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Turbon AG Annual Report 2016

May 10, 2017

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Annual Report

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Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick - Turbon Konzern 3
Zusammengefasster Lagebericht des Konzerns und der Turbon AG für das Geschäftsjahr 2016 4
Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016 16
Konzernabschluss
Turbon Konzern – Bilanz 18
Turbon Konzern – Gewinn- und Verlustrechnung 20
Turbon Konzern – Gesamtergebnisrechnung 21
Turbon Konzern – Eigenkapitalveränderungsrechnung 22
Turbon Konzern – Kapitalflussrechnung 24
Turbon Konzern - Anhang
Allgemeine Angaben 25
Grundlagen der Rechnungslegung 25
Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 26
Neue Rechnungslegungsvorschriften 27
Konsolidierungskreis 28
Konsolidierungsmethoden 30
Währungsumrechnung 31
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 31
Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen 33
Kapitalmanagement 33
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz 34
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 46
Sonstige Angaben 51

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 63

Auf einen Blick

Turbon Konzern

2016 2015 2014
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
Umsatz 96.621 107.164 107.929
Bruttoergebnis vom Umsatz 24.831 26.519 27.190
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 6.484 8.832 10.714
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.694 8.100 9.949
Ergebnis nach Ertragsteuern 4.028 6.202 7.003
Ergebnis je Aktie 1,22 1,88 2,13
Cash Flow 8.577 7.639 10.800
Langfristige Vermögenswerte 39.480 39.138 35.349
Kurzfristige Vermögenswerte 41.327 44.432 50.598
Eigenkapital 29.456 31.837 30.275
Bilanzsumme 80.807 83.570 85.947
Eigenkapitalquote 36,5% 38,1% 35,2%

Zusammengefasster Lagebericht des Konzerns und der Turbon AG für das Geschäftsjahr 2016

Rechtliche Unternehmensstruktur

Turbon ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Unternehmenssitz ist Hattingen. In der rechtlichen Unternehmensstruktur gab es im Geschäftsjahr 2016 keine Veränderungen. In den Konzernabschluss wurden 25 Gesellschaften einbezogen. Nähere Angaben zum Konsolidierungskreis sind im Anhang zum Konzernabschluss enthalten.

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Turbon AG und ihre Tochterunternehmen sind im Bereich der modernen Bürokommunikation tätig, und zwar dort, wo elektronische Daten in gedruckte Dokumente überführt werden. Die Unternehmen der Turbon Gruppe entwickeln, produzieren und vertreiben schriftbildendes Druckzubehör und haben sich in diesem Bereich auf Toner Cartridges für den Einsatz in Laser-Druckern spezialisiert. Daneben bietet die Turbon Gruppe auch Ink Jet Cartridges für den Einsatz in Tintenstrahl-Druckern an. Dienstleistungen rund um den Computerdrucker komplettieren das Angebot, wobei hier ein Schwerpunkt im Bereich der sogenannten Managed Print Services (MPS) liegt. Im Zuge von Veränderungen im Stammmarkt wurde der Entschluss zur strategischen Neuausrichtung gefasst um in diesem Zusammenhang neben dem Kerngeschäft zusätzliche Standbeine aufzubauen. Daher erfolgt nun schrittweise die Diversifizierung in Märkte außerhalb des oben genannten Kernbereiches. Die Turbon Gruppe ist mit Unternehmen in Europa, Amerika und Asien aktiv.

Die Wertschöpfung innerhalb der Turbon Gruppe basiert auf dem Zusammenspiel dreier Plattformen: der Produktions-, der Logistik- und der Vertriebs-Plattform. Unsere Produktions-Plattform ermöglicht die Nutzung langjährig etablierter, kostengünstiger Produktionsstandorte in Thailand und Rumänien. Über Jahre wurden dort Kompetenzen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion und Administration aufgebaut. Die Standorte werden durch erfahrenes, lokales Management mit langjähriger Firmenzugehörigkeit geführt. Unsere Vertriebs-Plattform umfasst erfahrene Vertriebsmannschaften in Europa, Nordamerika und Asien. Mithilfe unserer Vertriebs-Plattform erreichen wir vorrangig Wiederverkäufer über unterschiedlichste Vertriebskanäle und unterschiedlichste Leistungs- und Serviceanforderungen. Es gibt keine Einschränkungen bezüglich Größe oder Geografie des Kunden. Als Bindeglied zwischen den räumlich meist deutlich entfernten Produktionsstätten und Absatzmärken fungiert unsere Logistik-Plattform, die bei möglichst geringer Kapitalbindung eine effiziente Versorgung mit Rohmaterialien und Fertigprodukten gewährleistet. Als ein Ergebnis der strategischen Neuausrichtung verfügt Turbon darüber hinaus nach Akquisitionen in den

USA (2014) und in Europa (2016) über eine Service-Plattform rund um den Computerdrucker.

Zurzeit werden diese Plattformen überwiegend von unserem oben beschriebenen Kernbereich genutzt. Sie sind aber gleichzeitig auch die Grundlage für die strategische Neuausrichtung, da auf diesen Plattformen auch die Beschaffung und Produktion anderer verwandter und nicht verwandter Produkte möglich ist. Aufgrund ihrer Flexibilität können die Plattformen sehr schnell um zusätzliche Produkte und Produktbereiche erweitert werden.

Vor diesem Hintergrund hat die Turbon Gruppe über eine Know-How-Akquisition und den Eintritt in den Wachstumsbereich "Cabling Technologies" eine erste Diversifizierung über unsere Branche hinaus vollzogen. Hierbei handelt es sich um die Entwicklung und Herstellung von anschlussfertigen, technischen Verbindungslösungen, die in der Regel in kleineren Serien gefertigt werden und in ihrer Herstellung personalintensiv sind. Diese technischen Produkte finden Verwendung in Maschinen und Gerätschaften, die z.B. in der Landwirtschaft, im Baubereich und im Gesundheitswesen eingesetzt werden. Turbon profitiert hierbei von dem Trend, dass es eine ständig wachsende Zahl von Anwendungen gibt, bei denen Verbindungselemente zum Einsatz kommen (z.B. autonomes Fahren), sowie dass Hersteller solcher Geräte und Fahrzeuge etc. immer mehr dazu übergehen, die Herstellung dieser komplexen Verbindungslösungen an spezialisierte Vorlieferanten auszulagern. Die Produktions- und Logistik-Plattform der Turbon Gruppe ist ideal für die Herstellung dieser Produkte geeignet. Sie bildet die Ausgangsbasis um über organisches Wachstum sowie die Integration weiterer, kleinerer bis mittlerer Unternehmen der stark fragmentierten Branche in die Plattform ein zusätzliches strategisches Standbein für unsere Unternehmensgruppe aufzubauen.

Unsere wichtigsten regionalen Absatzmärkte sind auch weiterhin Europa und Nordamerika, die von verschiedenen Distributionsstandorten unserer Logistik-Plattform bedient werden.

Die Turbon AG fungiert als leitende Holding des Turbon Konzerns. Ihre wesentlichen Aufgaben umfassen neben der strategischen und planenden Tätigkeit vor allem die Steuerung und Koordination der operativen Unternehmen der Turbon Gruppe.

Die Gesellschaft hat von der Möglichkeit gemäß § 315 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht und einen zusammengefassten Lagebericht für den Turbon Konzern und die Turbon AG erstellt. Da der Geschäftsverlauf, die Lage der Gesellschaft sowie die Risiken der zukünftigen Entwicklung der Turbon AG und des

Turbon Konzerns weitgehend übereinstimmen, beziehen sich die folgenden Ausführungen, soweit nicht anders benannt, auf den Turbon Konzern.

Steuerungssystem

Als Steuerungsgrößen für den Turbon Konzern dienen Umsatz und EBT (Ergebnis vor Steuern). Parallel zu den Kennzahlen, die sich aus dem operativen Geschäft ergeben, werden auch Daten zur Steuerung des bilanziellen Kapitals herangezogen. Diese dienen jedoch nur als passives Steuerungskriterium.

Die maßgebliche Steuerungsgröße für die Turbon AG ist das EBT.

Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Wirtschaftliches Umfeld 2016

Rahmenbedingungen

Für unsere wichtigsten Absatzmärkte in Europa und den USA wurde durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) für 2016 ein BIP-Wachstum von 1,6 bis 2,0 % ermittelt, welches damit größtenteils unter den Wachstumswerten für 2015 lag. Diese insgesamt schwache wirtschaftliche Dynamik lag weitestgehend im Bereich der vom IWF zu Jahresanfang gesetzten Erwartungen. Für Großbritannien und die USA wurde die Wachstumsprognose allerdings noch unterschritten. Für unsere asiatischen Märkte wurde mit einem BIP-Wachstum von 4,8 % sowohl der Vorjahreswert als auch die ursprünglich gestellte Prognose erreicht. ¹

Der Absatz von wiederaufbereiteten Laser Cartridges war in 2016 rückläufig, wobei die Ausprägungen dieses Rückgangs in Bezug auf Regionen und Drucktechnologien durchaus unterschiedlich waren. Neben einem insgesamt rückläufigen Druckvolumen sind kompatible Nachbauten sowie die steigende Anzahl der durch die Druckerhersteller kontrollierten Service-Verträge, welche die Drucker-Hardware und die zum Drucken benötigten Verbrauchsmaterialien bündeln (siehe unten), Hauptursache für diese Entwicklung.² Als Folge der genannten Rückgänge sind in der gesamten Branche Überkapazitäten entstanden.

Laser-Drucker sind aber weiterhin die dominante Druckertechnologie, was auch durch die Rekordzahl an Produktneueinführungen im Jahr 2016 belegt wurde. ³

Der für die Turbon Gruppe neue Markt Cabling Technologies weist insgesamt starke Zuwachsraten (meist im zweistelligen prozentualen Bereich) auf. Der Markt ist momentan noch mit

wenigen großen Produzenten und einer großen Anzahl kleinerer und mittlerer Unternehmen besetzt.

Marktentwicklung

Die Märkte, in denen die Unternehmen der Turbon Gruppe aktiv sind, werden durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst.

Den größten Marktanteil im Bereich Laser Cartridges haben nach wie vor die verschiedenen Druckerhersteller (OEMs) inne. Diese haben naturgemäß den größten Einfluss auf das Marktgeschehen, da sie über die Verbreitung ihrer Drucker die Cartridge-Nachfrage bestimmen. Dabei ist jedoch zu beobachten, dass insbesondere von Seiten der OEMs ein Geschäftsmodell für Drucker und Multifunktionsgeräte forciert wird, welches aus dem Sektor der Kopierer bekannt ist, die sogenannten Managed Print Services (MPS). Der Kunde wird hierbei langfristig gebunden und bezahlt den Komplettservice inkl. Druckerverbrauchsmaterial, Wartung und Gerätekosten über einen höheren Cartridge-Preis oder einen Preis pro gedruckter Seite.

Laser-Drucker sind nach wie vor die führende Druckertechnologie im gewerblichen Bereich. In 2016 wurden neue Drucksysteme in den verschiedensten Preislagen in den Markt eingeführt. Die OEMs arbeiten kontinuierlich an technischen Verbesserungen und zusätzlichen Funktionalitäten, um so die Anwendungsbereiche für Laser-Drucker zu erweitern (Beispiele: Großformatiges Drucken, Mobile Printing). Bei der Preispolitik für Verbrauchsmaterialien gab es keine grundlegenden Änderungen. Die OEMs halten ihre Verkaufspreise auf hohem Niveau, wodurch es den Herstellern alternativer Verbrauchsmaterialien möglich ist, qualitativ hochwertige und preislich (im Vergleich zum OEM) attraktive Alternativ-Produkte zu entwickeln und anzubieten. Im Markt der alternativen Produkte findet allerdings, aufgrund weltweiter Produktionsüberkapazitäten und insgesamt rückläufiger Druckvolumen, beim Vertrieb an den Handel ein intensiver Preis- und Verdrängungswettbewerb der diversen Anbieter statt. Insbesondere kompatible Nachbauten aus Fernost sowie das Dokumenten-Management durch Cloud-Lösungen, bei denen die Dokumente zunächst nur elektronisch abgespeichert und lediglich bei Bedarf ausgedruckt werden, hat zu einem stärkeren Rückgang der Nachfrage nach wiederaufbereiteten Laser Cartridges geführt als dies noch vor Kurzem prognostiziert wurde. Zusätzlich erschwert ist der Marktzugang für Alternativhersteller dort, wo die OEMs im Zuge von MPS-Angeboten den User über die Installation von Druckern, verbunden mit einem Komplettservice für Wartung und Reparatur sowie hinsichtlich des Bezugs von Verbrauchsmaterialien (Laser Cartridges) vertraglich an sich binden. Der Zugang zu diesem deutlich wachsenden Marktbereich ist für Alternativhersteller nur möglich, indem vergleichbare Bündelungen von Produkten und Serviceelementen angeboten werden. In diesem Bereich sind wir durch Akquisitionen in den USA seit 2014 und in Europa seit 2016 vertreten.

¹ International Monetary Fund: World Economic Outlook Update, Januar 2016 und 2017.

² The Recycler, Ausgabe 290, Januar 2017, Seite 60 - 61 sowie 28 – 29.

³ Actionable Intelligence: 2016 – The Year in Review, 17. Januar 2017, Seiten 20 und 22.

Im Markt alternativer Druckverbrauchsmaterialien gehört Turbon zu den größeren Anbietern. Die einzelnen Anbieter unterscheiden sich neben ihrem Produktangebot insbesondere in ihrer regionalen Ausrichtung und in den Kundengruppen, die sie bedienen. Der Markt alternativer Druckverbrauchsmaterialien ist ein reifer Markt. Der Konsolidierungstrend der letzten Jahre setzte sich auch in 2016 fort und betraf nicht nur den direkten Wettbewerb von Turbon, sondern auch dessen Zulieferer und Abnehmer und sogar die OEMs. Der drittgrößte amerikanische OEM, Lexmark, wurde von einem chinesischen Anbieter für Laser Cartridges und Komponenten für Laser Cartridges übernommen, während der umsatzstärkste OEM der Welt, HP Inc, die Druckersparte von Samsung übernimmt. Auch Turbon war in 2016 durch Akquisitionen Bestandteil der fortgesetzten Marktkonsolidierung.

Die Turbon Gruppe vertreibt ihre Produkte vorrangig an Wiederverkäufer, welche mit unterschiedlichen Absatzstrategien am Markt agieren. Stellt man auf das Umsatzvolumen bezüglich Laser Cartridges der potentiellen Abnehmer ab, kann zwischen großen, international agierenden Distributoren von Büromaterial, mittelgroßen Händlern, die nationale oder regionale Märkte bedienen, und kleinen spezialisierten Abnehmern unterschieden werden. So facettenreich wie die Marktstrategien unserer Abnehmer, so unterschiedlich sind auch deren Anforderungen. Turbon ist mehr denn je in der Lage, diese unterschiedlichen Anforderungen zu erfüllen und beliefert neben großen Abnehmern eine Vielzahl mittelgroßer und auch kleiner Kunden.

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung sollen diese Stärken auch in anderen Bereichen inner- und außerhalb unserer Branche genutzt werden.

Geschäftsverlauf und Vergleich mit prognostiziertem Verlauf

Entwicklung in den Regionen

Der konsolidierte Umsatz im Geschäftsjahr 2016 betrug 96,6 Millionen Euro nach 107,2 Millionen Euro im Vorjahr. Unsere ursprüngliche Prognose ging noch von einem Umsatzwachstum auf 112,0 - 115,0 Millionen Euro aus4, welches jedoch insbesondere durch die Umsatzentwicklung in den USA nicht erreicht wurde.

In Europa lag der Umsatz bei 60,4 Millionen Euro (Vorjahr 57,1 Millionen Euro), wobei die im Oktober 2015 erworbenen Embatex Gruppe in 2016 erstmals für das gesamte Geschäftsjahr dem Konsolidierungskreis der Turbon Gruppe angehörte.

In der Region Amerika war dagegen ein deutlicher Rückgang der Umsätze zu verzeichnen. Mit 33,5 Millionen Euro lag der Umsatz um rund 13,9 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (Vorjahr 47,4 Millionen Euro). Auf diesen Umsatzrückgang wurde mit einschneidenden Maßnahmen reagiert. In der für die USA zuständigen Geschäftsleitung hat ein Wechsel stattgefunden. Die neue Geschäftsleitung entschied durch die Stilllegung der Produktion in Mexiko sowie die Zusammenlegung und Zentralisierung einer Vielzahl von Funktionen, die Struktur in den USA schnell an die veränderten Marktbedingungen anzupassen. Durch die deutlichen Kosteneinsparungen wird das existierende Geschäft im Laufe 2017 wieder profitabel werden. Weiterhin werden Prozesse vereinfacht und die Service- und Lieferfähigkeit in den USA bei gleichzeitig verringerter Kapitalbindung erhöht. Auf Basis der deutlich verbesserten Kostenstruktur soll dann im Rahmen der bestehenden Marktmöglichkeiten auch ein Turn-around bei den Umsatzzahlen erreicht werden.

In Asien lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2016 bei 2,8 Millionen Euro (Vorjahr 2,6 Millionen Euro).

Geschäftsverlauf Segmente

Auf das Segment Laser Cartridges entfielen Umsätze in Höhe von 84,9 Millionen Euro (87,9 % des Gesamtumsatzes). In 2015 entfielen mit 93,8 Millionen Euro 87,5 % der Umsätze auf diesen Bereich.

Das Segment Vermietung erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz von 0,7 Millionen Euro (Vorjahr 0,8 Millionen Euro).

Alle sonstigen Umsätze betrugen im Jahr 2016 10,9 Millionen Euro gegenüber 12,6 Millionen Euro im Vorjahr.

Ertragslage

Der konsolidierte Umsatz im Geschäftsjahr 2016 betrug 96,6 Millionen Euro nach 107,2 Millionen Euro im Vorjahr.

Die Bruttomarge im Geschäftsjahr 2016 lag mit 25,6 % trotz der gesunkenen Umsätze über dem Vorjahresniveau (Vorjahr 24,8 %). Grund hierfür ist, dass die beschriebenen Marktveränderungen in Preisrückgängen auf der Absatzseite aber genauso auf der Beschaffungsseite resultieren.

Die Vertriebskosten lagen unverändert bei 9,7 Millionen Euro.

Die Verwaltungskosten sind um 0,9 Millionen Euro auf 9,0 Millionen Euro gesunken. In 2017 stehen weitere deutliche Senkungen und damit die Anpassung der Verwaltungs- sowie Vertriebskosten in unserem Kernbereich an die veränderte Marktsituation im Fokus unserer Tätigkeit.

Die saldierten sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen gingen gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Millionen Euro zurück. In 2016 erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie in Höhe von 0,6 Millionen Euro. In 2015 ergab sich aus der Fair Value Bewertung im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile der Embatex GmbH ein Ertrag von 1,6 Millionen Euro.

4 Im Jahresverlauf wurde die Prognose allerdings bereits auf 100,0 Millionen Euro gesenkt.

Das Finanzergebnis betrug -0,8 Millionen Euro (Vorjahr -0,7 Millionen Euro). Die Zinsaufwendungen entfielen auf Bankdarlehen (0,4 Millionen Euro), auf Zinsaufwendungen für das Gebäude Hattingen (0,3 Millionen Euro) sowie auf im Rahmen der Rückstellungsbildung für Pensionszusagen zu kalkulierende Zinsaufwendungen (0,1 Millionen Euro).

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) betrug 6,5 Millionen Euro (Vorjahr 8,8 Millionen Euro). Dabei entfielen auf das Segment Laser Cartridges ein EBIT von 5,3 Millionen Euro (Vorjahr 6,9 Millionen Euro), auf das Segment Vermietung -0,3 Millionen Euro (Vorjahr 0,3 Millionen Euro) und auf das Segment Sonstige 1,5 Millionen Euro (Vorjahr 1,7 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern lag bei 5,7 Millionen Euro (Vorjahr 8,1 Millionen Euro). Ursprünglich prognostiziert waren 7,5 Millionen Euro. Aufgrund der niedrigeren Umsätze wurde diese Prognose nicht erreicht.5

Der Konzernjahresüberschuss betrug 4,0 Millionen Euro (Vorjahr 6,2 Millionen Euro).

Im Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 1,7 Millionen Euro (Vorjahr 1,9 Millionen Euro). Die Steuerquote im Konzern betrug 29,5 % (Vorjahr 23,4 %).

Das Ergebnis je Aktie betrug 1,22 Euro (Vorjahr 1,88 Euro je Aktie).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Einzelabschluss der Turbon AG lag bei -0,3 Millionen Euro (Vorjahr 18,4 Millionen Euro). Die deutliche Abweichung in den Ergebnissen im Vergleich zum Vorjahr resultierte aus dem einmaligen sonstigen Ertrag in Höhe von 18,5 Millionen Euro in Folge der Einbringung der Turbon Romania S.R.L. in die Turbon Beteiligungs GmbH im Geschäftsjahr 2015. Das Ergebnis vor Steuern betrug ebenfalls -0,3 Millionen Euro gegenüber 18,4 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern betrug -0,3 Millionen Euro gegenüber 18,2 Millionen Euro im Vorjahr.

Vermögenslage

Die bisherigen Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung und die damit einhergehende Veränderung der Gruppenstruktur wurden im Rahmen der bestehenden Finanzierungsstruktur bei gesunkener Bilanzsumme erreicht. Grundsätzlich soll auch zukünftig über weitere Kapitalfreisetzung, insbesondere durch die fortgesetzte Vorratsreduzierung, die strategische Neuausrichtung weiter vorangetrieben werden.

Die Bilanzsumme zum 31.12.2016 betrug 80,8 Millionen Euro und lag 2,8 Millionen Euro unter dem Wert am Vorjahresstichtag (83,6 Millionen Euro).

Das Anlagevermögen erhöhte sich um 1,2 Millionen Euro auf 38,2 Millionen Euro.

Das Vorratsvermögen verringerte sich im Geschäftsjahr 2016 um 1,8 Millionen Euro und lag bei 24,1 Millionen Euro (Vorjahr 25,9 Millionen Euro).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen am 31.12.2016 mit 12,9 Millionen Euro um rund 1,1 Millionen Euro über denen am 31.12.2015 (11,8 Millionen Euro).

Die sonstigen Vermögenswerte lagen unverändert bei 1,4 Millionen Euro (Vorjahr 1,4 Millionen Euro). Hierin enthalten waren im Wesentlichen Ertrags- und Umsatzsteuerforderungen sowie Abgrenzungsposten.

Die flüssigen Mittel betrugen zum 31.12.2016 2,9 Millionen Euro (Vorjahr 5,4 Millionen Euro). Zu berücksichtigen ist dabei die im 2016 erfolgte Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 4,9 Millionen Euro.

Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2016 29,4 Millionen Euro (Vorjahr 31,8 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote betrug 36,5 % (Vorjahr 38,1 %).

Das Eigenkapital je Aktie zum 31.12.2016 betrug 8,93 Euro (Vorjahr 9,66 Euro).

Die im Umlauf befindlichen Aktien der Turbon AG zum Bilanzstichtag 31.12.2016 beliefen sich wie zum Vorjahresstichtag auf 3.294.903 Stück.

Die Verbindlichkeiten insgesamt verringerten sich von 51,7 Millionen Euro auf 51,3 Millionen Euro.

Die Pensionsrückstellungen zum 31.12.2016 betrugen 5,0 Mil-lionen Euro (Vorjahr 4,1 Millionen Euro). Pensionsverpflichtungen bestehen bei der Turbon AG, der Keytec (GB) Ltd, der Embatex GmbH sowie der Greentec Werbe- und Bürotechnik GmbH.

Die langfristigen übrigen Rückstellungen beliefen sich auf 1,7 Millionen Euro (Vorjahr 1,5 Millionen Euro). Hierin ist insbesondere der langfristige Anteil aus der Verpflichtung gegenüber dem Gewerkschafts-Pensions-Fonds (Multi-Employer-Union-Pension-Plan) in den USA in Höhe von 1,1 Millionen Euro enthalten.

Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen mit 18,7 Millionen Euro auf Vorjahresniveau (Vorjahr 18,6 Millionen Euro). Zusätzlich bestehen Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen in Höhe von 2,3 Millionen Euro.

Die kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten betrafen zum Stichtag 31.12.2016 Ertragsteuer-Verbindlichkeiten an den Standorten Deutschland und Thailand.

5 Im Jahresverlauf wurde die Prognose allerdings bereits auf 6,0 Millionen Euro gesenkt.

7

Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen beliefen sich auf 4,4 Millionen Euro (Vorjahr 5,9 Millionen Euro). Wesentliche Bestandteile sind Kunden-Boni und Rückstellungen für Marketing und Rebates.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen unverändert bei 11,6 Millionen Euro.

Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 1,3 Millionen Euro auf 2,8 Millionen Euro (Vorjahr 4,1 Millionen Euro).

Die Bilanzsumme der Turbon AG betrug zum 31.12.2016 82,4 Millionen Euro (Vorjahr 82,5 Millionen Euro). Das Eigenkapital zum 31.12.2016 betrug 38,6 Millionen Euro (Vorjahr 43,9 Millionen Euro).

Finanzlage

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2016 bei 5,4 Millionen Euro (Vorjahr 12,4 Millionen Euro).

Die Mittelverwendung im Rahmen des Cash-Flows aus Investitionstätigkeit lag bei 3,8 Millionen Euro. Hierin enthalten waren Zahlungsmittelabflüsse für Lizenzen sowie die finalen Kaufpreisraten aus der Akquisition der International Laser Group.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit zeigte einen Mittelabfluss von 4,1 Millionen Euro. Dies resultiert insbesondere aus der im Juni 2016 erfolgten Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 4,9 Millionen Euro.

Der Cash-Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit der Turbon AG lag im Geschäftsjahr 2016 bei 12,6 Millionen Euro (Vorjahr 4,0 Millionen Euro).

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit der Turbon AG lag bei 1,8 Millionen Euro (Vorjahr 1,7 Millionen Euro).

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit der Turbon AG zeigte einen Mittelabfluss von 10,7 Millionen Euro (Vorjahr 7,3 Millionen Euro). Dies resultiert aus der Dividendenzahlung in Höhe von 4,9 Millionen Euro sowie aus Darlehens Rückzahlungen in Höhe von 5,7 Millionen Euro.

Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen in 2016 insgesamt 4,7 Millionen Euro (Vorjahr 5,9 Millionen Euro). Diese resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb von Lizenzen, den Zugängen von Sachanlagen sowie den, durch die Veränderung des Konsolidierungskreises bedingten, Zugängen von Geschäfts- oder Firmenwerten.

Personal

Der Turbon Konzern beschäftigte im Jahr 2016 durchschnittlich 1.168 Mitarbeiter (Vorjahr 1.200 Mitarbeiter). Am 31.12.2016 lag die Zahl der Mitarbeiter bei 1.228 (Vorjahr 1.212). Hinzu kommen an den verschiedenen Standorten der Gruppe indirekt über Dienstleistungsunternehmen beschäftigte Mitarbeiter. Zum 31.12.2016 betrug die Zahl dieser Leiharbeiter 547 (Vorjahr 718).

In der Turbon AG wurden sowohl im Durchschnitt als auch zum Jahresende 5 Mitarbeiter beschäftigt.

Wir danken allen Beschäftigten der Turbon Gruppe für die gute Mitarbeit im abgelaufenen Jahr. Unser Dank gilt auch den Arbeitnehmervertretungen für die jederzeit kooperative Zusammenarbeit.

Forschung und Entwicklung

Die für Forschung und Entwicklung angefallenen Aufwendungen betrugen im Jahr 2016 rund 1,2 Millionen Euro. Die Aufwendungen insgesamt betreffen hauptsächlich Personalaufwendungen sowie Test- und Entwicklungsequipment, vornehmlich an den Produktionsstandorten in Thailand und Rumänien.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Marktbedingungen im Kerngeschäft der Turbon Gruppe, der Herstellung und Vertrieb von Laser Cartridges an Wiederverkäufer, waren in 2016 schwierig. Neben den OEMs und den von den OEMs forcierten MPS Lösungen, sowie dem harten Verdrängungswettbewerb im Aftermarket waren insbesondere Cloud-Lösungen, bei denen Dokumente zunächst elektronisch abgespeichert und lediglich bei Bedarf ausgedruckt werden, für den Marktrückgang mit geringeren Verkaufsmengen und -preisen verantwortlich.

Die Turbon Gruppe passt sich dieser Entwicklung durch die begonnene strategische Neuausrichtung an und diversifiziert in andere Branchen. Die Neuausrichtung erfolgt im Rahmen der vorhandenen Bilanzstruktur und -summe durch Kostenreduzierung und sinkender Kapitalbindung im traditionellen Geschäft.

Durch profitables Neugeschäft werden Umsatzrückgänge kompensiert und die Ergebnisse stabil gehalten.

6 International Monetary Fund: World Economic Outlook Update, Januar 2017.

Prognosebericht

Für unsere wichtigsten Absatzmärkte in Europa prognostiziert der Internationale Währungsfond ein leicht rückläufiges oder stabiles Wachstum auf niedrigem Niveau von rund 1,5 % für 2017. Für die USA wird ein Anstieg auf 2,3 % BIP-Wachstum und für unsere asiatischen Märkte ein rückläufiges bis stabiles BIP-Wachstum von 3,1 bis 4,9 % erwartet.

Als größtes Risiko für die Entwicklung der Weltwirtschaft wird der schwindende Konsens bezüglich der Vorteile eines freien globalen wirtschaftlichen Austauschs gesehen. Die aktuellen politischen Entwicklungen könnten protektionistische Verhaltensweisen weiter begünstigen und damit globales wirtschaftliches Wachstum hemmen. 6

In unserem Kernmarkt für alternative Druckverbrauchsmaterialien gehen wir auch für 2017 von weiterhin schwierigen Marktverhältnisse aus. Die bereits mehrfach erwähnten Einflüsse (Rückgang des Druckvolumens durch insbesondere cloudbasierte Dokumenten-Managementsysteme sowie erschwerter Marktzugang bei den von OEMs kontrollierten MPS-Lösungen) werden sich weiter verstärken.

Als Konsequenz hat die Turbon Gruppe auf diese Entwicklung mit der begonnenen Diversifizierung innerhalb und außerhalb unserer Branche reagiert. Mit der Verstärkung der Gruppe im MPS Geschäft machen wir uns den Trend weg vom reinen Transaktionsgeschäft hin zu ganzheitlichen Drucklösungen auch bei Turbon zu nutze. Wir haben so eine bessere Möglichkeit, unsere Laser Cartridges innerhalb solcher Service-Verträge zum Einsatz zu bringen.

Der Markt Cabling Technologies, in welchen wir über unsere erste Akquisition außerhalb unserer Kernbranche eingetreten sind, stellt sich gänzlich anders dar. Hier erleben wir deutliches Wachstum, welches durch die einerseits gute Auftragslage bei den Abnehmern von konfigurierten Kabeln sowie andererseits durch das fortschreitende Outsourcing dieser Dienstleistung positiv beeinflusst wird.

Durch die Einbeziehung unserer Produktions-Plattform sehen wir in diesem Bereich signifikantes Wachstums-Potential, da wir neben den oben beschriebenen positiven Einflüssen jetzt auch Kunden und Projekte bedienen können, die vor der Akquisition für das akquirierte Unternehmen nicht erreichbar waren. Zusätzlich weiten wir den Vertrieb auf ganz West-Europa aus und planen das jährliche Umsatzvolumen mittelfristig auf über 10 Millionen Euro zu steigern.

Innerhalb unseres Kerngeschäfts Laser Cartridge planen wir mit einer Umsatzsteigerung gegenüber 2016, auch aufgrund der dann ganzjährigen Konsolidierung der Berolina Gruppe. Die deutlichen Kostenreduktionen, sowohl insbesondere in den USA als auch in Europa werden in 2017 und den folgenden Jahren zu weiterhin positiven Ergebniszahlen führen.

Darüber hinaus wird die deutliche Reduzierung des im derzeitigen Kerngeschäft gebundenen Kapitals die finanziellen Ressourcen für den Umbau der Unternehmensgruppe im Rahmen der strategischen Neuausrichtung bereit stellen.

Auf dieser Basis planen wir für 2017 mit einem Konzernumsatz von 115 - 120 Millionen Euro. Beim Ergebnis vor Steuern (EBT) rechnen wir mit 6,5 Millionen Euro.

Unser mittelfristiges Umsatzziel hängt stark vom weiteren Ausbau unserer neuen Geschäftsfelder und dem Verlauf der Vertragsverhandlungen mit unserem größten Kunden im Laser Cartridge Geschäft ab. Wir gehen jedoch davon aus, dass es uns gelingen wird, Rückgänge in unserem bisherigen Kerngeschäft durch Wachstum in unseren neuen Bereichen auszugleichen. Daher halten wir weiterhin an unserem mittelfristigen Umsatzziel von 150 Millionen Euro bei stabilen Ergebnissen fest.

Für die Turbon AG erwarten wir Umsätze auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2016.

Risiken- und Chancenbericht

Die Unternehmen der Turbon Gruppe werden mit Chancen und Risiken konfrontiert, die sich auf die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft, den Gewinn, den Cash-Flow, aber auch auf immaterielle Werte wie die Reputation auswirken können.

Das Risikomanagement-System der Turbon Gruppe ermöglicht der Unternehmensleitung frühzeitig, relevante Entwicklungen zu erkennen. Als konzernweit verstandene Aufgabe erfasst und bewertet das Risikomanagement-System bestehende und potenzielle Risiken. Das Risikomanagement ist außerdem ein wichtiger Bestandteil des gesamten Managementinformationssystems und dient in dieser Funktion nicht nur der Risikovermeidung, sondern auch dem Aufzeigen von Chancen für die Unternehmensgruppe.

Das Beteiligungscontrolling-System der Holding (Turbon AG) stellt den Ausgangspunkt und Kern des operativen Risikoüberwachungs-Systems dar. Wesentliche Bestandteile sind das monatliche Berichtswesen aus den Beteiligungsgesellschaften für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung und das monatliche Profitcenter-Reporting, welches einen detaillierten Einblick in die wirtschaftlichen Vorgänge bei den Gesellschaften ermöglicht, sowie die umfassenden Quartals- und die von unseren Wirtschaftsprüfern geprüften Jahresberichte. Die monatlichen Berichte stehen zeitnah zur Verfügung, sodass Risiken schnell identifiziert werden können und damit eine frühzeitige Reaktion auf potenzielle Fehlentwicklungen möglich ist. Die zentrale Auswertung der Informationen wird unterstützt durch den direkten Zugriff auf Ansprechpartner in den Beteiligungsgesellschaften, welche sich bei der Erkennung und Bewertung von Risiken aktiv engagieren.

Weitere Bestandteile des internen Risikomanagements sind das Cash-Management, das Forderungs-Management, das Vorrats-Management sowie die weltweite Produktions- und Kapazitätsplanung. Über ein spezielles "Legal Reporting" werden in den Tochtergesellschaften abzuschließende Verträge und Vereinbarungen einer zusätzlichen zentralen Kontrolle unterzogen.

Die konzernweiten Planungs-, Steuerungs- und Berichtsprozesse werden kontinuierlich auf Effektivität und Effizienz überprüft. Hierzu gehört auch der Einsatz moderner IT-Systeme zur Unterstützung der jeweiligen Prozesse.

Aufgrund ihres internationalen Betätigungsfeldes ist die Turbon Gruppe einer Vielzahl verschiedener Risiken ausgesetzt. Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, werden – soweit verfügbar und wirtschaftlich sinnvoll – Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden laufend überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Für die Turbon Gruppe wesentliche Risiken werden in den folgenden Abschnitten beschrieben, wobei deren Reihenfolge keine Wertung der Eintrittswahrscheinlichkeit oder des potenziellen Schadensausmaßes beinhaltet.

Beschaffungsmarktrisiken

Die Produktionsleistungen können durch Lieferunterbrechungen oder Qualitätsmängel bei Rohmaterialien beeinträchtigt werden. Sollte es uns in solchen Fällen nicht gelingen, mit der Produktion auf einen anderen Standort auszuweichen oder die Nachfrage aus Vorräten zu bedienen, könnte es zu einem Umsatzrückgang kommen. Die Sicherung der Versorgung mit Rohmaterialien wird soweit möglich über enge Kooperationen mit Lieferanten und über den parallelen Bezug von verschiedenen Lieferanten gesichert.

Absatzrisiken

Generell besteht das Risiko, dass sich Preisreduzierungen nicht durch ein entsprechendes Mengenwachstum kompensieren lassen. Diesem Umstand begegnen wir nach wie vor mit striktem Kostenmanagement an allen Standorten.

Ein generelles Risiko im Bereich des Absatzes ist die Konzentration auf eine relativ kleine Anzahl von Großkunden. Im Jahr 2016 betrug der Anteil der zehn größten Kunden 40,5 % an unserem Gesamtumsatz. Insbesondere durch die getätigten Akquisitionen konnte diese Abhängigkeit durch die Hinzugewinnung neuer, noch nicht im Kundenstamm von Turbon vertretener Kunden über die letzten Jahre nennenswert verringert werden. Diese Entwicklung wird sich durch die geplante Diversifizierung der Turbon Gruppe fortsetzen.

Damit wird auch ein weiteres Risiko im Bereich des Absatzes, die Konzentration auf einen Produktbereich, zukünftig deutlich verringert. Die Turbon Gruppe erzielte 2016 über 80,0 % ihres Gesamtumsatzes mit Laser Cartridges und ist daher für Veränderungen im Nachfrageverhalten bei diesen Produkten besonders sensibel.

Auch zukünftig sehen wir unsere Hauptmärkte in Europa und den USA mit einer entsprechenden Auswirkung auf den Einsatz unserer Ressourcen. Die asiatischen Märkte gewinnen für die Turbon Gruppe zunehmend an Bedeutung.

Forderungsausfallrisiken

Forderungsausfallrisiken begrenzen wir durch regelmäßige Bonitätsanalysen unseres Kundenportfolios auf der Grundlage einer strikten Forderungsmanagement-Richtlinie. Diese beinhaltet, dass die meisten Kundenforderungen über eine Warenkreditversicherung abgesichert sind, beziehungsweise andere Sicherheiten (Bürgschaften, Vorauskasse) bereitgestellt werden müssen. Für alle im Rahmen von Factoringvereinbarungen verkauften Forderungen trägt der Factor das Ausfallrisiko zu 100 %. Wir haben in den letzten Jahren nur geringe Forderungsausfälle zu beklagen, was hauptsächlich auf die konsequente Befolgung unserer Forderungsrichtlinien zurückzuführen ist.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Eine ausreichende Versorgung mit Liquidität ist in der Turbon Gruppe ein zentrales Ziel des Finanzmanagements. Im Rahmen unseres Cash-Managements werden aktuelle Informationen über den tatsächlichen Finanzstatus und über zu erwartende Zahlungsströme der einzelnen Konzerngesellschaften zentral zur Verfügung gestellt. Mittels eines datenbankgestützten Treasury Management Systems wird eine rollierende Liquiditätsplanung und -steuerung durchgeführt. Unsere Kreditlinien sind durch langfristige Verträge und die Erfüllung der für die Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen gesichert. Liquidität kann weiterhin über den bestehenden Factoringvertrag zugeführt werden. Die im Zusammenhang mit Bankdarlehen bestehenden marktüblichen Covenants werden laufend überwacht. Die vereinbarten Covenants wurden im Geschäftsjahr eingehalten.

Operative Risiken durch den Verlust von Sachanlagevermögen oder Betriebsunterbrechungen

Brände, Naturkatastrophen oder andere Störungen in den Produktionsstätten der Turbon Gruppe könnten erhebliche Schäden und Verluste verursachen. Durch entsprechende bauliche Maßnahmen und strikte organisatorische Vorgaben wird dieses Risiko soweit wie möglich minimiert. Für den Fall eines tatsächlichen Schadens hat die Turbon Gruppe Versicherungen in angemessener Höhe abgeschlossen.

Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Aktien-, Renten-, Immobilien- und sonstige Märkte unterliegen Wertveränderungen, durch die auch das Planvermögen des Pensionsfonds der Keytec UK beeinflusst werden kann. Zudem können sich Änderungen in den Renditeerwartungen sowie sich ändernde Rahmenbedingungen auf die Pensionsverpflichtungen auswirken und zu einer Erhöhung oder Verringerung dieser Verpflichtungen führen.

Verpflichtungen gegenüber einem Gewerkschafts-Pensions-Fonds in den USA (Multi-Employer-Union-Pension-Plan) sind der Höhe nach ausreichend über Rückstellungen abgedeckt. Zukünftig sind die bereits seit Dezember 2011 getätigten Zahlungen in Höhe von jährlich insgesamt 158 Tausend US-Dollar fortzusetzen. Weitere Aufwendungen werden nicht anfallen. Die Rückstellung ist unter den übrigen langfristigen Rückstellungen ausgewiesen.

Währungsrisiken und -chancen

Da die Turbon Gruppe einen Teil ihres Geschäfts auf der Beschaffungs- wie der Absatzseite in Fremdwährungen tätigt, können Währungsschwankungen den Umsatz und das Ergebnis beeinflussen. Die Konzerngesellschaften melden ihre Währungsüberschüsse und -unterdeckungen an den Konzern. Die wichtigsten Fremdwährungen sind US-Dollar und Britisches Pfund. Auf Konzernebene wird eine aggregierte Netto-Position pro Währung gebildet mit dem Ziel, über entsprechende Steuerungsgrößen (z.B. Lieferantenwahl) ein möglichst umfangreiches "Natural Hedging" zu erreichen.

Beim Britischen Pfund sind wir in einer deutlichen Netto-Empfänger-Position, da Umsätze in Großbritannien grundsätzlich in Pfund getätigt werden, das Pfund aber auf unseren Beschaffungsmärkten als Währung unbedeutend ist und somit den Pfund-Einnahmen wesentlich geringere Pfund-Ausgaben gegenüber stehen. Ein starker Pfundkurs (Betrachtung hier immer gegenüber dem Euro) wirkt sich somit positiv sowohl auf unsere Umsatz- als auch auf unsere Ergebniszahlen aus. Bei stärkeren Pfundkursen werden (nach Umrechnung in Euro) entsprechend höhere Umsätze und Ergebnisse realisiert. Infolge der Geschäftstätigkeit in Britischen Pfund enthält die Bilanz der Turbon Gruppe Aktivposten (insbesondere Forderungen), deren Ursprung Pfund-Werte sind und die somit in ihrer Werthaltigkeit in Euro durch die Relation Euro-Britisches Pfund beeinflusst werden. Veränderungen des Pfundkurses wirken sich entsprechend auf die Werte der Bilanzpositionen aus. Wir nutzen die Möglichkeiten, diese Veränderungen durch Hedging zu verringern; hierbei besteht allerdings dann das Risiko, eventuelle positive Bewegungen aufzuheben.

Durch den starken Wertverlust des Britischen Pfunds gegenüber allen Währungen als Folge der "Brexit-Entscheidung" haben unsere Pfund-Bankguthaben und - Forderungen in Euro an Wert verloren. Der Wertverlust belief sich am Tag nach der Entscheidung auf 70 Tausend Euro im Konzern.

Dieser Effekt wurde allerdings durch das zeitgleiche Erstarken des US-Dollars überkompensiert. Außerdem fielen aufgrund der Wechselkurs-Effekte unsere Umsätze in Britischem Pfund in der zweiten gegenüber der ersten Jahreshälfte, umgerechnet in Euro bezogen auf die Durchschnittskurse in den jeweiligen Zeiträumen, um 0,5 Millionen Euro niedriger aus. Wir haben jedoch mit einigen Kunden in Großbritannien Preisgleitklauseln vereinbart, die diese Effekte in 2017 teilweise ausgleichen werden. Außerdem arbeiten wir an entsprechenden Preiserhöhungen bei solchen Kunden, mit denen entsprechende Vereinbarungen nicht getroffen wurden. Die Durchsetzung dieser Preiserhöhungen gestaltet sich in unserem preissensitiven Marktumfeld allerdings schwierig.

Insgesamt hält die Turbon Gruppe erhebliche Vermögenswerte in US-Dollar und im Thailändischen Baht. Bei Erstarken/Abschwächen dieser Währungen erhöhen/vermindern sich diese Vermögenswerte in Euro. Bei den Verbindlichkeiten ist die Auswirkung gegenläufig.

Weitere ausführlichere Erläuterungen hierzu befinden sich in der Berichterstattung zu Finanzinstrumenten im Konzernanhang zum Konzernabschluss.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können für die Turbon Gruppe aus Gesetzen, Gesetzesänderungen und/oder der darauf aufbauenden Rechtsprechung sowie rechtlichen Auseinandersetzungen mit Dritten resultieren. Dazu gehören Risiken aus den Bereichen Patentrecht, Vertragsrecht, Arbeitsrecht, Produkthaftung, Steuerrecht, Umwelt- und Abfallrecht sowie allen anderen Rechtsgebieten. In diesen Bereichen arbeiten wir eng mit externen Beratern und gegebenenfalls behördlichen Stellen zusammen.

In den letzten Jahren kam es in unserer Branche vermehrt zu Klagen von OEMs gegen Hersteller von kompatiblem Druckerzubehör, welche insbesondere vermeintliche Patent- oder Schutzrechtsverletzungen betrafen. Auch Unternehmen der Turbon Gruppe waren in Rechtsstreitigkeiten dieser Art involviert, wobei diese in der Vergangenheit immer durch Vergleichsvereinbarungen beigelegt wurden. Aktuell existiert ein laufendes Verfahren in diesem Bereich, welches auch Unternehmen der Turbon Gruppe betrifft.

Weiterhin nehmen wir in verschiedenen Angelegenheiten (Vertragsrecht, Arbeitsrecht) in Europa und den USA rechtliche Beratung in Anspruch. Wir haben in diesem Zusammenhang sofern nötig sowohl für Rechtsberatungskosten als auch für sonstige Kosten aus diesen Rechtsangelegenheiten bilanzielle Rückstellungen gebildet.

Steuerliche Risiken

Die Turbon Gruppe ist steuerlichen Risiken derart ausgesetzt, dass steuerliche Außenprüfungen und Neuveranlagungen zu Nachzahlungen führen können.

Die zunehmende Komplexität nationaler und internationaler Steuervorschriften führt zu erhöhten Anforderungen an die Organisation der grenzüberschreitenden Geschäftstätigkeit und ihrer Dokumentation im Hinblick auf steuerliche Auswirkungen. Wir sind in diesem Bereich auf die Hinzuziehung von externen Experten angewiesen.

Bilanzielle Bewertungsrisiken

Bilanzielle Bewertungsrisiken können bei der Turbon Gruppe insoweit bestehen, dass bestimmte Annahmen für die aktuelle Bewertung von Bilanzposten durch Vorgänge in der Zukunft nicht eintreffen.

Gesamtrisiko

Zusammenfassend ist festzustellen, dass den gesetzlichen Vorschriften in vollem Umfang entsprochen wird. Die eingesetzten Instrumente zum Risikomanagement reichen aus, um bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig zu erkennen. Zurzeit sind keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken erkennbar.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess (Bericht gem. §§ 289 (5), 315 (2) Nr. 5 HGB)

In Ergänzung zu den oben bereits getroffenen Aussagen zum Risikomanagement der Turbon AG können die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden:

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erstreckt sich auf die Abteilungen Rechnungswesen und Controlling, deren Verantwortungsbereiche innerhalb des Kontrollsystems eindeutig zugeordnet sind.

Das Kontrollsystem erfasst alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung zu sichern und die maßgeblichen rechtlichen Vorschriften einzuhalten. Neben manuellen Prozesskontrollen in Form des "Vier-Augen-Prinzips" sind auch automatische IT-Prozesskontrollen ein wesentlicher Teil der integrierten Kontrollmaßnahmen.

Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Turbon AG. Der Aufsichtsrat überwacht die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Vereinbarungsgemäß berichtet der Abschlussprüfer unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich aus der Abschlussprüfung ergeben.

Die Turbon AG gibt die Bilanzierungsrichtlinien zur Regelung von einheitlichen Bilanzierungsgrundsätzen vor. Zusätzlich geben die Konzernrichtlinien konkrete Anweisungen, wie der Konzernverrechnungsverkehr abgebildet, abgerechnet und entsprechende Salden abgestimmt werden.

Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mithilfe von IT-gestützten Arbeitsabläufen erfasst. Diese beinhalten u.a. ein Berechtigungskonzept und Prüfroutinen.

Das Reporting an die Konzernzentrale erfolgt mit Hilfe einer datenbankgestützten Managementinformationssoftware. Die Einzelabschlüsse werden anschließend in ein zentrales Konsolidierungssystem eingelesen. Auf Konzernebene wird innerhalb der Abteilung Finanzen und Controlling die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der vorgelegten Einzelabschlüsse überprüft.

Weitere Berichtselemente

Umwelt

Das Wiederaufbereiten von Laser Cartridges bringt beträchtliche Vorteile für unsere Umwelt. Die Erhaltung natürlicher Ressourcen ist Bestandteil gesellschaftlicher Diskussionen und der Aspekt der Umweltverträglichkeit von Produkten beeinflusst die Kaufentscheidung.

Die Unternehmen der Turbon Gruppe sammeln und beschaffen gebrauchte Laser Cartridges und führen diese dann über die Sammel- und Sortierzentren den jeweiligen Produktionsstätten zu. Unsere Produktionsstandorte arbeiten auf Grundlage eines "Zero-Waste-Konzeptes", welches ein hohes Maß an Wiederverwendung von Komponenten sicherstellt.

Turbon beliefert seine Kunden mit umweltfreundlichen Produkten. Unser Geschäftsmodell beinhaltet die nachhaltige Bewahrung der Umwelt und ihrer Ressourcen. Unsere Produktionsprozesse ermöglichen, dass gebrauchte Laser Cartridges und somit wertvolle Rohstoffe nicht als Müll entsorgt werden müssen.

Dies wird durch zahlreiche Zertifizierungen sichergestellt und dokumentiert. Neben der ISO 14001:2004-Zertifizierung unserer Produktionsstandorte ist unser US-amerikanischer Standort York, PA, nach dem insbesondere in den USA populären R2-Sicherheits-Standard für die Recycling-Industrie zertifiziert. Diese Zertifizierungen sind heutzutage oftmals eine Grundvoraussetzung, um mit verschiedenen Kundengruppen zusammen zu arbeiten oder die Sammlung von Leermodulen aus bestimmten Bereichen vornehmen zu können. Des Weiteren sind eine Vielzahl unserer Produkte mit Umweltkennzeichen wie z.B. Nordic Swan ausgezeichnet.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2016 über alle Beziehungen der Gesellschaft zur Aktionärsgruppe HBT Holdings / Holger Brückmann-Turbon erstellt.

Die Aktionärsgruppe HBT Holdings GmbH / Holger Brückmann-Turbon hält seit dem 27.10.2015 eine Beteiligung von 70,97 % an den Stimmrechten der Turbon AG.

Der Vorstand erklärt am Schluss des Berichts, dass die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft mit der Aktionärsgruppe nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, eine angemessene Gegenleistung erhielt und dabei nicht benachteiligt wurde. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden im Berichtsjahr weder durchgeführt noch unterlassen.

Übernahmerechtliche Angaben gemäß §§ 289 (4) und 315 (4) HGB

Am 31.12.2016 war das gezeichnete Kapital der Turbon AG in Höhe von 10.333 Tausend Euro aufgeteilt in 3.294.903 auf den Inhaber lautende nennwertlose, stimmberechtigte Stückaktien. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen.

Sonderrechte von Aktionären, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern der Turbon AG ergeben sich aus den §§ 84 ff. AktG. Die Satzung enthält diesbezüglich keine weiteren Regelungen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt gemäß § 7 der Satzung der Aufsichtsrat. Dieser kann auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen sowie ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands ernennen.

Satzungsänderungen sind in den §§ 133, 179 AktG geregelt. Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, wurde gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG an den Aufsichtsrat delegiert.

Der Vorstand ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 16. Juni 2016 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 15. Juni 2021 das Grundkapital durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.583.302,23 Euro (25% des Grundkapitals) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital/2016).

Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in den folgenden Fällen ganz oder teilweise auszuschließen:

  • bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft mit gleicher Gattung und Ausstattung im Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags, die möglichst zeitnah zur Platzierung der neuen Stückaktien erfolgen soll, nicht wesentlich im Sinne von § 203 Abs. 1 und 2, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Der rechnerisch auf die gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital darf insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht übersteigen weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung;
  • bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; oder
  • um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Zeitpunkt der Gewinnberechtigung für die neuen Aktien sowie die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital/2016 und ihrer Durchführung festzulegen.

Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals durch Ausübung des Genehmigten Kapitals/2016 und nach Ablauf der Ermächtigungsfristen zu ändern.

Es gibt keine Vereinbarungen der Turbon AG, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

Entschädigungsvereinbarungen oder ähnliches mit Arbeitnehmern bzw. Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Übernahmeangebotes existieren nicht.

Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate Governance

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des Lageberichts. Gemäß § 317 Absatz 2 Satz 3 HGB sind die Angaben nach § 289a HGB nicht in die Prüfung einzubeziehen. Die auf der Internetseite von Turbon (http:// turbon-group.com/de/investor-relations/corporate-governance. aspx) in der Rubrik Investor Relations / Corporate Governance veröffentlichte Erklärung enthält die Entsprechenserklärung, Angaben zu Unternehmensführungspraktiken sowie die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Angaben zur Festlegung von Zielgrößen gemäß §§ 76 Absatz 4, 111 Absatz 5 AktG.

Vergütungsbericht

Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen.

Als fixe Vergütung erhalten die Vorstandsmitglieder eine feste Grundvergütung pro Jahr. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder im Wesentlichen Zuschüsse zur Sozialversicherung, einen Kfz-Kostenzuschuss bzw. einen Firmenwagen mit privater Nutzungsmöglichkeit sowie Beiträge zur Unfallversicherung im üblichen Rahmen.

Als variable Vergütung erhalten die Vorstandsmitglieder wie in den Vorjahren die Möglichkeit, einen Jahresbonus, der sich an Ergebnis und Cash-Flow im Konzern orientiert, zu verdienen. Die Gewährung eines Jahresbonus setzt zunächst voraus, dass ein für das Geschäftsjahr festgelegter Ergebnisbetrag überschritten wird. Ein über dem festgelegten Ergebnisbetrag erzieltes Jahresergebnis wird in einem nächsten Schritt um die Veränderung von Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fortgeschrieben, um so das zweite Kriterium, den Cash-Flow, zu ermitteln. Der Jahresbonus wird berechnet, indem das erzielte Jahresergebnis mit einem definierten Prozentsatz multipliziert wird. Dieser Prozentsatz vermindert sich in Staffeln, sofern der Cash-Flow niedriger als das erzielte Jahresergebnis ist. Der Jahresbonus der Mitglieder des Vorstands entfällt komplett, wenn kein Mindest-Ergebnisbetrag oder kein positiver Cash-Flow erreicht wird.

Durch die strenge Ausgestaltung der vorgenannten variablen Vergütung wurde mittels einer einjährigen Bemessungsgrundlage bereits eine nachhaltige Entwicklung für die Turbon Gruppe implementiert.

Weiterhin haben die Vorstandsmitglieder zusätzlich die Möglichkeit, einen Bonus für nachhaltiges Wirtschaften zu erhalten, der auf eine mehrjährige Bemessungsperiode abstellt. Die aktuelle Bemessungsperiode gilt für die Geschäftsjahre 2014-2017.

Der Vorstand soll damit dem übergeordneten Ziel der Substanzsicherung bzw. über diese hinaus der Vermögenssteigerung des Unternehmens Rechnung tragen. Wie beim Jahresbonus wird eine Leistungsbewertung anhand der Kriterien Ergebniszahlen und Generierung flüssiger Mittel vorgenommen. Bei Erreichen dieser Bonuskriterien wird den berechtigten Vorstandsmitgliedern (zurzeit nur Herr Pages) im auf die Bemessungsperiode folgenden Jahr jeweils ein Bonus von 100.000 Euro ausgezahlt. Wird ein Bonuskriterium nicht erreicht, endet die Bemessungsperiode. Zu Beginn des folgenden Geschäftsjahres startet dann eine neue Bemessungsperiode eventuell unter Zugrundelegung geänderter, dann sinnvoller Bemessungskriterien.

Bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund überschreitet die Höhe einer eventuellen Abfindung weder zwei Jahresvergütungen noch die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages. In Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Herrn DeLuca wurde keine Abfindungszahlung fällig.

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Übernahmeangebots.

Der ausführliche Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat sowie die auf die einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder entfallenden Beträge sind im Anhang unter "Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats" angegeben.

Der Turbon AG sind keine meldepflichtigen Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte von Aktien der Turbon AG oder von sich darauf beziehenden Finanzierungsinstrumenten durch Organmitglieder (Directors Dealings) bekannt. Der Gesamtbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats an Aktien der Turbon AG oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente ist kleiner als 10 % der ausgegebenen Aktien.

Vorausschauende Aussagen

Dieser Bericht enthält bestimmte, in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft und des Konzerns wesentlich von der hier gegebenen Einschätzung abweichen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht des Konzerns und der Turbon AG der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft sowie des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Hattingen, im April 2017 Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder endete 2016. Herr Scholten hat sich nicht zur Wiederwahl gestellt. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder (Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre und der Arbeitnehmer) wurden sämtlich wiedergewählt. Zusätzlich wurde durch die Hauptversammlung am 16. Juni 2016 Heinz Vogel als weiteres Aufsichtsratsmitglied der Aktionäre in den Aufsichtsrat gewählt. Holger Stabenau wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt, Thomas Hertrich zu seinem Stellvertreter. Der Aufsichtsrat hat - wie in der Vergangenheit - einen Personalausschuss gebildet, der aus zwei Mitgliedern besteht.

Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2016 insgesamt zu sechs Sitzungen zusammen. An diesen Sitzungen nahmen mit Ausnahme einer Sitzung, bei der ein Mitglied fehlte, alle Mitglieder des Aufsichtsrats teil. Der Personalausschuss kam im Berichtszeitraum zu einer Sitzung zusammen.

Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte durch den Vorstand im Rahmen der ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Pflichten laufend überwacht und den Vorstand beraten. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die jeweils aktuelle Lage des Konzerns. Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung sowie die für das Unternehmen wichtigen Entscheidungen und Vorgänge ausführlich erörtert. Abweichungen des tatsächlichen von dem geplanten Geschäftsverlauf wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und im Aufsichtsrat eingehend behandelt.

Wesentliche Themen im Aufsichtsrat

In der Sitzung vom 17. Februar 2016 hat der Vorstand dem Aufsichtsrat das finale Budget für das Geschäftsjahr 2016 vorgestellt. Nach eingehender Erörterung hat der Aufsichtsrat dem vom Vorstand vorgelegten Budget für das Geschäftsjahr 2016 zugestimmt.

Großen Anteil an den Beratungen des Aufsichtsrats nahm die Geschäftsentwicklung der Gruppe ein. Die tatsächliche Entwicklung blieb in einigen Bereichen hinter den Planungen zurück. Aufgrund anhaltend schwieriger Marktverhältnisse lagen Umsatz und Ergebnis in weiten Teilen Europas und insbesondere in den USA unter den Erwartungen. Der Aufsichtsrat hat diese Entwicklung und die Gründe für die Abweichung von der Planung und die tatsächliche Geschäftsentwicklung

eingehend mit dem Vorstand erörtert und Fortschreibungen der Planung zugestimmt.

Die Geschäftsentwicklung der Gruppe in den USA blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück und nahm in den Beratungen des Aufsichtsrats besonderen Raum ein. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats hat der Vorstand ein umfassendes Kostensparprogramm umgesetzt, die Strukturen in den USA verschlankt und die Produktion von Mexiko nach Rumänien, Thailand und York, Pennsylvania, USA, verlagert. In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat hat der Vorstand das US-Vertriebsteam verstärkt und einen erfahrenen Director Sales and Marketing North America gewinnen können. Der Aufsichtsrat hat der sehr herausfordernden Situation in den USA zudem durch die Bestellung von Simon McCouaig zum unter anderem für das Nordamerika-Geschäft zuständigen Mitglied des Vorstands der Gesellschaft Rechnung getragen. Mit dieser Bestellung hat der Aufsichtsrat auch auf das Ausscheiden von Al DeLuca im Februar 2017 reagiert. Der Aufsichtsrat ließ sich regelmäßig von den geplanten Maßnahmen, ihren zu erwartenden Auswirkungen, dem Stand ihrer Umsetzung und ihrer Effektivität berichten. Während einzelne Maßnahmen kurzfristige Auswirkungen haben, zeigen sich die Auswirkungen bei anderen erst mittel- bis längerfristig. Der Aufsichtsrat beobachtet weiterhin die Entwicklung.

Aufgrund der generell schwierigen Marktverhältnisse im Bereich des traditionellen Transaktionsgeschäfts (Wiederaufbereitung und Verkauf wiederaufbereiteter Laser Cartridges für Computerdrucker über den Handel) hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die strategische Ausrichtung der Gruppe und insbesondere die Diversifizierung des Geschäftsmodells abgestimmt. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats wurden die Strategie der Gruppe angepasst und das Geschäftsmodell erweitert.

Zum einen wurde der Bereich der so genannten Managed Print Services, die bislang fast ausschließlich im nordamerikanischen Markt angeboten wurden, ausgeweitet und unter anderem durch den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an einem etablierten deutschen Anbieter von Managed Print Services gestärkt. Zum anderen hat die Gesellschaft mit der Akquisition eines Anbieters im Bereich Kabelkonfektionierung begonnen, ein für sie gänzlich neues Geschäftsfeld aufzubauen. Dem Eintritt in dieses Segment ging eine eingehende Analyse insbesondere des Marktes, der zu erwartenden Entwicklung des Marktes sowie der Kompatibilität des Geschäfts mit der Struktur der Gruppe voraus. Der Aufsichtsrat hat die Ergebnisse der Analyse mit dem Vorstand eingehend erörtert, der Eröffnung des Geschäftsbereichs Cabling Technologies sowie dem Erwerb

der Mehrheit an dem Anbieter im Bereich der Kabelkonfektionierung zugestimmt und die Verantwortlichkeit innerhalb des Vorstands für diesen neuen Geschäftsbereich entsprechend angepasst.

Corporate Governance

Die Erklärung des Vorstandes und des Aufsichtsrats zu den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" nach § 161 AktG wurde im November 2016 abgegeben und auf der Internet-Seite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Die Erklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" nach § 161 AktG wurde im Februar 2017 angepasst; auch die angepasste Erklärung wurde auf der Internet-Seite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB und der Bericht nach Ziffer 3.10 des Corporate Governance Kodex wurden im April 2017 abgegeben und sind auf der Internet-Seite der Gesellschaft zugänglich gemacht.

Veränderungen im Vorstand

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 18. August 2016 Christian Wernhart zum Mitglied des Vorstandes bestellt. In seiner Sitzung vom 17. November 2016 hat der Aufsichtsrat mit Wirkung ab dem 12. Dezember 2016 Simon McCouaig zum Mitglied des Vorstandes bestellt.

Jahresabschlüsse von AG und Konzern, Abschlussprüfung

Die von der Hauptversammlung 2016 zum Abschlussprüfer gewählte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, hat den Jahresabschluss der Gesellschaft, den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht und den Konzernabschluss unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer Deutschland e.V. (IDW) festgelegten deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Zum bestehenden Risikofrüherkennungssystem stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen, insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems, getroffen hat und die eingesetzten Instrumente zum Risikomanagement ausreichen, bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig zu erkennen.

Der Jahresabschluss, der mit dem Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht, der Konzernabschluss und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Diese Unterlagen hat der Aufsichtsrat eingehend geprüft. Die Prüfung hat sich auch auf die Vollständigkeit und den Inhalt der nach § 289 Abs. 4 bzw. § 315 Abs. 4 HGB vorgeschriebenen Angaben erstreckt. In seiner Bilanzsitzung am 09. Mai 2017 hat der Aufsichtsrat im Beisein des Abschlussprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen berichtete, die Abschlussunterlagen ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer beantwortete die Fragen, die sich auch auf den Rechnungslegungsprozess, das Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem bezogen. Der Aufsichtsrat hat sich nach seiner eigenen Prüfung dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt, womit der Jahresabschluss festgestellt ist. Der Vorschlag für die Gewinnverwendung wurde ausführlich erörtert. Vorstand und Aufsichtsrat haben gemeinsam beschlossen, der Hauptversammlung eine Dividende von EUR 0,60 je Stückaktie vorzuschlagen.

Der Vorstand hat für das Geschäftsjahr 2016 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Dieser Bericht wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit der uneingeschränkten Bestätigung versehen, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Der Aufsichtsrat hat den Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er hat sich weiterhin vom Abschlussprüfer über dessen Ergebnis der Prüfung berichten lassen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Nach eigener Prüfung hat der Aufsichtsrat ebenfalls keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut erfolgreiche Arbeit.

Hattingen, 09. Mai 2017 Für den Aufsichtsrat

Holger Stabenau Vorsitzender

Turbon Konzern - Bilanz

zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2016 31.12.2015
Anhang Tsd. Euro Tsd. Euro
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (1) 15.026 12.754
Sachanlagen (1) 16.381 16.564
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie (1) 5.866 6.854
Nach der Equity-Methode bilanzierte
Finanzanlagen
(1) 858 822
Sonstige Finanzanlagen (1) 25 25
38.156 37.019
Sonstige Vermögenswerte (4) 145 145
Ertragsteueransprüche (5) 0 39
Latente Steuern (17) 1.179 1.935
39.480 39.138
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (2) 24.085 25.870
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3) 12.910 11.821
Sonstige Vermögenswerte (4) 1.375 1.291
Ertragsteueransprüche (5) 17 49
Flüssige Mittel (6) 2.940 5.401
41.327 44.432
80.807 83.570

Passiva

31.12.2016 31.12.2015
Anhang Tsd. Euro Tsd. Euro
Eigenkapital (7)
Gezeichnetes Kapital 10.333 10.333
Kapitalrücklage 14.956 14.956
Gewinnrücklagen 9.742 11.085
Kumuliertes sonstiges Ergebnis -5.363 -4.545
Anteile anderer Gesellschafter -212 8
29.456 31.837
Langfristiges Fremdkapital
Rückstellungen für Pensionen (8) 4.965 4.081
Latente Steuern (17) 4.373 3.923
Übrige Rückstellungen (9) 1.699 1.521
Finanzverbindlichkeiten (10) 14.455 17.187
Sonstige Verbindlichkeiten (11) 0 5
25.492 26.717
Kurzfristiges Fremdkapital
Steuerverbindlichkeiten (17) 413 2.046
Übrige Rückstellungen (9) 4.423 5.909
Finanzverbindlichkeiten (10) 4.264 1.419
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
(11) 11.603 11.558
Verbindlichkeiten gegenüber nicht
einbezogenen verbundenen Unternehmen
2.353 12
Sonstige Verbindlichkeiten (11) 2.803 4.072
25.859 25.016
80.807 83.570

Turbon Konzern – Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

2016 Vorjahr
Anhang Tsd. Euro Tsd. Euro
Umsatzerlöse (12) 96.621 107.164
Herstellungskosten des Umsatzes (13) -71.790 -80.645
Bruttoergebnis vom Umsatz 24.831 26.519
Vertriebskosten (14) -9.702 -9.714
Allgemeine Verwaltungskosten (14) -9.031 -9.872
Sonstige betriebliche Erträge (16) 1.676 2.630
Sonstige betriebliche Aufwendungen (16) -1.321 -707
Gewinn- oder Verlustanteil von assoziierten Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden
(15) 31 -24
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 6.484 8.832
Finanzertrag 21 5
Finanzaufwand -811 -737
Finanzergebnis (netto)
Ergebnis vor Ertragsteuern
-790
5.694
-732
8.100
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (17) -1.666 -1.898
Ergebnis nach Ertragsteuern 4.028 6.202
Zurechnung des Ergebnisses an die 4.028 6.202
• Aktionäre der Turbon AG (Konzernjahresüberschuss) 3.599 6.187
• Anteile anderer Gesellschafter 429 15
Ergebnis je Aktie (in Euro) (18) 1,22 1,88

Turbon Konzern – Gesamtergebnisrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

2016 Vorjahr
Anhang Tsd. Euro Tsd. Euro
Ergebnis nach Ertragsteuern 4.028 6.202
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (8) -750 421
Latente Steuern (17) 139 -129
-611 292
Posten, die später nicht in den Gewinn oder Verlust
umgegliedert werden
-611 292
Effektiver Teil der Gewinne und Verluste aus Sicherungs
instrumenten bei der Absicherung von Zahlungsströmen
62 114
Latente Steuern (17) -19 -33
43 81
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung des Abschlusses
eines ausländischen Geschäftsbetriebes
-250 1.577
Posten, die später in den Gewinn oder Verlust umgegliedert
werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind
-207 1.658
Direkt im Eigenkapital erfasstes sonstiges Ergebnis -818 1.950
Gesamtergebnis 3.210 8.152
Zurechnung des Gesamtergebnisses an die 3.210 8.152
• Aktionäre der Turbon AG 2.781 8.137
• Anteile anderer Gesellschafter 429 15

Turbon Konzern – Eigenkapitalveränderungsrechnung

zum 31. Dezember 2016

Gezeichnetes
Kapital
Tsd. Euro
Kapitalrücklage
Tsd. Euro
Gewinnrück
lagen
Tsd. Euro
Versicherungs
mathematische
Gewinne und
Verluste
Tsd. Euro
Stand 31. Dezember 2014 10.333 14.956 11.488 6
Dividende für 2014 (2,00 € je
dividendenberechtigter Aktie,
davon 1,20 € Sonderdividende)
-6.590
Gesamtergebnis 6.187 292
Stand 31. Dezember 2015 10.333 14.956 11.085 298
Dividende für 2015 (1,50 € je
dividendenberechtigter Aktie,
davon 0,70 € Sonderdividende)
-4.942
Gesamtergebnis 3.599 -611
Nicht beherrschende Anteile durch
Unternehmenserwerb
Stand 31. Dezember 2016 10.333 14.956 9.742 -313

Das Eigenkapital wird unter Punkt (7) im Anhang erläutert.

Effektiver Teil
der Gewinne
und Verluste
aus Sicherungs
instrumenten bei
der Absicherung
von Zahlungs
strömen
Tsd. Euro
Gewinne und
Verluste aus der
Umrechnung
des Abschlus
ses eines
ausländischen
Geschäftsbe
triebes
Tsd. Euro
Kumuliertes
sonstiges
Ergebnis
Tsd. Euro
Anteile Turbon
Gesellschafter
Tsd. Euro
Anteile andere
Gesellschafter
Tsd. Euro
Eigenkapital
Tsd. Euro
-237 -6.264 -6.495 30.282 -7 30.275
-6.590 -6.590
81 1.577 1.950 8.137 15 8.152
-156 -4.687 -4.545 31.829 8 31.837
-4.942 -4.942
43 -250 -818 2.781 429 3.210
-649
-649
-113 -4.937 -5.363 29.668 -212 29.456

Turbon Konzern – Kapitalflussrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

2016 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
Konzernjahresüberschuss 4.028 6.202
Gewinn- / Verlustanteil von assoziierten Unternehmen -31 24
Gewinn aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten
0 -1.637
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 3.827 3.004
Veränderung der Pensionsrückstellungen 753 46
Cash-Flow 8.577 7.639
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 29 -25
Ergebnis aus Sachanlageabgängen 13 -32
Veränderung der Vorräte 3.101 563
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -179 6.677
Veränderung anderer Aktiva 901 2.447
Veränderung der übrigen Rückstellungen -4.640 -2.348
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.168 -3.572
Veränderung anderer Passiva -9 -216
Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen -1.206 1.227
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 5.419 12.360
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -1.428 -15
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -883 -1.029
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen 0 -829
Auszahlungen für Akquisitionen -1.502 -3.676
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 44 32
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -3.769 -5.517
Dividendenzahlung -4.942 -6.590
Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 2.560 0
Auszahlung aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -1.738 -2.985
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -4.120 -9.575
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -2.470 -2.732
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds 9 -20
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.401 8.153
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.940 5.401

2016 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
Im Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten:
Mittelzuflüsse aus erhaltenen Zinsen 1 1
Mittelabflüsse aus gezahlten Zinsen -376 -573
Mittelzuflüsse aus erhaltenen Ertragsteuern 2 17
Mittelabflüsse aus gezahlten Ertragsteuern -1.655 -1.043

Die Kapitalflussrechnung wird im Anhang unter den sonstigen Angaben erläutert.

Turbon Konzern - Anhang

Allgemeine Angaben

Die Turbon AG und ihre Tochterunternehmen sind im Bereich der modernen Bürokommunikation tätig, und zwar dort, wo elektronische Daten in gedruckte Dokumente überführt werden. Die Unternehmen der Turbon Gruppe entwickeln, produzieren und vertreiben schriftbildendes Druckzubehör und haben sich in diesem Bereich auf Toner Cartridges für den Einsatz in Laser-Druckern spezialisiert. Daneben bietet die Turbon Gruppe auch Ink Jet Cartridges für den Einsatz in Tintenstrahl-Druckern an. Dienstleistungen rund um den Computerdrucker komplettieren das Angebot, wobei hier ein Schwerpunkt im Bereich der sogenannten Managed Print Services (MPS) liegt. Im Zuge von Veränderungen im Stammmarkt wurde der Entschluss zur strategischen Neuausrichtung gefasst um in diesem Zusammenhang neben dem Kerngeschäft zusätzliche Standbeine aufzubauen. Daher erfolgt nun schrittweise die Diversifizierung in Märkte außerhalb des oben genannten Kernbereiches. Die Turbon Gruppe ist mit Unternehmen in Europa, Amerika und Asien aktiv.

Die Turbon AG als Konzernobergesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Essen (HRB 15780) eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Hattingen. Die Anschrift lautet: Turbon AG, Ruhrdeich 10, 45525 Hattingen, Deutschland. Das Mutterunternehmen der Turbon AG und zugleich oberstes Mutterunternehmen ist die HBT Holdings GmbH.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht des Konzerns und der Turbon AG (Konzernlagebericht) zum 31. Dezember 2016 am 18. April 2017 aufgestellt und zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 09. Mai 2017 zur Billigung vorgelegt.

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Turbon AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den am Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der Europäischen Union (EU) anerkannt sind und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen IFRS, die International Accounting Standards (IAS), sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC). Alle am Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen sind angewandt worden. Somit entspricht der Konzernabschluss der Turbon AG den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind. Auf eine vorzeitige Anwendung der noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards wird verzichtet.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden in Tausend Euro angegeben, soweit nicht besonders darauf hingewiesen wird. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass sich Prozentangaben nicht exakt aus den dargestellten Werten ergeben. Vermögenswerte und Schulden werden ihren Fristigkeiten entsprechend in lang- und kurzfristiges Vermögen beziehungsweise Schulden unterteilt. Als kurzfristig werden solche Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Entsprechend IAS 12 werden latente Steuern als langfristige Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Going-Concern-Prämisse aufgestellt. Es sind keine Sachverhalte bekannt, die Zweifel an der Fortführungsfähigkeit des Konzerns aufwerfen.

Das Geschäftsjahr der Turbon AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

Die im Konzernabschluss der Turbon AG zum 31. Dezember 2016 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der durch neue bzw. geänderte Standards erforderlichen Anpassungen beibehalten.

Änderung der Bilanzierungsund Bewertungsmethoden

Die folgende Übersicht zeigt die im laufenden Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendenden neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen:

Standard/Interpretation Auswirkungen
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2010 - 2012 keine
IAS 19 Arbeitnehmerbeiträge zu leistungsorientierten Plänen keine
IAS 16 /
IAS 41
Fruchttragende Pflanzen keine
IFRS 11 Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit keine
IAS 16 /
IAS 38
Klarstellung zulässiger Abschreibungsmethoden keine
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2012 - 2014 keine
IAS 1 Angabeninitiative keine
IAS 27 Equity Methode im separaten Abschluss keine
IFRS 10 /
IFRS 12 /
IAS 28
Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme keine

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Die folgende Übersicht zeigt die im laufenden Geschäftsjahr veröffentlichten, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen, da diese entweder durch

die EU noch nicht übernommen wurden oder noch nicht anzuwenden sind:

Standard/Interpretation Auswirkungen
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 2 die Auswirkungen sind noch unbekannt und
werden analysiert
IFRS 9 Finanzinstrumente 2 die Auswirkungen sind noch unbekannt und
werden analysiert
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 4 nicht anzuwenden, da Turbon kein IFRS-Erst
anwender ist
IFRS 16 Leasingverhältnisse 3, 4 die Auswirkungen sind noch unbekannt und
werden analysiert
IFRS 10 /
IAS 28
Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswer
ten zwischen einem Investor und einem assoziierten
Unternehmen oder Joint Venture 4
keine
IAS 12 Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte
Verluste 1, 4
keine
IAS 7 Abgabeninitiative 1, 4 keine
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden - Klarstellung 2, 4 die Auswirkungen sind noch unbekannt und
werden analysiert
IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfäl
len mit anteilsbasierter Vergütung 2, 4
keine
IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemein
sam mit IFRS 4 Versicherungsverträge 2, 4
keine
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2014 - 2016 1, 2, 4 keine
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus
gezahlter Gegenleistungen 2, 4
keine
IAS 40 Übertragung von als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien 2, 4
keine

1 Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder ab dem 1. Januar 2017 beginnen.

2 Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder ab dem 1. Januar 2018 beginnen.

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder ab dem 1. Januar 2019 beginnen.

4 EU-Endorsement steht noch aus.

IFRS 9: Finanzinstrumente

IFRS 9 "Finanzinstrumente" wird den bestehenden Standard IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ersetzen. IFRS 9 führt einen neuen Ansatz zur Klassifizierung der Finanzinstrumente ein. Daneben werden die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen sowie die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen neu geregelt. Die Anwendung erfolgt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Wesentliche Auswirkungen des IFRS 9 auf den Konzernabschluss werden aus heutiger Sicht nicht erwartet.

IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit Kunden

IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" ersetzt die derzeitigen Erlösvorschriften in IAS 18 "Umsatzerlöse" und IAS 11 "Fertigungsaufträge". Für die Ermittlung der Umsatzrealisierung wurde ein fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell entwickelt, welches grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Der neue Standard ist anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Wesentliche Auswirkungen des IFRS 15 auf den Konzernabschluss werden aus heutiger Sicht nicht erwartet.

IFRS 16: Leasingverhältnisse

Der neue Standard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" ersetzt den derzeitigen IAS 17 "Leasingverhältnisse" sowie die dazugehörigen Interpretationen. Neben der Aufhebung der Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasing-Verhältnissen führen die geänderten Regelungen für Leasingnehmer dazu, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind, es sei denn, die Laufzeit des Leasingverhältnisses ist kurzfristig oder es handelt sich um geringwertige Vermögenswerte. Der neue Standard ist anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Auswirkungen des IFRS 16 auf den Konzernabschluss der Turbon AG werden derzeit analysiert. Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass sich eine Erhöhung der Sachanlagen und der Verbindlichkeiten von unwesentlicher Größenordnung ergibt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der Turbon AG dreizehn inländische (acht Zugänge) und zwölf (ein Zugang) ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der Turbon AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. bei denen sie eine einheitliche Leitung ausübt.

Der Anstieg der Anzahl der einbezogenen Gesellschaften steht im Zusammenhang mit der Struktur der übernommenen Gesellschaften. Es ist geplant die Anzahl der Gesellschaften durch Verschmelzung zu reduzieren.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen sowie die wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzernabschluss nicht einbezogenen Tochterunternehmen sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführt.

Anteil am
Kapital (%)
gehalten
über Nr.
In den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen
1 Turbon AG, Hattingen
2 Turbon Europe GmbH, Hattingen 100,00 1
3 Turbon International, Inc., York (PA)/USA 100,00 1
4 Turbon USA Inc., Pennsauken (NJ)/USA 100,00 3
5 Turbon America Inc., Pennsauken (NJ)/USA 100,00 3
6 International Laser Group Inc., Calabasas (CA)/USA 100,00 1
7 Turbon (Thailand) Co., Ltd., Samutprakarn/Thailand 100,00 11
8 Keymax Nordic Holding A/S, Tästrup/Dänemark 100,00 1
9 Keytec (GB) Ltd., Exeter (Devon)/Großbritannien 100,00 1
10 SC Turbon Romania S.R.L., Oltenita/Rumänien 100,00 11
11 Turbon Beteiligungs GmbH, Hattingen 100,00 1
12 Bright Parameters GmbH, Hattingen 100,00 1
In den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen
13
BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. Objekt Meerbusch KG, Pullach i. Isartal
95,00 1
14
Embatex GmbH, Feldkirchen/Österreich
100,00 1
15
Emstar Deutschland GmbH, Rudolstadt
100,00 14
16
Emstar Nederland B.V., Bladel/Niederlande
51,00 14
17
Emstar d.o.o., Lesce/Slowenien
100,00 14
18
Recart Druckerzubehör GmbH, Berlin
80,00 1
19
Sirius Printware GmbH, Berlin
100,00 18
20
Druckarchitekten Beteiligungs GmbH, Zossen
51,00 1
21
berolina Schriftbild GmbH & Co. KG, Zossen
51,00 1
22
berolina Schriftbild Mitteldeutschland GmbH, Zossen
100,00 21
23
berolina Schriftbild Vertriebs-GmbH, Zossen
100,00 21
24
Greentec Werbe- und Bürotechnik GmbH, Zossen
100,00 21
25
Turbon Cabling Technologies GmbH, Hattingen
66,00 1
26
KP electrics s.r.o., Znojmo/Tschechien
100,00 25
In den Konzernabschluss nicht einbezogene verbundene Unternehmen
27
BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. Objekt Hattingen KG, Pullach i. Isartal
95,00 1
28
AXMINSTER (Pensions) Ltd., Harlow (Essex)/Großbritannien
100,00 9
29
Anchor Properties S.R.L., Oltenita/Rumänien
100,00 10
Nach der Equity Methode bilanziertes Unternehmen
30
BTW Beteiligungs GmbH, Feldkirchen/Österreich
49,80 14
31
TAM Solutions Inc., Pennsauken (NJ)/USA
49,00 5
32
Embatex Iberia S.L., Barcelona/Spanien
50,00 14

Folgende inländische Tochtergesellschaften machen im Geschäftsjahr 2016 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch:

Turbon Beteiligungs GmbH, Hattingen

BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. Objekt Meerbusch KG, Pullach i. Isartal

Zum 30. März 2016 erwarb die Turbon AG 80% der Anteile an der Recart Druckerzubehör GmbH, Berlin, Deutschland. Diese hält 100% der Anteile an der Sirius Printware GmbH, Berlin,

Deutschland. Es handelt sich bei der Recart Druckerzubehör GmbH um die Produktionsstätte für wiederaufbereitete Laser Cartridges eines Kunden, die bis Ende 2017 vollständig in die

bestehende Produktions-Plattform der Turbon Gruppe intergriert werden wird. Es wurde ein Kaufpreis von 0,3 Millionen Euro vereinbart, der durch die Übertragung von Zahlungsmitteln erbracht wurde.

Zum Erwerbszeitpunkt sind langfristige Vermögenswerte in Höhe von 0,4 Millionen Euro, kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 0,3 Millionen Euro (davon Forderungen 72 Tausend Euro) sowie langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 0,1 Millionen Euro und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 0,3 Millionen Euro erstmalig angesetzt worden.

Die Recart Druckerzubehör GmbH trug im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 1,3 Millionen Euro zum Umsatz der Turbon Gruppe bei. Das Ergebnis nach Steuern betrug 14 Tausend Euro.

Die nicht beherrschenden Anteile wurden mit dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet und betragen 65 Tausend Euro.

Mit Wirkung zum 04. Oktober 2016 erwarb die Turbon AG 51% der Kommanditanteile an der berolina Schriftbild GmbH & Co. KG, Zossen, Deutschland. Die berolina Gruppe ist ein etablierter Anbieter von Managed Print Services im deutschen und europäischen Markt. Der Kaufpreis in Höhe von 0,2 Millionen Euro wurde durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Gleichzeitig wurden Zahlungsmittel in Höhe von 0,4 Millionen Euro übernommen. Die Turbon AG hält ebenfalls 51% der Anteile an der Druckarchitekten Beteiligungs GmbH (Komplementär der berolina Schriftbild GmbH & Co. KG).

Der günstige Kaufpreis reflektiert die gegenwärtige Marktsituation in unserer Branche. Berolina benötigte einen starken Partner zur Umsetzung der nötigen Restrukturierung, insbesondere der Schließung des kostenintensiven Produktionsstandorts in Deutschland. Dieses konnte kurzfristig durch die Integration in die Produktions-Plattform der Turbon Gruppe umgesetzt werden.

Zum Erwerbszeitpunkt sind, vor Konsolidierung, langfristige Vermögenswerte in Höhe von 0,7 Millionen Euro, kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 2,5 Millionen Euro (davon Forderungen 1,4 Millionen Euro) sowie langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 0,1 Millionen Euro und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 4,7 Millionen Euro erstmalig angesetzt worden.

Die berolina Schriftbild GmbH & Co. KG einschließlich ihrer Tochtergesellschaften trug im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 3,1 Millionen Euro zum Umsatz der Turbon Gruppe bei. Das Ergebnis nach Steuern betrug 0,8 Millionen Euro.

Die nicht beherrschenden Anteile wurden mit dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet und betragen 0,8 Millionen Euro.

Am 22. Dezember 2016 hat die Turbon AG 66% der Anteile an der Turbon Cabling Technologies GmbH, Hattingen, Deutschland, erworben. Diese hält 100% der Anteile an der KP electrics s.r.o., Znojmo/Tschechien. Ziel dieses Anteilserwerbs ist der Einstieg in den Wachstumsbereich "Cabling Technologies" um ein zusätzliches strategisches Standbein für die Turbon Gruppe aufzubauen. Es wurde ein Kaufpreis von 0,1 Millionen Euro vereinbart, der durch die Übertragung von Zahlungsmitteln erbracht wurde. Darüber hinaus wurde eine bedingte Kaufpreiszahlung in Abhängigkeit des konsolidierten EBT 2017 – 2019 vereinbart. Der Zeitwert der bedingten Kaufpreiszahlung beträgt 0,3 Millionen Euro.

Die Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2016 und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016 wurden von der Akquisition der Anteile an der Turbon Cabling Technologies GmbH unwesentlich beeinflusst.

Der günstige Kaufpreis reflektiert die Attraktivität der Plattformen der Turbon Gruppe für kleine und mittlere Unternehmen in einem expandierenden Marktumfeld. Durch die Integration in unsere Produktions-Plattform können deutlich größere Aufträge, welche in der ursprünglichen Struktur nicht zu bewältigen gewesen wären, angenommen und bearbeitet werden. Die Logistik- und Vertriebs-Plattform erlaubt eine geografische Expansion, die ebenfalls in der ursprünglichen Struktur nicht zu bewältigen gewesen wäre. Die gesamte Gruppen Organisation stellt außerdem wichtige Unterstützung vom Berichtswesen bis zu gruppenweiten Versicherungsverträgen mit wesentlich größeren Deckungen zur Verfügung. Mit diesen Stärken ermöglichen die Plattformen der Turbon Gruppe die Wachstumspotentiale im Bereich Cabling Technologies zu heben.

Die nicht beherrschenden Anteile wurden mit dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet und betragen 44 Tausend Euro.

Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der Turbon AG und der einbezogenen Tochterunternehmen. Wertansätze, die auf steuerlichen Vorschriften beruhen, werden nicht in den Konzernabschluss übernommen. Die Einzelabschlüsse der verbundenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten gegen das anteilige, neubewertete Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs der einzelnen Unternehmen. Positive Unterschiedsbeträge werden, soweit sie nicht stillen Reserven bzw. stillen Lasten zugeordnet werden konnten, als Firmenwerte erfasst. Negative Unterschiedsbeträge werden direkt erfolgswirksam erfasst.

Alle konzerninternen Salden, Erträge und Aufwendungen sowie unrealisierte Zwischenergebnisse aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert.

Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Abgrenzungen für latente Steuern vorgenommen.

Währungsumrechnung

Nicht monetäre Posten in fremder Währung zum Bilanzstichtag werden in den Einzelabschlüssen der Gesellschaften mit dem Kurs, der am Tag der Erstverbuchung galt, bewertet. Monetäre Posten werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung von monetären Bilanzposten in einer anderen Währung als Euro werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen berücksichtigt.

Im Konzernabschluss werden die Vermögenswerte und Schulden aller Abschlüsse von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, zum Tageskurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung kommen Durchschnittskurse zur Anwendung. Unterschiede aus der Währungsumrechnung werden erfolgsneutral über die Konzern-Gesamtergebnisrechnung mit dem kumulierten sonstigen Ergebnis verrechnet bzw. in dieses eingestellt.

Die Wechselkurse der Währungen haben sich wie folgt verändert:

Stichtagskurse Durchschnittskurse
1 EUR = 31.12.2016 31.12.2015 2016 2015
DKK 7,4344 7,4626 7,4454 7,4586
GBP 0,8562 0,7340 0,8189 0,7260
RON 4,5390 4,5240 4,4908 4,4452
THB 37,7260 39,2480 39,0423 38,0007
USD 1,0541 1,0887 1,1066 1,1096
CZK 27,0210 27,023 27,034 27,2790

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und – sofern abnutzbar – über ihre Nutzungsdauer von überwiegend 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungen aus diesen Vermögenswerten sind den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert werden gem. IAS 38.108 einem jährlichen Impairmenttest auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unterzogen.

Die Bewertung des beweglichen Sachanlagevermögens erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Instandhaltungsund Reparaturaufwendungen sowie Zinsen auf Fremdkapital werden als laufender Aufwand erfasst.

Das Sachanlagevermögen wird linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern nicht durch Änderungen in dem erwarteten künftigen Nutzenverlauf eine Anpassung der Dauer geboten ist.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

• Gebäude 20 bis 50 Jahre
• Grundstückseinrichtungen 3 bis 10 Jahre
• Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 10 Jahre
• Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
3 bis 20 Jahre

Liegen bei der Bewertung des beweglichen Sachanlagevermögens Indizien für eine Wertminderung vor, wird mindestens am Ende eines jeden Geschäftsjahres ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Die in den Finanzanlagen ausgewiesenen Unternehmensanteile enthalten die fortgeführten Anschaffungskosten der wegen ihrer Unwesentlichkeit nicht konsolidierten Tochterunternehmen und gehören der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" an.

Finanzinstrumente beruhen auf Verträgen, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Bilanzierung erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf am Erfüllungstag, d.h. an dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird. IAS 39 unterteilt finanzielle Vermögenswerte in folgende Kategorien:

  • Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert gehaltene Finanzinstrumente
  • Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
  • Kredite und Forderungen
  • Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der Abgang von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich bei Zahlung oder – im Falle von Kundenforderungen – durch Verkauf.

Vorräte sind solche Vermögenswerte, die zum Verkauf bestimmt sind (Fertige Erzeugnisse und Waren), sich noch in der Herstellung befinden (Unfertige Erzeugnisse) oder die im Zuge der Herstellung von Produkten verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe).

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten. Die Herstellungskosten entsprechen den produktionsorientierten Vollkosten und werden auf Basis der normalen Kapazität ermittelt. Sie enthalten neben den direkt zuordenbaren Kosten angemessene Teile der notwendigen Materialund Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen.

Sofern sich am Abschlussstichtag niedrigere Nettoveräußerungswerte ergeben (Lower of cost or net realizable value), werden diese angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwandes und somit als Herstellungskosten des Umsatzes erfasst.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögenswerte werden bis auf derivative Finanzinstrumente mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Die Wertansätze von Forderungen werden grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert.

Ertragsteueransprüche werden mit ihrem Barwert angesetzt.

Flüssige Mittel umfassen Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten; sie werden zu ihren Nominalwerten bzw. zu den jeweiligen Stichtagskursen in Euro umgerechnet.

Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein zu versteuerndes Ergebnis zukünftig verfügbar sein wird und es damit hinreichend sicher erscheint, dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Passive latente Steuern werden gebildet auf zukünftig noch zu versteuernde temporäre Differenzen. Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Die Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern aufgrund von Steuersatzänderungen werden ergebniswirksam

ausgewiesen. Werden Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst, so gilt dies ebenfalls für die darauf abgegrenzten aktiven und passiven latenten Steuern. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u. a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft. Als Zeitraum für diese Prognose werden üblicherweise die dem Geschäftsjahr folgenden 5 Jahre unterstellt.

Pensionsverpflichtungen beruhen auf Versorgungszusagen für Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden aktuelle Kapitalmarktzinssätze, die am Stichtag aktuellen bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sowie auch künftige erwartete Steigerungen von Gehältern, Löhnen und Renten erfasst. Der Dienstzeitaufwand ist Bestandteil des Personalaufwandes, Zinsanteile der Zuführung werden im Zinsergebnis erfasst. Bei dem mit dem Barwert der Versorgungszusagen verrechneten Planvermögen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen sowie britische Pensionsfonds, die einen Teil der Ansprüche aus den Versorgungszusagen abdecken. Die Rückdeckungsversicherungen sind dem jeweils Berechtigten einzeln verpfändet, die Verrechnung mit dem Barwert der Verpflichtung erfolgt zum Zeitwert.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden, wie schon in den Vorjahren, außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in das kumulierte sonstige Ergebnis unter Berücksichtigung latenter Steuern verbucht. Die bilanzierten Pensionsrückstellungen entsprechen dem Barwert der zum Bilanzstichtag erdienten Ansprüche (Defined benefit obligation).

Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" werden die Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Alle als kurzfristig ausgewiesenen Rückstellungen weisen eine Fälligkeit innerhalb eines Jahres auf. Alle langfristig ausgewiesenen Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Rückstellungen sind mit dem wahrscheinlichsten Erfüllungsbetrag anzusetzen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, bspw. aufgenommene Kredite, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, werden gemäß Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz angesetzt.

Umsatzerlöse aus der Lieferung von Waren werden erfasst, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum der Waren verbunden sind, auf den Kunden übergegangen sind. Die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden und der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens aus dem Verkauf ist hinreichend wahrscheinlich. Umsatzerlöse werden nicht ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen.

Umsätze aus Vermietungen werden linear über den Mietzeitraum erfasst.

Umsätze aus Dienstleistungen werden in Höhe derjenigen Beträge realisiert, mit deren Erzielung aufgrund bestehender Verträge mit Dritten gerechnet werden kann. Die Realisierung erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Leistung erbracht wurde.

Die Umsätze werden grundsätzlich nach Abzug von Umsatzsteuern und anderen Steuern sowie nach Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung ausgewiesen.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 1,2 Millionen Euro (Vorjahr 1,3 Millionen Euro) werden als Aufwand erfasst.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge werden dem operativen Ergebnis zugerechnet und periodengerecht erfasst.

Zinsen werden nach der Effektivzinsmethode periodengerecht erfasst.

Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den IFRS verlangt Einschätzungen und Annahmen, die Einfluss auf den Ausweis von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen haben. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, der Verkäuflichkeit unserer Produkte, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuereffekte. Zu den Rückstellungen verweisen wir auf die Erläuterungen zur Bilanz unter den Textziffern 8 und 9.

Kapitalmanagement

Der Turbon Konzern verfolgt grundsätzlich das Ziel, eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Das bilanzielle Kapital in Höhe von 29,5 Millionen Euro (Vorjahr 31,8 Millionen Euro) des Konzerns fungiert dabei jedoch lediglich als passives Steuerungskriterium. Hierbei wird das Einhalten der Financial Covenants, die aus den Finanzverpflichtungen resultieren, beachtet. Als aktive Steuerungsgrößen werden der Umsatz und das EBT genutzt.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

(1) Anlagevermögen

Entwicklung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015

Anschaffungskosten
Stand
01.01.2015
Verän
derung
Konsoli
dierungs
kreis
Zugänge Umbu
chungen
Abgänge Währungs
umrech
nungsdif
ferenzen
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
10.163 3.188 15 0 0 371
Firmenwert 2.886 356 0 0 0 544
13.049 3.544 15 0 0 915
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich der
Bauten auf fremden Grundstücken
22.085 350 88 0 -363 69
Technische Anlagen und Maschinen 9.675 29 436 7 -188 107
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
11.033 84 434 16 -471 110
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
55 0 71 -23 -54 0
42.848 463 1.029 0 -1.076 286
Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilie
11.892 0 0 0 0 0
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen
Unternehmen
25 0 0 0 0 0
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 17 829 0 -24 0
25 17 829 0 -24 0
67.814 4.024 1.873 0 -1.100 1.201
Aufgelaufene Abschreibungen Buchwerte
Stand
31.12.2015
Stand
01.01.2015
Abschrei
bungen
laufendes
Jahr
Umbuch
ungen
Abgänge Währungs
umrech
nungsdif
ferenzen
Stand
31.12.2015
Stand
31.12.2015
Stand
Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
13.737 3.610 1.028 0 0 130 4.768 8.969 6.553
3.786
17.523
0
3.610
0
1.028
0
0
0
0
0
130
0
4.768
3.786
12.755
2.886
9.439
22.229 7.850 482 0 -55 23 8.300 13.929 14.235
10.066 8.700 474 0 -172 63 9.065 1.001 975
11.206 9.417 627 0 -464 39 9.619 1.587 1.616
49 0 2 0 0 0 2 47 55
43.550 25.967 1.585 0 -691 125 26.986 16.564 16.881
11.892 4.647 391 0 0 0 5.038 6.854 7.245
25 0 0 0 0 0 0 25 25
822 0 0 0 0 0 0 822 0
847 0 0 0 0 0 0 847 25
73.812 34.224 3.004 0 -691 255 36.792 37.020 33.590

Entwicklung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2016

Anschaffungskosten
Stand
01.01.2016
Verän
derung
Konsoli
dierungs
kreis
Zugänge Umbu
chungen
Abgänge Währungs
umrech
nungsdif
ferenzen
Stand
31.12.2016
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
Immaterielle
Vermögenswerte
Konzessionen, gewerb
liche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten
und Werten 13.737 405 1.428 0 0 171 15.741
Firmenwert 3.786
17.523
1.378
1.783
0
1.428
0
0
0
0
106
277
5.270
21.011
Sachanlagen
Grundstücke, grund
stücksgleiche Rechte
und Bauten einschließ
lich der Bauten auf
fremden Grundstücken
Technische Anlagen
und Maschinen
Andere Anlagen, Be
triebs- und Geschäfts
22.229
10.066
50
20
17
247
0
0
-48
-133
152
82
22.400
10.282
ausstattung
Geleistete Anzahlungen
11.206 441 604 42 -217 166 12.242
und Anlagen im Bau 49 0 15 -42 -6 6 22
Als Finanzinvestition
gehaltene Immobilie
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen
43.550
11.892
511
0
883
0
0
0
-404
0
406
0
44.946
11.892
Unternehmen 25 0 0 0 0 0 25
Anteile an assoziierten
Unternehmen
822 0 81 0 -45 0 853
847 0 81 0 -45 0 883
73.812 2.294 2.392 0 -449 683 78.732
Aufgelaufene Abschreibungen Buchwerte
Stand
01.01.2016
Abschrei
bungen
laufendes
Jahr
Umbuch
ungen
Abgänge Währungs
umrech
nungsdif
ferenzen
Stand
31.12.2016
Stand
31.12.2016
Stand
Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
4.768 1.167 0 0 50 5.985 9.756 8.969
0 0
0
0 0 0 5.270 3.786
4.768 1.167 0 0 50 5.985 15.026 12.755
8.300 543
0
-48 49 8.844 13.556 13.929
9.065 412
0
-102 78 9.453 829 1.001
9.619 717
0
-196 128 10.268 1.974 1.587
2 0
0
0 -2 0 22
26.986 1.672 0 -346 253 28.565 16.381 16.564
5.038 988 0 0 0 6.026 5.866 6.854
0 0
0
0 0 0 25
0 0
0
0 0 0 853 822
0 0
0
0 0 0 883
36.792 3.827 0 -346 303 40.576 38.156 37.020

Immaterielle Vermögenswerte

Für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden Wertminderungsprüfungen auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Laser Cartridges USA (ohne ILG), ILG (International Laser Group) sowie EAG (Embatex GmbH) vorgenommen. Dies erfolgte durch Vergleich der Nutzungswerte mit den Buchwerten. Im Rahmen dieser Tests wurde die Werthaltigkeit der Firmenwerte nachgewiesen.

Den Wertminderungstests lagen nachfolgende Parameter zugrunde:

Diskontrate Wachstumsrate
im Terminal
Value
2016 Vorjahr 2016 Vorjahr
Laser Cartridges
USA (ohne ILG)
7% 16% 0% 3%
ILG 7% 16% 0% 3%
EAG 8% 6% 0% 0%

Die jeweiligen erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden durch Nutzungswertberechnungen auf Grundlage von Zahlungsstromprognosen aus von der Geschäftsführung bewilligten Finanzbudgets für den Zeitraum von fünf Jahren unter Zugrundelegung einer konstanten jährlichen Wachstumsrate von 0% bestimmt. Diese beruhen auf Annahmen konzerninterner Einschätzungen über künftige Verkaufspreise und -mengen, Konjunkturzyklen und Wechselkurse.

Die angenommenen Wachstumsraten im Terminal Value übersteigen jeweils nicht die erwarteten Wachstumsraten der Detailplanungszeiträume. Die Geschäftsleitung ist der Ansicht, dass keine vernünftigerweise denkbare Veränderung der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung der erzielbaren Beträge basiert, dazu führen würde, dass die kumulierten Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten deren kumulierte erzielbare Beträge übersteigen.

Der Firmenwert in Höhe von 5,2 Millionen Euro teilt sich wie folgt auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf:

Laser Cartridges USA (ohne ILG): 626 Tsd. Euro
ILG: 2.910 Tsd. Euro
EAG: 387 Tsd. Euro
Berolina: 1.306 Tsd. Euro

Die immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer entfallen in Höhe von 3,0 Millionen Euro (Vorjahr 3,4 Millionen Euro) auf Warenzeichen, in Höhe von 5,1 Millionen Euro (Vorjahr 5,4 Millionen Euro) auf Kundenlisten und in Höhe von 1,3 Millionen Euro (Vorjahr 0,5 Millionen Euro) auf Lizenzen. Demgegenüber stehen Abschreibungen in Höhe von 1,0 Million Euro.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie

Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie (Objekt in Meerbusch) befindet sich im Eigentum des Konzerns und wird im Rahmen von Operating-Leasingvereinbarungen bis zum 31.12.2019 vermietet. Bei den vermieteten Flächen handelt es sich um Büro- und Lagerflächen. Die Vereinbarungen sind beidseitig bis 6 Monate vor Vertragsende kündbar und werden nach Ablauf der Kündigungsfrist um 2 Jahre verlängert.

Das Objekt wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und linear abgeschrieben. Der durch ein Gutachten aus dem Jahr 2016 ermittelte Marktwert dieser Immobilie beträgt 5,9 Millionen Euro. Die Ermittlung des Marktwerts erfolgte nach dem Ertragswertverfahren auf Basis von nachhaltig erzielbaren jährlichen Mieteinnahmen. Die zugrundeliegenden Parameter wurden individuell nach den Gebäudeteilen festgelegt. Der Liegenschaftszinssatz lag bei 6,75 % bis 8,00 %. Im Geschäftsjahr 2016 wurde auf Grundlage eines aktualisierten Gutachtens eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 630 Tausend Euro vorgenommen. Die Mieteinnahmen aus dieser Investition betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 660 Tausend Euro (Vorjahr 660 Tausend Euro).

Die künftigen Mieterträge sind vertraglich fixiert und haben nachfolgende Fälligkeiten

31.12.2016 31.12.2015
Tsd. Euro Tsd. Euro
Fällig innerhalb
eines Jahres
660 660
Fällig nach mehr als
einem bis fünf Jahren
1.320 1.980
Fällig nach mehr als
fünf Jahren
0 0
1.980 2.640

Die Nutzungsdauer für die Immobilie beträgt 50 Jahre. Neben den Abschreibungen betrugen die diesem Objekt direkt zurechenbaren Aufwendungen für Instandhaltung sowie Grundbesitzabgaben im Geschäftsjahr 2016 90 Tsd. Euro (Vorjahr 80 Tsd. Euro).

(2) Vorräte

31.12.2016 31.12.2015
Tsd. Euro Tsd. Euro
Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe
12.044 12.184
Unfertige Erzeugnisse 1.531 933
Fertige Erzeugnisse
und Waren
10.467 12.738
Geleistete Anzahlungen 43 15
24.085 25.870

Als Ergebnis von Gängigkeitsanalysen wurden auf das Vorratsvermögen im abgelaufenen Geschäftsjahr Anpassungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert in Höhe von 239 Tsd. Euro (Vorjahr 148 Tsd. Euro) vorgenommen.

(3) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von der deutschen Tochtergesellschaft Turbon Europe GmbH in Höhe von 3.742 Tsd. Euro (Vorjahr 3.526 Tsd. Euro) sowie von der Embatex GmbH in Höhe von 1.522 Tsd. Euro (Vorjahr 1.495 Tsd. Euro) sind im Rahmen einer Factoringvereinbarung finanziert worden. Insgesamt belief sich die Finanzierung über Factoring auf 5.263 Tsd. Euro.

Die Wertberichtigungen entwickelten sich wie folgt:

31.12.2016 31.12.2015
Tsd. Euro Tsd. Euro
Anfangsbestand 185 113
Währungsdifferenzen 24 43
Wertberichtigungen
des Berichtsjahres
13 41
Abgänge -79 -12
Endbestand 143 185
Buchwert der wertbe
richtigten Forderungen
0 0

Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen bestehen zum Abschlussstichtag in folgender Höhe:

31.12.2016 31.12.2015
Tsd. Euro Tsd. Euro
Buchwert 12.910 11.821
davon zum Abschluss
stichtag weder wertge
mindert noch überfällig
10.085 10.732
davon nicht wertgemin
dert und in den folgenden
Zeitbändern überfällig
weniger als 30 Tage 1.401 808
zwischen 30 und 60 Tagen 971 186
mehr als 60 Tage 453 95

Der Großteil der überfälligen Forderungen wurde in den ersten 3 Monaten des neuen Geschäftsjahres ausgeglichen.

(4) Sonstige Vermögenswerte

Zusammensetzung der Sonstigen Vermögenswerte:

31.12.2016 31.12.2015
Tsd. Euro Tsd. Euro
Ansprüche aus Steuern 747 516
Abgrenzungsposten 294 317
Übrige Vermögenswerte 479 603
1.520 1.436

Die Ansprüche aus Steuern beinhalten überwiegend Forderungen aus Umsatzsteuer. Die oben aufgeführte Position "Abgrenzungsposten" beinhaltet die Abgrenzung aus Dienstleistungsbzw. Wartungsverträgen, Versicherungen und Mieten. Die übrigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen (Miet-)Kautionen.

Von den sonstigen Vermögenswerten haben 145 Tsd. Euro (Vorjahr 145 Tsd. Euro) eine Fristigkeit von mehr als 12 Monaten. Überfällige, nicht wertberichtigte sonstige Vermögenswerte bestehen zum Abschlussstichtag in folgender Höhe:

31.12.2016 31.12.2015
Tsd. Euro Tsd. Euro
Buchwert 1.462 1.436
davon zum Abschluss
stichtag weder wertge
mindert noch überfällig
1.341 1.307
davon nicht wertgemin
dert und in den folgenden
Zeitbändern überfällig
weniger als 30 Tage 64 129
zwischen 30 und 60 Tagen 57 0
mehr als 60 Tage 0 0

(5) Ertragsteueransprüche

Die Ansprüche aus Ertragsteuern resultieren im Wesentlichen aus Überzahlungen gegenüber dem sich errechnenden Aufwand, aus einbehaltenen Kapitalertragsteuern sowie einem Körperschaftsteuerguthaben, welches über einen mehrjährigen Zeitraum zurückerstattet wird. Von den Ertragsteueransprüchen haben 0 Euro (Vorjahr 38 Tsd. Euro) eine Laufzeit von mehr als 12 Monaten.

(6) Flüssige Mittel

Unter den flüssigen Mitteln sind kurzfristige, frei verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände ausgewiesen.

(7) Eigenkapital

Das Grundkapital der Turbon AG beträgt 10.333 Tsd. Euro (Vorjahr 10.333 Tsd. Euro) und ist in 3.294.903 (Vorjahr 3.294.903) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt.

Die Kapitalrücklage stammt fast ausschließlich aus dem Agio der in 1991 durchgeführten Kapitalerhöhung.

Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sowie ihre Entwicklung in den Jahren 2015 und 2016 ergeben sich aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung auf Seite 18 dieses Konzernabschlusses.

(8) Rückstellungen für Pensionen

a) Beitragsorientierte Pläne

Für alle Mitarbeiter von Konzerngesellschaften in Deutschland, Österreich, USA, UK und Rumänien bestehen beitragsorientierte Pläne im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung, in die der Arbeitgeber in Höhe des jeweils gültigen Beitragssatzes (0,00 % – 21,5 %) einzuzahlen hat (Arbeitgeberanteil).

b) Leistungsorientierte Pläne

Die unmittelbaren und mittelbaren Verpflichtungen umfassen solche aus bereits laufenden Pensionen und Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Pensionen und Altersruhegelder.

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern leistungsorientiert. Die entsprechenden Aufwendungen sind – sofern nicht unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet – in den Kosten der Funktionsbereiche enthalten. Die Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Versorgungsansprüche und die Erträge aus Vermögensanlagen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Nicht realisierte versicherungsmathematische Ergebnisse werden unter Berücksichtigung latenter Steuern im kumulierten sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

Im Zuge der Konsolidierung der Greentec Werbe- und Bürotechnik GmbH wurden individuelle leistungsorientierte Zusagen übernommen. Diese wiesen zum 31. Dezember 2016 einen Betrag in Höhe von 169 Tausend Euro aus.

Die Pensionsverpflichtungen für die leistungsorientierten Altersversorgungspläne werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach der Projected-Unit-Credit-Method berechnet. In Deutschland liegen der Kalkulation die Heubeck'schen Richttafeln 2005 G zugrunde. In Österreich dienen die AVÖ 2008-P und die Generationentafel für Arbeitgeber/Angestellte als Grundlage für die Berechnung. Die zu erwartenden Versorgungsleistungen werden über die gesamte Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter verteilt.

Die Bewertung erfolgt unter folgenden Annahmen:

Turbon AG Embatex GmbH Keytec (GB) Ltd. Greentec Werbe
und Bürotechnik
GmbH
2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
Abzinsungssatz 1,8% 2,5% 1,8% 2,5% 2,7% 3,7% 1,8% -
Lohn-/Gehaltstrend 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% -
Rententrend 1,0% 1,0% 0,3% 0,6% 0,0% 0,0% 1,0% -
Fluktuation 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% -
Erwarteter Vermögensertrag 1,8% 2,5% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% -
Pensionsalter 60 - 65 60 - 65 65 65 65 65 65 -

Die Angaben resultieren aus den, in den unterschiedlichen Ländern, verwendeten Parametern. Diese Parameter gelten auch im Folgejahr für die Berechnung der Kosten für die im Berichtsjahr erworbenen Versorgungsansprüche, der Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Versorgungsansprüche und der erwarteten Erträge aus den Vermögensanlagen.

Lohn-/Gehaltstrends sowie Fluktuation wurden mit 0,0 % angesetzt, da es sich bei den pensionsberechtigten Personen fast ausschließlich um nicht aktive Anwärter sowie Rentner handelt. Die Anwartschaftsbarwerte der Versorgungsverpflichtungen und die Marktwerte des Fondsvermögens haben sich in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 wie folgt entwickelt:

2016 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
DBO Anwartschaftsbarwert am 01.01. 15.150 15.064
Dienstzeitaufwand 46 10
Zinsaufwand 429 472
Versicherungsmathematischer Gewinn (-) / Verlust (+) 1.964 -1.064
Pensionszahlungen -888 -863
Vergangener Dienstzeitaufwand 0 0
Währungsveränderungen -1.886 689
Beschränkungen beim aktivierten Vermögenswert 0 323
Übernommene Verpflichtung aus Unternehmenszusammenschluss 169 519
DBO Anwartschaftsbarwert am 31.12. 14.984 15.150

Das Planvermögen hat sich in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 wie folgt entwickelt:

Der Gesamtaufwand der Versorgungszusagen setzt sich wie folgt zusammen:

2016 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
Planvermögen am 01.01. 11.070 11.029
Erträge aus dem
Planvermögen
333 375
geleistete Arbeitgeber
beiträge
58 13
Versicherungsmathe
matischer Gewinn (+) /
Verlust (-)
854 -368
Rentenzahlungen aus dem
Planvermögen
-753 -747
Erworbene Vermögens
werte aus Unternehmens
zusammenschluss
0 118
Währungsveränderungen -1.544 650
Planvermögen am 31.12. 10.018 11.070
2016 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
Kosten für die im Versiche
rungsjahr hinzuerworbenen
Versorgungsansprüche
46 10
Zinsaufwendungen auf den
Anwartschaftsbarwert
429 472
Erwartete Erträge aus dem
Fondsvermögen
-333 -375
Zinsaufwand der Versor
gungszusagen im
Periodenergebnis
142 107
Im Eigenkapital erfasstes
versicherungsmathemati
sches Ergebnis
750 -421
Gesamtaufwand der
Versorgungszusagen
892 -314

Der nicht angesetzte Überschuss des Planvermögens über die Verpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:

Die im Eigenkapital erfasste Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste beträgt im Berichtsjahr 750 Tsd. Euro (Vorjahr -421 Tsd. Euro).

2016 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
Stand 01.01. 20 0
neu entstanden 0 20
sonstige Veränderungen
gegen die versicherungs
mathematischen Gewinne/
Verluste -19 0
Währungsveränderungen 0 0
Stand 31.12. 1 20

Das Planvermögen setzt sich zur Abdeckung der Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern der englischen Tochtergesellschaft aus überwiegend festverzinslichen Wertpapieren zusammen, das Planvermögen der Embatex GmbH durch einen Aktivwert aus einer Rückdeckungsversicherung.

Die Pensionsrückstellung leitet sich wie folgt ab:

Tsd. Euro
2.882
10.002
12.884
10.360
248
2.772
2.772
-646
326
2.864
9.459
12.323
9.577
13
2.759
2.759
146
-134

Vorsorgepläne und Verpflichtungen werden in regelmäßigen Abständen bewertet. Für alle bedeutenden Einrichtungen werden jährlich versicherungsmathematische Bewertungen durchgeführt.

Die Annahmen über die künftige Sterblichkeit beruhen auf veröffentlichten Statistiken und Sterbetafeln. Die folgenden derzeitigen Lebenserwartungen liegen den Werten der leistungsorientierten Verpflichtung zum Abschlussstichtag zugrunde.

Inland Ausland
Verbleibende Lebenserwartung (in Jahren)
derzeitiger Pensionäre im Alter von 65 Jahren
Männer 19,1 20,8
Frauen - 22,8
Verbleibende Lebenserwartung (in Jahren) im Alter von
65 Jahren für heute 45-Jährige
Männer 21,8 22,4
Frauen - 24,7
Gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungs
orientierten Verpflichtung
17 13

Für das kommende Geschäftsjahr erwartet der Konzern, in die leistungsorientierten Pläne einen Beitrag in Höhe von 88 Tsd. Euro zu leisten.

IAS 19 verlangt Sensitivitätsanalysen, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf die leistungsorientierte Verpflichtung zeigen:

Erhöhung Minderung
Rechnungszins 1,0% 1,0%
Rententrend 0,2% 0,2%
Inflation 1,0% 1,0%
Anstieg der Lebenserwartung 1 Jahr
Effekt Effekt
Tsd. Euro Tsd. Euro
Absolute Änderung der Verpflichtung und dem laufenden
Dienstzeitaufwand bei Änderung der Annahmen
Verpflichtung bei geändertem Rechnungszins -2.268 2.438
Laufender Dienstzeitaufwand bei geändertem Rechnungszins 0 0
Verpflichtung bei geändertem Rententrend 98 -93
Laufender Dienstzeitaufwand bei geändertem Rententrend 0 0
Verpflichtung bei geänderter Inflation 117 -117
Verpflichtung mit steigender Lebenserwartung 236 0
Laufender Dienstzeitaufwand mit steigender Lebenserwartung 0 0

Die Annahmen zur Sensitivitätsanalyse basieren auf historisch abgeleiteten bzw. als realisitisch betrachteten Szenarien. Die vorstehende Sensitivitätsanalyse dürfte jedoch nicht representativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung sein, da es unwahrscheinlich ist, dass Abweichungen von den getroffenen Annahmen isoliert voneinander auftreten, da die Annahmen teilweise zueinander in Beziehung stehen.

(9) Übrige Rückstellungen

Die Entwicklung der übrigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

Marktorientierte
Rückstellungen
Verpflichtungen
aus dem
Personalbereich
Sonstige Rück
stellungen
Summe
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
Stand 01.01.2015 4.877 3.575 1.005 9.457
Währungsdifferenzen 148 110 36 294
Veränderung Konsolidierungs
kreis
389 364 33 786
Inanspruchnahme -3.940 -1.900 -642 -6.482
Auflösung -335 0 -27 -362
Zuführung 1.206 1.945 586 3.737
Stand 31.12.2015 2.345 4.094 991 7.430
davon langfristig 0 1.521 0 1.521
Stand 01.01.2016 2.345 4.094 991 7.430
Währungsdifferenzen 20 62 6 88
Veränderung Konsolidierungs
kreis
0 1.676 39 1.715
Inanspruchnahme -1.290 -1.972 -480 -3.742
Auflösung -667 -2.509 -643 -3.819
Zuführung 1.152 2.756 542 4.450
Stand 31.12.2016 1.560 4.107 455 6.122
davon langfristig 0 1.699 0 1.699

(10) Finanzverbindlichkeiten

Die unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Darlehen enthalten die um die Tilgung fortgeschriebenen Kredite für die Immobilie Hattingen sowie die zur Finanzierung der Akquisitionen in den USA aufgenommen Darlehen.

Die Zinsen für Bankdarlehen und andere Finanzverbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, belaufen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 707 Tsd. Euro.

(11) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2016 31.12.2015
Tsd. Euro Tsd. Euro
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.603 11.558
Verbindlichkeiten aus Steuern 726 659
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 315 311
Sonstige Verbindlichkeiten 1.763 3.107
14.407 15.635
davon langfristig 0 5

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Segmentberichterstattung

Das Segment "Laser Cartridges" enthält das Kernprodukt Laser Cartridges. Das Segment "Vermietung" stellt die mit der Immobilie in Meerbusch zusammenhängenden Aufwendungen und Erträge sowie Vermögenswerte dar. Das Segment "Sonstige" enthält den Geschäftsbereich Services, Ink Jet und Ribbons sowie sämtliche Produkte, die nicht dem Kerngeschäft Laser Cartridges zugehörig sind.

Außen
umsatz
Innenum
satz
EBIT Abschrei
bungen
Investi
tionen
Langfristi
ge Vermö
genswerte
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
2016 84.941 0 5.261 2.432 4.255 28.685
Laser Cartridges 2015 93.777 0 6.939 2.313 4.454 26.894
2016 748 0 -307 982 0 5.864
Vermietung 2015 752 0 301 354 0 6.854
2016 10.927 0 1.530 413 350 2.726
Sonstige 2015 12.635 0 1.734 337 597 2.424
2016 96.616 0 6.484 3.827 4.605 37.275
Summe 2015 107.164 0 8.974 3.004 5.051 36.172
2016 0 0 0 0 0 0
Überleitung 2015 0 0 -142 0 0 0
2016 96.616 0 6.484 3.827 4.605 37.275
Konzern 2015 107.164 0 8.832 3.004 5.051 36.172

Informationen über geografische Gebiete

Europa USA Asien Konzern
2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
Tsd.
Euro
Tsd.
Euro
Tsd.
Euro
Tsd.
Euro
Tsd.
Euro
Tsd.
Euro
Tsd.
Euro
Tsd.
Euro
Außenumsatz 60.393 57.115 33.457 47.403 2.766 2.646 96.616 107.164
Langfristige Vermögenswerte 25.319 23.925 8.013 8.324 3.943 3.923 37.275 36.172

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden sind für alle Segmente identisch.

Die in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte enthalten die immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie.

Innenumsätze erfolgten unverändert zu Konditionen, wie sie unter fremden Dritten üblich sind.

Im Jahr 2016 betrug der Anteil der zehn größten Kunden 40,5% an unserem Gesamtumsatz. Hiervon entfallen 33% auf das Segment Laser Cartridges, der Rest auf Sonstige.

(12) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen mit 84,9 Millionen Euro auf Laser Cartridges (Vorjahr 93,8 Millionen Euro) sowie mit 0,7 Millionen Euro (Vorjahr 0,8 Millionen Euro) auf Vermietung. Mit sonstigen Produkten und Dienstleistungen wurden 10,9 Millionen Euro (Vorjahr 12,6 Millionen Euro) erlöst.

(13) Herstellungskosten des Umsatzes

In den Herstellungskosten des Umsatzes sind folgende Materialaufwendungen enthalten:

2016 2015
Tsd. Euro Tsd. Euro
Aufwendungen
für Roh-, Hilfs
und Betriebsstoffe
und für bezogene
Waren
-33.191 -41.683
Aufwendungen
für bezogene
Leistungen
-1.796 -410
-34.987 -42.093

(14) Vertriebskosten und Allgemeine Verwaltungskosten

Die Vertriebskosten bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 9,7 Millionen Euro.

Die Verwaltungskosten sanken um 0,8 Millionen Euro auf 9,0 Millionen Euro.

(15) Gewinn- oder Verlustanteil von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden

Diese Position beinhaltet die anteiligen Ergebnisse der BTW Beteiligungs GmbH (BTW), Feldkirchen/Österreich und der TAM Solutions Inc., Pennsauken (NJ)/USA.

Die Turbon AG ist mittelbar über die Embatex GmbH mit 49,8% am Kapital der BTW beteiligt. Die zusammenfassenden Finanzinformationen stellen sich wie folgt dar:

31.12.2016
Tsd. Euro
31.12.2015
Tsd. Euro
Kurzfristige
Vermögenswerte
210 137
Langfristige
Vermögenswerte
3.457 3.910
Kurzfristige Schulden 200 236
Langfristige Schulden 1.643 2.176
2016 2015
Tsd. Euro Tsd. Euro
Umsatzerlöse 315 82
Jahresüberschuss 153 -65
Sonstiges Ergebnis - -
Gesamtergebnis 153 -65
Vom assoziierten
Unternehmen
erhaltene Dividende
- -

An der TAM Solutions Inc. ist die Turbon AG mittelbar zu 49,0 % über die Turbon America Inc. beteiligt. Die zusammenfassenden Finanzinformationen stellen sich wie folgt dar:

31.12.2016
Tsd. Euro
31.12.2015
Tsd. Euro
Kurzfristige
Vermögenswerte
5.125 -
Langfristige
Vermögenswerte
841 -
Kurzfristige Schulden 1.369 -
Langfristige Schulden 4.690 -
2016 2015
Tsd. Euro Tsd. Euro
Umsatzerlöse 810 -
Jahresüberschuss -88 -
Sonstiges Ergebnis - -
Gesamtergebnis -88 -
Vom assoziierten
Unternehmen
erhaltene Dividende
- -

(16) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen beinhalten den Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten (+130 Tsd. Euro, Vorjahr +341 Tsd. Euro), die außerplanmäßige Abschreibung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie (630 Tsd. Euro) sowie die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.245 Tsd. Euro.

(17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erfassten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ertragsteuern (Aufwand = -, Ertrag = +) einschließlich der latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

2016 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
Laufende Steuern -536 -1.304
Latente Steuern -1.130 -594
-1.666 -1.898

Zuordnung der latenten Steuerabgrenzungen:

Latente Steueransprüche Latente Steuerverbindlichkeiten
31.12.2016
31.12.2015
Tsd. Euro
Tsd. Euro
31.12.2016
Tsd. Euro
31.12.2015
Tsd. Euro
Langfristige Vermögenswerte 17 23 2.740 2.477
Vorräte 185 290 40 52
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 0 149 0 0
Rückstellungen für Pensionen 723 585 0 0
Forderungen / Verbindlichkeiten /
Sonstige Rückstellungen
-58 14 2.130 1.848
Verlustvorträge 850 1.329 0 0
Saldierungen -538 -455 -538 -455
Bilanzausweis 1.179 1.935 4.372 3.922

Die latenten Steuern resultieren aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen Steuerbilanzen und den Wertansätzen nach IFRS. Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden saldiert, wenn sie gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und die Voraussetzungen nach IAS 12.71 erfüllen.

Die steuerlichen Verlustvorträge bestanden zum 31.12.2015 im Wesentlichen bei den amerikanischen Konzerngesellschaften. Latente Steuern auf Verlustvorträge wurden nur insoweit aktiviert, als damit gerechnet wird, dass diese genutzt werden können. Als Zeitraum für diese Prognose werden üblicherweise die dem Geschäftsjahr folgenden 5 Jahre unterstellt.

Aus Unternehmenserwerben ergaben sich latente Steueransprüche in Höhe von 22 Tausend Euro und latente Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 94 Tausend Euro.

Die Verlustvorträge betreffen nationale Ertragsteuern und entwickelten sich wie folgt:

2016 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
Konzern-Verlustvortrag per 01.01. vor Wertberichtigungen 25.184 20.782
Zugang / Abgang 6.749 1.957
Währungsbedingte Veränderungen 792 2.445
Konzern-Verlustvortrag per 31.12. vor Wertberichtigungen 32.725 25.184
Nicht angesetzter Verlustvortrag per 01.01. -20.528 -17.619
Nicht nutzbare Verluste Anpassungen Vorjahre -7.584 -729
Währungsbedingte Veränderungen -657 -2.180
Nicht angesetzter Verlustvortrag per 31.12. -28.769 -20.528
Steuerlicher Verlustvortrag per 31.12. 3.956 4.656

Die nicht angesetzten Verlustvorträge verfallen nicht vor dem Ablauf von 5 Jahren.

Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

2016 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
Rechnerischer Steueraufwand -1.878 -2.672
Steuereffekt aus Steuersatzänderungen 0 0
Verluste ohne Ansatz latenter Steuern -1.014 -235
Erträge ohne Ansatz latenter Steuern 484 1.001
Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage 836 693
Aufwand aus der Veränderung latenter Steuerpositionen -89 -678
Sonstige Abweichungen -5 -7
Tatsächlicher Steueraufwand -1.666 -1.898

Das rechnerische Steuerergebnis wird anhand des durchschnittlichen inländischen Steuersatzes von 33,0 % (Vorjahr 33,0 %) ermittelt. Der durchschnittliche ausländische Steuersatz beträgt 27,4 % (Vorjahr 25,9 %).

(18) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie in Höhe von 1,22 Euro (Vorjahr 1,88 Euro) ist aus dem Konzernergebnis (4.028 Tsd. Euro; Vorjahr 6.202 Tsd. Euro) bezogen auf die Zahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien (3.294.903; Vorjahr 3.294.903) ermittelt. Wie im Vorjahr entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Sämtliche ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt.

(19) Sonstige Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Der Personalaufwand teilt sich wie folgt auf:

2016 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
Löhne und Gehälter 20.815 21.434
Soziale Abgaben und
Aufwendungen für
Altersversorgung und
für Unterstützung
4.450 3.595
davon für Alters
versorgung
281 114
25.265 25.029

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern umgerechnet auf Vollzeitbasis beschäftigt:

2016 Vorjahr
Europa 814 819
USA 157 194
Asien 197 187
1.168 1.200
Zuzüglich
Leiharbeitnehmer
669 808

Sonstige Angaben

Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente werden unterschieden in originäre und derivative Finanzinstrumente.

Originäre Finanzinstrumente

Die geschätzten Marktwerte der originären Finanzinstrumente stellen nicht notwendigerweise die Werte dar, die das Unternehmen bei einer tatsächlichen Transaktion unter aktuellen Marktbedingungen realisieren würde.

Marktübliche Käufe und Verkäufe werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert.

Auf der Aktivseite werden die Finanzanlagen, Forderungen, sonstige Vermögenswerte (ohne Rechnungsabgrenzungsposten) und flüssige Mittel den originären Finanzinstrumenten zugerechnet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, sofern dieser verlässlich bestimmbar ist. Alle übrigen finanziellen Vermögenswerte werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Passivseite im Wesentlichen die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten.

Die festverzinslichen Finanzverbindlichkeiten werden mit ihren Rückzahlungsbeträgen bilanziert. Bei variabel verzinsten Verbindlichkeiten entsprechen die Buchwerte annähernd ihren Marktwerten, da die Zinssätze auf variablen Zinssätzen basieren, die sich an den Marktzinssätzen orientieren.

Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. Bei den finanziellen Vermögenswerten werden Risiken durch Wertberichtigungen erfasst, soweit solche Risiken erkennbar sind.

Die beizulegenden Zeitwerte ergeben sich aus den Börsenkursen oder werden mit anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt.

Derivative Finanzinstrumente

Die derivativen Finanzinstrumente umfassen Devisentermingeschäfte sowie Zinssicherungsinstrumente. Die Marktwerte ergeben sich aus Bewertungsmodellen, deren wesentliche Inputfaktoren auf beobachtbare Marktdaten zurückzuführen sind bzw. aus entsprechenden Quotierungen von Kreditinstituten am Bilanzstichtag. Das Nominalvolumen entspricht der Summe aller den Geschäften zugrunde liegenden Kaufund Verkaufsbeträge. In der Turbon AG sind Devisentermingeschäfte mit einer Laufzeit von maximal 12 Monaten abgeschlossen.

Hedge Accounting gemäß IAS 39 wird angewendet bei Währungsderivaten zur Sicherung zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie bei Zinsderivaten mit dem Ziel, Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung zu mindern.

Fair Value Hedges dienen zur Absicherung gegen das Risiko von Marktwertschwankungen. Zum Stichtag 31.12.2016 erfolgte im Turbon Konzern kein Fair Value Hedge Accounting. Gleiches gilt

für Net Investment Hedge Accounting zur Sicherung der Netto-Aktiva ausländischer Beteiligungen.

Cash-Flow Hedges dienen der Absicherung gegen Risiken aus variablen Zahlungsströmen. Zur Begrenzung des Währungsrisikos werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos werden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Da die Sicherungsbeziehungen

Buchwerte nach Bewer Buchwert Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Fair Value
Bewertungskategorien 2016 tungs
kategorie
nach
IAS 39
31.12. 2016 Fortge
führte
Anschaf
fungs
kosten
Fair Value
erfolgs
neutral
Fair Value
erfolgs
wirksam
31.12. 2016
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
Aktiva
Finanzanlagen AFS 89 0 89 0 89
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
LAR 2.940 2.940 0 0 2.940
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
LAR 12.910 12.910 0 0 12.910
Sonstige Forderungen LAR 421 421 0 0 421
Derivative finanzielle Forderungen n/a 0 0 0 0 0
Passiva
Finanzverbindlichkeiten HTM -18.719 -18.719 0 0 -18.719
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
FLAC -13.956 -13.956 0 0 -13.956
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC -2.631 -2.631 0 0 -2.631
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
n/a -173 0 -173 0 -173
Davon kumuliert nach Bewer
tungskategorien gemäß IAS 39
Available for Sale (AFS) 89 0 89 0 89
Loans and Receivables (LAR) 16.271 16.271 0 0 16.271
Held-to-Maturity Investments
(HTM)
-18.719 -18.719 0 0 -18.719
Financial Liabilities Measured
at Amortised Cost (FLAC)
-16.587 -16.587 0 0 -16.587
Nicht zugeordnet -173 0 -173 0 -173

als hochwirksam eingestuft werden, wird für diese Geschäfte Cash-Flow Hedge Accounting angewendet.

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:

Buchwerte nach Bewer
tungs
Buchwert
31.12. 2015
Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Fair Value
Bewertungskategorien 2015 kategorie
nach
IAS 39
Tsd. Euro Fortge
führte
Anschaf
fungs
kosten
Tsd. Euro
Fair Value
erfolgs
neutral
Tsd. Euro
Fair Value
erfolgs
wirksam
Tsd. Euro
31.12. 2015
Tsd. Euro
Aktiva
Finanzanlagen AFS 25 0 25 0 25
Zahlungsmittel und Zahlungs
mitteläquivalente
LAR 5.401 5.401 0 0 5.401
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
LAR 11.821 11.821 0 0 11.821
Sonstige Forderungen LAR 603 603 0 0 603
Derivative finanzielle Forderungen n/a 0 0 0 0 0
Passiva
Finanzverbindlichkeiten HTM -18.606 -18.606 0 0 -18.606
Verbindlichkeiten aus Lieferun
gen und Leistungen
FLAC -11.570 -11.570 0 0 -11.570
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC -3.802 -3.802 0 0 -3.802
Derivative finanzielle Verbind
lichkeiten
n/a -276 0 -276 0 -276
Davon kumuliert nach Bewer
tungskategorien gemäß IAS 39
Available for Sale (AFS) 25 0 25 0 25
Loans and Receivables (LAR) 17.825 17.825 0 0 17.825
Held-to-Maturity Investments
(HTM)
-18.606 -18.606 0 0 -18.606
Financial Liabilities Measured at
Amortised Cost (FLAC)
-15.372 -15.372 0 0 -15.372
Nicht zugeordnet -276 0 -276 0 -276

Derivative finanzielle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Nettoforderungen aus glattgestellten Devisentermingeschäften sind gemäß IFRS 7.27 der Klasse 2 (Börsen- oder Marktpreis für ein ähnliches Finanzinstrument liegt vor, bzw. die Daten basieren auf beobachtbaren Märkten) zuzuordnen.

Kassakäufe / -verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich am Handelstag bilanziert.

Als "Available for Sales" gelten Vermögenswerte, zu denen keine dauerhafte Nutzungsabsicht besteht.

Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 stellen sich wie folgt dar:

2016
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
Available for Sale (AFS) 0 0
Loans and Receivables (LAR) 8 -34
Held-to-Maturity Investments (HTM) -707 -652
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 0 0
-699 -686

Risiken aus Finanzinstrumenten

Als international tätiges Unternehmen ist der Turbon Konzern bei seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kredit-, Liquiditätsund Marktrisiken ausgesetzt. Marktrisiken resultieren insbesondere aus Marktpreisen und Währungskursen. Diese Risiken werden durch ein systematisches Risikomanagement begrenzt. Auch die Konzernunternehmen unterliegen einem strikten Risikomanagement. Interne Richtlinien geben einen eng mit dem Vorstand gesteckten Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen verbindlich vor.

Zur Absicherung von Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft sowie von Risiken aus Finanzierungsvorgängen werden fallweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Ausführliche Angaben zu Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, sowie zu den Zielen und Prozessen des Risikomanagements enthält das Kapitel "Risiko- und Chancenbericht" im Konzernlagebericht.

Kreditrisiken

In unserem Vertriebsgeschäft sind wir Kreditrisiken ausgesetzt, weil Kunden möglicherweise ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Wir begrenzen dieses Risiko durch regelmäßige Bonitätsanalysen unseres Kundenportfolios auf der Grundlage einer Forderungsmanagement-Richtlinie. Diese beinhaltet, dass alle Kundenforderungen über 20 Tsd. Euro nach Möglichkeit über eine Warenkreditversicherung abgesichert beziehungsweise andere Sicherheiten vorhanden sein müssen. Über Warenkreditversicherungen ist ein großer Teil der Forderungen abgesichert. Es kann jedoch in Einzelfällen dazu

kommen, dass Limite nicht für eine vollumfängliche Absicherung von Kundenbeziehungen ausreichen. Es werden dann strenge, vergangenheitsbezogene Erfahrungswerte mit den betroffenen Kunden herangezogen, um das Ausfallrisiko zu minimieren. Darüber hinaus können im Rahmen einer Factoringvereinbarung Forderungsverkäufe bis zu einer vereinbarten Linie erfolgen, für die dann der Factor das Ausfallrisiko zu 100 % trägt.

Überfällige Forderungen werden gegebenenfalls im Rahmen der Einzelwertberichtigung einer Wertminderung unterzogen. Das maximale Ausfallrisiko ist durch den Buchwert begrenzt.

Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der Turbon Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarung seitens seiner Vertragspartner entsteht. Dieses Risiko wird dadurch minimiert, dass Geschäfte nur mit Kreditinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen werden.

Liquiditätstrisiken

Ein Liquiditätsrisiko besteht, wenn die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um unsere finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Mittels eines täglichen Cash-Reportings, einer wöchentlich aktualisierten 8-Wochen Cash-Planung sowie einer mittelfristigen Liquiditätsplanung wird jedoch gewährleistet, dass ein solches Risiko minimiert ist. Es sind ausreichende Kreditlinien bei den Geschäftsbanken vorhanden, welche allerdings zurzeit wegen ausreichender liquider Mittel nicht genutzt werden müssen. Zusätzliche Liquidität kann außerdem im Rahmen eines abgeschlossenen Factoringvertrages zugeführt werden.

Aus den finanziellen Verbindlichkeiten resultieren in den nächsten Monaten und Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen:

Tilgungs-/
Buchwert
Zinszahlungen für
31.12.2016
Tilgungszahlungen Zinszahlungen
finanzielle
Verbindlichkeiten
Tsd. Euro 2017
Tsd. Euro
2018-2021
Tsd. Euro
ab 2022
Tsd. Euro
2017
Tsd. Euro
2018-2021
Tsd. Euro
ab 2022
Tsd. Euro
Finanz
verbindlichkeiten
18.719 4.265 14.454 0 514 572 0
Andere
Verbindlichkeiten
16.586 16.586 0 0 0 0 0
Tilgungs-/
Zinszahlungen für
Buchwert Tilgungszahlungen Zinszahlungen
finanzielle
Verbindlichkeiten
Tsd. Euro
31.12.2015 2016
Tsd. Euro
2017-2020
Tsd. Euro
ab 2021
Tsd. Euro
2016
Tsd. Euro
2017-2020
Tsd. Euro
ab 2021
Tsd. Euro
Finanz
verbindlichkeiten 18.606 1.419 17.187 0 551 895 0
Andere
Verbindlichkeiten
15.371 15.366 5 0 0 0 0

An einzelne Darlehen sind Covenants in Form von vorgegebenen Relationen hinsichtlich Zins- und Schuldendeckungsgrad sowie Ergebniskennzahlen geknüpft. Diese Covenants sind marktüblich und wurden im Geschäftsjahr eingehalten.

Marktrisiken

Der Turbon Konzern ist Marktrisiken im Wesentlichen aufgrund von Änderungen der Wechselkurse (Währungsrisiko) und der Zinsen (Zinsänderungsrisiko) ausgesetzt.

Währungsrisiko

Im Turbon Konzern erfolgen Einnahmen und Ausgaben auch in Fremdwährung. Auf Konzernebene werden im zentralen Währungsmanagement Netto-Positionen für die wichtigsten Währungen gebildet und gegebenenfalls über Devisentermingeschäfte mit externen Kontrahenten (Kreditinstituten) abgesichert. Da die jeweilige Sicherungsbeziehung als hochwirksam eingestuft wird, wird nach den Vorgaben des IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" ein Cash-Flow Hedge bilanziert. Die darauf entfallenden beizulegenden Zeitwerte, die sich aus der Bewertung zu Marktpreisen ergeben, sind in der folgenden Tabelle dargestellt und unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im kumulierten sonstigen Ergebnis erfasst worden. Die abgesicherten Zahlungsströme treten in den nächsten 12 Monaten ein.

31.12.2016 31.12.2015
Nominal
wert
Tsd. Euro
Positiver
Marktwert
Tsd. Euro
Negativer
Marktwert
Tsd. Euro
Nominal
wert
Tsd. Euro
Positiver
Marktwert
Tsd. Euro
Negativer
Marktwert
Tsd. Euro
Devisentermingeschäfte 1.136 3 -7 1.662 43 -13
davon Cash-Flow-Hedges 1.161 3 -7 1.662 43 -13

Der Ausweis der beizulegenden Zeitwerte erfolgt in der Bilanz in den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten. Die Marktwerte ergeben sich aus Bewertungsmodellen, deren wesentliche Inputfaktoren auf beobachtbare Marktdaten zurückzuführen sind. Das kumulierte sonstige Ergebnis hat sich durch Veränderungen der beizulegenden Marktwerte von Derivaten, die als Cash-Flow Hedges designiert sind, in 2016 um einen Betrag von +39 Tsd. Euro auf -177 Tsd. Euro verändert (Vorjahr -156 Tsd. Euro). Im Berichtsjahr sind von den zunächst als erfolgsneutral im kumulierten sonstigen Ergebnis erfassten Marktwertänderungen von Derivaten, die als Cash-Flow Hedges designiert waren, 155 Tsd. Euro

realisiert worden. Dieser Betrag entfällt vollständig auf als Umsatzerlöse designierte Sicherungsbeziehungen.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis zeigen. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch nicht auf Euro lautende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkungen einer jeweils 10-prozentigen Änderung der Währungsrisikopositionen auf das Eigenkapital des Turbon Konzerns:

2016 USD
Tsd. Euro
GBP
Tsd. Euro
Total
Tsd. Euro
Szenario 1: Aufwertung gegenüber € um 10 % 436 302 738
Szenario 2: Abwertung gegenüber € um 10 % -357 -246 -603
2015 USD
Tsd. Euro
GBP
Tsd. Euro
Total
Tsd. Euro
Szenario 1: Aufwertung gegenüber € um 10 % 238 639 877
Szenario 2: Abwertung gegenüber € um 10 % -196 -522 -718

Zinsänderungsrisiko

56

Um Zinsänderungsrisiken zu reduzieren, schließt der Turbon Konzern Zinssicherungsgeschäfte ab. Zur Absicherung des Zinsrisikos aus bestehenden Bankdarlehen hat der Turbon Konzern Zinsswaps mit gleichlaufender Laufzeit abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert, der sich aus der Bewertung zu Marktpreisen ergibt, beträgt zum Bilanzstichtag

-0,2 Millionen Euro (Vorjahr -0,3 Millionen Euro) und ist unter Berücksichtigung von latenten Steuern erfolgsneutral im kumulierten sonstigen Ergebnis erfasst worden, da die Swaps in das Hedge Accounting einbezogen wurden.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestanden an beiden Stichtagen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die künftigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingzahlungen haben bis zum Ablauf der Mindestlaufzeit der Operate-Leasing-Verträge folgende Fälligkeit:

31.12.2016 31.12.2015
Tsd. Euro Tsd. Euro
1.277 1.771
3.050 3.946
353 724
4.680 6.441

Im Geschäftsjahr 2016 sind Miet-, Pacht- und Leasingzahlungen in Höhe von 2.284 Tsd. Euro (Vorjahr 2.009 Tsd. Euro) als Aufwand erfasst worden.

Die künftigen finanziellen Verpflichtungen aus Zahlungen in den Pensionsfonds der AXMINSTER (Pensions) Ltd. werden im Abstand von drei Jahren neu verhandelt. Im Geschäftsjahr 2016 erfolgte eine Zahlung über 30 Tsd. GBP in den Pensionsfonds. Für die nächsten drei Geschäftsjahre stehen keine weiteren Zahlungen an.

Kapitalflussrechnung

Die nach der indirekten Methode aufgestellte Kapitalflussrechnung ist auf Seite 24 dargestellt.

Der Finanzmittelfonds besteht aus Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Der Turbon Konzern unterhielt folgende Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen aus in der Vergangenheit abgeschlossenen Liefer- und Leistungsbeziehungen:

Nahestehende Unternehmen Nahestehende Personen
2016
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
2016
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
Erbrachte Lieferungen und Leistungen 6 4.794 0 0
Erhaltene Lieferungen und Leistungen -776 -470 -2 -3
Nahestehende Unternehmen Nahestehende Personen
31.12.2016
Tsd. Euro
31.12.2015
Tsd. Euro
31.12.2016
Tsd. Euro
31.12.2015
Tsd. Euro
Forderungen 1.405 0 0 0
Verbindlichkeiten -2.341 -21 0 -1

Die erbrachten Lieferungen und Leistungen enthalten Leistungen aus einem Miet- und Servicevertrag zwischen der Turbon Europe GmbH und der HBT Holdings GmbH. Der Anstieg der erhaltenen Lieferungen und Leistungen resultiert aus, im Vergleich zum Vorjahr, gestiegenen Beratungsleistungen der HBT Holdings GmbH sowie der Kaufpreiszahlung für die Kommanditanteile an der berolina Schriftbild GmbH & Co. KG.

Die Erhöhung der Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen resultiert aus der Aufnahme der Geschäftstätigkeit der TAM Solutions Inc., Pennsauken/(NJ) USA. Der Anstieg der Verbindlichkeiten resultiert aus einem Darlehensvertrag

zwischen der Turbon AG und der HBT Holdings GmbH sowie aus dem, gegenüber der HBT Holdings GmbH bestehenden, Darlehen bei der berolina Schriftbild GmbH & Co. KG.

Die Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu Bedingungen wie unter fremden Dritten.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands in Höhe von 699 Tsd. Euro (Vorjahr 619 Tsd. Euro) teilen sich für das Berichtsjahr wie folgt auf die einzelnen Vorstandsmitglieder auf:

Gewährte Zuwendungen Aldo C. DeLuca, Sprecher des Vorstands
Eintritt 26.10.2006
2016
Tsd. Euro
2015
Tsd. Euro
2016 (Min)
Tsd. Euro
2016 (Max)
Tsd. Euro
Festvergütung 285 270
Nebenleistungen 14 13
Summe 299 283
Einjährige variable Vergütung 40 46 0 99
Mehrjährige variable Vergütung 0 25 0 0
Summe 40 71
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 339 354
Gewährte Zuwendungen Michael Pages, Mitglied des Vorstands
Eintritt 01.05.2004
2016
Tsd. Euro
2015
Tsd. Euro
2016 (Min)
Tsd. Euro
2016 (Max)
Tsd. Euro
Festvergütung 167 167
Nebenleistungen 35 35
Summe 202 202
Einjährige variable Vergütung 40 38 0 50
Mehrjährige variable Vergütung 25 25 0 25
Summe 65 63
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 267 265

Gewährte Zuwendungen Christian Wernhart, Mitglied des Vorstands

Eintritt 18.08.2016

2016
Tsd. Euro
2015
Tsd. Euro
2016 (Min)
Tsd. Euro
2016 (Max)
Tsd. Euro
Festvergütung 38 0
Nebenleistungen 3 0
Summe 41 0
Einjährige variable Vergütung 40 0 0 50
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Summe 40 0
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 81 0
Gewährte Zuwendungen Simon John McCouaig, Mitglied des Vorstands
Eintritt 12.12.2016
2016
Tsd. Euro
2015
Tsd. Euro
2016 (Min)
Tsd. Euro
2016 (Max)
Tsd. Euro
Festvergütung 12 0
Nebenleistungen 0 0
Summe 12 0
Einjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Summe 0 0
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 12 0

Die einjährige variable Vergütung ist grundsätzlich für den Vorstand unbegrenzt. Unter Anwendung der Kriterien der Bonusvereinbarungen wird der Bonus von Herrn DeLuca, Herrn Pages und Herrn Wernhart auf 40 Tsd. Euro geschätzt. Die Ermittlung ist vorläufig, da die Umsatzzahlen des ersten Quartals 2017 in die Ermittlung der Boni einfließen.

Die Veränderung im Grundgehalt bei Herrn DeLuca ist wechselkursbedingt, da das Grundgehalt in US-Dollar vereinbart ist.

Im Jahr 2016 sind die Vergütungen wie folgt zugeflossen:

Zufluss Aldo C. DeLuca
Sprecher des Vorstands
Eintritt 26.10.2006
Michael Pages
Mitglied des Vorstands
Eintritt 01.05.2004
2016
Tsd. Euro
2015
Tsd. Euro
2016
Tsd. Euro
2015
Tsd. Euro
Festvergütung 285 270 167 167
Nebenleistungen 14 13 35 35
Summe 299 283 202 202
Einjährige variable Vergütung 37 160 30 69
Mehrjährige variable Vergütung 0 (4 J.) 0 (4 J.) 0 (4 J.) 0 (4 J.)
Summe 37 160 30 69
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 336 443 232 271
Zufluss Christian Wernhart
Mitglied des Vorstands
Eintritt 18.08.2016
Simon John McCouaig
Mitglied des Vorstands
Eintritt 12.12.2016
2016
Tsd. Euro
2015
Tsd. Euro
2016
Tsd. Euro
2015
Tsd. Euro
Festvergütung 38 0 12 0
Nebenleistungen 3 0 0 0
Summe 41 0 12 0
Einjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Summe 0 0 0 0
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 41 0 12 0

Die laufenden Zahlungen an ein ehemaliges, am 31.12.2000 ausgeschiedenes Vorstandsmitglied betrugen im Jahr 2016 110 Tsd. Euro (Vorjahr 110 Tsd. Euro). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstände betrugen 3.703 Tsd. Euro (Vorjahr 3.313 Tsd. Euro).

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Mitglieder erhalten neben dem Ersatz ihrer Auslagen, zu denen auch die Mehrwertsteuer gehört, eine jährliche Vergütung von 6.136 Euro. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache dieser Vergütung.

Die Gesellschaft schließt für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine angemessene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte Directors and Officers-Versicherung) ab. Die insoweit anfallenden Versicherungsbeträge übernimmt die Gesellschaft.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats in Höhe von 182 Tsd. Euro (Vorjahr 76 Tsd. Euro) teilen sich für das Berichtsjahr wie folgt auf:

Feste Vergütung Beratungsleistungen Gesamt
2016
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
2016
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
2016
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
Holger Stabenau 9 3 1357 31 144 34
Hans-Joachim Scholten 6 12 2 3 8 15
Thomas Hertrich 9 9 0 0 9 9
Paul-Dieter Häpp 6 6 0 0 6 6
Girolamo Cacciatore 6 6 0 0 6 6
Dietmar Kirsch 6 6 0 0 6 6
Heinz Vogel 3 0 0 0 3 0

Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Turbon AG zugänglich gemacht worden.

Meldungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)

Angabe gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG i. V. m. § 21 Abs. 1 WpHG

Im Geschäftsjahr 2016 wurden der Gesellschaft keine Stimmrechtsmitteilungen übermittelt.

Stimmrechtsmitteilungen aus den Vorjahren, mit denen der Gesellschaft Über- oder Unterschreitungen der Meldeschwellen mitgeteilt wurden, lauten wie folgt:

Die HBT Holdings GmbH, Hattingen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.06.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Turbon AG, Hattingen, Deutschland am 11.06.2014 die Schwelle von 50% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 73,88% (das entspricht 2.434.380 Stimmrechten) betragen hat.

Herr Holger Brückmann-Turbon, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.06.2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Turbon AG, Hattingen, Deutschland am 11.06.2014 die Schwelle von 50% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 74,76% (das entspricht 2.463.380 Stimmrechten) betragen hat.

73,88% der Stimmrechte (das entspricht 2.434.380 Stimmrechten) sind Herrn Brückmann-Turbon gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden über die HBT Holdings GmbH als kontrolliertem Unternehmen gehalten.

Honorare des Abschlussprüfers

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Jahres- und Konzernabschlusses, die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

2016 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
Abschlussprüfungsleis
tungen
120 132
Sonstige Leistungen 0 0
120 132

7 Herr Stabenau ist Partner der Sozietät Hoffmann Liebs Fritsch & Partner. Diese stellte im abgelaufenen Geschäftsjahr 135 Tsd. Euro für Beratungsleistungen in Rechnung, davon entfallen ca. 78 Tsd. Euro auf von Herrn Stabenau für die Sozietät geleistete Tätigkeiten.

Nachtragsbericht

Im Januar 2017 übernahm Turbon mit 60 % die Mehrheitsbeteiligung an einer neu gegründeten Gesellschaft, die auf Basis einer lizensierten Marke Laser Cartridges in Europa vertreibt.

Am 10.02.2017 schied der zuvor für das USA Geschäft zuständige Herr Aldo DeLuca aus der Turbon Gruppe und dem Vorstand der Turbon AG aus.

Im März 2017 wurde die Bright Parameters GmbH verkauft und schied damit aus dem Konsolidierungskreis aus. Der Veräußerungsgewinn betrug 16 Tausend Euro.

Ergebnisverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von 13,1 Millionen Euro wie folgt zu verwenden:

    1. Ausschüttung an die Aktionäre in Höhe von 2,6 Millionen Euro durch Zahlung einer Dividende von 0,80 Euro je Stückaktie
    1. Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 10,5 Millionen Euro.

Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands

Aufsichtsrat

Sofern Mitglieder des Aufsichtsrats neben Kontrollfunktionen in der Turbon AG Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen bekleiden, sind diese nachstehend erwähnt (Stand 31.12.2016):

Holger Stabenau (ab 16.06.2016) Rechtsanwalt Hoffmann Liebs Fritsch & Partner Rechtsanwälte mbB, Düsseldorf – Vorsitzender –

Hans-Joachim Scholten (bis 16.06.2016) Dipl.-Kaufmann, Alzenau – Vorsitzender –

Thomas Hertrich Tax Director, Europe / Asia & Pacific Region, NCR Corporation, Aystetten – Stellvertretender Vorsitzender –

Paul-Dieter Häpp Vertriebsdirektor Autobank, TARGOBANK AG & Co. KGaA, Köln

Heinz Vogel (ab 16.06.2016) Dipl.-Kaufmann, Erftstadt

Girolamo Cacciatore Betriebsratsvorsitzender, Remscheid – Arbeitnehmervertreter –

Dietmar Kirsch Technischer Angestellter, Langenfeld – Arbeitnehmervertreter –

Vorstand

Aldo C. DeLuca, Ivyland (PA)/USA (bis 10.02.2017)

Michael Pages, Moers – Sprecher des Vorstands – (ab 11.02.2017)

Christian Wernhart, Steindorf am Ossiacher See/Österreich (ab 18.08.2016)

Simon John McCouaig, Dorridge/Vereinigtes Königreich (ab 12.12.2016)

Der Abschluss wurde am 18. April 2017 vom Vorstand genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

Hattingen, den 18.April 2017 Der Vorstand Michael Pages Christian Wernhart Simon McCouaig

Turbon AG, Hattingen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Turbon AG, Hattingen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den zusammengefassten Lagebericht des Konzerns und der Turbon AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Rechnungslegungsinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen Teilbereiche, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht des Konzerns und der Turbon AG steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Bielefeld, 3. Mai 2017 BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Höschler gez. Horn Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Ruhrdeich 10 45525 Hattingen

Telefon:+49 (0) 2324 504 - 0 Telefax:+49 (0) 2324 504 - 156

http://www.turbon.de E-mail: [email protected]