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TUI AG — Interim / Quarterly Report 2010
Feb 24, 2011
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Interim / Quarterly Report
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Publication
TUI AG
Hannover und Berlin
Quartalsfinanzbericht 1. Oktober 2010 - 31. Dezember 2010
Konzernlagebericht
Wirtschaftliche Entwicklung im 1. Quartal 2010/11
Wirtschaftliches Umfeld
Die weltwirtschaftliche Erholung setzte sich im letzten Quartal des Kalenderjahres 2010 fort, allerdings schwächte sich die konjunkturelle Dynamik in der zweiten Jahreshälfte ab. Der Internationale Währungsfonds (IWF, World Economic Outlook Update, Januar 2011) unterstellt für 2010 ein weltweites Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 5,0% und prognostiziert für 2011 einen Zuwachs von 4,4%. Zum Aufschwung der Weltwirtschaft und des Welthandels trugen weiterhin die asiatischen und lateinamerikanischen Schwellenländer auf Grund ihrer hohen Wachstumsraten entscheidend bei. Im Verlauf des Jahres 2010 erholte sich auch die US-amerikanische Wirtschaft, allerdings hat sich das Wirtschaftswachstum nach dem Auslaufen der Konjunkturprogramme im Sommerhalbjahr 2010 wieder verlangsamt. Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum wird weiter von der Weltwirtschaft gestützt. Nach der kräftigen Erholung im ersten Halbjahr 2010 schwächte sich die konjunkturelle Dynamik aber auch hier leicht ab. Die Konjunktur verläuft in den einzelnen Ländern des Euroraums weiterhin sehr uneinheitlich. Während insbesondere in Deutschland der positive Trend im vierten Kalenderquartal 2010 anhielt, nahmen Griechenland, Spanien, Irland und Portugal bislang nicht an dem Aufschwung teil.
Besondere Ereignisse im Quartal
Ergebnis der Touristik im ersten Quartal 2010/11 um 20,9% gesteigert
Im ersten Quartal 2010/11 hat die weiter anziehende Nachfrage nach Urlaubsreisen zu einem positiven Geschäftsverlauf in der Touristik geführt. TUI Travel verbesserte ihr operatives Ergebnis (bereinigtes Sparten-EBITA) um 22,6% auf -104,9 Mio. €. TUI Hotels & Resorts verzeichnete gestiegene Übernachtungszahlen sowie eine höhere Auslastung der Kapazitäten. In der Folge wurde ein Ergebniszuwachs von 3,8 Mio. € auf 2,3 Mio. € verbucht. Die Sparte Kreuzfahrten profitierte von der guten Entwicklung von TUI Cruises in der laufenden Wintersaison und berichtete einen Ergebnisanstieg von 1,9 Mio. € auf -4,4 Mio. €.
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten expandiert im Luxus- und Premiumbereich
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten baut ihr Angebot bis 2013 strategisch aus und ergänzt die bestehende Flotte durch zwei Schiffe: Das Luxussegment wird durch eine langfristige Charter für die neue MS Europa 2 erweitert. Die MS Europa 2 hat mit 258 Kabinen eine maximale Passagierkapazität von 516 Personen. Der Neubau wird 2013 in Dienst gestellt. Das Premiumsegment wird durch die Eincharterung des Kreuzfahrtschiffs Insignia von Oceania Cruises im Rahmen eines Zwei-Jahres-Vertrags ausgebaut. Das Schiff wird unter dem Namen MS Columbus 2 ab April 2012 in die Flotte aufgenommen. Die MS Columbus 2 bietet mit 349 Kabinen Platz für maximal 698 Passagiere.
Finanzielles Engagement in der Containerschifffahrt reduziert
Im Oktober 2010 hat die Hapag-Lloyd AG eine Unternehmensanleihe in Höhe von rund 910 Mio. US-Dollar am Kapitalmarkt platziert und eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 360 Mio. US-Dollar erhalten. Mit der im Zuge der Refinanzierung erfolgten Rückgabe der Staatsbürgschaft sind außerdem die mit der Bürgschaft verbundenen Zahlungsbeschränkungen erloschen. Hapag-Lloyd hat daher die Zinszahlungen und Tilgungen auf die von TUI gewährten Finanzierungsinstrumente wieder aufgenommen und im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 Zahlungen in Höhe von insgesamt 507 Mio. € (65 Mio. € für gestundete Zinsansprüche, 227 Mio. € für die Rückzahlung des Überbrückungskredits und 215 Mio. € für die Rückzahlung des Hybrid III-Darlehens) an TUI geleistet.
Auf Grund der Wandlung des Hybrid I-Darlehens in Eigenkapital erhöhte sich der Anteil der TUI an der Containerschifffahrt auf nunmehr rund 49,8%. Das Albert Ballin-Konsortium hat ein Ankaufsrecht für die neu entstandenen Anteile.
Das finanzielle Engagement der TUI AG in der Containerschifffahrt hat sich durch die oben dargestellten Maßnahmen bis zum Ende des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2010/11 auf 2,1 Mrd. € reduziert. Eine detaillierte Darstellung des finanziellen Engagements der TUI in der Containerschifffahrt befindet sich im Abschnitt Informationen zur Containerschifffahrt.
Gesellschafter bereiten möglichen Börsengang der Hapag-Lloyd AG vor
Die Gesellschafter der Hapag-Lloyd AG – TUI und das Albert Ballin-Konsortium – haben im Dezember 2010 die Investmentbanken Credit Suisse, Goldman Sachs und Greenhill damit beauftragt, Vorbereitungen für einen möglichen Börsengang von Hapag-Lloyd einzuleiten. Parallel dazu soll die Suche nach Investoren, die sich für die Übernahme einer Hapag-Lloyd-Minderheitsbeteiligung als langfristig orientierter Aktionär interessieren, fortgesetzt werden. Im Rahmen des anvisierten Börsengangs bzw. des Verkaufs von Anteilen hat Hapag-Lloyd die Deutsche Bank als ihren Advisor mandatiert.
Ertragslage in den Sparten
Der TUI Konzern ist mit seinen operativen Beteiligungen in der Touristik tätig. In dem nachfolgenden Abschnitt wird der operative Geschäftsverlauf in den Sparten TUI Travel, TUI Hotels & Resorts und Kreuzfahrten sowie die Entwicklung des Zentralbereichs im ersten Quartal 2010/11 beschrieben.
Die Beteiligung von 49,8% an der „Albert Ballin“ Joint Venture GmbH & Co. KG wird at Equity im TUI Konzernabschluss bewertet. Dem Beteiligungscharakter folgend ist das Equity-Ergebnis der Containerschifffahrtsbeteiligung kein Bestandteil der operativen Steuerungsgröße EBITA des TUI Konzerns. Nachrichtliche Informationen über den operativen Geschäftsverlauf der Containerschifffahrt im ersten Quartal 2010/11 finden sich im Abschnitt Informationen zur Containerschifffahrt.
Umsatzentwicklung
Sparten-Umsatz
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Touristik | 3.272,7 | 2.940,1 | + 11,3 |
| TUI Travel | 3.155,5 | 2.811,7 | + 12,2 |
| TUI Hotels & Resorts | 76,8 | 87,4 | - 12,1 |
| Kreuzfahrten | 40,4 | 41,0 | - 1,5 |
| Zentralbereich | 13,4 | 15,6 | - 14,1 |
| Sparten-Umsatz | 3.286,1 | 2.955,7 | + 11,2 |
Der Umsatz des TUI Konzerns lag im ersten Quartal 2010/11 mit 3,3 Mrd. € um 11,2% über dem Wert des Vorjahresquartals. Ursächlich für den Umsatzanstieg war insbesondere das höhere Geschäftsvolumen von TUI Travel. Daneben führte der um rund 5% gestiegene Wechselkurs des Britischen Pfund umgerechnet zu höheren Euro-Umsätzen der britischen Veranstalter in der Touristik.
Ergebnisentwicklung
Bereinigtes Sparten-EBITA
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Touristik | - 107,0 | - 135,3 | + 20,9 |
| TUI Travel | - 104,9 | - 127,5 | + 17,7 |
| TUI Hotels & Resorts | 2,3 | - 1,5 | n. a. |
| Kreuzfahrten | - 4,4 | - 6,3 | + 30,2 |
| Zentralbereich | - 12,6 | - 8,9 | - 41,6 |
| Bereinigtes Sparten-EBITA | - 119,6 | - 144,2 | + 17,1 |
Sparten-EBITA
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Touristik | - 135,8 | - 171,4 | + 20,8 |
| TUI Travel | - 133,7 | - 163,6 | + 18,3 |
| TUI Hotels & Resorts | 2,3 | - 1,5 | n. a. |
| Kreuzfahrten | - 4,4 | - 6,3 | + 30,2 |
| Zentralbereich | 3,5 | - 8,9 | n. a. |
| Sparten-EBITA | - 132,3 | - 180,3 | + 26,6 |
Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis des TUI Konzerns (Bereinigtes Sparten-EBITA) verbesserte sich im ersten Quartal 2010/11 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24,6 Mio. € auf -119,6 Mio. €. Bei höheren Kosten des Zentralbereichs war der Ergebnisanstieg auf den positiven Geschäftsverlauf in der Touristik zurückzuführen, die von den günstigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen profitierte.
Das bereinigte Ergebnis der Touristik im ersten Quartal 2010/11 stieg um 28,3 Mio. € auf -107,0 Mio. € an. Der Ergebniszuwachs resultierte insbesondere aus gestiegenen Gästezahlen bei TUI Travel. Auch bei TUI Hotels & Resorts und in der Sparte Kreuzfahrten führte die wirtschaftliche Erholung zu einer höheren Nachfrage.
TUI Travel steigerte ihr bereinigtes Ergebnis im ersten Quartal deutlich um 22,6 Mio. € gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert auf -104,9 Mio. €. Die weiter anziehende Nachfrage nach Urlaubsreisen führte zu einem verbesserten Geschäftsverlauf der TUI Veranstalter in nahezu allen Quellmärkten. Darüber hinaus wirkten sich insbesondere der Turnaround des Veranstaltergeschäfts in Kanada und das relativ gute Abschneiden der französischen Fluglinie Corsair im ersten Quartal 2010/11 positiv auf das Ergebnis im Mainstream-Geschäft von TUI Travel aus. Teilweise kompensiert wurde die gute Entwicklung durch den starken Wintereinbruch in Europa im Dezember 2010. Flughafensperrungen und andere Reisebeeinträchtigungen führten zu höheren Kosten und belasteten das Kurzfristgeschäft der TUI Veranstalter.
Das Ergebnis des Hotelbereichs nahm um 3,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert auf 2,3 Mio. € zu. Insbesondere die Hotels auf den Balearen und den Kanarischen Inseln profitierten von steigenden Gästezahlen aus den europäischen Quellmärkten. Daneben führte die ebenfalls höhere Nachfrage aus dem US-amerikanischen Markt nach Hotelübernachtungen in der Karibik zu besseren Belegungszahlen bei TUI Hotels & Resorts.
Das Ergebnis des Bereichs Kreuzfahrten fiel mit -4,4 Mio. € ebenfalls um 1,9 Mio. € besser aus als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Ursächlich hierfür war die höhere Auslastung der Mein Schiff von TUI Cruises, die in sich ihrer zweiten Wintersaison sehr positiv entwickelt hat. Das Ergebnis von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten wurde im ersten Quartal 2010/11 durch Werftaufenthalte von zwei Schiffen belastet.
Das bereinigte Ergebnis des Zentralbereichs lag im ersten Quartal 2010/11 mit -12,6 Mio. € auf Normalniveau; im Vorjahr hatte es einen einmaligen positiven Ergebniseffekt gegeben.
Bereinigtes Sparten-EBITA: TUI Konzern
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Sparten-EBITA | - 132,3 | - 180,3 | + 26,6 |
| Abgangsergebnisse | - | - | |
| Restrukturierung | + 9,6 | + 3,6 | |
| Kaufpreisallokation | + 20,5 | + 15,6 | |
| Einzelsachverhalte | - 17,4 | + 16,9 | |
| Bereinigtes Sparten-EBITA | - 119,6 | - 144,2 | + 17,1 |
Im ersten Quartal 2010/11 waren Sachverhalte in Höhe von insgesamt 12,7 Mio. € zu bereinigen. Das berichtete Sparten-EBITA des Konzerns betrug im ersten Quartal -132,3 Mio. € und lag damit um 48,0 Mio. € über dem Vergleichsquartal des Vorjahres.
TUI Travel
Kennzahlen TUI Travel
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Sparten-Umsatz | 3.155,5 | 2.811,7 | + 12,2 |
| Sparten-EBITA | - 133,7 | - 163,6 | + 18,3 |
| Abgangsergebnisse | - | - | |
| Restrukturierung | + 9,6 | + 3,6 | |
| Kaufpreisallokation | + 20,5 | + 15,6 | |
| Einzelsachverhalte | - 1,3 | + 16,9 | |
| Bereinigtes Sparten-EBITA | - 104,9 | - 127,5 | + 17,7 |
| Bereinigtes Sparten-EBITDA | - 53,3 | - 72,0 | + 26,0 |
| Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 66,9 | 74,6 | - 10,3 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 45.914 | 52.025 | - 11,7 |
Der Umsatz der TUI Travel nahm im ersten Quartal 2010/11 um 12,2% gegenüber dem Vorjahresquartal zu. Ursächlich für den Anstieg waren neben einem positiven Wechselkurseffekt aus dem um rund 5% stärkeren Wechselkurs des Britischen Pfund gegenüber dem Euro vor allem die höheren Gästezahlen im Bereich Mainstream.
Das bereinigte Ergebnis von TUI Travel verbesserte sich um 22,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert auf -104,9 Mio. €. Die weiter anziehende Nachfrage nach Urlaubsreisen führte im ersten Quartal 2010/11 trotz Reisebeeinträchtigungen durch das kalte Wetter im Dezember 2010 zu einem verbesserten Geschäftsverlauf in nahezu allen Quellmärkten von TUI Travel. Die Ergebnisverbesserung im Mainstream-Geschäft resultierte außerdem insbesondere aus dem erfolgreichen Turnaround des Veranstaltergeschäfts in Kanada nach dem im letzten Geschäftsjahr erfolgten Zusammenschluss mit dem Veranstalter Sunwing sowie dem guten Abschneiden der französischen Fluglinie Corsair im Berichtsquartal.
Im ersten Quartal 2010/11 waren bei TUI Travel die folgenden Sondereffekte in Höhe von insgesamt 28,8 Mio. € zu bereinigen:
- Restrukturierungskosten in Höhe von 9,6 Mio. €, insbesondere für den Umbau des Veranstalter- und Fluggeschäfts in Frankreich,
- Effekte aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 20,5 Mio. € und
- Einzelsachverhalte in Höhe von -1,3 Mio. €, insbesondere Erträge aus der Bewertung von Sicherungsgeschäften.
Das berichtete Ergebnis von TUI Travel nahm im ersten Quartal 2010/11 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29,9 Mio. € auf -133,7 Mio. € zu.
Ab dem Geschäftsjahr 2010/11 berichtet TUI Travel in einer neuen Struktur. Die Neuordnung der Bereiche trägt insbesondere der steigenden Bedeutung der touristischen Wachstumsmärkte, wie insbesondere Russland, Rechnung. Neben den unverändert weiter bestehenden Bereichen Mainstream und Accomodation & Destinations werden die bislang innerhalb der Spezialveranstalter geführten Wachstumsmärkte ab sofort als eigener Bereich Emerging Markets ausgewiesen. Die Spezialveranstalter von TUI Travel werden zukünftig zusammen mit den bislang im Bereich Activity geführten Veranstaltern zu dem neuen Bereich Specialist & Activity zusammengefasst.
Mainstream
Mainstream ist der größte Bereich innerhalb der TUI Travel und umfasst den Verkauf von Flug-, Unterkunfts- und sonstigen touristischen Dienstleistungen in den drei Einheiten Europa Mitte, Region Nord und Europa West.
Im ersten Quartal 2010/11 wurden im Bereich Mainstream insgesamt 3.755 Tsd. Gäste betreut. Dies entsprach einem Anstieg von 3,8% gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Bereinigt um den Effekt aus der Abgabe des deutschen City-Fluggeschäfts betrug der Gästezuwachs im ersten Quartal 7,3%.
Europa Mitte
In Europa Mitte (Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen mit der Fluggesellschaft TUIfly) nahm die Anzahl der Gäste im ersten Quartal 2010/11 gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,3% ab. Ursächlich für diesen Rückgang war der Ausstieg der Flugesellschaft TUIfly aus dem City-Fluggeschäft Ende Oktober 2009. Bereinigt um diesen Effekt stieg die Gästezahl von Europa Mitte im ersten Quartal 2010/11 um 9,1% an.
Das Geschäft der TUI Veranstalter in Europa Mitte entwickelte sich im ersten Quartal 2010/11 trotz der höheren Gästezahlen insgesamt leicht rückläufig. Im Vorjahresvergleich führte die im Oktober 2009 erfolgte Abgabe des City-Fluggeschäfts von TUIfly an Air Berlin zu einer negativen Abweichung, da im Vorjahresquartal ein positiver Ergebnisbeitrag enthalten war. Bei TUI Deutschland führten die durch die niedrigen Temperaturen im Dezember 2010 verursachten Reisebeeinträchtigungen zu Margeneinbußen im Kurzfristgeschäft. In der Schweiz verzeichnete TUI Suisse einen positiven Geschäftsverlauf mit einer hohen Nachfrage nach flexiblen Bausteinreisen. Bei TUI Austria und TUI Poland wirkten sich Aufwendungen für die Integration im Vorjahr erworbener Reisebüros ergebnisbelastend aus.
Region Nord
In der Region Nord (Großbritannien, Irland, Kanada, Nordische Länder mit den Fluggesellschaften Thomsonfly und TUIfly Nordic) nahm die Anzahl der Gäste im ersten Quartal 2010/11 um 7,3% zu.
Die Region Nord entwickelte sich im ersten Quartal 2010/11 insgesamt erfreulich, was insbesondere auf die gute Geschäftsentwicklung in Kanada und den Nordischen Ländern zurückzuführen war. Positiv wirkten sich auch das gestiegene Geschäftsvolumen der britischen TUI Veranstalter und zusätzliche Synergien in Höhe von 5 Mio. Britischen Pfund aus, die im ersten Quartal 2010/11 planmäßig realisiert wurden. Im Berichtsquartal wurden bei TUI UK zusätzliche B757 Flugzeuge eingesetzt, die in der vergangenen Wintersaison im kanadischen Reisemarkt stationiert waren. Die daraus resultierende Kapazitätserhöhung führte ebenso wie die witterungsbedingte Schließung englischer Flughäfen im Dezember 2010 zu einem leichten Rückgang der Auslastung bei TUI UK. Demgegenüber profitierte der kanadische Veranstalter Sunwing von dem Einsatz von B737 Flugzeugen in der für den kanadischen Markt wichtigen Wintersaison. Sunwing, an dem TUI Travel mit 49% beteiligt ist, verbesserte sich im ersten Quartal 2010/11 deutlich und bestätigte die mit dem Zusammenschluss verbundenen Erwartungen. Auch die TUI Veranstalter in den Nordischen Ländern verzeichneten ein sehr gutes erstes Quartal. In Zusammenarbeit mit TUI UK wurde das Angebot von TUI Nordic in der Wintersaison 2010/11 um exklusive Produkte wie Splash, Holiday Village und Sensatori erweitert. Wie im Vorjahr wurden durch den Einsatz eines Langstreckenflugzeugs der französischen TUI Fluglinie Corsair bei TUI Nordic Synergien innerhalb des Bereichs Mainstream erzielt.
Europa West
Im Bereich Europa West (Frankreich, Niederlande, Belgien mit den Fluggesellschaften Corsairfly, Arkefly und Jetairfly) nahmen die Gästezahlen im ersten Quartal 2010/11 um 9,6% zu. Zu diesem Anstieg trugen alle drei Quellmärkte bei.
In Frankreich profitierten die Veranstalter Nouvelles Frontières und Marmara von dem erweiterten Angebot an Clubhotels. Eine deutliche operative Verbesserung verzeichnete die französische Fluglinie Corsair. Durch den attraktiveren Flugplan und einen höheren Anteil an Direktflügen konnte Corsair seine Auslastung gegenüber dem Vorjahresquartal steigern. Auch die Aktivitäten in den Niederlanden entwickelten sich positiv. TUI Belgium knüpfte im ersten Quartal 2010/11 an das hohe Niveau des Vorjahres an.
Emerging Markets
Im Bereich Emerging Markets werden die Aktivitäten in Wachstumsmärkten, wie insbesondere Russland, zusammengefasst. Die Einführung der Marke TUI in Russland und den GUS Staaten verlief weiterhin erfolgreich; die Buchungseingänge für die laufende Wintersaison liegen bei TUI Russia deutlich über dem Vorjahr. Das Ergebnis des ersten Quartals 2010/11 wurde durch erhöhte Vorlaufkosten für den Aufbau der Organisation geprägt.
Specialist & Activity
Im Bereich Specialist & Activity werden Veranstalter in den Einheiten Adventure, North American Specialist, Education, Sport, Marine sowie der Specialist Holiday Group zusammengefasst.
Bei einer insgesamt positiven Geschäftsentwicklung aller Einheiten in dem Bereich hat sich insbesondere die Geschäftsentwicklung der Premiumveranstalter in Nordamerika im ersten Quartal 2010/11 deutlich verbessert. Im Hinblick auf die spürbar gestiegene Nachfrage wurde das im Vorjahr reduzierte Angebot an Luxuskreuzflügen wieder ausgebaut. Auch die Einheit Ski, Student & Sport verzeichnete ein starkes Wachstum. Die in der Einheit Adventure geführten Veranstalter für Erlebnisreisen mussten dagegen Margeneinbußen hinnehmen.
Accommodation and Destinations (A&D)
Im Bereich A&D werden die Online-Services und Zielgebietsagenturen geführt. Die Online-Services verzeichneten im ersten Quartal 2010/11 weiterhin einen deutlichen Volumenanstieg nach einer Erweiterung des Angebots und begleitenden Marketingaktivitäten. Das Geschäft der Zielgebietsagenturen entwickelte sich ebenfalls positiv. Neben Volumensteigerungen in einzelnen Destinationen wirkten sich auch im Vorjahr durchgeführte Restrukturierungen positiv aus.
TUI Hotels & Resorts
Kennzahlen TUI Hotels & Resorts
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Gesamtumsatz | 184,0 | 177,2 | + 3,8 |
| Sparten-Umsatz | 76,8 | 87,4 | - 12,1 |
| Sparten-EBITA | 2,3 | - 1,5 | n. a. |
| Abgangsergebnisse | - | - | |
| Restrukturierung | - | - | |
| Kaufpreisallokation | - | - | |
| Einzelsachverhalte | - | - | |
| Bereinigtes Sparten-EBITA | 2,3 | - 1,5 | n. a. |
| Bereinigtes Sparten-EBITDA | 21,1 | 17,0 | + 24,1 |
| Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 29,1 | 12,8 | + 127,3 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 13.485 | 18.495 | - 27,1 |
Der Hotelbereich des Konzerns ist unter TUI Hotels & Resorts zusammengefasst. Die Anzahl der Übernachtungen in Hotels des Bereichs lag im ersten Quartal 2010/11 bei insgesamt 4,3 Mio. (Vorjahr 4,0 Mio.). Die Bettenauslastung im ersten Quartal 2010/11 betrug 70,9% und lag damit um 5,4 Prozentpunkte über dem Niveau des Vorjahres. Das Geschäft entwickelte sich innerhalb der einzelnen Hotelgruppen und regional unterschiedlich.
Der Gesamtumsatz des Bereichs TUI Hotels & Resorts nahm im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Mio. € auf 184,0 Mio. € zu. Der Anstieg resultierte bei einer nahezu stabilen Kapazität aus der verbesserten Auslastung und dem höheren durchschnittlichen Erlös pro Bett. Der konsolidierte Umsatz nahm im ersten Quartal 2010/11 mit 76,8 Mio. € um 12,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum ab, was durch einen höheren konzerninternen Umsatz begründet ist.
Das bereinigte Ergebnis lag im ersten Quartal 2010/11 mit 2,3 Mio. € um 3,8 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Dieser Anstieg war wesentlich auf den besseren Geschäftsverlauf bei Riu durch gestiegene Gästezahlen in nahezu allen Regionen zurückzuführen.
Riu
Riu, eine der führenden spanischen Hotelketten, betrieb im Berichtszeitraum 102 Häuser. Die Kapazitäten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,6% auf 4,0 Mio. verfügbare Hotelbetten. Die durchschnittliche Auslastung der Riu Hotels im ersten Quartal 2010/11 nahm gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozentpunkte auf 72,9% zu. Der im Durchschnitt erzielte Erlös pro Bett stieg um 2,9%.
In den einzelnen Regionen entwickelte sich das Geschäft wie folgt:
Die durchschnittliche Auslastung der Riu Hotels auf den Kanarischen Inseln stieg gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozentpunkte auf 83,6%. In dieser Verbesserung spiegelt sich insbesondere die gestiegene Nachfrage aus den europäischen Quellmärkten wider.
Die Riu Hotels auf den Balearen verzeichneten mit 63,9% eine um 2,5 Prozentpunkte über dem Vorjahresquartal liegende Auslastung. Diese Entwicklung war ebenfalls wesentlich auf die höhere Zahl an Veranstaltergästen aus den großen Quellmärkten zurückzuführen.
Die durchschnittliche Auslastung der Riu Hotels auf dem Spanischen Festland verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozentpunkte auf 59,0%.
Bei den Ferndestinationen verzeichneten die Riu Hotels eine durchschnittliche Auslastung von 72,1%. Dies entspricht einer Steigerung um 4,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg war insbesondere auf eine gestiegene Nachfrage aus den USA für Hotels in Mexiko und der Karibik zurückzuführen. Der im Durchschnitt erzielte Erlös pro Bett nahm ebenfalls um 4,5% zu.
Robinson
Robinson, Marktführer im Premium-Segment für Cluburlaub, hatte zum Ende des ersten Quartals 2010/11 17 Clubanlagen geöffnet. Die höhere Kapazität durch den im Vorjahr eröffneten Club auf den Malediven wurde durch die vorübergehende Schließung der Clubanlage auf Mallorca wegen Renovierungsmaßnahmen im ersten Quartal 2010/11 teilweise kompensiert. Die Robinson Clubs in Marokko, der Türkei, Griechenland, Italien und Spanien steigerten die Bettenbelegung gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Anlagen in Österreich und in der Schweiz verzeichneten geringere Belegungen. Insgesamt führte dies zu einer gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,0 Prozentpunkte verbesserten Auslastung. Der durchschnittliche Erlös pro Bett nahm um 3,4% zu.
Magic Life
Magic Life, die All-Inclusive Clubmarke, betrieb im Berichtszeitraum Ende des Jahres saisonbedingt nur vier von insgesamt 14 Anlagen. Die angebotene Kapazität ging durch die Aufgabe eines Clubs und die Schließung von zwei im Winter des Vorjahres durchgehend geöffneten Anlagen in der Türkei und in Tunesien um 17,1% zurück. Bedingt durch die stärkere Nachfrage für das erste Quartal 2010/11 in allen Quellmärkten stieg die Auslastung um 14,1 Prozentpunkte an. Der durchschnittliche Erlös pro Bett nahm deutlich um 6,4% gegenüber dem Niveau des Vorjahresquartals zu.
Iberotel
Im ersten Quartal 2010/11 waren alle 25 Häuser in Ägypten, der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Italien sowie in Deutschland in Betrieb. Bedingt durch geänderte Öffnungszeiten entwickelte sich die Kapazität rückläufig. Die Auslastung der Iberotels lag mit 75,5% um 11,1 Prozentpunkte über dem Vorjahresquartal. Die durchschnittlichen Erlöse pro Bett nahmen um 4,4% zu. Während die Auslastung der Hotels in den Vereinigten Arabischen Emiraten unter den Erwartungen blieb, stieg die Nachfrage für das Zielgebiet Ägypten deutlich an.
Grupotel
Zum Ende des ersten Quartals 2010/11 waren sechs Häuser der Grupotel-Kette in Betrieb, die auf Mallorca, Menorca und Ibiza vertreten ist. Auf Grund der gestiegenen Nachfrage blieben einzelne Hotels zum Saisonende länger geöffnet. Die dadurch um 3,8% höhere Kapazität wurde mit 63,9% um 9,1 Prozentpunkte besser ausgelastet als im Vorjahresquartal. Der Durchschnittserlös pro Bett konnte gegenüber dem Vorjahresniveau ebenfalls um 2,3% gesteigert werden.
Grecotel
Die führende Hotelgesellschaft Griechenlands schloss einige ihrer Ferienanlagen zum Ende der Sommersaison deutlich früher als in den Vorjahren; zum Jahresende waren alle Anlagen geschlossen. Insgesamt verminderte sich im Berichtsquartal die angebotene Kapazität um 15,9% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Auslastung verringerte sich trotz der geringeren Kapazität um 16,8 Prozentpunkte und betrug 32,0%. Die durchschnittlichen Erlöse gaben um 4,1% nach.
Dorfhotel
Die Kennzahlen beziehen sich auf die zwei im Eigentum befindlichen Dorfhotels in Österreich. Dorfhotel betreibt darüber hinaus als Managementgesellschaft die Dorfhotels im Land Fleesensee, auf Sylt und an der Ostseeküste in Boltenhagen. Bei einer leicht rückläufigen Kapazität stieg die Auslastung der Dorfhotels im ersten Quartal 2010/11 um 7,9 Prozentpunkte. Der Durchschnittserlös pro Bett ging im Berichtszeitraum um 13,4% zurück.
Kreuzfahrten
Der Bereich Kreuzfahrten umfasst neben Hapag-Lloyd Kreuzfahrten das Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises. Der deutschsprachige Markt für Kreuzfahrten war im ersten Quartal 2010/11 durch die allgemeine wirtschaftliche Erholung und eine daraus resultierende steigende Nachfrage gekennzeichnet. Dies betraf sowohl den Nischenmarkt für Luxus- und Expeditionsreisen der Hapag-Lloyd Kreuzfahrten als auch den Volumenmarkt für Premium-Kreuzfahrten, den TUI Cruises bedient. Beide Gesellschaften kündigten Flottenerweiterungen an, um der günstigen Marktentwicklung Rechnung zu tragen.
Kennzahlen Kreuzfahrten
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Sparten-Umsatz | 40,4 | 41,0 | - 1,5 |
| Sparten-EBITA | - 4,4 | - 6,3 | + 30,2 |
| Abgangsergebnisse | - | - | |
| Restrukturierung | - | - | |
| Kaufpreisallokation | - | - | |
| Einzelsachverhalte | - | - | |
| Bereinigtes Sparten-EBITA | - 4,4 | - 6,3 | + 30,2 |
| Bereinigtes Sparten-EBITDA | - 2,2 | - 4,2 | + 47,6 |
| Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 1,4 | 5,3 | - 73,6 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 238 | 225 | + 5,8 |
Der Umsatz des Bereichs Kreuzfahrten erreichte im ersten Quartal 2010/11 40,4 Mio. € und lag damit – bedingt durch Werftaufenthalte der MS Europa und der MS Columbus – um 1,5% unter dem Vorjahreswert. Das Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises wird at Equity im Konzernabschluss bewertet, so dass Umsätze hier nicht ausgewiesen werden.
Das bereinigte Ergebnis des Bereichs Kreuzfahrten lag im ersten Quartal 2010/11 mit -4,4 Mio. € um 1,9 Mio. € über dem entsprechenden Vorjahreswert. Diese Verbesserung war wesentlich auf die hohe Nachfrage bei TUI Cruises für das Winterfahrtgebiet Kanaren zurückzuführen, nachdem die Mein Schiff in ihrer ersten Wintersaison im Fahrtgebiet Karibik noch eine schwächere Auslastung verzeichnet hatte.
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten erzielte im ersten Quartal 2010/11 eine gegenüber dem Wert des Vergleichszeitraums um 3,0 Prozentpunkte geringere Auslastung von 73,9%. Im ersten Quartal wurden insgesamt 67.968 Passagiertage realisiert. Dieser Wert lag mit einem Minus von 11,8% deutlich unter dem Vergleichszeitraum, da im Berichtszeitraum Werftaufenthalte für die MS Europa und die MS Columbus erfolgten. Die Durchschnittsrate pro Tag und Passagier betrug 389,0 € und erhöhte sich damit um rund 7,8%.
TUI Cruises
Im ersten Quartal 2010/11 hat TUI Cruises die Auslastung der Mein Schiff deutlich um 28 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 96,8% gesteigert. In dem Anstieg spiegelt sich neben der positiven Marktentwicklung vor allem die hohe Nachfrage für das aktuelle Winterfahrtgebiet Kanaren wider. Daneben hat auch die erfolgreiche Einführung des „Premium Alles Inklusive Konzepts“ auf der Mein Schiff zu einer hohen Gästezufriedenheit bei TUI Cruises geführt. Im ersten Quartal 2010/11 wurden 171.276 Passagiertage verbucht Die Durchschnittsrate pro Tag und Passagier betrug 124,9 € und lag damit um 11,5% über dem Vorjahreswert.
Zentralbereich
Der Zentralbereich umfasst die Corporate-Center-Funktionen der TUI AG und der Zwischenholdings sowie die sonstigen operativen Bereiche, die sich im Wesentlichen aus den Immobiliengesellschaften des Konzerns zusammensetzen.
Kennzahlen Zentralbereich
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Sparten-Umsatz | 13,4 | 15,6 | - 14,1 |
| Sparten-EBITA | 3,5 | - 8,9 | n. a. |
| Abgangsergebnisse | - | - | |
| Restrukturierung | - | - | |
| Kaufpreisallokation | - | - | |
| Einzelsachverhalte | - 16,1 | - | |
| Bereinigtes Sparten-EBITA | - 12,6 | - 8,9 | - 41,6 |
| Bereinigtes Sparten-EBITDA | - 13,3 | - 5,8 | - 129,3 |
| Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 0,4 | 1,4 | - 71,4 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 606 | 653 | - 7,2 |
Das bereinigte Ergebnis des Zentralbereichs lag im ersten Quartal 2010/11 mit -12,6 Mio. € im Rahmen der Erwartungen, im Vorjahr hatte es einen einmalig positiven Effekt aus der Bewertung von Stock Options gegeben.
Im Berichtsquartal waren im Zentralbereich Erträge in Höhe von 16,1 Mio. € zu bereinigen. Hierbei handelt es sich um Buchgewinne aus dem Verkauf der von der Hapag-Lloyd AG genutzten Immobilie Ballindamm in Hamburg an die Hapag-Lloyd AG.
Das berichtete Ergebnis des Zentralbereichs im ersten Quartal 2010/11 lag mit 3,5 Mio. € um 12,4 Mio. € über dem Vorjahreswert.
Informationen zur Containerschifffahrt
Die nach dem Verkauf der Containerschifffahrt eingegangene Beteiligung von 49,8% (Vorjahr 43,33%) an der „Albert Ballin“ Joint Venture GmbH & Co. KG wird at Equity im TUI Konzernabschluss bewertet. Da es sich bei der Beteiligung an der „Albert Ballin“ aus Sicht der TUI AG um eine Finanzbeteiligung handelt, ist das anteilige Equity-Ergebnis kein Bestandteil der operativen Steuerungsgröße EBITA des TUI Konzerns. In der nachfolgenden Tabelle ist die Containerschifffahrt nachrichtlich aus Sicht der Hapag-Lloyd AG auf einer 100-Prozent-Basis dargestellt.
Kennzahlen Containerschifffahrt *)
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.532,9 | 1.146,9 | + 33,7 |
| EBITA | 87,6 | - 58,0 | n. a. |
| Abgangsergebnisse | - | + 1,4 | |
| Restrukturierung | + 0,1 | + 0,4 | |
| Kaufpreisallokation | + 12,4 | + 11,2 | |
| Einzelsachverhalte | - 3,1 | + 23,7 | |
| Bereinigtes EBITA | 97,0 | - 21,3 | n. a. |
*) Stand Anfang Februar 2011
Umsatz und Ergebnis
Der Umsatz der Containerschifffahrt ist im ersten Quartal 2010/11 um 33,7% im Vergleich zum Vorjahr auf rund 1,5 Mrd. € gestiegen. Ursächlich für diese Entwicklung war das um 6,6% höhere Transportvolumen und das um 19,8% über dem Vorjahresniveau liegende Frachtratenniveau. Zusätzlich beeinflusste der um 9% stärkere US-Dollar im Vergleich zum Euro die Umsatzentwicklung.
Das bereinigte Ergebnis erhöhte sich im ersten Quartal 2010/11 um 118,3 Mio. € auf 97,0 Mio. €. Sondereffekte in Höhe von 9,4 Mio. € waren zu bereinigen. Vor Bereinigung dieser Effekte betrug das Ergebnis 87,6 Mio. €, so dass das vergleichbare Vorjahresquartal um 145,6 Mio. € übertroffen wurde. Zur Ergebnisverbesserung trugen vor allem das höhere Transportvolumen sowie das gestiegene Frachtratenniveau bei. Darüber hinaus wirkte sich der stärkere US-Dollar im Vergleich zum Euro positiv auf die Ergebnissituation aus.
Transportmengen und Frachtraten Hapag-Lloyd
Im ersten Quartal 2010/11 hat sich das Transportvolumen von Hapag-Lloyd gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,6% auf insgesamt 1.218 Tsd. Standardcontainereinheiten (TEU) erhöht. Wesentlichen Einfluss auf den Anstieg hatte das Fahrtgebiet Transpazifik, das auf Grund vermehrter Konsumgütertransporte von Asien nach Nordamerika einen Mengenzuwachs von 19,1% verzeichnete. Leicht gegenläufig wirkte sich die anhaltende selektive Ladungssteuerung im Fahrt-gebiet Australasien aus. Das durchschnittliche Frachtratenniveau betrug im ersten Quartal 2010/11 1.639 USD/TEU und übertraf das vergleichbare Vorjahresquartal um 19,8%. Dabei konnte das Ratenniveau in allen Fahrtgebieten deutlich angehoben werden. Die größte Frachtratensteigerung wurde im Fahrtgebiet Transpazifik erzielt.
Finanzielles Engagement der TUI AG in der Containerschifffahrt
Finanzielles Engagement in der Containerschifffahrt
| Mio. € | 30.6.2010 | 30.9.2010 | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| Einlage im März 2009 | 910 | 910 | 910 |
| Barkapitalerhöhung | 124 | 124 | 124 |
| Sachkapitalerhöhung | 153 | 153 | 153 |
| Wandlung Hybridkapital I in Eigenkapital | - | - | 350 |
| Beteiligung | 1.187 | 1.187 | 1.537 |
| Beteiligungsanteil | 43,2% | 43,2% | 49,8% |
| TUI Überbrückungsdarlehen | 227 | 227 | - |
| TUI Verkäuferdarlehen | 180 | 180 | 180 |
| Darlehen | 407 | 407 | 180 |
| Hybridkapital I | 350 | 350 | - |
| Hybridkapital II | 350 | 350 | 350 |
| Hybridkapital III | 215 | 215 | - |
| Hybride | 915 | 915 | 350 |
| Finanzielles Engagement | 2.509 | 2.509 | 2.067 |
Im Rahmen der Refinanzierung der Hapag-Lloyd AG reduzierte die TUI AG ihr finanzielles Engagement in der Containerschifffahrt durch die nachfolgend dargestellten Schritte bis zum Ende des ersten Quartals 2010/11 auf rund 2,1 Mrd. €:
- Rückzahlung des Überbrückungskredits in Höhe von 227 Mio. €
- Rückzahlung des Hybrid III-Darlehens in Höhe von 215 Mio. €
Darüber hinaus wurde das Hybrid I-Darlehen (350 Mio. €) in Eigenkapital der Hapag-Lloyd gewandelt. Mit der Wandlung des Hybrids wird die Hapag-Lloyd-Bilanz weiter gestärkt und eine positive Wirkung auf die Rating-Kennzahlen angestrebt. Nach Abschluss der Kapitalerhöhung beträgt der Anteil der TUI an Hapag-Lloyd 49,8%. Das Albert Ballin-Konsortium hat das Recht, die neuen Gesellschaftsanteile von TUI bis zum 30. September 2011 zu übernehmen. Unabhängig von diesem Recht kann TUI ihre komplette Beteiligung an Hapag-Lloyd jederzeit an Dritte veräußern. Das Albert Ballin-Konsortium hat Vorkaufsrechte.
Das Hybrid II-Darlehen (350 Mio. €) wird ab 1. Oktober 2010 mit 5% p.a. verzinst. Ab 1. Juli 2011 steigt die Verzinsung des Darlehens vertragsgemäß auf einen marktgerechten Zinssatz (stepup). TUI kann das Hybrid II-Darlehen ab sofort veräußern.
Das Verkäuferdarlehen (180 Mio. €) wird mit Euribor + 4% p.a. verzinst und am 1. Januar 2014 zur Rückzahlung fällig.
Ertragslage des Konzerns
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.286,1 | 2.955,7 | + 11,2 |
| Umsatzkosten | 3.101,5 | 2.811,4 | + 10,3 |
| Bruttogewinn | 184,6 | 144,3 | + 27,9 |
| Verwaltungsaufwendungen | 337,4 | 317,4 | + 6,3 |
| Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen | + 18,0 | + 1,5 | n. a. |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | - | - | - |
| Finanzerträge | 126,5 | 65,5 | + 93,1 |
| Finanzaufwendungen | 157,3 | 110,7 | + 42,1 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen | + 24,6 | - 20,3 | n. a. |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | - 141,0 | - 237,1 | + 40,5 |
| Überleitung auf bereinigtes Ergebnis: | |||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | - 141,0 | - 237,1 | + 40,5 |
| Ergebnis aus der nach der Equity-Methode bewerteten Containerschifffahrt | - 18,2 | 14,7 | n. a. |
| Effekt aus der Bewertung der Darlehen an die Containerschifffahrt | - 38,7 | - 18,1 | - 113,8 |
| Zinsergebnis und Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | 65,6 | 60,2 | + 9,0 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | - | - | - |
| Konzern EBITA | - 132,3 | - 180,3 | + 26,6 |
| Bereinigungen: | |||
| Abgangsergebnisse | - | - | |
| Restrukturierung | + 9,6 | + 3,6 | |
| Kaufpreisallokation | + 20,5 | + 15,6 | |
| Einzelsachverhalte | - 17,4 | + 16,9 | |
| Bereinigtes Konzern-EBITA | - 119,6 | - 144,2 | + 17,1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | - 141,0 | - 237,1 | + 40,5 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 46,8 | - 71,1 | + 34,2 |
| Konzernverlust | - 94,2 | - 166,0 | + 43,3 |
| Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernverlust | - 46,4 | - 104,0 | + 55,4 |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzernverlust | - 47,8 | - 62,0 | + 22,9 |
| Konzernverlust | - 94,2 | - 166,0 | + 43,3 |
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in € | - 0,21 | - 0,44 | + 52,3 |
Die Entwicklung der Ertragslage des Konzerns gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres war im Wesentlichen durch den verbesserten Verlauf des touristischen Geschäfts in der ersten Hälfte der Wintersaison 2010/11 geprägt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung spiegelt den touristischen Saisonverlauf wider; saisonalbedingt fallen die Ergebnisse in den Monaten Oktober bis Dezember negativ aus.
Umsatzerlöse und -kosten
Die Umsatzerlöse beinhalten die Umsätze der Touristik und des Zentralbereichs. Im ersten Quartal 2010/11 nahm der Umsatz mit 3,3 Mrd. € gegenüber dem Vorjahreswert um 11,2% zu. Der Anstieg war insbesondere auf das höhere Geschäftsvolumen von TUI Travel sowie auf den um 5% gestiegenen Wechselkurs des Britischen Pfund im Vergleich zum Euro zurückzuführen. Den Umsatzerlösen wurden die Umsatzkosten gegenübergestellt, die auf Grund des höheren Geschäftsvolumens ebenfalls zunahmen. Im Einzelnen sind Zusammensetzung und Entwicklung des Umsatzes im Abschnitt Ertragslage in den Sparten dargestellt.
Bruttogewinn
Der Bruttogewinn als Saldogröße aus Umsatzerlösen und -kosten lag im ersten Quartal 2010/11 mit 184,6 Mio. € um 27,9% über dem Vorjahreswert.
Verwaltungsaufwendungen
Die Verwaltungsaufwendungen beinhalten Aufwendungen, welche nicht direkt den Umsatzvorgängen zuzuordnen sind, wie Aufwendungen für allgemeine Managementfunktionen. Sie lagen im ersten Quartal mit 337,4 Mio. € um 6,3% über dem Vorjahreswert. Ursächlich für diesen Anstieg war im Wesentlichen das gegenüber dem Euro stärkere Britische Pfund.
Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen
Sonstige Erträge und andere Aufwendungen umfassen in erster Linie Gewinne bzw. Verluste aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens. Der Saldo aus Erträgen und Aufwendungen betrug 18,0 Mio. € im ersten Quartal 2010/11. In diesem Wert ist der Buchgewinn aus dem Verkauf des Verwaltungsgebäudes Ballindamm an Hapag-Lloyd enthalten.
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte
Im ersten Quartal 2010/11 fielen wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte an.
Finanzerträge und -aufwendungen/Finanzergebnis
Das Finanzergebnis enthält das Zinsergebnis und den Nettoertrag aus marktgängigen Wertpapieren sowie den Effekt aus der Bewertung der Darlehen an die Containerschifffahrt. Im ersten Quartal fielen Finanzerträge in Höhe von 126,5 Mio. € (Vorjahr 65,5 Mio. €) an, denen Finanzaufwendungen in Höhe von 157,3 Mio. € (Vorjahr 110,7 Mio. €) gegenüber standen. Die Verbesserung des Finanzergebnisses in Höhe von -30,8 Mio. € im ersten Quartal 2010/11 um 31,9% gegenüber dem Vorjahresquartal resultierte aus höheren Erträgen aus der Bewertung der Darlehen an die Containerschifffahrt.
Equity-Ergebnis
Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen enthält das anteilige Jahresergebnis der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige Wertberichtigungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte dieser Unternehmen. Im ersten Quartal 2010/11 belief sich das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen auf 24,6 Mio. € (Vorjahr -20,3 Mio. €). Der deutliche Anstieg des Equity-Ergebnisses ist auf den positiven Ergebnisbeitrag aus der Beteiligung an der Hapag-Lloyd in Höhe von 18,2 Mio. € zurückzuführen, während das Vorjahresquartal durch einen Verlust in Höhe von 14,7 Mio. € belastet war.
Bereinigtes Konzern-EBITA
Im ersten Quartal 2010/11 betrug das bereinigte Konzern-EBITA -119,6 Mio. € und lag damit um 17,1% über dem Niveau des Vorjahres. Das EBITA wurde jeweils um Abgangsergebnisse, um Aufwendungen im Rahmen von Restrukturierungen, um Kaufpreisallokationen und Effekte aus Einzelsachverhalten bereinigt. Die Bereinigungen werden detailliert im Abschnitt Ertragslage in den Sparten dargestellt.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten die Steuern auf das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit. Der im ersten Quartal 2010/11 entstandene Steuerertrag von -46,8 Mio. € nach -71,1 Mio. € im Vorjahresquartal ist auf die ausgeprägte Ergebnissaisonalität in der Touristik zurückzuführen.
Konzernverlust
Bedingt durch den touristischen Saisonverlauf fiel das Konzernergebnis im ersten Quartal 2010/11 mit -94,2 Mio. € (Vorjahr -166,0 Mio. €) negativ aus. Neben der positiven Entwicklung des touristischen Kerngeschäfts trug auch der positive Equity-Ergebnisbeitrag der Hapag-Lloyd zu dem verbesserten Konzernergebnis bei.
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzernergebnis
Der Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzernergebnis betrug -47,8 Mio. € für das erste Quartal 2010/11. Er betraf die außen stehenden Aktionäre der TUI Travel PLC und Gesellschaften des Bereichs TUI Hotels & Resorts.
Ergebnis je Aktie
Die Aktionäre der TUI AG hatten nach Abzug der Minderheitsanteile im ersten Quartal 2010/11 einen Anteil von -46,4 Mio. € (Vorjahr -104,0 Mio. €) am Konzernergebnis. Dadurch ergab sich ein unverwässertes Ergebnis je Aktie im ersten Quartal von -0,21 € (Vorjahr -0,44 €).
Ergebniskennzahlen
Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen und Mieten (EBITDAR) | 145,7 | 99,5 | + 46,4 |
| Operative Mietaufwendungen | 189,2 | 184,6 | + 2,5 |
| Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) | - 43,5 | - 85,1 | + 48,9 |
| Abschreibungen abzgl. Zuschreibungen 1) | - 88,8 | - 95,2 | + 6,7 |
| Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und außerplanmäßigen Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten (EBITA) | - 132,3 | - 180,3 | + 26,6 |
| Außerplanmäßiger Wertminderungen von Geschäfts- oder Fimenwerten | - | - | - |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | - 132,3 | - 180,3 | + 26,6 |
| Zinsergebnis und Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | - 65,6 | - 60,2 | - 9,0 |
| Effekt aus der Bewertung der Darlehen an die Containerschifffahrt | 38,7 | 18,1 | + 113,8 |
| Ergebnis aus der nach der Equity-Methode bewerteten Containerschifffahrt | 18,2 | - 14,7 | n. a. |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | - 141,0 | - 237,1 | + 40,5 |
1) auf Sach- und immaterielle Anlagen, finanzielle und sonstige Vermögenswerte
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme des Konzerns nahm gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2009/10 um 6% auf 13,8 Mrd. € ab. Die Veränderungen in der Konzernbilanz im Vergleich zum 30. September 2010 sind in erster Linie durch den touristischen Saisonverlauf geprägt.
Vermögens- und Kapitalstruktur
| Mio. € | 31.12.2010 | 30.9.2010 angepasst | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 9.496,5 | 9.356,7 | + 1,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.273,6 | 5.258,8 | - 18,7 |
| Aktiva | 13.770,1 | 14.615,5 | - 5,8 |
| Eigenkapital | 2.667,2 | 2.434,2 | + 9,6 |
| Rückstellungen | 2.047,8 | 2.147,5 | - 4,6 |
| Finanzschulden | 4.742,9 | 4.511,9 | + 5,1 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 4.312,2 | 5.521,9 | - 21,9 |
| Passiva | 13.770,1 | 14.615,5 | - 5,8 |
Langfristige Vermögenswerte
Zum 31. Dezember 2010 hatten die langfristigen Vermögenswerte einen Anteil von 69,0% am Gesamtvermögen, zum 30. September 2010 betrug der Anteil 64,0%. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Berichtszeitraum von 9,4 Mrd. € auf 9,5 Mrd. €.
Kurzfristige Vermögenswerte
Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen betrug 31,0% zum 31. Dezember 2010 nach 36,0% zum 30. September 2010. Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen von 5,3 Mrd. € zum 30. September 2010 auf 4,3 Mrd. € zum 31. Dezember 2010 ab. Ursächlich für den Rückgang war in erster Linie die Saisonalität des touristischen Geschäfts.
Eigenkapital
Zum 31. Dezember 2010 betrug das Eigenkapital 2,7 Mrd. €, die Eigenkapitalquote lag mit 19,4% über dem Wert des Bilanzstichtags am 30. September 2010 von 16,7%. Auf die Entwicklung des Eigenkapitals im Detail wird im Anhang dieses Zwischenberichts eingegangen.
Rückstellungen
Die Rückstellungen enthalten hauptsächlich Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, effektive und latente Ertragsteuerrückstellungen sowie Rückstellungen für betriebstypische Risiken. Sie betrugen zum 31. Dezember 2010 insgesamt 2,0 Mrd. € und lagen damit um 4,8% unter dem Wert zum 30. September 2010. Der Rückgang war insbesondere auf den gestiegenen Zinssatz für die Bewertung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen zurückzuführen.
Finanzschulden
Die Finanzschulden setzten sich zum 31. Dezember 2010 aus langfristigen Finanzschulden in Höhe von 3,7 Mrd. € und kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von 1,1 Mrd. € zusammen. Zum 30. September 2010 beliefen sich die langfristigen Finanzschulden auf 2,8 Mrd. € und die kurzfristigen Finanzschulden auf 1,7 Mrd. €.
Zum Ende des ersten Quartals (31. Dezember 2010) lag die Nettoverschuldung inklusive der zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und damit in Zusammenhang stehenden Schulden des TUI Konzerns bei 3,1 Mrd. €. Dies entspricht einem Rückgang der Nettoverschuldung im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresstichtag von 617 Mio. €. Die deutliche Abnahme der Nettoverschuldung resultiert insbesondere aus der Reduzierung des Engagements in der Containerschifffahrt. Im ersten Quartal 2010/11 sind der TUI AG durch die Rückzahlung gestundeter Zinsen, eines gewährten Überbrückungsdarlehens sowie der Rückführung des Hybrid II Darlehens insgesamt rund 500 Mio. € von Hapag-Lloyd zugeflossen. Darüber hinaus wurden durch den Verkauf von Immobilien sowie des Verwaltungsgebäudes Ballindamm an Hapag-Lloyd weitere rund 100 Mio. € Finanzmittelzuflüsse realisiert.
Übrige Verbindlichkeiten
Die übrigen Verbindlichkeiten lagen zum 31. Dezember 2010 mit 4,3 Mrd. € um 21,9% unter dem Wert zum 30. September 2010. Die Abnahme resultierte insbesondere aus dem saisonalen Geschäftsverlauf in der Touristik.
Weitere Segmentkennzahlen
Bereinigtes Sparten-EBITDA
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Touristik | - 34,4 | - 59,2 | + 41,9 |
| TUI Travel | - 53,3 | - 72,0 | + 26,0 |
| TUI Hotels & Resorts | 21,1 | 17,0 | + 24,1 |
| Kreuzfahrten | - 2,2 | - 4,2 | + 47,6 |
| Zentralbereich | - 13,3 | - 5,8 | - 129,3 |
| Bereinigtes Sparten-EBITDA | - 47,7 | - 65,0 | + 26,6 |
Sparten-EBITDA
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Touristik | - 46,3 | - 79,3 | + 41,6 |
| TUI Travel | - 65,2 | - 92,1 | + 29,2 |
| TUI Hotels & Resorts | 21,1 | 17,0 | + 24,1 |
| Kreuzfahrten | - 2,2 | - 4,2 | + 47,6 |
| Zentralbereich | 2,8 | - 5,8 | n. a. |
| Sparten-EBITDA | - 43,5 | - 85,1 | + 48,9 |
Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Touristik | 97,4 | 92,7 | + 5,1 |
| TUI Travel | 66,9 | 74,6 | - 10,3 |
| TUI Hotels & Resorts | 29,1 | 12,8 | + 127,3 |
| Kreuzfahrten | 1,4 | 5,3 | - 73,6 |
| Zentralbereich | 0,4 | 1,4 | - 71,4 |
| Gesamt | 97,8 | 94,1 | + 3,9 |
Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Touristik | 89,5 | 89,5 | - |
| TUI Travel | 68,5 | 68,9 | - 0,6 |
| TUI Hotels & Resorts | 18,9 | 18,5 | + 2,2 |
| Kreuzfahrten | 2,1 | 2,1 | - |
| Zentralbereich | 1,2 | 1,7 | - 29,4 |
| Gesamt | 90,7 | 91,2 | - 0,5 |
Mitarbeiter
| 31.12.2010 | 30.9.2010 | Veränd. % |
|
|---|---|---|---|
| Touristik | 59.637 | 70.745 | - 15,7 |
| TUI Travel | 45.914 | 52.025 | - 11,7 |
| TUI Hotels & Resorts | 13.485 | 18.495 | - 27,1 |
| Kreuzfahrten | 238 | 225 | + 5,8 |
| Zentralbereich | 606 | 653 | - 7,2 |
| Gesamt | 60.243 | 71.398 | - 15,6 |
Nachtragsbericht
Ende Januar 2011 wurde der Verkauf der Verwaltungsgebäude Rosenstraße (Hamburg) und Karl-Wiechert-Allee 4 (Hannover) an einen fremden Dritten notariell beurkundet. Die TUI AG mietet das Verwaltungsgebäude in Hannover langfristig.
Im Januar 2011 erhielt die TUI AG die erste Tranche einer Sonderdividende in Höhe von 50,0 Mio. € von ihrer Tochtergesellschaft RIUSA II, S.A.
Anfang Februar 2011 wurden alle Voraussetzungen zum Vollzug des Verkaufs der drei Hotelanlagen der Turcotel an einen fremden Dritten geschaffen. Die Hotelanlagen werden im Rahmen von Pachtverträgen durch die Magic Life-Gruppe gemietet werden.
Ausblick
Gesamtwirtschaftliche Situation
Der Internationale Währungsfonds unterstellt für das Kalenderjahr 2010 (IWF, World Economic Outlook, Update Januar 2011) ein globales Wachstum von 5,0%, das regional deutlich unterschiedlich ausgeprägt ist.
Für das Kalenderjahr 2011 erwartet der IWF ein leicht abgeschwächtes Wachstum von 4,4%. Die voraussichtliche Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsregionen ergibt sich aus der nachstehenden Tabelle.
Voraussichtliche Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts
| Veränderung in % | 2010 | 2011 |
|---|---|---|
| Welt | 5,0 | 4,4 |
| Euro-Zone | 1,8 | 1,5 |
| Deutschland | 3,6 | 2,2 |
| Frankreich | 1,6 | 1,6 |
| Großbritannien | 1,7 | 2,0 |
| USA | 2,8 | 3,0 |
| Japan | 4,3 | 1,6 |
| China | 10,3 | 9,6 |
| Indien | 9,7 | 8,4 |
| Ostasiatische Schwellenländer | 6,7 | 5,5 |
Quelle: Internationaler Währungsfond (IWF), World Economic Outlook, Update Januar 2011
Marktentwicklung in den Sparten
Gemäß den aktuellen Prognosen der Europäischen Reisekommission wird für das Jahr 2011 ein Wachstum der Anzahl durchgeführter Reisen in Europa von rund 4,2% erwartet (European Travel Commission, European Tourism 2010, Quarterly Report Q3/2010, Oktober 2010). Die UNWTO (World Tourism Barometer, Advance Release, Januar 2011) rechnet für 2011 mit einem Wachstum der internationalen Ankünfte von 4 bis 5%.
Voraussichtliche Entwicklung der Ertragslage
Infolge der aktuellen Demonstrationen in Tunesien und Ägypten erwarten wir im zweiten Quartal 2010/11 zusätzliche Kosten für die vorzeitige Rückführung von Urlaubsgästen und Umsatzausfälle bei TUI Travel und TUI Hotels & Resorts. Insgesamt erwarten wir hierfür Aufwendungen in Höhe von 31 bis 37 Mio. €. Daneben könnten sich in Abhängigkeit von dem weiteren Verlauf der politischen Unruhen in der Sommersaison 2011 Nachfrageverschiebungen zu Lasten der betroffenen Zielgebiete ergeben. Wir gehen derzeit davon aus, dass wir die hieraus möglicherweise entstehenden Ergebnisauswirkungen für den TUI Konzern durch unsere flexible Kapazitätsplanung begrenzen können.
Unsere aktuelle Erwartung über die voraussichtliche Entwicklung des TUI Konzerns im Geschäftsjahr 2010/11 entspricht daher unverändert der im Geschäftsbericht 2009/10 getroffenen Einschätzung.
TUI Konzern
Voraussichtliche Entwicklung der Ertragslage des Konzerns
| Mio. € | 2009/10 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Umsatz der Sparten | 16.350,1 | ↑ |
| Bereinigtes Sparten-EBITA | 589,2 | ↑ |
| Sparten-EBITA | 215,5 | ↑ |
Umsatz der Sparten
Vor dem Hintergrund der prognostizierten weiteren wirtschaftlichen Erholung und der aktuellen Buchungseingänge erwarten wir eine Steigerung des Umsatzes der Sparten im Geschäftsjahr 2010/11 infolge höherer Gästezahlen und besserer Durchschnittspreise im Volumengeschäft von TUI Travel.
Bereinigtes Ergebnis der Sparten
Infolge der erwarteten Ergebnisverbesserungen bei TUI Travel und TUI Hotels & Resorts soll das bereinigte Ergebnis der Sparten im Geschäftsjahr 2010/11 leicht ansteigen.
Ergebnis der Sparten
Auch für das berichtete Ergebnis der Sparten rechnen wir im Geschäftsjahr 2010/11 mit einem Anstieg. Dieser ist neben einem besseren operativen Ergebnis auch auf geringere Sonderbelastungen zurückzuführen. Die Bereinigungen sollen gegenüber dem Wert des Geschäftsjahres 2009/10 deutlich abnehmen. Im Geschäftsjahr 2010/11 werden neben Kaufpreisallokationen insbesondere noch Einmalkosten aus dem neuen Kosteneinsparungs- und Effizienzsteigerungsprogramm von TUI Travel sowie Restrukturierungsaufwendungen zu bereinigen sein.
Konzernjahresergebnis
Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2010/11 ein positives Konzernjahresergebnis.
Voraussichtliche Entwicklung in den Sparten
Voraussichtliche Entwicklung der Ertragslage in den Sparten
| Sparten-Umsatz | Sparten-Umsatz | Bereinigtes Sparten-EBITA | Bereinigtes Sparten-EBITA | |
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 2009/10 | 2010/11 | 2009/10 | 2010/11 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Touristik | 16.286,7 | ? | 640,2 | ? |
| TUI Travel | 15.728,0 | ? | 506,0 | ? |
| TUI Hotels & Resorts | 380,0 | ? | 126,6 | ? |
| Kreuzfahrten | 178,7 | ? | 7,6 | ? |
| Zentralbereich | 63,4 | ? | - 51,0 | ? |
| Konzern | 16.350,1 | ? | 589,2 | ? |
TUI Travel
Für TUI Travel rechnen wir in 2010/11 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum mit einem leichten Anstieg des bereinigten Ergebnisses. Wesentliche Ergebnistreiber bei TUI Travel sind das erwartete höhere Geschäftsvolumen und positive Effekte aus dem eingeleiteten Kosteneinsparungs- und Effizienzsteigerungsprogramm. Demgegenüber stehen Risiken aus einer unter den Erwartungen liegenden wirtschaftlichen Entwicklung in den wesentlichen Volumenmärkten mit einer dämpfenden Auswirkung auf die Nachfrage nach Reisen. Auch die aktuellen politischen Unruhen in Tunesien und Ägypten könnten die Buchungslage für diese Destinationen wesentlich beeinflussen. Daneben hat auch die Kursentwicklung des Britischen Pfund gegenüber dem Euro einen hohen Einfluss auf das im Konzernabschluss der TUI AG ausgewiesene Ergebnis von TUI Travel.
TUI Hotels & Resorts
Die Kapazität von TUI Hotels & Resorts wird im Geschäftsjahr 2010/11 durch die im laufenden Geschäftsjahr 2010/11 geplante Übertragung des Geschäftsbetriebs von Magic Life auf TUI Travel zurückgehen. Bereinigt um diesen Sachverhalt steigt die Kapazität ebenso wie die Anzahl der Übernachtungen voraussichtlich leicht an. Insgesamt rechnen wir für die Auslastung der Hotels und das operative Ergebnis mit einem leichten Anstieg. Risiken bestehen in einer unter den Erwartungen liegenden Entwicklung der Gästezahlen aus den großen Quellmärkten. Die aktuellen politischen Unruhen in Tunesien und Ägypten könnten die Nachfrage für Hotels in diesen Destinationen wesentlich beeinflussen.
Kreuzfahrten
Für die Sparte Kreuzfahrten erwarten wir infolge der Vorlauf- und Finanzierungskosten für die Indienststellung der Mein Schiff 2 bei TUI Cruises ein rückläufiges operatives Ergebnis gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Touristik
Ausgehend von den Ergebniseinschätzungen für TUI Travel, TUI Hotels & Resorts und Kreuzfahrten erwarten wir für das Geschäftsjahr 2010/11 im Segment Touristik einen leichten Anstieg des operativen Ergebnisses gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf in der Touristik wird dabei die weitere Entwicklung der Konsumneigung in den großen Volumenmärkten haben.
Zentralbereich
Für den Zentralbereich rechnen wir mit einem bereinigten Ergebnis auf dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums.
Corporate Governance
Zusammensetzung der Organe
Im Berichtszeitraum und nach dem Stichtag haben sich keine Veränderungen in der Besetzung der Organe der TUI AG ergeben. Die aktuelle, vollständige Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat ist auf der Internetseite der Gesellschaft (www.tui-group.com) angegeben und dort der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich.
TUI AG
Der Vorstand
Februar 2011
Gewinn- und Verlustrechnung
Zwischenabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der TUI AG für die Zeit vom 1.10. bis 31.12.
| Mio. € | Anhang | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.286,1 | 2.955,7 | |
| Umsatzkosten | (1) | 3.101,5 | 2.811,4 |
| Bruttogewinn | 184,6 | 144,3 | |
| Verwaltungsaufwendungen | (1) | 337,4 | 317,4 |
| Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen | (2) | + 18,0 | + 1,5 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | - | - | |
| Finanzerträge | (3) | 126,5 | 65,5 |
| Finanzaufwendungen | (3) | 157,3 | 110,7 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen | (4) | + 24,6 | - 20,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | - 141,0 | - 237,1 | |
| Überleitung auf bereinigtes Ergebnis: | |||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | - 141,0 | - 237,1 | |
| Ergebnis aus der nach der Equity-Methode bewerteten Containerschifffahrt | - 18,2 | 14,7 | |
| Effekt aus der Bewertung der Darlehen an die Containerschifffahrt | - 38,7 | - 18,1 | |
| Zinsergebnis und Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | 65,6 | 60,2 | |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | - | - | |
| Konzern EBITA | - 132,3 | - 180,3 | |
| Bereinigungen: | (5) | ||
| Abgangsergebnisse | - | - | |
| Restrukturierung | + 9,6 | + 3,6 | |
| Kaufpreisallokation | + 20,5 | + 15,6 | |
| Einzelsachverhalte | - 17,4 | + 16,9 | |
| Bereinigtes Konzern EBITA | - 119,6 | - 144,2 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | - 141,0 | - 237,1 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (6) | - 46,8 | - 71,1 |
| Konzernverlust | - 94,2 | - 166,0 | |
| Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernverlust | - 46,4 | - 104,0 | |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzernverlust | (7) | - 47,8 | - 62,0 |
| Konzernverlust | - 94,2 | - 166,0 |
Ergebnis je Aktie
| € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst |
|---|---|---|
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie | - 0,21 | - 0,44 |
Konzernbilanz
Konzernbilanz der TUI AG
| Mio. € | 31.12.2010 | 30.9.2010 | 30.9.2009 angepasst |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 2.865,7 | 2.862,6 | 2.712,3 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 895,5 | 907,2 | 887,9 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 65,8 | 66,2 | 76,7 |
| Sachanlagen | 2.501,8 | 2.499,8 | 2.370,9 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | 2.086,5 | 1.775,2 | 1.184,0 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 378,7 | 612,0 | 103,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 556,2 | 334,8 | 1.369,0 |
| Derivative Finanzinstrumente | 50,2 | 165,3 | 111,4 |
| Latente Ertragsteueransprüche | 96,1 | 133,6 | 277,9 |
| Langfristige Vermögenswerte | 9.496,5 | 9.356,7 | 9.093,1 |
| Vorräte | 104,0 | 89,5 | 81,5 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - | - | 2,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 1.892,7 | 2.328,2 | 2.066,6 |
| Derivative Finanzinstrumente | 291,7 | 203,3 | 338,1 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 93,0 | 71,1 | 21,2 |
| Finanzmittel | 1.669,6 | 2.274,3 | 1.452,0 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 222,6 | 292,4 | 405,7 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.273,6 | 5.258,8 | 4.367,1 |
| 13.770,1 | 14.615,5 | 13.460,2 | |
| Mio. € | 31.12.2010 | 30.9.2010 | 30.9.2009 angepasst |
| Passiva | |||
| Gezeichnetes Kapital | 643,4 | 643,1 | 642,8 |
| Kapitalrücklagen | 913,8 | 913,5 | 871,3 |
| Gewinnrücklagen | 707,0 | 489,5 | 356,7 |
| Hybridkapital | 294,8 | 294,8 | 294,8 |
| Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen | 2.559,0 | 2.340,9 | 2.165,6 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 108,2 | 93,3 | 75,2 |
| Eigenkapital | 2.667,2 | 2.434,2 | 2.240,8 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 761,0 | 878,5 | 838,6 |
| Tatsächliche Ertragsteuerrückstellungen | 107,5 | 114,5 | 169,5 |
| Latente Ertragsteuerrückstellungen | 131,0 | 80,2 | 181,3 |
| Sonstige Rückstellungen | 520,8 | 520,2 | 482,8 |
| Langfristige Rückstellungen | 1.520,3 | 1.593,4 | 1.672,2 |
| Finanzschulden | 3.683,9 | 2.827,5 | 3.175,1 |
| Derivative Finanzinstrumente | 20,2 | 47,8 | 78,7 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 90,1 | 86,4 | 101,2 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 3.794,2 | 2.961,7 | 3.355,0 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 5.314,5 | 4.555,1 | 5.027,2 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 27,7 | 32,8 | 29,8 |
| Tatsächliche Ertragsteuerrückstellungen | 119,9 | 137,8 | 85,9 |
| Sonstige Rückstellungen | 379,9 | 383,5 | 287,0 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 527,5 | 554,1 | 402,7 |
| Finanzschulden | 1.059,0 | 1.684,4 | 539,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.792,9 | 2.847,4 | 2.640,8 |
| Derivative Finanzinstrumente | 109,4 | 147,4 | 363,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.205,7 | 2.297,0 | 2.065,4 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 5.167,0 | 6.976,2 | 5.609,3 |
| Schulden i. Z. m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten | 93,9 | 95,9 | 180,2 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 5.788,4 | 7.626,2 | 6.192,2 |
| 13.770,1 | 14.615,5 | 13.460,2 |
Anhang
Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2010 wird in Übereinstimmung mit dem IAS 34: Zwischenberichterstattung in einer im Vergleich zum Konzernjahresabschluss verkürzten Form veröffentlicht. Vom Prinzip der historischen Anschaffungskosten wurde unverändert nur bei der Bewertung von Finanzinstrumenten abgewichen.
Der Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde grundsätzlich unter Beachtung derselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss zum 30. September 2010 zugrunde lagen.
Darüber hinaus waren beginnend mit dem Geschäftsjahr 2010/11 folgende durch das IASB überarbeitete bzw. neu herausgegebene Standards und Interpretationen verpflichtend anzuwenden:
- Überarbeitung des IFRS 1: Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards
- Änderungen des IFRS 1: Zusätzliche Ausnahmen für erstmalige Anwender
- Änderungen des IFRS 2: Anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich durch ein Unternehmen der Gruppe
- Änderungen des IAS 32: Einstufung von Bezugsrechten
- Verbesserungen an den IFRS (2009)
- IFRIC 15: Verträge über die Errichtung von Immobilien
- IFRIC 17: Sachdividende an Eigentümer
- IFRIC 18: Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden
- IFRIC 19: Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente
Aus der verpflichtenden Anwendung dieser Vorschriften ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des vorliegenden Zwischenabschlusses des TUI Konzerns. Eventuelle Auswirkungen auf zukünftige Perioden werden entsprechend berücksichtigt werden.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die TUI AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- oder Geschäftspolitik so zu bestimmen, dass der Konzern aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zieht.
In den Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2010 wurden neben der TUI AG insgesamt 44 inländische und 699 ausländische Tochterunternehmen einbezogen.
Seit dem 1. Oktober 2010 wurde eine Gesellschaft durch Akquisition der TUI Travel neu einbezogen. Hingegen haben fünf Gesellschaften auf Grund ihrer Liquidation sowie eine Gesellschaft durch Fusion den Konsolidierungskreis verlassen. Die Anzahl der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen bleibt im Vergleich zum Vorjahresabschluss nach dem Erwerb und dem Verkauf je einer Gesellschaft unverändert.
Akquisitionen – Desinvestitionen
Zusammenfassende Darstellung der Akquisitionen
| Name und Sitz der erworbenen Gesellschaft bzw. erworbenes Geschäft | Geschäftstätigkeit | Erwerber | Erwerbszeitpunkt | Erworbener Anteil | Übertragene Gegenleistung in Mio. € |
|---|---|---|---|---|---|
| Top Class - European Cruise Services S.a.r.l., Monaco | Cruise Handling | Trina Group Limited | 1.10.10 | 100% | 0,5 |
| 16 Reisebüros in Deutschland | Reisebüro | TUI Leisure Travel GmbH | 1.10.-31.12.10 | n.a. | 2,8 |
| 8 Reisebüros in Österreich | Reisebüro | TUI Austria Holding GmbH | 1.10.-31.12.10 | n.a. | 2,6 |
| Gesamt | 5,9 |
Die Erwerbe der Reisebüros in Deutschland und Österreich wurden im Zuge von Asset Deals durchgeführt.
Die übertragenen Gegenleistungen umfassen ausschließlich bezahlte Kaufpreise. Anschaffungsnebenkosten sowie das Entgelt für zukünftige Leistungen der Mitarbeiter der erworbenen Unternehmen werden gemäß den geänderten Bestimmungen des IFRS 3 als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Zusammenfassende Darstellung der Erstkonsolidierungsbilanzen
| Mio. € | Fair Value zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,5 |
| Anlagevermögen | 0,5 |
| Vorräte | 0,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0,0 |
| Finanzmittel | 0,1 |
| Finanzschulden | 0,1 |
| Eigenkapital | 0,6 |
Der sich zwischen den übertragenen Gegenleistungen und dem erworbenen, neubewerteten Nettovermögen ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von zum Erwerbszeitpunkt umgerechnet 5,3 Mio. € wurde jeweils vorläufig als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Diese Geschäfts- oder Firmenwerte stellen im Wesentlichen einen Teil der zukünftigen Ertragspotenziale dar. Von den in der laufenden Berichtsperiode aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerten sind voraussichtlich 2,0 Mio. € steuerlich abzugsfähig.
Einzelne Bereiche der erworbenen Vermögenswerte und Schulden konnten zum Bilanzstichtag auf Grund der vorhandenen Informationen noch nicht abschließend bewertet werden. Es wurde von der in IFRS 3 angegebenen Frist von zwölf Monaten für den Abschluss von Kaufpreisallokationen Gebrauch gemacht, die bis zum Ablauf dieser Frist eine vorläufige Zuordnung des Kaufpreises zu den einzelnen Vermögenswerten und Schulden vorsieht.
Die Erwerbe hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Umsatzerlöse und das Konzernergebnis der laufenden Periode.
Nach dem Bilanzstichtag wurden keine wesentlichen Unternehmenswerbe durchgeführt. Die Bilanzierung dieser Erwerbe ist entsprechend den Vorschriften des IFRS 3 noch nicht finalisiert.
Im vorliegenden Abschluss wurden die Kaufpreisallokationen der folgenden im ersten Quartal 2009/10 erworbenen Gesellschaften und Gruppen entsprechend den Vorschriften des IFRS 3 innerhalb der vorgeschriebenen zwölf Monate abgeschlossen:
- Select-World Pty Ltd., Australien
- Sport Executive Travel-Gruppe, UK
Vergleichsinformationen für die Berichtsperioden vor Fertigstellung der erstmaligen Bilanzierung des Erwerbsvorgangs sind rückwirkend so darzustellen, als wäre die Kaufpreiszuordnung zum Erwerbszeitpunkt bereits abgeschlossen gewesen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die zusammengefassten endgültigen Kaufpreiszuordnungen:
Endgültige Darstellung der Erstkonsolidierungsbilanzen für die Erwerbe vom 1.10. bis 31.12.2009
| Mio. € | Buchwerte zum Zeitpunkt des Erwerbs | Neubewertung von Vermögenswerten und Schulden | Fair Value zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung |
|---|---|---|---|
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | - | 4,2 | 4,2 |
| Anlagevermögen | - | 4,2 | 4,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0,5 | - | 0,5 |
| Finanzmittel | 1,8 | - | 1,8 |
| Ertragsteuerrückstellungen | 0,1 | 1,2 | 1,3 |
| Verbindlichkeiten und Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 2,6 | - | 2,6 |
| Eigenkapital | -0,4 | 3,0 | 2,6 |
Der aus der Verrechnung der übertragenen Gegenleistungen mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital entstandene Geschäfts- oder Firmenwert in der Konzernbilanz erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2009 infolge der geänderten Kaufpreiszuordnung um umgerechnet 2,0 Mio. €. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte verkörpern im Wesentlichen einen Teil der erwarteten Synergiepotenziale.
Unter Berücksichtigung der geänderten Kaufpreiszuordnungen ergeben sich folgende Auswirkungen auf die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009:
Auswirkungen von geänderten Kaufpreiszuordnungen und -anpassungen auf die Konzernbilanz
| Mio. € | Anpassung 31.12.2009 |
|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | + 2,0 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | + 0,5 |
| Langfristige Vermögenswerte | + 2,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | + 0,1 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | + 0,1 |
| Ertragsteuerrückstellungen | + 0,2 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | + 0,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | + 2,4 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | + 2,4 |
Aus diesen endgültigen Kaufpreisanpassungen entstanden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernbilanz zum 30. September 2010 sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Vorperiode.
Die Auswirkungen der Desinvestitionen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des TUI Konzerns waren nicht nennenswert.
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der fortzuführenden Geschäftsbereiche spiegelt den touristischen Saisonverlauf wider, wodurch geschäftsbedingt das Ergebnis der Monate Oktober bis Dezember negativ ist.
Der Anstieg der Umsatzerlöse und Umsatzkosten ist begründet durch das höhere Geschäftsvolumen in der Sparte TUI Travel. Eine zusätzliche Erhöhung resultiert aus dem gestiegenen Wechselkurs des Britischen Pfund.
(1) Umsatzkosten und Verwaltungsaufwendungen
In den Umsatzkosten und Verwaltungsaufwendungen sind folgende Positionen enthalten:
Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst |
|---|---|---|
| Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen | 190,1 | 184,9 |
Personalaufwand
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst |
|---|---|---|
| Personalaufwand | 531,6 | 507,9 |
Abschreibungen
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen | 90,7 | 91,2 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | - | - |
| Gesamt | 90,7 | 91,2 |
(2) Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen
Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst |
|---|---|---|
| Sonstige Erträge | 18,2 | 3,5 |
| Andere Aufwendungen | 0,2 | 2,0 |
| Gesamt | + 18,0 | + 1,5 |
Die sonstigen Erträge des laufenden Geschäftsjahres resultieren mit 16,1 Mio. € aus dem Abgangsgewinn des im Dezember 2010 verkauften Verwaltungsgebäudes am Ballindamm in Hamburg.
(3) Finanzergebnis
Das Finanzergebnis umfasst insbesondere auch Bewertungseffekte in Höhe von 38,7 Mio. € (Vorquartal 18,1 Mio. €) aus Zuschreibungen von der „Albert Ballin“ Holding GmbH & Co. KG und der Hapag-Lloyd AG gewährten Darlehen und Hybridinstrumenten sowie Erträgen aus der Umwandlung eines Hybridinstruments in Eigenkapital.
(4) Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst |
|---|---|---|
| Touristik | 6,4 | - 5,6 |
| Containerschifffahrt | 18,2 | - 14,7 |
| Gesamt | 24,6 | - 20,3 |
(5) Bereinigungen
Zusätzlich zu den nach IFRS geforderten Angaben wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum bereinigten Ergebnis übergeleitet. Die Bereinigungen zeigen als Abgangsergebnisse Entkonsolidierungserfolge, als Restrukturierungen Ereignisse nach IAS 37 und unter Kaufpreisallokationen sämtliche daraus resultierenden Effekte auf das EBITA. Ein weiterer Bestandteil dieser Überleitung sind die Aufwendungen aus Einzelsachverhalten.
Einzelsachverhalte nach Sparten
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 |
|---|---|---|
| Touristik | - 1,3 | 16,9 |
| TUI Travel | - 1,3 | 16,9 |
| Alle sonstigen Segmente | - 16,1 | - |
| Gesamt | - 17,4 | 16,9 |
In der Position Einzelsachverhalte der Sonstigen Segmente wird der Abgangsgewinn aus dem Verkauf des Verwaltungsgebäudes am Ballindamm in Hamburg ausgewiesen.
(6) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Der im ersten Quartal entstandene Steuerertrag ist auf den touristischen Saisonverlauf zurückzuführen.
(7) Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzernverlust
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzernverlust
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 |
|---|---|---|
| TUI Travel | - 52,6 | - 65,6 |
| TUI Hotels & Resorts | 4,8 | 3,6 |
| Gesamt | - 47,8 | - 62,0 |
Erläuterungen zur Konzernbilanz
Die Veränderungen der Konzernbilanz im Vergleich zum 30. September 2010 sind hauptsächlich geprägt durch den touristischen Saisonverlauf. Dementsprechend verminderten sich sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerte als auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Der Anstieg des Bilanzpostens nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen in Höhe von 311,3 Mio. € auf 2.086,5 Mio. € reflektiert im Wesentlichen die Beteiligungserhöhung an der Containerschifffahrt. Auf Grund der Wandlung des Hybrid I-Darlehens in Eigenkapital erhöhte sich der Anteil der TUI an der Containerschifffahrt auf nunmehr rund 49,8%.
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
| Mio. € | 31.12.2010 | 30.9.2010 |
|---|---|---|
| Gewerbeimmobilien und Hotels (Turcotel) | 155,9 | 225,0 |
| Jet4You | 47,3 | 35,0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 19,4 | 32,4 |
| Gesamt | 222,6 | 292,4 |
Im 1. Quartal 2010/11 wurden eine türkische Hotelanlage sowie das Verwaltungsgebäude am Ballindamm in Hamburg veräußert. Die sonstigen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen zur Veräußerung stehendes Flugzeugvermögen.
Schulden i. Z. m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten
| Mio. € | 31.12.2010 | 30.9.2010 |
|---|---|---|
| Jet4You | 35,9 | 35,9 |
| Veräußerungsgruppe Turcotel | 58,0 | 60,0 |
| Gesamt | 93,9 | 95,9 |
Die Pensionsrückstellungen sanken insbesondere auf Grund des gestiegenen Zinsniveaus in Deutschland und Großbritannien um 122,6 Mio. € auf 788,7 Mio. €.
Die langfristigen Finanzschulden nahmen insgesamt um 856,4 Mio. € auf 3.683,9 Mio. € zu. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus der Nutzung langfristiger Kreditlinien der TUI Travel zur Deckung der im touristischen Saisonverlauf im ersten Quartal 2010/11 zu leistenden Zahlungen. Die kurzfristigen Finanzschulden verringerten sich dagegen um 625,4 Mio. € auf 1.059,0 Mio. €. Wesentlichen Anteil (440,0 Mio. €) hieran hatte die planmäßige Rückzahlung der im Dezember 2010 fälligen Anleihe.
Eigenkapitalveränderungen
Insgesamt erhöhte sich das Eigenkapital seit dem 30. September 2010 um 233,0 Mio. € auf 2.667,2 Mio. €.
Die direkt mit dem Eigenkapital zu verrechnenden Ergebnisse (nach Steuern) aus höheren Marktwerten von Sicherungsinstrumenten, die aus der effektiven Absicherung zukünftiger Zahlungsströme resultieren, beliefen sich auf +110,1 Mio. €.
In der Berichtsperiode führte im Wesentlichen das Ansteigen des langfristigen Zinsniveaus in Deutschland und Großbritannien zu einem Absinken der Pensionsverpflichtungen und somit zu einem Anstieg nach Steuern der in den Gewinnrücklagen enthaltenen Rücklagen gemäß IAS 19 um 93,4 Mio. €.
Die Bewertung von Hybridinstrumenten, welche als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert wurden, führt zum Stichtag zu einer erfolgsneutralen Erhöhung der Gewinnrücklagen.
Ebenfalls positiv auf das Eigenkapital wirkte sich vor allem der stärkere US-Dollar aus.
Die TUI Travel PLC vergütet Mitarbeiter im Rahmen langfristiger Anreizprogramme durch Aktienoptionspläne, die mit Aktien bedient werden. Aus diesen Aktienoptionsplänen resultierte in der vorliegenden Berichtsperiode eine erfolgsneutrale Erhöhung des Eigenkapitals vor Steuern um 5,2 Mio. €.
Das Konzernergebnis ist bedingt durch den touristischen Saisonverlauf negativ.
Das Eigenkapital verminderte sich durch die Zahlung von Dividenden an konzernfremde Anteilseigner. Von diesen entfällt der überwiegende Teil auf die von der TUI Travel PLC gezahlte Zwischendividende. Weiterhin ist die Verzinsung des von der TUI AG begebenen Hybridkapitals gemäß den Vorschriften des IFRS als Dividende auszuweisen.
Die TUI AG hat weitere Anteile an der TUI Travel PLC erworben. Durch die vorgeschriebene Verrechnung dieser und weiterer Anschaffungskosten mit den Gewinnrücklagen sank das Eigenkapital um 4,8 Mio. €.
Haftungsverhältnisse
Zum 31. Dezember 2010 bestanden Haftungsverhältnisse in Höhe von rund 451,9 Mio. € (zum 30. September 2010 rund 453,7 Mio. €). Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe des am Bilanzstichtag geschätzten Erfüllungsbetrags ausgewiesen werden. Es handelt sich vor allem um die Gewährung von Avalen zu Gunsten der Hapag-Lloyd AG aus der im September 2010 gewährten Auszahlung von gesicherten Schiffsfinanzierungen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Finanzielle Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen
| Mio. € | 31.12.2010 | 30.9.2010 |
|---|---|---|
| Nennwert | 3.168,0 | 2.907,3 |
| Beizulegender Zeitwert | 2.688,4 | 2.540,3 |
Die finanziellen Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen erhöhten sich zum 31. Dezember 2010 gegenüber dem 30. September 2010 um 260,7 Mio. € auf 3.168,0 Mio. €. Die Erhöhung ist unter anderem mit 45,0 Mio. € auf von der TUI Travel-Gruppe gepachtete Hotelanlagen zurückzuführen. Weiterhin resultierten gegenüber dem 30. September 2010 zusätzliche finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 187,1 Mio. € im Wesentlichen aus der Verlängerung der Vertragslaufzeit für bereits durch die TUI Travel betriebene Kreuzfahrtschiffe sowie im Übrigen aus Charterverpflichtungen für ein weiteres Kreuzfahrtschiff der Hapag-Lloyd Kreuzfahrten.
Weitere Sonstige finanzielle Verpflichtungen
| Mio. € | 31.12.2010 | 30.9.2010 |
|---|---|---|
| Bestellobligo für Investitionen | 2.489,9 | 1.857,7 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 177,1 | 199,8 |
| Gesamt (Nennwert) | 2.667,0 | 2.057,5 |
| Beizulegender Zeitwert | 2.325,8 | 1.849,9 |
Das nahezu ausschließlich auf die Touristik entfallende Bestellobligo für Investitionen erhöhte sich zum 31. Dezember 2010 gegenüber dem 30. September 2010 um 632,3 Mio. € vor allem auf Grund der Bestellung von weiteren fünf Flugzeugen des Typs B737-800 sowie von zwei Flugzeugen des Typs A330.
Weiterhin hat die Hapag-Lloyd Kreuzfahrten im Zuge des Ausbaus ihrer Flotte den Neubau eines Kreuzfahrtschiffes MS Europa 2 bei einer französischen Werft in Auftrag gegeben. Unmittelbar nach Fertigstellung des Neubaus erwirbt eine zu diesem Zwecke errichtete fremde Besitzgesellschaft die MS Europa 2. Der von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten erteilte Bauauftrag stand zunächst unter dem auflösenden Vorbehalt einer am 22. Dezember 2010 erteilten Fremdfinanzierungszusage durch ein Bankenkonsortium zu Gunsten der Besitzgesellschaft. Die Hapag-Lloyd Kreuzfahrten wird im Wege eines so genannten Bareboat-Charter-Vertrages das Schiff von der Besitzgesellschaft langfristig mieten. Die MS Europa 2 soll im Frühjahr 2013 in Dienst gestellt werden.
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung des Konzerns
Ausgehend vom Konzernergebnis nach Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode abgeleitet. Der Finanzmittelbestand sank im Berichtszeitraum um 604,7 Mio. € auf 1.669,6 Mio. €.
Aus laufender Geschäftstätigkeit flossen im Berichtszeitraum -1.107,0 Mio. € Zahlungsmittel ab (im Vorjahr -1.213,8 Mio. €). Der hohe Mittelabfluss ist wie in jedem Jahr dadurch bedingt, dass nach Ende der touristischen Saison die Lieferantenverbindlichkeiten beglichen werden. Im aktuellen Quartal sind 89,0 Mio. € erhaltene Zinszahlungen aus dem Engagement in der Containerschifffahrt enthalten.
Die Rückführung von an die Containerschifffahrt gewährten Darlehen (453,3 Mio. €) war ursächlich für den Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit von insgesamt 504,5 Mio. €. Die Zahlungen enthalten neben Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen bei der TUI Travel-Gruppe in Höhe von 55,9 Mio. € und bei den Hotelgesellschaften in Höhe von 29,0 Mio. € auch Einzahlungen aus dem Verkauf von Immobilien in Höhe von 106,9 Mio. €.
Aus der Finanzierungstätigkeit hat sich der Finanzmittelbestand insgesamt um -6,6 Mio. € vermindert. Während die TUI AG eine Anleihe (440,0 Mio. €) planmäßig getilgt und für die Rückführung von langfristigen Krediten 164,8 Mio. € gezahlt hat, hat TUI Travel Bankkredite in Höhe von 868,8 Mio. € aufgenommen und Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute in Höhe von 18,1 Mio. € sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe von 40,6 Mio. € zurückgeführt. Den Hotelgesellschaften sind Zahlungsmittel in Höhe von 25,4 Mio. € aus neuen Finanzierungen zugeflossen, für die Tilgung konnten 54,3 Mio. € aufgewandt werden. Für Zinszahlungen sind 160,3 Mio. € verwendet worden, als Dividenden an die Minderheitsaktionäre der TUI Travel PLC wurden 18,5 Mio. € gezahlt.
Im Übrigen nahm der Finanzmittelbestand wechselkursbedingt um 4,4 Mio. € zu.
Segmentkennzahlen
Umsatzerlöse nach Sparten und Geschäftsbereichen für die Zeit vom 1.10. bis 31.12.2010
| Mio. € | Fremde Dritte | Konzern | Q1 2010/11 Gesamt |
|---|---|---|---|
| Touristik | 3.272,7 | 3,8 | 3.276,5 |
| TUI Travel | 3.155,5 | 6,2 | 3.161,7 |
| TUI Hotels & Resorts | 76,8 | 104,7 | 181,5 |
| Kreuzfahrten | 40,4 | - | 40,4 |
| Konsolidierung | - | - 107,1 | - 107,1 |
| Alle sonstigen Segmente | 13,4 | 10,5 | 23,9 |
| Konsolidierung | - | - 14,3 | - 14,3 |
| Gesamt | 3.286,1 | - | 3.286,1 |
Umsatzerlöse nach Sparten und Geschäftsbereichen für die Zeit vom 1.10. bis 31.12.2009
| Mio. € | Fremde Dritte | Konzern | Q1 2009/10 Gesamt angepasst |
|---|---|---|---|
| Touristik | 2.940,1 | 16,9 | 2.957,0 |
| TUI Travel | 2.811,7 | 6,4 | 2.818,1 |
| TUI Hotels & Resorts | 87,4 | 90,0 | 177,4 |
| Kreuzfahrten | 41,0 | - | 41,0 |
| Konsolidierung | - | - 79,5 | - 79,5 |
| Alle sonstigen Segmente | 15,6 | 31,2 | 46,8 |
| Konsolidierung | - | - 48,1 | - 48,1 |
| Gesamt | 2.955,7 | - | 2.955,7 |
Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte
nach Sparten und Geschäftsbereichen
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst |
|---|---|---|
| Touristik | - 135,8 | - 171,4 |
| TUI Travel | - 133,7 | - 163,6 |
| TUI Hotels & Resorts | 2,3 | - 1,5 |
| Kreuzfahrten | - 4,4 | - 6,3 |
| Alle sonstigen Segmente | 3,5 | - 8,9 |
| Gesamt | - 132,3 | - 180,3 |
Das Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA) enthält in den drei Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 +6,4 Mio. € (Vorjahr -5,6 Mio. €) Ergebnisse aus den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen. Diese sind sämtlich innerhalb der Touristik angefallen.
Bereinigtes Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte nach Sparten und Geschäftsbereichen
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst |
|---|---|---|
| Touristik | - 107,0 | - 135,3 |
| TUI Travel | - 104,9 | - 127,5 |
| TUI Hotels & Resorts | 2,3 | - 1,5 |
| Kreuzfahrten | - 4,4 | - 6,3 |
| Alle sonstigen Segmente | - 12,6 | - 8,9 |
| Gesamt | - 119,6 | - 144,2 |
Überleitung zum Ergebnis vor Ertragsteuern des Gesamtkonzerns
| Mio. € | Q1 2010/11 | Q1 2009/10 angepasst |
|---|---|---|
| Konzern EBITA | - 132,3 | - 180,3 |
| Ergebnis aus der nach der Equity-Methode bewerteten Containerschifffahrt | 18,2 | - 14,7 |
| Effekt aus der Bewertung der Darlehen an die Containerschifffahrt | 38,7 | 18,1 |
| Zinsergebnis und Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | - 65,6 | - 60,2 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | - | - |
| Ergebnis vor Ertragsteuern des Gesamtkonzerns | - 141,0 | - 237,1 |
Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die TUI AG in Ausübung ihrer normalen Geschäftstätigkeit in unmittelbaren oder mittelbaren Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen. Alle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen sind unverändert auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind. Die im Konzernanhang zum 30. September 2010 genannte Kapitalbeteiligung durch die Riu Hotels S.A. bestand zum Stichtag des Zwischenabschlusses unverändert fort. Weitergehende Informationen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen sind im Konzernanhang 2009/10 im Rahmen der Sonstigen Erläuterungen enthalten.
Wesentliche Transaktionen nach dem Bilanzstichtag
Ende Januar 2011 wurde der Verkauf der Verwaltungsgebäude Rosenstraße (Hamburg) und Karl-Wiechert-Allee 4 (Hannover) an einen fremden Dritten notariell beurkundet. Die TUI AG mietet das Verwaltungsgebäude in Hannover langfristig.
Im Januar 2011 erhielt die TUI AG die erste Tranche einer Sonderdividende in Höhe von 50,0 Mio. € von ihrer Tochtergesellschaft RIUSA II, S.A. (Spanien).
Anfang Februar 2011 wurden alle Voraussetzungen zum Vollzug des Verkaufs der drei Hotelanlagen der Turcotel an einen fremden Dritten geschaffen. Die Hotelanlagen werden im Rahmen von Pachtverträgen durch die Magic Life-Gruppe gemietet werden.