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UBM Development AG — Annual Report (ESEF) 2022
Apr 17, 2023
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Ertragskennzahlen (in € Mio.)
| 2022 | Veränderung | 2021 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtleistung 1 | 390,7 | –17,0 % | 471,0 | 478,6 |
| Umsatzerlöse | 133,9 | –51,9 % | 278,3 | 183,3 |
| EBT | 31,5 | –47,6 % | 60,1 | 62,3 |
| Nettogewinn | 27,1 | –38,0 % | 43,7 | 40,8 |
Vermögens- und Finanzkennzahlen (in € Mio.)
| 31.12.2022 | Veränderung | 31.12.2021 8 | 31.12.2020 8 | |
|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 1.451,8 | –1,1 % | 1.467,8 | 1.345,4 |
| Eigenkapital | 501,4 | –4,3 % | 524,0 | 456,2 |
| Eigenkapitalquote | 34,5 % | -1,2 PP | 35,7 % | 33,9 % |
| Nettoverschuldung 2 | 500,2 | 31,3 % | 381,0 | 479,1 |
| Liquide Mittel | 322,9 | –23,7 % | 423,3 | 247,2 |
Aktienkennzahlen und Mitarbeitende
| 31.12.2022 | Veränderung | 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|---|---|
| Gewinn pro Aktie (in €) 3 | 2,25 | –50,0 % | 4,50 | 4,39 |
| Gewinn pro Aktie vor Hybridkapitalzinsen (in €) 4 | 3,46 | –38,8 % | 5,65 | 5,33 |
| Aktienkurs (in €) | 22,80 | –47,3 % | 43,30 | 35,80 |
| Marktkapitalisierung (in € Mio.) | 170,4 | –47,3 % | 323,5 | 267,5 |
| Dividende je Aktie (in €) 5 | 1,10 | –51,1 % | 2,25 | 2,20 |
| Ausschüttungsquote 6 | 48,9 % | -1,1 PP | 50,0 % | 50,2 % |
| Mitarbeitende 7 | 292 | –17,7 % | 355 | 339 |
1 Die Gesamtleistung entspricht den Umsätzen sowohl der vollkonsolidierten als auch der at-equity konsolidierten Unternehmen sowie den Verkaufserlösen bei Share Deals entsprechend der Höhe der Beteiligung von UBM.
2 Die Nettoverschuldung umfasst kurz- und langfristige Anleihen und Finanzverbindlichkeiten exkl. Leasingverbindlichkeiten minus liquide Mittel.
3 Gewinn pro Aktie nach Abzug von Hybridkapitalzinsen.
4 Gewinn pro Aktie vor Abzug von Hybridkapitalzinsen.
5 Die Dividendenzahlung erfolgte im folgenden Geschäftsjahr, die Dividende bezieht sich auf den Bilanzgewinn des Vorjahres. Dividendenvorschlag 2022 vorbehaltlich Zustimmung der Hauptversammlung.
6 Dividende im Verhältnis zum Gewinn pro Aktie nach Abzug der Hybridkapitalzinsen.
7 Ohne 72 Mitarbeitende der alba Bau | Projekt Management GmbH. Verkauft im Juni 2022.
8 Vermögens- und Finanzkennzahlen zum Stichtag 31.12.2021 und 31.12.2020 aufgrund von OePR Feststellung angepasst. Mehr Informationen dazu im Konzernabschluss.
Konzernlagebericht
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Weltweiter Wachstumskurs
Nach den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das vorangegangene Jahr und der Rezession im Jahr 2020 stand die Weltwirtschaft auch 2022 vor enormen Herausforderungen. Der immer noch anhaltende Krieg Russlands gegen die Ukraine, der die Energie- und Lebensmittelpreise befeuert, der globale Kampf gegen die Inflation und das Wiederaufleben der Covid-19-Pandemie in China bestimmten im Jahr 2022 den Verlauf der globalen Konjunktur.
Die erste Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) für das globale Wirtschaftswachstum lag im ersten Quartal bei 4,4 %, nach dem von IWF gerechneten Gesamtergebnis von 5,9 % im Vorjahr. Durch den Krieg in der Ukraine verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum weiter, weshalb die Schätzung im zweiten Quartal auf 3,6 % heruntergesetzt wurde. Der immer noch währende Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende Inflation verlangsamten das weltweite Wirtschaftswachstum erneut. Somit reduzierte der IWF seine Prognose im dritten Quartal auf 3,2 %. Für das Gesamtjahr 2022 wird mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 % (IWF) gerechnet.
Das Wirtschaftswachstum Europas war äußerst widerstandsfähig, die Prognosen des IWF sagten ein Wachstum der Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 von 3,7 % voraus. Dieses Ergebnis entspricht einem deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Euroraum um 1,8 % seit dem Vorjahr, jedoch im Hinblick auf das globale Wirtschaftswachstum ein stabiles Ergebnis. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2022 bei 6,6 % (EZB). Die Inflationsrate für das Jahr 2022 lag im Dezember bei 9,2 % (EZB) deutlich über dem Wert des Vorjahres (2021: 5,0 %) und somit noch weiter über dem von der EZB erklärten Ziel von 2,0 %.
Die Ereignisse des Ukraine-Kriegs trüben die zukünftigen Wachstumsprognosen. Die Prognosen des IWF sagen einen Wert von 2,9 % für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2023 voraus, während im Euro-Raum ein Wirtschaftswachstum von 0,7 % erwartet wird. Die Unvorhersehbarkeit des weiteren Kriegsverlaufs bleibt eine Schwachstelle in der Sicherheit der Prognose. Europa ist jedoch derzeit mit niedrigeren Gaspreisen als erwartet konfrontiert, da genug Gas gespeichert werden konnte, um Engpässe in diesem Winter unwahrscheinlich zu machen. Das Wiederauffüllen der Speicher mit den stark verminderten russischen Gasströmen wird allerdings eine Herausforderung für den nächsten Winter.
Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen, die darauf abzielen, Russland zur Beendigung der Feindseligkeiten zu zwingen, spalten die Weltwirtschaft und verstärken die früheren geopolitischen Spannungen. Angesichts der gestiegenen Preise für Lebensmittel und Treibstoffe könnten soziale Unruhen zunehmen. Die anhaltende Anspannung auf dem Arbeitsmarkt könnte sich in einem unerwartet starken Lohnwachstum äußern. Außerdem könnten die höher als erwarteten Öl-, Gas- und Lebensmittelpreise aufgrund des Kriegs in der Ukraine die Gesamtinflation erneut ansteigen lassen und damit die Notenbanken zu weiteren Maßnahmen wie Zinssteigerungen zwingen.
Entwicklung in Deutschland und Österreich
Die deutsche Wirtschaft musste im Jahr 2022 nach dem positiven Ergebnis des Vorjahres von 2,6 % wieder einen Rückgang erleiden.# Marktentwicklung Europa 2022
Im Berichtsjahr sank Deutschlands BIP-Wachstum auf 1,9 % (IWF). In Österreich ergab sich im Jahr 2022, trotz der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und der hohen Inflation ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Laut einer Prognose im Dezember der Österreichischen Nationalbank (OeNB) ergab sich für das Berichtsjahr ein Anstieg um 4,9 %. Die Arbeitslosenquote fiel im Jahr 2022 laut OeNB von 8,0 % auf 6,3 %. Die Inflationsrate hat im Berichtsjahr den Höhepunkt der Inflationsdynamik mit einer Inflationsrate von 8,6 % erreicht, dieses Ergebnis ist die höchste gemessene Inflationsrate seit Beginn der Währungsunion.
Entwicklung in CEE
Die Wirtschaft in den EU-Mitgliedstaaten in Zentral-, Ost- und Südosteuropas blieb stabil, doch auch hier erreichte die Inflation ihren langjährigen Höchststand. Die österreichische Nationalbank verzeichnete für 2022 in Polen und der Tschechischen Republik ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 4,0 % bzw. 2,5 %.
Entwicklung der Immobilienmärkte Europa
Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, der steigenden Inflation, der höheren Zinssätze und der Sorge um das Wirtschaftswachstum waren im Jahr 2022 auch auf dem europäischen Immobilienmarkt deutlich spürbar. Das erste Quartal 2022 konnte trotz Russlands Invasion in der Ukraine im Februar gut überstanden werden, und der europäische Immobilienmarkt verzeichnete einen Anstieg des Investitionsvolumens um 11 % im Jahresvergleich. Für den weiteren Verlauf des Jahres verzeichnete der Immobilienmarkt einen Rückgang; so sank das Investitionsvolumen um 19 % im zweiten Quartal bzw. 37 % im dritten Quartal. Für das Gesamtjahr 2022 sank das europaweite Transaktionsvolumen auf € 291,5 Mrd. (2021: € 340,2 Mrd.). Das entspricht einem Minus von 14,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Die hohe Inflation und die steigenden Zinssätze lösten große Unsicherheiten über die Transaktionspreise aus und sorgten außerdem für Bedenken über das Wirtschaftswachstum, was sich negativ auf die Transaktionsvolumen in allen Sektoren auswirkte.
In Summe wurden im Jahr 2022 € 59,3 Mrd. in Wohn- und € 58,8 Mrd. in Industrieimmobilien investiert. Mit einem Gesamttransaktionsvolumen von € 97,1 Mrd. ist die Assetklasse Büro wieder die klare Nummer eins unter den Investoren. Das Investmentvolumen ging im Jahresvergleich um 17 % zurück. Die Assetklasse Wohnimmobilien konnte im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von 44 % verzeichnen. Das Hotelsegment erfuhr eine Reduzierung, und sein Transaktionsvolumen lag Ende des Berichtsjahres bei € 14,3 Mrd., was einem Rückgang von 16 % im Jahresvergleich entspricht. Die Prognosen für das Jahr 2023 sind immer noch von großer Sorge über die wirtschaftliche Entwicklung und Unsicherheiten über die Entwicklung des Immobilienmarkts geprägt.
Deutschlands Abschwung
Im Jahr 2022 erlebte Deutschland eine Kehrtwendung. Das Land hatte 2021 das vierte Jahr in Folge als Nummer eins auf dem europäischen Markt abgeschlossen und erzielte im Vorjahr sogar einen europäischen Rekord mit einem Transaktionsvolumen von € 110,6 Mrd. 2022 sank das Transaktionsvolumen jedoch um 44,3 % im Vergleich zum Vorjahresultimo und erzielte somit ein Transaktionsvolumen von rund € 62,9 Mrd., da Deutschland verglichen mit dem europäischen Durchschnitt stärker unter den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs litt. Insgesamt wurden im Jahr 2022 Immobilien im Wert von € 62,9 Mrd. gehandelt.
Am Gewerbeimmobilienmarkt erfuhr das Transaktionsvolumen mit € 50,6 Mrd. (2021: € 58,8 Mrd.) im Vorjahresvergleich einen Rückgang um 16,7 %. Im Bürosegment konnten die Brutto-Spitzenrenditen wieder dazugewinnen, fast den Mittelwert der letzten zehn Jahre erreichen und lagen Ende des Jahres im Durchschnitt bei 3,4 %. Die durchschnittlichen Spitzenmieten der Top-6-Städte reichten von € 28,9/m² in Köln bis € 48,0/m² in Frankfurt. Der Büroflächenumsatz für das Jahr 2022 lag mit rund 3 Mio. m² 3 % über dem Vorjahresniveau.
In der Assetklasse Hotel konnte im vierten Quartal 2022 mit einem Volumen von Portfoliotransaktionen in Höhe von € 231 Mio. das zweitbeste Quartalsergebnis seit Beginn der Pandemie erreicht werden. Mit diesem Ergebnis gegen Ende des Berichtsjahres ist eine Wiederbelebung des Markts zu erkennen. 2022 wurde an den wichtigsten Hotelstandorten ein Investmentvolumen von € 806 Mio. registriert und somit 55 % weniger als im Vorjahr. Dementsprechend ist das gesamte Hotel-Investmentvolumen das geringste der letzten 10 Jahre.
Der Wohninvestmentmarkt präsentierte sich im Berichtsjahr aufgrund der hohen Zinsen und der Inflation spürbar verhaltener als in den Vorjahren. Mit gut € 31,1 Mrd. wurde 2022 in größere Wohnungsbestände investiert, was im Vergleich mit dem Vorjahresultimo einem Rückgang von 39 % (2021: € 51 Mrd.) entspricht. Da im Vorjahr die Übernahme der Deutsche Wohnen durch Vonovia der Volumentreiber hinter dem Rekordergebnis war, ist ein Vergleich mit dem langjährigen Durchschnitt aussagekräftiger, denn dieser wurde um etwa ein Drittel unterschritten. Deutsche Investoren kamen auf ein Volumen von rund € 21 Mrd. und zeichneten für rund 69 % des Transaktionsvolumen verantwortlich. Die Top-7-Städte bildeten weiterhin den Investment-Hotspot des Wohn-Investmentmarkts mit 47 % am bundesweiten Transaktionsvolumen. 2022 wurden etwa € 6,18 Mrd. in den sieben größten Städten Deutschlands investiert. Berlin ist wie auch im Vorjahr an der Spitze der Top-7-Städte mit einem Transaktionsvolumen von € 3 Mrd.
Solides Investmentjahr in Österreich
Der österreichische Investmentmarkt erreichte 2022 ein Investitionsvolumen von ca. € 4,1 Mrd. Im Vorjahresvergleich erfuhr das Investitionsvolumen einen Rückgang von rund 5 % (2021: € 4,3 Mrd.). Der Fokus lag dabei wieder auf den Assetklassen Wohnen, Büro und Logistik, fast drei Viertel des Investitionskapitals stecken in diesen drei Segmenten mit jeweils einem höheren Volumen als im Jahr 2021. In das zum wiederholten Mal stärkste Segment Wohnen wurden im Jahr 2022 rund € 1,6 Mrd. investiert, das entspricht rund 39 % des Gesamtinvestitionsvolumens.
Der Abschluss von Transaktionen, insbesondere von Forward-Transaktionen, ist seit dem zweiten Halbjahr 2022 schwieriger geworden, die Ursache hierfür sind fehlende Sicherheiten, wie Finanzierung, Zinsen und Baukosten, aber auch die lange Vorlaufzeit mit den damit verbunden Risiken. Im Zuge einer Risikominimierung steigt bei den Investoren das Interesse an Bestandsimmobilien. Die geplanten Fertigstellungen in Wien betragen 2023 rund 15.400 Wohneinheiten, das entspricht in etwa dem Wert des Vorjahres. Erst 2024 wird bei den Fertigstellungen wieder ein leichter Rückgang erwartet.
In jüngster Vergangenheit ist trotz der hohen Inflation ein Aufwärtstrend in der Hotel-Performance zu beobachten. Die Auswirkungen der Inflation machten sich 2022 sowohl bei Hotelbetrieben, als auch bei ihren Gästen bemerkbar und sorgen für Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage. Denn die Betriebe stehen vor Erhöhungen von Energie- und Personalkosten, und bei den Gästen sinken sowohl Zahlungsbereitschaft als auch -fähigkeit. Die Hotel-Performance in Wien konnte sich sichtbar wieder von der Pandemie und den dadurch entstanden Einschränkungen erholen, denn im Oktober 2022 verzeichnete die durchschnittliche Tagesrate (ADR) einen Rekordwert von € 129 und konnte somit den Vorkrisenwert übertreffen. Besonders Budget/Economy Hotels und Serviced Apartments wecken verstärktes Interesse von Investoren. Im Jahr 2023 sollen rund 1.200 Hotelzimmer und rund 330 Serviced Apartments auf den Markt gebracht werden. Hier ist auch in Wien der Trend von gemischt-genutzten Gebäuden zu erkennen.
Ebenso wie im Vorjahr wird die Assetklasse Büros von geringer Flächenverfügbarkeit, niedriger Fertigstellungsleistung und einer gleichzeitig niedrigen Leerstandsrate von 3,9 % geprägt. Im Jahr 2022 betrug die Vermietungsleistung in Wien 170.000 m². Damit liegt die vermietete Bürofläche im Berichtsjahr ca. 0,6 % über dem Vorjahr (2021: 169.000 m²). Die Mietpreise in Wien zeigten sich stabil, zusätzlich konnten in guten und Spitzenlagen höhere Mitpreise verzeichnet werden. So sind die Spitzenmieten in Wien im Jahr 2022 um 3,8 % auf € 27,00/m²/Monat gestiegen. Auch für das Jahr 2023 wird von einem Mietwachstumspotenzial ausgegangen; aufgrund der wachsenden Anforderung an ESG-konforme Büros steigt die Nachfrage an modernen und flexibel gestaltbaren Flächen. Erst ab 2024 soll die Fertigstellungsrate wieder steigen, während 2022 insgesamt rund 130.000 m² fertiggestellt wurden, sollen im Jahr 2023 42.000 m² auf den Markt kommen, außerdem befand sich die Pipeline für das Jahr 2022 auf einem historischen Tief von 40.000 m².
Entwicklung in CEE
In den CEE-Kernländern – Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Rumänien und Ungarn konnte ein Gesamtinvestitionsvolumen von über € 10,9 Mrd. (2021: € 11,0 Mrd.) erzielt werden. Der klare Spitzenreiter ist wie auch im Vorjahr Polen. Im Berichtsjahr 2022 stammten 55 % des Transaktionsvolumen aus Polen. In der Tschechischen Republik konnte ein Transaktionsvolumen von € 1,7 Mrd. erzielt werden, das etwas über dem Wert des Vorjahres liegt (2021: € 1,64 Mrd.). Trotz steigender Finanzierungskosten und schwächelnder Weltwirtschaft war das Jahr 2022 ein recht aktives Jahr für Investitionstätigkeiten in Polen. Doch während das Jahr in Polen gut lief, hatte die Tschechische Republik mit der Inflation und der bestehenden Energiekrise zu kämpfen.# Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete UBM Development eine Gesamtleistung von € 390,7 Mio., nach € 471,0 Mio. im Vorjahr. Davon stammten € 263,6 Mio. von Erlösen aus Immobilienverkäufen. Die größten Ergebnisbeiträge kamen wie im Vorjahr aus den zwei Kernmärkten Deutschland und Österreich, einerseits mit dem gemäß Realisierungsgrad verbuchten F.A.Z. Tower in Frankfurt, sowie mit Verkäufen an dem Projekt Siebenbrunnengasse in Wien. Die Gesamtleistung der Berichtsperiode ist andererseits aber auch auf den Baufortschritt bereits verkaufter Immobilienprojekte zurückzuführen, die zeitraumbezogen nach Höhe des Fertigstellungsgrads und Verwertungsstands in den Umsatzerlösen und Ergebnissen erfasst werden. Auch die Wohnprojekte Kaufmannshof im Zollhafen (Mainz), Gmunder Höfe (München), Arcus City (Prag) und Rankencity (Graz) leisteten einen Beitrag zur Gesamtleistung.
Die Leistung im Segment Other setzte sich überwiegend aus dem strategischen Divestment der deutschen Projekt- und Baumanagement-Tochter, alba Bau | Projekt Management GmbH, dem Verkauf von drei Baurechtsliegenschaften im ersten Wiener Gemeindebezirk zusammen sowie dem CTB Tower in Berlin.
Segment Deutschland
Die Gesamtleistung des Segments Deutschland erhöhte sich im Berichtszeitraum auf € 166,1 Mio., nach € 161,7 Mio. im Vorjahr. Ein wesentlicher Anteil der Gesamtleistung im Berichtsjahr entfiel auf den Forward-Verkauf des Wohn- und Büroprojekts „Kaufmannshof“ im Zollhafen Mainz und den Verkauf des Hochhausprojekts „CentralTower Berlin“ (CTB). Ebenso positiv trug der bereits forward verkaufte F.A.Z. Tower bei, der gemäß Realisierungsgrad (Percentage of Completion, POC) verbucht wurde. Zudem erfolgte im Berichtsjahr das Closing des Mikro-Apartments-Projekts in Potsdam mit 126 Mikro-Apartments und konnte somit ebenfalls positiv zur Gesamtleistung beitragen.
Segment Österreich
Die Gesamtleistung des Segments Österreich reduzierte sich im Jahr 2022 von € 197,2 Mio. auf € 112,2 Mio. Die Gesamtleistung des Segments wurde zu einem großen Teil im Wohnbereich erwirtschaftet und betraf vor allem Verkäufe des Wohn- und Büroprojekts Siebenbrunnengasse im 5. Wiener Gemeindebezirk. Ebenso positiv zur Gesamtleistung trug der Verkauf der deutschen Projekt- und Baumanagement-Tochter, alba Bau | Projekt Management GmbH, die eine Tochtergesellschaft der UBM Österreich war, bei. Die Alba generierte knapp 90 % ihres Geschäfts mit Dritten. Ihre Tätigkeit stellte nicht den neuen strategischen Fokus der UBM dar und wurde daher an Currie & Brown, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Asset Management und Bauberatung, verkauft.
Segment Polen
Im Segment Polen sank die Gesamtleistung von € 78,9 Mio. in 2021 auf € 46,3 Mio. in 2022. Die Leistung ergibt sich aus dem laufenden Hotelbetrieb in Kattowitz und Krakau, der Vermietung des Poleczki Business Park sowie verschiedenen Serviceleistungen.
Segment Sonstige Märkte
Die Gesamtleistung des Segments Sonstige Märkte verdoppelte sich beinahe im Geschäftsjahr 2022 auf € 66,1 Mio., nach € 33,2 Mio. im Vorjahr. Dieses Segment enthält im Wesentlichen Projekte aus Tschechien. Positiv auf die Gesamtleistung wirkte sich das Wohnprojekt Arcus City in Prag aus, welches gemäß Realisierungsgrad (Percentage of Completion, POC) verbucht wurde. Auch das im Berichtsjahr eröffnete Hotel Andaz Prag trug positiv zur Gesamtleistung bei.
Segment Residential
Im Segment Residential betrug die Gesamtleistung im Berichtsjahr 2022 € 145,8 Mio., nach € 193,0 Mio. im Vorjahr. Die Gesamtleistung 2022 umfasste im Wesentlichen den Baufortschritt bereits verkaufter Projekte in Deutschland, Österreich und Tschechien. Darunter das Projekt „Kaufmannshof“ im Zollhafen Mainz, ein Mikroquartier in nachhaltiger Architektur mit 45 Wohnungen und fünf Townhouses. Positiv zur Gesamtleistung trug auch das Projekt Arcus City im Zentrum von Prag bei, das aus drei Bauphasen besteht, wobei Phase 1 bereits 2021 und Phase 2 im dritten Quartal 2022 gestartet wurde. Einen ebenso bedeutenden Beitrag zur Gesamtleistung trugen das Projekt Siebenbrunnengasse in Wien, wo in den letzten zwei Jahren 165 Eigentumswohnungen verkauft wurden, und das Projekt „Potsdam am Kanal“ bei. Zudem leisteten auch Projekte wie Rankencity in Graz sowie Flösserhöfe in Mainz einen positiven Beitrag an der Gesamtleistung.
Segment Office
Das Segment Office erwirtschaftete im Berichtsjahr eine Gesamtleistung von € 77,6 Mio., nach € 102,7 Mio. in 2021. Die Leistung der Berichtsperiode betrifft vor allem den forward verkauften F.A.Z. Tower in Frankfurt, das neue Headquarter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.). Ebenfalls positiv zum Gesamtergebnis beigetragen hat der Verkauf von Büros in der Siebenbrunnengasse im 5. Wiener Gemeindebezirk.
Segment Hotel
Die Gesamtleistung des Segments Hotel sank im Jahr 2022 von € 72,6 Mio. auf € 57,1 Mio. Die niedrige Gesamtleistung in diesem Segment ist auf die strategische Neuausrichtung von UBM Development im Zuge der COVID-19-Pandemie zurückzuführen. Aktuell befindet sich kein Hotelprojekt in Entwicklung. Der laufende Hotelbetrieb trägt positiv zur Gesamtleistung bei. Im Jahr 2022 erfolgte die Eröffnung des Hotels Andaz Prag. Ein weiterer wesentlicher Anteil entfiel auf den laufenden Betrieb der polnischen Hotels in Kattowitz und Krakau.
Segment Other
Im Segment Other belief sich die Gesamtleistung auf € 68,8 Mio., nach € 54,1 Mio. Das entspricht einer Steigerung von 27,2 %. Die Gesamtleistung der Berichtsperiode wurde im Wesentlichen durch den Verkauf des Hochhausprojekts CTB und den Verkauf des Tochterunternehmens alba generiert.
Segment Service
Die Gesamtleistung des Segments Service belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf € 41,4 Mio., nach € 48,6 Mio. im Vorjahr. Ein wesentlicher Anteil entfiel auf Serviceleistungen für diverse Projekte in Österreich und Deutschland. Diese Position umfasst zudem Verrechnungen von Managementleistungen und Konzernumlagen.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Geschäftsergebnis und Ertragslage
Das Kerngeschäft der UBM-Konzerns bildet das projektspezifische Immobiliengeschäft. Durch die mehrjährige Realisierungsdauer der Projekte kann der Umsatzausweis der Gewinn- und Verlustrechnung starken Schwankungen unterliegen. Immobilienprojekte werden erst ab dem Signing anteilig gemäß Baufortschritt und Verwertungsstand erfasst (Percentage of Completion, POC). Werden Immobilien als Share Deal veräußert oder Projekte innerhalb von At-equity-Beteiligungen entwickelt und verkauft, schlagen sich diese allerdings nicht im Umsatz nieder. Um den Überblick und die Transparenz über den Geschäftsverlauf zu verbessern, weist UBM zusätzlich die Gesamtleistung aus. Diese betriebswirtschaftliche Kenngröße erfasst – analog zum Umsatz – Erlöse aus Immobilienverkäufen, Vermietungsleistungen, Einnahmen aus dem Hotelbetrieb sowie aktivierte bzw. für nicht vollkonsolidierte Gesellschaften oder Dritte erbrachte Generalunternehmer- und Projektmanagementleistungen. Zusätzlich werden die Leistungen der at-equity bilanzierten Unternehmen und Verkäufe von reinen Share Deals erfasst. Der Ausweis der Gesamtleistung erfolgt insgesamt entsprechend der Beteiligungshöhe von UBM. Nicht in der Gesamtleistung erfasst werden Anzahlungen, die vor allem für Großprojekte oder auch Wohnbauprojekte anfallen.
Die Gesamtleistung lag im Geschäftsjahr 2022 mit € 390,7 Mio. um € 80,3 Mio. unter dem Vergleichswert des Vorjahres von € 471,0 Mio. Wesentliche Beiträge zur Gesamtleistung brachten vor allem die Projekte Siebenbrunnengasse, F.A.Z. Tower und Mainz Kaufmannshof. Positiv auf die Gesamtleistung wirkten Erlöse aus Immobilienverkäufen.
Auch die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse lagen in der Berichtsperiode mit € 133,9 Mio. um 51,9 % unter dem Niveau des Vorjahres (2021: € 278,3 Mio.). Der Umsatzrückgang ist vor allem auf die im Vergleich zum Vorjahr geringere Verkaufstätigkeit zurückzuführen. Den größten Umsatzbeitrag leisteten dabei Wohnprojekte wie Siebenbrunnengasse in Österreich und Arcus City in Tschechien.
Das Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen lag in der Berichtsperiode mit € 25,4 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres von € 36,0 Mio. Das At-equity-Ergebnis war vor allem auf laufende und forward verkaufte Immobilienprojekte, wie das Büroprojekt F.A.Z. Tower in Frankfurt, CTB in Berlin oder das Wohn- und Büroprojekt Kaufmannshof im Zollhafen Mainz, zurückzuführen.
Das Ergebnis aus Fair-Value-Anpassungen auf Finanzimmobilien belief sich im Jahr 2022 auf € 25,5 Mio., nach € 11,6 Mio. im Jahr 2021. Die Fair-Value-Anpassungen sind überwiegend auf ein Großprojekt in Wien zurückzuführen, welches im Berichtszeitraum eine Widmung der Behörde bekam. Die Fair-Value-Anpassungen der Vergleichsperiode betrafen ein Büroprojekt in München, welches im Jahr 2021 veräußert wurde.
Die Aufwendungen aus Fair-Value-Anpassungen betrugen im Berichtsjahr € 4,6 Mio. Die Wertberichtigungen wurden hierbei insbesondere bei kleineren Projekten vorgenommen. Im Vorjahr lagen die Aufwendungen aus Fair-Value-Anpassungen noch bei € 6,6 Mio.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Berichtszeitraum bei € 12,7 Mio. und beinhalten unter anderem Erlöse aus Kursgewinnen, Raum- und Grundstücksmieten, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und diverse sonstige Positionen.# Im Vorjahr lagen die sonstigen betrieblichen Erträge bei € 11,8 Mio.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich von € 31,1 Mio. auf € 32,6 Mio., was vor allem auf Kursverluste und Aufwendungen für Recht und Beratung zurückzuführen war. Die Position beinhaltet weiters Verwaltungskosten, Reisespesen, Werbekosten, Bürobetriebskosten sowie Abgaben und Gebühren.
Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahreswert von € 141,4 Mio. auf € 86,9 Mio. Die Position umfasst im Wesentlichen den Materialaufwand für die Errichtung von vollkonsolidierten Wohnbauimmobilien und diversen anderen Entwicklungsimmobilien, die bereits forward verkauft wurden, sowie Buchwertabgänge aus Immobilienverkäufen in Form von Asset Deals und bezogene Leistungen im Rahmen von Generalunternehmertätigkeiten. Der Materialaufwand reduzierte sich um 38,5 % in der Berichtsperiode.
Im Geschäftsjahr 2022 wurde bei den Bestandsveränderungen, welche Wohnbauimmobilien im Vorratsvermögen bzw. andere IAS-2-Immobilien betreffen, ein Ertrag in Höhe von € 3,0 Mio. ausgewiesen, während im Vorjahr ein Aufwand von € 45,9 Mio. erfasst worden war.
Der Personalaufwand lag in der Berichtsperiode bei € 37,3 Mio. und damit um € 0,5 Mio. über dem Wert des Vorjahres von € 36,8 Mio. Die stichtagsbezogene Mitarbeiterzahl aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften lag zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2022 mit 292 unter dem Niveau des Bilanzstichtags des Vorjahres (31. Dezember 2021: 355). Grund dafür war der Verkauf der deutschen Projekt- und Baumanagement-Tochter alba Bau | Projekt Management GmbH. Mit 75 Mitarbeitern hatte die alba Bau einen Anteil von 20 % an der Gesamt-Mitarbeiterzahl der UBM.
Das EBITDA reduzierte sich im Geschäftsjahr 2022 um 48,5 % auf € 39,2 Mio. (2021: € 75,9 Mio.). Wesentliche Effekte 2022 waren Verkäufe am Wohn- und Büroprojekt Siebenbrunnengasse, der Verkauf des Projekts CTB Tower in Berlin und die Fair-Value-Anpassungen eines Großprojekts in Wien.
Die Abschreibungen lagen mit € 5,3 Mio. um 103,8 % über dem Niveau des Vorjahres von € 2,6 Mio. So reduzierte sich das EBIT im Jahr 2022 um € 39,4 Mio. auf € 33,9 Mio. (2021: € 73,3 Mio.).
Der Finanzertrag erhöhte sich von € 14,0 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres auf € 23,4 Mio., was auf den Verkauf der deutschen Projekt- und Baumanagement-Tochter alba Bau | Projekt Management GmbH zurückzuführen ist. Der Finanzaufwand lag mit € 25,9 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres (2021: € 27,2 Mio.). Hier spiegeln sich vor allem die höhere Zinsbelastungen aus den Projektfinanzierungen wider.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) lag im Jahr 2022 mit € 31,5 Mio. um € 28,6 Mio. unter dem Vorjahresergebnis von € 60,1 Mio., was einer Reduktion von 47,6 % entspricht.
Der Steueraufwand belief sich in der Berichtsperiode auf € 4,3 Mio., nach € 16,4 Mio. im Jahr 2021. Die Steuerquote lag im Jahr 2022 demnach bei 13,8 % (2021: 27,3 %). Die geringere Steuerquote in der Berichtsperiode resultierte aus den At-equity-Ergebnissen und dem Vortrag von Verlustvorträgen im Zusammenhang mit dem Verkauf der alba Bau | Projekt Management GmbH.
Der Nettogewinn (Periodenergebnis nach Steuern) erreichte 2022 € 27,1 Mio., nach € 43,7 Mio. im Jahr 2021. Der den Aktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Nettogewinn betrug in der Berichtsperiode € 16,8 Mio. (2021: € 33,6 Mio.).
Im Geschäftsjahr 2020 wurde die Bilanzierungsmethode für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie geändert. Bei der Berechnung des den Aktionären des Mutterunternehmens zurechenbaren Nettogewinns wurden die Anteile der Hybridkapitalgeber abgezogen. Die Anteile der Hybridkapitalinhaber erhöhte sich von € 8,6 Mio. auf € 9,1 Mio. im Jahr 2022. Der daraus abgeleitete Gewinn pro Aktie reduzierte sich von € 4,50 auf € 2,25 im Betrachtungszeitraum 2022.
Fehlerfeststellung der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR)
Die UBM hat 2018 über eine 100 %ige Projektgesellschaft eine gewerblich genutzte Liegenschaft als Entwicklungsprojekt nach IAS40 erworben und hat die Liegenschaft zum 31.12.2019 mit einem Fair Value von rund € 69 Mio. bewertet, was nur geringfügig über den Anschaffungskosten lag. Im Q2 2020 wurden 40 % der Gesellschaftsanteile der ursprünglich vollkonsolidierten Projektgesellschaft an einen Dritten veräußert, so dass im Zuge dieser Transaktion samt daraus resultierender At-equity-Bewertung eine neue Fair-Value-Bewertung der Liegenschaft von rund € 141 Mio. auf Basis des gegenständlichen Kaufvertrags durchgeführt wurde sowie entsprechende latente Steuern auf die Aufwertung gebildet wurden.
Im Rahmen einer regelmäßig stattfindenden Schwerpunktprüfung kommt die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) nun zu einer Fehlerfeststellung für den Jahresabschluss zum 31.12.2020, wonach das vertraglich abgebildete Risiko der noch zu erwartenden Baurechtsschaffung und des frühen Projektentwicklungszustands bei der Bewertung der Liegenschaft zum beizulegenden Zeitwert unzureichend im Fair Value der Liegenschaft berücksichtigt wurde. Es hätte ein um rund € 39 Mio. geringerer Fair Value angesetzt werden müssen, was die Anschaffungskosten für den erstmaligen Ansatz der at-equity bewerteten Beteiligung an der Projektgesellschaft beeinflusst und der nach Berücksichtigung der zu viel gebildeten latenten Steuern zu einer Korrektur des Eigenkapitals im Jahr 2020 von rund € 27 Mio. führt.
Die Anpassung der Bilanz des Jahres 2020 führt in der Folge zu neuen Aufsatzpunkten der Bilanz des Jahres 2021 sowie der Bilanz des Jahres 2022. Dieser Fehlerfeststellung wird durch eine dreispaltige Bilanz im Anhang mit einer entsprechend korrigierten Eröffnungsbilanz Rechnung getragen. Die Fehlerkorrektur hatte keine Auswirkung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die Konzern-Kapitalflussrechnung.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme des UBM-Konzerns lag per 31. Dezember 2022 mit € 1.451,8 Mio. um € 16,0 Mio. unter dem Niveau per 31. Dezember 2021 von € 1.467,8 Mio. Zu einem Rückgang der Bilanzsumme führte im Wesentlichen die Rückzahlung von Hybridkapital.
Langfristige Vermögenswerte
Die langfristigen Vermögenswerte lagen mit Ende 2022 bei € 790,6 Mio., was einem Rückgang von € 23,1 Mio. im Vergleich zum Jahresende 2021 entspricht.
Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen belief sich per 31. Dezember 2022 auf € 12,2 Mio. und lag damit knapp unter dem Niveau von € 12,9 Mio. per 31. Dezember 2021. Diese Position beinhaltet vor allem aktivierte Nutzungsrechte aus Leasingverbindlichkeiten.
Finanzimmobilien
Die Finanzimmobilien reduzierten sich per Ende Dezember 2022 um € 31,8 Mio. und lagen zum Bilanzstichtag bei € 391,7 Mio.
Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen
Die Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um € 8,1 Mio. auf € 180,8 Mio.
Projektfinanzierungen
Die Projektfinanzierungen hingegen reduzierten sich um € 1,3 Mio. auf € 180,9 Mio.
Kurzfristige Vermögenswerte
Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit Ende 2022 bei € 661,2 Mio., was einem Anstieg von € 7,1 Mio. im Vergleich zum Jahresende 2021 entspricht. Dieser Anstieg ist vor allem auf eine deutliche Erhöhung des Vorratsvermögens zurückzuführen.
Liquide Mittel
Die liquiden Mittel verringerten sich um € 100,4 Mio., da in der Berichtsperiode unter anderem Auszahlungen für Projekte in Deutschland, Hybridkapital, Anleihe 2017-2022 sowie eine Dividende wirksam wurden. Zum 31.12.2022 lagen die liquiden Mittel bei € 322,9 Mio.
Vorratsvermögen
Das Vorratsvermögen lag per Ende Dezember 2022 mit € 259,3 Mio. über dem Niveau vom 31. Dezember 2021 von € 133,1 Mio. Zurückzuführen ist dieser Anstieg unter anderem auf den Ankauf des Großprojekts Mainz. In dieser Position befinden sich neben sonstigen Vorräten insbesondere die zum Verkauf bestimmten Wohnimmobilien in Entwicklung.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich von € 60,6 Mio. per Ende 2021 auf € 49,5 Mio. zum Bilanzstichtag 2022. Diese Position beinhaltet im Wesentlichen bereits während der Entwicklung verkaufte Vorratsimmobilien sowie Forward-Verkäufe von Finanzimmobilien, anteilig nach Realisierungsgrad.
Eigenkapital
Das Eigenkapital lag zum 31. Dezember 2022 mit € 501,4 Mio. unter dem Niveau per Ende 2021 (€ 524,0 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen durch die OePR-Korrektur, die Auszahlung der Dividende sowie die Rückführung des dem Eigenkapital zuzuordnenden Genussrechtskapitals zu erklären. Die Auszahlung der Dividende in Höhe von € 16,8 Mio. erfolgte am 23. Mai 2022. Die Eigenkapitalquote erreichte per Ende des Jahres 2022 34,5 % und lag damit weiterhin in der angepeilten Bandbreite von 30–35 % (31. Dezember 2021: 35,7 %).
Verbindlichkeiten
Anleihenverbindlichkeiten (kurz- und langfristig)
Die Anleihenverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) betrugen per Ende Dezember 2022 € 446,7 Mio. und lagen damit um € 79,8 Mio. unter dem Niveau zum Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2021: € 526,5 Mio.). Im November 2022 erfolgte die Rückzahlung von € 80,9 Mio. der UBM-Anleihe 2017–2022.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich gegenüber dem Bilanzstichtag 2021 von € 50,1 Mio. auf € 46,9 Mio. zum Ende der Berichtsperiode. Dieser Wert beinhaltet im Wesentlichen die zum Stichtag noch nicht bezahlten Subunternehmerleistungen.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig)
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) reduzierten sich von € 33,4 Mio. per 31. Dezember 2021 auf € 25,5 Mio. per 31. Dezember 2022.
Summe aus latenten und kurzfristigen Steuerverschulden
Die Summe aus den latenten und kurzfristigen Steuerverschulden erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr auf € 20,1 Mio. (2021: € 18,9 Mio.).
Finanzverbindlichkeiten (kurz- und langfristig)
Die Finanzverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) stiegen um € 98,7 Mio. auf € 398,3 Mio. an.
Nettoverschuldung
Die Nettoverschuldung betrug per Ende 2022 € 500,2 Mio. und lag damit über dem Wert zum 31. Dezember 2021 von € 381,0 Mio. Die Nettoverschuldung umfasst kurz- und langfristige Anleihen und Finanzverbindlichkeiten exklusive der Leasingverbindlichkeiten minus liquide Mittel. Der Anstieg der Nettoverschuldung ist neben der Rückführung des Hybridkapitals und der Auszahlung der Dividende auch auf Ankäufe wie in Mainz zurückzuführen.# Cashflow Im Vergleich zum Vorjahr
reduzierte sich der Cashflow aus dem Ergebnis von € 48,2 Mio. auf € 13,2 Mio. Neben dem geringeren Jahresüberschuss kommen die wesentlichen Differenzen zum Vorjahr aus den höheren Zuschreibungen auf das Anlagevermögen und Finanzanlagen, welche nicht cash wirksam sind. Zusätzlich wurden im Jahr 2022 geringere Dividenden aus At-equity-Projekten ausgeschüttet. Die im Periodenergebnis der Berichtsperiode enthaltenen Fair-Value-Anpassungen werden aufgrund des unbaren Charakters beim Cashflow aus dem Ergebnis exkludiert.
Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit erreichte im Berichtszeitraum € –70,7 Mio. im Vergleich zu € –45,7 Mio. im Vorjahr. Cashflowerhöhend wirkte die Abnahme von Forderungen in Höhe von € 27,0 Mio., während die Zunahme der Vorräte in Höhe von € 72,0 Mio. und die gezahlten Zinsen (€ 23,9 Mio.) cashflowmindernd waren. Die Werte beinhalten Zuflüsse aus dem Abgang von Immobilien im Vorratsvermögen von € 7,9 Mio. Die Zugänge von Immobilien im Vorratsvermögen beliefen sich auf € 72,1 Mio. Die Zugänge von Immobilien im Forderungsvermögen summierten sich auf € 11,3 Mio. Die Abgänge von Immobilien im Forderungsvermögen betrugen € 20,7 Mio.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Jahr 2022 bei € 8,4 Mio., nach € 69,1 Mio. in der Vergleichsperiode 2021. Die Investitionen in Projektfinanzierungen beliefen sich in der Berichtsperiode auf € 81,3 Mio. und die Investitionen in Finanzimmobilien, Sachanlagevermögen und Finanzanlagevermögen auf € 38,2 Mio. Gegenläufig wirkten Einzahlungen aus der Tilgung von Projektfinanzierungen in Höhe von € 77,7 Mio. sowie Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen in Höhe von € 10,1 Mio.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Jahr 2022 € -37,9 Mio., nach € 152,4 Mio. im Vorjahr. Während in der Berichtsperiode Kredite in Höhe von € 133,8 Mio. aufgenommen wurden, erfolgte die Tilgung von Krediten in Höhe von € 37,1 Mio. und von Hybridkapital in Höhe von € 25,3 Mio. Zudem wurden in der Berichtsperiode Dividenden und Hybridanleihe-Zinsen in Höhe von € 27,4 Mio. ausbezahlt.
Prognosebericht
Die Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum in 2023 liegen zwischen 2,2 % (OECD) und 2,9 % (Internationaler Währungsfonds, IWF). Der andauernde Krieg in der Ukraine und die daraus angeheizte Inflation verlangsamen weiterhin das weltweite Wirtschaftswachstum. Die Inflation im Euroraum wird seit Juli 2022 von der EZB mittels Zinserhöhungen bekämpft. Trotz Erhöhungen ist ein Abkühlen der Inflationsrate noch nicht in Sicht. Weitere Zinserhöhungen sind mit Blick auf die nach oben korrigierten Inflationsaussichten zu erwarten. 1 , 2 , 3
Die UBM hält die Prognosen für 2023 weiterhin für zu optimistisch und sieht für den Immobilienmarkt, insbesondere die Development-Branche, eine Zeitenwende. Die hohe Eigenkapitalquote von 34,4 % und die Liquiditätssituation sind strategisch wichtig, um Reserven für negative Abweichungen, aber auch für etwaige Opportunitäten zur Verfügung zu haben. Durch die interne Steuerung bezüglich Cash-Fokussierung haben wir es auch im Geschäftsjahr 2022 geschafft, die Liquiditätssituation der UBM auf hohem Niveau zu halten. So lagen die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2022 bei € 323,0 Mio. Die Rückführung des € 25 Mio. Hybridkapitals und die € 80,9 Mio. Rückführung der Anleihe 2017–2022 konnten aus eigener finanzieller Stärke heraus getätigt werden, ebenso Akquisitionen in Mainz und Düsseldorf um rund € 80 Mio.
Die zukünftige Profitabilität der UBM kann über die Ergebnisbeiträge der bestehenden € 2,1 Mrd.-Pipeline hinaus abgesichert werden. Die strategische Ausrichtung der UBM zum führenden Entwickler von Holzbauprojekten in Europa ist in erfolgreicher Umsetzung. Im zweiten Halbjahr 2022 erhielt UBM die Widmung für das LeopoldQuartier in Wien. Es wird Europas erstes Stadtquartier in Holz-Hybrid-Bauweise und lässt in den nächsten Jahren entsprechende Verkaufserlöse erwarten. Ein bedeutender Anteil der UBM Holz-Hybrid-Pipeline besteht aus über 250.000m2 in Holz-Hybrid-Bauweise. Auch wenn sich einige angesichts der weltwirtschaftlichen Situation fragen mögen, ob der Trend zur Nachhaltigkeit nicht vielleicht in den Hintergrund gedrängt wird, ist die UBM davon überzeugt, dass die aktuelle Situation diesen Trend sogar noch weiter verstärkt. Im Geschäftsjahr 2022 konnten alle bestehenden ESG-Ratings durch international anerkannte Rating-Agenturen wie ISS ESG und EcoVadis weiter verbessert werden. Es ist das erklärte Ziel, auch im Jahr 2023 zu den Branchenführern zu zählen. Zum zweiten Mal in Folge wird der ESG-Bericht der UBM einer unabhängigen Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer unterzogen, wozu die UBM neben der Erstellung eines Berichts gar nicht verpflichtet wäre.
Der Investmentmarkt befindet sich weiterhin im Stillstand. In der derzeitigen Phase ist es nicht absehbar, wann der Markt wieder für Transaktionen bereit ist. Die UBM rechnet damit, dass es vor dem zweiten Halbjahr 2023 zu keinen größeren Transaktionen kommen wird. Geplante Transaktionen mussten in den vergangenen Quartalen auch bei der UBM zurückgestellt werden. Die Zukunft hängt maßgeblich von Büro-Mietern ab und deren Bereitschaft, längerfristige Mietverträge abzuschließen. Dies ist uns jetzt beim Timber Pioneer in Frankfurt gelungen, wo wir einen Ankermieter gewinnen konnten. Steigende Inflation, steigende Zinsen und steigende Baukosten werden uns das ganze Jahr über beschäftigen. Eine Markterholung auf das Niveau vor der Zeitenwende wird es länger nicht geben. Immobilien, wie wir sie entwickeln, werden aber weiterhin nachgefragt bleiben. Die Fokussierung der UBM auf Green Building und Smart Office in Großstädten wie Wien, München oder Frankfurt stimmt uns auch für die Zukunft optimistisch. Aufgrund der volatilen und schwer einschätzbaren Marktentwicklung muss die UBM daher bis auf Weiteres auf eine Guidance verzichten und auf die ausgesprochen solide Finanzposition mit einem Eigenkapital von einer halben Milliarde Euro verweisen.
Gesamtleistung nach Regionen in € Mio.
| Region | 1–12/2022 | 1–12/2021 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 166,1 | 161,7 | 2,7 % |
| Österreich | 112,2 | 197,2 | –43,1 % |
| Polen | 46,3 | 78,9 | –41,3 % |
| Sonstige Märkte | 66,1 | 33,2 | 99,1 % |
| Gesamt | 390,7 | 471,0 | –17,0 % |
Gesamtleistung nach Assetklassen in € Mio.
| Assetklasse | 1–12/2022 | 1–12/2021 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Residential | 145,8 | 193 ,0 | –24,5 % |
| Office | 77,6 | 102,7 | –24,4 % |
| Hotel | 57,1 | 72,6 | –21,3 % |
| Other | 68,8 | 54,1 | 27,2 % |
| Service | 41,4 | 48,6 | –14,8 % |
| Gesamt | 390,7 | 471 ,0 | –17,0 % |
1 IWF: World Economic Outlook – Jänner 2023
2 Oesterreichische Nationalbank: Konjunktur aktuell – Jänner 2023
3 EZB: Geldpolitische Beschlüsse – Pressemitteilung Dezember 2022
Risikoberichterstattung
Die Hauptgeschäftstätigkeit der UBM Development AG und ihrer operativen Tochtergesellschaften und Beteiligungen ist die Immobilien-Projektentwicklung in ausgewählten Ländern Europas. Bedingt durch dieses Geschäftsmodell ist die UBM-Gruppe einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Gleichzeitig führt die Diversifizierung, d. h. die Tätigkeit in unterschiedlichen Ländern und in mehreren Assetklassen, zur Risikostreuung bzw. -reduktion, da Veränderungen zumeist nicht gleichzeitig und in sämtlichen Märkten auftreten. Außerdem besteht aus risikopolitischer Sicht die Möglichkeit, dass einzelne Assetklassen zugunsten anderer forciert werden und/oder der Fokus auf bestimmte Länder und Märkte intensiviert oder zurückgenommen werden kann. Die Bewältigung der damit verbundenen Risiken ist die Aufgabe des UBM-Risikomanagements, wobei veränderten Risikopositionen durch aktive Steuerung begegnet wird.
Generelle Ziele des UBM-Risikomanagements
- Die Schaffung einer Risikokultur innerhalb der UBM
- Die Sichtbarmachung von Risiken, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen
- Die einheitliche Sichtweise auf Risiken zu stärken – stringente Bewertung und Dokumentation
- Das Vermögen des Unternehmens zu schützen (z.B. Immobilien, Kapital, Image)
- Den (Zahlungs-)Verpflichtungen jederzeit nachzukommen
- Die Gesetzeskonformität jederzeit sicherzustellen
- Das Jahresergebnis abzusichern
Wesentliche Risiken
Die wesentlichen Risiken von UBM stammen aus dem Kerngeschäft, der Projektentwicklung, und beinhalten neben operativen Geschäftsrisiken auch makroökonomische Risiken. Demnach werden die Risiken in die Hauptrisikokategorien Liegenschaftsankauf, Projektkalkulation sowie Planung und Projektfinanzierung, Errichtung und Qualität, Betrieb (Asset Management), Verwertung (Transaction), Allgemeine Geschäftsrisiken (Unterstützungs- und kaufmännische Prozesse) sowie makroökonomische und sonstige Risiken gegliedert. UBM verfügt über langjährige Erfahrung in der Früherkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Steuerung von Risiken innerhalb des Geschäftsmodells. Dabei werden aus Unternehmenssicht sämtliche wesentliche Risiken betrachtet, die einen signifikanten Einfluss auf das operative Geschäft sowie auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der UBM haben.
Maßnahmen des Risikomanagementsystems (RMS) im Geschäftsjahr 2022
- Risikoidentifikation und -analyse/Risikosystem
Auf Basis der bereits 2016 durchgeführten, umfassenden Risikoidentifikation und -analyse, die entlang der UBM-Wertschöpfungskette erstellt wurde und regelmäßiger, kritischer Betrachtung unterzogen wird, erfolgte auch 2022, eine Bewertung der Einzelrisiken mittels der sogenannten „Risikoinventur“. Das Risikosystem wird darüber hinaus einmal jährlich einer externen Prüfung unterzogen und den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Darüber hinaus wurde bereits im Geschäftsjahr 2021 ein Katalog an ESG-Risiken identifiziert und qualitativ bewertet.# Risikomanagement
Hierbei wurden folgende Risiken untersucht (in Klammer der relevante „ESG“-Einflussbereich):
- Änderung Regularien – Preisentwicklung (E)
- Verunreinigung von Böden, unmittelbarer negativer Einfluss auf die Pflanzen- und Tierwelt (E)
- Preisentwicklung von nachhaltigen Baumaterialien (E)
- Falscher Einsatz der Materialien (technisch, Haltbarkeit, Recycling, Rückbau) (E)
- Akzeptanz der Nutzer für gesetzte Maßnahmen (E)
- Mangelnde Motivation & Zufriedenheit der Mitarbeiter (S)
- Fehlen von hochqualifiziertem Personal am Arbeitsmarkt (S)
- Änderung in Rechtsordnung & Standards (Gesetze, Normen, Standards) (S)
- Klimawandel und seine gesellschaftlichen Folgen (G)
- Datendiebstahl (G)
2. Risikobewertung
Die Bewertung basiert auf einer Risikobeschreibung sowie auf der Einschätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen von Ereignissen mit Auswirkung auf das Jahresergebnis und den Kapitalfluss im Vergleich zur Jahresplanung. Diese Einschätzung erfolgt durch den Vorstand, der sich durch die jeweiligen lokalen Experten beraten lässt, und wird durch regelmäßige Status- und Projektberichte der jeweiligen Ländergeschäftsführer sowie durch rechnerische Modelle unterstützt. Um auf mögliche Änderungen der Einzelrisikopositionen rasch reagieren zu können, erfolgt diese Bewertung halbjährlich. In dieser Betrachtung werden die mögliche Schadenshöhe sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit jedes Einzelrisikos bewertet. Die Ergebnisse werden auf einer Risk Map dargestellt, die die Verteilung der größten Einzelrisiken von UBM veranschaulicht. UBM misst der Weiterentwicklung des Risikomanagements große Bedeutung zu. Basierend auf der Risikoinventur wurde 2020 erstmals die Aggregation der Einzelrisiken zu einer einheitlichen Gesamtrisikozahl in Form des „Value at Risk“ (VaR)durchgeführt. Des Weiteren wurde die Steuerungsfunktion des Risikomanagements durch die Festlegung des Risikoappetits auf Unternehmensebene und die Verbindung zur Risikotragfähigkeit erheblich verbessert. Im Jahr 2022 wurde erstmals zusätzlich zur ergebnisorientierten Betrachtungsweise (VaR = Value at Risk) jene auf die kapitalflussorientierte Sicht (CFaR = Cash Flow at Risk) vorgenommen.
3. Risikodokumentation
Die Ergebnisse werden in einem Bericht zusammengefasst, der die Basis für eine nachfolgende Risikopriorisierung und -steuerung darstellt. Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt zweimal jährlich.
4. Risikosteuerung und -monitoring
Die Steuerung der Risiken von UBM erfolgt in einem ersten Schritt top-down. Dabei werden Arbeits- und Dienstanweisungen sowie Richtlinien entworfen und entsprechend im Unternehmen kommuniziert. Die Zuteilung der Verantwortlichkeiten erfolgt ausgehend vom Management zu den Risk-Ownern. Im Bottom-up-Prozess berichten die Risk-Owner in regelmäßigen Abständen sowie anlassbezogen an den Vorstand.
5. Risikobewältigung
Abhängig von der Bedeutung des jeweiligen Risikos erfolgt die Risikobewältigung im Projektteam, in den Unternehmensbereichen oder im Vorstand. Diese strukturierte Vorgangsweise ist als dauerhafter Prozess innerhalb des RMS festgeschrieben.
Risikokategorien
Die wesentlichen Einzelrisiken von UBM wurden in sieben Hauptrisikokategorien geclustert.
-
Liegenschaftsankaufsrisiken: Neben den direkten und unmittelbaren Risiken, die beim Ankauf von Liegenschaften bestehen, wie z. B. die Auslegung der Flächenwidmung, die Rechte Dritter (Nachbarn, Servitute etc.), die Aktualität des Grundbuchs, die Dauer bis zur Baugenehmigung, unvollständige Verdachtsflächen(-kataster), nicht dokumentierte Kontaminierungen, Schutzbestimmungen (Denkmalschutz, Baumbestand, Schutzzone), die erschwerte Erschließung bzw. Zufahrt, nicht bekannte Quellen, Grundwasser, Immissionen etc., werden Risiken wie Markteintrittsrisiko, Länderrisiko, politische Risiken sowie Wettbewerbs- und Marktumfeldrisiken berücksichtigt. Die regionalen Kenntnisse und jene des Wettbewerbsumfelds, über welche die einzelnen operativen Tochtergesellschaften verfügen, deren Know-how und gute Vernetzung im regionalen Marktumfeld sowie standardisierte Due-Diligence- und Ankaufsprozesse helfen bei der Risikominimierung.
-
Projektkalkulations- und Planungsrisiken: In dieser Projektphase rücken Risiken aus den Beschaffungs- aber auch Verkaufspreisen, die Mietpreishöhe und -änderungen, die Finanzierung des Projekts und deren Zinsbelastungen sowie die Markttauglichkeit und die Drittverwendbarkeit in den Fokus. Interne und externe Experten erarbeiten die Grundlagen, die als Basis für die Entscheidung des Vorstands dienen. Langjährige Erfahrungen in sämtlichen Projektentwicklungsagenden erhöhen dabei die Planungssicherheit.
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Errichtungsrisiken bzw. Qualitätsrisiken: Hier sind sämtliche Risiken zu bewerten, die mit der eigentlichen Errichtung der Immobilie verbunden sind. Solche Risiken entstehen iZm Bau- und Baunebenkosten, der Baudauer und dem möglichen Verzug, einem möglichen Lieferantenausfall, der Qualität der Ausführung inkl. der Kosten für Nachbesserungen. Zur Minimierung dieser Risiken setzt UBM auf erfahrene Projektleiter, um so bereits bei der Auftragsvergabe überteuerte Angebote herauszufiltern und während der Errichtungsphase eine laufende Kosten-, Qualitäts- und Terminkontrolle sicherzustellen. Regelmäßige Projektberichte samt Soll-Ist-Vergleichen an den Vorstand lassen frühzeitig Abweichungen erkennen.
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Betriebsrisiken: Der Betrieb einer Immobilie in Zusammenhang mit der Vermietung von Büros oder der Verpachtung von Hotels ist mit einer Vielzahl von Risiken verbunden, wobei insbesondere die Bonität der Mieter (Kreditwürdigkeit, Sicherheit der Mieteinkünfte), das Klumpenrisiko (Ausfall eines wichtigen Großmieters), das Leerstandsrisiko, das Instandhaltungsrisiko (regelmäßige Prüfungen, Wartungen, Servicierungen, Instandhaltungen, nachträgliche technische Investitionen) und das Hausverwaltungsrisiko (mangelhafter Inkasso- und Mahnwesenprozess, mangelhafte Abrechnungen von Betriebskosten) bewertet werden. Um den Wert der Immobilie zu sichern, werden während des Betriebs unterschiedlichste Spezialisten aus Tochterunternehmen, Fachabteilungen oder externen Fachfirmen eingesetzt, um einerseits laufend die geplanten Erträge zu erwirtschaften, aber auch um die technische Qualität der Gebäude nachhaltig sicherzustellen.
-
Vertriebs-, Verwertungs- und Verkaufsrisiken: Hier werden die Vertriebsrisiken im Verkaufsprozess von Wohnungseigentum, die Verwertungsrisiken (Vermietungsrisiken bei Erstvermietung) und die Verkaufsrisiken bei der Veräußerung von Gesamtimmobilien unterschieden. Innerhalb dieser Kategorien ist zum einen das Mietpreisrisiko relevant, da verringerte Mietzinsen unmittelbaren Einfluss auf laufende Einnahmen der Gesellschaft und im Verkaufsfall auf den zu erzielenden Kaufpreis haben. Es werden auch Bewertungsrisiken schlagend, sobald beim Verkauf einer Immobilie oder anlassbezogen der aktuelle Marktwert (erzielbarer Verkaufspreis) unter dem jeweiligen Buchwert liegt, was zu Abwertungen führen kann. Weiters können nach erfolgter Abwicklung der Transaktion unvorhergesehene Garantie- und Gewährleistungsrisiken schlagend werden, die zu höheren Aufwänden führen können und so den Verkaufserfolg schmälern. UBM bindet daher schon zu Beginn eines jeden Developments neben den technischen Fachabteilungen eigene Vermietungs- sowie Transaktionsteams ein, die aufgrund umfangreicher Expertise bei der Kalkulation und Festlegung von Mietpreisen und zu erzielenden Verkaufspreisen federführend agieren. Die ständige Aufrechterhaltung des Kontakts zu Großkunden, die Marktexpertise (wie beispielsweise die Kenntnis über Renditeerwartungen der Käufer) sowie die Festlegung des jeweils optimalen Verkaufszeitpunkts stellen sicher, dass das Produkt optimal am Markt platziert wird. Dabei werden sie von Experten der Rechtsabteilung sowie externen Beratern unterstützt, um so den gesamten Vertriebsprozess optimal zu begleiten.
-
Allgemeine Geschäftsrisiken: Dazu zählen insbesondere das Personalrisiko (Besetzung, Fluktuation, menschliche Fehler, interner Betrug etc.), das IT-Risiko (Hard- und Software, Datenverlust, Hacker, Spionage etc.), kaufmännische Risiken (Liquiditätsrisiko, steuerliche Risiken, Finanzstrafen etc.) sowie das Rechtsrisiko (Compliance-Risiken, Schadenersatz, allgemeine Vertrags- und Versicherungsvertragsrisiken, Gesetzeslage etc.). Die Risiken werden in den jeweiligen Fachabteilungen laufend überwacht und bei Bedarf umgehend an den Vorstand kommuniziert.
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Makroökonomische und sonstige Risiken: Zu diesen Risiken zählen die Konjunkturentwicklung (Inflation, Arbeitslosigkeit, Kaufkraft etc.), das Zinsänderungsrisiko, das Währungsrisiko sowie das Risiko der höheren Gewalt (Naturkatastrophen, Feuer, Streik, Krieg, Terror, Pandemien). Die Risiken werden von den ressortverantwortlichen Vorständen in enger Zusammenarbeit mit den Stabsstellen kontinuierlich beobachtet; bei Bedarf wird mit geeigneten Maßnahmen gegengesteuert.
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ESG-Risiken siehe dazu Abschnitt 1. der Risikoberichterstattung
Sonstige Risiken
Bezüglich der Angaben zu Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel 45 „Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten“ im Anhang zum Konzernabschluss verwiesen.
Risiken im Zusammenhang mit wirtschaftlichem Umfeld und dem Krieg in der Ukraine
Allgemeine Lage
Die seit 2014 bestehenden geopolitischen Spannungen zwischen der russischen Föderation und der Ukraine sind zu Jahresbeginn 2022 eskaliert. Nach Anerkennung der Separatistengebiete Luhansk und Donezk durch Russland wurden die diplomatischen Beziehungen abgebrochen, und der russische Staatschef Vladimir Putin startete am 24. Februar 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der bis zum heutigen Tag andauert. Die Sanktionen der westlichen Staatengemeinschaft gegen Russland wurden seit Kriegsbeginn schrittweise ausgeweitet, sodass diplomatische Beziehungen, Handel und Kapitalverkehr zwischen dem Westen und Russland faktisch zum Erliegen gekommen sind.Außerdem werden umfassende militärische Unterstützungsleistungen für die Ukraine seitens der Europäischen Union und USA erbracht. Aus heutiger Sicht sind die mittel- und langfristigen geopolitischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs weiterhin nicht ausreichend abschätzbar. Zum jetzigen Zeitpunkt ist jedoch davon auszugehen, dass das globale Wirtschaftswachstum, insbesondere in Europa, weiterhin stark gebremst wird und der eingeschränkte Handel im Bereich Öl und Gas zu weiter volatilen Energie-Preisen für Industrie und Verbraucher führen wird. Vor diesem Hintergrund kann eine fortgesetzt hohe Inflation für die kommenden Jahre nicht ausgeschlossen werden. Dadurch kann es auch zu weiteren Zinsschritten der EZB kommen. Das vom Markt avisierte Plateau des Leitzinssatzes würde dadurch weiter in die Zukunft verschoben werden.
In Bezug auf das Geschäftsmodell der UBM ergeben sich aus dem Konflikt folgende Risiken:
* Länder- und geopolitische Unsicherheiten in Märkten der UBM
* Risiken in Zusammenhang mit Finanzierung und Kapitalmarkttransaktionen
* Operative Risiken durch gedämpften wirtschaftlichen Ausblick
Bezug auf das Geschäftsmodell der UBM
Auch wenn kein direktes Engagement der UBM in den am Krieg beteiligten Ländern mehr besteht (2021 wurde dieses endgültig beendet), so kann es im weiteren Verlauf der kriegerischen Auseinandersetzungen zu Auswirkungen auf die benachbarten Länder der Ukraine kommen. Aufgrund räumlicher und kulturellen Nähe zu ihrem ukrainischen Nachbarn besteht das Risiko, dass der polnische Markt, auf dem die UBM als Immobilienentwickler und Hotelbetreiber tätig ist, unter der aktuellen Krise leiden wird. Bislang ist dieses Risiko nicht eingetreten.
Mit den Sanktionen und insbesondere dem Ausschluss wichtiger russischer Banken aus dem SWIFT-System kommt es zu weitreichenden Unsicherheiten und Risiken für Kapitalmärkte und deren Teilnehmer. Dies bedeutet nicht nur, dass der Zahlungsverkehr und damit der Handel mit russischen Unternehmen und Staatsbetrieben stark eingeschränkt sind, sondern dass sowohl russische als auch europäische Banken durch ihre Verflechtungen wirtschaftlich in Mitleidenschaft gezogen sind. Das kann einerseits zu negativen Folgen in Zusammenhang mit einer restriktiveren Kreditvergabe der Geschäftsbanken an ihre Kunden führen, was auch Einfluss auf die Finanzierung des Projektgeschäfts der UBM haben kann. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass das Kapitalmarktumfeld für die Emission von Anleihen und anderen Inhaberschuldverschreibungen weiterhin für Unternehmen ohne Rating schwierig bleibt. Das würde auch Auswirkungen auf die Konzernfinanzierungen und die Zinsbelastung der UBM haben, die sich insbesondere durch das gestiegene Zinsniveau deutlich erhöhen würden. Das flache Rückzahlungsprofil im kommenden Geschäftsjahr und die hohe Liquidität bieten hier jedoch einen Puffer.
Ein generelles Risiko für den Verkauf von Immobilien stellt zudem die Entwicklung des Zinsumfelds bzw. das Renditeverhältnis zu alternativen Veranlagungsmöglichkeiten dar. Die historischen Zinsschritte, die von der EZB zur Eindämmung der Inflation unternommen wurden, können die Nachfrage nach Immobilien beeinträchtigen. Nachdem die Inflation in der EU jedoch ihren Gipfel erreicht haben dürfte, ist von einer Verlangsamung des Tempos, mit der die Zentralbank die Zinsen erhöht, auszugehen. Das Risiko einer EU-weiten Rezession hat sich zwar 2022 nicht materialisiert, der wirtschaftliche Ausblick bleibt aber wegen der deutlich gestiegenen Zinsen kurz- und mittelfristig eingetrübt. Auf den Immobilienmärkten ist als Konsequenz eine abwartende Haltung der Investoren zu beobachten, die den Transaktionsmarkt deutlich in Mitleidenschaft gezogen hat. Wir gehen davon aus, dass die von Investoren geforderten Renditen nach Normalisierung der Transaktionsvolumina im Immobiliensektor je nach Land und Assetklasse ansteigen werden, da festverzinsliche Finanzprodukte durch diese Entwicklung in der Investoren-Attraktivität im Verhältnis zu Immobilien an Attraktivität gewonnen haben.
Sollten jedoch die aktuelle Marktentwicklung sowie der Ukraine-Krieg das Konsumverhalten sowie das Mietverhalten in Europa nicht strukturell und langfristig verändern, ist es dennoch wahrscheinlich, dass es aufgrund einer zu erwartenden Angebotsknappheit (viele Entwicklungsprojekte wurden 2022 von Marktteilnehmern eingefroren oder gar nicht gestartet) mittelfristig zu einem Nachfrageüberhang kommt, der die Assetklassen der UBM weiterhin stützt. Da Immobilien grundsätzlich als sichere Anlageklasse gelten, könnte die Sorge einer bleibenden Inflation die Nachfrage nach Immobilien als Inflationsschutz weiter begünstigen.
Auf Basis des unsicheren konjunkturellen Umfelds und des Ukraine-Kriegs wird auch das Währungsrisiko im Zusammenhang mit dem polnischen Złoty bzw. der Tschechischen Krone in 2022 weiterhin hoch eingeschätzt, die Kurse unterliegen derzeit einer großen Volatilität. Die Möglichkeit von damit zusammenhängenden Sicherungsinstrumenten (Hedging) wird laufend auf ihre ökonomische Sinnhaftigkeit hin untersucht.
Internes Kontrollsystem
Die wesentlichen Ziele des Internen Kontrollsystems (IKS) innerhalb von UBM sind die Kontrolle der Einhaltung der Geschäftspolitik und der vorgegebenen Ziele, die Sicherung des Vermögens des Unternehmens, die Sicherstellung der Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens, die Sicherstellung der Wirksamkeit und Effizienz betrieblicher Abläufe, die frühzeitige Risikoerkennung und die verlässliche Einschätzung möglicher Risiken, die Einhaltung gesetzlicher und rechtlicher Grundlagen sowie der effiziente Einsatz von Ressourcen und die Kostenersparnis.
Neben den in den Kernprozessen von UBM implementierten internen Kontrollen verfügt UBM über ein kaufmännisches und ein technisches Controlling. Beide Bereiche berichten direkt an den Vorstand. Das kaufmännische Controlling überwacht die laufende Geschäftsentwicklung auf Abweichungen von Planzahlen und stellt sicher, dass bei Planabweichungen die notwendigen Informationen an die Geschäftsleitung ergehen. Das technische Controlling überwacht die laufende Abwicklung von Projekten hinsichtlich Terminen, Baukosten, Baufortschritt und allen für die technische Umsetzung relevanten Prozessen. Dessen periodische Berichte bieten dem Management eine Grundlage für etwaige notwendige Maßnahmen, um die oben genannten Ziele erreichen zu können.
Neben gesetzlichen Anforderungen verfügt UBM über eine Vielzahl eigener Regularien bzw. Prozessabläufe. Die Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb der Prozesse sind klar zugewiesen, und die Kontrollmechanismen werden laufend überarbeitet und neuen Gegebenheiten angepasst. Diese Prozesse und Regularien dienen den Mitarbeitenden einerseits als entsprechende Werkzeuge bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und ermöglichen andererseits die effiziente Gestaltung von Prozessen und Kontrollen. Derartige Arbeitsanweisungen, Richtlinien und Vorlagen schaffen Transparenz, erleichtern die Kommunikation und Dokumentation, helfen, Arbeitsabläufe effizient zu gestalten und ermöglichen es, Kontrollen effektiv durchzuführen. Damit hat UBM die notwendigen Vorkehrungen getroffen, sodass einerseits gesetzliche, aber auch interne Richtlinien eingehalten und andererseits mögliche Schwachstellen in betrieblichen und organisatorischen Abläufen rasch identifiziert und korrigiert werden können.
Im Bereich Rechnungswesen dienen konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der Sicherstellung einer aussagekräftigen und ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung. Durch klare Funktionstrennungen und Kontrollmaßnahmen wie Plausibilitätsprüfungen, regelmäßige Kontrollaktivitäten und Rechnungsfreigaberegelungen sowie das Vier-Augen-Prinzip werden eine verlässliche und ordnungsgemäße Buchführung und Rechnungslegung sichergestellt. Dieses systematische Kontrollmanagement stellt sicher, dass die Rechnungslegung des UBM-Konzerns im Einklang mit den nationalen und internationalen Rechnungslegungsstandards sowie internen Richtlinien steht.
Innerhalb des internen Kontrollsystems übernimmt der Prüfungsausschuss für den Aufsichtsrat die Aufgabe der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Finanzberichterstattung.
Interne Revision
Die Abteilung Interne Revision hat als Zielsetzung, unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungstätigkeiten innerhalb von UBM durchzuführen. Grundlage ihres Arbeitens sind die Revisionsordnung, welche die Legitimation nach außen darstellt, und das Revisionshandbuch, das die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten innerhalb von UBM festlegt. Die Abteilung ist gemäß C-Regel 18 des Österreichischen Corporate Governance Kodex dem Gesamtvorstand unterstellt.
Die Interne Revision prüft die Unternehmensprozesse und die Wirksamkeit der internen Kontrollen und trägt zu deren Verbesserung bei. Anlassbezogen führt die Interne Revision nach entsprechendem Auftrag durch den Vorstand Ad-hoc-Prüfungen durch. Aus den in den Revisionsberichten getroffenen Feststellungen und Empfehlungen werden konkrete Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet. Die Umsetzung der Maßnahmen wird von der Internen Revision überwacht, um sicherzustellen, dass die aufgezeigten Verbesserungspotenziale auch fristgerecht umgesetzt werden.
Projektbezogen unterstützen externe Berater einzelne Prüfungshandlungen. Zusätzlich steht die Interne Revision dem Vorstand beratend zur Seite. Durch ihre integrierte Sichtweise und ihre Kenntnisse des Unternehmens aus der Prüftätigkeit heraus soll sie wirksame Möglichkeiten zur Verbesserung von Effektivität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Prozesse aufzeigen.
Der jährliche Revisionsplan wurde erfüllt, es gab keine anlassbezogenen Ad-hoc-Prüfungen.
Offenlegung gemäß § 243a UGB per 31. Dezember 2022
1. Zusammensetzung des Kapitals
Das Grundkapital setzt sich zum Bilanzstichtag 31.# Shareholder Information
Share Capital
As of December 31, 2022, the share capital consists of 7,472,180 no-par value bearer shares, each participating in the share capital of €52,305,260.00 to the same extent. All 7,472,180 shares are in circulation as of the balance sheet date. All shares have the same statutory rights and obligations, particularly, each share grants a voting right exercised by the number of shares. The company's share capital is fully paid up. Pursuant to § 5 para. 3 of the Articles of Association and in accordance with § 10 para. 2 AktG, bearer shares are to be represented by one or, if applicable, several global certificates and deposited with a securities clearing and settlement company pursuant to § 1 para. 3 DepotG or an equivalent foreign institution. Section 4 para. 5 (b) of the company's Articles of Association further provides that the share capital is conditionally increased by up to nominal €2,241,654.00 by issuing up to 747,218 new no-par value registered shares to creditors of convertible bonds (conditional capital increase) pursuant to § 159 para. 2 no. 1 AktG.
Restrictions on Voting Rights or Transfer of Shares
A syndicate agreement exists between the Strauss Group and IGO Industries. The company's Management Board is not aware of the content of the syndicate agreement. Syndicate resolutions bind the syndicate members in the exercise of their voting rights. There is a mutual pre-emption right.
Direct or Indirect Participation
As of the balance sheet date, December 31, 2022, the following shareholders hold a direct or indirect participation of at least ten percent in the capital:
Syndikat Ortner & Strauss: 38.84% (of which IGO Industries 27.62%, Strauss Group 11.22%)
Shares with Special Control Rights
The company has no shares with special control rights.
Employee Participation Plans
UBM Development AG does not have employee participation plans where employees do not exercise their voting rights directly. The company's General Meeting resolved the Long-Term Incentive Program 2017 (LTIP) on May 23, 2017. The company's Supervisory Board also approved the LTIP in its meeting on May 23, 2017. Point 6 of the LTIP's plan conditions stipulates that each share option, after the expiry of the respective periods defined in the plan conditions and upon fulfillment of the stipulated requirements, entitles the holder to acquire shares of the company. The exercise price related thereto is defined in point 6.3 of the plan conditions as the unweighted average of the closing prices of the company's shares on the Vienna Stock Exchange during the period from May 24, 2017 (inclusive) to June 21, 2017 (inclusive). Based on this, the price for the exercise of share options within the scope of the LTIP was calculated and set at €36.33 per share. Furthermore, the company's General Meeting resolved on May 27, 2021, to continue and extend the LTIP. Through the resolved continuation and extension of the LTIP, two additional exercise windows were introduced, namely the period from September 1, 2022, to October 26, 2022 (Exercise Window 3) and from September 1, 2023, to October 26, 2023 (Exercise Window 4).
Provisions on the Composition of the Management Board and Supervisory Board, and on Amendments to the Articles of Association
Pursuant to § 6 para. 1 of the company's Articles of Association, the Management Board consists of two to six persons, as further specified by the Supervisory Board. The appointment of deputy management board members within this numerical range (two to six persons in total) is permissible according to § 6 para. 2 of the Articles of Association. Pursuant to § 6 para. 3 of the Articles of Association, the Supervisory Board may appoint one management board member as Chairman of the Management Board and one member as Deputy Chairman of the Management Board. Any deputy management board members are equivalent to ordinary management board members with regard to their power of representation, pursuant to § 8 para. 3 of the Articles of Association. The Supervisory Board consists of at least three and at most twelve members elected by the General Meeting, pursuant to § 9 para. 1 of the company's Articles of Association. Pursuant to § 9 para. 8 of the Articles of Association, a substitute member may be elected simultaneously with the election of a Supervisory Board member. This substitute member shall step into the Supervisory Board with immediate effect if the Supervisory Board member leaves the Supervisory Board before the expiry of their term of office. If several substitute members are elected, the order in which they are to succeed members leaving the Supervisory Board must be determined at the election. A substitute member may also be elected for several specific Supervisory Board members, so that they will succeed to the Supervisory Board if one of these members leaves the Supervisory Board prematurely. The office of a substitute member who has succeeded to the Supervisory Board expires as soon as a successor has been appointed for the Supervisory Board member who has left, but at the latest upon expiry of the remaining term of office of the Supervisory Board member who has left. If the office of a substitute member who has succeeded to the Supervisory Board has expired because a successor has been elected for the Supervisory Board member who has left, they will remain a substitute member for the other Supervisory Board members for whom they were elected. The General Meeting may, pursuant to § 9 para. 2 of the Articles of Association, decide on a shorter term of office than the legally stipulated term for individual or all Supervisory Board members to be elected by it. If a Supervisory Board member elected by the General Meeting resigns before the expiry of their term of office, an election to fill the vacancy is only required at the next ordinary General Meeting pursuant to § 9 para. 6 of the Articles of Association. However, if the number of Supervisory Board members falls below three, the election to fill the vacancy must be held at an extraordinary General Meeting within six weeks. The appointment to the Supervisory Board may be revoked by the General Meeting with a simple majority of the votes cast, prior to the expiry of the term of office, pursuant to § 9 para. 4. Pursuant to § 19 para. 1 of the company's Articles of Association, resolutions of the General Meeting are passed by a simple majority of the votes cast, unless the law mandatorily stipulates otherwise, and in cases where a majority of capital is required, by a simple majority of the share capital represented at the time of the resolution. In the opinion of the Management Board, this provision of the Articles of Association reduces the majority of at least three-quarters of the share capital represented at the time of the resolution, which is generally provided for by the Stock Corporation Act for amendments to the Articles of Association, to a simple majority of the capital, unless it concerns an amendment to the company's object.
Powers of the Management Board Members
As of the balance sheet date, December 31, 2022, the Management Board is authorized pursuant to § 4 para. 4 of the company's Articles of Association, within five years of the registration of the authorization resolved at the General Meeting on May 16, 2022, in the Commercial Register – thus until June 9, 2027 – to increase the company's share capital, with the approval of the Supervisory Board, by up to €2,241,654.00 by issuing up to 747,218 new no-par value bearer shares against cash and/or in-kind contributions, potentially in several tranches, also by way of indirect subscription rights pursuant to § 153 para. 6 AktG and also with the possibility of excluding the subscription right (authorized capital), and to determine the issue price, the issue conditions, the subscription ratio, and further details of the implementation with the approval of the Supervisory Board. The shareholders' subscription right to the new shares issued from the authorized capital is excluded if and to the extent that the utilization of this authorization (authorized capital) occurs through the issuance of shares against cash contributions with over-allotment options within the framework of the placement of new shares of the company. Furthermore, the Management Board is authorized, with the approval of the Supervisory Board, to exclude the shareholders' subscription right. The Supervisory Board is authorized to resolve amendments to the Articles of Association resulting from the utilization of this authorization of the Management Board. In addition, as of the balance sheet date, December 31, 2022, the Management Board is authorized pursuant to § 4 para. 5 (b) of the company's Articles of Association to determine the further details of the conditional capital increase and its implementation with the approval of the Supervisory Board, in particular the details of the issuance and conversion procedure of the convertible bonds, the issue amount, and the exchange or conversion ratio. The Supervisory Board is authorized to resolve amendments to the Articles of Association resulting from the issuance of shares from the conditional capital. The issue amount and conversion ratio are to be determined according to financial mathematical methods and the company's share price in a recognized price determination procedure. In the event of a mandatory conversion stipulated in the issue conditions of convertible bonds, the conditional capital also serves to fulfill this conversion obligation. Finally, § 4 para. 6 of the company's Articles of Association provides for the authorization of the Management Board pursuant to § 159 para. 3 AktG, within five years of the registration of the authorization resolved at the General Meeting on May 27, 2021, in the Commercial Register – thus until July 9, 2026 – to conditionally increase the company's share capital with the approval of the Supervisory Board, pursuant to § 159 para. 2 no. 3 AktG, also in several tranches, by up to €1,678,920.00 by issuing up to 559,640 new no-par value bearer shares for the purpose of servicing share options within the scope of the Long-Term Incentive Program 2017 and those resolved at the General Meeting on May 27.# 8. Bedeutende Vereinbarungen
Im Oktober 2017 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 150.000.000,00 (Zeitraum 2017–2022) begeben. In Bezug auf diese Teilschuldverschreibungen gab es ein Umtauschangebot durch die Emittentin, in deren Rahmen den Anleihegläubigern die Möglichkeit zum Umtausch in die UBM-Anleihe 2021–2026 der Emittentin angeboten wurde. Während im Zuge dieses Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2017 begebenen Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 68.897.500,00 in 2021-UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden die verbliebenen Teilschuldverschreibungen der UBM-Anleihe 2017–2022 am 11.10.2022 zur Gänze zurückgeführt.
Im November 2018 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 75.000.000,00 (Laufzeit 2018–2023) begeben, wobei diese Anleiheemission sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der UBM-Anleihe 2014–2019 die Möglichkeit zum Umtausch in die UBM-Anleihe 2018–2023 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot umfasste. Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2014 begebenen und zwischenzeitlich zur Gänze zurückgeführten Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 24.630.500,00 in 2018-UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 50.369.500,00 begeben.
Im Oktober/November 2019 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 120.000.000,00 mit sechsjähriger Laufzeit (2019–2025) begeben, wobei diese Anleiheemission sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der UBM-Anleihe 2015–2020 die Möglichkeit zum Umtausch in die UBM-Anleihe 2019–2025 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot umfasste. Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2015 begebenen und zwischenzeitlich zur Gänze zurückgeführten Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 25.164.000,00 in 2019-UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 94.836.000,00 begeben.
Im Dezember 2020 wurde eine Inhaberschuldverschreibung (UBM-Anleihe 2020–2025) im Gesamtnennbetrag von € 21.500.000,00 begeben. Dabei wurde die im November 2016 im Gesamtnennbetrag von € 18.500.000,00 begebene Inhaberschuldverschreibung (2016–2021) im Ausmaß von € 10.500.000,00 bis Dezember 2025 prolongiert und der weitere Betrag von € 11.000.000,00 neu abgeschlossen.
Im Mai 2021 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 150.000.000,00 mit fünfjähriger Laufzeit (2021–2026) begeben, wobei diese Anleiheemission sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der UBM-Anleihe 2017–2022 die Möglichkeit zum Umtausch in die neue UBM-Anleihe 2021–2026 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot umfasste. (Zum Umtausch der im Jahr 2017 begebenen Anleihe siehe auch oben.) Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2017 begebenen Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 68.897.500,00 in 2021-UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 81.102.500,00 begeben.
Bei der im Mai 2021 begebenen Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 150.000.000,00 mit fünfjähriger Laufzeit (2021–2026) handelt es sich um eine „Sustainability-Linked“ Anleihe. Das bedeutet, dass der Rückzahlungsbetrag über 100 % des Nominales liegen kann, wenn sich das ESG-Rating der Gesellschaft während der Laufzeit der Anleihe verschlechtert.
Diese Anleihen enthalten in den jeweiligen Anleihebedingungen insbesondere folgende Bestimmung: Erfolgt ein Kontrollwechsel im Sinn einer Übernahme bzw. der Erlangung einer unmittelbaren kontrollierenden Beteiligung an der Emittentin im Sinn des Übernahmegesetzes mit der Rechtsfolge eines Pflichtangebots durch eine natürliche oder juristische Person, die im Zeitpunkt der Begebung der Anleihe keine (oder keine kontrollierende) Beteiligung hält (Kontrollwechselereignis wie in den jeweiligen Anleihebedingungen definiert), und führt dieser Kontrollwechsel zu einer Verschlechterung der Bonität der Emittentin und kann die Emittentin keinen Bonitätsnachweis innerhalb von 60 Tagen ab dem Zeitpunkt der Bekanntmachung des Kontrollwechselereignisses erbringen, ist jeder Anleihegläubiger berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen zu kündigen und fällig zu stellen und die sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufener Zinsen zu verlangen.
Weiters hat die Gesellschaft als Darlehensnehmerin im November 2016 Schuldscheindarlehensverträge im Gesamtnennbetrag von € 32.000.000,00 (die im Ausmaß von € 20.500.000,00 bis Dezember 2025 prolongiert wurden) und im Dezember 2020 Schuldscheindarlehensverträge im Gesamtnennbetrag von € 9.500.000,00 neu abgeschlossen. Die jeweiligen Schuldscheindarlehensverträge sehen ein Kündigungsrecht für den Fall vor, dass ein Kontrollwechselereignis eintritt und dieses Kontrollwechselereignis (i) zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der Gesellschaft führt, ihre Verpflichtungen aus dem jeweiligen Darlehensvertrag zu erfüllen, oder (ii) zu einem Verstoß des jeweiligen Darlehensgebers gegen gesetzlich zwingende Vorschriften führt. (Kontrollwechsel bedeutet in diesem Zusammenhang die Erlangung einer unmittelbaren kontrollierenden Beteiligung an der Gesellschaft im Sinn des Übernahmegesetzes mit der Rechtsfolge eines Pflichtangebots durch eine natürliche oder juristische Person, die zum Zeitpunkt des Abschlusses des jeweiligen Darlehensvertrags keine Beteiligung an der Gesellschaft hielt.) Gemäß den Schuldscheindarlehensverträgen vom Dezember 2020 ist jeder Anleihegläubiger nur dann berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen zu kündigen und fällig zu stellen und die sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufener Zinsen zu verlangen, sofern dieser Kontrollwechsel zu einer Verschlechterung der Bonität der Emittentin führt und die Emittentin keinen Bonitätsnachweis innerhalb von 60 Tagen ab dem Zeitpunkt der Bekanntmachung des Kontrollwechselereignisses erbringen kann.
Im ersten Quartal 2021 wurden eine Inhaberschuldverschreibung von € 7.000.000,00 mit der Laufzeit 2021–2025 sowie eine weitere Inhaberschuldverschreibung von € 500.000,00 mit der Laufzeit 2021–2025 begeben. Im zweiten Quartal 2021 erfolgte die Emission einer tief nachrangigen Sustainability-Linked-Anleihe (Hybridanleihe) im Gesamtnennbetrag von € 100.000.000,00. Knapp 50 % der Hybridanleihe von 2018 konnten vorzeitig rückgekauft und damit bis 2026 verlängert werden. Im Dezember 2021 erfolgte die Rückzahlung der verbliebenen Beträge eines Schuldscheindarlehens und einer Inhaberschuldverschreibung mit der Laufzeit 2016–2021.
Eine Übersicht der Anleihen befindet sich auf Seite 93. Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen im Sinn des § 243a Z 8 UGB.
9. Entschädigungsvereinbarungen
Entschädigungsvereinbarungen im Sinn des § 243a Z 9 UGB bestehen nicht.
10. Sonstige Information
Zweigniederlassungen
Die UBM Development AG hat folgende, im Firmenbuch eingetragene Zweigniederlassungen: Zweigniederlassung Steiermark (Thalerhofstraße 88, 8141 Unterpremstätten) und Zweigniederlassung Tirol (Porr-Straße 1, 6175 Kematen).
Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
UBM erstellt einen gesonderten nichtfinanziellen Bericht. Dieser ESG-Bericht wird zeitgleich mit dem Geschäftsbericht veröffentlicht.
Umweltbelange
Global gesehen ist die Immobilien- und Baubranche der CO2- und energieintensivste Sektor. Aus diesem Grund ist es für uns selbstverständlich, bei allen Entscheidungen ökologische Aspekte besonders zu berücksichtigen. Unser klares Bekenntnis zum Holzbau, unser Augenmerk auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie unser Fokus auf Green-Building-Zertifizierungen sind Ausdruck dieser Überzeugung. Mit der Abteilung „Timber Construction & Green Building“ hat UBM ein Kompetenzzentrum mit insgesamt fünf Experten aufgebaut, um die strategische Bedeutung des Holzbaus zu unterstreichen. Die Abteilung unterstützt und überwacht die operative Umsetzung der Green-Building-Prozesse. Neue Anforderungen auf nationaler und europäischer Ebene werden evaluiert und auf der Projektebene, in Einklang mit der green. smart. and more. Strategie, umgesetzt. Außerdem koordiniert die Abteilung die Evaluierung und Durchführung von Gebäudezertifizierungen durch externe Partner bei Projektentwicklungen. Für die operative Implementierung der Green-Building-Strategie in der Projektentwicklung sind die Projektleiter zuständig. Bei Bestandsobjekten und Konzernstandorten wird die Green-Building-Strategie von den jeweiligen Assetmanagern umgesetzt.
Zukunftsweisende Immobilienentwicklung
Mit unseren Immobilien prägen wir Lebensräume für die Zukunft. Damit gestalten wir auch Umwelt. Immobilienentwicklung ist nicht nur unser Kerngeschäft, sie bietet uns als Unternehmen auch den größten Hebel, um unseren CO2-Fußabdruck maßgeblich zu reduzieren. UBM beschäftigt sich intensiv mit den ökologischen Auswirkungen ihrer Tätigkeit in allen Projektphasen. Im Fokus stehen dabei stets der Schutz der Umwelt und der schonende Umgang mit Ressourcen.# Schwerpunkte unserer Aktivitäten
Nachhaltigkeit
Schwerpunkte unserer Aktivitäten sind die Bereiche:
* Energieeffizienz, erneuerbare Energien und CO2-Emissionen
* Langlebigkeit und Recycelbarkeit der Materialien
* Bodenversiegelung, Klimawandel und Biodiversität
* Sanierung und Revitalisierung
* Gesunde Baustoffe & Wohnqualität
Wir messen unsere Standorte am Fußabdruck. Neben der Projektentwicklung ist es für uns wichtig, auch den eigenen Geschäftsbetrieb nachhaltig zu gestalten. Unser klares Ziel ist eine fortlaufende Verringerung des ökologischen Fußabdrucks. Relevante Stellschrauben sind Energieverbrauch und Emissionen. Auch Wasserverbrauch und Abfallmanagement sind für UBM wichtige Themen und werden intern verfolgt und berichtet.
Weniger Bestandsimmobilien
UBM konzentriert sich strategisch auf die Entwicklung und den Verkauf von Immobilien. Daher wird die Anzahl der Bestandsimmobilien seit 2015 konsequent reduziert. Auch im Bestand setzt UBM auf Maßnahmen im Sinne der Nachhaltigkeit; zu berücksichtigen ist, ob es sich um vermietete Objekte handelt, bei denen UBM indirekten Einfluss auf Energieverbrauch und Emissionen hat, etwa durch den Einsatz energiesparender Leuchtmittel oder effizienter Kühl- und Heizlösungen. Weitere Informationen zu den Umweltbelangen finden sich im ESG-Bericht 2022 von UBM Development.
Mitarbeitende
Der durchschnittliche Personalstand des UBM-Konzerns betrug 330 (Vorjahr: 343).
Nachhaltiges Wirtschaften umfasst nicht nur Umweltaspekte, sondern auch die soziale Verantwortung eines Unternehmens, also die Auswirkungen des Handelns auf die Gesellschaft. In unserem unmittelbaren Einflussbereich gehört dazu ein fairer Umgang mit den Mitarbeitenden, die für unseren langfristigen Erfolg und unsere positive Weiterentwicklung von entscheidender Bedeutung sind. In diesem Zusammenhang haben wir folgende Schwerpunkte definiert:
* Attraktiver Arbeitgeber sowie Aus- und Weiterbildung
* Diversität und Chancengleichheit
* Gesundheit und Arbeitssicherheit
Auf Vorstandsebene ist die COO verantwortlich für die Personalagenden, die im Bereich Human Resources zentral verankert sind. Die Head of Human Resources tauscht sich regelmäßig mit der COO zu den Entwicklungen aus. Zielvorgaben, Maßnahmen und strategische Ausrichtung werden gemeinsam mit dem Vorstand entwickelt und in die Organisation getragen. Das Human-Resources-Team besteht zusätzlich aus einer HR-Business-Partnerin, die gemeinsam mit den lokalen Führungskräften Personalthemen in Einklang mit der Personalstrategie umsetzt.
Mit unseren Werten kompetent. konsequent. transparent. schaffen wir ein Arbeitsklima, in dem sich jeder angesprochen, autorisiert und zum persönlichen Einsatz aufgerufen fühlt. Wir ermutigen unsere Mitarbeitenden zu Eigeninitiative durch kurze Entscheidungswege und flache Hierarchien. Bei der Gestaltung unseres Arbeitsumfelds halten wir uns an die strengen nationalen und internationalen Gesetze und Vorschriften der Märkte, in denen wir tätig sind. Darüber hinaus orientieren wir uns an Übereinkommen wie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, den Leitlinien der Vereinten Nationen und internationalen Arbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation. Damit gehen wir über die Mindeststandards deutlich hinaus. In unseren Codes of Conduct (Ethik-Kodex und Verhaltenskodex für Geschäftspartner) ist dieses Commitment verankert.
Gezielte Aus- und Weiterbildungsangebote sind fester Bestandteil der Personalentwicklung von UBM. Die Basis dafür bildet das jährliche Mitarbeitergespräch, in dem sowohl die Zielvereinbarung als auch konkrete Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen mit der jeweiligen Führungskraft vereinbart werden. Darüber hinaus bietet UBM vielfältige Weiterbildungsmaßnahmen, von internen Workshops und Ideenwettbewerben bis zu externen Weiterbildungsprogrammen, aktiv an. Gleichzeitig wird die eigenverantwortliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden gefördert und unterstützt. Weitere Informationen zu den Mitarbeiterbelangen finden sich im ESG-Bericht 2022 von UBM Development.
Corporate-Governance-Bericht
Der Bericht ist als Teil des Geschäftsberichts unter www.ubm-development.com im Submenü Investor Relations/Finanzberichte bzw. Corporate Governance abrufbar.
Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
Wien, am 4. April 2023
Der Vorstand
Mag. Thomas G. Winkler, LLM CEO, Vorsitzender
DI Martin Löcker COO
Dipl.-Ök. Patric Thate CFO
Martina Maly-Gärtner, MRICS COO
Konzernabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022 in T€
| Erläuterungen | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse (9) | 133.944 | 278.313 |
| Bestandsveränderung (9) | 2.965 | –45.874 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen (22) | 25.396 | 36.003 |
| Erträge aus Fair-Value-Anpassungen auf Investment Properties (21) | 25.454 | 11.568 |
| Sonstige betriebliche Erträge (10) | 12.740 | 11.767 |
| Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen (11) | –86.858 | –141.421 |
| Personalaufwand (12) | –37.255 | –36.807 |
| Aufwendungen aus Fair-Value-Anpassungen auf Investment Properties (21) | –4.619 | –6.550 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen (13) | –32.594 | –31.070 |
| Ergebnis (EBITDA) | 39.173 | 75.929 |
| Abschreibungen auf immaterielle Werte des Anlagevermögens und Sachanlagen (14) | –5.266 | –2.627 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 33.907 | 73.302 |
| Finanzertrag (15) | 23.442 | 14.040 |
| Finanzaufwand (16) | –25.899 | –27.203 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 31.450 | 60.139 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (17) | –4.338 | –16.428 |
| Jahresüberschuss (Nettogewinn) | 27.112 | 43.711 |
| davon Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens | 16.790 | 33.625 |
| davon Anteile der Hybridkapitalinhaber | 9.076 | 8.590 |
| davon Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen | 1.246 | 1.496 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) (18) | 2,25 | 4,50 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) (18) | 2,25 | 4,50 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2022 in T€
| Erläuterungen | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss (Nettogewinn) | 27.112 | 43.711 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Remeasurement aus leistungsorientierten Verpflichtungen (35) | 1.364 | 518 |
| Auf das sonstige Ergebnis entfallender Ertragsteueraufwand (-ertrag) | –428 | –131 |
| Sonstiges Ergebnis, welches nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden kann (nicht recyclingfähig) | 936 | 387 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 593 | –1.036 |
| Sonstiges Ergebnis, welches in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden kann (recyclingfähig) | 593 | –1.036 |
| Sonstiges Ergebnis des Jahres (other comprehensive income) | 1.529 | –649 |
| Gesamtergebnis des Jahres | 28.641 | 43.062 |
| davon Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens | 18.297 | 32.977 |
| davon Anteile der Hybridkapitalinhaber | 9.076 | 8.590 |
| davon Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen | 1.268 | 1.495 |
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 in T€
| Erläuterungen | 31.12.2021 restated | 1.1.2021 restated |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte (19) | 1.636 | 4.004 |
| Sachanlagen (20) | 12.155 | 12.900 |
| Finanzimmobilien (21) | 391.725 | 423.488 |
| Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen (22) | 180.762 | 172.683 |
| Projektfinanzierungen (23) | 180.885 | 179.636 |
| Übrige Finanzanlagen (24) | 10.217 | 11.628 |
| Finanzielle Vermögenswerte (27) | 3.877 | 3.615 |
| Latente Steueransprüche (30) | 9.339 | 5.734 |
| 790.596 | 813.688 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte (25) | 259.297 | 133.091 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (26) | 49.494 | 60.550 |
| Finanzielle Vermögenswerte (27) | 19.741 | 20.409 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (28) | 9.774 | 16.784 |
| Liquide Mittel (29) | 322.929 | 423.312 |
| 661.235 | 654.146 | |
| Aktiva gesamt | 1.451.831 | 1.467.834 |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | ||
| Grundkapital (31, 32) | 52.305 | 22.417 |
| Kapitalrücklagen (33) | 98.954 | 98.954 |
| Andere Rücklagen (33) | 188.224 | 214.191 |
| Hybridkapital (34) | 156.395 | 183.244 |
| Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens | 495.878 | 518.806 |
| Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen | 5.571 | 5.156 |
| 501.449 | 523.962 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| Rückstellungen (35) | 7.537 | 9.061 |
| Anleihen und Schuldscheindarlehen (36) | 326.653 | 445.994 |
| Finanzverbindlichkeiten (37) | 268.982 | 215.417 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (39) | 1.845 | 2.251 |
| Latente Steuerschulden (30) | 8.909 | 5.528 |
| 613.926 | 678.251 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| Rückstellungen (35) | 1.805 | 430 |
| Anleihen und Schuldscheindarlehen (36) | 120.049 | 80.504 |
| Finanzverbindlichkeiten (37) | 129.357 | 84.191 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (38) | 46.947 | 50.109 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (39) | 23.657 | 31.169 |
| Übrige Verbindlichkeiten (40) | 3.480 | 5.842 |
| Steuerschulden (41) | 11.161 | 13.376 |
| 336.456 | 265.621 | |
| Passiva gesamt | 1.451.831 | 1.467.834 |
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022 in T€
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 27.112 | 43.711 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf das Anlagevermögen & Finanzanlagen | –14.194 | –857 |
| Zinserträge/Zinsaufwendungen | 11.965 | 14.062 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen | –25.396 | –36.003 |
| Dividenden aus at-equity bilanzierten Unternehmen | 11.998 | 18.770 |
| Abnahme der langfristigen Rückstellungen | –85 | –1.332 |
| Latente Ertragsteuern | 1.792 | 9.880 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 13.192 | 48.231 |
| Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen | 1.375 | 140 |
| Abnahme/Zunahme der Steuerschulden | –2.015 | 2.543 |
| Gewinne aus Anlagenabgängen | –5.782 | –14.240 |
| Zunahme der Vorräte | –71.980 | –10.165 |
| Abnahme/Zunahme der Forderungen | 26.962 | –33.021 |
| Abnahme der Verbindlichkeiten (ohne Bankverbindlichkeiten) | –10.659 | –14.664 |
| Erhaltene Zinsen | 798 | 463 |
| Gezahlte Zinsen | –23.857 | –22.729 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 1.222 | –2.270 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | –70.744 | –45.712 |
| Einzahlungen aus Sachanlageabgängen und Abgängen aus Finanzimmobilien | 26.589 | 60.939 |
| Einzahlungen aus Finanzanlageabgängen | 13.961 | 9.982 |
| Einzahlungen aus der Tilgung von Projektfinanzierungen | 77.732 | 85.538 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | –487 | –1.053 |
| Investitionen in das Finanzanlagevermögen –5.968 –10.879 | ||
| Investitionen in Projektfinanzierungen –81.301 –50.771 | ||
| Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen abzügl. liquider Mittel 10.081 36.009 | ||
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbener liquider Mittel - - | ||
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit 8.369 69.134 | ||
| Dividenden –27.407 –24.233 | ||
| Ausschüttung an nicht kontrollierende Gesellschafter von Tochterunternehmen –854 –1.020 | ||
| Einzahlung von anderen Gesellschaftern von Tochterunternehmen - 73 | ||
| Einzahlung aus Schuldscheindarlehen - 7.000 | ||
| Rückzahlung von Schuldscheindarlehen - –11.500 | ||
| Einzahlungen aus Anleihen - 81.602 | ||
| Rückzahlung von Anleihen –81.103 –8.000 | ||
| Aufnahme von Krediten und anderen Finanzierungen 133.829 240.596 | ||
| Tilgung von Krediten und anderen Finanzierungen –37.054 –179.244 | ||
| Aufnahme von Hybridkapital - 98.246 | ||
| Tilgung von Hybridkapital –25.330 –48.395 | ||
| Erwerb von Minderheitsanteilen - –328 | ||
| Rückkauf Aktienoptionen equity settled - –2.395 | ||
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –37.919 152.402 | ||
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit –70.744 –45.712 | ||
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit 8.369 69.134 | ||
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –37.919 152.402 | ||
| Veränderung liquider Mittel –100.294 175.824 | ||
| Liquide Mittel am 1.1. 423.312 247.209 | ||
| Währungsdifferenzen –89 279 | ||
| Liquide Mittel am 31.12. 322.929 423.312 | ||
| Bezahlte Steuern 4.561 4.005 |
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2022 in T€
| Grundkapital | Kapitalrücklagen | Remeasurement aus leistungsorientierten Verpflichtungen | Fremdwährungs- umrechnungsrücklage | Andere Rücklagen | Hybridkapital | Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens | Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31.12.2020 | 22.417 | 98.954 | –3.749 | 2.110 | 228.405 | 130.330 | 478.467 | 4.404 | 482.871 |
| Fehlerkorrektur gem. IAS 8.42 | - | - | - | - | –26.629 | - | –26.629 | - | –26.629 |
| Stand zum 1.1.2021 restated | 22.417 | 98.954 | –3.749 | 2.110 | 201.776 | 130.330 | 451.838 | 4.404 | 456.242 |
| Konzernergebnis | - | - | - | 424 | 33.201 | 8.590 | 42.215 | 1.496 | 43.711 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | 387 | –1.038 | 3 | - | –648 | –1 | –649 |
| Gesamtergebnis des Jahres | - | - | 387 | –614 | 33.204 | 8.590 | 41.567 | 1.495 | 43.062 |
| Dividendenzahlungen | - | - | - | - | –16.439 | –7.794 | –24.233 | –1.020 | –25.253 |
| Einzahlungen von anderen Gesellschaftern von Tochterunternhemen | - | - | - | - | - | - | - | 73 | 73 |
| Cash settlement Aktienoptionen | - | - | - | - | –2.395 | - | –2.395 | - | –2.395 |
| Ertragsteuern auf Zinsen für Hybridkapitalinhaber | - | - | - | - | 2.272 | - | 2.272 | - | 2.272 |
| Hybridkapital | - | - | - | - | –1.829 | 52.118 | 50.289 | - | 50.289 |
| Veränderung von Minderheitsanteilen | - | - | - | - | –532 | - | –532 | 204 | –328 |
| Stand zum 31.12.2021 | 22.417 | 98.954 | –3.362 | 1.496 | 216.057 | 183.244 | 518.806 | 5.156 | 523.962 |
| Konzernergebnis | - | - | - | 141 | 16.649 | 9.076 | 25.866 | 1.246 | 27.112 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | 936 | 594 | –23 | - | 1.507 | 22 | 1.529 |
| Gesamtergebnis des Jahres | - | - | 936 | 735 | 16.626 | 9.076 | 27.373 | 1.268 | 28.641 |
| Dividendenzahlungen | - | - | - | - | –16.812 | –10.595 | –27.407 | –854 | –28.261 |
| Einzahlungen von anderen Gesellschaftern von Tochterunternhemen | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Kapitalerhöhung | 29.888 | - | - | - | –29.888 | - | - | - | - |
| Cash settlement Aktienoptionen | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Ertragsteuern auf Zinsen für Hybridkapitalinhaber | - | - | - | - | 2.437 | - | 2.437 | - | 2.437 |
| Hybridkapital | - | - | - | - | - | –25.330 | –25.330 | - | –25.330 |
| Veränderung von Minderheitsanteilen | - | - | - | - | –1 | - | –1 | 1 | - |
| Stand zum 31.12.2022 | 52.305 | 98.954 | –2.426 | 2.231 | 188.419 | 156.395 | 495.878 | 5.571 | 501.449 |
Erläuterungen zum Konzernabschluss
1. Allgemeine Angaben
Der UBM-Konzern besteht aus der UBM Development AG (UBM) und deren Tochterunternehmen. UBM ist eine Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht und hat den Sitz in Wien mit der Geschäftsanschrift 1100 Wien, Laaer-Berg-Straße 43, Österreich. Sie ist registriert beim Handelsgericht Wien unter FN 100059 x. Die Hauptaktivitäten des Konzerns sind Entwicklung, Verwertung und Verwaltung von Immobilien. Der Konzernabschluss wird gemäß § 245a UGB nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und nach den von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Berichtswährung ist der Euro, der auch die funktionale Währung von UBM ist. Bei den einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Zahlenangaben erfolgen in T€ und werden entsprechend kaufmännisch gerundet. Das Berichtsjahr entspricht dem Kalenderjahr und endet am 31. Dezember 2022.
2. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss sind neben UBM 57 (Vorjahr: 69) inländische Tochterunternehmen sowie 75 (Vorjahr: 80) ausländische Tochterunternehmen einbezogen. In der Berichtsperiode wurden zwei Gesellschaften aufgrund von Gründung erstmals in den Konzernabschluss von UBM einbezogen (siehe Punkt 2.1.). Zwei Gesellschaften wurden verkauft, fünf angewachsen und zwölf sind durch Liquidation abgegangen. Der Verkaufspreis in Höhe von T€ 10.582 wurde in bar beglichen.
Die Vermögenswerte und Schulden, über die Beherrschung verloren wurde, setzen sich wie folgt zusammen:
| 2022 | |
|---|---|
| in T€ | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2 |
| Sachanlagen | 764 |
| Übrige Finanzanlagen | 7 |
| Latente Steueransprüche | 399 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.490 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 130 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 201 |
| Liquide Mittel | 2.183 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | |
| Rückstellungen | 465 |
| Finanzverbindlichkeiten | 334 |
| Latente Steuerschulden | 397 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |
| Finanzverbindlichkeiten | 352 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 171 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 551 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 655 |
| Steuerschulden | 200 |
Außerdem wurden 27 (Vorjahr: 24) inländische und 21 (Vorjahr: 24) ausländische assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bewertet. In der Berichtsperiode sind vier Gesellschaften aufgrund von Kauf zugegangen, zwei weitere wurden gegründet. Fünf Gesellschaften sind durch Liquidation bzw. Anwachsung abgegangen, und eine weitere wurde verkauft. Bei 21 (Vorjahr: 23) Gesellschaften steht UBM zwar die Mehrheit der Stimmrechte zu, aufgrund der Regelungen in den Gesellschaftsverträgen ist aber dennoch keine Beherrschung gegeben. Diese Unternehmen werden als Gemeinschaftsunternehmen bilanziert.
2.1. Erstkonsolidierungen
Im Geschäftsjahr 2022 wurden die folgenden Unternehmen erstmals im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen (Anteilshöhe siehe Beteiligungsspiegel):
Aufgrund von Gründungen
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
Gartenau Immobilien GmbH & Co KG 22.9.2022
Georg-Mooseder-Straße GmbH & Co. KG 21.11.2022
3. Konsolidierungsgrundsätze
Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Nach dieser Methode werden die erworbenen Vermögenswerte, die übernommenen Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zum Erwerbsstichtag mit den zu diesem Stichtag beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem zurechenbaren Anteil an dem mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Firmenwert angesetzt, der nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einem jährlichen Impairment-Test unterzogen wird. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Unternehmen werden in der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Konzerninterne Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden eliminiert, wenn es sich um wesentliche Beträge handelt und die betreffenden Vermögenswerte im Konzernabschluss noch bilanziert sind. Nicht UBM zurechenbare Anteile am Nettovermögen von vollkonsolidierten Tochterunternehmen werden unter der Bezeichnung „Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen“ gesondert als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen.
4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bewertungsgrundlagen
Die Jahresabschlüsse sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bewertungsmethoden wurden – mit Ausnahme der neu angewandten Standards – stetig angewandt.
Währungsumrechnung
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stellen die Jahresabschlüsse in ihrer jeweiligen funktionalen Währung auf, wobei als funktionale Währung die für die wirtschaftliche Tätigkeit des betreffenden Unternehmens maßgebliche Währung gilt. Die Bilanzposten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen mit dem Jahresdurchschnittskurs – als arithmetisches Mittel aller Monatsultimokurse – des Geschäftsjahres umgerechnet. Aus der Währungsumrechnung resultierende Differenzen werden direkt im Eigenkapital verrechnet. Diese Umrechnungsdifferenzen werden zum Zeitpunkt des Abgangs des Geschäftsbetriebs erfolgswirksam erfasst.
Für die Einbeziehung und Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen wurden folgende wesentliche Umrechnungskurse verwendet:
| Devisenmittelkurs 31.12.2022 | Jahresdurchschnittskurs | Devisenmittelkurs 31.12.2021 | Jahresdurchschnittskurs | ||
|---|---|---|---|---|---|
| PLN | 4,6808 | 4,6842 | PLN | 4,5994 | 4,5775 |
| CZK | 24,1160 | 24,5620 | CZK | 24,8600 | 25,6483 |
Bei Unternehmenserwerben vorgenommene Anpassungen der Buchwerte der erworbenen Vermögenswerte, der übernommenen Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten an den diesen zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwert bzw. ein Goodwill werden als Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten des erworbenen Tochterunternehmens behandelt und unterliegen demnach der Währungsumrechnung. Kursgewinne oder -verluste aus Transaktionen der einbezogenen Unternehmen in einer anderen als der funktionalen Währung werden ergebniswirksam erfasst.Nicht auf die funktionale Währung lautende monetäre Positionen der einbezogenen Unternehmen werden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Dabei werden Abschreibungssätze in Höhe von 10,00 % bis 50,00 % (Vorjahr: 10,00 % bis 50,00 %) zur Anwendung gebracht. Die auf das Geschäftsjahr entfallende Abschreibung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten „Abschreibungen auf immaterielle Werte des Anlagevermögens und Sachanlagen“ ausgewiesen. Wurde eine Wertminderung (Impairment) festgestellt, werden die betreffenden immateriellen Vermögenswerte auf den erzielbaren Betrag – das ist der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder ein höherer Nutzungswert – abgeschrieben. Bei Wegfall der Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung in Höhe der Wertaufholung, maximal aber auf den Wert, der sich bei Anwendung des Abschreibungsplans auf die ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten errechnet. Der Firmenwert wird gemäß IFRS 3 als Vermögenswert erfasst und in Verbindung mit IAS 36 mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung hin überprüft. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst. Eine spätere Wertaufholung findet nicht statt. Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten unter Abzug von Anschaffungskostenminderungen bzw. zu Herstellungskosten und der bisher aufgelaufenen, abzüglich im Berichtsjahr planmäßig fortgeführten linearen Abschreibungen bewertet, wobei folgende Abschreibungssätze angewandt wurden:
| in % | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Gebäude | 1,50 bis 33,33 | 1,50 bis 33,33 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4,00 bis 50,00 | 4,00 bis 50,00 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4,00 bis 50,00 | 4,00 bis 50,00 |
Wurde eine Wertminderung (Impairment) festgestellt, werden die betreffenden Sachanlagen auf den erzielbaren Betrag – das ist der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder ein höherer Nutzungswert – abgeschrieben. Bei Wegfallen der Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung in Höhe der Wertaufholung, maximal aber auf den Wert, der sich bei Anwendung des Abschreibungsplans auf die ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten errechnet. Grundlegende Umbauten werden aktiviert, während laufende Instandhaltungsarbeiten, Reparaturen und geringfügige Umbauten im Zeitpunkt des Anfalls aufwandswirksam erfasst werden. Im Rahmen von Leasingvereinbarungen erworbene Nutzungsrechte an Sachanlagen werden in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen aktiviert und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses bzw. unter Anwendung der angegebenen Abschreibungssätze linear abgeschrieben. Die geringwertigen Vermögenswerte werden im Anschaffungsjahr im vollen Umfang abgeschrieben, da sie für den Konzernabschluss unwesentlich sind. In Bau befindliche Anlagen einschließlich in Bau befindlicher Gebäude, die betrieblich genutzt werden sollen oder deren Nutzungsart noch nicht feststeht, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen infolge von Wertminderungen bilanziert. Fremdkapitalkosten werden bei qualifizierten Vermögenswerten in die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einbezogen. Bei Finanzimmobilien werden ab dem Zeitpunkt eines Forward Deals keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Die Abschreibung dieser Vermögenswerte beginnt mit deren Fertigstellung bzw. mit Erreichen des betriebsbereiten Zustands. Im laufenden Geschäftsjahr wurden T€ 1.946 (Vorjahr: T€ 4.649) Zinsen auf Immobilien aktiviert. Für den Finanzierungskostensatz wird auf die Angaben in Punkt 37 verwiesen. Finanzimmobilien sind Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden. Hierzu zählen nicht für eigene betriebliche Zwecke genutzte Büro- und Geschäftsgebäude, Wohnbauten sowie unbebaute Grundstücke. Diese werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne und Verluste aus Wertänderungen werden im Ergebnis der Periode erfolgswirksam berücksichtigt, in der die Wertänderung eingetreten ist. Immobilien, die in Erstellung sind, werden – soweit ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann – zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, ansonsten mit dem in der Regel nach der Residualwertmethode ermittelten beizulegenden Zeitwert bewertet. Grundlage für den Wertansatz der mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzimmobilien bildeten Verkehrswertgutachten von unabhängigen Sachverständigen bzw. wurde der beizulegende Zeitwert aus dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der Nutzung der Immobilien erwartet werden, oder über Vergleichstransaktionen ermittelt. Im Rahmen von Leasingvereinbarungen erworbene Nutzungsrechte an Finanzimmobilien werden in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen aktiviert und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Für im Vorratsvermögen ausgewiesene Immobilien , die zur sofortigen Weiterveräußerung nach Fertigstellung gedacht sind und für die durch vergleichbare Transaktionen ein Marktwert bestimmbar ist, wurde der Verkehrswert mittels Vergleichswert- bzw. Sachwertverfahren ermittelt. Gemäß Rechnungslegungsvorschriften wird der Buchwert nur dann an den Verkehrswert angepasst, wenn dieser niedriger ist. Die externen Gutachter haben mit den lokalen Projektentwicklern basierend auf Größe, Alter und Zustand der Gebäude und nach länderspezifischen Gegebenheiten die Parameter bestimmt. Als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden Liegenschaften, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung hochwahrscheinlich ist, ausgewiesen. Diese werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und Nettoveräußerungswert bewertet. Finanzimmobilien werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit zur Veräußerung erfolgt dabei auf Quartalsbasis, die daraus folgenden Umgliederungen werden in den Spiegelentwicklungen der Sachanlagen und Finanzimmobilien den Notes entsprechend ausgewiesen. Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen werden zu Anschaffungskosten, die sich in das erworbene anteilige, mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen sowie gegebenenfalls einen Geschäfts- oder Firmenwert aufteilen, bilanziert. Der Buchwert wird jährlich um den anteiligen Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag, bezogene Dividenden und sonstige Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich, sowie zusätzlich bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Impairment-Test nach IAS 36 unterzogen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert, wird der Differenzbetrag abgeschrieben. Abgrenzungsposten für latente Steuern werden bei temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss einerseits und den steuerlichen Wertansätzen andererseits in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerbelastung oder -entlastung gebildet. Darüber hinaus wird eine aktive Steuerabgrenzung für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit der Realisierung mit hinreichender Sicherheit gerechnet werden kann. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten. Der Berechnung der Steuerlatenz liegt der im jeweiligen Land geltende Ertragsteuersatz zugrunde. Die österreichische ökosoziale Steuerreform 2022 sieht eine stufenweise Senkung des Körperschaftsteuersatzes von 25,00 % auf 23,00 % vor (2023: 24,00 %, ab 2024: 23,00 %). Die Berechnung für die UBM Development AG und die in den Konzernabschluss einbezogenen österreichischen Tochtergesellschaften wurde dementsprechend im Berichtsjahr statt mit 25 % nunmehr mit 23 % durchgeführt. Für die anteilsbasierten Vergütungen besteht ein Wahlrecht des Settlements in Eigenkapitalinstrumenten bzw. via Barausgleich. Der beilzulegende Zeitwert wird über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst. Bis zum Jahresende 2021 wurde das LTIP-Programm in der Kapitalrücklage ausgewiesen. Da das bisherige LTIP-Programm in 2021 in bar abgelöst wurde und auch künftig von einem Cash-Settlement ausgegangen wird, wurden die in 2021 neu ausgegebenen, zugeteilten Optionen in den Personalverpflichtungen ausgewiesen. Zu jedem Stichtag ist die Anzahl der gewährten Optionen neu zu beurteilen und der Fair Value der Option neu zu bewerten. Die Rückstellungen für Abfertigungen, für Pensionen und für Jubiläumsgelder wurden gemäß IAS 19 nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung der Generationentafel AVÖ 2018-P ermittelt, wobei zu jedem Stichtag eine versicherungsmathematische Bewertung durchgeführt wird. Bei der Bewertung dieser Rückstellungen wurden ein Rechnungszinsfuß für Österreich und Deutschland von 3 % (Vorjahr: 1 %) und Bezugssteigerungen in Österreich von 3,37 % bzw. 3,70 % (Vorjahr: 2,38 %) p. a. berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Abfertigungen und für Jubiläumsgelder werden für Österreich Fluktuationsabschläge auf Basis von statistischen Daten in einer Bandbreite von 0,00 % bis 13,20 % (Vorjahr: 0,00 % bis 10,50 %) berücksichtigt und für Deutschland bezüglich Jubiläumsgeldern in einer Bandbreite von 0,00 % bis 16,65 % (Vorjahr: 0,00 % bis 10,60 %) berücksichtigt. Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wird für österreichische Gesellschaften das frühestmögliche gesetzliche Pensionsantrittsalter nach Pensionsreform 2004 (Korridorpension) unter Beachtung aller Übergangsregelungen und für deutsche Gesellschaften das gesetzliche Pensionsantrittsalter angesetzt. Bei der Berechnung der Rückstellungen werden für Österreich die Sterbetafel AVÖ 2018-P – Pagler & Pagler und für Deutschland die Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet.# 5. Ermessensausübungen und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten
Schätzungen und Annahmen sowie Ermessensentscheidungen des Managements, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen und die Angaben betreffend Eventualverbindlichkeiten beziehen, sind mit der Aufstellung von Jahresabschlüssen unabdingbar verbunden.
Die wesentlichen Ermessens-entscheidungen und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten gem. IAS 1.125 ff beziehen sich auf:
Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts bei Immobilien
Der beizulegende Zeitwert wird in der Regel mit dem Barwert der bei einer Vermietung realisierbaren Erträge gleichgesetzt. Wenn sich daher die Einschätzung betreffend die bei einer Vermietung zukünftig realisierbaren Erträge bzw. die Renditeerwartung in Bezug auf Alternativanlagen ändert, ändert sich auch der dem betreffenden Objekt beizulegende Zeitwert. Der Kapitalisierungszinssatz (die Bandbreite liegt zwischen 2,75 % und 7,00 %; Vorjahr: 2,30 % und 7,30 %) ist jener Zinssatz, mit dem der Ertrag von Liegenschaften im Durchschnitt marktüblich verzinst wird. Ein Kriterium für die Wahl des Kapitalisierungszinssatzes ist das allgemeine und spezielle Risiko, welchem der Ertrag aus der Liegenschaft unterworfen ist.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für Abfertigungen und Pensionen werden zur Gänze im sonstigen Ergebnis erfasst, für Jubiläumsgelder im Gewinn oder Verlust der Periode. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen bzw. mit diesem verrechnet. Der Zinsaufwand wird unter der Position Finanzaufwand erfasst.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle gegenwärtig entstandenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden jeweils in Höhe des Betrags angesetzt, der voraussichtlich zur Erfüllung der zugrunde liegenden Verpflichtung erforderlich ist.
Leasingverbindlichkeiten
Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen bewertet. Für die Abzinsung wird der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz herangezogen. Lässt sich dieser nicht bestimmen, wird der laufzeitadäquate Grenzfremdkapitalzinssatz der Gruppe verwendet.
Finanzinstrumente
Jedes Finanzinstrument, das in den Anwendungsbereich des IFRS 9 fällt, wird je nach zugrunde liegendem Geschäftsmodell und den vertraglich vereinbarten Cashflow-Eigenschaften in Bewertungskategorien klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden bei Erstansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In der Folgeperiode werden diese je nach Bewertungskategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) bewertet werden, ist hinsichtlich Wertberichtigungen das Expected-Credit-Loss-Modell anzuwenden. Dabei ist im Zugangszeitpunkt eine Risikovorsorge in Höhe des 12-Monats-Expected-Loss (Stufe 1) zu bilden. Bei einer signifikanten Verschlechterung des Kreditrisikos erfolgt eine Berücksichtigung des Lifetime Expected Loss (Stufe 2). Bei Eintritt von objektiven Hinweisen auf eine tatsächliche Wertminderung erfolgt die Einstufung in Stufe 3.
UBM wendet für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Leasingverhältnissen die Vereinfachungsregel des IFRS 9.5.5.15 an und bemisst gegebenenfalls bei Wertberichtigungen den Lifetime Expected Loss.
Bei der Einschätzung des Expected Credit Loss verwendet die Gruppe alle verfügbaren Informationen. Diese umfassen historische Daten und in die Zukunft gerichtete Informationen. Im Allgemeinen liegen für Finanzinstrumente keine externen Bonitätseinschätzungen vor. Der Expected Credit Loss berechnet sich auf Basis des Produkts aus dem erwarteten Nettoanspruch des Finanzinstruments, der periodenbezogenen Ausfallwahrscheinlichkeit und dem Verlust bei tatsächlichem Ausfall.
Für Projektfinanzierungen ist das allgemeine Wertminderungsmodell anzuwenden. Die Beobachtung des Kreditrisikos erfolgt dabei mangels externer Bonitätseinschätzung anhand von Kennzahlenentwicklungen wie z. B. Loan to Value oder Außenstandsdauern.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Projektfinanzierungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte wurden mit fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) angesetzt. Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste wurden im Geschäftsjahr keine erfasst, da sowohl die historischen Daten als auch die prognostizierten Daten keine Verlustraten ergaben.
Die unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen werden zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet, wobei dieser zumeist unter Anwendung von Bewertungsmethoden – wie z. B. die Discounted-Cashflow-Methode – ermittelt wird. Wertpapiere wurden in die Kategorie FVTPL klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Sofern sie Schuldinstrumente darstellen und ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen vereinbart sind, wurden sie mit fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) angesetzt.
Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Amortised Cost). Derivative Finanzinstrumente werden mit dem beizulegendem Zeitwert (FVTPL) bewertet. Sicherungsgeschäfte bestehen keine.
Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuern, Rabatten und anderen im Zusammenhang mit dem Verkauf stehenden Steuern ausgewiesen. Die Umsatzrealisierung stellt sich je nach Umsatzart wie folgt dar:
- Bei Finanzimmobilien, die nach Fertigstellung verkauft werden, wird der Umsatz zeitpunktbezogen nach Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert.
- Umsätze aus Finanzimmobilien, die im Rahmen eines Forward Deals während der Bauphase verkauft werden und bei denen sowohl ein Rechtsanspruch auf die erbrachte Leistung besteht als auch keine alternative Nutzungsmöglichkeit vorliegt, werden zeitraumbezogen realisiert.
- Umsätze aus Wohnungsverkäufen, die vor Fertigstellung verkauft werden und bei denen sowohl ein Rechtsanspruch auf die erbrachte Leistung besteht als auch keine alternative Nutzungsmöglichkeit vorliegt, werden zeitraumbezogen realisiert.
- Umsätze aus Verkäufen bereits fertiggestellter Wohnungen werden zeitpunktbezogen realisiert.
- Mieterträge und Erträge aus dem Hotelbetrieb werden zeitraumbezogen realisiert.
- Erträge aus abgerechneten Bauleistungen werden zeitraumbezogen realisiert.
Bei der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung wird der Umsatzerlös gemäß dem Leistungsfortschritt ermittelt (PoC-Methode). Grundlage für die Ermittlung des Fertigstellungsgrads ist das Verhältnis der bisher erbrachten Leistung zur Gesamtleistung. Bei Umsatzerlösen aus Immobilien werden dabei die angefallenen Investitionskosten in Verhältnis zu den Gesamtinvestitionskosten des Projekts gesetzt.
Die ermittelte Leistung wird nach Abzug der Zahlungen des Kunden als Vertragsvermögenswert unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder, falls die Zahlungen die bisher erbrachte Leistung übersteigen, als Vertragsverbindlichkeit unter den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen, werden die erwarteten Verluste sofort zur Gänze in Höhe der für die Erfüllung des Vertrags notwendigen Kosten erfasst. Vertragserlangungskosten werden, soweit sie bei Nichterlangung des Auftrags nicht angefallen wären, aktiviert und über die Projektlaufzeit abgeschrieben.
Zinserträge und -aufwendungen werden unter Berücksichtigung der jeweils ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes abgegrenzt. Dividendenerträge aus Finanzinvestitionen werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs erfasst.
Leasingverhältnisse
Leasingverhältnisse liegen vor, wenn dem Leasingnehmer vom Leasinggeber vertraglich das Recht zur Beherrschung eines identifizierten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum eingeräumt wird und der Leasinggeber dafür eine Gegenleistung erhält.
Die UBM-Gruppe ist im Wesentlichen Leasingnehmer von Büroimmobilien sowie einer Immobilie zur Weitervermietung. Es besteht eine Vielzahl von Einzelverträgen mit vergleichsweise niedrigen jährlichen Mietzahlungen, befristeter und unbefristeter Dauer sowie ordentlichen Kündigungsrechten. Leasingverhältnisse werden als Nutzungsrecht und entsprechende Leasingverbindlichkeit in der Bilanz dargestellt.
Die Leasingraten werden in einen Finanzierungs- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt. Die Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, sodass sich für jede Periode ein Zinsaufwand auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt. Das Nutzungsrecht wird linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben.
Leasingzahlungen werden mit dem landesspezifischen Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns bewertet, d. h. jenem Zinssatz, den der Konzern zahlen müsste, wenn er Mittel aufnehmen müsste, um in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld einen Vermögenswert mit einem vergleichbaren Wert und zu vergleichbaren Bedingungen zu erwerben. Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, werden als Aufwand erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten.
In geringem Umfang tritt der Konzern auch als Leasinggeber auf. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Büroflächen, diese Leasingverhältnisse sind als Operating Leasing zu qualifizieren. Die Mieterträge aus diesen Leasingverhältnissen werden im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen.Der Großteil der Finanzimmobilien wurde im laufenden Geschäftsjahr nach international anerkannten Ertragswertverfahren, im Speziellen dem Term-and-Reversion-Verfahren, zur Wertermittlung bewertet (das Bewertungsverfahren sowie die Höhe der bewerteten Finanzimmobilien sind unter Punkt 21 näher erläutert). Für Immobilien, die in der Entwicklung stehen (Anlagen in Bau – IAS 40), wurde als Bewertungsverfahren die Residualwertmethode angewandt. Bei dieser Bewertungsmethode werden die Ertragswerte, soweit noch keine Vorverwertung stattgefunden hat, durch die Gutachter in Abstimmung mit den Projektentwicklern geschätzt. Die budgetierten Fertigstellungskosten inklusive eines angemessenen Developer-Gewinns werden von den Ertragswerten in Abzug gebracht. Das Residuum dieser Bewertungsmethode ergibt dann den Verkehrswert der Liegenschaften in Entwicklung.
In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen wesentlicher Parameteränderungen auf den beizulegenden Zeitwert der Finanzimmobilien dargestellt:
Bestandsimmobilien
| Buchwert 31.12.2022 | Buchwert 31.12.2021 | Änderung der nachhaltigen Miete 0,00 % | Änderung der nachhaltigen Miete 10,00 % | Änderung der nachhaltigen Miete –10,00 % | |
|---|---|---|---|---|---|
| Änderung der Yield 0,00 % | – | – | –16.198 | –13.805 | –18.090 |
| Änderung der Yield 0,50 % | – | – | –9.112 | –4.396 | –20.177 |
| Änderung der Yield –0,50 % | – | – | 13.478 | 26.692 | –9.604 |
in T€
Entwicklungsprojekte
| Buchwert 31.12.2022 | Buchwert 31.12.2021 | Developer-Gewinn –5,00 % | Developer-Gewinn 5,00 % | |
|---|---|---|---|---|
| Änderung der Yield –0,50 % | – | – | 46.236 | –38.054 |
| Änderung der Yield 0,50 % | – | – | 43.475 | –44.437 |
| Änderung der Baukosten 10,00 % | – | – | –27.474 | 28.826 |
| Änderung der Baukosten –10,00 % | – | – | –35.515 | 27.403 |
| Änderung der Mieterlöse –10,00 % | – | – | –32.105 | 38.051 |
| Änderung der Mieterlöse 10,00 % | – | – | –60.341 | 51.899 |
in T€
Die Klassifizierung als Finanzimmobilie (IAS 40) oder Vorratsimmobilie (IAS 2) wird aufgrund folgender Überlegungen vorgenommen: Als Finanzimmobilien werden jene Projekte klassifiziert, die zur Erzielung von Mieteinnahmen bzw. zur Wertsteigerung gehalten werden. In der Kategorie der Vorratsimmobilien werden jene Immobilien dargestellt, die im Vorhinein zur Weiterveräußerung bestimmt sind. Jene Immobilien, welche bereits vor Fertigstellung verkauft wurden und für welche keine alternative Nutzungsmöglichkeit sowie ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistung bestehen, werden gem. IFRS 15 als Vertragsvermögenswert bilanziert.
Zum Verkauf bestimmte (Vorrats-)Immobilien: Für jene Immobilien, für die durch vergleichbare Transaktionen ein Marktwert bestimmbar ist, wurde der Verkehrswert mittels Vergleichswert- bzw. Sachwertverfahren ermittelt. Dies gilt großteils für die Immobilien im Umlaufvermögen (Wohnbauten), die zur sofortigen Weiterveräußerung nach Fertigstellung gedacht sind. Gemäß Rechnungslegungsvorschriften wird der Buchwert nur dann an den Verkehrswert angepasst, wenn dieser niedriger ist.
Die externen Gutachter haben mit den lokalen Projektentwicklern basierend auf Größe, Alter und Zustand der Gebäude und nach länderspezifischen Gegebenheiten die Parameter bestimmt. Hinsichtlich Buchwert und möglicher Auswirkungen von Wertminderungen verweisen wir auf Punkt 25.
Rückstellungen: Die Bewertungen von Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen beruhen auf Parametern wie Abzinsungsfaktoren, Gehaltssteigerungen oder Fluktuationen, deren Änderungen zu höheren oder niedrigeren Rückstellungen bzw. Personal- oder Zinsaufwendungen führen können. Sonstige Rückstellungen beruhen auf der Einschätzung über den Eintritt oder Nichteintritt eines Ereignisses und auf der Wahrscheinlichkeit eines Mittelabflusses. Die Änderung dieser Einschätzung oder der Eintritt eines als nicht wahrscheinlich eingestuften Ereignisses kann wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage der Gruppe haben.
Sensitivitätsbetrachtung der Pensionsrückstellung:
Folgende versicherungsmathematische Annahmen wurden als erheblich erachtet und mit folgenden Spannen gestresst: Abzinsungssatz +/–0,25 %, Rententrend +/–0,25 %, Lebenserwartung +/–1 Jahr. Die Sensitivitätsbetrachtung der Lebenserwartung erfolgte dabei über eine Verschiebung der durchschnittlichen Lebenserwartung für den Gesamtbestand des jeweiligen Plans. Die Differenzen zu den bilanzierten Werten sind in nachfolgender Tabelle als relative Abweichung angegeben:
| Zinsen +0,25 % | Zinsen –0,25 % | Rententrend +0,25 % | Rententrend –0,25 % | Lebenserwartung +1 Jahr | Lebenserwartung –1 Jahr | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| liquide Pensionen DBO | –2,30 % | 2,40 % | 2,40 % | –2,30 % | 4,90 % | –4,90 % |
Sensitivitätsbetrachtung der Abfertigungsrückstellung:
Folgende versicherungsmathematische Annahmen wurden als erheblich erachtet und mit folgenden Spannen gestresst: Abzinsungssatz +/–0,25 %, Gehaltstrend +/–0,25 %, Fluktuation +/–0,50 % bis zum 25. Dienstjahr, Lebenserwartung +/–1 Jahr. Die Sensitivitätsbetrachtung der Lebenserwartung erfolgte dabei über eine Verschiebung der durchschnittlichen Lebenserwartung für den Gesamtbestand des jeweiligen Plans. Die Differenzen zu den bilanzierten Werten sind in nachfolgender Tabelle als relative Abweichung angegeben:
| Zinsen +0,25 % | Zinsen –0,25 % | Gehaltstrend +0,25 % | Gehaltstrend –0,25 % | Fluktuation +0,50 % bis zum 25. Dienstjahr | Fluktuation –0,50 % bis zum 25. Dienstjahr | Lebenserwartung +1 Jahr | Lebenserwartung –1 Jahr | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Abfertigung DBO | –1,76 % | 1,82 % | 1,79 % | –1,75 % | –0,07 % | 0,07 % | 0,05 % | –0,06 % |
Projektfinanzierungen: UBM als Muttergesellschaft reicht Darlehen an ihre at-equity bilanzierten bzw. untergeordneten Unternehmen aus. Diese Darlehen dienen der Finanzierung des Eigenmittelanteils von Immobilienprojekten. Sie unterliegen einer marktüblichen Verzinsung und sind nach dem Verkauf des Projekts zur Rückzahlung fällig. Die sich in der Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können abhängig vom Verwertungserfolg der einzelnen Projekte von den Schätzungen abweichen. Hinsichtlich Buchwert und Auswirkungen von Wertminderungen verweisen wir auf Punkt 23.
6. Neue und geänderte Rechnungslegungsstandards
6.1. Im Berichtsjahr erstmals angewandte Standards
Erstmalig wurden zum 1. Jänner 2022 die folgenden Standards von der Gruppe angewandt, die Standardänderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gruppe.
| Änderungen zu Standards und Interpretationen | Neuer Standard oder Änderung | Datum der Veröffentlichung durch IASB | Übernahme in EU-Recht | Datum der erstmaligen Anwendung laut IASB |
|---|---|---|---|---|
| Änderungen zu IFRS 3: Verweis auf das Rahmenkonzept | – | 2018 | 14.5.2020 | 28.6.2021 |
| Änderungen zu IAS 37: Belastende Verträge – Kosten der Vertragserfüllung | – | 14.5.2020 | 28.6.2021 | 1.1.2022 |
| Änderungen zu IAS 16: Erzielung von Erlösen, bevor sich ein Vermögenswert in seinem betriebsbereiten Zustand befindet | – | 14.5.2020 | 28.6.2021 | 1.1.2022 |
| Jährliche Verbesserungen IFRS Zyklus 2018–2020 | – | 14.5.2020 | 28.6.2021 | 1.1.2022 |
6.2. Neue Rechnungslegungsstandards, die noch nicht angewandt werden
Die folgenden, bei Aufstellung des Konzernabschlusses bereits veröffentlichten Standards und Interpretationen waren im laufendem Geschäftsjahr noch nicht zwingend anzuwenden und wurden auch nicht freiwillig vorzeitig angewandt. Die Standardänderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gruppe.
Von der Europäischen Union bereits übernommene Standards und Interpretationen
| Neuer Standard oder Änderung | Datum der Veröffentlichung durch IASB | Übernahme in EU-Recht | Datum der erstmaligen Anwendung laut IASB |
|---|---|---|---|
| IFRS 17 – Versicherungsverträge | 18.5.2017 | 19.11.2021 | 1.1.2023 |
| Änderungen zu IFRS 17: Versicherungsverträge | 25.6.2020 | 19.11.2021 | 1.1.2023 |
| Änderungen an IAS 1 und am IFRS-Leitliniendokument 2: Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | 12.2.2021 | 2.3.2022 | 1.1.2023 |
| Änderungen zu IAS 8: Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen | 12.2.2021 | 2.3.2022 | 1.1.2023 |
| Änderungen zu IAS 12: Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen | 7.5.2021 | 11.8.2022 | 1.1.2023 |
| Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen | 9.12.2021 | 8.9.2022 | 1.1.2023 |
Von der Europäischen Union noch nicht übernommene Standards und Interpretationen
| Neuer Standard oder Änderung | Datum der Veröffentlichung durch IASB | Übernahme in EU-Recht ausstehend | Datum der erstmaligen Anwendung laut IASB |
|---|---|---|---|
| Änderungen zu IAS 1: Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig | 23.1.2020 + 15.7.2020 + 31.10.2022 | – | 1.1.2024 |
| Änderungen zu IFRS 16: Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-Leaseback-Transaktion | 22.9.2022 | – | 1.1.2024 |
| Änderungen zu IAS 1: Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen | 31.10.2022 | – | 1.1.2024 |
7. Fehlerkorrektur
Anpassungen aufgrund des Ergebnisses einer OePR-Prüfung
Im Zuge einer Schwerpunktprüfung der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) wurden der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 und der dazugehörige Konzernlagebericht sowie die Halbjahresfinanzberichte zum 30. Juni 2020 und zum 30. Juni 2021 ausgewählt und einer Prüfung gemäß § 2 Abs. 1 Z 2 RL-KG (Prüfung ohne besonderen Anlass) unterzogen. Infolge ihrer Prüfung hat die OePR einen Verstoß gegen die Regelungen des IAS 40 bzw. IFRS 13 im Zusammenhang mit der Fair-Value-Bewertung einer Liegenschaft festgestellt. Die daraus resultierende Korrektur wurde nun im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 gem. IAS 8.41 berücksichtigt.
Der Verstoß begründet sich wie folgt: Ein Tochterunternehmen der UBM Development AG hat im Geschäftsjahr 2018 eine gewerblich genutzte Immobilie erworben und nach IAS 40 als Finanzinvestition gehaltene Immobilie mit einem Fair Value von € 69,0 Mio. bewertet. Im 2. Quartal 2020 wurden 40,00 % der Projektgesellschaft als Eigentümerin der Immobilie an einen Dritten veräußert. Gleichzeitig wurde ein Gesellschaftsvertrag errichtet, der eine At-equity-Bilanzierung zur Folge hatte. Der Gesellschaftsanteilskaufvertrag berücksichtigt in zahlreichen Klauseln das Risiko der noch zu erwartenden Baurechtschaffung für die Projektliegenschaft.# Im Zuge des Verkaufs der Geschäftsanteile wurde eine neue Fair-Value-Bewertung vorgenommen, die zu einer Aufwertung der Liegenschaft auf € 141,2 Mio. geführt hat.
Bei der Festlegung des beizulegenden Zeitwertes wurde das Risiko der noch zu erwartenden Baurechtschaffung nur unzureichend berücksichtigt. Dies widerspricht IAS 40.53 und IAS 40.53A, wonach der Fair Value verlässlich zu bemessen ist. Durch die Nichtbeachtung der Vertragsklauseln, die auf das Risiko der noch zu erwartenden Baurechtschaffung Bedacht nehmen, wurde gegen IFRS 13.9 und IFRS 13.24 verstoßen.
Berücksichtigt man den Teil des Vertrages, der gemäß IFRS 13 als Transaktionspreis gesehen werden kann, so ergibt sich ein um € 39,1 Mio. geringerer Fair Value. Im Ausmaß dieses Betrages liegt ein Bewertungsfehler vor, welcher in weiterer Folge die Anschaffungskosten für den erstmaligen Ansatz der at-equity bewerteten Beteiligung sowie der offenen Kaufpreisforderung im Konzernabschluss beeinflusst.
Die Auswirkungen der Anpassung in der Bilanz stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | 1.1.2021 | Anpassung | 1.1.2021 restated |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen | 167.811 | –10.948 | 156.863 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | 37.717 | –15.681 | 22.036 |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | |||
| Andere Rücklagen | 226.766 | –26.629 | 200.137 |
Die Fehlerkorrektur gem. IAS 8 hatte keine Auswirkung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und somit auch nicht auf das Ergebnis je Aktie sowie auf die Konzern-Kapitalflussrechnung der laufenden und der Vergleichsperiode.
8. Auswirkungen der Risiken in Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine sowie der Klimakrise und Covid-19
Risiken in Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine
Auch wenn kein direktes Engagement der UBM in den am Krieg beteiligten Ländern mehr besteht (2021 wurde dieses endgültig beendet), so kann es im weiteren Verlauf der kriegerischen Auseinandersetzungen zu Auswirkungen auf die benachbarten Länder der Ukraine kommen. Aufgrund der räumlichen und kulturellen Nähe zu ihrem ukrainischen Nachbarn besteht das Risiko, dass der polnische Markt, auf dem die UBM als Immobilienentwickler und Hotelbetreiber tätig ist, unter der aktuellen Krise leiden wird. Bislang ist dieses Risiko nicht eingetreten.
Mit den Sanktionen und insbesondere dem Ausschluss wichtiger russischer Banken aus dem SWIFT-System kommt es zu weitreichenden Unsicherheiten und Risiken für Kapitalmärkte und deren Teilnehmer. Dies bedeutet nicht nur, dass der Zahlungsverkehr und damit der Handel mit russischen Unternehmen und Staatsbetrieben stark eingeschränkt ist, sondern dass sowohl russische als auch europäische Banken durch ihre Verflechtungen wirtschaftlich in Mitleidenschaft gezogen sind. Das kann einerseits zu negativen Folgen in Zusammenhang mit einer restriktiveren Kreditvergabe der Geschäftsbanken an ihre Kunden führen, was auch Einfluss auf die Finanzierung des Projektgeschäfts der UBM haben kann. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass das Kapitalmarktumfeld für die Emission von Anleihen und anderen Inhaberschuldverschreibungen weiterhin für Unternehmen ohne Rating schwierig bleibt.
UBM hat durch das flache Rückzahlungsprofil im kommenden Geschäftsjahr und die hohe Liquidität jedoch einen ausreichenden Puffer. Ein generelles Risiko für den Verkauf von Immobilien stellt zudem die Entwicklung des Zinsumfelds bzw. das Renditeverhältnis zu alternativen Veranlagungsmöglichkeiten dar. Die historischen Zinsschritte, die von der EZB zur Eindämmung der Inflation unternommen wurden, können die Nachfrage nach Immobilien beeinträchtigen. Nachdem die Inflation in der EU jedoch ihren Gipfel erreicht haben dürfte, ist von einer Verlangsamung des Tempos, mit der die Zentralbank die Zinsen erhöht, auszugehen. Das Risiko einer EU-weiten Rezession hat sich zwar 2022 nicht materialisiert, der wirtschaftliche Ausblick bleibt aber wegen der deutlich gestiegenen Zinsen kurz- und mittelfristig eingetrübt. Auf den Immobilienmärkten ist als Konsequenz eine abwartende Haltung der Investoren beobachtbar, die den Transaktionsmarkt deutlich in Mitleidenschaft gezogen hat. Wir gehen davon aus, dass die von Investoren geforderten Renditen nach Normalisierung der Transaktionsvolumina im Immobiliensektor je nach Land und Assetklasse jedoch ansteigen werden, da festverzinsliche Finanzprodukte durch diese Entwicklung in der Investoren-Attraktivität im Verhältnis zu Immobilien an Bedeutung gewonnen haben. Sollten jedoch die aktuelle Marktentwicklung sowie der Ukraine-Krieg das Konsumverhalten sowie das Mietverhalten in Europa nicht strukturell und langfristig verändern, ist es dennoch wahrscheinlich, dass es aufgrund einer zu erwartenden Angebotsknappheit (viele Entwicklungsprojekte wurden 2022 von anderen Marktteilnehmern eingefroren oder gar nicht gestartet) mittelfristig zu einem Nachfrageüberhang kommt, der die Assetklassen der UBM weiterhin unterstützt. Da Immobilien grundsätzlich als sichere Anlageklasse gelten, könnte die Sorge einer bleibenden Inflation die Nachfrage nach Immobilien auch weiter begünstigen.
Klimakrise
Die Bedeutung von Umweltrisiken und ihren Auswirkungen wird bei der Planung und Umsetzung von Entwicklungsprojekten immer wichtiger. Eine der größten Herausforderungen für Immobilienentwickler ist die Vermeidung oder Minimierung negativer Umweltauswirkungen. Wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltiges Entwickeln von Projekten erscheinen zwar mitunter als Spannungsfeld, gehen aber aus Sicht der UBM Hand in Hand: Nachhaltiges Wirtschaften ist die Basis für wirtschaftlichen Erfolg – und wirtschaftlicher Erfolg ist die Basis für nachhaltiges Wirtschaften. Ziel ist es, Umweltrisiken zu reduzieren und gleichzeitig Geschäftsmöglichkeiten für UBM in diesem Bereich zu identifizieren und zu nutzen.
Für jedes Nachhaltigkeitsthema wurde im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse ein Szenario entwickelt. Konkrete Maßnahmen dazu werden im ESG-Bericht 2022 genauer beschrieben. Immobilienentwickler wie die UBM können durch ihren großen Hebel einen wertvollen positiven Beitrag zum Thema Energie & Emissionen leisten, beispielsweise in den Bereichen erneuerbare Energien (Geothermie, Installation von Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen, Einplanung späterer Nachrüst- und Ausbaumöglichkeiten für erneuerbare Energieträger), energieeffiziente Gebäudehülle und -technik, energie- bzw. emissionsarme Baustoffe (z.B. Holz) oder Integration von Mobilitätskonzepten (z.B. E-Ladestationen). Indem UBM neue Projekte entwickelt, trägt sie zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum für die Gesellschaft bei. Dabei wird die globale Agenda unterstützt und ein hoher Wert auf eine umwelt- und ressourcenschonende und damit zukunftsfähige Bauweise gelegt. Sowohl in der Errichtung als auch für den späteren Gebäudebetrieb können signifikante CO2-Einsparungen erzielt werden. Schwerpunkte setzt UBM dabei auf emissionsarme Baustoffe, eine energieeffiziente Gebäudegestaltung sowie den Einsatz erneuerbarer Energien. Im Bereich der Baustoffe sind das Commitment und die Investitionen im Bereich Holzbau hervorzuheben, da UBM darin den wesentlichen Hebel zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks sieht. Jeder Kubikmeter Holz bindet langfristig eine Tonne CO2, während im Gegensatz dazu die Herstellung von Zement und Stahl energieintensiv ist und CO2-Emissionen verursacht. Die Produktion von Beton und Stahl, die im Hochbau vielfach eingesetzt werden, ist für nicht weniger als 6 % aller CO2-Emissionen weltweit verantwortlich. Deshalb wird bei der UBM bei jedem Projekt die mögliche Verwendung von kohlenstoffbindendem und nachwachsendem Holz geprüft.
Covid-19
Im Februar 2020 wurde in Österreich erstmals die Diagnose Covid-19 gestellt. Drei Jahre später kündigte die österreichische Regierung das Ende der letzten Maßnahmen an. Am 30.06.2023 endet in Österreich formell die Pandemie. Es werden somit alle Covid-19-Krisenmaßnahmen für beendet erklärt. Die Krankheit bleibt weiterhin bestehen, allerdings hat sie für das Geschäftsmodell der UBM keine besondere Gewichtung mehr.
9. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 133.944 (Vorjahr: T€ 278.313) enthalten Verkaufserlöse von Immobilien, Mieterträge, Erträge aus dem Hotelbetrieb, die abgerechneten Bauleistungen eigener Projekte und andere Erlöse aus der typischen Geschäftstätigkeit. In der nachfolgenden Tabelle wird die Gesamtleistung der Gruppe aus dem internen Berichtswesen nach Regionen dargestellt, indem insbesondere auch die anteilige Leistung von at-equity bilanzierten Unternehmen und nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen erfasst wird.
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Regionen | ||
| Deutschland | 166.108 | 161.697 |
| Österreich | 112.206 | 197.204 |
| Polen | 46.331 | 78.880 |
| Sonstige Märkte | 66.074 | 33.171 |
| Gesamtleistung der Gruppe | 390.719 | 470.952 |
| Abzüglich Umsätze aus at-equity bilanzierten und untergeordneten Unternehmen sowie aus Leistungsgemeinschaften | –253.810 | –238.513 |
| Zuzüglich/abzüglich Bestandsveränderung | –2.965 | 45.874 |
| Umsatzerlöse | 133.944 | 278.313 |
Die folgende Tabelle zeigt die Aufgliederung der Umsatzerlöse in die wesentlichen Kategorien, den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung sowie die Überleitung zur Segmentberichterstattung:
1–12/2022
| in T€ | Deutschland | Österreich | Polen | Sonstige Märkte | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | |||||
| Residential | 6.342 | 25.035 | 4.438 | 20.544 | 56.359 |
| Office | 1.059 | 25.578 | 8.202 | - | 34.839 |
| Hotel | - | - | - | 3.043 | 3.043 |
| Other | 4.213 | 1.586 | 3.630 | 44 | 9.473 |
| Service | 7.592 | 5.891 | 1.597 | 15.150 | 30.230 |
| Umsatzerlöse | 19.206 | 58.090 | 17.867 | 38.781 | 133.944 |
| Umsatzerlöse zeitraumbezogen | - | 1.617 | 4.324 | 19.864 | 25.805 |
| Umsatzerlöse zeitpunktbezogen | 19.206 | 56.473 | 13.543 | 18.917 | 108.139 |
| Umsatzerlöse | 19.206 | 58.090 | 17.867 | 38.781 | 133.944 |
1–12/2021
| in T€ | Deutschland | Österreich | Polen | Sonstige Märkte | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | |||||
| Residential | 17.467 | 72.588 | 5.334 | 15.062 | 110.451 |
| Office | 29.279 | 6.540 | 6.036 | 341 | 42.196 |
| Hotel | - | - | 32.131 | 650 | 32.781 |
| Other | 13.508 | 32.164 | 3.017 | 18 | 48.707 |
| Service | 13.092 | 4.239 | 1.035 | 25.812 | 44.178 |
| Umsatzerlöse | 73.346 | 115.531 | 47.513 | 41.883 | 278.313 |
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Erlöse mit Kunden | 120.734 | 264.726 |
| Erlöse aus Vermietung | 13.210 | 13.587 |
| Gesamt | 133.944 | 278.313 |
- Sonstige betriebliche Erträge
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 70 | 1.020 |
| Personalkostenverrechnungen | 308 | 545 |
| Kursgewinne | 3.342 | 6.245 |
| Raum- und Grundstücksmieten | 46 | 490 |
| Übrige | 8.974 | 3.467 |
| Gesamt | 12.740 | 11.767 |
- Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | –31.048 | –55.281 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | –55.810 | –86.140 |
| Gesamt | –86.858 | –141.421 |
Die Buchwertabgänge aus verkauften Immobilien werden in der Position „Materialaufwand und sonstige Herstellungsleistungen“ in den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren dargestellt. Diese beliefen sich in der Berichtsperiode auf T€ 26.180 (Vorjahr: T€ 48.041).
- Personalaufwand
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | –32.055 | –30.686 |
| Soziale Abgaben | –4.880 | –5.675 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen | –320 | –446 |
| Gesamt | –37.255 | –36.807 |
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen enthalten die Dienstzeitaufwendungen und die Aufwendungen für beitragsorientierte Verpflichtungen. Der Zinsaufwand wird unter dem Posten Finanzaufwand ausgewiesen. Im Personalaufwand sind Aufwendungen in Höhe von T€ 290 (Vorjahr: T€ 173) aus dem Long-Term-Incentive-Programm (LTIP) enthalten.
- Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die wesentlichen sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Bürobetrieb | –5.661 | –8.680 |
| Werbung | –2.717 | –1.612 |
| Rechts- und Beratungskosten | –9.171 | –4.651 |
| Abschreibung von Immobilien im Umlaufvermögen | –1.420 | –918 |
| Kursverluste | –3.694 | –3.710 |
| Steuern, Beiträge und Gebühren | –1.578 | –2.663 |
| Bank- und Geldverkehrsspesen | –1.770 | –1.051 |
| Management Fee | –1.087 | –4.104 |
| Übrige | –5.496 | –3.681 |
| Gesamt | –32.594 | –31.070 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus sonstigen Fremdleistungen, Reisespesen sowie Abgaben und Gebühren zusammen.
- Abschreibungen
Auf immaterielle Vermögenswerte wurden T€ 196 (Vorjahr: T€ 67) und auf das Sachanlagevermögen T€ 2.412 (Vorjahr: T€ 2.560) planmäßige Abschreibungen vorgenommen. Außerdem wurde der Firmenwert in Höhe von TEUR 2.658 der UBM Development Deutschland GmbH (vorm. Münchner Grund Immobilien Bauträger AG) im laufenden Geschäftsjahr vollständig abgeschrieben.
- Finanzertrag
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 1.246 | - |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 1.246 | - |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 13.762 | 12.397 |
| davon aus Projektfinanzierungen gegenüber at-equity bilanzierten und untergeordneten Unternehmen | 12.650 | 11.924 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | - | - |
| Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen | 8.434 | 1.643 |
| Gesamt | 23.442 | 14.040 |
- Finanzaufwand
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffend Anleihen und Schuldscheindarlehen | –17.096 | –19.443 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffend andere Finanzverbindlichkeiten | –6.719 | –2.814 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –1.911 | –1.052 |
| Aufwendungen aus sonstigen Finanzanlagen | –173 | –3.894 |
| davon Abschreibungen | –27 | –2.795 |
| Gesamt | –25.899 | –27.203 |
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag, die Steuerumlage seitens der nicht zum Konzern gehörenden Mitbeteiligten einer Beteiligungsgemeinschaft gemäß § 9 öKStG sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Der Berechnung liegen Steuersätze zugrunde, die gemäß den geltenden Steuergesetzen oder gemäß Steuergesetzen, deren Inkraftsetzung im Wesentlichen abgeschlossen ist, zum voraussichtlichen Realisierungszeitpunkt anzuwenden sein werden.
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand | 2.546 | 6.548 |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag | 1.792 | 9.880 |
| Steueraufwand (+)/-ertrag (–) | 4.338 | 16.428 |
Der sich bei Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25,00 % ergebende Steueraufwand lässt sich zum tatsächlichen Steueraufwand wie folgt überleiten:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 31.450 | 60.139 |
| Theoretischer Steueraufwand (+)/-ertrag (–) | 7.863 | 15.035 |
| Steuersatzunterschiede | 3.891 | 2.534 |
| Steuerauswirkung der nicht abzugsfähigen Aufwendungen und steuerfreien Erträge | 153 | 955 |
| Erträge/Aufwendungen aus Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen | –8.900 | –8.327 |
| Veränderung des in Bezug auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen nicht angesetzten latenten Steueranspruchs | - | 7.657 |
| Effekt von Steuersatzänderungen | 57 | –5 |
| Periodenfremder Steueraufwand (+)/-ertrag (–) | 1.351 | –1.656 |
| Sonstige Unterschiede | –77 | 235 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 4.338 | 16.428 |
Zusätzlich zu dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Steueraufwand wurde der Steuereffekt von im sonstigen Ergebnis dargestellten Aufwendungen und Erträgen ebenfalls im sonstigen Ergebnis verrechnet. Der im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag belief sich auf T€ -428 (Vorjahr: T€ -131) und betraf im Wesentlichen den Steuereffekt auf das Remeasurement aus leistungsorientierten Verpflichtungen.
- Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division der Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens am Jahresüberschuss durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien.
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens am Periodenergebnis inkl. Hybridkapitalzinsen (in T€) | 25.866 | 42.216 |
| Abzüglich Hybridkapitalzinsen (in T€) | –9.076 | –8.590 |
| Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens am Periodenergebnis (in T€) | 16.790 | 33.626 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien | 7.472.180 | 7.472.180 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie = verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 2,25 | 4,50 |
Die Anpassung der Fehlerkorrektur gem. IAS 8.42 hat keine Auswirkung auf das Ergebnis je Aktie der laufenden sowie der Vergleichsperiode.
- Immaterielle Vermögenswerte
| in T€ | Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte | Goodwill | Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand zum 1.1.2021 | 766 | 3.840 | - | 4.606 |
| Zugänge | - | - | 1.053 | 1.053 |
| Abgänge | –155 | - | - | –155 |
| Umbuchungen | –250 | - | 225 | –25 |
| Währungsanpassungen | 8 | - | - | 8 |
| Stand zum 31.12.2021 | 369 | 3.840 | 1.278 | 5.487 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | –46 | - | - | –46 |
| Zugänge | 295 | - | 192 | 487 |
| Abgänge | –12 | –3.840 | - | –3.852 |
| Umbuchungen | 1.278 | - | –1.278 | - |
| Währungsanpassungen | 4 | - | - | 4 |
| Stand zum 31.12.2022 | 1.888 | - | 192 | 2.080 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand zum 1.1.2021 | 400 | 1.182 | - | 1.582 |
| Zugänge (planmäßige Abschreibungen) | 67 | - | - | 67 |
| Abgänge | –145 | - | - | –145 |
| Umbuchungen | –25 | - | - | –25 |
| Währungsanpassungen | 4 | - | - | 4 |
| Stand zum 31.12.2021 | 301 | 1.182 | - | 1.483 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | –44 | - | - | –44 |
| Zugänge (planmäßige Abschreibungen) | 196 | 2.658 | - | 2.854 |
| Abgänge | –12 | –3.840 | - | –3.852 |
| Währungsanpassungen | 3 | - | - | 3 |
| Stand zum 31.12.2022 | 444 | - | - | 444 |
| Buchwerte | ||||
| Stand zum 31.12.2021 | 68 | 2.658 | 1.278 | 4.004 |
| Buchwerte Stand zum 31.12.2022 | 1.444 | - | 192 | 1.636 |
Ausgewiesen werden ausschließlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer. In Bezug auf Nutzungsdauer und Abschreibungsmethode wird auf die Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen. Die planmäßigen Abschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter „Abschreibungen auf immaterielle Werte des Anlagevermögens und Sachanlagen“ ausgewiesen. Im Rahmen des Impairment-Tests wird die Summe der Buchwerte der Vermögenswerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, mit dem erzielbaren Betrag derselben verglichen. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit entspricht im UBM-Konzern der einzelnen konsolidierten Gesellschaft. Der Firmenwert ist der zahlungsmittelgenerierenden Einheit UBM Development Deutschland GmbH (vorm. Münchner Grund Immobilien Bauträger AG) zugeordnet. Der erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert. Die Cashflows wurden von den vom Vorstand erstellten und im Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests aktuellen Planungen der Jahre 2023 bis 2025 abgeleitet. Die Diskontierung wurde auf Basis der spezifischen Kapitalkosten in Höhe von 8,4 % (Vorjahr: 5,99 %) vorgenommen. In der UBM Development Deutschland GmbH werden keine neuen Projekte mehr akquiriert. Bis zum Jahr 2025 sind die aktuell laufenden Projekte plangemäß abgeschlossen. Als Nachfolgegesellschaft wird die am 22.9.2017 gegründete UBM Invest Deutschland GmbH fungieren. Der Firmenwert in Höhe von TEUR 2.658 der UBM Development Deutschland GmbH (vorm. Münchner Grund Immobilien Bauträger AG) wurde im laufenden Geschäftsjahr vollständig abgeschrieben.
- Sachanlagevermögen
| in T€ | Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf frem- dem Grund und Anlagen in Bau | Nutzungs- rechte | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung | Nutzungs- rechte andere Anlagen, Be- triebs- und Geschäfts- ausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. | ## Neubewertung Stand zum 1.1.2021 |
| Neubewertung Stand | 1.146 | 10.010 | 1.058 | 4.948 | 1.795 | - | 18.957 |
| Zugänge | 219 | 2.478 | - | 991 | 278 | 78 | 4.044 |
| Abgänge | –152 | –491 | –207 | –2.098 | –285 | - | –3.233 |
| Umbuchungen | - | - | - | –3 | - | - | –3 |
| Währungsanpassungen | 7 | 10 | 4 | 14 | 2 | - | 37 |
| Stand zum 31.12.2021 | 1.220 | 12.007 | 855 | 3.852 | 1.790 | 78 | 19.802 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | –78 | –675 | - | –290 | –542 | - | –1.585 |
| Zugänge | 559 | 1.156 | - | 929 | 133 | 31 | 2.808 |
| Abgänge | –176 | –733 | –48 | –1.173 | –426 | - | –2.556 |
| Umbuchungen | 78 | - | - | - | - | –78 | - |
| Währungsanpassungen | 6 | 2 | –5 | 3 | –7 | - | –1 |
| Stand zum 31.12.2022 | 1.609 | 11.757 | 802 | 3.321 | 948 | 31 | 18.468 |
Kumulierte Abschreibungen
| Stand zum 1.1.2021 | 191 | 2.346 | 606 | 3.390 | 828 | - | 7.361 |
| Zugänge (planmäßige Abschreibungen) | 74 | 1.333 | 93 | 604 | 456 | - | 2.560 |
| Abgänge | - | –491 | –174 | –2.086 | –284 | - | –3.035 |
| Umbuchungen | - | - | - | –3 | - | - | –3 |
| Währungsanpassungen | - | 7 | 3 | 9 | - | - | 19 |
| Stand zum 31.12.2021 | 265 | 3.195 | 528 | 1.914 | 1.000 | - | 6.902 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | –57 | –176 | - | –223 | –366 | - | –822 |
| Zugänge (planmäßige Abschreibungen) | 144 | 1.368 | 77 | 500 | 323 | - | 2.412 |
| Abgänge | –53 | –733 | –34 | –924 | –426 | - | –2.170 |
| Währungsanpassungen | 1 | –3 | –4 | - | –3 | - | –9 |
| Stand zum 31.12.2022 | 300 | 3.651 | 567 | 1.267 | 528 | - | 6.313 |
Buchwerte
| Stand zum 31.12.2021 | 955 | 8.812 | 327 | 1.938 | 790 | 78 | 12.900 |
| Stand zum 31.12.2022 | 1.309 | 8.106 | 235 | 2.054 | 420 | 31 | 12.155 |
Allfällig ergebniswirksam vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden zusammen mit den planmäßigen Abschreibungen unter „Abschreibungen auf immaterielle Werte des Anlagevermögens und Sachanlagen“ und allfällig ergebniswirksam vorgenommene Zuschreibungen auf zuvor außerplanmäßig abgeschriebene Anlagen unter „Sonstige betriebliche Erträge“ in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Der Buchwert der Sachanlagen, die zum Bilanzstichtag zur Sicherstellung verpfändet sind, beträgt T€ 0 (Vorjahr: T€ 0).
Sachanlagen mit einem Buchwert von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) unterliegen Verfügungsbeschränkungen.
Leasingverhältnisse
Im Rahmen von Leasingverhältnissen werden folgende Beträge erfasst:
in T€
| | 2022 | 2021 |
| :--------------------------------- | :----- | :----- |
| Zinsaufwendungen auf Leasingverbindlichkeiten | –1.055 | –992 |
| Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen | –1.190 | –1.266 |
| Anpassung an den beizulegenden Wert | –369 | –340 |
| Gesamte Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen | 1.855 | 1.794 |
Die Laufzeiten der Leasingverträge für betriebsnotwendige Immobilien liegen zwischen drei und fünfzehn Jahren und für Mobilien zwischen zwei und fünf Jahren. Bei den Finanzimmobilien handelt es sich um ein Leasingverhältnis mit einer Laufzeit bis 2054. Sowohl bei Immobilien- als auch Mobilienleasingverträgen bestehen teilweise Verlängerungsoptionen, die nur bei ausreichender Sicherheit, dass diese Optionen ausgeübt werden, in die Berechnung der Leasingverbindlichkeit miteinbezogen werden. Ausübungspreise von Optionen zur Übernahme des Vermögenswerts am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden nur angesetzt, wenn es hinreichend sicher ist, dass die Kaufoptionen ausgeübt werden. Variable Leasingzahlungen, die an Indizes wie z. B. den Net Operating Profit gekoppelt sind, werden mit dem am Bereitstellungsdatum gültigen Index bewertet. Bei Eintritt eines wesentlichen Ereignisses oder bei bedeutenden Veränderungen der Umstände wird erneut bewertet. Bei Vorliegen von Nichtleasingkomponenten werden diese separiert und nicht in die Rate miteinbezogen. Betreffend Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten verweisen wir auf die Punkte 37 und 45.
21. Finanzimmobilien
Die dem beizulegenden Zeitwert entsprechenden Buchwerte der Finanzimmobilien haben sich wie folgt entwickelt:
in T€
| | Finanzimmobilien Nutzungsrechte | Finanzimmobilien Gesamt | Beizulegender Zeitwert |
| :----------------------------------- | :------------------------------ | :---------------------- | :--------------------- |
| Stand zum 1.1.2021 | 395.773 | 11.374 | 407.147 |
| Zugänge | 59.343 | - | 59.343 |
| Abgänge | –19.074 | - | –19.074 |
| Umgliederung IFRS 15 | –29.000 | - | –29.000 |
| Umgliederung von/in Vorräte | –983 | - | –983 |
| Währungsanpassungen | 1.037 | - | 1.037 |
| Anpassung an den beizulegenden Wert | 5.358 | –340 | 5.018 |
| Stand zum 31.12.2021 | 412.454 | 11.034 | 423.488 |
| Zugänge | 30.727 | 1.353 | 32.080 |
| Abgänge | –30.063 | - | –30.063 |
| Umgliederung von/in Vorräte | –54.226 | - | –54.226 |
| Währungsanpassungen | –389 | - | –389 |
| Anpassung an den beizulegenden Wert | 21.204 | –369 | 20.835 |
| Stand zum 31.12.2022 | 379.707 | 12.018 | 391.725 |
Überleitungsrechnung für Stufe-3-Bewertungen:
2022
in T€
| | Österreich Office | Österreich Other | Österreich Residential | Österreich Land bank | Deutschland Office | Deutschland Land bank | Polen Office | Polen Other | Polen Hotel | Polen Residential | Polen Land bank | Sonstige Märkte Gesamt |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| Buchwert zum Beginn des Geschäftsjahres | 30.471 | 125.074 | 970 | 4.589 | 72.460 | 1.427 | 51.617 | 32.059 | 6.441 | 7.760 | 71.300 | 8.286 |
| Währungsanpassungen | - | - | - | - | - | - | –61 | –557 | –111 | 96 | - | 244 |
| Zugänge aus dem Erwerb von Immobilien | - | - | - | - | 11.391 | - | - | - | - | - | - | 11.391 |
| Zugänge in bestehende Immobilien | 10.031 | 3.809 | - | - | 2.757 | - | 336 | 499 | 627 | - | 708 | 569 |
| Umgliederung von/in Vorräte | 91.236 | –127.823 | - | - | –9.826 | - | - | 43 | –7.856 | - | - | –54.226 |
| Abgänge | –27.289 | - | –768 | –260 | - | - | - | - | - | - | –1.746 | –30.063 |
| Nettoergebnis aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts ¹ | 23.171 | –873 | - | –20 | –1.020 | 703 | 1.033 | - | –612 | - | - | 21.204 |
| Buchwert zum Ende des Geschäftsjahres | 127.620 | 187 | 202 | 4.309 | 75.762 | 2.130 | 52.925 | 32.044 | 6.345 | 7.760 | 70.262 | 379.707 |
¹ Die Nettoergebnisse aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts setzten sich aus Aufwertungen in Höhe von T€ 25.454 sowie aus Abwertungen in Höhe von T€ –4.250 zusammen.
2021
in T€
| | Österreich Office | Österreich Other | Österreich Residential | Österreich Land bank | Deutschland Office | Deutschland Land bank | Polen Office | Polen Other | Polen Hotel | Polen Residential | Polen Land bank | Sonstige Märkte Gesamt |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| Buchwert zum Beginn des Geschäftsjahres | 46.589 | 123.182 | 1.038 | 4.776 | 48.852 | 1.427 | 51.424 | 32.243 | 16.700 | 7.182 | 54.904 | 7.456 |
| Währungsanpassungen | - | - | - | - | - | - | - | 110 | 104 | 395 | - | 428 |
| Zugänge aus dem Erwerb von Immobilien | - | - | - | - | 30.835 | - | - | - | - | - | - | 30.835 |
| Zugänge in bestehende Immobilien | 1.066 | 4.519 | - | - | 1.583 | - | 180 | 201 | 522 | 724 | 19.311 | 402 |
| Umgliederung IFRS 15 | - | - | - | - | –29.000 | - | - | - | - | - | - | –29.000 |
| Umgliederung von/in Vorräte | - | - | - | - | 9.876 | - | - | –10.859 | - | - | - | –983 |
| Abgänge | –17.160 | –1.114 | –68 | –165 | - | - | - | - | –26 | –541 | - | –19.074 |
| Nettoergebnis aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts ¹ | –24 | –1.513 | - | –22 | 10.314 | - | 13 | –495 | - | –2.915 | - | 5.358 |
| Buchwert zum Ende des Geschäftsjahres | 30.471 | 125.074 | 970 | 4.589 | 72.460 | 1.427 | 51.617 | 32.059 | 6.441 | 7.760 | 71.300 | 412.454 |
¹ Die Nettoergebnisse aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts setzten sich aus Aufwertungen in Höhe von T€ 11.568 sowie aus Abwertungen in Höhe von T€ –6.210 zusammen.
Beizulegender Zeitwert von Grundstücken und Gebäuden
Die Ermittlung des Zeitwerts der Liegenschaften wird nach einem revolvierenden Zyklus durchgeführt. Bei jenen Liegenschaften, die keiner externen Bewertung unterzogen werden, werden durch ein internes Bewertungsteam die Verkehrswerte ermittelt. Diskussionen bezüglich der anzusetzenden Parameter zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte (Stufe 3) werden zwischen den operativen Projektentwicklern, dem Vorstand und dem Bewertungsteam geführt. Im laufenden Geschäftsjahr wurden die Verkehrswerte von Liegenschaften inklusive jener von Minderheitsbeteiligungen, die in den Konzernabschluss einfließen, ab einem Buchwert von T€ 1.000, insgesamt Finanzimmobilien mit einem Buchwert von T€ 376.702 (Vorjahr: T€ 399.396), durch externe Gutachter ermittelt.
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte überwiegend durch Ertragswertverfahren, wie im Vorjahr insbesondere durch die Term-and-Reversion-Methode, ein international anerkanntes Wertermittlungsverfahren zur Bewertung von Immobilien. Bei dieser Bewertungsmethode wird der gesamte in der Zukunft zu erwartende Zahlungsstrom in zwei getrennt von einander zu betrachtende Bereiche aufgeteilt. Diese Trennung ist notwendig, da bei einem vermieteten Objekt die Periode bis zum Auslaufen der am Bewertungsstichtag bestehenden Verträge – sogenannter Term – in Bezug auf die notwendigen Rechenschritte nicht gleich behandelt werden kann wie jene Periode, die nach Ablauf der bestehenden Mietverträge beginnt – sogenannte Reversion (Bereich der Anschlussvermietung).
- Term (Vertragslaufzeit): Der Barwert der Reinerträge wird während des Terms berechnet. Dieser Barwert ist jedoch keine ewige Rente, sondern nur eine Zeitrente, die mit Auslaufen der mietvertraglichen Vereinbarungen endet.
- Reversion (Anpassungszeitraum): Der Reinertrag der Reversion (Marktmiete ab dem Zeitraum der Anschlussvermietung) unter Berücksichtigung einer Leerstandsdauer wird in der Bewertung mit einem marktüblichen Zinssatz als ewige Rente kapitalisiert. Dieses Ergebnis wird nicht in einem gesonderten Abschlag berücksichtigt, sondern in der Wahl der Höhe des Kapitalisierungszinssatzes mitberücksichtigt. Struktureller Leerstand, so es welchen gibt, wird in einem gesonderten Abschlag berücksichtigt.
Die Wahl des Kapitalisierungszinssatzes im Term und in der Reversion wird vor dem Hintergrund der aktuellen Marktbedingungen festgelegt. Gemäß der Einschätzung erwartet sich ein Investor für die jeweiligen Immobilien eine bestimmte Rendite. Ausgehend von dieser wird der für die gegenständliche Immobilie angemessene Kapitalisierungszinssatz im Term und in der Reversion festgesetzt. Bei der Wahl des Zinssatzes werden Überlegungen hinsichtlich des Marktpotenzials, des Leerstands sowie weiterer mit der Immobilie verbundener Risiken in Betracht gezogen.
Für Immobilien, die in der Entwicklung stehen (Anlagen in Bau – IAS 40), wurde als Bewertungsverfahren die Residualwertmethode angewandt. Bei dieser Bewertungsmethode werden die Ertragswerte, soweit noch keine Vorverwertung stattgefunden hat, durch die Gutachter in Abstimmung mit den Projektentwicklern geschätzt. Die budgetierten Fertigstellungskosten inklusive eines angemessenen Developer-Gewinns werden von den Ertragswerten in Abzug gebracht. Das Residuum dieser Bewertungsmethode ergibt dann den Verkehrswert der Liegenschaften in Entwicklung.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Einordnung in die Fair-Value-Hierarchie, die Bewertungsmethode und die quantitativen Informationen der bei der Bewertung verwendeten, nicht beobachtbaren Inputfaktoren dar.Die unterschiedlichen Ebenen der Fair-Value-Hierarchie werden wie folgt definiert:
* Stufe 1: Notierte (nicht berichtigte) Preise in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden
* Stufe 2: Inputfaktoren, andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar (d. h. als Preis) oder mittelbar (d. h. vom Preis abgeleitet) zu beobachten sind
* Stufe 3: Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht auf beobachtbaren Marktdaten (d. h. nicht beobetar) basieren
Immobilienart: Finanzimmobilien
Segment Fair-Value-Hierarchie 31.12.2022 in T€
| Immobilienart | Segment | Fair-Value-Hierarchie | Beizulegender Zeitwert | Bewertungsverfahren | Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren - Kapitalisierung Zinssatz % | Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren - Miete pro m² €/ | Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren - Verkaufspreis m² € | Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren - Instandhaltungskosten in €/m² oder % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Office | Österreich | Stufe 3 | 11.784 | EW | 6 – 6,5 | 4,75–9,84 | 1,25 €/m² | |
| Office | Österreich | Stufe 3 | 1.198 | EW | 3,50 | 5,50–8,71 | 16,50 % | |
| Office | Österreich | Stufe 3 | 59.521 | Residual | 3,90 | 19,50 | 14,00 €/m² | |
| Residential | Österreich | Stufe 3 | 31.799 | VW/ Residual | 4,25 | 8.000,00 | ||
| Residential | Österreich | Stufe 3 | 23.494 | Residual | 4,40 | 1.034,00 | 10,00 €/m² | |
| Land bank | Österreich | Stufe 3 | 4.522 | VW | ||||
| Office | Deutschland | Stufe 3 | 31.585 | EW/ Residual | 2,75 – 3 | 18,00 – 26,00 | 4 % bzw. 3,00–5,00 €/m² | |
| Office | Deutschland | Stufe 3 | 16.468 | EW/ Residual | 2,97 | 23,00 | 10,00 €/m² | |
| Office | Deutschland | Stufe 3 | 16.318 | EW/ Residual | 3,63 | 20,63 | 10,00 €/m² | |
| Office | Deutschland | Stufe 3 | 11.391 | Residual | 4,25 | 4.730,00 | ||
| Land bank | Deutschland | Stufe 3 | 2.130 | VW | ||||
| Office | Polen | Stufe 3 | 40.746 | EW | 7,00 | 6,66–15,37 | 8,00 €/m² | |
| Other | Polen | Stufe 3 | 27.120 | EW | 6,51 | 21,00 | 3,04 €/m² | |
| Other | Polen | Stufe 3 | 4.924 | EW/ Residual | 4,1 – 6,63 | 9,00–11,00 | 5,00–7,00 €/m² | |
| Hotel | Polen | Stufe 3 | 6.345 | Residual/DCF | 2,9 – 5 | 774,00/Zimmer | 7,00–12,00 €/m² | |
| Land bank | Polen | Stufe 2 | 12.179 | VW | ||||
| Office | Sonstige Märkte | Stufe 3 | 7.921 | EW/ Residual | 6,11 – 6,12 | 5,00–7,00 | 3,00–3,15 €/m² | |
| Hotel | Sonstige Märkte | Stufe 3 | 70.262 | DCF/VW | 4,75 | 1.060/Zimmer | 8,00 €/m² |
Segment Fair-Value-Hierarchie 31.12.2021 in T€
| Immobilienart | Segment | Fair-Value-Hierarchie | Beizulegender Zeitwert | Bewertungsverfahren | Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren - Kapitalisierung Zinssatz % | Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren - Miete pro m² €/ | Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren - Verkaufspreis m² € | Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren - Instandhaltungskosten in €/m² oder % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Office | Österreich | Stufe 3 | 1.223 | EW | 3,50 | 5,50–8,71 | 16,50 % | |
| Office | Österreich | Stufe 3 | 17.641 | EW | 4,50 | 2,06–16,86 | 14,00 €/m² | |
| Office | Österreich | Stufe 3 | 11.607 | EW | 3,25–4,25 | 4,54–6,55 | 8,86 €/m² | |
| Other | Österreich | Stufe 3 | 186 | EW | ||||
| Other | Österreich | Stufe 3 | 124.888 | EW/ Residual/VW | 2,50–4,75 | 16,50; 6.200,00; 820,00/ Apt. | 6,00–12,00 €/m² | |
| Residential | Österreich | Stufe 2 | 970 | VW | ||||
| Land bank | Österreich | Stufe 2 | 4.589 | VW | ||||
| Office | Deutschland | Stufe 3 | 14.960 | EW/ Residual | 3,69 | 18,50 | 4,50 % | |
| Office | Deutschland | Stufe 3 | 17.065 | EW/ Residual | 2,30 | 19,50 | 10,00 €/m² | |
| Office | Deutschland | Stufe 3 | 9.600 | EW/ Residual | 2,50 | 6.000,00–7.500,00 | ||
| Office | Deutschland | Stufe 3 | 30.835 | Residual | 2,75 | 8,00–24,00 | 4,00 % | |
| Land bank | Deutschland | Stufe 2 | 1.427 | VW | ||||
| Office | Polen | Stufe 3 | 51.617 | DCF | 7,20–7,30 | 6,00–15,00 | 8,00–10,00 €/m² | |
| Other | Polen | Stufe 3 | 27.600 | EW | 5,22 | 3,25–33,50 | 3,03 €/m² | |
| Other | Polen | Stufe 3 | 4.459 | EW/ Residual | 6,84–6,87 | 4,00–11,00 | 3,00 €/m² | |
| Hotel | Polen | Stufe 3 | 6.441 | Residual/DCF | 2,96–4,75 | 710,00/Zimmer | 7,00–12,00 €/m² | |
| Residential | Sonstige Märkte | Stufe 3 | 7.760 | EW/ Residual | 5,78 | 7,50–11,50; 4.150,00 | 3,00 €/m² | |
| Hotel | Sonstige Märkte | Stufe 3 | 71.300 | DCF/VW | 5,00 | 1.060,00/Zimmer | 1,50 % | |
| Land bank | Sonstige Märkte | Stufe 3 | 8.286 | EW/ Residual | 5,95–5,97 | 4,00–6,00 | 2,50 €/m² |
- EW = Ertragswert, VW = Vergleichswert, TR = Term Reversion, DCF = Discounted Cashflow
Beziehungen der nicht beobachtbaren Inputfaktoren zum beizulegenden Zeitwert
- Miete: Je höher der m²-Preis, desto höher ist der beizulegende Zeitwert.
- Instandhaltung: Je höher der Instandhaltungsabschlag, desto niedriger ist der beizulegende Zeitwert.
- Kapitalisierungszinssatz: Je niedriger der Kapitalisierungszinssatz, desto höher ist der beizulegende Zeitwert.
Die zum Stichtag bestehenden vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb oder zur Erstellung von Finanzimmobilien belaufen sich auf T€ 9.771 (Vorjahr: T€ 8.763). Zudem sind Finanzimmobilien mit einem Buchwert von T€ 309.417 (Vorjahr: T€ 326.717) zur Besicherung von Verbindlichkeiten verpfändet. Die Mieterträge aus vermieteten Finanzimmobilien beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 11.514 (Vorjahr: T€ 7.993), während die betrieblichen Aufwendungen T€ 1.370 (Vorjahr: T€ 1.408) betrugen. Betriebliche Aufwendungen im Zusammenhang mit als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien, mit denen während der Berichtsperiode keine Mieteinnahmen erzielt wurden, beliefen sich auf T€ 4 (Vorjahr: T€ 6).
22. Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen
Die erforderlichen Angaben gem. IFRS 12 wurden für assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gemacht, die in qualitativer oder quantitativer Hinsicht aus Sicht des UBM-Konzerns als wesentlich einzustufen sind. Angaben betreffend Anteilshöhe und Land sind dem Beteiligungsspiegel zu entnehmen.
Assoziierte Unternehmen 2022 in T€
| Gesellschaft | Assetklasse | Entwicklungsstatus | Umsatz | Jahresüberschuss/-fehlbetrag | davon Abschreibungen | davon Zinsaufwand | davon Steueraufwand | Gesamtergebnis | Langfristige Vermögenswerte | Kurzfristige Vermögenswerte | davon liquide Mittel | Langfristige Verbindlichkeiten | davon langfr. finanzielle Verbindlichkeiten | Kurzfristige Verbindlichkeiten | davon kurzfr. finanzielle Verbindlichkeiten | Nettovermögen | Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 1.1.2022 | Anteil der Gruppe am Gesamtergebnis | Erhaltene/gezahlte Dividenden | Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 31.12.2022 | Verlustübernahme aus VJ | Buchwertanteil an at-equity bilanzierten Unternehmen zum 31.12.2022 | Wertberichtigung Projektfinanzierung kurzfr./langfr. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Palais Hansen GmbH | Hotel | Bestand | 3.952 | 1.235 | - | –1.166 | –884 | 1.235 | 107.000 | 3.106 | 1.669 | 49.910 | 42.629 | 2.479 | - | 57.717 | 18.962 | 414 | - | 19.376 | - | 19.376 | - |
| CAMG Zollhafen HI IV V GmbH & Co. KG | Residential | Entwicklung | 46.752 | 9.855 | - | –1.709 | –761 | 9.855 | 30.714 | 29.083 | 11.162 | 8.886 | 8.886 | 48.952 | 22.005 | 1.959 | - | 4.642 | –1.126 | 919 | –2.597 | 919 | - |
2021 in T€
| Gesellschaft | Assetklasse | Entwicklungsstatus | Umsatz | Jahresüberschuss/-fehlbetrag | davon Abschreibungen | davon Zinsaufwand | davon Steueraufwand | Gesamtergebnis | Langfristige Vermögenswerte | Kurzfristige Vermögenswerte | davon liquide Mittel | Langfristige Verbindlichkeiten | davon langfr. finanzielle Verbindlichkeiten | Kurzfristige Verbindlichkeiten | davon kurzfr. finanzielle Verbindlichkeiten | Nettovermögen | Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 1.1.2021 | Anteil der Gruppe am Gesamtergebnis | Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 31.12.2021 | Nicht übernommene Verluste aus VJ | Buchwertanteil an at-equity bilanzierten Unternehmen zum 31.12.2021 | Wertberichtigung Projektfinanzierung kurzfr./langfr. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Palais Hansen GmbH | Hotel | Bestand | 3.207 | 1.995 | –3.300 | –1.338 | –1.293 | 1.995 | 107.000 | 3.185 | 1.790 | 51.345 | 44.943 | 2.359 | - | 56.481 | 18.292 | 670 | 18.962 | - | 18.962 | - |
| CAMG Zollhafen HI IV V GmbH & Co. KG | Residential | Entwicklung | - | –3.040 | - | –1.434 | - | –3.040 | 44.286 | 1.437 | 407 | 27.926 | 27.926 | 23.333 | 21.209 | –5.536 | - | - | –2.597 | –2.597 | - | - |
Die nicht angesetzten Anteile an Verlusten assoziierter Unternehmen im Geschäftsjahr 2022 belaufen sich auf T€ 0 (Vorjahr: T€ 1.171) und kumuliert zum 31. Dezember 2022 auf T€ 0 (Vorjahr: T€ 2.597).
Gemeinschaftsunternehmen
Bei den nachfolgenden Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich ausschließlich um Projektgesellschaften, die mit der Entwicklung und Verwertung von Immobilien in verschiedenen europäischen Ländern betraut sind. Alle Gesellschaften werden at-equity bilanziert.
2022 in T€
| Gesellschaft | Assetklasse | Entwicklungsstatus | Umsatz | Jahresüberschuss/-fehlbetrag | davon Abschreibungen | davon Zinsaufwand | davon Steueraufwand | Gesamtergebnis | Langfristige Vermögenswerte | Kurzfristige Vermögenswerte | davon liquide Mittel | Langfristige Verbindlichkeiten | davon langfr. finanzielle Verbindlichkeiten | Kurzfristige Verbindlichkeiten | davon kurzfr. finanzielle Verbindlichkeiten | Nettovermögen | Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 1.1.2022 | Währungsumrechnung 1.1.2022 | Zu-/Abgänge | Anteil der Gruppe am Gesamtergebnis | Nicht übernommene Verluste aus VJ | Erhaltene/gezahlte Dividenden | Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 31.12.2022 | Buchwertanteil an at-equity bilanzierten Unternehmen zum 31.12.2022 | Wertberichtigung Projektfinanzierung kurzfr./langfr. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| W 3 AG | Other | Bestand | 4.528 | 13.660 | - | –569 | –950 | 13.660 | 76.900 | 1.206 | 948 | 39.053 | 34.421 | 2.107 | 1.173 | 36.946 | 18.629 | - | - | 10.928 | - | - | 29.557 | 29.557 | - |
| Jochberg Errichtungs KG | Hotel | Bestand | 1.372 | 2.354 | –1.782 | –540 | - | 2.354 | 44.022 | 65 | - | 20.642 | 19.353 | 203 | - | 23.242 | 10.443 | - | - | 1.177 | - | - | 11.620 | 11.621 | - |
| Obersendlinger KG | Residential | Entwicklung | 204.900 | 21.195 | - | - | –7.410 | 21.195 | - | 251.621 | 48.446 | - | - | 232.975 | - | 18.646 | 9.234 | - | 30 | 5.977 | - | –9.982 | 5.258 | 5.258 | - |
| UBM hotels Management GmbH | Hotel | Bestand | 66.127 | –11.226 | –18.409 | –15.757 | 565 | –11.226 | 352.934 | 20.722 | 8.425 | 396.799 | 367.055 | 34.196 | - | –57.339 | - | - | - | –5.613 | - | - | –5.613 | - | - |
| FWUBM Management GmbH | Other | Entwicklung | 23.489 | 7.151 | - | –980 | –4.222 | 7.151 | 61.775 | 8.964 | 7.521 | 32.260 | 32.260 | 7.597 | - | 30.882 | 11.865 | - | - | 3.576 | - | - | 15.441 | 15.441 | - |
| Baubergerstraße KG | Hotel | Bestand | 924 | 723 | - | –1.938 | - | 723 | 122.153 | 1.028 | 895 | 74.046 | 74.046 | 215 | - | 48.920 | 28.918 | - | - | 434 | - | - | 29.352 | 29.352 | - |
| Sugar Palace Propco sro | Hotel | Entwicklung | 483 | –7.543 | –1.652 | –5.300 | - | –7.543 | 132.779 | 1.896 | 756 | 143.073 | 135.764 | 980 | - | –9.378 | - | –19 | - | –5.657 | –592 | - | –5.657 | - | - |
| Sugar Palace Opco sro | Hotel | Entwicklung | 6.844 | –1.964 | - | - | - | –1.964 | - | 2.921 | 1.924 | 3.034 | - | 2.628 | - | –2.740 | - | - | - | –1.473 | - | - | –2.084 | - | - |
| PGE Europaviertel GmbH | Office | Entwicklung | 358 | 4.232 | - | - | - | 4.232 | 76.871 | 195.018 | 739 | 184.681 | 184.681 | 58.142 | - | 29.066 | 18.601 | - | - | 3.170 | - | - | 21.771 | 21.770 | - |
5.1. Other Investments
| Gesellschaft W 3 AG Jochberg Errichtungs KG | Anders Wohnen GmbH | Obersendlinger KG | UBM hotels Management GmbH | FWUBM Management GmbH | Baubergerstraße KG | Sugar Palace Propco sro | Sugar Palace Opco sro | PGE Europa- viertel GmbH | Assetklasse | Entwicklungsstatus |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 5.613 | 5.725 | 2.056 | Other | Bestand | ||||||
| 3.615 | 1.372 | 56.437 | 62.778 | 22.645 | 7.930 | Hotel | Bestand | |||
| 924 | Residential | Entwicklung | ||||||||
| 28 | Residential | Entwicklung | ||||||||
| 87 | Hotel | Bestand | ||||||||
| 58.059 | Office | Entwicklung |
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Umsatz | 3.615 | 1.372 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 1.688 | –1.342 |
| davon Abschreibungen | – | –1.782 |
| davon Zinsaufwand | –566 | –540 |
| davon Steueraufwand | –510 | – |
| Gesamtergebnis | 1.688 | –1.342 |
| Langfristige Vermögenswerte | 73.300 | 42.337 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.734 | 401 |
| davon liquide Mittel | 1.733 | – |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 50.251 | 21.817 |
| davon langfr. finanzielle Verbindlichkeiten | 50.074 | 21.817 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.497 | 34 |
| davon kurzfr. finanzielle Verbindlichkeiten | 1.164 | – |
| Nettovermögen | 23.286 | 20.887 |
| Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 1.1.2021 | 17.278 | 11.114 |
| Fehlerfeststellung OePR | – | – |
| Währungsumrechnung 1.1.2021 | – | – |
| Zu-/Abgänge | – | – |
| Anteil der Gruppe am Gesamtergebnis | 1.351 | –671 |
| Erhaltene/gezahlte Dividenden | – | – |
| Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 31.12.2021 | 18.629 | 10.443 |
| Buchwertanteil an at-equity bilanzierten Unternehmen zum 31.12.2021 | 18.629 | 10.443 |
| Wertberichtigung Projektfinanzierung kurzfr./langfr. | – | – |
| Gesellschaft W 3 AG Jochberg Errichtungs KG | Anders Wohnen GmbH | Obersendlinger KG | UBM hotels Management GmbH | FWUBM Management GmbH | Baubergerstraße KG | Sugar Palace Propco sro | Sugar Palace Opco sro | PGE Europa- viertel GmbH |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2.056 | ||||||||
| 62.778 | 22.645 | 7.930 | 924 | 28 | 87 | 58.059 | ||
| 24.350 | 12.989 | –8.232 | 4.056 | 22 | 190 | –789 | 8.735 | |
| - | - | –12.150 | –565 | - | –1.582 | –9 | ||
| –31 | – | –12.047 | –1.109 | –2.801 | –2.152 | - | - | |
| –7.545 | –5.817 | –509 | –2.257 | - | - | - | –3.918 | |
| 24.350 | 12.989 | –8.232 | 4.056 | 22 | 190 | –789 | 8.735 | |
| - | - | 271.722 | 67.689 | 152.803 | 118.690 | - | 48.233 | |
| 38.714 | 175.402 | 24.803 | 3.696 | 143 | 10.707 | 90 | 138.049 | |
| 29.578 | 17.917 | 12.247 | 2.587 | 94 | 2.345 | 42 | 873 | |
| - | - | 293.200 | 42.860 | 82.121 | 127.914 | 669 | 155.857 | |
| - | - | 293.152 | 42.860 | 67.960 | 120.843 | 669 | 127.064 | |
| 11.143 | 142.660 | 50.002 | 4.795 | 4.382 | 3.108 | 236 | 5.591 | |
| - | - | - | 7.645 | 2.261 | - | - | - | |
| 27.571 | 32.742 | –46.677 | 23.730 | 66.443 | –1.625 | –815 | 24.834 | |
| 14.013 | 5.571 | - | 9.837 | 32.890 | - | - | 12.058 | |
| - | - | - | - | - | - | - | - | |
| - | - | -10.948 | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | -142 | - | - | |
| - | - | 6.963 | - | - | - | - | - | |
| 11.445 | 3.663 | –4.116 | 2.028 | 13 | 142 | –592 | 6.543 | |
| –12.500 | - | - | - | - | - | - | - | |
| 12.958 | 9.234 | –4.116 | 11.865 | 28.918 | - | - | –592 | 18.601 |
| 12.958 | 9.234 | - | 11.865 | 28.918 | - | - | - | 18.601 |
| - | - | –4.369 | - | - | –1.295 | - | - |
Angaben zu den unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen:
| in T€ | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Buchwertanteil an Gemeinschaftsunternehmen zum 31.12. | 47.468 | 32.125 | |
| Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss | 7.821 | 15.527 | |
| Gesamtergebnis | 7.821 | 15.527 |
Die nicht angesetzten Anteile an Verlusten von Gemeinschaftsunternehmen im Geschäftsjahr 2022 belaufen sich auf T€ 497 (Vorjahr: T€ 1.979) und kumuliert zum 31. Dezember 2022 auf T€ 1.415 (Vorjahr: T€ 2.297). Zum 31. Dezember 2022 bestehen keine maßgeblichen Zugriffsbeschränkungen auf Vermögenswerte. Zu den Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten für at-equity bilanzierte Unternehmen siehe Ausführungen unter Punkt 42. Zur Auswirkung der Fehlerkorrektur nach IAS 8 verweisen wir auf Punkt 7.
23. Projektfinanzierungen
| in T€ | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Projektfinanzierungen für sonstige Beteiligungsunternehmen | 12 | 3 | |
| Projektfinanzierungen für at-equity bilanzierte Unternehmen | 180.873 | 179.633 | |
| Gesamt | 180.885 | 179.636 |
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Verluste aus at-equity bilanzierten Gesellschaften im Rahmen der Bewertung als Nettoinvestment in Höhe von T€ 14.969 (Vorjahr: T€ 4.146) erfasst. Die Fälligkeit der Projektfinanzierungen ist mit der Verwertung der betreffenden Immobilie befristet. Es bestehen daher keine Überfälligkeiten.
24. Übrige Finanzanlagen
| in T€ | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Beteiligungen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 448 | 1.723 | |
| Übrige Beteiligungen | 190 | 229 | |
| Wertpapiere (FVTPL) | 858 | 955 | |
| Wertpapiere (Amortised Cost) | 8.721 | 8.721 | |
| Gesamt | 10.217 | 11.628 |
Die „at fair value through profit and loss“ bewerteten Wertpapiere umfassen im Wesentlichen festverzinsliche Titel. Sie unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Da bei den Beteiligungen der beizulegende Zeitwert nicht wesentlich vom Fair Value abweicht, werden diese zu Anschaffungskosten bewertet.
25. Vorräte
Die Vorräte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
| in T€ | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Zum Verkauf bestimmte Immobilien | in Entwicklung | 221.750 | 96.752 |
| im Bestand | 35.438 | 36.332 | |
| Sonstiger Vorrat | 23 | 7 | |
| Geleistete Anzahlungen | 2.086 | - | |
| Gesamt | 259.297 | 133.091 |
Vorräte mit einem Buchwert von T€ 183.172 (Vorjahr: T€ 79.799) sind zur Besicherung von Verbindlichkeiten verpfändet. Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Vorräte beträgt T€ 12.350 (Vorjahr: T€ 10.318). Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen in Höhe von T€ 1.420 (Vorjahr: T€ 922) durchgeführt.
26. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Vertragsvermögenswerte
Die zum Bilanzstichtag nach der PoC-Methode bewerteten Kundenaufträge sind wie folgt ausgewiesen:
| in T€ | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Vertragsvermögenswerte | 48.594 | 110.086 | |
| Abzüglich zurechenbarer erhaltener Anzahlungen | –25.590 | –74.455 | |
| Gesamt | 23.004 | 35.631 |
Dem per 31. Dezember 2022 gemäß Leistungsfortschritt aktivierten anteiligen Auftragswert stehen bewertete Auftragskosten in Höhe von T€ 46.517 (Vorjahr: T€ 100.663) gegenüber, sodass sich der in Bezug auf diese Aufträge angesetzte Teilgewinn in den Umsatzerlösen auf T€ 2.077 (Vorjahr: T€ 9.423) beläuft.
Die Vertragsvermögenswerte entwickelten sich in der Berichtsperiode wie folgt:
Erhöhungen durch:
* Projektfortschritte von forward verkauften Immobilien
* Projektfortschritte von Projektmanagementverträgen
* Umgliederungen von Finanzimmobilien und Vorratsimmobilien, die forward verkauft wurden und noch nicht fertiggestellt waren
Verminderungen durch:
* Fertiggestellte und übergebene Immobilien
* Erhaltene Anzahlungen für in Bau befindliche Immobilien und Projektmanagementverträge
* Schlussgerechnete Projektmanagementverträge
| in T€ | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Vertragsvermögenswerte Stand zum 1.1. | 35.631 | 100.489 | |
| Zugänge | 43.231 | 123.672 | |
| Abgänge | –104.890 | –145.575 | |
| Währungsanpassungen | 167 | 840 | |
| Erhaltene Anzahlungen | 48.865 | –43.795 | |
| Stand zum 31.12. | 23.004 | 35.631 |
Zusammensetzung und Fristigkeit der Forderungen und Leistungen:
| in T€ | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Forderungen gegenüber Dritten | 3.993 | 4.971 | |
| Forderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungsunternehmen | 3.524 | 1.578 | |
| Forderungen gegenüber at-equity bilanzierten Unternehmen | 18.973 | 18.370 | |
| Gesamt | 26.490 | 24.919 |
Die Forderungen gegenüber Dritten sind mit T€ 1.514 (Vorjahr: T€ 3.172) nicht überfällig und mit T€ 2.479 (Vorjahr: T€ 1.799) unter einem Jahr überfällig. Sämtliche andere Forderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungsunternehmen sowie gegenüber at-equity bilanzierten Unternehmen sind nicht fällig.
Altersstruktur der Forderungen gegenüber Dritten:
| in T€ | Buchwert zum 31.12.2022 | Davon zum Abschluss- stichtag nicht überfällig | Davon zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig | |
|---|---|---|---|---|
| Weniger als 30 Tage | ||||
| Forderungen gegenüber Dritten | 3.993 | 1.514 | 266 |
| in T€ | Buchwert zum 31.12.2021 | Davon zum Abschluss- stichtag nicht überfällig | Davon zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig | |
|---|---|---|---|---|
| Weniger als 30 Tage | ||||
| Forderungen gegenüber Dritten | 4.971 | 3.172 | 682 |
Die Zahlungsbedingungen bei Forward Deals sehen Zahlungen bei Übergabe vor. Bei Wohnungsverkäufen sind die Zahlungsfristen lokal gesetzlich geregelt. Eine Zahlung erfolgt dann, wenn eine bestimmte Teilleistung fertiggestellt ist. (z. B. Fertigstellung Rohbau). Die Zahlungen für Bauleistungen folgen in der Regel immer einem Zahlungsplan. Die Gegenleistung ist die vordefinierte Bauleistung.
27. Finanzielle Vermögenswerte
| in T€ | 31.12.2022 Restlaufzeit > 1 Jahr | 31.12.2021 restated Restlaufzeit > 1 Jahr | |
|---|---|---|---|
| Übrige | 23.618 | 3.877 | |
| Gesamt | 23.618 | 3.877 |
Die übrigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Kaufpreisforderungen aus Verkäufen von Gesellschaftsanteilen sowie Forderungen aus der Immobilienbewirtschaftung und sonstige Darlehen. Zur Auswirkung der Fehlerkorrektur nach IAS 8 verweisen wir auf Punkt 7.
28. Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
| in T€ | 31.12.2022 Restlaufzeit > 1 Jahr | 31.12.2021 Restlaufzeit > 1 Jahr | |
|---|---|---|---|
| Forderungen aus Steuern | 9.596 | - | |
| Übrige | 178 | - | |
| Gesamt | 9.774 | - |
29. Liquide Mittel
Die liquiden Mittel beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 322.924 (Vorjahr: T€ 423.290) sowie Kassenbestände in Höhe von T€ 5 (Vorjahr: T€ 22).
30. Latente Steuern
Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und den jeweiligen steuerlichen Wertansätzen wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen Steuerabgrenzungen aus:
| in T€ | 2022 | 2021 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiv | Passiv | Aktiv | Passiv | ||
| Finanzimmobilien, sonstige Bewertungsunterschiede | 2.523 | 11.214 | 6.560 | 8.328 | |
| Sachanlagen | 4 | 574 | 13 | 2.069 | |
| Finanzielle Vermögenswerte und Schulden | 9.598 | 3.132 | 7.595 | 3.803 | |
| POC-Methode | - | 5.648 | 1 | 4.294 | |
| Rückstellungen | 817 | 421 | 1.016 | 1.088 | |
| Steuerliche Verlustvorträge | 8.477 | - | 4.603 | - | |
| Sonstiges | - | - | - | - | |
| Saldierungen | –12.080 | –12.080 | –14.054 | –14.054 | |
| Latente Steuern | 9.339 | 8.909 | 5.734 | 5.528 | |
| Saldierte latente Steuern | - | –430 | - | –206 |
Latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen wurden insoweit aktiviert, als diese wahrscheinlich mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können. Der Stand der zum 31. Dezember 2022 nicht angesetzten Verlustvorträge beträgt T€ 93.059 (Vorjahr: T€ 24.875). Davon sind T€ 68.522 (Vorjahr: T€ 20.847) nicht verfallbar, die restlichen T€ 24.537 (Vorjahr: T€ 4.028) innerhalb von fünf bis neun Jahren verfallbar. In 2022 wurden T€ 0 (Vorjahr: T€ 8) ausländische Verluste in Österreich verwertet.
31.# Eigenkapital
Grundkapital
| 31.12.2022 Stück | 31.12.2022 € | 31.12.2021 Stück | 31.12.2021 € | |
|---|---|---|---|---|
| Inhaber-Stammaktien | 7.472.180 | 52.305.260 | 7.472.180 | 22.416.540 |
Das Grundkapital in Höhe von € 52.305.260 (Vorjahr: € 22.416.540) ist in 7.472.180 (Vorjahr: 7.472.180) Stück nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Der auf die einzelne auf den Inhaber lautende Stückaktie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt € 7 (Vorjahr: € 3). Jedes Stück Stammaktie ist in gleichem Umfang am Gewinn einschließlich Liquidationsgewinn beteiligt und gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung. Mit Beschlussfassung vom 16. Mai 2022 wurde das Grundkapital aus Gesellschaftsmitteln von € 22.416.540,00 um € 29.888.720,00 auf € 52.305.260,00 durch Umwandlung der im Jahresabschluss zum 31.12.2021 ausgewiesenen anderen Rücklagen (freie Rücklagen) in der Höhe von € 29.888.720,00 ohne Ausgabe neuer Aktien (Kapitalberichtigung gemäß dem Kapitalberichtigungsgesetz) erhöht. Die entsprechende Anpassung der Satzung der Gesellschaft in § 4 Absatz 1 (Höhe des Grundkapitals) erfolgte.
32. Genehmigtes Kapital, bedingtes Kapital und eigene Aktien
In der 141. ordentlichen Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 wurden folgende Beschlüsse gefasst:
- Beschlussfassung über den Widerruf der bestehenden Ermächtigung des Vorstands nach § 4 Absatz 4 der Satzung (Genehmigtes Kapital 2017) und über die gleichzeitige Einräumung einer neuen Ermächtigung des Vorstands gemäß § 169 AktG in § 4 Absatz 4 der Satzung, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, auch in mehreren Tranchen und auch mit der Möglichkeit des Ausschlusses des Bezugsrechts, zu erhöhen und den Ausgabekurs, die Ausgabebedingungen, das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Durchführung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (Genehmigtes Kapital 2022) sowie Beschlussfassung über die entsprechenden Änderungen der Satzung in § 4 Absatz 4 und über die Ermächtigung des Aufsichtsrats, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2022 ergeben, zu beschließen, wobei das Bezugsrecht für Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen ausgeschlossen ist.
- Beschlussfassung über eine bedingte Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts im Ausmaß von bis zu € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gemäß § 159 Absatz 2 Z 1 AktG zur Ausgabe an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen und die Feststellung der Erfordernisse gemäß § 160 Absatz 2 AktG, sowie über die Ermächtigung des Vorstands, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen, insbesondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der Wandelschuldverschreibungen, die Möglichkeit einer Wandlungspflicht, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis, und Beschlussfassung über die entsprechende Änderung der Satzung durch Einfügung eines neuen Absatzes 5b in § 4 der Satzung sowie über die Ermächtigung des Aufsichtsrats, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen.
- Beschlussfassung über die Ermächtigung des Vorstands gemäß § 174 Absatz 2 AktG innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen, mit denen ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf Erwerb von bis zu 747.218 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu € 2.241.654,00 verbunden ist, auch in mehreren Tranchen, auszugeben und alle weiteren Bedingungen, die Ausgabe und das Wandlungsverfahren der Wandelschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen. Die Ausgabebedingungen können zusätzlich oder anstelle eines Bezugs- oder Umtauschrechts auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit oder zu einem anderen Zeitpunkt begründen. Die Bedienung der Umtausch- oder Bezugsrechte kann durch bedingtes Kapital oder durch eigene Aktien oder durch eine Kombination aus bedingtem Kapital und eigenen Aktien erfolgen. Der Preis der Wandelschuldverschreibungen ist unter Berücksichtigung anerkannter finanzmathematischer Methoden in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln.
In der 140. ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 wurden folgende Beschlüsse gefasst:
- Der Vorstand wurde gemäß § 159 Abs. 3 AktG in § 4 Abs. 6 der Satzung ermächtigt, bis zum 9. Juli 2026 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats, allenfalls in mehreren Tranchen, bedingt um bis zu € 1.678.920,00 durch Ausgabe von bis zu 559.640 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zum Zweck der Bedienung von Aktienoptionen im Rahmen der in der Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 beschlossenen Fortsetzung und Verlängerung des Long-Term-Incentive-Programms 2017 (samt Anpassung der Planbedingungen 2017) an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie mit ihr verbundener Unternehmen zu erhöhen. Der Ausgabebetrag der Aktien wurde mit dem ungewichteten Durchschnitt der Schlusskurse der UBM-Aktie (ISIN AT0000815402) an der Wiener Börse im Zeitraum vom 24. Mai 2017 (einschließlich) bis 21. Juni 2017 (einschließlich) festgelegt. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die sich aus einer Durchführung der genehmigten bedingten Kapitalerhöhung ergebenden Änderungen der Satzung zu beschließen. § 4 Abs. 6 der Satzung der Gesellschaft wurde entsprechend angepasst.
- In der Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 wurde weiters beschlossen, das Long-Term-Incentive-Programm 2017 („LTIP“), in dessen Rahmen Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands und bestimmte Führungskräfte gewährt wurden, fortzusetzen und zu verlängern. Die oben genannten Aktienoptionen im Rahmen des LTIP wurden nach dem festgesetzten Zusagezeitpunkt vom 22. Juni 2017 bis zum 21. Juli 2017 im Ausmaß von 375.130 Aktienoptionen zugeteilt, im Geschäftsjahr 2018 und 2019 wurden weitere 22.500 Aktienoptionen zugeteilt. 100.220 Aktienoptionen sind aufgrund des Ausscheidens leitender Mitarbeiter verfallen. Die zum Stichtag 31.12.2020 vorhandenen Aktienoptionen wurden im Ausübungsfenster 2 (1. September 2021 bis 26. Oktober 2021 in bar abgelöst (cash-settled), die neu gegebenen Optionen (60.175 Stück) wurden zum Fair Value bewertet und in den Personalverpflichtungen ausgewiesen, da künftig wieder von einem Cash-Settlement ausgegangen wird.
Entwicklung der ursprünglich als equity-settled eingestuften Aktienoptionen:
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | - | 297.410 |
| Gewährte Optionen | - | - |
| Verfallene Optionen | - | - |
| Ausgeübte Optionen | - | –297.410 |
| Stand zum 31.12. | - | - |
Außerdem wurden in der 140. ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 noch folgende Beschlüsse gefasst:
- Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung für die Dauer von 30 Monaten vom Tag der Beschlussfassung gemäß § 65 Abs 1 Z 4 und Z 8 sowie Abs 1a und Abs 1b AktG zum Erwerb eigener Aktien der Gesellschaft bis zu dem gesetzlich zulässigen Ausmaß von 10 % des Grundkapitals unter Einschluss bereits erworbener Aktien ermächtigt. Der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht niedriger als EUR 3,00 und nicht höher als maximal 10 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der Erwerb kann über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art erfolgen, insbesondere auch außerbörslich, oder von einzelnen veräußerungswilligen Aktionären (negotiated purchase) und auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, das mit einem solchen Erwerb einhergehen kann (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss). Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, die jeweiligen Rückkaufsbedingungen festzusetzen, wobei der Vorstand den Vorstandsbeschluss und das jeweilige darauf beruhende Rückkaufprogramm einschließlich dessen Dauer entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen (jeweils) zu veröffentlichen hat. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a UGB) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen.
- Der Vorstand wurde auch ermächtigt, für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Das quotenmäßige Kaufrecht der Aktionäre bei Veräußerung oder Verwendung auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot wird ausgeschlossen (Ausschluss des Bezugsrechts).
- Schließlich wurde der Vorstand ermächtigt, ohne weitere Befassung der Hauptversammlung, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien einzuziehen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von eigenen Aktien ergeben, zu beschließen.
33. Rücklagen
Die Kapitalrücklagen resultieren aus den in den Vorjahren durchgeführten Kapitalerhöhungen und Kapitalberichtigungen sowie aus verjährten Dividendenansprüchen. Von den Kapitalrücklagen sind Rücklagen in Höhe von T€ 98.954 (Vorjahr: T€ 98.954) gebunden. Sie dürfen nur zum Ausgleich eines ansonsten im Jahresabschluss von UBM auszuweisenden Bilanzverlusts aufgelöst werden, soweit freie Rücklagen zur Abdeckung nicht zur Verfügung stehen.# 34. Hybridkapital und Hybridanleihe
Im Juni 2022 hat die UBM das Hybridkapital in Höhe von € 25,3 Mio. zur Gänze an die PORR AG rückbezahlt.
Am 22. Februar 2018 hat UBM eine tief nachrangige Anleihe (Hybridanleihe) mit einem Gesamtvolumen in Höhe von € 100 Mio. und einem jährlichen Kupon von 5,50 % begeben. Die Anleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit mit einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit der Emittentin nach fünf Jahren.
Am 18. Juni 2021 hat UBM eine tief nachrangige Sustainability-Linked Anleihe (Hybridanleihe) mit einem Gesamtvolumen in Höhe von € 100 Mio. und einem jährlichen Kupon von 5,50 % begeben, die Zinshöhe ist abhängig von einem bestimmten ESG-Rating. Die Anleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit mit einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit der Emittentin nach fünf Jahren. Gleichzeitig wurde eine Nominale in Höhe von € 47,1 Mio. der Hybridanleihe von 2018 im Rahmen eines Umtauschangebots getilgt.
Da Zahlungen, sowohl Zinsen als auch Kapitaltilgungen, zwingend nur bei Eintritt von Bedingungen zu leisten sind, deren Eintritt von UBM bewirkt bzw. verhindert werden kann, und der Konzern daher die Möglichkeit hat, Zahlungen dauerhaft zu vermeiden, ist die Hybridanleihe als Eigenkapitalinstrument einzustufen. Bezahlte Zinsen sind abzüglich des Steuereffekts wie Gewinnausschüttungen direkt eigenkapitalmindernd zu erfassen.
35. Rückstellungen in T€
| Abfertigungen | Pensionen | Jubiläumsgelder | Bauten | Mietgarantien | Andere | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 1.1.2022 | 1.806 | 2.322 | 260 | 184 | 3.439 | 1.480 | 9.491 |
| Währungsanpassungen | –1 | – | – | – | – | – | –1 |
| Erst-/Entkonsolidierung | – | –114 | – | – | – | – | –114 |
| Zuführung | 86 | 19 | –4 | 564 | – | 5.724 | 6.389 |
| Zuführung OCI | –190 | –822 | – | – | – | – | –1.012 |
| Erst-/Entkonsolidierung OCI | – | –352 | – | – | – | – | –352 |
| Verwendung | –203 | –88 | –24 | –101 | –1.885 | –2.688 | –4.989 |
| Auflösung | – | – | – | – | – | –70 | –70 |
| Stand zum 31.12.2022 | 1.498 | 965 | 232 | 647 | 1.554 | 4.446 | 9.342 |
| davon langfristig | 1.498 | 965 | 232 | 632 | 1.554 | 2.656 | 7.537 |
| davon kurzfristig | – | – | – | 15 | – | 1.790 | 1.805 |
| Abfertigungen | Pensionen | Jubiläumsgelder | Bauten | Mietgarantien | Andere | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 1.1.2021 | 1.836 | 2.762 | 265 | 338 | 1.332 | 4.341 | 10.874 |
| Zuführung | 79 | 11 | 2 | 10 | 2.124 | 994 | 3.220 |
| Zuführung OCI | –109 | –409 | – | – | – | – | –518 |
| Verwendung | – | –42 | –7 | – | –17 | –1.488 | –1.554 |
| Auflösung | – | – | – | –164 | – | –2.367 | –2.531 |
| Stand zum 31.12.2021 | 1.806 | 2.322 | 260 | 184 | 3.439 | 1.480 | 9.491 |
| davon langfristig | 1.806 | 2.322 | 260 | 154 | 3.439 | 1.080 | 9.061 |
| davon kurzfristig | – | – | – | 30 | – | 400 | 430 |
Gemäß kollektivvertraglichen Regelungen haben UBM und ihre Tochterunternehmen ihren Mitarbeitern in Österreich und Deutschland bei bestimmten Dienstjubiläen Jubiläumsgelder zu zahlen. Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde gemäß den Bestimmungen des IAS 19 ermittelt. In Bezug auf die der Berechnung zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen wird auf die Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen.
Die Rückstellungen für Bauten betreffen Verpflichtungen aus Gewährleistungen. Die anderen Rückstellungen beinhalten Drohverlustrückstellungen und ausstehende Verpflichtungen aus Grundstückserwerben. Sowohl bei den Mietgarantierückstellungen als auch bei den Drohverlustrückstellungen wird mit einer Inanspruchnahme in ein bis zwei Jahren gerechnet.
Altersversorgungspläne
Leistungsorientierte Pläne
Rückstellungen für Abfertigungen wurden für Angestellte und Arbeiter, die gemäß Angestelltengesetz, Arbeiterabfertigungsgesetz bzw. Betriebsvereinbarung Abfertigungsansprüche haben, gebildet. Angestellte, deren Dienstverhältnisse österreichischem Recht unterliegen, haben, wenn das betreffende Dienstverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen und eine bestimmte Zeit gedauert hat, Anspruch auf eine Abfertigung in jedem Fall der Auflösung des Dienstverhältnisses bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters. Die Höhe der Abfertigung ist abhängig von der Höhe des Bezugs zum Zeitpunkt der Auflösung und von der Dauer des Dienstverhältnisses. Diese Ansprüche der Dienstnehmer sind daher wie Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionsplänen zu behandeln, wobei Planvermögen zur Deckung dieser Ansprüche nicht vorliegt. Die Abfertigungsrückstellungen weisen folgende Entwicklung auf:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 1.1. | 1.806 | 1.836 |
| Währungsanpassungen | –1 | – |
| Dienstzeitaufwand | 69 | 72 |
| Zinsaufwand | 17 | 7 |
| Abfertigungszahlungen | –203 | – |
| Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) | –190 | –109 |
| davon Gewinne/Verluste demografisch | 38 | – |
| davon Gewinne/Verluste finanziell | –70 | –62 |
| davon Gewinne/Verluste erfahrungsbedingte Anpassungen | –158 | –47 |
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 31.12. | 1.498 | 1.806 |
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand (erworbene Ansprüche) | 69 | 72 |
| Zinsaufwand | 17 | 7 |
| Abfertigungsaufwand (im Periodenergebnis erfasst) | 86 | 79 |
| Abfertigungsaufwand (im Gesamtperiodenergebnis erfasst) | –190 | –109 |
Zur Finanzierung der Abfertigungsansprüche besteht ein Abfertigungsgruppenversicherungsvertrag mit einem Deckungskapital zum 31. Dezember 2022 in Höhe von T€ 1.714 (Vorjahr: T€ 1.623). In Bezug auf die der Berechnung zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen wird auf die Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen. Für das folgende Geschäftsjahr ist ein Dienstzeitaufwand von T€ 51 und ein Zinsaufwand von T€ 39 geplant.
Rückstellung für Pensionen
Im UBM-Konzern haben nur Mitglieder des ehemaligen Vorstands Pensionszusagen. Bei diesen Pensionszusagen handelt es sich in der Regel um leistungsorientierte, einzelvertragliche Zusagen. Die Höhe des Pensionsanspruchs ist von den jeweils geleisteten Dienstjahren abhängig.
Rückstellung für Pensionen: Überleitung von der Pensionsverpflichtung zur Rückstellung:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Barwert der durch Fondsvermögen gedeckten Verpflichtung | 3.187 | 4.097 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | –2.222 | –2.324 |
| Nettowert der durch Fondsvermögen gedeckten Verpflichtung | 965 | 1.773 |
| Barwert der nicht durch Fondsvermögen gedeckten Verpflichtung | - | 549 |
| Buchwert der Rückstellung zum 31.12. | 965 | 2.322 |
Die Pensionsrückstellungen weisen folgende Entwicklung auf:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 1.1. | 4.645 | 5.188 |
| Umgliederung | –465 | – |
| Zinsaufwand | 43 | 20 |
| Pensionszahlungen | –234 | –255 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) | –802 | –308 |
| davon Gewinne/Verluste demografisch | – | – |
| davon Gewinne/Verluste finanziell | –757 | –314 |
| davon Gewinne/Verluste erfahrungsbedingte Anpassungen | –45 | 6 |
| Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 31.12. | 3.187 | 4.645 |
Die Verpflichtungen aus den direkten Pensionszusagen werden zum Teil durch Versicherungsverträge, die bei der WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group abgeschlossen wurden, rückgedeckt. Zur Sicherstellung der Pensionsansprüche der versicherten Dienstnehmer aus den Firmenpensionszusagen sind die Ansprüche aus den Versicherungsverträgen zugunsten der versicherten Dienstnehmer verpfändet. Die Pensionsrückdeckungsversicherungen werden in der gesonderten Abteilung des Deckungsstocks für die Lebensversicherung im Sinne des § 20 Abs. 2 Z 1 in Verbindung mit § 78 des Versicherungsaufsichtsgesetzes geführt. Die Forderungen aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 2.222 (Vorjahr: T€ 2.324) stellen Planvermögen gem. IAS 19 dar und wurden mit dem Barwert der Pensionsverpflichtungen saldiert.
Entwicklung des Planvermögens:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1.1. | 2.324 | 2.426 |
| Zinserträge | 24 | 10 |
| Auszahlungen (Leistungszahlungen) | –146 | –213 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (–) | 20 | 101 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31.12. | 2.222 | 2.324 |
Pensionsaufwand (netto):
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Zinsaufwand | 43 | 10 |
| Pensionsaufwand (im Periodenergebnis erfasst) | 43 | 10 |
| Pensionsaufwand (im Gesamtperiodenergebnis erfasst) | –822 | –408 |
In Bezug auf die der Berechnung zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen wird auf die Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen. Für das folgende Geschäftsjahr ist ein Dienstzeitaufwand von T€ 0 und ein Zinsaufwand von T€ 92 geplant.Die im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr in Bezug auf die Abfertigungs- und Pensionsrückstellung ausgewiesenen versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste stellen im Wesentlichen erfahrungsbedingte Anpassungen dar. Der Teil des Planvermögens von der WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group ist laut Auskunft der WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group wie folgt veranlagt:
Struktur der Kapitalanlagen im klassischen Deckungsstock in %
| | 2022 | 2021 |
| :---- | :--- | :--- |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 96,00 | 58,00 |
| Aktien, Ergänzungskapital, Genussrechte, Partizipationskapital | 2,00 | 2,00 |
| Investmentfonds | - | 27,00 |
| Verbundene Unternehmen und Beteiligungen | - | 4,00 |
| Darlehen | 1,00 | 6,00 |
| Liegenschaften | - | 2,00 |
| Bankguthaben | 1,00 | 1,00 |
| Gesamt | 100,00 | 100,00 |
Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Laufzeiten (Duration) der jeweiligen Verpflichtungen:
Fälligkeitsprofil – DBO
| Fälligkeitsprofil | 1–5 Jahre | 6–10 Jahre | 10+ Jahre | Duration |
| :---------------- | :-------- | :--------- | :-------- | :------- |
| Pensionen | 996 | 839 | 1.351 | 9,74 |
| Abfertigungen | 579 | 881 | 346 | 7,18 |
Fälligkeitsprofil – Cash
| Fälligkeitsprofil | 1–5 Jahre | 6–10 Jahre | 10+ Jahre | Duration |
| :---------------- | :-------- | :--------- | :-------- | :------- |
| Pensionen | 1.071 | 1.044 | 2.229 | 11,35 |
| Abfertigungen | 627 | 1.235 | 702 | 8,59 |
Beitragsorientierte Pläne
Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis österreichischem Recht unterliegt und die nach dem 31. Dezember 2002 in das Dienstverhältnis eingetreten sind, erwerben keine Abfertigungsansprüche gegenüber dem jeweiligen Dienstgeber. Für diese Mitarbeiter sind Beiträge in Höhe von 1,53 % des Lohns bzw. Gehalts an eine Mitarbeitervorsorgekasse zu zahlen. 2022 ist diesbezüglich ein Aufwand von insgesamt T€ 220 (Vorjahr: T€ 238) angefallen. Für drei Vorstandsmitglieder wurde ein Betrag von T€ 11 (Vorjahr: T€ 10) in eine Pensionskasse einbezahlt. Die Mitarbeiter der Gruppe in Österreich, Deutschland, der Tschechischen Republik, Polen und Ungarn gehören zudem staatlichen Pensionsplänen an, die in der Regel im Umlageverfahren finanziert werden. Die Verpflichtung der Gruppe beschränkt sich darauf, die Beiträge in Abhängigkeit vom Entgelt laufend zu entrichten. Eine rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht nicht.
- Anleihen und Schuldscheindarlehen in T€
| | 2022 | 2021 |
| :---- | :--- | :--- |
| Stand zum 1.1. | 526.498 | 456.504 |
| Emission | - | 88.602 |
| Rückzahlung | –81.103 | –19.500 |
| Zinszahlungen | –15.789 | –18.551 |
| Effektivverzinsung | 17.096 | 19.443 |
| Stand zum 31.12. | 446.702 | 526.498 |
Am 11. Oktober 2022 hat UBM eine fünfjährige Unternehmensanleihe (UBM-Anleihe 2017–2022) mit einem Gesamtvolumen von € 81,1 Mio. und einem jährlichen Kupon von 3,250 % rückbezahlt.
- Finanzverbindlichkeiten
2022 in T€
| | Durchschnittliche Effektivverzinsung in % | Gesamt | Restlaufzeit | Davon dinglich besichert | < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre |
| :---- | :----------------------------------------- | :----- | :----------- | :----------------------- | :------- | :------- | :-------- | :-------- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten variabel verzinst | 4,14 | 317.104 | 126.876 | 190.228 | - | 317.104 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fix verzinst | 3,93 | 46.475 | - | 46.475 | - | 46.475 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Darlehensgebern fix verzinst | 2,23 | 12.884 | 750 | 3.000 | 9.134 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggebern variabel verzinst | 3,93 | 21.876 | 1.731 | 4.654 | 15.491 | - | - | - |
| Gesamt | | 398.339 | 129.357 | 244.357 | 24.625 | 363.579 | - | - |
2021 in T€
| | Durchschnittliche Effektivverzinsung in % | Gesamt | Restlaufzeit | Davon dinglich besichert | < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre |
| :---- | :----------------------------------------- | :----- | :----------- | :----------------------- | :------- | :------- | :-------- | :-------- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten variabel verzinst | 1,89 | 247.209 | 78.644 | 168.565 | - | 247.209 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fix verzinst | 1,95 | 17.000 | 3.000 | 14.000 | - | 17.000 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Darlehensgebern fix verzinst | 2,23 | 13.625 | 750 | 3.000 | 9.875 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggebern variabel verzinst | 3,57 | 21.774 | 1.797 | 5.166 | 14.811 | - | - | - |
| Gesamt | | 299.608 | 84.191 | 190.731 | 24.686 | 264.209 | - | - |
Die Mindestleasingzahlungen für Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen, welche Gebäude und PKWs betreffen, teilen sich wie folgt auf:
in T€
| | Nominalwert | Abzinsungs betrag | Barwert | Nominalwert | Abzinsungs betrag | Barwert |
| :---- | :---------- | :---------------- | :------ | :---------- | :---------------- | :------ |
| 2022 | | | | 2021 | | |
| Fällig bis 1 Jahr | 2.710 | 979 | 1.731 | 2.698 | 901 | 1.797 |
| Fällig 1 bis 5 Jahre | 7.942 | 3.288 | 4.654 | 8.408 | 3.242 | 5.166 |
| Fällig über 5 Jahre | 24.380 | 8.889 | 15.491 | 23.530 | 8.719 | 14.811 |
| Gesamt | 35.032 | 13.156 | 21.876 | 34.636 | 12.862 | 21.774 |
Die Verpflichtungen des Konzerns aus Finanzierungsleasingverhältnissen sind durch einen Eigentumsvorbehalt des Leasinggebers auf die geleasten Vermögenswerte besichert.
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in T€
| | 2022 | 2021 |
| :---- | :--- | :--- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Dritten | 46.947 | 50.109 |
| Gesamt | 46.947 | 50.109 |
Die Verbindlichkeiten sind zur Gänze im Folgejahr fällig.
- Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
2022 in T€
| | Gesamt | Restlaufzeit | Davon dinglich besichert | < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre |
| :---- | :----- | :----------- | :----------------------- | :------- | :------- | :-------- | :-------- |
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 94 | 94 | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber at-equity bilanzierten Unternehmen | 2.572 | 2.572 | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Beteiligungsunternehmen | 5.735 | 5.735 | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Anleihezinsen | 4.042 | 4.042 | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 9.058 | 9.058 | - | - | - | - | - |
| Übrige | 4.001 | 2.156 | 895 | 950 | - | - | - |
| Gesamt | 25.502 | 23.657 | 895 | 950 | - | - | - |
2021 in T€
| | Gesamt | Restlaufzeit | Davon dinglich besichert | < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre |
| :---- | :----- | :----------- | :----------------------- | :------- | :------- | :-------- | :-------- |
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 2.680 | 2.680 | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber at-equity bilanzierten Unternehmen | 9.455 | 9.455 | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Beteiligungsunternehmen | 4.292 | 4.292 | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Anleihezinsen | 4.635 | 4.635 | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 7.960 | 7.960 | - | - | - | - | - |
| Übrige | 4.398 | 2.147 | 1.215 | 1.036 | - | - | - |
| Gesamt | 33.420 | 31.169 | 1.215 | 1.036 | - | - | - |
In der Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 wurde beschlossen, das Long-Term-Incentive-Programm 2017 („LTIP“), in dessen Rahmen Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands und bestimmte Führungskräfte gewährt wurden, fortzusetzen und zu verlängern. Die zum Stichtag 31.12.2020 vorhandenen Aktienoptionen wurden im Ausübungsfenster 2 (1. September 2021 bis 26. Oktober 2021) in bar abgelöst (cash-settled), die neu ausgegebenen Optionen (60.175 Stück) wurden zum Fair Value bewertet und in den Personalverpflichtungen ausgewiesen, da künftig wieder von einem Cash-Settlement ausgegangen wird. Durch die beschlossene Fortsetzung und Verlängerung des LTIP wurden zwei zusätzliche Ausübungsfenster eingeführt, nämlich im Zeitraum vom 1. September 2022 bis zum 26. Oktober 2022 (Ausübungsfenster 3) sowie vom 1. September 2023 bis zum 26. Oktober 2023 (Ausübungsfenster 4). Der beizulegende Zeitwert beträgt zum 31.12.2022 T€ 463. Dieser ist zu jedem Stichtag aufs Neue zum Fair Value zu bewerten. Im Geschäftsjahr 2022 fand aufgrund Unwesentlichkeit keine Bewertung statt.
Entwicklung der von Anfang an als cash-settled eingestuften Aktienoptionen:
Anzahl Aktienoptionen
| | 2022 | 2021 |
| :---- | :--- | :--- |
| Stand zum 1.1. | 60.175 | - |
| Gewährte Optionen | - | 60.175 |
| Verfallene Optionen | - | - |
| Ausgeübte Optionen | - | - |
| Stand zum 31.12. | 60.175 | 60.175 |
- Übrige Verbindlichkeiten
2022 in T€
| | Gesamt | Restlaufzeit | Davon dinglich besichert | < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre |
| :---- | :----- | :----------- | :----------------------- | :------- | :------- | :-------- | :-------- |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 2.674 | 2.674 | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 384 | 384 | - | - | - | - | - |
| Erhaltene Anzahlungen | 412 | 412 | - | - | - | - | - |
| Übrige | 10 | 10 | - | - | - | - | - |
| Gesamt | 3.480 | 3.480 | - | - | - | - | - |
2021 in T€
| | Gesamt | Restlaufzeit | Davon dinglich besichert | < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre |
| :---- | :----- | :----------- | :----------------------- | :------- | :------- | :-------- | :-------- |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 330 | 330 | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 472 | 472 | - | - | - | - | - |
| Erhaltene Anzahlungen | 5.040 | 5.040 | - | - | - | - | - |
| Gesamt | 5.842 | 5.842 | - | - | - | - | - |
-
Steuerschulden
Die Vorauszahlungen an Körperschaftsteuer in Höhe von T€ 1.188 (Vorjahr: T€ 782) wurden konform zu den Vorjahren mit den Zahlungsverpflichtungen aus der Körperschaftsteuer saldiert. -
Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse betreffen Kreditbürgschaften und Garantieerklärungen in Höhe von T€ 135.674 (Vorjahr: T€ 160.656) für at-equity bilanzierte Unternehmen. Eine Inanspruchnahme aus diesen Haftungen ist nicht wahrscheinlich.
Gegebene Sicherheiten
Im Rahmen von Projektfinanzierungen werden üblicherweise von den einzelnen Konzernunternehmen Sicherheiten für die Kreditverbindlichkeiten gestellt. Die Finanzierungen erfolgen im Regelfall individuell auf Projektebene. Jedes Unternehmen muss für die laufende Bedienung des Schuldendienstes aufkommen. Zur Absicherung der Kreditverbindlichkeiten steht den Kreditgebern ein Paket an Sicherheiten zur Verfügung, das diese im Falle einer Fälligstellung zur Befriedigung ihrer Forderungen heranziehen können. Die gewährten Sicherheiten können folgende Besicherungen umfassen:
* Hypothekarische Besicherung der Immobilie
* Verpfändung der Geschäftsanteile an der Projektgesellschaft
* Verpfändung von Mietforderungen
Konditionen, Art und Umfang der Sicherheiten werden einzeln (pro Projektgesellschaft) vereinbart und sind von Projektvolumen, Höhe und Laufzeit der Kreditverbindlichkeit abhängig. Hinsichtlich der Verpfändung der Finanzimmobilien wird auf Punkt 21 sowie der Vorratsimmobilien auf Punkt 25 verwiesen.
- Erläuterungen zur Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Organisationsstruktur des UBM-Konzerns nach geogra-fischen Regionen. Für den Zweck der Segmentberichterstattung wurden die einzelnen Entwicklungsgesellschaften innerhalb eines Segments zu Gruppen zusammengefasst. Die Gruppen stellen jeweils einen Tätigkeitsbereich des UBM-Konzerns dar. Bei der Überleitung des Segmentvermögens bzw. der Segmentschulden werden insbesondere konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Schuldenkonsolidierung entfernt. Die interne Berichterstattung basiert auf IFRS-Zahlen und ist standardgemäß um die inneren Umsätze bereinigt. Im Zuge der laufenden Geschäftstätigkeit von UBM werden beim Verkauf von Immobilienprojekten hohe Volumen erzielt, die jedoch keine Abhängigkeit von bestimmten Kunden vermitteln.# 43. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Darstellung der Kapitalflussrechnung erfolgt getrennt nach Betriebs-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit, wobei der Cashflow aus der Betriebstätigkeit nach der indirekten Methode abgeleitet wird. Der Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich Kassenbestände und die Bankguthaben, über die in der Gruppe frei verfügt werden kann, und entspricht dem in der Bilanz für liquide Mittel angesetzten Wert. Bezogene Zinsen und bezogene Dividenden werden im Cashflow aus der Betriebstätigkeit erfasst, ebenso wie bezahlte Zinsen. Demgegenüber werden bezahlte Dividenden im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Überleitung der Veränderung zum Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit stellt sich wie folgt dar:
in T€
| Finanz- verbindlichkeiten | Leasing- verpflichtungen | Derivate | Anleihen und Schuldschein darlehen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31.12.2021 | 277.834 | 21.774 | - | 526.498 |
| Cashflows (zahlungswirksame Veränderungen) | 98.629 | –1.855 | - | –81.103 |
| Nicht zahlungswirksame Veränderungen | ||||
| Abgang/Erwerb von Unternehmen | - | –675 | - | - |
| Zugang | - | 2.642 | - | - |
| Wechselkurseffekte | - | –10 | - | - |
| Zinsabgrenzungen | - | - | - | 1.307 |
| Stand zum 31.12.2022 | 376.463 | 21.876 | - | 446.702 |
in T€
| Finanz- verbindlichkeiten | Leasing- verpflichtungen | Derivate | Anleihen und Schuldschein darlehen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31.12.2020 | 269.777 | 20.807 | - | 456.504 |
| Cashflows (zahlungswirksame Veränderungen) | 63.146 | –1.794 | - | 69.102 |
| Nicht zahlungswirksame Veränderungen | ||||
| Abgang/Erwerb von Unternehmen | –55.107 | - | - | - |
| Zugang | - | 2.756 | - | - |
| Wechselkurseffekte | 18 | 5 | - | - |
| Zinsabgrenzungen | - | - | - | 892 |
| Stand zum 31.12.2021 | 277.834 | 21.774 | - | 526.498 |
Die Summenspalte in der o. a. Tabelle entspricht der Summe aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten.
44. Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten
Kapitalrisikomanagement
Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge von Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Das Eigenkapital lag zum 31. Dezember 2022 mit € 501,4 Mio. unter dem Niveau per Ende 2021 (€ 524,0 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen durch die Auszahlung der Dividende sowie die Rückführung des dem Eigenkapital zuzuordnenden Genussrechtskapitals zu erklären. Die Auszahlung der Dividende in Höhe von € 16,0 Mio. erfolgte am 23. Mai 2022. Die Eigenkapitalquote erreichte per Ende des Jahres 2022 34,5 % und lag damit weiterhin in der angepeilten Bandbreite von 30–35 % (31. Dezember 2021: 35,7 %).
Nettoverschuldungsgrad
Das Risikomanagement des Konzerns überprüft laufend die Kapitalstruktur. Der Nettoverschuldungsgrad zum Jahresende stellt sich wie folgt dar:
in T€
| 31.12.2022 | 31.12.2021 restated | |
|---|---|---|
| Schulden ¹ | 823.165 | 804.332 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | –322.929 | –423.312 |
| Nettoschulden | 500.236 | 381.020 |
| Eigenkapital | 501.449 | 523.962 |
| Nettoschulden zu Eigenkapital | 99,76 % | 72,72 % |
¹ Schulden sind definiert als Summe aus kurz- und langfristigen Anleihen und kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten exklusive Leasingverbindlichkeiten
Die Nettoverschuldung betrug zum 31. Dezember 2022 € 500,2 Mio. (Vorjahr: € 381,0 Mio.), das entspricht einer Erhöhung von 31,29 %. Die Gesamtstrategie des Konzerns zielt darauf ab, durch Aufnahme von Schuldscheindarlehen und Anleihen eine langfristige Finanzierung sicherzustellen. Zur Auswirkung der Fehlerkorrektur nach IAS 8 verweisen wir auf Punkt 7.
Ziele und Methoden des Risikomanagements in Bezug auf finanzielle Risiken
Die originären finanziellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen, Projektfinanzierungen und andere Finanzanlagen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die originären finanziellen Verbindlichkeiten umfassen die Anleihe- und die anderen Finanzverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Zinsänderungsrisiko
Das Zinsrisiko des Konzerns ist definiert als das Risiko steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen aus Finanzpositionen und resultiert bei UBM nahezu ausschließlich aus dem Szenario steigender Zinsen für variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten, insbesondere im langfristigen Bereich. Eine Analyse der floatierenden Zinsposition, die sich per 31. Dezember 2022 in Höhe von T€ -117.824 (Vorjahr: T€ -128.561) darstellt, zeigt folgende Sensitivitäten, die unter den Szenarien eines Zinsanstiegs von 0,25 PP und 0,50 PP ermittelt wurden. Das Ausmaß der Zinsanstiege leitet sich aus den durchschnittlich in 2022 für den 3-Monats- und 6-Monats-EURIBOR gemessenen täglichen Zinsänderungen ab. Bei einer Wahrscheinlichkeit von 67,00 % betrug die Zinsbandbreite 10 BP, bei 99,00 % Wahrscheinlichkeit 47 BP. In Folge wurde die Auswirkung auf die Zinspositionen simuliert:
in T€
| Zinssaldo für das Jahr 2023 | Zinssaldo (p. a.) bei linearer Positionsfortschreibung ab 2024 | |
|---|---|---|
| Bei Zinsanstieg von 25 BP | 134 | 299 |
| Bei Zinsanstieg von 50 BP | 267 | 598 |
Die Forderungen aus Projektfinanzierungen werden entsprechend dem Refinanzierungszinssatz der UBM-Gruppe mit einem angemessenen Aufschlag verzinst. Bei einer Änderung von 50 BP erhöht sich der Zinsertrag für 2023 um T€ 904 (Vorjahr: T€ 898).
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten infolge des Ausfalls eines Geschäftspartners, der seinen vertraglich zugesicherten Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommt. Es umfasst Ausfall- und Länderrisiken sowie Bonitätsverschlechterungen von Kreditnehmern. Im Immobilienbereich ergibt sich das Kreditrisiko aus den Mietverpflichtungen. Der Ausfall eines Mieters und die dadurch entfallenen Mietzinszahlungen stellen eine barwertige Minderung des Immobilienprojekts dar. Dieses Risiko wird auf Basis der Expertenschätzungen auf Projektebene mitberücksichtigt. Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann aufgrund der breiten Streuung und einer permanenten Bonitätsprüfung als gering eingestuft werden, hinsichtlich der Projektfinanzierungen wird auf untenstehende Tabelle zu den kumulierten Wertminderungen von Projektfinanzierungen verwiesen. Das Ausfallrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da die Vertragspartner Finanzinstitute und andere Schuldner mit bester Bonität sind. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, wird diesen Risiken durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Ein diesbezügliches Wertberichtigungserfordernis war nicht gegeben.
Fremdwährungsrisiko
Das Zins- und Währungsrisiko wird vom Risikomanagement laufend überprüft. Marktanalysen und Prognosen von namhaften Finanzdienstleistern werden analysiert und das Management in regelmäßigen Berichten informiert. Das Fremdwährungsrisiko wird im UBM-Konzern transaktionsorientiert behandelt und resultiert aus Finanzierungen im Zusammenhang mit dem Immobilien-Development. Per 31.# Risikomanagement
Währungsrisiken
Im Dezember 2022 wurden die Währungsrisiken, die aus innerkonzernalen Finanzierungstransaktionen bzw. aus Kreditfinanzierungen der Projektgesellschaften resultieren, einer Simulation unterzogen, um etwaige Risiken aus Wechselkursänderungen abschätzen zu können:
| FX-Position in T€ Lokalwährung | Lokalwährung | VAR 1 in T€ |
|---|---|---|
| –81.907 | CZK | 582.611 |
| 2.164 | –1.988 HRK | 264 |
| 11 | –130.935 PLN | 131.248 |
| 5.180 | 1 |
1 VAR = Value at Risk bei einem einseitigen 99 %igen Konfidenzintervall, dies entspricht der 2,3-fachen Standardabweichung und einer Positionsbehaltedauer von zehn Tagen. Korrelationen zwischen den Währungspaaren bleiben unberücksichtigt.
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,00 % beträgt der Verlust bei einer Behaltedauer von zehn Tagen maximal € 7,4 Mio. (Vorjahr: € 4,2 Mio.).
Sicherung von Währungsrisiken
Der UBM-Konzern hat zum 31. Dezember 2022 Devisentermingeschäfte in Höhe von CZK 7,3 Mio. abgeschlossen (Vorjahr: CZK 0,0 Mio), diese dienen der Absicherung von in CZK finanzierten Krediten. Im Geschäftsjahr 2022 wurde aus der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften ein Gewinn in Höhe von T€ 6 im Gewinn oder Verlust erfasst (Vorjahr: Aufwand T€ 213).
Liquiditätsrisiko
| in T € | Durchschnitts- verzinsung | Undiskontierte Zahlungsströme 2023 | Undiskontierte Zahlungsströme 2024–2027 | Undiskontierte Zahlungsströme ab 2028 |
|---|---|---|---|---|
| 2022 | ||||
| Anleihen und Schuldscheindarlehen fix verzinst | 3,00 % | 208.767 | 469.670 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten variabel verzinst | 4,14 % | 139.647 | 202.332 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fix verzinst | 3,93 % | 1.948 | 50.480 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Darlehensgebern fix verzinst | 2,23 % | 1.163 | 4.398 | 9.730 |
| Leasingverbindlichkeiten variabel verzinst | 3,93 % | 2.710 | 7.942 | 24.380 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unverzinslich | 46.947 | - | - | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten unverzinslich | 23.657 | 895 | 950 | |
| 2021 | ||||
| Anleihen und Schuldscheindarlehen fix verzinst | 3,05 % | 108.824 | 411.040 | 267.397 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten variabel verzinst | 1,83 % | 81.661 | 173.108 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fix verzinst | 1,95 % | 3.292 | 14.073 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Darlehensgebern fix verzinst | 2,23 % | 1.196 | 4.523 | 10.788 |
| Leasingverbindlichkeiten variabel verzinst | 3,34 % | 2.698 | 8.408 | 23.530 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unverzinslich | 50.109 | - | - | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten unverzinslich | 31.169 | 1.215 | 1.036 |
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, sich jederzeit Finanzmittel beschaffen zu können, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Als wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos definiert UBM eine exakte Finanzplanung, die von jeder operativen Gesellschaft durchgeführt und zentral konsolidiert wird. So wird der Bedarf an Finanzierungen und Linien bei Banken ermittelt. Die Kreditfinanzierungen betreffen weitgehend laufende Immobilienprojekte, deren Entwicklung aus heutiger Sicht nicht gefährdet ist. Die Betriebsmittelfinanzierung wird über das UBM-Konzern-Treasury durchgeführt. Gesellschaften mit liquiden Überschüssen stellen diese Gesellschaften mit Liquiditätsbedarf zur Verfügung. Dadurch werden eine Verminderung des Fremdfinanzierungsvolumens und eine Optimierung des Zinsergebnisses erreicht, und das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, wird minimiert. Zum 31. Dezember 2022 bestanden neben bereits vertraglich fixierten Projektfinanzierungen freie Finanzierungslinien bei UBM in Höhe von T€ 7.000 (Vorjahr: T€ 7.000), das Liquiditätsrisiko wird insgesamt als gering beurteilt.
Sonstiges Preisrisiko
Das Preisänderungsrisiko umfasst im Wesentlichen Schwankungen des Marktzinssatzes und der Marktpreise sowie Änderungen der Wechselkurse. UBM minimiert ihr Preisrisiko bei den Mieteinnahmen durch die generelle Indexbindung ihrer Mietverträge. Auch alle anderen Leistungsverträge unterliegen einer permanenten Indexierung. Das sonstige Preisrisiko ist für den UBM-Konzern von untergeordneter Bedeutung.
Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte in T€
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwerte am 31.12.2022 | Bewertung nach IFRS 9 | Fair-Value- Hierarchie | Fair Value am 31.12.2022 | |
|---|---|---|---|---|---|
| (Fortgeführte) Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgs- wirksam | |||
| Aktiva | |||||
| Projektfinanzierung variabel verzinst | Amortised Cost | 180.885 | 180.885 | - | - |
| Übrige Finanzanlagen | Amortised Cost | 8.721 | 8.721 | - | - |
| Stufe 1 | 8.375 | ||||
| Übrige Finanzanlagen | FVTPL | 638 | - | - | 638 |
| Stufe 3 | 638 | ||||
| Übrige Finanzanlagen | FVTPL | 858 | - | - | 858 |
| Stufe 1 | 858 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Amortised Cost | 26.490 | 26.490 | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte | Amortised Cost | 23.618 | 23.618 | - | - |
| Liquide Mittel | – | 322.929 | 322.929 | - | - |
| Passiva | |||||
| Anleihen und Schuldscheindarlehen fix verzinst | Amortised Cost | 446.702 | 446.702 | - | - |
| Stufe 1 | 432.983 | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten variabel verzinst | Amortised Cost | 317.104 | 317.104 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fix verzinst | Amortised Cost | 46.475 | 46.475 | - | - |
| Stufe 3 | 44.271 | ||||
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten fix verzinst | Amortised Cost | 12.884 | 12.884 | - | - |
| Stufe 3 | 10.947 | ||||
| Leasingverbindlichkeiten | – | 21.876 | 21.876 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Amortised Cost | 46.947 | 46.947 | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | Amortised Cost | 25.502 | 25.502 | - | - |
| Nach Kategorien: | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Financial Assets at Amortised Cost | Amortised Cost | 239.714 | 239.714 | - | - |
| Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss (FVTPL) | FVTPL | 1.496 | - | - | 1.496 |
| Liquide Mittel | – | 322.929 | 322.929 | - | - |
| Financial Liabilities at Amortised Cost | Amortised Cost | 895.614 | 895.614 | - | - |
| in T€ | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwerte am 31.12.2021 restated | Bewertung nach IFRS 9 | Fair-Value- Hierarchie | Fair Value am 31.12.2021 |
|---|---|---|---|---|---|
| (Fortgeführte) Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgs- wirksam | |||
| Aktiva | |||||
| Projektfinanzierung variabel verzinst | Amortised Cost | 179.636 | 179.636 | - | - |
| Übrige Finanzanlagen | Amortised Cost | 8.721 | 8.721 | - | - |
| Stufe 1 | 10.199 | ||||
| Übrige Finanzanlagen | FVTPL | 1.952 | - | - | 1.952 |
| Stufe 3 | 1.952 | ||||
| Übrige Finanzanlagen | FVTPL | 955 | - | - | 955 |
| Stufe 1 | 955 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Amortised Cost | 24.919 | 24.919 | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte | Amortised Cost | 24.024 | 24.024 | - | - |
| Liquide Mittel | – | 423.312 | 423.312 | - | - |
| Passiva | |||||
| Anleihen und Schuldscheindarlehen fix verzinst | Amortised Cost | 526.498 | 526.498 | - | - |
| Stufe 1 | 537.293 | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten variabel verzinst | Amortised Cost | 247.209 | 247.209 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fix verzinst | Amortised Cost | 17.000 | 17.000 | - | - |
| Stufe 3 | 17.299 | ||||
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten fix verzinst | Amortised Cost | 13.625 | 13.625 | - | - |
| Stufe 3 | 15.484 | ||||
| Leasingverbindlichkeiten | – | 21.774 | 21.774 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Amortised Cost | 50.109 | 50.109 | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | Amortised Cost | 33.420 | 33.420 | - | - |
| Nach Kategorien: | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Financial Assets at Amortised Cost | Amortised Cost | 237.300 | 237.300 | - | - |
| Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss (FVTPL) | FVTPL | 2.907 | - | - | 2.907 |
| Liquide Mittel | – | 423.312 | 423.312 | - | - |
| Financial Liabilities at Amortised Cost | Amortised Cost | 887.861 | 887.861 | - | - |
Der Buchwert der Finanzinstrumente stellt gemäß IFRS 7.29 einen angemessenen Näherungswert für den Fair Value dar. Dies mit Ausnahme der im Geschäftsjahr 2022 als Amortised Cost klassifizierten Finanzanlagen, der fix verzinsten Anleihen und Schuldscheindarlehen (Fair-Value-Hierarchie Stufe 1) sowie der fix verzinsten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der fix verzinsten sonstigen Finanzverbindlichkeiten (Fair-Value-Hierarchie Stufe 3). Die Fair-Value-Bewertung für die Anleihen erfolgt aufgrund von Börsenkurswerten. Die Kreditverbindlichkeiten und übrigen Finanzanlagen wurden mit der Berechnungsmethode des Discounted Cashflow bewertet, wobei die am 31. Dezember 2022 von Reuters publizierte Zero Coupon Yield Curve zur Diskontierung der Cashflows herangezogen wurde. Zur Auswirkung der Fehlerkorrektur nach IAS 8 verweisen wir auf Punkt 7.
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien in T€
| Aus Zinsen | Aus Dividenden | Aus der Folgebewertung | Nettoergebnis 2022 | |
|---|---|---|---|---|
| Financial Assets at Amortised Cost | 13.493 | - | –14.969 | –1.476 |
| Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss (FVTPL) | 7 | 2.496 | –1.348 | 1.155 |
| Financial Liabilities at Amortised Cost | –24.634 | - | –352 | –24.986 |
| in T€ | Aus Zinsen | Aus Dividenden | Aus der Folgebewertung | Nettoergebnis 2021 |
|---|---|---|---|---|
| Financial Assets at Amortised Cost | 12.135 | - | –4.146 | 7.989 |
| Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss (FVTPL) | 175 | - | 60 | 235 |
| Financial Liabilities at Amortised Cost | –22.299 | - | 2.535 | –19.764 |
Kumulierte Wertminderungen
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Projektfinanzierung | ||
| Stand zum 1.1. | 23.025 | 22.979 |
| Abschreibungen | 14.969 | 4.146 |
| Zuschreibungen | - | - |
| Verbrauch | –4.100 | - |
| Stand zum 31.12 | 37.994 | 23.025 |
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Angestellte und gewerbliche Mitarbeiter | ||
| Inland | 142 | 137 |
| Ausland | 188 | 206 |
| Mitarbeiter gesamt | 330 | 343 |
| davon Angestellte | 330 | 343 |
| davon gewerbliche Mitarbeiter | - | - |
| Gesamt vollkonsolidiert | 330 | 343 |
45. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Transaktionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der Gruppe wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden nicht weiter erläutert.## Transaktionen zwischen Unternehmen der Gruppe und ihren at-equity bilanzierten Unternehmen
Transaktionen zwischen Unternehmen der Gruppe und ihren at-equity bilanzierten Unternehmen bestehen überwiegend aus Projektentwicklung und Bauführung sowie Darlehensgewährungen und den entsprechenden Zinsverrechnungen und werden in der nachfolgenden Analyse offengelegt:
| in T€ | at-equity bilanzierte Unternehmen | Verkauf von Waren und Leistungen | Erwerb von Waren und Leistungen | Forderungen | Verbindlichkeiten |
|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | ||
| Gemeinschaftsunternehmen | 49.569 | 55.798 | 655 | 865 | |
| davon aus Finanzierungen | 11.386 | 11.234 | 379 | 284 | |
| Assoziierte Unternehmen | 1.780 | 1.170 | 11 | 4 | |
| davon aus Finanzierungen | 563 | 1.144 | 11 | 4 |
Lieferungen an bzw. von nahestehenden Unternehmen und Personen
Neben den at-equity bilanzierten Unternehmen kommen als nahestehende Personen und Unternehmen im Sinne von IAS 24 die PORR AG und deren Tochterunternehmen sowie die Unternehmen IGO Industries und der Strauss-Gruppe in Betracht, da sie bzw. deren beherrschende Rechtsträger aufgrund des bestehenden Syndikats maßgeblichen Einfluss auf UBM haben. Die Transaktionen im Geschäftsjahr zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der UBM-Gruppe mit Unternehmen der PORR-Gruppe betreffen im Wesentlichen bezogene Bauleistungen. Mit 10. Juni 2022 hat die UBM das Hybridkapital in Höhe von € 25,3 Mio. an die PORR AG rückbezahlt. Außerdem wurden im Geschäftsjahr 2022 Zinsen für das Hybridkapital in Höhe von T€ 2.186 (Vorjahr: T€ 1.520) an die PORR AG bezahlt.
| in T€ | Verkauf von Waren und Leistungen | Erwerb von Waren und Leistungen | Forderungen | Verbindlichkeiten |
|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| PORR-Gruppe | 2.756 | 2.010 | 10.849 | 15.914 |
| davon aus Finanzierungen | - | 2 | - | 2 |
| IGO Industries | - | 22 | 170 | 4.085 |
| Strauss-Gruppe | 38 | - | - | - |
| Sonstige | - | - | 342 | 333 |
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und sonstige Angaben
Der Vorstand von UBM hat den Konzernabschluss am 4. April 2023 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. UBM hat am 24. Februar 2023 die noch ausstehenden € 52,9 Mio. der Hybridanleihe 2018, eine tief nachrangige Anleihe, nach fünf Jahren frühzeitig zurückgeführt.
Sonstige Angaben
Die Abschlussprüfung des Konzernabschlussprüfers wurde von der UBM mit einem Betrag von T€ 101 (Vorjahr: T€ 92) vergütet. Weiters hat der Konzernabschlussprüfer für sonstige Leistungen Honorare in Höhe von T€ 26 (Vorjahr: T€ 85) und für sonstige Bestätigungsleistungen Honorare in Höhe von T€ 82 (Vorjahr: T€ 77) erhalten. Die sonstigen Leistungen betreffen im Wesentlichen sonstige Beratungsleistungen. Die sonstigen Bestätigungsleistungen umfassen die prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses und Prüfungsleistungen für Tochterunternehmen.
Organe der Gesellschaft
Im Folgenden werden die Bezüge der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats von UBM nach Vergütungskategorien aufgegliedert dargestellt:
| in T€ | Vergütungen des Vorstands fix | Vergütungen des Vorstands variabel¹ | Sachbezüge | Pensionskasse/ Abfertigung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | |||||
| Vergütungen des Vorstands 2022 | |||||
| Mag. Thomas G. Winkler | 540 | 360 | 12 | 14 | 926 |
| DI Martin Löcker | 360 | 240 | 12 | 20 | 632 |
| Dipl.-Ök. Patric Thate | 360 | 240 | 8 | 10 | 618 |
| Martina Maly-Gärtner | 360 | 240 | 12 | 7 | 619 |
| Gesamt | 1.620 | 1.080 | 44 | 51 | 2.795 |
| davon kurzfristig fällige Leistungen | 1.620 | 1.080 | 44 | - | 2.744 |
| davon aus Anlass bzw. nach Beendigung des Vorstandsvertrags fällige Vergütungen | - | - | - | 51 | 51 |
| Vergütungen des Aufsichtsrats 2022 | - | - | - | - | 352 |
¹ voraussichtliche variable Vergütung für 2022, zahlbar in 2023
| in T€ | Vergütungen des Vorstands fix | Vergütungen des Vorstands variabel¹ | Sonderbonus | Barablöse LTIP | Sachbezüge | Pensionskasse/ Abfertigung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | |||||||
| Vergütungen des Vorstands 2021 | |||||||
| Mag. Thomas G. Winkler | 540 | 360 | - | 1.010 | 12 | 29 | 1.951 |
| DI Martin Löcker | 360 | 240 | 20 | 495 | 14 | 28 | 1.157 |
| Dipl.-Ök. Patric Thate | 360 | 240 | 40 | 404 | 13 | 16 | 1.073 |
| Martina Maly-Gärtner² | 120 | 80 | - | - | 4 | 1 | 205 |
| Gesamt | 1.380 | 920 | 60 | 1.909 | 43 | 74 | 4.386 |
| davon kurzfristig fällige Leistungen | 1.380 | 920 | 60 | 1.909 | 43 | - | 4.312 |
| davon aus Anlass bzw. nach Beendigung des Vorstandsvertrags fällige Vergütungen | - | - | - | - | - | 74 | 74 |
| Vergütungen des Aufsichtsrats 2021 | - | - | - | - | - | - | 350 |
¹ voraussichtliche variable Vergütung für 2021, zahlbar in 2022
² seit 01. September 2021
In diesen Bezügen sind Rückstellungsdotierungen für Pensionen für ehemalige Vorstände nicht enthalten. Für einen ehemaligen Vorstand besteht, nach Abzug der vorhandenen Wertpapierdeckung, eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 811 (Vorjahr: T€ 1.098). Sowohl für ehemalige als auch für bestehende Vorstände bestehen keine Abfertigungsrückstellungen. An Mitglieder des Vorstands wurden weder Kredite noch Vorschüsse gewährt. Der Aufwand für das LTIP betrifft mit T€ 112 (Vorjahr: T€ 70) Vorstände.
Mitglieder des Vorstands:
* Mag. Thomas G. Winkler, LLM, Vorsitzender
* DI Martin Löcker
* Dipl.-Ök. Patric Thate
* Martina Maly-Gärtner, MRICS
Mitglieder des Aufsichtsrats:
* Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS, Vorsitzender
* DI Iris Ortner, MBA, Vorsitzende-Stellvertretende
* Dr. Susanne Weiss
* DI Klaus Ortner
* Dr. Ludwig Steinbauer
* Mag. Paul Unterluggauer
* Hon.-Prof. Dr. Bernhard Vanas
* Dkff. Birgit Wagner
* Ing. Martin Mann
* Hannes Muster
* Ing. Günter Schnötzinger
* Dipl.-Ök. Anke Duchow
Wien, am 4. April 2023
Der Vorstand
Mag. Thomas G. Winkler, LLM
CEO, Vorsitzender
DI Martin Löcker
COO
Dipl.-Ök. Patric Thate
CFO
Martina Maly-Gärtner, MRICS
COO
Beteiligungsspiegel
| Gesetzlicher Name | Land | Währung | Sitz | Anteil in % direkt (31.12.2022) | Anteil in % indirekt (31.12.2022) | Kons. Art | Anteil in % direkt (31.12.2021) | Anteil in % indirekt (31.12.2021) | Kons. Art |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tochterunternehmen | |||||||||
| „ Athos “ Bauplanungs- und Errichtungsgesellschaft m.b.H. in Liqu. | AT | EUR | Wien | 90,00 | 100,00 | V | |||
| „ UBM 1 “ Liegenschaftsver wertung Gesellschaft m.b.H. | AT | EUR | Wien | 100,00 | 100,00 | V | 100,00 | ||
| Aiglhof Projektentwicklungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| Ariadne Bauplanungs- und Baugesellschaft m.b.H. in Liqu. | AT | EUR | Wien | 100,00 | 100,00 | V | |||
| Bahnhofcenter Entwicklungs-, Errichtungs- und Betriebs GmbH in Liqu. | AT | EUR | Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten | 0,00 | 100,00 | V | |||
| BMU Beta Liegenschafts verwertung GmbH | AT | EUR | Wien | 50,00 | 100,00 | V | 50,00 | ||
| CM Wohnungsentwicklungs GmbH | AT | EUR | Wien | 94,00 | 100,00 | V | |||
| Donauhof Immobilien GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| Donauhof Management GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| Dorfschmiede St. Johann Immobilien GmbH | AT | EUR | Wien | 90,00 | 100,00 | V | 90,00 | ||
| Gartenau Immobilien GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | |||
| Gartenauer Platz 7 GmbH & Co KG (vorm.: LQ Epsilon KG) | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| Emiko Beteiligungsverwaltungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | U | 0,00 | ||
| EPS Dike West-IBC GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| EPS Haagerfeldstraße – Business.Hof Leonding 2 Errichtungs- und Verwertungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| EPS Höhenstraße Immobilien GmbH | AT | EUR | Kematen in Tirol | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| EPS Immobilienmanagement GmbH | AT | EUR | Kematen in Tirol | 0,00 | 100,00 | U | 0,00 | ||
| EPS Immobilienmanagement „ Schützenwirt “ GmbH & CO KG | AT | EUR | Innsbruck | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| EPS MARIANNE-HAINISCH- GASSE – LITFASS-STRASSE Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| EPS MARIANNE-HAINISCH- GASSE – LITFASS-STRASSE Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungsverwaltungs-GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| EPS Office Franzosengraben GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| EPS Office Franzosengraben GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| EPS RINNBÖCKSTRASSE – LITFASS-STRASSE Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| EPS RINNBÖCKSTRASSE – LITFASS-STRASSE Liegenschaftsverwertungs- und Be teiligungsverwaltungs-GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| EPS Welser Straße 17 – Business.Hof Leonding 1 Errichtungs- und Beteiligungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| EPS Welser Straße 17 – Business.Hof Leonding 1 Errichtungs- und Beteiligungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| Gepal Beteiligungsverwaltungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| Gevas Beteiligungsverwaltungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| Golera Beteiligungsverwaltungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| GORPO Projektentwicklungs- und Errichtungs-GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| Gospela Beteiligungsverwaltungs Gm bH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| IBC Business Center Entwicklungs- und Errichtungs-GmbH | AT | EUR | Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| Impulszentrum Telekom Betriebs GmbH | AT | EUR | Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten | 30,00 | 100,00 | V | |||
| Jandl Baugesellschaft m.b.H. | AT | EUR | Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten | 0,00 | 100,00 | V | |||
| Logistikpark Ailecgasse GmbH | AT | EUR | Wien | 100,00 | 100,00 | V | 100,00 | ||
| LQ Immobilien Alpha GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | |||
| LQ Immobilien Beta GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | |||
| LQ Immobilien Delta GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | |||
| LQ Immobilien Gamma GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | |||
| LQ Timber-A GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| LQ Timber-B-One GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| LQ Timber-B-Two GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| LQ Timber-C GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| LQ Timber-D GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| MBU Liegenschaftsverwertung Gesellschaft m.b.H. | AT | EUR | Wien | 90,00 | 100,00 | V | 90,00 | ||
| MLSP Absberggasse Immobilien GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | |||
| ML-ZENTRAL Liegenschafts verwaltungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| MySky Verwertungs GmbH & Co. OG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 0,00 | ||
| PII LBS 43 GmbH in Liqu. | |||||||||
| Porr - living Solutions GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Projekt Ost - IBC Business Center Entwicklungs- und Errichtungs-GmbH & Co KG | |||||||||
| AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00 100,00 V | |||||||||
| QBC Epsilon SP Immo management GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| QBC Immobilien GmbH & Co Epsilon KG | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Rainbergstraße – Immobilienprojektentwicklungs GmbH in Liqu. | |||||||||
| AT EUR Wien 99,00 100,00 V 99,00 100,00 V | |||||||||
| RBK Wohnbau Projekt entwicklung GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Sabimo Immobilien GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Sabimo Monte Laa Bauplatz 2 GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| SFZ Freizeitbetriebs-GmbH & Co KG | |||||||||
| AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| SFZ Immobilien GmbH | |||||||||
| AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| SFZ Immobilien GmbH & Co KG | |||||||||
| AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Siebenbrunnengasse 21 GmbH & Co OG | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| SP Graumanngasse 8 – 10 Immobilien GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| St. Peter-Straße 14 – 16 Liegenschaftsverwertung Ges.m.b.H. | |||||||||
| AT EUR Wien 50,00 100,00 V | |||||||||
| sternbrauerei-riedenburg revitalisierung gmbh in Liqu. | |||||||||
| AT EUR Wien 99,00 99,00 V 99,00 99,00 V | |||||||||
| UBM - Satteins Immobilien GmbH | |||||||||
| AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| UBM BBH Entwicklungs-GmbH & Co KG | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| UBM Beteiligungsmanagement GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| UBM Development Österreich GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 99,96 100,00 V 99,96 100,00 V | |||||||||
| UBM Kirchberg Immobilien GmbH | |||||||||
| AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| WA Bad Häring Immobilien GmbH | |||||||||
| AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| WA Kufstein Salurnerstraße Immobilen GmbH | |||||||||
| AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| WA Terfens-Roan Immobilien GmbH | |||||||||
| AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| WLB Projekt Laaer Berg Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungs-GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Wohnpark Laaer Berg Verwertungs- und Beteiligungs-GmbH & Co. Bauplatz 4 „ blau “ Projekt-OG | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| ANDOVIEN INVESTMENTS LIMITED | |||||||||
| CY EUR Limassol 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| DICTYSATE INVESTMENTS LIMITED | |||||||||
| CY EUR Limassol 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| AC Offices Klicperova s.r.o. | |||||||||
| CZ CZK Prag 0,36 100,00 V 0,36 100,00 V | |||||||||
| Astrid Garden Residences s.r.o. | |||||||||
| CZ CZK Prag 20,00 100,00 V 20,00 100,00 V | |||||||||
| Immo Future 6 - Crossing Point Smichov s.r.o. | |||||||||
| CZ CZK Prag 20,00 100,00 V 20,00 100,00 V | |||||||||
| Na Záhonech a.s. | |||||||||
| CZ CZK Prag 30,12 100,00 V 30,12 100,00 V | |||||||||
| TOSAN park a.s. | |||||||||
| CZ CZK Prag 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| UBM – Bohemia 2 s.r.o. | |||||||||
| CZ CZK Prag 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| UBM Development Czechia s.r.o. | |||||||||
| CZ CZK Prag 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| UBM Stodůlky 1 s.r.o. | |||||||||
| CZ CZK Prag 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| UBM Stodůlky s.r.o. | |||||||||
| CZ CZK Prag 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| ALBA BauProjektManagement GmbH | |||||||||
| DE EUR Oberhaching 0,00 100,00 V | |||||||||
| Arena Boulevard GmbH & Co. KG i.L. | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 94,00 V 0,00 94,00 V | |||||||||
| Arena Boulevard Verwaltungs GmbH i.L. | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| BERMUC Hotelerrichtungs GmbH | |||||||||
| DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| Blitz 01 – 815 GmbH i.L. | |||||||||
| DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| Bürohaus Leuchtenbergring GmbH & Co. Besitz KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| City Objekte München GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00 90,00 V 0,00 90,00 V | |||||||||
| Colmarer Straße GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Colmarer Straße Verwaltungs GmbH | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| Frauentorgraben GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Friendsfactory Projekte GmbH i.L. | |||||||||
| DE EUR München 0,00 55,00 V 0,00 55,00 V | |||||||||
| GeMoBau Gesellschaft für modernes Bauen mbH i.L. | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 94,00 U 0,00 94,00 U | |||||||||
| Georg-Mooseder-Straße GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V | |||||||||
| Georg-Mooseder-Straße Verwaltungs GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| Holzstraße GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Holzstraße Verwaltungs GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| Immobilien- und Baumanagement Stark GmbH & Co. Stockholmstraße KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| IU Liquidations AG i.L. | |||||||||
| DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| Kaiserleipromenade GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Kühnehöfe Hamburg GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00 62,99 V 0,00 62,99 V | |||||||||
| Kühnehöfe Hamburg Komplementär GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| Levelingstraße GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Levelingstraße Verwaltungs GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| Mainz Zollhafen Hotel GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Mainz Zollhafen Verwaltungs GmbH | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| Max-Dohrn-Straße GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| MG Brehmstrasse BT C GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| MG Projekt-Sendling GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| MG-Brehmstrasse BT C GmbH | |||||||||
| DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| MG-Brehmstrasse BT C Komplementär GmbH | |||||||||
| DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| MG-Dornach Bestandsgebäude GmbH | |||||||||
| DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| MGO I Development GmbH & Co.KG | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| MGO II Development GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Münchner Grund Riem GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| MZ Zollhafen Verwaltungs GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| Oben Borgfelde Projekt GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Oben Borgfelde Verwaltungs GmbH | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| Pelkovenstraße GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| PELKOVENSTRASSE Objekt GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| Schloßhotel Tutzing GmbH | |||||||||
| DE EUR Starnberg 0,00 100,00 V 0,00 94,00 V | |||||||||
| SIL Realinvest GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| SONUS City GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 84,00 V 0,00 84,00 V | |||||||||
| SONUS City Verwaltungs GmbH | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| SONUS II Verwaltungs GmbH | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| St.-Veit-Straße GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| St.-Veit-Straße Verwaltungs GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| Stadtgrund Bauträger GmbH | |||||||||
| DE EUR Berlin 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| Top Office Munich GmbH i.L. | |||||||||
| DE EUR Grünwald, Landkreis München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| UBM Development Deutschland GmbH | |||||||||
| DE EUR München 94,00 94,00 V 94,00 94,00 V | |||||||||
| UBM Holding Deutschland GmbH | |||||||||
| DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| UBM Invest Deutschland GmbH | |||||||||
| DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| UBM Leuchtenbergring GmbH | |||||||||
| DE EUR München 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| Unterbibergerstrasse GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Unterbibergerstrasse Verwaltung GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||
| ZH Hafenblick I GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| ZH Hafenspitze GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| ZH Molenkopf GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| ZH Rheinwiesen II GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Sitnica drustvo s ogranicenom odgovornoscu za usluge | |||||||||
| HR HRK Samobor 83,89 100,00 V 83,89 100,00 V | |||||||||
| UBM Development Hungary Korlátolt Felegösségü Társaság v.a. | |||||||||
| HU HUF Budapest 100,00 100,00 V | |||||||||
| UBM Development Netherlands B.V. | |||||||||
| NL EUR Amsterdam 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| UBM Kneuterdijk B.V. | |||||||||
| NL EUR Amsterdam 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| „ UBM Residence Park Zakopianka “ Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Krakau 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| Bartycka Real Estate Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| FMZ Gdynia Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Warschau 70,30 100,00 V 70,30 100,00 V | |||||||||
| FMZ Sosnowiec Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Ligustria 12 Spólka z ogranic zona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Oaza Kampinos Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| PBP IT-Services spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Poleczki Development Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Poleczki Lisbon Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Poleczki Madrid Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Poleczki Parking House Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Poplar Company Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V | |||||||||
| UBM Development Polska Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Warschau 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| UBM GREEN DEVELOPMENT SPÓLKA Z OGRANICZONA ODPOWIEDZIALNOSCIA | |||||||||
| PL PLN Warschau 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| UBM Riwiera 2 Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| UBM RIWIERA 2 Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia BIS Spólka komandytowa | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| UBM Riwiera 2 Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia Spólka komandytowa | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| UBM Zielone Tarasy Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Krakau 100,00 100,00 V 100,00 100,00 V | |||||||||
| Yavin BIS Sp. z o.o. SK | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 100,00 V | |||||||||
| Yavin BIS Spolka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 99,00 V | |||||||||
| Yavin Holding Spolka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN Warschau 0,00 100,00 V 0,00 99,00 V | |||||||||
| UBM Development Romania s.r.l. | |||||||||
| RO RON Bukarest 99,15 100,00 V 99,15 100,00 V | |||||||||
| UBM Development Slovakia s.r.o.UBM Koliba s.r.o. | SK | EUR | Bratislava | 100,00 | 100,00 | V | 100,00 | 100,00 | V |
| Palais Hansen Immobilien entwicklung GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 33,57 | E/A | 0,00 | 33,57 | E/A |
| CAMG Zollhafen HI IV V GmbH & Co. KG | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 49,90 | E/A | 0,00 | 49,90 | E/A |
| CAMG Zollhafen HI IV V Verwaltungs GmbH | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 49,90 | U | 0,00 | 49,90 | U |
| German Hotel Verwaltungs GmbH | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 47,00 | U | 0,00 | 47,00 | U |
| Amraser-See-Straße Immobilien GmbH | AT | EUR | Kematen in Tirol | 0,00 | 50,00 | E/G | |||
| Amraser-See-Straße Immobilien GmbH & Co KG | AT | EUR | Kematen in Tirol | 0,00 | 47,00 | E/G | |||
| Aspanggründe Beteiligungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 51,00 | U | 0,00 | 51,00 | U |
| FWUBM Management GmbH | AT | EUR | Wien | 50,00 | 50,00 | E/G | 50,00 | 50,00 | E/G |
| FWUBM Services GmbH | AT | EUR | Wien | 50,00 | 50,00 | E/G | 50,00 | 50,00 | E/G |
| Grundstück 1454/2 KG Gries BT2 Projektentwicklungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 70,00 | E/G | 0,00 | 70,00 | E/G |
| Grundstück 1454/2 KG Gries BT2 Projektentwicklungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 71,80 | E/G | 0,00 | 71,80 | E/G |
| Grundstück 1454/5 KG Gries BT3 Immobilien GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 70,00 | E/G | 0,00 | 70,00 | E/G |
| Jochberg Hotelprojekt entwicklungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH | AT | EUR | Jochberg | 0,00 | 50,00 | U | 0,00 | 50,00 | U |
| Jochberg Hotelprojekt entwicklungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Jochberg | 0,00 | 50,00 | E/G | 0,00 | 50,00 | E/G |
| Jochberg Kitzbüheler Straße Errichtungs und Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 50,00 | E/G | 0,00 | 50,00 | E/G |
| Jochberg Kitzbüheler Straße Errichtungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 50,00 | U | 0,00 | 50,00 | U |
| Jochberg Kitzbüheler Straße Hotelbetriebs GmbH | AT | EUR | Jochberg | 0,00 | 50,00 | E/G | |||
| Modern Viventium GmbH | AT | EUR | Graz | 0,00 | 50,10 | E/G | 0,00 | 50,10 | E/G |
| Nordbahnhof-Vierte Wohnungs-GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 50,00 | E/G | 0,00 | 50,00 | E/G |
| Portunus Projektentwicklung GmbH | AT | EUR | Graz | 0,00 | 50,00 | U | 0,00 | 50,00 | U |
| Portunus Projektentwicklung GmbH & Co KG | AT | EUR | Graz | 0,00 | 50,00 | E/G | 0,00 | 50,00 | E/G |
| QBC Gamma SP Immo management GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 65,00 | E/G | |||
| Rosenhügel Entwicklungs-, Errichtungs- und Verwertungsgesellschaft mbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 50,00 | U | 0,00 | 50,00 | U |
| Rosenhügel Entwicklungs-, Errichtungs- und Verwertungsgesellschaft mbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 50,00 | E/G | 0,00 | 50,00 | E/G |
| Stella Projektentwicklung GmbH | AT | EUR | Graz | 0,00 | 50,00 | U | |||
| Stella Projektentwicklung GmbH & Co KG | AT | EUR | Graz | 0,00 | 50,00 | E/G | |||
| UBM hotels Management GmbH | AT | EUR | Wien | 50,00 | 50,00 | E/G | 50,00 | 50,00 | E/G |
| W 3 Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft | AT | EUR | Wien | 26,67 | 80,00 | E/G | 26,67 | 80,00 | E/G |
| Wohnanlage Andritz – Stattegger Straße 2 GmbH | AT | EUR | Graz | 0,00 | 51,00 | E/G | 0,00 | 51,00 | E/G |
| Wohnanlage EZ 208 KG Andritz GmbH | AT | EUR | Graz | 0,00 | 51,00 | E/G | 0,00 | 51,00 | E/G |
| Wohnanlage Geidorf – Kahngasse GmbH in Liqu. | AT | EUR | Graz | 50,00 | 50,00 | E/G | 50,00 | 50,00 | E/G |
| Wohnanlage Karlauerstraße 27 GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 50,10 | E/G | 0,00 | 50,10 | E/G |
| WSB BF elf-Alpha Projektentwicklungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 51,00 | E/G | 0,00 | 51,00 | E/G |
| WSB BF fünf Projektentwicklungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 51,00 | E/G | 0,00 | 51,00 | E/G |
| WSB BF neun-Alpha Projektentwicklungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 51,00 | E/G | 0,00 | 51,00 | E/G |
| WSB BF neun-Beta Projektentwicklungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 51,00 | E/G | 0,00 | 51,00 | E/G |
| WSB BF zwei Projektentwicklungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 51,00 | E/G | 0,00 | 51,00 | E/G |
| GOLD NEMOVITOSTNÍ s.r.o. | CZ | CZK | Prag | 50,00 | 50,00 | E/G | |||
| Grafická 1 s.r.o. | CZ | CZK | Prag | 50,00 | 50,00 | E/G | 50,00 | 50,00 | E/G |
| Sugar Palace Op Co s.r.o. | CZ | CZK | Prag | 75,00 | 75,00 | E/G | 75,00 | 75,00 | E/G |
| Sugar Palace Prop Co s.r.o. | CZ | CZK | Prag | 75,00 | 75,00 | E/G | 75,00 | 75,00 | E/G |
| Anders Wohnen GmbH | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | E/G | 0,00 | 50,00 | E/G |
| AVALERIA Beteiligungs gesellschaft mbH | DE | EUR | Düsseldorf | 0,00 | 40,00 | U | 0,00 | 40,00 | U |
| AVALERIA Hotel HafenCity GmbH & Co. KG | DE | EUR | Düsseldorf | 0,00 | 37,92 | E/G | 0,00 | 37,92 | E/G |
| Baubergerstrasse GmbH & Co. KG | DE | EUR | München | 0,00 | 60,00 | E/G | 0,00 | 60,00 | E/G |
| Baubergerstrasse Verwaltung GmbH | DE | EUR | München | 0,00 | 60,00 | U | 0,00 | 60,00 | U |
| CentralTower Berlin GmbH | DE | EUR | Berlin | 0,00 | 50,00 | E/G | |||
| Central Tower Berlin Hotelbetriebs GmbH | DE | EUR | Berlin | 0,00 | 50,00 | E/G | |||
| German Hotel II Verwaltungs GmbH | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | U | |||
| German Hotel III Verwaltungs GmbH | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | U | |||
| German Hotel Invest II GmbH & Co. KG | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | E/G | |||
| German Hotel Invest III GmbH & Co. KG | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | E/G | |||
| German Hotel Invest IV GmbH & Co. KG | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | E/G | 0,00 | 50,00 | E/G |
| German Hotel IV Verwaltungs GmbH | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | U | 0,00 | 50,00 | U |
| Lilienthalstraße Wohnen GmbH Münchner Grund und Baywobau | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | E/G | 0,00 | 50,00 | E/G |
| MGH Potsdam I GmbH & Co. KG | DE | EUR | Berlin | 0,00 | 50,00 | E/G | 0,00 | 50,00 | E/G |
| MGH Potsdam Verwaltungs GmbH | DE | EUR | Berlin | 0,00 | 50,00 | U | 0,00 | 50,00 | U |
| MGR Thulestraße GmbH & Co. KG | DE | EUR | Berlin | 0,00 | 50,00 | E/G | 0,00 | 50,00 | E/G |
| MGR Thulestraße Verwaltungs GmbH | DE | EUR | Berlin | 0,00 | 50,00 | U | 0,00 | 50,00 | U |
| Obersendlinger Grund GmbH & Co. KG | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 30,00 | E/G | 0,00 | 30,00 | E/G |
| Obersendlinger Grund Verwaltungs GmbH | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 30,00 | U | 0,00 | 30,00 | U |
| PGE Grundstücksgesellschaft Europaviertel mbH | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 74,90 | E/G | 0,00 | 74,90 | E/G |
| UBX 1 Objekt Berlin GmbH i.L. | DE | EUR | München | 50,00 | 50,00 | E/G | 50,00 | 50,00 | E/G |
| Styria B.V. in liquidatie | NL | EUR | Amsterdam | 0,00 | 50,00 | E/G | |||
| „ SOF Hotel Operations “ spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | PL | PLN | Krakau | 0,00 | 50,00 | E/G | 0,00 | 50,00 | E/G |
| Berlin Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | PL | PLN | Warschau | 0,00 | 74,00 | E/G | 0,00 | 74,00 | E/G |
| Lanzarota Investments spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | PL | PLN | Warschau | 34,00 | 50,00 | E/G | |||
| Poleczki Amsterdam Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | PL | PLN | Warschau | 0,00 | 74,00 | E/G | 0,00 | 74,00 | E/G |
| Poleczki Vienna Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | PL | PLN | Warschau | 0,00 | 74,00 | E/G | 0,00 | 74,00 | E/G |
| Warsaw Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | PL | PLN | Warschau | 0,00 | 74,00 | E/G | 0,00 | 74,00 | E/G |
| STRAUSS & CO. Development GmbH | DE | EUR | Berlin | 0,00 | 6,00 | U |
Legende:
V = vollkonsolidierte Unternehmen
E/A = at-equity konsolidierte assoziierte Unternehmen
E/G = at-equity konsolidierte Gemeinschaftsunternehmen
U = untergeordnete Unternehmen
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der UBM Development AG, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerngeldflussrechnung und der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2022 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum des Bestätigungsvermerks ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
- Bewertung des Immobilienvermögens
- Bewertung von Beteiligungen an at-Equity bilanzierten Unternehmen und Projektfinanzierungen
1. Bewertung des Immobilienvermögens
Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen
Der Großteil der Vermögenswerte des Konzerns ist in Immobilien gebunden und wird in den Positionen Sachanlagen, Finanzimmobilien, Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. In Summe enthalten diese Bilanzposten Immobilienwerte in Höhe von rd 697 MEUR, das sind rd 48 % der Bilanzsumme. Diese Wertansätze sind weitgehend abhängig vom beizulegenden Zeitwert der Immobilien zum Bilanzstichtag. Während die Finanzimmobilien nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts gem IAS 40 mit diesem Wert bilanziert werden, ist der beizulegende Zeitwert bei den übrigen Vermögenspositionen gem IAS 2 und IAS 16 als Vergleichsmaßstab für eine erforderliche Abwertung des Buchwertes der Immobilien heranzuziehen. Für Immobilien die gem.# IFRS 15 in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als Vertragsvermögenswert unter Anwendung der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung ausgewiesen werden, erfolgt die Bilanzierung auf Basis des vertraglichen Vergütungsanspruches unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades, welcher aus der Planungsrechnung ermittelt wird. Mangels verfügbarer Preise auf einem aktiven Markt erfolgt die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte weitgehend durch Ertragswertverfahren, insbesondere durch die Term- and Reversions Methode. Für Immobilien in Entwicklung wird grundsätzlich die Residualwertmethode angewandt. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Schätzung der wesentlichen wertbeeinflussenden Faktoren wie Zinssätze, erwartete Miet- und Kapitalflüsse, Baukosten bis zur Fertigstellung und Developergewinn abhängig. Das Risiko für den Konzernabschluss besteht im Wesentlichen in der Schätzung dieser zukünftigen Kapitalflüsse und Zinssätze, welche von zukünftigen Markt- und Wirtschaftsentwicklungen beeinflusst werden. Die Bewertungen des Immobilienvermögens und der daraus resultierenden Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung sind daher mit Unsicherheiten behaftet. In Bezug auf die unter Anwendung von IFRS 15 bilanzierten Immobilien besteht das Risiko für den Konzernabschluss im Wesentlichen darin, dass die für die Ermittlung des Fertigstellungsgrade erforderlichen Annahmen und Schätzungen in Bezug auf die Gesamtinvestitionskosten unsicher sind. Verweis auf weitergehende Informationen Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Immobilienvermögens finden sich in Kapitel 4. (Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) des Konzernanhangs. Kapitel 5. (Ermessensausübungen und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten) enthält Angaben zu wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und verweist hinsichtlich Finanzimmobilien und Vorratsimmobilien auf die entsprechenden Kapitel 21. und 25. des Konzernanhangs. In Kapitel 21. (Finanzimmobilien) ist neben einer Entwicklung und Überleitung des Finanzimmobilien nach Asset-Klassen eine Tabelle mit den wesentlichen Inputfaktoren der Fair Value-Ermittlung enthalten. Der Abschnitt Vorräte (25.) enthält Angaben zum Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Immobilien und Wertminderungen. Durchgeführte Auf- und Abwertungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw im Posten 13. (Sonstige betrieblich Aufwendungen) des Konzernanhangs dargestellt. Kapitel 26. (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) enthält Angaben zu Vertragsvermögenswerten und in diesem Zusammenhang angesetzten Teilgewinnen. Auswirkungen der Risiken im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine sowie der Klimakrise und Corona sind in Kapitel 8. des Konzernanhangs dargestellt.
Prüferisches Vorgehen
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes wird überwiegend von externen Gutachtern, zum Teil aber auch durch interne Bewertungen vorgenommen. Zum 31.12.2022 wurden Finanz-, Vorrats- und Sachanlageimmobilien mit einem Buchwert von rd 485 MEUR durch externe Gutachter bewertet. Für die unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Immobilien in Höhe von rd 39 MEUR standen darüber hinaus Kaufverträge sowie Planungsrechnungen zur Verfügung. Finanzimmobilien werden grundsätzlich ab Überschreiten einer Geringfügigkeitsschwelle, Vorratsimmobilien und Immobilien des Sachanlagevermögens sofern Anhaltspunkte für Wertminderungen gegeben sind, durch einen externen Gutachter ermittelt. Im Rahmen der Prüfung haben wir die Angemessenheit der Kriterien und die konkrete Auswahl der externen Bewertungen kritisch gewürdigt. Die Stichprobenauswahl der von uns geprüften Bewertungen erfolgte anhand quantitativer und qualitativer Kriterien, wobei insbesondere Immobilien mit wesentlichen Auf- und Abwertungen detaillierten Prüfungshandlungen unterzogen wurden. Weitere wesentliche qualitative Kriterien waren die geographische Lage und die Asset-Klasse der Immobilie sowie Immobilien mit spezifischen Risiko- und Unsicherheitsfaktoren. Immobilienabgänge und die daraus resultierenden Gewinne und Verluste wurden mit den jeweiligen Kaufverträgen und Werten gemäß dem letzten Abschluss verglichen. Sofern Kaufverträge Anpassungsklauseln oder ähnliches beinhalten, wurden diese einer kritischen Würdigung unterzogen. Für die nach IFRS 15 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanzierten Immobilien wurden die vorhandenen Kaufverträge zum Nachweis des Vergütungsanspruches geprüft. Die Annahmen in Bezug auf die Gesamtinvestitionskosten, anhand derer sich die Höhe der Fertigstellungsgrade bemisst, wurden mit dem Management diskutiert und kritisch gewürdigt.
Für die Stichprobe der geprüften Bewertungen wurden von unseren Immobilienbewertungsspezialisten folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
- Beurteilung der Objektivität, Unabhängigkeit und Expertise der externen Gutachter.
- Beurteilung der Bewertungsmethode und Übereinstimmung mit den anzuwendenden international anerkannten Standards. Insbesondere für die Anwendbarkeit des Residualwertverfahrens noch nicht fertig gestellter Projekte wurde geprüft, ob die wesentlichen Annahmen hinsichtlich erwarteter Entwicklungskosten und Verwertungsmöglichkeiten mit hinreichender Sicherheit und plausibel abschätzbar waren.
- Kritische Würdigung der Bewertungszinssätze und deren Veränderung im Zeitablauf. Dabei wurden die Renditen mit nach Lage und Asset Klasse vergleichbaren Transaktionen und Bewertungen verglichen. Innerhalb der beobachteten Bandbreiten wurde geprüft, ob Änderungen des Zinssatzes zu Vorperioden aufgrund der Marktgegebenheiten bzw der objektspezifischen Eigenschaften gerechtfertigt waren und konsistent angewendet wurden.
- Sonstige wesentliche Inputfaktoren der Bewertung wie Mieterlöse, Leerstandsraten und Instandhaltungsaufwendungen wurden von unseren Immobilienexperten allgemein auf Basis vergleichbarer Markt- und Erfahrungssätze auf Plausibilität geprüft. Darüber hinaus wurden die verwendeten Daten objektspezifisch stichprobenartig mit zu Grunde liegenden Informationen wie bspw dem aktuellen Vermietungsstatus oder Pachterlösen abgeglichen.
- Bei Immobilien in Entwicklung wurden die in den Gutachten angeführten erwarteten Baukosten bis zur Fertigstellung mit den Baukosten von vergleichbaren Objekten verglichen und der bei der Wertermittlung abgezogene Developergewinn hinsichtlich der Marktüblichkeit für vergleichbare Objekte gewürdigt. Darüber hinaus wurden die Erwartungshaltungen, Änderungen und Auffälligkeiten hinsichtlich wesentlicher Inputfaktoren und Wertenwicklungen einzelner Immobilien sowohl im Vorfeld der Bewertung als auch nach Vorliegen der Bewertungsergebnisse in Besprechungen mit dem Management und den für die Bewertungen verantwortlichen Mitarbeitern besprochen und insbesondere auf Basis von Vergleichstransaktionen und Markterfahrungen kritisch hinterfragt. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf Veränderungen gelegt, welche nicht unseren Erwartungen entsprachen.
2. Bewertung von Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen und Projektfinanzierungen
Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen
Neben dem Immobilienvermögen in vollkonsolidierten Konzerngesellschaften bilden die Buchwerte der at Equity Beteiligungen und die in diesen Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen gebundenen Projektfinanzierungen den Schwerpunkt des Konzernvermögens. Zusammen betragen diese Vermögenswerte zum 31.12.2022 rd 362 MEUR, ds rd 25 % der Bilanzsumme. Dabei handelt es sich vorwiegend um in- und ausländische Immobilien-Projektgesellschaften, welche die von der UBM zur Verfügung gestellten Mittel zur Finanzierung von Immobilienanschaffungen und Investitionen verwenden. Bewertung und Werthaltigkeit der at Equity Beteiligungen und Projektfinanzierungen beruhen daher im Wesentlichen auf der Werthaltigkeit der in den Projektgesellschaften gehaltenen Immobilien. Während in at Equity Beteiligungen gehaltene Finanzimmobilien zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind und die Ergebnisse daraus für den Konzernanteil übernommen und fortgeschrieben werden, dient der beizulegende Zeitwert für die anderen Immobilienkategorien und Projektfinanzierungen als Vergleichsmaßstab für die Beurteilung der Werthaltigkeit der Buchwerte. Für Immobilien, die gem. IFRS 15 unter Anwendung der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung ausgewiesen werden, erfolgt die Bilanzierung auf Basis des vertraglichen Vergütungsanspruches unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades, welcher aus der Planungsrechnung ermittelt wird. Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung wird für die in den Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen gehaltenen Immobilien der beizulegende Zeitwert ermittelt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt überwiegend durch Ertragswertverfahren, insbesondere durch die Term- and Reversions Methode. Für Immobilien in Entwicklung wird grundsätzlich die Residualwertmethode angewandt. Das Ergebnis der Bewertungen ist in hohem Maße von der Schätzung der wesentlichen wertbeeinflussenden Faktoren wie Zinssätze, erwartete Miet- und Kapitalflüsse, Baukosten bis zur Fertigstellung und Developergewinn abhängig. Das Risiko für den Konzernabschluss besteht im Wesentlichen in der Schätzung dieser zukünftigen Kapitalflüsse und Zinssätze, welche von zukünftigen Markt- und Wirtschaftsentwicklungen beeinflusst werden. In Bezug auf die unter Anwendung von IFRS 15 bilanzierten Immobilien besteht das Risiko im Wesentlichen darin, dass die für die Ermittlung des Fertigstellungsgrade erforderlichen Annahmen und Schätzungen in Bezug auf die Gesamtinvestitionskosten unsicher sind. Die Bewertungen der at Equity Beteiligungen und Projektfinanzierungen und der daraus resultierenden Ergebnisanteile, Abschreibungen oder Zuschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung sind daher mit Unsicherheiten behaftet.
Verweis auf weitergehende Informationen
Kapitel 4.# (Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden)
des Konzernanhangs enthält Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der at Equity Beteiligungen und Projektfinanzierungen. In Kapitel 22. (Beteiligungen an at Equity bilanzierten Unternehmen) sind Angaben über Buchwerte und Anteile am Jahresergebnis sowie für wesentliche Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen weitere Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage enthalten. Kapitel 23. und 45. enthalten Angaben zu Buchwerten, Wertberichtungen und deren Entwicklung für Projektfinanzierungen. Auswirkungen der Risiken im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine sowie der Klimakrise und Corona sind in Kapitel 8. des Konzernanhangs dargestellt.
Prüferisches Vorgehen
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der in Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen gehaltenen Immobilien erfolgt analog der Bewertung des Immobilienvermögens. Sie erfolgt daher überwiegend durch Beauftragung von externen Gutachtern, wobei externe Gutachten grundsätzlich ab Überschreiten einer Geringfügigkeitsgrenze bzw bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung durchgeführt werden. Im Rahmen der Prüfung haben wir die Angemessenheit der Kriterien und die konkrete Auswahl der externen Gutachten geprüft. Analog dem Prüfvorgehen für das Immobilienvermögen haben wir anhand quantitativer und qualitativer Kriterien eine Stichprobenauswahl für die Überprüfung der Bewertungen gezogen. Für diese Stichprobe haben unsere Immobilienbewertungsspezialisten Prüfungshandlungen analog der Prüfungshandlungen für das Immobilienvermögen durchgeführt. Für die nach IFRS 15 bilanzierten Immobilien wurden die vorhandenen Kaufverträge zum Nachweis des Vergütungsanspruches geprüft. Die Annahmen in Bezug auf die Gesamtinvestitionskosten, anhand derer sich die Höhe der Fertigstellungsgrade bemisst, wurden mit dem Management diskutiert und kritisch gewürdigt. Darüber hinaus haben wir die at Equity Ergebnisermittlung und Fortschreibung sowie die Ermittlung des Nettovermögens der Projektgesellschaften und die daraus abgeleiteten Abschreibungen und Zuschreibungen der Beteiligungen und Projektfinanzierungen durch Vergleich mit den Buchwerten geprüft. Die Werthaltigkeit der at Equity Beteiligungen und Projektfinanzierungen werden dabei je Gesellschaft gemeinsam bewertet und geprüft.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu keine Art der Zusicherung geben. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigten, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu. Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen. Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt: Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben. Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes, der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben. Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird. Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil. Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus. Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken. Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind.# Bericht des Aufsichtsrats
Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2022 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. Mai 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 2002 Abschlussprüfer. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Markus Trettnak.
Wien, am 4. April 2023
BDO Assurance GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
(als Gesamtrechtsnachfolgerin der BDO Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft)
Mag. Markus Trettnak
Wirtschaftsprüfer
Mag. Gerhard Fremgen
Wirtschaftsprüfer
Gewinnverwendung
Das Geschäftsjahr 2022 der UBM Development AG schließt mit einem Bilanzgewinn von € 8.256.474,25. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende in Höhe von € 1,10 je Stückaktie, das sind bei 7.472.180 Stückaktien in Summe € 8.219.398,00, auszuschütten und den Restgewinn in Höhe von € 37.076,25 auf neue Rechnung vorzutragen. Bei zustimmender Beschlussfassung der Hauptversammlung über diesen Gewinnverwendungsvorschlag erfolgt die Auszahlung der Dividende von € 1,10 pro Stückaktie ab 26. Mai 2023 nach Maßgabe der steuergesetzlichen Bestimmungen durch Gutschrift der depotführenden Bank. Als Hauptzahlstelle fungiert die Erste Group Bank AG.
Wien, am 4. April 2023
Der Vorstand
Mag. Thomas G. Winkler, LLM CEO, Vorsitzender
DI Martin Löcker COO
Dipl.-Ök. Patric Thate CFO
Martina Maly-Gärtner, MRICS COO
Bilanzeid
Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 124 Abs. 1 iVm Abs. 2 Börsegesetz 2018 – Konzernabschluss
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns als Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt, sowie dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wien, am 4. April 2023
Der Vorstand
Mag. Thomas G. Winkler, LLM CEO, Vorsitzender
DI Martin Löcker COO
Dipl.-Ök. Patric Thate CFO
Martina Maly-Gärtner, MRICS COO
Lagebericht
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Weltweiter Wachstumskurs
Nach den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf das vorangegangene Jahr und der Rezession im Jahr 2020 stand die Weltwirtschaft auch 2022 vor enormen Herausforderungen. Der immer noch anhaltende Krieg Russlands gegen die Ukraine, der die Energie- und Lebensmittelpreise befeuert, der globale Kampf gegen die Inflation und das Wiederaufleben der Covid-19 Pandemie in China bestimmten im Jahr 2022 den Verlauf der globalen Konjunktur. Die erste Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) für das globale Wirtschaftswachstum lag im ersten Quartal bei 4,4 %, nach dem von IWF gerechneten Gesamtergebnis von 5,9 % im Vorjahr. Durch den Krieg in der Ukraine verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum weiter, weshalb die Schätzung im zweiten Quartal auf 3,6 % heruntergesetzt wurde. Der immer noch währende Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende Inflation verlangsamten das weltweite Wirtschaftswachstum erneut. Somit reduzierte der IWF seine Prognose im dritten Quartal auf 3,2 %. Für das Gesamtjahr 2022 wird mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 % (IWF) gerechnet.
1 Das Wirtschaftswachstum Europas war äußerst widerstandsfähig, die Prognosen des IWF sagten ein Wachstum der Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 von 3,7 % voraus. Dieses Ergebnis entspricht einem deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Euroraum um 1,8 % seit dem Vorjahr, jedoch im Hinblick auf das globale Wirtschaftswachstum ein stabiles Ergebnis. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2022 bei 6,6 % (EZB). Die Inflationsrate für das Jahr 2022 lag im Dezember bei 9,2 % (EZB) deutlich über dem Wert des Vorjahres (2021: 5,0 %) und somit noch weiter über dem von der EZB erklärten Ziel von 2,0 %.
2 Die Ereignisse des Ukraine Kriegs trüben die zukünftigen Wachstumsprognosen. Die Prognosen des IWF sagen einen Wert von 2,9 % für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2023 voraus, während im Euro-Raum ein Wirtschaftswachstum von 0,7 % erwartet wird. Die Unvorhersehbarkeit des weiteren Kriegsverlaufs bleibt eine Schwachstelle in der Sicherheit der Prognose. Europa ist jedoch mit niedrigeren Gaspreisen als erwartet konfrontiert, da genug Gas gespeichert werden konnte, um Engpässe in diesem Winter unwahrscheinlich zu machen. Das Wiederauffüllen der Speicher mit den stark verminderten russischen Gasströmen wird allerdings eine Herausforderung für den nächsten Winter. Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen, die darauf abzielen Russland zur Beendigung der Feindseligkeiten zu zwingen, spalten die Weltwirtschaft und verstärken die früheren geopolitischen Spannungen. Angesichts der gestiegenen Preise für Lebensmittel und Treibstoffe könnten die sozialen Unruhen zunehmen. Die anhaltende Anspannung auf dem Arbeitsmarkt könnte sich in einem unerwartet starken Lohnwachstum äußern. Außerdem könnten die höher als erwarteten Öl-, Gas- und Lebensmittelpreise aufgrund des Kriegs in der Ukraine die Gesamtinflation erneut ansteigen lassen und damit die Notenbanken zu weiteren Maßnahmen wie Zinssteigerungen zwingen.
3
Entwicklung in Deutschland und Österreich
Die deutsche Wirtschaft musste im Jahr 2022 nach dem positiven Ergebnis des Vorjahres von 2,6 % wieder einen Rückgang erleiden. Im Berichtsjahr sank Deutschlands BIP auf 1,9 % (IWF). In Österreich ergab sich im Jahr 2022, trotz der Auswirkungen des Ukraine Kriegs und der hohen Inflation ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Laut einer Prognose im Dezember der Österreichischen Nationalbank (OeNB) ergab sich für das Berichtsjahr ein Anstieg um 4,9 %. Die Arbeitslosenquote fiel im Jahr 2022 laut OeNB von 8,0 % auf 6,3 %. Die Inflationsrate hat im Berichtsjahr den Höhepunkt der Inflationsdynamik mit einer Inflationsrate von 8,6 % erreicht, dieses Ergebnis ist die höchste gemessene Inflationsrate seit Beginn der Währungsunion.
4 , 5
Entwicklung in CEE
Die Wirtschaft in den EU-Mitgliedstaaten in Zentral-, Ost- und Südosteuropas blieb stabil, doch auch hier erreichte die Inflation ihren langjährigen Höchststand. Die österreichische Nationalbank verzeichnete für 2022 in Polen und der Tschechischen Republik ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 4,0 % bzw. 2,5 %.
6
Entwicklung der Immobilienmärkte
Europa
Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, der steigenden Inflation, der höheren Zinssätzen und der Sorge um das Wirtschaftswachstum waren im Jahr 2022 auch auf dem europäischen Immobilienmarkt deutlich spürbar. Das erste Quartal 2022 konnte trotz Russlands Invasion in der Ukraine im Februar gut überstanden werden und der europäische Immobilienmarkt verzeichnete einen Anstieg des Investitionsvolumens um 11 % im Jahresvergleich. Für den weiteren Verlauf des Jahres verzeichnete der Immobilienmarkt einen Rückgang, so sank das Investitionsvolumen um 19 % im zweiten Quartal bzw. 37 % im dritten Quartal. Für das Gesamtjahr 2022 sank das europaweite Transaktionsvolumen auf € 291.5 Mrd. (2021: € 340.2 Mrd.). Das entspricht dies einem Minus von 14.3 % im Vergleich zum Vorjahr. Die hohe Inflation und die steigenden Zinssätze lösten große Unsicherheiten über die Transaktionspreise aus und sorgten außerdem für Sorge über das Wirtschaftswachstum, was sich negativ auf die Transaktionsvolumen in allen Sektoren auswirkte. In Summe wurden im Jahr 2022 € 59,3 Mrd. in Wohn- und € 58,8 Mrd. in Industrieimmobilien investiert. Mit einem Gesamttransaktionsvolumen von € 97,1 Mrd. ist die Assetklasse Büro wieder die klare Nummer eins unter den Investoren. Das Investmentvolumen ging im Jahresvergleich um 17 % zurück. Die Assetklasse Wohnimmobilien konnte im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von 44 % verzeichnen.# 7 Deutschland Abschwung
Im Jahr 2022 erlebte Deutschland eine Kehrtwendung. Das Land hatte 2021 das vierte Jahr in Folge als Nummer eins auf dem europäischen Markt abgeschlossen und erzielte im Vorjahr sogar einen europäischen Rekord mit einem Transaktionsvolumen von € 110,6 Mrd. 2022 sank das Transaktionsvolumen jedoch um 44,3 % im Vergleich zum Vorjahresultimo und erzielte somit ein Transaktionsvolumen von rund € 62,9 Mrd., da Deutschland verglichen mit dem europäischen Durchschnitt enorm unter den Auswirkungen des Ukraine Krieges litt. Insgesamt wurden im Jahr 2022 Immobilien im Wert von € 62,9 Mrd. gehandelt.
8
Am Gewerbeimmobilienmarkt erfuhr das Transaktionsvolumen mit € 50,6 Mrd. (2021: € 58,8 Mrd.) im Vorjahresvergleich einen Rückgang um 16,7 %. Im Bürosegment konnten die Brutto-Spitzenrenditen wieder dazugewinnen und fast den Mittelwert der letzten 10 Jahre erreichen und lagen Ende des Jahres im Durchschnitt bei 3,4 %. Die durchschnittlichen Spitzenmieten der Top-6-Städte reichten von € 28,9/m2 in Köln bis € 48,0/m2 in Frankfurt. Der Büroflächenumsatz für das Jahr 2022 lag mit rund 3 Mio. m2 3 % über dem Vorjahresniveau.
9, 10
In der Assetklasse Hotel konnte im vierten Quartal 2022 mit einem Volumen von Portfoliotransaktionen in Höhe von € 231 Mio. das zweitbeste Quartalsergebnis seit Beginn der Pandemie erreicht werden. Mit diesem Ergebnis gegen Ende des Berichtsjahres ist eine Wiederbelebung des Marktes zu erkennen. 2022 wurde an den wichtigsten Hotelstandorte ein Investmentvolumen von € 806 Mio. registriert und somit 55 % weniger als im Vorjahr. Dementsprechend ist das gesamte Hotel-Investmentvolumen das geringste der letzten 10 Jahre.
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Der Wohninvestmentmarkt präsentierte sich im Berichtsjahr aufgrund der hohen Zinsen und der Inflation spürbar verhaltener als in den Vorjahren. Mit gut € 31,1 Mrd. wurde 2022 in größerer Wohnungsbestände investiert, was im Vergleich mit dem Vorjahresultimo einem Rückgang von 39 % (2021: € 51 Mrd.) entspricht. Da im Vorjahr die Übernahme der Deutsche Wohnen durch Vonovia der Volumentreiber hinter dem Rekordergebnis war, ist ein Vergleich mit dem langjährigen Durchschnitt aussagekräftiger, denn dieser wurde um etwa ein Drittel unterschritten. Deutsche Investoren kamen auf ein Volumen von rund € 21 Mrd. und zeichneten für rund 69 % des Transaktionsvolumen verantwortlich. Die Top-7-Städte bildeten weiterhin den Investment-Hotspot des Wohn-Investmentmarktes mit 47 % am bundesweiten Transaktionsvolumen. 2022 wurden etwa € 6,18 Mrd. in den sieben größten Städten Deutschlands investiert. Berlin ist wie auch im Vorjahr an der Spitze der Top-7-Städte mit einem Transaktionsvolumen von € 3 Mrd.
12 Solides Investmentjahr in Österreich
Der österreichische Investmentmarkt erreichte 2022 ein Investitionsvolumen von ca. € 4,1 Mrd. Im Vorjahresvergleich erfuhr das Investitionsvolumen einen Rückgang von rund 5 % (2021: € 4,3 Mrd.). Der Fokus lag dabei wieder auf den Assetklassen Wohnen, Büro und Logistik, fast drei Viertel des Investitionskapitals steckt in diesen drei Segmenten und jeweils ein höheres Volumen als im Jahr 2021. In das zum wiederholten Mal stärkste Segment Wohnen wurden im Jahr 2022 rund € 1,6 Mrd. investiert, das entspricht rund 39 % des Gesamtinvestitionsvolumens. Der Abschluss von Transaktionen, insbesondere von Forward-Transaktionen, ist seit dem zweiten Halbjahr 2022 bemerkend schwieriger geworden, die Ursache hierfür sind fehlende Sicherheiten, wie Finanzierung, Zinsen und Baukosten aber auch die lange Vorlaufzeit mit den damit verbunden Risiken. Im Zuge einer Risikominimierung steigt bei den Investoren das Interesse an Bestandsimmobilien. Die geplanten Fertigstellungen in Wien betragen 2023 rund 15.400 Wohneinheiten, das entspricht in etwa dem Wert des Vorjahres. Erst 2024 sollen die Fertigstellungen wieder einen leichten Rückgang erwarten. In jüngster Vergangenheit ist trotz der hohen Inflation ein Aufwärtstrend in der Hotel-Performance zu beobachten. Die Auswirkungen der Inflation machten sich 2022 sowohl bei Hotelbetrieben, als auch bei ihren Gästen bemerkbar und sorgen für Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage. Denn die Betriebe stehen vor Erhöhen in Energie- und Personalkosten und bei den Gästen sinken sowohl Zahlungsbereitschaft und -fähigkeit. Die Hotel-Performance in Wien konnte sich sichtbar wieder von der Pandemie und die dadurch entstanden Einschränkungen erholen, denn im Oktober 2022 verzeichnete die durchschnittliche Tagesrate (ADR) einen Rekordwert von € 129 und konnte somit den Vorkrisenwert übertreffen. Besonders Budget/Economy Hotels und Serviced Apartments wecken verstärktes Interesse von Investoren. Im Jahr 2023 sollen rund 1.200 Hotelzimmer und rund 330 Serviced Apartments auf den Markt gebracht werden. Hier ist auch in Wien der Trend von gemischt-genutzten Gebäuden zu erkennen. Ebenso wie im Vorjahr wird die Assetklasse Büros von geringer Flächenverfügbarkeit, niedriger Fertigstellungsleistung und einer gleichzeitig niedrigen Leerstandsrate von 3,9 % geprägt. Im Jahr 2022 betrug die Vermietungsleistung in Wien 170.000 m2. Damit liegt die vermietete Bürofläche im Berichtsjahr ca. 0,6 % über dem Vorjahr (2021: 169.000 m2). Die Mietpreise in Wien zeigten sich stabil, zusätzlich konnten in guten und Spitzenlagen höhere Mitpreise verzeichnet werden. So sind die Spitzenmieten in Wien im Jahr 2022 um 3,8 % auf € 27,00/m2/Monat gestiegen. Auch für das Jahr 2023 wird von einem Mietwachstumspotenzial ausgegangen; aufgrund der wachsenden Anforderung an ESG-konforme Büro steigt die Nachfrage an modernen und flexibel gestaltbaren Flächen. Erst ab 2024 soll die Fertigstellungsrate wieder steigen, während 2022 insgesamt rund 130.000 m2 fertiggestellt wurden, sollen im Jahr 2023 bloß 42.000 m2 auf den Markt kommen, außerdem befindet sich die Pipeline für das Jahr 2022 auf einem historischen Tief von 40.000 m2.
13 Entwicklung in CEE
In den CEE-Kernländern – Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Rumänien und Ungarn konnte ein Gesamtinvestitionsvolumen von über € 10,9 Mrd. (2021: € 11,0 Mrd.) erzielt werden. Der klare Spitzenführer ist wie auch im Vorjahr Polen. Im Berichtsjahr 2022 stammten 55 % des Transaktionsvolumen aus Polen. In der Tschechischen Republik konnte ein Transaktionsvolumen von € 1,7 Mrd. erzielt werden, das etwas über dem Wert des Vorjahres liegt (2021: € 1,64 Mrd.). Trotz steigender Finanzierungskosten und schwächelnder Weltwirtschaft war das Jahr 2022 ein recht aktives Jahr für Investitionstätigkeiten in Polen. Doch während das Jahr in Polen gut lief, hatte die Tschechische Republik mit der Inflation und der bestehenden Energiekrise zu kämpfen.
14 Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf der UBM Development AG ist durch die Struktur des Konzerns und die Abwicklung von Projekten in einer Vielzahl von Projektgesellschaften maßgeblich geprägt. Der Umsatz der UBM Development AG per 31. Dezember 2022 in Höhe von € 20,3 Mio. (Vorjahr: € 19,6 Mio.) wurde vor allem durch die Verrechnung von Managementdienstleistungen für Projekte in Tschechien, Polen und Deutschland erzielt.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Geschäftsergebnis und Ertragslage
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung der UBM Development AG ausgewiesenen Umsatzerlöse erreichten 2022 € 20,3 Mio. und erhöhten sich somit gegenüber dem Vorjahr um € 0,7 Mio. Durch den in den vergangenen Jahren erfolgten Abverkauf eines Großteils der Bestandsimmobilien beschränkt sich die Umsatzleistung im Wesentlichen auf die Verrechnung von diversen Dienstleistungen an Tochterunternehmen im In- und Ausland. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um € 1,4 Mio. Voriges Jahr wurden in dieser Position ein Einmaleffekt aus der Auflösung von Rückstellungen erfasst. Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen reduzierten sich um € 0,1 Mio. auf € 1,9 Mio. Der Personalaufwand betrug rund € 14,0 Mio. gegenüber € 11,8 Mio. in 2021. Die Bewertung des Aktienoptionsprogramms von UBM floss in der Berichtsperiode mit € 0,3 Mio. (Vorjahr: € 0,2 Mio.) in die Position des Personalaufwands ein. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die im Wesentlichen Mieten und Verwaltungskosten für die Stabsstellen, Reisespesen, Werbekosten, sonstige Fremdleistungen, Abgaben und Gebühren sowie Rechts- und Beratungskosten, Bank- und Geldverkehrsspesen umfassen, reduzierten sich von € 16,5 Mio. im Jahr 2021 um € 5,3 Mio. auf € 11,2 Mio. Die Erträge aus Beteiligungen erhöhten sich von € 27,7 Mio. auf € 31,5 Mio. und resultierten aus Ausschüttungen diverser Tochterunternehmen. Durch die Funktion von UBM als zentrale innerkonzernale Finanzierungsstelle der meisten Tochtergesellschaften und deren umfangreiche Investitionstätigkeit verminderte sich der Zinsaufwand auf € 29,2 Mio. (Vorjahr: € 31,4 Mio.) und die Erträge aus Ausleihungen erhöhten sich auf € 40,3 Mio. (Vorjahr: € 36,3 Mio.) Die Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen verminderten sich von € 15,8 Mio. auf € 0,2 Mio. Diese Position verminderte sich wesentlich durch den Einmaleffekt aus 2021 betreffend der Verkäufe zweier Gesellschaften und diverse Zuschreibungen. Durch notwendige Wertberichtigungen im Bereich der Projektfinanzierung bzw. Beteiligungen erhöhten sich die Aufwendungen aus Finanzanlagen auf € 27,2 Mio. (Vorjahr: € 20,8 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern verminderte sich gegenüber dem Vorjahr und betrug 2022 € 9,1 Mio. gegenüber € 18,9 Mio. im Vorjahr. Der Steuerertrag des Berichtsjahres betrug € 4,3 Mio. (Vorjahr: € 0,3 Mio.) und resultierte großteils aus positiven Steuerumlagen der Gruppenmitglieder.Somit belief sich der Jahresüberschuss 2022 auf € 13,3 Mio. (Vorjahr: € 19,2 Mio.). Die UBM Development AG wies für das Jahr 2022 einen Bilanzgewinn von € 8,3 Mio. aus (Vorjahr: € 16,9 Mio.). Dieser steht für eine Dividendenausschüttung zur Verfügung. Der Vorstand wird der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von € 1,10 je dividendenberechtigter Aktie vorschlagen. Die Gesamtkapitalrentabilität 2022 betrug 3,8 % (Vorjahr: 4,6 %). Die Eigenkapitalrentabilität errechnete sich mit 4,6 % (Vorjahr: 8,3 %), und die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2022 betrug 19,5 % (Vorjahr: 20,5 %).
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Gesamtrentabilität EBT+Fremdkapitalzinsen | 38.268 3,8 % | 50.268 4,6 % |
| Gesamtkapital | 1.012.473 | 1.104.278 |
| Eigenkapitalrentabilität EBT | 9.064 4,6 % | 18.870 8,3 % |
| Eigenkapital | 197.314 | 226.057 |
| Eigenkapitalquote Eigenkapital | 197.314 19,5 % | 226.057 20,5 % |
| Gesamtkapital | 1.012.473 | 1.104.278 |
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der UBM Development AG verminderte sich 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 % auf € 1.012 Mio. Das Sachanlagevermögen betrug € 2,9 Mio. (Vorjahr: € 3,1 Mio.) Das gesamte Finanzanlagevermögen erhöhte sich von € 688,0 Mio. um € 96,2 Mio. auf € 784,2 Mio. Dies ist in erster Linie auf die Erhöhung der Projektfinanzierungen (Ausleihungen) auf € 592,6 Mio. (Vorjahr: € 498,2 Mio.), bedingt durch den erhöhten Kapitalbedarf für Investitionen von verbundenen und beteiligten Unternehmen, zurückzuführen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von € 13,0 Mio. auf € 13,9 Mio. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, erhöhten sich von € 2,1 Mio. auf € 4,5 Mio. Der Stand der liquiden Mittel zum 31. Dezember 2022 reduzierte sich auf € 185,3 Mio. (Vorjahr: € 375,7 Mio.). Diese Reduzierung liegt in der Teilrückführung der Anleiheverbindlichkeiten und in der Erhöhung der Projektfinanzierungen begründet. Das Eigenkapital reduziert sich von € 226,1 Mio. um € 28,9 Mio. auf € 197,3 Mio. Die dem Mezzaninkapital zugeordnete Hybrid-anleihe in Höhe von € 152,9 Mio. (Vorjahr 152,9 Mio.). Weiters wurde die Gewinnrücklage mit € 5,2 Mio. dotiert (Vorjahr: € 2,4 Mio.). Im Oktober 2022 wurde die Anleihe 2017–2022 mit dem Nominalbetrag von € 81,1 Mio. getilgt. Die Nettoreduzierung der Anleiheverbindlichkeiten betrug dadurch € 81,1 Mio. und führte zu einem Stand von € 449,0 Mio. (Vorjahr: € 530,1 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verminderten sich von € 143,5 Mio. auf € 125,9 Mio. Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich von € 13,1 Mio. auf € 10,9 Mio. Die Liquiditätsplanungen zeigen, dass die Gesellschaft aus derzeitiger Sicht in der Lage ist, den bestehenden und erkennbaren zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, sowohl im Hinblick auf die Fortführung als auch auf den Abschluss der wesentlichen Investitionsvorhaben.
Investitionen
Das Anlagevermögen des Geschäftsjahres erhöhte sich von € 691,1 Mio. auf € 788,4 Mio. Das immaterielle Anlagevermögen erhöhte sich auf € 1,43 Mio. (Vorjahr: € 0,02 Mio.), während das Sachanlagevermögen nahezu unverändert blieb. Die Reduzierung der liquiden Mittel ist zum überwiegenden Teil auf die Erhöhung des Finanzanlagevermögens zurückzuführen. Aufgrund von Wertminderungen wurden im Bereich der Finanzanlagen Abschreibungen in Höhe von € 26,2 Mio. (Vorjahr: € 17,6 Mio.) sowie aufgrund von Wertaufholungen Zuschreibungen in Höhe von € 0,1 Mio. (Vorjahr: € 6,0 Mio.) durchgeführt.
Kapitalflussrechnung – Kurzfassung in € Mio.
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 13,3 | 19,2 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 28,1 | 34,4 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –124,0 | 37,4 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | –94,5 | 89,6 |
| Liquide Mittel per 31.12. | 185,3 | 375,7 |
Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
Umweltbelange
Global gesehen ist die Immobilien- und Baubranche der CO2- und energieintensivste Sektor. Aus diesem Grund ist es für uns selbstverständlich, bei allen Entscheidungen ökologische Aspekte besonders zu berücksichtigen. Unser klares Bekenntnis zum Holzbau, unser Augenmerk auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie unser Fokus auf Green-Building-Zertifizierungen sind Ausdruck dieser Überzeugung. Mit der Abteilung „Timber Construction & Green Building“ hat UBM ein Kompetenzzentrum mit insgesamt fünf Experten aufgebaut, um die strategische Bedeutung des Holzbaus zu unterstreichen. Die Abteilung unterstützt und überwacht die operative Umsetzung der Green-Building-Prozesse. Neue Anforderungen auf nationaler und europäischer Ebene werden evaluiert und auf der Projektebene, in Einklang mit der green. smart. and more. Strategie, umgesetzt. Außerdem koordiniert die Abteilung die Evaluierung und Durchführung von Gebäudezertifizierungen durch externe Partner bei Projektentwicklungen. Für die operative Implementierung der Green-Building-Strategie in der Projektentwicklung sind die Projektleiter zuständig. Bei Bestandsobjekten und Konzernstandorten wird die Green-Building-Strategie von den jeweiligen Assetmanagern umgesetzt.
Zukunftsweisende Immobilienentwicklung
Mit unseren Immobilien prägen wir Lebensräume für die Zukunft. Damit gestalten wir auch Umwelt. Immobilienentwicklung ist nicht nur unser Kerngeschäft, sie bietet uns als Unternehmen auch den größten Hebel, um unseren CO2-Fußabdruck maßgeblich zu reduzieren. UBM beschäftigt sich intensiv mit den ökologischen Auswirkungen ihrer Tätigkeit in allen Projektphasen. Im Fokus stehen dabei stets der Schutz der Umwelt und der schonende Umgang mit Ressourcen. Schwerpunkte unserer Aktivitäten sind die Bereiche: Energieeffizienz, erneuerbare Energien und CO2-Emissionen Langlebigkeit und Recycelbarkeit der Materialien Bodenversiegelung, Klimawandel und Biodiversität Sanierung und Revitalisierung Gesunde Baustoffe & Wohnqualität
Wir messen unsere Standorte am Fußabdruck
Neben der Projektentwicklung ist es für uns wichtig, auch den eigenen Geschäftsbetrieb nachhaltig zu gestalten. Unser klares Ziel ist eine fortlaufende Verringerung des ökologischen Fußabdrucks. Relevante Stellschrauben sind Energieverbrauch und Emissionen. Auch Wasserverbrauch und Abfallmanagement sind für UBM wichtige Themen und werden intern verfolgt und berichtet.
Weniger Bestandsimmobilien
UBM konzentriert sich strategisch auf die Entwicklung und den Verkauf von Immobilien. Daher wird die Anzahl der Bestandsimmobilien seit 2015 konsequent reduziert. Auch im Bestand setzt UBM auf Maßnahmen im Sinne der Nachhaltigkeit; zu berücksichtigen ist, ob es sich um vermietete Objekte handelt, bei denen UBM indirekten Einfluss auf Energieverbrauch und Emissionen hat, etwa durch den Einsatz energiesparender Leuchtmittel oder effizienter Kühl- und Heizlösungen. Weitere Informationen zu den Umweltbelangen finden sich im ESG-Bericht 2022 von UBM Development.
Mitarbeitende
Der durchschnittliche Personalstand der UBM Development AG betrug 94 (Vorjahr: 84). Nachhaltiges Wirtschaften umfasst nicht nur Umweltaspekte, sondern auch die soziale Verantwortung eines Unternehmens, also die Auswirkungen des Handelns auf die Gesellschaft. In unserem unmittelbaren Einflussbereich gehört dazu ein fairer Umgang mit den Mitarbeitenden, die für unseren langfristigen Erfolg und unsere positive Weiterentwicklung von entscheidender Bedeutung sind. In diesem Zusammenhang haben wir folgende Schwerpunkte definiert: Attraktiver Arbeitgeber sowie Aus- und Weiterbildung Diversität und Chancengleichheit Gesundheit und Arbeitssicherheit Auf Vorstandsebene ist die COO verantwortlich für die Personalagenden, die im Bereich Human Resources zentral verankert sind. Die Head of Human Resources tauscht sich regelmäßig mit der COO zu den Entwicklungen aus. Zielvorgaben, Maßnahmen und strategische Ausrichtung werden gemeinsam mit dem Vorstand entwickelt und in die Organisation getragen. Das Human-Resources-Team besteht zusätzlich aus einer HR-Business-Partnerin, die gemeinsam mit den lokalen Führungskräften Personalthemen in Einklang mit der Personalstrategie umsetzt. Mit unseren Werten kompetent. konsequent. transparent. schaffen wir ein Arbeitsklima, in dem sich jeder angesprochen, autorisiert und zum persönlichen Einsatz aufgerufen fühlt. Wir ermutigen unsere Mitarbeitenden zu Eigeninitiative durch kurze Entscheidungswege und flache Hierarchien. Bei der Gestaltung unseres Arbeitsumfelds halten wir uns an die strengen nationalen und internationalen Gesetze und Vorschriften der Märkte, in denen wir tätig sind. Darüber hinaus orientieren wir uns an Übereinkommen wie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, den Leitlinien der Vereinten Nationen und internationalen Arbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation. Damit gehen wir über die Mindeststandards deutlich hinaus. In unseren Codes of Conduct (Ethik-Kodex und Verhaltenskodex für Geschäftspartner) ist dieses Commitment verankert. Gezielte Aus- und Weiterbildungsangebote sind fester Bestandteil der Personalentwicklung von UBM. Die Basis dafür bildet das jährliche Mitarbeitergespräch, in dem sowohl die Zielvereinbarung als auch konkrete Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen mit der jeweiligen Führungskraft vereinbart werden. Darüber hinaus bietet UBM vielfältige Weiterbildungsmaßnahmen, von internen Workshops und Ideenwettbewerben bis zu externen Weiterbildungsprogrammen, aktiv an. Gleichzeitig wird die eigenverantwortliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden gefördert und unterstützt. Weitere Informationen zu den Mitarbeiterbelangen finden sich im ESG-Bericht 2022 von UBM Development.
Corporate-Governance-Bericht
Der Bericht ist als Teil des Geschäftsberichts unter www.ubm-development.com im Submenü Investor Relations/Finanzberichte bzw. Corporate Governance abrufbar.
Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
Zweigniederlassungen
Die UBM Development AG hat folgende Zweigniederlassungen: Steiermark (Thalerstraße 88, 8141 Unterpremstätten) und Tirol (Porr-Straße 1, 6175 Kematen).Prognosebericht
Die Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum in 2023 liegen zwischen 2,2 % (OECD) und 2,9 % (Internationaler Währungsfonds, IWF). Der andauernde Krieg in der Ukraine und die daraus angeheizte Inflation verlangsamen weiterhin das weltweite Wirtschaftswachstum. Die Inflation im Euroraum wird seit Juli 2022 von der EZB mittels Zinserhöhungen bekämpft. Trotz Erhöhungen ist ein Abkühlen der Inflationsrate noch nicht in Sicht. Weitere Zinserhöhungen sind mit Blick auf die nach oben korrigierten Inflationsaussichten zu erwarten. 15 , 16 , 17
Die UBM hält die Prognosen für 2023 weiterhin für zu optimistisch und sieht für den Immobilienmarkt, insbesondere die Development-Branche, eine Zeitenwende. Die hohe Eigenkapitalquote von 34,4 % und die Liquiditätssituation sind strategisch wichtig, um Reserven für negative Abweichungen, aber auch für etwaige Opportunitäten zur Verfügung zu haben. Durch die interne Steuerung bezüglich Cash-Fokussierung haben wir es auch im Geschäftsjahr 2022 geschafft, die Liquiditätssituation der UBM auf hohem Niveau zu halten. So lagen die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2022 bei € 323,0 Mio. Die Rückführung des €-25-Mio.-Hybridkapitals und die €-80,9-Mio.-Rückführung der Anleihe 2017–2022 konnten aus eigener finanzieller Stärke heraus getätigt werden, ebenso Akquisitionen in Mainz und Düsseldorf um rund € 80 Mio. Die zukünftige Profitabilität der UBM kann über die Ergebnisbeiträge der bestehenden € 2,1-Mrd.-Pipeline hinaus abgesichert werden.
Die strategische Ausrichtung der UBM zum führenden Entwickler von Holzbauprojekten in Europa ist in erfolgreicher Umsetzung. Im zweiten Halbjahr 2022 erhielt UBM die Widmung für das LeopoldQuartier in Wien. Es wird Europas erstes Stadtquartier in Holz-Hybrid-Bauweise und lässt in den nächsten Jahren entsprechende Verkaufserlöse erwarten. Ein bedeutender Anteil der UBM Holz-Hybrid-Pipeline besteht aus über 250.000m2 in Holz-Hybrid-Bauweise. Auch wenn sich einige angesichts der weltwirtschaftlichen Situation fragen mögen, ob der Trend zur Nachhaltigkeit nicht vielleicht in den Hintergrund gedrängt wird, ist die UBM davon überzeugt, dass die aktuelle Situation diesen Trend sogar noch weiter verstärkt. Im Geschäftsjahr 2022 konnten alle bestehenden ESG-Ratings durch international anerkannte Rating-Agenturen wie ISS ESG und EcoVadis weiter verbessert werden. Es ist das erklärte Ziel, auch im Jahr 2023 zu den Branchenführern zu zählen. Zum zweiten Mal in Folge wird der ESG-Bericht der UBM einer unabhängigen Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer unterzogen, wozu die UBM neben der Erstellung eines Berichts gar nicht verpflichtet wäre.
Der Investmentmarkt befindet sich weiterhin im Stillstand. In der derzeitigen Phase ist es nicht absehbar, wann der Markt wieder für Transaktionen bereit ist. Die UBM rechnet damit, dass es vor dem zweiten Halbjahr 2023 zu keinen größeren Transaktionen kommen wird. Geplante Transaktionen mussten in den vergangenen Quartalen auch bei der UBM zurückgestellt werden. Die Zukunft hängt maßgeblich von Büro-Mietern ab und deren Bereitschaft, längerfristige Mietverträge abzuschließen. Dies ist uns jetzt beim Timber Pioneer in Frankfurt gelungen, wo wir einen Ankermieter gewinnen konnten. Steigende Inflation, steigende Zinsen und steigende Baukosten werden uns das ganze Jahr über beschäftigen. Eine Markterholung auf das Niveau vor der Zeitenwende wird es länger nicht geben. Immobilien, wie wir sie entwickeln, werden aber weiterhin nachgefragt bleiben. Die Fokussierung der UBM auf Green Building und Smart Office in Großstädten wie Wien, München oder Frankfurt stimmt uns auch für die Zukunft optimistisch. Aufgrund der volatilen und schwer einschätzbaren Marktentwicklung muss die UBM daher bis auf Weiteres auf eine Guidance verzichten und auf die ausgesprochen solide Finanzposition mit einem Eigenkapital von einer halben Milliarde Euro verweisen.
Risikoberichterstattung
Bedingt durch die Geschäftstätigkeit von UBM Development AG und ihren operativen Tochtergesellschaften und Beteiligungen in mehreren europäischen Ländern und Assetklassen ist die UBM-Gruppe einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Gleichzeitig führt diese Diversifizierung, d. h. die Tätigkeit in unterschiedlichen Ländern und in mehreren Assetklassen, zur Risikostreuung bzw. -reduktion, da Veränderungen zumeist nicht gleichzeitig und in sämtlichen Märkten auftreten. Außerdem besteht aus risikopolitischer Sicht die Möglichkeit, dass einzelne Assetklassen zugunsten anderer forciert und/oder der Fokus auf bestimmte Länder und Märkte verstärkt oder zurückgenommen werden kann.
Generelle Ziele des UBM-Risikomanagements
- Das Vermögen des Unternehmens zu schützen (z. B. Immobilien, Kapital, Image)
- Das Jahresergebnis abzusichern
- Den (Zahlungs-)Verpflichtungen jederzeit nachzukommen
- Gesetzeskonformität jederzeit zu erfüllen und gegenüber Abschlussprüfer und FMA nachweisen zu können
- Risiken rechtzeitig zu erkennen, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen
- Einheitliche Sichtweise auf Risiken zu stärken – stringente Bewertung und Dokumentation
Wesentliche Risiken
Die wesentlichen Risiken von UBM stammen aus der Projektentwicklung und ergeben sich aus der Wertschöpfungskette des Unternehmens. Daneben bestimmen allgemeine Geschäftsrisiken sowie makroökonomische Risiken das Risikomanagement von UBM. Demnach werden die Risiken in die Hauptrisikokategorien Liegenschaftsankauf – Projektkalkulation, Planung und Projektfinanzierung – Errichtung und Qualität – Betrieb (Vermietung und Verpachtung) – Verwertung (Transaction) – allgemeine Geschäftsrisiken – makroökonomische und sonstige Risiken zerlegt. UBM ist seit vielen Jahrzehnten in der Projektentwicklung tätig und verfügt daher über entsprechende Erfahrung in der Früherkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Steuerung von Risiken innerhalb des Geschäftsmodelles. Dabei werden sämtliche wesentliche Risiken betrachtet, die einen signifikanten Einfluss auf das operative Geschäft mit sich bringen können.
Maßnahmen des Risikomanagementsystems (RMS) im Geschäftsjahr 2022
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Risikoidentifikation und -analyse
Auf Basis der bereits 2016 durchgeführten, umfassenden Risikoidentifikation und -analyse, die entlang der UBM-Wertschöpfungskette erstellt wurde und regelmäßiger, kritischer Betrachtung unterzogen wird, erfolgte auch 2022, eine Bewertung der Einzelrisiken mittels der sogenannten „Risikoinventur“. Das Risikosystem wird darüber hinaus einmal jährlich einer externen Prüfung unterzogen und den aktuellen Gegebenheiten angepasst. -
Risikobewertung
Die Bewertung basiert auf einer Risikobeschreibung sowie auf der Einschätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen von Ereignissen mit Auswirkung auf das Jahresergebnis in Form eines Professional Judgement durch den Vorstand. Diese Expertenurteile werden durch regelmäßige Status- und Projektberichte der jeweiligen Ländergeschäftsführer und entsprechende rechnerische Modelle unterstützt. Um auf mögliche Änderungen der Einzelrisikopositionen rasch reagieren zu können, erfolgt diese Bewertung halbjährlich. In dieser Betrachtung werden die mögliche Schadenshöhe sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit jedes Einzelrisikos bewertet. Die Ergebnisse werden auf einer Risk Map dargestellt, die anschaulich und übersichtlich die größten Einzelrisiken von UBM zeigt. Der Weiterentwicklung des Risikomanagements von UBM wird große Bedeutung zugemessen. Basierend auf der „Risikoinventur“ wurde 2020 die Aggregation der Einzelrisiken zu einer einheitlichen Gesamtrisikozahl in Form des „Value at Risk“ durchgeführt. Des Weiteren wurde die Steuerungsfunktion des Risikomanagements durch die Festlegung des Risikoappetits auf Unternehmensebene und die Verbindung zur Risikotragfähigkeit erheblich verbessert. Im Jahr 2022 wurde erstmals zusätzlich zur ergebnisorientierten Betrachtungsweise (VaR = Value at Risk), jene auf die Kapitalflussorientierte Sicht (CFaR = Cash Flow Value at Risk) vorgenommen. -
Risikodokumentation
Die Ergebnisse werden in einem Bericht zusammengefasst, der die Basis für eine nachfolgende Risikopriorisierung und -steuerung darstellt. Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt zweimal jährlich. -
Risikosteuerung und -monitoring
Die Steuerung der Risiken von UBM erfolgt in einem ersten Schritt top-down. Dabei werden Arbeits- und Dienstanweisungen sowie Richtlinien entworfen. Die Zuteilungen der Verantwortlichkeiten erfolgen ausgehend vom Management zu den Risk-Ownern. Im Bottom-up-Prozess berichten die Risk-Owner in regelmäßigen Status- und Risikoberichten an den Vorstand. Nur die laufende Beschäftigung mit Risiken sowie die transparente und offene Kommunikation machen es möglich, Vorschläge zur Bewältigung von Risiken innerhalb der jeweiligen Unternehmensbereiche zu erarbeiten, gegebenenfalls mit dem Vorstand zu diskutieren und rechtzeitig umzusetzen. -
Risikobewältigung
Abhängig von der Bedeutung erfolgt die Risikobewältigung im Projektteam, in den Unternehmensbereichen oder im Vorstand. Diese strukturierte Vorgangsweise ist als dauerhafter Prozess innerhalb des RMS festgeschrieben.
Risikokategorien
Die Vielzahl der wesentlichen Einzelrisiken von UBM wurde in sieben Hauptrisikokategorien geclustert.
- Liegenschaftsankaufsrisiken: Neben den direkten/ unmittelbaren Risiken, die beim Ankauf von Liegenschaften bestehen, wie z. B. die Auslegung der Flächenwidmung, die Rechte Dritter (Nachbarn, Servitute etc.), die Aktualität des Grundbuchs, die Dauer bis zur Baugenehmigung, unvollständige Verdachtsflächen(-kataster), nicht dokumentierte Kontaminierung, Schutzbestimmungen (Denkmalschutz, Baumbestand, Schutzzone), erschwerte Erschließung bzw. Zufahrt, nicht bekannte Quellen, Grundwasser, Immissionen etc., werden Risiken wie Markteintrittsrisiko, Länderrisiko, politische Risiken sowie Wettbewerbs- und Marktumfeldrisiken berücksichtigt.# Risikomanagement
UBM Development AG ist sich bewusst, dass wirtschaftlicher Erfolg nur durch ein integriertes und systematisches Risikomanagement erreicht werden kann. Das Ziel ist es, Risiken zu erkennen, zu bewerten, zu steuern und somit unternehmerische Chancen zu nutzen und die Unternehmensziele zu erreichen. Die wichtigsten Risikokategorien werden nachfolgend erläutert:
1. Akquisitionsrisiken
Die Risiken, die mit der Erwerbung von Grundstücken oder Immobilien verbunden sind, werden durch das Know-how unserer operativen Tochtergesellschaften minimiert. Die lokalen Kenntnisse und das Verständnis des Wettbewerbsumfelds, die Expertise und die guten Netzwerke in den regionalen Märkten sowie standardisierte Due-Diligence- und Ankaufsprozesse tragen zur Risikominimierung bei.
2. Projektkalkulations- und Planungsrisiken
In dieser Projektphase rücken Risiken aus den Einkaufs-, aber auch Verkaufspreisen, die Miethöhe und -änderungen, die Projektfinanzierung und deren Zinsbelastungen sowie die Markttauglichkeit und die Drittverwendbarkeit in den Fokus. Interne und externe Experten erarbeiten die Grundlagen, die als Basis für die Entscheidung des Vorstands dienen. Langjährige Erfahrungen in sämtlichen Projektentwicklungsagenden erhöhen dabei die Planungssicherheit.
3. Errichtungsrisiken bzw. Qualitätsrisiken
Hier sind sämtliche Risiken zu bewerten, die mit der eigentlichen Errichtung der Immobilie verbunden sind. Solche Risiken entstehen aus der Baudauer und dem möglichen Verzug, einem möglichen Lieferantenausfall, der Qualität der Ausführung inkl. der Kosten für Nachbesserungen. Zur Minimierung dieser Risiken setzt UBM auf erfahrene Projektleiter, um so bereits bei der Auftragsvergabe überteuerte Angebote zu vermeiden und während der Errichtungsphase eine laufende Kosten-, Qualitäts- und Bauzeitplankontrolle sicherzustellen. Regelmäßige Projektberichte an den Vorstand lassen frühzeitig Soll-Ist-Abweichungen erkennen.
4. Betriebsrisiken (Vermietung Büro bzw. Verpachtung Hotel)
Der Betrieb einer Immobilie in Zusammenhang mit der Vermietung von Büros oder der Verpachtung von Hotels ist mit einer Vielzahl von Risiken verbunden, wobei insbesondere die Bonität der Mieter (Kreditwürdigkeit, Sicherheit der Mieteinkünfte), das Klumpenrisiko (Ausfall eines wichtigen Großmieters), Leerstandsrisiko, Instandhaltungsrisiko (regelmäßige Prüfungen, Wartungen, Servicierungen, Instandhaltungen, nachträgliche technische Investitionen), Hausverwaltungsrisiko (mangelhafter Inkasso- und Mahnwesenprozess, mangelhafte Abrechnungen von Betriebskosten) bewertet werden. Um den Wert der Immobilie zu sichern, werden während des Betriebs unterschiedlichste Spezialisten aus Tochterunternehmen, Fachabteilungen oder externen Fachfirmen eingesetzt, um einerseits laufend die geplanten Erträge zu erwirtschaften, aber auch um die technische Qualität der Gebäude nachhaltig sicherzustellen. Das 50 %ige Joint Venture UBM hotels trägt darüber hinaus in der Rolle als Pächter das operative Risiko des Hotelbetriebs. Hier sind insbesondere Betriebsrisiken zu nennen, die im Zuge der COVID-19-Pandemie durch Umsatzeinbrüche bei gleichzeitig weiter zu entrichtenden Fixpachten schlagend werden. Den Risiken des Hotel-Pachtgeschäfts wird durch ein Spezialisten-Team aus 6 Branchenexperten in der UBM hotels durch laufende Marktanalysen, Kostenkontrollen und Reporting-Prozesse Rechnung getragen.
5. Vertriebs-, Verwertungs- und Verkaufsrisiken
Hier werden die Vertriebsrisiken im Verkaufsprozess von Wohnungseigentum, die Verwertungsrisiken (Vermietungsrisiken bei Erstvermietung) und die Verkaufsrisiken bei der Veräußerung von Gesamtimmobilien unterschieden. Innerhalb dieser Kategorien ist zum einen das Mietpreisrisiko relevant, da verringerte Mietzinse unmittelbaren Einfluss auf laufende Einnahme der Gesellschaft und im Verkaufsfall auf den zu erzielenden Kaufpreis haben. Zum anderen werden Bewertungsrisiken schlagend, sobald beim Verkauf einer Immobilie der aktuelle Marktwert (erzielbarer Verkaufspreis) unter dem jeweiligen Buchwert liegt, was zu ungeplanten Abwertungen führen kann. Weiters können nach erfolgter Abwicklung der Transaktion Garantie- und Gewährleistungsrisiken schlagend werden, die zu höheren Aufwänden führen können und so den Verkaufserfolg schmälern. UBM bindet daher schon zu Beginn eines jeden Developments neben den technischen Fachabteilungen das eigene Vermietungs- sowie Transaktionsteam ein, die aufgrund umfangreicher Expertise bei der Kalkulation und Festlegung von Mietpreisen und zu erzielenden Verkaufspreisen federführend agieren. Die ständige Aufrechterhaltung des Kontaktes zu Großkunden, die Marktexpertise (wie beispielsweise die Kenntnis über Renditeerwartungen der Käufer), sowie die Festlegung des jeweils optimalen Verkaufszeitpunktes stellen sicher, dass das Produkt optimal am Markt platziert wird. Dabei werden sie von Experten der Rechtsabteilung sowie externen Beratern unterstützt, um so den gesamten Vertriebsprozess optimal zu gestalten.
6. Allgemeine Geschäftsrisiken
Dazu zählen insbesondere das Personalrisiko (Besetzung, Fluktuation, menschliche Fehler, interner Betrug etc.), das IT-Risiko (Hard- und Software, Datenverlust, Hacker, Spionage etc.), kaufmännische Risiken (Liquiditätsrisiko, steuerliche Risiken, Finanzstrafen etc.) sowie das Rechtsrisiko (Compliance-Risiken, Schadenersatz, allgemeine Vertrags- und Versicherungsvertragsrisiken, Gesetzeslage etc.). Die Risiken werden in den jeweiligen Fachabteilungen überwacht und bei Bedarf umgehend an den Vorstand kommuniziert.
7. Makroökonomische und sonstige Risiken
Zu diesen Risiken zählen die Konjunkturentwicklung (Inflation, Arbeitslosigkeit, Kaufkraft etc.), das Zinsrisiko, das Währungsrisiko sowie das Risiko der höheren Gewalt (Naturkatastrophen, Feuer, Streik, Krieg, Terror). Die Risiken werden von den ressortverantwortlichen Vorständen in enger Zusammenarbeit mit den Stabsstellen kontinuierlich beobachtet. Zins- und Wechselkursrisiken wurden bisher bewusst akzeptiert, zukünftig sind entsprechende Absicherungen jedoch nicht ausgeschlossen.
Sonstige Risiken
Bezüglich den Angaben zu Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten wird auf das Kapitel 45. „Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten“ im Anhang zum Konzernabschluss verwiesen.
Risiken im Zusammenhang mit wirtschaftlichem Umfeld und dem Krieg in der Ukraine
Allgemeine Lage
Die seit 2014 bestehenden geopolitischen Spannungen zwischen der russischen Föderation und der Ukraine sind zu Jahresbeginn 2022 eskaliert. Nach Anerkennung der Separatistengebiete Luhansk und Donezk durch Russland wurden die diplomatischen Beziehungen abgebrochen, und der russische Staatschef Vladimir Putin startete am 24. Februar 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der bis zum heutigen Tag andauert. Die Sanktionen der westlichen Staatengemeinschaft gegen Russland wurden seit Kriegsbeginn schrittweise ausgeweitet, sodass diplomatische Beziehungen, wirtschaftlich Handel und der Kapitalverkehr zwischen dem Westen und Russland faktisch zum Erliegen gekommen sind. Außerdem werden umfassende militärische Unterstützungsleistungen für die Ukraine seitens der Europäischen Union und der USA erbracht. Aus heutiger Sicht sind die mittel- und langfristigen globalpolitischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs weiterhin nicht ausreichend abschätzbar. Zum jetzigen Zeitpunkt ist jedoch davon auszugehen, dass das globale Wirtschaftswachstum, insbesondere in Europa, weiterhin stark ausgebremst wird und der eingeschränkte Handel der Öl- und Gasindustrie zu weiter volatilen Energie-Preisen für Industrie und Verbraucher führen wird. Vor diesem Hintergrund kann eine hohe Inflation für die kommenden Jahre nicht ausgeschlossen werden.
In Bezug auf das Geschäftsmodell der UBM ergeben sich aus dem Konflikt folgende Risiken:
- Länder- und geopolitische Unsicherheiten in Märkten der UBM
- Risiken in Zusammenhang mit Finanzierung und Kapitalmarkttransaktionen
- Operative Risiken durch gedämpften wirtschaftlichen Ausblick
Bezug auf das Geschäftsmodell der UBM
Auch wenn kein direktes Engagement der UBM in den am Krieg beteiligten Ländern mehr besteht (2021 wurde dieses endgültig beendet), so kann es im weiteren Verlauf der kriegerischen Auseinandersetzungen zu Auswirkungen auf die benachbarten Länder der Ukraine kommen. Aufgrund räumlichen und kulturellen Nähe zu ihrem ukrainischen Nachbarn besteht das Risiko, dass der polnische Markt, auf dem die UBM als Immobilienentwickler und Hotelbetreiber tätig ist, unter der aktuellen Krise leiden wird. Bislang ist dieses Risiko nicht eingetreten.
Mit den Sanktionen und insbesondere dem Ausschluss wichtiger russischer Banken aus dem SWIFT-System kommt es zu weitreichenden Unsicherheiten und Risiken für Kapitalmärkte und deren Teilnehmer. Dies bedeutet nicht nur, dass der Zahlungsverkehr und damit der Handel mit russischen Unternehmen und Staatsbetrieben stark eingeschränkt ist, sondern dass sowohl russische als auch europäische Banken durch ihre Verflechtungen wirtschaftlich in Mitleidenschaft gezogen sind. Das kann einerseits zu negativen Folgen in Zusammenhang mit einer restriktiveren Kreditvergabe der Geschäftsbanken an ihre Kunden führen, was auch Einfluss auf die Finanzierung des Projektgeschäfts der UBM haben kann. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass das Kapitalmarktumfeld für die Emission von Anleihen und anderen Inhaberschuldverschreibungen weiterhin für Unternehmen ohne Rating schwierig bleibt. UBM hat durch das flache Rückzahlungsprofil im kommenden Geschäftsjahr und die hohe Liquidität jedoch einen ausreichenden Puffer.
Ein generelles Risiko für den Verkauf von Immobilien stellt zudem die Entwicklung des Zinsumfelds bzw. das Renditeverhältnis zu alternativen Veranlagungsmöglichkeiten dar. Die historischen Zinsschritte, die von der EZB zur Eindämmung der Inflation unternommen wurden, können die Nachfrage nach Immobilien beeinträchtigen. Nachdem die Inflation in der EU jedoch ihren Gipfel erreicht haben dürfte, ist von einer Verlangsamung des Tempos, mit der die Zentralbank die Zinsen erhöht, auszugehen. Das Risiko einer EU-weiten Rezession hat sich zwar 2022 nicht materialisiert, der wirtschaftliche Ausblick bleibt aber wegen der deutlich gestiegenen Zinsen kurz- und mittelfristig eingetrübt. Auf den Immobilienmärkten ist als Konsequenz eine abwartende Haltung der Investoren beobachtbar, die den Transaktionsmarkt deutlich in Mitleidenschaft gezogen hat.Wir gehen davon aus, dass die von Investoren geforderten Renditen nach Normalisierung der Transaktionsvolumina im Immobiliensektor je nach Land und Assetklasse jedoch ansteigen werden, da festverzinsliche Finanzprodukte durch diese Entwicklung in der Investoren-Attraktivität im Verhältnis zu Immobilien an Bedeutung gewonnen haben. Sollten jedoch die aktuelle Marktentwicklung sowie der Ukraine-Krieg das Konsumverhalten sowie das Mietverhalten in Europa nicht strukturell und langfristig verändern, ist es dennoch wahrscheinlich, dass es auf Grund einer zu erwartenden Angebotsknappheit (viele Entwicklungsprojekte wurden 2022 von anderen Marktteilnehmern eingefroren oder gar nicht gestartet) mittelfristig zu einem Nachfrageüberhang kommt, der die Assetklassen der UBM weiterhin unterstützt. Da Immobilien grundsätzlich als sichere Anlageklasse gelten, könnte die Sorge einer bleibenden Inflation die Nachfrage nach Immobilien auch weiter begünstigen.
Umweltrisiken
Im Übereinkommen von Paris haben sich Staaten der ganzen Welt auf gemeinsame Bemühungen verständigt, um die Erderwärmung deutlich unter 2°C zu halten bzw. durch weitere Maßnahmen auf 1,5°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau (1990) zu beschränken. Der EU Green Deal ist in diesem Zusammenhang das Herzstück der europäischen Anstrengungen um Nachhaltigkeit. Bis 2030 sollen die Netto-Treibhausgasemissionen innerhalb der EU um mindestens -55 % im Vergleich zu 1990 gesenkt werden. Dies ist ein wesentliches Zwischenziel des Green Deals auf dem Weg, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent der Welt zu machen. Im Zuge dessen hat die Europäische Kommission das „Fit für 55“-Paket präsentiert, das Gesetzesvorschläge in den Bereichen Klima, Energie und Kraftstoffe, Verkehr, Gebäude, Landnutzung und Forstwirtschaft enthält. Für Investments, die nicht als nachhaltig im Sinne der Taxonomie ausgewiesen werden, dürfte in der Zukunft durchaus ein Wettbewerbsnachteil entstehen und die Investorennachfrage sinken. Zur Erreichung der globalen Ziele sind verschiedenste Akteure, wie Unternehmen, Investoren, öffentliche Institutionen oder Verbraucher, aufgefordert, sich ihrer Verantwortung zu stellen und das Vorhaben durch wirksame Maßnahmen aktiv zu unterstützen.
Die ambitionierte Zielsetzung ist für die Immobilienbranche eine Herausforderung, denn der Energieverbrauch und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen, die Gebäude während ihres gesamten Lebenszyklus verursachen, haben einen großen Einfluss auf die Klimabilanz. Beinahe 40 % der globalen CO2-Emissionen und mehr als ein Drittel des weltweiten Energieverbrauchs gehen auf den Bau und Betrieb von Immobilien zurück (UNEP 2022). Die Immobilienbranche spielt somit eine wesentliche Rolle – die Senkung des Energieverbrauchs und die Reduktion von CO2-Emissionen von Gebäuden sind für die Verwirklichung der Ziele von großer Bedeutung.
Bezug auf das Geschäftsmodell der UBM:
Die Bedeutung von Umweltrisiken und ihren Auswirkungen wird bei der Planung und Umsetzung von Entwicklungsprojekten immer wichtiger. Eine der größten Herausforderungen für Immobilienentwickler ist die Vermeidung oder Minimierung negativer Umweltauswirkungen. Wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltiges Entwickeln von Projekten erscheinen zwar mitunter als Spannungsfeld, gehen aber aus Sicht der UBM, Hand in Hand: Nachhaltiges Wirtschaften ist die Basis für wirtschaftlichen Erfolg – und wirtschaftlicher Erfolg ist die Basis für nachhaltiges Wirtschaften. Ziel ist es, Umweltrisiken zu reduzieren und gleichzeitig Geschäftsmöglichkeiten für UBM in diesem Bereich zu identifizieren und zu nutzen. Für jedes Nachhaltigkeitsthema wurde im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse ein Szenario entwickelt. Konkrete Maßnahmen dazu werden im ESG-Bericht 2022 genauer beschrieben. Immobilienentwickler wie die UBM können durch ihren großen Hebel einen wertvollen positiven Beitrag zum Thema Energie & Emissionen leisten, beispielsweise in den Bereichen erneuerbare Energien (Geothermie, Installation von Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen, Einplanung späterer Nachrüst- und Ausbaumöglichkeiten für erneuerbare Energieträger), energieeffiziente Gebäudehülle und -technik, energie- bzw. emissionsarme Baustoffe (z.B. Holz) oder Integration von Mobilitätskonzepten (z.B. E-Ladestationen). Indem UBM neue Projekte entwickelt, trägt sie zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum für die Gesellschaft bei. Dabei wird die globale Agenda unterstützt und ein hoher Wert auf eine umwelt- und ressourcenschonende und damit zukunftsfähige Bauweise gelegt. Sowohl in der Errichtung als auch für den späteren Gebäudebetrieb können signifikante CO2-Einsparungen erzielt werden. Schwerpunkte setzt UBM dabei auf emissionsarme Baustoffe, eine energieeffiziente Gebäudegestaltung sowie den Einsatz erneuerbarer Energien. Im Bereich der Baustoffe ist das Commitment und die Investitionen im Bereich Holzbau hervorzuheben, da UBM darin den wesentlichen Hebel zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks sieht. Jeder Kubikmeter Holz bindet langfristig eine Tonne CO2, während im Gegensatz dazu die Herstellung von Zement und Stahl energieintensiv ist und CO2-Emissionen verursacht. Die Produktion von Beton und Stahl, die im Hochbau vielfach eingesetzt werden, ist für nicht weniger als 6 % aller CO2-Emissionen weltweit verantwortlich. Deshalb wird bei der UBM bei jedem Projekt die mögliche Verwendung von kohlenstoffbindendem und nachwachsendem Holz geprüft.
Ziele und Methoden des Risikomanagements in Bezug auf finanzielle Risiken
Die originären finanziellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen, Projektfinanzierungen und andere Finanzanlagen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die originären finanziellen Verbindlichkeiten umfassen die Anleihen und die anderen Finanzverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Zinsänderungsrisiko
Das Zinsrisiko von UBM ist definiert als das Risiko steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen aus Finanzpositionen und resultiert bei UBM nahezu ausschließlich aus dem Szenario fallenden Zinsen für die variabel verzinsten Ausleihungen in Höhe von T€ 592.652 (Vorjahr: T€ 498.198). Im Bereich der Anleihen besteht kein Zinsänderungsrisiko, da diese fix verzinst sind.
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten infolge des Ausfalls eines Geschäftspartners, der seinen vertraglich zugesicherten Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommt. Es umfasst Ausfall- und Länderrisiken sowie Bonitätsverschlechterungen von Kreditnehmern. Die Ausleihungen stehen im direkten Zusammenhang mit Immobilienprojekten. Somit ergibt sich das Kreditrisiko aus den Mietverpflichtungen und den Risiken aus der Projektentwicklung. Dieses Risiko wird auf Basis der Expertenschätzungen auf Projektebene mitberücksichtigt. Für die Bewertungsergebnisse wird auf Kapitel II. 1. im Anhang verwiesen. Das Risiko bei Forderungen betrifft bei UBM im Wesentlichen Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese resultieren aus finanziellen Forderungen (Cash Pooling) sowie aus zentralen Dienstleistungen. Das Kreditrisiko ist ebenso von der Entwicklung der Immobilienprojekte abhängig.
Fremdwährungsrisiko
Das Fremdwährungsrisiko besteht bei Ausleihungen, welche in einem untergeordneten Volumen in fremder Währung an die Projektgesellschaften gewährt werden. Das Währungsrisiko wird vom Risikomanagement laufend überprüft. Marktanalysen und Prognosen von namhaften Finanzdienstleistern werden analysiert und das Management in regelmäßigen Berichten informiert. Zum Stichtag bestehen keine Absicherungsgeschäfte für die innerkonzernalen Finanzierungen.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, sich jederzeit Finanzmittel beschaffen zu können, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Als wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos sehen wir eine exakte Finanzplanung, die von jeder operativen Gesellschaft durchgeführt und zentral konsolidiert wird. So wird der Bedarf an Finanzierungen und Linien bei Banken ermittelt. Die Betriebsmittelfinanzierung wird über das UBM-Konzern-Treasury durchgeführt. Gesellschaften mit liquiden Überschüssen stellen diese Gesellschaften mit Liquiditätsbedarf zur Verfügung. Dadurch werden eine Verminderung des Fremdfinanzierungsvolumens und eine Optimierung des Zinsergebnisses erreicht und das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, minimiert. Zum 31. Dezember 2022 bestanden freie Finanzierungslinien bei UBM in Höhe von T€ 7.000 (Vorjahr: T€ 7.000), das Liquiditätsrisiko wird insgesamt als gering beurteilt.
Sonstiges Preisrisiko
Das Preisänderungsrisiko umfasst im Wesentlichen Schwankungen des Marktzinssatzes und der Marktpreise sowie Änderungen der Wechselkurse. Wir minimieren unser Preisrisiko bei den Mieteinnahmen durch die generelle Indexbindung unserer Mietverträge. Auch alle anderen Leistungsverträge unterliegen einer permanenten Indexierung. Das sonstige Preisrisiko ist für den UBM von untergeordneter Bedeutung.
Beteiligungsrisiken
Das Beteiligungsrisiko betrifft die Wertansätze an den Projektgesellschaften sowie den operativen Landesgesellschaften. Die Werthaltigkeit ist von der Entwicklung der jeweiligen Immobilienprojekte abhängig und wird auf Einzelprojektbasis beurteilt. Grundlage für den Wertansatz bilden Verkehrswertgutachten von unabhängigen Sachverständigen bzw. wurde er aus dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der Nutzung der Immobilien erwartet werden, oder über Vergleichstransaktionen ermittelt. Wenn sich daher die Einschätzung betreffend die bei einer Vermietung zukünftig realisierbaren Erträge bzw. die Renditeerwartung in Bezug auf Alternativanlagen ändert, ändert sich auch der dem betreffenden Objekt beizulegende Zeitwert.# Internes Kontrollsystem
Die wesentlichen Ziele des Internen Kontrollsystems (IKS) innerhalb von UBM sind die Kontrolle der Einhaltung der Geschäftspolitik und der vorgegebenen Ziele, die Sicherung des Vermögens des Unternehmens, die Sicherstellung der Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens, die Sicherstellung der Wirksamkeit und Effizienz betrieblicher Abläufe, die frühzeitige Risikoerkennung und die verlässliche Einschätzung möglicher Risiken, die Einhaltung gesetzlicher und rechtlicher Grundlagen sowie der effiziente Einsatz von Ressourcen und die Kostenersparnis.
Neben den in den Kernprozessen von UBM implementierten internen Kontrollen verfügt UBM über ein kaufmännisches und technisches Controlling. Beide Bereiche berichten direkt an den Vorstand. Das kaufmännische Controlling überwacht die laufende Geschäftsentwicklung auf Abweichungen von Planzahlen und stellt sicher, dass bei Planabweichungen die notwendigen Informationen an die Geschäftsleitung ergehen. Das technische Controlling überwacht die laufende Abwicklung von Projekten hinsichtlich Terminen, Baukosten, Baufortschritt und allen für die technische Umsetzung relevanten Prozessen. Deren periodische Berichte bieten dem Management eine Grundlage für etwaig notwendige Maßnahmen, um die oben genannten Ziele erreichen zu können.
Neben gesetzlichen Anforderungen verfügt UBM über eine Vielzahl eigener Regularien bzw. Prozessabläufe. Diese wurden vor allem im Rahmen des Prozess- und Effizienzsteigerungsprogramms (Next Level) neu aufgesetzt bzw. verbessert. Die Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb der Prozesse wurden klar zugewiesen und die Kontrollmechanismen überarbeitet und verbessert. Diese Prozesse und Regularien dienen den Mitarbeitern einerseits als entsprechende Werkzeuge bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und ermöglichen andererseits die effiziente Gestaltung von Prozessen und Kontrollen. Derartige Arbeitsanweisungen, Richtlinien und Vorlagen schaffen Transparenz, erleichtern die Kommunikation und Dokumentation, helfen, Arbeitsabläufe effizient zu gestalten und ermöglichen es, Kontrollen effektiv durchzuführen.
Damit hat UBM die notwendigen Vorkehrungen getroffen, sodass einerseits gesetzliche, aber auch interne Richtlinien eingehalten und andererseits mögliche Schwachstellen in betrieblichen und organisatorischen Abläufen rasch identifiziert und korrigiert werden können.
Im Bereich Rechnungswesen dienen konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der Sicherstellung einer aussagekräftigen und ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung. Durch klare Funktionstrennungen und Kontrollmaßnahmen wie Plausibilitätsprüfungen, regelmäßige Kontrollaktivitäten und Rechnungsfreigaberegelungen sowie dem Vier-Augen-Prinzip wird eine verlässliche und ordnungsgemäße Buchführung und Rechnungslegung sichergestellt. Dieses systematische Kontrollmanagement stellt sicher, dass die Rechnungslegung des UBM-Konzerns im Einklang mit den nationalen und internationalen Rechnungslegungsstandards sowie internen Richtlinien steht.
Innerhalb des internen Kontrollsystems übernimmt der Prüfungsausschuss für den Aufsichtsrat die Aufgabe der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Finanzberichterstattung.
Interne Revision
Die Abteilung Interne Revision hat als Zielsetzung, unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungstätigkeiten innerhalb von UBM durchzuführen. Grundlage ihres Arbeitens sind die Revisionsordnung, welche die Legitimation nach außen darstellt, und das Revisionshandbuch, das die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten innerhalb von UBM festlegt. Die Abteilung ist gemäß C-Regel 18 des Österreichischen Corporate Governance Kodex dem Gesamtvorstand unterstellt.
Die Interne Revision prüft die Unternehmensprozesse und die Wirksamkeit der internen Kontrollen und trägt zu deren Verbesserung bei. Anlassbezogen führt die Interne Revision nach entsprechendem Auftrag durch den Vorstand Ad-hoc-Prüfungen durch. Aus den in den Revisionsberichten getroffenen Feststellungen und Empfehlungen werden konkrete Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet. Die Umsetzung der Maßnahmen wird von der Internen Revision überwacht, um sicherzustellen, dass die aufgezeigten Verbesserungspotenziale auch fristgerecht umgesetzt werden.
Projektbezogen unterstützen externe Berater einzelne Prüfungshandlungen. Zusätzlich steht die Interne Revision dem Vorstand beratend zur Seite. Durch ihre integrierte Sichtweise und ihre Kenntnisse des Unternehmens aus der Prüftätigkeit heraus soll sie wirksame Möglichkeiten zur Verbesserung von Effektivität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Prozesse aufzeigen.
Der jährliche Revisionsplan wurde erfüllt, es gab keine anlassbezogenen Ad-hoc-Prüfungen.
Offenlegung gemäß § 243a UGB per 31. Dezember 2022
1. Zusammensetzung des Kapitals
Das Grundkapital setzt sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 aus 7.472.180 auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stückaktien zusammen, von denen jede am Grundkapital von € 52.305.260,00 im gleichen Umfang beteiligt ist. Zum Bilanzstichtag befinden sich sämtliche 7.472.180 Aktien im Umlauf. Alle Aktien haben die gleichen, gesetzlich normierten Rechte und Pflichten, insbesondere gewährt jede Aktie das Stimmrecht, welches nach der Zahl der Aktien ausgeübt wird. Das Grundkapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt.
Gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung und im Einklang mit § 10 Abs. 2 AktG sind die Inhaberaktien in einer, gegebenenfalls in mehreren Sammelurkunden zu verbriefen und bei einer Wertpapiersammelbank nach § 1 Abs. 3 Depotgesetz oder einer gleichwertigen ausländischen Einrichtung zu hinterlegen.
Aus § 4 Abs. 5 (b) der Satzung der Gesellschaft ergibt sich weiters, dass das Grundkapital gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 AktG um bis zu Nominale € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien zur Ausgabe an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen bedingt erhöht ist (bedingte Kapitalerhöhung).
2. Beschränkungen betreffend die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien
Zwischen der Strauss-Gruppe und IGO Industries besteht ein Syndikatsvertrag. Der Vorstand der Gesellschaft hat keine Kenntnis vom Inhalt des Syndikatsvertrags. Syndikatsbeschlüsse binden die Syndikatsmitglieder in der Ausübung ihrer Stimmrechte. Es besteht ein wechselseitiges Aufgriffsrecht.
3. Direkte oder indirekte Beteiligung
Eine direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital, die zumindest zehn von hundert beträgt, halten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 folgende Aktionäre: Syndikat Ortner & Strauss 38,84 % (davon IGO Industries 27,62 %, Strauss-Gruppe 11,22 %).
4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten
Aktien mit besonderen Kontrollrechten sind bei der Gesellschaft nicht vorhanden.
5. Mitarbeiterbeteiligungsmodelle
Mitarbeiterbeteiligungsmodelle, bei welchen die Arbeitnehmer das Stimmrecht nicht unmittelbar ausüben, bestehen bei der UBM Development AG nicht.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 23. Mai 2017 das Long-Term-Incentive-Programm 2017 (LTIP) beschlossen. Ebenso hat auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft in seiner Sitzung am 23. Mai 2017 dem LTIP zugestimmt. In Punkt 6 der Planbedingungen des LTIP ist festgelegt, dass jede Aktienoption nach Ablauf der jeweiligen, in den Planbedingungen festgelegten Zeiträume und bei Erfüllung der festgelegten Voraussetzungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigt. Der diesbezügliche Ausübungskurs ist in Punkt 6.3 der Planbedingungen definiert als der ungewichtete Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an der Wiener Börse im Zeitraum vom 24. Mai 2017 (einschließlich) bis zum 21. Juni 2017 (einschließlich). Auf dieser Grundlage wurde der Kurs für die Ausübung von Aktienoptionen im Rahmen des LTIP berechnet und mit € 36,33 je Aktie festgesetzt.
Des Weiteren hat die Hauptversammlung der Gesellschaft am 27. Mai 2021 beschlossen, das LTIP fortzusetzen und zu verlängern. Durch die beschlossene Fortsetzung und Verlängerung des LTIP wurden zwei zusätzliche Ausübungsfenster eingeführt, nämlich im Zeitraum vom 1. September 2022 bis zum 26. Oktober 2022 (Ausübungsfenster 3) sowie vom 1. September 2023 bis zum 26. Oktober 2023 (Ausübungsfenster 4).
6. Bestimmungen zur Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zur Änderung der Satzung
Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand nach näherer Bestimmung durch den Aufsichtsrat aus zwei bis sechs Personen. Die Bestellung von stellvertretenden Vorstandsmitgliedern in diesem zahlenbezogenen Rahmen (insgesamt zwei bis sechs Personen) ist gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung zulässig. Gemäß § 6 Abs. 3 der Satzung kann der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands und ein Mitglied zum Stellvertreter des Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Allfällige stellvertretende Vorstandsmitglieder stehen gemäß § 8 Abs. 3 der Satzung hinsichtlich der Vertretungsmacht ordentlichen Vorstandsmitgliedern gleich.
Der Aufsichtsrat besteht gemäß § 9 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft aus mindestens drei und höchstens zwölf von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern. Gemäß § 9 Abs. 8 der Satzung kann mit der Wahl eines Aufsichtsratsmitglieds gleichzeitig ein Ersatzmitglied gewählt werden, welches mit sofortiger Wirkung in den Aufsichtsrat nachrückt, wenn das Aufsichtsratsmitglied vor dem Ablauf seiner Amtszeit aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Werden mehrere Ersatzmitglieder gewählt, ist bei der Wahl die Reihenfolge zu bestimmen, in der sie für aus dem Aufsichtsrat ausscheidende Mitglieder nachrücken. Ein Ersatzmitglied kann auch für mehrere bestimmte Aufsichtsratsmitglieder gewählt werden, sodass es in den Aufsichtsrat nachrückt, wenn eines dieser Mitglieder vorzeitig aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Das Amt eines in den Aufsichtsrat nachgerückten Ersatzmitglieds erlischt, sobald ein Nachfolger für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied bestellt ist, spätestens jedoch mit Ablauf der restlichen Amtszeit des ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds.## 7. Befugnisse der Mitglieder des Vorstands
Der Vorstand ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 23. Mai 2017 beschlossenen Ermächtigung in das Firmenbuch – somit bis zum 11. August 2022 – das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, allenfalls in mehreren Tranchen, auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs. 6 AktG, zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und den Ausgabekurs, die Ausgabebedingungen, das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien ist ausgeschlossen, wenn und sofern eine Ausnutzung dieser Ermächtigung (genehmigtes Kapital) durch Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch das Ausnützen dieser Ermächtigung des Vorstands ergeben, zu beschließen. Zudem ist der Vorstand gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen, insbesondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der Wandelschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Ausgabebetrag und Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe finanzmathematischer Methoden sowie des Aktienkurses der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Im Fall einer in den Ausgabebedingungen von Wandelschuldverschreibungen festgelegten Wandlungspflicht dient das bedingte Kapital auch zur Erfüllung dieser Wandlungspflicht. Schließlich sieht § 4 Abs. 6 der Satzung der Gesellschaft die Ermächtigung des Vorstands gemäß § 159 Abs. 3 AktG vor, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 beschlossenen Ermächtigung in das Firmenbuch – somit bis zum 9. Juli 2026 – mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs. 2 Z 3 AktG, auch in mehreren Tranchen, bedingt um bis zu € 1.678.920,00 durch Ausgabe von bis zu 559.640 auf den Inhaber lautenden neuen Stückaktien zum Zweck der Bedienung von Aktienoptionen im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms 2017 an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie mit ihr verbundener Unternehmen zu erhöhen. Der Ausübungskurs beträgt € 36,33. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die sich aus einer Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung ergebenden Änderungen der Satzung zu beschließen.
8. Bedeutende Vereinbarungen
Im Oktober 2017 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 150.000.000,00 (Zeitraum 2017–2022) begeben. In Bezug auf diese Teilschuldverschreibungen gab es ein Umtauschangebot durch die Emittentin, in deren Rahmen den Anleihegläubigern die Möglichkeit zum Umtausch in die UBM-Anleihe 2021–2026 der Emittentin angeboten wurde. Während im Zuge dieses Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2017 begebenen Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 68.897.500,00 in 2021-UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden die verbliebenen Teilschuldverschreibungen der UBM-Anleihe 2017–2022 am 11.10.2022 zur Gänze zurückgeführt.
Im November 2018 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 75.000.000,00 (Laufzeit 2018–2023) begeben, wobei diese Anleiheemission sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der UBM-Anleihe 2014–2019 die Möglichkeit zum Umtausch in die UBM-Anleihe 2018–2023 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot umfasste. Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2014 begebenen und zwischenzeitlich zur Gänze zurückgeführten Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 24.630.500,00 in 2018-UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 50.369.500,00 begeben.
Im Oktober/November 2019 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 120.000.000,00 mit sechsjähriger Laufzeit (2019–2025) begeben, wobei diese Anleiheemission sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der UBM-Anleihe 2015–2020 die Möglichkeit zum Umtausch in die UBM-Anleihe 2019–2025 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot umfasste. Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2015 begebenen und zwischenzeitlich zur Gänze zurückgeführten Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 25.164.000,00 in 2019-UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 94.836.000,00 begeben.
Im Dezember 2020 wurde eine Inhaberschuldverschreibung (UBM-Anleihe 2020–2025) im Gesamtnennbetrag von € 21.500.000,00 begeben. Dabei wurde die im November 2016 im Gesamtnennbetrag von € 18.500.000,00 begebene Inhaberschuldverschreibung (2016–2021) im Ausmaß von € 10.500.000,00 bis Dezember 2025 prolongiert und der weitere Betrag von € 11.000.000,00 neu abgeschlossen.
Im Mai 2021 wurde eine Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 150.000.000,00 mit fünfjähriger Laufzeit (2021–2026) begeben, wobei diese Anleiheemission sowohl ein Umtauschangebot, in dessen Rahmen den Investoren der UBM-Anleihe 2017–2022 die Möglichkeit zum Umtausch in die neue UBM-Anleihe 2021–2026 geboten wurde, als auch ein Barzeichnungsangebot umfasste. (Zum Umtausch der im Jahr 2017 begebenen Anleihe siehe auch oben.) Während im Zuge des Umtauschangebots Teilschuldverschreibungen der im Jahr 2017 begebenen Anleihe im Gesamtnennbetrag von € 68.897.500,00 in 2021-UBM-Teilschuldverschreibungen umgetauscht wurden, wurden im Rahmen der Barzeichnung Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 81.102.500,00 begeben.
Bei der im Mai 2021 begebenen Anleihe (Teilschuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von € 150.000.000,00 mit fünfjähriger Laufzeit (2021–2026) handelt es sich um eine „Sustainability-Linked“ Anleihe. Das bedeutet, dass der Rückzahlungsbetrag über 100 % des Nominales liegen kann, wenn sich das ESG-Rating der Gesellschaft während der Laufzeit der Anleihe verschlechtert. Diese Anleihen enthalten in den jeweiligen Anleihebedingungen insbesondere folgende Bestimmung: Erfolgt ein Kontrollwechsel im Sinn einer Übernahme bzw. der Erlangung einer unmittelbaren kontrollierenden Beteiligung an der Emittentin im Sinn des Übernahmegesetzes mit der Rechtsfolge eines Pflichtangebots durch eine natürliche oder juristische Person, die im Zeitpunkt der Begebung der Anleihe keine (oder keine kontrollierende) Beteiligung hält (Kontrollwechselereignis wie in den jeweiligen Anleihebedingungen definiert), und führt dieser Kontrollwechsel zu einer Verschlechterung der Bonität der Emittentin und kann die Emittentin keinen Bonitätsnachweis innerhalb von 60 Tagen ab dem Zeitpunkt der Bekanntmachung des Kontrollwechselereignisses erbringen, ist jeder Anleihegläubiger berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen zu kündigen und fällig zu stellen und die sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufener Zinsen zu verlangen.
Weiters hat die Gesellschaft als Darlehensnehmerin im November 2016 Schuldscheindarlehensverträge im Gesamtnennbetrag von € 32.000.000,00 (die im Ausmaß von € 20.500.000,00 bis Dezember 2025 prolongiert wurden) und im Dezember 2020 Schuldscheindarlehensverträge im Gesamtnennbetrag von € 9.500.000,00 neu abgeschlossen.Die jeweiligen Schuld-scheindarlehensverträge sehen ein Kündigungsrecht für den Fall vor, dass ein Kontrollwechselereignis eintritt und dieses Kontrollwechselereignis (i) zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der Gesellschaft führt, ihre Verpflichtungen aus dem jeweiligen Darlehensvertrag zu erfüllen, oder (ii) zu einem Verstoß des jeweiligen Darlehensgebers gegen gesetzlich zwingende Vorschriften führt. (Kontrollwechsel bedeutet in diesem Zusammenhang die Erlangung einer unmittelbaren kontrollierenden Beteiligung an der Gesellschaft im Sinn des Übernahmegesetzes mit der Rechtsfolge eines Pflichtangebots durch eine natürliche oder juristische Person, die zum Zeitpunkt des Abschlusses des jeweiligen Darlehensvertrags keine Beteiligung an der Gesellschaft hielt.) Gemäß den Schuldscheindarlehensverträgen vom Dezember 2020 ist jeder Anleihegläubiger nur dann berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen zu kündigen und fällig zu stellen und die sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufener Zinsen zu verlangen, sofern dieser Kontrollwechsel zu einer Verschlechterung der Bonität der Emittentin führt und die Emittentin keinen Bonitätsnachweis innerhalb von 60 Tagen ab dem Zeitpunkt der Bekanntmachung des Kontrollwechselereignisses erbringen kann.
Im ersten Quartal 2021 wurden eine Inhaberschuldverschreibung von € 7.000.000,00 mit der Laufzeit 2021–2025 sowie eine weitere Inhaberschuldverschreibung von € 500.000,00 mit der Laufzeit 2021–2025 begeben. Im zweiten Quartal 2021 erfolgte die Emission einer tief nachrangigen Sustainability-Linked-Anleihe (Hybridanleihe) im Gesamtnennbetrag von € 100.000.000,00. Knapp 50 % der Hybridanleihe von 2018 konnten vorzeitig rückgekauft und damit bis 2026 verlängert werden. Im Dezember 2021 erfolgte die Rückzahlung der verbliebenen Beträge eines Schuldscheindarlehens und einer Inhaberschuldverschreibung mit der Laufzeit 2016–2021. Eine Übersicht der Anleihen befindet sich auf Seite 93. Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen im Sinn des § 243a Z 8 UGB.
- Entschädigungsvereinbarungen im Sinn des § 243a Z 9 UGB bestehen nicht.
Wien, am 4. April 2023
Der Vorstand
Mag. Thomas G. Winkler, LLM CEO, Vorsitzender
DI Martin Löcker COO
Dipl.-Ök. Patric Thate CFO
Martina Maly-Gärtner, MRICS COO
- IWF: World Economic Outlook - Jänner, April, Juli 2022, Jänner 2023
- EZB: Economic Bulletin Issue 1 – Februar 2023
- IWF: World Economic Outlook – Jänner 2023
- IWF: World Economic Outlook – Jänner 2023
- Oesterreichische Nationalbank: Konjunktur aktuell – Jänner 2023
- Oesterreichische Nationalbank: Konjunktur aktuell – Jänner 2023
- Real Capital Analytics: Europe Capital Trends – April, Juli, Oktober 2022, Jänner 2023
- Savills: Investmentmarkt Deutschland – Januar 2023
- Savills: Investmentmarkt Deutschland – Januar 2023
- Savills: Top-6-Büromärkte – Januar 2023
- BNP Paribas: Hotel-Investmentmarkt Deutschland – Q4 2022
- BNP Paribas: Wohn-Investmentmarkt Deutschland – Q4 2022
- CBRE: Österreich Real Estate Market Outlook – 2023
- JLL: CEE Investment Market 2022 Summary
- IWF: World Economic Outlook – Jänner 2023
- Oesterreichische Nationalbank: Konjunktur aktuell – Jänner 2023
- EZB: Geldpolitische Beschlüsse – Pressemitteilung Dezember 2022
Bilanz zum 31. Dezember 2022
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| in € | in T€ | in T€ |
| Aktiva | ||
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte | 1.427.756 | 23 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten (davon Grundwert € 190.609,75; 2021: T€ 191) | 1.280.385 | 776 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | - | - |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.362.562 | 987 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 223.130 | 1.356 |
| 2.866.077 | 3.119 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 174.089.650 | 176.547 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 477.342.945 | 394.825 |
| 3. Beteiligungen | 14.570.501 | 10.329 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 115.308.640 | 103.373 |
| 5. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 2.906.920 | 2.907 |
| 784.218.656 | 687.981 | |
| 788.512.490 | 691.123 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| Sonstige Vorräte | 16.600 | - |
| 16.600 | - | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 193.418 | 261 |
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2021: T€ 0) | ||
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 13.879.622 | 12.960 |
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2021: T€ 0) | ||
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 4.505.528 | 2.138 |
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2021: T€ 0) | ||
| 4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 15.872.928 | 16.445 |
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2021: T€ 0) | ||
| 34.451.497 | 31.804 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 185.258.068 | 375.746 |
| 219.726.164 | 407.550 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.057.149 | 2.902 |
| D. Aktive latente Steuer | 2.177.885 | 2.703 |
| 1.012.473.688 | 1.104.278 | |
| Passiva | ||
| A. Eigenkapital | ||
| I. Grundkapital | 52.305.260 | 22.416 |
| II. Hybridkapital | - | 25.330 |
| III. Kapitalrücklagen | gebundene | 98.953.928 |
| IV. Optionsrücklage | - | - |
| V. Gewinnrücklagen | andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 37.798.179 |
| VI. Bilanzgewinn | 8.256.474 | 16.850 |
| (davon Gewinnvortrag € 37.891,65; 2021: T€ 2) | ||
| 197.313.840 | 226.057 | |
| B. Mezzaninkapital | 152.900.000 | 152.900 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 775.938 | 895 |
| 2. Rückstellungen für Pensionen | 811.131 | 1.098 |
| 3. Steuerrückstellungen | 4.751.740 | 4.741 |
| 4. Sonstige Rückstellungen | 7.359.048 | 6.475 |
| 13.697.857 | 13.209 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 279.230.177,47; (2021: T€ 248.373) | ||
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 368.934.196,88; (2021: T€ 463.000) | ||
| 1. Anleihen | 449.000.000 | 530.103 |
| davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 120.000.000,00; (2021: T€ 81.103) | ||
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 329.000.000,00; (2021: T€ 449.000) | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 53.934.197 | 17.008 |
| davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 14.000.000,00; (2021: T€ 3.008) | ||
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 39.934.196,88; (2021: T€ 14.000) | ||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.924.052 | 1.720 |
| davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 1.924.052,00; (2021: T€ 1.720) | ||
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2021: T€ 0) | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 125.948.006 | 143.450 |
| davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 125.948.006,45; (2021: T€ 143.450) | ||
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2021: T€ 0) | ||
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 6.441.205 | 5.919 |
| davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 6.441.205,05; (2021: T€ 5.919) | ||
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2021: T€ 0) | ||
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 10.916.914 | 13.173 |
| davon aus Steuern € 350.173,69; (2021: T€ 1.277) | ||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 192.911,82; (2021: T€ 204) | ||
| davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: € 10.916.913,97; (2021: T€ 13.173) | ||
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: € 0,00; (2021: T€ 0) | ||
| 648.164.374 | 711.373 | |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 397.616 | 739 |
| 1.012.473.688 | 1.104.278 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
| 2022 | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| in € | in € | in T€ | |
| 1. Umsatzerlöse | 20.313.094 | 19.578 | |
| 2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie an noch nicht abrechenbaren Leistungen | - | - | |
| 3. andere aktivierte Eigenleistungen | 4.027 | 4 | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | |||
| a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme von Finanzanlagen | 20.405 | 2 | |
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | - | - | 1.583 |
| c) übrige | 299.801 | 144 | |
| 320.206 | 1.729 | ||
| 5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen | |||
| a) Materialaufwand | –195.824 | –508 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | –1.726.804 | –1.505 | |
| –1.922.628 | –2.013 | ||
| 6. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | |||
| aa) Gehälter | –11.601.487 | –9.687 | |
| b) Soziale Aufwendungen | |||
| aa) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | –251.450 | –104 | |
| bb) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | –2.108.545 | –1.954 | |
| cc) Aufwendungen für Altersversorgung | 241.458 | 73 | |
| dd) Übrige Sozialaufwendungen | –134.550 | –107 | |
| ee) COVID-19-Zuschuss (Kurzarbeit) | - | - | |
| –2.253.087 | –2.092 | ||
| –13.854.574 | –11.779 | ||
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | –530.569 | –258 | |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | |||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter solche vom Einkommen und vom Ertrag fallen | –12.448 | –1 | |
| b) übrige | –11.162.783 | –16.507 | |
| –11.175.231 | –16.508 | ||
| 9. Zwischensumme aus Z1 bis 8 | –6.845.674 | –9.247 | |
| 10. Erträge aus Beteiligungen | 31.491.556 | 27.734 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen € 30.791.556,07; (2021: T€ 27.720) | |||
| 11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 40.332.668 | 36.317 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen € 33.186.634,66; (2021: T€ 28.896) | |||
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 335.456 | 487 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen € 238.706,49 ; (2021: T€ 479) | |||
| 13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens | 197.334 | 15.809 | |
| 14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens | |||
| a) Abschreibungen | € -26.175.235,80 | -20.833 | |
| b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen | € -12.089.847,42 | -13.665 | |
| 15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –29.203.661 | –31.397 | |
| davon betreffend verbundene Unternehmen € -1.718.684,69); (2021: T€ -2.469) | |||
| 16. Zwischensumme aus Z10 bis 15 | 15.910.049 | 28.117 | |
| 17. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z9 und Z16) | 9.064.375 | 18.870 | |
| 18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 4.334.208 | 328 | |
| 19. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss | 13.398.583 | 19.198 | |
| 20. Zuweisung zu Gewinnrücklagen | –5.180.000 | –2.350 | |
| 21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 37.892 | 2 | |
| 22. Bilanzgewinn | 8.256.474 | 16.850 |
Anlagenspiegel zum 31.# Anhang zum Jahresabschluss 2022
I. Allgemeines
Die UBM Development AG (UBM) ist eine Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht und hat den Sitz in Wien mit der Geschäftsanschrift 1100 Wien, Laaer-Berg-Straße 43. Sie ist registriert beim Handelsgericht Wien unter FN 100059 x. Der Konzernabschluss von UBM liegt in 1100 Wien, Laaer-Berg-Straße 43, auf. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und grundsätzlich unter Beachtung der Generalnorm aufgestellt, um ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln (Generalklausel § 236 UGB). Es wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unter dem Aspekt der Unternehmensfortführung angewandt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Rechnungslegungsvorschriften in der geltenden Fassung wurden angewandt. Der Abschluss 2022 wurde zum Stichtag 31. Dezember 2022 aufgestellt und betrifft das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember. Zahlenmäßige Angaben erfolgen zumeist in 1.000 (T€). Durch die Angaben in T€ können sich Rundungsdifferenzen ergeben.
1. Anlagevermögen
Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung, bilanziert. Dabei wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer Abschreibungssätze in Höhe von 1,28 % bis 25,0 % zur Anwendung gebracht. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten unter Abzug von Anschaffungskostenminderungen bzw. zu Herstellungskosten und der bisher aufgelaufenen und im Berichtsjahr 2022 planmäßig fortgeführten linearen Abschreibungen bewertet, wobei entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer folgende Abschreibungssätze (Neuanschaffungen) angewandt wurden:
| in % | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Immaterielles Vermögen | |||
| Miet- und Nutzrechte | 10,00–25,00 | 1,28 | 1,30 |
| Gebäude | 6,67–9,09 | 1,50–6,67 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 20,00 | 20,00 | |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1,00–50,00 | 1,00–50,00 |
Kommt es im Geschäftsjahr bei Gegenständen des Anlagevermögens zu einer voraussichtlich dauernden Wertminderung, werden diese Gegenstände außerplanmäßig auf den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (§ 204 UGB) wurden voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Zugänge und Abgänge ausgewiesen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet, auch wenn diese Wertminderung nicht von Dauer ist. Sind die Gründe für die in den vorangegangenen Geschäftsjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen weggefallen, dann erfolgt eine Werterhöhung bis höchstens zu den fortgeschriebenen Anschaffungskosten.
2. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen wurden gemäß dem strengen Niederstwertprinzip angesetzt. Falls Risiken hinsichtlich der Einbringlichkeit bestanden, wurden Wertberichtigungen gebildet. Forderungen in Fremdwährungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem allenfalls niedrigeren Bilanzstichtagskurs bewertet.
3. Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Die Rückstellungen betreffen ihrer Eigenart nach genau umschriebene Aufwendungen, die dem Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind; sie werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten. Andere Rückstellungen als die gesetzlich vorgeschriebenen werden nicht gebildet. Die Abfertigungsrückstellungen wurden aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens gemäß IAS 19 auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,00 % (Vorjahr: 1,00 %) und erwarteter zukünftiger Gehaltssteigerungen von 3,70 % (Vorjahr: 2,38 %) sowie eines frühestmöglichen Pensionseintrittsalters nach ASVG (Pensionsreform 2004) ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden zur Gänze in dem Jahr angesetzt, in dem sie anfallen. Als Sterbetafel werden die Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ 2018-P (Angestellte) herangezogen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Abfertigungen und für Jubiläumsgelder wurden Fluktuationsabschläge auf Basis von statistischen Daten in einer Bandbreite von 0,00 % bis 13,20 % (Vorjahr: 0,00 % bis 10,50%) berücksichtigt. Der Dienstzeitaufwand wird über die gesamte Dienstzeit verteilt. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte ebenfalls aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens gemäß IAS 19, wobei die gleichen Parameter wie für die Abfertigungsrückstellungen herangezogen wurden. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden zur Gänze in dem Jahr angesetzt, in dem sie anfallen. Der Zinsaufwand wird im Personalaufwand erfasst. Die sonstigen Rückstellungen wurden entsprechend aller erkennbaren Risiken und drohenden Verluste gebildet. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden mit dem Devisenbriefkurs am Bilanzstichtag angesetzt, soweit dieser über dem Anschaffungskurs liegt.
4. Umsatzerlöse
Entsprechend der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft werden Erträge aus dem Abgang von Projektgesellschaften nicht als Erträge innerhalb des Finanzergebnisses, sondern als Umsatzerlöse ausgewiesen.
II. Erläuterungen zur Bilanz
1. Auswirkungen der Risiken im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine sowie der Klimakrise und Corona
Risiken im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine
Auch wenn kein direktes Engagement der UBM in den am Krieg beteiligten Ländern mehr besteht (2021 wurde dieses endgültig beendet), so kann es im weiteren Verlauf der kriegerischen Auseinandersetzungen zu Auswirkungen auf die benachbarten Länder der Ukraine kommen. Aufgrund der räumlichen und kulturellen Nähe zu ihrem ukrainischen Nachbarn besteht das Risiko, dass der polnische Markt, auf dem die UBM als Immobilienentwickler und Hotelbetreiber tätig ist, unter der aktuellen Krise leiden wird. Bislang ist dieses Risiko nicht eingetreten. Mit den Sanktionen und insbesondere dem Ausschluss wichtiger russischer Banken aus dem SWIFT-System kommt es zu weitreichenden Unsicherheiten und Risiken für Kapitalmärkte und deren Teilnehmer. Dies bedeutet nicht nur, dass der Zahlungsverkehr und damit der Handel mit russischen Unternehmen und Staatsbetrieben stark eingeschränkt ist, sondern dass sowohl russische als auch europäische Banken durch ihre Verflechtungen wirtschaftlich in Mitleidenschaft gezogen sind. Das kann einerseits zu negativen Folgen in Zusammenhang mit einer restriktiveren Kreditvergabe der Geschäftsbanken an ihre Kunden führen, was auch Einfluss auf die Finanzierung des Projektgeschäfts der UBM haben kann. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass das Kapitalmarktumfeld für die Emission von Anleihen und anderen Inhaberschuldverschreibungen weiterhin für Unternehmen ohne Rating schwierig bleibt. UBM hat durch das flache Rückzahlungsprofil im kommenden Geschäftsjahr und die hohe Liquidität jedoch einen ausreichenden Puffer. Ein generelles Risiko für den Verkauf von Immobilien stellt zudem die Entwicklung des Zinsumfelds bzw. das Renditeverhältnis zu alternativen Veranlagungsmöglichkeiten dar. Die historischen Zinsschritte, die von der EZB zur Eindämmung der Inflation unternommen wurden, können die Nachfrage nach Immobilien beeinträchtigen. Nachdem die Inflation in der EU jedoch ihren Gipfel erreicht haben dürfte, ist von einer Verlangsamung des Tempos, mit der die Zentralbank die Zinsen erhöht, auszugehen. Das Risiko einer EU-weiten Rezession hat sich zwar 2022 nicht materialisiert, der wirtschaftliche Ausblick bleibt aber wegen der deutlich gestiegenen Zinsen kurz- und mittelfristig eingetrübt.
| Stand am 1.1.2022 | Zugänge (dv.) | Zinsen | Umbuchungen | Abgänge | Stand am 31.12.2022 | Stand am 1.1.2022 | Zugänge/ Abschreibungen | Zuschreibung | Um- buchungen | Abgänge | Stand am 31.12.2022 | Buchwert 31.12.2022 | Buchwert 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||||||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte | 495.507 | 294.655 | - | 1.278.661 | - | 2.068.823 | –472.997 | –168.070 | - | - | –641.067 | 1.427.756 | 1.427.756 | 22.510 |
| II. Sachanlagen | ||||||||||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 1.051.091 | 526.987 | - | 77.539 | - | 1.655.618 | –275.316 | –99.917 | - | - | –375.232 | 1.280.385 | 1.280.385 | 775.776 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 3.341 | - | - | - | - | 3.341 | –3.341 | - | - | - | - | –3.341 | - | - |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.334.541 | 690.078 | - | - | –109.559 | 1.915.060 | –346.980 | –262.582 | - | 57.064 | –552.498 | 1.362.562 | 1.362.562 | 987.561 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 1.356.200 | 223.130 | - | –1.356.200 | - | 223.130 | - | - | - | - | - | - | 223.130 | 1.356.200 |
| 3.745.174 | 1.440.195 | - | –1.278.661 | –109.559 | 3.797.149 | –625.637 | –362.499 | - | 57.064 | –931.071 | 2.866.078 | 2.866.078 | 3.119.537 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 241.864.302 | 642.726 | - | 549.097 | –2.952.200 | 240.103.925 | –65.317.512 | –2.300.056 | 73.247 | –533.965 | 2.064.012 | –66.014.275 | 174.089.650 | 176.546.790 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 490.692.927 | 159.116.071 | - | –561.392 | –71.262.113 | 577.985.494 | –95.867.735 | –8.906.180 | 35.400 | 533.965 | 3.562.000 | –100.642.549 | 477.342.945 | 394.825.192 |
| 3. Beteiligungen | 28.227.418 | 4.241.076 | - | - | –68.986 | 32.399.508 | –17.897.991 | - | - | 68.985 | –17.829.007 | 14.570.501 | 10.329.426 | |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 126.397.851 | 62.860.188 | - | 12.294 | –40.448.694 | 148.821.640 | –23.025.203 | –14.969.000 | - | 4.481.203 | –33.513.000 | 115.308.640 | 115.308.640 | 103.372.648 |
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens | 2.906.920 | - | - | - | - | 2.906.920 | - | - | - | - | - | - | 2.906.920 | 2.906.920 |
| 890.089.418 | 226.860.062 | - | - | –114.731.993 | 1.002.217.487 | –202.108.442 | –26.175.236 | 108.647 | 10.176.200 | –217.998.831 | 784.218.656 | 784.218.656 | 687.980.976 | |
| 894.330.099 | 228.594.912 | - | - | –114.841.552 | 1.008.083.459 | –203.207.075 | –26.705.804 | 108.647 | 10.233.264 | –219.570.969 | 788.512.490 | 788.512.490 | 691.123.023 |
Klimakrise
Die Bedeutung von Umweltrisiken und ihren Auswirkungen wird bei der Planung und Umsetzung von Entwicklungsprojekten immer wichtiger. Eine der größten Herausforderungen für Immobilienentwickler ist die Vermeidung oder Minimierung negativer Umweltauswirkungen. Wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltiges Entwickeln von Projekten erscheinen zwar mitunter als Spannungsfeld, gehen aber aus Sicht der UBM, Hand in Hand: Nachhaltiges Wirtschaften ist die Basis für wirtschaftlichen Erfolg – und wirtschaftlicher Erfolg ist die Basis für nachhaltiges Wirtschaften. Ziel ist es, Umweltrisiken zu reduzieren und gleichzeitig Geschäftsmöglichkeiten für UBM in diesem Bereich zu identifizieren und zu nutzen. Für jedes Nachhaltigkeitsthema wurde im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse ein Szenario entwickelt. Konkrete Maßnahmen dazu werden im ESG-Bericht 2022 genauer beschrieben. Immobilienentwickler wie die UBM können durch ihren großen Hebel einen wertvollen positiven Beitrag zum Thema Energie & Emissionen leisten, beispielsweise in den Bereichen erneuerbare Energien (Geothermie, Installation von Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen, Einplanung späterer Nachrüst- und Ausbaumöglichkeiten für erneuerbare Energieträger), energieeffiziente Gebäudehülle und -technik, energie- bzw. emissionsarme Baustoffe (z.B. Holz) oder Integration von Mobilitätskonzepten (z.B. E-Ladestationen). Indem UBM neue Projekte entwickelt, trägt sie zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum für die Gesellschaft bei. Dabei wird die globale Agenda unterstützt und ein hoher Wert auf eine umwelt- und ressourcenschonende und damit zukunftsfähige Bauweise gelegt. Sowohl in der Errichtung als auch für den späteren Gebäudebetrieb können signifikante CO2-Einsparungen erzielt werden. Schwerpunkte setzt UBM dabei auf emissionsarme Baustoffe, eine energieeffiziente Gebäudegestaltung sowie den Einsatz erneuerbarer Energien. Im Bereich der Baustoffe ist das Commitment und die Investitionen im Bereich Holzbau hervorzuheben, da UBM darin den wesentlichen Hebel zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks sieht. Jeder Kubikmeter Holz bindet langfristig eine Tonne CO2, während im Gegensatz dazu die Herstellung von Zement und Stahl energieintensiv ist und CO2-Emissionen verursacht. Die Produktion von Beton und Stahl, die im Hochbau vielfach eingesetzt werden, ist für nicht weniger als 6 % aller CO2-Emissionen weltweit verantwortlich. Deshalb wird bei der UBM bei jedem Projekt die mögliche Verwendung von kohlenstoffbindendem und nachwachsendem Holz geprüft.
Corona
Im Februar 2020 wurde in Österreich erstmals die Diagnose Covid-19 gestellt. Drei Jahre später kündigte die österreichische Regierung das Ende der letzten Maßnahmen an. Am 30.06.2023 endet in Österreich formell die Pandemie. Es werden somit alle Covid-19 Krisenmaßnahmen für beendet erklärt. Die Krankheit bleibt weiterhin bestehen, allerdings hat sie für das Geschäftsmodell der UBM keine besondere Gewichtung mehr.
2. Anlagevermögen
Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens und der Aufgliederung der Jahresabschreibung verweisen wir auf den beiliegenden Anlagenspiegel. Im beiliegenden Anlagespiegel sind die im Geschäftsjahr aktivierten Fremdkapitalzinsen gemäß § 203 Abs. 4 UGB angeführt. Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalzinsen (Vorjahr: T€ 0) aktiviert. Die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1.428 (Vorjahr: T€ 23) betreffen das Mietrecht in Innsbruck und die Umstellung auf SAP S4/Hana. 2022 und 2021 erfolgten keine außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. auch kein Verkauf. Der Grundwert der bebauten Grundstücke beträgt T€0 (Vorjahr: T€ 0), der unbebauten Grundstücke T€ 191 (Vorjahr: T€ 191). Bei den bebauten Grundstücken erfolgte 2022 kein Abgang (Vorjahr: T€ 1.390) . Bei den bebauten Grundstücken sowie bei den unbebauten Grundstücken wurde keine Teilwertabschreibung in beiden Jahren durchgeführt. Die Anlagen in Bau setzen sich aus geleisteten Anzahlungen für SAP Group Reporting zusammen. Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen ergeben sich aufgrund langfristiger Mietverträge Verpflichtungen wie folgt:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| für das folgende Jahr | 847 | 833 |
| für die folgenden fünf Jahre | 3.998 | 4.063 |
Eine Zusammenstellung der Daten von Beteiligungsunternehmen ist aus dem beiliegenden Beteiligungsspiegel zu ersehen. 2022 gab es Zugänge in Höhe von T€ 643 zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen (Vorjahr: T€ 1.252) und Abgänge in Höhe von T€ 2.952 (Vorjahr: T€ 550). Es erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 2.300 (Vorjahr: T€ 5.402) auf den niedrigeren beizulegenden Wert sowie Zuschreibungen in Höhe von T€ 73 (Vorjahr: T€ 140). Bei den Beteiligungen gab es 2022 Zugänge in Höhe von T€ 4.241 (Vorjahr: T€ 0) und Abgänge in Höhe von T€ 69 (Vorjahr: T€ 0). Es erfolgten 2022 außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) auf den niedrigeren beizulegenden Wert.
Ausleihungen in T€
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Verbundene Unternehmen | 477.343 | 394.825 |
| Beteiligungsunternehmen | 115.309 | 103.373 |
Sie haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Ausleihungen resultieren im Wesentlichen aus Projektfinanzierungen. Es erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 23.875 (Vorjahr: T€ 12.230) auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Im Geschäftsjahr 2022 gab es Zuschreibungen in Höhe von T€ 35 (Vorjahr: T€ 5.874).
Wertpapiere des Anlagevermögens in T€
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Sonstige Wertpapiere | 2.907 | 2.907 |
3. Umlaufvermögen
Vorräte
Vor Bilanzstichtag wurde ein Pkw aus dem Leasing-Vertrag angekauft, welcher im Jänner 2023 weiter verkauft wurde.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen. Bei Forderungen gegenüber einem verbundenen Unternehmen besteht eine Einzelwertberichtigung zu zweifelhaften Forderungen in Höhe von T€ 2.710 (Vorjahr: T€ 2.993). In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 13.880 ( Vorjahr: T€ 12.960) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 12.623 (Vorjahr: T€ 5.505) enthalten. Unter dem Posten Sonstige Forderungen sind Erträge in Höhe von T€ 918 (Vorjahr: T€ 979) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Flüssige Mittel in T€
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Kassenbestand | - | 6 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 185.258 | 375.740 |
| Gesamt | 185.258 | 375.746 |
Eigenkapital
Mit Beschlussfassung vom 16. Mai 2022 wurde das Grundkapital aus Gesellschaftsmitteln von derzeit € 22.416.540,00 um € 29.888.720,00 auf € 52.305.260,00 durch Umwandlung der im Jahresabschluss zum 31.12.2021 ausgewiesenen anderen Rücklagen (freie Rücklagen) in der Höhe von € 29.888.720,00 ohne Ausgabe neuer Aktien (Kapitalberichtigung gemäß dem Kapitalberichtigungsgesetz) erhöht. Die entsprechende Anpassung der Satzung der Gesellschaft in § 4 Absatz 1 (Höhe des Grundkapitals) erfolgte. Das Grundkapital in Höhe von € 52.305.260 (Vorjahr: € 22.416.540) ist in 7.472.180 (Vorjahr: 7.472.180) Stück nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Der auf die einzelne auf den Inhaber lautende Stückaktie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt € 7 (Vorjahr: € 3). Jedes Stück Stammaktie ist in gleichem Umfang am Gewinn einschließlich Liquidationsgewinn beteiligt und gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung.
Genehmigtes Kapital, bedingtes Kapital und eigene Aktien
In der 141. ordentlichen Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 wurden folgende Beschlüsse gefasst: Beschlussfassung über den Widerruf der bestehenden Ermächtigung des Vorstands nach § 4 Absatz 4 der Satzung (Genehmigtes Kapital 2017) und über die gleichzeitige Einräumung einer neuen Ermächtigung des Vorstands gemäß § 169 AktG in § 4 Absatz 4 der Satzung, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, auch in mehreren Tranchen und auch mit der Möglichkeit des Ausschlusses des Bezugsrechts, zu erhöhen und den Ausgabekurs, die Ausgabebedingungen, das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Durchführung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (Genehmigtes Kapital 2022) sowie Beschlussfassung über die entsprechenden Änderungen der Satzung in § 4 Absatz 4 und über die Ermächtigung des Aufsichtsrates, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2022 ergeben, zu beschließen, wobei das Bezugsrecht für Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen ausgeschlossen ist.# Beschlussfassung über eine bedingte Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts im Ausmaß von bis zu € 2.241.654,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gemäß § 159 Absatz 2 Z 1 AktG zur Ausgabe an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen und die Feststellung der Erfordernisse gemäß § 160 Absatz 2 AktG, sowie über die Ermächtigung des Vorstands, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen, insbesondere die Einzelheiten der Ausgabe und des Wandlungsverfahrens der Wandelschuldverschreibungen, die Möglichkeit einer Wandlungspflicht, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis, und Beschlussfassung über die entsprechende Änderung der Satzung durch Einfügung eines neuen Absatzes 5b in § 4 der Satzung sowie über die Ermächtigung des Aufsichtsrats, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen.
Beschlussfassung über die Ermächtigung des Vorstands gemäß § 174 Absatz 2 AktG innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen, mit denen ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf Erwerb von bis zu 747.218 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu € 2.241.654,00 verbunden ist, auch in mehreren Tranchen, auszugeben und alle weiteren Bedingungen, die Ausgabe und das Wandlungsverfahren der Wandelschuldverschreibungen, den Ausgabebetrag sowie das Umtausch- oder Wandlungsverhältnis festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen. Die Ausgabebedingungen können zusätzlich oder anstelle eines Bezugs- oder Umtauschrechts auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit oder zu einem anderen Zeitpunkt begründen. Die Bedienung der Umtausch- oder Bezugsrechte kann durch bedingtes Kapital oder durch eigene Aktien oder durch eine Kombination aus bedingtem Kapital und eigenen Aktien erfolgen. Der Preis der Wandelschuldverschreibungen ist unter Berücksichtigung anerkannter finanzmathematischer Methoden in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln.
In der 140. ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 wurden folgende Beschlüsse gefasst:
Der Vorstand wurde gemäß § 159 Abs. 3 AktG in § 4 Abs. 6 der Satzung ermächtigt, bis zum 9. Juli 2026 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats, allenfalls in mehreren Tranchen, bedingt um bis zu € 1.678.920,00 durch Ausgabe von bis zu 559.640 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zum Zweck der Bedienung von Aktienoptionen im Rahmen der in der Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 beschlossenen Fortsetzung und Verlängerung des Long-Term-Incentive-Programms 2017 (samt Anpassung der Planbedingungen 2017) an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie mit ihr verbundener Unternehmen zu erhöhen. Der Ausgabebetrag der Aktien wurde mit dem ungewichteten Durchschnitt der Schlusskurse der UBM-Aktie (ISIN AT0000815402) an der Wiener Börse im Zeitraum vom 24. Mai 2017 (einschließlich) bis 21. Juni 2017 (einschließlich) festgelegt. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die sich aus einer Durchführung der genehmigten bedingten Kapitalerhöhung ergebenden Änderungen der Satzung zu beschließen. § 4 Abs. 6 der Satzung der Gesellschaft wurde entsprechend angepasst.
In der Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 wurde weiters beschlossen, das Long-Term-Incentive-Programm 2017 („LTIP“), in dessen Rahmen Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands und bestimmte Führungskräfte gewährt wurden, fortzusetzen und zu verlängern. Die oben genannten Aktienoptionen im Rahmen des LTIP wurden nach dem festgesetzten Zusagezeitpunkt vom 22. Juni 2017 bis zum 21. Juli 2017 im Ausmaß von 375.130 Aktienoptionen zugeteilt, im Geschäftsjahr 2018 und 2019 wurden weitere 22.500 Aktienoptionen zugeteilt. 100.220 Aktienoptionen sind aufgrund Ausscheidens leitender Mitarbeiter verfallen. Die zum Stichtag 31.12.2020 vorhandenen Aktienoptionen wurden im Ausübungsfenster 2 (1. September 2021 bis 26. Oktober 2021 in bar abgelöst (cash-settled), die neu gegebenen Optionen (60.175 Stück) wurden zum Fair Value bewertet und in den Personalverpflichtungen ausgewiesen, da künftig wieder von einem Cash-Settlement ausgegangen wird.
Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung für die Dauer von 30 Monaten vom Tag der Beschlussfassung gemäß § 65 Abs 1 Z 4 und Z 8 sowie Abs 1a und Abs 1b AktG zum Erwerb eigener Aktien der Gesellschaft bis zu dem gesetzlich zulässigen Ausmaß von 10 % des Grundkapitals unter Einschluss bereits erworbener Aktien ermächtigt. Der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht niedriger als EUR 3,00 und nicht höher als maximal 10 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der Erwerb kann über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art erfolgen, insbesondere auch außerbörslich, oder von einzelnen, veräußerungswilligen Aktionären (negotiated purchase) und auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, das mit einem solchen Erwerb einhergehen kann (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss). Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, die jeweiligen Rückkaufsbedingungen festzusetzen, wobei der Vorstand den Vorstandsbeschluss und das jeweilige darauf beruhende Rückkaufprogramm einschließlich dessen Dauer entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen (jeweils) zu veröffentlichen hat. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a UGB) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen.
Der Vorstand wurde auch ermächtigt, für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Das quotenmäßige Kaufrecht der Aktionäre bei Veräußerung oder Verwendung auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot wird ausgeschlossen (Ausschluss des Bezugsrechts).
Schließlich wurde der Vorstand ermächtigt, ohne weitere Befassung der Hauptversammlung, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien einzuziehen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von eigenen Aktien ergeben, zu beschließen.
Kapital- und Gewinnrücklagen
Die gebundene Kapitalrücklage resultiert aus dem Agio der Kapitalerhöhungen. Der Posten andere (freie) Rücklagen hat sich von T€ 62.507 um T€ 29.889 durch Umwandlung ohne Ausgabe neuer Aktien in Grundkapital vermindert. Gleichzeitig wurde ein Betrag in Höhe von T€ 5.180 (Vorjahr: T€ 2.350) dotiert.
Eigenkapitalspiegel in T€
| Grundkapital | Hybridkapital | Kapitalrücklagen | Optionsrücklage | Gewinnrücklage | Bilanzgewinn/ Bilanzverlust | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2021 | 22.416 | 25.330 | 98.954 | - | 62.507 | 16.850 | 226.057 |
| Ausschüttung | - | - | - | - | - | –16.812 | –16.812 |
| Jahresüberschuss | - | - | - | - | - | 8.219 | 8.219 |
| Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmittel | 29.889 | - | - | - | –29.889 | - | - |
| Rückzahlung | - | –25.330 | - | - | - | –25.330 | –25.330 |
| Zuweisung | - | - | - | - | 5.180 | - | 5.180 |
| Stand 31.12.2022 | 52.305 | - | 98.954 | - | 37.798 | 8.257 | 197.314 |
Mezzaninkapital und Hybridkapital
Im Juni 2022 hat die UBM das Hybridkapital in Höhe von € 25,3 Mio. zur Gänze an die PORR AG rückbezahlt.
Am 22. Februar 2018 hat UBM eine tief nachrangige Anleihe (Hybridanleihe) mit einem Gesamtvolumen in Höhe von € 100 Mio. und einem jährlichen Kupon von 5,50 % begeben. Die Anleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit mit einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit der Emittentin nach fünf Jahren.
Am 18. Juni 2021 hat UBM eine tief nachrangige Sustainability-Linked Anleihe (Hybridanleihe) mit einem Gesamtvolumen in Höhe von € 100 Mio. und einem jährlichen Kupon von 5,50 % begeben, die Zinshöhe ist abhängig von einem bestimmten ESG-Rating. Die Anleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit mit einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit der Emittentin nach fünf Jahren. Gleichzeitig wurde eine Nominale in Höhe von € 47,1 Mio. der Hybridanleihe von 2018 im Rahmen eines Umtauschangebotes getilgt.
Die Hybridanleihe wird als Mezzaninkapital ausgewiesen. Dieses wird als eigener Posten in der Bilanz dargestellt, da die entsprechenden Voraussetzungen gemäß Fachgutachten KFS/RL 13 erfüllt sind.
4. Rückstellungen in T€
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Abfertigungen | 776 | 895 |
| Pensionen | 811 | 1.098 |
| Steuern | 4.752 | 4.741 |
| Sonstige Bauten | 1.631 | 1.569 |
| Personal | 3.795 | 3.304 |
| Diverse | 1.933 | 1.602 |
| Gesamt | 13.698 | 13.209 |
Zur Bedeckung der Pensionsrückstellungen besteht eine Pensionsrückdeckungsversicherung mit einem Deckungskapital zum 31. Dezember 2022 in Höhe von T€ 345 (Vorjahr: T€ 362). Diese wird mit der Rückstellung saldiert, da die Rechte und Ansprüche aus diesen Verträgen zur Gänze zugunsten der Pensionsberechtigten verpfändet sind.
Die Rückstellungen für Bauten betreffen im Wesentlichen ausstehende Eingangsrechnungen. Die anderen Rückstellungen beinhalten die Jahresabschlussprüfung und Aufsichtsratstantiemen.
5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus sonstigen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren gliedern sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt:
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Anleihe Verbindlichkeiten | - | - |
Von den sonstigen Verbindlichkeiten werden T€ 10.573 (Vorjahr: T€ 11.886) erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam.In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 125.948 (Vorjahr: T€ 143.450) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 663 (Vorjahr: T€ 1.167) enthalten. Haftungsverhältnisse in T€
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Kreditbürgschaften | 212.714 | 212.830 |
Projektfinanzierungskredite von mit der Gesellschaft verbundenen Projektgesellschaften wurden durch Verpfändung dieser Gesellschaftsanteile besichert.
III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen: | ||
| Mieten aus Hausbewirtschaftung | 216 | 256 |
| Umsätze aus Projektentwicklung und Bau | 20.097 | 19.322 |
| Gesamt | 20.313 | 19.578 |
| Aufgliederung nach Regionen: | ||
| Inland | 6.081 | 6.851 |
| Ausland | 14.232 | 12.727 |
| Gesamt | 20.313 | 19.578 |
Personalaufwendungen
Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von T€ 251 (Vorjahr: T€ 104) sind T€ 152 (Vorjahr: T€ 163) Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.
| 2022 in T€ | Abfertigungsaufwand | Pensionsaufwand |
|---|---|---|
| Vorstände | – | –241 |
| Leitende Angestellte | 46 | – |
| Andere Arbeitnehmer | 205 | – |
| Gesamt | 251 | –241 |
| 2021 in T€ | Abfertigungsaufwand | Pensionsaufwand |
|---|---|---|
| Vorstände | – | –73 |
| Leitende Angestellte | – | –7 |
| Andere Arbeitnehmer | 111 | – |
| Gesamt | 104 | –73 |
Finanzerfolg in T€
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | ||
| a) aus verbundenen Unternehmen | 30.792 | 27.720 |
| b) aus Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 700 | 14 |
| Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen | 40.333 | 36.317 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 33.187 | 28.896 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 335 | 487 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 239 | 479 |
| Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen | 197 | 15.809 |
| Aufwendungen aus Finanzanlagen | 27.243 | 20.833 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 12.090 | 13.665 |
| davon Abschreibungen | 26.175 | 17.632 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 29.204 | 31.398 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.719 | 2.469 |
In den Erträgen aus Beteiligungen sind phasenkongruente Gewinnausschüttungen in Höhe von T€ 30.788 (Vorjahr: T€ 27.720) enthalten.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Gesellschaft ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe mit insgesamt 21 Gruppenmitgliedern (Vorjahr: 23), die mit der Gesellschaft gemäß § 9 Abs 4 KStG unmittelbar oder mittelbar direkt verbunden sind. Gemäß der jeweiligen Gruppen- und Steuerausgleichsverträge ist das jeweilige Gruppenmitglied verpflichtet, eine Steuerumlage in Höhe der entsprechenden Vorschriften des EStG bzw. KStG auf das Ergebnis eines Wirtschaftsjahres entfallenden Körperschaftssteuer zu entrichten. Ein allfälliger, nach den Vorschriften des EStG und des KStG ermittelter Verlust wird evident gehalten und mit den in nachfolgenden Wirtschaftsjahren erzielten steuerlichen Gewinnen verrechnet. Insoweit evident gehaltene Verluste verrechnet werden, entfällt die Verpflichtung zur Zahlung einer Steuerumlage. Die Gruppenträgerin darf dem Gruppenmitglied Akontierungen der Steuerumlage nach Maßgabe der Fälligkeiten der Körperschaftssteuervorauszahlungen vorschreiben.
Für folgende Posten wurden aufgrund von Unterschieden (temporary differences) zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz aktive latente Steuern angesetzt:
| Ausgehend von der Basis in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | - | - |
| Sachanlagen | - | - |
| Finanzanlagen | 8.920 | 9.921 |
| Rückstellungen, Personal | 670 | 1.003 |
| Rückstellungen, Sonstige | - | - |
| Steuerliche Verlustvorträge | - | - |
| Summe | 9.590 | 10.924 |
| Daraus resultierende latente Steuern | 2.206 | 2.731 |
| Abzüglich: Saldierung mit passiven latenten Steuern (BWR) | –28 | –28 |
| Stand zum 31.12. | 2.178 | 2.703 |
Die Bewegung der latenten Steuersalden im Lauf des Geschäftsjahres beträgt T€ - 525 (Vorjahr: T€ -794). Es wurde der Steuersatz in Höhe von 23,00 % (Vorjahr: 25,00 %) angewandt.
Kosten der Wirtschaftsprüfung
Die Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers wurden von UBM mit einem Betrag von T€ 101 (Vorjahr: T€ 92) vergütet. Weiters hat der Abschlussprüfer für sonstige Leistungen T€ 26 (Vorjahr: T€ 32) und für sonstige Bestätigungsleistungen T€ 40 (Vorjahr: T€ 85) erhalten. Die sonstigen Leistungen betreffen im Wesentlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Ausstellung von Comfort Lettern und sonstige Beratungsleistungen.
IV. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Immobilienentwicklungs- und Verwertungsprojekte werden über Projektgesellschaften abgewickelt, an denen die Gesellschaft alleine oder zusammen mit Partnern beteiligt ist. Zudem hält die Gesellschaft (Mehrheits-)Beteiligungen an Gesellschaften, die Immobilien langfristig durch Vermietung nützen.
V. Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten
Die originären Finanzinstrumente auf der Aktivseite umfassen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und auf der Passivseite Finanzverbindlichkeiten, insbesondere die Anleihe und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die UBM hat zum 31. Dezember 2022 Devisentermingeschäfte in Höhe von CZK 7,3 Mio. abgeschlossen (Vorjahr: CZK 0,0 Mio), diese dienen der Absicherung von in CZK finanzierten Krediten.
2017 wurde eine Anleihe im Gesamtnominale von T€ 150.000 (inkl. Anleihetausch) zu nachstehenden Konditionen begeben:
- Laufzeit: 2017 – 2022
- Verzinsung: 3,250 %
- Kupontermin: jährlich jeweils am 11. Oktober
- Tilgung: 100 % endfällig
| in T€ | Nominale aus Barzeichnung | Umtausch Anleihe 2014 – 2019 | Umtausch Anleihe 2021 – 2026 | Tilgung 11.10.2022 | Gesamtnominale 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|---|
| 65.953 | 84.047 | –68.898 | –81.102 | - |
2018 wurde eine Anleihe im Gesamtnominale von T€ 75.000 (inkl. Anleihetausch) zu nachstehenden Konditionen begeben:
- Laufzeit: 2018 – 2023
- Verzinsung: 3,125 %
- Kupontermin: jährlich jeweils am 16. November
- Tilgung: 100 % endfällig
| in T€ | Nominale aus Barzeichnung | Umtausch Anleihe 2014 – 2019 | Erhöhung Anleihe im Juni 2019 | Gesamtnominale 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|
| 50.369 | 24.631 | 45.000 | 120.000 |
2019 wurde eine Anleihe im Gesamtnominale von T€ 120.000 (inkl. Anleihetausch) zu nachstehenden Konditionen begeben:
- Laufzeit: 2019 – 2025
- Verzinsung: 2,750 %
- Kupontermin: jährlich jeweils am 13. November
- Tilgung: 100 % endfällig
| in T€ | Nominale aus Barzeichnung | Umtausch Anleihe 2015 – 2020 | Gesamtnominale 31.12.2022 |
|---|---|---|---|
| 94.836 | 25.164 | 120.000 |
Im Geschäftsjahr 2020 wurde eine Anleihe im Nominale von T€ 21.500 sowie ein Schuldscheindarlehen im Nominale von T€ 30.000 zu nachstehenden Konditionen platziert:
- Laufzeit: 2020 – 2025
- Verzinsung: 3,000 %
- Kupontermin: jährlich jeweils am 17. Dezember
- Tilgung: 100 % endfällig
| in T€ | Nominale aus Barzeichnung | Umtausch Anleihe 2016 – 2021 | Erhöhung 2022 | Gesamtnominale 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|
| 20.500 | 31.000 | 500 | 52.000 |
2021 wurde ein Schuldscheindarlehen im Nominale von T€ 7.000 platziert.
- Laufzeit: 2021 – 2026
- Verzinsung: 3,000 %
- Kupontermin: jährlich jeweils am 2. Feber + 30. März
- Tilgung: 100 % endfällig
| in T€ | Nominale aus Barzeichnung | Gesamtnominale 31.12.2022 |
|---|---|---|
| 7.000 | 7.000 |
Weiters wurde im Geschäftsjahr eine Anleihe im Nominale von T€ 150.000 begeben
- Laufzeit: 2021 – 2026
- Verzinsung: 3,125 %
- Kupontermin: jährlich jeweils am 21. Mai
- Tilgung: 100 % endfällig
| in T€ | Nominale aus Barzeichnung | Umtausch Anleihe 2017 – 2022 | Gesamtnominale 31.12.2022 |
|---|---|---|---|
| 81.102 | 68.898 | 150.000 |
VI. Sonstiges
Geschäfte der Gesellschaft mit nahestehenden Personen und Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen geschlossen.
VII. Dividende
Zur Ausschüttung an die Aktionäre von UBM steht deren Bilanzgewinn in Höhe von T€ 8.256 (Vorjahr: T€ 16.850) zur Verfügung. Zusätzlich können die freien Gewinnrücklagen von UBM, die zum 31. Dezember 2022 mit T€ 37.798 (Vorjahr: T€ 62.507) ausgewiesen werden, in folgenden Perioden aufgelöst werden. Vom Gesamtbetrag in Höhe von T€ 46.054 (Vorjahr: T€ 79.357) ist ein Teilbetrag in Höhe von T€ 2.178 (Vorjahr: T€ 2.703), resultierend aus dem Ansatz von aktiven latenten Steuern, zur Ausschüttung gesperrt. Im Berichtsjahr wurden aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021 an die Aktionäre von UBM Dividenden in Höhe von T€ 16.812 bezahlt, je Aktie somit € 2,25. Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 eine Dividende von € 1,10 je Stück Stammaktie auszuschütten, d.s. insgesamt € 8.219.398.
VIII. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und sonstige Angaben
Der Vorstand von UBM hat den Jahresabschluss am 4. April 2023 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Jahresabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Jahresabschluss billigt. UBM hat am 24. Februar 2023 die noch ausstehenden € 52,9 Mio. der Hybridanleihe 2018, eine tief nachrangige Anleihe, nach fünf Jahren, frühzeitig zurückgeführt.
IX. Angaben über Arbeitnehmer und Organe
Durchschnittlicher Beschäftigtenstand:
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 94 | 84 |
Im Folgenden werden die Bezüge der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats von UBM nach Vergütungskategorien aufgegliedert dargestellt:
in T€
| Vergütungen des Vorstands fix | Vergütungen des Vorstands variabel ¹ | Sachbezüge | Pensionskasse/ Abfertigung | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| 2022 Vergütungen des Vorstands 2022 | |||||
| Mag. Thomas G. Winkler | 540 | 360 | 12 | 14 | 926 |
| DI Martin Löcker | 360 | 240 | 12 | 20 | 632 |
| Dipl.-Ök. Patric Thate | 360 | 240 | 8 | 10 | 618 |
| Martina Maly-Gärtner | 360 | 240 | 12 | 7 | 619 |
| Gesamt | 1.620 | 1.080 | 44 | 51 | 2.795 |
| davon kurzfristig fällige Leistungen | 1.620 | 1.080 | 44 | - | 2.744 |
| davon aus Anlass bzw. nach Beendigung des Vorstandsvertrags fällige Vergütungen | - | - | - | 51 | 51 |
| Vergütungen des Aufsichtsrats 2022 | - | - | - | - | 352 |
¹ voraussichtliche variable Vergütung für 2022, zahlbar in 2023
in T€
| Vergütungen des Vorstands fix | Vergütungen des Vorstands variabel ¹ | Sonder- bonus | Barablöse LTIP | Sach- bezüge | Pensionskasse/ Abfertigung | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2021 Vergütungen des Vorstands 2021 | |||||||
| Mag. Thomas G. Winkler | 540 | 360 | - | 1.010 | 12 | 29 | 1.951 |
| DI Martin Löcker | 360 | 240 | 20 | 495 | 14 | 28 | 1.157 |
| Dipl.-Ök. Patric Thate | 360 | 240 |
Patric Thate | 360 | 240 | 40 | 404 | 13 | 16 | 1.073
Martina Maly-Gärtner² | 120 | 80 | - | - | 4 | 1 | 205
Gesamt | 1.380 | 920 | 60 | 1.909 | 43 | 74 | 4.386
davon kurzfristig fällige Leistungen | 1.380 | 920 | 60 | 1.909 | 43 | - | 4.312
davon aus Anlass bzw. nach Beendigung des Vorstandsvertrags fällige Vergütungen | - | - | - | - | - | 74 | 74
Vergütungen des Aufsichtsrats 2021 | - | - | - | - | - | - | 350
¹ voraussichtliche variable Vergütung für 2021, zahlbar in 2022
² seit 01. September 2021
In diesen Bezügen sind Rückstellungsdotierungen für Pensionen für ehemalige Vorstände nicht enthalten. Für einen ehemaligen Vorstand besteht, nach Abzug der vorhandenen Wertpapierdeckung, eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 811 (Vorjahr: T€ 1.098). Sowohl für ehemalige als auch für bestehende Vorstände bestehen keine Abfertigungsrückstellungen. An Mitglieder des Vorstands wurden weder Kredite noch Vorschüsse gewährt. Im Zuge der Fortsetzung bzw. Verlängerung des Aktienoptionsprogrammes wurden neu 23.630 Stück dem Vorstand zugeteilt. Der Aufwand für das LTIP betrifft mit T€ 112 (Vorjahr: 70) Vorstände.
Mitglieder des Vorstands:
* Mag. Thomas G. Winkler, LL.M., Vorsitzender
* DI Martin Löcker
* Dipl.-Ök. Patric Thate
* Martina Maly-Gärtner, MRICS
Mitglieder des Aufsichtsrats:
* Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS, Vorsitzender
* DI Iris Ortner, MBA, Vorsitzende-Stellvertretende
* Dr. Susanne Weiss
* DI Klaus Ortner
* Dr. Ludwig Steinbauer
* Mag. Paul Unterluggauer
* Hon.-Prof. Dr. Bernhard Vanas
* Dkff. Birgit Wagner
* Ing. Martin Mann
* Hannes Muster
* Ing. Günter Schnötzinger
* Dipl.-Ök. Anke Duchow
Die ausbezahlten Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats einschließlich der Sitzungsgelder betrugen im Berichtsjahr € 352.500,00 (Vorjahr: € 350.000,00).
Wien, am 4. April 2023
Der Vorstand
Mag. Thomas G. Winkler, LLM | CEO, Vorsitzender
DI Martin Löcker | COO
Dipl.-Ök. Patric Thate | CFO
Martina Maly-Gärtner, MRICS | COO
Beteiligungsspiegel
| Gesetzlicher Name | Land | Währung | Sitz | Anteil in % direkt | Anteil in % indirekt | Kons. Art | Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag | Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | Bilanzstichtag | Anteil in % direkt (Vorjahr) | Anteil in % indirekt (Vorjahr) | Kons. Art (Vorjahr) | Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag (Vorjahr) | Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (Vorjahr) | Bilanzstichtag (Vorjahr) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tochterunternehmen „ Athos “ Bauplanungs- und Errichtungsgesellschaft m.b.H. in Liqu. | AT | EUR | Wien | 90,00 | 100,00 | V | 87.174,18 | –4.924,22 | 31.12.2021 | ||||||
| „ UBM “ 1 Liegenschaftsverwertung Gesellschaft m.b.H. | AT | EUR | Wien | 100,00 | 100,00 | V | –11.474.372,15 | –1.234.728,03 | 31.12.2022 | 100,00 | 100,00 | V | –10.239.644,12 | 201.565,50 | 31.12.2021 |
| Aiglhof Projektentwicklungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 1.236.206,61 | –27.853,97 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 1.264.060,58 | 756,13 | 31.12.2021 |
| Ariadne Bauplanungs- und Baugesellschaft m.b.H. in Liqu. | AT | EUR | Wien | 100,00 | 100,00 | V | 47.775,22 | –5.503,61 | 31.12.2021 | ||||||
| Bahnhofcenter Entwicklungs-, Errichtungs- und Betriebs GmbH in Liqu. | AT | EUR | Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten | 0,00 | 100,00 | V | 427.729,32 | –25.356,85 | 31.12.2021 | ||||||
| BMU Beta Liegenschaftsverwertung GmbH | AT | EUR | Wien | 50,00 | 100,00 | V | 259.138,92 | –578,15 | 31.12.2022 | 50,00 | 100,00 | V | 259.717,07 | –645,52 | 31.12.2021 |
| CM Wohnungsentwicklungs GmbH | AT | EUR | Wien | 94,00 | 100,00 | V | 40.236,29 | –5.918,06 | 31.12.2021 | ||||||
| Donauhof Immobilien GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | –14.521.341,75 | –6.095.807,13 | 31.12.2022 | 0,00 | 90,60 | V | –37.183.718,37 | –6.909.820,47 | 31.12.2021 |
| Donauhof Management GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 13.631,17 | –2.430,92 | 31.12.2022 | 0,00 | 90,00 | V | 16.062,09 | –1.472,19 | 31.12.2021 |
| Dorfschmiede St. Johann Immobilien GmbH | AT | EUR | Wien | 90,00 | 100,00 | V | 23.332,46 | –2.149,98 | 31.12.2022 | 90,00 | 100,00 | V | 25.482,44 | –6.264,03 | 31.12.2021 |
| Gartenau Immobilien GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | –865,80 | –1.865,80 | 31.12.2022 | ||||||
| Gartenauer Platz 7 GmbH & Co KG (vorm.: LQ Epsilon KG) | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | –2.650,64 | –1.389,80 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | –1.260,84 | –562,85 | 31.12.2021 |
| Emiko Beteiligungsverwaltungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | U | 0,00 | 100,00 | U | ||||||
| EPS Dike West-IBC GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 37.855,30 | –480,05 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 38.335,35 | –16.929,35 | 31.12.2021 |
| EPS Haagerfeldstraße – Business.Hof Leonding 2 Errichtungs- und Verwertungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 8.797,51 | –2.328,35 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 11.125,86 | –2.328,40 | 31.12.2021 |
| EPS Höhenstraße Immobilien GmbH | AT | EUR | Kematen in Tirol | 0,00 | 100,00 | V | 115.478,84 | 47.757,09 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 67.721,75 | –7.202,69 | 31.12.2021 |
| EPS Immobilienmanagement GmbH | AT | EUR | Kematen in Tirol | 0,00 | 100,00 | U | 0,00 | 100,00 | U | ||||||
| EPS Immobilienmanagement „ Schützenwirt “ GmbH & CO KG | AT | EUR | Innsbruck | 0,00 | 100,00 | V | –196,32 | –2.321,20 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 2.124,88 | –4.993,66 | 31.12.2021 |
| EPS MARIANNE-HAINISCH-GASSE – LITFASS-STRASSE Liegenschafts verwertungs- und Beteiligungs verwaltungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 3.156,86 | –3.038,15 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 6.195,01 | –9.619,44 | 31.12.2021 |
| EPS MARIANNE-HAINISCH-GASSE – LITFASS-STRASSE Liegenschafts verwertungs- und Beteiligungs verwaltungs-GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 33.988,06 | 73,55 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 33.914,51 | 171,55 | 31.12.2021 |
| EPS Office Franzosengraben GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 19.282,70 | –2.168,48 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 21.451,18 | –984,00 | 31.12.2021 |
| EPS Office Franzosengraben GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 1.272.001,62 | 11.637,78 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 1.260.363,84 | 10.657,94 | 31.12.2021 |
| EPS RINNBÖCKSTRASSE – LITFASS-STRASSE Liegenschafts verwertungs- und Beteiligungs verwaltungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | –2.038,25 | –3.038,25 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | –2.038,25 | –3.038,25 | 31.12.2021 |
| EPS RINNBÖCKSTRASSE – LITFASS-STRASSE Liegenschafts verwertungs- und Beteiligungs verwaltungs-GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 25.179,69 | –10,69 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 25.190,38 | –41,02 | 31.12.2021 |
| EPS Welser Straße 17 - Business.Hof Leonding 1 Errichtungs- und Beteiligungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 39.338,97 | –7,16 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 39.346,13 | –196,65 | 31.12.2021 |
| EPS Welser Straße 17 - Business.Hof Leonding 1 Errichtungs- und Beteiligungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | –1.791,00 | –3.158,20 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | –1.612,92 | –2.980,12 | 31.12.2021 |
| Gepal Beteiligungsverwaltungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 70.117,18 | 23.630,98 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 2.446.486,20 | 2.539.977,23 | 31.12.2021 |
| Gevas Beteiligungsverwaltungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | –1.405.072,94 | –573.127,33 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | –831.945,61 | –161.068,21 | 31.12.2021 |
| Golera Beteiligungsverwaltungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | –133.932,54 | –10.648,35 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | –123.284,19 | –10.226,84 | 31.12.2021 |
| GORPO Projektentwicklungs- und Errichtungs-GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 170.200,23 | 5.028,19 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 165.172,04 | –31.563,07 | 31.12.2021 |
| Gospela Beteiligungsverwaltungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 75.403,92 | –2.184,81 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 77.588,73 | –1.988,00 | 31.12.2021 |
| IBC Business Center Entwicklungs- und Errichtungs-GmbH | AT | EUR | Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten | 0,00 | 100,00 | V | –5.353.296,57 | –625.943,45 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | –4.727.353,12 | –534.787,98 | 31.12.2021 |
| Impulszentrum Telekom Betriebs GmbH | AT | EUR | Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten | 30,00 | 100,00 | V | 520.312,39 | 79.679,01 | 31.12.2021 | ||||||
| Jandl Baugesellschaft m.b.H. | AT | EUR | Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten | 0,00 | 100,00 | V | 6.827,48 | –60.276,47 | 31.12.2021 | ||||||
| Logistikpark Ailecgasse GmbH | AT | EUR | Wien | 100,00 | 100,00 | V | 251.474,38 | –578,20 | 31.12.2022 | 100,00 | 100,00 | V | 252.052,58 | –578,15 | 31.12.2021 |
| LQ Immobilien Alpha GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | –348,23 | –348,23 | 31.12.2021 | ||||||
| LQ Immobilien Beta GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | –911,50 | –911,50 | 31.12.2021 | ||||||
| LQ Immobilien Delta GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | –348,19 | –348,19 | 31.12.2021 | ||||||
| LQ Immobilien Gamma GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | –348,23 | –348,23 | 31.12.2021 | ||||||
| LQ Timber-A GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 22.011.531,35 | –257.862,37 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 873,80 | –126,20 | 31.12.2021 |
| LQ Timber-B-One GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 7.553.246,18 | –85.337,65 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 873,80 | –126,20 | 31.12.2021 |
| LQ Timber-B-Two GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 11.231.337,54 | –126.201,43 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 873,80 | –126,20 | 31.12.2021 |
| LQ Timber-C GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 5.442.909,18 | –119.538,74 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 873,80 | –126,20 | 31.12.2021 |
| LQ Timber-D GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 10.752.252,35 | –247.617,20 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 873,80 | –126,20 | 31.12.2021 |
| MBU Liegenschaftsverwertung Gesellschaft m.b.H. | AT | EUR | Wien | 90,00 | 100,00 | V | 67.289,28 | –2.029,43 | 31.12.2022 | 90,00 | 100,00 | V | 69.318,71 | –4.229,94 | 31.12.2021 |
| MLSP Absberggasse Immobilien GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 55.131,33 | –4.244,00 | 31.12.2021 | ||||||
| ML-ZENTRAL Liegenschafts verwaltungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 23.169,97 | –2.158,50 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 25.328,47 | –1.232,45 | 31.12.2021 |
| MySky Verwertungs GmbH & Co. OG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | –43.488,84 | –44.651,60 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | –56.014,01 | –57.176,77 | 31.12.2021 |
| PII LBS 43 GmbH in Liqu. | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 79.370,02 | –239,78 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 79.609,80 | –1.618,13 | 31.12.2021 |
| Porr – living Solutions GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | –2.084.435,12 | –217.199,79 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | –1.867.235,33 | –273.703,70 | 31.12.2021 |
| Projekt Ost - IBC Business Center Entwicklungs- und Errichtungs-GmbH & Co KG | AT | EUR | Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten | 0,00 | 100,00 | V | 288.202,74 | –2.488,60 | 31.12.2021 | ||||||
| QBC Epsilon SP Immomanagement GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 84.379,92 | 5.890,80 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 78.489,12 | –247.470,60 | 31.12.2021 |
| QBC Immobilien GmbH & Co Epsilon KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 100,00 | V | 40.087,76 | –7.304,96 | 31.12.2022 | 0,00 | 100,00 | V | 47.392,72 | 24.249,41 | 31.12.2021 |
| Rainbergstraße – Immobilien - projektentwicklungs GmbH in Liqu. | |||||||||||||||
| # AT EUR Wien 99,00 100,00 V 43.321,38 31.12.2022 99,00 100,00 V 43.321,38 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # RBK Wohnbau Projektentwicklung GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 6.857.658,17 310.013,71 31.12.2022 0,00 100,00 V 6.547.644,46 36.391,06 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Sabimo Immobilien GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V –1.513.745,32 –107.009,23 31.12.2022 0,00 100,00 V –1.406.736,09 –183.124,23 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Sabimo Monte Laa Bauplatz 2 GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 8.003.777,18 74.767,56 31.12.2022 0,00 100,00 V 10.129.009,62 13.443.903,96 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # SFZ Freizeitbetriebs-GmbH & Co KG AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00 100,00 V 95.075,90 –4.924,10 31.12.2022 0,00 100,00 V 101.249,47 1.249,47 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # SFZ Immobilien GmbH AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||||||||
| # SFZ Immobilien GmbH & Co KG AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00 100,00 V 256.024,23 –491.996,95 31.12.2022 0,00 100,00 V 434.921,88 –313.099,30 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Siebenbrunnengasse 21 GmbH & Co OG AT EUR Wien 0,00 100,00 V 27.855.771,27 29.203.897,11 31.12.2022 0,00 100,00 V –1.348.125,84 –448.985,45 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # SP Graumanngasse 8 – 10 Immobilien GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 210.673,50 6.935,99 31.12.2022 0,00 100,00 V 203.737,51 –15.761,37 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # St. Peter-Straße 14 – 16 Liegenschaftsverwertung Ges.m.b.H. AT EUR Wien 50,00 100,00 V 410.445,56 –13.681,16 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # sternbrauerei-riedenburg revitalisierung gmbh in Liqu. AT EUR Wien 99,00 99,00 V 584.818,96 –7.906,67 31.12.2022 99,00 99,00 V 592.725,63 –189.367,05 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # UBM – Satteins Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 578.118,58 711.653,51 31.12.2022 0,00 100,00 V –133.534,93 –108.038,46 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # UBM BBH Entwicklungs- GmbH & Co KG AT EUR Wien 0,00 100,00 V –776.277,72 –215.644,48 31.12.2022 0,00 100,00 V –560.633,24 –429.336,03 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # UBM Beteiligungsmanagement GmbH AT EUR Wien 100,00 100,00 V 185.884,76 137.441,76 31.12.2022 100,00 100,00 V 48.443,00 –1.109,67 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # UBM Development Österreich GmbH AT EUR Wien 99,96 100,00 V 111.689.945,01 3.609.844,98 31.12.2022 99,96 100,00 V 108.080.100,03 5.602.911,91 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # UBM Kirchberg Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V –857.665,53 –533.675,24 31.12.2022 0,00 100,00 V –323.990,29 –241.535,61 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # WA Bad Häring Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 211.421,27 –3.768,52 31.12.2022 0,00 100,00 V 215.189,79 –15.095,26 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # WA Kufstein Salurnerstraße Immobilen GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 1.767.490,91 1.607.503,65 31.12.2022 0,00 100,00 V 159.987,26 202.766,01 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # WA Terfens-Roan Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol 0,00 100,00 V 292.484,10 –8.781,44 31.12.2022 0,00 100,00 V 301.265,54 173.957,75 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # WLB Projekt Laaer Berg Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungs-GmbH AT EUR Wien 0,00 100,00 V 48.517,31 –4.401,94 31.12.2022 0,00 100,00 V 52.919,25 –15.547,16 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Wohnpark Laaer Berg Verwertungs- und Beteiligungs-GmbH & Co. Bauplatz 4 „ blau “ Projekt-OG AT EUR Wien 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||||||||
| # ANDOVIEN INVESTMENTS LIMITED CY EUR Limassol 100,00 100,00 V 3.446.756,46 –163.039,53 31.12.2022 100,00 100,00 V 3.609.795,99 14.428.415,83 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # DICTYSATE INVESTMENTS LIMITED CY EUR Limassol 100,00 100,00 V 3.254.997,58 –25.723,13 31.12.2022 100,00 100,00 V 3.280.720,71 –307.472,82 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # AC Offices Klicperova s.r.o. CZ CZK Prag 0,36 100,00 V 11.422.924,10 –1.018.167,50 31.12.2022 0,36 100,00 V 12.441.091,60 1.933.135,15 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Astrid Garden Residences s.r.o. CZ CZK Prag 20,00 100,00 V 112.296,79 –80.703,21 31.12.2022 20,00 100,00 V 193.000,00 –7.000,00 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Immo Future 6 – Crossing Point Smichov s.r.o. CZ CZK Prag 20,00 100,00 V 108.914.007,45 –2.176.974,34 31.12.2022 20,00 100,00 V 111.090.981,79 445.145,87 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Na Záhonech a.s. CZ CZK Prag 30,12 100,00 V –101.212.036,67 –9.972.810,82 31.12.2022 30,12 100,00 V –91.239.225,85 –3.746.222,49 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # TOSAN park a.s. CZ CZK Prag 100,00 100,00 V –52.726.664,78 –7.593.160,48 31.12.2022 100,00 100,00 V –45.133.504,30 –7.397.961,67 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # UBM – Bohemia 2 s.r.o. CZ CZK Prag 100,00 100,00 V –240.326.881,87 –5.779.682,51 31.12.2022 100,00 100,00 V –234.547.199,36 27.252.114,91 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # UBM Development Czechia s.r.o. CZ CZK Prag 100,00 100,00 V –107.274.041,30 –50.954.187,69 31.12.2022 100,00 100,00 V –56.319.853,61 –1.613.139,66 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # UBM Stodůlky 1 s.r.o. CZ CZK Prag 0,00 100,00 V –29.164.275,52 –4.488.146,62 31.12.2022 0,00 100,00 V –24.654.454,90 –4.234.471,98 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # UBM Stodůlky s.r.o. CZ CZK Prag 0,00 100,00 V –45.280.735,38 –14.033.534,29 31.12.2022 0,00 100,00 V –31.247.201,09 –9.574.370,82 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # ALBA BauProjektManagement GmbH DE EUR Oberhaching 0,00 100,00 V 1.554.439,60 314.672,58 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Arena Boulevard GmbH & Co. KG i.L. DE EUR Berlin 0,00 94,00 V 1.379,63 –13.651,55 31.12.2022 0,00 94,00 V –6.159,20 –4.751,76 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Arena Boulevard Verwaltungs GmbH i.L. DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||||||||
| # BERMUC Hotelerrichtungs GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 147.689,18 –59.814,97 31.12.2022 100,00 100,00 V 207.504,15 90.969,28 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Blitz 01 – 815 GmbH i.L. DE EUR München 100,00 100,00 V 9.348,04 421.098,43 31.12.2022 100,00 100,00 V –411.750,39 –26.949,62 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Bürohaus Leuchtenbergring GmbH & Co. Besitz KG DE EUR München 0,00 100,00 V 100.000,00 1.097.552,27 31.12.2022 0,00 100,00 V 100.000,00 233.716,97 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # City Objekte München GmbH DE EUR München 0,00 90,00 V 275.217,76 –16.993,04 31.12.2022 0,00 90,00 V 292.210,80 97.496,97 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Colmarer Straße GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V –1.140.480,66 –19.806,12 31.12.2022 0,00 100,00 V –1.120.674,54 –44.507,51 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Colmarer Straße Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||||||||
| # Frauentorgraben GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 697,20 –26.403,55 31.12.2022 0,00 100,00 V –279.512,42 –22.566,01 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Friendsfactory Projekte GmbH i.L. DE EUR München 0,00 55,00 V 8.387,32 514,37 31.12.2022 0,00 55,00 V 1.872,95 –1.152,76 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # GeMoBau Gesellschaft für modernes Bauen mbH i.L. DE EUR Berlin 0,00 94,00 U 0,00 94,00 U | |||||||||||||||
| # Georg-Mooseder-Straße GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 33,57 –466,43 31.12.2022 | |||||||||||||||
| # Georg-Mooseder-Straße Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||||||||
| # Holzstraße GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V –18.431,86 –18.736,84 31.12.2022 0,00 100,00 V 304,98 –195,02 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Holzstraße Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||||||||
| # Immobilien- und Baumanagement Stark GmbH & Co. Stockholmstraße KG DE EUR München 0,00 100,00 V 264.575,21 –591.832,49 31.12.2022 0,00 100,00 V 36.407,70 –9.758,28 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # IU Liquidations AG i.L. DE EUR München 100,00 100,00 V 17.250,85 –13.221,17 31.12.2022 100,00 100,00 V 5.472,02 –16.434,55 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Kaiserleipromenade GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 6.769,82 –9.743,30 31.12.2022 0,00 100,00 V –93.486,88 –13.686,47 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Kühnehöfe Hamburg GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 62,99 V 156.735,29 –46.963,05 31.12.2022 0,00 62,99 V 229.135,82 456.262,38 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Kühnehöfe Hamburg Komplementär GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||||||||
| # Levelingstraße GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V 500,00 302.592,89 31.12.2022 0,00 100,00 V 500,00 8.327.120,59 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Levelingstraße Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||||||||
| # Mainz Zollhafen Hotel GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V –290.404,76 186.232,83 31.12.2022 0,00 100,00 V –476.637,59 772.930,80 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Mainz Zollhafen Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||||||||
| # Max-Dohrn-Straße GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 2.481,35 –6.594,03 31.12.2022 0,00 100,00 V –3.924,62 –8.054,80 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # MG Brehmstrasse BT C GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V –16.643,23 –21.298,57 31.12.2022 0,00 100,00 V 4.655,34 –8.837,00 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # MG Projekt-Sendling GmbH DE EUR München 0,00 100,00 V 922.159,77 503.347,46 31.12.2022 0,00 100,00 V 418.812,31 17.279,12 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # MG-Brehmstrasse BT C GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 4.322,32 –53.371,44 31.12.2022 100,00 100,00 V 27.693,76 –6.558,29 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # MG-Brehmstrasse BT C Komplementär GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 132.675,67 10.062,80 31.12.2022 100,00 100,00 V 122.612,87 93,05 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # MG-Dornach Bestands - gebäude GmbH DE EUR München 100,00 100,00 V 427.450,43 –440.572,24 31.12.2022 100,00 100,00 V 518.022,67 512.236,67 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # MGO I Development GmbH & Co.KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 2.000,00 374.913,48 31.12.2022 0,00 100,00 V 2.000,00 2.405.599,49 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # MGO II Development GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 2.000,00 163.842,29 31.12.2022 0,00 100,00 V 2.000,00 639.192,25 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Münchner Grund Riem GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||||||||
| # MZ Zollhafen Verwaltungs GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||||||||
| # Oben Borgfelde Projekt GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 100,00 V 2.228.464,47 –565.709,66 31.12.2022 0,00 100,00 V 2.794.174,13 –432.783,59 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # Oben Borgfelde Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||||||||
| # Pelkovenstraße GmbH & Co. KG DE EUR München 0,00 100,00 V –1.429.417,29 –1.061.653,54 31.12.2022 0,00 100,00 V –367.763,75 –368.263,75 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # PELKOVENSTRASSE Objekt GmbH DE EUR München 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||||||||
| # Schloßhotel Tutzing GmbH DE EUR Starnberg 0,00 100,00 V 5.519.285,79 193.950,83 31.12.2022 0,00 94,00 V 5.325.334,73 9.286.081,29 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # SIL Realinvest GmbH DE EUR München 0,00 100,00 V 34.503.614,47 683.624,39 31.12.2022 0,00 100,00 V 33.819.990,08 1.848.056,74 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # SONUS City GmbH & Co. KG DE EUR Berlin 0,00 84,00 V –126.100,83 31.12.2022 0,00 84,00 V 352.555,98 21.945,58 31.12.2021 | |||||||||||||||
| # SONUS City Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||||||||
| # SONUS II Verwaltungs GmbH DE EUR Berlin 0,00 100,00 U 0,00 100,00 U | |||||||||||||||
| # St.-Veit-Straße GmbH & Co. | |||||||||||||||
| ``````markdown | |||||||||||||||
| KG DE EUR München | 0,00 | 100,00 | V | –2.101.220,88 | –1.151.981,87 | 31.12.2022 | |||||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | –949.239,01 | –949.739,01 | 31.12.2021 | ||||||||||
| St.-Veit-Straße Verwaltungs GmbH DE EUR München | 0,00 | 100,00 | U | 0,00 | 100,00 | U | |||||||||
| Stadtgrund Bauträger GmbH DE EUR Berlin | 100,00 | 100,00 | V | –1.371.535,98 | 2.980.979,03 | 31.12.2022 | |||||||||
| 100,00 | 100,00 | V | –4.352.515,01 | –1.501.332,13 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Top Office Munich GmbH i.L. DE EUR Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 100,00 | V | 11.654,44 | 31.12.2022 | ||||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | 261.859,42 | –2.521,70 | 31.12.2021 | ||||||||||
| UBM Development Deutschland GmbH DE EUR München | 94,00 | 94,00 | V | 43.600.250,45 | 16.273.774,84 | 31.12.2022 | |||||||||
| 94,00 | 94,00 | V | 40.435.903,62 | 14.951.054,03 | 31.12.2021 | ||||||||||
| UBM Holding Deutschland GmbH DE EUR München | 100,00 | 100,00 | V | 9.872,30 | –1.462,75 | 31.12.2022 | |||||||||
| 100,00 | 100,00 | V | 12.006,35 | –2.990,43 | 31.12.2021 | ||||||||||
| UBM Invest Deutschland GmbH DE EUR München | 100,00 | 100,00 | V | 38.453.704,83 | 3.552.761,56 | 31.12.2022 | |||||||||
| 100,00 | 100,00 | V | 34.900.943,27 | 5.335.609,23 | 31.12.2021 | ||||||||||
| UBM Leuchtenbergring GmbH DE EUR München | 100,00 | 100,00 | V | 748.697,67 | 235.614,71 | 31.12.2022 | |||||||||
| 100,00 | 100,00 | V | 513.082,96 | 444.906,71 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Unterbibergerstrasse GmbH & Co. KG DE EUR München | 0,00 | 100,00 | V | –318.665,16 | –527.734,65 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | 209.069,49 | –544.634,92 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Unterbibergerstrasse Verwaltung GmbH DE EUR München | 0,00 | 100,00 | U | 0,00 | 100,00 | U | |||||||||
| ZH Hafenblick I GmbH & Co. KG DE EUR München | 0,00 | 100,00 | V | –2.106.705,24 | –2.106.871,04 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | 165,80 | –334,20 | 31.12.2021 | ||||||||||
| ZH Hafenspitze GmbH & Co. KG DE EUR München | 0,00 | 100,00 | V | –444.913,18 | –445.078,22 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | 165,04 | –334,96 | 31.12.2021 | ||||||||||
| ZH Molenkopf GmbH & Co. KG DE EUR München | 0,00 | 100,00 | V | –1.208.589,89 | –1.208.755,14 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | 165,25 | –334,75 | 31.12.2021 | ||||||||||
| ZH Rheinwiesen II GmbH & Co. KG DE EUR München | 0,00 | 100,00 | V | –643.742,13 | –643.907,56 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | 165,43 | –334,57 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Sitnica drustvo s ogranicenom odgovornoscu za usluge HR HRK Samobor | 83,89 | 100,00 | V | 18.135.271,81 | –1.491.202,03 | 31.12.2022 | |||||||||
| 83,89 | 100,00 | V | 19.626.473,84 | –2.881.760,09 | 31.12.2021 | ||||||||||
| UBM Development Hungary Korlátolt Felegösségü Társaság v.a. HU HUF Budapest | 100,00 | 100,00 | V | 5.696.483,00 | 15.457.094,00 | 31.12.2021 | |||||||||
| UBM Development Netherlands B.V. NL EUR Amsterdam | 100,00 | 100,00 | V | –74.187,89 | –1.742.220,19 | 31.12.2022 | |||||||||
| 100,00 | 100,00 | V | 1.658.470,70 | –396.266,59 | 31.12.2021 | ||||||||||
| UBM Kneuterdijk B.V. NL EUR Amsterdam | 0,00 | 100,00 | V | –4.890.562,20 | –3.957.220,52 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | –933.341,68 | –448.825,92 | 31.12.2021 | ||||||||||
| „ UBM Residence Park Zakopianka “ Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Krakau | 100,00 | 100,00 | V | –50.214.857,59 | –4.483.028,28 | 31.12.2022 | |||||||||
| 100,00 | 100,00 | V | –45.731.829,31 | –3.710.253,06 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Bartycka Real Estate Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | –26.599.910,36 | –7.367.217,90 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | –19.232.692,46 | –7.857.978,27 | 31.12.2021 | ||||||||||
| FMZ Gdynia Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau | 70,30 | 100,00 | V | –86.824.899,70 | –13.021.209,37 | 31.12.2022 | |||||||||
| 70,30 | 100,00 | V | –73.803.690,33 | –11.275.228,26 | 31.12.2021 | ||||||||||
| FMZ Sosnowiec Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | –44.072.753,55 | –4.745.098,55 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | –39.327.655,00 | –2.821.759,85 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Ligustria 12 Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | 17.964.679,77 | –220.725,07 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | 18.185.404,84 | –213.737,92 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Oaza Kampinos Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | –169.890.841,09 | –12.047.467,93 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | –157.843.373,16 | –6.890.561,26 | 31.12.2021 | ||||||||||
| PBP IT-Services spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | 734.541,09 | 349.963,01 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | 384.578,08 | 325.278,65 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Poleczki Development Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | 9.470.919,53 | –2.588.133,20 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | 14.533.529,93 | –240.895,31 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Poleczki Lisbon Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | 17.270.911,63 | 8.781.527,95 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | 8.089.235,88 | 3.003.404,97 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Poleczki Madrid Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | 10.600.849,28 | 2.603.385,41 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | 6.599.246,27 | 1.616.366,51 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Poleczki Parking House Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | 4.303.867,74 | 1.193.372,42 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | 2.374.591,32 | 1.572.777,28 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Poplar Company Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | –159.582,83 | –37.971,31 | 31.12.2021 | |||||||||
| UBM Development Polska Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau | 100,00 | 100,00 | V | 10.861.133,18 | –4.518.136,31 | 31.12.2022 | |||||||||
| 100,00 | 100,00 | V | 15.379.030,90 | 208.139,41 | 31.12.2021 | ||||||||||
| UBM GREEN DEVELOPMENT SPÓLKA Z OGRANICZONA ODPOWIEDZIALNOSCIA PL PLN Warschau | 100,00 | 100,00 | V | –19.511.373,61 | –1.266.014,89 | 31.12.2022 | |||||||||
| 100,00 | 100,00 | V | –18.245.358,72 | –886.811,82 | 31.12.2021 | ||||||||||
| UBM Riwiera 2 Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | –261.057,88 | –41.096,86 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | –219.961,02 | –40.304,36 | 31.12.2021 | ||||||||||
| UBM RIWIERA 2 Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia BIS Spólka komandytowa PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | 11.613.972,38 | –649.455,23 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | 12.263.427,61 | –683.173,41 | 31.12.2021 | ||||||||||
| UBM Riwiera 2 Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia Spólka komandytowa PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | 6.255.293,57 | 232.830,55 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | 6.022.463,02 | 92.001,95 | 31.12.2021 | ||||||||||
| UBM Zielone Tarasy Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Krakau | 100,00 | 100,00 | V | –12.953.089,40 | –685.694,45 | 31.12.2022 | |||||||||
| 100,00 | 100,00 | V | –12.267.394,95 | –229.648,75 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Yavin BIS Sp. z o.o. SK PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | –29.641,20 | 31.12.2022 | ||||||||||
| 0,00 | 100,00 | V | 887.729,95 | –25.560,83 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Yavin BIS Spolka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | –190.200,11 | –58.595,98 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 99,00 | V | –131.604,13 | –53.655,42 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Yavin Holding Spolka z ograniczona odpowiedzialnoscia PL PLN Warschau | 0,00 | 100,00 | V | –1.085.913,16 | –614.266,09 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 99,00 | V | –471.647,07 | –133.581,63 | 31.12.2021 | ||||||||||
| UBM Development Romania s.r.l. RO RON Bukarest | 99,15 | 100,00 | V | 6.732,58 | –340.751,41 | 31.12.2022 | |||||||||
| 99,15 | 100,00 | V | –3.543.856,01 | –572.355,11 | 31.12.2021 | ||||||||||
| UBM Development Slovakia s.r.o. SK EUR Bratislava | 100,00 | 100,00 | V | –2.059,15 | –1.592,36 | 31.12.2022 | |||||||||
| 100,00 | 100,00 | V | –466,79 | –1.949,82 | 31.12.2021 | ||||||||||
| UBM Koliba s.r.o. SK EUR Bratislava | 100,00 | 100,00 | V | 3.306.987,52 | 130.532,00 | 31.12.2022 | |||||||||
| 100,00 | 100,00 | V | 3.176.455,52 | 116.849,95 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Assoziierte Unternehmen | |||||||||||||||
| Palais Hansen Immobilien - entwicklung GmbH AT EUR Wien | 0,00 | 33,57 | E/A | 35.858.792,28 | –1.418.197,37 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 33,57 | E/A | 37.276.989,65 | –7.388.713,84 | 31.12.2021 | ||||||||||
| CAMG Zollhafen HI IV V GmbH & Co. KG DE EUR Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 49,90 | E/A | 3.100.583,72 | 8.001.999,19 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 49,90 | E/A | –5.536.117,83 | –186.538,34 | 31.12.2021 | ||||||||||
| CAMG Zollhafen HI IV V Verwaltungs GmbH DE EUR Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 49,90 | U | 0,00 | 49,90 | U | |||||||||
| German Hotel Verwaltungs GmbH DE EUR Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 47,00 | U | 0,00 | 47,00 | U | |||||||||
| Gemeinschaftsunternehmen | |||||||||||||||
| Amraser-See-Straße Immobilien GmbH AT EUR Kematen in Tirol | 0,00 | 50,00 | E/G | 34.375,55 | –624,45 | 31.12.2022 | |||||||||
| Amraser-See-Straße Immobilien GmbH & Co KG AT EUR Kematen in Tirol | 0,00 | 47,00 | E/G | –694.262,04 | –699.262,04 | 31.12.2022 | |||||||||
| Aspanggründe Beteiligungs GmbH AT EUR Wien | 0,00 | 51,00 | U | 0,00 | 51,00 | U | |||||||||
| FWUBM Management GmbH AT EUR Wien | 50,00 | 50,00 | E/G | 23.997.017,70 | 7.590.018,86 | 31.12.2022 | |||||||||
| 50,00 | 50,00 | E/G | 16.406.998,84 | 786.619,57 | 31.12.2021 | ||||||||||
| FWUBM Services GmbH AT EUR Wien | 50,00 | 50,00 | E/G | 99.255,07 | 592,25 | 31.12.2022 | |||||||||
| 50,00 | 50,00 | E/G | 1.987.071,83 | 1.958.408,51 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Grundstück 1454/2 KG Gries BT2 Projektentwicklungs GmbH AT EUR Wien | 0,00 | 70,00 | E/G | 47.403,31 | –196,45 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 70,00 | E/G | 47.599,76 | –1.208,35 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Grundstück 1454/2 KG Gries BT2 Projektentwicklungs GmbH & Co KG AT EUR Wien | 0,00 | 71,80 | E/G | 375.013,25 | –10.140,14 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 71,80 | E/G | 385.153,39 | 428.302,19 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Grundstück 1454/5 KG Gries BT3 Immobilien GmbH AT EUR Wien | 0,00 | 70,00 | E/G | 52.415,12 | 4.381,60 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 70,00 | E/G | 57.533,52 | 14.250,04 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Jochberg Hotelprojektentwicklungs- und Beteiligungsverwaltungs GmbH AT EUR Jochberg | 0,00 | 50,00 | U | 0,00 | 50,00 | U | |||||||||
| Jochberg Hotelprojekt - entwicklungs- und Beteiligungs verwaltungs GmbH & Co KG AT EUR Jochberg | 0,00 | 50,00 | E/G | 23.240.443,75 | –1.373.081,72 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 50,00 | E/G | 23.642.563,31 | –970.962,16 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Jochberg Kitzbüheler Straße Errichtungs und Beteiligungs verwaltungs GmbH & Co KG AT EUR Wien | 0,00 | 50,00 | E/G | 5.591.067,53 | 379.411,37 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 50,00 | E/G | 5.211.656,16 | 287.437,53 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Jochberg Kitzbüheler Straße Errichtungs- und Beteiligungs verwaltungs GmbH AT EUR Wien | 0,00 | 50,00 | U | 0,00 | 50,00 | U | |||||||||
| Jochberg Kitzbüheler Straße Hotelbetriebs GmbH AT EUR Jochberg | 0,00 | 50,00 | E/G | –1.468.538,88 | –1.791.188,81 | 31.12.2022 | |||||||||
| Modern Viventium GmbH AT EUR Graz | 0,00 | 50,10 | E/G | 578.472,19 | 14.713,47 | 31.12.2021 | |||||||||
| 0,00 | 50,10 | E/G | 15.040,89 | –2.459,11 | 31.12.2019 | ||||||||||
| Nordbahnhof-Vierte Wohnungs-GmbH AT EUR Wien | 0,00 | 50,00 | E/G | 6.370.570,32 | 5.984.750,18 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 50,00 | E/G | 472.020,14 | 346.041,97 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Portunus Projektentwicklung GmbH AT EUR Graz | 0,00 | 50,00 | U | 0,00 | 50,00 | U | |||||||||
| Portunus Projektentwicklung GmbH & Co KG AT EUR Graz | 0,00 | 50,00 | E/G | –152.846,33 | –51.984,89 | 31.12.2022 | |||||||||
| QBC Gamma SP Immomanagement GmbH AT EUR Wien | 0,00 | 65,00 | E/G | 36.145,46 | –5.057,80 | 31.12.2021 | |||||||||
| Rosenhügel Entwicklungs-, Errichtungs- und Verwertungs gesellschaft mbH AT EUR Wien | 0,00 | 50,00 | U | 0,00 | 50,00 | U | |||||||||
| Rosenhügel Entwicklungs-, Errichtungs- und Verwertungs gesellschaft mbH & Co KG AT EUR Wien | 0,00 | 50,00 | E/G | 271.117,85 | –7.179,12 | 31.12.2022 | |||||||||
| 0,00 | 50,00 | E/G | 264.418,97 | –13.878,00 | 31.12.2021 | ||||||||||
| Stella Projektentwicklung GmbH AT EUR Graz | 0,00 | 50,00 | U | ||||||||||||
| Stella Projektentwicklung GmbH & Co KG AT EUR Graz | 0,00 | 50,00 | E/G | –67.474,37 | –67.474,37 | 31.12.2022 | |||||||||
| UBM hotels Management GmbH AT EUR Wien | 50,00 | 50,00 | E/G | –99.545,24 | 974.908,72 | 31.12.2022 | |||||||||
| 50,00 | 50,00 | E/G | –374.257,61 | ||||||||||||
| ``` | Bezeichnung | Gesellschaft | Sitz | % | Währung | 31.12.2021 | 31.12.2022 | ||||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | |||||||||
| Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft | AT | EUR | Wien | 26,67 | 80,00 | E/G | 25.858.347,78 | 758.180,78 | |||||||
| Wohnanlage Andritz – Stattegger Straße 2 GmbH | AT | EUR | Graz | 0,00 | 51,00 | E/G | 51.194,62 | –3.158,92 | |||||||
| Wohnanlage EZ 208 KG Andritz GmbH | AT | EUR | Graz | 0,00 | 51,00 | E/G | 9.443,54 | –7.230,28 | |||||||
| Wohnanlage Geidorf – Kahngasse GmbH in Liqu. | AT | EUR | Graz | 50,00 | 50,00 | E/G | 7.090,99 | –1.962,48 | |||||||
| Wohnanlage Karlauerstraße 27 GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00 | 50,10 | E/G | 103.806,22 | 34.388,29 | |||||||
| WSB BF elf-Alpha Projektentwicklungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 51,00 | E/G | 2.098.636,94 | –14.144,68 | |||||||
| WSB BF fünf Projektentwicklungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 51,00 | E/G | 844.239,01 | –24.585,60 | |||||||
| WSB BF neun-Alpha Projekt entwicklungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 51,00 | E/G | 1.662.309,05 | –18.961,66 | |||||||
| WSB BF neun-Beta Projekt entwicklungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 51,00 | E/G | 3.693.109,71 | –21.563,64 | |||||||
| WSB BF zwei Projektentwicklungs GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0,00 | 51,00 | E/G | 4.948.980,90 | –24.046,75 | |||||||
| GOLD NEMOVITOSTNÍ s.r.o. | CZ | CZK | Prag | 50,00 | 50,00 | E/G | 46.826.370,83 | –1.886.557,52 | |||||||
| Grafická 1 s.r.o. | CZ | CZK | Prag | 50,00 | 50,00 | E/G | 141.122.116,78 | 113.311.490,83 | |||||||
| Sugar Palace Op Co s.r.o. | CZ | CZK | Prag | 75,00 | 75,00 | E/G | –66.088.858,78 | –48.244.318,75 | |||||||
| Sugar Palace Prop Co s.r.o. | CZ | CZK | Prag | 75,00 | 75,00 | E/G | –184.573.261,49 | –103.281.901,64 | |||||||
| Anders Wohnen GmbH | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | E/G | 9.705.354,43 | 1.673.787,44 | |||||||
| AVALERIA Beteiligungsgesellschaft mbH | DE | EUR | Düsseldorf | 0,00 | 40,00 | U | 0,00 | 0,00 | |||||||
| AVALERIA Hotel HafenCity GmbH & Co. KG | DE | EUR | Düsseldorf | 0,00 | 37,92 | E/G | 973.646,26 | –8.293,26 | |||||||
| Baubergerstrasse GmbH & Co. KG | DE | EUR | München | 0,00 | 60,00 | E/G | 13.584.736,24 | 723.343,45 | |||||||
| Baubergerstrasse Verwaltung GmbH | DE | EUR | München | 0,00 | 60,00 | U | 0,00 | 0,00 | |||||||
| CentralTower Berlin GmbH | DE | EUR | Berlin | 0,00 | 50,00 | E/G | –632.409,99 | –321.301,84 | |||||||
| Central Tower Berlin Hotelbetriebs GmbH | DE | EUR | Berlin | 0,00 | 50,00 | E/G | 4.986,24 | –2.037,36 | |||||||
| German Hotel II Verwaltungs GmbH | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | U | |||||||||
| German Hotel III Verwaltungs GmbH | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | U | |||||||||
| German Hotel Invest II GmbH & Co. KG | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | E/G | 2.291.407,97 | 14.264.912,71 | |||||||
| German Hotel Invest III GmbH & Co. KG | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | E/G | 60.516,77 | –381.483,23 | |||||||
| German Hotel Invest IV GmbH & Co. KG | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | E/G | 551.301,91 | 708.777,50 | |||||||
| German Hotel IV Verwaltungs GmbH | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | U | 0,00 | 0,00 | |||||||
| Lilienthalstraße Wohnen GmbH Münchner Grund und Baywobau | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 50,00 | E/G | 42.785,30 | –18.733,97 | |||||||
| MGH Potsdam I GmbH & Co. KG | DE | EUR | Berlin | 0,00 | 50,00 | E/G | 2.000,00 | 1.327.536,89 | |||||||
| MGH Potsdam Verwaltungs GmbH | DE | EUR | Berlin | 0,00 | 50,00 | U | 0,00 | 0,00 | |||||||
| MGR Thulestraße GmbH & Co. KG | DE | EUR | Berlin | 0,00 | 50,00 | E/G | –129.523,39 | –131.523,39 | |||||||
| MGR Thulestraße Verwaltungs GmbH | DE | EUR | Berlin | 0,00 | 50,00 | U | 0,00 | 0,00 | |||||||
| Obersendlinger Grund GmbH & Co. KG | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 30,00 | E/G | 31.445.024,33 | 36.020.551,08 | |||||||
| Obersendlinger Grund Verwaltungs GmbH | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 30,00 | U | 0,00 | 0,00 | |||||||
| PGE Grundstücksgesellschaft Europaviertel mbH | DE | EUR | Grünwald, Landkreis München | 0,00 | 74,90 | E/G | –5.650.959,96 | –4.745.567,90 | |||||||
| UBX 1 Objekt Berlin GmbH i.L. | DE | EUR | München | 50,00 | 50,00 | E/G | 820.544,29 | –8.196,40 | |||||||
| Styria B.V. in liquidatie | NL | EUR | Amsterdam | 0,00 | 50,00 | E/G | 7.090,17 | –1.822,96 | |||||||
| "SOF Hotel Operations" spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | PL | PLN | Krakau | 0,00 | 50,00 | E/G | –8.393.528,95 | 2.114.216,55 | |||||||
| Berlin Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | PL | PLN | Warschau | 0,00 | 74,00 | E/G | 11.679.097,10 | 1.084.977,71 | |||||||
| Lanzarota Investments spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | PL | PLN | Warschau | 34,00 | 50,00 | E/G | –49.925,68 | –410,00 | |||||||
| Poleczki Amsterdam Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | PL | PLN | Warschau | 0,00 | 74,00 | E/G | 371.883,06 | –7.742.542,44 | |||||||
| Poleczki Vienna Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | PL | PLN | Warschau | 0,00 | 74,00 | E/G | –18.686.843,01 | –8.227.163,64 | |||||||
| Warsaw Office Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | PL | PLN | Warschau | 0,00 | 74,00 | E/G | 10.916.003,83 | –1.634.916,49 | |||||||
| Sonstige Beteiligungen STRAUSS & CO. Development GmbH | DE | EUR | Berlin | 0,00 | 6,00 | U |
Legende: V = vollkonsolidierte Unternehmen E/A = at-equity konsolidierte assoziierte Unternehmen E/G = at-equity konsolidierte Gemeinschaftsunternehmen U = untergeordnete Unternehmen www.ubm-development.com
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der UBM Development AG, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft. Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2022 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum des Bestätigungsvermerks ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.
Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen
Die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen zum 31.12.2022 rd. EUR 767 Mio. Bezogen auf die Bilanzsumme der Gesellschaft entspricht das einem Anteil von knapp 76%. Die Werthaltigkeit der genannten Bilanzposten hat somit signifikanten Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen betreffen überwiegend in- und ausländische Immobilien-Projektgesellschaften. Die von der UBM Development AG zur Verfügung gestellten Mittel werden in diesen Projektgesellschaften zur Finanzierung von Immobilienanschaffungen und Investitionen verwendet. Die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beruht daher im Wesentlichen auf der Werthaltigkeit der in den Projektgesellschaften gehaltenen Immobilien. Für die Immobilien der Tochter- und Beteiligungsunternehmen wird im Rahmen der Konzernabschlusserstellung der beizulegende Zeitwert ermittelt.# Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt überwiegend durch Ertragswertverfahren, insbesondere durch die Term- and Reversions Methode. Für Immobilien in Entwicklung wird grundsätzlich die Residualwertmethode angewandt. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Schätzung der wesentlichen wertbeeinflussenden Faktoren wie Zinssätze, erwartete Miet- und Kapitalflüsse, Baukosten bis zur Fertigstellung und Developergewinn abhängig. Das Risiko für den Jahresabschluss besteht im Wesentlichen in der Schätzung dieser zukünftigen Kapitalflüsse und Zinssätze, welche von zukünftigen Markt- und Wirtschaftsentwicklungen beeinflusst werden. Die Bewertungen der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und der daraus resultierenden Abschreibungen oder Zuschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung sind daher mit Unsicherheiten behaftet.
Verweis auf weitergehende Informationen
Angaben zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen und den dafür berücksichtigten Abschreibungen und Zuschreibungen sind im Anhang unter II. Erläuterungen zur Bilanz 2. Anlagevermögen und III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Finanzerfolg enthalten. Auswirkungen der Risiken im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine sowie der Klimakrise und Corona sind in unter II. Erläuterungen zur Bilanz Kapitel 1 des Anhangs zu finden.
Prüferisches Vorgehen
Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, erfolgt auf Basis des Nettovermögens der Projektgesellschaften unter Berücksichtigung des beizulegenden Zeitwerts des Immobilienvermögens. Ausleihungen und Anteile werden dabei je Gesellschaft gemeinsam bewertet. Im Zuge der Prüfung des Jahresabschlusses haben wir insbesondere die Ermittlung des Nettovermögens und die daraus abgeleiteten Abschreibungen und Zuschreibungen der Anteile und Ausleihungen durch Vergleich mit dem Buchwert geprüft. Die beizulegenden Zeitwerte des Immobilienvermögens haben wir im Rahmen der Prüfung des Konzernabschlusses geprüft.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigten, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu. Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:
- Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
- Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
- Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
- Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
- Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus. Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
- Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.# Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2022 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. Mai 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 2002 Abschlussprüfer. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Markus Trettnak.
Wien, am 4. April 2023
BDO Assurance GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
(als Gesamtrechtsnachfolgerin der BDO Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft)
Mag. Markus Trettnak
Wirtschaftsprüfer
Mag. Gerhard Fremgen
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
Bilanzeid
Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 124 Abs 1 Börsegesetz 2018 – Jahresabschluss
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss der UBM Development AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, sowie dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, am 4. April 2023
Der Vorstand
Mag. Thomas G. Winkler, LLM
CEO, Vorsitzender
DI Martin Löcker
COO
Dipl.-Ök. Patric Thate
CFO
Martina Maly-Gärtner, MRICS
COO
Kontakt
Investor Relations
Christoph Rainer
Tel: +43 (0) 664 80 1873 200
[email protected]
Impressum
Medieninhaber und Herausgeber
UBM Development AG
Laaer-Berg-Straße 43, 1100 Wien, Österreich
Tel: +43 (0) 50 1873 100
www.ubm-development.com
Disclaimer
Dieser Jahresabschluss enthält auch zukunftsbezogene Aussagen, die auf gegenwärtigen, nach bestem Wissen vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen des Managements von UBM Development AG beruhen. Angaben unter Verwendung der Worte „Erwartung“ oder „Ziel“ oder ähnliche Begriffe und Formulierungen deuten auf solche zukunftsbezogene Aussagen hin. Zukunftsbezogene Aussagen enthalten naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Die Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens beziehen, stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der im Rahmen der Erstellung des Geschäftsberichts vorhandenen Informationen gemacht wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder unerwartet Risiken in nicht kalkulierter bzw. nicht kalkulierbarer Höhe eintreten, so können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Einschätzungen, Annahmen und Prognosen abweichen. Maßgebliche Faktoren für ein solches Abweichen können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Österreich und der EU sowie Veränderungen in der Branche sein. UBM Development AG übernimmt keine Gewährleistung und Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Einschätzungen und Annahmen übereinstimmen werden. UBM Development AG wird diese zukunftsbezogenen Aussagen nicht aktualisieren, weder aufgrund geänderter tatsächlicher Umstände noch aufgrund geänderter Annahmen oder Erwartungen.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, um die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben in allen Teilen möglichst sicherzustellen. Die Kennzahlen wurden kaufmännisch gerundet. Rundungs-, Satz- und Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Geschäftsbericht auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Personenbegriffe verzichtet und die männliche Form angeführt. Gemeint und angesprochen sind immer alle Geschlechter.