich der
Bauten auf fremdem
Grund und Anlagen
in Bau
Nutzungs
rechte
Grundstücke
und Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Nutzungs
rechte andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten bzw.
Neubewertung
Stand zum 1.1.2018 47.766 - 2.546 13.552 239 1.230 65.333
Zu-/Abgänge
durch Änderung des
Konsolidierungskreises
–4.356 - –1.237 –9.551 - –776 –15.920
Zugänge 16.466 - 23 493 - 611 17.593
Abgänge –59.066 - –113 –1.044 - –1 –60.224
Umbuchungen 307 - - 1.030 - –1.030 307
Währungsanpassungen - - –58 –108 –3 –34 –203
Stand zum 31.12.2018 1.117 - 1.161 4.372 236 - 6.886
Anpassung aufgrund erst
maliger Anwendung IFRS 16
- 38.978 - - 680 - 39.658
Stand zum 1.1.2019 1.117 38.978 1.161 4.372 916 - 46.544
Zu-/Abgänge
durch Änderung des
Konsolidierungskreises
- –30.713 –13 –5 - –30.731
Zugänge 54 29.219 10 882 606 - 30.771
Abgänge - - –14 –489 –40 - –543
Umbuchungen - - - 378 –69 - 309
Währungsanpassungen –1 626 6 5 3 - 639
Stand zum 31.12.2019 1.170 38.110 1.150 5.143 1.416 - 46.989
Kumulierte Abschreibungen
Stand zum 1.1.2018
Zu-/Abgänge
durch Änderung des
Konsolidierungskreises
3.075
–1.057
-
-
1.292
–869
10.166
–6.571
92 –1
-
14.624
–8.497
Zugänge (planmäßige
Abschreibungen)
505 - 1.111 1.264 - 2.880
Abgänge –2.412 - –113 –941 - –3.466
Umbuchungen –61 - –922 –221 - –1.204
Währungsanpassungen - - –35 –70 3 1 –101
Stand zum 31.12.2018 50 - 464 3.627 95 - 4.236
Zu-/Abgänge durch
Änderung des
Konsolidierungskreises
- –805 –1 –5 - - –811
Zugänge (planmäßige
Abschreibungen)
68 2.401 108 389 469 - 3.435
Abgänge - - –13 –403 –29 - –445
Umbuchungen - - - 364 –55 - 309
Währungsanpassungen - 16 3 3 1 - 23
Stand zum 31.12.2019 118 1.612 561 3.975 481 - 6.747
Buchwerte Stand zum
31.12.2018
1.067 - 697 745 141 - 2.650
Buchwerte Stand zum
31.12.2019
1.052 36.498 589 1.168 935 - 40.242

Allfällig ergebniswirksam vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden zusammen mit den planmäßigen Abschreibungen unter "Abschreibungen auf immaterielle Werte des Anlagevermögens und Sachanlagen" und allfällig ergebniswirksam vorgenommene Zuschreibungen auf zuvor außerplanmäßig abgeschriebene Anlagen unter "Sonstige betriebliche Erträge" in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Der Buchwert der Sachanlagen, die zum Bilanzstichtag zur Sicherstellung verpfändet sind, beträgt T€ 0 (Vorjahr: T€ 0). Sachanlagen mit einem Buchwert von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) unterliegen Verfügungsbeschränkungen.

Bei den Zugängen in der Position "Nutzungsrechte Grundstücke und Bauten" in Höhe von rd. € 29 Mio. handelt es sich im Wesentlichen um den Zugang einer Hotelimmobilie in Polen mit einer Laufzeit von zwanzig Jahren und einer Verlängerungsoption von fünf Jahren. Bei den restlichen "Nutzungsrechten Grundstücke und Bauten" handelt es sich hauptsächlich um Bürostandorte in den Kernmärkten Österreich, Deutschland, Polen und Tschechien mit Laufzeiten von zwei bis fünfzehn Jahren.

Leasingverhältnisse

Im Rahmen von Leasingverhältnissen werden folgende Beträge erfasst:

in T€ 2019
Zinsaufwendungen auf Leasingverbindlichkeiten –1.804
Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen –1.093
Anpassung an den beizulegenden Wert –335
Gesamte Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen 2.317

Die Laufzeiten der Leasingverträge für betriebsnotwendige Immobilien liegen zwischen zwei und zwanzig Jahren und für Mobilien zwischen zwei und sechs Jahren. Bei den Finanzimmobilien handelt es sich um ein Leasingverhältnis mit einer Laufzeit bis 2054.

Sowohl bei Immobilien- als auch Mobilienleasingverträgen bestehen teilweise Verlängerungsoptionen, die nur bei ausreichender Sicherheit, dass diese Optionen ausgeübt werden, in die Berechnung der Leasingverbindlichkeit miteinbezogen werden.

Ausübungspreise von Optionen zur Übernahme des Vermögenswerts am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden nur angesetzt, wenn es hinreichend sicher ist, dass die Kaufoptionen ausgeübt werden. Variable Leasingzahlungen, die an Indizes wie z. B. das Net Operating Profit gekoppelt sind, werden mit dem am Bereitstellungsdatum gültigen Index bewertet. Bei Eintritt eines wesentlichen Ereignisses oder bei bedeutenden Veränderungen der Umstände wird erneut bewertet. Bei Vorliegen von Nichtleasingkomponenten werden diese separiert und nicht in die Rate miteinbezogen.

Betreffend Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten verweisen wir auf Punkt 36 und 44.

19. Finanzimmobilien

Die dem beizulegenden Zeitwert entsprechenden Buchwerte der Finanzimmobilien haben sich wie folgt entwickelt:

in T€ Finanzimmobilien Nutzungsrechte
Finanzimmobilien
Gesamt
Beizulegender Zeitwert
Stand zum 1.1.2018 371.816 - 371.816
Zu-/Abgänge durch Änderung des
Konsolidierungskreises
–65.824 - –65.824
Zugänge Erwerb - - -
Zugänge 309.785 - 309.785
Abgänge –21.012 - –21.012
Umgliederung IFRS 5 16.586 - 16.586
Umgliederung IFRS 15 –98.595 - –98.595
Umgliederung von/in Sachanlagen
sowie in Vorräte
–1.950 - –1.950
Währungsanpassungen –4.493 - –4.493
Anpassung an den beizulegenden Wert –7.117 - –7.117
Stand zum 31.12.2018 499.196 - 499.196
Anpassung aufgrund erstmaliger
Anwendung IFRS 16
- 11.729 11.729
Stand zum 1.1.2019 499.196 11.729 510.925
Zu-/Abgänge durch Änderung des
Konsolidierungskreises
–94.967 - –94.967
Zugänge Erwerb - - -
Zugänge 136.862 320 137.182
Abgänge –3.070 - –3.070
Umgliederung IFRS 5 –61.198 - –61.198
Umgliederung IFRS 15 –25.451 - –25.451
Umgliederung von/in Sachanlagen
sowie in Vorräte
–19.579 - –19.579
Währungsanpassungen 2.210 - 2.210
Anpassung an den beizulegenden Wert 22.023 –335 21.688
Stand zum 31.12.2019 456.026 11.714 467.740

Überleitungsrechnung für Stufe-3-Bewertungen:

Österreich
2019 in T€ Office Other Residential Land bank
Buchwert zum Beginn des Geschäftsjahres 7.894 136.757 407 12.374
Währungsanpassungen - - - -
Zugänge aus dem Erwerb von Immobilien 68.211 1.703 28 1.092
Zu-/Abgänge aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises –10.997 - - -
Zugänge aus der Umgliederung von Objekten als zum Verkauf gehaltene Immo
bilien
- - - -
Umgliederung IFRS 15 - - - –7.080
Umgliederung von/in Sachanlagen sowie in Vorräte –3.532 - 1.100 -
Abgänge - –1.738 –396 –917
Nettoergebnis aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts1 - –15.586 –5 –19
Buchwert zum Ende des Geschäftsjahres 61.576 121.136 1.134 5.450

1 Die Nettoergebnisse aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts setzten sich aus Aufwertungen in Höhe von T€ 46.270 sowie aus Abwertungen in Höhe von T€ –24.247 zusammen.

Österreich
2018 in T€ Office Other Residential Land bank
Buchwert zum Beginn des Geschäftsjahres 53.095 13.459 418 16.329
Nutzungsänderung/Neusegmentierung - –270 - 270
Buchwert zum Beginn des Geschäftsjahres nach Neusegmentierung 53.095 13.189 418 16.599
Währungsanpassungen - - - -
Zugänge aus dem Erwerb von Immobilien 12.207 129.815 - 233
Zu-/Abgänge aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises –56.129 - - -
Zugänge aus der Umgliederung von Objekten als zum Verkauf
gehaltene Immobilien
- - - -
Umgliederung IFRS 15 - - - -
Umgliederung von/in Sachanlagen sowie in Vorräte - - - –443
Abgänge –1.152 –4.077 –6 –4.015
Nettoergebnis aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts1 –127 –2.170 –5 -
Buchwert zum Ende des Geschäftsjahres 7.894 136.757 407 12.374

1 Die Nettoergebnisse aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts setzten sich aus Aufwertungen in Höhe von T€ 223 sowie aus Abwertungen in Höhe von T€ –7.340 zusammen.

Deutschland Polen Sonstige Märkte
Office Other Hotel Land bank Office Other Hotel Office Residential Hotel Land bank Gesamt
17.054 68.668 - 20.017 58.688 58.768 5.032 18.552 540 83.624 10.821 499.196
- - - - 494 516 146 219 –2 812 25 2.210
29.640 371 - - 2.543 164 18.674 896 - 13.203 337 136.862
- - - - - –14.296 - - - –69.674 - –94.967
- - - –57.900 - - - - - - –3.298 –61.198
- - - - –9.205 - –9.166 - - - - –25.451
–17.126 - - - –21 - - - - - - –19.579
- - - –19 - - - - - - - –3.070
- - - 39.329 –890 –5.738 - –2.010 - 6.942 - 22.023
29.568 69.039 - 1.427 51.609 39.414 14.686 17.657 538 34.907 7.885 456.026

Abwertungen in Höhe von T€ –24.247 zusammen.

Abwertungen in Höhe von T€ –7.340 zusammen.

1 Die Nettoergebnisse aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts setzten sich aus Aufwertungen in Höhe von T€ 46.270 sowie aus

1 Die Nettoergebnisse aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts setzten sich aus Aufwertungen in Höhe von T€ 223 sowie aus

Beizulegender Zeitwert von Grundstücken und Gebäuden

Die Ermittlung des Zeitwerts der Liegenschaften wird nach einem revolvierenden Zyklus durchgeführt. Bei jenen Liegenschaften, die keiner externen Bewertung unterzogen werden, werden durch ein internes Bewertungsteam die Verkehrswerte ermittelt. Diskussionen bezüglich der anzusetzenden Parameter zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte (Stufe 3) werden zwischen den operativen Projektentwicklern, dem Vorstand und dem Bewertungsteam geführt.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden die Verkehrswerte von Liegenschaften inklusive jener von Minderheitsbeteiligungen, die in den Konzernabschluss einfließen, ab einem Buchwert von T€ 1.000, insgesamt Finanzimmobilien mit einem Buchwert von T€ 443.932 (Vorjahr: T€ 285.839), durch externe Gutachter ermittelt.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte überwiegend durch Ertragswertverfahren, wie im Vorjahr insbesondere durch die Term-and-Reversion-Methode, einem international anerkannten Wertermittlungsverfahren zur Bewertung von Immobilien. Bei dieser Bewertungsmethode wird der gesamte in der Zukunft zu erwartende Zahlungsstrom in zwei getrennt voneinander zu betrachtende Bereiche aufgeteilt. Diese Trennung ist notwendig, da bei einem vermieteten Objekt die Periode bis zum Auslaufen der am Bewertungsstichtag bestehenden Verträge – sogenannter Term – in Bezug auf die notwendigen Rechenschritte nicht gleich behandelt werden kann wie jene Periode, die nach Ablauf der bestehenden Mietverträge beginnt – sogenannte Reversion (Bereich der Anschlussvermietung).

Term (Vertragslaufzeit) – Der Barwert der Reinerträge wird während des Terms berechnet. Dieser Barwert ist jedoch keine ewige Rente, sondern nur eine Zeitrente, die mit Auslaufen der mietvertraglichen Vereinbarungen endet.

Reversion (Anpassungszeitraum) – Der Reinertrag der Reversion (Marktmiete ab dem Zeitraum der Anschlussvermietung) unter Berücksichtigung einer Leerstandsdauer wird in der Bewertung mit einem marktüblichen Zinssatz als ewige Rente kapitalisiert. Dieses Ergebnis wird nicht in einem gesonderten Abschlag berücksichtigt, sondern in der Wahl der Höhe des Kapitalisierungszinssatzes mitberücksichtigt. Struktureller Leerstand, so es welchen gibt, wird in einem gesonderten Abschlag berücksichtigt.

Die Wahl des Kapitalisierungszinssatzes im Term und in der Reversion wird vor dem Hintergrund der aktuellen Marktbedingungen festgelegt. Gemäß der Einschätzung erwartet sich ein Investor für die jeweiligen Immobilien eine bestimmte Rendite. Ausgehend von dieser wird der für die gegenständliche Immobilie angemessene Kapitalisierungszinssatz im Term und in der Reversion festgesetzt.

Bei der Wahl des Zinssatzes werden Überlegungen hinsichtlich des Marktpotenzials, des Leerstands sowie weiterer mit der Immobilie verbundener Risiken in Betracht gezogen.

Für Immobilien, die in der Entwicklung stehen (Anlagen in Bau – IAS 40), wurde als Bewertungsverfahren die Residualwertmethode angewandt. Bei dieser Bewertungsmethode werden die Ertragswerte, soweit noch keine Vorverwertung stattgefunden hat, durch die Gutachter in Abstimmung mit den Projektentwicklern geschätzt. Die budgetierten Fertigstellungskosten inklusive eines angemessenen Developer-Gewinns werden von den Ertragswerten in Abzug gebracht. Das Residuum dieser Bewertungsmethode ergibt dann den Verkehrswert der Liegenschaften in Entwicklung.

Die nachfolgende Tabelle stellt die Einordnung in die Fair-Value-Hierarchie, die Bewertungsmethode und die quantitativen Informationen der bei der Bewertung verwendeten, nicht beobachtbaren Inputfaktoren dar.

Die unterschiedlichen Ebenen der Fair-Value-Hierarchie werden wie folgt definiert:

  • Notierte (nicht berichtigte) Preise in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden (Stufe 1)
  • Inputfaktoren, andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar (d. h. als Preis) oder mittelbar (d. h. vom Preis abgeleitet) zu beobachten sind (Stufe 2)
  • Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht auf beobachtbaren Marktdaten (d. h. nicht beobachtbar) basieren (Stufe 3)
Immobilien
art: Finanz
immobilien
Segment Fair-Value
Hierarchie
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2019 in T€
Bewertungs
verfahren
Kapitalisierung
Zinssatz %
Miete pro m2 €/
Verkaufspreis m2 €
Instandhaltungs
kosten in €/m2
oder %
Office Österreich Stufe 3 1.296 EW 3,50 5,50–8,71 16,50%
Office Österreich Stufe 3 16.350 Residual 3,88 11,62–15,50 12,00 €/m²
Office Österreich Stufe 3 43.930 Residual/
EW/VW
3,50 5,52–16,38;
4.500,00–
6.000,00
12,00 €/m²
Other Österreich Stufe 3 2.617 EW - - -
Other Österreich Stufe 3 118.519 Residual/
EW/VW
2,25–4,75 6.200,00;
800,00–
1.200,00/
Zimmer, Apt.
6,00 €/m²
Residential Österreich Stufe 2 1.134 VW - - -
Land bank Österreich Stufe 2 5.450 VW - - -
4,50% bzw.
Office Deutschland Stufe 3 29.568 Residual 3,25–3,74 18,00–28,00 12,00 €/m²
Other Deutschland Stufe 3 69.039 EW/
Residual
1,50–3,25 15,00–19,00;
6.000,00
4,50%
Land bank Deutschland Stufe 2 1.427 VW - - -
Office Polen Stufe 3 51.609 DCF 7,00–9,00 7,70–13,00 3,00 €/m²
Other Polen Stufe 3 31.990 TR 6,50–7,50 6,45–10,00 2,00–3,50/m²
Other Polen Stufe 3 7.424 Residual 7,25 10,25–10,75 4,00%
Hotel
Hotel
Polen
Polen
Stufe 3
Stufe 2
9.660
5.026
Residual/
DCF
VW
4,70–5,20
-
800,00/Zimmer
-
1,50%
-
Office Sonstige Märkte Stufe 3 6.182 DCF 7,00–8,00 6,00–12,84 12,50 €/m²
Office Sonstige Märkte Stufe 3 11.475 EW/
Residual
6,00 9,23–14,00;
3.650,00
2,00%
Residential Sonstige Märkte Stufe 3 538 Residual - - -
Hotel Sonstige Märkte Stufe 3 34.907 Residual/
DCF
5,50–6,00 1.025,00/
Zimmer
1,50%
Land bank Sonstige Märkte Stufe 3 7.111 Residual 6,00 6,00 5,00%
Land bank Sonstige Märkte Stufe 2 774 VW - - -
Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren
Immobilien
Beizulegender

Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren

Immobilien Beizulegender Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren
art: Finanz
immobilien
Segment Fair-Value
Hierarchie
Zeitwert
31.12.2018 in T€
Bewertungs
verfahren
Kapitalisierung
Zinssatz %
Miete pro m2 €/
Verkaufspreis m2 €
Instandhaltungskos
ten in €/m2 oder %
Office Österreich Stufe 2 7.894 VW - - -
Other Österreich Stufe 2 136.757 VW - - -
Residential Österreich Stufe 2 407 VW - - -
Land bank Österreich Stufe 2 6.264 VW - - -
Land bank Österreich Stufe 3 6.110 Residual 5,00 450,00 8,00%
Office Deutschland Stufe 3 17.054 Residual - 3.800,00–
7.800,00
-
Other Deutschland Stufe 2 68.668 VW - - -
Land bank Deutschland Stufe 2 1.427 VW - - -
Land bank Deutschland Stufe 3 18.590 Residual 5,50 6,00–15,50 3,50%
Office Polen Stufe 3 51.513 DCF 7,00–9,00 7,70–13,00 3,00 €/m²
Office Polen Stufe 3 7.175 Residual 5,25 525,00 3,50%
Other Polen Stufe 3 48.200 TR 6,50–7,25 1,00–10,50 2,00–4,00 €/m²
Other Polen Stufe 3 10.568 Residual 7,25 4,00–10,00 4,00%
Hotel Polen Stufe 3 5.032 - - - -
Office Sonstige Märkte Stufe 3 8.110 DCF 7,00 4,00–12,84 12,00 €/m²
Office Sonstige Märkte Stufe 3 10.442 EW/
Residual
6,00–6,50 2,80–14,00 2,00–6,00%
Residential Sonstige Märkte Stufe 3 540 Residual - - -
Residual/ 1.025,00– 1,80% bzw.
Hotel Sonstige Märkte Stufe 3 83.624 EW 3,50–5,50 3.000,00/pM 12,00 €/m²
Land bank Sonstige Märkte Stufe 3 6.687 Residual 7,00 4,50–7,75 5,00%
Land bank Sonstige Märkte Stufe 2 4.134 VW - - -

EW = Ertragswert, VW = Vergleichswert, TR = Term Reversion, DCF = Discounted Cash Flow

Beziehungen der nicht beobachtbaren Inputfaktoren zum beizulegenden Zeitwert

  • Miete: Je höher der m²-Preis, desto höher ist der beizulegende Zeitwert.
  • Instandhaltung: Je höher der Instandhaltungsabschlag, desto niedriger ist der beizulegende Zeitwert.
  • Kapitalisierungszinssatz: Je niedriger der Kapitalisierungszinssatz, desto höher ist der beizulegende Zeitwert.

Die zum Stichtag bestehenden vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb oder zur Erstellung von Finanzimmobilien belaufen sich auf T€ 9.819 (Vorjahr: T€ 14.921). Zudem sind Finanzimmobilien mit einem Buchwert von T€ 182.063 (Vorjahr: T€ 218.944) zur Besicherung von Verbindlichkeiten verpfändet.

Die Mieterträge aus vermieteten Finanzimmobilien beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 11.875 (Vorjahr: T€ 14.094), während die betrieblichen Aufwendungen T€ 2.417 (Vorjahr: T€ 2.496) betrugen. Betriebliche Aufwendungen im Zusammenhang mit als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien, mit denen während der Berichtsperiode keine Mieteinnahmen erzielt wurden, beliefen sich auf T€ 134 (Vorjahr: T€ 159).

20. Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen

Die erforderlichen Angaben gem. IFRS 12 wurden für assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gemacht, die in qualitativer oder quantitativer Hinsicht aus Sicht des UBM-Konzerns als wesentlich einzustufen sind. Angaben betreffend Anteilshöhe und Land sind dem Beteiligungsspiegel zu entnehmen.

Assoziierte Unternehmen

Bei dem nachfolgenden assoziierten Unternehmen handelt es sich um eine Hotelimmobilie in Wien.

in T€
Gesellschaft
Palais Hansen GmbH
Assetklasse
Hotel
Entwicklungsstatus
Bestand
2019 2018
Umsatz 4.007 4.091
Jahresüberschuss/-fehlbetrag –638 2.123
davon Abschreibungen - -
davon Zinsaufwand –1.324 –1.577
davon Steueraufwand 213 –707
Gesamtergebnis –638 2.123
Langfristige Vermögenswerte 125.576 127.234
Kurzfristige Vermögenswerte 7.531 5.858
davon liquide Mittel 4.864 3.073
Langfristige Verbindlichkeiten 62.274 63.408
davon langfr. finanzielle Verbindlichkeiten 48.287 50.450
Kurzfristige Verbindlichkeiten 4.031 2.244
davon kurzfr. finanzielle Verbindlichkeiten - -
Nettovermögen 66.802 67.440
Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 1.1. 22.641 21.929
Anteil der Gruppe am Gesamtergebnis –214 712
Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 31.12. 22.427 22.641
Buchwertanteil an at-equity bilanzierten Unternehmen 31.12. 22.427 22.641

Angaben zu den unwesentlichen assoziierten Unternehmen:

in T€ 2019 2018
Buchwertanteil an assoziierten Unternehmen 31.12. 37 7.050
Anteil der Gruppe am
Jahresfehlbetrag/-überschuss –178 1.094
Gesamtergebnis –178 1.094

Die nicht angesetzten Anteile an Verlusten assoziierter Unternehmen im Geschäftsjahr 2019 belaufen sich auf T€ 142 (Vorjahr: T€ 429) und kumuliert zum 31. Dezember 2019 auf T€ 951 (Vorjahr: T€ 809).

Gemeinschaftsunternehmen

Bei den nachfolgenden Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich ausschließlich um Projektgesellschaften, die mit der Entwicklung und Verwertung von Immobilien in verschiedenen europäischen Ländern betraut sind. Alle Gesellschaften werden at-equity bilanziert.

2019 in T€
Gesellschaft W 3 AG Jochberg Errichtungs KG Anders Wohnen GmbH
Assetklasse Other Hotel Residential
Entwicklungsstatus Bestand Bestand Entwicklung
Umsatz 4.383 1.522 97.685
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2.925 –1.741 19.292
davon Abschreibungen - –2.162 -
davon Zinsaufwand –572 –594 –17
davon Steueraufwand –306 - –7.534
Gesamtergebnis 2.925 –1.741 19.292
Langfristige Vermögenswerte 74.700 47.784 28.143
Kurzfristige Vermögenswerte 673 220 52.913
davon liquide Mittel 578 173 45.637
Langfristige Verbindlichkeiten 53.211 19.381 1.012
davon langfr. finanzielle Verbindlichkeiten 48.367 19.381 -
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.654 3.500 46.908
davon kurzfr. finanzielle Verbindlichkeiten 1.188 - -
Nettovermögen 20.508 25.123 33.136
Anteil der Gruppe am Nettovermögen
zum 1.1.2019
14.067 13.433 6.507
Anteil der Gruppe am Gesamtergebnis 2.340 –870 9.067
Anteil der Gruppe am Nettovermögen
zum 31.12.2019
16.407 12.563 15.574
Buchwertanteil an at-equity bilanzierten
Unternehmen zum 31.12.2019
16.407 12.563 15.574

KONZERNABSCHLUSS

QBC Alpha KG Central Tower Berlin GmbH FWUBM Management GmbH
Office Hotel Other
Entwicklung Entwicklung Entwicklung
89.517 - 7.982
17.097 10.962 1.232
- –31
–1.139 - –1.408
–5.700 –5.000 –150
17.097 10.962 1.232
59.813 68.332
90.139 884 1.729
668 1.171
29.927 49.029
24.927 49.029
67.052 6.820 2.993
42.842 - -
23.087 23.950 18.039
3.893 6.494 8.403
11.113 5.481 616
15.006 11.975 9.019
15.006 11.975 9.019

Gemeinschaftsunternehmen

den at-equity bilanziert.

2019 in T€

Bei den nachfolgenden Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich ausschließlich um Projektgesellschaften, die mit der Entwicklung und Verwertung von Immobilien in verschiedenen europäischen Ländern betraut sind. Alle Gesellschaften wer-

2018 in T€

Gesellschaft W 3 AG Jochberg Errichtungs KG Anders Wohnen GmbH
Assetklasse Other Hotel Residential
Entwicklungsstatus Bestand Bestand Entwicklung
Umsatz 4.341 1.563 -
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.283 –1.400 –2.105
davon Abschreibungen - –2.191 -
davon Zinsaufwand –573 –609 –411
davon Steueraufwand –89 - -
Gesamtergebnis 1.283 –1.400 –2.105
Langfristige Vermögenswerte 75.500 50.173 -
Kurzfristige Vermögenswerte 225 225 93.468
davon liquide Mittel 225 93 3.308
Langfristige Verbindlichkeiten 56.044 20.373 -
davon langfr. finanzielle Verbindlichkeiten 56.044 20.373 -
Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.096 3.160 79.624
davon kurzfr. finanzielle Verbindlichkeiten - - -
Nettovermögen 17.585 26.865 13.844
Anteil der Gruppe am Nettovermögen
zum 1.1.2018
13.040 14.133 7.498
Zu-/Abgänge - - -
Anteil der Gruppe am Gesamtergebnis 1.027 –700 –991
Nicht übernommene Verluste aus VJ - - -
Anpassungen aufgrund erstmaliger
Anpassungen IFRS 15
- - -
Erhaltene Dividenden - - -
Anteil der Gruppe am Nettovermögen
zum 31.12.2018
14.067 13.433 6.507
Buchwertanteil an at-equity bilanzierten
Unternehmen zum 31.12.2018
14.067 13.433 6.507
Rosenhügel KG Avaleria Hotel Hafencity KG Central Tower Berlin GmbH FWUBM Management GmbH
Residential Hotel Hotel Other
Bestand Bestand Entwicklung Entwicklung
22.112 1.291 - 8.153
11.500 10.177 –11 1.470
- - –39
–135 –18 - –1.436
–1.786 - –760
11.500 10.177 –11 1.470
52.000 35.704 67.794
31.223 980 237 2.224
3.361 383 213 1.265
20.671 22.835 49.620
18.885 22.835 49.620
5.621 1.224 117 3.590
- - -
25.602 31.085 12.989 16.808
2.780 - 6.500 7.668
10.144 - -
5.750 2.080 –6 735
–365 - - -
4.636 - - -
–12.500 - - -
301 12.224 6.494 8.403
301 12.224 6.494 8.403

2018 in T€

Angaben zu den unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen:

in T€ 2019 2018
Buchwertanteil an Gemeinschaftsunternehmen zum 31.12.
Anteil der Gruppe am
31.476 24.650
Jahresüberschuss 32.625 21.949
Gesamtergebnis 32.625 21.949

Die nicht angesetzten Anteile an Verlusten an Gemeinschaftsunternehmen im Geschäftsjahr 2019 belaufen sich auf T€ 665 (Vorjahr: T€ 520) und kumuliert zum 31. Dezember 2019 auf T€ 2.003 (Vorjahr: T€ 1.338).

Zum 31. Dezember 2019 bestehen keine maßgeblichen Zugriffsbeschränkungen auf Vermögenswerte. Zu den Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten für at-equity bilanzierte Unternehmen siehe Ausführungen unter Punkt 41.

21. Projektfinanzierung

in T€ 2019 2018
Projektfinanzierungen für sonstige Beteiligungsunternehmen 14.465 12.335
Projektfinanzierungen für at-equity bilanzierte Unternehmen 166.687 123.989
Sonstige Projektfinanzierungen 5 3.568
Gesamt 181.157 139.892

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 5.130) und Wertaufholungen in Höhe von T€ 3.952 (Vorjahr: T€ 2.148) vorgenommen.

Die Fälligkeit der Projektfinanzierungen ist mit der Verwertung der betreffenden Immobilie befristet. Es bestehen daher keine Überfälligkeiten.

22. Übrige Finanzanlagen

in T€ 2019 2018
Beteiligungen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen 1.623 1.598
Übrige Beteiligungen 266 315
Wertpapiere (FVTPL) 891 823
Wertpapiere (Amortised Cost) 8.721 2.907
Gesamt 11.501 5.643

Die "at fair value through profit and loss"-bewerteten Wertpapiere umfassen im Wesentlichen festverzinsliche Titel. Sie unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Da bei den Beteiligungen der beizulegende Zeitwert nicht wesentlich vom Fair Value abweicht, werden diese zu Anschaffungskosten bewertet.

23. Vorräte

Die Vorräte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

in T€ 2019 2018
Zum Verkauf bestimmte Immobilien
in Entwicklung 83.111 72.219
im Bestand 45.009 49.135
Sonstiger Vorrat 69 65
Abzüglich Anzahlungen –20 –306
Geleistete Anzahlungen - 414
Gesamt 128.169 121.527

Vorräte mit einem Buchwert von T€ 49.995 (Vorjahr: T€ 63.368) sind zur Besicherung von Verbindlichkeiten verpfändet.

Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Vorräte beträgt T€ 31.732 (Vorjahr: T€ 34.712). Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen in Höhe von T€ 2.774 (Vorjahr: T€ 5.727) durchgeführt.

24. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Vertragsvermögenswerte

Die zum Bilanzstichtag nach der PoC-Methode bewerteten Kundenaufträge sind wie folgt ausgewiesen:

in T€ 2019 2018
Vertragsvermögenswerte 120.622 113.278
Abzüglich zurechenbarer erhaltener Anzahlungen –53.241 –53.699
Gesamt 67.381 59.579

Dem per 31. Dezember 2019 gemäß Leistungsfortschritt aktivierten anteiligen Auftragswert stehen bewertete Auftragskosten in Höhe von T€ 117.727 (Vorjahr: T€ 110.584) gegenüber, sodass sich der in Bezug auf diese Aufträge angesetzte Teilgewinn in den Umsatzerlösen auf T€ 2.895 (Vorjahr: T€ 2.694) beläuft.

Die Vertragsvermögenswerte entwickelten sich in der Berichtsperiode wie folgt:

Erhöhungen durch:

  • Projektfortschritte von forward verkauften Immobilien
  • Projektfortschritte von Projektmanagementverträgen
  • Umgliederungen von Finanzimmobilien und Vorratsimmobilien, die forward verkauft wurden und noch nicht fertiggestellt waren

Verminderungen durch:

  • Fertiggestellte und übergebene Immobilien
  • Erhaltene Anzahlungen für in Bau befindliche Immobilien und Projektmanagementverträge
  • Schlussgerechnete Projektmanagementverträge

in T€

Vertragsvermögenswerte
Stand zum 1.1.2019 113.278
Zugänge 98.562
Abgänge –91.471
Währungsanpassungen 253
Abzüglich zurechenbarer erhaltener Anzahlungen –53.241
Stand zum 31.12.2019 67.381

Zusammensetzung und Fristigkeit der Forderungen und Leistungen:

in T€ 2019 2018
Forderungen gegenüber Dritten 10.307 20.613
Forderungen gegenüber Arbeitsgemeinschaften 4 4
Forderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen und
übrigen Beteiligungsunternehmen
2.719 5.774
Forderungen gegenüber at-equity bilanzierten Unternehmen 22.883 22.267
Gesamt 35.913 48.658

Die Forderungen gegenüber Dritten sind mit T€ 1.724 (Vorjahr: T€ 13.544) nicht überfällig und mit T€ 8.583 (Vorjahr: T€ 7.069) unter einem Jahr überfällig. Sämtliche andere Forderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungsunternehmen sowie gegenüber at-equity bilanzierten Unternehmen sind nicht fällig.

Altersstruktur der Forderungen gegenüber Dritten:

Davon zum Davon zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
in T€ Buchwert
zum
31.12.2019
Abschluss
stichtag nicht
überfällig
Weniger als
30 Tage
Zwischen 30
und 60 Tagen
Zwischen
60 und 180
Tagen
Zwischen
180 und 360
Tagen
Mehr als
360 Tage
Forderungen
gegenüber Dritten
10.307 1.724 2.900 2.107 2.452 1.124 -
Davon zum Davon zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
in T€ Buchwert
zum
31.12.2018
Abschluss
stichtag nicht
überfällig
Weniger als
30 Tage
Zwischen 30
und 60 Tagen
Zwischen
60 und 180
Tagen
Zwischen
180 und 360
Tagen
Mehr als
360 Tage
Forderungen
gegenüber Dritten
20.613 13.544 4.838 529 632 1.070 -

Die Zahlungsbedingungen bei Forward Deals sehen Zahlungen bei Übergabe vor. Bei Wohnungsverkäufen sind die Zahlungsfristen lokal gesetzlich geregelt. Eine Zahlung erfolgt dann, wenn eine bestimmte Teilleistung fertig gestellt ist. (z. B. Fertigstellung Rohbau).

Die Zahlungen für Bauleistungen folgen in der Regel immer einem Zahlungsplan. Die Gegenleistung ist die vordefinierte Bauleistung.

25. Finanzielle Vermögenswerte

in T€ 31.12.2019 Restlaufzeit > 1 Jahr 31.12.2018 Restlaufzeit > 1 Jahr
Übrige 13.128 3.412 15.542 4.475
Gesamt 13.128 3.412 15.542 4.475

Die übrigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Kaufpreisforderungen aus Verkäufen von Gesellschaftsanteilen, sowie Forderungen aus der Immobilienbewirtschaftung und sonstige Darlehen.

26. Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

in T€ 31.12.2019 Restlaufzeit > 1 Jahr 31.12.2018 Restlaufzeit > 1 Jahr
Forderungen aus Steuern 7.632 - 11.601 -
Übrige 1.119 - 155 -
Gesamt 8.751 - 11.756 -

27. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 212.330 (Vorjahr: T€ 200.380) sowie Kassenbestände in Höhe von T€ 54 (Vorjahr: T€ 67).

28. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Bei den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um eine Büroimmobilie in Polen. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert, welcher den verhandelten Kaufpreisen entspricht, bewertet.

29. Latente Steuern

Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und den jeweiligen steuerlichen Wertansätzen wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen Steuerabgrenzungen aus:

2019 2018
in T€ Aktiv Passiv Aktiv Passiv
Finanzimmobilien, sonstige
Bewertungsunterschiede
6.126 15.719 8.536 8.331
Sachanlagen 277 783 2 1.918
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden 13.511 2.787 5.881 4.288
PoC-Methode 624 6.338 - 5.018
Rückstellungen 1.141 526 4.612 233
Steuerliche Verlustvorträge 6.434 - 3.611 -
Sonstiges - 199 34 199
Saldierungen –18.025 –18.025 –11.411 –11.411
Latente Steuern 10.088 8.327 11.265 8.576
Saldierte latente Steuern - –1.761 - –2.689

Latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen wurden insoweit aktiviert, als diese wahrscheinlich mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können. Der Stand der zum 31. Dezember 2019 nicht angesetzten aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen beträgt T€ 22.005 (Vorjahr: T€ 17.414). Davon sind T€ 17.402 (Vorjahr: T€ 12.151) nicht verfallbar, die restlichen T€ 4.603 (Vorjahr: T€ 5.263) innerhalb von fünf bis neun Jahren verfallbar. In 2019 wurden T€ 346 (Vorjahr: T€ 2.719) ausländische Verluste in Österreich verwertet.

30. Eigenkapital

Grundkapital Stück
Inhaber-Stammaktien 7.472.180 22.416.540

Das Grundkapital in Höhe von € 22.416.540 (Vorjahr: € 22.416.540) ist in 7.472.180 (Vorjahr: 7.472.180) Stück nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Der auf die einzelne auf den Inhaber lautende Stückaktie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt € 3 (Vorjahr: € 3).

Jedes Stück Stammaktie ist in gleichem Umfang am Gewinn einschließlich Liquidationsgewinn beteiligt und gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung.

31. Genehmigtes Kapital, bedingtes Kapital und eigene Aktien

In der 136. ordentlichen Hauptversammlung vom 23. Mai 2017 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Die gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2014 bestehende Ermächtigung des Vorstands nach § 4 Abs. 4 der Satzung (Genehmigtes Kapital 2014) wurde widerrufen.

Der Vorstand wurde gleichzeitig gemäß § 169 AktG in § 4 Abs. 4 der Satzung ermächtigt, bis zum 11. August 2022 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, allenfalls in mehreren Tranchen, auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs. 6 AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs, die Ausgabebedingungen, das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien ist ausgeschlossen, wenn und sofern eine Ausnutzung dieser Ermächtigung (genehmigtes Kapital) durch Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen (Genehmigtes Kapital 2017). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch das Ausnutzen dieser Ermächtigung des Vorstands ergeben, zu beschließen.

Aus § 4 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft ergibt sich weiters, dass das Grundkapital gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 AktG um bis zu Nominale € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien zur Ausgabe an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen bedingt erhöht ist (bedingte Kapitalerhöhung). In diesem Zusammenhang wurde der Vorstand ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen, insbesondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der Wandelschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis. Der Aufsichtsrat wurde auch hier ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Ausgabebetrag und Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe finanzmathematischer Methoden sowie des Aktienkurses der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Im Fall einer in den Ausgabebedingungen von Wandelschuldverschreibungen festgelegten Wandlungspflicht dient das bedingte Kapital auch zur Erfüllung dieser Wandlungspflicht.

Zum Zweck der Bedienung von Aktienoptionen im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms 2017 wurde der Vorstand schließlich in § 4 Abs. 6 der Satzung der Gesellschaft im Sinn des § 159 Abs. 3 AktG ermächtigt, bis zum 11. August 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs. 2 Z 3 AktG, auch in mehreren Tranchen, bedingt um bis zu € 1.678.920,00 durch Ausgabe von bis zu 559.640 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie mit ihr verbundener Unternehmen zu erhöhen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die sich aus einer Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung ergebenden Änderungen der Satzung zu beschließen.

Die oben genannten Aktienoptionen im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms 2017 (LTIP) wurden nach dem festgesetzten Zusagezeitpunkt vom 22. Juni 2017 bis zum 21. Juli 2017 im Ausmaß von 375.130 Aktienoptionen zugeteilt, im Geschäftsjahr 2018 und 2019 wurden weitere 22.500 Aktienoptionen zugeteilt. 42.000 Aktienoptionen sind aufgrund Ausscheiden leitender Mitarbeiter verfallen. Der Ausübungskurs beträgt € 36,33 (das ist der ungewichtete Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an der Wiener Börse im Zeitraum vom 24. Mai 2017 (einschließlich) bis zum 21. Juni 2017 (einschließlich)). Zugeteilte Aktienoptionen können in den nachstehenden Ausübungsfenstern durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden.

Die Ausübung ist nur vom 1. September 2020 bis zum 26. Oktober 2020 (Ausübungsfenster 1) sowie vom 1. September 2021 bis zum 26. Oktober 2021 (Ausübungsfenster 2) möglich und an die Erfüllung folgender, in den Planbedingungen des LTIP festgelegten Voraussetzungen geknüpft: aufrechtes Dienstverhältnis, aufrechtes Eigeninvestment, Überschreitung bestimmter Aktienkurse, Einhaltung bestimmter Kennzahlen.

Der beizulegende Zeitwert beträgt T€ 2.825 (Vorjahr: T€ 3.082). Dieser bestimmt sich mit dem ursprünglichen Tag der Annahme des Optionsprogramms und wird über den Zeitraum verteilt, über den die Teilnehmer den Anspruch auf die gewährten Optionen erwerben. In das Bewertungsmodell ("Black-Scholes-Modell") zur Berechnung des beizulegenden Zeitwerts flossen folgende Parameter ein: Ausübungspreis (€ 36,33), Laufzeit der Option (9/2017 bis 8/2020), Aktienkurs zum Bewertungszeitpunkt (€ 38,25), erwartete Volatilität des Aktienkurses (36,34 %), erwartete Dividenden (4,20 %), risikoloser Zinssatz (0,00 %).

Aufgrund einer beabsichtigten Ausweitung des Programmes fand eine erneute Bewertung der Aktienoptionen zum Stichtag 30. September 2019 statt. Die oben beschriebene vertragliche Ausgestaltung der Rahmen- bzw. Ausübungsbedingungen blieb unverändert. In das Bewertungsmodell ("Monte-Carlo-Simulation") zur Berechnung des beizulegenden Zeitwerts flossen folgende Parameter ein: Ausübungspreis (€ 36,33), Laufzeit der Option (9/2019 bis 10/2021), Aktienkurs zum Bewertungsstichtag 30. September 2019 (€ 42,10), erwartete tägliche Volatilität des Aktienkurses (1,71 %), erwartete Dividenden (4,80 %), risikoloser Zinssatz (0,00 %).

In der 138. ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Die gemäß Beschlüssen der Hauptversammlung vom 23. Mai 2017 erteilte Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb und für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien wurde widerrufen. Gleichzeitig wurde der Vorstand von der Hauptversammlung für die Dauer von 30 Monaten vom Tag der Beschlussfassung gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und Z 8 sowie Abs. 1a und Abs. 1b AktG zum Erwerb eigener Aktien der Gesellschaft bis zum gesetzlich zulässigen Ausmaß von 10,00 % des Grundkapitals unter Einschluss bereits erworbener Aktien ermächtigt. Der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht niedriger als € 3,00 und nicht höher als maximal 10,00 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der Erwerb kann über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art erfolgen, insbesondere auch außerbörslich, oder von einzelnen, veräußerungswilligen Aktionären (Negotiated Purchase) und auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, das mit einem solchen Erwerb einhergehen kann (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss). Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, die jeweiligen Rückkaufsbedingungen festzusetzen, wobei der Vorstand den Vorstandsbeschluss und das jeweilige darauf beruhende Rückkaufprogramm einschließlich dessen Dauer entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen (jeweils) zu veröffentlichen hat. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a UGB) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen.

Der Vorstand wurde schließlich für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Das quotenmäßige Kaufrecht der Aktionäre bei Veräußerung oder Verwendung auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot wurde ausgeschlossen (Ausschluss des Bezugsrechts). Der Vorstand wurde auch ermächtigt, ohne weitere Befassung der Hauptversammlung mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien einzuziehen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von eigenen Aktien ergeben, zu beschließen.

Die Aktienoptionen haben sich wie folgt entwickelt:

Anzahl Aktienoptionen 2019 2018
Stand zum 1.1. 387.630 375.130
Gewährte Optionen 10.000 12.500
Verfallene Optionen –42.000 -
Ausgeübte Optionen - -
Stand zum 31.12. 355.630 387.630

32. Rücklagen

Die Kapitalrücklagen resultieren aus den in den Vorjahren durchgeführten Kapitalerhöhungen und Kapitalberichtigungen sowie aus verjährten Dividendenansprüchen. Von den Kapitalrücklagen sind Rücklagen in Höhe von T€ 98.954 (Vorjahr: T€ 98.954) gebunden. Sie dürfen nur zum Ausgleich eines ansonsten im Jahresabschluss von UBM auszuweisenden Bilanzverlusts aufgelöst werden, soweit freie Rücklagen zur Abdeckung nicht zur Verfügung stehen.

Die anderen Rücklagen umfassen die Rücklage aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen von Tochterunternehmen in Fremdwährung (Fremdwährungsumrechnungsrücklage) sowie die Rücklage für Remeasurement aus leistungsorientierten Verpflichtungen, die Gewinnrücklagen von UBM einschließlich der gesetzlichen Rücklage und der unversteuerten Rücklagen nach Abzug der Steuerabgrenzung, die seit Erwerb einbehaltenen Gewinne der Tochterunternehmen und die Effekte der Anpassung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen an die im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Außerdem besteht eine Optionsrücklage resultierend aus den in Punkt 31 erwähnten Aktienoptionen im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms 2017, die als Equity Settlement eingestuft wurden.

Zur Ausschüttung an die Aktionäre von UBM steht deren Bilanzgewinn in Höhe von T€ 19.435 (Vorjahr: T€ 16.467) zur Verfügung. Zusätzlich können die freien Gewinnrücklagen von UBM, die zum 31. Dezember 2019 mit T€ 55.357 (Vorjahr: T€ 30.887) ausgewiesen werden, in folgenden Perioden aufgelöst werden. Vom Gesamtbetrag in Höhe von T€ 74.792 (Vorjahr: T€ 47.354) ist ein Teilbetrag in Höhe von T€ 3.768 (Vorjahr: T€ 2.318), resultierend aus dem Ansatz von aktiven latenten Steuern, zur Ausschüttung gesperrt.

Im Berichtsjahr wurden aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2018 an die Aktionäre von UBM Dividenden in Höhe von € 16.438.796 bezahlt, je Aktie somit € 2,20. Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019 eine Dividende von € 2,20 je Stück Stammaktie auszuschütten, d. s. insgesamt € 16.438.796.

Die nicht UBM oder einer Gesellschaft der Gruppe gehörenden Anteile am Eigenkapital sind im Eigenkapital als Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen ausgewiesen.

33. Hybridkapital und Hybridanleihe

Durch die Verschmelzung der PIAG als übertragende Gesellschaft und von UBM als übernehmende Gesellschaft ist das im November 2014 von der PIAG begebene Hybridkapital in Höhe von € 25,3 Mio. aufgrund Gesamtrechtsnachfolge übergegangen. Das Hybridkapital wird grundsätzlich laufend verzinst.

UBM ist zur Zahlung von Zinsen für das Hybridkapital nur verpflichtet, wenn eine Dividende aus dem Jahresüberschuss beschlossen wird. Ist UBM mangels einer derartigen Gewinnausschüttung zur Zahlung der auf ein Jahr entfallenden Zinsen nicht verpflichtet und macht sie von ihrem Recht der Nichtzahlung Gebrauch, so werden diese nicht bezahlten Zinsen als Zinsrückstände evident gehalten, die nachzuzahlen sind, sobald die Aktionäre von UBM eine Dividende aus dem Jahresüberschuss beschließen.

Im Fall der Kündigung des Hybridkapitals durch UBM ist den Zeichnern das auf das Hybridkapital geleistete Kapital zuzüglich der bis zu diesem Tag aufgelaufenen Zinsen und der Zinsrückstände zu leisten. Das Hybridkapital kann nur rückgezahlt werden, wenn zuvor entweder ein Verfahren gemäß § 178 AktG durchgeführt wurde, in Höhe der beabsichtigten Rückzahlung Eigenkapital im Rahmen einer Kapitalerhöhung gemäß § 149 ff AktG zugeführt wurde oder eine Kapitalberichtigung durchgeführt wurde.

Da Zahlungen, sowohl Zinsen als auch Kapitaltilgungen, zwingend nur bei Eintritt von Bedingungen zu leisten sind, deren Eintritt von UBM bewirkt bzw. verhindert werden kann, und der Konzern daher die Möglichkeit hat, Zahlungen dauerhaft zu vermeiden, ist das Hybridkapital als Eigenkapitalinstrument einzustufen. Bezahlte Zinsen sind abzüglich des Steuereffekts wie Gewinnausschüttungen direkt eigenkapitalmindernd zu erfassen.

Das Hybridkapital wird von der PORR AG gehalten.

Am 22. Februar 2018 hat UBM eine tief nachrangige Anleihe (Hybridanleihe) mit einem Gesamtvolumen in Höhe von € 100 Mio. und einem jährlichen Kupon von 5,50% begeben. Die Anleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit mit einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit der Emittentin nach fünf Jahren.

Da Zahlungen, sowohl Zinsen als auch Kapitaltilgungen, zwingend nur bei Eintritt von Bedingungen zu leisten sind, deren Eintritt von UBM bewirkt bzw. verhindert werden kann, und der Konzern daher die Möglichkeit hat, Zahlungen dauerhaft zu vermeiden, ist die Hybridanleihe als Eigenkapitalinstrument einzustufen. Bezahlte Zinsen sind abzüglich des Steuereffekts wie Gewinnausschüttungen direkt eigenkapitalmindernd zu erfassen.

34. Rückstellungen

in T€ Abferti
gungen
Pensionen Jubiläums
gelder
Bauten Miet
garantien
Andere Gesamt
Stand zum 1.1.2019 1.926 2.098 190 53 1.366 1.184 6.817
Währungsanpassungen - - - 3 - - 3
Zuführung 101 39 37 463 33 753 1.426
Zuführung OCI 176 608 - - - - 784
Verwendung –494 –41 –12 - –14 –990 –1.551
Auflösung - - - - - –34 –34
Stand zum 31.12.2019 1.709 2.704 215 519 1.385 913 7.445
davon langfristig 1.709 2.704 215 249 1.385 497 6.759
davon kurzfristig - - - 270 - 416 686
in T€ Abferti
gungen
Pensionen Jubiläums
gelder
Bauten Miet
garantien
Andere Gesamt
Stand zum 1.1.2018 1.942 3.647 175 103 1.387 1.496 8.750
Umgliederung 12 –12 - - - - -
Übertragung BKV1 - –2.090 - - - - –2.090
Überstellungen - - –3 - - - –3
Erst-/Entkonsolidierung - - - - - –2.620 –2.620
Zuführung 104 69 27 - - 3.251 3.451
Zuführung OCI 8 526 - - - - 534
Verwendung –140 –42 –9 - –21 –943 –1.155
Auflösung - - - –50 - - –50
Stand zum 31.12.2018 1.926 2.098 190 53 1.366 1.184 6.817
davon langfristig 1.926 2.098 190 53 1.366 1.015 6.648
davon kurzfristig - - - - - 169 169

1 Im Berichtsjahr 2018 wurde die Pensionsrückstellung für einen ehemaligen Vorstand an eine betriebliche Kollektivversicherung (BKV) der WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group übertragen, woraus ein rechnerischer Verlust in Höhe von T€ 29 resultierte.

Gemäß kollektivvertraglichen Regelungen haben UBM und ihre Tochterunternehmen ihren Mitarbeitern in Österreich und Deutschland bei bestimmten Dienstjubiläen Jubiläumsgelder zu zahlen. Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde gemäß den Bestimmungen des IAS 19 ermittelt. In Bezug auf die der Berechnung zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen wird auf die Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen.

Die Rückstellungen für Bauten betreffen Verpflichtungen aus Gewährleistungen. Die anderen Rückstellungen beinhalten Drohverlustrückstellungen und ausstehende Verpflichtungen aus Grundstückserwerben. Sowohl bei den Mietgarantierückstellungen als auch bei den Drohverlustrückstellungen wird mit einer Inanspruchnahme in ein bis zwei Jahren gerechnet.

Altersversorgungspläne

Leistungsorientierte Pläne

Rückstellungen für Abfertigungen wurden für Angestellte und Arbeiter, die gemäß Angestelltengesetz, Arbeiterabfertigungsgesetz bzw. Betriebsvereinbarung Abfertigungsansprüche haben, gebildet. Angestellte, deren Dienstverhältnisse österreichischem Recht unterliegen, haben, wenn das betreffende Dienstverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen und eine bestimmte Zeit gedauert hat, Anspruch auf eine Abfertigung in jedem Fall der Auflösung des Dienstverhältnisses bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters. Die Höhe der Abfertigung ist abhängig von der Höhe des Bezugs zum Zeitpunkt der Auflösung und von der Dauer des Dienstverhältnisses. Diese Ansprüche der Dienstnehmer sind daher wie Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionsplänen zu behandeln, wobei Planvermögen zur Deckung dieser Ansprüche nicht vorliegt.

Die Abfertigungsrückstellungen weisen folgende Entwicklung auf:

in T€ 2019 2018
Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 1.1. 1.926 1.942
Umgliederung - 12
Dienstzeitaufwand 69 72
Zinsaufwand 32 32
Abfertigungszahlungen –494 –140
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) 176 8
davon Gewinne/Verluste demografisch - –14
davon Gewinne/Verluste finanziell 190 –14
davon Gewinne/Verluste erfahrungsbedingte Anpassungen –14 35
Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 31.12. 1.709 1.926
in T€ 2019 2018
Dienstzeitaufwand (erworbene Ansprüche) 69 72
Zinsaufwand 32 32
Abfertigungsaufwand (im Periodenergebnis erfasst) 101 104
Abfertigungsaufwand (im Gesamtperiodenergebnis erfasst) 176 8

Zur Finanzierung der Abfertigungsansprüche besteht ein Abfertigungsgruppenversicherungsvertrag mit einem Deckungskapital zum 31. Dezember 2019 in der Höhe von T€ 1.437 (Vorjahr: T€ 1.684).

In Bezug auf die der Berechnung zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen wird auf die Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen. Für das folgende Geschäftsjahr ist ein Dienstzeitaufwand von T€ 70 und ein Zinsaufwand von T€ 11 geplant.

Im UBM-Konzern haben nur Mitglieder des ehemaligen Vorstands Pensionszusagen. Bei diesen Pensionszusagen handelt es sich in der Regel um leistungsorientierte, einzelvertragliche Zusagen. Die Höhe des Pensionsanspruchs ist von den jeweils geleisteten Dienstjahren abhängig.

Rückstellung für Pensionen:

Überleitung von der Pensionsverpflichtung zur Rückstellung:

in T€ 2019 2018
Barwert der durch Fondsvermögen gedeckten Verpflichtung 4.594 4.541
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens –2.515 –3.035
Nettowert der durch Fondsvermögen gedeckten Verpflichtung 2.079 1.506
Barwert der nicht durch Fondsvermögen gedeckten Verpflichtung 625 592
Buchwert der Rückstellung zum 31.12. 2.704 2.098

Die Pensionsrückstellungen weisen folgende Entwicklung auf:

in T€ 2019 2018
Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 1.1. 5.133 7.778
Umgliederung - –12
Übertragung BKV - –3.092
Zinsaufwand 95 145
Pensionszahlungen –250 –275
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) 241 589
davon Gewinne/Verluste demografisch - 444
davon Gewinne/Verluste finanziell 689 -
davon Gewinne/Verluste erfahrungsbedingte Anpassungen –448 146
Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 31.12. 5.219 5.133

Die Verpflichtungen aus den direkten Pensionszusagen werden zum Teil durch Versicherungsverträge, die bei der WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group abgeschlossen wurden, rückgedeckt. Zur Sicherstellung der Pensionsansprüche der versicherten Dienstnehmer aus den Firmenpensionszusagen sind die Ansprüche aus den Versicherungsverträgen zugunsten der versicherten Dienstnehmer verpfändet. Die Pensionsrückdeckungsversicherungen werden in der gesonderten Abteilung des Deckungsstocks für die Lebensversicherung im Sinne des § 20 Abs. 2 Z 1 in Verbindung mit § 78 des Versicherungsaufsichtsgesetzes geführt.

Die Forderungen aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 2.515 (Vorjahr: T€ 3.035) stellen Planvermögen gem. IAS 19 dar und wurden mit dem Barwert der Pensionsverpflichtungen saldiert.

Entwicklung des Planvermögens:

in T€ 2019 2018
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1.1. 3.035 4.131
Übertragung BKV - –1.002
Zinserträge 56 76
Auszahlungen (Leistungszahlungen) –209 –234
Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (–) –367 64
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31.12. 2.515 3.035

Pensionsaufwand (netto):

in T€ 2019 2018
Zinsaufwand 39 69
Pensionsaufwand (im Periodenergebnis erfasst) 39 69
Pensionsaufwand (im Gesamtperiodenergebnis erfasst) 608 526

In Bezug auf die der Berechnung zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen wird auf die Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen. Für das folgende Geschäftsjahr ist ein Dienstzeitaufwand von T€ 0 und ein Zinsaufwand von T€ 33 geplant.

Die im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr in Bezug auf die Abfertigungs- und Pensionsrückstellung ausgewiesenen versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste stellen im Wesentlichen erfahrungsbedingte Anpassungen dar.

Der Teil des Planvermögens von der WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group ist laut Auskunft der WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group wie folgt veranlagt:

Struktur der Kapitalanlagen im klassischen Deckungsstock in % 2019 2018
Festverzinsliche Wertpapiere 60,00 64,00
Aktien, Ergänzungskapital, Genussrechte, Partizipationskapital 2,00 2,00
Investmentfonds 23,00 22,00
Verbundene Unternehmen und Beteiligungen 4,00 3,00
Darlehen 7,00 6,00
Liegenschaften 2,00 2,00
Bankguthaben 2,00 1,00
Gesamt 100,00 100,00

Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Laufzeiten (Duration) der jeweiligen Verpflichtungen:

Fälligkeitsprofil – DBO DBO Fälligkeitsprofil – Cash Cash
1–5 Jahre 6–10 Jahre 10+ Jahre Duration 1–5 Jahre 6–10 Jahre 10+ Jahre Duration
Pensionen 1.240 1.194 2.784 11,92 1.060 1.067 2.858 12,74
Abfertigungen 556 548 605 8,73 628 752 1.145 10,08

Beitragsorientierte Pläne

Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis österreichischem Recht unterliegt und die nach dem 31. Dezember 2002 in das Dienstverhältnis eingetreten sind, erwerben keine Abfertigungsansprüche gegenüber dem jeweiligen Dienstgeber. Für diese Mitarbeiter sind Beiträge in Höhe von 1,53% des Lohns bzw. Gehalts an eine Mitarbeitervorsorgekasse zu zahlen. 2019 ist diesbezüglich ein Aufwand von insgesamt T€ 197 (Vorjahr: T€ 196) angefallen. Für drei Vorstandsmitglieder wird ein Betrag von T€ 41 (Vorjahr: T€ 10) in eine Pensionskasse einbezahlt.

Die Mitarbeiter der Gruppe in Österreich, Deutschland, Tschechien, Polen und Ungarn gehören zudem staatlichen Pensionsplänen an, die in der Regel im Umlageverfahren finanziert werden. Die Verpflichtung der Gruppe beschränkt sich darauf, die Beiträge in Abhängigkeit vom Entgelt laufend zu entrichten. Eine rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht nicht.

35. Anleihen

in T€ 2019 2018
Stand zum 31.12. 434.456 383.766
Anpassung aufgrund erstmaliger Anwendung IFRS 9 - 1.533
Stand zum 1.1. 434.456 385.299
Emission 141.186 50.369
Rückzahlung –91.322 -
Zinszahlungen –25.658 –17.206
Effektivverzinsung 26.069 15.994
Stand zum 31.12. 484.731 434.456

Am 13. November 2019 hat UBM eine sechsjährige Unternehmensanleihe (UBM-Anleihe 2019–2025) mit einem Gesamtvolumen von € 120 Mio. und einem jährlichen Kupon von 2,750 % erfolgreich begeben. Im Rahmen dieser Neuemission gab es auch ein Umtauschangebot, bei dem ein Nominalbetrag von rund € 25,16 Mio. der UBM-Anleihe 2015–2020 in die neue UBM-Anleihe 2019–2025 getauscht wurde.

Außerdem wurde am 4. Juni 2019 die 3,125 %-UBM-Anleihe 2018–2023 im Rahmen einer Privatplatzierung um € 45 Mio. auf ein Gesamtvolumen von € 120 Mio. aufgestockt.

36. Finanzverbindlichkeiten

Durchschnittliche Restlaufzeit
2019 in T€ Effektivverzinsung
in %
Gesamt < 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre Davon ding-
lich besichert
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten variabel verzinst
1,50–5,38 137.952 26.828 108.851 2.273 137.952
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten fix verzinst
1,95 17.000 3.000 14.000 - 17.000
Verbindlichkeiten gegenüber
sonstigen Darlehensgebern
fix verzinst
1,00–3,45 15.108 750 3.000 11.358 -
Verbindlichkeiten gegenüber
Leasinggebern variabel verzinst
1,59–6,29 49.765 3.102 9.262 37.401 -
Gesamt 219.825 33.680 135.113 51.032 154.952
Durchschnittliche Restlaufzeit
2018 in T€ Effektivverzinsung
in %
Gesamt < 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre Davon ding-
lich besichert
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten variabel verzinst
1,45–4,15 168.232 66.364 98.995 2.873 168.232
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten fix verzinst
2,00 5.009 5.009 - - 5.009
Verbindlichkeiten gegenüber
sonstigen Darlehensgebern
variabel verzinst
4,50 19 19 - - -
Verbindlichkeiten gegenüber
sonstigen Darlehensgebern
fix verzinst
1,00–10,00 14.452 1.885 11.717 850 -
Verbindlichkeiten gegenüber
Leasinggebern variabel verzinst
3,28–5,65 123 58 65 - -
Verbindlichkeiten aus Derivaten - 33 33 - - -
Gesamt 187.868 73.368 110.777 3.723 173.241

Die Mindestleasingzahlungen für Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen, welche Gebäude und PKWs (Vorjahr: PKWs) betreffen, teilen sich wie folgt auf:

2019 2018
in T€ Nominalwert Abzinsungs
betrag
Barwert Nominalwert Abzinsungs
betrag
Barwert
Fällig bis 1 Jahr 4.625 1.522 3.103 62 4 58
Fällig 1 bis 5 Jahre 14.186 4.924 9.262 69 4 65
Fällig über 5 Jahre 56.740 19.340 37.400 - - -
Gesamt 75.551 25.786 49.765 131 8 123

Die Verpflichtungen des Konzerns aus Finanzierungsleasingverhältnissen sind durch einen Eigentumsvorbehalt des Leasinggebers auf die geleasten Vermögenswerte besichert.

37. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

in T€ 2019 2018
Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 57.199 93.661
Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften - -
Gesamt 57.199 93.661

Die Verbindlichkeiten sind zur Gänze im Folgejahr fällig.

38. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
Gesamt < 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre Davon dinglich
besichert
2.482 2.482 - - -
6.158 6.158 - - -
4.957 4.957 - - -
2.320 2.320 - - -
7.266 7.266 - - -
2.386 1.080 399 907 -
25.569 24.263 399 907 -
Restlaufzeit
2018 in T€ Gesamt < 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre Davon dinglich
besichert
Verbindlichkeiten gegenüber nicht
konsolidierten Tochterunternehmen
2.359 2.359 - - -
Verbindlichkeiten gegenüber at-equity
bilanzierten Unternehmen
10.668 10.668 - - -
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen
Beteiligungsunternehmen
50 50 - - -
Verbindlichkeiten aus Anleihezinsen 3.912 3.912 - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 7.026 7.026 - - -
Übrige 6.797 2.917 3.343 537 -
Gesamt 30.812 26.932 3.343 537 -

39. Übrige Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
2019 in T€ Gesamt < 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre Davon dinglich
besichert
Verbindlichkeiten aus Steuern 1.887 1.887 - - -
Verbindlichkeiten im Rahmen der
sozialen Sicherheit
371 371 - - -
Erhaltene Anzahlungen 15.232 15.232 - - -
Übrige 73 73 - - -
Gesamt 17.563 17.563 - - -
Restlaufzeit
2018 in T€ Gesamt < 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre Davon dinglich
besichert
Verbindlichkeiten aus Steuern 2.055 2.055 - - -
Verbindlichkeiten im Rahmen der
sozialen Sicherheit
338 338 - - -
Erhaltene Anzahlungen 2.944 2.944 - - -
Übrige 68 68 - - -
Gesamt 5.405 5.405 - - -

40. Steuerschulden

Die Vorauszahlungen an Körperschaftsteuer in Höhe von T€ 212 (Vorjahr: T€ 109) wurden konform zu den Vorjahren mit den Zahlungsverpflichtungen aus der Körperschaftsteuer saldiert.

41. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse betreffen Kreditbürgschaften und Garantieerklärungen in Höhe von T€ 98.888 (Vorjahr: T€ 103.781). Die Eventualverbindlichkeiten für at-equity bilanzierte Unternehmen belaufen sich auf T€ 96.106 (Vorjahr: T€ 88.893). Eine Inanspruchnahme aus diesen Haftungen ist nicht wahrscheinlich.

Gegebene Sicherheiten

Im Rahmen von Projektfinanzierungen werden üblicherweise von den einzelnen Konzernunternehmen Sicherheiten für die Kreditverbindlichkeiten gestellt. Die Finanzierungen erfolgen im Regelfall individuell auf Projektebene. Jedes Unternehmen muss für die laufende Bedienung des Schuldendienstes aufkommen. Zur Absicherung der Kreditverbindlichkeiten steht den Kreditgebern ein Paket an Sicherheiten zur Verfügung, das diese im Falle einer Fälligstellung zur Befriedigung ihrer Forderungen heranziehen können. Die gewährten Sicherheiten können folgende Besicherungen umfassen:

  • Hypothekarische Besicherung der Immobilie
  • Verpfändung der Geschäftsanteile an der Projektgesellschaft
  • Verpfändung von Mietforderungen

Konditionen, Art und Umfang der Sicherheiten werden einzeln (pro Projektgesellschaft) vereinbart und sind von Projektvolumen, Höhe und Laufzeit der Kreditverbindlichkeit abhängig.

Hinsichtlich der Verpfändung der Finanzimmobilien wird auf Punkt 19, der Vorratsimmobilien auf Punkt 23 verwiesen.

42. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Organisationsstruktur des UBM-Konzerns nach geografischen Regionen. Für den Zweck der Segmentberichterstattung wurden die einzelnen Entwicklungsgesellschaften innerhalb eines Segments zu Gruppen zusammengefasst. Die Gruppen stellen jeweils einen Tätigkeitsbereich des UBM-Konzerns dar. Bei der Überleitung des Segmentvermögens bzw. der Segmentschulden werden insbesondere konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Schuldenkonsolidierung entfernt.

Die interne Berichterstattung basiert auf IFRS-Zahlen und ist standardgemäß um die inneren Umsätze bereinigt. Im Zuge der laufenden Geschäftstätigkeit von UBM werden beim Verkauf von Immobilienprojekten hohe Volumen erzielt, die jedoch keine Abhängigkeit von bestimmten Kunden vermitteln.

Deutschland Österreich
in T€ 2019 2018 2019 2018
Gesamtleistung
Administration - - 6.432 7.219
Hotel 88.573 118.861 6.696 22.927
Office - 118.794 76.665 76.807
Other 68.161 21.063 75.750 50.602
Residential 89.031 51.388 53.817 112.886
Service 9.730 26.416 15.269 27.848
Summe Gesamtleistung 255.495 336.522 234.629 298.289
Abzüglich Umsätze aus assoziierten und untergeordneten
Unternehmen, sowie aus Leistungsgemeinschaften
–108.757 –113.114 –179.814 –216.802
Bestandsveränderung –20.427 –1.760 –202 26.412
Umsatzerlöse 126.311 221.648 54.613 107.899
Administration - - 10.371 –4.441
Hotel 1.342 30.830 802 90
Office 7.665 42.930 11.918 18.681
Other 24.580 –11.488 –18.837 –355
Residential 12.010 3.011 3.657 6.086
Service 246 276 –7.376 –612
Summe EBT 45.843 65.559 535 19.449
darin enthalten:
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
16.429 23.413 18.898 12.393
Abschreibungen –726 –282 –998 –395
Zinserträge 1.724 3.517 5.691 6.773
Zinsaufwand –1.139 –1.538 –17.143 –19.569
Segmentvermögen 31.12. 521.279 563.689 1.739.341 1.567.631
darin enthalten: immaterielle Vermögenwerte,
Sachanlagen und Finanzimmobilien
103.935 136.484 210.306 161.872
darin enthaltenen: assoziierte Unternehmen 33.758 30.649 93.940 80.981
Segmentschulden 31.12. 381.416 414.836 1.014.781 899.880
Investitionen in langfristige Vermögenswerte sowie
in Finanzimmobilien
31.879 120.844 91.652 143.140
Mitarbeiter 108 228 134 139

Folgende Informationen beziehen sich auf die geografischen Länder, in denen der Konzern tätig ist.

in T€ Umsatzerlöse nach
Sitz der Kunden 2019
Umsatzerlöse nach
Sitz der Kunden 2018
Österreich 54.613 107.899
Deutschland 126.311 221.648
Polen 49.130 157.659
Sonstiges Ausland 11.945 26.842
Ausland gesamt 187.386 406.149
Segmente gesamt 241.999 514.048

43. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Darstellung der Kapitalflussrechnung erfolgt getrennt nach Betriebs-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit, wobei der Cashflow aus der Betriebstätigkeit nach der indirekten Methode abgeleitet wird. Der Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich Kassenbestände und die Bankguthaben, über die in der Gruppe frei verfügt werden kann, und entspricht dem in der Bilanz für liquide Mittel angesetzten Wert.

Bezogene Zinsen und bezogene Dividenden werden im Cashflow aus der Betriebstätigkeit erfasst, ebenso wie bezahlte Zinsen. Demgegenüber werden bezahlte Dividenden im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die Überleitung der Veränderung zum Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit stellt sich wie folgt dar:

in T€ Finanz
verbindlichkeiten
Leasing
verpflichtungen
Derivate Anleihen Gesamt
Stand zum 31.12.2018 187.712 123 33 434.456 622.324
Anpassung aufgrund erstmaliger
Anwendung IFRS 16
- 51.564 - - 51.564
Stand zum 1.1.2019 187.712 51.687 33 434.456 673.888
Cashflows
(zahlungswirksame Veränderungen)
72.835 –2.317 –33 49.864 120.349
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
Abgang/Erwerb von Unternehmen –90.703 –30.354 - - –121.057
Zugang - 30.145 - - 30.145
Wechselkurseffekte 215 605 - - 820
Zinsabgrenzungen - - - 411 411
Stand zum 31.12.2019 170.059 49.766 - 484.731 704.556
in T€ Finanz
verbindlichkeiten
Leasing
verpflichtungen
Derivate Anleihen Gesamt
Stand zum 1.1.2018 168.240 1.072 - 383.766 553.078
Cashflows
(zahlungswirksame Veränderungen)
27.403 –134 33 50.369 77.671
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
Abgang/Erwerb von Unternehmen –7.747 –865 - - –8.612
Zugang - 54 - - 54
Wechselkurseffekte –184 –4 - - –188
Zinsabgrenzungen - - - 321 321
Stand zum 31.12.2018 187.712 123 33 434.456 622.324

Die Summenspalte in der o. a. Tabelle entspricht der Summe aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten.

44. Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten

Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge von Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren.

Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie dem den Eigenkapitalgebern des Mutterunternehmens zustehenden Eigenkapital.

Nettoverschuldungsgrad

Das Risikomanagement des Konzerns überprüft laufend die Kapitalstruktur.

Die Definition der Nettoverschulung der UBM-Gruppe wurde im Zuge der Erstanwendung von IFRS 16 angepasst und im Zuge dessen Leasingverbindlichkeiten aus den Finanzverbindlichkeiten exkludiert. Die Vergleichsinformation wurde bei den Schulden in Höhe von T€ 123 von T€ 622.324 auf T€ 622.201 angepasst.

Der Nettoverschuldungsgrad zum Jahresende stellt sich wie folgt dar:

in T€ 31.12.2019 31.12.2018
Schulden1 654.791 622.201
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –212.384 –200.447
Nettoschulden 442.407 421.754
Eigenkapital 462.506 436.316
Nettoschulden zu Eigenkapital 95,65% 96,66%

1 Schulden sind definiert als Summe aus kurz- und langfristigen Anleihen und kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten exklusive Leasingverbindlichkeiten

Die Nettoverschuldung betrug zum 31. Dezember 2019 € 442,4 Mio. (Vorjahr: € 421,8 Mio.), das entspricht einer Erhöhung von 4,90 %.

Die Gesamtstrategie des Konzerns ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 unverändert.

Ziele und Methoden des Risikomanagements in Bezug auf finanzielle Risiken

Die originären finanziellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen, Projektfinanzierungen und andere Finanzanlagen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die originären finanziellen Verbindlichkeiten umfassen die Anleihe- und die anderen Finanzverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsrisiko des Konzerns ist definiert als das Risiko steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen aus Finanzpositionen und resultiert bei UBM nahezu ausschließlich aus dem Szenario steigender Zinsen für variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten, insbesondere im langfristigen Bereich.

Eine Analyse der floatierenden Zinsposition, die sich per 31. Dezember 2019 in Höhe von rund T€ 28.869 (Vorjahr: T€ 178.855) darstellt, zeigt folgende Sensitivitäten, die unter den Szenarien eines Zinsanstiegs von 0,25 PP und 0,50 PP ermittelt wurden. Das Ausmaß der Zinsanstiege leitet sich aus den durchschnittlich in 2019 für den 3-Monats- und 6-Monats-EURIBOR gemessenen täglichen Zinsänderungen ab. Bei einer Wahrscheinlichkeit von 67,00% betrug die Zinsbandbreite 0 BP, bei 99,00% Wahrscheinlichkeit 1 BP. In Folge wurde die Auswirkung auf die Zinspositionen simuliert:

in T€ Zinssaldo für das Jahr 2020 Zinssaldo (p. a.)
bei linearer Positionsfortschreibung ab 2021
Bei Zinsanstieg von 25 BP –93 73
Bei Zinsanstieg von 50 BP –186 146

Die Forderungen aus Projektfinanzierungen werden entsprechend dem Refinanzierungszinssatz der UBM-Gruppe mit einem angemessenen Aufschlag verzinst. Bei einer Änderung von 50 BP erhöht sich der Zinsertrag für 2020 um T€ 906 (Vorjahr: T€ 699).

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten infolge des Ausfalls eines Geschäftspartners, der seinen vertraglich zugesicherten Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommt. Es umfasst Ausfall- und Länderrisiken sowie Bonitätsverschlechterungen von Kreditnehmern. Im Immobilienbereich ergibt sich das Kreditrisiko aus den Mietverpflichtungen. Der Ausfall eines Mieters und die dadurch entfallenen Mietzinszahlungen stellen eine barwertige Minderung des Immobilienprojekts dar. Dieses Risiko wird auf Basis der Expertenschätzungen auf Projektebene mitberücksichtigt.

Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann aufgrund der breiten Streuung und einer permanenten Bonitätsprüfung als gering eingestuft werden, hinsichtlich der Projektfinanzierungen wird auf unten stehende Tabelle zu den kumulierten Wertminderungen von Projektfinanzierungen verwiesen.

Das Ausfallrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da die Vertragspartner Finanzinstitute und andere Schuldner mit bester Bonität sind. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, wird diesen Risiken durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Ein diesbezügliches Wertberichtigungserfordernis war nicht gegeben.

Fremdwährungsrisiko

Das Zins- und Währungsrisiko wird vom Risikomanagement laufend überprüft. Marktanalysen und Prognosen von namhaften Finanzdienstleistern werden analysiert und das Management in regelmäßigen Berichten informiert.

Das Fremdwährungsrisiko wird im UBM-Konzern transaktionsorientiert behandelt und resultiert aus Finanzierungen im Zusammenhang mit dem Immobiliendevelopment.

Per 31. Dezember 2019 wurden die Währungsrisiken, die aus innerkonzernalen Finanzierungstransaktionen bzw. aus Kreditfinanzierungen der Projektgesellschaften resultieren, einer Simulation unterzogen, um etwaige Risiken aus Wechselkursänderungen abschätzen zu können:

FX-Position in T€ Lokalwährung FX-Position in Lokalwährung in Tsd. VAR1 in T€
–61.138 CZK 1.553.385 651
–2.152 HRK 16.014 10
–913 HUF 301.759 18
–142.803 PLN 607.886 2.092
–522 RON 2.496 5

1 VAR = Value at Risk bei einem einseitigen 99%igen Konfidenzintervall, dies entspricht der 2,3-fachen Standardabweichung und einer Positionsbehaltedauer von zehn Tagen. Korrelationen zwischen den Währungspaaren bleiben unberücksichtigt.

Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,00% beträgt der Verlust bei einer Behaltedauer von zehn Tagen maximal € 2,78 Mio. (Vorjahr: € 4,83 Mio.).

Sicherung von Währungsrisiken

Der UBM-Konzern hat zum 31. Dezember 2019 Devisentermingeschäfte in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 8.490) abgeschlossen, diese dienten der Absicherung von in Euro finanzierten Krediten.

Per 31. Dezember 2019 ergab die Marktbewertung der offenen Devisentermingeschäfte einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 33). Im Geschäftsjahr 2019 wurde aus der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften insgesamt ein Ertrag inkl. Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 33) im Gewinn oder Verlust erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

In der folgenden Tabelle sind die bilanzierten Fair Values der verschiedenen derivativen Instrumente dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob diese in einen Cashflow-Hedge gemäß IAS 39 eingebunden sind oder nicht.

in T€ 2019 2018
Aktiva
Derivate
ohne Hedge-Beziehung - -
mit Hedge-Beziehung - -
Passiva
Derivate
ohne Hedge-Beziehung - 33
mit Hedge-Beziehung - -

Liquiditätsrisiko

Durchschnitts Undiskontierte Zahlungsströme
in T € verzinsung 2020 2021–2024 ab 2025
Anleihen fix verzinst 3,26% 74.669 487.415 123.300
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
variabel verzinst
2,47% 28.585 110.639 2.492
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
fix verzinst
1,95% 3.332 14.273 -
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen
Darlehensgebern fix verzinst
2,23% 1.250 4.733 13.009
Leasingverbindlichkeiten
variabel verzinst
3,50% 4.625 14.186 56.740
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
unverzinslich 57.199 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten unverzinslich 24.263 399 907
Undiskontierte Zahlungsströme
in T € Durchschnitts
verzinsung
2019 2020–2023 ab 2024
Anleihen fix verzinst 3,81% 108.565 381.591 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
variabel verzinst
2,02% 70.397 100.786 3.158
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
fix verzinst
2,00% 5.026 - -
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen
Darlehensgebern variabel verzinst
4,50% 20 - -
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen
Darlehensgebern fix verzinst
7,00% 1.901 12.404 1.197
Leasingverbindlichkeiten
variabel verzinst
4,29% 62 69 -
Verbindlichkeiten aus Derivaten unverzinslich 33 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
unverzinslich 93.661 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten unverzinslich 26.932 3.343 537

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, sich jederzeit Finanzmittel beschaffen zu können, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Als wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos definiert UBM eine exakte Finanzplanung, die von jeder operativen Gesellschaft durchgeführt und zentral konsolidiert wird. So wird der Bedarf an Finanzierungen und Linien bei Banken ermittelt.

Die Kreditfinanzierungen betreffen weitgehend laufende Immobilienprojekte, deren Entwicklung aus heutiger Sicht nicht gefährdet ist.

Die Betriebsmittelfinanzierung wird über das UBM-Konzern-Treasury durchgeführt. Gesellschaften mit liquiden Überschüssen stellen diese Gesellschaften mit Liquiditätsbedarf zur Verfügung. Dadurch werden eine Verminderung des Fremdfinanzierungsvolumens und eine Optimierung des Zinsergebnisses erreicht und das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, minimiert.

Zum 31. Dezember 2019 bestanden neben bereits vertraglich fixierten Projektfinanzierungen freie Finanzierungslinien bei UBM in Höhe von T€ 27.000 (Vorjahr: T€ 60.000), das Liquiditätsrisiko wird insgesamt als gering beurteilt.

Sonstiges Preisrisiko

Das Preisänderungsrisiko umfasst im Wesentlichen Schwankungen des Marktzinssatzes und der Marktpreise sowie Änderungen der Wechselkurse.

UBM minimiert ihr Preisrisiko bei den Mieteinnahmen durch die generelle Indexbindung ihrer Mietverträge. Auch alle anderen Leistungsverträge unterliegen einer permanenten Indexierung. Das sonstige Preisrisiko ist für den UBM-Konzern von untergeordneter Bedeutung.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte

Bewertung nach IFRS 9
in T€ Bewertungs
kategorie
nach IFRS 9
Buch
werte am
31.12.2019
(Fortgeführte)
Anschaf
fungskosten
Fair Value
erfolgs
neutral
Fair Value
erfolgs
wirksam
Fair-Value
Hierarchie
Fair Value am
31.12.2019
Aktiva
Projektfinanzierung Amortised
variabel verzinst Cost 181.157 181.157 - - - -
Amortised
Übrige Finanzanlagen Cost 8.721 8.721 - - Stufe 1 10.326
Übrige Finanzanlagen FVTPL 1.889 - - 1.889 Stufe 3 1.889
Übrige Finanzanlagen FVTPL 891 - - 891 Stufe 1 891
Forderungen aus Lieferungen Amortised
und Leistungen Cost 35.913 35.913 - - - -
Finanzielle Amortised
Vermögenswerte Cost 13.128 13.128 - - - -
Liquide Mittel 212.384 212.384 - - - -
Passiva
Amortised
Anleihen fix verzinst Cost 484.731 484.731 - - Stufe 1 508.836
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
Amortised
variabel verzinst Cost 137.952 137.952 - - -
Amortised
fix verzinst Cost 17.000 17.000 - - Stufe 3 16.832
Sonstige
Finanzverbindlichkeiten
fix verzinst Amortised
Cost
15.108 15.108 - - Stufe 3 15.175
Leasingverbindlichkeiten 49.765 49.765 - - -
Verbindlichkeiten aus Amortised
Lieferungen und Leistungen Cost 57.199 57.199 - - -
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
Amortised
Cost
25.569 25.569 - - -
Nach Kategorien:
Financial Assets Amortised
at Amortised Cost Cost 238.919 238.919 - - - -
Financial Assets
at Fair Value through
Profit or Loss FVTPL 2.780 - - 2.780 - -
Liquide Mittel 212.384 212.384 - - - -
Financial Liabilities Amortised
at Amortised Cost Cost 737.559 737.559 - - - -
Bewertungs
kategorie
nach IFRS 9
Buch
werte am
31.12.2018
Bewertung nach IFRS 9
in T€ (Fortgeführte)
Anschaf
fungskosten
Fair Value
erfolgs
neutral
Fair Value
erfolgs
wirksam
Fair-Value
Hierarchie
Fair Value am
31.12.2018
Aktiva
Projektfinanzierung
variabel verzinst
Amortised
Cost
139.892 139.892 - - - -
Übrige Finanzanlagen Amortised
Cost
2.907 2.907 - - Stufe 1 3.394
Übrige Finanzanlagen FVTPL 1.913 - - 1.913 Stufe 3 1.913
Übrige Finanzanlagen FVTPL 823 - - 823 Stufe 1 823
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
Amortised
Cost
48.658 48.658 - - - -
Finanzielle
Vermögenswerte
Amortised
Cost
15.542 15.542 - - - -
Liquide Mittel 200.447 200.447 - - - -
Passiva
Anleihen fix verzinst Amortised
Cost
434.456 434.456 - - Stufe 1 449.329
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
variabel verzinst Amortised
Cost
168.232 168.232 - - -
fix verzinst Amortised
Cost
5.009 5.009 - - Stufe 3 5.007
Sonstige
Finanzverbindlichkeiten
variabel verzinst Amortised
Cost
19 19 - - -
fix verzinst Amortised
Cost
14.452 14.452 - - Stufe 3 14.423
Leasingverbindlichkeiten 123 123 - - -
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
Amortised
Cost
93.661 93.661 - - -
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
Amortised
Cost
30.812 30.812 - - -
Derivate
(ohne Hedge-Beziehung)
FVTPL 33 33 - - -
Nach Kategorien:
Financial Assets
at Amortised Cost
Amortised
Cost
206.999 206.999 - - - -
Financial Assets
at Fair Value through
Profit or Loss
FVTPL 2.736 - - 2.736 - -
Liquide Mittel 200.447 200.447 - - - -
Financial Liabilities
at Amortised Cost
Amortised
Cost
746.641 746.641 - - - -
Financial Liabilities
at Fair Value through
Profit or Loss
FVTPL 33 33 - - - -

Der Buchwert der Finanzinstrumente stellt gemäß IFRS 7.29 einen angemessenen Näherungswert für den Fair Value dar.

Dies mit Ausnahme der im Geschäftsjahr 2019 als Amortised Cost klassifizierten Finanzanlagen, der fix verzinsten Anleihen (Fair-Value-Hierarchie Stufe 1) sowie der fix verzinsten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und den fix verzinsten sonstigen Finanzverbindlichkeiten (Fair-Value-Hierarchie Stufe 3).

Die Fair-Value-Bewertung für die Anleihen erfolgt aufgrund von Börsenkurswerten. Die Kreditverbindlichkeiten und übrigen Finanzanlagen wurden mit der Berechnungsmethode des Discounted Cashflow bewertet, wobei die am 31. Dezember 2019 von Reuters publizierte Zero Coupon Yield Curve zur Diskontierung der Cashflows herangezogen wurde.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

Aus Zinsen Aus Dividenden Aus der
Folgebewertung
Nettoergebnis 2019
11.637
68 - –8 60
–19.743 - 1.089 –18.654
Aus Zinsen Aus Dividenden Folgebewertung Nettoergebnis 2018
3.671
–72 35 –2.400 –2.437
–21.955 - –5.401 –27.356
- - - -
2018
Stand zum 1.1.
Abschreibungen
Zuschreibungen
Verbrauch
4.498 8.450
7.685
10.295
-
-
3.952
Aus der
–6.624
2019
8.450
-
–3.952
-

45. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

2019 2018
Angestellte und gewerbliche Mitarbeiter
Inland 134 139
Ausland 221 544
Mitarbeiter gesamt 355 683
davon Angestellte 323 510
davon gewerbliche Mitarbeiter 32 173
Gesamt vollkonsolidiert 355 683

46. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Transaktionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der Gruppe wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden nicht weiter erläutert. Transaktionen zwischen Unternehmen der Gruppe und ihren at-equity bilanzierten Unternehmen bestehen überwiegend aus Projektentwicklung und Bauführung sowie Darlehensgewährungen und den entsprechenden Zinsverrechnungen und werden in der nachfolgenden Analyse offengelegt:

in T€ Verkauf von Waren
und Leistungen
Erwerb von Waren
und Leistungen
Forderungen Verbindlichkeiten
at-equity bilanzierte
Unternehmen
2019 2018 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Gemeinschaftsunternehmen 29.025 62.540 641 2.346 184.853 138.729 4.434 8.955
davon aus Finanzierungen 9.669 7.462 276 - 161.970 117.170 - -
Assoziierte Unternehmen 26 34 11 15 4.717 7.527 1.724 1.713
davon aus Finanzierungen - 8 4 - 4.717 6.819 - -

Lieferungen an bzw. von nahestehenden Unternehmen und Personen

Neben den at-equity bilanzierten Unternehmen kommen als nahestehende Personen und Unternehmen im Sinne von IAS 24 die PORR AG und deren Tochterunternehmen sowie die Unternehmen der IGO Industries Group und der Strauss-Gruppe in Betracht, da sie bzw. deren beherrschende Rechtsträger aufgrund des bestehenden Syndikats maßgeblichen Einfluss auf UBM haben.

Die Transaktionen im Geschäftsjahr zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der UBM-Gruppe mit Unternehmen der PORR-Gruppe betreffen im Wesentlichen bezogene Bauleistungen.

Bei einer Gesellschaft wurden 100,00 % der Anteile von der PORR-Gruppe gekauft, der Kaufpreis in Höhe von T€ 34 wurde in bar bezahlt, zusätzlich hat die UBM ein unbebautes Grundstück mit einem Kaufpreis in Höhe von T€ 18.000 von einem Unternehmen, welches von einem Aufsichtsratsmitglied beherrscht wird, erworben.

Außerdem wurden im Geschäftsjahr 2019 Zinsen für das Hybridkapital in Höhe von T€ 1.520 (Vorjahr: Hybrid- und Genussrecht T€ 2.339) an die PORR AG bezahlt. Das Hybridkapital wird von der PORR AG gehalten.

Verkauf von Waren
und Leistungen
Erwerb von Waren
und Leistungen
Forderungen Verbindlichkeiten
in T€ 2019 2018 2019 2018 2019 2018 2019 2018
PORR-Gruppe 4.975 5.441 28.408 100.458 368 2.061 5.620 5.434
davon aus Finanzierungen 2 - 1 - - - - -
IGO Industries Group 1 112 4.116 15.581 1 - 311 7.197
Strauss-Gruppe - 479 1 - - - - -
Sonstige - 455 177 178 - - - -

47. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und sonstige Angaben

Die Auswirkungen des Ausbruchs der COVID-19-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der UBM können aufgrund der dynamischen Entwicklungen nach derzeitigem Stand nicht ausreichend beurteilt werden, unterliegen jedoch einer laufenden Evaluierung. Die Effekte der bereits durch die Regierungen getroffenen Maßnahmen (z. B. Reise- und Ausgangsbeschränkungen) auf die Wirtschaft können aber als äußerst signifikant bezeichnet werden. Unmittelbar betroffen ist das Hotel-Pachtgeschäft der UBM, zudem kann es durch temporäre Einschränkungen des laufenden Betriebs bei Geschäftspartnern zu Verzögerungen beim Baufortschritt laufender Projekte oder bei Transaktionen kommen. Die weitere Entwicklung der Nachfragesituation nach Immobilien in den Assetklassen der UBM ist aktuell mit sehr großer Unsicherheit behaftet und kann nicht seriös abgeschätzt werden. Abhängig von Länge und Tiefe der zu erwartenden Rezession kann ein niedriges Zinsniveau die Attraktivität von Immobilieninvestments zwar steigern, gegenläufig könnten allerdings höhere Risikoprämien der Investoren wirken. Die UBM Development hat bereits eine Reihe von Maßnahmen mit der Priorität auf die Gesundheit der Mitarbeiter und die Liquiditätssicherung gesetzt, um für die Auswirkungen der Corona-Krise auf die UBM-Gruppe so gut wie derzeit möglich vorzusorgen.

Der Vorstand von UBM hat den Konzernabschluss am 16. April 2020 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

48. Sonstige Angaben

Die Abschlussprüfung des Konzernabschlussprüfers wurde von der UBM mit einem Betrag von T€ 85 (Vorjahr: T€ 85) vergütet. Weiters hat der Konzernabschlussprüfer für sonstige Leistungen Honorare in Höhe von T€ 127 (Vorjahr: T€ 354) und für sonstige Bestätigungsleistungen Honorare in Höhe von T€ 105 (Vorjahr: T€ 95) erhalten. Die sonstigen Leistungen betreffen im Wesentlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Ausstellung von Comfort Letters und sonstige Beratungsleistungen. Die sonstigen Bestätigungsleistungen umfassen die prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses und Prüfungsleistungen für Tochterunternehmen.

49. Organe der Gesellschaft

Im Folgenden werden die Bezüge der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats von UBM nach Vergütungskategorien aufgegliedert dargestellt:

in T€ Vergütungen des
Vorstands fix
Vergütungen
des Vorstands
variabel1
Sachbezüge Pensionskasse/
Abfertigung
Gesamt 2019
Vergütungen des Vorstands 2019
Mag. Thomas G. Winkler 540 360 12 14 926
DI Martin Löcker 347 240 12 19 618
Dipl.-Ök. Patric Thate 347 240 9 9 605
Gesamt 1.234 840 33 42 2.149
davon kurzfristig fällige Leistungen 1.234 840 33 - 2.107
davon aus Anlass bzw.
nach Beendigung des Vorstandsvertrags
fällige Vergütungen
- - - 42 42
Vergütungen des Aufsichtsrats 2019 - - - - 315

1 voraussichtliche variable Vergütung für 2019, zahlbar in 2020

in T€ Vergütungen des
Vorstands fix
Vergütungen
des Vorstands
variabel1
Sachbezüge Pensionskasse/
Abfertigung
Gesamt 2018
Vergütungen des Vorstands 2018
Mag. Thomas G. Winkler 540 360 12 13 925
DI Martin Löcker 300 200 11 18 529
Dipl.-Ök. Patric Thate 300 200 9 6 515
Gesamt 1.140 760 32 37 1.969
davon kurzfristig fällige Leistungen 1.140 760 32 - 1.932
davon aus Anlass bzw.
nach Beendigung des Vorstandsvertrags
fällige Vergütungen
- - - 37 37
Vergütungen des Aufsichtsrats 2018 - - - - 169

1 voraussichtliche variable Vergütung für 2018, zahlbar in 2019

In diesen Bezügen sind Rückstellungsdotierungen für Pensionen für ehemalige Vorstände nicht enthalten.

Für einen ehemaligen Vorstand besteht, nach Abzug der vorhandenen Wertpapierdeckung, eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 1.252 (Vorjahr: T€ 1.067).

Sowohl für ehemalige als auch für bestehende Vorstände bestehen keine Abfertigungsrückstellungen.

An Mitglieder des Vorstands wurden weder Kredite noch Vorschüsse gewährt.

Im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms 2017 (LTIP) wurden 236.300 (Vorjahr: 236.300) Stück potenzielle Aktien dem Vorstand zugeteilt (siehe Punkt 16). Der Aufwand für das LTIP betrifft mit T€ 503 (Vorjahr: 597) Vorstände.

Mitglieder des Vorstands:

Mag. Thomas G. Winkler, LL.M., Vorsitzender DI Martin Löcker Dipl.-Ök. Patric Thate

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS, Vorsitzender DI Iris Ortner, Vorsitzende-Stellvertretende Dr. Susanne Weiss DI Klaus Ortner Dr. Ludwig Steinbauer Mag. Paul Unterluggauer Hon.-Prof. Dr. Bernhard Vanas MMag. Christian B. Maier (bis 29.5.2019) Dkff. Birgit Wagner (ab 29.5.2019) Martin Kudlicska Hannes Muster Ing. Günter Schnötzinger Johann Kaller (bis 27.5.2019) Anke Duchow (ab 27.5.2019)

Wien, am 16. April 2020

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LL.M. Vorsitzender

DI Martin Löcker Dipl.-Ök. Patric Thate

Beteiligungsspiegel

Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
(31.12.2019)
Anteil in %
indirekt
(31.12.2019)
Kons.
Art
Anteil in %
direkt
(31.12.2018)
Anteil in %
indirekt
(31.12.2018)
Kons.
Art
Tochterunternehmen
"Athos" Bauplanungs- und
Errichtungsgesellschaft m.b.H.
AT EUR Wien 90,00 100,00 V 90,00 100,00 V
"UBM 1" Liegenschafts
verwertung Gesellschaft m.b.H.
AT EUR Wien 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Aiglhof Projektentwicklungs
GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Ariadne Bauplanungs- und
Baugesellschaft m.b.H.
AT EUR Wien 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Bahnhofcenter Entwicklungs-,
Errichtungs- und Betriebs
GmbH
AT EUR Unterpremstätten,
politische Gemeinde
Premstätten
0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Baranygasse Wohnen GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V
BMU Beta Liegenschafts
verwertung GmbH
AT EUR Wien 50,00 100,00 V 50,00 100,00 V
CM Wohnungsentwicklungs
GmbH
AT EUR Wien 94,00 100,00 V 94,00 100,00 V
COLDBEE GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 70,00 V
Donauhof Immobilien
GmbH & Co KG
AT EUR Wien 0,00 90,60 V 0,00 90,60 V
Donauhof Management GmbH AT EUR Wien 0,00 90,00 V 0,00 90,00 V
Dorfschmiede St. Johann
Immobilien GmbH
AT EUR Wien 90,00 100,00 V 90,00 100,00 V
Emiko Beteiligungsverwaltungs
GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
EPS Dike West-IBC GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS Haagerfeldstraße – Business.
Hof Leonding 2 Errichtungs- und
Verwertungs GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS Höhenstraße Immobilien
GmbH
AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS Immobilienmanagement
GmbH
AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
EPS Immobilienmanagement
"Schützenwirt" GmbH & CO KG
AT EUR Innsbruck 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS MARIANNE-HAINISCH
GASSE – LITFASS-STRASSE
Liegenschaftsverwertungs
und Beteiligungsverwaltungs
GmbH & Co KG
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS MARIANNE-HAINISCH
GASSE – LITFASS-STRASSE
Liegenschaftsverwertungs
und Beteiligungsverwaltungs
GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS Office Franzosengraben
GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS Office Franzosengraben
GmbH & Co KG
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Anteil in % Anteil in % Anteil in % Anteil in %
Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz direkt
(31.12.2019)
indirekt
(31.12.2019)
Kons.
Art
direkt
(31.12.2018)
indirekt
(31.12.2018)
Kons.
Art
EPS RINNBÖCKSTRASSE –
LITFASS-STRASSE Liegenschafts
verwertungs- und Beteiligungs
verwaltungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS RINNBÖCKSTRASSE –
LITFASS-STRASSE Liegenschafts -
verwertungs- und Beteiligungs
verwaltungs-GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS Welser Straße 17 – Business.
Hof Leonding 1 Errichtungs
und Beteiligungs GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
EPS Welser Straße 17 – Business.
Hof Leonding 1 Errichtungs- und
Beteiligungs GmbH & Co KG
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Gepal Beteiligungsverwaltungs
GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Gevas Beteiligungsverwaltungs
GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Golera Beteiligungs
verwaltungs GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
GORPO Projektentwicklungs
und Errichtungs-GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Gospela Beteiligungs
verwaltungs GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
IBC Business Center
Entwicklungs- und
Errichtungs-GmbH
AT EUR Unterpremstätten,
politische Gemeinde
Premstätten
0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Impulszentrum Telekom
Betriebs GmbH
AT EUR Unterpremstätten,
politische Gemeinde
Premstätten
30,00 100,00 V 30,00 100,00 V
Jandl
Baugesellschaft m.b.H.
AT EUR Unterpremstätten,
politische Gemeinde
Premstätten
0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Logistikpark Ailecgasse GmbH
MBU Liegenschaftsverwertung
Gesellschaft m.b.H.
AT
AT
EUR
EUR
Wien
Wien
100,00
90,00
100,00
100,00
V
V
100,00
90,00
100,00
100,00
V
V
MLSP Absberggasse
Immobilien GmbH & Co KG
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
ML-ZENTRAL Liegenschafts
verwaltungs GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
MySky Verwertungs
GmbH & Co. OG
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
PII LBS 43 GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Porr – living Solutions GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Projekt Ost – IBC Business
Center Entwicklungs- und
Unterpremstätten,
politische Gemeinde
Errichtungs-GmbH & Co KG
QBC Epsilon SP
AT EUR Premstätten 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Immomanagement GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
QBC Immobilien GmbH & Co
Epsilon KG
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
(31.12.2019)
Anteil in %
indirekt
(31.12.2019)
Kons.
Art
Anteil in %
direkt
(31.12.2018)
Anteil in %
indirekt
(31.12.2018)
Kons.
Art
Rainbergstraße – Immobilien
projektentwicklungs GmbH
AT EUR Wien 99,00 100,00 V 99,00 100,00 V
RBK Wohnbau Projekt
entwicklung GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Sabimo Immobilien GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Sabimo Liebenauer
Hauptstraße GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V
Sabimo Monte Laa Bauplatz 2
GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V
SAINTE CHIONIA GmbH &
Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V
SFZ Freizeitbetriebs-GmbH & Unterpremstätten,
politische Gemeinde
Co KG AT EUR Premstätten 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Unterpremstätten,
politische Gemeinde
SFZ Immobilien GmbH AT EUR Premstätten 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Unterpremstätten,
politische Gemeinde
SFZ Immobilien GmbH & Co KG AT EUR Premstätten 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Siebenbrunnengasse 21
GmbH & Co OG AT EUR Wien 0,00 100,00 V
Somax Beteiligungs
verwaltungs GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
SP Graumanngasse 8–10
Immobilien GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
St. Peter-Straße 14–16 Liegen
schaftsverwertung Ges.m.b.H. AT EUR Wien 50,00 100,00 V 50,00 100,00 V
sternbrauerei-riedenburg
revitalisierung gmbh
UBM - Satteins
AT EUR Wien 99,00 99,00 V 99,00 99,00 V
Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Beteiligungsmanagement
GmbH AT EUR Wien 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM CAL Projekt GmbH AT EUR Wien 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM CAL Projekt GmbH & Co KG AT EUR Wien 94,00 100,00 V 94,00 100,00 V
UBM Development
Österreich GmbH AT EUR Wien 99,96 100,00 V 99,96 100,00 V
UBM Seevillen
Errichtungs-GmbH
AT EUR Wien 100,00 100,00 V
WA Bad Häring
Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
WA Terfens-Roan
Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
WLB Projekt Laaer Berg Liegen
schaftsverwertungs- und
Beteiligungs-GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Wohnpark Laaer Berg Ver
wertungs- und Beteiligungs
GmbH & Co. Bauplatz 4
"blau" Projekt-OG
AT EUR Wien 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Anteil in % Anteil in % Anteil in % Anteil in %
Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz direkt
(31.12.2019)
indirekt
(31.12.2019)
Kons.
Art
direkt
(31.12.2018)
indirekt
(31.12.2018)
Kons.
Art
UBM Developmen
t Bulgaria EOOD BG BGN Sofia 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
ANDOVIEN INVESTMENTS
LIMITED
CY EUR Limassol 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
DICTYSATE INVESTMENTS
LIMITED
CY EUR Limassol 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
AC Offices Klicperova s.r.o. CZ CZK Prag 0,36 100,00 V 0,36 100,00 V
ARSENAL-EUROPE s.r.o. CZ CZK Prag 0,00 100,00 V
Immo Future 6 – Crossing Point
Smichov s.r.o.
CZ CZK Prag 20,00 100,00 V 20,00 100,00 V
KASAVIT III s.r.o. CZ CZK Prag 0,00 100,00 V
Na Záhonech a.s. CZ CZK Prag 30,12 100,00 V 30,12 100,00 V
Paleva s.r.o. v likvidaci CZ CZK Prag 0,00 100,00 V
RE Moskevská spol.s.r.o. CZ CZK Prag 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
TOSAN park a.s. CZ CZK Prag 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM – Bohemia 2 s.r.o. CZ CZK Prag 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM Development Czechia s.r.o. CZ CZK Prag 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM Stodůlky s.r.o. CZ CZK Prag 0,00 100,00 V
ALBA BauProjektManagement
GmbH
DE EUR Oberhaching 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Arena Boulevard
GmbH & Co. KG
DE EUR Berlin 0,00 94,00 V 0,00 94,00 V
Arena Boulevard V
erwaltungs GmbH in Liqu.
DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Baubergerstrasse
GmbH & Co. KG
DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Baubergerstrasse
Verwaltung GmbH
DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
BERMUC Hotelerrichtungs
GmbH
DE EUR München 100,00 100,00 V 94,00 94,00 V
Blitz 01–815 GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Bürohaus Leuchtenbergring
GmbH & Co. Besitz KG
DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
City Objekte München GmbH DE EUR München 0,00 90,00 V 0,00 90,00 V
City Tower Vienna Grundstücks
entwicklungs und Beteiligungs
GmbH in Liqu.
DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Colmarer Straße
GmbH & Co. KG
DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Colmarer Straße
Verwaltungs GmbH
DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Friendsfactory Projekte GmbH DE EUR München 0,00 55,00 V 0,00 55,00 V
GeMoBau Gesellschaft für
modernes Bauen mbH in Liqu.
DE EUR Berlin 0,00 94,00 U 0,00 94,00 U
Immobilien- und Bau
management Stark GmbH & Co.
Stockholmstraße KG
DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
(31.12.2019)
Anteil in %
indirekt
(31.12.2019)
Kons.
Art
Anteil in %
direkt
(31.12.2018)
Anteil in %
indirekt
(31.12.2018)
Kons.
Art
Kaiserleipromenade
GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V
Kühnehöfe Hamburg
GmbH & Co. KG
DE EUR München 0,00 62,99 V 0,00 62,99 V
Kühnehöfe Hamburg
Komplementär GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 80,00 U
Levelingstraße GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V
Levelingstraße Verwaltungs
GmbH
DE EUR München 0,00 100,00 U
Mainz Zollhafen Hotel
GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Mainz Zollhafen
Verwaltungs GmbH
DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Max-Dohrn-Straße
GmbH & Co. KG
DE EUR Berlin 0,00 100,00 V
MG Brehmstrasse BT C
GmbH & Co. KG
DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
MG Projekt-Sendling GmbH DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
MG-Brehmstrasse BT C GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
MG-Brehmstrasse BT C
Komplementär GmbH
DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
MG-Dornach
Bestandsgebäude GmbH
DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
MGO I Development
GmbH & Co.KG
DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
MGO II Development
GmbH & Co. KG
DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Münchner Grund Riem GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Oben Borgfelde Projekt
GmbH & Co. KG
DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Oben Borgfelde
Verwaltungs GmbH
DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Schloßhotel Tutzing GmbH DE EUR Starnberg 0,00 94,00 V 0,00 94,00 V
SIL Realinvest GmbH DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
SONUS City GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 84,00 V 0,00 84,00 V
SONUS City Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
SONUS II Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Stadtgrund Bauträger GmbH DE EUR Berlin 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Grünwald, Landkreis
Top Office Munich GmbH DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Development
Deutschland GmbH
DE EUR München 94,00 94,00 V 94,00 94,00 V
UBM Holding
Deutschland GmbH
DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM Invest AG DE EUR München 100,00 100,00 V
UBM Invest Deutschland GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM Leuchtenbergring GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
(31.12.2019)
Anteil in %
indirekt
(31.12.2019)
Kons.
Art
Anteil in %
direkt
(31.12.2018)
Anteil in %
indirekt
(31.12.2018)
Kons.
Art
Unterbibergerstrasse
GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Unterbibergerstrasse
Verwaltung GmbH
DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U
Sitnica drustvo s ogranicenom
odgovornoscu za usluge
HR HRK Samobor 83,89 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM d.o.o. za poslovanje
nekretninama
HR HRK Zagreb 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Gamma Real Estate
Ingtalanfejlesztö és – hasznositó
Korlátolt Felelösségü Társaság
HU HUF Budapest 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Development Hungary
Korlátolt Felegösségü Társaság
HU HUF Budapest 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM Development
Netherlands B.V.
NL EUR Amsterdam 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM Kneuterdijk B.V. NL EUR Amsterdam 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
"UBM Residence Park Zako
pianka" Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia
PL PLN Krakau 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Bartycka Real Estate Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
FMZ Gdynia Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 70,30 100,00 V 70,30 100,00 V
FMZ Lublin Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 70,00 V
FMZ Sosnowiec Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 55,00 V
Ligustria 12 Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Oaza Kampinos Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
PBP IT-Services Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Poleczki Development Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Poleczki Lisbon Office Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Poleczki Madrid Office Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 99,00 V
Poleczki Parking House Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 99,00 V 0,00 99,00 V
Poplar Company Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Development Polska
Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM GREEN DEVELOPMENT
SPÓLKA Z OGRANICZONA
ODPOWIEDZIALNOSCIA
PL PLN Warschau 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
(31.12.2019)
Anteil in %
indirekt
(31.12.2019)
Kons.
Art
Anteil in %
direkt
(31.12.2018)
Anteil in %
indirekt
(31.12.2018)
Kons.
Art
UBM Hotel Granary Spólka z
ograniczona odpowiedzial
noscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Mogilska Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Nowy Targ Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Riwiera 2 Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM RIWIERA 2 Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
BIS Spólka komandytowa
PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Riwiera 2 Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
Spólka komandytowa PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
UBM Twarda Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V
UBM Zielone Tarasy Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Krakau 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Yavin BIS Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 99,00 V 0,00 99,00 V
Yavin Holding Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 99,00 V 0,00 99,00 V
Yavin Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia PL PLN Poznan 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
Lamda Imobiliare SRL RO RON Bukarest 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V
M Logistic Distribution S.R.L. RO RON Bukarest 100,00 100,00 V
UBM Development Romania s.r.l. RO RON Bukarest 99,15 100,00 V 99,15 100,00 V
UBM Development Slovakia s.r.o. SK EUR Bratislava 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
UBM Koliba s.r.o. SK EUR Bratislava 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V
Tovarystvo z obmezhenoju
vidpovidalnistu "UBM Ukraine" UA UAH Kiew 100,00 100,00 U 100,00 100,00 U
Assoziierte Unternehmen
ASA - Projektentwicklung - GmbH AT EUR Wien 0,00 49,35 E/A 0,00 49,35 E/A
CCG Immobilien GmbH AT EUR Werndorf 0,00 50,00 E/A
Ehrenhausen Bauträger GmbH AT EUR Bad Gleichenberg 0,00 30,00 E/A
Palais Hansen Immobilien
entwicklung GmbH AT EUR Wien 0,00 33,57 E/A 0,00 33,57 E/A
CAMG Zollhafen HI IV V Grünwald, Landkreis
GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 49,90 E/A 0,00 49,90 E/A
CAMG Zollhafen HI IV V Grünwald, Landkreis
Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 49,90 U 0,00 49,90 U
German Hotel Verwaltungs Grünwald, Landkreis
GmbH DE EUR München 0,00 47,00 U 0,00 47,00 U
Wäh Anteil in %
direkt
Anteil in %
indirekt
Kons. Anteil in %
direkt
Anteil in %
indirekt
Kons.
Gesetzlicher Name Land rung Sitz (31.12.2019) (31.12.2019) Art (31.12.2018) (31.12.2018) Art
Gemeinschaftsunternehmen
CCG Nord Projektentwicklung
GmbH
AT EUR Werndorf 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
CCG Nord Projektentwicklung
GmbH & Co KG
AT EUR Werndorf 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
FWUBM Management GmbH AT EUR Wien 50,00 50,00 E/G 50,00 50,00 E/G
FWUBM Services GmbH AT EUR Wien 50,00 50,00 E/G 50,00 50,00 E/G
Glamas Beteiligungsverwal
tungs GmbH & Co "Beta" KG
AT EUR Wien 0,00 33,34 E/A 0,00 26,67 E/A
Jochberg Hotelprojektent
wicklungs- und Beteiligungs
verwaltungs GmbH
AT EUR Jochberg 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Jochberg Hotelprojektent
wicklungs- und Beteiligungs
verwaltungs GmbH & Co KG
AT EUR Jochberg 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
Jochberg Kitzbüheler Straße
Errichtungs und Beteiligungs
verwaltungs GmbH & Co KG
AT EUR Wien 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
Jochberg Kitzbüheler Straße
Errichtungs- und Beteiligungs
verwaltungs GmbH
AT EUR Wien 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Karlauerstraße 57 Projektent
wicklungs GmbH
AT EUR Wien 0,00 70,00 E/G 0,00 70,00 E/G
Karlauerstraße 57 Projektent
wicklungs GmbH & Co KG
AT EUR Wien 0,00 71,80 E/G 0,00 71,80 E/G
Kelsenstraße 5 Immobilien
GmbH
AT EUR Wien 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Kelsenstraße 5 Immobilien
GmbH & Co KG
AT EUR Wien 0,00 47,00 E/G 0,00 47,00 E/G
Kelsenstraße 7 Immobilien
GmbH
AT EUR Wien 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Kelsenstraße 7 Immobilien
GmbH & Co KG
AT EUR Wien 0,00 47,00 E/G 0,00 47,00 E/G
LiSciV Muthgasse
GmbH & Co KG
Murgalerien Errichtungs- und
AT EUR Wien
Unterpremstätten,
politische Gemeinde
0,00 33,34 E/A 0,00 26,67 E/A
Verwertungs-GmbH AT EUR Premstätten 0,00 50,00 E/G
Nordbahnhof-Vierte
Wohnungs-GmbH
AT EUR Wien 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
PEM Projektentwicklung
Murgalerien GmbH
AT EUR Unterpremstätten,
politische Gemeinde
Premstätten
0,00 50,00 U
QBC Alpha SP
Immomanagement GmbH
AT EUR Wien 0,00 65,00 E/G 0,00 65,00 E/G
QBC Gamma SP
Immomanagement GmbH
AT EUR Wien 0,00 65,00 E/G 0,00 65,00 E/G
QBC Immobilien GmbH AT EUR Wien 0,00 78,98 E/G 0,00 78,98 E/G
QBC Immobilien GmbH & Co
Alpha KG
AT EUR Wien 0,00 67,10 E/G 0,00 67,10 E/G
Anteil in % Anteil in % Anteil in % Anteil in %
Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz direkt
(31.12.2019)
indirekt
(31.12.2019)
Kons.
Art
direkt
(31.12.2018)
indirekt
(31.12.2018)
Kons.
Art
QBC Immobilien GmbH & Co
Omega KG AT EUR Wien 0,00 67,10 E/G 0,00 67,10 E/G
QBC Immobilien GmbH & Co
Zeta KG
QBC Omega SP
AT EUR Wien 0,00 80,24 E/G 0,00 80,24 E/G
Immomanagement GmbH AT EUR Wien 0,00 65,00 E/G 0,00 65,00 E/G
Rankengasse 28 Projekt
entwicklungs GmbH AT EUR Wien 0,00 70,00 E/G 0,00 70,00 E/G
Rankengasse 28 Projekt
entwicklungs GmbH & Co KG
AT EUR Wien 0,00 71,80 E/G 0,00 71,80 E/G
Rosenhügel Entwicklungs-,
Errichtungs- und Verwertungs
gesellschaft mbH AT EUR Wien 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Rosenhügel Entwicklungs-,
Errichtungs- und Verwertungs
gesellschaft mbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
Seeresidenz am Wolfgangsee
Beteiligungsverwaltung GmbH AT EUR Wien 0,00 45,00 E/G 0,00 45,00 E/G
Seeresidenz am Wolfgangsee
Projektentwicklungs- und
Errichtungs GmbH AT EUR Wien 0,00 45,00 U 0,00 45,00 U
Soleta Beteiligungsverwaltungs
GmbH AT EUR Wien 0,00 33,34 U 0,00 26,67 U
Storchengrund GmbH in Liqu. AT EUR Wien 0,00 50,00 U
UBM hotels Management GmbH AT EUR Wien 50,00 50,00 E/G 50,00 50,00 E/G
W 3 Errichtungs- und
Betriebs-Aktiengesellschaft
WA Kufstein Salurnerstraße
AT EUR Wien 26,67 80,00 E/G 26,67 80,00 E/G
Immobilen GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 75,00 E/G 0,00 75,00 E/G
Wohnanlage Andritz –
Stattegger Straße 2 GmbH AT EUR Graz 0,00 51,00 E/G 0,00 51,00 E/G
Wohnanlage EZ 208 KG
Andritz GmbH
AT EUR Graz 0,00 51,00 E/G 0,00 51,00 E/G
Wohnanlage Geidorf –
Kahngasse GmbH AT EUR Graz 50,00 50,00 E/G 50,00 50,00 E/G
Wohnanlage Karlauerstraße 27
GmbH AT EUR Wien 0,00 50,10 E/G
Grafická 1 s.r.o. CZ CZK Prag 50,00 50,00 E/G 50,00 50,00 E/G
Sugar Palace Op Co s.r.o. CZ CZK Prag 75,00 75,00 E/G
Sugar Palace Prop Co s.r.o. CZ CZK Prag 75,00 75,00 E/G 100,00 100,00 V
ACC Berlin Konferenz Betriebs
GmbH in Liqu.
DE EUR Berlin 50,00 50,00 E/G
Grünwald, Landkreis
Anders Wohnen GmbH DE EUR München 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
AVALERIA Beteiligungs
gesellschaft mbH DE EUR Düsseldorf 0,00 40,00 U 0,00 40,00 U
AVALERIA Hotel HafenCity
GmbH & Co. KG
DE EUR Düsseldorf 0,00 37,92 E/G 0,00 37,92 E/G
CentralTower Berlin GmbH DE EUR Berlin 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
German Hotel II Grünwald, Landkreis
Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
(31.12.2019)
Anteil in %
indirekt
(31.12.2019)
Kons.
Art
Anteil in %
direkt
(31.12.2018)
Anteil in %
indirekt
(31.12.2018)
Kons.
Art
German Hotel III
Verwaltungs GmbH
DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
German Hotel Invest II
GmbH & Co. KG
DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
German Hotel Invest III
GmbH & Co. KG
DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
German Hotel Invest IV
GmbH & Co. KG
DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
German Hotel IV Verwaltungs
GmbH
DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Lilienthalstraße Wohnen GmbH
Münchner Grund und
Baywobau
DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
MGH Potsdam I GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
MGH Potsdam
Verwaltungs GmbH
DE EUR Berlin 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
MGR Thulestraße
GmbH & Co. KG
DE EUR Berlin 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
MGR Thulestraße
Verwaltungs GmbH
DE EUR Berlin 0,00 50,00 U 0,00 50,00 U
Obersendlinger Grund
GmbH & Co. KG
DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 30,00 E/G 0,00 30,00 E/G
Obersendlinger Grund
Verwaltungs GmbH
DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 30,00 U 0,00 30,00 U
UBX 1 Objekt Berlin GmbH DE EUR München 50,00 50,00 E/G 50,00 50,00 E/G
HOTEL PARIS II S.A.R.L. FR EUR Marne la Vallée 50,00 50,00 E/G
UBX Development (France)
Societé par actions simplifiée
FR EUR Magny le Hongre
Cedex 4
50,00 50,00 E/G
Rosebud Holding S.A.S. LU EUR Luxemburg 50,00 50,00 U
Styria B.V. NL EUR Amsterdam 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
"SOF Hotel Operations"
Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia
PL PLN Krakau 0,00 50,00 E/G 0,00 50,00 E/G
Berlin Office Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G 0,00 74,00 E/G
Lanzarota Investments
Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 34,00 50,00 E/G 34,00 50,00 E/G
Poleczki Amsterdam
Office Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G 0,00 74,00 E/G
Poleczki Vienna Office Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G 0,00 74,00 E/G
Warsaw Office Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G 0,00 74,00 E/G
Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
(31.12.2019)
Anteil in %
indirekt
(31.12.2019)
Kons.
Art
Anteil in %
direkt
(31.12.2018)
Anteil in %
indirekt
(31.12.2018)
Kons.
Art
Sonstige Beteiligungen
STRAUSS & CO.
Development GmbH
DE EUR Berlin 0,00 6,00 U 0,00 6,00 U
ZAO "AVIELEN A.G." RU RUB St. Petersburg 0,00 10,00 U 0,00 10,00 U

Legende:

V = vollkonsolidierte Unternehmen

E/A = at-equity konsolidierte assoziierte Unternehmen

E/G = at-equity konsolidierte Gemeinschaftsunternehmen

U = untergeordnete Unternehmen

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der UBM Development AG, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung samt der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzerngeldflussrechnung und der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie der Ertragslage des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

  1. Bewertung des Immobilienvermögens

  2. Bewertung von Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen und Projektfinanzierungen

1. Bewertung des Immobilienvermögens

Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen

Der Großteil der Vermögenswerte des Konzerns ist in Immobilien gebunden und wird in den Positionen Sachanlagen, Finanzimmobilien, Vorräte und Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. In Summe enthalten diese Bilanzposten Immobilienwerte in Höhe von rund € 745 Mio., das sind rund 56 % der Bilanzsumme. Diese Wertansätze sind weitgehend abhängig vom beizulegenden Zeitwert der Immobilien zum Bilanzstichtag. Während die Finanzimmobilien und die gem IFRS 5 zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts gem IAS 40 mit diesem Wert bilanziert werden, ist der beizulegende Zeitwert bei den übrigen Vermögenspositionen gem IAS 2 und IAS 16 als Vergleichsmaßstab für eine erforderliche Abwertung des Buchwerts der Immobilien heranzuziehen. Für Immobilien die gem. IFRS 15 in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als Vertragsvermögenswert unter Anwendung der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung ausgewiesen werden, erfolgt die Bilanzierung auf Basis des vertraglichen Vergütungsanspruches unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades, welcher aus der Planungsrechnung ermittelt wird.

Mangels verfügbarer Preise auf einem aktiven Markt erfolgt die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte weitgehend durch Ertragswertverfahren, insbesondere durch die Term- and Reversions Methode. Für Immobilien in Entwicklung wird grundsätzlich die Residualwertmethode angewandt. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Schätzung der wesentlichen wertbeeinflussenden Faktoren wie Zinssätze, erwartete Miet- und Kapitalflüsse, Baukosten bis zur Fertigstellung und Developer-Gewinn abhängig.

Das Risiko für den Konzernabschluss besteht im Wesentlichen in der Schätzung dieser zukünftigen Kapitalflüsse und Zinssätze, welche von zukünftigen Markt- und Wirtschaftsentwicklungen beeinflusst werden. Die Bewertungen des Immobilienvermögens, und der daraus resultierenden Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung sind daher mit Unsicherheiten behaftet. In Bezug auf die unter Anwendung von IFRS 15 bilanzierten Immobilien besteht das Risiko für den Konzernabschluss im Wesentlichen darin, dass die für die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erforderlichen Annahmen und Schätzungen in Bezug auf die Gesamtinvestitionskosten unsicher sind.

Verweis auf weitergehende Informationen

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Immobilienvermögens finden sich in Kapitel 4. (Bilanzierungsund Bewertungsmethoden) des Konzernanhangs. Kapitel 5. (Ermessensausübungen und Schätzungen) enthält Angaben zu wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und verweist hinsichtlich Finanzimmobilien und Vorratsimmobilien auf die entsprechenden Kapitel 19. und 23. des Konzernanhangs. In Kapitel 19. (Finanzimmobilien) ist neben einer Entwicklung und Überleitung der Finanzimmobilien nach Assetklassen eine Tabelle mit den wesentlichen Inputfaktoren der Fair Value-Ermittlung enthalten. Der Abschnitt Vorräte (23.) enthält Angaben zum Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Immobilien und Wertminderungen. Durchgeführte Auf- und Abwertungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. im Posten 11. (Sonstige betrieblich Aufwendungen) des Konzernanhangs dargestellt. Kapitel 24. (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) enthält Angaben zu Vertragsvermögenswerten und in diesem Zusammenhang angesetzten Teilgewinnen.

Prüferisches Vorgehen

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird über-wiegend von externen Gutachtern, zum Teil aber auch durch interne Bewertungen vorgenommen. Zum 31.12.2019 wurden Finanz-, Vorrats- und Sachanlageimmobilien mit einem Buchwert von rd € 523 Mio. durch externe Gutachter bewertet. Für die unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Immobilien in Höhe von rd € 65 Mio. standen darüber hinaus Kaufverträge sowie Planungsrechnungen zur Verfügung.

Finanzimmobilien werden grundsätzlich ab Überschreiten einer Geringfügigkeitsschwelle, Vorratsimmobilien und Immobilien des Sachanlagevermögens sofern Anhalts-punkte für Wertminderungen gegeben sind, durch einen externen Gutachter ermittelt. Im Rahmen der Prüfung haben wir die Angemessenheit der Kriterien und die konkrete Auswahl der externen Bewertungen kritisch gewürdigt.

Die Stichprobenauswahl der von uns geprüften Bewertungen erfolgte anhand quantitativer und qualitativer Kriterien, wobei insbesondere Immobilien mit wesentlichen Auf- und Abwertungen detaillierten Prüfungshandlungen unterzogen wurden. Weitere wesentliche qualitative Kriterien waren die geographische Lage und die Assetklasse der Immobilie sowie Immobilien mit spezifischen Risiko- und Unsicherheitsfaktoren.

Immobilienabgänge und die daraus resultierenden Gewinne und Verluste wurden mit den jeweiligen Kaufverträgen und Werten gemäß dem letzten Abschluss verglichen. Sofern Kaufverträge Anpassungsklauseln oder ähnliches beinhalten, wurden diese einer kritischen Würdigung unterzogen.

Für die nach IFRS 15 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanzierten Immobilien wurden die vorhandenen Kaufverträge zum Nachweis des Vergütungsanspruches geprüft. Die Annahmen in Bezug auf die Gesamtinvestitionskosten, anhand derer sich die Höhe der Fertigstellungsgrade bemisst, wurden mit dem Management diskutiert und kritisch gewürdigt.

Für die Stichprobe der geprüften Bewertungen wurden von unseren Immobilienbewertungsspezialisten folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:

  • Beurteilung der Objektivität, Unabhängigkeit und Expertise der externen Gutachter.
  • Beurteilung der Bewertungsmethode und Übereinstimmung mit den anzuwendenden international anerkannten Standards. Insbesondere für die Anwendbarkeit des Residualwertverfahrens noch nicht fertig gestellter Projekte wurde geprüft, ob die wesentlichen Annahmen hinsichtlich erwarteter Entwicklungskosten und Verwertungsmöglichkeiten mit hinreichender Sicherheit und plausibel ab-schätzbar waren.
  • Kritische Würdigung der Bewertungszinssätze und deren Veränderung im Zeitablauf. Dabei wurden die Renditen mit nach Lage und Assetklasse vergleichbaren Transaktionen und Bewertungen verglichen. Innerhalb der beobachteten Bandbreiten wurde geprüft, ob Änderungen des Zinssatzes zu Vorperioden aufgrund der Marktgegebenheiten bzw. der objektspezifischen Eigenschaften gerechtfertigt waren und konsistent angewendet wurden.
  • Sonstige wesentliche Inputfaktoren der Bewertung wie Mieterlöse, Leerstandsraten und Instandhaltungsaufwendungen wurden von unseren Immobi-lienexperten allgemein auf Basis vergleichbarer Markt- und Erfahrungssätze auf Plausibilität geprüft. Darüber hinaus wurden die verwendeten Daten objektspezifisch stichprobenartig mit zu Grunde liegenden Informationen wie bspw dem aktuellen Vermietungsstatus oder Pachterlösen abgeglichen. Bei Immobilien in Entwicklung wurden die in den Gutachten angeführten erwarteten Baukosten bis zur Fertigstellung mit den Baukosten von vergleichbaren Objekten verglichen und der bei der Wertermittlung abgezogene Developer-Gewinn hin-sichtlich der Marktüblichkeit für vergleichbare Objekte gewürdigt.
  • Darüber hinaus wurden die Erwartungshaltungen, Änderungen und Auffälligkeiten hinsichtlich wesentlicher Inputfaktoren und Wertenwicklungen einzelner Immobilien sowohl im Vorfeld der Bewertung als auch nach Vorliegen der Bewertungsergebnisse in Besprechungen mit dem Management und den für die Bewertungen verantwortlichen Mitarbeitern besprochen und insbesondere auf Basis von Vergleichstransaktionen und Markterfahrungen kritisch hinterfragt. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf Veränderungen gelegt, welche nicht unseren Erwartungen entsprachen.

2. Bewertung von Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen und Projektfinanzierungen

Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen Neben dem Immobilienvermögen in vollkonsolidierten Konzerngesellschaften bilden die Buchwerte der at Equity Beteiligungen und die in diesen Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen gebundenen Projektfinanzierungen den Schwerpunkt des Konzernvermögens. Zusammen betragen diese Vermögenswerte zum 31.12.2019 rd € 301 Mio., ds rd 23 % der Bilanzsumme.

Dabei handelt es sich vorwiegend um in- und ausländische Immobilien-Projektgesellschaften, welche die von der UBM zur Verfügung gestellten Mittel zur Finanzierung von Immobilienanschaffungen und Investitionen verwenden. Bewertung und Werthaltigkeit der at Equity Beteiligungen und Projektfinanzierungen beruhen daher im Wesentlichen auf der Werthaltigkeit der in den Projektgesellschaften gehaltenen Immobilien. Während in at Equity Beteiligungen gehaltene Finanzimmobilien zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind und die Ergebnisse daraus für den Konzernanteil übernommen und fortgeschrieben werden, dient der beizulegende Zeitwert für die anderen Immobilienkategorien und Projektfinanzierungen als Vergleichsmaßstab für die Beurteilung der Werthaltigkeit der Buchwerte. Für Immobilien die gem. IFRS 15 unter Anwendung der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung ausgewiesen werden, erfolgt die Bilanzierung auf Basis des vertraglichen Vergütungsanspruches unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades, welcher aus der Planungsrechnungen ermittelt wird.

Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung wird für die in den Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen gehaltenen Immobilien der beizulegende Zeitwert ermittelt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt überwiegend durch Ertragswertverfahren, insbesondere durch die Term- and Reversions Methode. Für Immobilien in Entwicklung wird grundsätzlich die Residualwertmethode angewandt. Das Ergebnis der Bewertungen ist in hohem Maße von der Schätzung der wesentlichen wertbeeinflussenden Faktoren wie Zinssätze, erwartete Miet- und Kapitalflüsse, Baukosten bis zur Fertigstellung und Developer-Gewinn abhängig.

Das Risiko für den Konzernabschluss besteht im Wesentlichen in der Schätzung dieser zukünftigen Kapitalflüsse und Zinssätze, welche von zukünftigen Markt- und Wirtschaftsentwicklungen beeinflusst werden. In Bezug auf die unter Anwendung von IFRS 15 bilanzierten Immobilien besteht das Risiko im Wesentlichen darin, dass die für die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erforderlichen Annahmen und Schätzungen in Bezug auf die Gesamtinvestitionskosten unsicher sind. Die Bewertungen der at Equity Beteiligungen und Projektfinanzierungen und der daraus resultierenden Ergebnisanteile, Abschreibungen oder Zuschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung sind daher mit Unsicherheiten behaftet.

Verweis auf weitergehende Informationen

Kapitel 4. (Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) des Konzernanhangs enthält Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der at Equity Beteiligungen und Projektfinanzierungen. In Kapitel 20. (Beteiligungen an at Equity bilanzierten Unternehmen) sind Angaben über Buchwerte und Anteile am Jahresergebnis sowie für wesentliche Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen weitere Angaben zur Vermö-gens-, Finanz- und Ertragslage enthalten. Kapitel 21. und 44. enthalten Angaben zu Buchwerten, Wertberichtungen und deren Entwicklung für Projektfinanzierungen.

Prüferisches Vorgehen

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der in Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen gehaltenen Immobilien erfolgt analog der Bewertung des Immobilienvermögens. Sie erfolgt daher überwiegend durch Beauftragung von externen Gutachtern, wobei externe Gutachten grundsätzlich ab Überschreiten einer Geringfügigkeitsgrenze bzw bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung durchgeführt werden. Im Rahmen der Prüfung haben wir die Angemessenheit der Kriterien und die konkrete Auswahl der externen Gutachten geprüft.

Analog dem Prüfvorgehen für das Immobilienvermögen haben wir anhand quantitativer und qualitativer Kriterien eine Stichprobenauswahl für die Überprüfung der Bewertungen gezogen. Für diese Stichprobe haben unsere Immobilienbewertungsspezialisten Prüfungshandlungen analog der Prüfungshandlungen für das Immobilienvermögen durchgeführt. Für die nach IFRS 15 bilanzierten Immobilien wurden die vorhandenen Kaufverträge zum Nachweis des Vergütungsanspruches geprüft. Die Annahmen in Bezug auf die Gesamtinvestitionskosten, anhand derer sich die Höhe der Fertigstellungsgrade bemisst, wurden mit dem Management diskutiert und kritisch gewürdigt.

Darüber hinaus haben wir die at Equity Ergebnisermittlung und Fortschreibung sowie die Ermittlung des Nettovermögens der Projektgesellschaften und die daraus abgeleite-ten Abschreibungen und Zuschreibungen der Beteiligungen und Projektfinanzierungen durch Vergleich mit den Buchwerten geprüft. Die Werthaltigkeit der at Equity Beteiligungen und Projektfinanzierungen werden dabei je Gesellschaft gemeinsam bewertet und geprüft.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigten, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen an¬gemessen sind, je-doch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes, der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und — sofern einschlägig damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Konzernabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheint. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 19. Juni 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2002 Abschlussprüfer.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Wir haben zusätzlich zur Konzernabschlussprüfung für die geprüfte Gesellschaft und für von dieser beherrschte Unternehmen keine Leistungen erbracht, die nicht im Konzernabschluss oder im Konzernlagebericht angegeben worden sind.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Markus Trettnak.

Wien, am 16. April 2020

BDO Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Markus Trettnak

Mag. Gerhard Fremgen

Wirtschaftsprüfer

Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

Gewinnverwendung

Das Geschäftsjahr 2019 der UBM Development AG schließt mit einem Bilanzgewinn von € 19.434.795,91. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende in Höhe von € 2,20 je Stückaktie, das sind bei 7.472.180 Stückaktien in Summe € 16.438.796,00, auszuschütten und den Restgewinn in Höhe von € 2.995.999,91 auf neue Rechnung vorzutragen.

Bei zustimmender Beschlussfassung der Hauptversammlung über diesen Gewinnverwendungsvorschlag erfolgt die Auszahlung der Dividende von € 2,20 pro Stückaktie ab 5. Juni 2020 nach Maßgabe der steuergesetzlichen Bestimmungen durch Gutschrift der depotführenden Bank. Als Hauptzahlstelle fungiert die Erste Group Bank AG.

Wien, am 16. April 2020

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LL.M. Vorsitzender

DI Martin Löcker Dipl.-Ök. Patric Thate

Bilanzeid

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 124 Abs. 1 iVm Abs. 2 Börsegesetz 2018 – Konzernabschluss

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns als Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt, sowie dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wien, am 16. April 2020

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LL.M. Vorsitzender

DI Martin Löcker Dipl.-Ök. Patric Thate

Glossar

ATX Leitindex der Wiener Börse (Austrian Traded Index)
BGF Bruttogeschoßfläche
BIP Bruttoinlandsprodukt
BREEAM Britisches Bewertungssystem für ökologische und soziokulturelle Aspekte
der Nachhaltigkeit von Gebäuden (= Building Research Establishment Limited
Assessment Method)
Brownfield-Entwicklung Entwicklung auf einer Fläche, die bereits als Industriefläche bebaut wurde,
aber nicht mehr genutzt wird; der Boden kann Verunreinigungen enthalten
CEE/SEE Mittel- und Osteuropa/Süd- und Osteuropa
COVID-19 Coronavirus Disease 2019; eine durch das Coronavirus SARS-CoV-2
verursachte Viruserkrankung
DAX Leitindex der Deutschen Börse (Deutscher Aktienindex)
DBO Defined Benefit Obligation
DGNB Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
Dividendenrendite Dividende je Aktie im Verhältnis zum Aktienkurs
DSGVO Datenschutzgrundverordnung der EU
EBIT Betriebsergebnis (Earnings Before Interest and Taxes)
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögensgegenstände (Earnings before Interest, Taxes,
Depreciation and Amortisation)
EBT Ergebnis vor Ertragsteuern (Earnings before Taxes)
Eigenkapitalquote Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme
EURO STOXX 50 Aktienindex, der 50 große börsennotierte Unternehmen der Eurozone beinhaltet
Executive Committee Repräsentiert das Führungsteam von UBM; es umfasst die drei Vorstände sowie
aktuell 18 länder- und bereichsübergreifend ausgewählte Führungskräfte
FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung
Forward-Verkauf Verkauf von Projektentwicklungen vor Fertigstellung
FVTPL Fair Value through Profit or Loss
Gesamtleistung Summe der Umsatzerlöse sowohl der vollkonsolidierten als auch der at-equity
konsolidierten Gesellschaften sowie den Verkaufserlösen bei Share Deals jeweils
entsprechend der Höhe der Beteiligung der UBM
Greenfield-Entwicklung Entwicklung auf einer unbebauten Fläche, z. B. ein Stück Land wie Wälder, Wiesen
IAS Internationale Rechnungslegungsstandards (International Accounting Standards)
IATX Immobilien Austrian Traded Index; Immobilienindex, der die bedeutendsten,
an der Wiener Börse notierten Immobilienunternehmen enthält
IFRS Internationale Rechnungslegungsstandards (International Financing Reporting
Standards)
IHG InterContinental Hotels Group PLC ist eine britische Hotelkette, zu der u. a.
Holiday Inn, Holiday Inn Express oder VOCO gehören
Impairment-Test Gemäß IAS 36 erfolgt eine Wertfeststellung von Vermögenswerten über einen
regelmäßigen Test, der zwischenzeitliche Wertminderungen des Vermögenswerts
eruiert und gegebenenfalls zu Anpassungsbuchungen führt
IWF Internationaler Währungsfonds
KGV Kurs-Gewinn-Verhältnis, Aktienkurs im Verhältnis zum Ergebnis je Aktie
kWh Kilowattstunden
LEED Amerikanisches Bewertungssystem für ökologische und soziokulturelle Aspekte
der Nachhaltigkeit von Gebäuden (= Leadership in Energy and Environmental
Design)
Marktkapitalisierung Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien (Market Cap)
MSCI World Aktienindex, der über 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern beinhaltet
NaDiVeG Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz
Nettoverschuldung Langfristige und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten exkl. Leasingverbindlichkeiten
minus liquide Mittel
ÖCGK Österreichischer Corporate Governance Kodex
PoC-Methode Auf Basis der Percentage-of-Completion-Methode erfolgt eine Gewinnrealisierung
zeitraumbezogen auf Basis des Fertigstellungsgrads
Prime Market Marktsegment der Wiener Börse AG mit den höchsten Publizitäts- und
Transparenzanforderungen
QBC Quartier Belvedere Central; Stadtentwicklungsprojekt in der Nähe des Wiener
Hauptbahnhofs bestehend aus Büros, Wohnungen, Hotels und Gastronomie
Responsible Sourcing Verantwortungsvolle Beschaffung von Ressourcen
Sustainability Benchmarks Zielsetzungen des Unternehmens für nachhaltiges Bauwesen
THG-Emissionen Treibhausgas-Emissionen

Kontakt

Investor Relations & Unternehmenskommunikation

Mag. (FH) Anna Vay, CEFA Tel: +43 (0) 664 626 1314 [email protected] [email protected]

Impressum

Medieninhaber und Herausgeber

UBM Development AG Laaer-Berg-Straße 43, 1100 Wien, Österreich Tel: +43 (0) 50 626-2600 www.ubm-development.com

Konzept, Gestaltung, Redaktion und Lektorat

UBM Development AG, Investor Relations & Corporate Communications

be.public Corporate & Financial Communications GmbH Heiligenstädter Straße 50, 1190 Wien, Österreich www.bepublic.at

Tobias Sckaer

Erstellt mit ns.publish von Multimedia Solutions AG, Zürich

Druck

Gerin Druck GmbH Gerinstraße 1–3 2120 Wolkersdorf

Disclaimer

Dieser Geschäftsbericht enthält auch zukunftsbezogene Aussagen, die auf gegenwärtigen, nach bestem Wissen vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen des Managements der UBM Development AG beruhen. Angaben unter Verwendung der Worte "Erwartung" oder "Ziel" oder ähnliche Begriffe und Formulierungen deuten auf solche zukunftsbezogenen Aussagen hin. Zukunftsbezogene Aussagen enthalten naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Die Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens beziehen, stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der im Rahmen der Erstellung des Geschäftsberichts vorhandenen Informationen gemacht wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder unerwartet Risiken in nicht kalkulierter bzw. nicht kalkulierbarer Höhe eintreten, so können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Einschätzungen, Annahmen und Prognosen abweichen.

Maßgebliche Faktoren für ein solches Abweichen können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Österreich und der EU sowie Veränderungen in der Branche sein. Die UBM Development AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Einschätzungen und Annahmen übereinstimmen werden. Die UBM Development AG wird diese zukunftsbezogenen Aussagen nicht aktualisieren, weder aufgrund geänderter tatsächlicher Umstände noch aufgrund geänderter Annahmen oder Erwartungen.

Der Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2019 wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, um die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben in allen Teilen möglichst sicherzustellen. Die Kennzahlen wurden kaufmännisch gerundet. Rundungs-, Satz- und Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden.

Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Geschäftsbericht auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Personenbegriffe verzichtet und die männliche Form angeführt. Gemeint und angesprochen sind immer beide Geschlechter.

Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Fassung vor und steht in beiden Sprachen auf der Internetseite der UBM Development AG zur Verfügung. Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung des Geschäftsberichts maßgeblich.

UBM

Geschäftsbericht 2019

inhalt.

Lagebericht

  • Gesamtwirtschaftliches Umfeld
  • Entwicklung der Immobilienmärkte
  • Geschäftsverlauf
  • Finanzielle Leistungsindikatoren
  • Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
  • Prognosebericht
  • Risikoberichterstattung
  • Internes Kontrollsystem
  • Interne Revision
  • Offenlegung gemäß § 243a UGB

Jahresabschluss

  • Bilanz
  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • Anlagespiegel
  • Anhang zum Jahresabschluss
  • Beteiligungsspiegel
  • Bestätigungsvermerk
  • Bilanzeid

270 Kontakt, Impressum

Lagebericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Weltweiter Wachstumskurs

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der bereits das zweite Halbjahr 2018 fest im Griff hatte, bestimmte auch den Verlauf der globalen Konjunktur im Jahr 2019. Das Wachstum der Weltwirtschaft war daher vor allem zu Jahresbeginn noch verhalten. Der Internationale Währungfonds (IWF) prognostiziert für 2019 ein Wachstum von 2,9 % (2018: 3,7%), zu dem die Industrienationen aufgrund der gedämpften Wirtschaftsdynamik 1,7% beitragen sollten. Für das Jahr 2020 geht der IWF in einer ersten Einschätzung von einer weltweiten Rezession aufgrund der COVID-19 Pandemie aus, wobei für 2021 eine erneute Erholung prognostiziert wird.1,2

Die europäische Wirtschaft wurde 2019 nicht nur vom internationalen Handelsstreit gebremst, sondern hatte durch die Unsicherheiten des Brexit auch eine weitere geopolitische Herausforderung zu bewältigen. Die Prognosen des IWF von Jänner sagen für den Euroraum ein Wachstum von 1,2% für 2019 voraus (2018: 1,9%). Mit 7,5% lag die Arbeitslosenquote so niedrig wie seit Juni 2008 nicht mehr. Die Inflationsrate wird laut der Europäischen Zentralbank (EZB) 2019 bei 1,2% liegen. Durch die aktuellen Entwicklungen rund um die Ausbreitung des Coronavirus gibt es derzeit wenig verlässliche Prognosen für 2020. Die Europäische Kommission geht in ihrer Einschätzung vom 19. März 2020 davon aus, dass die drohende Rezession ähnlich stark wie 2009 ausfallen könnte, damals war die Wirtschaft in der EU um 4,3% geschrumpft und in der Eurozone um 4,5%.3,4

Moderate Entwicklung in Deutschland und Österreich

Aufgrund der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen rutschte Deutschland Mitte 2019 mit einem Minus von 0,1% in eine technische Rezession. Im Gesamtjahr 2019 betrug das Wirtschaftswachstum 0,6% (2018: 1,5%). Dieses moderate Wachstum war vor allem auf das schwächere Exportwachstum sowie den anhaltenden Abschwung des verarbeitenden Gewerbes zurückzuführen. So durchlaufen beispielsweise die Automobilhersteller eine Phase der Transformation, die sich in der gesamten Wertschöpfungskette niederschlägt. Die widerstandsfähige Inlandsnachfrage unterstützte das Wachstum, wobei der private Konsum auf Basis der hohen Beschäftigung und des starken Lohnwachstums zunahm. Auch die Bauinvestitionen stiegen 2019 weiter an. Für 2020 geht das ifo Institut in einer ersten Szenariorechnung vom 22. März 2020 je nach Dauer der staatlichen Einschränkungen des Privat- und Wirtschaftslebens von 7,2 bis 11,2 %-Punkten Wachstumsverlust aus. Auch die Deutsche Bundesbank erwartet in ihrem Monatsbericht vom März ein Abgleiten in den rezessiven Bereich.5,6,7

Nach stärkeren Zuwächsen von 2,4% im Jahr 2018 verlangsamte sich das österreichische Wirtschaftswachstum im Jahresverlauf 2019 deutlich. Das BIP-Wachstum wird nach Prognosen der Europäischen Kommission für 2019 1,6% betragen. Ein Haupttreiber dieser Entwicklung war der Rückgang der Waren- und Dienstleistungsexporte, der verschiedene Sektoren wie beispielsweise Automobilzulieferer betrafen. Für das Jahr 2020 prognostiziert das Institut für Höhere Studien (IHS) einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von mindestens 2,0%. Die Prognose ist allerdings mit einem sehr hohen Abwärtsrisiko behaftet, da der weitere Verlauf der Pandemie und die resultierenden Auswirkungen auf die Wirtschaft noch kaum abschätzbar sind.8,9

Europäischer Wachstumsmotor CEE

Die Wachstumsraten der EU-Mitgliedstaaten Zentral-, Ostund Südosteuropas lagen 2019 wie schon in den Vorjahren über dem europäischen Durchschnitt. Für das Gesamtjahr 2019 erwartet die Europäische Kommission ein durchschnittliches Wachstum von 3,7%, vor allem getrieben durch die größeren Länder der Region — Polen, Rumänien und Ungarn.10

  • 8 Europäische Kommission: Economic Forecast Winter 2020 Austria
  • 9 IHS: Forecast of the Austrian Economy 2020 26. März 2020

1 IWF: World Economic Outlook – Update 20. Jänner 2020

2 IWF: Statement von Dir. Kristalina Georgieva – 23. März 2020

3 Österreichische Nationalbank: Konjunktur aktuell – März 2020

4 ORF: EU-Kommission – Rezession könnte so groß sein wie 2009 – 20. März 2020

5 Europäische Kommission: Economic Forecast Winter 2020 – Germany

6 ifo Institut: Schnelldienst – März 2020

7 Deutsche Bundesbank: Monatsbericht – März 2020

10 Österreichische Nationalbank: Konjunktur aktuell - Jänner 2020

Entwicklung der Immobilienmärkte

Europa — Starke Immobiliennachfrage in 2019

Die allgemein unsichere wirtschaftliche Lage hatte im Jahr 2019 keine spürbaren Auswirkungen auf den europäischen Immobilienmarkt. Das Transaktionsvolumen reduzierte sich auf Basis der Verknappung des Angebots im Jahresvergleich lediglich um 2% und erreichte Ende Dezember € 307,7 Mrd. (2018: € 315,2 Mrd.). Der Jahresbeginn war noch von Unsicherheiten bezüglich des zukünftigen Zinsumfelds und des allgemein schwächeren Ausblicks für die europäische Wirtschaft geprägt. Das erste Halbjahr 2019 war demnach das schwächste seit 2014. Die Ankündigungen der EZB, die Märkte weiterhin mit ausreichend Liquidität zu versorgen, zeigten Wirkung. So konnte insbesondere das vierte Quartal noch rekordverdächtige Investitionssummen verbuchen und sich als zweitstärkstes Quartal in der Geschichte etablieren. Die Knappheit an passenden Investmentobjekten trieb die Preise weiter nach oben. Mit durchschnittlich 350 Basispunkten über zehnjährigen Staatsanleihen blieben die Renditen europäischer Immobilien weiterhin attraktiv für Investoren aus dem In- und Ausland.1

Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich Ausmaß und Dauer der COVID-19 Pandemie sind die Auswirkungen auf den Immobilienmarkt derzeit nur schwer abschätzbar. Bereits aktuell sind erste Effekte durch verzögerte Transaktionen spürbar, zumindest im ersten Halbjahr 2020 ist damit ein deutlicher Einbruch bei den Immobilientransaktionen zu erwarten. Durch die aktuellen Reise- und Handelsbeschränkungen besonders betroffen sind die Assetklassen Hotel und Retail. Die mittelfristigen Auswirkungen der Pandemie sind vor allem von der Stärke und Dauer der zu erwartenden Rezession abhängig. Da nunmehr von einem weiterhin niedrigen Zinsumfeld auszugehen ist, sollte dies die relative Attraktivität von Immobilieninvestments steigern, wobei durch die allgemeine Unsicherheit von höheren Risikoprämien und einer selektiveren Auswahl von Investoren auszugehen ist.2,3

Neuerliches Rekordjahr in Deutschland

Der deutsche Immobilienmarkt konnte trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation und der verhaltenen Prognosen mit einem Volumen von € 76,4 Mrd. (2018: € 74,1 Mrd.) neuerlich ein Rekordjahr abliefern. Somit behauptete der deutsche Immobilienmarkt seine Position an der Spitze Europas. Auch hier wurde der Großteil des Transaktionsvolumens im vierten Quartal erwirtschaftet. Mit insgesamt knapp € 33 Mrd. handelt es sich um das stärkste Quartal im europäischen Vergleich seit Beginn der Datenerhebungen. Gemessen am Vorjahresquartal bedeutet das ein Wachstum von 23% und im Jahresvergleich eine Steigerung von 3 %. Unter den fünf größten Märkten Europas befanden sich im Jahr 2019 drei der Top-7-Städte Deutschlands. Die erneut gestiegenen Preise sind zum einen auf die anhaltende Produktknappheit zurückzuführen und zum anderen auf den hohen Anlagedruck der Investoren, die in Deutschland einen sicheren Anlagehafen sahen. Rund 53% der Investitionen kamen im Berichtsjahr von inländischen Investoren. Die USA waren mit 13% die aktivsten ausländischen Käufer am deutschen Markt. Europäische Länder machten insgesamt rund 31% des Volumens aus. Für die verbleibenden 3% zeichneten asiatische Käufer verantwortlich.4,5

Beinahe 57% des Rekordvolumens in deutsche Gewerbeimmobilien entfielen 2019 auf die Assetklasse Büro, die somit nach 2018 erneut ihre Position als attraktivste Anlageklasse behaupten konnte. Das Transaktionsvolumen betrug € 40,5 Mrd., was einem Anstieg von 31% im Vergleich zum Vorjahr entspricht (2018: € 30,9 Mrd.). Wie schon 2018 flossen über 75% der Büroinvestments in die Top-7-Städte. Die Brutto-Spitzenrenditen gaben 2019 im Bürosegment weiter nach und lagen im Dezember zwischen 2,75% in München und 3,30% in Düsseldorf, Köln und Stuttgart.Die durchschnittliche Spitzenmiete der Top-7-Städte betrug zum Jahresende € 33/m² (2018: € 30/m2).6

Im Jahr 2019 wurde am deutschen Hotelinvestmentmarkt das erste Mal nach 2016 die € 5 Mrd.-Marke durchbrochen. Damit

1 Real Capital Analytics: Europe Capital Trends – 2019

2 CBRE: Potential Impacts of COVID-19 on EMEA Real Estate – März 2020

3 Savills:COVID-19 and the consequences – März 2020

4 Real Capital Analytics: Europe Capital Trends – 2019

5 Savills: Investmentmarkt Deutschland – Januar 2020

6 Colliers: Bürovermietung und Investment Deutschland – 2019/2020

lag das Transaktionsvolumen rund € 1 Mrd. höher als noch 2018, ein Plus von 25%. Im Vergleich zum fünfjährigen Durchschnitt wurde 2019 um 20% mehr in Hotelimmobilien investiert. Auf die Top-7-Städte entfielen mit € 3 Mrd. 60% des Kapitals. Das 4-Sterne-Segment dominierte mit einem Anteil von 60 % auch 2019 das Marktgeschehen. Einzig 3-Sterne-Häuser konnten in diesem Jahr mit 24 % einen weiteren zweistelligen Marktanteil ausweisen. Die Renditen in den Top-7-Städten reichten von 3,7% in München bis 4,4% in Berlin und gaben damit im Jahresvergleich noch einmal nach.7

Der deutsche Wohnungsmarkt lieferte mit € 19,5 Mrd. das zweitbeste Ergebnis der letzten fünfzehn Jahre ab und überstieg das Investitionsvolumen des Vorjahres um 19,6% (2018: € 16,3 Mrd.). Ausländische Investoren zeigten sich aufgrund der Diskussionen rund um Mietendeckel und Mietpreisbremse zurückhaltend. Lediglich 8,5% des Kapitals kam von internationalen Käufern. Deutsche Investoren kamen auf ein Volumen von € 17,8 Mrd., 41% mehr als noch im Vorjahr. Dies entspricht einen Anteil von 91,5% am Gesamttransaktionsvolumen. Die Top-7-Städte konnten mit € 8,4 Mrd. ein Umsatzplus von 25% verbuchen – angeführt von Berlin mit € 4,2 Mrd.8

Stärkstes Investmentjahr in Österreich

Der österreichische Investmentmarkt erreichte 2019 mit einem Investitionsvolumen von € 5,9 Mrd. ein neuerliches Rekordjahr, € 3,7 Mrd. davon alleine im zweiten Halbjahr. Im Vergleich zum bisherigen Spitzenjahr 2017 bedeutet das einen Anstieg von 17%. Das Jahr 2018, als bis dato zweiterfolgreichstes Jahr, wurde sogar um mehr als 50% übertroffen. Mit 31% des Transaktionsvolumens waren Büroimmobilien die beliebteste Assetklasse, gefolgt von Investments in Wohnimmobilien mit rund 22% und Hotelimmobilien mit 16%. Im Jahr 2019 kamen mehr als die Hälfte der Investoren aus dem Ausland. Bei großvolumigen Transaktionen – mit einem Wert von mehr als € 100 Mio. – lag deren Anteil sogar bei über 60%. Getrieben durch den hohen Anlagedruck und den damit verbundenen Nachfrageüberhang lagen die Spitzenrenditen mit Ende 2019 zwischen 3,45% bei Büros und 5,00% im Logistiksegment.

Mit einer Vermietungsleistung am Wiener Büroimmobilienmarkt von rund 221.000 m² lag 2019 in etwa 13% unter dem Vorjahreswert. Dies resultierte vor allem aus der niedrigen Zahl der Fertigstellungen und dem darin begründeten Angebotsmangel. Diese Tendenz wird sich fortsetzen, da bereits rund 40% der Büroflächen, die bis 2021 fertiggestellt werden sollen, vermietet sind. In innerstädtischen Lagen setzen sich aufgrund des Platzmangels vermehrt Generalsanierungen durch. Die Fertigstellungen bei neuen Wohnungen lagen 2019 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Gemessen am Transaktionsvolumen war das Hotelsegment 2019 die drittstärkste Assetklasse und lieferte mit rund € 940 Mio. einen Rekordwert. Das Jahr 2016 wurde somit um 32% übertroffen und als bisheriger Rekordhalter abgelöst. Internationale Investoren zeichneten für 78% der Transaktionen verantwortlich. Wien lag beim Gesamtvolumen mit 82% deutlich an erster Stelle. Der Fokus auf die Hauptstadt wird auch von den erneut gestiegenen Gästeübernachtungen unterstrichen. Mit 17,6 Mio. Übernachtungen wurde ein Zuwachs von 7% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.9,10

Immobilienboom in CEE hält an

In den CEE-Kernländern – Polen, Tschechien, Slowakei, Rumänien und Ungarn – konnte nun zum vierten Mal in Folge ein Rekordjahr verbucht werden. Mit knapp € 14 Mrd. lag 2019 um 5,7 % über dem Gesamttransaktionsvolumen des Vorjahres. Mehr als 55 % entfielen dabei auf den polnischen Markt, der im Vergleich zu 2018 um 0,5 Mrd. zulegen konnte. Die dominierende Assetklasse war dort mit € 3,8 Mrd. bzw. 49,7% das Bürosegment. Hotelinvestments waren mit € 289 Mio. bzw. 3,8 % mehr als doppelt so hoch wie noch 2018. Europäische Investoren konnten ihre Aktivität in Polen mit knapp 50 % der Käufe beinahe verdoppeln, im Vergleich zu 27 % im Jahr 2018. In Tschechien legte das Investitionsvolumen 2019 um fast ein Viertel auf € 3,1 Mrd. zu. Hier war das Bürosegment mit einem Anteil von € 1,4 Mrd. bzw. 47 % die gefragteste Assetklasse. Der Hotelmarkt konnte mit € 710 Mio. 23 % des Transaktionsvolumens verbuchen.11

7 Colliers: Hotel Investment Deutschland — 2019/2020

8 BNP Paribas: Wohn-Investmentmarkt Deutschland – Q4 2019

9 CBRE: Investmentmarkt Österreich – Q4 2019

10CBRE: Real Estate Market Outlook Österreich – 2020

11 JLL: CEE Investment Market – 2019

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der UBM AG ist durch die Struktur des Konzerns und die Abwicklung von Projekten in einer Vielzahl von Projektgesellschaften maßgeblich geprägt.

Der Umsatz der UBM AG per 31. Dezember 2019 in der Höhe von € 23,7 Mio. (Vorjahr: € 21,5 Mio.) wurde vor allem durch die Verrechnung von Managementdienstleistungen für Projekte in Tschechien, Polen, der Slowakei, Rumänien und Deutschland sowie durch Immobilienverkäufe in Österreich erzielt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Geschäftsergebnis und Ertragslage

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung der UBM AG ausgewiesenen Umsatzerlöse erreichten 2019 € 23,7 Mio. und erhöhten sich somit gegenüber dem Vorjahr um € 2,2 Mio. Durch den in den vergangenen Jahren erfolgten Abverkauf eines Großteils der Bestandsimmobilien beschränkt sich die Umsatzleistung im Wesentlichen auf die Verrechnung von diversen Dienstleistungen an Tochterunternehmen im Inund Ausland.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um € 0,3 Mio. Im Vorjahr wurde in dieser Position ein Einmaleffekt erfasst.

Einhergehend mit dem Zugang der Umsatzerlöse erhöhten sich auch die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen um € 0,2 Mio. auf € 3,6 Mio. Der Personalaufwand betrug rund € 13,1 Mio. gegenüber € 13,3 Mio. in 2018. Die Bewertung des Aktienoptionsprogramms von UBM, das in der Hauptversammlung im Mai 2017 verabschiedet wurde, floss in der Berichtsperiode mit € 0,8 Mio. (Vorjahr: € 1,0 Mio.) in die Position des Personalaufwands ein.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die im Wesentlichen Mieten und Verwaltungskosten für die Stabsstellen, Reisespesen, Werbekosten, sonstige Fremdleistungen, Abgaben und Gebühren sowie Rechts- und Beratungskosten, Bank- und Geldverkehrsspesen umfassen, reduzierten sich von € 15,4 Mio. im Jahr 2018 um € 0,7 Mio. auf € 14,7 Mio.

Die Erträge aus Beteiligungen erhöhten sich von € 45,9 Mio. auf € 54,4 Mio. und resultierten aus Ausschüttungen diverser Tochterunternehmen. Durch die Funktion von UBM als zentrale innerkonzernale Finanzierungsstelle der meisten Tochtergesellschaften und deren umfangreiche Investitionstätigkeit erhöhten sich sowohl der Zinsaufwand auf € 32,2 Mio. (Vorjahr: € 30,9 Mio.) als auch die Erträge aus Ausleihungen auf € 42,8 Mio. (Vorjahr: € 33,6 Mio.)

Die Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen erhöhten sich von € 4,6 Mio. auf € 33,1 Mio. Diese Position erhöhte sich wesentlich durch die Verkäufe zweier Disney Hotels.

Durch notwendige Wertberichtigungen im Bereich der Projektfinanzierung bzw. Beteiligungen erhöhten sich die Aufwendungen aus Finanzanlagen auf € 44,1 Mio. (Vorjahr: € 32,3 Mio.).

Das Ergebnis vor Steuern erfuhr eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr und betrug 2019 € 47,1 Mio. gegenüber € 11,8 Mio. im Vorjahr. Der Steueraufwand des Berichtsjahres betrug € -3,2 Mio. (Vorjahr: Steuerertrag € 7,8 Mio.) und resultierte großteils aus negativen Steuerumlagen der Gruppenmitglieder. Somit belief sich der Jahresüberschuss 2019 auf € 43,9 Mio. (Vorjahr: € 19,6 Mio.).

Die UBM AG wies für das Jahr 2019 einen Bilanzgewinn von € 19,4 Mio. aus (Vorjahr: € 16,4 Mio.). Dieser steht für eine Dividendenausschüttung zur Verfügung. Der Vorstand wird der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von € 2,20 je dividendenberechtigter Aktie vorschlagen.

Die Gesamtkapitalrentabilität 2019 betrug 7,7% (Vorjahr: 4,6%). Die Eigenkapitalrentabilität errechnete sich mit 21,0% (Vorjahr: 6,0%) und die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2019 betrug 21,7% (Vorjahr: 20,9%).

2019 2018
Gesamtkapitalrentabilität EBT+Fremdkapitalzinsen
Gesamtkapital
79.259
1.029.760
7,7% 42.707
932.998
4,6%
Eigenkapitalrentabilität EBT
Eigenkapital
47.068
223.656
21,0% 11.769
195.461
6,0%
Eigenkapitalquote Eigenkapital
Gesamtkapital
223.656
1.029.760
21,7% 195.461
932.998
20,9%

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der UBM AG erhöhte sich 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 10,4% auf € 1.029,8 Mio.

Das Sachanlagevermögen betrug € 1,5 Mio. (Vorjahr: € 1,6 Mio.) und blieb damit de facto unverändert.

Das gesamte Finanzanlagevermögen stieg von € 792,5 Mio. um € 29,1 Mio. auf € 821,6 Mio. Dies ist in erster Linie auf die Erhöhung der Projektfinanzierungen (Ausleihungen) auf € 633,7 Mio. (Vorjahr: € 586,1 Mio.), bedingt durch den hervorgerufenen Kapitalbedarf für Investitionen von verbundenen und beteiligten Unternehmen, zurückzuführen.

Das Vorratsvermögen blieb mit € 0,02 Mio. gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von € 11,6 Mio. auf € 13,4 Mio. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, erhöhten sich von € 6,2 Mio. auf € 7,3 Mio.

Der Stand der liquiden Mittel zum 31. Dezember 2019 erhöhte sich auf € 175,1 Mio. (Vorjahr: € 112,8 Mio.). Diese Erhöhung liegt in einer knapp vor Jahresende durchgeführten Transaktion begründet.

Das Eigenkapital stieg von € 195,5 Mio. um € 28,2 Mio. auf € 223,6 Mio. Die dem Mezzaninkapital zugeordnete Hybridanleihe in Höhe von € 100,0 Mio. blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Weiters wurde die Gewinnrücklage mit € 24,5 Mio. dotiert (Vorjahr: € 3,1 Mio.).

Im Juni 2019 wurde die Anleihe 2018–2023 um den Nominalbetrag von € 45,0 Mio. erhöht.

Im Juli 2019 wurde die Anleihe 2014–2019 mit dem Nominalbetrag von € 91,3 Mio. getilgt

Im November 2019 begab UBM eine Unternehmensanleihe (UBM-Anleihe 2019–2025) mit einem Gesamtvolumen von € 120,0 Mio. Im Rahmen dieser Neuemission gab es auch ein Umtauschangebot, bei dem ein Nominalbetrag von € 25,2 Mio. der UBM-Anleihe 2015–2020 in die neue UBM Anleihe 2019–2025 getauscht wurde. Die Nettoerhöhung der Anleiheverbindlichkeiten betrug dadurch € 48,5 Mio. und führte zu einem Stand von € 490,3 Mio. (Vorjahr: € 441,8 Mio.).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen von € 158,3 Mio. auf € 166,4 Mio. Dies lag darin begründet, dass die nicht benötigte Liquidität aus Projektverkäufen von Tochtergesellschaften in die UBM AG hereingezogen wurde.

Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich von € 11,4 Mio. auf € 8,8 Mio.

Die Liquiditätsplanungen zeigen, dass die Gesellschaft aus derzeitiger Sicht in der Lage ist, den bestehenden und erkennbaren zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, sowohl im Hinblick auf die Fortführung als auch auf den Abschluss der wesentlichen Investitionsvorhaben. Durch das aktuell stabile Zinsniveau sind aus derzeitiger Sicht keine Auswirkungen auf eine Änderung von Kreditkonditionen zu erwarten.

während das Sachanlagevermögen nahezu unverändert blieb. Der Anstieg ist zum überwiegenden Teil auf die Erhöhung des Finanzanlagevermögens zurückzuführen.

Aufgrund von Wertminderungen wurden im Bereich der Finanzanlagen Abschreibungen in Höhe von € 42,8 Mio. (Vorjahr: € 29,3 Mio.) sowie aufgrund von Wertaufholungen Zuschreibungen in Höhe von € 8,3 Mio. (Vorjahr: € 3,7 Mio.) durchgeführt.

Investitionen

Das Anlagevermögen des Geschäftsjahres erhöhte sich von€ 794,1 Mio. auf € 823,1 Mio. Das immaterielle Anlagevermögen erhöhte sich auf € 0,04 Mio. (Vorjahr: € 0,02 Mio.),

Kapitalflussrechnung – Kurzfassung

in € Mio. 2019 2018
Jahresüberschuss 43,9 19,6
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 39,0 71,0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –38,9 –110,8
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 62,2 126,7
Liquide Mittel per 31.12. 175,1 112,8

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Umweltbelange

Mit der Gründung einer Green-Building-Stabsstelle Ende 2017 integriert UBM die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit noch stärker in ihre Unternehmenspolitik. Umweltschutz und schonender Umgang mit Ressourcen sind ein wichtiger Teil des unternehmerischen Handelns und Denkens von UBM Development AG, was durch die neue Stabsstelle noch einmal verdeutlicht wird. Bei den Projekten und Entwicklungen wird stets darauf geachtet, umweltschonend zu planen und zu bauen. Die bewusste Verwendung von energieoptimierenden Baustoffen, energiesparenden Bewirtschaftungskonzepten und der Einsatz von erneuerbaren Energiequellen machen die Projektentwicklungen von UBM zu nachhaltigen und umweltfreundlichen Gebäuden.

Mitarbeiter

Der durchschnittliche Personalstand der UBM Development AG betrug 81 (Vorjahr: 81).

Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zur persönlichen und berufsspezifischen Weiterentwicklung werden vor allem in den Bereichen Planung und Projektentwicklung, Betriebswirtschaft und Recht sowie durch Sprachkurse und Seminare zur Verfügung gestellt. Dabei wird sowohl auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter als auch auf die Anforderungen des Marktes Rücksicht genommen. Durch die geographisch breit gefächerte Positionierung des Konzerns kommt es auch immer wieder zu einem internationalen Austausch des Personaleinsatzes. Der daraus resultierende Wissenstransfer ist ein weiterer wichtiger Faktor einer umfassenden Mitarbeiterentwicklung.

Nicht-finanzielle Information gemäß NaDiVeG

UBM Development AG erstellt einen gesonderten nichtfinanziellen Bericht, der die gesetzlichen Anforderungen gemäß §267a UGB erfüllt. Diese Information ist Teil des Geschäftsberichts und im Kapitel "Nicht-finanzieller Bericht" ab Seite 71 zu finden.

Corporate-Governance-Bericht

Der Bericht ist als Teil des Geschäftsberichts unter www. ubm-development.com im Submenü Investor Relations/ Finanzberichte bzw. Corporate Governance abrufbar.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

Zweigniederlassungen

Die UBM Development AG hat folgende Zweigniederlassungen: Steiermark (Thalerstraße 88, 8141 Unterpremstätten) und Tirol (Porr-Straße 1, 6175 Kematen).

Prognosebericht

Für das Jahr 2020 geht der IWF in einer ersten Einschätzung von einer weltweiten Rezession aufgrund der COVID-19- Pandemie aus, mit Erholungstendenzen im Jahr 2021. Vor diesem Hintergrund hält auch die Europäische Zentralbank (EZB) an ihrer Niedrigzinspolitik fest. Weitere Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik, wie umfangreiche Anleihekäufe, wurden bereits gesetzt. Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich Ausmaß und Dauer der Pandemie existieren derzeit keine verlässlichen Schätzungen der quantitativen Auswirkungen auf einzelne Wirtschaftssektoren. Auf Basis des volatilen Umfelds rücken die Liquiditätssituation und die Risikoposition der Unternehmen stärker in den Fokus.1,2

Die Liquiditätssituation von UBM stellte sich zum Ende des Jahres 2019 als vergleichsweise gut dar. So lagen die liquiden Mittel zum Jahresende 2019 bei € 175 Mio. Das Ausmaß der Auswirkungen der durch der Pandemie ausgelösten wirtschaftlichen Verwerfungen im Geschäftsumfeld von UBM kann nach derzeitigem Stand nicht abgeschätzt werden. Der Vorstand geht in Simulationen der unterschiedlichen Szenarien von kurz- bzw. mittelfristig erheblichen Abweichungen in den zu erwartenden Cash-Einnahmen bzw. notwendigen Ausgaben aus. Für das Jahr 2020 sind zwar große Teile des zu erwartenden Cash-Zuflusses über Forward Verkäufe in den Tochtergesellschaften abgesichert, dennoch wurde die interne Steuerung nochmals bezüglich Cash-Fokussierung priorisiert, um damit jederzeit flexibel auf etwaige Abweichungen reagieren zu können. Ausgaben können insoweit auch kurzfristig beeinflusst werden, als dass Projektankäufe verzögert oder gar nicht stattfinden bzw. Investitionen bei Entwicklungsvorhaben verspätet beginnen. Diese Flexibilität führt aus heutiger Sicht dazu, dass auch in jedem der aktuellen Szenarien im Geschäftsjahr 2020 von einer gesicherten Liquiditätssituation ausgegangen werden kann.

Da UBM neben dem vergleichsweise hohen Liquiditätspolster gleichzeitig auch über ein flaches Anleihen- bzw. Schuldscheindarlehen-Rückzahlungsprofil verfügt – mit Rückzahlungen in Höhe von lediglich rund € 50 Mio. im Dezember 2020 und nochmals € 50 Mio. im November 2021 – können die derzeit zu erwartenden Schwankungen durch die Liquiditätsreserve kompensiert werden. Auch hat das Management von UBM als Reaktion auf die derzeitige Wirtschaftssituation bereits umfangreich reagiert, inklusive der Nutzung von Instrumenten wie Kurzarbeit oder auch Stundungen von Zahlungen an die öffentliche Hand wie Umsatzsteuer oder Sozialabgaben in einzelnen Ländern.

In Bezug auf die Ertragsentwicklung im Jahr 2020 sind aufgrund des unsicheren Marktumfeldes derzeit keine seriösen Prognosen möglich. Positive Auswirkungen auf die Ertragsentwicklung hat der hohe Verkaufsstand der Immobilien in den Tochtergesellschaften, die 2020 fertiggestellt werden. Bereits alle Hotel- und Büroimmobilien wurden an bonitätsstarke Partner forward verkauft, die Verkaufstätigkeit der Wohnimmobilien ist bereits weit fortgeschritten. So sind aus der Immobilienentwicklung im Jahr 2020 neben Cash-Zuflüssen in Form von Ausschüttungen bzw. Gesellschaftsver-

1 IWF: Statement von Dir. Kristalina Georgieva – 23. März 2020

2 EZB: Our response to the coronavirus emergency – 19. März 2020

käufen, auch entsprechende Ergebnisbeiträge zu erwarten. Die Verkaufstätigkeit der ab 2021 fertiggestellten Immobilien könnte sich auf Basis des unsicheren Marktumfeldes jedoch verzögern. Insgesamt ist daher in 2020 von einem Ergebnisniveau unter dem Rekordjahr 2019 auszugehen. Aufgrund der hohen Unsicherheit auch in Bezug auf die kurzfristigen Entwicklungen wird eine Konkretisierung dieser Prognose erst im Jahresverlauf möglich sein.

Eine länger anhaltende Rezession über mehr als vier Quartale, einhergehend mit langfristigen Reisebeschränkungen, privater Konsumzurückhaltung und umfassenden Kosteneinsparungsprogrammen der Unternehmen, birgt für UBM Risiken, auf die sich das Unternehmen konsequent vorbereitet. Wiederum könnten sich durch eine raschere Erholung nach drei bis vier Quartalen für das Unternehmen auch Chancen eröffnen, da liquiditätsstarke Unternehmen von Marktbereinigungen in der Branche profitieren könnten. Zudem könnte sich durch ein wahrscheinlich über Jahre tiefbleibendes Zinsniveau der Mangel an Investitionsalternativen verschärfen und die Nachfrage nach Immobilien erhöhen.

Risikoberichterstattung

Bedingt durch die Geschäftstätigkeit von UBM Development AG und ihrer operativen Tochtergesellschaften und Beteiligungen in mehreren europäischen Ländern und Assetklassen ist die UBM-Gruppe einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Gleichzeitig führt diese Diversifizierung, d. h. die Tätigkeit in unterschiedlichen Ländern und in mehreren Assetklassen, zur Risikostreuung bzw. -reduktion, da Veränderungen zumeist nicht gleichzeitig und in sämtlichen Märkten auftreten. Außerdem besteht aus risikopolitischer Sicht die Möglichkeit, dass einzelne Assetklassen zugunsten anderer forciert und/oder der Fokus auf bestimmte Länder und Märkte verstärkt oder zurückgenommen werden kann.

Generelle Ziele des UBM-Risikomanagements

  • Das Vermögen des Unternehmens zu schützen (z. B. Immobilien, Kapital, Image)
  • Das Jahresergebnis abzusichern
  • Den (Zahlungs-) Verpflichtungen jederzeit nachzukommen
  • Gesetzeskonformität jederzeit zu erfüllen und gegenüber Abschlussprüfer und FMA nachweisen zu können
  • Risiken rechtzeitig zu erkennen, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen
  • Einheitliche Sichtweise auf Risiken zu stärken stringente Bewertung und Dokumentation

Wesentliche Risiken

Die wesentlichen Risiken von UBM stammen aus der Projektentwicklung und ergeben sich aus der Wertschöpfungskette des Unternehmens. Daneben bestimmen allgemeine Geschäftsrisiken sowie makroökonomische Risiken das Risikomanagement der UBM. Demnach werden die Risiken in die Hauptrisikokategorien Liegenschaftsankauf – Projektkalkulation, Planung und Projektfinanzierung – Errichtung und Qualität – Betrieb (Vermietung und Verpachtung) — Verwertung (Transaction) — Allgemeine Geschäftsrisiken — Makroökonomische und sonstige Risiken zerlegt.

UBM ist seit vielen Jahrzehnten in der Projektentwicklung tätig und verfügt daher über entsprechende Erfahrung in der Früherkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Steuerung von Risiken. Dabei werden sämtliche wesentliche Risiken betrachtet, die einen signifikanten Einfluss auf das operative Geschäft mit sich bringen können.

Maßnahmen des Risikomanagementsystems (RMS) im Geschäftsjahr 2019

1. Risikoidentifikation und -analyse

Auf Basis der 2016 umfassend durchgeführten Risikoidentifikation und -analyse, die entlang der UBM-Wertschöpfungskette erstellt wurde, erfolgte jährlich, so auch 2019, eine neuerliche Bewertung der Einzelrisiken.

2. Risikobewertung

Die Bewertung basiert auf einer Risikobeschreibung sowie auf der Einschätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen von Ereignissen mit Auswirkung auf das Jahresergebnis in Form eines "Professional Judgement" durch den Vorstand. Diese Expertenurteile werden unterstützt durch regelmäßige Status- und Projektberichte der jeweiligen Ländergeschäftsführer. Um auf mögliche Änderungen der Einzelrisikopositionen rasch reagieren zu können, erfolgt diese Bewertung halbjährlich.

In der Betrachtung der möglichen Schadenshöhe werden die Auswirkungen von unerwarteten Aufwendungen bzw. Umsatzrückgängen gegenüber dem Planansatz bewertet. Weiters wird die Eintrittswahrscheinlichkeit jedes Einzelrisikos für sich bewertet, indem für jedes Risiko eine Eintrittshäufigkeit – in fünf Stufen von "häufig" (mindestens jedes zweite Jahr) bis "unwahrscheinlich" (alle 20 Jahre) – angenommen wird. Die Ergebnisse werden auf einer Risk Map dargestellt, die anschaulich und übersichtlich die größten Risiken von UBM zeigt.

3. Risikodokumentation

Die Ergebnisse werden in einem Bericht zusammengefasst, der die Basis für eine nachfolgende Risikopriorisierung und -steuerung darstellt. Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt zweimal jährlich.

4. Risikosteuerung und -monitoring

Die Steuerung der Risiken von UBM erfolgt in einem ersten Schritt top-down. Dabei werden Arbeits- und Dienstanweisungen sowie Richtlinien entworfen. Die Zuteilungen der Verantwortlichkeiten erfolgen ausgehend vom Management zu den Risk-Ownern. Im Bottom-up-Prozess berichten die Risk-Owner in regelmäßigen Status- und Risikoberichten an den Vorstand.

Nur die laufende Beschäftigung mit Risiken sowie die transparente und offene Kommunikation machen es möglich, Vorschläge zur Bewältigung von Risiken innerhalb der jeweiligen Unternehmensbereiche zu erarbeiten, gegebenenfalls mit dem Vorstand zu diskutieren und rechtzeitig umzusetzen.

5. Risikobewältigung

Abhängig von der Bedeutung erfolgt die Risikobewältigung im Projektteam, in den Unternehmensbereichen oder im Vorstand.

Diese strukturierte Vorgangsweise ist als dauerhafter Prozess innerhalb des RMS festgeschrieben.

Risikokategorien

Die Vielzahl der wesentlichen Einzelrisiken von UBM wurde in sieben Hauptrisikokategorien geclustert.

  1. Liegenschaftsankaufsrisiken: Neben den eigentlichen Risiken, die beim Ankauf von Liegenschaften bestehen, wie z. B. die Auslegung der Flächenwidmung, die Rechte Dritter (Nachbarn, Servitute etc.), die Aktualität des Grundbuchs, die Dauer bis zur Baugenehmigung, unbekannte Einbauten, unvollständige Verdachtsflächen(-kataster), nicht dokumentierte Kontaminierung, Schutzbestimmungen (Denkmalschutz, Baumbestand, Schutzzone), erschwerte Erschließung bzw. Zufahrt, nicht bekannte Quellen, Grundwasser, Immissionen etc., werden hier bereits Risiken wie Markteintrittsrisiko, Länderrisiko, politische Risiken sowie Wettbewerbs- und Marktumfeldrisiken berücksichtigt.

Die regionalen Kenntnisse und jene des Wettbewerbsumfelds, über welche die einzelnen operativen Tochtergesellschaften verfügen, deren Know-how und gute Vernetzung im regionalen Marktumfeld sowie standardisierte Due-Diligence- und Ankaufsprozesse helfen bei der Risikominimierung.

  1. Projektkalkulations- und Planungsrisiken: In dieser Projektphase rücken Risiken aus den Einkaufs- aber auch Verkaufspreisen, die Mietpreishöhe und -änderungen, die Finanzierung des Projekts und deren Zinsbelastungen sowie die Markttauglichkeit und die Drittverwendbarkeit in den Fokus der Betrachtungsweise. Interne und externe Experten erarbeiten im Team die entsprechenden Grundlagen, welche die Basis für die Entscheidungen des Vorstands darstellen. Langjährige Erfahrungen in sämtlichen Projektentwicklungsagenden erhöhen dabei die Planungssicherheit.

  2. Errichtungsrisiken bzw. Qualitätsrisiken: Hier sind sämtliche Risiken zu bewerten, die mit der eigentlichen Errichtung der Immobilie verbunden sind. Solche Risiken entstehen aus der Baudauer und dem möglichen Verzug, einem möglichen Lieferantenausfall, der Qualität der Ausführung inkl. der Kosten für Nachbesserungen.

Zur Minimierung dieser Risiken setzt UBM auf erfahrene Projektleiter, um so bereits bei der Auftragsvergabe überteuerte Angebote zu vermeiden und während der Errichtungsphase eine laufende Kosten-, Qualitäts- und Bauzeitplankontrolle sicherzustellen. Regelmäßige Projektberichte an den Vorstand lassen frühzeitig Soll-Ist-Abweichungen erkennen und ermöglichen eine rasche Gegensteuerung.

  1. Betriebsrisiken (Vermietung Büro bzw. Verpachtung Hotel): Auch der Betrieb einer Immobilie ist mit einer Vielzahl von Risiken verbunden, wobei insbesondere die Bonität der Mieter (Kreditwürdigkeit, Sicherheit der Mieteinkünfte), ein Klumpenrisiko (Ausfall eines wichtigen Großmieters), Leerstandsrisiko, Instandhaltungsrisiko (regelmäßige Prüfungen, Wartungen, Servicierungen, Instandhaltungen, nachträgliche technische Investitionen), Hausverwaltungsrisiko (mangelhafter Inkasso- und Mahnwesenprozess, mangelhafte Abrechnungen von Betriebskosten) bewertet werden.

Um den Wert der Immobilie zu sichern, werden während des Betriebs unterschiedlichste Spezialisten aus Tochterunternehmen, Fachabteilungen oder externen Fachfirmen eingesetzt, um einerseits laufend die geplanten Erträge zu erwirtschaften, aber auch um die technische Qualität der Gebäude nachhaltig sicherzustellen.

  1. Vertriebs-, Verwertungs- und Verkaufsrisiken: Dabei werden die Vertriebsrisiken im Verkaufsprozess von Wohnungseigentum, die Verwertungsrisiken (Vermietungsrisiken bei Erstvermietung) und die Verkaufsrisiken bei der Veräußerung von Gesamtimmobilien unterschieden. Das Hauptrisiko im Vertriebs- und Verkaufsprozess stellen die dem Bewertungsverfahren zugrunde liegenden Makrofaktoren dar. Dies sind u. a. die zu erwartenden Mieteinnahmen und der angenommene Abzinsungssatz. Das Jahresergebnis von UBM ist maßgeblich von buchmäßigen Auf- bzw. Abwertungen des Immobilienvermögens abhängig. Bei Verkauf einer Immobilie ist der erzielbare Verkaufspreis unmittelbar vom zu diesem Zeitpunkt realisierbaren Marktpreis abhängig. Dieser kann von den Entstehungskosten, aber auch von den von Gutachtern ermittelten Verkehrswerten und somit von den Buchwerten abweichen. Weitere Risiken im Transaktionsprozess sind vertragliche Haftungen bzw. Garantien sowie mögliche Gewährleistungsansprüche der Kunden.

UBM analysiert in diesem Zusammenhang den optimalen Verkaufszeitpunkt hinsichtlich der zu erzielenden Verkaufspreise. In der Auswahl und Ansprache der Kaufinteressenten helfen langjährige Kontakte zu potenziellen Investoren und Großkunden. Ein eigenes zentrales Transaktionsteam mit entsprechenden Erfahrungen und Kontakten in Kooperation mit Experten der eigenen Rechtsabteilung und unter Mithilfe externer Berater soll es UBM ermöglichen, diesen Prozess optimal zu gestalten.

  1. Allgemeine Geschäftsrisiken: Dazu zählen insbesondere das Personalrisiko (Besetzung, Fluktuation, menschliche Fehler, interner Betrug etc.), das IT-Risiko (Hard- und Software, Datenverlust, Hacker, Spionage etc.), kaufmännische Risiken (Liquiditätsrisiko, steuerliche Risiken, Finanzstrafen etc.) sowie das Rechtsrisiko (Compliance-Risiken, Schadenersatz, allgemeine Vertrags- und Versicherungsvertragsrisiken, Gesetzeslage etc.). Die gesamten Risiken werden in den jeweiligen Fachabteilungen überwacht und bei Bedarf umgehend an den Vorstand kommuniziert.

  2. Makroökonomische und sonstige Risiken: Zu diesen Risiken zählen die Konjunkturentwicklung (Inflation, Arbeitslosigkeit, Kaufkraft etc.), das Zinsrisiko, das Währungsrisiko sowie das Risiko der höheren Gewalt (Naturkatastrophen, Feuer, Streik, Krieg, Terror). Die Risiken werden von den ressortverantwortlichen Vorständen in enger Zusammenarbeit mit den Stabsstellen kontinuierlich beobachtet. Zinsund Wechselkursrisiken wurden bisher bewusst akzeptiert, zukünftig sind entsprechende Absicherungen jedoch nicht ausgeschlossen.

Sonstige Risiken

Bezüglich den Angaben zu Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel 44. "Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten" im Anhang zum Konzernabschluss verwiesen.

Risiken im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie

Die globalen Maßnahmen zur Bekämpfung der Ansteckung mit dem Corona-Virus haben in vielen Regionen der Welt, unter anderem auch in allen Märkten von UBM, zu einer starken Reduktion oder sogar dem Erliegen der sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten geführt. In den Märkten von UBM sind Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung zu erwarten, die praktisch alle Wirtschaftszweige und damit auch den Immobiliensektor betreffen. Die Höhe der Auswirkung ist derzeit nicht einschätzbar.

Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich Ausmaß und Dauer sowie der daraus resultierenden Entwicklungen können keine seriösen und verlässlichen Schätzungen möglicher quantitativer Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von UBM abgegeben werden, die Auswirkungen der bereits durch die Regierungen getroffenen Maßnahmen und die Effekte auf die Wirtschaft können aber bereits als signifikant betrachtet werden.

Die Auswirkungen und unternehmerischen Risiken im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie haben auf das derzeitige Geschäftsmodell von UBM sowohl kurzfristig (bis Jahresende), mittelfristige (bis Ende 2021) als auch eventuell darüber hinausgehend Effekte. Unmittelbar betroffen ist das Hotel-Pachtgeschäft der UBM, welches mit einem Partner betrieben wird (50-%-Partnerschaft). Im Zuge der COVID-19-Pandemie wurden Hotels vorübergehend geschlossen und damit ergeben sich signifikante wirtschaftliche Ausfälle und Verluste. Sollte die Pandemie Reisebeschränkungen über den Sommer des Jahres 2020 oder darüber hinaus bzw. eine Veränderung der Reisegewohnheiten insgesamt auslösen, so ist auch mittel- und langfristig mit Gewinneinbußen gegenüber den ursprünglichen Plänen aus dem Hotel-Pachtgeschäft zu rechnen. Auch Mietausfälle in Bestandsimmobilien können kurzfristig nicht ausgeglichen werden, wobei der Anteil der Bestandsimmobilien in den vergangenen Jahren deutlich reduziert wurde und der Fokus auf Immobilienentwicklung in dieser Hinsicht einen Vorteil darstellt.

Für die UBM AG bedeutet dies, dass Ausschüttungen von Projektgesellschaften wie in der Vergangenheit unter Umständen nicht mehr in vollem Umfang möglich sind. Außerdem könnten die an diese Projektgesellschaften ausgereichten Darlehen (Ausleihungen) nicht bzw. nicht vollständig rückgeführt werden, was wiederum zu einem Wertberichtigungsbedarf führen würde. In weiterer Folge ist auch die Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze zu untersuchen und gegebenenfalls einer Abwertung zu unterziehen.

Die Auswirkungen auf den Verkauf der derzeit in Entwicklung stehenden Projekte in Tochtergesellschaften sind mittel- bzw. langfristig. Alle Hotel- und Büroentwicklungen, die im Jahr 2020 fertiggestellt werden, sind bereits forward verkauft. Auswirkungen auf die forward verkauften Immobilien sind denkbar, sofern die Bonität der Käufer durch die COVID-19- Krise so stark beeinträchtigt wird, dass die vereinbarten Verkaufspreise nicht mehr entrichtet werden können. Auch die Wohnimmobilien im Einzelvertrieb, die 2020 fertiggestellt werden, wurden bereits zu einem großen Anteil veräußert. Potenzielle Bauverzögerung von einigen Wochen sind zwar durch entsprechende "Long-Stop-Dates" für die Übernahmen mit einem Polster ausgestattet, längere Verzögerungen können aufgrund der Unsicherheit bezüglich Dauer und Ausmaß der Maßnahmen nicht ausgeschlossen werden und würden im Extremfall Rücktrittsrechte bei bereits verkauften Immobilien auslösen. Die Auswirkungen auf die UBM AG wären dadurch geprägt, dass die ausgereichten Gesellschafterdarlehen nicht mehr getilgt werden könnten und somit zu einem Wertberichtigungsbedarf führen. Außerdem könnten auch die Wertansätze der Beteiligung einer Abwertung zu unterziehen sein. Pipeline-Projekte, die derzeit in einem frühen Entwicklungsstadium sind, könnten zudem schwieriger mit Projektfinanzierungen zu finanzieren sein, abhängig von den Auswirkung von COVID-19 auf den Bankensektor. Im Extremfall könnte dies zur Folge haben, dass an Baustellen aufgrund von Liquiditätsenpässen langsamer gebaut werden kann als ursprünglich angenommen oder die Bautätigkeit sogar vorübergehend eingestellt oder gar nicht begonnen wird. Auf Basis des unsicheren konjunkturellen Umfelds wird auch das Währungsrisiko im Zusammenhang mit dem Polnischen Zloty bzw. der Tschechischen Krone in 2020 als hoch eingeschätzt, die Kurse unterliegen derzeit einer großen Volatilität.

Ein wesentliches mittelfristiges Risiko ist die Entwicklung der Investorennachfrage nach Immobilien im allgemeinen. Die Nachfrage wird einerseits vom vorherrschenden Zinsumfeld bzw. alternativen Veranlagungsmöglichkeiten und andererseits von der Risikoeinschätzung der Investoren in den einzelnen Assetklassen beeinflusst. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die von Investoren geforderten Risikoprämien je nach Assetklasse ansteigen und Investoren selektiver vorgehen werden. Die Assetklasse Büro wird vor allem von der weiteren konjunkturellen Entwicklung, die Assetklasse Wohnen von der Nachfrage nach Wohnraum und die Assetklasse Hotel von der Reisetätigkeit von Geschäftskunden und Touristen beeinflusst werden. Sollte die aktuelle COVID-19–Pandemie das Konsumverhalten in Europa nicht grundlegend und langfristig verändern, ist davon auszugehen, dass der Megatrend Urbanisierung die Nachfrage nach allen Assetklassen der UBM weiterhin unterstützt.

Ziele und Methoden des Risikomanagements in Bezug auf finanzielle Risiken

Die originären finanziellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen, Projektfinanzierungen und andere Finanzanlagen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die originären finanziellen Verbindlichkeiten umfassen die Anleihen und die anderen Finanzverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsrisiko von UBM ist definiert als das Risiko steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen aus Finanzpositionen und resultiert bei UBM nahezu ausschließlich aus dem Szenario fallenden Zinsen für die variabel verzinsten Ausleihungen in Höhe von T€ 633.666 (Vorjahr: T€ 589.712). Im Bereich der Anleihen besteht kein Zinsänderungsrisiko, da diese fix verzinst sind.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten infolge des Ausfalls eines Geschäftspartners, der seinen vertraglich zugesicherten Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommt. Es umfasst Ausfall- und Länderrisiken sowie Bonitätsverschlechterungen von Kreditnehmern. Die Ausleihungen stehen im direkten Zusammenhang mit Immobilienprojekten. Somit ergibt sich das Kreditrisiko aus den Mietverpflichtungen und den Risiken aus der Projektentwicklung. Dieses Risiko wird auf Basis der Expertenschätzungen auf Projektebene mitberücksichtigt. Für die Bewertungsergebnisse wird auf Kapitel II. 1. im Anhang verwiesen.

Das Risiko bei Forderungen betrifft bei UBM im Wesentlichen Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese resultieren aus finanziellen Forderungen (Cash Pooling) sowie aus zentralen Dienstleistungen. Das Kreditrisiko ist ebenso von der Entwicklung der Immobilienprojekte abhängig.

Fremdwährungsrisiko

Das Fremdwährungsrisiko besteht bei Ausleihungen, welche in einem untergeordneten Volumen in fremder Währung an die Projektgesellschaften gewährt werden.

Das Währungsrisiko wird vom Risikomanagement laufend überprüft. Marktanalysen und Prognosen von namhaften Finanzdienstleistern werden analysiert und das Management in regelmäßigen Berichten informiert.

Zum Stichtag bestehen keine Absicherungsgeschäfte für die innerkonzernalen Finanzierungen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, sich jederzeit Finanzmittel beschaffen zu können, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Als wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos sehen wir eine exakte Finanzplanung, die von jeder operativen Gesellschaft durchgeführt und zentral konsolidiert wird. So wird der Bedarf an Finanzierungen und Linien bei Banken ermittelt.

Die Betriebsmittelfinanzierung wird über das UBM-Konzern-Treasury durchgeführt. Gesellschaften mit liquiden Überschüssen stellen diese Gesellschaften mit Liquiditätsbedarf zur Verfügung. Dadurch werden eine Verminderung des Fremdfinanzierungsvolumens und eine Optimierung des Zinsergebnisses erreicht und das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, minimiert.

Zum 31. Dezember 2019 bestanden freie Finanzierungslinien bei UBM in Höhe von T€ 27.000 (Vorjahr: T€ 60.000), das Liquiditätsrisiko wird insgesamt als gering beurteilt.

Sonstiges Preisrisiko

Das Preisänderungsrisiko umfasst im Wesentlichen Schwankungen des Marktzinssatzes und der Marktpreise sowie Änderungen der Wechselkurse.

Wir minimieren unser Preisrisiko bei den Mieteinnahmen durch die generelle Indexbindung unserer Mietverträge. Auch alle anderen Leistungsverträge unterliegen einer permanenten Indexierung. Das sonstige Preisrisiko ist für den UBM von untergeordneter Bedeutung.

Beteiligungsrisiken

Das Beteiligungsrisiko betrifft die Wertansätze an den Projektgesellschaften sowie den operativen Landesgesellschaften. Die Werthaltigkeit ist von der Entwicklung der jeweiligen Immobilienprojekte abhängig und wird auf Einzelprojektbasis beurteilt. Grundlage für den Wertansatz bilden Verkehrswertgutachten von unabhängigen Sachverständigen bzw. wurde er aus dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der Nutzung der Immobilien erwartet werden, oder über Vergleichstransaktionen ermittelt. Wenn sich daher die Einschätzung betreffend die bei einer Vermietung zukünftig realisierbaren Erträge bzw. die Renditeerwartung in Bezug auf Alternativanlagen ändert, ändert sich auch der dem betreffenden Objekt beizulegende Zeitwert.

Internes Kontrollsystem

Die wesentlichen Ziele des Internen Kontrollsystems (IKS) innerhalb von UBM sind die Kontrolle der Einhaltung der Geschäftspolitik und der vorgegebenen Ziele, die Sicherung des Vermögens des Unternehmens, die Sicherstellung der Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens, die Sicherstellung der Wirksamkeit und Effizienz betrieblicher Abläufe, die frühzeitige Risikoerkennung und die verlässliche Einschätzung möglicher Risiken, die Einhaltung gesetzlicher und rechtlicher Grundlagen sowie der effiziente Einsatz von Ressourcen und die Kostenersparnis.

Neben den in den Kernprozessen von UBM implementierten internen Kontrollen verfügt UBM über ein kaufmännisches und technisches Controlling. Beide Bereiche berichten direkt an den Vorstand. Das kaufmännische Controlling überwacht die laufende Geschäftsentwicklung auf Abweichungen von Planzahlen und stellt sicher, dass bei Planabweichungen die notwendigen Informationen an die Geschäftsleitung ergehen. Das technische Controlling überwacht die laufende Abwicklung von Projekten hinsichtlich Terminen, Baukosten, Baufortschritt und allen für die technische Umsetzung relevanten Prozessen. Deren periodische Berichte bieten dem Management eine Grundlage für etwaig notwendige Maßnahmen, um die oben genannten Ziele erreichen zu können.

Neben gesetzlichen Anforderungen verfügt UBM über eine Vielzahl eigener Regularien bzw. Prozessabläufe. Diese wurden vor allem im Rahmen des Prozess- und Effizienzsteigerungsprogramms (Next Level) neu aufgesetzt bzw. verbessert. Die Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb der Prozesse wurden klar zugewiesen und die Kontrollmechanismen überarbeitet und verbessert. Diese Prozesse und Regularien dienen den Mitarbeitern einerseits als entsprechende Werkzeuge bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und ermöglichen andererseits die effiziente Gestaltung von Prozessen und Kontrollen. Derartige Arbeitsanweisungen, Richtlinien und Vorlagen schaffen Transparenz, erleichtern die Kommunikation und Dokumentation, helfen, Arbeitsabläufe effizient zu gestalten und ermöglichen es, Kontrollen effektiv durchzuführen.

Damit hat UBM die notwendigen Vorkehrungen getroffen, sodass einerseits gesetzliche, aber auch interne Richtlinien eingehalten und andererseits mögliche Schwachstellen in betrieblichen und organisatorischen Abläufen rasch identifiziert und korrigiert werden können.

Im Bereich Rechnungswesen dienen konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der Sicherstellung einer aussagekräftigen und ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung. Durch klare Funktionstrennungen und Kontrollmaßnahmen wie Plausibilitätsprüfungen, regelmäßige Kontrollaktivitäten und Rechnungsfreigaberegelungen sowie dem Vier-Augen-Prinzip wird eine verlässliche und ordnungsgemäße Buchführung und Rechnungslegung sichergestellt.

Dieses systematische Kontrollmanagement stellt sicher, dass die Rechnungslegung des UBM-Konzerns im Einklang mit den nationalen und internationalen Rechnungslegungsstandards sowie internen Richtlinien steht.

Innerhalb des internen Kontrollsystems übernimmt der Prüfungsausschuss für den Aufsichtsrat die Aufgabe der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Finanzberichterstattung.

Interne Revision

Die Abteilung Interne Revision wurde mit dem Ziel etabliert, unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungstätigkeiten innerhalb von UBM durchzuführen. Grundlage ihres Arbeitens sind die Revisionsordnung, welche die Legitimation nach außen darstellt, und das Revisionshandbuch, das die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten innerhalb von UBM festlegt. Die Abteilung ist gem. C-Regel 18 des Österreichischen Corporate Governance Kodex dem Gesamtvorstand unterstellt. Die Interne Revision prüft die Unternehmensprozesse und die Wirksamkeit der internen Kontrollen und trägt zu deren Verbesserung bei. Anlassbezogen führt die Interne Revision auf entsprechende Anweisung des Vorstands Ad-hoc-Prüfungen durch.

Außerdem steht die Interne Revision dem Vorstand beratend zur Seite. Durch ihre integrierte Sichtweise und ihre Kenntnisse des Unternehmens soll sie wirksame Möglichkeiten zur Verbesserung von Effektivität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Prozesse aufzeigen.

Der jährliche Revisionsplan wurde erfüllt. Anlassbezogen wurde 2019 eine Ad-hoc-Prüfung durchgeführt. Aus den in den Revisionsberichten getroffenen Feststellungen und Empfehlungen werden stets konkrete Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet. Die Umsetzung der Maßnahmen wird von der Internen Revision überwacht. Projektbezogen unterstützen externe Berater einzelne Prüfungshandlungen.

Offenlegung gemäß § 243a UGB per 31. Dezember 2019

1. Zusammensetzung des Kapitals

Das Grundkapital setzt sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 aus 7.472.180 auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stückaktien zusammen, von denen jede am Grundkapital von € 22.416.540,00 im gleichen Umfang beteiligt ist. Zum Bilanzstichtag befinden sich sämtliche 7.472.180 Aktien im Umlauf. Alle Aktien haben die gleichen, gesetzlich normierten Rechte und Pflichten, insbesondere gewährt jede Aktie das Stimmrecht, welches nach der Zahl der Aktien ausgeübt wird. Das Grundkapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt. Gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung und im Einklang mit § 10 Abs. 2 AktG sind die Inhaberaktien in einer, gegebenenfalls in mehreren Sammelurkunden zu verbriefen und bei einer Wertpapiersammelbank nach § 1 Abs. 3 Depotgesetz oder einer gleichwertigen ausländischen Einrichtung zu hinterlegen. Aus § 4 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft ergibt sich weiters, dass das Grundkapital zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 AktG um bis zu Nominale € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien zur Ausgabe an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen bedingt erhöht ist (bedingte Kapitalerhöhung).

2. Beschränkungen betreffend die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien

Zwischen der Strauss-Gruppe und der IGO Industries-Gruppe besteht ein Syndikatsvertrag. Der Vorstand der Gesellschaft hat keine Kenntnis vom Inhalt des Syndikatsvertrags. Syndikatsbeschlüsse binden die Syndikatsmitglieder in der Ausübung ihrer Stimmrechte. Es besteht ein wechselseitiges Aufgriffsrecht.

3. Direkte oder indirekte Beteiligung

Eine direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital, die zumindest zehn von hundert beträgt, halten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 folgende Aktionäre: Syndikat Ortner & Strauss 38,84% (davon IGO Industries-Gruppe 27,62 %, Strauss-Gruppe 11,22%).

4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten sind bei der Gesellschaft nicht vorhanden.

5. Mitarbeiterbeteiligungsmodelle, bei welchen die Arbeitnehmer das Stimmrecht nicht unmittelbar ausüben, bestehen bei der UBM Development AG nicht.

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 23. Mai 2017 das Long-Term-Incentive-Programm 2017 (LTIP) beschlossen. Ebenso hat auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft in seiner Sitzung am 23. Mai 2017 dem LTIP zugestimmt. In Punkt 6 der Planbedingungen des LTIP ist festgelegt, dass jede Aktienoption nach Ablauf der jeweiligen, in den Planbedingungen festgelegten Zeiträume und bei Erfüllung der festgelegten Voraussetzungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigt. Der diesbezügliche Ausübungskurs ist in Punkt 6.3 der Planbedingungen definiert als der ungewichtete Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an der Wiener Börse im Zeitraum vom 24. Mai 2017 (einschließlich) bis zum 21. Juni 2017 (einschließlich). Auf dieser Grundlage wurde der Ausübungskurs für die Ausübung von Aktienoptionen im Rahmen des LTIP berechnet und mit € 36,33 je Aktie festgesetzt.

6. Bestimmungen zur Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zur Änderung der Satzung

Gemäß § 6 Abs 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand nach näherer Bestimmung durch den Aufsichtsrat aus zwei bis sechs Personen. Die Bestellung von stellvertretenden Vorstandsmitgliedern in diesem zahlenbezogenen Rahmen ist gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung zulässig. Gemäß § 6 Abs. 3 der Satzung kann der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands und ein Mitglied zum Stellvertreter des Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Allfällige stellvertretende Vorstandsmitglieder stehen gemäß § 8 Abs. 3 der Satzung hinsichtlich der Vertretungsmacht ordentlichen Vorstandsmitgliedern gleich.

Der Aufsichtsrat besteht gemäß § 9 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft aus mindestens drei und höchstens zwölf von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern. Gemäß § 9 Abs. 8 der Satzung kann mit der Wahl eines Aufsichtsratsmitglieds gleichzeitig ein Ersatzmitglied gewählt werden, welches mit sofortiger Wirkung in den Aufsichtsrat nachrückt, wenn das Aufsichtsratsmitglied vor dem Ablauf seiner Amtszeit aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Werden mehrere Ersatzmitglieder gewählt, ist bei der Wahl die Reihenfolge zu bestimmen, in der sie für aus dem Aufsichtsrat ausscheidende Mitglieder nachrücken. Ein Ersatzmitglied kann auch für mehrere bestimmte Aufsichtsratsmitglieder gewählt werden, sodass es in den Aufsichtsrat nachrückt, wenn eines dieser Mitglieder vorzeitig aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Das Amt eines in den Aufsichtsrat nachgerückten Ersatzmitglieds erlischt, sobald ein Nachfolger für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied bestellt ist, spätestens jedoch mit Ablauf der restlichen Amtszeit des ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds. Ist das Amt eines in den Aufsichtsrat nachgerückten Ersatzmitglieds erloschen, weil ein Nachfolger für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied gewählt wurde, so bleibt es Ersatzmitglied für die weiteren Aufsichtsratsmitglieder, für die es gewählt wurde. Die Hauptversammlung kann gemäß § 9 Abs. 2 der Satzung bei der Wahl für einzelne oder für alle der von ihr zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder eine kürzere Funktionsperiode beschließen als die gesetzlich vorgesehene Funktionsperiode. Scheidet ein von der Hauptversammlung gewähltes Aufsichtsratsmitglied vor Ablauf der Funktionsperiode aus, bedarf es gemäß § 9 Abs. 6 der Satzung der Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Sinkt jedoch die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder unter drei, ist die Ersatzwahl in einer außerordentlichen Hauptversammlung binnen sechs Wochen vorzunehmen. Die Bestellung zum Mitglied des Aufsichtsrats kann gemäß § 9 Abs. 4 vor Ablauf der Funktionsperiode von der Hauptversammlung durch Beschluss mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen widerrufen werden.

Gemäß § 19 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft werden die Beschlüsse der Hauptversammlung, soweit nicht zwingende Vorschriften des Aktiengesetzes etwas Abweichendes bestimmen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, und in Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Nach Rechtsansicht des Vorstands wird durch diese Satzungsbestimmung die vom Aktiengesetz für Satzungsänderungen grundsätzlich vorgesehene Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals auf die einfache Kapitalmehrheit herabgesetzt.

7. Befugnisse der Mitglieder des Vorstands

Der Vorstand ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 23. Mai 2017 beschlossenen Ermächtigung in das Firmenbuch – somit bis zum 11. August 2022 – das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, allenfalls in mehreren Tranchen, auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs. 6 AktG, zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und den Ausgabekurs, die Ausgabebedingungen, das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien ist ausgeschlossen, wenn und sofern eine Ausnutzung dieser Ermächtigung (genehmigtes Kapital) durch Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch das Ausnutzen dieser Ermächtigung des Vorstands ergeben, zu beschließen.

Zudem ist der Vorstand zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 gemäß § 4 Abs 5 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen, insbesondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der Wandelschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das Umtauschoder Wandlungsverhältnis. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Ausgabebetrag und Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe finanzmathematischer Methoden sowie des Aktienkurses der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Im Fall einer in den Ausgabebedingungen von Wandelschuldverschreibungen festgelegten Wandlungspflicht dient das bedingte Kapital auch zur Erfüllung dieser Wandlungspflicht.

Schließlich sieht § 4 Abs. 6 der Satzung der Gesellschaft die Ermächtigung des Vorstands gemäß § 159 Abs. 3 AktG vor, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 23. Mai 2017 beschlossenen Ermächtigung in das Firmenbuch – sohin bis zum 11. August 2022 – mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs. 2 Z 3 AktG, auch in mehreren Tranchen, bedingt um bis zu € 1.678.920,00 durch Ausgabe von bis zu 559.640 auf den Inhaber lautenden neuen Stückaktien zum Zweck der Bedienung von Aktienoptionen im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms 2017 an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie mit ihr verbundener Unternehmen zu erhöhen. Der Ausübungskurs beträgt € 36,33. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die sich aus einer Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung ergebenden Änderungen der Satzung zu beschließen.

8. Bedeutende Vereinbarungen

Im Juli 2014 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 160.000.000,00 (Zeitraum 2014–2019) begeben, welche im Dezember 2014 um € 15.000.000,00 auf € 175.000.000,00 und im Februar 2015 um weitere € 25.000.000,00 auf insgesamt € 200.000.000,00 aufgestockt wurde. In Bezug auf diese Teilschuldverschreibungen gab es mehrere Umtauschangebote durch die Emittentin, in deren Rahmen den Anleihegläubigern die Möglichkeit zum Umtausch in neue Anleihen der Emittentin angeboten wurde. Die verbliebenen Teilschuldverschreibungen der UBM-Anleihe 2014–2019 wurden am 9. Juli 2019 zur Gänze zurückgeführt. Im Dezember 2015 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 75.000.000,00 (Zeitraum 2015–2020) begeben. Im November 2016 wurde eine Inhaberschuldverschreibung (2016–2021) im Gesamtnennbetrag von € 18.500.000,00 begeben.

Im Oktober 2017 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 150.000.000,00 mit einer Laufzeit bis 2022 begeben. Dabei wurde gleichzeitig ein Umtauschangebot durchgeführt, in dessen Rahmen Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2014 begebenen Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 84.047.500,00 in Teilschuldverschreibungen der im Oktober 2017 begebenen Anleihe umgetauscht wurden. Im Rahmen der Barzeichnung der im Oktober 2017 emittierten Anleihe wurden Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 65.952.500,00 begeben.

Im November 2018 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 75.000.000,00 (Laufzeit 2018–2023) begeben, wobei diese Anleiheemission sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der bestehenden UBM-Anleihe 2014–2019 die Möglichkeit zum Umtausch in die neue UBM-Anleihe 2018–2023 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot umfasste. Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2014 begebenen Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 24.630.500,00 in neue 2018 UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 50.369.500,00 begeben.

Im Oktober/November 2019 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 120.000.000,00 mit sechsjähriger Laufzeit (2019–2025) begeben, wobei diese Anleiheemission sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der bestehenden UBM-Anleihe 2015–2020 die Möglichkeit zum Umtausch in die neue UBM-Anleihe 2019–2025 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot umfasste. Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2015 begebenen Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 25.164.000,00 in neue 2019 UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 94.836.000,00 begeben.

Diese Anleihen enthalten insbesondere folgende Bestimmung: Erfolgt ein Kontrollwechsel im Sinn einer Übernahme (bzw. der Erlangung einer unmittelbaren kontrollierenden Beteiligung an der Emittentin im Sinn des Übernahmegesetzes mit der Rechtsfolge eines Pflichtangebots durch eine natürliche oder juristische Person, die im Zeitpunkt der Begebung der Anleihe keine oder keine kontrollierende Beteiligung hält) (Kontrollwechselereignis wie in den jeweiligen Anleihebedingungen definiert) und führt dieser Kontrollwechsel zu einer Verschlechterung der Bonität der Emittentin und kann die Emittentin keinen Bonitätsnachweis innerhalb von 60 Tagen ab dem Zeitpunkt der Bekanntmachung des Kontrollwechselereignisses erbringen, ist jeder Anleihegläubiger berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen zu kündigen und fällig zu stellen und die sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufener Zinsen zu verlangen.

Die UBM-Anleihe 2015–2020 enthält darüber hinaus ein Financial Covenant betreffend die Eigenkapitalquote: Sinkt die Eigenkapitalquote während der Laufzeit der Anleihe unter 25%, so erhöht sich die Verzinsung von 4,25 % auf 6,25%; sollte die Eigenkapitalquote danach wieder einen Wert von 25% oder höher erreichen, reduziert sich die Verzinsung wieder auf den ursprünglichen Zinssatz. Im Rahmen der Berechnung der Eigenkapitalquote werden die zum Zeitpunkt der Begebung der UBM-Anleihe 2015–2020 anwendbaren Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) herangezogen.

Weiters hat die Gesellschaft im November 2016 Schuldscheindarlehensverträge im Gesamtnennbetrag von € 32.000.000,00 abgeschlossen. Diese Schuldscheindarlehensverträge sehen ein Kündigungsrecht für den Fall vor, dass ein Kontrollwechselereignis eintritt und dieses Kontrollwechselereignis zu (i) einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der Gesellschaft führt, ihre Verpflichtungen aus dem jeweiligen Darlehensvertrag zu erfüllen, oder (ii) einem Verstoß des jeweiligen Darlehensgebers gegen gesetzlich zwingende Vorschriften führt. (Kontrollwechsel bedeutet in diesem Zusammenhang die Erlangung einer unmittelbaren kontrollierenden Beteiligung an der Gesellschaft im Sinn des Übernahmegesetzes mit der Rechtsfolge eines Pflichtangebots durch eine natürliche oder juristische Person, die zum Zeitpunkt des Abschlusses des jeweiligen Darlehensvertrags keine Beteiligung an der Gesellschaft hielt.)

Im Februar 2018 wurde eine Hybridanleihe (Hybrid-Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 100.000.000,00 begeben. Die Hybridanleihe enthält eine Regelung, wonach die Emittentin bei Eintritt eines Kontrollwechsels im Sinn einer Übernahme gemäß österreichischem Übernahmegesetz (wie in den Anleihebedingungen definiert) berechtigt ist, die Hybrid-Teilschuldverschreibungen vorzeitig vollständig zum Nennbetrag zuzüglich bis zum Rückzahlungstag aufgelaufener Zinsen zurückzuzahlen.

Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen im Sinn des § 243a Z 8 UGB.

9. Entschädigungsvereinbarungen im Sinn des § 243a Z 9 UGB bestehen nicht.

Wien, am 16. April 2020

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LL.M. Vorsitzender

DI Martin Löcker Dipl.-Ök. Patric Thate

Jahresabschluss

Bilanz

zum 31. Dezember 2019

2019 2018
in € in T€
Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte 41.218 21
II. Sachanlagen
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
(davon Grundwert € 415.616,67; 2018: T€ 423)
1.293.861 1.418
2.
Technische Anlagen und Maschinen
- -
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
168.915 166
1.462.776 1.584
III. Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
172.404.050 186.685
2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
515.042.118 503.411
3.
Beteiligungen
12.666.925 13.205
4.
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
118.618.758 82.734
5.
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens
2.906.920 2.907
6.
Sonstige Ausleihungen
5.000 3.568
821.643.771 792.510
823.147.765 794.115
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Zur Verwertung bestimmte Liegenschaften 20.573 21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
281.142 259
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00 (2018: T€ 0)
2.
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
13.430.144 11.554
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00 (2018: T€ 0)
3.
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
7.369.555 6.219
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00 (2018: T€ 0)
4.
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
3.132.609 1.925
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00 (2018: T€ 0)
24.213.449 19.957
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 175.085.934 112.808
199.319.956 132.786
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.523.493 3.779
D. Aktive latente Steuer 3.768.734 2.318
1.029.759.948 932.998
2019 2018
in € in T€
Passiva
A.
Eigenkapital
I.
Grundkapital
22.416.540 22.416
II.
Hybridkapital
25.329.658 25.330
III.
Kapitalrücklagen
gebundene 98.953.928 98.954
IV.
Optionsrücklage
2.164.215 1.407
V.
Gewinnrücklagen
andere Rücklagen (freie Rücklagen) 55.356.899 30.887
VI. Bilanzgewinn 19.434.796 16.467
(davon Gewinnvortrag € 28.704,34; 2018: T€ 27) 223.656.035 195.461
B.
Mezzaninkapital
100.000.000 100.000
C.
Rückstellungen
1.
Rückstellungen für Abfertigungen
874.576 1.167
2.
Rückstellungen für Pensionen
1.251.577 1.067
3.
Steuerrückstellungen
7.154.498 2.986
4.
Sonstige Rückstellungen
6.185.777 5.817
15.466.428 11.037
D.
Verbindlichkeiten
davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 234.962.484,50 (2018: T€ 275.978)
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 454.500.000,00 (2018: T€ 350.500)
1.
Anleihen
490.336.000 441.822
davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 49.836.000,00 (2018: T€ 91.322)
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 440.500.000,00 (2018: T€ 350.500)
2.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
17.000.000 14
davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 3.000.000,00 (2018: T€ 14)
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 14.000.000,00 (2018: T€ 0)
3.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1.466.328 1.311
davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 1.466.327,66 (2018: T€ 1.311)
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00 (2018: T€ 0)
4.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
166.453.826 158.290
davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 166.453.825,50 (2018: T€ 158.290)
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00 (2018: T€ 0)
5.
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
5.426.334 13.608
davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 5.426.334,32 (2018: T€ 13.608)
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00 (2018: T€ 0)
6.
Sonstige Verbindlichkeiten
8.779.997 11.433
davon aus Steuern € 125.156,88 (2018: T€ 1.148)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 153.105,09 (2018: T€ 143)
davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 8.779.997,02 (2018: T€ 11.433)
davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00 (2018: T€ 0)
689.462.485 626.478
E.
Rechnungsabgrenzungsposten
1.175.000 22
1.029.759.948 932.998

Gewinn- und Verlustrechnung

für das Geschäftsjahr 2019

2019 2019 2018
in € in € in T€
1. Umsatzerlöse 23.675.274 21.475
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie
an noch nicht abrechenbaren Leistungen
- –473
3. Sonstige betriebliche Erträge
a)
Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum
Anlagevermögen mit Ausnahme von Finanzanlagen
648 33
b)
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
- 2
c)
übrige
146.042 433
146.690 468
4. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a)
Materialaufwand
–221.654 –495
b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen
–3.355.324 –2.938
–3.576.978 –3.433
5. Personalaufwand
a)
Löhne und Gehälter
aa)
Gehälter
–10.354.451 –10.742
b)
Soziale Aufwendungen
aa)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen
–661.943 –176
bb) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie
vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichbeiträge
–1.745.959 –1.879
cc)
Aufwendungen für Altersversorgung
–250.634 –461
dd)
Übrige Sozialaufwendungen
–118.200 –72
–2.776.737 –2.588
–13.131.188 –13.330
6. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
–164.859 –335
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a)
Steuern, soweit sie nicht unter solche vom Einkommen und vom
Ertrag fallen
–2.787 –2
b)
übrige
–14.762.541 –15.447
–14.765.328 –15.449
8. Zwischensumme aus Z1 bis Z7 –7.816.389 –11.077
2019 2019 2018
in € in € in T€
9.
Erträge aus Beteiligungen
54.435.530 45.941
davon aus verbundenen Unternehmen € 54.423.425,52 (2018: T€ 45.499)
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens
42.853.051 33.638
davon aus verbundenen Unternehmen € 37.731.664,08 (2018: T€ 27.946)
11.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
742.329 1.948
davon aus verbundenen Unternehmen € 550.331,17 (2018: T€ 1.550)
12. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens
33.139.187 4.633
13. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufver
mögens
davon
–44.094.759 –32.376
a)
Abschreibungen € -42.759.617,88 (2018: T€ -29.278)
b)
Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen € -44.087.321,91
(2018: T€ -24.631)
14.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
–32.190.470 –30.938
davon betreffend verbundene Unternehmen € -7.648.040,20
(2018: T€ -6.535)
15. Zwischensumme aus Z9 bis 14 54.884.867 22.846
16. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z8 und Z15) 47.068.478 11.769
17.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
–3.192.387 7.787
18. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 43.876.092 19.556
19.
Zuweisung zu Gewinnrücklagen
–24.470.000 –3.116
20.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
28.704 27
21. Bilanzgewinn 19.434.796 16.467

Anlagenspiegel

zum 31. Dezember 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
in EUR Stand am
1.1.2019
Zugänge (davon)
Zinsen
Umbuchungen Abgänge Stand am
31.12.2019
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte, Lizenzen und
ähnliche Rechte
426.581 36.700 - - - 463.281
II. Sachanlagen
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
2.585.639 - - - –124.286 2.461.353
2. Technische Anlagen und
Maschinen
3.341 - - - - 3.341
3. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
294.281 143.242 - - –171.159 266.363
2.883.261 143.242 - - –295.446 2.731.057
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
216.578.387 1.101.500 - 15.442.796 –1.962.381 231.160.302
2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
569.949.294 221.123.552 - –37.456.820 –166.586.005 587.030.022
3. Beteiligungen 28.765.773 5.894 - 1 –544.250 28.227.418
4. Ausleihungen an
Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis
besteht
88.917.732 33.619.582 - 22.014.023 –21.434.579 123.116.758
5. Wertpapiere des
Anlagevermögens
2.906.920 - - - - 2.906.920
6. Sonstige Ausleihungen 5.833.673 18.000 - - –5.846.673 5.000
912.951.780 255.868.528 - - –196.373.888 972.446.419
916.261.622 256.048.470 - - –196.669.334 975.640.758

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2019

in EUR

kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand am 1.1.2019 Zugänge/
Abschreibungen
Zuschreibung Abgänge Stand am
31.12.2019
Buchwert
31.12.2019
Buchwert
31.12.2018
–405.457 –16.606 - - –422.063 41.218 21.124
–1.167.585 –60.728 - 60.821 –1.167.492 1.293.861 1.418.054
–3.341 - - - –3.341 -
–128.292 –87.525 - 118.368 –97.448 168.915 165.989
–1.299.218 –148.253 - 179.189 –1.268.282 1.462.776 1.584.043
–29.893.252 –29.664.400 298.400 503.000 –58.756.252 172.404.050 186.685.135
–66.538.686 –13.095.218 4.100.000 3.546.000 –71.987.903 515.042.118 503.410.609
–15.560.492 - - - –15.560.492 12.666.925 13.205.281
–6.184.000 - 1.686.000 - –4.498.000 118.618.758 82.733.732
- - - - - 2.906.920 2.906.920
–2.265.624 - 2.265.624 - 0 5.000 3.568.049
–120.442.054 –42.759.618 8.350.024 4.049.000 –150.802.648 821.643.771 792.509.726
–122.146.729 –42.924.477 8.350.024 4.228.189 –152.492.993 823.147.765 794.114.893

Anhang zum Jahresabschluss 2019

I. Allgemeines

Die UBM Development AG (UBM) ist eine Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht und hat den Sitz in Wien mit der Geschäftsanschrift 1100 Wien, Laaer-Berg-Straße 43. Sie ist registriert beim Handelsgericht Wien unter FN 100059 x. Der Konzernabschluss von UBM liegt in 1100 Wien, Laaer-Berg-Straße 43, auf.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und grundsätzlich unter Beachtung der Generalnorm aufgestellt, um ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln (Generalklausel § 236 UGB).

Es wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unter dem Aspekt der Unternehmensfortführung angewandt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Die Rechnungslegungsvorschriften in der geltenden Fassung wurden angewandt.

Der Abschluss wurde zum Stichtag 31. Dezember aufgestellt und betrifft das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember. Zahlenmäßige Angaben erfolgen zumeist in 1.000 (T€). Durch die Angaben in T€ können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung, bilanziert. Dabei wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer Abschreibungssätze in Höhe von 1,28% bis 25,0% zur Anwendung gebracht.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten unter Abzug von Anschaffungskostenminderungen bzw. zu Herstellungskosten und der bisher aufgelaufenen und im Berichtsjahr 2019 planmäßig fortgeführten linearen Abschreibungen bewertet, wobei entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer folgende Abschreibungssätze (Neuanschaffungen) angewandt wurden:

in % 2019
Immaterielles Vermögen 25,00
Miet- und Nutzrechte 1,30
Gebäude 1,50–6,67
Technische Anlagen und Maschinen 25,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,00–50,00

Kommt es im Geschäftsjahr bei Gegenständen des Anlagevermögens zu einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung, werden diese Gegenstände außerplanmäßig auf den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (§ 204 UGB) wurden voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Zugänge und Abgänge ausgewiesen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet, auch wenn diese Wertminderung nicht von Dauer ist.

Sind die Gründe für die in den vorangegangenen Geschäftsjahren vorgenommen außerplanmäßigen Abschreibungen weggefallen, dann erfolgt eine Werterhöhung bis höchstens zu den fortgeschriebenen Anschaffungskosten.

2. Umlaufvermögen

Vorräte

Die projektierten Bauten wurden zu Herstellungskosten bewertet. Die zur Verwertung bestimmten Liegenschaften betreffen Liegenschaften, die zum Bilanzstichtag zur Weiterveräußerung bestimmt sind.

Die Herstellungskosten umfassen im Wesentlichen Fremdleistungen, Material- und Personalaufwendungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen wurden gemäß dem strengen Niederstwertprinzip angesetzt. Falls Risiken hinsichtlich der Einbringlichkeit bestanden, wurden Wertberichtigungen gebildet. Forderungen in Fremdwährungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem allenfalls niedrigeren Bilanzstichtagskurs bewertet.

3. Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen betreffen ihrer Eigenart nach genau umschriebene Aufwendungen, die dem Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind; sie werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten. Andere Rückstellungen als die gesetzlich vorgeschriebenen werden nicht gebildet.

Die Abfertigungsrückstellungen wurden aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens gemäß IAS 19 auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 0,65% (Vorjahr: 1,90%) und erwarteter zukünftiger Gehaltssteigerungen von 2,15% (Vorjahr: 2,00%) sowie eines frühestmöglichen Pensionseintrittsalters nach ASVG (Pensionsreform 2004) ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden zur Gänze in dem Jahr angesetzt, in dem sie anfallen. Als Sterbetafel werden die Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ 2018-P (Angestellte) herangezogen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Abfertigungen und für Jubiläumsgelder wurden Fluktuationsabschläge auf Basis von statistischen Daten in einer Bandbreite von 0,00% bis 10,50% (Vorjahr: 0,00% bis 10,50%) berücksichtigt. Der Dienstzeitaufwand wird über die gesamte Dienstzeit verteilt.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte ebenfalls aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens gemäß IAS 19, wobei die gleichen Parameter wie für die Abfertigungsrückstellungen herangezogen wurden. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden zur Gänze in dem Jahr angesetzt, in dem sie anfallen. Der Zinsaufwand wird im Personalaufwand erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen wurden entsprechend aller erkennbaren Risiken und drohenden Verluste gebildet.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden mit dem Devisenbriefkurs am Bilanzstichtag angesetzt, soweit dieser über dem Anschaffungskurs liegt.

4. Umsatzerlöse

Entsprechend der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft werden Erträge aus dem Abgang von Projektgesellschaften nicht als Erträge innerhalb des Finanzergebnisses, sondern als Umsatzerlöse ausgewiesen.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens und der Aufgliederung der Jahresabschreibung verweisen wir auf den beiliegenden Anlagenspiegel. Im beiliegenden Anlagespiegel sind die im Geschäftsjahr aktivierten Fremdkapitalzinsen gemäß § 203 Abs. 4 UGB angeführt. Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalzinsen (Vorjahr: T€ 0) aktiviert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 41 (Vorjahr: T€ 21) betreffen das Mietrecht in Innsbruck und das EDV-Vertragsmanagement, das 2019 zugegangen ist. 2018 und 2019 erfolgten keine außerplanmäßigen Abschreibungen. 2019 erfolgte kein Verkauf (Vorjahr: Mietrecht in Wolkersdorf).

Der Grundwert der bebauten Grundstücke beträgt T€ 225 (Vorjahr: T€ 232), der unbebauten Grundstücke T€ 191 (Vorjahr: T€ 191). Bei den bebauten Grundstücken auf fremdem Grund wurde Seevillen/Jois verkauft. 2019 erfolgte bei den bebauten Grundstücken keine Teilwertabschreibung (Vorjahr: T€ 147) . Bei den unbebauten Grundstücken wurde eine Teilwertabschreibung in beiden Jahren nicht durchgeführt.

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen ergeben sich aufgrund langfristiger Mietverträge Verpflichtungen wie folgt:

in T€ 2019 2018
für das folgende Jahr 920 912
für die folgenden fünf Jahre 4.146 4.049

Eine Zusammenstellung der Daten von Beteiligungsunternehmen ist aus dem beiliegenden Beteiligungsspiegel zu ersehen.

Die Zugänge zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen betragen T€ 1.101 (Vorjahr: T€ 2.886) aus der Neugründung der UBM Invest AG und dem Anteilszukauf der BERMUC Hotelerrichtungs GmbH bzw. Gesellschafterzuschüssen bei der MG Brehmstrasse BT C GmbH und der Dictysate Investments Limited. Weiters wurde bei Sitnica d.o.o. das Gesellschafterdarlehen im Zuge einer Kapitalerhöhung in Eigenkapital umgewandelt. 2019 gab es Abgänge in Höhe von T€ 1.962 (Vorjahr: T€ 7.686).

Es erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 29.664 (Vorjahr: T€ 4.175) auf den niedrigeren beizulegenden Wert sowie Zuschreibungen in Höhe von T€ 298 (Vorjahr: T€ 1.266).

Die Zugänge bei den Beteiligungen betrugen T€ 6 (Vorjahr: T€ 89) und betreffen die Gründung der Sugar Palace Op Cop s.r.o. und eine Kapitalerhöhung bei der Lanzarota Inv. spzoo. Die Abgänge in Höhe von T€ 544 (Vorjahr: T€ 4.540) betreffen die Verkäufe der Disney Hotels in Paris und die Liquidation der ACC Berlin GmbH. Es erfolgten 2019 keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr: T€ 69) auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Ausleihungen

in T€ 2019 2018
Verbundene Unternehmen 515.042 503.411
Beteiligungsunternehmen 118.619 82.734
Sonstige Unternehmen 5 3.568

Sie haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Ausleihungen resultieren im Wesentlichen aus Projektfinanzierungen.

Es erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 13.095 (Vorjahr: T€ 25.034) auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert sowie Zuschreibungen in Höhe von T€ 8.052 (Vorjahr: T€ 2.480).

Wertpapiere des Anlagevermögens

in T€ 2019 2018
Sonstige Wertpapiere 2.907 2.907
Pensionsrückdeckungversicherung - -

2. Umlaufvermögen

Vorräte

Die projektierten Bauten betreffen Akquisitionskosten diverser Projekte, bei denen in absehbarer Zukunft mit einer Realisierung gerechnet werden kann.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen.

Bei Forderungen gegenüber einem verbundenen Unternehmen besteht eine Einzelwertberichtigung zu zweifelhaften Forderungen in Höhe von T€ 2.710 (Vorjahr: T€ 193). In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 13.430 (Vorjahr: T€ 11.554) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4.558 (Vorjahr: T€ 3.242) enthalten.

Unter dem Posten Sonstige Forderungen sind Erträge in Höhe von T€ 1.007 (Vorjahr: T€ 139) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Flüssige Mittel

in T€ 2019 2018
Kassenbestand 18 14
Guthaben bei Kreditinstituten 175.068 112.794
Gesamt 175.086 112.808

3. Eigenkapital

Das Grundkapital in Höhe von € 22.416.540 (Vorjahr: € 22.416.540) ist in 7.472.180 (Vorjahr: 7.472.180) Stück nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Der auf die einzelne auf den Inhaber lautende Stückaktie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt € 3 (Vorjahr: € 3).

Jedes Stück Stammaktie ist in gleichem Umfang am Gewinn einschließlich Liquidationsgewinn beteiligt und gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung.

Genehmigtes Kapital, bedingtes Kapital und eigene Aktien

In der 136. ordentlichen Hauptversammlung vom 23. Mai 2017 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Die gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2014 bestehende Ermächtigung des Vorstands nach § 4 Abs. 4 der Satzung (Genehmigtes Kapital 2014) wurde widerrufen.

Der Vorstand wurde gleichzeitig gemäß § 169 AktG in § 4 Abs. 4 der Satzung ermächtigt, bis zum 11. August 2022 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, allenfalls in mehreren Tranchen, auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs. 6 AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs, die Ausgabebedingungen, das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien ist ausgeschlossen, wenn und sofern eine Ausnutzung dieser Ermächtigung (genehmigtes Kapital) durch Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen (Genehmigtes Kapital 2017). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch das Ausnutzen dieser Ermächtigung des Vorstands ergeben, zu beschließen.

Aus § 4 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft ergibt sich weiters, dass das Grundkapital gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 AktG um bis zu Nominale € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stammaktien zur Ausgabe an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen bedingt erhöht ist (bedingte Kapitalerhöhung). In diesem Zusammenhang wurde der Vorstand ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen, insbesondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der Wandelschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis. Der Aufsichtsrat wurde auch hier ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Ausgabebetrag und Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe finanzmathematischer Methoden sowie des Aktienkurses der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Im Fall einer in den Ausgabebedingungen von Wandelschuldverschreibungen festgelegten Wandlungspflicht dient das bedingte Kapital auch zur Erfüllung dieser Wandlungspflicht.

Zum Zweck der Bedienung von Aktienoptionen im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms 2017 (LTIP) wurde der Vorstand schließlich in § 4 Abs. 6 der Satzung der Gesellschaft im Sinn des § 159 Abs. 3 AktG ermächtigt, bis zum 11. August 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs. 2 Z 3 AktG, auch in mehreren Tranchen, bedingt um bis zu € 1.678.920,00 durch Ausgabe von bis zu 559.640 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie mit ihr verbundener Unternehmen zu erhöhen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die sich aus einer Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung ergebenden Änderungen der Satzung zu beschließen.

Die oben genannten Aktienoptionen im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms 2017 (LTIP) wurden nach dem festgesetzten Zusagezeitpunkt vom 22. Juni 2017 bis zum 21. Juli 2017 im Ausmaß von 375.130 Aktienoptionen zugeteilt, im Geschäftsjahr 2018 und 2019 wurden weitere 22.500 Aktienoptionen zugeteilt, wiederum 42.000 Aktienoptionen sind aufgrund des Ausscheidens leitender Mitarbeiter verfallen. Der Ausübungskurs beträgt € 36,33 (das ist der ungewichtete Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an der Wiener Börse im Zeitraum vom 24. Mai 2017 (einschließlich) bis zum 21. Juni 2017 (einschließlich)). Zugeteilte Aktienoptionen können in den nachstehenden Ausübungsfenstern durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden. Die Ausübung ist nur vom 1. September 2020 bis zum 26. Oktober 2020 (Ausübungsfenster 1) sowie vom 1. September 2021 bis zum 26. Oktober 2021 (Ausübungsfenster 2) möglich und an die Erfüllung folgender, in den Planbedingungen des LTIP festgelegten Voraussetzungen geknüpft: aufrechtes Dienstverhältnis, aufrechtes Eigeninvestment, Überschreitung bestimmter Aktienkurse, Einhaltung bestimmter Kennzahlen.

Der beizulegende Zeitwert beträgt T€ 2.825 (Vorjahr: T€ 3.082). Dieser bestimmt sich mit dem ursprünglichen Tag der Annahme des Optionsprogramms und wird über den Zeitraum verteilt, über den die Teilnehmer den Anspruch auf die gewährten Optionen erwerben. In das Bewertungsmodell ("Black Scholes") zur Berechnung des beizulegenden Zeitwerts flossen folgende Parameter ein: Ausübungspreis (€ 36,33), Laufzeit der Option (9/2017 bis 8/2020), Aktienkurs zum Bewertungszeitpunkt (€ 38,25), erwartete Volatilität des Aktienkurses (36,34 %), erwartete Dividenden (4,20 %), risikoloser Zinssatz (0,00 %).

Aufgrund einer beabsichtigten Ausweitung des Programms fand eine erneute Bewertung der Aktienoptionen zum Stichtag 30. September 2019 statt. Die oben beschriebene vertragliche Ausgestaltung der Rahmen- bzw Ausübungsbedingungen blieb unverändert. In das Bewertungsmodell ("Monte-Carlo-Simulation") zur Berechnung des beizulegenden Zeitwerts flossen folgende Parameter ein: Ausübungspreis (€ 36,33), Laufzeit der Option (9/2019 bis 10/2021), Aktienkurs zum Bewertungsstichtag 30. September 2019 (€ 42,10), erwartete tägliche Volatilität des Aktienkurses (1,71 %), erwartete Dividenden (4,80 %), risikoloser Zinssatz (0,00 %).

In der 138. ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Die gemäß Beschlüssen der Hauptversammlung vom 23. Mai 2017 erteilte Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb und für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien wurde widerrufen. Gleichzeitig wurde der Vorstand von der Hauptversammlung für die Dauer von 30 Monaten vom Tag der Beschlussfassung gemäß § 65 Abs 1 Z 4 und Z 8 sowie Abs 1a und Abs. 1b AktG zum Erwerb eigener Aktien der Gesellschaft bis zum gesetzlich zulässigen Ausmaß von 10 % des Grundkapitals unter Einschluss bereits erworbener Aktien ermächtigt. Der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht niedriger als € 3,00 und nicht höher als maximal 10,00 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der Erwerb kann über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art erfolgen, insbesondere auch außerbörslich, oder von einzelnen, veräußerungswilligen Aktionären (Negotiated Purchase) und auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, das mit einem solchen Erwerb einhergehen kann (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss). Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, die jeweiligen Rückkaufsbedingungen festzusetzen, wobei der Vorstand den Vorstandsbeschluss und das jeweilige darauf beruhende Rückkaufprogramm einschließlich dessen Dauer entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen (jeweils) zu veröffentlichen hat. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a UGB) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen.

Der Vorstand wurde schließlich für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Das quotenmäßige Kaufrecht der Aktionäre bei Veräußerung oder Verwendung auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot wurde ausgeschlossen (Ausschluss des Bezugsrechts). Der Vorstand wurde auch ermächtigt, ohne weitere Befassung der Hauptversammlung mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien einzuziehen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von eigenen Aktien ergeben, zu beschließen.

Kapital- und Gewinnrücklagen

Die gebundene Kapitalrücklage resultiert aus dem Agio der Kapitalerhöhungen.

Der Posten andere (freie) Rücklagen hat sich von T€ 30.887 um T€ 24.470 auf T€ 55.357 erhöht. Die Erhöhung resultiert aus der Dotierung der freien Gewinnrücklage in Höhe von T€ 24.470 (Vorjahr: T€ 3.116).

Optionsrücklage

Aufgrund der Bedingungen des LTIP erfolgte die Einstufung als anteilsbasierte Vergütung, die durch Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten erfüllt werden. Die Bilanzierung erfolgt somit unter analoger Anwendung der Regelungen des IFRS 2 durch eine über die Laufzeit ratierliche Dotation einer Optionsrücklage direkt im Eigenkapital.

Eigenkapitalspiegel

in T€ Grundkapital Hybridkapital Kapital
rücklagen
Options
rücklage
Gewinn
rücklage
Bilanz
gewinn/
Bilanzverlust
Gesamt
Stand 31.12.2018 22.416 25.330 98.954 1.407 30.887 16.467 195.461
Ausschüttung - - - - - –16.438 –16.438
Jahresüberschuss - - - - - 19.406 19.406
Zuweisung - - - 757 24.470 - 25.227
Stand 31.12.2019 22.416 25.330 98.954 2.164 55.357 19.435 223.656

Mezzaninkapital und Hybridkapital

Durch die Verschmelzung der PIAG als übertragende Gesellschaft und von UBM als übernehmende Gesellschaft ist das im November 2014 von der PIAG begebene Hybridkapital in Höhe von € 25,3 Mio. aufgrund Gesamtrechtsnachfolge übergegangen. Das Hybridkapital wird grundsätzlich laufend verzinst.

UBM ist zur Zahlung von Zinsen für das Hybridkapital nur verpflichtet, wenn eine Dividende aus dem Jahresüberschuss beschlossen wird. Ist UBM mangels einer derartigen Gewinnausschüttung zur Zahlung der auf ein Jahr entfallenden Zinsen nicht verpflichtet und macht sie von ihrem Recht der Nichtzahlung Gebrauch, so werden diese nicht bezahlten Zinsen als Zinsrückstände evident gehalten, die nachzuzahlen sind, sobald die Aktionäre von UBM eine Dividende aus dem Jahresüberschuss beschließen.

Im Fall der Kündigung des Hybridkapitals durch UBM ist den Zeichnern das auf das Hybridkapital geleistete Kapital zuzüglich der bis zu diesem Tag aufgelaufenen Zinsen und der Zinsrückstände zu leisten. Das Hybridkapital kann nur rückgezahlt werden, wenn zuvor entweder ein Verfahren gemäß § 178 AktG durchgeführt wurde, in Höhe der beabsichtigten Rückzahlung Eigenkapital im Rahmen einer Kapitalerhöhung gemäß § 149 ff AktG zugeführt wurde oder eine Kapitalberichtigung durchgeführt wurde.

Da Zahlungen, sowohl Zinsen als auch Kapitaltilgungen, zwingend nur bei Eintritt von Bedingungen zu leisten sind, deren Eintritt von UBM bewirkt bzw. verhindert werden kann, und der Konzern daher die Möglichkeit hat, Zahlungen dauerhaft zu vermeiden, ist das Hybridkapital als Eigenkapitalinstrument einzustufen. Bezahlte Zinsen sind abzüglich des Steuereffekts wie Gewinnausschüttungen direkt eigenkapitalmindernd zu erfassen.

Das Hybridkapital wird von der PORR AG gehalten.

Am 22. Februar 2018 hat UBM eine tief nachrangige Anleihe (Hybridanleihe) mit einem Gesamtvolumen in Höhe von € 100 Mio. und einem jährlichen Kupon von 5,50 % begeben. Die Anleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit mit einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit der Emittentin nach fünf Jahren.

Die Hybridanleihe wird als Mezzaninkapital ausgewiesen. Dieses wird als eigener Posten in der Bilanz dargestellt, da die entsprechenden Voraussetzungen gemäß Fachgutachten KFS/RL 13 erfüllt sind.

Da Zahlungen, sowohl Zinsen als auch Kapitaltilgungen, zwingend nur bei Eintritt von Bedingungen zu leisten sind, deren Eintritt von UBM bewirkt bzw. verhindert werden kann, und der Konzern daher die Möglichkeit hat, Zahlungen dauerhaft zu vermeiden, ist die Hybridanleihe als Eigenkapitalinstrumente einzustufen. Bezahlte Zinsen sind abzüglich des Steuereffekts wie Gewinnausschüttungen direkt eigenkapitalmindernd zu erfassen.

4. Rückstellungen

in T€ 2019 2018
Abfertigungen 875 1.167
Pensionen 1.252 1.067
Steuern 7.154 2.986
Sonstige
Bauten 2.430 2.344
Personal 3.421 3.255
Diverse 334 218
Gesamt 15.466 11.037

Zur Bedeckung der Pensionsrückstellungen besteht eine Pensionsrückdeckungsversicherung mit einem Deckungskapital zum 31. Dezember 2019 in Höhe von T€ 394 (Vorjahr: T€ 411). Dieses wurde im Geschäftsjahr 2018 erstmalig mit der Rückstellung saldiert, da die Rechte und Ansprüche aus diesen Verträgen zur Gänze zugunsten der Pensionsberechtigten verpfändet sind.

Die Rückstellungen für Bauten betreffen im Wesentlichen ausstehende Eingangsrechnungen. Die anderen Rückstellungen beinhalten die Jahresabschlussprüfung und Aufsichtsratstantiemen.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus sonstigen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren gliedern sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt:

in T€ 2019 2018
Anleihe-Verbindlichkeiten 120.000 -

Von den sonstigen Verbindlichkeiten werden T€ 8.652 (Vorjahr: T€ 10.287) erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 166.454 (Vorjahr: T€ 158.290) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.592 (Vorjahr: T€ 1.352) enthalten.

6. Haftungsverhältnisse

in T€ 2019 2018
Kreditbürgschaften 88.522 118.731

Projektfinanzierungskredite von mit der Gesellschaft verbundenen Projektgesellschaften wurden durch Verpfändung dieser Gesellschaftsanteile besichert.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in T€ 2019 2018
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:
Mieten aus Hausbewirtschaftung 468 673
Umsätze aus Projektentwicklung und Bau 23.207 20.802
Gesamt 23.675 21.475
Inland 9.954 12.204
Ausland 13.721 9.271
Gesamt 23.675 21.475

Personalaufwendungen

Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von T€ 662 (Vorjahr: T€ 176) sind T€ 124 (Vorjahr: T€ 121) Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.

Abfertigungsaufwand Pensionsaufwand
- 251
211 -
451 -
662 251
Abfertigungsaufwand Pensionsaufwand
27 459
4 1
145 -
176 460

Finanzerfolg

in T€ 2019 2018
Erträge aus Beteiligungen
a) aus verbundenen Unternehmen 54.423 45.499
b) aus Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 12 442
Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen 42.853 33.638
davon aus verbundenen Unternehmen 37.732 27.946
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 742 1.948
davon aus verbundenen Unternehmen 550 1.550
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen 33.139 4.633
Aufwendungen aus Finanzanlagen 44.095 32.376
davon aus verbundenen Unternehmen 44.087 24.631
davon Abschreibungen 42.760 29.278
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.190 30.938
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 7.648 6.535

In den Erträgen aus Beteiligungen sind phasenkongruente Gewinnausschüttungen in Höhe von T€ 28.617 (Vorjahr: T€ 38.700) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe mit insgesamt 33 Gruppenmitgliedern (Vorjahr: 34), die mit der Gesellschaft gemäß § 9 Abs 4 KStG unmittelbar oder mittelbar direkt verbunden sind. Gemäß der jeweiligen Gruppen- und Steuerausgleichsverträge ist das jeweilige Gruppenmitglied verpflichtet, eine Steuerumlage in Höhe der entsprechenden Vorschriften des EStG bzw. KStG auf das Ergebnis eines Wirtschaftsjahres entfallenden Körperschaftssteuer zu entrichten. Ein allfälliger, nach den Vorschriften des EStG und des KStG ermittelter Verlust wird evident gehalten und mit den in nachfolgenden Wirtschaftsjahren erzielten steuerlichen Gewinnen verrechnet. Insoweit evident gehaltene Verluste verrechnet werden, entfällt die Verpflichtung zur Zahlung einer Steuerumlage. Die Gruppenträgerin darf dem Gruppenmitglied Akontierungen der Steuerumlage nach Maßgabe der Fälligkeiten der Körperschaftssteuervorauszahlungen vorschreiben.

Die Erfassung der latenten Steuern gemäß den gesetzlichen Änderungen des Rechnungslegungsänderungsgesetzes 2014 erfolgt ab 1. Jänner 2016. Der zum 31. Dezember 2015 bestehende Saldo aus aktiven bzw. passiven latenten Steuern wurde in Höhe von T€ 3.353 zur Gänze steuerwirksam aktiviert. Vom Verteilungswahlrecht wurde kein Gebrauch gemacht.

Für folgende Posten wurden aufgrund von Unterschieden (temporary differences) zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz aktive latente Steuern angesetzt:

Ausgehend von der Basis in T€ 31.12.2019 31.12.2018
Immaterielle Vermögensgegenstände - -
Sachanlagen 73 73
Finanzanlagen 13.912 8.165
Rückstellungen, Personal 1.202 1.146
Rückstellungen, Sonstige - -
Steuerliche Verlustvorträge - -
15.187 9.384
Daraus resultierende latente Steuern 3.797 2.346
Abzüglich: Saldierung mit passiven latenten Steuern (BWR) –28 –28
Stand zum 31.12. 3.769 2.318

Die Bewegung der latenten Steuersalden im Lauf des Geschäftsjahres beträgt T€ 1.451 (Vorjahr: T€ -873).

Es wurde der Steuersatz in Höhe von 25,00% angewandt.

Kosten der Wirtschaftsprüfung

Die Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers wurden von UBM mit einem Betrag von T€ 85 (Vorjahr: T€ 85) vergütet. Weiters hat der Abschlussprüfer für sonstige Leistungen T€ 127 (Vorjahr: T€ 354) und für sonstige Bestätigungsleistungen T€ 38 (Vorjahr: T€ 34) erhalten. Die sonstigen Leistungen betreffen im Wesentlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Ausstellung von Comfort Lettern und sonstige Beratungsleistungen.

IV. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Immobilienentwicklungs- und Verwertungsprojekte werden über Projektgesellschaften abgewickelt, an denen die Gesellschaft alleine oder zusammen mit Partnern beteiligt ist. Zudem hält die Gesellschaft (Mehrheits-)Beteiligungen an Gesellschaften, die Immobilien langfristig durch Vermietung nützen.

V. Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten

Die originären Finanzinstrumente auf der Aktivseite umfassen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und auf der Passivseite Finanzverbindlichkeiten, insbesondere die Anleihe und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Gesellschaft hat keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand.

2014 wurde eine Anleihe im Gesamtnominale von T€ 175.000 (inkl. Anleihetausch) zu nachstehenden Konditionen begeben. Im März 2015 wurde diese Anleihe um Nominale T€ 25.000 aufgestockt.

Laufzeit 2014–2019
Verzinsung 4,875%
Kupontermin 9. Juli des jeweiligen Jahres; erstmals 9. Juli 2015
Tilgung 100% endfällig
in T€
Nominale aus Barzeichnung 88.868
Umtausch Anleihe 2010–2015 22.995
Umtausch Anleihe 201–2016 48.137
Nominale Stand 9.7.2014 160.000
Erhöhung Anleihe im Dezember 2014 15.000
Erhöhung Anleihe im März 2015 25.000
Nominale Stand 31.12.2016 200.000
Umtausch Anleihe 201–2022 –84.047
Nominale Stand 31.12.2017 115.953
Umtausch Anleihe 2018–2023 –24.631
Tilgung am 9.7.2019 –91.322
Gesamtnominale 31.12.2019 -

2015 wurde eine Anleihe im Gesamtnominale von T€ 75.000 zu folgenden Konditionen begeben:

Laufzeit 2015–2020
Verzinsung 4,250%
Kupontermin halbjährlich jeweils am 9. Juni und 9. Dezember
Tilgung 100% endfällig
in T€
Nominale aus Barzeichnung 75.000
Umtausch Anleihe 2019–2025 –25.164
Gesamtnominale 31.12.2019 49.836

Im Geschäftsjahr 2016 wurde eine Anleihe im Nominale von T€ 18.500 sowie ein Schuldscheindarlehen im Nominale von T€ 32.000 zu nachstehenden Konditionen platziert.

Laufzeit 2016–2021
Verzinsung 3,876%
Kupontermin jährlich jeweils am 21. November
Tilgung 100% endfällig
Gesamtnominale 31.12.2019 50.500
Schuldscheindarlehen 2016–2021 32.000
Anleihe 2016–2021 Nominale 18.500

in T€

2017 wurde eine Anleihe im Gesamtnominale von T€ 150.000 (inkl. Anleihetausch) zu nachstehenden Konditionen begeben:

Laufzeit 2017–2022
Verzinsung 3,250%
Kupontermin jährlich jeweils am 11. Oktober
Tilgung 100% endfällig
in T€
Nominale aus Barzeichnung 65.953
Umtausch Anleihe 2014–2019 84.047
Gesamtnominale 31.12.2019 150.000

2018 wurde eine Anleihe im Gesamtnominale von T€ 75.000 (inkl. Anleihetausch) zu nachstehenden Konditionen begeben:

Laufzeit 2018–2023
Verzinsung 3,125%
Kupontermin jährlich jeweils am 16. November
Tilgung 100% endfällig
in T€
Nominale aus Barzeichnung 50.369
Umtausch Anleihe 2014–2019 24.631
Erhöhung Anleihe im Juni 2019 45.000
Gesamtnominale 31.12.2019 120.000

2019 wurde eine Anleihe im Gesamtnominale von T€ 120.000 (inkl. Anleihetausch) zu nachstehenden Konditionen begeben:

2019–2025
2,750%
jährlich jeweils am 13. November
100% endfällig
in T€
Nominale aus Barzeichnung 94.836
Umtausch Anleihe 2015–2020 25.164
Gesamtnominale 31.12.2019 120.000

VI. Sonstiges

Geschäfte der Gesellschaft mit nahestehenden Personen und Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen geschlossen.

VII. Dividende

Zur Ausschüttung an die Aktionäre von UBM steht deren Bilanzgewinn in Höhe von T€ 19.435 (Vorjahr: T€ 16.467) zur Verfügung. Zusätzlich können die freien Gewinnrücklagen von UBM, die zum 31. Dezember 2019 mit T€ 55.357 (Vorjahr: T€ 30.887) ausgewiesen werden, in folgenden Perioden aufgelöst werden. Vom Gesamtbetrag in Höhe von T€ 74.792 (Vorjahr: T€ 47.354) ist ein Teilbetrag in Höhe von T€ 3.768 (Vorjahr: T€ 2.318), resultierend aus dem Ansatz von aktiven latenten Steuern, zur Ausschüttung gesperrt.

Im Berichtsjahr wurden aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2018 an die Aktionäre von UBM Dividenden in Höhe von T€ 16.438 bezahlt, je Aktie somit € 2,20. Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019 eine Dividende von € 2,20 je Stück Stammaktie auszuschütten, d. s. insgesamt € 16.438.796.

VIII. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und sonstige Angaben

Die Auswirkungen des Ausbruchs der COVID-19-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit von UBM können aufgrund der dynamischen Entwicklungen nach derzeitigem Stand nicht ausreichend beurteilt werden, unterliegen jedoch einer laufenden Evaluierung. Die Effekte der bereits durch die Regierungen getroffenen Maßnahmen (z. B. Reise- und Ausgangsbeschränkungen) auf die Wirtschaft können aber als äußerst signifikant bezeichnet werden. Die UMB AG ist an einer Vielzahl von Projektgesellschaften beteiligt. Unmittelbar betroffen ist das Hotel-Pachtgeschäft von UBM, zudem kann es durch temporäre Einschränkungen des laufenden Betriebs bei Geschäftspartnern zu Verzögerungen beim Baufortschritt laufender Projekte oder bei Transaktionen kommen. Die weitere Entwicklung der Nachfragesituation nach Immobilien in den Assetklassen von UBM ist aktuell mit sehr großer Unsicherheit behaftet und kann nicht seriös abgeschätzt werden. Abhängig von Länge und Tiefe der zu erwartenden Rezession kann ein niedriges Zinsniveau die Attraktivität von Immobilieninvestments zwar steigern, gegenläufig könnten allerdings höhere Risikoprämien der Investoren wirken. Für die UBM AG bedeutet dies, dass Ausschüttungen von Projektgesellschaften wie in der Vergangenheit unter Umständen nicht mehr in vollem Umfang möglich sind. Außerdem könnten die an diese Projektgesellschaften ausgereichten Darlehen (Ausleihungen) nicht, bzw. nicht vollständig rückgeführt werden, was wiederum zu einem Wertberichtigungsbedarf führen würde. In weiterer Folge ist auch die Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze zu untersuchen und gegebenenfalls einer Abwertung zu unterziehen. Die UBM Development hat bereits eine Reihe von Maßnahmen mit der Priorität auf die Gesundheit der Mitarbeiter und die Liquiditätssicherung gesetzt, um für die Auswirkungen der Corona-Krise auf die UBM Gruppe so gut wie derzeit möglich vorzusorgen.

Der Vorstand von UBM hat den Jahresabschluss am 16. April 2020 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Jahresabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Jahresabschluss billigt.

IX. Angaben über Arbeitnehmer und Organe

Durchschnittlicher Beschäftigtenstand:

2019 2018
Angestellte 81 81

Im Folgenden werden die Bezüge der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats von UBM nach Vergütungskategorien aufgegliedert dargestellt:

in T € Vergütungen des
Vorstands fix
Vergütungen
des Vorstands
variabel *
Sachbezüge Pensionskasse/
Abfertigung
Gesamt 2019
Vergütungen des Vorstands 2019
Mag. Thomas G. Winkler 540 360 12 14 926
DI Martin Löcker 347 240 12 19 618
Dipl.-Ök. Patric Thate 347 240 9 9 605
Gesamt 1.234 840 33 42 2.149
davon kurzfristig fällige Leistungen 1.234 840 33 - 2.107
davon aus Anlass bzw. nach Beendigung
des Vorstandsvertrags fällige
Vergütungen
- - - 42 42
Vergütungen des Aufsichtsrats 2019 - - - - 315

* voraussichtliche variable Vergütung für 2019, zahlbar in 2020

in T€ Vergütungen des
Vorstands fix
Vergütungen
des Vorstands
variabel2
Sachbezüge Pensionskasse/
Abfertigung
Gesamt 2018
Vergütungen des Vorstands 2018
Mag. Thomas G. Winkler 540 360 12 13 925
DI Martin Löcker 300 200 11 18 529
Dipl.-Ök. Patric Thate 300 200 9 6 515
Gesamt 1.140 760 32 37 1.969
davon kurzfristig fällige Leistungen 1.140 760 32 - 1.932
davon aus Anlass bzw. nach Beendigung
des Vorstandsvertrags fällige
Vergütungen
- - - 37 37
Vergütungen des Aufsichtsrats 2018 - - - - 169

2 voraussichtliche variable Vergütung für 2018, zahlbar in 2019

In diesen Bezügen sind Rückstellungsdotierungen für Pensionen für ehemalige Vorstände nicht enthalten.

Für einen ehemaligen Vorstand besteht, nach Abzug der vorhandenen Wertpapierdeckung, eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 1.252 (Vorjahr: T€ 1.067).

Sowohl für ehemalige als auch für bestehende Vorstände bestehen keine Abfertigungsrückstellungen.

An Mitglieder des Vorstands wurden weder Kredite noch Vorschüsse gewährt.

Im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms 2017 (LTIP) wurden 236.300 (Vorjahr: 236.300) Stück potenzielle Aktien dem Vorstand zugeteilt. Der Aufwand für das LTIP betrifft mit T€ 503 den Vorstand (Vorjahr: T€ 597).

Mitglieder des Vorstands:

Mag. Thomas G. Winkler, LL.M., Vorsitzender DI Martin Löcker Dipl.-Ök. Patric Thate

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS, Vorsitzender DI Iris Ortner, Vorsitzende-Stellvertretende Dr. Susanne Weiss DI Klaus Ortner Dr. Ludwig Steinbauer Mag. Paul Unterluggauer Hon.-Prof. Dr. Bernhard Vanas MMag. Christian B. Maier (bis 29.5.2019) Dkff. Birgit Wagner (ab 29.5.2019) Martin Kudlicska Hannes Muster Ing. Günter Schnötzinger Johann Kaller (bis 27.5.2019) Anke Duchow (ab 27.5.2019)

Die ausbezahlten Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats einschließlich der Sitzungsgelder betrugen im Berichtsjahr € 315.000,00 (Vorjahr: € 169.000,00).

Wien, am 16. April 2020

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LL.M. Vorsitzender

DI Martin Löcker Dipl.-Ök. Patric Thate

JAHRESABSCHLUSS

Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Beteiligungsspiegel

Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
Anteil in %
indirekt
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
Tochterunternehmen
"Athos" Bauplanungs- und Errich
tungsgesellschaft m.b.H.
AT EUR Wien 90,00 100,00 V 421.999,65
"UBM 1" Liegenschaftsverwertung
Gesellschaft m.b.H.
AT EUR Wien 100,00 100,00 V –6.162.690,05
Aiglhof Projektentwicklungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 1.235.451,70
Ariadne Bauplanungs- und
Baugesellschaft m.b.H. AT EUR Wien
Unterpremstätten,
100,00 100,00 V 176.998,33
Bahnhofcenter Entwicklungs-,
Errichtungs- und Betriebs GmbH
AT EUR politische Gemeinde
Premstätten
0,00 100,00 V 422.181,20
Baranygasse Wohnen GmbH AT EUR Wien
BMU Beta Liegenschaftsverwertung
GmbH
AT EUR Wien 50,00 100,00 V 284.562,80
CM Wohnungsentwicklungs GmbH AT EUR Wien 94,00 100,00 V 112.675,03
COLDBEE GmbH & Co KG AT EUR Wien
Donauhof Immobilien GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 90,60 V –15.957.470,70
Donauhof Management GmbH AT EUR Wien 0,00 90,00 V 18.881,53
Dorfschmiede St. Johann Immobilien
GmbH AT EUR Wien 90,00 100,00 V 1.181.958,30
Emiko Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 U
EPS Dike West-IBC GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 799.987,15
EPS Haagerfeldstraße – Business.Hof
Leonding 2 Errichtungs- und
Verwertungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V –1.041,64
EPS Höhenstraße Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 83.057,13
EPS Immobilienmanagement GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 U
EPS Immobilienmanagement "Schüt
zenwirt" GmbH & CO KG
AT EUR Innsbruck 0,00 100,00 V 849.831,81
EPS MARIANNE-HAINISCH-GASSE
– LITFASS-STRASSE Liegenschaftsver
wertungs- und Beteiligungsverwal
tungs GmbH & Co KG
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 18.849,65
EPS MARIANNE-HAINISCH-GASSE
– LITFASS-STRASSE Liegenschaftsver
wertungs- und Beteiligungsverwal
tungs-GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 16.746,96
EPS Office Franzosengraben GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 6.582,63
EPS Office Franzosengraben GmbH &
Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 1.187.449,40
EPS RINNBÖCKSTRASSE – LIT
FASS-STRASSE Liegenschaftsverwer
tungs- und Beteiligungsverwaltungs
GmbH & Co KG
AT EUR Wien 0,00 100,00 V –2.953,18
EPS RINNBÖCKSTRASSE – LIT
FASS-STRASSE Liegenschaftsver
wertungs- und Beteiligungsverwal
tungs-GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 8.466,59
Eigenkapital/nicht
Kons.
durch Eigenkapital
Jahresüberschuss/
Art
gedeckter Fehlbetrag
Jahresfehlbetrag
Bilanzstichtag Anteil in %
direkt
(Vorjahr)
Anteil in %
indirekt
(Vorjahr)
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
(Vorjahr)
Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
(Vorjahr)
Bilanzstichtag
(Vorjahr)
421.999,65
19.786,56
31.12.2019 90,00 100,00 V 402.213,09 831.672,46 31.12.2018
–1.077.413,86 31.12.2019 100,00 100,00 V –5.085.276,19 –3.297.851,46 31.12.2018
38.986,56 31.12.2019 0,00 100,00 V 1.196.465,14 –147.514,07 31.12.2018
48.076,77 31.12.2019 100,00 100,00 V 928.921,56 1.048.107,80 31.12.2018
72.181,20 31.12.2019 0,00 100,00 V 1.447.341,74 974.587,20 31.12.2018
0,00 100,00 V –67.495,20 –102.495,20 31.12.2018
51.888,92 31.12.2019 50,00 100,00 V 232.673,88 49.496,13 31.12.2018
73.426,75 31.12.2019 94,00 100,00 V 1.539.248,28 1.511.422,36 31.12.2018
0,00 70,00 V –1.411,19 –4.411,19 31.12.2018
–7.897.266,18 31.12.2019 0,00 90,60 V –8.060.204,52 –548.639,12 31.12.2018
–3.310,92 31.12.2019 0,00 90,00 V 22.192,45 –10.848,84 31.12.2018
338.646,28 31.12.2019 90,00 100,00 V 843.312,02 466.794,69 31.12.2018
0,00 100,00 U
41.127,60 31.12.2019 0,00 100,00 V 807.309,04 48.449,49 31.12.2018
–2.333,55 31.12.2019 0,00 100,00 V 1.291,91 –13.879,46 31.12.2018
24.959,07 31.12.2019 0,00 100,00 V 758.098,06 280.852,15 31.12.2018
0,00 100,00 U
42.459,82 31.12.2019 0,00 100,00 V 807.371,99 –73.025,90 31.12.2018
–6.854,13 31.12.2019 0,00 100,00 V 25.703,78 24.703,78 31.12.2018
166,65 31.12.2019 0,00 100,00 V 16.580,31 –9.562,85 31.12.2018
6.582,63
–973,00
31.12.2019 0,00 100,00 V 7.555,63 –1.585,54 31.12.2018
82.268,82 31.12.2019 0,00 100,00 V 1.105.180,58 97.044,77 31.12.2018
–3.953,18 31.12.2019 0,00 100,00 V –19.482,24 –20.482,24 31.12.2018
–1.022,33 31.12.2019 0,00 100,00 V 9.488,92 –16.231,28 31.12.2018

Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
Anteil in %
indirekt
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
EPS Welser Straße 17 – Business.Hof
Leonding 1 Errichtungs- und
Beteiligungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 22.546,68
EPS Welser Straße 17 – Business.Hof
Leonding 1 Errichtungs- und
Beteiligungs GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V –1.705,15
Gepal Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V –35.875,43
Gevas Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 78.934,15
Golera Beteiligungsverwaltungs
GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V –103.262,64
GORPO Projektentwicklungs- und
Errichtungs-GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 175.191,08
Gospela Beteiligungsverwaltungs
GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 81.595,73
IBC Business Center Entwicklungs Unterpremstätten,
politische Gemeinde
und Errichtungs-GmbH AT EUR Premstätten 0,00 100,00 V –3.670.126,93
Unterpremstätten,
Impulszentrum Telekom Betriebs politische Gemeinde
GmbH AT EUR Premstätten 30,00 100,00 V 839.516,72
Unterpremstätten,
politische Gemeinde
Jandl Baugesellschaft m.b.H. AT EUR Premstätten 0,00 100,00 V –464.328,42
Logistikpark Ailecgasse GmbH AT EUR Wien 100,00 100,00 V 340.570,36
MBU Liegenschaftsverwertung
Gesellschaft m.b.H. AT EUR Wien 90,00 100,00 V 81.014,10
MLSP Absberggasse Immobilien
GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 63.613,83
ML-ZENTRAL
Liegenschaftsverwaltungs GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 27.848,52
MySky Verwertungs GmbH & Co. OG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 1.744.265,56
PII LBS 43 GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 85.505,60
Porr – living Solutions GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V –1.447.602,45
Projekt Ost – IBC Business Center Unterpremstätten,
Entwicklungs- und Errichtungs-GmbH politische Gemeinde
& Co KG AT EUR Premstätten 0,00 100,00 V 297.855,39
QBC Epsilon SP Immomanagement
GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 344.574,37
QBC Immobilien GmbH & Co Epsilon
KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 2.623.057,23
Rainbergstraße – Immobilienprojekt
entwicklungs GmbH AT EUR Wien 99,00 100,00 V 51.235,25
RBK Wohnbau Projektentwicklung
GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 9.557.230,85
Sabimo Immobilien GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V –861.216,65
Sabimo Liebenauer Hauptstraße
GmbH AT EUR Wien
Sabimo Monte Laa Bauplatz 2 GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V –2.100.245,86
SAINTE CHIONIA GmbH & Co KG AT EUR Wien
Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
Bilanzstichtag Anteil in %
direkt
(Vorjahr)
Anteil in %
indirekt
(Vorjahr)
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
(Vorjahr)
Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
(Vorjahr)
Bilanzstichtag
(Vorjahr)
166,55 31.12.2019 0,00 100,00 V 22.380,13 –763,85 31.12.2018
–3.072,35 31.12.2019 0,00 100,00 V 1.367,20 –33.170,69 31.12.2018
–39.006,61 31.12.2019 0,00 100,00 V 3.131,18 –2.899,95 31.12.2018
31.144,71 31.12.2019 0,00 100,00 V 47.789,44 –47.113,38 31.12.2018
–127.396,41 31.12.2019 0,00 100,00 V 24.133,77 –37.672,66 31.12.2018
–56.339,28 31.12.2019 0,00 100,00 V 231.530,36 –43.257,77 31.12.2018
–2.570,96 31.12.2019 0,00 100,00 V 164.166,69 42.687,18 31.12.2018
611.681,61 31.12.2019 0,00 100,00 V –4.281.808,54 264.079,08 31.12.2018
112.516,72 31.12.2019 30,00 100,00 V 2.071.532,54 441.023,12 31.12.2018
3.397,43 31.12.2019 0,00 100,00 V –467.725,85 –102.002,71 31.12.2018
16.586,92 31.12.2019 100,00 100,00 V 323.983,44 52.480,51 31.12.2018
–11.303,44 31.12.2019 90,00 100,00 V 92.317,54 –50.789,95 31.12.2018
–4.233,00 31.12.2019 0,00 100,00 V 67.846,83 66.846,83 31.12.2018
–3.157,17 31.12.2019 0,00 100,00 V 31.005,69 –2.116,34 31.12.2018
2.052.547,40 31.12.2019 0,00 100,00 V –308.281,84 –1.062.628,99 31.12.2018
–1.674,49 31.12.2019 0,00 100,00 V 87.180,09 7.596,20 31.12.2018
–307.204,35 31.12.2019 0,00 100,00 V –1.140.398,10 –367.220,60 31.12.2018
7.164,05 31.12.2019 0,00 100,00 V 229.610,76 –61.080,58 31.12.2018
–5.084,41 31.12.2019 0,00 100,00 V 349.658,78 74.344,76 31.12.2018
–1.568.939,74 31.12.2019 0,00 100,00 V 6.391.996,97 4.916.097,51 31.12.2018
–67.666,77 31.12.2019 99,00 100,00 V 118.902,02 69.970,01 31.12.2018
1.225.459,59 31.12.2019 0,00 100,00 V 8.331.771,26 2.212.579,74 31.12.2018
–185.738,46 31.12.2019 0,00 100,00 V –675.478,19 –223.259,88 31.12.2018
0,00 100,00 V –1.246.255,26 –987.324,28 31.12.2018
–82.557,10 31.12.2019
0,00 100,00 V 5.356.540,23 –21.177,02 31.12.2018

Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
Anteil in %
indirekt
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
Unterpremstätten,
politische Gemeinde
SFZ Freizeitbetriebs-GmbH & Co KG AT EUR Premstätten 0,00 100,00 V 147.707,21
Unterpremstätten,
politische Gemeinde
SFZ Immobilien GmbH AT EUR Premstätten 0,00 100,00 U
Unterpremstätten,
politische Gemeinde
SFZ Immobilien GmbH & Co KG AT EUR Premstätten 0,00 100,00 V 748.021,18
Siebenbrunnengasse 21 GmbH & Co
OG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 760.434,89
Somax Beteiligungsverwaltungs
GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V –19.624,93
SP Graumanngasse 8–10 Immobilien
GmbH
AT EUR Wien 0,00 100,00 V 975.062,02
St. Peter-Straße 14–16
Liegenschaftsverwertung Ges.m.b.H. AT EUR Wien 50,00 100,00 V 402.452,62
sternbrauerei-riedenburg
revitalisierung gmbh AT EUR Wien 99,00 99,00 V 882.998,13
UBM - Satteins Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 31.589,41
UBM Beteiligungsmanagement GmbH AT EUR Wien 100,00 100,00 V 38.275,75
UBM CAL Projekt GmbH AT EUR Wien 100,00 100,00 V 41.344,20
UBM CAL Projekt GmbH & Co KG AT EUR Wien 94,00 100,00 V 748,17
UBM Development Österreich GmbH AT EUR Wien 99,96 100,00 V 80.046.023,48
UBM Seevillen Errichtungs-GmbH AT EUR Wien
WA Bad Häring Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V –43.229,70
WA Terfens-Roan Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 20.695,94
WLB Projekt Laaer Berg Liegenschafts
verwertungs- und Beteiligungs-GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 546.164,83
Wohnpark Laaer Berg Verwertungs
und Beteiligungs-GmbH & Co.
Bauplatz 4 "blau" Projekt-OG
AT EUR Wien 0,00 100,00 U
UBM Development Bulgaria EOOD BG BGN Sofia 100,00 100,00 V 1.548.114,01
ANDOVIEN INVESTMENTS LIMITED CY EUR Limassol 100,00 100,00 V 4.956.451,66
DICTYSATE INVESTMENTS LIMITED CY EUR Limassol 100,00 100,00 V 3.660.023,10
AC Offices Klicperova s.r.o. CZ CZK Prag 0,36 100,00 V 11.414.715,33
ARSENAL-EUROPE s.r.o. CZ CZK Prag 0,00 100,00 V –8.902.117,99
Immo Future 6 – Crossing Point
Smichov s.r.o. CZ CZK Prag 20,00 100,00 V 196.221.328,88
KASAVIT III s.r.o. CZ CZK Prag 0,00 100,00 V –253.142,83
Na Záhonech a.s. CZ CZK Prag 30,12 100,00 V –65.848.143,98
Paleva s.r.o. v likvidaci CZ CZK Prag
RE Moskevská spol.s.r.o. CZ CZK Prag 0,00 100,00 V –121.965.875,21
TOSAN park a.s. CZ CZK Prag 100,00 100,00 V –34.833.367,33
UBM – Bohemia 2 s.r.o. CZ CZK Prag 100,00 100,00 V –226.714.349,36
UBM Development Czechia s.r.o. CZ CZK Prag 100,00 100,00 V –49.441.039,83
Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
Bilanzstichtag Anteil in %
direkt
(Vorjahr)
Anteil in %
indirekt
(Vorjahr)
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
(Vorjahr)
Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
(Vorjahr)
Bilanzstichtag
(Vorjahr)
47.707,21 31.12.2019 0,00 100,00 V 143.561,94 43.561,94 31.12.2018
0,00 100,00 U
384.657,01 31.12.2019 0,00 100,00 V –785.609,83 –1.148.974,00 31.12.2018
–1.255.606,60 31.12.2019
–8.938,14 31.12.2019 0,00 100,00 V –10.686,79 –19.766,04 31.12.2018
1.219.893,21 31.12.2019 0,00 100,00 V –244.831,19 –202.628,11 31.12.2018
23.510,08 31.12.2019 50,00 100,00 V 378.942,54 789.705,22 31.12.2018
–239.050,27 31.12.2019 99,00 99,00 V 1.122.048,40 34.963,00 31.12.2018
–3.410,59 31.12.2019 0,00 100,00 V 0,00 0,00 31.12.2018
–2.941,17 31.12.2019 100,00 100,00 V 39.347,22 36.138,13 31.12.2018
3.341,65 31.12.2019 100,00 100,00 V 38.002,55 2.831,29 31.12.2018
–5.951,50 31.12.2019 94,00 100,00 V 6.699,67 –6.154,74 31.12.2018
–21.677.881,87 31.12.2019 99,96 100,00 V 106.956.054,05 33.363.815,62 31.12.2018
100,00 100,00 V 665.549,17 98.288,63 31.12.2018
–74.185,64 31.12.2019 0,00 100,00 V 30.955,94 –4.044,06 31.12.2018
–5.951,12 31.12.2019 0,00 100,00 V 26.647,06 –8.352,94 31.12.2018
133.769,63 31.12.2019 0,00 100,00 V 412.395,20 25.206,81 31.12.2018
0,00 100,00 U
6.311,12
7.806.635,90
31.12.2019
31.12.2019
100,00
100,00
100,00
100,00
V
V
1.541.802,89
4.386.881,52
25.331,31
–3.962.901,90
31.12.2018
31.12.2018
–47.340,31 31.12.2019 100,00 100,00 V 20.857.363,41 5.021.176,88 31.12.2018
–35.428,90 31.12.2019 0,36 100,00 V 11.450.144,23 –0,00 31.12.2018
2.429.252,36 31.12.2019
1.633.474,44 31.12.2019 20,00 100,00 V 194.587.854,44 9.095.581,38 31.12.2018
1.006.444,01 31.12.2019
–13.071.077,02 31.12.2019 30,12 100,00 V –52.777.066,96 –18.390.284,52 31.12.2018
0,00 100,00 V –68.072.539,35 –29.219.655,58 31.12.2018
–20.075.381,64 31.12.2019 0,00 100,00 V –101.890.493,57 –26.265.694,90 31.12.2018
–10.376.117,07 31.12.2019 100,00 100,00 V –24.457.250,26 –4.894.064,47 31.12.2018
–18.287.745,64 31.12.2019 100,00 100,00 V –208.426.603,72 –22.075.120,20 31.12.2018
–39.048.009,40 31.12.2019 100,00 100,00 V –10.393.030,43 –32.591.151,20 31.12.2018

Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
Anteil in %
indirekt
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
UBM Stodůlky s.r.o. CZ CZK Prag 0,00 100,00 V –459.817,65
ALBA BauProjektManagement GmbH DE EUR Oberhaching 0,00 100,00 V 1.340.594,97
Arena Boulevard GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 94,00 V –13.598,11
Arena Boulevard Verwaltungs GmbH
in Liqu.
DE EUR Berlin 0,00 100,00 U
Baubergerstrasse GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V –4.091.666,20
Baubergerstrasse Verwaltung GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U
BERMUC Hotelerrichtungs GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 7.009.863,65
Blitz 01–815 GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V –356.077,69
Bürohaus Leuchtenbergring GmbH &
Co. Besitz KG DE EUR München 0,00 100,00 V 100.000,00
City Objekte München GmbH DE EUR München 0,00 90,00 V 325.131,02
City Tower Vienna Grundstücksent
wicklungs und Beteiligungs-GmbH in
Liqu. DE EUR München 0,00 100,00 U
Colmarer Straße GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V –618.853,01
Colmarer Straße Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U
Friendsfactory Projekte GmbH DE EUR München 0,00 55,00 V 12.877,73
GeMoBau Gesellschaft für modernes
Bauen mbH in Liqu. DE EUR Berlin 0,00 94,00 U
Immobilien- und Baumanagement
Stark GmbH & Co. Stockholmstraße
KG DE EUR München 0,00 100,00 V 34.856,47
Kaiserleipromenade GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 384,40
Kühnehöfe Hamburg GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 62,99 V 25.635,00
Kühnehöfe Hamburg Komplementär
GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U
Levelingstraße GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V –113.055,28
Levelingstraße Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U
Mainz Zollhafen Hotel GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V –3.184.802,54
Mainz Zollhafen Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U
Max-Dohrn-Straße GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 384,40
MG Brehmstrasse BT C GmbH & Co.
KG DE EUR München 0,00 100,00 V 32.168,21
MG Projekt-Sendling GmbH DE EUR München 0,00 100,00 V 391.532,52
MG-Brehmstrasse BT C GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 52.468,04
MG-Brehmstrasse BT C Komplementär
GmbH
DE EUR München 100,00 100,00 V 124.905,95
MG-Dornach Bestandsgebäude
GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V –1.303.417,87
MGO I Development GmbH & Co.KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V –197.816,10
MGO II Development GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V –104.398,27
Münchner Grund Riem GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U
Oben Borgfelde Projekt GmbH & Co.
KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 3.673.640,79
Oben Borgfelde Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U
Eigenkapital/nicht
Kons.
durch Eigenkapital
Jahresüberschuss/
Art
gedeckter Fehlbetrag
Jahresfehlbetrag
Bilanzstichtag Anteil in %
direkt
(Vorjahr)
Anteil in %
indirekt
(Vorjahr)
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
(Vorjahr)
Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
(Vorjahr)
Bilanzstichtag
(Vorjahr)
V
–459.817,65
–459.817,65
31.12.2019
V
1.340.594,97
219.391,24
31.12.2019 0,00 100,00 V 1.121.203,73 300.945,52 31.12.2018
–13.598,11
–28.575,72
31.12.2019 0,00 94,00 V –213.726,15 –27.427,62 31.12.2018
0,00 100,00 U
–4.091.666,20
–4.067.635,81
31.12.2019 0,00 100,00 V –24.030,39 –24.530,39 31.12.2018
0,00 100,00 U
7.009.863,65
848.695,47
31.12.2019 94,00 94,00 V 6.911.168,18 –57.399,14 31.12.2018
–356.077,69
–29.048,14
31.12.2019 100,00 100,00 V –327.004,91 –35.755,65 31.12.2018
3.800.075,44 31.12.2019 0,00 100,00 V 100.000,00 57.995.060,13 31.12.2018
265.602,52 31.12.2019 0,00 90,00 V 559.528,50 172.405,26 31.12.2018
0,00 100,00 U
–619.454,14 31.12.2019 0,00 100,00 V –398,87 –398,87 31.12.2018
0,00 100,00 U
12.877,73
–6.071,01
31.12.2019 0,00 55,00 V 18.948,74 –9.261,01 31.12.2018
0,00 94,00 U
34.856,47
–31.877,51
384,40
31.12.2019 0,00 100,00 V 36.733,98 –22.987,44 31.12.2018
–615,60 31.12.2019
4.390.685,90 31.12.2019 0,00 62,99 V –164.335,36 –58.955,63 31.12.2018
0,00 80,00 U
–113.555,28 31.12.2019
–3.057.812,58 31.12.2019 0,00 100,00 V –126.989,96 –10.629,40 31.12.2018
–3.184.802,54 0,00 100,00 U
–615,60 31.12.2019
–18.960,98 31.12.2019 0,00 100,00 V 51.129,19 –13.142,91 31.12.2018
18.278,36 31.12.2019 0,00 100,00 V 373.254,16 20.758,05 31.12.2018
–4.076,70 31.12.2019 100,00 100,00 V –193.455,26 –144.868,69 31.12.2018
–107.815,05 31.12.2019 100,00 100,00 V 232.721,00 113.808,98 31.12.2018
2.182.597,87
–199.816,10
31.12.2019
31.12.2019
100,00
0,00
100,00
100,00
V
V
–3.486.015,74
2.000,00
–361.046,37
464.486,88
31.12.2018
31.12.2018
–106.398,27 31.12.2019 0,00 100,00 V 2.000,00 317.250,73 31.12.2018
0,00 100,00 U
–348.833,72 31.12.2019 0,00 100,00 V 20.811,42 –5.188,58 31.12.2018
0,00 100,00 U

Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
Anteil in %
indirekt
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
Schloßhotel Tutzing GmbH DE EUR Starnberg 0,00 94,00 V –3.702.294,49
SIL Realinvest GmbH DE EUR München 0,00 100,00 V 31.139.122,11
SONUS City GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 84,00 V 480.291,22
SONUS City Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U
SONUS II Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U
Stadtgrund Bauträger GmbH DE EUR Berlin 100,00 100,00 V –729.261,04
Grünwald, Landkreis
Top Office Munich GmbH DE EUR München 0,00 100,00 V 267.321,16
UBM Development Deutschland
GmbH DE EUR München 94,00 94,00 V 52.054.560,72
UBM Holding Deutschland GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 18.928,24
UBM Invest AG DE EUR München 100,00 100,00 V 435.754,75
UBM Invest Deutschland GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V –2.626.480,35
UBM Leuchtenbergring GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 16.942.139,77
Unterbibergerstrasse GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 1.178.427,86
Unterbibergerstrasse Verwaltung
GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U
Sitnica drustvo s ogranicenom
odgovornoscu za usluge
HR HRK Samobor 83,89 100,00 V 25.864.298,06
UBM d.o.o. za poslovanje
nekretninama HR HRK Zagreb 100,00 100,00 V 1.508.130,75
Gamma Real Estate Ingtalanfejlesztö
és – hasznositó Korlátolt Felelösségü
Társaság
HU HUF Budapest 0,00 100,00 V 300.570.799,00
UBM Development Hungary Korlátolt
Felegösségü Társaság HU HUF Budapest 100,00 100,00 V 1.861.818,00
UBM Development Netherlands B.V. NL EUR Amsterdam 100,00 100,00 V 2.185.113,41
UBM Kneuterdijk B.V. NL EUR Amsterdam 0,00 100,00 V –522.191,40
"UBM Residence Park Zakopianka"
Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia
Bartycka Real Estate Spólka z
PL PLN Krakau 100,00 100,00 V –31.443.719,77
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V –10.983.134,64
FMZ Gdynia Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 70,30 100,00 V –34.211.302,35
FMZ Lublin Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia
FMZ Sosnowiec Spólka z ograniczona
PL PLN Warschau
odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V –28.677.668,57
Ligustria 12 Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 20.295.408,27
Oaza Kampinos Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 100,00 V –129.153.592,15
PBP IT-Services Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 44.900,04
Poleczki Development Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 16.575.177,16
Eigenkapital/nicht
Kons.
durch Eigenkapital
Jahresüberschuss/
Art
gedeckter Fehlbetrag
Jahresfehlbetrag
Bilanzstichtag Anteil in %
direkt
(Vorjahr)
Anteil in %
indirekt
(Vorjahr)
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
(Vorjahr)
Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
(Vorjahr)
Bilanzstichtag
(Vorjahr)
V
–3.702.294,49
–247.341,42
31.12.2019 0,00 94,00 V –3.454.953,07 –2.342.324,56 31.12.2018
V
31.139.122,11
52.224,62
31.12.2019 0,00 100,00 V 31.086.897,49 23.071.660,58 31.12.2018
480.291,22
–19.708,78
31.12.2019 0,00 84,00 V 500.000,00 206.952,08 31.12.2018
0,00 100,00 U
0,00 100,00 U
–729.261,04
–206.058,90
31.12.2019 100,00 100,00 V –523.202,14 –211.648,20 31.12.2018
267.321,16
2.660,99
31.12.2019 0,00 100,00 V 264.660,17 43.816,17 31.12.2018
30.079.889,00 31.12.2019 94,00 94,00 V 54.252.714,15 31.051.688,15 31.12.2018
52.054.560,72
18.928,24
–2.363,39
31.12.2019 100,00 100,00 V 21.291,63 –3.708,37 31.12.2018
–64.245,25 31.12.2019
–1.765.725,82 31.12.2019 100,00 100,00 V –860.754,53 –1.274.537,09 31.12.2018
1.477.950,78 31.12.2019 100,00 100,00 V 15.464.188,99 15.300.651,30 31.12.2018
1.178.427,86
–185.541,41
31.12.2019 0,00 100,00 V –49.466,06 –49.966,06 31.12.2018
0,00 100,00 U
25.864.298,06
–2.822.652,35
31.12.2019 0,00 100,00 V –83.415.901,52 –48.852.122,50 31.12.2018
1.508.130,75
–195.520,03
31.12.2019 100,00 100,00 V 1.703.650,78 –2.846.062,39 31.12.2018
9.257.083,00 31.12.2019 0,00 100,00 V 291.313.716,00 –818.506.517,00 31.12.2018
–11.768.455,00 31.12.2019 100,00 100,00 V 13.630.273,00 –15.828.952,00 31.12.2018
–191.927,87 31.12.2019 100,00 100,00 V 9.377.041,28 –145.010,72 31.12.2018
–342.929,85 31.12.2019 0,00 100,00 V –179.261,55 –179.261,55 31.12.2018
–6.993.404,03 31.12.2019 100,00 100,00 V –22.300.315,74 –5.939.461,75 31.12.2018
–4.270,51 31.12.2019 0,00 100,00 V –10.978.864,13 –8.919.397,34 31.12.2018
–10.983.134,64
–34.211.302,35
–9.851.996,23
31.12.2019 70,30 100,00 V –24.359.306,12 –20.938.704,48 31.12.2018
0,00 70,00 V –25.213.431,94 –14.739.489,76 31.12.2018
–17.438.992,33 31.12.2019 0,00 55,00 V –11.238.676,24 –4.827.854,21 31.12.2018
102.301,21 31.12.2019 0,00 100,00 V 20.193.107,06 –73.988.398,91 31.12.2018
–9.757.247,85 31.12.2019 0,00 100,00 V –115.096.344,30 –12.305.588,69 31.12.2018
–79.576,88 31.12.2019 0,00 100,00 V 124.476,92 –109.025,39 31.12.2018
1.536.507,88 31.12.2019 0,00 100,00 V 15.038.669,28 –7.248.015,96 31.12.2018

Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
Anteil in %
indirekt
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
Poleczki Lisbon Office Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 1.962.504,45
Poleczki Madrid Office Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V –1.576.174,58
Poleczki Parking House Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 99,00 V –266.539,15
Poplar Company Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V –71.002,55
UBM Development Polska Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 100,00 100,00 V 15.702.221,28
UBM GREEN DEVELOPMENT
SPÓLKA Z OGRANICZONA
ODPOWIEDZIALNOSCIA
PL PLN Warschau 100,00 100,00 V –15.164.114,70
UBM Hotel Granary Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 20.863.735,25
UBM Mogilska Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V –1.109.295,62
UBM Nowy Targ Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V –578.333,99
UBM Riwiera 2 Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 100,00 V –143.434,02
UBM RIWIERA 2 Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
BIS Spólka komandytowa PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 12.619.260,02
UBM Riwiera 2 Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
Spólka komandytowa PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 5.387.380,08
UBM Twarda Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau
UBM Zielone Tarasy Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Krakau 100,00 100,00 V –10.839.552,72
Yavin BIS Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 99,00 V –27.245,37
Yavin Holding Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau 0,00 99,00 V –26.746,39
Yavin Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia PL PLN Poznan 0,00 100,00 V 1.186.256,90
Lamda Imobiliare SRL RO RON Bukarest 0,00 100,00 V –5.788.137,28
M Logistic Distribution S.R.L. RO RON Bukarest
UBM Development Romania s.r.l. RO RON Bukarest 99,15 100,00 V 317.484,98
UBM Development Slovakia s.r.o. SK EUR Bratislava 100,00 100,00 V 3.059,04
UBM Koliba s.r.o. SK EUR Bratislava 100,00 100,00 V 2.984.209,65
Tovarystvo z obmezhenoju
vidpovidalnistu "UBM Ukraine" UA UAH Kiew 100,00 100,00 U
Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
Bilanzstichtag Anteil in %
direkt
(Vorjahr)
Anteil in %
indirekt
(Vorjahr)
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
(Vorjahr)
Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
(Vorjahr)
Bilanzstichtag
(Vorjahr)
–1.846.954,37 31.12.2019 0,00 100,00 V 3.809.458,82 –2.015.531,76 31.12.2018
–2.663.198,33 31.12.2019 0,00 99,00 V 1.087.023,75 84.589,24 31.12.2018
527.487,41 31.12.2019 0,00 99,00 V –794.026,56 –34.731,98 31.12.2018
–29.131,40 31.12.2019 0,00 100,00 V –41.871,15 –17.474,62 31.12.2018
–3.133.268,74 31.12.2019 100,00 100,00 V 18.835.490,02 –1.951.774,05 31.12.2018
–265.857,21 31.12.2019 100,00 100,00 V –14.898.257,49 –909.871,91 31.12.2018
23.225.357,11 31.12.2019 0,00 100,00 V –2.361.621,86 –1.363.437,92 31.12.2018
–165.412,14 31.12.2019 0,00 100,00 V –943.883,48 –850.617,72 31.12.2018
76.182,35 31.12.2019 0,00 100,00 V –654.516,34 –117.240,04 31.12.2018
–26.554,36 31.12.2019 0,00 100,00 V –116.879,66 –93.136,82 31.12.2018
–3.669.894,39 31.12.2019 0,00 100,00 V 16.289.154,41 19.444.283,02 31.12.2018
67.278,39 31.12.2019 0,00 100,00 V 5.320.101,69 –44.732,87 31.12.2018
0,00 100,00 V 31.747.151,87 32.283.465,49 31.12.2018
–170.421,95 31.12.2019 100,00 100,00 V –10.669.130,77 –606.632,69 31.12.2018
–27.233,25 31.12.2019 0,00 99,00 V –12,12 –5.012,12 31.12.2018
–27.234,27 31.12.2019 0,00 99,00 V 487,88 –4.512,12 31.12.2018
1.082.062,80 31.12.2019 0,00 100,00 V 104.194,10 1.565.089,63 31.12.2018
–2.267.969,72 31.12.2019 0,00 100,00 V –3.520.167,56 –1.442.715,50 31.12.2018
100,00 100,00 V 4.336.560,23 –186.724,77 31.12.2018
782.909,35 31.12.2019 99,15 100,00 V –465.424,37 113.784,21 31.12.2018
–1.155,81 31.12.2019 100,00 100,00 V 4.214,85 –785,15 31.12.2018
1.343.345,87 31.12.2019 100,00 100,00 V 1.640.863,78 –279.342,12 31.12.2018
100,00 100,00 U

Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
Anteil in %
indirekt
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
Assoziierte Unternehmen
ASA - Projektentwicklung - GmbH AT EUR Wien 0,00 49,35 E/A 74.137,83
CCG Immobilien GmbH AT EUR Werndorf
Ehrenhausen Bauträger GmbH AT EUR Bad Gleichenberg
Palais Hansen
Immobilienentwicklung GmbH AT EUR Wien 0,00 33,57 E/A 18.763.630,89
CAMG Zollhafen HI IV V
GmbH & Co. KG
DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 49,90 E/A –2.026.976,61
CAMG Zollhafen HI IV V Grünwald, Landkreis
Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 49,90 U
German Hotel Verwaltungs GmbH DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 47,00 U
Gemeinschaftsunternehmen
CCG Nord Projektentwicklung GmbH AT EUR Werndorf 0,00 50,00 U
CCG Nord Projektentwicklung GmbH
& Co KG
AT EUR Werndorf 0,00 50,00 E/G 9.931.083,38
FWUBM Management GmbH AT EUR Wien 50,00 50,00 E/G 15.798.431,84
FWUBM Services GmbH AT EUR Wien 50,00 50,00 E/G 30.367,22
Glamas Beteiligungsverwaltungs
GmbH & Co "Beta" KG
AT EUR Wien 0,00 33,34 E/A 230.607,03
Jochberg Hotelprojektentwicklungs
und Beteiligungsverwaltungs GmbH
AT EUR Jochberg 0,00 50,00 U
Jochberg Hotelprojektentwicklungs
und Beteiligungsverwaltungs GmbH
& Co KG
AT EUR Jochberg 0,00 50,00 E/G 25.523.987,96
Jochberg Kitzbüheler Straße Errich
tungs und Beteiligungsverwaltungs
GmbH & Co KG
AT EUR Wien 0,00 50,00 E/G 4.584.529,03
Jochberg Kitzbüheler Straße Errich
tungs- und Beteiligungsverwaltungs
GmbH
AT EUR Wien 0,00 50,00 U
Karlauerstraße 57 Projektentwicklungs
GmbH
AT EUR Wien 0,00 70,00 E/G 42.027,48
Karlauerstraße 57 Projektentwicklungs
GmbH & Co KG
AT EUR Wien 0,00 71,80 E/G –6.112,54
Kelsenstraße 5 Immobilien GmbH AT EUR Wien 0,00 50,00 U
Kelsenstraße 5 Immobilien GmbH &
Co KG
AT EUR Wien 0,00 47,00 E/G –236.495,53
Kelsenstraße 7 Immobilien GmbH AT EUR Wien 0,00 50,00 U
Kelsenstraße 7 Immobilien GmbH &
Co KG
AT EUR Wien 0,00 47,00 E/G –132.231,24
LiSciV Muthgasse GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 33,34 E/A –212.241,12
Murgalerien Errichtungs- und
Verwertungs-GmbH
AT EUR Unterpremstätten,
politische Gemeinde
Premstätten
Nordbahnhof-Vierte Wohnungs-GmbH AT EUR Wien 0,00 50,00 E/G –5.895,17
Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
Bilanzstichtag Anteil in %
direkt
(Vorjahr)
Anteil in %
indirekt
(Vorjahr)
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
(Vorjahr)
Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
(Vorjahr)
Bilanzstichtag
(Vorjahr)
–360.001,98 31.12.2019 0,00 49,35 E/A 434.139,81 –3.370,80 31.12.2018
0,00 50,00 E/A 10.454.411,04 6.533.339,97 31.12.2018
0,00 30,00 E/A –1.265.289,11 –124.788,29 31.12.2017
–967.913,99 31.12.2019 0,00 33,57 E/A 19.731.544,88 –1.087.201,31 31.12.2018
–1.111.827,88 31.12.2019 0,00 49,90 E/A –915.148,73 –969.366,79 31.12.2018
0,00 49,90 U
0,00 47,00 U
0,00 50,00 U
2.913.106,13 31.12.2019 0,00 50,00 E/G 7.093.651,25 681.185,78 31.12.2018
–532.722,84 31.12.2019 50,00 50,00 E/G 16.347.654,68 169.444,17 31.12.2018
–3.284,53 31.12.2019 50,00 50,00 E/G 33.651,75 –1.348,25 31.12.2018
–19.878,75 31.12.2018 0,00 26,67 E/A 250.485,78 –38.420,08 31.12.2018
0,00 50,00 U
–1.341.197,23 31.12.2019 0,00 50,00 E/G 26.865.185,19 –1.400.211,64 31.12.2018
220.678,93 31.12.2019 0,00 50,00 E/G 4.363.850,10 240.701,26 31.12.2018
0,00 50,00 U
3.747,29 31.12.2019 0,00 70,00 E/G 38.280,19 3.878,99 31.12.2018
–3.979,06 31.12.2019 0,00 71,80 E/G –2.133,48 –12.133,48 31.12.2018
0,00 50,00 U
–161.348,77 31.12.2019 0,00
0,00
47,00
50,00
E/G
U
–75.146,76 –85.146,76 31.12.2018
–100.057,04 31.12.2019 0,00 47,00 E/G –32.174,20 –42.174,20 31.12.2018
–26.012,37 31.12.2018 0,00 26,67 E/A –186.228,75 –35.206,34 31.12.2018
0,00 50,00 E/G 448.860,51 –69.440,84 31.12.2018
–27.707,06 31.12.2019 0,00 50,00 E/G 21.811,89 –2.856,27 31.12.2018

Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Wäh Anteil in % Anteil in % Kons. Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
Gesetzlicher Name Land rung Sitz direkt indirekt Art gedeckter Fehlbetrag
Unterpremstätten,
PEM Projektentwicklung Murgalerien
GmbH
AT EUR politische Gemeinde
Premstätten
QBC Alpha SP Immomanagement
GmbH AT EUR Wien 0,00 65,00 E/G 435.663,52
QBC Gamma SP Immomanagement
GmbH
AT EUR Wien 0,00 65,00 E/G 321.543,07
QBC Immobilien GmbH AT EUR Wien 0,00 78,98 E/G 212.501,29
QBC Immobilien GmbH & Co Alpha
KG AT EUR Wien 0,00 67,10 E/G 3.117.625,14
QBC Immobilien GmbH & Co Omega
KG AT EUR Wien 0,00 67,10 E/G –193.337,55
QBC Immobilien GmbH & Co Zeta KG AT EUR Wien 0,00 80,24 E/G –1.651.708,69
QBC Omega SP Immomanagement
GmbH
AT EUR Wien 0,00 65,00 E/G 44.187,82
Rankengasse 28 Projektentwicklungs
GmbH AT EUR Wien 0,00 70,00 E/G 41.047,66
Rankengasse 28 Projektentwicklungs
GmbH & Co KG
AT EUR Wien 0,00 71,80 E/G –2.410,08
Rosenhügel Entwicklungs-, Errich
tungs- und Verwertungsgesellschaft
mbH AT EUR Wien 0,00 50,00 U
Rosenhügel Entwicklungs-, Errich
tungs- und Verwertungsgesellschaft
mbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 50,00 E/G 1.897.328,18
Seeresidenz am Wolfgangsee
Beteiligungsverwaltung GmbH AT EUR Wien 0,00 45,00 E/G 667.390,14
Seeresidenz am Wolfgangsee Projekt
entwicklungs- und Errichtungs GmbH
AT EUR Wien 0,00 45,00 U
Soleta Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Wien 0,00 33,34 U
Storchengrund GmbH in Liqu. AT EUR Wien
UBM hotels Management GmbH AT EUR Wien 50,00 50,00 E/G 4.604.858,16
W 3 Errichtungs- und Betriebs
Aktiengesellschaft AT EUR Wien 26,67 80,00 E/G 15.412.758,25
WA Kufstein Salurnerstraße
Immobilen GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 75,00 E/G 3.067,53
Wohnanlage Andritz –
Stattegger Straße 2 GmbH
AT EUR Graz 0,00 51,00 E/G 61.302,74
Wohnanlage EZ 208 KG Andritz GmbH AT EUR Graz 0,00 51,00 E/G –123.690,72
Wohnanlage Geidorf – Kahngasse
GmbH AT EUR Graz 50,00 50,00 E/G 7.257,77
Wohnanlage Karlauerstraße 27 GmbH AT EUR Wien 0,00 50,10 E/G 51.390,09
Grafická 1 s.r.o. CZ CZK Prag 50,00 50,00 E/G 77.438.898,60
Sugar Palace Op Co s.r.o. CZ CZK Prag 75,00 75,00 E/G 200.000,00
Sugar Palace Prop Co s.r.o. CZ CZK Prag 75,00 75,00 E/G 70.099.655,92
ACC Berlin Konferenz Betriebs GmbH
in Liqu.
DE EUR Berlin
Grünwald, Landkreis
Anders Wohnen GmbH DE EUR München 0,00 50,00 E/G 44.612.196,76
Eigenkapital/nicht
Anteil in %
Kons.
durch Eigenkapital
Jahresüberschuss/
indirekt
Art
gedeckter Fehlbetrag
Jahresfehlbetrag
Bilanzstichtag Anteil in %
direkt
(Vorjahr)
Anteil in %
indirekt
(Vorjahr)
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
(Vorjahr)
Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
(Vorjahr)
Bilanzstichtag
(Vorjahr)
0,00 50,00 U
435.663,52
3.640,28
31.12.2019 0,00 65,00 E/G 432.023,24 2.620,71 31.12.2018
321.543,07
49.526,08
31.12.2019 0,00 65,00 E/G 272.016,99 –28.203,94 31.12.2018
212.501,29
1.915,66
31.12.2019 0,00 78,98 E/G 210.585,63 2.263,22 31.12.2018
3.117.625,14
–257.377,17
31.12.2019 0,00 67,10 E/G 3.527.404,31 59.612,72 31.12.2018
–153.495,36 31.12.2019 0,00 67,10 E/G –39.842,19 –35.751,15 31.12.2018
–193.337,55
–1.651.708,69
–960.193,93
31.12.2019 0,00 80,24 E/G –691.514,76 –930.154,86 31.12.2018
44.187,82
3.267,26
31.12.2019 0,00 65,00 E/G 40.920,56 2.915,31 31.12.2018
41.047,66
3.234,04
31.12.2019 0,00 70,00 E/G 37.813,62 3.413,78 31.12.2018
–2.410,08
–11.817,06
31.12.2019 0,00 71,80 E/G 9.406,98 –593,02 31.12.2018
0,00 50,00 U
1.897.328,18
1.294.276,67
31.12.2019 0,00 50,00 E/G 25.603.051,51 26.461.796,73 31.12.2018
698.008,75 31.12.2017 0,00 45,00 E/G 675.381,39 –6.833,29 31.12.2016
0,00 45,00 U
0,00 26,67 U
0,00 50,00 U
2.896.555,31 31.12.2019 50,00 50,00 E/G 1.708.302,85 –996.017,62 31.12.2018
728.462,38 31.12.2019 26,67 80,00 E/G 13.771.383,47 610.159,30 31.12.2017
–15.105,64 31.12.2019 0,00 75,00 E/G 18.173,17 –4.999,17 31.12.2018
3.067,53
61.302,74
26.302,74 31.12.2019 0,00 51,00 E/G 968.588,10 1.005.520,23 31.12.2018
–104.231,87 31.12.2019 0,00 51,00 E/G –19.458,85 –47.366,70 31.12.2018
–2.742,23 31.12.2019 50,00 50,00 E/G 30.173,31 20.173,31 31.12.2018
6.485,57 31.12.2019
–32.028.822,33 31.12.2019 50,00 50,00 E/G 109.467.720,93 –55.097.078,34 31.12.2018
200.000,00
0,00
31.12.2019
–51.288.378,04 31.12.2019 100,00 100,00 V –15.534.388,84 –15.534.389,84 31.12.2018
50,00 50,00 E/G 4.195,66 –5.923,26 31.12.2018
46.927.499,68 31.12.2019 0,00 50,00 E/G –2.364.522,31 –2.389.522,31 31.12.2018

Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
Anteil in %
indirekt
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
AVALERIA Beteiligungsgesellschaft
mbH
DE EUR Düsseldorf 0,00 40,00 U
AVALERIA Hotel HafenCity GmbH &
Co. KG
DE EUR Düsseldorf 0,00 37,92 E/G 2.647.063,70
CentralTower Berlin GmbH DE EUR Berlin 0,00 50,00 E/G –266.348,78
German Hotel II Verwaltungs GmbH DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 50,00 U
German Hotel III Verwaltungs GmbH DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 50,00 U
German Hotel Invest II GmbH & Co.
KG
DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 50,00 E/G –45.550,25
German Hotel Invest III GmbH & Co.
KG
DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 50,00 E/G –237.043,15
German Hotel Invest IV GmbH & Co.
KG
DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 50,00 E/G –71.111,12
German Hotel IV Verwaltungs GmbH DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 50,00 U
Lilienthalstraße Wohnen GmbH
Münchner Grund und Baywobau
DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 50,00 E/G 1.319.790,55
MGH Potsdam I GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 50,00 E/G –231.039,70
MGH Potsdam Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 50,00 U
MGR Thulestraße GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 50,00 E/G –2.902.363,89
MGR Thulestraße Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 50,00 U
Obersendlinger Grund GmbH & Co.
KG
DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 30,00 E/G –81.103,57
Obersendlinger Grund Verwaltungs
GmbH
DE EUR Grünwald, Landkreis
München
0,00 30,00 U
UBX 1 Objekt Berlin GmbH DE EUR München 50,00 50,00 E/G 578.900,73
HOTEL PARIS II S.A.R.L. FR EUR Marne la Vallée
Rosebud Holding S.A.S. LU EUR Luxemburg
UBX Development (France) Societé
par actions simplifiée
FR EUR Magny le Hongre
Cedex 4
Styria B.V. NL EUR Amsterdam 0,00 50,00 E/G 7.090,17
"SOF Hotel Operations" Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Krakau 0,00 50,00 E/G 5.645.248,36
Berlin Office Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G –7.315.552,52
Lanzarota Investments Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 34,00 50,00 E/G 90.596,88
Poleczki Amsterdam Office Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G –31.321.449,97
Poleczki Vienna Office Spólka z
ograniczona odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G –32.751.708,86
Warsaw Office Spólka z ograniczona
odpowiedzialnoscia
PL PLN Warschau 0,00 74,00 E/G –16.773.962,11
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
Jahresüberschuss/
gedeckter Fehlbetrag
Jahresfehlbetrag
Bilanzstichtag Anteil in %
direkt
(Vorjahr)
Anteil in %
indirekt
(Vorjahr)
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
(Vorjahr)
Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
(Vorjahr)
Bilanzstichtag
(Vorjahr)
0,00 40,00 U
2.647.063,70
7.963.710,32
31.12.2019 0,00 37,92 E/G 20.966.388,35 –57.865,34 31.12.2018
–266.348,78
–119.836,47
31.12.2019 0,00 50,00 E/G –121.442,17 –11.109,02 31.12.2018
0,00 50,00 U
0,00 50,00 U
–8.127,80 31.12.2019 0,00 50,00 E/G –40.510,20 –21.945,28 31.12.2018
6.847.289,47 31.12.2019 0,00 50,00 E/G –1.913.231,12 –241.050,41 31.12.2018
–5.789,52 31.12.2019 0,00 50,00 E/G –38.671,60 –12.331,91 31.12.2018
0,00 50,00 U
604.139,94 31.12.2019 0,00 50,00 E/G 709.416,22 21.541,84 31.12.2018
–79.700,91 31.12.2019 0,00 50,00 E/G –61.052,28 –63.052,28 31.12.2018
0,00 50,00 U
–1.921.735,89 31.12.2019 0,00 50,00 E/G –711.025,10 –625.534,37 31.12.2018
0,00 50,00 U
–109.633,75 31.12.2019 0,00 30,00 E/G 36.455,78 –2.188,00 31.12.2018
0,00 30,00 U
12.737,91 31.12.2019 50,00 50,00 E/G 446.289,48 17.892,61 31.12.2018
50,00 50,00 E/G 978.219,45 18.182,94 31.12.2017
50,00 50,00 U
50,00 50,00 E/G 330.187,05 –33.588,35 31.12.2017
–1.822,96 31.12.2017 0,00 50,00 E/G 7.090,17 –1.822,96 31.12.2017
–11.108,41 31.12.2019 0,00 50,00 E/G 5.656.052,36 1.251.187,81 31.12.2018
–516.826,11 31.12.2019 0,00 74,00 E/G –6.798.726,41 –2.803.123,21 31.12.2018
–49.068,13 31.12.2019 34,00 50,00 E/G 73.128,50 –49.068,13 31.12.2018
–1.196.950,34 31.12.2019 0,00 74,00 E/G –30.124.499,63 –10.680.130,89 31.12.2018
–2.576.238,13 31.12.2019 0,00 74,00 E/G –30.175.470,73 –6.400.076,52 31.12.2018
–16.790,23 31.12.2019 0,00 74,00 E/G –16.757.171,88 –3.695.691,01 31.12.2018
Gesetzlicher Name Land Wäh
rung
Sitz Anteil in %
direkt
Anteil in %
indirekt
Kons.
Art
Eigenkapital/nicht
durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
Sonstige Beteiligungen
STRAUSS & CO. Development GmbH DE EUR Berlin 0,00 6,00 U
ZAO "AVIELEN A.G." RU RUB St. Petersburg 0,00 10,00 U

Kons. Art

Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

(Vorjahr)

Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag (Vorjahr)

Bilanzstichtag (Vorjahr)

Legende:

V = vollkonsolidierte Unternehmen

E/A = at-equity konsolidierte assoziierte Unternehmen E/G = at-equity konsolidierte Gemeinschaftsunternehmen

U = untergeordnete Unternehmen

Anteil in %
indirekt
Kons.
(Vorjahr)
Art
Anteil in %
direkt
(Vorjahr)
Bilanzstichtag Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
6,00
U
0,00
10,00
U
0,00

E/A = at-equity konsolidierte assoziierte Unternehmen E/G = at-equity konsolidierte Gemeinschaftsunternehmen

V = vollkonsolidierte Unternehmen

U = untergeordnete Unternehmen

Legende:

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der UBM Development AG, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2019 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: :

Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen

Die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unter-nehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen zum 31.12.2019 rd. € 806 Mio. Bezogen auf die Bilanzsumme der Gesellschaft entspricht das einem Anteil von knapp 78%. Die Werthaltigkeit der genannten Bilanzposten hat somit signifikanten Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft.

Prüferisches Vorgehen

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, erfolgt auf Basis des Nettovermögens der Projektgesellschaften unter Berücksichtigung des beizulegen-den Zeitwerts des Immobilienvermögens. Ausleihungen und Anteile werden dabei je Gesellschaft gemeinsam bewertet.

Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen betreffen überwiegend in- und ausländische Immobilien-Projektgesellschaften. Die von der UBM Development AG zur Verfügung gestellten Mittel werden in diesen Projektgesellschaften zur Finanzierung von Immobilienanschaffungen und Investitionen verwendet. Die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beruht daher im Wesentlichen auf der Werthaltigkeit der in den Projektgesellschaften gehaltenen Immobilien.

Für die Immobilien der Tochter- und Beteiligungsunternehmen wird im Rahmen der Konzernabschlusserstellung der beizulegende Zeitwert ermittelt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt überwiegend durch Ertragswertverfahren, insbesondere durch die Term- and Reversions Methode. Für Immobilien in Entwicklung wird grundsätzlich die Residualwertmethode angewandt. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Schätzung der wesentlichen wertbeeinflussenden Faktoren wie Zinssätze, erwartete Miet- und Kapitalflüsse, Baukosten bis zur Fertigstellung und Developergewinn abhängig.

Das Risiko für den Jahresabschluss besteht im Wesentlichen in der Schätzung dieser zukünftigen Kapitalflüsse und Zinssätze, welche von zukünftigen Markt- und Wirtschaftsentwicklungen beeinflusst werden. Die Bewertungen der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und der daraus resultierenden Abschreibungen oder Zuschreibungen in der Gewinnund Verlustrechnung sind daher mit Unsicherheiten behaftet.

Verweis auf weitergehende Informationen:

Angaben zu den Anteilen an verbundenen Unter-nehmen und Ausleihungen und den dafür berücksichtigten Abschreibungen und Zuschreibungen sind im Anhang unter II. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen und III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Finanzerfolg enthalten.

Prüferisches Vorgehen

Im Zuge der Prüfung des Jahresabschlusses haben wir insbesondere die Ermittlung des Nettovermögens und die daraus abgeleiteten Abschreibungen und Zuschreibungen der Anteile und Ausleihungen durch Vergleich mit dem Buchwert geprüft. Die beizulegenden Zeitwerte des Immobilienvermögens haben wir im Rahmen der Prüfung des Konzernabschlusses geprüft.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigten, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschluss

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit dar-über zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der er-langten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese An-gaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 19. Juni 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2002 Abschlussprüfer.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Ab-schnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Wir haben zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Gesellschaft und für von dieser beherrschte Unternehmen keine Leistungen er-bracht, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben worden sind.

Auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Markus Trettnak.

Wien, am 16. April 2020

BDO Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Markus Trettnak Wirtschaftsprüfer

Mag. Gerhard Fremgen Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

Bilanzeid

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 124 Abs 1 Börsegesetz 2018 – Jahresabschluss

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss der UBM Development AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, sowie dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 16. April 2020

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LL.M. Vorsitzender

DI Martin Löcker Dipl.-Ök. Patric Thate

269

Kontakt

Investor Relations & Corporate Communications

Mag. (FH) Anna Vay, CEFA Tel: +43 (0) 664 626 1314 [email protected] [email protected]

Impressum

Medieninhaber und Herausgeber

UBM Development AG Laaer-Berg-Straße 43, 1100 Wien, Österreich Tel: +43 (0) 50 626-2600 www.ubm-development.com

Konzept, Gestaltung, Redaktion und Lektorat

UBM Development AG, Investor Relations & Corporate Communications

be.public Corporate & Financial Communications GmbH Heiligenstädter Straße 50, 1190 Wien, Österreich www.bepublic.at

Erstellt mit ns.publish von Multimedia Solutions AG, Zürich

Disclaimer

Dieser Jahresabschluss enthält auch zukunftsbezogene Aussagen, die auf gegenwärtigen, nach bestem Wissen vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen des Managements von UBM Development AG beruhen. Angaben unter Verwendung der Worte "Erwartung" oder "Ziel" oder ähnliche Begriffe und Formulierungen deuten auf solche zukunftsbezogene Aussagen hin. Zukunftsbezogene Aussagen enthalten naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Die Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens beziehen, stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der im Rahmen der Erstellung des Geschäftsberichts vorhandenen Informationen gemacht wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder unerwartet Risiken in nicht kalkulierter bzw. nicht kalkulierbarer Höhe eintreten, so können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Einschätzungen, Annahmen und Prognosen abweichen.

Maßgebliche Faktoren für ein solches Abweichen können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Österreich und der EU sowie Veränderungen in der Branche sein. UBM Development AG übernimmt keine Gewährleistung und Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Einschätzungen und Annahmen übereinstimmen werden. UBM Development AG wird diese zukunftsbezogenen Aussagen nicht aktualisieren, weder aufgrund geänderter tatsächlicher Umstände noch aufgrund geänderter Annahmen oder Erwartungen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, um die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben in allen Teilen möglichst sicherzustellen. Die Kennzahlen wurden kaufmännisch gerundet. Rundungs-, Satz- und Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden.

Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Geschäftsbericht auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Personenbegriffe verzichtet und die männliche Form angeführt. Gemeint und angesprochen sind immer beide Geschlechter.

UBM

Geschäftsbericht 2019