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Turbon AG Annual Report 2011

May 22, 2012

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Annual Report

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Turbon AG

Hattingen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick – Turbon Konzern

Zusammengefasster Lagebericht des Konzerns und der Turbon AG für das Geschäftsjahr 2011

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011

Konzernabschluss

Konzern-Bilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzern-Anhang

Allgemeine Angaben
Grundlagen der Rechnungslegung
Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Neue Rechnungslegungsvorschriften
Konsolidierungskreis
Konsolidierungsmethoden
Währungsumrechnung
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Verwendung von Schätzungen
Kapitalmanagement
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige Angaben

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Anteilsbesitzliste der Turbon AG

Bestätigungsvermerk

Auf einen Blick

Turbon Konzern

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2011 2010 2009
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- ---
Umsatz 80.706 75.717 85.882
Abschreibungen 1.210 1.234 1.715
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 6.490 4.847 6.754
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.516 3.859 5.836
Konzernergebnis 3.405 2.163 3.463
Ergebnis je Aktie 1,03 0,62 0,96
Cash Flow 4.164 3.344 5.473
Langfristige Vermögenswerte 19.022 20.402 20.928
Kurzfristige Vermögenswerte 40.163 37.757 34.418
Eigenkapital 24.324 23.781 23.290
Nettofinanzschulden* 1.046 0 0
Bilanzsumme 59.185 58.159 56.356
Eigenkapitalquote 41,1 % 40,9 % 41,3 %
Mitarbeiter im Durchschnitt 1.043 1.005 953

* Finanzverbindlichkeiten abzüglich flüssiger Mittel

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

des Konzerns und der Turbon AG

Die Turbon AG fungiert als leitende Holding des Turbon Konzerns. Ihre wesentlichen Aufgaben umfassen neben der strategischen und planenden Tätigkeit vor allem die Steuerung und Koordination der operativen Unternehmen der Turbon Gruppe.

Die Turbon AG und ihre Tochterunternehmen sind im Bereich der modernen Bürokommunikation tätig, und zwar dort, wo aus elektronischen Daten durch Ausdruck auf Papier Dokumente werden. Die Unternehmen der Turbon Gruppe entwickeln, produzieren und vertreiben schriftbildendes Druckzubehör und haben sich in diesem Bereich auf Toner Cartridges für den Einsatz in Laserdruckern spezialisiert. Zu diesem Zweck ist die Turbon Gruppe mit Produktions- und Distributions- unternehmen in Asien, Europa und den USA aktiv.

Die Gesellschaft hat von der Möglichkeit gemäß § 315 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht und einen zusammengefassten Lagebericht für den Turbon Konzern und die Turbon AG erstellt. Da der Geschäftsverlauf, die Lage der Gesellschaft sowie die Risiken der zukünftigen Entwicklung der Turbon AG und des Turbon Konzerns weitgehend übereinstimmen, beziehen sich die folgenden Ausführungen, soweit nicht anders benannt, auf den Turbon Konzern.

Wirtschaftliches Umfeld 2011

WELTWIRTSCHAFT

Der Internationale Währungsfonds (IWF), der über die Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums berichtet, errechnete für das Jahr 2011 eine Steigerung um 3,8 %. Die westlichen Industrieländer verzeichneten demzufolge einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um lediglich 1,6 % und damit einen deutlichen Rückgang gegenüber der Wachstumsrate von 3,2 % des Jahres 2010. Dagegen erreichten die sogenannten aufstrebenden und sich entwickelnden Länder einen BIP-Anstieg um 6,2 %.

Insgesamt herrscht eine große Unsicherheit über die zukünftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung und insbesondere aufgrund der anhaltenden Euro-Krise erwartet der IWF auch für 2012 schwache Wachstumsraten. Für den Euroraum prognostiziert der IWF mit einem Rückgang des BIP um -0,5 % sogar eine leichte Rezession.

UNTERNEHMENSSICHT

Die für die Turbon Gruppe wichtigsten regionalen Absatzmärkte zeigten in 2011 mit Ausnahme Deutschlands ebenfalls geringe Wachstumsraten.

Dieses geringe generelle Wirtschaftswachstum spiegelt sich auch in der Anzahl weltweit verkaufter Drucker und Laser Cartridges wider. Überdurchschnittliche Steigerungen wurden hier nur in den sogenannten aufstrebenden und sich entwickelnden Ländern erzielt. Auch das Druckvolumen war in den westlichen Industrieländern leicht rückläufig 1. Ausnahmen bildeten die Umsätze mit Multifunktions-Colour-Geräten und das Druckvolumen bei Farbausdrucken, welche auch in den Industrieländern in 2011 zweistellige Wachstumsraten erreichten.

Konzernabschluss und Jahresabschluss der Turbon AG 2011

ERTRAGSLAGE

Der konsolidierte Umsatz im Geschäftsjahr 2011 betrug 80,7 Millionen Euro, nach 75,7 Millionen Euro im Vorjahr.

Dies bedeutet eine Steigerung um 5,0 Millionen Euro (6,6 %), welche sich im Wesentlichen auf Europa (+6,9 %) und die USA (+4,6 %) verteilte. In lokaler Währung betrug die Steigerung in den USA +9,9 %.

Auf das Kernprodukt Laser Cartridges entfielen 72,2 Millionen Euro (89,4 % des Gesamtumsatzes). In 2010 entfielen 88,3 % der Umsätze auf diesen Bereich. Alle sonstigen Umsätze (einschließlich Impact-Produkte) betrugen im Jahr 2011 8,5 Millionen Euro (10,6 %) gegenüber 8,9 Millionen Euro (11,7 %) im Vorjahr.

Überdurchschnittlich war weiterhin die Entwicklung beim Umsatz mit Colour Cartridges. Hier konnte in 2011 der Umsatz deutlich um 15,8 % auf 20,5 Millionen Euro (25,5 % des Gesamtumsatzes) nach 17,7 Millionen Euro in 2010 (23,4 %) gesteigert werden.

Die Bruttomarge verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozentpunkte auf 22,3 %. Diese Verbesserung ist auf Kosteneinsparungen bei den Produktionsgesellschaften und Veränderungen im Produktmix zurückzuführen.

Die Vertriebskosten gingen gegenüber dem Vorjahr leicht zurück.

Die Verwaltungskosten lagen auf Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen saldierten sich in 2011 gegeneinander auf, verglichen mit einem Positivsaldo von 0,8 Millionen Euro in 2010. Beide Positionen waren in 2011 deutlich geringer als im Vorjahr. Im Vorjahr erzielten wir Gewinne aus dem Grundstücksverkauf in Harlow, England sowie höhere Währungsgewinne. Dem gegenüber standen höhere Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen in Verbindung mit der Standortzusammenlegung in den USA.

Das Finanzergebnis lag mit -1,0 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Die wesentlichen Zinsaufwendungen entfielen auf die im Juli 2013 endfällige Inhaberschuldverschreibung (0,7 Millionen Euro), auf im Rahmen der Rückstellungsbildung für Pensionszusagen in Deutschland und England zu kalkulierende Zinsaufwendungen (0,2 Millionen Euro) sowie auf Zinsen für Factoring.

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) betrug 6,5 Millionen Euro (Vorjahr 4,8 Millionen Euro). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag bei 5,5 Millionen Euro (Vorjahr 3,9 Millionen Euro) und der Konzernjahresüberschuss betrug 3,4 Millionen Euro (Vorjahr 2,2 Millionen Euro).

Im Geschäftsjahr 2011 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 2,1 Millionen Euro (Vorjahr 1,7 Millionen Euro). Die Steuerquote im Konzern betrug 38,3 % (Vorjahr 43,9 %).

Das Ergebnis je Aktie betrug 1,03 Euro je Aktie (Vorjahr 0,62 Euro je Aktie).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Einzelabschluss der Turbon AG lag bei 1,3 Millionen Euro (Vorjahr 6,9 Millionen Euro). Das Vorjahresergebnis enthielt eine Ausschüttung in Höhe von 7,1 Millionen Euro der Turbon Beteiligungs GmbH (vormals Carbotex Beteiligungs GmbH). Das Ergebnis vor Steuern betrug 1,3 Millionen Euro gegenüber 6,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern betrug 1,1 Millionen Euro gegenüber 5,9 Millionen Euro im Vorjahr.

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme zum 31.12.2011 betrug 59,2 Millionen Euro und liegt damit 1,0 Millionen Euro über dem Wert am Vorjahresstichtag (58,2 Millionen Euro).

Das Konzernanlagevermögen betrug am 31.12.2011 16,1 Millionen Euro (Vorjahr 16,6 Millionen Euro). Der Rückgang um 0,5 Millionen Euro ging auf Abschreibungen bei den Sachanlagen zurück.

Das Vorratsvermögen betrug am 31.12.2011 17,9 Millionen Euro (Vorjahr 15,3 Millionen Euro). Dieser Bestandaufbau steht im Zusammenhang mit dem Umsatzwachstum.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen bei 11,3 Millionen Euro (Vorjahr 9,9 Millionen Euro). Dies resultierte aus gestiegenen Umsätzen im letzten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Finanzierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Factoringvereinbarung bei der deutschen Tochtergesellschaft Turbon Europe GmbH blieb gegenüber dem Vorjahresstichtag unverändert (3,4 Millionen Euro am 31.12.2011).

Die sonstigen Vermögenswerte verminderten sich um 0,6 Millionen Euro auf 3,1 Millionen Euro (Vorjahr 3,7 Millionen Euro). Die größte Veränderung resultierte aus den im Geschäftsjahr erfolgswirksam vereinnahmten Cash-Flow Hedges (0,3 Millionen Euro).

Die flüssigen Mittel betrugen zum 31.12.2011 8,9 Millionen Euro (31.12.2010: 10,3 Millionen Euro). Die Verminderung in Höhe von 1,4 Millionen Euro resultierte im Wesentlichen aus der höheren Kapitalbindung im Vorratsvermögen. Darüber hinaus resultierte aus der im Juni 2011 gezahlten Dividende für 2010 ein Liquiditätsabfluss in Höhe von 3,3 Millionen Euro.

Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2011 24,3 Millionen Euro (Vorjahr 23,8 Millionen Euro).

Das Eigenkapital je Aktie zum 31.12.2011 betrug 7,38 Euro (Vorjahr 7,22 Euro). Die Eigenkapitalquote zum Stichtag 31.12.2011 betrug 41,1 % (Vorjahr 40,9 %).

Die Turbon AG hielt am 31.12.2010 347.097 Stück vom Eigenkapital abgesetzte eigene Aktien (2,1 Millionen Euro). Nach Einziehung dieser Aktien im April 2011 beliefen sich die im Umlauf befindlichen Aktien zum Bilanzstichtag 31.12.2011 auf 3.294.903 Stück.

Das langfristige Fremdkapital stieg im Berichtsjahr leicht auf 14,4 Millionen Euro am 31.12.2011 gegenüber 14,1 Millionen Euro am 31.12.2010.

Die Pensionsrückstellungen zum 31.12.2011 betrugen 2,4 Millionen Euro gegenüber 2,9 Millionen Euro am 31.12.2010. Dieser Posten betrifft die Rückstellungen bei der Turbon AG sowie der Keytec (GB) Ltd.

Sowohl die Turbon AG als auch der Konzern weisen in der Bilanz keine Bankverbindlichkeiten aus. Der langfristigen Inhaberschuldverschreibung in Höhe von 10,0 Millionen Euro standen flüssige Mittel des Konzerns in Höhe von 8,9 Millionen Euro gegenüber.

Die kurzfristigen Steuerrückstellungen betrafen zum Stichtag 31.12.2011 im Wesentlichen Ertragsteuerrückstellungen an den Standorten Deutschland und Thailand.

Die sonstigen Rückstellungen verminderten sich zum Bilanzstichtag um 1,3 Millionen Euro auf 4,8 Millionen Euro (Vorjahr 6,1 Millionen Euro). In 2011 wurden Rückstellungen in Höhe von 1,0 Millionen Euro im Zusammenhang mit der Zusammenlegung unserer Aktivitäten in den USA am Standort in York (PA), und die damit verbundene Schließung des Standortes in Cinnaminson (NJ), in Anspruch genommen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 0,4 Millionen Euro auf 1,7 Millionen Euro (Vorjahr 1,3 Millionen Euro).

GESAMTAUSSAGE ZUR AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts positiv und geht davon aus, dass sich Umsatz und Ergebnis den veröffentlichten Prognosen entsprechend entwickeln.

MARKTENTWICKLUNG

Die Märkte, in denen die Unternehmen der Turbon Gruppe aktiv sind, werden durch eine Vielzahl verschiedener Faktoren beeinflusst.

Den größten Einfluss auf das Marktgeschehen haben naturgemäß die Druckerhersteller (Original Equipment Manufacturer, OEMs), die über die Verbreitung der Drucker die Cartridge-Nachfrage bestimmen.

Hierbei waren auch im Jahre 2011 Laserdrucker weiterhin die führende Druckertechnologie im gewerblichen Bereich. Zahlreiche neue Monochrom- und Colour-Druckersysteme in den verschiedensten Preislagen wurden 2011 in den Markt eingeführt. Hinsichtlich der Preispolitik bei den Verbrauchsmaterialien gab es keine grundlegenden Änderungen.

Die OEMs bieten ihre Laser Cartridges weiterhin hochpreisig an; hierdurch ist es Herstellern kompatibler Verbrauchsmaterialien möglich, preislich attraktive Alternativen zu entwickeln und anzubieten.

Neben Turbon agiert eine Vielzahl von Anbietern im Markt kompatibler Druckverbrauchsmaterialien, wobei Turbon zu den größten Anbietern gehört. Die einzelnen Anbieter unter- scheiden sich neben ihrem Produktangebot insbesondere in ihren regionalen Stärken und den bedienten Kundengruppen. Konsolidierungen, die auch in 2011 einige kleinere und mittelgroße Anbieter betrafen, hatten keine wesentliche Auswirkung auf die Wettbewerbsstruktur in unserem Markt.

Die Turbon Gruppe vertreibt ihre Produkte ausschließlich an Wiederverkäufer, welche wiederum mit unterschiedlichen Absatzstrategien am Markt agieren. Stellt man auf das Umsatzvolumen bezüglich Laser Cartridges unserer potentiellen Abnehmer ab, kann zwischen großen, international agierenden Distributoren von Büromaterial, mittelgroßen Händlern, die nationale oder regionale Märkte bedienen und kleinen, spezialisierten Abnehmern unterschieden werden. So facettenreich wie die Marktstrategien unserer Abnehmer, so unterschiedlich sind auch deren Anforderungen. Turbon ist in der Lage diese unterschiedlichen Anforderungen zu erfüllen und beliefert neben großen Abnehmern eine Vielzahl mittelgroßer und auch kleinerer Kunden.

MARKTPOSITION

Die wichtigsten Absatzmärkte der Turbon Gruppe sind weiter- hin Europa und Nordamerika, welche von unseren Distributionsstandorten in Deutschland und den USA bedient werden.

Kernkompetenzen von Turbon sind Qualität, Innovation und Umweltfreundlichkeit bei gleichzeitig günstigem Preis-Leistungsverhältnis.

In unserem Markt ist die Turbon Gruppe aufgrund ihrer hohen Entwicklungs- und Produktionsstandards führend hinsichtlich Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte. Im Zukunftsbereich der technisch erheblich anspruchsvolleren Colour Cartridges ist die Qualität der Turbon Produkte den OEM Cartridges ebenbürtig und liegt deutlich über dem Durchschnitt kompatibler Produkte des Wettbewerbs. Unser über viele Jahre aufgebautes Logistik-Know-how ermöglicht die reibungslose Verbindung zwischen der Produktion an Standorten, an denen wir zu Bedingungen produzieren können, die es uns erlauben, im Preiswettbewerb zu bestehen, und der Distribution. So ist es uns möglich, in Kombination mit einem ausgeprägten Kundenservice ein vielschichtiges Leistungspaket anzubieten.

Mit diesem Leistungspaket zu einem attraktiven Preis bestehen wir im Wettbewerb sowohl mit den Produkten der Druckerhersteller als auch denen der kompatiblen Anbieter. Gegenüber den OEM Produkten können wir gleichwertige Qualität zu einem deutlich attraktiveren Preis anbieten, gegenüber anderen Anbietern kompatibler Produkte ist die beschriebene Kombination von hervorragender Qualität und Service unser entscheidender Wettbewerbsvorteil.

UMWELT

Durch das Remanufacturing von Laser Cartridges ergeben sich erhebliche Vorteile für unsere Umwelt. Die Erhaltung natürlicher Ressourcen hat in der gesellschaftlichen Diskussion an Bedeutung gewonnen und der Aspekt der Umweltfreundlichkeit von Produkten beeinflusst zunehmend die Kaufentscheidung.

Die Unternehmen der Turbon Gruppe sammeln weltweit gebrauchte Laser Cartridges und führen diese dann den Produktionsstätten in Thailand und Rumänien zum Remanufacturing zu. Darüber hinaus arbeiten unsere Produktionsstandorte auf Grundlage eines „Zero-Waste-Konzeptes", welches ein Höchstmaß an Wiederverwendung von Komponenten einerseits, sowie das stoffliche Recycling nicht mehr verwertbarer Materialanteile andererseits sicherstellt.

Turbon beliefert seine Kunden mit umweltfreundlichen Produkten. Unser Geschäftsmodell basiert auf der nachhaltigen Bewahrung unserer Umwelt und ihrer Ressourcen sowie den zusätzlichen Kostenvorteilen, die unsere Produkte bieten. Unsere Produktionsprozesse verhindern, dass gebrauchte Laser Cartridges als Müll entsorgt werden. Diese Tatsache erlaubt es uns, nachdrücklich die Umweltfreundlichkeit unserer Produkte hervorzuheben.

PERSONAL

Der Turbon Konzern beschäftigte im Jahr 2011 durchschnittlich 1.043 Mitarbeiter (Vorjahr 1.005 Mitarbeiter). Am 31.12.2011 lag die Zahl der Mitarbeiter bei 1.093 (Vorjahresstichtag 975). Hinzu kommen am Standort Thailand indirekt über ein Leiharbeitsunternehmen beschäftigte Mitarbeiter. Zum 31.12.2011 betrug die Zahl dieser Leiharbeiter 560 (Vorjahresstichtag 425).

In der Turbon AG wurden sowohl im Durchschnitt als auch zum Jahresende 5 Mitarbeiter beschäftigt.

Wir danken allen Beschäftigten der Turbon Gruppe für die gute Mitarbeit im abgelaufenen Jahr. Unser Dank gilt auch den Arbeitnehmervertretungen für die jederzeit kooperative Zusammenarbeit.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im Zusammenhang mit Forschung und Entwicklung in der Turbon Gruppe ist zu berücksichtigen, dass wir kein Neuprodukt herstellen, sondern ein gebrauchtes Produkt remanufacturen. Vorrangiges Ziel ist hierbei die schnelle Markteinführung neuer, qualitativ hochwertiger kostengünstiger Alternativen zu OEM Produkten. Die hierfür angefallenen Aufwendungen betrugen im Jahr 2011 rund 1,1 Millionen Euro. Die Aufwendungen insgesamt betreffen hauptsächlich Personalaufwendungen sowie Test- und Entwicklungsequipment, vornehmlich an den Produktionsstandorten in Thailand und Rumänien. Der Bereich Colour Cartridges stand im Mittelpunkt der Aktivitäten.

INVESTITIONEN

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen in 2011 insgesamt 0,9 Millionen Euro (Vorjahr 0,5 Millionen Euro).

Daneben hat sich die Turbon AG in 2011 im Zuge der Gesellschaftsgründung als Investor an der Bright Parameters GmbH beteiligt. Turbon hat zunächst 100 % des Grundkapitals von 25.000 Euro aufgebracht sowie eine Darlehenszusage über bis zu 100.000 Euro gegeben. Den beiden bei der Gesellschaft beschäftigten Ideengebern wurde vertraglich die Option zur Übernahme von insgesamt 49 % der Gesellschaftsanteile eingeräumt.

Geschäftsgegenstand der Gesellschaft ist die Konzeptionierung und Erstellung von CGI-Objekten (Computer Generated Imagery). Hierbei handelt es sich u.a. um 3D-Grafiken, visuelle Effekte und Animationen.

Zielkunden der Gesellschaft sind z.B. Werbeagenturen oder auch gewerbliche Kunden verschiedener Branchen. Visualisiert werden können u.a. anspruchsvolle Investitions- ebenso wie Konsumgüter aber auch komplexe technische Vorgänge und Prozesse.

Die Vorteile der computergestützten Visualisierung sind z.B. die Möglichkeit, Produkte bereits vor ihrer tatsächlichen Verfügbarkeit fotorealistisch darstellen zu können, die Möglichkeit einer schnellen und wiederholten Änderung von Form, Farbe, Umgebung oder Betrachtungsperspektive der dargestellten Objekte und natürlich insbesondere Zeit- und Kosteneinsparungen im Vergleich zu klassischen Film- oder Foto-Shootings.

Ziel der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2012 ist das Erreichen des Break-Even-Punktes.

Risikobericht

Die Unternehmen der Turbon Gruppe werden mit Chancen und Risiken konfrontiert, die sich auf die Vermögenswerte des Konzerns, den Gewinn, den Cash-Flow, aber auch auf immaterielle Werte auswirken können.

Das Risikomanagement-System der Turbon Gruppe ermöglicht der Unternehmensleitung frühzeitig, solche Entwicklungen zu erkennen. Als konzernweit verstandene Aufgabe erfasst und bewertet das Risikomanagement-System bestehende und potenzielle Risiken. Das Risikomanagement ist außerdem ein wichtiger Bestandteil des gesamten Managementinformationssystems und dient in dieser Funktion nicht nur der Risikovermeidung, sondern auch dem Aufzeigen von Chancen für die Unternehmensgruppe.

Das Beteiligungscontrolling-System der Holding (Turbon AG) stellt den Ausgangspunkt und Kern des operativen Risikoüberwachungs-Systems dar. Wesentliche Bestandteile sind das monatliche Berichtswesen aus den Beteiligungsgesellschaften für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung und das monatliche Profitcenter-Reporting, welches einen detaillierten Einblick in die wirtschaftlichen Vorgänge bei den Gesellschaften ermöglicht, sowie die umfassenden Quartals- und die von unseren Wirtschaftsprüfern geprüften Jahresberichte. Die monatlichen Berichte stehen zeitnah zur Verfügung, so dass Risiken schnell identifiziert werden können und damit eine frühzeitige Reaktion auf potenzielle Fehlentwicklungen möglich ist. Die zentrale Auswertung der Informationen wird unterstützt durch den direkten Zugriff auf Ansprechpartner in den Beteiligungsgesellschaften, welche sich bei der Erkennung und Bewertung von Risiken aktiv engagieren.

Weitere Bestandteile des internen Risiko-Managements sind das Cash-Management, das Forderungs-Management, das Vorrats-Management sowie die weltweite Produktions- und Kapazitätsplanung. Über ein spezielles „Legal Reporting" werden in den Tochtergesellschaften abzuschließende Verträge und Vereinbarungen einer zusätzlichen zentralen Kontrolle unterzogen.

Die konzernweiten Planungs-, Steuerungs- und Berichtsprozesse werden kontinuierlich auf Effektivität und Effizienz überprüft. Hierzu gehört auch der Einsatz moderner IT-Systeme zur Unterstützung der jeweiligen Prozesse.

Aufgrund ihres internationalen Betätigungsfeldes ist die Turbon Gruppe einer Vielzahl verschiedener Risiken ausgesetzt. Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, werden – soweit verfügbar und wirtschaftlich sinnvoll – Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden laufend überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Für die Turbon Gruppe wesentliche Risiken werden in den folgenden Abschnitten beschrieben, wobei deren Reihenfolge keine Wertigkeit der Eintrittswahrscheinlichkeit oder des potenziellen Schadensausmaßes beinhaltet.

BESCHAFFUNGSMARKTRISIKEN

Die Produktionsleistungen können durch Lieferunterbrechungen oder Qualitätsmängel bei Rohmaterialien beeinträchtigt werden. Sollte es uns in diesen Fällen nicht gelingen, mit der Produktion auf einen anderen Standort auszuweichen oder die Nachfrage aus Vorräten zu bedienen, könnte es zu einem Umsatzrückgang kommen. Die Sicherung der Versorgung mit Rohmaterialien wird soweit möglich über enge Kooperationen mit Lieferanten und über den parallelen Bezug von verschiedenen Lieferanten gesichert.

Die ausreichende Versorgung unserer Produktionsstandorte mit Leermodulen (Empties) ist eine unabdingbare Voraussetzung für deren Tätigkeit. Deshalb ist das Sammeln von Leermodulen wichtiger Aufgabenbestandteil aller Standorte der Firmengruppe. Die Turbon Gruppe hat ein effizientes weltweites Sammelsystem aufgebaut, wodurch das Risiko unzureichender Empty-Versorgung für die Turbon Gruppe gering ausfällt.

OPERATIVE RISIKEN DURCH DEN VERLUST VON SACHANLAGEVERMÖGEN ODER BETRIEBSUNTERBRECHUNGEN

Brand, Naturkatastrophen oder andere Störungen in den Produktionsstätten der Turbon Gruppe können erhebliche Schäden und Verluste verursachen. Durch entsprechende bauliche Maß- nahmen und strikte organisatorische Vorgaben wird dieses Risiko soweit wie möglich minimiert. Im Falle eines tatsächlichen Schadens hat die Turbon Gruppe Versicherungen in angemessener Höhe abgeschlossen.

ABSATZRISIKEN

Generell besteht das Risiko, dass sich Preisreduzierungen nicht durch ein entsprechendes Mengenwachstum kompensieren lassen. Diesem Umstand begegnen wir nach wie vor mit striktem Kostenmanagement an allen Standorten.

Ein generelles Risiko im Bereich des Absatzes ist die Konzentration auf eine relativ kleine Anzahl von Großkunden.

Im Jahr 2011 betrug der Anteil der fünf größten Kunden 46,6 % an unserem Gesamtumsatz (Vorjahr 48,5 %). Durch Umsatzwachstum mit neuen und neu gewonnenen Kunden kann dieses Risiko verringert werden. In diesem Zusammenhang wichtig ist eine flexible Struktur, die eine schnelle Anpassung an Umsatzschwankungen ermöglicht.

FORDERUNGSAUSFALLRISIKEN

Forderungsausfallrisiken begrenzen wir durch regelmäßige Bonitätsanalysen unseres Kundenportfolios auf der Grundlage einer Forderungsmanagement-Richtlinie. Diese beinhaltet, dass die meisten Kundenforderungen über eine Warenkreditversicherung abgesichert sind beziehungsweise andere Sicherheiten (Bürgschaften, Vorauskasse) bereitgestellt werden müssen. Für alle im Rahmen einer Factoringvereinbarung verkauften Forderungen trägt der Factor das Ausfallrisiko zu 100 %. Wir haben in den letzten Jahren nur geringe Forderungsausfälle zu beklagen, was hauptsächlich auf die Befolgung unserer strikten Forderungsrichtlinien zurück zu führen ist.

LIQUIDITÄTS- UND FINANZIERUNGSRISIKEN

Eine ausreichende Versorgung mit Liquidität ist in der Turbon Gruppe ein zentrales Ziel des Finanzmanagements. Im Rahmen unseres Cash-Managements werden aktuelle Informationen über den tatsächlichen Finanzstatus und über zu erwartende Zahlungsströme der einzelnen Konzerngesellschaften zentral zur Verfügung gestellt. Mittels eines datenbankgestützten Treasury Management Systems wird eine rollierende Liquiditätsplanung und -steuerung durchgeführt. Unsere Kreditlinien sind durch langfristige Verträge und die Erfüllung der für die Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen gesichert. Liquidität kann weiterhin über den bestehenden Factoringvertrag zugeführt werden.

WÄHRUNGSRISIKEN

Da die Turbon Gruppe einen Teil ihres Geschäfts auf der Beschaffungs- wie der Absatzseite in Fremdwährungen tätigt, können Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflussen. Dieses Risiko nimmt insbesondere aufgrund der zunehmend volatilen Währungsentwicklungen zu. Die Konzerngesellschaften melden ihre Währungsüberschüsse und -unterdeckungen an den Konzern. Auf Konzernebene wird eine aggregierte Netto-Position pro Währung gebildet mit dem Ziel, über entsprechende Steuerungsgrößen (z.B. Lieferantenwahl) ein möglichst umfangreiches „Natural Hedging" zu erreichen. Die wichtigsten Fremdwährungen sind US-Dollar und Britisches Pfund.

Die Hauptwährungen werden über Devisentermingeschäfte aktiv gesteuert. Ausführliche Erläuterungen hierzu befinden sich in der Berichterstattung zu Finanzinstrumenten im Anhang zum Konzernabschluss 2011.

RECHTLICHE RISIKEN

Rechtliche Risiken können für die Turbon Gruppe aus Gesetzen, Gesetzesänderungen und/oder der darauf aufbauenden Rechtsprechung resultieren. Dazu gehören insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Vertragsrecht, Patentrecht, Steuerrecht sowie Umweltschutz.

Der störungsfreie Transport von Leermodulen an unsere Produktionsstandorte ist von großer Bedeutung für den Erfolg der Gruppe. Wir erfüllen daher mit größter Sorgfalt alle gesetzlichen Auflagen möglichst über das geforderte Maß hinaus und arbeiten sehr eng mit den zuständigen Behörden zusammen. Diese Zusammenarbeit erlaubt eine sehr zeitnahe Reaktion auf mögliche gesetzliche Änderungen. Zusätzlich sind unsere beiden Produktionsstandorte sowie die deutsche Gesellschaft nach ISO 14001 zertifiziert. Diese Norm regelt das Umweltmanagementsystem von ordnungsgemäß zertifizierten Unternehmen.

STEUERLICHE RISIKEN

Die Turbon Gruppe ist steuerlichen Risiken ausgesetzt, indem steuerliche Außenprüfungen und Neuveranlagungen zu Nachzahlungen führen können.

BILANZIELLE BEWERTUNGSRISIKEN

Bilanzielle Bewertungsrisiken können bei der Turbon Gruppe insoweit bestehen, dass bestimmte Annahmen für die aktuelle Bewertung von Bilanzposten durch Vorgänge in der Zukunft nicht eintreffen.

GESAMTRISIKO

Zusammenfassend ist festzustellen, dass den gesetzlichen Vorschriften in vollem Umfang entsprochen wird. Die eingesetzten Instrumente zum Risikomanagement reichen aus, um bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig zu erkennen. Zurzeit sind keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken erkennbar.

INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN (KONZERN-) RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (BERICHT GEM. §§ 289 (5), 315 (2) NR. 5 HGB)

In Ergänzung zu den oben bereits getroffenen Aussagen zum Risikomanagement der Turbon AG können die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden:

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erstreckt sich auf die Abteilungen Rechnungswesen und Controlling, deren Verantwortungsbereiche innerhalb des Kontrollsystems eindeutig zugeordnet sind.

Das Kontrollsystem erfasst alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung zu sichern und die maßgeblichen rechtlichen Vorschriften einzuhalten. Neben manuellen Prozesskontrollen in Form des „Vier-Augen-Prinzips" sind auch automatische IT-Prozesskontrollen ein wesentlicher Teil der integrierten Kontrollmaßnahmen.

Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Turbon AG. Der Aufsichtsrat überwacht die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Vereinbarungsgemäß berichtet der Abschlussprüfer unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich aus der Abschlussprüfung ergeben.

Die Turbon AG gibt die Bilanzierungsrichtlinien zur Regelung von einheitlichen Bilanzierungsgrundsätzen vor. Zusätzlich geben die Konzernrichtlinien konkrete Anweisungen, wie der Konzernverrechnungsverkehr abgebildet, abgerechnet und entsprechende Salden abgestimmt werden.

Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mithilfe von IT-gestützten Arbeitsabläufen erfasst. Diese beinhalten u.a. ein Berechtigungskonzept und Prüfroutinen.

Das Reporting an die Konzernzentrale erfolgt mit Hilfe einer datenbankgestützten Managementinformationssoftware. Die Einzelabschlüsse werden anschließend in ein zentrales Konsolidierungssystem eingelesen. Auf Konzernebene wird innerhalb der Abteilung Finanzen und Controlling die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der vorgelegten Einzelabschlüsse überprüft.

Abhängigkeitsbericht

Von der Aktionärsgruppe HBT Holdings GmbH / Holger Brückmann-Turbon ist eine Abhängigkeit im Sinne des § 312 AktG nach wie vor gegeben. Für diese Aktionärsgruppe beträgt der zusammengerechnete Stimmrechtsanteil 42,90 %.

Demgemäß hat der Vorstand einen Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2011 – versehen mit dem uneingeschränkten Testat der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf – über alle Beziehungen der Gesellschaft zu dieser Aktionärsgruppe erstellt.

Der Vorstand erklärt am Schluss des Berichts, dass die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft mit der Aktionärsgruppe nach den Fakten, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde eine angemessene Gegenleistung erhielt und dabei nicht benachteiligt wurde. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Berichtsjahr nicht vorgelegen.

Angaben gemäß §§ 289 (4) und 315 (4) HGB

Am 31.12.2011 war das gezeichnete Kapital der Turbon AG in Höhe von 10.333 Tsd. Euro aufgeteilt in 3.294.903 nennwertlose, stimmberechtigte Stückaktien. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen.

Sonderrechte von Aktionären, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Neben der oben erwähnten Aktionärsgruppe HBT Holdings GmbH / Holger Brückmann-Turbon ist die NCR GmbH, Augsburg mit mehr als 10 % der Stimmrechte am Kapital der Gesellschaft beteiligt (31,87 %).

Herr Brückmann-Turbon und die NCR GmbH / NCR Corporation haben der Gesellschaft gemäß § 41 Abs. 4d WpHG im Februar 2012 bzw. März 2012 mitgeteilt, dass sie zum 1. Februar 2012 gemäß einem Gesellschaftervertrag gegenseitig Vorkaufsrechte über jeweils 1.050.000 Stückaktien halten. Die Vereinbarung kann als Beschränkung im Sinne der §§ 289 (4) Nr. 2 und 315 (4) Nr. 2 HGB angesehen werden.

Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern der Turbon AG ergeben sich aus den §§ 84 ff. AktG. Die Satzung enthält diesbezüglich keine weiteren Regelungen.

Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt gemäß § 7 der Satzung der Aufsichtsrat. Dieser kann auch ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands ernennen.

Satzungsänderungen sind in den §§ 133, 179 AktG geregelt. Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, wurde gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG an den Aufsichtsrat delegiert.

Der Vorstand ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Aktien der Gesellschaft in Höhe von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern oder einzuziehen.

Es gibt keine Vereinbarungen der Turbon AG, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

Entschädigungsvereinbarungen oder ähnliches mit Arbeitnehmern bzw. Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Übernahmeangebotes existieren nicht.

Bericht zur corporate Governance/ Unternehmensführung

Vorstand und Aufsichtsrat der Turbon AG folgen den Grundsätzen vertrauensvoller und guter Unternehmensführung.

Im Nachfolgenden berichtet der Vorstand, zugleich auch für den Aufsichtsrat, gemäß § 289a HGB sowie gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES UND DES AUFSICHTSRATES DER TURBON AG ZU DEN EMPFEHLUNGEN DER „REGIERUNGSKOMMISSION DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX" GEMÄSS § 161 AKTG

Vorstand und Aufsichtsrat der Turbon AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen in der Fassung vom 26. Mai 2010 – bekannt gemacht im elektronischen Bundesanzeiger am 2. Juli 2010 – grundsätzlich entsprochen wurde. Lediglich die Empfehlungen aus den Ziffern 2.3.3; 3.8 Abs. 3; 5.3.1; 5.3.2; 5.4.1 Abs. 2; 5.4.6 Abs. 1 und Abs. 2 sowie 7.1.2 des DCGK wurden und werden nur modifiziert angewendet:

ZIFFER 2.3.3 SATZ 2

„Auch bei der Briefwahl und der Stimmrechtsvertretung soll die Gesellschaft die Aktionäre unterstützen."

Die Gesellschaft unterstützt ihre Aktionäre durch das Angebot eines Stimmrechtsvertreters. Eine zusätzliche Möglichkeit der Briefwahl besteht nicht und ist nicht geplant.

Begründung: In der Satzung der Turbon AG ist die Briefwahl nicht vorgesehen. Die Briefwahl beinhaltet nach unserer Auffassung Schwierigkeiten bei der Feststellung der Echtheit der abgegebenen Stimmen.

ZIFFER 3.8 ABS. 3

„In einer D&O-VERSICHERUNG für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden."

Eine Anpassung des Versicherungsvertrages für den Aufsichtsrat hinsichtlich eines entsprechenden Selbstbehaltes ist nicht geplant.

Begründung: Das bereits bestehende Verantwortungsbewusstsein wird durch die Einführung eines Selbstbehalts nicht verbessert.

ZIFFER 5.3.1 UND 5.3.2

„Der Aufsichtsrat soll abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden. Diese dienen der Steigerung der Effizienz der Aufsichtsarbeit und der Behandlung komplexer Sachverhalte. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse."

„Der Aufsichtsrat soll einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten, der sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung befasst. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen. Er sollte unabhängig und kein ehemaliges Vorstandmitglied der Gesellschaft sein, dessen Bestellung vor weniger als zwei Jahren endete."

Der am 22. Juni 2011 neu gewählte Aufsichtsrat hat beschlossen, einen Personalausschuss zu bilden.

Begründung: Die Bildung von weiteren Ausschüssen – einschließlich eines Audit Committees – ist aufgrund der Größe mit sechs Aufsichtsrats-Mitgliedern für die Turbon AG nicht sinnvoll.

ZIFFER 5.4.1 ABSATZ 2

„Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenskonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen."

Eine Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats existiert nicht.

Begründung: Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats orientiert sich ausschließlich an den Interessen der Gesellschaft im Sinne der Unterstützung kurz-, mittel- und langfristiger Zielerreichung. Die im Deutschen Corporate Governance Kodex genannten Ziele sollen dabei, wenn möglich und sinnvoll, berücksichtigt werden.

ZIFFER 5.4.6 ABS. 1 UND ABS. 2

„Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird durch Beschluss der Hauptversammlung oder in der Satzung festgelegt. Sie trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Unternehmens Rechnung. Dabei sollen der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten. Die erfolgsorientierte Vergütung sollte auch auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Bestandteile enthalten."

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wurde durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 05. Juli 2001 festgelegt und ist in § 18 der Satzung mit fixen Beträgen geregelt. Der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz sind dabei berücksichtigt worden. Der Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen sowie eine erfolgsorientierte Vergütung sind in der Satzung nicht enthalten. Eine Veränderung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist nicht geplant.

Begründung: Eine angemessene feste Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit und die Mitarbeit in Ausschüssen trägt der Kontrollfunktion des Aufsichtsrats hinreichend Rechnung. Einer zusätzlichen erfolgsorientierten Vergütung bedarf es nicht.

ZIFFER 7.1.2

„Der Konzernabschluss wird vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer sowie vom Aufsichtsrat geprüft. Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte sollen vom Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand erörtert werden. Zusätzlich sind die Prüfstelle für Rechnungslegung bzw. die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht befugt, die Übereinstimmung des Konzernabschlusses mit den maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften zu überprüfen (Enforcement). Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein."

Wir halten uns grundsätzlich an die Empfehlung, allerdings werden der Konzernabschluss und die Zwischenberichte in den gesetzlich vorgegebenen Fristen von vier Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres bzw. von zwei Monaten nach Ablauf des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich gemacht. Begründung: Die Empfehlung ist organisatorisch schwer einzuhalten, so dass ausschließlich die gesetzlichen Fristen eingehalten werden.

Hattingen, im November 2011

Für den Vorstand:

gez. Aldo C. DeLuca (Sprecher des Vorstandes)

gez. Michael H. Pages

Für den Aufsichtsrat:

gez. Hans-Joachim Scholten (Aufsichtsratsvorsitzender)

ARBEITSWEISE UND ZUSAMMENSETZUNG VON VORSTAND, AUFSICHTSRAT UND AUSSCHÜSSEN

Mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat hat die Gesellschaft eine dualistische Leitungs- und Überwachungsstruktur.

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

Der Vorstand der Turbon AG besteht satzungsgemäß aus einem oder mehreren Mitgliedern. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt satzungsgemäß der Aufsichtsrat, der ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands ernennen kann.

Derzeit besteht der Vorstand aus zwei Mitgliedern; Herr DeLuca wurde zum Sprecher des Vorstands ernannt.

Als Leitungsorgan führen sie in eigener Verantwortung und alleinigem Unternehmensinteresse die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung.

Die Aufgaben der Vorstandsmitglieder sind im Rahmen einer Matrixorganisation teils nach funktionalen, teils nach regionalen Gesichtspunkten verteilt.

Der Vorstand definiert die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt im operativen Tagesgeschäft für die Umsetzung.

Ferner trägt der Vorstand Sorge für ein angemessenes Risikomanagement und Risiko Controlling im Unternehmen sowie eine regelmäßige, zeitnahe und umfassende Berichterstattung an den Aufsichtsrat.

Bestimmte Geschäftsvorfälle stehen unter einem Zustimmungsvorbehalt des Aufsichtsrates. Weiterhin ist der Vorstand verpflichtet, den Aufsichtsrat in festgelegten Fällen unverzüglich zu informieren.

Der Aufsichtsrat setzt sich nach Aktiengesetz § 96 Absatz 1 und § 101 Absatz 1 und nach dem Gesetz über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat (DrittelbG) § 1 Absatz 1, § 4 Absatz 1 in Verbindung mit § 10 der Satzung der Turbon AG aus vier von der Hauptversammlung zu wählenden Mitgliedern und zwei Mitgliedern der Arbeitnehmer zusammen.

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens.

Die Amtsperiode des Aufsichtsrates beträgt fünf Jahre. Die laufende Amtsperiode endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2016.

Die Arbeit des Aufsichtsrates findet in regelmäßigen Sitzungen statt.

Es besteht ein Personalausschuss mit zwei Mitgliedern. Über seine Tätigkeit berichtet er im Rahmen der Sitzungen des Gesamtplenums.

In der Hauptversammlung nehmen die Aktionäre ihre Rechte wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt.

Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung oder die von der Turbon AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen.

Die Einladung zur HV sowie die für die Beschlussfassung erforderlichen Berichte und Informationen werden gemäß den aktienrechtlichen Vorschriften veröffentlicht und auf der Internetseite der Turbon AG zur Verfügung gestellt.

VERGÜTUNGSBERICHT

Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen.

Als fixe Vergütung erhalten die Vorstandsmitglieder eine feste Grundvergütung pro Jahr. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder im Wesentlichen Zuschüsse zur Sozialversicherung, einen Kfz-Kostenzuschuss bzw. einen Firmenwagen mit privater Nutzungsmöglichkeit sowie Beiträge zur Unfallversicherung im üblichen Rahmen.

Als variable Vergütung erhalten die Vorstandsmitglieder unverändert die Möglichkeit, einen Jahresbonus, der sich an Ergebnis und Cash-Flow im Konzern orientiert, zu verdienen. Die Gewährung eines Jahresbonus setzt zunächst voraus, dass ein für das Geschäftsjahr festgelegter Ergebnisbetrag überschritten wird. Ein über dem festgelegten Ergebnisbetrag erzieltes Jahresergebnis wird in einem nächsten Schritt um die Veränderung von Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fortgeschrieben, um so das zweite Kriterium, den Cash-Flow, zu ermitteln. Der Jahresbonus wird berechnet, in dem das erzielte Jahresergebnis mit einem für jedes Vorstandsmitglied individuellen Prozentsatz multipliziert wird. Die beiden individuellen Prozentsätze vermindern sich in Staffeln, sofern der Cash-Flow niedriger als das erzielte Jahresergebnis ist. Der Jahresbonus entfällt komplett, wenn kein Mindest-Ergebnisbetrag oder kein positiver Cash-Flow erreicht wird.

Durch die strenge Ausgestaltung der vorgenannten variablen Vergütung wurde mittels einer einjährigen Bemessungsgrundlage bereits eine nachhaltige Entwicklung für die Turbon Gruppe implementiert. Aufgrund aktienrechtlicher Vorgaben haben die Vorstandsmitglieder seit dem Geschäftsjahr 2011 zusätzlich die Möglichkeit, einen Bonus für nachhaltiges Wirtschaften zu verdienen, der auf eine mehrjährige Bemessungsperiode abstellt. Der Vorstand soll auch damit dem übergeordneten Ziel der Substanzsicherung des Unternehmens und über diese hinaus der Vermögenssteigerung des Unternehmens Rechnung tragen. Neben der insgesamt angestrebten Verbesserung der Marktposition der Turbon Gruppe (durch profitables Wachstum) wurden verschiedene quantifizierbare finanzielle Erfolge („Milestones") definiert, an deren Erreichung eine messbare Vermögenssteigerung beim Unternehmen und/oder den Aktionären festgemacht werden kann. Zur Erreichung dieser „Milestones" bedarf es der Erreichung kontinuierlicher Ergebnisziele und einer strengen Disziplin beim Asset-Management. Für die erste vierjährige Bemessungsperiode (2011 – 2014) wurden hinsichtlich des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Konzern und hinsichtlich der Ausschüttung jährlich zu erreichender Ziele und hinsichtlich der Generierung liquider Mittel durch erfolgreiches Asset-Management ein über die Gesamtperiode zu erreichendes Ziel festgelegt. Bei Erreichen dieser Bonuskriterien wird den beiden Vorstandsmitgliedern im auf die Bemessungsperioden folgenden Jahr jeweils ein Bonus von 100.000 Euro ausgezahlt. Wird ein Bonuskriterium nicht erreicht, endet die Bemessungsperiode. Zu Beginn des folgenden Geschäftsjahres startet dann eine neue Bemessungsperiode eventuell unter Zugrundelegung geänderter, dann sinnvoller Bemessungskriterien.

Bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund überschreitet die Höhe einer eventuellen Abfindung weder zwei Jahresvergütungen noch die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages.

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Übernahmeangebots.

Der ausführliche Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat sowie die auf die einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder entfallenden Beträge sind im Konzernanhang auf den Seiten 51 und 52 nachzulesen.

Im Geschäftsjahr 2011 ist der Turbon AG kein meldepflichtiges Erwerbs- und Veräußerungsgeschäft von Aktien der Turbon AG oder von sich darauf beziehenden Finanzierungsinstrumenten durch Organmitglieder (Directors Dealings) bekannt geworden. Der Gesamtbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats an Aktien der Turbon AG oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente ist kleiner als 1 % der ausgegebenen Aktien.

Nachtragsbericht

Berichtspflichtige Ereignisse lagen nicht vor.

Ausblick

Die Konzentration aller unserer Produktionsaktivitäten an den kostengünstigen Standorten Thailand und Rumänien und der Distributionsaktivitäten in den Hauptmärkten auf jeweils ein Zentrum, Hattingen für Europa und York, Pennsylvania für die USA, hat unsere Unternehmensgruppe wesentlich vorangebracht. Wir bestehen im Kostenwettbewerb und agieren schlagkräftig, was sich leicht an den deutlich verbesserten Zahlen des Jahres 2011 ablesen lässt.

Weiterhin zahlt sich unsere frühe Entscheidung der Fokussierung auf die Entwicklung qualitativ hochwertiger Colour Laser Cartridges heute aus. Bei diesen technisch komplexen Produkten sind wir im Markt der kompatiblen Produkte führend und verzeichnen ein entsprechendes Umsatzwachstum mit vernünftigen Margen.

Unser Ziel muss es nun sein, die gewonnene Schlagkraft noch besser am Markt umzusetzen. Während wir in Europa nun schon mehrere Jahre hintereinander ein solides Umsatzwachstum verzeichnen, ist es in 2012 unser Ziel dieses auch im US-Markt zu erreichen. Insgesamt planen wir für 2012 mit einem Konzernumsatz zwischen 86 und 90 Millionen Euro und streben dabei an beim Erreichen des unteren Endes der Bandbreite die 2011er Ergebniszahlen zu wiederholen. Darüberhinausgehende Umsätze sollten dann Ergebnissteigerungen ermöglichen. Mittelfristig ist es unser Ziel wieder in den Bereich dreistelliger Umsatzzahlen zurückzukehren. Dieses allerdings weiterhin unter der Prämisse, dass Umsatzwachstum nur dann sinnvoll ist, sofern die zusätzlichen Umsätze einen akzeptablen Ergebnisbeitrag liefern.

Unser anhaltend gutes Asset- und Liquiditätsmanagement ermöglicht uns zum einen eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik und hat uns zum anderen weitgehend unabhängig von der Finanzierung durch Kreditinstitute gemacht.

In Anbetracht zurückliegender Finanz- und Wirtschaftskrisen war dieses sicherlich ein großer Vorteil. Daher soll auch die Rückzahlung der 2013 fälligen Inhaberschuldverschreibung zum größten Teil aus eigenen Mitteln bestritten werden, um auf diese Weise eine weitere Verbesserung unserer Bilanzstruktur sowie unseres Finanzergebnisses zu erreichen.

Grundsätzlich sind wir uns stets dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld bewusst und werden weiterhin vermeiden, nicht oder nur schwer kalkulierbare Risiken einzugehen. Unser Hauptziel, die Erhaltung der Unternehmenssubstanz zu gewährleisten, wird auch weiterhin im Mittelpunkt unserer unternehmerischen Entscheidungen stehen.

VORAUSSCHAUENDE AUSSAGEN

Dieser Bericht enthält bestimmte, in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewißheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von der hier gegebenen Einschätzung abweichen.

Hattingen, im März 2012

Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand in grundsätzlichen Fragen der Geschäftspolitik beraten und die Führung der Geschäfte gemäß den nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben sowie unter Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex laufend überwacht. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig schriftlich und mündlich über die Geschäfts- und Finanzlage des Unternehmens und stimmte alle wichtigen Entscheidungen und Maßnahmen mit diesem ab.

Die ordentliche Hauptversammlung am 22. Juni 2011 hat die bisherigen Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat für eine fünfjährige Amtsperiode wieder gewählt. Die Arbeitnehmervertreter wurden im März 2011 ebenfalls wieder gewählt.

AUFSICHTSRATSTÄTIGKEIT

Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2011 insgesamt zu fünf Sitzungen zusammen. An diesen Sitzungen nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrates teil.

Auf seiner Sitzung am 22. Juni 2011 wurden Herr Hans-Joachim Scholten zum Vorsitzenden und Herr Dr. Paul-Michael Günther zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Herr Dr. Paul-Michael Günther wurde außerdem als Financial Expert benannt. Er ist unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats mit Sachverstand auf den Gebieten von Rechnungslegung und Abschlussprüfung nach § 100 Abs. 5 AktG.

Die Zahl der Ausschüsse wurde auf den Personalausschuss reduziert. Hierüber wurde in der Erklärung nach § 161 AktG berichtet und die Entscheidung begründet.

In den Sitzungen des Aufsichtsrats haben wir die Berichte des Vorstands, insbesondere die veröffentlichten Zwischenberichte, ausführlich diskutiert und gemeinsam mit dem Vorstand die Entwicklung des Unternehmens sowie strategische Fragestellungen erörtert. Darüber hinaus wurden Einzelthemen von besonderer Bedeutung behandelt.

Der Einziehung von Stück 347.097 eigenen Aktien, die in den Jahren 2009 und 2010 erworben wurden, hat der Aufsichtsrat am 20. April 2011 zugestimmt.

Die Verwendung des Bilanzgewinns 2010 wurde auf dieser Sitzung ausführlich erörtert mit dem Ergebnis, den ergebnisabhängigen Betrag von 0,40 Euro auf 0,50 Euro je Aktie zu erhöhen und zusätzlich einen Betrag von 0,50 Euro je Aktie als Sonderdividende auszuschütten.

Mit Fragen des Risikomanagements hat sich der gesamte Aufsichtsrat befasst. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Das Risikomanagement-System der Turbon Gruppe entspricht den gesetzlichen Anforderungen.

Der Personalausschuss kam im Berichtszeitraum zu zwei Sitzungen, der ehemalige Prüfungsausschuss zu zwei Sitzungen und der ehemalige Nominierungsausschuss für die Wahl zum Aufsichtsrat zu einer Sitzung zusammen.

CORPORATE GOVERNANCE

Die Erklärung des Vorstandes und des Aufsichtsrats zu den Empfehlungen der Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Kodex" nach § 161 AktG wurde im November 2011 abgegeben. Der Wortlaut der aktuellen Erklärung ist im vollständigen Corporate Governance Bericht auf den Seiten 14 und 15 des Geschäftsberichts wiedergegeben. Er wurde auch auf der Internet-Seite der Gesellschaft eingestellt.

JAHRESABSCHLÜSSE VON AG UND KONZERN, ABSCHLUSSPRÜFUNG

Der Jahresabschluss der Turbon AG und der mit dem Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht wurden nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt, der Konzernabschluss nach den Regeln des International Financial Reporting Standards (IFRS).

Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss der Turbon AG, den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht und den Konzernabschluss unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgelegten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränk- ten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss der Turbon AG, der mit dem Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht, der Konzernabschluss und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Diese Unterlagen haben wir geprüft. Die Prüfung hat sich auch auf die Vollständigkeit und den Inhalt der nach § 315 Abs. 4 HGB vorgeschriebenen Angaben erstreckt. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 19. April 2012 haben wir im Beisein des Abschlussprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen berichtete, die Abschlussunterlagen ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat hat sich nach seiner eigenen Prüfung dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt, womit der Jahresabschluss festgestellt ist. Der Vorschlag für die Gewinnverwendung wurde ausführlich erörtert und dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, der Hauptversammlung eine Dividende von 0,60 Euro vorzuschlagen.

Bezüglich des Vorschlags an die Hauptversammlung 2012 zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2012, hat die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gemäß Corporate Governance Kodex eine Erklärung zu ihrer Unabhängigkeit abgegeben.

Der Vorstand hat für das Geschäftsjahr 2011 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Dieser Bericht wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit der uneingeschränkten Bestätigung versehen, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Der Aufsichtsrat hat den Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft.

Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat über das Ergebnis der Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Nach eigener Prüfung hat der Aufsichtsrat ebenfalls keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands erhoben.

Der Unternehmensleitung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit und ihren erfolgreichen Einsatz Dank und Anerkennung aus.

Hattingen, 19. April 2012

Für den Aufsichtsrat

Hans-Joachim Scholten, Vorsitzender

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Turbon Konzern

AKTIVA

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31.12.2011 31.12.2010
Anhang Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (1) 946 1.020
Sachanlagen (1) 15.080 15.510
Finanzanlagen (1) 24 24
16.050 16.554
Sonstige Vermögenswerte (4) 1.291 1.811
Ertragsteueransprüche (5) 182 214
Latente Steuern (17) 1.499 1.823
19.022 20.402
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (2)
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.433 6.460
Unfertige Erzeugnisse 50 40
Fertige Erzeugnisse und Waren 10.429 8.769
Geleistete Anzahlungen 25 76
17.937 15.345
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3) 11.282 9.929
Sonstige Vermögenswerte (4) 1.840 1.840
Ertragsteueransprüche (5) 193 323
Flüssige Mittel (6) 8.911 10.320
40.163 37.757
59.185 58.159
PASSIVA
31.12.2011 31.12.2010
Anhang Tsd. Euro Tsd. Euro
Eigenkapital (7)
Gezeichnetes Kapital 10.333 10.333
Kapitalrücklage 14.956 14.956
Gewinnrücklagen 1.499 3.554
Bilanzgewinn 4.212 4.100
Kumuliertes übriges Eigenkapital -6.669 -7.031
Eigene Anteile 0 -2.125
Anteile anderer Gesellschafter -7 -6
24.324 23.781
Langfristiges Fremdkapital
Rückstellungen für Pensionen (8) 2.406 2.857
Latente Steuern (9), (17) 1.535 1.317
Festverzinsliche Inhaberschuldverschreibungen 9.957 9.929
Sonstige Rückstellungen (9) 476 0
Sonstige Verbindlichkeiten 6 0
14.380 14.103
Kurzfristiges Fremdkapital
Steuerrückstellungen (9) 802 1.116
Sonstige Rückstellungen (9) 4.767 6.133
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.158 11.702
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 12 12
Sonstige Verbindlichkeiten (10) 1.742 1.312
20.481 20.275
59.185 58.159

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Turbon Konzern

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2011 Vorjahr
Anhang Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- ---
Umsatzerlöse (11) 80.706 75.717
Herstellungskosten des Umsatzes (12) -62.684 -59.966
Bruttoergebnis vom Umsatz 18.022 15.751
Vertriebskosten (13) -5.647 -5.762
Allgemeine Verwaltungskosten (14) -5.909 -5.937
Sonstige betriebliche Erträge (15) 684 2.192
Sonstige betriebliche Aufwendungen (16) -660 -1.397
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 6.490 4.847
Finanzertrag 55 27
Finanzaufwand -1.029 -1.015
Finanzergebnis (netto) -974 -988
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.516 3.859
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (17) -2.111 -1.696
Ergebnis nach Ertragsteuern 3.405 2.163
Zurechnung des Ergebnisses an die 3.405 2.163
• Aktionäre der Turbon AG (Konzernjahresüberschuss) 3.406 2.164
• Anteile anderer Gesellschafter -1 -1
Ergebnis je Aktie (in Euro) (18) 1,03 0,62

Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Turbon Konzern

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2011 Vorjahr
Anhang Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- ---
Ergebnis nach Ertragsteuern 3.405 2.163
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (8) 414 12
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten -337 258
Wechselkurseffekte 104 -530
Veränderung der latenten Steuern 181 -87
Sonstige Veränderungen 70 39
Direkt im Eigenkapital erfasstes Periodenergebnis 432 -308
Gesamtergebnis 3.837 1.855
Zurechnung des Gesamtergebnisses an die 3.837 1.855
• Aktionäre der Turbon AG 3.838 1.856
• Anteile anderer Gesellschafter -1 -1

Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2011

Turbon Konzern

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Gezeich-

netes Kapital
Kapital-

rücklage
Gewinn-

rücklagen
Bilanz-

gewinn
Kumu-

liertes übriges Eigen-

kapital
Eigene Anteile Anteile Turbon Gesell-

schafter
Anteile andere Gesell-

schafter
Eigen-

kapital
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Stand 31. Dezember 2009 10.333 14.956 1.877 3.300 -6.684 -487 23.295 -5 23.290
Dividende für 2009 (0,40 € je dividendenberechtigter Aktie) -1.364 -1.364 -1.364
Ergebnis nach Ertragsteuern 2.164 2.164 -1 2.163
sonstiges kumuliertes Ergebnis 39 -347 -308 -308
Erwerb eigener Anteile 1.638 -1.638 0
Stand 31. Dezember 2010 10.333 14.956 3.554 4.100 -7.031 -2.125 23.787 -6 23.781
Dividende für 2010 (1,00 € je dividendenberechtigter Aktie) -3.295 -3.295 -3.295
Ergebnis nach Ertragsteuern 3.406 3.406 -1 3.405
sonstiges kumuliertes Ergebnis 70 362 432 432
Einziehung eigener Anteile -2.125 2.125 0
Stand 31. Dezember 2011 10.333 14.956 1.499 4.212 -6.669 0 24.331 -7 24.324

Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Turbon Konzern

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2011 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Konzernjahresüberschuss 3.405 2.163
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 1.210 1.234
Veränderung der Pensionsrückstellungen -451 -53
Cash-Flow 4.164 3.344
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 31 95
Ergebnis aus Sachanlageabgängen 22 -38
Veränderung der Vorräte -2.592 -731
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.384 -2.007
Veränderungen anderer Aktiva 1.006 1.236
Veränderung der übrigen Rückstellungen -1.198 773
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.456 943
Veränderung anderer Passiva 676 -351
Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen 539 139
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.720 3.403
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -23 -20
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -837 -500
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 33 138
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -827 -382
Dividendenzahlung -3.295 -1.364
Erwerb Eigener Anteile 0 -1.638
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -3.295 -3.002
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -1.402 19
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -7 354
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 10.320 9.947
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.911 10.320
Im Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten:
Mittelzuflüsse aus erhaltenen Zinsen 39 16
Mittelabflüsse aus gezahlten Zinsen -751 -748
Mittelzuflüsse aus erhaltenen Ertragsteuern 1 20
Mittelabflüsse aus gezahlten Ertragsteuern -1.529 -942

Anhang

Turbon Konzern

Allgemeine Angaben

Die Turbon AG und ihre Tochterunternehmen sind im Bereich der modernen Bürokommunikation tätig, und zwar dort, wo aus elektronischen Daten durch Ausdruck auf Papier Dokumente werden. Die Unternehmen der Turbon Gruppe entwickeln, produzieren und vertreiben schriftbildendes Druckzubehör und haben sich in diesem Bereich auf Toner Cartridges für den Einsatz in Laserdruckern spezialisiert. Zu diesem Zweck ist die Turbon Gruppe mit Produktions- und Distributionsunternehmen in Asien, Europa und den USA aktiv.

Die Turbon AG als Konzernobergesellschaft ist in das Handels- register beim Amtsgericht Essen (HRB 15780) eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Hattingen. Die Anschrift lautet: Turbon AG, Ruhrdeich 10, 45525 Hattingen, Deutschland.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht des Konzerns und der Turbon AG (Konzernlagebericht) zum 31. Dezember 2011 am 30. März 2012 aufgestellt und zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 19. April 2012 zur Billigung vorgelegt.

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Turbon AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den am Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der Europäischen Union anerkannt sind und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen IFRS, die International Accounting Standards (IAS), sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC). Alle am Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen sind angewandt worden. Somit entspricht der Konzernabschluss der Turbon AG den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind. Auf eine vorzeitige Anwendung der noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards wird verzichtet.

Der Konzernabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung sowie den Anhang.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden in Tausend Euro angegeben, soweit nicht besonders darauf hingewiesen wird. Vermögenswerte und Schulden werden ihren Fristigkeiten entsprechend in lang- und kurzfristiges Vermögen beziehungsweise Schulden unterteilt. Als kurzfristig werden solche Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Entsprechend IAS 12 werden latente Steuern als langfristige Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr der Turbon AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

Die im Konzernabschluss der Turbon AG zum 31. Dezember 2011 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der durch neue bzw. geänderte Standards erforderlichen Anpassungen beibehalten.

Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die folgende Übersicht zeigt die im laufenden Geschäftsjahr verpflichtend angewendeten neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen:

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Standard/Interpretation Auswirkungen
Diverse Improvement project (Mai 2010) keine
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen keine
IAS 32 Klassifizierung von Bezugsrechten keine
IFRS 1 Begrenzte Befreiungen erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7 keine
IFRIC 14 Begrenzungen eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindesdotierungspflichten und ihre Wechselwirkung keine
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente keine

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Die folgende Übersicht zeigt die im laufenden Geschäftsjahr veröffentlichten, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen, da diese entweder durch die EU noch nicht übernommen wurden oder noch nicht anzuwenden sind:

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Standard/Interpretation Auswirkungen
IAS 1 Darstellung von Positionen in der Gesamtergebnisrechnung Erweiterung der Darstellung
IAS 12 Latente Steuern: Realisierung eines Vermögenswertes durch Nutzung oder durch Veräußerung keine wesentliche Auswirkung
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer keine
IAS 27 Einzelabschlüsse keine
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen keine
IAS 32 Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden keine
IFRS 1 Hyperinflation keine
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben Erweiterung der Angabepflichten im Anhang
IFRS 9 Finanzinstrumente keine wesentliche Auswirkung
IFRS 10 Konzernabschluss keine
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen keine
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen keine
IFRS 13 Bemessung des Marktpreises Erweiterung der Angabepflichten im Anhang
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase im Tagebau keine

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der Turbon AG vier (Vorjahr drei) inländische und sieben ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der Turbon AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. bei denen sie eine einheitliche Leitung ausübt.

Die neu gegründete Bright Paramters GmbH, Hattingen wird zum 31.12.2011 erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogen. Den beiden bei der Gesellschaft beschäftigten Ideengebern wurde vertraglich die Option zur Übernahme von insgesamt 49 % der Gesellschaftsanteile eingeräumt.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen sowie die wegen ihrer untergeordneten Bedeutung nicht einbezogenen Tochterunternehmen sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführt.

Die Kommanditbeteiligung BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. Objekt Hattingen KG (Sale and Lease Back Objekt) wird nicht in den Konzernabschluss der Turbon AG einbezogen, da nach IAS 27 i.V.m. SIC 12 weder eine Mutter-Tochter-Beziehung zwischen der Turbon AG und der Kommanditbeteiligung vorliegt, noch die Mehrheit der Chancen und Risiken aus der mit dieser Gesellschaft abgeschlossenen Leasingvereinbarung der Turbon AG zuzurechnen ist. Da dieser Leasingvertrag nach IAS 17 als „operate leases" zu klassifizieren ist, ist das gemietete Objekt auch nach diesem Rechnungslegungsstandard nicht in die Konzernbilanz einzubeziehen.

Die vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaft Turbon Europe GmbH hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und ist deshalb von der Aufstellung eines Lageberichts und von der Offenlegung ihres Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2011 befreit.

Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der Turbon AG und der einbezogenen Tochterunternehmen. Wertansätze, die auf steuerlichen Vorschriften beruhen, werden nicht in den Konzernabschluss übernommen. Die Einzelabschlüsse der verbundenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten gegen das anteilige, neubewertete Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs der einzelnen Unternehmen. Positive Unterschiedsbeträge werden, soweit sie nicht stillen Reserven bzw. stillen Lasten zugeordnet werden konnten, als Firmenwerte erfasst. Negative Unterschiedsbeträge werden direkt erfolgswirksam erfasst.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet.

Konzerninterne Aufwendungen und Erträge werden miteinander verrechnet.

Zwischenergebnisse im Vorratsvermögen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen sowie im Anlagevermögen werden eliminiert.

Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Abgrenzungen für latente Steuern vorgenommen.

Währungsumrechnung

Nicht monetäre Posten in fremder Währung zum Bilanzstichtag werden in den Einzelabschlüssen der Gesellschaften mit dem Kurs, der am Tag der Erstverbuchung galt, bewertet. Monetäre Posten werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung von monetären Bilanzposten in einer anderen Währung als Euro werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen berücksichtigt.

Im Konzernabschluss werden die Vermögenswerte und Schulden aller Abschlüsse von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, zum Tageskurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung kommen Durchschnittskurse zur Anwendung. Unterschiede aus der Währungsumrechnung werden erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet bzw. in diese eingestellt.

Die Wechselkurse der Währungen haben sich wie folgt verändert:

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Stichtagskurse Durchschnittskurse
1 EUR = 31.12.2011 31.12.2010 2011 2010
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DKK 7,4342 7,4532 7,4504 7,4467
GBP 0,8353 0,8607 0,8678 0,8558
RON 4,3233 4,2620 4,2386 4,2209
THB 40,9910 40,1768 42,4248 42,2514
USD 1,2939 1,3362 1,3917 1,3249

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und – sofern abnutzbar – über ihre Nutzungsdauer von überwiegend 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungen aus diesen Vermögenswerten sind den allgemeinen Verwaltungskosten zugeordnet. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden gem. IAS 38.108 einem jährlichen Impairmenttest unterzogen.

Die Bewertung des beweglichen Sachanlagevermögens erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen sowie Zinsen auf Fremdkapital werden als laufender Aufwand erfasst.

Das Sachanlagevermögen wird linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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• Gebäude 20 bis 50 Jahre
• Grundstückseinrichtungen 3 bis 10 Jahre
• Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 10 Jahre
• Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die in den Finanzanlagen ausgewiesene Beteiligung enthält den Buchwert der BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. Objekt Hattingen KG und gehört der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar" an. Eine Verkaufsabsicht besteht nicht.

Finanzinstrumente beruhen auf Verträgen, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Bilanzierung erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf am Erfüllungstag, d.h. an dem

Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird. IAS 39 unterteilt finanzielle Vermögenswerte in folgende Kategorien:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert gehaltene Finanzinstrumente
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
Kredite und Forderungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der Abgang von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich bei Zahlung oder – im Falle von Kundenforderungen – durch Verkauf.

Vorräte sind solche Vermögenswerte, die zum Verkauf bestimmt sind (Fertige Erzeugnisse und Waren), sich noch in der Herstellung befinden (Unfertige Erzeugnisse) oder die im Zuge der Herstellung von Produkten verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe).

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten. Die Herstellungskosten entsprechen den produktionsorientierten Vollkosten und werden auf Basis der normalen Kapazität ermittelt. Sie enthalten neben den direkt zuordenbaren Kosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen.

Sofern sich am Abschlussstichtag niedrigere Nettoveräußerungswerte ergeben (Lower of cost or net realizable value), werden diese angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwandes und somit als Herstellungskosten des Umsatzes erfasst.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögenswerte werden bis auf derivative Finanzinstrumente mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Die Wertansätze von Forderungen werden grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert.

Flüssige Mittel umfassen Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein zu versteuerndes Ergebnis zukünftig verfügbar sein wird und es damit hinreichend sicher erscheint, dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Passive latente Steuern werden gebildet auf zukünftig noch zu versteuernde temporäre Differenzen. Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Die Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern aufgrund von Steuersatzänderungen werden ergebniswirksam ausgewiesen. Werden Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst, so gilt dies ebenfalls für die darauf abgegrenzten aktiven und passiven latenten Steuern. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u. a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft. Als Zeitraum für diese Prognose werden üblicherweise die dem Geschäftsjahr folgenden 5 Jahre unterstellt.

Pensionsverpflichtungen beruhen auf Versorgungszusagen für Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftige erwartete Steigerungen von Gehältern, Löhnen und Renten erfasst. Der Dienstzeitaufwand ist Bestandteil des Personalaufwandes, Zinsanteile der Zuführung werden im Zinsergebnis erfasst.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in den Gewinnrücklagen verbucht. Die bilanzierten Pensionsrückstellungen entsprechen dem Barwert der zum Bilanzstichtag erdienten Ansprüche (Defined benefit obligation).

Gemäß IAS 37 „Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" werden die übrigen Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann.

Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz angesetzt.

Umsatzerlöse werden gebucht, wenn die Leistung erbracht bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind und damit der Gefahrenübergang auf Dritte stattgefunden hat.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 1,1 Millionen Euro (Vorjahr 1,2 Millionen Euro) werden als Aufwand erfasst.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge werden dem operativen Ergebnis zugerechnet und periodengerecht erfasst.

Zinsen werden nach der Effektivzinsmethode periodengerecht erfasst.

Verwendung von Schätzungen

Die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den IFRS verlangt Einschätzungen und Annahmen, die Einfluss auf den Ausweis von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe auf Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen haben. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, der Verkäuflichkeit unserer Produkte, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuereffekte.

Kapitalmanagement

Der Turbon Konzern verfolgt grundsätzlich das Ziel, eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Das bilanzielle Kapital des Konzerns fungiert dabei jedoch lediglich als passives Steuerungskriterium. Als aktive Steuerungsgrößen werden der Umsatz und das EBIT genutzt.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

(1) Anlagevermögen

ENTWICKLUNG FÜR DIE ZEIT VOM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2010

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Anschaffungskosten
Stand 01.01.2010 Zugänge Umbuchungen Abgänge Währungsumrechnungsdifferenzen Stand 31.12.2010
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Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.156 20 0 -71 116 3.221
3.156 20 0 -71 116 3.221
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.682 109 209 -387 599 7.212
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie 11.662 0 0 0 0 11.662
Technische Anlagen und Maschinen 14.007 139 10 -205 590 14.541
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.926 195 0 -260 531 12.392
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 214 57 -219 0 1 53
44.491 500 0 -852 1.721 45.860
Finanzanlagen
Beteiligungen 24 0 0 0 0 24
Sonstige Ausleihungen 229 0 0 0 0 229
253 0 0 0 0 253
47.900 520 0 -923 1.837 49.334

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Aufgelaufene Abschreibungen
Stand 01.01.2010 Abschreibungen laufendes Jahr Umbuchungen Abgänge Währungsumrechnungsdifferenzen Stand 31.12.2010
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Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.142 0 0 0 59 2.201
2.142 0 0 0 59 2.201
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.118 211 -8 -387 128 2.062
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie 2.957 258 0 0 0 3.215
Technische Anlagen und Maschinen 13.000 414 8 -185 392 13.629
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.923 351 0 -251 421 11.444
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
28.998 1.234 0 -823 941 30.350
Finanzanlagen
Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 229 0 0 0 0 229
229 0 0 0 0 229
31.369 1.234 0 -823 1.000 32.780

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Buchwerte
Stand 31.12.2010 Stand Vorjahr
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Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.020 1.014
1.020 1.014
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.150 4.564
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie 8.447 8.705
Technische Anlagen und Maschinen 912 1.007
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 948 1.003
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53 214
15.510 15.493
Finanzanlagen
Beteiligungen 24 24
Sonstige Ausleihungen 0 0
24 24
16.554 16.531

ENTWICKLUNG FÜR DIE ZEIT VOM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011

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Anschaffungskosten
Stand 01.01.2011 Zugänge Umbuchungen Abgänge Währungsumrechnungsdifferenzen Stand 31.12.2011
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Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.221 23 0 0 19 3.263
3.221 23 0 0 19 3.263
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.212 58 -15 -104 -81 7.070
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie 11.662 0 230 0 0 11.892
Technische Anlagen und Maschinen 14.541 186 69 -1.617 -39 13.140
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.392 240 84 -244 -47 12.425
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53 353 -368 0 -13 25
45.860 837 0 -1.965 -180 44.552
Finanzanlagen
Beteiligungen 24 0 0 0 0 24
Sonstige Ausleihungen 229 0 0 -79 0 150
253 0 0 -79 0 174
49.334 860 0 -2.044 -161 47.989

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Aufgelaufene Abschreibungen
Stand 01.01.2011 Abschreibungen laufendes Jahr Umbuchungen Abgänge Währungsumrechnungsdifferenzen Stand 31.12.2011
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Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.201 111 0 0 5 2.317
2.201 111 0 0 5 2.317
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.062 75 -322 -92 -12 1.711
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie 3.215 394 322 0 0 3.931
Technische Anlagen und Maschinen 13.629 303 0 -1.574 -22 12.336
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.444 327 0 -244 -33 11.494
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
30.350 1.099 0 -1.910 -67 29.472
Finanzanlagen
Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 229 0 0 -79 0 150
229 0 0 -79 0 150
32.780 1.210 0 -1.989 -62 31.939

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Buchwerte
Stand 31.12.2011 Stand Vorjahr
--- --- ---
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 946 1.020
946 1.020
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.359 5.150
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie 7.961 8.447
Technische Anlagen und Maschinen 804 912
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 931 948
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25 53
15.080 15.510
Finanzanlagen
Beteiligungen 24 24
Sonstige Ausleihungen 0 0
24 24
16.050 16.554

Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie (Objekt in Meerbusch) wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Der durch ein Gutachten zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zum 31.12.2009 ermittelte Marktwert dieser Immobilie beträgt 10,7 Millionen Euro. Die Mieteinnahmen aus dieser Investition betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 788 Tsd. Euro (Vorjahr 788 Tsd. Euro). Die künftigen Mieterträge betragen pro Jahr 788 Tsd. Euro bis zum Jahr 2016. Die Abschreibungen haben eine Restlaufzeit von bis zu 27 Jahren. Die diesem Objekt direkt zurechenbaren Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2011 246 Tsd. Euro (Vorjahr 167 Tsd. Euro), wobei die Steigerung in 2011 aus außerordentlichen Instandhaltungsaufwendungen resultierte.

In den immateriellen Vermögenswerten ist eine Marke mit unbestimmter Nutzungsdauer mit einem Buchwert von 460 Tsd. Euro bilanziert. Obwohl Markenrechte grundsätzlich für eine definierte Zeit vergeben werden, werden sie regelmäßig zu vernachlässigbaren Kosten verlängert. Der vorgenommene Impairmenttest durch Vergleich des Nutzungswertes aus zukünftigen Lizenzentgelten mit dem Buchwert mit einem Diskontierungszinssatz von 9 % ergab keinen Abwertungsbedarf.

(2) VORRÄTE

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31.12.2011 31.12.2010
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.433 6.460
Unfertige Erzeugnisse 50 40
Fertige Erzeugnisse und Waren 10.429 8.769
Geleistete Anzahlungen 25 76
17.937 15.345

Auf das Vorratsvermögen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Bewertungsanpassungen in Höhe von 66 Tsd. Euro (Vorjahr 224 Tsd. Euro) vorgenommen.

(3) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von der deutschen Tochtergesellschaft Turbon Europe GmbH in Höhe von 3.353 Tsd. Euro (Vorjahr 3.372 Tsd. Euro) sind im Rahmen einer Factoringvereinbarung finanziert worden.

(4) SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Zusammensetzung der Sonstigen Vermögenswerte:

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31.12.2011 31.12.2010
Tsd. Euro Tsd. Euro
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Ansprüche aus Steuern 632 666
Abgrenzungsposten 1.849 2.016
Derivate mit Sicherungsbeziehungen 207 83
Nettoforderungen aus glattgestellten Devisentermingeschäften 378 700
Übrige Vermögenswerte 65 186
3.131 3.651

Die oben aufgeführte Position „Abgrenzungsposten" beinhaltet die in 2009 abgegrenzten Kosten für die Renovierung von Teilen der Immobilie in Meerbusch im Zusammenhang mit der langfristigen Verlängerung des Mietverhältnisses (0,4 Millionen Euro, Auflösung der Abgrenzung über die Dauer des neuen Mietvertrages) sowie für eine Mietsonderzahlung (1,0 Millionen Euro) für die BIL Hattingen KG im Zuge der Verlängerung der Finanzierung für dieses Objekt (welche über die Restlaufzeit des Mietvertrages bis Juni 2019 verrechnet wird). Von den sonstigen Vermögenswerten haben 1.291 Tsd. Euro (Vorjahr 1.811 Tsd. Euro) eine Fristigkeit von mehr als 12 Monaten.

(5) ERTRAGSTEUERANSPRÜCHE

Die Ansprüche aus Ertragsteuern resultieren im Wesentlichen aus Überzahlungen gegenüber dem sich errechnenden Aufwand sowie aus einbehaltenen Kapitalertragsteuern sowie Körperschaftsteuerguthaben, welches über einen mehrjährigen Zeitraum zurückerstattet wird. Von den Ertragsteueransprüchen haben 182 Tsd. Euro (Vorjahr 214 Tsd. Euro) eine Laufzeit von mehr als 12 Monaten.

(6) FLÜSSIGE MITTEL

Unter den flüssigen Mitteln sind kurzfristige, frei verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände ausgewiesen.

(7) EIGENKAPITAL

Das Grundkapital der Turbon AG beträgt 10.333 Tsd. Euro (im Vorjahr 10.333 Tsd. Euro) und ist in 3.294.903 (im Vorjahr 3.642.000) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt.

Die Turbon AG hielt am 31.12.2010 347.097 Stück vom Eigenkapital abgesetzte eigene Aktien im Wert von 2.125 Tsd. Euro. Diese wurden im April 2011 nach erfolgter Zustimmung des Aufsichtsrats eingezogen und mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Kapitalrücklage stammt fast ausschließlich aus dem Agio der in 1991 durchgeführten Kapitalerhöhung.

Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sowie ihre Entwicklung in den Jahren 2010 und 2011 ergeben sich aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung auf den Seiten 24 und 25 dieses Berichts.

(8) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die unmittelbaren und mittelbaren Verpflichtungen umfassen solche aus bereits laufenden Pensionen und Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Pensionen und Altersruhegelder.

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern leistungsorientiert. Die entsprechenden Aufwendungen sind – sofern nicht unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet – in den Kosten der Funktionsbereiche enthalten. Die Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Versorgungsansprüche und die Erträge aus Vermögensanlagen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Nicht realisierte versicherungsmathematische Ergebnisse wurden im Berichtsjahr mit dem Eigenkapital verrechnet.

Die Pensionsverpflichtungen für die leistungsorientierten Altersversorgungspläne werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. In Deutschland liegen der Kalkulation die Heubeck’schen Richttafeln 2005 G zugrunde. Die zu erwartenden Versorgungsleistungen werden über die gesamte Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter verteilt.

Die Bewertung erfolgt unter folgenden Annahmen:

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31.12.2011 31.12.2010
Abzinsungssatz 5,17 % 5,40 %
Lohn-/Gehaltstrend 0,00 % 0,00 %
Rententrend 1,00–3,00 % 1,00–3,00 %
Fluktuation 0,00 % 0,00 %
Erwarteter Vermögensertrag 4,10–4,70 % 4,70 %
Pensionsalter 60–65 60–65

Diese Parameter gelten auch im Folgejahr für die Berechnung der Kosten für die im Berichtsjahr erworbenen Versorgungsansprüche, der Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Versorgungsansprüche und der erwarteten Erträge aus den Vermögensanlagen. Der erwartete Vermögensertrag basiert auf der durchschnittlichen Verzinsung der im Planvermögen ausgewiesenen Wertpapiere.

Lohn-/Gehaltstrends sowie Fluktuation wurden mit 0,00 % angesetzt, da es sich bei den pensionsberechtigten Personen ausschließlich um nicht aktive Anwärter sowie Rentner handelt.

Die Anwartschaftsbarwerte der Versorgungsverpflichtungen und die Marktwerte des Fondsvermögens haben sich in den Geschäftsjahren 2011 und 2010 wie folgt entwickelt:

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2011 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
DBO Anwartschaftsbarwert am 01.01. 11.392 10.691
Ausweisänderung thailändischer Ansprüche -104 0
Dienstzeitaufwand 0 19
Zinsaufwand 652 637
Versicherungsmathematischer Gewinn (-) / Verlust (+) 659 319
Pensionszahlungen -574 -661
Währungsveränderungen 277 387
DBO Anwartschaftsbarwert am 31.12. 12.302 11.392

Das Planvermögen hat sich in den Geschäftsjahren 2011 und 2010 wie folgt entwickelt:

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2011 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Planvermögen am 01.01. 8.535 7.781
Erträge aus dem Planvermögen 399 408
geleistete Arbeitgeberbeiträge 132 198
Versicherungs- mathematischer Gewinn (+) / Verlust (-) 1.073 347
Rentenzahlungen aus dem Planvermögen -480 -550
Währungsveränderungen 237 351
Planvermögen am 31.12. 9.896 8.535

Das Planvermögen setzt sich zur Abdeckung der Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern der englischen Tochtergesellschaft aus festverzinslichen Wertpapieren zusammen.

Der Gesamtaufwand der Versorgungszusagen setzt sich wie folgt zusammen:

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2011 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Kosten für die im Versicherungsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche 0 19
Zinsaufwendungen auf den Anwartschaftsbarwert 652 637
Erwartete Erträge aus dem Fondsvermögen -399 -408
Aufwand der Versorgungszusagen im Periodenergebnis 253 248
Im Eigenkapital erfasstes versicherungsmathematisches Ergebnis -414 -28
Gesamtaufwand der Versorgungszusagen -161 220

Die im Eigenkapital erfasste Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste beträgt im Berichtsjahr 1.005 Tsd. Euro (Vorjahr 591 Tsd. Euro).

Die Pensionsrückstellung leitet sich wie folgt ab:

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31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- ---
Barwert der nicht durch Fonds gedeckten Verpflichtungen 2.260 2.224 2.208 1.995 2.062
Barwert der durch Fonds gedeckten Verpflichtungen 10.042 9.168 8.483 7.366 9.460
Barwert der Pensionsverpflichtungen 12.302 11.392 10.691 9.360 11.521
Marktwert des Fondsvermögens -9.896 -8.535 -7.781 -6.927 -9.002
Barwert der Pensionsverpflichtungen nach Abzug des Fondsvermögens 2.406 2.857 2.910 2.433 2.519
Nicht bilanzierte versicherungsmathematische Ergebnisse 0 0 0 0 0
Rückstellung nach IAS 19 2.406 2.857 2.910 2.433 2.519
Erfahrungsbedingte Anpassungen
Pensionsverpflichtungen -94 18 -196 71 -163
Planvermögen 8 0 0 0 0

Vorsorgepläne und Verpflichtungen werden in regelmäßigen Abständen bewertet. Für alle bedeutenden Einrichtungen werden jährlich versicherungsmathematische Bewertungen durchgeführt.

(9) RÜCKSTELLUNGEN

Die Steuerrückstellungen enthalten langfristige latente Steuern in Höhe von 1.535 Tsd. Euro (Vorjahr 1.317 Tsd. Euro).

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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Marktorientierte Rückstellungen Verpflichtungen aus dem Personalbereich Sonstige Rückstellungen Summe
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- ---
Stand 01.01.2010 3.143 1.206 1.346 5.695
Währungsdifferenzen 111 32 0 143
Inanspruchnahme -2.059 -873 -746 -3.678
Auflösung -320 -14 -141 -475
Zuführung 2.830 1.295 323 4.448
Aufzinsung 0 0 0 0
Stand 31.12.2010 3.705 1.646 782 6.133
davon langfristig 0 0 0 0
Stand 01.01.2011 3.705 1.646 782 6.133
Währungsdifferenzen 12 32 3 47
Inanspruchnahme -3.046 -702 -407 -4.155
Auflösung -5 -99 -69 -173
Zuführung 1.290 1.557 514 3.361
Aufzinsung 0 6 24 30
Stand 31.12.2011 1.956 2.440 847 5.243
davon langfristig 0 249 227 476

(10) SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern von 174 Tsd. Euro (Vorjahr 209 Tsd. Euro) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von 252 Tsd. Euro (Vorjahr 235 Tsd. Euro). Des Weiteren sind Verbindlichkeiten aus der Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 465 Tsd. Euro (Vorjahr 433 Tsd. Euro) enthalten. Der übrige Anstieg war im Wesentlichen auf den Anstieg von Verbindlichkeit aus Bonusgutschriften an Kunden zurückzuführen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von weniger als 12 Monaten.

BERICHTERSTATTUNG ZU FINANZINSTRUMENTEN

Finanzinstrumente werden unterschieden in originäre und derivative Finanzinstrumente.

ORIGINÄRE FINANZINSTRUMENTE

Die geschätzten Marktwerte der originären Finanzinstrumente stellen nicht notwendigerweise die Werte dar, die das Unternehmen bei einer tatsächlichen Transaktion unter aktuellen Marktbedingungen realisieren würde.

Marktübliche Käufe und Verkäufe werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert.

Auf der Aktivseite werden die Finanzanlagen, Forderungen, sonstige Vermögenswerte (ohne Rechnungsabgrenzungsposten) und flüssige Mitte den originären Finanzinstrumenten zugerechnet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, sofern dieser verlässlich bestimmbar ist. Alle übrigen finanziellen Vermögenswerte werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Passivseite im Wesentlichen die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten.

Die festverzinslichen Finanzverbindlichkeiten werden mit ihren Rückzahlungskursen bilanziert. Bei variabel verzinsten Verbindlichkeiten entsprechen die Buchwerte annähernd ihren Marktwerten, da die Zinssätze auf variablen Zinssätzen basieren, die sich an den Marktzinssätzen orientieren.

Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. Bei den finanziellen Vermögenswerten werden Risiken durch Wertberichtigungen erfasst, soweit solche Risiken erkennbar sind.

Die beizulegenden Zeitwerte ergeben sich aus den Börsenkursen oder werden mit anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Die derivativen Finanzinstrumente umfassen Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung spezieller Geschäftsvorfälle abgeschlossen werden. Die Marktwerte ergeben sich aus Bewertungsmodellen, deren wesentliche Inputfaktoren auf beobachtbare Marktdaten zurückzuführen sind. Das Nominalvolumen entspricht der Summe aller den Geschäften zugrunde liegenden Kauf- und Verkaufsbeträge. In der Turbon AG werden Devisentermingeschäfte mit einer Laufzeit von maximal 48 Monaten abgeschlossen.

Hedge Accounting gemäß IAS 39 wird angewendet bei Währungsderivaten zur Sicherung zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Ziel, Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung zu mindern.

Fair Value Hedges dienen zur Absicherung gegen das Risiko von Marktwertschwankungen. Zum Stichtag 31.12.2011 erfolgte im Turbon Konzern kein Fair Value Hedge Accounting.

Gleiches gilt für Net Investment Hedge Accounting zur Sicherung der Netto-Aktiva ausländischer Beteiligungen.

Cash-Flow Hedges dienen der Absicherung gegen Risiken aus variablen Zahlungsströmen. Zur Begrenzung des Währungsrisikos werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Da die Sicherungsbeziehungen als hochwirksam eingestuft werden, wird für diese Geschäfte Cash-Flow Hedge Accounting angewendet.

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:

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Buchwerte nach Bewertungskategorien 2011 Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 31.12.2011 Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Fair Value 31.12.2011
Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Finanzanlagen AFS 24 24 0 0 24
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LAR 8.911 8.911 0 0 8.911
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LAR 11.282 11.282 0 0 11.282
Sonstige Forderungen LAR 65 65 0 0 65
Derivative finanzielle Forderungen n/a 207 0 207 0 207
Nettoforderungen aus glattgestellten Devisentermingeschäften n/a 378 0 378 0 378
Passiva
Inhaberschuldverschreibung HTM -9.957 -9.957 0 0 -9.957
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen FLAC -13.176 -13.176 0 0 -13.176
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC -1.519 -1.519 0 0 -1.519
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten n/a -223 0 -223 0 -223
Davon kumuliert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Available for Sale (AFS) 24 24 0 0 24
Loans and Receivables (LAR) 20.258 20.258 0 0 20.258
Held-to-Maturity Investments (HTM) -9.957 -9.957 0 0 -9.957
Financial Liabilities Measured
at Amortised Cost (FLAC) -14.695 -14.695 0 0 -14.695
Nicht zugeordnet 362 0 362 0 362

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Buchwerte nach Bewertungskategorien 2010 Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 31.12.2010 Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Fair Value 31.12.2010
Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Finanzanlagen AFS 24 24 0 0 24
Zahlungsmittel und Zahlungs- mitteläquivalente LAR 10.320 10.320 0 0 10.320
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LAR 9.929 9.929 0 0 9.929
Sonstige Forderungen LAR 186 186 0 0 186
Derivative finanzielle Forderungen n/a 83 0 83 0 83
Nettoforderung aus glattgestellten Devisentermingeschäften n/a 700 0 700 0 700
Passiva
Inhaberschuldverschreibung HTM -9.929 -9.929 0 0 -9.929
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC -11.714 -11.714 0 0 -11.714
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC -1.228 -1.228 0 0 -1.228
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten n/a -84 0 -84 0 -84
Davon kumuliert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Available for Sale (AFS) 24 24 0 0 24
Loans and Receivables (LAR) 20.435 20.435 0 0 20.435
Held-to-Maturity Investments (HTM) -9.929 -9.929 0 0 -9.929
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) -12.942 -12.942 0 0 -12.942
Nicht zugeordnet 699 0 699 0 699

Derivative finanzielle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Nettoforderungen aus glattgestellten Devisentermingeschäften sind gemäß IFRS 7.27 der Klasse 21 zuzuordnen.

1 Ein Börsen- oder Marktpreis für ein ähnliches Finanzinstrument liegt vor. bzw. die Daten basieren auf beobachtbaren Märkten.

Finanzinstrumente wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen erfasst (IFRS 7):

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2011 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten -1.053 -678
Kredite und Forderungen -276 -291
bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen -777 -781
zur Veräußerung verfügbar 0 394

Die Nettoergebnisse aus Krediten und Forderungen enthalten im Wesentlichen Zinsen sowie Wertberichtigungen auf Forderungen. Die Nettoergebnisse der bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinvestitionen betreffen ausschließlich die Aufwendungen aus der festverzinslichen Inhaberschuldverschreibung. Das Nettoergebnis aus den zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten im Vorjahr enthält einen Buchgewinn im Zusammenhang mit der Immobilie in Harlow, England.

RISIKEN AUS FINANZINSTRUMENTEN

Als international tätiges Unternehmen ist der Turbon Konzern bei seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kredit-, Liquiditäts- und Marktrisiken ausgesetzt. Marktrisiken resultieren insbesondere aus Marktpreisen und Währungskursen. Diese Risiken werden durch ein systematisches Risikomanagement begrenzt. Auch die Konzernunternehmen unterliegen einem strikten Risikomanagement. Interne Richtlinien geben einen eng mit dem Vorstand gesteckten Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen verbindlich vor.

Zur Absicherung von Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft sowie Risiken aus Finanzierungsvorgängen werden fallweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Ausführliche Angaben zu Risiken, denen der Konzern aus- gesetzt ist, sowie zu den Zielen und Prozessen des Risikomanagements enthält das Kapitel „Risikobericht" im Konzernlagebericht.

KREDITRISIKEN

In unserem Vertriebsgeschäft sind wir Kreditrisiken ausgesetzt, weil Kunden möglicherweise ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Wir begrenzen dieses Risiko durch regelmäßige Bonitätsanalysen unseres Kundenportfolios auf der Grundlage einer Forderungsmanagement-Richtlinie. Diese beinhaltet, dass alle Kundenforderungen über 20 Tsd. Euro nach Möglichkeit über eine Warenkreditversicherung abgesichert beziehungsweise andere Sicherheiten vorhanden sein müssen. Über Warenkreditversicherungen ist ein großer Teil der Forderungen abgesichert. Teilweise sind die Voraussetzungen für eine Limitvergabe seitens der Kreditversicherer deutlich verschärft worden. Es kann dadurch dazu kommen, dass Limite nicht mehr für eine vollumfängliche Absicherung der Kundenbeziehung ausreichen. In diesem Fall werden strenge, vergangenheitsbezogene Erfahrungswerte mit den betroffenen Kunden herangezogen, um das Ausfallrisiko zu minimieren.

Überfällige Forderungen werden gegebenenfalls im Rahmen der Einzelwertberichtigung einer Wertminderung unterzogen. Das maximale Ausfallrisiko ist durch den Buchwert begrenzt.

Die Wertberichtigungen für die unter den folgenden Bilanzposten ausgewiesenen Forderungen entwickelten sich wie folgt:

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Wertberichigungen auf Forderungen 2011 Anfangsbestand 01.01.2011 Währungsdifferenzen Wertberichtigungen des Berichtsjahres Abgänge Endbestand 31.12.2011 Buchwert der wertberichtigten Forderungen 31.12.2011
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 65 0 51 -18 98 0
Wertberichtigungen auf Forderungen 2010 Anfangsbestand 01.01.2010 Währungsdifferenzen Wertberichtigungen des Berichtsjahres Abgänge Endbestand 31.12.2010 Buchwert der wertberichtigten Forderungen 31.12.2010
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 85 3 52 -75 65 0

Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen bestehen zum Abschlussstichtag in folgender Höhe:

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Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen Buchwert 31.12.2011 davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig davon nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
weniger als 30 Tage zwischen 30 und 60 Tagen mehr als 60 Tage
--- --- --- --- --- ---
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.282 10.048 1.189 45 0
Sonstige Vermögenswerte 2.033 1.356 478 62 137
Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen Buchwert 31.12.2010 davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig davon nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
weniger als 30 Tage zwischen 30 und 60 Tagen mehr als 60 Tage
Tsd. Euro Tsd. Euro 1.14Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.929 8.646 0 87 56
Sonstige Vermögenswerte 2.172 1.235 51 60 826

Von den vorgenannten, nicht wertberichtigten Forderungen ist der überwiegende Teil zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Abschlusses ausgeglichen worden.

Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der Turbon Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarung seitens seiner Vertragspartner entsteht. Dieses Risiko wird dadurch minimiert, dass Geschäfte nur mit Kreditinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen werden.

LIQUIDITÄTSTRISIKEN

Ein Liquiditätsrisiko besteht, wenn die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um unsere finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Mittels eines täglichen Cash-Reportings, einer wöchentlich aktualisierten 8-Wochen Cash-Planung sowie einer mittelfristigen Liquiditätsplanung wird jedoch gewährleistet, dass ein solches Risiko minimiert ist. Es sind ausreichende Kreditlinien bei den Geschäftsbanken vorhanden, welche allerdings zurzeit wegen ausreichend liquider Mittel nicht genutzt werden müssen. Zusätzliche Liquidität kann außerdem im Rahmen eines abgeschlossenen Factoringvertrages zugeführt werden.

Aus den finanziellen Verbindlichkeiten resultieren in den nächsten Monaten und Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen:

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Tilgungs-/Zinszahlungen für finanzielle Verbindlichkeiten Buchwert Tilgungszahlungen Zinszahlungen
31.12.2011 2012 2013-2016 ab 2017 2012 2013-2016 ab 2017
--- --- --- --- --- --- --- ---
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- --- --- ---
Festverzinsliche Inhaberschuldverschreibungen 9.957 0 10.000 0 720 390 0
Andere Verbindlichkeiten 14.918 14.912 6 0 0 0 0
Tilgungs-/Zinszahlungen für finanzielle Verbindlichkeiten Buchwert Tilgungszahlungen Zinszahlungen
31.12.2010 2011 2012-2015 ab 2016 2011 2012-2015 ab 2016
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
Festverzinsliche Inhaberschuldverschreibungen 9.929 0 10.000 0 720 1.110 0
Andere Verbindlichkeiten 13.026 13.026 0 0 0 0 0

Die Ausreichung der im Juli 2013 endfälligen festverzinslichen Inhaberschuldverschreibung (ursprüngliche Laufzeit sieben Jahre) ist an verschiedene Bedingungen geknüpft. Neben allgemeinen Bedingungen bestehen finanzielle Auflagen dahingehend, dass bestimmte Relationen hinsichtlich Zins- und Schuldendeckungsgrad nicht unterschritten werden dürfen. Diese Relationen wurden im Geschäftsjahr eingehalten.

MARKTRISIKEN

Der Turbon Konzern ist Marktrisiken im Wesentlichen auf Grund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt. Währungsrisiken entstehen dabei hauptsächlich bei den Zahlungsmitteln sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Im Turbon Konzern erfolgen Einnahmen und Ausgaben auch in Fremdwährung. Auf Konzernebene werden im zentralen Währungsmanagement Netto-Positionen für die wichtigsten Währungen gebildet und gegebenenfalls über

Devisentermingeschäfte mit externen Kontrahenten (Kreditinstituten) abgesichert. Da die jeweilige Sicherungsbeziehung als hochwirksam eingestuft wird, wird nach den Vorgaben des IAS 39 „Financial Instruments: Recognition and Measurement" ein Cash-Flow Hedge bilanziert. Die darauf entfallenden beizulegenden Zeitwerte, die sich aus der Bewertung zu Marktpreisen ergeben, sind in der folgenden Tabelle dargestellt und unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst worden.

Die abgesicherten Zahlungsströme treten in den nächsten 24 Monaten ein.

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31.12.2011 31.12.2010
Nominalwert positiver Marktwert Negativer Marktwert Nominalwert positiver Marktwert Negativer Marktwert
--- --- --- --- --- --- ---
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 13.497 207 -223 9.607 83 -84
davon Cash-Flow Hedges 13.497 207 -223 9.607 83 -84

Der Ausweis der beizulegenden Zeitwerte erfolgt in der Bilanz in den sonstigen Vermögenswerten bzw. den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Marktwerte ergeben sich aus Bewertungsmodellen, deren wesentliche Inputfaktoren auf beobachtbare Marktdaten zurückzuführen sind. Das kumulierte übrige Eigenkapital hat sich durch Veränderungen der beizulegenden Marktwerte von Derivaten, die als Cash-Flow Hedges designiert sind, in 2011 um einen Betrag von -15 Tsd. Euro auf -16 Tsd. Euro verändert (Vorjahr -1 Tsd. Euro). Im Berichtsjahr sind von den zunächst als erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital erfassten Marktwertänderungen von Derivaten, die als Cash-Flow Hedges designiert waren 227 Tsd. Euro realisiert worden. Davon entfallen 99 Tsd. Euro auf als Umsatzerlöse sowie 128 Tsd. Euro auf als Wareneinkäufe designierte Sicherungsbeziehungen. Weiterhin wurden im Vorjahr Derivate, die als Cash-Flow Hedges designiert waren, durch nominal und terminlich abgestimmte Gegengeschäfte glattgestellt. Per 31.12.2011 beträgt dieser Posten im Eigenkapital vor Steuern 378 Tsd. Euro.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis zeigen. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch nicht auf Euro lautende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkungen einer jeweils 10-prozentigen Änderung der Währungsrisikopositionen auf das Eigenkapital des Turbon Konzerns:

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2011 USD GBP Total
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- ---
Szenario 1: Aufwertung gegenüber € um 10 % 2 648 650
Szenario 2: Abwertung gegenüber € um 10 % -1 -531 -532
2010 USD GBP Total
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
Szenario 1: Aufwertung gegenüber € um 10 % -18 489 471
Szenario 2: Abwertung gegenüber € um 10 % 14 -400 -386

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der Struktur der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Diese differenziert zwischen den regionalen Märkten, in denen der Turbon Konzern tätig ist.

Segmentberichterstattung nach Regionen

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für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 Europa USA Asien Regionen Konsolidierung Konzern
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsatz 63.495 16.003 1.208 80.706 0 80.706
Innenumsatz 31.194 2.613 31.084 64.891 -64.891 0
EBIT (Segmentergebnis) 3.816 -867 3.470 6.419 71 6.490
Vermögen 115.828 37.683 28.152 181.663 -122.478 59.185
Schulden 52.362 18.750 5.529 76.641 -41.780 34.861
Zinserträge 246 0 44 290 -235 55
Zinsaufwendungen 1.258 6 0 1.264 -235 1.029
Investitionen 366 336 158 860 0 860
Abschreibungen 670 185 355 1.210 0 1.210
Mitarbeiter im Durchschnitt* 799 56 188 1.043 0 1.043

* zuzügl. 569 Leiharbeitnehmer am Standort Thailand

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für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 Europa USA Asien Regionen Konsolidierung Konzern
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsatz 59.392 15.294 1.031 75.717 0 75.717
Innenumsatz 29.039 2.011 27.435 58.485 -58.485 0
EBIT (Segmentergebnis) 5.059 -2.233 1.949 4.775 73 4.848
Vermögen 115.415 33.911 24.543 173.869 --115,710 58.159
Schulden 48.623 17.390 4.760 70.773 -36.395 34.378
Zinserträge 229 10 53 292 -265 27
Zinsaufwendungen 1.269 11 0 1.280 -265 1.015
Investitionen 326 50 144 520 0 520
Abschreibungen 716 121 397 1.234 0 1.234
Mitarbeiter im Durchschnitt* 750 74 181 1.005 0 1.005

* zuzügl. 532 Leiharbeitnehmer am Standort Thailand

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden sind für alle Segmente identisch.

Innenumsätze erfolgten unverändert zu Konditionen, wie sie unter fremden Dritten üblich sind. Es wird darauf hingewiesen, dass es sich bei der Darstellung der Regionen um rein additive, nicht konsolidierte Werte handelt.

(11) UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse entfallen mit 72,2 Mio. Euro auf Laser Cartridges (Vorjahr 66,8 Mio. Euro). Mit sonstigen Produkten wurden 8,5 Mio. Euro (Vorjahr 8,9 Mio. Euro) erlöst.

(12) HERSTELLUNGKOSTEN DES UMSATZES

In den Herstellungskosten des Umsatzes sind folgende Materialaufwendungen enthalten:

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2011 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -35.877 -34.615
Aufwendungen für bezogene Leistungen -17 -29
-35.894 -34.644

(13) VERTRIEBSKOSTEN

Die Vertriebskosten verringerten sich um 0,1 Millionen Euro auf 5,6 Millionen Euro, was im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen im Personalbereich zurückzuführen ist.

(14) ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Die Verwaltungskosten blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 5,9 Millionen Euro.

(15) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere den Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten (250 Tsd. Euro, Vorjahr 851 Tsd. Euro). Im Vorjahr sind Buchgewinne aus der Veräußerung des Grundstückes in Harlow, England (394 Tsd. Euro) sowie diverse Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (475 Tsd. Euro) enthalten.

(16) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Neben den nicht anderen Funktionsbereichen zugeordneten Aufwendungen sind Zuführungen zu diversen Rückstellungen sowie Wertberichtigungen auf Forderungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhaltet. Im Vorjahr sind im Wesentlichen Aufwendungen für Rückstellungen im Zusammenhang mit der Schließung des Standortes Cinnaminson (NJ)/ USA in Höhe von 1.027 Tsd. Euro enthalten.

(17) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erfassten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ertragsteuern (Aufwand = -, Ertrag = +) einschließlich der latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

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2011 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Laufende Steuern -1.356 -1.526
Latente Steuern -755 -170
-2.111 -1.696

Zuordnung der latenten Steuerabgrenzungen:

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Latente Steueransprüche Latente Steuerverbindlichkeiten
31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
--- --- --- --- ---
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte 149 169 1.065 1.099
Vorräte 299 245 0 0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 70 0 185 218
Rückstellungen für Pensionen 76 102 0 0
Forderungen / Verbindlichkeiten / Sonstige Rückstellungen 47 0 285 0
Verlustvorträge 858 1.307 0 0
Bilanzausweis 1.499 1.823 1.535 1.317

Die latenten Steuern resultieren aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen Steuerbilanzen und den Wertansätzen nach IFRS. Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden saldiert, wenn sie gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und die Voraussetzungen nach IAS 12.71 erfüllen.

Die steuerlichen Verlustvorträge bestanden zum 31.12.2011 im Wesentlichen bei den amerikanischen Konzerngesellschaften, aber in geringerem Umfang auch bei der englischen Konzerngesellschaft. Latente Steuern auf Verlustvorträge wurden nur insoweit aktiviert, als damit gerechnet wird, dass diese genutzt werden können. Als Zeitraum für diese Prognose werden üblicherweise die dem Geschäftsjahr folgenden 5 Jahre unterstellt.

Die Verlustvorträge betreffen nationale Ertragsteuern und entwickelten sich wie folgt:

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2011 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Konzern-Verlustvortrag per 01.01. vor Wertberichtigungen 26.468 18.851
Zugang / Abgang -242 6.249
Währungsbedingte Veränderungen 785 1.368
Konzern-Verlustvortrag per 31.12. vor Wertberichtigungen 27.011 26.468
Nicht angesetzter Verlustvortrag per 01.01. -20.566 -9.431
Nicht nutzbare Verluste des Geschäftsjahres -1.916 -6.198
Nicht nutzbare Verluste Anpassungen Vorjahre 439 -4.205
Währungsbedingte Veränderungen -638 -732
Nicht angesetzter Verlustvortrag per 31.12. -22.681 -20.566
Steuerlicher Verlustvortrag per 31.12. 4.330 5.902

Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

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2011 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Rechnerischer Steueraufwand -1.819 -1.246
Verluste ohne Ansatz latenter Steuern -325 -2.218
Erträge ohne Ansatz latenter Steuern 128 138
Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage 250 1.560
Aufwand aus der Verringerung von latenten Steuerpositionen -406 -337
Ertrag aus der Aktivierung von latenten Steuerpositionen 47 325
Sonstige Abweichungen 14 82
Tatsächlicher Steueraufwand -2.111 -1.696

Das rechnerische Steuerergebnis wird anhand des durchschnittlichen inländischen Steuersatzes von 33,0 % (Vorjahr 32,3 %) ermittelt. Der durchschnittliche ausländische Steuersatz beträgt 28,0 % (Vorjahr 32,1 %).

Neben den erfolgswirksam erfassten Steueraufwendungen und -erträgen sind 181 Tsd. Euro (Vorjahr -87 Tsd. Euro) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet worden. Diese resultieren aus den zum Stichtag bestehenden Devisentermingeschäften sowie aus Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste.

(18) ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Aktie in Höhe von 1,03 Euro (Vorjahr 0,62 Euro) ist aus dem Konzernergebnis (3.405 Tsd. Euro; Vorjahr 2.163 Tsd. Euro) bezogen auf die Zahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien (3.294.903; Vorjahr 3.472.557) ermittelt. Bezugsrechte aus Aktionoptionsplänen bestehen nicht mehr, daher entspricht sowohl im Vorjahr wie auch im laufenden Geschäftsjahr das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

(19) SONSTIGE ANGABEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Der Personalaufwand teilt sich wie folgt auf:

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2011 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Löhne und Gehälter 12.881 13.009
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.548 2.864
davon für Altersversorgung 241 269
15.429 15.873

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:

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2011 Vorjahr
Europa 799 750
USA 56 74
Asien 188 181
1.043 1.005
Zzgl. Leiharbeitnehmer am Standort Thailand 569 532

sonstige Angaben

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse bestanden an beiden Stichtagen nicht.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die künftigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingzahlungen haben bis zum Ablauf der Mindestlaufzeit der Verträge folgende Fälligkeit:

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31.12.2011 31.12.2010
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Fällig innerhalb eines Jahres 1.718 1.970
Fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren 6.101 6.246
Fällig nach mehr als fünf Jahren 3.723 4.726
11.542 12.942

In den 11.542 Tsd. Euro enthalten sind die bestehenden Leasingverhältnisse betreffend die Immobilie in Hattingen (Sitz der Turbon AG und der Turbon Europe GmbH) in Höhe von insgesamt 7.067 Tsd. Euro.

Im laufenden Geschäftsjahr sind Miet-, Pacht- und Leasingzahlungen in Höhe von 2.028 Tsd. Euro (Vorjahr 1.852 Tsd. Euro) als Aufwand erfasst worden.

Die künftigen finanziellen Verpflichtungen aus Zahlungen in den Pensionsfonds der Turbon Nordic (Pensions) Ltd. betragen in den kommenden zwei Jahren 168 Tsd. Britische Pfund und werden im 3-Jahres-Rhythmus neu berechnet. Die nächste Berechnung findet 2013 statt.

KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung ist auf Seite 26 dargestellt.

Der Finanzmittelfonds besteht aus Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen.

BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Der Turbon Konzern unterhielt folgende Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen aus in der Vergangenheit abgeschlossener Liefer- und Leistungsbeziehungen:

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Nahestehende Unternehmen Nahestehende Personen
2011 Vorjahr 2011 Vorjahr
--- --- --- --- ---
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- ---
Erbrachte Lieferungen und Leistungen 1.281 988 0 0
Erhaltene Lieferungen und Leistungen -162 -151 -71 -71
Nahestehende Unternehmen Nahestehende Personen
31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
Forderungen 137 129 0 0
Verbindlichkeiten -46 -51 -11 0

Die Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu Bedingungen wie unter fremden Dritten.

GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

Die Gesamtbezüge des Vorstands in Höhe von 511 Tsd. Euro (Vorjahr 501 Tsd. Euro) teilen sich für das Berichtsjahr wie folgt auf die einzelnen Vorstandsmitglieder auf:

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Aldo C. DeLuca Michael Pages
2011 Vorjahr 2011 Vorjahr
--- --- --- --- ---
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- ---
Barvergütung
• Fixum 226 236 186 184
• Erfolgsbezogen 66 54 33 27
292 290 219 211

Die Veränderung im Grundgehalt bei Herrn DeLuca ist wechselkursbedingt, da das Grundgehalt in US-Dollar ausgezahlt wird.

Die laufenden Zahlungen an ein ehemaliges, am 31.12.2000 ausgeschiedenes Vorstandsmitglied betrugen im Jahr 2011 86 Tsd. Euro (Vorjahr 85 Tsd. Euro). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstände betrugen 2.087 Tsd. Euro (Vorjahr 1.985 Tsd. Euro).

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Mitglieder erhalten neben dem Ersatz ihrer Auslagen, zu denen auch die Mehrwertsteuer gehört, eine jährliche Vergütung von 6.136 Euro.

Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Die Gesellschaft schließt für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine angemessene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte Directors and Officers-Versicherung) ab.

Die insoweit anfallenden Versicherungsbeträge übernimmt die Gesellschaft.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats in Höhe von 116 Tsd. Euro (Vorjahr 116 Tsd. Euro) teilen sich für das Berichtsjahr wie folgt auf:

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Feste Vergütung Beratungsleistungen Gesamt
2011 Vorjahr 2011 Vorjahr 2011 Vorjahr
--- --- --- --- --- --- ---
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- --- --- --- --- ---
Hans-Joachim Scholten 12 12 29 29 41 41
Dr. Paul-Michael Günther 9 9 42 42 51 51
Thomas Hertrich 6 6 0 0 6 6
Simon McCouaig 6 6 0 0 6 6
Girolamo Cacciatore 6 6 0 0 6 6
Dietmar Kirsch 6 6 0 0 6 6

ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht worden.

HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Jahres- und Konzernabschlusses, die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

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2011 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
--- --- ---
Abschlussprüfungen 119 118
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 0 4
119 122

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht des Konzerns und der Turbon AG der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft sowie des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Hattingen, den 30. März 2012

Der Vorstand

Aldo C. DeLuca

Michael Pages

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

AUFSICHTSRAT

Sofern Mitglieder des Aufsichtsrats neben Kontrollfunktionen in der Turbon AG Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen bekleiden, sind diese nachstehend erwähnt (Stand 31.12.2011):

Hans-Joachim Scholten

Dipl.-Kaufmann, Alzenau

– Vorsitzender –
Dr. Paul-Michael Günther

Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Wuppertal

– Stellvertretender Vorsitzender –

DRICON Managing Consultants AG, Frankfurt am Main

– Aufsichtsratsvorsitzender –
Thomas Hertrich

Tax Director, Europe, NCR GmbH, Aystetten
Simon J. McCouaig

Vice President Europe, Consumables Solutions Europe, NCR Corp., Solihull/GB
Girolamo Cacciatore

Betriebsratsvorsitzender, Remscheid – Arbeitnehmervertreter –
Dietmar Kirsch

Technischer Angestellter, Langenfeld – Arbeitnehmervertreter –

VORSTAND

Aldo C. DeLuca

Ivyland (PA)/USA

– Sprecher des Vorstands –
Michael Pages

Moers

Anteilsbesitzliste Turbon AG zum 31. Dezember 2011

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Anteil am Kapital (%) gehalten über Nr.
In den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen
1 Turbon AG, Hattingen
2 Turbon Europe GmbH, Hattingen 100,00 1
3 Turbon International, Inc., York (PA)/USA 100,00 1
4 Turbon USA Inc., Pennsauken (NJ)/USA 100,00 3
5 Turbon (Thailand) Co., Ltd., Samutprakarn/Thailand 100,00 10
6 Keymax Nordic Holding A/S, Tästrup/Dänemark 100,00 1
7 Keytec (GB) Ltd., Axminster (Devon)/Großbritannien 100,00 1
8 Kores Nordic Belgium NV-SA, Grimbergen/Belgien 100,00 6
9 SC Turbon Romania S.R.L., Oltenita/Rumänien 100,00 1
10 Turbon Beteiligungs GmbH, Hattingen 100,00 1
11 Bright Parameters GmbH, Hattingen 100,00 1
12 BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. Objekt Meerbusch KG, Pullach i. Isartal 95,00 1
In den Konzernabschluss nicht einbezogene verbundene Unternehmen
13 Turbon Nordic (Pensions) Ltd., Harlow (Essex)/Großbritannien 100,00 7
14 Keytec Industries (GB) Ltd., Axminster (Devon)/Großbritannien 100,00 7
Sonstige Beteiligungen
15 BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. Objekt Hattingen KG, Pullach i. Isartal 95,00 1

Hattingen, den 30. März 2012

Der Vorstand

Aldo C. DeLuca

Michael Pages

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Turbon AG, Hattingen

Wir haben den von der Turbon AG, Hattingen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – und den zusammengefassten Lagebericht des Konzerns und der Turbon AG (Konzernlagebericht) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft.

Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der zusammengefasste Lagebericht des Konzerns und der Turbon AG steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, 30. März 2012

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Horn, Wirtschaftsprüfer

Massing, Wirtschaftsprüfer