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Turbon AG Annual Report 2016

May 23, 2017

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Annual Report

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Turbon AG

Hattingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Zusammengefasster Lagebericht des Konzerns und der Turbon AG, Hattingen, für das Geschäftsjahr 2016

Rechtliche Unternehmensstruktur

Turbon ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Unternehmenssitz ist Hattingen. In der rechtlichen Unternehmensstruktur gab es im Geschäftsjahr 2016 keine Veränderungen.

In den Konzernabschluss wurden 25 Gesellschaften einbezogen. Nähere Angaben zum Konsolidierungskreis finden sich im Anhang zum Konzernabschluss.

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Turbon AG und ihre Tochterunternehmen sind im Bereich der modernen Bürokommunikation tätig, und zwar dort, wo elektronische Daten in gedruckte Dokumente überführt werden. Die Unternehmen der Turbon Gruppe entwickeln, produzieren und vertreiben schriftbildendes Druckzubehör und haben sich in diesem Bereich auf Toner Cartridges für den Einsatz in Laser-Druckern spezialisiert. Daneben bietet die Turbon Gruppe auch Ink Jet Cartridges für den Einsatz in Tintenstrahl-Druckern an. Dienstleistungen rund um den Computerdrucker komplettieren das Angebot, wobei hier ein Schwerpunkt im Bereich der sogenannten Managed Print Services (MPS) liegt. Im Zuge von Veränderungen im Stammmarkt wurde der Entschluss zur strategischen Neuausrichtung gefasst, um in diesem Zusammenhang neben dem Kerngeschäft zusätzliche Standbeine aufzubauen. Daher erfolgt nun schrittweise die Diversifizierung in Märkte außerhalb des oben genannten Kernbereiches. Die Turbon Gruppe ist mit Unternehmen in Europa, Amerika und Asien aktiv.

Die Wertschöpfung innerhalb der Turbon Gruppe basiert auf dem Zusammenspiel dreier Plattformen: der Produktions-, der Logistik- und der Vertriebs-Plattform. Unsere Produktions-Plattform ermöglicht die Nutzung langjährig etablierter, kostengünstiger Produktionsstandorte in Thailand und Rumänien. Über Jahre wurden dort Kompetenzen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion und Administration aufgebaut. Die Standorte werden durch erfahrenes, lokales Management mit langjähriger Firmenzugehörigkeit geführt. Unsere Vertriebs-Plattform umfasst erfahrene Vertriebsmannschaften in Europa, Nordamerika und Asien. Mithilfe unserer Vertriebs-Plattform erreichen wir vorrangig Wiederverkäufer über unterschiedlichste Vertriebskanäle und unterschiedlichste Leistungs- und Serviceanforderungen. Es gibt keine Einschränkungen bezüglich Größe oder Geografie des Kunden. Als Bindeglied zwischen den räumlich meist deutlich entfernten Produktionsstätten und Absatzmärken fungiert unsere Logistik-Plattform, die bei möglichst geringer Kapitalbindung eine effiziente Versorgung mit Rohmaterialien und Fertigprodukten gewährleistet. Als ein Ergebnis der strategischen Neuausrichtung verfügt Turbon darüber hinaus nach Akquisitionen in den USA (2014) und in Europa (2016) über eine Service-Plattform rund um den Computerdrucker.

Zurzeit werden diese Plattformen überwiegend von unserem oben beschriebenen Kernbereich genutzt. Sie sind aber gleichzeitig auch die Grundlage für die strategische Neuausrichtung, da auf diesen Plattformen auch die Beschaffung und Produktion anderer verwandter und nicht verwandter Produkte möglich ist. Aufgrund ihrer Flexibilität können die Plattformen sehr schnell um zusätzliche Produkte und Produktbereiche erweitert werden.

Vor diesem Hintergrund hat die Turbon Gruppe über eine Know-How-Akquisition und den Eintritt in den Wachstumsbereich „Cabling Technologies“ eine erste Diversifizierung über unsere Branche hinaus vollzogen. Hierbei handelt es sich um die Entwicklung und Herstellung von anschlussfertigen, technischen Verbindungslösungen, die in der Regel in kleineren Serien gefertigt werden und in ihrer Herstellung personalintensiv sind. Diese technischen Produkte finden Verwendung in Maschinen und Gerätschaften, die z.B. in der Landwirtschaft, im Baubereich und im Gesundheitswesen eingesetzt werden. Turbon profitiert hierbei von dem Trend, dass es eine ständig wachsende Zahl von Anwendungen gibt, bei denen Verbindungselemente zum Einsatz kommen (z.B. autonomes Fahren), sowie dass Hersteller solcher Geräte und Fahrzeuge etc. immer mehr dazu übergehen, die Herstellung dieser komplexen Verbindungslösungen an spezialisierte Vorlieferanten auszulagern. Die Produktions- und Logistikplattform der Turbon Gruppe ist ideal für die Herstellung dieser Produkte geeignet. Sie bildet die Ausgangsbasis um über organisches Wachstum sowie die Integration weiterer, kleinerer bis mittlerer Unternehmen der stark fragmentierten Branche in die Plattform ein zusätzliches strategisches Standbein für unsere Unternehmensgruppe aufzubauen.

Unsere wichtigsten regionalen Absatzmärkte sind auch weiterhin Europa und Nordamerika, die von verschiedenen Distributionsstandorten unserer Logistik-Plattform bedient werden.

Die Turbon AG fungiert als leitende Holding des Turbon Konzerns. Ihre wesentlichen Aufgaben umfassen neben der strategischen und planenden Tätigkeit vor allem die Steuerung und Koordination der operativen Unternehmen der Turbon Gruppe.

Die Gesellschaft hat von der Möglichkeit gemäß § 315 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht und einen zusammengefassten Lagebericht für den Turbon Konzern und die Turbon AG erstellt. Da der Geschäftsverlauf, die Lage der Gesellschaft sowie die Risiken der zukünftigen Entwicklung der Turbon AG und des Turbon Konzerns weitgehend übereinstimmen, beziehen sich die folgenden Ausführungen, soweit nicht anders benannt, auf den Turbon Konzern.

Steuerungssystem

Als Steuerungsgrößen für den Turbon Konzern dienen Umsatz und EBT (Ergebnis vor Steuern). Parallel zu den Kennzahlen, die sich aus dem operativen Geschäft ergeben, werden auch Daten zur Steuerung des bilanziellen Kapitals herangezogen. Diese dienen jedoch nur als passives Steuerungskriterium.

Die maßgebliche Steuerungsgröße für die Turbon AG ist das EBT.

Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Wirtschaftliches Umfeld 2016

Rahmenbedingungen

Für unsere wichtigsten Absatzmärkte in Europa und den USA wurde durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) für 2016 ein BIP-Wachstum von 1,6 bis 2,0 % ermittelt, welches damit größtenteils unter den Wachstumswerten für 2015 lag. Diese insgesamt schwache wirtschaftliche Dynamik lag weitestgehend im Bereich der von IWF zu Jahresanfang gesetzten Erwartungen. Für Großbritannien und die USA wurde die Wachstumsprognose allerdings noch unterschritten. Für unsere asiatischen Märkte wurde mit einem BIP-Wachstum von 4,8 % sowohl der Vorjahreswert als auch die ursprünglich gestellte Prognose erreicht.1

1 International Monetary Fund: World Economic Outlook Update, Januar 2016 und 2017.

Der Absatz von wiederaufbereiteten Laser Cartridges war in 2016 rückläufig, wobei die Ausprägungen dieses Rückgangs in Bezug auf Regionen und Drucktechnologien durchaus unterschiedlich waren. Neben einem insgesamt rückläufigen Druckvolumen sind kompatible Nachbauten sowie die steigende Anzahl der durch die Druckerhersteller kontrollierten Service-Verträge, welche die Drucker-Hardware und die zum Drucken benötigten Verbrauchsmaterialien bündeln (siehe unten), Hauptursache für diese Entwicklung.2 Als Folge der genannten Rückgänge sind in der gesamten Branche Überkapazitäten entstanden.

Laser Drucker sind aber weiterhin die dominante Druckertechnologie, was auch durch die Rekordzahl an Produktneueinführungen im Jahr 2016 belegt wurde.3

Der für die Turbon Gruppe neue Markt Cabling Technologies weist insgesamt starke Zuwachsraten (meist im zweistelligen prozentualen Bereich) auf. Der Markt ist momentan noch mit wenigen großen Produzenten und einer großen Anzahl kleinerer und mittlerer Unternehmen besetzt.

Marktentwicklung

Die Märkte, in denen die Unternehmen der Turbon Gruppe aktiv sind, werden durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst.

Den größten Marktanteil im Bereich Laser Cartridges haben nach wie vor die verschiedenen Druckerhersteller (OEMs) inne. Diese haben naturgemäß den größten Einfluss auf das Marktgeschehen, da sie über die Verbreitung ihrer Drucker die Cartridge-Nachfrage bestimmen. Dabei ist jedoch zu beobachten, dass insbesondere von Seiten der OEMs ein Geschäftsmodell für Drucker und Multifunktionsgeräte forciert wird, welches aus dem Sektor der Kopierer bekannt ist, die sogenannten Managed Print Services (MPS). Der Kunde wird hierbei langfristig gebunden und bezahlt den Komplettservice inkl. Druckerverbrauchsmaterial, Wartung und Gerätekosten über einen höheren Cartridge-Preis oder einen Preis pro gedruckter Seite.

Laser-Drucker sind nach wie vor die führende Druckertechnologie im gewerblichen Bereich. In 2016 wurden neue Drucksysteme in den verschiedensten Preislagen in den Markt eingeführt. Die OEMs arbeiten kontinuierlich an technischen Verbesserungen und zusätzlichen Funktionalitäten, um so die Anwendungsbereiche für Laser-Drucker zu erweitern (Beispiele: Großformatiges Drucken, Mobile Printing). Bei der Preispolitik für Verbrauchsmaterialien gab es keine grundlegenden Änderungen. Die OEMs halten ihre Verkaufspreise auf hohem Niveau, wodurch es den Herstellern alternativer Verbrauchsmaterialien möglich ist, qualitativ hochwertige und preislich (im Vergleich zum OEM) attraktive Alternativ-Produkte zu entwickeln und anzubieten. Im Markt der alternativen Produkte findet allerdings, aufgrund weltweiter Produktionsüberkapazitäten und insgesamt rückläufiger Druckvolumen, beim Vertrieb an den Handel ein intensiver Preis- und Verdrängungswettbewerb der diversen Anbieter statt. Insbesondere kompatible Nachbauten aus Fernost sowie das Dokumenten-Management durch Cloud-Lösungen, bei denen die Dokumente zunächst nur elektronisch abgespeichert und lediglich bei Bedarf ausgedruckt werden, hat zu einem stärkeren Rückgang der Nachfrage nach wiederaufbereiteten Laser Cartridges geführt als dies noch vor Kurzem prognostiziert wurde. Zusätzlich erschwert ist der Marktzugang für Alternativhersteller dort, wo die OEMs im Zuge von MPS-Angeboten den User über die Installation von Druckern, verbunden mit einem Komplettservice für Wartung und Reparatur sowie hinsichtlich des Bezugs von Verbrauchsmaterialien (Laser Cartridges) vertraglich an sich binden. Der Zugang zu diesem deutlich wachsenden Marktbereich ist für Alternativhersteller nur möglich, indem vergleichbare Bündelungen von Produkten und Serviceelementen angeboten werden. In diesem Bereich sind wir durch Akquisitionen in den USA seit 2014 und in Europa seit 2016 vertreten.

2 The Recycler, Ausgabe 290, Januar 2017, Seite 60 - 61 sowie 28 – 29.

3 Actionable Intelligence: 2016 – TheYear in Review, 17. Januar 2017, Seiten 20 und 22.

Im Markt alternativer Druckverbrauchsmaterialien gehört Turbon zu den größeren Anbietern. Die einzelnen Anbieter unterscheiden sich neben ihrem Produktangebot insbesondere in ihrer regionalen Ausrichtung und in den Kundengruppen, die sie bedienen. Der Markt alternativer Druckverbrauchsmaterialien ist ein reifer Markt. Der Konsolidierungstrend der letzten Jahre setzte sich auch in 2016 fort und betraf nicht nur den direkten Wettbewerb von Turbon, sondern auch dessen Zulieferer und Abnehmer und sogar die OEMs. Der drittgrößte amerikanische OEM, Lexmark, wurde von einem chinesischen Anbieter für Laser Cartridges und Komponenten für Laser Cartridges übernommen, während der umsatzstärkste OEM der Welt, HP Inc, die Druckersparte von Samsung übernimmt. Auch Turbon war in 2016 durch Akquisitionen Bestandteil der fortgesetzten Marktkonsolidierung.

Die Turbon Gruppe vertreibt ihre Produkte vorrangig an Wiederverkäufer, welche mit unterschiedlichen Absatzstrategien am Markt agieren. Stellt man auf das Umsatzvolumen bezüglich Laser Cartridges der potentiellen Abnehmer ab, kann zwischen großen, international agierenden Distributoren von Büromaterial, mittelgroßen Händlern, die nationale oder regionale Märkte bedienen, und kleinen spezialisierten Abnehmern unterschieden werden. So facettenreich wie die Marktstrategien unserer Abnehmer, so unterschiedlich sind auch deren Anforderungen. Turbon ist mehr denn je in der Lage, diese unterschiedlichen Anforderungen zu erfüllen und beliefert neben großen Abnehmern eine Vielzahl mittelgroßer und auch kleiner Kunden.

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung sollen diese Stärken auch in anderen Bereichen inner- und außerhalb unserer Branche genutzt werden.

Geschäftsverlauf und Vergleich mit prognostiziertem Verlauf

Entwicklung in den Regionen

Der konsolidierte Umsatz im Geschäftsjahr 2016 betrug 96,6 Millionen Euro nach 107,2 Millionen Euro im Vorjahr. Unsere ursprüngliche Prognose ging noch von einem Umsatzwachstum auf 112,0 - 115,0 Millionen Euro aus4, welches jedoch aufgrund des schwierigen Marktumfeldes nicht erreicht wurde.

In Europa lag der Umsatz bei 60,4 Millionen Euro (Vorjahr 57,1 Millionen Euro), wobei die im Oktober 2015 erworbenen Embatex Gruppe in 2016 erstmals für das gesamte Geschäftsjahr dem Konsolidierungskreis der Turbon Gruppe angehörte.

In der Region Amerika war dagegen ein deutlicher Rückgang der Umsätze zu verzeichnen. Mit 33,5 Millionen Euro lag der Umsatz um rund 13,9 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (Vorjahr 47,4 Millionen Euro). Auf diesen Umsatzrückgang wurde mit einschneidenden Maßnahmen reagiert. In der für die USA zuständigen Geschäftsleitung hat ein Wechsel stattgefunden. Die neue Geschäftsleitung entschied durch die Stilllegung der Produktion in Mexiko sowie die Zusammenlegung und Zentralisierung einer Vielzahl von Funktionen, die Struktur in den USA schnell an die veränderten Marktbedingungen anzupassen. Durch die deutlichen Kosteneinsparungen wird das existierende Geschäft im Laufe 2017 wieder profitabel werden.

4 Im Jahresverlauf wurde die Prognose allerdings bereits auf 100,0 Millionen Euro gesenkt.

Weiterhin werden Prozesse vereinfacht und die Service- und Lieferfähigkeit in den USA bei gleichzeitig verringerter Kapitalbindung erhöht. Auf Basis der deutlich verbesserten Kostenstruktur soll dann im Rahmen der bestehenden Marktmöglichkeiten auch ein Turn-around bei den Umsatzzahlen erreicht werden.

In Asien lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2016 bei 2,8 Millionen Euro (Vorjahr 2,6 Millionen Euro).

Geschäftsverlauf Segmente

Auf das Segment Laser Cartridges entfielen Umsätze in Höhe von 84,9 Millionen Euro (87,9 % des Gesamtumsatzes). In 2015 entfielen mit 93,8 Millionen Euro 87,5 % der Umsätze auf diesen Bereich.

Das Segment Vermietung erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz von 0,7 Millionen Euro (Vorjahr 0,8 Millionen Euro).

Alle sonstigen Umsätze betrugen im Jahr 2016 10,9 Millionen Euro gegenüber 12,6 Millionen Euro im Vorjahr.

Ertragslage

Der konsolidierte Umsatz im Geschäftsjahr 2016 betrug 96,6 Millionen Euro nach 107,2 Millionen Euro im Vorjahr.

Die Bruttomarge im Geschäftsjahr 2016 lag mit 25,6 % trotz der gesunkenen Umsätze über dem Vorjahresniveau (Vorjahr 24,8 %). Grund hierfür ist, dass die beschriebenen Marktveränderungen in Preisrückgängen auf der Absatzseite aber genauso auf der Beschaffungsseite resultieren.

Die Vertriebskosten lagen unverändert bei 9,7 Millionen Euro.

Die Verwaltungskosten sind um 0,9 Millionen Euro auf 9,0 Millionen Euro gesunken. In 2017 stehen weitere deutliche Senkungen und damit die Anpassung der Verwaltungs- sowie Vertriebskosten in unserem Kernbereich an die veränderte Marktsituation im Fokus unserer Tätigkeit.

Die saldierten sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen gingen gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Millionen Euro zurück. In 2016 erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie in Höhe von 0,6 Millionen Euro. In 2015 ergab sich aus der Fair Value Bewertung im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile der Embatex GmbH ein Ertrag von 1,6 Millionen Euro.

Das Finanzergebnis betrug -0,8 Millionen Euro (Vorjahr -0,7 Millionen Euro). Die Zinsaufwendungen entfielen auf Bankdarlehen (0,4 Millionen Euro), auf Zinsaufwendungen für das Gebäude Hattingen (0,3 Millionen Euro) sowie auf im Rahmen der Rückstellungsbildung für Pensionszusagen zu kalkulierende Zinsaufwendungen (0,1 Millionen Euro).

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) betrug 6,5 Millionen Euro (Vorjahr 8,8 Millionen Euro). Dabei entfielen auf das Segment Laser Cartridges ein EBIT von 5,3 Millionen Euro (Vorjahr 6,9 Millionen Euro), auf das Segment Vermietung -0,3 Millionen Euro (Vorjahr 0,3 Millionen Euro) und auf das Segment Sonstige 1,5 Millionen Euro (Vorjahr 1,7 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern lag bei 5,7 Millionen Euro (Vorjahr 8,1 Millionen Euro). Ursprünglich prognostiziert waren 7,5 Millionen Euro. Aufgrund der niedrigeren Umsätze wurde diese Prognose nicht erreicht.

Der Konzernjahresüberschuss betrug 4,0 Millionen Euro (Vorjahr 6,2 Millionen Euro).

Im Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 1,7 Millionen Euro (Vorjahr 1,9 Millionen Euro). Die Steuerquote im Konzern betrug 29,5 % (Vorjahr 23,4 %).

Das Ergebnis je Aktie betrug 1,22 Euro (Vorjahr 1,88 Euro je Aktie).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Einzelabschluss der Turbon AG lag bei -0,3 Millionen Euro (Vorjahr 18,4 Millionen Euro). Die deutliche Abweichung in den Ergebnissen im Vergleich zum Vorjahr resultierte aus dem einmaligen sonstigen Ertrag in Höhe von 18,5 Millionen Euro in Folge der Einbringung der Turbon Romania S.R.L. in die Turbon Beteiligungs GmbH im Geschäftsjahr 2015. Das Ergebnis vor Steuern betrug ebenfalls -0,3 Millionen Euro gegenüber 18,4 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern betrug -0,3 Millionen Euro gegenüber 18,2 Millionen Euro im Vorjahr.

Vermögenslage

Die bisherigen Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung und die damit einhergehende Veränderung der Gruppenstruktur wurden im Rahmen der bestehenden Finanzierungsstruktur bei gesunkener Bilanzsumme erreicht. Grundsätzlich soll auch zukünftig über weitere Kapitalfreisetzung, insbesondere durch die fortgesetzte Vorratsreduzierung, die strategische Neuausrichtung weiter vorangetrieben werden.

Die Bilanzsumme zum 31.12.2016 betrug 80,8 Millionen Euro und lag 2,8 Millionen Euro unter dem Wert am Vorjahresstichtag (83,6 Millionen Euro).

Das Anlagevermögen erhöhte sich um 1,2 Millionen Euro auf 38,2 Millionen Euro.

Das Vorratsvermögen verringerte sich im Geschäftsjahr 2016 um 1,8 Millionen Euro und lag bei 24,1 Millionen Euro (Vorjahr 25,9 Millionen Euro).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen am 31.12.2016 mit 12,9 Millionen Euro um rund 1,1 Millionen Euro über denen am 31.12.2015 (11,8 Millionen Euro).

Die sonstigen Vermögenswerte lagen unverändert bei 1,4 Millionen Euro (Vorjahr 1,4 Millionen Euro). Hierin enthalten waren im Wesentlichen Ertrags- und Umsatzsteuerforderungen sowie Abgrenzungsposten.

Die flüssigen Mittel betrugen zum 31.12.2016 2,9 Millionen Euro (Vorjahr 5,4 Millionen Euro). Zu berücksichtigen ist dabei die im 2016 erfolgte Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 4,9 Millionen Euro.

Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2016 29,4 Millionen Euro (Vorjahr 31,8 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote betrug 36,5 % (Vorjahr 38,1 %).

Das Eigenkapital je Aktie zum 31.12.2016 betrug 8,93 Euro (Vorjahr 9,66 Euro).

Die im Umlauf befindlichen Aktien der Turbon AG zum Bilanzstichtag 31.12.2016 beliefen sich wie zum Vorjahresstichtag auf 3.294.903 Stück.

Die Verbindlichkeiten insgesamt verringerten sich von 51,7 Millionen Euro auf 51,3 Millionen Euro.

Die Pensionsrückstellungen zum 31.12.2016 betrugen 5,0 Millionen Euro (Vorjahr 4,1 Millionen Euro). Pensionsverpflichtungen bestehen bei der Turbon AG, der Keytec (GB) Ltd, der Embatex GmbH sowie der Greentec Werbe- und Bürotechnik GmbH.

Die langfristigen übrigen Rückstellungen beliefen sich auf 1,7 Millionen Euro (Vorjahr 1,5 Millionen Euro). Hierin ist insbesondere der langfristige Anteil aus der Verpflichtung gegenüber dem Gewerkschafts-Pensions-Fonds (Multi-Employer-Union-Pension-Plan) in den USA in Höhe von 1,1 Millionen Euro enthalten.

Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen mit 18,7 Millionen Euro auf Vorjahresniveau (Vorjahr 18,6 Millionen Euro). Zusätzlich bestehen Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen in Höhe von 2,3 Millionen Euro.

Unseren Zahlungsverpflichtungen konnten wir jederzeit nachkommen.

Die kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten betrafen zum Stichtag 31.12.2016 Ertragsteuer-Verbindlichkeiten an den Standorten Deutschland und Thailand.

Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen beliefen sich auf 4,4 Millionen Euro (Vorjahr 5,9 Millionen Euro). Wesentliche Bestandteile sind Kunden-Boni und Rückstellungen für Marketing und Rebates.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen unverändert bei 11,6 Millionen Euro.

Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 1,3 Millionen Euro auf 2,8 Millionen Euro (Vorjahr 4,1 Millionen Euro).

Die Bilanzsumme der Turbon AG betrug zum 31.12.2016 82,4 Millionen Euro (Vorjahr 82,5 Millionen Euro). Das Eigenkapital zum 31.12.2016 betrug 38,6 Millionen Euro (Vorjahr 43,9 Millionen Euro).

Finanzlage

Der Cash-Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2016 bei 5,4 Millionen Euro (Vorjahr 12,4 Millionen Euro).

Die Mittelverwendung im Rahmen des Cash-Flows aus Investitionstätigkeit lag bei 3,8 Millionen Euro. Hierin enthalten waren Zahlungsmittelabflüsse für Lizenzen sowie die finalen Kaufpreisraten aus der Akquisition der International Laser Group.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit zeigte einen Mittelabfluss von 4,1 Millionen Euro. Dies resultiert insbesondere aus der im Juni 2016 erfolgten Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 4,9 Millionen Euro.

Der Cash-Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit der Turbon AG lag im Geschäftsjahr 2016 bei 12,6 Millionen Euro (Vorjahr 4,0 Millionen Euro).

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit der Turbon AG lag bei 1,8 Millionen Euro (Vorjahr 1,7 Millionen Euro).

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit der Turbon AG zeigte einen Mittelabfluss von 10,7 Millionen Euro (Vorjahr 7,3 Millionen Euro). Dies resultiert aus der Dividendenzahlung in Höhe von 4,9 Millionen Euro sowie aus Darlehensrückzahlungen in Höhe von 5,7 Millionen Euro.

Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen in 2016 insgesamt 4,7 Millionen Euro (Vorjahr 5,9 Millionen Euro). Diese resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb von Lizenzen und Zugängen von Sachanlagen sowie den durch die Veränderung des Konsolidierungskreises bedingten Zugängen von Geschäfts- oder Firmenwerten.

Personal

Der Turbon Konzern beschäftigte im Jahr 2016 durchschnittlich 1.168 Mitarbeiter (Vorjahr 1.200 Mitarbeiter). Am 31.12.2016 lag die Zahl der Mitarbeiter bei 1.228 (Vorjahresstichtag 1.212). Hinzu kommen an den verschiedenen Standorten der Gruppe indirekt über Dienstleistungsunternehmen beschäftigte Mitarbeiter. Zum 31.12.2016 betrug die Zahl dieser Leiharbeiter 547 (Vorjahresstichtag 718).

In der Turbon AG wurden sowohl im Durchschnitt als auch zum Jahresende 5 Mitarbeiter beschäftigt.

Wir danken allen Beschäftigten der Turbon Gruppe für die gute Mitarbeit im abgelaufenen Jahr. Unser Dank gilt auch den Arbeitnehmervertretungen für die jederzeit kooperative Zusammenarbeit.

Forschung und Entwicklung

Die für Forschung und Entwicklung angefallenen Aufwendungen betrugen im Jahr 2016 rund 1,2 Millionen Euro. Die Aufwendungen insgesamt betreffen hauptsächlich Personalaufwendungen sowie Test- und Entwicklungsequipment, vornehmlich an den Produktionsstandorten in Thailand und Rumänien.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Marktbedingungen im Kerngeschäft der Turbon Gruppe, der Herstellung und Vertrieb von Laser Cartridges an Wiederverkäufer, waren in 2016 schwierig. Neben den OEMs und den von den OEMs forcierten MPS Lösungen, sowie dem harten Verdrängungswettbewerb im Aftermarket waren insbesondere Cloud-Lösungen, bei denen Dokumente zunächst elektronisch abgespeichert und lediglich bei Bedarf ausgedruckt werden, für den Marktrückgang mit geringeren Verkaufsmengen und -preisen verantwortlich.

Die Turbon Gruppe passt sich dieser Entwicklung durch die begonnene strategische Neuausrichtung an und diversifiziert in andere Branchen. Die Neuausrichtung erfolgt im Rahmen der vorhandenen Bilanzstruktur und -summe durch Kostenreduzierung und sinkender Kapitalbindung im traditionellen Geschäft.

Durch profitables Neugeschäft werden Umsatzrückgänge kompensiert und die Ergebnisse stabil gehalten.

Prognosebericht

Für unsere wichtigsten Absatzmärkte in Europa prognostiziert der Internationale Währungsfond ein leicht rückläufiges oder stabiles Wachstum auf niedrigem Niveau von rund 1,5 % für 2017. Für die USA wird ein Anstieg auf 2,3 % BIP-Wachstum und für unsere asiatischen Märkte ein rückläufiges bis stabiles BIP-Wachstum von 3,1 bis 4,9 % erwartet.

Als größtes Risiko für die Entwicklung der Weltwirtschaft wird der schwindende Konsens bezüglich der Vorteile eines freien globalen wirtschaftlichen Austauschs gesehen. Die aktuellen politischen Entwicklungen könnten protektionistische Verhaltensweisen weiter begünstigen und damit globales wirtschaftliches Wachstum hemmen.5

In unserem Kernmarkt für alternative Druckverbrauchsmaterialien gehen wir auch für 2017 von weiterhin schwierigen Marktverhältnisse aus. Die bereits mehrfach erwähnten Einflüsse (Rückgang des Druckvolumens durch insbesondere cloudbasierte Dokumenten-Managementsysteme sowie erschwerter Marktzugang bei den von OEMs kontrollierten MPS-Lösungen) werden sich weiter verstärken.

Als Konsequenz hat die Turbon Gruppe auf diese Entwicklung mit der begonnene Diversifizierung innerhalb und außerhalb unserer Branche reagiert. Mit der Verstärkung der Gruppe im MPS Geschäft machen wir uns den Trend weg vom reinen Transaktionsgeschäft hin zu ganzheitlichen Drucklösungen auch bei Turbon zu nutze. Wir haben so eine bessere Möglichkeit, unsere Laser Kartuschen innerhalb solcher Service-Verträge zum Einsatz zu bringen.

Der Markt Cabling Technologies, in welchen wir über unsere erste Akquisition außerhalb unserer Kernbranche eingetreten sind, stellt sich gänzlich anders da. Hier erleben wir deutliches Wachstum, welches durch die einerseits gute Auftragslage bei den Abnehmern von konfigurierten Kabeln sowie andererseits durch das fortschreitende Outsourcing dieser Dienstleistung positiv beeinflusst wird.

Durch die Einbeziehung unserer Produktions-Plattform sehen wir in diesem Bereich signifikantes Wachstums-Potential, da wir neben den oben beschriebenen positiven Einflüssen jetzt auch Kunden und Projekte bedienen können, die vor der Akquisition für das akquirierte Unternehmen nicht erreichbar waren. Zusätzlich weiten wir den Vertrieb auf ganz West-Europa aus und planen das jährliche Umsatzvolumen mittelfristig auf über 10 Millionen Euro zu steigern.

Innerhalb unseres Kerngeschäfts Laser Cartridge planen wir mit einer Umsatzsteigerung gegenüber 2016, auch aufgrund der dann ganzjährigen Konsolidierung der Berolina Gruppe. Die deutlichen Kostenreduktionen, sowohl insbesondere in den USA als auch in Europa werden in 2017 und den folgenden Jahren zu weiterhin positiven Ergebniszahlen führen. Darüber hinaus wird die deutliche Reduzierung des im derzeitigen Kerngeschäft gebundenen Kapitals die finanziellen Ressourcen für den Umbau der Unternehmensgruppe im Rahmen der strategischen Neuausrichtung bereit stellen.

Auf dieser Basis planen wir für 2017 mit einem Konzernumsatz von 115 - 120 Millionen Euro. Beim Ergebnis vor Steuern (EBT) rechnen wir mit 6,5 Millionen Euro.

Unser mittelfristiges Umsatzziel hängt stark vom weiteren Ausbau unserer neuen Geschäftsfelder und dem Verlauf der Vertragsverhandlungen mit unserem größten Kunden im Laser Cartridge Geschäft ab. Wir gehen jedoch davon aus, dass es uns gelingen wird, Rückgänge in unserem bisherigen Kerngeschäft durch Wachstum in unseren neuen Bereichen auszugleichen. Daher halten wir weiterhin an unserem mittelfristigen Umsatzziel von 150 Millionen Euro bei stabilen Ergebnissen fest.

Für die Turbon AG erwarten wir Umsätze auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2016.

5 International Monetary Fund: World Economic Outlook Update, Januar 2017.

Risiken- und Chancenbericht

Die Unternehmen der Turbon Gruppe werden mit Chancen und Risiken konfrontiert, die sich auf die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft, den Gewinn, den Cash-Flow, aber auch auf immaterielle Werte wie die Reputation auswirken können.

Das Risikomanagement-System der Turbon Gruppe ermöglicht der Unternehmensleitung frühzeitig, relevante Entwicklungen zu erkennen. Als konzernweit verstandene Aufgabe erfasst und bewertet das Risikomanagement-System bestehende und potenzielle Risiken. Das Risikomanagement ist außerdem ein wichtiger Bestandteil des gesamten Managementinformationssystems und dient in dieser Funktion nicht nur der Risikovermeidung, sondern auch dem Aufzeigen von Chancen für die Unternehmensgruppe.

Das Beteiligungscontrolling-System der Holding (Turbon AG) stellt den Ausgangspunkt und Kern des operativen Risikoüberwachungs-Systems dar. Wesentliche Bestandteile sind das monatliche Berichtswesen aus den Beteiligungsgesellschaften für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung und das monatliche Profitcenter-Reporting, welches einen detaillierten Einblick in die wirtschaftlichen Vorgänge bei den Gesellschaften ermöglicht, sowie die umfassenden Quartals- und die von unseren Wirtschaftsprüfern geprüften Jahresberichte. Die monatlichen Berichte stehen zeitnah zur Verfügung, sodass Risiken schnell identifiziert werden können und damit eine frühzeitige Reaktion auf potenzielle Fehlentwicklungen möglich ist. Die zentrale Auswertung der Informationen wird unterstützt durch den direkten Zugriff auf Ansprechpartner in den Beteiligungsgesellschaften, welche sich bei der Erkennung und Bewertung von Risiken aktiv engagieren.

Weitere Bestandteile des internen Risikomanagements sind das Cash-Management, das Forderungs-Management, das Vorrats-Management sowie die weltweite Produktions- und Kapazitätsplanung. Über ein spezielles „Legal Reporting“ werden in den Tochtergesellschaften abzuschließende Verträge und Vereinbarungen einer zusätzlichen zentralen Kontrolle unterzogen.

Die konzernweiten Planungs-, Steuerungs- und Berichtsprozesse werden kontinuierlich auf Effektivität und Effizienz überprüft. Hierzu gehört auch der Einsatz moderner IT-Systeme zur Unterstützung der jeweiligen Prozesse.

Aufgrund ihres internationalen Betätigungsfeldes ist die Turbon Gruppe einer Vielzahl verschiedener Risiken ausgesetzt. Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, werden – soweit verfügbar und wirtschaftlich sinnvoll – Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden laufend überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Für die Turbon Gruppe wesentliche Risiken werden in den folgenden Abschnitten beschrieben, wobei deren Reihenfolge keine Wertung der Eintrittswahrscheinlichkeit oder des potenziellen Schadensausmaßes beinhaltet.

Beschaffungsmarktrisiken

Die Produktionsleistungen können durch Lieferunterbrechungen oder Qualitätsmängel bei Rohmaterialien beeinträchtigt werden. Sollte es uns in solchen Fällen nicht gelingen, mit der Produktion auf einen anderen Standort auszuweichen oder die Nachfrage aus Vorräten zu bedienen, könnte es zu einem Umsatzrückgang kommen. Die Sicherung der Versorgung mit Rohmaterialien wird soweit möglich über enge Kooperationen mit Lieferanten und über den parallelen Bezug von verschiedenen Lieferanten gesichert.

Absatzrisiken

Generell besteht das Risiko, dass sich Preisreduzierungen nicht durch ein entsprechendes Mengenwachstum kompensieren lassen. Diesem Umstand begegnen wir nach wie vor mit striktem Kostenmanagement an allen Standorten.

Ein generelles Risiko im Bereich des Absatzes ist die Konzentration auf eine relativ kleine Anzahl von Großkunden. Im Jahr 2016 betrug der Anteil der zehn größten Kunden 40,5 % an unserem Gesamtumsatz. Insbesondere durch die getätigten Akquisitionen konnte diese Abhängigkeit durch die Hinzugewinnung neuer, noch nicht im Kundenstamm von Turbon vertretener Kunden über die letzten Jahre nennenswert verringert werden. Diese Entwicklung wird sich durch die geplante Diversifizierung der Turbon Gruppe fortsetzen.

Damit wird auch ein weiteres Risiko im Bereich des Absatzes, die Konzentration auf einen Produktbereich, zukünftig deutlich verringert. Die Turbon Gruppe erzielte 2016 über 80,0 % ihres Gesamtumsatzes mit Laser Cartridges und ist daher für Veränderungen im Nachfrageverhalten bei diesen Produkten besonders sensibel.

Auch zukünftig sehen wir unsere Hauptmärkte in Europa und den USA mit einer entsprechenden Auswirkung auf den Einsatz unserer Ressourcen. Die asiatischen Märkte gewinnen für die Turbon Gruppe zunehmend an Bedeutung.

Forderungsausfallrisiken

Forderungsausfallrisiken begrenzen wir durch regelmäßige Bonitätsanalysen unseres Kundenportfolios auf der Grundlage einer strikten Forderungsmanagement-Richtlinie. Diese beinhaltet, dass die meisten Kundenforderungen über eine Warenkreditversicherung abgesichert sind, beziehungsweise andere Sicherheiten (Bürgschaften, Vorauskasse) bereitgestellt werden müssen. Für alle im Rahmen von Factoringvereinbarungen verkauften Forderungen trägt der Factor das Ausfallrisiko zu 100 %. Wir haben in den letzten Jahren nur geringe Forderungsausfälle zu beklagen, was hauptsächlich auf die konsequente Befolgung unserer Forderungsrichtlinien zurückzuführen ist.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Eine ausreichende Versorgung mit Liquidität ist in der Turbon Gruppe ein zentrales Ziel des Finanzmanagements. Im Rahmen unseres Cash-Managements werden aktuelle Informationen über den tatsächlichen Finanzstatus und über zu erwartende Zahlungsströme der einzelnen Konzerngesellschaften zentral zur Verfügung gestellt. Mittels eines datenbankgestützten Treasury Management Systems wird eine rollierende Liquiditätsplanung und -steuerung durchgeführt. Unsere Kreditlinien sind durch langfristige Verträge und die Erfüllung der für die Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen gesichert. Liquidität kann weiterhin über den bestehenden Factoringvertrag zugeführt werden. Die im Zusammenhang mit Bankdarlehen bestehenden marktüblichen Covenants werden laufend überwacht. Die vereinbarten Covenants wurden im Geschäftsjahr eingehalten.

Operative Risiken durch den Verlust von Sachanlagevermögen oder Betriebsunterbrechungen

Brände, Naturkatastrophen oder andere Störungen in den Produktionsstätten der Turbon Gruppe könnten erhebliche Schäden und Verluste verursachen. Durch entsprechende bauliche Maßnahmen und strikte organisatorische Vorgaben wird dieses Risiko soweit wie möglich minimiert. Für den Fall eines tatsächlichen Schadens hat die Turbon Gruppe Versicherungen in angemessener Höhe abgeschlossen.

Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Aktien-, Renten-, Immobilien- und sonstige Märkte unterliegen Wertveränderungen, durch die auch das Planvermögen des Pensionsfonds der Keytec UK beeinflusst werden kann. Zudem können sich Änderungen in den Renditeerwartungen sowie sich ändernde Rahmenbedingungen auf die Pensionsverpflichtungen auswirken und zu einer Erhöhung oder Verringerung dieser Verpflichtungen führen.

Verpflichtungen gegenüber einem Gewerkschafts-Pensions-Fonds in den USA (Multi- Employer-Union-Pension-Plan) sind der Höhe nach ausreichend über Rückstellungen abgedeckt. Zukünftig sind die bereits seit Dezember 2011 getätigten Zahlungen in Höhe von jährlich insgesamt 158 Tausend US-Dollar fortzusetzen. Weitere Aufwendungen werden nicht anfallen. Die Rückstellung ist unter den übrigen langfristigen Rückstellungen ausgewiesen.

Währungsrisiken und -chancen

Da die Turbon Gruppe einen Teil ihres Geschäfts auf der Beschaffungs- wie der Absatzseite in Fremdwährungen tätigt, können Währungsschwankungen den Umsatz und das Ergebnis beeinflussen. Die Konzerngesellschaften melden ihre Währungsüberschüsse und - unterdeckungen an den Konzern. Die wichtigsten Fremdwährungen sind US-Dollar und Britisches Pfund. Auf Konzernebene wird eine aggregierte Netto-Position pro Währung gebildet mit dem Ziel, über entsprechende Steuerungsgrößen (z.B. Lieferantenwahl) ein möglichst umfangreiches „Natural Hedging“ zu erreichen.

Beim Britischen Pfund sind wir in einer deutlichen Netto-Empfänger-Position, da Umsätze in Großbritannien grundsätzlich in Pfund getätigt werden, das Pfund aber auf unseren Beschaffungsmärkten als Währung unbedeutend ist und somit den Pfund-Einnahmen wesentlich geringere Pfund-Ausgaben gegenüber stehen. Ein starker Pfundkurs (Betrachtung hier immer gegenüber dem Euro) wirkt sich somit positiv sowohl auf unsere Umsatz- als auch auf unsere Ergebniszahlen aus. Bei stärkeren Pfundkursen werden (nach Umrechnung in Euro) entsprechend höhere Umsätze und Ergebnisse realisiert. Infolge der Geschäftstätigkeit in Britischen Pfund enthält die Bilanz der Turbon Gruppe Aktivposten (insbesondere Forderungen), deren Ursprung Pfund-Werte sind und die somit in ihrer Werthaltigkeit in Euro durch die Relation Euro-Britisches Pfund beeinflusst werden. Veränderungen des Pfundkurses wirken sich entsprechend auf die Werte der Bilanzpositionen aus. Wir nutzen die Möglichkeiten, diese Veränderungen durch Hedging zu verringern; hierbei besteht allerdings dann das Risiko, eventuelle positive Bewegungen aufzuheben.

Durch den starken Wertverlust des Britischen Pfunds gegenüber allen Währungen als Folge der „Brexit-Entscheidung“ haben unsere Pfund-Bankguthaben und - Forderungen in Euro an Wert verloren. Der Wertverlust belief sich am Tag nach der Entscheidung auf 70 Tausend Euro im Konzern. Dieser Effekt wurde allerdings durch das zeitgleiche Erstarken des US-Dollars überkompensiert. Außerdem fielen aufgrund der Wechselkurs-Effekte unsere Umsätze in Britischem Pfund in der zweiten gegenüber der ersten Jahreshälfte, umgerechnet in Euro bezogen auf die Durchschnittskurse in den jeweiligen Zeiträumen, um 0,5 Millionen Euro niedriger aus. Wir haben jedoch mit einigen Kunden in Großbritannien Preisgleitklauseln vereinbart, die diese Effekte in 2017 teilweise ausgleichen werden. Außerdem arbeiten wir an entsprechenden Preiserhöhungen bei solchen Kunden, mit denen entsprechende Vereinbarungen nicht getroffen wurden. Die Durchsetzung dieser Preiserhöhungen gestaltet sich in unserem preissensitiven Marktumfeld allerdings schwierig.

Insgesamt hält die Turbon Gruppe erhebliche Vermögenswerte in US-Dollar und im Thailändischen Baht. Bei Erstarken/Abschwächen dieser Währungen erhöhen/vermindern sich diese Vermögenswerte in Euro. Bei den Verbindlichkeiten ist die Auswirkung gegenläufig.

Weitere ausführlichere Erläuterungen hierzu befinden sich in der Berichterstattung zu Finanzinstrumenten im Konzernanhang zum Konzernabschluss.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können für die Turbon Gruppe aus Gesetzen, Gesetzesänderungen und/oder der darauf aufbauenden Rechtsprechung sowie rechtlichen Auseinandersetzungen mit Dritten resultieren. Dazu gehören Risiken aus den Bereichen Patentrecht, Vertragsrecht, Arbeitsrecht, Produkthaftung, Steuerrecht, Umwelt- und Abfallrecht sowie allen anderen Rechtsgebieten. In diesen Bereichen arbeiten wir eng mit externen Beratern und gegebenenfalls behördlichen Stellen zusammen.

In den letzten Jahren kam es in unserer Branche vermehrt zu Klagen von OEMs gegen Hersteller von kompatiblem Druckerzubehör, welche insbesondere vermeintliche Patent- oder Schutzrechtsverletzungen betrafen. Auch Unternehmen der Turbon Gruppe waren in Rechtsstreitigkeiten dieser Art involviert, wobei diese in der Vergangenheit immer durch Vergleichsvereinbarungen beigelegt wurden. Aktuell existiert ein laufendes Verfahren in diesem Bereich, welches auch Unternehmen der Turbon Gruppe betrifft.

Weiterhin nehmen wir in verschiedenen Angelegenheiten (Vertragsrecht, Arbeitsrecht) in Europa und den USA rechtliche Beratung in Anspruch. Wir haben in diesem Zusammenhang sofern nötig sowohl für Rechtsberatungskosten als auch für sonstige Kosten aus diesen Rechtsangelegenheiten bilanzielle Rückstellungen gebildet.

Steuerliche Risiken

Die Turbon Gruppe ist steuerlichen Risiken derart ausgesetzt, dass steuerliche Außenprüfungen und Neuveranlagungen zu Nachzahlungen führen können.

Die zunehmende Komplexität nationaler und internationaler Steuervorschriften führt zu erhöhten Anforderungen an die Organisation der grenzüberschreitenden Geschäftstätigkeit und ihrer Dokumentation im Hinblick auf steuerliche Auswirkungen. Wir sind in diesem Bereich auf die Hinzuziehung von externen Experten angewiesen.

Bilanzielle Bewertungsrisiken

Bilanzielle Bewertungsrisiken können bei der Turbon Gruppe insoweit bestehen, dass bestimmte Annahmen für die aktuelle Bewertung von Bilanzposten durch Vorgänge in der Zukunft nicht eintreffen.

Gesamtrisiko

Zusammenfassend ist festzustellen, dass den gesetzlichen Vorschriften in vollem Umfang entsprochen wird. Die eingesetzten Instrumente zum Risikomanagement reichen aus, um bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig zu erkennen. In den Bereichen Beschaffung und Absatz sehen wir wie in den Vorjahren die wichtigsten Risiken für uns. Zurzeit sind keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken erkennbar.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess (Bericht gem. §§ 289 (5), 315 (2) Nr. 5 HGB)

In Ergänzung zu den oben bereits getroffenen Aussagen zum Risikomanagement der Turbon AG können die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden:

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erstreckt sich auf die Abteilungen Rechnungswesen und Controlling, deren Verantwortungsbereiche innerhalb des Kontrollsystems eindeutig zugeordnet sind.

Das Kontrollsystem erfasst alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung zu sichern und die maßgeblichen rechtlichen Vorschriften einzuhalten. Neben manuellen Prozesskontrollen in Form des „Vier-Augen-Prinzips“ sind auch automatische IT-Prozesskontrollen ein wesentlicher Teil der integrierten Kontrollmaßnahmen.

Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Turbon AG. Der Aufsichtsrat überwacht die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Vereinbarungsgemäß berichtet der Abschlussprüfer unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich aus der Abschlussprüfung ergeben.

Die Turbon AG gibt die Bilanzierungsrichtlinien zur Regelung von einheitlichen Bilanzierungsgrundsätzen vor. Zusätzlich geben die Konzernrichtlinien konkrete Anweisungen, wie der Konzernverrechnungsverkehr abgebildet, abgerechnet und entsprechende Salden abgestimmt werden.

Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mithilfe von IT-gestützten Arbeitsabläufen erfasst. Diese beinhalten u.a. ein Berechtigungskonzept und Prüfroutinen.

Das Reporting an die Konzernzentrale erfolgt mit Hilfe einer datenbankgestützten Managementinformationssoftware. Die Einzelabschlüsse werden anschließend in ein zentrales Konsolidierungssystem eingelesen. Auf Konzernebene wird innerhalb der Abteilung Finanzen und Controlling die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der vorgelegten Einzelabschlüsse überprüft.

Weitere Berichtselemente

Umwelt

Das Wiederaufbereiten von Laser Cartridges bringt beträchtliche Vorteile für unsere Umwelt. Die Erhaltung natürlicher Ressourcen ist Bestandteil gesellschaftlicher Diskussionen und der Aspekt der Umweltverträglichkeit von Produkten beeinflusst die Kaufentscheidung.

Die Unternehmen der Turbon Gruppe sammeln und beschaffen gebrauchte Laser Cartridges und führen diese dann über die Sammel- und Sortierzentren den jeweiligen Produktionsstätten zu. Unsere Produktionsstandorte arbeiten auf Grundlage eines „Zero-Waste-Konzeptes“, welches ein hohes Maß an Wiederverwendung von Komponenten sicherstellt.

Turbon beliefert seine Kunden mit umweltfreundlichen Produkten. Unser Geschäftsmodell beinhaltet die nachhaltige Bewahrung der Umwelt und ihrer Ressourcen. Unsere Produktionsprozesse ermöglichen, dass gebrauchte Laser Cartridges und somit wertvolle Rohstoffe nicht als Müll entsorgt werden müssen.

Dies wird durch zahlreiche Zertifizierungen sichergestellt und dokumentiert. Neben der ISO 14001:2004-Zertifizierung unserer Produktionsstandorte ist unser US-amerikanischer Standort York, PA, nach dem insbesondere in den USA populären R2-Sicherheits-Standard für die Recycling-Industrie zertifiziert. Diese Zertifizierungen sind heutzutage oftmals eine Grundvoraussetzung, um mit verschiedenen Kundengruppen zusammen zu arbeiten oder die Sammlung von Leermodulen aus bestimmten Bereichen vornehmen zu können. Des Weiteren sind eine Vielzahl unserer Produkte mit Umweltkennzeichen wie z.B. Nordic Swan ausgezeichnet.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2016 über alle Beziehungen der Gesellschaft zur Aktionärsgruppe HBT Holdings / Holger Brückmann-Turbon erstellt.

Die Aktionärsgruppe HBT Holdings GmbH / Holger Brückmann-Turbon hält seit dem 27.10.2015 eine Beteiligung von 70,97 % an den Stimmrechten der Turbon AG.

Der Vorstand erklärt am Schluss des Berichts, dass die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft mit der Aktionärsgruppe Holger-Brückmann-Turbon/HBT Holdings GmbH nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dabei nicht benachteiligt. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden.

Übernahmerechtliche Angaben gemäß §§ 289 und 315a HGB

Am 31.12.2016 war das gezeichnete Kapital der Turbon AG in Höhe von 10.333 Tsd. Euro aufgeteilt in 3.294.903 auf den Inhaber lautende nennwertlose, stimmberechtigte Stückaktien. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen.

Sonderrechte von Aktionären, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern der Turbon AG ergeben sich aus den §§ 84 ff. AktG. Die Satzung enthält diesbezüglich keine weiteren Regelungen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt gemäß § 7 der Satzung der Aufsichtsrat. Dieser kann auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen sowie ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands ernennen.

Satzungsänderungen sind in den §§ 133, 179 AktG geregelt. Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, wurde gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG an den Aufsichtsrat delegiert.

Der Vorstand ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 16. Juni 2017 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 15. Juni 2021 das Grundkapital durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.583.302,23 Euro (25% des Grundkapitals) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital/2016).

Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in den folgenden Fällen ganz oder teilweise auszuschließen:

- bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft mit gleicher Gattung und Ausstattung im Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags, die möglichst zeitnah zur Platzierung der neuen Stückaktien erfolgen soll, nicht wesentlich im Sinne von § 203 Abs. 1 und 2, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Der rechnerisch auf die gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital darf insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht übersteigen weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung;

- bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; oder

- um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Zeitpunkt der Gewinnberechtigung für die neuen Aktien sowie die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital/2016 und ihrer Durchführung festzulegen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals durch Ausübung des Genehmigten Kapitals 2016 und nach Ablauf der Ermächtigungsfristen zu ändern.

Es gibt keine Vereinbarungen der Turbon AG, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

Entschädigungsvereinbarungen oder ähnliches mit Arbeitnehmern bzw. Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Übernahmeangebotes existieren nicht.

Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate Governance

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des Lageberichts. Gemäß § 317 Absatz 2 Satz 3 HGB sind die Angaben nach § 289a HGB nicht in die Prüfung einzubeziehen. Die auf der Internetseite von Turbon (http://turbon-group.com/de/investorrelations/corporate-governance.aspx) in der Rubrik Investor Relations / Corporate Governance veröffentlichte Erklärung enthält die Entsprechenserklärung, Angaben zu Unternehmensführungspraktiken sowie die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Angaben zur Festlegung von Zielgrößen gemäß §§ 76 Absatz 4, 111 Absatz 5 AktG.

Vergütungsbericht

Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen.

Als fixe Vergütung erhalten die Vorstandsmitglieder eine feste Grundvergütung pro Jahr. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder im Wesentlichen Zuschüsse zur Sozialversicherung, einen Kfz-Kostenzuschuss bzw. einen Firmenwagen mit privater Nutzungsmöglichkeit sowie Beiträge zur Unfallversicherung im üblichen Rahmen.

Als variable Vergütung erhalten die Vorstandsmitglieder wie in den Vorjahren die Möglichkeit, einen Jahresbonus, der sich an Ergebnis und Cash-Flow im Konzern orientiert, zu verdienen. Die Gewährung eines Jahresbonus setzt zunächst voraus, dass ein für das Geschäftsjahr festgelegter Ergebnisbetrag überschritten wird. Ein über dem festgelegten Ergebnisbetrag erzieltes Jahresergebnis wird in einem nächsten Schritt um die Veränderung von Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fortgeschrieben, um so das zweite Kriterium, den Cash-Flow, zu ermitteln. Der Jahresbonus wird berechnet, indem das erzielte Jahresergebnis mit einem definierten Prozentsatz multipliziert wird. Dieser Prozentsatz vermindert sich in Staffeln, sofern der Cash-Flow niedriger als das erzielte Jahresergebnis ist. Der Jahresbonus der Mitglieder des Vorstands entfällt komplett, wenn kein Mindest-Ergebnisbetrag oder kein positiver Cash-Flow erreicht wird.

Durch die strenge Ausgestaltung der vorgenannten variablen Vergütung wurde mittels einer einjährigen Bemessungsgrundlage bereits eine nachhaltige Entwicklung für die Turbon Gruppe implementiert.

Weiterhin haben die Vorstandsmitglieder zusätzlich die Möglichkeit, einen Bonus für nachhaltiges Wirtschaften zu erhalten, der auf eine mehrjährige Bemessungsperiode abstellt. Die aktuelle Bemessungsperiode gilt für die Geschäftsjahre 2014-2017.

Der Vorstand soll damit dem übergeordneten Ziel der Substanzsicherung bzw. über diese hinaus der Vermögenssteigerung des Unternehmens Rechnung tragen. Wie beim Jahresbonus wird eine Leistungsbewertung anhand der Kriterien Ergebniszahlen und Generierung flüssiger Mittel vorgenommen. Bei Erreichen dieser Bonuskriterien wird den berechtigten Vorstandsmitgliedern (zurzeit nur Herr Pages) im auf die Bemessungsperiode folgenden Jahr jeweils ein Bonus von 100.000 Euro ausgezahlt. Wird ein Bonuskriterium nicht erreicht, endet die Bemessungsperiode. Zu Beginn des folgenden Geschäftsjahres startet dann eine neue Bemessungsperiode eventuell unter Zugrundelegung geänderter, dann sinnvoller Bemessungskriterien.

Bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund überschreitet die Höhe einer eventuellen Abfindung weder zwei Jahresvergütungen noch die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages. In Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Herrn DeLuca wurde keine Abfindungszahlung fällig.

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Übernahmeangebots.

Der ausführliche Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat sowie die auf die einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder entfallenden Beträge sind im Anhang unter „Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats“ angegeben.

Der Turbon AG sind keine meldepflichtigen Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte von Aktien der Turbon AG oder von sich darauf beziehenden Finanzierungsinstrumenten durch Organmitglieder (Directors Dealings) bekannt. Der Gesamtbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats an Aktien der Turbon AG oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente ist kleiner als 10 % der ausgegebenen Aktien.

Vorausschauende Aussagen

Dieser Bericht enthält bestimmte, in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft und des Konzerns wesentlich von der hier gegebenen Einschätzung abweichen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht des Konzerns und der Turbon AG der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft sowie des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Hattingen, im April 2017

Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016

Zusammensetzung des Aufsichtsrates

Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder endete 2016. Herr Scholten hat sich nicht zur Wiederwahl gestellt. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder (Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre und der Arbeitnehmer) wurden sämtlich wiedergewählt. Zusätzlich wurde durch die Hauptversammlung am 16. Juni 2016 Heinz Vogel als weiteres Aufsichtsratsmitglied der Aktionäre in den Aufsichtsrat gewählt. Holger Stabenau wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt, Thomas Hertrich zu seinem Stellvertreter. Der Aufsichtsrat hat - wie in der Vergangenheit - einen Personalausschuss gebildet, der aus zwei Mitgliedern besteht.

Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2016 insgesamt zu sechs Sitzungen zusammen. An diesen Sitzungen nahmen mit Ausnahme einer Sitzung, bei der ein Mitglied fehlte, alle Mitglieder des Aufsichtsrats teil. Der Personalausschuss kam im Berichtszeitraum zu einer Sitzung zusammen.

Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte durch den Vorstand im Rahmen der ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Pflichten laufend überwacht und den Vorstand beraten. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die jeweils aktuelle Lage des Konzerns. Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung sowie die für das Unternehmen wichtigen Entscheidungen und Vorgänge ausführlich erörtert. Abweichungen des tatsächlichen von dem geplanten Geschäftsverlauf wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und im Aufsichtsrat eingehend behandelt.

Wesentliche Themen im Aufsichtsrat

In der Sitzung vom 17. Februar 2016 hat der Vorstand dem Aufsichtsrat das finale Budget für das Geschäftsjahr 2016 vorgestellt. Nach eingehender Erörterung hat der Aufsichtsrat dem vom Vorstand vorgelegten Budget für das Geschäftsjahr 2016 zugestimmt.

Großen Anteil an den Beratungen des Aufsichtsrates nahm die Geschäftsentwicklung der Gruppe ein. Die tatsächliche Entwicklung blieb in einigen Bereichen hinter den Planungen zurück. Aufgrund anhaltend schwieriger Marktverhältnisse lagen Umsatz und Ergebnis in weiten Teilen Europas und insbesondere in den USA unter den Erwartungen. Der Aufsichtsrat hat diese Entwicklung und die Gründe für die Abweichung von der Planung und die tatsächliche Geschäftsentwicklung eingehend mit dem Vorstand erörtert und Fortschreibungen der Planung zugestimmt.

Die Geschäftsentwicklung der Gruppe in den USA blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück und nahm in den Beratungen des Aufsichtsrates besonderen Raum ein. Mit Zustimmung des Aufsichtsrates hat der Vorstand ein umfassendes Kostensparprogramm umgesetzt, die Strukturen in den USA verschlankt und die Produktion von Mexiko nach Rumänien, Thailand und York, Pennsylvania, USA, verlagert. In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat hat der Vorstand das US-Vertriebsteam verstärkt und einen erfahrenen Director Sales and Marketing North America gewinnen können. Der Aufsichtsrat hat der sehr herausfordernden Situation in den USA zudem durch die Bestellung von Simon McCouaig zum unter anderem für das Nordamerika-Geschäft zuständigen Mitglied des Vorstands der Gesellschaft Rechnung getragen. Mit dieser Bestellung hat der Aufsichtsrat auch auf das Ausscheiden von Al DeLuca im Februar 2017 reagiert. Der Aufsichtsrat ließ sich regelmäßig von den geplanten Maßnahmen, ihren zu erwartenden Auswirkungen, dem Stand ihrer Umsetzung und ihrer Effektivität berichten. Während einzelne Maßnahmen kurzfristige Auswirkungen haben, zeigen sich die Auswirkungen bei anderen erst mittel- bis längerfristig. Der Aufsichtsrat beobachtet weiterhin die Entwicklung.

Aufgrund der generell schwierigen Marktverhältnisse im Bereich des traditionellen Transaktionsgeschäfts (Wiederaufbereitung und Verkauf wiederaufbereiteter Laser Cartridges für Computerdrucker über den Handel) hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die strategische Ausrichtung der Gruppe und insbesondere die Diversifizierung des Geschäftsmodells abgestimmt. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats wurden die Strategie der Gruppe angepasst und das Geschäftsmodell erweitert.

Zum einen wurde der Bereich der so genannten Managed Print Services, die bislang fast ausschließlich im nordamerikanischen Markt angeboten wurden, ausgeweitet und unter anderem durch den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an einem etablierten deutschen Anbieter von Managed Print Services gestärkt. Zum anderen hat die Gesellschaft mit der Akquisition eines Anbieters im Bereich Kabelkonfektionierung begonnen, ein für sie gänzlich neues Geschäftsfeld aufzubauen. Dem Eintritt in dieses Segment ging eine eingehende Analyse insbesondere des Marktes, der zu erwartenden Entwicklung des Marktes sowie der Kompatibilität des Geschäfts mit der Struktur der Gruppe voraus. Der Aufsichtsrat hat die Ergebnisse der Analyse mit dem Vorstand eingehend erörtert, der Eröffnung des Geschäftsbereich Cabling Technologies sowie dem Erwerb der Mehrheit an dem Anbieter im Bereich der Kabelkonfektionierung zugestimmt und die Verantwortlichkeit innerhalb des Vorstands für diesen neuen Geschäftsbereich entsprechend angepasst.

Corporate Governance

Die Erklärung des Vorstandes und des Aufsichtsrats zu den Empfehlungen der Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Kodex“ nach § 161 AktG wurde im November 2016 abgegeben und auf der Internet-Seite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Die Erklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Kodex“ nach § 161 AktG wurde im Februar 2017 angepasst; auch die angepasste Erklärung wurde auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB und der Bericht nach Ziffer 3.10 des Corporate Governance Kodex wurden im April 2017 abgegeben und sind auf der Internet-Seite der Gesellschaft zugänglich gemacht.

Veränderungen im Vorstand

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 18. August 2016 Christian Wernhart zum Mitglied des Vorstandes bestellt. In seiner Sitzung vom 17. November 2016 hat der Aufsichtsrat mit Wirkung ab dem 12. Dezember 2016 Simon McCouaig zum Mitglied des Vorstandes bestellt.

Jahresabschlüsse von AG und Konzern, Abschlussprüfung

Die von der Hauptversammlung 2016 zum Abschlussprüfer gewählte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss der Gesellschaft, den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht und den Konzernabschluss unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüferin Deutschland e.V. (IDW) festgelegten deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Zum bestehenden Risikofrüherkennungssystem stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen, insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems, getroffen hat und die eingesetzten Instrumente zum Risikomanagement ausreichen, bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig zu erkennen.

Der Jahresabschluss, der mit dem Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht, der Konzernabschluss und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Diese Unterlagen hat der Aufsichtsrat eingehend geprüft. Die Prüfung hat sich auch auf die Vollständigkeit und den Inhalt der nach § 289 Abs. 4 bzw. § 315 Abs. 4 HGB vorgeschriebenen Angaben erstreckt. In seiner Bilanzsitzung am 09. Mai 2017 hat der Aufsichtsrat im Beisein des Abschlussprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen berichtete, die Abschlussunterlagen ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer beantwortete die Fragen, die sich auch auf den Rechnungslegungsprozess, das Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem bezogen. Der Aufsichtsrat hat sich nach seiner eigenen Prüfung dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt, womit der Jahresabschluss festgestellt ist. Der Vorschlag für die Gewinnverwendung wurde ausführlich erörtert. Vorstand und Aufsichtsrat haben gemeinsam beschlossen, der Hauptversammlung eine Dividende von EUR 0,60 je Stückaktie vorzuschlagen.

Der Vorstand hat für das Geschäftsjahr 2016 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Dieser Bericht wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit der uneingeschränkten Bestätigung versehen, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Der Aufsichtsrat hat den Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er hat sich weiterhin vom Abschlussprüfer über dessen Ergebnis der Prüfung berichten lassen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Nach eigener Prüfung hat der Aufsichtsrat ebenfalls keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut erfolgreiche Arbeit.

Hattingen, 09. Mai 2017

Für den Aufsichtsrat

Holger Stabenau, Vorsitzender

Bilanz zum 31. Dezember 2016

der Turbon AG, Hattingen

Aktiva

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Anhang 31.12.2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.921 3.706
II. Sachanlagen 4 2
III. Finanzanlagen 75.217 74.797
79.142 78.505
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2)
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.773 2.729
2. Sonstige Vermögensgegenstände 427 317
2.200 3.046
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.105 986
3.305 4.032
82.447 82.537
Passiva
Anhang 31.12.2016

TSD. Euro
Vorjahr

TSD. Euro
A. Eigenkapital (3)
I. Gezeichnetes Kapital 10.333 10.333
II. Kapitalrücklage 14.956 14.956
III. Gewinnrücklagen 168 168
IV. Bilanzgewinn 13.104 18.395
38.561 43.852
B. Rückstellungen (4)
1. Rückstellungen für Pensionen 2.671 2.715
2. Steuerrückstellungen 222 1.588
3. Sonstige Rückstellungen 945 1.058
3.838 5.361
C. Verbindlichkeiten (5)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.605 12.342
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.898 19.007
3. Sonstige Verbindlichkeiten 207 1.540
39.710 32.889
D. Passive latente Steuern (6) 338 435
82.447 82.537

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

der Turbon AG, Hattingen

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Anhang 2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
1. Umsatzerlöse (7) 2.409 0
2. Sonstige betriebliche Erträge (8) 1.393 22.583
3. Personalaufwand (9) -801 -1.033
4. Abschreibungen (10) -1.141 -497
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen (11) -1.813 -2.322
6. Aufwendungen aus Verlustübernahme (12) -10 -6
7. Zinsergebnis (13) -371 -276
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (14) -10 -260
9. Ergebnis nach Steuern -344 18.189
10. Sonstige Steuern -5 -5
11. Jahresfehlbetrag/-überschuss -349 18.184
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 13.453 211
13. Bilanzgewinn 13.104 18.395

(1) Entwicklung des Anlagevermögens der Turbon AG, Hattingen

für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2016

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Anschaffungskosten
Stand 01.01.2016

Tsd. Euro
Zugänge

Tsd. Euro
Abgänge

Tsd. Euro
Stand 31.12.2016

Tsd. Euro
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.282 1.354 0 6.636
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6 4 0 10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 94.674 712 0 95.386
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.512 0 292 6.220
101.186 712 292 101.606
106.474 2.070 292 108.252

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Aufgelaufene Abschreibungen
Stand 01.01.2016

Tsd. Euro
Abschreibungen lfd. Jahr

Tsd. Euro
Stand 31.12.2016

Tsd. Euro
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.576 1.139 2.715
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 2 6
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 26.389 0 26.389
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0
26.389 0 26.389
27.969 1.141 29.110

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Buchwerte
Stand 31.12.2016

Tsd. Euro
Stand 31.12.2015

Tsd. Euro
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.921 3.706
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 2
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 68.997 68.285
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.220 6.512
75.217 74.797
79.142 78.505

Anhang

der Turbon AG

Allgemeine Angaben

Die Turbon AG fungiert als konzernleitende Holding und ist unter HRB 15780 beim Amtsgericht Essen im Handelsregister eingetragen. Ihre wesentlichen Aufgaben umfassen neben der strategischen und planenden Tätigkeit vor allem die Steuerung und Koordination der am Markt tätigen Unternehmen der Turbon Gruppe.

Die Turbon AG erstellt als Muttergesellschaft einen Konzernabschluss nach § 315a Abs.1 HGB, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Der Abschluss (Jahresabschluss und Lagebericht) der Turbon AG, Hattingen, wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) geänderten Fassung und des Aktiengesetz aufgestellt.

Es ist eine Anpassung der Vorjahreszahlen an die neuen Bilanzierungsvorschriften in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht vorgenommen worden; die Auswirkungen der Überleitung nach BilRUG sind im Anhang bei den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge sind daher in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht mit dem Vorjahr vergleichbar.

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Stichtagskurse Durchschnittskurse
1 EUR = 31.12.2016 31.12.2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
DKK 7,4344 7,4626 7,4451 7,4586
GBP 0,8562 0,7340 0,8227 0,7260
RON 4,5390 4,5240 4,4933 4,4452
THB 37,7260 39,2480 38,8623 38,0007
USD 1,0541 1,0887 1,1032 1,1096
CZK 27,0210 27,023 27,034 27,2790

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der Turbon AG für das Geschäftsjahr 2016 ist wie im Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Alle Beträge werden in Tausend Euro angegeben, soweit nicht besonders darauf hingewiesen wird. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren.

In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasste Posten sind im Anhang - soweit erforderlich - weiter aufgegliedert.

Sämtliche Zusatzangaben zu einzelnen Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden nicht dort, sondern im Anhang aufgeführt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und mit Nutzungsbeginn planmäßig über eine Nutzungsdauer von 4 bis 15 Jahren linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer pro rata temporis planmäßig linear abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter von mehr als 150,00 Euro bis einschließlich 410,00 Euro werden im Jahr der Anschaffung komplett abgeschrieben. Anschaffungen bis zu 150,00 Euro werden sofort aufwandsmäßig verrechnet.

Die planmäßige Abschreibung beträgt bei Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden vorgenommen, wenn eine durch planmäßige Abschreibungen nicht gedeckte Wertminderung eingetreten ist und diese voraussichtlich von Dauer sein wird.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten aktiviert; das Körperschaftsteuerguthaben wird mit dem Barwert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank zum Abschlussstichtag bewertet. Gewinne werden nur berücksichtigt soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Wir nehmen von dem Wahlrecht Gebrauch und weisen Forderungen und Verbindlichkeiten saldiert aus.

Flüssige Mittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten und werden zum Nennbetrag bilanziert. Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Auszahlungen, die vor dem Bilanzstichtag geleistet werden, soweit diese Aufwand für die Folgejahre darstellen.

Die Pensionsverpflichtungen sind gemäß versicherungsmathematischem Gutachten mit dem anhand des Anwartschaftsbarwertverfahren (Protected-Unit-Credit-Method) ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Berechnung wird die Richttafel von Klaus Heubeck (2005 G) angewandt. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwertes der erdienten Anwartschaft berücksichtigt. Für die Abzinsung wird pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür erstmals der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 4,01% angesetzt (im Vorjahr durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 3,89%). Neben den Annahmen zur Lebenserwartung wurden Einkommens- und Rentenentwicklungen mit 1% bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Turbon AG von aktuell 33,68%. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Den sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen die jeweiligen Erfüllungsbeträge zugrunde.

Ergebnisse aus der Änderungen des Abzinsungssatzes langfristiger Rückstellungen werden im Finanzergebnis erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Ebenfalls beigefügt ist die Aufstellung des Anteilsbesitzes am Ende dieses Anhangs.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus dem Cash-Management des Konzernverbundes. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen und ein Körperschaftsteuerguthaben enthalten. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 39 Tsd. Euro eine Restlaufzeit von über einem Jahr, die abgezinst sind.

(3) Eigenkapital

Das Grundkapital der Turbon AG beträgt 10.333 Tsd. Euro (im Vorjahr 10.333 Tsd. Euro) und ist in 3.294.903 (im Vorjahr 3.294.903) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 3,14 Euro eingeteilt. Durch die Hauptversammlung vom 16. Juni 2016 wurde der Beschluss über ein genehmigtes Kapital in Höhe von 25% des Grundkapitals gefasst.

Die Kapitalrücklage stammt fast ausschließlich aus dem Agio der in 1991 durchgeführten Kapitalerhöhung.

Die Gewinnrücklagen und der Bilanzgewinn setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
Gesetzliche Rücklage 168 168
Bilanzgewinn 13.104 18.395
13.272 18.563

(4) Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen umfassen Verpflichtungen aus bereits laufenden Pensionen und Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Pensionen und betragen 2.671 Tsd. Euro (Vorjahr 2.715 Tsd. Euro).

Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag gem. § 253 Absatz 6 HBG in Höhe von 318 Tsd. Euro). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die Steuerrückstellungen enthalten Rückstellungen für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer für laufende Ergebnisse.

Die Hälfte der sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Bonuszahlungen, ausstehende Rechnungen und Beratungskosten.

(5) Verbindlichkeiten

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Restlaufzeit bis 1 Jahr

Tsd. Euro
Restlaufzeit >1 Jahr

Tsd. Euro
Gesamt 31.12.2016

Tsd. Euro
Gesamt Vorjahr

Tsd. Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 737 5.868 6.605 12.342
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.898 0 32.898 19.007
Sonstige Verbindlichkeiten 207 0 207 1.540
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (1) 0 (1) (1)
33.842 5.868 39.710 32.889

Im Vorjahr betrugen die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit> 1 Jahr gegenüber Kreditinstituten insgesamt 6.605 Tsd. Euro.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten hatten auch im Vorjahr jeweils eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr.

Auf variabel verzinsliche Kredite mit einer Gesamtsumme von 6.605 Tsd. Euro und einer Restlaufzeit bis 2018 wurden zur Begrenzung des Zinsrisikos fristenäquivalente Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen und zusammen mit diesen im Rahmen einer Bewertungseinheit unter Anwendung der Einfrierungsmethode berücksichtigt. Der derzeitige Marktwert dieser Sicherungsgeschäfte liegt bei -0,2 Mio. Euro (Vorjahr -0,3 Mio. Euro).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus dem Cash-Management des Konzernverbundes.

(6) Latente Steuern

Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus einem passiven latenten Steuerposten, der durch die Auflösung eines Sonderpostens mit Rücklageanteil gebildet wurde. Aktive latente Steuern von 195 Tsd. Euro (Vj. 283 Tsd. Euro) werden als Abzug von den passiven latenten Steuern abgesetzt und resultieren aus Bewertungsunterschieden von Pensionen und Unterschieden bei der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen. Die passiven latenten Steuern betragen 533 Tsd. Euro (Vj. 718 Tsd. Euro).

Nach Saldierung des passivischen und aktivischen Betrages verbleibt ein passivischer Ausweis von 338 Tsd. Euro (Vj. 435 Tsd. Euro).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(7) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Neudefinition des §277 Absatz 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst.

Die Umsatzerlöse von 2.409 Tsd. Euro (Vorjahr 2.564 Tsd. Euro nach BilRUG, vor BilRUG 0 Tsd. Euro) beinhalten ausschließlich konzerninterne Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen, insbesondere für Lizenzen und Management Fees.

(8) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 1.393 Tsd. Euro (Vorjahr 20.019 Tsd Euro nach BilRUG, vor BilRUG 22.583 Tsd Euro) enthalten im Wesentlichen Währungsgewinne. Die Währungsgewinne betragen 1.213 Tsd. Euro, der hohe Betrag resultiert aus der monatlichen Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen.

Die Vorjahreszahlen betreffen mit 18.485 Tsd. Euro einen Ertrag aus dem Abgang der Anteile an der Beteiligung SC Turbon Romania S.R.L. an die zu 100% im Besitz der Turbon AG befindlichen Zwischenholding Turbon Beteiligungs GmbH.

Die Erträge aus zu Stichtagskursen bewerteten Forderungen und Verbindlichkeiten betragen 290 Tsd. Euro (Vorjahr 92 Tsd. Euro). Auf die Auflösung von Rückstellungen entfallen periodenfremde Erträge in Höhe von 178 Tsd. Euro (Vorjahr 239 Tsd. Euro).

(9) Personalaufwand

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2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
Löhne und Gehälter 776 834
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 25 199
(davon für Altersversorgung) (-34) (144)
801 1.033

Sowohl im Jahresdurchschnitt als auch am Bilanzstichtag waren 5 Angestellte (im Vorjahr 5 Angestellte) beschäftigt.

(10) Abschreibungen

Es wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf das Ankaufsrecht der Immobilie in Meerbusch in Höhe von 630 Tsd. Euro vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Abschreibungen auf Lizenzen.

(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Verwaltungskosten, sowie Rechts- und Beratungskosten, Währungsverluste und Versicherungsaufwendungen. Die Währungsverluste betragen 845 Tsd. Euro, der hohe Betrag resultiert im Wesentlichen aus der monatlichen Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen.

Die Aufwendungen aus zum Stichtag bewerteten Forderungen und Verbindlichkeiten betragen 43 Tsd. Euro (Vorjahr 402 Tsd. Euro).

(12) Aufwendungen aus Verlustübernahme

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2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
Erträge und Verluste aus Beteiligungen -10 -6
(davon aus verbundenen Unternehmen) Turbon Beteiligungs GmbH (-10) (-6)
-10 -6

(13) Zinsergebnis

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2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 292 257
(davon aus verbundenen Unternehmen) (290) (253)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -663 -533
(davon aus verbundenen Unternehmen) (-266) (-117)
(davon Zinsaufwand für Pensionen) (-103) (-116)
-371 -276

(14) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein latenter Steuerertrag von 97 Euro enthalten.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber der Turbon Beteiligungs GmbH besteht eine Verpflichtung zur Ergebnisübernahme aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrages.

Es wurde die gesamtschuldnerische Haftung der Turbon AG und der Turbon Europe GmbH für zurzeit nicht in Anspruch genommene Kreditlinien von 6,0 Mio. Euro vereinbart.

Eine weitere gesamtschuldnerische Haftung der Turbon AG und Turbon Europe GmbH für zwei Langzeitdarlehn beläuft sich auf 4,7 Mio. Euro.

Garantieerklärungen wurden im Rahmen der Pensionsverpflichtungen für ehemalige Mitarbeiter der Tochtergesellschaft Keytec (GB) und für Leasingverpflichtungen der Tochtergesellschaft TAM Solutions Inc. abgegeben.

Die Turbon AG hat der Tochtergesellschaft Bright Parameters GmbH eine Darlehnszusage über bis zu 100 Tsd. Euro gegeben.

Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden, mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands in Höhe von 735 Tsd. Euro (Vorjahr 619 Tsd. Euro) teilen sich für das Berichtsjahr wie folgt auf die einzelnen Vorstandsmitglieder auf:

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Gewährte Zuwendungen Aldo C. DeLuca Sprecher des Vorstands Eintritt 26.10.2006
2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
2016 (Min)

Tsd. Euro
2016 (Max)

Tsd. Euro
--- --- --- --- ---
Festvergütung 285 270
Nebenleistungen 14 13
Summe 299 283
Einjährige variable Vergütung 40 46 0 99
Mehrjährige variable Vergütung 0 25 0 0
Summe 40 71 0 44
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 339 354

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Gewährte Zuwendungen Michael Pages Mitglied des Vorstands Eintritt 01.05.2004
2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
2016 (Min)

Tsd. Euro
2016 (Max)

Tsd. Euro
--- --- --- --- ---
Festvergütung 167 167
Nebenleistungen 35 35
Summe 202 202
Einjährige variable Vergütung 40 38 0 50
Mehrjährige variable Vergütung 25 25 0 25
Summe 65 63 0 75
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 267 265

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Gewährte Zuwendungen Christian Wernhart Mitglied des Vorstands Eintritt 18.08.2016
2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
2016 (Min)

Tsd. Euro
2016 (Max)

Tsd. Euro
--- --- --- --- ---
Festvergütung 38 0
Nebenleistungen 3 0
Summe 41 0
Einjährige variable Vergütung 40 0 0 50
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Summe 40 0 0 50
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 81 0

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Gewährte Zuwendungen Simon John McCouaig Mitglied des Vorstands Eintritt 12.12.2016
2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
2016 (Min)

Tsd. Euro
2016 (Max)

Tsd. Euro
--- --- --- --- ---
Festvergütung 12 0
Nebenleistungen 0 0
Summe 12 0
Einjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Summe 0 0 0 0
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 12 0

Die einjährige variable Vergütung ist grundsätzlich für den Vorstand unbegrenzt. Unter Anwendung der Kriterien der Bonusvereinbarungen wird der Bonus von Herrn DeLuca, Herrn Pages und Herrn Wernhart auf 52 Tsd. Euro geschätzt. Die Ermittlung ist vorläufig, da die Umsatzzahlen des ersten Quartals 2017 in die Ermittlung der Boni einfließen.

Die Veränderung im Grundgehalt bei Herrn DeLuca ist wechselkursbedingt, da das Grundgehalt in US-Dollar vereinbart ist.

Im Jahr 2016 sind die Vergütungen wie folgt zugeflossen:

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Zufluss Aldo C. DeLuca Sprecher des Vorstands Eintritt 26.10.2006 Michael Pages Mitglied des Vorstands Eintritt 01.05.2004
2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
--- --- --- --- ---
Festvergütung 285 270 167 167
Nebenleistungen 14 13 35 35
Summe 299 283 202 202
Einjährige variable Vergütung 37 160 30 69
Mehrjährige variable Vergütung 0 (4 J.) 0 (4 J.) 0 (4 J.) 0 (4 J.)
Summe 37 160 30 69
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 336 443 232 271

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Zufluss Christian Wernhart Mitglied des Vorstands Eintritt 18.08.2016 Simon John McCouaig Mitglied des Vorstands Eintritt 12.12.2016
2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
--- --- --- --- ---
Festvergütung 38 0 12 0
Nebenleistungen 3 0 0 0
Summe 41 0 12 0
Einjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 (4J.) 0 (4J.) 0 (4J.) 0 (4J.)
Summe 0 0 0 0
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 41 0 12 0

Die laufenden Zahlungen an ein ehemaliges, am 31.12.2000 ausgeschiedenes Vorstandsmitglied betrugen im Jahr 2016 110 Tsd. Euro (Vorjahr 110 Tsd. Euro). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstände betrugen 1.856 Tsd. Euro (Vorjahr 1.841 Tsd. Euro).

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Mitglieder erhalten neben dem Ersatz ihrer Auslagen, zu denen auch die Mehrwertsteuer gehört, eine jährliche Vergütung von 6.136 Euro. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Die Gesellschaft schließt für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine angemessene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte Directors and Officers-Versicherung) ab. Die insoweit anfallenden Versicherungsbeträge übernimmt die Gesellschaft.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats in Höhe von 182 Tsd. Euro (Vorjahr 76 Tsd. Euro) teilen sich für das Berichtsjahr wie folgt auf:

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Feste Vergütung Beratungsleistungen Gesamt
2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
2016

Tsd. Euro
Vorjahr

Tsd. Euro
--- --- --- --- --- --- ---
Holger Stabenau 9 3 1337 31 141 34
Hans-Joachim Scholten 6 12 2 3 8 15
Thomas Hertrich 9 9 0 0 9 9
Paul-Dieter Häpp 6 6 0 0 6 6
Girolamo Cacciatore 6 6 0 0 6 6
Dietmar Kirsch 6 6 0 0 6 6
Heinz Vogel 3 0 0 0 3 0

Herr Stabenau ist Partner der Sozietät Hoffmann Liebs Fritsch & Partner. Diese stellte im abgelaufenen Geschäftsjahr 132 Tsd. Euro für Beratungsleistungen in Rechnung, davon entfallen ca. 76 Tsd. Euro auf von Herrn Stabenau für die Sozietät geleistete Tätigkeiten.

Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Turbon AG zugänglich gemacht worden.

Meldungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)

Angabe gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG i. V. m. § 21 Abs. 1 WpHG

Im Geschäftsjahr 2016 wurden der Gesellschaft keine Stimmrechtsmitteilungen übermittelt.

Stimmrechtsmitteilungen aus den Vorjahren, mit denen der Gesellschaft Über- oder Unterschreitungen der Meldeschwellen mitgeteilt wurden, lauten wie folgt:

Die HBT Holdings GmbH, Hattingen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.06.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Turbon AG, Hattingen, Deutschland am 11.06.2014 die Schwelle von 50% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 73,88% (das entspricht 2.434.380 Stimmrechten) betragen hat.

Herr Holger Brückmann-Turbon, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.06.2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Turbon AG, Hattingen, Deutschland am 11.06.2014 die Schwelle von 50% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 74,76% (das entspricht 2.463.380 Stimmrechten) betragen hat.

73,88% der Stimmrechte (das entspricht 2.434.380 Stimmrechten) sind Herrn Brückmann-Turbon gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden über die HBT Holdings GmbH als kontrolliertem Unternehmen gehalten.

Honorare des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers wird in unserem Konzernabschluss veröffentlicht.

Ergebnisverwendung

Die ordentliche Hauptversammlung vom 16. Juni 2016 hat beschlossen, den Gewinn des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von Euro 18.395.319,72 wie folgt zu verwenden:

1. Ausschüttung an die Aktionäre in Höhe von Euro 4.942.354,50 durch Zahlung einer Dividende von Euro 1,50 je Stückaktie

Diese setzt sich zusammen aus

a) Dividende von Euro 0,80 für 3.294.903 Stückaktien: Euro 2.635.922,40

b) Sonderdividende von Euro 0,70 für 3.294.903 Stückaktien: Euro 2.306.432,10
2. Vortrag auf neue Rechnung Euro 13.452.965,22

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von 13,1 Millionen Euro wie folgt zu verwenden:

1. Ausschüttung an die Aktionäre in Höhe von 2,6 Millionen Euro durch Zahlung einer Dividende von 0,80 Euro je Stückaktie
2. Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 10,5 Millionen Euro.

Nachtragsbericht

Im Januar 2017 übernahm Turbon mit 60 % die Mehrheitsbeteiligung an einer neu gegründeten Gesellschaft, die auf Basis einer lizensierten Marke Laser Cartridges in Europa vertreibt.

Am 10.02.2017 schied der zuvor für das USA Geschäft zuständige Herr Aldo DeLuca aus der Turbon Gruppe und dem Vorstand der Turbon AG aus.

Im März 2017 wurde die Bright Parameters GmbH verkauft und schied damit aus dem Konsolidierungskreis aus. Der Veräußerungsgewinn betrug 16 Tausend Euro.

Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands

Aufsichtsrat

Sofern Mitglieder des Aufsichtsrats neben Kontrollfunktionen in der Turbon AG Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen bekleiden, sind diese nachstehend erwähnt (Stand 31.12.2016):

Holger Stabenau (ab 16.06.2016)

Rechtsanwalt

Hoffmann Liebs Fritsch & Partner Rechtsanwälte mbB, Düsseldorf

– Vorsitzender –

Hans-Joachim Scholten (bis 16.06.2016)

Dipl.-Kaufmann, Alzenau

– Vorsitzender –

Thomas Hertrich

Tax Director, Europe / Asia & Pacific Region, NCR Corporation, Aystetten

– Stellvertretender Vorsitzender –

Paul-Dieter Häpp

Vertriebsdirektor Autobank, TARGOBANK AG & Co. KGaA, Köln

Heinz Vogel (ab 16.06.2016)

Dipl.-Kaufmann, Erftstadt

Girolamo Cacciatore

Betriebsratsvorsitzender, Remscheid

– Arbeitnehmervertreter –

Dietmar Kirsch

Technischer Angestellter, Langenfeld

– Arbeitnehmervertreter –

Vorstand

Aldo C. DeLuca, Ivyland (PA)/USA (bis 10.02.2017)

Sprecher des Vorstands bis 10.02.2017

Michael Pages, Moers

Sprecher des Vorstands ab 11.02.2017

Christian Wernhart, Steindorf am Ossiacher See/Österreich (ab 18.08.2016)

Simon John McCouaig, Dorridge/Vereinigtes Königreich (ab 12.12.2016)

Hattingen, den 18. April 2017

Der Vorstand

Michael Pages

Christian Wernhart

Simon McCouaig

Anteilsbesitz Turbon AG

zum 31. Dezember 2016

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Eigenkapital Jahresergebnis
Anteil am Kapital

(%)
gehalten über Nr. Währung in 1.000 Währungseinheiten
--- --- --- --- --- ---
1 Turbon AG, Hattingen EUR 38.562 -349
2 Turbon Europe GmbH, Hattingen 100,00 1 EUR 4.554 -183
3 Turbon International, Inc., York (PA)/USA 100,00 1 USD 40.955 0
4 Turbon USA Inc., Pennsauken (NJ)/USA 100,00 3 USD -15.492 -1.270
5 Turbon America Inc., Pennsauken (NJ)/USA 100,00 3 USD 3.402 1.281
6 International Laser Group Inc., Calabasas (CA)/USA 100,00 1 USD 6.341 -1.150
7 Turbon (Thailand) Co., Ltd., Samutprakarn/Thailand 100,00 11 THB 1.164.792 30.755
8 Keymax Nordic Holding A/S, Tästrup/Dänemark 100,00 1 DKK 757 18
9 Keytec (GB) Ltd., Exeter (Devon)/Großbritannien 100,00 1 GBP 1.824 12
10 SC Turbon Romania S.R.L., Oltenita/Rumänien 100,00 11 RON 22.114 1.688
11 Turbon Beteiligungs GmbH, Hattingen 100,00 1 EUR 24.495 0
12 Bright Parameters GmbH, Hattingen 100,00 1 EUR -11 -39
13 BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. Objekt Meerbusch KG, Pullach i. Isartal 95,00 1 EUR -113 25
14 Embatex GmbH, Feldkirchen/Österreich 100,00 1 EUR 2.268 790
15 Emstar Deutschland GmbH, Rudolstadt 100,00 14 EUR -219 65
16 Emstar Nederland B.V., Bladel/Niederlande 51,00 14 EUR 180 26
17 Emstar d.o.o., Lesce/Slowenien 100,00 14 EUR -144 -7
18 Recart Druckerzubehör GmbH, Berlin 80,00 1 EUR 39 24
19 Sirius Printware GmbH, Berlin 100,00 18 EUR 7 2
20 Druckarchitekten Beteiligungs GmbH, Zossen 51,00 1 EUR 25 0
21 berolina Schriftbild GmbH & Co. KG, Zossen 51,00 1 EUR -924 859
22 berolina Schriftbild Mitteldeutschland GmbH, Zossen 100,00 20 EUR 199 0
23 berolina Schriftbild Vertriebs-GmbH, Zossen 100,00 20^ EUR -7 0
24 Greentec Werbe- und Bürotechnik GmbH, Zossen 100,00 20 EUR 29 0
25 Turbon Cabling Technologies GmbH, Hattingen 66,00 1 EUR 130 -3
26 KP electrics s.r.o., Znojmo/Tschechien 100,00 24 CZK 4.060 0
27 BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. Objekt Hattingen KG, Pullach i. Isartal 95,00 1 EUR -698 172
28 AXMINSTER (Pensions) Ltd., Harlow (Essex)/Großbritannien 100,00 9 GBP 0 0
29 Anchor Properties S.R.L., Oltenita/Rumänien 100,00 10 EUR 0 0
30 BTW Beteiligungs GmbH, Feldkirchen/Österreich 49,80 14 EUR 1.788 153
31 TAM Solutions Inc., Pennsauken (NJ)/USA 49,00 5 USD -98 -98
32 Embatex Iberia S.L., Barcelona/Spanien 50,00 14 EUR 0 0

Zur Währungsumrechnung verweisen wir auf die angegebenen Wechselkurse.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht des Konzerns und der Turbon AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht des Konzerns und der Turbon AG steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Bielefeld, 3. Mai 2017

*BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft*

gez. Höschler, Wirtschaftsprüfer

gez. Horn, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.05.2017 festgestellt.