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TUI AG — Annual Report 2012
Feb 13, 2013
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Annual Report
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Publication
TUI AG
Berlin/Hannover
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2011 bis zum 30.09.2012
CORPORATE GOVERNANCE
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Sehr geehrte Damen und Herren,
der folgende Bericht des Aufsichtsrats informiert Sie über unsere Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2011/12. Unsere uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten haben wir sorgfältig wahrgenommen. Zu unseren Aufgaben gehörten insbesondere die Diskussion und Entscheidungsfindung zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns, zu einer Vielzahl von Sachthemen und zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen, die Arbeit in den Ausschüssen, die Überwachung der Einhaltung des Corporate Governance Kodex, die Beratungen zu den Abschlüssen der TUI AG und des Konzerns sowie Entscheidungen zu personellen Veränderungen in den Organen der Gesellschaft.
Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand
Der Aufsichtsrat überwachte und begleitete den Vorstand beratend bei der Leitung des Unternehmens und hat sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt.
Durch den Vorstand wurden wir durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. Die Berichte beinhalteten alle relevanten Informationen zur Strategieentwicklung, zur Planung, zur unterjährigen Geschäftsentwicklung und Lage des Konzerns, zur Risikosituation und zum Risikomanagement sowie zur Compliance. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den genehmigten Plänen wurden uns ausführlich erläutert. Wir erörterten mit dem Vorstand die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge sowie die Weiterentwicklung des Konzerns. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Die nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse haben wir gefasst, wobei die Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften oder von besonderer Bedeutung waren, vor Beschlussfassung mit dem Vorstand eingehend beraten wurden. Über besondere Absichten und Vorhaben, die für das Unternehmen eilbedürftig waren, wurden wir durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und ausführlich informiert und haben – sofern erforderlich – unser schriftliches Votum erteilt. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen ließ ich mich als Vorsitzender des Aufsichtsrats regelmäßig über die aktuelle Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorgänge im Unternehmen unterrichten.
Beratungen im Aufsichtsrat
Im Geschäftsjahr 2011/12 fanden fünf ordentliche sowie zwei außerordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Im schriftlichen Umlaufverfahren wurden zwei Beschlüsse gefasst.
Vor Aufsichtsratssitzungen trafen sich die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat siebenmal und die der Arbeitnehmer fünfzehnmal in getrennten Sitzungen. Ein Aufsichtsratsmitglied nahm an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2011/12 teil. Die Präsenz in den Plenumssitzungen lag im Durchschnitt bei 87,5%.
Die Entwicklung von Umsatz, Ergebnis und Beschäftigung im Konzern sowie die Finanzlage und die strukturelle Weiterentwicklung des Konzerns waren Gegenstand regelmäßiger Berichterstattung durch den Vorstand und der Beratungen des Aufsichtsrats. In den Sitzungen wurde regelmäßig über die Arbeit des Präsidiums, des Prüfungs- sowie des Nominierungsausschusses berichtet.
Plenumssitzungen
In unserer Sitzung am 26. Oktober 2011 befassten wir uns unter anderem mit der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2011/12 sowie der Vorschaurechnung 2012/13 und 2013/14. In der Sitzung standen auch Corporate Governance-Themen auf der Tagesordnung. Dabei wurde die Entsprechenserklärung 2011 zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG verabschiedet.
Im Mittelpunkt der Sitzung am 13. Dezember 2011 standen die Berichterstattung und die Beratungen über den Jahresabschluss zum 30. September 2011, der Plan-Ist-Vergleich 2010/11 sowie der Personal- und Sozialbericht 2010/11. An den Beratungen nahmen auch Vertreter des Abschlussprüfers teil und standen für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Unter dem Punkt Vorstandsangelegenheiten haben wir die Vorstandsbezüge und Ruhegelder auf ihre Angemessenheit überprüft. Für die Jahreserfolgsvergütung 2010/11 wurde in dieser Sitzung der Wert der Bezugsgröße festgestellt und die Bezugsgröße für 2011/12 bestimmt. Ein weiterer Tagesordnungspunkt dieser Sitzung war die Beschlussfassung über die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2012. Hierzu fassten wir Beschlüsse, die unter anderem die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Kapitalmaßnahmen betrafen.
Die Sitzung am 14. Februar 2012 diente unter anderem der Vorbesprechung der ordentlichen Hauptversammlung des darauf folgenden Tages. Des Weiteren informierte uns der Vorstand im Rahmen seiner regelmäßigen Berichterstattung über das laufende Geschäftsjahr sowie über den aktuellen Stand der Beteiligung an der Hapag-Lloyd AG. Das Plenum fasste einen Beschluss zur weiteren Verringerung dieser Beteiligung. Einen weiteren Schwerpunkt der Beratungen bildete der Bericht über die durchgeführte Effizienzprüfung des Aufsichtsrats.
Am 9. Mai 2012 bildete, neben den regulären Berichten über die Arbeit der Ausschüsse, die Diskussion über die Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres und hier insbesondere die Vorschaurechnung 2011/12 einen Themenschwerpunkt. Der Aufsichtsrat ließ sich über die neue Führungsstruktur im Bereich Mainstream der TUI Travel informieren. Zum Strategieprojekt Digital Transformation erhielten wir einen Statusbericht. Des Weiteren wurde die Ausgabe von Belegschaftsaktien beschlossen.
Eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung fand am 22. Juni 2012 statt und befasste sich im Wesentlichen mit der Diskussion von Handlungsalternativen für die strategische Entwicklung des Konzerns.
Im Rahmen einer frühzeitigen Nachfolgeregelung für den Vorstandsvorsitzenden der TUI AG wurde in der am 30. Juli 2012 abgehaltenen außerordentlichen Sitzung die Ernennung von Herrn Friedrich Joussen zum Mitglied des Vorstands zum 15. Oktober 2012 sowie seine Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden im Februar 2013 beschlossen. Ausgehend von den Ergebnissen der Sitzung vom 22. Juni 2012 wurde die Diskussion der strategischen Entwicklung des Konzerns fortgesetzt. Des Weiteren wurde eine Anpassung der Aufsichtsratsvergütung beraten, die seit Jahren nicht mehr erhöht worden war. Das neue Vergütungsmodell trägt mit einer Erhöhung der festen Jahresvergütung bei gleichzeitigem Wegfall der kurzfristigen variablen Vergütungskomponente der zunehmenden Orientierung am langfristigen Unternehmenserfolg Rechnung. Diese Veränderung soll der Hauptversammlung am 13. Februar 2013 zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Am 5. und 6. September 2012 trat der Aufsichtsrat zu einer zweitägigen Sitzung zusammen. Im Plenum diskutierten wir mit dem Vorstand ausführlich grundlegende Gesichtspunkte der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns. Der Vorstand berichtete in diesem Zusammenhang zu den Positionen und Initiativen der touristischen Geschäftsbereiche und skizzierte mittel- und langfristige Stoßrichtungen für den TUI Konzern. Neben den turnusmäßigen Berichten über die Ausschussarbeit des Aufsichtsrats informierte der Vorstand auch über das laufende Geschäftsjahr. Des Weiteren haben wir dem Neubau eines Kreuzfahrtschiffs von TUI Cruises zugestimmt.
Nach dem Abschlussstichtag des Geschäftsjahres traten wir am 24. Oktober 2012 zu einer Sitzung zusammen, um im Wesentlichen über die Planung 2012/13 sowie über die Vorschaurechnung 2013/14 und 2014/15 zu beraten. Für die Jahreserfolgsvergütung wurde in dieser Sitzung die vertraglich vorgesehene Bezugsgröße für 2012/13 festgelegt. Darüber hinaus informierte uns der Vorstand über den aktuellen Sachstand der laufenden Rechtsstreitigkeit Babcock Borsig.
Desweiteren beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Online-Strategie der Gruppe und den vorgesehenen Veränderungen sowie mit dem Projekt Castelfalfi in der Toskana.
Aufsichtsrat und Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hat zur Unterstützung seiner Arbeit drei Gremien eingerichtet: das Präsidium, den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss. Die jeweiligen Gremienmitglieder sind in einer gesonderten Übersicht im Abschnitt Aufsichtsrat aufgeführt. Im Präsidium sowie im Nominierungsausschuss führt der Aufsichtsratsvorsitzende den Vorsitz.
Präsidium
Das Präsidium bereitet die Beschlüsse und Themen vor, die im Aufsichtsrat zu behandeln sind. Im Berichtszeitraum trat es zu zehn Sitzungen zusammen, davon waren fünf ordentlich und fünf außerordentlich. In seinen Beratungen ging es schwerpunktmäßig um die Vorbereitung der nachfolgenden Plenumssitzungen. Ferner beschäftigte sich das Präsidium regelmäßig mit Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten, dazu gehörten Beratungen zur Überprüfung der Aufsichtsrats- und der Vorstandsvergütungen sowie zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats. In einer außerordentlichen Sitzung befasste sich das Präsidium mit dem Stand der Beteiligung an der Hapag-Lloyd AG und bereitete eine Beschlussfassung zur Verringerung dieser Beteiligung vor.
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss unterstützt den Aufsichtsrat bei der Wahrnehmung seiner Überwachungsfunktion. Er befasst sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung und Berichterstattung, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, der internen Revision und der Compliance. Die Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte werden vom Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer erörtert.
Im Mittelpunkt der insgesamt vier Prüfungsausschusssitzungen des Geschäftsjahres 2011/12, an denen Vertreter des Abschlussprüfers, der Vorstandsvorsitzende sowie weitere Mitglieder des Vorstands teilnahmen, standen die Beratungen zum Jahresabschluss der TUI AG, zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht sowie zu den Zwischenberichten.
Die Vertreter des Abschlussprüfers berichteten jeweils ausführlich über die Abschlussprüfungen und die prüferische Durchsicht der drei Zwischenberichte.
Des Weiteren ließ sich das Gremium turnusmäßig über die Planungs- und Berichtssysteme unterrichten. Berichte über die Weiterentwicklung der Compliance-Aktivitäten im Konzern standen regelmäßig auf der Tagesordnung. Ferner befasste sich der Ausschuss mit dem Bericht der Konzern-Revision und der Prüfungsplanung für das Geschäftsjahr 2011/12. Das Gremium ließ sich darüber hinaus über die Risikosituation, das Risikomanagement sowie die Sicherungsgeschäfte gegen Veränderungen von Wechselkursen, Zinsen und Treibstoffpreisen unterrichten. Im Zuge der Berichterstattung über die Risikosituation des Unternehmens befasste sich der Prüfungsausschuss auch mit der Risikobeurteilung von laufenden Rechtsstreitigkeiten und hierbei insbesondere mit dem Fall Babcock Borsig. Der Prüfungsausschuss hat außerdem dem Aufsichtsrat einen Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers 2012/13 vorgelegt.
Arbeit des Nominierungsausschusses
Der Nominierungsausschuss tagte viermal im abgelaufenen Geschäftsjahr. Im Mittelpunkt standen Beratungen zur Nachfolgeregelung für den Vorstandsvorsitzenden sowie zur Nominierung einer Kandidatin als Nachfolgerin für das ausgeschiedene Mitglied der Anteilseignerseite des Aufsichtsrats, Herrn López Abad.
Corporate Governance
Der Aufsichtsrat befasst sich regelmäßig mit Corporate Governance-Themen. Details dazu finden sich im Corporate Governance-Bericht/Bericht zur Unternehmensführung in diesem Geschäftsbericht.
In ihrer Sitzung am 24. Oktober 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat über die Aktualisierung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex beraten. Die aktuelle gemeinsame Entsprechenserklärung ist im Dezember 2012 der Öffentlichkeit auf der Internetseite der TUI AG dauerhaft zugänglich gemacht worden. Die TUI AG entspricht demnach vollständig den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner zu diesem Zeitpunkt gültigen Fassung vom 15. Mai 2012.
Der Aufsichtsrat hat die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Über die Ergebnisse dieser Überprüfung wurde in der Aufsichtsratssitzung am 14. Februar 2012 beraten.
Interessenkonflikte von Vorstand und Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat im Berichtszeitraum nicht bekannt geworden.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der TUI AG, der zusammengefasste Lagebericht der TUI AG und des TUI Konzerns sowie der auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011/12 wurden von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die vorgenannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers waren allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet worden. Sie wurden von uns ausführlich in der Prüfungsausschusssitzung am 17. Dezember 2012 sowie in unserer Bilanzsitzung am 18. Dezember 2012, in der uns der Vorstand die Abschlüsse umfassend erläuterte, behandelt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Abschlussprüfer berichteten in diesen Sitzungen über das Ergebnis ihrer Prüfungen, deren Schwerpunkte zuvor mit dem Prüfungsausschuss für das Berichtsjahr festgelegt worden waren. Weder der Abschlussprüfer noch der Prüfungsausschuss haben Schwächen des Risikofrüherkennungs- und internen Kontrollsystems festgestellt. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts hatten wir keinen Anlass, Einwendungen zu erheben, und stimmen daher mit dem Vorstand in seiner Einschätzung der Lage der TUI AG und des TUI Konzerns überein. Wir billigen auf Empfehlung des Prüfungsausschusses die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2011/12; der Jahresabschluss der TUI AG ist damit festgestellt. Mit dem Vorstand haben wir den Vorschlag zur Gewinnverwendung diskutiert und diesem im Hinblick auf die derzeitige und künftig zu erwartende finanzielle Lage des Konzerns zugestimmt.
Besetzung des Vorstands, des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse
Im Geschäftsjahr 2011/12 haben sich folgende Veränderungen in den Organen der TUI AG ergeben:
Aufsichtsrat
Am 26. März 2012 hat das Amtsgericht Hannover Angelika Gifford mit sofortiger Wirkung zum Mitglied des Aufsichtsrats der TUI AG bestellt. Frau Gifford ergänzt durch ihre hohe Fachkompetenz das Know-how des Aufsichtsrats der TUI AG im Bereich der Informationstechnologie sowie im Online-Geschäft. Sie folgt auf Roberto López Abad, der zuvor sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt hatte. Der Aufsichtsrat dankt Herrn López Abad für die gute Zusammenarbeit.
Vorstand
Dr. Peter Engelen, Mitglied des Vorstands der TUI AG im Ressort Personal und Recht, hat sein Mandat zum 31. August 2012 auf eigenen Wunsch niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Engelen für seine langjährige und engagierte Tätigkeit für den Konzern.
Im Berichtsjahr wurde die Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden geregelt: Dr. Michael Frenzel beendet mit der Hauptversammlung am 13. Februar 2013 seine aktive Laufbahn. Seine Nachfolge übernimmt Friedrich Joussen, der am 15. Oktober 2012 als Mitglied in den Vorstand der TUI AG eingetreten ist. Der Aufsichtsrat spricht Herrn Dr. Frenzel für seine erfolgreiche Arbeit und seine Verdienste für den Konzern Dank und Anerkennung aus. Eine besondere Würdigung seiner Verdienste um das Unternehmen ist in der Hauptversammlung im Februar 2013 vorgesehen.
Für den Aufsichtsrat
Hannover, 18. Dezember 2012
Prof. Dr. Klaus Mangold, Vorsitzender des Aufsichtsrats
VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Anlage zum Konzernanhang
Vorstand1)
| Name | Ressort | Mandate | |
|---|---|---|---|
| Dr. Michael Frenzel (Alter: 65 Jahre) Mitglied des Vorstands seit 1988, Vorstandsvorsitzender seit 1994, aktuelle Bestellung bis Februar 2013 | Vorsitzender | a) AWD Holding AG AXA Konzern AG TUI Cruises GmbH2) TUIfly GmbH2) TUI Deutschland GmbH2) | b) TUI China Travel Co. Ltd. TUI Travel PLC2) |
| Horst Baier (Alter: 55 Jahre) Mitglied des Vorstands seit 2007, aktuelle Bestellung bis November 2015 | Finanzen Personal Arbeitsdirektor | a) Hapag-Lloyd AG Hapag-Lloyd Holding AG TUIfly GmbH TUI Deutschland GmbH TUI Leisure Travel GmbH | b) RIUSA II S.A.2) TUI Travel PLC |
| Dr. Peter Engelen (Alter: 55 Jahre) Mitglied des Vorstands seit 2001, ausgeschieden zum 31. August 2012 | Personal und Recht Arbeitsdirektor | a) Hannoversche Volksbank eG TUIfly GmbH TUI Deutschland GmbH TUI Leisure Travel GmbH | b) TUI China Travel Co. Ltd. |
| Friedrich Joussen (Alter: 49 Jahre) | a) – | b) – | |
| Mitglied des Vorstands seit 15. Oktober 2012, aktuelle Bestellung bis Oktober 2015 | |||
| Peter Long (Alter: 60 Jahre) Mitglied des Vorstands seit 2007, aktuelle Bestellung bis August 2014 | Touristik | a) – | b) Rentokil Initial PLC TUI Nederland N.V. TUI Nederland Holding N.V. TUI Travel Belgium N.V. TUI Travel PLC |
1) Die personenbezogenen Angaben beziehen sich auf den 30.9.2012 bzw. auf den Zeitpunkt des Eintritts in den/Austritts aus dem Vorstand im Geschäftsjahr 2011/12.
2) Vorsitzender
3) stellv. Vorsitzender
a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Aufsichtsrat
| Name | Funktion/Beruf | Ort |
|---|---|---|
| Prof. Dr. Klaus Mangold | Vorsitzender, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rothschild GmbH | Stuttgart |
| Petra Gerstenkorn 1) | Stellvertretende Vorsitzende, Mitglied des Bundesvorstands der ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft | Berlin |
| Anass Houir Alami | Generaldirektor Caisse de Dépôt et de Gestion (CDG) | Rabat |
| Andreas Barczewski 1) | Flugkapitän | Hannover |
| Arnd Dunse 1) | Leiter Konzern-Controlling der TUI AG | Bad Nenndorf |
| Prof. Dr. Edgar Ernst | Präsident Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung | Bonn |
| Angelika Gifford (ab 26.3.2012) | Senior Director der Microsoft Deutschland GmbH | Kranzberg |
| Frank Jakobi 1) | Reiseverkehrskaufmann | Hamburg |
| Ingo Kronsfoth 1) | Leiter Bundesfachgruppe Luftverkehr der ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft | Berlin |
| Christian Kuhn 1) | Reiseverkehrskaufmann | Hannover |
| Roberto López Abad (bis 15.2.2012) | Ehem. Generaldirektor der Caja de Ahorros del Mediterráneo | Alicante |
| Mikhail Noskov | Finanzvorstand der Sever Group | Moskau |
| Carmen Riu Güell | Geschäftsführerin der RIUSA II | Palma de Mallorca |
| Anette Strempel 1) | Reiseverkehrskauffrau | Hemmingen |
| Christian Strenger | Mitglied von Aufsichtsräten | Frankfurt am Main |
| Ortwin Strubelt 1) | Reiseverkehrskaufmann | Hamburg |
| Vladimir Yakushev | Leiter der Repräsentanz der SGCM Ltd. in Russland | Moskau |
| Name | Ausschüsse | Mandate 2) | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Präsidium | Prüfungsausschuss | Nominierungs- ausschuss |
|||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Prof. Dr. Klaus Mangold | • | • | • | a) Alstom Deutschland AG3) Continental AG Metro AG | b) Alstom S. A. Ernst &Young Global Limited Leipziger Messe GmbH Rothschild GmbH3) |
| Petra Gerstenkorn 1) | • | a) TUI Deutschland GmbH4) | b) DBV Öffentlichrechtliche Anstalt für Beteiligungen | ||
| Anass Houir Alami | b) Atlanta Ciments du Club Méditerranée Fonds d'Équipment Communal Fonds Igrane Fonds Marocain de Placement | Group Morocco Holding Al Omrane Moroccan-Italcementi Medi1TV MEDITEL Moroccan Financial Board Poste Maroc Sanad | |||
| Andreas Barczewski 1) | • | ||||
| Arnd Dunse 1) | • | ||||
| Prof. Dr. Edgar Ernst | • Vorsitzender | a) Deutsche Postbank AG Gildemeister AG Wincor Nixdorf AG | b) Österreichische Post AG | ||
| Angelika Gifford Frank Jakobi 1) | • | ||||
| Ingo Kronsfoth 1) | • | a) Lufthansa CityLine GmbH, TUIfly GmbH | |||
| Christian Kuhn 1) | a) TUI Deutschland GmbH | ||||
| Roberto López Abad | |||||
| Mikhail Noskov | b) ABR Management CJSC Mostotrest National Media Group Non-state Pension Fund Gazfond Non-state Pension Fund Stalfond | Nord Gold N.V. Severstal Sveza Video International CJSC | |||
| Carmen Riu Güell | • | • | b) Hotel Obelisco S.A. Hotel San Francisco S.A. MX Riusa II | Productores Hoteleros Reunidos S.A. Riu Hotels S.A. | |
| Anette Strempel 1) Christian Strenger | • | a) TUI Deutschland GmbH a) DWS Investment GmbH Evonik Industries AG Fraport AG | b) The Germany Funds3) | ||
| Ortwin Strubelt 1) | • | ||||
| Vladimir Yakushev | • | • | b) Advanced Dimond Technologies, Inc. Centice Corp. Fiberzone Networks, Inc. Nano-Optic Devices, LLC3) OJSC Metallurgical Commercial Bank3) | OOO Aksimed3) OOO Innolume3) OOO Nanooptic Devices3) OOO Spectralus3) Spectralus Corp.3) |
1) Vertreter der Arbeitnehmer
2) Alle Angaben zu den Mandaten beziehen sich auf den 30.9.2012 bzw. auf den Zeitpunkt des Eintritts in den/Ausscheidens aus dem Aufsichtsrat der TUI AG im Geschäftsjahr 2011/12.
3) Vorsitzender
4) stellv. Vorsitzender
a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
CORPORATE GOVERNANCE-BERICHT/ BERICHT ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Teil des Lageberichts
Die Grundsätze verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der TUI AG.
Der Vorstand berichtet in diesem Kapitel – zugleich auch für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex bzw. § 289a Abs. 1 HGB über die Corporate Governance im Unternehmen.
Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG
TUI setzt die Corporate Governance im Unternehmen entsprechend den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex konsequent um. Der Kodex liegt in der Fassung vom 15. Mai 2012 vor. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Geschäftsjahr 2011/12 mehrfach mit Themen der Corporate Governance beschäftigt und im Dezember 2012 gemeinsam die Entsprechenserklärung 2012 gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung wurde der Öffentlichkeit auf der Internetseite der TUI AG dauerhaft zugänglich gemacht.
Wortlaut der Entsprechenserklärung 2012
„Vorstand und Aufsichtsrat erklären gemäß § 161 AktG:
Bei zukünftigen Bestellungen oder Vertragsverlängerungen von Mitgliedern des Vorstands hat der Aufsichtsrat im Oktober 2012 beschlossen, eine Altersgrenze festzulegen (Nr. 5.1.2 DCGK). Zu seiner Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat im Oktober 2012 als Ziel die bereits gegenwärtig erreichte Anzahl von mindestens drei unabhängigen Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner festgelegt (Nr. 5.4.1 und 5.4.2 DCGK).
Im Übrigen wurde und wird den vom Bundesministerium der Justiz am 15. Juni 2012 im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gegebenen Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' in der Fassung vom 15. Mai 2012 vollständig entsprochen.“
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Die TUI AG ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, auf dem auch der Deutsche Corporate Governance Kodex beruht. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem, das dem Vorstand die Leitung und dem Aufsichtsrat die Kontrolle des Unternehmens zuweist. Vorstand und Aufsichtsrat der TUI AG arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen, wobei die Gremien sowohl hinsichtlich der Mitgliedschaft als auch in ihren Kompetenzen streng voneinander getrennt sind. Beide Organe sind verpflichtet, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen.
Der Vorstand der TUI AG bestand zum Stichtag 30. September 2012 aus drei Mitgliedern. Mit dem Eintritt von Friedrich Joussen am 15. Oktober 2012 setzt sich der Vorstand aus vier Mitgliedern zusammen. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung im Interesse des Unternehmens. Die Zuständigkeitsbereiche des Vorstands sind in einer gesonderten Übersicht angegeben. Bei zukünftigen Bestellungen oder Vertragsverlängerungen von Mitgliedern des Vorstands hat der Aufsichtsrat im Oktober 2012 beschlossen, eine Altersgrenze festzulegen.
Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern und berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er ist in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge – wie beispielsweise die Festlegung der Jahresplanung, größere Akquisitionen und Desinvestitionen – beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Er hat außerdem den Vorsitz des Präsidiums und des Nominierungsausschusses inne.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Strategie, die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements sowie über die Compliance. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben. Zur Vorbereitung der Sitzungen tagen die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer getrennt.
Die TUI AG hat für alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt abgeschlossen. Der Selbstbehalt beträgt 10% des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Dem Aufsichtsrat der TUI AG gehören 16 Mitglieder an, deren fünfjährige Amtszeit mit dem Schluss der ordentlichen Hauptversammlung 2016 endet. Gemäß § 8 der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der TUI AG und im Einklang mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist der Aufsichtsrat so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrung verfügen. Als Ziele für seine Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat insbesondere umfassende Branchenkenntnisse, Internationalität, Vielfalt (Diversity) und eine angemessene Beteiligung von Frauen benannt. Konkrete Zielsetzung ist die Mitgliedschaft von vier Frauen, von vier Mitgliedern mit internationaler Erfahrung sowie von mindestens drei unabhängigen Mitgliedern der Anteilseignerseite.
Seit der Bestellung von Angelika Gifford am 26. März 2012 hat der Aufsichtsrat auf Anteilseigner- sowie auf Arbeitnehmerseite je zwei weibliche Mitglieder. Zehn Mitglieder des Aufsichtsrats verfügen über eine große internationale Erfahrung. Des Weiteren sind im Aufsichtsrat umfassende Branchenkenntnisse vorhanden. Aufgrund der unterschiedlichen Werdegänge der Mitglieder ist die Zusammensetzung des Aufsichtsrats auch durch eine hohe Vielfalt von relevanten Erfahrungen und Fähigkeiten geprägt. Dem Gremium gehören auf Anteilseignerseite mindestens drei Mitglieder an, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft, deren Vorstand oder Dritten stehen, die einen wesentlichen Interessenkonflikt begründen kann.
Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die acht Vertreter der Aktionäre bei der Wahl zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung 2011 einzeln für fünf Jahre gewählt. Die acht Vertreter der Arbeitnehmer wurden im Januar 2011 gewählt. Bei der Wahl sollen die Aufsichtsratsmitglieder in der Regel nicht älter als 68 Jahre sein. Ehemalige Vorstandsmitglieder der TUI AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat mit dem Präsidium, dem Prüfungsausschuss (Audit Committee) und dem Nominierungsausschuss drei Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Die Einrichtung weiterer Ausschüsse ist zurzeit nicht vorgesehen.
Präsidium und Prüfungsausschuss bestehen aus jeweils sechs Mitgliedern und sind paritätisch mit Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer besetzt. Das Präsidium bereitet die Themen und Beschlüsse vor, die im Plenum behandelt werden. Es bereitet darüber hinaus die Bestellung von Vorstandsmitgliedern einschließlich der Bedingungen der Anstellungsverträge und der Vorschläge für deren Vergütung vor. Aufgabe des Prüfungsausschusses ist es, den Aufsichtsrat bei der Wahrnehmung seiner Überwachungsfunktion zu unterstützen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist unabhängiger Finanzexperte und verfügt aus seiner beruflichen Praxis über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Der Nominierungsausschuss ist gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. Seine Aufgabe ist es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen.
Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse der TUI AG verpflichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten keine Interessenkonflikte auf, die dem Aufsichtsrat offenzulegen waren. Kein Vorstandsmitglied hielt mehr als drei Aufsichtsratsmandate bei nicht zum Konzern gehörenden börsennotierten Aktiengesellschaften oder in Aufsichtsgremien von konzernexternen Gesellschaften, die vergleichbare Anforderungen stellen.
Weitere Angaben zur Corporate Governance
Aktionäre und Hauptversammlung
Die Aktionäre der TUI AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme.
Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der TUI AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet an die Stimmrechtsvertreter der TUI AG abzugeben. Zudem können sich die Aktionäre für den elektronischen Versand der Hauptversammlungsunterlagen registrieren lassen.
Die Einladung zur Hauptversammlung sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der TUI AG in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Während der Hauptversammlung können die Vorträge des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorstands zeitgleich im Internet verfolgt werden.
Risikomanagement
Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand der TUI AG und dem Management im TUI Konzern stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt, den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst und von den Abschlussprüfern überprüft. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, einschließlich der Berichterstattung, der Wirksamkeit des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems, der Compliance sowie der Abschlussprüfung.
Einzelheiten zum Risikomanagement im TUI Konzern sind im Risikobericht dargestellt. Hierin ist der gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geforderte Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.
Transparenz
TUI setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht sowie die Zwischenberichte werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Über aktuelle Ereignisse und neue Entwicklungen informieren Pressemeldungen und gegebenenfalls Ad-hoc-Mitteilungen. Alle Informationen stehen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und werden über geeignete elektronische Medien publiziert. Die Internetseite www.tui-group.com bietet darüber hinaus umfangreiche Informationen zum TUI Konzern und zur TUI Aktie.
Die geplanten Termine der wesentlichen wiederkehrenden Ereignisse und Veröffentlichungen – wie Hauptversammlung, Geschäftsbericht und Zwischenberichte – sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Der Kalender wird mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf veröffentlicht und ist auf der Internetseite der TUI AG abrufbar.
Aktiengeschäfte der Organmitglieder
Meldepflichtige Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte von Aktien der TUI AG oder von sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten durch Organmitglieder (Directors' Dealings), das Geschäftsjahr 2011/12 betreffend, sind der Gesellschaft von Friedrich Joussen bekannt gemacht worden, der zum Zeitpunkt des Aktienkaufs Ende September 2012 bereits zum Mitglied des Vorstands der TUI AG mit Wirkung zum 15. Oktober 2012 bestellt worden war.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Die TUI AG stellt ihren Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der gesetzlich vorgeschriebene und für die Dividendenzahlung maßgebliche Jahresabschluss der TUI AG wird gemäß deutschem Handelsrecht (HGB) erstellt. Der Konzernabschluss wird vom Vorstand aufgestellt, vom Abschlussprüfer testiert und vom Aufsichtsrat gebilligt. Die Zwischenberichte werden vor der Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss mit dem Vorstand erörtert. Der Konzern- sowie der Jahresabschluss der TUI AG wurden von dem durch die Hauptversammlung 2012 gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Die Prüfungen erfolgten nach deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung; ergänzend wurden die International Standards on Auditing beachtet. Die Prüfungen umfassten auch das Risikomanagement und die Einhaltung der Berichtspflichten zur Corporate Governance nach § 161 AktG.
Mit dem Abschlussprüfer wurde zudem vertraglich vereinbart, dass er den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Hierzu gab es im Rahmen der Prüfungen für das Geschäftsjahr 2011/12 keinen Anlass. Die verkürzten Konzernzwischenabschlüsse sowie -lageberichte zum 31. Dezember 2011, 31. März 2012 sowie 30. Juni 2012 wurden einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Compliance – Grundlage unternehmerischen Handelns und Wirtschaftens
Das Bekenntnis zu nachhaltigem unternehmerischen, ökologischen und sozialen Handeln und Wirtschaften ist unverzichtbares Element der Unternehmenskultur des TUI Konzerns. Das Compliance Management-System als ein wesentliches Element der Corporate Governance-Aktivitäten ist ein bedeutender Baustein, um diesem Leitbild gerecht zu werden.
Verhaltenskodex
Die Beachtung gesetzlicher Vorschriften ist für die TUI oberstes Gebot und Bestandteil der Unternehmenswerte. In Richtlinien und Anweisungen ist geregelt, wie die gesetzlichen Anforderungen umzusetzen und einzuhalten sind. Als Orientierungsrahmen dient der TUI Verhaltenskodex, der für den gesamten Konzern entwickelt und veröffentlicht wurde. Er soll für alle, das heißt für den Vorstand, für die Geschäftsführungen, Führungskräfte sowie für die Mitarbeiter im Konzern, gleichermaßen Leitbild sein. Der Verhaltenskodex setzt Mindeststandards und dient als Orientierungshilfe für ethische und rechtliche Herausforderungen bei der täglichen
Arbeit und in Konfliktsituationen.
Compliance Management-System
Das Compliance Management-System der TUI setzt sich aus einer Vielzahl unternehmensinterner Maßnahmen und Prozesse zusammen. So lag der Fokus des Compliance Management-Systems bei TUI zunächst darauf, die grundlegenden Strukturen im Konzern zu schaffen, insbesondere Compliance-Regularien, Kommunikationsmaßnahmen und Berichtsstrukturen. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurde darüber hinaus damit begonnen, das Compliance Management-System zu einem integrierten Governance, Risk und Compliance Management-System auszubauen. Dazu werden im Rahmen eines konzernweiten Projekts, das sich an das so genannte COSO-Modell anlehnt, umfangreiche Prozessanalysen und Dokumentationen erstellt und ausgewertet. Ziel dieses Projekts ist es, eine auf die Ansprüche und Bedürfnisse der TUI zugeschnittene Prozess- und Kontrolllandschaft zu entwickeln, die in der Lage ist, kosteneffizient nachhaltiges sowie regelkonformes Wirtschaften zu gewährleisten und so der präventiven Ausrichtung Rechnung zu tragen.
Compliance-Regelwerk
Grundlage des Compliance Management-Systems bei TUI ist das Compliance-Regelwerk, das die Aufgabe wahrnimmt, die im TUI Verhaltenskodex festgelegten Leitbilder und Ziele in die Organisation hineinzutragen. Hierfür wurden in einer Konzernrichtlinie „Compliance“ die Ziele und Aufgaben des Compliance Management-Systems der TUI festgelegt. Zudem ist der Umgang mit Zuwendungen im geschäftlichen Verkehr verbindlich in einer separaten Konzernrichtlinie geregelt. Dadurch hat die TUI AG für die Konzerngesellschaften und deren spezielle Bedürfnisse einheitliche Rahmenbedingungen geschaffen, die auch internationalen Gepflogenheiten entsprechen. Darüber hinaus werden alle geltenden TUI Konzernrichtlinien im Sinne eines effektiven Richtlinienmanagements gesichtet und bedarfsweise optimiert.
Compliance-Organisation
Im weltweit tätigen TUI Konzern mit über 70.000 Mitarbeitern aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen hat das Thema Compliance einen hohen Stellenwert. 2011/12 wurde die Compliance-Organisation weiter ausgebaut und strukturiert. In zahlreichen Gesellschaften wurden weitere Compliance-Beauftragte benannt, die unter anderem folgende Aufgaben übernehmen:
| • | Sensibilisierung für das Thema Compliance, |
| • | Implementierung der Ziele des Verhaltenskodex sowie des Compliance-Regelwerks, |
| • | Durchführung von Schulungen, |
| • | Beratungen von Führungskräften und Mitarbeitern, |
| • | Sicherstellung des erforderlichen Informationsaustauschs, |
| • | Regelmäßige Berichterstattung. |
Compliance-Schulung
Compliance-Schulungen werden auf Grundlage eines abgestuften Schulungskonzepts durchgeführt. Für Führungskräfte und Mitarbeiter der TUI wurden Präsenzschulungen, das elektronische Lernprogramm „Compliance und Verhaltenskodex“ sowie eine Schulungsbroschüre „Compliance-Kompass“ entwickelt. Dadurch können Führungskräfte und Mitarbeiter hierarchieübergreifend und ortsunabhängig mit dem Thema Compliance und den zugrunde liegenden Unternehmenswerten vertraut gemacht werden. Darüber hinaus werden in einzelnen Gesellschaften und Bereichen der TUI thematische Schwerpunktschulungen durchgeführt, um so bedarfsorientiert für die jeweiligen besonderen Herausforderungen zu sensibilisieren. Mit diesem präventiven Ansatz soll eine konzernweite Handlungssicherheit bei der täglichen Arbeit sowie in Konfliktsituationen erreicht werden.
Hinweisgebersystem
Da der TUI Verhaltenskodex die Grundlage des Handelns ist, werden mitgeteilte oder erkannte Verstöße gegen diesen Kodex im Interesse aller Stakeholder und des Unternehmens konsequent verfolgt. Vertraulichkeit und Diskretion steht dabei an oberster Stelle. Neben der Meldung von Compliance-Verstößen an Vorgesetzte, Compliance Officer oder an das Compliance Office können Mitarbeiter Hinweise auch anonym über die interne und weltweit operierende TUI SpeakUp Line anzeigen. Die anonyme Meldung kann sowohl telefonisch als auch webbasiert erfolgen. Eingehende Hinweise werden von einem eigens dafür eingerichteten Bewertungsausschuss analysiert und erforderliche Maßnahmen werden eingeleitet. Verstößen wird im Interesse aller Mitarbeiter und des Unternehmens auf den Grund gegangen und ihre Ursachen werden beseitigt. Dazu gehört auch die konsequente Verfolgung von Fehlverhalten im Rahmen der jeweils geltenden nationalen Vorschriften in den international ausgerichteten Geschäftsfeldern.
Vergütungsbericht
Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidiums die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest; er beschließt und überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die sonst in deutschen Unternehmen gilt. Außerdem wird die Vergütung so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist.
Für Vorstandsmitglieder mit Dienstsitz in Deutschland wurde im Geschäftsjahr 2009/10 ein neues Vergütungssystem entwickelt, das auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist. Dieses Vergütungssystem findet Anwendung bei dem Abschluss neuer bzw. der Änderung bestehender Dienstverträge. Die Hauptversammlung der TUI AG hat dieses Vergütungssystem am 17. Februar 2010 gebilligt.
Der Dienstvertrag von Herrn Dr. Frenzel wurde nach Beendigung der bis März 2012 laufenden Dienstvertragsperiode an die neue Systematik angepasst. Bei Herrn Long mit Dienstsitz in England wird die Vergütung durch das Remuneration Committee der TUI Travel PLC festgelegt.
Bezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2011/12
Die für das Geschäftsjahr 2011/12 gewährte Vergütung der Vorstandsmitglieder der TUI AG setzt sich aus Festbezügen und variablen Bestandteilen zusammen. Daneben haben Vorstandsmitglieder Anspruch auf die Gestellung eines Dienstwagens mit Fahrer sowie auf Reisevergünstigungen. Die variablen Komponenten bestehen aus einer Jahreserfolgsvergütung sowie einer grundsätzlich über einen Zeitraum von vier Jahren zu bemessenden Mehrjahreserfolgsvergütung (langfristiges Anreizprogramm).
Die Jahreserfolgsvergütung ist abhängig vom Grad der Erreichung des Erfolgsziels und der individuellen Leistung des Vorstandsmitglieds. Erfolgsziel ist seit dem 1. Oktober 2010 das berichtete Konzernergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (berichtetes EBITA). Bei einem Zielerreichungsgrad unterhalb von 50% wird keine Jahreserfolgsvergütung gewährt. Bei einem Zielerreichungsgrad oberhalb von 50% wird der im Dienstvertrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds festgelegte Zielbetrag mit dem Zielerreichungsgrad multipliziert, bis zu einer Obergrenze von 150%.
Der so ermittelte Betrag (Jahreserfolgsvergütung) wird durch den Aufsichtsrat zur Berücksichtigung der individuellen Leistung des Vorstandsmitglieds mit einem Faktor zwischen 0,8 und 1,2 angepasst. Die Jahreserfolgsvergütung für das Geschäftsjahr 2011/12 wird zu 50% nach der Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft ausgezahlt. Die verbleibenden 50% der Jahreserfolgsvergütung werden zu gleichen Teilen auf die beiden nachfolgenden Jahre vorgetragen und in Abhängigkeit des Zielerreichungsgrads in diesen Jahren in der Höhe angepasst. Die aus dem Geschäftsjahr 2009/10 und 2010/11 vorgetragenen Beträge wurden angepasst und ausgezahlt. Dies ist in der nachstehenden Tabelle als Vergütung des Jahres 2011/12 ausgewiesen.
Für Herrn Dr. Frenzel und Herrn Dr. Engelen wurde die Jahreserfolgsvergütung für das Geschäftsjahr 2011/12 auf der Basis der verabschiedeten Jahresplanung ermittelt und in der jeweiligen Ausscheidensvereinbarung vertraglich fixiert.
Das langfristige Anreizprogramm besteht aus einem auf virtuellen Aktien beruhenden Programm mit einer Laufzeit von vier Jahren. Für Vorstandsmitglieder ist ein individueller Zielbetrag im Dienstvertrag festgelegt, der jährlich auf Basis des durchschnittlichen Aktienkurses der TUI AG der zwanzig Tage vor Beginn des Geschäftsjahres in virtuelle Aktien umgerechnet wird. Ein Anspruch entsteht für den Berechtigten nach Ablauf des vierjährigen Leistungszeitraums.
Nach Ablauf von vier Jahren wird ein Zielerreichungsgrad ermittelt durch einen Vergleich der Entwicklung der Kennzahl Total Shareholder Return (TSR) der TUI AG mit der Entwicklung des Dow Jones STOXX 600 Travel & Leisure. Liegt der Zielerreichungsgrad unterhalb von 25% des Vergleichswerts, werden keine virtuellen Aktien vergütet. Oberhalb von 25% wird der Zielerreichungsgrad mit der Anzahl der gewährten virtuellen Aktien – jedoch nicht mehr als 175% – multipliziert. Die so ermittelte Anzahl der virtuellen Aktien wird mit dem durchschnittlichen Aktienkurs der TUI AG am Ende des vierjährigen Leistungszeitraums multipliziert und der sich ergebende Betrag wird in bar ausgezahlt. Der maximale Auszahlungsbetrag ist auf das Dreifache des individuellen Zielbetrags begrenzt. Als Vergütung für das laufende Geschäftsjahr wird der beizulegende Zeitwert zum 30. September 2012 für die in diesem Jahr gewährten virtuellen Aktien auf der Basis eines angenommenen Zielerreichungsgrads von 100% gezeigt. Ein Anspruch auf eine Auszahlung in bar entsteht daraus aber erst nach Ablauf des vierjährigen Leistungszeitraums im Monat nach der Feststellung des Jahresabschlusses der TUI AG zum 30. September 2015 und ist allein abhängig von dem zukünftigen Zielerreichungsgrad für die Zeit vom 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2015. Die in bar auszuzahlenden Beträge aus den seit dem Geschäftsjahr 2009/10 gewährten virtuellen Aktien werden in den Vergütungsberichten – beginnend mit dem Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2012/13 – im Einzelnen dargestellt werden.
Für Herrn Dr. Frenzel wurde der Anspruch aus langfristiger Vergütung für das Geschäftsjahr 2011/12 auf der Basis der verabschiedeten Jahresplanung ermittelt und in der Ausscheidensvereinbarung vertraglich fixiert. Die Ende August 2012 ausgezahlten Ansprüche von Herrn Dr. Engelen aus dem laufenden Jahr und aus den beiden Vorjahren wurden auf der Basis eines Zielerreichungsgrads von 100% ermittelt.
Das langfristige Anreizprogramm für Herrn Long besteht aus der Gewährung von Aktien der TUI Travel PLC nach Maßgabe von persönlichen Bemessungsfaktoren, die vom Remuneration Committee der TUI Travel PLC festgelegt werden. Herr Long hielt zum 1. Oktober 2011 Anwartschaften auf Aktien der TUI Travel PLC in Höhe von 6,1 Mio. Stück. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Herrn Long aufgrund des Erreichens der vom Remuneration Committee der TUI Travel PLC festgelegten Ergebnisziele 1,3 Mio. Aktien zu einem Wert von 166 Pence/Aktie zugeteilt. Anwartschaften in Höhe von 0,7 Mio. Aktien verfielen. Für das Geschäftsjahr wurden Herrn Long neue Anwartschaften in Höhe von 3,3 Mio. Aktien gewährt. Der Gesamtbetrag der Anwartschaften auf Aktien der TUI Travel PLC belief sich zum 30. September 2012 auf 7,4 Mio. Aktien.
Weiterhin hielt Herr Long zum 1. Oktober 2011 einen Bestand an zugeteilten Aktien der TUI TravelPLC in Höhe von 3,1 Mio. Stück. Durch die Zuteilung von 1,3 Mio. Stück aus in Vorjahren gewährten Anwartschaften und den Verkauf von 0,6 Mio. Stück zu einem Wert von 166 Pence/Aktie erhöhte sich der Bestand an zugeteilten Aktien zum 30. September 2012 auf 3,8 Mio. Stück.
Am 30. September 2012 hielten ehemalige Vorstandsmitglieder 436.927 virtuelle Aktien der TUI AG (Vorjahr 281.902 Aktien).
Für die Ansprüche aus dem langfristigen Anreizprogramm der TUI AG bestehen Rückstellungen in Höhe von 7.928 Tsd. € (Vorjahr 6.202 Tsd. €). Der Gesamtaufwand für aktienbasierte Vergütungen sowie die auf jeden Vorstand entfallenden Anteile sind in der Tabelle „Individuelle Vergütung des Vorstands“ ausgewiesen.
Entwicklung der Stückzahl der virtuellen Aktien der TUI AG
| Stück | |
|---|---|
| Bestand zum 30.9.2011 | 538.965 |
| Gewährung von virtuellen Aktien für das Geschäftsjahr 2010/11 | 77.436 |
| Ausübung von virtuellen Aktien | – |
| Zugang bzw. Abgang von virtuellen Aktien | - 155.025 |
| Bestand zum 30.9.2012 | 461.376 |
Individuelle Vergütung des Vorstands
| Individuelle Vergütung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Festbezüge | Jahreserfolgs- vergütung |
Langfristiges Anreizprogramm |
Aufsichtsrats- mandate im Konzern |
Gesamt 2011/12 |
Gesamt 2010/11 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Michael Frenzel (Vorsitzender) | 1.260,5 | 2.241,2 | 419,3 | 248,6 | 4.169,6 | 3.111,2 |
| Horst Baier | 694,0 | 648,8 | 833,6 | – | 2.176,4 | 1.215,9 |
| Dr. Peter Engelen (bis 31. August 2012) | 654,7 | 851,8 | 1.238,1 | 6,5 | 2.751,1 | 1.101,8 |
| Peter Long | 1.552,6 | 2.675,2 | 836,8 | – | 5.064,6 | 3.503,3 |
| Gesamt | 4.161,8 | 6.417,0 | 3.327,8 | 255,1 | 14.161,7 | 8.932,2 |
| Vorjahr | 4.142,9 | 3.356,1 | 1.047,5 | 385,7 | 8.932,2 |
Den Mitgliedern des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2011/12 wie im Vorjahr keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Leistungen für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit
1. Ruhegehaltsansprüche
Ruhegehälter werden an frühere Vorstandsmitglieder gezahlt, die entweder die vorgesehene Altersgrenze erreicht haben oder dauerhaft arbeitsunfähig sind. Nach der erfolgten Anpassung der Dienstverträge zum 1. Januar 2010 haben die aktiven Mitglieder des Vorstands nach Ausscheiden aus dem Vorstand keinen Anspruch auf Übergangsbezüge.
Mitglieder des Vorstands, deren Dienstverträge 2010 angepasst wurden, erhalten jährlich einen im Dienstvertrag vereinbarten Beitrag zur betrieblichen Altersversorgung. Der Versorgungsbeitrag beträgt 22,5% der Zielbarvergütung im Beitragsjahr. Die Ansprüche aus der bis 2009 geltenden Versorgungsregelung wurden durch einen einmaligen Startbeitrag zur betrieblichen Altersversorgung abgelöst. Die Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung werden mit einem in der Versorgungszusage festgelegten Prozentsatz verzinst; der Zinssatz beträgt zurzeit 5%. Als reguläre Altersgrenze ist die Vollendung des 60. Lebensjahres vorgesehen. Die Auszahlung erfolgt nach Wahl des Bezugsberechtigten als Einmal-, Raten- oder Rentenzahlung.
Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung
| Tsd. € | Versorgungsbeitrag |
|---|---|
| Horst Baier | 267,7 |
| Dr. Peter Engelen | 267,7 |
Basis für die Berechnung des Ruhegehalts von Herrn Dr. Frenzel ist ein ruhegehaltsfähiges Gehalt, das sich an seiner erfolgsunabhängigen Vergütung orientiert. Der Ruhegehaltsanspruch von Herrn Dr. Frenzel beträgt 800,0 Tsd. € pro Jahr.
Herr Long hat keinen Ruhegehaltsanspruch gegenüber der TUI AG. Anstelle der Gewährung eines Ruhegehaltsanspruchs wird von TUI Travel PLC ein Betrag in Höhe von 50% des Festgehalts in einen Pensionsfonds eingezahlt. Diese Zahlung ist im Ausweis der erfolgsunabhängigen Vergütung von Herrn Long enthalten.
Witwen von Vorstandsmitgliedern erhalten unter bestimmten Bedingungen bis zu ihrem Lebensende oder ihrer Wiederverheiratung ein Witwengeld von 60% des Ruhegehalts. Kinder von Vorstandsmitgliedern erhalten bis maximal zur Vollendung des 27. Lebensjahres ein Waisengeld von 20% des Ruhegehalts für Halbwaisen und von 25% für Vollwaisen.
2. Change of Control-Vereinbarung
Für den Fall des durch eine Änderung der Mehrheitsverhältnisse bedingten Verlusts des Vorstandsamts oder der Wahrnehmung des für diesen Fall eingeräumten Rechts zur Niederlegung des Amts und Kündigung des Vorstandsdienstvertrags haben die Vorstandsmitglieder einen Anspruch auf Abgeltung der finanziellen Ansprüche für die Restlaufzeit des Vorstandsdienstvertrags, maximal für einen Zeitraum von drei Jahren.
Die erfolgsabhängige Vergütung und die Zuteilung virtueller Aktien für die Restlaufzeit des Dienstvertrags richten sich dabei nach dem Durchschnitt der für die letzten drei Geschäftsjahre gewährten Bezüge. Gleiches gilt für die bislang von Konzerngesellschaften erhaltene Vergütung für Aufsichtsratstätigkeiten.
3. Regelungen im Rahmen der Beendigung der Vorstandstätigkeit und Abfindungen
Zur Sicherstellung einer frühzeitigen Nachfolgeregelung wird Herr Dr. Frenzel mit Ablauf der Hauptversammlung am 13. Februar 2013 als Vorsitzender aus dem Vorstand der TUI AG ausscheiden. Der Aufsichtsrat hat Ende Juli 2012 sein Einverständnis zur vorzeitigen Beendigung der Vorstandsbestellung und seiner Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden sowie der Beendigung seines Dienstvertrags mit Ablauf des Tags der ordentlichen Hauptversammlung 2013 der TUI AG gegeben.
Als Ausgleich für die vorzeitige Beendigung des Dienstverhältnisses zahlt die Gesellschaft Herrn Dr. Frenzel am 14. Februar 2013 eine Abfindung in Höhe der Festvergütung (monatlich 104,2 Tsd. €) ab dem 14. Februar 2013 bis zum regulären Ende seines Dienstvertrags am 31. März 2014 als Einmalbetrag.
Am 14. Februar 2013 erhält Herr Dr. Frenzel die im Abschnitt Vergütung des Vorstands angegebene Jahreserfolgsvergütung für das Geschäftsjahr 2011/12 und eine ebenfalls auf Basis der Planzahlen festgelegte Jahreserfolgsvergütung für das Geschäftsjahr 2012/13 in Höhe von 3.369,3 Tsd. € (unter Berücksichtigung einer Abzinsung von 4,0% p.a.). Für das Geschäftsjahr 2013/14 erhält Herr Dr. Frenzel Ende Dezember 2014 eine zeitanteilige Jahreserfolgsvergütung in Höhe der Zielerreichung bei der Annahme der Erfüllung des Budgets in Höhe von voraussichtlich 1.540,2 Tsd. €.
Herrn Dr. Frenzel ist es untersagt, für die Dauer von zwei Jahren in irgendeiner Weise für ein Unternehmen tätig zu werden oder sich daran zu beteiligen, das mit der TUI AG im Wettbewerb steht oder mit einem Wettbewerbsunternehmen verbunden ist. Die Abfindung zum Ausgleich der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses und die Jahreserfolgsvergütungen anteilig für die Geschäftsjahre 2012/13 und 2013/14 gelten als Karenzentschädigung für dieses Wettbewerbsverbot.
Herr Dr. Frenzel hat einen unverfallbaren Anspruch auf betriebliche Altersversorgung erworben mit der Maßgabe, dass Herr Dr. Frenzel Ruhegehaltsleistungen und seine Hinterbliebenen Hinterbliebenenleistungen frühestens ab dem 1. April 2014 in Anspruch nehmen können. Der Ruhegehaltsanspruch von Herrn Dr. Frenzel beträgt 800,0 Tsd. € pro Jahr.
Die TUI AG stellt Herrn Dr. Frenzel bis zum 31. Dezember 2016 für die Ausübung seiner Ämter als Chairman des World Travel & Tourism Council (WTTC) und als Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) nach Beendigung seines Vorstandsamts ein angemessenes Büro und einen Dienstwagen zu den bisherigen Konditionen zur Nutzung zur Verfügung. Für die Ausübung dieser Ämter räumt die TUI AG Herrn Dr. Frenzel ein betraglich bestimmtes jährliches Budget zur Erstattung der nachgewiesenen angefallenen Kosten ein.
Die TUI AG gewährt Herrn Dr. Frenzel für während der regulären Laufzeit seines Dienstvertrags bis zum 31. März 2014 angetretene Reisen und Flüge die vertraglichen Reisevergünstigungen des Dienstvertrags.
Für die von Herrn Dr. Frenzel für die TUI AG nach der Beendigung des Dienstvertrags weitergeführten Ämter in konzerninternen Gremien bei der TUI Travel PLC, der TUI Deutschland GmbH, der TUIfly GmbH und der TUI Cruises GmbH erhält Herr Dr. Frenzel keine gesonderte Vergütung und keine Erstattung von Aufwendungen von der TUI AG. Herr Dr. Frenzel führt etwaige Vergütungen aus diesen Ämtern an die TUI AG ab.
In dem Dienstvertrag von Herrn Baier ist die Zahlung einer Abfindung bei vorzeitiger Beendigung des Dienstvertrags durch die Gesellschaft ohne wichtigen Grund auf den Wert von zwei Jahresvergütungen begrenzt.
Der Dienstvertrag von Herrn Long kann mit einer Kündigungsfrist von zwölf Monaten ohne Zuzahlung einer Abfindung beendet werden.
4. Pensionsverpflichtungen
Die Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstandsmitglieder nach IAS 19 betragen zum 30. September 2012 28.132,5 Tsd. € (zum Vorjahresstichtag 24.105,8 Tsd. €) und nach handelsrechtlichen Vorschriften 23.967,2 Tsd. € (zum Vorjahresstichtag 23.289,4 Tsd. €). Der Rückstellung wurden nach IAS 19 im Berichtsjahr 4.026,3 Tsd. € (im Vorjahr 1.443,4 Tsd. €) und nach den Vorschriften des Handelsrechts 677,9 Tsd. € (im Vorjahr 2.667,6 Tsd. €) zugeführt.
Pensionen des Vorstands
| Zuführung zur Pensionsrückstellung | Barwert zum | |||
|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | 2011/12 | 2010/11 | 30.9.2012 | 30.9.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Michael Frenzel (Vorsitzender) | 2.130,4 | 814,7 | 15.496,3 | 13.365,9 |
| Horst Baier | 909,5 | 353,6 | 5.598,2 | 4.688,8 |
| Dr. Peter Engelen (bis 31. August 2012) | 986,4 | 275,1 | 7.037,9 | 6.051,1 |
| Gesamt | 4.026,3 | 1.443,4 | 28.132,4 | 24.105,8 |
Die Finanzierung der Pensionsverpflichtungen für inländische Anspruchsberechtigte erfolgt über den Abschluss von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Da die Rückdeckungsversicherung die Verpflichtungen aus den Pensionszusagen für ehemalige und aktive Vorstandsmitglieder vollumfänglich abdeckt, wurde die Versicherung als Vermögenswert von den Pensionsverpflichtungen abgesetzt.
Für ehemalige Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen bestanden Pensionsverpflichtungen am Bilanzstichtag bewertet nach IAS 19 in Höhe von 43.118,9 Tsd. € (Vorjahr 45.350,8 Tsd. €) und bewertet nach den Vorschriften des Handelsrechts in Höhe von 44.698,4 Tsd. € (Vorjahr 45.711,3 Tsd. €). Die Verpflichtungen für diesen Personenkreis reduzierten sich im Geschäftsjahr 2011/12 nach IAS 19 um 2.231,9 Tsd. € (im Jahr 2010/11 447,8 Tsd. €) und nach den handelsrechtlichen Bestimmungen um 1.012,9 Tsd. € (im Jahr 2010/11 3.949,9 Tsd. €).
Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene beliefen sich die Gesamtbezüge im Geschäftsjahr 2011/12 auf 3.992,6 Tsd. € (Vorjahr 4.409,0 Tsd. €).
5. Leistungen, die Herrn Dr. Engelen im Zusammenhang mit der Beendigung seiner Tätigkeit zugesagt und im Laufe des Geschäftsjahres 2011/12 gewährt worden sind
Der Aufsichtsrat hat im Mai 2012 sein Einverständnis zur vorzeitigen Beendigung der Vorstandsbestellung und des ansonsten bis Ende August 2013 laufenden Dienstvertrags mit Ablauf des 31. August 2012 gegeben.
Als Ausgleich für die vorzeitige Beendigung des Dienstverhältnisses hat die TUI AG an Herrn Dr. Engelen eine Abfindung in Höhe von 2.030,0 Tsd. € am 31. August 2012 gezahlt.
Herr Dr. Engelen hat einen unverfallbaren Anspruch auf betriebliche Altersversorgung erworben. Die Höhe der unverfallbaren Anwartschaft auf Altersrente entspricht der bis zum Ausscheiden erreichten Anwartschaft auf Leistungen aus den bis dahin gewährten Versorgungsbeiträgen und Zinsgutschriften.
Dem erreichten Stand des Versorgungskontos von Herrn Dr. Engelen werden darüber hinaus so viele Versorgungsbeiträge hinzugerechnet, wie er erhalten hätte, wenn er bis zum Erreichen des normalen Pensionierungstages weiterbeschäftigt worden wäre. Auch diese Versorgungsbeiträge werden – wie auch der erreichte Stand des Versorgungskontos – entsprechend der getroffenen Regelung mit 5,0% p.a. weiterverzinst. Der Stand des Versorgungskontos wird sich bei Hinzurechnung der Versorgungsbeiträge und unter Berücksichtigung der Verzinsung im Zeitpunkt des Erreichens des normalen Pensionierungstages von Herrn Dr. Engelen auf 8.436,6 Tsd. € belaufen (1. Oktober 2016).
Das damit in Höhe des Versorgungsguthabens erreichte Alterskapital wird grundsätzlich in zehn Jahresraten unter Berücksichtigung einer weiteren Verzinsung in Höhe von 5,0% p.a. zur Auszahlung kommen. Die TUI AG wird sich bemühen („best effort“), auf Wunsch von Herrn Dr. Engelen im Jahr 2014 aufgelaufene Beträge für die Altersversorgung auszuzahlen. Kommt es im Jahr 2014 zu einer solchen Entscheidung, dann wird mindestens ein Volumen von 50% ausgezahlt werden.
Bezüge des Aufsichtsrats
Die Bezüge des Aufsichtsrats bestehen aus einem festen Bestandteil sowie variablen Komponenten. Sie bestimmen sich aus § 18 der Satzung der TUI AG, die der Öffentlichkeit im Internet dauerhaft zugänglich ist.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung in Höhe von 40,0 Tsd. €. Für Teile eines Geschäftsjahres oder Rumpfgeschäftsjahre wird die Vergütung anteilig gezahlt.
Der Aufsichtsrat erhält ferner eine am kurzfristigen Erfolg des Unternehmens orientierte Vergütung in Höhe von 100 € je 0,01 € des für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgewiesenen Ergebnisses je Aktie (Gewinn pro Aktie).
Außerdem erhält der Aufsichtsrat eine auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens bezogene Vergütung. Die langfristige variable Vergütung besteht aus einem Basisbetrag von 20,0 Tsd. € pro Jahr. Dieser Basisbetrag kommt nach Ablauf des dritten der Gewährung folgenden Geschäftsjahres zur Auszahlung und erhöht oder verringert sich in dem Ausmaß, wie sich der Gewinn pro Aktie des dritten der Gewährung folgenden Jahres gegenüber dem Geschäftsjahr, für das der Betrag gewährt wurde, verändert. Dabei zieht eine Veränderung des Gewinns pro Aktie um 0,01 € eine Erhöhung oder Verminderung des Basisbetrags um 100 € nach sich. Der zur Auszahlung kommende Betrag darf jedoch in keinem Fall 250% des Basisbetrags überschreiten.
Der Vorsitzende erhält das Dreifache der Beträge, sein Stellvertreter sowie die weiteren Mitglieder des Präsidiums das Eineinhalbfache. Die Mitgliedschaft und der Vorsitz in Ausschüssen werden gesondert vergütet.
Die Vergütung des Aufsichtsrats setzte sich wie folgt zusammen:
Vergütung des Aufsichtsrats
| Tsd. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Feste Vergütung | 793,6 | 877,9 |
| Kurzfristige variable Vergütung | – | – |
| Langfristige variable Vergütung | 348,4 | 277,5 |
| Vergütung für Ausschusstätigkeiten | 160,0 | 160,6 |
| Vergütung für Tätigkeiten im Aufsichtsrat der TUI AG | 1.302,0 | 1.316,0 |
| Vergütung für Aufsichtsratsmandate im Konzern | 54,6 | 49,9 |
| Gesamt | 1.356,6 | 1.365,9 |
Außerdem wurden Reisekosten und Auslagen in Höhe von 443,2 Tsd. € (Vorjahr 148,9 Tsd. €) erstattet. Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich danach auf 1.799,8 Tsd. € (Vorjahr 1.514,8 Tsd. €).
Individuelle Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011/12
| Individuelle Vergütung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Fix | Kurzfristig - variabel |
Langfristig - variabel |
Ausschusstätigkeit | Aufsichtsrats- mandate- im Konzern |
Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Prof. Dr. Klaus Mangold (Vorsitzender) | 120,0 | – | 54,0 | 20,0 | – | 194,0 |
| Petra Gerstenkorn (stellv. Vorsitzende) | 60,0 | – | 25,5 | – | 16,0 | 101,5 |
| Anass Houir Alami | 40,0 | – | 17,0 | – | – | 57,0 |
| Andreas Barczewski | 58,6 | – | 29,3 | – | – | 87,9 |
| Arnd Dunse | 40,0 | – | 15,5 | 20,0 | – | 75,5 |
| Prof. Dr. Edgar Ernst | 40,0 | – | 18,5 | 60,0 | – | 118,5 |
| Angelika Gifford (ab 26.3.2012) | – | – | – | – | – | – |
| Frank Jakobi | 60,0 | – | 23,2 | – | – | 83,2 |
| Ingo Kronsfoth | 40,0 | – | 15,5 | 20,0 | 11,0 | 86,5 |
| Christian Kuhn | 40,0 | – | 18,5 | – | 16,6 | 75,1 |
| Roberto López Abad (bis 15.2.2012) | 15,0 | – | 9,3 | – | – | 24,3 |
| Mikhail Noskov | 40,0 | – | 18,5 | – | – | 58,5 |
| Carmen Riu Güell | 60,0 | – | 30,8 | – | – | 90,8 |
| Anette Strempel | 40,0 | – | 15,5 | – | 11,0 | 66,5 |
| Christian Strenger | 40,0 | – | 18,5 | 20,0 | – | 78,5 |
| Ortwin Strubelt | 40,0 | – | 15,5 | 20,0 | – | 75,5 |
| Vladimir Yakushev | 60,0 | – | 23,3 | – | – | 83,3 |
| Gesamt | 793,6 | – | 348,4 | 160,0 | 54,6 | 1.356,6 |
Frau Gifford hat aufgrund von Absprachen mit ihrem Arbeitgeber darauf verzichtet, für die Wahrnehmung ihres Aufsichtsratsmandats bei der TUI AG eine Vergütung gemäß § 18 der Satzung der TUI AG in Anspruch zu nehmen. Frau Gifford wurden im Geschäftsjahr 2011/12 Reisekosten und Auslagen erstattet.
Die Ansprüche der Mitglieder des Aufsichtsrats aus der langfristigen Vergütungsregelung sind durch eine Rückstellung abgedeckt.
Abgesehen von den im Rahmen der Anstellungsverträge erbrachten Arbeitsleistungen der Arbeitnehmervertreter haben Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011/12 keine persönlichen Leistungen, wie zum Beispiel Beratung oder Vermittlung für die TUI AG oder deren Tochtergesellschaften, erbracht und dementsprechend auch keine Vergütung erhalten.
TUI AKTIE
Aktie legt in herausforderndem Marktumfeld um rund 73% zu.
Marktumfeld
Die Zuspitzung der europäischen Staatsschuldenkrise und die ungewissen globalen Konjunkturaussichten prägten das erste Berichtsquartal 2011/12. Beide Faktoren sorgten für erhebliche Nervosität an den internationalen Finanzmärkten. Gegenmaßnahmen, wie die Beschlüsse der europäischen Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Gipfel im Oktober 2011, entspannten die Lage nur kurzfristig. Zu Beginn des Kalenderjahres 2012 nahm die Weltwirtschaft an Fahrt auf und die Euro-Diskussion verlor vorübergehend an Bedeutung. Doch schon im April 2012 geriet die Gemeinschaftswährung wieder in den Fokus der internationalen Aktienmärkte. Der ungewisse Ausgang der griechischen Parlamentswahlen und die Sorgen um den spanischen Bankensektor verunsicherten die Marktteilnehmer erneut. Im Juni 2012 verschärfte sich die europäische Schuldenkrise weiter: Spanien und Zypern beantragten offiziell Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm. Die Zukunft des Euro blieb auch im vierten Berichtsquartal 2011/12 das zentrale Thema für die internationalen Finanzmärkte. Positiv wirkten die klaren Bekenntnisse zur Währung von Seiten der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie einzelner Mitgliedsstaaten. Auch die Zusage der EZB, unter bestimmten Voraussetzungen unbegrenzt Staatsanleihen von Euro-Mitgliedsländern zu kaufen, und das Karlsruher Urteil zum Euro-Stabilisierungsmechanismus ESM wurden erleichtert aufgenommen. In diesem Umfeld setzten die globalen Leitindizes ihre Erholung weiter fort, auch wenn die Wachstumsdynamik aufgrund verschlechterter konjunktureller Prognosen für den asiatischen Wirtschaftsraum wieder abnahm.
Der MDAX, der Auswahlindex, dem die TUI Aktie angehört, zeigte im Berichtszeitraum insgesamt eine positive Entwicklung. Mit 8.341 Punkten war er auf niedrigem Niveau ins Geschäftsjahr 2011/12 gestartet und schloss zum Ende des Berichtszeitraums bei 10.978 Punkten. Das entspricht einem Plus von rund 32%.
Angaben zur TUI Aktie
| 30. September 2012 | |
|---|---|
| WKN | TUAG00 |
| ISIN | DE000TUAG000 |
| Reuters/Bloomberg | TUIGn.DE/TUI1.GR |
| Aktiengattung | Namens-Stammaktien |
| Grundkapital | 644.927.499 € |
| Anzahl der Aktien | 252.273.710 |
| Marktkapitalisierung | 1.691.242.952 € |
Kursverlauf der TUI Aktie im Geschäftsjahr 2011/12
Die TUI Aktie entwickelte sich im Geschäftsjahr 2011/12 insgesamt deutlich positiv und konntein einem anspruchsvollen Marktumfeld überdurchschnittlich um 73% zulegen. Nach einem Anfangskurs von 3,88 € gab sie im Zuge der Diskussionen um die Staatsschuldenkrise im Gleichklang mit dem Markt nach und erreichte am 23. November 2011 ihren Geschäftsjahres-Tiefststand von 3,14 €.
Von Ende November 2011 bis Mitte Februar 2012 konnte das TUI Papier hingegen seinen Wert mehr als verdoppeln. Die Aussichten auf den Verkauf der Hapag-Lloyd-Restbeteiligung sowie die Ankündigung der TUI, rund 33% der Hapag-Lloyd-Anteile dem Albert Ballin-Konsortium anzudienen, stützten diese Entwicklung. Mitte Februar 2012 vereinbarte die TUI mit dem Albert Ballin-Konsortium eine Reduzierung ihrer Hapag-Lloyd-Beteiligung auf rund 22% bis Juni 2012 und die Beendigung der Hybrid-II-Finanzierung. Die Transaktion garantierte einen Cash-Zufluss von 700 Mio. € und beeinflusste den Aktienkurs positiv.
Ab Ende Februar 2012 gab die TUI Aktie die relative Outperformance gegenüber dem MDAX schrittweise wieder ab: Ursächlich hierfür waren die zunehmende Verunsicherung hinsichtlich der Entwicklungen in Griechenland und Spanien sowie die Anteilsplatzierung einer spanischen Bank. Ab Juni 2012 führten gute Buchungs- und Finanzkennzahlen zu einer nachhaltigen Erholung des Papiers, das in den letzten beiden Monaten des Geschäftsjahres eine deutlich bessere Performance als der MDAX zeigte. Die TUI Aktie schloss im Berichtszeitraum mit 6,70 € nahezu auf ihrem Höchstkurs von 6,97 €.

Langfristige Kursentwicklung der TUI Aktie
| € | 2008 | RGJ 2009 | 2009/10 | 2010/11 | 2011/12 |
|---|---|---|---|---|---|
| Höchstkurs | 18,78 | 8,39 | 9,05 | 10,86 | 6,97 |
| Tiefstkurs | 7,32 | 3,37 | 4,69 | 3,68 | 3,14 |
| Jahresendkurs | 8,05 | 7,05 | 8,98 | 3,88 | 6,70 |
Notierungen, Indizes und Handel
Die TUI Aktie wird an allen deutschen Präsenzbörsen gehandelt und ist im elektronischen Handelssystem Xetra notiert. Unternehmen, die vergleichbaren Aktivitäten in der Touristik nachgehen, sind in Deutschland nicht börsennotiert. Einige europäische Wettbewerber im Touristiksektor wie Thomas Cook, Kuoni und Club Méditerranée werden an den Börsen in Großbritannien, der Schweiz und Frankreich gehandelt.
TUI Travel PLC Aktie
Die Aktien der TUI Travel PLC werden seit dem 3. September 2007 an der Londoner Börse für gelistete Wertpapiere gehandelt und notieren seit Juni 2011 im Auswahlindex FTSE 250.
Angaben zur TUI Travel PLC Aktie
| 30. September 2012 | |
|---|---|
| ISIN | GB00B1Z7RQ77 |
| Reuters/Bloomberg | TT.L/TT/LN |
| Aktiengattung | Namens-Stammaktien |
| Anzahl der Aktien | 1.118.010.670 |
| Marktkapitalisierung | 2.617.262.978 Britische Pfund |
TUI Aktie im MDAX und Prime Standard
Die TUI Aktie ist im deutschen Auswahlaktienindex MDAX gelistet. Entscheidend für die Indexzugehörigkeit sind die Kriterien Börsenumsatz und Marktkapitalisierung – hier belegte das TUI Papier im September 2012 die Plätze 25 bzw. 31. TUI notiert zudem im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse und erfüllt damit die hohen internationalen Transparenzanforderungen dieses Segments, die noch über den gesetzlichen Anforderungen liegen. Die TUI Aktie ist darüber hinaus im deutschen Aktienmarkt in einer Reihe von Branchenindizes vertreten, so unter anderem in dem DAXsupersector Industrials und dem DAXsector All Transportation & Logistics.
Im Bereich der Nachhaltigkeitsindizes notiert die TUI AG seit dem 24. September 2012 bereits zum zweiten Mal als Branchenführer des Sektors Travel & Tourism in den Dow Jones Sustainability Indizes (DJSI) World und Europe. Bei der jährlichen Überprüfung des Nachhaltigkeitsrankings erzielte der Konzern besonders gute Bewertungen in den Kategorien Klimastrategie, Risiko- und Krisenmanagement sowie Stakeholder-Engagement. Darüber hinaus wurde die TUI im September 2012 im FTSE4Good bestätigt und ist Mitglied im DAXglobal Sarasin Sustainability Germany, im Ethibel Excellence Index und ECPI Ethical Index €uro. Die oekom Research AG führte TUI im Geschäftsjahr 2011/12 erneut im Investment-Status „Prime“.

Analysen und Empfehlungen von Finanzanalysten sind Entscheidungsgrundlage für institutionelle sowie private Investoren. Im Berichtsjahr veröffentlichten rund 20 Analysten regelmäßig Studien über die TUI. Im September 2012 empfahlen 82% der Analysten das TUI Papier zu „Kaufen“ und 18% votierten für „Halten“. Keiner der Analysten empfahl die Aktie zu „Verkaufen“.
Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum nahm der Handel mit TUI Aktien im Berichtszeitraum wieder zu. Das durchschnittliche Volumen pro Tag lag bei 1,39 Mio. Stückaktien und übertraf damit das Geschäftsjahr 2010/11 um rund 10%. Insgesamt erreichte das jährliche Handelsvolumen rund 355 Mio. Stückaktien.
Grundkapital und Anzahl der Aktien
Belegschaftsaktien
Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden 159.490 Belegschaftsaktien ausgegeben. Das Grundkapital betrug am Bilanzstichtag 644.927.499 € und setzte sich aus 252.273.710 nennwertlosen Namens-Stückaktien zusammen, die in Globalurkunden verbrieft sind. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag am Grundkapital beträgt rund 2,56 €. Neben dem gezeichneten Kapital besteht sowohl genehmigtes als auch bedingtes Kapital. Weitere Erläuterungen dazu finden sich im Anhang zum Konzernabschluss.
Wandelanleihen
Im März 2011 begab die TUI AG Wandelschuldverschreibungen mit Bezugsrechten in Höhe von rund 339 Mio. €, einer Laufzeit bis 2016 und einem Kupon von 2,75%. Aus dieser Wandelschuldverschreibung wurde im Geschäftsjahr 2011/12 ein Anleihestück in fünf Aktien gewandelt.
Bereits im Oktober/November 2009 hatte die TUI AG eine Wandelanleihe mit einem Gesamtvolumen von rund 218 Mio. € platziert. Das Papier mit einer Laufzeit von fünf Jahren verfügt über einen Kupon von 5,50%. Aus dieser Wandelschuldverschreibung wurden im Berichtsjahr 41.747 Anleihestücke in jeweils zehn Aktien gewandelt. Somit hat sich das ausstehende Gesamtvolumen dieser Wandelanleihe auf rund 215 Mio. € reduziert.
Den Anleiheinhabern standen am Bilanzstichtag insgesamt Wandelrechte aus Anleihen von 66.814.720 TUI Aktien zu.
Beschlüsse der Hauptversammlung 2012
Zu der 53. ordentlichen Hauptversammlung am 15. Februar 2012 kamen rund 2.000 Aktionäre und Aktionärsvertreter nach Hannover, die bei den Abstimmungen ca. 68% des Grundkapitals vertraten. Sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wurden mit großer Mehrheit entlastet. Darüber hinaus entschied die Hauptversammlung über neues bedingtes Kapital sowie die Bestellung des Abschlussprüfers.
Aktionärsstruktur

Zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12 befanden sich rund 55% der TUI Aktien im Streubesitz. Etwa 15% aller TUI Aktien entfielen auf Privataktionäre, rund 40% auf institutionelle Investoren sowie Finanzinstitute und etwa 45% lagen in den Händen von strategischen Investoren. Nach Auswertung des Aktienregisters liegen die Aktien überwiegend bei Investoren aus Deutschland und dem übrigen EU-Raum.
Dividende
Der Jahresüberschuss der TUI AG beläuft sich auf 127,9 Mio. €. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von 116,6 Mio. € auf neue Rechnung vorzutragen und für das Geschäftsjahr 2011/12 keine Dividendenzahlung vorzunehmen.
Ergebnis- und Dividendenentwicklung der TUI Aktie
| € | 2008 | RGJ 2009 | 2009/10 | 2010/11 | 2011/12 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie | - 0,65 | + 1,32 | + 0,30 | - 0,01 | - 0,16 |
| Dividende | – | – | – | – | – |
Rating
Rating
Die internationalen Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's bewerten regelmäßig die Finanzstärke der TUI. Im Februar 2012 hob Moody's den Ausblick für das Corporate Rating der TUI von „stabil“ auf „positiv“ an. Standard & Poor's hat den Ausblick für das Corporate Rating der TUI im November 2012 ebenfalls von „stabil“ auf „positiv“ angehoben. Damit verfügte der Konzern per November 2012 von beiden Ratingagenturen über die gleiche Einstufung.
Ratingagenturen
| Corporate Rating | Ausblick | |
|---|---|---|
| Standard & Poor's | B- | positiv |
| Moody's | B3 | positiv |
Anleihen
Die jeweiligen Ratings sowie weitere Detailinformationen für die am Kapitalmarkt gehandelten vier Anleihen der TUI AG mit einem ausstehenden Volumen von rund 1,1 Mrd. € befinden sich im Kapitel Finanzlage.
Investor Relations
Ein offener und kontinuierlicher Dialog sowie eine transparente Kommunikation sind die Basis für einen vertrauensvollen Umgang mit Aktionären, institutionellen Investoren, Equity- und Credit-Analysten sowie Kreditgebern. In einer Vielzahl von Gesprächen mit den Share- und Bondholdern der TUI wurden die Konzernstrategie und Geschäftsentwicklung in den einzelnen Unternehmensbereichen diskutiert, um den Anspruchsgruppen eine realistische Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der TUI zu ermöglichen.
Neben der operativen Entwicklung in der Touristik bestimmten mehrere Sonderthemen die Investor Relations-Arbeit im abgelaufenen Berichtsjahr:
| • | die strategische Weiterentwicklung des Konzerns. |
| • | die erfolgreiche Reduzierung des Hapag-Lloyd-Anteils auf rund 22%. |
| • | die deutlich verbesserte Nettoverschuldung des Konzerns und der AG. |
Diese Themen waren auch zentraler Bestandteil zahlreicher Einzelgespräche und wurden bei Telefonkonferenzen zu den Zwischenberichten sowie dem jährlichen Analystenmeeting ausführlich erörtert. Kontakte zu Investoren und Analysten wurden darüber hinaus im Rahmen von zahlreichen Konferenzen und Roadshows in Europa sowie den USA gepflegt, wobei auf vielen dieser Veranstaltungen das Management persönlich die Fragen des Kapitalmarkts beantwortete.
Daneben ist dem TUI Investor Relations-Team der direkte Kontakt zu den Privatanlegern wichtig. Auf einer Reihe von Veranstaltungen, wie beispielsweise von Aktionärsvereinigungen, suchte das IR-Team das Gespräch mit dieser Zielgruppe. Eine bedeutende Plattform für den Dialog mit Privataktionären war auch der IR-Stand auf der Hauptversammlung. Darüber hinaus wendet sich die TUI über die Internetseite an ihre privaten Investoren. Neben einem umfassenden Informationsangebot wurden im Geschäftsjahr 2011/12 alle Investor Relations-Telefonkonferenzen sowie das Analystenmeeting live und vollumfänglich auf der Website übertragen.
Hinsichtlich der Hauptversammlung hat die TUI ihren Online-Service weiter verbessert. So war es im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut möglich, sich für den elektronischen Versand der Hauptversammlungsunterlagen zu registrieren. Dies leistet einen Beitrag für die Umwelt und ist gleichzeitig kostengünstiger. Außerdem konnten sich die Aktionäre wie gewohnt über ein Internet-Tool auf der Investor Relations-Website zur Hauptversammlung anmelden, eine Gästekarte bestellen sowie die Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft bevollmächtigen. Dieser Service wurde erneut gut angenommen: Rund 27% der Eintrittskarten wurden von den Aktionären online bestellt.
Lagebericht
GESCHÄFTSJAHR 2011/12 IM ÜBERBLICK
Umsatz und operatives Ergebnis der Touristik deutlich gesteigert. TUI Anteil an Hapag-Lloyd auf rund 22% zurückgeführt. Konzernnettoverschuldung sinkt auf 0,2 Mrd. €.
Positiver Geschäftsverlauf in der Touristik
Im Geschäftsjahr 2011/12 hat sich der TUI Konzern gut entwickelt. Bei stabilen Gästezahlen stieg der Umsatz des Konzerns im Geschäftsjahr 2011/12 um 4,9% auf 18,3 Mrd. €. Ergebnisbestimmend im Berichtsjahr waren insbesondere die anhaltend hohe Nachfrage nach differenzierten Produkten bei TUI Travel sowie höhere Durchschnittspreise und ein erfolgreiches Kostenmanagement bei der größten Hotelgesellschaft Riu. Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) der Touristik verbesserte sich im Berichtsjahr um 162,4 Mio. € auf 819,0 Mio. €. Das berichtete Ergebnis (EBITA) der Touristik in Höhe von 619,3 Mio. € lag um 142,5 Mio. € über dem Vorjahreswert.
TUI Travel
TUI Travel hat ihr bereinigtes EBITA im Berichtsjahr um 137,3 Mio. € auf 637,4 Mio. € gesteigert. Insbesondere die TUI Veranstalter in Großbritannien entwickelten sich erheblich besser als der Wettbewerb. Auch die übrigen TUI Veranstalter profitierten von einer hohen Nachfrage und einem guten Preisbild in der Sommersaison. Aus den laufenden Umstrukturierungsprojekten in Frankreich (Projekt Convergence) und Deutschland (Projekt GET) wurden erste Einsparungen realisiert.
TUI Hotels & Resorts
Das bereinigte Ergebnis des Hotelbereichs lag im Berichtsjahr mit 178,6 Mio. € um 33,3 Mio. € über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. TUI Hotels & Resorts profitierte insbesondere von einer sehr guten Entwicklung der Riu Hotels, die höhere Durchschnittspreise erzielten.
Kreuzfahrten
Die Ertragslage in der Sparte Kreuzfahrten war im Berichtsjahr durch Vorlaufkosten und Preismaßnahmen im Zusammenhang mit der Flottenerweiterung bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten geprägt. TUI Cruises verzeichnete eine anhaltend hohe Auslastung ihrer Schiffe und entwickelte sich weiter positiv. Insgesamt verminderte sich das bereinigte EBITA der Sparte Kreuzfahrten im Berichtsjahr um 8,2 Mio. € gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf 3,0 Mio. €.
TUI Konzern
Das bereinigte Ergebnis des Konzerns lag mit 745,7 Mio. € um 145,6 Mio. € über dem Wert des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Dem verbesserten Ergebnis der Touristik stand eine Verschlechterung im Zentralbereich gegenüber, die durch höhere Beratungsaufwendungen sowie durch gestiegene Rückstellungen für langfristige, aktienbasierte Anreizprogramme bedingt war.
Containerschifffahrt (Finanzbeteiligung)
Das bereinigte EBITA der Containerschifffahrt reduzierte sich im Berichtszeitraum auf 79,4 Mio. € (Vorjahr 212,3 Mio. €; Basis 100%). Dementsprechend fiel auch das im Konzernabschluss der TUI AG vereinnahmte Equity-Ergebnis aus der Finanzbeteiligung an Hapag-Lloyd mit -49 Mio. € (Vorjahr -2,1 Mio. €) geringer aus als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Konzernergebnis
Das Konzernergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2011/12 auf 141,9 Mio. € (Vorjahr 118,2 Mio. €).
Nettoverschuldung
Insbesondere durch Mittelzuflüsse von rund 700 Mio. € aus der weiteren Verminderung des Engagements in der Containerschifffahrt hat sich die Nettoverschuldung des TUI Konzerns gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um rund 0,6 Mrd. € auf rund 0,2 Mrd. € reduziert.
TUI Anteil an Hapag-Lloyd auf rund 22% reduziert
Am 13. Dezember 2011 hat die TUI AG von ihrem vertraglich vereinbarten Ausstiegsrecht Gebrauch gemacht und 33,3% der von ihr gehaltenen Anteile an Hapag-Lloyd dem Hamburger Konsortium Albert Ballin angedient. Im Februar 2012 haben sich die TUI AG und die Gesellschafter des Albert Ballin-Konsortiums daraufhin auf eine Verringerung der TUI Beteiligung an Hapag-Lloyd sowie die Rückzahlung und Wandlung des so genannten Hybrid-II-Kapitals in Eigenkapital (350 Mio. €) verständigt.
Die Transaktion erfolgte in einem mehrstufigen Verfahren:
| • | Im Februar 2012 hat Hapag-Lloyd eine Teiltilgung der Hybrid-II-Finanzierung in Höhe von 100 Mio. € getätigt. |
| • | Albert Ballin hat im März 2012 von TUI Hybrid-II-Kapital in Höhe von 125 Mio. € zum Nominalwert erworben. |
| • | Im April 2012 haben Albert Ballin und TUI jeweils 125 Mio. € des Hybrid-II-Kapitals gegen Gewährung neuer Aktien in Hapag-Lloyd eingebracht. |
| • | Ende Juni 2012 hat Albert Ballin von TUI einen Anteil von 17,4% an Hapag-Lloyd für einen Kaufpreis von 475 Mio. € erworben. |
| • | Unter Beachtung der Bedingungen der in 2010 von Hapag-Lloyd begebenen Anleihen wird Hapag-Lloyd der TUI im April 2013 den Rückkauf weiterer Hapag-Lloyd-Aktien im Gesamtwert von 37,5 Mio. € anbieten. |
Insgesamt sind TUI aus der Verminderung des finanziellen Engagements an Hapag-Lloyd im Berichtsjahr 0,7 Mrd. € zugeflossen. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2011/12 war TUI noch mit rund 22% an Hapag-Lloyd beteiligt.
Um den vollständigen Ausstieg aus Hapag-Lloyd zu vollziehen, kann TUI seit Ende Juni 2012 jederzeit einen Börsengang mit vorrangiger Platzierung der von TUI gehaltenen Aktien verlangen. TUI bleibt daneben unverändert berechtigt, die verbliebenen Hapag-Lloyd-Anteile an Dritte zu verkaufen.
Nachfolgeregelung im Vorstand der TUI AG
Mit Ablauf der Hauptversammlung am 13. Februar 2013 wird Dr. Michael Frenzel seine aktive Laufbahn beenden und aus dem Vorstand der TUI AG ausscheiden. Seine Nachfolge als Vorstandsvorsitzender übernimmt dann Friedrich Joussen, der seit dem 15. Oktober 2012 bereits dem Vorstand der TUI AG angehört.
DER TUI KONZERN
Konzernstruktur

Der TUI Konzern ist mit seinen wesentlichen Tochterunternehmen und Beteiligungen in der Touristik tätig. Die Konzernstruktur umfasst unverändert die Sparten TUI Travel, TUI Hotels & Resorts und Kreuzfahrten. Die Finanzbeteiligung von rund 22% (per 30. September 2012) an der Hapag-Lloyd AG wird at Equity im Konzernabschluss bewertet und innerhalb des Zentralbereichs ausgewiesen.
TUI AG
Obergesellschaft des Konzerns
Die TUI AG ist die Obergesellschaft des Konzerns und hat ihren Geschäftssitz in Hannover. Sie hält direkt oder indirekt über Beteiligungsgesellschaften Anteile an den wesentlichen Konzerngesellschaften, die das operative Geschäft des Konzerns in den einzelnen Ländern betreiben. Insgesamt gehörten am Bilanzstichtag 725 unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen zum Konsolidierungskreis der TUI AG, davon waren 43 inländische Gesellschaften, 682 hatten ihren Sitz im Ausland. Zudem wurden 20 assoziierte Unternehmen und 42 Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der TUI AG einbezogen.
Organisation und Leitung
Die TUI AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts, dessen Grundprinzip das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat ist. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng zusammen. Dabei trägt der Vorstand Gesamtverantwortung für die Leitung des Unternehmens.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach §§ 84 f. AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Satzungsänderungen erfolgen nach den Regelungen der §§ 179 ff. AktG in Verbindung mit § 24 der Satzung der TUI AG.
Vorstandsstruktur
Der Vorstand der TUI AG bestand zum Bilanzstichtag aus drei Mitgliedern: dem Vorstandsvorsitzenden sowie zwei weiteren Vorstandsmitgliedern mit den Ressorts Finanzen und Personal sowie Touristik. Zum 15. Oktober 2012 wurde Friedrich Joussen zum Mitglied des Vorstands der TUI AG bestellt.
TUI Travel
Die TUI Travel PLC hat ihren Sitz in Großbritannien und ist seit dem 3. September 2007 an der Londoner Börse gelistet. Zum Bilanzstichtag hielt die TUI AG mit rund 56% die Stimmrechtsmehrheit an dieser Tochtergesellschaft.
TUI Travel ist weltweit mit einem Portfolio von rund 200 Marken und Produkten in rund 180 Ländern aktiv und betreut jährlich rund 30 Mio. Kunden aus 31 Quellmärkten. Ihr Geschäft gliederte sich unverändert in die vier Bereiche Mainstream, Accommodation & Destinations, Specialist & Activity sowie Emerging Markets.

Mainstream
Mainstream ist der größte Bereich innerhalb von TUI Travel. Neben den hier gebündelten vertikal integrierten Reiseveranstaltern gehören eine Flotte von über 140 Flugzeugen sowie rund 3.500 Reisebüros zu dem Bereich. Die Veranstalter nehmen führende Marktpositionen in Europa ein. Ihr Angebot umfasst den Verkauf von Flug-, Unterkunfts- und sonstigen touristischen Dienstleistungen, sowohl als Einzelkomponenten wie als Pauschalreise. Die Aktivitäten sind bisher in Europa Mitte, Region Nord und Europa West untergliedert worden.
TUI Travel hat die Struktur ihres Mainstream-Geschäfts neu geordnet. Ab Oktober 2012 wird die regionale Aufteilung in Europa Mitte, Region Nord und Europa West aufgelöst und ein zentrales, quellmarktübergreifendes Mainstream-Board eingerichtet. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2012/13 wird entsprechend der neuen Struktur berichtet.
Accommodation & Destinations
Der Bereich Accommodation & Destinations umfasst Aktivitäten in Europa, Nordamerika sowie Asien und teilt sich in vier Einheiten. Innerhalb der Geschäftskundensparte (Hotelportale B2B) werden über verschiedene Internetportale Unterkunftsleistungen in Hotels und Apartments an Großabnehmer, wie Reisebüros und Reiseveranstalter, vermittelt. In der Endkundensparte (Hotelportale B2C) werden über die Hotelportale LateRooms und Asiarooms Unterkünfte an Einzelkunden vermittelt. Die in der Einheit Zielgebietsservices geführten regional tätigen Zielgebietsagenturen erbringen Zielgebietsleistungen für Reiseveranstalter, wie den Transfer und die Betreuung von Urlaubsgästen. Das vierte Geschäftsfeld Cruise Handling umfasst weitreichende Dienstleistungen für die Kreuzfahrtindustrie.
Specialist & Activity
Der Bereich Specialist & Activity bündelt über 100 Spezial- und Erlebnisreiseveranstalter in Europa, Nordamerika und Australien. Der Bereich untergliedert sich in die sieben Einheiten Adventure, Education, Language, Marine, North American Specialist, Sport und Specialist Holidays Group. Hierin sind unter anderem Veranstalter für marktführende Erlebnis- und Abenteuerreisen, Veranstalter für Studentenreisen und Sprachkurse, Anbieter für Charteryachten, Premiumanbieter sowie Anbieter für Ski- und andere Sportreisen zusammengefasst.
Emerging Markets
Der Bereich Emerging Markets umfasst ein wachsendes Angebot an touristischen Veranstalterreisen in den Wachstumsmärkten. TUI Travel ist der erste internationale Reiseveranstalter mit Präsenz in Russland und der GUS. Darüber hinaus entwickelt der Bereich die Quellmärkte Brasilien, Indien und China.
TUI Hotels & Resorts
TUI Hotels & Resorts in Hannover führt die Hotelsparte des TUI Konzerns. Zum Geschäftsbereich zählen unverändert Hotelgesellschaften, an denen Mehrheitsbeteiligungen bestehen, Joint Ventures mit lokalen Partnern, Gesellschaften, an denen Beteiligungen mit einem maßgeblichen Einfluss gehalten werden, sowie Hotels, für die Management-Verträge abgeschlossen wurden. Als Bindeglied zwischen den Veranstaltern und den Hotelpartnern sorgt TUI Hotels & Resorts für die starke Positionierung der Hotelmarken innerhalb des Konzerns und gegenüber dem Wettbewerb. Neben der strategischen Planung, der Entwicklung zukunftsgerichteter Hotelformate und operativer Unterstützung werden auch Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie ökologisches und soziales Engagement der Hotelgesellschaften koordiniert.

TUI Hotels & Resorts umfasste im Geschäftsjahr 2011/12 insgesamt 248 Hotels mit rund 157.000 Betten. Mit 224 Häusern gehört die Mehrzahl zu den 4- oder 5-Sterne-Hotels. 52% wurden im Rahmen von Management-Verträgen betrieben, 40% befanden sich im Eigentum der jeweiligen Hotelgesellschaft, 6% waren gepachtet und 2% der Anlagen wurden über Franchisevereinbarungen geführt.

TUI Hotels & Resorts
| Hotelmarke | 3 Sterne | 4 Sterne | 5 Sterne | Hotels gesamt | Betten | Hauptstandorte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Riu | 7 | 62 | 35 | 104 | 85.459 | Spanien, Mexiko, Karibik, Tunesien, Kapverden |
| Robinson | – | 21 | 4 | 25 | 14.135 | Spanien, Griechenland, Türkei, Schweiz, Österreich |
| Iberotel | – | 15 | 11 | 26 | 16.063 | Ägypten, Türkei, Deutschland |
| Grupotel | 15 | 17 | 2 | 34 | 13.182 | Spanien |
| Grecotel | – | 10 | 10 | 20 | 10.327 | Griechenland |
| Dorfhotel | – | 3 | – | 3 | 2.211 | Deutschland |
| Übrige Hotel- beteiligungen | 2 | 19 | 15 | 36 | 16.047 | Ägypten, Österreich |
| Gesamt | 24 | 147 | 77 | 248 | 157.424 |
Stand: 30. September 2012
Riu
Riu ist die größte Hotelgesellschaft im Portfolio von TUI Hotels & Resorts. Das Unternehmen mit Sitz auf Mallorca hat einen hohen Stammkundenanteil und steht für Professionalität und exzellenten Service. Die Hotels gehören hauptsächlich dem Premium- und Komfortsegment an und befinden sich im Wesentlichen in Spanien, Mexiko und in der Karibik.
Robinson
Robinson, der führende Anbieter für Cluburlaub im Premiumsegment, zeichnet sich durch sein professionelles Sport-, Entertainment- und Event-Angebot aus. Die Clubs bieten darüber hinaus hochwertige Hotelleistungen, erstklassigen Service und großzügige Architektur. Die Hauptstandorte sind in Spanien, Griechenland, der Türkei sowie in der Schweiz und in Österreich. Einen hohen Anspruch haben die Anlagen auch im Hinblick auf ihr Engagement für nachhaltige Entwicklung sowie bei der Erfüllung spezifischer Umweltnormen.
Iberotel
Die Iberotel-Anlagen bieten umfassenden Hotelkomfort und eine ausgezeichnete Gastronomie. Die überwiegend in Ägypten und in der Türkei gelegenen Premiumhotels bieten ein hohes Produktniveau durch die Einhaltung entsprechender Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltstandards.
Grupotel
Grupotel mit Sitz auf Mallorca ist eine der bedeutendsten Hotelgruppen auf den Balearen. Das Angebot umfasst Apartments, Aparthotels und Luxusanlagen. Im Wesentlichen sind die Häuser im Komfortsegment angesiedelt.
Grecotel
Grecotel ist eine führende griechische Hotelgesellschaft. Das auf traditioneller Hotelführung basierende Konzept stellt Kultur- und Umweltaspekte in den Vordergrund. Grecotel-Anlagen zeichnen sich durch ihre Strandlage, eine moderne Architektur sowie eine hochwertige Gastronomie aus.
Dorfhotel
Die Dorfhotels liegen in Deutschland. Sie verbinden die Vorteile von komplett ausgestatteten Ferienapartments mit dem Komfort eines modernen Ferienhotels. Eingebunden in die Natur mit landestypischer, dörflicher Architektur bietet Dorfhotel vielfältige Möglichkeiten für Familien und Naturliebhaber.
Kreuzfahrten

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten
Die Hapag-Lloyd Kreuzfahrten GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist mit bislang vier Kreuzfahrtschiffen im Markt für Luxus- und Expeditionskreuzfahrten für den deutschsprachigen Markt tätig.
Flaggschiff ist das 5-Sterne-Plus-Schiff Europa. Es erhielt diese Auszeichnung des Berlitz Cruise Guide zum dreizehnten Mal in Folge und als einziges Schiff weltweit. Die Europa geht vorwiegend auf Weltreisen. Die Columbus 2, ein 4-Sterne-Plus-Schiff, das im April 2012 neu eingechartert wurde, kreuzt im Sommerhalbjahr in Europa und im Winter auf allen sieben Weltmeeren. Die Hanseatic unternimmt unter anderem Expeditionskreuzfahrten in die Arktis und Antarktis. Sie ist das weltweit einzige 5-Sterne-Passagierschiff, das mit der höchsten Eisklasse ausgestattet ist. Die Bremen, ein 4-Sterne-Schiff – ebenfalls mit höchster Eisklasse –, steuert als zweites Expeditionsschiff ähnliche Reiseziele an. Zwei der Schiffe befanden sich im Eigentum und zwei waren gechartert.
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten stärkt in 2013 ihr Angebot im Luxussegment und ergänzt die bestehende Flotte um einen Neubau, der langfristig gechartert wird: Die Europa 2 wird ab Mai 2013 als Schwesterschiff der bestehenden Europa im 5-Sterne-Segment positioniert. Die Europa 2 hat mit 258 Kabinen eine Passagierkapazität von 516 Personen.
TUI Cruises
TUI Cruises ist ein 2008 gegründetes Gemeinschaftsunternehmen, an dem die TUI AG und die US-amerikanische Reederei Royal Caribbean Cruises Ltd. je zur Hälfte beteiligt sind. Die Gesellschaft mit Sitz in Hamburg bietet Kreuzfahrten für den gehobenen deutschsprachigen Markt an. Mit ihrem Konzept richtet sich TUI Cruises vor allem an Paare und Familien, für die auf einer Kreuzfahrt Freiraum, Großzügigkeit, Qualität und Service im Mittelpunkt stehen. Diesen Markt bedient TUI Cruises bislang mit zwei Schiffen, der Mein Schiff 1 und der Mein Schiff 2. 2014 und 2015 wird die Flotte um je einen Neubau erweitert.
Finanzbeteiligung an der Containerschifffahrt
Am Bilanzstichtag war die TUI AG mit 22,0% an der Hapag-Lloyd Holding AG beteiligt. Die Hapag-Lloyd Holding AG hält sämtliche Anteile an der Hapag-Lloyd AG. Die restlichen 78,0% der Anteile an der Gesellschaft werden von einem Konsortium, der Hamburgischen Seefahrtsbeteiligung „Albert Ballin“ GmbH & Co. KG, gehalten.
Anteile an der Hapag-Lloyd Holding AG
| % | |
|---|---|
| TUI AG (über ihre 100%ige Beteiligung TUI-Hapag Beteiligungs GmbH) | 22,0 |
| Hamburgische Seefahrtsbeteiligung „Albert Ballin“ GmbH & Co. KG | 78,0 |
| HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH | 36,9 |
| Kühne Holding AG | 28,2 |
| IDUNA Vereinigte Lebensversicherung aG für Handwerk, Handel und Gewerbe | 5,3 |
| HSH Nordbank AG | 2,9 |
| Hanse Merkur AG | 1,8 |
| Investorenpool unter Leitung von M. M. Warburg & CO Gruppe KGaA | 2,9 |
| Gesamt | 100,0 |
Stand 30. September 2012
Weitere Informationen zu dem finanziellen Engagement der TUI AG in der Containerschifffahrt finden sich in den Abschnitten Geschäftsjahr im Überblick sowie Ertragslage in den Sparten.
Geschäftstätigkeit und Strategie
Touristik
Markt
Bei sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechternden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich die globale Nachfrage nach Reisen in den ersten acht Monaten des Kalenderjahres 2012 positiv entwickelt. In diesem Zeitraum stieg die Anzahl internationaler Ankünfte um 4,1%. Für das Gesamtjahr 2012 rechnet die UNWTO mit einem Wachstum des weltweiten Reise- und Tourismusmarkts von 3 bis 4% (Quelle: UNWTO, November 2012). Damit hält die positive Entwicklung des Tourismus der letzten Jahre weiterhin an.
In den letzten Jahren hat die Bedeutung des Internets bei der Suche nach und Buchung von Reisen kontinuierlich zugenommen. Die USA und Europa stellen, gefolgt von der asiatischpazifischen Wirtschaftsregion (APAC), die größten Online-Urlaubsreisemärkte dar. In 2011 betrug das erwartete Buchungsvolumen des europäischen Online-Urlaubsreisemarkts 89 Mrd. €, von denen rund zwei Drittel in den Märkten Deutschland, Großbritannien und Frankreich generiert wurden. Für die Zukunft wird weiterhin erwartet, dass der Online-Markt für Urlaubsreisen schneller als der Gesamtmarkt wachsen wird. Die Wachstumserwartungen sind hierbei für die APAC-Region mit einer Zunahme des Buchungsvolumens von 18% für das Jahr 2012 am höchsten, gefolgt von Europa mit 10% und den USA mit 8% (Quelle: PhocusWright, November 2011, August 2012).
Der Markt für Geschäfts- und Ferienhotellerie in Europa hat sich parallel zu den internationalen Ankünften ebenfalls positiv entwickelt. Während die Auslastung von Hotels in Europa im Zeitraum von Januar bis August 2012 annähernd das Niveau des Vorjahres erreicht hat, konnten die europäischen Hoteliers die durchschnittliche Übernachtungsrate um 5,5% steigern. Im Ergebnis führte dies zu einer Steigerung des durchschnittlichen Umsatzes pro verfügbarem Zimmer von 5,3%. Die Regionen Nord- und Osteuropa entwickelten sich dabei überdurchschnittlich positiv. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage in vielen Ländern Südeuropas konnten aber auch hier die Hoteliers eine Steigerung von wichtigen Kennzahlen gegenüber dem Vorjahr vorweisen. Zwar verzeichnete die Region einen Rückgang der Auslastung von knapp 2%, gleichzeitig stieg die durchschnittliche Zimmerrate um 3,5% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz pro verfügbarem Zimmer stieg somit um 1,8%. In Nordafrika erholte sich die Beherbergungsbranche vom letztjährigen, durch die politischen Unruhen ausgelösten Einbruch der Nachfrage. Bei geringfügig gesteigerten Durchschnittspreisen konnten die Auslastung und der Umsatz pro verfügbarem Zimmer um über 20% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden (Quelle: Global Hotel Review, STR Global, August 2012).
Der europäische Kreuzfahrtmarkt ist weiterhin ein Wachstumsmarkt. Nach einer Studie des European Cruise Council stieg die Anzahl europäischer Passagiere bei Hochseekreuzfahrten in 2011 um 9% gegenüber dem Vorjahr auf 6,1 Mio. (ECC: Statistics and Markets 2011). Der deutsche Hochseekreuzfahrtmarkt wuchs in diesem Zusammenhang überdurchschnittlich und erreichte bei Passagier- und Umsatzzahlen in 2011 erneut Rekordwerte. So stieg die Zahl der Passagiere gegenüber 2010 um 14% auf knapp 1,4 Mio. an. Dieser Zuwachs resultierte im Wesentlichen aus der Indienststellung neuer und größerer Schiffe im Massenmarkt. Auch für die Zukunft besteht ein hohes Wachstumspotenzial im deutschen Hochseekreuzfahrtmarkt: Die Marktdurchdringung ist hier mit 1,7% im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung gering – verglichen mit entwickelten Kreuzfahrtmärkten wie Großbritannien, wo dieser Wert mit 2,7% deutlich höher ausfällt. Durch die Indienststellung neuer Schiffe in den nächsten Jahren wird der Hochseekreuzfahrtmarkt auch zukünftig weiter wachsen.
Wettbewerb
Das Geschäftsportfolio des TUI Konzerns umfasst Beteiligungen an Reiseveranstaltern, Reisevermittlern, Fluggesellschaften, Hotelgesellschaften, Zielgebietsagenturen und anderen touristiknahen Geschäften. In diesem Zusammenhang stehen die Geschäfte der TUI mit anderen Reiseveranstaltern, die integrierte bzw. nicht integrierte Geschäftsmodelle verfolgen, Hotelgesellschaften, Fluggesellschaften und Online-Vermittlern im Wettbewerb.
In einem wettbewerbsintensiven Umfeld profitiert TUI Travel von ihrer starken Marktstellung und dem flexiblen Geschäftsmodell, das es ermöglicht, auf Nachfrageschwankungen durch Anpassungen und Reallokationen von Kapazitäten zu reagieren.
Das Wettbewerbsumfeld im Markt für Ferienhotels war weiterhin durch eine steigende Popularität des All Inclusive-Konzepts und einen anhaltenden Trend zu Golf-, Spa-, Wellness- und Gesundheitsreisen gekennzeichnet. Dabei spielt die Sensitivität der Gäste für Umweltfragen eine unverändert große Rolle. TUI Hotels & Resorts als der in Europa führende Anbieter von Ferienhotels berücksichtigt diese Trends bei der Weiterentwicklung seines attraktiven Portfolios.
Der internationale Hochseekreuzfahrtmarkt wird von wenigen großen Kreuzfahrtgesellschaften dominiert. Der deutsche Markt teilt sich in nationale und internationale Anbieter auf. Der Anteil der Passagiere, die mit deutschen Anbietern reisen, ist mit ungefähr 60% höher als der Anteil der mit internationalen Anbietern Reisenden. Die wichtigsten Fahrtgebiete im deutschen Kreuzfahrtmarkt sind das westliche Mittelmeer, gefolgt von Nordlandrouten und dem östlichen Mittelmeer (DRV: Der Kreuzfahrtenmarkt Deutschland 2011, März 2012). Hapag-Lloyd Kreuzfahrten blieb in 2011/12 weiterhin der führende Anbieter im deutschen Luxussegment für klassische und Expeditionskreuzfahrten. TUI Cruises hat als erster nationaler Anbieter das Premium-Volumensegment im deutschsprachigen Kreuzfahrtmarkt mit einem Premium All Inclusive-Konzept besetzt.
Geschäftsmodell
Der TUI Konzern verfügt in allen Sparten über starke Marken. Nach unserer Ansicht bietet uns die Stärke unserer Marken in allen unseren touristischen Quellmärkten in Europa sowie in unseren Zielgebietsmärkten einen erheblichen Vorteil gegenüber unseren Wettbewerbern. In einer 2012 durchgeführten Umfrage wurde TUI als die Reisemarke in Deutschland eingestuft, der am meisten Vertrauen entgegengebracht wird (Quelle: Reader's Digest Trusted Brands 2012). Unter unseren regionalen und internationalen Marken in den Quellmärkten sowie unserer Dachmarke „World of TUI'' werden wir von unseren Kunden als ein Qualitätsanbieter mit überlegenen Serviceangeboten wahrgenommen. Diese Stärke, gekoppelt mit der Stabilität unserer regionalen Marken, stellt ein hohes Maß an Kundenakzeptanz sicher. Die konstante Qualität unseres Produktangebots, insbesondere unserer Hotels, fördert das Kundenvertrauen und die Kundentreue gegenüber unseren Produkten auf den lokalen Märkten.
TUI Travel bietet ihren Kunden eine Vielzahl von Produkten an, die von Pauschalreisen bis hin zu einer breiten Palette von Spezialangeboten reichen. Dabei werden die Bereiche Mainstream, Accommodation & Destinations, Specialist & Activity sowie Emerging Markets unterschieden.
Den größten Anteil am Geschäft von TUI Travel hat der Bereich Mainstream, der sämtliche Aktivitäten im Pauschalreisesegment vom Vertrieb von Reisen über das Veranstaltergeschäft bis hin zum Flugbereich umfasst. Der Bereich setzt sich aus mehreren integrierten Touristikgruppen mit jeweils quellmarktbezogener Ausrichtung zusammen. Aus der starken Marktstellung in den jeweiligen Quellmärkten und Produktsegmenten resultieren Skaleneffekte, die in hohem Maße genutzt werden. Durch die große Präsenz im Markt und ihre starken Marken erreicht TUI Travel eine hohe Kundenbindung. Im Rahmen der Modernisierung des Mainstream-Geschäftsmodells („Modern Mainstream“) fokussiert sich TUI Travel zum einen auf die Erhöhung des Anteils exklusiver und differenzierter Produkte, die dem Kunden einen über die reine Übernachtungsleistung hinausgehenden Mehrwert bieten. Zum anderen soll der Anteil des kontrollierten Vertriebs, d.h. der Verkauf der eigenen Veranstalterprodukte über veranstaltereigene Vertriebskanäle, sukzessive gesteigert werden.
Aufgrund ihrer breiten Kundenbasis in mehr als 30 Quellmärkten ist TUI Travel in der Lage, unterschiedliche Entwicklungen in einzelnen Märkten oder Produktgruppen auszugleichen. Darüber hinaus verfolgt TUI Travel in ihrem Mainstream-Geschäft ein flexibles Kapazitätsmanagement. So werden Flug- und Hotelkontingente nur zu einem geringen Teil fest kontrahiert. Die Flugkapazität der eigenen Fluglinien orientiert sich überwiegend am Bedarf der jeweiligen Veranstalter.
Im Bereich Accommodation & Destinations werden die zielgebietsbezogenen Aktivitäten der TUI Travel koordiniert. Hierzu zählen u.a. klassische Zielgebietsagenturen, eine Online-Hotelbettenbank, über die weltweit eingekaufte Bettenkapazitäten über das Internet an Reiseveranstalter und Reisebüros vertrieben werden, und ein zielgebietsbezogenes Online-Hotelportal, über das Endkonsumenten Hotelbuchungen über das Internet vornehmen können.
Im Bereich Specialist & Activity organisiert TUI Travel ihre Aktivitäten in den teilweise stark fragmentierten Spezialisten- und Aktivurlaubsmarktsegmenten. TUI Travel verfügt insbesondere im angloamerikanischen Raum über führende Marktpositionen in den Marktsegmenten Aktivurlaub und Studienreisen, Segel- und Yachtcharterreisen sowie Skiurlaub.
Im Bereich Emerging Markets werden die TUI Travel-weiten Aktivitäten in den neuen Wachstumsmärkten koordiniert. In diesem Zusammenhang verfügt TUI Travel bereits über aussichtsreiche Positionen in Wachstumsmärkten wie beispielsweise Russland, China und Indien. Über das internetgetriebene Geschäftsmodell der Hotelbettendatenbank (Hotelbeds und Bedsonline) sowie über das im September 2012 akquirierte Hotelportal Mala Pronta ist TUI Travel zudem bereits im Wachstumsmarkt Brasilien vertreten.
Investitionen in eigene Sach- und Finanzanlagen werden selektiv nur dort vorgenommen, wo über die Kapitalbindung neben einer angemessenen Rendite entsprechende Alleinstellungsmerkmale gegenüber Mitbewerbern erreicht werden können, beispielsweise bei der Vermietung eigener Charteryachten.
TUI Hotels & Resorts verfügt über eigene Hotelkapazitäten in bestehenden und potenziellen Wachstumsdestinationen, die selektiv weiter ausgebaut werden. Hierbei werden kapitalschonende Management-Verträge und Joint Ventures bevorzugt. Gleichzeitig sollen die Alleinstellungsmerkmale der einzelnen Hotelmarken noch stärker betont und innerhalb des bestehenden Portfolios Angebote für klar umgrenzte Zielgruppen entwickelt werden. Neben dem Vertrieb über Reiseveranstalter wird durch den gezielten Auf- und Ausbau des Internetvertriebs die Auslastung der konzerneigenen Hotels optimiert.
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten nimmt mit ihrer Flotte in den Segmenten Luxus- und Expeditionskreuzfahrten eine führende Position im deutschsprachigen Markt ein. Im Mai 2013 wird die Hapag-Lloyd-Flotte im Luxussegment um das neue 5-Sterne-Schiff Europa 2 erweitert. Im Gegenzug wird die Columbus 2 die Flotte im April 2014 verlassen.
TUI Cruises hat sich erfolgreich im deutschen Marktsegment der Premiumkreuzfahrten positioniert und ihre Marktstellung im Berichtsjahr weiter ausgebaut. Die Gesellschaft wird ihre Flotte in den Jahren 2014 und 2015 um zwei Schiffsneubauten erweitern und damit die erreichte Position weiter stärken.
Strategie
Für das kommende Geschäftsjahr ergeben sich in der Touristik die folgenden strategischen Schwerpunkte:
| • | Digitale Transformation unseres touristischen Geschäfts durch Koordination der E-Commerce-Aktivitäten im TUI Konzern |
| • | Umsetzung des „Modern Mainstream” -Ansatzes in allen Quellmärkten durch die Erhöhung des Anteils an differenzierten Urlaubsprodukten und den Ausbau des eigenen Vertriebs, insbesondere über das Internet |
| • | Fortsetzung der bestehenden Projekte zur Optimierung der Produktionsprozesse und -systeme, vor allem in Frankreich und Deutschland |
| • | Schärfung und weitere Profitabilisierung des Spezialveranstalterangebots von TUI Travel |
| • | Chancen- und risikobalancierte Erschließung von Wachstumsmärkten, insbesondere durch den Ausbau unserer Online-Geschäftsmodelle im Bereich Accommodation |
| • | Weitere Differenzierung und Optimierung unseres eigenen Hotelportfolios |
| • | Fokussierung von Hapag-Lloyd auf Luxus- und Expeditionskreuzfahrten sowie Ausbau der Marktposition von TUI Cruises im deutschsprachigen Markt für Premiumkreuzfahrten |
Wertorientierte Konzernsteuerung
Als finanzwirtschaftliche Zielsetzung verfolgt die TUI AG als kapitalmarktorientierte Führungsgesellschaft die nachhaltige Wertsteigerung des TUI Konzerns. Zur wertorientierten Steuerung des Gesamtunternehmens sowie der einzelnen Geschäftsfelder ist ein standardisiertes Steuerungssystem eingerichtet. Das wertorientierte Steuerungssystem ist ein integraler Bestandteil der konzernweit einheitlichen Controlling- und Planungsprozesse.
Der Return On Invested Capital (ROIC) und der absolute Wertbeitrag sind die zentralen Steuerungsgrößen im Zuge der periodischen Wertanalyse. Dabei werden dem erzielten ROIC die spartenspezifischen Kapitalkosten gegenübergestellt.
Kapitalkosten
Kapitalkosten (WACC)
| TUI Travel | TUI Hotels & Resorts | |||
|---|---|---|---|---|
| % | 2011/12 | 2010/11 | 2011/12 | 2010/11 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Risikoloser Zinssatz | 2,25 | 3,50 | 2,25 | 3,50 |
| Risikozuschlag | 8,76 | 6,92 | 7,47 | 5,74 |
| Marktrisikoprämie | 6,00 | 5,00 | 6,00 | 5,00 |
| Beta-Faktor1) | 1,4604 | 1,3834 | 1,2444 | 1,1470 |
| Eigenkapitalkosten nach Steuern | 11,01 | 10,42 | 9,72 | 9,24 |
| Fremdkapitalkosten vor Steuern | 6,50 | 6,75 | 6,50 | 6,75 |
| Tax Shield | 1,91 | 1,99 | 1,91 | 1,99 |
| Fremdkapitalkosten nach Steuern | 4,59 | 4,76 | 4,59 | 4,76 |
| Eigenkapitalquote2) | 59,35 | 63,90 | 70,05 | 74,10 |
| Fremdkapitalquote2) | 40,65 | 36,10 | 29,95 | 25,90 |
| Gesamtkapitalkosten nach Steuern 3) | 8,50 | 8,50 | 8,25 | 8,00 |
| Steuerquote | 29,37 | 29,44 | 29,37 | 29,44 |
| Eigenkapitalkosten vor Steuern | 14,90 | 14,11 | 13,17 | 12,53 |
| Fremdkapitalkosten vor Steuern | 6,50 | 6,75 | 6,50 | 6,75 |
| Eigenkapitalquote2) | 59,35 | 63,90 | 70,05 | 74,10 |
| Fremdkapitalquote2) | 40,65 | 36,10 | 29,95 | 25,90 |
| Gesamtkapitalkosten vor Steuern 3) | 11,50 | 11,50 | 11,25 | 11,00 |
| Kreuzfahrten | Konzern | |||
|---|---|---|---|---|
| % | 2011/12 | 2010/11 | 2011/12 | 2010/11 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Risikoloser Zinssatz | 2,25 | 3,50 | 2,25 | 3,50 |
| Risikozuschlag | 9,35 | 8,62 | 8,50 | 6,53 |
| Marktrisikoprämie | 6,00 | 5,00 | 6,00 | 5,00 |
| Beta-Faktor1) | 1,5583 | 1,7240 | 1,4170 | 1,3068 |
| Eigenkapitalkosten nach Steuern | 11,60 | 12,12 | 10,75 | 10,03 |
| Fremdkapitalkosten vor Steuern | 6,50 | 6,75 | 6,50 | 6,75 |
| Tax Shield | 1,91 | 1,99 | 1,91 | 1,68 |
| Fremdkapitalkosten nach Steuern | 4,59 | 4,76 | 4,59 | 5,07 |
| Eigenkapitalquote2) | 55,57 | 54,10 | 61,52 | 64,26 |
| Fremdkapitalquote2) | 44,43 | 45,90 | 38,48 | 35,74 |
| Gesamtkapitalkosten nach Steuern 3) | 8,50 | 8,75 | 8,50 | 8,25 |
| Steuerquote | 29,37 | 29,44 | 29,37 | 24,82 |
| Eigenkapitalkosten vor Steuern | 15,68 | 16,40 | 14,54 | 12,83 |
| Fremdkapitalkosten vor Steuern | 6,50 | 6,75 | 6,50 | 6,75 |
| Eigenkapitalquote2) | 55,57 | 54,10 | 61,52 | 64,26 |
| Fremdkapitalquote2) | 44,43 | 45,90 | 38,48 | 35,74 |
| Gesamtkapitalkosten vor Steuern 3) | 11,50 | 12,00 | 11,50 | 10,75 |
1) Sparten-Beta auf Basis Peergroup, Konzern-Beta auf Basis gewichteter Sparten-Betas
2) Spartenquote auf Basis Peergroup, Konzernquote auf Basis gewichteter Spartenquoten
3) Auf 1/4 Prozentpunkt gerundet
Die Kapitalkosten berechnen sich als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten (WACC = Weighted Average Cost of Capital). Während die Eigenkapitalkosten die Renditeerwartung eines Anlegers bei einer Investition in die TUI Aktie widerspiegeln, werden für die Fremdkapitalkosten die durchschnittlichen Finanzierungskosten des TUI Konzerns herangezogen. Dabei erfolgt die Betrachtung der Kapitalkosten grundsätzlich vor Steuern des Unternehmens und vor Steuern des Investors. Die so ermittelte Renditeanforderung entspricht der gleichen steuerlichen Ebene wie das in den ROIC eingehende bereinigte Ergebnis.
Aufgrund der Reduzierung des Beteiligungsanteils an der Containerschifffahrt ist im Geschäftsjahr 2011/12 die anteilige Berücksichtigung in den Kapitalkosten des Konzerns entfallen.
ROIC und Wertbeitrag
Der ROIC errechnet sich als Quotient aus dem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (bereinigtes EBITA) und dem durchschnittlich gebundenen verzinslichen Kapital (Invested Capital) des Segments bzw. der Sparte. Die angesetzte Ergebnisgröße ist definitionsgemäß frei von steuerlichen und finanziellen Einflüssen und bereinigt um einmalige Sondereinflüsse. Das Invested Capital umfasst aus Konzernsicht in seiner passivischen Herleitung das Eigenkapital (inklusive Anteilen anderer Gesellschafter am Eigenkapital) sowie den Saldo aus verzinslichen Schuldpositionen und zinstragenden Vermögenswerten. Darüber hinaus werden die kumulativen planmäßigen Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation dem Invested Capital wieder hinzugerechnet.
Neben der relativen Performance-Größe ROIC wird auch der so genannte Wertbeitrag als absolute wertorientierte Erfolgsgröße herangezogen. Der Wertbeitrag errechnet sich aus der Differenz des ermittelten ROIC und den zugehörigen Kapitalkosten, multipliziert mit dem gebundenen verzinslichen Kapital.
Wertorientierte Kennzahlen
| TUI Travel | TUI Hotels & Resorts | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | 2011/12 | 2010/11 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital1) | 1.935,2 | 2.282,3 | 1.228,8 | 1.071,2 | |
| Verzinsliche Schuldpositionen | 1.990,3 | 1.662,0 | 808,8 | 1.003,9 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | 1.193,1 | 1.222,1 | 173,1 | 229,8 | |
| Kaufpreisallokationen | 402,2 | 327,1 | – | – | |
| Invested Capital | 3.134,6 | 3.049,3 | 1.864,5 | 1.845,3 | |
| Bereinigtes EBITA | 637,4 | 500,1 | 178,6 | 145,3 | |
| Ø Invested Capital2) | 3.092,0 | 3.194,4 | 1.854,9 | 1.864,0 | |
| ROIC | % | 20,61 | 15,66 | 9,63 | 7,80 |
| Kapitalkosten (WACC) | % | 11,50 | 11,50 | 11,25 | 11,00 |
| Wertbeitrag | 281,8 | 132,7 | - 30,1 | - 59,7 |
| Kreuzfahrten | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | 2011/12 | 2010/11 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital1) | 139,3 | 130,1 | 2.928,8 | 3.564,1 | |
| Verzinsliche Schuldpositionen | 149,1 | 146,6 | 3.643,2 | 3.712,4 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | 63,2 | 57,6 | 2.518,8 | 2.727,3 | |
| Kaufpreisallokationen | – | – | 402,2 | 327,1 | |
| Invested Capital | 225,2 | 219,1 | 4.455,4 | 4.876,3 | |
| Bereinigtes EBITA | 3,0 | 11,2 | 745,7 | 600,1 | |
| Ø Invested Capital2) | 222,2 | 226,4 | 4.665,9 | 5.246,0 | |
| ROIC | % | 1,35 | 4,95 | 15,98 | 11,44 |
| Kapitalkosten (WACC) | % | 11,50 | 12,00 | 11,50 | 10,75 |
| Wertbeitrag | - 22,5 | - 16,0 | 209,1 | 36,2 |
1) Angepasst um Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
2) Durchschnittswert aus Jahresanfangs- und -endbestand
Der ROIC des TUI Konzerns erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,54 Prozentpunkte auf 15,98%. Unter Berücksichtigung der Kapitalkosten in Höhe von 11,50% errechnet sich ein damit positiver Wertbeitrag von 209,1 Mio. € (Vorjahr 36,20 Mio. €).
Ursächlich für diese Verbesserung war die gute operative Entwicklung von TUI Travel und TUI Hotels & Resorts im Berichtsjahr. Gleichzeitig führte die Verminderung des Engagements in der Containerschifffahrt zu einem Rückgang des durchschnittlich gebundenen verzinslichen Kapitals (Invested Capital).
MITARBEITER
Die Anzahl der Mitarbeiter des TUI Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011/12 um 0,1% auf 73.812 und blieb somit annähernd konstant.
Veränderungen in der Mitarbeiterstruktur
Weltweit beschäftigte der TUI Konzern am Bilanzstichtag mit 73.812 Mitarbeitern 0,1% mehr als im Vorjahr. Den größten Teil der Konzernmitarbeiter stellte wie auch im Vorjahr die Touristik mit 99,4%. Im Zentralbereich waren 0,6% der Konzernbeschäftigten angestellt.
Mitarbeiter nach Sparten
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | Veränd. % |
|
|---|---|---|---|
| Touristik | 73.391 | 73.079 | + 0,4 |
| TUI Travel | 57.961 | 58.378 | - 0,7 |
| TUI Hotels & Resorts | 15.141 | 14.424 | + 5,0 |
| Kreuzfahrten | 289 | 277 | + 4,3 |
| Zentralbereich | 421 | 628 | - 33,0 |
| Corporate Center | 212 | 202 | + 5,0 |
| Übrige Einheiten | 209 | 426 | - 50,9 |
| Konzern | 73.812 | 73.707 | + 0,1 |
Touristik
In der Touristik lag die Anzahl der Mitarbeiter am Ende des Geschäftsjahres mit 73.391 um 0,4% über der des Vorjahres. Dabei war die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen in den einzelnen Sparten unterschiedlich.
TUI Travel verzeichnete einen Rückgang der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um rund 0,7% auf 57.961. Dies resultierte zum einen aus einem Anstieg der Beschäftigten im Vertrieb in Europa Mitte, im Airline-Bereich in den Niederlanden und Belgien sowie im Bereich Specialist & Activity und Accommodation & Destinations. Dem standen, bedingt durch Restrukturierungsmaßnahmen und Kapazitätskürzungen, weniger Beschäftigte in Frankreich und Großbritannien gegenüber.
Die Sparte TUI Hotels & Resorts verzeichnete einen Anstieg der Mitarbeiterzahl um 5,0% auf 15.141. Ursache für den erhöhten Personalstand war im Wesentlichen eine Kapazitätssteigerung durch die Übernahme von Hotelanlagen in den ganzjährigen Betrieb sowie die Neueröffnung von Hotelanlagen.
Aufgrund des Expansionsvorhabens durch Neubauprojekte nahm die Anzahl der Mitarbeiter in der Sparte Kreuzfahrten im Vergleich zum Vorjahr um 4,3% auf 289 zu.
Zentralbereich
Die Anzahl der Mitarbeiter im Zentralbereich reduzierte sich insgesamt um 33,0% auf 421. Die Anzahl der Mitarbeiter des Corporate Center stieg dabei insbesondere durch den Ausbau des Bereichs Governance, Risk & Compliance um 5,0% auf 212. In den übrigen Einheiten des Zentralbereichs, die insbesondere die Immobiliengesellschaften sowie die Betriebskrankenkassen umfassen, nahm die Anzahl der Beschäftigten um 50,9% auf 209 Mitarbeiter ab. Dies war im Wesentlichen auf die Veräußerung von den verbliebenen CP Ships-Aktivitäten zurückzuführen.
Mitarbeiter nach Regionen
Mitarbeiter nach Regionen
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | Veränd. % |
|
|---|---|---|---|
| Deutschland | 9.882 | 9.846 | + 0,4 |
| Großbritannien | 17.318 | 18.201 | - 4,9 |
| Spanien | 9.226 | 9.392 | - 1,8 |
| Übrige EU | 12.830 | 12.398 | + 3,5 |
| Übriges Europa | 8.480 | 8.639 | - 1,8 |
| Nord- und Südamerika | 8.199 | 8.149 | + 0,6 |
| Übrige Regionen | 7.877 | 7.082 | + 11,2 |
| Gesamt | 73.812 | 73.707 | + 0,1 |

Die Anzahl der in Deutschland Beschäftigten stieg um 0,4% auf 9.882 Mitarbeiter. Bei Konzerngesellschaften innerhalb Europas sank die Anzahl der Mitarbeiter um 1,3% auf 57.736. Dies entspricht 78,2% der Gesamtbeschäftigten. Durch den Anstieg der Mitarbeiterzahlen in Nord- und Südamerika und in den übrigen Regionen erhöhte sich der Anteil der außerhalb Europa beschäftigten Mitarbeiter um 5,5% auf 16.076. Dies entspricht rund 21,8% der Gesamtbelegschaft. Zurückzuführen ist die Erhöhung auf Neuakquisitionen, insbesondere in Australien und Asien.
Personalaufwand
Der Personalaufwand des TUI Konzerns erhöhte sich im Berichtszeitraum um 9,7% auf 2.416,0 Mio. €. Der Anstieg des Personalaufwands ist insbesondere durch Restrukturierungsmaßnahmen in Frankreich bedingt. Daneben war der Vorjahreswert durch einen einmaligen Ertrag aus der Kürzung der Pensionspläne in Großbritannien gemindert. Zudem führte die Entwicklung des Euro im Vergleich zum Britischen Pfund im Geschäftsjahr 2011/12 zu einem wechselkursbedingten Anstieg des Personalaufwands.
Personalaufwand
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 1.987,0 | 1.878,0 | + 5,8 |
| Sozialabgaben | 429,0 | 325,2 | + 31,9 |
| Gesamt | 2.416,0 | 2.203,2 | + 9,7 |
NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
Verantwortungsvolle Unternehmensführung: Engagement für Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeiter.
Nachhaltigkeit ist für den TUI Konzern wesentliches Grundprinzip der Unternehmensführung und ein Eckpfeiler unserer Strategie zur kontinuierlichen Steigerung des Unternehmenswerts.
Unsere Prioritäten
| Umwelt | Mitarbeiter | Gesellschaft | Produkt |
|---|---|---|---|
| Klimaschutz | Personalentwicklung | Soziales Engagement in den Urlaubsgebieten | Nachhaltige Produktentwicklung |
| Erhalt der Artenvielfalt | Vielfalt in der Unternehmenskultur | ||
| Ressourceneffizienz | Einsatz für Menschen- und Kinderrechte | Verbraucherinformation und Sicherheit | |
| Zertifizierung von Umwelt- managementsystemen | Work-Life Balance | Faire Arbeitsbedingungen |
Ziel ist es, unsere positiven Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung in ökologischer, sozialer und gesellschaftlicher Hinsicht sowohl in den gastgebenden Ländern als auch an unseren Standorten weiter zu steigern. Gleichzeitig verfolgen wir die Vermeidung und Reduzierung von negativen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die natürliche und soziale Umwelt.
Die TUI Nachhaltigkeitsstrategie basiert auf einer genauen Analyse der für unsere Geschäftsfelder wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte und der daraus resultierenden Chancen und Risiken. Notwendig ist dabei eine systemische und ganzheitliche Perspektive, um die Beziehungen zwischen unterschiedlichen Aspekten verstehen und entsprechend berücksichtigen zu können.
Ausführlich berichtet die TUI AG in ihrem Nachhaltigkeitsbericht 2011/2012 „Destination Nachhaltigkeit“ über die Ziele, Aktivitäten, Fortschritte und Kennzahlen nach den international anerkannten Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) für Nachhaltigkeitsberichterstattung. Der Bericht wurde im Februar 2012 veröffentlicht und informiert über die Schwerpunkte der Nachhaltigkeitsarbeit sowie die wichtigsten Zielsetzungen aus den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeiter. Der TUI AG Nachhaltigkeitsbericht entspricht der GRI-Anwendungsebene B+, dies wurde durch unabhängige, externe Prüfer bestätigt.
Aktuelle Projektentwicklungen und Initiativen werden darüber hinaus kontinuierlich auf unserer Website www.tui-nachhaltigkeit.com veröffentlicht.
Im August 2012 publizierte die TUI Travel ihr differenziertes Nachhaltigkeitsprogramm unter dem Titel „Sustainable Holidays Plan“. Die Veröffentlichung beinhaltet 3-Jahres-Zielsetzungen der Reiseveranstalter, des Vertriebs, der Fluggesellschaften und der Zielgebietsaktivitäten der World of TUI. Die strategische Weiterentwicklung und die Festlegung von Zielen und Maßnahmen zu Umwelt und Gesellschaft baute die TUI Travel in Abstimmung mit der TUI AG im operativen Bereich in neun konzernweiten Projektgruppen aus.
Die TUI AG notiert seit dem 24. September 2012 erneut als Branchenführer des Sektors „Travel & Tourism“ in den Dow Jones Sustainability Indizes (DJSI) World und Europe. Bei der jährlichen Überprüfung des Nachhaltigkeitsrankings erzielte die TUI AG besonders hohe Bewertungen in den Kategorien Klimastrategie, Risiko- und Krisenmanagement sowie Stakeholder Engagement. Weiter ausgebaut werden konnten die Positionierungen in der Kategorie Umweltpolitik und Umweltmanagementsysteme sowie im Bereich gesellschaftlicher Aktivitäten.
Der DJSI umfasst die 340 Unternehmen aus dem 2.500 Mitglieder starken Dow Jones Global Index, die führend auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit sind. Bei der Bewertung werden neben ökonomischen insbesondere ausgewählte ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt. Die TUI AG wurde zudem bereits im Juni 2012 für ihre Leistungen im Nachhaltigkeitsmanagement als Branchenführer mit dem „SAM Award in Gold“ ausgezeichnet.
Im September 2012 wurde ebenfalls die Position der TUI AG im Nachhaltigkeitsindex FTSE4Good bestätigt. Weiterhin ist die TUI in den Indizes DAXglobal Sarasin Sustainability Germany, Ethibel Excellence Index und ECPI Ethical Index €uro vertreten. Die oekom Research AG führte die TUI weiterhin mit dem Investment-Status „Prime“.
Strategische Partnerschaften und Kooperationen
Der TUI Konzern engagiert sich in internationalen Kooperationen für Umwelt- und Naturschutz sowie nachhaltige Entwicklung in den europäischen Quellmärkten und den touristischen Zielgebieten.
„Biodiversity in Good Company“ Initiative
Im Berichtszeitraum wurde die 2008 unter der Ägide des Bundesumweltministeriums gegründete „Biodiversity in Good Company“ Initiative in die Privatwirtschaft und damit in eine eigenständige Rechtsform überführt. In Kooperation mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) engagieren sich die Mitgliedsunternehmen für eine stärkere Integration des Privatsektors in die Ziele des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (CBD) zum weltweiten Artenschutz. Der branchenübergreifende Austausch in der Initiative ermöglicht es TUI und den Mitgliedsunternehmen, neue Ansätze im Bereich des Artenschutzes gemeinschaftlich zu entwickeln.
„Business and Biodiversity“ Kampagne
Im Geschäftsjahr 2011/12 unterstützte die TUI AG weiterhin die europäische „Business and Biodiversity“-Kampagne des Global Nature Fund. Gemeinsam mit der Initiative wurde ein Biodiversitäts-Check durchgeführt. Erste Ergebnisse wurden bei einer Konferenz der Nachhaltigkeitsverantwortlichen im TUI Konzern gemeinsam mit der Nichtregierungsorganisation diskutiert. Die TUI Gesellschaften arbeiten an einer weiteren Umsetzung von Biodiversitätsschutz entlang der touristischen Wertschöpfungskette, ein Schwerpunkt besteht im Bereich Lieferkette.
Bundesamt für Naturschutz (BfN)
Die Zusammenarbeit mit dem BfN im Bereich der Aufklärung von Urlaubern in Artenschutzfragen wurde erfolgreich fortgesetzt. Gemeinsam mit dem BfN stellte die TUI AG anlässlich der Woche der Umwelt 2012 gemeinsame Projekterfolge vor. Der mit dem BfN entwickelte Artenschutz-Flyer wurde von TUI Cruises adaptiert und für die Gästesensibilisierung verwendet.
Futouris e.V.
Die von mehreren TUI Gesellschaften 2009 gegründete Nachhaltigkeitsinitiative Futouris e. V. wurde unter der Schirmherrschaft des Deutschen ReiseVerbands (DRV) für die ganze Branche geöffnet. Alle beteiligten Tourismusunternehmen unterstützen Projekte in den Förderbereichen soziokulturelle Verantwortung, Umwelt- und Klimaschutz sowie Erhalt der biologischen Vielfalt. Auch im Berichtszeitraum 2011/12 engagierte sich die TUI AG weiterhin im Branchenprojekt
„Klimainsel Juist“. Zielsetzung des Projekts, das in Kooperation mit den Universitäten Lüneburg und Lund (Schweden) umgesetzt wird, ist die Entwicklung der Insel Juist zum weltweit führenden Modell einer klimaneutralen Tourismusdestination.
Darüber hinaus förderte die TUI AG das Futouris-Projekt „Reisende ohne Grenzen II“ zum Schutz der bedrohten Meeresschildkrötenpopulation in der Türkei. Maßnahmen zum Artenschutz und zu einem verantwortungsvollen Strandmanagement der lokalen Hotelpartner wurden implementiert.
econsense
Das Engagement der TUI AG als Gründungsmitglied von econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft – wurde fortgesetzt. Die TUI AG engagiert sich im Vorsitz der Projektgruppe Biodiversität & Ökosystemdienstleistungen.
Europarc
Die TUI AG setzte ihre Mitarbeit als Mitglied des Evaluierungskomitees der Europäischen Charta für Nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten fort. Europarc entwickelt Standards zur nachhaltigen touristischen Nutzung von europäischen Schutzgebieten und hilft bei der Implementierung. Im Geschäftsjahr 2011/12 förderte die TUI AG die durch Europarc ausgerichtete Europäische Schutzgebietskonferenz.
Tour Operators' Initiative for Sustainable Tourism Development
Um den Gedanken der nachhaltigen Tourismusentwicklung weiterzutragen und zu fördern, engagiert sich TUI Travel auch weiterhin gemeinsam mit anderen Reiseveranstaltern und mit Unterstützung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) und der Welttourismusorganisation (UNWTO) in der Tour Operators' Initiative for Sustainable Tourism Development (TOI).
Global Sustainable Tourism Council
Seit Juni 2011 ist die TUI Mitglied des Global Sustainable Tourism Council (GSTC) mit einem Sitz im Vorstand, das Mandat wird von TUI Travel wahrgenommen. GSTC ist eine globale Initiative, die sich für die Förderung nachhaltigen Tourismus und weltweit akzeptierte Standards einsetzt. Rund 130 verschiedene Nachhaltigkeitslabels prägen derzeit die Tourismusbranche. GSTC strebt eine Harmonisierung von touristischen Zertifizierungsprogrammen und den zugrunde liegenden Kriterien an. Für ihr wegweisendes Engagement erhielt GSTC im September 2012 die Internationale TUI Nachhaltigkeitsauszeichnung.
Travel Foundation
Durch ihre aktive Mitarbeit unterstützte TUI Travel auch in 2012 die Arbeit der britischen Travel Foundation für eine nachhaltige Entwicklung im Tourismus. In Zusammenarbeit mit der Stiftung, den Zielgebietsagenturen und lokalen Partnern wurden in Urlaubsländern Projekte zum Schutz und zur Verbesserung der Umweltsituation und der Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung durchgeführt.
Umwelt
Die Umweltverträglichkeit der Produkte, Dienstleistungen und Prozesse ist Bestandteil unserer Qualitätsstandards. Ein schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen und die Verringerung von negativen Umweltauswirkungen sichern den Erfolg der TUI. Besondere Schwerpunkte setzen wir in den Bereichen Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Erhalt der biologischen Vielfalt.
Konzernweites Umweltmonitoring
Im Berichtsjahr wurden die Prozesse des konzernweiten Monitorings der Umweltleistung sowie die Ermittlung aussagekräftiger Kennzahlen und deren Methodik weiterentwickelt. Zugrunde liegen international anerkannte Standards wie das Treibhausgasprotokoll sowie die aktuelle Richtlinie der Global Reporting Initiative (GRI). Für einige Kennzahlen wurden verbesserte Berechnungsmethoden entwickelt, um größtmögliche Vergleichbarkeit und Transparenz zu schaffen. Das konzernweite Monitoring fokussiert die umweltrelevanten Geschäftstätigkeiten und dient als Steuerungsgröße zur Verbesserung der Umweltleistung.
Zur Ermittlung der relevanten Kennzahlen berichten die Beteiligungsgesellschaften jährlich über ein internes System ihre Verbräuche und durchgeführten Aktivitäten. Die quantitativen Informationen werden anschließend auf Konzernebene konsolidiert und zu Kennzahlen verdichtet. Die Ermittlung der Emissionen aus dem Flugbetrieb basiert auf Angaben der International Civil Aviation Organisation (ICAO). Zur Berechnung relevanter Kennzahlen werden – sofern nicht anders ausgewiesen – direkte und indirekte Emissionen (Scope 1 und 2) ohne Betrachtung der Vorketten (z. B. Bau von Anlagen) unter Berücksichtigung bestimmter nationaler Umrechnungsfaktoren zugrunde gelegt. In der Sparte TUI Hotels & Resorts wird bei der Emissionsberechnung der Einsatz erneuerbarer Energien als nicht klimawirksam bewertet.
Klimaschutz und Emissionen
Experten schätzen, dass rund 5% der weltweiten CO2-Emissionen dem Tourismus zugerechnet werden können (Quelle: Climate Change and Tourism – Responding to Global Challenges, UNWTO 2008). Damit stellen Treibhausgasemissionen und deren Einfluss auf den Klimawandel für die Tourismusindustrie eine der größten globalen Herausforderungen dar. TUI als weltweit tätiges Unternehmen nimmt dies sehr ernst: Das Engagement für den Klimaschutz ist fest im Verhaltenskodex des Konzerns verankert und hat das Ziel, die negativen Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf das Klima kontinuierlich zu verringern. Dazu steht TUI in engem Austausch mit Vertretern von Wissenschaft und Politik, um wirkungsvolle Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.
Carbon Disclosure Project
In 2012 nahm die TUI AG erneut am Carbon Disclosure Project (CDP) teil, einer Initiative zur Emissionsbilanzierung von Unternehmen. Zusammen mit den strategischen Aspekten der Klimapolitik der TUI AG wurde die Emissionsbilanz des Konzerns im Carbon Disclosure Project beschrieben und internationalen Analysten und Investoren zugänglich gemacht. Die TUI AG positionierte sich bei der Bewertung der Klimaberichterstattung im DACH Carbon Disclosure Leadership Index (Deutschland, Österreich, Schweiz).
Kohlendioxidemissionen (CO2)
| t | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| TUI Travel | 6.389.867 | 6.428.164 | - 0,6 |
| TUI Airlines | 5.248.262 | 5.467.814 | - 4,0 |
| TUI Hotels & Resorts | 357.123 | 374.423 | - 4,6 |
| Kreuzfahrten | 282.894 | 224.280 | + 26,1 |
| Sonstige | 2.239 | 2.575 | - 13,0 |
| Gesamt | 7.032.123 | 7.029.441 | + 0,0 |
Im Geschäftsjahr 2011/12 sind die absoluten Gesamtemissionen im TUI Konzern gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Bei den TUI Airlines ist der Rückgang der CO2-Emissionen auf eine Verringerung der Kapazitäten und folglich auf einen geringeren Treibstoffeinsatz zurückzuführen. Im Bereich TUI Hotels & Resorts trugen ein effizienterer Einsatz von Ressourcen und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien dazu bei, die absoluten CO2-Emissionen um 4,6% auf 357.123,3 Tonnen zu senken. Bei der Berechnung der indirekten CO2-Emissionen wurde die Methodologie unter Anwendung nationaler Umrechnungsfaktoren angepasst. Der Anstieg der absoluten CO2-Emissionen im Kreuzfahrtbereich um 26,1% beruht vornehmlich auf der ganzjährigen Inbetriebnahme der Mein Schiff 2 bei TUI Cruises.
Energieeinsatz (direkt und indirekt)
| TJ | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| TUI Travel* | 92.441 | 93.203 | - 0,8 |
| TUI Airlines | 76.955 | 80.174 | - 4,0 |
| TUI Hotels & Resorts | 3.737 | 3.398 | + 10,0 |
| Kreuzfahrten | 4.018 | 3.187 | + 26,0 |
| Sonstige | 29 | 27 | + 7,5 |
| Gesamt | 100.225 | 99.815 | + 0,4 |
(TJ = Terajoule)
* Dies beinhaltet neben den Flug- auch die Hotel- und Kreuzfahrtaktivitäten der TUI Travel.
Darüber hinaus sind Verwaltungsgebäude und Aktivitäten in den Urlaubsländern erfasst.
Der gesamte Energieeinsatz im TUI Konzern stieg im Geschäftsjahr 2011/12 leicht um 0,4% auf 100.225 TJ gegenüber dem Vorjahr an. Bei den TUI Hotels & Resorts sowie bei der Kreuzschifffahrt nahm der Energieeinsatz signifikant zu.
Maßnahmen zum Klimaschutz
TUI hat eine Klimastrategie erarbeitet, die sich auf die Vermeidung und Verringerung von Treibhausgasen entlang der gesamten Wertschöpfungskette konzentriert. Mit dem Einsatz effizienzsteigernder Technologien sowie dem schonenden Umgang mit Ressourcen leistet TUI Beiträge zur Emissionssenkung. Darüber hinaus werden Anpassungsmaßnahmen identifiziert und umgesetzt.
TUI Airlines
Die TUI Airlines haben über 30 Maßnahmen getroffen, die die Effizienz der Flugzeuge stetig steigern und die Emissionen senken. Dazu gehörten auch die kontinuierliche Erneuerung der Flugzeugflotte, die regelmäßige Wäsche der Turbinen und die Anbringung von so genannten Winglets. Die Reduzierung des Fluggewichts in der TUI Flotte trägt ebenfalls dazu bei, den Treibstoffverbrauch und entsprechend die CO2-Emissionen zu reduzieren. Bereits bei der Konstruktion wird auf eine leichte Bauweise geachtet, aber auch die Benutzung von z.B. leichten Trolleys für Getränke und Speisen senkt das Fluggewicht und spart Kerosin ein.
Durch die Einführung effizienter Karbonbremsen wird das Gewicht eines Flugzeugs um ca. 350 Kilogramm reduziert. Jährlich werden durch die neuen Bremsen insgesamt über 130.000 kg CO2 eingespart.
Im Airline Index 2012 der unabhängigen Klimaschutzorganisation „atmosfair“ wurde die TUI Airline TUIfly im September 2012 als „Best International Charter Airline/Klimaeffizienteste Charterairline weltweit“ ausgezeichnet.
Nach Beschlussfassung der Europäischen Union wurde der Luftverkehr ab 2012 in den europäischen Emissionshandel (EU ETS) einbezogen. Die Fluggesellschaften des TUI Konzerns erfüllen die neuen gesetzlichen Bestimmungen.
TUI Airlines
| 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
||
|---|---|---|---|---|
| Spezifischer Treibstoffverbrauch | l/100 pkm* | 2,89 | 3,00 | - 3,7 |
| Kohlendioxidemissionen (CO2) – absolut | t | 5.248.262 | 5.467.814 | - 4,0 |
| Kohlendioxidemissionen (CO2) – spezifisch | kg/100 pkm* | 7,31 | 7,59 | - 3,7 |
| Stickoxid (NOX) – absolut | t | 34.302 | 34.749 | - 1,3 |
| Stickoxid (NOX) – spezifisch | kg/100 pkm* | 47,78 | 48,23 | - 0,9 |
| Kohlenmonoxid (CO) – absolut | t | 1.444 | 1.639 | - 11,9 |
| Kohlenmonoxid (CO) – spezifisch | kg/100 pkm* | 2,01 | 2,28 | - 11,7 |
| Kohlenwasserstoff (HC) – absolut | t | 152 | 158 | - 3,6 |
| Kohlenwasserstoff (HC) – spezifisch | kg/100 pkm* | 0,21 | 0,22 | - 3,4 |
* pkm = Passagierkilometer
Durch eine Verringerung der Kapazität bei nahezu gleichbleibender Flugleistung sanken sowohl der spezifische Treibstoffverbrauch als auch die absoluten und spezifischen CO2-Emissionen. Auch der Rückgang der anderen Emissionen ist dadurch begründet sowie durch den kontinuierlichen Flottenaustausch und den damit einhergehenden Einsatz effizienterer Flugzeuge.
Kreuzfahrten
Als Mitglied der International Association of Antarctica Tour Operators (IAATO) und der Association of Arctic Expedition Cruise Operators (AECO) führt Hapag-Lloyd Kreuzfahrten alle arktischen und antarktischen Reisen gemäß den Richtlinien dieser Verbände durch. Zum Schutz der sensiblen polaren Gewässer setzen die Kreuzfahrtschiffe der TUI Diesel statt Schweröl als Treibstoff ein und sind dazu angehalten, Diesel auch in anderen Gewässern zu bevorzugen. Durch Sensibilisierung von Gästen und Mannschaft sowie den Einsatz effizienter Technologien an Bord arbeitet der TUI Konzern daran, die Kreuzschifffahrt umweltverträglicher zu machen.
Neben den klimarelevanten Emissionen engagiert sich TUI Cruises für die Verringerung schädlicher Luftemissionen, wie Schwefeloxide, Stickoxide und Partikel (Ruß). Hierzu wurden auch im Geschäftsjahr 2011/12 Maßnahmen im operativen und schiffstechnischen Betrieb getroffen. Um den Treibstoffverbrauch – und somit auch die Emissionen – zu verringern, hat TUI Cruises ihre Flotte mit umweltfreundlichen, TBT-freien Unterwassersilikonanstrichen versehen. Diese reduzieren ebenso wie angebaute Hohlkörper am Heck des Schiffs (sog. Ducktail) den Strömungswiderstand. Durch eine intelligente Streckenplanung werden die Reiserouten kontinuierlich optimiert, zudem senkt die Verwendung von schwefelarmem Treibstoff den Ausstoß von Schwefel- und Partikelemissionen. Die Flotte von TUI Cruises wird 2014 um einen Neubau ergänzt, bei dem bereits in der laufenden Planungsphase Umweltschutztechnologien berücksichtigt werden, um insbesondere die Treibstoffeffizienz weiter zu verbessern.
In allen europäischen Häfen verwenden die TUI Kreuzfahrtschiffe während der Liegezeiten Treibstoff mit max. 0,1% Schwefelanteil. Auf Routen durch die Nord- und Ostsee wird Treibstoff mit max. 1% Schwefelanteil eingesetzt.
Für Emissionen, die sich nicht vermeiden lassen, bietet Hapag-Lloyd Kreuzfahrten ihren Kunden die Möglichkeit, die Emissionen der Schiffsreise zu kompensieren. Zusammen mit der deutschen Organisation atmosfair wurde ein Klimarechner entwickelt, der verschiedene Parameter – wie zum Beispiel die Kabinenkategorie und die Aufenthaltsdauer an Bord – abfragt und anschließend den Klimafußabdruck der Reise ermittelt.
Der Hausbootspezialist Le Boat bietet seinen Kunden umweltfreundliche Hausboote mit Hybridtechnologie an. Die Boote werden von einem Dieselmotor mit geringen CO2-Emissionen und Solarenergie angetrieben.
Kreuzfahrten
| 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
||
|---|---|---|---|---|
| Spezifischer Treibstoffverbrauch | l/pnm* | 0,25 | 0,28 | -11,1 |
| Kohlendioxidemissionen (CO2) – spezifisch | kg/100 pnm* | 74,68 | 83,70 | -10,8 |
* pnm = Passagierseemeile
Im Kreuzfahrtbereich der TUI AG ist ein Rückgang des spezifischen Treibstoffverbrauchs und der spezifischen CO2-Emissionen zu verzeichnen. Dies ist begründet in einer höheren Auslastung einiger Schiffe, einer erhöhten Fahrleistung sowie einer Anpassung der Routen.
TUI Hotels & Resorts
Die Hotelmarken der TUI Hotels & Resorts zählen zu den Umweltführern an ihrem jeweiligen Standort und engagieren sich für den Klimaschutz.
Seit Anfang 2012 bieten die deutschen Dorfhotels und Iberotels den Kunden klimaneutralen Urlaub und klimaneutrale Tagungen an. Durch vielfältige Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung von Emissionen senken die Hotels ihren CO2-Fußabdruck erheblich. Emissionen, die sich nicht vermeiden lassen, werden über den Kooperationspartner myclimate durch zertifizierte Klimaschutzprojekte kompensiert.
Zahlreiche Clubs und Hotels im Portfolio von TUI Hotels & Resorts beziehen Energie aus regenerativen Quellen. Die Robinson Clubs in Spanien und Portugal generieren über ihre Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen jährlich über 1.500 Megawattstunden, die im Sommer bis zu 85% des Warmwassers erzeugen. Auch der griechische Robinson Club Daidalos auf Kos generiert mit einer Photovoltaikanlage einen Großteil seines Strombedarfs. Der Robinson Club Agadir nutzt eine 900 m² große Solaranlage zur Warmwassererzeugung in den Gebäuden und beim Pool und betreibt damit die größte Hotel-Solaranlage Marokkos. Der Robinson Club Fleesensee installierte ein Blockheizkraftwerk, das Strom und Wärme produziert und gleichzeitig CO2-Emissionen und Betriebskosten einspart.
TUI Hotels & Resorts
| 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
||
|---|---|---|---|---|
| Stromverbrauch – spezifisch | kWh/Übernachtung | 17,16 | 17,18 | - 0,1 |
| Kohlendioxidemissionen (CO2) – spezifisch | kg/Übernachtung | 9,6 | 11,0 | - 12,9* |
* Aufgrund einer Veränderung in der Methodik und der Berücksichtigung nationaler Umrechnungsfaktoren für Elektrizität im Geschäftsjahr 2011/12 ist diese Veränderung nur eingeschränkt aussagekräftig.
Bei den TUI Hotels & Resorts sank der Stromverbrauch pro Übernachtung um 0,1% auf 17,16 kWh. Die CO2-Emissionen pro Übernachtung gingen aufgrund des effizienteren Einsatzes von Ressourcen, der stärkeren Berücksichtigung von erneuerbaren Energien und nationaler Umrechnungsfaktoren in der Datenerhebung auf 9,6 kg zurück.
Freiwillige CO2-Kompensation im Konzern
In Zusammenarbeit mit der Stiftung myclimate bietet TUIfly ihren Kunden die Möglichkeit zur freiwilligen Kompensation von Treibhausgasen. Für die Kunden von TUI Deutschland besteht das Angebot, sowohl im Reisebüro als auch im Internet die CO2-Emissionen ihrer gesamten Reise über myclimate zu kompensieren. In den Katalogen werden alle Kunden über die CO2-Belastung der jeweiligen Flugstrecke informiert. Gefördert wird das Klimaschutzprojekt „Effiziente Kocher für die ländliche Bevölkerung im Siaya-Gebiet (Kenia)“. Weitere Veranstalter des TUI Konzerns bieten ihren Kunden ebenso die Möglichkeit, CO2-Emissionen zu kompensieren. Die britischen Veranstalter Thomson Travel und First Choice steuern die CO2-Kompensation über den World Care Fund.
Kompensation von Geschäftsreisen
Die TUI AG kompensierte rückwirkend alle im Geschäftsjahr 2011/12 entstandenen CO2-Emissionen der geschäftlichen Flugreisen ihrer Mitarbeiter über die Stiftung myclimate. Insgesamt wurden 601 Tonnen klimaneutral gestellt. Auch die TUI Deutschland GmbH kompensierte alle dienstlichen Flugreisen, insgesamt 2.360 Tonnen CO2.
Ressourceneffizienz
Den Verbrauch knapper werdender Rohstoffe kontinuierlich und konsequent zu senken, ist das Ziel des TUI Ressourcenmanagements.
Wasser
Wasser zählt zu den kostbarsten Ressourcen weltweit. In einigen Ländern der Welt, darunter auch vielen Urlaubszielen, übersteigt die Nachfrage das natürliche Vorkommen. Zahlreiche Maßnahmen – besonders im Bereich TUI Hotels & Resorts – tragen dazu bei, Wasser einzusparen und den Verbrauch pro Gast und Übernachtung kontinuierlich zu senken. In den Hotels werden die Kunden darüber informiert, wie sie selbst während ihres Aufenthalts Wasser sparen können.
Für die Begrünung der Hotelanlagen verwenden viele Hotels weiterhin regionaltypische Pflanzen, weil sie an die Umweltbedingungen und das jeweilige Wasseraufkommen ideal angepasst sind. Eine Tröpfchenbewässerung zu den nicht sonnenintensiven Tageszeiten hilft dabei, wertvolles Wasser einzusparen. Einige Riu Hotels nutzen darüber hinaus die Xeriscape-Anbautechnik, bei der zunächst bestimmte Faktoren wie z.B. klimatische Bedingungen, Lichtverhältnisse und Bodenbeschaffenheit untersucht werden, um anschließend eine entsprechend angepasste Bepflanzung vorzunehmen. Pflanzliche Schutzschichten, die ein Austrocknen der Böden und Erosion verhindern, tragen zu einem geringeren Bewässerungsbedarf bei.
An Bord der Kreuzfahrtschiffe von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten und TUI Cruises wird Meerwasser gereinigt, entsalzt und aufbereitet, so dass es anschließend als Trinkwasser verwendet werden kann. Auch das Brauchwasser wird aufbereitet und findet in den Toilettenspülungen Verwendung.
Spezifischer Wasserverbrauch
| l/Übernachtung | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| TUI Hotels & Resorts | 480,4 | 475,6 | + 1,0 |
| Kreuzfahrten | 378,0 | 409,5 | - 7,7 |
Der Wassereinsatz bei den TUI Hotels & Resorts stieg im Geschäftsjahr 2011/12 um 1,0% auf 480,4 Liter pro Übernachtung. Der Anstieg beruht auf einem höheren Wasseraufkommen, jedoch sind bei der Betrachtung auch exogene Faktoren, wie längere Trockenzeiten in den Urlaubsgebieten oder klimatische Veränderungen, zu berücksichtigen.
Der Wasserverbrauch im Kreuzfahrtbereich ist um 7,7% auf 378,0 Liter pro Übernachtung gesunken. Die Gründe dafür sind vielfältig, wie beispielsweise die effizientere Nutzung von Wasser an Bord, auch externe Faktoren wie Wettersituationen müssen in Betracht gezogen werden.
Abfall
Ziele eines geregelten Abfallmanagementsystems sind, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig die Umweltbelastungen und Kosten zu reduzieren sowie Abfälle in ein Kreislaufwirtschaftssystem zurückzuführen. Die TUI Hotels & Resorts führten erneut viele Maßnahmen durch, um das Abfallaufkommen zu senken. Im Fokus standen dabei die Trennung von Wertstoffen, die Steigerung der Wiederverwertungsquote und die ordnungsgemäße Entsorgung des unvermeidbaren Restmülls.
Wesentliche Maßnahmen zur Abfallvermeidung sind in den Hotels der Einkauf von Waren aus lokaler Produktion und in Großgebinden sowie der verstärkte Einsatz von Pfandbehältern. Die griechische TUI Hotelmarke Grecotel erreichte dadurch eine Reduzierung von Einwegverpackungen um 80%. Riu Hotels verzichten auf Portionsverpackungen beim Buffet. In sieben Jahren wurden so über 295 Millionen Einzelpackungen eingespart – das entspricht über 4.700 Tonnen Plastikabfall.
Die alljährlich am Unternehmensstandort Hannover stattfindenden TUI Green Days thematisierten in 2012 das Thema Abfall und Wertstoffe. Eine Kunstausstellung mit Diskussionsrunde von Experten im Haus der TUI AG wies auf die Gefährdung des Ökosystems Meer durch Plastikmüll hin.
Spezifisches Abfallaufkommen
| kg/Übernachtung | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| TUI Hotels & Resorts | 1,41 | 1,43 | - 1,0 |
Das Abfallaufkommen bei TUI Hotels & Resorts sank im Geschäftsjahr 2011/12 um 1,0% gegenüber dem Vorjahr auf 1,41 kg pro Übernachtung.
Zertifiziertes Umweltmanagement
Durch die Einführung und die kontinuierliche Weiterentwicklung von Umweltmanagementsystemen in den einzelnen Konzerngesellschaften, insbesondere im Hotelbereich, wird die stetige Verbesserung der Umweltleistung angestrebt.
Im Geschäftsjahr 2011/12 blieb die Gesamtanzahl der nach dem internationalen Umweltstandard ISO 14001 zertifizierten Hotels von TUI Hotels & Resorts im Vergleich zum Vorjahr konstant. Somit haben insgesamt erneut 56 Hotels aus dem Portfolio von TUI Hotels & Resorts eine von unabhängigen Gutachtern bestätigte ISO 14001-Zertifizierung erhalten.
ISO 14001-Zertifizierungen TUI Hotels & Resorts
| 2011/12 | 2010/11 | |
|---|---|---|
| Robinson Club | 16 | 17 |
| Iberotel | 15 | 13 |
| Grupotel | 9 | 9 |
| Sol Y Mar | 6 | 5 |
| Jaz Hotels & Resorts | 3 | 3 |
| Dorfhotel | 3 | 5 |
| Grecotel | 3 | 3 |
| Riu | 1 | 1 |
| Gesamt | 56 | 56 |
Darüber hinaus ließen weitere Hotelbeteiligungen ihre Umweltmanagementsysteme nach anderen anerkannten Umweltstandards, wie dem Österreichischen Umweltzeichen, Green Star Hotel oder Travelife, überprüfen.
Die Umweltmanagementsysteme an den Verwaltungsstandorten der TUI AG, des Reiseveranstalters TUI Deutschland GmbH und der TUI Dienstleistungsgesellschaft mbH in Hannover wurden im Geschäftsjahr 2011/12 wieder erfolgreich hinsichtlich der ISO 14001-Anforderungen zertifiziert. Die TUI Airlines Thomson Airways und TUIfly Nordic haben ebenfalls Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001.
Umweltqualität im Hotelbereich
Gütesiegel EcoResort
Das von TUI Hotels & Resorts in Kooperation mit dem Nachhaltigkeitsmanagement der TUI AG geschaffene Gütesiegel EcoResort ist aktuell einer der anspruchsvollsten Qualitätsstandards für nachhaltige Entwicklung in der Ferienhotellerie.
Nach Überprüfung durch akkreditierte externe Gutachter führten dieses Siegel insgesamt 43 Hotel- und Clubanlagen der konzerneigenen Hotelmarken von TUI Hotels & Resorts im vergangenen Geschäftsjahr. Über den verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt durch die TUI Hotelmarken berichtet TUI Hotels & Resorts umfassend auf der EcoResort-Homepage. Neben klar definierten Kernkriterien werden hier ebenso die vielfältigen ökologischen wie soziokulturellen Nachhaltigkeitsprojekte der einzelnen EcoResort-Häuser umfassend präsentiert. Somit ist die EcoResort-Internetseite nicht nur zentrales und öffentlich zugängliches Informationsmedium, sondern liefert darüber hinaus auch den konzerneigenen Hotelmarken und deren Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagern viele interne Benchmarks.
TUI Umwelt Champion
Die 138 umweltfreundlichsten Hotels aus dem TUI Deutschland Produktangebot wurden in 2012 erneut mit dem TUI Umwelt Champion ausgezeichnet. Das Umweltengagement und die sozialen Initiativen der Vertragshoteliers wurden über eine Online-Checkliste und anhand der Ergebnisse der TUI Gästebefragung ermittelt.
Green Star Hotel Initiative
Die TUI ist zusammen mit ihrem ägyptischen Partner Travco Group einer der Hauptpartner der Green Star Hotel Initiative und unterstützt so aktiv den Ressourcenschutz am Roten Meer. Die Initiative wird in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, dem ägyptischen Tourismusministerium und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung umgesetzt.
Im Rahmen des Projekts wurde nach internationalen Standards (Global Sustainable Tourism Criteria) in Zusammenarbeit mit Hotelanlagen in der Region El Gouna ein Umweltgütesiegel für die ägyptische Hotellerie entwickelt. Die Anforderungen an ein Green Star Hotel sind auf die extremen geografischen und klimatischen Bedingungen Ägyptens zugeschnitten. Ein besonderer Schwerpunkt gilt dem Ressourcenschutz am Roten Meer. So haben sich die Green Star Hotels verpflichtet, den Wasserverbrauch in den Zimmern bis 2014 um 15% zu reduzieren. Zugleich soll der Stromverbrauch pro Übernachtung um 20% sinken (Basis 2010).
Die Initiative, die in El Gouna ihren Anfang nahm, wurde inzwischen auf weitere Regionen am Roten Meer ausgedehnt: Madinat Makadi, Madinat Coraya, Taba Heights und Sharm El Sheikh. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden weitere Hotels nach Green Star zertifiziert, darunter viele TUI Hotels & Resorts sowie Vertragshotels. Insgesamt konnten schon 46 Hotels in Ägypten eine Green Star-Auszeichnung erlangen.
Internationale TUI Nachhaltigkeits Auszeichnung
Die TUI AG hat die Internationale Nachhaltigkeits Auszeichnung in 2012 an das Global Sustainable Tourism Council (GSTC) vergeben. Der mit 10.000 € dotierte Preis wurde für das besondere Engagement der Initiative für eine Harmonisierung von touristischen Zertifizierungssystemen verliehen.
Biodiversität
Als weltweit tätiges Unternehmen sind wir uns bewusst, dass unsere geschäftlichen Aktivitäten auf lokaler, regionaler und globaler Ebene Auswirkungen auf die biologische Vielfalt haben. Im Geschäftsjahr 2011/12 arbeitete die TUI an der weiteren Umsetzung der Erklärung der Initiative Biodiversity in Good Company. Diese beinhaltet die Verpflichtung zur Analyse der Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf die biologische Vielfalt und die Aufnahme von Biodiversitätskriterien in das Umweltmanagementsystem.
Die TUI legte Handlungs- und Qualitätsziele im Themenfeld biologische Vielfalt fest, die konzernweit in Maßnahmen umgesetzt wurden. Regelmäßige Überprüfungen der Zielerreichungen und umfassende interne und externe Kommunikation, z.B. im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht und auf der Konzern-Website, stellen die Effektivität der Schutzmaßnahmen sicher und tragen zur Bewusstseins- und Vertrauensbildung bei Gästen, Mitarbeitern und Partnern bei.
Deutscher CSR-Preis
Die TUI AG wurde beim 8. Deutschen Corporate Social Responsibility (CSR) Forum im April 2012 mit dem CSR-Preis in der Kategorie „Biodiversitätsmanagement zum Erhalt der weltweiten biologischen Vielfalt“ ausgezeichnet. Den Deutschen CSR-Preis erhalten Unternehmen für ihre herausragenden Leistungen in verschiedenen Feldern der gesellschaftlichen Verantwortung und des nachhaltigen Wirtschaftens.
Konzernweit beteiligte sich TUI im abgelaufenen Geschäftsjahr an vielfältigen Projekten und Initiativen zum Schutz der biologischen Vielfalt.
East African Dolphin Connection
TUI engagiert sich für die East African Dolphin Connection. Die Organisation bündelt und steuert die Aktivitäten der im Year of the Dolphin entstandenen 27 „Dolphin Clubs“ an kenianischen Schulen. Die Clubs leisten einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung in Bezug auf den marinen Artenschutz. TUI und die Zielgebietsagentur Pollmans Tours & Safaris unterstützen das Projekt – dem lokalen Projektkoordinator wurde u.a. ein „Delfin Bus“ zur Betreuung der weit verstreuten Clubs bereitgestellt.
Meeresschildkröten
Meeresschildkröten sind von besonderer Bedeutung für marine Lebensräume und vom Aussterben bedroht. Die Türkei zählt zu den wichtigsten Nistgebieten für Meeresschildkröten im Mittelmeerraum. Vor allem für die Grüne Meeresschildkröte und die Unechte Karettschildkröte sind die Küstengebiete in der Region Dalaman besonders bedeutend. Die Nistzeit der Meeresschildkröten fällt in die Sommersaison, die wichtigste Reisezeit für Urlauber. Durch eine starke Stranderschließung oder- nutzung kann sich auch der Tourismus gefährdend auf Meeresschildkrötenpopulationen auswirken.
Um die Population der bedrohten Reptilien zu schützen, führte das Umweltmanagement der TUI AG in Kooperation mit der Nachhaltigkeitsinitiative Futouris das Projekt „Reisende ohne Grenzen“ fort. In der türkischen Region Dalaman wurden Strandabschnitte mit Hinweistafeln zu Nistplätzen versehen und Gelege durch spezielle Käfige geschützt.
Die TUI AG erstellte zudem den „Leitfaden für den nachhaltigen Schutz von Meeresschildkröten“ für Hoteliers sowie eine Gästeinformation mit Verhaltenstipps, die in den Hotels der Region zur Verfügung gestellt wurden.
Riu Hotels auf Boa Vista engagierten sich in 2012 gemeinsam mit der Naturschutzorganisation Natura 2000 auf den Kapverdischen Inseln für die bedrohten Meeresschildkröten. Gemeinsam mit Natura 2000 wurden Schutzmaßnahmen für Gelege im Bereich der Hotelstrände umgesetzt und die Gäste der Hotels in die Schutzaktionen einbezogen.
In einem Projekt der TUI Travel Trainees wurden die konzernweit durchgeführten Projekte zum Schutz der Meeresschildkröten zusammengestellt. In Abstimmung mit der TUI AG wurde eine Online-Plattform gestartet, um Projekterfolge aus einzelnen Projekten leichter auf weitere Artenschutzprojekte zu übertragen.
Mitarbeiter
In einem zunehmend dynamischen Umfeld steht die TUI vor vielfältigen Herausforderungen. Den Schlüssel für den Erfolg stellen dabei unsere Mitarbeiter dar. TUI ist es wichtig, als Arbeitgeber authentisch zu sein und die Arbeitgebermarke TUI glaubwürdig auszufüllen. Nur so wird es uns gelingen, engagierte und erfolgreiche Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, die sich mit uns gemeinsam den aktuellen wie zukünftigen anspruchsvollen Herausforderungen stellen. Die Rolle des Bereichs Human Resources als strategischer Partner gewinnt in diesem Zusammenhang weiter an Bedeutung.
Nachwuchssicherung und Talentakquisition
Ausbildung
Die Nachwuchssicherung im TUI Konzern nimmt schon seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert ein. Allein in Deutschland haben junge Menschen die Wahl zwischen Ausbildungsmöglichkeiten in zwölf unterschiedlichen Berufen und einem dualen Studiengang. Zum Bilanzstichtag 2012 wurden 545 junge Mitarbeiter in diesen Ausbildungsgängen ausgebildet. Von den Auszubildenden, die 2012 ihre Ausbildung abgeschlossen haben, wurden 64,4% in ein Anstellungsverhältnis übernommen. Die Ausbildungsquote lag mit 5,5% leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die hohe Ausbildungsqualität zeigte sich erneut durch Ehrungen von Absolventen bei den Industrie- und Handelskammern bei der Landesbestenehrung sowie den Bundessieg einer Auszubildenden zur Reiseverkehrskauffrau.
Das bereits im Sommer 2011 bei den TUI Hotelmarken Iberotel und Dorfhotel implementierte Ausbildungsförderungsprogramm wurde im Berichtszeitraum erfolgreich fortgesetzt. Dabei standen den angehenden Köchen, Hotel- und Restaurantfachkräften, Bürokaufleuten sowie Kaufleuten für Tourismus und Freizeit insgesamt 40 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung werden Weiterbeschäftigungen im In- oder Ausland ermöglicht.
Talentakquisition
Durch eine Vielzahl von Aktivitäten präsentiert sich die TUI im Wettstreit um Fach- und Führungskräfte als attraktiver Arbeitgeber für junge Talente. Im Mai 2012 war die TUI AG Gastgeber für das Studentenforum im Tönissteiner Kreis e. V., wo unter anderem zum Thema „Konzernstrategie und nachhaltige Entwicklung: Wohin geht die Reise?“ diskutiert wurde. Zum Teilnehmerkreis zählten insgesamt 30 Studenten und Doktoranden bzw. junge Berufstätige verschiedener Studienrichtungen, die sich im Studentenforum engagieren.
Darüber hinaus wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Arbeitskreis zum Thema Hochschulkooperationen etabliert, um die TUI verstärkt als Arbeitgeber der Wahl für Studenten und Absolventen unterschiedlicher Fachrichtungen zu positionieren sowie den Kontakt zu Hochschulen, Fakultäten, Professoren und herausragenden Studenten zu intensivieren.
Employer Branding
Im März 2012 wurde die gesellschaftsübergreifende TUI Arbeitgebermarke „Ein Arbeitstag – 3.036 Lächeln gezaubert“ auf dem deutschen Arbeitsmarkt platziert mit dem Ziel, TUI verstärkt als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und trotz des sich verschärfenden Wettbewerbs qualifizierte Mitarbeiter zu rekrutieren. Darüber hinaus setzt die Kampagne auf eine positive Wirkung nach innen, um Mitarbeiter an TUI als Arbeitgeber zu binden.
Die Einführung der Arbeitgebermarke erfolgte durch umfassende Personalmarketingmaßnahmen, die unter anderem den Relaunch der Karriere-Website, die Einrichtung einer Facebook-Karriere-Fanpage und eines YouTube-Kanals, ein neues Messekonzept für Ausbildungs- und Jobmessen sowie eine Anzeigenkampagne umfassten.
Führungskräfteentwicklung
Aufgrund der zunehmenden Herausforderungen werden insbesondere auch an die Führungskräfte hohe Erwartungen gestellt. Die Identifikation und Förderung von Führungskräften standen somit auch im Berichtszeitraum im Fokus der Führungskräftetrainings. Neben innovativen Methoden zur Potenzialdiagnostik wie dem Management Profiling gewann dabei individuelles Coaching weiter an Bedeutung.
Darüber hinaus wurde damit begonnen, ein konzernweites Talentmanagement aufzubauen; deutschlandweit wurde dies im Rahmen des Mixed Leadership-Projekts gestartet. Zusätzlich gibt es gesellschaftsspezifische Talentmanagementprogramme. Die TUI Deutschland bietet mehrmals im Jahr so genannte Lernkonferenzen an, bei denen Führungsthemen mit einem Teilnehmerkreis von rund 100 Personen von verschiedenen Seiten beleuchtet werden. Im Berichtszeitraum wurden Konferenzen zu Themen wie Change-Management oder Führungs- und Unternehmenskultur angeboten, bei denen neben der Vermittlung von Fachthemen auch der Erfahrungsaustausch und das Bilden von Netzwerken gefördert wurden.
Auf internationaler Ebene zählen bei TUI Travel weiterhin das „Global High Performance Leadership Programme“ sowie das „Global Responsible Leadership Programme“ zu wesentlichen Bestandteilen der Führungskräfteentwicklung. Während sich Ersteres auf den Ausbau von Führungskompetenzen fokussiert, hat das Zweitgenannte zum Ziel, die nachhaltige Entwicklung und das soziale Engagement der Teilnehmer zu fördern. Etabliert hat sich zudem das „TUI Horizon Programme“ zur Entwicklung von Führungskompetenzen und strategischen Fähigkeiten. Darüber hinaus bieten die einzelnen Konzerngesellschaften weitere Programme an, so hat z.B. TUI Nordic ein spezielles Mentoring-Programm zur Förderung der Teamfähigkeit aufgesetzt.
Als wesentliches Element für eine nachhaltige Nachwuchssicherung und- entwicklung für Fach- und Führungspositionen gilt das an Hochschulabsolventen gerichtete „International Graduate Leadership Programme“ des TUI Konzerns. Das internationale Programm umfasst fünf konzernübergreifende Aus- und Inlandseinsätze und bietet somit in 18 Monaten einen umfassenden Einblick in das touristische Geschäft. Teilnehmer aus Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen und Russland repräsentieren die Internationalität des Konzerns und spiegeln bereits in der Ausbildung das länderübergreifende, vernetzte Arbeiten wider. Darüber hinaus bieten auch einzelne Konzerngesellschaften wie z.B. TUIfly oder TUI Deutschland gesellschaftsspezifische Trainee-Programme an.
Lebenslanges Lernen
Die kontinuierliche Verbesserung der Qualität spielte auch bei Angeboten zur Förderung und Entwicklung der Mitarbeiter im Konzern eine wesentliche Rolle. Die Erfüllung dieser Ansprüche wurde im Geschäftsjahr 2011/12 durch die erfolgreiche Rezertifizierung nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) bestätigt.
Der demografische Wandel bedingt eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit und die Notwendigkeit, die Erhaltung der körperlichen und geistigen Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern. Diesem Themenschwerpunkt wurde mit verschiedenen Workshops und Seminaren zur Work-Life Balance und zur individuellen Stressprävention Rechnung getragen. Dem wachsenden Bedarf an individuellen Weiterbildungslösungen konnte mit Veranstaltungen zum Projekt- und Prozessmanagement, zu Kundenorientierung und Dienstleistung entsprochen werden.
Demografiemanagement
Altersvorsorge
Im Rahmen der Vergütungssysteme werden den Beschäftigten der Konzernunternehmen Leistungen der arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung zugesagt. Zum Aufbau einer privaten Altersversorgung stehen den Mitarbeitern u.a. Pensionskassen, Direktversicherungen sowie auch Einzel- oder Direktzusagen zur Verfügung. Auf diesem Weg können steuer- und sozialversicherungsrechtliche Fördermöglichkeiten genutzt werden. Ungeachtet der freiwilligen betrieblichen Angebote auf Gewährung einer Altersversorgung sind die Gesellschaften im TUI Konzern auch gesetzlich verpflichtet, ihren Mitarbeitern die Umwandlung von Bruttoarbeitsentgelt für die Altersvorsorge, so genannte Entgeltumwandlung, zu ermöglichen. Zu diesem Zweck hat die TUI AG mit einem etablierten Versicherungsunternehmen vorteilhafte Gruppenverträge abgeschlossen, die von allen deutschen Mitarbeitern genutzt werden können.
Altersteilzeit
Das Altersteilzeitgesetz bietet den deutschen Konzerngesellschaften als zusätzliche Flexibilisierung für die betriebliche Personal- und Nachfolgeplanung das Instrument des gleitenden Wechsels von der Berufstätigkeit in den Ruhestand. Für die erforderliche Absicherung der angesparten Wertguthaben gegen eine etwaige Insolvenz des Arbeitgebers wurden zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12 für 188 in Altersteilzeit befindliche Mitarbeiter 10,6 Mio. € im Rahmen eines Kapitalanlagemodells bereitgestellt.
Gesundheit
Auch in 2012 zählte das von der TUI AG praktizierte Gesundheitsmanagement zu den besten des Corporate Health Award und wurde erneut in die Exzellenzkategorie dieses Gütesiegels, das die führende Qualitätsinitiative für betriebliches Gesundheitsmanagement in Deutschland ist, eingestuft. Im Wesentlichen beruht das TUI Gesundheitsmanagement auf zwei Grundlagen:
Gesundheit
| Verhaltensprävention | FeedbackInformationTalks | Wellness Integration Training Health Activities | TUI | |
| Verhältnisprävention | Unternehmens- Kultur | Psychisches Wohlbefinden | Arbeitssicherheit | Grundlagen Wissenschaftliche Erkenntnisse, Gesetze, Betriebsvereinbarungen |
Die Verhaltensprävention deckt zahlreiche Aspekte der klassischen betrieblichen Gesundheitsförderung ab. Unter dem Titel „Fit with TUI” ist eine Vielzahl von Maßnahmen gebündelt, die den Stellenwert von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz unterstreichen. Mitarbeiter können an Expertenberatungen und begleiteten Bewegungsangeboten wie zum Beispiel Rückentraining teilnehmen oder einen Chiroprakt konsultieren. Die Verhältnisprävention widmet sich den gesundheitsbeeinflussenden Bedingungen, die den Stellenwert von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz betonen. Persönliche und berufliche Konfliktsituationen, wie zum Beispiel Stress und Burn-out, sind Themen, die in diesem Kontext sehr ernst genommen werden. So gibt es in Hannover ein Team von geschulten Mitarbeitern und eine externe Psychologin, die als Kompetenzteam für persönliche Gespräche zur Verfügung stehen.
Großen Wert legt die TUI auch auf sicheres und die Gesundheit bewahrendes Arbeiten. In regelmäßigen Abständen werden von Fachkräften der TUI Dienstleistungsgesellschaft Bewertungen und Maßnahmen zur Arbeitssicherheit, wie Bürobegehungen, Gefährdungsbeurteilungen sowie interaktive Unterweisungen, durchgeführt. Bei der TUI Travel sind die Arbeitssicherheitssysteme in den einzelnen Geschäftsbereichen nach den Richtlinien des „Successful Health & Safety Management“ (HSG65) und denen der OHSAS 18001 ausgerichtet. Nach diesen Standards werden bei TUI Travel Gesundheits- und Sicherheitsrisiken minimiert, zum Beispiel durch die Teilnahme an einem internen E-Learning-Programm. Um Verletzungen an Bord von Schiffen zu minimieren bzw. vorzubeugen, hat auch TUI Cruises die Relevanz der Arbeitssicherheitsthemen gegenüber der Schiffsbesatzung deutlich hervorgehoben und dafür das Safety First-Programm entwickelt. Ziel des Programms ist es, die Schiffsbesatzungen direkt an Arbeitssicherheitslösungen zu beteiligen. Ausgewählte Verbesserungsideen werden auf den Schiffen von TUI Cruises umgesetzt.
Betriebskrankenkasse
Nach Jahren, in denen dem Vermögensaufbau Vorrang eingeräumt wurde, konnte angesichts der soliden Finanzentwicklung wieder mit halbjährlichen Bonuszahlungen für die BKK-versicherten Mitarbeiter begonnen werden. Diese Boni erhalten BKK-Mitglieder, wenn ihr Betrieb im Rahmen gemeinsam gesteckter Ziele die Gesundheit am Arbeitsplatz aktiv fördert. Individuelle Gesundheitsbemühungen belohnt die BKK darüber hinaus mit bis zu 150 € jährlich. Mittlerweile nehmen alle Inlandsgesellschaften der TUI am Modell teil, in dessen Rahmen die TUI BKK auch beträchtliche Mittel und Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung zur Verfügung stellt. Nicht nur beim Bonusmodell arbeiteten die TUI BKK und das Gesundheitsmanagement des Konzerns eng zusammen. Insbesondere trugen zielgruppen- und bedarfsorientierte Programme weiterhin zu einer optimierten Gesundheitsversorgung der Mitarbeiter des TUI Konzerns bei. Beispielhaft ist die erfolgreich angelaufene Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover und der Deutschen Rentenversicherung zur frühzeitigen Erkennung und Behandlung von psychischen Störungen, die inzwischen als Leuchtturmprojekt gilt. Die TUI BKK betreute zum Berichtsstichtag rund 12.600 Mitglieder und deren Familienangehörige.
Projekt „Demografischer Wandel“
Die TUI Deutschland startete im Mai 2012 mit einem Projekt zum demografischen Wandel. Im ersten Schritt erfolgte eine Datenerhebung und- auswertung zur Altersstruktur der Belegschaft, zur Fluktuation oder zum Ausbildungssystem. Zur Weiterentwicklung des Ausbildungssystems wird zunächst an einer nachhaltigen Bindung der Absolventen gearbeitet. In den nächsten Monatenwerden weitere Aspekte wie Frauen in Führungsfunktionen, ausländische Mitarbeiter oder auch Programmefür ältere Mitarbeiter in den Fokus rücken.
Diversity-Management
Diversity bezeichnet in der Arbeitswelt die heterogen zusammengesetzte Belegschaft in Unternehmen, wobei sich Unterschiede beispielsweise durch verschiedene Hautfarben oder auch durch unterschiedliche kulturelle und soziale Werthaltungen ergeben können. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt in 2008 hat TUI ein grundlegendes Bekenntnis abgegeben, die Vielfalt der Menschen innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu fördern. Für TUI als weltweit agierenden Touristikkonzern sind Vielfalt und Globalisierung Schlüssel für den Unternehmenserfolg. In diesem Zusammenhang sind vielfältige Projekte zur Förderung der Wertschätzung von Vielfalt initiiert worden, im Berichtszeitraum insbesondere zu den Themen Herkunft (Open Door-Stipendium für Mitarbeiterkinder für einen Gastfamilienaufenthalt), andere Welten (Seitenwechseltag, Vorlese-Coaching) und gleiche Teilhabe (Bewerbungstraining für junge Menschen mit Behinderung, Projekte mit Behindertenwerkstätten).
Work Life-Balance
Als familienfreundlicher Touristikkonzern unterstützen wir unsere Mitarbeiter dabei, Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Von den Angeboten können Männer und Frauen mit familiären Pflichten genauso profitieren wie Mitarbeiter, die Raum für andere private Ziele benötigen. Zu den unterstützenden Rahmenbedingungen gehören in Deutschland flexible Arbeitszeiten, unterschiedliche Teilzeitmodelle, Home Office-Möglichkeiten sowie die Möglichkeit, eine Auszeit zu nehmen. Dabei können die Mitarbeiter über die gesetzlichen Ansprüche hinaus Pflege- und Familienpflegezeiten sowie eine intranetbasierte Betreuungsbörse zur gegenseitigen Unterstützung nutzen. Für Mitarbeiter mit Kindern existiert zusätzlich eine Reihe weiterer Maßnahmen:
| • | Elternzeit mit Verlängerungsmöglichkeit |
| • | Teilzeitausbildung für junge Mütter und Väter |
| • | Finanzielle Zuschüsse zur Kinderbetreuung |
| • | Betriebseigene Kinderkrippe und Sommerferienbetreuung für Grundschulkinder |
Moderne Unternehmens- und Führungskultur
Mixed Leadership steht für gemischte Führungsteams, in denen die Menschen durch ihre individuellen Eigenschaften, Interessen und Perspektiven gemeinsam optimale Ergebnisse erzielen. Um diese Vision zu erreichen, engagieren sich viele Konzerngesellschaften für eine fortschrittliche Unternehmens- und Führungskultur, die Offenheit, Individualität und Chancengleichheit fördert. Frauen wie Männer sollen gleichberechtigt die Möglichkeit haben, ihre beruflichen und privaten Ziele umzusetzen. Mit der Etablierung moderner Rahmenbedingungen und gemischter Führungsteams wollen wir nicht nur unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken, sondern auch unsere Position als attraktiver Arbeitgeber. Mixed Leadership stellt damit nicht nur eine Frage der Grundhaltung dar, sondern ist ein Dauerthema der personalstrategischen Arbeit.
Die praktische Umsetzung erfolgt zunächst in vier Feldern:
| • | Im Teilprojekt Unternehmenskultur sollen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine moderne Führungskultur benötigt – vom Austausch zwischen den Führungsebenen über die positive Bindung an das Unternehmen bis hin zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. |
| • | Ziel des Teilprojekts Arbeits(zeit)modelle ist die Konzeption und Einführung flexibler Arbeitsmodelle, die über das bisherige Angebot der TUI hinausgehen. |
| • | Das Teilprojekt Talentmanagement setzt auf die langfristige Sicherstellung der Besetzung von erfolgskritischen Rollen im Unternehmen, kombiniert mit einer stärkeren konzernübergreifenden Zusammenarbeit. |
| • | Eingebunden in den Talentmanagementprozess ist zudem das vierte Handlungsfeld Mentoring. Ende Juni 2012 startete das einjährige Pilotprogramm mit dem Fokus auf weibliche Talente mit insgesamt zehn Tandems an den Standorten Hannover und Hamburg. Neben den individuellen Gesprächen in den Tandems werden die Teilnehmer durch ein umfassendes Rahmenprogramm mit Austausch- und Reflexionseinheiten unterstützt. |
Der Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft in Deutschland lag zum Ende des Geschäftsjahres wie im Vorjahr bei rund 70,0%. In den Führungspositionen lag der Frauenanteil in Deutschland bei 35,7%, konzernweit sogar bei 37,9%. Langfristig soll der Frauenanteil in Führungspositionen, insbesondere im Top-Management, weiter ausgebaut werden.
Im Oktober 2011 wurde der TUI AG für die Dauer von drei Jahren das „TOTAL E-Quality”-Prädikat für vorbildlich an Chancengleichheit orientierte Personalpolitik verliehen.
Engagement der Mitarbeiter
Befragung „Mitarbeiterengagement – Your voice“
TUI Travel startete im September 2012 die internetbasierte Mitarbeiterbefragung „Your voice“. Ausgerollt in 40 Ländern und 14 Sprachen erreichte die Mitarbeiterbefragung rund 300 Gesellschaften und damit mehr als 50.000 Mitarbeiter. Die Antwortrate lag bei 69%. Mit der Beantwortung von 60 Kernfragen und zwei ausführlicheren Stellungnahmen wird das Ziel verfolgt, Meinungsbilder über das Unternehmen sowie gemeinsam anzugehende Verbesserungsvorschläge zu generieren. Für die 300 Top-Führungskräfte der TUI Travel wurde ein spezieller Führungsfragebogen erstellt. 79% der Befragten sind stolz darauf, bei der TUI Travel zu arbeiten. 84% spiegeln eine hohe Kundenfokussierung wider. Weiterhin haben 82% der Mitarbeiter eine klare Vorstellung davon, wie sie TUI Travel bei ihrer Zielerreichung unterstützen können.
Konzernweites betriebliches Vorschlagswesen
Einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit liefert auch das bereits in 2010 eingeführte betriebliche Ideenmanagement, das die Mitarbeiter in Deutschland aktiv in die Gestaltungkonzernweiter Arbeits- und Entwicklungsprozesse einbezieht. Ziel ist es, alle Mitarbeiter zu motivieren, über ihren Aufgabenbereich hinaus mitzudenken, mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen. Zahlreiche Ideen wurden aufgegriffen, so z.B. Vereinfachungen in Buchungssystemen, die zu einer schnelleren Bearbeitung und damit höherer Kundenzufriedenheit führen, oder auch Energiesparvorschläge wie die Nutzung von Photovoltaik, Bewegungsmeldern und Energiesparlampen.
Mit der Initiative „Green Ideas Factory“ ermunterte auch TUI Travel ihre Mitarbeiter dazu, speziell Ideen zur Umwelt- und Nachhaltigkeitsförderung einzureichen. Eine weitere Aktion fand unter dem Motto „10 years 10 causes“ statt. Anlässlich ihres 10. Geburtstags rief die Marke Hotelbeds zu Mitarbeiterideen für monatlich wechselnde Themenbereiche auf.
Gesellschaftliches Engagement
TUI als international tätiger Konzern versteht die Wahrnehmung von Verantwortung gegenüber der Gesellschaft als einen wesentlichen Faktor für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg.
„Trinkwasser für Afrika“
Die gemeinsam vom Global Nature Fund, dem Fußballverein Hannover 96 und TUI ins Leben gerufene Aktion „Trinkwasser für Afrika“ wurde auch in 2011/12 erfolgreich fortgeführt. Mithilfe von Spenden, die bei Heimspielen der Fußballmannschaft gesammelt wurden, konnten Trinkwasseraufbereitungsanlagen und Brunnen in Kenia und der Elfenbeinküste installiert bzw. instand gesetzt werden. Dank der Spendeneinnahmen aus dem Projekt konnte der Projektpartner Global Nature Fund gemeinsam mit seinen vor Ort tätigen Partnerorganisationen bislang mehr als 20.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser gewährleisten.
Förderprojekt Tunesien
Der Tourismus spielt für die Wirtschaft in Tunesien eine wesentliche Rolle. Angesichts des politischen Umbruchs in Tunesien entstand in 2012 eine Kooperation der TUI Deutschland mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Bereich der Tourismuswirtschaft und dort insbesondere in der Frauenförderung. Das Projekt wird von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit durchgeführt. TUI Deutschland und das BMZ teilen sich die Finanzierung von 1 Mio. € über eine Projektlaufzeit von fünf Jahren.
Im Berichtszeitraum wurden in Kooperation mit dem tunesischen Hotelverband Trainings zum Thema „Unternehmenskultur und Chancengleichheit“ durchgeführt. Zu den Inhalten gehören unter anderem die Verbesserung der Arbeitsbedingungen insbesondere für weibliche Angestellte. Zudem wird das Thema ökologische und soziale Nachhaltigkeit in die Trainings integriert. Die erfolgreiche Umsetzung wird durch ein systematisches Monitoring sichergestellt.
Unterstützung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen
Hilfe für Haiti
Nach der verheerenden Erdbeben-Katastrophe auf Haiti in 2010 entwickelte TUI das auf fünf Jahre angelegte TUI Hilfsprojekt „Lebensnester für Haiti“, mit dem das Unternehmen einen Beitrag zum Wiederaufbau leistet. Partner des konzernübergreifenden Hilfsprojekts ist die Organisation Don Bosco Mundo, die seit 75 Jahren in Haiti aktiv ist. Das Projekt „Lebensnester“, das den Kindern und Jugendlichen Haitis ein Heim, schulische Ausbildung und berufliche Perspektiven gibt, wurde im Geschäftsjahr erfolgreich fortgeführt. Der Bau einer Grund- und Sekundarschule in der Gemeinde Gressier ist abgeschlossen und erste Ausbildungslehrgänge wurden angeboten. An dem konzernübergreifenden Hilfsprogramm in Kooperation mit der Nachhaltigkeitsinitiative Futouris e. V. beteiligen sich die TUI AG, TUI Deutschland, TUI Suisse sowie TUI Österreich.
ECPAT
TUI Konzerngesellschaften setzten im Geschäftsjahr ihr weltweites Engagement für den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung fort. TUI Reiseleiter erhielten Schulungen zum Schutz von Kindern im Rahmen eines permanenten Mitarbeitertrainings.
TUI Nederland startete ein Projekt in Brasilien in Kooperation mit Plan Nederland und ECPAT Nederland. Zentraler Ansatzpunkt ist die Ausbildung von Mädchen im Nordosten Brasiliens, die häufig bedingt durch große Armut, weit verbreitete Arbeitslosigkeit und mangelnde Perspektiven in die Prostitution geraten. Im Rahmen des auf drei Jahre angelegten Projekts werden Trainingsprogramme durchgeführt, die insgesamt 240 Mädchen die Möglichkeit geben, in der Tourismusbranche zu arbeiten.
Peter Maffay Stiftung
Die TUI AG förderte weiterhin die Arbeit der Peter Maffay Stiftung mit 200 Freiflügen nach und von Mallorca. Die Stiftung ermöglicht schwer erkrankten Kindern oder Kindern mit sozialen Problemen einen Aufenthalt auf der Finca der Stiftung auf Mallorca.
TUI Patenschaft
Die TUI Patenschaft der Mitarbeiter am Standort Hannover unterstützte in 2012 Löwenzahn, ein Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche in Hannover. Der Verein ermöglicht Kindern und Jugendlichen, bei denen ein Familienmitglied oder ein nahestehender Mensch gestorben ist, eine kindgerechte Trauerarbeit.
Engagement der TUI Stiftung
Die TUI Stiftung wurde im Jahr 2000 aus Anlass des 75-jährigen Bestehens der Preussag AG, heute TUI AG, gegründet. Die TUI AG bündelt in den Aktivitäten der Stiftung ihr soziales und gesellschaftliches Engagement in Niedersachsen. Die Stiftung hat seit ihrer Gründung Projekte mit mehr als 4,5 Mio. € gefördert.
Die TUI Stiftung förderte im Berichtszeitraum in ihren drei Förderschwerpunkten – Wissenschaft und Forschung, Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen sowie Kunst und Kultur – 47 ausgewählte Projekte und vergab zwei Stiftungspreise.
Im Bereich Wissenschaft unterstützt die TUI Stiftung bereits über sechs Jahre die Begleitforschung des Projekts „Prävention durch frühe Förderung“ des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Im Rahmen des Modellversuchs „Pro Kind“ werden in Deutschland neue Wege der Frühförderung von Kindern aus Hochrisikofamilien erprobt und ihre Effektivität überprüft, erste Ergebnisse des langfristigen Modellversuchs wurden 2010 vorgestellt, das Projektwird 2012 abgeschlossen.
Ebenfalls im Bereich der Wissenschaftsförderung wurde in 2012 zum 24. Mal der mit 20.000 € dotierte Rudolf-Schoen-Preis für die beste wissenschaftliche Veröffentlichung eines Mitarbeiters der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ausgeschrieben. Erstmals wurde ein Programm zur Förderung junger Wissenschaftler auf dem Weg zur Habilitation an der MHH ausgeschrieben.
Im Bereich Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen förderte die TUI Stiftung in den drei Schwerpunkten Berufsorientierung, Integration und kulturelle Bildung insgesamt 36 Projekte in Niedersachsen. So wurde z.B. gemeinsam mit dem Eishockeyteam der Hannover Scorpions das Projekt „Join the team – Sportler machen Schule“ durchgeführt, ein Training zur Förderung der Integrationsfähigkeit und zur Berufsorientierung für Schüler aus sozialen Brennpunkten. Zum dritten Mal wurde 2012 der Förderpreis „Gemeinsam in Hannover – wir sind die Zukunft“ für Kinder- und Jugendprojekte in Hannover vergeben.
Im Fokus des Bereichs Kunst und Kultur standen Kulturereignisse in Hannover mit hohem künstlerischen Anspruch. Bei den Kunstfestspielen Herrenhausen engagierte sich die TUI Stiftung für die Akademie der Spiele, ein künstlerisches Workshop-Programm für Jugendliche. Im Rahmen des Internationalen Choreographenwettbewerbs der Ballettgesellschaft Hannover wurde die Arbeit junger Choreographen gefördert. Daneben erhielten weitere acht Projekte aus den Bereichen Musik, Theater und Literatur eine Förderung.
Forschung und Entwicklung – Innovationen
Als touristischer Dienstleistungskonzern betreibt TUI keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne. Die einzelnen Konzernunternehmen beobachten systematisch die technologischen, touristischen und soziodemografischen Trends in ihren Märkten, um ihren Kunden innovative und unverwechselbare Produkte anbieten zu können. Diese dezentrale Organisation wird auf Gruppenebene um Funktionen, wie beispielsweise den TUI Think Tank oder den Bereich Digitale Strategie & Transformation, ergänzt.
TUI Think Tank
Der TUI Think Tank untersucht und bewertet langfristige Trends in der Tourismusbranche. Durch die Vernetzung von Experten aus der Tourismusbranche, angrenzenden Branchen sowie der Wissenschaft unter dem Dach der Denkfabrik werden Debatten über die Zukunft des Tourismus und des Reisens angestoßen sowie Analysen zu wichtigen Zukunftsfragen initiiert.
Ziel des TUI Think Tank im Berichtszeitraum war insbesondere die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Tourismuswirtschaft und -wissenschaft. Im Rahmen eines Symposiums wurde der Austausch von Wissenschaft- und Wirtschaft zu Themen der Zukunfts und Wachstumsmärkte Freizeit und Tourismus intensiviert. In der im Anschluss an das Symposium verabschiedeten 5-Punkte-Erklärung „Tourismus & Wissenschaft“ fordern Wissenschaftler und Branchenakteure eine noch engere Verzahnung, skizzieren Chancen und Herausforderungen und benennen Strategien in den Unternehmen der Branche ebenso wie in der Tourismusforschung und -lehre.
Das zweite Schwerpunktthema des TUI Think Tank im Geschäftsjahr 2011/12 waren die sich verändernden weltweiten Kundenströme in der Touristik aus den neuen Märkten. Mit zweistelligen Wachstumsraten im Tourismus bekommt dabei der asiatische Reisemarkt eine immer größere Bedeutung. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Experten aus der Tourismusbranche, angrenzenden Industrien sowie Marktforschungsexperten hat der TUI Think Tank daher die Trendstudie „Neue chinesische Touristen in Europa 2017+“ erarbeitet. Die Ergebnisse sind das Resultat von intensiven Analysen sowie Experteninterviews und workshops, die neben den Treibern für einen wahrnehmbaren Wandel in der chinesischen Gesellschaft einen Fokus auf die zukünftigen Reisebedürfnisse chinesischer Touristen in Europa richten. Die Studie liefert den Akteuren der Tourismuswirtschaft und angrenzender Branchen Perspektiven und Denkanstöße für weitere Diskussionen zu den zukünftigen Entwicklungen.
Digitale Strategie & Transformation
Im Geschäftsjahr 2011/12 hat die TUI AG das Projekt Digitale Strategie & Transformation etabliert. Ziel ist die Weiterentwicklung einer übergreifenden digitalen Strategie für den TUI Konzern sowie die Unterstützung der Konzerngesellschaften bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle, die beispielsweise den Online-Vertrieb, die Einbindung sozialer Netzwerke und die Nutzung mobiler Endgeräte vor, während und nach einer Reise umfassen. Dabei werden Synergien zwischen den einzelnen E-Commerce-Aktivitäten bei TUI Travel, TUI Hotels & Resorts und dem Kreuzfahrtbereich identifiziert und genutzt.
Die Aktivitäten in diesem Bereich konzentrieren sich unter anderem auf eine gemeinsame Infrastruktur für Online-Aktivitäten im Konzern sowie den wirksamen Einsatz von Online-, Mobile- und Social Media-Elementen von der Suche nach Reisen über die Beratung bis hin zum Verkauf und zur abschließenden Bewertung des Reiseerlebnisses durch den Kunden.
Innovation und Nachhaltigkeit
Der Stellenwert der nachhaltigen Entwicklung sowie eines verantwortungsvollen Umgangs mit den natürlichen Ressourcen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Verbraucher orientieren zunehmend ihre Kaufentscheidung auch an der wahrgenommenen ökologischen und sozialen Verantwortung von Unternehmen. Die Ausrichtung der Produktentwicklung auf Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Zukunftsfähigkeit hat daher eine hohe Priorität. Besondere Anstrengungen im abgelaufenen Geschäftsjahr galten dem Themenkomplex technische Innovation und Klimaschutz.
TUI Cruises: alternative Stromversorgung im Hamburger Hafen
TUI Cruises hat im März 2012 eine Absichtserklärung zur energieparenden und emissionsreduzierenden Stromversorgung der Flotte während der Liegezeiten in Hamburg unterzeichnet. Künftig soll der benötigte Strom mit Flüssigerdgas an Bord eines schwimmenden Kraftwerks, einerso genannten e-power barge, erzeugt werden und nicht mehr an Bord der Kreuzfahrtschiffe selbst. Der Vorteil des neu entwickelten Verfahrens liegt darin, dass die sonst auch in den Häfengenutzten Hilfsdiesel der Kreuzfahrtschiffe ausgeschaltet werden können. Mit der Versorgung über die e-power barge sollen die CO2-Emissionen bei der Stromerzeugung im Hafen um bis zu 25% gesenkt werden. Darüber hinaus werden Schwefel- und Stickoxide sowie Partikelemissionen fast vollständig vermieden.
Testreihe zum elektrischen Rollantrieb bei Flugzeugen
Die TUI Airline TUIfly führte in 2012 die weltweit erste Testreihe für einen elektrischen Rollantrieb (EGTS Electric Green Taxiing System) durch. Beim elektrischen Rollantrieb an Flugzeugen des Typs Boeing 737-800 wird das Hauptfahrwerk des Flugzeugs mit einem elektromechanischen Antrieb ausgestattet, so dass ein Flugzeug ohne eingeschaltete Triebwerke zur Startbahn oder an das Gate rollen kann. So wird weniger Kerosin verbraucht und die Lärmbelastung reduziert.
Erster kommerzieller Biofuel-Flug
Im Oktober 2011 bediente die Fluggesellschaft Thomson Airways die Strecke Birmingham– Arrecife (Lanzarote) erstmals mit einem Flugzeug, das mit Treibstoff aus natürlichen Ressourcen betankt wurde. Der verwendete Biotreibstoff wurde aus gebrauchten Pflanzenölen und Fetten gewonnen. Bei der Durchführung der Flüge wurde ein Triebwerk zur Hälfte mit Biotreibstoff und das andere mit üblichem Kerosin betankt, so dass die Fluggesellschaft vergleichbare Leistungswerte erhielt. Die gewonnenen Erfahrungen fließen in branchenweite Forschungsprojekte ein, die sich mit alternativen Treibstoffen beschäftigen.
TUI Travel führte im Geschäftsjahr 2011/12 ihre Mitgliedschaft in der SAFUG (Sustainable Aviation Fuel Users Group) fort und beteiligte sich an der Diskussion über die Verwendung von nachhaltigem Biotreibstoff in der Luftfahrt.
Aviation Initiative for Renewable Energy
TUIfly ist Gründungsmitglied von aireg (Aviation Initiative for Renewable Energy in Germany e.V.) und hat den Vorsitz des Arbeitskreises „Kraftstoffnutzung“ inne. aireg wurde im September 2011 als Verbund von Unternehmen und Organisationen aus Forschung und Wissenschaft gegründet und hat zum Ziel, die Entwicklung und Einsetzbarkeit alternativer, regenerativer Flüssigkraftstoffe, wie beispielsweise Biokraftstoffe, voranzutreiben und damit die Erreichung der ambitionierten CO2-Senkungsziele des Luftverkehrs zu unterstützen.
EU-Forschungsauftrag CILECCTA
Die TUI AG ist Mitglied im internationalen CILECCTA-Konsortium. Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung einer Software, mit der Bauprojekte bezüglich ihrer Nachhaltigkeit analysiert werden können. In diesem von der Europäischen Kommission geförderten Projekt arbeiten 17 Partner aus sieben europäischen Ländern zusammen. TUI stellte u.a. die Daten eines in Spaniengelegenen Resorts für die Softwareerprobung und optimierung zur Verfügung.
WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Weltwirtschaft in 2012 durch Euro-Schuldenkrise und Unsicherheit an den Finanzmärkten belastet.
Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung
Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts
| Veränd. % |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Welt | 3,3 | 3,8 |
| Europa | - 0,2 | 1,6 |
| Deutschland | 0,9 | 3,1 |
| Großbritannien | - 0,4 | 0,8 |
| Frankreich | 0,1 | 1,7 |
| USA | 2,2 | 1,8 |
| Russland | 3,7 | 4,3 |
| Japan | 2,2 | - 0,8 |
| China | 7,8 | 9,2 |
| Indien | 4,9 | 6,8 |
Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Oktober 2012
Die Weltwirtschaft ist im Geschäftsjahr 2011/12 nur schwach gewachsen und hat in der zweiten Jahreshälfte weiter an Schwung verloren. Die Schwächephase betrifft sowohl die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch die Schwellen- und Entwicklungsländer. Gleichwohl bestehen weiterhin große regionale Unterschiede hinsichtlich der Wachstumsgeschwindigkeiten. Der Internationale Währungsfonds (IWF, World Economic Outlook, Oktober 2012) rechnet für das Kalenderjahr 2012 mit einem globalen Wachstum von 3,3%. Dabei ist unterstellt, dass sich die Euro-Schuldenkrise nicht verschärft und in den USA keine drastischen Steuererhöhungen und gleichzeitig automatische Haushaltskürzungen in Kraft treten.
Europa
Für Europa prognostiziert der IWF trotz der erwarteten Entspannung der Euro-Schuldenkrise einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2%. Die konjunkturelle Entwicklung der einzelnen Länder bleibt heterogen. Während für Deutschland ein Anstieg von 0,9% erwartet wird, liegen Großbritannien (-0,4%) und Frankreich (0,1%) mit ihren Wachstumswerten darunter. Insbesondere die Wirtschaft in den stark verschuldeten Ländern Südeuropas leidet weiter unter anhaltend schwierigen Finanzierungsbedingungen und einer durch die notwendigen Anpassungsprozesse gedämpften Nachfrage.
Nordamerika
Der IWF erwartet für die USA für 2012 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 2,2%, für Kanada wird ein Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 1,9% prognostiziert. Die konjunkturelle Erholung der US-Wirtschaft verlief im Geschäftsjahr 2011/12 nur zögerlich und schwächte sich im Jahresverlauf wieder ab. Auch die politische Diskussion um das selbstgesteckte Kreditlimit der USA und die in diesem Zusammenhang zum Jahresbeginn 2013 drohenden Steuererhöhungen und automatischen Haushaltseinsparungen belasteten die Entwicklung der US-amerikanischen Konjunktur.
Russland/GUS
Für Russland und die Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) prognostiziert der IWF einen Anstieg der Wirtschaftsleistung in 2012 von 4,0%. Dabei weist Russland als größte Volkswirtschaft in der GUS einen erwarteten Anstieg in 2012 von 3,7% auf.
Asien
Für Japan erwartet der IWF, vor allem durch konjunkturelle Impulse aus der Zeit nach der Natur- und Reaktorkatastrophe, ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 2,2%. China und Indien haben auch in 2012 entscheidend zum globalen Wachstum beigetragen. Gleichwohl führten Kapazitätsengpässe, eine schwächere Nachfrage aus den großen Volkswirtschaften und länderspezifische Probleme auch in den asiatischen Schwellenländern zu einer Abkühlung. Für China liegt die Wachstumsannahme des IWF bei 7,8%. Trotz einer weiterhin hohen Dynamik im Dienstleistungssektor und der traditionell starken Binnenwirtschaft erwartet der IWF auch für Indien einen leichten Wachstumsrückgang auf 4,9%.
Entwicklung wesentlicher Wechselkurse und Rohstoffpreise

Die Darstellung der Wechselkurs-Charts erfolgt in der am Devisenmarkt üblichen „Mengennotiz“. Ein Rückgang dieser Notierung bedeutet, dass die dargestellte Währung gegenüber dem Euro an Wert zunimmt. Ein Anstieg dieser Notierung bedeutet hingegen, dass die dargestellte Währung gegenüber dem Euro an Wert einbüßt.
Die TUI Konzerngesellschaften sind mit ihren geschäftlichen Aktivitäten weltweit vertreten. Damit ist der TUI Konzern finanzwirtschaftlichen Risiken durch Veränderungen von Wechselkursen und Rohstoffpreisen ausgesetzt.
Die wesentlichen operativen finanzwirtschaftlichen Transaktionsrisiken bestehen in Euro und US-Dollar. Sie entstehen hauptsächlich durch Fremdwährungskostenpositionen der einzelnen Konzerngesellschaften wie beispielsweise Kerosin und Bunkeröl oder Schiffshandling sowie im Hoteleinkauf. Die Parität des Britischen Pfunds gegenüber dem Euro ist für die Umrechnung der im englischen Markt erzielten Ergebnisse von TUI Travel im TUI AG Konzernabschluss von Bedeutung.
Der Jahresdurchschnittskurs des US-Dollar im Vergleich zum Euro erhöhte sich im Berichtszeitraum von 1,39 USD/EUR um rund 5,0% auf 1,32 USD/EUR. Der durchschnittliche Umrechnungskurs des Britischen Pfunds stieg im Vergleich zum Euro im Berichtszeitraum von 0,87 GBP/EUR um rund 4,6% auf 0,83 GBP/EUR.
Rohstoffpreisänderungen wirken sich im TUI Konzern insbesondere auf die Beschaffung von Treibstoffen wie Kerosin und Bunkeröl aus. Der Ölpreis für die Sorte Brent hat sich im Berichtsjahr bei deutlichen Schwankungen weiter auf einem hohen Niveau bewegt.
Risiken aus Wechselkursänderungen und Preisrisiken aus Treibstoffeinkäufen werden in der Touristik überwiegend durch derivative Sicherungsgeschäfte abgesichert. Angaben zu Sicherungsstrategien und Risikomanagement sowie zu Finanzgeschäften und ihrem Umfang am Bilanzstichtag enthalten die Abschnitte Finanzlage und Risikobericht des Lageberichts sowie der Abschnitt Finanzinstrumente im Anhang zum Konzernabschluss.
Entwicklung in der Touristik
Veränderung internationale touristische Ankünfte gegenüber Vorjahr in %
| 2012 * | 2011 | |
|---|---|---|
| Welt | + 4,1 | + 5,0 |
| Europa | + 3,4 | + 6,7 |
| Asien und Pazifikraum | + 7,3 | + 6,4 |
| Amerika | + 3,6 | + 4,1 |
| Afrika | + 6,1 | + 0,8 |
| Mittlerer Osten | - 1,4 | - 6,8 |
Quelle: UNWTO World Tourism Barometer, November 2012
* Zeitraum Januar bis August
Bei sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich die globale Nachfrage nach Reisen im ersten Halbjahr des Kalenderjahres 2012 positiv entwickelt. In den ersten acht Monaten 2012 stieg die Anzahl internationaler Ankünfte um 4,1%. Für das Gesamtjahr 2012 rechnet die UNWTO mit einem Wachstum des weltweiten Reise- und Tourismusmarkts von 3 bis 4% (Quelle: UNWTO, November 2012).
Die Ankünfte in Europa entwickelten sich in den ersten acht Monaten mit einem Wachstum von 3,4% positiv. Mit einem Wachstum von 7,3% im Vergleich zum Vorjahr hat auch die Region Asien und Pazifik die positive Entwicklung der letzten Jahre weiter bestätigen können. Nach dem durch die politischen Umbrüche bedingten Rückgang der Ankünfte in Ländern wie Ägypten und Tunesien in 2011 hat sich auch die Reisetätigkeit in die Länder Nordafrikas mit einem Plus von 10,2% im Vergleich zum Vorjahr wieder erholt.
Veränderung rechtlicher Rahmenbedingungen
Im Geschäftsjahr 2011/12 gab es keine Veränderung rechtlicher Rahmenbedingungen mit wesentlichen Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung des TUI Konzerns.
ERTRAGSLAGE DES KONZERNS
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der TUI AG
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 18.330,3 | 17.480,3 | + 4,9 |
| Umsatzkosten | 16.285,8 | 15.655,2 | + 4,0 |
| Bruttogewinn | 2.044,5 | 1.825,1 | + 12,0 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1.555,7 | 1.508,8 | + 3,1 |
| Sonstige Erträge/andere Aufwendungen | + 71,1 | + 77,1 | - 7,8 |
| Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte | 13,8 | – | n. a. |
| Finanzergebnis | -284,7 | -239,5 | -18,9 |
| Finanzerträge | 159,9 | 254,3 | -37,1 |
| Finanzaufwendungen | 444,6 | 493,8 | -10,0 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen | - 8,7 | 52,9 | n. a. |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 252,7 | 206,8 | + 22,2 |
| Überleitung auf bereinigtes Ergebnis: | |||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 252,7 | 206,8 | + 22,2 |
| zuzüglich Verlusten aus der nach der Equity-Methode bewerteten Containerschifffahrt | 49,0 | 2,1 | n. a. |
| abzüglich Erträgen aus der Verminderung und der Bewertung des Engagements in der Containerschifffahrt | -61,6 | -51,2 | -20,3 |
| zuzüglich Nettozinsbelastung und Aufwand aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | 284,9 | 286,8 | - 0,7 |
| zuzüglich Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte | 13,8 | – | n. a. |
| EBITA | 538,8 | 444,5 | + 21,2 |
| Bereinigungen | |||
| zuzüglich Abgangsverluste | + 1,8 | – | |
| zuzüglich Restrukturierungsaufwendungen | + 63,2 | + 70,8 | |
| zuzüglich Aufwand aus Kaufpreisallokation | + 75,1 | + 96,1 | |
| zuzüglich Aufwand (Vorjahr Ertrag) aus Einzelsachverhalten | + 66,8 | - 11,3 | |
| Bereinigtes EBITA | 745,7 | 600,1 | + 24,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 252,7 | 206,8 | + 22,2 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 110,8 | 88,6 | + 25,1 |
| Konzerngewinn | 141,9 | 118,2 | + 20,1 |
| Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernverlust/-gewinn | - 15,1 | 23,9 | n. a. |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerngewinn | 157,0 | 94,3 | + 66,5 |
Ergebnis je Aktie
| € | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie | - 0,16 | - 0,01 | n. a. |
Kommentierung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse und -kosten
Mit 18,3 Mrd. € nahm der Konzernumsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert um 4,9% zu, bereinigt um Währungseffekte betrug der Anstieg 2,2%. Der Anstieg war insbesondere auf das höhere Preisniveau bei TUI Travel sowie auf Währungseffekte zurückzuführen, die sich im Wesentlichen aus dem im Vergleich zum Euro stärkeren Britischen Pfund ergaben. Den Umsatzerlösen werden die Umsatzkosten gegenübergestellt, die um 4,0% zunahmen. Im Einzelnen sind Zusammensetzung und Entwicklung des Umsatzes im Abschnitt Umsatz und Ertrag des Konzerns dargestellt.
Bruttogewinn
Der Bruttogewinn als Saldogröße aus Umsatzerlösen und -kosten verbesserte sich im Geschäftsjahr 2011/12 um 12,0% auf 2,0 Mrd. €.
Verwaltungsaufwendungen
Die Verwaltungsaufwendungen umfassen Aufwendungen, die nicht direkt Umsatzvorgängen zuzuordnen sind, wie insbesondere Aufwendungen für allgemeine Management-Funktionen. Sie lagen im Geschäftsjahr 2011/12 mit 1,6 Mrd. € um 3,1% über dem Vorjahresvergleichswert. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen ist insbesondere auf die im Berichtsjahr enthaltenen Aufwendungen für den Umbau des Veranstaltergeschäfts in Frankreich sowie die im Vorjahr enthaltenen Erträge aus der Herabsetzung der Pensionsverpflichtungen in Großbritannien zurückzuführen.
Sonstige Erträge/andere Aufwendungen
Sonstige Erträge und andere Aufwendungen umfassen in erster Linie Gewinne bzw. Verluste aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens. Der Saldo aus Erträgen und Aufwendungen verringerte sich mit 71,1 Mio. € um 6,0 Mio. € gegenüber dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die sonstigen Erträge des laufenden Geschäftsjahres beinhalten unter anderem Erträge von insgesamt 56,6 Mio. € aus dem Abgang des an die Hapag-Lloyd Holding AG gewährten Hybridinstruments- sowie aus der Bewertung des Engagements in der Containerschifffahrt unter Berücksichtigung eines vorsichtig bemessenen Abschlags in Zusammenhang mit einem Börsengang. Im Vorjahr wurden hier im Wesentlichen Buchgewinne aus dem Verkauf von Immobilien und Flugzeugvermögen sowie der Abgangsgewinn aus dem Verkauf von 11,33% der Anteile an Hapag-Lloyd an das Albert Ballin-Konsortium erfasst.
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte
Die Wertminderungen im aktuellen Geschäftsjahr von 13,8 Mio. € betrafen den Bereich TUI Hotels & Resorts. Im Vorjahr fielen keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte an.
Finanzerträge und -aufwendungen/Finanzergebnis
Das Finanzergebnis enthält das Zinsergebnis und den Nettoertrag aus marktgängigen Wertpapieren sowie den Effekt aus der Verminderung und Bewertung des Engagements in der Containerschifffahrt. Im Geschäftsjahr 2011/12 fielen Finanzerträge in Höhe von 159,9 Mio. € (Vorjahr 254,3 Mio. €) an, denen Finanzaufwendungen in Höhe von 444,6 Mio. € (Vorjahr 493,8 Mio. €) gegenüberstanden.
Die Finanzerträge beinhalten Erträge in Höhe von 5,1 Mio. € (Vorjahr 51,2 Mio. €) aus der Verminderung und Bewertung der der Containerschifffahrt gewährten Darlehen und Hybridkapitalien. Zudem waren Zinserträge in Höhe von 11,9 Mio. € (Vorjahr 34,1 Mio. €) im Zusammenhang mit dem Hybridinstrumentin dieser Position ausgewiesen. Die Hybridinstrumente wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig abgelöst. Der Rückgang der Zinsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus einer Verringerung der Finanzschulden im Geschäftsjahr 2011/12.
Im Saldo verschlechterte sich das Finanzergebnis um 45,2 Mio. € auf -284,7 Mio. €, was insbesondere auf die geringeren hier enthaltenen Erträge aus den der Hapag-Lloyd gewährten Finanzinstrumenten sowie aus einer geringeren Verzinsung der Bankguthaben aufgrund des gesunkenen Basiszinses zurückzuführen war.
Equity-Ergebnis
Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen enthält das anteilige Jahresergebnis der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie außerplanmäßige Wertberichtigungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte dieser Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2011/12 verringerte sich das Equity-Ergebnis um 61,6 Mio. € gegenüber dem Vergleichswertdes Vorjahreszeitraums auf -8,7 Mio. €. Die Verschlechterung war insbesondereauf den Rückgang des Equity-Ergebnisses aus der Beteiligung an der Hapag-Lloyd auf -49,0 Mio. € (Vorjahr -2,1 Mio. €) zurückzuführen.
Bereinigtes Ergebnis (EBITA)
Das bereinigte Ergebnis des TUI Konzerns lag mit 745,7 Mio. € im Berichtsjahr um 145,6 Mio. € über dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Das bereinigte Ergebnis wurde um Abgangsergebnisse von Finanzanlagen, Aufwendungen im Rahmen von Restrukturierungen, planmäßige Amortisationen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen und andere Aufwendungen aus Einzelsachverhalten korrigiert. Die Ergebnisentwicklung und die Bereinigungen werden detailliert in den Kapiteln Umsatz und Ertrag des Konzerns und Geschäftsverlauf in den Sparten beschrieben.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die Steuern auf die Gewinne aus der ordentlichen Geschäftstätigkeit. Sie stiegen im Berichtsjahr um 22,2 Mio. € auf 110,8 Mio. € und setzten sich aus einem effektiven Steueraufwand in Höhe von 68,4 Mio. € und einem latenten Steueraufwandin Höhe von 42,4 Mio. € zusammen.
Konzernergebnis
Das Konzernergebnis erhöhte sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 23,7 Mio. € auf 141,9 Mio. €.
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzernergebnis
Der Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzernergebnis betrug 157,0 Mio. € und betraf die außenstehenden Anteilseigner der TUI Travel PLC mit 100,8 Mio. € (Vorjahr 48,2 Mio. €) und der Gesellschaften von TUI Hotels & Resorts mit 56,2 Mio. € (Vorjahr 46,1 Mio. €).
Ergebnis je Aktie
Das den Aktionären der TUI AG zustehende Konzernergebnis (nach Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) betrug -15,1 Mio. €. Bezogen auf die gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien von 251.953.439 Stück ergab sich ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von -0,16 € (Vorjahr -0,01 €). Weder in der aktuellen Berichtsperiode noch im Vorjahresvergleichszeitraum war ein Verwässerungseffekt zu berücksichtigen, so dass das verwässerte Ergebnis pro Aktie gleichermaßen -0,16 € (Vorjahr -0,01 €) betrug.
ERTRAGSLAGE IN DEN SPARTEN
Umsatz des Konzerns deutlich gesteigert. Touristik profitiert von hoher Nachfrage nach differenzierten Produkten.

Der TUI Konzern umfasst das Segment Touristik und den Zentralbereich. Die Touristik beinhaltet die Sparten TUI Travel, TUI Hotels & Resorts und Kreuzfahrten. Im Zentralbereich sind unter der Bezeichnung „Alle sonstigen Segmente“ insbesondere die Corporate Center-Funktionen der TUI AG und der Zwischenholdings sowie die Immobiliengesellschaften des Konzerns zusammengefasst. Daneben werden auch segmentübergreifende Konsolidierungseffekte dem Zentralbereich zugeordnet.
Umsatzentwicklung
Umsatzentwicklung
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Touristik | 18.297,2 | 17.430,4 | + 5,0 |
| TUI Travel | 17.681,5 | 16.867,0 | + 4,8 |
| TUI Hotels & Resorts | 384,7 | 362,6 | + 6,1 |
| Kreuzfahrten | 231,0 | 200,8 | + 15,0 |
| Zentralbereich | 33,1 | 49,9 | - 33,7 |
| Konzern | 18.330,3 | 17.480,3 | + 4,9 |
Der Umsatz des TUI Konzerns nahm im Geschäftsjahr 2011/12 um 4,9% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum zu; bereinigt um Währungseffekte betrug der Anstieg 2,2%. Ursächlich für den Umsatzanstieg waren höhere durchschnittliche Reisepreise bei TUI Travel, die auf einen höheren Anteil differenzierter Produkte sowie auf Preiserhöhungen infolge gestiegener Inputkosten zurückzuführen waren.
Aktuelle und künftige Buchungsentwicklung
In der Touristik werden Reisen saisonbezogen mit einem unterschiedlich langen zeitlichen Vorlauf gebucht. Die Buchungsfreigabe für einzelne Saisons erfolgt in Abhängigkeit von der Ausgestaltung der jeweiligen Buchungs- und Reservierungssysteme in den einzelnen Quellmärkten zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Die buchbare Kapazität der Veranstalter wird im Saisonverlauf im Rahmen der Auslastungssteuerung zudem an die tatsächliche und erwartete Nachfrage angepasst.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12 ergaben sich bei TUI Travel die nachfolgenden Buchungsstände für die zu diesem Zeitpunkt buchbare Sommersaison 2012 sowie die Wintersaison 2012/13 im Verhältnis zum Vorjahresstand:
Buchungsentwicklung
| Wintersaison 2012/13 | Sommersaison 2012 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Veränd. % |
Durchschnittsreisepreis | Gesamtumsatz | Gästezahl | Durchschnittsreisepreis | Umsatz | Gästezahl |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Europa Mitte | + 3 | + 6 | + 3 | + 9 | + 6 | - 3 |
| Region Nord | + 2 | + 8 | + 6 | + 3 | + 5 | + 2 |
| Europa West | + 1 | - 14 | - 15 | – | + 2 | + 2 |
Für die in Großbritannien bereits buchbare Sommersaison 2013 war zum Abschluss des Geschäftsjahres 2011/12 eine Zunahme der Buchungen um 10% im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt zu verzeichnen. Der Durchschnittsreisepreis stieg um 3%.
Im Rahmen der Quartalsberichterstattung des TUI Konzerns werden regelmäßig aktuelle Angaben zur Buchungsentwicklung auf der TUI Homepage veröffentlicht.
Ergebnisentwicklung
Ergebnisentwicklung (EBITA)
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | Bereinigtes EBITA Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Touristik | 819,0 | 656,6 | + 24,7 |
| TUI Travel | 637,4 | 500,1 | + 27,5 |
| TUI Hotels & Resorts | 178,6 | 145,3 | + 22,9 |
| Kreuzfahrten | 3,0 | 11,2 | - 73,2 |
| Zentralbereich | - 73,3 | - 56,5 | - 29,7 |
| Konzern | 745,7 | 600,1 | + 24,3 |
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | EBITA Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Touristik | 619,3 | 476,8 | + 29,9 |
| TUI Travel | 441,0 | 321,4 | + 37,2 |
| TUI Hotels & Resorts | 177,5 | 144,2 | + 23,1 |
| Kreuzfahrten | 0,8 | 11,2 | 92,9 |
| Zentralbereich | - 80,5 | - 32,3 | - 149,2 |
| Konzern | 538,8 | 444,5 | + 21,2 |
Zur Erläuterung und Bewertung der operativen Geschäftsentwicklung in den Sparten wird nachfolgend auf das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis (bereinigtes EBITA) abgestellt. Dieses Ergebnis ist um Abgangsergebnisse von Finanzanlagen, Aufwendungen im Rahmen von Restrukturierungen, im Wesentlichen planmäßige Amortisationen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen und andere Aufwendungen und Erträge aus Einzelsachverhalten korrigiert worden.
Bereinigtes EBITA: Konzern
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| EBITA | 538,8 | 444,5 | + 21,2 |
| Abgangsergebnisse | + 1,8 | – | |
| Restrukturierung | + 63,2 | + 70,8 | |
| Kaufpreisallokation | + 75,1 | + 96,1 | |
| Einzelsachverhalte | + 66,8 | - 11,3 | |
| Bereinigtes EBITA | 745,7 | 600,1 | + 24,3 |
Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) des TUI Konzerns verbesserte sich im Geschäftsjahr 2011/12 um 145,6 Mio. € auf 745,7 Mio. €. Ergebnisbestimmend war das gute Abschneiden der Touristik, die von einer anhaltend hohen Nachfrage nach differenzierten Produkten bei TUI Travel sowie höheren Durchschnittspreisen und einem erfolgreichen Kostenmanagement bei der größten Hotelgesellschaft Riu profitierte.
Im Geschäftsjahr 2011/12 waren Sondereffekte in Höhe von insgesamt rund 206,9 Mio. € (Vorjahr: 155,6 Mio. €) zu bereinigen. Der Anstieg der saldierten Bereinigungen war insbesondere auf die im Vorjahr enthaltenen Einmalerträge aus der Herabsetzung von Pensionsverpflichtungen bei TUI Travel zurückzuführen.
Trotz der höheren saldierten Einmalbelastungen stieg das berichtete Ergebnis (EBITA) aufgrund des guten operativen Geschäftsverlaufs im Geschäftsjahr 2011/12 um 94,3 Mio. € auf 538,8 Mio. € an.
TUI Travel

Das Geschäft von TUI Travel gliederte sich unverändert in die vier Bereiche Mainstream, Accommodation & Destinations, Specialist & Activity sowie Emerging Markets.
Umsatz und Ergebnis
Kennzahlen TUI Travel
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 17.681,5 | 16.867,0 | + 4,8 |
| EBITA | 441,0 | 321,4 | + 37,2 |
| Abgangsergebnisse | – | – | |
| Restrukturierung | + 61,0 | + 70,8 | |
| Kaufpreisallokation | + 75,1 | + 96,1 | |
| Einzelsachverhalte | + 60,3 | + 11,8 | |
| Bereinigtes EBITA | 637,4 | 500,1 | + 27,5 |
| Bereinigtes EBITDA | 833,9 | 718,4 | + 16,1 |
| Investitionen | 568,6 | 380,6 | + 49,4 |
| Mitarbeiter (30.9.) | 57.961 | 58.378 | - 0,7 |
Die Umsatzerlöse von TUI Travel erhöhten sich im Geschäftsjahr 2011/12 um 4,8% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf 17,7 Mrd. €, bereinigt um Währungseffekte betrug der Anstieg 2,1%. Bei im Vergleich zum Vorjahr stabilen Gästezahlen im Mainstream-Geschäft war der bereinigte Umsatzanstieg insbesondere auf einen höheren Anteil differenzierter Produkte am Umsatz sowie auf höhere durchschnittliche Reisepreise zur Kompensation der gestiegenen Inputkosten zurückzuführen.
Das bereinigte Ergebnis von TUI Travel verbesserte sich im Berichtsjahr 2011/12 deutlich um 137,3 Mio. € auf 637,4 Mio. €. Dieser Anstieg war insbesondere auf die im Berichtsjahr in allen Quellmärkten forcierte Erhöhung des Anteils exklusiver und differenzierter Produkte und den verstärkten Verkauf von Urlaubsreisen über eigene Reisebüros und Internetportale von TUI Travel zurückzuführen. Am stärksten profitierten hiervon die TUI Veranstalter in Großbritannien, die sich deutlich besser als der britische Gesamtmarkt entwickelten. Der in den Sommermonatensteigende Kurs des Britischen Pfund gegenüber dem Euro führte außerdem zu höheren ausgewiesenen Ergebnissen der britischen TUI Veranstalter im TUI AG Konzernabschluss. Aus den Umstrukturierungsprojekten in Frankreich (Projekt Convergence) und Deutschland (Projekt GET) wurden im Berichtsjahr planmäßig die ersten Einsparungenrealisiert.
Im Geschäftsjahr 2011/12 waren bei TUI Travel saldiert Aufwendungen in Höhe von insgesamt 196,4 Mio. € (Vorjahr 178,7 Mio. €) zu bereinigen, die neben Kaufpreisallokationen in Höhe von 75,1 Mio. € insbesondere Einmalaufwendungen für den Umbau des Veranstaltergeschäfts in Frankreich (Projekt Convergence) und die Reorganisation des Bereichs Specialist & Activity betrafen. Der Anstieg der Bereinigungen gegenüber dem Wert des Vorjahres resultierte insbesondere aus im Vorjahreswert enthaltenen Einmalerträgen aus der Herabsetzung von Pensionsverpflichtungen in Großbritannien.
Das berichtete Ergebnis von TUI Travel verbesserte sich im Geschäftsjahr 2011/12 um 119,6 Mio. € gegenüber dem Vergleichszeitraum auf 441,0 Mio. €.
Mainstream

Mainstream ist der größte Bereich innerhalb der TUI Travel und umfasst den Verkauf von Flug-, Unterkunfts- und sonstigen touristischen Dienstleistungen. Bis einschließlich September 2012 wurde das Mainstream-Geschäft in den drei Einheiten Europa Mitte, Region Nord und Europa West geführt.
Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres 2012/13 wurde die regionale Aufteilung des Mainstream-Geschäfts von TUI Travel aufgelöst und ein zentrales, quellmarktübergreifendes Mainstream-Board eingerichtet. Die Berichtsstruktur für künftige Perioden wird entsprechend angepasst werden.
Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden im Bereich Mainstream insgesamt 20.109 Tsd. Gäste betreut. Dies entspricht einem Rückgang von 0,7% gegenüber dem Vorjahreswert.
Europa Mitte

In Europa Mitte (Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen sowie die Fluggesellschaft TUIfly) nahm die Anzahl der Gäste im Geschäftsjahr 2011/12 um 1,4% gegenüber dem Vorjahreswert zu.
TUI Deutschland profitierte im Berichtsjahr von der im Vorjahr begonnenen Neuausrichtung (Projekt GET), die zu den erwarteten Kosteneinsparungen führte. Demgegenüber führte die öffentliche Diskussion um einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone zu einer Verunsicherung der Kunden im Hinblick auf Griechenland-Reisen, die sich erst im weiteren Verlauf der Sommersaison wieder legte. Das schlechte Wetter in Nordeuropa zu Beginn der Sommersaison führte bei TUI Deutschland zu einer hohen Nachfrage nach kurzfristigen Buchungen, die mit einem guten Preisprofil verkauft wurden. Die Geschäfte der TUI Veranstalter in der Schweiz, in Österreich- und in Polen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2011/12 insgesamt stabil.
Region Nord

In der Region Nord (Großbritannien, Irland, Kanada, Nordische Länder sowie die Fluggesellschaften Thomsonfly und TUIfly Nordic sowie die Hotelgesellschaften der TUI Travel) nahmen die Gästezahlen im Geschäftsjahr 2011/12 um 3,0% ab.
Trotz des Volumenrückgangs und der anhaltend schwierigen Marktbedingungen in Großbritannien konnte insbesondere TUI UK ihre Wettbewerbsposition im Berichtsjahr weiter verbessern und hat das Geschäftsjahr 2011/12 sehr erfolgreich abgeschlossen. Dabei verzeichnete TUI UK eine hohe Nachfrage nach differenzierten Produkten. Dadurch konnten auch bei kurzfristigen Buchungen höhere Reisepreise im Markt durchgesetzt und die Kapazitätsauslastung gegenüber dem Vergleichszeitraum verbessert werden. Der kanadische Veranstalter Sunwing, an dem TUI Travel mit 49% beteiligt ist, erzielte in der für diesen Markt traditionell wichtigen Wintersaison 2011/12 erneut deutliche Volumenzuwächse; die Kapazitäten in Mexiko und in der Karibik wurden ausgebaut. Eine besonders starke Nachfrage verzeichneten hier die im Veranstalterprogramm angebotenen Riu Hotels. In den Nordischen Ländern konnte der durch die Überschwemmungen in Bangkok ausgelöste Buchungsrückgang für das bedeutende Winterziel Thailand im weiteren Verlauf des Berichtsjahres durch eine gute Nachfrage für andere Zielgebiete mehr als kompensiert werden.
Europa West

In Europa West (Frankreich, Niederlande, Belgien sowie die Fluggesellschaften Corsairfly, Arkefly und Jetairfly) nahmen die Gästezahlen im Geschäftsjahr 2011/12 um 0,5% ab.
Im Quellmarkt Frankreich konnten aus der Zusammenführung der beiden Veranstalter Nouvelles Frontières- und Marmara (Projekt Convergence) erste Einsparungen realisiert werden. Weiterhin belastend wirkte die schwächere Nachfrage für Reiseziele in Nordafrika, die erst zum Ende der Sommersaison leicht wieder anzog. Die französische Fluggesellschaft Corsairfly litt unter erhöhten Kerosinkosten, die erst im Jahresverlauf durch entsprechende Preiserhöhungen kompensiert werden konnten. Während sich die TUI Veranstalter in den Niederlanden positiv entwickelten, litt die Fluglinie Arkefly unter einem sehr intensiven Wettbewerbsumfeld bei Lang- und Mittelstreckenflügen. TUI Belgium baute ihr Flugeinzelplatzgeschäft weiter aus und profitierte in der Sommersaison auch von wieder steigenden Veranstalterbuchungen.
Accommodation & Destinations
Der Bereich Accommodation & Destinations, in dem die Online-Services und Zielgebietsagenturen von TUI Travel geführt werden, hat sich im Geschäftsjahr 2011/12 gut entwickelt. Innerhalb der Online-Services haben sowohl die Geschäftskunden- als auch die Endverbraucherportale Volumenzuwächse erzielt. Bei den B2C-Portalen standen der positiven Geschäftsentwicklung höhere Kosten für den Ausbau der Organisation gegenüber. Das Geschäft der Zielgebietsagenturen verlief insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres.
Specialist & Activity
Im Bereich Specialist & Activity werden Veranstalter in den Einheiten Adventure, North American Specialist, Education, Language, Sport, Marine sowie der Specialist Holidays Group zusammengefasst.
Die Einheiten des Bereichs konnten im Geschäftsjahr 2011/12 nicht ganz an das gute Niveau des Vorjahres anknüpfen. Die Veranstalter für Erlebnisreisen (Adventure) wurden weiterhin durch die schwächere Nachfrage für die Zielgebiete in Nordafrika und Australien belastet. Ebenfalls schwächer hat sich die Nachfrage nach Studentenreisen und Sprachkursen entwickelt. Die Premiumveranstalter in Nordamerika registrierten dagegen weiterhin eine hohe Nachfrage nach hochwertigen Reisen und entwickelten sich besser als im Vergleichszeitraum. Die Einheit Sport profitierte im Berichtsjahr von den Olympischen Sommerspielen in London sowie der UEFA-Fußball-Europameisterschaft. Die Einheit Marine entwickelte sich stabil.
Emerging Markets
Im Bereich Emerging Markets werden die Aktivitäten in Wachstumsmärkten zusammengefasst. Das Ergebnis des Bereichs war im Berichtsjahr 2011/12 weiterhin durch die Kosten für die Einführung der Marke TUI in Russland und den GUS-Staaten sowie den Aufbau der Organisation in diesen Ländern geprägt. TUI Russia verzeichnete in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld unter dem Vorjahr liegende Gästezahlen. Insbesondere die Nachfrage für Nordafrika-Reisen und das für russische Gäste wichtige Reiseland Ägypten blieb unterhalb der Erwartungen. Im weiteren Jahresverlauf stabilisierte sich die Nachfrage insgesamt wieder.
TUI Hotels & Resorts

In der Sparte TUI Hotels & Resorts sind die eigenen Hotels des TUI Konzerns zusammengefasst. Hierzu zählen Tochterunternehmen, Joint Ventures mit lokalen Partnern, Gesellschaften, an denen Beteiligungen mit maßgeblichem Einfluss gehalten werden, und Hotels, mit denen Management-Verträge bestehen.
Umsatz und Ergebnis
Kennzahlen TUI Hotels & Resorts
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Gesamtumsatz | 826,0 | 780,8 | + 5,8 |
| Umsatz | 384,7 | 362,6 | + 6,1 |
| EBITA | 177,5 | 144,2 | + 23,1 |
| Abgangsergebnisse | – | – | |
| Restrukturierung | – | – | |
| Kaufpreisallokation | – | – | |
| Einzelsachverhalte | + 1,1 | + 1,1 | |
| Bereinigtes EBITA | 178,6 | 145,3 | + 22,9 |
| Bereinigtes EBITDA | 246,2 | 234,8 | + 4,9 |
| Investitionen | 53,1 | 79,9 | - 33,5 |
| Mitarbeiter (30.9.) | 15.141 | 14.424 | + 5,0 |

Der Gesamtumsatz der Sparte TUI Hotels & Resorts stieg gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 5,8% auf 826,0 Mio. €. Bei einer nur leicht um 1,6% erweiterten Kapazität war der Umsatzanstieg vor allem auf die um 3,5% höheren durchschnittlichen Erlöse pro Bett sowie die um 2,1 Prozentpunkte verbesserte Auslastung zurückzuführen. Der Umsatz mit fremden Dritten nahm im Berichtsjahr 2011/12 um 6,1% auf 384,7 Mio. € zu.
Das bereinigte Ergebnis von TUI Hotels & Resorts verbesserte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahreswert um 33,3 Mio. € auf 178,6 Mio. €. In dem Anstieg spiegelten sich insbesondere das verbesserte Preisniveau sowie ein erfolgreiches Kostenmanagement bei Riu wider.
Im Geschäftsjahr 2011/12 waren bei TUI Hotels & Resorts saldiert Aufwendungen in Höhe von 1,1 Mio. € zu bereinigen.
Das berichtete Ergebnis des Hotelbereichs im Berichtsjahr 2011/12 von 177,5 Mio. € verbesserte sich ebenfalls deutlich um 33,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert.
Riu

Riu, eine der führenden spanischen Hotelketten, betrieb im Berichtszeitraum 104 (Vorjahr 103) Häuser. Die Kapazitäten wurden im Geschäftsjahr 2011/12 gegenüber dem Vorjahr um 3,7% auf 85.459 verfügbare Hotelbetten ausgebaut. Die durchschnittliche Auslastung der Riu Hotels verbesserte sich trotz der Kapazitätsausweitung gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 83,0%. Der im Durchschnitt erzielte Erlös pro Bett nahm ebenfalls um 4,5% zu.
Die durchschnittliche Auslastung der Riu Hotels auf den Kanarischen Inseln stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,8 Prozentpunkte auf 92,0%. Damit übertraf die Auslastung das hohe Niveau des Vorjahreszeitraums, das durch kurzfristige Umbuchungen vor dem Hintergrund der Unruhen in Nordafrika geprägt war. Der im Durchschnitt erzielte Erlös pro Bett nahm um 4,4% zu.
Die Riu Hotels auf den Balearen verzeichneten mit 79,4% eine um 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreszeitraum liegende Auslastung. Der im Durchschnitt erzielte Erlös pro Bett konnte gegenüber dem Vorjahr um 3,8% gesteigert werden. Auf dem spanischen Festland stieg die durchschnittliche Auslastung der Riu Hotels im Vorjahresvergleich um 0,3 Prozentpunkte auf 72,4%. Der im Durchschnitt erzielte Erlös pro Bett lag um 1,1% über dem Vorjahresniveau.
Bei den Ferndestinationen (Mexiko, Jamaika, Dominikanische Republik, Bahamas, Kapverden, Panama und USA) erzielten die Riu Hotels eine durchschnittliche Auslastung von 81,7%. Dies entspricht einem Plus von 1,9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Die Verbesserung war insbesondere auf eine gestiegene Nachfrage aus den USA für Hotels in Mexiko und Jamaika zurückzuführen. Die Kapazität auf den Kapverden wurde durch das neue Riu Hotel Touareg deutlich ausgeweitet.
Robinson

Robinson, der führende Anbieter für Cluburlaub im Premiumsegment, betrieb im Geschäftsjahr 2011/12 insgesamt 25 (Vorjahr 24) Clubanlagen mit 14.135 Betten in elf Ländern. Die Steigerung der Kapazität ist teilweise auf die renovierungsbedingte Schließung des Robinson Clubs Jandia Playa (Fuerteventura, Kanaren) im Vorjahr und die Neueröffnung des Robinson Clubs in Landskron (Österreich) im Berichtsjahr zurückzuführen. Einzelne Robinson Clubs in Marokko, Portugal, Spanien, Ägypten, der Türkei und der Robinson Club auf den Malediven steigerten die Auslastung teilweise um über 5,0 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt führte dies zu einer gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,2 Prozentpunkte verbesserten Auslastung. Der durchschnittliche Erlös pro Bett lag mit 83,75 € nahezu auf dem Vorjahresniveau.
Iberotel

Im Geschäftsjahr 2011/12 verfügte Iberotel über 26 (Vorjahr 27) Hotels in Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Türkei sowie in Italien und Deutschland mit insgesamt 16.063 Betten. Die Gesamtauslastung lag mit 66,0% um 4,6 Prozentpunkte über dem Vorjahreszeitraum. Im Vorjahr waren die Buchungen durch die Auswirkungen der Unruhen in Ägypten stark beeinflusst worden. Die Hotels in der Türkei erreichten eine Auslastung von 95,6%. Die durchschnittlichen Erlöse pro Bett nahmen im Berichtszeitraum um 6,4% zu, nachdem im Vorjahr gezielte Preisnachlässe zur Stabilisierung der Auslastung der Iberotels in Ägypten gewährt worden waren.
Grupotel

Im Berichtszeitraum betrieb Grupotel unverändert 34 Häuser auf Mallorca, Menorca und Ibiza mit 13.182 Betten. Grupotel erreichte bei einer stabilen Kapazität eine Auslastung von 82,5% und lag damit um 0,6 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Insbesondere die Grupotels auf Mallorca profitierten von einer starken Nachfrage für Ziele im westlichen Mittelmeer. Der durchschnittlich erzielte Erlös pro Bett lag um 3,9% über dem Niveau des Vorjahres.
Grecotel

Grecotel als führende griechische Hotelgesellschaft betrieb im Berichtsjahr 20 (Vorjahr 22) Ferienanlagen mit insgesamt 10.327 Betten. Bedingt durch eine spätere Saisoneröffnung einiger Anlagen entwickelte sich die Kapazität rückläufig. Die Kapazitätskürzung führte zu einer um 3,5 Prozentpunkte verbesserten Auslastung von 86,1%. Die durchschnittlichen Erlöse pro Bett reduzierten sich durch Preismaßnahmen für die Destination Griechenland um 8,0%. Die Entwicklung der Grecotels wurde auch von der Diskussion um einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone beeinträchtigt, die zu einer vorübergehenden Verunsicherung der deutschen Hotelgäste im Hinblick auf Griechenland-Reisen führte.
Kreuzfahrten

Die Sparte Kreuzfahrten umfasst Hapag-Lloyd Kreuzfahrten und das Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises.
Kennzahlen Kreuzfahrten
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 231,0 | 200,8 | + 15,0 |
| EBITA | 0,8 | 11,2 | - 92,9 |
| Abgangsergebnisse | – | – | |
| Restrukturierung | + 2,2 | – | |
| Kaufpreisallokation | – | – | |
| Einzelsachverhalte | – | – | |
| Bereinigtes EBITA | 3,0 | 11,2 | - 73,2 |
| Bereinigtes EBITDA | 13,2 | 19,7 | - 33,0 |
| Investitionen | 8,9 | 8,5 | + 4,7 |
| Mitarbeiter (30.9.) | 289 | 277 | + 4,3 |
Umsatz und Ergebnis
Im Geschäftsjahr 2011/12 erreichte der Umsatz des Bereichs Kreuzfahrten 231,0 Mio. € und erhöhte sich damit durch die gestiegene Kapazität der Hapag-Lloyd-Flotte um 15,0% gegenüber dem Vorjahreswert. Für TUI Cruises werden keine Umsätze ausgewiesen, da das Gemeinschaftsunternehmen at Equity im TUI Konzernabschluss bewertet wird.
Das bereinigte Ergebnis der Sparte Kreuzfahrten verringerte sich im Geschäftsjahr 2011/12 um 8,2 Mio. € auf 3,0 Mio. €. Während sich TUI Cruises im Berichtsjahr weiter deutlich positiv entwickelte, führten geringere Durchschnittsraten und Vorlaufkosten für die geplante Markteinführung der neuen Europa 2 bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten zu einem Ergebnisrückgang.
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten wird sich künftig auf Luxus- und Expeditionskreuzfahrten fokussieren und in diesen beiden Segmenten auch durch den Ausbau der internationalen Vermarktung wachsen. Im Mai 2013 wird die Hapag-Lloyd-Flotte im Luxussegment um das neue 5-Sterne-Schiff Europa 2 erweitert. Im Gegenzug wird die im Premiumsegment operierende Columbus 2 die Flotte im April 2014 verlassen. Im Zuge der vorgenannten Fokussierung erfolgt derzeit eine interne Reorganisation von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten.
Im Geschäftsjahr 2011/12 waren in der Sparte Kreuzfahrten Aufwendungen in Höhe von 2,2 Mio. € für die Reorganisation von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten zu bereinigen. Das berichtete Ergebnis lag im Berichtsjahr mit 0,8 Mio. € um 10,4 Mio. € unter dem Vorjahreswert.
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

Die Flotte von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten bestand im Geschäftsjahr 2011/12 zunächst unverändert aus den vier Kreuzfahrtschiffen Europa, Columbus, Hanseatic und Bremen. Im April 2012 wurde die Columbus durch die größere Columbus 2 abgelöst, für die ein Chartervertrag bis April 2014 abgeschlossen wurde. Bei einer gegenüber dem Vorjahr leicht höheren Auslastung von 77,4% stiegen die Passagiertage durch die höhere Kapazität der Columbus 2 im Vergleich zur Columbus um 17,2% auf insgesamt 369.086 an. Die Durchschnittsrate pro Tag und Passagier betrug 399 € und verminderte sich damit insgesamt um 5,5%. Ursächlich für den Ratenrückgang waren besondere Reiseangebote für die bestehende Flotte im Zusammenhang mit der Einführung der Columbus 2 und der Europa 2.
TUI Cruises

TUI Cruises profitierte im Geschäftsjahr 2011/12 weiterhin von der erfolgreichen Positionierung im Marktsegment der Premiumkreuzfahrten und baute ihre Marktstellung aus. Die operativen Kennzahlen der TUI Cruises-Flotte entwickelten sich im Berichtsjahr weiter sehr positiv. Die Auslastung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte auf 100,9% (gerechnet auf eine 2-Bett-Belegung). Zu der hohen Auslastung trugen beide Schiffe gleichermaßen bei. In 2011/12 wurden 1.398.865 Passagiertage gezählt. Der Anstieg um 44,4% ist auch darauf zurückzuführen, dass die Mein Schiff 2 erst im Mai 2011 in Dienst gestellt worden war. Die Durchschnittsrate pro Tag und Passagier betrug 151 € und lag damit um 0,7% unter dem Vorjahreswert.
In den Jahren 2014 und 2015 wird TUI Cruises ihre Flotte um jeweils ein neues Schiff erweitern.
Zentralbereich
Der Zentralbereich umfasst die Corporate Center-Funktionen der TUI AG und der Zwischenholdings sowie die sonstigen operativen Bereiche, die sich im Wesentlichen aus den Immobiliengesellschaften des Konzerns zusammensetzen.

Kennzahlen Zentralbereich
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 33,1 | 49,9 | - 33,7 |
| EBITA | - 80,5 | - 32,3 | - 149,5 |
| Abgangsergebnisse | + 1,8 | – | |
| Restrukturierung | – | – | |
| Kaufpreisallokation | – | – | |
| Einzelsachverhalte | + 5,4 | - 24,2 | |
| Bereinigtes EBITA | - 73,3 | - 56,5 | - 29,7 |
| Bereinigtes EBITDA | - 69,8 | - 49,5 | - 41,0 |
| Investitionen | 2,5 | 2,7 | - 7,4 |
| Mitarbeiter (30.9.) | 421 | 628 | - 33,0 |
| davon Corporate Center (30.9.) | 212 | 202 | + 5,0 |
Das bereinigte Ergebnis des Zentralbereichs lag mit -73,3 Mio. € im Berichtsjahr um 16,8 Mio. € unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Die Verschlechterung war insbesondere durch währungsbedingte Aufwendungen sowie höhere Aufwendungen für Beratungsleistungen und Gutachten bedingt.
Im Berichtsjahr waren im Zentralbereich saldiert Aufwendungen in Höhe von 7,2 Mio. € zu bereinigen, die Rückstellungsveränderungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem vorzeitigen Ausscheiden von zwei Vorstandsmitgliedern, betrafen. Bei den Erträgen des Vorjahres handelte es sich um Buchgewinne aus den Verkäufen der von der Hapag-Lloyd AG genutzten Immobilien in Hamburg an Hapag-Lloyd.
Das berichtete Ergebnis des Zentralbereichs von -80,5 Mio. € verschlechterte sich um 48,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert.
Informationen über den operativen Geschäftsverlauf der Containerschifffahrt

Die Beteiligung von 22,0% (per 30. September 2012) an der Hapag-Lloyd wird at Equity im TUI Konzernabschluss bewertet. Da es sich bei der Beteiligung aus Sicht der TUI AG um eine Finanzbeteiligung handelt, ist das Equity-Ergebnis kein Bestandteil der operativen Steuerungsgröße EBITA des TUI Konzerns.
In der nachfolgenden Tabelle ist die Containerschifffahrt nachrichtlich aus Sicht der Hapag-Lloyd AG auf einer 100-Prozent-Basis dargestellt.
Umsatz und Ergebnis
Kennzahlen Containerschifffahrt
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 6.770,6 | 6.038,6 | + 12,1 |
| EBITA | 6,0 | 161,0 | - 96,3 |
| Abgangsergebnisse | - 3,5 | + 1,6 | |
| Restrukturierung | – | + 0,1 | |
| Kaufpreisallokation | + 76,9 | + 47,6 | |
| Einzelsachverhalte | – | + 2,0 | |
| Bereinigtes EBITA | 79,4 | 212,3 | - 62,6 |
Die Umsatzerlöse der Containerschifffahrt konnten im Geschäftsjahr 2011/12 im Vergleich zum Vorjahr um 12,1% auf rund 6,8 Mrd. € gesteigert werden. Ursächlich hierfür war vor allem eine höhere Transportmenge. Zudem wirkte sich der im Jahresdurchschnitt um 7,4% stärkere US-Dollar im Vergleich zum Euro positiv auf die Entwicklung des Umsatzes aus.
Das bereinigte Ergebnis des Geschäftsjahres 2011/12 belief sich auf 79,4 Mio. € und lag damit um 132,9 Mio. € unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bereinigt wurden Sondereffekte in Höhe von 73,4 Mio. €, die im Wesentlichen die Kaufpreisallokation umfassten. Vor Bereinigung betrug das Ergebnis 6,0 Mio. €, so dass das Vorjahr um 155,0 Mio. € unterschritten wurde. Das Ergebnis wurde dabei im Wesentlichen durch das sich in den letzten Monaten spürbar abschwächende globale Wirtschaftswachstum, den anhaltend intensiven Wettbewerb und deutlich höhere Energiekosten belastet. Der durchschnittliche Bunkerverbrauchspreis der Hapag-Lloyd stieg im Geschäftsjahr 2011/12 auf 661 USD je Tonne und überschritt damit den vergleichbaren Vorjahreswert um 104 USD je Tonne. Die Weiterbelastung in Form von Frachtratenzuschlägen war im bestehenden Wettbewerbsumfeld nur bedingt in einzelnen Fahrtgebieten möglich.
Entwicklung der Transportmengen und Frachtraten

Im Geschäftsjahr 2011/12 transportierte Hapag-Lloyd weltweit 5.287 Tsd. Standardcontainer (TEU). Dies entspricht einer Steigerung von 3,8% gegenüber dem Vorjahr. Die höchsten Transportmengenzuwächse konnten in den Fahrtgebieten Australasien und Transpazifik erzielt werden. Im Fahrtgebiet Atlantik fiel die Transportmenge hingegen geringer aus als im Vorjahr. Dies war durch eine schwache Nachfrage nach Containertransportdienstleistungen infolge der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum sowie das hohe Budgetdefizit der USA bedingt. Die durchschnittliche Frachtrate betrug im Geschäftsjahr 2011/12 1.557 USD/TEU und lag damit nahezu auf Vorjahresniveau. Die höchsten Frachtratensteigerungen gegenüber dem Vorjahr konnten im Fahrtgebiet Transpazifik erzielt werden, während die Frachtrate im Fahrtgebiet Fernost wettbewerbsbedingt unter das Niveau des Vorjahres fiel.
VERMÖGENSLAGE DES KONZERNS
Mittelrückflüsse von Hapag-Lloyd führen zur weiteren Entschuldung des TUI Konzerns.
Die Bilanzsumme des Konzerns nahm im Vergleich zum 30. September 2011 um 2,1% auf 13,2 Mrd. € ab.
Entwicklung der Vermögensstruktur des Konzerns
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 8.113,0 | 8.491,4 | - 4,5 |
| Langfristige Forderungen | 555,2 | 616,2 | - 9,9 |
| Langfristige Vermögenswerte | 8.668,2 | 9.107,6 | - 4,8 |
| Vorräte | 113,9 | 106,7 | + 6,7 |
| Kurzfristige Forderungen | 2.135,6 | 2.272,1 | - 6,0 |
| Finanzmittel | 2.278,4 | 1.981,3 | + 15,0 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 16,5 | 24,2 | - 31,8 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.544,4 | 4.384,3 | + 3,7 |
| Aktiva | 13.212,6 | 13.491,9 | - 2,1 |
| Eigenkapital | 2.067,1 | 2.547,8 | - 19,8 |
| Fremdkapital | 11.145,5 | 10.944,1 | + 1,8 |
| Passiva | 13.212,6 | 13.491,9 | - 2,1 |
Vertikale Strukturkennzahlen
Die langfristigen Vermögenswerte hatten einen Anteil von 65,6% am Gesamtvermögen, im Vorjahr betrug er 67,5%. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen zu Gesamtvermögen) nahm von 62,9% auf 61,4% ab.
Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen betrug 34,4% nach 32,5% im Vorjahr. Die Finanzmittel des Konzerns nahmen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert um 297,1 Mio. € auf 2.278,4 Mio. € zu. Sie hatten damit einen Anteil am Gesamtvermögen von 17,2% nach 14,7% im Vorjahr.
Horizontale Strukturkennzahlen
Die langfristigen Vermögenswerte waren am Bilanzstichtag zu 23,6% durch Eigenkapital gedeckt nach 28,0% im Vorjahr. Für das Anlagevermögen betrug die Deckung durch Eigenkapital 25,2% (Vorjahr 30,0%). Eigenkapital plus langfristige Finanzschulden deckten das Anlagevermögen zu 101,3%, im Vorjahr waren es 98,2%.
Struktur der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- und Firmenwerte | 3.046,4 | 2.907,2 | + 4,8 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 890,9 | 856,6 | + 4,0 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 54,9 | 59,2 | - 7,3 |
| Sachanlagen | 2.651,3 | 2.445,1 | + 8,4 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | 1.394,0 | 1.735,5 | - 19,7 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 75,5 | 487,8 | - 84,5 |
| Anlagevermögen | 8.113,0 | 8.491,4 | - 4,5 |
| Forderungen und Vermögenswerte | 386,5 | 452,7 | - 14,6 |
| Latente Ertragsteueransprüche | 168,7 | 163,5 | + 3,2 |
| Langfristige Forderungen | 555,2 | 616,2 | - 9,9 |
| Langfristige Vermögenswerte | 8.668,2 | 9.107,6 | - 4,8 |
Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns
Geschäfts- oder Firmenwerte
Die Geschäfts- oder Firmenwerte erhöhten sich um 139,2 Mio. € auf 3.046,4 Mio. €. Der Anstieg des Buchwerts ist im Wesentlichen bedingt durch die Umrechnung von Geschäfts- oder Firmenwerten in Euro, die nicht in der Funktionalwährung des TUI Konzerns geführt werden. Die Durchführung der Werthaltigkeitstests führte im Berichtsjahr zu einer Wertminderung in Höhe von 13,8 Mio. € in der Sparte TUI Hotels & Resorts.
Mit 2.667,6 Mio. € oder 87,6% betraf der überwiegende Teil der Geschäfts- oder Firmenwerte TUI Travel. Auf TUI Hotels & Resorts entfielen 378,8 Mio. €, ein Anteil von 12,4%.
Sachanlagen
Mit 2.651,3 Mio. € waren die Sachanlagen der zweitgrößte Posten der Bilanz. Im Sachanlagevermögen sind auch gemietete Vermögenswerte enthalten, bei denen Konzerngesellschaften über das wirtschaftliche Eigentum verfügten. Diese so genannten Financial Leases hatten am Bilanzstichtag einen Buchwert von 281,0 Mio. €, der sich um 66,8% gegenüber dem Vorjahr verringert hat.
Entwicklung der Sachanlagen
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Grundstücke mit Hotels | 955,6 | 908,1 | + 5,2 |
| Sonstige Grundstücke | 159,4 | 202,3 | - 21,2 |
| Flugzeuge | 325,3 | 241,1 | + 34,9 |
| Schiffe | 462,5 | 430,8 | + 7,4 |
| Maschinen und Anlagen | 396,7 | 421,1 | - 5,8 |
| Anlagen im Bau, Anzahlungen | 351,8 | 241,7 | + 45,6 |
| Gesamt | 2.651,3 | 2.445,1 | + 8,4 |
Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen
Nach der Equity-Methode wurden insgesamt 62 Unternehmen bewertet. Davon waren 20 assoziierte Unternehmen und 42 Gemeinschaftsunternehmen. Mit 1.394,0 Mio. € nahm ihr Wert am Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 19,7% ab.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte gingen um 84,5% auf 75,5 Mio. € zurück. Sie beinhalten die Anteile an verbundenen, nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Beteiligungen- und sonstige Wertpapiere sowie im Vorjahr Hybridinstrumente an die Containerschifffahrt.
Struktur der kurzfristigen Vermögenswerte des Konzerns
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Vorräte | 113,9 | 106,7 | + 6,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte1) | 2.087,5 | 2.182,1 | - 4,3 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 48,1 | 90,0 | - 46,6 |
| Kurzfristige Forderungen | 2.135,6 | 2.272,1 | - 6,0 |
| Finanzmittel | 2.278,4 | 1.981,3 | + 15,0 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 16,5 | 24,2 | - 31,8 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.544,4 | 4.384,3 | + 3,7 |
1) Inkl. Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten
Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte des Konzerns
Vorräte
Mit 113,9 Mio. € nahmen die Vorräte gegenüber dem Vorjahr um 6,7% zu. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden wie im Vorjahr keine wesentlichen Wertberichtigungen und keine wesentlichen Zuschreibungen auf Vorräte vorgenommen.
Kurzfristige Forderungen
Die kurzfristigen Forderungen umfassen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, effektive Ertragsteueransprüche sowie Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten. Mit 2.135,6 Mio. € nahmen die kurzfristigen Forderungen um 6,0% gegenüber dem Vorjahr ab.
Finanzmittel
Der Bestand an Finanzmitteln erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 15,0% auf 2.278,4 Mio. €.
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte verringerten sich um 31,8% auf 16,5 Mio. €.
Nicht zu bilanzierendes Vermögen
Für ihren Geschäftsbetrieb setzten die Konzerngesellschaften Vermögenswerte ein, bei denen sie nach Vorschriften des IASB nicht der wirtschaftliche Eigentümer sind. Hierbei handelte es sich hauptsächlich um Flugzeuge, Hotelanlagen oder Schiffe, für die branchenübliche Miet-, Pacht- oder Charterverträge abgeschlossen wurden, so genannte Operating Leases.
Operative Miet-, Pacht- und Charterverträge
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Flugzeuge | 1.391,3 | 1.377,7 | + 1,0 |
| Hotelanlagen | 688,9 | 859,6 | - 19,9 |
| Reisebüros | 354,1 | 365,1 | - 3,0 |
| Verwaltungsgebäude | 326,5 | 351,1 | - 7,0 |
| Yachten und Motorboote | 216,2 | 269,3 | - 19,7 |
| Sonstiges | 112,6 | 65,3 | + 72,4 |
| Gesamt | 3.089,6 | 3.288,1 | - 6,0 |
| Beizulegender Zeitwert | 2.770,3 | 2.829,2 | - 2,1 |
Die finanziellen Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen nahmen um 6,0% auf 3.089,6 Mio. € ab. Mit 45,0% machten Flugzeuge den größten Anteil aus, auf Hotelanlagen entfielen 22,3%.
Weitere Erläuterungen sowie die Struktur der Restlaufzeiten der finanziellen Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen enthält der Abschnitt „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ im Anhang zum Konzernabschluss.
Informationen zu sonstigen immateriellen, nicht bilanzierten Werten im Sinne von Marken, Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie Organisations- und Prozessvorteilen finden sich in dem Abschnitt „Der TUI Konzern”; Investoren- und Kapitalmarktbeziehungen werden im Kapitel „TUI Aktie” erläutert.
FINANZLAGE DES KONZERNS
Im Berichtsjahr hat TUI Erlöse in Höhe von 0,7 Mrd. € aus der Reduzierung ihres Engagements in der Containerschifffahrt erzielen können. Diese Mittel wurden im Wesentlichen aus Gründen der strukturellen Optimierung der Finanzstruktur zur vorzeitigen Rückzahlung von in 2012 und 2013 fälligen Finanzschulden sowie zur Stärkung der Liquiditätsreserve verwendet. Hierdurch wurde die Bruttoschuldenbelastung signifikant reduziert und die finanzielle Stabilität mittelfristig deutlich gestärkt.
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Grundsätze
Das Finanzmanagement im TUI Konzern erfolgt grundsätzlich zentral durch die TUI AG, die dabei die Rolle als interne Bank des Konzerns wahrnimmt. Das Finanzmanagement schließt alle Konzernunternehmen ein, an denen die TUI AG direkt oder indirekt eine Beteiligung von mehr als 50% hält. Das Finanzmanagement erfolgt nach Richtlinien, die sich auf sämtliche zahlungsstromorientierte Aspekte der Geschäftstätigkeit des Konzerns erstrecken. Weiterhin besteht eine Aufgabenteilung zwischen der TUI AG und TUI Travel PLC, die im Zuge der Bündelung des touristischen Geschäfts der TUI und der First Choice im Jahr 2007 stattgefunden hat: Das Finanzmanagement der TUI Travel-Gruppe wird von der TUI Travel PLC, das Finanzmanagement der anderen Aktivitäten des TUI Konzerns von TUI AG ausgeübt.
Ziele
Die Ziele des Finanzmanagements der TUI umfassen die ausreichende Liquiditätsversorgung der TUI AG und ihrer Tochtergesellschaften sowie die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Schwankungen von Währungen, Rohstoffpreisen und Zinsen. Das finanzwirtschaftliche Handeln verfolgt die Zielsetzung einer mittelfristigen Verbesserung des derzeitigen Credit Rating.
Liquiditätssicherung
Die Liquiditätssicherung des Konzerns besteht aus zwei Komponenten:
| • | Im Zuge des konzerninternen Finanzausgleichs werden die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur Finanzierung des Geldbedarfs anderer Gesellschaften eingesetzt. |
| • | Durch syndizierte Kreditfazilitäten und bilaterale Bankkreditlinien sowie den Bestand an flüssigen Mitteln sichert sich die TUI eine ausreichende Liquiditätsreserve. Grundlage für die |
| • | Dispositionen mit den Banken ist ein monatliches, rollierendes Liquiditätsplanungssystem. |
Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken
Die Konzerngesellschaften sind mit ihren geschäftlichen Aktivitäten weltweit vertreten. Damit ist der TUI Konzern finanzwirtschaftlichen Risiken durch Veränderungen von Wechselkursen, Rohstoffpreisen und Zinssätzen ausgesetzt.
Die wesentlichen operativen finanzwirtschaftlichen Transaktionsrisiken bestehen in Euro und US-Dollar. Sie entstehen hauptsächlich durch Fremdwährungskostenpositionen der einzelnen Konzerngesellschaften wie z.B. im Hoteleinkauf, Rechnungen für Kerosin und Bunkeröl oder Schiffshandlingkosten.
Zur Begrenzung von Risiken aus Wechselkursänderungen für die Grundgeschäfte werden derivative Sicherungsgeschäfte in insgesamt über 20 Fremdwährungen getätigt. Rohstoffpreisänderungen wirken sich im TUI Konzern insbesondere auf die Beschaffung von Treibstoffen wie Kerosin und Bunkeröl aus. Diese Preisrisiken aus Treibstoffeinkäufen werden in der Touristik überwiegend durch derivative Sicherungsgeschäfte abgesichert. Sofern es möglich ist, solche Preissteigerungen aufgrund vertraglicher Vereinbarungen an Kunden weiterzugeben, fließt dieses in das Sicherungsverhalten ebenfalls ein. Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken, die durch die Liquiditätsbeschaffung an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten entstehen, werden im Rahmen des Zinsmanagements fallweise derivative Zinssicherungsinstrumente eingesetzt.
Der Einsatz von derivativen Sicherungsgeschäften erfolgt grundgeschäftsbezogen; eingesetzte Derivate dienen nicht der Spekulation.
Weitere Angaben zu Sicherungsstrategien und Risikomanagement sowie zu Finanzgeschäften und ihrem Umfang am Bilanzstichtag enthalten der Risikobericht des Lageberichts und der Abschnitt Finanzinstrumente im Anhang zum Konzernabschluss.
Kapitalstruktur
Kapitalstruktur des Konzerns
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 8.668,2 | 9.107,6 | - 4,8 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.544,4 | 4.384,3 | + 3,7 |
| Aktiva | 13.212,6 | 13.491,9 | - 2,1 |
| Gezeichnetes Kapital | 644,9 | 643,5 | + 0,2 |
| Rücklagen inklusive Bilanzgewinn | 1.142,6 | 1.531,7 | - 25,4 |
| Hybridkapital | 294,8 | 294,8 | – |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | - 15,2 | 77,8 | n. a. |
| Eigenkapital | 2.067,1 | 2.547,8 | - 18,9 |
| Langfristige Rückstellungen | 1.684,4 | 1.426,8 | + 18,1 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 549,5 | 507,8 | + 8,2 |
| Rückstellungen | 2.233,9 | 1.934,6 | + 15,5 |
| Langfristige Finanzschulden | 1.810,5 | 2.324,7 | - 22,1 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 646,1 | 473,6 | + 36,4 |
| Finanzschulden | 2.456,6 | 2.798,3 | - 12,2 |
| Langfristige sonstige Verbindlichkeiten | 277,8 | 416,7 | - 33,3 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | 6.177,2 | 5.792,3 | + 6,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.455,0 | 6.209,0 | + 4,0 |
| Schulden i.Z.m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten | – | 2,2 | n. a. |
| Passiva | 13.212,6 | 13.491,9 | - 2,1 |
Kapitalrelationen
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 | Veränd. % |
|
|---|---|---|---|---|
| Langfristiges Kapital | 5.839,8 | 6.716,0 | - 13,0 | |
| Langfristiges Kapital relativ zur Bilanzsumme | % | 44,2 | 49,8 | - 5,6* |
| Eigenkapitalquote | % | 15,6 | 18,9 | - 3,3* |
| Eigenkapital und langfristige Finanzschulden | 3.877,6 | 4.872,5 | - 20,4 | |
| Eigenkapital und langfristige Finanzschulden | ||||
| relativ zur Bilanzsumme | % | 29,3 | 36,1 | - 6,8* |
| Gearing | % | 68,0 | 83,7 | - 15,7* |
* in Prozentpunkten
Die Entwicklung der Kapitalstruktur des TUI Konzerns im Geschäftsjahr 2011/12 wurde im Wesentlichen durch die Reduzierung des Engagements in der Containerschifffahrt sowie die Rückzahlung von Finanzschulden beeinflusst.
Insgesamt nahm das langfristig zur Verfügung stehende Kapital um 13,0% auf 5.839,8 Mio. € ab, relativ zur Bilanzsumme nahm es um 5,6 Prozentpunkte auf 44,2% ab.
Die Eigenkapitalquote betrug 15,6% (Vorjahr 18,9%). Eigenkapital und langfristige Finanzschulden machten am Bilanzstichtag 29,3% (Vorjahr 36,1%) der Bilanzsumme aus.
Das Verhältnis der durchschnittlichen Netto-Finanzschulden zum durchschnittlichen Eigenkapital (Gearing) verringerte sich auf 68,0%, im Vorjahr betrug es 83,7%.
Eigenkapital
Zusammensetzung des Eigenkapitals
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 644,9 | 643,5 | + 0,2 |
| Kapitalrücklagen | 957,4 | 956,1 | + 0,1 |
| Gewinnrücklagen | 185,2 | 575,6 | - 67,8 |
| Hybridkapital | 294,8 | 294,8 | – |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | - 15,2 | 77,8 | n. a. |
| Eigenkapital | 2.067,1 | 2.547,8 | - 18,9 |
Das gezeichnete Kapital betrug zum Bilanzstichtag nahezu unverändert 644,9 Mio. €. Die Kapitalrücklage, die nur Einstellungen aus Aufgeldern enthält, erhöhte sich infolge der Ausgabe von Belegschaftsaktien und durch Wandlung von Anleihestücken in Aktien um 1,3 Mio. € auf 957,4 Mio. €. Die Gewinnrücklagen verminderten sich um 390,4 Mio. € auf 185,2 Mio. €, insbesondere da mit dem Abgang des an die Hapag-Lloyd Holding AG gewährten Hybridkapitals die bis dahin erfolgsneutral eingestellten Wertänderungen dieses Instruments erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern waren. Daneben führte das geringere langfristige Zinsniveau zu einer Minderung der in den Gewinnrücklagen erfolgsneutral bilanzierten Gewinne und Verluste aus der Veränderung von versicherungsmathematischen Parametern in Zusammenhang mit der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Im Eigenkapital ist die im Dezember 2005 begebene Hybridanleihe in Höhe von 294,8 Mio. € enthalten. Andere Gesellschafter hielten einen Anteil von 25,5 Mio. € am Eigenkapital.
Rückstellungen
Die Rückstellungen bestehen überwiegend aus Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, effektiven und latenten Ertragsteuerrückstellungen sowie Rückstellungen für betriebstypische Risiken, die je nach Eintrittserwartung als kurzfristig oder langfristig klassifiziert wurden. Sie ergaben am Bilanzstichtag insgesamt 2.233,9 Mio. € und lagen damit um 299,3 Mio. € bzw. 15,5% über dem Wert des Vorjahres.
Finanzschulden
Zusammensetzung der Finanzschulden
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Anleihen | 1.551,1 | 1.639,8 | - 5,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 566,1 | 886,7 | - 36,2 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | 233,2 | 154,8 | + 50,6 |
| Übrige Finanzschulden | 106,2 | 117,0 | - 9,2 |
| Finanzschulden | 2.456,6 | 2.798,3 | - 12,2 |
Die Finanzschulden des Konzerns nahmen um insgesamt 341,7 Mio. € auf 2.456,6 Mio. € ab. Der Betrag setzte sich aus Anleihen in Höhe von 1.551,1 Mio. €, 566,1 Mio. € Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, 233,2 Mio. € Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen und 106,2 Mio. € übrigen Finanzschulden zusammen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde bereits vorzeitig der verbliebene ausstehende Betrag in Höhe von 193,0 Mio. € der im September 2012 fälligen Wandelanleihe der TUI AG zurückbezahlt. Des Weiteren wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Teilbeträge in aggregierter Höhe von 18,2 Mio. € der im Dezember 2012 fälligen Schuldverschreibungen der TUI AG vorzeitig zurückerworben. Darüber hinaus hat die TUI AG durch den Erwerb von Teilen einer Umtauschanleihe der Nero Finance Ltd. im Nominalbetrag von 223,7 Mio. € ihre mit dieser Umtauschanleihe im Zusammenhang stehenden Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten reduzieren können. Weitere Neukreditaufnahmen oder weitere Kreditrückzahlungen fanden nur in geringem Umfang statt. Die Zuordnung zu kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden erfolgt nach ihrer Fälligkeit.
Weitere Informationen, insbesondere zu den Restlaufzeiten, enthält die Position „Finanzschulden”, im Anhang zum Konzernabschluss.
Übrige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten lagen mit 6.478,9 Mio. € um 269,9 Mio. € bzw. 4,3% über dem Vorjahr.
Ratings durch Standard & Poor's und Moody's
Ratings der TUI AG
| 2008 | RGJ 2009 | 2009/10 | 2010/11 | 2011/12 | Ausblick | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Standard & Poor's | B+ | B- | B- | B- | B- | positiv |
| Moody's | B1 | Caa1 | Caa1 | B3 | B3 | positiv |
Im Geschäftsjahr 2011/12 haben die Zuflüsse aus der Reduzierung des Engagements in der Containerschifffahrt sowie der Abbau von Finanzschulden positiv auf die Verschuldungskennziffern sowie die Liquiditätssituation der TUI gewirkt. Im Februar 2012 hob Moody's den Ausblick für das Corporate Rating der TUI von „stabil“ auf „positiv“ an. Standard & Poor's hat den Ausblick für das Corporate Rating der TUI im November 2012 ebenfalls von „stabil“ auf „positiv“ angehoben. Damit verfügt der Konzern per November 2012 von beiden Ratingagenturen über die gleiche Einstufung.
Ratings der Kapitalmarktinstrumente
| Standard & Poor's | Moody's | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | 30.9.2012 | 30.9.2011 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Senior Fixed Rate Notes | Dez. 2005 | B- | B- | Caa1 | Caa1 |
| Schuldscheindarlehen | Sept. 2010 | B- | B- | n.a. | n.a. |
| Wandelanleihe | Nov. 2009 | B- | B- | Caa1 | Caa1 |
| Wandelanleihe | Mrz. 2011 | B- | B- | n.a. | n.a. |
| Hybridanleihe | Dez. 2005 | CCC | CCC- | Caa2 | Caa2 |
Die im Dezember 2005 begebenen Senior Notes (Schuldverschreibungen) sowie die im November 2009 begebene Wandelanleihe wiesen zum Bilanzstichtag seitens Standard & Poor's ein Rating von „B-“ und seitens Moody's von „Caa1“ auf. Darüber hinaus sind das im September 2010 begebene Schuldscheindarlehen sowie die im März 2011 begebene Wandelanleihe seitens Standard & Poor's mit „B-“ bewertet.
Die im Dezember 2005 begebene Hybridanleihe wird aufgrund ihrer Nachrangigkeit zu anderen Finanzschulden und ihrer im Grundsatz unbegrenzten Laufzeit von den Ratingagenturen mit einem niedrigeren Rating versehen. Von Moody's ist sie mit „Caa2“ eingestuft. Seitens Standard & Poor's erfolgte aufgrund verbesserter Verschuldungskennzahlen eine Erhöhung der Bewertung auf „CCC“.
Wesentliche Maßnahmen zur strukturellen Optimierung der Finanzschulden
Die Kapitalstruktur im Geschäftsjahr 2011/12 war insbesondere durch die Rückführung von Finanzschulden geprägt. Die Rückführungen wurden aus vorhandenen flüssigen Mitteln finanziert
Rückzahlung einer Wandelschuldverschreibung
Die TUI AG hat im Geschäftsjahr 2010/11 mittels eines öffentlichen Rückkaufangebots begonnen, Teile der im September 2012 fälligen Wandelschuldverschreibung der TUI AG zu erwerben. Unter Ausnutzung von Marktopportunitäten wurden nachfolgend weitere Volumina dieser Schuldverschreibung erworben. Im November 2011 stand ein restliches Volumen dieser Schuldverschreibung in Höhe von 192,8 Mio. € aus. TUI AG hat im November 2011 mittels eines weiteren öffentlichen Rückkaufangebots im Nennwert von 151,9 Mio. € weitere Teile dieser Schuldverschreibung zurückgekauft. Anschließend standen noch 40,9 Mio. € dieser Schuldverschreibung aus.
Die TUI AG hat sowohl die im Geschäftsjahr 2010/11 als auch die im Oktober 2011 in Höhe von 0,2 Mio. € sowie die im Zuge des zweiten Rückkaufangebots erworbenen Schuldverschreibungen über insgesamt 653,2 Mio. € anschließend gekündigt. Darüber hinaus hat die TUI AG die übrigen ausstehenden Schuldverschreibungen, wie von den Anleihebedingungen vorgesehen, ebenfalls gekündigt und im Dezember 2011 zu 100% des Nennwerts aufgrund Geringfügigkeit des ausstehenden Betrags vorzeitig zurückbezahlt.
Rückerwerb von Anleiheteilen
Nachfolgend zu den Erwerben der Vorjahre hat die TUI AG im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Teile einer im Dezember 2012 fälligen Schuldverschreibung der TUI AG erworben. Unter Ausnutzung von Marktopportunitäten wurde ein Nominalvolumen von 18,2 Mio. € generiert. Die ausgewiesenen Finanzschulden wurden entsprechend reduziert.
Erwerb von Teilen einer Umtauschanleihe
Die TUI AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr unter Ausnutzung von Marktopportunitäten Teilbeträge in aggregierter Höhe von 223,7 Mio. € einer im April 2013 fälligen Umtauschanleihe der Nero Finance Ltd., einer von TUI unabhängigen Gesellschaft, erworben. In Bezug auf diese Anleihe, die von den Inhabern in Aktien der TUI Travel PLC getauscht werden kann, bestehen seit der Anleiheemission vertragliche Zusagen der TUI AG gegenüber der Deutsche Bank AG, die bilanziell passiviert sind. Mit dem Erwerb von Teilbeträgen dieser Umtauschanleihe haben sich deshalb die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechend reduziert.
Zinsen und Konditionen
Zinsen und Finanzierungsumfeld
Das abgelaufene Geschäftsjahr startete in einem Umfeld, das durch die fortwährende Diskussion um die Euro-Stabilität getrübt war. Viele Unternehmen unterlagen im so genannten High-Yield-Bereich deutlichen Schwankungen ihrer quotierten Kreditmargen (CDS-Niveaus) und den Möglichkeiten der Fremdkapitalaufnahme eines sich nur phasenweise aufnahmefreundlich darstellenden Kapitalmarktumfelds. Im Zuge der Vereinbarung über die Reduzierung des Engagements in der Containerschifffahrt und der damit einhergehenden verbesserten Wahrnehmung des Credit Rating der TUI AG setzte ein deutliches Absinken des TUI CDS-Niveaus im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 ein. Die kurzfristigen Zinsen lagen zu Beginn des Berichtszeitraums im historischen Vergleich weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Mit den Anpassungen der Zinssätze durch die Zentralbanken sanken die kurzfristigen Zinsen im Verlauf des Geschäftsjahres 2011/12 kontinuierlich auf ein noch niedrigeres Niveau.
Im Zuge des Zuflusses von 700 Mio. € aus der Reduzierung des Engagements in der Containerschifffahrt stieg die Liquiditätsreserve der TUI AG deutlich an. TUI AG hat die zugeflossenen Mittel insbesondere zur Optimierung der Finanzstruktur mittels der Reduzierung von kurz- und mittelfristig fälligen Finanzschulden eingesetzt. Nach Reduzierung von kapitalmarktbezogenen Finanzschulden im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 435 Mio. € beliefen sich die Bankguthaben der TUI AG auf etwa 1,1 Mrd. €. Vor dem Hintergrund dieser Liquiditätsreserve hat die TUI AG im Geschäftsjahr 2011/12 von einer langfristigen Refinanzierungsmaßnahme abgesehen. TUI Travel verfügt mit zwei in 2009 und 2010 emittierten Wandelanleihen und einer Revolving Credit Facility aus 2011 über eine solide Finanzierungsstruktur bis in das Jahr 2015 hinein.
Die Entwicklung im Zinsniveau hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr kaum auf die zu leistenden Zinszahlungen unter den Finanzschulden ausgewirkt, die zum Bilanzstichtag mit rund 80% vornehmlich Festzinsvereinbarungen unterlagen. Das niedrigere Zinsniveau führte zu niedrigeren Anlagezinssätzen am Geldmarkt.

Die Restlaufzeiten der Finanzschulden sind unter der Position „Verbindlichkeiten (Finanzschulden und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten)” im Anhang zum Konzernabschluss angegeben.
Börsennotierte Anleihen
| Kapitalmaßnahmen | Begebung | Fälligkeit | Volumen initial Mio. € |
Volumen ausstehend Mio. € |
Verzinsung % |
|---|---|---|---|---|---|
| Senior Fixed Rate Notes | Dezember 2005 | Dezember 2012 | 450,0 | 233,0 | 5,125 |
| Hybridanleihe | Dezember 2005 | Unbefristet | 300,0 | 300,0 | 8,625 |
| Wandelanleihe | November 2009 | November 2014 | 217,8 | 215,2 | 5,500 |
| Wandelanleihe | März 2011 | März 2016 | 339,0 | 339,0 | 2,750 |
| Wandelanleihe TUI Travel PLC | Oktober 2009 | Oktober 2014 | GBP 350,0 | GBP 350,0 | 6,000 |
| Wandelanleihe TUI Travel PLC | April 2010 | April 2017 | GBP 400,0 | GBP 400,0 | 4,900 |
Fälligkeitenprofil der börsennotierten Anleihen

Die Wandelanleihe der TUI Travel PLC über 400 Millionen Britische Pfund ist im April 2017 endfällig. Ungeachtet dessen haben die Inhaber dieser Wandelanleihe das unbedingte Recht, bereits im Oktober 2015 die Rückzahlung ihrer Wandelanleihestücke zum Nominalwert zu verlangen.
Darüber hinaus hat TUI AG aus einer mit Deutsche Bank getroffenen Finanzierungsvereinbarung das mittelbare Recht, im Juli 2014 gegen Zahlung eines restlichen Kaufpreises von 150 Mio. Britischen Pfund das Vermögen der Antium Finance Ltd., einer von TUI unabhängigen Einzweckgesellschaft, zu erwerben. Das Vermögen der Antium Finance Ltd. besteht unter anderem aus Schuldverschreibungen der im April 2017 endfälligen Wandelanleihe der TUI Travel PLC im Nominalwert von 200 Mio. Britischen Pfund.
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente
Operating Leases
Die Entwicklung der operativen Miet-, Pacht- und Charterverträge ist im Abschnitt Vermögenslage des Konzerns des Lageberichts dargestellt.
Weitere Erläuterungen sowie die Struktur der Restlaufzeiten der finanziellen Verpflichtungen hieraus enthält der Abschnitt „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ im Anhang zum Konzernabschluss. Haftungsverhältnisse gegenüber Zweckgesellschaften bestanden nicht.
Liquiditätsanalyse
Liquiditätsreserve
Die Zahlungsfähigkeit des TUI Konzerns war im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Zahlungsmittelzuflüsse aus dem laufenden Geschäft, Monetarisierung von in der Containerschifffahrt gebundenem Vermögen, Bestände an flüssigen Mitteln sowie bilaterale und syndizierte Kreditvereinbarungen mit Banken jederzeit gegeben.
Zum Bilanzstichtag betrug der Finanzmittelbestand der TUI AG als Obergesellschaft des TUI Konzerns 1.128,9 Mio. €.
Beschränkungen des Transfers von flüssigen Mitteln
Beschränkungen des Transfers von flüssigen Mitteln innerhalb des Konzerns, die eine erhebliche Bedeutung für seine Liquidität haben könnten, wie zum Beispiel Kapitalverkehrsbeschränkungen oder Beschränkungen aufgrund abgeschlossener Kreditvereinbarungen, bestanden am Bilanzstichtag mit 0,1 Mrd. €.
Kontrollwechsel
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, befinden sich im Kapitel „Übernahmerechtliche Angaben”.
Kapitalflussrechnung
Zusammengefasste Kapitalflussrechnung
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Nettozufluss aus Geschäftstätigkeit | + 819,1 | + 1.085,5 |
| Nettoabfluss aus Investitionstätigkeit | + 337,1 | + 875,4 |
| Nettoabfluss aus Finanzierungstätigkeit | - 894,2 | - 2.249,2 |
| Veränderung des Finanzmittelbestands | + 262,0 | - 288,3 |
Nettozufluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Aus laufender Geschäftstätigkeit flossen im Berichtsjahr 819,1 Mio. € zu. Die Abnahme gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 266,4 Mio. € war insbesondere auf eine Veränderung der Bedingungen für Kundenanzahlungen bei TUI UK zurückzuführen, die zu einem positiven Einmaleffekt im Vorjahr geführt hatte.
Nettozufluss aus Investitionstätigkeit
Aus der Investitionstätigkeit sind im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 337,1 Mio. € an Mitteln zugeflossen. Die Abnahme des Nettozuflusses aus Investitionstätigkeit um 538,3 Mio. € war insbesondere auf die höheren Zuflüsse aus der Rückführung des Engagements in der Containerschifffahrt im Vorjahr zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2011/12 flossen dem Konzern aus der Rückführung der an Hapag-Lloyd gewährten Finanzierungen und dem Verkauf von Anteilen Finanzmittel in Höhe von 694,8 Mio. € (Vorjahr 917,4 Mio. €) zu. Darüber hinaus waren im Vorjahreszeitraum Zuflüsse aus dem Verkauf von Immobilien des Zentralbereichs (174,9 Mio. €) und von Hotelanlagen (108,6 Mio. €) enthalten.
Nettoabfluss aus Finanzierungstätigkeit
Im Berichtsjahr ergab sich ein Zahlungsmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von 894,2 Mio. €, der gegenüber dem Vorjahr aber wesentlich geringer ausfiel. Ursächlich für die Abnahme im Vergleich zum Vorjahr von 1.355,0 Mio. € war im Wesentlichen die geringere Rückführung von Finanzschulden. Im Berichtsjahr hat die TUI AG für die vorzeitige Rückführung von Anleihen und Bankverbindlichkeiten insgesamt 437,5 Mio. € aufgewendet. Im Vorjahreszeitraum wurden dagegen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 1.985,2 Mio. € zurückgezahlt.
Entwicklung des Finanzmittelbestands
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Bestand am Anfang der Periode | + 1.981,3 | + 2.274,3 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen | + 35,1 | - 4,7 |
| Zahlungswirksame Veränderungen | + 262,0 | - 288,3 |
| Bestand am Ende der Periode | + 2.278,4 | + 1.981,3 |
Die detaillierte Kapitalflussrechnung und weitere Erläuterungen hierzu enthalten der Konzernabschluss sowie der Abschnitt Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung im Anhang zum Konzernabschluss.
Investitionsanalyse
Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nach Sparten
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Touristik | 630,6 | 469,0 | + 34,5 |
| TUI Travel | 568,6 | 380,6 | + 49,4 |
| TUI Hotels & Resorts | 53,1 | 79,9 | - 33,5 |
| Kreuzfahrten | 8,9 | 8,5 | + 4,7 |
| Zentralbereich | 2,5 | 2,7 | - 7,4 |
| Alle sonstigen Segmente | 2,5 | 2,7 | - 7,4 |
| Gesamt | 633,1 | 471,7 | + 34,2 |
Die Entwicklung des Anlagevermögens, einschließlich der Entwicklung der Sachanlagen und des immateriellen Vermögens sowie der Beteiligungen und der sonstigen Finanzanlagen, ist im Abschnitt Vermögenslage des Konzerns des Lageberichts dargestellt, weitere Erläuterungen hierzu enthält der Anhang zum Konzernabschluss.
Zugänge zum Sachanlagevermögen nach Sparten
Die Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr 633,1 Mio. € und lagen damit um 34,2% über dem Wert des vergleichbaren Vorjahreszeitraums.
Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nach Sparten
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Touristik | 369,5 | 406,4 | - 9,1 |
| TUI Travel | 291,8 | 321,0 | - 9,1 |
| TUI Hotels & Resorts | 67,6 | 76,8 | - 12,0 |
| Kreuzfahrten | 10,2 | 8,5 | + 20,0 |
| Zentralbereich | 4,1 | 8,4 | - 51,2 |
| Alle sonstigen Segmente | 4,1 | 8,4 | - 51,2 |
| Gesamt | 373,6 | 414,8 | - 9,9 |
Gegenüberstellung Investitionen und Abschreibungen nach Sparten

Die Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in der Touristik in Höhe von 630,6 Mio. € nahmen im Vorjahresvergleich um 34,5% zu.
Die Investitionen bei TUI Travel betrafen im Berichtsjahr insbesondere die Entwicklung und Einführung neuer Buchungs- und Reservierungssysteme, geleistete Anzahlungen auf bestellte Flugzeuge, aktivierungspflichtige Instandhaltungsmaßnahmen bei Flugzeugen und Kreuzfahrtschiffen sowie die Anschaffung von Yachten.
Wesentliche Investitionen bei TUI Hotels & Resorts betrafen insbesondere den Kauf einer Clubanlage auf den Malediven sowie die Renovierung und Instandhaltung bestehender Hotelanlagen.
Investitionsverpflichtungen
Bestellobligos
Am Bilanzstichtag bestanden aufgrund von Vereinbarungen, die im Geschäftsjahr 2011/12 oder in Vorjahren abgeschlossen wurden, Bestellobligos für Investitionen in Höhe von insgesamt 1.945,8 Mio. €, davon betrafen 945,5 Mio. € geplante Auslieferungen im Geschäftsjahr 2012/13.
Zum Bilanzstichtag bestand das Orderbuch für Flugzeuge bei TUI Travel aus 31 Flugzeugen (13 B787, 16 B737 sowie 2 A330-300), die bis zum Ende des Geschäftsjahres 2014/15 ausgeliefert werden sollen. Für das Geschäftsjahr 2012/13 ist die Auslieferung von 14 Flugzeugen vorgesehen.
Weitere Erläuterungen enthält der Abschnitt „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ im Anhang zum Konzernabschluss.
JAHRESABSCHLUSS DER TUI AG
Ertragslage der TUI AG
Der Jahresabschluss der TUI AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt und vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Er wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Der Jahresabschluss ist im Internet dauerhaft verfügbar unter www.tui-group.com und kann als Sonderdruck bei der TUI AG angefordert werden.
Im vorliegenden Geschäftsbericht ist der Lagebericht der TUI AG mit dem Lagebericht des TUI Konzerns zusammengefasst.
Gewinn- und Verlustrechnung der TUI AG
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 4,8 | 29,1 | - 83,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 243,4 | 243,9 | - 0,2 |
| Materialaufwand | 4,5 | 28,2 | - 84,0 |
| Personalaufwand | 55,1 | 36,8 | + 49,7 |
| Abschreibungen | 0,5 | 0,5 | – |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 196,3 | 227,9 | - 13,9 |
| Beteiligungsergebnis | 270,3 | 370,8 | - 27,1 |
| Abschreibung auf Finanzanlagen | 27,2 | 47,4 | - 42,6 |
| Zinsergebnis | - 113,0 | - 115,0 | + 1,7 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 121,9 | 188,0 | - 35,2 |
| Außerordentliches Ergebnis | – | – | – |
| Steuern | - 6,0 | 2,2 | n. a. |
| Jahresergebnis | 127,9 | 185,8 | - 31,2 |
Die Ertragslage der TUI AG als Obergesellschaft des Konzerns bestimmt sich maßgeblich aus der Ergebnisverwendung ihrer Konzerngesellschaften, die direkt über Ergebnisabführungsverträge mit ihr verbunden sind oder ihre Gewinne aufgrund von Beschlüssen an sie ausschütten.
Umsatz und sonstige betriebliche Erträge
Die Umsatzerlöse resultierten im Geschäftsjahr 2011/12 nahezu vollständig aus der Weitervermietung von angemieteten Flugzeugen an konzerneigene Fluggesellschaften und verringerten sich durch Übertragungen von Verträgen auf die TUI Travel-Gruppe.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten Zuschreibungen auf Finanzanlagen infolge gestiegener Börsennotierungen sowie im Wesentlichen Kursgewinne. Darüber hinaus haben sich Auflösungen nicht mehr benötigter Rückstellungen ausgewirkt.
Aufwendungen
Der Materialaufwand betraf hauptsächlich Aufwendungen aus Flugzeugmietverträgen mit Dritten, die sich entsprechend den Umsatzerlösen durch Vertragsübertragungen verminderten. Die Personalkosten stiegen im laufenden Geschäftsjahr um rund 49,7% im Wesentlichen infolge von höheren Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen und Rückstellungen für langfristige, aktienbasierte Anreizprogramme. Außerdem wirkten sich Abfindungszahlungen sowie tarifliche Gehaltssteigerungen bei einem leichten Anstieg der Beschäftigtenanzahl aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten insbesondere Aufwendungen für Kursverluste, denen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen wirtschaftlich Kursgewinne gegenüberstanden, sowie Kosten des Finanz- und Geldverkehrs, Gebühren, Honorare, Dienstleistungen und sonstige Verwaltungskosten.
Beteiligungsergebnis
Das Beteiligungsergebnis enthielt im Berichtsjahr sowie im Vorjahr im Wesentlichen Ausschüttungen der TUI Travel PLC sowie von Gesellschaften der Sparte TUI Hotels & Resorts. In den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen waren Ergebnisübernahmen von Tochterunternehmen sowie darauf entfallende weiterberechnete Steuerumlagen enthalten.
Abschreibungen auf Finanzanlagen
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen im Berichtsjahr betrafen eine Hotel-Projektgesellschaft sowie ein Beteiligungsunternehmen. Im Vorjahr wurden hier kursbedingte Wertberichtigungen der von TUI Travel PLC begebenen Wandelanleihe ausgewiesen.
Zinsergebnis
Das im Jahresvergleich verbesserte Zinsergebnis resultierte vor allem aus geringeren Zinsaufwendungen infolge der vorgenommenen Tilgungen und Rückkäufen von Finanzschulden gegenüber Banken und Anleihegläubigern. Die Zinserträge aus verbundenen Unternehmen sind im Zusammenhang mit Rückzahlungen zinstragender Forderungen von Konzerngesellschaften zurückgegangen.
Steuern
Der Steueraufwand des Geschäftsjahres betraf tatsächliche Ertragsteuern und sonstige Steuern. Latente Steuern waren nicht enthalten.
Jahresüberschuss
Für das Geschäftsjahr 2011/12 ergab sich ein Jahresüberschuss der TUI AG von 127,9 Mio. €.
Vermögens- und Finanzlage der TUI AG
Die Vermögens- und Finanzlage der TUI AG und ihre Bilanzstrukturen sind durch ihre Funktion als Obergesellschaft des TUI Konzerns geprägt. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 0,9% auf 5,6 Mrd. €.
Kurzbilanz der TUI AG (HGB-Abschluss)
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände/Sachanlagen | 18,4 | 18,5 | - 0,5 |
| Finanzanlagen | 4.095,1 | 3.986,6 | + 2,7 |
| Anlagevermögen | 4.113,5 | 4.005,1 | + 2,7 |
| Vorräte/Forderungen | 313,1 | 671,4 | - 53,4 |
| Finanzmittel | 1.128,9 | 825,2 | + 36,8 |
| Umlaufvermögen | 1.442,0 | 1.496,6 | - 3,6 |
| Rechnungsabgrenzungen | 2,0 | 6,8 | - 70,6 |
| Aktiva | 5.557,5 | 5.508,5 | + 0,9 |
| Eigenkapital | 2.365,2 | 2.234,5 | + 5,8 |
| Sonderposten mit Rücklageanteil | 0,6 | 0,6 | – |
| Rückstellungen | 448,7 | 440,8 | + 1,8 |
| Anleihen | 1.087,1 | 1.300,6 | - 16,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 506,1 | 724,1 | - 30,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.149,6 | 806,6 | + 42,5 |
| Verbindlichkeiten | 2.742,8 | 2.831,3 | - 3,1 |
| Rechnungsabgrenzungen | 0,2 | 1,2 | - 83,3 |
| Passiva | 5.557,5 | 5.508,4 | + 0,9 |
Entwicklung des Anlagevermögens
Das Anlagevermögen bestand am Bilanzstichtag nahezu vollständig aus Finanzanlagen. Der Anstieg der Finanzanlagen war auf den Erwerb von Aktien der TUI Travel PLC sowie kursbedingte Zuschreibungen der von TUI Travel PLC begebenen Wandelanleihe in Höhe von 83,2 Mio. € zurückzuführen, nachdem in früheren Jahren entsprechende Wertberichtigungen zu erfassen gewesen waren.
Entwicklung des Umlaufvermögens
Die Abnahme der Forderungen resultierte im Wesentlichen aus geleisteten Rückzahlungen einer Gesellschafterfinanzierung der TUI-Hapag Beteiligungs GmbH, in der die TUI AG ihr gesamtes Engagement an der Containerschifffahrtsgruppe gebündelt hat.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind der TUI AG insbesondere durch die Reduzierung des Engagements in der Containerschifffahrt indirekt 700 Mio. € zugeflossen, die teilweise für die Rückführung von Anleiheverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verwendet wurden. Der Anstieg der Guthaben bei Kreditinstituten um 303,7 Mio. € auf 1.128,9 Mio. € ist im Wesentlichen auf diese beiden Effekte zurückzuführen.
Entwicklung der Kapitalstruktur der TUI AG
Eigenkapital
Das Eigenkapital der TUI AG erhöhte sich um 130,7 Mio. € auf 2.365,2 Mio. €. Das gezeichnete Kapital der TUI AG besteht aus nennwertlosen Stückaktien, die jeweils in gleichem Umfang am Grundkapital beteiligt sind. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt rund 2,56 €. Das gezeichnete Kapital der TUI AG zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12 stieg infolge der Begebung von Belegschaftsaktien sowie aufgrund von Wandlungen aus den Wandelanleihen 2009/2014 und 2011/16 in Summe um 1,5 Mio. € auf rund 644,9 Mio. € und setzte sich aus 252.273.710 Aktien zusammen.
Die Kapitalrücklage erhöhte sich durch die Ausgabe von Belegschaftsaktien sowie in geringem Umfang durch Wandlung von Anleihestücken in Aktien um 1,3 Mio. €. Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich ausschließlich um andere Gewinnrücklagen. Es bestehen keine satzungsmäßigen Bestimmungen zur Bildung von Rücklagen. Im Geschäftsjahr ist den Gewinnrücklagen ein Betrag in Höhe von 118,5 Mio. € aus dem Jahresüberschuss zugeführt worden, davon auf Grundlage von § 58 Abs. 2a AktG der Eigenkapitalanteil von Wertaufholungen bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens von 109,0 Mio. € sowie gemäß § 58 Abs. 2 AktG ein Teil des Jahresüberschusses in Höhe von 9,5 Mio. €.
Der Jahresüberschuss beträgt 127,9 Mio. €. Nach der Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen und unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 107,1 Mio. € ergab sich ein Bilanzgewinn von 116,6 Mio. €, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Die Eigenkapitalquote stieg auf 42,6% (Vorjahr 40,6%).
Der bei der erstmaligen Anwendung der BilMoG-Vorschriften gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB im Vorjahr beibehaltene Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von 0,6 Mio. € umfasste steuerliche Wertberichtigungen aus früheren Jahren, die auf das Anlagevermögen gemäß § 6b EStG vorgenommen wurden.
Rückstellungen
Die Rückstellungen nahmen um 7,9 Mio. € auf 448,7 Mio. € ab. Sie setzen sich aus Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 140,0 Mio. € (Vorjahr 137,2 Mio. €) und übrigen Rückstellungen in Höhe von 308,8 Mio. € (Vorjahr 303,6 Mio. €) zusammen. Die sonstigen Rückstellungen enthielten erhöhte Vorsorgen für Prozessrisiken, denen verringerte Rückstellungen insbesondere für übrige betriebliche Risiken sowie für Instandhaltungsmaßnahmen für an die TUI Travel- Gruppe weitervermietete, von fremden Dritten geleaste Flugzeuge gegenüberstanden.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten der TUI AG betrugen 2.742,8 Mio. € und nahmen um 88,5 Mio. € oder 3,1% ab.
Im Berichtsjahr hat die TUI AG den noch ausstehenden Teilbetrag der im September 2012 fälligen Wandelanleihe der TUI AG in Höhe von 193,0 Mio. € sowie einen Teilbetrag in Höhe von 18,2 Mio. € der im Dezember 2012 fälligen Schuldverschreibungen der TUI AG vorzeitig zurückerworben.
Gegenläufig erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen durch bei der TUI AG angelegte Liquiditätszuflüsse der TUI-Hapag Beteiligungs GmbH aus der Veräußerung eines Anteils von 17,4% an Hapag-Lloyd.
Die Nettoverschuldung der TUI AG nahm um 61,3% ab und belief sich am Bilanzstichtag auf 464,3 Mio. €.
Kapitalbevorratungsbeschlüsse
Angaben zu neuen und bestehenden Kapitalbevorratungsbeschlüssen der Hauptversammlungen sind im folgenden Kapitel „Übernahmerechtliche Angaben” zu finden.
ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN
nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital der TUI AG besteht aus nennwertlosen Stückaktien, die jeweils in gleichem Umfang am Grundkapital beteiligt sind. Der auf die einzelne Aktie rechnerisch entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt rund 2,56 €.
Das in den Handelsregistern der Amtsgerichte Berlin-Charlottenburg und Hannover eingetragene gezeichnete Kapital der TUI AG setzte sich zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12 aus 252.273.710 Aktien zusammen (Vorjahr 251.696.745 Aktien) und betrug insgesamt 644.927.499 €. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der TUI AG nicht bekannt.
Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten
Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte erreichen oder überschreiten, sind dem Vorstand der TUI AG gemeldet worden:
Alexey Mordashov, Russland, hat am 5. März 2012 mit den ihm zuzurechnenden Stimmrechten an der TUI AG die 25%-Schwelle überschritten; zu diesem Datum waren ihm Stimmrechte in Höhe von 25,29% über die Sungrebe Investments Ltd., Tortola, British Virgin Islands, die Artcone Ltd., Limassol, Zypern, sowie die S-Group Travel Holding GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, zuzurechnen.
John Fredriksen, Zypern, hat am 30. Juni 2008 die 15%-Schwelle mit den ihm zuzurechnenden Stimmrechten an der TUI AG überschritten; ihm waren zu diesem Zeitpunkt 15,01% der Stimmrechte über die Monteray Enterprises Ltd., Limassol, Zypern, sowie über die Geveran Holdings S. A., Monrovia, Liberia, zuzurechnen.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12 befanden sich rund 55% der TUI Aktien im Streubesitz.
Etwa 15% aller TUI Aktien entfielen auf Privataktionäre, rund 40% auf institutionelle Investoren sowie Finanzinstitute und etwa 45% lagen in den Händen von strategischen Investoren. Nach Auswertung des Aktienregisters liegen die Aktien überwiegend bei Investoren aus Deutschland und dem übrigen EU-Raum.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben
Soweit die TUI AG im Rahmen ihres Mitarbeiteraktienprogramms Aktien an die Mitarbeiter ausgibt, werden die Aktien den Mitarbeitern mit einer Sperrfrist unmittelbar übertragen. Die begünstigten Mitarbeiter können die ihnen aus den Mitarbeiteraktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Bestimmungen der Satzung ausüben.
Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und Änderung der Satzung
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach §§ 84 f. AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Satzungsänderungen erfolgen nach den Regelungen der §§ 179 ff. AktG in Verbindung mit § 24 der Satzung der TUI AG.
Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe oder zum Aktienrückkauf
Die Hauptversammlung vom 15. Februar 2012 hat ein bedingtes Kapital in Höhe von 120 Mio. € beschlossen, das bis zum 14. Februar 2017 die Ausgabe von Teilschuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen bis zu einem Nominalbetrag von 1,0 Mrd. € ermöglicht. Diese Ermächtigung wurde bisher nicht genutzt.
Die Hauptversammlung vom 9. Februar 2011 hat den Vorstand der TUI AG ermächtigt, eigene Aktien in einem Volumen von bis zu 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung war bis zum 8. August 2012 befristet. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde nicht genutzt.
Weiterhin wurde in der Hauptversammlung 2011 ein Beschluss zur Schaffung eines genehmigten Kapitals zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen in Höhe von 246 Mio. € bis zum 8. Februar 2016 gefasst.
Bereits durch die Hauptversammlung am 13. Mai 2009 wurde ein bedingtes Kapital in Höhe von 100 Mio. € beschlossen. Danach können bis zum 12. Mai 2014 Teilschuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen bis zu einem Nominalbetrag von 1,0 Mrd. € ausgegeben werden. Mit Begebung einer Wandelschuldverschreibung über rund 218 Mio. € im November 2009 hat die TUI AG diese Ermächtigung teilweise ausgenutzt.
Die Hauptversammlung vom 7. Mai 2008 hat auch ein bedingtes Kapital in Höhe von 100 Mio. € beschlossen, das bis zum 6. Mai 2013 die Ausgabe von Teilschuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen bis zu einem Nominalbetrag von 1,0 Mrd. € ermöglicht. Diese Ermächtigung wurde mit Begebung einer Wandelschuldverschreibung durch die TUI AG über rund 339 Mio. € im März 2011 ebenfalls teilweise ausgenutzt.
Die Begebung von Schuldverschreibungen und Genussrechten aus den beiden vorgenannten Ermächtigungen ist insgesamt auf einen Nominalbetrag von 1,0 Mrd. € beschränkt.
2008 wurden weiterhin zwei Ermächtigungen zur Erhöhung des Grundkapitals über insgesamt 74 Mio. € bis zum 6. Mai 2013 beschlossen. Hierin enthalten ist ein genehmigtes Kapital zur Ausgabe neuer Aktien mit der Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses in Höhe von 64 Mio. € sowie ein genehmigtes Kapital zur Ausgabe von Belegschaftsaktien in Höhe von 10 Mio. €, das aktuell mit rund 1,4 Mio. € ausgenutzt ist.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen
Die bestehenden börsennotierten Anleihen, die 2010 begebene Privatplatzierung und die auf Aktien der TUI Travel PLC bezogene Finanzierung der TUI AG aus dem Jahr 2008 enthalten Klauseln für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control). Ein Kontrollwechsel liegt insbesondere dann vor, wenn ein Dritter direkt oder indirekt die Kontrolle über je nach Vertrag mindestens 30% oder die Mehrheit der stimmberechtigten Aktien der TUI AG erwirbt.
Im Falle des Kontrollwechsels muss dem Gläubiger der festverzinslichen Anleihe der Rückkauf angeboten werden. Für die Hybridanleihe ist als Folgewirkung ein Zinsaufschlag vereinbart, sofern eine Verschlechterung des Ratings eintritt. Im Falle der Wandelanleihen ist ein Kündigungsrecht oder die Minderung des Wandlungspreises vorgesehen.
Für die Privatplatzierungen ist im Falle des Kontrollwechsels ein Kündigungsrecht seitens der Kreditgeber vorgesehen.
Die auf Aktien der TUI Travel PLC bezogene Finanzierung aus dem Jahr 2008 sieht vor, dass im Falle eines Kontrollwechsels die Anleihegläubiger entweder die Rückzahlung zum Nennwert zuzüglich aufgelaufener Zinsen oder den Umtausch der Anleihen zum Marktwert verlangen können.
Das Gesamtvolumen der noch ausstehenden Verpflichtungen unter Finanzierungsinstrumenten mit entsprechenden Klauseln für den Fall des Kontrollwechsels beträgt derzeit rund 1,4 Mrd. €. Darüber hinaus bestehen keine Vereinbarungen in Garantien, Leasing-, Options- und anderen Finanzierungsverträgen, die umfangreiche vorzeitige Rückzahlungsverpflichtungen auslösen könnten, die für die Liquidität des Konzerns von erheblicher Bedeutung wären.
Neben den vorgenannten Finanzierungsinstrumenten beinhaltet eine Rahmenvereinbarung zwischen der Familie Riu und der TUI AG eine Klausel für den Fall eines Kontrollwechsels bei der TUI AG. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn eine definierte Hauptversammlungspräsenzmehrheit einer Aktionärsgruppe besteht bzw. wenn ein Drittel der Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat einer Aktionärsgruppe zuzurechnen ist. Im Falle des Kontrollwechsels hat die Familie Riu das Recht, von TUI mindestens 20% und maximal sämtliche von TUI gehaltenen Anteile an der RIUSA II S.A. zu erwerben.
Eine entsprechende Vereinbarung hinsichtlich eines Kontrollwechsels bei der TUI AG besteht mit der El Chiaty Group. Ein Kontrollwechsel liegt auch hier vor, wenn eine definierte Hauptversammlungspräsenzmehrheit einer Aktionärsgruppe besteht bzw. wenn ein Drittel der Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat einer Aktionärsgruppe zuzurechnen ist. Die El Chiaty Group hat in diesem Fall das Recht, von TUI jeweils mindestens 15% und maximal alle von TUI gehaltenen Anteile an den gemeinsamen Hotelgesellschaften in Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu erwerben.
In der Lizenzvereinbarung, die im Rahmen der Zusammenfassung des touristischen Geschäfts unter der TUI Travel PLC getroffen wurde, hat die TUI Travel PLC als Lizenznehmer im Falle eines Kontrollwechsels bei der TUI AG das Recht, das gesamte touristische Markenportfolio der TUI AG zu erwerben. Für das Joint Venture TUI Cruises zwischen Royal Caribbean Cruises Ltd. und der TUI AG wurde ebenfalls eine Vereinbarung für den Fall eines Kontrollwechsels bei der TUI AG getroffen. Sie beinhaltet für den Partner das Recht, eine Auflösung des Joint Venture zu verlangen und für den Erwerb des Anteils der TUI AG einen gegenüber dem Verkaufspreis für den eigenen Anteil reduzierten Kaufpreis zu dotieren.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots
Für den Fall des durch eine Änderung der Mehrheitsverhältnisse bedingten Verlusts des Vorstandsamts oder der Wahrnehmung des für diesen Fall eingeräumten Rechts zur Niederlegung des Amts und Kündigung des Vorstandsdienstvertrags haben die Vorstandsmitglieder einen Anspruch auf Abgeltung der finanziellen Ansprüche für die Restlaufzeit des Vorstandsdienstvertrags.
Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthalten die Vorstandsdienstverträge keine ausdrückliche Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben. Bei der Änderung der Vorstandsdienstverträge für Herrn Baier und Herrn Dr. Engelen zum 1. Januar 2010 wurde vereinbart, dass die Zahlung von Abfindungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht übersteigen soll; bei Change of Control-Situationen wurde die Abfindung auf 150% der ansonsten geltenden Abfindungsobergrenze limitiert.
RISIKOBERICHT
Der TUI Konzern ist mit seinen Beteiligungen in der Touristik tätig. Daneben hält die TUI AG eine Finanzbeteiligung von rund 22% an der in der Containerschifffahrt tätigen Hapag-Lloyd Holding AG.
Je nach Art des Geschäfts bergen die touristischen Aktivitäten sowie das finanzielle Engagement in der Containerschifffahrt inhärente Risiken, die unterschiedlich ausgeprägt sind. Dabei können Risiken sowohl aus eigenem unternehmerischen Handeln resultieren als auch durch externe Faktoren bedingt sein. Zur Erkennung und aktiven Steuerung der Risiken sind konzernweit Risikomanagementsysteme eingerichtet.
Risikopolitik
Gemessen am Umsatz ist die TUI AG, vor allem durch die Beteiligung an TUI Travel, in der Touristik Marktführer in Europa. Um die vorhandenen Marktchancen nutzen und die hierin liegenden Erfolgspotenziale ausschöpfen zu können, müssen in angemessenem Umfang auch Risiken getragen werden. Die Risikopolitik der TUI AG orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens stetig und nachhaltig zu steigern, die mittelfristigen finanziellen Ziele zu erreichen- und den Fortbestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Damit bildet sie einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmenspolitik.
Risikomanagement

Zweck und Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken jeglicher Art frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und sie so weit zu begrenzen, dass der wirtschaftliche Nutzen überwiegt. Das Risikomanagement im TUI Konzern umfasst klar definierte Systeme und Methoden, die in die Aufbau- und Ablauforganisation eingebunden sind. Die methodischen Grundlagen und das zeitliche Ausmaß der Kontrollen sind auf die Art der Risiken zugeschnitten. Die konzernweit gültigen Richtlinien und festgelegten Kontrollen werden ständig überprüft, weiterentwickelt und an die sich wandelnden geschäftlichen Umfeldbedingungen angepasst.
Das zentrale Risikomanagementsystem umfasst das eigenständig organisierte Berichtssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken (KonTraG), das durch den KonTraG-Arbeitskreis als zuständiges Gremium initiiert, koordiniert und überwacht wird. Aufgabe der Risikofrüherkennung ist es, durch regelmäßige und fallweise Berichterstattung Risikopotenziale in den Gesellschaften zu erkennen, einheitlich zu bewerten und in einer Gesamtbetrachtung für den Konzern zusammenzufassen. Die im Rahmen der Risikosteuerung zu treffenden Maßnahmen werden in den operativen Einheiten vollzogen und durch operative Systeme unterstützend abgebildet. Gleichwohl erfolgt eine Rückkopplung zwischen der Risikofrüherkennung und dem operativen Risikomanagement. Weiterhin ergeben sich Wechselwirkungen mit dem Planungs- und Controlling-Prozess.
Der Aufsichtsrat, hier insbesondere der Prüfungsausschuss der TUI AG, überwacht gemäß aktienrechtlichen Bestimmungen die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Der Aufsichtsrat wird durch regelmäßige Berichterstattung zu den Quartalen und, soweit erforderlich, durch Ad-hoc-Berichte des Vorstands eingebunden.
Das Risikomanagement wird durch die konzernweiten Revisionsabteilungen unterstützt. Den Schwerpunkt bilden sowohl regelmäßige als auch fallweise Prüfungen der KonTraG-Risiko- berichterstattung. Im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses zum 30. September 2012 ist das System zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken durch den Abschlussprüfer überprüft und als uneingeschränkt funktionsfähig testiert worden.
Risikotransfer
Als Teil des Risikomanagements werden Risiken abgesichert. Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken aus den täglichen Geschäften wurden, soweit wirtschaftlich vertretbar, Versicherungen abgeschlossen. Im Konzern bestehen unter anderem branchenübliche Haftpflicht- und Sachversicherungen sowie Versicherungen für die Luft- und Seefahrt. Diese werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Umfeld- und Branchenrisiken
Das Kerngeschäftsfeld Touristik des TUI Konzerns ist einer Reihe von gesamtwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Da Reiseausgaben disponibel und preissensitiv sind, hängt die Nachfrage nach touristischen Produkten insbesondere von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in den bedeutenden Quellmärkten ab. Schlechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen, wie hohe Arbeitslosenzahlen in relevanten Quellmärkten, ein unerwarteter Anstieg der Zinsen, der direkten oder indirekten Steuern oder der Lebenshaltungskosten, können demzufolge zu einer Verringerung der verfügbaren Einkommen und somit zu maßgeblichen Rückgängen in der Nachfrage nach Reisen und sonstigen touristischen Produkten führen. Hierbei spielen nicht nur die real erlebte, sondern auch bereits die Erwartung einer bestimmten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und deren Auswirkungen auf die individuelle Lebenssituation eine Rolle. Insbesondere sich ändernde wirtschaftliche Zyklen können Auswirkungen auf die Nachfrage nach touristischen Produkten haben. Diese gesamtwirtschaftlichen Zyklen können durch globale politische Ereignisse, wie terroristische Anschläge, Kriege, soziale Unruhen und politische Instabilitäten, noch verstärkt werden.
Darüber hinaus ergeben sich spezifische Risiken für die Geschäftsentwicklung durch steigende Rohstoffpreise, insbesondere von Ölprodukten, die direkt durch einen Anstieg des Ölpreises oder aber indirekt durch die Wechselkursentwicklung zwischen US-Dollar und Euro oder Britischem Pfund hervorgerufen werden können. Diese Risiken können unter anderem in für die Aktivitäten des TUI Konzerns bedeutenden Ländern zu einem schwächeren wirtschaftlichen Wachstum führen und somit indirekt einen dämpfenden Effekt auf die Nachfrage nach touristischen Leistungen mit entsprechend nachteiligen Effekten auf die Ergebnis- und Finanzlage des Konzerns haben. Des Weiteren führt der steigende Ölpreis direkt zu einem Anstieg eines wesentlichen Kostenfaktors von Urlaubsreisen. Werden die gestiegenen Kosten auf die Preise umgelegt, so kann sich dies nachteilig auf die Nachfrage nach diesen Produkten auswirken. Werden hingegen die mit dem steigenden Ölpreis verbundenen Kosten nicht oder nur teilweise im Rahmen von Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben, so kann dies ebenso zu negativen Auswirkungen auf die Ergebnissituation des Konzerns führen.
Auch die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten und die Diskussionen um die hohe Verschuldung einzelner Staaten kann einen wesentlichen Einfluss auf die Nachfrage nach Reisen haben. Zum einen kann die Änderung der Währungsparitäten zu einer wechselkursbedingten Veränderung der Kosten in der Touristik führen. Zum anderen können sich die Bemühungen einzelner Staaten zur Konsolidierung ihrer Haushalte auf das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in diesen Ländern auswirken. Die eingeleiteten Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen zur Reduzierung der Staatsschulden und der Zinsen auf die Staatsschulden können sich mittelbar negativ auf die für den Konsum einer Volkswirtschaft zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel auswirken. Hierdurch könnte auch die Nachfrage nach Reisen beeinträchtigt werden. Die Entwicklung der Euro- und Schuldenkrise in einigen Ländern Europas und die damit einhergehende Unsicherheit der Verbraucher kann zudem zu einer allgemeinen Konsumzurückhaltung auch in nicht unmittelbar von der Schuldenkrise betroffenen Ländern führen und sich somit negativ auf die Nachfrage nach Urlaubsreisen auswirken.
Mit dem möglichen Austritt eines Lands aus der Gemeinschaftswährung sind weitere Risiken verbunden. Abhängig von der jeweiligen wirtschaftlichen Situation eines Lands kann dessen Austritt aus dem Euro zu einer relativen Auf- oder Abwertung der neuen Währung zum Euro führen. Durch eine Abwertung könnten sich Risiken durch einen Wertverlust von in diesem Land gehaltenen Vermögensgegenständen ergeben. Eine Aufwertung könnte zu einer Verschlechterung der relativen Wettbewerbsfähigkeit eines Lands führen, die sich aus der Verteuerung des Exports von in diesem Land produzierten Produkten und Dienstleistungen ergibt. Durch den Austritt eines Lands könnte es ferner zur Inanspruchnahme von Bürgschaften aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) sowie zur Notwendigkeit von Abschreibungen auf Forderungen gegenüber dem Land (z.B. auf Staatsanleihen) oder dessen nationaler Zentralbank (z.B. Target-Kredite) kommen. Dies könnte sich negativ auf die Wirtschaftsentwicklung der zur Haftung herangezogenen Länder auswirken.
Ebenso können marktspezifische Ereignisse, wie Veränderungen im Konsumentenverhalten und Einschränkungen bei den Verbrauchsausgaben, die Geschäftstätigkeit beeinflussen.
Die Einschätzung der mittelfristigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist im Einzelnen im Prognosebericht dargestellt.
Risiken aus Akquisitionen und Desinvestitionen
Aus in der Vergangenheit getätigten Akquisitionen sind im TUI Konzern Geschäfts- oder Firmenwerte entstanden. Eine negative wirtschaftliche Entwicklung, die zu einer Verschlechterung der zu erwartenden zukünftigen Cash Flows führt, könnte Wertminderungen (insbesondere durch Abschreibungen von Geschäfts- oder Firmenwerten) auslösen, die das Konzernergebnis belasten würden.
TUI beabsichtigt weiterhin eine vollständige Verwertung des in der Containerschifffahrt gebundenen Vermögens. Es ergeben sich momentan für TUI keine Hinweise, dass die Finanzbeteiligung an Hapag-Lloyd mit ihrem bilanzierten Wert nicht werthaltig sein könnte.
Risiken aus der Informationstechnologie
TUI ist in einem Reisemarkt tätig, in dem die Abhängigkeit von technologischer Unterstützung zur Erstellung von Produkten und zur Erbringung von Dienstleistungen ständig wächst. Deshalb hat die Informationstechnologie (IT) im TUI Konzern eine hohe Bedeutung. Die kürzlich vereinbarte IT-Strategie ist ausgerichtet auf die Konsolidierung von Technologieplattformen, um die Effizienz der Geschäftstätigkeit zu erhöhen, und auf die Nutzung führender Technologien, um die Online- und digitale Entwicklung des TUI Konzerns voranzutreiben.
TUI hat beschlossen, für Teile seiner wesentlichen Geschäftsfelder eine gemeinsame Enterprise Resource Planning-Plattform (ERP-Plattform) zu nutzen. Die Migration auf die neue Plattform wird in den nächsten zwei Geschäftsjahren umgesetzt. Diese Strategie stellt einen verbesserten kontrollbasierten Ansatz bei der Transaktionsverarbeitung sicher und erhöht die Konsistenz der Berichterstattung und Finanzkontrolle (COSO).
Geschäftliche Risiken in der Touristik
Das Buchungsverhalten der Kunden in der Touristik wird wesentlich durch wirtschaftliche Rahmenbedingungen und externe Faktoren beeinflusst. Politische Ereignisse, Naturkatastrophen, Epidemien oder terroristische Anschläge wirken auf Urlaubsentscheidungen und damit auf den Geschäftsverlauf in einzelnen Märkten. Dieses kann sich negativ auf die Nachfrage in einzelnen Quellmärkten oder aber auf die Nachfrage nach bestimmten Zielgebieten auswirken. Zudem können ungeplante Kosten für die Rückführung von Gästen aus von externen Ereignissen betroffenen Destinationen anfallen.
Nachdem die Entwicklung der Nachfrage nach Reisen in die Länder Tunesien und Ägypten im Geschäftsjahr 2010/11 stark durch die dortigen politischen Unruhen geprägt war, hat sich die Nachfrage nach diesen Destinationen im Berichtszeitraum wieder erholt. Im Geschäftsjahr 2011/12 hingegen wirkte sich die Berichterstattung über die Finanz- und Wirtschaftskrise in Griechenland auf die touristische Nachfrage nach Reisen in dieses Zielgebiet aus.
Mit zunehmender Wettbewerbsintensität und dem Auftritt weiterer Marktteilnehmer mit neuen Geschäftsmodellen nehmen die Marktrisiken zu. Faktoren, die den stationären Vertrieb von Reisen negativ beeinflussen können, sind der Verkauf von Reiseleistungen über das Internet und Niedrigpreis-Fluggesellschaften.
Ein wesentliches geschäftliches Risiko in der Touristik liegt in der Saisonplanung der Flug- und Hotelkapazitäten. Hierzu ist neben der Nachfrageprognose durch die Veranstalter das Erkennen von Trends sowohl in der Urlaubsgestaltung als auch bezüglich der präferierten Urlaubsgebiete notwendig. Die Geschäftslogik der touristischen Bereiche von TUI Travel sowie von TUI Hotels & Resorts bietet gute Voraussetzungen, um Auslastungsrisiken zu begegnen und Entwicklungen in einzelnen Märkten oder Produktgruppen auszugleichen:
| • | Flugkontingente werden nur teilweise fest kontrahiert. Die Flugkapazität der konzerneigenen Fluggesellschaften orientiert sich weitgehend am Bedarf der jeweiligen eigenen Veranstalter. |
| • | Über zeitlich gestaffelte Leasingvereinbarungen kann die Flottengröße der eigenen Fluglinien kurz- bis mittelfristig an Nachfrageänderungen angepasst werden. |
| • | Die Kapazitäten der eigenen Hotels sind deutlich niedriger als die Gästezahlen der Veranstalter. So ist es möglich, über den Einkauf von Hotelbetten von Dritten und entsprechende vertragliche Vereinbarungen das Angebot flexibel zu halten. |
| • | Ein Teil der angebotenen Reisen wird just in time bei gleichzeitiger Preisfestsetzung produziert. Somit verringert sich das Risiko einer ungünstigen Preisgestaltung. |
| • | Durch die Präsenz in allen wesentlichen europäischen Ländern können Auswirkungen von regionalen Nachfrageschwankungen auf die Kapazitätsauslastung in den Urlaubsgebieten begrenzt werden. |
| • | Durch die Präsenz in allen wichtigen Urlaubsregionen kann Nachfrageschwankungen zwischen den Zielgebieten begegnet werden. Eine sinkende Nachfrage nach Reisen in ein bestimmtes Zielgebiet kann durch ein ausgeweitetes Angebot in anderen Zielgebieten ausgeglichen werden. |
| • | Die Erhöhung des Anteils exklusiver und differenzierter Produkte kann sich positiv auf die Auslastungen der Hotels, die Kundenzufriedenheit sowie die Buchungsverläufe auswirken. |
| • | Die Erhöhung des kontrollierten Vertriebs der eigenen Produkte kann die Steuerungsfähigkeit verbessern. |
| • | Weitere Chancen bieten der Multikanalvertrieb sowie die direkte und modulare Vermarktung der Kapazitäten über das Internet. |
Risiken aus dem finanziellen Engagement in der Containerschifffahrt
Das finanzielle Engagement der TUI in der Containerschifffahrt umfasste zum Bilanzstichtag die Finanzbeteiligung in Höhe von rund 22% an der Hapag-Lloyd Holding AG.
Eine nachhaltige operative Verschlechterung des Geschäftsverlaufs in der Containerschifffahrt könnte zu einer Verminderung des Buchwerts der Finanzbeteiligung führen. Die TUI geht in ihrer mittelfristigen Planung weiterhin von einer insgesamt positiven Geschäftsentwicklung der Hapag-Lloyd aus, so dass sich momentan keine Hinweise ergeben, dass die Finanzbeteiligung mit dem bilanzierten Wert nicht werthaltig sein könnte.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Durch seine Geschäftstätigkeit ist der TUI Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen das Marktrisiko (bestehend aus Währungsrisiko, Zinsrisiko und Marktpreisrisiko), das Ausfallrisiko und das Liquiditätsrisiko. Diese Risiken sind folgendermaßen zu charakterisieren:
Aus Marktrisiken resultieren Ergebnis-, Eigenkapital- und Zahlungsstromschwankungen. Das Währungsrisiko ergibt sich aus den operativen Geschäften der Unternehmen des TUI Konzerns, wenn Ein- und Auszahlungen in Fremdwährungen nicht immer Zahlungen in derselben Währung mit gleichem Betrag und der gleichen Fristigkeit gegenüberstehen. Ein Marktwert-Zinsrisiko, d.h. die mögliche Veränderung des beizulegenden Zeitwerts eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze, besteht vor allem bei festverzinslichen mittel- und langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten. Das Ausfallrisiko bei den nicht derivativen Finanzinstrumenten ergibt sich aus dem Risiko, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Liquiditätsrisiken resultieren aus möglichen finanziellen Engpässen und den dadurch verursachten erhöhten Refinanzierungskosten.
Im TUI Konzern ist ein zentrales Finanzierungsmanagement eingerichtet, das alle wesentlichen Transaktionen mit den Finanzmärkten wahrnimmt.
Im Zuge der Zusammenführung der touristischen Aktivitäten der TUI mit First Choice zur TUI Travel PLC in 2007 wurde eine Aufgabenteilung für das bis dahin allein bei der TUI AG geführte zentrale Cash-Management, die zentrale Unternehmensfinanzierung sowie das zentrale finanzwirtschaftliche Risikomanagement umgesetzt. TUI Travel PLC nimmt diese Funktionen innerhalb des Konzerns für die TUI Travel-Gruppe wahr, während für die anderen geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns diese Funktion weiterhin bei der TUI AG liegt.
Die einzelnen Finanzierungskreise, Regeln, Kompetenzen und Abläufe sowie die Limits für Transaktionen und Risikopositionen sind in Richtlinien festgelegt. Die Aufgaben von Handel, Abwicklung und Controlling sind funktional und organisatorisch getrennt. Die Einhaltung der Richtlinien und Geschäftslimits wird laufend überwacht. Grundlage aller Sicherungsgeschäfte des Konzerns sind grundsätzlich entsprechend bilanzierte oder zukünftige Grundgeschäfte. Für die Erfassung, Bewertung und Berichterstattung der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte wird anerkannte Standardsoftware eingesetzt.
Finanzinstrumente
Im Wesentlichen entstehen im TUI Konzern finanzwirtschaftliche Risiken durch Zahlungsströme in Fremdwährungen, den Bedarf an Treibstoffen (Flugbenzin und Bunker) und die Finanzierung über den Geld- und Kapitalmarkt. Zur Begrenzung der Risiken aus Änderungen von Wechselkursen, Marktpreisen und Zinsen für die Grundgeschäfte setzt TUI derivative Finanzinstrumente ein, die nicht an Börsen gehandelt werden. Dabei handelt es sich überwiegend um Festpreisgeschäfte (zum Beispiel Termingeschäfte und Swaps). Daneben werden auch Optionsgeschäfte in geringerem Umfang erworben. Der Abschluss dieser Geschäfte erfolgt zu Marktbedingungen mit Adressen aus dem Finanzsektor, deren Kontrahentenrisiko regelmäßig überwacht wird. Umrechnungsrisiken aus der Konsolidierung der nicht in Euro bilanzierenden Konzerngesellschaften (Translationsrisiken) werden nicht abgesichert.
Detaillierte Angaben zu Sicherungsstrategien und Risikomanagement sowie zu Finanzgeschäften und zu ihrem Umfang am Bilanzstichtag enthält der Abschnitt „Finanzinstrumente” im Anhang zum Konzernabschluss.
Liquiditätssicherung
Der TUI Konzern entwickelt im Rahmen der jährlichen Konzernplanung einen mehrjährigen Finanzplan. Daneben wird jeweils monatlich eine rollierende Liquiditätsplanung mit einem Planungszeitraum von einem Jahr erstellt. In die Liquiditätsplanung sind alle Finanzierungskreise des Konzerns einbezogen.
Zur Finanzierung des Konzerns werden der Bestand an flüssigen Mitteln, Geld- und Kapitalmarktinstrumente sowie bilaterale Bankkredite und syndizierte Kreditfazilitäten eingesetzt. Neben der TUI AG verfügt insbesondere die TUI Travel PLC über einen separaten Banken- und Kapitalmarktzugang und kann die Liquiditätsversorgung der ihr zugeordneten touristischen Gesellschaften eigenständig sicherstellen.
Zur langfristigen Finanzierung hat der TUI Konzern am Kapitalmarkt sechs Anleihen begeben, hierunter befindet sich eine als Eigenkapital ausgewiesene Hybridanleihe. Die noch ausstehenden Verpflichtungen aus diesen Anleihen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf nominal 2,0 Mrd. €.
Die Anleihen weisen unterschiedliche Ausstattungen und Laufzeiten auf. Durch die Optimierung der Laufzeiten und Volumina wurden zukünftige Risiken bei der Rückzahlung bzw. Refinanzierung begrenzt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die TUI AG unter anderem Mittelzuflüsse aus der Reduzierung des Engagements in der Containerschifffahrt in Höhe von 0,7 Mrd. € vereinnahmt. Diese Mittel wurden zum Teil zur Reduzierung der Finanzschulden eingesetzt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die TUI AG in 2012 und 2013 fällige Finanzschulden über insgesamt 0,4 Mrd. € zur strukturellen Optimierung der Finanzschulden vorzeitig zurückerworben.
Die syndizierte Bankfazilität der TUI Travel PLC über 1,2 Mrd. Britischen Pfund mit einer Laufzeit bis Juni 2015 war zum Bilanzstichtag mit 0,2 Mrd. Britischen Pfund in Anspruch genommen.
Weitere Informationen, insbesondere zu den Restlaufzeiten, enthält die Position „Finanzschulden” im Anhang zum Konzernabschluss.
Die bestehenden Finanzierungsinstrumente der TUI AG und der TUI Travel sichern die mittelfristige Liquiditätsreserve der jeweiligen Finanzierungskreise. Zur weiteren Finanzierung dienen die laufenden Zahlungsflüsse. Ebenso werden die Möglichkeiten zusätzlicher Kapitalmarktinanspruchnahmen sowie der Verwertung des noch in der Containerschifffahrt gebundenen Vermögens geprüft.
Wesentliche vertragliche Regelungen der Finanzierungsinstrumente
Die über den Kapitalmarkt aufgenommenen Finanzschulden der TUI AG, die Finanzierungsmaßnahme im Zusammenhang mit der Umtauschanleihe auf Aktien der TUI Travel PLC, die durch eine von der TUI unabhängige Gesellschaft begeben wurde, sowie die syndizierten und bilateralen Kreditfazilitäten der TUI Travel PLC enthalten eine Reihe von Verpflichtungen:
So besteht beispielsweise für die TUI Travel aus der syndizierten Kreditfazilität die Verpflichtung zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen, so genannter Financial Covenants, die (a) die Einhaltung einer EBITDAR-zu-Nettozinsaufwand-Relation, die die relative Belastung des Konzerns aus dem Zinsergebnis sowie aus den Miet- und Pachtaufwendungen bemisst, und (b) die Einhaltung einer Nettoschulden-zu-EBITDA-Relation, die die relative Belastung des TUI Travel-Teilkonzerns mit Finanzverbindlichkeiten ermittelt, erfordern. Daneben wird unter anderem die Möglichkeit der TUI Travel PLC beschränkt, Vermögensgegenstände zu belasten oder zu veräußern, andere Unternehmen oder Beteiligungen zu erwerben oder Verschmelzungen durchzuführen.
Die Kapitalmarktinstrumente, die Finanzierungsmaßnahme im Zusammenhang mit der Umtauschanleihe auf Aktien der TUI Travel PLC sowie die bilateralen und syndizierten Kreditfazilitäten enthalten darüber hinaus weitere Vertragsklauseln, die für Finanzierungsinstrumente dieser Art typisch sind. Die Nichteinhaltung dieser Verpflichtungen führt dazu, dass die entsprechenden Finanzierungen oder Fazilitäten durch die Kreditgeber gekündigt und die jeweiligen Valutierungen sofort fällig gestellt werden können.
Die Geschäftsvorfälle der TUI AG und der TUI Travel PLC sowie die erwartete Geschäftsentwicklung werden fortlaufend auf Einklang mit den vertraglichen Regelungen überprüft.
Weitere Angaben zur Finanzierung sowie zu den Finanzschulden enthalten der Abschnitt „Finanzlage” des Konzerns sowie die Erläuterungen der Verbindlichkeiten im Anhang zum Konzernabschluss.
Risiken aus Pensionszusagen
Für die Finanzierung von Pensionszusagen, insbesondere in Großbritannien, bestehen Pensionsfonds, die von unabhängigen Fondsmanagern betreut werden. Diese legen das Fondsvermögen auch in Wertpapieren an. So kann die Entwicklung der Finanzmärkte die Wertentwicklung dieser Fonds ungünstig beeinflussen und zu Belastungen führen.
Für ganz oder teilweise fondsgedeckte Versorgungszusagen bestand ein Anwartschaftsbarwert in Höhe von 2,3 Mrd. €, dem ein Marktwert des Vermögens externer Fonds in Höhe von 1,7 Mrd. € gegenüberstand. Aus der Unterdeckung in Höhe von 0,6 Mrd. € sowie aus dem Anwartschaftsbarwert für die nicht fondsgedeckten Versorgungszusagen von 0,6 Mrd. € ergab sich ein Nettoanwartschaftsbarwert in Höhe von 1,2 Mrd. €, der in voller Höhe durch Pensionsrückstellungen abgedeckt ist. Detaillierte Angaben zur Entwicklung der Pensionsverpflichtungen enthält die Position „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen” im Anhang zum Konzernabschluss.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden im TUI Konzern zum Bilanzstichtag in Höhe von 2,2 Mrd. € (nach 2,4 Mrd. € am 30. September 2011). Sie betrafen im Wesentlichen Bestellobligos für Investitionen. Rund 1,1 Mrd. € hatten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Finanzielle Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von 3,1 Mrd. € (Vorjahr 3,3 Mrd. €). Mit 1,4 Mrd. € hatten Flugzeuge den größten Anteil an den finanziellen Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen. Rund 0,7 Mrd. € entfallen auf Hotels, 0,4 Mrd. € auf Reisebüros, 0,3 Mrd. € auf Verwaltungsgebäude, 0,2 Mrd. € auf Yachten und Motorboote sowie 0,1 Mrd. € auf sonstige Verpflichtungen. Rund 0,8 Mrd. € hatten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Detaillierte Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthält der entsprechende Abschnitt im Anhang zum Konzernabschluss.
Umweltrisiken
Sowohl derzeitige Gesellschaften des TUI Konzerns als auch bereits veräußerte Unternehmen sind bzw. waren mit der Verwendung, Verarbeitung, Gewinnung, Lagerung oder dem Transport von Stoffen befasst, die als umwelt- oder gesundheitsschädlich eingestuft werden. TUI tritt Umweltrisiken aus dem laufenden Geschäftsbetrieb mit vorbeugenden Maßnahmen entgegen und hat sich gegen bestimmte Umweltrisiken versichert. Sofern umweltrechtliche Risiken aus bereits veräußerten Unternehmen nicht auf die Erwerber übergegangen sind, wurden für eventuelle Ansprüche im erforderlichen Rahmen Rückstellungen gebildet.
Personalrisiken
Der Verlust von Fach- und Führungskräften oder Engpässe bei der Rekrutierung von Mitarbeitern stellen auch für die TUI potenzielle Risiken dar. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, liegt ein wesentlicher Schwerpunkt im Human Resources-Management auf der nachhaltigen Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, dem integrierten Gesundheits- und Diversity-Management und dem kontinuierlichen Streben nach einem motivierenden und familienfreundlichen Arbeitsumfeld. Durch diese Maßnahmen sowie durch die laufenden strategischen Personalprojekte, wie zum Beispiel Mixed Leadership sowie Employer Branding, sollen die TUI Mitarbeiter qualifiziert, motiviert und langfristig an das Unternehmen gebunden werden.
Sonstige Risiken
Haftungsverhältnisse und Rechtsstreitigkeiten
Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten. Sie wurden am Bilanzstichtag mit 480,8 Mio. € (nach 498,4 Mio. € im Vorjahr) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um gewährte Avale zur Absicherung von Bankschulden der Hapag-Lloyd AG.
Im Zusammenhang mit der im Jahr 1999 erfolgten Einbringung verschiedener Beteiligungen in die später insolvent gewordene Babcock Borsig AG wurde die TUI AG 2004 vom Insolvenzverwalter der Babcock Borsig AG wegen angeblicher Differenzhaftung in Anspruch genommen. Nachdem die Klage vom LG Frankfurt am Main und vom OLG Frankfurt abgewiesen worden war, hat der BGH auf die Revision des Klägers das Urteil des OLG Frankfurt aufgehoben und den Rechtsstreit zur weiteren Sachaufklärung an das Berufungsgericht zurückverwiesen. Die TUI AG hält die Klage unverändert für unbegründet, hat aber gleichwohl eine angemessene Rückstellung in Höhe von 50 Mio. € gebildet. Ansonsten sind weder die TUI AG noch ihre Tochtergesellschaften an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten. Dies gilt auch für die im Klagewege geltend gemachten Gewährleistungs-, Rückforderungs- oder sonstigen Ansprüche im Zusammenhang mit den in den letzten Jahren getätigten Verkäufen von Tochtergesellschaften. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus Gerichts- oder Schiedsverfahren wurden, wie in den vergangenen Jahren, bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.
Über Haftungsverhältnisse und Rechtsstreitigkeiten wird auch in den entsprechenden Abschnitten im Anhang zum Konzernabschluss berichtet.
Gesamtaussage zur Risikosituation des TUI Konzerns
Die Gesamtrisikosituation des TUI Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Weitere wesentliche als die in dem Risikobericht beschriebenen Risiken bestehen derzeit nicht.
Weder während noch zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12 sind im Rahmen der regelmäßigen Risikoberichterstattung besondere, den Fortbestand einzelner Tochterunternehmen oder des Konzerns gefährdende Risiken bekannt geworden.
Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)
1. Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im TUI Konzern
Das interne Kontrollsystem im TUI Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Das bestehende interne Kontrollsystem im TUI Konzern wird derzeit in Anlehnung an das international anerkannte Rahmenwerk des COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) als konzeptionelle Grundlage für die Einrichtung, Ausgestaltung und Weiterentwicklung eines internen Kontrollsystems ausgerichtet und implementiert.
Im TUI Konzern besteht das interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem. Der Vorstand der TUI AG hat hierfür im Rahmen seiner Organfunktion zur Führung der Geschäfte insbesondere die in der TUI AG geführten Bereiche KonzernControlling, Konzern-Accounting & Financial Reporting, Konzern-Finanzen sowie Konzern-Personal als Verantwortliche des internen Steuerungssystems im TUI Konzern benannt.
Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems im TUI Konzern. Neben manuellen Prozesskontrollen – wie beispielsweise dem 4-Augen-Prinzip – sind auch die maschinellen IT-Prozesskontrollen ein wesentlicher Teil der prozessintegrierten Maßnahmen. Weiterhin werden durch Gremien wie zum Beispiel durch den KonTraG-Arbeitskreis sowie durch spezifische Konzernfunktionen wie beispielsweise Konzern-Steuern oder Konzern-Recht prozessintegrierte Überwachungen sichergestellt.
Der Aufsichtsrat der TUI AG, hier insbesondere der Prüfungsausschuss, und die Konzern-Revision der TUI AG oder die dezentralen Revisionen in den Konzerngesellschaften sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das interne Überwachungssystem im TUI Konzern eingebunden. Auf Grundlage des § 107 Abs. 3 AktG befasst sich der Prüfungsausschuss der TUI AG vor allem mit der Abschlussprüfung, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Wirksamkeit des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems.
Der Konzernabschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane, wie zum Beispiel der steuerliche Betriebsprüfer, sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das Kontrollumfeld des TUI Konzerns einbezogen. Insbesondere die Prüfung der Konzernabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer bzw. die Prüfung der einbezogenen Formularabschlüsse der Konzerngesellschaften bilden eine wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess.
Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist mit Bezug auf die Konzernrechnungslegung auch auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet. Im TUI Konzern umfasst das Risikomanagementsystem neben dem operativen Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- oder Haftungsrisiken sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungs- und Rohstoffpreisrisiken beinhaltet, konzernweit auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Zur Sicherstellung der konzernweiten systematischen Risikofrüherkennung ist im TUI Konzern ein Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtet, um über den ursprünglich gesetzlich formulierten Umfang hinaus neben existenzgefährdenden auch sonstige Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu überwachen. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt gemäß § 317 Abs. 4 HGB die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems, das durch den TUI Konzern jeweils zeitnah an jeweilige Umfeldveränderungen angepasst wird. Weiterhin stellt die Konzern-Revision durch regelmäßige Systemprüfungen im Rahmen ihrer Überwachungstätigkeit die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Systems sicher. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem werden im Abschnitt Risikomanagement dieses Risikoberichts erteilt.
2. Einsatz von IT-Systemen
Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der TUI AG im Wesentlichen durch lokale Buchhaltungssysteme der Hersteller SAP und Oracle. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der TUI AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen zu standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann durch sämtliche Konzernunternehmen in das Berichtssystem Oracle Hyperion Financial Management 11.1.1.3 (HFM) eingestellt werden. HFM wird dabei konzernweit als einheitliches Berichts- und Konsolidierungssystem eingesetzt, so dass keine weiteren Schnittstellen zur Erstellung des Konzernabschlusses vorhanden sind.
In HFM werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses der TUI AG, wie z.B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragskonsolidierung einschließlich der Equity-Bewertung, generiert und vollständig dokumentiert. Sämtliche Bestandteile des Konzernabschlusses der TUI AG einschließlich der Anhangangaben werden aus dem Konsolidierungssystem HFM entwickelt. HFM stellt auch diverse Module für Auswertungszwecke zur Verfügung, um ergänzende Informationen zur Erläuterung des Konzernabschlusses der TUI AG aufzubereiten.
Die Ordnungsmäßigkeit des Berichts- und Konsolidierungssystems HFM und die für dieses System vergebenen Berechtigungen werden in regelmäßigen Abständen durch die Revisionen der TUI geprüft. Dabei haben sich im Berichtsjahr keine wesentlichen Beanstandungen ergeben.
Durch den Konzernabschlussprüfer der TUI AG werden aus den im Berichts- und Konsolidierungssystem HFM durch die Konzerngesellschaften erfassten Formularabschlüssen nach eigenem Ermessen bestimmte Formularabschlüsse ausgewählt, die dann für Zwecke der Konzernabschlussprüfung geprüft werden.
3. Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken
Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z.B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte, insbesondere zeitkritisch zum Ende des Geschäftsjahres, auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem besonderen Risiko behaftet. Aus den Mitarbeitern notwendigerweise eingeräumten Ermessensspielräumen bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren. Auch aus der Auslagerung und Übertragung von rechnungslegungsspezifischen Aufgaben auf Servicegesellschaften können sich spezifische Risiken ergeben. Rechnungslegungsbezogene Risiken aus derivativen Finanzinstrumenten werden im Anhang zum Konzernabschluss erläutert.
4. Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung
Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden.
Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit doloser Handlungen. Die organisatorischen Maßnahmen sind auch darauf ausgerichtet, unternehmens- oder konzernweite Umstrukturierungen oder Veränderungen in der Geschäftstätigkeit einzelner Geschäftsbereiche zeitnah und sachgerecht in der Konzernrechnungslegung zu erfassen. Weiterhin ist beispielsweise sichergestellt, dass bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrunde liegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des TUI Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.
Die Bilanzierungsvorschriften im TUI Konzern regeln einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den TUI Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Weiterhin sind spezifische Vorschriften zur Aufstellung von Teilkonzernabschlüssen zu beachten. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht, Cash Flow-Rechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen.
Die TUI Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die TUI Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin zum Beispiel konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzernverrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen oder zur Ermittlung des beizulegenden Werts von Beteiligungen.
Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte beziehungsweise der hierzu geführten Abschlussbesprechungen.
Auf Grundlage bereits systemtechnisch im HFM-Konsolidierungssystem festgelegter Kontrollmechanismen ist eine Verarbeitung formal fehlerhafter Abschlüsse ausgeschlossen. Gegebenenfalls darüber hinausgehende notwendige inhaltliche Anpassungen können, systemseitig abgegrenzt, von einer der nachgelagerten Instanzen vorgenommen werden.
Mit der zentralen Durchführung so genannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen zahlungsmittelgenerierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Der Regelungsumfang erstreckt sich auf Konzernebene unter anderem auch auf die zentrale Festlegung der für die Bewertung von Pensions- oder sonstigen Rückstellungen anzuwendenden Parameter. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene auch die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht (einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag).
5. Einschränkende Hinweise
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im TUI Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.
Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen dann zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.
Die in der Vergangenheit gewonnenen Erkenntnisse über die nur eingeschränkt wirksam gewesenen Kontrollsysteme wurden im Geschäftsjahr 2011/12 von der TUI Travel PLC bei der Umsetzung der Maßnahmen zur inhaltlichen und organisatorischen Vertiefung und Verbesserung der für die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung eingesetzten Systeme und Prozesse berücksichtigt.
Die getroffenen Aussagen beziehen sich nur auf die in den Konzernabschluss der TUI AG einbezogenen Tochterunternehmen, bei denen die TUI AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen.
NACHTRAGSBERICHT
Teilrückkauf einer Umtauschanleihe
TUI AG hat im November 2012 am Kapitalmarkt im Nominalwert von 63,9 Mio. € Teile einer Umtauschanleihe der Nero Finance Ltd. erworben und ihre mit dieser Umtauschanleihe im Zusammenhang stehenden Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten entsprechend reduziert. Nach den Erwerben in den vergangenen Geschäftsjahren beträgt der verbleibende Nominalbetrag dieser am 15. April 2013 fälligen Umtauschanleihe 142,4 Mio. €.
GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Im Geschäftsjahr 2011/12 hat sich der TUI Konzern in einem erwartungsgemäß anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld deutlich positiv entwickelt. Insgesamt lagen die realisierten Gäste- und Übernachtungszahlen in der Touristik sowie der abgerechnete Umsatz des Konzerns im Rahmen unserer Planungen. Der Umsatz des TUI Konzerns nahm im Geschäftsjahr 2011/12 um 4,9% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum zu; bereinigt um Währungseffekte betrug der Anstieg 2,2%. Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) des TUI Konzerns verbesserte sich im Geschäftsjahr 2011/12 um 145,6 Mio. € auf 745,7 Mio. €. Trotz der im Vorjahresvergleich gestiegenen saldierten Einmalbelastungen verbesserte sich das berichtete Ergebnis (EBITA) im Geschäftsjahr 2011/12 um 94,3 Mio. € auf 538,8 Mio. €.
Ergebnisbestimmend im Berichtsjahr war das gute Abschneiden der Touristik, deren operatives Ergebnis (bereinigtes EBITA) sich deutlich um 162,4 Mio. € auf 819,0 Mio. € verbesserte.
TUI Travel hat im Berichtsjahr wie erwartet von einer hohen Nachfrage nach differenzierten Produkten profitiert. Das bereinigte Ergebnis der Sparte verbesserte sich im Berichtsjahr 2011/12 deutlich um 137,3 Mio. € auf 637,4 Mio. €. Ganz wesentlich für die positive Entwicklung bei TUI Travel war außerdem das gute Abschneiden der TUI Veranstalter in Großbritannien, die sich im Berichtsjahr erneut besser entwickelt haben als ihre Wettbewerber. Die Turnaround- und Kosteneinsparungsprogramme in Frankreich und Deutschland führten zu den erwarteten ersten Ergebnisbeiträgen. Schließlich hat der in den Sommermonaten steigende Wechselkurs des Britischen Pfund zu einem höheren umgerechneten Umsatz- und Ergebnisbeitrag von TUI Travel im TUI AG Konzernabschluss geführt.
Die Sparte TUI Hotels & Resorts hat sich im Geschäftsjahr 2011/12 besser als geplant entwickelt. Das bereinigte Ergebnis des Hotelbereichs verbesserte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahreswert um 33,3 Mio. € auf 178,6 Mio. €. Hierzu trugen insbesondere höhere Durchschnittspreise und ein erfolgreiches Kostenmanagement der Riu Hotels bei.
Die Ertragslage der Sparte Kreuzfahrten war im Berichtsjahr erwartungsgemäß von Anlaufkosten und Ratenrückgängen im Zusammenhang mit der Flottenerweiterung bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten geprägt. Das bereinigte Ergebnis der Sparte verringerte sich im Geschäftsjahr 2011/12 um 8,2 Mio. € auf 3,0 Mio. €. Die Buchungs- und Ergebnisentwicklung von TUI Cruises verlief dagegen erneut besser als geplant.
Im Zentralbereich führten höhere Aufwendungen für Beratungsleistungen und Gutachten sowie erhöhte Rückstellungen für langfristige, aktienbasierte Anreizprogramme im Berichtsjahr zu einer höheren Kostenbasis.
Schlechter als erwartet hat sich das Umfeld in der Containerschifffahrt entwickelt. Das im Konzernabschluss der TUI AG vereinnahmte Equity-Ergebnis aus der Finanzbeteiligung an Hapag-Lloyd fiel daher geringer aus als in der Planung unterstellt.
Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des TUI Konzerns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts (3. Dezember 2012) positiv. Der TUI Konzern ist mit seinem Leistungsportfolio und seinem Finanzprofil gut im Markt aufgestellt. In den ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres 2012/13 lag die Geschäftsentwicklung im Rahmen der Erwartungen.
PROGNOSEBERICHT
Umsatzanstieg in der Touristik erwartet. Risiken durch Euro-Schuldenkrise und schwächeres globales Wachstum.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Erwartete Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts
| Veränd. % |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Welt | 3,6 | 3,3 |
| Europa | 0,5 | - 0,2 |
| Deutschland | 0,9 | 0,9 |
| Großbritannien | 1,1 | - 0,4 |
| Frankreich | 0,4 | 0,1 |
| USA | 2,1 | 2,2 |
| Russland | 3,8 | 3,7 |
| Japan | 1,2 | 2,2 |
| China | 8,2 | 7,8 |
| Indien | 6,0 | 4,9 |
Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Oktober 2012
Gesamtwirtschaftliche Situation
Der Internationale Währungsfonds (IWF, World Economic Outlook, Oktober 2012) rechnet in seiner aktuellen Prognose für das Kalenderjahr 2013 mit einem moderaten Wachstum der Weltwirtschaft von 3,6%. Diese Erwartung basiert auf der Annahme, dass die Euro-Länder ihr Krisenmanagement erfolgreich fortsetzen und die USA drastische fiskalische Einschnitte als Folge der Erreichung des selbstgesteckten Kreditlimits vermeiden können.
Insgesamt haben die Abwärtsrisiken für die Weltwirtschaft aus Sicht des IWF in der zweiten Jahreshälfte 2012 wieder zugenommen. Infolgedessen hält auch die Unsicherheit auf den Finanzmärkten weiter an.
Marktentwicklung in Touristik
Gemäß den aktuellen Prognosen der Europäischen Reisekommission wird für das Jahr 2013 ein Wachstum der Anzahl durchgeführter Reisen in Europa von rund 2,9% erwartet (Quelle: European Travel Commission, European Tourism 2012, Quarterly Report 2012, September 2012).
Die UNWTO geht davon aus, dass weltweit der internationale Tourismus in dieser Dekade weiter wachsen wird, jedoch mit einer moderateren Geschwindigkeit als bislang. Für die kommenden Jahre wird ein durchschnittliches gewogenes Wachstum von ca. 3% pro Jahr prognostiziert (Quelle: UNWTO, Tourism towards 2030, Oktober 2011).
Für das Kalenderjahr 2013 rechnet die UNWTO (UNWTO, November 2012) mit einem Wachstum der internationalen Ankünfte um 2 bis 4%.
Voraussichtliche Entwicklung der Ertragslage
TUI Konzern
Voraussichtliche Entwicklung der Ertragslage des Konzerns
| Mio. € | 2011/12 | 2012/13 |
|---|---|---|
| Umsatz | 18.330,3 | • |
| Bereinigtes EBITA | 745,7 | • |
| EBITA | 538,8 | • |
Umsatz
Im Geschäftsjahr 2012/13 erwarten wir eine moderate Steigerung des Umsatzes, die insbesondere auf einen steigenden Anteil differenzierter und exklusiver Produkte im Volumengeschäft von TUI Travel zurückzuführen ist.
Bereinigtes EBITA
Das bereinigte EBITA im Geschäftsjahr 2012/13 des TUI Konzerns soll infolge der erwarteten Geschäftsverläufe bei TUI Travel und TUI Hotels & Resorts an das hohe Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres anknüpfen. Risiken bestehen in der Entwicklung der Konsumneigung in den großen Quellmärkten vor dem Hintergrund des schwächeren wirtschaftlichen Wachstums zum Ende des letzten Geschäftsjahres.
EBITA
Durch den erwarteten Rückgang der zu bereinigenden Sonderfaktoren soll das berichtete EBITA im Geschäftsjahr 2012/13 weiter ansteigen.
Konzernjahresergebnis (vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter)
Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2012/13 ein positives Konzernjahresergebnis.
Entwicklung in den Sparten
Voraussichtliche Entwicklung der Ertragslage
| Mio. € | 2011/12 | Umsatz 2012/13 | 2011/12 | Bereinigtes EBITA 2012/13 |
|---|---|---|---|---|
| Touristik | 18.297,2 | • | 819,0 | • |
| TUI Travel | 17.681,5 | • | 637,4 | • |
| TUI Hotels & Resorts | 384,7 | • | 178,6 | • |
| Kreuzfahrten | 231,0 | • | 3,0 | • |
| Zentralbereich | 33,1 | • | - 73,3 | • |
| Konzern | 18.330,3 | • | 745,7 | • |
TUI Travel
Für TUI Travel rechnen wir für das Geschäftsjahr 2012/13 mit einem bereinigten Ergebnis auf dem guten Niveau des Vorjahreszeitraums. Wesentliche Ergebnistreiber bei TUI Travel sind positive Effekte aus den eingeleiteten Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsprogrammen in Deutschland und Frankreich sowie Margenverbesserungen aufgrund der verstärkten Steuerung in differenzierte Produkte. Dem gegenüber stehen Risiken aus einer unter den Erwartungen liegenden wirtschaftlichen Entwicklung in den wesentlichen Volumenmärkten mit einer dämpfenden Auswirkung auf die Nachfrage nach Reisen. Daneben hat auch die Kursentwicklung des Britischen Pfund gegenüber dem Euro einen hohen Einfluss auf das im Konzernabschluss der TUI AG ausgewiesene Ergebnis von TUI Travel.
TUI Hotels & Resorts
Die Kapazität von TUI Hotels & Resorts wird im Geschäftsjahr 2012/13 durch die renovierungsbedingte Schließung einiger Hotels ebenso wie die Anzahl der Übernachtungen voraussichtlich leicht abnehmen. Bei einer stabilen Auslastung der Hotels wollen wir ein operatives Ergebnis auf dem guten Niveau des Vorjahres erreichen. Risiken bestehen in einer unter den Erwartungen liegenden Entwicklung der Gästezahlen aus den großen Quellmärkten.
Kreuzfahrten
Das Ergebnis der Sparte Kreuzfahrten wird auch im Geschäftsjahr 2012/13 noch durch Vorlaufkosten für die Flottenerweiterungen von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten und TUI Cruises belastet sein. Die Fokussierung von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten auf Luxus- und Expeditionskreuzfahrten wird erst mit dem Ausscheiden der Columbus 2 im Geschäftsjahr 2013/14 abgeschlossen sein werden. Gleichwohl erwarten wir aus der Reorganisation von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten bereits im Geschäftsjahr 2012/13 eine leichte Verbesserung des operativen Ergebnisses der Sparte Kreuzfahrten gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Touristik
Ausgehend von den Ergebniseinschätzungen für TUI Travel, TUI Hotels & Resorts und Kreuzfahrten erwarten wir für das Geschäftsjahr 2012/13 im Segment Touristik ein operatives Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres. Einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf in der Touristik wird dabei die weitere Entwicklung der Konsumneigung in den großen Volumenmärkten haben.
Zentralbereich
Für den Zentralbereich rechnen wir mit einem leichten Rückgang der Aufwendungen und damit einer leichten Verbesserung des bereinigten Ergebnisses gegenüber dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums.
Entwicklung der Finanzlage
Voraussichtliche Entwicklung der Finanzlage des Konzerns
| Mio. € | 2011/12 | 2012/13 |
|---|---|---|
| Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 643,2 | • |
| Nettoverschuldung | 178,2 | • |
Investitionen
Aufgrund bereits getroffener Investitionsentscheidungen und geplanter Projekte erwarten wir im TUI Konzern für das Geschäftsjahr 2012/13 einen Finanzmittelbedarf von rund 500 Mio. €, davon betreffen rund 75% TUI Travel. Der überwiegende Teil ist für Investitionen in Sachanlagen vorgesehen. Die geplanten Investitionen von TUI Travel betreffen unter anderem die Einführung neuer Produktions- und Buchungssysteme sowie die Anschaffung von Flugzeugersatzteilen und Yachten. Daneben sind Investitionen für die Erhaltung und Erweiterung des Kreuzfahrtschiff- und Hotelportfolios vorgesehen.
Nettoverschuldung
Die Nettoverschuldung des Konzerns belief sich am Bilanzstichtag auf 0,2 Mrd. €. Unter Berücksichtigung des erwarteten operativen Cash Flow wird sich die Nettoverschuldung des TUI Konzerns im Geschäftsjahr 2012/13 voraussichtlich stabil entwickeln.
Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
Die Aussichten des TUI Konzerns für das Geschäftsjahr 2012/13 beurteilen wir auf der Basis des erwarteten moderaten wirtschaftlichen Wachstums weiterhin positiv. Der TUI Konzern ist mit seinem Finanzprofil und seinem Leistungsportfolio gut im Markt aufgestellt.
Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum erwarten wir in der Touristik ein operatives Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres sowie geringere Aufwendungen im Zentralbereich. Das bereinigte Ergebnis des TUI Konzerns wird daher an das hohe Niveau vergleichbaren Vorjahreszeitraums anknüpfen.
Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2012/13 ein positives Konzernjahresergebnis (vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter).
Bei einer den Erwartungen entsprechenden positiven Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollen das Geschäftsvolumen und das operative Ergebnis der touristischen Einheiten im Geschäftsjahr 2013/14 ansteigen.
Chancenbericht
Das Chancenmanagement des TUI Konzerns folgt der Konzernstrategie für das Kerngeschäft Touristik. Die Verantwortung für das systematische Erkennen und die Nutzung sich bietender Chancen liegt bei dem operativen Management der touristischen Sparten TUI Travel, TUI Hotels & Resorts und Kreuzfahrten. Marktszenarien und kritische Erfolgsfaktoren der einzelnen Sparten werden im Rahmen des konzernweiten Planungs- und Steuerungsprozesses analysiert und bewertet. Kernaufgabe des Konzernvorstands ist es, das profitable Wachstum des TUI Konzernsdurch die Optimierung des Beteiligungsportfolios und die Weiterentwicklung der Konzernstruktur nachhaltig abzusichern.
Der TUI Konzern ist insgesamt gut aufgestellt für das Nutzen von Chancen, die aus den wesentlichen Trends in seinen Märkten resultieren.
Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen
Eine über den Erwartungen verlaufende wirtschaftliche Entwicklung würde sich über die daraus resultierende Erhöhung der Nachfrage nach Reisen positiv auf den TUI Konzern und seine Sparten auswirken.
Unternehmensstrategische Chancen
Chancen für weiteres organisches Wachstum sehen wir insbesondere in dem Ausbau unserer Aktivitäten in den Wachstumsmärkten Russland und Brasilien. Daneben wollen wir als Marktführer langfristig von dem demografischen Wandel und der dadurch erwarteten steigenden Nachfrage nach hochwertigen Urlaubsreisen mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis profitieren.
Operative Chancen
Mit den eingeleiteten Reorganisations- und Kosteneinsparungsprogrammen, einem differenzierten Produktangebot und dem weiteren Ausbau des Eigenvertriebs bei TUI Travel, insbesondere über das Internet, wollen wir unsere Wettbewerbsposition weiter verbessern.
Sonstige Chancen
Darüber hinaus sehen wir in einer möglichen Verwertung unseres verbliebenen Engagements in der Containerschifffahrt die Chance für eine weitere Verbesserung der wesentlichen Finanzrelationen des TUI Konzerns.
TUI Konzern in Zahlen
| Mio. € | 2008 | RGJ 2009 | 2009/10 | 2010/11 | 2011/12 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | ||||||
| TUI Travel | 17.975 | 12.622 | 15.755 | 16.867 | 17.682 | |
| TUI Hotels & Resorts | 371 | 318 | 353 | 363 | 385 | |
| Kreuzfahrten | 200 | 142 | 179 | 201 | 231 | |
| Aufgegebener Geschäftsbereich | 6.343 | 1.119 | – | – | – | |
| Sonstige | - 21 | 49 | 63 | 50 | 33 | |
| Konzern | 24.867 | 14.250 | 16.350 | 17.480 | 18.330 | |
| EBITDA | ||||||
| TUI Travel | 324 | 486 | 438 | 640 | 745 | |
| TUI Hotels & Resorts | 218 | 153 | 211 | 216 | 245 | |
| Kreuzfahrten | 15 | 7 | 15 | 20 | 11 | |
| Aufgegebener Geschäftsbereich | 390 | 968 | – | – | – | |
| Sonstige | - 24 | - 31 | - 14 | - 25 | - 77 | |
| Konzern | 923 | 1.582 | 650 | 850 | 924 | |
| Bereinigtes EBITDA | ||||||
| TUI Travel | – | 695 | 711 | 718 | 834 | |
| TUI Hotels & Resorts | – | 153 | 213 | 235 | 246 | |
| Kreuzfahrten | – | 7 | 16 | 20 | 13 | |
| Aufgegebener Geschäftsbereich | – | - 148 | – | – | – | |
| Sonstige | – | - 31 | - 35 | - 50 | - 70 | |
| Konzern | – | 676 | 905 | 924 | 1.023 | |
| EBITA | ||||||
| TUI Travel | - 76 | 104 | 102 | 321 | 441 | |
| TUI Hotels & Resorts | 156 | 52 | 137 | 144 | 178 | |
| Kreuzfahrten | 7 | 1 | 7 | 11 | 1 | |
| Aufgegebener Geschäftsbereich | 106 | 894 | – | – | – | |
| Sonstige | - 53 | - 39 | - 30 | - 32 | - 81 | |
| Konzern | 140 | 1.013 | 216 | 445 | 539 | |
| Bereinigtes EBITA | ||||||
| TUI Travel | 414 | 526 | 485 | 500 | 637 | |
| TUI Hotels & Resorts | 160 | 96 | 148 | 145 | 179 | |
| Kreuzfahrten | 7 | 1 | 8 | 11 | 3 | |
| Aufgegebener Geschäftsbereich | 194 | - 222 | – | – | – | |
| Sonstige | - 54 | - 39 | - 51 | - 57 | - 73 | |
| Konzern | 719 | 362 | 589 | 600 | 746 | |
| Konzernergebnis | ||||||
| Konzernjahresergebnis | - 182 | 395 | 114 | 118 | 142 | |
| Ergebnis je Aktie | € | - 0,65 | + 1,32 | + 0,30 | - 0,01 | - 0,16 |
| Vermögensstruktur | ||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 7.345 | 9.093 | 9.357 | 9.108 | 8.668 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 9.309 | 4.367 | 5.259 | 4.384 | 4.544 | |
| Gesamtvermögen | 16.653 | 13.460 | 14.616 | 13.492 | 13.213 | |
| Kapitalstruktur | ||||||
| Eigenkapital | 2.168 | 2.241 | 2.434 | 2.548 | 2.067 | |
| Langfristige Schulden | 5.796 | 5.027 | 4.555 | 4.168 | 3.773 | |
| Kurzfristige Schulden | 8.690 | 6.192 | 7.626 | 6.776 | 7.373 | |
| Gesamtkapital | 16.653 | 13.460 | 14.616 | 13.492 | 13.213 | |
| Kennzahlen | ||||||
| EBITDA-Marge (bereinigt) | % | – | 4,7 | 5,5 | 5,3 | 5,6 |
| EBITA-Marge (bereinigt) | % | 2,9 | 2,5 | 3,6 | 3,4 | 4,1 |
| ROIC | % | 7,70 | – | 10,49 | 11,44 | 15,98 |
| Eigenkapitalquote | % | 13,0 | 16,6 | 16,7 | 18,9 | 15,6 |
| Cash Flow aus laufendem Geschäft | 946 | 1.135 | 818 | 1.086 | 819 | |
| Investitionen | 952 | 364 | 516 | 474 | 643 | |
| Nettoverschuldung | 31.12./30.9. | 4.083 | 2.330 | 2.287 | 817 | 178 |
| Mitarbeiter | 31.12./30.9. | 70.254 | 69.536 | 71.398 | 73.707 | 73.812 |
Differenzen durch Rundungen möglich
Konzernabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der TUI AG für die Zeit vom 1.10.2011 bis 30.9.2012 und 1.10.2010 bis 30.9.2011
| Mio. € | Anhang | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 18.330,3 | 17.480,3 |
| Umsatzkosten | (2) | 16.285,8 | 15.655,2 |
| Bruttogewinn | 2.044,5 | 1.825,1 | |
| Verwaltungsaufwendungen | (2) | 1.555,7 | 1.508,8 |
| Sonstige Erträge/andere Aufwendungen | (3) | + 71,1 | + 77,1 |
| Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte | (4) | 13,8 | – |
| Finanzerträge | (5) | 159,9 | 254,3 |
| Finanzaufwendungen | (6) | 444,6 | 493,8 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen | (7) | - 8,7 | + 52,9 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 252,7 | 206,8 | |
| Überleitung auf bereinigtes Ergebnis: | |||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 252,7 | 206,8 | |
| zuzüglich Verlusten aus der nach der Equity-Methode bewerteten Containerschifffahrt | 49,0 | 2,1 | |
| abzüglich Erträgen aus der Verminderung und der Bewertung des Engagements in der Containerschifffahrt | - 61,6 | - 51,2 | |
| zuzüglich Nettozinsbelastung und Aufwand aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | 284,9 | 286,8 | |
| zuzüglich Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte | 13,8 | – | |
| EBITA | 538,8 | 444,5 | |
| Bereinigungen: | (8) | ||
| zuzüglich Abgangsverlusten | 1,8 | – | |
| zuzüglich Restrukturierungsaufwendungen | 63,2 | 70,8 | |
| zuzüglich Aufwand aus Kaufpreisallokation | 75,1 | 96,1 | |
| zuzüglich Aufwand (Vorjahr Ertrag) aus Einzelsachverhalten | 66,8 | - 11,3 | |
| Bereinigtes EBITA | 745,7 | 600,1 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 252,7 | 206,8 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (9) | 110,8 | 88,6 |
| Konzerngewinn | 141,9 | 118,2 | |
| Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn | (10) | - 15,1 | + 23,9 |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerngewinn | (11) | + 157,0 | + 94,3 |
Ergebnis je Aktie
| € | Anhang | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|---|
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie | (12) | - 0,16 | - 0,01 |
Gesamtergebnisrechnung des TUI Konzerns für die Zeit vom 1.10.2011 bis 30.9.2012 und 1.10.2010 bis 30.9.2011
| Mio. € | Anhang | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|---|
| Konzerngewinn | 141,9 | 118,2 | |
| Währungsumrechnung | - 27,4 | - 45,5 | |
| Währungsumrechnung | - 4,3 | - 72,0 | |
| Umgliederungsbeträge für erfolgswirksame Realisierung | - 23,1 | 26,5 | |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | - 178,6 | 176,1 | |
| Zeitwertänderungen | - 34,4 | 238,1 | |
| Umgliederungsbeträge für erfolgswirksame Realisierung | - 144,2 | - 62,0 | |
| Cash Flow Hedges | - 67,9 | 105,5 | |
| Zeitwertänderungen | - 46,2 | 111,9 | |
| Umgliederungsbeträge für erfolgswirksame Realisierung | - 21,7 | - 6,4 | |
| Versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsrückstellungen und zugehörigem Fondsvermögen | - 284,4 | - 102,2 | |
| Bewertungsänderungen von nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen | - 2,2 | - 25,7 | |
| Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen | - 4,2 | - 13,3 | |
| Umgliederungsbeträge für erfolgswirksame Realisierung | 2,0 | - 12,4 | |
| Den sonstigen Ergebnissen zurechenbare Steuern | (13) | 74,9 | - 21,9 |
| Sonstige Ergebnisse | - 485,6 | 86,3 | |
| Konzerngesamtergebnis | - 343,7 | 204,5 | |
| Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngesamtergebnis | - 334,2 | 133,6 | |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerngesamtergebnis | - 9,5 | 70,9 |
Konzernbilanz der TUI AG zum 30.9.2012
Aktiva
| Mio. € | Anhang | 30.9.2012 | 30.9.2011 |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | (14) | 3.046,4 | 2.907,2 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | (15) | 890,9 | 856,6 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (16) | 54,9 | 59,2 |
| Sachanlagen | (17) | 2.651,3 | 2.445,1 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | (18) | 1.394,0 | 1.735,5 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | (19) | 75,5 | 487,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | (20) | 358,1 | 409,1 |
| Derivative Finanzinstrumente | (21) | 28,4 | 43,6 |
| Latente Ertragsteueransprüche | (22) | 168,7 | 163,5 |
| Langfristige Vermögenswerte | 8.668,2 | 9.107,6 | |
| Vorräte | (23) | 113,9 | 106,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | (20) | 1.956,0 | 1.950,9 |
| Derivative Finanzinstrumente | (21) | 131,5 | 231,2 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | (22) | 48,1 | 90,0 |
| Finanzmittel | (24) | 2.278,4 | 1.981,3 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | (25) | 16,5 | 24,2 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.544,4 | 4.384,3 | |
| 13.212,6 | 13.491,9 |
Passiva
| Mio. € | Anhang | 30.9.2012 | 30.9.2011 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | (26) | 644,9 | 643,5 |
| Kapitalrücklage | (27) | 957,4 | 956,1 |
| Gewinnrücklage | (28) | 185,2 | 575,6 |
| Hybridkapital | (29) | 294,8 | 294,8 |
| Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen | 2.082,3 | 2.470,0 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | (30) | - 15,2 | 77,8 |
| Eigenkapital | 2.067,1 | 2.547,8 | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (31) | 1.146,9 | 878,2 |
| Sonstige Rückstellungen | (32) | 537,5 | 548,6 |
| Langfristige Rückstellungen | 1.684,4 | 1.426,8 | |
| Finanzschulden | (33) | 1.810,5 | 2.324,7 |
| Derivative Finanzinstrumente | (35) | 31,8 | 73,7 |
| Tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten | (36) | 108,3 | 117,2 |
| Latente Ertragsteuerverbindlichkeiten | (36) | 69,5 | 120,7 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (37) | 68,2 | 105,1 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 2.088,3 | 2.741,4 | |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 3.772,7 | 4.168,2 | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (31) | 39,7 | 35,9 |
| Sonstige Rückstellungen | (32) | 509,8 | 471,9 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 549,5 | 507,8 | |
| Finanzschulden | (33) | 646,1 | 473,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (34) | 3.260,0 | 2.973,5 |
| Derivative Finanzinstrumente | (35) | 163,1 | 157,7 |
| Tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten | (36) | 96,5 | 198,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (37) | 2.657,6 | 2.462,8 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 6.823,3 | 6.265,9 | |
| Schulden i.Z.m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten | (38) | – | 2,2 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 7.372,8 | 6.775,9 | |
| 13.212,6 | 13.491,9 |
Eigenkapitalveränderungsrechnung
| Mio. € | Gezeichnetes Kapital (26) |
Kapitalrücklage (27) |
Andere Gewinnrücklagen |
Währungs- umrechnung |
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 1.10.2010 | 643,1 | 913,5 | 1.469,2 | - 658,2 | 5,6 |
| Dividenden | – | – | – | – | – |
| Dividende Hybridkapital | – | – | - 25,9 | – | – |
| Aktienorientierte Vergütungsprogramme der TUI Travel PLC | – | – | 12,0 | – | – |
| Ausgabe von Belegschaftsaktien | 0,4 | 0,7 | – | – | – |
| Ausgabe von Wandelanleihen | – | 41,9 | – | – | – |
| Erstkonsolidierung | – | – | 24,8 | – | – |
| Entkonsolidierung | – | – | – | – | – |
| Auswirkungen aus Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | – | – | - 25,9 | – | – |
| Auswirkungen aus Übertragung an nicht beherrschende Gesellschafter | – | – | - 21,9 | - 8,4 | – |
| Konzerngewinn | – | – | 23,9 | – | – |
| Sonstige Ergebnisse | – | – | - 25,8 | - 23,6 | 176,0 |
| Konzerngesamtergebnis | – | – | - 1,9 | - 23,6 | 176,0 |
| Stand zum 30.9.2011 | 643,5 | 956,1 | 1.430,4 | - 690,2 | 181,6 |
| Dividenden | – | – | – | – | – |
| Dividende Hybridkapital | – | – | - 25,6 | – | – |
| Aktienorientierte Vergütungsprogramme der TUI Travel PLC | – | – | 9,3 | – | – |
| Ausgabe von Belegschaftsaktien und Wandlung von Wandelanleihen | 1,4 | 1,3 | – | – | – |
| Auswirkungen aus Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | – | – | - 36,6 | 1,7 | – |
| Konzerngewinn | – | – | - 15,1 | – | – |
| Sonstige Ergebnisse | – | – | - 1,6 | 47,6 | - 181,6 |
| Konzerngesamtergebnis | – | – | - 16,7 | 47,6 | - 181,6 |
| Stand zum 30.9.2012 | 644,9 | 957,4 | 1.360,8 | - 640,9 | – |
| Mio. € | Cash Flow Hegdes |
Neubewertungs- rücklage |
Rücklage gemäß IAS 19 |
Gewinn- rücklagen (28) |
Hybridkapital (29) |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 1.10.2010 | - 56,9 | 19,6 | - 289,8 | 489,5 | 294,8 |
| Dividenden | – | – | – | – | – |
| Dividende Hybridkapital | – | – | – | - 25,9 | – |
| Aktienorientierte Vergütungsprogramme der TUI Travel PLC | – | – | – | 12,0 | – |
| Ausgabe von Belegschaftsaktien | – | – | – | – | – |
| Ausgabe von Wandelanleihen | – | – | – | – | – |
| Erstkonsolidierung | – | – | – | 24,8 | – |
| Entkonsolidierung | – | – | – | – | – |
| Auswirkungen aus Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | - 0,8 | – | - 1,3 | - 28,0 | – |
| Auswirkungen aus Übertragung an nicht beherrschende Gesellschafter | - 0,1 | – | – | - 30,4 | – |
| Konzerngewinn | – | – | – | 23,9 | – |
| Sonstige Ergebnisse | 36,8 | – | - 53,7 | 109,7 | – |
| Konzerngesamtergebnis | 36,8 | – | - 53,7 | 133,6 | – |
| Stand zum 30.9.2011 | - 21,0 | 19,6 | - 344,8 | 575,6 | 294,8 |
| Dividenden | – | – | – | – | – |
| Dividende Hybridkapital | – | – | – | - 25,6 | – |
| Aktienorientierte Vergütungsprogramme der TUI Travel PLC | – | – | – | 9,3 | – |
| Ausgabe von Belegschaftsaktien und Wandlung von Wandelanleihen | – | – | – | – | – |
| Auswirkungen aus Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | - 0,3 | – | - 4,7 | - 39,9 | – |
| Konzerngewinn | – | – | – | - 15,1 | – |
| Sonstige Ergebnisse | - 17,1 | 1,3 | - 167,7 | - 319,1 | – |
| Konzerngesamtergebnis | - 17,1 | 1,3 | - 167,7 | - 334,2 | – |
| Stand zum 30.9.2012 | - 38,4 | 20,9 | - 517,2 | 185,2 | 294,8 |
| Mio. € | Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen | Anteil nicht beherrschender Gesellschafter (30) | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Stand zum 1.10.2010 | 2.340,9 | 93,3 | 2.434,2 |
| Dividenden | – | - 141,1 | - 141,1 |
| Dividende Hybridkapital | - 25,9 | – | - 25,9 |
| Aktienorientierte Vergütungsprogramme der TUI Travel PLC | 12,0 | 9,4 | 21,4 |
| Ausgabe von Belegschaftsaktien | 1,1 | – | 1,1 |
| Ausgabe von Wandelanleihen | 41,9 | 2,6 | 44,5 |
| Erstkonsolidierung | 24,8 | 20,1 | 44,9 |
| Entkonsolidierung | – | - 0,7 | - 0,7 |
| Auswirkungen aus Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | - 28,0 | - 7,1 | - 35,1 |
| Auswirkungen aus Übertragung an nicht beherrschende Gesellschafter | - 30,4 | 30,4 | – |
| Konzerngewinn | 23,9 | 94,3 | 118,2 |
| Sonstige Ergebnisse | 109,7 | - 23,4 | 86,3 |
| Konzerngesamtergebnis | 133,6 | 70,9 | 204,5 |
| Stand zum 30.9.2011 | 2.470,0 | 77,8 | 2.547,8 |
| Dividenden | – | - 100,6 | - 100,6 |
| Dividende Hybridkapital | - 25,6 | – | - 25,6 |
| Aktienorientierte Vergütungsprogramme der TUI Travel PLC | 9,3 | 7,1 | 16,4 |
| Ausgabe von Belegschaftsaktien und Wandlung von Wandelanleihen | 2,7 | – | 2,7 |
| Auswirkungen aus Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | - 39,9 | 10,0 | - 29,9 |
| Konzerngewinn | - 15,1 | 157,0 | 141,9 |
| Sonstige Ergebnisse | - 319,1 | - 166,5 | - 485,6 |
| Konzerngesamtergebnis | - 334,2 | - 9,5 | - 343,7 |
| Stand zum 30.9.2012 | 2.082,3 | - 15,2 | 2.067,1 |
Kapitalflussrechnung
| Mio. € | Anhang | 2011/12 | 2010/11 | Veränd. |
|---|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 141,9 | 118,2 | 23,7 | |
| Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) | 398,7 | 412,2 | - 13,5 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) | 33,8 | - 112,7 | 146,5 | |
| Zinsaufwendungen (ohne Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen) | 262,9 | 367,7 | - 104,8 | |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten | - 66,1 | - 47,0 | - 19,1 | |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte | - 0,1 | - 16,2 | 16,1 | |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | 73,1 | 80,1 | - 7,0 | |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen | 22,2 | 101,5 | - 79,3 | |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) | - 47,3 | 181,7 | - 229,0 | |
| Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | (42) | 819,1 | 1.085,5 | - 266,4 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und immateriellen Vermögenswerten | 171,7 | 456,6 | - 284,9 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von konsolidierten Gesellschaften (abzüglich abgegebener Finanzmittel aus Unternehmensverkäufen) | 2,1 | – | 2,1 | |
| Einzahlungen aus Abgängen sonstiger langfristiger Vermögenswerte | 701,6 | 951,5 | - 249,9 | |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte | - 480,1 | - 444,8 | - 35,3 | |
| Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Gesellschaften (abzüglich übernommener Finanzmittel aus Unternehmenskäufen) | - 27,5 | - 50,7 | 23,2 | |
| Auszahlungen für Investitionen in sonstige langfristige Vermögenswerte | - 30,7 | - 37,2 | 6,5 | |
| Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit | (43) | 337,1 | 875,4 | - 538,3 |
| Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen | 0,4 | 0,6 | - 0,2 | |
| Auszahlungen für Anteilserhöhungen konsolidierter Gesellschaften | - 23,7 | - 34,8 | 11,1 | |
| Zahlungen der Dividende der | ||||
| TUI AG | - 25,9 | - 25,9 | – | |
| Tochterunternehmen an nicht beherrschende Gesellschafter | - 102,4 | - 141,1 | 38,7 | |
| Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und aus der Aufnahme von Finanzschulden | 18,3 | 524,1 | - 505,8 | |
| Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzschulden | - 560,8 | - 2.304,1 | 1.743,3 | |
| Auszahlungen für Zinsen | - 200,1 | - 268,0 | 67,9 | |
| Mittelabfluss/-zufluss aus der Finanzierungstätigkeit | (44) | - 894,2 | - 2.249,2 | 1.355,0 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | 262,0 | - 288,3 | 550,3 | |
| Entwicklung des Finanzmittelbestands | (45) | |||
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 1.981,3 | 2.274,3 | - 293,0 | |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands | 35,1 | - 4,7 | 39,8 | |
| Zahlungswirksame Zunahme bzw. Abnahme des Finanzmittelbestands | 262,0 | - 288,3 | 550,3 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 2.278,4 | 1.981,3 | 297,1 |
Konzernanhang
ERLÄUTERUNGEN ZU GRUNDLAGEN UND METHODEN DES KONZERNABSCHLUSSES
Allgemeine Erläuterungen
Die TUI AG mit Sitz in Hannover, Karl-Wiechert-Allee 4, ist die Muttergesellschaft des TUI Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Die Gesellschaft ist in den Handelsregistern der Amtsgerichte Berlin-Charlottenburg (HRB 321) und Hannover (HRB 6580) eingetragen.
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie deren weitere Mandate sind in der Anlage zum Anhang im Abschnitt Corporate Governance benannt.
Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und der Öffentlichkeit auf der Internetseite des Unternehmens (www.tui-group.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Das Geschäftsjahr des TUI Konzerns und seiner wesentlichen einbezogenen Tochterunternehmen umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober eines jeden Jahres bis zum 30. September des Folgejahres. Sofern bei Tochtergesellschaften (insbesondere der Riu-Gruppe) abweichende Geschäftsjahre bestehen, wurden zum Zwecke der Einbeziehung dieser Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der TUI AG geprüfte Zwischenabschlüsse erstellt.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio. €) angegeben.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 3. Dezember 2012 vom Vorstand der TUI AG zur Veröffentlichung freigegeben.
Grundlagen der Rechnungslegung
Die rechtliche Verpflichtung für die TUI AG als börsennotiertes Unternehmen zur Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß den Regelungen des International Accounting Standards Board (IASB), den International Financial Reporting Standards (IFRS), ergibt sich gemäß § 315a Abs. 1 HGB in Verbindung mit der Verordnung EG-Nr. 1606/2002 der Europäischen Union.
Die IFRS werden in der Form angewendet, wie sie im Rahmen des Anerkennungsverfahrens durch die Europäische Kommission in nationales Recht umgesetzt wurden. Darüber hinaus werden die in § 315a Abs. 1 HGB aufgeführten handelsrechtlichen Vorschriften erfüllt.
Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2011/12 waren folgende durch das IASB überarbeitete bzw. neu herausgegebene Standards und Interpretationen verpflichtend anzuwenden:
| • | Neufassung des IAS 24: Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen |
| • | Änderungen des IFRS 7: Finanzinstrumente – Angaben: Übertragung finanzieller Vermögenswerte |
| • | Verbesserungen an den IFRS aus dem „Annual Improvement Project (2010)“, die zum 30. September 2011 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren |
| • | IFRIC 14: Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen von Versorgungsplänen |
Mit der Neufassung des IAS 24 wurde die Definition der nahestehenden Unternehmen und Personen grundlegend überarbeitet und erweitert. Mit der Überarbeitung wird klargestellt, dass Tochtergesellschaften von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen zu dem Kreis der nahestehenden Unternehmen gehören. Des Weiteren werden Unternehmen, die unter der Beherrschung, der gemeinsamen Führung oder dem maßgeblichen Einfluss einer öffentlichen Stelle stehen, von bestimmten Anhangangaben befreit.
Mit den Änderungen des IFRS 7 werden die Offenlegungspflichten bei Transaktionen mit Übertragung finanzieller Vermögenswerte, wie z.B. bei Verbriefungen oder Factoring-Transaktionen, um weiter gehende quantitative und qualitative Angabepflichten erweitert. Die geänderten Angabepflichten sollen den Bilanzadressaten eine bessere Einschätzung der Chancen und Risiken bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte ermöglichen. Erweiterte Angabepflichten betreffen insbesondere Transaktionen mit vollständiger Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte, bei denen dem übertragenden Unternehmen Rechte und Pflichten verbleiben bzw. mit der Übertragung neu hinzukommen (Continuing Involvement). Erforderlich sind unter anderem Angaben zu diesen Rechten und Pflichten, der Höhe des maximalen Verlustrisikos oder dem Zeitpunkt und der Höhe der Auszahlungen.
Im Mai 2010 erschien der dritte jährliche Sammelstandard zu Vornahmen kleinerer Änderungen an den IFRS. Die Vorschriften wurden am 18. Februar 2011 in EU-Recht übernommen. Ein Teil der Änderungen und Klarstellungen ist erst für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2010 beginnen, anzuwenden. Dies betrifft den IFRS 1 in Bezug auf die Verwendung der Neubewertungsbasis als Ersatz für Anschaffungs- und Herstellungskosten, den IFRS 7 in Zusammenhang mit Angaben zu Art und Ausmaß von Risiken aus Finanzinstrumenten, den IAS 1 bezüglich der Eigenkapitalveränderungsrechnung, Anhangangaben zu wesentlichen Geschäftsvorfällen nach IAS 34 und die Bewertung von Prämiengutschriften nach IFRIC 13.
Aus der Anwendung der vorstehenden Vorschriften ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Anhangangaben des vorliegenden Konzernabschlusses.
Mit dem IFRIC 14 hat das IASB im November 2009 Änderungen an den Vorschriften zur Bilanzierung von Pensionsplänen herausgegeben, die im Juli 2010 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen wurden. Die Änderungen betreffen Unternehmen, die im Rahmen ihrer Versorgungspläne Mindestdotierungsverpflichtungen unterliegen, aufgrund derer das Unternehmen Beitragsvorauszahlungen leistet. IFRIC 14 erlaubt es solchen Unternehmen, die Verminderung künftiger Beitragszahlungen aufgrund der Mindestdotierungsverpflichtung geleisteter Vorauszahlungen als Vermögenswert zu aktivieren.
Aus der Anwendung dieser neuen Interpretation ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des TUI Konzerns.
Zusammenfassung neuer, noch nicht angewendeter bzw. anzuwendender Standards und Interpretationen
| Standard/ Interpretation | Anwendungspflicht für Geschäftsjahre beginnend ab | Übernahme durch EU-Kommission | |
|---|---|---|---|
| Standard | |||
| IAS 1 | Darstellung des Abschlusses – sonstiges Ergebnis | 1.7.2012 | Ja |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer | 1.1.2013 | Ja |
| IFRS 1 | Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten für Erstanwender | 1.7.2011 | Nein |
| IAS 12 | Latente Steuern: Realisierung von zugrunde liegenden Vermögenswerten | 1.1.2012 | Nein |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente (ersetzt den bisherigen IAS 39: Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung) und nachfolgende Änderungen | 1.1.2015 | Nein |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 1.1.2013 | Nein |
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen (Joint Arrangements) | 1.1.2013 | Nein |
| IFRS 12 | Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen | 1.1.2013 | Nein |
| IFRS 13 | Bemessung des beizulegenden Zeitwerts | 1.1.2013 | Nein |
| IAS 27 | Einzelabschlüsse | 1.1.2013 | Nein |
| IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | 1.1.2013 | Nein |
| IAS 32 | Finanzinstrumente – Darstellung: Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten | 1.1.2014 | Nein |
| IFRS 7 | Finanzinstrumente – Angaben: Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten | 1.1.2013 | Nein |
| Diverse | Jährliches Verbesserungsprojekt (2009–2011) | 1.1.2013 | Nein |
| Diverse | Übergangsvorschriften zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 | 1.1.2013 | Nein |
| IFRS 1 | Darlehen der öffentlichen Hand | 1.1.2013 | Nein |
| Diverse | Investmentgesellschaften (Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27) | 1.1.2014 | Nein |
| Interpretation | |||
| IFRIC 20 | Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebes im Tagebau | 1.1.2013 | Nein |
Ausführungen zum Inhalt und zu möglichen Auswirkungen auf zukünftige Perioden werden unter den sonstigen Erläuterungen dargestellt.
Konsolidierungsgrundsätze und -methoden
Grundsätze
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Unternehmen einbezogen, bei denen die TUI AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- und Geschäftspolitik so zu bestimmen, dass der Konzern aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zieht (Tochterunternehmen). In der Regel wird die Kontrolle über Stimmrechtsmehrheit ausgeübt. Die Einbeziehung der RIUSA II-Gruppe erfolgt bei paritätischer Beteiligung und gleichen Stimmrechten der TUI AG und des Mitgesellschafters aufgrund faktischer Gegebenheiten. Somit kann die TUI AG einen wirtschaftlich beherrschenden Einfluss ausüben und hat die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Hotelgruppe Nutzen zu ziehen. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem der TUI Konzern die Möglichkeit der Kontrolle erlangt. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus.
Basis für die Erstellung des Konzernabschlusses bilden die Einzel- oder Gruppenabschlüsse der TUI AG und ihrer Tochterunternehmen, die nach einheitlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden aufgestellt und in der Regel ausschließlich von Wirtschaftsprüfern geprüft bzw. einer prüferischen Durchsicht unterzogen würden.
Anteile an Gesellschaften, bei denen der Konzern die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen auszuüben (assoziierte Unternehmen, grundsätzlich mit einem Beteiligungsanteil ab 20% und kleiner 50%), werden nach der Equity-Methode bewertet. Anteile an Gesellschaften, bei denen die Führung gemeinschaftlich mit einem oder mehreren Partnern erfolgt (Gemeinschaftsunternehmen), werden ebenfalls nach der Equity-Methode bewertet. Die Bestimmung der Zeitpunkte, zu denen assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in den Kreis der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen aufgenommen werden bzw. aus ihm ausscheiden, erfolgt analog zu den für Tochterunternehmen geltenden Grundsätzen. Die Fortschreibung der Equity-Bewertung basiert auf dem letzten verfügbaren Jahresabschluss beziehungsweise auf den Zwischenabschlüssen zum 30. September, sofern die Bilanzstichtage abweichend vom Bilanzstichtag der TUI AG sind. Dies betrifft 41 Unternehmen mit einem Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember, sieben Gesellschaften mit einem Geschäftsjahr vom 1. November bis 31. Oktober und zwei Gesellschaften mit einem Geschäftsjahr vom 1. April bis 31. März des Folgejahres.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2011/12 wurden neben der TUI AG 43 inländische und 682 ausländische Tochterunternehmen einbezogen.
Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden 36 inländische und 66 ausländische Tochterunternehmen. Diese Gesellschaften sind auch bei zusammengefasster Betrachtung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung.
Entwicklung des Konsolidierungskreises1) und der nach der Equity-Methode bewerteten Gesellschaften
| Stand 30.9.2011 | Zugänge | Abgänge | Stand 30.9.2012 | |
|---|---|---|---|---|
| Konsolidierte Tochterunternehmen | 766 | 14 | 55 | 725 |
| Inländische Unternehmen | 45 | 2 | 4 | 43 |
| Ausländische Unternehmen | 721 | 12 | 51 | 682 |
| Assoziierte Unternehmen | 17 | 4 | 1 | 20 |
| Inländische Unternehmen | 5 | 1 | 1 | 5 |
| Ausländische Unternehmen | 12 | 3 | – | 15 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 40 | 3 | 1 | 42 |
| Inländische Unternehmen | 7 | – | – | 7 |
| Ausländische Unternehmen | 33 | 3 | 1 | 35 |
1) Anzahl ohne TUI AG
Seit dem 1. Oktober 2011 wurden insgesamt 14 Gesellschaften neu in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Davon wurden sechs Gesellschaften im Zuge von Akquisitionen und weiterer Anteilserwerbe und eine Gesellschaft infolge der Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit neu in den Konsolidierungskreis einbezogen. Zudem wurden sieben Gesellschaften neu gegründet. Sämtliche Zugänge entfallen auf das Segment Touristik.
Aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden sind seit dem 30. September 2011 insgesamt 55 Gesellschaften. Davon wurden 20 Gesellschaften fusioniert, 29 Gesellschaften liquidiert und sechs Gesellschaften verkauft. Von den Abgängen entfallen 50 Gesellschaften auf das Segment Touristik und fünf Gesellschaften auf die sonstigen Segmente.
Nach der Equity-Methode wurden 20 assoziierte Unternehmen und 42 Gemeinschaftsunternehmen bewertet. Der Kreis der nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt drei Gesellschaften. Vier Gesellschaften wurden aufgrund der Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit neu in die Equity-Bewertung einbezogen. Hingegen wurde eine Gesellschaft im Zuge weiterer Anteilserwerbe in den Konsolidierungskreis aufgenommen und daher nicht mehr at Equity bewertet. Die Anzahl der nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen erhöhte sich um insgesamt zwei Gesellschaften. Eine Gesellschaft wurde neu gegründet und zwei Gesellschaften wurden aufgrund der Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit neu in die Equity-Bewertung einbezogen. Eine Gesellschaft wurde im Zuge weiterer Anteilserwerbe in den Konsolidierungskreis aufgenommen und daher nicht mehr at Equity bewertet.
Die wesentlichen unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der TUI AG sind unter den sonstigen Erläuterungen – Aufstellung des Anteilsbesitzes des TUI Konzerns aufgeführt.
Nachfolgend werden die Auswirkungen der Veränderungen des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2011/12 auf die Jahre 2011/12 und 2010/11 dargestellt. Während Bilanzwerte von im Geschäftsjahr 2011/12 entkonsolidierten Gesellschaften zum Stichtagswert der Vorperiode angegeben werden, erfolgt für Posten der Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund von zeitanteiligen Effekten ein Ausweis auch für das Geschäftsjahr 2011/12.
Auswirkungen der Zu- und Abgänge des Konsolidierungskreises auf die Konzernbilanz
| Mio. € | Zugänge 30.9.2012 | Abgänge 30.9.2011 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 15,0 | 2,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 7,9 | 18,1 |
| Langfristige Rückstellungen | 0,2 | 4,1 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 1,3 | – |
| Langfristige übrige Verbindlichkeiten | 0,6 | 0,2 |
| Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten | 9,0 | 13,5 |
Auswirkungen der Veränderungen des Konsolidierungskreises auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| Mio. € | Zugänge 2011/12 | 2011/12 | Abgänge 2010/11 |
|---|---|---|---|
| Umsätze mit Fremden | 19,5 | 22,9 | 36,2 |
| Umsätze mit konsolidierten Gesellschaften | 0,6 | – | 1,1 |
| Umsatzkosten und Verwaltungsaufwendungen | 20,4 | 28,8 | 41,5 |
| Finanzaufwendungen | 0,1 | – | - 0,1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | - 0,4 | - 5,9 | - 4,1 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 0,2 | - 0,3 | 0,7 |
| Konzernergebnis | - 0,2 | - 5,6 | - 4,8 |
Akquisitionen – Desinvestitionen
Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Gesellschaften und Geschäftsbereiche zu Anschaffungskosten von insgesamt umgerechnet 16,1 Mio. € erworben.
Zusammenfassende Darstellung der Akquisitionen
| Name und Sitz der erworbenen Gesellschaft bzw. erworbenes Geschäft | Geschäftstätigkeit | Erwerber | Erwerbszeitpunkt | Erworbener Anteil | Übertragene Gegenleistung in Mio. € |
|---|---|---|---|---|---|
| Eurolink Viagens e Turismo Ltda, Jundiai, São Paulo | B2B-Agentur- geschäft | Booking Ja Agencia de Turismo E Viagens Ltda | 6.10.11 | n.a. | 0,3 |
| Intrepid Connections Pty Ltd | Veranstalter | Intrepid Travel Pty Ltd | 1.11.11 | 50% | 1,4 |
| TUI Poland Dystrybucja | 11.10.11– | ||||
| 2 Reisebüros in Polen | Reisebüro | Sp. z o.o. | 31.3.12 | n.a. | 0,4 |
| Boomerang-Reisen Vermögensverwaltungs gesellschaft mbH, Trier | Veranstalter | TUI Deutschland GmbH | 24.4.12 | 26% | 1,2 |
| Mala Pronta Viagens e Turismo Ltda | Online-Agentur | LateRooms Group Holding (Brazil) Ltd | 25.9.12 | 93% | 9,7 |
| 19 Reisebüros in Deutschland | Reisebüro | TUI Leisure Travel GmbH | 1.10.11– 30.9.12 | n.a. | 3,1 |
| Gesamt | 16,1 |
Die Erwerbe der Reisebüros in Deutschland und Polen sowie der Erwerb der Eurolink Viagens e Turismo Ltda wurden im Zuge von Asset Deals durchgeführt.
Nach dem Erwerb der oben angegebenen Anteile hält die TUI AG nun 100% an der Intrepid Connections Pty Ltd und 75% an der Boomerang-Reisen Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH. Die Bewertung der bisher gehaltenen Anteile zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbsstichtag führte zu keinen Ergebniseffekten.
Der sich zwischen den übertragenen Gegenleistungen und dem erworbenen, neu bewerteten Nettovermögen ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von zum Erwerbszeitpunkt umgerechnet 10,1 Mio. € (nach Währungsdifferenzen) wurde jeweils vorläufig als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Diese Geschäfts- oder Firmenwerte stellen im Wesentlichen einen Teil der zukünftigen Synergie-, Ertrags- und Kosteneinsparungspotenziale dar. Von den in der laufenden Berichtsperiode aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerten sind voraussichtlich 2,8 Mio. € steuerlich abzugsfähig.
Beizulegende Zeitwerte der übertragenen Gegenleistung
| Mio. € | |
|---|---|
| Bezahlter Kaufpreis | 16,1 |
| Gesamt | 16,1 |
Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 3,8 Mio. € sowie das Entgelt für zukünftige Leistungen von Mitarbeitern (bis zu 10,6 Mio. €) der erworbenen Unternehmen werden gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 als Verwaltungsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Zusammenfassende Darstellung der Erstkonsolidierungsbilanzen
| Mio. €, umgerechnet | Zeitwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 10,3 |
| Sachanlagevermögen | 3,5 |
| Anlagevermögen | 13,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0,2 |
| Sonstige Vermögenswerte (einschließlich aktiver Rechnungsabgrenzungsposten) | 2,1 |
| Finanzmittel | 3,4 |
| Latente Ertragsteuerrückstellungen | 0,4 |
| Sonstige Rückstellungen | 0,4 |
| Finanzschulden | 2,3 |
| Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungsposten | 6,1 |
| Eigenkapital | 10,3 |
Einzelne Bereiche der erworbenen Vermögenswerte und Schulden der sonstigen Akquisitionen konnten zum Bilanzstichtag aufgrund der vorhandenen Informationen noch nicht abschließend bewertet werden. Es wurde von der in IFRS 3 angegebenen Frist von zwölf Monaten für den Abschluss von Kaufpreisallokationen Gebrauch gemacht, die bis zum Ablauf dieser Frist eine vorläufige Zuordnung des Kaufpreises zu den einzelnen Vermögenswerten und Schulden gestattet.
Seit den unterschiedlichen Erwerbszeitpunkten trugen die sonstigen Erwerbe mit insgesamt rund 20,1 Mio. € zu den Umsatzerlösen der laufenden Periode des Konzerns bei. Die Auswirkung auf das Konzernergebnis beträgt -0,2 Mio. €. Wären diese Gesellschaften bereits seit dem 1. Oktober 2011 in den Konzernabschluss einbezogen gewesen, hätten sich die Umsatzerlöse (bei unwesentlicher zusätzlicher Auswirkung auf das Konzernergebnis) um weitere 5,6 Mio. € erhöht.
Am 5. November 2012 wurden 50,1% der Anteile an der TUI InfoTec GmbH, Hannover, eines IT-Dienstleisters, erworben, an der die TUI AG nun 100% hält. Durch die Akquisition wurden auch die Mehrheit an der travel-BA.Sys GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr, sowie zwei weitere Beteiligungen erworben.
Die übertragene Gegenleistung für die 50,1% beträgt 9,5 Mio. € und teilt sich wie folgt auf:
Übertragene Gegenleistung für 50,1% an der InfoTec GmbH
| Mio. € | |
|---|---|
| Bezahlter Kaufpreis | 2,0 |
| Später fälliges Entgelt | 4,0 |
| Übernommene Schulden des bisherigen Eigentümers | 3,5 |
| Gesamt | 9,5 |
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Buchwerte der InfoTec-Gruppe zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung:
Erstkonsolidierungsbilanz der InfoTec-Gruppe
| Mio. € | Buchwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 10,3 |
| Sachanlagevermögen | 9,6 |
| Finanzanlagen | 0,3 |
| Anlagevermögen | 20,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13,6 |
| Sonstige Vermögenswerte (einschließlich aktiver Rechnungsabgrenzungsposten) | 18,2 |
| Finanzmittel | 4,3 |
| Rückstellungen | 28,9 |
| Finanzschulden | 2,7 |
| Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungsposten | 13,6 |
| Eigenkapital | 11,1 |
Die Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses, insbesondere die Fair Value-Bewertung der Vermögenswerte und Schulden, ist zum Berichtszeitpunkt noch nicht abgeschlossen.
Wäre die InfoTec-Gruppe bereits seit dem 1. Oktober 2011 in den Konzernabschluss einbezogen gewesen, hätten sich die Umsatzerlöse (bei unwesentlicher zusätzlicher Auswirkung auf das Konzernergebnis) um weitere 10,2 Mio. € erhöht.
Im vorliegenden Abschluss wurden die Kaufpreisallokationen der folgenden im Zeitraum vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011 erworbenen Gesellschaften und Gruppen entsprechend den Vorschriften des IFRS 3 innerhalb der vorgeschriebenen zwölf Monate abgeschlossen:
| • | Top Class – European Cruise Services S.a.r.l., Monaco |
| • | Centrum Podrozy SA, Polen |
| • | Lima Tours S.A.C., Peru |
| • | Travel & More GmbH, Deutschland |
| • | Intrepid Travel Group Limited, Australien |
| • | TMS Gateway, USA und Kanada |
| • | Great Atlantic Travel and Tour Inc., USA |
| • | English Language Centre York Limited, UK |
| • | Reisebüros in Deutschland und Reisebüros in Österreich |
Vergleichsinformationen für die Berichtsperioden vor Fertigstellung der erstmaligen Bilanzierung des Erwerbsvorgangs sind rückwirkend so darzustellen, als wäre die Kaufpreiszuordnung zum Erwerbszeitpunkt bereits abgeschlossen gewesen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die zusammengefassten endgültigen Kaufpreiszuordnungen:
Endgültige Darstellung der Erstkonsolidierungsbilanzen für die Erwerbe des Geschäftsjahres 2010/11
| Mio. € | Buchwerte zum Zeitpunkt des Erwerbs | Neubewertung von Vermögenswerten und Schulden | Buchwerte zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung |
|---|---|---|---|
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 2,2 | 19,8 | 22,0 |
| Sachanlagevermögen | 3,0 | - 0,1 | 2,9 |
| Finanzanlagevermögen | 3,7 | - 1,2 | 2,5 |
| Anlagevermögen | 8,9 | 18,5 | 27,4 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte einschließlich latenter Ertragsteueransprüche | 26,5 | - 1,3 | 25,2 |
| Finanzmittel | 12,5 | – | 12,5 |
| Ertragsteuerrückstellungen | 0,2 | 2,9 | 3,1 |
| Sonstige Rückstellungen | 0,7 | 1,3 | 2,0 |
| Finanzschulden | 2,2 | – | 2,2 |
| Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungsposten | 42,4 | 1,2 | 43,6 |
| Eigenkapital | 2,4 | 11,8 | 14,2 |
Der aus der Verrechnung der übertragenen Gegenleistungen mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital entstandene Geschäfts- oder Firmenwert in der Konzernbilanz erhöhte sich im Vergleich zum 30. September 2011 infolge der geänderten Kaufpreiszuordnung um umgerechnet 0,9 Mio. €. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte verkörpern im Wesentlichen einen Teil der erwarteten Synergie- und Ertragspotenziale.
Unter Berücksichtigung der geänderten Kaufpreiszuordnungen ergeben sich folgende Auswirkungen auf die Konzernbilanz zum 30. September 2011:
Auswirkungen von geänderten Kaufpreiszuordnungen und -anpassungen auf die Konzernbilanz
| Mio. € | Anpassung 30.9.2011 |
|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | + 0,9 |
| Sachanlagen | + 1,0 |
| Finanzanlagen | - 0,2 |
| Langfristige Vermögenswerte | + 1,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | + 1,7 |
| Sonstige Vermögenswerte (einschließlich aktiver Rechnungsabgrenzungsposten) | - 1,7 |
| Sonstige Rückstellungen | + 2,0 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | + 2,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - 0,3 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | - 0,3 |
Aus diesen endgültigen Kaufpreisanpassungen entstanden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernbilanz zum 30. September 2011 sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Vorperiode.
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des TUI Konzerns aus Desinvestitionen ergeben sich im Wesentlichen aus dem im Juni 2012 erfolgten Verkauf von 17,4% der Hapag-Lloyd-Anteile an das Albert Ballin-Konsortium. Zu den Auswirkungen sei auf die Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und zur Konzernbilanz verwiesen.
Währungsumrechnung
Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ausgenommen hiervon sind Gewinne und Verluste, die als qualifizierte Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen (Cash Flow Hedges) im Eigenkapital zu erfassen sind.
Jahresabschlüsse sind in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft erstellt. Als funktionale Währung einer Gesellschaft wird die Währung des wirtschaftlichen Umfelds bezeichnet, in dem die Gesellschaft primär tätig ist. Mit Ausnahme von wenigen touristischen Gesellschaften stimmt die Funktionalwährung der Tochtergesellschaften mit der Währung des Landes überein, in dem die jeweilige Tochtergesellschaft ihren Sitz hat.
Sofern Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften in anderen Funktionalwährungen erstellt werden als dem Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erfolgt die Umrechnung von Vermögenswerten, Schulden und Bilanzvermerken zum Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs). Diesen Gesellschaften zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwerte und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die beim Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und ebenso zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und damit das in der Erfolgsrechnung ausgewiesene Jahresergebnis werden grundsätzlich mit demjenigen Monatsdurchschnittskurs umgerechnet, in dessen Periode der zugehörige Geschäftsvorfall fällt.
Umrechnungsdifferenzen bei nicht monetären Posten, deren Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam verrechnet werden (z.B. erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente), sind in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Demgegenüber sind Umrechnungsdifferenzen bei nicht monetären Posten, deren Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts im Eigenkapital berücksichtigt werden (z.B. als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Eigenkapitalinstrumente), innerhalb der Gewinnrücklagen erfasst.
Im TUI Konzern gibt es im Berichts- und im Vorjahr kein Tochterunternehmen, das seine Geschäfte in einer hochinflationären Volkswirtschaft betreibt.
Bei der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, finden für die Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts sowie die Umrechnung der Geschäfts- oder Firmenwerte grundsätzlich die gleichen Grundsätze Anwendung wie bei konsolidierten Tochterunternehmen.
Differenzen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen werden erfolgsneutral behandelt und im Konzerneigenkapital als Unterschiede aus der Währungsumrechnung gesondert ausgewiesen. Wenn ein ausländisches Unternehmen oder ein ausländischer Geschäftsbetrieb veräußert wird, werden bislang im sonstigen Ergebnis erfasste Währungsdifferenzen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Gewinns bzw. Verlusts aus der Veräußerung erfasst.
Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Net investment in foreign operation)
Monetäre Posten in Form von ausstehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber einem ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Abwicklung in einem absehbaren Zeitraum weder geplant noch wahrscheinlich ist, stellen einen Teil der Nettoinvestition in diesen ausländischen Geschäftsbetrieb dar. Währungsdifferenzen aus der Umrechnung dieser monetären Posten werden im sonstigen Ergebnis, d.h. erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Wechselkurse von für den TUI Konzern bedeutenden Währungen
| Stichtagskurs | Jahresdurchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|
| Je € | 30.9.2012 | 30.9.2011 | 2011/12 | 2010/11 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Britische Pfund | 0,80 | 0,87 | 0,83 | 0,87 |
| US-Dollar | 1,29 | 1,35 | 1,32 | 1,39 |
| Schweizer Franken | 1,21 | 1,22 | 1,21 | 1,26 |
| Schwedische Kronen | 8,45 | 9,26 | 8,85 | 9,06 |
Konsolidierungsmethoden
Die Bilanzierung des Nettovermögens erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Dabei wird zunächst ungeachtet von bestehenden nicht beherrschenden Anteilen eine vollständige Zeitwertbewertung aller identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Anschließend wird die zum Zeitwert bewertete Gegenleistung für den Erwerb des Beteiligungsanteils mit dem auf den erworbenen Anteil entfallenden neu bewerteten Eigenkapital verrechnet. Aktive Unterschiedsbeträge aus Unternehmenserwerben werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert und entsprechend den Vorschriften des IFRS 3 als Vermögenswert der erworbenen Tochtergesellschaft bilanziert. Passive Unterschiedsbeträge werden zum Zeitpunkt der Entstehung sofort ergebniswirksam aufgelöst, wobei der Effekt der Auflösung als sonstiger Ertrag ausgewiesen wird.
Änderungen des Zeitwerts von bedingten Gegenleistungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Überprüfung der Werthaltigkeit (Impairment Test) der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt regelmäßig mindestens einmal jährlich nach Abschluss des jährlichen Planungsprozesses. Darüber hinaus werden Impairment Tests durchgeführt, sofern Ereignisse oder Anhaltspunkte vorliegen, die eine mögliche Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte anzeigen.
Bei Anteilszukäufen nach Kontrollerlangung (Aufstockung der Anteile) werden Unterschiedsbeträge zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert von erworbenen Anteilen direkt im Eigenkapital erfasst. Analog werden die Effekte aus Anteilsverkäufen ohne Kontrollverlust ebenfalls direkt im Eigenkapital verbucht. Kommt es hingegen zu einer Kontrollerlangung bzw. einem Kontrollverlust, findet eine ergebniswirksame Gewinn- oder Verlustrealisierung statt. Diese Ergebniswirkung entsteht bei sukzessiven Unternehmenserwerben (Transaktionen mit Kontrollerlangung), indem der zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zu dem zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden Zeitwert neu bewertet wird. Bei Transaktionen mit Kontrollverlust umfasst der Gewinn oder Verlust nicht nur den Unterschied zwischen den Buchwerten der abgehenden Anteile und der erhaltenen Gegenleistung, sondern auch das Ergebnis aus der Neubewertung der verbleibenden Anteile.
Im Fall von Sukzessiverwerben bis zum 31. Dezember 2008, die noch nach der alten Regelung des IAS 27 abgebildet wurden, ist zu jedem Erwerbszeitpunkt eine vollständige Zeitwertbewertung von Vermögenswerten und Schulden des erworbenen Unternehmens vorgenommen worden. Der zu bilanzierende Unterschiedsbetrag ergab sich aus der Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf den erworbenen Anteil entfallenden neu bewerteten Eigenkapital zu den jeweiligen Erwerbszeitpunkten. Zwischen den Erwerbszeitpunkten entstehende Zeitwertveränderungen von Vermögenswerten und Schulden wurden gemäß der Beteiligungsquote, die noch nicht zu einer Konsolidierung der Gesellschaft führte, in der Konzernbilanz erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und als Neubewertungsrücklage ausgewiesen. Im Rahmen der Entkonsolidierung wird diese Neubewertungsrücklage mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Erlös aus der Veräußerung des Tochterunternehmens und dem anteiligen Konzerneigenkapital, einschließlich bis dahin erfolgsneutral erfasster Unterschiede aus der Währungsumrechnung, der Neubewertungsrücklage, der Rücklage für Wertänderungen von Finanzinstrumenten sowie eliminierten Zwischenergebnissen, wird zum Zeitpunkt der Veräußerung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ausgenommen hiervon sind im Rahmen der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 erfolgsneutral im Konzerneigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste. Bei der Veräußerung wird der diesen Tochtergesellschaften zurechenbare Geschäfts- oder Firmenwert in die Bestimmung des Gewinns bzw. Verlusts aus der Veräußerung einbezogen.
Im Konzern werden die wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bilanziert und zum Zeitpunkt des Erwerbs mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Beteiligungsansatz des Konzerns an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen umfasst dabei den beim Erwerb jeweils entstehenden Geschäfts- oder Firmenwert.
Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung (Ergebnis aus den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen) und der Anteil der Veränderung der Rücklagen in den Gewinnrücklagen des Konzerns erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden im Beteiligungsbuchwert gezeigt. Wenn der Verlustanteil an einem assoziierten Unternehmen oder einem Gemeinschaftsunternehmen dem ursprünglichen Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, werden grundsätzlich keine weiteren Verluste erfasst. Darüber hinausgehende Verluste werden nur erfasst, sofern für das assoziierte Unternehmen oder das Gemeinschaftsunternehmen Verpflichtungen eingegangen oder für das Unternehmen Zahlungen geleistet wurden.
Zwischengewinne aus Transaktionen zwischen Tochterunternehmen werden vollständig eliminiert. Zwischengewinne aus Transaktionen mit nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an den Unternehmen eliminiert. Zwischenverluste werden ebenfalls eliminiert, sofern die Transaktion nicht auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hindeutet.
Vorausgesetzt, dass Abweichungen zwischen den von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und den konzerneinheitlichen Rechnungslegungsvorschriften bekannt und zugänglich sind, werden grundsätzlich Anpassungen vorgenommen.
Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Sofern die Voraussetzungen zur Konsolidierung von Drittschuldverhältnissen gegeben sind, wird hiervon Gebrauch gemacht. Konzerninterne Umsatzerlöse und andere Erträge sowie die entsprechenden Aufwendungen werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr werden unter Berücksichtigung latenter Ertragsteuern ergebniswirksam zurückgenommen. Zwischenverluste werden jedoch gegebenenfalls als Indikator zur Notwendigkeit der Durchführung eines Wertminderungstests für den übertragenen Vermögenswert betrachtet. Konzerninterne Lieferungen und Leistungen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.
Bilanzierung und Bewertung
Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Wertansätze im Konzernabschluss werden unbeeinflusst von steuerlichen Vorschriften allein von der wirtschaftlichen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Rahmen der Regelungen des IASB bestimmt.
Ertragsrealisierung
Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer, Retouren, Rabatte und Preisnachlässe und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen.
Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen erfolgt grundsätzlich nach Erbringung der Leistung bzw. Lieferung der Vermögenswerte und damit mit dem Gefahrenübergang.
Die von Reisebüros erzielten Provisionserlöse für die Vermittlung von Pauschalreisen werden bei Zahlung des Kunden, spätestens jedoch bei Abreise, realisiert. Die Leistung des Reiseveranstalters besteht im Wesentlichen aus der Organisation und Koordination einer Pauschalreise. Deshalb werden Umsatzerlöse aus der Veranstaltung von Pauschalreisen vollständig bei Reiseantritt realisiert. Die Realisierung von Umsatzerlösen aus einzelnen Reisebausteinen, die durch Kunden direkt bei Flug- oder Hotelgesellschaften oder bei Zielgebietsagenturen gebucht werden, erfolgt zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme der Leistung durch den Reisenden. Erlöse für noch nicht beendete Kreuzfahrten werden anteilig gemäß Fertigstellungsgrad am Bilanzstichtag realisiert. Dabei bestimmt sich der Fertigstellungsgrad aus dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag vergangenen Reisetage zu den Gesamtreisetagen.
Zinserträge werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividenden werden vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist.
Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte, bei denen es sich überwiegend um Software zum Zwecke der Eigennutzung handelt, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert, sofern der Zufluss eines Nutzens für den Konzern wahrscheinlich ist und verlässlich bewertet werden kann. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Einzelkosten und den direkt zurechenbaren Gemeinkosten zusammen. Sofern immaterielle Vermögenswerte nur über einen begrenzten Zeitraum nutzbar sind, erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer.
Durch Unternehmenszusammenschlüsse erworbene immaterielle Vermögenswerte – wie gebuchte Reisen (Order Book), Kundenstamm und Markenrechte – werden mit dem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt angesetzt und ebenfalls planmäßig abgeschrieben.
Wirtschaftliche Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten
| Nutzungsdauer | |
|---|---|
| Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte | bis zu 20 Jahre |
| Markenrechte zum Erwerbszeitpunkt | 15 bis 20 Jahre |
| Gebuchte Reisen zum Erwerbszeitpunkt | bis zur Abreise |
| Software | 3 bis 10 Jahre |
| Kundenstamm zum Erwerbszeitpunkt | bis zu 15 Jahre |
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmbaren Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft (Impairment Test). Darüber hinaus erfolgen Überprüfungen, sofern Ereignisse oder Anhaltspunkte vorliegen, die eine mögliche Wertminderung der Vermögenswerte anzeigen. Bei den immateriellen Vermögenswerten mit einer unbestimmbaren Nutzungsdauer des TUI Konzerns handelt es sich ausschließlich um Geschäfts- oder Firmenwerte.
Die Überprüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten wird auf der Ebene von Zahlungsmittel generierenden Einheiten durchgeführt. Zahlungsmittel generierende Einheiten sind nach den Regelungen des IASB definiert als kleinste identifizierbare Einheiten, die weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten in der Lage sind, Mittelzuflüsse aus einer fortgesetzten Nutzung zu erzielen. Im Segment Touristik ist die Sparte TUI Travel in ihrer Gesamtheit eine Zahlungsmittel generierende Einheit. Die Zuordnung in der Sparte TUI Hotels & Resorts entspricht den unterschiedlichen Hotelgruppen.
Außerplanmäßige Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der Buchwert der getesteten Einheiten zuzüglich der zurechenbaren Geschäfts- oder Firmenwerte höher ist als der zukünftig erzielbare Betrag. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten (Fair Value less Costs to Sell) und dem Barwert der künftigen Zahlungsströme der getesteten Einheit bei fortgeführter Nutzung im Unternehmen (Nutzungswert bzw. Value in Use). Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht dem Betrag, der zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern nach Abzug von Veräußerungskosten erzielt werden könnte. Aufgrund der Restriktionen bei Ermittlung der Zahlungsströme zur Ableitung des Nutzungswerts, wie zum Beispiel keine Berücksichtigung von Ergebniseffekten aus Erweiterungsinvestitionen oder aus Restrukturierungen, für die keine Rückstellung nach IAS 37 gebildet wurde, übersteigt der beizulegende Zeitwert abzüglich Verkaufskosten in der Regel den Nutzungswert und stellt somit den erzielbaren Betrag dar.
Da für die zu testenden Einheiten mit Ausnahme der TUI Travel kein beizulegender Zeitwert über einen aktiven Markt verfügbar war, wurde dieser über eine Diskontierung der erwarteten betrieblichen Zahlungsmittelüberschüsse ermittelt. Basis hierfür war die zum Bilanzstichtag aufgestellte Mittelfristplanung der betrachteten Einheit, wobei Ertragsteuerzahlungen in Abzug gebracht wurden. Die budgetierten Umsatzerlöse und EBITA-Margen basieren auf Erfahrungen der vergangenen Geschäftsjahre sowie auf den Erwartungen in Bezug auf die künftige Marktentwicklung. Für die Sparte TUI Travel wird eine durchschnittliche Wachstumsrate der Umsatzerlöse in Höhe von 5% zugrunde gelegt. Die erwartete EBITA-Marge liegt zwischen 4% und 5%. In der Sparte TUI Hotels & Resorts wird mit einem durchschnittlichen Umsatzzuwachs in Höhe von 5% geplant. Die erwartete EBITA-Marge liegt zwischen 20% und 22%. Zahlungsmittelüberschüsse nach dem Detailplanungszeitraum von drei bis fünf Jahren werden mit einer Wachstumsrate von 1% extrapoliert.
Der für die Abzinsung zugrunde gelegte gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz nach Ertragsteuern beträgt für die Detailplanungsjahre 2012/13 bis 2014/15 für die Sparte TUI Travel 8,5% p.a. und für die Sparte TUI Hotels & Resorts 8,25% p.a. und nach Berücksichtigung des Wachstumsabschlags für die nachhaltige Periode 7,5% p.a. bzw. 7,25% p.a. Eine Verprobung der ermittelten beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von Analystenschätzungen zur TUI AG auf Segmentebene (Sum of the Parts-Bewertungen). Eine Verprobung anhand von marktüblichen „multiples“ wurde ebenfalls durchgeführt. Aus der Verprobung ergaben sich keine wesentlichen Abweichungen der ermittelten beizulegenden Zeitwerte im Vergleich zur Markteinschätzung. Die zu berücksichtigenden Veräußerungskosten wurden auf Grundlage von Erfahrungen aus Transaktionen der Vergangenheit bestimmt.
Sind die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Wertminderungen entfallen, werden zugunsten der sonstigen Erträge entsprechende Zuschreibungen erfasst. Zuschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind gemäß IAS 36 nicht zulässig.
Sachanlagen
Das Sachanlagevermögen wird zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die aufgebracht wurden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten werden auf Basis von Einzelkosten sowie direkt zurechenbaren Gemeinkosten und Abschreibungen ermittelt.
Fremdkapitalkosten, die in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehen, werden für den Zeitraum bis zur Herstellung des betriebsbereiten Zustands des Vermögenswerts in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte einbezogen. Der zugrunde gelegte Finanzierungskostensatz beträgt 6,5% p.a. für das laufende Geschäftsjahr und 6,75% p.a. für das Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 10,7 Mio. € (Vorjahr 8,1 Mio. €) als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden als laufender Aufwand erfasst.
Der Finanzierungskostensatz ermittelt sich auf Basis der spezifischen Finanzierungskosten bei speziell für die Beschaffung eines qualifizierten Vermögenswertes aufgenommenen Fremdmitteln und ansonsten als gewogener Durchschnitt der Fremdkapitalkosten der aufgenommenen Fremdfinanzierung.
Den nutzungsbedingten planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern zugrunde:
Wirtschaftliche Nutzungsdauern Sachanlagevermögen
| Nutzungsdauer | |
|---|---|
| Hotelgebäude | 30 bis 40 Jahre |
| Sonstige Gebäude | bis zu 50 Jahre |
| Kreuzfahrtschiffe | 20 bis 30 Jahre |
| Yachten | 5 bis 15 Jahre |
| Motorboote | 15 bis 24 Jahre |
| Flugzeuge | |
| Flugzeugrümpfe und -triebwerke | bis zu 18 Jahre |
| Triebwerksüberholungen | intervallabhängig, bis zu 5 Jahre |
| Großreparaturen | intervallabhängig, bis zu 5 Jahre |
| Ersatzteile | 12 Jahre |
| Sonstige technische Anlagen und Maschinen | bis zu 40 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | bis zu 10 Jahre |
Des Weiteren wird die Höhe der planmäßigen Abschreibungen durch die zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer eines Vermögenswerts erzielbaren Restwerte bestimmt. Bei Kreuzfahrtschiffen und deren Hotelbereichen wird bei erstmaliger Bilanzierung von einem Restwert in Höhe von 30% der Anschaffungskosten ausgegangen. Die Bestimmung der planmäßigen Abschreibung von Flugzeugrümpfen, -triebwerken und -ersatzteilen bei erstmaliger Bilanzierung erfolgt unter Berücksichtigung eines Restwerts von 20% der Anschaffungskosten.
Sowohl wirtschaftliche Nutzungsdauern als auch angenommene Restwerte werden einmal jährlich im Rahmen der Jahresabschlusserstellung überprüft. Die Überprüfung der Restwerte erfolgt auf Basis von vergleichbaren Vermögenswerten am Ende ihrer Nutzungsdauer zum heutigen Zeitpunkt. Vorzunehmende Anpassungen werden als Korrektur der planmäßigen Abschreibungen über die Restnutzungsdauer des Vermögenswerts vorgenommen. Die Anpassung der planmäßigen Abschreibung erfolgt rückwirkend für das gesamte Geschäftsjahr, in dem die Überprüfung stattgefunden hat. Ergibt die Überprüfung eine Erhöhung des erzielbaren Restwerts, so dass dieser den verbliebenen Nettobuchwert des Vermögenswerts übersteigt, werden die planmäßigen Abschreibungen ausgesetzt. Zuschreibungen werden in diesem Fall nicht vorgenommen.
Wertverlusten, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch die Erfassung von außerplanmäßigen Wertminderungen Rechnung getragen. Sofern Ereignisse oder Anhaltspunkte vorliegen, die eine Wertminderung anzeigen, wird im Rahmen der dann durchzuführenden Werthaltigkeitstests der Buchwert eines Vermögenswerts mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und dem Barwert der künftigen, dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme (Nutzungswert).
Erhaltene Investitionszuschüsse werden als Minderung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gezeigt, sofern diese Zuschüsse direkt einzelnen Posten des Sachanlagevermögens zuzuordnen sind. Kann eine direkte Zuordnung nicht vorgenommen werden, so sind die erhaltenen Zuschüsse und Zulagen als passiver Rechnungsabgrenzungsposten unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und werden entsprechend der Nutzung des Investitionsprojektes aufgelöst.
Leasingverhältnisse
Finanzierungsleasing
Gemietete Sachanlagen, bei denen der TUI Konzern gemäß den Kriterien des IAS 17 alle wesentlichen mit dem Gegenstand verbundenen Chancen und Risiken trägt, werden aktiviert. Die Aktivierung erfolgt dabei zum beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Die Abschreibung erfolgt planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrags. Dabei wird die Abschreibungsmethode herangezogen, die auch für vergleichbare erworbene bzw. hergestellte Vermögenswerte Anwendung findet. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind als Verbindlichkeit passiviert, wobei der zukünftige Zinsaufwand jedoch unberücksichtigt bleibt. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, so dass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Der Zinsanteil wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Wenn Gesellschaften des TUI Konzerns als Leasinggeber eines Finanzierungsleasings auftreten, werden Forderungen in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus den Leasingverhältnissen erfasst. Die periodische Verteilung der Erträge aus den Finanzierungsleasingverträgen ergibt eine im Zeitablauf konstante Verzinsung des ausstehenden Nettoinvestitionswerts aus den Leasingverhältnissen.
Operating Leases
Sowohl Aufwendungen als auch Erträge aus operativen Leasingverträgen werden linear über die Laufzeit der entsprechenden Verträge in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Sale-and-leaseback-Transaktionen
Gewinne aus Sale-and-leaseback-Transaktionen, welche zu einem Finanzierungsleasing führen, werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam verteilt. Verluste werden sofort zum Transaktionszeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Führt eine Sale-and-leaseback-Transaktion zu einem Operating Lease, wird ein Gewinn oder Verlust grundsätzlich sofort vereinnahmt, wenn die Transaktion nachweislich zu Marktwerten durchgeführt wurde. Wird ein entstandener Verlust durch zukünftige, unter dem Marktpreis liegende Leasingraten ausgeglichen, so wird dieser Verlust über die Laufzeit des Leasingvertrags abgegrenzt. Übersteigt der vereinbarte Verkaufspreis den beizulegenden Zeitwert, so wird der Gewinn aus der Differenz zwischen diesen beiden Werten ebenfalls abgegrenzt.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Immobilien, die nicht betrieblich genutzt werden und ausschließlich zur Erzielung von Mieteinnahmen und Gewinnen aus Wertsteigerungen dienen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die planmäßige Abschreibung dieser Immobilien erfolgt über einen Zeitraum von maximal 50 Jahren.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind vertraglich vereinbarte Ansprüche oder Verpflichtungen, die zu einem Ab- oder Zufluss von finanziellen Vermögenswerten oder zur Ausgabe von Eigenkapitalrechten führen werden. Sie umfassen auch die aus originären Vermögenswerten abgeleiteten (derivativen) Ansprüche oder Verpflichtungen.
Nach IAS 39 werden Finanzinstrumente in folgende Bewertungskategorien unterteilt: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten (at fair value through profit or loss), Kredite und Forderungen (loans and receivables), zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale), bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte (held to maturity) sowie sonstige Verbindlichkeiten (other liabilities).
Finanzinstrumente, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bestehen im TUI Konzern in Form von derivativen Finanzinstrumenten, die hauptsächlich als zu Handelszwecken gehalten einzustufen sind (held for trading). Zusätzlich existiert eine zum beizulegenden Zeitwert bewertete Beteiligung, welche kurzfristig veräußert werden soll. Auf eine Ausübung der Fair Value-Option wird verzichtet. Des Weiteren bestehen im TUI Konzern finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Kredite und Forderungen und zur Veräußerung verfügbar. Hingegen bestehen im vorliegenden Abschluss keine bis zur Endfälligkeit gehaltenen finanziellen Vermögenswerte (held to maturity).
Im Geschäftsjahr 2011/12 sowie im vorangegangenen Geschäftsjahr gab es keine Umklassifizierungen innerhalb der Bewertungskategorien.
Originäre finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten
Originäre finanzielle Vermögenswerte werden mit dem Wert zum Handelstag angesetzt, an dem sich der Konzern zum Kauf des Vermögenswerts verpflichtet. Originäre finanzielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz als Kredite und Forderungen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zu Beginn zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt.
Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit vertraglich vereinbarten fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die an keinem aktiven Markt notiert sind. Diese werden in der Bilanz unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen und als kurzfristig klassifiziert, soweit ihre Fälligkeit innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag liegt.
Kredite und Forderungen werden im Rahmen der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Für erkennbare Einzelrisiken werden Wertberichtigungen gebildet. Liegt ein objektiver Hinweis auf Wertminderungen vor, werden Wertberichtigungen in dem Umfang vorgenommen, der dem erwarteten Nutzungsausfall entspricht. Wertminderungen und Wertaufholungen werden dem sachlichen Hintergrund entsprechend in den Umsatzkosten, den Verwaltungsaufwendungen oder den Finanzaufwendungen ausgewiesen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie im Einzelnen ausdrücklich zugeordnet wurden oder keiner anderen Kategorie finanzieller Vermögenswerte zugeordnet werden konnten. Im TUI Konzern handelt es sich dabei ausschließlich um gehaltene Anteile an Gesellschaften und Wertpapiere. Sie werden den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern nicht die Absicht vorliegt, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden nach ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden bis zum Abgang der Vermögenswerte erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Einer nachhaltigen Minderung des beizulegenden Zeitwerts wird durch eine erfolgswirksam erfasste Wertminderung Rechnung getragen. Im Fall einer späteren Wertaufholung wird die erfolgswirksam erfasste Wertminderung bei Eigenkapitalinstrumenten nicht rückgängig gemacht, sondern erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Liegt für gehaltene Anteile kein auf einem aktiven Markt notierter Marktpreis vor und sind andere Methoden zur Ermittlung eines objektivierbaren Marktwerts nicht anwendbar, werden die Eigenkapitalinstrumente zu Anschaffungskosten bewertet.
Eine Ausbuchung der Vermögenswerte erfolgt insbesondere zum Zeitpunkt des Erlöschens bzw. der Übertragung der Rechte auf Zahlungen aus dem Vermögenswert und somit zum Zeitpunkt, zu dem im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen wurden.
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn eine Verpflichtung besteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zu deren beizulegendem Zeitwert. Bei aufgenommenen Krediten wird der erhaltene Nominalbetrag um einbehaltene Disagios und gezahlte Kapitalaufnahmekosten gekürzt. Die Folgebewertung originärer finanzieller Verbindlichkeiten erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Derivative Finanzinstrumente und Hedging
Derivative Finanzinstrumente werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Tag des Vertragsabschlusses bewertet. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zu dem am jeweiligen Bilanzstichtag geltenden beizulegenden Zeitwert. Soweit derivative Finanzinstrumente nicht Bestandteil einer Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) sind, werden sie entsprechend IAS 39 als zu Handelszwecken gehalten (held for trading) klassifiziert.
Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten ist davon abhängig, ob das derivative Finanzinstrument als Sicherungsinstrument klassifiziert wurde, und von der Art des abgesicherten Grundgeschäfts. Liegt keine Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) gemäß IAS 39 vor, werden die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten sofort erfolgswirksam erfasst. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird der Besicherungszusammenhang als solcher bilanziert.
Der TUI Konzern wendet die Vorschriften zum Hedge Accounting zur Sicherung von Bilanzposten und künftigen Zahlungsströmen an. Nach Art des abgesicherten Grundgeschäfts werden derivative Finanzinstrumente entweder zur Sicherung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld (Fair Value Hedge) oder zur Sicherung der Risiken schwankender Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden zukünftigen Transaktionen (Cash Flow Hedge) eingesetzt. Im vorliegenden Konzernabschluss bestanden keine Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von beizulegenden Zeitwerten von Vermögenswerten und Schulden (Fair Value Hedge).
Bei Abschluss der Transaktion werden die Sicherungsbeziehung zwischen Sicherungsinstrument und Grundgeschäft, das Ziel des Risikomanagements sowie die zugrunde liegende Strategie dokumentiert. Darüber hinaus wird zu Beginn der Sicherungsbeziehung und fortlaufend überwacht und dokumentiert, ob die in der Sicherungsbeziehung eingesetzten Derivate die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Zahlungsströme der Grundgeschäfte hocheffektiv kompensieren.
Der effektive Teil von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten, die als Cash Flow Hedge für eine Absicherung von Zahlungsströmen bestimmt sind, wird im Eigenkapital erfasst. Der etwaige ineffektive Teil derartiger Wertänderungen wird dagegen ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Im Eigenkapital abgegrenzte Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht und als Ertrag bzw. Aufwand erfasst, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird.
Wenn ein Sicherungsgeschäft ausläuft, veräußert wird oder nicht mehr die Kriterien zur Bilanzierung als Sicherungsgeschäft erfüllt, verbleibt der bis dahin im Eigenkapital kumulierte Gewinn bzw. Verlust im Eigenkapital und wird erst dann erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die ursprünglich gesicherte, zukünftige Transaktion eintritt. Wird der Eintritt der zukünftigen Transaktion nicht länger erwartet, werden die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne bzw. Verluste sofort ergebniswirksam vereinnahmt.
Vorräte
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Als Nettoveräußerungswert werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen variablen Vertriebskosten angesetzt. Bei allen Vorräten sind individuelle Bewertungsabschläge zu berücksichtigen, sofern die Nettoveräußerungswerte niedriger sind als die Buchwerte der Vorräte. Wenn zu einer Abwertung der Vorräte führende Gründe nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Die Bewertung für gleichartige Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt nach der Durchschnittsmethode.
Finanzmittel
Finanzmittel umfassen Bargeld, Sichteinlagen, andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten und Kontokorrentguthaben. Ausgenutzte Kontokorrentkredite werden als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert,wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden wird.
Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten. Planmäßige Abschreibungen und at-Equity-Bewertungen sind auszusetzen. Wertminderungen auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten sind erfolgswirksam zu erfassen, wobei ein späterer Anstieg zu einer Gewinnrealisierung bis zur Höhe des kumulativen Wertminderungsaufwandes führt.
Hybridkapital
Aus den Anleihebedingungen des zum Ende des Geschäftsjahres 2005 begebenen Hybridkapitals ergibt sich gemäß IAS 32 eine Bilanzierung als Eigenkapitalbestandteil des Konzerns. Dementsprechend wird die steuerlich abzugsfähige Verzinsung nicht innerhalb der Zinsaufwendungen ausgewiesen, sondern analog zu den Dividendenverpflichtungen gegenüber den Aktionären der TUI AG behandelt. Angefallene Kapitalbeschaffungskosten wurden unter Berücksichtigung latenter Ertragsteuern direkt vom Hybridkapital abgesetzt.
Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert und es darüber hinaus wahrscheinlich ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung führen wird und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden konnte. Restrukturierungsrückstellungen umfassen Zahlungen für die vorzeitige Kündigung von Mietverhältnissen sowie Abfindungszahlungen an Mitarbeiter. Für zukünftige operative Verluste werden keine Rückstellungen erfasst.
Wenn eine Vielzahl gleichartiger Verpflichtungen besteht,wird die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung auf Basis der Gruppe dieser Verpflichtungen ermittelt. Eine Rückstellung wird auch dann passiviert, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung in Bezug auf eine einzelne, in dieser Gruppe enthaltene Verpflichtung gering ist.
Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Ausgaben bewertet, wobei ein Vorsteuerzinssatz verwendet wird, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes sowie die für die Verpflichtung spezifischen Risiken berücksichtigt. Bereits in den Schätzungen zukünftiger Zahlungsströme berücksichtigte Risiken haben keine Auswirkung auf den Abzinsungssatz. Aus der Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellungen werden erfolgswirksam als Zinsaufwendungen erfasst.
Die angesetzte Pensionsrückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (Defined Benefit Obligation, DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Die Bewertung dieser Vermögenswerte ist auf den Barwert des wirtschaftlichen Nutzens in Form von Rückerstattungen aus dem Plan oder der Minderung künftiger Beitragszahlungen beschränkt. Das bestehende Wahlrecht zur Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste, die aus der regelmäßig durchzuführenden Anpassung von versicherungsmathematischen Parametern entstehen, wird derart ausgeübt, dass diese Gewinne und Verluste zum Entstehungszeitpunkt erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet werden. Die DBO wird jährlich von unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten künftigen Mittelabflüsse mit einem Zinssatz, basierend auf Zinssätzen von erstrangigen Industrieanleihen abgezinst werden.
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst, sofern die Änderungen des Pensionsplans nicht vom Verbleib des Mitarbeiters im Unternehmen für einen festgelegten Zeitraum abhängen (Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit). In diesem Fall wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand linear über den Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit erfolgswirksam erfasst.
Bei beitragsorientierten Plänen leistet der Konzern aufgrund einer gesetzlichen, einer vertraglichen oder einer freiwilligen Verpflichtung Beiträge an öffentliche oder private Pensionsversicherungspläne. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Kapitalaufnahme- und Transaktionskosten angesetzt. Im Zeitablauf werden die Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Bei der Ausgabe von Anleihen, die sowohl eine reine Fremdkapitalkomponente als auch eine zweite Komponente in Form von Wandel- oder Optionsrechten umfassen, werden die für den jeweiligen Bestandteil zugeflossenen finanziellen Mittel ihrem Charakter entsprechend bilanziert. Zum Emissionszeitpunkt wird die Fremdkapitalkomponente als Anleihe mit einem Wert angesetzt, der für die Ausgabe dieses Fremdkapitalinstruments ohne entsprechende Wandel- oder Optionsrechte auf Grundlage der bestehenden Marktbedingungen erzielt worden wäre. Sofern die Wandel- oder Optionsrechte als Eigenkapitalinstrument zu klassifizieren sind,wird die Differenz zum erzielten Emissionserlös unter Berücksichtigung latenter Steuern in die Kapitalrücklage eingestellt.
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich als Korrektur zu den Umsatzkosten erfasst. Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von Verbindlichkeiten, die nicht im Rahmen des normalen Leistungsprozesses anfallen, werden entsprechend dem Charakter der zugrunde liegenden Verbindlichkeit entweder unter den sonstigen Erträgen/anderen Aufwendungen oder den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen.
Latente Steuern
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen bilanziert.
Erwartete Steuerersparnisse aus der Nutzung von als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen werden aktiviert. Unabhängig von der weiterhin bestehenden unbeschränkten Vortragsfähigkeit inländischer Verlustvorträge wird die jährliche Nutzung in Deutschland jedoch durch die Mindestbesteuerung beschränkt. Für ausländische Verlustvorträge bestehen oftmals länderspezifische zeitliche Begrenzungen der Vortragsfähigkeit und Beschränkungen der Nutzung für Gewinne aus der betrieblichen Tätigkeit, die bei der Bewertung entsprechend berücksichtigt worden sind.
Latente Steuern werden unmittelbar dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben, wenn sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.
Latente Steuerforderungen werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die temporäre Differenz oder ein noch nicht genutzter steuerlicher Verlust verwendet werden kann.
Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder gesetzlich verabschiedet worden sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.
Tatsächliche Ertragsteuern
Die deutschen Gesellschaften des TUI Konzerns unterliegen abhängig vom anzuwendenden Gewerbesteuerhebesatz einer Gewerbesteuer von 15,2% bzw. 15,7% (Vorjahr 15,2% bzw. 15,7%). Der Körperschaftsteuersatz beträgt ebenso unverändert zum Vorjahr 15,0% zuzüglich eines Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5% auf die Körperschaftsteuer.
Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren von 0,0% bis zu 40,0%.
Latente und tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.
Aktienorientierte Vergütungen
Bei den im Konzern existierenden aktienorientierten Vergütungsplänen handelt es sich um Vergütungspläne, die in bar oder auch durch Eigenkapitalinstrumente abgegolten werden.
Für Transaktionen mit Barausgleich wird zum Zeitpunkt der Leistungserbringung durch den Anspruchsberechtigten die daraus resultierende Schuld des Konzerns zu ihrem beizulegenden Zeitwert aufwandswirksam angesetzt. Bis zur Begleichung der Schuld wird der beizulegende Zeitwert der Schuld zu jedem Berichtsstichtag neu bemessen und alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.
In dem Segment Touristik bestehen Vergütungspläne in Form von Aktienoptionsplänen, die von der TUI Travel PLC gewährt werden. Diese Vergütungspläne erlauben Organmitgliedern und Mitarbeitern, Aktien der TUI Travel PLC zu erwerben. Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird als Personalaufwand mit einer korrespondierenden direkten Erhöhung des Eigenkapitals erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionen ermittelt und über den Zeitraum verteilt, in dem die Mitarbeiter die Bezugsberechtigung für die Optionen erdienen.
Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird auf der Grundlage der Konditionen der Optionsgewährung unter Anwendung von Optionspreismodellen ermittelt. Der als Personalaufwand erfasste Betrag wird so angepasst, dass er auf der Anzahl der letztendlich ausübbaren Optionen beruht, mit der Ausnahme von Optionen, die allein deshalb verfallen, weil im Hinblick auf Marktbedingungen nicht die für die Ausübbarkeit erforderlichen Schwellenwerte erreicht werden.
Transaktionen zum Erwerb von Aktien an der TUI Travel PLC zur Erfüllung der Aktienoptionspläne werden direkt in der Gewinnrücklage im Eigenkapital erfasst.
Wesentliche Annahmen und Schätzungen
Die Darstellung der im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Rückstellungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ist von Schätzungen und Annahmen abhängig. Bestehende Unsicherheiten werden bei der Wertermittlung angemessen berücksichtigt.
Sämtliche Schätzungen und Annahmen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung wurde das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte zukünftige wirtschaftliche Umfeld in den Geschäftsfeldern und den Regionen, in denen der Konzern tätig ist, berücksichtigt.
Trotz sorgfältiger Schätzung kann die tatsächliche Entwicklung von den Schätzwerten abweichen. In solchen Fällen werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.
Die Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten wurde zum Bilanzstichtag überprüft. Einzelheiten zu der Durchführung von Impairment Tests sind im Abschnitt Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte des Kapitels Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt.
Zur Überprüfung der Wertansätze des Sachanlagevermögens wird jährlich eingeschätzt, ob ein Anhaltspunkt für eine mögliche Wertminderung gegeben ist. Diese Anhaltspunkte betreffen zahlreiche Bereiche wie z. B . das marktbezogene oder technische Umfeld, aber auch den physischen Zustand. Liegt ein solcher Anhaltspunkt vor, muss das Management den erzielbaren Betrag anhand von erwarteten Zahlungsströmen und angemessenen Zinssätzen schätzen. Darüber hinaus beziehen sich wesentliche Annahmen und Schätzungen auf die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern sowie erzielbarer Restwerte von Gegenständen des Sachanlagevermögens, welche mindestens einmal jährlich überprüft werden. Einzelheiten zu Nutzungsdauern und Restwerten von Gegenständen des Sachanlagevermögens sind im Abschnitt Sachanlagevermögen des Kapitels Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt.
Im Rahmen der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen sind die identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Dabei werden regelmäßig Cash Flow-basierte Verfahren eingesetzt, die in Abhängigkeit von den zugrunde liegenden Annahmen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen können. Insbesondere unterliegt die Einschätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten sowie die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Eventualschulden gewissen Unsicherheiten.
Wird ein langfristiger Vermögenswert oder eine Veräußerungsgruppe als zur Veräußerung gehalten dargestellt, unterliegt diese Klassifizierung der Einschätzung, dass ein Verkauf höchstwahrscheinlich ist und innerhalb von zwölf Monaten realisiert werden kann. Fehlt ein aktiver Markt für diesen Vermögenswert oder diese Veräußerungsgruppe, werden auch zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten Annahmen und Schätzungen zugrunde gelegt.
Im Rahmen des Ansatzes und der Bewertung von Rückstellungen müssen Annahmen hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit, Fälligkeit und Höhe des Risikos getroffen werden. Für die Ermittlung der Verpflichtung aus leistungsorientierten Pensionszusagen werden versicherungsmathematische Berechnungen herangezogen. Diese sind maßgeblich abhängig von den zugrunde gelegten Lebenserwartungen und der Auswahl des Abzinsungssatzes, der jedes Jahr neu ermittelt wird. Als Abzinsungssatz wird dabei der Zinssatz von erstrangigen Industrieanleihen herangezogen, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden, und deren Laufzeiten denen der Pensionsverpflichtungen entsprechen. Ebenso werden zur Bestimmung der erwarteten Erträge aus Planvermögen aktuelle Markterwartungen herangezogen. Detailinformationen sind bei den Erläuterungen zu den bilanzierten Pensionsrückstellungen unter Ziffer 31 beschrieben.
Zur Beurteilung der Effektivität von Sicherungsbeziehungen wird sowohl zu Beginn der Absicherung als auch fortlaufend die hohe Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung eingeschätzt. Des Weiteren unterliegt die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit für die zugrunde liegende erwartete künftige Transaktion bei der Absicherung von Zahlungsströmen einer gewissen Unsicherheit. Einzelheiten zu der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten und Sicherungsgeschäften sind im Abschnitt Finanzinstrumente des Kapitels Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt.
Der Konzern ist in verschiedenen Ländern ertragsteuerpflichtig. Zur Ermittlung der Ertragsteuerschulden sind wesentliche Annahmen erforderlich. Es gibt Geschäftsvorfälle und Berechnungen, deren endgültige Besteuerung während des gewöhnlichen Geschäftsverlaufs nicht abschließend ermittelt werden kann. Die Höhe der Verpflichtung für erwartete Steuerprüfungen basiert auf Schätzungen, ob und in welcher Höhe zusätzliche Ertragsteuern fällig werden. In der Periode der endgültigen Ermittlung der Besteuerung werden getroffene Schätzungen gegebenenfalls korrigiert.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Erläuterung zu den Segmenten
Die Identifizierung von Geschäftssegmenten erfolgt anhand der internen Organisations- und Berichtsstruktur, welche im TUI Konzern auch auf Grundlage der unterschiedlichen Produkte und Dienstleistungen aufgebaut ist. Die einzelnen organisatorischen Einheiten werden unabhängig von ihrer gesellschaftsrechtlichen Beteiligungsstruktur allein nach wirtschaftlichen Kriterien den Geschäftssegmenten zugeordnet. Für die Darstellung der berichtspflichtigen Segmente nach IFRS 8 werden zum einen Geschäftssegmente mit vergleichbaren wirtschaftlichen Merkmalen und zum anderen Geschäftssegmente, welche die quantitativen Schwellenwerte nicht erfüllen, mit anderen Geschäftssegmenten zusammengefasst.
Die Touristik stellt die Kernaktivität des Konzerns dar und besteht aus den Sparten TUI Travel, TUI Hotels & Resorts und Kreuzfahrten. Die Sparten stellen die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS 8 dar.
Die TUI Travel umfasst sämtliche Vertriebs-, Veranstalter-, Flug- und Zielgebietsaktivitäten des TUI Konzerns. Die operative Steuerung der Bereiche Mainstream, Specialist & Activity, Accommodation & Destinations und Emerging Markets erfolgt durch das Management der TUI Travel PLC. Die Sparte TUI Hotels & Resorts umfasst alle Hotelaktivitäten des Konzerns außerhalb der TUI Travel-Gruppe.
Die Sparte Kreuzfahrten setzt sich neben Hapag-Lloyd Kreuzfahrten auch aus den Aktivitäten von TUI Cruises zusammen, die als Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bewertet wird.
Unter dem Segment „Alle sonstigen Segmente” werden die Immobiliengesellschaften des Konzerns, sämtliche nicht zuordenbare Geschäftsaktivitäten (insbesondere Holdinggesellschaften) und das Ergebnis aus der Bewertung der Beteiligung an der Containerschifffahrt ausgewiesen. Im Bereich Holdinggesellschaften werden auch Umsatzerlöse und Aufwendungen aus dem konzerninternen Flugzeugvermietungsgeschäft dargestellt.
Aufwendungen und Erträge aus Führungsaufgaben der TUI AG werden entsprechend ihrer Zugehörigkeit den einzelnen Segmenten zugerechnet.
Erläuterung zu den Segmentdaten
Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen getätigt, wie sie auch bei Geschäften mit fremden Dritten zugrunde liegen.
Das betriebliche Segmentvermögen und die Segmentschulden setzen sich aus den Vermögenswerten bzw. dem Fremdkapital – ohne finanzielle Vermögenswerte, Finanzschulden und Pensionsrückstellungen sowie ohne Ertragsteuern – zusammen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind ebenfalls als Vermögenswerte der Segmente ausgewiesen.
Die langfristigen Vermögenswerte umfassen die Geschäfts- oder Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Equity-Buchwerte sowie die langfristigen Bestandteile der übrigen Vermögenswerte.
Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen sowie von immateriellen Vermögenswerten. Die Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen und enthalten nicht die Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten.
Die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen umfassen nicht Ab- und Zuschreibungen.
Ergebnisse aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften werden den einzelnen Segmenterlösen zugeordnet.
Die finanziellen Vermögenswerte und Finanzmittel werden zur Erzielung des Finanzergebnisses eingesetzt. Finanzschulden (einschließlich Pensionsrückstellungen) werden als zinstragende Schulden ausgewiesen und dienen zur Finanzierung der Geschäfts- und Investitionstätigkeit.
Bei der Überleitung des Vermögens und der Schulden der Segmente auf das Vermögen bzw. die Schulden des Konzerns sind die Ertragsteueransprüche bzw. Ertragsteuerrückstellungen und -verbindlichkeiten zu berücksichtigen.
In der Segmentberichterstattung werden insbesondere Ergebniskennzahlen wie EBITA, bereinigtes EBITA, EBITDA sowie EBITDAR angegeben, da diese Kennzahlen für die wertorientierte Unternehmensführung herangezogen werden. Das EBITA entspricht dabei der Konzernsteuerungsgröße im Sinne des IFRS 8. Da es sich bei der Beteiligung an der Hapag-Lloyd Holding AG aus Sicht der TUI AG um eine Finanzbeteiligung handelt, wird das Equity-Ergebnis der Containerschifffahrt sowie die Erträge aus der Verminderung und Bewertung des Engagements in der Containerschifffahrt bei der Berechnung der Ergebniskennzahlen der Segmente nicht berücksichtigt. Bei Einbeziehung der Ergebnisse aus der Beteiligung an der Containerschifffahrt würde sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA) von 551,4 Mio. € (Vorjahr 493,6 Mio. €) ergeben.
Kennzahlen nach Segmenten und Geschäftsbereichen
| Segment Touristik | Alle sonstigen Segmente | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | 2011/12 | 2010/11 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnisrechnung | |||||
| Umsatzerlöse | 18.297,2 | 17.430,4 | 33,1 | 49,9 | |
| Umsätze zwischen den Segmenten | 18,0 | 16,7 | 8,5 | 31,9 | |
| Segmentumsätze | 18.315,2 | 17.447,1 | 41,6 | 81,8 | |
| Konzernergebnis | |||||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | |||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 453,6 | 320,8 | - 200,9 | - 114,0 | |
| davon Equity-Ergebnis | 40,3 | 55,0 | - 49,0 | - 2,1 | |
| Zinsergebnis und Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | - 151,9 | - 156,0 | - 133,0 | - 130,8 | |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | 13,8 | – | – | – | |
| Verluste aus der nach der Equity-Methode bewerteten Containerschifffahrt | – | – | - 49,0 | - 2,1 | |
| Erträge aus der Verminderung und der Bewertung des Engagements in der Containerschifffahrt | – | – | 61,6 | 51,2 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA) | 619,3 | 476,8 | - 80,5 | - 32,3 | |
| Bereinigungen | 199,7 | 179,8 | 7,2 | - 24,2 | |
| Bereinigtes EBITA | 819,0 | 656,6 | - 73,3 | - 56,5 | |
| Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 369,5 | 406,4 | 4,1 | 8,4 | |
| davon außerplanmäßige Wertminderungen | 26,3 | 39,2 | 0,1 | 3,7 | |
| Sonstige Abschreibungen und Zuschreibungen | - 12,3 | 7,8 | – | 1,4 | |
| davon Zuschreibungen | – | 7,8 | – | 1,4 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) | 1.001,1 | 875,4 | - 76,4 | - 25,3 | |
| Mietaufwendungen | 817,1 | 824,9 | 12,2 | 28,8 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen, Abschreibungen und Mietaufwendungen (EBITDAR) | 1.818,2 | 1.700,3 | - 64,2 | 3,5 | |
| Vermögenswerte und Schulden | |||||
| Segmentvermögen | 8.870,5 | 8.533,8 | 231,5 | 250,5 | |
| davon Geschäfts- oder Firmenwerte | 3.046,4 | 2.907,2 | – | – | |
| Equity-Buchwerte | 820,1 | 724,8 | 573,9 | 1.010,7 | |
| Verzinsliche Konzernforderungen | 72,8 | 86,6 | 736,3 | 848,2 | |
| Finanzmittel | 1.148,3 | 1.152,5 | 1.130,1 | 828,8 | |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 208,1 | 270,4 | 2.215,0 | 2.679,6 | |
| Nicht zuordenbare Steuern | – | – | – | – | |
| Summe der Vermögenswerte | |||||
| Segmentschulden | 6.936,9 | 6.480,3 | 332,6 | 321,7 | |
| Finanzschulden gegenüber Dritten | 1.405,0 | 1.328,0 | 1.051,6 | 1.476,2 | |
| Finanzschulden Konzern | 719,6 | 883,9 | 67,6 | 67,6 | |
| Übrige finanzielle Schuldpositionen | 823,5 | 600,6 | 363,1 | 314,5 | |
| Nicht zuordenbare Steuern | – | – | – | – | |
| Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen | |||||
| Weitere Angaben | |||||
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen | 52,2 | 14,4 | 49,0 | 2,1 | |
| Zahlungsunwirksame Erträge | 67,5 | 69,5 | – | – | |
| Umsatzrendite (auf EBITA) | % | 3,4 | 2,7 | – | – |
| Investitionen | 640,7 | 471,7 | 2,5 | 2,7 | |
| Investitionen in Geschäfts- oder Firmenwerte | 10,1 | 2,7 | – | – | |
| Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 630,6 | 469,0 | 2,5 | 2,7 | |
| Finanzierungsquote | % | 59,8 | 86,2 | 164,0 | 311,1 |
| Mitarbeiter zum Bilanzstichtag | 73.391 | 73.079 | 421 | 628 |
| Konsolidierung | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | 2011/12 | 2010/11 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnisrechnung | |||||
| Umsatzerlöse | – | – | 18.330,3 | 17.480,3 | |
| Umsätze zwischen den Segmenten | - 26,5 | - 48,6 | – | – | |
| Segmentumsätze | - 26,5 | - 48,6 | 18.330,3 | 17.480,3 | |
| Konzernergebnis | 141,9 | 118,2 | |||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 110,8 | 88,6 | |||
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | – | – | 252,7 | 206,8 | |
| davon Equity-Ergebnis | – | – | - 8,7 | 52,9 | |
| Zinsergebnis und Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | – | – | - 284,9 | - 286,8 | |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | – | – | 13,8 | – | |
| Verluste aus der nach der Equity-Methode bewerteten Containerschifffahrt | – | – | - 49,0 | - 2,1 | |
| Erträge aus der Verminderung und der Bewertung des Engagements in der Containerschifffahrt | – | – | 61,6 | 51,2 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA) | – | – | 538,8 | 444,5 | |
| Bereinigungen | – | – | 206,9 | 155,6 | |
| Bereinigtes EBITA | – | – | 745,7 | 600,1 | |
| Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | – | – | 373,6 | 414,8 | |
| davon außerplanmäßige Wertminderungen | – | – | 26,4 | 42,9 | |
| Sonstige Abschreibungen und Zuschreibungen | 0,6 | – | - 11,7 | 9,2 | |
| davon Zuschreibungen | – | – | – | 9,2 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) | - 0,6 | – | 924,1 | 850,1 | |
| Mietaufwendungen | - 4,4 | - 13,1 | 824,9 | 840,6 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen, Abschreibungen und Mietaufwendungen (EBITDAR) | - 5,0 | - 13,1 | 1.749,0 | 1.690,7 | |
| Vermögenswerte und Schulden | |||||
| Segmentvermögen | - 19,0 | - 8,7 | 9.083,0 | 8.775,6 | |
| davon Geschäfts- oder Firmenwerte | – | – | 3.046,4 | 2.907,2 | |
| Equity-Buchwerte | – | – | 1.394,0 | 1.735,5 | |
| Verzinsliche Konzernforderungen | - 809,1 | - 934,8 | – | – | |
| Finanzmittel | – | – | 2.278,4 | 1.981,3 | |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | - 2.182,7 | - 2.204,0 | 240,4 | 746,0 | |
| Nicht zuordenbare Steuern | – | – | 216,8 | 253,5 | |
| Summe der Vermögenswerte | 13.212,6 | 13.491,9 | |||
| Segmentschulden | - 41,4 | - 7,5 | 7.228,1 | 6.794,5 | |
| Finanzschulden gegenüber Dritten | – | - 5,9 | 2.456,6 | 2.798,3 | |
| Finanzschulden Konzern | - 787,2 | - 951,5 | – | – | |
| Übrige finanzielle Schuldpositionen | – | – | 1.186,6 | 915,1 | |
| Nicht zuordenbare Steuern | – | – | 298,2 | 436,2 | |
| Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 11.169,5 | 10.944,1 | |||
| Weitere Angaben | |||||
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen | – | – | 101,2 | 16,5 | |
| Zahlungsunwirksame Erträge | – | – | 67,5 | 69,5 | |
| Umsatzrendite (auf EBITA) | % | – | 2,9 | 2,5 | |
| Investitionen | – | – | 643,2 | 474,4 | |
| Investitionen in Geschäfts- oder Firmenwerte | – | – | 10,1 | 2,7 | |
| Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | – | – | 633,1 | 471,7 | |
| Finanzierungsquote | % | – | – | 60,2 | 87,4 |
| Mitarbeiter zum Bilanzstichtag | – | – | 73.812 | 73.707 |
Kennzahlen des Segments Touristik
| TUI Travel | TUI Hotels & Resorts | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | 2011/12 | 2010/11 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnisrechnung | |||||
| Umsatzerlöse | 17.681,5 | 16.867,0 | 384,7 | 362,6 | |
| Umsätze zwischen den Segmenten | 36,0 | 26,0 | 441,3 | 418,2 | |
| Segmentumsätze | 17.717,5 | 16.893,0 | 826,0 | 780,8 | |
| Konzernergebnis | |||||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | – | – | – | – | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 314,1 | 193,2 | 138,8 | 116,5 | |
| davon Equity-Ergebnis | 6,9 | 24,4 | 20,8 | 26,0 | |
| Zinsergebnis und Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | - 126,9 | - 128,2 | - 24,9 | - 27,7 | |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | – | – | 13,8 | – | |
| Verluste aus der nach der Equity-Methode bewerteten Containerschifffahrt | – | – | – | – | |
| Erträge aus der Verminderung und der Bewertung des Engagements in der Containerschifffahrt | – | – | – | – | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA) | 441,0 | 321,4 | 177,5 | 144,2 | |
| Bereinigungen | 196,4 | 178,7 | 1,1 | 1,1 | |
| Bereinigtes EBITA | 637,4 | 500,1 | 178,6 | 145,3 | |
| Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 291,8 | 321,0 | 67,6 | 76,8 | |
| davon außerplanmäßige Wertminderungen | 26,3 | 31,2 | – | 8,0 | |
| Sonstige Abschreibungen und Zuschreibungen | - 12,3 | 2,4 | – | 5,4 | |
| davon Zuschreibungen | – | 2,4 | – | 5,4 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) | 745,1 | 640,0 | 245,1 | 215,6 | |
| Mietaufwendungen | 764,0 | 764,6 | 38,5 | 52,3 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen, Abschreibungen und Mietaufwendungen (EBITDAR) | 1.509,1 | 1.404,6 | 283,6 | 267,9 | |
| Vermögenswerte und Schulden | |||||
| Segmentvermögen | 7.054,2 | 6.738,1 | 1.661,5 | 1.672,6 | |
| davon Geschäfts- oder Firmenwerte | 2.667,6 | 2.515,3 | 378,8 | 391,9 | |
| Equity-Buchwerte | 314,2 | 270,8 | 360,1 | 320,0 | |
| Verzinsliche Konzernforderungen | – | 0,7 | 12,8 | 32,4 | |
| Finanzmittel | 1.039,9 | 1.041,3 | 105,3 | 107,6 | |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 153,2 | 180,1 | 55,0 | 89,8 | |
| Nicht zuordenbare Steuern | |||||
| Summe der Vermögenswerte | |||||
| Segmentschulden | 6.708,6 | 6.305,6 | 151,8 | 133,9 | |
| Finanzschulden gegenüber Dritten | 1.177,7 | 1.017,9 | 227,3 | 310,1 | |
| Finanzschulden Konzern | – | 51,8 | 580,5 | 692,9 | |
| Übrige finanzielle Schuldpositionen | 812,6 | 592,3 | 1,0 | 0,9 | |
| Nicht zuordenbare Steuern | |||||
| Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen | |||||
| Weitere Angaben | |||||
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen | 51,4 | 12,5 | 0,8 | 1,9 | |
| Zahlungsunwirksame Erträge | 33,3 | 36,9 | 21,6 | 28,0 | |
| Umsatzrendite (auf EBITA) | % | 2,5 | 1,9 | 21,5 | 18,5 |
| Investitionen | 578,7 | 383,3 | 53,1 | 79,9 | |
| Investitionen in Geschäfts- oder Firmenwerte | 10,1 | 2,7 | – | – | |
| Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte | |||||
| oder Sachanlagen | 568,6 | 380,6 | 53,1 | 79,9 | |
| Finanzierungsquote | % | 50,4 | 83,7 | 153,3 | 96,1 |
| Mitarbeiter zum Bilanzstichtag | 57.961 | 58.378 | 15.141 | 14.424 |
| Kreuzfahrten | Konsolidierung | Segment Touristik | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011/12 | 2010/11 | 2011/12 | 2010/11 | 2011/12 | 2010/11 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnisrechnung | ||||||
| Umsatzerlöse | 231,0 | 200,8 | – | – | 18.297,2 | 17.430,4 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | – | – | - 459,3 | - 427,5 | 18,0 | 16,7 |
| Segmentumsätze | 231,0 | 200,8 | - 459,3 | - 427,5 | 18.315,2 | 17.447,1 |
| Konzernergebnis | ||||||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | – | – | – | – | – | – |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 0,7 | 11,1 | – | – | 453,6 | 320,8 |
| davon Equity-Ergebnis | 12,6 | 4,6 | – | – | 40,3 | 55,0 |
| Zinsergebnis und Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | - 0,1 | - 0,1 | – | – | - 151,9 | - 156,0 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | – | – | – | – | 13,8 | – |
| Verluste aus der nach der Equity-Methode bewerteten Containerschifffahrt | – | – | – | – | – | – |
| Erträge aus der Verminderung und der Bewertung des Engagements in der Containerschifffahrt | – | – | – | – | – | – |
| Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA) | 0,8 | 11,2 | – | – | 619,3 | 476,8 |
| Bereinigungen | 2,2 | – | – | – | 199,7 | 179,8 |
| Bereinigtes EBITA | 3,0 | 11,2 | – | – | 819,0 | 656,6 |
| Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 10,2 | 8,5 | - 0,1 | 0,1 | 369,5 | 406,4 |
| davon außerplanmäßige Wertminderungen | – | – | – | – | 26,3 | 39,2 |
| Sonstige Abschreibungen und Zuschreibungen | – | – | – | – | - 12,3 | 7,8 |
| davon Zuschreibungen | – | – | – | – | – | 7,8 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) | 11,0 | 19,7 | - 0,1 | 0,1 | 1.001,1 | 875,4 |
| Mietaufwendungen | 14,6 | 8,0 | – | – | 817,1 | 824,9 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen, Abschreibungen und Mietaufwendungen (EBITDAR) | 25,6 | 27,7 | - 0,1 | 0,1 | 1.818,2 | 1.700,3 |
| Vermögenswerte und Schulden | ||||||
| Segmentvermögen | 217,6 | 177,5 | - 62,8 | - 54,4 | 8.870,5 | 8.533,8 |
| davon Geschäfts- oder Firmenwerte | – | – | – | – | 3.046,4 | 2.907,2 |
| Equity-Buchwerte | 145,8 | 134,0 | – | – | 820,1 | 724,8 |
| Verzinsliche Konzernforderungen | 60,0 | 53,5 | – | – | 72,8 | 86,6 |
| Finanzmittel | 3,1 | 3,6 | – | – | 1.148,3 | 1.152,5 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 0,1 | 0,5 | - 0,2 | – | 208,1 | 270,4 |
| Nicht zuordenbare Steuern | ||||||
| Summe der Vermögenswerte | ||||||
| Segmentschulden | 139,2 | 95,3 | - 62,7 | - 54,5 | 6.936,9 | 6.480,3 |
| Finanzschulden gegenüber Dritten | – | – | – | – | 1.405,0 | 1.328,0 |
| Finanzschulden Konzern | 139,2 | 139,2 | - 0,1 | – | 719,6 | 883,9 |
| Übrige finanzielle Schuldpositionen | 9,9 | 7,4 | – | – | 823,5 | 600,6 |
| Nicht zuordenbare Steuern | ||||||
| Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||||||
| Weitere Angaben | ||||||
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen | – | – | – | – | 52,2 | 14,4 |
| Zahlungsunwirksame Erträge | 12,6 | 4,6 | – | – | 67,5 | 69,5 |
| Umsatzrendite (auf EBITA) | 0,3 | 5,6 | – | – | 3,4 | 2,7 |
| Investitionen | 8,9 | 8,5 | – | – | 640,7 | 471,7 |
| Investitionen in Geschäfts- oder Firmenwerte | – | – | – | – | 10,1 | 2,7 |
| Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| oder Sachanlagen | 8,9 | 8,5 | – | – | 630,6 | 469,0 |
| Finanzierungsquote | 114,6 | 100,0 | – | – | 59,8 | 86,2 |
| Mitarbeiter zum Bilanzstichtag | 289 | 277 | – | – | 73.391 | 73.079 |
Kennzahlen nach Regionen
| Deutschland | Großbritannien | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | 2011/12 | 2010/11 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatz nach Leistungsempfänger | 4.815,3 | 4.790,7 | 5.661,2 | 5.073,6 |
| Außenumsatz nach Sitz der Gesellschaften | 5.026,3 | 4.710,4 | 5.522,2 | 5.182,7 |
| Langfristiges Vermögen | 793,4 | 941,9 | 2.929,9 | 2.690,8 |
| Nicht zuordenbare Steuern | – | – | – | – |
| Segmentschulden | 1.865,7 | 1.829,2 | 2.609,5 | 2.268,7 |
| Nicht zuordenbare Steuern | – | – | – | – |
| Weitere Angaben | ||||
| Abschreibungen | 40,3 | 32,5 | 141,8 | 171,7 |
| Investitionen | 129,3 | 74,6 | 305,2 | 162,1 |
| Investitionen in Geschäfts- oder Firmenwerte | 4,8 | – | 3,5 | 2,7 |
| Investitionen in übrige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 124,5 | 74,6 | 301,7 | 159,4 |
| Mitarbeiter zum Bilanzstichtag | 9.882 | 9.846 | 17.318 | 18.201 |
| Spanien | Übrige EU | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | 2011/12 | 2010/11 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatz nach Leistungsempfänger | 226,9 | 261,2 | 5.777,7 | 5.558,7 |
| Außenumsatz nach Sitz der Gesellschaften | 524,1 | 582,5 | 5.591,7 | 5.330,6 |
| Langfristiges Vermögen | 1.001,6 | 1.144,6 | 751,4 | 921,1 |
| Nicht zuordenbare Steuern | – | – | – | – |
| Segmentschulden | 445,8 | 482,9 | 1.917,6 | 1.688,6 |
| Nicht zuordenbare Steuern | – | – | – | – |
| Weitere Angaben | ||||
| Abschreibungen | 51,8 | 57,8 | 69,4 | 84,7 |
| Investitionen | 24,6 | 82,4 | 101,4 | 119,0 |
| Investitionen in Geschäfts- oder Firmenwerte | 0,6 | – | – | – |
| Investitionen in übrige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 24,0 | 82,4 | 101,4 | 119,0 |
| Mitarbeiter zum Bilanzstichtag | 9.226 | 9.392 | 12.830 | 12.398 |
| Übriges Europa | Nord- und Südamerika | Übrige Regionen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011/12 | 2010/11 | 2011/12 | 2010/11 | 2011/12 | 2010/11 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatz nach Leistungsempfänger | 736,2 | 646,3 | 741,9 | 741,8 | 371,1 | 408,0 |
| Außenumsatz nach Sitz der Gesellschaften | 565,2 | 466,7 | 682,8 | 629,2 | 418,0 | 578,2 |
| Langfristiges Vermögen | 104,0 | 34,1 | 747,7 | 542,2 | 483,3 | 333,4 |
| Nicht zuordenbare Steuern | – | – | – | – | – | – |
| Segmentschulden | 111,2 | 118,2 | 292,3 | 380,9 | 332,3 | 176,9 |
| Nicht zuordenbare Steuern | – | – | – | – | – | – |
| Weitere Angaben | ||||||
| Abschreibungen | 4,1 | 4,7 | 31,2 | 32,8 | 46,7 | 30,6 |
| Investitionen | 16,4 | 5,4 | 34,5 | 16,2 | 31,8 | 14,7 |
| Investitionen in Geschäfts- oder Firmenwerte | – | – | – | – | 1,2 | – |
| Investitionen in übrige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 16,4 | 5,4 | 34,5 | 16,2 | 30,6 | 14,7 |
| Mitarbeiter zum Bilanzstichtag | 8.480 | 8.639 | 8.199 | 8.149 | 7.877 | 7.082 |
| Konsolidierung | Konzern | |||
|---|---|---|---|---|
| 2011/12 | 2010/11 | 2011/12 | 2010/11 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatz nach Leistungsempfänger | – | – | 18.330,3 | 17.480,3 |
| Außenumsatz nach Sitz der Gesellschaften | – | – | 18.330,3 | 17.480,3 |
| Langfristiges Vermögen | 1,1 | 21,5 | 6.812,4 | 6.629,6 |
| Nicht zuordenbare Steuern | – | – | 216,8 | 253,5 |
| Segmentschulden | - 346,3 | - 150,9 | 7.228,1 | 6.794,5 |
| Nicht zuordenbare Steuern | – | – | 298,2 | 436,2 |
| Weitere Angaben | ||||
| Abschreibungen | – | – | 385,3 | 414,8 |
| Investitionen | – | – | 643,2 | 474,4 |
| Investitionen in Geschäfts- oder Firmenwerte | – | – | 10,1 | 2,7 |
| Investitionen in übrige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | – | – | 633,1 | 471,7 |
| Mitarbeiter zum Bilanzstichtag | – | – | 73.812 | 73.707 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
In einem insgesamt anspruchsvollen Marktumfeld hat sich die Ertragslage der Touristik positiv entwickelt. Insbesondere durch die anhaltend hohe Nachfrage nach differenzierten Produkten in der Sparte TUI Travel und durch höhere durchschnittliche Reisepreise in Verbindung mit einem erfolgreichen Kostenmanagement bei der Riu-Gruppe konnte das Ergebnis gesteigert werden. Zudem wirkte sich in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres eine steigende Auslastung der ägyptischen Hotels durch die wieder anziehende Nachfrage nach Nordafrika-Reisen positiv aus. Diesen positiven Entwicklungen stehen Ergebnisbelastungen in der Sparte Kreuzfahrten aus geringeren Durchschnittsraten und Vorlaufkosten im Zusammenhang mit der Flottenerweiterung bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten gegenüber. Diese Effekte konnten teilweise durch eine gestiegene Auslastung und eine höhere Durchschnittsrate bei TUI Cruises kompensiert werden.
Das Ergebnis der Containerschifffahrt liegt aufgrund eines hohen Wettbewerbsdrucks und eines deutlichen Anstiegs der Energiekosten, die nur bedingt weiterberechnet werden konnten, unter dem Ergebnis des Vorjahres. Diese negativen Einflüsse konnten durch die gestiegene Transportmenge im Geschäftsjahr 2011/12 nicht kompensiert werden. Diese Entwicklung spiegelt sich in einem nach der Equity-Methode zu erfassenden anteiligen Verlust wider. Die Beteiligung an der Containerschifffahrt wurde im Geschäftsjahr durch den Verkauf von 17,4% der Anteile an der Hapag-Lloyd Holding AG auf 22,0% reduziert.
(1) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse des Konzerns werden im Wesentlichen aus touristischen Dienstleistungen erzielt. Eine Aufteilung der Umsatzerlöse auf die Sparten TUI Travel, TUI Hotels & Resorts und Kreuzfahrten innerhalb des Segments Touristik ist in der Segmentberichterstattung dargestellt.
(2) Umsatzkosten und Verwaltungsaufwendungen
In den Umsatzkosten und Verwaltungsaufwendungen sind enthalten:
Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen | 933,3 | 905,6 |
Stehen die Miet- und Pachtaufwendungen aus operativen Leasingverträgen in unmittelbarem Zusammenhang mit den erzielten Umsatzerlösen, werden diese Aufwendungen unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Handelt es sich hingegen um Miet- und Pachtaufwendungen für Verwaltungsgebäude, werden sie entsprechend unter den Verwaltungsaufwendungen gezeigt.
Der Anstieg bei den Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Aufwendungen für Flugzeugleasing aufgrund der Auslieferung weiterer Flugzeuge. Zudem wurde die Zunahme der Aufwendungen verstärkt durch die Wechselkursentwicklung des Euro im Vergleich zum Britischen Pfund.
Personalaufwand
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 1.987,0 | 1.878,0 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 429,0 | 325,2 |
| Gesamt | 2.416,0 | 2.203,2 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten unter anderem den Aufwand für leistungsorientierte Versorgungszusagen. Der Zinsanteil aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird dem Finanzierungscharakter entsprechend als Finanzaufwand erfasst. Die erwarteten Erträge aus dem zugehörigen Fondsvermögen werden als Finanzerträge ausgewiesen. Die Darstellung der Pensionszusagen wird detailliert unter der Ziffer 31 erläutert.
Der Anstieg des Personalaufwands im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere bedingt durch Restrukturierungsmaßnahmen in Frankreich sowie einen im Vorjahr einmalig enthaltenen Ertrag aus der Kürzung der Pensionspläne in Großbritannien, der sich insbesondere auf die Höhe der Aufwendungen für Altersversorgung auswirkte. Zudem führte die Entwicklung des Euro im Vergleich zum Britischen Pfund im Geschäftsjahr 2011/12 zu einem wechselkursbedingten Anstieg des Personalaufwands.
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende) entwickelte sich wie folgt:
Mitarbeiter im Geschäftsjahresdurchschnitt (ohne Auszubildende)
| 2011/12 | 2010/11 | |
|---|---|---|
| Jahresdurchschnitt – Konzern | 68.388 | 66.688 |
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Planmäßige Abschreibungen enthalten sowohl Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen als auch Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Die den planmäßigen Abschreibungen zugrunde gelegten konzerneinheitlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern sowie die Grundsätze für außerplanmäßige Wertminderungen sind in den Erläuterungen zur Bilanzierung und Bewertung dargestellt.
Abschreibungen
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen | 347,2 | 371,9 |
| Außerplanmäßige Wertminderungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 26,4 | 42,9 |
| Gesamt | 373,6 | 414,8 |
Die außerplanmäßigen Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres betreffen im Wesentlichen mit 6,4 Mio. € Flugzeugvermögen und mit 5,9 Mio. € Fuhrparkvermögen. Bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten betreffen die außerplanmäßigen Abschreibungen mit 9,2 Mio. € Wertberichtigungen von Lizenzen und mit 2,4 Mio. € Markennamen.
(3) Sonstige Erträge/andere Aufwendungen
Sonstige Erträge/andere Aufwendungen
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Sonstige Erträge | 77,8 | 88,3 |
| Andere Aufwendungen | 6,7 | 11,2 |
| Gesamt | 71,1 | 77,1 |
In den sonstigen Erträgen des Geschäftsjahres 2011/12 sind Erträge von insgesamt 56,6 Mio. € aus dem Abgang des an die Hapag-Lloyd Holding AG gewährten Hybridinstruments sowie aus der Bewertung des Engagements in der Containerschifffahrt unter Berücksichtigung eines vorsichtig bemessenen Abschlags in Zusammenhang mit einem möglichen Börsengang enthalten.
Die im Vorjahr ausgewiesenen sonstigen Erträge betrafen vor allem den Abgangsgewinn aus dem Verkauf von vier türkischen Hotelanlagen, den Abgangsgewinn aus dem Verkauf der Verwaltungsgebäude am Ballindamm und in der Rosenstraße in Hamburg und den Abgangsgewinn aus dem Verkauf von 11,33% der von der TUI gehaltenen Hapag-Lloyd-Anteile an das Albert Ballin-Konsortium.
(4) Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte
Die Durchführung der Werthaltigkeitstests nach den Vorschriften des IAS 36 führte im Geschäftsjahr 2011/12 lediglich in der Sparte TUI Hotels & Resorts zu Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von 13,8 Mio. € bei der Tenuta di Castelfalfi S.p.A. Im Vorjahr waren im TUI Konzern keine Wertminderungen zu erfassen.
Ein im Rahmen der Sensitivitätsanalyse um 0,5 Prozentpunkte p. a. erhöhter Kapitalkostensatz hätte bei der oben genannten Gesellschaft zusätzliche Wertminderungen von 2,8 Mio. € erfordert. Eine um 0,5 Prozentpunkte p. a. geminderte Wachstumsrate hätte zu einer zusätzlichen Wertminderung von 1,0 Mio. € geführt.
Für alle übrigen Zahlungsmittel generierenden Einheiten des TUI Konzerns hätte sich auch unter Berücksichtigung der oben genannten Sensitivitäten kein Wertminderungsbedarf ergeben.
(5) Finanzerträge
Finanzerträge
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Erträge aus verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen inklusive Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen | 3,3 | 6,3 |
| Erträge aus sonstigen Beteiligungsunternehmen | 0,2 | 0,3 |
| Beteiligungserträge | 3,5 | 6,6 |
| Übrige Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen | 17,2 | 87,2 |
| Zinserträge aus Fondsvermögen zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen | 89,5 | 85,5 |
| Übrige Zinsen und ähnliche Erträge | 43,5 | 70,9 |
| Zinserträge | 150,2 | 243,6 |
| Erträge aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | – | 4,1 |
| Erträge aus der Bewertung von sonstigen Finanzinstrumenten | 6,2 | – |
| Gesamt | 159,9 | 254,3 |
Die übrigen Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen beinhalten Bewertungseffekte in Höhe von 5,1 Mio. € (Vorjahr 51,2 Mio. €) aus an die Hapag-Lloyd Holding AG gewährten Hybridinstrumenten. Zudem werden Zinserträge in Höhe von 11,9 Mio. € (Vorjahr 34,1 Mio. €) in Zusammenhang mit dem Hybridinstrument in dieser Position ausgewiesen. Die Hybridinstrumente wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig abgelöst.
Der Rückgang der übrigen Zinserträge resultiert im Wesentlichen aus einer geringeren Verzinsung der Bankguthaben aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus.
(6) Finanzaufwendungen
Finanzaufwendungen
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen | – | 0,7 |
| Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten und Ausleihungen | 12,1 | 9,2 |
| Zinsaufwendungen aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen | 122,2 | 115,4 |
| Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 303,9 | 367,8 |
| Zinsaufwendungen | 426,1 | 483,2 |
| Aufwendungen aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | 3,9 | – |
| Aufwendungen aus der Bewertung von sonstigen Finanzinstrumenten | 2,5 | 0,7 |
| Gesamt | 444,6 | 493,8 |
Die Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten und Ausleihungen enthalten neben den im Anlagevermögen dargestellten Wertänderungen auch die bis zum Abgang der Vermögenswerte erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen eingestellten Wertänderungen.
Der Rückgang der Zinsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der Verringerung der Finanzschulden im Geschäftsjahr 2011/12. Gegenläufig wirkten Zinseffekte aus der Bewertung von Rückstellungen.
(7) Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Erträge aus nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen | 21,7 | 28,6 |
| Aufwendungen aus nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen | 52,1 | 3,2 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen | - 30,4 | 25,4 |
| Erträge aus nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen | 42,4 | 40,9 |
| Aufwendungen aus nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen | 20,7 | 13,4 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen | 21,7 | 27,5 |
| Gesamt | - 8,7 | 52,9 |
Das Equity-Ergebnis enthält das anteilige Jahresergebnis der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.
Der deutliche Rückgang des Ergebnisses aus den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen ist insbesondere auf den Ergebnisbeitrag in Höhe von -49,0 Mio. € (Vorjahr -2,1 Mio. €) aus der Beteiligung an der Containerschifffahrtsgruppe zurückzuführen.
Im Geschäftsjahr waren im Equity-Ergebnis Wertminderungen in Höhe von 7,0 Mio. € zu erfassen(Vorjahr 0,0 Mio. €).
Konzernanteil an den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung bei assoziierten Unternehmen
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Betriebliche Erträge | 1.675,1 | 3.360,9 |
| Betriebliche Aufwendungen | 1.678,8 | 3.295,6 |
| Betriebsergebnis | - 3,7 | 65,3 |
| Finanzergebnis | - 22,6 | - 29,5 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | - 26,3 | 35,8 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 4,1 | 10,4 |
| Jahresüberschuss | - 30,4 | 25,4 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen | - 30,4 | 25,4 |
Konzernanteil an den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung bei Gemeinschaftsunternehmen
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Betriebliche Erträge | 859,3 | 602,4 |
| Betriebliche Aufwendungen | 812,7 | 558,7 |
| Betriebsergebnis | 46,6 | 43,7 |
| Finanzergebnis | - 14,9 | - 8,5 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 31,7 | 35,2 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 10,0 | 7,7 |
| Jahresüberschuss | 21,7 | 27,5 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen | 21,7 | 27,5 |
(8) Bereinigungen
Zusätzlich zu den nach IFRS geforderten Angaben wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum bereinigten Ergebnis übergeleitet. Die Bereinigungen zeigen als Abgangsergebnisse Entkonsolidierungserfolge, als Restrukturierungen Ereignisse nach IAS 37 und unter Kaufpreisallokation sämtliche Effekte aus Kaufpreisallokationen, Anschaffungsnebenkosten und bedingten Kaufpreiszahlungen auf das EBITA.
Als Einzelsachverhalte werden hier Erträge (-) und Aufwendungen (+) bereinigt, die aufgrund ihrer Höhe sowie der Häufigkeit ihres Eintritts die Beurteilung der operativen Ertragskraft der Unternehmensbereiche und des Konzerns erschweren oder verzerren. Zu diesen Sachverhalten zählen insbesondere wesentliche Reorganisations- und Integrationsaufwendungen, die nicht die Kriterien nach IAS 37 erfüllen, wesentliche Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten, Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Flugzeugen sowie andere wesentliche Geschäftsvorfälle mit Einmalcharakter.
Einzelsachverhalte nach Sparten
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Touristik | 61,4 | 12,9 |
| TUI Travel | 60,3 | 11,8 |
| TUI Hotels & Resorts | 1,1 | 1,1 |
| Alle sonstigen Segmente | 5,4 | - 24,2 |
| Gesamt | 66,8 | - 11,3 |
Die Einzelsachverhalte des Geschäftsjahres 2011/12 der TUI Travel betreffen im Wesentlichen die Bereinigung von Aufwendungen aus dem Umbau des Veranstaltergeschäfts in Frankreich (Projekt Convergence) in Höhe von 33,2 Mio. € sowie von Aufwendungen aus der Reorganisation des Bereichs Specialist & Activity in Höhe von 33,2 Mio. €. Ein gegenläufiger Effekt kommt im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.
Der Anstieg der bereinigten Einzelsachverhalte im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus im Vorjahr enthaltenen Einmalerträgen aus Plankürzungen bei den Pensionsplänen in Großbritannien.
In der Position Einzelsachverhalte der sonstigen Segmente werden für das Geschäftsjahr 2011/12 Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen, insbesondere in Zusammenhang mit dem vorzeitigen Ausscheiden von zwei Vorstandsmitgliedern, bereinigt. Im Vorjahr wurden im Wesentlichen die Abgangsgewinne aus dem Verkauf der Verwaltungsgebäude in Hamburg in dieser Position ausgewiesen.
(9) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Zusammensetzung der Ertragsteuern
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteueraufwendungen | ||
| Inland | 31,9 | 8,2 |
| Ausland | 36,5 | 115,9 |
| Latente Ertragsteueraufwendungen (Vorjahr Ertragsteuererträge) | 42,4 | - 35,5 |
| Gesamt | 110,8 | 88,6 |
Der Rückgang der tatsächlichen Ertragsteueraufwendungen beruht weitestgehend auf Erträgen aus periodenfremden tatsächlichen Ertragsteuern im Ausland. Der latente Steueraufwand im Berichtsjahr entstand überwiegend bei der TUI Travel PLC. Die periodenfremden tatsächlichen Ertragsteuern betragen im Geschäftsjahr 2011/12 -63,2 Mio. € (Vorjahr Aufwand von 1,0 Mio. €).
Die gesamten Ertragsteuern im Geschäftsjahr 2011/12 in Höhe von 110,8 Mio. € (Vorjahr 88,6 Mio. €) leiten sich wie folgt von einem „erwarteten“ Ertragsteueraufwand ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes der TUI AG als Mutterunternehmen (zusammengefasster Ertragsteuersatz) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte.
Überleitung der erwarteten zu den tatsächlichen Ertragsteuern
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | + 252,7 | + 206,8 |
| Erwartete Ertragsteuern (Berichtsjahr 31,5%, Vorjahr 31,5%) | 79,6 | 65,1 |
| Unterschied aus der Differenz der tatsächlichen Steuersätze zum erwarteten Steuertarif | - 23,5 | - 3,2 |
| Steuersatz- und Steuerrechtsänderungen | 14,2 | 16,0 |
| Steuerfreie Erträge | - 96,1 | - 113,0 |
| Steuerlich nicht wirksame Aufwendungen | 103,5 | 104,9 |
| Steuereffekte aus Verlustvorträgen | 92,8 | 61,8 |
| Temporäre Differenzen, für die keine latenten Steuern erfasst wurden | 1,1 | - 8,1 |
| Latente und tatsächliche periodenfremde Steuererträge (netto) | - 59,0 | - 34,7 |
| Sonstige Abweichungen | - 1,8 | - 0,2 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 110,8 | 88,6 |
Die Effekte aus Verlustvorträgen resultieren überwiegend aus laufenden nicht werthaltigen Verlusten. Im Vorjahr sind darüber hinaus gegenläufige Beträge aus der Nutzung von Verlustvorträgen enthalten, die bislang als nicht realisierbar eingeschätzt wurden.
(10) Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis
Der auf die Aktionäre der TUI AG entfallende Anteil am Konzernergebnis verringerte sich von 23,9 Mio. € im Vorjahr auf -15,1 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die deutliche Verminderung des nach der Equity-Methode einbezogenen Ergebnisbeitrags der Containerschifffahrt zurückzuführen.
(11) Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzernergebnis
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzernergebnis
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| TUI Travel | 100,8 | 48,2 |
| TUI Hotels & Resorts | 56,2 | 46,1 |
| Gesamt | 157,0 | 94,3 |
Die nicht beherrschenden Gesellschaftern zustehenden Konzernergebnisse der Sparte TUI Hotels & Resorts entfallen vornehmlich auf die RIUSA II-Gruppe.
(12) Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der TUI AG zustehenden Konzernjahresüberschuss und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Namensaktien ermittelt. Die durchschnittliche Aktienanzahl ergibt sich aus den Aktien zu Anfang des Geschäftsjahres (251.696.745 Aktien) sowie der zeitanteiligen Berücksichtigung der ausgegebenen Belegschaftsaktien (133.709 neue Aktien für 306 Tage) und der Wandlung von Schuldverschreibungen in neue Aktien (417.475).
Die Dividende auf das Hybridkapital wird analog IAS 33.12 von dem Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis in Abzug gebracht, da das Hybridkapital Eigenkapital, aber keinen Anteil der Aktionäre der TUI AG am Ergebnis darstellt. Für das Hybridkapital sind zum Bilanzstichtag 17,2 Mio. € (Vorjahr 17,2 Mio. €) aufgelaufene Dividendenverpflichtungen in den Finanzschulden enthalten, die im Januar 2013 ausgezahlt werden.
Ergebnis je Aktie
| 2011/12 | 2010/11 | ||
|---|---|---|---|
| Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis | Mio. € | - 15,1 | + 23,9 |
| Effekt der Dividende auf das Hybridkapital | Mio. € | - 25,4 | - 25,3 |
| \= Bereinigter Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis | Mio. € | - 40,5 | - 1,4 |
| Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl | 251.953.439 | 251.683.128 | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | € | - 0,16 | - 0,01 |
| Bereinigter Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis | Mio. € | - 40,5 | - 1,4 |
| Zinsersparnis aus konvertierbaren Wandelschuldverschreibungen | Mio. € | + 53,2 | + 90,2 |
| Verwässerter und bereinigter Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis | Mio. € | 12,7 | 88,8 |
| Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl | 251.953.439 | 251.683.128 | |
| Verwässerungseffekt aus unterstellter Ausübung von Wandelrechten | + 68.158.250 | + 71.422.383 | |
| Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl (verwässert) | 320.111.689 | 323.105.511 | |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | € | - 0,16 | - 0,01 |
Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie tritt grundsätzlich dadurch ein, dass sich die durchschnittliche Aktienanzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Wandelrechten erhöht. Da die Wandelanleihen im Geschäftsjahr 2011/12 keine verwässernde Wirkung erzeugen, sind das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie identisch.
(13) Den sonstigen Ergebnissen zurechenbare Steuern
Steuereffekt der sonstigen Ergebnisse
| 2011/12 | 2010/11 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Bruttobetrag | Steuereffekt | Nettobetrag | Bruttobetrag | Steuereffekt | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Währungsumrechnung | - 27,4 | – | - 27,4 | - 45,5 | – | - 45,5 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | - 178,4 | – | - 178,4 | 176,1 | – | 176,1 |
| Cash Flow Hedges | - 67,9 | 6,1 | - 61,8 | 105,5 | - 22,9 | 82,6 |
| Versicherungsmathematische Ver- luste aus Pensionsrückstellungen und zugehörigem Fondsvermögen | - 284,4 | 68,8 | - 215,6 | - 102,2 | 1,0 | - 101,2 |
| Erfolgsneutrale Bewertungsände- rung von nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen | - 2,2 | – | - 2,2 | - 25,7 | – | - 25,7 |
| Sonstige Ergebnisse (Other comprehensive income) | - 560,3 | 74,9 | - 485,4 | 108,2 | - 21,9 | 86,3 |
Zudem sind im Vorjahr erfolgsneutrale Ertragsteuern in Höhe von 16,6 Mio. € entstanden, die aus der Begebung einer Wandelanleihe resultierten und direkt dem Eigenkapital belastet wurden.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
(14) Geschäfts- oder Firmenwerte
Geschäfts- oder Firmenwerte
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||
| Stand zum 1.10. | 3.321,5 | 3.269,3 |
| Währungsangleichung | 157,5 | - 11,2 |
| Zugänge | 10,1 | 65,9 |
| Abgänge1) | 1,0 | 16,0 |
| Umbuchungen | 1,9 | 13,5 |
| Stand zum 30.9. | 3.490,0 | 3.321,5 |
| Abschreibungen | ||
| Stand zum 1.10. | 414,3 | 406,7 |
| Währungsangleichung | 15,5 | - 1,3 |
| Wertminderungen des laufenden Jahres | 13,8 | – |
| Umbuchungen | – | 8,9 |
| Stand zum 30.9. | 443,6 | 414,3 |
| Buchwerte Stand zum 30.9. | 3.046,4 | 2.907,2 |
1) Davon keine Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen
Der Anstieg des Buchwerts ist im Wesentlichen bedingt durch die Umrechnung von Geschäfts- oder Firmenwerten in Euro, die nicht in der Funktionalwährung des TUI Konzerns geführt werden.
Die Zugänge sind ausschließlich bedingt durch Akquisitionen in der Sparte TUI Travel. Detaillierte Angaben zu den Akquisitionen werden unter den Konsolidierungsgrundsätzen und -methoden dargestellt.
Ausführungen zu den Wertminderungen des laufenden Jahres sind den Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu entnehmen.
Entsprechend den Vorschriften des IAS 21 wurden die den einzelnen Segmenten und Bereichen zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte in der Funktionalwährung der Tochterunternehmen bilanziert und im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses umgerechnet. Differenzen aufgrund von Wechselkursschwankungen zwischen dem Währungskurs zum Erwerbszeitpunkt des Tochterunternehmens und dem Währungskurs zum Bilanzstichtag werden analog zu anderen Differenzen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen erfolgsneutral behandelt und gesondert im Eigenkapital ausgewiesen. Währungsdifferenzen erhöhten den Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte im Geschäftsjahr 2011/12 um 142,0 Mio. € (Vorjahr -9,9 Mio. €).
Der wesentliche Teil der ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte entfällt mit 2.667,6 Mio. € auf die Sparte TUI Travel. In der Sparte TUI Hotels & Resorts wird für die RIUSA II-Gruppe unverändert ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 351,7 Mio. € ausgewiesen.
(15) Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
| Mio. € | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
Selbsterstellte Software |
Transport- und Leasingverträge |
Kundenstamm | Geleistete Anzahlungen |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| Stand zum 1.10.2010 | 1.071,7 | 129,5 | 88,5 | 233,0 | – | 1.522,7 |
| Währungsangleichung | - 2,5 | - 3,1 | - 0,8 | 0,6 | – | - 5,8 |
| Zugänge | ||||||
| Konsolidierungskreisänderung | 21,7 | – | – | 0,2 | – | 21,9 |
| Zugänge | 41,8 | 13,5 | 8,2 | 1,4 | 1,2 | 66,1 |
| Abgänge | 25,5 | 10,3 | 0,1 | – | – | 35,91) |
| Umbuchungen | - 49,2 | 47,2 | 0,2 | 1,8 | – | – |
| Stand zum 30.9.2011 | 1.058,0 | 176,8 | 96,0 | 237,0 | 1,2 | 1.569,0 |
| Währungsangleichung | 63,4 | 12,3 | 8,3 | 5,7 | – | 89,7 |
| Zugänge Konsolidierungskreisänderung | 9,3 | – | – | 0,3 | – | 9,6 |
| Zugänge | 101,7 | 6,6 | – | 1,6 | 0,7 | 110,6 |
| Abgänge | 36,2 | 1,8 | – | – | – | 38,02) |
| Umbuchungen | 25,5 | - 34,1 | – | – | - 1,9 | - 10,5 |
| Stand zum 30.9.2012 | 1.221,7 | 159,8 | 104,3 | 244,6 | – | 1.730,4 |
| Abschreibungen | ||||||
| Stand zum 1.10.2010 | 454,2 | 90,5 | 17,8 | 53,0 | – | 615,5 |
| Währungsangleichung | - 1,4 | - 1,5 | - 0,1 | 0,8 | – | - 2,2 |
| Zugänge Konsolidierungskreisänderung | 1,0 | – | – | – | – | 1,0 |
| Abschreibungen des laufenden Jahres | 95,9 | 14,5 | 5,7 | 17,5 | – | 133,6 |
| Abgänge | 27,1 | 8,4 | – | – | – | 35,51) |
| Umbuchungen | - 26,2 | 26,2 | – | – | – | - |
| Stand zum 30.9.2011 | 496,4 | 121,3 | 23,4 | 71,3 | – | 712,4 |
| Währungsangleichung | 30,0 | 8,5 | 6,9 | 2,0 | – | 47,4 |
| Abschreibungen des laufenden Jahres | 98,5 | 8,6 | – | 16,8 | – | 123,9 |
| Abgänge | 33,8 | 1,8 | – | – | – | 35,62) |
| Umbuchungen | 9,0 | - 17,6 | – | – | – | - 8,6 |
| Stand zum 30.9.2012 | 600,1 | 119,0 | 30,3 | 90,1 | – | 839,5 |
| Buchwerte Stand zum 30.9.2011 | 561,6 | 55,5 | 72,6 | 165,7 | 1,2 | 856,6 |
| Buchwerte Stand zum 30.9.2012 | 621,6 | 40,8 | 74,0 | 154,5 | – | 890,9 |
1) Davon keine Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen
2) Davon Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen 0,2 Mio. € bzw. 0,2 Mio. €
Bei der selbsterstellten Software handelt es sich um Computerprogramme für touristische Anwendungen, die ausschließlich konzernintern genutzt werden.
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte, die insbesondere auf Marken sowie auf Kundenstämme entfallen, werden jeweils entsprechend dem Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens planmäßig auf Grundlage des den jeweiligen Vermögenswerten bestimmenden Vorteils pro Jahr abgeschrieben.
Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte, die Eigentumsbeschränkungen unterliegen oder als Sicherheit verpfändet sind, beträgt zum Bilanzstichtag 126,3 Mio. € (Vorjahr 124,6 Mio. €).
Außerplanmäßige Wertminderungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 11,9 Mio. € (Vorjahr 11,7 Mio. €) verrechnet. Im Konzern wurden bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten unwesentliche (im Vorjahr keine) Zuschreibungen vorgenommen.
(16) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||
| Stand zum 1.10. | 102,2 | 105,3 |
| Zugänge | 0,7 | 0,7 |
| Abgänge | 8,8 | 4,2 |
| Umbuchungen | – | 0,4 |
| Stand zum 30.9. | 94,1 | 102,2 |
| Abschreibungen | ||
| Stand zum 1.10. | 43,0 | 39,1 |
| Abschreibungen des laufenden Jahres | 2,6 | 6,2 |
| Abgänge | 6,4 | 2,5 |
| Umbuchungen | – | 0,2 |
| Stand zum 30.9. | 39,2 | 43,0 |
| Buchwerte Stand zum 30.9. | 54,9 | 59,2 |
Die im Konzerneigentum stehenden Immobilien werden grundsätzlich im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit selbst genutzt. Daneben hält der Konzern Gewerbeimmobilien und Mietwohnungen, die als Finanzinvestitionen im Sinne des IAS 40 gelten. Der im Anlagevermögen ausgewiesene Buchwert dieser Immobilien beträgt 54,9 Mio. € (Vorjahr 59,2 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte von insgesamt 64,7 Mio. € (Vorjahr 71,6 Mio. €) wurden ohne Einschaltung eines externen Gutachters durch die Immobiliengesellschaft des Konzerns mittels vergleichbarer Marktmieten berechnet. Bei Objekten, bei denen bereits ein Kaufvertrag vorlag, wurde als Zeitwert der Verkaufspreis angesetzt. Aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurden insgesamt konzernexterne Erlöse in Höhe von 10,3 Mio. € (Vorjahr 13,0 Mio. €) erzielt. Die mit der Erzielung der Erlöse verbundenen konzernexternen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2011/12 betrugen 7,5 Mio. € (Vorjahr 8,4 Mio. €).
(17) Sachanlagen
Sachanlagen
| Mio. € | Grundstücke mit Hotels | Sonstige Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | Flugzeuge |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
| Stand zum 1.10.2010 | 1.282,2 | 214,0 | 1.110,9 |
| Währungsangleichung | - 15,9 | 5,8 | – |
| Zugänge Konsolidierungskreisänderung | – | 0,4 | – |
| Zugänge | 32,9 | 14,7 | 32,3 |
| Abgänge | 3,5 | – | 229,5 |
| Umbuchungen | - 0,9 | 23,9 | - 48,8 |
| Stand zum 30.9.2011 | 1.294,8 | 258,8 | 864,9 |
| Währungsangleichung | 21,3 | 4,0 | 31,7 |
| Zugänge Konsolidierungskreisänderung | – | 0,1 | – |
| Zugänge | 35,2 | 4,4 | 131,6 |
| Abgänge | 20,3 | 10,2 | 115,1 |
| Umbuchungen | 25,9 | - 32,1 | - 27,8 |
| Stand zum 30.9.2012 | 1.356,9 | 225,0 | 885,3 |
| Abschreibungen | |||
| Stand zum 1.10.2010 | 366,8 | 47,0 | 763,7 |
| Währungsangleichung | - 7,4 | 4,7 | 0,8 |
| Zugänge Konsolidierungskreisänderung | – | 0,2 | – |
| Abschreibung des laufenden Jahres | 44,5 | 4,3 | 63,2 |
| Abgänge | 2,8 | 0,5 | 153,7 |
| Umbuchungen | - 14,4 | 0,8 | - 50,2 |
| Stand zum 30.9.2011 | 386,7 | 56,5 | 623,8 |
| Währungsangleichung | 4,6 | – | 21,0 |
| Abschreibungen des laufenden Jahres | 35,8 | 4,8 | 60,5 |
| Abgänge | 14,8 | 4,0 | 112,7 |
| Umbuchungen | - 11,0 | 8,3 | - 32,6 |
| Stand zum 30.9.2012 | 401,3 | 65,6 | 560,0 |
| Buchwerte Stand zum 30.9.2011 | 908,1 | 202,3 | 241,1 |
| Buchwerte Stand zum 30.9.2012 | 955,6 | 159,4 | 325,3 |
| Mio. € | Kreuzfahrtschiffe, Yachten und Boote |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
Anlagen im Bau |
Geleistete Anzahlungen |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| Stand zum 1.10.2010 | 602,7 | 220,1 | 1.214,0 | 86,8 | 160,5 | 4.891,2 |
| Währungsangleichung | - 2,4 | – | - 10,2 | 0,1 | - 1,8 | - 24,4 |
| Zugänge Konsolidierungskreisänderung | 0,1 | – | 5,5 | – | – | 6,0 |
| Zugänge | 76,4 | 24,3 | 103,6 | 36,9 | 83,9 | 405,0 |
| Abgänge | 10,0 | 2,9 | 47,3 | 24,1 | 45,5 | 362,81) |
| Umbuchungen | 15,0 | - 2,5 | - 14,4 | - 55,1 | – | - 82,8 |
| Stand zum 30.9.2011 | 681,8 | 239,0 | 1.251,2 | 44,6 | 197,1 | 4.832,2 |
| Währungsangleichung | 37,2 | - 0,4 | 54,4 | 0,9 | 8,4 | 157,5 |
| Zugänge Konsolidierungskreisänderung | – | – | 3,1 | – | – | 3,2 |
| Zugänge | 45,5 | 1,8 | 77,0 | 52,0 | 162,7 | 510,2 |
| Abgänge | 28,5 | 2,1 | 80,6 | 0,6 | 96,4 | 353,82) |
| Umbuchungen | 7,5 | 1,5 | - 1,7 | - 16,9 | – | - 43,6 |
| Stand zum 30.9.2012 | 743,5 | 239,8 | 1.303,4 | 80,0 | 271,8 | 5.105,7 |
| Abschreibungen | ||||||
| Stand zum 1.10.2010 | 198,8 | 138,2 | 876,9 | – | – | 2.391,4 |
| Währungsangleichung | - 0,6 | – | - 5,4 | – | – | - 7,9 |
| Zugänge Konsolidierungskreisänderung | – | – | 3,9 | – | – | 4,1 |
| Abschreibung des laufenden Jahres | 47,2 | 14,7 | 101,2 | – | – | 275,1 |
| Abgänge | 2,3 | 2,8 | 46,2 | – | – | 208,31) |
| Umbuchungen | 7,9 | - 2,9 | - 8,5 | – | – | - 67,3 |
| Stand zum 30.9.2011 | 251,0 | 147,2 | 921,9 | – | – | 2.387,1 |
| Währungsangleichung | 13,1 | 1,4 | 37,6 | – | – | 77,7 |
| Abschreibungen des laufenden Jahres | 34,9 | 12,5 | 98,6 | – | – | 247,1 |
| Abgänge | 17,3 | 1,1 | 65,1 | – | – | 215,02) |
| Umbuchungen | - 0,7 | 0,4 | - 6,9 | – | – | - 42,5 |
| Stand zum 30.9.2012 | 281,0 | 160,4 | 986,1 | – | – | 2.454,4 |
| Buchwerte Stand zum 30.9.2011 | 430,8 | 91,8 | 329,3 | 44,6 | 197,1 | 2.445,1 |
| Buchwerte Stand zum 30.9.2012 | 462,5 | 79,4 | 317,3 | 80,0 | 271,8 | 2.651,3 |
1) Davon keine Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen
2) Davon Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen 1,3 Mio. € bzw. 1,0 Mio. €
Der Buchwert des Sachanlagevermögens, das Eigentumsbeschränkungen unterliegt oder als Sicherheit verpfändet ist, beträgt zum Bilanzstichtag 113,9 Mio. € (Vorjahr 103,9 Mio. €).
Im Konzern wurden bei den Sachanlagen wie im Vorjahr unwesentliche Zuschreibungen vorgenommen. Die außerplanmäßigen Wertminderungen in Höhe von 14,6 Mio. € (Vorjahr 31,2 Mio. €) entfallen im Wesentlichen auf Flugzeugvermögen (6,4 Mio. €) sowie Fuhrparkvermögen (5,9 Mio. €).
Im Sachanlagevermögen sind auch die gemieteten Vermögenswerte enthalten, bei denen Konzerngesellschaften über das wirtschaftliche Eigentum an den Vermögenswerten verfügen.
Entwicklung der gemieteten Vermögenswerte
| Nettobuchwerte | ||
|---|---|---|
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 |
| --- | --- | --- |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 7,8 | 9,8 |
| Flugzeuge | 144,5 | 30,1 |
| Schiffe, Yachten und Boote | 117,8 | 119,0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 0,1 | 0,7 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10,8 | 8,9 |
| Gesamt | 281,0 | 168,5 |
Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind als Verbindlichkeit passiviert, wobei der zukünftige Zinsaufwand im Buchwert der Finanzschulden unberücksichtigt bleibt. Die Summe aller in Zukunft zu leistenden Zahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen beträgt 294,7 Mio. € (Vorjahr 191,8 Mio. €). Für die geleasten Vermögenswerte haben Konzerngesellschaften Restwertgarantien in Höhe von 2,7 Mio. € (Vorjahr 9,9 Mio. €) übernommen.
Überleitung der zukünftig zu leistenden Leasingraten zu den Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre | Gesamt | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Summe der zukünftig zu leistenden Leasingraten | 38,9 | 115,4 | 140,4 | 294,7 | 191,8 |
| Zinsanteil | 10,3 | 31,0 | 20,2 | 61,5 | 37,0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | 28,6 | 84,4 | 120,2 | 233,2 | 154,8 |
(18) Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen
Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen
| Nach der Equity-Methode bewertete | |||
|---|---|---|---|
| Mio. € | Gemeinschafts- unternehmen | assoziierte Unternehmen | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
| Stand zum 1.10.2010 | 567,7 | 1.215,1 | 1.782,8 |
| Währungsangleichung | - 32,1 | - 5,2 | - 37,3 |
| Zugänge | 69,6 | 39,2 | 108,8 |
| Abgänge | 46,7 | 317,6 | 364,31) |
| Umbuchungen | – | 253,1 | 253,1 |
| Stand zum 30.9.2011 | 558,5 | 1.184,6 | 1.743,1 |
| Währungsangleichung | 7,4 | 18,8 | 26,2 |
| Zugänge | 104,5 | 26,0 | 130,5 |
| Abgänge | 20,7 | 470,5 | 491,21) |
| Stand zum 30.9.2012 | 649,7 | 758,9 | 1.408,6 |
| Abschreibungen | |||
| Stand zum 1.10.2010 | 7,6 | – | 7,6 |
| Stand zum 30.9.2011 | 7,6 | – | 7,6 |
| Abschreibungen des laufenden Jahres | 7,0 | – | 7,0 |
| Stand zum 30.9.2012 | 14,6 | – | 14,6 |
| Buchwerte Stand zum 30.9.2011 | 550,9 | 1.184,6 | 1.735,5 |
| Buchwerte Stand zum 30.9.2012 | 635,1 | 758,9 | 1.394,0 |
1) Davon 2,7 Mio. € Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen (im Vorjahr keine)
Die anteiligen Jahresergebnisse der nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden unter den Zugängen und Abgängen ausgewiesen, während Wertminderungen von Equity-Gesellschaften als Abschreibungen darzustellen sind. Die Dividenden in Höhe von 11,7 Mio. € (Vorjahr 20,5 Mio. €) sind in den Abgängen enthalten.
Bei assoziierten Unternehmen sowie bei Unternehmen, die der Konzern gemeinschaftlich mit einem oder mehreren Partnern führt (Gemeinschaftsunternehmen), entspricht die Anteilsquote des Konzerns dem Anteil an den einzelnen Vermögenswerten und Schulden der Gemeinschaftsunternehmen.
Konzernanteil an den Vermögenswerten und Schulden der Gemeinschaftsunternehmen
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 |
|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Equity-Bewertung | 68,8 | 80,6 |
| Langfristige Vermögenswerte | 839,8 | 733,8 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 281,6 | 298,3 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | - 311,0 | - 356,2 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | - 244,1 | - 205,6 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Gemeinschaftsunternehmen | 635,1 | 550,9 |
Konzernanteil an den Vermögenswerten und Schulden der assoziierten Unternehmen
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 |
|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Equity-Bewertung | 218,4 | 317,4 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.045,8 | 1.496,6 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 472,0 | 695,1 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | - 640,6 | - 789,0 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | - 336,7 | - 535,5 |
| Nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen | 758,9 | 1.184,6 |
(19) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
In den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden Anteile an verbundenen, nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Beteiligungen und sonstige Wertpapiere erfasst. Im Vorjahr waren zudem Hybridinstrumente an die Containerschifffahrt in diesem Posten enthalten. Diese wurden im Geschäftsjahr 2011/12 vollständig abgelöst.
Liegt für gehaltene Anteile kein auf einem aktiven Markt notierter Marktpreis vor und liefern andere Methoden zur Ermittlung eines objektivierbaren Marktwerts keine verlässlichen Ergebnisse, werden die Anteile zu Anschaffungskosten bewertet. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden finanzielle Vermögenswerte, die nach IFRS 7 als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu klassifizieren waren, in Höhe von 3,9 Mio. € (Vorjahr 7,5 Mio. €) wertgemindert.
(20) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | – | 688,6 | – | 627,6 |
| Herausgelegte Kredite und Forderungen | 242,7 | 1.047,9 | 315,0 | 1.213,8 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 115,4 | 577,6 | 94,1 | 518,6 |
| Gesamt | 358,1 | 2.314,1 | 409,1 | 2.360,0 |
Altersstruktur der Finanzinstrumente aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerte
| Davon nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Buchwert Finanz- instrumente |
Davon weder überfällig noch wertberichtigt | Weniger als 30 Tage | Zwischen 30 und 90 Tagen | Zwischen 91 und 180 Tagen | Über 180 Tage |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 30.9.2012 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 688,6 | 424,3 | 164,3 | 79,6 | 9,5 | 10,9 |
| Herausgelegte Kredite und Forderungen | 158,2 | 157,9 | 0,3 | – | – | – |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 50,3 | 50,0 | 0,3 | – | – | – |
| Gesamt | 897,1 | 632,2 | 164,9 | 79,6 | 9,5 | 10,9 |
| Stand zum 30.9.2011 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 627,6 | 352,7 | 155,9 | 62,1 | 16,8 | 40,1 |
| Herausgelegte Kredite und Forderungen | 194,4 | 194,4 | – | – | – | – |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 69,9 | 66,4 | 2,4 | 0,7 | 0,3 | 0,1 |
| Gesamt | 891,9 | 613,5 | 158,3 | 62,8 | 17,1 | 40,2 |
Bei finanziellen Vermögenswerten, die weder überfällig noch wertgemindert sind, geht der Konzern von einer guten Bonität des jeweiligen Schuldners aus.
Wertberichtigung auf Vermögenswerte der IFRS-7-Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zu Beginn der Periode | 268,1 | 760,7 |
| Zugänge | 66,7 | 59,6 |
| Abgänge | 66,0 | 488,5 |
| Sonstige Wertänderung | - 54,8 | - 63,7 |
| Wertberichtigungen zum Ende der Periode | 214,0 | 268,1 |
Im Geschäftsjahr 2011/12 ergaben sich unverändert zum Vorjahr keine Zahlungszuflüsse aus wertgeminderten verzinslichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 |
|---|---|---|
| Gegen fremde Dritte | 657,2 | 624,4 |
| Gegen verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen | 1,1 | 2,3 |
| Gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 30,3 | 0,9 |
| Gesamt | 688,6 | 627,6 |
Herausgelegte Kredite und Forderungen
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kreditforderungen gegen verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen | 1,7 | 25,0 | 17,3 | 26,6 |
| Kreditforderungen gegen Beteiligungsunternehmen | 1,2 | 15,7 | – | 20,0 |
| Ausleihungen gegen Beteiligungsunternehmen | 21,0 | 21,5 | – | 11,7 |
| Kreditforderungen gegen Dritte | 48,0 | 74,7 | 45,9 | 100,4 |
| Ausleihungen gegen Dritte | 17,4 | 21,3 | 33,0 | 35,7 |
| Geleistete Anzahlungen | 153,4 | 889,7 | 218,8 | 1.019,4 |
| Gesamt | 242,7 | 1.047,9 | 315,0 | 1.213,8 |
Die geleisteten Anzahlungen betreffen hauptsächlich branchenübliche Vorauszahlungen für zukünftige touristische Leistungen, insbesondere vom Veranstalter für zukünftig bezogene Hotelleistungen.
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Übrige Forderungen gegen verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen | – | 0,4 | – | – |
| Übrige Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen | 35,3 | 47,1 | – | 44,3 |
| Zinsabgrenzungen | – | 2,8 | – | 25,6 |
| Ansprüche aus der Erstattung sonstiger Steuern | 22,8 | 106,8 | – | 89,9 |
| Übrige Vermögenswerte | 57,3 | 420,5 | 94,1 | 358,8 |
| Gesamt | 115,4 | 577,6 | 94,1 | 518,6 |
(21) Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten gegen Dritte | 28,4 | 159,9 | 43,6 | 274,8 |
Die derivativen Finanzinstrumente werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Marktwert) angesetzt. Sie dienen im Wesentlichen der Absicherung des zukünftigen operativen Geschäfts und werden innerhalb der Erläuterungen zu den „Finanzinstrumenten” detailliert dargestellt.
(22) Latente und tatsächliche Ertragsteueransprüche
Die Ermittlung der latenten und tatsächlichen Ertragsteuern wird im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden” detailliert erläutert.
Ertragsteueransprüche
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 |
|---|---|---|
| Latente Ertragsteueransprüche | 168,7 | 163,5 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 48,1 | 90,0 |
| Gesamt | 216,8 | 253,5 |
Von den latenten Ertragsteueransprüchen realisieren sich 124,9 Mio. € (Vorjahr 115,3 Mio. €) in mehr als zwölf Monaten.
Bilanzierte aktive und passive latente Steuern nach Sachverhalten
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Aktivisch | Passivisch | Aktivisch | Passivisch |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzierungsleasingtransaktionen | – | 2,4 | – | 2,1 |
| Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei Sachanlagen und sonstigen langfristigen Vermögenswerten | 116,1 | 353,5 | 157,5 | 235,1 |
| Ansatzunterschiede bei Forderungen und sonstigen Vermögenswerten | 35,6 | – | 13,7 | 228,0 |
| Bewertung von Finanzinstrumenten | 33,2 | 86,1 | 29,0 | 107,1 |
| Bewertung von Pensionsrückstellungen | 167,8 | 0 | 123,2 | 2,6 |
| Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei übrigen Rückstellungen | 107,4 | 7,8 | 72,4 | 41,6 |
| Sonstige Transaktionen | 104,4 | 170,4 | 124,1 | 28,7 |
| Aktivierte Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen | 154,9 | – | 168,1 | – |
| Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern | - 550,7 | - 550,7 | - 524,5 | - 524,5 |
| Bilanzansatz | 168,7 | 69,5 | 163,5 | 120,7 |
Keine latenten Steuerverbindlichkeiten wurden für temporäre Differenzen in Höhe von 65,2 Mio. € (Vorjahr 80,0 Mio. €) zwischen dem Nettovermögen und dem steuerlichen Buchwert von Tochterunternehmen angesetzt, da mit einer Umkehr der temporären Differenzen in näherer Zukunft nicht zu rechnen ist.
Aktivierte Verlustvorträge und Vortragsfähigkeit nicht aktivierter Verlustvorträge
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 |
|---|---|---|
| Aktivierte Verlustvorträge | 736,8 | 773,6 |
| Nicht aktivierte Verlustvorträge | 4.526,5 | 3.295,1 |
| davon innerhalb eines Jahres verfallbare Verlustvorträge | – | 0,4 |
| davon zwischen zwei und fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge | 57,3 | 59,3 |
| davon in mehr als fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge (ohne unverfallbare Verlustvorträge) | – | 20,2 |
| Unverfallbare Verlustvorträge | 4.469,2 | 3.215,2 |
| Gesamtsumme noch nicht genutzter Verlustvorträge | 5.263,3 | 4.068,7 |
Verlustvorträge aus deutschen Gesellschaften enthalten den kumulierten Betrag aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer sowie Zinsvorträge aus der Zinsschrankenregelung. Potenzielle Steuerersparnisse in Höhe von insgesamt 852,9 Mio. € (Vorjahr 681,3 Mio. €) wurden nicht aktiviert, da die Nutzung der zugrunde liegenden Verlustvorträge im Planungszeitraum als nicht wahrscheinlich eingeschätzt wurde.
Es ergaben sich im Geschäftsjahr 2011/12 Steuerminderungen von 0,1 Mio. € (Vorjahr 34,5 Mio. €) aus der Nutzung von Verlustvorträgen, die bislang als nicht realisierbar eingeschätzt wurden und für die somit zum 30. September 2011 kein Vermögenswert für die daraus möglichen Steuerersparnisse angesetzt wurde. Im Geschäftsjahr 2011/12 konnten Steuerminderungen durch Verlustrückträge in Höhe von 0,9 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) realisiert werden.
Entwicklung der aktivierten Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Aktivierte Steuerersparnis zu Beginn der Periode | 168,1 | 171,6 |
| Währungsangleichung | - 1,1 | 5,2 |
| Nutzung von Verlustvorträgen | - 2,5 | - 9,3 |
| Aktivierung von erwarteten Steuerersparnissen aus Verlustvorträgen | + 4,1 | + 8,8 |
| Wertberichtigung auf aktivierte Steuerersparnisse aus Verlustvorträgen | - 13,7 | - 8,2 |
| Umgliederung in den aufgegebenen Geschäftsbereich | – | – |
| Aktivierte Steuerersparnisse zum Ende der Periode | 154,9 | 168,1 |
Der aktivierte latente Steueranspruch aus temporären Differenzen und aus als nutzbar eingeschätzten Verlustvorträgen in Höhe von 107,6 Mio. € (Vorjahr 126,0 Mio. €), der in der Sparte der TUI Travel entstanden ist, ist auch bei Gesellschaften, die im Berichtsjahr (oder davor) Verluste erleiden, durch künftig erwartete zu versteuernde Ergebnisse gedeckt.
(23) Vorräte
Vorräte
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 |
|---|---|---|
| Boote, Yachten und Ersatzteile | 35,6 | 35,4 |
| Flugzeugersatzteile und Verbrauchsgüter | 27,3 | 28,0 |
| Zum Verkauf verfügbare Immobilien | 12,4 | 8,0 |
| Sonstige Vorräte | 38,6 | 35,3 |
| Gesamt | 113,9 | 106,7 |
Die sonstigen Vorräte beinhalten mit 15,8 Mio. € in Hotels genutzte Verbrauchsgüter.
Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Wertberichtigungen in Höhe von 4,9 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) auf Vorräte vorgenommen, um sie mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert anzusetzen. Sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr als auch im Vorjahr wurden keine wesentlichen Zuschreibungen auf Vorräte vorgenommen.
(24) Finanzmittel
Finanzmittel
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 2.229,1 | 1.912,7 |
| Kassenbestand und Schecks | 49,3 | 68,6 |
| Gesamt | 2.278,4 | 1.981,3 |
Die Finanzmittel unterliegen zum 30. September 2012 mit 0,1 Mrd. € Verfügungsbeschränkungen (Vorjahr 0,1 Mrd. €).
(25) Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 |
|---|---|---|
| Flugzeuge und Triebwerke | 6,1 | 13,0 |
| Dorfhotel | – | 6,9 |
| Sonstige Vermögenswerte | 10,4 | 4,3 |
| Gesamt | 16,5 | 24,2 |
Der Rückgang der zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte ist bedingt durch den mittlerweile erfolgten Verkauf der Hotelanlage Dorfhotel und den Abgang eines Flugzeugs.
Die sonstigen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen zur Veräußerung stehende Hotelanlagen, Lizenzen und Flugzeugersatzteile.
In der Segmentberichterstattung werden die Flugzeuge und Triebwerke sowie die sonstigen Vermögenswerte hauptsächlich im Segment Touristik ausgewiesen.
(26) Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der TUI AG besteht aus nennwertlosen Stückaktien, die jeweils in gleichem Umfang am Grundkapital beteiligt sind. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 2,56 €. Bei den Aktien handelt es sich seit der Umstellung im Juli 2005 um Namensaktien, deren Inhaber namentlich im Aktienregister geführt werden.
Das in den Handelsregistern der Amtsgerichte Berlin-Charlottenburg und Hannover eingetragene gezeichnete Kapital der TUI AG stieg infolge der Begebung von 159.490 Aktien durch Ausgabe von Belegschaftsaktien sowie aufgrund von Wandlungen aus den Wandelanleihen 2009/14 und 2011/16 in 417.755 Aktien insgesamt um 1,4 Mio. € auf rund 644,9 Mio. €. Zum Ende des Geschäftsjahres setzt sich das gezeichnete Kapital damit aus 252.273.710 Aktien zusammen.
Bedingtes Kapital
Das bedingte Kapital über 100,0 Mio. € aus 2006 wurde nach vorzeitiger Tilgung des noch ausstehenden Betrags der in 2007 begebenen Wandelanleihe über 694,0 Mio. € im Dezember 2011 aufgehoben.
Darüber hinaus wurden auf den Hauptversammlungen am 7. Mai 2008 sowie am 13. Mai 2009 zusätzliche bedingte Kapitalien zur Ausgabe von Schuldverschreibungen in Höhe von jeweils 100 Mio. € geschaffen, die bis zum 6. Mai 2013 bzw. 12. Mai 2014 Gültigkeit haben. Die Begebung von Teilschuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen (mit und ohne Laufzeitbegrenzung) gemäß den beiden vorgenannten Ermächtigungen ist insgesamt auf einen Nominalbetrag von 1,0 Mrd. € beschränkt.
Ein weiteres bedingtes Kapital zur Ausgabe von Schuldverschreibungen in Höhe von 120 Mio. € mit Gültigkeit bis zum 14. Februar 2017 wurde auf der Hauptversammlung am 15. Februar 2012 beschlossen. Die Begebung von Teilschuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen (mit und ohne Laufzeitbegrenzung) ist auf einen Nominalbetrag von 1,0 Mrd. € beschränkt.
Unter Verwendung des bedingten Kapitals vom 13. Mai 2009 hat die TUI AG am 17. November 2009 eine unbesicherte, nicht nachrangige Wandelanleihe über 217,8 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 17. November 2014 begeben. Die Stückelung der Anleihe erfolgte zu einem Nennbetrag von je 56,30 €. Der Wandlungspreis beträgt 5,63 € je Stückaktie; somit kann die Wandelanleihe in maximal 38.683.730 Aktien gewandelt werden. Die Begebung der Schuldverschreibungen, die mit einem Zinskupon von 5,50% p.a. ausgestattet sind, erfolgte zu pari. Die Anleihe wird an vier deutschen Börsen gehandelt. Bis zum 30. September 2012 wurden 46.874 Schuldverschreibungen in 468.740 neue Aktien der TUI AG gewandelt (davon in diesem Geschäftsjahr 417.740 Stück).
Unter Verwendung des bedingten Kapitals vom 7. Mai 2008 hat die TUI AG am 24. März 2011 eine unbesicherte, nicht nachrangige Wandelanleihe über 339,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 24. März 2016 begeben. Die Stückelung der Anleihe erfolgte zu einem Nennbetrag von je 59,26 €. Der Wandlungspreis beträgt 11,8506 € je Stückaktie; somit kann die Wandelanleihe in maximal 28.599.735 Aktien gewandelt werden. Die Begebung der Schuldverschreibungen, die mit einem Zinskupon von 2,75% p.a. ausgestattet sind, erfolgte zu pari. Die Anleihe wird an fünf deutschen Börsen gehandelt. In diesem Geschäftsjahr wurde bis zum 30. September 2012 eine Schuldverschreibung in fünf neue Aktien der TUI AG gewandelt.
Insgesamt verfügt die TUI AG zum 30. September 2012 unter Berücksichtigung der erfolgten Wandlungen über ein bedingtes Kapital von 318,8 Mio. €.
Genehmigtes Kapital
Die Hauptversammlung am 7. Mai 2008 hatte die Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Aktien gegen Bareinlagen um insgesamt höchstens 64,0 Mio. € beschlossen. Diese Ermächtigung hat eine Gültigkeit bis zum 6. Mai 2013.
Das ebenfalls auf der Hauptversammlung vom 7. Mai 2008 zur Ausgabe von Belegschaftsaktien beschlossene genehmigte Kapital beträgt zum Bilanzstichtag noch rund 8,6 Mio. €. Der Vorstand der TUI AG ist ermächtigt, dieses genehmigte Kapital bis zum 6. Mai 2013 einmal oder mehrmals durch Ausgabe von Belegschaftsaktien gegen Bareinlage zu nutzen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 159.490 Belegschaftsaktien ausgegeben.
Zusätzlich sind auf der Hauptversammlung am 9. Februar 2011 Beschlüsse zur Schaffung eines genehmigten Kapitals zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen in Höhe von 246,0 Mio. € gefasst worden. Die Ermächtigung für dieses genehmigte Kapital endet am 8. Februar 2016.
Damit beträgt zum Bilanzstichtag die Summe der Ermächtigungen für noch nicht genutztes genehmigtes Kapital rund 318,6 Mio. € (zum 30. September 2011 rund 319,0 Mio. €).
(27) Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält Einstellungen aus Aufgeldern. Darüber hinaus sind Beträge, die bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungsrechte zum Erwerb von Aktien der TUI AG berechtigen, in die Kapitalrücklage einzustellen, sofern die Wandlungsrechte gemäß IAS 32 als Eigenkapitalinstrumente zu klassifizieren sind. Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien infolge der Ausübung von Wandelrechten werden ebenfalls der Kapitalrücklage zugeführt.
Kapitalbeschaffungskosten für die Emission der Wandlungsrechte sowie für die Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage werden mit den aus diesen Vorgängen resultierenden Zuführungen zur Kapitalrücklage verrechnet.
Die Kapitalrücklage erhöhte sich infolge der Ausgabe von Belegschaftsaktien und durch Wandlung von Anleihestücken in Aktien um insgesamt 1,3 Mio. €.
(28) Gewinnrücklagen
Das Eigenkapital verminderte sich durch Zahlung von Dividenden an konzernfremde Anteilseigner. Von diesen Dividenden entfällt der überwiegende Teil auf die von der TUI Travel PLC und der RIUSA II S.A. gezahlten Dividenden. Weiterhin ist die Verzinsung des von der TUI AG begebenen Hybridkapitals gemäß den Vorschriften der IFRS als Dividende auszuweisen.
Die TUI Travel PLC vergütet die Leistungen ihrer Mitarbeiter im Rahmen langfristiger Anreizprogramme durch Aktienoptionspläne, die mit Aktien bedient werden. Aus diesen Aktienoptionsplänen resultierte im Geschäftsjahr 2011/12 eine Erhöhung der anderen Gewinnrücklagen um 16,4 Mio. €.
Die durch den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen insbesondere der TUI Travel PLC entstandenen Unterschiedsbeträge (-29,9 Mio. €) aus erworbenem Eigenkapital und Anschaffungskosten werden direkt mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.
Unterschiede aus der Währungsumrechnung enthalten Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen sowie aus der Umrechnung von in fremder Währung geführten Geschäfts- oder Firmenwerten.
Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden erfolgsneutral in die entsprechende Kategorie der Gewinnrücklagen eingestellt oder mit diesen verrechnet. Mit dem Abgang des an die Hapag-Lloyd Holding AG gewährten Hybridinstruments waren die bis dahin erfolgsneutral eingestellten Wertänderungen erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern.
Die Rücklage für Wertänderungen von Cash Flow Hedges enthält den Anteil der Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten, der als effektive Absicherung zukünftiger Zahlungsströme ermittelt wird. Eine erfolgswirksame Auflösung dieser Rücklage erfolgt in der gleichen Periode, in der auch das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam oder als nicht mehr wahrscheinlich eingeschätzt wird. Die direkt mit dem Eigenkapital zu verrechnenden Ergebnisse vor Steuern beliefen sich auf -67,9 Mio. €.
Die gemäß IAS 27 alter Fassung gebildete Neubewertungsrücklage aus sukzessive durchgeführten Erwerben von Unternehmen wird bis zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung des jeweiligen Unternehmens weitergeführt. Gemäß dem prospektiv anzuwendenden geänderten IAS 27 kommt es zu keiner Neubildung von Neubewertungsrücklagen aus Sukzessiverwerben, da die zwischen den jeweiligen Erwerbszeitpunkten entstehenden Zeitwertänderungen von Vermögenswerten und Schulden gemäß der Beteiligungsquote, die noch nicht zu einer Konsolidierung der Gesellschaft führte, erfolgswirksam werden.
Die Rücklage gemäß IAS 19 enthält die erfolgsneutral bilanzierten Gewinne und Verluste aus der Veränderung von versicherungsmathematischen Parametern in Zusammenhang mit der Bewertung von Pensionsverpflichtungen sowie gegebenenfalls dem zugehörigen Fondsvermögen. Im Geschäftsjahr 2011/12 führte im Wesentlichen das Sinken des langfristigen Zinsniveaus zu einer Minderung der Rücklage gemäß IAS 19 vor Steuern um 284,4 Mio. €.
(29) Hybridkapital
Das im Dezember des Geschäftsjahres 2005 durch die TUI AG begebene nachrangige Hybridkapital mit einem Nominalvolumen von 300,0 Mio. € stellt gemäß den Regelungen des IAS 32 Eigenkapital des Konzerns dar. Die Kapitalbeschaffungskosten in Höhe von 8,5 Mio. € wurden unter der Berücksichtigung von latenten Ertragsteuern erfolgsneutral vom Hybridkapital abgesetzt. Entstandene Dividendenansprüche der Hybridkapitalgeber werden bis zum Zeitpunkt der Zahlung als sonstige Finanzschulden abgegrenzt.
(30) Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital entfallen hauptsächlich auf Gesellschaften der Sparte TUI Travel und der Sparte TUI Hotels & Resorts, insbesondere die RIUSA II-Gruppe.
Negative Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, die bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 entstanden sind, wurden mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Seit dem 1. Januar 2009 neu entstehende negative Anteile werden direkt in dem Bilanzposten Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital ausgewiesen.
Sonstige Ergebnisse der nicht beherrschenden Gesellschafter
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Währungsumrechnung | - 49,3 | - 23,7 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 3,0 | - 0,4 |
| Cash Flow Hedges | - 44,9 | 46,2 |
| Versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsrückstellungen und zugehörigem Fondsvermögen | - 74,7 | - 45,5 |
| Bewertungsänderungen von nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen | - 0,6 | – |
| Gesamt | - 166,5 | - 23,4 |
(31) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Für die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitern bestehen beitrags- und leistungsorientierte Versorgungszusagen. Die Versorgungszusagen sind dabei abhängig von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des jeweiligen Landes und basieren in der Regel auf Beschäftigungsdauer und -entgelt der Mitarbeiter. Beitragsorientierte Versorgungszusagen werden immer durch die Zahlung von Prämien an externe Versicherer bzw. Fonds finanziert, wohingegen leistungsorientierte Versorgungszusagen entweder durch die Bildung von Rückstellungen innerhalb des Unternehmens oder durch die Anlage von Finanzmitteln außerhalb des Unternehmens finanziert werden.
In Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die Rentenzahlungen in Abhängigkeit vom Einkommen und von den geleisteten Beiträgen übernimmt. Daneben bestehen für Gesellschaften des TUI Konzerns weitere branchenspezifische Versorgungseinrichtungen. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger und privatrechtlichen Pensionskassen bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Im Geschäftsjahr 2011/12 betrug die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen 34,9 Mio. € (Vorjahr 31,4 Mio. €).
Für leistungsorientierte Pensionszusagen entstand im Konzern in der Berichtsperiode insgesamt ein Aufwand von 67,7 Mio. €. Der Ertrag des Vorjahres in Höhe von 4,0 Mio. € war im Wesentlichen auf Änderungen bei den leistungsorientierten Pensionsplänen in Großbritannien zurückzuführen.
Altersversorgungsaufwand für leistungsorientierte Pensionszusagen
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Laufender Versorgungsaufwand für in der Periode erbrachte Leistungen der Mitarbeiter | 35,5 | 39,9 |
| Ertrag aus Plankürzungen | – | 74,2 |
| Zinsaufwand | 122,2 | 115,4 |
| Erwarteter Ertrag des externen Fondsvermögens | 89,5 | 85,5 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | - 0,5 | 0,4 |
| Gesamt | 67,7 | - 4,0 |
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungenwerden aufgrund von Versorgungszusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Bildung von Rückstellungen erfolgt dabei ausschließlich für leistungsorientierte Versorgungszusagen, bei denen das Unternehmen den Arbeitnehmern einen bestimmten Versorgungsumfang garantiert. Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen berücksichtigen insbesondere Vorruhestands- und Überbrückungsgeld.
Entwicklung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen
| Mio. € | Stand zum 30.9.2011 |
Erfolgsneutrale Veränderungen1) |
Versicherungs- mathematische Gewinne und Verluste |
Verbrauch | Zuführung | Stand zum 30.9.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Pensions- rückstellungen | 863,9 | 27,6 | 271,7 | 94,5 | 52,3 | 1.121,0 |
| Pensionsähnliche Verpflichtungen | 50,2 | - 0,4 | 11,6 | 1,0 | 5,2 | 65,6 |
| Gesamt | 914,1 | 27,2 | 283,3 | 95,5 | 57,5 | 1.186,6 |
1) Umgliederungen, Übertragungen, Währungsangleichungen und Konsolidierungskreisänderungen
Die im Geschäftsjahr 2011/12 entstandenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurden erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt bzw. dort verrechnet und führten insofern zur angegebenen erfolgsneutralen Veränderung der Pensionsrückstellungen.
Soweit die leistungsorientierten Altersversorgungszusagen nicht über Rückstellungen finanziert werden, erfolgt die Finanzierung über unabhängig verwaltete Fonds. Diese Form der Finanzierung von Altersversorgungszusagen erfolgt in erheblichem Umfang in Großbritannien sowie in der Schweiz und den Niederlanden.
Während das Fondsvermögen anhand der Marktwerte der angelegten Mittel zum 30. September 2012 bestimmt wird, erfolgt die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen durch versicherungsmathematische Berechnungen und Annahmen. Die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung erwarteter zukünftiger Entgelt- und Rentensteigerungen nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt.
Versicherungsmathematische Parameter bei deutschen Gesellschaften
| Prozentsatz p.a. | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 3,25 | 4,75 |
| Gehaltstrend | 2,0–2,5 | 2,0–2,5 |
| Rententrend | 2,0–2,17 | 1,0–2,17 |
Zur Ermittlung des für die Abzinsung der Pensionsrückstellung anzuwendenden Zinssatzes wird von einem Index für Industrieanleihen ausgegangen, der zur Erfüllung des von IAS 19 geforderten Hochwertigkeitskriteriums um bereits herabgestufte und bei Rating-Agenturen unter Beobachtung stehende Titel sowie um nachrangige Anleihen bereinigt wird. Um einen entsprechend breiten Markt abzudecken, wird ein Index basierend auf Anleihen kürzerer Laufzeit zugrunde gelegt. Die sich so ergebende Zinsstruktur wird auf Basis der Zinsstrukturkurven für nahezu risikolose Anleihen unter Berücksichtigung eines angemessenen Risikoaufschlags entsprechend der Laufzeit der Verpflichtung extrapoliert.
Im Ausland liegen der versicherungsmathematischen Berechnung jeweils länderspezifische Parameter zugrunde.
Versicherungsmathematische Annahmen bei ausländischen Gesellschaften
| 2011/12 | 2010/11 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Prozentsatz p.a. | Rechnungszins | Erwartete Rendite auf das Fondsvermögen |
Gehaltstrend | Rechnungszins | Erwartete Rendite auf das Fondsvermögen | Gehaltstrend |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Euro-Währungsgebiet | 3,25 | 2,6 | 2,0– 3,0 | 4,75 | 4,9– 5,9 | 3,0– 5,0 |
| Großbritannien | 4,5 | 5,6 | 2,5 | 5,25 | 6,1– 6,2 | 2,5 |
| Übriges Europa | 2,0 | 2,0 | 1,0– 2,0 | 2,5 | 2,5 | 1,0– 2,0 |
| Nordamerika | 4,5 | 3,5 | 3,5 | 4,55 | 4,0 | 3,5 |
Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der tatsächlichen Versorgungszusagen
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Barwert der tatsächlichen Versorgungszusagen zu Beginn der Periode | 2.350,9 | 2.349,6 |
| Laufender Dienstaufwand | 35,5 | 39,9 |
| Effekte aus Plankürzungen | – | - 74,2 |
| Zinsaufwand | 122,2 | 115,4 |
| Gezahlte Renten | - 130,6 | - 113,5 |
| Eingezahlte Beträge von Versorgungsberechtigten | 2,6 | 5,0 |
| Versicherungsmathematische Verluste (+) | 377,5 | 22,7 |
| Währungsdifferenzen | 143,3 | - 7,8 |
| Sonstiges | - 1,1 | 13,8 |
| Barwert der tatsächlichen Versorgungszusagen zum Ende der Periode | 2.900,3 | 2.350,9 |
Der Bestand an Versorgungszusagen erhöhte sich im Geschäftsjahr im Wesentlichen aufgrund deutlich gesunkener Zinsen in Großbritannien und der Euro-Zone um 549,4 Mio. € auf 2.900,3 Mio. €.
Entwicklung des Marktwerts von Fondsvermögen
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Marktwert des Fondsvermögens zu Beginn der Periode | 1.437,1 | 1.437,7 |
| Erwartete Erträge aus dem Vermögen externer Fonds (-) | - 89,5 | - 85,5 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) des laufenden Jahres | - 93,1 | 72,9 |
| Währungsdifferenzen | 113,6 | - 4,4 |
| Eingezahlte Beträge des Arbeitgebers | 73,0 | 65,2 |
| Eigenbeiträge der Begünstigten aus dem Plan | 2,6 | 5,0 |
| Gezahlte Renten | - 95,1 | - 79,0 |
| Marktwert des Fondsvermögens zum Ende der Periode | 1.713,8 | 1.437,1 |
| davon Dividendenpapiere | 625,0 | 673,1 |
| davon Anleihen | 713,7 | 561,8 |
| davon Sachanlagen | 87,5 | 17,8 |
| davon Barmittel | 18,8 | 24,5 |
| davon Sonstiges | 268,8 | 159,9 |
Die Marktwerte der Fondsvermögen haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Bei erwarteten Erträgen in Höhe von 89,5 Mio. € (Vorjahr 85,5 Mio. €) erzielten die Fonds tatsächliche Gewinne in Höhe von 182,6 Mio. € (Vorjahr 12,6 Mio. €). Die hieraus resultierenden versicherungsmathematischen Gewinne beruhen im Wesentlichen auf im Jahresvergleich gestiegenen Kursen an den internationalen Wertpapiermärkten.
Die Annahmen zur Ermittlung der erwarteten Erträge aus dem Vermögen externer Fonds gehen von der tatsächlichen Fondsstruktur aus und orientieren sich an den langfristigen zukünftigen Renditen für die einzelnen Fondsklassen. Daneben werden das aktuelle Zinsniveau sowie der Inflationstrend berücksichtigt.
Für das folgende Geschäftsjahr werden von den Gesellschaften des TUI Konzerns Beiträge zu den Pensionsfonds in Höhe von rund 73,8 Mio. € sowie Rentenzahlungen für nicht fondsgedeckte Pläne in Höhe von 39,7 Mio. € erwartet.
Überleitung von Anwartschaftsbarwerten zu bilanzierten Versorgungszusagen
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Fonds mit Unter deckung | Fonds mit Über deckung | Gesamt | Fonds mit Unter deckung | Fonds mit Über deckung | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Tatsächlicher Anwartschaftsbarwert für ganz oder teilweise fonds gedeckte Versorgungszusagen | 2.286,6 | 10,7 | 2.297,3 | 1.852,9 | 9,6 | 1.862,5 |
| Marktwert des Vermögens externer Fonds | 1.703,0 | 10,8 | 1.713,8 | 1.426,3 | 10,8 | 1.437,1 |
| Unter- bzw. Überdeckung | 583,6 | - 0,1 | 583,5 | 426,6 | - 1,2 | 425,4 |
| Tatsächlicher Anwartschafts barwert für nicht fondsgedeckte Versorgungszusagen | 603,0 | 488,4 | ||||
| Nettoanwartschaftsbarwert | 1.186,5 | 913,8 | ||||
| Unterschiedsbetrag aufgrund von nachzuverrechnenden Dienstzeit- aufwands | – | - 0,9 | ||||
| Bilanzierte Versorgungszusagen | 1.186,5 | 912,9 | ||||
| davon aktivierte | ||||||
| Vermögenswerte | 0,1 | 1,2 | ||||
| Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.186,6 | 914,1 | ||||
| davon Pensionsrückstellun- gen für nicht fondsgedeckte Verpflichtungen | 603,0 | 487,5 | ||||
| davon Pensionsrückstel- lungen für fondsgedeckte Verpflichtungen | 583,6 | 426,6 |
Durch die Inanspruchnahme des Wahlrechts, die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Jahr des Entstehens sofort erfolgsneutral mit dem Eigenkapital zu verrechnen, wurden die gesamten Pensionsverpflichtungen im TUI Konzern unter Anrechnung der bestehenden Fondsvermögen vollständig in der Bilanz abgebildet.
Sofern fondsfinanzierte Pensionszusagen unter Einbeziehung eines Unterschiedsbetrages aufgrund von vergangenen Serviceleistungen eine Überdeckung aufweisen und zugleich ein Anspruch auf Rückerstattung bzw. Minderung künftiger Beitragszahlungen gegenüber dem Fonds besteht, erfolgt eine Aktivierung unter Berücksichtigung der in IAS 19 festgelegten Obergrenze.
Jahresvergleich der wesentlichen Werte in Verbindung mit Pensionsverpflichtungen
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 | 2009/10 | RGJ 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert für Versorgungszusagen zum Jahresende | 2.900,3 | 2.350,9 | 2.349,6 | 2.071,7 | 1.696,2 |
| Fondsvermögen zum Jahresende | 1.713,8 | 1.437,1 | 1.437,7 | 1.202,8 | 980,4 |
| Überdeckung (-)/Unterdeckung (+) zum Jahresende | 1.186,5 | 913,8 | 911,9 | 868,9 | 715,8 |
| Versicherungsmathematische Verluste (+)/Gewinne (-) des laufenden Jahres aus der Verpflichtung | 377,5 | 22,7 | 122,1 | 296,2 | - 192,8 |
| davon erfahrungsbedingte Anpassungen | 15,3 | 26,5 | - 3,8 | 4,0 | 22,7 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) des laufenden Jahres aus dem Fondsvermögen | - 93,1 | 72,9 | - 46,1 | - 93,6 | 298,9 |
Zum 30. September 2012 belief sich die Höhe der bis dahin insgesamt erfassten und erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Nettoverluste vor Berücksichtigung latenter Ertragsteuern auf 1.091,8 Mio. € (Vorjahr 746,6 Mio. €).
(32) Sonstige Rückstellungen
Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2011/12
| Mio. € | Stand zum 30.9.2011 |
Erfolgsneutrale Veränderungen1) |
Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand zum 30.9.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Personalbereich | 89,7 | 6,2 | 27,7 | 18,1 | 62,8 | 112,9 |
| Betriebstypische Risiken | 32,7 | - 18,9 | 2,7 | 2,0 | 4,4 | 13,5 |
| Rückstellungen für Instandhaltungen | 509,0 | 2,0 | 189,3 | 39,3 | 217,7 | 500,1 |
| Risiken aus schwebenden Geschäften | 65,3 | 3,0 | 46,1 | – | 3,1 | 25,3 |
| Garantie- und Haftungsrisiken | 11,8 | - 3,9 | 1,6 | 0,3 | 2,4 | 8,4 |
| Rückstellungen für sonstige Steuern | 47,7 | - 15,7 | 8,9 | 0,4 | 30,5 | 53,2 |
| Übrige Rückstellungen | 264,3 | 20,9 | 43,0 | 52,2 | 143,9 | 333,9 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.020,5 | - 6,4 | 319,3 | 112,3 | 464,8 | 1.047,3 |
1) Umgliederungen, Übertragungen, Währungsangleichungen und Konsolidierungskreisänderungen
Sonstige Rückstellungen
Die Personalrückstellungen enthalten Rückstellungen für Sozialpläne und Jubiläumsgelder sowie Rückstellungen für anteilsbasierte Vergütungspläne mit Barausgleich gemäß IFRS 2.
Im Rahmen eines langfristigen Anreizprogramms werden einem Vorstandsmitglied sowie weiteren Führungskräften des Konzerns Boni gewährt, die auf Basis eines durchschnittlichen Aktienkurses in virtuelle Aktien der TUI AG umgerechnet werden. Grundlage der Berechnung der Gewährung von virtuellen Aktien ist das bereinigte Konzernergebnis vor Ertragsteuern und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (bereinigtes EBITA). Die Umrechnung in virtuelle Aktien erfolgt mit dem durchschnittlichen Börsenkurs der TUI Aktie an den 20 Börsentagen, die der Aufsichtsratssitzung folgen, die den Jahresabschluss feststellt. Somit erfolgt die Ermittlung der Stückzahl der für ein Geschäftsjahr gewährten virtuellen Aktien erst im Folgejahr. Nach einer Sperrfrist von zwei Jahren kann der Anspruch auf Barzahlung aus diesem Bonus in vorher definierten Zeiträumen individuell ausgeübt werden. Bei Ausscheiden aus dem Konzern entfällt diese Sperrfrist. Die Höhe der Barzahlung richtet sich nach dem durchschnittlichen Börsenkurs der TUI Aktie für einen Zeitraum von 20 Börsentagen nach dem Ausübungszeitpunkt. Absolute oder relative Rendite- bzw. Kursziele bestehen nicht. Eine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) ist bei außerordentlichen, nicht vorhergesehenen Entwicklungen vereinbart. Da der Ausübungspreis 0 € beträgt und das Anreizprogramm keinen Erdienungszeitraum beinhaltet, entspricht der beizulegende Zeitwert dem inneren Wert und daher dem Börsenkurs am Bilanzstichtag. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung ergibt sich dann durch die Anzahl der virtuellen Aktien multipliziert mit dem jeweiligen Stichtagskurs.
Vorstandsmitglieder, deren Vergütung zum 1. Januar 2010 auf ein neues Vergütungssystem umgestellt wurde, nehmen an einem langfristigen Anreizprogramm teil, das ebenfalls auf virtuellen Aktien beruht. Die Gewährung von virtuellen Aktien unter diesem Programm erfolgt nach Ablauf eines vierjährigen Leistungszeitraums – erstmals nach Beendigung des Geschäftsjahres 2012/13 – und wird ermittelt durch einen Vergleich der Entwicklung der Kennzahl Total Shareholder Return (TSR) der TUI AG mit der Entwicklung des Dow Jones Stoxx 600 Travel & Leisure. Als Vergütung für das laufende Geschäftsjahr wird der beizulegende Zeitwert für die in diesem Jahr gewährten virtuellen Aktien auf der Basis eines Zielerreichungsgrades von 100% gezeigt.
Entwicklung der virtuellen Aktien
| Stückzahl | Gegenwert Mio. € |
|
|---|---|---|
| Stand zum 30.9.2010 | 981.765 | 8,8 |
| Gewährung von virtuellen Aktien | 169.924 | 1,7 |
| Ausübung von virtuellen Aktien | 145.424 | - 1,0 |
| Bewertungsergebnisse | – | - 6,0 |
| Stand zum 30.9.2011 | 1.006.265 | 3,5 |
| Gewährung von virtuellen Aktien | 349.553 | 1,6 |
| Ausübung von virtuellen Aktien | 157.738 | - 1,0 |
| Bewertungsergebnisse | – | 3,4 |
| Stand zum 30.9.2012 | 1.198.080 | 7,5 |
Im Geschäftsjahr 2011/12 wurde ein Personalaufwand aufgrund von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich in Höhe von 4,2 Mio. € (Vorjahr Ertrag in Höhe von 3,5 Mio. €) erfolgswirksam erfasst.
In der Sparte TUI Travel bestehen im Wesentlichen drei aktienorientierte Vergütungspläne zur Koppelung der Vergütung der Mitarbeiter an die zukünftige Performance des Geschäftsbereichs. So bestehen ein zeitlich versetzter jährlicher Bonusplan (Deferred Annual Bonus Scheme, DABS), ein langfristiger Bonusanreizplan (Deferred Annual Bonus Long-term Incentive Scheme, DABLIS) und ein Aktien-Performance-Plan (Performance Share Plan, PSP).
DABS sowie DABLIS und PSP gewähren Führungskräften variable Vergütungen in Abhängigkeit von der relativen Entwicklung dreier Unternehmenskennzahlen. So wird maximal die Hälfte der variablen Vergütung bestimmt durch den Vergleich der Entwicklung der Rendite des investierten Kapitals (Return on Invested Capital, ROIC) zur Entwicklung der durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Die restliche Vergütung wird ermittelt durch den Vergleich der Entwicklung der Ergebnisse pro Aktie (Earnings per Share, EPS) zum britischen Einzelhandelspreisindex (UK Retail Price Index) und der Entwicklung der Aktienrendite (Total Shareholder Return, TSR) zu der Rendite anderer kapitalmarktorientierter Unternehmen. Die Ausübung erfolgt frühestens nach drei Jahren, bis spätestens zehn Jahren.
Gewährte und ausstehende Vergütungen sowie gewährte und ausstehende Aktien
| Anzahl Aktien | Datum der erstmaligen Ausübbarkeit | |
|---|---|---|
| Zeitlich versetzter jährlicher Bonusplan (DABS) | 3.148.956 | 4. Dez. 2012 |
| 3.825.685 | 6. Dez. 2013 | |
| 5.376.936 | 7. Dez. 2014 | |
| Langfristiger Bonusanreizplan (DABLIS) | 1.924.199 | 4. Dez. 2012 |
| 2.131.122 | 6. Dez. 2013 | |
| 3.866.944 | 7. Dez. 2014 | |
| Aktien-Performance-Plan (PSP) | 1.864.433 | 4. Dez. 2012 |
| 695.082 | 19. Mrz. 2013 | |
| 1.988.854 | 6. Dez. 2013 | |
| 3.234.113 | 7. Dez. 2014 | |
| 193.242 | 1. Juni 2015 | |
| Gesamt | 28.249.566 |
Die Anzahl der Aktienoptionen ist in folgender Tabelle dargestellt.
Entwicklung der Anzahl von Aktienoptionen
| Stückzahl | |
|---|---|
| Zu Beginn des Geschäftsjahres ausstehend | 26.346.949 |
| Während des Geschäftsjahres verfallen | - 4.784.495 |
| Reklassifizierung virtuelle Aktienoptionen | - 219.552 |
| Während des Geschäftsjahres ausgeübt | - 5.882.575 |
| Während des Geschäftsjahres ausgegeben | 12.789.239 |
| Stand zum 30.9.2012 | 28.249.566 |
Der gewichtete durchschnittliche Aktienkurs der im Geschäftsjahr ausgeübten Aktienoptionen beträgt 1,66 GBP.
Der beizulegende Zeitwert von als Gegenleistungen für die gewährten Aktienoptionen erhaltenen Diensten wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts der gewährten Aktienoptionen ermittelt. Die Schätzung des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Dienste wird normalerweise in Abhängigkeit von den Kriterien für die Bezugsberechtigung mittels Binomialmodellen ermittelt. Eine Ausnahme davon bildet die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts für Pläne, deren Ausübung an Marktbedingungen geknüpft ist. Diese werden anhand einer Monte-Carlo-Simulation geschätzt.
Informationen zum beizulegenden Zeitwert der Aktienoptionen
| 2011/12 | 2010/11 | ||
|---|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert zum Bewertungsstichtag | GBP | 0,90– 1,50 | 1,50– 1,90 |
| Aktienpreis | GBP | 1,70 | 2,30 |
| Erwartete Volatilität | % | 36,10 | 56,10 |
| Erwartete Dividenden | % | 4,50 | 5,60 |
| Risikoloser Zinssatz | % | 0,50 | 1,00 |
Vor Ausübung haben die Begünstigten keinen Anspruch auf Dividenden. Die erwartete Volatilität beruht auf der historischen Volatilität nach durch öffentlich verfügbare Informationen implizierten Anpassungen im Hinblick auf die künftige Volatilität. Aktienoptionen werden unter der Auflage einer Dienstbedingung gewährt.
Im Geschäftsjahr 2011/12 wurde ein Personalaufwand aufgrund von aktienorientierten Vergütungsplänen in Höhe von 19,4 Mio. € (Vorjahr 22,7 Mio. €) erfolgswirksam erfasst.
Rückstellungen für Restrukturierung wurden gebildet, sofern einzelne Maßnahmen hinreichend konkret waren und bereits eine faktische Verpflichtung zur Restrukturierung bestand. Im Wesentlichen in der Sparte TUI Travel erfolgte Restrukturierungen führten im Geschäftsjahr 2011/12 zu Aufwendungen in Höhe von 63,2 Mio. € (Vorjahr 70,8 Mio. €). Zum Bilanzstichtag bestehen Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 81,4 Mio. €.
Die Rückstellungen für Instandhaltungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für die Wartung von gemieteten Flugzeugen. Aufgrund der Anpassung der erwarteten Wartungskostensätze wegen des verbesserten Flottenmanagements ging die Rückstellung im Berichtszeitraum um 27,5 Mio. € zurück. Durch Währungseffekte wurde dieser Rückgang weitgehend kompensiert.
Für notwendige Umweltschutzmaßnahmen innerhalb der betriebstypischen Risiken bestehen zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 9,1 Mio. € (Vorjahr 4,7 Mio. €).
Die übrigen Rückstellungen nahmen im Berichtszeitraum insbesondere durch die Bildung von Rückstellungen für Prozessrisiken bei verschiedenen Tochterunternehmen zu.
Sofern für die Bewertung einer langfristigen Rückstellung zum Bilanzstichtag der Unterschied zwischen dem Barwert und dem Erfüllungsbetrag der Rückstellung wesentlich ist, muss die Rückstellung gemäß den Vorschriften des IAS 37 mit dem Barwert angesetzt werden. Der für die Abzinsung heranzuziehende Zinssatz sollte die spezifischen Risiken der Rückstellung ebenso berücksichtigen wie zukünftige Preissteigerungen. Die sonstigen Rückstellungen im TUI Konzern enthalten Positionen, auf die dieses Kriterium zutrifft. Die Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen enthalten einen Zinsanteil in Höhe von 16,5 Mio. € (Vorjahr 15,1 Mio. €), der als Zinsaufwand ausgewiesen ist. Dabei entfällt der größte Anteil auf Zuführungen zu Rückstellungen für Instandhaltungen.
Fristigkeiten der sonstigen Rückstellungen
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Personalbereich | 19,3 | 112,9 | 33,4 | 89,7 |
| Betriebstypische Risiken | 1,6 | 13,5 | 15,6 | 32,7 |
| Rückstellungen für Instandhaltungen | 294,7 | 500,1 | 303,5 | 509,0 |
| Risiken aus schwebenden Geschäften | 15,2 | 25,3 | 13,6 | 65,3 |
| Garantie- und Haftungsrisiken | 3,8 | 8,4 | 7,4 | 11,8 |
| Rückstellungen für sonstige Steuern | 20,5 | 53,2 | 31,4 | 47,7 |
| Übrige Rückstellungen | 182,4 | 333,9 | 143,7 | 264,3 |
| Sonstige Rückstellungen | 537,5 | 1.047,3 | 548,6 | 1.020,5 |
(33) Finanzschulden
Finanzschulden
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre | Gesamt | Gesamt | Restlaufzeit über 1 Jahr |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konvertible Anleihen | – | 1.318,3 | – | 1.318,3 | 1.389,7 | 1.204,3 |
| Sonstige Anleihen | 232,8 | – | – | 232,8 | 250,1 | 250,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 306,1 | 175,5 | 84,5 | 566,1 | 886,7 | 730,4 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | 28,6 | 84,4 | 120,2 | 233,2 | 154,8 | 132,7 |
| Finanzschulden gegenüber verbundenen, nicht konsoli dierten Unternehmen | 6,8 | 0,3 | – | 7,1 | 17,6 | 0,2 |
| Finanzschulden gegenüber Beteiligungsunternehmen | – | 11,6 | – | 11,6 | 11,2 | – |
| Sonstige Finanzschulden | 71,8 | 15,7 | – | 87,5 | 88,2 | 7,0 |
| Gesamt | 646,1 | 1.605,8 | 204,7 | 2.456,6 | 2.798,3 | 2.324,7 |
Markt- und Buchwerte der begebenen Anleihen zum 30.9.2012
| Mio. € | Emittent | Volumen initial | Volumen ausstehend | Zinssatz % p.a. |
|---|---|---|---|---|
| Wandelanleihe 2009/14 | TUI AG | 217,8 | 215,2 | 5,500 |
| Wandelanleihe 2011/16 | TUI AG | 339,0 | 339,0 | 2,750 |
| Wandelanleihe 2009/14 | TUI Travel PLC | GBP 350,0 | GBP 350,0 | 6,000 |
| Wandelanleihe 2010/17 | TUI Travel PLC | GBP 400,0 | GBP 400,0 | 4,900 |
| Schuldverschreibung 2005/12 | TUI AG | 450,0 | 233,0 | 5,125 |
| Hybridkapital 2005/-- | TUI AG | 300,0 | 300,0 | Bis Jan. 2013 8,625 danach 3M EURIBOR plus 7,300 |
| Börsenwerte | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Anleihekomponente | Wandelrechte | Gesamt | Buchwert |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Wandelanleihe 2009/14 | 228,2 | 63,6 | 291,8 | 181,5 |
| Wandelanleihe 2011/16 | 312,6 | 7,6 | 320,2 | 291,1 |
| Wandelanleihe 2009/14 | 357,0 | – | 357,0 | 408,4 |
| Wandelanleihe 2010/17 | 392,0 | – | 392,0 | 437,3 |
| Schuldverschreibung 2005/12 | 233,8 | – | 233,8 | 232,8 |
| Hybridkapital 2005/-- | 294,8 | – | 294,8 | 294,6 |
Das im Dezember 2005 emittierte unbefristete nachrangige Hybridkapital wird entsprechend den Regelungen des IAS 32 nicht als Anleihe ausgewiesen, sondern als separater Bestandteil des Konzerneigenkapitals.
Der nach vorzeitigen Rückkäufen im Geschäftsjahr 2010/11 noch ausstehende Nominalbetrag in Höhe von 193,0 Mio. € der am 1. Juli 2007 begebenen Wandelanleihe wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls vorzeitig zurückerworben und das erworbene Gesamtvolumen über 694,0 Mio. € damit vollständig getilgt.
Am 17. November 2009 wurde von der TUI AG eine Wandelanleihe mit einer fünfjährigen Laufzeit über 217,8 Mio. € begeben. Diese Anleihe ist mit 5,5% p.a. festverzinslich. Die Stückelung der Anleihe erfolgte zu einem Nennbetrag von je 56,30 €. Der Wandlungspreis beträgt 5,63 € je Stückaktie. Nach Berücksichtigung erfolgter Wandlungen in Aktien beträgt das ausstehende Volumen der Anleihe per 30. September 2012 noch 215,2 Mio. €.
Eine dritte Wandelanleihe der TUI AG wurde am 24. März 2011 im Nennwert von 339,0 Mio. € begeben. Die Anleihe hat eine feste Verzinsung von 2,75% p.a. und ist am 24. März 2016 zur Rückzahlung fällig. Die Stückelung der Anleihe erfolgte zu 59,26 €. Der Wandlungspreis je Aktie beträgt 11,85 €.
Die TUI Travel PLC hat am 1. Oktober 2009 eine Wandelanleihe im Nennwert von 350,0 Mio. GBP mit einer festen Verzinsung von 6,0% p.a. und einem Wandlungspreis von 3,493 GBP je Stückaktie emittiert, deren Laufzeit im Oktober 2014 endet. Die Stückelung dieser Anleihe erfolgte zu einem Nennbetrag von 100.000 GBP.
Eine zweite Wandelanleihe der TUI Travel PLC wurde am 22. April 2010 begeben. Diese hat ein Nominalvolumen von 400,0 Mio. GBP gestückelt zu 100.000 GBP. Bei einer festen Verzinsung von 4,9% p.a hat die Anleihe eine Laufzeit bis zum April 2017. Der Wandlungspreis wurde auf 3,8234 GBP je Aktie festgesetzt.
Die Fremdkapitalkomponente der Wandelanleihen wurde jeweils bei Ausgabe unter Berücksichtigung eines marktgerechten Zinses zum Barwert angesetzt und wird entsprechend der international üblichen Effektivzinsmethode (Effective Interest Method) zu jedem Bilanzstichtag um den Zinsanteil der Periode erhöht.
Die im Dezember 2005 emittierten „Senior Fixed Rate Notes“ mit einem ausgegebenen Volumen von insgesamt 450,0 Mio. € sind mit einem Nominalzinssatz von 5,125% p.a. festverzinslich und im Dezember 2012 zurückzuzahlen. Die Schuldverschreibung unterliegt einer Stückelung von je mindestens 50.000 €, höhere Beträge darüber hinaus in glatten Tausenderschritten. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden vorzeitig Teile im Nominalwert von 18,2 Mio. € zurückgekauft.
(34) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 |
|---|---|---|
| Gegenüber fremden Dritten | 3.216,9 | 2.939,9 |
| Gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen | 4,9 | 5,5 |
| Gegenüber Beteiligungsunternehmen | 38,2 | 28,1 |
| Gesamt | 3.260,0 | 2.973,5 |
(35) Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre | Gesamt | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gegenüber fremden Dritten | 163,1 | 30,9 | 0,9 | 194,9 | 73,7 | 231,4 |
Die derivativen Finanzinstrumente werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Marktwert) angesetzt. Sie dienen im Wesentlichen der Absicherung des zukünftigen operativen Geschäfts und werden innerhalb der Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten detailliert dargestellt.
(36) Latente und tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten
Latente und tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 |
|---|---|---|
| Latente Ertragsteuerverbindlichkeiten | 69,5 | 120,7 |
| Tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten | 204,8 | 315,5 |
| Gesamt | 274,3 | 436,2 |
Von den latenten Ertragsteuerverbindlichkeiten realisieren sich 56,5 Mio. € (Vorjahr 72,5 Mio. €) in mehr als zwölf Monaten.
Im Rahmen einer laufenden steuerlichen Betriebsprüfung des Bereichs Accommodation & Destinations der TUI Travel haben die spanischen Steuerbehörden im Jahre 2010 der Berücksichtigung von zwei Transaktionen der ehemaligen First Choice Holidays PLC-Gruppe aus den Jahren 2000 bis 2003 bei der Ermittlung der spanischen Ertragsteuern widersprochen. Im Laufe des Geschäftsjahres 2012 wurde zur Prüfung etwaiger Steuervergehen ein formelles Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es ist möglich, dass ein gerichtliches Strafverfahren gegen in dieser Sache betroffene Manager eröffnet wird und gegebenenfalls Strafen festgesetzt werden, für die eine spanische Konzerngesellschaft haftet.
Die TUI Travel PLC und die möglicherweise betroffenen Manager sind auch auf Grundlage unabhängiger rechtlicher und steuerlicher Berater der Meinung, dass das Risiko aus einem eventuell eingeleiteten Strafverfahren gering ist.
Für das Risiko aus der Nichtanerkennung des steuerlichen Abzugs der infolge der beiden Transaktionen angesetzten Aufwendungen besteht eine im Posten tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten enthaltene Vorsorge.
(37) Sonstige Verbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre | Gesamt | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen | 14,4 | 0,8 | – | 15,2 | – | 1,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen | 12,2 | – | – | 12,2 | – | 10,6 |
| Sonstige übrige Verbindlichkeiten | 167,6 | 40,9 | 0,2 | 208,7 | 57,2 | 200,0 |
| Übrige Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 52,8 | – | – | 52,8 | 1,0 | 40,7 |
| Übrige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 50,8 | – | – | 50,8 | 0,1 | 49,2 |
| Übrige Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 130,3 | 8,5 | – | 138,8 | 2,9 | 137,3 |
| Übrige Verbindlichkeiten gegenüber Mitgliedern der Leitungsgremien | 2,9 | – | – | 2,9 | 2,8 | 7,3 |
| Erhaltene Anzahlungen | 2.147,0 | 2,1 | – | 2.149,1 | – | 2.013,7 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.578,0 | 52,3 | 0,2 | 2.630,5 | 64,0 | 2.459,9 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 79,6 | 15,7 | – | 95,3 | 41,1 | 108,0 |
| Gesamt | 2.657,6 | 68,0 | 0,2 | 2.725,8 | 105,1 | 2.567,9 |
(38) Schulden i.Z.m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten
Im Berichtsjahr liegen keine Schulden i. Z.m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten vor (Vorjahr 2,2 Mio. €).
(39) Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen | 0,4 | 0,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften | 478,1 | 497,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen | 2,3 | 0,9 |
| Gesamt | 480,8 | 498,4 |
Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe des am Bilanzstichtag geschätzten Erfüllungsbetrags ausgewiesen werden.
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen sind alle über den geschäfts- und branchentypischen Rahmen hinausgehenden, nicht als Bürgschaft zu qualifizierenden vertraglichen Verpflichtungen, die gegenüber Dritten eingegangen wurden.
Die Haftungsverhältnisse zum 30. September 2012 beinhalten vor allem Eventualverbindlichkeiten im Rahmen der Gewährung von Avalen zugunsten von besicherten Schiffsfinanzierungen für die Hapag-Lloyd AG und die TUI Cruises GmbH.
Während des Geschäftsjahres 2012 hat die deutsche Finanzverwaltung einen Erlass zur Auslegung des mit Wirkung für das Geschäftsjahr 2008 geänderten Gewerbesteuergesetzes erlassen. Diese nur für die Finanzverwaltung verbindliche Anweisung kann so interpretiert werden, dass Aufwendungen der deutschen Reiseveranstalter für den Einkauf von Hotelbetten bei der Ermittlung der gewerbesteuerlichen Bemessungsgrundlage nicht vollständig abziehbar sind. Nach Auffassung der TUI AG wäre eine solche Gesetzesauslegung insbesondere deshalb unzutreffend, weil es sich bei den Hoteleinkaufsverträgen um so genannte gemischte Verträge handelt, mit denen auch Verpflegung, Reinigung, Animation und andere Leistungen eingekauft werden, die der eingekauften Leistung das Gepräge geben. Solche gemischten Verträge sind auch nach der in 2012 ergangenen Verwaltungsauffassung vollständig abzugsfähig. Die TUI AG und andere deutsche Reiseveranstalter haben gemeinsam die Finanzverwaltung um Klarstellung ihrer Auslegung gebeten. Für den Fall, dass die deutschen Finanzbehörden die Auffassung der deutschen Reisebranche nicht teilen, ist es wahrscheinlich, dass ein voraussichtlich mehrere Jahre dauerndes finanzgerichtliches Verfahren in Deutschland geführt werden wird. Aufgrund der Verschiedenheit der Verträge ist die betragsmäßige Eingrenzung des Risikos mit Unsicherheiten behaftet. Nach unserer Einschätzung könnte sich ein Risiko von rund 80 Mio. € für den Gesamtzeitraum ab 2008 ergeben.
(40) Rechtsstreitigkeiten
Bis auf den u.a. Rechtsstreit mit dem Insolvenzverwalter der Babcock Borsig AG sind weder die TUI AG noch ihre Konzerngesellschaften an Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt oder beteiligt gewesen, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre gehabt haben, und es sind auch keine solchen Verfahren absehbar. Dies gilt auch für die im Klagewege geltend gemachten Gewährleistungs-, Rückforderungs- und sonstigen Ausgleichsansprüche im Zusammenhang mit in den letzten Jahren erfolgten Verkäufen von Tochtergesellschaften und Geschäftsbereichen.
Im Zusammenhang mit der im Jahr 1999 erfolgten Einbringung verschiedener Beteiligungen in die später insolvent gewordene Babcock Borsig AG wurde die TUI AG 2004 vom Insolvenzverwalter der Babcock Borsig AG wegen angeblicher Differenzhaftung in Anspruch genommen. Nachdem die Klage vom LG Frankfurt am Main und vom OLG Frankfurt abgewiesen worden war, hat der BGH auf die Revision des Klägers das Urteil des OLG Frankfurt aufgehoben und den Rechtsstreit zur weiteren Sachaufklärung an das Berufungsgericht zurückverwiesen. Die TUI AG hält die Klage unverändert für unbegründet, hat aber gleichwohl eine angemessene Vorsorge gebildet.
Der Betreiber des Containerterminals im belgischen Zeebrugge hat die – nach wie vor zur TUI AG gehörende – CP Ships Ltd. und einige ihrer Tochterunternehmen im Jahr 1999 vor einem Gericht in Brügge wegen angeblichen Vertragsbruchs im Zusammenhang mit dem Wechsel des belgischen Anlaufhafens von Zeebrugge nach Antwerpen auf Schadensersatz verklagt, ohne dass bisher eine Entscheidung ergangen wäre. Mittlerweile hat das Gericht einen Zeitplan für die von den Parteien noch einzureichenden Schriftsätze und den Termin für eine erste mündliche Verhandlung im September 2013 bestimmt.
Für alle eventuellen finanziellen Belastungen aus Gerichts- oder Schiedsverfahren wurden wie in den vergangenen Jahren bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet, denen zum Teil Leistungen aus Versicherungen gegenüberstehen. Insgesamt werden derartige Belastungen voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige finanzielle Lage haben.
(41) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Nominal- und Zeitwerte der sonstigen finanziellen Verpflichtungen
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre | Gesamt | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Bestellobligo für Investitionen | 945,5 | 913,6 | 86,7 | 1.945,8 | 1.907,1 | 2.258,9 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 126,2 | 96,5 | – | 222,7 | 86,3 | 201,7 |
| Gesamt | 1.071,7 | 1.010,1 | 86,7 | 2.168,5 | 1.993,4 | 2.460,6 |
| Beizulegender Zeitwert | 983,7 | 917,7 | 67,2 | 1.968,6 | 1.711,0 | 2.109,5 |
Der beizulegende Zeitwert der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurde durch Diskontierung der zukünftigen Ausgaben auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes von 3,25% p.a. (Vorjahr 4,75% p.a.) ermittelt. Die Diskontierung mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zinssatz von 4,75% p.a. hätte einen um 60,4 Mio. € niedrigeren beizulegenden Zeitwert ergeben.
Das nahezu ausschließlich auf die Touristik entfallende Bestellobligo für Investitionen verringerte sich zum 30. September 2012 im Vergleich zum 30. September 2011 um 313,1 Mio. €. Ausschlaggebend hierfür waren laufende Anzahlungen sowie die Auslieferung von zwei weiteren Flugzeugen des Typs B737-800.
Finanzielle Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen
| 30.9.2012 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | 5–10 Jahre | Restlaufzeit über 10 Jahre | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Flugzeuge | 357,7 | 785,1 | 248,5 | – | 1.391,3 |
| Hotelanlagen | 203,7 | 405,0 | 69,4 | 10,8 | 688,9 |
| Reisebüros | 83,2 | 180,8 | 67,1 | 23,0 | 354,1 |
| Verwaltungsgebäude | 49,5 | 133,7 | 76,9 | 66,4 | 326,5 |
| Schiffe, Yachten und Motorboote | 95,4 | 118,8 | 2,0 | – | 216,2 |
| Sonstiges | 37,7 | 42,6 | 8,5 | 23,8 | 112,6 |
| Gesamt | 827,2 | 1.666,0 | 472,4 | 124,0 | 3.089,6 |
| Beizulegender Zeitwert | 801,1 | 1.513,4 | 365,7 | 90,1 | 2.770,3 |
| 30.9.2011 | ||
|---|---|---|
| Mio. € | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt |
| --- | --- | --- |
| Flugzeuge | 1.028,2 | 1.377,7 |
| Hotelanlagen | 535,3 | 859,6 |
| Reisebüros | 283,5 | 365,1 |
| Verwaltungsgebäude | 297,8 | 351,1 |
| Schiffe, Yachten und Motorboote | 188,9 | 269,3 |
| Sonstiges | 37,8 | 65,3 |
| Gesamt | 2.371,5 | 3.288,1 |
| Beizulegender Zeitwert | 1.954,2 | 2.829,2 |
Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Verpflichtungen aus Miet-,Pacht- und Charterverträgen wurde durch Diskontierung der zukünftigen Ausgaben auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes von 3,25% p.a. (Vorjahr 4,75% p.a.) ermittelt. Die Diskontierung mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zinssatz von 4,75% p.a. hätte einen um 127,5 Mio. € niedrigeren beizulegenden Zeitwert ergeben.
Die Verpflichtungen aus Miet-,Pacht- und Leasingverträgen betreffen ausschließlich Mietverträge, bei denen die Unternehmen des TUI Konzerns nach den IASB-Vorschriften nicht der wirtschaftliche Eigentümer der gemieteten Vermögenswerte sind (Operating Lease).
Operative Leasingverträge für Flugzeuge enthalten grundsätzlich keine Kaufoption. Die laufenden Leasingraten umfassen in der Regel keine Wartungskosten. Die Grundmietzeit liegt im Durchschnitt bei etwa fünf Jahren.
Im Vergleich zum 30. September 2011 resultiert die Verringerung insbesondere aus der vertragsgemäßen Tilgung von Mietverpflichtungen für Hotel- und Clubanlagen.
Finanzinstrumente
Risiken und Risikomanagement
Grundsätze Risikomanagement
Durch seine Geschäftstätigkeit ist der TUI Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen das Marktrisiko (bestehend aus Währungsrisiko, Zinsrisiko und Marktpreisrisiko), das Ausfallrisiko und das Liquiditätsrisiko.
Die finanzwirtschaftliche Zielsetzung des Konzerns schreibt unter anderem vor, dass finanzwirtschaftliche Risiken zu begrenzen sind. Daraus abgeleitet sind konzernweit gültige Richtlinien und Vorschriften, die die Entscheidungsgrundlagen, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten für alle Finanztransaktionen verbindlich festlegen.
Im Zuge der Zusammenführung der touristischen Aktivitäten der TUI mit First Choice zur TUI Travel PLC im Jahr 2007 wurde eine Aufgabenverteilung für das bisher allein bei TUI AG geführte zentrale Cash-Management sowie das zentrale finanzwirtschaftliche Risikomanagement umgesetzt. Die TUI Travel PLC nimmt diese Funktionen innerhalb des Konzerns für die Sparte TUI Travel wahr, während für die anderen geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns diese Funktion weiterhin bei der TUI AG liegt.
Die einzelnen Finanzierungskreise, Regeln, Kompetenzen und Abläufe sowie die Limits für Transaktionen und Risikopositionen sind in Richtlinien festgelegt. Die Aufgaben von Handel, Abwicklung und Controlling sind funktional und organisatorisch getrennt. Die Einhaltung der Richtlinien und Geschäftslimits wird laufend überwacht. Grundlage aller Sicherungsgeschäfte des Konzerns sind grundsätzlich entsprechend bilanzierte oder zukünftige Grundgeschäfte. Für die Erfassung, Bewertung und Berichterstattung der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte wird anerkannte Standardsoftware eingesetzt. Mindestens einmal pro Jahr werden die Prozesse, die angewendeten Verfahren und die Organisation des Risikomanagements durch die interne Revision und externe Prüfer auf die Einhaltung der Vorgaben geprüft.
Im Wesentlichen entstehen im TUI Konzern finanzwirtschaftliche Risiken durch Zahlungsströme in Fremdwährungen, den Bedarf an Treibstoffen (Flugbenzin und Bunkeröl) und die Finanzierung über den Geld- und Kapitalmarkt. Zur Begrenzung der Risiken aus Änderungen von Wechselkursen, Marktpreisen und Zinsen für die Grundgeschäfte setzt TUI derivative Finanzinstrumente ein, die nicht an Börsen gehandelt werden. Dabei handelt es sich überwiegend um Festpreisgeschäfte. Daneben werden auch Optionsgeschäfte sowie strukturierte Produkte kontrahiert. Derivative Finanzinstrumente werden nur im Rahmen intern festgelegter Limits und sonstiger Vorschriften abgeschlossen. Dabei gilt, dass die eingesetzten Instrumente mit eigenen Mitteln (personell, organisatorisch und systemtechnisch) beherrschbar sein müssen. Der Abschluss dieser Geschäfte erfolgt zu Marktbedingungen mit Adressen aus dem Finanzsektor, deren Kontrahentenrisiko regelmäßig überwacht wird. Umrechnungsrisiken aus der Konsolidierung der nicht in Euro bilanzierenden Konzerngesellschaften (Translationsrisiken) werden nicht abgesichert.
Marktrisiko
Aus Marktrisiken resultieren Ergebnis-, Eigenkapital- und Zahlungsstromschwankungen. Zur Begrenzung bzw. Ausschaltung dieser Risiken hat der TUI Konzern verschiedene Sicherungsstrategien entwickelt, die den Einsatz derivativer Finanzinstrumente beinhalten.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der originären und derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag bezogen werden. Es ist sichergestellt, dass der jeweilige Bestand zum Bilanzstichtag repräsentativ für das Geschäftsjahr ist.
Die nachfolgend beschriebenen Analysen der risikoreduzierenden Tätigkeiten des TUI Konzerns sowie die mithilfe der Sensitivitätsanalysen ermittelten Beträge stellen hypothetische und somit risikobehaftete und unsichere Angaben dar. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen an den weltweiten Finanzmärkten können sich die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den angeführten Angaben unterscheiden. Die in den Risikoanalysen verwendeten Methoden sind nicht als Prognosen zukünftiger Ereignisse oder Verluste anzusehen, da sich der TUI Konzern ebenfalls Risiken ausgesetzt sieht, die entweder nicht finanziell oder nicht quantifizierbar sind. Diese Risiken beinhalten hauptsächlich Länder-, Geschäfts- und Rechtsrisiken, welche nicht Bestandteil der folgenden Darstellungen sind.
Währungsrisiko
Aus den operativen Geschäften der Unternehmen des TUI Konzerns entstehen Ein- und Auszahlungen in Fremdwährungen, denen nicht immer Zahlungen in derselben Währung mit gleichem Betrag und gleicher Fristigkeit gegenüberstehen. Unter der Ausnutzung möglicher Nettingeffekte (Aufrechnung von Ein- und Ausgaben derselben Währung mit gleicher oder ähnlicher Fristigkeit) werden im TUI Konzern geeignete Sicherungsgeschäfte mit externen Kontrahenten abgeschlossen, um das Währungsrisiko zu begrenzen.
Für Währungsgeschäfte in der Touristik beträgt der Umfang der abgeschlossenen Sicherungen, nach Festlegung der kalkulierten Katalogpreise, zwischen 50% und 100% des geplanten Währungsbedarfs der jeweiligen touristischen Saison, abhängig vom jeweiligen Risikoprofil der Gesellschaft. Die gesicherten Mengen werden an geänderte Planbedarfe auf Basis der Berichterstattung der Tochtergesellschaften angepasst.
Auch die Währungsabsicherung in der Sparte Kreuzfahrten erfolgt gemäß der Berichterstattung der Gesellschaften. Die Zielsicherungsquoten liegen zwischen 80% und 100% der gemeldeten Exposures.
Im TUI Konzern werden Risiken aus Kursschwankungen von mehr als 20 Währungen gesichert, wobei die größten Sicherungsvolumina auf US-Dollar, Euro und Britisches Pfund entfallen.
Aus dem operativen Geschäft entfällt das größte Sicherungsvolumen auf den US-Dollar. Im touristischen Geschäft fallen US-Dollar-Zahlungen hauptsächlich für den Bezug von Leistungen in nicht europäischen Destinationen sowie für den Kauf von Flugzeugtreibstoff und die Anschaffung und Anmietung von Flugzeugen an.
Der Euro-Raum begrenzt das Währungsrisiko aus Geschäften in den wichtigsten touristischen Zielgebieten auf diejenigen Konzernunternehmen, deren Funktionalwährung nicht der Euro ist. Im Segment Touristik, und hier überwiegend im Bereich Region Nord, wirken sich hauptsächlich die Wertänderungen des US-Dollar sowie des Euro aus.
Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch monetäre originäre und derivative Finanzinstrumente, deren Ausgabewährung von der funktionalen Währung eines Unternehmens abweicht. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen funktionalen Währungen innerhalb des TUI Konzerns werden nachfolgend die Sensitivitätsanalysen jener Währungen dargestellt, die als relevante Risikovariablen identifiziert wurden. Wenn die jeweiligen funktionalen Währungen, im Wesentlichen der Euro und das Britische Pfund, gegenüber den übrigen Währungen um 10% auf- oder abgewertet würden, ergäben sich folgende Effekte auf die Wertänderungsrücklage und das Ergebnis nach Ertragsteuern.
Sensitivitätsanalyse – Währungsrisiken
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 | ||
|---|---|---|---|---|
| Veränderbare Variable: Wechselkurs | + 10% | - 10% | + 10% | - 10% |
| Effekte bei wesentlichen Währungspaaren €/US-Dollar | ||||
| Wertänderungsrücklage | - 99,0 | + 98,6 | - 90,2 | + 90,2 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | + 3,3 | - 2,7 | - 2,7 | + 2,7 |
| €/Britische Pfund | ||||
| Wertänderungsrücklage | + 105,2 | - 105,2 | + 97,5 | - 97,5 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | + 123,8 | - 123,8 | + 108,7 | - 108,7 |
| Britische Pfund/US-Dollar | ||||
| Wertänderungsrücklage | + 1,4 | - 1,4 | - 102,3 | + 102,3 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | + 11,1 | - 11,1 | - 45,3 | + 45,3 |
| €/Schweizer Franken | ||||
| Wertänderungsrücklage | - 2,5 | + 2,6 | + 3,2 | - 3,2 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | - 11,6 | + 11,6 | + 4,0 | - 4,0 |
| €/Schwedische Kronen | ||||
| Wertänderungsrücklage | + 20,8 | - 20,8 | + 16,7 | - 16,7 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | - 10,1 | + 10,1 | - 3,6 | + 3,6 |
Zinsrisiko
Ein Marktwert-Zinsrisiko, d.h. die mögliche Veränderung des beizulegenden Zeitwerts eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze, besteht vor allem bei festverzinslichen mittel- und langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten. Bei den begebenen Anleihen weicht der Marktwert von den bilanzierten Buchwerten ab. Da diese Finanzinstrumente jedoch grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten und nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, ergeben sich hieraus weder direkte Auswirkungen auf das Eigenkapital noch auf das Ergebnis.
Im Berichtsjahr ist der TUI Konzern aus Bilanzposten und Finanzderivaten Ergebnisrisiken ausgesetzt (Cash Flow-Zinsrisiko).
Sensitivitätsanalyse – Zinsrisiko
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 | ||
|---|---|---|---|---|
| Veränderbare Variable: Zinsniveau für variabel verzinsliches Fremdkapital und festverzinsliche Ausleihungen | + 100 Basis- punkte | - 100 Basis- punkte | + 100 Basis- punkte | - 100 Basis- punkte |
| Wertänderungsrücklage | + 0,2 | – | + 1,5 | - 1,1 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | - 0,8 | + 1,6 | + 2,8 | - 2,2 |
| Eigenkapital – zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | – | – | - 13,6 | + 14,2 |
Treibstoffpreisrisiko
Der TUI Konzern ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit Marktpreisrisiken aus der Beschaffung von Treibstoffen für die Flugzeugflotte sowie für die Kreuzfahrtschiffe ausgesetzt.
Die Absicherung der Marktpreisrisiken aus dem Einkauf von Flugzeugtreibstoffen orientiert sich am Sicherungsmodell der touristischen Gesellschaften. Zum Kalkulationszeitpunkt der jeweiligen Saison sind mindestens 80% der Exposures gesichert. Dabei werden Möglichkeiten zur Erhebung von Treibstoffzuschlägen berücksichtigt.
Die Absicherung von Treibstoffpreisrisiken in der Sparte Kreuzfahrten erfolgt mittels Finanzderivaten. Der Sicherungsgrad der relevanten Exposures beträgt hier mindestens 80%.
Sensitivitätsanalyse – Treibstoffpreisrisiko
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 | ||
|---|---|---|---|---|
| Veränderbare Variable: Treibstoffpreise Flugzeuge und Schiffe | + 10% | - 10% | + 10% | - 10% |
| Wertänderungsrücklage | + 94,9 | - 94,9 | + 80,8 | - 84,2 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | + 0,5 | - 0,3 | + 3,5 | - 3,8 |
Sonstiges Preisrisiko
Neben dem Währungs-, Zins- und Treibstoffrisiko ist der TUI Konzern aus Einzelsachverhalten noch weiteren Preisrisiken ausgesetzt.
Im Geschäftsjahr 2009/10 hat die TUI Travel PLC eine Wandelanleihe begeben, für welche der TUI Konzern eine Rückkaufverpflichtung eingegangen ist. Diese wird in Form eines Termingeschäfts abgespalten und im Rahmen eines Hedge Accountings in eine Sicherungsbeziehung einbezogen. Eine Auf- bzw. Abwertung des Anleihekurses von 10% im Vergleich zur Bewertung am 30.9.2012 hätte einen Effekt auf die Wertänderungsrücklage von +12,6/-12,6 Mio. € zur Folge (Vorjahr +7,8/ -7,8 Mio. €).
Darüber hinaus ergäbe sich aus dem Eigenkapitalinvestment airberlin bei einer unterstellten Änderung des zugrunde liegenden Kurswertes um +/-10% zum 30.09.2012 ein Effekt auf die Neubewertungsrücklage in Höhe von +0,5 Mio. € (Vorjahr +/-0,9 Mio. €) bzw. auf das Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von -0,5 Mio. €.
Für die Sensitivitätsanalyse der indirekten Beteiligung an National Air Traffic Services (NATS)wird auf die Ausführungen zur Wertentwicklung der Finanzinstrumente im Level 3 verwiesen.
Ausfallrisiko
Das Ausfallrisiko bei den nicht derivativen Finanzinstrumenten ergibt sich aus dem Risiko, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.
Das maximale Ausfallrisiko wird einerseits durch die bilanzierten Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert), andererseits durch die Gewährung finanzieller Garantien definiert. Details zu den am Abschlussstichtag bestehenden Garantiebeträgen sind unter der Ziffer 39 dargestellt. Dabei werden rechtlich durchsetzbare Aufrechnungsmöglichkeiten zwischen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten berücksichtigt. Das Ausfallrisiko wird minimiert durch die hohen Anforderungen, die an die Bonität der Vertragspartner gestellt werden. Ausfallrisiken werden bei Vertragsabschluss eingehend geprüft und danach laufend überwacht, damit zeitnah auf eine Verschlechterung der Bonität des Vertragspartners reagiert werden kann. Hierbei sind grundsätzlich die jeweiligen Konzerngesellschaften des TUI Konzerns für das Ausfallrisiko des operativen Geschäfts verantwortlich. In Abhängigkeit von der Art der Geschäftstätigkeit und der Höhe des Kreditlimits findet eine ergänzende Überwachung und Steuerung auf Konzernebene statt.
Da der TUI Konzern in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Regionen tätig ist, sind Konzentrationen bedeutender Ausfallrisiken von Forderungen und Kreditansprüchen gegenüber bestimmten Schuldnern oder Schuldnergruppen nicht zu erwarten; dies gilt auch für nennenswerte länderspezifische Konzentrationen von Ausfallrisiken. Das maximale Ausfallrisiko wird durch gehaltene Sicherheiten und sonstige Kreditverbesserungen in Höhe von 2,6 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) gemindert. Die gehaltenen Sicherheiten bestehen ausschließlich für finanzielle Vermögenswerte der Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Sicherheiten für ausgereichte Finanzforderungen mit Laufzeiten über einem Jahr und/oder größer 1 Mio. €. Als Sicherheiten kommen u.a. dingliche Rechte, selbstschuldnerische Bürgschaften, Bankbürgschaften oder Patronatserklärungen zum Einsatz.
Das erkennbare Ausfallrisiko einzelner Forderungen wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Darüber hinaus werden auf Erfahrungswerte gestützte Wertberichtigungen auf Portfoliobasis vorgenommen. Hinsichtlich der Altersstrukturanalyse der Klasse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird auf die Angaben unter Ziffer 20 verwiesen.
Weder im Geschäftsjahr 2011/12 noch im Geschäftsjahr 2010/11 existierten zum Bilanzstichtag finanzielle Vermögenswerte, die überfällig oder wertgemindert wären, wenn nicht die Vertragskonditionen neu ausgehandelt worden wären.
Das Bonitätsmanagement erstreckt sich auch auf die derivativen Finanzinstrumente im TUI Konzern. Bei den abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumenten beschränkt sich das maximale Ausfallrisiko auf die Summe aller positiven Marktwerte dieser Instrumente, da bei Nichterfüllung seitens der Vertragspartner Vermögensverluste nur bis zu dieser Höhe entstehen würden. Ausfallrisiken werden durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit unterschiedlichen Schuldnern reduziert. Unabhängig davon wird das Kontrahentenrisiko laufend überwacht und mittels interner Bankenlimits gesteuert.
Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken bestehen in möglichen finanziellen Engpässen und dadurch verursachten erhöhten Refinanzierungskosten. Aus diesem Grund bestehen die wesentlichen Ziele des TUI-internen Liquiditätsmanagements in der jederzeitigen Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit, der steten Erfüllung vertraglicher Zahlungsverpflichtungen sowie in der Kostenoptimierung für den Gesamtkonzern. Der Liquiditätsbedarf des Konzerns wird über die Liquiditätsplanung ermittelt und ist über zugesagte Kreditlinien und flüssige Mittel gedeckt, so dass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Konzerns sichergestellt ist.
Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsströme der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente ersichtlich.
Zahlungsströme Finanzinstrumente (30.9.2012)
| Mittelzu- und -abflüsse bis 30.9. | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 2013 | 2014 | 2015–2017 | ab 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzschulden | ||||
| Anleihen | - 260,1 | - 21,2 | - 1.419,7 | – |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - 308,0 | - 213,1 | - 54,9 | - 41,3 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | - 28,5 | - 18,7 | - 65,1 | - 114,2 |
| Finanzschulden gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen | – | – | – | – |
| Finanzschulden gegenüber Beteiligungsunternehmen | - 1,4 | – | - 11,6 | – |
| Sonstige Finanzschulden | - 124,4 | - 12,7 | - 1,3 | - 0,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - 3.256,5 | – | – | – |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - 58,5 | - 2,2 | - 13,2 | - 1,4 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte – Zuflüsse | + 6.001,4 | + 1.064,2 | + 7,3 | – |
| Sicherungsgeschäfte – Abflüsse | - 6.068,0 | - 1.075,6 | - 7,2 | – |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente – Zuflüsse | + 4.675,8 | + 34,4 | – | – |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente – Abflüsse | - 4.689,6 | - 34,8 | – | – |
Zahlungsströme Finanzinstrumente (30.9.2011)
| Mittelzu- und -abflüsse bis 30.9. | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 2012 | 2013 | 2014–2016 | ab 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzschulden | ||||
| Anleihen | - 232,3 | - 278,7 | - 1.351,4 | - 483,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - 138,2 | - 590,3 | - 202,5 | - 62,0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | - 47,7 | - 17,5 | - 54,3 | - 66,5 |
| Finanzschulden gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen | - 17,4 | – | - 0,2 | – |
| Finanzschulden gegenüber Beteiligungsunternehmen | - 11,2 | – | – | – |
| Sonstige Finanzschulden | - 81,2 | – | - 0,5 | - 6,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - 2.973,5 | – | – | – |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - 1,1 | – | – | – |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte – Zuflüsse | + 6.457,2 | + 942,5 | + 17,5 | – |
| Sicherungsgeschäfte – Abflüsse | - 6.330,8 | - 906,6 | - 15,4 | – |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente – Zuflüsse | + 3.722,7 | + 90,2 | – | – |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente – Abflüsse | - 3.718,5 | - 89,2 | – | – |
In die Analyse der Zahlungsströme wurden alle zum Bilanzstichtag bestehenden originären und derivativen Finanzinstrumente einbezogen. Planzahlungen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Sofern finanzielle Verbindlichkeiten mit einem variablen Zinssatz ausgestattet sind, wurden zur Ermittlung der zukünftigen Zinszahlungen die am Bilanzstichtag maßgeblichen Forward-Zinssätze verwendet. Jederzeit kündbare finanzielle Verbindlichkeiten werden dem frühesten Laufzeitband zugeordnet.
Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte Strategie und Ziele
Der Einsatz von Derivaten ist gemäß den Ausführungsbestimmungen des TUI Konzerns erlaubt, wenn ihnen bilanzierte Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, vertragliche Ansprüche oder Verpflichtungen (Firm Commitments) bzw. geplante Transaktionen (Forecasted Transactions) zugrunde liegen. Dabei wird die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) nach den Regelungen des IAS 39 insbesondere im Rahmen der Sicherung von Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme angewandt. Sicherungsbeziehungen werden im Berichtsjahr ausschließlich zur Absicherung von Zahlungsströmen (Cash Flow Hedges) abgebildet.
Zur Begrenzung der Währungs-, Zins- und Treibstoffrisiken werden Preissicherungsinstrumente in Form von Festpreis- und Optionsgeschäften eingesetzt.
Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen
Zum 30. September 2012 bestanden Grundgeschäfte zur Absicherung von Zahlungsströmen in Fremdwährung mit Laufzeiten bis zu drei Jahren (Vorjahr bis zu vier Jahre). Die Laufzeiten der geplanten Grundgeschäfte zur Absicherung von Preisrisiken bei Treibstoffen betragen bis zu drei Jahre (Vorjahr bis zu drei Jahre). Zur Absicherung der variablen Zinszahlungsverpflichtungen der TUI AG aus der begebenen Wandelanleihe der TUI Travel PLC wurden Zinssicherungen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren (Vorjahr bis zu drei Jahre) im Geschäftsjahr 2010/11 abgeschlossen.
Im Falle der Bilanzierung von Sicherungsderivaten zur Absicherung von Zahlungsströmen wird der effektive Anteil der kumulierten Marktwertänderungen bis zum Eintritt des Grundgeschäfts erfolgsneutral in der Wertänderungsrücklage ausgewiesen und bei Abwicklung des gesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aus Fremdwährungssicherungen und derivativen Finanzinstrumenten zur Absicherung von Preisrisiken sowie aus Zinssicherungsgeschäften wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ertrag von 21,7 Mio. € (Vorjahr Aufwand von 20,6 Mio. €) in den Umsatzkosten und den Verwaltungsaufwendungen erfasst. Aus dem ineffektiven Anteil der Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Zahlungsströmen wurde ein Ertrag in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr Aufwand in Höhe von 1,3 Mio. €) erfasst.
Nominalwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | bis 1 Jahr | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsinstrumente | |||||
| Caps | – | 212,7 | 212,7 | 207,7 | 207,7 |
| Swaps | – | 62,7 | 62,7 | 57,7 | 57,7 |
| Währungsinstrumente | |||||
| Termingeschäfte | 10.417,4 | 1.079,3 | 11.496,7 | 1.317,2 | 11.899,8 |
| Optionsgeschäfte | 22,8 | 77,6 | 100,4 | – | – |
| Strukturierte Instrumente | 576,8 | 70,8 | 647,6 | 66,0 | 310,4 |
| Wareninstrumente | |||||
| Swaps | 1.226,9 | 259,2 | 1.486,1 | 218,2 | 1.134,1 |
| Optionsgeschäfte | 109,7 | 19,8 | 129,5 | 137,5 | 137,5 |
| Sonstige Finanzinstrumente | – | – | – | 173,1 | 173,1 |
Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller den Geschäften zugrunde liegenden Kauf- und Verkaufsbeträge bzw. den jeweiligen Kontraktwerten der Geschäfte.
Beizulegende Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente
Die beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten entsprechen grundsätzlich dem Marktwert. Der für alle derivativen Finanzinstrumente ermittelte Marktpreis ist der Preis, zu dem eine Vertragspartei die Rechte und/oder Pflichten der jeweils anderen Vertragspartei übernehmen würde. Bei nicht börsengehandelten Derivaten wird der beizulegende Zeitwert durch geeignete finanzmathematische Methoden, z.B. durch Diskontierung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme, bestimmt. Die Terminkurse bzw. -preise von Termingeschäften richten sich nach den Kassakursen und -preisen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte abgeschlossener Optionsgeschäfte für Devisenoptionen basiert auf dem Modell von Black & Scholes sowie auf dem Modell von Turnbull & Wakeman bei optionalen Treibstoffsicherungen. Periodisch erfolgt ein Abgleich der mit den eigenen Systemen ermittelten Marktwerte mit Marktwertbestätigungen der externen Vertragspartner.
Positive und negative Zeitwerte der als Forderungen bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesenen derivativen Finanzinstrumente
| 30.9.2012 | 30.9.2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Forderungen | Verbindlichkeiten | Forderungen | Verbindlichkeiten |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Zahlungsströmen | ||||
| für Währungsrisiken | 79,0 | 137,3 | 139,4 | 48,3 |
| für andere Marktpreisrisiken | 56,6 | 23,1 | 64,3 | 110,5 |
| für Zinsrisiken | 0,2 | 1,7 | 0,4 | 0,2 |
| Sicherungsgeschäfte | 135,8 | 162,1 | 204,1 | 159,0 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 24,1 | 32,8 | 70,7 | 72,4 |
| Gesamt | 159,9 | 194,9 | 274,8 | 231,4 |
Finanzinstrumente, die zwar nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zur Sicherung einer Risikoposition abgeschlossen werden, jedoch nicht die strengen Anforderungen des IAS 39 für die Bildung von Sicherungszusammenhängen erfüllen, werden als sonstige derivative Finanzinstrumente ausgewiesen. Hierzu zählen insbesondere Fremdwährungsgeschäfte, die abgeschlossen wurden, um wechselkursinduzierte Wertänderungen von Bilanzposten und Wechselkursschwankungen aus zukünftigen touristischen Aufwendungen abzusichern.
Finanzinstrumente – zusätzliche Angaben Buchwerte und beizulegende Zeitwerte
Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Soweit Finanzinstrumente an einem aktiven Markt notiert sind, wie vor allem gehaltene Aktien und begebene Anleihen, stellt die jeweilige Notierung an diesem Markt den beizulegenden Zeitwert dar. Für nicht börsennotierte Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen und sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten wird der beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme unter Berücksichtigung von Zinsstrukturkurven und des bonitätsabhängigen Kreditrisiko-Aufschlags (Credit Spread) des TUI Konzerns ermittelt.
Für Finanzmittel, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anzunehmen.
Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.
Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien zum 30.9.2012
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Buchwert Bilanz | Fortgeführte Anschaffungskosten | Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert– erfolgsneutral |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 75,5 | – | 60,9 | 14,6 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 2.314,1 | 1.142,4 | – | – |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 135,8 | – | – | 135,8 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 24,1 | – | – | – |
| Finanzmittel | 2.278,4 | 2.278,4 | – | – |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 16,5 | – | – | – |
| Passiva | ||||
| Finanzschulden | 2.456,6 | 2.223,4 | – | – |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.260,0 | 3.256,5 | – | – |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 162,1 | – | – | 162,1 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 32,8 | – | – | – |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.725,8 | 223,3 | – | – |
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Beizulegen- der Zeitwert erfolgswirksam | Wertansatz Bilanz nach IAS 17 (Leasing) | Buchwert Finanz instrumente | Beizulegender Zeitwert Finanz instrumente |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | – | – | 75,5 | 75,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 37,6 | – | 1.180,0 | 1.180,0 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | – | – | 135,8 | 135,8 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 24,1 | – | 24,1 | 24,1 |
| Finanzmittel | – | – | 2.278,4 | 2.278,4 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | – | – | – | – |
| Passiva | ||||
| Finanzschulden | – | 233,2 | 2.456,6 | 2.527,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | – | – | 3.256,5 | 3.256,5 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | – | – | 162,1 | 162,1 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 32,8 | – | 32,8 | 32,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | – | – | 223,3 | 223,3 |
Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien zum 30.9.2011
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Buchwert Bilanz | Fortgeführte Anschaffungskosten | Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert – erfolgsneutral |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 487,8 | – | 59,3 | 428,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 2.360,0 | 730,3 | – | – |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 204,1 | – | – | 204,1 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 70,7 | – | – | – |
| Finanzmittel | 1.981,3 | 1.981,3 | – | – |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 24,2 | 24,2 | – | – |
| Passiva | ||||
| Finanzschulden | 2.798,3 | 2.643,5 | – | – |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen- und Leistungen | 2.973,5 | 2.973,5 | – | – |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 159,0 | – | – | 159,0 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 72,4 | – | – | – |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.567,9 | 57,0 | – | – |
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Beizulegender Zeit- wert – erfolgswirksam | Wertansatz Bilanz nach IAS 17 (Leasing) | Buchwert Finanz instrumente | Beizulegender Zeitwert Finanz instrumente |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | – | – | 521,7 | 521,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 33,9 | – | 764,2 | 764,2 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | – | – | 204,1 | 204,1 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 70,7 | – | 70,7 | 70,7 |
| Finanzmittel | – | – | 1.981,3 | 1.981,3 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | – | – | 24,2 | 24,2 |
| Passiva | ||||
| Finanzschulden | – | 154,8 | 2.798,3 | 2.090,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen- und Leistungen | – | – | 2.973,5 | 2.973,5 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | – | – | 159,0 | 159,0 |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 72,4 | – | 72,4 | 72,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | – | – | 57,0 | 57,0 |
In den als zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente klassifizierten Finanzanlagen sind in Höhe von 60,9 Mio. € (Vorjahr 59,3 Mio. €) Anteile an Personen- und Kapitalgesellschaften enthalten. Für diese nicht börsennotierten Beteiligungen wurde auf eine Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts aufgrund nicht verlässlich ermittelbarer Zahlungsströme verzichtet. Ebenfalls konnten keine verlässlichen beizulegenden Zeitwerte anhand vergleichbarer Transaktionen ermittelt werden.
Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Abgänge von Anteilen der Klasse zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden (Vorjahr 1,2 Mio. € Erträge).
Aggregation nach Bewertungskategorien des IAS 39 zum 30.9.2012
| Mio. € | Fortgeführte Anschaffungs- kosten |
Anschaffungs- kosten |
Beizulegender Zeitwert | Buchwert Finanz- instrumente Gesamt |
Beizulegender Zeitwert |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| erfolgsneutral | erfolgswirksam | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | 3.420,8 | – | – | – | 3.420,8 | 3.420,8 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| zur Veräußerung verfügbar | – | 60,9 | 14,6 | – | 75,5 | 75,4 |
| zu Handelszwecken gehalten | – | – | – | 61,7 | 61,7 | 61,7 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | 5.703,2 | – | – | – | 5.703,2 | 6.007,0 |
| zu Handelszwecken gehalten | – | – | – | 32,8 | 32,8 | 32,8 |
Aggregation nach Bewertungskategorien des IAS 39 zum 30.9.2011
| Mio. € | Fortgeführte Anschaffungs- kosten |
Anschaffungs- kosten |
Beizulegender Zeitwert | Buchwert Finanz- instrumente Gesamt |
Beizulegender Zeitwert |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| erfolgsneutral | erfolgswirksam | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | 2.735,8 | – | – | – | 2.735,8 | 2.735,8 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| zur Veräußerung verfügbar | – | 59,3 | 428,5 | – | 487,8 | 487,8 |
| zu Handelszwecken gehalten | – | – | – | 104,6 | 104,6 | 104,6 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | 5.674,0 | – | – | – | 5.674,0 | 5.121,4 |
| zu Handelszwecken gehalten | – | – | – | 72,4 | 72,4 | 72,4 |
Die folgende Übersicht stellt für die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente dar, auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung basiert. Die einzelnen Level sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert:
| • | Level 1: quotierte (nicht angepasste) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. |
| • | Level 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind. |
| • | Level 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. |
Einstufung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente zum 30.9.2012
| Fair Value-Hierarchie | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Gesamt | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||
| Sonstige Vermögenswerte, zu Handelszwecken gehalten | 37,6 | – | – | 37,6 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 14,6 | 14,6 | – | – |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 135,8 | – | 135,8 | – |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 24,1 | – | 24,1 | – |
| Passiva | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 162,1 | – | 162,1 | – |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 32,8 | – | 32,8 | – |
Einstufung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente zum 30.9.2011
| Fair Value-Hierarchie | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Gesamt | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||
| Sonstige Vermögenswerte, zu Handelszwecken gehalten | 33,9 | – | – | 33,9 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 428,5 | 16,9 | – | 411,6 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 204,1 | – | 204,1 | – |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 70,7 | – | 70,7 | – |
| Passiva | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Sicherungsgeschäfte | 159,0 | – | 159,0 | – |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 72,4 | – | 72,4 | – |
Im Folgenden ist die Wertentwicklung der Finanzinstrumente für das Level 3 angegeben.
Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte im Level 3
| 30.9.2012 | |||
|---|---|---|---|
| Mio. € | Sonstige Vermögens- werte, zu Handels zwecken gehalten | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Derivative Finanzinstrumente |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1.10.2010 | 34,2 | 527,1 | 123,3 |
| Zugänge | – | – | – |
| Abgänge | – | – | – |
| durch Tilgung und Verkauf | – | – | – |
| durch Umwandlung | – | – | 123,3 |
| Gesamtergebnis | - 0,3 | - 115,5 | – |
| davon in der Gewinn- und Verlustrechnung | – | - 296,1 | – |
| davon in den sonstigen Ergebnissen (erfolgsneutral) | - 0,3 | 180,6 | – |
| Stand zum 30.9.2011 | 33,9 | 411,6 | – |
| Zugänge | – | – | – |
| Zugänge | |||
| durch Tilgung und Verkauf | – | 249,0 | – |
| durch Umwandlung | – | 138,3 | – |
| Gesamtergebnis | 3,7 | - 24,3 | – |
| davon in der Gewinn- und Verlustrechnung | – | 5,1 | – |
| davon in den sonstigen Ergebnissen (erfolgsneutral) | 3,7 | - 29,4 | – |
| Stand zum 30.9.2012 | 37,6 | – | – |
Eine Veränderung des ermittelten Unternehmenswerts an National Air Traffic Services (NATS), der in der Kategorie zu Handelszwecken gehalten enthalten ist, um +10/-10% führt zu einem um 2,6 Mio. € höheren/2,6 Mio. € niedrigeren Wertansatz des Vermögenswerts im TUI Konzern, der sich erfolgswirksam auf das Ergebnis nach Steuern auswirkt (Vorjahr: +3,4 Mio. €/-3,4 Mio. €).
Ergebniseffekte
Sowohl die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte als auch die effektiven Anteile der Marktwertänderungen von im Rahmen des Cash Flow Hedge Accounting designierten Derivate sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung aufgeführt.
Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 stellen sich wie folgt dar:
Nettoergebnisse der Finanzinstrumente
| 2011/12 | 2010/11 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Aus Zinsen | Übriges Nettoergebnis | Nettoergebnis | Aus Zinsen | Übriges Nettoergebnis | Nettoergebnis |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | - 1,4 | 18,2 | 16,8 | 52,0 | - 11,9 | 40,1 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 17,0 | 68,4 | 85,4 | 51,5 | 37,9 | 89,4 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | - 6,1 | 31,3 | 25,2 | 4,1 | 44,0 | 48,1 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | - 215,4 | - 6,7 | - 222,1 | - 284,4 | – | - 284,4 |
| Gesamt | - 205,9 | 111,2 | - 94,7 | - 176,8 | 70,0 | - 106,8 |
Neben Zinserträgen und Zinsaufwendungen besteht das Nettoergebnis im Wesentlichen aus dem Ergebnis aus Beteiligungen, Veräußerungsgewinnen und -verlusten, Effekten der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert sowie Wertberichtigungen.
Aus nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten entstanden im Geschäftsjahr 2011/12 wie auch im Vorjahr keine Provisionsaufwendungen.
Kapital-Risikomanagement
Eine wesentliche Steuerungsgröße im Rahmen des Kapital-Risikomanagements ist das Verhältnis zwischen der Konzernnettoverschuldung und dem Konzerneigenkapital nach IFRS (Gearing). Unter Risikogesichtspunkten ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und Eigenkapital anzustreben. In der mittelfristigen Zielsetzung des TUI Konzerns wird ein Gearing in der Größenordnung von 100% angestrebt.
Um die Kapitalstruktur aktiv zu steuern, kann das Management des TUI Konzerns die Dividendenzahlung an die Aktionäre verändern, Kapital an die Aktionäre zurückzahlen, neue Aktien ausgeben oder Hybridkapital emittieren. Des Weiteren kann das Management Vermögenswerte verkaufen, um dadurch die Verschuldung des Konzerns zu reduzieren.
Herleitung Gearing
| Mio. € | 30.9.2012 | 30.9.2011 | |
|---|---|---|---|
| Durchschnittliche Finanzschulden | 2.989,6 | 3.682,3 | |
| Durchschnittliche Finanzmittel | 1.655,6 | 1.639,9 | |
| Durchschnittliche Konzernnettoverschuldung | 1.334,0 | 2.042,5 | |
| Durchschnittliches Konzerneigenkapital | 1.961,7 | 2.441,4 | |
| Gearing | % | 68,0 | 83,7 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
In der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Auswirkungen infolge der Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert.
(42) Mittelzufluss/Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Ausgehend vom Konzernergebnis nach Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode abgeleitet. Aus laufender Geschäftstätigkeit flossen im abgelaufenen Geschäftsjahr 819,1 Mio. € zu. Der entsprechende Betrag des Vorjahrs betrug 1.085,5 Mio. €. Ursächlich für die Verringerung sind im Wesentlichen eine Veränderung der Bedingungen für Kundenanzahlungen bei TUI UK, die zu einem positiven Einmaleffekt im Vorjahr geführt hatte, und die geringere Vereinnahmung von Zinsen aus dem Engagement in der Containerschifffahrt (36,9 Mio. € ggb. 91,4 Mio. € im Vorjahr).
Im Berichtszeitraum sind insgesamt 87,7 Mio. € Zinsen und 25,7 Mio. € Dividenden zugeflossen. Ertragsteuerzahlungen führten im Geschäftsjahr 2012 zu Mittelabflüssen von 117,8 Mio. €.
(43) Mittelzufluss/Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit
Aus der Investitionstätigkeit sind im laufenden Jahr insgesamt 337,1 Mio. € zugeflossen.
Von Februar bis April 2012 wurde ein Teilbetrag des an die Containerschifffahrt gewährten Hybrid II in Höhe von insgesamt 225,0 Mio. € zurückgeführt. Aus dem Verkauf von 17,4% der Anteile an der Containerschifffahrt flossen nach Abzug von Transaktionskosten 469,8 Mio. € zu. Die Zahlungen aus der Investitionstätigkeit enthalten neben Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen bei der TUI Travel-Gruppe in Höhe von 414,9 Mio. € und bei den Hotelgesellschaften in Höhe von 49,6 Mio. € auch Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen der TUI Travel-Gruppe in Höhe von 132,3 Mio. €, bei den Hotelgesellschaften in Höhe von 10,5 Mio. €. und von Grundstücken des Zentralbereichs in Höhe von 6,6 Mio. €.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit enthält auch – verrechnet mit den erworbenen Finanzmitteln – die Zahlungen für den Erwerb von Anteilen an zu konsolidierenden Tochterunternehmen durch die TUI Travel-Gruppe. In der Konzernbilanz sind infolge des Erwerbs von Anteilen an zu konsolidierenden Tochterunternehmen Zugänge bei Geschäfts- oder Firmenwerten, Vermögenswerten und Schulden enthalten. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2011/12 für Akquisitionen von Anteilen an zu konsolidierenden Gesellschaften (ohne Anteile an der TUI Travel PLC) und Asset Deals Zahlungen in Höhe von 27,5 Mio. € (Vorjahr 50,7 Mio. €) geleistet. Die durch die Käufe erworbenen Finanzmittel belaufen sich auf rund 3,4 Mio. € (Vorjahr 21,9 Mio. €). In den Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Gesellschaften (abzüglich erhaltener Finanzmittel) sind neben den Zahlungen für den Erwerb von touristischen Beteiligungen im laufenden Jahr auch Zahlungen enthalten, die Akquisitionen der Vorjahre betreffen. Für Joint Ventures hat die TUI Travel-Gruppe im Berichtsjahr 30,7 Mio. € aufgewandt.
Die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle Anlagevermögen bzw. die Einzahlungen aus entsprechenden Veräußerungen decken sich nicht mit den bei der Entwicklung des Anlagevermögens gezeigten Zugängen bzw. Abgängen. Diese enthalten auch die noch nicht zahlungswirksamen Investitionen und Abgänge.
(44) Mittelzufluss/Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit
Aus der Finanzierungstätigkeit hat sich der Finanzmittelbestand insgesamt um 894,2 Mio. € vermindert.
Die TUI AG hat für die vorzeitige Rückführung von im Jahr 2012 fälligen Anleihen 211,4 Mio. € und von 2013 fälligen Bankverbindlichkeiten weitere 226,1 Mio. € gezahlt. Die zur Deckung der im touristischen Saisonverlauf im Berichtszeitraum zu leistenden Zahlungen in Anspruch genommenen langfristigen Kreditlinien konnten wieder vollständig zurückgeführt werden, so dass sich hieraus insgesamt kein nennenswerter Effekt auf den Mittelfluss aus der Finanzierungstätigkeit ergibt. Die Hotelgesellschaften konnten für die Tilgung von Krediten Zahlungsmittel in Höhe von 80,0 Mio. € aufwenden.
Im Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit ist der Erwerb weiterer Anteile an der TUI Travel PLC durch die TUI AG (18,8 Mio. €) enthalten. Für Zinszahlungen sind 200,1 Mio. € verwendet worden. Weitere Auszahlungen betreffen die Dividende für die Hybridanleihe der TUI AG (25,9 Mio. €) und die Dividenden für nicht beherrschende Gesellschafter (102,4 Mio. €), insbesondere der TUI Travel PLC und der RIUSA II S.A.
(45) Entwicklung des Finanzmittelbestands
Der Finanzmittelbestand umfasst alle flüssigen Mittel, d.h. Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Der Finanzmittelbestand nahm wechselkursbedingt um 35,1 Mio. € zu.
Zum 30. September 2012 unterlagen Finanzmittelbestände in Höhe von 0,1 Mrd. € Verfügungsbeschränkungen. Es handelt sich hierbei zum großen Teil um Gelder, die Reiseveranstalter aufgrund staatlicher Vorschriften zur Sicherung touristischer Leistungen hinterlegen müssen.
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach Zustimmung des Bundeskartellamtes am 25. Oktober 2012 hat die Leibniz-Service GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der TUI AG, mit Wirkung zum 5. November 2012 den verbleibenden Anteil von 50,1% an der TUI InfoTec GmbH erworben. Durch diesen weiteren Anteilserwerb hält die TUI AG nach dem Bilanzstichtag nunmehr 100% der Anteile an dem IT-Dienstleister. Die bis zum 30. September 2012 als Gemeinschaftsunternehmen geführte Beteiligung an der TUI Info-Tec GmbH wird daher seit dem 5. November 2012 in den Konsolidierungskreis einbezogen.
Die TUI AG hat im November 2012 am Kapitalmarkt im Nominalwert von 63,9 Mio. € Teile einer Umtauschanleihe der Nero Finance Ltd. erworben und ihre mit dieser Umtauschanleihe im Zusammenhang stehenden Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten entsprechend reduziert. Nach den Erwerben in den vergangenen Geschäftsjahren beträgt der verbleibende Nominalbetrag dieser am 15. April 2013 fälligen Umtauschanleihe 142,4 Mio. €.
Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers
Für die im Geschäftsjahr 2011/12 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses – PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – sind insgesamt Aufwendungen in folgender Zusammensetzung erfasst worden.
Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungen für die TUI AG und Tochtergesellschaften im Inland | 1,9 | 1,8 |
| Sonstige Abschlussprüferleistungen | – | 0,3 |
| Abschlussprüferleistungen | 1,9 | 2,1 |
| Prüferische Durchsicht von Zwischenabschlüssen | 1,0 | 0,9 |
| Sonstige prüfungsnahe Leistungen | 0,8 | 0,4 |
| Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen | 1,8 | 1,3 |
| Beratungsleistungen | 0,1 | 0,9 |
| Steuerberatungsleistungen | 0,1 | – |
| Sonstige Leistungen | 0,2 | 0,9 |
| Gesamt | 3,9 | 4,3 |
Bezüge der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder
Die gewährten Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr betrugen 14.161,7 Tsd. € (Vorjahr 8.932,2 Tsd. €).
Im Rahmen des langfristigen Anreizprogramms erhielten die Vorstandsmitglieder für das laufende Geschäftsjahr 3.327,8 Tsd. € (Vorjahr 1.047,5 Tsd. €).
Die Pensionsrückstellungen für aktive Vorstandsmitglieder betragen zum Bilanzstichtag 28.132,4 Tsd. € (Vorjahr 24.105,8 Tsd. €).
Die gewährten Gesamtbezüge der Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr betrugen 1.356,6 Tsd. € (Vorjahr 1.365,9 Tsd. €).
Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene beliefen sich die Gesamtbezüge im Geschäftsjahr auf 3.992,6 Tsd. € (Vorjahr 4.409,0 Tsd. €). Die Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen betrugen am Bilanzstichtag 43.118,9 Tsd. € (Vorjahr 45.350,8 Tsd. €).
Hinsichtlich der individualisierten Angaben und weiterer Einzelheiten zum Vergütungssystem wird auf den Vergütungsbericht im Lagebericht verwiesen.
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die TUI AG in Ausübung ihrer normalen Geschäftstätigkeit in unmittelbaren oder mittelbaren Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen. Nahestehende Unternehmen, die vom TUI Konzern beherrscht werden oder auf die der TUI Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, sind in der Liste des Anteilsbesitzes verzeichnet, die im elektronischen Bundesanzeiger (www.ebanz.de) veröffentlicht wird. Zum Kreis der nahestehenden Unternehmen gehören sowohl reine Kapitalbeteiligungen als auch Unternehmen, die Lieferungen oder Leistungen für Unternehmen des TUI Konzerns erbringen.
Finanzielle Verpflichtungen aus Abnahmeverpflichtungen bestehen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 56,0 Mio. € (Vorjahr 49,8 Mio. €).
Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen bestehen darüber hinaus Verpflichtungen in Höhe von 76,5 Mio. € (Vorjahr 97,5 Mio. €).
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Vom Konzern erbrachte Leistungen | ||
| Management- und Beratungsleistungen | 68,2 | 56,3 |
| Verkauf touristischer Leistungen | 54,8 | 59,7 |
| Gesamt | 123,0 | 116,0 |
| Vom Konzern empfangene Leistungen | ||
| Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen | 21,7 | 26,2 |
| Einkauf von Hotelleistungen | 177,2 | 146,8 |
| Zielgebietsservice | 13,0 | 8,1 |
| Sonstige Leistungen | 43,2 | 77,6 |
| Gesamt | 255,1 | 258,7 |
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Vom Konzern erbrachte Leistungen gegenüber | ||
| Gemeinschaftsunternehmen | 88,6 | 86,3 |
| assoziierten Unternehmen | 3,0 | 3,1 |
| sonstigen Beteiligungsunternehmen | – | – |
| sonstigen nahestehenden Personen | 31,4 | 26,6 |
| Gesamt | 123,0 | 116,0 |
| Vom Konzern empfangene Leistungen von | ||
| Gemeinschaftsunternehmen | 241,2 | 245,2 |
| assoziierten Unternehmen | 4,0 | 3,6 |
| sonstigen nahestehenden Personen | 9,9 | 9,9 |
| Gesamt | 255,1 | 258,7 |
Geschäfte mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden im Segment Touristik abgewickelt. Sie betreffen insbesondere die touristischen Leistungen der Hotelgesellschaften, die von den Veranstaltern des Konzerns in Anspruch genommen werden.
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind.
Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen enthalten wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen. Die zum Stichtag bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten sind in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen sowie gegenüber Beteiligungsunternehmen enthalten.
Die sich aus den Kapitalbeteiligungen und aus der Finanzierung ergebenden Erträge und Aufwendungen sind für alle einbezogenen Unternehmen insgesamt beim Finanzergebnis sowie für die einzelnen Sparten im Rahmen der Segmentberichterstattung angegeben, in der zudem das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen je Sparte gesondert genannt wird.
Das Gemeinschaftsunternehmen Riu Hotels S.A. hielt am Bilanzstichtag wenigstens 5%, jedoch unter 10% der Aktien an der TUI AG. An der Riu Hotels S.A. sind Luis Riu Güell und Carmen Riu Güell (Mitglied im Aufsichtsrat der TUI AG) mit 51% beteiligt.
Das Management in den Schlüsselpositionen des Konzerns, der Vorstand und der Aufsichtsrat, stellen im Sinne des IAS 24 nahestehende Personen dar, deren Vergütungen gesondert anzugeben sind.
Vergütung Manager, Vorstand, Aufsichtsrat
| Mio. € | 2011/12 | 2010/11 |
|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 11,8 | 9,0 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 4,0 | 1,4 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 3,8 | 1,3 |
| Leistungen und Aufwendungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 6,7 | – |
| Gesamt | 26,3 | 11,7 |
Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betreffen die Zuführungen zu Pensionsrückstellungen für aktive Vorstandsmitglieder. Die genannten Aufwendungen entsprechen nicht der Definition von Vergütungen für Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats nach deutschen Bilanzierungsvorschriften.
International Financial Reporting Standards (IFRS) und Interpretationen (IFRIC)
Folgende Standards wurden bereits in EU-Recht übernommen, sind jedoch erst für Jahresabschlüsse nach dem 30. September 2012 verpflichtend anzuwenden:
Änderungen des IAS 1: Darstellung des Abschlusses – sonstiges Ergebnis
Im Juni 2011 wurden Änderungen bezogen auf die Darstellung des sonstigen Ergebnisses veröffentlicht. Demnach sind die Posten des sonstigen Ergebnisses in zwei Gruppen zu klassifizieren, je nachdem ob später ein Recycling erfolgt oder nicht. Die grundsätzliche Wahlmöglichkeit, die Posten des sonstigen Ergebnisses vor oder nach Steuern darzustellen, bleibt bestehen. Allerdings sind die Steuern im Zusammenhang mit Posten, die vor Steuern dargestellt werden, für beide Gruppen von Posten getrennt darzustellen. Die Änderungen des IAS 1 sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen.
Änderungen des IAS 19: Leistungen an Arbeitnehmer
Die im Juni 2011 veröffentlichten Änderungen des Standards führen zum Wegfall bestehender Wahlrechte bei der Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste. Da die so genannte Korridormethode zukünftig nicht mehr zulässig sein wird, sind versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sofort in voller Höhe und erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals zu erfassen. Dies entspricht der derzeitigen Vorgehensweise des TUI Konzerns. Weitere Änderungen betreffen die Behandlung von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand und die Darstellung des Nettozinsergebnisses bei leistungsorientierten Pensionsplänen sowie die Unterscheidung zwischen Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und anderen Leistungen des Arbeitgebers. Darüber hinaus enthält der geänderte Standard erweiterte Angabepflichten im Zusammenhang mit Leistungen an Arbeitnehmer. Die Änderungen des IAS 19 sind rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Die TUI prüft die aus diesen Änderungen resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Vom IASB veröffentlichte, aber bisher nicht in europäisches Recht übernommene Änderungen, Standards und Interpretationen sind:
Änderungen des IFRS 1: Erstmalige Anwendung der IFRS: Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten für Erstanwender
Diese beiden Änderungen wurden im Dezember 2010 veröffentlicht. Zunächst wurde der bisher geltende feste Übergangszeitpunkt im Bezug auf IAS 39 für Erstanwender durch einen flexiblen Übergangszeitpunkt ersetzt. Weitere Änderungen betreffen Unternehmen, die zeitweise die IFRS-Vorschriften aufgrund von Hochinflation nicht einhalten konnten. Die Änderungen haben keine Relevanz für den TUI Konzern.
Änderungen des IAS 12: Latente Steuern – Realisierung von zugrunde liegenden Vermögenswerten
Die im Dezember 2010 veröffentlichten Änderungen bieten eine praktische Lösung zur Frage, ob der Buchwert eines Vermögenswerts durch Nutzung oder durch Veräußerung realisiert wird. Die Bewertung von latenten Steuern ist auf Basis der steuerlichen Konsequenzen vorzunehmen, die sich aus der Art und Weise der beabsichtigten Nutzung eines Vermögenswerts ergeben. Für Unternehmen mit als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ist es jedoch möglicherweise problematisch, abzuschätzen, welcher Betrag des Buchwerts durch Mieteinnahmen (d.h. durch Nutzung) und wie viel durch Veräußerung realisiert werden kann. Daher wird nun für Zwecke latenter Steuern widerlegbar vermutet, dass bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, die nach IAS 40 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, der gesamte Buchwert im Normalfall durch Veräußerung realisiert wird. Die Änderungen des IAS 12 sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen.
IFRS 9: Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung
Der im November 2009 veröffentlichte Standard hat die mittelfristige Zielsetzung, nach weiteren Überarbeitungen den IAS 39 zu ersetzen. Die Neuerungen des IFRS 9 betreffen zunächst ausschließlich die finanziellen Vermögenswerte. Diese werden zukünftig anhand des unternehmensindividuellen Geschäftsmodells (Business Model) nur noch in zwei anstatt vier Kategorien zu klassifizieren sein (fortgeführte Anschaffungskosten und Fair Value). Des Weiteren sieht der neue Standard vor, dass eingebettete Derivate nicht mehr separat vom Basisvertrag zu beurteilen sind, sondern zusammen mit diesem, und untersagt Umklassifizierungen, sofern sie sich nicht aus einem geänderten unternehmensindividuellen Geschäftsmodell ergeben. Darüber hinaus sieht der neue Standard als Vereinfachung der bestehenden Regelung nur noch eine einzige Methode zur Bestimmung von Wertminderungen für alle finanziellen Vermögenswerte sowie ein generelles Wertaufholungsgebot vor. Daneben bestehen zahlreiche weitere Änderungen, die hauptsächlich der Vereinfachung dienen.
IFRS 10: Konzernabschlüsse
Der im Mai 2011 neu veröffentlichte Standard ersetzt die Konsolidierungsvorschriften des IAS 27 sowie SIC 12 zur Konsolidierung von Zweckgesellschaften durch ein einheitliches Konsolidierungsmodell. Der neue Standard enthält keine Änderungen von Bilanzierungsvorschriften, jedoch wird das Kontrollkonzept nun auch auf die Fragestellung der Konsolidierung von Zweckgesellschaften ausgeweitet. Des Weiteren wird die Definition von Kontrolle neu gefasst. Kontrolle liegt damit vor, wenn ein Unternehmen Verfügungsgewalt über ein Beteiligungsunternehmen hat, schwankenden Renditen ausgesetzt ist und diese durch ihre Verfügungsgewalt beeinflussen kann.
IFRS 11: Gemeinsame Vereinbarungen (Joint Arrangements)
IFRS 11 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ersetzt SIC 13: Gemeinschaftlich geführte Einheiten – nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen sowie den bisherigen IAS 31. Der Standard regelt die Klassifizierung und Bilanzierung von gemeinsamer Geschäftstätigkeit (Joint Operations) und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures). Die Klassifizierung als gemeinsame Vereinbarung erfolgt subsidiär zur Beherrschung nach IFRS 10. Im Falle einer gemeinsamen Vereinbarung erfolgt die weitere Klassifizierung als gemeinsame Geschäftstätigkeit oder als Gemeinschaftsunternehmen auf Basis der Rechte und Pflichten der Partner. Die Bilanzierung gemeinschaftlich beherrschter Vermögenswerte fällt unter die Regelungen zu den gemeinschaftlichen Geschäftstätigkeiten und wird damit weiterhin beteiligungsproportional erfasst. Dagegen entfällt nach IFRS 11 die früher zulässige Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen, welche nun ausschließlich nach der Equity-Methode einbezogen werden müssen.
IFRS 12: Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen
In dem ebenfalls im Mai 2011 veröffentlichten Standard werden die Mindestangabepflichten für Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen, gemeinsame Vereinbarungen (Joint Arrangements) sowie nicht konsolidierte strukturierte Einheiten geregelt. Es handelt sich um einen Mindestrahmen, der jedoch über die bisherigen Angabepflichten hinausgeht. Insbesondere sollen das Wesen der Beteiligung, die damit verbundenen Risiken sowie die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage deutlich werden.
IFRS 13: Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
Der im Mai 2011 veröffentlichte Standard vereinheitlicht die bisher in einzelnen Standards unterschiedlich geregelten Maßstäbe zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts. Gleichzeitig wurden umfangreiche Angabepflichten dazu eingeführt.
Änderungen des IAS 27: Einzelabschlüsse
Die im Mai 2011 veröffentlichte Neufassung des IAS 27 regelt ausschließlich die Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie die dazugehörigen Anhangangaben im Einzelabschluss des Anteilseigners. Die zuvor enthaltenen Regelungen zur Konsolidierung finden sich nun im neu veröffentlichten IFRS 10.
Änderung des IAS 28: Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
Die Änderungen von IAS 28 wurden im Juni 2011 veröffentlicht und schreiben die Anwendung der Equity-Methode für die Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures vor. Die Regelungen zur Bilanzierung von Anteilen an Joint Ventures waren bis zur Veröffentlichung von IFRS 11 noch in IAS 31 enthalten.
IFRIC 20: Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine
Diese Interpretation hat keine Relevanz für den TUI Konzernabschluss.
Änderungen des IAS 32: Finanzinstrumente – Darstellung
Die im Dezember 2011 veröffentlichten Änderungen an IAS 32 stellen klar, dass eine Aufrechnung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten in der Bilanz nur dann erfolgen darf, wenn der gegenwärtige Anspruch auf Saldierung nicht von einem Ereignis in der Zukunft abhängig und sowohl im ordentlichen Geschäftsverlauf als auch bei Ausfall, Insolvenz oder Zahlungsunfähigkeit einer Vertragspartei rechtlich durchsetzbar ist. Des Weiteren wird bestimmt, dass Bruttoaufrechnungsmechanismen einer Nettoaufrechnung gleichzusetzen sind, wenn keine Kredit- und Liquiditätsrisiken verbleiben und die Forderungen und Verbindlichkeiten in einem Abrechnungsprozess verarbeitet werden.
Änderungen des IFRS 7: Finanzinstrumente – Anhangangaben
Die im Dezember 2011 herausgegebenen Änderungen erweitern die bestehenden quantitativen Angabepflichten zu erfassten Finanzinstrumenten, die in der Bilanz gegeneinander aufgerechnet wurden. Daneben beinhalten sie zusätzliche Angabepflichten für Finanzinstrumente, die Aufrechnungsvereinbarungen unterliegen, und zwar ungeachtet dessen, ob sie nach IAS 32 tatsächlich saldiert wurden.
Änderungen der IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27: Investmentgesellschaften
Mit den im Oktober 2012 veröffentlichten Änderungen werden viele Investmentgesellschaften künftig von der Verpflichtung befreit, die von ihnen beherrschten Tochterunternehmen in ihren Konzernabschluss zu konsolidieren. Stattdessen bewerten sie die zu Investitionszwecken gehaltenen Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert. Daneben werden neue Angabepflichten für Investmentgesellschaften vorgeschrieben. Die Änderungen haben keine Relevanz für den TUI Konzern.
Übergangsvorschriften zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12
Die im Juni 2012 veröffentlichten Übergangsvorschriften enthalten Erleichterungen bei der erstmaligen Anwendung der Standards. Angepasste Vergleichsinformationen sind nunmehr lediglich für die direkt vorangegangene Vergleichsperiode anzugeben. Die Pflicht zur Angabe von Vergleichsinformationen bei nicht konsolidierten, strukturierten Gesellschaften für Perioden vor der erstmaligen Anwendung des IFRS 12 entfällt.
Jährliches Verbesserungsprojekt 2009– 2011
Im Mai 2012 wurden Regelungen aus dem jährlichen Verbesserungsprojekt veröffentlicht, die Änderungen an fünf Standards enthalten. Die Vorschriften betreffen neben geringfügigen inhaltlichen Änderungen im Wesentlichen Klarstellungen zum Ansatz, zum Ausweis und zur Bewertung.
Änderungen des IFRS 1: Darlehen der öffentlichen Hand
Die im März 2012 herausgegebenen Änderungen regeln den Ansatz und die Bewertung von unterverzinslichen Darlehen der öffentlichen Hand bei der Umstellung auf IFRS. Die Änderungen ermöglichen es Erstanwendern, solche Darlehen in der IFRS-Eröffnungsbilanz zunächst zum fortgeführten Buchwert anzusetzen und prospektiv zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Änderungen haben keine Relevanz für den TUI Konzern.
Der TUI Konzern prüft derzeit die möglichen Auswirkungen aller angeführten relevanten Änderungen und Neuerscheinungen von Vorschriften auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Eine Entscheidung über eine Anerkennung dieser Änderungen bzw. dieser neuen Standards und Interpretationen durch die EU ist derzeit noch offen.
AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES DES TUI KONZERNS
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des TUI Konzerns ist eine nach §313 des deutschen Handelsgesetzbuchs geforderte Angabe und wird daher ohne Vergleichsangaben für das Vorjahr dargestellt.
| Gesellschaft | Land | Kapitalanteil in % |
|---|---|---|
| Konsolidierte Gesellschaften | ||
| Touristik – TUI Travel | ||
| AB Caller & Sons Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Abbey International Insurance PCC Limited (Absolut Cell), Malta | Malta | 100,0 |
| Absolut Holding Limited, Malta | Malta | 99,9 |
| Absolut Insurance Limited, Guernsey | Guernsey | 100,0 |
| Acampora Travel S.r.l., Sorrent | Italien | 51,0 |
| Active Safari Pty Ltd, West Leederville | Australien | 100,0 |
| Active Travel & Recruitment Pty Ltd, West Leederville | Australien | 100,0 |
| A&D Peru Company Limited S.A., Lima | Peru | 99,9 |
| Adehy Limited, Dublin | Irland | 100,0 |
| Adventure Center (First Choice) Inc, Emeryville, CA | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Adventure Tours Australia Group Pty Ltd, Wayville, SA | Australien | 100,0 |
| Adventures Worldwide Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Africa Focus Tours Namibia Pty. Ltd., Windhuk | Namibia | 100,0 |
| Air Two Thousand (Ireland) Limited, Dublin | Irland | 100,0 |
| Airlink International Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Alcor Yachting SA, Genf | Schweiz | 100,0 |
| Alkor Yat Turizm Isletmacileri A.S., Izmir | Türkei | 99,6 |
| Ambassador Tours S.A., Barcelona | Spanien | 100,0 |
| Amber Nominee GP Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| American Holidays (NI) Limited, Belfast | Großbritannien | 100,0 |
| Americas Rooms Holding Participacoes Ltda., Curitiba | Brasilien | 100,0 |
| AMP Management Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Antigua Charter Services, St. John's | Antigua | 100,0 |
| Apart Hotel Zarevo EOOD, Varna | Bulgarien | 100,0 |
| Aragon Tours Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Aran Travel International Limited, Dublin | Irland | 100,0 |
| Arccac Eurl, Bourg St. Maurice | Frankreich | 100,0 |
| AsiaRooms Business Services (Thailand) Co., Ltd, Bangkok | Thailand | 100,0 |
| AsiaRooms Pte Ltd, Singapur | Singapur | 100,0 |
| ATC African Travel Concept Pty. Ltd., Kapstadt | Südafrika | 100,0 |
| ATC Namibian Reflections Pty. Ltd., Kapstadt | Südafrika | 100,0 |
| Audio Tours and Travel Hong Kong Limited, Kowloon | Hongkong | 99,0 |
| Australian Adventure Tours Pty Ltd, Sydney | Australien | 100,0 |
| Australian Pinnacle Holidays Pty Limited, Fremantle | Australien | 100,0 |
| Australian Sports Tours Pty Ltd, Ballarat, Victoria | Australien | 100,0 |
| Bakers Dolphin Group Tours Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| BAL Trustee Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Bass Travel Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| B.A.T.H. Investments Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| BDS Destination Services Company, Kairo | Ägypten | 67,0 |
| Beds on line SL, Palma de Mallorca | Spanien | 100,0 |
| Berge und Meer Touristik GmbH, Rengsdorf | Deutschland | 100,0 |
| Blue Scandinavia Holding AB, Stockholm | Schweden | 100,0 |
| Blue Travel Partner Services S.A., Santo Domingo | Dominikanische Republik | 99,0 |
| BOSS Tours Ltd., Mississauga, Ontario | Kanada | 100,0 |
| Brightspark Travel Inc, State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Britannia Airways Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Britannia Sweden AB, Stockholm | Schweden | 100,0 |
| C & C Yacht Management Limited, Cayman Islands | Grand Cayman Islands | 100,0 |
| Callers-Pegasus Pension Trustee Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Callers-Pegasus Travel Service Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Caradonna Dive Adventures, Inc., State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Cassata Travel s.r.l., Cefalu (Palermo) | Italien | 66,0 |
| Cel Obert SL, Sant Joan de Caselles | Andorra | 100,0 |
| Chantier Naval Raiarea Carenages Services SARL, Utoroa, Raiatea | Polynesien | 100,0 |
| Cheqqer B.V., Rijswijk | Niederlande | 100,0 |
| CHS Tour Services GmbH, Innsbruck | Österreich | 100,0 |
| CHS Tour Services Ltd, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Citalia Transport Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Clipper Cruise Line, LLC, State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Club Turavia SA de CV, Cancún | Mexiko | 100,0 |
| Connoisseur Belgium BVBA, Nieuwpoort | Belgien | 100,0 |
| Contentdot Company Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Continental Boating Holidays Ltd, Dublin | Irland | 100,0 |
| Corsair S.A., Rungis | Frankreich | 98,9 |
| Country Walkers, Inc., State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Crown Blue Line France SA, Castelnaudary | Frankreich | 100,0 |
| Crown Blue Line GmbH, Kleinzerlang | Deutschland | 100,0 |
| Crown Blue Line Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Crown Cruisers Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Crown Holidays Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Crown Travel Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Crystal Holidays, Inc., Breckenridge | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Crystal Holidays Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Crystal International Travel Group Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Discover Australian Adventures Pty Ltd, Wayville, SA | Australien | 100,0 |
| EAC Activity Camps Limited, Edinburgh | Großbritannien | 100,0 |
| EAC Language Centres (UK) Limited, Edinburgh | Großbritannien | 100,0 |
| EAC Language Centres (US) Limited, Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Easy Market S.p.A., Rimini | Italien | 100,0 |
| Educatours Limited, Mississauga, Ontario | Kanada | 100,0 |
| Edwin Doran (UK) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| EEFC, Inc., State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| ELC English Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Elena SA, Palma de Mallorca | Spanien | 100,0 |
| Emerald Star Limited, Dublin | Irland | 100,0 |
| Entreprises Hotelières et Touristique PALADIEN Lena Mary S.A., Argolis | Griechenland | 100,0 |
| Event Logistics International Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Event Logistics (UK) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Events International Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Events International (Sports Travel) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Exclusive Destinations Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Exodus Travels Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Expediciones Amazonicas, S.A.C., Iquitos | Peru | 100,0 |
| Explorers Travel Club Ltd, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Falcon Leisure Group (Overseas) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Fanatics Sports & Party Tours UK Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Fanatics Sports & Party Tours PTY Limited, Banksia | Australien | 100,0 |
| FanFirm Pty Ltd, Banksia | Australien | 100,0 |
| Fantravel.com, Inc., Wilmington | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| FC Adventures Canada, Inc., Vancouver | Kanada | 100,0 |
| FC Expeditions Canada, Inc., British Columbia | Kanada | 100,0 |
| First Choice Airways Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Aviation Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice (Euro) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Expedition Cruising Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Expeditions, Inc., State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| First Choice Holdings Australia Pty Ltd, Melbourne | Australien | 100,0 |
| First Choice Holdings, Inc., Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| First Choice Holiday Hypermarkets Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Holidays & Flights Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Holidays Finance Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Holidays Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Holidays Quest Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Investments LLC, Wilmington | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| First Choice Land (Ireland) Limited, Dublin | Irland | 100,0 |
| First Choice Leisure Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Marine (BVI) Ltd, British Virgin Islands | British Virgin Islands | 100,0 |
| First Choice Marine Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Marine (Malaysia) Snd Bhd, Malaysia | Malaysia | 100,0 |
| First Choice Office Services Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Olympic Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Overseas Holding BV, Amsterdam | Niederlande | 100,0 |
| First Choice Overseas Holdings Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Overseas Limited, Limassol | Zypern (griechischer Teil) | 100,0 |
| First Choice Retail Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Retail (Management Services) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Sailing, Inc. (USA) (also known as Sunsail, Inc.), State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| First Choice Spain Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Travel Shops Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice Travel Shops (SW) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice (Turkey) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice, Unijet & Air 2000 Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| First Choice USA, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| FlexiGroup Holdings Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| FlexiGroup Travel Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| FOX-TOURS Reisen GmbH, Rengsdorf | Deutschland | 100,0 |
| Francotel Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Fritidsresor AB, Stockholm | Schweden | 100,0 |
| Fritidsresor Holding Spain S.A.U., San Bartolomé de Tirajana | Spanien | 100,0 |
| Fritidsresor Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Fritidsresor Tours & Travels India Pvt Ltd, Bardez, Goa | Indien | 100,0 |
| Gap Year for Grown Ups Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| GeBeCo Gesellschaft für internationale Begegnung und Cooperation mbH & Co. KG, Kiel | Deutschland | 50,1 |
| GEI/Moorings, LLC, State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Gerance de L'Hotel Manganao S.R.L., Paris | Frankreich | 100,0 |
| Germanair Flugzeug Leasing GmbH, Hamburg | Deutschland | 100,0 |
| Globesavers Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Gold Case Travel Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Great Atlantic Travel and Tour, Inc., Virginia Beach | Vereinigte Staaten von Amerika | 75,0 |
| Groupement Touristique International S.A.S., Lille | Frankreich | 100,0 |
| Gulliver Rent-A-Car d.o.o., Cavtat | Kroatien | 100,0 |
| Gulliver Travel d.o.o., Dubrovnik | Kroatien | 70,0 |
| Gullivers Group Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Gullivers Sports Travel Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Hapag-Lloyd Executive GmbH, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| Hayes & Jarvis Holdings Limited, St. Helier | Bailiwick of Jersey | 100,0 |
| Hayes & Jarvis (Travel) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Headwater Holidays Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Hellenic Sailing Holidays SA, Athen | Griechenland | 100,0 |
| Hellenic Sailing SA, Athen | Griechenland | 100,0 |
| Holiday Hypermarkets (2000) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Holidays Services S.A., Agadir | Marokko | 100,0 |
| Holidays Uncovered Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Holidaytime Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Horizon Holidays Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Horizon Midlands (Properties) Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Horizon Travel Centres Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Hotel Restaurant Les Trois Vallées SAS, Courchevel 1850, Savoie | Frankreich | 100,0 |
| Hotelbeds Accommodation & Destination Services – Hawaii & Pacific Islands, Inc, State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Hotelbeds Costa Rica SA, San José | Costa Rica | 100,0 |
| Hotelbeds Dominicana SA, Santo Domingo | Dominikanische Republik | 100,0 |
| Hotelbeds Product SLU, Puerto de la Cruz, Teneriffa | Spanien | 100,0 |
| Hotelbeds (Shanghai) Commercial Services Co., Limited, Shanghai | China | 100,0 |
| Hotelbeds, S.L.U., Palma de Mallorca | Spanien | 100,0 |
| Hotelbeds Spain, S.L.U., Palma de Mallorca | Spanien | 100,0 |
| Hotelbeds Technology SLU, Palma de Mallorca | Spanien | 100,0 |
| Hotelbeds UK Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Hotelbeds USA Inc, Orlando | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Hotelopia SL, Palma de Mallorca | Spanien | 100,0 |
| Hotelreisen Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Hotels London Ltd, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Hurricane Hole Hotel Ltd, St. Lucia | Windward Islands St. Lucia | 100,0 |
| I TO I INTERNATIONAL PROJECTS LTD, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| I Viaggi del Turchese S.r.l., Fidenza | Italien | 100,0 |
| iExplore, Inc., Chicago | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| iExplore Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Imperial Cruising Company SARL, Heliopolis-Kairo | Ägypten | 90,0 |
| Inter Commerce Trading AB, Stockholm | Schweden | 100,0 |
| Inter Hotel SARL, Tunis | Tunesien | 100,0 |
| Intercruises Shoreside & Port Services Canada Inc., Quebec | Kanada | 100,0 |
| Intercruises Shoreside & Port Services, Inc., State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Intercruises Shoreside & Port Services PTY LTD, Stanmoree NSW | Australien | 100,0 |
| Intercruises Shoreside & Port Services, SLU, Barcelona | Spanien | 100,0 |
| Intercruises Shoreside & Port Services S.a.r.l., Monaco | Monaco | 100,0 |
| Intercruises Shoreside & Port Services S.a.r.l., Paris | Frankreich | 100,0 |
| International Expeditions, Inc., State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Interspecialists, SLU, Palma de Mallorca | Spanien | 100,0 |
| Intrav Holdings, LLC, State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| INTRAV, Inc., State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Intrepid Adventures Limited, Wiltshire | Großbritannien | 100,0 |
| Intrepid Andes S.A.C., Cusco | Peru | 100,0 |
| Intrepid Bundu (Pty) Ltd, Roodeport | Südafrika | 72,0 |
| Intrepid (Cambodia) CO. LTD, Siem Reap | Kambodscha | 100,0 |
| Intrepid Connections PTY LTD, Winnellie | Australien | 100,0 |
| Intrepid Guerba Tanzania Limited, Arusha | Tansania | 100,0 |
| Intrepid HK Limited, Hongkong | Hongkong | 100,0 |
| Intrepid Marrakech SARL, Marrakesch | Marokko | 100,0 |
| Intrepid Tours and Travel India Private Ltd, Neu-Delhi | Indien | 100,0 |
| Intrepid Travel Australia Pty Ltd, Fitzroy, VIC | Australien | 100,0 |
| Intrepid Travel Beijing Co. Ltd, Peking | China | 100,0 |
| Intrepid Travel Cairo, Kairo | Ägypten | 100,0 |
| Intrepid Travel Canada Inc, Vancouver | Kanada | 100,0 |
| Intrepid Travel GmbH, Holzkirchen | Deutschland | 100,0 |
| Intrepid Travel Inc, Vancouver | Kanada | 95,0 |
| Intrepid Travel Incorporated, Venice (CA) | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Intrepid Travel New Zealand Limited, Auckland | Neuseeland | 100,0 |
| Intrepid Travel Pty Ltd, Fitzroy, VIC | Australien | 100,0 |
| Intrepid Travel SA (Pty) Ltd, Summerveld | Südafrika | 100,0 |
| Intrepid Travel UK Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Intrepid US, Inc., Wilmington | Vereinigte Staaten von Amerika | 99,2 |
| Itaria Limited, Nikosia | Zypern (griechischer Teil) | 100,0 |
| i-To-i, Inc., Los Angeles | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| i-To-i Placements Limited, Carrick-on-Suir, co. Tipperary | Irland | 100,0 |
| i-To-i PTY Ltd., Sydney | Australien | 100,0 |
| i-To-i UK Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| JetAir N.V., Oostende | Belgien | 100,0 |
| Jetair Real Estate C.V., Brüssel | Belgien | 100,0 |
| Jetair Travel Distribution N.V., Oostende | Belgien | 100,0 |
| Jetaircenter N.V., Mechelen | Belgien | 100,0 |
| Jetsave International Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| JNB (Bristol) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| J.S. Courtney Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| JWT Holidays Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Kilquade Limited, Dublin | Irland | 100,0 |
| Kras B.V., Ammerzoden | Niederlande | 100,0 |
| Label Tour EURL, Montreuil | Frankreich | 100,0 |
| Lapter Eurl, Macot La Plagne | Frankreich | 100,0 |
| LateRooms Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| LateRooms Services Australia PTY LTD, Dawes Point | Australien | 100,0 |
| LateRooms Group Holding (Brazil) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| LateRooms Group Holding Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| LateRooms Group Holding (UK) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Le Boat Netherlands B.V., Rotterdam | Niederlande | 100,0 |
| Le Piolet SCI, St Martin de Belleville, Savoie | Frankreich | 100,0 |
| Leibniz-Service GmbH, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| Leisure International Airways Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Les Tours Jumpstreet Tours, Inc., Montreal | Kanada | 100,0 |
| Liberate SLU, Palma de Mallorca | Spanien | 100,0 |
| Liberty Cruise Line, LLC, State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Lima Tours S.A.C., Lima | Peru | 100,0 |
| Lincoln Travel Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Lirotel SARL, Turin | Italien | 100,0 |
| Lodges & Mountain Hotels SARL, Notre Dame de Bellecombe, Savoie | Frankreich | 100,0 |
| Lorimer Investments Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| l'tur tourismus Aktiengesellschaft, Baden-Baden | Deutschland | 70,0 |
| Lunn Poly (Jersey) Ltd., St. Helier | Großbritannien | 100,0 |
| Lunn Poly Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Lusomice, Unipessoal Lda., Lissabon | Portugal | 100,0 |
| L.W. Morland & Co. Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Magic Connoisseurs Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| MAGIC LIFE DER CLUB INTERNATIONAL | ||
| Turizm Hizmetleri A.S., Istanbul | Türkei | 100,0 |
| Magic Life For Hotels. LLC, South Nabq | Ägypten | 100,0 |
| Magic Life Greece S.A., Athen | Griechenland | 100,0 |
| Magic Life Tunisie S.A., Tunis | Tunesien | 100,0 |
| Magic of the Orient Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Mala Pronta Viagens e Turismo Ltda., Curitiba | Brasilien | 93,3 |
| Manchester Academy Holdings Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Manchester Academy Teacher Training (UK) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Manchester Academy Tours Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Manchester Flights Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Mango Event Management Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Maraheath Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Marina Travel Limited, Dublin | Irland | 100,0 |
| Mariner International Asia Limited, Hongkong | Hongkong | 100,0 |
| Mariner International Travel, Inc., State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Mariner Operations USA Inc, State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Mariner Travel GmbH, Bad Vilbel | Deutschland | 100,0 |
| Mariner Travel SAS, Paris | Frankreich | 100,0 |
| Mariner Yacht Services SA, Le Marin | Marokko | 100,0 |
| Martin Rooks Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Master-Yachting GmbH, Eibelstadt | Deutschland | 100,0 |
| Maxi Yen SL, Palma de Mallorca | Spanien | 100,0 |
| Medico Flugreisen GmbH, Baden-Baden | Deutschland | 100,0 |
| Meetings & Events International Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Meetings & Events Spain S.L.U., Palma de Mallorca | Spanien | 100,0 |
| Meetings & Events UK Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Meon (Holdings) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Meon Transport Services Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Meon Travel Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| MicronNexus GmbH, Hamburg | Deutschland | 100,0 |
| Molay Travel SARL, Molay-Littry, Calvados | Frankreich | 100,0 |
| Molay Travel SCI, Molay-Littry, Calvados | Frankreich | 100,0 |
| Mont Charvin Ski SARL, Paris | Frankreich | 100,0 |
| Moorings Grenadines Ltd., St. Vincent and Grenadines | Windward Islands St. Vincent | 100,0 |
| Moorings Mexico SA de CV, La Paz | Mexiko | 100,0 |
| Moorings (Seychelles) Limited, Mahé | Seychellen | 100,0 |
| Moorings Yachting SAS, Paris | Frankreich | 100,0 |
| Moorings Yat Isletmecilgi Turizm Ve Tic Ltd, Mugla | Türkei | 100,0 |
| More Sense A/S, Kopenhagen | Dänemark | 66,7 |
| MS Tours ApS, Kopenhagen | Dänemark | 100,0 |
| MyPlanet Holding A/S, Holstebro | Dänemark | 100,0 |
| MyPlanet International A/S, Holstebro | Dänemark | 90,0 |
| MyPlanet Sweden AB, Göteborg | Schweden | 100,0 |
| Nacka Worldwide Holding AB, Stockholm | Schweden | 100,0 |
| NACL LLC, State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Nazar Nordic AB, Malmö | Schweden | 100,0 |
| New World Ship Management Company LLC, St. Louis, Missouri | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| New World Ships LLC, St. Louis, Missouri | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Nordotel S.A.U., San Bartolomé de Tirajana | Spanien | 100,0 |
| Nouvelles Frontières Senegal S.R.L., Dakar | Senegal | 95,0 |
| Ocean College LLC, Sharm el Sheikh | Ägypten | 90,0 |
| Ocean Technical LLC, Kairo | Ägypten | 100,0 |
| Ocean Ventures for Hotels and Tourism Services SAE, Sharm el Sheikh | Ägypten | 100,0 |
| Olympic Holidays Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Olympic Vacations Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Orion Airways Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Orion Airways Pension Trustees Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Owners Abroad España, S.A., Las Palmas | Spanien | 100,0 |
| Oy Finnmatkat AB, Helsinki | Finnland | 100,0 |
| Pacific World (Beijing)Travel Agency Co., Ltd., Peking | China | 100,0 |
| Pacific World Destination East Sdn. Bhd., Penang | Malaysia | 100,0 |
| Pacific World Limited, Kowloon | Hongkong | 100,0 |
| Pacific World Meetings & Events Hellas Travel Limited, Athen | Griechenland | 100,0 |
| Pacific World Meetings & Events Hong Kong, Limited, Hongkong | China | 100,0 |
| Pacific World Meetings & Events Singapore Pte. Ltd, Singapur | Singapur | 100,0 |
| Pacific World (Shanghai)Travel Agency Co. Limited, Shanghai | China | 100,0 |
| Pacific World Singapore Pte Limited, Singapur | Singapur | 100,0 |
| Pacific World (Thailand) Limited, Bangkok | Thailand | 100,0 |
| Paradise Hotels Management Company, Kairo | Ägypten | 100,0 |
| Parador Travel Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Pasion, Excelencia, Aventura, Y Konocimiento Ecuador Travelpasion S.A. (Trading as PEAK Ecuador), Quito | Ecuador | 100,0 |
| PATS N.V., Oostende | Belgien | 100,0 |
| Peak Adventure Financing Pty Ltd, Melbourne | Australien | 100,0 |
| Peak Adventure Travel Group Limited, Fitzroy Victoria | Australien | 60,0 |
| PEAK Adventure Travel (Malaysia) SDN BHD, Kota Kinabalu | Malaysia | 100,0 |
| PEAK Adventure Travel (UK) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Peak Adventure Travel USA Inc, Wilmington | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| PEAK DMC North America Inc, Santa Rosa, CA | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| PEAK (East Africa) Limited, Nairobi | Kenia | 100,0 |
| PEAK South America S.A.C., Lima | Peru | 100,0 |
| Peregrine Adventures Pty Ltd, Melbourne | Australien | 100,0 |
| Peregrine Shipping Pty Ltd, Melbourne | Australien | 100,0 |
| Peregrine Tours Ltd, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Phoenicia Travel Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Pinnacle Services Pty Limited, Fremantle | Australien | 100,0 |
| Pinnacle Tours Pty Limited, Fremantle | Australien | 100,0 |
| Pinnacle Travel Centre (1987) Pty Limited, Fremantle | Australien | 100,0 |
| Plantravel Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Platinum Event Travel Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Pointe Gros Boeuf S.N.C., Pointe-à-Pitre | Frankreich | 100,0 |
| Port Philip Group Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Porter and Haylett Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Portland Camping, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Portland Holidays Direct Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Portland Holidays Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Portland Travel Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Premier Holidays Afloat Limited, Dublin | Irland | 100,0 |
| Premiere International Corp, Gardena | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Prestige Boating Holidays Limited, Dublin | Irland | 100,0 |
| Primworth Enterprises Limited, Limassol | Zypern (griechischer Teil) | 100,0 |
| Professor Kohts Vei 108 AS, Stabekk | Norwegen | 100,0 |
| ProTel Gesellschaft für Kommunikation mbH, Rengsdorf | Deutschland | 100,0 |
| PT. Pacific World Nusantara, Bali | Indonesien | 100,0 |
| Quark Expeditions, Inc., State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Quill Travel Services Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Real Travel Ltd, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Real Travel Pty Ltd, Melbourne | Australien | 100,0 |
| Renwicks Travel Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Republic Cruise Line, LLC, State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Revoli Star SA, San Bartolomé de Tirajana | Spanien | 100,0 |
| Riviera Holidays Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Robert Sibbald Travel Agents Ltd., Edinburgh | Großbritannien | 100,0 |
| Royal Tours Travel Center Luxembourg S.A., Oostende | Belgien | 100,0 |
| Sawadee Amsterdam BV, Amsterdam | Niederlande | 100,0 |
| Scan Holiday Tours Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Schools Abroad Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| SERAC Travel GmbH, Bagnes | Schweiz | 100,0 |
| Simply Travel Holdings Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Simply Travel Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Sir Henry Lunn Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Ski Bound Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Skibound France SARL, Notre Dame de Bellecombe | Frankreich | 100,0 |
| Skibound Holidays Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Skibound Leisure Group Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Sky Tours Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Skymead Leasing Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Skymead Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Société d'Exploitation du Paladien Marrakech SA, Marrakesch | Marokko | 100,0 |
| Société d'Investissement Aérien S.A., Casablanca | Marokko | 100,0 |
| SOCIETE D'INVESTISSEMENT ET D'EXPLOITATION DU PALADIEN DE CALCATOGGIO (S I E P A C), Paris | Frankreich | 100,0 |
| Société d'investissement hotelier Almoravides S.A., Marrakesch | Marokko | 100,0 |
| Société Marocaine pour le Developpement des Transports Touristiques S.A., Agadir | Marokko | 95,0 |
| Société polynesienne promotion hotelière S.A.S, Tamanu | Polynesien | 100,0 |
| Something Special Holidays Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Sons of South Sinai Tourism and Food Supply SAE, Sharm el Sheikh | Ägypten | 64,9 |
| Sovereign Tour Operations Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Spanish Harbour Holidays Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Specialist Holidays Group Ireland Ltd., Dublin | Irland | 100,0 |
| Specialist Holidays Contracting Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Specialist Holidays Group Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Specialist Holidays, Inc., Mississauga, Ontario | Kanada | 100,0 |
| Specialist Holidays Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Specialist Holidays (Travel) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| SplashLine Event und Vermarktungs GmbH, Wien | Österreich | 100,0 |
| Sport Abroad (UK) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Sports Events Travel Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Sports Executive Travel Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Sportsworld (Beijing) Sports Management Consulting Limited Company, Peking | China | 70,0 |
| Sportsworld Group Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Sportsworld Holdings Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Sportsworld Pacific PTY Limited, North Sydney | Australien | 100,0 |
| Star Club SA, San Bartolomé de Tirajana | Spanien | 100,0 |
| Star Tour A/S, Kopenhagen | Dänemark | 100,0 |
| Star Tour Holding A/S, Kopenhagen | Dänemark | 100,0 |
| Star Tour Hotel A.S., Antalya | Türkei | 100,0 |
| Star Tour of Scandinavia Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Startour-Stjernereiser AS, Stabekk | Norwegen | 100,0 |
| Student City Travel Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Student Skiing Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Student Skiing Transport Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Studentcity.com, Inc., State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Suncars Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Sunquest Holidays (UK) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Sunsail Adriatic d.o.o., Split | Kroatien | 100,0 |
| Sunsail (Antigua) Limited, Antigua | Antigua | 100,0 |
| Sunsail (Australia) Pty Ltd, Hamilton Island, Queensland | Australien | 100,0 |
| Sunsail Deutschland GmbH i.L., München | Deutschland | 100,0 |
| Sunsail Hellas MEPE, Athen | Griechenland | 100,0 |
| Sunsail International B.V., Rotterdam | Niederlande | 100,0 |
| Sunsail Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Sunsail SAS, Castelnaudary | Frankreich | 100,0 |
| Sunsail (Seychelles) Limited, Mahé | Seychellen | 100,0 |
| Sunsail (Thailand) Company Ltd, Phuket | Thailand | 30,0 |
| Sunsail Worldwide Sailing Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Sunsail Worldwide Sailing St. Vincent Limited, St. Vincent and Grenadines | Windward Islands St. Vincent | 100,0 |
| Sunshine Cruises Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Suntopia Otel Hizmetleri Turizm ve Ticaret A.S., Istanbul | Türkei | 100,0 |
| Supernova Expeditions Ltd., Anguilla | Crown Colony of Anguilla | 100,0 |
| Tantur Turizm Seyahat A.S., Istanbul | Türkei | 100,0 |
| TCS & Starquest Expeditions, Inc., Seattle | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| TCS Expeditions, Inc., State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| TCV Touristik-Computerverwaltungs GmbH, Baden-Baden | Deutschland | 100,0 |
| Team Lincoln Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Team Lincoln Services Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Team Travel Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Teamlink Transport Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Teamlink Travel Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Tec4Jets B.V., Rijswijk ZH | Niederlande | 100,0 |
| Tec4Jets NV, Oostende | Belgien | 100,0 |
| The English Language Centre York Limited, York | Großbritannien | 100,0 |
| The Imaginative Traveller Australia Pty Limited, Melbourne | Großbritannien | 100,0 |
| The Imaginative Traveller Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| The International Academy Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| The Magic of Travel Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| The Magic Travel Group (Holidays) Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| The Magic Travel Group Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| The Moorings (Bahamas) Ltd, Nassau | Bahamas | 100,0 |
| The Moorings Belize Limited, Belize City | Belize | 100,0 |
| The Moorings d.o.o., Split | Kroatien | 100,0 |
| The Moorings Limited, British Virgin Islands | British Virgin Islands | 100,0 |
| The Moorings Sailing Holidays Ltd, Crawley | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| The Moorings SARL, Utoroa, Raiatea | Polynesien | 100,0 |
| The Moorings (St. Lucia) LTD, St. Lucia | Windward Islands St. Lucia | 100,0 |
| The Moorings (Tonga) Ltd., Tonga | Tonga | 100,0 |
| TheFirstResort Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TheFirstResort Operations Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| THG Holidays Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Thomson Air Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Thomson Airways Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Thomson Airways (Services) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Thomson Airways Trustee Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Thomson Flights Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Thomson Holidays Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Thomson Holidays Ltd. (Ireland), Dublin | Irland | 100,0 |
| Thomson Holidays Services, Inc., Orlando | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Thomson Overseas Services Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Thomson Reisen GmbH, St. Johann | Österreich | 100,0 |
| Thomson Services Ltd., St. Peter Port/Guernsey | Großbritannien | 100,0 |
| Thomson Sport (UK) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Thomson Travel Group (Holdings) Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Thomson Travel Holdings SA, Luxembourg | Luxemburg | 100,0 |
| Thomson Travel International Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Thomson Travel International SA, Luxembourg | Luxemburg | 100,0 |
| Thomson Viagens e Turismo Lda., Lissabon | Portugal | 100,0 |
| Thomsonfly Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TICS GmbH Touristische Internet und Call Center Services, Baden-Baden | Deutschland | 100,0 |
| Tigdiv Eurl, Tignes | Frankreich | 100,0 |
| TKJ Pty Limited, Perth | Australien | 100,0 |
| Tolkien Limited, British Virgin Islands | British Virgin Islands | 100,0 |
| Transfar – Agencia de Viagens e Turismo Lda., Faro | Portugal | 99,9 |
| TRAVCOA Corporation, State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Travel Choice Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Travel Class Holdings Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Travel Class Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Travel Class Transport Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Travel Contracting Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Travel Partner Bulgaria EOOD, Varna | Bulgarien | 100,0 |
| Travel Scot World Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Travel Sense A/S, Kopenhagen | Dänemark | 100,0 |
| Travel Services Europe Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Travel Services Europe Spain SL, Barcelona | Spanien | 100,0 |
| Travel Turf, Inc., Allentown | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Travelbound European Tours Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Travelmood Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Treasure Isle Yacht Charter Ltd, British Virgin Islands | British Virgin Islands | 100,0 |
| Trek America Travel Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Trek Investco Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Trina Group Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Trina Tours Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Trips Worldwide Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Tropical Car Rental Pty Limited, Fremantle | Australien | 100,0 |
| Tropical Places Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TT Visa Services Pte Limited, Singapur | Singapur | 100,0 |
| TTG (No. 14), Dublin | Irland | 100,0 |
| TTG (No. 15) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TTG (No. 2) Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TTSS Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TTSS Transportation Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Airlines Belgium N.V., Oostende | Belgien | 100,0 |
| TUI Airlines Nederland B.V., Rijswijk | Niederlande | 100,0 |
| TUI aqtiv GmbH, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| TUI Austria Holding GmbH, Wien | Österreich | 100,0 |
| TUI Aviation GmbH, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| TUI Canada Holdings Inc, Toronto | Kanada | 100,0 |
| TUI China Travel CO. Ltd., Peking | China | 75,0 |
| TUI Consulting & Services GmbH, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| TUI Curaçao N.V., Curaçao | Niederländische Antillen | 100,0 |
| TUI Denmark Holding A/S, Kopenhagen | Dänemark | 100,0 |
| TUI Deutschland GmbH, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| TUI Dienstleistungsgesellschaft mbH, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| TUI España Turismo S.A., Barcelona | Spanien | 100,0 |
| TUI France SAS, Montreuil | Frankreich | 100,0 |
| TUI Hellas Travel and Tourism SA, Athen | Griechenland | 100,0 |
| TUI HOLDING SPAIN S.L., Barcelona | Spanien | 100,0 |
| TUI Holdings (Australia) PTY Limited, Queensland | Australien | 100,0 |
| TUI (IP) Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Italia S.R.L., Mailand | Italien | 100,0 |
| TUI Leisure airport sales GmbH, Hannover | Deutschland | 90,0 |
| TUI Leisure Travel GmbH, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| TUI Leisure Travel Service GmbH, Neuss | Deutschland | 100,0 |
| TUI Leisure Travel Special Tours GmbH, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| TUI Marine Grenada Limited, St. George's | Grenada | 100,0 |
| TUI Nederland Holding N.V., Rijswijk | Niederlande | 100,0 |
| TUI Nederland N.V., Rijswijk | Niederlande | 100,0 |
| TUI Nordic Holding AB, Stockholm | Schweden | 100,0 |
| TUI Nordic Specialist Holidays AB, Stockholm | Schweden | 100,0 |
| TUI Northern Europe Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Norway Holding AS, Stabekk | Norwegen | 100,0 |
| TUI Österreich GmbH, Wien | Österreich | 100,0 |
| TUI Pension Scheme (UK) Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Poland Dystrybucja Sp. z o.o., Warschau | Polen | 100,0 |
| TUI Poland Sp. z o.o., Warschau | Polen | 100,0 |
| TUI PORTUGAL – Agencia de Viagens e Turismo S.A., Faro | Portugal | 100,0 |
| TUI Reisecenter Austria Business Travel GmbH, Wien | Österreich | 74,9 |
| TUI Service AG, Altendorf | Schweiz | 100,0 |
| TUI Students & Schools France S.a.r.l., Paris | Frankreich | 100,0 |
| TUI (Suisse) AG, Zürich | Schweiz | 100,0 |
| TUI (Suisse) Holding AG, Zürich | Schweiz | 100,0 |
| TUI Suisse Retail AG, Zürich | Schweiz | 100,0 |
| TUI Travel Accommodation & Destinations SL, Palma de Mallorca | Spanien | 100,0 |
| TUI Travel Amber E&W LLP, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Travel Amber Limited, Edinburgh | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Travel Amber Scot LP, Edinburgh | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Travel Aviation Finance Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Travel Belgium N.V., Oostende | Belgien | 100,0 |
| TUI Travel Common Investment Fund Trustee Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Travel Group Management Services Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Travel Healthcare Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Travel Holdings Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Travel Holdings Sweden AB, Stockholm | Schweden | 100,0 |
| TUI Travel (Ireland), Dublin | Irland | 100,0 |
| TUI Travel Nominee Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Travel Overseas Holdings Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Travel Partner Services Japan KK, Tokio | Japan | 100,0 |
| TUI TRAVEL PLC, Crawley | Großbritannien | 56,7 |
| TUI Travel SAS Adventure Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Travel SAS Benelux B.V., Rotterdam | Niederlande | 100,0 |
| TUI Travel SAS Holdings Limited, Tring, Hertfordshire | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Travel SAS Services Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI TRAVEL SAS Transport Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI UK Italia S.r.L., Turin | Italien | 100,0 |
| TUI UK Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI UK Retail Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI UK Transport Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Vertrieb & Service GmbH, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| TUI 4 U GmbH, Bremen | Deutschland | 100,0 |
| TUI.com GmbH, Berlin | Deutschland | 100,0 |
| TUIfly GmbH, Langenhagen | Deutschland | 100,0 |
| TUIfly Nordic AB, Stockholm | Schweden | 100,0 |
| TUIfly Vermarktungs GmbH, Langenhagen | Deutschland | 100,0 |
| Turismo Asia Company Ltd., Bangkok | Thailand | 100,0 |
| Ultramar Express Transport S.A., Palma de Mallorca | Spanien | 100,0 |
| Unijet Group Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Unijet Leisure Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Unijet Travel Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Versun Yachts NSA, Athen | Griechenland | 100,0 |
| Viagens Elena LDA, Albufeira | Portugal | 100,0 |
| Viking Aviation Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Voile Voyage SARL, Paris | Frankreich | 100,0 |
| Waymark Holidays Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| We Love Rugby Pty Ltd, Banksia | Australien | 100,0 |
| Williment Travel Group Limited, Wellington | Neuseeland | 100,0 |
| Wonder Cruises AB, Stockholm | Schweden | 100,0 |
| Wonder Holding AB, Stockholm | Schweden | 51,0 |
| World Challenge Expeditions, Inc., Cambridge, MA | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| World Challenge Expeditions Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| World Challenge Expeditions Pty Ltd, Victoria | Australien | 100,0 |
| World Challenge Holdings Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| World Challenge NZ Limited, Wellington | Neuseeland | 100,0 |
| World of TUI Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Yachts International Limited, British Virgin Islands | British Virgin Islands | 100,0 |
| YIL, LLC, State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| YOCL LLC, State of Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Your Man Tours, Inc., El Segundo, CA | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| Zegrahm Expeditions, Inc., Seattle | Vereinigte Staaten von Amerika | 100,0 |
| 100% Adventure Pty Ltd, Wayville, SA | Australien | 100,0 |
| 600035 B.C. LTD, Canada | Großbritannien | 100,0 |
| Touristik – TUI Hotels & Resorts | ||
| BU RIUSA II EOOD, Sofia | Bulgarien | 100,0 |
| Cabotel-Hoteleria e Turismo Lda., Santiago | Kap Verde | 100,0 |
| CLUBHOTEL GESELLSCHAFT MBH., Hermagor | Österreich | 77,5 |
| Daidalos Hotel- und Touristikunternehmen A.E., Athen | Griechenland | 89,8 |
| Dominicanotel S.A., Puerto Plata | Dominikanische Republik | 100,0 |
| Egyptian Germany Co. for Hotels (L.T.D), Kairo | Ägypten | 66,6 |
| GEAFOND Número Dos Fuerteventura S.A., Las Palmas, Gran Canaria | Spanien | 100,0 |
| GEAFOND Número Uno Lanzarote S.A., Las Palmas, Gran Canaria | Spanien | 100,0 |
| Holiday Center S.A., Cala Serena/Cala d'Or | Spanien | 100,0 |
| Iberotel International A.S., Antalya | Türkei | 100,0 |
| Iberotel Otelcilik A.S., Istanbul | Türkei | 100,0 |
| Jandia Playa S.A., Morro Jable/Fuerteventura | Spanien | 100,0 |
| Jaz Hotels & Resorts S.A.E., Kairo | Ägypten | 50,9 |
| "MAGIC LIFE" Assets AG, Wien | Österreich | 100,0 |
| Magic Life GmbH & Co KG, Wien | Österreich | 100,0 |
| MX RIUSA II S.A. de C.V., Cabo San Lucas | Mexiko | 100,0 |
| Promociones y Edificaciones Chiclana S.A., Palma de Mallorca | Spanien | 100,0 |
| Puerto Plata Caribe Beach S.A., Puerto Plata | Dominikanische Republik | 100,0 |
| RCHM S.A.S., Agadir | Marokko | 100,0 |
| Rideway Investment Ltd., London | Großbritannien | 100,0 |
| Riu Jamaicotel Ltd., Negril | Jamaika | 100,0 |
| RIUSA II S.A., Palma de Mallorca | Spanien | 50,0 |
| RIUSA NED B.V., Amsterdam | Niederlande | 100,0 |
| ROBINSON AUSTRIA Clubhotel GmbH, Hermagor | Österreich | 100,0 |
| Robinson Club GmbH, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| Robinson Club Italia S.p.A., Marina di Ugento | Italien | 100,0 |
| Robinson Club Maldives Private Limited, Malé | Malediven | 100,0 |
| Robinson Club (Schweiz) AG, Vulpera | Schweiz | 100,0 |
| Robinson Clubhotel Turizm Ltd. Sti., Istanbul | Türkei | 100,0 |
| Robinson Hoteles España S.A., Cala d'Or | Spanien | 100,0 |
| Robinson Hotels Portugal S.A., Vila Nova de Cacela | Portugal | 67,0 |
| Robinson Otelcilik A.S., Istanbul | Türkei | 100,0 |
| STIVA RII Ltd., Dublin | Irland | 100,0 |
| TdC Agricoltura Società agricola a r.l., Florenz | Italien | 100,0 |
| TdC Amministrazione S.r.l., Florenz | Italien | 100,0 |
| Tenuta di Castelfalfi S.p.A., Florenz | Italien | 100,0 |
| Tunisotel S.A.R.L., Tunis | Tunesien | 100,0 |
| Turcotel Turizm A.S., Istanbul | Türkei | 100,0 |
| Turkuaz Insaat Turizm A.S., Ankara | Türkei | 100,0 |
| Touristik – Kreuzfahrten | ||
| Hapag-Lloyd (Bahamas) Ltd., Nassau | Bahamas | 100,0 |
| Hapag-Lloyd Kreuzfahrten GmbH, Hamburg | Deutschland | 100,0 |
| Preussag Beteiligungsverwaltungs GmbH IX, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| Zentralbereich | ||
| Canada Maritime Limited, Barking | Großbritannien | 100,0 |
| Canada Maritime Services Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Canadian Pacific (UK) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Cast Agencies Europe Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Cast Group Services Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| Cast Terminal Europe N.V., Antwerpen | Belgien | 100,0 |
| Contship Holdings Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| CP Ships (Bermuda) Ltd., Hamilton | Bermudainseln | 100,0 |
| CP Ships Ltd., Saint John | Kanada | 100,0 |
| CP Ships (UK) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| CPS Holdings (No. 2) Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| CPS Number 2 Limited, Barking | Großbritannien | 100,0 |
| CPS Number 4 Limited, Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| PM Peiner Maschinen GmbH, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| Preussag Finanz- und Beteiligungs-GmbH, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| Preussag Immobilien GmbH, Salzgitter | Deutschland | 100,0 |
| Preussag UK Ltd., Crawley | Großbritannien | 100,0 |
| TUI Beteiligungs GmbH, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| TUI-Hapag Beteiligungs GmbH, Hannover | Deutschland | 100,0 |
| WAG Salzgitter Wohnungs-GmbH, Salzgitter | Deutschland | 100,0 |
| Joint Ventures und assoziierte Gesellschaften | ||
| Touristik – TUI Travel | ||
| Aeolos Travel LLP, Nicosia | Zypern (griechischer Teil) | 49,9 |
| Aitken Spence Travels Ltd, Colombo | Sri Lanka | 50,0 |
| Alpha Tourism and Marketing Services Ltd., Port Louis | Mauritius | 25,0 |
| Alpha Travel (U.K.) Limited, Harrow | Großbritannien | 25,0 |
| alps & cities 4ever GmbH, Wien | Österreich | 50,0 |
| Atlantica Hellas S.A., Rhodos | Griechenland | 50,0 |
| Atlantica Hotels and Resorts S.A., Lemesos | Zypern (griechischer Teil) | 50,0 |
| Bartu Turizm Yatirimlari Anonim Sirketi, Istanbul | Türkei | 50,0 |
| Belgium Travel Network cvba, Sint-Martens-Latem | Belgien | 50,0 |
| Blue Diamond Hotels and Resorts Inc., St Michael | Barbados | 49,0 |
| Bonitos GmbH & Co KG, Frankfurt | Deutschland | 50,0 |
| DER Reisecenter TUI GmbH, Berlin | Deutschland | 50,0 |
| Himalayan Encounters PVT LTD, Kathmandu | Nepal | 33,0 |
| HLX Touristik GmbH, Baden-Baden | Deutschland | 49,0 |
| Holiday Travel (Israel) Limited, Airport City | Israel | 50,0 |
| Intrepid Connections Investments PTY LTD, South Melbourne | Australien | 50,0 |
| Intrepid Retail Group PTY LTD, Brisbane | Australien | 50,0 |
| Intrepid Vietnam Travel Company Ltd, Hanoi | Vietnam | 49,0 |
| Le Passage to India Tours and Travels Pvt Ltd, Neu-Delhi | Indien | 50,0 |
| Manahe Ltd., Quatre Bornes | Mauritius | 50,0 |
| Pollmans Tours & Safaris Ltd., Nairobi | Kenia | 25,0 |
| Raiffeisen-Tours RT-Reisen GmbH, Burghausen | Deutschland | 25,1 |
| Ranger Safaris Ltd., Arusha | Tansania | 25,0 |
| Safeharbour Investments S.L., Barcelona | Spanien | 50,0 |
| Sunwing Travel Group Inc, Toronto | Kanada | 49,0 |
| Teckcenter Reisebüro GmbH, Kirchheim/T. | Deutschland | 50,0 |
| Togebi Holdings Ltd, Zypern | Zypern (griechischer Teil) | 49,0 |
| Travco Group Holding S.A.E., Kairo | Ägypten | 50,0 |
| TRAVELStar GmbH, Hannover | Deutschland | 50,0 |
| TUI InfoTec GmbH, Hannover | Deutschland | 49,9 |
| Tunisie Voyages S.A., Tunis | Tunesien | 50,0 |
| Urban Adventures Limited, Hongkong | Hongkong | 50,0 |
| Voukouvalides Travel & Tourism S.A., Kos | Griechenland | 50,0 |
| Touristik – TUI Hotels & Resorts | ||
| aQi Hotel Schladming GmbH, Bad Erlach | Österreich | 49,0 |
| aQi Hotelmanagement GmbH, Bad Erlach | Österreich | 51,0 |
| ENC for touristic Projects Company S.A.E., Sharm el Sheikh | Ägypten | 50,0 |
| Etapex, S.A., Agadir | Marokko | 35,0 |
| Fanara Residence for Hotels S.A.E., Sharm el Sheikh | Ägypten | 50,0 |
| First Om El Gorayfat Company for Hotels S.A.E., Mersa Allam | Ägypten | 50,0 |
| GBH Turizm Sanayi Isletmecilik ve Ticaret A.S., Istanbul | Türkei | 50,0 |
| Golden Lotus Hotel Company S.A.E., Luxor | Ägypten | 50,0 |
| Grecotel S.A., Rethymnon | Griechenland | 50,0 |
| GRUPOTEL DOS S.A., Can Picafort | Spanien | 50,0 |
| Kamarayat Nabq Company for Hotels S.A.E., Sharm el Sheikh | Ägypten | 50,0 |
| Makadi Club for Hotels S.A.E., Hurghada | Ägypten | 50,0 |
| M.H. Cyprotel Management Ltd., Limassol | Zypern (griechischer Teil) | 50,0 |
| Mirage Resorts Company S.A.E., Hurghada | Ägypten | 50,0 |
| Oasis Company for Hotels S.A.E., Hurghada | Ägypten | 50,0 |
| Phaiax A.E.T.A., Korfu | Griechenland | 50,0 |
| Quinta da Ria Empreendimentos do Algarve, S.A., Vila Nova de Cacela | Portugal | 33,0 |
| Riu Hotels S.A., Palma de Mallorca | Spanien | 49,0 |
| Sharm El Maya Touristic Hotels Co. S.A.E., Kairo | Ägypten | 50,0 |
| Sun Oasis for Hotels Company S.A.E., Hurghada | Ägypten | 50,0 |
| Tikida Bay S.A., Agadir | Marokko | 34,0 |
| TIKIDA DUNES S.A., Agadir | Marokko | 30,0 |
| Tikida Palmeraie S.A., Marrakesch | Marokko | 33,3 |
| UK Hotel Holdings FZC L.L.C., Fujairah | Vereinigte Arabische Emirate | 50,0 |
| Touristik – Kreuzfahrten | ||
| TUI Cruises GmbH, Hamburg | Deutschland | 50,0 |
| Zentralbereich | ||
| Hapag-Lloyd Holding AG, Hamburg | Deutschland | 22,0 |
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hannover, 17. Dezember 2012
Der Vorstand
Frenzel
Baier
Joussen
Long
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die TUI AG, Berlin und Hannover
Vermerk zum Konzernabschluss
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der TUI AG, Berlin und Hannover, und ihrer Tochtergesellschaften – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober2011 bis zum 30. September 2012 – geprüft.
Verantwortung des Vorstands für den Konzernabschluss
Der Vorstand der TUI AG, Berlin und Hannover, ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Verantwortung des Abschlussprüfers
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.
Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von dem Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Prüfungsurteil
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2012 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.
Vermerk zum Konzernlagebericht
Wir haben den beigefügten Konzernlagebericht der TUI AG, Berlin und Hannover, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 geprüft. Der Vorstand der TUI AG, Berlin und Hannover, ist verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der zusammengefasste Lagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des zusammengefassten Lageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 17. Dezember 2012
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Prof. Dr. Norbert Winkeljohann Wirtschaftsprüfer
Sven Rosorius Wirtschaftsprüfer
VORBEHALT BEI ZUKUNFTSGERICHTETEN AUSSAGEN
Der Geschäftsbericht, insbesondere der Prognosebericht als Teil des Lageberichts, enthält verschiedene Prognosen und Erwartungen sowie Aussagen, die die zukünftige Entwicklung des TUI Konzerns und der TUI AG betreffen. Diese Aussagen beruhen auf Annahmen und Schätzungen und können mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse sowie die Finanz- und Vermögenslage können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Gründe hierfür können, neben anderen, Marktschwankungen, die Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohstoffe sowie der Finanzmärkte und Wechselkurse, Veränderungen nationaler und internationaler Gesetze und Vorschriften oder grundsätzliche Veränderungen des wirtschaftlichen und politischen Umfelds sein. Es ist weder beabsichtigt noch übernimmt TUI eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren oder sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Erscheinen dieses Geschäftsberichts anzupassen.
Impressum
Gestaltung und Produktion
Kirchhoff Consult AG, Hamburg
Fotonachweis
| Foto des Vorstandsvorsitzenden, | |
| Foto des Aufsichtsrats, Umschlag, | |
| TUI Mitarbeiter | Sara-Lena Maierhofer, Berlin |
| Highspeedsurfer | Corbis |
| Marktforscher | Corbis, Getty |
| Umweltschützer | Corbis |
| Kulturkenner | Corbis |
| Langstreckenläufer | Corbis |
Druck
Druckerei Fritz Kriechbaumer, Taufkirchen
Dieser Bericht sowie der Jahresabschluss der TUI AG liegen in deutscher und englischer Sprache vor.
Beide Fassungen stehen im Internet unter geschaeftsbericht2011-12.tui-group.com zum Download zur Verfügung. Zudem wird eine interaktive Online-Version des Geschäftsberichts im Internet angeboten.
Dieser Bericht wurde am 19. Dezember 2012 veröffentlicht.