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TUI AG Annual Report (ESEF) 2024

Jan 13, 2025

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2024 GESCHÄFTS BERICHT

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

  • Kennzahlen
  • Interview mit Sebastian Ebel
  • Group Executive Committee
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • Bericht des Prüfungsausschusses

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

  • Strategie der TUI Group
  • Grundlagen der TUI Group
  • Risikobericht
  • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
  • Wirtschaftsbericht
  • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
  • Jahresabschluss der TUI AG
  • Übernahmerechtliche Angaben
  • TUI Aktie
  • Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

  • Aufsichtsrat und Vorstand
  • Corporate-Governance-Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung
  • Vergütungsbericht

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

  • Konzernabschluss
    • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
    • Ergebnis je Aktie
    • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
    • Konzernbilanz
    • Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Konzernanhang
  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
  • Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
  • Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

FOLGENDE SYMBOLE VERWENDEN WIR FÜR QUERVERWEISE:

  • Hier steht ein gesetzlich vorgesehener oder im Rahmen der Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer geprüfter Querverweis.
  • Hier steht ein Seitenverweis zu weiterführenden Informationen innerhalb des Geschäftsberichts. Dieser Verweis ist als nicht vom Gesetz oder vom Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) Nr. 20 vorgesehener Querverweis kein Gegenstand der Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer.
  • Hier steht ein Verweis auf Internetseiten oder gesonderte Unternehmenspublikationen. Dieser Verweis ist als nicht vom Gesetz oder vom Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) Nr. 20 vorgesehener Querverweis kein Gegenstand der Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer.

Zur Vereinfachung der Lesbarkeit verwenden wir in unserem Bericht überwiegend die maskuline Form. Wir bitten um Verständnis.

WEGWEISER DURCH DEN BERICHT

Um Ihnen die Navigation durch den Bericht zu erleichtern, haben wir dieses PDF mit Verlinkungen versehen. Die Inhaltsleiste am linken Seitenrand ermöglicht es Ihnen, von jeder beliebigen Seite aus in die einzelnen Kapitel zu springen. In welchem Kapitel Sie sich jeweils befinden, erkennen Sie an der blauen Textauszeichnung. Auch aus dem Inhaltsverzeichnis gelangen Sie direkt zu den Kapiteln. Folgende Symbole funktionieren ähnlich wie auf einer Webseite:

INHALTSVERZEICHNIS ZURÜCKSUCHE

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

  • Kennzahlen
  • Interview mit Sebastian Ebel
  • Group Executive Committee
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • Bericht des Prüfungsausschusses

Kennzahlen

Mio. € 2024 2023 Veränderung in % Veränderung in % bei konst. Wechselkursen
Umsatzerlöse 23.167,3 20.665,9 + 12,1 + 11,3
Bereinigtes EBIT Hotels & Resorts 668,4 549,5 + 21,6 + 25,2
Kreuzfahrten 374,3 236,0 + 58,6 + 57,5
TUI Musement 49,2 36,0 + 36,7 + 53,3
Urlaubserlebnisse 1.091,9 821,5 + 32,9 + 35,7
Region Nord 165,4 71,5 + 131,4 + 135,1
Region Zentral 128,1 88,1 + 45,5 + 44,9
Region West 10,3 78,5 – 86,9 – 85,9
Märkte + Airline 303,9 238,0 + 27,7 + 28,9
Alle übrigen Segmente – 99,6 – 82,3 – 20,9 – 20,4
TUI Group 1.296,2 977,2 + 32,6 + 35,4
Bereinigtes EBIT TUI Group zu konstanten Wechselkursen 1.322,8 977,2 + 35,4
EBIT 1.275,3 999,3 + 27,6
Bereinigtes EBITDA 2.119,7 1.775,3 + 19,4
EBITDA 2.121,9 1.858,5 + 14,2
Konzerngewinn 707,4 455,7 + 55,2
Unverwässertes Ergebnis je Aktie € 1,00 0,80 + 25,0
Nettosach- und -finanzinvestitionen 602,2 493,7 + 22,0
Eigenkapitalquote (30.9.) % 10,2 12,1 – 1,9
Nettoverschuldung (30.9.) 1.640,5 2.106,2 – 22,1
Mitarbeitende (30.9.) 66.845 65.413 + 2,2

Differenzen durch Rundungen möglich: Einzelne Zahlen könnten sich nicht genau zur angegebenen Summe addieren und Prozentangaben könnten nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Sämtliche Veränderungsangaben beziehen sich auf den entsprechenden Vorjahreswert, sofern nicht anders angegeben. Der vorliegende Geschäftsbericht 2024 der TUI Group bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024. Aufgrund der Umsegmentierung einer IT-Gesellschaft aus dem Segment Region West in Alle Übrigen Segmente im aktuellen Geschäftsjahr wurde das Vorjahr angepasst.

1 Teil des Konzernlageberichts
2 Das dem bereinigten EBIT zugrunde liegende EBIT definieren wir als das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten des Konzerns. Für weitere Details siehe auch Seite 30.# Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2024 war erneut ein Jahr des Aufschwungs und der Erneuerung für die TUI. Mit einer sehr guten operativen Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr konnten wir unser Ergebnis deutlich steigern. Unser Fokus lag dabei auf der Optimierung der Bilanzstrukturen, der Verbesserung der Kreditkennzahlen sowie der Umsetzung strategischer Maßnahmen und Transformationen. Die positive Buchungsentwicklung hielt auch in diesem Geschäftsjahr an und unterstreicht die ungebrochene Nachfrage nach TUI Produkten und die Bedeutung von Urlaubsreisen für unsere Kunden. Dank unseres diversifizierten Produktportfolios und der Asset-Right-Wachstumsstrategie konnten wir auch die Erwartungen im Bereich der Urlaubserlebnisse deutlich übertreffen.

Im Geschäftsjahr 2024 vollzogen wir die Vereinfachung der Listingstruktur der TUI Aktie. Der Aufsichtsrat unterstützte das Vorhaben des De-Listing in UK zugunsten eines alleinigen Listings in Deutschland. Ziel ist, die Liquidität zu zentralisieren, die Komplexität zu reduzieren und die Erfüllung der EU-Anforderungen an Eigentum und Kontrolle der konzerneigenen Fluggesellschaften zu vereinfachen. Sie, unsere geschätzten Aktionärinnen und Aktionäre, stimmten mit großer Mehrheit für das De-Listing in London, was die Aufnahme der TUI Aktie in den deutschen Prime Standard und den MDAX der Deutschen Börse ermöglichte.

Weiterhin diskutierten wir mit dem Vorstand intensiv die Refinanzierungsstrategie des Konzerns. Wichtige Schritte waren in diesem Zusammenhang die erfolgreichen Platzierungen einer Anleihe mit Nachhaltigkeitsbezug sowie einer Wandelanleihe. Beide Finanzinstrumente führen zu einem verlängerten Fälligkeitsprofil und reduzieren die zukünftigen Zinskosten. Dies wiederum gibt uns einen größeren finanziellen Handlungsspielraum, gerade auch vor dem Hintergrund der weiteren Transformation.

Der Aufsichtsrat beschäftigte sich auch intensiv mit strategischen Fragestellungen, insbesondere vor dem Hintergrund eben dieser Transformation des Konzerns. Wir diskutierten Maßnahmen zur Beschleunigung des profitablen Wachstums und zur Steigerung der Agilität und Kosteneffizienz der TUI Group. Zum Ende des Geschäftsjahres 2024 lag der Fokus auf der Transformation des Geschäftsfelds Märkte + Airline, der Implementierung global einheitlicher Technologieplattformen und der Stärkung der kommerziellen Verantwortung der TUI Airline.

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, Sie haben uns im Geschäftsjahr 2024 erneut Ihr Vertrauen geschenkt und wichtige Weichen für den TUI Konzern gestellt. Ohne Ihre Unterstützung wäre die Vereinfachung der Listingstruktur nicht möglich gewesen. Dafür danke ich Ihnen im Namen des gesamten Aufsichtsrats recht herzlich!

Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Vorstand und Aufsichtsrat orientieren sich eng an den Grundsätzen verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung und arbeiten gemäß den im Corporate-Governance-Bericht (Seite 134) dargelegten Prinzipien vertrauensvoll zusammen. Dabei hat der Aufsichtsrat in erster Linie die Recht- und Ordnungsmäßigkeit, die Zweckmäßigkeit sowie die Wirtschaftlichkeit der Arbeit der Geschäftsführung und der Konzernleitung mit einem wesentlichen Fokus auf die Refinanzierung des Konzerns überwacht. Weitere Details hierzu können Sie dem nachstehenden Bericht entnehmen.

Der Vorstand hat uns durch schriftliche und mündliche Berichte innerhalb und außerhalb von Sitzungen regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. Die Berichte beinhalteten alle relevanten Informationen zu der Entwicklung und Umsetzung strategischer Ziele, zur Liquiditätsentwicklung, zur Planung, zur unterjährigen Geschäftsentwicklung und Lage des Konzerns, zum Risikomanagement und zum internen Kontrollsystem, zur Compliance, zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie und zu aktuellen Entwicklungen in der Nachhaltigkeitsberichterstattung, aber auch zu Berichten aus den Kapitalmärkten (zum Beispiel von Analysten) sowie der Presse.

Im Geschäftsjahr 2024 standen die Refinanzierungsstrategie für den Konzern und hier insbesondere die Begebung einer Hochzinsanleihe, eines so genannten High Yield Bond, sowie die Begebung einer Wandelanleihe im Fokus. Gegenstand der Erörterungen waren zudem die Personal- und Konzernstrategie sowie das Buchungsverhalten der Gäste im aktuellen makroökonomischen Umfeld.

Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, rechtzeitig eingebunden. Die nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlichen Beschlüsse haben wir nach eingehender Beratung gefasst. Hierzu haben wir uns regelmäßig anhand von Unterlagen vorbereitet, die der Vorstand dem Aufsichtsrat und den Ausschüssen vorab zur Verfügung stellte. Über eilbedürftige Themen hat der Vorstand den Aufsichtsrat auch schriftlich und im Rahmen von kurzfristig einberufenen außerordentlichen Sitzungen umgehend informiert. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats habe ich mich zudem auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen vom Vorstand regelmäßig über die aktuelle Geschäftslage und über wesentliche Geschäftsvorgänge im Unternehmen unterrichten lassen.

Mitglieder des Aufsichtsrats

  1. Dr. Dieter Zetsche (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
  2. Frank Jakobi (Stellvertretender Vorsitzender)
  3. Ingrid-Helen Arnold
  4. Sonja Austermühle
  5. Christian Baier
  6. Andreas Barczewski
  7. Peter Bremme
  8. María Garaña Corces
  9. Dr. Jutta A. Dönges
  10. Prof. Dr. Edgar Ernst
  11. Wolfgang Flintermann
  12. Stefan Heinemann
  13. Janina Kugel
  14. Coline Lucille McConville
  15. Helena Murano
  16. Mark Muratovic
  17. Anette Strempel
  18. Joan Trían Riu
  19. Tanja Viehl
  20. Stefan Weinhofer

Beratungen im Aufsichtsrat und in seinen Ausschüssen

Vor den Aufsichtsratssitzungen trafen sich die Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer jeweils in getrennten Vorbereitungssitzungen. Hieran haben regelmäßig auch Mitglieder des Vorstands teilgenommen. Erörterungen der Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten finden, soweit nicht anders von den Mitgliedern des Aufsichtsrats gewünscht, ohne die Mitglieder des Vorstands statt. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats können darüber hinaus den Bedarf zur Behandlung eines Tagesordnungspunkts ohne die Anwesenheit des Vorstands gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats vorbringen. Zudem sieht die Tagesordnung einer jeden Sitzung des Aufsichtsrats themenunabhängig einen separaten Tagesordnungspunkt vor, bei dem die Mitglieder des Vorstands nicht anwesend sind. Mitglieder des Aufsichtsrats können im Rahmen dieses Tagesordnungspunkts sämtliche Themen vorbringen, die ohne den Vorstand zu diskutieren sind.

Neben dem Plenum waren im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet: das Präsidium, der Prüfungsausschuss und der Nominierungsausschuss. Der gemäß § 27 Absatz 3 des Mitbestimmungsgesetzes zu bildende Vermittlungsausschuss musste nicht zusammenkommen. Über die Arbeit in den Ausschüssen berichteten deren Vorsitzende regelmäßig und ausführlich innerhalb der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen.

Im Zusammenhang mit der im Februar 2024 durchgeführten Begebung eines High Yield Bond und der im Juli 2024 durchgeführten Begebung einer Wandelanleihe hat ein vom Aufsichtsrat eingerichteter Transaktionsausschuss, bestehend aus Herrn Dr. Zetsche, Herrn Jakobi, Herrn Prof. Dr. Ernst und Herrn Flintermann, mit jeweils den anwesenden Mitgliedern getagt. Dies ermöglichte sehr kurzfristig vorzunehmende Beschlussfassungen innerhalb eines jeweils vom Aufsichtsrat eingeräumten Rahmens, soweit dies erforderlich war. Sämtliche Unterlagen sowie die Protokolle der Transaktionsausschusssitzungen waren immer auch allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zugänglich. Überdies wurde über die Sitzungen im Rahmen der jeweils nachfolgenden Aufsichtsratssitzungen Bericht erstattet. Für die Sitzungen der Transaktionsausschüsse wurde weder eine zusätzliche Vergütung noch ein Sitzungsgeld gezahlt.

Wie in den vorangegangenen Jahren konnte im Geschäftsjahr 2024 eine konstant hohe Teilnahmequote verzeichnet werden. Die Präsenz in den Plenumssitzungen lag im Durchschnitt bei 97,5 % (Vorjahr 96,0 %) und in den Ausschüssen bei 100,0 % (Vorjahr 97,2 %). Die weit überwiegende Mehrzahl der Mitglieder des Aufsichtsrats hat im Geschäftsjahr 2024 an allen Sitzungen des Aufsichtsrats und entsprechend der jeweiligen Mitgliedschaft an dessen Ausschüssen teilgenommen. An der Sitzungsteilnahme verhinderte Mitglieder haben im Regelfall durch Stimmbotschaften an den Beschlussfassungen mitgewirkt. Die rechtzeitige Vorabverteilung von Unterlagen zur Sitzungsvorbereitung durch den Vorstand und der nahezu durchgängige Verzicht auf Tischvorlagen haben dabei die Vorbereitung der Sitzungen für die Aufsichtsratsmitglieder maßgeblich erleichtert.# Bericht des Aufsichtsrats

Aus organisatorischen Gründen wurden einige Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen auch als Videokonferenzen abgehalten, um die zeitliche Verfügbarkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats bei kurzfristig anberaumten Sitzungen zu gewährleisten. Die genaue Verteilung der Präsenz- und Videokonferenz-Sitzungen kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

Sitzungsteilnahmen der Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2024

Aufsichtsrats- sitzungen Präsidium Prüfungs- ausschuss Nominie rungs- ausschuss
Sitzungen gesamt 4 5 5
davon virtuell 0 1 0
Name
Dr. Dieter Zetsche (Vorsitzender) 4 (4) 5 (5)* 5 (5)
Frank Jakobi (stellvertretender Vorsitzender) 4 (4) 5 (5) 5 (5)
Ingrid-Helen Arnold 4 (4)
Sonja Austermühle 4 (4)
Christian Baier 4 (4) 5 (5)
Andreas Barczewski 4 (4)
Peter Bremme 4 (4) 5 (5)
Dr. Jutta Dönges 3 (4) 5 (5) 5 (5)
Prof. Dr. Edgar Ernst 4 (4) 5 (5) 5 (5)
Wolfgang Flintermann 4 (4)
Maria Garaña Corces 4 (4)
Stefan Heinemann 4 (4) 5 (5)
Janina Kugel 4 (4)
Coline Lucille McConville 3 (4)
Helena Murano 4 (4)
Mark Muratovic 4 (4) 5 (5)
Anette Strempel 4 (4) 5 (5)
Joan Trían Riu 4 (4)
Tanja Viehl 4 (4)
Stefan Weinhofer 4 (4) 5 (5)

Sitzungsteilnahme in % | 97,5 | 100,0 | 100,0 | 100,0 |
Sitzungsteilnahme Ausschüsse in % | 100,0 | | | |
(In Klammern: Anzahl durchgeführter Sitzungen)
* Ausschussvorsitzender

13

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

  • 5 Kennzahlen
  • 6 Interview mit Sebastian Ebel
  • 10 Group Executive Committee
  • 11 Bericht des Aufsichtsrats
  • 18 Bericht des Prüfungsausschusses

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Wesentliche Themen der Aufsichtsratsarbeit

Es fanden vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt, die alle als Präsenzsitzungen abgehalten wurden. Darüber hinaus tagte fünf Mal ein entsprechend eingerichteter Transaktionsausschuss des Aufsichtsrats, zwei Beschlüsse wurden im Rahmen eines Umlaufbeschlusses gefasst. Folgende Schwerpunkte waren Gegenstand der einzelnen Sitzungen:

  1. In seiner Sitzung am 5. Dezember 2023 beschloss der Aufsichtsrat im Einvernehmen mit Herrn Burling, seine Bestellung als Mitglied des Vorstands vorzeitig aufzuheben. Ferner beschloss der Aufsichtsrat, Herrn Schelp als Nachfolger von Herrn Burling mit Wirkung zum Beginn des 1. Januar 2024 als Mitglied des Vorstands der TUI AG zu bestellen. Darüber hinaus stellte der Aufsichtsrat die Zielerreichungsgrade für die kurzfristige variable Vorstandsvergütung des Geschäftsjahres 2023 und den individuellen Leistungsfaktor sowie die langfristige variable Vorstandsvergütung fest. Weitere Themen waren die Überprüfung der Angemessenheit der Vorstandsbezüge und Ruhegehälter, die Überprüfung der Angemessenheit der Aufsichtsratsbezüge und die Beschlussfassung zu einem angepassten Vorstandsvergütungssystem zur Vorlage für die Billigung durch die Hauptversammlung 2024. Zudem erfolgte die Festlegung der Erfolgskriterien für die individuelle Leistung, die Leistung des Gesamtvorstands und die Erreichung von Stakeholder-Zielen und deren Gewichtung zueinander für das Geschäftsjahr 2024. Gegenstand der Tagesordnung waren auch die jeweils vom Abschlussprüfer mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehenen Abschlüsse des Konzerns und der TUI AG und der zusammengefasste Lagebericht für den Konzern. Hierbei waren auch der Vorstand und der Abschlussprüfer zugegen. Der Prüfungsausschuss befasste sich bereits am Vortag umfassend mit diesen Berichten und hatte dabei auch die Möglichkeit, mit dem Abschlussprüfer ohne den Vorstand zu beraten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats billigten die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse und den zusammengefassten Lagebericht für die TUI AG und den Konzern. Damit war der Jahresabschluss 2023 festgestellt. Des Weiteren billigte der Aufsichtsrat den Bericht des Aufsichtsrats, den Corporate-Governance-Bericht und den Vergütungsbericht. Ebenso wurden die Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex und letztmalig zum UK Corporate Governance Code sowie der Vorschlag an die Hauptversammlung beschlossen, die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für den Halbjahres- und Jahresabschluss 2024 zu beauftragen. Der Aufsichtsrat erhielt daneben ein Update zu der Entwicklung der TUI Aktie und diskutierte die Möglichkeit der Vereinfachung der Listingstruktur des TUI Papier mit einer Fokussierung der Notierung auf den deutschen Markt. Ferner verabschiedete der Aufsichtsrat die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung am 13. Februar 2024 und wählte den stellvertretenden Versammlungsleiter. Darüber hinaus erhielt das Gremium einen Personal- und Sozialbericht sowie ein IT-Update.

  2. Im Rahmen eines Umlaufbeschlusses am 21. Dezember 2023 stimmte der Aufsichtsrat nach Diskussion im Rahmen der Sitzung des Aufsichtsrats vom 5. Dezember 2023 dem Vorschlag an die Hauptversammlung 2024 zu, über ein De-Listing an der London Stock Exchange zu beschließen.

  3. Die Sitzung vom 12. Februar 2024 umfasste Erläuterungen zum Quartalsbericht und Quartalsfinanzbericht sowie zu der aktuellen Buchungssituation. Darüber hinaus erhielt der Aufsichtsrat ein Update zur Refinanzierungsstrategie des Konzerns und stimmte in diesem Zusammenhang der Begebung einer Anleihe im Grundsatz und der Einrichtung eines entsprechenden Transaktionsausschusses zu. Der Aufsichtsrat wurde zudem über den aktuellen Stand der Vorbereitungen zu der anstehenden Hauptversammlung unterrichtet und erhielt ein Update zum Projekt der Vereinfachung der Börsennotierungsstruktur der TUI Aktie. Bestandteil der Agenda war auch ein Update zum Thema Nachhaltigkeit, die allgemeine Nachfolgeplanung und ein Update zu der Anpassung der Vorstandsvergütungsverträge an das neue Vergütungssystem.

  4. In seiner ersten Sitzung am 26. Februar 2024 erteilte der Transaktionsausschuss seine Zustimmung zur Vermarktung einer Hochzinsanleihe.

  5. In seiner zweiten Sitzung am 28. Februar 2024 erteilte der Transaktionsausschuss seine Zustimmung zur Festlegung der endgültigen Konditionen einer Hochzinsanleihe.

  6. In der Sitzung vom 14. Mai 2024 erläuterte der Vorstand den Bericht über das laufende Geschäftsjahr, über den Quartalsabschluss und über das erste Halbjahr 2024, mit dem sich der Prüfungsausschuss schon am vorangegangenen Tag auseinandergesetzt hatte. Darüber hinaus gab der Vorstand ein Update zu der Refinanzierungsstrategie inklusive der Möglichkeit der Begebung einer Wandelschuldverschreibung. Weitere Themenschwerpunkte der Sitzung waren Updates zur Nachhaltigkeits-, IT-Security- und People-Strategie. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich zudem mit der allgemeinen Nachfolgeplanung des Vorstands und des Aufsichtsrats und dem Entwurf eines Aus- und Fortbildungskonzepts für sein Gremium. Zudem beschloss er über die Anpassung der Vorstandsverträge an das neue Vergütungssystem und diskutierte darüber hinaus die Vorgaben für den ESG-Faktor für das kommende Geschäftsjahr 2025. Zudem nahm der Aufsichtsrat die EMIR-Bescheinigung zur Kenntnis.

  7. Im Rahmen eines Umlaufbeschlusses am 30. Mai 2024 stimmte der Aufsichtsrat nach der Diskussion in der Sitzung des Aufsichtsrats am 14. Mai 2024 grundsätzlich der Begebung einer neuen Wandelschuldverschreibung 2024 und dem möglichen teilweisen Rückkauf der bestehenden Wandelschuldverschreibung 2021 sowie der Einrichtung eines Transaktionsausschusses des Aufsichtsrats zu.

  8. In seiner ersten Sitzung am 18. Juli 2024 erteilte der Transaktionsausschuss seine Zustimmung zur Vermarktung einer Wandelschuldverschreibung 2024 und den teilweisen Rückkauf der bestehenden Wandelschuldverschreibung 2021.

  9. In seiner zweiten Sitzung am 19. Juli 2024 erteilte der Transaktionsausschuss seine Zustimmung zur Festlegung der endgültigen Bedingungen der Wandelschuldverschreibung 2024.

  10. In seiner dritten Sitzung am 19. Juli 2024 erteilte der Transaktionsausschuss seine Zustimmung zur Annahme der Angebote zum teilweisen Rückkauf der Wandelschuldverschreibung 2021.

  11. Im Rahmen seiner Strategiesitzung am 18. September 2024 hat der Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Konzerns und der Unternehmensbereiche diskutiert. Darüber hinaus waren Updates zur People-Strategie, zu künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit Gegenstand der Tagesordnung. Am zweiten Sitzungstag erhielt der Aufsichtsrat am 19. September 2024 im Rahmen seiner ordentlichen Sitzung einen Bericht zum laufenden Geschäftsjahr. Daneben verabschiedete das Gremium das Budget des kommenden Geschäftsjahres sowie den Dreijahresplan. Neben dem Bericht zu Security, Health und Safety erhielt der Aufsichtsrat ein Update zur IT Security. Zudem diskutierte der Aufsichtsrat die Nachfolgeplanung für den Vorstand und sein Gremium und legte die finanziellen Zielwerte für den STI und LTI des Vorstands sowie die Leistungskriterien für den ESG-Faktor des STI für das folgende Geschäftsjahr fest. Der Aufsichtsrat diskutierte die Ergebnisse der Selbstbeurteilung (vgl. hierzu auch den Corporate-Governance-Bericht ab Seite 134) und fasste Beschluss über sein Aus- und Fortbildungskonzept. Ein weiteres Thema war die Unabhängigkeit der Anteilseignervertreter gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

Präsidium

Das Präsidium ist für Vorstandsangelegenheiten (unter anderem Nachfolgeplanung des Vorstands, Bestellung, Bedingungen der Anstellungsverträge, Vorstandsvergütung, Vorschläge zum Vergütungssystem des Vorstands) zuständig. Darüber hinaus bereitet das Präsidium die Sitzungen des Aufsichtsrats vor. Im Berichtszeitraum fanden fünf Sitzungen statt. Davon wurden vier als Präsenzsitzungen abgehalten, während eine als Videokonferenz durchgeführt wurde. Dem paritätisch besetzten Präsidium gehör(t)en an:

  • Dr. Dieter Zetsche (Vorsitzender)
  • Peter Bremme
  • Dr.

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INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

  • 5 Kennzahlen
  • 6 Interview mit Sebastian Ebel
  • 10 Group Executive Committee
  • 11 Bericht des Aufsichtsrats
  • 18 Bericht des Prüfungsausschusses

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG# Bericht des Aufsichtsrats

Jutta Dönges • Prof. Dr. Edgar Ernst • Frank Jakobi • Anette Strempel

  1. In seiner außerordentlichen Sitzung am 1. November 2023 hat sich das Präsidium mit möglichen Veränderungen im Vorstand und mit potenziellen Nachfolgeoptionen für die Position des CEO Märkte + Airline beschäftigt. Darüber hinaus diskutierte das Präsidium den weiterentwickelten Vorschlag für eine Überarbeitung des Vorstandsvergütungssystems. Zudem erhielt das Gremium ein Update zur Selbstbeurteilung des Aufsichtsrats, welche mit Unterstützung eines externen Beraters zu einem späteren Zeitpunkt im Geschäftsjahr 2024 durchgeführt wurde.
  2. Am 4. Dezember 2023 beschäftigte sich das Präsidium mit der einvernehmlichen vorzeitigen Aufhebung der Bestellung von Herrn Burling als Vorstand der TUI AG sowie der Bestellung von Herrn Schelp als seinen Nachfolger. Darüber hinaus war die Zielerreichung für die variablen Vergütungskomponenten des Vorstands im Geschäftsjahr 2023 Gegenstand der Diskussionen. Weitere Gegenstände der Tagesordnung waren die Überprüfung der Angemessenheit der Vorstandsbezüge und Ruhegehälter und ein angepasstes Vorstandsvergütungssystem zur Vorlage für die Billigung durch die Hauptversammlung 2024. Des Weiteren hat sich das Präsidium mit der Festlegung der Ziele für die Erfolgskriterien der individuellen Leistung der Vorstandsmitglieder, die Leistung des Gesamtvorstands und die Erreichung von Stakeholder-Zielen und deren Gewichtung zueinander für das Geschäftsjahr 2024 befasst. Darüber hinaus stand auch die Überprüfung der Angemessenheit der Aufsichtsratsbezüge auf der Agenda.
  3. In seiner Sitzung am 12. Februar 2024 diskutierte das Präsidium die allgemeine Nachfolgeplanung für den Vorstand der TUI AG.
  4. Am 13. Mai 2024 beschäftigte sich das Gremium mit der allgemeinen Nachfolgeplanung für den Vorstand und den Aufsichtsrat, die Anpassung der Vorstandsverträge an das überarbeitete Vergütungssystem und die Vorgaben für den ESG-Faktor für das Geschäftsjahr 2025. Gegenstand der Sitzung war zudem der Entwurf eines Aus- und Fortbildungskonzepts für den Aufsichtsrat der TUI AG.
  5. Am 17. September 2024 diskutierte das Präsidium die Festlegung der finanziellen Zielwerte für den STI und den LTI sowie der Leistungskriterien für den ESG-Faktor für das Geschäftsjahr 2025. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit der Nachfolgeplanung für Vorstand und Aufsichtsrat und den Ergebnissen der Selbstbeurteilung für den Aufsichtsrat. Darüber hinaus diskutierte das Präsidium das Aus- und Fortbildungskonzept für den Aufsichtsrat. Gegenstand der Tagesordnung war zudem die Unabhängigkeit von den Anteilseignervertretern im Gremium nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2024 zu fünf ordentlichen Sitzungen zusammen, die alle als Präsenzsitzungen mit der Möglichkeit zur virtuellen Teilnahme abgehalten wurden. Zur Zusammensetzung und zu den Aufgaben sowie den Beratungs- und Beschlussgegenständen des Prüfungsausschusses wird auf dessen ausführlichen Bericht auf Seite 18 verwiesen.

Nominierungsausschuss

Der ausschließlich aus Vertretern der Anteilseigner besetzte Nominierungsausschuss benennt dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten der Anteilseigner für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung bzw. zur Bestellung durch das Amtsgericht.

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INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
5 Kennzahlen
6 Interview mit Sebastian Ebel
10 Group Executive Committee
11 Bericht des Aufsichtsrats
18 Bericht des Prüfungsausschusses

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Dem Nominierungsausschuss, der zwei Mal im Rahmen von Präsenzsitzungen tagte, gehör(t)en an:

  • Dr. Dieter Zetsche (Vorsitzender)
  • Dr. Jutta Dönges
  • Prof. Dr. Edgar Ernst

  • In seiner Sitzung am 4. Dezember 2023 befasste sich der Nominierungsausschuss mit der Beschlussempfehlung zur Nominierung von Frau Arnold, Frau Garaña Corces, Frau McConville und Herrn Trían Riu (Kapitalseite) zur Wahl auf der nachfolgenden Hauptversammlung.

  • Am 13. Mai 2024 beschäftigte sich der Nominierungsausschuss mit der Nachfolgeplanung für den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss.

Corporate Governance

Nach der Zustimmung der Hauptversammlung im Februar 2024 wurde die Börsennotierungsstruktur der TUI AG Aktie vereinfacht. Das De-Listing von der London Stock Exchange wurde mit Wirkung zum 21. Juni 2024 vollzogen. Die Aufnahme in den Prime Standard der Deutschen Börse erfolgte am 8. April 2024. Eine Aufnahme in den MDAX erfolgte am 24. Juni 2024.

Die Organisation der TUI AG als Aktiengesellschaft deutschen Rechts bedingt in diesem Zusammenhang die regelmäßige und sehr ausführliche Befassung des Aufsichtsrats mit den Grundsätzen der deutschen Corporate Governance. Neben der zwingenden Beachtung von Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und des Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG) entspricht die TUI AG den Grundsätzen und Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Bis zum De-Listing von der London Stock Exchange hatte die TUI AG auch die Listing Rules und die Disclosure and Transparency Rules des Vereinigten Königreiches von Großbritannien beachtet und darüber hinaus, in praktikablem Umfang, auch dem UK Corporate Governance Code (UK CGC) entsprochen.

Für den in seiner Grundkonzeption unter anderem auf dem AktG aufsetzenden DCGK konnten wir mit dem Vorstand die Entsprechenserklärung 2024 gemäß § 161 AktG abgeben. Für weitere Details verweisen wir auf den Corporate-Governance-Bericht in diesem Geschäftsbericht (ab Seite 134) sowie auf die Website der TUI AG.

Der Abschlussprüfer hat bei der Durchführung der Abschlussprüfung keine Tatsachen festgestellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum DCGK ergeben.

Aufgetretene Interessenkonflikte

Der Aufsichtsrat hat das Vorliegen von Interessenkonflikten im laufenden Geschäftsjahr fortlaufend überwacht und festgestellt, dass im Geschäftsjahr 2024 kein Interessenkonflikt aufgetreten ist.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung der TUI AG und des TUI Konzerns

Der Aufsichtsrat hat geprüft, ob der Jahres- und Konzernabschluss sowie die weitere Finanzberichterstattung den geltenden Anforderungen entsprechen. Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der TUI AG, der zusammengefasste Lagebericht der TUI AG und des TUI Konzerns sowie der auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2024 wurden von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers waren allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet worden. Sie wurden von uns ausführlich in der Prüfungsausschusssitzung am 9. Dezember 2024 sowie in unserer Bilanzsitzung am 10. Dezember 2024, in der uns der Vorstand die Abschlüsse umfassend erläuterte, behandelt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Abschlussprüfer berichteten in diesen Sitzungen über das Ergebnis ihrer Prüfungen, deren Schwerpunkte zuvor mit dem Prüfungsausschuss für das Berichtsjahr festgelegt worden waren.

Weder der Abschlussprüfer noch der Prüfungsausschuss haben Schwächen des Risikofrüherkennungs- und internen Kontrollsystems festgestellt. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts hatten wir keinen Anlass, Einwendungen zu erheben, und stimmen daher mit dem Vorstand in seiner Einschätzung der Lage der TUI AG und des TUI Konzerns überein. Wir billigen auf Empfehlung des Prüfungsausschusses die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2024; der Jahresabschluss der TUI AG ist damit festgestellt.

Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat zum 30. September 2024 ergibt sich aus den Übersichten ab Seite 130 für den Aufsichtsrat bzw. ab Seite 132 für den Vorstand.

AUFSICHTSRAT

Nachfolgend gebe ich Ihnen einen Überblick über die personellen Veränderungen im Aufsichtsrat. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats wurden Frau Arnold, Frau Garaña Corces, Frau McConville und Herr Trían Riu von der Hauptversammlung 2024 wiedergewählt.

PRÄSIDIUM

Im Geschäftsjahr 2024 gab es keine personellen Veränderungen im Präsidium der TUI AG.

PRÜFUNGSAUSSCHUSS

Im Geschäftsjahr 2024 gab es keine personellen Veränderungen im Prüfungsausschuss der TUI AG.

NOMINIERUNGSAUSSCHUSS

Im Geschäftsjahr 2024 gab es keine personellen Veränderungen im Nominierungsausschuss der TUI AG.

16

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
5 Kennzahlen
6 Interview mit Sebastian Ebel
10 Group Executive Committee
11 Bericht des Aufsichtsrats
18 Bericht des Prüfungsausschusses

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

VORSTAND

Herr Burling, CEO Markets & Airlines, hat sich entschieden, den Konzern mit Wirkung zum Ablauf des 5. Januar 2024 zu verlassen. Herr Burling war 34 Jahre für den Konzern tätig und seit 2015 Mitglied des Vorstands der TUI AG. In dieser Funktion verantwortete er die Reiseveranstalter und die Fluggesellschaften des Konzerns. Als sein Nachfolger wurde Herr Schelp ab dem 1. Januar 2024 zum Mitglied des Vorstands der TUI AG bestellt. Herr Schelp war bereits von 2002 bis 2022 in verschiedenen Managementpositionen für den TUI Konzern tätig.

Dank

Der Aufsichtsrat möchte bei dieser Gelegenheit auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz im Geschäftsjahr 2024 danken. Ihr Engagement bildet die Grundlage für den Erfolg des Konzerns und wird auch zukünftig wesentlich zum Erfolg der Transformation der TUI Group beitragen.

Hannover, 10. Dezember 2024

Für den Aufsichtsrat
Dr.# Bericht des Prüfungsausschusses

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Prüfungsausschuss hat die Aufgabe, den Aufsichtsrat bei der Wahrnehmung seiner Überwachungsfunktion zu unterstützen. Dabei befasst er sich mit der Prüfung der Rechnungslegung, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung und der Compliance. Die Rechnungslegung umfasst insbesondere den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht einschließlich der Nichtfinanziellen Erklärung, unterjährige Finanzinformationen und den Einzelabschluss nach HGB.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden hierzu insbesondere Fragen zum Rechnungswesen und zur Finanzberichterstattung des TUI Konzerns behandelt, wie dies aufgrund gesetzlicher Regelungen und des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) sowie der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats vorgesehen ist.

Darüber hinaus ist der Prüfungsausschuss für die Auswahl des externen Wirtschaftsprüfers verantwortlich, wobei er auch die Qualifikation sowie die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überprüft. Der ausgewählte Wirtschaftsprüfer wird dann vom Aufsichtsrat der Hauptversammlung zur Bestellung vorgeschlagen. Nach der erfolgten Bestellung durch die Hauptversammlung beauftragt der Aufsichtsrat formal den externen Wirtschaftsprüfer mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses. Beauftragt wird auch die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts sowie die etwaige prüferische Durchsicht solcher zusätzlicher unterjähriger Finanzinformationen, die den Vorgaben für den Halbjahresfinanzbericht entsprechen.

Der Prüfungsausschuss hat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser ihn unverzüglich über alle für seine Aufgaben wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unterrichtet, die bei der Durchführung der Abschlussprüfung zu seiner Kenntnis gelangen. Weiterhin hat der Prüfungsausschuss mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser ihn informiert und den Prüfungsbericht mit einem Vermerk versieht, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum DCGK ergeben. Darüber hinaus nimmt der Prüfungsausschuss regelmäßig eine Beurteilung der Qualität der Abschlussprüfung vor.

PROF. DR. EDGAR ERNST
Vorsitzender des Prüfungsausschusses

Der paritätisch besetzte Prüfungsausschuss besteht derzeit aus den folgenden acht Mitgliedern des Aufsichtsrats:

  • Prof. Dr. Edgar Ernst (Vorsitzender)
  • Christian Baier
  • Dr. Jutta Dönges
  • Stefan Heinemann
  • Frank Jakobi
  • Mark Muratovic
  • Stefan Weinhofer
  • Dr. Dieter Zetsche

Durch die Besetzung mit Finanzexperten verfügt der Prüfungsausschuss über Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung und auf dem Gebiet Abschlussprüfung. Der Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung besteht in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme, der Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Abschlussprüfung. Zur Rechnungslegung und Abschlussprüfung gehören auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Herr Prof. Dr. Edgar Ernst ist auf beiden Gebieten entsprechend sachverständig. Darüber hinaus erfüllen Herr Christian Baier und Frau Dr. Jutta Dönges die Anforderungen an einen Finanzexperten im Sinne des DCGK. Die betreffenden Mitglieder des Prüfungsausschusses werden im Corporate-Governance-Bericht ab Seite 134 genannt, wobei dort auch nähere Angaben zu ihrem Sachverstand auf den genannten Gebieten enthalten sind. Zusammenfassend ist hier festzuhalten, dass die Mitglieder des Prüfungsausschusses allesamt über Kompetenzen verfügen, die für den Sektor, in dem das Unternehmen tätig ist, relevant sind. In Bezug auf den Prüfungsausschussvorsitzenden Herrn Prof. Dr. Edgar Ernst ist der Aufsichtsrat der Auffassung, dass er unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand ist (zur Unabhängigkeit der übrigen Mitglieder des Prüfungsausschusses siehe Seite 139).

Der Prüfungsausschuss trifft sich regelmäßig sechsmal im Jahr. Die Sitzungstermine und Tagesordnungen orientieren sich insbesondere am Berichtszyklus des Konzerns sowie an den Agenden des Aufsichtsrats. Zusätzlich kann es themenbezogen weitere Sitzungen geben.

Außer den Prüfungsausschussmitgliedern nahmen auch der Vorstandsvorsitzende und der Finanzvorstand sowie themenbezogen die Bereichsleiter Group Financial Accounting & Reporting, Group Audit, Risk & Control, Group Legal, Compliance & Board Office, Group Treasury, Group Controlling, Group Corporate Finance & Group Investor Relations an den Sitzungen teil. Zu relevanten Themen wurde der Abschlussprüfer jeweils zu den Sitzungen eingeladen. Nach Erfordernis wurden weitere Mitglieder des leitenden Managements der TUI Group sowie operativ verantwortliche Führungskräfte der TUI Group oder auch externe Berater hinzugebeten.

Sofern dies zur Vertiefung einzelner Themen und Sachverhalte erforderlich erschien, wurden über die Sitzungen des Prüfungsausschusses hinaus auch Einzelgespräche des Prüfungsausschussvorsitzenden mit dem Vorstand, Bereichsleitern oder den verantwortlichen Partnern des Abschlussprüfers geführt. Über wesentliche Ergebnisse aus diesen Gesprächen hat der Prüfungsausschussvorsitzende in der jeweils folgenden Sitzung des Prüfungsausschusses berichtet. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtet in der jeweils nachfolgenden Aufsichtsratssitzung über die Arbeit und die Vorschläge des Prüfungsausschusses sowie über den Inhalt von Einzelgesprächen. An den Sitzungen des Prüfungsausschusses haben die Mitglieder wie in der Tabelle auf Seite 13 dargestellt teilgenommen. Ausgewiesen ist dort auch das Format der jeweiligen Sitzung.

Aussagefähigkeit der Finanzberichterstattung und Überwachung des Rechnungslegungsprozesses

Die Aufstellung von Jahresabschluss und Geschäftsbericht einer deutschen Aktiengesellschaft obliegt allein dem Vorstand. Gemäß § 243 Abs. 2 HGB muss der Jahresabschluss klar und übersichtlich sein und einen realistischen Überblick über die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft vermitteln. Der Prüfungsausschuss ist – obgleich die Bewertung nicht dem Prüfungsausschuss übertragen wurde – vor diesem Hintergrund überzeugt, dass der vorgelegte Geschäftsbericht den rechtlich gestellten Anforderungen genügt.

Um sich selbst ebenfalls von der Aussagefähigkeit des Jahresabschlusses und der Zwischenberichterstattung zu überzeugen, hat der Ausschuss sich in den vier Prüfungsausschusssitzungen, die unmittelbar vor der Veröffentlichung des jeweiligen Finanzberichts stattfanden, vom Vorstand ausführlich über die Geschäftsentwicklung und die finanzielle Situation des Konzerns informieren lassen. Die entsprechenden Berichte wurden erörtert. Sofern der Abschlussprüfer eine Prüfung bzw. prüferische Durchsicht durchgeführt hatte, berichtete er in diesen Sitzungen auch detailliert über wesentliche Aspekte des Abschlusses und über die Ergebnisse der Prüfung bzw. der prüferischen Durchsicht. Gemäß dem DCGK sollen Aussprachen regelmäßig auch in Abwesenheit des Vorstands erfolgen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde dem Prüfungsausschuss diese Möglichkeit regelmäßig eingeräumt. Dies gilt insbesondere auch für die Abschlussprüfung.

Der Prüfungsausschuss hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit dem Abschlussprüfer auch die Einschätzung des Prüfungsrisikos, die Prüfungsstrategie und Prüfungsplanung sowie die Prüfungsergebnisse diskutiert. Zudem hat sich der Vorsitzende des Prüfungsausschusses regelmäßig mit dem Abschlussprüfer über den Fortgang der Prüfung ausgetauscht und dem Prüfungsausschuss jeweils hierüber berichtet.

Zur Überwachung der Rechnungslegung hat sich der Prüfungsausschuss intensiv mit Einzelaspekten beschäftigt. Dabei war die wirtschaftliche Entwicklung der TUI AG, wie auch in den Vorjahren, in unseren Sitzungen ein zentrales Thema. Insbesondere hat der Vorstand detailliert über die Maßnahmen zur Refinanzierung des Unternehmens und der Entwicklung des Ratings berichtet. Zudem wurde der Prüfungsausschuss über das De-Listing an der Londoner Börse und das Listing im Prime Standard der Frankfurter Börse sowie über die entsprechenden Implikationen für den TUI Konzern fortwährend informiert.

Darüber hinaus wurde die bilanzielle Behandlung wesentlicher Bilanzposten, insbesondere der Geschäfts- oder Firmenwerte, spezifischer Rückstellungen und der Entwicklung des Eigenkapitals der TUI AG, betrachtet. Hierbei hat sich der Ausschuss in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer vergewissert, dass die der Bilanzierung zugrunde liegenden Annahmen und Schätzungen angemessen waren. Weiterhin wurden sich aus dem operativen Geschäft ergebende wesentliche Aspekte vom Prüfungsausschuss gewürdigt. Zu jedem Quartalsbericht bzw. zu jeder Quartalszwischenmitteilung und zum Jahresabschluss sind darüber hinaus die wesentlichen finanziellen Kennzahlen diskutiert worden.# Bericht des Prüfungsausschusses

Der Bericht des Prüfungsausschussvorsitzenden zur Kontrolle der Geschäfte mit nahestehenden Personen innerhalb des Geschäftsjahres wurde ebenfalls diskutiert. Da keines der Geschäfte – weder auf Einzel- noch auf kumulierter Basis – den festgelegten Schwellenwert im Berichtsjahr überschritten hat, erfolgte eine Kontrolle der überwachten Einzelsachverhalte.

Seit der Einführung der verpflichtenden Nichtfinanziellen Konzernerklärung im Lagebericht liegt die Verantwortung für die inhaltliche Überprüfung dieser Angaben beim Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat hat sich entschlossen, sich bei der Überprüfung der Angaben vom Abschlussprüfer, Deloitte, unterstützen zu lassen. Entsprechend haben wir uns über die Ergebnisse der Überprüfung durch den Abschlussprüfer unterrichten lassen und sind der Auffassung, dass die in der Nichtfinanziellen Konzernerklärung veröffentlichten Angaben sachgerecht und angemessen sind.

Darüber hinaus hat sich der Prüfungsausschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr regelmäßig über die Anforderungen, den Prozess und den aktuellen Stand der Implementierung der zukünftigen Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) auf Basis der „European Sustainability Reporting Standards“ (ESRS) informieren lassen.

In der Beurteilung aller diskutierten Aspekte der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung stimmt der Prüfungsausschuss mit der Einschätzung des Vorstands und des Abschlussprüfers überein.

Am 22. August 2023 erhielt die TUI AG einen Bescheid der deutschen Aufsichtsbehörde BaFin über die Anordnung einer stichprobenartigen Prüfung des Geschäftsberichts zum 30. September 2022. Die Prüfung umfasste die Berichterstattung zum makroökonomischen Umfeld, die Berücksichtigung klimabezogener Risiken, die Rückstellungen für Instandhaltungen im Zusammenhang mit Flugzeugmietverträgen und ausgewählte Anhangangaben.

Die erhaltenen Fragenkataloge der BaFin wurden von der TUI AG jeweils fristgerecht beantwortet. Mit Schreiben vom 10. Januar 2024 informierte die BaFin den Vorstand der TUI AG über den Abschluss des Verfahrens und das Ergebnis der Prüfung. Demnach hat die Prüfung hinsichtlich der untersuchten Prüffelder keinen Verstoß gegen die gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie gegen sonstige durch Gesetz zugelassene Rechnungslegungsstandards (IFRS) ergeben.

Wirksamkeit des Kontroll- und Risikomanagementsystems

Der Prüfungsausschuss lässt sich bei seiner gesetzlichen Verpflichtung, sich mit der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems zu befassen, von der Überzeugung leiten, dass ein stabiles und wirksames internes Kontrollsystem unerlässlich ist, um den wirtschaftlichen Erfolg dauerhaft zu sichern. Zur Erfüllung seiner Überwachungsaufgabe lässt sich der Prüfungsausschuss regelmäßig über den Reifegrad der implementierten Kontrollen und auch über die Weiterentwicklung des internen Kontrollsystems informieren.

Der Konzern hat sein internes Kontrollsystem auf Basis des COSO-Konzepts beständig weiterentwickelt. Dabei erfolgt die Durchführung der wesentlichen Finanzkontrollen und deren Bestätigung durch das lokale Management. Dieser Prozess wird durch die eingerichtete Zentralfunktion laufend überwacht. In den größten Quellmärkten Großbritannien und Deutschland erfolgt daneben auch die Überprüfung weiterer interner Kontrollen. Zusätzlich berichtet auch der Abschlussprüfer über von ihm etwaig festgestellte Schwächen des rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems im Konzern, deren zeitnahe Behebung durch das Management nachverfolgt wird.

Der Prüfungsausschuss erhält, wie im Risikobericht ab Seite 34 dargestellt, regelmäßig Berichte über die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, das das gesetzlich vorgeschriebene Risikofrüherkennungssystem einschließt. Das eingerichtete Group Risk Oversight Committee hat dabei eine entscheidende Bedeutung innerhalb des Konzerns. Der Prüfungsausschuss ist überzeugt, dass damit ein angemessenes Risikomanagementsystem besteht.

Die interne Revision stellt die unabhängige Überwachung der implementierten Prozesse und Systeme sowie ausgewählter Projekte sicher und berichtet in jeder regelmäßigen Sitzung direkt dem Prüfungsausschuss. In der Berichtsperiode sind dem Prüfungsausschuss keine Prüfungsfeststellungen mitgeteilt worden, die auf wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems oder des Risikomanagementsystems hindeuten. Daneben finden regelmäßige Gespräche zwischen dem Prüfungsausschussvorsitzenden und dem Bereichsleiter Group Audit zur engeren Abstimmung statt.

Die jährliche Prüfungsplanung erfolgt agil. Der Prüfungsausschuss hat sich zu der Methodik eingehend berichten lassen und diese, zusammen mit den in diesem Zusammenhang bereits festgelegten Prüfungen des kommenden Geschäftsjahres, zustimmend zur Kenntnis genommen. Durch die regelmäßige Abstimmung sieht der Prüfungsausschuss die Effektivität der internen Revision gewährleistet. Weiterhin wurde im Geschäftsjahr eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einer unabhängigen Analyse des Internen Revisionssystems mit Fokus auf die sechs Mindeststandards nach IDW Prüfungsstandard 983 und DIIR Revisionsstandard Nr. 3 inklusive der Analyse des durchgeführten Self-Assessment beauftragt. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat bestätigt, dass in Bezug auf die sechs Mindeststandards das Interne Revisionssystem einschließlich des Bereichs „Fraud Management“, der Bestandteil der Konzernrevision ist, einen hohen Reifegrad aufweist, welcher die Mindeststandards voll erfüllt.

INHALT

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • 5 Kennzahlen
  • 6 Interview mit Sebastian Ebel
  • 10 Group Executive Committee
  • 11 Bericht des Aufsichtsrats
  • 18 Bericht des Prüfungsausschusses
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Im Rahmen der Sitzungen hat sich der Prüfungsausschuss auch in diesem Geschäftsjahr über die aktuellen Schwerpunktbereiche und Entwicklungen im Bereich des Datenschutzes regelmäßig unterrichten lassen. Der Prüfungsausschuss ist auf Basis dieses Berichts der Überzeugung, dass die zu diesem Zwecke konzernweit getroffenen Maßnahmen dazu ausgerichtet sind, die Vorgaben der EU-DSGVO zu erfüllen. Darüber hinaus hat sich das Gremium über wesentliche Aspekte der IT-Sicherheit unterrichten lassen und zudem das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und seine Auswirkungen auf den TUI Konzern diskutiert.

Hinweisgebersysteme für Mitarbeiter bei Compliance-Verstößen

Im TUI Konzern ist ein einheitliches Hinweisgebersystem eingerichtet, durch das Mitarbeitende auf mögliche Verstöße gegen Compliance-Richtlinien aufmerksam machen können. Im Rahmen der Berichterstattung über das Legal Compliance-System wurden die wesentlichen Erkenntnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres aus dem Hinweisgebersystem dargestellt.

Prüfung der Unabhängigkeit und der Objektivität des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2024 hat der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat empfohlen, der Hauptversammlung die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Deloitte) als Abschlussprüfer vorzuschlagen. Nach der Bestellung von Deloitte als Abschlussprüfer durch die Hauptversammlung im Februar 2024 hat der Aufsichtsrat Deloitte mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2024 beauftragt.

Der Prüfungsausschuss hat sich von Deloitte vorab die Prüfungsplanung für den Jahresabschluss zum 30. September 2024 erläutern lassen. Dieser Plan umfasst die wesentlichen Prüfungsschwerpunkte und den Kreis der aus Konzernsicht wesentlichen zu prüfenden Gesellschaften. Der Prüfungsausschuss ist davon überzeugt, dass damit eine angemessene Berücksichtigung der erkennbaren Risiken durch die Abschlussprüfung erfolgt. Zu dem sieht er die Unabhängigkeit und Objektivität des Abschlussprüfers als gegeben und stellt regelmäßig auch die Qualität der Wirtschaftsprüfung im Rahmen einer strukturierten Befragung fest.

Auf Basis der regelmäßigen Berichterstattung durch den Abschlussprüfer hat sich das Gremium von der Effektivität der externen Abschlussprüfung überzeugt und entschieden, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, der Hauptversammlung Deloitte auch für das Geschäftsjahr 2025 als Abschlussprüfer vorzuschlagen.

Deloitte wurde in einem öffentlichen Ausschreibungsprozess im Geschäftsjahr 2016 als Abschlussprüfer ausgewählt und ist seit der ersten Wahl durch die Hauptversammlung im Jahr 2017 ununterbrochen als Abschlussprüfer bestellt. Um die Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers zu gewährleisten, sind dem Prüfungsausschuss grundsätzlich sämtliche Aufträge zur Erbringung von Nichtprüfungsleistungen durch den Wirtschaftsprüfer vor der Auftragsvergabe zur Zustimmung vorzulegen. Der Prüfungsausschuss macht dabei von der Möglichkeit Gebrauch, die Zustimmung größenabhängig an die Gesellschaft zu delegieren. Erst bei Überschreitung einer festgelegten Kostengrenze wird der Prüfungsausschussvorsitzende in die Entscheidung einbezogen. Sofern der Abschlussprüfer Leistungen außerhalb der Abschlussprüfung für den Konzern erbracht hat, wurden diese dem Prüfungsausschuss der Art und Höhe nach erläutert. Dieses Vorgehen steht im Einklang mit der für die Gesellschaft bestehenden Richtlinie zur Genehmigung von Nichtprüfungsleistungen, die die Anforderungen aus den Regelungen des Abschlussprüfungsreformgesetzes (AReG) zu verbotenen Nichtprüfungsleistungen und zu Beschränkungen von Nichtprüfungsleistungen der Höhe nach berücksichtigt.

Weltweit betrugen die Nicht- prüfungsleistungen 2,5 Mio. €. Das dem Wirtschaftsprüfer zugeflossene Prüfungshonorar ohne freiwillige Abschlussprüfungen belief sich auf 9,4 Mio. €. Die dazu korrespondierenden Nichtprüfungsleistungen machten rund 26 % des zugeflossenen Prüfungshonorars von Deloitte aus.Ich bedanke mich bei den Prüfungsausschuss- mitgliedern, dem Abschlussprüfer, dem Vorstand sowie allen eingebundenen Mitarbeiterinnen und Mitarbei tern für die vertrauensvolle und engagierte Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Hannover, 9. Dezember 2024 Prof. Dr. Edgar Ernst Vorsitzender des Prüfungsausschusses

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

2 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT *

23 Strategie der TUI Group
27 Grundlagen der TUI Group
27 Konzernstruktur
30 Wertorientierte Konzernsteuerung
34 Risikobericht
50 Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
54 Wirtschaftsbericht
54 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
58 Ertragslage des Konzerns
62 Geschäftsentwicklung in den Segmenten
67 Vermögenslage des Konzerns
69 Finanzlage des Konzerns
76 Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
105 Jahresabschluss der TUI AG
108 Übernahmerechtliche Angaben
111 TUI Aktie (ungeprüft)
115 Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD (ungeprüft)

  • Der vorliegende zusammengefasste Lagebericht umfasst neben dem TUI Konzern auch die TUI AG. Er wurde gemäß § 289, § 289a, § 315, § 315a, § 315b, § 315c und § 315d Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellt. Darüber hinaus sind das Kapitel Corporate Governance- Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung sowie die Kennzahlentabelle Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Die Begriffe „TUI Group“, „TUI Konzern“ sowie „Konzern“ werden in diesem Geschäftsbericht synonym verwendet.

22 INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

23 Strategie der TUI Group
27 Grundlagen der TUI Group
34 Risikobericht
50 Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
54 Wirtschaftsbericht
76 Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
105 Jahresabschluss der TUI AG
108 Übernahmerechtliche Angaben
111 TUI Aktie
115 Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Strategie der TUI Group

Der Tourismus ist eine Wachstumsbranche, die durch starke Fundamentaldaten angetrieben wird. Der Reise- und Tourismusmarkt leistet einen erheblichen Beitrag zur Weltwirtschaft und wuchs vor Ausbruch der Pandemie stärker als das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die Branche wird 2024 voraussichtlich den bislang größten Wertbeitrag zur Weltwirtschaft leisten. Die Nachfrage nach Reisen wird durch starke fundamentale Trends unterstützt – die Menschen leben gesünder sowie länger, die Mittelschicht wächst weltweit, wodurch das verfügbare Einkommen steigt, und Erlebnissen wird ein hoher Stellenwert eingeräumt. Hierbei spielen Reisen eine große Rolle. Diese Nachfrage hat sich als ungebrochen erwiesen: Nach den Verwerfungen aufgrund der COVID-19-Pandemie und der daraus resultierenden Reisebeschränkungen kehrte die Zahl internationaler Ankünfte im Jahr 2024 (Januar – Juli) nahezu auf das Vor-Pandemie-Niveau zurück. Wir haben nach der Lockerung der während der Pandemie eingeführten staatlichen Reisebeschränkungen starke Buchungszuwächse für unsere Reiseziele erzielt. Im Geschäftsjahr 2024 verzeichnete der Bereich Märkte + Airline 20 Mio. Gäste, ein Plus von 7 % im Vergleich zum Vorjahr. Vor diesem Hintergrund erwarten wir, dass der Markt für Urlaubsreisen langfristig ein attraktiver Wachstumsmarkt bleibt.

Die Branche steht weiterhin vor einer Reihe großer Herausforderungen. Geopolitische Ereignisse, die durch höhere Energiekosten und Fachkräftemangel bedingte Kosteninflation, Zinssteigerungen und Wechselkursschwankungen setzen sich fort. Sie wirken sich auf die Kostenstrukturen der Anbieter aus, belasten das verfügbare Haushaltseinkommen und dämpfen damit das Konsumklima. Dies wiederum verstärkt das Bedürfnis der Gäste nach Marken, auf die sie sich verlassen können und die ihnen bei der Zusammenstellung des passenden Produkts eine große Auswahl und Flexibilität bieten. Wir konzentrieren uns auf unser Ziel, hochwertige Services für unsere Gäste zu erbringen und zugleich die Auswahl und Flexibilität zu steigern, sowohl im Hinblick auf das Produktangebot als auch auf eine flexiblere Kontrahierung von Kapazitäten für Flüge und Hotels. So können wir Wachstum durch Kundennutzen und Auswahl erzielen, ohne zusätzliche Kapazitäten fest einzukaufen.

Der Klimawandel ist eine drängende globale Herausforderung. Es besteht dringender Handlungsbedarf und jeder ist aufgerufen, zum Übergang in eine kohlenstoffarme Wirtschaft beizutragen. TUI hat sich verpflichtet, Emissionsreduktionen auf Basis aktueller klimawissenschaftlicher Erkenntnisse umzusetzen, um die Emissionen unserer Flugzeuge, Kreuzfahrtschiffe und Hotels bis 2030 erheblich zu senken. Darüber hinaus hat sich TUI verpflichtet, bis spätestens 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Daneben umfasst unsere Nachhaltigkeitsagenda weitere Verpflichtungen zu nachhaltigem Handeln in den Bereichen People, Planet und Progress. Siehe auch Nichtfinanzielle Konzernerklärung, Seite 76

Unser Geschäftsmodell – Integration & Differenzierung

TUI ist ein Touristikkonzern, der entlang der gesamten Customer Journey Leistungen für Millionen von Gästen erbringt und 125 Flugzeuge, 433 Hotels (inklusive Konzepthotels) und 17 Kreuzfahrtschiffe sowie ein umfassendes Geschäft mit Erlebnissen, Transfers und Touren betreibt. Der Konzern gliedert sich in zwei Geschäftsbereiche – Urlaubserlebnisse und Märkte + Airline.

Der Bereich Urlaubserlebnisse bietet differenzierte Produkte in den Bereichen Hotels, Kreuzfahrten sowie Erlebnisse, Transfers und Touren:

  • Unser Hotelportfolio besteht aus eigenen, differenzierten Urlaubsmarken im Luxussegment (The Mora, Ro yalton), im globalen Segment (Riu, Robinson, TUI Blue, TUI Magic Life), im regionalen Segment (Atlantica, Grupotel, Iberotel, Akra) und im preisbewussten Segment ( TUI Suneo, AQI). Das Portfolio ist im Hinblick auf das Produktangebot, die Kundensegmente, den Destinationsmix und die Eigentumsmodelle sehr diversifiziert und profitiert von unserem Multi-Channel-Vertrieb in zahlreichen unterschiedlichen Quellmärkten unseres Geschäftsbereichs Märkte + Airline, der sowohl den Direktvertrieb an Kunden als auch, vor allem außerhalb unserer eigenen Quellmärkte, den Vertrieb über Drittanbieter wie Online-Reisebüros (OTAs) und -Reiseveranstalter umfasst.

  • Unsere drei Kreuzfahrtmarken (Mein Schiff, Hapag-Lloyd Cruises, Marella) decken die gesamte Breite des Kreuzfahrtsegments von Premium-All-Inclusive- bis hin zu Luxus- und Expeditionskreuzfahrten ab. Sie haben führende Positionen im deutschsprachigen und britischen Markt inne und profitieren vom Multi-Channel-Vertrieb unseres Geschäftsbereichs Märkte + Airline, sowohl im Direktvertrieb an Kunden als auch über Drittanbieter.

1 Quelle: WTTC Economic Impact Research 2023 – die Reise- und Tourismusbranche hatte 2019 einen Anteil von 10,4 % am weltweiten BIP; dieser Anteil fiel aufgrund staatlicher Einschränkungen der Mobilität im Jahr 2020 auf 5,3 %, im Jahr 2021 auf 6,1 % und im Jahr 2022 auf 7,6 %. Im Jahr 2023 stieg jedoch der Anteil der Reise- und Tourismusbranche am weltweiten BIP wieder auf 88 % des Niveaus von 2019.
2 Quelle: UNWTO-Angaben zum CAGR bei internationalen Ankünften im Vergleich zum CAGR beim weltweiten BIP für 2015 bis 2019
3 Quelle: WTTC-Pressemitteilung, April 2024
4 Quelle: UNWTO, World Tourism Barometer, September 2024
5 Stand 30.9.2024, einschließlich Konzepthotels Dritter
6 Gemessen durch Kapazitäten

23 INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

23 Strategie der TUI Group
27 Grundlagen der TUI Group
34 Risikobericht
50 Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
54 Wirtschaftsbericht
76 Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
105 Jahresabschluss der TUI AG
108 Übernahmerechtliche Angaben
111 TUI Aktie
115 Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

  • TUI Musement ist einer der größten digitalen Anbieter auf dem Online-Vermittlermarkt für Touren und Aktivitäten, mit den Bereichen Erlebnisse (Ausflüge, Aktivitäten und Tickets) und Touren (Mehrtagestouren), die unser Portfolio an eigenen Produkten und Produkten von Drittanbietern in den Destinationen mit Kunden des Geschäftsbereichs Märkte + Airline zusammenführen, sowohl im Direktvertrieb an Kunden als auch über Drittanbieter. Die Plattform bietet unseren Gästen auch Transfers und Unterstützung vor Ort in der Destination.

Der Bereich Märkte + Airline bietet Vertrieb und Fulfillment von Pauschalreisen, Komponenten und Zusatzleistungen für eine große Kundenbasis in mehr als einem Dutzend Quellmärkten. TUI ist (laut Kundenumfragen zur ungestützten Markenbekanntheit und -erwägung) eine marktführende Tourismusmarke. Wir unterscheiden uns von den Mitbewerbern (wie beispielsweise Veranstaltern, OTAs, Hotels und Airlines) durch unsere Produkte, unseren Service und das Kundenerlebnis. Entlang der gesamten Customer Journey bietet TUI ihren Gästen zahlreiche digitale und physische Kontaktpunkte und erzielt so einen starken Mix aus digitaler und persönlicher Interaktion. Dadurch kann TUI einen kundenzentrierten Ansatz zum Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen verfolgen. Als vertikal integrierter Konzern wollen wir Cross-Selling- und Upselling-Potenziale über alle Geschäftsbereiche hinweg heben und die Stärke unserer Marke nutzen, um Kosten zu senken. Die Grundlage dafür schafft unser zentrales Kunden-Ecosystem, das alle Marketing-, Vertriebs- und Serviceaspekte abdeckt.

Unsere Strategie für profitables Wachstum

TUI verfolgt das Ziel, profitables Wachstum zu realisieren. Dafür haben wir bereits die Grundlagen geschaffen und befinden uns in der Umsetzungsphase. Unsere Strategie betrifft beide Geschäftsbereiche, ist in ein zentrales Kunden-Ecosystem eingebettet und wird durch unsere Nachhaltigkeitsagenda und unsere Mitarbeitenden getragen.# Strategie der TUI Group

Der Umsetzungsrahmen lässt sich mit unserem „Strategiediamanten“ veranschaulichen, der fünf zentrale Elemente umfasst – Urlaubserlebnisse, Märkte + Airline, zentrales Kunden-Ecosystem, Nachhaltigkeit und Mitarbeitende.

Umsetzung der Strategie – unser Strategiediamant

Zentrales Kunden-Ecosystem | Urlaubs- erlebnisse
Märkte + Airline | Nachhaltigkeit | Mitarbeitende

Konzernstrategie 7

  • Gemessen durch Marktanteil, Skift State of Travel 2024
  • Gemessen durch Markenerwägung beim Tracking der Performance der Marke TUI durch Metrixlab

24 INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 23
Strategie der TUI Group 27
Grundlagen der TUIGroup 34
Risikobericht 50
Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54
Wirtschaftsbericht 76
Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105
Jahresabschluss der TUIAG 108
Übernahmerechtliche Angaben 111
TUI Aktie 115
Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

URLAUBSERLEBNISSE

Unsere Strategie für den Bereich Urlaubserlebnisse fokussiert sich auf profitables Wachstum unseres differenzierten Portfolios auf Basis unserer Asset-Right-Strategie, um der weltweiten Nachfrage zu entsprechen. Im Segment Hotels & Resorts wird das Produktwachstum durch Ausbau unseres Portfolios in neuen und bestehenden Destinationen erzielt. Seit dem Geschäftsjahr2022 haben wir unsere Nettopipeline um 72 neue Hotels (einschließlich Konzepthotels) erweitert. Bei den Hotels beruht das Wachstum auf unserem skalierbaren Asset-Right-Ansatz: durch unsere Joint Ventures, den von TUI und anderen Partnern initiierten globalen Hotel-fonds sowie Hotels, die mit Management- und Franchiseverträgen betrieben werden. Wir nutzen unser vertikal integriertes Geschäftsmodell, indem wir Destinationscluster wie die Kapverden und Sansibar gemeinsam entwickeln. Auf diese Weise wollen wir Profitabilität entlang der gesamten Wertschöpfungskette generieren, Produktdifferenzierung und Skaleneffekte fördern und uns einen First-Mover-Vorteil verschaffen. Wir fördern auch Differenzierung durch unsere Markenstrategie, die auf spezifische Kundensegmente abzielt, durch Produktinnovation und durch unsere Investitionen und Initiativen in den Bereichen Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Environmental, Social, Governance– ESG). Wir setzen die Weiter-entwicklung und Verbesserung unserer globalen Vertriebs- und Marketingplattform fort und fokussieren uns dabei auf den globalen Vertrieb über unsere bestehenden Quellmärkte hinaus, um Dritt-Hoteliers für Management- und Franchiseverträge zu gewinnen und die Gästezahlen in unserem zentralen Kunden-Ecosystem auf der ganzen Welt zu steigern.

Im Segment Kreuzfahrten beruht das Produktwachstum auf Investitionen in Schiffsneubauten unseres Joint Venture TUI Cruises. Im Jahr 2024 wurde die Mein Schiff 7 in Dienst gestellt, und in den nächsten zwei Jahren sollen zwei weitere Schiffe in Betrieb genommen werden. Mit neuen Produkt- und Nachhaltigkeitsmerkmalen wollen wir mit jedem Schiffsneubau unsere Differenzierung fördern. Auch bei Marella weist unsere Flotte neue Produktmerkmale auf. Bei allen drei Flotten setzen wir unsere Investitionen in ESG-Initiativen für und ihre Um setzung fort, um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Differen-zierung im Bereich Kreuzfahrten ein wichtiger Treiber unserer hohen Werte in den Bereichen Kundenzufrieden-heit und NPS (Net Promoter Score, Indikator für die Weiterempfehlungsbereitschaft nach dem Urlaub) ist. Darüber hinaus setzen wir die Verbesserung unserer Vertriebsplattform für TUI Cruises und Marella durch Weiterentwicklung der Apps von reinen Service-Apps hin zu Vertriebs-Funktionen fort, um ein stärker integrier tes Kundenerlebnis zu ermöglichen, und sondieren neue Möglichkeiten in den Quellmärkten.

Bei TUI Musement treiben wir den Ausbau der Plattform und den Vertrieb von Erlebnissen, Touren und Trans-fers voran. Wir verfolgen eine gemeinsame Plattformstrategie für alle drei Bereiche, die auf Skalierbarkeit, Digitali-sierung und dynamische Produktion ausgerichtet ist und profitables Wachstum sowie globale Expansion er-möglicht. Eigene Produkte sind ein wesentliches Differenzierungsmerkmal und ein Treiber für profitables Wachstum. Im Geschäftsjahr2024 stiegen die Verkaufszahlen unserer eigenen Erlebnisse, einschließlich unse-rer Flaggschiffprodukte der TUI Collection, um 12 % auf 5,3Mio. Wir erweitern unser Produktportfolio in unseren Quellmärkten (für den Inbound-Markt und den lokalen Markt) sowie in Strandurlaubsorten und unterstützen damit den Ausbau unseres zentralen Kunden-Ecosystems, indem wir weitere Cross-Selling- und Up-Selling-Potenziale heben und Neukunden für das Kunden-Ecosystem gewinnen. Mit der weiteren Digitalisierung und mit dynamischer Produktion wollen wir mehr Auswahl, Flexibilität, Personalisierung bieten und ein umfassen-des Kundenerlebnis schaffen und die Skalierbarkeit und Effizienz unserer Geschäftsprozesse sicherstellen.

MÄRKTE + AIRLINE

Im Bereich Märkte + Airline fokussiert sich unsere Strategie auf die Nutzung unserer Kapazitäten (einschließlich Marke und Vertrieb, differenzierte und exklusive Produkte, Qualität und Service) sowie die Stärkung der Markt-positionen zur Generierung von Wachstum durch neue Produkte und neue Gäste auf der Grundlage gemeinsa-mer und skalierbarer Plattformen. Das Produktwachstum beruht auf dem Ausbau von Nur-Hotel- und Nur-Flug-Angeboten und Zusatzleistungen sowie dem Ausbau des Umfangs und Anteils nicht fest kontrahierter Pakete und Angebote, um Auswahl, Flexibilität und somit Wachstum zu erzielen, ohne dabei den Anteil fest kontrahier-ter Kontingente zu steigern. Im Geschäftsjahr2024 ist die Anzahl der Gäste, die dynamisch paketierte Produkte gebucht haben, um 17 % auf 3,0Mio. gewachsen. Das Wachstum der Gästezahlen soll durch eine größere Aus-wahl und Flexibilität getrieben werden. Unsere Marken- und Marketing-Strategie dehnen wir auf weitere Kunden-segmente aus. Hinzu kommen Initiativen wie der Relaunch von First Choice in Großbritannien 2023, der neue, insbesondere jüngere, Kunden ansprechen soll. Mit einem starken Fokus auf dem Kundenerlebnis konnten wir im Geschäftsjahr2024 erneut Steigerungen beim NPS und bei der Kundenzufriedenheit auf 52 bzw. 8,5 erzielen.

Im September2024 kündigten wir die beschleunigte Transformation unseres Geschäftsfelds Märkte + Airline an, um sicherzustellen, dass wir unsere Wachstumsziele durch eine Neuaufstellung erreichen. Sie umfasst drei Schwerpunkte: (1) ein neues Organisationsmodell für den Veranstalter, das einen vollständig integrierten funk-tionalen Marktplatz für das Kerngeschäft schafft, eine schnelle globale Skalierbarkeit ermöglicht und die Effizienz und Profitabilität steigern soll; (2) die Schaffung eines eigenen Bereichs Expansion Businesses, der sich auf neue Produktkategorien und Märkte konzentrieren wird; (3) den Ausbau der kommerziellen Verantwortung innerhalb der TUI Airline, um kommerzielle Chancen zu nutzen und gleichzeitig den Betrieb auf die Bedürf-nisse der Regionen auszurichten und einen Mehrwert für die TUI Group zu schaffen.

ZENTRALES KUNDEN-ECOSYSTEM

Außer auf den Ausbau der Gästezahlen fokussiert sich unsere Marketing- und Vertriebsstrategie auf eine Ma-ximierung des Customer Lifetime Value durch Hebung von Synergien zwischen unseren beiden Geschäfts-bereichen bei gleichzeitiger Reduzierung unserer Vertriebskosten. Als Grundlage dafür wollen wir weiterhin die Marke TUI in bestehenden und neu zu erschließenden Kundensegmenten stärken und unser Markenimage für unsere Wachstumsprodukte (beispielsweise Städtetouren, Nur-Hotel und Erlebnisse) nutzen. Wir wollen unse-re App weiter verbessern und uns dabei auf native Bookflows fokussieren, um weiteres Wachstum beim Anteil der digital über die App vertriebenen Reisen zu erzielen. Im Geschäftsjahr2024 stieg der Anteil der über die App vertriebenen Reisen auf 7,3 % (Vorjahr 5,2 %). Unsere Strategie für das Management unserer Kundenbeziehun-gen konzentriert sich auf den Ausbau der Marketingbasis durch eine verbesserte Erfassung von Marketingberechti-gungen, die Ausweitung eines automatisierten Marketings auf alle Produkte und Kanäle sowie die Umsatz-stei-gerung durch ein verbessertes Cross-Channel-Marketing. Darüber hinaus wollen wir das digitale Kunden-erlebnis durch die Nutzung eines einzigen Kundenkontos und die Umsetzung eines gemeinsamen Zahlungsprozesses weiter optimieren. Dieser Ansatz soll ein umfassendes Produktangebot ermöglichen, Cross- Selling-Chancen erschließen und die Zahl der Kontaktpunkte mit den Gästen bei Urlaubsreisen und Erlebnis-sen bei gleichzeitiger Senkung unserer Umsatzkosten erhöhen.

25 INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 23
Strategie der TUI Group 27
Grundlagen der TUIGroup 34
Risikobericht 50
Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54
Wirtschaftsbericht 76
Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105
Jahresabschluss der TUIAG 108
Übernahmerechtliche Angaben 111
TUI Aktie 115
Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

Sustainability Agenda „People, Planet, Progress”

Wir wollen als ein führender Konzern der Branche den Maßstab für Nachhaltigkeit in unserer Industrie setzen. Wir sind davon überzeugt, dass ein nachhaltiger Wandel nicht allein als Kostenfaktor betrachtet werden sollte, sondern dass sich Nachhaltigkeit auszahlt – für die Gesellschaft, für die Umwelt und für die ökonomische Ent-wicklung. Unsere Strategie stützt sich daher auf klare, wissenschaftsbasierte Ziele und Vorgaben zur Nach-haltigkeit. Die TUI Sustainability Agenda umfasst die drei Bereiche People, Planet & Progress.

PEOPLE

  • Wir wollen erreichen, dass die Menschen vor Ort vom Tourismus und den lokalen Lieferketten profitieren.
  • Wir wollen eine Generation von Changemakern im Bereich Nachhaltigkeit entwickeln.# DIE TUI CARE FOUNDATION

Die TUI Care Foundation soll positive Sozial- und Umweltauswirkungen bei Menschen und Gemeinschaften in Urlaubszielen in aller Welt vorantreiben.

PLANET

  • In 2023 wurden unsere Ziele zur Emissionsreduktion von der Science Based Targets initiative (SBTi) anerkannt. TUI hat sich verpflichtet, diese Ziele auf Basis aktueller klimawissenschaftlicher Erkenntnisse umzusetzen.
  • Wir wollen bis spätestens 2050 Netto-Null-Emissionen in allen unseren Geschäftsbereichen und in unserer Lieferkette erreichen. Wir wollen unsere Nutzung natürlicher Ressourcen umgestalten und zu einer Kreislaufwirtschaft übergehen.

PROGRESS

  • Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir auf Grundlage unseres Destination Co-Lab Rhodos unser nachhaltiges und zukunftsfähiges Geschäftsmodell für den Tourismus entwickeln.
  • Unseren Kunden wollen wir es ermöglichen, in jeder Phase ihres Reiseerlebnisses nachhaltige Entscheidungen zu treffen.

Schon heute betreiben wir eine der emissionseffizientesten Airlines Europas und bemühen uns kontinuierlich um weitere Verbesserungen unserer Umweltleistung. Wir wollen auf den bereits erzielten Fortschritten aufbauen und weitere Emissionsreduktionen durch die Umsetzung unserer wissenschaftsbasierten Zielsetzungen und Emissionsreduktionspläne erreichen. Im Jahr 2024 ging der relative CO2-Ausstoß unserer Airline um 0,7 % zurück. Diese Verbesserung ist vor allem auf eine im Vorjahresvergleich gestiegene Auslastung sowie unsere Flottenerneuerung zurückzuführen, bei der ältere Flugzeuge durch neue, CO2-effizientere Flugzeuge ersetzt werden. Im Jahr 2024 hatten wir unverändert 19 Boeing 787-Flugzeuge in Betrieb. Die Boeing 737 Max-Flotte haben wir im Berichtszeitraum von 37 auf 42 Flugzeuge vergrößert.

Weitere Angaben ab Seite 80

PEOPLE STRATEGY – DIGITAL, ENGAGIERT, INKLUSIV

Der Erfolg der TUI ist in hohem Maße auf das Engagement unserer Mitarbeitenden zurückzuführen. Um diesen Erfolg nachhaltig zu gewährleisten, haben wir uns auch in diesem Geschäftsjahr darauf konzentriert, die Initiativen aus unserer People Strategy fortzusetzen. Die Vision unserer People Strategy ist digital, engagiert und inklusiv zu sein. Für die Umsetzung unserer Vision bildet unsere People Strategy mit den folgenden Handlungsfeldern die Basis:

  1. Vereinfachung, Harmonisierung und Fokussierung
  2. Digitale Transformation
  3. Wachstum ermöglichen
  4. Positives Mitarbeitendenerlebnis
  5. Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion
  6. Beste Leistungen ermöglichen

Somit möchten wir die Rahmenbedingungen schaffen, unsere Mitarbeitenden zu besten Leistungen zu befähigen und als Team erfolgreich zu sein.

Weitere Angaben ab Seite 87

TUI – STRATEGISCHE UMSETZUNG & REALISATION VON PROFITABLEM WACHSTUM

Die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie hat dazu beigetragen, dass wir im Geschäftsjahr 2024 ein bereinigtes EBIT von 1,3 Mrd. € erzielt haben. Dies entspricht einem Anstieg um 33 % gegenüber dem Vorjahr. TUI hat die Auswirkungen der Pandemie hinter sich gelassen und ist nach unserer Auffassung für die nächste Wachstumsphase gut positioniert – unterstützt durch den Ausbau unseres differenzierten Produktangebots, größere Auswahl und Flexibilität für unsere Kunden, einen starken Fokus auf operativer Effizienz und einer Maximierung operativer Synergien sowie die Umsetzung skalierbarer Plattformen, die eine globale Expansion ermöglichen.

INHALT

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
    • Strategie der TUI Group
    • Grundlagen der TUI Group
    • Risikobericht
    • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
    • Wirtschaftsbericht
    • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
  • JAHRESABSCHLUSS DER TUI AG
  • ÜBERNAHMErECHTLICHE ANGABEN
  • TUI AKTIE
  • ANGABEN GEMÄSS EMPFEHLUNGEN DER TCFD
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

GRUNDLAGEN DER TUI GROUP

Konzernstruktur

Dachgesellschaft TUI AG

Die TUI AG ist die Dachgesellschaft der TUI Group und hat ihren Geschäftssitz in Hannover. Sie hält direkt oder indirekt über Beteiligungsgesellschaften Anteile an den wesentlichen Konzerngesellschaften, die das operative Geschäft des Konzerns in den einzelnen Ländern betreiben. Insgesamt gehörten am Bilanzstichtag 252 unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen zum Konsolidierungskreis der TUI AG. Zudem wurden 17 assoziierte Unternehmen und 25 Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der TUI AG einbezogen. Für Details zu den Konsolidierungsgrundsätzen und -methoden sowie zum Anteilsbesitz siehe Seite 182 und 271.

Organisation und Leitung

Die TUI AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts, deren Grundprinzip das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat ist. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng zusammen. Dabei trägt der Vorstand die Gesamtverantwortung für die Leitung des Unternehmens. Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands richten sich nach §§ 84 f. AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Satzungsänderungen erfolgen nach den Regelungen der §§ 179 ff. AktG ggf. in Verbindung mit § 24 der Satzung der TUI AG.

Vorstand und Group Executive Committee

Der Vorstand der TUI AG bestand zum Bilanzstichtag aus dem Vorstandsvorsitzenden sowie vier weiteren Vorstandsmitgliedern. Vorstandsressorts siehe Seite 132. Der Vorstand ist das zentrale Entscheidungsgremium des Unternehmens. Das Group Executive Committee (GEC) nimmt in der Regel an allen Vorstandssitzungen teil, mit Ausnahme von Personalangelegenheiten, die die Besetzung des Senior Leadership Teams (SLT) betreffen. Das GEC wurde eingerichtet, um eine sachkundigere und bessere Entscheidungsfindung zu ermöglichen sowie eine flache Hierarchie und eine starke Ausführungsumgebung zu schaffen. Es steht im Einklang mit einer Kultur der Offenheit und des Informationsaustauschs. Es bestand zum 30. September 2024 aus elf Mitgliedern (inklusive aller Mitglieder des Vorstands) und tagt unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden.

Für weitere Details siehe auch: www.tuigroup.com/de-de/investoren/corporate-governance

Berichtsstruktur der TUI Group

Die TUI Group ist ein weltweit operierender, integrierter Touristikkonzern. Die Kerngeschäfte der TUI Group, Urlaubserlebnisse und Märkte + Airline, gliederten sich zum 30. September 2024 in die Segmente Hotels & Resorts, Kreuzfahrten und TUI Musement sowie die drei Regionen Nord, Zentral und West. Darüber hinaus gehören „Alle übrigen Segmente“ zur TUI Group. Damit wurde der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr in der vergleichbaren Struktur wie im Vorjahr weitergeführt. Aufgrund der Umsegmentierung einer IT-Gesellschaft aus dem Segment Region West in „Alle übrigen Segmente“ im Berichtsjahr wurde das Vorjahr angepasst.

Urlaubserlebnisse

Unter der Bezeichnung Urlaubserlebnisse fassen wir unsere Hotel-, Kreuzfahrt- und Zielgebietsaktivitäten zusammen.

Hotels & Resorts

Das Segment Hotels & Resorts umfasst das diversifizierte Portfolio unserer eigenen Hotelmarken und der Hotelbeteiligungen der TUI Group. Das Segment bündelt Hotelgesellschaften, an denen Mehrheitsbeteiligungen bestehen, Joint Ventures mit lokalen Partnern, Gesellschaften, an denen Beteiligungen mit einem maßgeblichen Einfluss gehalten werden, sowie Hotels, für die Managementverträge abgeschlossen wurden.

Urlaubserlebnisse Hotels & Resorts Kreuzfahrten TUI Musement
Märkte + Airline Region Nord Region Zentral Region West
ALLE ÜBRIGEN SEGMENTE

Im Geschäftsjahr 2024 umfasste das Segment Hotels & Resorts insgesamt 365 Hotels mit 286.048 Betten. Mit 339 Häusern gehört die Mehrzahl zu den Vier- oder Fünf-Sterne-Hotels. 51 % wurden im Rahmen von Managementverträgen betrieben, 37 % befanden sich im Eigentum der jeweiligen Hotelgesellschaft, 8 % waren gepachtet, und 4 % der Anlagen wurden über Franchisevereinbarungen geführt.

Portfolio Hotels & Resorts

Hotelmarke 3 Sterne 4 Sterne 5 Sterne Hotels, gesamt Betten Hauptstandorte
Riu 2 43 51 96 105.480 Spanien, Mexiko, Karibik, Kapverden, Portugal, Marokko
Robinson 1 15 8 24 15.390 Spanien, Griechenland, Türkei, Österreich, Malediven
Blue Diamond 2 12 22 36 35.458 Kuba, Dom. Rep., Jamaika, Mexiko, Saint Lucia
Übrige 18 114 74 209 129.720 Spanien, Griechenland, Türkei, Ägypten
Gesamt 23 184 155 365 286.048

Stand: 30. September 2024

Riu ist gemessen an der Anzahl der Hotels die größte Hotelgruppe im Portfolio von Hotels & Resorts. Das Unternehmen mit Sitz auf Mallorca betreibt weltweit überwiegend Anlagen der 4- und 5-Sterne-Kategorie, die sich im Wesentlichen in Spanien, Mexiko und der Karibik befinden. Die drei Produktlinien Riu Classic Hotels, Riu Plaza Hotels (Stadthotels) und Riu Palace Hotels (Premiumsegment) sollen verschiedene Kundengruppen ansprechen.

Robinson betreibt Clubhotels vorrangig im Vier- und Fünf-Sterne-Segment und ist gemessen an der Anzahl der Anlagen ein führender deutscher Anbieter für Cluburlaub. Die Hauptstandorte liegen in Spanien, Griechenland, der Türkei, auf den Malediven und in Österreich.

Blue Diamond ist eine Hotelkette im karibischen Raum. Zum Segment Hotels & Resorts gehören 36 Anlagen in der Karibik und Mexiko. Darunter sind auch Hotels der Marke Royalton. Die Marke gehört ebenso zu den zwölf Kernmarken des TUI Konzerns, die alle Bereiche von ‚preisbewusst‘ bis ‚Luxus‘ umfassen. Zum Portfolio darüber hinaus ebenfalls die in den übrigen Hotels berichteten Marken TUI Blue, TUI Magic Life, TUI Suneo sowie die neue Marke The Mora.# INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

23 Strategie der TUI Group
27 Grundlagen der TUIGroup
34 Risikobericht
50 Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
54 Wirtschaftsbericht
76 Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
105 Jahresabschluss der TUIAG
108 Übernahmerechtliche Angaben
111 TUI Aktie
115 Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

HOTELS & RESORTS

Die Mora richtet sich an eine neue Zielgruppe, die modernen, zeitgemäßen Luxus sowie ein hohes Maß an Flexibilität bei der Urlaubsgestaltung sucht. 2024 wurde das erste Hotel der neuen Marke auf Sansibar, Tansania, eröffnet.

Vorjahreswerte in Klammern

Eigene Hotelbetten nach Regionen in % 31 (31) Karibik
21 (22) Östliches Mittelmeer
10 (10) Sonstige Länder
20 (19) Westliches Mittelmeer
18 (18) Nordafrika / Ägypten

Finanzierungsstruktur Hotels&Resorts in %

%
Management 51 (53)
Franchise 4 (1)
Pacht 8 (8)
Eigentum 37 (38)

TUI Blue

TUI Blue ist eine globale Hotelmarke der TUI Group. Sie richtet sich an ein internationales Publikum und ist in über 20 Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr2024 hat TUI Blue die Expansion nach Asien vorangetrieben und Hotels in Vietnam, Malaysia und China eröffnet.

TUI Magic Life

TUI Magic Life ist eine All-Inclusive-Marke mit internationaler Ausrichtung, die Cluburlaub am Meer mit unter- schiedlichen Schwerpunkten bietet.

TUI Suneo

TUI Suneo bietet Hotels mit günstigem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Insgesamt 68 Anlagen werden von Dritthoteliers betrieben und gehören zu unseren internationalen Konzept- marken, sodass das Hotelportfolio insgesamt 433 Hotels umfasst.

KREUZFAHRTEN

Das Segment Kreuzfahrten umfasst das Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises, das Kreuzfahrtschiffe der Marken Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises betreibt, sowie Marella Cruises. Die drei Kreuzfahrtlinien bedie nen mit ihren zum Bilanzstichtag insgesamt 17 Schiffen verschiedene Zielgruppen mit unterschiedlichen Dienst- leistungskonzepten.

Finanzierungsstruktur Kreuzfahrtflotte

Eigentum Leases Summe
TUI Cruises (Joint Venture) 12 0 12
Mein Schiff 7 0 7
Hapag-Lloyd Cruises 5 0 5
Marella Cruises 3 2 5
Summe 15 2 17

Stand: 30.September2024

TUI Cruises ist ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem die TUIAG und die US-amerikanische Reederei Royal Caribbean Cruises Ltd. je zur Hälfte beteiligt sind. Die Marke TUI Cruises nimmt mit ihren sieben Schiffen der Linie „Mein Schiff“ Spitzenpositionen im Bereich Kreuzfahrten im deutschsprachigen Raum ein: Insight Guides 2024 (ehemals Berlitz Cruise Guide), ein internationaler Gradmesser für die Bewertung von Kreuzfahrtschiffen, hat die Schiffe der TUI Cruises-Flotte auf vordere Plätze in der Vier-Sterne-Kategorie gewählt. Nachdem im Juli2024 die Mein Schiff 7 in Dienst gestellt wurde, ist für die kommenden Jahre die Inbetriebnahme von zwei weiteren Neubauten geplant, die die Flotte auf insgesamt neun Schiffe bringen sollen. Nach den Pandemiejah ren setzt TUI Cruises damit ihr Wachstum wie geplant fort.

Die ebenfalls zu TUI Cruises gehörende Traditionsmarke Hapag-Lloyd Cruises ist ein führender Anbieter von Luxus- und Expeditionskreuzfahrten in deutschsprachigen Märkten. Die Flotte bestand zum Bilanzstichtag aus zwei Luxuskreuzfahrtschiffen sowie drei Expeditionskreuzschiffen. Als einzige Schiffe weltweit wurden sie vom Insight Guides 2024 jeweils mit fünf Sternen bewertet. Damit ist Hapag-Lloyd Cruises mit dem Titel der besten Flotte weltweit ausgezeichnet.

Marella Cruises bietet im britischen Markt mit einer Flotte von fünf Schiffen Kreuzfahrten in unterschiedlichen Segmenten wie Familienurlaub oder Städtereisen an.

TUI MUSEMENT

Im Segment TUI Musement werden Dienstleistungen vor Ort in den weltweiten Urlaubsdestinationen erbracht. TUI ist dazu in zahlreichen Urlaubsländern mit eigenen Mitarbeitenden präsent. Das Geschäftsmodell von TUI Musement zum Vertrieb von Erlebnissen (Ausflüge, Aktivitäten und Eintrittskarten für Attraktionen), Trans fers sowie Mehrtagestouren basiert auf einer für Kunden und Anbieter offenen Online-Plattform. Die Erlebnisse werden von Veranstaltern vor Ort bezogen oder von TUI Teams selbst entwickelt. Alle Produkte werden über die TUI Websites und Apps sowie über lokale Teams vor Ort und B2B-Partner an Kunden weltweit vertrieben.

TUI Musement bedient dabei drei Kundengruppen.
* TUI Kunden: Erbringen von Dienstleistungen für unsere Gäste in der Destination über Reiseleitungen sowie über die TUI App und das TUI Experience Center.
* Strategische B2B-Kunden: Digitale und Vor-Ort-Services für Partner aus verschiedenen Bereichen der Rei se- industrie wie Fluggesellschaften, Kreuzfahrtlinien, Landtransporte, OTAs, Hotels und Reiseveranstalter.
* B2C Open Market Kunden: Weltweite Vermittlung von Erlebnissen und Touren.

MÄRKTE + AIRLINE

Der Unternehmensbereich Märkte + Airline gliedert sich in die drei Regionen Nord (Veranstalter und Flug- gesellschaft in Großbritannien, Irland und den Nordischen Ländern), Zentral (Veranstalter und Fluggesellschaft in Deutschland sowie die Veranstalter in Österreich, Polen und der Schweiz) und West (Veranstalter und Flug- gesellschaft in Belgien und den Niederlanden sowie die Veranstalter in Frankreich). Die drei Regionen verfügen über gut aufgestellte Vertriebs- und Marketingorganisationen, um attraktive Ur laubs- er lebnisse anbieten zu können. Der Vertrieb stützt sich dabei auf Online- und Offline-Vertriebskanäle. Die Reisebüros operieren als Eigentumsbetriebe, Joint Ventures oder Fremdbetreibermodelle.

Um unseren Kunden eine große Auswahl an Hotelunterkünften zur Verfügung stellen zu können, greifen unsere Quellmarktorgani- sationen auf ein umfangreiches Portfolio eigener Hotels zurück. Sie haben darüber hinaus Zugriff auf zum Teil fest kontrahierte Bettenkapazitäten von Drittanbietern.

Unseren eigenen Airline-Kapazitäten kommt in unserem Geschäftsmodell weiterhin eine wichtige Rolle zu. Durch die Kombination der eigenen Kapazitäten mit denen von Drittanbietern können wir unsere Reiseangebote in den einzelnen Quellmarktregionen marktgerecht zuschneiden und auf Änderungen in den Kundenpräferenzen flexibel reagieren. Durch die abgestimmte Steuerung der Flug- und Hotelkapazitäten sind wir in der Lage, Des tinationen zu entwickeln, in denen wir die Margen beider Leistungsträger optimieren können.

ALLE ÜBRIGEN SEGMENTE

Zu „Alle übrigen Segmente“ gehören unter anderem die Corporate-Center-Funktionen der TUI AG und derZwischenholdings, die Immobiliengesellschaften des Konzerns sowie zentrale touristische Funktionen des Kon zerns.

Forschung und Entwicklung

Als touristischer Dienstleistungskonzern betreibt die TUI Group keine mit produzierenden Unternehmen ver gleichbare Forschung und Entwicklung. Daher entfällt dieser Teilbericht.

Wertorientierte Konzernsteuerung

Steuerungssystem und Leistungsindikatoren

Zur wertorientierten Steuerung der TUI Group sowie der einzelnen Geschäftsfelder ist ein standardisiertes Steuerungssystem eingerichtet. Das wertorientierte Steuerungssystem ist ein integraler Bestandteil des kon zern- weit einheitlichen Controlling- und Planungsprozesses.

Unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Entwicklung der Ertragslage sind der Umsatz sowie die Ergebnisgröße „bereinigtes EBIT“. Dementsprechend stellt das bereinigte EBIT die Segmentsteue rungs- größe im Sinne des IFRS 8 dar. Das dem bereinigten EBIT zugrunde liegende EBIT definieren wir als das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und dem Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten des Konzerns. Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind in der Kennzahl EBIT definitionsgemäß enthalten. Das bereinigte EBIT ist um Erträge und Aufwendungen angepasst worden, die aufgrund ihrer Höhe sowie der Häufigkeit ihres Eintritts die Beurteilung der operativen Ertragskraft der Unternehmensbereiche und des Kon zerns erschweren oder verzerren. Hierzu zählen Abgangsergebnisse aus Finanzanlagen, wesentliche Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Vermögenswerten sowie wesentliche Restrukturierungs- und Integrations- aufwendungen. Daneben werden sämtliche Effekte aus Kaufpreisallokationen, Anschaffungsnebenkosten und bedingten Kaufpreiszahlungen bereinigt. Auch Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind in der Überleitung zum bereinigten EBIT herausgerechnet worden.

Für die Entwicklung der Finanzlage des Konzerns im Geschäftsjahr2024 haben wir die Nettosach- und Finanz- investitionen sowie die Nettofinanzposition des TUI Konzerns als die bedeutsamsten Leistungsindikatoren identifiziert. Als eine weitere finanzielle Stabilitätsgröße überwachen wir die Leverage Ratio des Konzerns. Im Zuge der periodischen Wertanalyse betrachten wir den Return on Invested Capital (ROIC) und den absolu ten Wertbeitrag als bedeutsamste Leistungsindikatoren. Dabei werden dem erzielten ROIC die Gesamtkapitalkos ten vor Steuern ( WACC) gegenübergestellt.

Als bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator betrachten wir den spezifischen CO 2 -Ausstoß (in gCO 2 / Pkm) unserer Flugzeugflotte. Zur unterjährigen Verfolgung der Geschäftsentwicklung in den Segmenten beobachten wir auch weitere nach- rangige nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie Gästezahlen unserer Veranstalter sowie Kapazität bzw. Passa giertage, Auslastung und Durchschnittspreise in den Segmenten Hotels & Resorts und Kreuzfahrten.

Informationen über operative Leistungsindikatoren finden Sie im „Geschäftsverlauf in den Segmenten“ (Seite 62) und in der „Nichtfinanziellen Erklärung“ (Seite 76) sowie im Prognosebericht (Seite 50).# Kapitalkosten
Die Kapitalkosten berechnen sich als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten (WACC = Weighted Average Cost of Capital). Während die Eigenkapitalkosten die Renditeerwartung eines Anlegers bei einer Investition in die TUI Aktie widerspiegeln, werden für die Fremdkapitalkosten die durchschnittlichen Finanzierungskosten der TUI Group herangezogen. Dabei erfolgt die Betrachtung der Kapitalkosten grundsätzlich vor Steuern des Unternehmens und vor Steuern des Investors. Die so ermittelte Renditeanforderung entspricht der gleichen steuerlichen Ebene wie das in den ROIC eingehende bereinigte EBIT. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem Kapitalkostensatz der TUI Group von 10,87 % (Vorjahr 11,76 %).

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

  • Strategie der TUI Group
  • Grundlagen der TUI Group
  • Risikobericht
  • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
  • Wirtschaftsbericht
  • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
  • Jahresabschluss der TUI AG
  • Übernahmerechtliche Angaben
  • TUI Aktie
  • Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

ROIC und Wertbeitrag

Der ROIC errechnet sich als Quotient aus dem bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (bereinigtes EBIT) und dem durchschnittlich gebundenen verzinslichen Kapital (Invested Capital). Die angesetzte Ergebnisgröße ist definitionsgemäß frei von steuerlichen und finanziellen Einflüssen und bereinigt um Sondereinflüsse. Das Invested Capital umfasst aus Konzernsicht in seiner passivischen Herleitung das Eigenkapital (inklusive Anteilen anderer Gesellschafter am Eigenkapital) sowie den Saldo aus verzinslichen Schuldpositionen und zinstragenden Vermögenswerten und eine Anpassung zur Berücksichtigung der saisonalen Veränderung der Nettofinanzposition des Konzerns. Darüber hinaus werden die kumulativen planmäßigen Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation dem Invested Capital wieder hinzugerechnet. Neben der relativen Performance-Größe ROIC wird auch der so genannte Wertbeitrag als absolute wertorientierte Erfolgsgröße herangezogen. Der Wertbeitrag errechnet sich aus der Differenz zwischen dem ermittelten ROIC und den zugehörigen Gesamtkapitalkosten vor Steuern (WACC), multipliziert mit dem gebundenen verzinslichen Kapital. Im Berichtsjahr betrug der ROIC der TUI Group 24,88 % (Vorjahr 19,10 %). Unter Berücksichtigung der gewichteten Kapitalkosten des Konzerns in Höhe von 10,87 % errechnet sich damit ein Wertbeitrag von 729,9 Mio. € (Vorjahr 375,6 Mio. €).

Invested Capital Mio. € Anhang 2024 2023
Eigenkapital 1.774,3 1.947,2
Gezeichnetes Kapital (24) 507,4 507,4
Kapitalrücklage (25) 7.980,4 9.090,1
Gewinnrücklagen (26) – 7.531,5 – 8.474,6
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital (28) 817,9 824,3
Zuzüglich verzinslicher Schuldpositionen 5.665,9 4.922,5
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (29) 664,3 670,4
Langfristige Finanzschulden (31), (39) 1.543,6 1.198,5
Kurzfristige Finanzschulden (31), (39) 358,8 98,5
Derivative Finanzinstrumente (39) 459,4 37,0
Leasingverbindlichkeiten ( IFRS 16) (31), (39) 2.639,7 2.918,1
Abzüglich finanzieller Vermögenswerte 2.482,1 1.926,4
Derivative Finanzinstrumente (39) 30,8 268,4
Finanzmittel (22), (39) 2.848,2 2.060,3
Übrige finanzielle Vermögenswerte 103,1 97,7
Saisonale Anpassung 1 – 500,0 – 500,0
Abzüglich Überdeckung von Pensionsplänen 75,4 98,5
Invested Capital vor Hinzurechnung der Effekte aus Kaufpreisallokationen 4.882,8 4.844,7
Invested Capital ohne Kaufpreisallokationen des Vorjahres 4.844,7 4.733,7
Ø Invested Capital 2 4.863,7 4.789,2
Invested Capital vor Hinzurechnung der Effekte aus Kaufpreisallokationen 4.882,8 4.844,7
Zuzüglich Effekten aus Kaufpreisallokationen 355,2 336,4
Invested Capital 5.237,9 5.181,1
Invested Capital des Vorjahres 5.181,1 5.049,1
Ø Invested Capital 2 5.209,5 5.115,1
  • 1 Anpassung zur Berücksichtigung der saisonalen Veränderungen der Nettofinanzposition
  • 2 Durchschnittswert aus Jahresanfang- und -endbestand

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

  • Strategie der TUI Group
  • Grundlagen der TUI Group
  • Risikobericht
  • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
  • Wirtschaftsbericht
  • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
  • Jahresabschluss der TUI AG
  • Übernahmerechtliche Angaben
  • TUI Aktie
  • Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

ROIC Mio. € 2024 2023
Bereinigtes EBIT 1.296,2 977,2
Ø Invested Capital * 5.209,5 5.115,1
ROIC % 24,88 19,10
Gesamtkapitalkosten vor Steuern ( WACC) % 10,87 11,76
Wertbeitrag 729,9 375,6

* Durchschnittswert aus Jahresanfangs- und -endbestand

Im Rahmen des Vorstandsvergütungssystems verwendete Konzernkennzahlen

STI-RELEVANTES KONZERNERGEBNIS AUF BASIS KONSTANTER WECHSELKURSE

Für die Bemessung der Jahreserfolgsvergütung des Vorstands (Short Term Incentive – STI) wird das Konzernergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Earnings before Interest and Taxes – EBIT) auf Basis konstanter Wechselkurse gewichtet mit 75 % berücksichtigt. Die Bereinigung um Währungseffekte erlaubt es, die tatsächliche Managementleistung ohne Verzerrung durch währungsbedingte Translationseffekte zu messen. Das ausgewiesene Konzernergebnis vor Zinsen (einschließlich des Ergebnisses aus der Bewertung von Zins sicherungsinstrumenten) und Ertragsteuern (Earnings before Interest and Taxes – EBIT) auf Basis konstanter Wechselkurse hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Überleitung EBIT Mio. € 2024
EBIT 1.275,3
Währungskurseffekte aus Umrechnung zu Plankursen – 9,0
EBIT zu Plankursen 1.266,3

STI-RELEVANTER TOTAL CASH FLOW

Als zweite Konzernkennzahl wird bei der STI nach dem Vergütungssystem die Cash-Flow-Größe „Total Cash Flow vor Dividende“ berücksichtigt, die mit einer Gewichtung von 25 % in die Berechnung einfließt. Der Total Cash Flow vor Dividende wird für diese Zwecke grundsätzlich aus einem vereinfachten Ansatz ermittelt, der sich an die Management-Cash-Flow-Rechnung anlehnt. Die Ausgangsgröße EBIT des TUI Konzerns wird für diesen Zweck ebenfalls grundsätzlich um Währungseffekte bereinigt. Der Total Cash Flow im Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 775,1 Mio. € entspricht der zahlungsmittelwirksamen Veränderung des Finanzmittelbestands. Der Total Cash Flow vor Dividende (920,9 Mio. €) ergibt sich aus dem Total Cash Flow (775,1 Mio. €) vor Dividenden von Tochterunternehmen an nicht beherrschende Gesellschafter (145,8 Mio. €) abzüglich / zuzüglich der nachfolgenden Konzern- (Re-)Finanzierungsmaßnahmen: Der Nettomittelzufluss aus Eigenkapitalveränderungen (100,6 Mio. €) in Zusammenhang mit der Ausgabe der Wandelanleihe 2024 und dem teilweisen Rückkauf der Wandelanleihe 2021 sowie der Nettom ittelzufluss aus der Ausgabe zweier neuer Anleihen (864,0 Mio. €) wurden mindernd berücksichtigt. Die Auszahlungen für die vorzeitige Kündigung der Wandelanleihe mit einem Volumen von 80 % (477,9 Mio. €) sowie Auszahlungen für den nicht budgetierten Erwerb kurzfristiger Geldmarktfonds (2,0 Mio. €) wurden erhöhend berücksichtigt. Somit ergibt sich ein Total Cash Flow vor Dividende ohne Einmaleffekte aus Kapitalmaßnahmen in Höhe von 436,2 Mio. €. Die im Plan nicht enthaltene Rückführung von in der Region West erhaltenen Darlehen zur Unterstützung während der COVID-19-Pandemie (35,8 Mio. €), die gegenüber der Planung geringere Aufnahme von Fremdmitteln zur Finanzierung der Einlage in die Pep Toni Hotels S.A. (60,6 Mio. €) sowie auf Konzernebene aufgenommene Fremdmittel (60,0 Mio. €), die an Stelle objektbezogener Darlehen für die Finanzierung von Hotelprojekten verwendet wurden, wurden erhöhend berücksichtigt. Die Konzern- (Re-)Finanzierungsmaßnahmen summieren sich damit auf 156,4 Mio. €, was einen aus dem Vergütungssystem für den STI relevanten Total Cash Flow vor Dividenden in Höhe von 592,6 Mio. € ergibt.

LTI-RELEVANTES ERGEBNIS JE AKTIE

Für die Bemessung der langfristigen Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands (Long Term Incentive – LTI ) wird seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 die durchschnittliche Entwicklung des Ergebnisses je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (LT I -relevantes EPS) berücksichtigt. Das Erfolgsziel „berichtetes EPS“ ist definiert als das im gebilligten und geprüften Konzernabschluss der TUI Group ausgewiesene unverwässerte berichtete Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen.

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

  • Strategie der TUI Group
  • Grundlagen der TUI Group
  • Risikobericht
  • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
  • Wirtschaftsbericht
  • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
  • Jahresabschluss der TUI AG
  • Übernahmerechtliche Angaben
  • TUI Aktie
  • Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Das Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (LT I -relevantes EPS) hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Ergebnis je Aktie 2024 2023
Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn Mio. € 507,1
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl 507.431.033
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 1,00
Verwässertes Ergebnis je Aktie 2024 2023
Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn Mio. € 507,1
Berichtigter Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn Mio. € 509,9
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl 507.431.033
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl (verwässert) * 516.717.520
Verwässertes Ergebnis je Aktie * 0,99

* Vorjahreswert angepasst

Für die Bemessung der langfristigen Vergütung für vor dem oder in dem Geschäftsjahr 2024 ausgeschiedene Vorstandsmitglieder wird weiterhin die durchschnittliche Entwicklung des unverwässerten pro forma bereinigten Ergebnisses je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen entsprechend dem mit diesen# Vorstandsmitglie dern vereinbarten Vergütungssystem berücksichtigt. Das unverwässerte pro forma bereinigte Ergebnis je Aktie hat sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
Pro forma bereinigtes Ergebnis je Aktie der TUIGroup
Mio.€ | 2024 | 2023
---|---|---
angepasst Bereinigtes EBIT | 1.296,2 | 977,2
Abzüglich Nettozinsaufwand | – 413,8 | – 448,2
Bereinigtes Ergebnis vor Steuern | 882,4 | 529,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (angenommener Steuersatz 18 %) | 158,8 | 95,2
Bereinigter Konzerngewinn | 723,6 | 433,8
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 200,3 | 149,9
Anteile der TUIAG Aktionäre am Konzerngewinn | 523,3 | 283,9
Anzahl Aktien am Bilanzstichtag in Mio. St. | 507,4 | 384,3
Pro forma bereinigtes Ergebnis je Aktie (€) | 1,03 | 0,74

Das Ergebnis je Aktie wurde für das Geschäftsjahr2023 um den Effekt der im Februar2023 durchgeführten Kapitalherabsetzung im Verhältnis von 10:1 sowie den Effekt der Bonuskomponente von Bezugsrechten, die im Rahmen der Kapitalerhöhung im März2023 ausgegeben wurden, angepasst.

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 23

Strategie der TUI Group 27

Grundlagen der TUIGroup 34

Risikobericht 50

Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54

Wirtschaftsbericht 76

Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105

Jahresabschluss der TUIAG 108

Übernahmerechtliche Angaben 111

TUI Aktie 115

Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Risikobericht

Für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg unseres Konzerns und das Erreichen unserer strategischen Ziele ist ein erfolgreiches Management bestehender und neu auftretender Risiken entscheidend. Um Marktchancen nutzen und die hierin liegenden Erfolgspotenziale ausschöpfen zu können, müssen in angemessenem Umfang auch Risiken getragen werden. Daher bildet das Risikomanagement einen wesentlichen Bestandteil der als Grundsätze verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung verstandenen Corporate Governance unseres Konzerns.

TUI beschränkt sich nicht darauf, nur möglicherweise bestandsgefährdende Entwicklungen zu ermitteln. Das Risikomanagementsystem umfasst auch das aktive Management aller sonstigen wesentlichen Risiken. Es beschränkt sich auf Risiken; kurzfristige Geschäftschancen werden im Controllingprozess gesteuert, während Group Strategy fortlaufend mittel- bis langfristige Chancen identifiziert und überwacht. Rechtliche Risiken werden in einem separaten Risikobericht erfasst.

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 23

Strategie der TUI Group 27

Grundlagen der TUIGroup 34

Risikobericht 50

Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54

Wirtschaftsbericht 76

Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105

Jahresabschluss der TUI AG 108

Übernahmerechtliche Angaben 111

TUI Aktie 115

Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Risiko-Governance

Die folgende Grafik stellt die Risiko-Governance der TUI sowie Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb der Gruppe dar:

graph LR
    A[PRÜFUNGSAUSSCHUSS] --> B(TUI Group Risikomanagementfunktionen und -verantwortlichkeiten);
    B --> C(Identifizieren, bewerten und steuern);
    B --> D(Wesentlich Risiken verstehen);
    B --> E(Überprüfung und Eindämmung wesentlicher Risiken);
    B --> F(Steuerung und Überwachung von Risiken);
    B --> G(Berichterstattung zum Risikostatus);
    H[VORSTAND] --> I(Führen und sicherstellen);
    I --> J(Gesamtverantwortung für das Risikomanagement);
    I --> K(Festlegung des strategischen Risikoansatzes);
    I --> L(Genehmigung der Risikomanagement-Richtlinie einschließlich der Risikobereitschaft sowie Vorleben der Führungsverantwortung für Risiken (Tone at the Top));
    I --> M(Vereinbarung, wie Hauptrisiken gesteuert, vermindert und überwacht werden);
    I --> N(Überprüfung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems);
    O[KONZERN-RISIKOKOMITEE (GROUP RISK OVERSIGHT COMMITTEE, GROC)] --> P(Überprüfen und kommunizieren);
    P --> Q(Koordinieren, unterstützen und berichten für den Konzern);
    P --> R(Zusammenfassung und Beurteilung der Hauptrisiken);
    P --> S(Gewährleistung einer wirksamen Überwachung);
    P --> T(Rückmeldung an den Vorstand);
    U[GROUP RISK-TEAM] --> V(Koordinieren, unterstützen und berichten);
    V --> W(Sicherstellen, dass ein angemessenes Risikomanagementsystem eingesetzt wird und effektiv funktioniert);
    V --> X(Unterstützt den Risikomanagementprozess);
    V --> Y(Zentrale Stelle für die konzernweite Risikokoordinierung, -überwachung und -berichterstattung);
    Z[GESCHÄFTSBEREICHE] --> AA(RISIKOSTEUERUNG UND - ÜBERWACHUNG AUF BEREICHSEBENE ( SECTOR RISK & CONTROL ));
    BB[KONZERN FUNKTIONEN] --> CC(RISIKOSTEUERUNG UND - ÜBERWACHUNG AUF KONZERNEBENE ( GROUP RISK & CONTROL ));
    A --> S;
    H --> J;
    H --> K;
    H --> L;
    H --> M;
    H --> N;
    O --> P;
    O --> Q;
    O --> R;
    O --> S;
    O --> T;
    U --> V;
    U --> W;
    U --> X;
    U --> Y;
    Z --> AA;
    BB --> CC;

TUI Group Risikomanagementfunktionen und -verantwortlichkeiten

  • Identifizieren, bewerten und steuern
  • Wesentlich Risiken verstehen
  • Überprüfung und Eindämmung wesentlicher Risiken
  • Steuerung und Überwachung von Risiken
  • Berichterstattung zum Risikostatus

Koordinieren, unterstützen und berichten im Bereich

Koordinieren, unterstützen und berichten für den Konzern

  • Formulierung der Risikostrategien und -richtlinien
  • Risikobereitschaft erörtern und vorschlagen
  • Zusammenfassung und Beurteilung der Hauptrisiken
  • Gewährleistung einer wirksamen Überwachung
  • Rückmeldung an den Vorstand

Führen und sicherstellen

  • Gesamtverantwortung für das Risikomanagement
  • Festlegung des strategischen Risikoansatzes
  • Genehmigung der Risikomanagement-Richtlinie einschließlich der Risikobereitschaft sowie Vorleben der Führungsverantwortung für Risiken (Tone at the Top)
  • Vereinbarung, wie Hauptrisiken gesteuert, vermindert und überwacht werden
  • Überprüfung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems

Überwachen und prüfen

  • Überwachung der Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems
  • Anerkennung der Risikobereitschaft

GESCHÄFTSBEREICHE

RISK CHAMPION COMMUNITY

GESCHÄFTSBEREICHE

KONZERN FUNKTIONEN

RISIKOSTEUERUNG UND - ÜBERWACHUNG AUF KONZERNEBENE ( GROUP RISK & CONTROL )

RISIKOSTEUERUNG UND - ÜBERWACHUNG AUF BEREICHSEBENE ( SECTOR RISK & CONTROL )

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 23

Strategie der TUI Group 27

Grundlagen der TUIGroup 34

Risikobericht 50

Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54

Wirtschaftsbericht 76

Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105

Jahresabschluss der TUI AG 108

Übernahmerechtliche Angaben 111

TUI Aktie 115

Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

PRÜFUNGSAUSSCHUSS – ÜBERWACHEN UND PRÜFEN

Der Prüfungsausschuss, ein Ausschuss des Aufsichtsrats, überwacht die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Der Leiter des Group Risk-Teams berichtet mindestens einmal jährlich über die im Konzern-Risikokomitee (Group Risk Oversight Committee) diskutierten Themen sowie die Hauptrisiken und Änderungen dieser Risiken. Der Prüfungsausschuss beurteilt die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risiko- managementsystems und überprüft und würdigt die vom Vorstand festgelegte Risikobereitschaft auf Ebene der Hauptrisiken.

VORSTAND – FÜHREN UND SICHERSTELLEN

Der Vorstand legt unter Einbeziehung des Aufsichtsrats die strategische Ausrichtung der TUI Group sowie die Art und das Ausmaß der Risiken fest, die der Konzern zur Erreichung seiner strategischen Ziele zu übernehmen bereit ist. Die oberste Verantwortung für das Risikomanagement des Konzerns obliegt dem Vorstand. Daher hat er ein Risikomanagementsystem eingeführt und umgesetzt, um Risiken zu erkennen, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder sich erheblich auf die Erreichung der strategischen Ziele auswirken könnten. Diese Risiken werden als Hauptrisiken des Konzerns bezeichnet.

Dieses Risikomanagementsystem beinhaltet auch eine konzernintern veröffentlichte Risikomanagement-Richtlinie, um die Führungsverantwortung für Risiken (im Sinne eines Tone from the Top) durch die Schaffung einer geeigneten Risikokultur im Konzern zu verstärken. Aufgrund dieser Kultur wird von den Mitarbeitenden erwartet, sich risiko- und kontrollbewusst zu verhalten und „das Richtige zu tun“. Der Vorstand berichtet an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats über die Gesamtrisikosituation des Konzerns, die einzelnen Hauptrisiken und das Management dieser Risiken sowie über die Ergebnisse und die Effektivität des Risikomanagementsystems insgesamt.

KONZERN-RISIKOKOMITEE – ÜBERPRÜFEN UND KOMMUNIZIEREN

Im Auftrag des Vorstands ist das Konzern-Risikokomitee (Group Risk Oversight Committee, GROC) dafür verantwortlich, dass geschäftliche Risiken im Konzern quartalsweise gesellschafts- und funktionsübergreifend erkannt, eingeschätzt, gesteuert und überwacht werden. Der Ausschuss tagt unter dem Vorsitz des Vorstands Finanzen (CFO). Ihm gehören außerdem die Bereichs- leiter operativer Ressorts und der mit dem Finanzmanagement befassten Ressorts sowie Vertreter zentraler Management- Funktionen der zweiten Linie an. Führungskräfte der zentralen Funktionen sowie der wichtigsten Geschäftsbereiche des Konzerns werden abwechselnd zu den Sitzungen eingeladen, um das Risiko- und Kontrollkonzept ihres Bereichs vorzustellen. So können die GROC-Mitglieder Fragen zu bestehenden Prozessen und Risiken jedes Geschäftsbereichs bzw. jeder Funktion sowie zu etwaigen neuen oder sich bereits abzeichnenden Risiken stellen. Zugleich können sie sich auch vergewissern, dass in allen wichtigen Geschäftsbereichen weiterhin eine angemessene Risikokultur besteht und dass es keine Lücken zwischen dem Risikomanagement auf Geschäftsbereichs- und auf Funktions- ebene gibt. Das GROC berichtet halbjährlich an den Vorstand, um ihn über Veränderungen in der Risikolandschaft sowie Entwicklungen bei der Steuerung der Hauptrisiken zu unterrichten und um regelmäßige fundierte Diskussionen innerhalb des Vorstands über das Risikomanagement zu ermöglichen.

GROUP RISK-TEAM – KOORDINIEREN, UNTERSTÜTZEN UND BERICHTEN

Die Aufgabe des Group Risk-Teams ist es sicherzustellen, dass ein angemessenes Risikomanagementsystem eingesetzt wird und effektiv funktioniert und dass die Risikomanagement-Richtlinie konzernweit entsprechend umgesetzt wird. Das Group Risk-Team unterstützt den Risikomanagementprozess, indem es dem Management Orientierungshilfen und Unterstützung bietet und kritische Fragen an das Management richtet. Zugleich fungiert es als zentrale Stelle für die konzernweite Risikokoordinierung, -überwachung und -berichterstattung. Es unterstützt auch das GROC bei der Erfüllung seiner Aufgaben und der Berichterstattung an den Vorstand sowie den Aufsichtsrat. Das Group Risk-Team ist auch für den Einsatz der Risiko- und Kontrollsoftware verant- wortlich, die die Risikoberichterstattungs- und Risikomanagementprozesse des Konzerns IT-technisch unterstützt.

RISIKOSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSBEREICHE – KOORDINIEREN, UNTERSTÜTZEN UND BERICHTEN

Die Risiko- und Kontrollteams der Geschäftsbereiche sind das Bindeglied zwischen den Geschäftsbereichen und dem Konzern.# RISIKOBERICHT

Sie ermöglichen den Risikomanagementprozess in ihren jeweiligen Bereichen, indem sie Orientierungshilfen und Unterstützung bieten und Berichterstattung gewährleisten. Sie stellen kritische Fragen an das Management hinsichtlich der Identifizierung und Bewertung von Risiken und gewährleisten so eine ordnungsgemäße geschäftsbereichsbezogene Governance.

GESCHÄFTSBEREICHE UND FUNKTIONEN – IDENTIFIZIEREN, BEWERTEN UND STEUERN

Jeder Geschäftsbereich und jede Funktion des Konzerns hat die Konzernrisikomanagement-Richtlinie anzuwenden. Dafür ist entweder jeweils ein eigener Risikoausschuss einzusetzen oder das Thema Risiko ist als ständiger Tagesordnungspunkt für die Sitzungen der Leitungsgremien aufzunehmen, um sicherzustellen, dass diesem Thema die erforderliche Aufmerksamkeit der obersten Führungsebene innerhalb des Geschäftsbereichs zukommt. Außerdem ernennen die Geschäftsbereiche jeweils einen Risk Champion, der die Umsetzung der Risikomanagement-Richtlinie innerhalb des Geschäftsbereichs fördert und für eine effektive Anwendung sorgt. Die Risk Champions stehen in engem Kontakt mit dem Group Risk-Team, gewährleisten so die effiziente Funktionsweise des Risikomanagementsystems und die Umsetzung einer Kultur der kontinuierlichen Sensibilisierung und Verbesserung des Risikomanagements und der Berichterstattung.

36

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

23

Strategie der TUI Group

27

Grundlagen der TUIGroup

34

Risikobericht

50

Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht

54

Wirtschaftsbericht

76

Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group

105

Jahresabschluss der TUIAG

108

Übernahmerechtliche Angaben

111

TUI Aktie

115

Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Risikoberichterstattung

Im Rahmen des operativen Tagesgeschäfts der Geschäftsbereiche und Funktionen werden Risiken kontinuierlich identifiziert, beurteilt und bewältigt. Darüber hinaus werden die Risiken mindestens quartalsweise auf verschiedenen Konzernebenen zusammengeführt, berichtet und überprüft.

  • Risikoidentifizierung: Die jeweiligen Linienmanagements identifizieren die Risiken, die für die Verfolgung der Strategie in ihrem Geschäftsbereich relevant sind. Jedes Risiko wird einem so genannten Risikoverantwortlichen (Risk Owner) zugeordnet, der die Verantwortung und Zuständigkeit für ein angemessenes Management der Risiken hat.
  • Risikobewertung: Zunächst wird das Bruttorisiko (bzw. immanente Risiko) eingeschätzt, das im Wesentlichen dem negativen Szenario entspricht. Es ergibt sich aus den Auswirkungen eines Risikos in Kombination mit der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos für den Fall, dass es keine Kontrollen gibt, um das Risiko zu steuern oder zu überwachen. Im Einklang mit dem Planungshorizont des Konzerns wird die Risikobewertung für einen Zeitraum von einem Jahr vorgenommen, wobei bei Bedarf, zum Beispiel bei längerfristigen Projekten, auch längere Zeiträume berücksichtigt werden. Der Hauptvorteil der Einschätzung des Bruttorisikos ist, dass es die potenzielle Risikohöhe aufzeigt, die entstünde, falls die Kontrollen komplett ausfallen würden oder nicht eingerichtet worden wären. Die Beurteilung der Auswirkungen und der Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt anhand der nachstehend aufgeführten Kriterien.
Auswirkungen GERING MODERAT BEDEUTEND WESENTLICH SCHWERWIEGEND
Auswirkungen auf Finanzen (Umsatz und / oder Kosten) Finanzen (Umsatz und / oder Kosten) Finanzen (Umsatz und / oder Kosten) Finanzen (Umsatz und / oder Kosten) Finanzen (Umsatz und / oder Kosten)
Reputation Reputation Reputation Reputation Reputation
Zuverlässigkeit der Technologie Zuverlässigkeit der Technologie Zuverlässigkeit der Technologie Zuverlässigkeit der Technologie Zuverlässigkeit der Technologie
Compliance Compliance Compliance Compliance Compliance
Arbeits- & Gesundheits schutzstandards Arbeits- & Gesundheits schutzstandards Arbeits- & Gesundheits schutzstandards Arbeits- & Gesundheits schutzstandards Arbeits- & Gesundheits schutzstandards
Umsetzung von Programmen Umsetzung von Programmen Umsetzung von Programmen Umsetzung von Programmen Umsetzung von Programmen
Eintrittswahrscheinlichkeit SELTEN < 10 % UNWAHRSCHEINLICH 10 – < 30 % MÖGLICH 30 – < 60 % WAHRSCHEINLICH 60 – < 80 % ANNÄHERND SICHER ≥ 80 %

Als nächster Prozessschritt erfolgen die Beurteilung und die Dokumentation der bestehenden Kontrollen, die zur Reduzierung der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos und / oder seiner Auswirkungen bei Eintritt beitragen. Unter Berücksichtigung der bestehenden Kontrollen kann dann eine Einschätzung des aktuellen Risikos bzw. Nettorisikos erfolgen, das im Wesentlichen das realistischerweise zu erwartende Szenario darstellt. Der Hauptvorteil der Einschätzung des Nettorisikos ist, dass es das aktuelle Risikoniveau und die Verlässlichkeit der derzeit durchgeführten Kontrollen aufzeigt.

  • Risikobewältigung: Ist das Management überzeugt, dass die aktuelle Risikobewertung der Risikotoleranz des Konzerns entspricht, wird das Risiko akzeptiert und überwacht, um sicherzustellen, dass es weiterhin seiner Risikotoleranz entspricht. Kommt das Management jedoch zu der Einschätzung, dass die aktuelle Risikoeinstufung zu hoch ist, wird ein Maßnahmenplan erarbeitet, um neue oder stärkere Kontrollen einzuführen, die die Auswirkungen und / oder die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos auf ein akzeptables Niveau reduzieren. Dabei geht es um das so genannte Zielrisiko. Es fungiert als Parameter für das Management, der gewährleistet, dass das Risiko im Einklang mit der Gesamtrisikotoleranz des Konzerns gesteuert wird. Der Risikoverantwortliche ist in der Regel diejenige Person, die die Umsetzung dieses Maßnahmenplans innerhalb einer vereinbarten

37

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

23

Strategie der TUI Group

27

Grundlagen der TUIGroup

34

Risikobericht

50

Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht

54

Wirtschaftsbericht

76

Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group

105

Jahresabschluss der TUI AG

108

Übernahmerechtliche Angaben

111

TUI Aktie

115

Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Frist zu gewährleisten hat. Jeder Geschäftsbereich und jede Funktion überprüft weiterhin fortlaufend das jeweilige Risikoinventar anhand der für den Geschäftsbereich angemessenen Gremien, zum Beispiel eines lokalen Risikoausschusses. Diese Bottom-up-Risikoberichterstattung wird vom GROC zusammen mit den Hauptrisiken des Konzerns erörtert. Neue Risiken werden in das Risikoinventar des Konzerns aufgenommen, wenn sie als signifikant eingestuft werden. So lassen sich Status und Fortschritt wichtiger Maßnahmenpläne entsprechend den Zielen und Erwartungen des Konzerns steuern.

AD-HOC-RISIKOBERICHTERSTATTUNG

Auch wenn ein formaler Prozess zur vierteljährlichen Berichterstattung über Risiken installiert ist, werden Risiken fortlaufend identifiziert, beurteilt und durch Gegenmaßnahmen minimiert. Risiken können daher auch außerhalb des Quartalsprozesses an den Vorstand berichtet werden. Eine solche Ad-hoc-Berichterstattung erfolgt im Idealfall durch den Geschäftsbereich oder die Konzernfunktion, in deren Verantwortung die Steuerung des Risikos liegt, kann aber gegebenenfalls auch durch das Group Risk-Team erfolgen.

HAUPTRISIKEN

Um einen überschaubaren Überblick über die im Prozess berichteten Risiken zu behalten und die Veränderungen in unserer Risikolandschaft nachzuvollziehen, ordnen wir einzelne Risiken in eine Gruppe ähnlicher Risiken ein, die wir als Hauptrisiken des Konzerns berichten. Die Hauptrisiken unterliegen einer Bewertung der Risikotoleranz und werden in diesem Risikobericht separat berichtet. In 2024 wurde eine sorgfältige Überprüfung der Risikolandschaft durchgeführt, in der die in der oben gezeigten Grafik gezeigten Hauptrisiken bestätigt wurden. Das Business-Transformationsrisiko nimmt dabei das Risiko „Mangelnde Integration und Flexibilität“ des Vorjahres auf und entwickelt es weiter. Aufgrund der insgesamt gebesserten Risikolage des Konzerns sind die im Vorjahr aufgeführten Risiken „Inputkostenvolatilität“, „Zugang zum EU-Luftraum nach dem Brexit“, „Unzureichende Gewinnung und Bindung von Fach- und Führungskräften“ sowie „Verstöße gegen regulatorische Anforderungen“ keine Hauptrisiken mehr für die TUI Group. Von den verbliebenen Hauptrisiken hat sich das saisonale Cash-Flow-Profil gegenüber dem Vorjahr nennenswert reduziert, während die übrigen Risiken unverändert eingeschätzt werden.

AUFSICHT ÜBER DAS RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Der Prüfungsausschuss erhält von der Konzernrevision Bestätigungen zu einer Auswahl von Hauptrisiken, Prozessen und Initiativen zur Geschäftstransformation, die für den anhaltenden Erfolg des Konzerns am wichtigsten sind. Der externe Abschlussprüfer der TUI AG hat gemäß § 317 Abs. 4 HGB das Risikofrüherkennungssystem als Teil des Risikomanagementsystems geprüft. Das Risikofrüherkennungssystem ist nach § 91 Abs. 2 AktG vorgeschrieben, und der Abschlussprüfer hat zu beurteilen, ob das System seine Aufgaben erfüllen kann.

Risikobereitschaft

Der Vorstand und der Prüfungsausschuss haben gemeinsam mit dem Konzern-Risikokomitee (GROC) die Risikobereitschaft des Konzerns für die vier Risikotypen – strategisch, operativ, compliancebezogen und finanziell – überprüft: Abweichend zum Vorjahr wurden die operativen Risiken weiter in strategische und operative Risiken differenziert, um der jeweils unterschiedlichen Risikobereitschaft Rechnung zu tragen. Der Grafik auf dieser Seite liegen die auf Seite 37 genannten Bewertungskriterien zugrunde. Sofern sich aus der Risikobezeichnung nichts anderes ergibt, betreffen die in den nachfolgenden Tabellen dargestellten Risiken alle Segmente des Konzerns.# Risikobericht

Die aufgeführten Risiken sind die Hauptrisiken, denen wir ausgesetzt sind, jedoch entwickeln sich die Risiken im Laufe der Zeit aufgrund der Dynamik unseres Geschäfts.

Risikopositionen

EINTRITTSWAHRSCHEINLICHKEIT AUSWIRKUNGEN HAUPTRISIKEN
1 10 1 Business Transformation
2 3 2 Wechselnde Kundenbedürfnisse
3 5 3 Saisonales Cash-Flow-Profil
4 9 4 Informationssicherheit
5 7 5 Nachhaltiger Tourismus
6 4 6 Abhängigkeiten in der Lieferkette
7 8 7 Geopolitische Störungen
8 6 8 Klimawandel
9 1 9 Sicherheit und Gesundheit
10 2 10 Joint-Venture-Partnerschaften

INHALT

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
    • 23 Strategie der TUI Group
    • 27 Grundlagen der TUIGroup
    • 34 Risikobericht
    • 50 Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
    • 54 Wirtschaftsbericht
    • 76 Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
  • 105 Jahresabschluss der TUIAG
  • 108 Übernahmerechtliche Angaben
  • 111 TUI Aktie
  • 115 Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Risikotragfähigkeit / Gesamtbeurteilung

Der Konzern führt mindestens jährlich eine Risikotragfähigkeitsprüfung durch, bei der sowohl die finanziellen Auswirkungen einzelner Hauptrisiken als auch bestimmte Szenarien mit ihren Auswirkungen auf die Gesamt- risikoposition der Risikotragfähigkeit des Konzerns, definiert als erwarteter Tiefstand unserer Liquiditätsreserve, gegenübergestellt werden. Der Analyse nach führen weder einzelne Hauptrisiken noch die betrachteten Szenarien zu einer Position, die den Fortbestand des Konzerns gefährdet.

Hauptrisiken

1. BUSINESS TRANSFORMATION

Die Unternehmenstransformation fokussiert sich auf die Erreichung unserer Ziele in Bezug auf Gewinnung neuer Kunden und der Etablierung neuer Produkte durch ein skalierendes Geschäftsmodell mit einer wett- bewerbsfähigen Kostenstruktur sowie begeisternde Kundenerlebnisse. Unser Fokus bei der Umsetzung dieser Projekte liegt auf einer Weiterentwicklung unseres Geschäftsbetriebs und der Verbesserung des Kundenerlebnisses durch attraktive, intuitive und durchgängige Kundendienst- leistungen. Wir sind uns des Risikos einer ineffektiven Umsetzung bewusst, das aus verschiedenen Faktoren resultieren könnte:

  • Mangelnde Priorisierung der Initiativen mit dem größten wirtschaftlichen Nutzen für TUI und unzureichende Ressourcen für die Umsetzung zum geplanten Zeitpunkt. Eine unzureichende Umgestaltung, besonders im Bereich Märkte + Airline, kann unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Fähigkeit, ein attraktives Kundenerlebnis zu bieten sowie Qualität und operative Effizienz zu liefern, beeinträchtigen.
Risikobegrenzende Faktoren
  • Regelmäßige Updates zu und Erörterung von strategischen Themen und Initiativen in GEC, Vorstand und Aufsichtsrat
  • Zuweisung von Ressourcen und Budgets für strategische Initiativen, unter anderem an Produktverantwort- liche und Projektteams
  • Genehmigung von Business Cases in Bezug auf strategische Initiativen durch das zuständige Gremium (im Einklang mit der Investitionsgenehmigungsrichtlinie des Konzerns)
  • Aufnahme strategischer Initiativen und KPIs in den Budgetprozess und die Dreijahresplanung
  • Ein Projektberichterstattungs-Tool und die Berichterstattung über strategische KPIs in monatlichen Analysen der wirtschaftlichen Entwicklung und Finanzlage erhöhen systematisch die Transparenz bezüglich des Projekt- fortschritts.
  • Zentralisierte Management-Strukturen für die Überwachung der Gesellschaften im Geschäftsbereich Märkte + Airline

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    • 27 Grundlagen der TUIGroup
    • 34 Risikobericht
    • 50 Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
    • 54 Wirtschaftsbericht
    • 76 Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
  • 105 Jahresabschluss der TUIAG
  • 108 Übernahmerechtliche Angaben
  • 111 TUI Aktie
  • 115 Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Hauptrisiken

2. WECHSELNDE KUNDENBEDÜRFNISSE

Obwohl wir in den letzten Jahren eine anhaltende Nachfrage nach touristischen Reisen beobachtet haben, wissen wir, dass Reiseausgaben disponibel sind und die Kunden eine Vielzahl von Reiseoptionen und -angeboten zur Auswahl haben. Die große Auswahl und die Transparenz, die Online-Plattformen bieten, führen zu einer preissensiblen Nachfrage und schaffen ein wettbewerbsorientiertes Marktumfeld. Moderne Technologie ermöglicht es den Reisenden, verschiedene Komponenten ihrer Urlaubsreise selbstständig zu buchen und zu kombinieren, oft zu Preisen, die je nach aktueller Kosten- und Nachfragesituation schwanken. Für TUI besteht das Risiko, dass wir unseren Kunden die Vorteile von Pauschalreisen nicht effektiv vermitteln und dass wir es versäumen könnten, unser Angebot um individuelle Komponenten und flexible Preisoptionen zu erweitern. Darüber hinaus könnte das Versäumen, schnell auf Markttrends und sich ändernde Kundenpräferenzen zu reagieren, zu einem Verlust unserer Wettbewerbsfähigkeit und einem Rückgang der Nachfrage nach unseren Produkten führen.

Um wettbewerbsfähige Preise und flexible Angebote zu sichern, schließen wir vor Saison- beginn eine bestimmte Anzahl von garantierten Betten und Flugsitzen ab. Außerdem betreiben wir unsere eigene Flotte und Hotels. Dieses auf „Risikokapazitäten“ basierende Verfahren bedeutet, dass wir das Risiko unausgelasteter Kapazitäten übernehmen, wenn die Marktnachfrage hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Risikobegrenzende Faktoren
  • Dank unserer Marktposition als globaler Touristikkonzern, unserer Markenstärke und unseres integrierten Geschäftsmodells können wir stabil auf Wettbewerbsrisiken reagieren.
  • Die TUI Group zeichnet sich durch die kontinuierliche Entwicklung neuer Urlaubserlebnisse aus. Wir ent- werfen neue Konzepte und Dienstleistungen, die den Anforderungen und Präferenzen unserer Kunden ent- entsprechen. Wir bauen solide und dauerhafte Beziehungen zu unseren wichtigsten Hotelpartnern auf, wodurch unsere Fähigkeit, neue und exklusive Konzepte für die TUI Group zu entwickeln, weiter gestärkt wird.
  • Durch die auch kurzfristige Kombination von Billigflügen mit aktuell verfügbaren Hotels wird die klassische Pauschalreise vielfältiger. Im Rahmen des „dynamischen Paketierens“ (Dynamic Packaging) können wir auch kurzfristig neue Angebote wie beispielsweise Städtereisen kreieren. Daneben bieten wir individuelle Reise- produkte auch separat an, das heißt Hotel, Flug, Mietwagen, Versicherungen und TUI Musement-Produkte, also Leistungen, die von Ausflügen am Urlaubsort bis zu Museumsbesuchen in der Stadt reichen.
  • Wir nutzen unsere Größe, um Kosten zu reduzieren und wettbewerbsfähige Preise anzubieten.
  • Die Vielzahl von Quellmärkten, die auf externe Schocks in unterschiedlichem Maße reagieren, kann zu einer ausgleichenden Wirkung führen.
  • Wir stellen die Vorteile von Veranstalterreisen mit einem global aufgestellten Anbieter in den Vordergrund, damit unsere Gäste unbeschwert und vertrauensvoll reisen können.
  • Mit unserer Asset-Right-Strategie in unserem Hotelgeschäft streben wir einen Mix an. Eigene oder gepachtete Anlagen werden durch Hotels mit anderen Geschäftsvereinbarungen ergänzt, um die Investitionen in den Urlaubsdestinationen zu steuern. Dies sichert Kapazitäten und begrenzt gleichzeitig die Investitionen.
  • Bewertung der gegenwärtigen und zukünftigen Marktlandschaft für Freizeiterlebnisse auf Grundlage einer Analyse der Verbraucherbedürfnisse, der Entwicklung des Angebots, der sich abzeichnenden Trends und Innovationen sowie von Überlegungen zu Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit von Ressourcen

INHALT

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
    • 23 Strategie der TUI Group
    • 27 Grundlagen der TUIGroup
    • 34 Risikobericht
    • 50 Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
    • 54 Wirtschaftsbericht
    • 76 Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
  • 105 Jahresabschluss der TUIAG
  • 108 Übernahmerechtliche Angaben
  • 111 TUI Aktie
  • 115 Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Hauptrisiken

3. SAISONALES CASH-FLOW-PROFIL

Die Touristik ist durch die Saisonalität des Geschäftsverlaufs geprägt. Die Gewinne werden überwiegend in den europäischen Sommermonaten erwirtschaftet. Auch die Zahlungsströme verlaufen ähnlich saisonal. Mit dem Eingang der Anzahlungen und Restzahlungen der Kunden ist der Bestand an liquiden Mitteln im Sommer am höchsten. Im Winter ist er am niedrigsten, da dann die Verpflichtungen gegenüber vielen Lieferanten nach Ende der Sommersaison zu begleichen sind („touristische Saisonalität“). Es besteht das Risiko, dass wir im Winter den saisonal bedingten geringen Bestand an liquiden Mitteln nicht angemessen steuern. Das könnte dazu führen, dass der Konzern im Winter nicht über ausreichend flüssige Mittel verfügt, um seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können und seine vertraglich festgelegten Finanzkennzahlen einzuhalten.

Risikobegrenzende Faktoren
  • Der Vorstand überwacht die Zahlungsströme des Konzerns weiterhin intensiv.
  • Mit der weiterhin positiven Entwicklung des Finanzmittelbestands im Geschäftsjahr 2024 verfügt die TUI Group aus Sicht des Vorstands trotz der vorhandenen Risiken aktuell und auf absehbare Zeit über ausreichende Mittel, die sowohl aus der Mittelaufnahme als auch aus operativen Cash Flows resultieren, um ihren Zahlungs- verpflichtungen nachzukommen und die Unternehmensfortführung entsprechend zu gewährleisten.
  • Unsere auf Urlaubserlebnisse fokussierte Strategie hilft uns, das Saisonalitätsrisiko zu reduzieren, da Hotels, Kreuzfahrten und Zielgebietserlebnisse ein ausgewogeneres unterjähriges Gewinn- und Cash-Flow-Profil aufweisen.
  • Da wir in zahlreichen Quellmärkten vertreten sind, profitieren wir von einer Reihe antizyklischer Merkmale. So spielt beispielsweise die Wintersaison in den Quellmärkten Nordische Länder und Kanada eine wichtigere Rolle.# INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

23 Strategie der TUI Group
27 Grundlagen der TUIGroup
34 Risikobericht
50 Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
54 Wirtschaftsbericht
76 Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
105 Jahresabschluss der TUIAG
108 Übernahmerechtliche Angaben
111 TUI Aktie
115 Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Art des Risikos

Risikobegrenzende Faktoren

4. INFORMATIONSSICHERHEIT

Der Schutz der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der von uns für unsere Gäste, Mitarbeitenden und Gesellschaften zu verarbeitenden Daten liegt in unserer Verantwortung. Aufgrund zunehmender Digitalisierung, unserer Lieferkette, der Nutzung neuer Technologien wie generativer KI, weltweit staatlich oder privat gelenkter zunehmender Cyber-Kriminalität und stärkerer Regulierung (zum Beispiel EU-DSGVO) handelt es sich hier um ein dynamisches Risiko. Zugleich erhöhen die Zusammenführung unter der gemeinsamen Dachmarke TUI und unsere zunehmende Abhängigkeit von Online-Vertriebs- und -Kundenbetreuungskanälen unsere Gefährdung und die möglichen Auswirkungen von Cyber-Angriffen. Sollte es uns nicht gelingen, konzernweit ein angemessenes Schutzniveau durch Sicherheitskontrollen zu gewährleisten, könnte dies erhebliche negative Auswirkungen auf unsere wichtigsten Stakeholder haben, mit einem Reputationsschaden einhergehen und darüber hinaus auch finanzielle Folgen haben.

  • Der Vorstand verpflichtet sich weiterhin, Initiativen zu unterstützen, die gewährleisten, dass alle bestehenden und künftigen IT-Systeme nach dem Prinzip „Secure by Design“ ausgestaltet und gegen Denial-of-Service- Angriffe geschützt werden, die die Systemverfügbarkeit beeinträchtigen könnten, dass das Risiko einer Schadensanfälligkeit gesteuert wird und dass der Benutzerzugang kontrolliert wird. Sicherheit ist bei all unserem Handeln unsere oberste Priorität.
  • Das IT-Sicherheits-Managementsystem der TUI gewährleistet einen koordinierten, auf Standards basierenden, proaktiven Ansatz zur Identifizierung und zum Management von IT-Sicherheitsrisiken im gesamten Konzern.
  • Wir sorgen für die Sicherheit der Mitarbeitenden in der digitalen Welt. Unsere Mitarbeitenden durchlaufen geeignete Schulungsmaßnahmen und Sensibilisierungskampagnen, um ihr Bewusstsein für IT-Sicherheitsrisiken zu schärfen. TUI investiert in eine moderne Authentifizierung und den Schutz der digitalen Identitäten unserer Gäste und Mitarbeitenden.
  • Auch in unsere Software-Entwicklungs- und Freigabeprozesse sind entsprechende Schutzmaßnahmen integriert.
  • Unsere Methodik, Kontrollen, Richtlinien und Vorgaben zur Bewertung von Sicherheitsrisiken wurden um Bestimmungen für die Bewertung und sichere Nutzung generativer KI ergänzt.
  • Wir erhöhen den Reifegrad und die Reichweite unseres Security Operations Centre und der Plattform, um kriminelle Angriffe und IT-Sicherheitsvorfälle zu antizipieren, zu entdecken und darauf zu reagieren.
  • Wir erreichen kontinuierliche Verbesserungen durch Erkenntnisse aus realen oder simulierten Cyber-Angriffen.

5. NACHHALTIGER TOURISMUS

Nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist für die TUI Group ein wesentliches Grundprinzip der Unternehmensführung und ein Eckpfeiler unserer Strategie zur kontinuierlichen Steigerung des Unternehmenswerts. So sichern wir die Voraussetzungen für einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg und übernehmen Verantwortung für eine nachhaltige Transformation des Tourismussektors. Unser Fokus liegt auf einer Reduzierung der Umweltauswirkungen unseres Geschäftsbetriebs und der Förderung verantwortlicher Sozialpolitiken und -ergebnisse, sowohl direkt durch unser eigenes Geschäft als auch indirekt durch unseren Einfluss auf unsere Lieferkettenpartner, wodurch wir die nachhaltige Transformation der Tourismusbranche vorantreiben wollen. Sollte es uns nicht gelingen, soziale und ökologische Verbesserungen in unseren Gesellschaften durchgängig erfolgreich umzusetzen, besteht das Risiko, dass unsere Lieferanten unsere CSR-Standards nicht einhalten und es uns nicht gelingt, die Destinationen zu einem nachhaltigeren Tourismusmanagement zu bewegen. Sollte es uns nicht gelingen, unseren positiven Einfluss auf die Destinationen zu maximieren und die negativen Folgen in dem von den Anspruchsgruppen erwarteten Maß zu minimieren, könnte dies zu einem Vertrauensverlust bei unseren Stakeholdern, einem Reputationsschaden sowie einem Rückgang der Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen führen.

  • Ziel der TUI Sustainability Agenda ist es, Branchenstandards und ambitionierte Ziele zu setzen und voranzutreiben und Pläne zu deren Umsetzung für alle Unternehmensteile auszuarbeiten. Dies bedeutet, dass wir unsere Mitarbeitenden, Partner und Gäste aktiv miteinbeziehen wollen, um Nachhaltigkeit spürbar und emotional erlebbar zu machen.
  • Das Group Sustainability-Team setzt klare Ziele und Prioritäten und legt den Rahmen für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda fest.
  • Wir betreiben eine der CO2-effizientesten Airlines Europas und investieren weiterhin in neue, noch effizientere Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe.
  • Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, bis spätestens zum Jahr 2050 in allen Geschäftsbereichen und unserer Lieferkette Netto-Null-Emissionen zu erreichen.
  • Wir haben wissenschaftsbasierte Ziele zur Emissionsreduktion bis 2030 für unsere Flug-, Hotel- und Kreuzfahrtgesellschaften festgelegt, die von der Science Based Targets Initiative (SBTi) validiert wurden.
  • Wir entwickeln und realisieren Emissionsreduktionspläne für unsere Flugzeuge, Kreuzfahrtschiffe und Hotels, um Emissionen signifikant zu senken.
  • Wir halten die zunehmend auf Lieferketten ausgerichteten Vorschriften ein (zum Beispiel deutsches Lieferkettengesetz oder EU-Vorschriften zur Sorgfaltspflicht in der Lieferkette 2025) und führen neue Prozesse und Strukturen mit einem starken Fokus auf unsere Beschaffung ein.
  • Wir haben ein Umweltmanagementsystem eingeführt. Alle TUI Airlines sind nach ISO 14001 zertifiziert worden.
  • Wir setzen uns für höhere Sozial- und Umweltstandards ein, indem wir die Hotelanbieter zu einer vom Global Sustainable Tourism Council (GSTC) anerkannten Nachhaltigkeitszertifizierung und zur Anwendung der GSTC-Kriterien bei TUI Erlebnissen motivieren.
  • Wir ermöglichen es unseren Kunden, mehr nachhaltige Urlaubsentscheidungen zu treffen.

6. ABHÄNGIGKEITEN IN DER LIEFERKETTE

Anbieter von Urlaubs- und Reisediensten sind dem immanenten Risiko ausgesetzt, dass ihre Hauptlieferanten, insbesondere für Hotels, Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe, ausfallen können. Dieses Risiko wird durch die branchenübliche Praxis von Vorauszahlungen an Hoteliers zur Sicherung von Hotelkontingenten für die Saison sowie in Bereichen verschärft, in denen ein Produkt oder eine Dienstleistung von einem einzigen Lieferanten bezogen wird. Es besteht das Risiko, dass wir bei einem Ausfall eines wichtigen Service unserer Hauptlieferanten unsere Kern- tätigkeit nicht fortführen könnten.

  • Wir arbeiten mit namhaften, wirtschaftlich gut aufgestellten Lieferanten, insbesondere in Bereichen, in denen ein Service von einem einzigen Lieferanten bezogen wird.
  • Wir überprüfen regelmäßig die Leistungen der Lieferanten anhand der vereinbarten Bedingungen.
  • Wir pflegen gute Arbeitsbeziehungen zu jedem unserer wichtigen Lieferanten.
  • Eigene Hotels und Hotels, die mit Joint Venture-Partnern betrieben werden, machen einen wesentlichen Teil unseres Programms aus. Dadurch wird unser immanentes Risiko in diesem Bereich reduziert.
  • Vorauszahlungen basieren auf einem geregelten Genehmigungsverfahren, um die Höhe der geleisteten Anzahlungen zu begrenzen und um sicherzustellen, dass diese Zahlungen nur an vertrauens- und kredit- würdige Vertragspartner geleistet werden.
  • Kundenerlebnisse werden laufend überwacht, um Schwachstellen zu identifizieren und um zusammen mit den relevanten Lieferanten die Erlebnisse für die Kunden wieder auszubauen.# GEOPOLITISCHE STÖRUNGEN

Anbieter von Urlaubs- und Reisediensten sind dem immanenten Risiko ausgesetzt, dass in bestimmten Desti- nationen externe Ereignisse eintreten können. Dazu gehören Naturkatastrophen wie die in den letzten Jahren aufgetretenen Waldbrände oder Wirbelstürme, Ausbrüche von Krankheiten oder geopolitische Begebenheiten wie Terrorismus oder politische Instabilitäten. Es besteht das Risiko, dass wir bei einem solchen Ereignis von operativen Beeinträchtigungen oder Kosten betroffen sein könnten. Es könnte erforderlich sein, unsere Kunden auszufliegen und / oder zusätzliche Unter- stützung bereitzustellen, und / oder das Ereignis könnte zu einem erheblichen Rückgang der Nachfrage für die betroffenen Ziele auch über einen längeren Zeitraum führen .

  • Unser Kompetenzzentrum Group Security, Health, Safety & Crisis (Group SHSC) verfügt über eine zentralisierte Funktion für die Planung und Koordinierung des Krisenmanagements, die zentralisierte Rahmenwerke, Personalberichterstattungsstrukturen, Vorfallmanagementsysteme und Krisenkommunikationspläne bietet, die bei der Durchführung aller Maßnahmen vor Ort eingesetzt werden.
  • Unsere gut etablierten Krisenmanagementprozesse, Notfallpläne und Business-Continuity-Pläne werden bei Eintritt eines Ereignisses dieser Art aktiviert. Sie konzentrieren sich auf das Wohlergehen unserer Gäste.
  • Dank unserer Präsenz in wichtigen Urlaubsdestinationen können wir bei Eintritt eines lokalen Ereignisses unseren Gästen alternative Optionen anbieten und unser Destinationsportfolio umschichten. Die betroffene Region wird in künftigen touristischen Saisons gegebenenfalls nicht mehr angeboten.

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INHALT
DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
23
Strategie der TUI Group
27
Grundlagen der TUIGroup
34
Risikobericht
50
Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
54
Wirtschaftsbericht
76
Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
105
Jahresabschluss der TUIAG
108
Übernahmerechtliche Angaben
111
TUI Aktie
115
Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Art des Risikos
Risikobegrenzende Faktoren

8. KLIMAWANDEL

Im Zusammenhang mit dem Klimawandel bestehen erhebliche Unsicherheiten in Bezug auf das Klimasystem und die Art und Weise, wie weltweit mit den Auswirkungen von klimatischen Veränderungen umgegangen wird. Die physischen Auswirkungen sind bereits heute spürbar und werden sich voraussichtlich weiter verstärken. Vor diesem Hintergrund werden in zunehmendem Umfang Maßnahmen zum Klimaschutz auf den Weg gebracht.

Art des Risikos Risikobegrenzende Faktoren
Höhere Kosten aufgrund der Einführung neuer oder der Ausweitung bestehender Mechanismen zur CO 2 - Bepreisung (einschließlich der Weitergabe höherer Kosten der Lieferanten) und durch neue Energie- und Emissionsvorschriften • TUI hat sich zur Dekarbonisierung ihres Geschäfts verpflichtet und ehrgeizige, befristete, wissenschaftlich fundierte und von der SBTi validierte Emissionsreduktionsziele festgelegt.
• Um diese zu erreichen, beschafft TUI Airlines moderne Flugzeuge, setzt betriebliche Effizienzsteigerungen um (einschließlich Routenoptimierung) und wird den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe ( SAF) erhöhen. TUI hat bereits Kooperationsvereinbarungen geschlossen, um die Produktion und Bereitstellung von SAF zu fördern.
• TUI Cruises investiert in einen energieeffizienten Schiffsbetrieb, kraftstoffsparende Routenoptimierung, Landstrom in Häfen sowie alternative Kraftstoffe wie nachhaltige Biokraftstoffe, Bio-LNG und grünes Methanol. Die zwei Neubauten, die bis 2026 in die Flotte aufgenommen werden, werden kein Schweröl ver- wenden. Die 2024 in Dienst gestellte Mein Schiff 7 fährt mit Marinediesel statt mit Schweröl und kann perspektivisch grünes Methanol nutzen, das aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt wird. Es verfügt über einen Landstromanschluss sowie weiterentwickelte Katalysatoren, die den EURO-6-Standard im Hafen einhalten.
• TUI Hotels & Resorts setzt auf erneuerbare Energien und einen ressourcenschonenden Betrieb, um die Emissionen der Hotels so weit wie möglich zu reduzieren.
Strengere Vorschriften und Einschränkungen für die Luftfahrt- und Kreuzfahrtindustrie, die zu Umsatzrück- gängen und / oder Stranded Assets führen • Das Management von Markt- und Reputationsrisiken hängt von der erfolgreichen Umsetzung unserer Initiativen zur Emissionssenkung ab. Daher haben wir Fahrpläne aufgestellt, um unsere wissenschaftlich fundierten Ziele zu erreichen.
• Auch wenn die Flugkosten höchstwahrscheinlich steigen werden, müssen alle Marktteilnehmer diese „grüne Inflation“ ausgleichen. Mit unserer hochmodernen, effizienten Flotte ist unser Kostenanstieg wahrscheinlich wettbewerbsfähig. Zudem ist der Anteil zusätzlicher Kosten für CO 2 -reduziertes Fliegen in einer Pauschal- reise geringer, so dass wir davon ausgehen, dass wir die zusätzlichen Kosten weiterbelasten können.
• TUI hat sich wissenschaftlich fundierte Emissionsreduktionsziele für 2030 und ein Net-Zero-Ziel für 2050 gesetzt. Aufgrund der finanziellen Leistungsfähigkeit wird die TUI Group weiterhin von verschiedenen Finanzgebern wahrgenommen. TUI baut Beziehungen zu neuen Finanzierungsmöglichkeiten auf und beob- achtet die Entwicklung des Marktes. TUI befindet sich in einem kontinuierlichen Informationsaustausch mit Leasinggebern und der Finanzwirtschaft, um das Vertrauen in die Strategie zu fördern .
Kostspielige oder nicht verfügbare künftige Treibstoffe und Technologien, die zu höheren Kosten führen oder eine weitere Dekarbonisierung und die Einhaltung von Vorschriften verhindern • Das Management von Markt- und Reputationsrisiken hängt von der erfolgreichen Umsetzung unserer Initiativen zur Emissionssenkung ab. Daher haben wir Fahrpläne aufgestellt, um unsere wissenschaftlich fundierten Ziele zu erreichen.
• Auch wenn die Flugkosten höchstwahrscheinlich steigen werden, müssen alle Marktteilnehmer diese „grüne Inflation“ ausgleichen. Mit unserer hochmodernen, effizienten Flotte ist unser Kostenanstieg wahrscheinlich wettbewerbsfähig. Zudem ist der Anteil zusätzlicher Kosten für CO 2 -reduziertes Fliegen in einer Pauschal- reise geringer, so dass wir davon ausgehen, dass wir die zusätzlichen Kosten weiterbelasten können.
• TUI hat sich wissenschaftlich fundierte Emissionsreduktionsziele für 2030 und ein Net-Zero-Ziel für 2050 gesetzt. Aufgrund der finanziellen Leistungsfähigkeit wird die TUI Group weiterhin von verschiedenen Finanzgebern wahrgenommen. TUI baut Beziehungen zu neuen Finanzierungsmöglichkeiten auf und beob- achtet die Entwicklung des Marktes. TUI befindet sich in einem kontinuierlichen Informationsaustausch mit Leasinggebern und der Finanzwirtschaft, um das Vertrauen in die Strategie zu fördern .
Rückläufige Gästezahlen aufgrund veränderter Verbraucherpräferenzen und Verhaltensweisen sowie eine zunehmend negative Einstellung der Öffentlichkeit zum Reisen, was zu Umsatzrückgängen führt • Das Management von Markt- und Reputationsrisiken hängt von der erfolgreichen Umsetzung unserer Initiativen zur Emissionssenkung ab. Daher haben wir Fahrpläne aufgestellt, um unsere wissenschaftlich fundierten Ziele zu erreichen.
• Auch wenn die Flugkosten höchstwahrscheinlich steigen werden, müssen alle Marktteilnehmer diese „grüne Inflation“ ausgleichen. Mit unserer hochmodernen, effizienten Flotte ist unser Kostenanstieg wahrscheinlich wettbewerbsfähig. Zudem ist der Anteil zusätzlicher Kosten für CO 2 -reduziertes Fliegen in einer Pauschal- reise geringer, so dass wir davon ausgehen, dass wir die zusätzlichen Kosten weiterbelasten können.
• TUI hat sich wissenschaftlich fundierte Emissionsreduktionsziele für 2030 und ein Net-Zero-Ziel für 2050 gesetzt. Aufgrund der finanziellen Leistungsfähigkeit wird die TUI Group weiterhin von verschiedenen Finanzgebern wahrgenommen. TUI baut Beziehungen zu neuen Finanzierungsmöglichkeiten auf und beob- achtet die Entwicklung des Marktes. TUI befindet sich in einem kontinuierlichen Informationsaustausch mit Leasinggebern und der Finanzwirtschaft, um das Vertrauen in die Strategie zu fördern .
Rückgang der Gesamtnachfrage der Gäste, da die Preise unserer Produkte im Zusammenhang mit höheren Investitionen und operativen Aufwendungen steigen werden, um CO 2 -arme Produkte anbieten zu können • Das Management von Markt- und Reputationsrisiken hängt von der erfolgreichen Umsetzung unserer Initiativen zur Emissionssenkung ab. Daher haben wir Fahrpläne aufgestellt, um unsere wissenschaftlich fundierten Ziele zu erreichen.
• Auch wenn die Flugkosten höchstwahrscheinlich steigen werden, müssen alle Marktteilnehmer diese „grüne Inflation“ ausgleichen. Mit unserer hochmodernen, effizienten Flotte ist unser Kostenanstieg wahrscheinlich wettbewerbsfähig. Zudem ist der Anteil zusätzlicher Kosten für CO 2 -reduziertes Fliegen in einer Pauschal- reise geringer, so dass wir davon ausgehen, dass wir die zusätzlichen Kosten weiterbelasten können.
• TUI hat sich wissenschaftlich fundierte Emissionsreduktionsziele für 2030 und ein Net-Zero-Ziel für 2050 gesetzt. Aufgrund der finanziellen Leistungsfähigkeit wird die TUI Group weiterhin von verschiedenen Finanzgebern wahrgenommen. TUI baut Beziehungen zu neuen Finanzierungsmöglichkeiten auf und beob- achtet die Entwicklung des Marktes. TUI befindet sich in einem kontinuierlichen Informationsaustausch mit Leasinggebern und der Finanzwirtschaft, um das Vertrauen in die Strategie zu fördern .
Schwierigkeiten beim Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten und steigende Kapitalkosten, falls es nicht gelingen sollte, die Emissionen im Einklang mit den Markterwartungen zu reduzieren • Das Management von Markt- und Reputationsrisiken hängt von der erfolgreichen Umsetzung unserer Initiativen zur Emissionssenkung ab. Daher haben wir Fahrpläne aufgestellt, um unsere wissenschaftlich fundierten Ziele zu erreichen.
• Auch wenn die Flugkosten höchstwahrscheinlich steigen werden, müssen alle Marktteilnehmer diese „grüne Inflation“ ausgleichen. Mit unserer hochmodernen, effizienten Flotte ist unser Kostenanstieg wahrscheinlich wettbewerbsfähig. Zudem ist der Anteil zusätzlicher Kosten für CO 2 -reduziertes Fliegen in einer Pauschal- reise geringer, so dass wir davon ausgehen, dass wir die zusätzlichen Kosten weiterbelasten können.
• TUI hat sich wissenschaftlich fundierte Emissionsreduktionsziele für 2030 und ein Net-Zero-Ziel für 2050 gesetzt. Aufgrund der finanziellen Leistungsfähigkeit wird die TUI Group weiterhin von verschiedenen Finanzgebern wahrgenommen. TUI baut Beziehungen zu neuen Finanzierungsmöglichkeiten auf und beob- achtet die Entwicklung des Marktes. TUI befindet sich in einem kontinuierlichen Informationsaustausch mit Leasinggebern und der Finanzwirtschaft, um das Vertrauen in die Strategie zu fördern .
Physische Schäden an Vermögenswerten und Betriebsstörungen aufgrund von Extremwetterereignissen • Dieses Risiko wird auf der Ebene der Vermögenswerte gesteuert.
• Wir steuern es durch Versicherungen sowie unser breit aufgestelltes und regional verteiltes Portfolio von Hotels und Resorts, das das Risiko einer Wertminderung von Vermögenswerten diversifiziert.
• Wir halten Pachtverträge mit relativ kurzen Laufzeiten, was uns Flexibilität bei Änderungen der Versicher- barkeit ermöglicht.
Extremwetterereignisse, die zu Störungen an Transport Hubs, Verspätungen und Ausfällen sowie steigenden Kosten führen • Das Risiko einer Störung von Flughäfen wurde in der physischen Risikoanalyse als gering eingestuft. In solchen Fällen arbeitet TUI eng mit den Flughäfen zusammen und überwacht weiterhin das Risikoprofil ihrer wichtigsten Flughäfen.
• Das Festmachen der Kreuzfahrtschiffe ist eine wirksame Gegenmaßnahme. Das Risiko wird durch die flexible Anpassung der Kreuzfahrtrouten weiter gemildert.
Physische Schäden an Vermögenswerten und Betriebsstörungen aufgrund sich längerfristig wandelnder Klima- verhältnisse • Die Szenarioanalyse deutet auf eine höhere Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Extremwetterereignissen hin. Keiner der Standorte unserer Hotels & Resorts ist jedoch während des durch unsere Klimaszenarioanalyse erfassten Zeitraums durch einen Anstieg des Meeresspiegels gefährdet.
• Dieses Risiko wird durch Versicherungsverträge und die von TUI Hotels & Resorts verfolgte Strategie für erneuerbare Energien gesteuert.
Sich wandelnde Wetterverhältnisse, die die Eignung von Quellmärkten für den Tourismus verringern und / oder ihre Attraktivität steigern und so die touristische Nachfrage beeinflussen können • Klimabezogene Faktoren werden beim Ausbau des Segments Hotels & Resorts berücksichtigt .

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INHALT
DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
23
Strategie der TUI Group
27
Grundlagen der TUIGroup
34
Risikobericht
50
Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
54
Wirtschaftsbericht
76
Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
105
Jahresabschluss der TUIAG
108
Übernahmerechtliche Angaben
111
TUI Aktie
115
Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

9. SICHERHEIT UND GESUNDHEIT

Für jeden Anbieter von Urlaubs- und Reisediensten ist es äußerst wichtig, die Sicherheit seiner Kunden und Mitarbeitenden zu gewährleisten. Es besteht das Risiko, dass Kunden oder Mitarbeitende während einer TUI Urlaubsreise oder bei der Erbringung einer Aktivität oder Dienstleistung in einen Unfall bzw. Vorfall oder ein Ereignis mit Krankheits-, Verletzungs- oder Todesfolge verwickelt werden. Neben den für die betreffende(n) Person(en) verursachten Schäden könnten dadurch Störungen der operativen Tätigkeiten, Reputationsschäden für unser Unternehmen und / oder finanzielle Verpflichtungen aufgrund ent- gangener Erträge, mangelnder Nachfrage und / oder des Einleitens rechtlicher Schritte durch die betroffenen Parteien entstehen .

  • Das Kompetenzzentrum Group Security, Health, Safety & Crisis (Group SHSC) prüft, ob das Sicherheits- risikomanagement angemessen in der gesamten Organisation durchgeführt wird, und sorgt für eine kon zern- weite einheitliche Ausrichtung und Konsistenz.
  • Die operative Zuständigkeit von Group SHSC umfasst TUI Veranstalter, TUI Hotels & Resorts und TUI Musement (einschließlich Intercruises). Das Sicherheitsrisikomanagement für die Fluggesellschaften und den Kreuzfahrt- betrieb erfolgt aus der jeweiligen Geschäftseinheit heraus.
  • Datengestützte, risikobasierte Sicherheitsrisikomanagementsysteme sind eingerichtet und werden fort- laufend überprüft / verbessert.
  • Klauseln zum Sicherheitsrisikomanagement sind in die Verträge mit Lieferanten aufgenommen worden.# CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

10. JOINT-VENTURE-PARTNERSCHAFTEN

Bei Touristikunternehmen ist es üblich, im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit teilweise mit Partnern zu arbeiten, um das Risiko neuer Unternehmen zu reduzieren, Zugang zu ihrer Expertise in Bezug auf den jeweiligen lokalen Markt zu erschließen und bei einer Konsolidierung gemäß der At-Equity-Methode die Bilanz im Einklang mit unserer weniger kapitalintensiven Asset-Right-Strategie zu stärken. Bedeutende Unternehmen im Bereich Hotels & Resorts und Kreuzfahrten sind Joint-Venture-Partnerschaften. Obwohl deren operative Führung nicht bei der TUI liegt, werden sie als integraler Bestandteil der TUI betrachtet. Details zu unserer Strategie siehe Seite 23 Sollte es uns nicht gelingen, gute Beziehungen zu unseren wichtigsten Partnern zu wahren, könnte dies dazu führen, dass die Ziele der Unternehmen nicht im Einklang mit den Konzernzielen stehen. Dies könnte zu operativen Schwierigkeiten führen und die Erreichung von Finanzzielen gefährden.

  • Wir pflegen gute Arbeitsbeziehungen zu jedem unserer wichtigsten Partner. Sie alle unterstützen und engagieren sich umfassend für die Wachstumsstrategie des Konzerns.
  • Um Parallelstrukturen zu vermeiden und die Einheitlichkeit zu erweitern, bieten wir unseren Partnern an, an unseren Konzernfunktionen gemäß unseren Richtlinien teilzunehmen.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB)

1. RAHMENKONZEPT UND GOVERNANCE

Das international anerkannte „Rahmenwerk COSO“ des Committee of Sponsoring Organizations of the Tread way Commission bildet die konzeptionelle Grundlage für das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der TUI Group. Auf Grundlage des § 107 Abs. 3 AktG befasst sich der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der TUI AG mit der Abschlussprüfung, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems. Im Bericht des Prüfungsausschusses der TUI AG werden die Aussagefähigkeit der Finanzberichterstattung und die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems erläutert. Dies berücksichtigt auch die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems.

Bericht des Prüfungsausschusses: Siehe Seite 18

Der Konzernabschlussprüfer gewinnt Einblick in das etablierte Kontrollumfeld und die Kontrollmaßnahmen des TUI Konzerns. Die Beurteilung ausgewählter Kontrollen ist Teil der rechnungslegungsbezogenen Prüfungen des Abschlussprüfers. Insbesondere die Prüfung der Konzernabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer bzw. die Prüfung der einbezogenen Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften bilden eine wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Das Risikomanagementsystem, das als Enterprise Risk Management-System (ERM-System) als Bestandteil des internen Kontrollsystems eingeführt wurde, ist mit Bezug auf die Konzernrechnungslegung auch auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet. Weitere Erläuterungen zum Risikomanagementsystem werden im Abschnitt „Risiko-Governance“ dieses Risikoberichts erteilt.

2. EINSATZ VON IT-SYSTEMEN

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der TUI AG und der Tochterunternehmen der TUI AG durch lokale Buchhaltungssysteme, vor allem des Herstellers SAP. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der TUI AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen zu standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann durch sämtliche Konzerngesellschaften in das Berichtssystem Oracle Hyperion Financial Management (HFM) eingestellt werden. HFM wird dabei konzernweit als einheitliches Berichts- und Konsolidierungssystem eingesetzt, so dass keine weiteren Schnittstellen zur Erstellung des Konzernabschlusses vorhanden sind.

In HFM werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses der TUI AG, wie zum Beispiel die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragskonsolidierung und die Equity-Bewertung, generiert und vollständig dokumentiert. Nahezu alle Bestandteile des Konzernabschlusses der TUI AG einschließlich der Anhangangaben werden aus dem Konsolidierungssystem HFM entwickelt und validiert. HFM stellt auch diverse Module für Auswertungszwecke zur Verfügung, um ergänzende Informationen zur Erläuterung des Konzernabschlusses der TUI AG aufzubereiten. Der in das Berichts- und Konsolidierungssystem HFM integrierte Workflow-Prozess stellt sicher, dass nach der Erfassung der Datenpakete durch die Berichtsgesellschaften das System gesperrt wird, um weitere Änderungen zu verhindern. Dies sichert die Datenintegrität innerhalb des Systems. Dieser Workflow-Prozess wurde von der Konzernrevision seit Einführung des Systems mehrfach überprüft und validiert. Vom Konzernabschlussprüfer der TUI AG werden aus den im Berichts- und Konsolidierungssystem HFM durch die Konzerngesellschaften erfassten Formularabschlüssen nach eigenem Ermessen bestimmte Formularabschlüsse ausgewählt, die dann für Zwecke der Konzernabschlussprüfung geprüft werden.

3. SPEZIFISCHE (KONZERN-)RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENE RISIKEN

Spezifische (konzern-)rechnungslegungsbezogene Risiken können zum Beispiel aus ungewöhnlichen oder komplexen Geschäften, insbesondere zeitkritisch zum Ende des Geschäftsjahres, entstehen. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem besonderen Risiko behaftet. Aus den Mitarbeitenden notwendigerweise eingeräumten Ermessensspielräumen bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden können weitere (konzern-)rechnungslegungsbezogene Risiken resultieren. Auch aus der Auslagerung und Übertragung von rechnungslegungsspezifischen Aufgaben auf Servicegesellschaften können sich spezifische Risiken ergeben.

4. WESENTLICHE REGELUNGS- UND KONTROLLAKTIVITÄTEN ZUR SICHERSTELLUNG DER ORDNUNGSMÄSSIGKEIT UND VERLÄSSLICHKEIT DER (KONZERN-)RECHNUNGSLEGUNG

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der (Konzern-)Rechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems sollen sicherstellen, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin soll gewährleistet werden, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten sollen ebenfalls sicherstellen, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden. Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduzieren die Möglichkeit doloser Handlungen. Die organisatorischen Maßnahmen sind auch darauf ausgerichtet, unternehmens- oder konzernweite Umstrukturierungen oder Veränderungen in der Geschäftstätigkeit einzelner Geschäftsbereiche zeitnah und sachgerecht in der (Konzern-)Rechnungslegung zu erfassen. Weiterhin soll beispielsweise sichergestellt werden, dass bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrunde liegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt. Das interne Kontrollsystem soll auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des TUI Konzerns gewährleisten und die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur (Konzern-)Rechnungslegung sicherstellen. Zur Absicherung der Finanzprozesse besteht ein konzernweiter Rahmen, bei dem alle wesentlichen in den Konzernabschluss als vollkonsolidi erte Gesellschaften systemunterstützt die Natur ihrer Kontrollen sowie deren Durchführung für die Finanzberichterstattung, die Betrugsprävention und -aufdeckung sowie die Effektivität des Working Capital Managements in Bezug auf definierte Risiken aus Finanzprozessen der Konzernfunktion Group Risk & Controls melden und ihre Wirksamkeit quartalsweise beurteilen müssen. In Stichproben überprüft die Konzernfunktion diese Rückmeldungen und gibt Hinweise zur Verbesserung der Effizienz und Effektivität ab. Soweit Finanzprozesse in dem konzerneigenen Shared Service Center durchgeführt werden, unterstützt diese Funktion zur Weiterentwicklung des Prozess- und Kontrollrahmens.# CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

5. EINSCHRÄNKENDE HINWEISE

Die interne Revision wählt auf der Basis der Rückmeldungen nach eigener Risikoeinschätzung Gesellschaften für eine vertiefende Prüfung der Kontrollmaßnahmen aus. Die Bilanzierungsvorschriften im TUI Konzern regeln zusammen mit den Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungs- grundsätze für die in den TUI Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Sie beinhalten neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht und Kapitalflussrechnung. Die TUI Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die durch die Konzerngesellschaften im Konzernberichtssystem HFM monatlich, quartalsweise oder jährlich zu berichtenden Inhalte im Detail festgelegt. Die TUI Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin zum Beispiel konkrete Vorgaben zur Abbildung, Abstimmung und Abwicklung von Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen und zur Ermittlung des beizulegenden Werts von Vermögenswerten, insbesondere Geschäfts- oder Firmenwerten. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der (Konzern-)Rechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls die Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgeleg ten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte und der hierzu mit dem Abschlussprüfer und dem lokalen Management geführten Abschlussbesprechungen. Gegebenenfalls darüber hinausgehende notwendige inhaltliche Anpassungen können, systemseitig abgegrenzt, von einer der nach-gelagerten Instanzen vorgenommen werden. Durch die bereits systemtechnisch im Berichts- und Konsolidie-rungssystem HFM festgelegten Kontrollmechanismen wird das Risiko der Verarbeitung formal fehlerhafter Abschlüs-se reduziert. Bestimmte Parameter werden zentral auf Konzernebene festgelegt und müssen von den Tochter-gesellschaften angewendet werden. Dies betrifft u. a. auch die zentrale Festlegung der Parameter für die Be-wertung von Pensions- oder sonstigen Rückstellungen sowie die Zinssätze für die Bewertung bestimmter Vermögenswerte im Rahmen von Cash Flow-Modellen. Mit der zentralen Durchführung von Werthaltigkeits-tests für Geschäfts- oder Firmenwerte soll die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien im Konzernabschluss sichergestellt werden.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im TUI Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdi-gung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der (Konzern-)Rechnungs-legung. Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen dann zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und des Risikomanage-mentsystems, sodass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der (Konzern-)Rechnungs-legung gewährleisten kann. Die getroffenen Aussagen beziehen sich nur auf die TUI AG und die nach IFRS 10 in den Konzernabschluss der TUI AG einbezogenen Tochterunternehmen.

INHALT

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
    • Strategie der TUI Group
    • Grundlagen der TUI Group
    • Risikobericht
    • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
    • Wirtschaftsbericht
    • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
    • Jahresabschluss der TUI AG
    • Übernahmerechtliche Angaben
    • TUI Aktie
    • Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht

Vergleich der tatsächlichen Geschäftsentwicklung 2024 mit der Prognose

Insgesamt haben sich die operativen und finanziellen Kennzahlen, wie in unserer Prognose erwartet, im Ver-gleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Der Umsatz der TUI Group stieg im Berichtsjahr von 20,7 Mrd. € auf 23,2 Mrd. €. Der Zuwachs von 11,3 % im Vergleich zum Vorjahr zu konstanten Wechselkursen entsprach damit dem in unserer Prognose unterstellten Wachstum von mindestens 10 %. Ebenfalls erhöhte sich das bereinigte EBIT der TUI Group im Geschäftsjahr 2024 um 319,0 Mio. € auf einen operativen Gewinn von 1.296,2 Mio. €. Die prozentuale Verbesserung des bereinigten EBIT im Vergleich zum Vorjahr zu konstanten Wechselkursen von 35,4 % lag über dem in unserer Prognose angegebenen Wert von mindestens 25 %. Die im Berichtsjahr im Ergebnisausweis bereinigten Nettobelastungen in Höhe von 20,9 Mio. € lagen unterhalb des von uns erwarteten Korridors, der zu konstanten Wechselkursen Nettobelastungen von 25 bis 35 Mio. € beinhaltete, da die angefallenen Restrukturierungsaufwendungen durch positive Abgangsergebnisse ausgeglichen wurden. Infolge der deutlichen Erholung des bereinigten EBIT haben sich auch der ROIC und der Wertbeitrag im Ge-schäftsjahr 2024 signifikant und damit stärker als erwartet verbessert. Im Berichtsjahr betrug der ROIC der TUI Group 24,88 % (Vorjahr 19,10 %). Unter Berücksichtigung der gewichteten Kapitalkosten des Konzerns in Höhe von 10,87 % (Vorjahr 11,76 %) errechnet sich damit ein Wertbeitrag von 729,9 Mio. € (Vorjahr Wertbeitrag von 375,6 Mio. €). Die im Berichtsjahr erfolgten Mittelabflüsse aus Nettosach- und Finanzinvestitionen in Höhe von 602,2 Mio. € (Vorjahr 493,7 Mio. €) lagen ohne Berücksichtigung der in diesem Wert enthaltenen, aber nicht in der Progno-se berücksichtigten anteiligen Kapitaleinlage in die Pep Toni Hotels S. A. in Höhe von 73,5 Mio. € leicht oberhalb der oberen Grenze der von uns erwarteten Bandbreite von 475 bis 525 Mio. €. In der Prognose hatten wir mit einer leichten Verbesserung der Nettoverschuldung in Höhe von 2,1 Mrd. € gerechnet, die zum Ende des Geschäftsjahres 2023 ausgewiesen wurde. Die zum Ende des Geschäftsjah-res 2024 ausgewiesene Nettoverschuldung betrug 1,6 Mrd. € (Vorjahr 2,1 Mrd. €). Die starke Verbesserung war auf die Entwicklung des operativen Cashflows und die leicht geringeren Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen sowie aus der Finanzierung von Vermö-genswerten zurückzuführen, da sich die Auslieferungen für Flugzeuge verzögerten. Für das Geschäftsjahr 2024 hatten wir eine leichte Verringerung der spezifischen CO2-Emissionen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 erwartet. Im Berichtsjahr ging der relative CO2-Ausstoß unserer Airlines um 0,7 % von 61,1 auf 60,7 g / Pkm zurück. Die Verbesserung ist vor allem auf eine höhere Auslastung im Vergleich zu 2023 zurückzuführen sowie auf unsere Flottenerneuerung, bei der ältere Flugzeuge durch neue, CO2-effizientere Flugzeuge ersetzt werden.

Erwartete Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Veränderung in %
Welt
2025 + 3,2
2024 + 3,2
Euro-Zone
2025 + 1,2
2024 + 0,8
Deutschland
2025 + 0,8
2024
Frankreich
2025 + 1,1
2024 + 1,1
Großbritannien
2025 + 1,5
2024 + 1,1
USA
2025 + 2,2
2024 + 2,8
Russland
2025 + 1,3
2024 + 3,6
Japan
2025 + 1,1
2024 + 0,3
China
2025 + 4,5
2024 + 4,8
Indien
2025 + 6,5
2024 + 7,0

Quelle: Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Oktober 2024

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION UND MARKTENTWICKLUNG IN DER TOURISTIK

Einer deutlichen Verstärkung der weltweiten wirtschaftlichen Expansion stehen verschiedene wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und strukturelle Probleme entgegen. Die Perspektiven für den privaten Konsum haben sich zwar verbessert, da die Reallöhne bei nachlassender Inflation und steigenden Vergütungen zumeist nicht mehr fallen. Dies geht aber teilweise zu Lasten der Margen der Unternehmen und der Investitionstätigkeit. Dämpfend wirkt darüber hinaus weiterhin die restriktive Finanzpolitik. Die europäische Wirtschaft verzeichnet niedrige Produktivitätszuwächse; auch hier wird die wirtschaftliche Dynamik durch strukturelle Bremsen ge-hemmt, etwa fehlende Fachkräfte und die starke Regulierung. (IWF, World Economic Outlook, Oktober 2024)

Es wird erwartet, dass der internationale Tourismus im Kalenderjahr 2024 das Niveau vor der Pandemie wieder vollständig erreicht. Dies spiegelt die allmähliche Normalisierung des Tourismus nach einem bereits starken Jahr 2023 wider und beruht insbesondere auf einer weltweit gestiegenen touristischen Nachfrage, einer ver- besserten Fluganbindung sowie der anhaltenden Erholung Chinas und anderer wichtiger asiatischer Märkte. Wirtschaftliche und geopolitische Herausforderungen stellen jedoch weiterhin Hindernisse für die anhaltende Erholung und das Wachstum des internationalen Tourismus dar.# Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht

Experten nennen die Inflation im Reise- und Tourismussektor, insbesondere hohe Transport- und Unterkunftspreise, als größte Herausforderung, mit der der Tourismus derzeit konfrontiert ist. Des Weiteren gelten Personalmangel, die Auswirkungen extremer Wetterereignisse sowie die Unsicherheit im Zusammenhang mit geopolitischen Konflikten und Kriegen als bedeutsame Risiken für den internationalen Tourismus. (UNWTO World Tourism Barometer, September 2024)

AUSWIRKUNGEN AUF DIE TUI GROUP

Die TUI Group ist als ein global operierender touristischer Anbieter abhängig von der Entwicklung der politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Konsumnachfrage in den großen Quellmärkten, in denen wir mit unseren Hotel-, Kreuzfahrt- und Veranstaltermarken vertreten sind. Unsere Planung basiert auf den Annahmen des IWF zur künftigen Entwicklung der Weltwirtschaft und orientiert sich an der langfristigen Prognose der UNWTO.

Erwartete Entwicklung der Ertragslage TUI GROUP

Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen ausländischer Tochterunternehmen in unserem Konzernabschluss erfolgt zu Monatsdurchschnittskursen. Einen wesentlichen Teil des Konzernumsatzes sowie einen hohen Ergebnis- und Cash-Flow-Beitrag erwirtschaftet die TUI Group in Nicht-Euro-Währungen, insbesondere in Britischen Pfund, US-Dollar und Schwedischen Kronen. Unter Berücksichtigung des saisonalen Geschäftsverlaufs in der Touristik hat die unterjährige Kursentwicklung dieser Währungen gegenüber dem Euro daher einen hohen Einfluss auf die im Konzernabschluss der TUI AG ausgewiesenen finanziellen Kennzahlen. Unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Entwicklung der Ertragslage sind für das Geschäftsjahr 2025 der Umsatz sowie das bereinigte EBIT. Definition des bereinigten EBIT siehe „Wertorientierte Konzernsteuerung“ auf Seite 30. Im Zuge der periodischen Wertanalyse betrachten wir den Return on Invested Capital (ROIC) und den absoluten Wertbeitrag als bedeutsamste Leistungsindikatoren. Dabei werden dem im jeweiligen Segment erzielten ROIC die segmentspezifischen Kapitalkosten gegenübergestellt. Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein weiteres Wachstum der Gästezahlen erwartet. In den Planungen des Segments Hotels & Resorts wird für das Geschäftsjahr 2025 eine leichte Verbesserung der Ergebnisse durch Kapazitätsausweitungen, verbesserte Durchschnittsraten und eine weiterhin hohe Auslastung erwartet. Im Segment Kreuzfahrten wird ein leichter Anstieg der Ergebnisse erwartet, insbesondere durch den erstmals ganzjährigen Betrieb der Mein Schiff 7 und den geplanten Zugang der Mein Schiff Relax im Geschäftsjahr 2025. Für TUI Musement erwarten wir eine starke Verbesserung des Ergebnisses durch die Entwicklung der Gästezahlen des Bereichs Märkte + Airline und den weiteren Ausbau des Angebots sowie des Eigen- und Direktvertriebs. Für den Bereich Märkte + Airline wird angenommen, dass die Gästezahlen sowie der Anteil dynamischer Produkte und von Einzelleistungen für Flug und Unterkunft steigen werden und gestiegenen Kosten durch höhere durchschnittliche Reisepreise entgegengewirkt werden kann. Die nachfolgenden Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im Geschäftsjahr 2025 basieren auf der Annahme konstanter Wechselkurse des abgelaufenen Geschäftsjahres 2024 und unterliegen den bislang bekannten makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere im Nahen Osten.

Erwartete Entwicklung von Umsatz und bereinigtem EBIT des Konzerns

Mio. € 2024 2025
Umsatz 23.167 Wachstum von 5 – 10 %
Bereinigtes EBIT 1.296 Wachstum von 7 – 10 %
Bereinigungen 21 rund 40 – 60 Mio. € Kosten
  • Steigerung gegenüber Vorjahr in Prozent auf Basis konstanter Wechselkurse und im Rahmen der derzeit bekannten makrokonjunkturellen und geopolitischen Unwägbarkeiten, insbesondere im Nahen Osten.

UMSATZ

Der Umsatz der TUI Group im Berichtsjahr betrug 23,2 Mrd. €. Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir einen Anstieg des Umsatzes der TUI Group um 5 bis 10 % auf Basis konstanter Wechselkurse im Vergleich zu 2024.

BEREINIGTES EBIT

Das bereinigte EBIT der TUI Group im Geschäftsjahr 2024 betrug 1.296,2 Mio. €. Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir eine Verbesserung des bereinigten EBIT der TUI Group um 7 bis 10 % auf Basis konstanter Wechselkurse im Vergleich zu 2024.

51

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

23

Strategie der TUI Group

27

Grundlagen der TUI Group

34

Risikobericht

50

Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht

54

Wirtschaftsbericht

76

Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group

105

Jahresabschluss der TUI AG

108

Übernahmerechtliche Angaben

111

TUI Aktie

115

Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

BEREINIGUNGEN

Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir zu bereinigende Nettobelastungen auf Basis konstanter Wechselkurse in Höhe von 40 bis 60 Mio. €. Für Details zu Zielen und Strategien siehe ab Seite 23; für Details zu Risiken siehe den Risikobericht ab Seite 30.

ROIC UND WERTBEITRAG

Durch die erwartete Verbesserung unseres operativen Ergebnisses sollten sich der ROIC und der Wertbeitrag in Abhängigkeit von der Entwicklung der Kapitalkosten der TUI Group im Vergleich zu 2024 leicht verbessern.

Erwartete Entwicklung der Finanzlage

Für die Entwicklung der Finanzlage des Konzerns im Geschäftsjahr 2025 haben wir die Nettosach- und Finanzinvestitionen und die Nettofinanzposition des Konzerns als die bedeutsamsten Leistungsindikatoren identifiziert.

Erwartete Entwicklung der Finanzlage des Konzerns

Mio. € 2024 2025
Nettosach- und -finanzinvestitionen 602,2 rund 620 – 680 Mio. €
Nettofinanzposition 1.640,5 leichter Rückgang
  • Vorbehaltlich der Klärung des Lieferplans für Boeing-Flugzeuge und des sich daraus ergebenden Zeitplans für Vorauszahlungen (PDPs)

NETTOSACH- UND FINANZINVESTITIONEN

Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir Nettosach- und Finanzinvestitionen von 620 bis 680 Mio. €.

NETTOFINANZPOSITION

Wir gehen von einem leichten Rückgang der Nettoverschuldung des Konzerns im Geschäftsjahr 2025 aus.

Nachhaltige Entwicklung

KLIMASCHUTZ UND EMISSIONEN

Als bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator betrachten wir den spezifischen CO2-Ausstoß (in g CO2/Pkm) unserer Flugzeugflotte. Unter dem Vorbehalt, dass Auslieferungen der im Flottenerneuerungsprogramm bestellten Flugzeuge wie geplant erfolgen, erwarten wir im Geschäftsjahr 2025 eine leichte Verringerung der spezifischen CO2-Emissionen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024.

Gesamtaussage zur aktuellen Lage und zur voraussichtlichen Entwicklung des TUI Konzerns durch den Vorstand

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts (9. Dezember 2024) geht der Vorstand davon aus, dass im Geschäftsjahr 2025 die Gästezahlen steigen werden. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2025 auf Basis konstanter Wechselkurse daher eine Verbesserung des bereinigten EBIT der TUI Group um 7 bis 10 % im Vergleich zum Vorjahr.

Prognose für die TUI AG

Die zukünftige Geschäftsentwicklung der TUI AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Einflüssen wie die der TUI Group. Aufgrund der Verflechtungen zwischen der TUI AG und ihrer Konzerngesellschaften spiegeln der dargestellte Ausblick, die Chancen sowie die Risiken für die TUI Group größtenteils auch die Erwartungen für die TUI AG wider. Daher gelten die Ausführungen für die TUI Group entsprechend auch für die TUI AG.

Chancenbericht

Das Chancenmanagement der TUI Group folgt der Konzernstrategie. Die Verantwortung für das systematische Erkennen und die Nutzung sich bietender Chancen liegt bei dem operativen Management der Segmente Hotels & Resorts, Kreuzfahrten, TUI Musement und unserer Quellmärkte. Marktszenarien und kritische Erfolgsfaktoren der einzelnen Geschäftsbereiche werden im Rahmen des konzernweiten Planungs- und Steuerungsprozesses analysiert und bewertet. Kernaufgabe des TUI Group Vorstands ist es, ein profitables Wachstum der TUI Group durch die Optimierung des Beteiligungsportfolios und die Weiterentwicklung der Konzernstruktur nachhaltig abzusichern.

CHANCEN AUS DER ENTWICKLUNG DER RAHMENBEDINGUNGEN

Insbesondere eine schnellere Normalisierung der geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2025 könnten sich positiv auf die TUI Group und ihre Segmente auswirken.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE CHANCEN

Chancen bestehen in der beschleunigten Umwandlung unseres Konzerns in ein digitales Plattformgeschäft. Wir wollen die reinen Unterkunfts- und Nur-Flug-Produkte ausbauen und unsere Möglichkeiten der dynamischen Paketierung erweitern. Die im September 2024 angekündigte beschleunigte Transformation unseres Geschäftsfelds Märkte + Airline wollen wir priorisieren.

52

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

23

Strategie der TUI Group

27

Grundlagen der TUI Group

34

Risikobericht

50

Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht

54

Wirtschaftsbericht

76

Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group

105

Jahresabschluss der TUI AG

108

Übernahmerechtliche Angaben

111

TUI Aktie

115

Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

OPERATIVE CHANCEN

Wir wollen weniger kapitalintensiv agieren und sehen Chancen in der Umsetzung unserer Asset-Right-Strategie in unserem Hotel- und Kreuzfahrtgeschäft. Außer in dem angestrebten Ausbau der Gästezahlen im Bereich Märkte + Airline sehen wir Chancen in der von uns angestrebten Maximierung des Customer Lifetime Value durch Hebung von Synergien zwischen unseren beiden Geschäftsbereichen bei gleichzeitiger Reduzierung unserer Vertriebskosten. Als Grundlage dafür wollen wir weiterhin die Marke TUI in bestehenden und neu zu erschließenden Kundensegmenten stärken und unser Markenimage für unsere Wachstumsprodukte (beispielsweise Städtetouren, Nur-Hotel und Erlebnisse) nutzen.# KLIMABEZOGENE CHANCEN

Als kurz- bis mittelfristige Möglichkeiten zur Senkung der Betriebskosten im Zusammenhang mit CO2-Emissionen haben wir effizientere Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe sowie die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen in Hotels und Resorts identifiziert. Darüber hinaus sehen wir die Möglichkeit, emissionsärmere Flugreisen, Kreuzfahrten und Hotelaufenthalte anzubieten, um unsere Wettbewerbsposition zu verbessern.

Im Sommer 2024 haben wir erneut die Saisonzeiten für ausgewählte Reiseziele in der Türkei und in Griechenland ausgeweitet, was von unseren Kunden gut aufgenommen wurde. Langfristig erwarten wir, dass die Saisonverlängerung häufiger und in zusätzlichen Reisezielen möglich sein wird. Ursächlich hierfür ist eine Verschiebung der Präferenzen der Gäste von der Hochsaison, in der Hitzewellen drohen, auf die Nebensaison, in der das Wetter immer noch sehr günstig für Reisen ist. Unser Geschäftsmodell ist so flexibel, dass wir je nach den sich ändernden Wetterbedingungen neue Reiseziele anbieten können, zum Beispiel mehr Reisen zu Zielen rund um die Ostsee. Wir werden diese Trends weiterhin beobachten und sie in unsere strategische und operative Planung einbeziehen.

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

  • Strategie der TUI Group 27
  • Grundlagen der TUI Group 34
  • Risikobericht 50
  • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54
  • Wirtschaftsbericht 76
  • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105
  • Jahresabschluss der TUI AG 108
  • Übernahmerechtliche Angaben 111
  • TUI Aktie 115
  • Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Entwicklung der weltweiten Produktionsleistung

Veränderung in %
2024 * 2023
Welt + 3,2 + 3,3
Euro-Zone + 0,8 + 0,4
Deutschland – 0,3
Frankreich + 1,1 + 1,1
Großbritannien + 1,1 + 0,3
USA + 2,8 + 2,9
Russland + 3,6 + 3,6
Japan + 0,3 + 1,7
China + 4,8 + 5,2
Indien + 7,0 + 8,2

* Prognose Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Oktober 2024

Die Weltwirtschaft expandierte im bisherigen Verlauf des Kalenderjahres 2024 insgesamt in sehr moderatem Tempo. Nachdem das Wachstum zu Beginn des Jahres deutlich angezogen hatte, legte die globale Wirtschaftsleistung im weiteren Jahresverlauf nur recht mäßig zu und bleibt damit insgesamt nach Meinung der Experten für das Kalenderjahr 2024 stabil im Vergleich zum Vorjahr. Während sich die Entwicklung in den Schwellenländern uneinheitlich zeigte, belebte sich die Konjunktur in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Frühjahr, trübte sich aber im weiteren Jahresverlauf teilweise wieder etwas ein. Die Inflation hat im Kalenderjahr 2024 bislang insgesamt nur leicht nachgelassen (IWF, World Economic Outlook, Oktober 2024).

Entwicklung wesentlicher Wechselkurse und Rohstoffpreise

Die TUI Konzerngesellschaften sind mit ihren geschäftlichen Aktivitäten weltweit vertreten. Damit ist die TUI Group finanzwirtschaftlichen Risiken durch Veränderungen von Wechselkursen und Rohstoffpreisen ausgesetzt. Die wesentlichen operativen finanzwirtschaftlichen Transaktionsrisiken bestehen in Euro und US-Dollar. Sie entstehen hauptsächlich durch Fremdwährungskostenpositionen der einzelnen Konzerngesellschaften wie beispielsweise Kerosin und Bunkeröl oder Schiffshandling sowie im Hoteleinkauf. Die Parität des Britischen Pfund gegenüber dem Euro ist für die Umrechnung der im britischen Markt erzielten Ergebnisse im TUI Konzern abschluss von Bedeutung. Rohstoffpreisänderungen wirken sich in der TUI Group insbesondere auf die Beschaffung von Treibstoffen wie Kerosin und Bunkeröl aus. Risiken aus Wechselkursänderungen und Preisrisiken aus Treibstoffeinkäufen werden in der Touristik zum Teil durch derivative Sicherungsgeschäfte abgesichert.

Angaben zu Sicherungsstrategien und Risikomanagement sowie zu Finanzgeschäften und ihrem Umfang am Bilanzstichtag enthalten die Abschnitte „Finanzlage“ und „Risikobericht“ des Lageberichts sowie der Abschnitt „Finanzinstrumente“ im Anhang zum Konzernabschluss. Siehe „Finanzlage“ ab Seite 69, „Risikobericht“ ab Seite 34 und Abschnitt „Finanzinstrumente“ im Anhang ab Seite 241.

INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
Strategie der TUI Group 23
Grundlagen der TUI Group 27
Risikobericht 34
Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 50
Wirtschaftsbericht 54
Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 76
Jahresabschluss der TUI AG 105
Übernahmerechtliche Angaben 108
TUI Aktie 111
Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD 115
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG
Veränderung internationale touristische Ankünfte gegenüber 2019 Veränderung in %
2024 versus 2019 * 2023 versus 2019
Welt – 4 – 11
Europa – 1 – 5
Asien und Pazifikraum – 18 – 35
Amerika – 3 – 9
Afrika + 7 – 4
Mittlerer Osten + 26 + 31
Quelle: UNWTO Tourism Data Dashboard und World Tourism Barometer, September 2024 # H1-LEVEL HEADER (Implied, as there's no explicit H1 in the input)

Wirtschaftsbericht

Luftverkehrsbranche

Das weltweite Gesamtverkehrsaufkommen erreichte und übertraf die Werte von 2019 im Februar 2024 (IATA, Global Outlook for Air Transport, Juni 2024). Wie viele andere Branchen wird auch die Luftverkehrsbranche durch die gestiegene Inflation belastet, die sich insbesondere auf Flugtreibstoffpreise auswirkt. Ursachen sind unter anderem die Energieverknappung, der Krieg in der Ukraine sowie der Fachkräftemangel. Daneben führte der Zinsanstieg zu Belastungen. Trotz der infolge dieser Belastungen sich ergebenden Notwendigkeit, Preiserhöhungen umzusetzen, stieg die Nachfrage auf das Niveau des Jahres 2019 und erhöhten sich die Erlöse pro Passagier (IATA, Global Outlook for Air Transport, Juni 2024).

Eine weitere Herausforderung, die die Luftverkehrsbranche betrifft, ist der Klimawandel. Die Branche hat sich verpflichtet, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erzielen. Damit werden CO2-Kompensationsmaßnahmen, auf die die Akteure bislang gesetzt haben, enden müssen. Es wird erwartet, dass nachhaltige Flugtreibstoffe (SAF) für die Branche zum wichtigsten Mittel zur Erreichung ihrer Reduktionsziele werden: die prognostizierte Nachfrage übersteigt jedoch erheblich die aktuelle Produktion (McKinsey, How the industry could help scale sustainable fuel production, Juli 2024).

Hotelmarkt

Die COVID-19-Pandemie hatte erhebliche Auswirkungen auf das Hotelgewerbe, da staatliche Reise- und Beherbergungsbeschränkungen in vielen Ländern zur vorübergehenden Schließung von Hotels und zu einem erheblichen Rückgang der Übernachtungszahlen führten. Die Erholung des Hotelmarkts wurde durch die Wiederaufnahme des Inlandsreiseverkehrs eingeleitet. Der internationale Reiseverkehr trug nach gelockerten staatlichen Beschränkungen zu einem Anstieg der Übernachtungen bei. Bereits 2023 lagen die weltweiten Umsätze der Hotelbranche wieder über dem Niveau von 2019, und für 2024 sowie 2025 wird ein weiteres Wachstum erwartet (Skift State of Travel 2024).

Der Hotelmarkt teilt sich in die Ferien- und Geschäftshotellerie auf. Ferienhotels unterscheiden sich in diversen Merkmalen von Geschäftshotels, so beispielsweise durch eine längere durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste, die Standorte, die Ausstattung oder die Dienstleistungsangebote der Hotels. Aus Nachfragesicht unterteilt sich der Ferienhotelmarkt in Europa in mehrere kleinere Teilmärkte, die auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Gäste zugeschnitten sind. Diese Teilmärkte umfassen Premium-, Komfort- und Budgethotels sowie Familien-/Apartmenthotels und Club- oder Resorthotels. Hotelgesellschaften können in verschiedenen Marktsegmenten unterschiedliche Hotels bieten, die sich häufig über das jeweilige Preissegment, die Sterne-Bewertung, Exklusivität oder Ausstattung definieren.

Insbesondere in Europa gibt es eine Reihe kleiner, häufig familiengeführter Häuser, die weniger gehoben sind und über weniger finanzielle Mittel verfügen. Die meisten familiengeführten Hotels werden nicht unter einer Marke geführt.

Angesichts der Vielzahl von Eigentums- und Betriebsmodellen in der Ferienhotellerie und des fragmentierten Wettbewerbsumfelds, das zumindest in Europa nicht durch große Hotelketten dominiert wird, unterscheidet sich das Wettbewerbsumfeld von einem Standort zum nächsten erheblich. Trotz dieser starken Fragmentierung ist auch in Europa wie in nahezu allen Weltregionen ein struktureller Wandel in der Hotellerie zu beobachten. Der Anteil der Hotelketten nimmt zu, ebenso der Fokus auf den Direktvertrieb sowie auf Programme zur Kundenbindung.

Nachhaltigkeit und Emissionsreduzierung stehen in der Hotelbranche stark im Fokus. Viele große Marken verpflichten sich zu Emissionsreduktionszielen und anderen Zielen wie Energieeffizienz, Wassereinsparung und Abfallreduzierung. Ein weiteres wichtiges Thema für die Branche ist die Inflation, die mit steigenden Energiekosten, höheren Zinssätzen und Fachkräftemangel einhergeht. Obwohl die Hotelumsätze (basierend auf den großen globalen Marken) aufgrund der Erholung nach der Pandemie und der deutlichen Preiserhöhungen gestiegen sind, müssen Hotels zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit möglicherweise ihre Effizienz steigern (Skift State of Travel 2023, Juli 2023).

Kreuzfahrtmarkt

Ab Ende Juli 2022 war nahezu die gesamte weltweite Hochseeflotte nach dem pandemiebedingten Aussetzen wieder im Betrieb. Im Jahr 2023 überstieg das Passagieraufkommen das Niveau von 2019. Branchenexperten zufolge soll die weltweite Kreuzfahrtkapazität bis 2026 voraussichtlich um über 10 % wachsen (CLIA, State of the Cruise Industry 2024). Im Kalenderjahr 2023 waren die USA, Deutschland, UK, China und Australien die größten Quellmärkte. Gemessen am Passagieraufkommen waren in diesem Zeitraum die Karibik, das Mittelmeer und Nordeuropa die am häufigsten besuchten Reiseziele (CLIA, State of the Cruise Industry 2024).

Ähnlich wie in der Luftfahrt- und Hotelbranche stehen auch in der Kreuzfahrtindustrie die Emissionsreduzierung und der Weg zu Netto-Null-Emissionen stark im Fokus. Darüber hinaus greifen neue Vorschriften: Anfang 2023 sind zusätzliche Regeln der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) zur Kohlenstoffintensität und zum Bewertungssystem in Kraft getreten, und das EU-Emissionshandelssystem (ETS) wird ab 2024 schrittweise eingeführt.

Markt für Erlebnisse und Attraktionen

Der Markt für Erlebnisse und Attraktionen ist nach unseren Schätzungen ein großes und schnell wachsendes Tourismussegment. Auf Anbieterseite ist der Markt vielfältig, komplex und stark fragmentiert und wird überwiegend offline betrieben. Vermittlung und Präsenz in den Destinationen spielen daher eine wichtige Rolle, wobei Online-Vermittler weiterhin gegenüber dem direkten Online-Vertrieb dominieren (Skift, The State of Travel 2024, Juli 2024). Diese Rahmenbedingungen bieten Chancen, und viele der größten Akteure im Tourismusgeschäft sind in diesen Bereich eingestiegen, entweder als OTA oder durch B2B-Partnerschaften.

Unsere Marke

Unsere Marke mit dem roten „Smile“ – dem lächelnden Logo – ist einer der wichtigsten Werte unseres Unternehmens. Der TUI Smile steht für unseren Anspruch, Momente zu kreieren, die das Leben unserer Gäste bereichern. Um unsere Marke mit Leben zu füllen, nutzen wir ein Markenmodell, das eine klare Richtung vorgibt, wie wir unser Angebot und unser Produktportfolio weiterentwickeln wollen, woran wir uns als Organisation orientieren und wie wir wahrgenommen werden möchten.

Unsere Vision „Excellence in Leisure Experiences“ soll unsere Ambitionen am Markt deutlich machen. Sie erstreckt sich über die gesamte Customer Journey, also Pauschalreisen, Komponenten, Hotels, Flüge, Touren, Erlebnisse und Mietwagen: Wir streben danach, unserem Anspruch an jedem Kontaktpunkt mit unseren Gästen, sowohl in der physischen als auch in der digitalen Welt, gerecht zu werden. Unsere Markenwelt unterstreicht dies mit einem klaren Markenziel und -versprechen sowie einer eindeutigen Markenidentität.

Mit der beschleunigten Transformation des Unternehmensbereichs Märkte + Airline wollen wir unter unserer internationalen Marke künftig ein größeres Portfolio an Produkten, Dienstleistungen und Reisezielen anbieten. Ziel ist es, so die weltweite Präsenz und die Bekanntheit der Marke TUI auszubauen, um mehr Produkte an mehr Kunden in weiteren Ländern weltweit zu verkaufen. Mit unserem starken Fokus auf dem Kundenerlebnis hielten wir im Geschäftsjahr 2024 eine Spitzenstellung bei Markenbekanntheit und -erwägung und erzielten konzernweit über alle Märkte einen Anstieg beim NPS (Net Promoter Score, Indikator für Kundenzufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft). (Quellen: Gemessen durch Markenerwägung beim Tracking der Performance der Marke TUI durch Metrixlab, TUI Post Holiday CSQ data download 16. Oktober 2024)

Die unserer Marke zugrunde liegende Vision erstreckt sich weit über die Kundenansprache hinaus. Sie zielt nicht nur auf alle Kontaktpunkte mit unseren Gästen, sondern auch auf unsere Mitarbeitenden, um sie auf das gleiche übergeordnete Ziel auszurichten, den Kunden ein nachhaltiges und durchgängiges Erlebnis zu verschaffen. Hierzu nutzen wir unser Kundenzentrierungsprogramm „Makers of Happy“, unsere Werte „Trusted“, „Unique“ und „Inspiring“ sowie die Mitarbeiterkommunikation mit der Arbeitgebermarke „Let‘s TUI it“. All dies soll die Wettbewerbsstärke der TUI verbessern.

Ertragslage des Konzerns

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag das Geschäftsvolumen der TUI Group stark über dem des Geschäftsjahres 2023. Ursächlich hierfür waren insbesondere über dem Vorjahr liegende Gästezahlen bei höheren Durchschnittspreisen, im Wesentlichen im Bereich Märkte + Airline. Darüber hinaus ist die Entwicklung des TUI Konzerns aufgrund des durch die Winter- und die Sommerreisemonate geprägten touristischen Geschäfts einer signifikanten Saisonalität unterworfen.

Das operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) der TUI Group verbesserte sich im Berichtsjahr deutlich um 319,0 Mio. € auf 1.296,2 Mio. €.# K Konzernabschluss und Anhang

Umsatzerlöse und -kosten

Mio. € 2024 2023 angepasst Veränderung in %
Hotels & Resorts 1.152,4 1.032,5 + 11,6
Kreuzfahrten 840,1 656,0 + 28,1
TUI Musement 931,0 770,0 + 20,9
Urlaubserlebnisse 2.923,5 2.458,5 + 18,9
Region Nord 8.546,7 7.722,9 + 10,7
Region Zentral 8.336,9 7.329,7 + 13,7
Region West 3.349,3 3.142,8 + 6,6
Märkte + Airline 20.232,9 18.195,4 + 11,2
Alle übrigen Segmente 10,9 11,9 – 8,7
TUI Group 23.167,3 20.665,9 + 12,1
TUI Group (zu konstanten Wechselkursen) 22.996,0 20.665,9 + 11,3

Der Umsatz des TUI Konzerns nahm im Geschäftsjahr 2024 um 12,1 % auf 23,2 Mrd. €. Bereinigt um Währungseffekte stieg der Umsatz um 11,3 %. Den Umsatzerlösen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung die Umsatzkosten gegenübergestellt, die im Berichtsjahr um 11,4 % anstiegen.

Bruttogewinn

Der Bruttogewinn als Saldogröße aus Umsatzerlösen und -kosten verbesserte sich um 333,1 Mio. € gegenüber dem Wert des Vorjahres auf 1.946,1 Mio. €.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um 30,2 Mio. € gegenüber dem Wert des Vorjahres (Vorjahr 1.015,6 Mio. €) auf 1.045,8 Mio. €. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen resultiert unter anderem aus einer gestiegenen Anzahl von Mitarbeitenden.

Sonstige Erträge und andere Aufwendungen

Die sonstigen Erträge im Geschäftsjahr 2024 resultierten im Wesentlichen aus dem Verkauf von Flugzeugvermögen, der Neubewertung von Leasingverträgen und dem Verkauf von Beteiligungen. Im Vorjahr waren hier Erträge aus dem Verkauf von Flugzeugvermögen sowie Erträge aus dem Verkauf von Emissionszertifikaten ausgewiesen. Die anderen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2024 resultierten im Wesentlichen aus dem Verkauf von Flugzeugvermögen. Im Vorjahr wurden in den anderen Aufwendungen insbesondere die Aufwendungen aus dem Abgang des anteiligen Geschäfts- und Firmenwerts der Region Nord sowie die Verluste aus dem Verkauf von Flugzeugvermögen gezeigt.

Finanzinerja bnis

Das Finanzergebnis im Geschäftsjahr 2024 betrug – 408,5 Mio. € nach – 445,9 Mio. € im Vorjahr. Die Zunahme der Finanzerträge um 22,1 Mio. € auf 109,7 Mio. € (Vorjahr 87,6 Mio. €) resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Zinserträgen aus Bankguthaben und ist begründet durch erhöhte Banksalden sowie teilweise gestiegene Zinssätze. Der Rückgang der Finanzaufwendungen um 15,3 Mio. € auf 518,3 Mio. € (Vorjahr 533,6 Mio. €) ist im Wesentlichen auf gesunkene übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen zurückzuführen. Der Rückgang dieser Position ist maßgeblich durch eine geringere Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditlinie begründet. Dieser Rückgang wird teilweise kompensiert durch gestiegene Zinsaufwendungen aus Anleihen. Aus dem teilweisen Rückkauf der im Geschäftsjahr 2021 begebenen Wandelanleihe ergab sich ein weiterer Zinsaufwand. Zudem haben die Zinsaufwendungen für die neu begebene Wandelanleihe sowie der im selben Jahr begebenen Nachhaltigkeitsanleihe zu einem weiteren gegenläufigen Effekt geführt.

Equity-Ergebnis

Das Ergebnis aus den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen in Höhe von 371,7 Mio. € (Vorjahr 407,2 Mio. €) enthält das anteilige Jahresergebnis der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.

Ergebnis vor Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Berichtsjahr 861,4 Mio. € (Vorjahr 551,2 Mio. €) und verbesserte sich damit um 310,2 Mio. €.

Konzerngewinn

Der Konzerngewinn des Geschäftsjahres 2024 betrug 707,4 Mio. € und ist damit um 251,7 Mio. € höher als der Vorjahresgewinn von 455,7 Mio. € ausgefallen.

Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn

Der auf die Aktionäre der TUI AG entfallende Anteil am Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2024 betrug 507,1 Mio. € (Vorjahr 305,8 Mio. €).

Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerngewinn

Der Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerngewinn betrug im Berichtsjahr 200,3 Mio. € (Vorjahr 149,9 Mio. €). Er betraf vornehmlich die RIUSA II Gruppe.

Ergebnis je Aktie

Bezogen auf den Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn ergab sich ein unverwässertes Ergebnis je Aktie für das Geschäftsjahr 2024 von 1,00 € (Vorjahr 0,80 €).

Konzernergebnis und GuV

Mio. € 2024 2023 Veränderung in %
Umsatzerlöse 23.167,3 20.665,9 + 12,1
Umsatzkosten 21.221,2 19.052,9 + 11,4
Bruttogewinn 1.946,1 1.613,0 + 20,7
Verwaltungsaufwendungen 1.045,8 1.015,6 + 3,0
Sonstige Erträge 14,4 37,6 – 61,8
Andere Aufwendungen 17,1 32,0 – 46,6
Wertminderungen (+) / -aufholungen (–) auf finanzielle Vermögenswerte 0,9 18,4
Finanzerträge 109,7 87,6 + 25,2
Finanzaufwendungen 518,3 533,6 – 2,9
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen 371,7 407,2 – 8,7
Wertminderungen (+) / -aufholungen (–) auf Nettoinvestitionen in nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0,2 – 5,4 n. a.
Ergebnis vor Ertragsteuern 861,4 551,2 + 56,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Aufwand [+], Ertrag [–]) 154,0 95,5 + 61,3
Konzerngewinn 707,4 455,7 + 55,2
Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn 507,1 305,8 + 65,8
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerngewinn 200,3 149,9 + 33,6
  • Seit dem Merger der TUI AG mit TUI Travel PLC im Jahr 2014

Alternative Performance-Kennzahlen

Die wesentliche finanzielle Steuerungsgröße des Konzerns ist das bereinigte EBIT. Das dem bereinigten EBIT zugrunde liegende EBIT definieren wir als das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern sowie Erträgen und Aufwendungen aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten des Konzerns. In der Kennzahl EBIT sind Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte definitionsgemäß enthalten. Das bereinigte EBIT ist um Erträge und Aufwendungen korrigiert worden, die aufgrund ihrer Höhe sowie der Häufigkeit ihres Eintritts die Beurteilung der operativen Ertragskraft der Unternehmensbereiche und des Konzerns erschweren oder verzerren. Hierzu zählen Abgangsergebnisse aus Finanzanlagen, wesentliche Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Vermögenswerten sowie wesentliche Restrukturierungs- und Integrationsaufwendungen. Daneben werden sämtliche Effekte aus Kaufpreisallokationen, Anschaffungsnebenkosten und bedingten Kaufpreiszahlungen bereinigt. Auch etwaige Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden in der nachstehenden Überleitung zum bereinigten EBIT korrigiert.

Überleitung zum bereinigten EBIT des TUI Konzerns

Mio. € 2024 2023 Veränderung in %
Ergebnis vor Ertragsteuern 861,4 551,2 + 56,3
zuzüglich Nettozinsbelastung (ohne Aufwand / Ertrag aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten) 414,9 432,6 – 4,1
zuzüglich Aufwand / abzüglich Ertrag aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten – 1,0 15,6 n. a.
EBIT 1.275,3 999,3 + 27,6
Bereinigungen:
abzüglich zu bereinigender Einzelsachverhalte 45,8
zuzüglich Aufwand aus Kaufpreisallokation 20,9 23,7 – 11,8
Bereinigtes EBIT 1.296,2 977,2 + 32,6

Das EBIT der TUI Group verbesserte sich im Geschäftsjahr 2024 um 275,9 Mio. € auf 1.275,3 Mio. €.

EBIT

Mio. € 2024 2023 angepasst Veränderung in %
Hotels & Resorts 669,6 555,5 + 20,5
Kreuzfahrten 374,3 236,0 + 58,6
TUI Musement 43,8 23,9 + 83,2
Urlaubserlebnisse 1.087,6 815,5 + 33,4
Region Nord 159,6 151,8 + 5,1
Region Zentral 126,0 83,6 + 50,8
Region West 8,5 76,7 – 89,0
Märkte + Airline 294,0 312,0 – 5,8
Alle übrigen Segmente – 106,4 – 128,1 + 17,0
TUI Group 1.275,3 999,3 + 27,6

Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) der TUI Group verbesserte sich im Geschäftsjahr 2024 um 319,0 Mio. € auf 1.296,2 Mio. €.

Bereinigtes EBIT

Mio. € 2024 2023 angepasst Veränderung in %
Hotels & Resorts 668,4 549,5 + 21,6
Kreuzfahrten 374,3 236,0 + 58,6
TUI Musement 49,2 36,0 + 36,7
Urlaubserlebnisse 1.091,9 821,5 + 32,9
Region Nord 165,4 71,5 + 131,4
Region Zentral 128,1 88,1 + 45,5
Region West 10,3 78,5 – 86,9
Märkte + Airline 303,9 238,0 + 27,7
Alle übrigen Segmente – 99,6 – 82,3 – 20,9
TUI Group 1.296,2 977,2 + 32,6
TUI Group (zu konstanten Wechselkursen) 1.322,8 977,2 + 35,4

Im Geschäftsjahr 2024 ergaben sich aus den bereinigten Einzelsachverhalten in Summe Nettoaufwendungen in Höhe von 0,0 Mio. € (Vorjahr – 45,8 Mio. €). Details hierzu werden im Anhang in der Segmentberichterstattung beschrieben. Zu den Einzelsachverhalten siehe Seite 199.# INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

23 Strategie der TUI Group
27 Grundlagen der TUIGroup
34 Risikobericht
50 Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
54 Wirtschaftsbericht
76 Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
105 Jahresabschluss der TUIAG
108 Übernahmerechtliche Angaben
111 TUI Aktie
115 Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Weitere Segmentkennzahlen

Überleitung auf bereinigtes EBITDA
Mio.€ | 2024 | 2023 | Veränderung in %
------- | -------- | -------- | --------
EBIT | 1.275,3 | 999,3 | + 27,6
Abschreibungen und Wertminderungen (+) / Zuschreibungen (–) auf sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen und Nutzungsrechte | 846,6 | 859,1 | – 1,5
EBITDA | 2.121,9 | 1.858,5 | + 14,2
Bereinigungen | – 2,2 | – 83,2 | + 97,3
EBITDA (bereinigt) | 2.119,7 | 1.775,3 | + 19,4

EBITDA
Mio.€ | 2024 | 2023 angepasst | Veränderung in %
------- | -------- | -------- | --------
Hotels & Resorts | 844,5 | 740,4 | + 14,1
Kreuzfahrten | 459,8 | 301,5 | + 52,5
TUI Musement | 79,8 | 59,2 | + 34,8
Urlaubserlebnisse | 1.384,1 | 1.101,1 | + 25,7
Region Nord | 467,3 | 447,8 | + 4,4
Region Zentral | 228,0 | 180,8 | + 26,1
Region West | 143,9 | 207,2 | – 30,6
Märkte + Airline | 839,4 | 835,9 | + 0,4
Alle übrigen Segmente | – 101,6 | – 78,5 | – 29,4
TUIGroup | 2.121,9 | 1.858,5 | + 14,2

Bereinigtes EBITDA
Mio.€ | 2024 | 2023 angepasst | Veränderung in %
------- | -------- | -------- | --------
Hotels & Resorts | 843,4 | 734,4 | + 14,8
Kreuzfahrten | 459,8 | 301,5 | + 52,5
TUI Musement | 79,5 | 62,9 | + 26,4
Urlaubserlebnisse | 1.382,6 | 1.098,7 | + 25,8
Region Nord | 461,7 | 356,0 | + 29,7
Region Zentral | 229,3 | 184,2 | + 24,5
Region West | 143,0 | 206,2 | – 30,6
Märkte + Airline | 834,1 | 746,6 | + 11,7
Alle übrigen Segmente | – 97,0 | – 70,1 | – 38,4
TUIGroup | 2.119,7 | 1.775,3 | + 19,4

Geschäftsentwicklung in den Segmenten

Urlaubserlebnisse

Urlaubserlebnisse
Mio.€ | 2024 | 2023 | Veränderung in %
------- | -------- | -------- | --------
Umsatz | 2.923,5 | 2.458,5 | + 18,9
Bereinigtes EBIT | 1.091,9 | 821,5 | + 32,9
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) | 1.115,0 | 821,5 | + 35,7

Hotels & Resorts

Hotels & Resorts
Mio.€ | 2024 | 2023 | Veränderung in %
------- | -------- | -------- | --------
Gesamtumsatz | 2.089,5 | 1.855,3 | + 12,6
Umsatz | 1.152,4 | 1.032,5 | + 11,6
Bereinigtes EBIT | 668,4 | 549,5 | + 21,6
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) | 688,2 | 549,5 | + 25,2

Verfügbare Bettennächte (in Tsd.) 2024 2023 Veränderung in %
39.657 38.521 + 2,9
Riu 14.570 13.751 + 6,0
Robinson 3.487 3.749 – 7,0
Blue Diamond 6.190 6.036 + 2,5
Auslastung (in %, Veränderung in %-Pkt.) 2024 2023 Veränderung in %-Pkt.
82 82
Riu 91 90 + 1
Robinson 74 71 + 3
Blue Diamond 83 83
Durchschnittsrate pro Tag (in€) 2024 2023 Veränderung in %
93 87 + 7,1
Riu 84 78 + 8,5
Robinson 112 106 + 6,2
Blue Diamond 162 152 + 6,5

Die Umsatzgrößen enthalten alle vollkonsolidierten Gesellschaften, alle übrigen Kennzahlen inkl. Equity-Gesellschaften.
1 Der Gesamtumsatz beinhaltet konzerninterne Umsätze.
2 Anzahl Öffnungstage multipliziert mit verfügbaren Betten der in Eigentum / Pacht befindlichen Hotels
3 Belegte Betten dividiert durch verfügbare Betten der in Eigentum / Pacht befindlichen Hotels
4 Umsatz aus Unterkunft und Verpflegung dividiert durch Bettennächte der in Eigentum / Pacht befindlichen Hotels

Unser Segment Hotels & Resorts mit seinem diversifizierten Hotelportfolio bekannter eigener und differenzierter Marken übertraf die bereits starke operative Leistung des Vorjahres mit einem bereinigten Rekord-EBIT* von 668,4 Mio. € (Vorjahr 549,5 Mio. €). Dies war ein Anstieg um 119,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Die Ergebnisse waren auf eine verbesserte operative Geschäftsentwicklung bei unseren wichtigsten Marken und vor allem bei Riu zurückzuführen, insbesondere aufgrund eines Anstiegs der Anzahl der Bettennächte sowie gestiegener Raten. Im Winter waren die Kanaren, die Kapverden und Mexiko stark nachgefragte Destinationen, in der Sommersaison waren es Spanien, Griechenland und die Türkei. Die Anzahl der verfügbaren Bettennächte stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 %, da wir unsere Hotelkapazitäten weiter ausgebaut haben. Die durchschnittliche Auslastung blieb mit 82 % auf einem hohen Niveau (Vorjahr 82 %). Die Durchschnittsrate erhöhte sich um 7,1 % auf 93 € (Vorjahr 87 €) und übertraf damit signifikant das Vor-Pandemie-Niveau. Zu dieser Verbesserung trugen alle wichtigen Marken bei. Riu erzielte eine gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozentpunkt gestiegene Auslastung von 91 % (Vorjahr 90 %). Die Durchschnittsrate verbesserte sich um 8,5 % auf 84 € (Vorjahr 78 €). Insbesondere auf den Kanaren und den Kapverden verzeichnete die Marke erneut eine verbesserte operative Geschäftsentwicklung. Robinson erzielte mit seinem Portfolio von überwiegend Vier- und Fünf-Sterne-Clubhotels ein Ergebnis über Vorjahresniveau. Die operative Verbesserung war auf einen Anstieg der Auslastung um 3 Prozentpunkte auf 74 % (Vorjahr 71 %) und den Anstieg der Durchschnittsrate um 6,2 % auf 112 € (Vorjahr 106 €) zurückzuführen. Blue Diamond profitierte von einer starken Nachfrage nach seinen Häusern in der Karibik und in Mexiko. Die Auslastung lag mit 83 % auf einem hohen Niveau (Vorjahr 83 %), während die Durchschnittsrate um 6,5 % auf 162 € stieg (Vorjahr 152 €). Unsere übrigen Hotelmarken, die Marken wie TUI Blue, TUI Magic Life und TUI Suneo umfassen, verzeichneten höhere Raten und Auslastungen. Das Segment Hotels & Resorts setzt das Wachstum durch die Expansion des Portfolios in neue und bestehende Destinationen fort. Dieses Wachstum wollen wir im Einklang mit unserer Asset-Right-Strategie und unserem skalierbaren Ansatz erzielen. Im Berichtszeitraum expandierte TUI Blue beispielsweise in Asien und Afrika mit der Eröffnung von Hotels in Vietnam, Malaysia und China. Darüber hinaus wurde das erste Hotel der neuen Marke The Mora auf Sansibar in Tansania eröffnet. Diese Marke soll eine neue Zielgruppe ansprechen, die zeitgemäßen Luxus sowie ein hohes Maß an Flexibilität bei der Urlaubsgestaltung sucht. Im Geschäftsjahr 2024 umfasste das Segment ein Gesamtportfolio von 433 Hotels, das sich aus 365 konzerneigenen Hotels und 68 von Dritthoteliers betriebenen Hotels internationaler Konzeptmarken zusammensetzt.
* Seit dem Merger von TUI AG mit TUI Travel PLC im Jahr 2014

Kreuzfahrten

Kreuzfahrten
Mio.€ | 2024 | 2023 | Veränderung in %
------- | -------- | -------- | --------
Umsatz | 840,1 | 656,0 | + 28,1
Bereinigtes EBIT | 374,3 | 236,0 | + 58,6
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) | 371,6 | 236,0 | + 57,4

Verfügbare Passagiertage (in Tsd.) 2024 2023 Veränderung in %
9.685 9.499 + 2,0
Mein Schiff 5.883 6.121 – 3,9
Hapag-Lloyd Cruises 565 589 – 4,0
Marella Cruises 3.236 2.789 + 16,0
Auslastung (in %, Veränderung in %-Pkt.) 2024 2023 Veränderung in %-Pkt.
99 94 + 5
Mein Schiff 101 95 + 6
Hapag-Lloyd Cruises 78 72 + 6
Marella Cruises 98 96 + 2
Durchschnittsrate pro Tag (in€) 2024 2023 Veränderung in %
231 209 + 10,6
Mein Schiff 196 171 + 14,7
Hapag-Lloyd Cruises 745 735 + 1,4
Marella Cruises 5 (in£) 193 181 + 6,8

1 Der Umsatz enthält nicht die Umsätze von Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises, da das Joint Venture TUI Cruises nach der Equity-Methode im Konzernabschluss bewertet wird.
2 Anzahl Betriebstage multipliziert mit verfügbaren Betten
3 Anzahl erreichter Passagiertage dividiert durch verfügbare Passagiertage
4 Ticketumsatz dividiert durch erreichte Passagiertage
5 Umsatz (Aufenthalt an Bord sowie integrationsbedingt inklusive aller Pauschalreiseelemente wie Transfer, Flug und Hotels) dividiert durch erreichte Passagiertage

Das Segment Kreuzfahrten umfasst das Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises mit den Marken Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises in Deutschland sowie Marella Cruises in Großbritannien. Das Wachstum des Segments wird durch Investitionen in Neubauten für unser Joint Venture TUI Cruises getrieben. Mit der im Juni erfolgten Inbetriebnahme der Mein Schiff 7 stieg die Flottengröße auf insgesamt 17 Schiffe. Das Segment erzielte im Berichtsjahr erneut ein signifikantes Wachstum. Das bereinigte EBIT erreichte ein Rekordniveau* und stieg auf 374,3 Mio. €, ein Plus von 138,3 Mio. € (Vorjahr 236,0 Mio. €). Alle drei Kreuzfahrtmarken trugen mit ihrem Produktangebot zu der positiven Entwicklung bei, die durch eine höhere Auslastung bei gestiegenen Raten getragen wurde. Die Zahl verfügbarer Passagiertage stieg insgesamt um 186 Tsd. auf 9.685 Tsd. an (Vorjahr 9.499 Tsd.). Die Kapazitäten stiegen insbesondere infolge der erfolgreichen Indienststellung der Mein Schiff 7 in der Sommersaison. Die Stornierung oder Verlegung einiger Routen unserer Marken aufgrund der politischen Spannungen rund um den Suezkanal hatte im Frühjahr nur begrenzte Auswirkungen. Die Auslastungen stiegen im Berichtsjahr weiterhin an und beliefen sich bei unseren Marken im Segment Kreuzfahrten auf 78 % bis 101 % (Vorjahr 72 % bis 96 %). Die durchschnittlichen Tagesraten des Segments lagen mit einem Anstieg um 10,6 % auf 231 € (Vorjahr 209 €) erheblich über den Vorjahresniveaus. Diese Entwicklung unterstreicht die starke Nachfrage nach unserem Produktangebot. Mein Schiff bietet Premium-all-inclusive-Kreuzfahrten für den deutschsprachigen Markt an. Im Juni wurde die Mein Schiff 7 als jüngstes Mitglied der TUI Cruises-Flotte, die nun aus sieben Schiffen besteht, in Dienst gestellt. Das neue Schiff, das Platz für rund 3.000 Passagiere bietet, erweitert die Flottenkapazität und ist mit modernster Technologie zur Emissionsreduzierung und der Möglichkeit des Einsatzes von grünem Methanol als Treibstoff ausgestattet.# DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

Während seiner ersten Sommersaison befuhr das Schiff Nordeuropa und die Ostsee. Die weiteren Schiffe der Mein Schiff-Flotte boten Routen zu den Kanarischen Inseln und waren im Mittelmeer, im Orient, in der Karibik, in Nord- und Mittelamerika, Asien, Nordeuropa sowie der Ostsee unterwegs. Die starke Nachfrage führte zu einer Verbesserung der Auslastung um 6 Prozentpunkte auf 101 % (Vorjahr 95 %) sowie zu einem Anstieg der durchschnittlichen Tagesrate um 14,7 % auf 196 € (Vorjahr 171 €), der auch die höheren Erträge durch den Neuzugang zu der Flotte widerspiegelte.

Hapag-Lloyd Cruises, unsere Marke für Luxus- und Expeditionskreuzfahrten, zielt auf den deutschsprachigen Markt ab. Die Marke betrieb fünf Schiffe und bot mit ihrer Flotte Routen nach Europa, Amerika, Asien, in die Karibik, in den Südpazifik sowie in die Antarktis an. Die durchschnittliche Tagesrate betrug 745 € und lag mit 1,4 % leicht über dem Vorjahreswert (Vorjahr 735 €). Die Auslastung aller Schiffe lag mit insgesamt 78 % um 6 Prozentpunkte über dem Vorjahr (Vorjahr 72 %).

Marella Cruises, unsere britische Kreuzfahrtmarke, bietet mit ihrer Flotte von fünf Schiffen All-Inclusive-Reisen an. Im Berichtsjahr waren Reisen im Mittelmeer, zu den Kanarischen Inseln und in der Karibik im Programm. In der Wintersaison wurden auch Routen nach Asien durchgeführt. Die Zahl verfügbarer Passagiertage wuchs um 16,0 % auf 3.236 Tsd. (Vorjahr 2.789 Tsd.). Dieses Wachstum spiegelt auch den ganzjährigen Betrieb der Marella Voyager im Berichtsjahr wider, die im Sommer 2023 neu in die Flotte aufgenommen worden war. Die Durchschnittsrate lag bei 193 £, ein Anstieg um 6,8 % gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 181 £). Auch die Auslastung verbesserte sich um 2 Prozentpunkte auf 98 % (Vorjahr 96 %).

  • Seit dem Merger von TUI AG mit TUI Travel PLC im Jahr 2014

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INHALT

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 23
  • Strategie der TUI Group 27
  • Grundlagen der TUI Group 34
  • Risikobericht 50
  • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54
  • Wirtschaftsbericht 76
  • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105
  • Jahresabschluss der TUI AG 108
  • Übernahmerechtliche Angaben 111
  • TUI Aktie 115
  • Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

TUI Musement

Mio. € 2024 2023 Veränderung in %
Gesamtumsatz * 1.362,0 1.160,9 + 17,3
Umsatz 931,0 770,0 + 20,9
Bereinigtes EBIT 49,2 36,0 + 36,7
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) 55,2 36,0 + 53,4

* Der Gesamtumsatz beinhaltet konzerninterne Umsätze.

TUI Musement, unser Geschäft mit Touren und Aktivitäten, erstreckt sich auf Erlebnisse (Ausflüge, Aktivitäten und Tickets), Transfers und mehrtägige Touren sowohl in beliebten Städten als auch in traditionellen Strandurlaubsorten. Die Initiativen zur Digitalisierung und Entwicklung eigener differenzierter Produkte wurden fortgesetzt und sollen weiteres Wachstum generieren. Das Segment erzielte ein bereinigtes EBIT von 49,2 Mio. €. ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 13,2 Mio. € (Vorjahr 36,0 Mio. €). Zu dieser positiven Entwicklung trugen der Anstieg der Gästetransfers und Erlebnisse in unserem Märkte + Airline-Geschäft, der Ausbau unseres B2C-Angebots an Erlebnissen, die Erweiterung des B2B-Angebots mit Partnern sowie der weltweite Anstieg unseres differenzierten Portfolios an eigenen Produkten bei.

TUI Musement führte 30,5 Mio. Transfers von Veranstaltergästen in den Destinationen durch, ein Anstieg um 8 % gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 28,2 Mio.). Darüber hinaus wurden 10,0 Mio. Erlebnisse in unseren weltweiten Destinationen verkauft, ein Plus von 7 % gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 9,4 Mio.).

Unsere eigenen Produkte betrachten wir als ein wesentliches Differenzierungsmerkmal. Sie sollen profitables Wachstum unterstützen. Diese Produkte werden vom TUI Team in Zusammenarbeit mit lokalen Veranstaltern entwickelt. Im Berichtsjahr haben wir 5,3 Mio. eigene Erlebnisse verkauft, darunter die Produkte unserer Flagship-Marke TUI Collection. Dies entspricht einem Anstieg um 12 %. Zu den am stärksten nachgefragten Erlebnissen der TUI Collection gehörten die Mallorca-Tour mit Port de Soller und dem Kloster Lluc sowie die Green Canyon-Bootsfahrt in der Türkei mit einem Besuch des Manavgat-Marktes.


Märkte + Airline

Mio. € 2024 2023 angepasst Veränderung in %
Umsatz 20.232,9 18.195,4 + 11,2
Bereinigtes EBIT 303,9 238,0 + 27,7
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) 306,9 238,0 + 28,9
Direktvertrieb¹ (in %, Veränderung in %-Pkt.) 74 76 – 2
Online-Vertrieb² (in %, Veränderung in %-Pkt.) 50 51 – 1
Gästezahlen (in Tsd.) 20.297 19.010 + 6,8

¹ Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen
² Anteil der über Online-Plattformen verkauften Reisen

In unserem Geschäftsbereich Märkte + Airline blieb die Nachfrage im gesamten Berichtsjahr in einem wettbewerbsintensiven Umfeld robust, und es wurden gestiegene Gästezahlen bei höheren Preisen erzielt. Dies trug dazu bei, höhere Inputkosten in den Regionen auszugleichen. Darüber hinaus führte die Rückkehr zu einer normalen Hedging-Politik zu positiven)$.

Infolgedessen verbesserte sich das bereinigte EBIT in diesem Geschäftsbereich stark um 65,8 Mio. € auf 303,9 Mio. € (Vorjahr 238,0 Mio. €). Insgesamt reisten im Berichtsjahr 20.297 Tsd. Gäste mit uns in den Urlaub, ein Anstieg um 6,8 % gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 19.010 Tsd.). Die höchsten Anstiege der Gästezahlen wurden in den Quellmärkten Region Nord und Region Zentral erzielt. Die Gästezahlen lagen sowohl für die Sommersaison als auch insbesondere für die Wintersaison über dem Vorjahresniveau. Die durchschnittliche Auslastung blieb mit 92 % auf einem hohen Niveau und lag damit leicht über dem Vorjahr (Vorjahr 91 %).

Einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum der Gästezahlen leistete die Einführung unserer konzernweiten Plattformen einschließlich der Entwicklung und Verbesserung unserer dynamisch paketierten Produkte, die unseren Gästen eine größere Auswahl und Flexibilität bieten, ohne unsere Risikokapazität zu erhöhen. Insgesamt entschieden sich 3,0 Mio. Kunden für ein dynamisch paketiertes Produkt, ein starker Anstieg um 17 % gegenüber dem Vorjahr.

Im Berichtsjahr entwickelten wir unsere App als wichtigen Baustein für die Transformation dieses Segments weiter. Der Anteil des über die App erzielten Umsatzes am Gesamtumsatz stieg über alle Märkte um insgesamt 40 % auf 7,3 %. Im britischen Markt war die App-Durchdringung mit 11,9 % bzw. einem Plus von 35 % am höchsten.

Unser Kurz- und Mittelstreckenangebot war am stärksten gefragt: In der Wintersaison waren es die Kanaren, das spanische Festland, Ägypten und die Kapverden, in den Sommermonaten kamen Griechenland, die Türkei und die Balearen hinzu. Wichtige Langstreckenziele, die ganzjährig nachgefragt wurden, waren Mexiko, die Dominikanische Republik und Thailand.

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  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 23
  • Strategie der TUI Group 27
  • Grundlagen der TUI Group 34
  • Risikobericht 50
  • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54
  • Wirtschaftsbericht 76
  • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105
  • Jahresabschluss der TUI AG 108
  • Übernahmerechtliche Angaben 111
  • TUI Aktie 115
  • Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Region Nord

Mio. € 2024 2023 Veränderung in %
Umsatz 8.546,7 7.722,9 + 10,7
Bereinigtes EBIT 165,4 71,5 + 131,4
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) 168,1 71,5 + 135,3
Direktvertrieb¹ (in %, Veränderung in %-Pkt.) 93 94 – 1
Online-Vertrieb² (in %, Veränderung in %-Pkt.) 70 69 + 1
Gästezahlen (in Tsd.) 7.817 7.360 + 6,2

¹ Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen
² Anteil der über Online-Plattformen verkauften Reisen

Die Region Nord umfasst unsere Gesellschaften in den Quellmärkten Großbritannien und den Nordischen Ländern. Das Veranstaltergeschäft in Kanada wurde im Mai 2023 veräußert. Das bereinigte EBIT verbesserte sich signifikant um 93,9 Mio. € auf 165,4 Mio. € (Vorjahr 71,5 Mio. €). Sowohl Großbritannien als auch die Nordischen Länder erzielten höhere Ergebnisse bei gestiegenen Gästezahlen und gestiegenen Preisen. Großbritannien profitierte zudem von einem positiven Effekt infolge der Rückkehr zu einer normalen Hedging-Politik, die in diesem Quellmarkt insgesamt zu einer Verdopplung der Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahr beitrug. Im Vorjahresvergleich stieg die Gästezahl aufgrund einer erhöhten Nachfrage um 6,2 % auf 7.817 Tsd. (Vorjahr 7.360 Tsd.) an. Damit übertrafen die Gästezahlen in Großbritannien das Vor-Pandemie-Niveau. Der Online-Vertrieb in der Region machte mit 70 % bzw. einem Anstieg um 1 Prozentpunkt (Vorjahr 69 %) weiterhin einen hohen Anteil der verkauften Reisen aus. In den Nordischen Ländern lag dieser Anteil weiterhin am höchsten. Der Direktvertrieb lag mit 93 % auf dem hohen Niveau des Vorjahres.


Region Zentral

Mio. € 2024 2023 Veränderung in %
Umsatz 8.336,9 7.329,7 + 13,7
Bereinigtes EBIT 128,1 88,1 + 45,5
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) 127,7 88,1 + 45,0
Direktvertrieb¹ (in %, Veränderung in %-Pkt.) 53 56 – 3
Online-Vertrieb² (in %, Veränderung in %-Pkt.) 28 29 – 1
Gästezahlen (in Tsd.) 7.848 7.036 + 11,5

¹ Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen
² Anteil der über Online-Plattformen verkauften Reisen

Die Region Zentral umfasst unsere Aktivitäten in Deutschland und Österreich, in der Schweiz und in Polen. Das Segment wies eine signifikante Verbesserung beim bereinigten EBIT auf 128,1 Mio. €. Dies war ein Anstieg um 40,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 88,1 Mio. €. Der Anstieg war insbesondere auf höhere Gästezahlen und Preise im wichtigen deutschen Quellmarkt sowie die signifikante Expansion des polnischen Markts zurückzuführen. Die Gästezahlen stiegen um 11,5 % auf 7.848 Tsd. (Vorjahr 7.036 Tsd.). Dieser Anstieg war auf das Wachstum in Deutschland und Polen zurückzuführen.# INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 23

Strategie der TUI Group 27

Grundlagen der TUIGroup 34

Risikobericht 50

Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54

Wirtschaftsbericht 76

Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105

Jahresabschluss der TUIAG 108

Übernahmerechtliche Angaben 111

TUI Aktie 115

Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Im Juni reagierte unser deutscher Veranstalter umgehend auf die Insolvenz von FTI, einem großen Mitbewerber, durch die Aufstockung der Kapazitäten für das Sommer- programm in wichtigen Destinationen wie der Türkei, Griechenland, den Balearen, den Kanaren und Ägypten. Der Online-Vertrieb in der Region Zentral lag mit 28 % leicht unter dem Vorjahresniveau von 29 %. Auch der Direktvertrieb lag mit 53 % um 3Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert (Vorjahr 56 %).

Region West

Mio.€ 2024 2023 angepasst Veränderung in %
Umsatz 3.349,3 3.142,8 + 6,6
Bereinigtes EBIT 10,3 78,5 – 86,9
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) 11,1 78,5 – 85,9
Direktvertrieb (in %, Veränderung in %-Pkt.) 75 76 – 1
Online-Vertrieb (in %, Veränderung in %-Pkt.) 55 57 – 2
Gästezahlen (in Tsd.) 4.632 4.614 + 0,4

¹ Anteil der über eigene Vertriebskanäle (stationär und online) verkauften Reisen
² Anteil der über Online-Plattformen verkauften Reisen

Die Region West umfasst unsere Aktivitäten in Belgien, den Niederlanden und Frankreich. Das Segment wies ein bereinigtes EBIT von 10,3Mio.€ aus. Dies war ein Rückgang um 68,2Mio.€ gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 78,5Mio.€). Dieses Ergebnis war auf einen Rückgang der Gästezahlen auf der Lang- strecke in den Niederlanden wie auch in Belgien sowie Kosten im Zusammenhang mit der laufenden Transfor- mation des Geschäfts, einschließlich höherer IT-Investitionen, zurückzuführen. Mit einem Plus von 0,4 % lagen die Gästezahlen mit 4.632 Tsd. nahezu auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr 4.614Tsd.). Der Anteil der Langstreckenflüge entwickelte sich dabei rückläufig. Der Online-Vertrieb in der Region lag bei 55 %, ein Rückgang um 2Prozentpunkte (Vorjahr 57 %). Der Direktvertrieb lag mit 75 % um 1Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert.

Alle übrigen Segmente

Mio.€ 2024 2023 angepasst Veränderung in %
Umsatz 10,9 11,9 – 8,7
Bereinigtes EBIT – 99,6 – 82,3 – 20,9
Bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) – 99,1 – 82,3 – 20,4

In „Alle übrigen Segmente“ sind die Corporate-Center-Funktionen der TUIAG und der Zwischenholdings, die Immobiliengesellschaften des Konzerns und die zentralen Funktionen der Touristik zusammengefasst. Der operative Verlust (bereinigtes EBIT) erhöhte sich um 17,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 82,3Mio.€ Verlust). Darin spiegeln sich insbesondere Bewertungseffekte wider.

Vermögenslage des Konzerns

Entwicklung der Vermögensstruktur des Konzerns

Mio.€ 30.9.2024 30.9.2023 Veränderung in %
Anlagevermögen 11.331,9 10.929,1 + 3,7
Langfristige Forderungen 816,0 676,8 + 20,6
Langfristige Vermögenswerte 12.148,0 11.605,9 + 4,7
Vorräte 66,4 62,1 + 7,0
Kurzfristige Forderungen 2.354,1 2.355,4 – 0,1
Finanzmittel 2.848,2 2.060,3 + 38,2
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 0,0 68,6 n. a.
Kurzfristige Vermögenswerte 5.268,8 4.546,5 + 15,9
Aktiva 17.416,7 16.152,4 + 7,8
Eigenkapital 1.774,3 1.947,2 – 8,9
Fremdkapital 15.642,4 14.205,2 + 10,1
Passiva 17.416,7 16.152,4 + 7,8

Die Bilanzsumme des Konzerns nahm im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 7,8 % auf 17,4Mrd.€ zu.

Vertikale Strukturkennzahlen

Die langfristigen Vermögenswerte hatten einen Anteil von 69,7 % am Gesamtvermögen, im Vorjahr betrug er 71,9 %. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen zu Gesamtvermögen) nahm von 67,7 % auf 65,1 % ab. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen betrug 30,3 % nach 28,1 % im Vorjahr. Die Finanzmittel des Konzerns nahmen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert um 787,9 Mio. € auf 2.848,2Mio.€ zu. Sie hatten damit einen Anteil am Gesamtvermögen von 16,4 % nach 12,8 % im Vorjahr.

Horizontale Strukturkennzahlen

Die langfristigen Vermögenswerte am Bilanzstichtag waren zu 14,6 % durch Eigenkapital gedeckt. Zum Vorjahres- stichtag hatte diese Kennzahl 16,8 % betragen. Eigenkapital plus langfristige Finanzschulden deckten das An- lagevermögen zu 29,3 %, im Vorjahr waren es 28,8 %.

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns

Struktur der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns

Mio.€ 30.9.2024 30.9.2023 Veränderung in %
Geschäfts- oder Firmenwerte 2.998,7 2.949,2 + 1,7
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 589,6 538,0 + 9,6
Sachanlagen 3.697,4 3.480,3 + 6,2
Nutzungsrechte 2.538,7 2.763,4 – 8,1
Nach der Equity- Methode bewertete Unternehmen 1.507,5 1.198,2 + 25,8
Anlagevermögen 11.331,9 10.929,1 + 3,7
Forderungen und Vermögenswerte 426,9 366,2 + 16,6
Latente Ertragsteuer ansprüche 389,2 310,6 + 25,3
Langfristige Forderungen 816,0 676,8 + 20,6
Langfristige Vermögenswerte 12.148,0 11.605,9 4,7
Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte blieben mit 2.998,7Mio.€ auf dem Niveau des Vorjahres. Einzelheiten befinden sich im Abschnitt zu Geschäfts- oder Firmenwerten im Anhang ab Seite210.

Sachanlagen

Die Sachanlagen betrugen zum Bilanzstichtag 3.697,4Mio.€ und lagen damit um 217,1Mio.€ über dem Vor- jahreswert. Wesentliche Zugänge zu den Sachanlagen betrafen Bau, Erwerb bzw. Renovierungen im Segment Hotels & Resorts, Wartungsarbeiten an Kreuzfahrtschiffen sowie Investitionen in Flugzeuge. Wesentliche Ab- gänge betrafen den Abgang von Vorauszahlungen für die Auslieferung von Flugzeugen. Schließlich führte die Überprüfung der Buchwerte zu Wertberichtigungen vorrangig auf Hotels inklusive Grundstücken.

Entwicklung der Sachanlagen
Mio.€ 30.9.2024 30.9.2023 Veränderung in %
Hotels mit Grundstücken 1.950,3 1.936,3 + 0,7
Sonstige Gebäude und Grundstücke 36,3 37,3 – 2,7
Flugzeuge 505,5 341,5 + 48,0
Kreuzfahrtschiffe 455,0 469,6 – 3,1
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 406,5 384,8 + 5,6
Anlagen im Bau 135,5 151,9 – 10,8
Geleistete Anzahlungen 208,3 158,9 + 31,1
Gesamt 3.697,4 3.480,3 + 6,2
Nutzungsrechte

Als Leasingnehmer erfasst TUI nach IFRS 16 in der Bilanz Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten. Die Nutzungsrechte betreffen mobile Vermögenswerte wie Flugzeuge, Fahrzeuge und Kreuzfahrtschiffe, Immobilien wie Hotelgebäude und -grundstücke, Bürogebäude und Reisebüros.

Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen

Nach der Equity- Methode wurden 17 assoziierte Unternehmen und 25 Gemeinschaftsunternehmen bewertet. Mit 1.507,5Mio.€ nahm ihr Wert am Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 25,8 % zu.

Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte des Konzerns

Struktur der kurzfristigen Vermögenswerte des Konzerns

Mio.€ 30.9.2024 30.9.2023 Veränderung in %
Vorräte 66,4 62,1 + 7,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 1.213,3 1.397,1 – 13,2
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte 1.105,9 917,3 + 20,6
Tatsächliche Ertragsteuer ansprüche 35,0 41,0 – 14,7
Finanzmittel 2.848,2 2.060,3 + 38,2
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 0,0 68,6 n. a.
Kurzfristige Vermögenswerte 5.268,8 4.546,5 15,9

¹ Inklusive Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten
² Inklusive touristischer Anzahlungen

Finanzlage des Konzerns

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

GRUNDSÄTZE

Das Finanzmanagement der TUI Group erfolgt grundsätzlich zentral durch die TUIAG, die dabei die Rolle als interne Bank des Konzerns wahrnimmt. Das Finanzmanagement schließt alle Konzernunternehmen ein, an denen die TUIAG direkt oder indirekt eine Beteiligung von mehr als 50 % hält. Das Finanzmanagement erfolgt nach Richtlinien, die sich auf sämtliche zahlungsstromorientierten Aspekte der Geschäftstätigkeit des Konzerns erstrecken. Im Zuge einer grenzüberschreitenden Organisation hat die TUIAG einen Teil der operativen Finanz- tätigkeiten an First Choice Holidays Finance Ltd., eine britische Konzerngesellschaft, ausgelagert. Die operati- ven Finanztätigkeiten erfolgen jedoch koordiniert zentralisiert.

ZIELE

Die Ziele des Finanzmanagements der TUI umfassen die ausreichende Liquiditätsversorgung der TUIAG und ihrer Tochtergesellschaften sowie die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Schwankungen von Währungen, Rohstoffpreisen und Zinsen sowie Ausfallrisiken aus Treasury-Aktivitäten.

LIQUIDITÄTSSICHERUNG

Die Liquiditätssicherung des Konzerns besteht aus zwei Komponenten:
• Die TUI Group entwickelt im Rahmen der jährlichen Konzernplanung einen mehrjährigen Finanzplan, aus dem der langfristige Finanzierungs- und Refinanzierungsbedarf abgeleitet wird.# Corporate Governance

Consolidated Financial Statements and Notes

Capital Structure

Group Capital Structure

Mio. € 30.9.2024 30.9.2023 Change in %
Long-term assets 12,148.0 11,605.9 + 4.7
Short-term assets 5,268.8 4,546.5 + 15.9
Assets 17,416.7 16,152.4 + 7.8
Issued capital 507.4 507.4
Capital reserve 7,980.4 9,090.1 – 12.2
Retained earnings – 7,531.5 – 8,474.6 + 11.1
Share of non-controlling interests in equity 817.9 824.3 – 0.8
Equity 1,774.3 1,947.2 – 8.9
Long-term provisions 1,515.3 1,485.7 + 2.0
Short-term provisions 479.3 366.7 + 30.7
Provisions 1,994.6 1,852.4 + 7.7
Long-term financial liabilities 1,543.6 1,198.5 + 28.8
Short-term financial liabilities 358.8 98.5 + 264.4
Financial liabilities 1,902.4 1,297.0 + 46.7
Long-term lease liabilities 2,057.4 2,216.9 – 7.2
Short-term lease liabilities 582.4 701.2 – 17.0
Lease liabilities (IFRS 16) 2,639.7 2,918.1 – 9.5
Long-term other liabilities 496.7 427.1 + 16.3
Short-term other liabilities 8,608.9 7,708.9 + 11.7
Other liabilities 9,105.6 8,136.0 + 11.9
Liabilities related to assets held for sale 1.6 n.a.
Liabilities 17,416.7 16,152.4 + 7.8

Capital Ratios

Mio. € 30.9.2024 30.9.2023 Change in %
Long-term capital 7,387.4 7,275.5 + 1.5
Long-term capital relative to total assets % 42.4 45.0 – 2.6 *
Equity ratio % 10.2 12.1 – 1.9 *
Equity and long-term financial liabilities 3,317.9 3,145.7 + 5.5
Equity and long-term financial liabilities relative to total assets % 19.1 19.5 – 0.4 *
  • In percentage points

Overall, the long-term capital available increased by 1.5% to €7,387.4 million, representing 42.4% of total assets (previous year 45.0%). The equity ratio was 10.2% (previous year 12.1%). Equity and long-term financial liabilities accounted for 19.1% (previous year 19.5%) of total assets at the balance sheet date.

Equity

During the past fiscal year, the company's share capital remained unchanged at €507,431,033.00, divided into 507,431,033 registered no-par-value shares, each with a par value of €1.00.

Provisions

The provisions consist primarily of provisions for pension obligations, tax provisions, and provisions for typical business risks, classified as short-term or long-term depending on the expectation of occurrence. They totaled €1,994.6 million at the balance sheet date, which is €142.3 million higher than the previous year's value.

Financial Liabilities and Lease Liabilities

Composition of Financial Liabilities and Lease Liabilities

Mio. € 30.9.2024 30.9.2023 Change in %
Bonds 990.6 542.7 + 82.5
Liabilities to credit institutions 907.4 718.8 + 26.2
Other financial liabilities 4.4 35.5 – 87.6
Financial liabilities 1,902.4 1,297.0 + 46.7
Lease liabilities 2,639.7 2,918.1 – 9.5

Our long-term financial liabilities increased by €345.1 million compared to September 30, 2023, to €1,543.6 million. The increase is primarily due to the newly issued sustainability-linked bond with a volume of €500.0 million and an increase in liabilities to credit institutions. Further information on this is explained in the notes to the consolidated financial statements. See Chapter "Financial Liabilities and Lease Liabilities", page 236.

Overview of TUI's Listed Bonds

The following overview shows the maturity, nominal volume, and annual interest rate of the listed bonds from 2021 and 2024.

Listed Bond Capital Measures Issuance Maturity Volume initial in Mio. € Volume outstanding in Mio. € Interest rate % p.a.
Convertible Bond 2021 April / July 2021 April 2028 590 118 5.000
Sustainability-Linked Bond 2024 March 2024 March 2029 500 500 5.875
Convertible Bond 2024 July 2024 July 2031 487 487 1.950

Convertible Bond 2021

In July 2024, the company repurchased €472.0 million of the Convertible Bond 2021 due in 2028, which corresponds to approximately 80% of the outstanding nominal amount. The proceeds from the successful issuance of €487.0 million Convertible Bond due 2031 were used to finance these repurchases. This reduced the volume of the outstanding Convertible Bond 2021 to €117.6 million.

Sustainability-Linked Bond 2024

In March 2024, the company placed a sustainability-linked bond with a total volume of €500.0 million and a maturity of five years. The bond has an annual interest rate of 5.875% and was issued at a price of 98.93% of the nominal amount.

Convertible Bond 2024

In July 2024, the company issued a convertible bond with a total nominal amount of €487.0 million and a maturity of seven years. The convertible bond has a denomination of €100,000 and a fixed interest rate of 1.95% per year. The conversion price is €9.60 per share.

TUI AG Syndicated Credit Facilities

Based on a contractual agreement and as a result of proceeds from the issuance of a sustainability-linked bond and a new convertible bond, the TUI AG syndicated credit facilities, originally amounting to approximately €2.7 billion, were reduced to approximately €1.9 billion through partial cancellations of €159.0 million (February 2024), €341.0 million (March 2024), and €336.0 million (July 2024) of the unused KfW tranche, previously €1.05 billion. Thus, as of the past fiscal year, TUI AG had syndicated credit facilities amounting to a total of approx.# SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die zusammengefasste Größe „Sonstige Verbindlichkeiten“ umfasst im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltene touristische Anzahlungen und lag mit 9.105,6 Mio. € um 969,5 Mio. € über dem Vorjahreswert.

Wesentliche Kreditfazilitäten

SYNDIZIERTE KREDITFAZILITÄTEN DER TUI AG

Die syndizierten Kreditfazilitäten der TUI AG über rund 1,9 Mrd. € inkludierten eine Tranche in Höhe von 190,0 Mio. € für die Ausstellung von Bankavalen. Zum Bilanzstichtag lag keine Barinanspruchnahme dieser Kreditfazilität vor. Die Ausnutzung dieser Kreditfazilität mittels der Inanspruchnahme von Bankavalen lag bei 136,0 Mio. €.

BILATERALE KREDITLINIEN DER TUI AG MIT BANKEN

Im Oktober 2023 hat TUI AG mit einer Bank eine Kreditlinie über 50,0 Mio. € mit einer einjährigen Laufzeit vereinbart; im Oktober 2024 wurde die Laufzeit um ein weiteres Jahr verlängert. Im Dezember 2023 hat TUI AG mit einer anderen Bank eine weitere Kreditlinie mit unbegrenzter Laufzeit über ebenfalls 50,0 Mio. € abgeschlossen. Inanspruchnahmen unter beiden Kreditlinien unterliegen einer variablen Verzinsung. Die beiden Kreditlinien können von der jeweiligen Bank als auch von der TUI AG mit sofortiger Wirkung gekündigt werden. Zum Bilanzstichtag waren beide Kreditlinien nicht ausgenutzt.

BILATERALE AVALLINIEN DER TUI AG MIT BANKEN

Im Oktober 2023 hat TUI AG zur Erfüllung einer regulatorischen Verpflichtung mit einer Bank eine Avallinie über bis zu 430,0 Mio. € abgeschlossen. Im Oktober 2023 wurde sie dann mit 386,0 Mio. € ausgenutzt. Das herausgelegte Aval wurde im März 2024 auf 366,5 Mio. € reduziert; dieses stellt auch die Ausnutzung zum Bilanzstichtag dar. Darüber hinaus hat TUI AG mit Banken weitere bilaterale Avallinien in einem Gesamtvolumen von 54,7 Mio. € zur Stellung von Bankavalen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abgeschlossen. Die Avale haben mitunter eine mehrjährige Laufzeit. Für die herausgelegten Avale wird eine Provision in Höhe eines fest vereinbarten Prozentsatzes, bezogen auf den maximalen Garantiebetrag, erhoben. Zum Bilanzstichtag waren diese Avallinien mit 4,3 Mio. € in Anspruch genommen.

Verpflichtungen aus Finanzierungsvereinbarungen

Das Schuldscheindarlehen über nominal 242,0 Mio. €, die Wandelschuldverschreibung 2021 über nominal 589,6 Mio. € (davon ausstehend nach Rückkauf im Juli 2024 noch 117,6 Mio. €), die nachhaltigkeitsbezogene Anleihe 2024 über nominal 500,0 Mio. €, die Wandelschuldverschreibung 2024 über nominal 487,0 Mio. € so wie die Kreditfazilität und die Avallinien der TUI AG enthalten eine Reihe von Verpflichtungen.

Die TUI AG unterliegt aus ihrer syndizierten Kreditfazilität über 1,9 Mrd. € der Verpflichtung zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen, so genannter Financial Covenants (jeweils wie in den Verträgen definiert), die (a) die Einhaltung einer EBITDAR-zu-Nettozinsaufwand-Relation, die die relative Belastung der TUI Group aus dem Zinsergebnis sowie aus den Miet- und Pachtaufwendungen bemisst, und (b) die Einhaltung einer Netto- schulden-zu- EBITDA-Relation, die die relative Belastung des TUI Konzerns mit Finanzverbindlichkeiten ermit- telt, erfordern.

Die EBITDAR-zu-Nettozinsaufwand-Relation muss mindestens einen 2,5-fachen Deckungsgrad aufweisen; die Nettoschulden dürfen das 3,0-fache des EBITDA nicht überschreiten. Die Finanzkennzahlen werden halbjährlich ermittelt. Daneben wird unter anderem die Möglichkeit der TUI beschränkt, Vermögens- gegenstände zu belasten oder zu veräußern, andere Unternehmen oder Beteiligungen zu erwerben oder Ver- schmelzungen durchzuführen.

Das Schuldscheindarlehen über nominal 242,0 Mio. €, die Wandelschuldverschreibung 2021 über nominal 589,6 Mio. € (davon ausstehend nach Rückkauf im Juli 2024 noch 117,6 Mio. €), die nachhaltigkeitsbezogene Anleihe 2024 über nominal 500,0 Mio. €, die Wandelschuldverschreibung 2024 über nominal 487,0 Mio. € so wie die Kreditfazilität und die Avallinien der TUI AG enthalten darüber hinaus Vertragsklauseln, die für Finan- zierungsinstrumente dieser Art typisch sind.

Die Nichteinhaltung dieser Verpflichtungen führt dazu, dass die entsprechenden Finanzierungen oder Fazilitäten durch die Kreditgeber gekündigt und die jeweiligen Valutierun- gen sofort fällig gestellt werden können.

Ratings durch Standard & Poor’s und Moody’s

Ratings der TUI AG 2020 2021 2022 2023 2024 Ausblick
Standard&Poor’s CCC+ CCC+ B– B B+ positiv
Moody’s Caa1 Caa1 B3 B2 B1 positiv

Im Zuge der COVID-19-Pandemie haben sowohl Standard & Poor’s als auch Moody’s 2020 das TUI Rating in mehreren Schritten auf „ CCC+“ bzw. „Caa1“ gesenkt. Mit der wirtschaftlichen Erholung gab es seit dem Ge- schäftsjahr 2022 kontinuierliche Rating-Verbesserungen. Im Geschäftsjahr 2024 haben die Rating-Agenturen aufgrund der weiter starken operativen Leistung und der verbesserten Verschuldungssituation im Februar 2024 das TUI Rating weiter auf „B+ (positiver Ausblick)“ (Standard & Poor’s) bzw. „B1 (positiver Ausblick)“ (Moody’s) angehoben. Die im März 2024 begebene nachhaltigkeitsbezogene Anleihe über 500,0 Mio. € erhielt ebenfalls ein Rating von „B+“ (Standard & Poor’s) bzw. „B1“ (Moody’s).

Zielsetzungen zur finanziellen Stabilität

Für die Finanzierung der weiteren Unternehmensentwicklung strebt die TUI ein verbessertes Credit Rating an. Mit dem vorübergehenden Flugverbot für den Flugzeugtyp Boeing 737 MAX und nachfolgend durch die Aus- wirkungen der COVID-19-Pandemie ist 2020 das Rating aus dem BB- bzw. Ba-Territorium auf CCC+ bzw. Caa1 zurückgestuft worden. Die mit dem Ende der COVID-19-Pandemie einhergehenden Verbesserungen von ope- rativen Kennzahlen, die insbesondere durch die Kapitalerhöhung im April 2023 resultierende strukturelle Ver- besserung von Verschuldungskennzahlen sowie die vorzeitige Verlängerung der syndizierten Kreditlinien im Geschäftsjahr 2023 haben mittlerweile zu einer Verbesserung des Rating auf B+ (Standard & Poor’s) sowie B1 (Moody’s) geführt, jeweils mit positivem Ausblick. Wir streben eine weitere Verbesserung unserer Ratings an, um sowohl unsere Fremdkapitalkosten weiter zu minimieren als auch unseren Zugang zu den Fremdkapital- märkten zu stabilisieren.

Unsere Zielsetzung zur finanziellen Stabilität einer Netto-Leverage-Ratio definieren wir in folgen- der grundsätzlicher Form:

Netto-Leverage-Ratio Mio. € 30.9.2024 30.9.2023
Finanzschulden 1.902,4 1.297,0
zzgl. Leasingverbindlichkeiten 2.639,7 2.918,1
abzgl. Finanzmittel 2.848,2 2.060,3
abzgl. sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 53,4 48,6
Nettoverschuldung 1.640,5 2.106,2
EBITDA (bereinigt) 2.119,7 1.775,3
Netto-Leverage-Ratio 0,8 1,2

Aufgrund der geringeren Nettoverschuldung und der Verbesserung unseres EBITDA (bereinigt) verbesserte sich unser Nettoverschuldungsgrad auf 0,8x im Geschäftsjahr 2024 (Vorjahr 1,2x). Mittelfristig streben wir weiter- hin einen Nettoverschuldungsgrad von stark unter 1,0x an. Siehe Abschnitt „Kapitalmanagement“, Seite 264.

Zinsen und Finanzierungsumfeld

Die kurzfristigen Zinssätze haben sich nach dem signifikanten Anstieg seit Anfang 2022 im Berichtsjahr bei mittleren einstelligen Prozentsätzen stabilisiert und sind im weiteren Jahresverlauf leicht gesunken. Ursache hierfür waren die ersten Senkungen der Zinssätze durch die Zentralbanken, nachdem sich die Inflation in den Währungsgebieten abgeschwächt hat.

Die Kreditmargen für Unternehmen im so genannten Sub-Investment-Grade-Bereich (auf Basis der handel- baren Kreditausfallversicherung CDS) sind im Verlauf des Geschäftsjahres weiter gefallen und liegen mittler- weile nahe des langjährigen Mittels. Die Kreditmargen für die TUI AG haben sich im Verlauf des Geschäftsjahres reduziert, liegen aber weiterhin auf einem erhöhten Niveau.

Das Kapitalmarktumfeld hat sich 2024 deutlich verbessert, sodass zwei wesentliche Kapitalmarkttransaktionen durchgeführt werden konnten [siehe Erläute- rungen zu Wandelschuldverschreibung 2024 sowie Nachhaltigkeitsbezogene Anleihe 2024].# Liquiditätsanalyse

Zum Bilanzstichtag betrug der Finanzmittelbestand der TUI AG als Obergesellschaft des TUI Konzerns 0,5 Mio. €.

BESCHRÄNKUNGEN DES TRANSFERS VON FLÜSSIGEN MITTELN

Beschränkungen des Transfers von flüssigen Mitteln innerhalb des Konzerns, die eine erhebliche Bedeutung für seine Liquidität haben könnten, wie zum Beispiel Kapitalverkehrsbeschränkungen oder Beschränkungen aufgrund abgeschlossener Kreditvereinbarungen, bestanden am Bilanzstichtag mit rund 0,7 Mrd. € (Vorjahr 0,8 Mrd. €).

Kontrollwechsel

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, befinden sich im Kapitel „Übernahmerechtliche Angaben“. Siehe Kapitel „Übernahmerechtliche Angaben“, Seite 108.

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

23 Strategie der TUI Group
27 Grundlagen der TUI Group
34 Risikobericht
50 Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
54 Wirtschaftsbericht
76 Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
105 Jahresabschluss der TUI AG
108 Übernahmerechtliche Angaben
111 TUI Aktie
115 Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Kapitalflussrechnung

Zusammengefasste Kapitalflussrechnung

Mio. € 2024 2023
Nettozufluss aus Geschäftstätigkeit + 1.910,8 + 1.637,3
Nettoabfluss aus Investitionstätigkeit – 604,3 – 492,2
Nettoabfluss aus Finanzierungstätigkeit – 531,4 – 834,6
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands + 775,1 + 310,5

In der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Auswirkungen infolge der Veränderungen des Konsolidierungskreises und aus der Fremdwährungsumrechnung sind dabei eliminiert. Der Finanzmittelbestand stieg im Berichtszeitraum um 787,6 Mio. € auf 2.848,2 Mio. €.

MITTELZUFLUSS AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Aus laufender Geschäftstätigkeit flossen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.910,8 Mio. € zu (Vorjahr + 1.637,3 Mio. €). Hierin enthalten sind 88,5 Mio. € Zinseinzahlungen (Vorjahr 54,9 Mio. €) und 67,2 Mio. € Dividenden (Vorjahr 24,1 Mio. €). Ertragsteuerzahlungen führten zu Mittelabflüssen in Höhe von 152,2 Mio. € (Vorjahr 106,9 Mio. €).

MITTELABFLUSS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT

Aus der Investitionstätigkeit sind im Geschäftsjahr 2024 insgesamt 604,3 Mio. € abgeflossen (Vorjahr 492,2 Mio. €). Darin enthalten sind Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 712,5 Mio. € (Vorjahr 666,2 Mio. €). Dem Konzern sind 81,9 Mio. € aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen und immateriellen Anlagen zugeflossen (Vorjahr 142,9 Mio. €). Der TUI Konzern erhielt 39,1 Mio. € aus der Earn-out-Zahlung im Zusammenhang mit dem Verkauf der Anteile an der RIU Hotels S.A. und 1,0 Mio. € aus dem Verkauf der Hotelgesellschaft Tenuta di Castelfalfi S.p.A. im Geschäftsjahr 2021, 12,0 Mio. € für den Verkauf der Anteile an der WOT Hotels Adriatic Assets Company und 2,9 Mio. € für den Verkauf der Anteile an der Raiffeisen-Tours RT Reisen GmbH. An der Kapitalerhöhung der Pep Toni Hotels S.A. beteiligte sich der TUI Konzern mit 73,5 Mio. €, an der Kapitalerhöhung des TUI Global Hospitality Fund mit 4,3 Mio. €. Der Anteil des TUI Konzerns an der Kapitalausstattung des Gemeinschaftsunternehmens Fly4 Airlines Green Limited betrug 3,9 Mio. €. Aus Kapitalherabsetzungen der assoziierten Midnight Canada, Inc. flossen der TUI 8,0 Mio. € zu. Für den Verkauf der Club Hotel CV an den TUI Global Hospitality Fund erhielt der TUI Konzern abzüglich abgegangener Geldmittel 44,1 Mio. €. Der Verkauf von Geldmarktfonds erbrachte 0,3 Mio. €, für den Kauf wurden 2,3 Mio. € aufgewendet.

MITTELABFLUSS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

Aus der Finanzierungstätigkeit hat sich der Finanzmittelbestand insgesamt um 531,4 Mio. € vermindert (Vorjahr 834,6 Mio. €). Aus der im März 2024 begebenen nachhaltigkeitsbezogenen Anleihe (Sustainability-Linked Senior Notes) flossen der TUI AG nach Abzug von Disagio und Transaktionskosten 486,6 Mio. € zu. Im Juli 2024 hat die TUI AG eine Wandelschuldverschreibung begeben, aus der nach Abzug von Transaktionskosten 377,3 Mio. € Fremdkapital und 101,8 Mio. € Eigenkapital zugeflossen sind. Ebenfalls im Juli 2024 hat die Gesellschaft 472,0 Mio. € der Wandelschuldverschreibung aus dem Jahr 2021 mit Fälligkeit 2028 zurückgekauft. Nach Berücksichtigung der Prämie für den Rückkauf entfallen 477,8 Mio. € auf Fremdkapital, 1,2 Mio. € auf Eigenkapital. Andere Gesellschaften der TUI Group haben Kredite in Höhe von 225,2 Mio. € aufgenommen. 712,8 Mio. € flossen für die Tilgung von weiteren Finanzverbindlichkeiten ab, davon 619,6 Mio. € für Leasingverbindlichkeiten. Die syndizierte Kreditfazilität wurde zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. Für Zinszahlungen sind 384,7 Mio. € verwendet worden, für Dividenden an Minderheitsaktionäre 145,8 Mio. €.

Entwicklung des Finanzmittelbestands

Mio. € 2024 2023
Bestand am Anfang der Periode + 2.060,5 + 1.736,9
Wechselkursbedingte Veränderungen + 12,5 + 13,1
Zahlungswirksame Veränderungen + 775,1 + 310,5
Bestand am Ende der Periode + 2.848,2 + 2.060,5

Der Finanzmittelbestand umfasst alle flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Die detaillierte Kapitalflussrechnung hierzu enthalten der Konzernabschluss sowie der Abschnitt Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung im Anhang zum Konzernabschluss. Siehe Seiten 179 und 265.

Investitionsanalyse

Die Entwicklung des Anlagevermögens, einschließlich der Entwicklung der Sachanlagen und des immateriellen Vermögens sowie der Beteiligungen und der sonstigen Finanzanlagen, ist im Abschnitt „Vermögenslage“ des Lageberichts dargestellt. Weitere Erläuterungen hierzu enthält der Konzernanhang.

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

23 Strategie der TUI Group
27 Grundlagen der TUI Group
34 Risikobericht
50 Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
54 Wirtschaftsbericht
76 Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
105 Jahresabschluss der TUI AG
108 Übernahmerechtliche Angaben
111 TUI Aktie
115 Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Nettosach- und -finanzinvestitionen

Mio. € 2024 2023 Veränderung in %
Bruttosachinvestitionen
Hotels & Resorts 318,5 220,5 + 44,4
Kreuzfahrten 53,3 82,9 – 35,7
TUI Musement 23,9 26,4 – 9,5
Urlaubserlebnisse 395,7 329,9 + 19,9
Region Nord 29,1 30,2 – 3,6
Region Zentral 15,9 15,1 + 5,3
Region West 14,9 21,8 – 31,7
Märkte + Airline * 72,5 98,2 – 26,2
Alle übrigen Segmente 142,2 149,8 – 5,1
TUI Group 610,4 577,9 + 5,6
Nettovorauszahlungen auf Flugzeugbestellungen 49,8 51,8 – 3,9
Finanzinvestitionen 78,8 83,2 – 5,3
Desinvestitionen – 136,9 – 219,2 + 37,6
Nettosach- und -finanzinvestitionen 602,2 493,7 + 22,0

* Inklusive 12,6 Mio. € Bruttosachinvestitionen der Flugzeugleasinggesellschaften für das Geschäftsjahr 2024 (Vorjahr 31,1 Mio. €)

Die Bruttosachinvestitionen der TUI Group betrugen im Berichtsjahr 610,4 Mio. € und lagen damit um 5,6 % über dem Vorjahreswert. Im Segment Hotels & Resorts war ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, der durch höhere Investitionen bei Riu und Robinson bedingt war. Im Segment Kreuzfahrten war der Rückgang gegenüber dem Vorjahr durch die 2023 enthaltenen Investitionen bei Marella für die Renovierung der Mein Schiff Herz vor Inbetriebnahme für den britischen Markt bedingt. Die Finanzinvestitionen betrafen wie im Vorjahr mit einem Wert in Höhe von 73,5 Mio. € die anteilige Kapitaleinlage in die Pep Toni Hotels S. A. In den Desinvestitionen ist unter anderem ein Zufluss von rund 39 Mio. € aus dem im Geschäftsjahr 2021 erfolgten Verkauf der Anteile an der RIU Hotels S. A. sowie ein Zufluss aus dem Verkauf eines Hotels auf den Kapverden enthalten. Nachfolgend werden die Investitionen auf die Zugänge zu sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen für die TUI Group übergeleitet.

Überleitung Investitionen

Mio. € 2024 2023
Bruttosachinvestitionen (Capex) 610,4 577,9
Zugänge Nutzungsrechte 9,6 7,7
Geleistete Anzahlungen 102,0 88,4
Sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen 17,8 – 9,7
Zugänge zu den sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 739,8 664,2

Investitionsverpflichtungen

BESTELLOBLIGOS

Am Bilanzstichtag bestanden aufgrund von Vereinbarungen, die im Geschäftsjahr 2024 oder in Vorjahren abgeschlossen wurden, Bestellobligos für Investitionen in Höhe von insgesamt 2.434,8 Mio. €, davon betreffen 760,3 Mio. € geplante Investitionen im Geschäftsjahr 2025. Weitere Erläuterungen enthält der Abschnitt „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ im Konzernanhang ab Seite 238.

Nettofinanzposition

Die Nettoverschuldung zum 30. September 2024 verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 465,6 Mio. € auf 1.640,5 Mio. €.

Nettofinanzposition

30.9.2024 30.9.2023 Veränderung in %
Mio. €
Finanzschulden 1.902,4 1.297,0 + 46,7
zzgl. Leasingverbindlichkeiten 2.639,7 2.918,1 – 9,5
abzgl. Finanzmittel 2.848,2 2.060,3 + 38,2
abzgl.
## DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
### ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
23 Strategie der TUI Group
27 Grundlagen der TUIGroup
34 Risikobericht
50 Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
54 Wirtschaftsbericht
76 Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
105 Jahresabschluss der TUIAG
108 Übernahmerechtliche Angaben
111 TUI Aktie
115 Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Nichtfinanzielle Konzernerklärung derTUIGroup

  • SEITE 76

Über diese Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
SEITE 77

Governance und Nachhaltigkeitsmanagement
SEITE 78

TUI Sustainability Agenda
SEITE 79

People – Wissen und Fähigkeiten, um die nachhaltige Transformation aktiv mitzugestalten
SEITE 80

Planet – ökologischen Fußabdruck kontinuierlich verringern (Umweltbelange)
SEITE 86

Progress – Innovationen für nachhaltigen Wandel (Sozialbelange und Achtung der Menschenrechte)
SEITE 87

Unsere Mitarbeitenden (Arbeitnehmerbelange)
SEITE 94

Kundenerlebnis, Sicherheit und Krisenmanagement (Sozial- und Arbeitnehmerbelange)
SEITE 95

Bekämpfung von Korruption und Bestechung
SEITE 95

Angaben gemäß EU-Taxonomieverordnung (EU) 2020 / 852
* Nicht Bestandteil der Abschlussprüfung

Über diese Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group

Nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist für die TUI Group ein wesentliches Grundprinzip der Unternehmensführung. Wir sind davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit entscheidend für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ist, wir verstehen nachhaltigen Wandel als Chance. Die TUIAG legt hiermit eine Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group vor, die die wesentlichen Aspekte und Sachverhalte zu Umweltbelangen, Arbeitnehmerbelangen, Sozialbelangen, Achtung der Menschenrechte sowie die Angaben zu Integrität und Compliance inhaltlich zusammenfasst. Gemäß § 315b Abs. 1 Satz 3 HGB wird dabei zu einzelnen Aspekten auch auf an anderer Stelle im zusammengefassten Konzernlagebericht enthaltene nichtfinanzielle Angaben verwiesen. In diese Nichtfinanzielle Konzernerklärung wurden neben den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften des Konzerns auch at Equity bilanzierte Gesell- schaften, insbesondere im Bereich TUI Hotels & Resorts, sowie TUI Cruises einbezogen.

Mit Hilfe einer Wesentlichkeitsbeurteilung haben wir im Jahr 2023 unsere Erkenntnisse über die Risiken und Chancen im Bereich der Nachhaltigkeit erweitert. Die durch eine Befragung interner Experten gewon- nenen Sichtweisen auf ökologische, soziale und Governance-Aspekte wurden zu einer Liste wesentlicher Themen verdichtet und im Geschäftsjahr erneut geprüft. Dies führte nicht zu einer maßgeblichen Ver- änderung des Reportingansatzes der nichtfinanziellen Konzernerklärung.

Aspekte mit den höchsten Wertungen in den Dimensionen Umwelt, Soziales und Governance wurden wie folgt identifiziert:

  • Umwelt (Environment): Emissionen, Schaffung nachhaltiger Urlaubsprodukte, Energiequellen und -effizienz, nachhaltige Beschaffung, Destinationsentwicklung, Abfall und Kreislaufwirtschaft
  • Soziales (Social): Menschenrechte, Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion, Talentgewinnung, faire Ent- lohnung, Arbeitssicherheit und Gesundheit, positive Mitarbeiterfahrungen
  • Governance: Lieferkettenmanagement, faire Geschäftsbeziehungen und Integrität, Corporate Citizenship, Krisenmanagement, Geschäftskontinuität

Bei der Weiterentwicklung der TUI Sustainability Agenda berücksichtigen wir zudem auch Themenbereiche, die im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse nicht mit den höchsten Wertungen versehen wurden, auch um die wachsende künftige Bedeutung spezifischer Themen zu reflektieren, beispielsweise im Bereich des Biodiversitäts- managements. Unser Risikomanagementsystem und die wesentlichen Risiken im Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit, unseren Geschäftsbeziehungen und Dienstleistungen sowie die wesentlichen Nachhaltigkeitsrisiken beschreiben wir in unserem Risikobericht ab Seite 34.

ANGEWENDETE STANDARDS UND NACHHALTIGKEITSINDIZES

Unsere Berichterstattung berücksichtigt die Grundsätze des UN Global Compact, dem die TUI seit 2014 ange- hört. Zugleich orientieren wir unser Nachhaltigkeitsengagement an den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Im Geschäftsjahr nahm TUI am CDP Climate Change Programm und am S&P Dow Jones Sustainability Index Assessment teil und stand im Dialog mit weiteren ESG-Researchern. Die TUIAG wird durch die Agentur ISS ESG als „Prime“ Investment geführt.

SPEZIFISCHER CO 2 -AUSSTOSS UNSERER AIRLINES ALS BEDEUTSAMSTER NICHTFINANZIELLER LEISTUNGSINDIKATOR

Als bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator betrachten wir den spezifischen CO 2 -Ausstoß (in g CO 2 / Pkm) unserer Flugzeugflotte.

Siehe Seite82

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54 Wirtschaftsbericht
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KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

ANGABEN GEMÄSS EU-TAXONOMIEVERORDNUNG (2020 / 852)

Die Konzernerklärung enthält darüber hinaus Angaben darüber, ob und in welchem Umfang die Tätigkeiten der TUI Group mit Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind, die als taxonomiefähig bzw. taxonomiekonform im Sinne der EU-Taxonomieverordnung (2020 / 852) einzustufen sind.

VERMERK EINER PRÜFUNG ZUR ERLANGUNG BEGRENZTER SICHERHEIT

Die vorliegende Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group ist nicht Teil der Abschlussprüfung. Sie wurde einer betriebswirtschaftlichen Prüfung nach ISAE 3000 (revised) mit begrenzter Sicherheit unterzogen. Die TCFD- Entsprechenserklärung sowie alle Verweise auf externe Dokumente waren nicht Bestandteil der externen Prüfung.

Siehe Seite283

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

Ab Seite 115 berichten wir gemäß den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures ( TCFD). Die TCFD bietet ein Rahmenwerk zur Verbesserung der Offenlegung konsistenter, vergleichbarer, verlässlicher und klimabezogener Finanz- informationen. Wir verpflichten uns, die Empfehlungen und empfohlenen Angaben des TCFD unter Berücksichtigung der TCFD- Leitlinien für alle Sektoren einzuhalten, und wir sind der Ansicht, dass die Angaben mit diesen Leitlinien übereinstimmen. Im Rahmen der Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive ( CSRD) ab dem Geschäftsjahr2025 werden wir die bisherige Berichterstattung nach TCFD in unseren CSRD-Nachhaltigkeitsbericht überführen. Diese Angaben sind nicht Bestand- teil dieser nichtfinanziellen Konzernerklärung und waren nicht Bestandteil der externen Prüfung.

Governance und Nachhaltigkeitsmanagement

Für die TUI Group ist Nachhaltigkeit ein grundlegendes Managementprinzip und ein Eckpfeiler unserer Strategie zur kontinuierlichen Steigerung des Unternehmenswerts. Globale Verantwortung für nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist Kern unserer Unternehmenskultur.

Angaben zum Geschäftsmodell

Die TUI Group ist ein weltweit operierender, integrierter Touristikkonzern. Das Geschäftsmodell der TUI Group ist in diesem Geschäftsbericht ab Seite 23 ff. und 27 ff. im Sinne des § 315c Abs. 1 in Verbindung mit § 289c Abs. 1 HGB ausführlich beschrieben.

Die Governance-Struktur der TUI Group schafft Voraussetzungen dafür, dass in der TUI Sustainability Agenda definierte Themenfelder sowie Risiken und Chancen, die sich aus dem Klimawandel ergeben, auf relevanten Ent- scheidungsebenen bewertet und entsprechende Initiativen eingeleitet werden. Das Group Executive Commit tee (GEC) führt die Geschäfte der TUI strategisch, legt die strategische Ausrichtung des Konzerns und die langfristigen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung fest und hat die Nachhaltigkeitsagenda des Konzerns verabschie det. Diese wurde im Februar2023 veröffentlicht und setzt den globalen Rahmen der Nachhaltigkeitsarbeit bei TUI. Im Geschäftsjahr wurde das TUI Sustainability Council gegründet, dem der CEO und der Chief Sustainability Officer vorstehen. Der Rat beschließt Prioritäten und Projekte im Rahmen der TUI Sustainability Agenda. Führungskräfte der maßgeblichen Bereiche der TUI berichten über Fortschritte bei der Zielerreichung, ins-
besondere im Bereich der Science Based Targets und verständigen sich auf ggf. notwendige weitere Schritte. Ein international besetztes Team von Nachhaltigkeitsexperten arbeitet eng mit dem Management zusammen, um sicherzustellen, dass die Geschäfts- und die Nachhaltigkeitsaktivitäten der TUI aufeinander abgestimmt sind. Die Group Sustainability Director leitet das Nachhaltigkeitsteam des Konzerns und berichtet an den Chief Sustainability Officer ( CSO), der dem Group Executive Committee angehört. Die Aufgabe unseres Nachhaltigkeitsteams ist es, die Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda in der gesamten TUI Group sowie entlang der Lieferkette voranzutreiben. Das Group Executive Committee wird regelmäßig über die Ergebnisse bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda und der Behandlung anderer wichtiger Nachhaltig- keitsthemen informiert. Außerdem finden regelmäßige Treffen mit dem Risk Oversight Committee (ROC) statt, um Nachhaltigkeitsrisiken zu überprüfen.

Governance und Nachhaltigkeitsmanagement

AUFSICHTSRAT VORSTAND UND GROUP EXECUTIVE COMMITTEE SUSTAINABILITY COUNCIL RISK OVERSIGHT COMMITTEE (ROC)
Regelmäßige Updates durch den CSO Monatliche Updates durch den CSO Abstimmung strategischer Entscheidungen und Prioritäten mit dem CEO und CSO Überprüft die Risiken und stellt sicher, dass alle Änderungen von Vorschriften und Gesetzen berücksichtigt werden. Regel mäßige Sitzungen mit der Risiko- abteilung des Konzerns. Jährliches Update für das ROC.
Entwickelt, implementiert und verankert die TUI Nachhaltigkeitsagenda mit Fokus auf die ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte der UN Sustainable Development Goals.

77

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

23 Strategie der TUI Group
27 Grundlagen der TUIGroup
34 Risikobericht
50 Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
54 Wirtschaftsbericht
76 Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
105 Jahresabschluss der TUIAG
108 Übernahmerechtliche Angaben
111 TUI Aktie
115 Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

TUI Sustainability Agenda

Die im Geschäftsjahr2023 veröffentlichte TUI Sustainability Agenda wurde auch im Geschäftsjahr2024 fort- geführt. Unsere Nachhaltigkeitsagenda setzt auf die Stärkung der positiven Aspekte des Tourismus. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, die positiven Auswirkungen des Tourismus für die Menschen vor Ort zu för- dern, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern und unseren Gästen nachhaltigere Urlaubsentscheidungen zu ermöglichen.

UNSERE MISSION

„Wir sind uns der Bedeutung des Reisens und des Tourismus für viele Länder der Welt und für die dort lebenden Menschen bewusst. Wir arbeiten mit diesen Ländern und anderen Partnern zusammen, um eine nachhaltigere Zukunft für den Tourismus aktiv zu gestalten.“

Ziel der TUI ist es, eine nachhaltigere Zukunft des Tourismus in allen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – sozial, ökologisch und wirtschaftlich – aktiv zu gestalten. Wir nutzen unsere Größe und unseren Einfluss für die nachhaltige Transformation der Reiseindustrie. Wir begreifen nachhaltigen Wandel als Chance. Unsere Agenda stützt sich dabei auf drei zentrale Bereiche: Wir wollen Menschen in den Destinationen wie auch Mitarbeitende der TUI befähigen, selbst ein aktiver Teil der nachhaltigen Transformation zu werden (People). Wir wollen den ökologischen Fußabdruck der TUI verringern (Planet). Zusammen mit Partnern starten wir Initiativen zur nachhaltigen Transformation unserer Branche (Progress).

Unsere drei Bausteine People, Planet und Progress werden durch 15 Fokusbereiche mit wichtigen Zielen, Vorgaben und Initiativen gesteuert. Unsere Sustainability Agenda zielt darauf ab, die wesentlichen Themen abzudecken, mit denen wir in den kommenden Jahrzehnten konfrontiert sein werden. Insbesondere dem Klimawandel kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Zu weiteren Details dieser drei Bausteine siehe untenstehende Tabelle.

Zu unseren Zielen gehören die Erreichung von wissenschaftlich fundierten Emissionsreduktionszielen (Science Based Targets) für die nahe Zukunft, die Entwicklung zu einem Unternehmen der Kreislaufwirtschaft sowie die Ermöglichung nachhaltigerer Urlaubsentscheidungen von rund 20 Millionen Gästen im Jahr (bis zum Jahr 2030 auf jährlicher Betrachtungsbasis). Die Sustainability Agenda unterstützt die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ( SDGs) – 17 globale Ziele zur Bekämpfung der Ungleichheit, zur Beendigung der Armut und zum Schutz unseres Planeten bis zum Jahr 2030 – und umfasst entsprechende Maßnahmen, die zu deren Erreichung beitragen. Die Wertschöpfungs- kette im Tourismus ist eng mit vielen verschiedenen Sektoren verknüpft. Dies ermöglicht es uns, den Fortschritt bei vielen SDGs zu beeinflussen, wobei wir uns besonders auf 13 dieser Ziele konzentrieren.

TUI Sustainability Agenda

Bausteine Fokusbereiche UN SDGs
PEOPLE Wissen und Fähigkeiten, um die nachhaltige Transformation mitzugestalten Wir wollen dafür sorgen, dass die Menschen vor Ort vom Tourismus und der lokalen Wertschöpfungs- kette profitieren. Wir wollen eine Generation von „Changemakern“ fördern, indem wir ihnen die Fähigkeiten und das Wissen vermitteln, das sie brauchen, um die nachhaltige Transformation der Tourismusbranche mitzugestalten.
• Vor Ort einkaufen
• Community for Changemakers
• Sozial gerecht handeln
• Weiterbildung
• TUI Care Foundation unterstützen
PLANET Konkrete Emissions- reduktionspläne (SBTs) Ökologischen Fußabdruck kontinuier- lich verringern
• Grüne und saubere Energiequellen
• Kreislaufunternehmen
• Effiziente Wassernutzung
• Biologische Vielfalt
PROGRESS • Destination Co-Lab Rhodos Innovationen für nachhaltigen Wandel
• Kundenentscheidungen für nachhaltige Produkte vereinfachen
• Zertifizierungen vorantreiben
• Grüne Technologie und Daten
• Netto-Null-Reisen fördern

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INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

23 Strategie der TUI Group
27 Grundlagen der TUIGroup
34 Risikobericht
50 Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
54 Wirtschaftsbericht
76 Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
105 Jahresabschluss der TUIAG
108 Übernahmerechtliche Angaben
111 TUI Aktie
115 Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

People – Wissen und Fähigkeiten, um die nachhaltige Transformation aktiv mitzugestalten

Der Tourismus ist in vielen Teilen der Welt eine der wichtigsten Kräfte für Entwicklung und Wohlstand. Er schafft Arbeitsplätze, bietet Bildung und verbessert die Sozial- und Umweltstandards. Wir wollen sicherstellen, dass die Menschen und Gemeinden vor Ort vom Tourismus und der Wertschöpfung lokaler Lieferketten profitieren. Unsere Mitarbeitenden spielen hier eine entscheidende Rolle, indem wir ihnen Kenntnisse und Fähigkeiten ver- mitteln, um die Tourismusbranche nachhaltig zu transformieren.

BEITRAG ZU DEN SDGS

WEITERBILDUNG UND TRAININGS

Wir wollen unseren Mitarbeitenden die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die sie benötigen, um die Nachhaltigkeitstransformation zu realisieren. Wir setzen hierbei auf digitale Trainingsmodule, um konzernweit eine hohe Reichweite zu gewährleisten. Bei unseren eigenen Hotelmarken Riu und Robinson wird dieser Ansatz auch durch persönliche Trainings vor Ort sichergestellt. Die Bandbreite der Themen umfasst das Wissen über eine Vielzahl von Nachhaltigkeitsthemen, von Energie und Treibstoffen bis hin zu sozialen Aus- wirkungen und der Kreislaufwirtschaft, und ist an alle Mitarbeitenden gerichtet. Auch im Kreuzfahrtbereich bei TUI Cruises werden Mitarbeitende zu Umweltthemen geschult. Unsere Schulungsprogramme sollen den Mitarbeitenden und Dienstleistenden Kerninhalte der Strategie verdeutlichen, um so den Transfer in den jeweiligen Arbeitsbereich zu erleichtern. Die Schulungen werden zum Teil auch nach Geschäftsbereich und Markt angepasst, um einen noch stärkeren Bezug und eine Verankerung sicherzustellen. Über verschiedene Bildungsprogramme und Weiterbildungssysteme hinweg konnten bis Geschäftsjahresende über 35.000 Trainingsstunden zu Nachhaltigkeitsthemen erreicht werden, ein Großteil hiervon entfällt auf Trainings, die über unsere interne TUI People Plattform angeboten werden. Erstmalig wurden im Sommer 2024 die Sustainability Days an mehreren Standorten der TUI für alle Mitarbei- tenden angeboten. Über einen Zeitraum von drei Tagen konnten fachspezifische Nachhaltigkeitspräsentationen vor Ort oder virtuell besucht werden oder auch konkrete Informationen über Nachhaltigkeit im Rahmen von Hausmessen mit Informationsangeboten zu Themen wie Solarstrom, E-Mobilität und Aktionen zur Rückgabe gebrauchter Elektronikgeräte gewonnen werden.

ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE UND UMWELTSTANDARDS IN DER LIEFERKETTE

Die TUI Group verpflichtet sich zur Wahrung der Menschenrechte und Umweltstandards in ihrer globalen Liefer- kette. Sie bekennt sich zu den international anerkannten Menschenrechten gemäß der Internationalen Menschen- rechtscharta und erwartet dies auch von ihren Lieferanten und Geschäftspartnern, im Einklang mit geltenden Gesetzen, Übereinkommen und Vorschriften. Als Mitglied des UN Global Compact richtet die TUI Group ihr Handeln an dessen Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptions- bekämpfung aus. Darüber hinaus hat die TUI Group im Jahr 2012 den globalen Ethikkodex der UN-Welttourismus- organisation (UNWTO) unterzeichnet. Der Schutz der Menschenrechte und die Einhaltung von Umweltstandards in der Lieferkette stehen auch im Mittelpunkt des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetztes (Lk SG). Die daraus resultierenden Verpflichtungen gelten für alle Unternehmen der TUI Group, ihre Lieferanten und die gesamte Lieferkette, sowohl in Deutschland als auch weltweit. Der Schwerpunkt im Geschäftsjahr lag auf der Optimierung des Risikomanagements bezüglich der menschen- rechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette, der Weiterentwicklung und Um- setzung von Risikoanalysen sowie Präventions- und Abhilfemaßnahmen. Zur internen Steuerung wurde ein Supply Chain Due Diligence Committee gegründet, das sich aus zentralen Abteilungen wie Konzern-Nachhaltig- keit, Konzernrechtsabteilung, Einkauf und Beschaffung sowie Personalwesen zusammensetzt. Dieses Komitee überwacht quartalsweise den Umsetzungsstand der Sorgfaltspflichten in der Lieferkette, bespricht mögliche Fälle sowie nächste Schritte und trifft zentrale Entscheidungen. Im Geschäftsjahr wurde außerdem ein neues Risikomanagement-Tool eingeführt, das sowohl für die Lieferkette als auch für den eigenen Geschäftsbereich genutzt wird. Mit diesem System werden von nun an die gesetzlich vorgeschriebenen jährlichen Risikoanalysen durchgeführt. Eine weitere Aktivität im Berichtsjahr bestand bei der Entwicklung eines E-Learning-Programms für Lieferanten, das sich mit den Themen Menschenrechte und Umweltstandards in der Tourismusbranche befasst.# Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group

Dieses Training wurde im Rahmen der Futouris-Mitgliedschaft in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen der Reisebranche konzipiert. Futouris ist eine Nachhaltigkeitsinitiative der Reisebranche, die sich für die Förderung eines ökologisch und sozial verantwortungsvollen Tourismus einsetzt. Der erste Bericht zur Umsetzung des Lk SGs wurde im Berichtsjahr veröffentlicht. Zudem wurde die interne Kommunikation zur Implementierung der Sorgfaltspflichten im Konzern durch verschiedene Veranstaltungen, wie die zuvor genannten Hausmessen, weiter vorangetrieben. Die Aktivitäten bauen auf der von TUI bereits geleisteten Arbeit in den Bereichen Menschenrechte und Umweltschutz auf und unterstützen die Vorbereitungen auf die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD).

Bislang wurden folgende Richtlinien und Initiativen auf den Weg gebracht, um die negativen Auswirkungen in Bezug auf die Menschenrechte gemäß den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft- und Menschenrechte zu überwachen, zu identifizieren, zu reduzieren sowie zu verhindern.

  • Das Global Employment Statement fokussiert sich auf einen fairen und verantwortungsvollen Umgang mit allen Mitarbeitenden und auf die Einhaltung gesetzlicher und branchenspezifischer Anforderungen.
  • Der Integrity Passport ist der Verhaltenskodex für die Mitarbeitenden und verpflichtet zur Achtung und Einhaltung der Menschenrechte. Mitarbeitende werden ermutigt, etwaiges Fehlverhalten über das unternehmenseigene Beschwerdeverfahren, die SpeakUp Line, zu melden.
  • Der Verhaltenskodex für Lieferanten setzt Mindeststandards, die die TUI Group von unseren Zulieferern und Partnern erwarten. Er umfasst Hinweise zur Achtung der Menschenrechte und des Arbeitsrechts, zur Ermittlung von Bestechungs- und Korruptionsrisiken, zur Erkennung negativer Umweltauswirkungen und zur Förderung des Gemeinwohls.
  • Es werden umweltrechtliche und menschenrechtliche Anforderungen in die Verträge mit Hotelpartnern und weiteren Lieferantengruppen aufgenommen.
  • Die Konzernrichtlinie „Diverser, nachhaltiger und ethischer Einkauf“ definiert Kriterien für den Einkaufsprozess, um die vielfältigen, ethischen und nachhaltigen Eigenschaften von Lieferanten zu berücksichtigen.
  • Die TUI Group erwartet von unseren Hotelpartnern, dass sie sich einer vom Global Sustainable Tourism Council (GSTC) anerkannten Nachhaltigkeitszertifizierung unterziehen*, die Standards in den Bereichen Menschenrechte, Schutz von Kindern und Gemeinwohl in der Tourismusbranche umfassen. Die GSTC-Kriterien werden auch auf Ausflüge in den Destinationen angewendet. Der Fokus liegt dabei auf den TUI Collection und National Geographic-Exkursionen.
  • Die internen Richtlinien zum Schutz von Kindern umfassen Informationen für die Mitarbeitenden rund um das Thema „Voluntourismus“.
  • Die auf der Unternehmenswebsite veröffentlichte TUI Grundsatzerklärung zu Menschenrechten verdeutlicht die Aktivitäten und Maßnahmen im Geschäftsbetrieb und in der Lieferkette zur Vermeidung von Menschenrechtsverstößen.
  • E-Learning-Module zu Menschenrechten und Kinderschutz werden fortgeführt und kontinuierlich an aktuelle Rahmenbedingungen angepasst. Das Personal von Fluggesellschaften in Großbritannien, in den Nordischen Ländern und in Deutschland erhält während seiner Einarbeitung eine Schulung zum Thema gefährdete Kinder und Menschenhandel, mit dem Ziel, Menschenhandel zu erkennen und entsprechend zu handeln. Die Module Menschenrechte und Kinderschutz müssen alle zwei Jahre vom Personal bei TUI Musement absolviert werden.

* TUI Anforderung für Hotelpartner mit mehr als 80 Zimmern und einer TUI Auslastung > 10 %
Mehr zum Thema unter: https://www.tuigroup.com/de-de/verantwortung/Menschenrechte

UNTERSTÜTZUNG DER TUI CARE FOUNDATION

Einer der Wege, über die wir positive Veränderungen in den Destinationen bewirken wollen, ist die von unserem Konzern gegründete Stiftung – die TUI Care Foundation –, die die positive Kraft des Tourismus nutzt, um das Leben junger Menschen zu verbessern, sich um den Erhalt der Natur kümmert und lokalen Gemeinden hilft, sich zu entwickeln. Mit über 40 Projekten in 25 Ländern konzentriert sich die TUI Care Foundation mit Unterstützung der TUI Gäste auf die besonderen Bedürfnisse von Destinationen. Die Stiftung gliedert ihr Engagement in die Programme Bildung, Community Empowerment, natürliche Landschaften und Meeresschutz. So sollen im Rahmen des TUI Futureshapers Programms in Tunesien entscheidende Beiträge zur Verbesserung der Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt geleistet werden. Im Rahmen des Projekts werden 60 Peer-Mentorinnen geschult, die mehr als 500 junge Tunesierinnen im Alter von 18 bis 28 Jahren erreichen werden. Zusätzlich zum Peer-to-Peer-Mentoring erhalten die Teilnehmerinnen Zugang zu einer Reihe von Webinaren, die von etablierten Unternehmerinnen geleitet werden. Themen sind beispielsweise die Entwicklung von Geschäftsmodellen, Marketingstrategien, Ideenpräsentationen und Innovationen im Tourismus.

Weitere Informationen zur TUI Care Foundation: www.tuicarefoundation.com

Planet – ökologischen Fußabdruck kontinuierlich verringern

BEITRAG ZU DEN SDGS

Wir arbeiten daran, den ökologischen Fußabdruck beim Reisen zu verkleinern und die Umweltleistung in unserer Branche zu erhöhen. Bis 2050 wollen wir in allen Geschäftsbereichen und in unseren Lieferketten Klimaneutralität mit Netto-Null-Emissionen erreichen und unsere Umweltauswirkungen in den Bereichen Wasser, Energie und Abfall erheblich verringern. Zum Schutz unseres Planeten wollen wir unseren Umgang mit den natürlichen Ressourcen ändern und uns zu einem Kreislaufunternehmen weiterentwickeln.

SELBSTVERPFLICHTUNG FÜR DEN KLIMASCHUTZ

Der Klimawandel ist eine drängende globale Herausforderung. Wir verknüpfen diese Arbeit eng mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Aus diesem Grund haben wir uns der Science Based Targets initiative (SBTi) angeschlossen und uns verpflichtet, Emissionsreduktionen auf Basis der neuesten klimawissenschaftlichen Erkenntnisse umzusetzen. Unsere Ziele wurden 2023 bestätigt und beinhalten Zielsetzungen bis zum Jahr 2030. Die SBTi ist eine globale Initiative, die es Unternehmen ermöglicht, sich ambitionierte Ziele zur Emissionsreduktion zu setzen, die mit den im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Zielen zur Bekämpfung der Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung übereinstimmen. Die in den SBTi-Reduktionszielen inkludierten Emissionen der Flugzeuge, Kreuzfahrtschiffe und Hotels der TUI Group stehen dabei für 99 % unserer Emissionen. Für jedes der drei Geschäftsfelder wurden Aktionspläne für eine signifikante Verringerung der Emissionen ausgearbeitet.

Unsere Reduktionsziele wurden im Januar 2023 von der unabhängigen Organisation überprüft und validiert. Sie hat bestätigt, dass unsere Ziele den neuesten klimawissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen.

Unsere Intensitätsziele und absoluten Ziele sind:

  • Reduzierung der CO2e-Emissionen pro Passagierkilometer der TUI Airline um 24 % bis 2030¹
  • Reduzierung der absoluten CO2e-Emissionen unserer Kreuzfahrtgesellschaften (TUI Cruises und Marella Cruises) um 27,5 % bis 2030¹
  • Reduzierung der absoluten CO2e-Emissionen im Segment TUI Hotels & Resorts um 46,2 % bis 2030²
Zielerreichung Science-based Targets 2024 2019 Veränderung in % Ziel (2030) in %
Airline g CO2e * Pkm 75,5 80,9 – 6,7 – 24
Kreuzfahrten t CO2e 1.118.303 1.249.224 – 10,5 – 27,5
Hotels t CO2e 659.236 794.354 – 17,0 – 46,2

* Die Kennzahl für das Airline- und Kreuzfahrten-Reduktionsziel umfasst Scope-1- und Scope-3.3-Emissionen. Pkm = Passagierkilometer

Im Geschäftsjahr konnten in allen Bereichen der wissenschaftlich basierten Klimaziele der TUI (SBTs) mit Bezug zum gesetzten Basisjahr 2019 Fortschritte erzielt werden. Die in den folgenden Abschnitten der nicht-finanziellen Konzernerklärung für das Geschäftsjahr 2024 veröffentlichten Zahlen zu den Treibhausgasemissionen von Fluggesellschaften, Kreuzfahrtschiffen und Hotels entsprechen nicht dem Umfang, den Grenzen oder der Berichterstattungsmethodik unserer wissenschaftlich fundierten Ziele. Daher sollte das Verständnis der Fortschritte bei der Erreichung unserer SBTs nur auf Informationen basieren, die sich speziell auf die SBT-Zielerreichung beziehen.

¹ Basisjahr 2019. Zielniveau: deutlich unter 2°C.

CO2e = CO2-Äquivalente. Diese berücksichtigen neben Kohlendioxid (CO2) die weiteren fünf klimawirksamen Treibhausgase laut Kyoto-Protokoll: Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFCs) und Schwefelhexafluorid (SF6). Die Verpflichtungen der TUI Group zur Erreichung wissenschaftsbasierter Ziele beinhalten auch die Well-to-Wake-Emissionen für unsere Flug- und Kreuzfahrtaktivitäten (Emissionen aus Flug- und Schiffs-kraftstoffen, Scope 1 und Scope 3, Kategorie 3). TUI berücksichtigt dabei die Flüge aus den eigenen Flotten sowie Subcharterflüge inner-halb des Anwendungsbereichs. Alle Schiffe der TUI (Mein Schiff, Hapag-Lloyd und Marella) fallen in den Anwendungsbereich für Kreuzfahrten.

² Basisjahr 2019. Zielniveau: 1,5 °C.# Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group

Für unsere Hotels umfasst die SBTi-Verpflichtung die Emissionen aus allen Energiequellen plus Gase aus Kältemitteln (Scope 1 und 2). Alle eigenen, gemanagten und gepachteten Hotels im Portfolio von TUI Hotels & Resorts fallen in den Anwendungsbereich.

ENGAGEMENT AM STANDORT

Auch im Bereich der Verwaltungsgebäude engagieren wir uns für die Reduzierung der Umweltauswirkungen. Der TUI Campus in Hannover wird über eine Photovoltaik-Anlage mit Strom versorgt, die Anlage wurde im Geschäftsjahr in Betrieb genommen. Die Anlage mit einer Maximalleistung von 1,5 Megawatt und einer Gesamtfläche von 6.900 m² ist ein wesentlicher Schritt zur Reduktion der Emissionen vor Ort. Im Geschäftsjahr wurden zudem 40 E-Ladesäulen zur Förderung nachhaltiger Mobilität in Betrieb genommen. Ein internes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001:2015 der TUI AG, TUI Deutschland und TUI Business Services am Campus der TUI in Hannover wurde erneut erfolgreich re-zertifiziert.

Unsere Reduktionsziele

EMISSIONEN DER TUI AIRLINE (CO 2 e per Pkm* bis 2030, Vergleichsjahr 2019) EMISSIONEN AUS KREUZFAHRTGESCHÄFT DER TUI (absolut CO 2 e bis 2030, Vergleichsjahr 2019) EMISSIONEN VON TUI HOTELS & RESORTS (absolut CO 2 e bis 2030, Vergleichsjahr 2019)
– 24 % – 27,5 % – 46,2 %
* Pkm = Passagierkilometer ist eine Kennzahl der Luftfahrtindustrie, die die Anzahl der von zahlenden Passagieren zurückgelegten Kilometer angibt.

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INHALT
DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
23
Strategie der TUI Group
27
Grundlagen der TUI Group
34
Risikobericht
50
Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
54
Wirtschaftsbericht
76
Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
105
Jahresabschluss der TUI AG
108
Übernahmerechtliche Angaben
111
TUI Aktie
115
Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

UNSER AKTUELLER FUSSABDRUCK

Im Geschäftsjahr 2024 stiegen die absoluten Gesamtemissionen der Geschäftsbereiche der TUI Group gegenüber dem Vorjahr um 2,3 % an. Dies ist auf eine ausgeweitete Geschäftsaktivität im Bereich Flug, die Indienststellung eines weiteren Kreuzfahrtschiffes bei TUI Cruises und den Ausbau des Hotelportfolios zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2024 haben wir unserer Berichterstattung über die indirekten Emissionen (Scope-3-Emissionen) der TUI weiter ausgebaut*. Insgesamt minderten sich die Scope-3-Emissionen um 10,9 %. Dies ist maßgeblich auf eine Anpassung der internationalen Umrechnungsfaktoren im Bereich des Einkaufs von Waren- und Dienstleistungen zurückzuführen. Gesamthaft betrachtet über alle Scope-Emissionen ergibt sich ein Rückgang um 4,5 %.

  • Die TUI Group wendet für die Scope-3-Berichterstattung den Ansatz der operativen Kontrolle an, daher sind die folgenden Kategorien von der Berichterstattung ausgenommen, da sie für die primäre Geschäftstätigkeit nicht relevant sind: vorgelagerte geleaste Vermögenswerte, nachgelagerter Transport und Vertrieb, Verarbeitung verkaufter Produkte, Verwendung verkaufter Produkte, Behandlung verkaufter Produkte am Ende ihrer Nutzungsdauer und nachgelagerte geleaste Vermögenswerte und Investitionen. In Anlehnung an den Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard hat TUI die Emissionen aus eingekauften Gütern und Dienstleistungen, Investitionsgütern, vorgelagerten Transport- und Vertriebsaktivitäten und Geschäftsreisen nach der ausgabenbasierten Methode berechnet. Emissionen im Zusammenhang mit brennstoff- und energiebezogenen Aktivitäten, betrieblichen Abfällen sowie Franchisebetrieben, wurden mittels der Durchschnittsdatenmethode berechnet. Die Emissionen aus dem Pendelverkehr der Mitarbeiter wurden anhand eines globalen Durchschnitts geschätzt, wodurch diese Berechnung noch nicht vollständig an das Greenhouse Gas Protocol angepasst wurde.

Kohlendioxidemissionen (CO 2 ) der Geschäftsbereiche

t 2024 t 2023 Veränderung in %
Airline 4.315.026 4.218.553 + 2,3
Kreuzfahrten 908.846 899.790 + 1,0
Hotels¹ 835.839 805.541 + 3,8
Verwaltungsgebäude und Reisebüros 13.902 14.890 – 6,6
Gästebeförderung (Land) 16.097 14.413 + 11,7
Gesamt 6.089.710 5.953.187 + 2,3

1 Alle Hotels des TUI Hotels & Resorts Portfolios (Eigentum, Miete, Pacht und Franchise)
2 Scope 1 und Scope 2

Scope-1-, -2-, -3-Emissionen

t 2024 t 2023 Veränderung in %
Scope 1 (CO 2 ) 5.507.898 5.416.692 + 1,7
Scope 2 ( CO 2 ) 581.812 536.495 + 8,4
Scope 3 ( CO 2 e) 5.580.901 6.264.832 – 10,9
1. Kauf von Waren und Dienstleistungen 3.979.067 4.751.252 – 16,3
2. Investitionsgüter 79.981 84.231 – 5,0
3. Aktivitäten im Zusammenhang mit Treibstoffen und Energie 1.215.438 1.142.142 + 6,4
4. Vorgelagerte Transport- und Vertriebsaktivtäten 5 6 – 16,7
5. Betriebliche Abfälle 91.217 82.071 + 11,1
6. Geschäftsreisen 77.626 74.278 + 4,5
7. Arbeitnehmerpendelverkehr 48.482 46.820 + 3,5
14. Franchiseunternehmen 89.085 84.032 + 6,0
Gesamt 11.670.611 12.218.019 – 4,5

1 Unter Bezugnahme auf das Greenhouse Gas Protocol umfassen die Scope-3-Emissionen des TUI Konzerns eingekaufte Waren und Dienstleistungen, Investitionsgüter, treibstoff- und energiebezogene Aktivitäten von Fluggesellschaften, Kreuzfahrten, Hotels, Gebäuden und Gästebeförderung an Land, vorgelagerte Lieferkettenaktivitäten in Bezug auf Transport und Vertrieb, Abfälle (aus dem Betrieb von Fluggesellschaften, Kreuzfahrten und Hotels), Geschäftsreisen, Pendelverkehr der Mitarbeiter und Franchising. Der derzeitige Ansatz der berichteten Scope-3-Emissionen beachtet die Anforderungen des Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard, mit Ausnahme des Pendelverkehrs der Mitarbeiter (weniger als 1 % der gesamten Scope-3-Emissionen).
2 Vorjahreswerte an den aktuellen Scope-3-Berichtsrahmen angepasst

Energieverbrauch der Geschäftsbereiche

MWh 2024 MWh 2023 Veränderung in %
Airline 17.596.040 17.202.638 + 2,3
Kreuzfahrten 3.537.917 3.507.396 + 0,9
Hotels 2.094.632 1.936.035 + 8,2
Verwaltungsgebäude und Reisebüros 62.476 59.651 + 4,7
Gästebeförderung (Land) 68.237 61.087 + 11,7
Gesamt 23.359.302 22.766.807 + 2,6
  • Vorjahreswert angepasst durch Einbezug von Strom aus erneuerbaren Energiequellen und selbstproduzierter erneuerbarer Energie

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DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
23
Strategie der TUI Group
27
Grundlagen der TUI Group
34
Risikobericht
50
Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
54
Wirtschaftsbericht
76
Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
105
Jahresabschluss der TUI AG
108
Übernahmerechtliche Angaben
111
TUI Aktie
115
Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

EFFIZIENTERER FLUGBETRIEB

Schon heute betreiben wir eine der emissionseffizientesten Airlines Europas und bemühen uns kontinuierlich um weitere Verbesserungen unserer Umweltleistung. Unsere Ziele für die Reduktion der Emissionen unserer Airline bis 2030 wurden von der SBTi bestätigt. Unser Fahrplan zur Emissionsreduktion unserer Airline-Flotte beinhaltet die folgenden Maßnahmen: weitere Investitionen in moderne, emissionseffiziente Flugzeuge, Effizienzsteigerung durch operative Maßnahmen sowie Investitionen in den künftigen Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF). Zur Verringerung der Emissionen investiert die TUI Group fortlaufend in modernste Flugzeugtechnologie, wie beispielsweise Boeing 787- und Boeing 737 Max-Maschinen. Diese Flugzeuge sind durchschnittlich um 20 % bzw. 16 % (787 und 737 Max) treibstoffeffizienter als die von ihnen in der TUI Flugzeugflotte ersetzten Maschinen. Umweltmanagementsysteme und operative Maßnahmen spielen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit und der weiteren Verbesserung der Klimaeffizienz. Die gesamte TUI Airline war im Geschäftsjahr 2024 nach der international anerkannten Norm ISO 14001:2015 zertifiziert. Nachstehende Beispiele verdeutlichen die fortlaufenden operativen Maßnahmen, die wir kontinuierlich zur Erhöhung der Effizienz umsetzen:

  • Flugbetrieb, wie zum Beispiel Single Engine Taxiing (einmotoriges Rollen zur bzw. von der Startbahn), Aufwinde sowie optimierte Steiggeschwindigkeiten und -profile
  • Gewichtsreduktion, zum Beispiel Karbonbremsen und Fly Away Kit (Ersatzteile und Ausrüstung)
  • Optimierung der Flugplanung, zum Beispiel Optimierung der Entfernung zum Ausweichflughafen und der mitgeführten Treibstoffmenge
  • Treibstoffmanagementsystem zur Verbesserung der Treibstoffanalyse, Identifizierung weiterer Einsparpotenziale und deren Nachverfolgung

Nachhaltiger Flugkraftstoff (SAF) ist ein entscheidender Faktor bei der Emissionsreduzierung im Luftverkehr und damit ein wichtiges Element unseres Fahrplans bis 2030 zur weiteren Verbesserung der Klimaeffizienz unserer Airline. TUI arbeitet mit verschiedenen Partnern zusammen, um die Versorgung mit SAF zu sichern. So wurde bereits 2022 eine Absichtserklärung mit dem spanischen Energieunternehmen Cepsa unterzeichnet. Die Partnerschaft mit Cepsa fokussiert sich auf SAF-Treibstoffe aus Rohstoffen wie gebrauchten Speiseölen, tierischen Non-Food-Abfällen oder biologisch abbaubaren Abfällen aus verschiedenen Industriezweigen. Im Geschäftsjahr wurde die Zusammenarbeit basierend auf der Absichtserklärung fortgeführt. SAF-Treibstoffe ermöglichen eine Reduzierung der Flugzeugemissionen um bis zu 80 % im Vergleich zu herkömmlichem Kerosin. Weitere Erklärungen wurden mit anderen Lieferanten gezeichnet. Die Airline der TUI Group beteiligte sich im Geschäftsjahr an einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt unter Führung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Gemeinsam mit anderen Industriepartnern werden die klimabezogenen Auswirkungen von Kondensstreifen, sogenannte Contrails, erforscht. Die beteiligten Gesellschaften erforschen im vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Projekt insbesondere den Einfluss der Flugroutenplanung auf die Entstehung von Contrails. Im Jahr 2024 ging der relative CO 2 -Ausstoß unserer Airline um 0,7 % zurück.# Nachhaltigere Kreuzfahrten

Wir fokussieren uns weiterhin auf eine Reduzierung der Emissionen unserer Kreuzfahrtschiffe. Fortschritte erzielen wir durch fortlaufende Investitionen in moderne Technologien zur Reduzierung von Luftemissionen und in operative Effizienz. Für TUI Cruises (Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises) und Marella Cruises wurden im Rahmen der bei der SBTi zur Validierung eingereichten Zielsetzung für 2030 Emissionsreduktionspläne entwickelt. Zentrale Maßnahmen sind Investitionen in die Modernisierung und Effizienzsteigerung der Flotte mit einem Fokus auf Landstromversorgung, Optimierung der Fahrtrouten, Stärkung der Energieeffizienz und Umstellung auf alternative Kraftstoffe.

Mit ihren Marken Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises betreibt TUI Cruises weiterhin eine moderne und technologisch hochentwickelte Flotte. Die Schiffsneubauten der Flotte sind mit moderner Technologie zur Minimierung des Treibstoffverbrauchs ausgestattet. Ein intelligentes Energiemanagementsystem, effiziente Klimaanlagen, eine neuartige Belichtungssteuerung und die Nutzung von Abwärme der Motoren tragen zu einer erheblichen Reduzierung des CO 2 -Fußabdrucks im Vergleich zu nicht mit diesen Technologien ausgestatteten Schiffen bei.

Im Berichtsjahr sind wesentliche Schritte unternommen worden, um den Emissionsausstoß der Flotte von Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises zu reduzieren. Wo es technisch möglich war, haben die TUI Cruises-Flotte konsequent Landstrom im Hafen bezogen und damit ihre bordseitigen Motoren ausstellen können. Damit konnten pro Anlauf ca. 15 t CO 2 eingespart werden. Bis Ende der Sommersaison (d. h. bis Ende September 2024) sind bereits 72 Anläufe mit Landstrom absolviert worden, was eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 20 Anläufen insgesamt bedeutet. Während der Werftaufenthalte der Mein Schiff 2 und Mein Schiff 5 wurden diese beiden Schiffe jeweils final mit einem Landstromanschluss erfolgreich ausgerüstet (2023 und 2024).

Durch Abgasnachbehandlungssysteme auf allen neuen Schiffen reduzieren die Neubauten der Mein Schiff-Flotte auch den Schwefel- und Stickstoffausstoß erheblich. Die Nutzung dieses modernen Abgasnachbehandlungssystems (Advanced Emission Purification System) geht über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen hinaus. So wird es beispielsweise nicht nur in den Sonderemissionsschutzgebieten in der Nord- und Ostsee, dem Ärmelkanal und Nordamerika eingesetzt, sondern weiterhin auch in anderen von Mein Schiff befahrenen Regionen wie dem Mittelmeer, dem Orient, der Karibik und Mittelamerika.

Die 2024 in Dienst gestellte Mein Schiff 7 fährt mit Marinediesel statt mit Schweröl und kann perspektivisch grünes Methanol nutzen, das aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt wird. Sie verfügt über einen Landstromanschluss sowie weiterentwickelte Katalysatoren, die den EURO-6-Standard im Hafen einhalten. Darüber hinaus wurde ein neuartiges Abfallverarbeitungssystem an Bord installiert, das sog. HydroTreat System, welches organische Abfälle direkt thermisch an Bord verwertet und daraus sog. pflanzliche Kohle („biochar“) herstellt. Weitere Umwelttechnologien an Bord sind die Klimaanlage mit ozonfreien Kühlmitteln und die Abwasserbehandlungsanlage, die strenge HELCOM-Vorgaben für die Ostsee erfüllt (in Bezug auf Nitrate und Phosphate im Abwasser).

Im Rahmen eins Pilotprojekts wurde eine Solaranlage auf dem gläsernen Indoor-Pooldach der Mein Schiff 7 installiert. Damit wird zum ersten Mal erneuerbare Energie an Bord eines Schiffes der Flotte Mein Schiff produziert und in das Bordnetz eingespeist. Die Europa wurde im September 2024 während ihres turnusmäßigen Werftaufenthalts mit einer modernen Abwasserbehandlungsanlage ausgestattet, die zukünftig alle Abwässer an Bord zusammenführt und über einen mehrstufigen Behandlungsprozess aufbereitet. Zudem wurden Investitionen in die Klimaanlagentechnik getätigt, um deren Energieeffizienz zu verbessern.

Seit September 2023 läuft durchgehend ein Test mit einem Mikroplastikfilter an Bord der Mein Schiff 3. Dieser ist angeschlossen an eine Waschmaschineneinheit in der Wäscherei und wurde im Berichtsjahr 2024 regelmäßig von der Organisation Cleaner Seas überprüft, wobei die Filterkartusche ausgetauscht wurde. Zudem wurde ein erster Analysebericht im Dezember 2023 angefertigt, der die gefilterten Reststoffe im Labor untersucht hat. Der Mikroplastik-Filter-Test wurde im Berichtsjahr auch auf ein Schiff der Marella-Flotte ausweitet. Zielsetzung ist es, den Eintrag von Mikroplastik in das Meerwasser zu minimieren.

Im Geschäftsjahr 2024 ging der relative CO 2 -Ausstoß im Kreuzfahrtsegment um rund 6,6 % zurück. Dies war auf eine höhere Auslastung und die Indienststellung des effizienten neuen Kreuzfahrtschiffes Mein Schiff 7 zurückzuführen. Pro Übernachtung und Passagier belief sich die Abfallmenge auf 8,3 Liter, ein leichter Anstieg um 1,8 %, und der Frischwasserverbrauch auf 45 Liter, ein leichter Rückgang um 1 %. Wir betrachten in unserem Reporting alle Schiffe, die unter den Marken Mein Schiff, Hapag-Lloyd Cruises, Marella und TUI River Cruises operieren.

Kreuzfahrten – CO 2 e-Intensität, Trinkwasser und Abfall

2024 2023 Veränderung in %
CO 2 e – spezifisch kg / Kreuzfahrtpassagier pro Übernachtung¹ 117 126 – 6,6
Frischwasser – spezifisch Liter / Kreuzfahrtpassagier pro Übernachtung 45 46 – 1,0
Wasser – insgesamt Liter / Kreuzfahrtpassagier pro Übernachtung 299 301 – 0,6
Abfall – spezifisch Liter / Kreuzfahrtpassagier pro Übernachtung 8,3 8,2 1,8

¹ Kennzahl basiert auf den Well-to-Wake-Emissionen der Treibstoffe von Mein Schiff, Hapag-Lloyd und Marella (analog zu den absoluten t CO 2 e, die für unsere SBT angegeben werden), in Relation zur Anzahl der Übernachtungen.
² Vorjahrswert an die neue Methodik angepasst

Umweltschutz in den Hotels

Unsere Hotels und Hotelpartner fokussieren sich weiterhin auf die Förderung der Nachhaltigkeitstransformation in ihren Geschäftsbetrieben. Unsere Priorität ist die weitere Reduktion der Emissionen. Dazu haben wir umfassende Aktionspläne erstellt und Ziele für unser Segment Hotels & Resorts für 2030 formuliert. Diese wurden von der SBTi anerkannt. Unser Hotelportfolio wächst weiter, und viele unserer Hotels nutzen fortschrittliche Technologien, um ihre Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern. Die Erzeugung erneuerbarer Energie aus Solar- und Windkraftanlagen ist bei den Plänen zur Emissionsreduktion für unsere Hotels neben Effizienzmaßnahmen durch Hotelrenovierungen und bei Neubauten ein zentrales Element.

So hat das TUI Blue Montafon seine CO 2 -Emissionen bereits im Vorjahr auf ein Minimum reduziert, dies wurde durch ein externes Audit im Geschäftsjahr bestätigt. Verschiedene Maßnahmen wurden dabei umgesetzt, unter anderem dreifachverglaste Fenster, der Bezug von Fernwärme aus einem Biomasseheizkraftwerk sowie Strom aus erneuerbarer Energie, vorrangig aus Wasserkraft. Hinzu kommt der Einsatz von moderner LED-Beleuchtung und E-Autos.

Nachhaltiges Bauen ist ein wichtiges Instrument, um Energie zu sparen und die CO 2 -Emissionen von Hotels zu reduzieren. TUI Hotels & Resorts hat die im vorherigen Geschäftsjahr erstmals veröffentlichte Green Building Guidelines um Checklisten und eine Übersetzung ins Türkische erweitert.# Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group

Die Richtlinie gibt den eigenen Hotels und Hotelpartnern konkrete Empfehlungen für ihre Bau- und Renovierungsprojekte um Umwelt belastungen zu reduzieren sowie Einsparungen beim Wasser- und Energieverbrauch zu erzielen. Darüber hinaus behandelt sie die Themenbereiche Monitoring-Systeme, Nachhaltigkeitszertifizierungen und Stakeholder-Kommunikation. Mehr zum Thema: TUI Green Building Guidelines (Online-Version): https://mediacenter.tui-info.com/onlinekataloge/index.php?catalog=tui_greenbuildingguideline_gj2023_f#page_1

Jährlich finden die TUI Global Hotel Awards statt, eine Preisverleihung, bei der die TUI im Namen ihrer mehr als 19 Millionen Gäste weltweit Hotels in ihrem Reiseangebot auszeichnet. Bei den TUI Global Hotel Awards 2024 wurde das Thema Nachhaltigkeit erneut durch eine eigene Award-Kategorie hervorgehoben. Mit der Integration eines Awards mit Nachhaltigkeitsbezug möchten wir die Relevanz auch für die teilnehmenden Vertragshotel- Partner stärken und damit über die eigenen Hotels hinaus Initiativen anstoßen.

Zur nachhaltigen Erzeugung von Strom haben wir den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen bei unseren Hotels weiter vorangetrieben. Als Teil unserer weltweiten Solaroffensive sind im Sommer 2024 mehrere Photovoltaik- Anlagen in der Türkei mit einer Gesamtkapazität von rund 15 Megawatt ans Netz gegangen. Bereits über ein Drittel der TUI Hotels & Resorts produziert Energie aus erneuerbaren Energien, um den Bedarf teilweise zu decken. So nahm beispielsweise im vergangenen Geschäftsjahr RIU zwei Hotels auf Mauritius in Betrieb, die mit 2.500 Solarkollektoren ausgestattet sind und damit bis zu 80 % des Strombedarfs zu Spitzenzeiten der Hotels abdecken können.

Unsere Hotels haben ihre Leistung in Bezug auf die spezifischen Emissionen und Abfälle weiter verbessert. Der Frischwasserverbrauch stieg um rund 5 % pro Übernachtung an.

Hotels– CO 2 e-Intensität, Wasser und Abfall 2024

2024 2023 Veränderung in %
CO 2 e– spezifisch kg / Übernachtung 19,7 11,0 – 11,1
Frischwasser– Liter / Übernachtung 502 478 5,0
Wasser 3 insgesamt– spezifisch Liter / Übernachtung 620 617 0,4
Abfall– spezifisch kg / Übernachtung 1,6 1,7 – 6,0

1 Kennzahl basiert auf den tCO 2 e von eigenen, gemanagten und gepachteten TUI Hotels & Resorts (angeglichen an die absoluten tCO 2 e, die für unsere SBT angegeben werden, in Relation zur Anzahl der Übernachtungen).
2 Vorjahrswert an die neue Methodik angepasst
3 Einschließlich Wasser für häusliche Nutzung, Pools und Bewässerungszwecke

KREISLAUFWIRTSCHAFT: REDUZIEREN, WIEDERVERWERTEN, WIEDERAUFBEREITEN

Eine der Hauptzielsetzungen für unser Schwerpunktthema „Planet“ ist es, auf ein Kreislaufwirtschaftsmodell hinzuarbeiten. Die Kreislaufwirtschaft ist ein Konzept für die Herstellung, Nutzung und Wiederverwertung von Produkten und Dienstleistungen. Ziel ist es, Ressourcen und Materialien möglichst lange im Kreislauf zu halten und zu verhindern, dass Abfall überhaupt entsteht. TUI ist Selbstverpflichtungen zur Kreislaufwirtschaft (Circular Economy Commitments) eingegangen, die sich darauf fokussieren, unseren Betrieb und die Nutzung von Ressourcen weiterzuentwickeln. Dies umfasst alle Bereiche unseres Geschäftsmodells. TUI arbeitet mit Hotels zusammen, um relevante Informationen über ihre Nachhaltigkeitsleistung zu erfassen und so die Fortschritte bewerten zu können. Dafür werden jährliche Erhebungen zur Reduzierung von Einweg-Plastikartikeln und Lebensmittelabfällen durchgeführt. In unseren Bemühungen um ein Kreislaufsystem haben wir uns der Ellen MacArthur Foundation Community angeschlossen.

Im Berichtszeitraum engagierten sich beispielsweise die Kreuzfahrtgesellschaften der TUI im Bereich der Kreislauf- wirtschaft und für den schonenden und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. So wurden bei Werftaufent- halten der Mein Schiff 2, Mein Schiff 5, Hanseatic nature, Hanseatic inspiration und MS Europa bei Umbau- arbeiten nicht weiterverwendete Möbel an lokale Hilfsorganisationen gespendet.

Im Bereich der Hotels wird seit 2022 künstliche Intelligenz zur Analyse von Lebensmittelabfällen getestet. Gestartet als Pilotprojekt in dem TUI Blue Meltemi (Santorini) wurde diese Maßnahme bereits auf ein größeres Familienhotel (TUI Blue Palm Garden in der Türkei) ausgeweitet, wobei erfolgreich weitere Maßnahmen abgeleitet wurden. Nun wird die Technologie schrittweise auf weitere TUI Blue Hotels ausgeweitet, im vergangenen Geschäftsjahr verwendeten bereits 11 Hotels diese Methode. TUI Blue arbeitet für dieses Projekt mit KITRO zusammen, die eine entsprechende KI-gestützte Technologie auf diesem Gebiet anbieten. Abfallbehälter für Lebensmittel werden dazu auf einer Waage installiert und mit einer Kamera versehen, die ausschließlich den Inhalt der Tonne fotografiert, sobald etwas Neues eingeworfen wird. Die künstliche Intelligenz berechnet die Lebensmittelabfälle durch das Gewicht und das entsprechende Foto. Die Ergebnisse können dann sehr über- sichtlich an einem Dashboard ausgelesen werden und bieten die Grundlage für Anpassungen von Küchen- prozessen und Büffetgestaltung.

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INHALT

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
  • 23 Strategie der TUI Group
  • 27 Grundlagen der TUIGroup
  • 34 Risikobericht
  • 50 Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
  • 54 Wirtschaftsbericht
  • 76 Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
  • 105 Jahresabschluss der TUIAG
  • 108 Übernahmerechtliche Angaben
  • 111 TUI Aktie
  • 115 Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Bei TUI arbeiten wir seit vielen Jahren intensiv an einer Reduzierung von Kunststoffartikeln in unserem Geschäfts- betrieb und der Suche nach Alternativen. Die TUI Group ist Teil der Advisory Group der Global Tourism Plastics Initiative ( GPTI), die vom UN-Umweltprogramm und der UN-Welttourismusorganisation in Zusammenarbeit mit der Ellen MacArthur Foundation geleitet wird. Die Global Tourism Plastics Initiative vereint die Tourismus- branche hinter einer gemeinsamen Vision: die Ursachen der Plastikverschmutzung bekämpfen. Sie ermöglicht es Unternehmen, Regierungen, Verbänden und Nichtregierungsorganisationen, konzertierte Maßnahmen zu ergreifen und mit gutem Beispiel voranzugehen, wenn es um die Umstellung auf die Kreislaufwirtschaft bei der Verwendung von Plastik geht. Im Rahmen dieser Bemühungen verpflichten wir uns, nach Möglichkeit proble- matische und unnötige Kunststoffverpackungen bis 2025 zu ersetzen. Darüber berichten wir jährlich im GPTI- Fortschrittsbericht. Mehr zum Thema: GPTI-Fortschrittsbericht (Online) https://www.oneplanetnetwork.org/knowledge-centre/resources/global-tourism-plastics-initiative-2022-annual-progress-report

SCHUTZ DER BIOLOGISCHEN VIELFALT

Wir unterstützen die Initiative „Nature positive vision for travel and tourism“ des World Travel & Tourism Council (WTTC) und setzen uns für den Naturschutz ein, um den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2030 aufzuhalten und umzukehren. Im Berichtszeitraum haben wir eine tourismusspezifische Wertschöpfungskettenanalyse durchgeführt. Dabei wurden die Bereiche der Wertschöpfungskette mit großem Einfluss auf die Biodiversität identifiziert, und die Analyse bildet damit die Grundlage für die Planung von weiteren Maßnahmen.

Progress – Innovationen für nachhaltigen Wandel

BEITRAG ZU DEN SDGS

Wir wollen unsere Größe nutzen, um die positiven sozialen und ökologischen Auswirkungen der von uns ange- botenen Urlaubserlebnisse weiter zu steigern. Unser Ziel ist es, führend im Bereich der Nachhaltigkeit zu sein. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir das nachhaltige Geschäftsmodell der nächsten Generation für die Tourismusbranche mitgestalten. So wollen wir unseren Gästen ermöglichen, nachhaltige Urlaubsentscheidungen zu treffen, und dies jederzeit während ihres Reiseerlebnisses. Bis 2030 wollen wir erreichen, dass sich jährlich 20Mio. Gäste für zertifizierte Hotels oder Exkursionen entscheiden, die den strengen Kriterien des Global Sustainable Tourism Council entsprechen.

DESTINATION CO-LAB

Die TUI Group, die TUI Care Foundation und die Regierung der Region Süd-Ägäis engagieren sich im „Destination Co-Lab Rhodes“. Zusammen mit unseren Partnern erarbeiten wir ein nachhaltiges Geschäftsmodell der nächsten Generation für die Tourismusindustrie auf Rhodos. Die drei strategischen Säulen sind die Regenierung der natürlichen Umwelt, die Stärkung der sozialen Ent- wicklung und des kulturellen Erbes sowie die Förderung einer integrativen wirtschaftlichen Entwicklung im Tourismus-Geschäftsmodell. Ziel des Co-Lab ist es, gemeinsam mit der Tourismusindustrie vor Ort und inter- nationalen Partnern konkrete Lösungen zu entwickeln und diese auf Rhodos umzusetzen. Im Berichtsjahr wurde das von der griechischen Insel und TUI beschlossene Aktionsprogramm (Schwerpunkte: Schutz natürli cher Ressourcen, Reduktion von Emissionen, Stärkung der lokalen Wirtschaft) weiter vorangetrieben. Zugleich startete die TUI Care Foundation im Rahmen des Destination Co-Lab ein Aufforstungsprojekt auf Rhodos mit einheimischen, feuertoleranten Bäumen. Als Teil des Projekts werden für die lokale Bevölkerung sowie für Urlauberinnen und Urlauber naturbasierte Tourismuserlebnisse im Wald entwickelt.

ZERTIFIZIERUNG FÖRDERN

Zur Verbesserung von Sozial- und Umweltstandards setzt TUI auf Zertifizierung. Von unseren Hotels und Hotelpartnern (Hotelpartner mit mehr als 80 Zimmern und einer TUI Auslastung > 10 %) erwarten wir, dass sie Nachhaltigkeitszertifizierungen von einer unabhängigen Organisation erhalten. Dieser Prozess beinhaltet eine Bewertung durch eine dritte Partei, die die Einhaltung der Kriterien des Global Sustainable Tourism Council ( GSTC) und damit gute soziale und ökologische Praktiken bestätigt.# Nachhaltigere Urlaubsreisen

Die GSTC-Kriterien sind der etablierte globale Standard für nachhaltigen Tourismus und umfassen vier Hauptthemen: effektive Nachhaltigkeitsplanung, Maximierung des sozialen und wirtschaftlichen Nutzens für die lokalen Gemeinden, Wertschätzung des kulturellen Erbes und Verringerung negativer Auswirkungen auf die Umwelt. Im Geschäftsjahr 2024 übernachteten 12,1 Mio. Gäste in einem Hotel mit einer vom GSTC anerkannten Zertifizierung, verglichen mit 10,5 Mio. im Geschäftsjahr 2023. Die Zahl zertifizierter Vertragshotels ist gegenüber dem Vorjahr um 38,5 % auf 2.051 angestiegen.

Nachhaltigkeit spielt auch bei unseren Urlaubserlebnissen eine wichtige Rolle. Zur Bewertung der Nachhaltigkeit wenden wir die GSTC-Kriterien auf Touren und Aktivitäten innerhalb unseres Geschäftsfelds TUI Musement an. Bis zum Ende des Geschäftsjahres waren insgesamt 1.881 Erlebnisse gemäß den GSTC-Kriterien zertifiziert. Im Rahmen der weiteren Verbesserung unseres internen Berichtswesens wurde im Geschäftsjahr mit der Auswertung der Teilnehmeranzahl von zertifizierten Exkursionen begonnen. Derzeit wird an der Qualität der Kennzahlen gearbeitet, um die Auswertung hinsichtlich der Zielerreichung von 20 Mio. Gästen in zertifizierten Hotels oder Exkursionen um die Teilnehmenden an zertifizierten Exkursionen ergänzen.

1 Hotelanzahl umfasst TUI Hotels & Resorts sowie Hotels, mit denen TUI Group einen Vertrag abgeschlossen hat und die nach einer vom Global Sustainable Tourism Council (GSTC) anerkannten Nachhaltigkeitszertifizierung zertifiziert sind.
2 Anzahl umfasst Hotels, mit denen TUI Group einen Vertrag abgeschlossen hat, die nach einer vom Global Sustainable Tourism Council (GSTC) anerkannten Nachhaltigkeitszertifizierung zertifiziert sind und die im GJ 2024 mindestens 100 TUI Gäste hatten. TUI Hotels & Resorts, die mit der TUI Group vertraglich nicht verbunden sind, sind in dieser Kennzahl nicht enthalten.

2024 2023 Veränderung in %
Kunden (in Mio.) zertifizierter Hotels 12,1 10,5 + 14,9
Anzahl zertifizierter Hotels 2.051 1.481 + 38,5
Verhältnis GSTC-zertifizierter Hotels bei TUI Hotels & Resorts (in Prozentpunkten) 68 75 – 9,3
Anzahl zertifizierter Exkursionen 1.881 1.420 + 32,5

1 Hotelanzahl umfasst TUI Hotels & Resorts sowie Hotels, mit denen TUI Group einen Vertrag abgeschlossen hat und die nach einer vom Global Sustainable Tourism Council (GSTC) anerkannten Nachhaltigkeitszertifizierung zertifiziert sind.
2 Anzahl umfasst Hotels, mit denen TUI Group einen Vertrag abgeschlossen hat, die nach einer vom Global Sustainable Tourism Council (GSTC) anerkannten Nachhaltigkeitszertifizierung zertifiziert sind und die im GJ 2024 mindestens 100 TUI Gäste hatten. TUI Hotels & Resorts, die mit der TUI Group vertraglich nicht verbunden sind, sind in dieser Kennzahl nicht enthalten.
3 Zertifizierung gemäß GSTC

PARTNER EINBINDEN

Um unsere zahlreichen Partner (Hotels, Anbieter von Touren, Aktivitäten und Transportleistungen) bei der Transformation zu einem nachhaltigeren Tourismus zu begleiten, nutzen wir unsere eigens entwickelte TUIPartners.com Plattform. Hier erhalten sie fortlaufend Informationen und Orientierung zu aktuellen Themen, wie zum Beispiel Nachhaltigkeit, Gesundheit, Arbeitsschutz und Sicherheit. Der Nachhaltigkeitsbereich der Plattform dient insbesondere dem Austausch von Wissen, Erfahrungen und Informationen über verschiedene Aspekte, wie beispielsweise der erfolgreichen Nachhaltigkeitszertifizierung.

Unsere Mitarbeitenden

BEITRAG ZU DEN SDGS

Der Erfolg der TUI ist in hohem Maße auf das Engagement unserer Mitarbeitenden zurückzuführen. Um diesen Erfolg nachhaltig zu gewährleisten, haben wir uns auch in diesem Geschäftsjahr darauf konzentriert, die Initiativen aus unserer People Strategy fortzusetzen.

PEOPLE STRATEGY

Unsere Vision ist es, digital, engagiert und inklusiv zu sein.

  • Digital: Wir nutzen digitale Lösungen, um die Arbeit für unsere Mitarbeitenden zu erleichtern, Innovationen zu fördern und die Effizienz zu steigern. Beispielsweise setzen wir seit diesem Geschäftsjahr künstliche Intelligenz (KI) ein.
  • Engagiert: Wir investieren in die Entwicklung unserer Mitarbeitenden und befähigen unsere Führungskräfte. Ein Beispiel ist unsere Employee-Listening-Strategie. Diese Strategie fördert eine Kultur des regelmäßigen Austauschs und der stetigen Verbesserung des Arbeitsumfelds.
  • Inklusiv: Wir erkennen Unterschiede an und bringen globale und lokale Teams zusammen. Durch gezielte Initiativen schaffen wir ein Arbeitsumfeld, in dem sich unsere Mitarbeitenden wertgeschätzt und respektiert fühlen sollen.

Für die Umsetzung unserer Vision bildet unsere People Strategy mit ihren wichtigsten Handlungsfeldern die Basis.

Handlungsfelder unserer People Strategy

  • Positives Mitarbeitenden-erlebnis
  • Vielfalt, Gleichberechtigung & Inklusion
  • Beste Leistungen ermöglichen
  • Vereinfachung, Harmonisierung & Fokussierung
  • Digitale Transformation
  • Wachstum ermöglichen

VEREINFACHUNG, HARMONISIERUNG, FOKUSSIERUNG

Unsere Maßnahmen sollen von den Prinzipien der Vereinfachung, Harmonisierung und Fokussierung bestimmt werden. Prozesse werden global abgestimmt, standardisiert und transparent kommuniziert. Dies ermöglicht es uns, Synergien zu schaffen und Doppelarbeit zu vermeiden. Gemäß diesen Prinzipien wurde auch die Neuausrichtung unserer internen HR-Organisationsstruktur weiter vorangetrieben. In den vier globalen Kompetenzzentren (CoEs) Reward, HR Systems & People Analytics, Talent Acquisition sowie Talent Management & People Development wurden länderübergreifend Fachkenntnisse gebündelt und globale Prozesse definiert und implementiert. Die operative Umsetzung erfolgt kontinuierlich, beispielsweise durch die Bündelung lokaler Berichte und Anfragen in globalen Dashboards mit dem Ziel einer einheitlichen Berichterstattung und der Steigerung von Effizienzen.

DIGITALE TRANSFORMATION

Die Vereinheitlichung und Digitalisierung unserer HR-Systeme ist ein zentraler Aspekt der People Strategy. Die stetige Erweiterung unserer digitalen HR-Lösungen ist dabei die Grundlage, um datengesteuerte Entscheidungen zu treffen. Nach Implementierung des neuen HR-Kernsystems in Deutschland startete das Projekt in diesem Geschäftsjahr auch in Großbritannien, einem unserer größten Märkte. In Ergänzung wird die Entwicklung unserer einheitlichen HR-IT-Plattform, TUI People, weiter vorangetrieben. Bereiche wie Recruiting, Learning, Talent Management, Reward und Stammdatenverwaltung werden bereits über die Plattform abgebildet. Mit unserem aktuellen Projekt zur Implementierung unseres Business Warehouse zielen wir darauf ab, unsere Berichte zu automatisieren, die Abstimmung und Standardisierung der HR-Kennzahlen vorzutreiben und unsere People Analytics weiterzuentwickeln.

Teil dieses Handlungsfelds ist die Befähigung unserer Mitarbeitenden, IT-Lösungen in ihre tägliche Arbeit zu integrieren. Wir fördern daher die Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) im Unternehmen. So soll eine Kultur der Innovation und des Wachstums weiter vorangetrieben werden. Unternehmensweit wurde dazu ein „AI Lab“ ins Leben gerufen. Unser HR-Bereich arbeitet eng mit dem „AI Lab“ zusammen. Diese Zusammenarbeit hat das Ziel, transformative KI-Initiativen zu entwickeln. Dabei liegt unser Fokus auf vier Kernthemen:

  • Identifikation und Bereitstellung von KI-Instrumenten: Wir identifizieren Einsatzbereiche und stellen KI-Lösungen zur Verfügung, die im Arbeitsalltag genutzt werden können, um die Effizienz und Effektivität unserer HR-Prozesse zu steigern.
  • Einführung von KI-Chatbots: Zur Verbesserung der Effizienz und Bereitstellung schneller und effektiver Unterstützung bei HR-Fragen setzen wir KI-Chatbots ein, welche für Mitarbeitende nutzbar sind.
  • Kultureller Wandel: Durch das Aufzeigen des KI-Potenzials und das Anbieten von Trainings fördern wir einen kulturellen Wandel, der die Akzeptanz und Nutzung von KI in unserem Unternehmen vorantreibt.
  • Gruppenweites Netzwerk und Wissensaustausch: Wir kreieren ein gruppenweites Netzwerk, um KI-Wissen zu teilen, zu erweitern und für weitere KI-Projekte zu nutzen.

WACHSTUM ERMÖGLICHEN

Um neue Mitarbeitende in einem anspruchsvollen Arbeitsmarkt zu gewinnen und unsere Mitarbeitenden zu halten, haben wir verschiedene Maßnahmen umgesetzt, die die Talentnachfolge gewährleisten sollen. Für die Steigerung der Sichtbarkeit am Arbeitsmarkt haben wir eine neue TUI Karriere-Website eingeführt. Die TUI Karriere-Website präsentiert die vielfältigen Karrieremöglichkeiten bei TUI. Diese beinhaltet Funktionen wie personalisierte Inhalte, vereinfachte Jobsuche und ein modernisiertes Branding. Im Berichtsjahr besuchten über 1,5 Mio. Personen (Vorjahr 1,5 Mio.) unsere Karriereseite. Die Anzahl der Bewerbungen stieg im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr von rund 293.000 auf 366.775. In diesem Geschäftsjahr konnten wir unsere Social-Media-Präsenz erheblich steigern. Seit dem Launch der neuen Employer-Branding-Strategie im März 2023 stiegen unsere Engagements um mehr als das Doppelte. Engagement bezeichnet die Interaktion und Beteiligung von Nutzern auf unseren Social-Media-Plattformen.# DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

Strategie der TUI Group

Grundlagen der TUI Group

Risikobericht

Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht

Wirtschaftsbericht

Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group

Jahresabschluss der TUI AG

Übernahmerechtliche Angaben

TUI Aktie

Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Durch den Launch unserer Employer-Branding-Strategie erreichten wir im Vergleichszeitraum zudem einen Anstieg der Klicks auf unsere Stellenanzeigen auf verschiedenen Onlinekanälen um mehr als 50 %, von 897.629 auf über 1,35 Mio. Unsere Bemühungen im Bereich Employer Branding wurden auch in diesem Geschäftsjahr mit Auszeichnungen in verschiedenen Ländern anerkannt, darunter die Auszeichnung mit dem „European Excellence Award 2023“ in der Kategorie „Employer Branding and Recruiting“.

POSITIVES MITARBEITENDENERLEBNIS

Unser Ziel ist es, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, in der sich Menschen wohlfühlen. Die Einführung des „TUI Way of Working” hat hierfür in den letzten Jahren eine grundlegende Basis geschaffen. Der „ TUI Way of Working” ist unsere gemeinsame Vision, wie Arbeit bei TUI aussehen soll. Der Fokus liegt in der Art, wie Arbeit global organisiert und gleichzeitig an lokale Bedürfnisse der Mitarbeitenden angepasst werden kann. Dafür gilt es, eine Kultur des Vertrauens zu etablieren und unseren Mitarbeitenden dadurch Flexibilität in ihrem Arbeitsalltag zu bieten. Das Kernprinzip dieser Vision lautet: Arbeit ist das, was wir tun, nicht der Ort, an den wir gehen. Aufbauend auf dieser Vision ermöglichen wir es unseren Mitarbeitenden, deren Funktion nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist, auch dieses Jahr mit „TUI WORKWIDE” bis zu 30 Arbeitstage im Jahr im Ausland zu arbeiten.

In diesem Geschäftsjahr haben durchschnittlich rund 1.652 (Vorjahr 1.260) Mitarbeitende etwa 6 (Vorjahr 8) Arbeitstage im Ausland im Rahmen von „ TUI WORKWIDE” verbracht. Unser Ziel ist es weiterhin, unsere Mitarbeitenden regelmäßig anzuhören, ihr Engagement zu messen und nachhaltig zu erhöhen. Dafür haben wir die Entwicklung der Employee-Listening-Strategie in diesem Geschäftsjahr weiter fortgesetzt. Sie basiert hierbei auf der Vision: „Eine Kultur zu schaffen, die strategisches Zuhören, Transparenz und die Meinungen der Mitarbeitenden fördert, um Chancen zur Verbesserung unserer Employee Experience zu identifizieren.“

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Dabei setzen wir auf drei Arten von Befragungen, die jeweils auf die spezifischen Bedürfnisse verschiedener Gruppen von Mitarbeitenden zugeschnitten sind:
• Globale Befragungen zum Engagement und anderen strategischen Themen
• Messung von Schlüsselmomenten im Lebenszyklus der Mitarbeitenden
• „Business Insight Surveys” zur Sammlung von Feedback zu spezifischen Themen wie zum Beispiel Transformation

Unsere globale Befragung zum Engagement TUIgether+ markierte letztes Geschäftsjahr den Start unserer Employee-Listening-Strategie. Der Engagement-Index setzt sich dabei aus verschiedenen Fragen zusammen, und die Ergebnisskala erstreckt sich von 0 bis 100, wobei 100 das ideale Ergebnis repräsentiert. Nach Befragung der Mitarbeitenden lag der Engagement-Index im Vorjahr bei einem Wert von 72. Die Umfrage wurde im Geschäftsjahr 2024 mit größerem Umfang wiederholt. Die Teilnahmequote stieg in Summe von 64 % auf 75 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Engagement-Index 2024 stieg signifikant auf einen Wert von 80. Auf Basis der Umfrageergebnisse erhalten die Führungskräfte regelmäßig Feedback, um Maßnahmen auf allen Ebenen planen zu können. Die Einführung der Befragungen zum Lebenszyklus der Mitarbeitenden als auch die erste Business Insight Survey sind für das folgende Geschäftsjahr geplant.

VIELFALT, GLEICHBERECHTIGUNG & INKLUSION

Wir streben danach, eine Umgebung zu schaffen, in der sich unsere Mitarbeitenden akzeptiert, geschätzt und wohlfühlen. Unser Engagement für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion ( DE&I) spiegelt sich in unseren Ambitionen wider.

Menschen & Kultur: Um eine vielfältige Belegschaft zu fördern und sicherzustellen, überprüfen wir unsere internen HR Prozesse und Programme.

Führung: Inklusive und repräsentative Führung ist entscheidend, um Vertrauen und offene Arbeitskulturen zu schaffen. Unsere Mitarbeitenden sollen sich zugehörig, wertgeschätzt und verbunden fühlen, um bestmögliche Ergebnisse zu erreichen.

Gemeinschaft: Wir als TUI möchten unsere diversen Gemeinschaften repräsentieren. Diese sollen durch Kommunikation, Partnerschaften, Produkte und Investitionen unterstützt werden.

In unserer TUIgether+ Umfrage 2023 erhielten wir positive Ergebnisse zum Thema DE&I. Mit einem Wert von 78 ist „I feel comfortable being myself at work“ die am höchsten bewertete Aussage der Befragung 2023. Basierend darauf wurde ein Aktionsplan entwickelt, der das Gefühl von Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion noch tiefer mit TUI verknüpft. Unser Ansatz ist dabei in drei Phasen strukturiert. In Phase eins haben wir unsere Mitarbeitenden gebeten, uns zu zeigen, was sie als Persönlichkeit am Arbeitsplatz ausmacht. In der zweiten Phase wurden die generierten Inhalte geprüft und eine interne Kampagne entwickelt. Abschließend wurde die Kampagne in internen Veranstaltungen europaweit vorgestellt. Die dritte Phase beschreibt einen fortlaufenden Prozess zur Verankerung von DE&I in unserem täglichen Handeln und setzt sich durch jährliche Veranstaltungen sowie kontinuierliche Workshops fort.

Im Rahmen unserer Bemühungen um Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion haben wir ergänzend zu den Ambitionen verschiedene Maßnahmen umgesetzt:
• Inhalte zur Diversität wurden im TUI Intranet und in der TUI Learning Lounge geteilt.
• Verschiedene Schlüsselveranstaltungen und Thementage wurden im Laufe des Jahres abgehalten.
• Externe Partnerschaften mit Code Girls First, wurden weiter fortgeführt, um den Bereich Data Science für Frauen und andersgeschlechtliche Fachkräfte attraktiver zu machen.

Mit der Unterzeichnung des TUI Global Employment Statement und des UN Global Compact haben wir uns klar dazu verpflichtet: Wir tolerieren keine Diskriminierung aufgrund der nationalen oder ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Geschlechtsidentität, der sexuellen Orientierung, des Familienstands, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sozialen Herkunft. Entscheidungen über Einstellung, Gehalt, Sozialleistungen, Ausbildungsmöglichkeiten, Arbeitsaufgaben, Beförderung, Disziplinarverfahren und Kündigung dürfen nur auf objektiven Gründen beruhen. Es ist für uns ein Anliegen, unseren Mitarbeitenden gleiche Karrierechancen zu bieten. Eine angemessene Vergütung für gleichwertige Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil unseres Bereichs Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion. Das in diesem Geschäftsjahr ins Leben gerufene globale Projekt „Equal Pay @ TUI“ soll uns Erkenntnisse zum aktuellen Status Quo liefern. Damit wollen wir mögliche Handlungsfelder aufdecken, analysieren und wenn nötig diesen mit definierten Maßnahmen entgegenwirken.

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Im Geschäftsjahr 2024 wurden verschiedene Diversitätskennzahlen erhoben. Der Anteil von Frauen in der Gesamtbelegschaft mit rund 57 % (Vorjahr 56 %) als auch der Frauenanteil im Senior Leadership Team mit 30 % (Vorjahr 29 %) stiegen leicht an. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen sinkt im Vergleich zum Vorjahr leicht (Vorjahr 33 %) auf 32 %.

Frauenanteil in Managementpositionen in %

30.9.2024 30.9.2023 Ziel 2026
TUI AG
Aufsichtsrat 45 45 30
Vorstand 1 Frau 1 Frau mind. 1 Frau
Erste Managementebene unterhalb des Vorstands / der Geschäftsführung 21 14 30
Zweite Managementebene unterhalb des Vorstands / der Geschäftsführung 33 30 30
TUI Deutschland
Aufsichtsrat 42 42 35
Geschäftsführung 33 33 25
Erste Managementebene unterhalb des Vorstands / der Geschäftsführung 44 39 35
Zweite Managementebene unterhalb des Vorstands / der Geschäftsführung 44 41 45
TUI fly
Aufsichtsrat 50 42 50
Geschäftsführung 0 0 20
Erste Managementebene unterhalb des Vorstands / der Geschäftsführung 0 0 30
Zweite Managementebene unterhalb des Vorstands / der Geschäftsführung 41 38 40

Für Deutschland (TUI AG, TUI Deutschland, TUI fly) wurden im Rahmen der Selbstverpflichtung gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des AktG sowie des GmbHG im Geschäftsjahr 2024 Zielgrößen bis 2026 festgelegt. Siehe auch Erklärung im Corporate Governance-Bericht auf Seite 134.

TUI Group: Frauenanteil in Führung, 2020 – 2024 in %

2020 2021 2022 2023 2024
Frauenanteil im Management, gesamt 17 17 20 29 32
Senior Leadership Team 27 26 29 29 30
Vorstand 15 20 20 20 20

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ÜBRIGES EUROPA 14.356 (13.839)
SPANIEN 7.269 (7.154)
DEUTSCHLAND 10.505 (10.386)
GROSSBRITANNIEN 5.775 (6.112)
NORD- UND SÜDAMERIKA 17.181 (16.251)
ÜBRIGE REGIONEN 11.759 (11.671)
Mitarbeitende nach Regionen * (30.9.2024)
TUI GROUP 66.845 (65.413)

* Übersicht über die Zahl der Mitarbeitenden nach Sitz der Gesellschaft
Vorjahreswerte in Klammern

Altersstruktur (30.9.2024) in %

21 – 30 Jahre 28 (26)
Über 50 Jahre 20 (20)
41 – 50 Jahre 22 (23)
Bis 20 Jahre 5 (5)
31 – 40 25 (26)

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

Strategie der TUI Group

Grundlagen der TUI Group

Risikobericht

Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht

Wirtschaftsbericht

Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group

Jahresabschluss der TUI AG

Übernahmerechtliche Angaben

TUI Aktie

Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG# Jahre TUIGroup

Betriebszugehörigkeit ( 30.9.2024 ) in % Vorjahreswerte in Klammern
Bis 5 Jahre 60 (58)
6 – 10 Jahre 13 (13)
11 – 20 Jahre 15 (17)
21 – 30 Jahre 8 (9)
Über 30 Jahre 4 (3)

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

Strategie der TUI Group

Grundlagen der TUIGroup

Risikobericht

Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht

Wirtschaftsbericht

Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group

Jahresabschluss der TUIAG

Übernahmerechtliche Angaben

TUI Aktie

Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Beschäftigungsstruktur ( 30.9.2024 ) Vorjahreswerte in Klammern
in Führungspositionen, weiblich 22 % (16 %)
in Führungspositionen, männlich 78 % (84 %)
weiblich 29 % (32 %)
männlich 71 % (68 %)
in Teilzeit 43 % (44 %)
in Vollzeit 57 % (56 %)
mit befristeten und saisonalen Arbeitsverhältnissen 32 % (33 %)
mit unbefristeten Arbeitsverhältnissen 68 % (67 %)

66.845 (65.413) Mitarbeitende

BESTE LEISTUNGEN ERMÖGLICHEN
Um gemeinsam als TUI erfolgreich zu sein, möchten wir unsere Mitarbeitenden dazu befähigen, ihre besten Leistungen zu erbringen. Wir bieten eine breite Palette von Entwicklungs- und Lernformaten. Insgesamt haben im Geschäftsjahr 2024 die Nutzer, welche Zugriff auf unsere TUI People Learning Plattform haben, durchschnittlich mehr als zwei Trainings- stunden pro Monat absolviert (Vorjahr 2). Darüber hinaus gab es eine Vielzahl von Angeboten in der TUI Learning Lounge, wie zum Beispiel Schulungen zum Thema künstliche Intelligenz. Ergänzend zu den digitalen Lerninhalten stellt die TUI für verschiedene Zielgruppen Weiterentwicklungs- programme zur Verfügung. Das Programm for:ward konzentriert sich hauptsächlich auf die Weiterbildung im IT-Bereich und wurde im Geschäftsjahr2024 mit einer vierten Kohorte fortgesetzt. Insgesamt nahmen an dieser Kohorte 48 Mitarbeitende teil. „How2” war bisher unser globales viermonatiges Entwicklungsprogramm für neue Führungskräfte, die am Anfang ihrer Führungskarriere stehen. Seit seiner Einführung 2021 haben bereits über 600 Führungskräfte von dem Programm profitiert. In diesem Geschäftsjahr wurde das Programm online für alle Führungskräfte der TUI geöffnet. Dabei stehen den Teilnehmenden Lerninhalte über allgemeine Führungseigenschaften und Live- Workshops zur Verfügung. Dies soll den aktiven Austausch der Führungskräfte untereinander unterstützen und den Aufbau eines globalen Netzwerks von Personen mit Führungsverantwortung bei TUI fördern. Mit den Programmen „Horizons“ und „Perspectives“ fördern wir TUIs Führungskräfte mit dem größten Potenzial. Ziel des Programms „Perspectives“ ist es, unsere operativen Führungskräfte zu strategischen und kollaborativen Leitenden weiterzuentwickeln. Im Geschäftsjahr2024 wurden in 2 Kohorten 68 (Vorjahr 26) Teilnehmende für das Programm ausgewählt. „Horizons“ legt den Schwerpunkt auf die Kompetenzerweiterung unserer strategischen Führungskräfte auf ihrem Weg zur transformationalen Leitung. Die Anzahl der Teilnehmenden in 2 Kohorten belief sich 2024 auf 61 (Vorjahr 20) Führungskräfte. Die Teilnehmenden der Programme beschäftigten sich mit Selbstreflexion und lernten in sechs Modulen verschiedene Führungstheorien kennen. Auch in diesem Jahr haben wieder 8 (Vorjahr 8) Mitarbeitende als „International Graduate” begonnen. Inner- halb von zwei Jahren lernen die Teilnehmenden in dieser Position kommerzielle als auch Verwaltungsfunktionen innerhalb der TUI kennen.

ARBEITNEHMERVERTRETUNGEN
Historisch ist die TUI von einer starken Mitbestimmungslandschaft geprägt; auf Unternehmensebene durch etablierte Aufsichtsräte, auf Konzernebene durch den Konzernbetriebsrat und auf betrieblicher Ebene durch eine Vielzahl von lokalen Betriebsratsgremien. Im Geschäftsjahr2024 wurden viele Themen in konstruktiven Verhandlungen gemeinsam aktualisiert, fort- gesetzt oder neu initiiert. Schwerpunkte lagen auf der Beschäftigung mit den Themen „Einsatz von künstlicher Intelligenz“, der Employee-Listening-Strategie sowie der Implementierung unseres einheitlichen HR-Kernsys- tems in Deutschland. Das gemeinsam verabschiedete Grundsatzpapier zum Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) stellt einen Meilenstein in unserer KI-Strategie dar. Es formuliert erstmals Leitplanken für die Einführung und Anwendung von KI bei TUI. Vorstand und Konzernbetriebsrat setzen mit diesem Papier ein Zeichen für den offenen, chancen- getriebenen Umgang mit entsprechenden Technologien bei TUI, von dem sowohl das Unternehmen als auch die Mitarbeitenden gleichermaßen profitieren. Das TUI Europa Forum vertritt als Informations- und Konsultationsgremium die Interessen unserer Mitarbeiten- den in den europäischen Gesellschaften, einschließlich Schweiz und Großbritannien, und nimmt damit eine starke fördernde und integrative Aufgabe auf europäischer Ebene wahr. Zu Beginn des Geschäftsjahres2024 fanden die regelmäßigen, alle vier Jahre stattfindenden Wahlen der Delegierten dieses Informations- und Konsultationsgremiums statt. Das zwischen Unternehmen und Europa Forum bereits bestehende „Common Social Understanding“ wurde um das Kapitel „Einsatz künstlicher Intelligenz innerhalb der TUI Group“ ergänzt. Ein etablierter regelmäßiger Austausch zwischen Personalvorständin und Präsidium des TUI Europa Forums wurde fortgesetzt, um die Belange der europäischen Mitarbeitenden rechtzeitig und zielgerichtet erörtern und einbeziehen zu können.

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

Strategie der TUI Group
Grundlagen der TUIGroup
Risikobericht
Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht
Wirtschaftsbericht
Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group
Jahresabschluss der TUIAG
Übernahmerechtliche Angaben
TUI Aktie
Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

GESUNDHEIT DER MITARBEITENDEN
Die TUI fördert die physische und psychische Gesundheit unserer Mitarbeitenden. Maßnahmen zur physischen Gesundheit sind unter anderem die Unterstützung des ergonomischen Arbeitens oder das Angebot von Vor sorgeuntersuchungen. Ergänzend dazu wurde der Betriebssport in Deutschland weiter ausgebaut. Eine Kooperation mit einer Fitness-Plattform, ein eigener Sportraum am Campus Hannover und digitale Alternati ven ergänzen weiterhin das Spektrum der Aktivitäten. Im Bereich der psychischen Gesundheit bietet TUI extern geleitete Expertenvorträge online an. Dadurch sollen unsere Mitarbeitenden zur Wichtigkeit dieses Themas sensibilisiert werden. Des Weiteren haben wir unterstützende Programme mit unserer betrieblichen Kranken- kasse, der Betriebsmedizin sowie eine Notfallversorgung mit einem externen Experten. Das konzernweite Gremium der Gesundheitsbeauftragten befasst sich regelmäßig mit Best Practices, laufenden Projekten und Planungen für gesundheitsfördernde Maßnahmen. Vor dem Hintergrund der globalen Heraus- forderungen, insbesondere im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen, wird ein noch stärkerer Fokus auf gemeinsame Ziele und die Etablierung stringenter Prozesse gelegt.

PERSONALKENNZAHLEN
Zum Bilanzstichtag 30.September2024 ist die Anzahl an Mitarbeitenden um 2,2 % auf 66.845 angestiegen.

Mitarbeitende nach Segmenten

30.9.2024 30.9.2023 Veränderung in %
Hotels & Resorts 29.055 28.621 + 1,5
Kreuzfahrten * 86 73 + 17,8
TUI Musement 10.284 10.484 – 1,9
Urlaubserlebnisse 39.425 39.178 + 0,6
Region Nord 11.720 11.031 + 6,2
Region Zentral 7.514 7.266 + 3,4
Region West 5.361 5.313 + 0,9
Märkte + Airline 24.595 23.610 + 4,2
Alle übrigen Segmente 2.825 2.625 + 7,6
TUIGroup 66.845 65.413 + 2,2
  • Die Mitarbeitenden von TUI Cruises (JV) sind nicht inkludiert. Mitarbeitende auf den Kreuzfahrtschiffen werden primär über externe Crew Management-Agenturen angestellt.
HOTELS & RESORTS

Im Segment Hotels & Resorts erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeitenden insgesamt leicht um 1,5 % von 28.621 auf 29.055. Dabei stieg die Anzahl der Mitarbeitenden bei Riu um 2,9 % von 14.195 auf 14.601. Bei Robinson reduzierte sich die Anzahl der Mitarbeitenden um 3,7 % von 5.278 auf 5.081. Die Anzahl der Mitarbeitenden stieg bei TUI Blue von 3.976 um 4,2 % auf 4.142. Eine leichte Reduzierung in der Anzahl der Mitarbeitenden um 1,4 % von 3.334 auf 3.288 verzeichnete Magic Life. Die übrigen Hotels blieben mit 1.943 nahezu auf Vorjahresniveau.

KREUZFAHRTEN

Die Anzahl der Mitarbeitenden im Segment Kreuzfahrten hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 17,8 % von 73 auf 86 erhöht.

TUI MUSEMENT

Für das Segment TUI Musement reduzierte sich die Anzahl der Mitarbeitenden leicht um 1,9 % von 10.484 auf 10.284.

REGION NORD

Die Mitarbeitendenzahl in der Region Nord ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 % von 11.031 auf 11.720 gestiegen. In Großbritannien erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeitenden von insgesamt 10.207 im Vorjahr um 6,4 % auf 10.858. In den Nordischen Ländern verzeichnete die Anzahl der Mitarbeitenden einen leichten Anstieg von insgesamt 4,6 % von 824 auf 862.

REGION ZENTRAL

In der Region Zentral ist die Anzahl der Mitarbeitenden im Vergleich zum Vorjahr insgesamt von 7.266 um 3,4 % auf 7.514 gestiegen. In Deutschland erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeitenden leicht um 1,5 % von 5.521 auf 5.606. In Österreich stieg die Anzahl der Mitarbeitenden ebenfalls leicht um 1,0 % von 498 auf 503. In der Schweiz erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeitenden um 2,9 % von 373 auf 384. In Polen stieg die Anzahl der Mitarbeitenden deutlich von 815 um 18,3 % auf 964. Der Bereich Future Markets blieb mit 57 Mitarbeitenden nahezu auf Vorjahresniveau.

REGION WEST

Die Mitarbeitendenzahl in der Region West bleibt mit einem geringen Anstieg von 0,9 % von 5.313 auf 5.361 nahezu auf Vorjahresniveau. In Belgien & Marokko erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeitenden mit 0,4 % leicht von 2.301 auf 2.310. In den Niederlanden stieg die Mitarbeitendenzahl in allen Bereichen in Summe um 0,3 % von 2.264 auf 2.271.# CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Personalaufwand

Mio. € 2024 2023 Veränderung in %
Löhne und Gehälter 2.166,9 1.954,6 + 10,9
Sozialabgaben 338,9 294,9 + 14,9
Altersversorgungs aufwand 118,7 108,8 + 9,1
Gesamt 2.624,5 2.358,3 + 11,3

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Personalaufwand des TUI Konzerns für den Berichtszeitraum von 2,4 Mrd. € auf 2,6 Mrd. €. Die im Jahresdurchschnitt gestiegene Anzahl von Mitarbeitenden um 3,5 % resultiert in einem Anstieg der Löhne und Gehälter sowie der Sozialabgaben im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr. Für weitere Details siehe Seite 205.

Das Vergütungspaket der TUI Group setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen, welche sich an länder- und gesellschaftsspezifischen Rahmenbedingungen orientieren und Angemessenheit sowie Mark t üblichkeit berücksichtigen. Abhängig von der jeweiligen Funktion beinhaltet die Vergütung neben einem festen Grundgehalt variable Bestandteile, welche die individuelle Leistung des einzelnen Mitarbeitenden honorieren und die nachhaltige Beteiligung an langfristigen Unternehmenszielen fördern sollen. Darüber hinaus kann das Senior Leadership Team an einem langfristigen aktienbasierten Vergütungsprogramm, das auf der Zuteilung virtueller Aktien beruht, partizipieren. Innerhalb der TUI Group bieten viele Konzerngesellschaften ihren Mitarbeitenden Altersversorgungsmodelle in Form von Direktzusagen oder über eine Pensionskasse an bzw. beteiligen sich bei Entgeltumwandlungen – teil- weise auch über das gesetzliche Mindestmaß hinaus – mit zusätzlichen Beiträgen an der Altersvorsorge ihrer Beschäftigten. Für die Umsetzung des gesetzlichen Anspruchs auf Entgeltumwandlung der Beschäftigten in Deutschland bestehen Gruppenverträge mit einem Versicherungsunternehmen.

Kundenerlebnis, Sicherheit und Krisenmanagement *

Unsere Gäste stellen wir mit ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen in den Mittelpunkt unserer Orga- nisation, um ihnen differenzierte und konsistente Erlebnisse bieten zu können. So wollen wir die Kunden- bindung erhöhen und neue Kundensegmente erschließen, denn zufriedene Gäste sind ein entscheidender Faktor für das langfristige Wachstum der TUI Group. Unser Ziel ist es, das Kundenerlebnis stetig an die individuellen Bedürfnisse der Gäste anzupassen und weiter zu personalisieren. Die flexiblere und individuellere Gestaltung unserer Produkte und Services wird durch die Erweiterung unseres Produktportfolios und unserer digitalen Plattform unterstützt. Unser integriertes Geschäftsmodell ermöglicht es uns, unsere Gäste über das komplette Reiseerlebnis hinweg von der Buchung über die Anreise, den Hotelaufenthalt und die Kreuzfahrt bis hin zu den Aktivitäten und Ausflügen vor Ort zu begleiten – digital und persönlich. Das digitale Reiseerlebnis wird durch die persönliche Betreuung durch unsere Mitarbeitenden ergänzt, die unsere Gäste in unseren Reisebüros, Flugzeugen und Hotels, auf unseren Schiffen und im Zielgebiet erfahren. Das Reiseerlebnis steht für Entspannung und Wohlfühlen oder auch für Erleben und Entdecken. Es kann jedoch gleichzeitig mit vielfältigen Risiken verbunden sein. Unsere Aktivitäten zielen darauf ab, diese Risiken für Kunden und Mitarbeitende so weit wie möglich zu minimieren. TUI handelt mit einem risikobasierten Ansatz, um Risiken für das Wohlergehen unserer Kunden wie zum Beispiel Kriminalität oder Terror zu verhindern (Security), und allen Kunden ein Reiseerlebnis in größtmöglicher Sicherheit zu bieten, auch in Bezug auf unbe- absichtigte Risiken (Health & Safety) für alle im Rahmen ihrer Reise gebuchten Leistungen (wie Flug, Transfer zum Hotel, Hotelaufenthalt und Ausflüge). TUI beobachtet und analysiert fortlaufend sicherheitskritische Entwicklungen in den Zielgebieten und diskutiert mit den Märkten und anderen beteiligten Geschäftsbereichen Reaktionsmaßnahmen.

SICHERHEIT (SAFETY)

Während des gesamten Geschäftsjahres wurde unser Sicherheitsmanagementprogramm weiterhin von der im TUI Kompetenzzentrum Group Security, Health, Safety & Crisis (SHSC) angesiedelten Abteilung Group Safety & Risk umgesetzt und angepasst. Das Team konzentriert sich auf die wichtigsten Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit Unterkünften, Transfers, Ausflügen, Aktivitäten und Touren und unterstützt unsere Reise- veranstalter in den Quellmärkten, TUI Musement und TUI Hotels & Resorts. Unsere risikobasierte und systematische Methodik für das Management von Sicherheitsrisiken ist daten gestützt und datenwissenschaftlich fundiert. Unsere neue Methodik soll unsere Risikoexposition und -bewertung transparent machen und eine gezielte Risikominderung bieten, die im gesamten TUI Konzern skalierbar ist. Eingebettet in die Prinzipien des Risikomanagements und kombiniert mit dem Fachwissen des Gesundheits- und Sicherheitsmanagements soll unsere Methodik ein verantwortungsvolles Wachstum im gesamten Unterneh men (B2B, B2B2C und B2C) fördern. Gleichzeitig soll die Geschäftstätigkeit durch die Kommunikation der Risiko- exposition unterstützt werden. Aufbauend auf unserer bisherigen Methodik soll dieses Modell weiter reifen. Unser Ansatz erstreckt sich auf den vollständigen Produktlebenszyklus und die gesamte Customer Journey. Dadurch können wir uns auf die Bereiche mit den größten Risiken konzentrieren und zugleich die sich verän- dernden Lieferketten und die unterschiedlichen betrieblichen Anforderungen innerhalb des Konzerns in einem einheitlichen Sicherheitsmanagementsystem abbilden. Wir arbeiten partnerschaftlich mit der Preverisk-Gruppe zusammen, um unsere Vision umzusetzen. Ziel ist es, bei der Erstellung von Datenmodellen, der Risikobewertung und Maßnahmen zur Schulung und Einbeziehung unserer Lieferanten zusammenzuarbeiten. Group Safety & Risk unterstützt weiterhin die strategischen Wachstumspläne des Konzerns, indem das Team die verantwortungsvolle Ausführung unserer operativen Aktivitäten ermöglicht. So soll sichergestellt werden, dass TUI eine vertrauenswürdige Marke bleibt.

  • Teil der Sozialbelange

SICHERHEIT (SECURITY)

Seit März 2024 wird die Sicherheitsstrategie des Konzerns stetig umgesetzt. Von der Erkundungsphase im Jahr 2023 sind wir in die nächste Phase der Strategieumsetzung übergegangen, die in das umfassendere globale SHSC-Rahmenwerk für das Risikomanagement eingebettet ist. Die Sechs-Säulen-Strategie für den Bereich Security bildet weiterhin den Kern aller Vorgaben. Unser globales Risikomanagement-Rahmenwerk bildet weiterhin die Grundlage für sämtliche SHSC-Arbeits- programme. Für SHSC-Dienstleistungen und -Engagement wird ein risikobasierter Ansatz verfolgt. Chancen bie ten sich vor allem bei der Realisierung datengestützter Entscheidungsfindungsprozesse, technologischem Fort schritt, einer breiten Ausrichtung sowie der Anhebung globaler Sicherheitsstandards. Die Sicherheitsstrategie konzentriert sich weiterhin auf die Entwicklung eines relevanten und robusten Sicher- heitsmanagementsystems, das Richtlinien, Verfahren und Leitlinien umfasst. Dieses System soll sich im Einklang mit den operativen Anforderungen weiterentwickeln. Die TUI Partners-Website wird als Wissens-Hub für Partner weiter ausgebaut und soll abgestimmte Standards, Schulungen und Ressourcen fördern. Ein Schwerpunkt bei der Weiterentwicklung bleibt die künftige Akkredi- tierung. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass der Fokus auf der Relevanz für das Risikomanagement in der Reisebranche und einer einfachen praktischen Anwendung liegt. Ein risikobasierter Ansatz ist von entscheiden- der Bedeutung, um die Relevanz und den praktischen Nutzen im Kontext der Reisebranche zu gewährleisten und die verschiedenen miteinander verbundenen Sektoren der Reise- und Urlaubsbranche einzubeziehen.

KRISENMANAGEMENT UND GESCHÄFTSKONTINUITÄT

TUI betreibt konzernweit geltende Protokolle für Krisenmanagement und Geschäftskontinuität sowie Gover- nance-Module. Regelmäßige Update-Calls zwischen den Konzernfunktionen und Geschäftsbereichen finden je nach Bereich wöchentlich oder monatlich statt und dienen dem Austausch über strategische und operative Themen einschließlich der Best Practice. Neben der Datenerhebung und -analyse wird anhand der Rahmenwerke festgestellt, inwieweit Gäste und / oder Mitarbeitende betroffen sind und welche Unterstützungs maßnahmen zu welchem Zeitpunkt erforderlich sind. Erfahrene Krisenmanager arbeiten zusammen, um Bereiche wie Gäste, Geschäftsbetrieb, Kommunikation und Versicherungsmanagement abzudecken. Diese konzernweit tätigen Experten gewährleisten eine rasche und flexible Reaktion auf Ereignisse unterschiedlicher Tragweite.# TUI Group

Reporting of ESG-related information

A corresponding reporting and coordination within the TUI Group ensure that management is informed of all important events and developments and can make decisions immediately if necessary. The company-wide implemented crisis management system software for monitoring, escalation, and steering of occurrences in daily business offers us the possibility to proceed individually in some areas and to act as a group if necessary.

Combating Corruption and Bribery

Information on combating corruption and bribery in the TUI Group is provided in this Annual Report from page 145 as part of the Corporate Governance reporting on Integrity & Compliance.

Information according to the EU Taxonomy Regulation (EU) 2020/852

In accordance with Article 8 of Regulation (EU) 2020/852 of June 18, 2020, establishing a framework to facilitate sustainable investment, TUI AG reports in accordance with the EU Taxonomy Regulation. First, it must be stated which portion of TUI's turnover, investments, and operating expenses relates to economic activities described in EU regulations and delegated acts and are therefore considered taxonomy-eligible. Furthermore, the proportion of these key figures that is to be classified as environmentally sustainable or taxonomy-compliant according to Art. 3 and Art. 9 of the Taxonomy Regulation must be stated.

Environmental sustainability is assessed using technical screening criteria for the following six environmental objectives:

  • Climate Change Mitigation
  • Climate Change Adaptation
  • Sustainable Use and Protection of Water and Marine Resources
  • Transition to a Circular Economy
  • Pollution Prevention and Control
  • Protection and Restoration of Biodiversity and Ecosystems

An economic activity is to be classified as environmentally sustainable or taxonomy-compliant if it demonstrably makes a substantial contribution to one of the six environmental objectives and does not significantly impair one or more other environmental objectives. Furthermore, the economic activity must guarantee the minimum protection of human rights, including social and labour standards, anti-corruption, fair competition, and taxation.

The provisions on the EU Taxonomy are still under development. For the financial year 2023, due to TUI's deviating financial year, only economic activities for the environmental objectives of Climate Change Mitigation and Climate Change Adaptation were defined by corresponding regulations. These economic activities, insofar as they are relevant to TUI, are examined for taxonomy eligibility and taxonomy compliance as in the previous year and reported accordingly.

As of January 1, 2024, additional economic activities also became reportable for the remaining environmental objectives. Accordingly, in the financial year 2024, additional TUI activities fell under the EU Taxonomy, including in particular activity 6.19 "Passenger and freight air transport", which is assigned to the environmental objective "Climate Change Mitigation", and activity 2.1 "Hotels, holiday accommodations, campsites and similar lodging facilities", which is assigned to the environmental objective "Protection and restoration of biodiversity and ecosystems". This means that core TUI activities were included for the first time. For the newly added activities, only taxonomy eligibility is to be reported for the financial year 2024.

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CONTENTS

THE FINANCIAL YEAR 2024

SUMMARISED MANAGEMENT REPORT

23 Strategy of the TUI Group
27 Fundamentals of the TUI Group
34 Risk Report
50 Overall Statement of the Management Board and Forecast Report
54 Economic Report
76 Non-Financial Group Statement of the TUI Group
105 Financial Statements of TUI AG
108 Takeover Law Information
111 TUI Share
115 Information according to TCFD Recommendations

CORPORATE GOVERNANCE

CONSOLIDATED FINANCIAL STATEMENTS AND NOTES

Due to the expansion of the regulations, the fundamentally taxonomy-eligible revenues, investments, and operating expenses have increased for the financial year 2024. Furthermore, the EU Taxonomy Regulations contain formulations and terms whose meaning and interpretation are still unclear, and for which the EU regularly publishes clarifications (FAQs). These uncertainties and the changing regulations lead to the risk that TUI's key figures may be assessed differently in the future and that reporting may change accordingly. TUI considers the status of the FAQs up to October 20, 2024, in its reporting as of September 30, 2024.

DETERMINATION OF TAXONOMY-ELIGIBLE ECONOMIC ACTIVITIES

In a first step, TUI examined its economic activities to determine whether they correspond to the activities defined in the EU Taxonomy. Both economic activities generating external revenue and those serving own use were considered. In a second step, the corresponding key figures attributable to these economic activities were determined. If a particular key figure comprises multiple economic activities, an appropriate allocation was made, which was generally based on the direct costs incurred for the economic activity. The reported values only include revenues, investments, and operating expenses of companies included in the consolidated financial statements through full consolidation.

REVIEW OF THE TECHNICAL SCREENING CRITERIA

The compliance with the respective technical screening criteria is determined by inquiries to the respective Group companies or by assessment based on overarching processes and within the framework of national or EU-wide regulations. Where, in the absence of data or evidence, it was not possible to assess compliance with technical screening criteria and the affected economic activity is not material to TUI, an assessment was dispensed with in accordance with Commission Communication C/2023/305 of October 20, 2023, No. 13, and the economic activity was classified as non-taxonomy-compliant. The results are described in the following sections on revenues, investments, and operating expenses.

REVIEW OF THE MINIMUM SAFEGUARDING CRITERIA

TUI ensures compliance with the minimum safeguarding criteria through Group-wide valid guidelines, training, codes of conduct, and risk management systems, which also include our suppliers and the impact of the services we provide. With regard to compliance with human rights, we refer to the Non-Financial Group Statement, and regarding anti-corruption and fair competition, we refer to the Corporate Governance Report. TUI has also implemented a tax strategy aimed at ensuring taxation appropriate to our business, avoiding aggressive or artificial tax planning, ensuring cooperation with local tax authorities, and centrally managing and auditing tax risks. In this context, we refer to the publication on our tax strategy at https://www.tuigroup.com/en-en/investors/corporate-governance/tax-strategy. At the time of reporting, there are no relevant legal proceedings in this regard.

REVENUE

Total revenues correspond to the revenues determined in accordance with international accounting standards and disclosed in the Group Notes. Only revenues of consolidated subsidiaries are reported as taxonomy-eligible or taxonomy-compliant.

In the TUI Musement segment, the transport of customers in the destination, for example within the scope of excursions or transfers from the airport to the hotel, was assigned to economic activity 6.3 "Passenger transport by taxi and road, including ride-hailing services". The revenues were taken from our internal reporting. If these revenues also included other economic activities, for example, excursions involving not only transport but also city tours, an allocation was made based on the direct costs of the respective economic activity. For transport services provided by third parties using buses, revenues are recognised only if they constitute revenues in accordance with international accounting standards and the underlying processes are controlled by TUI.

The revenues generated in the Cruise segment can be assigned to economic activity 6.11 "Passenger transport by sea and coastal waters". The revenues of the Northern Region segment include revenues from economic activity 6.7 "Passenger transport by inland waterways". Revenues here are regularly generated through the sale of package tours that include, for example, air travel, transport in the destination, and overnight accommodation on a ship. For the purposes of the EU Taxonomy, these revenues are allocated according to the direct costs of the respective economic activity, thus determining the revenues attributable to the transport of passengers by ship.

The revenues from activity 6.19 "Passenger and freight air transport", which are to be reported from the financial year 2024 onwards, arise in the Northern Region, Central Region, and Western Region segments. The newly reportable activity 2.1 "Hotels, holiday accommodations, campsites and similar lodging facilities" affects the Hotels & Resorts segment in addition to the aforementioned segments. These activities correspond to TUI's flight operations and offered accommodation services, and thus their core activities. If revenues are generated here as part of a package tour, the taxonomy-eligible revenues are derived from intra-Group costs.# KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

INVESTITIONSAUSGABEN

Unter den Investitionsausgaben werden die im Anhang in den Abschnitten „Geschäfts- oder Firmenwerte“, „Sonstige immaterielle Vermögenswerte“, „Sachanlagen“ und „Nutzungsrechte“ genannten Zugänge zu den jeweiligen Vermögenswerten subsumiert. Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen erfolgten im Geschäftsjahr 2024 im Bereich der sonstigen immateriellen Vermögenswerte (1,1 Mio. €). Die gesamten Investitionsausgaben von 934,6 Mio. € lassen sich für das Geschäftsjahr 2024 wie folgt aufteilen:

  • Sonstige immaterielle Vermögenswerte: 168,6 Mio. €
  • Sachanlagen: 572,3 Mio. €
  • Nutzungsrechte: 193,7 Mio. €

Die Investitionen können in der Regel basierend auf unserem internen Projektcontrolling sowie den Kontierungen im Konzernberichtswesen einzelnen Wirtschaftstätigkeiten zugeordnet werden. Mit der neu definierten Tätigkeit 6.19 „Personen- und Frachtluftverkehr“ werden nunmehr die Investitionsausgaben des Flugbereichs der TUI taxonomiefähig. Aufgrund der Einführung der Wirtschaftstätigkeit 2.1 „Hotels, Ferienunterkünfte, Campingplätze und ähnliche Beherbergungsbetriebe“ wird die TUI Investitionsausgaben im Zusammenhang mit Hotelgebäuden und Resorts des Segments Hotels & Resorts beginnend mit dem Geschäftsjahr 2024 unter dieser Tätigkeit und nicht mehr als Renovierung bzw. Neubau von Gebäuden berichten. Insgesamt ergibt sich ein Anteil der taxonomiefähigen Investitionsausgaben an den gesamten Investitionsausgaben von 71,3 % (Vorjahr 44,7 %). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ergibt sich insbesondere durch die neu hinzugekommene Tätigkeit „Personen- und Frachtluftverkehr“. Im Geschäftsjahr 2024 ergaben sich keine taxonomiekonformen Investitionsausgaben (Vorjahr unter 1 %). Dies liegt unter anderem daran, dass für die im Geschäftsjahr 2024 neu zu berichtenden Tätigkeiten lediglich die Taxonomiefähigkeit anzugeben war.

BETRIEBSAUSGABEN

Unter Betriebsausgaben der TUI fallen direkte, nicht kapitalisierte Kosten aus Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristigem Leasing, Wartung und Reparatur sowie aus sämtlichen anderen direkten Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens, immateriellen Vermögenswerten und Nutzungsrechten. Betriebsausgaben werden sofern notwendig ebenfalls kostenbasiert einer Wirtschaftstätigkeit zugeordnet. Die Zuordnung zu Wirtschaftstätigkeiten folgt dabei der Zuordnung der Investitionsausgaben. Die Prüfung der Taxonomiefähigkeit und -konformität der Betriebsausgaben folgt der Überprüfung der jeweiligen Sachanlagen, sonstigen immateriellen Vermögenswerten bzw. Nutzungsrechten, denen sie zugeordnet werden können. Entsprechend wurden analog zu den Investitionsausgaben auch keine taxonomiekonformen Betriebsausgaben identifiziert. Es ergibt sich ein Anteil taxonomiefähiger Betriebsausgaben an den gesamten Betriebsausgaben von 91,5 % (Vorjahr 25,1 %). Der Anstieg ist auf die im Geschäftsjahr 2024 zusätzlich berichtspflichtigen Aktivitäten zurückzuführen.

Umsatz 2024

Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien („Keine erhebliche Beeinträchtigung“) Anteil taxonomie konformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) Umsatz, 2023 (18) Kategorie ermöglichende Tätigkeit (19) Kategorie Übergangstätigkeit (20)
Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser (7) Umweltverschmutzung (8)
Kreislaufwirtschaft (9) Biologische Vielfalt (10) Klimaschutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12)
Wasser (13) Umweltverschmutzung (14) Kreislaufwirtschaft (15) Biologische Vielfalt (16)
Mindestschutz (17)
Wirtschaftstätigkeiten (1) Code (2) Umsatz (3) Umsatzanteil, 2024 (4)
in Mio. € in %
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
in % E T
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) 0,0 0,0
Davon --- ermölichende Tätigkeiten 0,0 0,0
Davon --- Übergangstätigkeiten 0,0 0,0

Zweiter Tabellenteil auf Folgeseite

Umsatz 2024 (Fortsetzung)

Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien („Keine erhebliche Beeinträchtigung“) Anteil taxonomie konformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) Umsatz, 2023 (18) Kategorie ermöglichende Tätigkeit (19) Kategorie Übergangstätigkeit (20)
Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser (7) Umweltverschmutzung (8)
Kreislaufwirtschaft (9) Biologische Vielfalt (10) Klimaschutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12)
Wasser (13) Umweltverschmutzung (14) Kreislaufwirtschaft (15) Biologische Vielfalt (16)
Mindestschutz (17)
Wirtschaftstätigkeiten (1) Code (2) Umsatz (3) Umsatzanteil, 2024 (4)
in Mio. € in %
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
in % E T
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nach- haltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Hotels, Ferienunterkünfte, Campingplätze und ähnliche Beherbergungsbetriebe BIO 2.1 2.804,3
Personen- und Frachtluftverkehr CCM 6.19 5.130,2
Personenbeförderung in der See- und Küstenschifffahrt CCM 6.11 603,7
Personenbeförderung im Orts- und Nahverkehr, Personenkraftverkehr CCM 6.3 132,8
Personenbeförderung in der Binnenschifffahrt CCM 6.7 30,4
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2.) 8.701,4 37,6
A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1. + A.2.) 8.701,4 37,6
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 14.465,9 62,4
Gesamt 23.167,3 100,0

Abkürzungen
* J: Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit
* N: Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit
* EL: „Eligible“, für das jeweilige Umweltziel taxonomiefähige Tätigkeit
* N/EL: „not eligible“, für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit

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Investitionen (CapEx) 2024

Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien („Keine erhebliche Beeinträchtigung“) Anteil taxonomie konformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) CapEx, 2023 (18) Kategorie ermöglichende Tätigkeit (19) Kategorie Übergangstätigkeit (20)
Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser (7) Umweltverschmutzung (8)
Kreislaufwirtschaft (9) Biologische Vielfalt (10) Klimaschutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12)
Wasser (13) Umweltverschmutzung (14) Kreislaufwirtschaft (15) Biologische Vielfalt (16)
Mindestschutz (17)
Wirtschaftstätigkeiten (1) Code (2) CapEx (3) Anteil CapEx, 2024 (4)
in Mio. € in %
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL
J; N; N/ EL J; N; N/ EL J; N; N/ EL J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
J / N J / N J / N J / N
in % E T
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1.
Wirtschaftstätigkeiten (1) Code (2) CapEx (3) in Mio. € Anteil CapEx, 2024 (4) in % Klimaschutz (5) J; N; N/ EL Anpassung an den Klimawandel (6) J; N; N/ EL Wasser (7) J; N; N/ EL Umweltverschmutzung (8) J; N; N/ EL Kreislaufwirtschaft (9) J; N; N/ EL Biologische Vielfalt (10) J; N; N/ EL Klimaschutz (11) J / N Anpassung an den Klimawandel (12) J / N Wasser (13) J / N Umwelt verschmutzung (14) J / N Kreislauf wirtschaft (15) J / N Biologische Vielfalt (16) J / N Mindestschutz (17) in %
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien CCM 7.6 0,0 0,0 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL J / N J / N J / N J / N J / N J / N 0,2
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten ( taxonomiekonform) (A.1.) 0,0 0,0 0,2
Davon ermöglichende Tätigkeiten 0,0 0,0 0,2
Davon Übergangstätigkeiten 0,0 0,0
Zweiter Tabellenteil auf Folgeseite
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL J / N J / N J / N J / N J / N J / N
Hotels, Ferienunterkünfte, Campingplätze und ähnliche Beherbergungsbetriebe BIO 2.1 297,0 31,8 N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL EL
Personen- und Frachtluftverkehr CCM 6.19 283,3 30,3 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL
Personenbeförderung in der See- und Küstenschifffahrt CCM 6.11 52,8 5,6 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 23,2
Personenbeförderung im Orts- und Nahverkehr, Personenkraftverkehr CCM 6.3 11,0 1,2 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,7
Renovierung bestehender Gebäude CCM 7.2 8,1 0,9 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 14,0
Neubau von Gebäuden CCM 7.1 0,0 0,0 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 6,4
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien CCM 7.6 0,0 0,0 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,1
Stromerzeugung mittels Photovoltaik-Technologie CCM 4.1 14,0 1,5 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,0
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2.) 666,2 71,3 39,5
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1.+A.2.) 666,2 71,3 44,7
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 268,4 28,7
Gesamt 934,6 100,0

Abkürzungen
* J: Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit
* N: Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit
* EL: „Eligible“, für das jeweilige Umweltziel taxonomiefähige Tätigkeit
* N/EL: „not eligible“, für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit

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Betriebsausgaben (OpEx) 2024

Wirtschaftstätigkeiten (1) Code (2) OpEx (3) in Mio. € Anteil OpEx, 2024 (4) in % Klimaschutz (5) J; N; N/ EL Anpassung an den Klimawandel (6) J; N; N/ EL Wasser (7) J; N; N/ EL Umweltverschmutzung (8) J; N; N/ EL Kreislaufwirtschaft (9) J; N; N/ EL Biologische Vielfalt (10) J; N; N/ EL Klimaschutz (11) J / N Anpassung an den Klimawandel (12) J / N Wasser (13) J / N Umwelt verschmutzung (14) J / N Kreislauf wirtschaft (15) J / N Biologische Vielfalt (16) J / N Mindestschutz (17) in %
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten ( taxonomiekonform) (A.1.) 0,0 0,0
Davon ermöglichende Tätigkeiten 0,0 0,0
Davon Übergangstätigkeiten 0,0 0,0
Zweiter Tabellenteil auf Folgeseite
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL J / N J / N J / N J / N J / N J / N
Hotels, Ferienunterkünfte, Campingplätze und ähnliche Beherbergungsbetriebe BIO 2.1 90,1 10,8 N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL EL
Personen- und Frachtluftverkehr CCM 6.19 571,9 68,8 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL
Personenbeförderung im Orts- und Nahverkehr, Personenkraftverkehr CCM 6.3 16,2 1,9 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 1,6
Personenbeförderung in der See- und Küstenschifffahrt CCM 6.11 63,1 7,6 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 6,9
Renovierung bestehender Gebäude CCM 7.2 16,3 2,0 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 16,0
Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten CCM 8.1 3,1 0,4 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,6
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2.) 760,7 91,5 25,1
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1.+A.2.) 760,7 91,5 25,1
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 70,3 8,5
Gesamt 831,0 100,0

Abkürzungen
* J: Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit
* N: Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit
* EL: „Eligible“, für das jeweilige Umweltziel taxonomiefähige Tätigkeit
* N/EL: „not eligible“, für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit

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Inhalt

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 23
  • Strategie der TUI Group 27
  • Grundlagen der TUIGroup 34
  • Risikobericht 50
  • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54
  • Wirtschaftsbericht 76
  • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105
  • Jahresabschluss der TUIAG 108
  • Übernahmerechtliche Angaben 111
  • TUI Aktie 115
  • Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG
Taxonomie konform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel Taxonomie konform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel Taxonomie konform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel
Umsatzanteil / Gesamtumsatz in % Klimaschutz ( CCM) 25,5
Anpassungen an den Klimawandel ( CCA)
Wasser ( WTR)
Kreislaufwirtschaft ( CE)
Umweltverschmutzung ( PPC)
Biologische Vielfalt (BIO) 12,1
CapEx-Anteil / Gesamt-CapEx in % Klimaschutz ( CCM) 39,5
Anpassungen an den Klimawandel ( CCA)
Wasser ( WTR)
Kreislaufwirtschaft ( CE)
Umweltverschmutzung ( PPC)
Biologische Vielfalt (BIO) 31,8
OpEx-Anteil / Gesamt-OpEx in % Klimaschutz ( CCM) 80,7
Anpassungen an den Klimawandel ( CCA)
Wasser ( WTR)
Kreislaufwirtschaft ( CE)
Umweltverschmutzung ( PPC)
Biologische Vielfalt (BIO) 10,8

Jahresabschluss der TUIAG

Der Jahresabschluss der TUIAG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Be achtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt und vom Abschlussprüfer Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Er ist im Internet unter www.unternehmensregister.de erhält- lich und wird ferner unter www.tuigroup.com veröffentlicht. Im vorliegenden Geschäftsbericht ist der Lagebericht der TUIAG mit dem Lagebericht der TUI Group zusam men- gefasst.

Ertragslage der TUIAG

Gewinn- und Verlustrechnung der TUIAG

2024 in Mio. € 2023 in Mio. € Veränderung in %
Umsatzerlöse 168,0 158,4 + 6,1
Sonstige betriebliche Erträge 328,5 411,9 – 20,2
Materialaufwand 10,7 14,5 – 26,2
Personalaufwand 63,0 53,4 + 18,0
Abschreibungen 2,6 1,4 + 85,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen 234,6 228,7 + 2,6
Beteiligungsergebnis 234,4 – 13,5 n. a.

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

Strategie der TUI Group

23

Grundlagen der TUI Group

27

Risikobericht

34

Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht

50

Wirtschaftsbericht

54

Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group

76

Jahresabschluss der TUI AG

105

Übernahmerechtliche Angaben

108

TUI Aktie

111

Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

115

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

ERGEBNIS- UND LAGEBERICHT DER TUI AG

Abschreibungen auf Finanzanlagen 154,6 444,5 – 65,2
Zinsergebnis – 90,2 – 327,3 + 72,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3,2 2,7 + 18,5
Ergebnis nach Steuern 172,0 – 515,7 n. a.
Sonstige Steuern 1,4 1,9 – 26,3
Jahresergebnis 170,6 – 517,6 n. a.

Die Ertragslage der TUI AG als Obergesellschaft des Konzerns bestimmt sich maßgeblich aus den Ergebnissen ihrer Konzerngesellschaften, die direkt über Ergebnisabführungsverträge mit ihr verbunden sind oder ihre Gewinne aufgrund von Beschlüssen an sie ausschütten, sowie aus der Bewertung des Finanzanlagevermögens und der Finanzierung des TUI Konzerns.

UMSATZERLÖSE UND SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Der Anstieg der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2024 resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Erlösen aus Lizenzgebühren mit Tochtergesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres waren insbesondere von Erträgen aus Zuschreibungen auf Finanzanlagen und aus konzerninternen Weiterbelastungen geprägt, denen weiterbelastete Aufwendungen anderer Konzernunternehmen an die TUI AG gegenüberstanden, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt wurden. Des Weiteren flossen im Geschäftsjahr 2024 Erträge aus Kursgewinnen in die sonstigen betrieblichen Erträge ein, denen wiederum Aufwendungen aus Kursverlusten gegenüberstanden, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurden. Zudem waren Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen enthalten. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge gegenüber dem Vorjahr ließ sich vor allem auf die deutlich geringeren Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie auf die geringeren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen zurückführen, die von den gestiegenen Erträgen aus der Zuschreibung auf Finanzanlagen nicht vollständig kompensiert werden konnten.

AUFWENDUNGEN

Der Anstieg der Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Aufwendungen für Altersversorgung, die sich aus der höheren Zuführung zu den Pensionsrückstellungen ergaben. Weiterhin trugen erhöhte Aufwendungen aus der Bildung von Personalkostenrückstellungen für die Mitglieder des Vorstands zum Anstieg der Personalaufwendungen bei. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassten insbesondere Aufwendungen aus Kursverlusten, Honorare, Gebühren, Dienstleistungen, Zuführungen zu Wertberichtigungen, sonstige Verwaltungskosten sowie Aufwendungen aus der konzerninternen Verrechnung von Dienstleistungen. Gestiegene Aufwendungen aus Kursverlusten sowie deutlich gestiegene Aufwendungen aus konzerninternen Verrechnungen standen gesunkenen Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen und geringeren Aufwendungen aus dem Finanz- und Geldverkehr gegenüber. Insgesamt führte dies zu einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

BETEILIGUNGSERGEBNIS

Die Verbesserung des Beteiligungsergebnisses im Vergleich zum Vorjahr war sowohl auf die deutliche Verringerung der Aufwendungen aus Verlustübernahmen als auch auf die gestiegenen Erträge aus Gewinnübernahmen zurückzuführen. Daneben trugen erhöhte Dividendenerträge aus Beteiligungen zu der positiven Entwicklung bei. Die Verlustübernahmen betrafen hauptsächlich die Leibniz-Service GmbH. Die im Geschäftsjahr 2024 vereinnahmten Erträge aus Gewinnübernahmen stammten im Wesentlichen von Gesellschaften, die dem Zentralbereich zuzurechnen waren.

ABSCHREIBUNGEN AUF FINANZANLAGEN

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betrafen im Berichtsjahr im Wesentlichen Tochtergesellschaften, die dem Veranstalterbereich zuzuordnen waren.

ZINSERGEBNIS

Die Verbesserung des Zinsergebnisses im Geschäftsjahr 2024 war insbesondere auf die Sondereffekte des Vorjahres im Zusammenhang mit der Rückzahlung der Stillen Einlage I und der verbliebenen Optionsschuldverschreibung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) zurückzuführen, da vergleichbare Zinsaufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht anfielen.

STEUERN

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die sonstigen Steuern resultierten im Wesentlichen aus der turnusmäßigen Neubewertung von Steuerrückstellungen. Weiterhin enthielten die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufwendungen aus Quellensteuern auf Dividendeneinzahlungen von Tochtergesellschaften. Latente Steuern waren nicht ausgewiesen.

JAHRESERGEBNIS

Für das Geschäftsjahr 2024 ergab sich ein Jahresüberschuss von 170,6 Mio. €.

Vermögens- und Finanzlage der TUI AG

Die Vermögens- und Finanzlage der TUI AG und ihre Bilanzstrukturen sind durch ihre Funktion als Obergesellschaft des TUI Konzerns geprägt. Die Bilanzsumme lag im Geschäftsjahr 2024 mit 10.983,2 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres.

Kurzbilanz der TUI AG (HGB-Abschluss)

Mio. € 30.9.2024 30.9.2023 Veränderung in %
Immaterielle Vermögensgegenstände / Sachanlagen 20,9 17,6 + 18,8
Finanzanlagen 7.936,4 7.824,3 + 1,4
Anlagevermögen 7.957,3 7.841,9 + 1,5
Forderungen 2.529,5 1.981,8 + 27,6
Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,3 0,3
Finanzmittel 495,4 319,4 + 55,1
Umlaufvermögen 3.025,2 2.301,5 + 31,4
Rechnungsabgrenzungen 0,7 1,0 – 30,0
Aktiva 10.983,2 10.144,4 + 8,3
Eigenkapital 5.470,6 5.298,6 + 3,2
Sonderposten mit Rücklageanteil
Rückstellungen 291,6 307,9 – 5,3
Anleihen 1.104,6 589,6 + 87,3
Andere Verbindlichkeiten 4.116,4 3.948,3 + 4,3
Verbindlichkeiten 5.221,0 4.537,9 + 15,1
Passiva 10.983,2 10.144,4 + 8,3

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

Das Anlagevermögen bestand am Bilanzstichtag nahezu vollständig aus Finanzanlagen. Der Anstieg der Finanzanlagen war außer auf die Kapitalerhöhungen bei Tochtergesellschaften wesentlich auf Zuschreibungen auf in Vorjahren wertberichtigte Anteile an verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen sowie gesunkene Ausleihungen an verbundene Unternehmen kompensierten den Anstieg teilweise. Zuschreibungen und außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundene Unternehmen betrafen im Geschäftsjahr insbesondere Gesellschaften, die dem Veranstalter- und Zentralbereich zuzuordnen waren. Insgesamt führte diese Entwicklung zu einer leichten Erhöhung des Finanzanlagevermögens.

ENTWICKLUNG DES UMLAUFVERMÖGENS

Der deutliche Anstieg des Umlaufvermögens um 31,4 % auf 3.025,2 Mio. € ergab sich vor allem aus einer Erhöhung der Forderungen sowie aus erhöhten Finanzmitteln. Der Anstieg der Forderungen war im Wesentlichen auf die Entwicklung der Ansprüche aus Ergebnisabführungsverträgen sowie auf die kurz- und mittelfristige Finanzierung von Konzerngesellschaften zurückzuführen. Eine geringere Barhinterlegung zur Absicherung von Kundenanzahlungen für Pauschalreisen in Deutschland wirkte sich positiv auf die Höhe der liquiden Mittel aus.

Entwicklung der Kapitalstruktur der TUI AG

EIGENKAPITAL

Das Eigenkapital der TUI AG erhöhte sich um 3,2 % auf 5.470,6 Mio. €. Der Jahresüberschuss betrug 170,6 Mio. €. Nach Verrechnung des Jahresüberschusses mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von – 1.349,1 Mio. € entnahm der Vorstand 1.178,5 Mio. € aus der Kapitalrücklage, sodass sich zum 30. September 2024 ein Bilanzgewinn in Höhe von 0,0 Mio. € ergab. Die Eigenkapitalquote sank im Geschäftsjahr 2024, bedingt durch eine höhere Bilanzsumme, auf 49,8 % (Vorjahr 52,2 %).

RÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellungen nahmen um 16,3 Mio. € auf 291,6 Mio. € ab. Sie setzten sich aus Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 158,9 Mio. € (Vorjahr 160,8 Mio. €), Steuerrückstellungen in Höhe von 27,6 Mio. € (Vorjahr 25,1 Mio. €) und sonstigen Rückstellungen in Höhe von 105,1 Mio. € (Vorjahr 122,0 Mio. €) zusammen. Der Rückgang der Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr 2024 war im Wesentlichen auf veränderte Parameter zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen sanken insbesondere aufgrund eines Rückgangs der Rückstellungen für drohende Verluste. Zusätzlich lagen die Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen unter dem Niveau des Vorjahres. Gegenläufig wirkten sich leicht gestiegene Personalkostenrückstellungen aus.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten der TUI AG betrugen zum 30. September 2024 5.221,0 Mio. € und erhöhten sich um 683,1 Mio. € bzw. 15,1 %.

Zur Ausweitung des Fälligkeitenprofils platzierte die TUI AG im März 2024 eine Anleihe in Höhe von 500,0 Mio. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Die Anleihe hat eine jährliche Verzinsung von 5,875 %. Des Weiteren gab die Gesellschaft im Juli 2024 eine Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von 487,0 Mio. € und einer Laufzeit von sieben Jahren aus. Die Wandelschuldverschreibung hat eine Stückelung von 100.000 € und einen festen Zins von 1,95 % pro Jahr. Der Wandlungspreis beträgt 9,60 € pro Aktie. Ebenfalls im Juli 2024 kaufte die Gesellschaft 472,0 Mio. € der Wandelschuldverschreibung aus dem Jahr 2021 mit Fälligkeit im Geschäftsjahr 2028 zurück. Zur Finanzierung dieser Rückkäufe wurde der Zufluss aus der Emission von 487,0 Mio. € Wandelschuldverschreibung mit Fälligkeit 2031 verwendet.# Übernahmerechtliche Angaben

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der TUI AG besteht aus nennwertlosen Stückaktien, die jeweils in gleichem Umfang am Grundkapital beteiligt sind. Der auf die einzelne Aktie rechnerisch entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 1,00 €. Das in den Handelsregistern der Amtsgerichte Berlin-Charlottenburg und Hannover eingetragene gezeichnete Kapital der TUI AG setzte sich zum Ende des Geschäftsjahres 2024 aus 507.431.033 Aktien (Vorjahr 507.431.033 Aktien) zusammen, entsprechend 507.431.033,00 €. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Der Vorstand geht davon aus, dass die nach seiner Einschätzung Alexey Mordashov zuzurechnenden Aktien gegenwärtig weder übertragen werden können noch die Stimmrechte aus diesen Aktien ausgeübt werden dürfen.

Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte erreichen oder überschreiten, sind dem Vorstand der TUI AG gemeldet worden:

  • Gemäß den Stimmrechtsmitteilungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vom 16. Mai 2023 sind Alexey A. Mordashov (Moskau, Russische Föderation) seit dem 19. April 2023 indirekt 10,87 % der Anteile an der TUI AG zuzuordnen.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2024 befanden sich rund 89 % der TUI Aktien im Streubesitz. Etwa 36 % aller TUI Aktien entfielen auf Privataktionäre, rund 52 % auf institutionelle Investoren sowie Finanzinstitute und etwa 12 % wurden von strategischen Investoren gehalten.

Die aktuelle Aktionärsstruktur und die Stimmrechtsmitteilungen nach § 33 WpHG online: www.tuigroup.com/de-de/investoren/aktie/aktionaersstruktur und www.tuigroup.com/de-de/investoren/news

Aktionärsstruktur (30.9.2024)

Anteil (%) Kategorie
51,9 Institutionelle Investoren
10,9 Alexey A. Mordashov*
1,1 RIU Hotels S.A.
36,1 Private Investoren

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Soweit die TUI AG im Rahmen ihres Mitarbeitendenaktienprogramms Aktien an die Mitarbeitenden ausgibt, werden die Aktien den Mitarbeitenden (teilweise mit einer unternehmensseitigen Sperrfrist) unmittelbar übertragen. Die begünstigten Mitarbeitenden können die ihnen aus den Mitarbeitendenaktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Bestimmungen der Satzung ausüben.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und Änderung der Satzung

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach §§ 84 f. AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Satzungsänderungen erfolgen nach den Regelungen der §§ 179 ff. AktG ggf. in Verbindung mit § 24 der Satzung der TUI AG.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe

In der Hauptversammlung am 25. März 2021 wurde ein bedingtes Kapital zur Ausgabe von Schuldverschreibungen in Höhe von 109,9 Mio. € beschlossen. Die Ermächtigung zur Begebung von Teilschuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen (mit und ohne Laufzeitbegrenzung) ist auf einen Nominalbetrag von 2,0 Mrd. € beschränkt und bis zum 24. März 2026 befristet. Mit Begebung einer Wandelschuldverschreibung über 589,6 Mio. € im April und Juli 2021 wurde diese Ermächtigung fast vollständig ausgenutzt. Zum Bilanzstichtag wurden bisher keine Aktien zur Bedienung der Wandelanleihe valutiert. Im Juli 2024 wurde ein Teil der ausstehenden Wandelschuldverschreibung zurückgekauft, sodass sich der ausstehende Nominalbetrag nunmehr auf 117,6 Mio. € beläuft.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Februar 2024 wurde eine Ermächtigung zur Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Aktien gegen Bareinlagen von insgesamt höchstens 50,7 Mio. € beschlossen (Genehmigtes Kapital 2024 / I). Diese Ermächtigung hat eine Gültigkeit bis zum 12. Februar 2029.

Ebenfalls auf der Hauptversammlung am 13. Februar 2024 ist ein Beschluss zur Schaffung eines genehmigten Kapitals zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen in Höhe von 203,0 Mio. € gefasst worden (Genehmigtes Kapital 2024 / II). Die Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen ist auf 50,7 Mio. € beschränkt. Die Ermächtigung für dieses genehmigte Kapital endet am 12. Februar 2029.

In der Hauptversammlung am 13. Februar 2024 wurde ein weiteres bedingtes Kapital zur Ausgabe von Schuldverschreibungen in Höhe von 50,7 Mio. € beschlossen. Die Ermächtigung zur Begebung von Teilschuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen (mit und ohne Laufzeitbegrenzung) ist auf einen Nominalbetrag von 1,5 Mrd. € beschränkt und bis zum 12. Februar 2029 befristet. Mit Begebung einer Wandelschuldverschreibung über 487,0 Mio. € im Juli 2024 wurde diese Ermächtigung fast vollständig ausgenutzt. Zum Bilanzstichtag wurden bisher keine Aktien zur Bedienung der Wandelanleihe valutiert.

Siehe Abschnitt „Gezeichnetes Kapital“ im Konzernanhang auf Seite 228 sowie den Abschnitt „Gezeichnetes Kapital“ im Jahresabschluss der TUI AG (Angabe gemäß § 160 (1) Nr. 2 AktG).

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen

Die ausstehenden Finanzierungsinstrumente enthalten zum Teil Klauseln für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control). Ein Kontrollwechsel liegt insbesondere dann vor, wenn ein Dritter direkt oder indirekt die Kontrolle über mindestens 50 % oder die Mehrheit der stimmberechtigten Aktien der TUI AG erwirbt.

Im Falle eines Kontrollwechsels muss den Gläubigern der Schuldscheindarlehen über 242,0 Mio. €, der Wandelschuldverschreibung von 2021 über ursprünglich 589,6 Mio. € (zum Bilanzstichtag noch 117,6 Mio. € ausstehend), der Wandelschuldverschreibung von 2024 über 487,0 Mio. € und der Anleihe mit Nachhaltigkeitsbezug von 2024 über 500,0 Mio. € der Rückkauf angeboten werden.

Für die syndizierten Kreditfazilitäten in Höhe von 1,9 Mrd. € (inklusive Avale), die zum Bilanzstichtag mit 0,0 Mio. € (Inanspruchnahme Barmittel) und 136,0 Mio. € (Inanspruchnahme Avale) ausgenutzt waren, sind im Falle des Kontrollwechsels Kündigungsrechte seitens der Kreditgeber vorgesehen.

Darüber hinaus bestehen keine Vereinbarungen in Garantien, Leasing-, Options- und anderen Finanzierungsverträgen, die umfangreiche vorzeitige Rückzahlungsverpflichtungen auslösen könnten, die für die Liquidität des Konzerns von erheblicher Bedeutung wären.

Neben den vorgenannten Finanzierungsinstrumenten beinhaltet eine Rahmenvereinbarung zwischen der Familie Riu und der TUI AG eine Klausel für den Fall eines Kontrollwechsels bei der TUI AG. Ein Kontrollwechsel liegt danach vor, wenn eine definierte Hauptversammlungspräsenzmehrheit einer Aktionärsgruppe besteht bzw. wenn ein Drittel der Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat einer Aktionärsgruppe zuzurechnen ist.# Übernahmerechtliche Angaben

Im Falle des Kontrollwechsels hat die Familie Riu während drei auf den Kontrollwechsel folgender Zeiträume das Recht, von der TUI mindestens 20 % und maximal sämt liche von der TUI gehaltenen Anteile an der RIUSA II S. A. zu dem von einer international anerkannten Wirtschaftsprüfungs- gesellschaft zu ermittelnden Wert der Anteile zu erwerben. Nach der Hauptversammlung der TUI AG am 25.März2021 waren die Voraussetzungen für eine Hauptversammlungspräsenzmehrheit der Unifirm vorü ber- gehend erfüllt, so dass das Ankaufsrecht der Familie Riu für bestimmte Zeitfenster in den Jahren 2021, 2022 und 2023 bestanden hat. Die Familie Riu hat ihr Ankaufsrecht nicht ausgeübt.

Eine vergleichbare Vereinbarung hinsichtlich eines Kontrollwechsels bei der TUI AG besteht mit der El Chiaty Group. Ein Kontrollwechsel wird auch hier angenommen, wenn eine definierte Hauptversammlungspräsenz- mehrheit einer Aktionärsgruppe besteht bzw. wenn ein Drittel der Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat einer Aktionärsgruppe zuzurechnen ist. Die El Chiaty Group hat in diesem Fall ebenfalls während dreier auf den Kontrollwechsel folgender Zeiträume das Recht, von der TUI jeweils mindestens 15 % und maximal alle von der TUI gehaltenen Anteile an den gemeinsamen Hotelgesellschaften in Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu erwerben, auch hier zu dem dann von einer international anerkannten Wirtschaftsprüfungsgesell- schaft zu ermittelnden Wert der jeweiligen Anteile. Aufgrund einer Erhöhung der Beteiligung von Unifirm an der TUI AG im Nachgang zu der am 2.November2021 erfolgten Kapitalerhöhung der TUI AG war auch hier ein Kontrollwechsel aufgrund Hauptversammlungspräsenzmehrheit ausgelöst worden, so dass sich für die El Chia ty Group letztmals vom 16.November bis 16.Dezember2023 ein Zeitfenster für die Ausübung des Ankaufsrechts ergab, welches ohne eine entsprechende Ausübung verstrichen ist.

Für das Joint Venture TUI Cruises GmbH zwischen Royal Caribbean Cruises Ltd. und der TUI AG besteht eben- falls eine Vereinbarung für den Fall eines Kontrollwechsels bei der TUI AG, der hier beim Erwerb von mehr als 50 % der Stimmrechte durch eine Person oder eine Gruppe von Personen angenommen wird. Sie beinhaltet für den Partner das Recht, eine Auflösung des Joint Venture zu verlangen und den Anteil der TUI AG unter gewissen Umständen zu einem gegenüber dem Verkaufspreis für den eigenen Anteil reduzierten Kaufpreis zu erwerben. Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen nicht.

TUI Aktie (ungeprüft)

Gestützt durch die anhaltend positive Buchungsdynamik steigt der Kurs der TUI Aktie in einem weiterhin volatilen Marktumfeld um 31 %

Die TUI Aktie startete mit einem von Kurs von 5,22€ 2,3 in das Geschäftsjahr2024 und verzeichnete im Verlauf des Geschäftsjahres teils erhebliche Kursschwankungen. Insgesamt stieg die Aktie um 31 % und schloss am 30.September bei 6,84€ 2,3 . Auf makroökonomischer Ebene beeinflusste die nachlassende Inflation, getrieben durch niedrigere Energiepreise und Zinssenkungen der Zentralbanken, die Kapitalmärkte positiv. Hingegen senkte der Internationale Währungsfonds für die Eurozone seine Wachstumsprognosen für die Jahre 2024 und 2025 leicht ab, was unter anderem auf die nach unten korrigierten Wachstumsaussichten für Deutschland und Italien zurückzuführen ist. Darüber hinaus waren die Aktienkurse im Touristiksektor von Entwicklungen im Wettbewerbsumfeld geprägt, wie beispielsweise der FTI-Insolvenz im Juni oder Aussagen von Wettbewerbern im Airline-Sektor über Preisentwicklungen und Streiks. Auch die Unruhen im Nahen Osten und ihre möglichen Auswirkungen auf das Buchungsverhalten sowie die damit im Zusammenhang stehenden Ölpreisschwankun gen beeinflussten den Aktienkurs der TUI.

Den niedrigsten Schlusskurs im Jahresverlauf verzeichnete die TUI Aktie zu Beginn des Geschäftsjahres mit 4,61€ 2,3 am 25.Oktober2023. Der höchste Schlusskurs ergab sich am 10.April2024 mit 7,91€ 2,3 .

Im Jahr 2024 kehrte die TUI Aktie nach rund zehn Jahren wieder in den Prime Standard an der Frankfurter Börse und in den MDAX zurück. Seit dem Zusammenschluss mit der früheren britischen Konzerntochter TUI Travel PLC Ende 2014 war die TUI Aktie im Premiumsegment in London sowie im regulierten Markt der Börse Hannover und im Freiverkehr in Frankfurt notiert. Im Laufe der Transformation des Konzerns haben sich die Aktienverwahrung und Liquidität der TUI Aktie an den Börsen jedoch zunehmend nach Deutschland ent- wickelt, woraufhin Investoren und das TUI Management Gespräche über eine potenzielle Änderung der dualen Börsennotierung einleiteten. Mit großer Zustimmung der Aktionäre in Höhe von 98,35 % auf der Haupt- ver sammlung im Februar2024 wurde dann entschieden, die Zulassung der TUI Aktien an der Londoner Börse zu beenden. Wesentliche Ziele bei der Umsetzung des De-Listings waren die Vereinfachung der Listingstruktur, die Konsolidierung der Handelsliquidität, die Stärkung der „Ownership and Control“-Kriterien für die TUI Air line sowie die Stärkung der Visibilität und Attraktivität der TUI Aktie. Das De-Listing von der Londoner Börse er folgte gemäß dem angekündigten Zeitplan am 24.Juni, und die TUI Aktie notiert seitdem wieder im MDAX. Der bri tische Markt bleibt unverändert einer der wesentlichen Kernmärkte für die TUI, der Wechsel des Börsen- platzes von London nach Frankfurt ändert daran nichts.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein war im Februar2024 die Platzierung einer Anleihe mit Nachhaltigkeitsbezug mit einem Gesamtvolumen von 500Mio.€ und einer Laufzeit von fünf Jahren. Mit dem Emissionserlös wurden bestehende Verbindlichkeiten zurückgezahlt und die KfW-Kreditlinie weiter reduziert. Kurze Zeit darauf erreich te die TUI eine weitere Verbesserung ihrer Ratings mit einer Anhebung auf B+ durch S&P und auf B1 durch Moo dy’s, jeweils mit positivem Ausblick. Diese Upgrades honorieren die bislang erzielten operativen und finanziellen Fortschritte. Im Juli erfolgte dann die finale Refinanzierungsmaßnahme, um die verbleibende KfW-Kreditlinie in der ersten Hälfte des Kalenderjahres 2025 vollständig zurückgeben zu können: Die TUI platzierte erfolgreich eine nicht nachrangige unbesicherte Wandelanleihe mit Fälligkeit 2031 in Höhe von 487Mio.€. Die Erlöse wurden genutzt, um 80 % der existierenden Wandelanleihe zurückzukaufen, wodurch sowohl das Fälligkeits- profil verlängert als auch die Zinskosten gesenkt werden können.

In einem Umfeld, das von makroökonomischen Veränderungen und Unsicherheiten bezüglich der weiteren Ent- wicklungen im Nahen Osten geprägt ist, gelang es der TUI, ihre Wachstumsstrategie erfolgreich fortzusetzen und ihre Ergebnisse signifikant zu steigern. Gestützt durch die anhaltend gute Buchungsdynamik, welche auch für das Winterprogramm 2024 / 25 anhält, stieg der Aktienkurs im ersten Monat des Geschäftsjahres2025 weiter und schloss am 31.Oktober2024 bei 7,61€ 2,3 .

1 Die Inhalte dieses Kapitels sind ungeprüfte freiwillige Angaben.
2 Quelle: LSEG (ehem. Reuters), Xetra-Schlusskurse
3 Um Effekte der Kapitalherabsetzung durch Aktienzusammenlegung sowie der Bezugsrechtskapitalerhöhung bereinigte historische Kurse

Angaben zur TUI Aktie 30.September2024

WKN TUAG50
ISIN DE000TUAG505
Börsenplätze Xetra, Frankfurt, Hannover
LSEG (ehem. Reuters) TUI1n.DE/TUI1.GR (Xetra)
Bloomberg
Aktiengattung Namens-Stammaktien
Grundkapital 507.431.033,00 €
Anzahl der Aktien 507.431.033
Marktkapitalisierung 3,5 Mrd.€

Notierungen, Indizes und Handel

Die TUI Aktie hat ihre Hauptnotiz im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse und notiert im MDAX auf dem Rang 57 (inklusive DAX 40) sowie im STOXX Europe. Darüber hinaus ist sie an der Börse Hannover ge listet. Im Geschäftsjahr2024 betrug das durchschnittliche Handelsvolumen pro Tag auf Xetra täglich rund 3,4Mio. Stück. Bezogen auf alle Handelsplattformen umfasste das tägliche Volumen ca. 6,3Mio. Stück. Somit verzeichnete die TUI Aktie eine sehr hohe Liquidität für den Handel von institutionellen und privaten Investoren.

Analystenempfehlungen

Analysen und Empfehlungen von Finanzanalysten sind Entscheidungsgrundlage für institutionelle sowie private Investoren.

Langfristige Kursentwicklung der TUI Aktie (Xetra)

2020 2021 2022 2023 2024
Höchstkurs 39,19 25,86 20,37 12,57 7,91
Tiefstkurs 8,94 9,29 7,17 5,01 4,61
Jahresendkurs 10,02 18,52 7,17 5,22 6,84

1 Quelle: LSEG (ehem. Reuters), Xetra-Schlusskurse
2 Um Effekte der Kapitalherabsetzung durch Aktienzusammenlegung sowie der Bezugsrechtskapitalerhöhung bereinigte historische Kurse# TUI Aktie (ungeprüft)

Im Berichtsjahr veröffentlichten 15 Analysten regelmäßig Studien zur TUI Group. Im September 2024 empfahlen 60 % das TUI Papier zum „Kauf“, 33 % votierten für „Halten“, und 7 % der Analysten empfahlen die Aktie zu „Verkaufen“. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten lag zum Geschäftsjahresende 2024 bei 9,62 €. mit einer Spanne von Kurszielen zwischen 6,60 € und 16,00 €.

Kursverlauf der TUI Aktie (GESCHÄFTSJAHR 2024)

1, 2 in % TUI1 GR MDAX 40 60 100 80 120 140 160 1.10.2023 1.1.2024 1.4.2024 1.7.2024 30.9.2024

Analystenempfehlungen (30.9.2024)

in %

Empfehlung Anteil
Kaufen 60,0
Halten 33,3
Verkaufen 6,7

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 23
  • Strategie der TUI Group 27
  • Grundlagen der TUI Group 34
  • Risikobericht 50
  • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54
  • Wirtschaftsbericht 76
  • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105
  • Jahresabschluss der TUI AG 108
  • Übernahmerechtliche Angaben 111

TUI Aktie (ungeprüft)

  • 115

Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Aktionärsstruktur

Gemäß den Stimmrechtsmitteilungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vom 16. Mai 2023 sind Alexey A. Mordashov seit dem 19. April 2023 indirekt 10,87 % der Anteile an der TUI AG zuzuordnen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2024 befanden sich rund 89 % der TUI Aktien im Streubesitz. Etwa 36 % aller TUI Aktien entfielen auf Privataktionäre, rund 52 % auf institutionelle Investoren sowie Finanzinstitute, und etwa 12 % wurden von strategischen Investoren gehalten. Der Anteil der Aktionäre aus Europa und Großbritannien lag zum Ende des Geschäftsjahres bei rund 81 % (Vorjahr ca. 78 %). Den zweitgrößten Anteil hielten Aktionäre aus Nordamerika mit 7 % (Vorjahr ca. 11 %).

Geografische Aktionärsstruktur (30.9.2024)

in %

Region Anteil
EU + UK 81,4
Nordamerika 7,2
Sonstige 11,4

Die aktuelle Aktionärsstruktur und die Stimmrechtsmitteilungen nach § 33 WpHG online: www.tuigroup.com/de-de/investoren/aktie/aktionaersstruktur und www.tuigroup.com/de-de/investoren/news

Dividenden

Ergebnis- und Dividendenentwicklung der TUI Aktie

2020 2021 2022 2023 2024
Ergebnis je Aktie – 5,34 – 2,58 – 1,02 * + 0,80 + 1,00
Dividende

*Um die Kapitalherabsetzung durch Aktienzusammenlegung bereinigtes Ergebnis je Aktie

Im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise hat sich die TUI mit der deutschen Bundesregierung auf drei Stabilisierungspakete geeinigt. Eine der Bedingungen für diese Unterstützung ist der faktische Verzicht der TUI auf Dividendenzahlungen für die Laufzeit der Kreditlinien oder solange der Wirtschaftsstabilisierungsfonds investiert bleibt. Die TUI hat mit den Erlösen aus der Bezugsrechtskapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2023 die verbliebenen Finanzhilfen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds einschließlich Zinsen zurückgezahlt. Im Geschäftsjahr 2024 hat die TUI mit der erfolgreichen Platzierung einer nicht nachrangigen unbesicherten Wandelanleihe den letzten Schritt zum Abschluss ihrer Refinanzierung der verbleibenden Staatsfinanzierungen vollzogen. Dies beinhaltet die Reduzierung der nicht in Anspruch genommenen KfW-Kreditlinie von 550 Mio. € auf 214 Mio. € per Ende Juli, wobei der Restbetrag in der ersten Hälfte des Kalenderjahres 2025 zurückgegeben werden soll.

Aktionärsstruktur (30.9.2024)

in %

Aktionärsgruppe Anteil
Institutionelle Investoren 51,9
Private Investoren 36,1
Alexey A. Mordashov * 10,9
RIU Hotels S. A. 1,1

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 23
  • Strategie der TUI Group 27
  • Grundlagen der TUI Group 34
  • Risikobericht 50
  • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54
  • Wirtschaftsbericht 76
  • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105
  • Jahresabschluss der TUI AG 108
  • Übernahmerechtliche Angaben 111

TUI Aktie

  • 115

Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD (ungeprüft)

  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. TUI ist sich der klimabedingten Risiken für ihr Geschäft bewusst, die sowohl physische Auswirkungen des Klimawandels als auch Risiken im Zusammenhang mit dem Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft beinhalten. TUI will zum Übergang beitragen und klimabezogene Risiken für ihr Geschäft mindern. Nachfolgend berichten wir gemäß den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD). Die TCFD bietet ein Rahmenwerk zur Verbesserung der Offenlegung konsistenter, vergleichbarer, verlässlicher und klimabezogener Finanzinformationen, damit Investoren bessere Kapitalallokationsentscheidungen treffen können, um den Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft zu unterstützen. Wir verpflichten uns, die Empfehlungen und empfohlenen Angaben des TCFD unter Berücksichtigung der TCFD-Leitlinien für alle Sektoren einzuhalten, und wir sind der Ansicht, dass die auf den folgenden Seiten dargelegten Angaben mit diesen Leitlinien übereinstimmen. Im Rahmen der Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ab dem Geschäftsjahr 2025 werden wir die bisherige Berichterstattung nach TCFD in unseren CSRD-Nachhaltigkeitsbericht überführen. Die nachfolgende Erklärung folgt der Struktur der TCFD-Empfehlungen und umfasst die Bereiche Governance, Strategie, Risikomanagement sowie Kennzahlen und Ziele.

GOVERNANCE

Die Governance-Struktur der TUI Group stellt sicher, dass Nachhaltigkeitsthemen sowie Risiken und Chancen, die sich aus dem Klimawandel ergeben, auf allen Ebenen bewertet und umgesetzt werden. Siehe Governance-Struktur in der nichtfinanziellen Erklärung, Seite 77.

TCFD-EMPFEHLUNGEN UNSER ANSATZ

a) Beschreibung der Überwachung der klimabezogenen Risiken und Chancen durch Leitungs- / Kontroll- gremien

Das Group Executive Committee (GEC) hat die oberste Aufsicht über klimabezogene Themen und ist für die Überprüfung klimabezogener Risiken und Chancen sowie der Strategie, Maßnahmen und Ziele zuständig. Auf GEC-Ebene ist der Group Chief Sustainability Officer (CSO) als Mitglied des GEC für die Berichterstattung zu nachhaltigkeits- und klimabezogenen Themen für die TUI Group verantwortlich. Der CSO informiert das GEC monatlich über Nachhaltigkeitsthemen. Die Group Director Sustainability berichtet regelmäßig an den CSO.


INVESTOR RELATIONS

Wir haben unsere finanziellen Prioritäten im Rahmen unserer zukünftigen Kapitalallokation definiert. Unser Fokus bei der Umsetzung unserer Strategie liegt dabei weiterhin auf profitablem Wachstum sowie einer Verbesserung des Cash Flow, was unter anderem durch Optimierung des Working Capital und Disziplin bei Investitionen im Einklang mit unserer Asset-Right-Strategie erreicht werden soll. Dies dient auch der weiteren Stärkung der Bilanzstruktur, mit dem mittelfristigen Ziel, die Netto-Leverage-Ratio auf deutlich unter 1,0x zu senken und wieder ein Rating auf Vor-Pandemie-Niveau im Bereich BB / Ba zu erreichen. Auf dieser Basis schaffen wir Shareholder Value und die Voraussetzungen, um eine nachhaltige neue Dividendenpolitik zu definieren.

Das TUI Investor Relations-Team setzt auf einen offenen und kontinuierlichen Dialog mit Privataktionären, institutionellen Investoren, Equity- und Credit-Analysten sowie Kreditgebern. In einer Vielzahl von Gesprächen wurden die Konzernstrategie, die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Unternehmensbereichen, das starke operative Geschäft, die Finanzierungsmaßnahmen, das Wettbewerbsumfeld sowie die Auswirkungen der Inflation diskutiert. Die Gespräche im Geschäftsjahr 2024 konzentrierten sich dabei vorrangig auf folgende Themen:

  • Nachfrage nach Reisen, Kapazitätsentwicklung und Buchungen für die Sommer- und Wintersaison
  • Auswirkungen der Unruhen im Nahen Osten auf das Buchungsverhalten der Kunden
  • Wettbewerbsumfeld und Effekte der FTI-Insolvenz in Deutschland auf das operative Geschäft
  • Finanzierungsmaßnahmen: Platzierung einer Anleihe mit Nachhaltigkeitsbezug und einer Wandelanleihe sowie der Rückkauf von rund 80 % einer bestehenden Wandelschuldverschreibung und die weitere Reduzierung der nicht gezogenen KfW-Kreditlinie
  • Strategische Prioritäten: Wachstum durch Dynamic Packaging, der Verkauf von Nur-Unterkunft- und Nur-Flug-Angeboten sowie der Ausbau unseres Segments TUI Musement für Touren und Aktivitäten und die Erweiterung unseres Hotelportfolios sowie der Kreuzfahrt-Schiffsflotte durch Asset-Right-Finanzierungsstrukturen wie zum Beispiel Joint Ventures und Hotel-Managementverträge
  • Fortschritte bei der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie sowie der Initiativen zur Erreichung unserer SBTi *-Ziele bis 2030

Das Führungsteam der TUI suchte den Dialog mit den Investoren auf physischen und virtuellen Roadshows und Konferenzen in New York, London, Frankfurt am Main, Düsseldorf, München, Warschau, Zürich, Paris und Mailand. Daneben wurden Gespräche mit Investoren aus weiteren europäischen Finanzplätzen, aus Süd- und Nordamerika, Asien, Südafrika sowie Australien geführt. Das TUI Investor Relations-Team legt außerdem großen Wert auf den direkten Kontakt mit Privatanlegern. So präsentierten die IR-Mitarbeiter die TUI Group bei Veranstaltungen von Aktionärsvereinigungen und beantworteten hier Fragen dieser Zielgruppe. Darüber hinaus wendet sich die TUI mit einem umfassenden Informationsangebot auf ihrer Website an Analysten, Investoren sowie private Anleger und hat unter anderem alle Telefonkonferenzen zu den Finanzergebnissen live übertragen.

* Science-Based Targets initiative# ORGANISATORISCH IST DIES DAFÜR GEEIGNETSTE UND DIREKTESTE BERICHTSLINIE, UM KLIMABEZOGENE THEMEN AUF HÖCHSTER EBENE IM UNTERNEHMEN ANZUSPRECHEN. AUßerdem HAT DER VORSTAND AUCH DIE FINALE AUFSICHT ÜBER DIE NICHTFINANZIELLE KONZERNERKLÄRUNG, DIE DIE KLIMA-/UMWELT-STRATEGIE, DIE ORGANISATION, DAS MANAGEMENT, DIE KENN- ZAHLEN UND ZIELE UMFASST. UNTER BERÜCKSICHTIGUNG DER ZUR VERFÜGUNG GESTELLTEN RISIKOFOSMATIONEN BERÜCKSICHTIGT DER VORSTAND KLIMABEZOGENE FRAGEN BEI DER ÜBERPRÜFUNG UND STEUERUNG VON STRATEGIEN, WICHTIGEN AKTIONSPLÄNEN, RISIKOMANAGEMENTRICHTLINIEN, JAHRESBUDGETS UND GESCHÄFTSPLÄNEN SO WIE BEI DER FESTLEGUNG DER LEISTUNGSZIELE DER ORGANISATION, DER ÜBERWACHUNG DER UMSETZUNG UND LEISTUNG UND DER BEAUFSICHTIGUNG GRÖSSERER KAPITALAUSGABEN, ÜBERNAHMEN UND VERÄUẞERUNGEN. DAS HÖCHSTE KONTROLLGREMIUM IM BEREICH NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT IST DER AUFSICHTSRAT, DER DIE ARBEIT DES VORSTANDS ÜBERWACHT. * DIE INHALTE DIESES KAPITELS SIND UNGEPRÜFTE FREIWILLIGE ANGABEN.

INHALT

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
    • Strategie der TUI Group 27
    • Grundlagen der TUIGroup 34
    • Risikobericht 50
    • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54
    • Wirtschaftsbericht 76
    • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105
    • Jahresabschluss der TUIAG 108
    • Übernahmerechtliche Angaben 111
    • TUI Aktie 115
    • Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD (ungeprüft)
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG
  • GOVERNANCE
  • TCFD-EMPFEHLUNGEN
  • UNSER ANSATZ

b) Beschreibung der Rolle des Managements bei der Beurteilung und Steuerung klimabezogener Risiken und Chancen

Das GEC führt die Geschäfte der TUI strategisch, legt die strategische Ausrichtung des Konzerns und die langfristigen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung fest und verantwortet die Nachhaltigkeitsagenda des Konzerns. Ein international besetztes Team von erfahrenen Nachhaltigkeitsexperten arbeitet eng mit dem oberen Management zusammen, um sicherzustellen, dass die Schwerpunkte der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsaktivitäten der TUI aufeinan der abgestimmt sind. Die Group Director Sustainability leitet das Nachhaltigkeitsteam des Konzerns.

GOVERNANCE UND NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT

AUFSICHTSRAT
* Regelmäßige Updates durch den CSO

VORSTAND UND GROUP EXECUTIVE COMMITTEE
* Monatliche Updates durch den CSO

SUSTAINABILITY COUNCIL
* Abstimmung strategischer Entscheidungen und Prioritäten mit dem CEO und CSO

RISK OVERSIGHT COMMITTEE (ROC)
* Überprüft die Risiken und stellt sicher, dass alle Änderungen von Vorschriften und Gesetzen berücksichtigt werden.
* Regel mäßige Sitzungen mit der Risiko- abteilung des Konzerns.
* Jährliches Update für das ROC.

GROUP SUSTAINABILITY TEAM
* Entwickelt, implementiert und verankert die TUI Nachhaltigkeitsagenda mit Fokus auf die ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte der UN Sustainable Development Goals.


  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
    • Strategie der TUI Group 23
    • Grundlagen der TUIGroup 27
    • Risikobericht 34
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    • Wirtschaftsbericht 54
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    • Übernahmerechtliche Angaben 108
    • TUI Aktie 111
    • Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD (ungeprüft)
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG
  • GOVERNANCE
  • TCFD-EMPFEHLUNGEN
  • UNSER ANSATZ

Unser Konzern-Nachhaltigkeitsteam unter der Leitung der Group Sustainability Director ist für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda in der gesamten TUI und entlang der Lieferkette verantwortlich. Das GEC wird regelmäßig über den Stand der Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda und der Bewältigung anderer wichtiger Nachhaltigkeitsthemen informiert. Auch mit dem Group Risk Oversight Committee (GROC) finden regel- mäßige Sitzungen statt, um klima- und nachhaltigkeitsbezogene Risiken zu prüfen und Veränderungen im internen oder externen Umfeld zu be sprechen, die das Risiko des Unternehmens beeinflussen. Um das Management zur Realisierung klimabezogener Ziele zu motivieren, werden KPIs mit monetären Anreizen verknüpft. TUI betreibt ein diskre tionäres Bonusprogramm für das obere und mittlere Management, das konzipiert wurde, um Mitarbeitende gemäß den Finanzergebnissen und ihrem persönlichen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung unserer Strategie zu belohnen.


  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
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    • Strategie der TUI Group 23
    • Grundlagen der TUIGroup 27
    • Risikobericht 34
    • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 50
    • Wirtschaftsbericht 54
    • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 76
    • Jahresabschluss der TUIAG 105
    • Übernahmerechtliche Angaben 108
    • TUI Aktie 111
    • Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD (ungeprüft)
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG
  • STRATEGIE
  • TCFD-EMPFEHLUNGEN
  • UNSER ANSATZ

STRATEGIE

Der Klimawandel ist eine drängende globale Herausforderung, die eine strategische Reaktion erfordert. Er hat signifikante Aus- wirkungen auf die Tourismusbranche, in der TUI operiert. Mit dem Temperaturanstieg und dem Verlust der Artenvielfalt werden bestimmte Destinationen an Attraktivität einbüßen. Darüber hinaus sieht sich die Branche mit Auswirkungen allgemeinerer Art konfrontiert: mehr Stornierungen von Buchungen aufgrund von Extremwetterereignissen, ein erhöhtes Risiko klimabedingter Stranded Assets („gestrandeter Vermögenswerte“) sowie Änderungen der Politik und der Kundenpräferenzen. Zugleich gehen mit dem Klimawandel für TUI auch Chancen einher – neben einer Verlängerung der Reisesaison in Sommerdestinationen bietet er auch die Möglichkeit, neue und innovative Arten von Tourismus zu entwickeln, neue Regionen zu erschließen und Gäs te und andere Stakeholder in den Transformationsprozess im Unternehmen einzubinden.

Im Rahmen unseres strategischen und finanziellen Planungsprozesses haben wir verschiedene Branchen- und Makrotrends analysiert, um die erwartete Entwicklung der TUI Group und der Tourismusbranche insgesamt zu modellieren. Wir betrachten Nachhaltigkeit eindeutig als einen wichtigen Trend, der vor allem durch klimabedingte Markt- und Politikrisiken (zum Beispiel verändertes Kundenverhalten, emissionsabhängige Steuern und Gebühren sowie strengere Vorschriften für Flugzeuge und Kreuz- fahrtschiffe) getrieben wird. Im Geschäftsjahr2023 wurden die Emissionsreduktionsziele der TUI für 2030 von der SBTi bestätigt. Prioritäten und strategische Leitlinien der Nachhaltigkeitsagenda der TUI Group „People, Planet, Progress“ berück- sichtigen aktuelle Herausforderungen, globale Szenarien und regulatorische Entwicklungen wie den EU Green Deal. Diese Prioritäten sind in unsere mittelfristige Strategie- und Finanzplanung eingeflossen.

Um die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Fi nanzergebnisse und unser Geschäftsmodell besser einschätzen zu können, haben wir im Geschäftsjahr2023 eine quantitative und qualitative Klimarisikobeurteilung vorgenommen, deren Ergebnisse wir für immer noch gültig halten. Bei der Beurteilung der Klimarisiken wurden zwei Szenarien untersucht:

  • Ein Szenario mit hohen Emissionen zur Beurteilung der Auswirkungen signifikanter Änderungen des physischen Klimas, ba sierend auf dem Repräsentativen Konzentrationspfad 8.5 (IPCC RCP 8.5), des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klima- änderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) und dem Stated Policy Scenario der Internationalen Ener gie- agentur (International Energy Agency, IEA), das eine globale Erwärmung von etwa 4,3 °C bis 2100 unterstellt.
  • Ein Szenario mit niedrigen Emissionen zur Beurteilung der Auswirkungen signifikanter sozioökonomischer Veränderungen zur Erreichung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, das auf IPCC RCP 2.6 und dem Net Zero Scenario der IEA beruht. Dies entspricht einer Erderwärmung von etwa 1,5 °C bis 2100.

Diese Szenarien basieren auf einer Reihe von Annahmen in Bezug auf Änderungen der Häufigkeit und Intensität wetterbeding ter Ereignisse, das Wirtschaftswachstum, die technologische Entwicklung und die Entwicklung der Energie- und Kohlenstoffpreise. Die im Rahmen der verschiedenen Kombinationen von Szenarien und Zeithorizonten identifizierten Risiken und Chancen wur den zunächst qualitativ beurteilt, um die relevantesten klimabezogenen Risiken und Chancen für TUI zu identifizieren. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser qualitativen Analyse wurden anschließend verschiedene Risiken und Chancen einer detaillier- teren Analyse unterzogen, um ein besseres Verständnis der potenziellen finanziellen Auswirkungen zu erlangen.


  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
    • Strategie der TUI Group 23
    • Grundlagen der TUIGroup 27
    • Risikobericht 34
    • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 50
    • Wirtschaftsbericht 54
    • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 76
    • Jahresabschluss der TUIAG 105
    • Übernahmerechtliche Angaben 108
    • TUI Aktie 111
    • Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD (ungeprüft)
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG
  • STRATEGIE
  • TCFD-EMPFEHLUNGEN
  • UNSER ANSATZ

a) Beschreibung der identifizierten kurz-, mittel- und langfristigen klimabezogenen Risiken und Chancen

TUI hat die folgenden kurz-, mittel- und langfristigen klimabezogenen Risiken und Chancen ermittelt. Dabei definiert TUI „kurzfristig“ als den Zeit raum bis 2030 betreffend (ausgerichtet auf unsere wissenschaftsbasierten Ziele), „mittelfristig“ als den Zeitraum bis 2040 betreffend und „langfristig“ als den Zeitraum bis 2050 betreffend (den Zeitpunkt, bis zu dem wir Netto-Null-Emissionen in unserem gesamten Geschäftsbetrieb und in unserer Lieferkette erreichen wollen).# TCFD-Empfehlungen (ungeprüft)

Unser Ansatz

Klimabezogene Auswirkungen gliedern sich in zwei Kategorien:
* Übergang: sozioökonomische Folgen des Klimawandels im Zusammenhang mit dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, einschließlich politischer, rechtlicher, technologischer und marktbezogener Risiken
* Physisch: physische Auswirkungen des Klimawandels einschließlich ereignisgetriebener (akuter) Änderungen wie Stürme, Brände und Überschwemmungen und langfristiger (chronischer) Änderungen wie eines Temperaturanstiegs

Aufgrund der Art des Geschäftsmodells der TUI gelten die meisten der unten aufgeführten Risiken und Chancen für die Geschäftssegmente und Regionen der TUI. Geringe Unterschiede in ihrer Bedeutung für die einzelnen Segmente werden im Folgenden beschrieben. TUI hat eine qualitative Bewertung aller unten zusammengefassten klimabezogenen Risiken und Chancen vorgenommen. Darüber hinaus hat TUI für acht Risiken und Chancen eine quantitative Bewertung auf hohem Niveau durchgeführt. Diese Bewertung hat ergeben, dass die Risiken für die Finanzplanung unwesentlich sind, was durch eine Sensitivitätsanalyse bestätigt wurde. Weitere Informationen zu den Auswirkungen klimabezogener Risiken auf die Nutzungsdauern und die Bewertung von Vermögenswerten finden Sie im Anhang, Kapitel „Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen“, Seite 194 dieses Geschäftsberichts.

Beschreibung der Auswirkungen klimabezogener Risiken und Chancen auf Geschäft, Strategie und Finanzplanung

| TCFD-Risikoart | Beschreibung # Physische Risiken

Akut

Physische Schäden an Vermögenswerten und Betriebsstörungen aufgrund von Extremwetterereignissen

Instabile und extremere Wetterlagen in bestimmten Regionen könnten physische Auswirkungen auf unsere Vermögenswerte haben und höhere Kosten für Sachschäden und Betriebsstörungen verursachen, vor allem in unserem Segment Hotels & Resorts. Dies würde zu höheren Sachschadenversicherungsprämien und / oder Betriebsstörungen führen. Dieses Risiko dürfte vor allem langfristig eintreten, wenn sich die Auswirkungen des physischen Klimawandels weiter verstärken.

  • Dieses Risiko wird auf der Ebene der Vermögenswerte gesteuert.
  • Wir steuern es durch Versicherungen sowie unser breit aufgestelltes und regional verteiltes Portfolio von Hotels und Resorts, das das Risiko einer Wertminderung von Vermögenswerten diversifiziert.
  • Wir halten Pachtverträge mit relativ kurzen Laufzeiten, was uns Flexibilität bei Änderungen der Versicherbarkeit ermöglicht.

Extremwetterereignisse, die zu Störungen an Transport Hubs, Verspätungen und Ausfällen sowie steigenden Kosten führen

Extremwetterereignisse können zu Störungen des Betriebs an Flughäfen und Häfen, auf die TUI angewiesen ist, und zu Verspätungen und Annullierungen führen. Verspätungen oder Annullierungen verursachen voraussichtlich zusätzliche Kosten, einschließlich Kosten für Rückerstattungen, Rückführungsflüge und Hotelunterbringung. Dieses Risiko dürfte sich vor allem mittel- und langfristig realisieren, wenn sich die Auswirkungen des physischen Klimawandels verstärken.

  • Das Risiko einer Störung von Flughäfen wurde in der physischen Risikoanalyse als gering eingestuft. In solchen Fällen arbeitet TUI eng mit den Flughäfen zusammen und überwacht weiterhin das Risikoprofil ihrer wichtigsten Flughäfen.
  • Das Festmachen der Kreuzfahrtschiffe ist eine wirksame Gegenmaßnahme. Das Risiko wird durch die flexible Anpassung der Kreuzfahrtrouten weiter gemildert.

Inhalt

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 23
  • Strategie der TUI Group 27
  • Grundlagen der TUI Group 34
  • Risikobericht 50
  • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54
  • Wirtschaftsbericht 76
  • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105
  • Jahresabschluss der TUI AG 108
  • Übernahmerechtliche Angaben 111
  • TUI Aktie 115
  • Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD (ungeprüft)
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG
  • STRATEGIE
  • TCFD-EMPFEHLUNGEN
  • UNSER ANSATZ

TCFD-Risikoart

Beschreibung

Auswirkung: Chronisch Physische Schäden an Vermögenswerten und Betriebsstörungen aufgrund sich längerfristig wandelnder Klimaverhältnisse. Chronische physische Klimaveränderungen können Schäden an Vermögenswerten und Betriebsstörungen sowie höhere Betriebskosten verursachen, beispielsweise aufgrund höherer Kühllastanforderungen zum Ausgleich höherer Dauertemperaturen. Dieses Risiko dürfte vor allem langfristig eintreten, wenn sich die Auswirkungen des physischen Klimawandels verstärken.

  • Die Szenarioanalyse deutet auf eine höhere Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Extremwetterereignissen hin. Keiner der Standorte unserer Hotels & Resorts ist jedoch während des durch unsere Klimaszenarioanalyse erfassten Zeitraums durch einen Anstieg des Meeresspiegels gefährdet.
  • Dieses Risiko wird durch Versicherungsverträge und die von TUI Hotels & Resorts verfolgte Strategie für erneuerbare Energien gesteuert.

Auswirkung: Sich wandelnde Wetterverhältnisse, die die Eignung von Quellmärkten für den Tourismus verringern und / oder ihre Attraktivität steigern und so die touristische Nachfrage beeinflussen können. Es wird erwartet, dass sich der Klimawandel mittel- und langfristig auf die touristische Nachfrage auswirken wird, da das Wetter ein entscheidender Faktor für die Wahl des Reiseziels ist. In Europa wird erwartet, dass die südlichen Regionen mit einem Nachfragerückgang konfrontiert sein könnten, da das Wetter für den Tourismus, insbesondere in Szenarien mit stärkerer Erwärmung, weniger geeignet sein könnte. Andererseits können die nordeuropäischen Regionen voraussichtlich von den veränderten Wetterbedingungen profitieren.

  • Klimabezogene Faktoren werden beim Ausbau des Segments Hotels & Resorts berücksichtigt.

Inhalt

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 23
  • Strategie der TUI Group 27
  • Grundlagen der TUI Group 34
  • Risikobericht 50
  • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54
  • Wirtschaftsbericht 76
  • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105
  • Jahresabschluss der TUI AG 108
  • Übernahmerechtliche Angaben 111
  • TUI Aktie 115
  • Angaben gemäß Empfehlungen der TCFD (ungeprüft)
  • CORPORATE GOVERNANCE
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  • STRATEGIE
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CHANCEN

Als kurz- bis mittelfristige Chancen haben wir effizientere Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe sowie die Umstellung auf erneuerbare Energien im Segment Hotels & Resorts zur Senkung der Betriebskosten identifiziert. Darüber hinaus sehen wir die Chance, durch das Angebot emissionsärmerer Flugreisen, Kreuzfahrten und Hotelaufenthalte unsere Wettbewerbsposition zu stärken. Den Umstieg auf alternative Verkehrsmittel einschließlich Hochgeschwindigkeitszüge betrachten wir als weitere Chance für unser Geschäft. Wir betreiben Chancenmanagement, um diese Chancen zu analysieren und zu heben. Wir haben die Sommersaison für ausgewählte Destinationen in der Türkei und in Griechenland verlängert, was von unseren Gästen gut angenommen wurde. Langfristig erwarten wir, häufiger und in einer zunehmenden Zahl von Destinationen solche Verlängerungen vorzunehmen, da sich die Gästepräferenzen von der Hochsaison, in der Hitzewellen drohen können, auf die Nebensaison verlagern, in der das Wetter noch immer sehr günstig für Reisen ist. Unser Geschäftsmodell ist zudem so flexibel, dass wir bei sich wandelnden Wetterbedingungen neue Reiseziele anbieten können, beispielsweise mehr Ziele rund um die Ostsee. Wir werden diese Trends weiterhin beobachten und sie in unsere strategische und operative Planung einbeziehen.

c) Beschreibung der Resilienz der Strategie gegenüber verschiedenen Klimaszenarien, unter anderem mit einem Szenario mit einem Temperaturanstieg von 2 °C oder weniger

Im Geschäftsjahr 2023 führte TUI eine qualitative und quantitative Klimaszenarioanalyse durch, um ein besseres Verständnis der potenziellen Auswirkungen des Klimawandels auf ihr Geschäft zu erlangen und ihre Strategie und Finanzplanung auf den Prüfstand zu stellen, um die Resilienz zu steigern. Die Ergebnisse dieser Analyse halten wir für immer noch gültig. Dabei wurden kurz-, mittel- und langfristige klimabezogene Risiken und Chancen ermittelt. Dabei definiert TUI „kurzfristig“ als den Zeitraum bis 2030 betreffend (ausgerichtet auf unsere wissenschaftsbasierten Ziele), „mittelfristig“ als den Zeitraum bis 2040 betreffend und „langfristig“ als den Zeitraum bis 2050 betreffend (den Zeitpunkt, bis zu dem wir Netto-Null-Emissionen in unserem gesamten Geschäftsbetrieb und in unserer Lieferkette erreichen wollen). Dieser Bewertung liegen eine Reihe von Annahmen zugrunde, die sich zum Beispiel auf Veränderungen der Intensität und Häufigkeit wetterbezogener Ereignisse, die technologische Entwicklung, die Entwicklung der Energie- und Kohlenstoffpreise und die Entwicklung des Wissens über die globale Erwärmung beziehen.

Bei der Beurteilung der Klimarisiken wurden zwei Szenarien untersucht:

  • Ein Szenario mit hohen Emissionen zur Beurteilung der Auswirkungen signifikanter Änderungen des physischen Klimas, basierend auf dem Repräsentativen Konzentrationspfad 8.5 (IPCC RCP 8.5), des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) und dem Stated Policy Scenario der Internationalen Energieagentur (International Energy Agency, IEA), das eine globale Erwärmung von etwa 4,3 °C bis 2100 unterstellt.
  • Ein Szenario mit niedrigen Emissionen zur Beurteilung der Auswirkungen signifikanter sozioökonomischer Veränderungen zur Erreichung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, das auf IPCC RCP 2.6 und dem Net-Zero-Szenario der IEA beruht. Dies entspricht einer globalen Erwärmung von etwa 1,5 °C bis 2100.
  • Für die TUI Group könnten beide Emissionsszenarien unterschiedliche Konsequenzen haben. In einem Szenario mit niedrigen Emissionen könnten strengere Emissions- und Treibstoffeffizienzziele die Betriebskosten erhöhen, während Vermögenswerte, die auf nicht nachhaltigen Praktiken basieren, an Wert verlieren könnten. Andererseits könnte die TUI von einem positiven Image profitieren, da umweltbewusste Reisende Unternehmen bevorzugen, die sich für Nachhaltigkeit engagieren. In einem Szenario mit hohen Emissionen könnten physische Risiken durch extreme Wetterereignisse und Naturkatastrophen die touristischen Destinationen der TUI beeinträchtigen. Steigende Betriebskosten aufgrund verschärfter Umweltauflagen könnten die Rentabilität beeinträchtigen.

Inhalt

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 23
  • Strategie der TUI Group 27
  • Grundlagen der TUI Group 34
  • Risikobericht 50
  • Gesamtaussage des Vorstands und Prognosebericht 54
  • Wirtschaftsbericht 76
  • Nichtfinanzielle Konzernerklärung der TUI Group 105
  • Jahresabschluss der TUI AG 108
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  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG
  • STRATEGIE
  • TCFD-EMPFEHLUNGEN
  • UNSER ANSATZ

Maßnahmen zur Stärkung und engeren Abstimmung von Risikomanagement und strategischer Planung wurden identifiziert und diskutiert. TUI ist der Science Based Targets initiative (SBTi) beigetreten und hat sich verpflichtet, bis 2030 Emissionsreduktionen umzusetzen.# TCFD-Empfehlungen

Unser Ansatz

a) Beschreibung der Prozesse der Organisation zur Identifizierung und Beurteilung klimabezogener Risiken

Unsere Ziele sind:
* Reduzierung der CO2-Emissionen pro verkauftem Passagierkilometer bei unserer Airline um 24 % bis 2030
* Reduzierung der absoluten CO2-Emissionen von Kreuzfahrten um 27,5 % bis 2030
* Reduzierung der absoluten CO2-Emissionen von TUI Hotels & Resorts um 46,2 % bis 2030

Darüber hinaus verfolgt TUI das Ziel, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Die Reduzierung der Emissionen wird durch Investitionen in neue Technologien und den Einsatz von emissionsärmeren Treibstoffen erreicht.

Die Ergebnisse der Szenarioanalyse bestätigen die Eignung der oben beschriebenen strategischen Initiativen und Reduktionspfade des Konzerns für eine Minimierung der jeweiligen Risiken und Erschließung von Chancen. Uns ist bewusst, dass die Herleitung der Szenarioanalyse auf einer Reihe von oben beschriebenen Annahmen fußt und die Unsicherheiten der Folgen und der Wahrscheinlichkeit bestimmter Auswirkungen mittel- bis langfristig zunehmen.

TUI hat eine qualitative Bewertung aller unten zusammengefassten klimabedingten Risiken und Chancen vorgenommen. Darüber hinaus hat TUI für acht Risiken und Chancen eine quantitative Bewertung auf hohem Niveau durchgeführt. Diese Bewertung hat ergeben, dass die Risiken für die Finanzplanung unbedeutend sind, was durch eine Sensitivitätsanalyse bestätigt wurde.

Eine zentrale Annahme betrifft die Frage, inwieweit die Kosten für emissionsarme Kraftstoffe und Emissionszertifikate an die Kunden weitergegeben werden können. Weitere Informationen zu den Auswirkungen klimabezogener Risiken auf die Nutzungsdauer und Bewertung von Vermögenswerten finden sich im Anhang, Kapitel „Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen“, Seite 194 dieses Geschäftsberichts.

TUI verfügt über einen systematischen Prozess zur Identifizierung, Beurteilung und Steuerung von Risiken im gesamten Unternehmen. Dazu werden Prozesse und Strukturen herangezogen, die ausführlicher ab Seite 34 im Risikobericht beschrieben werden.

TUI berücksichtigt ständig bestehende und neu entstehende regulatorische Anforderungen im Risikomanagementprozess. Die Prozesse und Strukturen zur Identifizierung, Beurteilung und Steuerung klimabezogener Risiken im gesamten Unternehmen werden im Risikobericht beschrieben. Sie gelten für alle Arten beurteilter Risiken im gesamten Unternehmen, einschließlich klimabezogener Risiken. Entscheidungen werden getroffen, um Risiken auf der Grundlage ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und einer Risikofolgenabschätzung im Lichte der festgelegten Risikotoleranz zu reduzieren, zu transferieren, zu akzeptieren oder zu steuern. Durch die Einbeziehung der Fachteams priorisiert TUI die Risiken nach ihrer eingeschätzten Größe und Bedeutung. Weitere Informationen über das relative Ausmaß und die Bedeutung im Vergleich zu anderen Risiken sind der Übersicht auf Seite 38 im Risikobericht zu entnehmen.

b) Beschreibung der Prozesse der Organisation zur Steuerung klimabezogener Risiken

Im Rahmen des integrierten Ansatzes der TUI arbeiten die wichtigsten Geschäftsbereiche und die für Klimarisiken zuständigen Risikoverantwortlichen bei der Steuerung klimabezogener Risiken und Chancen zusammen. Daneben koordinieren Spezialisten des Group Sustainability-Teams klimarelevante Aktivitäten. Damit unterstützen und ermöglichen sie die Steuerung klimabezogener Risiken und Chancen im Konzern. Bei Bedarf befasst sich das GEC mit klimarelevanten Themen auf Vorstandsebene.

c) Beschreibung der Integration der Prozesse zur Identifizierung, Beurteilung und Steuerung klimabezogener Risiken in das allgemeine Risikomanagement der Organisation

Unser systematischer Risikomanagementprozess hat Nachhaltigkeitsrisiken einschließlich klimabezogener Risiken identifiziert. Die bestehenden Risikokategorien und Definitionen unseres Risikomanagement-Rahmenwerks werden verwendet, um die Klimarisiken zu beurteilen und sie in unser ERM-System zu integrieren. Weitere Angaben zum Risikomanagementprozess finden sich ab Seite 34 im Risikobericht.

Während die Auswirkungen einiger Risiken mittel- bis langfristig eintreten werden, ist unser Konzern-Risikomanagementsystem auf einen kurz- bis mittelfristigen Risikohorizont ausgerichtet. So deckt es die maximale wirtschaftliche Lebensdauer einer Investition ab.

Die Klimawandel-Risikobeurteilung hat auch Risiken und Chancen aufgezeigt, deren Auswirkungen sich über den Zeithorizont des Risikomanagements hinaus erstrecken. Dennoch werden alle wesentlichen klimabezogenen Risiken und Chancen, die sich aus dieser Beurteilung ergeben, durch den Risikomanagementprozess des Konzerns abgedeckt und gesteuert. Sofern die Auswirkungen der bei der Beurteilung ermittelten Risiken oder Chancen in ferner Zukunft liegen, werden sie kontinuierlich überwacht. Eine frühzeitige Identifizierung ist aus unserer Sicht auch sinnvoll, um sicherzustellen, dass Risiken effektiv gemanagt und Chancen genutzt werden.

Kennzahlen und Ziele

a) Von TUI verwendete Kennzahlen zur Beurteilung klimabezogener Risiken und Chancen im Einklang mit ihrer Strategie und ihrem Risikomanagementprozess

Der Klimawandel ist eine drängende globale Herausforderung. Es besteht dringender Handlungsbedarf, und jeder ist aufgerufen, zum Übergang in eine kohlenstoffarme Wirtschaft beizutragen. Als globaler Touristikkonzern führt unser Geschäftsmodell inhärent zu signifikanten Treibhausgasemissionen. Im Einklang mit unserer Reduktionsstrategie sind niedrige Emissionen der Eckpfeiler für unseren Weg. Dies spiegelt sich auch in unseren derzeit verwendeten Kennzahlen zur Bewertung klimabezogener Risiken und Chancen wider. TUI arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung ihrer Messgrößen und Ziele, um eine effektive Steuerung der wichtigsten klimabezogenen Risiken und Chancen zu gewährleisten. Nach dem Einsatz von SAF in größerem Umfang werden wir unsere Kennzahlen weiterentwickeln, um die Auswirkungen auf die CO2-Emissionen zu berücksichtigen.

Emissionen der Flugzeuge, Kreuzfahrtschiffe und Hotels der TUI Group machen 99 % der eigenen Emissionen des Konzerns aus. Innerhalb unseres Asset-Portfolios machen unsere Flugzeugemissionen etwa 75 % der gesamten Kohlendioxid(CO2)-Emissionen des Konzerns aus. Wir arbeiten daran, den ökologischen Fußabdruck beim Reisen zu verkleinern und Umweltstandards in der Branche zu erhöhen. Zur Messung und Steuerung klimabezogener Risiken und im Einklang mit unserem strategischen Ziel, bis zum Jahr 2050 in allen Betrieben und in unserer Lieferkette Netto-Null-Emissionen zu erreichen, überwachen wir unsere absoluten CO2-Emissionen, den (spezifischen) Treibstoffverbrauch und die spezifischen CO2-Emissionen. Im Zuge der breiteren Nutzung von SAF werden wir unsere Kennzahlen gemäß den Auswirkungen auf die CO2-Emissionen weiterentwickeln.

TUI verfügt derzeit nicht über einen internen Mechanismus zur Bepreisung von Kohlenstoff. Aus obigen Gründen sind CO2-Emissionen unsere wichtigste Kennzahl zur Beurteilung klimabezogener Risiken und Chancen.

b) Scope-1-, Scope-2- und Scope-3- Treibhausgasemissionen und damit verbundene Risiken

Für die Darstellung der Kennzahlen verweisen wir auf die nichtfinanzielle Konzernerklärung auf Seite 76.

c) Von TUI zur Steuerung klima- bezogener Risiken und Chancen verwendete Ziele und ihre Leistungen in Relation zu den Zielen

Nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist für die TUI Group ein wesentliches Grundprinzip der Unternehmensführung und ein Eckpfeiler unserer Strategie zur kontinuierlichen Steigerung des Unternehmenswerts. Gemeinsam mit unseren zahlreichen Partnern weltweit engagieren wir uns aktiv für eine nachhaltige Entwicklung der Tourismusindustrie. Schon heute betreiben wir einige der CO2-effizientesten Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe. Wir wollen bei der Erreichung von Netto-Null-Emissionen branchenführend sein und streben die Erreichung dieses Ziels für alle Betriebe und unsere Lieferkette bis spätestens 2050 an.

TUI ist der Science Based Targets initiative (SBTi) beigetreten und hat sich verpflichtet, bis 2030 die Emissionen der Flugzeuge, Kreuzfahrtschiffe und Hotels auf Basis der neuesten klimawissenschaftlichen Erkenntnisse zu reduzieren. Unsere Reduktionsziele wurden jetzt von der unabhängigen Organisation überprüft und validiert. Sie hat bestätigt, dass unsere Ziele den neuesten klimawissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen.# TUI Group

Unsere Intensitätsziele und absoluten Ziele sind:
* Reduzierung der CO 2 e-Emissionen pro Passagierkilometer unserer Airline um 24 % bis 2030 1, 3
* Reduzierung der absoluten CO 2 e-Emissionen unserer Kreuzfahrtgesellschaften um 27,5 % bis 2030 1, 3
* Reduzierung der absoluten CO 2 e-Emissionen unserer eigenen Häuser im Segment TUI Hotels & Resorts um 46,2 % bis 2030 2, 3

1 Basisjahr 2019. Zielniveau: deutlich unter 2 °C. CO 2 e = CO 2 -Äquivalente. Diese berücksichtigen neben Kohlendioxid (CO 2 ) die weiteren fünf klimawirksamen Treibhausgase laut Kyoto-Protokoll: Methan (CH 4 ), Distickstoffoxid (N 2 O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFCs) und Schwefelhexafluorid (SF 6 ). Die Verpflichtungen der TUI Group zur Erreichung wissenschaftsbasierter Ziele beinhalten auch die Well-to-Wake-Emissionen für unsere Flug- und Kreuzfahrtaktivitäten (Emissionen aus Flug- und Schiffskraftstoffen, Scope 1 und Scope 3, Kategorie 3).
2 Die in der nichtfinanziellen Konzernerklärung für das GJ 2023 veröffentlichten Zahlen zu den Treibhausgasemissionen von Fluggesellschaften, Kreuzfahrtschiffen und Hotels entsprechen nicht dem Umfang, den Grenzen oder der Berichterstattungsmethodik unserer wissenschaftlich fundierten Ziele. Daher sollten aus den Zahlen dieser oder früherer nichtfinanzieller Erklärungen keine Rückschlüsse auf den Fortschritt bei der Erreichung der SBTs gezogen werden.
3 Basisjahr 2019. Zielniveau: 1,5 °C. Für unsere Hotels umfasst die SBTi-Verpflichtung die Emissionen aus allen Energiequellen plus Gase aus Kältemitteln ( Scope 1 und 2).

INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

3 CORPORATE GOVERNANCE

  • 130 Aufsichtsrat und Vorstand
  • 134 Corporate-Governance-Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung (Teil des zusammengefassten Konzernlageberichts)
  • 148 Vergütungsbericht

INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE 130 Aufsichtsrat und Vorstand 134 Corporate-Governance- Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung 148 Vergütungsbericht KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Aufsichtsrat der TUIAG

| Name | Funktion / Beruf | Ort | Erstbestellung | Bestellt bis Ende HV | Weitere Mandate | Anzahl TUIAG Aktien |
| :--- | :---
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Unsere Intensitätsziele und absoluten Ziele sind:
* Reduzierung der CO 2 e-Emissionen pro Passagierkilometer unserer Airline um 24 % bis 2030 1, 3
* Reduzierung der absoluten CO 2 e-Emissionen unserer Kreuzfahrtgesellschaften um 27,5 % bis 2030 1, 3
* Reduzierung der absoluten CO 2 e-Emissionen unserer eigenen Häuser im Segment TUI Hotels & Resorts um 46,2 % bis 2030 2, 3

1 Basisjahr 2019. Zielniveau: deutlich unter 2 °C. CO 2 e = CO 2 -Äquivalente. Diese berücksichtigen neben Kohlendioxid (CO 2 ) die weiteren fünf klimawirksamen Treibhausgase laut Kyoto-Protokoll: Methan (CH 4 ), Distickstoffoxid (N 2 O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFCs) und Schwefelhexafluorid (SF 6 ). Die Verpflichtungen der TUI Group zur Erreichung wissenschaftsbasierter Ziele beinhalten auch die Well-to-Wake- Emissionen für unsere Flug- und Kreuzfahrtaktivitäten (Emissionen aus Flug- und Schiffskraftstoffen, Scope 1 und Scope 3, Kategorie 3).
2 Die in der nichtfinanziellen Konzernerklärung für das GJ 2023 veröffentlichten Zahlen zu den Treibhausgasemissionen von Fluggesellschaften, Kreuzfahrtschiffen und Hotels entsprechen nicht dem Umfang, den Grenzen oder der Berichterstattungsmethodik unserer wissenschaftlich fundierten Ziele. Daher sollten aus den Zahlen dieser oder früherer nichtfinanzieller Erklärungen keine Rückschlüsse auf den Fortschritt bei der Erreichung der SBTs gezogen werden.
3 Basisjahr 2019. Zielniveau: 1,5 °C. Für unsere Hotels umfasst die SBTi-Verpflichtung die Emissionen aus allen Energiequellen plus Gase aus Kältemitteln ( Scope 1 und 2).

INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

3 CORPORATE GOVERNANCE

  • 130 Aufsichtsrat und Vorstand
  • 134 Corporate-Governance-Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung (Teil des zusammengefassten Konzernlageberichts)
  • 148 Vergütungsbericht

INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE 130 Aufsichtsrat und Vorstand 134 Corporate-Governance- Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung 148 Vergütungsbericht KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

Aufsichtsrat der TUIAG

| Name | Funktion / Beruf | Ort | Erstbestellung | Bestellt bis Ende HV | Weitere Mandate The content you provided is a portion of a 1.44mb PDF file. I am unable to provide the content in the requested Markdown format.# CORPORATE GOVERNANCE

Aufsichtsrat und Vorstand

In diesem Zusammenhang wurde die Notierung der TUI AG als ausländisches Unternehmen mit einem Premium-Listing an der London Stock Exchange zum 21. Juni 2024 beendet. Infolgedessen ist die Verpflichtung des Unternehmens, über die Einhaltung des UK Corporate Governance Code (UK CGC) für das Geschäftsjahr 2024 zu berichten, entfallen. Bis zur Beendigung des Listings an der London Stock Exchange hatte die TUI AG dem UK CGC in praktikablem Umfang entsprochen. Informationen zur Einhaltung des UK CGC in vergangenen Jahren sind den entsprechenden Geschäftsberichten des Unternehmens zu entnehmen und veröffentlicht unter https://www.tuigroup.com/de-de/investoren/corporate-governance/UK-Corporate-Governance-Erklaerung.

Angaben zur Corporate Governance

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Die TUI AG ist eine Gesellschaft deutschen Rechts. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das dualistische Führungssystem. Dieses weist dem Vorstand die Leitung des Unternehmens und dem Aufsichtsrat die Kontrolle der Geschäftsführung zu. Vorstand und Aufsichtsrat der TUI AG arbeiten eng und vertrauensvoll zusammen, wobei die Gremien sowohl hinsichtlich der Mitgliedschaft als auch in ihren Kompetenzen streng voneinander getrennt sind. Beide Organe sind verpflichtet, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen.

Vergütungsbericht / Vergütungssystem

Die Veröffentlichung des Vergütungsberichts und des Vermerks des Abschlussprüfers gemäß § 162 AktG, des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands gemäß § 87a Abs. 1 und 2 Satz 1 AktG sowie des Beschlusses der Hauptversammlung gemäß § 113 Abs. 3 AktG über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats erfolgt auf den Seiten 148 und 277 sowie unter https://www.tuigroup.com/damfiles/default/tuigroup-15/de/investoren/7_HV/2021/HV/TUI-AGM-2021---DE-Einladung-FINAL.pdf-79f59166a5d1eac971e976784a3d8e06.pdf und https://www.tuigroup.com/damfiles/default/tuigroup-15/de/investoren/7_HV/2024/HV-2024---Einladungsbrosch-uuml-re---DE.pdf-7637c703f38f3b3ad47af83be8653f0f.pdf.

  • Teil des zusammengefassten Konzernlageberichts

134 INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE 130 Aufsichtsrat und Vorstand 134 Corporate-Governance-Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung 148 Vergütungsbericht KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Vorstand

Der Vorstand der TUI AG bestand zum Bilanzstichtag 30. September 2024 aus fünf Mitgliedern. Er führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung im Interesse des Unternehmens. Die Arbeit des Vorstands erfolgt auf Grundlage des Aktiengesetzes, der Satzung, der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Alle Mitglieder des Vorstands tragen die Verantwortung der Geschäftsführung gemeinsam. Darüber hinaus führt jedes Mitglied des Vorstands das ihm übertragene Ressort in eigener Zuständigkeit. Die Zuständigkeitsressorts der Vorstandsmitglieder sind in einer gesonderten Übersicht angegeben. Aktuelle Lebensläufe aller Vorstandsmitglieder sind veröffentlicht unter www.tuigroup.com/de-de/investoren/corporate-governance/management. Weitere Angaben zur Zusammensetzung des Vorstands sowie zu den Zuständigkeitsressorts der Vorstandsmitglieder sind der Seite 132 zu entnehmen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der TUI AG bestand zum Bilanzstichtag 30. September 2024 nach Gesetz und Satzung aus 20 Mitgliedern. Die TUI AG unterliegt den Gesetzen über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer (MitbestG). Der Aufsichtsrat setzt sich daher zu gleichen Teilen aus Vertretern der Anteilseigner und Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Vertreter der Arbeitnehmer im Sinne des MitbestG sind auch ein leitender Angestellter (§ 5 Abs. 3 Betriebsverfassungsgesetz) sowie drei Vertreter der Gewerkschaft. In seiner Funktion als Kontrollorgan hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 entsprechend den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben kontinuierlich beraten und überwacht. Der Aufsichtsrat ist in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge – wie die Festlegung der Jahresplanung, größere Akquisitionen und Desinvestitionen – beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Für ihre Arbeit haben sich der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss eine Geschäftsordnung gegeben. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats ist auf der Website des Unternehmens verfügbar. Der Aufsichtsrat verfügte im Berichtsjahr über vier Ausschüsse. Ihre Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Arbeitsprozesse stimmen mit den Anforderungen des Aktiengesetzes sowie des DCGK überein. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erstatten dem Aufsichtsrat regelmäßig Bericht über die Tätigkeit der Ausschüsse.

Geschlechterquote und Durchschnittsalter der Vorstandsmitglieder der TUI AG (30.9.2024)

% Absolute Zahl in Klammern
männlich 80 (4)
weiblich 20 (1)
Gesamtzahl der Vorstandsmitglieder: 5
Durchschnittliches Alter der Vorstandsmitglieder 51,20 Jahre

Geschlechterquote und Durchschnittsalter der Aufsichtsratsmitglieder der TUI AG (30.9.2024)

% Absolute Zahl in Klammern
männlich 55 (11)
weiblich 45 (9)
Gesamtzahl der Aufsichtsratsmitglieder: 20
Durchschnittliches Alter der Aufsichtsratsmitglieder 54,35 Jahre

135 INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE 130 Aufsichtsrat und Vorstand 134 Corporate-Governance-Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung 148 Vergütungsbericht KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Im Übrigen wird auf weitere Angaben im Bericht des Aufsichtsrats auf Seite 11 verwiesen. Aktuelle Lebensläufe aller Aufsichtsratsmitglieder sind auf folgender Website veröffentlicht: www.tuigroup.com/de-de/investoren/corporate-governance/management.

Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung

Die TUI AG hat für alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen, wobei diese für Vorstandsmitglieder einen Selbstbehalt entsprechend den gesetzlichen Vorgaben aus dem deutschen Aktiengesetz vorsieht. Der Selbstbehalt beträgt 10 % des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung.

Kompetenzprofil des Aufsichtsrats

Entsprechend Empfehlung C.1 des DCGK hat der Aufsichtsrat ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet sowie Ziele für seine Zusammensetzung benannt. Der aktuelle Stand der Umsetzung des Kompetenzprofils ist der Qualifikationsmatrix zu entnehmen. Das aktuelle Kompetenzprofil des Aufsichtsrats ist veröffentlicht unter https://www.tuigroup.com/damfiles/default/tuigroup-15/de/ueber-uns/management/Kompetenzprofil/Kompetenzprofil_V03-13-12-2022_DE-FINAL.pdf-a091788ff-d20075c315a06c5bd0cf80f.pdf.

Die Qualifikationsmatrix des Aufsichtsrats

Die folgende individualisierte Qualifikationsmatrix basiert auf den Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Die dargestellten Kompetenzen beruhen auf einer Selbsteinschätzung der Aufsichtsratsmitglieder. Eine Kompetenz liegt vor, wenn zumindest Grundkenntnisse vorhanden sind und damit die Fähigkeit, auf Basis bereits vorhandener Qualifikationen, der im Rahmen der Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen, oder der von sämtlichen Aufsichtsratsmitgliedern regelmäßig wahrgenommenen Fortbildungsmaßnahmen die einschlägigen Sachverhalte gut nachvollziehen und informierte Entscheidungen treffen zu können.

Dauer der Mitgliedschaft der Aufsichtsratsmitglieder der TUI AG (30.9.2024)

Dauer der Mitgliedschaft Anzahl der Mitglieder Anzahl der Vertreter im Aufsichtsrat der TUI AG
Länger als 12 Jahre 2
9 – 12 Jahre 1
5 – 8 Jahre 3
0 – 4 Jahre 4
ARBEITNEHMER-VERTRETER 10 Mitglieder*
ANTEILSEIGNER-VERTRETER 10 Mitglieder*

136 INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE 130 Aufsichtsrat und Vorstand 134 Corporate-Governance-Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung 148 Vergütungsbericht KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Individualisierte Qualifikationsmatrix des Aufsichtsrats der TUI AG (Stand 30.9.2024)

Dr. Dieter Zetsche Frank Jakobi Ingrid-Helen Arnold Sonja Austermühle Christian Baier Andreas Barczewski Peter Bremme Dr. Jutta Dönges Prof. Dr. Edgar Ernst Wolfgang Flintermann
Zugehörigkeit Erstbestellung 2018 2007 2020 2022 2022 2006 2014 2021 2011 2016
Aktuelle Bestellung bis 2027 2026 2028 2026 2027 2026 2026 2025 2025 2026
Zugehörigkeitsdauer (in Jahren, per 30.9.2024) 6 17 4 2 2 18 10 3 13 8
Position VS Stellv. VS AEV ANV AEV ANV ANV AEV AEV ANV
Ausschusszugehörigkeit
Präsidium ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja
Prüfungsausschuss ja ja ja ja ja ja ja ja
Nominierungsausschuss ja ja ja
Diversität
Geschlecht m m w w m m m w m m
Geburtsdatum 5.5.1953 18.2.1962 5.10.1968 27.2.1978 6.11.1976 15.8.1967 15.3.1960 9.5.1973 10.1.1952 4.12.1969
Alter (per 30.9.2024) 71 62 55 46 47 57 64 51 72 54
Nationalität Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch
Internationale Erfahrung ja nein ja nein ja ja ja ja ja ja
Persönliche Eignung
Unabhängigkeit ja N / A ja N / A ja N / A N / A ja ja N / A
Kein Overboarding ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja
Integrität, Leistungsbereitschaft, Engagement ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja
Fachliche Eignung
1. Touristik
2. Strategie, Innovation
3. IT, Digitalisierung
4. Rechnungslegung
5. Abschlussprüfung
6. Nachhaltigkeitsberichterstattung
7. Kapitalmarkt
8. Risikomanagement
9. Internes Kontrollsystem
10. Compliance
11. Personalwesen
12.

1 Im Sinne des DCGK, basierend auf der Einschätzung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat der TUI AG
2 Im Sinne der Empfehlung C.4 und C.5 des DCGK

Zweiter Tabellenteil auf Folgeseite

INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

Aufsichtsrat und Vorstand

Corporate-Governance- Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung

Vergütungsbericht

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Individualisierte Qualifikationsmatrix des Aufsichtsrats der TUI AG (Stand 30.9.2024)
María Garaña Corces Stefan Heinemann Janina Kugel Coline McConville Helena Murano Mark Muratovic Anette Strempel Joan Trían Riu Tanja Viehl
Zugehörigkeit
Erstbestellung 2020 2020 2021 2014 2022 2021 2009 2019 2021
Aktuelle Bestellung bis 2028 2026 2025 2028 2027 2026 2026 2028 2026
Zugehörigkeitsdauer (in Jahren, per 30.9.2024) 4 4 3 9 2 3 15 5 3
Position AEV ANV AEV AEV AEV ANV ANV AEV ANV
Ausschusszugehörigkeit: Präsidium ja
Prüfungsausschuss ja ja ja
Nominierungsausschuss ja ja ja ja ja
Diversität
Geschlecht w m w w w m w m w
Geburtsdatum 4.3.1970 14.4.1979 12.1.1970 21.7.1964 12.7.1966 29.6.1973 28.11.1966 10.7.1983 24.3.1986
Alter (per 30.9.2024) 54 45 54 60 58 51 57 41 38
Nationalität Spanisch Deutsch Deutsch Australisch Spanisch Deutsch Deutsch Spanisch Deutsch
Internationale Erfahrung ja ja ja ja ja ja nein ja ja
Persönliche Eignung
Unabhängigkeit¹ ja N / A ja ja ja N / A N / A nein N / A
Kein Overboarding² ja ja ja ja ja ja ja ja ja
Integrität, Leistungsbereitschaft, Engagement ja ja ja ja ja ja ja ja ja
Fachliche Eignung
1. Touristik
2. Strategie, Innovation
3. IT, Digitalisierung
4. Rechnungslegung
5. Abschlussprüfung
6. Nachhaltigkeitsberichterstattung
7. Kapitalmarkt
8. Risikomanagement
9. Internes Kontrollsystem
10. Compliance
11. Personalwesen
12. Nachhaltigkeit, Corporate Governance

1 Im Sinne des DCGK, basierend auf der Einschätzung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat der TUI AG
2 Im Sinne der Empfehlung C.4 und C.5 des DCGK

Erster Tabellenteil auf vorheriger Seite

INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

Aufsichtsrat und Vorstand

Corporate-Governance- Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung

Vergütungsbericht

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

UNABHÄNGIGKEIT DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER

Zum Bilanzstichtag gehören dem Aufsichtsrat auf Anteilseignerseite nach deren Einschätzung neun unabhängige Mitglieder an. Die Namen dieser Mitglieder sind in der Qualifikationsmatrix aufgeführt. Bei seiner Einschätzung hat der Aufsichtsrat insbesondere die nachfolgend genannten Gesichtspunkte berücksichtigt:

Prof. Dr. Ernst ist seit dem 9. Februar 2011 Mitglied des Aufsichtsrats der TUI AG. Nach dem DCGK liegt ein Indikator für fehlende Unabhängigkeit vom Vorstand und von der Gesellschaft vor, wenn ein Mitglied dem Aufsichtsrat seit mehr als zwölf Jahren angehört. Die Anteilseignerseite im Aufsichtsrat hat sich vor diesem Hintergrund eingehend damit befasst, wie sie die Unabhängigkeit von Prof. Dr. Ernst einschätzt. Insbesondere vor dem Hintergrund des beruflichen Werdegangs ist die Anteilseignerseite zu der Auffassung gelangt, dass Prof. Dr. Ernst auch unter Berücksichtigung seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat der TUI AG von derzeit etwas mehr als dreizehn Jahren nach wie vor die notwendige kritische Distanz zum Vorstand und zur Gesellschaft aufbringt, und schätzt ihn daher als unabhängig ein. Außerdem wird aufgrund der Personalwechsel im Vorstand der TUI AG, insbesondere auf der Position des Finanzvorstands, in den letzten Jahren die Unabhängigkeit von Prof. Dr. Ernst vom Vorstand verstärkt. Prof. Dr. Ernst sorgt zudem für die Kontinuität bei der ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben des Prüfungsausschusses, bei dem es in den letzten Jahren ebenfalls Personalwechsel gegeben hat. Prof. Dr. Ernst hat zudem seine kritische Distanz zum Vorstand und zur Gesellschaft in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, insbesondere in seiner Funktion als Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Die Hauptversammlung 2021 hat Herrn Prof. Dr. Ernst vor diesem Hintergrund mit großer Mehrheit wiedergewählt. Herr Prof. Dr. Ernst wird sich auf der Hauptversammlung im Jahr 2025 nicht zur Wiederwahl stellen.

Herr Joan Trían Riu (Riu Hotels S.A. 1,1 % der Stimmrechte per 30. September 2024) ist mit einem großen Aktionär verbunden. In diesem Zusammenhang wird er als abhängig angesehen. Die Gesellschaft hat keinen kontrollierenden Aktionär.

MITGLIEDER DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES DER TUI AG MIT DEM SACHVERSTAND AUF DEN GEBIETEN DER RECHNUNGSLEGUNG UND DER ABSCHLUSSPRÜFUNG (EMPFEHLUNG D.3 DES DCGK)

Herr Prof. Dr. Edgar Ernst verfügt unter anderem aufgrund seiner Tätigkeiten als Finanzvorstand der Deutschen Post AG, als Präsident der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung sowie aufgrund seiner Mitgliedschaften in inländischen Aufsichtsräten über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und über Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung. Nähere Angaben, insbesondere über die Tätigkeiten in diesen Gebieten, können dem Lebenslauf auf der Internetseite der Gesellschaft entnommen werden. https://www.tuigroup.com/damfiles/default/tuigroup-15/de/ueber-uns/management/lebenslaeufe-de0/lebenslaufe-de-neu/aufsichtsrat-de-neu/Ernst_Edgar-Lebenslauf-de_en/Ernst_AR_Lebenslauf_04.10.2023.pdf-418f8fa8d649cd8ff56ad940d18a504b.pdf

Sein Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung berücksichtigt im Besonderen auch Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme. Sein Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung berücksichtigt im Besonderen auch Kenntnisse und Erfahrungen in der Abschlussprüfung. Zur Rechnungslegung und Abschlussprüfung gehören auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung.

In Bezug auf den Prüfungsausschussvorsitzenden Herrn Prof. Dr. Edgar Ernst ist der Aufsichtsrat der Auffassung, dass er unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand ist.

Herr Christian Baier verfügt aufgrund seines beruflichen Werdegangs und insbesondere aufgrund seiner Tätigkeit als Finanzvorstand der Covestro AG und der Metro AG (bis zum Juli 2023) über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und über Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung. Nähere Angaben insbesondere über die Tätigkeiten in diesen Gebieten können dem Lebenslauf auf der Internetseite der Gesellschaft entnommen werden. https://www.tuigroup.com/damfiles/default/tuigroup-15/de/ueber-uns/management/lebenslaeufe-de0/lebenslaufe-de-neu/aufsichtsrat-de-neu/Baier_AR_Lebenslauf_01.11.2022.pdf-2051f6ddeffaff40e75934237075ea0f.pdf

Sein Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung berücksichtigt im Besonderen auch Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme. Sein Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung umfasst im Besonderen auch Kenntnisse und Erfahrungen in der Abschlussprüfung. Da auch die Covestro AG sowie die Metro AG bereits seit mehreren Jahren eine nichtfinanzielle Konzern-erklärung Erklärung veröffentlichen, die unter Berücksichtigung der GRI-Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie des UN Global Compact erstellt wird, gehört zu seinem Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung.

Frau Dr. Jutta Dönges verfügt aufgrund ihres beruflichen Werdegangs und insbesondere aufgrund ihrer Tätigkeit als Finanzvorständin bei der Uniper SE und als Geschäftsführerin der Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH (bis zum 31. Oktober 2022) sowie aufgrund ihrer mehrjährigen Mitgliedschaften in inländischen Aufsichtsräten über Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung und über Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung. Nähere Angaben insbesondere über die Tätigkeiten in diesen Gebieten können dem Lebenslauf auf der Internetseite der Gesellschaft entnommen werden. https://www.tuigroup.com/damfiles/default/tuigroup-15/de/ueber-uns/management/lebenslaeufe-de0/lebenslaufe-de-neu/aufsichtsrat-de-neu/Do-nges_AR_Lebenslauf_09.01.2023.pdf-5e0573bacbc7d1240de6773e87742c38.pdf

Ihr Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung berücksichtigt im Besonderen auch Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme. Ihr Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung umfasst im Besonderen Kenntnisse und Erfahrungen in der Abschlussprüfung. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung gehört hierzu, wobei sich diese unter anderem an den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) orientiert.

INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

Aufsichtsrat und Vorstand

Corporate-Governance- Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung

Vergütungsbericht

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

ANGABEN ZUR EINHALTUNG DES BETEILIGUNGSGEBOTS BEI DER BESETZUNG DES VORSTANDS UND VON MINDESTANTEILEN BEI DER BESETZUNG DES AUFSICHTSRATS; ZIELGRÖSSEN GEMÄSS § 76 ABS. 4 AKTG FÜR DEN FRAUENANTEIL IN DEN BEIDEN FÜHRUNGSEBENEN UNTERHALB DES VORSTANDS

Gemäß dem Aktiengesetz muss in paritätisch mitbestimmten börsennotierten Unternehmen mit mehr als drei Vorstandsmitgliedern mindestens eine Frau und mindestens ein Mann Mitglied des Vorstands sein. Dieser Vorgabe hat die TUI AG mit der Zugehörigkeit von Frau Sybille Reiss im Berichtszeitraum entsprochen. Dem Aufsichtsrat gehörten zum Bilanzstichtag 45 % weibliche und 55 % männliche Mitglieder an, sodass die Anforderungen gemäß § 96 Abs. 2 Satz 1 AktG erfüllt waren.# Der Vorstand hat gemäß § 76 Abs.4 AktG beschlossen, dass der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 30 % und in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands 30 % betragen soll. Stichtag für beide Zielgrößen ist der 30.September2026. Die TUIAG hat deshalb in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen implementiert, die darauf ausgerichtet sind, den Frauenanteil langfristig und nachhaltig zu steigern. Dazu gehörten unter anderem die Frauenförderung in Talentprogrammen und die gezielte Ansprache im Stellenbesetzungsprozess. Zudem soll im Besetzungsprozess für Positionen im Senior Leadership Team mindestens eine Frau auf der Shortlist sein. Trotz aller getroffenen Maßnahmen stehen die Eignung und Qualifikation der Kandidaten bei der Besetzung offener Positionen im Vordergrund. Mit einem Frauenanteil von 33 % in der zweiten Führungsebene zeigen diese benannten Maßnahmen bereits Wirkung und es ist eine Steigerung zum Vorjahr ersichtlich. Mit einem Frauenanteil von 21 % in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands nähert sich das Unternehmen dem Ziel weiter an.

SELBSTBEURTEILUNG DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse überprüfen regelmäßig entweder intern oder unter Einbeziehung von externen Beratern, wie wirksam der Aufsichtsrat insgesamt und seine Ausschüsse ihre Aufgaben erfüllen. Die vorletzte Selbstbeurteilung wurde intern Ende September2020 durchgeführt. Hierzu wurde ein Fragebogen an alle Mitglieder verteilt, in dem sie ihre Einschätzung in Bezug auf die Wirksamkeit der Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse abgeben konnten. Das Präsidium und der Aufsichtsrat haben sich anschließend mit den Ergebnissen befasst und daraus Maßnahmen abgeleitet. Diese betrafen vor allem die Arbeit des Aufsichtsrats, die Organisation der Sitzungen sowie Themenschwerpunkte, mit denen sich der Aufsichtsrat eingehend befasst hat. Die letzte Selbstbeurteilung hat im Jahr 2024 stattgefunden und wurde extern von dem Beratungsunternehmen ECBE (European Center for Board Effectiveness GmbH) begleitet. Der Aufsichtsrat hat sich mit den Ergebnissen und daraus abzuleitenden Maßnahmen in seiner Sitzung am 19.September2024 intensiv befasst. Die Ergebnisse zeigen ein professionelles und in wesentlichen Aspekten effektiv arbeitendes Gremium. Der Aufsichtsrat zeichnet sich vor allem als leistungsstarkes Aufsichtsgremium aus. Die aktuelle Zusammensetzung des Gremiums mit einem breiten und ausgewogenen Kompetenzmix wird als wesentliche Stärke wahrgenommen. Die Diskussionsatmosphäre im Aufsichtsrat wird als professionell, offen, wertschätzend und vertraulich beschrieben. Insbesondere wird die Zusammenarbeit mit dem Vorstand als offen, vertrauensvoll und zielorientiert wahrgenommen. Vor dem Hintergrund der herausfordernden letzten Jahre, der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells und des weltwirtschaftlichen Umfelds haben sich zudem verschiedene Potenziale für die Arbeit des Gremiums gezeigt, die unterjährig aufgegriffen und umgesetzt werden. Zu den identifizierten Potenzialen gehört unter anderem, vermehrt externe Expertise zu ausgewählten Themen in die Sitzungen einzubringen. Zusätzlich wurden Vorschläge eingebracht, um die Effizienz der Gremienarbeit, einschließlich der Ausschüsse und Sitzungen, weiter zu steigern. Die Ergebnisse der Selbstbewertung zeigen zudem, dass der Onboarding-Prozess sowie die Aus- und Fortbildungsmaßnahmen kritisch überprüft und durch neue Konzepte ergänzt werden sollten.

KONZEPT UND MASSNAHMEN FÜR AUS- UND FORTBILDUNG

Die Angaben zum Konzept und zu den Maßnahmen für Aus- und Fortbildung der Aufsichtsratsmitglieder sind dem Bericht des Aufsichtsrats zu entnehmen.

INTERESSENKONFLIKTE

Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse der TUIAG verpflichtet. Darüber hinaus unterliegen Vorstandsmitglieder während ihrer Tätigkeit einem umfassenden Wettbewerbsverbot. Sie dürfen Nebentätigkeiten nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats übernehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr2024 trat kein Interessenkonflikt auf, der dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats bzw. Vorstands offengelegt wurde. Darüber hinaus hat kein Mitglied des Aufsichtsrats oder Vorstands Organfunktionen bei Wettbewerbern oder Beraterverträge mit diesen.

AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG

Die Aktionäre der TUIAG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme. Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch eine Aktionärsvereinigung, die von der TUIAG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet an die Stimmrechtsvertreter der TUIAG oder durch Briefwahl abzugeben. Zudem können sich die Aktionäre für den elektronischen Versand der Hauptversammlungsunterlagen registrieren lassen. Die Einladung zur Hauptversammlung sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden gemäß aktienrechtlicher Vorschriften veröffentlicht und auf der Website der TUIAG in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Während der Hauptversammlung können die Vorträge des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorstands zeitgleich im Internet verfolgt werden. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14.Februar2023 wurde die Satzung der TUIAG geändert und der Vorstand ermächtigt vorzusehen, dass die Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre oder ihrer Bevollmächtigten am Ort der Hauptversammlung abgehalten wird (virtuelle Hauptversammlung). Diese Ermächtigung gilt für die Abhaltung der virtuellen Hauptversammlungen des Unternehmens bis zum 28.Februar2025.

140 INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE 130 Aufsichtsrat und Vorstand 134 Corporate-Governance-Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung 148 Vergütungsbericht KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG RISIKOMANAGEMENT

Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand der TUIAG und dem Management im TUI Konzern stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt, den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst und von den Abschlussprüfern überprüft. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Berichterstattung, der Wirksamkeit des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems, der Compliance sowie der Abschlussprüfung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtet dem Aufsichtsrat spätestens in der nächstfolgenden Aufsichtsratssitzung über die Arbeit des Ausschusses. Einzelheiten zum Risikomanagement im TUI Konzern sind im Risikobericht dargestellt. Hierin ist der gemäß Handelsgesetzbuch (§§ 289 Abs.5, 315 Abs.2 Nr.5 HGB) geforderte Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.

Risikobericht: siehe Seite 34

TRANSPARENZ

Die TUIAG setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht sowie die Zwischenberichte werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Über aktuelle Ereignisse und neue Entwicklungen informieren Pressemeldungen und gegebenenfalls Ad-hoc-Mitteilungen. Die Website www.tuigroup.com bietet darüber hinaus umfangreiche Informationen zum TUI Konzern und zur TUI Aktie. Die geplanten Termine der wesentlichen wiederkehrenden Ereignisse und Veröffentlichungen – wie Hauptversammlung, Geschäftsbericht und Zwischenberichte – sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Der Kalender wird mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf veröffentlicht und ist auf der Website der TUIAG abrufbar.

AKTIENGESCHÄFTE DER ORGANMITGLIEDER

Meldepflichtige Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte von Aktien der TUIAG oder von sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten meldepflichtiger Personen (Directors’ Dealings bzw. Managers’ Transactions) sind der TUIAG im Geschäftsjahr2024 von Herrn Sebastian Ebel, Herrn Wolfgang Flintermann, Herrn Frank Jakobi und Herrn Mathias Kiep bekanntgemacht worden. Einzelheiten können der Website des Unternehmens entnommen werden. Für Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte der Organmitglieder findet – neben entsprechenden gesetzlichen Vorschriften – das von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossene Group Manual Share Dealings by Restricted Persons Anwendung. Dieses sieht vor allem eine Freigabepflicht für Transaktionen mit Finanzinstrumenten der TUIAG von Mitgliedern des Vorstands, des Aufsichtsrats oder des Group Executive Committees sowie von Personen auf den Insiderlisten vor.

RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG

Die TUIAG stellt ihren Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der gesetzlich vorgeschriebene und für die Dividendenzahlung maßgebliche Jahresabschluss der TUIAG wird gemäß deutschem Handelsrecht ( HGB) erstellt.# KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Diversitätskonzepte für die Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats

DIVERSITÄTSKONZEPT FÜR DIE ZUSAMMENSETZUNG DES VORSTANDS

Das nachfolgende Diversitätskonzept für die Zusammensetzung des Vorstands wurde im Geschäftsjahr2025 aktualisiert, und die aktuelle Fassung wird auf der Website des Unternehmens veröffentlicht. Das Diversitätskonzept für die Zusammensetzung des Vorstands berücksichtigt die nachfolgenden Diversitäts- aspekte:

(a) Alter: Die Dienstverträge der Mitglieder des Vorstands enden in der Regel mit Erreichen der Regelaltersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (zurzeit 67. Lebensjahr);

(b) Geschlecht: Dem Vorstand soll eine Frau angehören;

(c) Bildungs- / Berufshintergrund: Die Notwendigkeit verschiedener Bildungs- und Berufshintergründe ergibt sich bereits aus der Pflicht zu ordnungsmäßiger Geschäftsführung nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung. Darüber hinaus soll der Vorstand insgesamt bzw. durch seine einzelnen Mitglieder unter anderem über folgende wesentliche Hin ter- gründe verfügen:
* möglichst auch im Ausland erworbene Managementerfahrung und interkulturelle Kompetenz zur erfolg- reichen Führung und Motivation globaler Teams;
* fundierte Praxiserfahrungen im Stakeholder-Dialog (Führungskräfte und Mitarbeiter sowie deren Gre mien, Aktionäre, Öffentlichkeit);
* Erfahrung im IT-Management und Verständnis in Bezug auf die Digitalisierung vertikal integrierter Wert schöpfungsketten;
* profunde Erfahrungen in wertgetriebener, KPI-basierter Strategieentwicklung und -umsetzung sowie der Unternehmenssteuerung;
* profunde Kenntnisse der Zusammenhänge und Anforderungen des Kapitalmarkts (Shareholder- Management);
* Kenntnisse der Rechnungslegung und des Finanzmanagements (Controlling, Finanzierung);
* tiefes Verständnis von und Erfahrungen im Changemanagement.

MIT DEM DIVERSITÄTSKONZEPT FÜR DIE ZUSAMMENSETZUNG DES VORSTANDS VERFOLGTE ZIELE

Die Einbindung beider Geschlechter in die Vorstandsarbeit ist einerseits Ausdruck der Überzeugung des Auf- sichtsrats, dass gemischtgeschlechtliche Teams zu gleichen oder besseren Ergebnissen gelangen als Teams, in denen nur ein Geschlecht repräsentiert ist. Sie ist aber auch die logische Fortsetzung der vom Vorstand im Unternehmen implementierten Maßnahmen zur Geschlechterdiversität (so genannte Gender-Diversity), die auf eine Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen abzielt. Diese Maßnahmen sind nur dann glaubhaft auf- und umzusetzen, wenn der Vorstand nicht nur aus männlichen Mitgliedern besteht („Proof of Concept“). Verschiedene Berufs- und Bildungshintergründe sind einerseits notwendig, um die dem Vorstand nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zukommenden Aufgaben und Pflichten ordnungsgemäß erfüllen zu können. Sie sind aber nach Auffassung des Aufsichtsrats andererseits auch Garant unterschiedlicher Blickwinkel auf Herausforderungen und die damit verbundenen Herangehensweisen, wie sie sich im unternehmerischen Alltag stellen. Besonderes Augenmerk kommt der internationalen Managementerfahrung zu. Ohne die Fähigkeit zur und Erfahrung in der Integration, Führung und Motivation globaler Teams ist die Berücksichtigung unterschied- licher kultureller Hintergründe unter den Führungskräften und in der Belegschaft unmöglich. Die Regelaltersgrenze soll einerseits amtierenden Mitgliedern des Vorstands ermöglichen, ihre Berufs- und Lebenserfahrung möglichst lange zum Wohle des Unternehmens einzubringen. Andererseits soll die Regel- altersgrenze eine regelmäßige Verjüngung des Gremiums unterstützen.

UMSETZUNG DES DIVERSITÄTSKONZEPTS FÜR DIE ZUSAMMENSETZUNG DES VORSTANDS; LANGFRISTIGE NACHFOLGEPLANUNG FÜR DEN VORSTAND

Ein wesentlicher Aspekt der Umsetzung des Diversitätskonzepts für die Besetzung des Vorstands ist die Ein- bindung des Aufsichtsrats in die Unternehmensorganisation, wie sie in Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung vorgesehen ist. Hierdurch ist sichergestellt, dass der Aufsichtsrat die strategische, wirtschaftliche und tatsächliche Situation des Unternehmens kennt. Als überwachende Distanz der Geschäftsführung durch den Vorstand trifft der Aufsichtsrat der TUIAG Ent- scheidungen für die Bereiche Geschäftsverteilung im Vorstand sowie Besetzung des Vorstands und damit letztlich auch für die Personal- und Nachfolgeplanung im Sinne der Empfehlung B.2 DCGK im Vorstand. Im Rahmen der Personal- und Nachfolgeplanung tauschen sich das Präsidium des Aufsichtsrats bzw. der Auf- sichtsrat selbst regelmäßig mit dem Vorstand oder dessen Mitgliedern über geeignete Nachfolgekandidaten aus dem Konzern für Vorstandsämter (Notfall-, Mittelfrist- und Langfristszenarien) aus. Dabei werden die Ver- tragslaufzeiten und Verlängerungsmöglichkeiten bei aktuellen Vorstandsmitgliedern besprochen sowie über mögliche Nachfolger beraten. Im Rahmen der Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen oder im Zuge von deren Vorbereitung haben die Mitglieder des Aufsichtsrats die Gelegenheit, so genannte High Potentials aus dem Konzern fachlich und persönlich kennenzulernen. Präsidium und Aufsichtsrat stellen darüber hinaus eigene Erwägungen in den vorgenannten Bereichen an und erörtern diese Erwägungen auch in Abwesenheit des Vor- stands. Hierzu gehört auch, dass externe Kandidaten für Vorstandsposten evaluiert und gegebenenfalls in den Auswahlprozess einbezogen werden. Bei Bedarf unterstützen externe Berater den Aufsichtsrat bei der Vor- bereitung und Durchführung konkreter Nachfolgeentscheidungen. Bei alledem fließen auch vorstehend be schrie- bene Diversitätsaspekte für die Besetzung des Vorstands in die Entscheidungen des Aufsichtsrats ein. Die langfristige Nachfolgeplanung orientiert sich vor allem an der Unternehmensstrategie und berücksichtigt das vom Aufsichtsrat festgelegte Diversitätskonzept. Auch lässt der Aufsichtsrat sich aktuell vom Vorstand über die Weiterentwicklung und Umsetzung von familienfreundlichen Konzepten und konkreten Maßnahmen zur Frau en- förderung (zum Beispiel mindestens eine Frau in der Endauswahl bei Neu- oder Nachbesetzungen für Funktio nen im sogenannten Senior Leadership-Team) berichten.

IM GESCHÄFTSJAHR2024 ERREICHTE ERGEBNISSE

Herr David Burling, CEO Markets & Airlines, hat sich entschieden, sein Mandat als Vorstandsmitglied der TUIAG mit Wirkung zum Ablauf des 5.Januar2024 zu beenden. Herr Burling war für die Reiseveranstalter und die Fluggesellschaften des Konzerns verantwortlich. Als sein Nachfolger wurde Herr David Schelp ab dem 1.Januar2024 zum Mitglied des Vorstands der TUIAG bestellt. Nach Auffassung des Aufsichtsrats trägt Herr Schelp durch seinen beruflichen Werdegang und seine vielfältige internationale Erfahrung zur Diversität im Vorstand bei. Der Vorstand erfüllt in seiner derzeitigen Zusammensetzung sämtliche Anforderungen des Diversitätskonzepts. Die Vorstandsmitglieder decken ein umfassendes Spektrum von Kenntnissen und Erfahrungen sowie Ausbildungs- und Berufshintergründen ab und verfügen über internationale Erfahrung. Zudem ist mit FrauSybille Reiss als Vorstandsmitglied die rechtliche Anforderung, dass dem Vorstand mindestens eine Frau angehören soll, im Berichtszeitraum erfüllt. Im Vorstand sind unterschiedliche Altersgruppen vertreten. Nähere Informationen zu allen Mitgliedern des Vorstands können den Lebensläufen auf der Website des Unter- nehmens und der Kommunikation anlässlich der Entscheidungen des Aufsichtsrats entnommen werden.

DIVERSITÄTSKONZEPT FÜR DIE ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS

Das nachfolgende Diversitätskonzept für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats wurde im Geschäfts- jahr2025 aktualisiert, und die aktuelle Fassung wird auf der Website des Unternehmens veröffentlicht. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr2023 Ziele für seine Zusammensetzung neben dem Kompetenzprofil überarbeitet und aktualisiert.

Diversitätskonzept für den Vorstand und den Aufsichtsrat

Internationale Erfahrung Hinreichende Altersmischung Angemessene Vertretung von Geschlechtern Unterschiedliche Bildungs- und Berufshintergründe Unterschiedliche Persönlichkeiten

Ziel des Konzepts: Steigerung der Vielfalt bei Sachverstand und Auffassungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der TUIAG# Corporate Governance

Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat der TUI AG ist nach den jeweils geltenden rechtlichen Anforderungen so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse und fachliche Erfahrung verfügen. Dabei soll auf hinreichende Vielfalt (Diversität) geachtet werden. Diese umfasst insbesondere kulturelle und ethnische Herkunft, Geschlecht, Nationalität und Berufs- und Lebenserfahrung sowie Alter. Dabei ist eine Geschlechterquote in Höhe von 30 % zu gewährleisten. Die Regelaltersgrenze liegt bei 68 Jahren bei der Wahl in den Aufsichtsrat.

MIT DEM DIVERSITÄTSKONZEPT FÜR DIE ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS VERFOLGTE ZIELE; UMSETZUNG DES DIVERSITÄTSKONZEPTS FÜR DIE ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS

Die gesetzten Ziele hinsichtlich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats reflektieren die Anforderungen an das Beratungs- und Aufsichtsgremium, seine Aufgabe in einem global agierenden Unternehmen mit herausforderndem Wettbewerbsumfeld wahrzunehmen. Dafür sind beispielsweise multikulturelle und internationale Erfahrungen ebenso wichtig wie die Kenntnis der Wert- und Erfolgstreiber der Branche. Bei alledem sind die Wirkung und kulturellen Besonderheiten des sogenannten Stakeholder-Ansatzes einer sozialen Marktwirtschaft zu berücksichtigen, was durch die Mitbestimmung der Arbeitnehmervertreter auch im Aufsichtsrat sichergestellt wird. Für die Anteilseignerseite im Aufsichtsrat stellt zudem der Nominierungsausschuss sicher, dass Ziele in Bezug auf die Zusammensetzung des Aufsichtsrats eingehalten werden. Der Aufsichtsrat unterzieht sich zudem einer Selbsteinschätzung, welche auch Aspekte seiner Zusammensetzung umfasst.

IM GESCHÄFTSJAHR 2024 ERREICHTE ERGEBNISSE

Nach Auffassung des Aufsichtsrats erfüllt er die Ziele zur Zusammensetzung und füllt das Kompetenzprofil und das Diversitätskonzept aus. Der Stand der Umsetzung des Kompetenzprofils, Diversitätskonzepts, sowie der Ziele für die Zusammensetzung wurden in Form einer Qualifikationsmatrix veröffentlicht. Das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats der TUI AG ist veröffentlicht unter https://www.tuigroup.com/damfiles/default/tuigroup-15/de/ueber-uns/management/Kompetenzprofil/Kompetenzprofil_V03-13-12-2022_DE-FINAL.pdf-a091788ff-d20075c315a06c5bd0cf80f.pdf Die Qualifikationsmatrix ist auf der Seite 137 einsehbar. Den auf der Website veröffentlichten Lebensläufen seiner Mitglieder kann zudem die Vielfalt der Berufs- und Bildungshintergründe der einzelnen Mitglieder des Gremiums entnommen werden.

143

INHALT
DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
130
Aufsichtsrat und Vorstand
134
Corporate-Governance-Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung
148
Vergütungsbericht
KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Das interne Kontrollsystem der TUI Group beinhaltet alle systematisch gestalteten Regeln im Konzern, die der methodischen Steuerung von operationellen, finanziellen und compliancebezogenen Risiken dienen. Diese Regeln können sich aus veröffentlichten Erklärungen ergeben oder als Richtlinien, Arbeitsanweisungen, Prozessbeschreibungen oder Risiko-Kontrollmatrizen ausgestaltet sein. Für Aufbau, Freigabe, Überarbeitung und Kommunikation von Richtlinien ist ein konzernweiter Rahmen gesetzt. Die TUI Group hat sich mit dem „Integrity Passport“ zudem einen konzernweit geltenden Verhaltenskodex gegeben, der Mindeststandards setzt und Hinweise beinhaltet, um ethische und rechtliche Herausforderungen bei der täglichen Arbeit zu bewältigen und für Konfliktsituation eine Orientierung zu geben.

Soweit für die Kritikalität des jeweiligen Prozesses nötig, definieren auf dieser Basis die Geschäftseinheiten einen angemessenen Rahmen von Prozessen und Regeln. Diese Regeln können je nach Geschäftseinheit aufgrund unterschiedlicher Systeme, Prozessabläufe oder Volumen der in dem jeweiligen Prozess verarbeiteten Transaktionen abweichen. Für bestimmte Risiken, denen TUI mit einem konzerneinheitlichen Rahmen begegnet, sind Zentralfunktionen eingerichtet, die für ihren Bereich im Sinne einer „2. Linie“ angemessene konzernweite Standards schaffen und bei deren Umsetzung unterstützen bzw. diese überwachen. Auch für den Bereich Nachhaltigkeit ist eine Gruppenfunktion eingerichtet.

Die TUI Group erhebt seit Jahren bestimmte, nachhaltigkeitsbezogene Kennzahlen für Steuerung und Berichterstattung im Rahmen gesonderter Nachhaltigkeitsberichte oder der nichtfinanziellen Erklärung. Für diese Kennzahlen sind die Methodiken veröffentlicht. Diese sichern das Verständnis und die Erhebung konzerneinheitlich ab. Eine speziell für nichtfinanzielle Datenpunkte eingeführte Berichtssoftware erlaubt eine hinreichend disaggregierte und abgesicherte Erfassung dieser Informationen und bildet die Grundlage für das nachhaltigkeitsbezogene interne Kontrollsystem.

Damit unsere Geschäfte skalierbar sind, werden nahezu alle Geschäftsprozesse durch IT-Lösungen unterstützt. Soweit möglich und angemessen, nutzen wir die in diesen Applikationen oder Services integrierten Kontrollen. Das bietet gegenüber manuellen Kontrollen eine höhere Sicherheit und Effizienz in der Durchführung. Die IT-Lösungen selbst werden durch einen konzernweiten Rahmen allgemeiner IT-Kontrollen geschützt. Ein Set von manuellen Prozesskontrollen zur Verhinderung oder Aufdeckung von Fehlern runden das interne Kontrollsystem ab. Wir verfügen über ein eindeutiges Konzept zur Identifizierung und Abschwächung von Informationssicherheitsrisiken. TUI lässt sich extern auditieren, hat eine Versicherungspolice für Informationssicherheitsrisiken abgeschlossen und bietet ein Schulungs- und Compliance-Programm. Darüber lässt der Vorstand den Prüfungsausschuss regelmäßig über die Risikolage der TUI informieren.

Für die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen sind bei den Geschäftsprozessen die jeweiligen Prozesseigentümer, bei konzernweit bestimmten Kontrollrahmen die jeweilige 2. Linie verantwortlich. Diese nutzen je nach Risikoeinschätzung einen unterschiedlichen Grad an Engmaschigkeit bei der Überwachung. Die Interne Revision als unabhängige 3. Linie prüft Geschäftsprozesse, einschließlich der IT-Lösungen, nach eigener Risikoeinschätzung und gibt Empfehlungen zur Verbesserung der Wirksamkeit und Effizienz der Prozesse und Kontrollen ab. Der Aufsichtsrat der TUI AG, hier insbesondere der Prüfungsausschuss, ist mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das interne Überwachungssystem im TUI Konzern eingebunden. Die wesentlichen Elemente unseres Risikomanagementsystems haben wir im Risikobericht beschrieben. Details siehe Seite 34

Das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem sind dynamische Systeme, die hinsichtlich Veränderungen des Geschäftsmodells, der Art und des Umfangs der Geschäftsvorfälle oder der Zuständigkeiten laufend angepasst werden. Damit einhergehend ergeben sich sowohl aus den durch die 2. Linie durchgeführten Überprüfungen, aus Revisionsprüfungen sowie aus den Prüfungstätigkeiten des Abschlussprüfers Verbesserungspotenziale sowohl hinsichtlich der Angemessenheit (Fehlen geeigneter Kontrollen) als auch der Wirksamkeit (unzureichende Durchführung) von Kontrollen. Zudem können sich aus Compliancevorfällen ebenso Verbesserungspotenziale ergeben. Zur Gesamtbeurteilung dieser Managementsysteme stellen wir fest, dass keine der im Berichtsjahr identifizierten Verbesserungspotenziale gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit der beiden Managementsysteme sprechen. Allerdings können interne Kontroll- und Risikomanagementsysteme keine absolute Sicherheit dafür bieten, dass die vorgesehen Kontrollen Prozessschwachstellen immer aufdecken oder insbesondere neu auftretende materiellen Risiken in jedem Fall sofort erkannt und immer effektiv bekämpft werden können.

144

INHALT
DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
130
Aufsichtsrat und Vorstand
134
Corporate-Governance-Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung
148
Vergütungsbericht
KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Integrity & Compliance

Bekämpfung von Korruption und Bestechung

Bei der Wahrnehmung unserer geschäftlichen Aktivitäten und auch in unserer Lieferkette ist die Einhaltung einer Vielzahl nationaler und internationaler Gesetze, Vorschriften sowie interner Richtlinien essenziell. Compliance bedeutet für uns aber nicht nur die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften, sondern die Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur von einem rein regelbasierten Ansatz zu einem Wertesystem gelebter Integrität. Nicht integres Verhalten kann nicht nur rechtliche Konsequenzen haben, sondern auch die Reputation von TUI nachhaltig schädigen. Das Compliance-Management-System der TUI ist darauf ausgerichtet, integres Verhalten zu fördern und potenziellem Fehlverhalten vorzubeugen, Haftungsrisiken für TUI sowie für Mitarbeitende beherrschbar zu machen und damit auch die Reputation zu schützen. Es ist ein wichtiger Baustein unseres Versprechens zu unternehmerischem, ökologischem und sozialem Handeln.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat der Bereich Integrity & Compliance den Fokus auf die Kernbereiche Schulungen, Hinweisgeberhotline und Digitalisierung gelegt. Zentraler Bestandteil der präventiven Arbeit des Integrity & Compliance Teams ist die Sensibilisierung der Mitarbeitenden für Compliance-Themen durch Schulungen. Um zusätzlich zu klassischen Online- und persönlichen Schulungen noch einen weiteren Weg zu eröffnen, wurde ein neues Workshop-Format mit dem Namen „TUItegrity – Exploring your inner compass“ entwickelt und in die Regionen und Segmenten ausgerollt (UK&I, Region Zentral, TUI Musement). Im Unterschied zu den klassischen Schulungen ist die Teilnahme freiwillig, und der Austausch zwischen den Teilnehmenden steht im Vordergrund.# TUI Compliance-Management-System

1 VORBEUGEN

  • Risikoanalyse
  • Training und Kommunikation
  • Konzernrichtlinienmanagement
  • Systemmanagement
  • Beratung

2 ERKENNEN

  • Vorfallmanagement
  • Überwachung
  • Prozessmanagement

3 REAGIEREN

  • Informationsmanagement
  • Prozessverbesserung

E r k e n n e n V o r b e u g e n R e a g i e r e n

Integrity & Compliance- Kultur

145

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

130 Aufsichtsrat und Vorstand

134 Corporate-Governance- Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung

148 Vergütungsbericht

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

COMPLIANCE-MANAGEMENT-SYSTEM

Das Compliance-Management-System der TUI Group ist risikobasiert. Es beruht auf der Systematik Vorbeugen, Erkennen und Reagieren. Die drei Säulen setzen sich wiederum aus einer Vielzahl von Maßnahmen und Prozessen zusammen. Das Integrity & Compliance Team ist für die Kernthemen Korruptionsbekämpfung, Fairer Wettbewerb und Handelssanktionen zuständig. Unser Compliance-Management-System definiert hierfür den Aufbau- und Regelbetrieb wie auch die Dokumentation der Rollen, Verantwortlichkeiten und Prozesse in diesen Bereichen. Das Compliance-Management-System gilt für die TUI AG sowie alle in- und ausländischen Gesellschaften, an denen die TUI AG direkt oder indirekt Mehrheitsbeteiligungen hält, sowie sonstige Unternehmensbeteiligungen, sofern und soweit die Unternehmenssteuerung direkt oder indirekt bei der TUI AG liegt (so genannte „Geführte Konzerngesellschaften“). Unternehmensbeteiligungen, bei denen die Unternehmenssteuerung nicht der TUI AG obliegt (so genannte „Nicht geführte Konzerngesellschaften“), wird die Implementierung des Compliance-Management-Systems empfohlen.

INTEGRITY & COMPLIANCE-ORGANISATION

Der Chief Compliance Officer ist für die Aufstellung, Unterhaltung und Weiterentwicklung des Compliance-Management-Systems verantwortlich. Hierbei wird er durch die zentralisierte, im Rechtsbereich angesiedelte Abteilung Integrity & Compliance und dessen Group Director unterstützt. Alle Compliance Officer haben einen engen Kontakt mit dem weiterhin grundsätzlich für die Einhaltung der Compliance zuständigen lokalen Management und sind gemeinsam für die Umsetzung der Compliance-Anforderungen und Integritätswerte verantwortlich. Dies sind vor allem:

  • Sensibilisierung für das Thema Integrity & Compliance und die zugeordneten Kernthemen durch Kommunikationskampagnen
  • Durchführung von Risikoanalysen zu den Compliance-Kernthemen sowie Selbsteinschätzungen bzw. so genannte „Puls Checks“
  • Implementierung von Maßnahmen, die sicherstellen, dass wir uns im Einklang mit unserem Bekenntnis zu integrem Handeln aus dem Integrity Passport befinden
  • Durchführung von Schulungen zu den Themen „Integrity Passport“ und „Fairer Wettbewerb“
  • Beratung von Mitarbeitenden im Wesentlichen zu den Themen Handelssanktionen, Korruption und Besteuerung sowie Fairer Wettbewerb
  • Sicherstellung des erforderlichen Informationsaustauschs zwischen dem lokalen Management und dem Integrity & Compliance Team
  • Monitoring von nationalen und internationalen Gesetzesinitiativen
  • regelmäßige Berichterstattung an das Group Executive Committee sowie an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats

INTEGRITY & COMPLIANCE-KULTUR

Die Kultur der Abteilung Integrity & Compliance beeinflusst das Verhalten der Mitarbeitenden und deren Standpunkt zur Einhaltung der anwendbaren Regeln. Sie ist damit Grundlage für die Wirksamkeit des Compliance-Management-Systems. Unsere Kultur ist geprägt durch unsere Unternehmenswerte sowie durch die Grund-einstellung und Verhaltensweise unserer Führungskräfte, bis hin zum Vorstand und Aufsichtsrat der TUI AG, also durch den sogenannten „Tone from the Top“. Besonders findet sie Ausdruck in dem Unternehmenswert „Trusted“, der an die persönliche Verantwortung der Mitarbeitenden, die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit im Umgang mit Kunden, Kolleginnen und Kollegen sowie sonstigen Stakeholdern appelliert.

INTEGRITY PASSPORT – DER TUI VERHALTENSKODEX

Unser Integrity Passport ist für alle Mitarbeitende, vom Vorstand bis zum Auszubildenden, und alle geführten Konzerngesellschaften verbindlich. Er dient dem Vorstand, den Geschäftsführungen, den Führungskräften sowie den Mitarbeitenden gleichermaßen als Leitbild. Er gibt in der täglichen Arbeit und in Konfliktsituationen zu wesentlichen Themen die Richtung vor: fairer Wettbewerb, keine Bestechung und Korruption, angemessene Geschenke und Einladungen, Schutz unserer Geschäftsgeheimnisse, Datenschutz, Umgang mit Interessenkonflikten, kein Insiderhandel, ordentliche Geschäftsbücher und Finanzunterlagen, Verhinderung von Geldwäsche, Handelsbeschränkungen, der respektvolle Umgang miteinander, Nachhaltigkeit sowie öffentliche Kommunikation in Bezug auf TUI und wie man Bedenken äußern kann.

LIEFERANTENKODEX

Ergänzend zum Integrity Passport gilt unser Verhaltenskodex für Lieferanten. Darin sind die ethischen, sozialen und rechtlichen Erwartungen der TUI an ihre Geschäftspartner festgehalten. Darüber hinaus werden Geschäftspartner zur Einhaltung aller auf die Lieferantenbeziehung anwendbaren nationalen und internationalen Antikorruptionsgesetze vertraglich verpflichtet. Aufgrund des geltenden Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes wurde der Lieferantenkodex überarbeitet und sich aus dem Gesetz ergebende Verpflichtungen hinzugefügt oder konkretisiert, die sowohl im eigenen Geschäftsbetrieb als auch in der Lieferkette eingehalten werden müssen. Die Geschäftsbeziehungen mit Geschäftspartnern werden damit auf ein solides Fundament gestellt.

INTEGRITY & COMPLIANCE – RICHTLINIENMANAGEMENT

Die im Integrity Passport verankerten Prinzipien werden durch unsere Richtlinien, Statements und Manuals in die TUI Group vermittelt und implementiert. Das konzernweite Richtlinienmanagement erarbeitet die Vorgaben für gruppenweite Richtlinien und koordiniert die Einbindung der jeweiligen internen Stakeholder-Gruppen, wie zum Beispiel andere Fachabteilungen und den Betriebsrat. Ziel ist es, den Mitarbeitenden ein möglichst verständliches Richtlinienset zur Verfügung zu stellen. Die Compliance-Richtlinien der TUI Group befassen sich unter anderem mit dem angemessenen Umgang mit Geschenken und Einladungen sowie fairem Wettbewerb.

146

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

130 Aufsichtsrat und Vorstand

134 Corporate-Governance- Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung

148 Vergütungsbericht

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

INTEGRITY & COMPLIANCE – SCHULUNGEN

Schulungen sind ein Schlüsselelement des auf die Prävention von Fehlverhalten ausgerichteten Compliance-Management-Systems und elementar für die Kultur des Bereichs Integrity & Compliance in der TUI Group. Auf der Grundlage eines abgestuften Trainingskonzepts für Führungskräfte und Mitarbeitenden wurden unternehmensweit Präsenz- und Online-Trainings durchgeführt. Für alle Mitarbeitenden ist dabei das Online-Training zum Integrity Passport verpflichtend, in welchem das Thema Integrität und die zugrunde liegenden Unternehmenswerte erläutert werden. Zusätzlich wurde das Workshop-Format mit dem Namen „TUItegrity – Exploring your inner compass“ entwickelt und in den Regionen und Segmenten ausgerollt (UK& I, Region Zentral, TUI Musement). Außerdem haben Risikogruppen das Online-Training „Fairer Wettbewerb“ durchgeführt.

Inhalt der Workshops ist das Besprechen von Fällen mit Compliance-Bezug, nicht eine strikt rechtliche Betrachtung, sondern aus der alltäglichen Perspektive mit Blick darauf, was für jeden persönlich richtiges Verhalten ist. Nach Vorstellung der entsprechenden Fälle wurden diese anschließend zusammen oder in kleinen Gruppen diskutiert. Diese Diskussionen trugen dazu bei, den Mitarbeitenden das Thema Compliance durch Interaktion näher zu bringen und aufzuzeigen, wo Compliance-Themen im geschäftlichen Alltag relevant und wichtig sein können. Zusätzlich wurden wieder Online-Schulungen zum Integrity Passport (verpflichtend für alle Mitarbeitenden) und zum Thema Fairer Wettbewerb (verpflichtend für Mitarbeitende aus den Bereichen Finance, Legal, Purchasing, Procurement, Corporate & External Affairs und Aviation) zur Verfügung gestellt, die von den adressierten Personen verpflichtend abgeschlossen werden mussten. Aufgrund der anhaltenden Wichtigkeit des Themas Wettbewerbsrecht fanden für ausgewählte Mitarbeitergruppen außerdem persönliche Schulungen durch eine Kartellrechtsexpertin statt, in denen spezielle rechtliche Fragestellungen zu aktuellen geschäftlichen Aktivitäten vertieft erörtert werden konnten.

Außerdem wurde der Austausch des Anbieters für die Hinweisgeberhotline vorbereitet. Ausschlaggebend für den Entschluss zum Wechsel war die Steigerung der Effizienz in der Arbeit mit dem System und der leichtere Zugang für Mitarbeitende und Externe. Durch den neuen Anbieter können Hinweisgebende die Hotline dann per Web, auf mobilen Endgeräten und direkt per Telefon erreichen. Wählt der Meldende den Weg per Telefon, erhält er direkten Kontakt mit geschulten Mitarbeitenden eines externen Dienstleisters. Der Hinweisgebende kann seine Bedenken so persönlich besprechen und wird durch ein strukturiertes Gespräch geführt. Die relevanten Informationen werden direkt im Hinweisgebersystem hinterlegt. Der Schutz des Hinweisgebenden wird durch den Wechsel des Anbieters nicht berührt.

Im Einklang mit TUIs Digitalisierungsstrategie und gemeinsam mit der Fachabteilung Common Data Science wurde eine KI zur Kategorisierung der in das Compliance-Postfach eingehenden Nachrichten erarbeitet. Das zugrunde liegende Large Language Model wurde so konzipiert, dass es den Inhalt der erhaltenen Nachrichten nach festgelegten Kriterien in verschiedenen Kategorien vorsortiert: Kundenbeschwerden, Compliance und andere Themen werden damit bereits vorgefiltert. Durch diese automatisierte Vorsortierung wird die Effizienz der Bearbeitung des Postfachs deutlich gesteigert.# CORPORATE GOVERNANCE

HINWEISGEBERSYSTEM: SPEAKUP LINE

TUI bietet Mitarbeitenden konzernweit die Möglichkeit, anonym und repressionsfrei Hinweise auf Verstöße gegen Gesetze oder die im Integrity Passport verankerten Prinzipien abzugeben. Dieses Hinweisgebersystem ist weltweit verfügbar. Eingehenden Hinweisen wird im Interesse aller Stakeholder und des Unternehmens konsequent nachgegangen. Vertraulichkeit und Diskretion stehen dabei an oberster Stelle. Alle Mitteilungen aus dem Hinweisgebersystem werden vom Integrity & Compliance Team aufgegriffen und abhängig vom Sach- verhalt in Abstimmung mit verschiedenen Abteilungen untersucht und aufgearbeitet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat es über die SpeakUp Line insgesamt 75Meldungen zu Compliance- Themen gegeben (Vorjahr 50Meldungen). Neben der SpeakUp Line nutzten Mitarbeitende auch die Möglichkeit ande- rer Kanäle, zum Beispiel zur direkten Meldung von Verstößen an ihre Vorgesetzten sowie an die jeweils zustän- digen Compliance-Kontakte oder über das auch extern verfügbare Compliance-Postfach. Hier gab es weitere 14Meldungen (Vorjahr 21Meldungen), denen bei Vorliegen eines Anhaltspunkts für den Verstoß gegen interne Richtlinien oder das Gesetz nachgegangen wurde. Bei diesen insgesamt 89Meldungen (Vorjahr 71Meldungen) lag der anfängliche Verdacht eines Compliance-Verstoßes (Fairer Wettbewerb, Korruptionsbekämpfung, Sanktionen, Geldwäsche) vor, was dann zu Untersuchungen und in der Folge in insgesamt vierFällen (Vorjahr 4 Fälle) zu weiteren Maßnahmen geführt hat.

Zu Verstößen gegen Menschenrechte oder umweltbezogene Belange nach dem Lk SG hat es 23Meldungen (Vorjahr 31Meldungen) über die SpeakUp Line gegeben. In vier Fällen (Vorjahr 18Fälle) wurde die Möglichkeit zur direkten Meldung von Verstößen an Vorgesetzte, die jeweils zuständigen Compliance-Kontakte oder über das Compliance-Postfach genutzt. Bei diesen insgesamt 27Meldungen (Vorjahr 49Meldungen) lag der anfäng- liche Verdacht eines Verstoßes gegen Menschenrechte oder umweltbezogene Belange nach dem Lk SG vor, was dann zu Untersuchungen und in der Folge bei drei Fällen (Vorjahr 4Fälle) zu weiteren Maßnahmen geführt hat.

ÜBERWACHUNG VON GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN (DUE-DILIGENCE-PROZESSE)

Aufgrund unserer Tätigkeit in Ländern mit einem hohen Korruptionsindex besteht das Risiko von Bestechung und Bestechlichkeit. Daneben ist nicht auszuschließen, dass TUI Geschäftspartner Handelssanktionen unter- liegen oder in Sanktionslisten aufgenommen werden. Mithilfe der vom Anbieter zur Verfügung gestellten Internetdatenbank wurden Namen von Geschäftspartnern mit internationalen Sanktions-, Terrorismus- und Gesuchte-Personen-Listen abgeglichen und im Falle einer Übereinstimmung weitere Maßnahmen bis hin zur Beendigung der Geschäftsbeziehung eingeleitet.

DATENSCHUTZ

Das Thema Datenschutz bleibt für die TUI Group weiterhin wichtig. Wir überprüfen die Einhaltung von Daten- schutzregelungen regelmäßig und übermitteln Kennzahlen an das Group Executive Committee. Wir haben im Geschäftsjahr2024 vier Datenschutzverstöße gemäß Art.33 DSGVO gemeldet (Vorjahr 3), ohne dass bislang behördliche Sanktionen verhängt wurden.


* Alle im Vorjahr berichteten Kennzahlen zu Compliance-Verstößen mussten aufgrund einer Veränderung in der Berechnungsmethodik angepasst werden.
* Vorjahr aufgrund von veränderter Erhebungsmethodik angepasst


KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Konzernabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der TUIAG für die Zeit vom 1.10.2023 bis 30.9.2024

Anhang 2024 2023
Umsatzerlöse (1) 23.167,3 20.665,9
Umsatzkosten (2) 21.221,2 19.052,9
Bruttogewinn 1.946,1 1.613,0
Verwaltungsaufwendungen (2) 1.045,8 1.015,6
Sonstige Erträge (3) 14,4 37,6
Andere Aufwendungen (3) 17,1 32,0
Wertminderungen (+) / -aufholungen (–) auf finanzielle Vermögenswerte (39) – 0,9 18,4
Finanzerträge (4) 109,7 87,6
Finanzaufwendungen (5) 518,3 533,6
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen (6) 371,7 407,2
Wertminderungen (+) / -aufholungen (–) auf Nettoinvestitionen in nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (6) 0,2 – 5,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 861,4 551,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Aufwand [+], Ertrag [–]) (7) 154,0 95,5
Konzerngewinn 707,4 455,7
Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn (8) 507,1 305,8
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerngewinn (9) 200,3 149,9

Ergebnis je Aktie

Anhang 2024 2023
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (10) 1,00 0,80
Verwässertes Ergebnis je Aktie * (10) 0,99 0,80

* Vorjahreswert angepasst

Gesamtergebnisrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung der TUIAG für die Zeit vom 1.10.2023 bis 30.9.2024

Anhang 2024 2023
Konzerngewinn 707,4 455,7
Neubewertungen von Pensionsverpflichtungen und zugehörigem Fondsvermögen – 120,7 – 241,4
Sonstiges Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, das nicht umgegliedert werden kann – 0,1 1,3
Nettogewinn aus Investitionen in Eigenkapitalinstrumente, die als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert sind 0,9 23,7
Zurechenbare Steuern auf Posten, die nicht umgegliedert werden können (Aufwand [–], Ertrag [+]) (11) 33,9 47,6
Posten, die nicht in die GuV umgegliedert werden können – 85,9 – 168,7
Währungsumrechnung – 245,2 – 65,6
Erfolgsneutrale Umrechnung – 245,4 – 75,9
Umgliederungsbeträge für erfolgswirksame Realisierung 0,1 10,3
Cash-Flow-Hedge-Rücklage ( OCI I) – 591,2 169,3
Zeitwertänderungen – 569,3 106,9
Umgliederungsbeiträge für erfolgswirksame Realisierung – 21,9 62,4
Cost-of-Hedging-Rücklage ( OCI II) 5,7
Zeitwertänderungen 5,7
Sonstiges Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, das umgegliedert werden kann – 18,9 1,4
Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen – 18,9 1,4
Zurechenbare Steuern auf Posten, die umgegliedert werden können (Aufwand [–], Ertrag [+]) (11) 131,0 – 37,1
Posten, die in die GuV umgegliedert werden können – 718,5 68,1
Sonstige Ergebnisse – 804,4 – 100,7
Konzerngesamtergebnis – 97,0 355,1
Anteil der Aktionäre der TUIAG am Konzerngesamtergebnis – 235,3 197,7
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerngesamtergebnis 138,3 157,3

Konzernbilanz

Konzernbilanz der TUIAG zum 30.9.2024

Anhang 30.9.2024 30.9.2023
Aktiva
Geschäfts- oder Firmenwerte (12) 2.998,7 2.949,2
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (13) 589,6 538,0
Sachanlagen (14) 3.697,4 3.480,3
Nutzungsrechte (15) 2.538,7 2.763,4
Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen (16) 1.507,5 1.198,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (17), (39) 131,7 74,7
Derivative Finanzinstrumente (39) 16,7 10,3
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (39) 11,2 10,8
Geleistete touristische Anzahlungen (18) 168,8 152,5
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte (19) 81,2 100,7
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 17,2 17,2
Latente Ertragsteueransprüche (20) 389,2 310,6
Langfristige Vermögenswerte 12.148,0 11.605,9
Vorräte (21) 66,4 62,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (17), (39) 1.145,7 1.090,4
Derivative Finanzinstrumente (39) 14,1 258,2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (39) 53,4 48,6
Geleistete touristische Anzahlungen (18) 917,3 787,4
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte (19) 188,6 129,9
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 35,0 41,0
Finanzmittel (22), (39) 2.848,2 2.060,3
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (23) 68,6
Kurzfristige Vermögenswerte 5.268,8 4.546,5
Summe Aktiva 17.416,7 16.152,4

Konzernbilanz der TUIAG zum 30.9.2024

Anhang 30.9.2024 30.9.2023
Passiva
Gezeichnetes Kapital (24) 507,4 507,4
Kapitalrücklage (25) 7.980,4 9.090,1
Gewinnrücklagen (26) – 7.531,5 – 8.474,6
Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen 956,4 1.122,9
Anteile nicht beherrschenden Anteilen

Konzernbilanz

Mio. €
Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte 320,2
Sachanlagen 1.005,8
Anteile an assoziierten und gemeinschaftlichen Unternehmen 130,9
Finanzanlagen 121,0
Sonstige Vermögenswerte 209,8
Umlaufvermögen
Vorräte 574,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.487,6
Sonstige Vermögenswerte 629,9
Finanzanlagen 49,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.848,2
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0,2
SUMME AKTIVA 7.377,6
Passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 507,4
Kapitalrücklage 7.980,4
Gewinnrücklagen 6.009,8
Sonstige Rücklagen 1.241,0
Eigenkapitalanteile nicht beherrschender Gesellschafter 817,9
Eigenkapital 1.774,3
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 630,7
Sonstige Rückstellungen 884,6
Langfristige Rückstellungen 1.515,3
Finanzschulden 1.543,6
Leasingverbindlichkeiten 2.057,4
Derivative Finanzinstrumente 44,1
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 43,3
Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 297,5
Tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten 8,5
Latente Ertragsteuerverbindlichkeiten 103,2
Langfristige Verbindlichkeiten 4.097,7
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 5.613,0
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 33,7
Sonstige Rückstellungen 445,7
Kurzfristige Rückstellungen 479,3
Finanzschulden 358,8
Leasingverbindlichkeiten 582,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.393,2
Derivative Finanzinstrumente 415,3
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 125,1
Erhaltene touristische Anzahlungen 4.017,1
Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 557,6
Tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten 100,5
Kurzfristige Verbindlichkeiten 9.550,0
Schulden i. Z. m. zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 10.029,3
Summe Passiva 17.416,7

176

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

175

Konzernabschluss

175

Gewinn- und Verlustrechnung

175

Ergebnis je Aktie

175

Gesamtergebnisrechnung

176

Konzernbilanz

177

Eigenkapitalveränderungsrechnung

179

Kapitalflussrechnung

180

Konzernanhang

276

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

277

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

283

Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung

285

Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen


Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der TUI AG für die Zeit vom 1.10.2023 bis 30.9.2024

Gezeichnetes Kapital Eigenkapital Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Andere Währung- rücklage Kapital- rücklage Gewinn- rücklagen Andere Rücklagen Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögens- werte ( OCI I) Cash-Flow- Hedge- rücklage Cost-of- Hedging- rücklage Neu- bewertungs- rücklage Stille Beteiligung vor beherrschender Gesellschafter Gesamt Eigenkapital Mio. € Anhang (24) (25) (26) (28)
Stand zum 1.10.2022 1.785,2 6.085,9 7.410,3 1.050,4 25,2 40,4 –12,8 –8.432,8 420,0 –141,7 787,3 645,7
Dividenden –120,4
Kupon auf stille Beteiligung 16,8 16,8 16,8
Kapitalerhöhung 328,9 1.432,0 1.760,9
Kapitalherabsetzung –1.606,7 1.606,7
WSF Rückkaufvereinbarung 34,5 222,8 –677,4 420,0
Konzerngewinn 305,8 305,8 305,8
Währungsumrechnung 6,8 60,1 0,1 –6,3 73,3 7,7
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 23,7 23,7 23,7
Cash Flow Hedges 169,3 169,3 169,3
Neubewertungen von Pensions verpflichtungen und zugehörigem Fondsvermögen 241,0 241,0
Sonstiges Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 2,7 2,7 2,7 2,7
Den sonstigen Ergebnissen zurechenbare Steuern 47,6 37,1 10,5 10,5
Sonstige Ergebnisse 197,5 60,1 23,7 125,9 108,1 108,1 7,4
Konzerngesamtergebnis 108,3 60,1 23,7 125,9 197,7 197,7 157,3 355,1
Stand zum 30.9.2023 507,4 9.090,1 7.541,6 1.110,6 –1,5 166,3 –12,8 –8.474,6 –1.122,9 824,3 1.947,2

Zweiter Tabellenteil auf Folgeseite


177

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

175

Konzernabschluss

175

Gewinn- und Verlustrechnung

175

Ergebnis je Aktie

175

Gesamtergebnisrechnung

176

Konzernbilanz

177

Eigenkapitalveränderungsrechnung

179

Kapitalflussrechnung

180

Konzernanhang

276

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

277

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

283

Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung

285

Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen


Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der TUI AG für die Zeit vom 1.10.2023 bis 30.9.2024

Gezeichnetes Kapital Eigenkapital Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Andere Währung- rücklage Kapital- rücklage Gewinn- rücklagen Andere Rücklagen Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögens- werte ( OCI I) Cash-Flow- Hedge- rücklage Cost-of- Hedging- rücklage Neu- bewertungs- rücklage Stille Beteiligung vor beherrschender Gesellschafter Gesamt Eigenkapital Mio. € Anhang (24) (25) (26) (28)
Stand zum 1.10.2023 507,4 9.090,1 7.541,6 1.110,6 –1,5 166,3 –12,8 –8.474,6 –1.122,9 824,3 1.947,2
Dividenden –144,8
Ausgabe von Wandel- und Optionsanleihen 69,7 69,7
Kapitalherabsetzung 0,8 0,8
Entnahme aus der Kapitalrücklage 1.178,5 1.178,5
Konzerngewinn 507,1 507,1 507,1
Währungsumrechnung 48,1 130,4 0,1 –4,6 183,2 –62,0
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0,9 0,9 0,9
Cash Flow Hedges 591,2 5,7 585,5
Neubewertungen von Pensions verpflichtungen und zugehörigem Fondsvermögen 120,7 120,7
Sonstiges Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 18,9 18,9 18,9 18,9
Den sonstigen Ergebnissen zurechenbare Steuern 33,9 131,7 –0,7 165,0 165,0
Sonstige Ergebnisse 153,8 130,4 0,8 –464,1 5,0 742,5 742,5 –62,0
Konzerngesamtergebnis 353,3 130,4 0,8 –464,1 5,0 235,3 235,3 138,3 –97,0
Stand zum 30.9.2024 507,4 7.980,4 6.009,8 1.241,0 –0,7 –297,8 5,0 12,8 –7.531,5 –956,4 817,9 1.774,3

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178

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

175

Konzernabschluss

180

Konzernanhang

180

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

199

Segmentberichterstattung

203

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und


Konzern-Kapitalflussrechnung der TUI AG für die Zeit vom 1.10.2023 bis zum 30.9.2024

Mio. € Anhang 2024 2023
Konzerngewinn 707,4 455,7
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (–) 846,6 859,1
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (–) –390,1 –404,4
Zinsaufwendungen 512,8 525,1
Dividenden von Joint Ventures und assoziierten Unternehmen 67,2 24,1
Gewinn (–) / Verlust (+) aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 6,2 3,0
Zunahme (–) / Abnahme (+) der Vorräte –3,9 –6,2
Zunahme (–) / Abnahme (+) der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte –88,4 –266,5
Zunahme (+) / Abnahme (–) der Rückstellungen –63,7 –278,5
Zunahme (+) / Abnahme (–) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) 316,7 726,0
Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit (41) 1.910,8 1.637,3
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 81,9 142,9
Ein- / Auszahlungen aus Abgängen von konsolidierten Gesellschaften (abzüglich abgegebener Finanzmittel aus Unternehmensverkäufen) 45,1 –0,7
Einzahlungen aus Abgängen sonstiger langfristiger Vermögenswerte 62,4 115,7
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte –712,5 –666,2
Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Gesellschaften (abzüglich übernommener Finanzmittel aus Unternehmenskäufen) 2,9 0,4
Auszahlungen für Investitionen in sonstige Vermögenswerte –84,0 –84,3
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit (42) –604,3 –492,2
Einzahlungen aus Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 1.760,9
durch Eigenkapitalkomponenten der begebenen Wandelanleihe 101,8
Auszahlungen für den Rückerwerb von Eigenkapitalinstrumenten –682,4
Auszahlungen für Kapitalherabsetzungen aus Rückkauf von Teilen der Wandelanleihe 2021 –1,2
Zahlung von Dividenden
Kupon auf stille Beteiligung (Dividenden) 16,8
Tochterunternehmen an nicht beherrschende Gesellschafter –145,8 –120,3
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 1.104,4 217,8
Transaktionskosten aus der Aufnahme von Finanzschulden –15,2 –15,5
Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzschulden –571,1 –947,7
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten –619,6 –595,1
Auszahlungen für Zinsen –384,7 –435,6
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit (43) –531,4 –834,6
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 775,1 310,5
Entwicklung des Finanzmittelbestands (44)
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 2.060,5 1.736,9
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands 12,5 13,1
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 775,1 310,5
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.848,2 2.060,5
davon in der Bilanzposition „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ enthalten –0,2

179

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

175

Konzernabschluss

180

Konzernanhang

180

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

199

Segmentberichterstattung

203

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und# Konzernanhang

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Allgemeine Erläuterungen

Der TUI Konzern ist mit seinen wesentlichen Tochterunternehmen und Beteiligungen in der Touristik tätig. Die TUI AG mit Sitz in Deutschland, 30625 Hannover, Karl-Wiechert-Allee 23, ist die Muttergesellschaft des TUI Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Die Gesellschaft ist in den Handelsregistern der Amtsgerichte Berlin-Charlottenburg (HRB 321) und Hannover (HRB 6580) eingetragen. Die Aktien der Gesellschaft werden an den Wertpapierbörsen in Frankfurt am Main und Hannover gehandelt. Bis zum De-Listing am 24. Juni 2024 wurden die Aktien der Gesellschaft auch an der London Stock Exchange gehandelt.

Der vorliegende Konzernabschluss der TUI AG bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2024, das den Zeitraum vom 1. Oktober 2023 bis 30. September 2024 umfasst. Sofern bei Tochtergesellschaften abweichende Geschäftsjahre bestehen, wurden zum Zwecke der Einbeziehung dieser Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der TUI AG Abschlüsse auf den 30. September erstellt.

Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und der Öffentlichkeit auf der Internetseite des Unternehmens (www.tuigroup.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Aufgrund der Verwendung gerundeter Beträge können sich bei Summenbildungen und Prozentangaben geringfügige Rundungsdifferenzen ergeben. Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 9. Dezember 2024 vom Vorstand der TUI AG zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Rechnungslegung

ÜBEREINSTIMMUNGSERKLÄRUNG

Der Konzernabschluss der TUI AG zum 30. September 2024 wurde gemäß der Verordnung 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Darüber hinaus wurden die nach § 315e Abs. 1 HGB in der Fassung, die für das Geschäftsjahr anzuwenden ist, zusätzlich zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Mit dem De-Listing von der London Stock Exchange entfallen für die TUI AG die erweiterten Pflichten, die sich aus den Listing Rules und den Disclosure and Transparency Rules des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und dem UK Corporate Governance Code ergaben. Entsprechend entfällt im Konzernabschluss die „Going Concern-Berichterstattung nach UK Corporate Governance Code“.

Der Bilanzierung und Bewertung sowie den Erläuterungen und Angaben zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2024 liegen grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde, die dem Konzernabschluss 2023 zugrunde lagen, außer im Hinblick auf die erstmalige Anwendung neuer und geänderter Standards, wie nachstehend erläutert.

INHALT
DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG 175
Konzernabschluss 180
Konzernanhang 180
Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 180
Segmentberichterstattung 199
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 203
Erläuterungen zur Konzernbilanz 210
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 265
Sonstige Erläuterungen 266
Versicherung der gesetzlichen Vertreter 276
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 277
Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 283
Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen 285

NEU ANGEWENDETE STANDARDS

Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2024 wendet TUI die folgenden durch das IASB überarbeiteten bzw. neu herausgegebenen Standards und Interpretationen, die das Endorsement-Verfahren der EU durchlaufen haben, erstmals verpflichtend an.

Im Geschäftsjahr 2024 erstmals angewendete Standards

Standard Anwendungs pflicht ab Änderungen Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung
IFRS 17 1.1.2023 IFRS 17 betrifft die Bilanzierung von Versicherungsverträgen und ersetzt IFRS 4. In den Anwendungsbereich von IFRS 17 fallen Versicherungsverträge, Versicherungsverträge, Rückversicherungsverträge und Kapitalanlageverträge mit ermessensunabhängiger Überschussbeteiligung. Keine wesentlichen Auswirkungen
Änderungen an IFRS 17 1.1.2023 Die Änderungen adressieren Implementierungsherausforderungen bei der Darstellung von Vergleichsinformationen, die erst nach der Veröffentlichung von IFRS 17 identifiziert wurden. Keine Änderungen Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen
Änderungen an IAS 1 1.1.2023 Die Änderungen an IAS 1 und am IFRS-Leitliniendokument 2 sollen Erstellern bei der Entscheidung helfen, welche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Abschluss anzugeben sind. Die Änderungen fordern, dass nicht mehr die bedeutenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzugeben sind, sondern wesentliche Informationen in Bezug auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Keine wesentlichen Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Änderungen an IAS 8 1.1.2023 Die Änderungen an IAS 8 sollen bei der Unterscheidung von Rechnungslegungsmethoden und rechnungslegungsbezogenen Schätzungen helfen. Dabei wird die Definition einer Änderung von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen durch eine neue Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen ersetzt. Es wird klargestellt, dass die Änderung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung aufgrund neuer Informationen oder neuer Entwicklungen keine Korrektur eines Fehlers darstellt. Keine wesentlichen Definition von Schätzwerten
Änderungen an IAS 12 1.1.2023 Die Änderungen stellen klar, dass aktive und passive latente Steuern zu bilden sind, wenn bei einer Transaktion gleichzeitig abzugsfähige und zu versteuernde temporäre Differenzen in gleicher Höhe entstehen. Die Ausnahmeregelung (so genannte „Initial Recognition Exemption“), nach der im Zeitpunkt des Zugangs eines Vermögenswerts oder einer Schuld keine aktiven oder passiven latenten Steuern anzusetzen sind, ist bei einer solchen Transaktion nicht anwendbar. Keine wesentlichen Latente Steuern auf Vermögenswerte und Schulden aus einer einzigen Transaktion
Änderungen an IAS 12 Unmittelbar bzw. 1.1.2023 Mit den Änderungen wurde eine vorübergehende Ausnahme für die Bilanzierung der latenten Steuern im Rahmen der Umsetzung der globalen Mindestbesteuerung (so genannte „Pillar Two“ Regelungen der OECD) eingeführt. Infolge der Übernahme der Änderungen in Europäisches Recht war diese Ausnahme von TUI bereits im Geschäftsjahr 2023 anzuwenden. Erstmals im Geschäftsjahr 2024 sind von der TUI die Offenlegungsvorschriften anzuwenden, die den Abschlussadressaten helfen sollen, die Auswirkungen der Reform auf das Unternehmen besser zu verstehen, insbesondere bevor die länderspezifischen Rechtsvorschriften zur Umsetzung der Mindestbesteuerung in Kraft treten. Keine wesentlichen Internationale Steuerreform – Säule-2-Modellregeln

IFRS 9: FINANZINSTRUMENTE

Bereits im Geschäftsjahr 2018/19 hatte TUI den IFRS 9 „Finanzinstrumente“ erstmalig angewendet. Bei dem Übergang hatte die TUI damals von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, zunächst auch unter IFRS 9 unverändert die Vorschriften des IAS 39 für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen anzuwenden. Seit dem 1. April 2024 wendet TUI für die bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen die Vorschriften des IFRS 9 an. Im Einklang mit den Übergangsvorschriften des IFRS 9 wurden die neuen Anforderungen bei diesem unterjährigen Übergang prospektiv angewendet. Die am 1. April 2024 bestehenden designierten Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 qualifizieren auch nach IFRS 9 für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und waren als fortlaufende Sicherungsbeziehungen einzustufen. Eine Rekalibrierung (so genanntes Rebalancing) der Sicherungsbeziehungen war nicht erforderlich.

  • Bei der Absicherung von Zahlungsströmen aus erwarteten Transaktionen (cash flow hedge of a forecast transaction), die später zu der Erfassung eines nichtfinanziellen Vermögenswerts oder einer nichtfinanziellen Verbindlichkeit führen, sind nach IFRS 9 die zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten und im Eigenkapital kumulierten Gewinne und Verluste aus der Cash-Flow-Hedge-Rücklage auszubuchen und bei der Erstbewertung des nichtfinanziellen Postens zu berücksichtigen (so genanntes „Basis Adjustment“). Dies entspricht der Bilanzierungspraxis der TUI vor der Umstellung auf die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nach IFRS 9.
  • Bei der Absicherung von Fremdwährungsrisiken mit Terminkontrakten wendet TUI ab dem 1. April 2024 ausschließlich die Spot-to-Spot-Methode an. Dabei wird die Spot-Komponente eines Terminkontrakts als Sicherungsinstrument designiert. Die Terminkomponente des Sicherungsinstruments wird in einer separaten Rücklage im Eigenkapital, der Cost-of-Hedging-Rücklage, erfasst. Für vor dem 1.
INHALT
DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG 175
Konzernabschluss 180
Konzernanhang 180
Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 180
Segmentberichterstattung 199
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 203
Erläuterungen zur Konzernbilanz 210
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 265
Sonstige Erläuterungen 266
Versicherung der gesetzlichen Vertreter 276
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 277
Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 283
Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen 285

Finanzinstrumente

Die Anwendung der Vorschriften des IFRS 9 zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen hatte insgesamt keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage der TUI im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie im Vorjahr.

  • Von dem unter IFRS 9 bestehenden Wahlrecht, die so genannten Währungsbasis-Spreads („Foreign Currency Basis Spreads “) nicht als Teil der jeweiligen Sicherungsbeziehung zu designieren, sondern als Kosten der Absicherung gesondert im Eigenkapital zu erfassen, macht TUI keinen Gebrauch. Die Währungsbasis- Spreads werden erfolgswirksam erfasst.
  • Wenn TUI Optionen zur Absicherung erwarteter Transaktionen einsetzt, wird als Sicherungsinstrument nur der innere Wert der Optionen designiert. Gemäß IAS 39 wurden die Änderungen des Zeitwerts der Option (d. h. der nicht designierten Komponente) sofort erfolgswirksam erfasst. Gemäß IFRS 9 werden die Änderungen des Zeitwerts der Optionen, die sich auf das Grundgeschäft beziehen („Aligned Time Value“), im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Cost-of-Hedging-Rücklage im Eigenkapital kumuliert. Die im Eigenkapital kumulierten Beträge werden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, wenn das abgesicherte Grundgeschäft das Ergebnis beeinflusst, oder direkt aus dem Eigenkapital in den Buchwert des nichtfinanziellen Grundgeschäfts umgebucht. Die neuen Vorschriften der Abbildung des nicht designierten Zeitwerts der Optionen sind nach IFRS 9 grundsätzlich rückwirkend anzuwenden. Da die TUI weder im Vorjahr noch im abgelaufenen Geschäftsjahr bis zum 1. April 2024 Optionen im Bestand hatte, war das Vorjahr nicht anzupassen.

Für detaillierte Angaben zu den Risikomanagementaktivitäten verweisen wir auf Textziffer 39. Zu den Angaben über die Einführung einer globalen Mindestbesteuerung bei der TUI verweisen wir auf das Kapitel „Latente und tatsächliche Ertragsteuern“ im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Konsolidierungsgrundsätze und -methoden

GRUNDSÄTZE

In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, die von der TUI AG mittelbar oder unmittelbar beherrscht werden. Beherrschung liegt vor, wenn die TUI AG Verfügungsmacht über die maßgeblichen Tätigkeiten hat, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihr Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und sie infolge der Verfügungsmacht die Höhe der variablen Rückflüsse beeinflussen kann. In der Regel beruht die Beherrschungsmöglichkeit dabei auf einer mittelbaren oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit.

Soweit der TUI Konzern bei Beteiligungsunternehmen weniger als die Mehrheit der Stimmrechte hält, kann aufgrund vertraglicher oder ähnlicher Vereinbarung Beherrschungsmöglichkeit bestehen, wie zum Beispiel bei der Beteiligung an der RIUSA II Gruppe. Aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Gesellschaftern und den Rahmenverträgen mit dem TUI Konzern sowie der erheblichen Bedeutung des Veranstaltergeschäfts für den wirtschaftlichen Erfolg der RIUSA II Gruppe ist der TUI Konzern in der Lage, auf die Entscheidungen in Bezug auf die relevantesten Aktivitäten und damit auf die Höhe der Renditen einen bestimmenden Einfluss auszuüben. Insbesondere durch die Dividendenzahlungen und Wertschwankungen der Beteiligung selbst ist der TUI Konzern variablen Renditen aus der RIUSA II Gruppe ausgesetzt. Deshalb wird die RIUSA II Gruppe vollkonsolidiert, obwohl der TUI Konzern nur 50 % der Kapitalanteile hält.

Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden die Existenz und Auswirkung substanzieller potenzieller Stimmrechte berücksichtigt, die gegenwärtig ausübbar sind, wenn Entscheidungen über die Lenkung maßgeblicher Tätigkeiten getroffen werden müssen. Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, zu dem die TUI die Beherrschung erlangt. Endet die Beherrschung, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus.

Basis für die Erstellung des Konzernabschlusses bilden die Einzel- oder Gruppenabschlüsse der TUI AG und ihrer Tochterunternehmen, die nach einheitlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden aufgestellt und in der Regel von Wirtschaftsprüfern geprüft bzw. einer prüferischen Durchsicht unterzogen sind.

Assoziierte Unternehmen, auf die der TUI Konzern durch seine Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden nach der Equity-Methode bilanziert. In der Regel wird ein maßgeblicher Einfluss vermutet, wenn die TUI AG direkt oder indirekt einen Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 % besitzt. Ebenfalls nach der Equity-Methode bilanziert werden Anteile an Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures). Ein Gemeinschaftsunternehmen liegt vor, wenn der TUI Konzern auf der Grundlage einer vertraglichen Vereinbarung eine Gesellschaft gemeinschaftlich mit einem oder mehreren Partnern führt und die Parteien, die die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Gesellschaft besitzen. Zu den Gemeinschaftsunternehmen werden auch Gesellschaften gerechnet, bei denen der TUI Konzern zwar über eine Mehrheit oder Minderheit der Stimmrechte verfügt, bei denen aufgrund vertraglicher Vereinbarungen die Entscheidungen über die maßgeblichen Aktivitäten jedoch nur einstimmig getroffen werden können.

Die Bestimmung der Zeitpunkte, zu denen assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in den Kreis der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen aufgenommen werden bzw. aus ihm ausscheiden, erfolgt analog zu den für Tochterunternehmen geltenden Grundsätzen. Die Fortschreibung der Equity-Bewertung basiert auf dem letzten verfügbaren Jahresabschluss bzw. auf den Zwischenabschlüssen zum 30. September, sofern die Bilanzstichtage abweichend vom Bilanzstichtag der TUI AG sind. Dies betrifft 29 Unternehmen mit einem Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember, drei Gesellschaften mit einem Geschäftsjahr vom 1. November bis 31. Oktober und zwei Gesellschaften mit einem Geschäftsjahr vom 1. April bis 31. März.


182 INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen


KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2024 wurden insgesamt 252 Tochterunternehmen einbezogen. Die Entwicklung der Anzahl der Gesellschaften seit dem 1. Oktober 2023 ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

Entwicklung des Konsolidierungskreises * und der nach der Equity-Methode bewerteten Gesellschaften

Konsolidierte Tochterunter- nehmen Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
Stand zum 30.9.2023 266 20 27
Zugänge 7 1 1
Gründung 7 1
Akquisition 1
Abgänge 22 4 2
Liquidation 14 1
Verkauf 1 4 1
Verschmelzung 7
Veränderung der Beteiligungsquote 1 1
Stand zum 30.9.2024 252 17 25

* Anzahl ohne TUI AG

Die unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der TUI AG sind unter „Sonstige Erläuterungen – Aufstellung des Anteilsbesitzes des TUI Konzerns“ aufgeführt. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden 25 Tochterunternehmen. Diese Gesellschaften sind auch bei zusammengefasster Betrachtung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung.

Akquisitionen – Desinvestitionen

AKQUISITIONEN DES GESCHÄFTSJAHRES

Es wurde eine Gesellschaft erworben, die zum Erwerbszeitpunkt keinen Geschäftsbetrieb hatte. Darüber hinaus wurden mit Kaufvertrag vom 29. August 2023 und mit Wirkung zum 19. Oktober 2023 die restlichen 50 % der Geschäftsanteile an der TRAVELStar GmbH, einem Reisebürounternehmen mit Sitz in Hannover, erworben. Die im Rahmen einer Kaufpreisaufteilung ermittelte Gegenleistung beläuft sich auf 2,3 Mio. € und entfällt in voller Höhe auf verrechnete Kaufpreiszahlungen aus der Veräußerung der Geschäftsanteile an der Raiffeisen-Tours RT-Reisen GmbH. Mit dem Erwerb der Anteile an der TRAVELStar GmbH wurden die bisher durch den TUI Konzern gehaltenen 50 % auf 100 % aufgestockt. Die zum Erwerbszeitpunkt bereits bestehende und als Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bewertete Beteiligung wurde im Rahmen der Übergangskonsolidierung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (2,3 Mio. €). Es wurde ein Ertrag in Höhe von 0,4 Mio. € realisiert, der in den sonstigen Erträgen ausgewiesen wird. Die Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis im Berichtszeitraum waren unwesentlich.

Verkürzte Bilanz der TRAVELStar GmbH zum Zeitpunkt des Erwerbs

Mio. €
Aktiva 7,0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0,7
Vorräte 0,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 1,2
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 2,1
Finanzmittel 2,9
Passiva 7,0
Kurzfristige Rückstellungen 0,2
Latente Ertragsteuerverbindlichkeiten 0,2
Sonstige Verbindlichkeiten 2,1
Eigenkapital 4,5

Nach dem Bilanzstichtag wurden keine Unternehmenserwerbe durchgeführt.

AKQUISITIONEN DES VORJAHRES

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Unternehmen unter Anwendung des IFRS 3 erworben. Der Erwerb war unwesentlich und wird hier nicht weiter erläutert.# INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

  • 175 Konzernabschluss
  • 180 Konzernanhang
  • 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
  • 199 Segmentberichterstattung
  • 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
  • 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
  • 266 Sonstige Erläuterungen
  • 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
  • 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
  • 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

DESINVESTITIONEN

Im Geschäftsjahr 2024 wurden sechs Gesellschaften verkauft. Zwei dieser Unternehmensverkäufe sind unwesentlich und werden hier nicht weiter erläutert. Ein weiteres verkauftes Unternehmen hatte keinen Geschäftsbetrieb. Mit Vertrag vom 30. August 2023 und mit Wirkung zum 20. Oktober 2023 wurden die Anteile an dem nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen WOT Hotels Adriatic Asset Company d. o. o. verkauft. Die Gegenleistung beträgt 12,0 Mio. € und entspricht dem Equity-Buchwert zum Zeitpunkt des Verkaufs. Die Gegenleistung wurde am 10. November 2023 gezahlt. Das Abgangsergebnis aus dieser Transaktion beträgt – 0,1 Mio. € und wird in den anderen Aufwendungen ausgewiesen.

Mit Kaufvertrag vom 29. August 2023 und mit Wirkung zum 19. Oktober 2023 wurden die Geschäftsanteile an der nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Gesellschaft Raiffeisen-Tours RT-Reisen GmbH verkauft. Die im Rahmen einer Kaufpreisaufteilung ermittelte Gegenleistung beläuft sich auf 3,1 Mio. € und entspricht dem Equity-Buchwert zum Zeitpunkt des Verkaufs. Die Zahlung ist am 30. Oktober 2023 erfolgt. Mit der Veräußerung der Gesellschaft ist ein Teil des Geschäfts- und Firmenwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „Central Region“ in Höhe von 1,2 Mio. € abgegangen. Aus dieser Transaktion wurde ein Veräußerungsverlust in Höhe von 1,2 Mio. € realisiert. Der Ausweis erfolgt unter den anderen Aufwendungen.

Am 31. März 2023 wurde ein Vertrag mit TUI Global Hospitality Fund S.C.S. über die Veräußerung der im Segment Hotels & Resorts konsolidierten Club Hotel CV, S.A. (Robinson Club Cabo Verde) unterzeichnet. Am 31. Oktober 2023 wurde der Verkauf vollzogen. Die Gegenleistung beträgt 45,6 Mio. €. Davon entfallen 44,8 Mio. € auf die Begleichung von konzerninternen Darlehen. Die Zahlung erfolgte am 31. Oktober 2023. Mit der Veräußerung der Gesellschaft ist ein Teil des Geschäfts- und Firmenwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „Robinson“ in Höhe von insgesamt 2,5 Mio. € abgegangen. Der Großteil des Geschäfts- und Firmenwerts (2,3 Mio. €) ist bereits im Vorjahr durch die Umgliederung in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte abgegangen. Zum Zeitpunkt der Transaktion im Oktober 2023 ergab die finale Berechnung einen weiteren Abgang des Geschäfts- und Firmenwerts in Höhe von 0,2 Mio. €. Aus dieser Transaktion wurde ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 1,0 Mio. € erzielt. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen Erträgen.

Verkürzte Bilanz der „Robinson Club Cabo Verde“ zum 31.10.2023

Mio. €
Aktiva
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 41,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,8
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 0,4
Finanzmittel 1,5
43,7
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Konzerninterne Finanzschulden 44,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,1
Erhaltene touristische Anzahlungen 0,2
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 0,3
46,4

Nach dem Bilanzstichtag fanden keine Unternehmensverkäufe statt.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ausgenommen hiervon sind Gewinne und Verluste, die als qualifizierte Sicherungsgeschäfte zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme (Cash Flow Hedges) im Eigenkapital zu erfassen sind.

Jahresabschlüsse werden in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft erstellt. Als funktionale Währung einer Gesellschaft wird die Währung des wirtschaftlichen Umfelds bezeichnet, in dem die Gesellschaft primär tätig ist. Sofern Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften in anderen Funktionalwährungen erstellt werden als dem Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erfolgt die Umrechnung von Vermögenswerten und Schulden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs). Diesen Gesellschaften zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwerte und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die beim Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und ebenso zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und damit das in der Erfolgsrechnung ausgewiesene Jahresergebnis werden grundsätzlich mit demjenigen Monatsdurchschnittskurs umgerechnet, in dessen Periode der zugehörige Geschäftsvorfall fällt.

Differenzen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen werden erfolgsneutral behandelt und im Konzerneigenkapital als Unterschiede aus der Währungsumrechnung gesondert ausgewiesen. Wenn ein ausländisches Unternehmen oder ein ausländischer Geschäftsbetrieb veräußert wird, werden bislang im sonstigen Ergebnis erfasste Währungsdifferenzen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Gewinns bzw. Verlusts aus der Veräußerung erfasst. Umrechnungsdifferenzen bei nichtmonetären Posten, deren Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam verrechnet werden (zum Beispiel erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Eigenkapitalinstrumente), sind in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Demgegenüber sind Umrechnungsdifferenzen bei nichtmonetären Posten, deren Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts im Eigenkapital berücksichtigt werden, innerhalb der Gewinnrücklagen erfasst.

Einige Tochterunternehmen im TUI Konzern betreiben ihr Geschäft in einem Hochinflationsland (Vorjahr eben- falls Konzernunternehmen in Hochinflationsländern). Da für diese Gesellschaften der Euro die funktionale Währung ist, ist eine Bilanzierung nach IAS 29, Rechnungslegung in Hochinflationsländern, nicht erforderlich. Bei der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, finden für die Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts sowie die Umrechnung der Geschäfts- oder Firmenwerte grundsätzlich die gleichen Grundsätze Anwendung wie bei konsolidierten Tochterunternehmen.

NETTOINVESTITION IN EINEN AUSLÄNDISCHEN GESCHÄFTSBETRIEB

Monetäre Posten in Form von ausstehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber einem ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Abwicklung in einem absehbaren Zeitraum weder geplant noch wahrscheinlich ist, stellen einen Teil der Nettoinvestition in diesen ausländischen Geschäftsbetrieb dar. Währungsdifferenzen aus der Umrechnung dieser monetären Posten werden im sonstigen Ergebnis, d. h. erfolgsneutral im Eigenkapital, erfasst. Im TUI Konzern bestehen solche Darlehen zum 30. September 2024 insbesondere gegenüber Hotelgesellschaften in Nordafrika und einer TUI Musement Gesellschaft in Mexiko.

Wechselkurse von für den TUI Konzern bedeutenden Währungen

Stichtagskurs 30.9.2024 Stichtagskurs 30.9.2023 Jahresdurchschnittskurs 2024 Jahresdurchschnittskurs 2023 je €
Britische Pfund 0,83 0,87 0,86 0,87
US-Dollar 1,11 1,06 1,08 1,07
Schweizer Franken 0,94 0,97 0,96 0,98
Schwedische Kronen 11,31 11,55 11,43 11,34

KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Die Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden erworbener Geschäftsbetriebe erfolgt nach der Erwerbsmethode. Dabei wird zunächst ungeachtet bestehender nicht beherrschender Anteile eine vollständige Zeitwertbewertung aller identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Anschließend wird die zum Zeitwert bewertete Gegenleistung für den Erwerb des Geschäftsbetriebs mit dem auf den erworbenen Anteil entfallenden neu bewerteten Eigenkapital verrechnet. Von dem einzelfallweise ausübbaren Wahlrecht zur Bewertung der nicht beherrschenden Anteile zu ihrem beizulegenden Zeitwert (Full-Goodwill-Methode) wurde kein Gebrauch gemacht. Aktive Unterschiedsbeträge aus Unternehmenserwerben werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert und entsprechend den Vorschriften des IFRS 3 als Vermögenswert bilanziert. Passive Unterschiedsbeträge werden zum Zeitpunkt der Entstehung sofort ergebniswirksam aufgelöst, wobei der Effekt der Auflösung als sonstiger Ertrag ausgewiesen wird.

Bei Anteilszukäufen nach Kontrollerlangung (Aufstockung der Anteile) werden Unterschiedsbeträge zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert von erworbenen Anteilen direkt im Eigenkapital erfasst. Analog werden die Effekte aus Anteilsverkäufen ohne Kontrollverlust ebenfalls direkt im Eigenkapital gebucht. Kommt es hingegen zu einer Kontrollerlangung bzw. einem Kontrollverlust, findet eine ergebniswirksame Gewinn- oder Verlustrealisierung statt.# Konzernabschluss und Anhang

175 Konzernabschluss

180 Konzernanhang

180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Diese Ergebniswirkung entsteht bei sukzessiven Unternehmenserwerben (Transaktionen mit Kontrollerlangung), indem der zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zu dem zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden Zeitwert neu bewertet wird. Bei Transaktionen mit Kontrollverlust umfasst der Gewinn oder Verlust nicht nur den Unterschied zwischen den Buchwerten der abgehenden Anteile und der erhaltenen Gegenleistung, sondern auch das Ergebnis aus der Neubewertung der verbleibenden Anteile. Bei Verlust der Beherrschung wird das in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende Ergebnis berechnet, und zwar als Differenz zwischen dem Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung zuzüglich des Zeitwerts einer eventuell zurückbehaltenen Beteiligung an dem Tochterunternehmen und dem anteiligen Buchwert des Tochterunternehmens. Bis dahin erfolgsneutral erfasste Unterschiede aus der Währungsumrechnung und der Rücklage für Wertänderungen von Finanzinstrumenten werden zum Zeitpunkt der Veräußerung zusätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei der Veräußerung wird der diesen Tochtergesellschaften zurechenbare Geschäfts- oder Firmenwert in die Bestimmung des Gewinns bzw. Verlusts aus der Veräußerung einbezogen.

Im Konzern werden assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bilanziert und zum Zeitpunkt des Erwerbs mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Ansatz der Beteiligung des Konzerns an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen umfasst dabei den beim Erwerb jeweils aufgedeckten Geschäfts- oder Firmenwert. Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung (Ergebnis aus den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen) und der Anteil der erfolgsneutralen Veränderung der Rücklagen in den Gewinnrücklagen des Konzerns erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden im Beteiligungsbuchwert gezeigt. Wenn der Verlustanteil an einem assoziierten Unternehmen oder einem Gemeinschaftsunternehmen dem ursprünglichen Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen inklusive anderer ungesicherter Forderungen entspricht bzw. diesen übersteigt, werden grundsätzlich keine weiteren Verluste erfasst. Darüber hinausgehende Verluste werden nur erfasst, sofern für das assoziierte Unternehmen oder das Gemeinschaftsunternehmen Verpflichtungen eingegangen oder für das Unternehmen Zahlungen geleistet wurden. Abweichungen zwischen den von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und den konzerneinheitlichen Rechnungslegungsvorschriften werden grundsätzlich angepasst. Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Konzerninterne Umsatzerlöse und andere Erträge sowie die entsprechenden Aufwendungen werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr werden unter Berücksichtigung latenter Ertragsteuern ergebniswirksam zurückgenommen. Zwischenverluste werden jedoch gegebenenfalls als Indikator für die Notwendigkeit der Durchführung eines Wertminderungstests in Bezug auf den übertragenen Vermögenswert betrachtet. Zwischengewinne aus Transaktionen mit nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an den Unternehmen eliminiert. Konzerninterne Lieferungen und Leistungen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss ist auf Basis des Anschaffungs- bzw. Herstellungskostenprinzips erstellt. Davon ausgenommen sind bestimmte Finanzinstrumente, beispielsweise finanzielle Vermögenswerte und Derivate sowie das Planvermögen aus extern finanzierten leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen, die zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt wurden. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der TUI AG einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Wertansätze im Konzernabschluss werden unbeeinflusst von steuerlichen Vorschriften allein von der wirtschaftlichen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Rahmen der Regelungen des IASB bestimmt.

UMSATZERLÖSE

TUI realisiert Umsatzerlöse, wenn die Verfügungsgewalt über abgrenzbare Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übergeht. Im Segment Märkte + Airline erzielt TUI im Wesentlichen Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Pauschalreisen. Die in einer Pauschalreise beinhalteten Flüge, Hotelübernachtungen und sonstigen Dienstleistungen werden durch eine signifikante Integrationsleistung der TUI als Reiseveranstalter im Sinne des IFRS 15 in ein Produkt für den Kunden transformiert, sodass die Pauschalreise für die TUI eine Leistungsverpflichtung darstellt. Diese Umsatzerlöse werden realisiert, wenn TUI die Dienstleistung dem Kunden gegenüber erbringt, das heißt linear über die Dauer der Urlaubsreise, da der Kunde den Urlaub zeitanteilig konsumiert. Daneben erzielt TUI weitere Umsatzerlöse durch den Verkauf von weiteren touristischen Dienstleistungen, zum Beispiel Nur-Unterkunft-Angeboten, Nur-Flug-Angeboten oder Kreuzfahrten. Die Umsatzrealisation erfolgt jeweils mit der Erbringung der Serviceleistung durch TUI entweder zeitraumbezogen über die Dauer der Reise, sofern die Dienstleistung einen Zeitraum betrifft, zum Beispiel bei mehrtägigen Hotelübernachtungen, oder zeitpunktbezogen am Tag der Erbringung, zum Beispiel bei Flugleistungen am Flugtag. Umsätze aus langfristigen Verträgen werden gemäß IFRS 15 über die Laufzeit des individuellen Vertrags realisiert. Umbuchungsgebühren stellen keine eigenständige Leistungsverpflichtung dar. Die Umsatzrealisation erfolgt deshalb zusammen mit der Hauptleistung. Wenn TUI Kontrolle über den Vermögenswert erlangt, bevor dieser an den Kunden ausgeliefert wird, ist TUI Prinzipal dieser Leistung. Ansonsten handelt TUI als Agent. Als Prinzipal bilanziert TUI die realisierten Umsätze und Kosten brutto in der GuV, zum Beispiel für Umsätze aus der eigenen Reiseveranstaltertätigkeit, für die Hotelumsätze in eigenen Hotels und die Flugumsätze. TUI bilanziert die Umsatzerlöse aus Agententätigkeit netto in Höhe der erhaltenen Provision, zum Beispiel für die Vermittlung von Mietwagen und vermittelte Hotelumsätze für Dritthotels, bei denen TUI über keine Kontrolle über das Hotelzimmer verfügt. Passagierbezogene Flugsteuern und -gebühren, die TUI im Namen von Dritten einzieht und an diese durchreicht, werden netto in der GuV ausgewiesen. TUI wendet die Erleichterungsregel gemäß IFRS 15.121(a) an. Für die offenen Leistungsverpflichtungen zum Bilanzstichtag berichtet TUI somit alle Verpflichtungen für Verträge mit einer ursprünglichen Vertragslaufzeit von mehr als zwölf Monaten, d. h. zwischen Vertragsbeginn (grundsätzlich Buchungsdatum) und Vertragsende (grundsätzlich Ende der Dienstleistung) liegen mindestens zwölf Monate. TUI muss Strafzahlungen an Kunden für Flugverspätungen oder -annullierungen (so genannte Denied Boarding Compensations) leisten. Diese Zahlungen stehen in direktem Zusammenhang mit der Verpflichtung zur Flugleistung und sind daher variable Gegenleistungen. Somit werden Entschädigungszahlungen bei Flugausfällen bzw. -verspätungen umsatzmindernd in der GuV ausgewiesen.

GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE UND SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert, sofern der Zufluss eines Nutzens für den Konzern wahrscheinlich ist und verlässlich bewertet werden kann. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Einzelkosten und den direkt zurechenbaren Gemeinkosten zusammen. Sofern immaterielle Vermögenswerte nur über einen begrenzten Zeitraum nutzbar sind, erfolgt eine planmäßige lineare Abschreibung über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Durch Unternehmenszusammenschlüsse erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt angesetzt und ebenfalls planmäßig linear abgeschrieben.

Wirtschaftliche Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten Nutzungsdauer
Marken, Lizenzen und übrige Rechte 5 bis 20 Jahre
Transport- und Leasingverträge 12 bis 20 Jahre
Computersoftware 3 bis 13 Jahre
Kundenstamm 7 bis 15 Jahre

Aufgrund einer veränderten Strategie sowie von Verzögerungen im Bereich der digitalen Transformation wurden die Nutzungsdauern einzelner Software-Lösungen von fünf auf zehn Jahre verlängert.

199 Segmentberichterstattung

203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

210 Erläuterungen zur Konzernbilanz

265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

266 Sonstige Erläuterungen

276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung

285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen# IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Für weitere Informationen verweisen wir auf den Abschnitt „Sonstige immaterielle Vermögenswerte“. Sofern Ereignisse oder Anhaltspunkte vorliegen, die eine Wertminderung anzeigen, wird der fortgeführte Buchwert des immateriellen Vermögenswerts mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Wertverlusten, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch die Erfassung außerplanmäßiger Wertminderungen Rechnung getragen. Abhängig von der funktionellen Zuordnung des immateriellen Vermögenswerts werden die planmäßigen Abschreibungen und die Wertminderungen in den Umsatzkosten oder den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmbaren Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft (Impairment-Test). Darüber hinaus erfolgen Überprüfungen, sofern Ereignisse oder Anhaltspunkte vorliegen, die eine mögliche Wertminderung der Vermögenswerte anzeigen.

Innerhalb des TUI Konzerns handelt es sich bei den immateriellen Vermögenswerten mit einer unbestimmbaren Nutzungsdauer ausschließlich um Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Überprüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten wird auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGU) bzw. einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt. Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der Buchwert der getesteten Einheiten einschließlich der zurechenbaren Geschäfts- oder Firmenwerte höher ist als der zukünftig erzielbare Betrag. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Fair Value less Costs of Disposal) und dem Barwert der künftigen Zahlungsströme der getesteten Einheit bei fortgeführte r Nutzung im Unternehmen (Nutzungswert bzw. Value in Use). Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht dem Betrag, der in einer Transaktion zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern nach Abzug von Veräußerungskosten erzielt werden könnte. Vorzunehmende Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung separat ausgewiesen.

SACHANLAGEN

Das Sachanlagevermögen wird zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die aufgebracht wurden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten werden auf Basis von Einzelkosten sowie direkt zurechenbaren Gemeinkosten und Abschreibungen ermittelt. Fremdkapitalkosten, die in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehen, werden für den Zeitraum bis zur Herstellung des betriebsbereiten Zustands des Vermögenswerts in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte einbezogen. Der Finanzierungskostensatz ermittelt sich auf Basis der spezifischen Finanzierungskosten bei speziell für die Beschaffung eines qualifizierten Vermögenswerts aufgenommenen Fremdmitteln und ansonsten als gewogener Durchschnitt der Fremdkapitalkosten der aufgenommenen Fremdfinanzierung.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen und richten sich nach den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Den nutzungsbedingten planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern zugrunde:

Sachanlagevermögen Nutzungsdauer
Hotelgebäude 30 bis 50 Jahre
Sonstige Gebäude 25 bis 50 Jahre
Kreuzfahrtschiffe 30 bis 38 Jahre
Flugzeuge
Flugzeugrümpfe und Triebwerke 22 bis 25 Jahre
Triebwerksüberholungen intervallabhängig, bis zu 12 Jahre
Großreparaturen intervallabhängig, bis zu 12 Jahre
Ersatzteile bis zu 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Des Weiteren wird die Höhe der planmäßigen Abschreibungen durch die zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer eines Vermögenswerts erzielbaren Restwerte bestimmt. Bei Kreuzfahrtschiffen wird bei erstmaliger Bilanzierung von einem Restwert in Höhe von 4 % bis 30 % der Anschaffungskosten ausgegangen. Die Bestimmung der planmäßigen Abschreibung von Flugzeugrümpfen und -triebwerken bei erstmaliger Bilanzierung erfolgt unter Berücksichtigung eines Restwerts von maximal 5 % der Anschaffungskosten. Ferner wird ein Restwert von 20 % bei der Bestimmung der planmäßigen Abschreibung von Ersatzteilen zugrunde gelegt. Zahlungen im Rahmen eines Power-by-the-Hour-Vertrags, die sich auf die nächste Instandhaltung der Komponente beziehen, werden als Anlagen im Bau aktiviert und zum Zeitpunkt der Instandhaltung in die entsprechende Komponente umgebucht.

187

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG
175
Konzernabschluss
180
Konzernanhang
180
Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199
Segmentberichterstattung
203
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210
Erläuterungen zur Konzernbilanz
265
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266
Sonstige Erläuterungen
276
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283
Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285
Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Sowohl wirtschaftliche Nutzungsdauern als auch angenommene Restwerte werden einmal jährlich im Rahmen der Konzernabschlusserstellung überprüft. Die Überprüfung der Restwerte erfolgt auf Basis von vergleichbaren Vermögenswerten am Ende ihrer Nutzungsdauer zum Bilanzstichtag. Vorzunehmende Anpassungen werden als Korrektur der planmäßigen Abschreibungen über die Restnutzungsdauer des Vermögenswerts vorgenommen. Die Anpassung der planmäßigen Abschreibung erfolgt rückwirkend für das gesamte Geschäftsjahr, in dem die Überprüfung stattgefunden hat. Ergibt die Überprüfung eine Erhöhung des erzielbaren Restwerts, sodass dieser den verbliebenen Nettobuchwert des Vermögenswerts übersteigt, werden die planmäßigen Abschreibungen ausgesetzt. Zuschreibungen werden in diesem Fall nicht vorgenommen. Wertverlusten, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch die Erfassung von Wertminderungen Rechnung getragen. Sofern Ereignisse oder Anhaltspunkte vorliegen, die eine Wertminderung anzeigen, wird im Rahmen der dann durchzuführenden Werthaltigkeitstests der Buchwert eines Vermögenswerts mit dem erzielbaren Betrag verglichen.

LEASINGVERHÄLTNISSE

Als Leasingverhältnisse gelten alle Verträge, bei denen das Recht zur Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum gegen Entgelt übertragen wird. Als Leasingnehmer mietet TUI neben mobilen Vermögenswerten wie Flugzeugen, Fahrzeugen und Kreuzfahrtschiffen insbesondere Immobilien wie Hotelgebäude und -grundstücke, Bürogebäude und Reisebüros an. Als Leasinggeber untervermietet TUI einige Flugzeuge und Flächen in Reisebüros und Bürogebäuden sowie ein Hotel.

TUI ALS LEASINGNEHMER

Grundsätzlich setzt TUI für Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasingnehmer ist, in der Bilanz Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten an. Davon abweichend werden die Ansatz- und Bewertungs ausnahmen für alle kurzfristigen Leasingverhältnisse und für Leasingverträge über geringwertige Vermögenswerte angewendet. Ein Leasingverhältnis ist kurzfristig, wenn die Leasingdauer zwölf Monate nicht überschreitet und keine Kaufoption besteht. Die Leasingzahlungen bei solchen Leasingverhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses oder auf einer anderen systematischen Basis als Aufwand in den Umsatzkosten bzw. den Verwaltungsaufwendungen erfasst. Bei Vertragsbeginn wird geprüft, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis ist oder beinhaltet. Neben klassischen Miet-, Pacht- oder Leasingverträgen können unter anderem auch Dienstleistungsverträge und Kapazitätsverträge in den Anwendungsbereich von IFRS 16 fallen. Im Zusammenhang mit dem Einkauf von gemischten touristischen Dienstleistungen wird die Anmietung bzw. die Abnahme der überwiegenden Übernachtungskapazität eines Hotels als Leasingkomponente identifiziert, wenn TUI dem Vertragspartner die Abnahme von mehr als 90 % der Hotelkapazität fix für einen Zeitraum von größer zwölf Monaten garantiert, keine vertragsbefreien de Rückgabe von Kontingenten zur Eigenvermarktung durch den Hotelier vereinbart ist und somit eine unentziehbare Zahlungsverpflichtung existiert.

Bei Verträgen, die neben einer oder mehreren Leasingkomponenten auch Nicht-Leasing-Komponenten enthalten, macht TUI von der Möglichkeit Gebrauch, auf die Trennung dieser Nicht-Leasing-Komponenten zu verzichten, insbesondere bei Kfz- und IT-Leasingverhältnissen sowie bei Hotelkapazitätsverträgen. Am Bereitstellungsdatum, also dem Datum, ab dem der zugrunde liegende Vermögenswert vom Leasinggeber zur Nutzung bereitgestellt wurde, wird eine Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der zu diesem Zeitpunkt noch nicht geleisteten Leasingzahlungen erfasst. Die Leasingzahlungen inkludieren alle fixen und quasi fixen Zahlungen und werden um vom Leasinggeber künftig zu erhaltende Mietanreizzahlungen reduziert. Die Leasingzahlungen umfassen daneben variable Zahlungen, die an einen Index oder einen Zinssatz gekoppelt sind, und erwartete Zahlungen aus Restwertgarantien. Leasingzahlungen für die Ausübung von Verlängerungs-, Kauf- und Kündigungsoptionen werden einbezogen, wenn die Ausübung dieser Optionen als hinreichend sicher beurteilt wird. Die Leasingzahlungen werden grundsätzlich mit dem impliziten Zins des Leasinggebers, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt, abgezinst. Sofern dieser Zins TUI nicht bekannt ist, wird zur Ermittlung des Barwerts der Grenzfremdkapitalzins herangezogen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Buchwert mit dem angewendeten Zinssatz aufgezinst und um geleistete Leasingzahlungen reduziert.# KONSOLIDIERTER LAGEBERICHT

3.3.7 Leasing

Zudem wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeiten bei Änderungen des Leasingverhältnisses, Änderungen der Laufzeit des Leasing- verhältnisses, Änderungen der Leasingzahlungen (zum Beispiel Änderungen künftiger Leasingzahlungen infolge einer Veränderung des zur Bestimmung dieser Zahlungen verwendeten Index oder Zinssatzes) oder bei einer Änderung der Beurteilung einer Kaufoption für den zugrunde liegenden Vermögenswert neu bewertet. Der Zinsaufwand aus der Folgebewertung der Leasingverbindlichkeit wird im Zinsergebnis erfasst. Variable Leasing- zahlungen, die weder von einem Index noch von einem Zinssatz abhängen, werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der das Ereignis oder die Bedingungen eintreten, aufgrund derer die Zahlung erfolgt. Des Weiteren wird zum Bereitstellungsdatum ein Nutzungsrecht erfasst. Nutzungsrechte an den Leasinggegen- ständen werden zu Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet und um Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit berichtigt. Die Anschaffungskosten umfassen den Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich anfänglicher direkter Kosten sowie die vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen abzüglich etwaiger erhaltener Leasing- anreize und die geschätzten Kosten der Restauration des Leasinggegenstands in den in der Leasingvereinbarung verlangten Zustand bei Rückgabe. Aktivierte Nutzungsrechte werden planmäßig linear über den kürzeren Zeit- raum aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses und der erwarteten Nutzungsdauer des Nutzungsrechts abge- schrieben. Wenn das Eigentum an dem Leasinggegenstand am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf die TUI übergeht oder die Leasingzahlungen die zukünftige Ausübung einer Kaufoption berücksichtigen, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des Leasinggegenstands. Die Abschreibungen auf aktivierte Nutzungs- rechte werden in den Umsatzkosten bzw. den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen.

SALE AND LEASE BACK

Bei Sale-and-Lease-Back-Transaktionen wird zunächst gemäß den Kriterien des IFRS 15 geprüft, ob die Über- tragung des Vermögenswerts einen Verkauf darstellt. Stellt die Übertragung einen Verkauf dar, setzt TUI als Verkäufer und Leasingnehmer das mit dem Rückleasing verbundene Nutzungsrecht in Höhe des anteiligen Buchwerts an, der sich aus dem anteiligen, zurückbehaltenen Nutzungsrecht ergibt. Der Gewinn oder Verlust aus der Verkaufstransaktion wird anteilig in Höhe der auf den Käufer und Leasinggeber übertragenen Rechte erfolgswirksam erfasst. Stellt die Übertragung keinen Verkauf dar, bilanziert TUI den rechtlich übertragenen Vermögenswert unverändert weiter und erfasst für die erhaltenen Erlöse eine finanzielle Verbindlichkeit.


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INHALT

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen


TUI ALS LEASINGGEBER

Als Leasinggeber stuft TUI jedes Leasingverhältnis entweder als Operating-Leasingverhältnis oder als Finanzie- rungsleasing ein. Trägt TUI als Leasinggeber die wesentlichen Chancen und Risiken am zugrunde liegenden Vermögenswert, erfolgt eine Einstufung als Operating Lease. Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken am zugrunde liegenden Vermögenswert, wird das Leasingverhältnis als Finanzierungs- leasing klassifiziert. Bei Untermietverhältnissen erfolgt diese Einstufung entsprechend IFRS 16 auf der Basis des Nutzungsrechts und nicht auf Basis des dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Vermögenswerts aus dem Hauptmiet- verhältnis. Die Mieterträge aus Operating Leases werden über die Laufzeit des jeweiligen Leasingverhältnisses linear in den Umsatzerlösen erfasst. Anfängliche direkte Kosten, die bei der Erlangung des Leasingverhältnisses ent- stehen, werden dem Buchwert des zugrunde liegenden Leasinggegenstands hinzugerechnet und linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt. Bei Finanzierungsleasing setzt TUI eine Leasingforderung in Höhe der Nettoinvestition in den Leasingvertrag an und bucht den zugrunde liegenden Leasinggegenstand bzw. das Nutzungsrecht aus dem Hauptmietvertrag aus. Die von den Leasingnehmern gezahlten Leasingraten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, sodass sich eine konstante Verzinsung der Nettoinvestition ergibt. Die Leasingforderung wird um erhaltene Tilgungsanteile vermindert. Der Zinsanteil der erhaltenen Zahlungen wird im Zinsergebnis erfasst.

3.3.8 Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind vertraglich vereinbarte Ansprüche oder Verpflichtungen, die bei einer der beiden Vertragsparteien zu einem Ab- oder Zufluss von finanziellen Vermögenswerten oder zur Ausgabe von eigenen Eigenkapitalinstrumenten führen werden und bei der anderen Vertragspartei entsprechend zu einem Zu- oder Abfluss von finanziellen Vermögenswerten führen. Sie umfassen auch die insbesondere aus originären Finanz- instrumenten abgeleiteten (derivativen) Ansprüche oder Verpflichtungen.

ORIGINÄRE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Die Klassifizierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte werden in Abhängigkeit des zugeteilten Geschäftsmodells zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte und der vertraglichen Zahlungsströme bestimmt. Die Klassifizierung beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten erstreckt sich auf die Kategorien „Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten ( AC)“, „Finanzielle Vermögenswerte erfolgs- neutral zum beizulegenden Zeitwert ( FVTOCI)“ und „Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizule- genden Zeitwert ( FVPL)“. Originäre finanzielle Vermögenswerte werden, mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bei Zugang zum Transaktionspreis angesetzt. Originäre finanzielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz ent- sprechend ihrer Zwecksetzung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert kategorisiert. Originäre finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung es ist, vertraglich vereinbarte Zahlungsströme zu vereinnahmen, und dessen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Nominalbetrag darstellen. Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte wird gem. IFRS 9 eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste gebildet. Die Wertberichtigungen werden für einen finanziellen Vermögenswert über die Gesamtlaufzeit der erwarteten Kreditausfälle (Lifetime Expected Credit Losses) oder auf der Grundlage der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste (12-Month Expected Credit Losses) erfasst. Die Erfassung der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit des finanziellen Vermögenswerts erfolgt, wenn sich das Kreditrisiko für einen finanziellen Vermögenswert seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat oder es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Leasingforderungen oder Contract Assets handelt. Ansonsten ist die Wertberichtigung auf Basis der erwarteten 12-Monats-Kreditausfälle zu ermitteln. IFRS 9 ermöglicht die Anwendung eines vereinfachten Ansatzes, unter anderem für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für diese Posten dürfen bereits bei Zugang die erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit ermittelt werden. TUI wendet für sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den vereinfachten Ansatz an. Wertminderungen und Wertaufholungen werden unter dem gesonderten Posten „Wertminderungsaufwen- dun gen / -aufholungen für finanzielle Vermögenswerte“ in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die gehaltenen Eigenkapitalinstrumente in der Bilanzposition „Sonstige finanzielle Vermögenswerte“ sind unwiderruflich als „Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ designiert, da sie für mittel- bis langfristige strategische Ziele gehalten werden. Dabei handelt es sich um Anteile an verbundenen, nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Beteiligungen sowie sonstige Wertpapiere. Eine Erfassung aller Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts in der Gewinn- und Verlustrechnung würde nicht im Einklang mit der Strategie des Konzerns stehen. Die Eigenkapitalinstrumente werden den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern nicht die Absicht vorliegt, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu ver- äußern. Dividenden aus diesen Eigenkapitalinstrumenten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, die Dividenden stellen eindeutig eine Rückzahlung eines Teils der Anschaffungskosten der Eigen- kapitalinstrumente dar. Der im sonstigen Ergebnis erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust aus der Folgebewertung der Eigenkapital- instrumente verbleibt auch nach der Ausbuchung des Eigenkapitalinstruments im Eigenkapital und ist in die Gewinnrücklagen umzugliedern. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sind erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Eine Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum Zeitpunkt des Erlöschens bzw.# Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn die TUI als Partei eines Vertrags mit einem Drittanbieter wird, der zu einem finanziellen Vermögenswert bei der TUI führt. Beim erstmaligen Ansatz werden finanzielle Vermögenswerte zu ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt.

Bei der Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn das Geschäftsmodell des Unternehmens darauf abzielt, die finanziellen Vermögenswerte zu halten, um vertragliche Cashflows zu vereinnahmen, und wenn die vertraglichen Cashflows des Vermögenswerts zu jedem Zeitpunkt nur Zahlungen von Kapital und Zinsen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Andernfalls werden finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn sie nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Die Klassifizierung und Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten nach IFRS 9 hängt vom Geschäftsmodell der TUI und den vertraglichen Merkmalen der Cashflows des Finanzinstruments ab.

  • Grundlage der Bewertung: Die TUI verfolgt ein Geschäftsmodell, das darauf abzielt, finanzielle Vermögenswerte zu halten, um vertragliche Cashflows zu vereinnahmen. Bei der Bewertung der vertraglichen Cashflows wird geprüft, ob diese ausschließlich Zahlungen von Kapital und Zinsen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.
  • Bewertung von Forderungen aus LuL: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nach IFRS 9 als finanzielle Vermögenswerte betrachtet. Sie werden beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, der dem Nominalbetrag entspricht. Die Wertberichtigung von Forderungen aus LuL erfolgt pauschal auf Basis von Erfahrungen aus der Vergangenheit, wobei ein kollektiver Ansatz gewählt wird.
  • Verbriefungen: Eine Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt, wenn die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus dem Vermögenswert abgelaufen sind oder wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Vermögenswert und somit zu dem Zeitpunkt, zu dem im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen wurden. Die Rechte an einem Vermögenswert erlöschen, wenn die Ansprüche auf den Erhalt der Zahlungsströme aus dem Vermögenswert ausgelaufen sind. Bei Übertragungen eines finanziellen Vermögenswerts wird entsprechend den Abgangsregelungen nach IFRS 9 geprüft, ob eine Ausbuchung zu erfolgen hat.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn eine Verpflichtung besteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zu deren beizulegendem Zeitwert. Bei aufgenommenen Krediten wird der Nominalbetrag um einbehaltene Disagios und gezahlte Transaktionskosten gekürzt sowie um die voraussichtliche Restlaufzeit der Verbindlichkeit abgezinst. Die Folgebewertung originärer finanzieller Verbindlichkeiten erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Von der so genannten Fair-Value-Option macht TUI keinen Gebrauch. Eine Ausbuchung der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum Zeitpunkt, zu dem die im Vertrag genannten Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich als Korrektur zu den Umsatzkosten erfasst. Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von Verbindlichkeiten, die nicht im Rahmen des normalen Leistungsprozesses anfallen, werden entsprechend dem Charakter der zugrunde liegenden Forderung bzw. Verbindlichkeit entweder unter den sonstigen Erträgen / anderen Aufwendungen oder unter den Finanzaufwendungen / -erträgen oder unter den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen.

Die Wandelschuldverschreibungen auf Aktien der TUI AG sind bilanziell als zusammengesetzte Finanzinstrumente einzustufen. Zusammengesetzte Finanzinstrumente werden entsprechend IAS 32 in eine Eigenkapital- und eine Fremdkapitalkomponente aufgeteilt. Die unter den Finanzschulden ausgewiesene Fremdkapitalkomponente wird abzüglich der anteiligen Transaktionskosten bewertet und mittels der Effektivzinsmethode auf den Rückzahlungsbetrag aufgezinst. Die Eigenkapitalkomponente wird mit dem Restwert bewertet, der sich nach Abzug des für die Fremdkapitalkomponente ermittelten Betrags vom beizulegenden Zeitwert des gesamten Instruments ergibt. Die anteiligen Transaktionskosten der Eigenkapitalkomponente werden von dieser abgezogen. Durch das Ausüben oder das Auslaufen der jeweiligen Wandeloption entsteht kein Gewinn oder Verlust.

Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting

Derivative Finanzinstrumente werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Tag des Vertragsabschlusses bewertet und bei Vorhandensein eines Marktwerts bilanziell angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zu dem am jeweiligen Bilanzstichtag errechneten beizulegenden Zeitwert.

Für die Erfassung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden ist. Soweit derivative Finanzinstrumente nicht im Rahmen des Hedge Accounting Bestandteil einer bilanziellen Sicherungsbeziehung sind, werden Änderungen des Zeitwerts erfolgswirksam erfasst.

Besteht eine wirksame Sicherungsbeziehung, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste aus der Marktbewertung von derivativen Finanzinstrumenten, die im Rahmen des Cash Flow Hedge Accounting als Sicherungsinstrument designiert sind, zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Hedge Accounting wird ausschließlich zur Sicherung der Risiken durch Fremdwährungskurs- und Treibstoffpreisänderungen bedingter schwankender Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten zukünftigen Transaktionen (Cash Flow Hedges) angewandt. Sicherungen von Bilanzposten (Fair Value Hedges), d. h. Sicherungen des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert würden, werden derzeit nicht in das Hedge Accounting designiert.

Bei Abschluss der Transaktion werden die Sicherungsbeziehung zwischen Sicherungsinstrument und Grundgeschäft, das Ziel des Risikomanagements sowie die zugrunde liegende Strategie dokumentiert. Darüber hinaus wird sowohl zu Beginn der Sicherungsbeziehung mittels Critical Terms Match als auch fortlaufend quantitativ überwacht und dokumentiert, ob die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der in der Sicherungsbeziehung eingesetzten Derivate die hochwahrscheinlich erwarteten Zahlungsströme der Grundgeschäfte effektiv kompensieren. Ist prospektiv aufgrund der Critical-Terms-Match-Methode und während der Sicherungsbeziehung aufgrund einer wirtschaftlichen Beziehung mit einer kompensatorischen Wirkung zwischen dem abgesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument über die gesamte Laufzeit von einer wirksamen Sicherungsbeziehung auszugehen, wird dieser Sicherungszusammenhang als solcher bilanziert.

Seit dem 1. April 2024 wendet der TUI Konzern für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen die Vorschriften des IFRS 9 an. Für Sicherungsgeschäfte, die bis zum 31. März 2024 abgeschlossen wurden, werden die Designationsszenarien, die entsprechend den Vorschriften des IAS 39 vergeben wurden, unverändert fortgeführt.

Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten ist abhängig davon, ob das derivative Finanzinstrument vollständig oder gegebenenfalls nur teilweise als Sicherungsinstrument designiert wurde, und von der Art des abgesicherten Grundgeschäfts.

  • Der effektive und designierte Teil der kumulierten Marktwertänderungen von Derivaten, die als Cash Flow Hedge für eine Absicherung von Zahlungsströmen bestimmt sind, wird erfolgsneutral im Eigenkapital, der Cash-Flow-Hedge-Rücklage, erfasst.
  • Die kumulierten Marktwertänderungen des beizulegenden Zeitwerts der nicht als Sicherungsinstrument designierten Teile eines derivativen Finanzinstruments, das ab dem 1. April 2024 abgeschlossen wurde, werden in einer separaten Position im Eigenkapital, der Cost-of-Hedging-Rücklage, ausgewiesen.
  • Veränderungen der kumulierten Marktwertänderungen der nicht als Sicherungsinstrument designierten Teile eines derivativen Finanzinstruments, das bis zum 31. März 2024 abgeschlossen wurde, werden direkt erfolgswirksam erfasst.
  • Der ineffektive Teil der Marktwertänderungen von in bilanziellen Sicherungsbeziehungen designierten derivativen Finanzinstrumenten wird sofort ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
  • Die kumulierten Gewinne oder Verluste, die im Eigenkapital ausgewiesen wurden, werden grundsätzlich in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht und als Ertrag bzw. Aufwand erfasst, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird.
  • Bei Absicherungen einer hochwahrscheinlich erwarteten Transaktion, die zum Ansatz eines nichtfinanziellen Postens führt, werden die kumulierten Gewinne oder Verluste, die bislang im Eigenkapital erfasst wurden, aus dem Eigenkapital ausgebucht und als Teil der Anschaffungskosten ausgewiesen (Basis Adjustment).
  • Wenn ein Sicherungsgeschäft ausläuft, veräußert wird oder nicht mehr die Kriterien des IFRS 9 zur Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllt, verbleibt der bis dahin im Eigenkapital kumulierte Gewinn bzw. Verlust im Eigenkapital und wird erst dann erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die ursprünglich gesicherte zukünftige Transaktion eintritt. Wird der Eintritt der zukünftigen Transaktion nicht länger erwartet, werden die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne bzw. Verluste sofort ergebniswirksam vereinnahmt.

Detaillierte Angaben zu den Risikomanagementaktivitäten des Konzerns sind in Textziffer 39 sowie im Abschnitt „Risikobericht“ des Lageberichts enthalten.

Vertragsvermögenswerte und Forderungen

Hat TUI ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, wird ein Vertragsvermögenswert oder eine Forderung ausgewiesen. Forderungen werden ausgewiesen, wenn der Anspruch auf den Erhalt der Gegenleistung keiner Bedingung mehr unterliegt. Dies geschieht in der Regel, wenn der Konzern vertraglich berechtigt ist, eine Rechnung an den Kunden auszustellen, die nicht bereits durch den Kunden vorausbezahlt worden ist. Bedingt durch das touristische Geschäftsmodell, in dem der Kunde seine Reiseleistungen vorausbezahlt, sind Vertragsvermögenswerte mangels Vorleistung der TUI grundsätzlich nicht vorhanden.# Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

VERTRAGSKOSTEN

Die direkten Kosten, die unmittelbar aus dem Erhalt eines Vertrags resultieren, zum Beispiel Vertriebsprovisionen an ein Reisebüro bei Verkauf einer Reiseleistung, werden bei Zahlung der Provision als Vertragskosten in der Bilanz aktiviert. Der Aufwand daraus wird im Einklang mit den dazugehörigen Umsatzerlösen grundsätzlich über die Dauer der Reiseleistung realisiert.

VORRÄTE

Die Bewertung für gleichartige Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt nach der Durchschnittsmethode.

EMISSIONSZERTIFIKATE

CO2-Zertifikate werden als immaterielle Vermögenswerte bilanziert und unter den sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Bewertung der frei zugeteilten Rechte und der entgeltlich erworbenen Rechte erfolgt zu Anschaffungskosten. Eine planmäßige Abschreibung findet nicht statt. Für die Verpflichtung zur Einreichung von Emissionszertifikaten werden Rückstellungen angesetzt. Die Rück- stellungen werden auf Basis der durchschnittlichen Anschaffungskosten der Zertifikate bewertet, die für die Einreichung im jeweiligen Register vorgesehen sind.

FINANZMITTEL

Finanzmittel umfassen Bargeld, Sichteinlagen, Kontokorrentguthaben und andere kurzfristige hochliquide finan- zielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten wie beispielsweise Anteile an Geldmarktfonds. Die Anlage in Geldmarktfonds erfolgt in Anteile mit einem stabilen Nettoinventarwert bzw. LVNAV (Low Volatility Net Asset Value). Die Anlagekriterien der einzelnen Geldmarktfonds, ihre Bonitätsratings, ihre historische Wertentwicklung und Stresstests erfüllen die Kriterien von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel- äquivalenten. Da die vertraglichen Cash Flows der Geldmarktfonds nicht ausschließlich Zins- und Tilgungs- zahlungen umfassen, erfolgt die Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Ausgenutzte Kontokorrentkredite werden als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen.

EIGENKAPITAL

Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Kosten, die direkt der Ausgabe von neuen Aktien oder Wandel- r echten zuzurechnen sind, werden im Eigenkapital netto nach Steuern als Abzug von den Emissionserlösen bilanziert.

EIGENE AKTIEN

Eigene Aktien werden zu Anschaffungskosten einschließlich direkt zuordenbarer Anschaffungsnebenkosten als Verringerung des Eigenkapitals ausgewiesen. Beim Erwerb oder Verkauf von Anteilen wird kein Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Etwaige Unterschiede zwischen den Einnahmen aus dem Verkauf und den Anschaffungskosten werden in den Rücklagen erfasst.

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Die angesetzte Pensionsrückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorien- tierten Verpflichtungen (Defined Benefit Obligation, DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeit- werts des Planvermögens. Übersteigt das Planvermögen eines leistungsorientierten Plans die DBO, wird der übersteigende Betrag als sonstiger nichtfinanzieller Vermögenswert ausgewiesen, sofern die Aktivierung nicht durch die in IAS 19 definierte Obergrenze begrenzt ist. Die DBO wird jährlich von unabhängigen versicherungs- mathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) berechnet. Bei beitragsorientierten Plänen leistet der Konzern aufgrund einer gesetzlichen, einer vertraglichen oder einer freiwilligen Verpflichtung Beiträge an öffentliche oder private Pensionsversicherungspläne. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fällig- keit im Personalaufwand erfasst.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Ver- pflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, und es darüber hinaus wahrscheinlich ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung führen wird und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden konnte. Wenn eine Vielzahl gleichartiger Verpflichtungen besteht, wird die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung auf Basis der Gruppe dieser Verpflichtungen ermittelt. Eine Rückstellung wird auch dann passiviert, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung in Bezug auf eine einzelne in dieser Gruppe enthaltene Ver- pflichtung gering ist. Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Ausgaben bewertet, wobei ein Vorsteuerzinssatz verwendet wird, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts sowie die für die Verpflichtung spezifi- schen Risiken berücksichtigt. Bereits in den Schätzungen zukünftiger Zahlungsströme berücksichtigte Risiken haben keine Auswirkung auf den Abzinsungssatz. Aus der Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rück- stellungen werden erfolgswirksam als Zinsaufwendungen erfasst.

INHALT

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG 175
    • Konzernabschluss 180
    • Konzernanhang 180
      • Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 199
      • Segmentberichterstattung 203
      • Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 210
      • Erläuterungen zur Konzernbilanz 265
      • Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 266
      • Sonstige Erläuterungen 276
    • Versicherung der gesetzlichen Vertreter 277
    • Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 283
    • Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 285
    • Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

ERHALTENE TOURISTISCHE ANZAHLUNGEN (VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN)

Eine Vertragsverbindlichkeit ist eine Verpflichtung des Konzerns gegenüber einem Kunden, Güter zu liefern oder Dienstleistungen zu erbringen, für die der Kunde bereits Leistungen, zum Beispiel in Form von Anzahlungen, erbracht hat. Im touristischen Geschäftsmodell werden die Reiseleistungen im Wesentlichen vor Antritt ange- zahlt. Insofern stellen die erhaltenen touristischen Anzahlungen die Vertragsverbindlichkeiten im Sinne des IFRS 15 dar.

LATENTE UND TATSÄCHLICHE ERTRAGSTEUERN

Erwartete Steuerersparnisse aus der Nutzung von als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen werden aktiviert. Unabhängig von der weiterhin bestehenden unbeschränkten Vortragsfähigkeit inländischer Verlustvorträge wird die jährliche Nutzung in Deutschland jedoch durch die Mindestbesteuerung beschränkt. Für ausländische Verlustvorträge bestehen oftmals länderspezifische zeitliche Begrenzungen der Vortragsfähig- keit und Beschränkungen der Nutzung für Gewinne aus der betrieblichen Tätigkeit, die bei der Bewertung ent- sprechend berücksichtigt werden. Ertragsteuern werden direkt im Eigenkapital bzw. im sonstigen Ergebnis belastet oder gutgeschrieben, wenn sich die Steuer auf Posten bezieht, die dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben werden bzw. im Sonstigen Ergebnis erfasst sind, ohne dass diese den Konzerngewinn oder -verlust verändern. Latente Steuerforderungen werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftig zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die temporäre Differenz oder ein noch nicht genutzter steuerlicher Verlust verwendet werden kann. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanz- stichtag gelten oder gesetzlich verabschiedet worden sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Latente und tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten werden mit entsprechenden Steuererstattungs- ansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.

Der TUI Konzern fällt in den Anwendungsbereich der so genannten OECD Model Rules (globale Mindestbesteuerung). Die globale Mindeststeuer wird auf der Ebene der TUI AG als oberste Muttergesellschaft („Ultimate Parent Entity“) in Deutschland erhoben. Die Gesetzgebung zur globalen Mindestbesteuerung gilt in Deutschland erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Somit finden die ent- sprechenden Regelungen im aktuellen Berichtszeitraum noch keine Anwendung. Die Regelung des IAS 12.4A zur Ausnahme von Bildung bzw. Ansatz und Offenlegung von Informationen über latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Ertragsteuern aus der globalen Mindestbesteuerung wurde für das Geschäftsjahr 1. Oktober 2023 bis 30. September 2024 angewendet. Die globale Mindeststeuer findet im aktuellen Berichtszeitraum auch in keiner weiteren Jurisdiktion Anwen- dung, in welcher TUI Geschäftseinheiten im Sinne der Gesetzgebung unterhält. Hintergrund ist auch hier das vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr. Aufgrund der Komplexität der Mindeststeuerregelungen, der teilweise offenen gesetzlichen Umsetzung in vielen Jurisdiktionen und der Geschäftsentwicklung des TUI Konzerns in Folgejahren können die konkreten quantitativen Auswirkungen der globalen Umsetzung der Mindeststeuerregelungen noch nicht verlässlich er- mittelt werden. Auf der Basis zum Berichtsstichtag vorliegender Informationen (historischer Daten sowie Planungsrechnungen) erwartet der TUI Konzern eine zusätzliche Belastung durch die Nachversteuerung nach den Regelungen des Mindeststeuergesetzes bzw. der lokalen Mindeststeuergesetze anderer Länder im niedrigen einstelligen Millionen- bereich (insb. Malta, Irland, Zypern). Die zusätzliche Steuer hätte nach derzeitigem Kenntnisstand allenfalls einen leichten Effekt auf die Konzernsteuerquote. Der TUI Konzern hat bereits umfangreiche Maßnahmen getroffen, um die sich aus der Gesetzgebung erge- benden Berichtspflichten und steuerlichen Compliance-Vorgaben zu erfüllen (u.a. Vorbereitung von Prozessen, Registrierung soweit bereits erforderlich).# ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNGEN

Bei den im Konzern existierenden anteilsbasierten Vergütungsplänen handelt es sich um Vergütungspläne, die in bar oder auch durch Eigenkapitalinstrumente abgegolten werden. Für Transaktionen mit Barausgleich wird zum Zeitpunkt der Leistungserbringung durch den Anspruchsberechtigten die daraus resultierende Schuld des Konzerns zu ihrem beizulegenden Zeitwert aufwandswirksam angesetzt. Bis zur Begleichung der Schuld wird der beizulegende Zeitwert der Schuld zu jedem Berichtsstichtag neu bemessen, und alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.

Für Transaktionen mit Eigenkapitalausgleich wird der beizulegende Zeitwert der gewährten Eigenkapitalinstrumente als Personalaufwand mit einer korrespondierenden direkten Erhöhung des Eigenkapitals erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird zum Zeitpunkt der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente ermittelt und über den Zeitraum verteilt, in dem die Mitarbeitenden die Bezugsberechtigung für die Eigenkapitalinstrumente erdienen. Das Vorgehen bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der gewährten Eigenkapitalinstrumente wird in Textziffer 38 „Anteilsbasierte Vergütungen nach IFRS 2“, dargestellt.

ZUSAMMENFASSUNG AUSGEWÄHLTER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

In der folgenden Tabelle sind die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des TUI Konzerns zusammengefasst.

Bilanzposten Bewertungsmethode
Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte Anschaffungskosten (Folgebewertung: Impairment-Test)
Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Sachanlagen Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Nutzungsrechte Fortgeführte Anschaffungskosten
Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen Fortgeführter anteiliger Wert des Eigenkapitals der Beteiligung
Finanzielle Vermögenswerte
Eigenkapitalinstrumente Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (abhängig von dem zugrunde liegenden Geschäftsmodell und den vertraglichen Zahlungsströmen)
Derivative finanzielle Vermögenswerte Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bzw. bei bestimmten Sicherungsbeziehungen über das sonstige Ergebnis mit anschließender Umgliederung in den Gewinn oder Verlust oder mit Basis Adjustment
Finanzmittel Fortgeführte Anschaffungskosten bzw. erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Vorräte Niedrigerer Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert
Geleistete touristische Anzahlungen Anschaffungskosten (bzw. niedrigerer erzielbarer Betrag)
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Niedrigerer Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten
Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Finanzschulden Fortgeführte Anschaffungskosten
Rückstellungen für Pensionen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method)
Sonstige Rückstellungen Barwert des künftigen Erfüllungsbetrags
Leasingverbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
Erhaltene touristische Anzahlungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Originäre finanzielle Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bzw. bei bestimmten Sicherungsbeziehungen über das sonstige Ergebnis mit anschließender Umgliederung in den Gewinn oder Verlust oder mit Basis Adjustment
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten

Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen

Die Darstellung der im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Rückstellungen sowie der Eventualforderungen und -verbindlichkeiten ist von Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen abhängig. Bestehende Unsicherheiten werden bei der Wertermittlung angemessen berücksichtigt. Sämtliche Schätzungen und Annahmen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag.

Bei der Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung wurde das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte zukünftige wirtschaftliche Umfeld in den Geschäftsfeldern und Regionen, in denen der Konzern tätig ist, berücksichtigt. Trotz sorgfältiger Schätzung kann die tatsächliche Entwicklung von den Schätzwerten abweichen. In solchen Fällen werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Änderungen von Schätzungen werden grundsätzlich im Geschäftsjahr der Änderung und in den zukünftigen Perioden berücksichtigt.

ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN

Die durch das Management bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden getroffenen Ermessens- entscheidungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden im TUI Konzern haben können, betreffen im Wesentlichen die folgenden Sachverhalte:

  • Bestimmung, wann der Konzern ein Beteiligungsunternehmen beherrscht und dieses somit vollkonsolidiert
  • Bestimmung, wann ein Konzernunternehmen bei der Leistungserbringung als Agent oder Prinzipal auftritt
  • Bestimmung, ob eine Vereinbarung als Leasingverhältnis zu klassifizieren ist oder ein Leasingverhältnis beinhaltet
  • Bestimmung der Laufzeit des Leasingverhältnisses als Leasingnehmer bei Verträgen mit Verlängerungs- bzw. Kündigungsoptionen

BESTIMMUNG DER LAUFZEIT DES LEASINGVERHÄLTNISSES ALS LEASINGNEHMER

TUI bestimmt die Laufzeit des Leasingverhältnisses basierend auf der unkündbaren Grundlaufzeit des Leasingverhältnisses unter Einbeziehung von Zeiträumen, die sich aus Optionen zur Verlängerung des Leasingverhältnisses ergeben, sofern hinreichend sicher ist, dass TUI die Option ausüben wird, sowie von Zeiträumen, die sich aus Optionen zur Kündigung des Leasingverhältnisses ergeben, sofern hinreichend sicher ist, dass TUI die Option nicht ausüben wird. Viele der individuell ausverhandelten Flugzeug- und Immobilienleasingverträge der TUI beinhalten Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen.

Die Beurteilung der TUI, ob es hinreichend sicher ist, dass eine Verlängerungsoption ausgeübt bzw. eine Kündigungsoption nicht ausgeübt werden wird, ist ermessensbehaftet. TUI berücksichtigt dabei alle maßgeb- lichen Fakten und Umstände, die TUI als Leasingnehmer einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung bzw. Nichtausübung der Verlängerungs- bzw. Kündigungsoption geben.

Ab dem Bereitstellungsdatum beurteilt TUI die Dauer des Leasingverhältnisses neu, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine signifikante Änderung der Umstände eintritt, das bzw. die innerhalb unserer Kontrolle liegt und sich auf unsere ursprüngliche Beurteilung der hinreichenden Sicherheit auswirkt. Die Laufzeit des Leasingverhältnisses wird zum Beispiel angepasst, wenn eine Verlängerungsoption ausgeübt wird bzw. eine Kündigungsoption nicht ausgeübt wird und dies in der ursprünglichen Beurteilung abweichend berücksichtigt wurde.

Bei Flugzeugleasingverträgen bestimmen wir das Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses grundsätzlich anhand des vertraglich vereinbarten Rückliefertermins. Verlängerungsoptionen bei mittel- bis langfristigen Immobilienverträgen, zum Beispiel bei Bürogebäuden, Hotels oder Reisebüromietverträgen, werden bis zu dem Zeitpunkt einbezogen, an dem TUI für den individuellen Einzelfall von einer hinreichenden Sicherheit der spä teren Ausübung der Option ausgeht. Informationen über mögliche zukünftige Mietzahlungen, die sich auf Zeiträume beziehen, die nach dem Aus- übungszeitpunkt von Verlängerungs- bzw. Kündigungsoptionen liegen, sind in Textziffer 15 dargestellt.# ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Annahmen und Schätzungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden im TUI Konzern haben können, beziehen sich im Wesentlichen auf die folgenden bilanziellen Sachverhalte:

  • Annahmen im Rahmen von Impairment-Tests, insbesondere für Geschäfts- oder Firmenwerte und Sachanlagevermögen
  • Auswirkung klimabezogener Risiken auf die Nutzungsdauern und die Bewertung von Vermögenswerten
  • Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte im Rahmen von Unternehmenserwerben und Bestimmung der Nutzungsdauer von erworbenen immateriellen Vermögenswerten
  • Bestimmung von Nutzungsdauern und Restbuchwerten des Sachanlagevermögens
  • Bestimmung von Parametern für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen
  • Ansatz und Bewertung von sonstigen Rückstellungen
  • Bestimmung des Grenzfremdkapitalzinses für die Bewertung von Leasingverbindlichkeiten
  • Realisierbarkeit zukünftiger Steuerersparnisse aus steuerlichen Verlustvorträgen und steuerlich abzugsfähigen temporären Differenzen
  • Bewertung steuerlicher Risiken
  • erzielbare Beträge geleisteter touristischer Anzahlungen
  • Bestimmung, dass die Pauschalreise durch die signifikante Integrationsleistung eine Leistungsverpflichtung darstellt
  • Bestimmung der zeitraumbezogenen Umsatzrealisation linear über die Reisedauer
  • Ermittlung der erwarteten Ausfallraten von Finanzinstrumenten

ANNAHMEN IM RAHMEN VON IMPAIRMENT-TESTS, INSBESONDERE FÜR GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE UND SACHANLAGEVERMÖGEN

Die Werthaltigkeitstests werden auf der Grundlage zukünftiger abgezinster Zahlungsmittelüberschüsse, die aus der mittelfristigen Unternehmensplanung abgeleitet werden, durchgeführt. Sowohl die Ableitung zukünftiger Zahlungsmittelüberschüsse als auch die Ermittlung des Zinssatzes unterliegt dabei in hohem Maße Annahmen und Schätzungen und ist mit Unsicherheiten verbunden. Zusätzlich wurden Annahmen und Schätzungen bezüglich der finanziellen Auswirkung klimabezogener Risiken getroffen, die weiter unten beschrieben werden.

Der Ermittlung der zukünftigen Zahlungsmittelüberschüsse liegen folgende Annahmen über die zukünftige Entwicklung des Geschäfts der TUI zugrunde:

Im Geschäftsjahr 2024 hat die TUI die Gästezahlen im Vergleich zum Vorjahr weiter steigern können. Die Umsatzerlöse stiegen um mehr als 10 %, das bereinigte EBIT um mehr als 25 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2023, den Erwartungen entsprechend. Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein weiteres Wachstum der Gästezahlen erwartet.

Für den Bereich Märkte + Airline wird angenommen, dass die stärkere Nutzung des Online-Vertriebs sowie des Vertriebs über die App, die Bereitstellung dynamischer Produktionskapazitäten für Flug und Unterkunft und die Investitionen in die Digitalisierung zu Ergebnissteigerungen führen werden.

Im Segment Kreuzfahrten wird ein Anstieg der Ergebnisse bis zum Geschäftsjahr 2027 insbesondere durch den Ausbau der Flotte der TUI Cruises erwartet. TUI Cruises hat im Sommer 2024 ein neues Schiff in Betrieb genommen und wird in den Jahren bis 2027 ihre Flotte auf dann neun Schiffe (ohne die Schiffe der Marke Hapag Lloyd Kreuzfahrten) ausbauen.

In den Planungen des Segments Hotels & Resorts wird ein weiterer Anstieg der Ergebnisse insbesondere durch kapitalschonende Kapazitätsausweitungen zum Beispiel in Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen geplant. Flankierend plant der Hotelbereich, eine eigene globale Vertriebsplattform auf- und auszubauen.

Die Entwicklung von TUI Musement ist zum einen abhängig von der Entwicklung der Gästezahlen des Bereichs Märkte + Airline, zum anderen wird erwartet, dass TUI Musement Wachstum durch den Ausbau des Eigen- und Direktvertriebs über Internet und App generieren wird.

Weitere wesentliche Einflussfaktoren sind der der Abzinsung zugrunde liegende gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz nach Ertragsteuern (WACC), die nachhaltige Wachstumsrate sowie die ewige Rente. Änderungen dieser Annahmen können einen erheblichen Einfluss auf den erzielbaren Wert und die Höhe einer möglichen Wertminderung haben.

Der der Abzinsung zugrunde liegende gewichtete Kapitalkostensatz nach Ertragsteuern (WACC) wurde anhand von externen Kapitalmarktinformationen vergleichbarer Unternehmen abgeleitet. Zusätzlich wurde ein weiterer Risikoaufschlag von 2,4 % (Vorjahr 2,1 %) auf die Kapitalkosten der Märkte + Airline berücksichtigt. Dieser zusätzliche Risikoaufschlag ergab sich aus der Analyse interner und externer Markterwartungen und spiegelt die erhöhten Unsicherheiten in Bezug auf die mittel- und langfristigen Marktentwicklungen wider. Insbesondere bei der Bewertung einzelner Hotels werden zusätzlich länderbezogene Risikoaufschläge vorgenommen. Zur Ermittlung des Kapitalkostensatzes verweisen wir auf den Abschnitt „Geschäfts- oder Firmenwerte“.

Schließlich haben wir Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um die den Annahmen der Werthaltigkeitstests zugrunde liegenden Unsicherheiten abschätzen zu können. Dabei wurden einzelne Parameter variiert, und die Auswirkung auf den erzielbaren Betrag wurde berechnet, ohne dass kompensatorische Maßnahmen berücksichtigt worden sind. Sensitivitäten wurden berechnet für Änderungen des Kapitalkostensatzes und der
194 INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG 175 Konzernabschluss 180 Konzernanhang 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 199 Segmentberichterstattung 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 266 Sonstige Erläuterungen 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

nachhaltigen Wachstumsrate. Zusätzlich wurden Sensitivitäten für einen generellen Rückgang bzw. eine Erhöhung der zukünftigen Zahlungsmittelüberschüsse sowie für materielle klimabezogene Risiken analysiert. Zu weiteren Details verweisen wir auf den Abschnitt „Geschäfts- oder Firmenwerte“.

AUSWIRKUNG KLIMABEZOGENER RISIKEN AUF DIE NUTZUNGSDAUERN UND DIE BEWERTUNG VON VERMÖGENSWERTEN

ÜBERBLICK ÜBER KLIMABEZOGENE RISIKEN

Klimabezogene Risiken können erhebliche Auswirkungen auf die Tourismusbranche haben. Aufgrund eines Temperaturanstiegs könnte die Attraktivität bestimmter Reiseziele sinken. Durch Klimawandel bedingte Extremwetterereignisse führen möglicherweise zu Schäden in unseren Anlagen und zu einer höheren Anzahl von Stornierungen von Buchungen. Infolge politischer und rechtlicher Entwicklungen werden die Aufwendungen für Emissionszertifikate steigen. Kundenpräferenzen können sich ändern. Zugleich könnte der Klimawandel für TUI auch Chancen beinhalten, beispielsweise eine Verlängerung der touristischen Saison in Sommerdestinationen oder eine größere Diversifizierung durch Erschließung neuer Regionen. All diese Veränderungen werden sich auf die Finanzergebnisse der TUI auswirken und sich künftig, insbesondere langfristig, verstärken.

Angesichts der Klimarisiken ist die TUI der Science Based Targets initiative (SBTi) angeschlossen und hat sich 2023 verpflichtet, bis 2030 Emissionsreduktionen im Vergleich zu einem Basisjahr 2019 umzusetzen. Die Ziele sind:

  • Reduzierung der CO2-Emissionen pro verkauftem Passagierkilometer um 24 % bis 2030
  • Reduzierung der absoluten CO2-Emissionen von Kreuzfahrten um 27,5 % bis 2030
  • Reduzierung der absoluten CO2-Emissionen von TUI Hotels & Resorts um 46,2 % bis 2030

Darüber verfolgt die TUI das Ziel, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Die Reduzierung der Emissionen soll durch Investitionen in neue Technologien und den Einsatz von emissionsärmeren Treibstoffen erreicht werden.

Zur Einschätzung der Auswirkungen der klimabezogenen Risiken auf unsere Finanzergebnisse und unser Geschäftsmodell hat die TUI im Geschäftsjahr 2023 eine qualitative und quantitative Bewertung der Klimarisiken durchgeführt. Diese Analyse ist weiterhin zutreffend. Der Bewertung liegen eine Reihe von Annahmen zugrunde, die sich zum Beispiel auf Veränderungen der Intensität und Häufigkeit wetterbezogener Ereignisse, technologische Innovationen, Entwicklung der Energiepreise und Preise für Emissionszertifikate und die Entwicklung des Wissens über die globale Erwärmung beziehen. Die Auswirkung der Klimarisiken wurde für zwei Szenarien, jeweils bis zum Jahr 2100, bewertet: ein Szenario, das eine globale Erwärmung von ca. 4,3°C impliziert, und ein Szenario, das eine globale Erwärmung von ca. 1,5°C unterstellt. Die Analyse wurde für die Zeiträume bis 2030, 2040 und 2050 durchgeführt. Der Grad der Unsicherheit der Analyseergebnisse nimmt mit der Zeit zu. In Anbetracht der Unsicherheit hat die TUI bei der Einschätzung der Auswirkungen der Klimarisiken im Hinblick auf Ansatz und Bewertung im Konzernabschluss die nachstehend beschriebenen wesentlichen Schätzungen und Ermessensentscheidungen berücksichtigt.

AUSWIRKUNGEN KLIMABEZOGENER RISIKEN AUF DIE NUTZUNGSDAUER VON VERMÖGENSWERTEN

Die klimabezogenen Risiken können die Nutzungsdauer von Vermögenswerten auf unterschiedliche Weise beeinflussen:

  • Physische Veränderungen des Klimas wie eine erhöhte Häufigkeit und Intensität akuter Ereignisse (Stürme, Brände und Überschwemmungen) sowie langfristige Trends wie ein Temperaturanstieg können sich auf unsere Vermögenswerte auswirken.
  • Transitorische Veränderungen im Zusammenhang mit dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, einschließlich politischer, rechtlicher, technologischer und marktbezogener Veränderungen, können die Nutzung unserer Vermögenswerte beeinflussen.

Bei der Bewertung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Nutzungsdauer unserer Vermögenswerte hat TUI folgende Annahmen und Schätzungen zugrunde gelegt:

Die Auswirkungen physischer Risiken auf unsere Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe werden als gering eingeschätzt.# 195

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Beide Vermögenswerte könnten flexibel eingesetzt und die Reise- oder Flugrouten angepasst werden. Das Hauptrisiko bezieht sich auf die Verpflichtung der TUI, ihren Geschäftsbetrieb zu dekarbonisieren. Alle Flugzeuge der aktuellen Flotte lassen sich jedoch mit Sustainable Aviation Fuel (SAF) betreiben. Darüber hinaus endet die Nutzungsdauer unserer Flugzeuge, die großenteils geleast und als Nutzungsrechte bilanziert sind, vor 2050, sodass TUI neue Technologien wie wasserstoffbetriebene Flugzeuge nutzen könnte. Auch unsere Kreuzfahrtschiffe können entweder Sustainable Marine Fuel (SMF) nutzen oder lassen sich entsprechend umrüsten. Daher sieht die TUI keine Auswirkung klimabezogener Risiken auf die Nutzungsdauer von Flugzeugen oder Kreuzfahrtschiffen.

Die TUI hat auch die Nutzungsdauer ihrer Hotels im Hinblick auf klimabezogene Risiken eingeschätzt. Auf der Grundlage der oben beschriebenen Analyse gelangt die TUI zu dem Schluss, dass das Risiko durch akute Wetter-ereignisse wie Stürme, Feuer und Überschwemmungen nur auf ein Maß steigen wird, das mit Versicherungs-verträgen und durch die breite geographischen Streuung unseres Portfolios an Hotels und Resorts beherrschbar ist. Darüber hinaus wird der Anstieg dieser Klimarisiken höchstwahrscheinlich langfristig erfolgen, sodass die ge-leasten Hotels, die eine relativ kurze Nutzungsdauer haben, weniger betroffen sind. Weiterhin kommt die TU I zu dem Schluss, dass kein Hotel aufgrund des Meeresspiegelanstiegs eine verkürzte Nutzungsdauer haben wird. Das Risiko für Hotels in Bezug auf die Dekarbonisierung des Geschäftsbetriebs der TUI wird gering sein, da es schon heute technische Möglichkeiten gibt, Energie ohne CO2-Emissionen zu erzeugen, beispielsweise durch Photovoltaik- oder Windkraftanlagen.

Die Nutzungsdauer von Hotels könnte auch durch ein klimabedingt (beispielsweise infolge eines Temperaturanstiegs) verändertes Kundenverhalten beeinflusst werden. Langfristig könnten bestimmte Destinationen vor allem in der Hochsaison, beispielsweise im Sommer, in den Mittelmeer-ländern rückläufige Touristenzahlen verzeichnen. Diesem Rückgang wird aber voraussichtlich die Verlängerung der Vor- und Nachsaison im Frühjahr und Herbst gegenüberstehen. Darüber hinaus hat die TUI die Möglichkeit, ihre Kunden in die eigenen Hotels zu steuern und den Rückgang von Gästezahlen durch weniger von Dritten gekaufte Zimmer zu managen. Insgesamt sieht die TUI keine Auswirkung klimabezogener Risiken auf die Nut-zungsdauer von Hotels.

Insgesamt wurden die Nutzungsdauern und Restwerte im Vorjahr und Berichtsjahr infolge klimabedingter Risiken nicht geändert.

AUSWIRKUNG KLIMABEZOGENER RISIKEN AUF DIE BEWERTUNG AKTIVER LATENTER STEUERN AUF VERLUSTVORTRÄGE

Für die Ableitung der Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen und abzugsfähigen Differenzen stellt die TUI auf einen fünfjährigen Planungshorizont ab, der aus der mittelfristigen Unternehmensplanung abgeleitet wird. Die mittelfristigen klimabezogenen Risiken werden in der Bewertung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge berücksichtigt. Die weitaus höheren Belastungen, die langfristig eintreten werden, haben ent-sprechend keinen Einfluss auf die Bewertung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge.

AUSWIRKUNG KLIMABEZOGENER RISIKEN AUF IMPAIRMENT - TESTS, INSBESONDERE FÜR GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE UND SACHANLAGEVERMÖGEN

Bei der Durchführung der Werthaltigkeitstests wurden von den auf Grundlage der Mittelfristplanung ermittelten abgezinsten zukünftigen Zahlungsmittelüberschüssen die auf der Grundlage der oben genannten Klimarisiko-analyse ermittelten abgezinsten zukünftigen finanziellen Belastungen abgezogen. Die ermittelten zukünftigen Belastungen unterliegen dabei aufgrund ihrer Langfristigkeit und der unsicheren technologischen und regula-torischen Entwicklung hohen Unsicherheiten.

Grundlage ist die Annahme, dass die TUI zunächst gemäß der SBTi ihre klimaschädlichen Emissionen bis 2030 reduziert und anschließend linear bis 2050 eine Null-Emission erreicht. Eine entsprechende Reduktion bis 2050 wurde auch für die Emissionen unserer Zulieferer angenommen. Dies soll insbesondere durch den zunehmenden Ersatz von Kerosin bzw. Bunkeröl durch Treibstoffe ohne Treibhausgasemissionen erreicht werden. Es wird somit erwartet, dass diese Treibstoffe in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Diese Annahme ist abhängig davon, inwieweit es gelingt, entsprechende Technologien und Produktionskapazitäten zu entwickeln und unter-liegt somit erheblichen Unsicherheiten. Eine wesentliche Schätzung betrifft die Preisentwicklung für Treibstoffe ohne Treibhausgasemissionen. Derzeit übersteigen die Kosten für diese Treibstoffe die Preise herkömmlicher Treibstoffe. Es wird aber angenommen, dass sich die Preise bis zum Jahre 2050 annähern werden.

Technische Neuerungen, zum Beispiel in Form von Flugzeugen, die mit Wasserstoff betrieben werden, bleiben unberücksichtigt. Eine effizientere Nutzung von Treibstoff wurde nur berücksichtigt, sofern sie mit der bereits beschlos-senen Flottenerneuerung im Flugbereich zusammenhängt oder durch bereits bekannte Technologien wie Unter-wasseranstriche bei Kreuzfahrtschiffen erreicht werden kann. Der Flottenausbau im Segment Kreuz-fahrten ist ebenfalls berücksichtigt.

Im Segment Hotels & Resorts wird angenommen, dass die Reduktion der Emissionen durch die bereits begonnenen und fortgesetzten Investitionen in erneuerbare Energien, zum Bei-spiel in Photovoltaik- Anlagen, erreicht wird. Grundlage der Reduktion der Treibhausgase ist eine regulatorische staatliche Steuerung, die alle, auch die Zulieferer der TUI, betrifft und insbesondere zu einer Reduktion freier Emissionszertifikate bzw. einer Preis-erhöhung für Emissionszertifikate führt.

Während, wie oben beschrieben, die Emissionen klimaschädlicher Gase reduziert werden sollen, wird der Anstieg der Preise für Emissionszertifikate zu wesentlichen finanziellen Belastungen führen, bevor die Aufwendungen für Emissionszertifikate im Jahre 2050 auf null absinken. Bei der Berechnung der finanziellen Belastungen wurden nicht nur die eigenen Kosten der TUI, sondern auch die von Zulieferern weiterbelasteten Kosten für Emissionszertifikate berücksichtigt. Zusätzlich wurden die physischen Risiken durch klimabezogene Einmalereignisse wie Stürme oder Über-flutungen bzw. langfristige Entwicklungen wie steigende Temperaturen im Segment Hotels & Resorts berück-sichtigt. Basierend auf externen Studien wurden dabei durchschnittliche jährliche Belastungen ermittelt. Es wird erwartet, dass die finanziellen Auswirkungen dieser Klimarisiken verhältnismäßig gering sind.

Insgesamt werden der Einsatz von emissionsarmen Treibstoffen und die steigenden Preise für Emissionen zu erheblichen finanziellen Belastungen insbesondere im energieintensiven Flugbereich der Segmente Region Nord, Region West und Region Zentral führen. Zudem wird das Segment Kreuzfahrten belastet werden. Im Segment Hotels & Resorts ist die Belastung eher gering, aus der eigenständigen Generierung von Energie, zum Beispiel durch Photovoltaikanlagen, kann sogar eine Kostenersparnis resultieren.

Eine wesentliche Annahme ist daher, inwieweit es gelingt, die Kosten für emissionsarme Treibstoffe und Emissions-zertifikate an die Kunden weiterzugeben. Die TUI nimmt an, dass die Reduktion der Treibhausgase zu einem all-gemeinen Preisanstieg (grüne Inflation) führen wird. Zusätzlich hat die TUI den Vorteil, dass es über die gesamte Wertschöpfungskette Möglichkeiten gibt, Kosten weiterzugeben. Insgesamt geht die TUI daher davon aus, dass im besonders betroffenen Flugbereich 90 % der Kosten weitergegeben werden können, ansonsten 95 %.

Angesichts der gegebenen Unsicherheiten bezüglich der langfristigen finanziellen Belastungen aus klimabezo-genen Risiken hat die TUI Sensitivitäten für die besonders betroffenen energieintensiven Bereiche Märkte + Airline sowie Kreuzfahrten berechnet, die im Abschnitt „Geschäfts- oder Firmenwerte“ dargestellt werden. Diese betreffen die Annahmen über die Entwicklung klimabezogener Risiken, die Preisentwicklung für alter-native Treibstoffe und Emissionszertifikate sowie die Bereitschaft der Kunden, diese Kosten zu übernehmen.

Insgesamt sieht die TUI in den klimabezogenen Risiken keinen Anhaltspunkt, Werthaltigkeitstests durchzuführen.

196

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

UNTERNEHMENSERWERBE UND IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Im Rahmen der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen sind die identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Dabei werden regelmäßig Verfahren eingesetzt, die auf geplante oder geschätzte zukünftige abgezinste Zahlungsmittelüberschüsse beruhen.# Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Diese können in Abhängigkeit von den zugrunde gelegten Annahmen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Zusätzlich ist die Einschätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer von immateriellen Vermögenswerten sowie die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Eventualverbindlichkeiten mit Unsicherheiten und Annahmen verbunden. Einzelheiten zu den Unternehmenserwerben bzw. den Nutzungsdauern immaterieller Vermögenswerte sind im Abschnitt „Akquisitionen – Desinvestitionen“ des Kapitels „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses“ und im Abschnitt „Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte“ des Kapitels „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ dargestellt.

SACHANLAGEVERMÖGEN

Die Bewertung der abnutzbaren Vermögenswerte des Sachanlagevermögens ist mit Schätzungen verbunden. Der Buchwert des Sachanlagevermögens zum 30. September 2024 beträgt 3.697,4 Mio. € (Vorjahr 3.480,3 Mio. €). Wesentliche Annahmen und Schätzungen beziehen sich auf die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern sowie erzielbarer Restwerte von Gegenständen des Anlagevermögens. Hierbei werden auch die Auswirkungen klimabezogener Risiken berücksichtigt. Aus der Analyse zur Überprüfung der Wertansätze wird laufend eingeschätzt, ob ein Anhaltspunkt für eine mögliche Wertminderung gegeben ist. Diese Anhaltspunkte betreffen zahlreiche Bereiche und Faktoren wie zum Beispiel das marktbezogene oder technische Umfeld, aber auch den physischen Zustand. Liegt ein solcher Anhaltspunkt vor, muss das Management den erzielbaren Betrag auf der Basis von erwarteten Zahlungsströmen und angemessenen Zinssätzen schätzen. Einzelheiten zu Nutzungsdauern und Restwerten von Gegenständen des Sachanlagevermögens sind im Abschnitt „Sachanlagen“ des Kapitels „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ dargestellt.

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Zum 30. September 2024 beträgt der Buchwert der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen 664,4 Mio. € (Vorjahr 670,4 Mio. €). Für Pensionspläne, deren Fondsvermögen die Verpflichtung übersteigt, werden zum 30. September 2024 sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte in Höhe von 75,4 Mio. € (Vorjahr 98,5 Mio. €) ausgewiesen. Für die Ermittlung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen werden versicherungsmathematische Berechnungen herangezogen, die auf den zugrunde gelegten Annahmen hinsichtlich der Lebens erwartung und des Abzinsungssatzes beruhen. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens zum Bilanzstichtag beträgt 2.140,7 Mio. € (Vorjahr 1.905,8 Mio. €). Da als Planvermögen klassifizierte Vermögenswerte grundsätzlich nicht zur kurzfristigen Veräußerung bestimmt sind, können sich die Marktwerte des Fondsvermögens bis zur Realisierung signifikant verändern. Detailinformationen zu den versicherungsmathematischen Annahmen sind bei den Erläuterungen zu den bilanzierten Pensionsrückstellungen unter Textziffer 29 beschrieben.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Zum 30. September 2024 werden sonstige Rückstellungen in Höhe von 1.330,3 Mio. € (Vorjahr 1.181,9 Mio. €) ausgewiesen. Im Rahmen des Ansatzes und der Bewertung von Rückstellungen müssen in erheblichem Umfang Annahmen hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit, der Fälligkeit und der Höhe des Risikos getroffen werden. Der Beurteilung, ob eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, liegen in der Regel Einschätzungen interner oder externer Sachverständiger zugrunde. Die Höhe der Rückstellungen basiert auf den erwarteten Aufwendungen, die auf Basis der Sachverhaltsbeurteilung im Einzelfall anhand von Erfahrungswerten, Ergebnissen vergleichbarer Sachverhalte bzw. Bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen bestimmt oder durch Sachverständige geschätzt werden. Aufgrund der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheit können die tatsächlichen Aufwendungen von den Schätzungen abweichen und damit zu unerwarteten Belastungen führen. Einzelheiten zu den sonstigen Rückstellungen befinden sich bei den Erläuterungen zur Bilanz unter Textziffer 30.

LEASINGVERBINDLICHKEITEN

Zum 30. September 2024 werden Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 2.639,8 Mio. € (Vorjahr 2.918,1 Mio. €) ausgewiesen, die dem Barwert der zu diesem Zeitpunkt noch nicht geleisteten künftigen Leasingzahlungen entsprechen. TUI kann nur in Ausnahmefällen den einem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz ohne Weiteres bestimmen. In allen anderen Fällen zieht TUI den eigenen Grenzfremdkapitalzins zur Bewertung der Leasingverbindlichkeit heran. Der Grenzfremdkapitalzins ist der Zinssatz, den TUI zahlen müsste, wenn TUI für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit die Mittel aufnehmen würde, die TUI in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld für einen mit dem Nutzungsrecht vergleichbaren Vermögenswert benötigen würde. Der Grenzfremdkapitalzins erfordert deshalb regelmäßig Schätzungen darüber, welchen Zins der Konzern zahlen müsste. Hierbei sind unter anderem Annahmen darüber zu treffen, welche Zinsen Konzerngesellschaften zahlen müssten, wenn keine beobachtbaren Zinsen verfügbar sind oder wenn Anpassungen mit Blick auf die vertraglich individuell vereinbarten Konditionen wie zum Beispiel die Transaktionswährung oder die Vertragslaufzeit notwendig sind. TUI ermittelt den vertragsspezifischen Grenzfremdkapitalzins unter Verwendung beobachtbarer Faktoren (wie zum Beispiel Anleiherenditen und CDS-Quotierungen) und nimmt dabei gesellschaftsspezifische Anpassungen vor (wie zum Beispiel Länderrisikozuschläge).

LATENTE ERTRAGSTEUERANSPRÜCHE

Zum 30. September 2024 werden 389,2 Mio. € (Vorjahr 310,6 Mio. €) aktive latente Steuern ausgewiesen. Vor der Saldierung mit passiven latenten Steuern betragen die aktiven latenten Steuern 781,9 Mio. €, wovon 209,7 Mio. € (Vorjahr 269,4 Mio. €) auf Verlustvorträge entfallen, auf die aktive latente Steuern gebildet wurden. Die Einschätzung der Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern beruht auf Annahmen hinsichtlich der Fähigkeit der jeweiligen Konzerngesellschaft, ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu generieren. TUI beurteilt deshalb zu jedem Bilanzstichtag, ob die Realisierung von für die Zukunft erwarteten Steuerersparnissen für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Bei der Beurteilung werden unter anderem unternehmensinterne Prognosen über die zukünftige steuerliche Ertragssituation der Konzerngesellschaft herangezogen. Für die Ableitung der Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen und abzugsfähigen Differenzen stellt TUI auf einen fünfjährigen Planungshorizont ab. Ändert sich die Beurteilung der Realisierbarkeit latenter Ertragsteueransprüche, so wird der Buchwert aktiver latenter Steuern in dem Maße vermindert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, um den Vorteil aus dem latenten Steueranspruch ganz oder teilweise nutzen zu können. Eine solche Minderung wird später in dem Maße rückgängig gemacht, in dem es wahrscheinlich wird, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird. Einzelheiten zu den latenten Ertragsteueransprüchen befinden sich bei den Erläuterungen zur Bilanz unter Textziffer 20.

TATSÄCHLICHE ERTRAGSTEUERN

Der TUI Konzern ist in verschiedenen Ländern ertragsteuerpflichtig. Zur Ermittlung der Ertragsteuerschulden sind wesentliche Annahmen über die Wahrscheinlichkeit, den Zeitpunkt und die Beträge zu zahlender Steuern erforderlich. Es gibt Geschäftsvorfälle und Berechnungen, deren endgültige Besteuerung während des gewöhnlichen Geschäftsverlaufs nicht abschließend ermittelt werden kann. Rückstellungen oder Eventualverbindlichkeiten für unsichere Steuerpositionen werden unter Berücksichtigung angemessener externer Beratung basierend auf der wahrscheinlichen oder möglichen Höhe der gegebenenfalls eintretenden zusätzlichen Steuernachzahlungen angesetzt bzw. angegeben. Die Höhe der Verpflichtung für erwartete Steuerprüfungen basiert auf Schätzungen darüber, ob und in welcher Höhe zusätzliche Ertragsteuern fällig werden. In der Periode der endgültigen Ermittlung der Besteuerung werden vorgenommene Schätzungen gegebenenfalls korrigiert.

ERZIELBARE BETRÄGE DER GELEISTETEN TOURISTISCHEN ANZAHLUNGEN

Die geleisteten touristischen Vorauszahlungen betragen zum 30. September 2024 insgesamt 1.086,1 Mio. € (Vorjahr 939,9 Mio. €). Die Beurteilung der erzielbaren Beträge touristischer Vorauszahlungen an Hoteliers erfordert Annahmen über das Volumen des zukünftigen Handels mit den Hoteliers und die Kreditwürdigkeit dieser Hoteliers. Um die Werthaltigkeit der touristischen Vorauszahlungen zu beurteilen, berücksichtigt TUI die Finanzstärke der Hoteliers, die Qualität der Hotels sowie die Nachfrage für jedes Hotel und das touristische Zielgebiet während der vergangenen und für kommende Saisons.

FINANZINSTRUMENTE

Bei der Ermittlung der erwarteten Ausfallraten von Finanzinstrumenten im Sinne des IFRS 9 nutzt die TUI neben historischen Informationen auch Informationen, die von Annahmen zukünftiger ökonomischer Entwicklungen abhängen. Es besteht die Unsicherheit, dass sich die zukünftig erwarteten Ausfallraten aufgrund von Marktentwicklungen von den tatsächlich eintretenden Ausfallraten unterscheiden.# INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Segmentberichterstattung

Erläuterung zu den Segmenten

Die Identifizierung von Geschäftssegmenten erfolgt anhand der internen Organisations- und Berichtsstruktur, die im TUI Konzern primär auf Grundlage der unterschiedlichen Produkte und Dienstleistungen sowie einer geografischen Aufteilung aufgebaut ist. Die einzelnen organisatorischen Einheiten werden unabhängig von ihrer gesellschaftsrechtlichen Beteiligungsstruktur allein nach wirtschaftlichen Kriterien den Geschäftssegmenten zugeordnet. Die Segmente werden eigenständig von Segmentverantwortlichen geführt, an die regelmäßig separate Finanzinformationen für das jeweilige Segment geliefert werden. Die Segmentverantwortlichen berichten regelmäßig innerhalb des Group Executive Committee, welches aus sechs Vorstandsmitgliedern und fünf weiteren Führungskräften besteht. Die rechtsverbindliche Entscheidung über die Verwendung der Ressourcen trifft der Vorstand. Daher wurde der Vorstand der TUI AG als verantwortliche Unternehmensinstanz (Chief Operating Decision Maker, CODM) gemäß IFRS 8 identifiziert.

Das Segment Hotels & Resorts umfasst alle eigenen Hotels und Hotelbeteiligungen des TUI Konzerns. Das Segment Kreuzfahrten besteht aus dem Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises, dessen Tochtergesellschaft Hapag-Lloyd Cruises sowie dem englischen Kreuzfahrtgeschäft Marella Cruises. Das Segment TUI Musement enthält Gesellschaften, die Dienstleistungen in den Zielgebieten erbringen.

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der Flugzeugleasinggesellschaften, die die Flugzeuge des TUI Konzerns halten und diese konzernintern weitervermieten, werden vollständig den Fluggesellschaften zugeordnet, die das jeweilige Flugzeug nutzen (Segmente Region Nord, Region Zentral und Region West).

Das Segment Region Nord enthält die Veranstalter und Fluggesellschaften in Großbritannien, Irland und den Nordischen Ländern sowie die Beteiligung an dem Veranstaltergeschäft der kanadischen Sunwing. Außerdem wird in diesem Segment der Veranstalter TUI Lakes & Mountains gezeigt, der insbesondere im Winter eine große Rolle für die Auslastung der britischen Flugzeuge spielt.

Das Segment Region Zentral umfasst die Veranstalter und Fluggesellschaften in Deutschland sowie die Veranstalter in Österreich, Polen und der Schweiz.

Das Segment Region West beinhaltet die Veranstalter und Fluggesellschaften in Belgien und den Niederlanden sowie die Veranstalter in Frankreich.

Neben den obigen Segmenten werden außerdem Alle übrigen Segmente ausgewiesen. Hier sind insbesondere die Corporate-Center-Funktionen des Konzerns und der Zwischenholding und die Immobiliengesellschaften des Konzerns zusammengefasst sowie die zentralen Funktionen der Touristik, wie Informationstechnologie, enthalten.

Erläuterung zu den Segmentdaten

Die angegebenen Segmentdaten basieren auf der regelmäßigen internen Berichterstattung an den Vorstand. Seit dem Geschäftsjahr 2020 stellt das bereinigte EBIT die Segmentsteuerungsgröße im Sinne des IFRS 8 dar. Das dem bereinigten EBIT zugrunde liegende EBIT definieren wir als das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und das Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten des Konzerns. In der Kennzahl EBIT sind Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte definitionsgemäß enthalten.

Das bereinigte EBIT ist um Einzelsachverhalte angepasst worden, die aufgrund ihrer Höhe sowie der Häufigkeit ihres Eintritts die Beurteilung der operativen Ertragskraft der Unternehmensbereiche und des Konzerns erschweren oder verzerren. Zu diesen Einzelsachverhalten zählen Abgangsergebnisse aus Finanzanlagen, wesentliche Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Vermögenswerten sowie wesentliche Restrukturierungs- und Integrationsaufwendungen. Daneben werden sämtliche Effekte aus Kaufpreisallokationen, Anschaffungs- nebenkosten und bedingten Kaufpreiszahlungen bereinigt. Auch Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind in der Überleitung zum bereinigten EBIT herausgerechnet worden.

Im Geschäftsjahr 2024 ergaben sich aus den bereinigten Einzelsachverhalten in Summe Nettoaufwendungen in Höhe von 0,0 Mio. €. Die bereinigten Einzelsachverhalte des Geschäftsjahres 2024 beinhalteten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 7 Mio. € in Alle übrigen Segmente und 1 Mio. € in der Region Nord, teilweise ausgeglichen durch 1 Mio. € Veräußerungsgewinne in Holiday Experiences, 1 Mio. € aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen in der Region West, Erträge in Höhe von 7 Mio. € aus dem Sunwing Earn-out aus dem Verkauf des Reiseveranstaltergeschäfts durch das nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen Sunwing Travel Group Inc. in Ontario in der Region Nord im vorangegangenen Geschäftsjahr sowie 1 Mio. € Veräußerungsverluste in Märkte + Airline.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt Nettoaufwendungen in Höhe von 45,8 Mio. € als Einzelsachverhalte bereinigt. Die bereinigten Einzelsachverhalte des Geschäftsjahres 2023 enthalten ein positives Abgangsergebnis in Höhe von 91 Mio. € aus dem Verkauf des operativen Veranstaltergeschäfts durch das nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen Sunwing Travel Group Inc., Ontario im Segment Region Nord sowie eine Gewinnbeteiligung aus dem Abgang unseres 49-prozentigen Anteils am Joint Venture Riu Hotels S.A. an ein Unternehmen der RIU-Gruppe im Geschäftsjahr 2021 (3 Mio. €). Darüber hinaus wurden Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Beteiligung in Alle übrigen Segmente (1 Mio. €) sowie im Segment Hotels & Resorts (1 Mio. €) bereinigt. Die bereinigten Restrukturierungsaufwendungen betrafen die Region Zentral (4 Mio. €), Alle übrigen Segmente (45 Mio. €, insbesondere aus der Abschreibung auf Software) und TUI Musement (5 Mio. €, hauptsächlich aus der Neubewertung des Risikos in Folge der Beendigung des Tantur / TUI Russia Geschäfts im vergangenen Geschäftsjahr). Dem gegenüber standen bereinigte Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen in den Regionen Nord (3 Mio. €) und West (1 Mio. €) sowie bei Hotels & Resorts (4 Mio. €). Die bereinigten Aufwendungen aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 20,9 Mio. € (Vorjahr 23,7 Mio. €) enthalten insbesondere planmäßige Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte aus in Vorjahren getätigten Akquisitionen.

Konzerninterne Leasingverhältnisse werden – der internen Steuerung entsprechend – gemäß IFRS 8 in der Segmentberichterstattung wie operative Leasingverhältnisse nach IAS 17 dargestellt.

Neben dem bereinigten EBIT werden für jedes Segment die internen und externen Umsatzerlöse, Abschreibungen und Wertminderungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte), Sachanlagen, Nutzungsrechte und Finanzanlagen sowie das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen angegeben, da diese Beträge in die Ermittlung des bereinigten EBIT einfließen.

Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen getätigt, wie sie auch bei Geschäften mit fremden Dritten zugrunde liegen. Es gibt keinen externen Kunden, dessen einzelner Anteil an den Umsatzerlösen 10 % oder mehr beträgt. Die Vermögenswerte und Schulden je Segment sind nicht Teil der Berichterstattung an den Vorstand und werden daher in der Segmentberichterstattung nicht angegeben. Die Abschreibungen und Zuschreibungen beziehen sich auf die nach Regionen aufgeteilten langfristigen Vermögenswerte. Die nach Regionen aufgeteilten langfristigen Vermögenswerte beinhalten sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Nutzungsrechte sowie bestimmte nicht als Finanzinstrumente einzustufende sonstige langfristige Vermögenswerte.

Segmentkennzahlen

Umsatzerlöse nach Segmenten

2024 2024 2023 2023
Mio. € Fremde Dritte Konzern Gesamt Fremde Dritte Konzern Gesamt
Hotels & Resorts 1.152,4 937,1 2.089,5 1.032,5 822,8 1.855,3
Kreuzfahrten 840,1 840,1 656,0 0,0
TUI Musement 931,0 431,0 1.362,0 770,0 390,9 1.160,9
Konsolidierung 1,4 1,0
Urlaubserlebnisse 2.923,5 1.366,7 4.290,2 2.458,5 1.212,7 3.671,2
Region Nord 8.546,7 315,6 8.862,3 7.722,9 328,5 8.051,4
Region Zentral 8.336,9 82,3 8.419,2 7.329,7 88,2 7.417,9
Region West 3.349,3 121,0 3.470,3 3.142,8 144,1 3.286,9
Konsolidierung 482,1 528,6
Märkte + Airline 20.232,9 36,8 20.269,7 18.195,4 32,2 18.227,6
Alle übrigen Segmente 10,9 6,8 17,7 11,9 7,9 19,8
Konsolidierung 1.410,3 1.252,7
Summe der Segmente 23.167,3 23.167,3 20.665,9 20.665,9

* Aufgrund der Umsegmentierung einer IT-Gesellschaft aus dem Segment Region West in Alle übrigen Segmente im Geschäftsjahr 2024 wurde das Vorjahr um 0,3 Mio. € angepasst.

Bereinigtes EBIT nach Segmenten

  • Mio.# 2024 2023 Hotels & Resorts 668,4 549,5 Kreuzfahrten 374,3 236,0 TUI Musement 49,2 36,0 Urlaubserlebnisse 1.091,9 821,5 Region Nord 165,4 71,5 Region Zentral 128,1 88,1 Region West 10,3 78,5 Märkte + Airline 303,9 238,0 Alle übrigen Segmente – 99,6 – 82,3 Summe der Segmente 1.296,2 977,2 * Aufgrund der Umsegmentierung einer IT-Gesellschaft aus dem Segment Region West in „Alle übrigen Segmente“ im Geschäftsjahr 2024 wurde das Vorjahr um 2,6 Mio. € angepasst.

200 INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
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CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG
175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Überleitung zum bereinigten EBIT des TUI Konzerns

Mio. € | 2024 | 2023
---|---|---|
Ergebnis vor Ertragsteuern | 861,4 | 551,2
zuzüglich Nettozinsbelastung (ohne Aufwand / Ertrag aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten) | 414,9 | 432,6
zuzüglich Aufwand / abzüglich Ertrag aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | – 1,0 | 15,6
EBIT | 1.275,3 | 999,3
Bereinigungen: | |
abzüglich zu bereinigender Einzelsachverhalte | – – | 45,8
zuzüglich Aufwand aus Kaufpreisallokation | 20,9 | 23,7
Bereinigtes EBIT | 1.296,2 | 977,2

Übrige Segmentinformationen

  • Abschreibungen (+) / Davon Wertminderungen Davon Wertaufholungen Davon planmäßige Abschreibungen Equity-Ergebnis Zuschreibungen (–) auf sonstige auf sonstige immaterielle auf sonstige immaterielle auf sonstige immaterielle immaterielle Vermögenswerte, Vermögenswerte, Sachanlagen Vermögenswerte, Sachanlagen Vermögenswerte, Sachanlagen Sachanlagen, Nutzungsrechte und und Nutzungsrechte und Nutzungsrechte Nutzungsrechte Finanzanlagen
    Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023
    ---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
    Hotels & Resorts | 174,9 | 184,9 | 31,6 | 25,0 | 37,9 | 21,7 | 181,2 | 181,5 | 113,0 | 105,3
    Kreuzfahrten | 85,5 | 65,4 | – | – | 5,8 | 11,6 | 91,2 | 77,0 | 233,1 | 174,2
    TUI Musement | 36,1 | 35,3 | 0,5 | 1,7 | – | – | 35,6 | 33,6 | 12,6 | 13,2
    Urlaubserlebnisse | 296,5 | 285,6 | 32,1 | 26,7 | 43,6 | 33,3 | 308,0 | 292,2 | 358,8 | 292,7
    Region Nord | 307,8 | 296,0 | 0,5 | 2,2 | 0,4 | 1,3 | 307,8 | 295,1 | 8,6 | 112,8
    Region Zentral | 102,0 | 97,2 | 1,0 | 0,7 | – | 0,1 | 101,1 | 96,5 | 3,9 | 1,1
    Region West | 135,5 | 130,5 | – | 0,6 | – | – | 135,5 | 129,9 | 0,2 | 0,3
    Märkte + Airline | 545,3 | 523,9 | 1,4 | 3,6 | 0,4 | 1,3 | 544,4 | 521,7 | 12,7 | 114,3
    Alle übrigen Segmente | 4,8 | 49,6 | 2,4 | 37,4 | – | – | 2,5 | 12,3 | 0,2 | 0,2
    Summe der Segmente | 846,6 | 859,1 | 35,9 | 67,7 | 44,1 | 34,6 | 854,8 | 826,1 | 371,7 | 407,2

  • Aufgrund der Umsegmentierung einer IT-Gesellschaft aus dem Segment Region West in „Alle übrigen Segmente“ im Geschäftsjahr 2024 wurden die Abschreibungen des Vorjahres um 11,7 Mio. € angepasst.

201 INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG
175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Kennzahlen nach Regionen

Außenumsatz nach Sitz des Langfristige Leistungsempfängers Vermögenswerte
Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023
---|---|---|---|---|
Deutschland | 6.410,2 | 5.699,1 | 309,3 | 276,3
Großbritannien | 8.385,9 | 7.475,8 | 3.739,6 | 3.756,0
Spanien | 189,0 | 175,6 | 542,8 | 564,3
Übriges Europa | 7.443,2 | 6.653,7 | 509,8 | 482,6
Nord- und Südamerika | 557,6 | 494,8 | 756,0 | 733,8
Übrige Regionen | 181,4 | 166,9 | 1.160,1 | 1.141,4
Gesamt | 23.167,3 | 20.665,9 | 7.017,6 | 6.954,4

202 INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG
175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag das Geschäftsvolumen der TUI Group stark über dem des Geschäftsjahres 2023. Ursächlich hierfür waren insbesondere über dem Vorjahr liegende Gästezahlen bei höheren Durchschnittspreisen, im Wesentlichen im Bereich Märkte + Airline. Darüber hinaus ist die Entwicklung des TUI Konzerns aufgrund des durch die Winter- und die Sommerreisemonate geprägten touristischen Geschäfts einer signifikanten Saisonalität unterworfen.

(1) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse des Konzerns werden im Wesentlichen aus touristischen Dienstleistungen erzielt. Die sonstigen Umsatzerlöse stellen Miet-, Pacht- und Leasingerträge aus Weitervermietung dar. Im Geschäftsjahr 2024 erhöhte sich der Konzernumsatz um 12,1 % im Vergleich zum Vorjahr von 20,7 Mrd. € auf 23,2 Mrd. €.

203 INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
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CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG
175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Umsatzerlöse nach Zielgebieten für die Zeit vom 1.10.2023 bis 30.9.2024

Spanien Übrige europäische Zielgebiete USA & Kanada Türkei Ind. Ozean, Asien Karibik, Mexiko, Nordafrika & Restliches Afrika Sonstige 2024 Gesamt
Mio. € (inkl. Kanarische Inseln)
Hotels & Resorts 436,0 101,7 300,0 107,4 207,3 1.152,4 1.152,4
Kreuzfahrten 278,0 194,0 233,6 77,8 56,7 840,1 840,1
TUI Musement 139,5 333,2 155,3 56,1 173,1 73,8 931,0 931,0
Urlaubserlebnisse 853,5 628,9 688,9 241,3 437,1 73,8 2.923,5 2.923,5
Region Nord 2.446,2 2.720,4 1.264,8 1.312,4 780,3 15,8 8.539,9 8.546,7
Region Zentral 2.278,6 2.517,5 349,1 2.221,1 965,2 5,4 8.336,9 8.336,9
Region West 928,2 928,5 520,6 589,4 361,2 21,4 3.349,3 3.349,3
Märkte + Airline 5.653,0 6.166,4 2.134,5 4.122,9 2.106,7 42,6 20.226,1 20.232,9
Alle übrigen Segmente 0,4 10,5 10,9 10,9
Summe der Segmente 6.506,9 6.805,8 2.823,4 4.364,2 2.543,8 116,4 23.160,5 23.167,3

Davon erlöse aus Verträgen mit Kunden

Umsatzerlöse nach Zielgebieten für die Zeit vom 1.10.2022 bis 30.9.2023

Spanien Übrige europäische Zielgebiete USA & Kanada Türkei Ind. Ozean, Asien Karibik, Mexiko, Nordafrika & Restliches Afrika Sonstige 2023 Gesamt
Mio. € (inkl. Kanarische Inseln)
Hotels & Resorts 358,9 89,0 314,9 91,2 178,6 1.032,5 1.032,5
Kreuzfahrten 232,0 179,5 244,6 656,1 656,0
TUI Musement 111,0 251,1 187,5 39,1 128,0 53,3 770,0 770,0
Urlaubserlebnisse 701,9 519,6 747,0 130,3 306,6 53,3 2.458,6 2.458,5
Region Nord 2.246,3 2.384,9 1.292,7 1.175,2 604,9 13,3 7.717,3 7.722,9
Region Zentral 2.037,2 2.254,1 341,5 1.803,7 886,1 5,3 7.327,8 7.329,7
Region West 819,7 902,5 540,9 568,5 290,5 16,6 3.138,7 3.142,8
Märkte + Airline 5.103,2 5.541,5 2.175,1 3.547,4 1.781,5 35,2 18.183,9 18.195,4
Alle übrigen Segmente 0,3 11,1 0,5 11,9 11,9
Summe der Segmente 5.805,4 6.072,2 2.922,6 3.677,7 2.088,1 88,5 20.654,4 20.665,9

Davon erlöse aus Verträgen mit Kunden

204 INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG
175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Zukünftige Umsätze aus noch nicht erbrachten Leistungsverpflichtungen zum 30. September 2024, bei denen mehr als zwölf Monate zwischen Vertragsbeginn (Buchungsdatum) und Vertragsende (Reiseenddatum) liegen, bestehen in Höhe von 980,6 Mio. € (Vorjahr 799,6 Mio. €). Davon werden Umsätze in Höhe von 932,5 Mio. € (Vorjahr 758,3 Mio. €) in den nächsten zwölf Monaten realisiert und die restlichen Umsätze in den darauf folgenden zwölf Monaten. Die erhaltenen touristischen Anzahlungen (Vertragsverbindlichkeiten) werden unter Textziffer 32 dargestellt.

(2) Umsatzkosten und Verwaltungsaufwendungen
Die Umsatzkosten betreffen die Aufwendungen zur Erbringung der touristischen Dienstleistungen. Neben den anfallenden Aufwendungen für Personal, Abschreibungen, Miete und Leasing gehören hierzu insbesondere sämtliche Kosten des Konzerns im Zusammenhang mit der Vermittlung und Erbringung von Flugdienstleistungen, Hotelübernachtungen und Kreuzfahrten sowie Vertriebskosten. Aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens sind die Umsatzkosten im Geschäftsjahr 2024 um 11,4 % von 19,1 Mrd. € auf 21,2 Mrd. € gestiegen. Im Vorjahr waren in den Umsatzkosten Auswirkungen aus der Beendigung von zuvor im Hedge Accounting designierten Sicherungsgeschäften enthalten.Für nähere Einzelheiten verweisen wir auf Textziffer 39 „Finanzinstrumente“. Die Verwaltungsaufwendungen umfassen alle Aufwendungen, die in Zusammenhang mit den Tätigkeiten der Verwaltungsfunktionen entstehen, und setzen sich wie folgt zusammen:

Verwaltungsaufwendungen Mio. € 2024 2023
Personalaufwand 689,1 619,2
Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen 12,3 9,5
Abschreibungen 68,7 87,0
Sonstige 275,7 299,9
Gesamt 1.045,8 1.015,6

Der Anstieg der sonstigen Verwaltungsaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus einer gestiegenen Anzahl der Mitarbeitenden. Die Umsatzkosten und Verwaltungsaufwendungen beinhalten folgende Aufwendungen für Personal und Abschreibungen:

Personalaufwand Mio. € 2024 2023
Löhne und Gehälter 2.166,9 1.954,6
Soziale Abgaben 338,9 294,9
Altersversorgungsaufwand 118,7 108,8
Gesamt 2.624,5 2.358,3

Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten den Dienstzeitaufwand für leistungsorientierte Versorgungszusagen sowie die Beiträge an beitragsorientierte Pensionspläne. Der Personalaufwand des TUI Konzerns erhöhte sich im Berichtszeitraum von im Vorjahr 2,4 Mrd. € auf 2,6 Mrd. €. Der Anstieg der Löhne und Gehälter sowie der Sozialabgaben im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus einer im Jahresdurchschnitt um 3,5 % höheren Mitarbeitendenzahl.

INHALT

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

  • 175 Konzernabschluss
  • 180 Konzernanhang
    • 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
    • 199 Segmentberichterstattung
    • 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
    • 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
    • 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
    • 266 Sonstige Erläuterungen
  • 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
  • 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
  • 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden (ohne Auszubildende) entwickelte sich wie folgt:

Mitarbeitende im Geschäftsjahresdurchschnitt (ohne Auszubildende) * 2024 2023
Hotels & Resorts 25.052 24.442
Kreuzfahrten 78 75
TUI Musement 9.089 8.965
Urlaubserlebnisse 34.219 33.482
Region Nord 11.101 10.401
Region Zentral 7.098 6.935
Region West 5.266 5.110
Märkte + Airline 23.465 22.446
Alle übrigen Segmente 2.701 2.414
Summe der Segmente 60.385 58.342
  • Aufgrund der Umsegmentierung einer IT-Gesellschaft aus dem Segment Region West in „Alle übrigen Segmente“ im Geschäftsjahr 2024 wurde das Vorjahr angepasst.
Abschreibungen Mio. € 2024 2023
Planmäßige Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte 854,9 826,1
Wertminderungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte 35,9 67,7
Gesamt 890,8 893,8

Die Wertminderungen werden mit 33,7 Mio. € (Vorjahr 45,8 Mio. €) in den Umsatzkosten und mit 2,2 Mio. € (Vorjahr 21,9 Mio. €) in den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Die Wertminderungen beinhalten einen Betrag in Höhe von 22,9 Mio. € (Vorjahr 14,0 Mio. €) für Wertminderungen auf Sachanlagen. Weitere 11,9 Mio. € (Vorjahr 14,0 Mio. €) beziehen sich auf Nutzungsrechte und 1,1 Mio. € (Vorjahr 39,7 Mio. €) auf sonstige immaterielle Vermögenswerte. Im Geschäftsjahr 2024 erfolgten Zuschreibungen von 44,1 Mio. € (Vorjahr 34,6 Mio. €), die ausschließlich in den Umsatzkosten ausgewiesen sind. Zur Erläuterung der im Geschäftsjahr 2024 erfolgten Wertminderungen und Wertaufholungen verweisen wir auf die entsprechenden Erläuterungen zur Konzernbilanz. Die Aufteilung der Wertminderungen und Wertaufholungen auf die Segmente ist in der Segmentberichterstattung dargestellt.

EMISSIONSZERTIFIKATE

Im Laufe des Geschäftsjahres 2024 wurde ein Aufwand in Höhe von 75,8 Mio. € (Vorjahr 8,4 Mio. €) für die Verpflichtung zur Abgabe von Emissionszertifikaten, hauptsächlich im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems ( EU ETS) erfasst. Dieser Aufwand wurde in den Umsatzkosten ausgewiesen.

(3) Sonstige Erträge und andere Aufwendungen
Die sonstigen Erträge im Geschäftsjahr 2024 resultieren im Wesentlichen mit 5,1 Mio. € aus dem Verkauf von Flugzeugvermögen, mit 3,0 Mio. € aus der Neubewertung von Leasingverträgen und mit 1,6 Mio. € aus dem Verkauf von Gesellschaften. Im Vorjahr waren hier insbesondere die Erträge aus dem Verkauf von Flugzeugvermögen mit 14,5 Mio. € und mit 10,6 Mio. € die Erträge aus dem Verkauf von Emissionszertifikaten ( ETS) ausgewiesen. Die anderen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2024 resultieren im Wesentlichen mit 13,1 Mio. € aus dem Verkauf von Flugzeugvermögen. Im Vorjahr wurden in den anderen Aufwendungen insbesondere die Aufwendungen aus dem Abgang des anteiligen Geschäfts- und Firmenwerts der Region Nord gezeigt. Dieser Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 19,5 Mio. € entsprach dem relativen Wert des operativen Geschäfts der Sunwing, das im Geschäftsjahr 2023 veräußert wurde. Des Weiteren wurden im Vorjahr die Verluste aus dem Verkauf von Flugzeugvermögen in Höhe von 6,3 Mio. € in den anderen Aufwendungen ausgewiesen.

(4) Finanzerträge

Finanzerträge Mio. € 2024 2023
Zinserträge aus Bankguthaben 65,4 39,1
Übrige Zinsen und ähnliche Erträge 29,6 37,3
Erträge aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten 3,9 0,5
Zinserträge 98,9 76,9
Beteiligungserträge 0,1 0,1
Erträge aus der Bewertung von sonstigen Finanzinstrumenten 0,1 0,7
Erträge aus Wechselkursänderungen 10,6 9,9
Gesamt 109,7 87,6

Die Zunahme der Finanzerträge um 22,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2024 resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Zinserträgen aus Bankguthaben sowie liquiden Mitteln in Geldmarktfonds und ist begründet durch erhöhte Banksalden sowie teilweise gestiegene Zinssätze.

(5) Finanzaufwendungen

Finanzaufwendungen Mio. € 2024 2023
Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten 172,0 175,6
Zinsaufwendungen aus Anleihen 102,2 53,6
Zinsaufwendungen aus Bankverbindlichkeiten 42,9 29,7
Aufzinsung von Rückstellungen 25,7 25,4
Nettozinsaufwand aus leistungsorientierten Pensionsplänen 20,1 10,5
Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 147,0 214,2
Aufwendungen aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten 2,9 16,1
Zinsaufwendungen 512,8 525,1
Aufwendungen aus der Bewertung von sonstigen Finanzinstrumenten 0,1 0,8
Aufwendungen aus Wechselkursänderungen 5,4 7,7
Gesamt 518,3 533,6

Die Finanzaufwendungen sind im Berichtsjahr um 15,3 Mio. € gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf gesunkene übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen zurückzuführen und ist maßgeblich durch eine geringere Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditlinie begründet. Dieser Rückgang wird teilweise kompensiert durch gestiegene Zinsaufwendungen aus Anleihen. Aus dem teilweisen Rückkauf der im Geschäftsjahr 2021 begebenen Wandelanleihe ergab sich ein weiterer Zinsaufwand. Zudem haben die Zinsaufwendungen für die neu begebene Wandelanleihe sowie der im selben Jahr begebenen Nachhaltigkeitsanleihe zu einem weiteren gegenläufigen Effekt geführt.

(6) Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen
Das Equity-Ergebnis in Höhe von 371,7 Mio. € (Vorjahr 407,2 Mio. €) enthält das anteilige Jahresergebnis der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Die Joint Ventures und assoziierten Unternehmen wurden zum 30. September 2024 Wertminderungstests unterzogen, die im Ergebnis zu keinen Wertminderungen (Vorjahr 0,0 Mio. €) und keinen Wertaufholungen (Vorjahr 7,6 Mio. €) im Segment Hotels & Resorts sowie zu 0,2 Mio. € Wertminderungen (Vorjahr 2,5 Mio. €) und keinen Wertaufholungen (Vorjahr 0,3 Mio. €) im Segment Region Zentral führten. Zur Ergebnisentwicklung der wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen verweisen wir auf Textziffer 16 „Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen“.

(7) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die deutschen Gesellschaften des TUI Konzerns unterliegen unverändert zum Vorjahr einem Gewerbesteuersatz von 15,7 % und einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 %. Hinzu kommt ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren von 0 % bis zu 35,0 %.

Zusammensetzung der Ertragsteuern Mio. € 2024 2023
Tatsächliche Ertragsteuern (Aufwand [+] / Ertrag [–])
Deutschland 6,7 3,0
Ausland 135,3 118,8
Latente Ertragsteuern (Aufwand [+] / Ertrag [–]) 12,0 – 26,3
Gesamt 154,0 95,5

Der periodenfremde Aufwand aus tatsächlichen Steuern betrug im Geschäftsjahr 2024 insgesamt 9,0 Mio. € (Vorjahr Ertrag 4,9 Mio. €). Die latenten Steueraufwendungen beinhalten im Geschäftsjahr einen Ertrag aus der Neueinschätzung von steuerlichen Verlustvorträgen im Inland in Höhe von 26,6 Mio. € (Vorjahr Ertrag 46,8 Mio. €).# INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Der gesamte Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 154,0 Mio. € (Vorjahr 95,5 Mio. €) leitet sich wie folgt von einem „erwarteten“ Ertragsteueraufwand ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes der TUI AG als Mutterunternehmen (zusammengefasster Ertragsteuersatz) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte:

Überleitung der erwarteten zu den tatsächlichen Ertragsteuern

Mio. € 2024 2023
Ergebnis vor Ertragsteuern 861,4 551,2
Erwartete Ertragsteuern (Berichtsjahr 31,5 %, Vorjahr 31,5 %) 271,3 173,6
Unterschied aus der Differenz der tatsächlichen Steuersätze zum erwarteten Steuertarif – 29,6 – 14,9
Steuersatz- und Steuerrechtsänderungen – 0,4 27,3
Steuerfreie Erträge – 288,5 – 236,4
Steuerlich nicht wirksame Aufwendungen 99,3 92,4
Steuereffekte aus Verlustvorträgen 107,1 59,3
Temporäre Differenzen, für die keine latenten Steuern erfasst wurden 22,8 1,2
Latente und tatsächliche periodenfremde Ertragsteuern (netto) – 19,9 – 18,8
Sonstige Abweichungen (Aufwand [+] / Ertrag [–]) – 8,1 11,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 154,0 95,5

(8) Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn
Der auf die Aktionäre der TUI AG entfallende Anteil am Konzerngewinn erhöhte sich von 305,8 Mio. € im Vorjahr auf 507,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2024.

(9) Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerngewinn
Die den nicht beherrschenden Gesellschaftern zustehenden Konzerngewinne entfallen mit 197,5 Mio. € vornehmlich auf die RIUSA II Gruppe im Segment Hotels & Resorts (Vorjahr 147,1 Mio. €).

(10) Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der TUI AG zustehenden Konzernjahresergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Namensaktien ermittelt. Im Vorjahr wurde die Aktienzahl um den Effekt der im Februar 2023 durchgeführten Kapitalherabsetzung im Verhältnis von 10:1 von 1.785.205.850 Aktien auf somit 178.520.585 Aktien rückwirkend angepasst. Zudem schloss die TUI am 24. April 2023 eine Kapitalerhöhung ab, bei der Bezugsrechte an die bestehenden Aktionäre ausgegeben wurden. Da der Bezugspreis der neuen Aktien unterhalb des Marktpreises der bestehenden Aktien lag, beinhaltete die Kapitalerhöhung ein Gratiselement. Um zu berücksichtigen, dass sich die Anzahl der in Umlauf befindlichen Aktien erhöht hat, ohne dass es zu einem entsprechenden Zugang an Ressourcen gekommen ist, war die gewichtete durchschnittliche Aktienzahl entsprechend IAS 33 zu berichtigen. Die gewichtete durchschnittliche Aktienzahl wurde deshalb im Vorjahr um den zeitanteiligen Effekt der Ausgabe der Bezugsrechte von 61.556.666 Aktien erhöht.

Ergebnis je Aktie

2024 2023
Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn
Mio. € 507,1 305,8
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl 507.431.033 384.257.173
Unverwässertes Ergebnis je Aktie € 1,00 € 0,80

Verwässertes Ergebnis je Aktie

2024 2023
Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn 507,1 305,8
Mio. €
Berichtigter Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzerngewinn 509,9 305,8
Mio. €
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl 507.431.033 384.257.173
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl (verwässert) * 516.717.520 384.257.173
Verwässertes Ergebnis je Aktie * € 0,99 € 0,80

* Vorjahreswert angepasst

Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter der Annahme berechnet, dass alle potenziell verwässernden Wandelanleihen in Aktien umgewandelt werden. Hierbei wird die durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um die potenziellen Aktien erhöht, die aus der im Juli 2024 begebenen Wandelanleihe im Nennwert von 487 Mio. € entstehen können (zeitanteilig ab Emission: 9.286.487 Stück). Bei einem aktuellen Wandlungspreis von 9,60 € beträgt die maximale Anzahl der potenziellen Aktien aus der Umwandlung der Wandlungsrechte 50.729.166 Stück. Das auf die Aktionäre der TUI entfallende Ergebnis wird um die Differenz zwischen den Zinsaufwendungen und den Steuererträgen aus der Wandelanleihe in Höhe von 2,8 Mio. € erhöht. Dagegen wurde die im April und Juli 2021 begebene Wandelanleihe bei der Bestimmung des verwässerten Ergebnisses je Aktie zum 30. September 2024 nicht berücksichtigt, da dies wie im Vorjahr einer Verwässerung entgegengewirkt hätte. Die Wandelanleihe könnte das Ergebnis je Aktie in der Zukunft potenziell verwässern. Durch die Ausübung der Wandlungsrechte könnte sich die Anzahl der Aktien auf Basis des aktuellen Wandlungspreises von 26,67 € (Vorjahr 26,67 €) um 4.409.333 Stück (Vorjahr 22.106.656 Stück) erhöhen.

(11) Den sonstigen Ergebnissen zurechenbare Steuern

Steuereffekt der sonstigen Ergebnisse
Mio. € 2024 2023
Brutto- betrag Steuer effekt Netto- betrag Brutto- betrag Steuer effekt Netto- betrag
Währungsumrechnung – 245,2 – 245,2 – 65,6 – 65,6
Cash Flow Hedges – 585,5 131,0 – 454,5 169,3 – 37,1 132,2
Neubewertungen von Pensionsverpflichtungen und zugehörigem Fondsvermögen – 120,7 33,9 – 86,8 – 241,3 47,6 – 193,7
Erfolgsneutrale Bewertungs- änderung von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen – 18,9 – 18,9 2,7 – 2,7
Nettogewinn aus Investitionen in Eigenkapital instrumente, die als erfolgs neutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert sind 0,9 0,9 23,7 23,7
Sonstige Ergebnisse (Other Comprehensive Income) – 969,4 164,9 – 804,5 – 111,2 10,5 – 100,7

Im Berichtsjahr sind tatsächliche Ertragsteuern i. H. v. 0,0 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) erfolgsneutral entstanden, welche direkt im Eigenkapital erfasst werden. Im Zusammenhang mit der Emission der Wandelanleihe im Juli 2024 sowie mit dem teilweisen Rückkauf der Wandelschuldverschreibungen mit Fälligkeit im April 2028 sind im Geschäftsjahr erfolgsneutrale latente Steuern in Höhe von 31,7 Mio. € entstanden (Vorjahr 0,0 Mio. €).

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(12) Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte Mio. € 2024 2023
Anschaffungskosten Stand zum 1.10. 3.425,3 3.444,9
Währungsangleichung 56,0 2,2
Abgänge – 1,4 – 19,5
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 2,3
Stand zum 30.9. 3.479,9 3.425,3
Wertminderungen Stand zum 1.10. – 5,1 – 1,8
Währungsangleichung – 481,2 – 476,1
Stand zum 30.9. – 486,3 – 477,9
Buchwerte Stand zum 30.9. 2.993,6 2.947,4

Die Abgänge von Geschäfts- oder Firmenwerten sind auf den Verkauf zweier Gesellschaften zurückzuführen. Mit der Veräußerung der Geschäftsanteile an der Raiffeisen-Tours RT-Reisen GmbH im Oktober 2023 ist ein Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts der Region Zentral in Höhe von 1,2 Mio. € abgegangen. Mit der Veräußerung der Club Hotel CV SA ist ein Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „Robinson“ abgegangen. Die bereits im Vorjahr durchgeführte Umgliederung in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte führte im Vorjahr zu einem vorläufigen Abgang des Geschäfts- oder Firmenwerts um 2,3 Mio. €. Zum Zeitpunkt der Transaktion im Oktober 2023 ergab die finale Berechnung einen weiteren Abgang des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von 0,2 Mio. €. Die Abgänge von Geschäfts- oder Firmenwerten im Vorjahr betrafen in voller Höhe die Veräußerung des operativen Geschäfts in Kanada (Sunwing). Der Geschäfts- oder Firmenwert war der Region Nord zugeordnet. Detaillierte Informationen zu den Akquisitionen und Desinvestitionen werden unter „Akquisitionen – Desinvestitionen“ dargestellt. Entsprechend den Vorschriften des IAS 21 wurden die den einzelnen Segmenten und Bereichen zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte in der Funktionalwährung der Tochterunternehmen bilanziert und im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses umgerechnet. Differenzen aufgrund von Wechselkursschwankungen zwischen dem Währungskurs zum Erwerbszeitpunkt des Tochterunternehmens und dem Währungskurs zum Bilanzstichtag werden analog zu anderen Differenzen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen erfolgsneutral behandelt und gesondert im Eigenkapital ausgewiesen. Währungsdifferenzen erhöhten den Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte im Geschäftsjahr 2024 um 50,9 Mio. €.# € (im Vorjahr Erhöhung um 0,4 Mio. €). Die Aufteilung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu Buchwerten auf die wesentlichen einzelnen zahlungsmittel- generierenden Einheiten ( CGU) stellt sich wie folgt dar. Die Position „Übrige“ setzt sich dabei aus den beiden eigenständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Robinson und Midnight International (ehemals Blue Diamond) zusammen, die dem Segment Hotels & Resorts zugehörig sind.

Geschäfts- oder Firmenwerte nach zahlungsmittelgenerierenden Einheiten

Mio. € 30.9.2024 30.9.2023
Region Nord 1.226,6 1.185,1
Region Zentral 501,4 502,4
Region West 412,3 412,3
Riu 343,1 343,1
Marella Cruises 306,3 294,3
TUI Musement 165,0 167,3
Übrige 44,0 44,7
Gesamt 2.998,7 2.949,2

Zum 30. September 2024 ist eine Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgt. Ein Wertminderungsbedarf für aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte hat sich nicht ergeben. Der erzielbare Betrag als der größere Wert im Vergleich zum Nutzungswert wurde bei allen CGUs anhand des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wurde über eine Diskontierung der erwarteten Zahlungsmittelüberschüsse berechnet. Basis hierfür bildete die zum 30. September 2024 aufgestellte Mittelfristplanung der betrachteten Einheit. Die budgetierten Umsatzerlöse und EBIT-Margen basieren auf den Erwartungen in Bezug auf die künftige Geschäftsentwicklung. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf den Abschnitt „Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen“. Die Diskontierungszinssätze werden als gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensätze unter Einbezug länder- spezifischer Risiken auf Basis externer Kapitalmarktinformationen und unter Berücksichtigung von Besonder- heiten der CGUs berechnet. Die unverändert hohen gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze spiegeln das aktuelle Marktumfeld wider.

210
INHALT
DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG
175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Die folgende Tabelle gibt je CGU die im Vergleich zum Vorjahr angepassten Parameter wieder, die der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zugrunde liegen. Die angegebene EBIT-Marge ist wie im Vorjahr um Abschläge für zentral anfallende Kosten angepasst. Die Tabelle führt die CGUs auf, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist:

Parameter zur Ermittlung des erzielbaren Betrags zum 30.9.2024

Prognose- zeitraum in Jahren Umsatz- wachstum (2) in % p. a. EBIT- Marge (3) in % Nach- haltige Wachstums- rate (4) in % Diskontie- rungszins- satz in % p. a. Level- zuordnung Buchwert in Mio. € Erzielbarer Betrag in Mio. €
Region Nord 3,00 14,6 2,2 0,5 11,50 3 668,8
Region Zentral 3,00 7,6 1,8 0,5 11,50 3 592,9
Region West 3,00 4,9 2,3 0,5 11,50 3 19,1
Riu (1) 3,00 4,7 29,9 1,0 8,50 3 2.351,0
Marella Cruises (1) 3,00 4,3 12,1 1,0 10,16 3 761,4
TUI Musement 3,00 9,9 4,7 1,0 9,13 3 289,1
Übrige 3,00 4,4 18,4 1,0 9,13 3 717,6

(1) Dabei handelt es sich um Gruppen von CGUs.
(2) Geplantes Umsatzwachstum in % im Verhältnis Geschäftsjahr 2026 zu 2027
(3) EBIT-Marge für das Geschäftsjahr 2027
(4) Wachstumsrate der erwarteten Netto-Zahlungsmittelzuflüsse

Parameter zur Ermittlung des erzielbaren Betrags zum 30.9.2023

Prognose- zeitraum in Jahren Umsatz- wachstum (2) in % p. a. EBIT- Marge (3) in % Nach- haltige Wachstums- rate (4) in % Diskontie- rungszins- satz in % p. a. Level- zuordnung Buchwert in Mio. € Erzielbarer Betrag in Mio. €
Region Nord 3,00 13,2 1,9 0,5 11,60 3 641,7
Region Zentral 3,00 8,6 1,9 0,5 11,60 3 212,0
Region West 3,00 6,2 2,3 0,5 11,60 3 180,5
Riu (1) 3,00 4,8 29,5 1,0 9,05 3 2.391,3
Marella Cruises (1) 3,00 4,6 12,1 1,0 10,70 3 828,0
TUI Musement 3,00 12,3 4,6 1,0 9,52 3 477,3
Übrige 3,00 3,0 20,0 1,0 10,33 3 746,0

(1) Dabei handelt es sich um Gruppen von CGUs.
(2) Geplantes Umsatzwachstum in % im Verhältnis Geschäftsjahr 2025 zu 2026
(3) EBIT-Marge für das Geschäftsjahr 2026
(4) Wachstumsrate der erwarteten Netto-Zahlungsmittelzuflüsse

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180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
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203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Aufgrund bestehender Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Geschäftsentwicklung wurde eine Analyse der Sensitivitäten für die wesentlichen Planungsparameter durchgeführt. Wie im Abschnitt „Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen“ dargestellt, wurde ein Risikoaufschlag von 2,4 % (Vorjahr 2,1 %) auf die Kapitalkosten im Bereich Märkte + Airline berücksichtigt.

Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen von potenziellen Abweichungen des beizulegenden Zeitwerts im Geschäftsjahr 2024:

Sensitivitäten zur Darstellung potenzieller Veränderungen des erzielbaren Betrags

WACC + 100 BPS in Mio. € WACC – 100 BPS in Mio. € Nachhaltige Wachstumsrate (2) + 50 BPS in Mio. € Nachhaltige Wachstumsrate (2) – 50 BPS in Mio. € Zahlungs mittel- überschüsse + 10 % in Mio. € Zahlungs mittel- überschüsse – 10 % in Mio. €
Sensitivitätsanalyse Märkte + Airline
Region Nord – 105,3 124,1 42,7 – 39,0 181,6 – 181,6
Region Zentral – 98,0 116,6 42,8 – 39,1 141,3 – 141,3
Region West – 34,4 37,7 13,3 – 12,2 52,2 – 54,6
Sensitivitätsanalyse Kreuzfahrten
Marella Cruises (1) – 108,3 134,4 52,2 – 46,8 120,2 – 120,2
Sensitivitätsanalyse Hotels & Resorts und TUI Musement
Riu (1) – 545,8 714,0 287,6 – 251,6 451,7 – 451,7
TUI Musement – 77,7 99,7 40,3 – 35,6 66,2 – 66,2
Übrige – 72,5 bis – 121,3 94,8 bis 155,1 38,1 bis 61,8 – 33,4 bis – 54,7 62,9 bis 113,6 – 62,9 bis – 113,6

(1) Gruppen von CGUs
(2) Nachhaltige Wachstumsrate der erwarteten Netto-Zahlungsmittelzuflüsse

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175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Die im Rahmen dieser Sensitivitätsanalyse ermittelten beizulegenden Zeitwerte hätten bei einer Erhöhung des WACC um 100 Basispunkte zu einem Wertminderungsbedarf von 18,0 Mio. € in der CGU Robinson geführt. Die Absenkung der Zahlungsmittelüberschüsse um 10 % hätte zudem einen Wertminderungsbedarf von 8,3 Mio. € in der CGU Robinson zur Folge. Diese Sensitivitätsanalyse hat mit Ausnahme der dargestellten Bedarfe im Segment Hotels & Resorts keine weiteren Hinweise auf einen zusätzlichen Wertminderungsbedarf ergeben. Die finanziellen Auswirkungen klimabezogener Risiken auf das Geschäftsmodell der TUI wurden bei der Über- prüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte analog dem Vorjahr berücksichtigt. Ins besondere der Einsatz von emissionsarmen Treibstoffen und die steigenden Preise für Emissionszertifikate werden zu erheblichen finanziellen Belastungen insbesondere im energieintensiven Flugbereich der Segmente Region Nord, Region West und Region Zentral führen. Zudem wird das Segment Kreuzfahrten belastet werden. Im Hotelbereich ist die Belastung eher gering, aus der eigenständigen Generierung von Energie, zum Beispiel durch Photovoltaikanlagen, kann sogar eine Kostenersparnis resultieren. Die physischen Risiken durch klima- bezogene Einmalereignisse wie Stürme oder Überflutungen bzw. langfristige Entwicklungen wie steigende Temperaturen betreffen hauptsächlich das Segment Hotels & Resorts und sind verhältnismäßig gering. Die finanziellen Auswirkungen insgesamt hängen wesentlich davon ab, inwieweit es gelingt, die vorgenannten Kosten an die Kunden weiterzugeben. Zu weiteren Informationen zu der Auswirkung klimabezogener Risiken auf Impairment Tests verweisen wir auf den Abschnitt „Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen“.# Sensitivitätsanalyse

Die Abschätzung der finanziellen Belastungen unterliegt dabei erheblichen Unsicherheiten, unter anderem hinsichtlich der Entwicklung klimabezogener Risiken, der Preisentwicklung für alternative Treibstoffe und Emissionszertifikate sowie der Bereitschaft der Kunden, diese Kosten zu übernehmen. Daher wurde eine Sensitivitätsanalyse der klimabezogenen Risiken und Chancen für die besonders betroffenen energieintensiven Bereiche Märkte + Airline sowie Kreuzfahrten durchgeführt. Im Rahmen der Sensitivität für klimabezogene Risiken wurde ein Anstieg der klimabezogenen Kosten um 50 % unterstellt. Die klimabezogenen Chancen unterstellen eine Verringerung der klimabezogenen Kosten (– 50 %). Die Sensitivität zu den klimabezogenen Risiken hätte zu keinem Wertminderungsbedarf geführt. Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen der Sensitivitäten auf die beizulegenden Zeitwerte zum 30. September 2024.

Sensitivitätsanalyse zur Darstellung potenzieller Veränderungen des erzielbaren Betrags

Klimabezogene Sensitivitätsanalyse Märkte + Airline

Klimabezogene Risiken Klimabezogene Chancen
Region Nord – 213,0 213,0
Region Zentral – 40,0 40,0
Region West – 95,0 95,0

Klimabezogene Sensitivitätsanalyse Kreuzfahrten

Klimabezogene Risiken Klimabezogene Chancen
Marella Cruises * – 9,5 9,5

Klimabezogene Sensitivitätsanalyse Hotels & Resorts und TUI Musement

Klimabezogene Risiken Klimabezogene Chancen
Riu * n. a
TUI Musement n. a
Übrige n. a
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    • Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
    • Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

(13) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der einzelnen Posten der sonstigen immateriellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2024 ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Sonstige immaterielle Vermögenswerte Computersoftware Marken, Lizenzen Selbsterstellt Erworben Transport verträge Kunden stamm und übrige Rechte Immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung Gesamt
Mio. €
Stand zum 1.10.2022 334,0 460,1 259,6 61,0 80,0 186,4 1.381,1
Währungsangleichung – 4,9 5,0 0,7 1,2 – 0,2 2,6 4,4
Zugänge 16,9 15,7 11,1 137,2 180,9
Abgänge – 2,0 37,8 34,5 7,4
Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 1,0 0,1 1,1
Umbuchungen – 106,5 13,7 121,8 – 1,6
Stand zum 30.9.2023 343,0 549,5 250,5 62,2 79,8 197,0 1.482,0
Währungsangleichung 1,4 18,4 4,2 2,5 0,4 9,5 36,4
Zugänge Konsolidierungskreisänderung 1,1 1,1
Zugänge 7,5 11,7 11,2 137,1 167,5
Abgänge 92,8 13,0 8,6 – 115,6
Umbuchungen 0,3 150,7 13,2 164,2
Stand zum 30.9.2024 352,2 637,5 266,1 64,7 72,7 178,2 1.571,4
  • Zweiter Tabellenteil auf Folgeseite

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Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Abschreibungen und Wertminderungen

Sonstige immaterielle Vermögenswerte Computersoftware Marken, Lizenzen Selbsterstellt Erworben Transport verträge Kunden stamm und übrige Rechte Immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung Gesamt
Mio. €
Stand zum 1.10.2022 – 216,6 – 325,6 – 206,6 – 51,0 – 59,3 – 14,4 – 873,5
Währungsangleichung – 0,7 – 3,3 – 0,7 – 1,0 – 0,2 0,2 – 5,7
Abschreibungen des laufenden Jahres – 14,4 – 58,6 – 29,0 – 2,4 – 3,5 – 107,9
Wertminderungen 37,1 – 1,6 1,0 – 39,7
Abgänge 2,0 37,8 34,5 7,4 81,7
Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 1,0 0,1 1,1
Umbuchungen 0,2 0,2
Stand zum 30.9.2023 – 228,7 – 386,8 – 203,1 – 54,4 – 63,0 – 8,0 – 944,0
Währungsangleichung – 3,0 – 11,3 – 2,8 – 2,3 – 0,6 – 6,4 – 26,4
Abschreibungen des laufenden Jahres – 13,6 – 78,4 – 26,3 – 2,5 – 3,9 – 124,7
Wertminderungen 0,1 – 1,0 1,1
Abgänge 92,8 13,0 8,6 – 114,4
Umbuchungen 0,1 0,1
Stand zum 30.9.2024 – 245,3 – 383,9 – 220,1 – 59,2 – 58,9 – 14,4 – 981,8

Buchwerte

Stand zum 30.9.2023 Stand zum 30.9.2024
Buchwerte 114,3 106,9
162,7 253,6
47,4 46,0
7,8 5,5
16,8 13,8
189,0 163,8
Gesamt 538,0 589,6

Bei der selbsterstellten Computersoftware handelt es sich um Computerprogramme für touristische Anwendungen, die ausschließlich konzernintern genutzt werden. Die Transportverträge betreffen Landerechte auf Flughäfen in Großbritannien, die beim Erwerb der First Choice Holidays Plc im Jahr 2007 erworben und bewertet wurden. Die immateriellen Vermögenswerte in Entwicklung belaufen sich zum 30. September 2024 auf 163,8 Mio. € (im Vorjahr 189,0 Mio. €). Die Wertminderungen des Geschäftsjahres belaufen sich auf 1,1 Mio. € (Vorjahr 39,7 Mio. €). Die Wertminderungen des Vorjahres waren mit 37,1 Mio. € im Wesentlichen auf eine angepasste Strategie bei der digitalen Transformation im Bereich Märkte + Airline zurückzuführen, die zu Wertminderungen von selbsterstellter Computersoftware im Bereich „Alle übrigen Segmente“ führte. Aufgrund einer veränderten Strategie sowie der längerfristigen Nutzung von Kernkomponenten wurde die Nutzungsdauer von verschiedenen Softwarelösungen neu geschätzt, mit der Folge, diese länger zu nutzen. Dies führte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen um 3,9 Mio. €. Die planmäßigen Abschreibungen werden sich im Vergleich zum Betrag vor Nutzungsdaueränderung um 7,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2025, um 6,3 Mio. € im Geschäftsjahr 2026, um 5,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2027 sowie um 4,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2028 mindern. Die Verlängerung der Nutzungsdauer über das bisherige Ende der Nutzungsdauer hinaus wird zu einer Erhöhung der Abschreibungen um 2,0 Mio. € für das Geschäftsjahr 2029, um 6,2 Mio. € für das Geschäftsjahr 2030, um 6,0 Mio. € für das Geschäftsjahr 2031, um 5,8 Mio. € für das Geschäftsjahr 2032, um 5,3 Mio. € für das Geschäftsjahr 2033 sowie um 2,1 Mio. € für das Geschäftsjahr 2034 führen.

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Im Vorjahr wurden aufgrund einer veränderten Strategie sowie durch Verzögerungen bei der digitalen Transformation die Nutzungsdauern von verschiedenen Softwarelösungen im Bereich Märkte + Airline neu geschätzt, mit der Folge, in Teilbereichen bestehende Software länger zu nutzen. Dies führte im Vorjahr zu einer Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen um 3,8 Mio. €.

(14) Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens im Geschäftsjahr 2024 ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Sachanlagen Hotels inkl. Grundstücke und Gebäude Sonstige Grundstücke und Betriebs- ausstattung Flugzeuge Kreuzfahrtschiffe Andere Anlagen, Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen Anlagen im Bau Gesamt
Mio. €
Stand zum 1.10.2022 2.594,5 200,5 522,1 694,9 1.265,9 170,7 112,7 5.561,3
Währungsangleichung – 9,1 1,8 – 22,2 12,8 – 8,3 – 4,7 – 7,6
Akquisitionen 0,2 0,2
Zugänge 68,3 0,2 52,9 66,1 189,6 106,2 483,3
Abgänge – 57,8 0,1 68,3 1,0 – 101,8
Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 76,0 0,3 31,8 0,2 – 12,8 – 10,6
Umbuchungen 206,8 151,9 162,2 86,2 63,3 192,8
Stand zum 30.9.2023 2.726,7 50,8 614,9 792,7 1.272,6 151,9 159,9 5.769,5
Währungsangleichung – 152,7 3,2 – 17,3 33,2 – 29,8 – 8,6 – 8,4
Zugänge 131,6 0,8 51,4 101,6 147,3 139,6 572,3
Abgänge 0,4 1,1 37,3 12,8
Umbuchungen 67,7 318,3 31,0 25,4 155,1
Stand zum 30.9.2024 2.772,9 53,7 930,0 844,1 1.329,2 135,5 208,3 6.273,7
  • Zweiter Tabellenteil auf Folgeseite

INHALT

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG
    • Konzernabschluss
    • Konzernanhang
    • Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
    • Segmentberichterstattung
    • Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
    • Erläuterungen zur Konzernbilanz
    • Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
    • Sonstige Erläuterungen
    • Versicherung der gesetzlichen Vertreter
    • Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
    • Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
    • Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Sachanlagen

Sachanlagen Hotels inkl. Grundstücke und Gebäude Sonstige Grundstücke und Betriebs- ausstattung Flugzeuge Kreuzfahrtschiffe Andere Anlagen, Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen Anlagen im Bau Gesamt
Mio. €
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1.10.2022 2.594,5 200,5 522,1 694,9 1.265,9 170,7 112,7 5.561,3
Währungsangleichung – 9,1 1,8 – 22,2 12,8 – 8,3 – 4,7 – 7,6
Akquisitionen 0,2 0,2
Zugänge 68,3 0,2 52,9 66,1 189,6 106,2 483,3
Abgänge – 57,8 0,1 68,3 1,0 – 101,8
Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 76,0 0,3 31,8 0,2 – 12,8 – 10,6
Umbuchungen 206,8 151,9 162,2 86,2 63,3 192,8
Stand zum 30.9.2023 2.726,7 50,8 614,9 792,7 1.272,6 151,9 159,9 5.769,5
Währungsangleichung – 152,7 3,2 – 17,3 33,2 – 29,8 – 8,6 – 8,4
Zugänge 131,6 0,8 51,4 101,6 147,3 139,6 572,3
Abgänge 0,4 1,1 37,3 12,8
Umbuchungen 67,7 318,3 31,0 25,4 155,1
Stand zum 30.9.2024 2.772,9 53,7 930,0 844,1 1.329,2 135,5 208,3 6.273,7

180 Konzernanhang

180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

199 Segmentberichterstattung

203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

210 Erläuterungen zur Konzernbilanz

Sachanlagen

€ | Grundstücke und Geschäfts- ausstattung | Anzahlungen | Abschreibungen und Wertminderungen | Stand zum 1.10.2022 | – | 793,6 | – | 14,4 | – | 179,8 | – | 266,5 | – | 905,1 | – | – | 1,0 | – | 2.160,4
Währungsangleichung | 6,0 | – | 4,4 | – | 5,2 | 4,5 | – | – | 9,7 |
Abschreibungen des laufenden Jahres | – | 67,7 | – | 1,2 | – | 40,8 | – | 63,5 | – | 86,9 | – | – | – | 260,1 |
Wertminderungen | – | 13,3 | – | – | 0,6 | – | 0,1 | – | – | 14,0 |
Wertaufholungen | 16,4 | – | – | 11,6 | – | – | 28,0 |
Abgänge | 57,6 | – | 34,7 | 0,4 | 101,1 | – | – | 193,8 |
Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 4,0 | – | 0,8 | – | 5,6 | – | – | 10,4 |
Umbuchungen | 0,2 | 2,1 | – | 92,1 | 0,1 | – | 6,9 | – | – | 96,6 |
Stand zum 30.9.2023 | – | 790,4 | – | 13,5 | – | 273,4 | – | 323,1 | – | 887,8 | – | – | 1,0 | – | 2.289,2 |
Währungsangleichung | 27,1 | – | 3,3 | 6,2 | – | 14,7 | 16,1 | – | – | 31,4 |
Abschreibungen des laufenden Jahres | – | 69,0 | – | 1,2 | – | 48,0 | – | 69,7 | – | 86,3 | – | – | – | 274,2 |
Wertminderungen | – | 20,4 | – | 0,1 | – | – | 2,6 | – | – | 22,9 |
Wertaufholungen | 29,3 | – | – | 0,1 | 5,8 | 0,6 | – | – | 35,6 |
Abgänge | 0,3 | 0,7 | 33,0 | 12,8 | 40,3 | – | 1,0 | 88,1 |
Umbuchungen | 0,5 | – | 0,1 | – | 142,3 | – | 0,2 | – | 3,0 | – | – | 145,1 |
Stand zum 30.9.2024 | – | 822,6 | – | 17,4 | – | 424,5 | – | 389,1 | – | 922,7 | – | – | – | 2.576,3 |

| Buchwerte – Stand zum 30.9.2023 | 1.936,3 | 37,3 | 341,5 | 469,6 | 384,8 | 151,9 | 158,9 | 3.480,3 |
| Buchwerte – Stand zum 30.9.2024 | 1.950,3 | 36,3 | 505,5 | 455,0 | 406,5 | 135,5 | 208,3 | 3.697,4 |

Der Bau eines neuen Hotels sowie einer Hotelerweiterung in Mexiko, zwei neuer Hotels auf Mauritius und eines neuen Hotels auf Sansibar, der Erwerb von zwei Grundstücken in Mexiko sowie die Renovierung von Hotels in Jamaika und auf den Kapverden führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Zugängen der RIU-Gruppe von insgesamt 246,5 Mio. €. Von diesen Investitionen entfallen 121,6 Mio. € auf Hotels inkl. Grundstücke, 66,7 Mio. € auf Anlagen im Bau, 43,4 Mio. € auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie 14,8 Mio. € auf geleistete Anzahlungen. Zugänge zu den Anlagen im Bau betreffen mit 30,9 Mio. € die Durchführung von Wartungsarbeiten an Kreuzfahrtschiffen. Zudem entfallen Zugänge zu den Anlagen im Bau mit 16,7 Mio. € auf Investitionen in Flugzeuge.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Anzahlungen von 102,0 Mio. € (Vorjahr 88,4 Mio. €) für die zukünftige Lieferung von Flugzeugen geleistet. Weitere Anzahlungen entfielen mit 21,9 Mio. € auf Wartungsarbeiten von Kreuzfahrtschiffen. Weitere Zugänge im Bereich der Flugzeuge entfallen mit 29,5 Mio. € auf den Erwerb eines Flugzeuges sowie mit 21,9 Mio. € auf den Erwerb von Flugzeugersatzteilen.

Die wesentlichen Abgänge im abgelaufenen Geschäftsjahr resultieren mit 52,2 Mio. € (Vorjahr 36,6 Mio. €) aus dem Abgang von Vorauszahlungen für die Auslieferung von Flugzeugen. Aufgrund von Sale-and-Leaseback-Transaktionen führte der Abgang dieser Vorauszahlungen zu Zugängen von Nutzungsrechten. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Abschnitt „Nutzungsrechte und Leasingverhältnisse“. Weitere Abgänge entfallen mit 4,4 Mio. € auf den Verkauf von Flugzeugersatzteilen.

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INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG 175 Konzernabschluss 180 Konzernanhang 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 199 Segmentberichterstattung 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 266 Sonstige Erläuterungen 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Die Überprüfung der Buchwerte führte bei den Sachanlagen im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Wertminderungen von 22,9 Mio. € (Vorjahr 14,0 Mio. €). Die Wertminderungen waren mit 20,4 Mio. € im Wesentlichen auf Hotels inkl. Grundstücke im Segment Hotels & Resorts für Hotels der Marken TUI Blue und Magic Life zurückzuführen. Die Wertminderungen des Vorjahres entfielen mit 13,3 Mio. € insbesondere auf Hotels inkl. Grundstücke im Segment Hotels & Resorts für Hotels der Marken Magic Life, TUI Blue und Robinson.

Die Überprüfung der Buchwerte führte im Übrigen zu Wertaufholungen von 35,6 Mio. € (Vorjahr 28,0 Mio. €). Im Wesentlichen entfielen die Wertaufholungen mit 29,3 Mio. € auf das Segment Hotels & Resorts für Hotels der Marken TUI Blue, Robinson und Magic Life. Im Vorjahr entfielen 16,4 Mio. € der Wertaufholungen auf das Segment Hotels & Resorts für Hotels der Marken Robinson und TUI Blue. Zudem wurden Wertaufholungen von 5,8 Mio. € (Vorjahr 11,6 Mio. €) für ein Schiff der Marella Cruises im Segment Kreuzfahrten vorgenommen.

Im Vorjahr entfielen die Umgliederungen von Sachanlagen in die Bilanzposition „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ mit 41,0 Mio. € auf den geplanten Verkauf der Robinson Club Cabo Verde sowie auf geplante Grundstücksverkäufe der RIU-Gruppe in Mexiko (39,9 Mio. €) und auf Jamaika (8,6 Mio. €) im Segment Hotels & Resorts. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf den Abschnitt „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“. Weitere Umgliederungen des Vorjahres betrafen mit 31,0 Mio. € den Verkauf von Flugzeugmotoren im Bereich Märkte + Airline.

Die Zugänge zu den Sachanlagen aus Umbuchungen betreffen unter anderem Buchwerte vormals gemieteter und als Nutzungsrecht ausgewiesener Vermögenswerte, bei denen Kaufoptionen ausgeübt worden sind. Wie im Vorjahr wurden keine Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert.

Der Buchwert des Sachanlagevermögens, das Eigentumsbeschränkungen unterliegt oder als Sicherheit verpfändet ist, beträgt zum Bilanzstichtag 782,4 Mio. € (Vorjahr 616,7 Mio. €).

(15) Nutzungsrechte und Leasingverhältnisse

Als Leasingnehmer erfasst TUI nach IFRS 16 in der Bilanz Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten. Nähere Informationen zur Inanspruchnahme von Wahlrechten sind unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Abschnitt „Leasingverhältnisse“ dargestellt.

TUI ALS LEASINGNEHMER

Als Leasingnehmer mietet TUI neben mobilen Vermögenswerten wie Flugzeugen, Fahrzeugen und Kreuzfahrtschiffen insbesondere Immobilien wie Hotelgebäude und -grundstücke, Bürogebäude und Reisebüros an. Die Konditionen der Leasingverträge werden individuell verhandelt. Einige Flugzeugleasingverträge der TUI enthalten Kauf- oder Verlängerungsoptionen. Viele Immobilien-Leasingverträge der TUI, insbesondere bei Reisebüros und Bürogebäuden, enthalten Verlängerungsoptionen und Preisanpassungsklauseln. Für die Leasingobjekte wurden keine Restwertgarantien übernommen.

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INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG 175 Konzernabschluss 180 Konzernanhang 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 199 Segmentberichterstattung 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 266 Sonstige Erläuterungen 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten der Nutzungsrechte im Geschäftsjahr 2024 ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

| Nutzungsrechte | Flugzeuge und Hotels | Triebwerke | Reisebüros | Gebäude | Kreuzfahrtschiffe | Übrige | Gesamt | Mio. € |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | | | | | | | |
| Stand zum 1.10.2022 | 3.880,1 | 467,2 | 244,1 | 183,1 | 226,1 | 82,2 | 5.082,8 |
| Währungsangleichung | – | 214,5 | – | 10,1 | 2,0 | – | 2,4 | 6,6 | – | 0,2 | – | 218,6 |
| Zugänge | 112,1 | 10,5 | 14,8 | 6,0 | 144,1 | 23,1 | 310,6 |
| Neubewertungen und Modifikationen | 84,8 | 13,5 | 20,8 | 7,2 | – | 1,0 | 0,6 | 125,9 |
| Abgänge | – | 115,1 | – | 45,4 | – | 18,0 | – | 2,7 | – | – | 5,0 | – | 186,2 |
| Umbuchungen | – | 143,4 | – | – | 0,2 | – | 0,2 | – | 7,5 | – | 151,3 |
| Stand zum 30.9.2023 | 3.604,0 | 435,7 | 263,5 | 191,0 | 375,8 | 93,2 | 4.963,2 |
| Währungsangleichung | – | 134,9 | – | 8,8 | 5,3 | 0,5 | 15,3 | 0,1 | – | 122,5 |
| Zugänge | 113,1 | 1,8 | 25,1 | 11,7 | – | 42,0 | 193,7 |
| Neubewertungen und Modifikationen | 144,8 | 31,2 | 20,5 | 6,6 | 0,3 | 0,5 | 203,9 |
| Abgänge | – | 89,7 | – | 32,9 | – | 23,3 | – | 10,3 | – | – | 6,3 | – | 162,5 |
| Umbuchungen | – | 240,9 | – | – | – | – | 0,3 | – | 4,7 | – | 245,9 |
| Stand zum 30.9.2024 | 3.396,4 | 427,0 | 291,1 | 199,5 | 391,1 | 124,8 | 4.829,9 |

| Abschreibungen und Wertminderungen | Flugzeuge und Hotels | Triebwerke | Reisebüros | Gebäude | Kreuzfahrtschiffe | Übrige | Gesamt | Mio. € |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 1.10.2022 | – | 1.518,5 | – | 215,5 | – | 144,0 | – | 88,4 | – | 101,3 | – | 43,6 | – | 2.111,3 |
| Währungsangleichung | 94,5 | 5,7 | – | 1,3 | 1,0 | – | 1,9 | 0,2 | 98,2 |
| Abschreibungen des laufenden Jahres | – | 325,7 | – | 45,2 | – | 37,2 | – | 21,5 | – | 18,8 | – | 9,6 | – | 458,0 |
| Wertminderungen | – | – | 11,8 | – | 2,2 | – | – | – | 14,0 |
| Wertaufholungen | – | 5,3 | 1,3 | – | – | – | 6,6 |
| Abgänge | 115,1 | 38,8 | 18,2 | 2,6 | – | 5,1 | 179,8 |
| Umbuchungen | 93,6 | – | 0,3 | 0,4 | – | 4,6 | 98,9 |
| Stand zum 30.9.2023 | – | 1.541,0 | – | 222,7 | – | 164,9 | – | 105,9 | – | 122,0 | – | 43,3 | – | 2.199,8 |
| Währungsangleichung | 65,9 | 4,7 | – | 3,0 | – | 1,2 | – | 5,7 | 0,1 | 60,8 |
| Abschreibungen des laufenden Jahres | – | 311,0 | – | 44,3 | – | 38,9 | – | 19,6 | – | 26,4 | – | 15,6 | – | 455,8 |
| Wertminderungen | – | – | 9,2 | – | 0,5 | – | 2,2 | – | – | 11,9 |
| Wertaufholungen | – | 8,0 | 0,4 | – | – | – | 8,4 |
| Abgänge | 89,1 | 32,9 | 23,3 | 10,3 | – | 6,3 | 161,9 |
| Umbuchungen | 141,8 | – | – | – | 0,2 | 3,2 | 145,2 |
| Stand zum 30.9.2024 | – | 1.555,2 | – | 230,6 | – | 183,6 | – | 118,6 | – | 153,9 | – | 49,3 | – | 2.291,2 |

| Buchwerte – Stand zum 30.9.2023 | 2.063,0 | 213,0 | 98,6 | 85,1 | 253,8 | 49,9 | 2.763,4 |
| Buchwerte – Stand zum 30.9.2024 | 1.841,2 | 196,4 | 107,5 | 80,9 | 237,2 | 75,5 | 2.538,7 |

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INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG 175 Konzernabschluss 180 Konzernanhang 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 199 Segmentberichterstattung 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 266 Sonstige Erläuterungen 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Zugänge von 113,1 Mio. € entfielen insbesondere auf die Anmietung von sechs Flugzeugen sowie von einem Flugzeugmotor (Vorjahr 112,1 Mio.# € aus Auslieferung von acht Flugzeugen), die teilweise im Rahmen von Sale- and-Leaseback-Transaktionen erworben wurden. Änderungen sowie Neubewertungen bestehender Leasingverträge erhöhten die Nutzungsrechte um 203,9 Mio. €. Der Anstieg ist überwiegend durch eine Vielzahl von Vertragsverlängerungen im Bereich angemieteter Flugzeuge (144,8 Mio. €), von Hotelleasingverträgen (31,2 Mio. €) und angemieteten Reisebüros (20,5 Mio. €) begründet. Umbuchungen minderten die Nutzungsrechte um 100,7 Mio. € und resultieren im Wesentlichen aus Umbuchungen von Flugzeugen sowie Flugzeugersatzteilen in das Sachanlagevermögen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf den Abschnitt „Sachanlagen“. Informationen über die zugehörigen Leasingverbindlichkeiten enthält Textziffer 31 „Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten“. Details zu den Fälligkeiten der am Bilanzstichtag noch nicht geleisteten Leasingzahlungen sind im Abschnitt Liquiditätsrisiko in Textziffer 39 „Finanzinstrumente“ dargestellt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Geschäftsjahr 2024 in der Konzern-GuV erfassten Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen, bei denen TUI Leasingnehmer ist:

Aufwendungen und Erträge aus Leasingverhältnissen mit TUI als Leasingnehmer

Mio. € 2024 2023
Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen – 185,0 – 124,0
Aufwendungen aus geringwertigen Leasingverhältnissen – 7,6 – 8,2
Variable Leasingerträge und -aufwendungen – 8,8 – 8,0
Abschreibungen auf Nutzungsrechte – 455,9 – 458,0
Wertminderungen auf Nutzungsrechte – 11,9 – 14,0
Wertaufholungen 8,4 6,6
Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten – 172,0 – 175,6
Gewinne und Verluste aus Sale-and-Leaseback-Transaktionen 4,9 8,9

Die Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen betreffen wie im Vorjahr insbesondere die zeitweise Anmietung von Flugzeugen. Die Wertminderungen entfielen mit 9,2 Mio. € im Wesentlichen auf Nutzungsrechte an Hotels. Die im Rahmen von Sale-and-Leaseback-Transaktionen erzielten Gewinne sind mit 4,9 Mio. € der Flugzeugfinanzierung zuzuordnen. Im Geschäftsjahr wurden vier neu ausgelieferte Flugzeuge des Typs Boeing B737 Max sowie ein erworbenes Triebwerk mittels Sale-and-Leaseback-Konstruktionen refinanziert. Zum 30. September 2024 bestehen aus diesen Transaktionen Leasingverbindlichkeiten von 100,0 Mio. €. Im Vorjahr erzielte Gewinne von 8,9 Mio. € betrafen Sale-and-Leaseback-Transaktionen von zwei neu ausgelieferten Flugzeugen des Typs Boeing B737 Max, ein zuvor im Besitz befindliches Flugzeug vom Typ Boeing B737-800 sowie vier erworbene Triebwerke. Zum 30. September 2023 beliefen sich die Leasingverbindlichkeiten für diese Transaktionen auf 75,7 Mio. €.

Die Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse im Geschäftsjahr 2024 betrugen insgesamt 985,3 Mio. € (Vorjahr 901,2 Mio. €). Zum Bilanzstichtag bestanden nicht bilanzierte Verpflichtungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen in Höhe von 4,1 Mio. € (Vorjahr 3,3 Mio. €). Darüber hinaus wurden mögliche zukünftige Leasingzahlungen aus Verlängerungs- und Kündigungsoptionen in Höhe von 228,4 Mio. € (Vorjahr 220,3 Mio. €) nicht in die Bewertung der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten einbezogen, da nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert oder gekündigt werden.

TUI ALS LEASINGGEBER

Als Leasinggeber vermietet bzw. untervermietet TUI Flugzeuge sowie in unwesentlichem Umfang Flächen in Reisebüros und ein Hotel. Im Geschäftsjahr 2024 wurden Mieterlöse aus Operating Leases in Höhe von 7,2 Mio. € (Vorjahr 12,0 Mio. €) im Umsatz erfasst. Daneben wurden im Zinsergebnis ausgewiesene Erträge aus Finanzierungsleasing in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,5 Mio. €) erzielt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der nicht diskontierten Leasingzahlungen auf den Netto-Investitionswert für die beiden als Finanzierungsleasing eingestuften Untermietverhältnisse:

Nettoinvestitionen – Finanzierungsleasing

Mio. € 30.9.2024 30.9.2023
Nicht diskontierte Leasingzahlungen (Leasingkomponenten) 0,8 4,3
Bruttoinvestition 0,8 4,3
Noch nicht realisierter Finanzertrag – 0,2 – 0,2
Nettoinvestition 0,8 4,1

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INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG 175 Konzernabschluss 180 Konzernanhang 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 199 Segmentberichterstattung 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 266 Sonstige Erläuterungen 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Die folgende Tabelle enthält eine Fälligkeitsanalyse der nicht diskontierten jährlichen Einzahlungen aus Leasingverhältnissen, bei denen TUI als Leasinggeber auftritt:

Erwartete Mindestleasingeinnahmen

Mio. € Gesamt Bis 1 Jahr 1 – 2 Jahre 2 – 3 Jahre 3 – 4 Jahre 4 – 5 Jahre Über 5 Jahre
30.9.2024
Operative Leasingverträge 5,0 5,0
Finanzierungsleasingverträge 0,8 0,8
30.9.2023
Operative Leasingverträge 6,2 6,1 0,1
Finanzierungsleasingverträge 4,3 3,4 0,9

(16) Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen

Die folgende Übersicht stellt diejenigen gemeinsamen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen dar, die für den TUI Konzern wesentlich sind. Sämtliche gemeinsamen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen sind der Anteilsbesitzliste in Textziffer 51 zu entnehmen. Bei den gemeinsamen Vereinbarungen handelt es sich ausschließlich um Gemeinschaftsunternehmen und nicht um gemeinschaftliche Tätigkeiten im Sinne des IFRS 11.

Wesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Name und Sitz der Gesellschaft Geschäftstätigkeit Kapitalanteil in % 30.9.2024 Kapitalanteil in % 30.9.2023 Stimmrechtsquote in % 30.9.2024 Stimmrechtsquote in % 30.9.2023
Assoziiertes Unternehmen
Midnight Canada Inc., Toronto, Kanada Veranstalter & Hotel-Betriebsgesellschaft 49,0 49,0 25,0 25,0
Midnight International Holdings Limited, Toronto, Kanada Hotel-Betriebsgesellschaft 49,0 49,0 49,0 49,0
Pep Toni Hotels S.A., Palma, Spanien Hotel-Betriebsgesellschaft 49,0 49,0 49,0 49,0
Gemeinschaftsunternehmen
Grupotel dos S.A., Can Picafort, Spanien Hotel-Betriebsgesellschaft 50,0 50,0 50,0 50,0
TUI Cruises GmbH, Hamburg, Deutschland Kreuzschifffahrt-Betriebsgesellschaft 50,0 50,0 50,0 50,0

Alle dargestellten Gesellschaften werden nach der Equity-Methode bewertet. Das Geschäftsjahr der kanadischen assoziierten Unternehmen entspricht dem Geschäftsjahr des TUI Konzerns; das Geschäftsjahr der Pep Toni Hotels S.A. und das der Gemeinschaftsunternehmen weichen von dem Geschäftsjahr des TUI Konzerns ab und enden am 31. Dezember. Für die Fortschreibung der Equity-Bewertung zum Bilanzstichtag des TUI Konzerns werden für diese Gesellschaften Zwischenabschlüsse zum 30. September erstellt.

WESENTLICHE ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Im Jahr 2009 ging die Sunwing eine Partnerschaft mit dem TUI Konzern ein. Sunwing war danach ein vertikal integriertes Reiseunternehmen, das Veranstaltergeschäft, eine Fluglinie und Reisebüroketten umfasste. Seit der Einbringung der Hotelbetriebs- und -entwicklungsgesellschaft Blue Diamond Hotels & Resorts Inc., St. Michael, Barbados, im September 2016 beinhaltete die Sunwing rechtlich auch deren Hotelbetriebsgeschäft mit einer Kette von luxuriösen Strandresorts und -hotels in der Karibik und Mexiko. Das Hotelbetriebsgeschäft der Sunwing wird im Segment Hotels & Resorts gezeigt, während das Veranstaltergeschäft im Segment Region Nord dargestellt wird.

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INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG 175 Konzernabschluss 180 Konzernanhang 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 199 Segmentberichterstattung 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 266 Sonstige Erläuterungen 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Im vorherigen Geschäftsjahr hat Sunwing ihr Veranstaltergeschäft, die Fluglinie und die Reisebüroketten in die kanadische Fluggesellschaft WestJet Airlines Ltd. eingebracht. Die Gegenleistung erfolgte im Wesentlichen in Anteilen an dem zusammengeführten Geschäft sowie in Form von bedingten Gegenleistungen. Im Rahmen der Transaktion wurde das Hotelbetriebsgeschäft in die neu gegründete Midnight International Holdings Limited übertragen, an der der TUI Konzern 49 % der Anteile hält. Sunwing selbst hat nach Abschluss der Transaktion kein operatives Geschäft mehr und wurde anschließend in Midnight Canada Inc. umbenannt. Der TUI Konzern ist weiterhin an der Midnight Canada Inc. mit 49 % beteiligt. Die Pep Toni Hotels S.A. ist ein 2023 gegründetes Unternehmen, das Hotels besitzen und betreiben wird.

WESENTLICHE GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN

Grupotel dos S.A., 1998 gegründet, besitzt und betreibt Hotels auf den Balearen und den Kanarischen Inseln. TUI Cruises GmbH ist ein 2008 mit der US-amerikanischen Reederei Royal Caribbean Cruises Ltd. gegründetes Gemeinschaftsunternehmen. Die Gesellschaft mit Sitz in Hamburg bietet Kreuzfahrten für den gehobenen deutschsprachigen Markt an. TUI Cruises GmbH bedient diesen Markt gegenwärtig mit zwölf Schiffen.

FINANZINFORMATIONEN ZU ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN

Die folgenden Tabellen enthalten zusammengefasste Finanzinformationen zu den wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.Bei den dargestellten Beträgen handelt es sich um die 100-%- Beträge aus den vorkonsolidierten Teilkonzernabschlüssen der jeweiligen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen und nicht um den Anteil des TUI Konzerns an diesen Beträgen.

Zusammengefasste Finanzinformationen wesentlicher assoziierter Unternehmen

Midnight International Holdings Limited, Toronto, Kanada Pep Toni Hotels S.A., Palma, Spanien Midnight Canada Inc., Toronto, Kanada
Datum 30.9.2024 / 30.9.2023 / 30.9.2024 / 30.9.2023 / 30.9.2024 / 30.9.2023 /
Mio. € 2024 2023 2024
Langfristige Vermögenswerte 1.557,5 1.606,6 169,8
Kurzfristige Vermögenswerte 247,5 316,2 127,0
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 992,5 1.123,7
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 324,4 329,7 0,1
Umsatzerlöse 902,8 820,5
Gewinn / Verlust 58,4 62,9
Sonstiges Ergebnis 25,2
Gesamtergebnis 33,2 32,3

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INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG 175 Konzernabschluss 180 Konzernanhang 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 199 Segmentberichterstattung 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 266 Sonstige Erläuterungen 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Zusammengefasste Finanzinformationen wesentlicher Gemeinschaftsunternehmen

Grupotel dos S.A., Can Picafort, Spanien TUI Cruises GmbH, Hamburg, Deutschland
Datum 30.9.2024 / 30.9.2023 / 30.9.2024 / 30.9.2023 /
Mio. € 2024 2023
Langfristige Vermögenswerte 249,0 270,6
Kurzfristige Vermögenswerte 81,6 25,4
davon Finanzmittel 11,5 4,6
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 114,3 132,8
davon finanzielle Verbindlichkeiten 101,7 120,7
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 54,8 32,6
davon finanzielle Verbindlichkeiten 25,3 14,9
Umsatzerlöse 170,7 159,9
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 13,8 13,1
Zinserträge 0,3 0,2
Zinsaufwendungen 5,5 4,1
Ertragsteuern 10,3 6,4
Gewinn / Verlust 42,9 27,4
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis 42,9 27,4

Der TUI Konzern hat im Geschäftsjahr 2024 Dividenden von den Gemeinschaftsunternehmen von insgesamt 54,9 Mio. € (Vorjahr 22,6 Mio. €) und von den assoziierten Unternehmen in Höhe von 18,9 Mio. € (Vorjahr 3,9 Mio. €) vereinnahmt.

Zusätzlich zu den für den TUI Konzern wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen hält die TUI AG Anteile an weiteren nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die einzeln betrachtet als nicht wesentlich anzusehen sind. In den folgenden Tabellen ist neben dem Anteil des TUI Konzerns an den dargestellten Ergebnisgrößen der wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen auch der aggregierte Betrag des Anteils am Gewinn bzw. Verlust, am sonstigen Ergebnis und am Gesamtergebnis der unwesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen dargestellt.

Anteilige Finanzinformationen wesentlicher und nicht wesentlicher assoziierter Unternehmen

Midnight Pep Toni Hotels S.A., Palma, Spanien Midnight International Holdings Limited, Toronto, Kanada Midnight Canada Inc., Toronto, Kanada Übrige assoziierte Unternehmen, gesamt
Mio. € 2024 2023 2024 2023
Anteil der TUI am Gewinn / Verlust 28,6 30,8 2,2
Sonstigen Ergebnis 12,3 15,0
Gesamtergebnis 16,3 15,8 2,1
  • Das anteilige Ergebnis 2023 enthält neben dem Anteil der TUI am Ergebnis der Midnight Canada Inc. auch die im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen enthaltenen Aufwendungen aus der Realisierung von Währungsdifferenzen und aus der Ausbuchung des Goodwills wegen der Veräußerung des operativen Geschäfts der Sunwing.

Anteilige Finanzinformationen wesentlicher und nicht wesentlicher Gemeinschaftsunternehmen

Grupotel dos S.A., Can Picafort, Spanien TUI Cruises GmbH, Hamburg, Deutschland Übrige Gemeinschaftsunternehmen, gesamt
Mio. € 2024 2023 2024
Anteil der TUI am Gewinn / Verlust 21,5 13,7 233,1
Sonstigen Ergebnis 19,0
Gesamtergebnis 21,5 13,7 214,1

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INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG 175 Konzernabschluss 180 Konzernanhang 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 199 Segmentberichterstattung 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 266 Sonstige Erläuterungen 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Nettovermögenswerte der wesentlichen assoziierten Unternehmen

Midnight Pep Toni Hotels S.A., Palma, Spanien Midnight International Holdings Limited, Toronto, Kanada Midnight Canada Inc., Toronto, Kanada
Mio. €
Nettovermögenswerte zum 1.10.2022 442,3 242,2
Sonstige Ergebnisse 2,6
Wechselkurseffekte 30,6 19,3
Kapitalerhöhung / -herabsetzung 33,9 150,1
Gewinn / Verlust 62,9 345,0 0,8
Konsolidierungseffekte 28,7 28,7
Nettovermögenswerte zum 30.9.2023 469,4 96,0 150,9
Sonstige Ergebnisse 0,4
Dividenden 13,7
Wechselkurseffekte 25,2 4,6
Kapitalerhöhung / -herabsetzung 14,4 15,6
Gewinn / Verlust 58,4 22,5
Nettovermögenswerte zum 30.9.2024 488,2 85,0 296,6

Überleitung auf den Buchwert der assoziierten Unternehmen in der Konzernbilanz

Midnight Pep Toni Hotels S.A., Palma, Spanien Midnight International Holdings Limited, Toronto, Kanada Midnight Canada Inc., Toronto, Kanada Übrige assoziierte Unternehmen, gesamt
Mio. €
Anteil der TUI in % zum 30.9.2023 49,0 49,0 49,0 n. a.
Anteil der TUI an den Nettovermögenswerten zum 30.9.2023 230,0 46,9 73,9 33,0
Geschäfts- oder Firmenwert zum 30.9.2023 7,1 1,4
Nicht erfasste anteilige Verluste 2,7
Wertminderung der Nettovermögenswerte
Buchwert zum 30.9.2023 237,1 46,9 73,9 37,1
Anteil der TUI in % zum 30.9.2024 49,0 49,0 49,0 n. a.
Anteil der TUI an den Nettovermögenswerten zum 30.9.2024 239,2 41,6 145,3 39,5
Geschäfts- oder Firmenwert zum 30.9.2024 6,7 1,5
Nicht erfasste anteilige Verluste 3,2
Wertminderung der Nettovermögenswerte 0,1
Buchwert zum 30.9.2024 245,9 41,6 145,3 44,3

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INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG 175 Konzernabschluss 180 Konzernanhang 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 199 Segmentberichterstattung 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 266 Sonstige Erläuterungen 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Nettovermögenswerte der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen

Grupotel dos S.A., Can Picafort, Spanien TUI Cruises GmbH, Hamburg, Deutschland
Mio. €
Nettovermögenswerte zum 1.10.2022 115,2 685,2
Gewinn / Verlust 27,4 348,4
Sonstige Ergebnisse 2,4
Dividenden 12,0
Nettovermögenswerte zum 30.9.2023 130,6 1.036,0
Gewinn / Verlust 42,9 466,2
Sonstige Ergebnisse 38,0
Dividenden 12,0 40,0
Nettovermögenswerte zum 30.9.2024 161,5 1.424,2

Überleitung auf den Buchwert der Gemeinschaftsunternehmen in der Konzernbilanz

Grupotel dos S.A., Can Picafort, Spanien TUI Cruises GmbH, Hamburg, Deutschland Übrige Gemeinschaftsunternehmen, gesamt
Mio. €
Anteil der TUI in % zum 30.9.2023 50,0 50,0 n. a.
Anteil der TUI an den Nettovermögenswerten zum 30.9.2023 65,3 518,0 224,2
Geschäfts- oder Firmenwert zum 30.9.2023 11,7
Nicht erfasste anteilige Verluste 12,3
Wertminderung der Nettovermögenswerte 28,3
Buchwert zum 30.9.2023 65,3 518,0 219,9
Anteil der TUI in % zum 30.9.2024 50,0 50,0 n. a.
Anteil der TUI an den Nettovermögenswerten zum 30.9.2024 80,8 712,1 239,7
Geschäfts- oder Firmenwert zum 30.9.2024 8,8
Nicht erfasste anteilige Verluste 16,1
Wertminderung der Nettovermögenswerte 27,0
Buchwert zum 30.9.2024 80,8 712,1 237,6

WERTMINDERUNGEN DER BUCHWERTE VON ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN

Buchwerte der assoziierten Unternehmen und der Gemeinschaftsunternehmen wurden auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft, sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorlagen. Alle Buchwerte der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die vormals wertgemindert waren, wurden auf Wertaufholungen untersucht. Alle Werthaltigkeitstests basierten auf den Ergebnisplanungen der jeweiligen Gesellschaft. Auf Basis dieser Ergebnisplanungen wurde der beizulegende Zeitwert über eine Diskontierung der erwarteten anteiligen Zahlungsmittelzuflüsse ermittelt.In fast allen Fällen war der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten höher als der Nutzungswert. Die verwendeten Parameter sind alle dem Level 3 der Zeitwerthierarchie zuzuordnen. Die Wertminderungen in Höhe von 0,2 Mio. € betreffen Unternehmen in der Region Zentral.

NICHT ERFASSTE VERLUSTE VON ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN

Die nicht erfassten kumulierten Verluste von Gemeinschaftsunternehmen betragen zum Ende des Geschäftsjahres 16,1 Mio. € (Vorjahr 12,3 Mio. €). Die nicht erfassten Verluste der WOT Hotels Vietnam erhöhten sich im laufenden Geschäftsjahr um 3,3 Mio. € auf 14,4 Mio. €, die der Abou Soma for Hotels S. A. E. um 0,5 Mio. € auf 1,6 Mio. €. Die nicht erfassten kumulierten Verluste von assoziierten Unternehmen in Höhe von 3,2 Mio. € (Vorjahr 2,7 Mio. €) betreffen die Ahungalla Resorts Limited. Die Erfassung weiterer Verluste hätte zu einer Reduzierung der Buchwerte unter null geführt.

RISIKEN IN ZUSAMMENHANG MIT DEN ANTEILEN AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN

Zugunsten assoziierter Unternehmen bestehen zum 30. September 2024 keine Eventualverbindlichkeiten (Vorjahr 0,7 Mio. €), zugunsten von Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 3,4 Mio. € (Vorjahr 1,7 Mio. €).

225

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

( 17) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
| 30.9.2024 | 30.9.2023 |
|---|---|
| Restlaufzeit | Gesamt | Restlaufzeit | Gesamt |
| über 1 Jahr | über 1 Jahr | | |
| Mio. € | | | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | – | 413,6 | – | 411,6 |
| Kautionen | 6,1 | 396,2 | – | 372,3 |
| Kreditforderungen und Ausleihungen | 15,1 | 32,3 | 15,9 | 33,9 |
| Leasingforderungen | – | 0,8 | 0,8 | 4,1 |
| Sonstige Forderungen | 110,6 | 434,6 | 58,0 | 343,2 |
| Gesamt | 131,7 | 1.277,4 | 74,7 | 1.165,1 |

TUI hat zum 30. September 2024 Vertriebsprovisionen an Reisebüros und weitere Vertriebskanäle als Kosten des Erhalts des Vertrags in Höhe von 111,7 Mio. € (Vorjahr 82,5 Mio. €) aktiviert, bis der entsprechende Umsatz realisiert wird. Im Geschäftsjahr 2024 wurden Vertriebsprovisionen in Höhe von 939,6 Mio. € (Vorjahr 798,9 Mio. €) aufwandswirksam erfasst. Die Kautionen umfassen unter anderem Sicherheiten für Zahlungsdienstleister sowie für die Absicherung von erhaltenen touristischen Kundenanzahlungen.

(18) Geleistete touristische Anzahlungen

Die geleisteten Anzahlungen betreffen hauptsächlich branchenübliche Vorauszahlungen für zukünftige touristische Leistungen, insbesondere vom Veranstalter geleistete Vorauszahlungen für zukünftig zu beziehende Hotel- und Flugleistungen.

(19) Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerte in Höhe von 269,8 Mio. € (Vorjahr 230,6 Mio. €) ergeben sich im Wesentlichen aus entgeltlich erworbenen Emissionszertifikaten in Höhe von 108,0 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) , aus der Überdeckung von Pensionsplänen in Höhe von 75,4 Mio. € (Vorjahr 98,5 Mio. €) sowie durch sonstige Steuerforderungen in Höhe von 68,3 Mio. € (Vorjahr 77,5 Mio. €) .

(20) Latente Ertragsteueransprüche

Bilanzierte aktive und passive latente Steuern nach Sachverhalten
| 30.9.2024 | 30.9.2023 |
|---|---|
| Mio. € | Aktivisch | Passivisch | Aktivisch | Passivisch |
| Leasingtransaktionen | 15,5 | 76,0 | 13,6 | 96,8 |
| Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei Sachanlagen und sonstigen langfristigen Vermögenswerten | 194,3 | 215,4 | 184,4 | 225,3 |
| Ansatzunterschiede bei Forderungen und sonstigen Vermögenswerten | 38,2 | 63,1 | 16,4 | 38,5 |
| Bewertung von Finanzinstrumenten | 96,8 | 40,3 | 4,5 | 72,9 |
| Bewertung von Pensionsrückstellungen | 90,1 | 25,1 | 79,7 | 21,2 |
| Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei übrigen Rückstellungen | 67,8 | 14,0 | 62,1 | 3,0 |
| Sonstige Transaktionen | 69,5 | 62,0 | 45,6 | 66,4 |
| Aktivierte Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen | 209,7 | – | 269,4 | – |
| Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern | – 392,7 | – | 365,1 | – |
| Bilanzansatz | 389,2 | 103,2 | 310,6 | 159,0 |

Von den latenten Ertragsteueransprüchen realisieren sich 299,3 Mio. € (Vorjahr 290,2 Mio. €) in mehr als zwölf Monaten. Von den latenten Ertragsteuerverbindlichkeiten realisieren sich 95,9 Mio. € (Vorjahr 102,0 Mio. €) in mehr als zwölf Monaten. Auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 190,2 Mio. € (Vorjahr 29,4 Mio. €) werden keine latenten Steueransprüche angesetzt. Keine latenten Steuerverbindlichkeiten wurden für temporäre Differenzen in Höhe von 99,2 Mio. € (Vorjahr 91,3 Mio. €) zwischen dem Nettovermögen und dem steuerlichen Buchwert von Tochterunternehmen angesetzt, da mit einer Umkehr der temporären Differenzen in näherer Zukunft nicht zu rechnen ist. Der Netto-Aktivüberhang der latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten hat sich gegenüber dem Vorjahr um 134,3 Mio. € erhöht. Davon wurden 12,0 Mio. € als latenter Steueraufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung, 181,9 Mio. € als Erhöhung im sonstigen Ergebnis und 31,7 Mio. € erfolgsneutral erfasst. Die Veränderung im sonstigen Ergebnis bezieht sich im Wesentlichen auf die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Pensionsvermögen sowie die Bewertung der Cash Flow Hedges. Der verbleibende Betrag von – 3,9 Mio. € resultiert aus der Währungsumrechnung .

226

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Angesetzte Verlustvorträge und Vortragsfähigkeit nicht angesetzter Verlustvorträge
| Mio. € | 30.9.2024 | 30.9.2023 |
|---|---|---|
| Angesetzte Verlustvorträge | 1.171,5 | 1.415,1 |
| Nicht angesetzte Verlustvorträge | 12.665,8 | 12.246,4 |
| davon innerhalb eines Jahres verfallbare Verlustvorträge | 5,6 | 5,7 |
| davon zwischen zwei und fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge | 3,8 | 2,7 |
| davon in mehr als fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge (ohne unverfallbare Verlustvorträge) | – | – |
| davon unverfallbare Verlustvorträge | 12.656,4 | 12.238,0 |
| Gesamtsumme noch nicht genutzter Verlustvorträge | 13.837,3 | 13.661,5 |

Verlustvorträge aus deutschen Gesellschaften enthalten den kumulierten Betrag aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer sowie Zinsvorträge aus der Zinsschrankenregelung. Potenzielle Steuerersparnisse in Höhe von insgesamt 2.677,7 Mio. € (Vorjahr 2.562,1 Mio. €) wurden nicht aktiviert, da die Nutzung der zugrunde liegenden Verlustvorträge im Planungszeitraum als nicht wahrscheinlich eingeschätzt wurde. Es ergaben sich im Geschäftsjahr 2024 Steuerminderungen von 5,5 Mio. € (Vorjahr 9,3 Mio. €) aus der Nutzung von Verlustvorträgen, die bislang als nicht realisierbar eingeschätzt wurden und für die somit zum 30. September 2023 kein Vermögenswert für die daraus möglichen Steuerersparnisse angesetzt wurde. Steuerminderungen aus Verlustrückträgen wurden, wie bereits im Vorjahr, nicht realisiert.

Entwicklung der aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen
| Mio. € | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Aktivierte Steuerersparnisse zu Beginn der Periode | 269,4 | 194,4 |
| Nutzung von Verlustvorträgen | – 23,1 | – 12,3 |
| Aktivierung von erwarteten Steuerersparnissen aus Verlustvorträgen | 19,2 | 97,1 |
| Wertberichtigung auf aktivierte Steuerersparnisse aus Verlustvorträgen | – 55,8 | – 8,6 |
| Währungsangleichung und sonstige Effekte | – | 1,2 |
| Aktivierte Steuerersparnisse zum Ende der Periode | 209,7 | 269,4 |

Der aktivierte latente Steueranspruch aus temporären Differenzen und aus als nutzbar eingeschätzten Verlustvorträgen in Höhe von 287,1 Mio. € (Vorjahr 207,0 Mio. €) ist auch bei Gesellschaften, die im Berichtsjahr oder im Vorjahr Verluste erleiden, durch künftig erwartete zu versteuernde Ergebnisse gedeckt. Dies basiert auf der vom TUI Management geplanten zukünftigen Geschäftsentwicklung. Die wesentlichen Eckpunkte dieser Planung sind im Abschnitt „Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen“ dargestellt. Für die Ableitung der Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen und abzugsfähigen Differenzen stellt TUI auf einen fünfjährigen Planungshorizont ab.

(21) Vorräte

Vorräte
| Mio. € | 30.9.2024 | 30.9.2023 |
|---|---|---|
| Flugzeugersatzteile und Verbrauchsgüter | 26,1 | 22,9 |
| Zum Verkauf verfügbare Immobilien | 0,2 | 0,2 |
| Verbrauchsgüter in Hotels | 21,5 | 21,4 |
| Sonstige Vorräte | 18,7 | 17,6 |
| Gesamt | 66,4 | 62,1 |

Im Geschäftsjahr 2024 wurden Vorräte in Höhe von 632,4 Mio. € (Vorjahr 638,6 Mio. €) als Aufwand erfasst.

(22) Finanzmittel

Finanzmittel
| Mio. € | 30.9.2024 | 30.9.2023 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 1.873,6 | 1.566,2 |
| Geldmarktfonds | 953,4 | 472,2 |
| Kassenbestand und Schecks | 21,2 | 21,9 |
| Gesamt | 2.848,2 | 2.060,3 |

Die Finanzmittel unterliegen zum 30. September 2024 mit 690,5 Mio. € (Vorjahr 772,2 Mio. €) den im Folgenden aufgeführten Verfügungsbeschränkungen: Im September 2024 haben die TUI AG und die TUI UK Ltd. mit den Pension Trustees Änderungen der Vereinbarung zur langfristigen Schließung der Differenz zwischen den Verpflichtungen und dem Fondsvermögen leistungsorientierter Pensionspläne in Großbritannien vereinbart. Als Sicherheit hierfür waren zum Bilanzstichtag 78,1 Mio. € auf Bankkonten hinterlegt. Der TUI Konzern kann über diese Finanzmittel nur verfügen, wenn alternative Sicherheiten gestellt werden.# INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Des Weiteren entfallen 117,0 Mio. € (Vorjahr 116,3 Mio. €) auf erhaltene Barsicherheiten, die im Geschäftsjahr 2023 von belgischen Steuerbehörden vor dem Hintergrund eines langjährigen Rechtsstreits über die Erstattung von Umsatzsteuer für die Jahre 2001 bis 2011 ohne Anerkenntnis einer Schuld bei einem belgischen Tochterunternehmen hinterlegt wurden, um den Zinslauf für beide Parteien zu unterbrechen. Zur Absicherung einer etwaigen Rückzahlung wurde dem belgischen Staat eine Bankgarantie eingeräumt. Aufgrund der Bankgarantie ist die Fähigkeit des TUI Konzerns, über die Finanzmittel zu verfügen, eingeschränkt. Die verbleibenden 495,4 Mio. € (Vorjahr 589,0 Mio. €), die Beschränkungen unterliegen, beziehen sich auf Barmittel und Barmitteläquivalente, die aufgrund gesetzlicher oder aufsichtsrechtlicher Anforderungen zu hinterlegen sind, hauptsächlich zur Sicherung von Kundenanzahlungen und für Zahlungsdienstleister. Die Investitionen in Geldmarktfonds erfüllen die Anforderungen des IAS 7 zur Bilanzierung als Zahlungsmitteläquivalente.

(23) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Zum 30. September 2024 wurden keine Vermögenswerte als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Im Laufe des Berichtszeitraums fanden nur unwesentliche Umgliederungen in Höhe von 0,1 Mio. € in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte statt.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Mio. €
30.9.2024
Robinson Club Cabo Verde
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen
Übrige Aktiva
Gesamt

Der Verkauf der im Vorjahr unter den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten der Robinson Club Cabo Verde und die Verkäufe der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen fanden im Oktober 2023 statt. Zusätzlich wurden im Vorjahr Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten ausgewiesen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Abschnitt „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“ sowie auf den Abschnitt „Akquisitionen – Desinvestitionen“.

(24) Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der TUI AG besteht aus nennwertlosen Stückaktien, die jeweils im gleichen Umfang am Grundkapital beteiligt sind. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 1,00 €. Da das Grundkapital in auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt ist, werden die Aktionärsdaten in einem Aktienregister geführt. Das gezeichnete Kapital der TUI AG ist in den Handelsregistern der Amtsgerichte Berlin-Charlottenburg und Hannover eingetragen. Nach der im Vorjahr durchgeführten Kapitalherabsetzung mit nachfolgender Kapitalerhöhung betrug das Grundkapital im abgelaufenen Geschäftsjahr unverändert 507.431.033,00 €, eingeteilt in 507.431.033 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 € je Stückaktie.

BEDINGTES KAPITAL

In der Hauptversammlung am 25. März 2021 wurde ein bedingtes Kapital zur Ausgabe von Schuldverschreibungen in Höhe von 109,9 Mio. € beschlossen. Die Ermächtigung zur Begebung von Teilschuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen (mit und ohne Laufzeitbegrenzung) ist auf einen Nominalbetrag von 2,0 Mrd. € beschränkt und bis zum 24. März 2026 befristet. Mit Begebung einer Wandelschuldverschreibung über insgesamt 589,6 Mio. € im April und Juli 2021 wurde diese Ermächtigung fast vollständig ausgenutzt. Zum Bilanzstichtag wurden bisher keine Aktien zur Bedienung der Wandelanleihe valutiert. Im Juli 2024 wurde ein Teil der ausstehenden Wandelschuldverschreibung zurückgekauft, sodass der ausstehende Nominalbetrag nunmehr 117,6 Mio. € beträgt.

In der Hauptversammlung am 13. Februar 2024 wurde ein weiteres bedingtes Kapital zur Ausgabe von Schuldverschreibungen in Höhe von 50,7 Mio. € beschlossen. Die Ermächtigung zur Begebung von Teilschuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen (mit und ohne Laufzeitbegrenzung) sind auf einen Nominalbetrag von 1,5 Mrd. € beschränkt und bis zum 12. Februar 2029 befristet. Mit Begebung einer Wandelschuldverschreibung über 487,0 Mio. € im Juli 2024 wurde diese Ermächtigung fast vollständig ausgenutzt. Zum Bilanzstichtag wurden bisher keine Aktien zur Bedienung der Wandelanleihe valutiert.

Aus nicht genutzten Umtauschrechten der emittierten Wandelschuldverschreibung aus 2021 resultiert zum 30. September 2024 ein bedingtes Kapital in Höhe von 109,9 Mio. €. Bei einem Anleihevolumen in Höhe von 117,6 Mio. € und einem aktuellen Wandlungspreis zum Bilanzstichtag in Höhe von ca. 26,67 € ergäbe sich bei vollständiger Wandlung eine Ausnutzung des bedingten Kapitals in Höhe von ca. 4,4 Mio. €. Im Übrigen resultiert zum Bilanzstichtag aus nicht genutzten Umtauschrechten der emittierten Wandelschuldverschreibung aus 2024 ein bedingtes Kapital in Höhe von 50,7 Mio. €, sodass sich insgesamt ein nicht genutztes bedingtes Kapital in Höhe 160,6 Mio. € ergibt.

GENEHMIGTES KAPITAL

Auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Februar 2024 wurde eine Ermächtigung zur Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Aktien gegen Bareinlagen von insgesamt höchstens 50,7 Mio. € beschlossen (Genehmigtes Kapital 2024 / I). Diese Ermächtigung hat eine Gültigkeit bis zum 12. Februar 2029.

Auf der Hauptversammlung am 13. Februar 2024 ist ein Beschluss zur Schaffung eines genehmigten Kapitals zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen in Höhe von 203,0 Mio. € gefasst worden (Genehmigtes Kapital 2024 / II). Die Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen ist auf 50,7 Mio. € beschränkt. Die Ermächtigung für dieses genehmigte Kapital endet am 12. Februar 2029.

Zum Bilanzstichtag beträgt die Summe der Ermächtigungen für noch nicht genutztes genehmigtes Kapital rund 253,7 Mio. € (Vorjahr rund 460,3 Mio. €).

228 INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG
175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

(25) Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält Einstellungen aus Aufgeldern. Darüber hinaus sind Beträge, die bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungs- und Optionsrechte zum Erwerb von Aktien der TUI AG erzielt wurden, enthalten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verringert sich die Kapitalrücklage von 9.090,1 Mio. € um insgesamt 1.109,7 Mio. € auf 7.980,4 Mio. €.

Im Juli 2024 hat die TUI AG Wandelschuldverschreibungen mit einer Fälligkeit im Juli 2031 und einem Erlös von 487 Mio. € emittiert. Auf die im Eigenkapital bilanzierten Wandlungsrechte entfallen davon 103,5 Mio. €. Diese Emissionserlöse werden nach Abzug der Kosten, die direkt der Ausgabe von neuen Wandelrechten zuzurechnen sind, sowie nach Abzug von auf die Emissionserlöse entfallenden Steuern mit 69,7 Mio. € in der Kapitalrücklage ausgewiesen.

Im Juli 2024 wurden Wandelschuldverschreibungen mit Fälligkeit im April 2028 in Höhe von 472 Mio. € zurückgekauft. Ein Teil des Rückkaufpreises von 1,2 Mio. € entfällt dabei auf die im Eigenkapital bilanzierten Wandlungsrechte und führte nach Steuern zu einem Rückgang der Kapitalrücklage um 0,8 Mio. €.

Zusätzlich wird ein Betrag in Höhe von 1.178,5 Mio. € aus der Kapitalrücklage entnommen, um einen Bilanzgewinn in Höhe von 0,0 Mio. € zu zeigen.

(26) Gewinnrücklagen
Die TUI AG hat an ihre Aktionäre im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Dividende (Vorjahr keine Dividende) gezahlt. Unterschiede aus der Währungsumrechnung enthalten Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen sowie aus der Umrechnung von in fremder Währung geführten Geschäfts- oder Firmenwerten.

Der Nettogewinn aus erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Investitionen in Eigenkapitalinstrumente beträgt 0,9 Mio. € (Vorjahr 23,7 Mio. €).

Der Anteil der Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten, der als effektive Absicherung zukünftiger Zahlungsströme ermittelt wird, wird in Höhe von – 591,2 Mio. € (Vorjahr + 169,3 €) erfolgsneutral innerhalb der sonstigen Ergebnisse im Eigenkapital erfasst ( OCI I). Der Rückgang im Geschäftsjahr 2024 ist im Wesentlichen auf Wechselkursänderungen und Änderungen der Treibstoffpreise zurückzuführen. Seit dem 1. April 2024 wendet TUI für die bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen die Vorschriften des IFRS 9 an. Die erstmalige Erfassung der Cost-of-Hedging-Rücklage ( OCI II) erhöhte die Gewinnrücklagen um 5,7 Mio. €. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf den Abschnitt „Neu angewendete Standards“.

Die Neubewertung von Pensionsverpflichtungen (insbesondere versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) wird ebenfalls erfolgsneutral innerhalb der sonstigen Ergebnisse im Eigenkapital erfasst. Die gemäß IAS 27 a. F.# KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Konzernabschluss

Konzernanhang

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Die gebildete Neubewertungsrücklage aus sukzessive durchgeführten Erwerben von Unternehmen wird bis zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung des jeweiligen Unternehmens weitergeführt.

(27) Verwendung Bilanzgewinn

Nach dem Aktiengesetz beschließt die Hauptversammlung über die Verwendung des im handelsrechtlichen Jahresabschluss der TUI AG ausgewiesenen Bilanzgewinns. Der Jahresüberschuss der TUI AG beträgt 170,6 Mio. € (Vorjahr Jahresfehlbetrag 517,6 Mio. €). Nach Verrechnung des Jahresüberschusses mit dem Verlustvortrag von 1.349,1 Mio. € (Vorjahr Verlustvortrag 831,5 Mio. €) entnimmt der Vorstand 1.178,5 Mio. € aus der Kapitalrücklage, sodass sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 0,0 Mio. € ergibt.

(28) Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital entfallen hauptsächlich auf die RIUSA II S. A. mit Sitz in Palma de Mallorca, Spanien. Der Kapitalanteil der TUI an dieser Hotel-Betriebsgesellschaft beträgt wie im Vorjahr 50,0 %. Das Geschäftsjahr der RIUSA II S. A. weicht von dem Geschäftsjahr des TUI Konzerns ab und endet am 31. Dezember. Dieser Stichtag wurde bei Gründung der Gesellschaft festgelegt. Für die Einbeziehung der RIUSA II Gruppe in den Konzernabschluss des TUI Konzerns zum 30. September wird ein Teilkonzernabschluss der RIUSA II Gruppe auf den Bilanzstichtag 30. September erstellt. Die dem Segment Hotels & Resorts zugeordnete RIUSA II Gruppe betreibt eigene, gepachtete und unter Management-Verträgen betriebene Hotels in touristischen Zielgebieten des TUI Konzerns.

Die folgende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen zu der RIUSA II S. A., Palma de Mallorca, Spanien, dem Tochterunternehmen, für das wesentliche Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bestehen. Es wird der konsolidierte Abschluss des Teilkonzerns dargestellt.

30.9.2024 / 30.9.2023 / Mio. € 2024 2023
Kurzfristige Vermögenswerte 238,8 201,0
Langfristige Vermögenswerte 2.102,2 2.077,4
Kurzfristige Schulden 203,1 185,5
Langfristige Schulden 172,4 109,3
Umsatzerlöse 1.366,2 1.182,9
Gewinn / Verlust 394,9 294,2
Sonstige Ergebnisse – 124,8 16,5
Mittelabfluss / -zufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 507,7 375,8
Mittelabfluss / -zufluss aus der Investitionstätigkeit – 224,1 – 163,6
Mittelabfluss / -zufluss aus der Finanzierungstätigkeit – 226,2 – 276,0
Kumulierte nicht beherrschende Anteile 811,2 820,3
Nicht beherrschenden Gesellschaftern zugerechneter Gewinn / Verlust 197,5 147,1
  • Konsolidierter Teilkonzernabschluss

(29) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitenden bestehen beitrags- und leistungsorientierte Versorgungszusagen. Die Versorgungszusagen sind dabei abhängig von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des jeweiligen Landes und basieren in der Regel auf Beschäftigungsdauer und -entgelt der Mitarbeitenden. Beitragsorientierte Versorgungszusagen werden immer durch die Zahlung von Prämien an externe Versicherer bzw. Fonds finanziert. In Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die Rentenzahlungen in Abhängigkeit vom Einkommen und von den geleisteten Beiträgen übernimmt. Daneben bestehen für Gesellschaften des TUI Konzerns weitere branchenspezifische Versorgungseinrichtungen. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger und privatrechtlichen Pensionskassen bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Wesentliche beitragsorientierte Pensionspläne bestehen außerhalb Deutschlands in den Niederlanden und in Großbritannien. Die laufenden Beitragszahlungen für beitragsorientierte Pläne werden als Aufwand der Periode erfasst. Im Berichtszeitraum betrug die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen 95,7 Mio. € (Vorjahr 84,8 Mio. €).

Neben diesen beitragsorientierten Versorgungsplänen bestehen im TUI Konzern leistungsorientierte Pensionspläne, die üblicherweise entweder durch die Bildung von Rückstellungen innerhalb des Unternehmens oder durch die Anlage von Finanzmitteln außerhalb des Unternehmens finanziert werden. Innerhalb dieser Gruppe stellt die MER-Pensionskasse VVaG, eine privatrechtliche Pensionskasse, in der deutsche Gesellschaften der Reisebranche organisiert sind, einen gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber dar, der als leistungsorientierter Plan zu klassifizieren ist. Die Planteilnehmer und die Arbeitgeber leisten gemäß der Satzung gehaltsabhängige Beiträge an den Plan. Darüber hinaus bestehen keine weiteren satzungsgemäßen Verpflichtungen; eine Nachschusspflicht seitens der Planteilnehmer ist explizit ausgeschlossen. Die eingezahlten Beiträge werden, sofern sie nicht kurzfristig zur Erbringung von Leistungen verwendet werden, entsprechend den Regelungen des Plans angelegt. Diese Anlage geschieht dabei nicht getrennt nach Arbeitgebern, sodass eine Aufteilung des Vermögens auf einzelne Arbeitgeber nicht möglich ist. Das Anlagerisiko wird ebenso wie das biometrische Risiko von allen Planteilnehmern gemeinsam getragen. Zudem stellt die Pensionskasse derzeit keine Unterlagen zur Verfügung, die eine Zuordnung eines etwaigen Fehlbetrags oder einer Vermögensüberdeckung und des Anteils des Unternehmens am Pensionsplan ermöglichen. Aus diesem Grund ist eine Bilanzierung des Plans als leistungsorientierter Plan nicht möglich, und der Plan wird daher nach den Vorgaben des IAS 19 wie ein beitragsorientierter Plan erfasst. Im Geschäftsjahr wurden an die MER-Pensionskasse VVaG Beiträge in Höhe von 5,8 Mio. € (Vorjahr 5,6 Mio. €) geleistet. Für das Folgejahr werden Beiträge in Höhe von 5,8 Mio. € erwartet.

Als leistungsorientierte Versorgungspläne bilanzierte Pensionspläne bestehen im TUI Konzern insbesondere in Deutschland und in Großbritannien. Die mit Abstand größten Versorgungspläne bestehen bei den britischen Reiseveranstaltern des Konzerns und haben zum Bilanzstichtag einen Anteil von 68,4 % (Vorjahr 68,6 %) an der gesamten Verpflichtung des Konzerns. Die deutschen Pläne machen weitere 25,2 % (Vorjahr 25,0 %) der Verpflichtung aus.

Wesentliche Pensionspläne in Großbritannien

Bezeichnung des Plans Status
BAL Scheme geschlossen
TUI UK Scheme geschlossen
TAPS Scheme geschlossen

Die leistungsorientierten Pläne in Großbritannien sind nahezu ausschließlich über externe Fonds finanziert. Nach britischem Recht besteht die Verpflichtung des Arbeitgebers, diese Fonds finanziell so auszustatten, dass das Planvermögen die zu leistenden Pensionszahlungen und die Verwaltungskosten des Fonds deckt. Die Pensionsfonds werden von eigenständigen Verwaltern (Trustees) betreut. Die Trustees setzen sich neben unabhängigen Mitgliedern auch aus Leistungsberechtigten des Plans und Arbeitgebervertretern zusammen. Die Trustees sind zum einen für die Anlage des Fondsvermögens unter Wahrung der Interessen der Planmitglieder verantwortlich, zum anderen verhandeln die Trustees aber auch die Höhe der vom Arbeitgeber zu leistenden Beitragszahlungen an die Fonds, die somit eine Mindestdotierungsverpflichtung gegenüber dem Fonds darstellen. Zu diesem Zweck erfolgt alle drei Jahre eine versicherungsmathematische Bewertung durch von den Trustees beauftragte Aktuare. Die jährlich zu leistenden Beiträge an die Fonds zum Ausgleich der Unterdeckung wurden zuletzt auf Basis der Bewertung zum 30. September 2022 aktualisiert. Im Zuge dieser im Geschäftsjahr abgeschlossenen Bewertung wurde mit den Trustees eine Vereinbarung erzielt, die insbesondere eine sehr effiziente Steuerung der Zahlungsströme zum Ausgleich der bestehenden Unterdeckung bei Vermeidung etwaiger Überdeckungen in anderen Plänen ermöglicht. Seit dem 31. Oktober 2018 sind die wesentlichen Teile des TUI Group UK Pension Trust für die Ansammlung weiterer Ansprüche geschlossen. Ein laufender Dienstzeitaufwand für erbrachte Leistungen der Mitarbeitenden entsteht entsprechend nicht mehr.

Im Juni 2023 entschied der High Court des Vereinigten Königreichs (Virgin Media Limited gegen NTL Pension Trustees II Limited), dass bestimmte Änderungen in der Vergangenheit für vertraglich vereinbarte leistungs- orientierte Pläne ungültig sind, wenn keine schriftliche Bestätigung eines versicherungsmathematischen Gutachters vorlag. Der Fall wurde anschließend im Juli 2024 vom Berufungsgericht überprüft, das die Entscheidung des High Court bestätigte. Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir zu dem Schluss gekommen, dass ein Pensionsplan betroffen ist und dass die möglichen Auswirkungen nicht wesentlich sind. Wir werden diese Angelegenheit weiterhin beobachten.# Die leistungsorientierten Pensionszusagen in Deutschland

Die leistungsorientierten Pensionszusagen in Deutschland sind im Wesentlichen nicht kapitalgedeckt und die Verpflichtungen entsprechend bilanziell durch die Bildung von Rückstellungen erfasst. Die Zusagen sehen Betriebsrentenzahlungen ab dem Eintritt in das gesetzliche Rentenalter vor. Dabei hängt die Höhe der Renten- zahlung üblicherweise entweder von der Höhe des Entgelts zum Zeitpunkt des Ausscheidens oder der Höhe des durchschnittlichen Entgelts während der Dienstzeit des Mitarbeitenden ab. Die zugesagten Leistungen umfassen regelmäßig auch einen Hinterbliebenenschutz sowie Leistungen bei Invalidität. Leistungen anderer Versorgungsträger wie der MER-Pensionskasse oder Lebensversicherungen führen dabei teilweise zu einer Begrenzung der Höhe der Betriebsrentenzahlungen.

Wesentliche Pensionspläne in Deutschland

Bezeichnung des Plans Status
Versorgungsordnung TUI AG offen
Versorgungsordnung TUIfly GmbH offen
Versorgungsordnung TUI Deutschland GmbH geschlossen
Versorgungsordnung TUI Beteiligungs GmbH geschlossen
Versorgungsordnungen TUI Immobilien Services GmbH geschlossen

Für leistungsorientierte Pensionszusagen entstand im Konzern in der Berichtsperiode insgesamt ein Aufwand von 37,9 Mio. €, der im Wesentlichen den laufenden Dienstzeitaufwand und den Nettozinsaufwand umfasst. Bei den ausgewiesenen Verwaltungskosten handelt es sich um Kosten für Beratungsleistungen für Pensions- pläne, die aus dem Planvermögen beglichen wurden.

Altersversorgungsaufwand für leistungsorientierte Pensionszusagen

Mio. € 2024 2023
Laufender Dienstzeitaufwand für in der Periode erbrachte Leistungen der Mitarbeitenden 17,2 18,4
Aufwand (+) / Ertrag (–) aus Plankürzungen – 0,3 – 0,1
Nettozinsaufwand auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen 20,0 10,5
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,7 – 0,4
Verwaltungskosten 0,3 0,6
Gesamt 37,9 29,0

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungszusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Bildung von Rückstellungen erfolgt dabei ausschließlich für leistungsorientierte Versorgungszusagen, bei denen das Unternehmen den Arbeitnehmern einen bestimmten Versorgungsumfang garantiert. Dies umfasst auch Regelungen zu Vorruhestands- und Überbrückungsgeldern.

Bilanziell erfasste Verpflichtung aus leistungsorientierten Pensionsplänen

Mio. € 30.9.2024 30.9.2023
Gesamt
Barwert für ganz oder teilweise fondsgedeckte Versorgungszusagen 2.086,7 1.904,8
Marktwert des Vermögens externer Fonds 2.140,7 1.905,8
Über (–) / Unterdeckung (+) der ganz oder teilweise fondsgedeckten Versorgungszusagen – 54,0 – 1,0
Barwert der nicht fondsgedeckten Versorgungszusagen 643,0 572,8
Bilanziell erfasste Verpflichtung aus leistungsorientierten Pensionsplänen 589,0 571,8
davon Pensionspläne mit Überdeckung in den sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten 75,4 98,5
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 664,4 670,3
davon kurzfristig 33,7 33,3
davon langfristig 630,7 637,1

Bei fondsgedeckten Pensionsplänen wird als Rückstellung lediglich die Deckungslücke zwischen dem Plan- vermögen und dem Anwartschaftsbarwert der Versorgungsverpflichtungen bilanziert. Bestehen bei fondsfinanzierten Pensionszusagen unter Einbeziehung eines Unterschiedsbetrags aufgrund von vergangenen Serviceleistungen eine Überdeckung und zugleich ein Anspruch auf Rückerstattung bzw. Minde- rung künftiger Beitragszahlungen gegenüber dem Fonds, erfolgt eine Aktivierung unter Berücksichtigung der in IAS 19 festgelegten Obergrenze. Zum 30. September 2024 sind in den sonstigen nichtfinanziellen Vermögens- werten Überdeckungen in Höhe von 75,4 Mio. € (Vorjahr 98,5 Mio. €) ausgewiesen.

Entwicklung der Verpflichtung aus leistungsorientierten Pensionsplänen

Mio. € Barwert der Verpflichtung Zeitwert des Planvermögens Gesamt
Stand zum 1.10.2023 2.477,6 – 1.905,8 571,8
Laufender Dienstzeitaufwand 17,2 – 17,2
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,7 – 0,7
Effekte aus Plankürzungen und Abgeltungen – 0,3 – 0,3
Zinsaufwand (+) / Zinsertrag (–) 121,2 – 101,2 20,0
Verwaltungskosten – 0,3 0,3
Gezahlte Renten – 134,9 99,5 – 35,4
Eingezahlte Beträge des Arbeitgebers – 105,0 – 105,0
Eingezahlte Beträge von Versorgungsberechtigten 1,7 – 1,7
Neubewertungen 169,9 – 49,2 120,7
davon aus der Änderung finanzieller Annahmen 156,3 – 156,3
davon aus der Änderung demografischer Annahmen 2,2 – 2,2
davon aus erfahrungsbedingten Anpassungen 11,4 – 11,4
davon Erträge aus dem Planvermögen, die nicht im Konzerngewinn / -verlust enthalten sind – 46,9 – 46,9
davon Vermögenswerte, die aufgrund der Vermögensobergrenze unter IAS 19 nicht aktiviert wurden – 2,3 – 2,3
Währungsdifferenzen 76,6 – 77,6 – 1,0
Übrige Änderungen
Stand zum 30.9.2024 2.729,7 – 2.140,7 589,0

Entwicklung der Verpflichtung aus leistungsorientierten Pensionsplänen

Mio. € Barwert der Verpflichtung Zeitwert des Planvermögens Gesamt
Stand zum 1.10.2022 2.514,3 – 2.076,4 437,9
Laufender Dienstzeitaufwand 18,4 – 18,4
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand – 0,4 – 0,4
Effekte aus Plankürzungen und Abgeltungen – 0,1 – 0,1
Zinsaufwand (+) / Zinsertrag (–) 114,1 – 103,6 10,5
Verwaltungskosten – 0,6 0,6
Gezahlte Renten – 135,3 100,0 – 35,3
Eingezahlte Beträge des Arbeitgebers – 98,4 – 98,4
Eingezahlte Beträge von Versorgungsberechtigten 1,5 – 1,5
Neubewertungen – 68,4 309,8 241,4
davon aus der Änderung finanzieller Annahmen – 84,5 – 84,5
davon aus der Änderung demografischer Annahmen – 77,6 – 77,6
davon aus erfahrungsbedingten Anpassungen 93,7 – 93,7
davon Erträge aus dem Planvermögen, die nicht im Konzerngewinn / -verlust enthalten sind – 304,5 304,5
davon Vermögenswerte, die aufgrund der Vermögensobergrenze unter IAS 19 nicht aktiviert wurden – 5,3 5,3
Währungsdifferenzen 33,5 – 36,3 – 2,8
Übrige Änderungen
Stand zum 30.9.2023 2.477,6 – 1.905,8 571,8

Die Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Pensionsplänen stieg im Geschäftsjahr leicht um 17,2 Mio. € auf 589,0 Mio. €. Dabei stieg der Barwert der Verpflichtung gegenüber dem Vorjahr insbesondere durch gesun- kene Diskontierungssätze im Euroraum und in Großbritannien um insgesamt 252,1 Mio. €. Der Zeitwert des Planvermögens stieg in ähnlichem Umfang um 234,9 Mio. €. Um das Risiko aus der Verpflichtung zu begrenzen, erwarben die Trustees der Pensionspläne der britischen Reiseveranstalter im Geschäftsjahr 2021 Versicherungspolicen, die eine vollständige Erstattung der zu leistenden Zahlungen für Teile der bestehenden Verpflichtungen durch Versicherer verbriefen. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr für einen kleineren Pensionsplan einer Holding-Gesellschaft in Großbritannien eine Versicherungs- police für die gesamten bislang nicht versicherten Leistungen dieses Plans erworben, die ebenfalls die vollständige Erstattung der zu leistenden Zahlungen für Leistungen aus diesem Pensionsplan garantiert. Die Verpflichtung zur Erfüllung der Pensionszusagen ist in beiden Fällen vom jeweiligen Versicherer in diesen Transaktionen nicht übernommen worden. Entsprechend werden die versicherten Teile der Pensionspläne weiter bilanziell erfasst.

Zusammensetzung des Fondsvermögens am Bilanzstichtag

30.9.2024 30.9.2023
Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt
Mio. € ja nein
Marktwert des Fondsvermögens zum Ende der Periode 1.125,4 1.018,3
davon Liability Driven Investments 519,0
davon Unternehmensanleihen 240,9 92,0
davon Immobilien 156,6
davon Staatsanleihen 44,9
davon verbriefte Schuldtitel 137,2
davon Eigenkapitalinstrumente 16,9
davon Versicherungspolicen 681,2
davon Ausleihungen 68,2
davon Versicherungsverbriefungen
davon Barmittel 176,9
davon Sonstiges 9,9
Gesamtsumme des Fondsvermögens vor Berück- sichtigung der Vermögensobergrenze unter IAS 19 2.143,7 1.911,1
Nicht aktivierte Vermögenswerte aufgrund der Vermögensobergrenze unter IAS 19 3,0
Gesamtsumme des Fondsvermögens nach Berück- sichtigung der Vermögensobergrenze unter IAS 19 2.140,7 1.905,8

Die angegebenen nicht aktivierten Vermögenswerte aufgrund der Vermögensobergrenze unter IAS 19 vermin- derten sich im Wesentlichen durch Neubewertungseffekte aufgrund des gesunkenen Diskontierungszinses für diesen Plan von 5,3 Mio. € auf 3,0 Mio. €.# Konzernabschluss

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Im Fondsvermögen sind zum Bilanzstichtag wie auch im Vorjahr weder direkte Anlagen in Finanzinstrumenten, die von der TUI AG oder einem in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen begeben wurden, noch im Konzernbesitz stehende Immobilien enthalten. Sofern bei fondsgedeckten Plänen Anlagen in Fonds erfolgen, die Marktindizes abbilden, können im anteiligen Umfang Anlagen in eigenen Finanzinstrumenten enthalten sein. Die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen erfolgt durch versicherungsmathematische Berechnungen, denen jeweils länderspezifische Parameter und Annahmen zugrunde liegen. Die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung erwarteter zukünftiger Entgelt- und Rentensteigerungen nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Für die Pensionspläne in Großbritannien ist keine erwartete Entgeltsteigerung berücksichtigt, da diese aufgrund der beschriebenen Planänderung nicht mehr bewertungsrelevant ist.

Versicherungsmathematische Annahmen

30.9.2024 30.9.2024 30.9.2024 30.9.2023 30.9.2023 30.9.2023
Prozentsatz p.a. Deutschland Groß britannien Übrige Länder Prozentsatz p.a. Deutschland
Rechnungszins 3,4 5,0 2,8 4,1 5,5 3,4
Gehaltstrend 2,5 1,5 2,0 1,5
Rententrend 2,5 3,1 1,5 2,5 3,3 1,0

Zur Ermittlung des für die Abzinsung der Pensionsrückstellung anzuwendenden Zinssatzes wird von einem Index für Industrieanleihen ausgegangen, der zur Erfüllung des von IAS 19 geforderten Hochwertigkeitskriteriums (Anleihen mit einem Rating von AA und höher) um bereits herabgestufte und bei Rating-Agenturen unter Beobachtung stehende Titel sowie um nachrangige Anleihen bereinigt wird. Die sich so ergebende Zinsstruktur wird auf Basis der Zinsstrukturkurven für nahezu risikolose Anleihen unter Berücksichtigung eines angemessenen Risikoaufschlags entsprechend der Laufzeit der Verpflichtung extrapoliert. Um einen entsprechend breiten Markt abzudecken, wird ein Index zugrunde gelegt, der zum Teil auch auf Anleihen kürzerer Laufzeit basiert (zum Beispiel für die Euro-Zone Anleihen aus dem iBoxx € Corporates AA 10+ und iBoxx € Corporates AA 7–10). Neben den genannten Parametern ist als weitere wesentliche Annahme die Lebenserwartung zu nennen. In Deutschland wurden für die Ermittlung der Lebenserwartung die Heubeck-Tafeln 2018 G zugrunde gelegt. In Großbritannien finden die Basis-Sterbetafeln S3NxA Anwendung, die basierend auf einer von der Continuous Mortality Investigation (CMI) durchgeführten Untersuchung von 2023 an zukünftig erwartete Entwicklungen der Lebenserwartung angepasst werden. Die Rentenanpassungsformeln sind stark von den jeweiligen Versorgungssystemen abhängig. So finden sich neben festen Steigerungsraten auch verschiedene inflationsabhängige Rentenanpassungsmechanismen in unterschiedlichen Ländern.


INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen


Veränderungen bei den genannten wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen würden zu den unten dargestellten Veränderungen des Verpflichtungsumfangs führen. Die Ermittlung der Sensitivität folgt der gleichen Methodik wie die Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung. Die Annahmen wurden dabei jeweils isoliert verändert, in der Realität bestehende Abhängigkeiten der Annahmen voneinander wurden nicht berücksichtigt. Der Effekt aus einer Erhöhung der Lebenserwartung um ein Jahr wird für die Pensionspläne in Deutschland bedingt durch die Verwendung der Heubeck-Tafeln 2018 G mithilfe einer Senkung der Sterbewahrscheinlichkeit simuliert. In Großbritannien wird der auf Basis der Sterbetafeln ermittelten Lebenserwartung ein Jahr hinzugefügt.

Auswirkung der Veränderung versicherungsmathematischer Annahmen auf die leistungsorientierte Verpflichtung

30.9.2024 30.9.2024 30.9.2024 30.9.2023 30.9.2023 30.9.2023
+ 50 Basis punkte – 50 Basis punkte + 50 Basispunkte – 50 Basispunkte + 1 Jahr + 1 Jahr
Diskontierungszins – 166,9 + 184,4 – 145,4 + 160,7
Gehaltssteigerung + 8,4 – 7,9 + 7,2 – 6,8
Rentensteigerung + 51,2 – 60,6 + 43,3 – 51,8
Lebenserwartung + 87,7 + 79,7

Die gewichtete durchschnittliche Duration der leistungsorientierten Verpflichtungen betrug für den Gesamtkonzern 13,6 Jahre (Vorjahr 13,5 Jahre). In Großbritannien lag die gewichtete durchschnittliche Duration bei 13,5 Jahren (Vorjahr 13,4 Jahre), während sie in Deutschland 14,3 Jahre (Vorjahr 14,1 Jahre) betrug.

Das Fondsvermögen wird anhand der Marktwerte der angelegten Mittel zum 30. September 2024 bestimmt. Zur Ermittlung der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Zinserträge aus dem Vermögen externer Fonds wird der gleiche Zinssatz wie zur Diskontierung der leistungsorientierten Verpflichtung verwendet. Für das folgende Geschäftsjahr werden von den Gesellschaften des TUI Konzerns Beiträge zu den Pensionsfonds in Höhe von rund 104,5 Mio. € (Vorjahr 106,2 Mio. €) sowie Rentenzahlungen für nicht fondsgedeckte Pläne in Höhe von 33,7 Mio. € (Vorjahr 33,3 Mio. €) erwartet. Der erwartete Beitrag zu den Pensionsfonds umfasst im Wesentlichen die vereinbarte jährliche Zahlung, die mit den Trustees in Großbritannien zum Abbau der bestehenden Unterdeckung vereinbart ist. Die Zahlungen an die Leistungsempfänger erfolgen für Leistungen aus den fondsgedeckten Pensionsplänen in vollem Umfang aus dem Fondsvermögen, sodass dem TUI Konzern hieraus keine finanziellen Mittel abfließen.

Die leistungsorientierten Pensionspläne des TUI Konzerns tragen verschiedene Risiken in sich, die zum Teil erhebliche Auswirkungen auf das Unternehmen haben können. Der Erwerb von Versicherungspolicen im Rahmen der britischen Pensionspläne dient dazu, diese Risiken in Bezug auf die Verpflichtungen gegenüber den Planmitgliedern, die durch diese Versicherung abgedeckt sind, zu beseitigen und somit das Gesamtrisiko in Bezug auf alle unten aufgeführten Kategorien zu verringern.

INVESTITIONSRISIKO

Gerade bei den großen fondsgedeckten Plänen in Großbritannien kommt dem Investitionsrisiko besondere Bedeutung zu. Aktien übertreffen Anleihen zwar üblicherweise unter Renditegesichtspunkten, führen aber auch zu höherer Volatilität der Bilanzposition und zum Risiko einer kurzfristigen Unterdeckung. Um dieses Risiko zu begrenzen, sind die Trustees gehalten, ein ausgewogenes Investitionsportfolio aufzubauen und die Konzentration von Risiken zu begrenzen.

ZINSRISIKO

Der Rechnungszins beeinflusst insbesondere die nicht durch Fonds gedeckten Pläne in Deutschland, da ein Absinken des Rechnungszinses zu einer Erhöhung des Verpflichtungsumfangs führt. Ein Anstieg des Rechnungszinses bewirkt entsprechend eine Verminderung des Verpflichtungsumfangs. Fondsgedeckte Pläne sind von dieser Entwicklung nicht so stark betroffen, da die im Planvermögen enthaltenen zinstragenden Vermögenswerte die Effekte durch ihre Wertentwicklung regelmäßig dämpfen. Bei den fondsgedeckten Plänen in Großbritannien haben die Trustees hierzu einen Teil des Planvermögens in Liability-Driven-Investment-Portfolios investiert. Diese halten Kredit- und Sicherungsinstrumente, die darauf abzielen, den Einfluss von Zinsänderungen weitgehend auszugleichen.

INFLATIONSRISIKO

Ein Anstieg der Inflationsrate bewirkt regelmäßig eine höhere Leistungsverpflichtung bei endgehaltsbezogenen Pensionsplänen, da durch die Inflation die Bemessungsgrundlage in Form von Gehaltserhöhungen steigt. Zugleich fallen im Plan vorgesehene inflationsbasierte Rentensteigerungen ebenfalls höher aus. DasInflationsrisiko wird durch den Einsatz von Sicherungsinstrumenten (Caps und Collars) abgemildert. Darüber hinaus halten die großen Pensionsfonds in Großbritannien inflationsgebundene Vermögenswerte, die das Risiko einer stark steigenden Inflation ebenfalls teilweise senken. Insbesondere die Anlage von Planvermögen in Liability-Driven-Investment-Portfolios zielt durch die enthaltenen Kredit- und Sicherungsinstrumente darauf ab, den Einfluss der Inflationsrate weitgehend auszugleichen.

LANGLEBIGKEITSRISIKO

Eine steigende Lebenserwartung erhöht die zu erwartende Leistungsdauer aus der Pensionsverpflichtung. Diesem Risiko wird begegnet, indem die aktuellen Sterblichkeitsdaten bei der Berechnung der Barwerte der Verpflichtung verwendet werden.

WÄHRUNGSRISIKO

Für den TUI Konzern entsteht ein Währungsrisiko aus den Pensionsplänen, da der überwiegende Teil der Pensionspläne in Großbritannien besteht und entsprechend in Britischen Pfund nominiert ist. Das Risiko ist begrenzt, da sich Währungseffekte auf die Verpflichtung und das Vermögen in großen Teilen aufheben. Es bleibt lediglich das Währungsrisiko auf die vorhandene Über- bzw. Unterdeckung.# INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

(30) Sonstige Rückstellungen

Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2024

Stand zum 30.9.2023 Mio. € Erfolgs- änderungen * Verbrauch Auflösung Zuführung Stand zum 30.9.2024 Mio. €
778,6 – 17,9 131,2 0,6 210,1 839,0
68,4 3,0 2,0 5,9 52,8 116,3
8,3 9,6 6,7 60,9 72,1
42,7 – 0,3 4,2 0,5 12,6 50,3
58,1 0,2 12,1 8,2 5,8 43,8
35,0 2,3 1,4 8,0
34,9 – 0,4 0,2 3,2 37,5
26,8 – 6,7 2,4 4,2 7,3 20,9
129,1 – 2,1 35,8 24,1 41,3 108,4
1.181,9 – 14,2 197,1 42,3 402,0 1.330,3
  • Umgliederungen, Übertragungen, Währungsangleichungen und Konsolidierungskreisänderungen

Die Rückstellungen für Instandhaltungen betreffen im Wesentlichen vertragliche Verpflichtungen zur Wartung, Überholung und Reparatur von Flugzeugen, Triebwerken und bestimmten Komponenten aus Flugzeugmietverträgen. Die Bewertung dieser Rückstellungen basiert auf den erwarteten Kosten des jeweils nächsten Wartungsereignisses, die unter Berücksichtigung von aktuellen Preisen, erwarteten Preissteigerungen und Datenblättern der Hersteller geschätzt werden. Entsprechend der einzelvertraglichen Regelung und dem Flugzeugmodell erfolgen die Zuführungen ratierlich auf Basis der Flugstunden, der Zahl der Flüge oder der Länge des vollständigen Überholungszyklus. Höhere Instandhaltungsaufwendungen als erwartet und ein gesunkener Zinssatz führten zu einer Erhöhung um 210,1 Mio. €.

Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bestehen für anhängige Rechtsverfahren. Zu weiteren Erläuterungen zu Rechtsstreitigkeiten wird auf Textziffer 36 verwiesen.

Die Bestimmungen über die Pflicht zur Rückgabe von Emissionszertifikaten decken die Pflichten zur Abgabe von Zertifikaten im Rahmen der für die TUI Group geltenden Emissionshandelssysteme. Die Verpflichtung für das laufende Jahr bezieht sich auf die EU-ETS-Systeme für den Luft- und Seeverkehr. Die Verpflichtungen sind durch bereits erworbene Zertifikate gedeckt, die in den kurzfristigen sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten ausgewiesen werden – siehe Textziffer 19.

Die Personalrückstellungen enthalten Rückstellungen für Jubiläumsgelder sowie Rückstellungen für anteilsbasierte Vergütungspläne mit Barausgleich gemäß IFRS 2. Angaben zu diesen langfristigen Anreizprogrammen werden unter Textziffer 38 „Anteilsbasierte Vergütungen nach IFRS 2“ dargestellt.

Restrukturierungsrückstellungen umfassen Zahlungen für Personalmaßnahmen sowie Zahlungen für die vorzeitige Kündigung von Mietverhältnissen und betreffen insbesondere Restrukturierungsprojekte, für die detaillierte formale Restrukturierungspläne erstellt und den betroffenen Parteien mitgeteilt wurden.

Die Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen betreffen vorrangig öffentlich-rechtliche Verpflichtungen zur Beseitigung von Industriealtlasten aus ehemaligen Bergbau- und Hüttenaktivitäten.

Rückstellungen aus schwebenden Geschäften beinhalten als größten Einzelposten Risiken in Höhe von 13,7 Mio. € für die vorzeitige Aufgabe eines geleasten Verwaltungsgebäudes.

In den sonstigen übrigen Rückstellungen ist eine Vielzahl unterschiedlicher Rückstellungen enthalten, von denen jede einzelne Position für sich keinen signifikanten Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des TUI Konzerns hat. Unter anderem sind hier Risiken für Rückbauverpflichtungen sowie Ausgleichsansprüche von Kunden enthalten.

Die erfolgsneutralen Veränderungen der sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Konsolidierungskreisänderungen, Währungskursdifferenzen sowie Umklassifizierungen.

Sofern für die Bewertung einer langfristigen Rückstellung zum Bilanzstichtag der Unterschied zwischen dem Barwert und dem Erfüllungsbetrag der Rückstellung wesentlich ist, muss die Rückstellung gemäß den Vorschriften des IAS 37 mit dem Barwert angesetzt werden. Der für die Abzinsung heranzuziehende Zinssatz sollte die spezifischen Risiken der Rückstellung ebenso berücksichtigen wie zukünftige Preissteigerungen. Die sonstigen Rückstellungen im TUI Konzern enthalten Positionen, auf die dieses Kriterium zutrifft.

Die Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen enthalten einen Zinsanteil in Höhe von 25,7 Mio. € (Vorjahr 25,4 Mio. €), der als Zinsaufwand ausgewiesen ist. Der Zinsanteil entfällt in Höhe von 23,8 Mio. € (Vorjahr 23,6 Mio. €) auf die Rückstellungen für Instandhaltungen.

Fristigkeiten der sonstigen Rückstellungen

30.9.2024 30.9.2023
Restlaufzeit Gesamt Restlaufzeit Gesamt
über 1 Jahr Mio. € über 1 Jahr Mio. €
Rückstellungen für Instandhaltungen 670,2 839,0 657,8 778,6
Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten 64,0 116,3 37,4 68,4
Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Emissionshandel 2,6 72,1 8,3
Rückstellungen für sonstige Personalkosten 41,5 50,3 34,1 42,7
Rückstellungen für Restrukturierung 17,6 43,8 25,3 58,1
Rückstellungen für sonstige Steuern 22,0 42,0 26,1 35,0
Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen 35,5 37,5 32,8 34,9
Risiken aus schwebenden Geschäften 12,0 20,9 14,9 26,8
Übrige Rückstellungen 19,0 108,4 20,2 129,1
Sonstige Rückstellungen 884,4 1.330,3 848,6 1.181,9

(31) Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten

Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten

30.9.2024 30.9.2023
Bis 1 Jahr 1– 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt Bis 1 Jahr 1– 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Wandelanleihen 4,4 107,9 379,7 492,0 13,5 529,2 542,7
Anleihen 1,3 497,3 498,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 348,7 380,3 178,4 907,4 69,9 438,9 210,0 718,8
Sonstige Finanzschulden 4,4 4,4 15,1 20,4 35,5
Finanzschulden 358,8 985,5 558,1 1.902,4 98,5 988,5 210,0 1.297,0
Leasingverbindlichkeiten 582,4 1.547,6 509,8 2.639,8 701,2 1.553,6 663,3 2.918,1

Die langfristigen Finanzschulden sind im Vergleich zum 30. September 2023 um 345,1 Mio. € auf 1.543,6 Mio. € gestiegen. Der Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus der neu begebenen Anleihe mit Nachhaltigkeitsbezug sowie einer Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Am 13. März 2024 hat die TUI AG eine Anleihe mit Nachhaltigkeitsbezug (Sustainability-Linked Senior Notes) mit einem Gesamtvolumen von 500 Mio. € und einer Laufzeit von fünf Jahren emittiert. Die Anleihe hat eine jährliche Verzinsung von 5,875 % und wurde zu 98,93 % ausgegeben. Die Verzinsung der Anleihe ist an die Erreichung eines bestimmten Nachhaltigkeitsziels bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2026 geknüpft. Wird dieses Ziel nicht erreicht, erhöht sich der jährliche Zinssatz für die Anleihen für die Restlaufzeit um 25 Basispunkte. Einzelne in der Nachhaltigkeitsanleihe enthaltene Kündigungsrechte der TUI AG stellen ein abspaltungs-pflichtiges eingebettetes Derivat dar. Die abgespaltenen Kündigungsrechte erhöhten die Finanzschulden zum Zugangszeitpunkt um 10,6 Mio. € und werden fortlaufend zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Im Zusammenhang mit der Emission der Anleihe wurde die KfW-Kreditlinie von 1,05 Mrd. € auf 0,55 Mrd. € reduziert.

Im Juli 2024 wurden Wandelschuldverschreibungen mit Fälligkeit im April 2028 in Höhe von 472 Mio. € zurückgekauft. Der Rückkauf entspricht 80,1 % der Wandelschuldverschreibungen und erfolgt zu einem Kaufpreis von 101,5 % des Nennbetrags pro Wandelschuldverschreibung. Ein Teil des Rückkaufpreises von 1,2 Mio. € entfällt dabei auf die im Eigenkapital bilanzierten Wandlungsrechte, was zu einem Rückgang der Kapitalrücklage führt. Nach dem Rückkauf bleiben Wandelschuldverschreibungen mit Laufzeit 2028 mit einem Gesamtnennbetrag von 117,6 Mio. € ausstehend.

Die Finanzierung der Rückkäufe der Wandelschuldverschreibung mit Fälligkeit im April 2028 erfolgte durch den Erlös einer Emission von 487 Mio. € Wandelschuldverschreibungen mit einer Fälligkeit im Juli 2031. Der beizulegende Zeitwert des Wandlungsrechts in Höhe von 103,5 Mio. € wird zum Zeitpunkt der Emission im Eigenkapital bilanziert. Die Wandelschuldverschreibungen 2031 haben eine Stückelung von 100.000 € pro Wandelschuldverschreibung mit einer festen Verzinsung von 1,95 % p. a., die halbjährlich nachträglich zahlbar ist. Die Investoren haben die Möglichkeit, die Wandelschuldverschreibungen in Stammaktien zu wandeln. Der anfängliche Wandlungspreis wurde auf 9,60 € festgelegt, was einer Wandlungsprämie von 50 % über dem Referenz- aktienkurs von 6,40 € entspricht.# Konzernabschluss und Anhang

Konzernabschluss

Konzernanhang

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Segmentberichterstattung

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Sonstige Erläuterungen

(31) Überleitung der Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten

Wandel- anleihen Nachhaltig- keitsbezug Wandel- schuldverschreibung 2031 Kurzfristige Finanz- schulden Langfristige Finanz- schulden Sonstige Verbindlich- keiten gegen- über Kredit- instituten Finanz- schulden über Kredit-institute Leasing- verbindlich- keiten Summe
Mio. €
Stand zum 1.10.2023 542,7 69,9 648,9 35,5 1.297,0 2.918,1 5.512,1
Aufnahmen / Tilgungen der Periode 100,5 486,6 13,9 154,7 36,6 518,1
Wechselkurs- änderungen 1,4 9,6 0,1 11,1 76,4
Sonstige nicht zahlungswirk same Änderungen 49,8 12,0 266,3 235,2 5,6 98,5 417,7
Stand zum 30.9.2024 492,0 498,6 348,7 558,8 4,4 1.902,5 2.639,8 6.444,6
Wandel- Anleihen Kurzfristige Finanz- schulden Langfristige Finanz- schulden Sonstige Verbindlich- keiten gegen- über Kredit- instituten Finanz- schulden über Kredit-institute Leasing- verbindlich- keiten Summe
Mio. €
Stand zum 1.10.2022 532,1 48,4 280,0 1.102,6 88,2 2.051,3 3.207,5
Aufnahmen / Tilgungen der Periode 58,7 243,5 745,4
Wechselkurs änderungen 0,9 7,5 8,4
Sonstige nicht zahlungswirk same Änderungen 10,6 10,3 34,3 12,4 0,5 451,8
Stand zum 30.9.2023 542,7 69,9 648,9 35,5 1.297,0 2.918,1

Die Zahlungen der Periode beinhalten die Aufnahme einer Anleihe mit Nachhaltigkeitsbezug sowie die Aufnahme von Finanzschulden sowie gegenläufig die Tilgung von Anleihen, Finanzschulden und die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten.

Markt- und Buchwert der begebenen Anleihen zum 30.9.2024

Emittent Nominal- wert, initial Nominal- wert, aus- stehend Zinssatz, p. a. Börsen- wert Buchwert Mio. € Börsen- wert Buchwert Mio. €
30.9.2024 30.9.2024 30.9.2023 30.9.2023
Wandel- anleihe 2021 / 2028 TUI AG 589,6 117,6 5,000 117,9 110,6 541,0
Wandel- anleihe 2024 / 2031 TUI AG 487,0 487,0 1,950 516,2 381,4
Nachhaltig- keitsanleihe 2024 / 2029 TUI AG 500,0 500,0 5,875 521,3 498,6
Gesamt 1.155,4 990,6 541,0 542,7

(32) Erhaltene touristische Anzahlungen

Mio. €
Erhaltene touristische Anzahlungen zum 1.10.2022 2.998,9
Umsatz im Geschäftsjahr aus dem Anfangsbestand der erhaltenen touristischen Anzahlungen – 2.696,4
Zugänge aus neuen Kundeneinzahlungen ohne Beträge, die als Umsatz im Geschäftsjahr realisiert worden sind 3.256,1
Umgliederungen in sonstige finanzielle Verbindlichkeiten – 0,1
Rückzahlungen an Kunden – 56,2
Sonstige 27,9
Erhaltene touristische Anzahlungen zum 30.9.2023 3.530,2
Umsatz im Geschäftsjahr aus dem Anfangsbestand der erhaltenen touristischen Anzahlungen – 3.193,7
Zugänge aus neuen Kundeneinzahlungen ohne Beträge, die als Umsatz im Geschäftsjahr realisiert worden sind 3.769,1
Umgliederungen in sonstige finanzielle Verbindlichkeiten – 0,1
Rückzahlungen an Kunden – 178,7
Sonstige 90,3
Erhaltene touristische Anzahlungen zum 30.9.2024 4.017,1

(33) Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten

Mio. € Restlaufzeit Bis 1 Jahr Restlaufzeit 1– 5 Jahre Gesamt Restlaufzeit Bis 1 Jahr Restlaufzeit 1– 5 Jahre Gesamt
30.9.2024 30.9.2024 30.9.2023 30.9.2023 30.9.2023
Übrige Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitenden 250,2 31,2 281,4 237,5 28,3 265,8 265,8
Übrige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 34,9 34,9 38,2 38,2 38,2
Übrige Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 44,9 44,9 63,5 63,5 63,5
Sonstige übrige Verbindlichkeiten 146,7 0,5 147,2 137,1 1,6 138,7 138,7
Passive Rechnungsabgrenzungs posten 80,8 265,8 346,6 57,9 222,9 280,8 280,8
Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 557,5 297,5 855,0 534,2 252,8 787,0 787,0

(34) Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten

Zum 30. September 2024 bestehen keine Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten.

Verkauf Robinson Club Cabo Verde Mio. € 30.9.2024 30.9.2023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,1
Erhaltene touristische Anzahlungen 0,1
Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 0,4
Gesamt 1,6

Im Vorjahr wurden Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten der im Segment Hotels & Resorts befindlichen Robinson Club Cabo Verde in Höhe von 1,6 Mio. € ausgewiesen. Der Verkauf dieser Gesellschaft und die Verkäufe der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen fanden im Oktober 2023 statt. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Abschnitt „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ sowie auf den Abschnitt „Akquisitionen – Desinvestitionen“.

(35) Eventualverbindlichkeiten

Zum 30. September 2024 bestanden nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 61,4 Mio. € (Vorjahr 73,7 Mio. €). Sie beinhalten vor allem Eventualverbindlichkeiten im Rahmen der Gewährung von Avalen zugunsten von Hotelaktivitäten und die Übernahme von Garantien für Eventualverbindlichkeiten aus Flugzeug- leasingverträgen. Die Eventualverbindlichkeiten werden in Höhe des am Bilanzstichtag geschätzten Erfüllungsbetrags ausgewiesen.

(36) Rechtsstreitigkeiten

Die TUI AG und ihre Konzerngesellschaften sind an diversen Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt oder beteiligt gewesen, die aber keinen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage zum 30. September 2024 sowie zukünftige Berichtsperioden haben, und es sind auch keine Verfahren mit wesentlichen Auswirkungen absehbar. Dies gilt auch für die im Klagewege geltend gemachten Gewährleistungs-, Rückforderungs- und sonstigen Ausgleichsansprüche im Zusammenhang mit in den letzten Jahren erfolgten Verkäufen von Tochter- gesellschaften und Geschäftsbereichen. Für alle wahrscheinlichen finanziellen Belastungen aus bestehenden und drohenden Gerichts- oder Schiedsverfahren wurden wie in den vergangenen Jahren in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet, denen zum Teil Ansprüche auf Leistungen aus Versicherungen gegenüberstehen.

(37) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mio. € Restlaufzeit 1 Jahr Restlaufzeit 1– 5 Jahre Gesamt Restlaufzeit 1 Jahr Restlaufzeit 1 – 5 Jahre Gesamt
30.9.2024 30.9.2024 30.9.2023 30.9.2023 30.9.2023
Bestellobligo für Investitionen 760,3 1.674,5 2.434,8 1.070,9 1.101,6 2.172,5 2.172,5
Übrige finanzielle Verpflichtungen 107,0 69,9 176,9 107,8 84,4 192,2 192,2
Gesamt 867,3 1.744,4 2.611,7 1.178,7 1.186,0 2.364,7 2.364,7

Zum 30. September 2024 stiegen die Bestellobligos für Investitionen im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 262,3 Mio. €. Der Anstieg der Bestellobligos ist hauptsächlich auf neue Flugzeugbestellungen zurückzuführen und wird zu einem größeren Teil durch Flugzeuglieferungen sowie Wechselkurseffekte bei Fremdwährungs- verpflichtungen ausgeglichen. Die Bestellobligos stiegen auch aufgrund von Hotelentwicklungsprojekten, die vom Segment Hotel & Resorts durchgeführt wurden.

(38) Anteilsbasierte Vergütungen nach IFRS 2

Alle zum 30. September 2024 bestehenden Ansprüche aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen werden als Vergütungen mit Barausgleich bilanziert. Die folgenden aktienbasierten Vergütungsprogramme sind am 30. September 2024 bei der TUI AG aktiv.# VIRTUELLE AKTIEN IM RAHMEN DES LONG-TERM INCENTIVE PLAN (LTI) FÜR DEN VORSTAND DER TUI AG

LTI MIT ZUTEILUNG AB DEM GESCHÄFTSJAHR 2024 FÜR DIE AKTIVEN MITGLIEDER DES VORSTANDS DER TUI AG

Der LT I ist eine mehrjährige variable Vergütung auf Basis virtueller Aktien mit vierjährigem Leistungszeitraum. Für die Vorstandsmitglieder ist jeweils ein individueller Zielbetrag im Dienstvertrag festgelegt. Für jedes Geschäftsjahr wird den Vorstandsmitgliedern zu Beginn des Geschäftsjahres, also dem 1. Oktober eines jeden Jahres („Gewährungsgeschäftsjahr“), eine vorläufige Anzahl virtueller Aktien der TUI AG zugeteilt. Der Zeitraum für die Messung der Erfolgsziele endet am 30. September des dritten, auf das Gewährungsgeschäftsjahr folgenden Geschäftsjahres („Leistungszeitraum“). Diese vorläufige Anzahl virtueller Aktien stellt den Ausgangswert für die Ermittlung der leistungsabhängigen Auszahlung nach Ende des Leistungszeitraums dar.

Die Anzahl der vorläufig zugeteilten virtueller Aktien errechnet sich aus dem Quotienten aus dem im Dienstvertrag individuell vereinbarten Zielbetrag und dem durchschnittlichen Xetra Aktienkurs der TUI AG (WKN: TUAG50) der 20 Börsenhandelstage vor dem ersten Tag des Gewährungsgeschäftsjahres. Ein Zahlungsanspruch entsteht erst mit Ablauf des vierjährigen Leistungszeitraums und ist davon abhängig, ob das entsprechende Erfolgsziel erreicht wurde. Maßgebliches Erfolgsziel ist das durchschnittliche jährliche berichtete Ergebnis je Aktie („Reported EPS“) der TUI AG über den Leistungszeitraum. Das Erfolgsziel Reported EPS ist definiert als das im gebilligten und geprüften Konzernabschluss des TUI Konzerns ausgewiesene berichtete Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen.

Die Zielerreichung des Reported EPS der TUI AG über den Leistungszeitraum errechnet sich aus dem arithmetischen Mittel der jährlichen Reported-EPS-Zielerreichungen während des Leistungszeitraums. Die jährliche Zielerreichung des Reported EPS errechnet sich aus dem Reported EPS des Geschäftsjahres in Relation zum Zielwert des Reported EPS desselben Geschäftsjahres. Dazu legt der Aufsichtsrat für das Reported EPS jedes Geschäftsjahres während des Leistungszeitraums einen Reported-EPS-Minimalwert, der einer Zielerreichung von 25 % entspricht, einen Reported-EPS-Zielwert, der einer Zielerreichung von 100 % entspricht, und einen Reported-EPS-Maximalwert, der einer Zielerreichung von 175 % entspricht, fest. Der Aufsichtsrat kann für das jeweilige Geschäftsjahr des vierjährigen Leistungszeitraums unterschiedliche Reported-EPS-Zielwerte festlegen.

Bei einer Unterschreitung des Reported-EPS-Minimalwerts in einem Geschäftsjahr beträgt die Zielerreichung für das Geschäftsjahr 0 %. Wird der Reported-EPS-Minimalwert in einem Geschäftsjahr exakt erreicht, beträgt die Zielerreichung für das Geschäftsjahr 25 %. Wird der Reported-EPS-Zielwert in einem Geschäftsjahr exakt erreicht, entspricht die Zielerreichung für das Geschäftsjahr 100 %. Wird der Reported-EPS-Maximalwert in einem Geschäftsjahr erreicht oder übertroffen, so beträgt die maximale Zielerreichung für das Geschäftsjahr 175 %. Zwischen Reported-EPS-Minimalwert und Reported-EPS-Zielwert sowie zwischen Reported-EPS-Zielwert und Reported-EPS-Maximalwert erfolgt eine lineare Interpolation zur Ermittlung der jährlichen Zielerreichung.

Zur Ermittlung der finalen Anzahl virtueller Aktien wird die Zielerreichung des durchschnittlichen jährlichen Reported EPS der TUI AG über den Leistungszeitraum mit der vorläufigen Anzahl virtueller Aktien multipliziert. Der Auszahlungsbetrag ergibt sich durch die Multiplikation der finalen Anzahl virtueller Aktien mit dem durchschnittlichen Xetra Aktienkurs der TUI AG der 20 Börsentage vor Ablauf des Leistungszeitraums. Der Aufsichtsrat prüft, ob der Auszahlungsbetrag aufgrund eines Malustatbestands zu kürzen ist. Der so ermittelte Auszahlungsbetrag wird im Monat der Billigung und Prüfung des Konzernabschlusses des TUI Konzerns für das letzte Geschäftsjahr des Leistungszeitraums ausbezahlt.

Der Auszahlungsbetrag aus dem LTIP ist auf maximal 240 % des Zielbetrags begrenzt. Der Aufsichtsrat ist gem. § 87 Abs. 1 Satz 3 AktG berechtigt, Tranchen des LT I der Höhe nach zu begrenzen, um außergewöhnlichen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Für den Fall von Kapital- oder Strukturmaßnahmen sind entsprechende Anpassungen der Anzahl der zugeteilten virtueller Aktien vorgesehen. Im Fall des Delisting wird der LT I zum Stichtag des Delisting beendet.

Im Fall von außergewöhnlichen Ereignissen oder Entwicklungen hat der Aufsichtsrat das Recht, die Bedingungen des LT I nach billigem Ermessen sachgerecht anzupassen, um hierdurch seltenen Sondersituationen Rechnung zu tragen, die in den festgelegten Zielen nicht hinreichend erfasst waren. In diesen Fällen ist der Aufsichtsrat ebenfalls berechtigt, den Auszahlungsbetrag, der einem Vorstandsmitglied unter Berücksichtigung eines außergewöhnlichen Ereignisses oder einer außergewöhnlichen Entwicklung zustehen würde, auf den Betrag zu erhöhen oder zu verringern, der ihm ohne Berücksichtigung dieses außergewöhnlichen Ereignisses oder der außergewöhnlichen Entwicklung zustehen würde.

Im Fall eines unterjährigen Beginns oder Endes des Dienstverhältnisses wird der Zielbetrag und damit die Anzahl der zugeteilten virtueller Aktien, ggf. rückwirkend, pro rata temporis gekürzt. Der LT I wird bei einer vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrags grundsätzlich nach den vereinbarten Zielen und Bedingungen fortgesetzt. Endet der Dienstvertrag dagegen vor Ablauf des Leistungszeitraums außerordentlich durch Kündigung der TUI AG aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund oder durch Kündigung durch das Vorstandsmitglied ohne wichtigen Grund, so verfallen sämtliche Ansprüche aus noch nicht ausbezahlten LT I -Tranchen ersatz- und entschädigungslos.

LTI MIT ZUTEILUNG FÜR DIE GESCHÄFTSJAHRE 2021 BIS 2023

Der Long Term Incentive Plan (LTI ) besteht aus einem auf virtuellen Aktien beruhenden Programm und wird über eine Laufzeit von vier Jahren (Leistungszeitraum) bewertet. Die Zuteilung erfolgt in jährlichen Tranchen. Für die Mitglieder des Vorstands ist ein jeweils individueller Zielbetrag im Dienstvertrag festgelegt. Zu Beginn jedes Geschäftsjahres wird dem Zielbetrag entsprechend eine vorläufige Anzahl virtueller Aktien festgelegt. Diese stellt den Ausgangswert für die Ermittlung der leistungsabhängigen Auszahlung nach Ende des Leistungszeitraums dar. Zur Festlegung dieser Anzahl wird der Zielbetrag durch den durchschnittlichen Xetra-Aktienkurs der TUI AG der dem Beginn des Leistungszeitraums (1. Oktober eines jeden Jahres) vorangegangenen 20 Börsentage geteilt.

Ein Zahlungsanspruch entsteht erst mit Ablauf des vierjährigen Leistungszeitraums und ist davon abhängig, ob das entsprechende Erfolgsziel erreicht wurde. Das nach dem Vergütungssystem für den LT I maßgebliche Erfolgsziel ist die durchschnittliche Entwicklung des Ergebnisses pro Aktie (Earnings per Share – EPS). Die Durchschnittsbetrachtung über den vierjährigen Leistungszeitraum basiert auf einem pro forma bereinigten Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen, wie es schon heute im Geschäftsbericht ausgewiesen wird. Die durchschnittliche Entwicklung der EPS pro Jahr (in %) errechnet sich aus vier gleich zu gewichtenden Jahreswerten (in %). Ein Jahreswert errechnet sich jeweils aus dem Quotienten der aktuellen EPS und der EPS des Vorjahres. Der erste Jahreswert („Start-EPS“) ermittelt sich jeweils aus dem ersten EPS im Leistungszeitraum und dem letzten EPS vor Beginn des Leistungszeitraums.

Die Zielerreichung für die durchschnittliche Entwicklung der EPS p. a. auf Grundlage der Jahreswerte bestimmt sich wie folgt:

  • Ein durchschnittlicher absoluter EPS-Wert von weniger als 50 % des absoluten Start-EPS-Werts entspricht einer Zielerreichung von 0 %.
  • Ein durchschnittlicher absoluter EPS-Wert von 50 % des absoluten Start-EPS-Werts entspricht einer Zielerreichung von 25 %.
  • Ein durchschnittlicher absoluter EPS-Wert von 50 % oder mehr des absoluten Start-EPS-Werts bis zu einer durchschnittlichen Steigerung p. a. von 5 % entspricht einer Zielerreichung von 25 % bis 100 %.
  • Eine durchschnittliche Steigerung p. a. von 5 % entspricht einer Zielerreichung von 100 %.
  • Eine durchschnittliche Steigerung p. a. von 5 % bis 10 % entspricht einer Zielerreichung von 100 % bis 175 %.
  • Eine durchschnittliche Steigerung p. a. von mehr als 10 % entspricht einer Zielerreichung von 175 %.

Bei einem durchschnittlichen absoluten EPS von 50 % oder mehr des absoluten Start-EPS bis zu einer durchschnittlichen Steigerung p. a. von 5 % wird die Zielerreichung zwischen 25 % und 100 %, bei einer durchschnittlichen Steigerung p. a. zwischen 5 % und 10 % oder darüber wird zwischen 100 % und 175 % linear interpoliert. Die Zielerreichung wird kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet. Liegt der Vorjahreswert der EPS unter 0,50 €, legt der Aufsichtsrat für jedes darauffolgende Geschäftsjahr in dem Leistungszeitraum neue absolute Zielwerte für die EPS sowie Minimal- und Maximalwerte für die Bestimmung der prozentualen Zielerreichung fest.# PERFORMANCE SHARE PLAN (PSP)

Der PSP regelt die virtuelle aktienbasierte Vergütung für berechtigte Führungskräfte, die nicht dem Vorstand angehören. Der PSP entspricht in seiner Ausgestaltung grundsätzlich der mehrjährigen variablen Vergütung des Vorstands. Der Leistungszeitraum des PSP beträgt drei Jahre. Der laufende PSP ist in der aktuellen Ausgestaltung seit 2019 in Kraft. Für die Tranchen, die seit 2020 gewährt wurden, ist die Höhe der Freigabe der virtuellen Aktien von der Erreichung absoluter EPS-Werte anstelle des relativen EPS-Wachstums abhängig. Da der LT I EPS21 – 24 und der laufende PSP grundsätzlich den gleichen Planbedingungen folgen, wird die Entwicklung der ausstehenden tatsächlich zugeteilten virtuellen Aktien dieser Vergütungspläne in der folgenden Tabelle aggregiert dargestellt.

Entwicklung der zugeteilten virtuellen Aktien (LTI & PSP)

LT I & PSP Stückzahl Gegenwert Mio. €
Stand zum 30.9.2022 10.353.140 15,6
Zuteilung von virtuellen Aktien 9.256.236 14,0
Stand nach Zuteilung virtueller Aktien im GJ 2023 19.609.376 29,6
Verwirkte Aktien durch Aktienzusammenlegung im Verhältnis 10:1 – 17.648.438 – 26,6
Stand nach Aktienzusammenlegung im Verhältnis 10:1 1.960.938 3,0
Zuteilung junger virtueller Aktien aus Bezugsrechten 683.871
Verwirkte virtuelle Aktien – 257.204 – 0,4
Bewertungsergebnisse – 10,4
Stand zum 30.9.2023 2.387.605 13,0
Zuteilung von virtuellen Aktien 2.433.445 13,2
Ausübung von virtuellen Aktien – 358.042 – 1,9
Verwirkte virtuelle Aktien – 647.128 – 3,5
Bewertungsergebnisse – 3,2
Stand zum 30.9.2024 3.815.880 24,0

BILANZIERUNG DER AKTIENBASIERTEN VERGÜTUNGSPROGRAMME

Alle zum 30. September 2024 bestehenden Ansprüche aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen werden als Vergütungen mit Barausgleich bilanziert und werden mit einem Ausübungspreis von 0,00 € (Vorjahr 0,00 €) zugeteilt. Der Personalaufwand wird den Vorschriften des IFRS 2 entsprechend über den Zeitraum der Leistungserbringung verteilt. Entsprechend den Vorschriften des IFRS 2 müssen alle vertraglich zugesicherten Ansprüche ab dem Zeitpunkt der vertraglichen Gewährung bilanziert werden, unabhängig davon, ob und wann diese später tatsächlich zugeteilt werden. Die gewährten virtuellen Aktien werden ratierlich bei tatsächlich erbrachter Arbeitsleistung zugeteilt. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2024 ein Aufwand aus der Zuführung von Rückstellungen für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich in Höhe von 8,2 Mio. € erfolgswirksam erfasst (Vorjahr Aufwand von 3,8 Mio. €). Für Ansprüche aus diesen langfristigen Anreizprogrammen bestehen zum 30. September 2024 Rückstellungen in Höhe von 18,3 Mio. € (Vorjahr 10,9 Mio. €).

(39) Finanzinstrumente

RISIKEN UND RISIKOMANAGEMENT GRUNDSÄTZE

Durch seine Geschäftstätigkeit ist der TUI Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen das Marktrisiko (bestehend aus Währungsrisiko, Zinsrisiko und Marktpreisrisiko), das Ausfallrisiko und das Liquiditätsrisiko. Die finanzwirtschaftliche Zielsetzung des Konzerns schreibt unter anderem vor, dass finanzwirtschaftliche Risiken zu begrenzen sind. Daraus abgeleitet sind konzernweit gültige Richtlinien und Vorschriften, die die Entscheidungsgrundlagen, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten für alle Finanztransaktionen verbindlich festlegen. Die Regeln, Kompetenzen und Abläufe sowie die Limits für Transaktionen und Risikopositionen sind in Richtlinien festgelegt. Die Aufgaben von Handel, Abwicklung und Kontrolle sind funktional und organisatorisch getrennt. Die Einhaltung der Richtlinien und Geschäftslimits wird laufend überwacht. Grundlage aller Sicherungsgeschäfte des Konzerns sind grundsätzlich entsprechend bilanzierte oder zukünftige Grundgeschäfte. Für die Erfassung, Bewertung und Berichterstattung sowie die Dokumentation und Prüfung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte wird anerkannte Standardsoftware eingesetzt. In diesem Zusammenhang erfolgt ein periodischer Abgleich der mit eigenen Systemen ermittelten Marktwerte sämtlicher derivativer Finanzinstrumente mit den Marktwertbestätigungen der externen Vertragspartner. Mindestens einmal pro Jahr werden die Prozesse, die angewendeten Verfahren und die Organisation des Risikomanagements durch die interne Revision und externe Prüfer auf die Einhaltung der Vorgaben geprüft. Im Wesentlichen entstehen im TUI Konzern finanzwirtschaftliche Risiken durch Zahlungsströme in Fremdwährungen, den Bedarf an Treibstoffen (Flugbenzin und Schiffstreibstoffe) und die Finanzierung über den Geld- und Kapitalmarkt. Zur Begrenzung der grundgeschäftsbezogenen Risiken aus Änderungen von Wechselkursen, Marktpreisen und Zinsen setzt TUI derivative Finanzinstrumente ein, die nicht an Börsen gehandelt werden. Dabei handelt es sich überwiegend um Festpreisgeschäfte. Daneben können auch Optionsgeschäfte sowie strukturierte Produkte kontrahiert werden. Derivative Finanzinstrumente werden nur im Rahmen intern festgelegter Limits und sonstiger Vorschriften abgeschlossen. Der Abschluss dieser Geschäfte erfolgt zu Marktbedingungen mit Adressen aus dem Finanzsektor, deren Kontrahentenrisiko regelmäßig überwacht wird. Umrechnungsrisiken aus der Konsolidierung der nicht in Euro bilanzierenden Konzerngesellschaften (Translationsrisiken) werden nicht abgesichert.

MARKTRISIKO

Aus Marktrisiken resultieren Ergebnis-, Eigenkapital- und Zahlungsstromschwankungen. Details zur Inputkostenvolatilität und den hieraus resultierenden Risiken werden im Risikobericht des Lageberichts dargestellt. Zur Reduktion bzw. Eliminierung dieser Risiken hat der TUI Konzern verschiedene Sicherungsstrategien entwickelt, die den Einsatz derivativer Finanzinstrumente beinhalten.# Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen in Bezug darauf, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis und das Eigenkapital haben. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der originären und derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag bezogen werden. Es ist sicher- gestellt, dass der jeweilige Bestand zum Bilanzstichtag repräsentativ für das Geschäftsjahr ist. Die nachfolgend beschriebenen Analysen der risikoreduzierenden Tätigkeiten des TUI Konzerns sowie die mithilfe der Sensitivitätsanalysen ermittelten Beträge stellen hypothetische und somit risikobehaftete und unsichere Angaben dar. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen an den weltweiten Finanzmärkten können sich die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den angeführten Angaben unterscheiden. Die in den Risikoanalysen verwendeten Methoden sind nicht als Prognosen zukünftiger Ereignisse oder Verluste anzusehen, da sich der TUI Konzern ebenfalls Risiken ausgesetzt sieht, die entweder nichtfinanziell oder nicht quantifizierbar sind. Diese Risiken beinhalten hauptsächlich Länder-, Geschäfts- und Rechtsrisiken, welche nicht Bestandteil der folgenden Darstellungen sind.

WÄHRUNGSRISIKO

Aus den operativen Geschäften der Unternehmen des TUI Konzerns entstehen Ein- und Auszahlungen in Fremdwährungen, denen nicht immer Zahlungen in derselben Währung mit gleichem Betrag und gleicher Fristigkeit gegenüberstehen. Unter der Ausnutzung möglicher Netting-Effekte (Aufrechnung von Ein- und Aus- zahlungen derselben Währung mit gleicher oder ähnlicher Fristigkeit) werden im TUI Konzern geeignete Siche- rungsgeschäfte mit externen Kontrahenten abgeschlossen, um die Ergebnismarge vor wechselkursbedingten Schwankungen zu schützen. Im TUI Konzern werden Risiken aus Kursschwankungen gesichert, wobei die größten Sicherungsvolumina auf US-Dollar, Euro und Britisches Pfund entfallen. Der Euro-Raum begrenzt das Währungsrisiko aus Geschäften in den wichtigsten touristischen Zielgebieten auf diejenigen Konzernunternehmen, deren Funktionalwährung nicht der Euro ist. In dem Geschäftsfeld Touristik wirken sich hauptsächlich die Wertänderungen des US-Dollar sowie überwiegend für die Veranstalter aus Großbritannien und den Nordischen Ländern die Wertänderungen des Euro aus. Im touristischen operativen Geschäft fallen US-Dollar-Zahlungen hauptsächlich für den Bezug von Leistungen in nichteuropäischen Destinationen sowie für den Kauf von Flugzeug- und Schiffstreibstoff und für die Anschaffung und Anmietung von Flugzeugen bzw. Kreuzfahrtschiffen an. Die touristischen Gesellschaften sichern mittels Finanzderivaten ihre geplanten Währungsbedarfe. Ziel ist es, die Kundenbuchungsprofile der Märkte in den geplanten Währungsbedaerfen im Vorfeld der entsprechenden touristischen Saison abzusichern. Dabei wird den unterschiedlichen Risikoprofilen der Konzerngesellschaften der TUI Group Rechnung getragen. Die gesicherten Währungsvolumina werden an geänderte Planbedarfe auf Basis der Berichterstattung der Konzerngesellschaften angepasst. Die Zielsicherungsquoten werden regelmäßig überprüft, um die bestehenden Sicherungsquoten mit den jeweiligen Zielsicherungsquoten für zukünftige Saisons abzugleichen. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch monetäre originäre und derivative Finanzinstrumente, deren Ausgabewährung von der funktionalen Währung eines Unternehmens abweicht. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen funktionalen Währungen innerhalb des TUI Konzerns werden nachfol- gend die Sensitivitätsanalysen jener Währungen dargestellt, die als relevante Risikovariable identifiziert wurden. Wenn die jeweiligen funktionalen Währungen, im Wesentlichen der Euro und das Britische Pfund, gegenüber den übrigen Währungen um 10 % auf- oder abgewertet würden, ergäben sich folgende Effekte auf das Eigen- kapital und das Ergebnis nach Ertragsteuern.

Sensitivitätsanalyse – Währungsrisiken

Mio. € | 30.9.2024 | | 30.9.2023 |
------- | -------- | -------- | -------- | --------
Variable: Wechselkurs | + 10 % | – 10 % | + 10 % | – 10 %
Effekte bei wesentlichen Währungspaaren | | | |
€ / US-Dollar | | | |
Eigenkapital | + 116,1 | – 116,0 | + 3,2 | – 6,7
Ergebnis nach Ertragsteuern | + 13,5 | – 13,7 | – 2,3 | + 6,5
Britische Pfund / € | | | |
Eigenkapital | + 180,6 | – 220,5 | + 159,5 | – 161,1
Ergebnis nach Ertragsteuern | + 79,4 | – 97,0 | + 65,4 | – 62,1
Britische Pfund / US-Dollar | | | |
Eigenkapital | + 140,9 | – 172,2 | + 115,9 | – 125,5
Ergebnis nach Ertragsteuern | + 49,6 | – 60,6 | + 57,9 | – 43,3
€ / Schwedische Kronen | | | |
Eigenkapital | + 20,3 | – 24,8 | – 0,1 | + 0,1
Ergebnis nach Ertragsteuern | + 4,2 | – 5,2 | + 0,1 | – 0,1

ZINSRISIKO

Der TUI Konzern ist Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen originären und derivativen Finanzinstru- menten ausgesetzt. Sofern zinsbedingte Zahlungsströme variabel verzinslicher originärer Finanzinstrumente durch derivative Sicherungsgeschäfte in feste Zahlungsströme gewandelt werden und die Ausstattungsmerk- male des Sicherungsgeschäfts mit denen des variabel verzinslichen originären Finanzinstruments übereinstimmen, unterliegen diese keinem Zinsänderungsrisiko. Für festverzinsliche und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente besteht kein Zinsänderungsrisiko.

242 INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG 175 Konzernabschluss 180 Konzernanhang 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 199 Segmentberichterstattung 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 266 Sonstige Erläuterungen 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Eine Änderung der Marktzinssätze hat im Wesentlichen Auswirkungen auf variabel verzinsliche originäre Finanz- instrumente, auf die in Anleihen eingebetteten Derivate sowie auf derivative Finanzinstrumente, die zur Redu- zierung von zinssatzabhängigen Zahlungsschwankungen kontrahiert wurden. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkungen auf das Ergebnis nach Ertragsteuern bei einer angenom- menen Erhöhung bzw. Herabsetzung des Marktzinsniveaus am Bilanzstichtag um 100 Basispunkte (Vorjahr + / – 100 Basispunkte). Die Beibehaltung der Sensitivität von 100 Basispunkten basiert auf der Annahme, dass die erhöhte Volatilität der Zinssätze wahrscheinlich anhalten wird, da einige Zentralbanken in den kommenden Monaten voraussichtlich ihren Zinssenkungszyklus fortsetzen werden.

Sensitivitätsanalyse – Zinsrisiko

Mio. € | 30.9.2024 | | 30.9.2023 |
------- | -------- | -------- | -------- | --------
Variable: Zinsniveau für variabel verzinsliches Fremdkapital | + 100 Basis- punkte | – 100 Basis- punkte | + 100 Basis- punkte | – 100 Basis- punkte
Ergebnis nach Ertragsteuern | – 4,0 | + 6,6 | + 1,7 | – 1,3

AUSWIRKUNGEN DER REFORM GLOBALER REFERENZZINSSÄTZE

Durch die globale Reform von Referenzzinssätzen (IBORs) ergaben sich für die TUI insofern Unsicherheiten, als vormals verfügbare variable Referenzzinssätze, auf denen einzelne in Fremdwährung abgeschlossene Trans- ak tionen basieren, zukünftig nicht mehr verfügbar sein werden bzw. unterschiedlich ermittelt werden. Bei der TUI waren von diesen Unsicherheiten zuletzt nicht derivative Verbindlichkeiten aus dem Leasing bzw. der Finanzierung von Flugzeugen betroffen, deren variable Verzinsung vom USD-LIBOR abhängig war. Im Geschäftsjahr wurden diese vormals von der Unsicherheit betroffenen Finanzierungen vollständig auf alter- native Referenzzinssätze umgestellt, wobei insbesondere Umstellungen auf den Referenzzinssatz SOFR erfolgten. Die Umstellung der Finanzierungen auf alternative Referenzzinssätze wurde zu gleichwertigen Bedingungen umgesetzt.

TREIBSTOFFPREISRISIKO

Der TUI Konzern ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit Marktpreisrisiken aus der Beschaffung von Treibstoffen für die Flugzeugflotte sowie für die Kreuzfahrtschiffe ausgesetzt. Die touristischen Gesellschaften sichern mittels Finanzderivaten das Preisänderungsrisiko ihrer geplanten Treibstoffverbräuche. Ziel ist es, die Kundenbuchungsprofile der Märkte in den geplanten Treibstoffbedaerfen im Vorfeld der entsprechenden touristischen Saison abzusichern. Hierbei wird den unterschiedlichen Risikoprofilen der Konzerngesellschaften, auch unter Berücksichtigung der Möglichkeiten zur Erhebung von Treibstoffzuschlägen, Rechnung getragen. Die Sicherungsvolumina werden auf Basis der Berichterstattung der Konzerngesellschaften an geänderte Planverbräuche angepasst. Die Zielsicherungsquoten werden regelmäßig überprüft, um die be- stehenden Sicherungsquoten mit den jeweiligen Zielsicherungsquoten für zukünftige Saisons abzugleichen. Wären die den Treibstoffpreissicherungen zugrunde liegenden Marktpreise am Bilanzstichtag um 15 % höher bzw. niedriger (Vorjahr + 15 % / – 15 %), ergäben sich die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Effekte auf das Eigenkapital bzw. das Ergebnis nach Ertragsteuern. Die Marktpreissensitivität von + / – 15 % basiert auf der Annahme, dass in den kommenden Monaten im Kontext des aktuellen geopolitischen Umfelds und aufgrund von Nachfrageunsicherheiten in einigen der wesentlichen Volkswirtschaften der Welt mit einer weiterhin über- durchschnittlichen Volatilität der Kraftstoffpreise zu rechnen ist.

Sensitivitätsanalyse – Treibstoffpreisrisiko

Mio. € | 30.9.2024 | | 30.9.2023 |
------- | -------- | -------- | -------- | --------
Variable: Treibstoffpreise Flugzeuge und Schiffe | + 15 % | – 15 % | + 15 % | – 15 %
Eigenkapital | + 98,6 | – 106,8 | + 92,2 | – 94,9
Ergebnis nach Ertragsteuern | + 6,4 | + 2,0 | + 0,3 | + 2,0

SONSTIGES PREISRISIKO

Neben den finanziellen Risiken, die aus Veränderungen von Wechselkursen, Rohstoffpreisen und Zinssätzen entstehen können, ist der TUI Konzern zum Bilanzstichtag keinen nennenswerten Preisrisiken ausgesetzt.# AUSFALLRISIKO

Das Ausfallrisiko bei den nicht derivativen Finanzinstrumenten ergibt sich aus dem Risiko, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Das maximale Ausfallrisiko entspricht insbesondere den bilanzierten Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert). Dabei werden rechtlich durchsetzbare Aufrechnungsmöglichkeiten zwischen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten berücksichtigt. Ausfallrisiken werden bei Vertragsabschluss eingehend geprüft und danach laufend überwacht, damit zeitnah auf eine Verschlechterung der Bonität des Vertragspartners reagiert werden kann. Hierbei sind grundsätzlich die jeweiligen Gesellschaften des TUI Konzerns für ihre Ausfallrisiken verantwortlich. Da der TUI Konzern in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Regionen tätig ist, sind Konzentrationen bedeutender Ausfallrisiken von Forderungen und Kreditansprüchen gegenüber bestimmten Schuldnern oder Schuldnergruppen nicht zu erwarten; dies gilt auch für nennenswerte länderspezifische Konzentrationen von Ausfallrisiken.

Zum Bilanzstichtag existieren wie im Vorjahr keine wesentlichen gehaltenen Sicherheiten und sonstigen Kreditverbesserungen, die das maximale Ausfallrisiko reduzieren. Die gehaltenen Sicherheiten bestehen ausschließlich für finanzielle Vermögenswerte der Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Dabei handelt es sich grundsätzlich um Sicherheiten für ausgereichte Finanzforderungen

243

INHALT
DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG
175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr und / oder größer als 1,0 Mio. €. Als Sicherheiten kommen unter anderem dingliche Rechte, selbstschuldnerische Bürgschaften, Bankbürgschaften oder Patronatserklärungen zum Einsatz.

Das Bonitätsmanagement erstreckt sich auch auf die derivativen Finanzinstrumente im TUI Konzern. Bei den abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumenten beschränkt sich das maximale Ausfallrisiko auf die Summe aller positiven Marktwerte dieser Instrumente, da bei Nichterfüllung seitens der Vertragspartner Vermögensverluste nur bis zu dieser Höhe entstehen würden. Ausfallrisiken werden durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit unterschiedlichen Schuldnern reduziert. Die kontrahentenspezifischen Ausfallrisiken werden bei den derivativen Finanzinstrumenten im Rahmen der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt. Unabhängig davon wird das Kontrahentenrisiko laufend überwacht und mittels interner Bankenlimits gesteuert.

Bei der im Geschäftsjahr 2024 emittierten nachhaltigkeitsbezogenen Anleihe hat TUI gemäß den Anleihebedingungen das Recht, die Anleihe zu bestimmten Rückkaufspreisen vorzeitig zu kündigen. Diese Kündigungsrechte stellen eingebettete Derivate dar und werden als derivative finanzielle Vermögenswerte separat von der Anleihe bilanziert. Diese stellen eine eigene Klasse von Vermögenswerten dar, da kein Ausfallrisiko besteht.

IFRS 9 sieht für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten klassifiziert sind, sowie für finanzielle Vermögenswerte, die Schuldinstrumente darstellen und zu FVTOCI bewertet werden, die Erfassung einer bilanziellen Vorsorge für erwartete Wertminderungen vor. Betroffen sind im TUI Konzern zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Finanzinstrumente in den folgenden Klassen: die Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen mit den Unterklassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Kreditforderungen und Ausleihungen, Sonstige Forderungen und Vermögenswerte und Leasingforderungen sowie Klasse Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Klasse Finanzmittel.

Bei der Ermittlung der Wertberichtigungen unterscheidet IFRS 9 zwischen dem allgemeinen und dem vereinfachten Wertminderungsmodell. Die finanziellen Vermögenswerte im allgemeinen Wertminderungsmodell werden in drei Stufen eingeteilt. Stufe 1 umfasst finanzielle Vermögenswerte, die erstmals erfasst werden oder keine signifikante Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit zeigen. In dieser Stufe werden die erwarteten Forderungsausfälle ausgewiesen, die aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem jeweiligen Abschlussstichtag entstehen können. Die Stufe 2 umfasst finanzielle Vermögenswerte, bei denen sich eine signifikante Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeiten seit Zugang ergeben hat. Stufe 3 umfasst finanzielle Vermögenswerte, die zusätzlich zu den Kriterien der Stufe 2 objektive Hinweise einer Wertberichtigung aufweisen. In den Stufen 2 und 3 werden die erwarteten Forderungsausfälle für die gesamte Laufzeit berücksichtigt.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für Leasingforderungen wird auf Basis des vereinfachten Wertminderungsmodells unabhängig von der Kreditqualität der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Leasingforderungen bereits bei Zugang eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit erfasst. Die TUI ermittelt den erwarteten Verlust bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Leasingforderungen auf Basis einer Verlustmatrix. Hierbei werden durchschnittliche historische Ausfallquoten für die Laufzeitbänder nicht überfällig, kleiner 30 Tage, 30 – 90 Tage, 91 – 180 Tage und > 180 Tage überfällig ermittelt. Zur Ermittlung der historischen Ausfallquote wird der gewichtete Durchschnitt der letzten drei Jahre für die im jeweiligen Jahr ausgefallenen Forderungen im Verhältnis zum Forderungsbestand zum jeweiligen Geschäftsjahresende ermittelt. Dieser wird multipliziert mit der Wahrscheinlichkeit, dass eine Forderung ins letzte Laufzeitband altert. Die ermittelten Ausfallraten werden um Credit Default Swap (CDS) Rates adjustiert, um dadurch zukunftsgerichtete Informationen zu berücksichtigen. Die adjustierten Ausfallraten basieren dabei auf Durchschnittswerten der letzten Jahre. Dem ökonomischen Umfeld der relevanten geografischen Regionen wird über eine Gewichtung der CDS Rates Rechnung getragen. Alle genannten Modellparameter werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.

Bei Anwendung des vereinfachten Wertminderungsmodells erfolgt für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für Leasingforderungen ein Transfer in Stufe 3, sobald objektive Hinweise auf Wertminderung vorliegen. Die Einstufung, ob eine Forderung der Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Stufe 3 zu transferieren ist, erfolgt im TUI Konzern individuell je nach Region grundsätzlich nach frühestens 180 Tagen. Kommt es bereits vorher zu Insolvenzfällen oder anderen objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung, erfolgt ein Transfer in Stufe 3 bereits früher. Bei Erreichen einer Überfälligkeit von mehr als 180 Tagen ist davon auszugehen, dass bei einer Forderung eine Wertminderung vorzunehmen ist und bei Uneinbringlichkeit in der Regel eine Abschreibung in voller Höhe zu erfolgen hat. Als objektive Hinweise auf eine Wertminderung bei Leasingforderungen werden zum Beispiel erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, Vertragsbruch (Ausfall oder Verzug von Zins- und Tilgungszahlungen) oder Zugeständnisse, die aus wirtschaftlichen oder vertraglichen Gründen im Zusammenhang mit finanziellen Schwierigkeiten des Schuldners erfolgen, herangezogen.

Für alle anderen finanziellen Vermögenswerte werden erwartete Wertminderungen im TUI Konzern nach dem allgemeinen Wertminderungsmodell bestimmt.

Für Finanzmittel findet die Low Credit Risk Exemption des IFRS 9 Anwendung, wonach für Finanzinstrumente, die zum Zugangszeitpunkt ein nur geringes Ausfallrisiko aufweisen, eine Zuordnung in die Stufe 1 des Wertberichtigungsmodells erfolgen kann. Die Finanzmittel beinhalten unter anderem Bargeldbestände oder Guthaben bei Kreditinstituten, die ausschließlich gegenüber Kontrahenten einer ausgezeichneten Bonität bestehen. Somit wird den Finanzmitteln gemäß Stufe 1 der Impairment-Hierarchie bei initialer Einbuchung eine Risikovorsorge in Höhe des 12-Monats-Kreditverlusts zugewiesen. Zu jedem Stichtag wird geprüft, ob die Kontrahenten weiterhin ein Rating der Qualität „Investment Grade“ aufweisen. Da die entsprechenden finanziellen Vermögenswerte eine maximale Laufzeit von drei Monaten aufweisen, ist der Wertberichtigungsbedarf sehr gering. Ein Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 oder 3 hat keine praktische Relevanz, da die Geschäftsbeziehung bei einem entsprechenden Sachverhalt sofort beendet werden würde.

Für wesentliche Kreditforderungen und Ausleihungen und sonstige Forderungen und Vermögenswerte erfolgt die Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle durch Multiplikation der Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default) mit dem erwarteten Verlust bei Ausfall (Loss Given Default) und dem Buchwert des Vermögenswerts bei Ausfall (Exposure of Default). Der TUI Konzern bestimmt die Ausfallwahrscheinlichkeiten auf Basis eines internen Rating-Modells. Im Rahmen des Geschäftsmodells der TUI Group erfolgt die Bonitätsbeurteilung der Kreditnehmer für wesentliche Kreditforderungen anhand dieses internen Ratings. Die 1. Kategorie des Rating-Modells beinhaltet die Kreditnehmer mit der höchsten Bonität, wohingegen die Kreditnehmer mit der schwächsten Bonität der 7. Kategorie zugewiesen werden.# INHALT
DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Sofern sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant verschlechtert hat, werden 12-Monats-Kreditverluste ermittelt (Stufe 1). Im Falle einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos wird der über die Restlaufzeit erwartete Kreditverlust erfasst (Stufe 2). Eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos wird hierbei anhand des internen Ratings und weiterer relevanter Informationen wie beispielsweise Veränderungen der ökonomischen, regulatorischen oder technologischen Rahmenbedingungen beurteilt. Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor, erfolgt ein Transfer in Stufe 3.

Der Bruttobuchwert eines finanziellen Vermögenswerts sämtlicher Klassen der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumente wird abgeschrieben, wenn nach angemessener Beurteilung nicht mehr von einer vollständigen oder teilweisen Realisierung des finanziellen Vermögenswerts ausgegangen wird. Bei Privatkunden wird der Bruttobuchwert von den Konzerngesellschaften basierend auf vergangenen Erfahrungen bei der Realisierung solcher Vermögenswerte im landesspezifischen Geschäftsumfeld abgeschrieben, wenn aufgrund der Überfälligkeit nicht mehr mit der Einziehung des finanziellen Vermögenswerts gerechnet wird. Bei Geschäftskunden führen die Konzerngesellschaften eine individuelle Einschätzung über Zeitpunkt und Höhe der Abschreibung durch, basierend darauf, ob eine angemessene Erwartung an die Einziehung vorliegt. Der Konzern erwartet keine signifikante Einziehung abgeschriebener Beträge. Abgeschriebene finanzielle Vermögenswerte können jedoch weiterhin Vollstreckungsmaßnahmen zur Einziehung überfälliger Forderungen unterliegen.

Für Kreditforderungen und Ausleihungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte erfolgt die Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle auf Portfolioebene. Bei wesentlichen Einzelfällen wird von diesem Portfolioansatz abgewichen, da für diese Sachverhalte die relevanten Informationen zur Ermittlung des erwarteten Verlusts auf Ebene des einzelnen Instruments vorliegen. Der TUI Konzern stellt sicher, dass hierbei ausschließlich finanzielle Vermögenswerte mit ähnlichen Ausfallrisikoeigenschaften zusammengefasst werden, zum Beispiel Art des Produkts und geografische Region.

Der TUI Konzern setzt zunächst den Kreditausfall anhand einer Loss Rate an, der innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird. Diese Loss Rate wird in regelmäßigen Abständen in Abhängigkeit vom makroökonomischen Marktumfeld adjustiert. Bei einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos wird der erwartete Kreditausfall über die Restlaufzeit ermittelt (Stufe 2). Die Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos durch die Überfälligkeit der Instrumente wird im Konzern unter anderem individuell per Region, Veränderung ausfallrisikobezogener Marktdaten oder Veränderung von Vertragsbedingungen ermittelt. Eine Umgliederung in Stufe 2 erfolgt portfolioabhängig regelmäßig ab einer Überfälligkeit von mehr als 30 Tagen. Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor, erfolgt ein Transfer in Stufe 3.

Grundsätzlich ist beim allgemeinen Wertminderungsmodell bei einer Überfälligkeit von vertraglichen Zahlungen von mehr als 30 Tagen davon auszugehen, dass sich das Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat. Durch dem Konzern vorliegende angemessene und nachvollziehbare Informationen kann dies jedoch widerlegt werden. Zur Beurteilung der objektiven Hinweise auf eine Wertminderung für sämtliche Instrumente, im Anwendungsbereich des ECL Modells, werden Indikatoren herangezogen wie zum Beispiel erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, Vertragsbruch (Ausfall oder Verzug von Zins und Tilgung) oder Zugeständnisse, die aus wirtschaftlichen oder vertraglichen Gründen im Zusammenhang mit finanziellen Schwierigkeiten des Schuldners erfolgen. Als Folge werden die Instrumente i. d. R. vollständig abgeschrieben. Als zukunftsgerichtete Informationen werden auch im allgemeinen Wertminderungsmodell CDS Rates herangezogen.

Die Wertberichtigungsquote für finanzielle Vermögenswerte im allgemeinen Wertminderungsmodell, die nicht in der untenstehenden Tabelle zum Ausfallrisiko enthalten sind, wird basierend auf beobachtbaren Ausfallquoten der Vergangenheit, aber mindestens auf 1 % festgesetzt. Die 1 % resultieren aus einem Dreijahresdurchschnitt der für Kreditforderungen und Ausleihungen, für sonstige Forderungen und Vermögenswerte sowie für sonstige finanzielle Vermögenswerte einzeln ermittelten Ausfallraten. Der Konzern erfasst einen Wertminderungsgewinn oder -verlust für alle finanziellen Vermögenswerte mit einer entsprechenden Anpassung des Buchwerts über eine Risikovorsorge.

Zur Verbesserung der Darstellung wird seit dem Geschäftsjahr 2023 in den Tabellen zur „Altersstrukturanalyse“ in der Spalte „Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste“ ausschließlich die Risikovorsorge dargestellt und in den Tabellen „Veränderung der Risikovorsorge“ ausschließlich die Entwicklung der Risikovorsorge. In den Tabellen zur Altersstrukturanalyse wird die auf Ebene der Tochtergesellschaften ermittelte Einzelwertberichtigung wie im Vorjahr in der Spalte „Einzelwertberichtigung“ separat ausgewiesen. In den Tabellen zur „Veränderung der Risikovorsorge“ wird die in der Risikovorsorge zum 1. Oktober 2022 enthaltene, auf Ebene der Tochterunternehmen ermittelte Einzelwertberichtigung in der Vorjahreszeile „Herausnahme der Einzelwertberichtigung“ herausgenommen. Die seit dem letzten Jahr angegebenen Wertberichtigungsquoten beziehen sich ausschließlich auf die Risikovorsorge und umfassen nicht mehr die auf Ebene der Tochterunternehmen vorgenommene Einzelwertberichtigung.

Zum 30. September 2024 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 41,0 Mio. € (Vorjahr 49,7 Mio. €) wertberichtigt. Der folgenden Übersicht ist eine Fälligkeitsanalyse der Wertberichtigungen zu entnehmen.

Altersstrukturanalyse der Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente der Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

30.9.2024

Brutto- buchwert Einzelwert- berichtigung Wertberich- tigung für erwartete Kreditverluste Nettobuch- wert Wertberich- tigungsquoten
Mio. € Mio. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Nicht überfällig 283,9 3,3 – 1,0
Überfällig weniger als 30 Tage 74,1 1,7 – 0,8
Überfällig zwischen 30 und 90 Tagen 32,6 2,1 – 0,5
Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen 12,2 1,5 – 0,2
Überfällig mehr als 180 Tage 51,8 28,6 – 1,3
Gesamt 454,6 37,2 – 3,8

30.9.2023

Brutto- buchwert Einzelwert- berichtigung Wertberich- tigung für erwartete Kreditverluste Netto- buchwert Wertberich- tigungsquoten
Mio. € Mio. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Nicht überfällig 294,4
Überfällig weniger als 30 Tage 95,5 26,2 – 1,0
Überfällig zwischen 30 und 90 Tagen 31,1 4,4 – 0,3
Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen 10,2 3,5 – 0,2
Überfällig mehr als 180 Tage 30,1 13,5 – 0,6
Gesamt 461,3 47,6 – 2,1

Altersstrukturanalyse der Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente der Klasse Leasingforderungen

30.9.2024

Brutto- buchwert Einzelwert- berichtigung Wertberich- tigung für erwartete Kreditverluste Nettobuch- wert Wertberich- tigungsquoten
Mio. € Mio. €
Leasingforderungen
Nicht überfällig 0,8
Überfällig weniger als 30 Tage
Überfällig zwischen 30 und 90 Tagen
Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen
Überfällig mehr als 180 Tage
Gesamt 0,8

30.9.2023

Brutto- buchwert Einzelwert- berichtigung Wertberich- tigung für erwartete Kreditverluste Netto- buchwert Wertberich- tigungsquoten
Mio. € Mio. €
Leasingforderungen
Nicht überfällig 0,8
Überfällig weniger als 30 Tage
Überfällig zwischen 30 und 90 Tagen
Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen
Überfällig mehr als 180 Tage
Gesamt 0,8
Brutto- buchwert (Mio. €) Einzelwertberichtigung Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste Netto- buchwert (Mio. €)
Nicht überfällig 4,1 4,1
Überfällig weniger als 30 Tage 1 %
Überfällig zwischen 30 und 90 Tagen 1 %
Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen 2 %
Überfällig mehr als 180 Tage 2 %
Gesamt 4,1 4,1

In den nachfolgenden Tabellen ist die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente der Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte sowie der Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen jeweils abzüglich der in der untenstehenden Tabelle des Ausfallrisikos genannten Beträge dargestellt.

Altersstrukturanalyse der Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente der Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (30.9.2024)

Brutto- buchwert (Mio. €) Einzelwertberichtigung Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste Netto- buchwert (Mio. €) Wertberichtigungsquoten
Nicht überfällig 184,9 12,9 170,2 1 %
Überfällig weniger als 30 Tage 0,9 0,9 1 %
Überfällig zwischen 30 und 90 Tagen 1 %
Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen 1 %
Überfällig mehr als 180 Tage 11,3 3,0 8,2 1 %
Gesamt 197,1 15,9 179,3 247

Altersstrukturanalyse der Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente der Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (30.9.2023)

Brutto- buchwert (Mio. €) Einzelwertberichtigung Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste Netto- buchwert (Mio. €) Wertberichtigungsquoten
Nicht überfällig 211,3 21,0 188,2 1 %
Überfällig weniger als 30 Tage 0,7 0,7 1 %
Überfällig zwischen 30 und 90 Tagen 1 %
Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen 0,1 0,1 1 %
Überfällig mehr als 180 Tage 13,3 5,2 8,0 1 %
Gesamt 225,4 26,2 197,0

Die Wertberichtigung auf Kreditforderungen und Ausleihungen entwickelte sich wie folgt:

Altersstrukturanalyse der Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente der Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen (30.9.2024)

Brutto- buchwert (Mio. €) Einzelwertberichtigung Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste Netto- buchwert (Mio. €)
Nicht überfällig 3,0 1,3 1,7
Überfällig weniger als 30 Tage
Überfällig zwischen 30 und 90 Tagen
Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen
Überfällig mehr als 180 Tage
Gesamt 3,0 1,3 1,7

Altersstrukturanalyse der Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente der Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen (30.9.2023)

Brutto- buchwert (Mio. €) Einzelwertberichtigung Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste Netto- buchwert (Mio. €)
Nicht überfällig 7,1 0,1 6,9
Überfällig weniger als 30 Tage
Überfällig zwischen 30 und 90 Tagen
Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen
Überfällig mehr als 180 Tage 1,2 1,2
Gesamt 8,3 1,3 6,9

Für die wesentlichen Einzelsachverhalte der folgenden Tabelle Ausfallrisiko auf Finanzinstrumente der Klassen Kreditforderungen und Ausleihungen, Sonstige Forderungen und Vermögenswerte und Sonstige finanzielle Vermögenswerte erfolgt der Ausweis anhand eines internen Ratings. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es einen Stufentransfer bei den dort aufgeführten Einzelsachverhalten von Stufe 3 in Stufe 2 in Höhe von 12,9 Mio. € (Vorjahr ein Transfer von Stufe 2 nach Stufe 3 in Höhe von 12,9 Mio. €).

Ausfallrisiko auf Finanzinstrumente der Klassen Kreditforderungen und Ausleihungen, Sonstige Forderungen und Vermögenswerte und Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Impairment- Rating (Stufe) Brutto- buchwert (Mio. €) Einzelwertberichtigung Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste Netto- buchwert (Mio. €) Brutto- buchwert (Mio. €) Einzelwertberichtigung Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste Netto- buchwert (Mio. €)
30.9.2024 30.9.2023
Finanzinstrumente mit nahestehenden Unternehmen
Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen 3 intern: Klasse 5 8,9 5,8 0,2 2,9 9,5 6,4
Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen 3 intern: Klasse 6 4,3 4,3 4,5 4,5
Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen 3 intern: Klasse 7 11,3 11,3 11,4 11,4
Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 3 intern: Klasse 7 0,9 0,9
Finanzinstrumente mit Hotels
Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen 1 intern: Klasse 5 9,6 1,3 8,3
Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen 2 intern: Klasse 5 29,6 2,0 27,6 17,0 1,1 15,9
Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen 3 intern: Klasse 5 12,9 12,9
Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1 intern: Klasse 5 7,6 0,5 7,1
Finanzinstrumente mit sonstigen Unternehmen
Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen 3 intern: Klasse 5 5,0 5,0 5,0 5,0
Klasse Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 extern 45,1 0,1 45,0 45,1 0,1 45,0
Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1 intern: Klasse 1 66,1 0,1 66,0
Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1 intern: Klasse 2 90,6 0,3 90,3 44,1 0,1 44,0
Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1 intern: Klasse 4 7,8 0,2 7,6 7,4 0,2 7,2
Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1 intern: Klasse 5 17,1 1,4 15,7 24,2 1,5 22,7
Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1 extern 488,0 0,8 487,2 378,2 0,5 377,7
Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 3 intern: Klasse 4 3,2 1,0 2,2 1,8 0,9 0,9
Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 3 extern 63,8 22,4 41,4

Soweit das Ausfallrisiko lediglich aufgrund von Informationen zur Überfälligkeit bestimmt werden kann, sind die Informationen in den obenstehenden Tabellen zur Altersstrukturanalyse der Klassen Kreditforderungen und Ausleihungen sowie der Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte enthalten. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Sonstigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 53,4 Mio. € (Vorjahr 48,6 Mio. €) handelt es sich um kurzfristige Geldanlagen bei Banken. Die Anlagen mit einem Bruttobetrag von 53,6 Mio. € (Vorjahr 48,7 Mio. €) sind in voller Höhe nicht überfällig und wurden lediglich im Rahmen der Risikovorsorge in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €) wertberichtigt. Im Geschäftsjahr 2024 ergaben sich Zahlungszuflüsse aus wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen in Höhe von 2,5 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. € Zahlungszuflüsse).

In den nachfolgenden Tabellen erfolgt eine Überleitung der Risikovorsorge für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden und deren Risikovorsorge sich nach dem vereinfachten Wertminderungsmodell sowie dem allgemeinen Wertminderungsmodell ermittelt.

Veränderung der Risikovorsorge für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte der Klassen Kreditforderungen und Ausleihungen, Sonstige Forderungen und Vermögenswerte und Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Stufe 1 (nicht wertgemindert) Mio. € Stufe 2 (wertgemindert) Mio. € Stufe 3 (wertgemindert) Mio. € Gesamt ECL Mio. €
Risikovorsorge zum 1.10.2022 6,6 3,3 41,0 50,9
Zugang Wertberichtigungen auf neu ausgereichte / erworbene finanzielle Vermögenswerte 2,3 2,3
Transfer in Stufe 3 – Gesamt-ECL (wertgemindert) 1,5 1,5
Während der Periode ausgebuchte nicht benötigte Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte und Inanspruchnahme Wertberichtigungen 1,4 0,8 3,1
Herausnahme der Einzelwertberichtigung 39,0 39,0
Änderung der Modelle, Risikoparameter 1,4 1,4
Risikovorsorge zum 30.9.2023 6,1 1,0 0,4 7,5
Risikovorsorge zum 1.10.2023 6,1 1,0 0,4 7,5
Zugang Wertberichtigungen auf neu ausgereichte / erworbene finanzielle Vermögenswerte 1,5 0,9 2,4
Während der Periode ausgebuchte nicht benötigte Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte und Inanspruchnahme Wertberichtigungen 2,3 0,1
Risikovorsorge zum 30.9.2024 5,3 1,9 0,3 7,5

Die Risikovorsorge für die Klasse Sonstige Forderungen und Vermögenswerte beläuft sich zum 30. September 2024 auf 5,1 Mio. € (Vorjahr 4,6 Mio. €).## Veränderung der Risikovorsorge für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte der Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Gesamtlaufzeit- ECL, Mio. € vereinfachter Ansatz Risikovorsorge zum 1.10.2022 Währungsumrechnungsdifferenzen Während der Periode ausgebuchte nicht benötigte Wertberichtigungen zu finanziellen Vermögenswerten Inanspruchnahme Wertberichtigungen Herausnahme der Einzelwertberichtigung Änderung der Modelle, Risikoparameter Risikovorsorge zum 30.9.2023 Risikovorsorge zum 1.10.2023 Zugang Wertberichtigungen auf neu ausgereichte / erworbene finanzielle Vermögenswerte Inanspruchnahme Wertberichtigungen Risikovorsorge zum 30.9.2024
250 INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG 175 Konzernabschluss 180 Konzernanhang 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 199
59,5 – 0,3 – 9,4 – 4,8 – 41,9 – 1,0 2,1 2,1 2,0 – 0,3 3,8

Veränderung der Risikovorsorge für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte der Klasse Leasingforderungen

Gesamtlaufzeit- ECL, Mio. € vereinfachter Ansatz Risikovorsorge zum 1.10.2022 Während der Periode ausgebuchte nicht benötigte Wertberichtigungen zu finanziellen Vermögenswerten und Inanspruchnahme Wertberichtigungen Risikovorsorge zum 30.9.2023 Risikovorsorge zum 1.10.2023 Während der Periode ausgebuchte nicht benötigte Wertberichtigungen zu finanziellen Vermögenswerten und Inanspruchnahme Wertberichtigungen Risikovorsorge zum 30.9.2024
0,2 – 0,2

In den nachfolgenden Tabellen erfolgt eine Überleitung der Bruttobuchwerte für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden:

Veränderung der Bruttobuchwerte der Klasse Kreditforderungen und Ausleihungen

Mio. € Stufe 1 12-Monats- ECL Stufe 2 Gesamtlaufzeit- ECL (nicht wert gemindert) Stufe 3 Gesamtlaufzeit- ECL (wert- gemindert) Gesamt
Bruttobuchwerte zum 1.10.2022 39,9 30,0 27,4 97,3
Zugänge von Vermögenswerten 1,5 17,7 5,7 24,9
Abgänge von Vermögenswerten – 25,5 – 17,2 – 1,4 – 44,1
Transfer in die wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte (Stufe 3) 12,9 12,9
Bruttobuchwerte zum 30.9.2023 15,9 17,6 44,6 78,1
Bruttobuchwerte zum 1.10.2023 15,9 17,6 44,6 78,1
Zugänge von Vermögenswerten 1,1 2,7 3,8
Abgänge von Vermögenswerten – 15,4 – 0,9 – 3,5 – 19,8
Transfer in den Lifetime-Expected Loss (Stufe 2) 12,9 12,9
Bruttobuchwerte zum 30.9.2024 1,6 29,6 30,9 62,1

Es ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen bzw. Modifikationen. Es erfolgte ein Transfer in Höhe von 12,9 Mio. € von Stufe 3 in Stufe 2 (Vorjahr ein Transfer von Stufe 2 in Stufe 3: 12,9 Mio. €).

Veränderung der Bruttobuchwerte der Klassen Sonstige Forderungen und Vermögenswerte und Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Mio. € Stufe 1 12-Monats- ECL Stufe 2 Gesamt laufzeit- ECL (nicht wert gemindert) Stufe 3 Gesamt laufzeit- ECL (wert- gemindert) Gesamt
Bruttobuchwerte zum 1.10.2022 722,0 52,1 774,1
Zugänge von Vermögenswerten 679,8 0,5 57,5 737,8
Abgänge von Vermögenswerten – 673,7 41,4 – 715,1
Transfer in die wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte (Stufe 3)
Bruttobuchwerte zum 30.9.2023 728,1 0,5 68,2 796,8
Bruttobuchwerte zum 1.10.2023 728,1 0,5 68,2 796,8
Zugänge von Vermögenswerten 751,6 0,1 19,9 771,6
Abgänge von Vermögenswerten – 634,3 – 0,5 – 4,8 – 639,6
Bruttobuchwerte zum 30.9.2024 845,4 0,1 83,3 928,8

Es ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen bzw. Modifikationen. Es erfolgten keine Transfers zwischen den Stufen 1 bis 3 (Vorjahr kein Transfer). Zum Zeitpunkt des Zugangs waren keine neu ausgereichten oder erworbenen Instrumente wertgemindert.

251

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

175 Konzernabschluss

180 Konzernanhang

180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

199 Segmentberichterstattung

203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

210 Erläuterungen zur Konzernbilanz

265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

266 Sonstige Erläuterungen

276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung

285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Veränderung der Bruttobuchwerte der Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Gesamtlaufzeit- ECL, Mio. € verein fachter Ansatz Bruttobuchwerte zum 1.10.2022 Zugänge von Vermögenswerten Abgänge von Vermögenswerten Bruttobuchwerte zum 30.9.2023 Bruttobuchwerte zum 1.10.2023 Zugänge von Vermögenswerten Abgänge von Vermögenswerten Bruttobuchwerte zum 30.9.2024
458,7 461,3 – 458,7 461,3 461,3 454,6 – 461,3 454,6

Veränderung der Bruttobuchwerte der Klasse Leasingforderungen

Gesamtlaufzeit- ECL, Mio. € verein fachter Ansatz Bruttobuchwerte zum 1.10.2022 Zugänge von Vermögenswerten Abgänge von Vermögenswerten Bruttobuchwerte zum 30.9.2023 Bruttobuchwerte zum 1.10.2023 Zugänge von Vermögenswerten Abgänge von Vermögenswerten Bruttobuchwerte zum 30.9.2024
9,8 4,1 – 9,8 4,1 4,1 0,8 – 4,1 0,8

LIQUIDITÄTSRISIKO

Liquiditätsrisiken bestehen in möglichen finanziellen Engpässen und dadurch verursachten erhöhten Refinan- zierungskosten. Vor dem Hintergrund der Zielsetzung der jederzeitigen Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und der steten Erfüllung vertraglicher Zahlungsverpflichtungen sowie zur Vermeidung von finanziellen Engpässen ist ein TUI-internes Liquiditätsmanagement etabliert. Hierzu nutzt das Liquiditätsmanagement des TUI Konzerns die Möglichkeiten des physischen und virtuellen Cash Pooling zur effizienteren Liquiditätsbündelung. Darüber hinaus werden Kreditlinien genutzt, um die aus dem touristischen Geschäft resultierenden saisonalen Schwan- kungen des Liquiditätsbestands zu kompensieren; Kernstück der Kreditlinien ist eine mit den bisherigen Konsor- tialbanken und der aufgrund der COVID-19-Pandemie 2020 hinzugekommenen KfW vereinbarte revolvierende Kreditfazilität, deren Höhe mittlerweile auf insgesamt 1,7 Mrd. € reduziert ist. Es wurden wie im Vorjahr keine nennenswerten Vermögenswerte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten hinter- legt. Darüber hinaus haften die teilnehmenden Konzerngesellschaften gesamtschuldnerisch für finanzielle Verbindlichkeiten im Rahmen des automatisierten Cash Pooling. Zum Bilanzstichtag haften 19 Gesellschaften der TUI Group gesamtschuldnerisch für die Finanzschulden der TUI AG aus der revolvierenden Kreditfazilität sowie des Schuldscheindarlehens. In die nachfolgende Analyse der vertraglich vereinbarten (nicht diskontierten) Zahlungsströme wurden alle zum Bilanzstichtag bestehenden originären finanziellen Verbindlichkeiten einbezogen. Planzahlungen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Sofern finanzielle Verbindlichkeiten variabel verzinst sind, wurden zur Ermittlung der zukünftigen Zinszahlungen die am Bilanzstichtag maßgeblichen Forward-Zinssätze verwendet. Jederzeit kündbare finanzielle Verbindlichkeiten werden dem frühesten Laufzeitband zugeordnet. In der Analyse der Zahlungsströme aus derivativen Finanzinstrumenten wurden für Fremdwährungssicherungen und Absicherung von Preisrisiken die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsströme nach Fälligkeit aller zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten einbezogen.

Zahlungsströme Finanzinstrumente – Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten (30.9.2024)

Mio. € Mittelabflüsse bis 30.9. Bis 1 Jahr 1 – 2 Jahre 2 – 5 Jahre Über 5 Jahre
Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
Finanzschulden
Wandelanleihen – 4,4 – 15,4 15,4
Anleihe – 1,3 – 29,4 29,4
Verbindlich keiten gegenüber Kreditinstituten – 348,7 – 40,0 – 114,3 – 27,1 – 266,0
Sonstige Finanz schulden – 4,4 – 0,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 3.393,2
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten – 125,1 – 0,2 – 30,7 – 2,2 – 12,6
Leasingverbindlichkeiten – 582,4 – 117,4 – 510,1 – 95,5 – 1.037,5

252

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

175 Konzernabschluss

180 Konzernanhang

180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

199 Segmentberichterstattung

203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

210 Erläuterungen zur Konzernbilanz

265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

266 Sonstige Erläuterungen# Versicherung der gesetzlichen Vertreter 277

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 283

Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 285

Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Zahlungsströme Finanzinstrumente – Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten (30.9.2023)

Bis 1 Jahr 1 – 2 Jahre 2 – 5 Jahre Über 5 Jahre
Mio. € Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
Finanzschulden
Wandelanleihen 29,5
Anleihen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 69,9 31,9
Sonstige Finanzschulden 15,0 1,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.373,7
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 121,9 1,6
Leasingverbindlichkeiten 701,2 128,6

Zahlungsströme derivativer Finanzinstrumente (30.9.2024)

Mio. € Bis 1 Jahr 1 – 2 Jahre 2 – 5 Jahre Über 5 Jahre
Derivative Finanzinstrumente
Sicherungsgeschäfte – Zuflüsse + 6.539,9 991,7 5,8
Sicherungsgeschäfte – Abflüsse – – 6.920,0 – 1.026,8 – 5,6
Sonstige derivative Finanzinstrumente – Zuflüsse + 2.927,6 6,1
Sonstige derivative Finanzinstrumente – Abflüsse – – 3.001,7 – 6,1

Zahlungsströme derivativer Finanzinstrumente (30.9.2023)

Mio. € Bis 1 Jahr 1 – 2 Jahre 2 – 5 Jahre Über 5 Jahre
Derivative Finanzinstrumente
Sicherungsgeschäfte – Zuflüsse + 1.604,5 133,5
Sicherungsgeschäfte – Abflüsse – – 1.638,4 – 136,2
Sonstige derivative Finanzinstrumente – Zuflüsse + 1.294,1
Sonstige derivative Finanzinstrumente – Abflüsse – – 1.308,7

Unter den als sonstige derivative Finanzinstrumente aufgeführten derivativen Finanzinstrumenten werden Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 ausgewiesen. Zu der Sicherungsstrategie und dem Risikomanagement siehe auch die Ausführungen im Abschnitt „Risikobericht“ des Lageberichts.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND SICHERUNGSGESCHÄFTE

STRATEGIE UND ZIELE

Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten ist gemäß den Ausführungsbestimmungen des TUI Konzerns erlaubt, wenn ihnen bilanzierte Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, vertragliche Ansprüche oder Verpflichtungen (Firm Commitments) bzw. geplante Transaktionen (Forecast Transactions) zugrunde liegen. Dabei wird die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen seit dem 1. April 2024 nach den Regelungen des IFRS 9 insbesondere im Rahmen der Sicherung von geplanten Transaktionen angewandt. Bis zum 31. März 2024 kamen die Regelungen des IAS 39 zur Anwendung.

Sicherungsbeziehungen bestanden im Berichtsjahr zur Absicherung von Zahlungsströmen. Zur Begrenzung der Währungs-, Zins- und Treibstoffpreisrisiken können derivative Finanzinstrumente in Form von Festpreis- und Optionsgeschäften sowie strukturierten Produkten eingesetzt werden.

Die COVID-19-Pandemie hat sich in hohem Maße auf den Geschäftsbetrieb der TUI ausgewirkt, in diesem Zusammenhang stiegen die Kreditrisikoprämien der TUI deutlich an. Das stark angestiegene Kreditrisiko der TUI hatte direkte Auswirkungen auf die Effektivität der Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 und explizit auf den retrospektiven Effektivitätstest, da bei der Berechnung der retrospektiven Effektivität das Kreditrisiko im mit der Gegenpartei abgeschlossenen Derivat zwar enthalten ist, im hypothetischen Derivat hingegen nicht. Infolgedessen mussten Sicherungsbeziehungen im Bereich der Treibstoffpreissicherung, der Zinsen und der Fremdwährungssicherung beendet werden, da diese nicht mehr die Effektivitätsanforderungen des IAS 39 erfüllten. Alle zukünftigen Wertänderungen dieser de-designierten Sicherungsinstrumente werden ab dem Zeitpunkt der Beendigung des Cash Flow Hedge Accounting ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzkosten beziehungsweise bei Zinssicherungen im Finanzergebnis erfasst und als sonstige derivative Finanzinstrumente bilanziert.

Mit Einführung des IFRS 9 kann die Effektivität unter anderem auf Basis eines wirtschaftlichen Zusammen- hangs beurteilt werden. Die unter IAS 39 erfolgten De-Designationen werden unverändert bis zum Eintritt des Grundgeschäfts bzw. bis zur Fälligkeit des Sicherungsinstruments fortgeführt. Zum 30. September 2024 sind nur noch Zinssicherungsgeschäfte im Bestand, die aus dem Hedge Accounting im Rahmen der COVID-19 Pandemie de-designiert werden mussten. Sicherungsinstrumente für Devisen und Treibstoffe, bei denen eine vorzeitige Reklassifizierung aufgrund einer nicht ausreichenden retrospektiven Effektivität der Sicherungsbeziehung erforderlich gewesen ist, sind ausgelaufen. Der Fair Value der reklassifizierten Zinssicherungen beträgt zum 30. September 2024 0,8 Mio. € bei einem Nominalvolumen von 46,0 Mio. € (Vorjahr 2,5 Mio. € bei einem Nominalvolumen von 46,0 Mio. €). Im Vorjahr betrug der beizulegende Zeitwert für Treibstoffpreissicherungen, die aufgrund einer nicht ausreichenden Effektivität de-designiert wurden, 3,5 Mio. €

253

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Konzernabschluss 175

Konzernanhang 180

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 180

Segmentberichterstattung 199

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 203

Erläuterungen zur Konzernbilanz 210

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 265

Sonstige Erläuterungen 266

Versicherung der gesetzlichen Vertreter 276

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 277

Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 283

Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen 285

bei einem Nominalvolumen von 10,3 Mio. € und für Währungssicherungen 0,3 Mio. € bei einem Nominalvolumen von 2,4 Mio. €.

SICHERUNGSGESCHÄFTE ZUR ABSICHERUNG VON ZUKÜNFTIGEN ZAHLUNGSSTRÖMEN

Zum 30. September 2024 bestanden Sicherungsgeschäfte in bilanziellen Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 zur Absicherung von Zahlungsströmen in Fremdwährung mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren (Vorjahr bis zu zwei Jahre). Die Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte in bilanziellen Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 zur Absicherung von Preisrisiken bei Treibstoffen betragen bis zu zwei Jahre (Vorjahr bis zu zwei Jahre). Sicherungsgeschäfte in bilanziellen Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 zur Absicherung von variablen Zinszahlungsverpflichtungen sind aktuell nicht im Bestand (Vorjahr keine). Die Auswirkungen auf das Periodenergebnis aus der Realisierung von Derivaten, die in bilanzielle Sicherungsbeziehungen designiert wurden, erfolgt zum Zeitpunkt des Eintritts des Grundgeschäfts.

Nominalwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente 30.9.2024

Restlaufzeit Bis 1 Jahr Über 1 Jahr Gesamt Durchschnittlicher Sicherungs-kurs / -preis
Mio. €
Währungsinstrumente
Termingeschäfte 6.628,4 1.444,2 8.072,6
Termingeschäfte EUR / GBP 2.572,1 328,7 2.900,8 1,1526
Termingeschäfte EUR / USD 1.225,7 517,1 1.742,8 0,9053
Termingeschäfte GBP / USD 1.745,9 444,0 2.189,9 0,7902
Termingeschäfte EUR / SEK 242,7 87,0 329,7 0,0875
Sonstige Währungen 842,0 67,4 909,4
Wareninstrumente
Swaps 963,4 228,2 1.191,6
Flugzeugtreibstoffe 915,5 216,4 1.131,9 712,80
Schiffstreibstoffe 47,9 11,8 59,7 548,44
Sonstige Treibstoffe
Sonstige derivative Finanzinstrumente* 3.819,5 51,9 3.871,4
* Einschließlich eingebetteter Derivate

Nominalwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente 30.9.2023

Restlaufzeit Bis 1 Jahr Über 1 Jahr Gesamt Durchschnittlicher Sicherungs-kurs / -preis
Mio. €
Währungsinstrumente
Termingeschäfte 5.798,5 554,1 6.352,6
Termingeschäfte EUR / GBP 2.267,6 173,6 2.441,2 1,1380
Termingeschäfte EUR / USD 1.086,1 114,3 1.200,4 0,9081
Termingeschäfte GBP / USD 1.646,5 182,2 1.828,7 0,7982
Termingeschäfte EUR / SEK 235,3 50,3 285,6 0,0859
Sonstige Währungen 563,0 33,7 596,7
Wareninstrumente
Swaps 779,5 25,7 805,2
Flugzeugtreibstoffe 732,7 20,7 753,4 737,29
Schiffstreibstoffe 46,8 5,0 51,8 530,08
Sonstige Treibstoffe
Sonstige derivative Finanzinstrumente 3.356,6 46,0 3.402,6

Unter den sonstigen derivativen Finanzinstrumenten sind die Nominalwerte der derivativen Finanzinstrumente, die nicht für das Hedge Accounting designiert sind, dargestellt.

Der TUI Konzern schließt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zu Sicherungszwecken ab. In Abhängigkeit von der Art des abgesicherten Grundgeschäfts wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, für die Sicherungsbeziehung Hedge Accounting nach IFRS 9 anzuwenden. Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller den Geschäften zugrunde liegenden Kauf- und Verkaufbeträge bzw. den jeweiligen Kontraktwerten der Geschäfte. Zur Absicherung der Risiken schwankender zukünftiger Zahlungsströme aus Fremdwährungen, Zinsen und Treibstoffpreisen werden im TUI Konzern regelmäßig Sicherungsinstrumente abgeschlossen. Die kumulierten Wertänderungen der hochwahrscheinlich geplanten Transaktionen, d. h. die Grundgeschäfte, werden zur Bestimmung der ineffektiven Anteile von Sicherungsinstrumenten, die als Cash Flow Hedges designiert werden, herangezogen. Bei der Designation von Cash Flow Hedges wird bei Devisentermingeschäften zum Teil das Terminelement nicht als Sicherungsinstrument in das Hedge Accounting designiert. Für Devisentermingeschäfte, die ab dem 1. April 2024 abgeschlossen und als Cash Flow Hedges bilanziert werden, wird die Terminkomponente in der Cost-of-Hedging-Rücklage aufgeführt und in den relevanten Tabellen entsprechend ausgewiesen. Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 werden in sämtlichen relevanten Tabellen separat unter den sonstigen derivativen Finanzinstrumenten aufgeführt.# INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG
    • 175 Konzernabschluss
    • 180 Konzernanhang
      • 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
      • 199 Segmentberichterstattung
      • 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
      • 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
      • 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
      • 266 Sonstige Erläuterungen
    • 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
    • 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
    • 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
    • 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Angaben zu Grundgeschäften von Cash Flow Hedges 30.9.2024

Hedging-Kosten der Cost-of-Rücklage für Cash Flow Hedges Mio. € Stand der Hedging-Rücklage aktiver Cash Flow Hedges Stand der Änderungen zur Ermittlung von Ineffektivi- täten Fair-Value von beendeter Cash Flow Hedges Absicherung des Zinsrisikos Absicherung des Währungsrisikos Absicherung des Treibstoffpreisrisikos Sicherungsgeschäfte Gesamt
11,8 232,7 119,0 351,7 351,7
239,2
5,7 11,8 5,7 5,7 5,7
11,3 23,1

Angaben zu Grundgeschäften von Cash Flow Hedges 30.9.2023

Hedging- Kosten der Cost-of-Rücklage für Cash Flow Hedges Mio. € Stand der Hedging-Rücklage aktiver Cash Flow Hedges Stand der Änderungen zur Ermittlung von Ineffektivi- täten Fair-Value von beendeter Cash Flow Hedges Absicherung des Zinsrisikos Absicherung des Währungsrisikos Absicherung des Treibstoffpreisrisikos Sicherungsgeschäfte Gesamt
13,2 78,3 78,7 13,2
18,1 152,6 132,0 18,1
4,9 230,9 210,7 4,9

Bei der Bilanzierung von als Cash Flow Hedge designierten Sicherungsgeschäften sind die effektiven Anteile der Sicherungsbeziehungen erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis auszuweisen. Alle darüber hinausgehenden Änderungen der Marktwerte der designierten Komponenten werden als Ineffektivitäten erfolgswirksam in den Umsatzkosten erfasst.

Nachfolgend wird die Entwicklung des sonstigen Ergebnisses im Geschäftsjahr 2024 dargestellt.

Entwicklung des sonstigen Ergebnisses

30.9.2024 30.9.2023
Zinsrisiko Währungsrisiko Treibstoff- preisrisiko Gesamt
Hedging- Rücklage Hedging- Rücklage Mio. €
Stand am 1.10.2023 / 1.10.2022 13,2 78,7 150,1
Klassifizierung in die Cash-Flow-Hedge-Rücklage 5,5 376,3
Aufgrund von Marktwertänderungen von Neugeschäft 245,5 5,7
Aufgrund von Marktwertänderungen im abgeschlossenen Geschäftsjahr 5,5 130,8
Reklassifizierung aus der Cash-Flow-Hedge-Rücklage in die GuV 6,9 58,4
Aufgrund vorzeitiger Beendigung der Sicherungsbeziehung 7,0
Aufgrund der Realisierung des Grundgeschäfts 6,9 51,4
Stand am 30.9.2024 / 30.9.2023 11,8 239,2

Die Tabelle „Entwicklung des sonstigen Ergebnisses“ zeigt die Veränderungen inklusive Fremdwährungseffekte und ist daher nicht direkt mit der Gesamtergebnisrechnung abstimmbar.

Aus Fremdwährungssicherungen und derivativen Finanzinstrumenten zur Absicherung von Treibstoffpreisrisiken wurde im Berichtszeitraum ein Ertrag in Höhe von 35,8 Mio. € (Vorjahr Aufwand in Höhe von 44,1 Mio. €) in den Umsatzkosten erfasst. Aus Zinssicherungsgeschäften resultiert ein Aufwand in Höhe von 6,9 Mio. € (Vorjahr Aufwand in Höhe von 17,4 Mio. €), der im Zinsergebnis ausgewiesen wird.

Die ergebniswirksame Erfassung der Aufwände respektive Erträge aus den Sicherungsgeschäften erfolgt bei Eintritt der korrespondierenden Grundgeschäfte durch Reklassifizierung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung.

Aus dem ineffektiven Anteil der Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Zahlungsströmen wurde ein Aufwand in Höhe von 22,3 Mio. € (Vorjahr Ertrag in Höhe von 1,0 Mio. €) erfasst.

BEIZULEGENDE ZEITWERTE DER DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTE

Die beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten entsprechen grundsätzlich dem Marktwert. Der für alle derivativen Finanzinstrumente ermittelte Marktpreis ist der Preis, der im Zuge eines geordneten Geschäftsvorfalls unter Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts vereinnahmt werden könnte bzw. bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen wäre.

Eine Beschreibung der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt im Rahmen der Darstellung der Einstufung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente.

Positive und negative Zeitwerte der als Forderungen bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesenen derivativen Finanzinstrumente

30.9.2024 30.9.2023
Forderungen Verbindlich- keiten
designiert
Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Zahlungsströmen
für Währungsrisiken 9,5 250,8
für andere Treibstoffpreisrisiken 0,2 132,6
für Zinsrisiken
Sicherungsgeschäfte 9,7 383,4
Sonstige derivative Finanzinstrumente * 21,1 76,0
Gesamt 30,8 459,4

* Einschließlich eingebetteter Derivate Finanzinstrumente, die zwar nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zur Risikoposition abgeschlossen werden, jedoch nicht die Anforderungen des IFRS 9 für die Bildung von bilanziellen Sicherungszusammenhängen erfüllen, werden analog zu Sicherungsinstrumenten, die freiwillig nicht im Hedge Accounting designiert sind, als sonstige derivative Finanzinstrumente ausgewiesen. Hierzu zählen insbesondere Fremdwährungsgeschäfte, die abgeschlossen wurden, um wechselkursinduzierte Wertänderungen von Bilanzposten und Wechselkursschwankungen aus zukünftigen touristischen Aufwendungen abzusichern.

FINANZINSTRUMENTE – ZUSÄTZLICHE ANGABEN BUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTE

Existiert für ein Finanzinstrument ein aktiver Markt, vor allem für Aktien und begebene Anleihen, stellt diese Notierung den Markt- oder Börsenpreis am Abschlussstichtag dar.

Für nicht börsennotierte Anleihen, Fremdkapitalkomponenten von Options- und Wandelanleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuld­scheindarlehen und sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten wird der beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme unter Berücksichtigung von Zinsstrukturkurven und des jeweils bonitätsabhängigen Kreditrisikoaufschlags (Credit Spread) ermittelt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde analog zur Vorperiode auch bei kurzfristigen sonstigen Forderungen und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte unter Berücksichtigung von Zinsstrukturkurven und des jeweils bonitätsabhängigen Kreditrisikoaufschlags (Credit Spread) ermittelt. Durch dieses Vorgehen wurde die Annahme, dass der Buchwert aufgrund der kurzen Rest­laufzeit näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht, den aktuellen Marktgegebenheiten angepasst.

Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, von langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie von sonstigen finanziellen Ver­mögenswerten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, die markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.

Bei Finanzmitteln, kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert aufgrund der kurzen Rest­laufzeit näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.# INHALT
DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungsansätzen des IFRS 9 zum 30.9.2024

Finanz instrumente Mio. € Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 Buchwert Bilanz Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert – erfolgs neutral ohne Recycling Beizulegender Zeitwert – erfolgs neutral mit Recycling Beizulegender Zeitwert – erfolgs wirksam
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
davon Instrumente im Anwendungsbereich des IFRS 9 1.276,6 1.276,6 1.261,1
davon Instrumente im Anwendungsbereich des IFRS 16 0,8 0,9
Derivative Finanz instrumente Sicherungsgeschäfte 9,7 9,7 9,7
Sonstige derivative Finanzinstrumente * 21,1 21,1 21,1
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 64,6 53,4 10,3 0,9 61,8
Finanzmittel 2.848,2 1.894,7 953,5 2.848,2
Passiva
Finanzschulden 1.902,4 1.902,4 1.914,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.393,2 3.393,2 3.393,2
Derivative Finanz instrumente Sicherungsgeschäfte 383,4 383,4 383,4
Sonstige derivative Finanzinstrumente 76,0 76,0 76,0
Sonstige finanzielle Verbindlich keiten 168,4 168,4 169,7
* Einschließlich eingebetteter Derivate

258

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DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
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175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungsansätzen des IFRS 9 zum 30.9.2023

Finanz instrumente Mio. € Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 Buchwert Bilanz Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert – erfolgs neutral ohne Recycling Beizulegender Zeitwert – erfolgs neutral mit Recycling Beizulegender Zeitwert – erfolgs wirksam
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
davon Instrumente im Anwendungsbereich des IFRS 9 1.161,0 1.122,6 38,9 1.153,0
davon Instrumente im Anwendungsbereich des IFRS 16 4,1 4,4
Derivative Finanz instrumente Sicherungsgeschäfte 236,4 236,4 236,4
Sonstige derivative Finanzinstrumente 32,1 32,1 32,1
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 59,4 48,6 9,9 0,9 57,3
Finanzmittel 2.060,3 1.588,3 472,2 2.060,5
Passiva
Finanzschulden 1.297,0 1.297,0 1.120,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.373,7 3.374,7 3.374,7
Derivative Finanz instrumente Sicherungsgeschäfte 25,9 25,9 25,9
Sonstige derivative Finanzinstrumente 11,1 11,1 11,1
Sonstige finanzielle Verbindlich keiten 124,4 124,4 124,4

Die in den vorangegangenen Tabellen in der Spalte „Buchwert Bilanz“ (wie in der Bilanz ausgewiesen) ausge- wiesen Beträge können sich von denen in den anderen Spalten einer bestimmten Zeile unterscheiden, da letztere alle Finanzinstrumente enthalten. Das heißt, dass die letzteren Spalten Finanzinstrumente enthalten, die Teil der Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 sind. In der Bilanz werden Finanzinstrumente, die Teil einer Veräußerungsgruppe sind, in separaten Posten ausgewiesen. Sofern solche Finanzinstrumente enthalten sind, werden weitere Einzelheiten zu diesen Finanzinstrumenten in den Abschnitten „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ und „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“ erläutert.

Bei den erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Instrumenten innerhalb der Klasse sonstige finanzielle Vermögenswerte handelt es sich um für mittel- bis langfristige strategische Zielsetzungen gehaltene Beteiligungen. Eine Erfassung aller kurzfristigen Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts in der Gewinn- und Verlustrechnung würde nicht im Einklang mit der Strategie des Konzerns stehen, sodass eine Designation dieser Eigenkapitalinstrumente zu der Kategorie „Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ erfolgte.

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175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Aggregation nach Bewertungskategorien des IFRS 9 zum 30.9.2024

Finanz instrumente, Mio. € Buchwert gesamt Beizulegender Zeitwert
Finanzielle Vermögenswerte
zu fortgeführten Anschaffungskosten 3.224,7 3.211,5
zum beizulegenden Zeitwert – erfolgsneutral ohne Recycling 10,3 10,3
zum beizulegenden Zeitwert – erfolgswirksam 975,5 975,5
Finanzielle Verbindlichkeiten
zu fortgeführten Anschaffungskosten 5.464,0 5.477,5
zum beizulegenden Zeitwert – erfolgswirksam 76,0 76,0

Aggregation nach Bewertungskategorien des IFRS 9 zum 30.9.2023

Finanz instrumente, Mio. € Buchwert gesamt Beizulegender Zeitwert
Finanzielle Vermögenswerte
zu fortgeführten Anschaffungskosten 2.759,5 3.221,1
zum beizulegenden Zeitwert – erfolgsneutral ohne Recycling 9,9 9,9
zum beizulegenden Zeitwert – erfolgswirksam 544,1 544,1
Finanzielle Verbindlichkeiten
zu fortgeführten Anschaffungskosten 4.796,1 4.619,2
zum beizulegenden Zeitwert – erfolgswirksam 11,1 11,1

BEWERTUNG ZUM FAIR VALUE

Die folgende Übersicht stellt die beizulegenden Zeitwerte der wiederkehrend, nicht wiederkehrend und sonstigen zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente entsprechend dem zugrunde liegenden Bewertungslevel dar. Die einzelnen Bewertungslevel sind entsprechend den Inputfaktoren wie folgt definiert:

  • Level 1: quotierte (nicht angepasste) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
  • Level 2: Inputfaktoren für die Bewertung sind andere als die in Level 1 genannten Marktpreisnotierungen, die entweder direkt (als Marktpreisnotierung) oder indirekt (von Marktpreisnotierungen ableitbar) für den Vermögenswert oder die Schuld am Markt beobachtbar sind.
  • Level 3: Inputfaktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Schuld basieren nicht auf beobacht- baren Marktdaten.

Einstufung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente zum 30.9.2024

Fair-Value-Hierarchie Mio. € Gesamt Level 1 Level 2 Level 3
Aktiva
Sonstige Forderungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 11,2 11,2
Derivative Finanzinstrumente Sicherungsgeschäfte 9,7 9,7
Sonstige derivative Finanzinstrumente * 21,1 21,1
Finanzmittel 953,5 953,5
Passiva
Derivative Finanzinstrumente Sicherungsgeschäfte 383,4 383,4
Sonstige derivative Finanzinstrumente 76,0 76,0
* Einschließlich eingebetteter Derivate

Einstufung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente zum 30.9.2023

Fair-Value-Hierarchie Mio. € Gesamt Level 1 Level 2 Level 3
Aktiva
Sonstige Forderungen 38,9 38,9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 10,8 10,8
Derivative Finanzinstrumente Sicherungsgeschäfte 236,4 236,4
Sonstige derivative Finanzinstrumente 32,1 32,1
Finanzmittel 472,2 472,2
Passiva
Derivative Finanzinstrumente Sicherungsgeschäfte 25,9 25,9
Sonstige derivative Finanzinstrumente 11,1 11,1

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175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Es wird zum Ende jeder Berichtsperiode geprüft, ob es Gründe für eine Umgliederung in ein oder aus einem Bewertungslevel gibt. Grundsätzlich werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten von Level 1 in Level 2 umgegliedert, wenn die Liquidität und die Handelsaktivität nicht mehr länger auf einen aktiven Markt schließen lassen. Dies gilt entsprechend umgekehrt für etwaige Übertragungen von Level 2 in Level 1. Im Berichtszeitraum fanden keine Übertragungen zwischen Level 1 und Level 2 statt. Umgliederungen aus Level 3 in Level 2 oder Level 1 werden vorgenommen, sobald beobachtbare Marktpreis- notierungen für den betroffenen Vermögenswert oder die Schuld verfügbar werden. Es gab im aktuellen Geschäftsjahr keine Übertragungen aus der oder in die Bewertungsstufe Level 3.# BEWERTUNGSPROZESS

TUI erfasst Übertragungen in und aus Level 3 an dem Tag des Ereignisses oder des Anlasses, der die Übertragung verursacht hat.

FINANZINSTRUMENTE IN LEVEL 1

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die ein aktiver Markt verfügbar ist, basiert auf der Marktpreisnotierung am Abschlussstichtag. Ein aktiver Markt ist vorhanden, wenn Preisnotierungen von einer Börse, Händlern, Maklern, Preisdienstleistern oder Regulierungsbehörden leicht und regelmäßig verfügbar sind und diese Preise tatsächliche und regelmäßig stattfindende Markttransaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern wiedergeben. Diese Finanzinstrumente werden dem Level 1 zugeordnet.

Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen am Abschlussstichtag. Die Finanzinstrumente des Level 1 beinhalten zum 30. September 2024 ausschließlich zum beizulegenden Zeitwert bewertete Anteile an Geldmarktfonds.

FINANZINSTRUMENTE IN LEVEL 2

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden, zum Beispiel Over-the-Counter-Derivate (OTC-Derivate), werden mittels spezifischer Bewertungstechniken bestimmt. Diese Bewertungstechniken maximieren die Verwendung von beobachtbaren Marktdaten und beruhen so wenig wie möglich auf konzernspezifischen Annahmen. Wenn alle wesentlichen Inputfaktoren zur Zeitwert - bestimmung eines Instruments beobachtbar sind, wird das Instrument dem Level 2 zugeordnet. Wenn einer oder mehrere der wesentlichen Inputfaktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, wird das Instrument dem Level 3 zugeordnet.

Als spezifische Bewertungstechniken zur Bewertung von Finanzinstrumenten werden eingesetzt:

  • Für nicht börsennotierte Anleihen, Fremdkapitalkomponenten von Options- und Wandelanleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen und sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten sowie bei kurzfristigen sonstigen Forderungen, kurzfristigen Finanzschulden und langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird der beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme unter Berücksichtigung von beobachtbaren Zinsstrukturkurven und des jeweils bonitätsabhängigen Kreditrisikoaufschlags (Credit Spread) ermittelt.
  • Bei nicht börsengehandelten Derivaten (einschließlich eingebetteter Derivate) wird der beizulegende Zeitwert durch geeignete finanzmathematische Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme, bestimmt. Die Terminkurse bzw. -preise von Termingeschäften richten sich nach den Kassakursen und -preisen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte abgeschlossener optionaler Finanzinstrumente basiert auf finanzmathematischen Optionspreismodellen. Periodisch erfolgt ein Abgleich der mit den eigenen Systemen ermittelten Marktwerte mit Marktwertbestätigungen der externen Vertragspartner.
  • Sonstige Bewertungstechniken, wie zum Beispiel die Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme, werden für die Bestimmung bei den übrigen Finanzinstrumenten eingesetzt.

FINANZINSTRUMENTE IN LEVEL 3

Die folgende Tabelle zeigt die Wertentwicklung der wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente, die dem Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet werden.

Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte in Level 3

Sonstige finanzielle Forderungen Sonstige Vermögenswerte
Mio. € IFRS 9 IFRS 9
Stand zum 1.10.2022 106,5 10,5
Zugänge 0,1
durch Kauf 0,1
Abgänge – 70,6 – 24,0
durch Verkauf – 24,0
durch Zahlung – 70,6
Gewinn oder Verlust aus Bewertung im Geschäftsjahr 3,0 23,8
davon in der Gewinn- und Verlustrechnung 3,0
davon in den sonstigen Ergebnissen (erfolgsneutral) 23,8
Fremdwährungseffekte – 0,4
Stand zum 30.9.2023 38,9 10,8
Stand zum 1.10.2023 38,9 10,8
Abgänge – 39,1
durch Zahlung – 39,1
Gewinn oder Verlust aus Bewertung im Geschäftsjahr 0,2 0,9
davon in der Gewinn- und Verlustrechnung 0,2
davon in den sonstigen Ergebnissen (erfolgsneutral) 0,9
Fremdwährungseffekte 0,5
Stand zum 30.9.2024 11,2

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175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Finanzinstrumente im Level 3 erfolgt mittels Discounted-Cash-Flow-Verfahren durch den Finanzbereich des TUI Konzerns. Dabei werden die für die Bewertung benötigten Marktdaten und Parameter erhoben bzw. validiert. Die nicht beobachtbaren Inputparameter werden auf Grundlage der intern verfügbaren Informationen überprüft und gegebenenfalls aktualisiert.

Grundsätzlich beziehen sich die nicht beobachtbaren Inputparameter bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten auf folgende Parameter: Die (geschätzte) EBITDA-Marge liegt in einer Bandbreite zwischen – 5,9 % und 34,8 % (Vorjahr – 5,9 % bis 34,2 %). Die ewige Wachstumsrate beläuft sich auf 1 % (Vorjahr 1 %). Die gewichteten Kapitalkosten (WACC) liegen bei 10,08 % (Vorjahr 11,0 %). Auf detaillierte Angaben wurde aufgrund der Wesentlichkeit verzichtet. Mit Ausnahme des WACCs besteht zwischen den Inputfaktoren und dem beizulegenden Zeitwert eine positive Korrelation.

In den unter „Sonstige finanzielle Vermögenswerte“ klassifizierten Finanzinstrumenten sind Anteile an Kapitalgesellschaften enthalten. Insgesamt beträgt der beizulegende Zeitwert dieser Finanzinvestitionen 10,3 Mio. € (Vorjahr 9,9 Mio. €). Im Berichtsjahr wurden keine wesentlichen dieser strategischen Finanzinvestitionen veräußert. Aus diesen Finanzinvestitionen resultierten im Berichtszeitraum Dividendenzahlungen in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €).

Im Vorjahr beziehen sich die sonstigen Forderungen nach IFRS 9 im Level 3 mit einem Buchwert in Höhe von 38,9 Mio. € auf eine abgezinste variable Kaufpreisforderung aus der Veräußerung der Riu Hotels S.A., die als Finanzinstrument der Bewertungskategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet worden ist. Der Nominalwert der Forderung betrug 39,7 Mio. €. Nach Gewährung eines Nachlasses in Höhe von 0,6 Mio. € wurde die Kaufpreisforderung vorzeitig am 15. Dezember 2023 beglichen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde ein Ertrag in Höhe von 0,2 Mio. € im ersten Quartal des Geschäftsjahres erfasst.

ERGEBNISEFFEKTE

Sowohl die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung der als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte als auch die effektiven Anteile der Marktwertänderungen von im Rahmen des Cash Flow Hedge Accounting designierten Derivaten sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung aufgeführt.

Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 stellen sich wie folgt dar:

Nettoergebnisse der Finanzinstrumente 2024

Mio. € Zinsen Aus Übriges Netto ergebnis Netto ergebnis
Finanzielle Vermögenswerte
zu fortgeführten Anschaffungskosten 42,3 – 8,0 34,3
Finanzielle Verbindlichkeiten
zu fortgeführten Anschaffungskosten – 194,3 – 117,5 – 311,8
Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert – erfolgswirksam – 18,7 – 101,6 – 120,3
Gesamt – 170,7 – 227,1 – 397,8

Nettoergebnisse der Finanzinstrumente 2023

Mio. € Zinsen Aus Übriges Netto ergebnis Netto ergebnis
Finanzielle Vermögenswerte
zu fortgeführten Anschaffungskosten 35,4 – 48,7 – 13,3
Finanzielle Verbindlichkeiten
zu fortgeführten Anschaffungskosten – 229,4 – 119,7 – 349,1
Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert – erfolgswirksam * – 41,8 – 93,1 – 134,9
Gesamt – 235,8 – 261,5 – 497,3

* Vorjahr angepasst

Die Darstellung der Tabelle wurde im Vergleich zum Vorjahr angepasst. Das Nettoergebnis der Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfolgt ohne Aufteilung in Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die Anpassung des im Vorjahr brutto dargestellten und veröffentlichten Betrags um insgesamt – 53,5 Mio. € betrifft das übrige Nettoergebnis und resultiert aus einer Korrektur bei der Ermittlung der einzubeziehenden Aufwendungen und Erträge.

262

INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG
175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Bei den finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten ist Aufwand in Höhe von 61,3 Mio. € (im Vorjahr 58,5 Mio. €) enthalten, der durch bei der Begleichung von Forderungen anfallende Kreditkartenkosten entsteht. Darüber hinaus enthalten die finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten Aufwand aus Bankgebühren in Höhe von 6,9 Mio. € (im Vorjahr 5,3 Mio. €). Bei den finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten betrug dieser Aufwand aus Bankgebühren 6,3 Mio. € (im Vorjahr 4,1 Mio. €). Bei den finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten ist ein Zinsaufwand (46,6 Mio.€) aus dem teilweisen Rückkauf der im Geschäftsjahr 2021 begebenen Wandelanleihe enthalten.

SALDIERUNG

Saldierung finanzieller Vermögenswerte

In der Bilanz nicht saldierte finanzielle Vermögenswerte und Schulden Bruttowert der finanziellen Forderungen Erhaltene Sicherheiten Bruttowert der finanziellen Verbindlichkeiten Netto- betrag der saldierten finanziellen Forderungen Netto- betrag der saldierten finanziellen Verbindlichkeiten Finanzielle Forderungen Finanzielle Vermögenswerte ausgewiesene Nettobeträge
Finanzielle Vermögenswerte zum 30.9.2024
Derivative finanzielle Vermögenswerte 30,8 30,8 15,0 15,8
Finanzmittel 2.848,2 2.848,2 2.848,2
Finanzielle Vermögenswerte zum 30.9.2023
Derivative finanzielle Vermögenswerte 268,5 268,5 37,0 231,5
Finanzmittel 2.075,4 15,1 2.060,3 2.060,3

Saldierung finanzieller Verbindlichkeiten

In der Bilanz nicht saldierte finanzielle Vermögenswerte und Schulden Bruttowert der finanziellen Forderungen Gewährte Sicherheiten Bruttowert der finanziellen Verbindlichkeiten Netto- betrag der saldierten finanziellen Forderungen Netto- betrag der saldierten finanziellen Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten ausgewiesene Nettobeträge
Finanzielle Verbindlichkeiten zum 30.9.2024
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 459,4 459,4 15,0 444,4
Finanzschulden 1.902,4 1.902,4 1.902,4
Finanzielle Verbindlichkeiten zum 30.9.2023
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 37,0 37,0 37,0
Finanzschulden 1.312,1 15,1 1.297,0 1.297,0

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden bilanziell nur dann saldiert, wenn am Abschlussstichtag ein rechtlich durchsetzbarer Anspruch auf Verrechnung besteht und ein Ausgleich auf Nettobasis beabsichtigt ist. Den Kontrakten auf derivative Finanzinstrumente liegen standardisierte Rahmenverträge für Finanztermingeschäfte (unter anderem ISDA Master Agreement, deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte) zugrunde, die einen bedingten Anspruch auf Verrechnung bei Eintritt bestimmter künftiger definierter Ereignisse begründen. Entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen werden in diesem Fall sämtliche mit der entsprechenden Gegenpartei kontrahierten Derivate mit positivem bzw. negativem Marktwert miteinander verrechnet, sodass eine Nettoforderung oder -schuld in Höhe des Saldos verbleibt. Da dieser bedingte Anspruch auf Saldierung im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nicht durchsetzbar ist und somit die Kriterien für eine Saldierung nicht erfüllt sind, werden die derivativen finanziellen Vermögenswerte und Schulden am Abschlussstichtag mit ihren Bruttobeträgen in der Bilanz ausgewiesen.

263

INHALT
DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG
175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden im Rahmen des Cash Pooling werden saldiert ausgewiesen, wenn ein Anspruch auf Saldierung im gewöhnlichen Geschäftsverkehr besteht und der Konzern die Absicht hat, einen Ausgleich auf Nettobasis vorzunehmen. Diese Finanzinstrumente sind in den Bilanzpositionen der oben gezeigten Tabellen enthalten. Der Bruttobetrag dieser saldierten Finanzmittel beträgt 139,4 Mio. € zum 30. September 2024 (im Vorjahr 181,9 Mio. €), während der Bruttobetrag der saldierten Finanzschulden zum 30. September 2024 0,0 Mio. € beträgt (im Vorjahr 15,1 Mio. €).

(40) Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement der TUI Group stellt sicher, dass die Ziele und Strategien im Interesse unserer Anteilseigner, Darlehensnehmer, Gläubiger und der übrigen Stakeholder erreicht werden können. Dabei werden im Wesentlichen folgende Ziele verfolgt:

  • die Sicherstellung einer ausreichenden Liquiditätsversorgung des Konzerns
  • ein profitables Wachstum und eine nachhaltige Wertsteigerung der TUI Group
  • Stärkung der Generierung von liquiden Mitteln, um Investitionen, die Zahlung von Dividenden und eine Stärkung der Bilanz zu ermöglichen
  • die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Verschuldungskapazität und eines konstanten Credit Ratings

Die im Berichtsjahr durchgeführten Finanzierungsmaßnahmen werden im Abschnitt „Finanzschulden“ im Anhang (Seite 236) detailliert beschrieben. Zusätzliche Informationen befinden sich im Abschnitt „Finanzinstrumente“ im Anhang (Seite 241).

Steuerungsgrößen im Rahmen des Kapitalmanagements zur Bemessung und Steuerung der obigen Ziele sind der Return on Invested Capital (ROIC) und der Schuldendeckungsgrad (Netto-Leverage-Ratio), die in der Tabelle dargestellt sind. Das Invested Capital umfasst aus Konzernsicht in seiner passivischen Herleitung das Eigenkapital (inklusive Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital) sowie den Saldo aus verzinslichen Schuldpositionen und zinstragenden Vermögenswerten und eine Anpassung zur Berücksichtigung der saisonalen Veränderung der Nettofinanzposition des Konzerns. Darüber hinaus werden die kumulativen planmäßigen Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation dem Invested Capital wieder hinzugerechnet.

Die TUI Group ermittelt die Netto-Leverage-Ratio als Verhältnis aus Bruttofinanzschulden plus Leasingverbindlichkeiten abzüglich Finanzmittel und sonstigen kurzfristige Vermögenswerten zum EBITDA. Aufgrund der geringeren Nettoverschuldung und der Verbesserung unseres EBITDA (bereinigt) verbesserte sich unser Nettoverschuldungsgrad auf 0,8x im Geschäftsjahr 2024 (Vorjahr 1,2x). Mittelfristig streben wir einen Nettoverschuldungsgrad von stark unter 1,0x an.

Kennzahlen des Kapital-Risikomanagements

Mio. € 2024 2023
Ø Invested Capital 5.209,5 5.115,1
Bereinigtes EBIT 1.296,2 977,2
ROIC 24,9 % 19,1 %
Finanzschulden 1.902,4 1.297,0
zzgl. Leasingverbindlichkeiten 2.639,7 2.918,1
abzgl. Finanzmittel 2.848,2 2.060,3
abzgl. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 53,4 48,6
Nettoverschuldung 1.640,5 2.106,2
EBITDA (bereinigt) 2.119,7 1.775,3
Netto-Leverage-Ratio 0,8 1,2

Überleitung auf bereinigtes EBITDA

Veränderung Mio. € 2024 2023 in %
EBIT 1.275,3 999,3 + 27,6
Abschreibungen und Wertminderungen (+) / Zuschreibungen (–) auf sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen und Nutzungsrechte 846,6 859,1 – 1,5
EBITDA 2.121,9 1.858,5 + 14,2
Bereinigungen – 2,2 – 83,2 + 97,3
EBITDA (bereinigt) 2.119,7 1.775,3 + 19,4

Die in der Überleitung vom EBITDA auf das bereinigte EBITDA erfassten Sachverhalte entsprechen den beim EBIT bereinigten Sachverhalten ohne Berücksichtigung der hierin enthaltenen Wertminderungen, Ab- und Zuschreibungen in Höhe von 23,1 Mio. € (Vorjahr 61,1 Mio. €).

Das Finanz- und Liquiditätsmanagement der TUI Group erfolgt für alle Tochtergesellschaften grundsätzlich zentral durch die TUI AG, die dabei die Rolle als interne Bank des Konzerns wahrnimmt. Der auf Basis des mehrjährigen Finanzplans ermittelte langfristige Finanzierungs- und Refinanzierungsbedarf wird durch den frühzeitigen Abschluss geeigneter Finanzierungsinstrumente gedeckt. Die kurzfristige Liquiditätsreserve wird durch syndizierte Kreditfazilitäten, bilaterale Bankkreditlinien und den Bestand an flüssigen Mitteln gesichert. Außerdem werden im Zuge des konzerninternen Finanzausgleichs die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur Finanzierung des Geldbedarfs anderer Gesellschaften eingesetzt.

264

INHALT
DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG
175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Auswirkungen infolge der Veränderungen des Konsolidierungskreises und aus der Fremdwährungsumrechnung sind dabei eliminiert. Zur Zahlungswirksamkeit der Veränderung von Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten verweisen wir auf die Erläuterungen unter Textziffer 31 „Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten“.

Der Finanzmittelbestand stieg im Berichtszeitraum um 787,7 Mio. € auf 2.848,2 Mio. €.

(41) Mittelzufluss / -abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit

Ausgehend vom Konzernergebnis nach Steuern wird der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode abgeleitet. Aus laufender Geschäftstätigkeit flossen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.910,8 Mio. € zu (Vorjahr 1.637,3 Mio. €). Hierin enthalten sind 88,5 Mio. € Zinseinzahlungen (Vorjahr 54,9 Mio. €), 67,2 Mio. € Dividenden von at equity bewerteten Unternehmen (Vorjahr 24,1 Mio. €) und 0,1 Mio. € Dividenden von nicht konsolidierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen (Vorjahr 0,1 Mio. €). Ertragsteuerzahlungen führten zu Mittelabflüssen in Höhe von 152,2 Mio. € (Vorjahr 106,9 Mio. €).

(42) Mittelzufluss / -abfluss aus der Investitionstätigkeit

Aus der Investitionstätigkeit sind im Geschäftsjahr 2024 insgesamt 604,3 Mio. € abgeflossen (Vorjahr 492,2 Mio. €). Darin enthalten sind Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 712,5 Mio. €. Dem Konzern sind 81,9 Mio. €# Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

€ aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen und im materiellen Anlagen zugeflossen. TUI erhielt 39,1 Mio. € aus der Earn-out-Zahlung im Zusammenhang mit dem Verkauf der Anteile an der RIU Hotels S.A. und 1,0 Mio. € aus dem Verkauf der Hotelgesellschaft Tenuta di Castelfalfi S.p.A. im Geschäftsjahr 2021, 12,0 Mio. € für den Verkauf der Anteile an der WOT Hotels Adriatic Assets Company und 2,9 Mio. € für den Verkauf der Anteile an der Raiffeisen-Tours RT Reisen GmbH. An der Kapitalerhöhung der Pep Toni Hotels S.A. beteiligte sich der TUI Konzern mit 73,5 Mio. €, an der Kapitalerhöhung des TUI Global Hospitality Fund mit 4,3 Mio. €. Der Anteil der TUI an der Kapitalausstattung des Gemeinschaftsunternehmens Fly4 Airlines Green Limited betrug 3,9 Mio. €. Aus Kapitalherabsetzungen der assoziierten Midnight Canada, Inc. flossen der TUI 8,0 Mio. € zu. Für den Verkauf der Club Hotel CV an den TUI Global Hospitality Fund erhielt der TUI Konzern abzüglich abgegangener Geldmittel 44,1 Mio. €. Der Verkauf von Geldmarktfonds erbrachte 0,3 Mio. €, für den Kauf wurden 2,3 Mio. € aufgewendet.

Mittelzufluss / -abfluss aus der Finanzierungstätigkeit

Aus der Finanzierungstätigkeit hat sich der Finanzmittelbestand insgesamt um 531,4 Mio. € vermindert (Vorjahr 834,6 Mio. €). Aus der im März 2024 begebenen Anleihe mit Nachhaltigkeitsbezug (Sustainability-Linked Senior Notes) flossen der TUI AG nach Abzug von Disagio und Transaktionskosten 486,6 Mio. € zu. Im Juli 2024 hat die TUI AG eine Wandelschuldverschreibung begeben, aus der nach Abzug von Transaktionskosten 377,3 Mio. € Fremdkapital und 101,8 Mio. € Eigenkapital zugeflossen sind. Ebenfalls im Juli 2024 hat die Gesellschaft 472,0 Mio. € der Wandelschuldverschreibung aus dem Jahr 2021 mit Fälligkeit 2028 zurückgekauft. Nach Berücksichtigung der Prämie für den Rückkauf entfallen 477,8 Mio. € auf Fremdkapital, 1,2 Mio. € auf Eigenkapital. Andere Gesellschaften der TUI Group haben Kredite in Höhe von 225,2 Mio. € aufgenommen. 712,8 Mio. € flossen für die Tilgung von weiteren Finanzverbindlichkeiten ab, davon 619,6 Mio. € für Leasingverbindlichkeiten. Die syndizierte Kreditfazilität wurde zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. Für Zinszahlungen sind 384,7 Mio. € verwendet worden, für Dividenden an Minderheitsaktionäre 145,8 Mio. €.

Entwicklung des Finanzmittelbestands

Der Finanzmittelbestand umfasst alle flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Der Finanzmittelbestand erhöhte sich wechselkursbedingt um 12,5 Mio. € (Vorjahr 13,1 Mio. €).

265 INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG 175 Konzernabschluss 180 Konzernanhang 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 199 Segmentberichterstattung 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 266 Sonstige Erläuterungen 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Sonstige Erläuterungen

Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers

Der Konzernabschluss der TUI AG wird von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Seit dem Geschäftsjahr 2022 ist Annika Deutsch die verantwortliche Wirtschaftsprüferin. Für die im Geschäftsjahr 2024 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses sind insgesamt Aufwendungen in folgender Zusammensetzung erfasst worden:

Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers Mio. € 2024 2023
Abschlussprüfungen für die TUI AG und Tochtergesellschaften im Inland 3,7 3,7
Abschlussprüfungsleistungen 3,7 3,7
Prüferische Durchsicht von Zwischenabschlüssen 0,3 0,3
Sonstige Bestätigungsleistungen (im Wesentlichen im Zusammenhang mit Comfort Letters) 0,7 0,8
Sonstige Bestätigungsleistungen 1,0 1,1
Gesamt 4,7 4,8

Bezüge der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder gemäß § 314 HGB

Die gewährten Gesamtbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr betrugen 11,7 Mio. € (Vorjahr 9,0 Mio. €, angepasst), die der Aufsichtsratsmitglieder 2,9 Mio. € (Vorjahr 3,1 Mio. €). Die gewährten Bezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr betrugen 8,4 Mio. € (Vorjahr 4,1 Mio. €, angepasst). Die genannten Bezüge der Vorstandsmitglieder enthalten eine mehrjährige anteilsbasierte Vergütung in Höhe von 6,8 Mio. € (Vorjahr 1,8 Mio. €), die dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung bezogen auf eine Stückzahl von 1.309.450 virtuellen Aktien entspricht, die im Geschäftsjahr 2024 gewährt wurden (Vorjahr 679.328). Hierin enthalten sind im Geschäftsjahr 1,9 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €, angepasst) für ehemalige Vorstandsmitglieder. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene beliefen sich die Pensionszahlungen im Geschäftsjahr auf 6,6 Mio. € (Vorjahr 6,4 Mio. €). Die Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen betrugen am Bilanzstichtag 63,8 Mio. € (Vorjahr 59,1 Mio. €).

Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften machten im Geschäftsjahr 2024 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:

  • DEFAG Beteiligungsverwaltungs GmbH I, Hannover
  • TUI BLUE DE GmbH, Hannover
  • DEFAG Beteiligungsverwaltungs GmbH III, Hannover
  • TUI Business Services GmbH, Hannover
  • FIRST Travel GmbH, Hannover
  • TUI Customer Operations GmbH, Hannover
  • Leibniz-Service GmbH, Hannover
  • TUI Deutschland GmbH, Hannover
  • l’tur GmbH, Rastatt
  • TUI Group Services GmbH, Hannover
  • Preussag Beteiligungsverwaltungs GmbH IX, Hannover
  • TUI Hotel Betriebsgesellschaft mbH, Hannover
  • Robinson Club GmbH, Hannover
  • TUI Immobilien Services GmbH, Hannover
  • TICS GmbH Touristische Internet und Call Center Services, Rastatt
  • TUI InfoTec GmbH, Hannover
  • T LT Urlaubsreisen GmbH, Hannover
  • TUI Insurance & Financial GmbH, Hannover
  • TUI 4 U GmbH, Bremen
  • TUI Leisure Travel Service GmbH, Neuss
  • TUI Airline Service GmbH, Hannover
  • TUI Platform Services GmbH, Hannover
  • TUI Asset Management and Advisory GmbH, Hannover
  • TUI TravelStar GmbH, Hannover
  • TUI Aviation GmbH, Hannover
  • TUIfly GmbH, Langenhagen
  • TUI Aviation Holding GmbH, Hannover
  • TUIfly Vermarktungs GmbH, Hannover
  • TUI Beteiligungs GmbH, Hannover

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Außer mit den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die TUI AG in Ausübung ihrer normalen Geschäftstätigkeit in unmittelbaren oder mittelbaren Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Nahestehende Unternehmen, die vom TUI Konzern beherrscht werden oder auf die der TUI Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, sind in der Liste des Anteilsbesitzes (Textziffer 51) verzeichnet, die im Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de) veröffentlicht wird. Zum Kreis der nahestehenden Unternehmen gehören sowohl reine Kapitalbeteiligungen als auch Unternehmen, die Lieferungen oder Leistungen für Unternehmen des TUI Konzerns erbringen. Finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligos bestehen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen, insbesondere im Rahmen des Einkaufs von Hotelleistungen.

266 INHALT DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT CORPORATE GOVERNANCE KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG 175 Konzernabschluss 180 Konzernanhang 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 199 Segmentberichterstattung 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 266 Sonstige Erläuterungen 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Mio. € 2024 2023
Vom Konzern erbrachte Leistungen
Management- und Beratungsleistungen 11,2 8,1
Verkauf touristischer Leistungen 59,4 66,4
Sonstige Leistungen 1,0 0,5
Gesamt 71,6 75,0
Vom Konzern empfangene Leistungen
Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 36,8 12,5
Einkauf von Hotelleistungen 403,8 377,9
Vertriebsleistungen 3,3 8,7
Sonstige Leistungen 8,9 13,8
Gesamt 452,8 412,9
Mio. € 2024 2023
Vom Konzern erbrachte Leistungen
gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen 0,6 0,4
Gemeinschaftsunternehmen 60,2 46,3
assoziierten Unternehmen 10,8 28,3
Gesamt 71,6 75,0
Vom Konzern empfangene Leistungen
von verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen 1,7 1,6
Gemeinschaftsunternehmen 338,8 296,0
assoziierten Unternehmen 112,0 115,3
Gesamt 452,5 412,9

Geschäfte mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden im Wesentlichen im Geschäftsbereich Touristik abgewickelt. Sie betreffen insbesondere die touristischen Leistungen der Hotelgesellschaften, die von den Veranstaltern des Konzerns in Anspruch genommen werden. Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind.

Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen

Mio.# 267

INHALT

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Konzernabschluss

175

Konzernanhang

180

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

180

Segmentberichterstattung

199

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

203

Erläuterungen zur Konzernbilanz

210

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

265

Sonstige Erläuterungen

266

  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
  • Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung

276
277
283

  • Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

285

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Gemeinschaftsunternehmen 13,8 13,6
assoziiierte Unternehmen 1,2 0,6
Gesamt 15,0 14,2

Kreditforderungen und Ausleihungen gegen verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen | – | –
Gemeinschaftsunternehmen | 3,1 | 3,1
assoziiierte Unternehmen | 0,2 | 4,6
Gesamt | 3,3 | 7,7

Geleistete Anzahlungen an Gemeinschaftsunternehmen | 12,8 | 7,4
Gesamt | 12,8 | 7,4

Übrige Forderungen gegen verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen | 1,3 | 1,1
Gemeinschaftsunternehmen | 14,0 | 3,9
assoziiierte Unternehmen | – | 0,3
Gesamt | 15,3 | 5,3

Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | |
Mio. € | 30.9.2024 | 30.9.2023
---|---|---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen | 0,1 | 0,1
Gemeinschaftsunternehmen | 52,7 | 45,3
assoziierten Unternehmen | 12,6 | 12,5
Gesamt | 65,4 | 57,9

Finanzschulden gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen | 0,1 | 0,4
Gemeinschaftsunternehmen | 189,6 | 217,4
Gesamt | 189,7 | 217,8

Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen | 8,5 | 4,8
Gemeinschaftsunternehmen | 53,2 | 15,6
assoziierten Unternehmen | 5,1 | 6,0
Mitgliedern der Leitungsgremien | 7,2 | 6,8
Gesamt | 74,0 | 33,2

Die Finanzschulden gegenüber Gemeinschaftsunternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in Höhe von 189,6 Mio. € (Vorjahr 217,0 Mio. €). Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wird in der Segmentberichterstattung je Segment gesondert genannt. Der Vorstand und der Aufsichtsrat stellen als Management in den Schlüsselpositionen des Konzerns nahestehende Personen im Sinne des IAS 24 dar, deren Vergütungen gesondert anzugeben sind.

Vergütung Vorstand und Aufsichtsrat Mio. € 2024 2023
Kurzfristig fällige Leistungen 9,9 10,9
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,9 1,2
Anteilsbasierte Vergütung 4,7 2,3
Anteilsbasierte Vergütung aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,3
Andere Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 3,9 1,4
Gesamt 19,1 15,9

Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betreffen die Zuführungen bzw. Auflösungen der Pensionsrückstellungen für im Geschäftsjahr aktive Vorstandsmitglieder. Die genannten Aufwendungen entsprechen nicht der Definition von Vergütungen für Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats nach deutschen Bilanzierungsvorschriften. Bei den anteilsbasierten Vergütungen handelt es sich um einen saldierten Betrag aus dem Zuführungsaufwand bzw. dem Ertrag aus der Auflösung aufgrund der Bewertung der entsprechenden Rückstellung. Die Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses betreffen Leistungen an David Burling als Ausgleich für die vorzeitige Beendigung seines Dienstvertrags und die Karenzentschädigung für ein 12-monatiges Wettbewerbsverbot. Im Vorjahr betrafen sie Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Frank Rosenberger, dessen Dienstvertrag bis zum 31. Dezember 2023 weiterlief.

Die Pensionsrückstellungen für aktive Vorstandsmitglieder betragen zum Bilanzstichtag 7,7 Mio. € (Vorjahr 11,8 Mio. €). Aus dem langfristigen Anreizprogramm bestehen darüber hinaus Rückstellungen für aktive Vorstandsmitglieder in Höhe von 8,3 Mio. € (Vorjahr 4,8 Mio. €).

268

INHALT

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Konzernabschluss

175

Konzernanhang

180

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

180

Segmentberichterstattung

199

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

203

Erläuterungen zur Konzernbilanz

210

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

265

Sonstige Erläuterungen

266

  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
  • Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung

276
277
283

  • Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

285

(49) Noch nicht angewendete International Financial Reporting Standards (IFRS)

Neue, durch die EU verabschiedete Standards, die erst nach dem 30.9.2024 anzuwenden sind Anwendungs­pflicht ab Änderungen auf die Finanzberichterstattung Voraussichtliche Auswirkungen
IAS 1 1.1.2024 Änderungen Keine wesentlichen Änderungen
IAS 1 1.1.2024 Änderungen Keine wesentlichen Änderungen
IAS 7 und IFRS 7 1.1.2024 Änderungen Keine wesentlichen Änderungen
IFRS 16 1.1.2024 Änderungen Keine wesentlichen Änderungen
IAS 21 1.1.2025 Änderungen Keine wesentlichen Auswirkungen

Die Änderungen an IAS 1 sollen die Kriterien zur Einordnung von Schulden als kurz- oder langfristig klarstellen. Zukünftig sollen ausschließlich „Rechte“, die am Ende einer Berichtsperiode bestehen, für die Klassifizierung einer Schuld maßgeblich sein. Des Weiteren wurden Leitlinien zur Auslegung des Kriteriums „Recht, die Erfüllung einer Schuld um mindestens 12 Monate zu verschieben“ sowie Erläuterungen zum Merkmal „Erfüllung“ aufgenommen. Das IASB hatte am 15. Juli 2020 das Datum der verpflichtenden Erstanwendung der Änderungen auf den 1.1.2023 verschoben. Mit den am 31. Oktober 2022 verabschiedeten Änderungen an IAS 1 „Langfristige Verbindlichkeiten mit Nebenbedingungen“ wurde das Datum der erstmaligen verpflichtenden Anwendung dieser Änderungen nochmals auf den 1. Januar 2024 verschoben.

Durch diese Änderungen an IAS 1 wird hinsichtlich der Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig klargestellt, dass nur Nebenbedingungen, die ein Unternehmen am oder vor dem Abschlussstichtag erfüllen muss, diese Klassifizierung beeinflussen. Allerdings soll ein Unternehmen im Anhang Informationen offenlegen, die es den Abschlussadressaten ermöglichen, das Risiko zu verstehen, dass langfristige Schulden mit Nebenbedingungen innerhalb von zwölf Monaten rückzahlbar werden könnten.

Mit den Änderungen soll die Transparenz von Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten und deren Auswirkungen auf die Verbindlichkeiten, Zahlungs­ mittelflüsse und das Liquiditätsrisiko eines Unternehmens erhöht werden. Die bereits bestehenden Angabepflichten werden dahingehend ergänzt, dass Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen ein Unternehmen qualitative und quantitative Informationen über Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten zur Verfügung stellen soll.

Die Änderungen stellen klar, wie ein Verkäufer / Leasingnehmer die Folgebewertung von Sale-and-Leaseback-Transaktionen, die nach IFRS 15 als Verkauf bilanziert werden, vornimmt.

Die Änderungen verpflichten ein Unternehmen zur Anwendung eines einheitlichen Ansatzes bei der Beurteilung, ob eine Währung in eine andere Währung umtauschbar ist, und, sofern dies nicht der Fall ist, bei der Bestimmung des zu verwendenden Wechselkurses sowie der erforderlichen Anhangsangaben.

Eine Entscheidung über eine Anerkennung der folgenden Änderungen bzw. der folgenden neuen Standards durch die EU steht derzeit noch aus.

269

INHALT

  • DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
  • ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
  • CORPORATE GOVERNANCE
  • KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

Konzernabschluss

175

Konzernanhang

180

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

180

Segmentberichterstattung

199

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

203

Erläuterungen zur Konzernbilanz

210

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

265

Sonstige Erläuterungen

266

  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
  • Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung

276
277
283

  • Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

285

Neue, noch nicht durch die EU verabschiedete Standards und Interpretationen, die erst nach dem 30.9.2024 anzuwenden sind Anwendungs­pflicht ab Änderungen auf die Finanzberichterstattung Voraussichtliche Auswirkungen
IFRS 9 und IFRS 7 1.1.2026 Änderungen Keine wesentlichen Änderungen
1.1.2026 Jährliche Verbesserungen Keine wesentlichen Änderungen
IFRS 18 1.1.2027

Die Änderungen betreffen insbesondere drei Sachverhalte:
* Die Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten, die auf elektronischem Zahlungsweg getilgt wurden. Hier besteht nun ein Wahlrecht bzgl. des
* Die Anwendung des Zahlungsstromkritieriums für Zwecke der Klassifizierung von Finanzinstrumenten im Fall von (a) Finanzinstrumenten mit ESG-Bedingungen, (b) Finanzinstrumenten mit Non-recourse Features sowie so genannte Contractually-linked Instruments (CLI); und
* Zusätzliche Angabepflichten für (a) Eigenkapitalinstrumente, die als zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FVOCI) klassifiziert wurden, und (b) Finanzinstrumente mit Zahlungsströmen, deren Höhe oder Zeitpunkt vom (Nicht-)Eintritt bedingter Ereignisse abhängt.

Die Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess umfassen Klarstellungen, eng gefasste Korrekturen oder die Behebung von Inkonsistenzen zwischen einzelnen IFRS. Der am 18. Juli 2024 veröffentlichte Sammelstandard enthält Verbesserungen an IFRS 1, IFRS 7, IFRS 9, IFRS 10 und IAS 7.

IFRS 18 ersetzt den IAS 1 Darstellung des Abschlusses.# Die Zielsetzung von IFRS 18 liegt auf der Verbesserung der Berichterstattung über die finanzielle Leistung eines Unternehmens mit Schwerpunkt auf der Gewinn- und Verlustrechnung. Zu den wesentlichen Neuerungen gehören die Einführung von vordefinierten Zwischensummen und die Kategorisierung von Erträgen und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Einführung von Angaben zu bestimmten vom Management eines Unternehmens definierten Leistungskennzahlen. IFRS 18 ist erstmalig retrospektiv auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Übergangsvorschriften sehen vor, dass die quantitativen Informationen nach IAS 8.28f. nicht gemacht werden müssen. Stattdessen ist in Bezug auf die Vorjahresbeträge eine Überleitungsrechnung offenzulegen.

IFRS 19 1.1.2027

IFRS 19 ermöglicht es solchen Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflichten, die Einzelabschlüsse nach IFRS aufstellen, reduzierte Angaben nach IFRS 19 zu machen, statt die dezidierten Angabevorschriften in den einzelnen Standards zu befolgen.

Nicht relevant

Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben (50)

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im November 2024 hat TUI eine Vereinbarung mit The Boeing Company und BOC Aviation (Cayman) Ltd. über die Finanzierung von Vorauszahlungen für bis zu 14 Flugzeugbestellungen im niedrigen dreistelligen Millionenbetrag abgeschlossen.


INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

  • 175 Konzernabschluss
  • 180 Konzernanhang
    • 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
    • 199 Segmentberichterstattung
    • 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
    • 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
    • 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
    • 266 Sonstige Erläuterungen
  • 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
  • 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
  • 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

(51) Aufstellung des Anteilsbesitzes des TUI Konzerns

Firma Land Kapitalanteil in %
Absolut Holding Limited, Qormi Malta 99,9
Advent Insurance PCC Limited (Absolut Cell), Qormi Malta 100
Africa Focus Tours Namibia (Proprietary) Limited, Windhuk Namibia 100
Atalaya Collections SL, Palma Spanien 100
ATC African Travel Concept Proprietary Limited, Kapstadt Südafrika 50,1
ATC-Meetings and Conferences Proprietary Limited, Kapstadt Südafrika 100
B.D.S. Destination Services Tours, Kairo Ägypten 100
Cabotel-Hoteleria e Turismo Lda, Santiago Kap Verde 100
Cel Obert SL, Sant Joan de Caselles Andorra 100
Chaves Hotel & Investimentos S.A., Sal-Rei, Boa Vista Island Kap Verde 100
Citirama Ltd., Quatre Bornes Mauritius 100
Club Hôtel Management Tunisia SARL, Djerba Tunesien 100
Clubhotel Cala Serena S.A., Madrid Spanien 100
Clubhotel IP S.A., Athen Griechenland 100
Clubhotel JD, S.A., Las Palmas Spanien 100
Clubhotel Zanzibar Limited, Sansibar Tansania 100
Cruisetour AG, Zürich Schweiz 100
Daidalos Hotel- und Touristikunternehmen A.E., Athen Griechenland 89,8
Darecko S.A., Luxemburg Luxemburg 100
Destination Services Singapore Pte Limited, Singapur Singapur 100
Egyptian Germany Co. for Hotels Limited, Kairo Ägypten 66,6
Elena SL, Palma de Mallorca Spanien 100
ETA Turizm Yatirim ve Isletmeleri A.Ş., Ankara Türkei 100
Explorers Travel Club Limited, Luton Großbritannien und Nordirland 100
First Choice (Turkey) Limited, Luton Großbritannien und Nordirland 100
First Choice Holiday Hypermarkets Limited, Luton Großbritannien und Nordirland 100
First Choice Holidays & Flights Limited, Luton Großbritannien und Nordirland 100
First Choice Land (Ireland) Limited, Dublin Irland 100
FIRST Reisebüro Güttler GmbH & Co. KG, Dormagen Deutschland 75,1
FIRST Travel GmbH, Hannover Deutschland 100
Follow Coordinate Hotels Portugal Unipessoal Lda, Albufeira Portugal 100
Fritidsresor Tours & Travels India Pvt Ltd., Bardez, Goa Indien 100
GBH Turizm Sanayi Isletmecilik ve Ticaret A.Ş., Istanbul Türkei 100
GEAFOND Número dos Fuerteventura S.A., Las Palmas, Gran Canaria Spanien 100
GEAFOND Número uno Lanzarote S.A., Las Palmas, Gran Canaria Spanien 100
Gemma Limited, Unguja Tansania 100
Germantur Turizm Ticaret A.Ş., Izmir Türkei 100
Gulliver Travel d.o.o., Dubrovnik Kroatien 100
Hannibal Tourisme et Culture SA, Tunis Tunesien 100
Hellenic EFS Hotel Management E.P.E., Athen Griechenland 100
Holiday Center S.A., Cala Serena / Cala d’Or Spanien 100
Holidays Services S.A., Agadir Marokko 100
Holidays USA, Inc., Fort Lauderdale Vereinigte Staaten von Amerika 100
Hoteli Koločep d.d., Koločep Kroatien 100
Hoteli Živogošće d.d., Živogošće Kroatien 100
Iberotel International A.S., Antalya Türkei 100
Iberotel Otelcilik A.Ş., Istanbul Türkei 100
Imperial Cruising Company SARL, Heliopolis-Kairo Ägypten 90
Inter Hotel SARL, Tunis Tunesien 100
Intercruises Port Operations Spain SLU, Barcelona Spanien 100
Intercruises Port Operations USA, Inc., Wilmington DE Vereinigte Staaten von Amerika 100
Intercruises Shoreside & Port Services Canada, Inc., Quebec Kanada 100
Intercruises Shoreside & Port Services Pty Limited, Sydney Australien 100
Intercruises Shoreside & Port Services Sam, Monaco Monaco 100
Intercruises Shoreside & Port Services SARL, Paris Frankreich 100
Intercruises Shoreside & Port Services UK Limited, Luton Großbritannien und Nordirland 100
Intercruises Shoreside & Port Services, Inc., Wilmington DE Vereinigte Staaten von Amerika 100
Itaria Limited, Nikosia Zypern 100
Jandia Playa S.A., Morro Jable / Fuerteventura Spanien 100
Kurt Safari Proprietary Limited, White River - Mpumalanga Südafrika 51
Kybele Turizm Yatırım San. Ve Tic. A.Ş., Istanbul Türkei 100
Label Tour EURL, Levallois-Perret Frankreich 100
Le Passage to India Tours and Travels Pvt Ltd., Neu-Delhi Indien 100
Lima Tours S.A.C., Lima Peru 100
l’tur GmbH, Rastatt Deutschland 100
L’ TUR Suisse AG, Basel Schweiz 99,5
Magic Hotels SA, Tunis Tunesien 100
MAGIC LIFE Assets GmbH, Wien Österreich 100

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
CORPORATE GOVERNANCE
KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG

  • 175 Konzernabschluss
  • 180 Konzernanhang
    • 180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
    • 199 Segmentberichterstattung
    • 203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
    • 210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
    • 265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
    • 266 Sonstige Erläuterungen
  • 276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
  • 283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
  • 285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen
Firma Land Kapitalanteil in %
Magic Life Egypt for Hotels LLC, Sharm el Sheikh Ägypten 100
Magic Tourism International S.A., Tunis Tunesien 100
Mai Khao Golden Land Company Limited, Phuket Thailand 100
Manahe Ltd., Quatre Bornes Mauritius 51
Manufacturer’s Serial Number 852 Limited, Dublin Irland 100
Marella Cruises Limited, Luton Großbritannien und Nordirland 100
Meetings & Events Spain S.L.U., Palma de Mallorca Spanien 100
MSN 41662 Limited, Luton Großbritannien und Nordirland 100
MSN 41663 Limited, Luton Großbritannien und Nordirland 100
Musement S.p.A., Mailand Italien 100
MX RIUSA II S.A. de C.V., Cabo San Lucas Mexiko 100
Nazar Nordic AB, Malmö Schweden 100
Nouvelles Frontières Senegal S.R.L., Dakar Senegal 100
Nungwi Limited, Sansibar Tansania 100
Ocean College LLC, Sharm el Sheikh Ägypten 100
Ocean Ventures for Hotels and Tourism Services SAE, Sharm el Sheikh Ägypten 98
Pacific World (Shanghai) Travel Agency Co. Limited, Shanghai China 100
Pacific World Destination East Sdn. Bhd., Penang Malaysia 65
Pacific World Meetings & Events Hong Kong, Limited, Hongkong Hongkong 100
Pacific World Meetings and Events France SARL, Nizza Frankreich 100
Papirüs Otelcilik Yatırım Turizm Seyahat İnşaat Ticaret A.Ş., Antalya Türkei 100
Paradise Hotel Management Company LLC, Kairo Ägypten 100
PATS N.V., Oostende Belgien 100
Promociones y Edificaciones Chiclana S.A., Palma de Mallorca Spanien 100
PT Pacific World Nusantara, Bali Indonesien 100
RC Clubhotel Cyprus Limited, Limassol Zypern 100
RCHM S.A.S., Agadir Marokko 100
Rideway Investments Limited, London Großbritannien und Nordirland 100
Riu Jamaicotel Ltd., Negril Jamaika 100
Riumauricio Ltd., Port Louis Mauritius 100
RIUSA II S.A., Palma de Mallorca Spanien 50
Riusa Lanka ( PVT) Ltd., Ahungalla Sri Lanka 100
RIUSA NED SL, Palma Spanien 100
Robinson Austria Clubhotel GmbH, Villach-Landskron Österreich 100
Robinson Club GmbH, Hannover Deutschland 100
Robinson Club Italia S.p.A., Marina di Ugento Italien 100
Robinson Club Maldives Private Limited, Malé Malediven 100
Robinson Clubhotel Turizm Ltd.

* Unternehmerische Leitung# Sti., Istanbul Türkei

Firma Land Kapitalanteil in %
Robinson Hoteles España S.A. Cala d’Or Spanien 100
Robinson Hotels Portugal S.A. Vila Nova de Cacela Portugal 67
Robinson Otelcilik A.Ş. Istanbul Türkei 100
SERAC Travel GmbH Zermatt Schweiz 100
Société d’Exploitation du Paladien Marrakech SA Marrakesch Marokko 100
Société d’Investissement Aérien S.A. Casablanca Marokko 100
Société d’investissement hotelier Almoravides S.A. Marrakesch Marokko 100
Société Marocaine pour le Developpement des Transports Touristiques S.A. Agadir Marokko 100
Sons of South Sinai for Tourism Services and Supplies SAE Sharm el Sheikh Ägypten 84,1
Stella Polaris Creta A.E. Heraklion Griechenland 100
STIVA RII Ltd. Dublin Irland 100
Summer Times Ltd. Quatre Bornes Mauritius 100
Summertime International Ltd. Quatre Bornes Mauritius 100
TUI Airways Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI Ambassador Tours Unipessoal Lda Lissabon Portugal 100
TUI Asset Management and Advisory GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Austria Holding GmbH Wien Österreich 100
TUI Aviation Asset Company Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI Aviation GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Aviation Services Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI Belgium NV Oostende Belgien 100
TUI Belgium Real Estate N.V. Brüssel Belgien 100
TUI Belgium Retail N.V. Zaventem Belgien 100
TUI BLUE AT GmbH Schladming Österreich 100
TUI BLUE DE GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Blue Hotels L.L.C. Dubai Vereinigte Arabische Emirate 100
TUI Brasil Operadora e Agência de Viagens LT D A . Curitiba Brasilien 100
TUI Bulgaria EOOD Varna Bulgarien 100
TUI Chile Operador y Agencia de Viajes SpA Santiago Chile 100
TUI China Travel CO. Ltd. Peking China 75
TUI Curaçao N.V. Curaçao 100
TUI Customer Operations GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Cyprus Limited Nikosia Zypern 100
TUI Danmark A/S Kopenhagen Dänemark 100
TUI Destination Experiences (Thailand) Limited Bangkok * Thailand 49
TUI Destination Experiences Costa Rica SA San José Costa Rica 100
TUI Destination Services Cyprus Nikosia Zypern 100
TUI Deutschland GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Dominicana SAS Higuey Dominikanische Republik 100
TUI España Turismo SL Palma de Mallorca Spanien 100
TUI Finland OY AB Helsinki Finnland 100
TUI France SA Levallois-Perret Frankreich 100
TUI Group Fleet Finance Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI Group UK Healthcare Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI Hellas Travel Tourism and Airlines A.E. Athen Griechenland 100
TUI Holding Spain S.L. Palma de Mallorca Spanien 100
TUI Holidays Ireland Limited Dublin Irland 100
TUI Hotel Betriebsgesellschaft mbH Hannover Deutschland 100
TUI India Private Limited Neu-Delhi Indien 100
TUI International Holiday (Malaysia) Sdn. Bhd. Kuala Lumpur Malaysia 100
TUI Ireland Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI Italia S.r.l. Sorrent Italien 100
TUI Italia S.r.l. „in liquidazione“ Fidenza Italien 100
TUI Jamaica Limited Montego Bay Jamaika 100
TUI LT E Viajes S.A de C.V Mexiko-Stadt Mexiko 100
TUI Malta Limited Pieta Malta 100
TUI Mexicana S.A. de C.V. Mexiko-Stadt Mexiko 100
TUI Musement UK Holding Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI Nederland Holding N.V. Rijswijk Niederlande 100
TUI Nederland N.V. Rijswijk Niederlande 100
TUI Nordic Holding AB Stockholm Schweden 100
TUI Norge AS Stabekk Norwegen 100
TUI Northern Europe Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI Österreich GmbH Wien Österreich 100
TUI Pension Scheme (UK) Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI Pensions Restricted SPV Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI Platform Services GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Poland Dystrybucja Sp. z o.o. Warschau Polen 100
TUI Poland Sp. z o.o. Warschau Polen 100
TUI PORTUGAL - Agencia de Viagens e Turismo S.A. Faro Portugal 100
TUI Reisecenter Austria Business Travel GmbH Wien Österreich 74,9
TUI Service AG Altendorf Schweiz 100
TUI Spain, SLU Madrid Spanien 100
TUI Suisse Retail AG Zürich Schweiz 100
TUI Sverige AB Stockholm Schweden 100
TUI Travel Aviation Finance Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI TRAVELStar GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Tunisia S.A. Tunis Tunesien 100
TUI UK Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI UK Retail Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI UK Transport Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUIfly GmbH Langenhagen Deutschland 100
TUIfly Nordic AB Stockholm Schweden 100
TUIfly Vermarktungs GmbH Hannover Deutschland 100
Tunisie Investment Services Holding S.A. Tunis Tunesien 100
Turcotel Turizm A.Ş. Istanbul Türkei 100
Turkuaz Insaat Turizm A.Ş. Ankara Türkei 100
Ultramar Express Transport S.A. Palma de Mallorca Spanien 100
Umbhaba Eco Lodge Proprietary Limited Kapstadt Südafrika 90
WOT Hotels Adriatic Management d.o.o. Zagreb Kroatien 51
Zanzibar Beach Village Limited Sansibar Tansania 100

Alle übrigen Segmente

Firma Land Kapitalanteil in %
Absolut Insurance Limited St. Peter PortGuernsey 100
Canadian Pacific ( UK) Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
Cast Agencies Europe Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
CP Ships (Bermuda) Ltd. Hamilton Bermuda 100
CP Ships (UK) Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
DEFAG Beteiligungsverwaltungs GmbH I Hannover Deutschland 100
DEFAG Beteiligungsverwaltungs GmbH III Hannover Deutschland 100
First Choice Holidays Finance Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
First Choice Holidays Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
First Choice Olympic Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
Jetset Group Holding (Brazil) Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
Jetset Group Holding Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
Leibniz-Service GmbH Hannover Deutschland 100
Mala Pronta Viagens e Turismo Ltda. Curitiba Brasilien 100
PM Peiner Maschinen GmbH Hannover Deutschland 100
Preussag Beteiligungsverwaltungs GmbH IX Hannover Deutschland 100
Sovereign Tour Operations Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
Thomson Airways Trustee Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
travel-Ba.Sys GmbH & Co KG Mülheim an der Ruhr Deutschland 83,5
TUI Aviation Holding GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Beteiligungs GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Business Services GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Canada Holdings, Inc. Toronto Kanada 100
TUI Global Business Services Tunisia S.A.R.L Tunis Tunesien 100
TUI Group Services GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Group UK Trustee Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI Immobilien Services GmbH Hannover Deutschland 100
TUI InfoTec GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Insurance & Financial GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Leisure Travel Service GmbH Neuss Deutschland 100
TUI Technology NV Zaventem Belgien 100
TUI Technology Portugal Unipessoal Lda. Matosinhos Portugal 100

INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

175 Konzernabschluss

180 Konzernanhang

180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

199 Segmentberichterstattung

203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

210 Erläuterungen zur Konzernbilanz

265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

266 Sonstige Erläuterungen

276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung

285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Firma Land Kapitalanteil in %

Firma Land Kapitalanteil in %
TUI UK Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI UK Retail Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI UK Transport Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUIfly GmbH Langenhagen Deutschland 100
TUIfly Nordic AB Stockholm Schweden 100
TUIfly Vermarktungs GmbH Hannover Deutschland 100
Tunisie Investment Services Holding S.A. Tunis Tunesien 100
Turcotel Turizm A.Ş. Istanbul Türkei 100
Turkuaz Insaat Turizm A.Ş. Ankara Türkei 100
Ultramar Express Transport S.A. Palma de Mallorca Spanien 100
Umbhaba Eco Lodge Proprietary Limited Kapstadt Südafrika 90
WOT Hotels Adriatic Management d.o.o. Zagreb Kroatien 51
Zanzibar Beach Village Limited Sansibar Tansania 100
Absolut Insurance Limited St. Peter PortGuernsey 100
Canadian Pacific ( UK) Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
Cast Agencies Europe Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
CP Ships (Bermuda) Ltd. Hamilton Bermuda 100
CP Ships (UK) Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
DEFAG Beteiligungsverwaltungs GmbH I Hannover Deutschland 100
DEFAG Beteiligungsverwaltungs GmbH III Hannover Deutschland 100
First Choice Holidays Finance Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
First Choice Holidays Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
First Choice Olympic Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
Jetset Group Holding (Brazil) Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
Jetset Group Holding Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
Leibniz-Service GmbH Hannover Deutschland 100
Mala Pronta Viagens e Turismo Ltda. Curitiba Brasilien 100
PM Peiner Maschinen GmbH Hannover Deutschland 100
Preussag Beteiligungsverwaltungs GmbH IX Hannover Deutschland 100
Sovereign Tour Operations Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
Thomson Airways Trustee Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
travel-Ba.Sys GmbH & Co KG Mülheim an der Ruhr Deutschland 83,5
TUI Aviation Holding GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Beteiligungs GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Business Services GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Canada Holdings, Inc. Toronto Kanada 100
TUI Global Business Services Tunisia S.A.R.L Tunis Tunesien 100
TUI Group Services GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Group UK Trustee Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI Immobilien Services GmbH Hannover Deutschland 100
TUI InfoTec GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Insurance & Financial GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Leisure Travel Service GmbH Neuss Deutschland 100
TUI Technology NV Zaventem Belgien 100
TUI Technology Portugal Unipessoal Lda. Matosinhos Portugal 100

273 INHALT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS UNDANHANG

175 Konzernabschluss

180 Konzernanhang

180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

199 Segmentberichterstattung

203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

210 Erläuterungen zur Konzernbilanz

265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

266 Sonstige Erläuterungen

276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung

285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Firma Land Kapitalanteil in %

Firma Land Kapitalanteil in %
TUI UK Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI UK Retail Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI UK Transport Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUIfly GmbH Langenhagen Deutschland 100
TUIfly Nordic AB Stockholm Schweden 100
TUIfly Vermarktungs GmbH Hannover Deutschland 100
Tunisie Investment Services Holding S.A. Tunis Tunesien 100
Turcotel Turizm A.Ş. Istanbul Türkei 100
Turkuaz Insaat Turizm A.Ş. Ankara Türkei 100
Ultramar Express Transport S.A. Palma de Mallorca Spanien 100
Umbhaba Eco Lodge Proprietary Limited Kapstadt Südafrika 90
WOT Hotels Adriatic Management d.o.o. Zagreb Kroatien 51
Zanzibar Beach Village Limited Sansibar Tansania 100
Absolut Insurance Limited St. Peter PortGuernsey 100
Canadian Pacific ( UK) Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
Cast Agencies Europe Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
CP Ships (Bermuda) Ltd. Hamilton Bermuda 100
CP Ships (UK) Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
DEFAG Beteiligungsverwaltungs GmbH I Hannover Deutschland 100
DEFAG Beteiligungsverwaltungs GmbH III Hannover Deutschland 100
First Choice Holidays Finance Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
First Choice Holidays Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
First Choice Olympic Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
Jetset Group Holding (Brazil) Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
Jetset Group Holding Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
Leibniz-Service GmbH Hannover Deutschland 100
Mala Pronta Viagens e Turismo Ltda. Curitiba Brasilien 100
PM Peiner Maschinen GmbH Hannover Deutschland 100
Preussag Beteiligungsverwaltungs GmbH IX Hannover Deutschland 100
Sovereign Tour Operations Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
Thomson Airways Trustee Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
travel-Ba.Sys GmbH & Co KG Mülheim an der Ruhr Deutschland 83,5
TUI Aviation Holding GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Beteiligungs GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Business Services GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Canada Holdings, Inc. Toronto Kanada 100
TUI Global Business Services Tunisia S.A.R.L Tunis Tunesien 100
TUI Group Services GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Group UK Trustee Limited Luton Großbritannien und Nordirland 100
TUI Immobilien Services GmbH Hannover Deutschland 100
TUI InfoTec GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Insurance & Financial GmbH Hannover Deutschland 100
TUI Leisure Travel Service GmbH Neuss Deutschland 100
TUI Technology NV Zaventem Belgien 100
TUI Technology Portugal Unipessoal Lda. Matosinhos Portugal 100

Das Geschäftsjahr 2024

Zusammengefasster Lagebericht

Corporate Governance

Konzernabschluss und Anhang

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
180 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
199 Segmentberichterstattung
203 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
210 Erläuterungen zur Konzernbilanz
265 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
266 Sonstige Erläuterungen
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Firma Land Kapitalanteil in %

Common Investment Fund Trustee Limited, Luton Großbritannien und Nordirland 100
Vereinigtes Königreich
TUI Travel Group Solutions Limited, Luton Großbritannien und Nordirland 100
Vereinigtes Königreich
TUI Travel Holdings Limited, Luton Großbritannien und Nordirland 100
Vereinigtes Königreich
TUI Travel Limited, Luton Großbritannien und Nordirland 100
Vereinigtes Königreich
TUI Travel Overseas Holdings Limited, Luton Großbritannien und Nordirland 100

Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen

Touristik „Schwerin Plus“ Touristik-Service GmbH, Schwerin Deutschland 80
Airline Consultancy Services S.A.R.L., Casablanca Marokko 100
Ambassador Tours S.A., Barcelona Spanien 100
Centro de Servicios Destination Management S.A. de C.V., Cancun Mexiko 100
FIRST Reisebüro Güttler Verwaltungs GmbH, Hannover Deutschland 75
L’ TUR SARL, Schiltigheim Frankreich 100
Lunn Poly (Jersey) Limited, St. Helier Jersey (Kanalinsel) 100
Nouvelles Frontières Burkina Faso EURL, Ouagadougou Burkina Faso 100
Nouvelles Frontières Tereso EURL, Grand Bassam Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) 100
Nouvelles Frontières Togo S.R.L.(i.L), Lome Togo 99

Firma Land Kapitalanteil in %
Riusa Hotel Management FZC, Dubai Vereinigte Arabische Emirate 100
Société de Gestion du resort Al Baraka, Marrakesch Marokko 100
Trendturc Turizm Otelcilik ve Ticaret A.Ş., Istanbul Türkei 100
TUI 4 U Poland sp.zo.o., Warschau Polen 100
TUI d.o.o., Maribor Slowenien 100
TUI Magyarország Utazasi Iroda Kft., Budapest Ungarn 100
TUI Reisecenter GmbH, Salzburg Österreich 100
TUI ReiseCenter Slovensko s.r.o., Bratislava Slowakei 100
TUI Travel Cyprus Limited, Nikosia Zypern 100
TUI Travel Tech Vietnam Limited, Ho-Chi-Minh-Stadt Vietnam 100
TUIFly Academy Brussels, Zaventem Belgien 100
VPM Antilles S.R.L., Clichy Frankreich 100
VPM SA, Clichy Frankreich 100

Alle übrigen Segmente

Bergbau Goslar GmbH, Goslar Deutschland 100
travel-Ba.Sys Beteiligungs GmbH, Mülheim an der Ruhr Deutschland 83,5

At Equity zu bewertende Unternehmen

Touristik Abou Soma for Hotels S.A.E., Gizeh Ägypten 16,7
Ahungalla Resorts Limited, Colombo Sri Lanka 40
Aitken Spence Travels (Private) Limited, Colombo Sri Lanka 50
Vereinigtes Königreich
ARP Africa Travel Limited, Harrow Großbritannien und Nordirland 25
Atlantica Hellas A.E., Rhodos Griechenland 50
Atlantica Hotels and Resorts Limited, Lemesos Zypern 49,9
Bartu Turizm Yatirimlari Anonim Sirketi, Istanbul Türkei 50
Clubhotel Kleinarl GmbH & Co KG, Flachau Österreich 24
Daktari Travel & Tours Ltd., Limassol Zypern 33,3
DER Reisecenter TUI GmbH, Dresden Deutschland 50
ENC for touristic Projects Company S.A.E., Sharm el Sheikh Ägypten 50
Etapex, S.A., Agadir Marokko 35
Fanara Residence for Hotels S.A.E., Sharm el Sheikh Ägypten 50
Fly4 Airlines Green Limited, Dublin Irland 49

Firma Land Kapitalanteil in %
Gebeco Gesellschaft für internationale Begegnung und Cooperation mbH & Co. KG, Kiel Deutschland 50
Grupotel dos S.A., Can Picafort Spanien 50
Ha Minh Ngan Company Limited, Hanoi Vietnam 50
Holiday Travel (Israel) Limited, Airport City Israel 50
Hydrant Refuelling System NV, Brüssel Belgien 25
InteRes Gesellschaft für Informationstechnologie mbH, Darmstadt Deutschland 25,2
Jaz Hospitality Services DMCC, Dubai Vereinigte Arabische Emirate 50
Jaz Hotel Group S.A.E., Kairo Ägypten 51
Kamarayat Nabq Company for Hotels S.A.E., Sharm el Sheikh Ägypten 50
Midnight Canada, Inc., Toronto Kanada 49
Midnight Holdings Limited, George Town Kaimaninseln 49
Midnight International Holdings Limited, Toronto Kanada 49
Pep Toni Hotels S.A., Palma Spanien 49
Pollman’s Tours and Safaris Limited, Mombasa Kenia 25
Ranger Safaris Ltd., Arusha Tansania 25
Sharm El Maya Touristic Hotels Co. S.A.E., Kairo Ägypten 50
Südwest Presse + Hapag-Lloyd Reisebüro GmbH & Co. KG, Ulm Deutschland 50
Sun Oasis for Hotels Company S.A.E., Hurghada Ägypten 50
Teckcenter Reisebüro GmbH, Kirchheim unter Teck Deutschland 50
Tikida Bay S.A., Agadir Marokko 34
TIKIDA DUNES S.A., Agadir Marokko 30
Tikida Palmeraie S.A., Marrakesch Marokko 33,3
Travco Group Holding S.A.E., Kairo Ägypten 50
TUI Cruises GmbH, Hamburg Deutschland 50
TUI Global Hospitality Fund SCS, SICAF-RAIF, Grevenmacher Luxemburg 10
UK Hotel Holdings FZC L.L.C., Fujairah Vereinigte Arabische Emirate 50
Vitya Holding Co. Ltd., Takua, Phang Nga Province Thailand 47,5

Alle übrigen Segmente

. BOSYS SOFTWARE GMBH, Hamburg Deutschland 25,2


275

Inhalt

Das Geschäftsjahr 2024

Zusammengefasster Lagebericht

Corporate Governance

Konzernabschluss und Anhang

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Hannover, 9. Dezember 2024

Der Vorstand
Sebastian Ebel
Mathias Kiep
Peter Krueger
Sybille Reiss
David Schelp


276

Inhalt

Das Geschäftsjahr 2024

Zusammengefasster Lagebericht

Corporate Governance

Konzernabschluss und Anhang

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Der Geschäftsbericht, insbesondere der Prognosebericht als Teil des Lageberichts, enthält verschiedene Prognosen und Erwartungen sowie Aussagen, die die zukünftige Entwicklung des TUI Konzerns und der TUI AG betreffen. Diese Aussagen beruhen auf Annahmen und Schätzungen und können mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse sowie die Finanz- und Vermögenslage können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Gründe hier für können, neben anderen, Marktschwankungen, die Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohstoffe sowie der Finanzmärkte und Wechselkurse, Veränderungen nationaler und internationaler Gesetze und Vorschriften oder grundsätzliche Veränderungen des wirtschaftlichen und politischen Umfelds sein. Es ist weder beabsichtigt noch übernimmt TUI eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren oder sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Erscheinen dieses Geschäftsberichts anzupassen.


285

Inhalt

Das Geschäftsjahr 2024

Zusammengefasster Lagebericht

Corporate Governance

Konzernabschluss und Anhang

175 Konzernabschluss
180 Konzernanhang
276 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
277 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
283 Vermerk über die Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung
285 Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Finanzkalender

  1. FEBRUAR 2025 Ordentliche Hauptversammlung 2025
  2. FEBRUAR 2025 Quartalsmitteilung Q1 2025
  3. MAI 2025 Halbjahresfinanzbericht H1 2025
  4. AUGUST 2025 Quartalsmitteilung Q3 2025
  5. SEPTEMBER 2025 Buchungsupdate
  6. DEZEMBER 2025 Geschäftsbericht 2025, Investoren- und Analystenkonferenz

Impressum

HERAUSGEBER
TUI AG
Karl-Wiechert-Allee 23
30625 Hannover
Tel.: + 49 511 566-00
Fax: + 49 511 566-1901
www.tuigroup.com

KONZEPT UND DESIGN
3st kommunikation, Mainz

FOTOGRAFIE
TUI Group (Titelbild, S. 10); Ben Fisher (S. 6 – 9); Maxwell Photography (S. 12)


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