Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2025

Aug 14, 2025

435_rns_2025-08-14_b6165426-ea32-48fb-aa10-e09c24a07a6b.html

Interim / Quarterly Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

thyssenkrupp AG

Duisburg und Essen

thyssenkrupp Zwischenbericht 9 Monate 2024/2025

thyssenkrupp in Zahlen

THYSSENKRUPP IN ZAHLEN

Konzern
9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 Veränderung in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 24.904 30.705 5.801 23
Umsatzerlöse Mio € 26.231 24.560 - 1.671 - 6
EBITDA Mio € 787 1.081 293 37
EBIT1) Mio € - 73 239 311 ++
EBIT-Marge % - 0,3 1,0 1,2 ++
Bereinigtes EBIT1) Mio € 416 365 - 51 - 12
Bereinigte-EBIT-Marge % 1,6 1,5 - 0,1 - 6
Ergebnis vor Steuern Mio € - 213 234 448 ++
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach Steuern Mio € - 410 - 121 289 70
davon Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG Mio € - 446 - 174 272 61
Ergebnis je Aktie - 0,72 - 0,28 0,44 61
Operating Cashflow Mio € - 61 41 103 ++
Cashflow für Investitionen Mio € - 879 - 838 40 5
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 56 432 376 ++
Free Cashflow2) Mio € - 885 - 365 520 59
Free Cashflow vor M&A2) Mio € - 983 - 817 166 17
Netto-Finanzguthaben (30.6.) Mio € 3.191 3.745 554 17
Eigenkapital (30.6.) Mio € 11.667 9.866 - 1.802 - 15
Gearing (30.6.) % -3) -3) - -
Mitarbeiter (30.6.) 97.860 93.955 - 3.905 - 4

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

3) Aufgrund des deutlich positiven Eigenkapitals und des ausgewiesenen Netto-Finanzguthabens ist die Gearing-Kennzahl negativ und die Aussage der Gearing-Kennzahl damit eingeschränkt.

THYSSENKRUPP IN ZAHLEN

Konzern
3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025 Veränderung in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 8.355 10.145 1.791 21
Umsatzerlöse Mio € 8.986 8.151 - 836 - 9
EBITDA Mio € 257 219 - 37 - 15
EBIT1) Mio € 84 - 52 - 136 --
EBIT-Marge % 0,9 - 0,6 - 1,6 --
Bereinigtes EBIT1) Mio € 149 155 7 4
Bereinigte-EBIT-Marge % 1,7 1,9 0,3 15
Ergebnis vor Steuern Mio € 26 - 53 - 79 --
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach Steuern Mio € - 33 - 255 - 222 --
davon Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG Mio € - 54 - 278 - 224 --
Ergebnis je Aktie - 0,09 - 0,45 - 0,36 --
Operating Cashflow Mio € 249 48 - 201 - 81
Cashflow für Investitionen Mio € - 481 - 269 212 44
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 29 9 - 20 - 70
Free Cashflow2) Mio € - 203 - 212 - 9 - 5
Free Cashflow vor M&A2) Mio € - 256 - 227 28 11
Netto-Finanzguthaben (30.6.) Mio € 3.191 3.745 554 17
Eigenkapital (30.6.) Mio € 11.667 9.866 - 1.802 - 15
Gearing (30.6.) % -3) -3) - -
Mitarbeiter (30.6.) 97.860 93.955 - 3.905 - 4

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

3) Aufgrund des deutlich positiven Eigenkapitals und des ausgewiesenen Netto-Finanzguthabens ist die Gearing-Kennzahl negativ und die Aussage der Gearing-Kennzahl damit eingeschränkt.

STAMMDATEN UND KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE / ADR

ISIN Anzahl Aktien (insgesamt) Stück 622.531.741
Aktien (Börsen Frankfurt, Düsseldorf) DE 000 750 0001 Kurs Ende Juni 2025 9,12
ADR (Außerbörslicher Handel) US88629Q2075 Marktkapitalisierung Ende Juni 2025 Mio € 5.677
Kürzel
Aktien TKA
ADR TKAMY

Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

In diesem Finanzbericht verwenden wir im Interesse der besseren Lesbarkeit ausschließlich die grammatisch männliche Form, wie bspw. "Aktionär" oder "Mitarbeiter". Sie bezieht sich immer zugleich auf alle relevanten Geschlechter.

Zwischenlagebericht

Vorbemerkungen

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp im Geschäftsjahr 2024 / 2025.

Für weitere Details zur Beteiligung TK Elevator, die thyssenkrupp seit dem Verkauf des Aufzugsgeschäfts Elevator Technology Ende Juli 2020 hält und die im Rahmen der Segmentberichterstattung der "Überleitung" zugeordnet ist, siehe auch Anhang-Nr. 09 (Segmentberichterstattung) und Anhang-Nr. 08 (Finanzinstrumente).

Im Geschäftsjahr 2023 / 2024 wurde für die Aktivitäten von thyssenkrupp Electrical Steel India aus dem Segment Steel Europe ein Verkaufsprozess eingeleitet, der im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2023 / 2024 erstmals die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis als Veräußerungsgruppe erfüllt. Dementsprechend wurde in der Bilanz zum 30. September 2024 ein gesonderter Ausweis der auf diese Aktivitäten entfallenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erforderlich. Der Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India wurde am 30. Januar2025 abgeschlossen.

Die Darstellung des Geschäftsverlaufs ist nach Segmenten gegliedert.

Wirtschaftsbericht

Auftragseingang Umsatzerlöse EBIT1)
Mio € Mio € Mio €
--- --- --- --- --- --- ---
9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025
--- --- --- --- --- --- ---
Automotive Technology 5.630 5.162 5.699 5.255 163 - 4
Decarbon Technologies 2.140 1.920 2.775 2.643 - 119 60
Materials Services 9.244 8.629 9.217 8.640 8 67
Steel Europe 8.044 7.181 8.127 7.270 - 14 251
Marine Systems 810 8.591 1.403 1.601 74 85
Corporate Headquarters 5 5 6 4 - 165 - 182
Überleitung - 970 - 784 - 996 - 853 - 19 - 38
Konzern 24.904 30.705 26.231 24.560 - 73 239
Bereinigtes EBIT1) Mitarbeiter
Mio €
--- --- --- --- ---
9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 30.6.2024 30.6.2025
--- --- --- --- ---
Automotive Technology 174 98 31.848 29.568
Decarbon Technologies - 61 76 12.601 12.367
Materials Services 153 82 16.114 15.565
Steel Europe 238 177 27.090 25.941
Marine Systems 72 85 7.896 8.366
Corporate Headquarters - 144 - 141 633 610
Überleitung - 16 - 11 1.678 1.538
Konzern 416 365 97.860 93.955

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

Auftragseingang Umsatzerlöse EBIT1)
Mio € Mio € Mio €
--- --- --- --- --- --- ---
3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025 3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025 3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025
--- --- --- --- --- --- ---
Automotive Technology 1.886 1.788 1.914 1.785 83 - 11
Decarbon Technologies 800 708 945 852 - 91 35
Materials Services 3.094 2.726 3.194 2.860 17 40
Steel Europe 2.732 2.098 2.818 2.453 117 - 64
Marine Systems 141 3.001 438 500 30 23
Corporate Headquarters 1 1 2 1 - 62 - 75
Überleitung - 299 - 176 - 325 - 300 - 11 1
Konzern 8.355 10.145 8.986 8.151 84 - 52
Bereinigtes EBIT1)
Mio €
--- --- ---
3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025
--- --- ---
Automotive Technology 78 61
Decarbon Technologies - 59 42
Materials Services 58 45
Steel Europe 100 31
Marine Systems 30 23
Corporate Headquarters - 47 - 41
Überleitung - 11 - 6
Konzern 149 155

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

Zusammenfassung

Der Geschäftsverlauf des Konzerns stellte sich in den ersten 9 Monaten im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Der Auftragseingang lag im Berichtszeitraum deutlich über Vorjahr (+5,8 Mrd € bzw. +23 %), i. W. aufgrund zweier größerer Neubauaufträge bei Marine Systems im 1. Quartal sowie der Auftragserweiterung über zwei weitere U-Boote aus Singapur im 3. Quartal.
Der Umsatz ging aufgrund rückläufiger Nachfrage und Preise i. W. bei Steel Europe und Materials Services sowie durch geringere Volumina bei Automotive Technology zurück (- 1,7 Mrd € bzw. - 6 %).
Das Bereinigte EBIT lag aufgrund rückläufiger Beiträge von Automotive Technology, Materials Services und Steel Europe unter dem Vorjahreszeitraum (- 51 Mio € bzw. - 12 %), wohingegen Decarbon Technologies und Marine Systems jeweils einen Anstieg verzeichneten.
Das Periodenergebnis lag mit - 121 Mio € über Vorjahr (+289 Mio €), i. W. aufgrund der aus der Veräußerung von tk Electrical Steel India resultierenden Gewinne, einer Zuschreibung auf die Elevator-Beteiligung im 2. Quartal sowie positiven Effekten aus der Bewertung von CO2-Zertifikaten. Gegenläufig wirkten höhere Wertminderungsaufwendungen sowie die Abwertung aktiver latenter Steuern.
Der FCF vor M&A war weiterhin negativ, lag aber mit - 817 Mio € aufgrund eines deutlich gestiegenen Beitrags von Marine Systems im Zusammenhang mit Neubauaufträgen über Vorjahresniveau (+166 Mio €).

Der Geschäftsverlauf des Konzerns stellte sich im 3. Quartal im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Der Auftragseingang lag im Berichtszeitraum über Vorjahr (+1,8 Mrd € bzw. +21 %); der Haupttreiber war Marine Systems mit einer Auftragserweiterung über zwei weitere U-Boote aus Singapur.
Der Umsatz hingegen entwickelte sich rückläufig (- 0,8 Mrd Mio € bzw. - 9 %); lediglich Marine Systems konnte seinen Umsatzbeitrag im Vergleich zum Vorjahr steigern.
Das Bereinigte EBIT lag über Vorjahr (+7 Mio € bzw. +4 %); der deutliche Ergebnisanstieg bei Decarbon Technologies konnte die Rückgänge in den anderen Segmenten kompensieren.
Das Periodenergebnis lag mit - 255 Mio € unter Vorjahr (- 222 Mio €), i. W. aufgrund höherer Wertminderungsaufwendungen bei Steel Europe, Restrukturierungsaufwendungen bei Automotive Technology sowie der Abwertung aktiver latenter Steuern.
Der FCF vor M&A lag mit - 227 Mio € über Vorjahr (+28 Mio € bzw. +11 %).

Der Geschäftsverlauf in den Segmenten in den ersten 9 Monaten im Vergleich zum Vorjahr stellte sich wie nachstehend dar. Der Geschäftsverlauf in den Segmenten im 3. Quartal wird im Kapitel "Berichterstattung zu den Segmenten" erläutert.

Bei Automotive Technology lagen Auftragseingang und Umsatz aufgrund rückläufiger Kundennachfrage unter dem Vorjahr. Auch das Bereinigte EBIT sank gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich hierfür waren i. W. ein geringeres Absatzvolumen und Aufwendungen für Qualitätsfälle. Positiv wirkten dagegen geringere Personalkosten trotz tarifabschlussbedingter Steigerungen auch infolge vorausgegangener Restrukturierungen sowie geringere Fehlleistungskosten bei Automation Engineering. Die wesentlichen Sondereffekte betrafen Restrukturierungsaufwendungen (93 Mio €).
Bei Decarbon Technologies hat sich sowohl absolut als auch unter Berücksichtigung der Entkonsolidierungseffekte von thyssenkrupp Industries India der Auftragseingang reduziert. Der Umsatz hingegen konnte auf vergleichbarer Basis gesteigert werden. Das Bereinigte EBIT lag deutlich über dem von außerordentlichen Mehrkosten geprägten Vorjahr.
Materials Services verzeichnete einen Rückgang bei Auftragseingang und Umsatz i. W. aufgrund niedriger Preise und einer weiterhin verhaltenen Nachfrage. Der Werk- und Rohstoffabsatz war ebenfalls rückläufig. Das Bereinigte EBIT lag trotz positiver Effekte aus Kostensenkungsmaßnahmen marktbedingt deutlich unter Vorjahr.
Steel Europe verzeichnete infolge anhaltend schwacher Nachfrage einen rückläufigen Auftragseingang. Auch der Umsatz lag mengen- und preisbedingt unter dem Vorjahresniveau. Das Bereinigte EBIT lag insbesondere aufgrund des geringeren Erlös-, Versand- und Auslastungsniveaus unter Vorjahr. Unterstützend wirkten hingegen positive, teilweise aperiodische Kosteneffekte (i. W. Strompreiskompensation, Bewertung von Rückstellungen und Bestandseffekte), geringere Abschreibungen infolge der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 2023 / 2024, rückläufige Rohstoffkosten sowie positive Effekte aus Kostensenkungsmaßnahmen. Die wesentlichen Sondereffekte betrafen Gewinne aus der Veräußerung von tk Electrical Steel India (321 Mio €) im 2. Quartal, positive Effekte aus der Bewertung von CO2-Zertifikaten (79 Mio €) sowie gegenläufig Wertminderungsaufwendungen (299 Mio €).
Marine Systems verzeichnete einen höheren Auftragseingang i. W. durch die Auftragserweiterung des deutsch-norwegischen U-Boot-Programms 212CD, Italien und Singapur im Bereich Unterwasser, den Auftrag der neuen Polarstern im Bereich Überwasser sowie einen Auftragseingang im Bereich Service für die Deutsche Marine. Umsatz und Bereinigtes EBIT lagen ebenfalls über Vorjahr, i. W. resultierend aus den Projektfortschritten im Neubaugeschäft sowie den Bereichen Service und Marineelektronik und -software.

Gesamtjahresprognose

Im Vergleich zur vorherigen Prognose im Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2024 / 2025 wurden die Erwartungen für den Konzern wie folgt geändert:

Der Umsatz wird nun in einer Spanne zwischen - 7 % bis - 5 % gegenüber Vorjahr erwartet (zuvor: - 3 % bis 0 % gegenüber Vorjahr). Dies resultiert i. W. aus den nachfrage- und preisinduzierten Anpassungen bei Automotive Technology, Materials Services und Steel Europe.
Das Bereinigte EBIT wird nun am unteren Ende der Bandbreite von 600 Mio € bis 1.000 Mio € erwartet (zuvor: Zwischen 600 und 1.000 Mio €). Dies resultiert i. W. aus der Anpassung der Erwartungen an den Umsatz.
Als Reaktion hierauf werden auch die Investitionen restriktiver geplant. Sie werden nun in einer Spanne zwischen 1.400 und 1.600 Mio € erwartet (zuvor: Zwischen 1.600 und 1.800 Mio €).

Makro- und Branchenumfeld

Nahostkonflikt verstärkt bereits erhöhte globale Unsicherheiten - Deutschland hofft auf wirtschaftspolitischen Umschwung

Trotz zahlreicher Herausforderungen entwickelte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2024 mit einem Wachstum von 2,8 % robust. Für das Gesamtjahr 2025 wird ein moderateres Wachstum von 2,4 % erwartet, was eine Anpassung gegenüber der im Geschäftsbericht 2023 / 2024 prognostizierten Rate von 2,7 % darstellt. Damit verzögert sich die ursprünglich erwartete Konjunkturerholung entsprechend weiter.

Die Entwicklung der Weltwirtschaft wird weiterhin maßgeblich von den bereits im Geschäftsbericht 2023/ 2024 beschriebenen erheblichen Risiken geprägt. Die Unsicherheit, die sich nach der verschärften US-Zollpolitik zuletzt durch eine vorläufige Einigung zwischen der EU und den USA etwas abgeschwächt hatte, ist durch die jüngste Eskalation im Nahen Osten wieder deutlich gestiegen. Zudem bleibt abzuwarten, wie sich die Zollpolitik der USA sowie die Reaktionen anderer Volkswirtschaften künftig entwickeln werden.

Im Jahr 2024 schrumpfte die deutsche Wirtschaft preisbereinigt um 0,2 % und wird voraussichtlich auch 2025 mit einem moderaten Wachstum von etwa 0,2 % deutlich langsamer wachsen als ursprünglich prognostiziert. Die neue Bundesregierung plant, die Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben auszuweiten und angekündigte Maßnahmen wie steuerliche Anreize umzusetzen, um die wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen. Für die Europäische Union wird nach einem moderaten Wachstum von rund 1,0 % in 2024 ein nahezu unverändertes Wachstum von etwa 1,1 % für 2025 erwartet.

Die aktuelle US-Handels- und Außenpolitik sorgt weltweit für Unsicherheiten. Für 2025 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,4 % in den USA erwartet, doch höhere Importzölle und Unsicherheiten auf den Arbeitsmärkten stellen kurzfristige und mittelfristige Herausforderungen dar.

Die Erwartungen für die Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft bleiben im Vergleich zum Geschäftsbericht 2023 / 2024 auf ähnlichem Niveau.

BRUTTOINLANDSPRODUKT

reale Veränderung zum Vorjahr in % 20241) 20251)
Europäische Union 1,0 1,1
Deutschland - 0,2 0,2
Osteuropa und Zentralasien 4,5 2,6
USA 2,8 1,4
Brasilien 3,0 2,3
Japan 0,2 0,8
China 5,0 4,5
Indien 6,5 6,2
Naher Osten & Nordafrika 1,3 3,5
Welt 2,8 2,4

1) Kalenderjahr; Prognosen (teilweise)

Quelle: S&P Global Market Intelligence, Global Economy (Juli 2025)

Automobilindustrie

Wie im Geschäftsbericht prognostiziert, ging die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr zurück. Aufgrund eines stärkeren vierten Kalenderquartals in China fiel das Produktionsvolumen jedoch etwas höher aus als zunächst angenommen. Für das Jahr 2025 sind angesichts der angespannten geopolitischen Lage weitere negative Einflüsse auf die globalen Produktionsvolumina möglich. Gegenwärtig wird prognostiziert, dass die positive Produktionsentwicklung in China die erwarteten Rückgänge in Europa und Nordamerika in der globalen Betrachtung in etwa kompensieren.

Maschinenbau

Die weltweiten Branchenaussichten im Maschinenbau zeigen 2025 ein geringes Wachstum und liegen weiterhin unter den zuvor im Geschäftsbericht 2023 / 2024 prognostizierten Erwartungen. Während im Geschäftsbericht 2023 / 2024 für Deutschland eine Stagnation und für die USA ein leichtes Wachstum erwartet worden waren, so werden aktuell für beide Wirtschaftsstandorte Umsatzrückgänge prognostiziert. Die Branche bleibt weiterhin angespannt - auch aufgrund anhaltend angespannter Handelsstreitigkeiten zwischen der EU und den USA.

Bauwirtschaft

Die Einschätzungen zur globalen Bauwirtschaft haben sich ähnlich wie im Maschinenbau entwickelt. Durch die schleppende Erholung in Deutschland und den USA hat sich die Branchenlage gegenüber dem Geschäftsbericht 2023 / 2024 weiter verschlechtert, wächst allerdings in 2025 voraussichtlich auf niedrigem Niveau. Für 2025 sind die Prognosen aufgrund der volatilen Marktsituation allerdings von Unsicherheiten geprägt.

Stahlumfeld

Die weltweite Stahlnachfrage im Jahr 2024 ist im Vorjahresvergleich wie im Geschäftsbericht angenommen zurückgegangen. Der Rückgang ist leicht stärker ausgeprägt als im Oktober prognostiziert. Die Nachfrage in der EU schloss das Jahr ebenfalls schwächer als im Vorjahr ab, jedoch etwas positiver als im Geschäftsbericht angenommen.

Die globalen sowie regionalen Markteinschätzungen für den Stahlmarkt bleiben gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2023 / 2024 unverändert. Aufgrund der anhaltenden geopolitischen und handelspolitischen Unsicherheiten hat der Weltstahlverband keine aktualisierte Einschätzung zur Entwicklung der globalen Stahlnachfrage für das Jahr 2025 publiziert.

ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN

20241) 20251)
Fahrzeugproduktion, in Mio Pkw und leichte Nutzfahrzeuge2)
Welt 89,6 89,9
Westeuropa (inkl. Deutschland) 10,3 9,8
Deutschland 4,2 4,1
Nordamerika (USA, Mexiko, Kanada) 15,5 14,8
USA 10,2 9,9
Mexiko 4,0 3,8
Japan 7,9 7,9
China 29,8 31,0
Indien 5,7 5,9
Brasilien 2,4 2,6
Maschinenbauumsatz, real, in % gegenüber Vorjahr
Welt 0,0 1,5
Europäische Union - 6,3 - 1,5
Deutschland - 7,8 - 2,8
USA - 2,8 - 1,3
Japan - 4,0 0,0
China 3,3 3,3
Indien 3,4 4,6
Bautätigkeit, real, in % gegenüber Vorjahr
Welt 2,8 2,4
Europäische Union - 1,2 1,7
Deutschland - 3,4 2,0
USA 6,5 1,4
Japan - 2,7 1,5
China 3,4 2,5
Indien 8,7 7,0
Stahlnachfrage, in % gegenüber Vorjahr
Welt - 2,2 N.a.
Europäische Union - 0,7 N.a.
Deutschland - 8,0 N.a.
USA - 1,6 N.a.
China - 5,4 N.a.
Indien 11,4 N.a.

1) Kalenderjahr; Prognosen (teilweise)

2) Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 6t

Quellen: S&P Global Market Intelligence, Comparative Industry (Juli 2025), S&P Global Mobility, LV Production (Juli 2025), Oxford Economics, worldsteel (März 2025), nationale Verbände

Berichterstattung zu den Segmenten

Automotive Technology

Geschäftsverlauf im 3. Quartal

AUTOMOTIVE TECHNOLOGY IN ZAHLEN

9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 Veränderung in % 3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025
Auftragseingang Mio € 5.630 5.162 - 8 1.886 1.788
Umsatzerlöse Mio € 5.699 5.255 - 8 1.914 1.785
EBITDA Mio € 388 204 - 48 149 57
EBIT Mio € 163 - 4 -- 83 - 11
Bereinigtes EBIT Mio € 174 98 - 44 78 61
Bereinigte-EBIT-Marge % 3,1 1,9 - 4,1 3,4
Investitionen Mio € 205 185 - 10 65 55
Mitarbeiter (30.6.) 31.848 29.568 - 7 31.848 29.568
Veränderung in %
Auftragseingang - 5
Umsatzerlöse - 7
EBITDA - 61
EBIT --
Bereinigtes EBIT - 21
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen - 14
Mitarbeiter (30.6.) - 7

Auftragseingang und Umsatz

Bei Automotive Technology lag der Auftragseingang und Umsatz im 3. Quartal aufgrund rückläufiger Kundennachfrage unter dem Vorjahr. Lediglich Automotive Body Solutions konnte gegenüber dem Vorjahr den Auftragseingang leicht steigern.

Bereinigtes EBIT

Das Bereinigte EBIT lag i. W. aufgrund des geringeren Absatzvolumens sowie Aufwendungen für Qualitätsfälle unter dem Vorjahr, das durch positive Einmaleffekte wie z.B. dem Erhalt einer Kompensation für Mindermengenabrufe begünstigt war. Ergebnisstützend wirkte u.a. die Reduktion der Personalkosten trotz tarifabschlussbedingter Steigerungen auch infolge vorausgegangener Restrukturierungen sowie APEX-Maßnahmen (wie z.B. Verhandlungen neuer Preiskonditionen, Einfordern von Kompensationen aus Mindermengen sowie Materialkosteneinsparungen und eine Vielzahl von Effizienzsteigerungsmaßnahmen).

Wesentliche Sondereffekte

Wesentliche Sondereffekte resultierten aus Restrukturierungsaufwendungen (68 Mio €).

Investitionen

Das Investitionsvolumen lag unter dem Niveau des Vorjahres. Im Bereich Steering wurde weiter in auftragsbezogene Projekte für elektrisch unterstützte Lenksysteme investiert, u.a. in Mexiko und Europa. Bei Dynamic Components wurde auftragsbezogen in die Produktion von Rotor- und Nockenwellen in Deutschland, Ungarn, Mexiko, China und Brasilien investiert.

Decarbon Technologies

Geschäftsverlauf im 3. Quartal

DECARBON TECHNOLOGIES IN ZAHLEN

9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 Veränderung in % 3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025
Auftragseingang Mio € 2.140 1.920 - 10 800 708
Umsatzerlöse Mio € 2.775 2.643 - 5 945 852
EBITDA Mio € - 11 145 ++ - 63 63
EBIT Mio € - 119 60 ++ - 91 35
Bereinigtes EBIT Mio € - 61 76 ++ - 59 42
Bereinigte-EBIT-Marge % - 2,2 2,9 - - 6,3 4,9
Investitionen Mio € 45 75 67 20 27
Mitarbeiter (30.6.) 12.601 12.367 - 2 12.601 12.367
Veränderung in %
Auftragseingang - 12
Umsatzerlöse - 10
EBITDA ++
EBIT ++
Bereinigtes EBIT ++
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen 33
Mitarbeiter (30.6.) - 2

Auftragseingang und Umsatz

Auftragseingang und Umsatz bei Decarbon Technologies lagen sowohl absolut als auch auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um die Effekte der im 3. Quartal 2023 / 2024 veräußerten thyssenkrupp Industries India unter dem Vorjahr. Der Rückgang im Auftragseingang ist wesentlich auf die weltweite Zurückhaltung der Kunden bei der Projektvergabe zurückzuführen. Beim Auftragseingang konnte der Rückgang im Bereich Wasserelektrolyse der thyssenkrupp nucera durch einen Zuwachs im Chemieanlagenbau, u.a. für eine Düngemittelanlage in Algerien, teilweise kompensiert werden. Rothe Erde konnte den Umsatz, getrieben durch das Windgeschäft, leicht steigern. In den weiteren Geschäftsbereichen sank der Umsatz, i. W. durch Rückgänge im Bereichen Wasserelektrolyse und Chlor-Alkali der thyssenkrupp nucera sowie im Neubau-Geschäft des Chemie- und Zementanlagenbaus.

Bereinigtes EBIT

Das Bereinigte EBIT war erneut positiv. Gegenüber dem Vorjahr, welches von außerordentlichen Mehrkosten belastet war, konnte das Bereinigte EBIT insbesondere aufgrund von Einmaleffekten (z.B. Aufholung einer Forderungswertberichtigung 13 Mio €), aber auch aufgrund einer verbesserten operativen Performance deutlich gesteigert werden. Mit Ausnahme der thyssenkrupp nucera, die in etwa auf Vorjahresniveau lag, konnten alle Geschäfte ihr Bereinigtes EBIT verbessern. Daneben wirkten APEX-Maßnahmen, i. W. Restrukturierungen sowie Effizienzsteigerungen und Einkaufsoptimierungen, positiv auf das bereinigte EBIT.

Wesentliche Sondereffekte

Im Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Sondereffekte.

Investitionen

Die Investitionen lagen im 3. Quartal über dem Vorjahresniveau. Ein Treiber dieses Anstiegs waren die erhöhten entwicklungsbezogenen Investitionen bei thyssenkrupp nucera, die zur Unterstützung des angestrebten Wachstums getätigt wurden. Auch bei Uhde erhöhten sich die Investitionen gegenüber dem Vorjahr, insbesondere durch den Bau einer Demo-Anlage für einen Ammoniak-Cracker in Zusammenarbeit mit Uniper. Bei Rothe Erde wurden gesteigerte Investitionen in die Stärkung des Technologieportfolios sowie in auftragsbezogene Projekte umgesetzt.

Materials Services

Geschäftsverlauf im 3. Quartal

MATERIALS SERVICES IN ZAHLEN

9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 Veränderung in % 3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025
Auftragseingang Mio € 9.244 8.629 - 7 3.094 2.726
Umsatzerlöse Mio € 9.217 8.640 - 6 3.194 2.860
EBITDA Mio € 204 168 - 18 50 74
EBIT Mio € 8 67 ++ 17 40
Bereinigtes EBIT Mio € 153 82 - 46 58 45
Bereinigte-EBIT-Marge % 1,7 1,0 - 1,8 1,6
Investitionen Mio € 43 51 19 16 18
Mitarbeiter (30.6.) 16.114 15.565 - 3 16.114 15.565
Veränderung in %
Auftragseingang - 12
Umsatzerlöse - 10
EBITDA 48
EBIT ++
Bereinigtes EBIT - 22
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen 12
Mitarbeiter (30.6.) - 3

Auftragseingang und Umsatz

Auftragseingang und Umsatz von Materials Services waren angesichts der konjunkturellen Herausforderungen rückläufig, bedingt durch ein niedrigeres Preis- und Mengenniveau bei wichtigen Produktgruppen und eine schwache Nachfrage in Europa. Negativer Treiber war insbesondere das internationale Trading-Geschäft. Eine leicht positive Entwicklung verzeichnete der Werkstoffhandel in Nordamerika, insbesondere aufgrund des Ausbaus des Dienstleistungs- und Fertigungsgeschäfts. Der Werk- und Rohstoffabsatz lag mit 1,7 Mio Tonnen insgesamt deutlich unter dem Vorjahr (2,3 Mio t).

Bereinigtes EBIT

Das Bereinigte EBIT lag aufgrund der marktbedingten Entwicklungen in nahezu allen Bereichen unter dem Vorjahreswert. Alle Business Units lieferten erneut einen positiven Beitrag zum Bereinigten EBIT, der größte Anteil stammt weiterhin aus dem Supply-Chain-Geschäft, wo das Vorjahresniveau erreicht wurde. Unterstützend wirkten weiterhin APEX-Maßnahmen wie z.B. weitreichende Effekte aus Restrukturierungsmaßnahmen in Deutschland zur Verbesserung der Kostenbasis. Im Berichtszeitraum konnten zudem erneut signifikante Effekte u. a. aus der Neuverhandlung von Verträgen mit Großkunden zu verbesserten Konditionen sowie aus Initiativen zur Ausweitung der höhermargigen Umsätze im nordamerikanischen Dienstleistungs- und Fertigungsgeschäft erzielt werden.

Wesentliche Sondereffekte

Im Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Sondereffekte.

Investitionen

Die Investitionstätigkeit im abgelaufenen Quartal war weiterhin von der Transformation zum Lieferkettendienstleister geprägt. Dabei wurde das digitale Produktportfolio gestärkt und der Hochlauf von verschiedenen Investitionen in die Erweiterung des nordamerikanischen Dienstleistungs- und Fertigungsgeschäfts sowie in das Servicecentergeschäft in Deutschland fortgesetzt. Darüber hinaus hat das Segment Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen bei Lager- und Serviceeinheiten getätigt.

Steel Europe

Geschäftsverlauf im 3. Quartal

STEEL EUROPE IN ZAHLEN

9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 Veränderung in % 3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025
Auftragseingang Mio € 8.044 7.181 - 11 2.732 2.098
Umsatzerlöse Mio € 8.127 7.270 - 11 2.818 2.453
EBITDA Mio € 242 580 ++ 140 42
EBIT Mio € - 14 251 ++ 117 - 64
Bereinigtes EBIT Mio € 238 177 - 25 100 31
Bereinigte-EBIT-Marge % 2,9 2,4 - 3,6 1,3
Investitionen Mio € 524 460 - 12 361 143
Mitarbeiter (30.6.) 27.090 25.941 - 4 27.090 25.941
Veränderung in %
Auftragseingang - 23
Umsatzerlöse - 13
EBITDA - 70
EBIT --
Bereinigtes EBIT - 69
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen - 60
Mitarbeiter (30.6.) - 4

Auftragseingang und Umsatz

Der Auftragseingang von Steel Europe lag sowohl mengen- als auch wertmäßig unter dem Niveau des Vorjahres. Im Berichtszeitraum ging das Bestellvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 18 % zurück. Auch Umsatz, Versand und Erlösniveau blieben hinter den Vorjahreswerten zurück. Der Versand verzeichnete ein Minus von 8 % gegenüber dem Vorjahr. Während sich der mengenmäßige Auftragseingang aus der Automobilindustrie auf Niveau des Vorjahresquartals bewegte, war der Versand rückläufig. Bei Industriekunden zeigte sich insgesamt eine geringere Nachfrage. Bei Weißblech für die Verpackungsbranche konnte eine positive Entwicklung verzeichnet werden.

Bereinigtes EBIT

Das Bereinigte EBIT lag unter dem Vorjahreswert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wirkten sich insbesondere das schwächere Erlös- und Versandniveau sowie eine deutlich geringere Produktionsauslastung infolge geplanter Umbaustillstände belastend auf das Bereinigte Ergebnis aus. Niedrigere Abschreibungen infolge der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 2023 / 2024, rückläufige Rohstoffkosten und positive Kosteneffekte, i. W. Fremdwährungs- sowie Bestandseffekte, konnten dies nicht kompensieren. Maßnahmen aus dem APEX-Programm wirkten weiterhin unterstützend über die gesamte Wertschöpfungskette des Segments, z.B. durch Effizienzsteigerungen in der Produktion, der Logistik sowie generelle Kostenverbesserungen und Einkaufserfolge. Ein signifikanter Hebel dabei ist bspw. die gleichzeitige technische wie kommerzielle Optimierung des Rohstoffeinsatzes.

Wesentliche Sondereffekte

Es ergaben sich Wertminderungsaufwendungen i. W. auf Sachanlagen i. H. v. 100 Mio € insbesondere aufgrund der eingetrübten Konjunkturlage und anhaltend hoher Energiekosten.

Investitionen

Auf der Baustelle der Direktreduktionsanlage sind weitere Fundamente erschlossen und die Baumaßnahmen fortgesetzt worden. Erste Abnahmen von Rohbauten sind erfolgt; ebenso wurden erste Hauptkomponenten für die Hauptaggregate angeliefert. Die neuen Kernaggregate der Strategie 20-30 wurden nach rund zwei Jahren Bau- und Montagezeit am Standort Duisburg erfolgreich fertiggestellt. Mit der neuen Stranggießanlage 4, dem umfassend modernisierten Warmbandwerk 4 mit zwei neuen Hubbalkenöfen und einer vollautomatisierten Brammenlogistik wurden zentrale Schnittstellen des Produktionsnetzwerks modernisiert und optimiert.

Marine Systems

Geschäftsverlauf im 3. Quartal

MARINE SYSTEMS IN ZAHLEN

9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 Veränderung in % 3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025
Auftragseingang Mio € 810 8.591 ++ 141 3.001
Umsatzerlöse Mio € 1.403 1.601 14 438 500
EBITDA Mio € 125 143 15 47 42
EBIT Mio € 74 85 15 30 23
Bereinigtes EBIT Mio € 72 85 17 30 23
Bereinigte-EBIT-Marge % 5,1 5,3 - 6,9 4,6
Investitionen Mio € 58 61 6 18 26
Mitarbeiter (30.6.) 7.896 8.366 6 7.896 8.366
Veränderung in %
Auftragseingang ++
Umsatzerlöse 14
EBITDA - 11
EBIT - 25
Bereinigtes EBIT - 23
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen 46
Mitarbeiter (30.6.) 6

Auftragseingang und Umsatz

Der Auftragseingang bei Marine Systems lag deutlich über Vorjahr, i. W. bedingt durch die Auftragserweiterungen über zwei U-Boote aus Singapur und einer Zusatzbeauftragung eines bestehenden Auftrages im Überwasserbereich. Darüber hinaus wurde einer der größten Serviceverträge in der Unternehmensgeschichte über die Modernisierungs- und Unterstützungsleistungen für sechs U-Boote der Deutschen Marine abgeschlossen. Angesichts der bisher im Geschäftsjahr verzeichneten Großbeauftragungen befindet sich der Auftragsbestand weiterhin auf Rekordniveau von 18,5 Mrd €. Der Umsatz konnte im Berichtszeitraum ebenfalls einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Haupttreiber für diese positive Entwicklung waren die Projektfortschritte im Neubaugeschäft sowie in den Bereichen Service und Marineelektronik.

Bereinigtes EBIT

Das Bereinigte EBIT im Berichtszeitraum lag unter dem Niveau des Vorjahres. Ursächlich hierfür waren u. a. Einmaleffekte (z. B. für die Präzisierung der Zuordnung von Leistungsverpflichtungen bei Langfristaufträgen und für Schiedsgerichtsverfahren) sowie höhere allgemeine Verwaltungskosten im Rahmen der angestrebten Verselbstständigung. Gegenläufig konnten Fortschritte im Neubaugeschäft sowie eine stabile Entwicklung in den Bereichen Service und Marineelektronik verzeichnet werden.

Wesentliche Sondereffekte

Im Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Sondereffekte.

Investitionen

Die Modernisierung der Werft am Standort Kiel, welche die Investitionen der letzten Jahre geprägt hat, befindet sich in der finalen Phase. Die Voraussetzungen für eine nachhaltige Effizienzerhöhung sind gelegt und die Werft ist in die Lage versetzt worden, größere Boote entsprechend des Markttrends zu fertigen. Mit den Auftragseingängen des laufenden Geschäftsjahres gilt es nun, auch den Standort Wismar auf die Anforderungen des Produktportfolios der Marine Systems umzustellen, was zu einem Anstieg der Investitionen geführt hat.

Corporate Headquarters

Geschäftsverlauf im 3. Quartal

Das Bereinigte EBIT von Corporate Headquarters belief sich auf -41 Mio € und hat sich somit gegenüber dem Vorjahreswert verbessert. Dies resultierte i. W. aus geringeren Aufwendungen für Berater im Zusammenhang mit dem Performance-Programm APEX und geringeren allgemeinen Verwaltungskosten. Gegenläufig gab es höhere Aufwendungen aus der Anpassung von Rückstellungen für aktienbasierte Vergütung.

Wesentliche Sondereffekte

Sondereffekte ergaben sich i. W. aus Aufwendungen im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen insbesondere aus Beratungsleistungen für die geplante Verselbstständigung von Marine Systems (32 Mio €).

Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse lagen in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2024 / 2025 um 6 % unter den Umsatzerlösen des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Ursächlich hierfür waren v.a. preis- und mengenbedingte Umsatzrückgänge bei den Geschäften in den Segmenten Materials Services und Steel Europe sowie Umsatzverringerungen bei den Geschäften im Segment Automotive Technology. Dem stand insbesondere eine Umsatzsteigerung bei den Marinegeschäften gegenüber, die aus der fortschreitenden Bearbeitung von Projekten im Neubaugeschäft und aus Umsatzsteigerungen in den Bereichen Service und Marineelektronik resultierte. Gleichzeitig verminderten sich die Umsatzkosten insgesamt ebenfalls um 6 % und somit proportional zur Umsatzentwicklung. Die Hauptursachen waren gesunkene Materialaufwendungen infolge des Umsatzrückganges und gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 143 Mio € auf insgesamt 79 Mio € gestiegene Erträge aus der Bewertung von CO2-Termingeschäften im Segment Steel Europe. Die zuvor erwähnte Verbesserung betraf u.a. Erträge in Höhe von 76 Mio € aus der Beendigung von Cashflow-Hedges im 1. Quartal des Berichtsjahres. Die im Vorjahr erfassten außerplanmäßigen Abschreibungen führten außerdem zu geringeren planmäßigen Abschreibungen im Berichtszeitraum. Gegenläufig wirkten gestiegene Personalaufwendungen, die insbesondere Restrukturierungsmaßnahmen betrafen sowie um 81 Mio € gestiegene Wertminderungsaufwendungen, die mit 52 Mio € auf das Segment Steel Europe entfielen. Darüber hinaus ergaben sich erhöhte Rückstellungszuführungen insbesondere im Zusammenhang mit der Abwicklung von Fertigungsaufträgen im Segment Marine Systems sowie durch Aufwendungen für Qualitätsfälle im Segment Automotive Technology. Insgesamt lagen im Berichtszeitraum der Bruttogewinn vom Umsatz mit 2.818 Mio € sowie die Brutto-Umsatzmarge mit 11,5 % unter Vorjahr.

Die insgesamt eingetretene Abnahme der Vertriebskosten betraf i. W. einen deutlichen Rückgang von Wertminderungsaufwendungen im Segment Materials Services, gesunkene verkaufsbezogene Frachtaufwendungen hauptsächlich in den Segmenten Automotive Technology, Materials Services und Steel Europe sowie gesunkene Personalaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Segment Materials Services. Zusätzlich trugen geringere Wertberichtigungen auf Kundenforderungen im Segment Decarbon Technologies zur Entlastung bei. Gegenläufig belasteten insbesondere um 24 Mio € auf insgesamt 31 Mio € gestiegene Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe sowie höhere Leasingaufwendungen im Segment Materials Services die Vertriebskosten.

Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen insgesamt auf Vorjahresniveau. Es ergaben sich höhere tarifabschlussbedingte Personalaufwendungen, gestiegene Beratungsaufwendungen sowie um 37 Mio € auf 58 Mio € erhöhte Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe, denen insbesondere niedrigere IT-Aufwendungen und geringere Versicherungsprämien gegenüberstanden.

Wesentliche Ursachen für den Anstieg der sonstigen Erträge waren höhere Erträge im Zusammenhang mit Strompreiskompensationen und Versicherungserstattungen im Segment Steel Europe. Ebenso ergaben sich gestiegene Gewinne aus der Absicherung operativer Währungsrisiken in den Segmenten Materials Services und Steel Europe. Gegenläufig wirkten insbesondere der Wegfall von im Vorjahreszeitraum erfassten Erträgen aus dem Wirksamwerden eines als eingebettetes Leasingverhältnis eingeordneten Liefervertrages im Segment Materials Services sowie aus der Weiterbelastung von Kosten an Vorlieferanten für die Beseitigung von Qualitätseinschränkungen bei Kundenverträgen im Segment Automotive Technology.

Der insgesamt eingetretene Rückgang der sonstigen Aufwendungen enthielt den Wegfall der im Vorjahreszeitraum in Höhe von 24,5 Mio € erfassten Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwerte im Zusammenhang mit der bis zum Verkauf Anfang Mai 2024 bestehenden Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Industries India. Darüber hinaus ergab sich eine Abnahme der Rückstellungen für Bergbaurisiken im Segment Steel Europe als Folge einer aktualisierten Risikoeinschätzung. Außerdem ergaben sich niedrigere Aufwendungen im Segment Automotive Technology als Folge des Wegfalls von im Vorjahreszeitraum erfassten Aufwendungen für die Beseitigung von Qualitätseinschränkungen bei Kundenverträgen. Gegenläufig wirkten insbesondere gestiegene Verluste aus der Absicherung operativer Währungsrisiken im Segment Materials Services.

Der deutliche Anstieg der sonstigen Gewinne und Verluste betraf insbesondere den im 2. Quartal des Berichtsjahres erfassten Gewinn aus dem Verkauf der thyssenkrupp Electrical Steel India in Höhe von 321 Mio € im Segment Steel Europe. Erhöhend wirkte zudem mit 13 Mio € der Wegfall des im Vorjahresquartal erfassten Verlustes aus dem Verkauf von thyssenkrupp Industries India.

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich um 138 Mio € auf einen Gewinn von 26 Mio €, hauptsächlich beeinflusst durch eine Zuschreibung von 105 Mio € im 2. Quartal des Berichtsjahres auf die im Zusammenhang mit dem Verkauf der Aufzugsaktivitäten erworbenen Stammaktien. Gegenläufig wirkte das verschlechterte Zinsergebnis für Netto-Finanzguthaben.

Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag waren - wie schon im Vorjahreszeitraum - durch Steueraufwendungen auf positive Ergebnisse im Ausland beeinflusst, während negative Ergebnisse, auch im Zusammenhang mit Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe, nicht zu einer Steuerentlastung führten. Der Anstieg des Ertragsteueraufwands ergab sich i. W. aus einer Abwertung von aktiven latenten Steuern, die zum 30. September 2024 noch mit passiven latenten Steuern saldiert werden konnten. Daneben löste der Verkauf der thyssenkrupp Electrical Steel India im 2. Quartal des Berichtsjahres einen Quellensteueraufwand aus.

Unter Berücksichtigung von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belief sich der Periodenfehlbetrag auf 121 Mio €, nach einem Verlust von 410 Mio € im Vorjahreszeitraum. Das den Aktionären der thyssenkrupp AG zuzurechnende Ergebnis je Aktie verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,44 € auf einen Verlust von 0,28 €.

Analyse der Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht grundsätzlich der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente". Zum 30. September 2024 enthielt der Zahlungsmittelfonds in der Kapitalflussrechnung auch die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India.

Operating Cashflow

In den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2024 / 2025 ergab sich ein gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 103 Mio € auf einen positiven Wert von 41 Mio € verbesserter Operating Cashflow. Hierzu trug insbesondere die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt geringere Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen bei. Gegenläufig wirkte die insgesamt eingetretene Verringerung des Periodenüberschusses vor Abschreibungen und latenten Steueraufwendungen, dem nicht zahlungswirksamen Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und dem Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Die Verringerung des negativen Cashflows aus Investitionstätigkeit resultierte v.a. aus deutlich gestiegenen Desinvestitionseinzahlungen als Folge der Einzahlungen in Höhe von 452 Mio € aus dem Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India im 2. Quartal des Berichtsjahres.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab sich insgesamt eine Verbesserung beim Cashflow aus Finanzierungstätigkeit um 829 Mio € auf -903 Mio €, die v.a. aus geringeren Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen resultierte.

Free Cashflow und Netto-Finanzguthaben

ÜBERLEITUNG ZU FREE CASHFLOW VOR M&A

Mio € 9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 Veränderung 3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025 Veränderung
Operating Cashflow (Kapitalflussrechnung) - 61 41 103 249 48 - 201
Cashflow aus Investitionstätigkeit (Kapitalflussrechnung) - 823 - 406 417 - 452 - 260 192
Free Cashflow (FCF) - 885 - 365 520 - 203 - 212 - 9
-/+ Mittelzu-/-abflüsse aus wesentlichen M&A-Transaktionen - 22 - 354 - 332 - 16 10 26
Anpassung w/IFRS 16 - 77 - 98 - 21 - 36 - 25 11
Free Cashflow vor M&A (FCF vor M&A) - 983 - 817 166 - 256 - 227 28

Im Berichtszeitraum hat sich der negative Free Cashflow insbesondere aufgrund der Einzahlungen aus dem Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India sowie der insgesamt verminderten Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen stark verbessert. Die im Vergleich zum Free Cashflow deutlich geringere Verbesserung des Free Cashflow vor M&A, also der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit ohne Berücksichtigung von Ein- und Auszahlungen aus wesentlichen Portfoliomaßnahmen, war hauptsächlich durch den als M&A-Transaktion eingestuften Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India im 2. Quartal 2024 / 2025 und die damit verbundene Nichtberücksichtigung der entsprechenden Einzahlungen aus diesem Verkauf beeinflusst.

Das Netto-Finanzguthaben ist zum 30. Juni 2025 im Vergleich zum 30. September 2024 v.a. wegen des negativen Cashflows aus Investitionstätigkeit von 4,4 Mrd € auf 3,7 Mrd € zurückgegangen.

Die Anleihe über 0,6 Mrd € wurde am 25. Februar 2025 und das Schuldscheindarlehen über 8 Mio € wurde am 30. Juni 2025 fristgerecht zurückgezahlt.

Die verfügbare Liquidität zum 30. Juni 2025 beläuft sich auf 5,7 Mrd € (4,6 Mrd € flüssige Mittel und 1,1 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien).

Rating

RATING

Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Standard & Poor's BB B stable
Moody's Ba3 Not Prime positive

Analyse der Bilanz

Die langfristigen Vermögenswerte lagen am 30. Juni 2025 mit 8.439 Mio € insgesamt nahezu auf dem Niveau des 30. September 2024. Der darin enthaltene Rückgang der Sachanlagen resultierte hauptsächlich aus über den Investitionen liegenden planmäßigen sowie außerplanmäßigen Abschreibungen sowie aus der Währungsumrechnung. Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen waren in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2024 / 2025 wesentlich durch die in Höhe von 297 Mio € erfassten Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe beeinflusst. Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 49 Mio € betrafen Corporate Assets. Die Abnahme der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen war insbesondere Folge der im Berichtszeitraum vorgenommenen Fortschreibung der im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung erfassten Stammaktien; mindernd wirkten hauptsächlich Währungskurseffekte. Der Anstieg der sonstigen finanziellen Vermögenswerte betraf insbesondere die Fortschreibung des im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung erfassten zinslosen Darlehens sowie die Neubewertung der Vorzugsaktien. Die Zunahme der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte resultierte hauptsächlich aus geleisteten Anzahlungen für den Bau der Direktreduktionsanlage im Segment Steel Europe.

Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich im Vergleich zum 30. September 2024 um 1.123 Mio € auf 19.795 Mio €. Hauptursache hierfür war die insgesamt eingetretene Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 1.313 Mio € auf 4.554 Mio €, die i. W. aus der fristgerechten Rückzahlung einer Anleihe im Februar 2025, dem negativen Free Cashflow sowie aus Dividendenzahlungen im Berichtszeitraum resultierte. Der insgesamt negative Free Cashflow im Berichtszeitraum enthielt eine hohe im Dezember 2024 erhaltene Kundenanzahlung für die umfassende Auftragserweiterung über vier U-Boote im Segment Marine Systems. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 852 Mio €, die mit der erhaltenen Kundenanzahlung für die umfassende Auftragserweiterung über vier U-Boote im Segment Marine Systems im Zusammenhang standen, unterlagen zum 30. Juni 2025 einer Verfügungsbeschränkung. Die insgesamt leichte Zunahme der Vorräte resultierte hauptsächlich aus den Werkstoffgeschäften im Segment Materials Services und war sowohl mengen- als auch preisinduziert; darüber hinaus ergaben sich Erhöhungen in den Segmenten Marine Systems im Zusammenhang mit Fertigungsprojekten und Decarbon Technologies durch den Einkauf von Rohstoffen im Zusammenhang mit Fertigungsausträgen bei thyssenkrupp nucera. Innerhalb der Vorräte ergaben sich gleichzeitig Minderungen im Segment Steel Europe als Folge eines deutlichen Bestandsabbaus im Berichtszeitraum. Die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betraf hauptsächlich eingegangene Kundenzahlungen sowie gesunkene Anzahlungsanforderungen (als Bestandteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) bei Marine Systems; gegenläufig wirkten insbesondere preis- und mengenbedingte Erhöhungen im Segment Steel Europe. Der Anstieg der Vertragsvermögenswerte war v.a. Folge der Abwicklung von Fertigungsaufträgen im Segment Marine Systems sowie in den Anlagenbaugeschäften der Segmente Automotive Technology und Decarbon Technologies. Die insgesamt leichte Zunahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte resultierte i. W. aus der Derivatebilanzierung; gegenläufig wirkten insbesondere geringere Ansprüche im Segment Automotive Technology, die durchgereichte Materialien und Komponenten an Kunden betrafen. Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte gingen insgesamt leicht zurück. Hier standen deutlich gestiegenen Erstattungsansprüchen im Zusammenhang mit Umsatzsteuern hauptsächlich geringere geleistete operative Anzahlungen insbesondere für Vorräte sowie gesunkene Ansprüche gegenüber der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit dem Bau der Direktreduktionsanlage im Segment Steel Europe gegenüber. Der Rückgang von als zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten resultierte aus dem im 2. Quartal des Berichtsjahres vollzogenen Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India im Segment Steel Europe.

Der Rückgang des Eigenkapitals im Vergleich zum 30. September 2024 um 493 Mio € auf 9.866 Mio € war hauptsächlich Folge des im Berichtszeitraum erzielten Periodenfehlbetrages, der im kumulierten sonstigen Ergebnis erfassten Verluste aus Cashflow-Hedges (einschließlich Verluste aus Basis Adjustments) und aus der Währungsumrechnung sowie von Dividendenzahlungen. Gegenläufig wirkten im kumulierten sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne aus der Neubewertung von Pensionen infolge erhöhter Pensionszinssätze.

Die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich gegenüber dem 30. September 2024 insgesamt um 207 Mio € auf 6.917 Mio €. Ursachen hierfür waren insbesondere ein Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als Folge gestiegener Pensionszinssätze sowie die Umgliederung einer im Januar 2026 fälligen Schuldverschreibung in die kurzfristigen Finanzschulden. Gegenläufig wirkte ein Anstieg der passiven latenten Steuern, der v.a. daraus resultierte, dass ein wesentlicher Betrag nicht mehr - wie noch zum 30. September 2024 - mit aktiven latenten Steuern saldiert werden kann. Ein dementsprechender Anstieg der aktiven latenten Steuern ist nicht zu verzeichnen, da diese wertberichtigt wurden.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich gegenüber dem 30. September 2024 insgesamt um 399 Mio € auf 11.452 Mio €. Hauptursache war die deutliche Abnahme der Finanzschulden, die v.a. aus der fristgerechten Rückzahlung einer Anleihe im Februar 2025 resultierte; gegenläufig wirkte hier in geringem Umfang die erwähnte Umgliederung einer Schuldverschreibung. Die insgesamt eingetretene Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultierte hauptsächlich aus mengen- und preisinduzierten Rückgängen im Segment Materials Services sowie Verminderungen im Segment Automotive Technology aufgrund des rückläufigen Geschäftsvolumens; gleichzeitig ergaben sich Erhöhungen im Segment Marine Systems. Gegenläufig wirkte hauptsächlich der deutliche Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten infolge einer erhaltenen Kundenanzahlung im Zusammenhang mit der umfassenden Auftragserweiterung über vier U-Boote im Segment Marine Systems. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen betraf hauptsächlich Inanspruchnahmen im Zusammenhang mit der Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen; gegenläufig wirkten Zunahmen als Folge neu eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen. Der Rückgang der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten stand insbesondere im Zusammenhang mit dem Verkauf des Mining-Geschäfts von thyssenkrupp im Geschäftsjahr 2021 / 2022 und betraf gesunkene Ansprüche des Erwerbers als Folge der nachträglich rechtlichen Übertragung eines Fertigungsauftrages auf den Erwerber im März 2025. Die insgesamt eingetretene Abnahme der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten resultierte insbesondere aus gesunkenen Verbindlichkeiten im Personalbereich; gegenläufig wirkten hauptsächlich erhöhte Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Umsatzsteuern. Der Rückgang von Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten resultierte aus dem im 2. Quartal des Berichtsjahres vollzogenen Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India im Segment Steel Europe.

Compliance

Auch und gerade im Transformationsprozess von thyssenkrupp sowie in einem anhaltend wirtschaftlich schwierigen Umfeld sind starke Werte das Fundament unserer internen Zusammenarbeit. Diese Werte sind insbesondere im Mission Statement, Code of Conduct und Compliance Commitment des Vorstands verankert.

Zudem haben wir das thyssenkrupp Compliance Management System in Bezug auf die Compliance Kernthemen Antikorruption, Kartellrecht, Data Compliance, Geldwäscheprävention und Außenwirtschaftsrecht kontinuierlich implementiert und weiterentwickelt.

Compliance wurde insbesondere bei diversen sanktionsrechtlichen Fragestellungen, der Umsetzung von Compliance in der Lieferkette sowie weiterhin zur Beratung bei den verschiedenen kartellrechtlichen Fragestellungen in M&A-Aktivitäten eng eingebunden.

Nähere Informationen zu Compliance bei thyssenkrupp können dem Geschäftsbericht 2023 / 2024 und der Website https://www.thyssenkrupp.com/de/unternehmen/compliance entnommen werden.1)

Nachtragsbericht

Die zwischen dem Stichtag der ersten 9 Monate (30. Juni 2025) und der Freigabe des Berichts zur Veröffentlichung (12. August 2025) eingetretenen berichtspflichtigen Ereignisse sind unter Anhang-Nr. 16 im Zwischenabschluss dargestellt.

1) Der weiterführende Link ist nicht Teil der prüferischen Durchsicht.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Gesamtjahresprognose 2024 / 2025

Die Gesamtjahresprognose 2024 / 2025 basiert auf der aktuellen Zusammensetzung des Konzerns. Die Prognose unterstellt keine Effekte aus etwaigen Portfoliomaßnahmen bzw. Restrukturierungen, insbesondere im Zusammenhang mit der möglichen Verselbstständigung von Steel Europe. Zu den erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den wesentlichen Annahmen, die der Prognose zugrunde liegen, vgl. Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" im Kapitel "Wirtschaftsbericht". Bzgl. der entsprechenden Chancen- und Risiken vgl. den anschließenden "Chancen- und Risikobericht".

Wir erwarten insgesamt ein anhaltend herausforderndes Marktumfeld, welches bspw. durch Unsicherheiten bzgl. der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft geprägt ist. Dies kann dazu führen, dass die jeweiligen Entwicklungen unserer Kernsteuerungsgrößen entsprechenden Schwankungen unterliegen.

In Anbetracht der zum Zeitpunkt der Prognose erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zugrundeliegenden Annahmen halten wir folgenden Blick auf das Geschäftsjahr 2024 / 2025 für angemessen. Im Vergleich zur vorherigen Prognose im Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2024 / 2025 wurden die Erwartungen für den Konzern wie folgt geändert:

Der Umsatz wird nun in einer Spanne zwischen - 7 % bis - 5 % gegenüber Vorjahr erwartet (zuvor: - 3 % bis 0 % gegenüber Vorjahr). Dies resultiert i. W. aus den nachfrage- und preisinduzierten Anpassungen bei Materials Services und Steel Europe sowie den nachfragebedingten Anpassungen bei Automotive Technology. Die Anpassung bei Marine Systems resultiert aus einer Präzisierung der Zuordnung von Leistungsverpflichtungen bei Langfristaufträgen.
Das Bereinigte EBIT wird nun am unteren Ende der Bandbreite von 600 Mio € bis 1.000 Mio € erwartet (zuvor: Zwischen 600 und 1.000 Mio €). Dies resultiert i. W. aus der Anpassung der Erwartungen an den Umsatz.
Als Reaktion hierauf werden auch die Investitionen restriktiver geplant. Sie werden nun in einer Spanne zwischen 1.400 und 1.600 Mio € erwartet (zuvor: Zwischen 1.600 und 1.800 Mio €).

Zur weiteren Erläuterung der erwarteten Entwicklung unserer Kernsteuerungsgrößen, vgl. Prognose-, Chancen- und Risikobericht im Geschäftsbericht 2023 / 2024, im Zwischenbericht zum 1. Quartal 2024 / 2025 sowie im Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2024 / 2025.

ERWARTUNGEN DER SEGMENTE UND DES KONZERNS

Geschäftsjahr 2023 / 2024 Prognose Geschäftsjahr 2024 / 2025
Automotive Technology Umsatz Mio € 7.536 - 7 % bis - 5 % gegenüber Vorjahr (zuvor: - 4 % bis 0 % gegenüber Vorjahr)
Bereinigtes EBIT Mio € 245 Am unteren Ende der Bandbreite zwischen 200 und 300 Mio € (zuvor: Zwischen 200 und 300 Mio €)
Decarbon Technologies Umsatz Mio € 3.850 - 9 % bis - 5 % gegenüber Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € - 54 Zwischen 0 und 100 Mio €
Materials Services Umsatz Mio € 12.126 - 6 % bis - 3 % gegenüber Vorjahr (zuvor: - 2 % bis +1 % gegenüber Vorjahr)
Bereinigtes EBIT Mio € 204 Zwischen 100 und 150 Mio € (zuvor: Zwischen 150 und 250 Mio €)
Steel Europe Umsatz Mio € 10.736 - 10 % bis - 8 % gegenüber Vorjahr (zuvor: - 6 % bis - 3 % gegenüber Vorjahr)
Bereinigtes EBIT Mio € 261 Zwischen 250 und 500 Mio €
Marine Systems Umsatz Mio € 2.118 -2 % bis +1 % gegenüber Vorjahr (zuvor: +3 % bis +6 % gegenüber Vorjahr)
Bereinigtes EBIT Mio € 125 Zwischen 100 und 150 Mio €
Konzern Umsatz Mio € 35.041 - 7 % bis - 5 % gegenüber Vorjahr (zuvor: - 3 % bis 0 % gegenüber Vorjahr)
Bereinigtes EBIT Mio € 567 Am unteren Ende der Bandbreite zwischen 600 und 1.000 Mio € (zuvor: Zwischen 600 und 1.000 Mio €)
Investitionen inkl. IFRS 16 Mio € 1.323 Zwischen 1.400 und 1.600 Mio € (zuvor: Zwischen 1.600 und 1.800 Mio €)
Free Cashflow vor M&A Mio € 110 Zwischen 0 und 300 Mio € (inkl. rund 250 Mio € Auszahlungen für Restrukturierungen)
Jahresüberschuss Mio € - 1.450 Zwischen 100 und 500 Mio €
tkVA Mio € - 2.476 Zwischen - 800 und - 400 Mio €
ROCE % - 8,0 % Zwischen 4 % und 8 %

Chancen- und Risiken

Chancen

Chancen ergeben sich, wenn wir thyssenkrupp weiter zu einem leistungsstarken und nachhaltigen Unternehmen und einem auf Wachstumschancen ausgerichteten Portfolio umbauen.

Um die Geschäfte bei thyssenkrupp bestmöglich weiterzuentwickeln, richtet sich das Unternehmen bei seiner Transformation weiterhin gezielt auf Chancen aus, die sich aus den Zukunftsthemen für unsere Technologien bieten. Insbesondere in der grünen Transformation sehen wir schon jetzt, aber insbesondere mittel- und langfristig ein enormes Potenzial für weiteres profitables Wachstum, etwa in den Bereichen Wasserstoff, grüne Chemikalien, erneuerbare Energien, Elektromobilität und nachhaltige Lieferketten.

Risiken

Aus heutiger Sicht liegen unverändert keine Risiken vor, die den Bestand des Unternehmens gefährden.

Die Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt weiterhin von erheblichen Risiken geprägt. Neben den anhaltenden geopolitischen Konflikten - etwa dem Krieg in der Ukraine, der zunehmenden Eskalation im Nahen Osten sowie den Spannungen zwischen China und Taiwan - wirkt sich auch die aktuelle Handelspolitik der USA belastend aus. Die Einführung allgemeiner Importzölle und spezifischer Zollsätze für bedeutende Handelspartner wie die EU und China hemmt den internationalen Handel und führt zu Instabilitäten in den globalen Lieferketten. Eine mögliche Verschärfung dieser handelspolitischen Auseinandersetzungen könnte die Unsicherheit auf den Märkten weiter erhöhen und hohe Konjunktur- und Ergebnisrisiken mit sich bringen.

Hinzu kommt, dass die Schwankungen bei Energie- und Rohstoffpreisen weiterhin einen wesentlichen Risikofaktor darstellen, der insbesondere in Industrieregionen maßgeblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung hat. Darüber hinaus stellen Naturkatastrophen, die im Zusammenhang mit dem Klimawandel stehen, eine fortwährende Bedrohung für viele Regionen dar und könnten die Produktion- sowie globale Lieferketten erheblich beeinträchtigen.

Neue Gesetze und andere veränderte rechtliche Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene können Risiken für unsere Geschäftsaktivitäten bergen, wenn sie für thyssenkrupp im Vergleich zu unseren Wettbewerbern mit höheren Kosten oder sonstigen Nachteilen verbunden sind.

Für den Erfolg unserer strategischen Neuausrichtung sind Portfoliomaßnahmen und Restrukturierungen innerhalb unserer bestehenden Geschäftsaktivitäten denkbar; sie sind grundsätzlich mit Abwicklungsrisiken verbunden. Zudem werden unsere strategischen Geschäftseinheiten regelmäßig auf die Notwendigkeit von Wertberichtigungen hin überprüft.

Compliance-Risiken insbesondere im Bereich Kartellrecht können sowohl in Bezug auf finanzielle Schäden als auch auf Reputationsschäden ein enormes Schadenspotenzial für thyssenkrupp haben.

Im Rahmen der Abwicklung von Großinvestitionen mit langer Projektlaufzeit sind Kosten- und/oder Terminüberschreitungen in einzelnen Projektphasen oder unterschiedliche Auslegungen der im Zusammenhang mit den Investitionen abgeschlossenen Verträge nicht auszuschließen. Gleiches gilt für die Abwicklung von Großaufträgen und Langzeitverträgen insbesondere im Anlagenbau und im Marinegeschäft.

Die Zahl der Angriffe auf die IT-Infrastruktur deutscher Unternehmen und auch auf thyssenkrupp nimmt weiter zu. Aus menschlichen Fehlern, organisatorischen oder technischen Verfahren und/oder Sicherheitslücken bei der Informationsverarbeitung können Risiken entstehen, die die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen gefährden.

Darüber hinaus sind die detaillierten Ausführungen zu den Chancen- und Risiken gemäß Geschäftsbericht 2023 / 2024 weiterhin gültig.

Verkürzter Zwischenabschluss des thyssenkrupp Konzerns

thyssenkrupp Konzern - Bilanz

AKTIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.9.2024 30.6.2025
Immaterielle Vermögenswerte 1.767 1.776
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 4.403 4.251
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 229 166
Forderungen aus Finance Lease 47 35
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.041 1.124
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 465 613
Aktive latente Steuern 13 464 475
Langfristige Vermögenswerte 8.415 8.439
Vorräte 7.284 7.347
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1) 4.236 4.126
Forderungen aus Finance Lease1) 27 25
Vertragsvermögenswerte 807 1.146
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 536 566
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.876 1.846
Laufende Ertragsteueransprüche 151 179
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15 5.867 4.554
davon verfügungsbeschränkt 0 852
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 02 134 6
Kurzfristige Vermögenswerte 20.918 19.795
Summe Vermögenswerte 29.333 28.234

1) Der Ausweis zum 30.9.2024 wurde angepasst w/Aufsplittung der Bilanzposition.

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

PASSIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.9.2024 30.6.2025
Gezeichnetes Kapital 1.594 1.594
Kapitalrücklage 6.664 6.664
Gewinnrücklagen 1.004 857
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 321 - 28
davon entfallen auf Veräußerungsgruppen - 32 0
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG 9.583 9.087
Nicht beherrschende Anteile 775 778
Eigenkapital 10.358 9.866
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 04 5.762 5.399
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 227 272
Sonstige Rückstellungen 05 427 422
Passive latente Steuern 28 254
Finanzschulden 06 650 540
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 15 15
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 15 14
Langfristige Verbindlichkeiten 7.123 6.917
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 180 168
Sonstige Rückstellungen 05 1.242 1.190
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 123 154
Finanzschulden 06 823 282
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.203 4.037
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 924 758
Vertragsverbindlichkeiten 2.735 3.335
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1.588 1.528
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 02 34 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten 11.852 11.452
Verbindlichkeiten 18.975 18.369
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 29.333 28.234

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Anhang-Nr. 9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025
Umsatzerlöse 09,10 26.231 24.560 8.986 8.151
Umsatzkosten - 23.142 - 21.742 - 7.828 - 7.214
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.089 2.818 1.158 936
Forschungs- und Entwicklungskosten - 181 - 182 - 62 - 65
Vertriebskosten - 1.942 - 1.783 - 638 - 601
Allgemeine Verwaltungskosten - 1.206 - 1.208 - 413 - 367
Sonstige Erträge 11 313 346 64 69
Sonstige Aufwendungen - 141 - 81 - 32 - 36
Sonstige Gewinne und Verluste 02 - 33 298 - 13 0
Betriebliches Ergebnis - 101 208 64 - 64
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 12 - 91 54 - 28 27
Finanzierungserträge 597 769 182 340
Finanzierungsaufwendungen - 617 - 797 - 193 - 357
Finanzergebnis - 112 26 - 39 10
Ergebnis vor Steuern - 213 234 26 - 53
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13 - 197 - 356 - 59 - 202
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 410 - 121 - 33 - 255
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG - 446 - 174 - 54 - 278
Nicht beherrschende Anteile 36 53 21 23
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 410 - 121 - 33 - 255
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 14
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) - 0,72 - 0,28 - 0,09 - 0,45
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) - 0,72 - 0,28 - 0,09 - 0,45

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Konzern - Gesamtergebnisrechnung

Mio € 9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 410 - 121 - 33 - 255
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden:
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) - 234 203 179 25
Steuereffekt - 5 - 69 - 1 - 72
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, insgesamt - 239 134 178 - 46
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 7 7 2 2
Steuereffekt 0 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 7 7 2 2
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt - 2 0 0 2
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden - 234 141 180 - 43
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) - 42 - 238 23 - 299
Realisierte (Gewinne)/Verluste 26 30 23 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt - 17 - 208 46 - 299
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Fremdkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) - 38 0 - 49 0
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0 0 0
Steuereffekt 3 1 3 1
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt - 36 1 - 46 1
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Cashflow-Hedges
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 72 20 6 0
Realisierte (Gewinne)/Verluste - 27 - 87 1 - 16
Steuereffekt 1 14 1 14
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 45 - 53 9 - 2
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt - 12 - 69 - 20 - 125
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können - 18 - 330 - 10 - 425
Mio € 9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025
Sonstiges Ergebnis - 252 - 189 170 - 468
Gesamtergebnis - 662 - 310 136 - 723
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG - 682 - 340 129 - 725
Nicht beherrschende Anteile 19 30 7 2

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Konzern -

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Marktbewertung Fremdkapitalinstrumente
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 30.9.2023 622.531.741 1.594 6.664 2.972 211 21
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 446
Sonstiges Ergebnis - 242 - 16 - 20
Gesamtergebnis - 688 - 16 - 20
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93
Sonstige Veränderungen 2
Stand am 30.6.2024 622.531.741 1.594 6.664 2.193 195 1
Stand am 30.9.2024 622.531.741 1.594 6.664 1.004 69 1
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 174
Sonstiges Ergebnis 134 - 184 1
Gesamtergebnis - 40 - 184 1
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93
Sonstige Veränderungen - 14
Stand am 30.6.2025 622.531.741 1.594 6.664 857 - 115 2
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
Cashflow-Hedges
--- --- --- --- --- --- ---
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente Designierte Risikokomponente Kosten der Absicherung Anteil der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt Insgesamt Nicht beherrschende Anteile
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 30.9.2023 21 253 - 43 144 11.838 854
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 446 36
Sonstiges Ergebnis 7 48 - 2 - 12 - 236 - 16
Gesamtergebnis 7 48 - 2 - 12 - 682 19
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment - 160 - 160
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0 - 39
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93
Sonstige Veränderungen 2 - 73
Stand am 30.6.2024 28 142 - 45 133 10.905 762
Stand am 30.9.2024 31 144 - 33 109 9.583 775
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 174 53
Sonstiges Ergebnis 7 - 56 1 - 69 - 166 - 23
Gesamtergebnis 7 - 56 1 - 69 - 340 30
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment - 48 - 48
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0 - 39
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93
Sonstige Veränderungen - 14 12
Stand am 30.6.2025 37 39 - 32 40 9.087 778
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Eigenkapital
Stand am 30.9.2023 12.693
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 410
Sonstiges Ergebnis - 252
Gesamtergebnis - 662
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment - 160
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - 39
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93
Sonstige Veränderungen - 71
Stand am 30.6.2024 11.667
Stand am 30.9.2024 10.358
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 121
Sonstiges Ergebnis - 189
Gesamtergebnis - 310
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment - 48
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - 39
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93
Sonstige Veränderungen - 2
Stand am 30.6.2025 9.866

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Konzern - Kapitalflussrechnung

Mio € 9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 410 - 121 - 33 - 255
Anpassungen des Periodenüberschusses/(-fehlbetrags) für die Überleitung zum Operating Cashflow:
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 10 146 - 11 138
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 860 843 172 271
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte - 65 - 47 - 22 2
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam 91 - 54 28 - 27
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 39 - 295 16 0
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreis- und anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen:
- Vorräte - 420 - 183 - 1 31
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 118 14 - 193 92
- Vertragsvermögenswerte 43 - 364 - 57 - 280
- Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen - 56 - 157 - 19 - 38
- Sonstige Rückstellungen - 99 - 7 46 59
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 196 - 102 49 - 90
- Vertragsverbindlichkeiten 13 637 158 15
- Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit - 146 - 267 116 129
Operating Cashflow - 61 41 249 48
Mio € 9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und in langfristige finanzielle Vermögenswerte - 1 - 2 0 0
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften zuzüglich übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 15 - 5 0 0
Investitionen in Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen) und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 1.042 - 977 - 491 - 259
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschließlich geleisteter Anzahlungen) - 39 - 60 - 16 - 22
Einzahlungen aus Zuwendungen der öffentlichen Hand 218 205 26 12
Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften abzüglich abgegebener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 52 438 23 0
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 3 - 10 6 9
Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten 0 4 0 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 823 - 406 - 452 - 260
Tilgung von Anleihen - 1.500 - 600 0 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 67 31 14 7
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 112 - 57 - 26 - 19
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen - 100 - 108 - 34 - 35
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 35 - 14 2 - 8
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93 - 93 0 0
Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung - 4 0 0 0
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - 39 - 39 - 7 - 3
Einzahlungen aus dem Verkauf von Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften 11 0 10 3
Sonstige Finanzierungsvorgänge 4 - 23 - 11 35
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 1.732 - 903 - 52 - 20
Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 2.616 - 1.268 - 255 - 232
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 38 - 49 - 20 - 41
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode 7.339 5.871 4.960 4.828
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 4.685 4.554 4.685 4.554
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen 4 0 4 0
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cashflow enthalten sind:
Zinseinzahlungen 166 115 41 34
Zinsauszahlungen - 86 - 42 - 8 - 9
Erhaltene Dividenden 36 51 35 51
(Auszahlungen)/Einzahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag - 207 - 205 - 73 - 54

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Konzern - Verkürzter Anhang

Unternehmensinformation

Die thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften für den Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis 30. Juni 2025 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 12. August 2025 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss wurde nach § 115 WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die im verkürzten Zwischenabschluss des Konzerns zum 30. Juni 2025 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften i. W. denen des letzten Abschlusses des Konzerns zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Abschlusses des Konzerns unseres Geschäftsberichts 2023 / 2024 veröffentlicht.

Überprüfung der Schätzungen und Beurteilungen

Zur Erstellung des Abschlusses muss der Vorstand Schätzungen und Beurteilungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, und fortlaufend überprüft; dies gilt insbesondere im Hinblick auf zunehmende Handelsspannungen und geopolitische Unsicherheiten, vgl. hierzu auch die Darstellung der Rahmenbedingungen im Wirtschaftsbericht des Zwischenlageberichts. Vor diesem Hintergrund sowie aufgrund des Verhältnisses von Marktkapitalisierung zum Eigenkapital des thyssenkrupp Konzerns wurden in beiden Quartalen ausgewählte Cash Generating Units einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen.

Im 1. Quartal 2024 / 2025 wurde im Segment Steel Europe eine Überprüfung der Werthaltigkeit vorgenommen, aus der eine Wertminderung resultierte. Für die Ermittlung des erzielbaren Betrages des Segments bzw. der Cash Generating Unit Steel Europe wurde der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten berechnet. Die Vermögenswerte und Schulden für qualitativ hochwertiges kornorientiertes Elektroband in Indien wurden aufgrund des anstehenden Verkaufs seit dem 30. September 2024 als zur Veräußerung gehalten eingestuft und sind damit nicht mehr in der Wertermittlung des Segments Steel Europe zum 31. Dezember 2024 enthalten (vgl. Anhang-Nr. 02). Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wurde dabei einkommensbasiert (Level 3 der Hierarchielevel von beizulegenden Zeitwerten) ermittelt; hierbei kam bei der Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme ein Kapitalkostensatz (nach Steuern) von 8,0 % zur Anwendung. Auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von 2.409 Mio € wurden Wertminderungen im Anlagevermögen von 108 Mio € erfasst. Die dem Bewertungsmodell zugrundeliegenden Cashflows basieren auf den aktuellen Prämissen für den Geschäftsverlauf bis 2035 / 2036 unter Berücksichtigung der Effekte aus der verkündeten Anpassung des Produktionsnetzwerkes sowie der Effekte der eingeleiteten Grünen Transformation. Danach erfolgt eine vereinfachte Fortschreibung bis 2064 unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate, die sich an der Inflationserwartung in Höhe von 2 % ausrichtet. Die stark eingetrübte Konjunkturlage insbesondere im Kernabsatzmarkt Deutschland, die strukturellen Herausforderungen im wichtigen Kundensegment der deutschen Automobilindustrie sowie die hohen Unsicherheiten - insbesondere aus den anhaltenden Belastungen durch die Folgen des Ukrainekriegs sowie die fortwährende globale Konjunkturschwäche - wurden dabei explizit in der nachhaltigen Versand- und Margenerwartung mit entsprechenden Risikoabschlägen in den Zahlungsströmen gewürdigt. Diese Faktoren und Umstände führten in Verbindung mit den anhaltend hohen Energie- und Kapitalkosten sowie die im Geschäftsverlauf erwarteten signifikanten Investitionen, insbesondere in die Grüne Transformation, zu den weiteren Wertminderungen. Hinsichtlich der Grünen Transformation wurden insbesondere die aus dem laufenden Bau der ersten Direktreduktionsanlage erwarteten wirtschaftlichen Effekte, wie auch die aktuellen und zukünftig zu erwartenden gesetzlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen (z. B. CO2-Zertifikatehandel), in den Zahlungsströmen des Werthaltigkeitstests berücksichtigt. Vom Wertminderungsaufwand entfallen 56 Mio € auf Anlagen im Bau, 44 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen, 3 Mio € auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, 4 Mio € auf Bauten und 1 Mio € auf übrige immaterielle Vermögenswerte. 71 Mio € wurden vom Wertminderungsaufwand in den Umsatzkosten, 23 Mio € in den allgemeinen Verwaltungskosten, 12 Mio € in den Vertriebskosten und 2 Mio € in den Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. Aufgrund der Wertuntergrenze nach IAS 36.105 konnten vom ermittelten Wertminderungsbedarf 988 Mio € nicht erfasst werden. Die Wertuntergrenzen sind i. W. auf Basis von Vergleichswertverfahren sowie unter Berücksichtigung der Investitionszuwendungen für die Direktreduktionsanlage abgeleitet.

Außerdem erfolgte im 1. Quartal 2024 / 2025 eine Wertberichtigung in Höhe von 20 Mio € der im thyssenkrupp Konzern gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte Corporate Assets), die der Einheit Special Units zugeordnet sind. Diese Vermögenswerte werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests anteilig auf die Cash Generating Unit allokiert, da sie keine eigenständigen Mittelzuflüsse erzeugen. Die Wertberichtigung ergibt sich aus einer reduzierten Tragfähigkeit der Corporate Assets bei Steel Europe in Zusammenhang mit den dort erfolgten Wertberichtigungen im 1. Quartal 2024 / 2025.

Im 2. Quartal 2024/2025 wurde im Segment Steel Europe erneut eine Überprüfung der Werthaltigkeit vorgenommen, aus der eine Wertminderung resultierte. Für die Ermittlung des erzielbaren Betrages des Segments bzw. der Cash Generating Unit Steel Europe wurde der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten berechnet. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wurde dabei einkommensbasiert (Level 3 der Hierarchielevel von beizulegenden Zeitwerten) ermittelt; hierbei kam bei der Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme ein Kapitalkostensatz (nach Steuern) von 7,6 % zur Anwendung. Auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von 2.412 Mio € wurden Wertminderungen im Anlagevermögen von 93 Mio € erfasst. Die dem Bewertungsmodell zugrundeliegenden Cashflows basieren auf den aktuellen Prämissen für den Geschäftsverlauf bis 2035 / 2036 unter Berücksichtigung der Effekte aus der verkündeten Anpassung des Produktionsnetzwerkes sowie der Effekte der eingeleiteten Grünen Transformation. Danach erfolgt eine vereinfachte Fortschreibung bis 2064 unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate, die sich an der Inflationserwartung in Höhe von 2 % ausrichtet. Die stark eingetrübte Konjunkturlage insbesondere im Kernabsatzmarkt Deutschland, die strukturellen Herausforderungen im wichtigen Kundensegment der deutschen Automobilindustrie sowie die hohen Unsicherheiten - insbesondere aus den anhaltenden Belastungen durch die Folgen des Ukrainekriegs sowie die fortwährende globale Konjunkturschwäche - wurden dabei explizit in der nachhaltigen Versand- und Margenerwartung mit entsprechenden Risikoabschlägen in den Zahlungsströmen gewürdigt. Diese Faktoren und Umstände führten in Verbindung mit den anhaltend hohen Energie- und Kapitalkosten sowie die im Geschäftsverlauf erwarteten signifikanten Investitionen, insbesondere in die Grüne Transformation, zu den weiteren Wertminderungen. Hinsichtlich der Grünen Transformation wurden insbesondere die aus dem laufenden Bau der ersten Direktreduktionsanlage erwarteten wirtschaftlichen Effekte, wie auch die aktuellen und zukünftig zu erwartenden gesetzlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen (z. B. CO2-Zertifikatehandel), in den Zahlungsströmen des Werthaltigkeitstests berücksichtigt. Vom Wertminderungsaufwand entfallen 42 Mio € auf Anlagen im Bau, 40 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen, 4 Mio € auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, 5 Mio € auf Bauten und 2 Mio € auf übrige immaterielle Vermögenswerte. 67 Mio € wurden vom Wertminderungsaufwand in den Umsatzkosten, 15 Mio € in den allgemeinen Verwaltungskosten, 9 Mio € in den Vertriebskosten und 2 Mio € in den Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. Aufgrund der Wertuntergrenze nach IAS 36.105 konnten vom ermittelten Wertminderungsbedarf 750 Mio € nicht erfasst werden. Die Wertuntergrenzen sind i. W. auf Basis von Vergleichswertverfahren sowie unter Berücksichtigung der Investitionszuwendungen für die Direktreduktionsanlage abgeleitet.

Außerdem erfolgte im 2. Quartal 2024 / 2025 eine Wertberichtigung in Höhe von 16 Mio € der im thyssenkrupp Konzern gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte Corporate Assets), die der Einheit Special Units zugeordnet sind. Diese Vermögenswerte werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests anteilig auf die Cash Generating Unit allokiert, da sie keine eigenständigen Mittelzuflüsse erzeugen. Die Wertberichtigung ergibt sich aus einer reduzierten Tragfähigkeit der Corporate Assets bei Steel Europe in Zusammenhang mit den dort erfolgten Wertberichtigungen im 2. Quartal 2024 / 2025.

Im 3. Quartal 2024 / 2025 wurde im Segment Steel Europe wiederum eine Überprüfung der Werthaltigkeit vorgenommen, aus der eine Wertminderung resultierte. Für die Ermittlung des erzielbaren Betrages des Segments bzw. der Cash Generating Unit Steel Europe wurde unverändert der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten berechnet. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wurde dabei einkommensbasiert (Level 3 der Hierarchielevel von beizulegenden Zeitwerten) ermittelt; hierbei kam bei der Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme ein Kapitalkostensatz (nach Steuern) von 7,7 % zur Anwendung. Auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von 2.407 Mio € wurden Wertminderungen im Anlagevermögen von 100 Mio € erfasst. Die dem Bewertungsmodell zugrundeliegenden Cashflows basieren auf den aktuellen Prämissen für den Geschäftsverlauf bis 2035 / 2036, die unverändert gegenüber den beiden Vorquartalen sind. Für detaillierte Informationen wird auf die vorstehenden Ausführungen zum 1. Quartal bzw. 2. Quartal 2024 / 2025 verwiesen. Vom Wertminderungsaufwand entfallen 48 Mio € auf Anlagen im Bau, 45 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen, 4 Mio € auf Bauten, 2 Mio € auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und 1 Mio € auf übrige immaterielle Vermögenswerte. 69 Mio € wurden vom Wertminderungsaufwand in den Umsatzkosten, 20 Mio € in den allgemeinen Verwaltungskosten, 9 Mio € in den Vertriebskosten und 2 Mio € in den Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. Aufgrund der Wertuntergrenze nach IAS 36.105 konnten vom ermittelten Wertminderungsbedarf 553 Mio € nicht erfasst werden. Die Wertuntergrenzen sind i. W. auf Basis von Vergleichswertverfahren sowie unter Berücksichtigung der Investitionszuwendungen für die Direktreduktionsanlage abgeleitet.

Außerdem erfolgte im 3. Quartal 2024 / 2025 eine Wertberichtigung in Höhe von 13 Mio € der im thyssenkrupp Konzern gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte Corporate Assets), die der Einheit Special Units zugeordnet sind. Diese Vermögenswerte werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests anteilig auf die Cash Generating Unit allokiert, da sie keine eigenständigen Mittelzuflüsse erzeugen. Die Wertberichtigung ergibt sich aus einer reduzierten Tragfähigkeit der Corporate Assets bei Steel Europe in Zusammenhang mit den dort erfolgten Wertberichtigungen im 3. Quartal 2024 / 2025.

01 Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2024 / 2025 wendet thyssenkrupp erstmalig die nachfolgenden Änderungen zu bestehenden Standards an, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben:

Änderungen an IAS 1 "Presentation of Financial Statements: Classification of Liabilities as Current or Non-current", Veröffentlichung im Januar 2020 bzw. Oktober 2022, erstmalige Anwendung im Geschäftsjahr 2024 / 2025
Änderungen an IFRS 16 "Leases: Lease Liability in a Sale and Leaseback", Veröffentlichung im September 2022, erstmalige Anwendung im Geschäftsjahr 2024 / 2025
Änderungen an IAS 7 "Statement of Cash Flows" und IFRS 7 "Financial Instruments Disclosures: Supplier Finance Arrangements", Veröffentlichung im Mai 2023, erstmalige Anwendung im Geschäftsjahr 2024 / 2025

02 Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India und einzelne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India

thyssenkrupp Electrical Steel India Private Ltd. ist Hersteller von kornorientiertem Elektroband. Aus marktstrategischen Erwägungen wurde im Geschäftsjahr 2023 / 2024 im Segment Steel Europe der Verkaufsprozess für die Gesellschaft eingeleitet, der seit dem 4. Quartal 2023 / 2024 die Kriterien von IFRS 5 für den Ausweis als Veräußerungsgruppe erfüllte. Am 18. Oktober 2024 wurde der Kaufvertrag zur Veräußerung des indischen Elektrobandgeschäfts an JSW Steel Limited und JFE Steel Corporation, ein indisch-japanisches Konsortium, unterzeichnet. Am 30. Januar 2025 erfolgte der Abschluss des Verkaufsprozesses (Closing) und thyssenkrupp Electrical Steel India wurde entkonsolidiert.

Im Zusammenhang mit dem eingeleiteten Verkauf erfolgte unmittelbar vor der erstmaligen Klassifizierung als Veräußerungsgruppe eine Überprüfung der Bewertung der Vermögenswerte gemäß IAS 36; hieraus resultierte eine Wertaufholung in Höhe von insgesamt 12 Mio €, da der beizulegende Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung höher war als der Buchwert. Die Wertaufholung in Höhe von insgesamt 12 Mio € entfällt mit 3 Mio € auf Grundstücke und Bauten, mit 8 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen sowie mit 1 Mio € auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sie wurde in den Umsatzkosten im 4. Quartal 2023 / 2024 ausgewiesen; gleichzeitig wurden latente Steuern von 3 Mio € passiviert. Aus der Entkonsolidierung resultierte ein Gewinn in Höhe von 321 Mio €, der im 2. Quartal 2024 / 2025 in den sonstigen Gewinnen und Verlusten ausgewiesen wurde.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die die Veräußerungsgruppe zum 30. September 2024 umfasste, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt; das auf die Veräußerungsgruppe im Eigenkapital entfallende kumulierte sonstige Ergebnis betrug - 32 Mio € zum 30. September 2024.

VERÄUSSERUNGSGRUPPE THYSSENKRUPP ELECTRICAL STEEL INDIA

Mio € 30.9.2024
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 15
Vorräte 55
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 3
Laufende Ertragsteueransprüche 28
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 128
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 22
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 5
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 34

Einzelne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

Zum 30. September 2024 und zum 30. Juni 2025 werden in der Bilanz in der Zeile "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" Sachanlagen in Höhe von 6 Mio € ausgewiesen, die zwei Maschinen bei einer slowakischen Gesellschaft aus dem Segment Decarbon Technologies betreffen.

03 Verkäufe

In den 9 Monaten 2024 / 2025 gab es im Konzern neben dem Vollzug des Verkaufs der Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India (vgl. Anhang Nr. 02) im 2. Quartal 2024 / 2025, nur einen kleineren Verkauf im Segment Steel Europe im 1. Quartal 2024 / 2025. Diese Verkäufe wirkten sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Abgangszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss aus:

ABGÄNGE

Mio € 9 Monate 2024 / 2025
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 16
Aktive latente Steuern 1
Vorräte 65
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 5
Laufende Ertragsteueransprüche 31
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 43
Insgesamt abgegebene Vermögenswerte 184
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3
Passive latente Steuern 1
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 2
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 26
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 7
Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten 47
Abgehendes Reinvermögen 137
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 30
Nicht beherrschende Anteile - 2
Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen 317
Mit dem Verkauf verbundene Transaktionen 8
Verkaufspreis 489
Währungssicherung Verkaufspreis - 9
Verkaufspreis einschließlich Währungssicherung 480
Davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 480

04 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurden die Rückstellungen für Pensionen zum 30. Juni 2025 angepasst.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Mio € 30.9.2024 30.6.2025
Pensionen 5.598 5.250
Altersteilzeit 135 113
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 32 37
Umgliederung w/Ausweis als Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten - 3 0
Insgesamt 5.762 5.399

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zugrunde gelegt:

DURCHSCHNITTLICHE BEWERTUNGSFAKTOREN

30.9.2024 30.6.2025
in % Deutschland Übrige Länder Insgesamt Deutschland Übrige Länder Insgesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Diskontierungssatz für Pensionen 3,40 2,98 3,29 3,80 2,86 3,58

05 Sonstige Rückstellungen

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Restrukturierungsrückstellungen verminderten sich im Vergleich zum 30. September 2024 um 18 Mio € auf 269 Mio €. Zuführungen in Höhe von 159 Mio €, die i. W. die Segmente Automotive Technology, Decarbon Technologies, Steel Europe und Materials Services betreffen, wurden i. W. durch Inanspruchnahmen überkompensiert. Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltene Rückstellung für Entfernungsverpflichtungen reduzierte sich aufgrund einer Analyse und Neueinschätzung der Risiken aus Verpflichtungen zur Sicherung entstandener Bergschäden und für Rekultivierungsmaßnahmen gegenüber dem 30. September 2024 um 28 Mio € auf 294 Mio €.

06 Finanzschulden

Im 1. Quartal 2024/2025 wurde am 30. Dezember 2024 das Schuldscheindarlehen der thyssenkrupp AG über 4 Mio € fristgerecht zurückgezahlt. Gleichzeitig wurde ein Schuldscheindarlehen der thyssenkrupp AG über 4 Mio € mit Fälligkeit 30. Dezember 2029 neu platziert.

Im 2. Quartal 2024 / 2025 wurde am 25. Februar 2025 die Anleihe der thyssenkrupp AG über 600 Mio € fristgerecht zurückgezahlt.

Im 3. Quartal 2024/2025 wurde am 30. Juni 2025 das Schuldscheindarlehen der thyssenkrupp AG über 8 Mio € fristgerecht zurückgezahlt.

07 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Eventualverbindlichkeiten

Die thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Maximale Haftungsvolumen Rückstellung
Mio € 30.6.2025 30.6.2025
--- --- ---
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 6 0
Sonstige Haftungserklärungen 3 0
Insgesamt 9 0

Der thyssenkrupp Konzern hat für die TK Elevator GmbH und deren Tochtergesellschaften Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von deren Auftraggebern ausgestellt bzw. ausstellen lassen; diese belaufen sich zum 30. Juni 2025 auf 2 Mio € (30. September 2024: 9 Mio €). Das Erwerberkonsortium hat sich verpflichtet, thyssenkrupp von Aufwendungen im Zusammenhang mit den Bürgschaften und Garantien bis zu deren vollständigen Ablösung schadlos zu halten. Darüber hinaus hat thyssenkrupp als zusätzliche Sicherheit Garantien in gleichlautender Höhe von dem Erwerber erhalten.

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung oder die Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern.

Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen, aus dem zugrundeliegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein Dritter außerhalb des Konzerns beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die im Konzern bestehenden Abnahmeverpflichtungen aus Energieverträgen verminderten sich zum 30. Juni 2025 im Vergleich zum 30. September 2024 leicht um rd. 40 Mio € auf 1,2 Mrd €. Daneben bestehen im Segment Steel Europe langfristige Abnahmeverträge für Eisenerz und Eisenerzpellets, die aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet werden. Im Vergleich zum 30. September 2024 verminderten sich diese Abnahmeverpflichtungen um 0,3 Mrd € auf 1,4 Mrd €.

Im Segment Steel Europe besteht aus der Beauftragung des Baus der Direktreduktionsanlage zum 30. Juni 2025 ein Bestellobligo in Höhe von 1.210 Mio € (30. September 2024: 1.374 Mio €), welches zu wesentlichen Teilen von den von der Bundesregierung und dem Land Nordrhein-Westfalen gewährten Investitionszuschüssen gedeckt ist. In diesem Zusammenhang sind dem Konzern in den 9 Monaten 2024 / 2025 Investitionszuwendungen in Höhe von 205 Mio € (9 Monate 2023 / 2024: 218 Mio €) zugeflossen.

Im Dezember 2024 haben fünf Kläger (u.a. die Meyer Werft GmbH und die FourWorld Global Opportunities Fund, Ltd. aus abgetretenem Recht) eine Klage u.a. gegen die thyssenkrupp Steel Europe AG auf Zahlung von Schadensersatz wegen angeblicher Preisüberhöhung im Zusammenhang mit dem sog. "Quartoblech-Kartell" in Höhe von ca. 102 Mio € zzgl. Zinsen in Höhe von ca. 72 Mio € eingereicht. Die thyssenkrupp Steel Europe AG bereitet eine entsprechende Klageerwiderung vor.

Im Januar 2025 hat die NVL B.V. &Co. KG ("NVL") Schiedsklage gegen die thyssenkrupp Marine Systems GmbH im Zusammenhang mit dem Korvettenprogramm K 130 eingereicht. NVL macht hierin Ansprüche aus angeblichen Verzögerungen im Projekt geltend, neben einem Zahlungsanspruch in Höhe von ca. 5 Mio € i. W. Feststellungsanträge in einem hohen zweistelligen Millionenbetrag. thyssenkrupp Marine Systems GmbH bereitet eine Klageerwiderung vor.

Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem Geschäftsjahresende 2023 / 2024 keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

08 Finanzinstrumente

Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeiten der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Geldmarktfonds sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

Für die Vorzugsaktien im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung, welche als Eigenkapitalinstrument klassifiziert sind, wurde aufgrund der Bedeutung das Wahlrecht ausgeübt, diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) zu bilanzieren. In den sonstigen übrigen finanziellen Vermögenswerten sind die Darlehen aus der Elevator-Transaktion enthalten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden; vgl. dazu auch Anhang-Nr. 09. Die übrigen Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert, soweit vorhanden, auf Börsenkursen zum Quartalsstichtag. Liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor, erfolgt eine Bewertung der Eigen- und Fremdkapitalinstrumente durch Diskontierung der zukünftigen Cashflows auf Basis der aktuellen marktüblichen Zinsen über die Restlaufzeit der Finanzinstrumente.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Quartalsstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrundeliegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrundeliegenden Basiszinsen.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cashflows stattfinden.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Quartalsstichtag vorgenommen. Der Abbruch von Cashflow-Hedges führte im 1. Quartal 2024 / 2025 durch Umgliederung aus den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen in die Gewinn- und Verlustrechnung zu einem Ertrag in Höhe von 76 Mio €. Diese ursprünglich ergebnisneutral behandelten Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte der CO2-Termingeschäfte wurden zu dem Zeitpunkt ergebniswirksam realisiert, als die Durchführung der abgesicherten zukünftigen Transaktion in Form von warenpreisgesicherten Umsatzkosten nicht länger als wahrscheinlich angesehen wurde.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeiten der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte annähernd den beizulegenden Zeitwerten.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 4.861 Mio € zum 30. Juni 2025 (30. September 2024: 5.855 Mio €) haben einen beizulegenden Zeitwert von 4.866 Mio € (30. September 2024: 5.858 Mio €), der nach Bewertungsmethoden ermittelt wurde, die Level 2 zuzuordnen sind.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:

BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.9.2024

Mio € 30.9.2024 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 50 0 50 0
Eigenkapitalinstrumente 13 7 5 0
Zahlungsmitteläquivalente 1.000 1.000
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 814 814
Eigenkapitalinstrumente 82 82
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 12 12 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 20 0 20 0
Insgesamt 1.991 1.020 889 82
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 94 0 94 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 13 0 13 0
Insgesamt 107 0 107 0

BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.6.2025

Mio € 30.6.2025 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 78 0 78 0
Eigenkapitalinstrumente 13 8 5 0
Zahlungsmitteläquivalente 1.518 1.518
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 938 938
Eigenkapitalinstrumente 89 89
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 13 13 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 65 0 65 0
Insgesamt 2.712 1.538 1.086 89
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 55 0 55 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 84 0 84 0
Insgesamt 139 0 139 0

Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten auf Basis anerkannter Bewertungsmodelle bewertet wird.

Im Berichtsquartal gab es keine Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2.

Nachfolgend ist die Entwicklung der in Level 3 erfassten Eigenkapitalinstrumente dargestellt:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FINANZINSTRUMENTE LEVEL 3

Mio €
Stand am 30.9.2024 82
Ergebnisneutrale Veränderungen 7
Stand am 30.6.2025 89

Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Eigenkapitalinstrumente beinhalten ausschließlich die Vorzugsaktien an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg aus der Beteiligung an TK Elevator. Der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Vorzugsaktien liegt ein finanzmathematisches Bewertungsmodell (Discounted Cashflow Verfahren) zugrunde, das die auf die Vorzugsaktien vertraglich entfallenden erwarteten zukünftigen Cashflows berücksichtigt. Der Wert der Vorzugsaktien wird durch Diskontierung der festgelegten Verzinsung mit einem Kapitalisierungszinssatz ermittelt, dessen Höhe sich nach der zum Abschlussstichtag am Kapitalmarkt beobachtbaren Rendite-/Risikostruktur bemisst. Der Wert der Vorzugsaktien unterliegt demzufolge kapitalmarktbedingten Schwankungen. Dabei wurde zum 30. Juni 2025 ein risikoadäquater Diskontierungszinssatz in Höhe von 8,57 % (30. September 2024: 9,59 %) angewendet.

Der aus der Bewertung resultierende Effekt wird erfolgsneutral im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis innerhalb der Position "Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente" ausgewiesen.

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte

Zur Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle insbesondere zur Ermittlung der erwarteten Ausfallraten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat thyssenkrupp grundsätzlich folgendes Modell angewendet: Die erwarteten Ausfallraten werden i. W. aus externen Kreditinformationen und Ratings pro Kontrahent abgeleitet, was im Vergleich zur Bildung von Ratingklassen eine genauere Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit ermöglicht. Hierbei werden zum einen die durch Warenkreditversicherer vergebenen Risikonummern der Kunden und zum anderen die von Auskunfteien erteilten Bonitätsinformationen mittels eines zentralen Zuordnungssystems in eine individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde übersetzt. Diese individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde wird einheitlich im thyssenkrupp Konzern verwendet. Es erfolgt eine quartalsweise Aktualisierung der Informationen. Sind keine Ratinginformationen auf Kontrahentenebene vorhanden, erfolgt eine Bewertung auf Basis der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit pro Segment zuzüglich eines angemessenen Risikozuschlags. Für den Konzernabschluss zum 30. Juni 2025 wurden die aktuellen externen Kreditinformationen und Ratings verwendet.

Die Ausfälle betreffen i. W. Insolvenzfälle, die im Vorjahr nicht aus den Rating-Informationen ableitbar waren.

09 Segmentberichterstattung

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp.

Die Segmentinformationen für die 9 Monate 2023 / 2024 und die 9 Monate 2024 / 2025 bzw. für das 3. Quartal 2023 / 2024 und das 3. Quartal 2024 / 2025 stellen sich damit wie folgt dar:

SEGMENTINFORMATIONEN

Mio € Automotive Technology Decarbon Technologies Materials Services Steel Europe Marine Systems Corporate Headquarters
9 Monate 2023 / 2024
Außenumsätze 5.697 2.762 9.042 7.307 1.405 0
Konzerninterne Umsätze 2 14 175 820 - 2 6
Umsatzerlöse 5.699 2.775 9.217 8.127 1.403 6
EBIT 163 - 119 8 - 14 74 - 165
Bereinigtes EBIT 174 - 61 153 238 72 - 144
9 Monate 2024 / 2025
Außenumsätze 5.254 2.631 8.474 6.580 1.600 0
Konzerninterne Umsätze 1 12 166 690 2 4
Umsatzerlöse 5.255 2.643 8.640 7.270 1.601 4
EBIT - 4 60 67 251 85 - 182
Bereinigtes EBIT 98 76 82 177 85 - 141
3. Quartal 2023 / 2024
Außenumsätze 1.913 940 3.138 2.550 439 0
Konzerninterne Umsätze 1 4 56 267 - 1 2
Umsatzerlöse 1.914 945 3.194 2.818 438 2
EBIT 83 - 91 17 117 30 - 62
Bereinigtes EBIT 78 - 59 58 100 30 - 47
3. Quartal 2024 / 2025
Außenumsätze 1.784 847 2.800 2.218 498 0
Konzerninterne Umsätze 1 5 61 234 2 1
Umsatzerlöse 1.785 852 2.860 2.453 500 1
EBIT - 11 35 40 - 64 23 - 75
Bereinigtes EBIT 61 42 45 31 23 - 41
Mio € Überleitung Konzern
9 Monate 2023 / 2024
Außenumsätze 18 26.232
Konzerninterne Umsätze - 1.014 - 1
Umsatzerlöse - 996 26.231
EBIT - 19 - 73
Bereinigtes EBIT - 16 416
9 Monate 2024 / 2025
Außenumsätze 22 24.560
Konzerninterne Umsätze - 875 0
Umsatzerlöse - 853 24.560
EBIT - 38 239
Bereinigtes EBIT - 11 365
3. Quartal 2023 / 2024
Außenumsätze 5 8.987
Konzerninterne Umsätze - 330 - 1
Umsatzerlöse - 325 8.986
EBIT - 11 84
Bereinigtes EBIT - 11 149
3. Quartal 2024 / 2025
Außenumsätze 4 8.151
Konzerninterne Umsätze - 304 0
Umsatzerlöse - 300 8.151
EBIT 1 - 52
Bereinigtes EBIT - 6 155

Im Vergleich zum 30. September 2024 verminderte sich zum 30. Juni 2025 das durchschnittliche Capital Employed bei Decarbon Technologies um 112 Mio € auf 906 Mio €, bei Steel Europe um 474 Mio € auf 3.153 Mio € und bei Marine Systems um 878 Mio € auf 211 Mio €.

Die Spalte "Überleitung" lässt sich wie folgt unterteilen:

AUFRISS ÜBERLEITUNG

Mio € Service Units Special Units Konsolidierung Überleitung
9 Monate 2023 / 2024
Außenumsätze 17 2 - 1 18
Konzerninterne Umsätze 188 21 - 1.223 - 1.014
Umsatzerlöse 205 23 - 1.224 - 996
EBIT 14 - 28 - 5 - 19
Bereinigtes EBIT 14 - 25 - 5 - 16
9 Monate 2024 / 2025
Außenumsätze 13 4 4 22
Konzerninterne Umsätze 181 19 - 1.075 - 875
Umsatzerlöse 194 23 - 1.070 - 853
EBIT 11 - 55 6 - 38
Bereinigtes EBIT 10 - 25 3 - 11
3. Quartal 2023 / 2024
Außenumsätze 5 1 - 1 5
Konzerninterne Umsätze 65 7 - 402 - 330
Umsatzerlöse 71 7 - 403 - 325
EBIT 2 - 11 - 2 - 11
Bereinigtes EBIT 2 - 11 - 2 - 11
3. Quartal 2024 / 2025
Außenumsätze 3 1 0 4
Konzerninterne Umsätze 56 6 - 367 - 304
Umsatzerlöse 59 8 - 367 - 300
EBIT 2 - 4 3 1
Bereinigtes EBIT 2 - 9 0 - 6

Das EBIT enthält in der Einheit Special Units Wertberichtigungsaufwendungen in Höhe von 49 Mio € in den 9 Monaten 2024/2025 bzw. in Höhe von 13 Mio € im 3. Quartal 2024 / 2025 der im thyssenkrupp Konzern gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte Corporate Assets). Diese Wertminderungsaufwendungen werden als Sondereffekt behandelt und sind deshalb im Bereinigten EBIT nicht enthalten.

Die Beteiligung an TK Elevator setzt sich aus mehreren Finanzierungsinstrumenten zusammen, die wie folgt bilanziert werden:

Stammaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Aufgrund des Vorliegens von maßgeblichem Einfluss werden die Stammaktien nach den Vorgaben des IAS 28 als nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung behandelt und ausgewiesen. Die Fortschreibung der Anschaffungskosten nach der Equity-Methode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb des Finanzergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen enthalten.
Vorzugsaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Die Vorzugsaktien werden als Eigenkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im Eigenkapital (ohne Recycling) erfasst werden.
Zinslose Darlehen (Darlehensnehmer: Vertical Topco I S.A., Luxembourg). Die zinslosen Darlehen werden als Fremdkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und ebenfalls in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, wobei die Ergebniseffekte aus der Folgebewertung in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis in den Finanzierungserträgen bzw. -aufwendungen gezeigt werden.

Nachfolgend wird die Überleitungsrechnung der Ertragskennzahl Bereinigtes EBIT zum Ergebnis vor Steuern gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

ÜBERLEITUNG BEREINIGTES EBIT ZUM ERGEBNIS VOR STEUERN

Mio € 9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 3. Quartal 2023 / 2024 3. Quartal 2024 / 2025
Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung 416 365 149 155
Sondereffekte - 489 - 126 - 65 - 207
EBIT gemäß Segmentberichterstattung - 73 239 84 - 52
+ Nicht operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen - 132 22 - 45 14
+ Finanzierungserträge 597 769 182 340
- Finanzierungsaufwendungen - 617 - 797 - 193 - 357
- Bestandteile der Finanzierungserträge, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden - 9 - 5 - 8 - 3
+ Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden 21 8 5 3
Ergebnis Konzern (vor Steuern) - 213 234 26 - 53

In den 9 Monaten 2024 / 2025 entfallen die Sondereffekte i. W. auf Erträge aus dem Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India und aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte sowie auf Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe. Darüber hinaus gab es Restrukturierungsaufwendungen insbesondere im Segment Automotive Technology.

In den 9 Monaten 2023 / 2024 betrafen die Sondereffekte i. W. auf Wertminderungsaufwendungen und Aufwendungen aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte im Segment Steel Europe, Wertminderungsaufwendungen und Restrukturierungen im Segment Materials Services sowie Wertminderungsaufwendungen in den Segmenten Decarbon Technologies und Automotive Technology.

10 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bzw. die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden sind nachfolgend dargestellt:

UMSATZERLÖSE

Mio € Automotive Technology Decarbon Technologies Materials Services Steel Europe Marine Systems Corporate Headquarters
9 Monate 2023 / 2024
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 4.276 767 1.240 7.550 28 0
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 502 116 7.339 94 12 1
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 248 224 577 150 34 4
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 578 1.615 18 0 1.320 0
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 93 51 0 337 4 0
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 5.697 2.772 9.174 8.130 1.399 6
Sonstige Umsatzerlöse 2 4 43 - 3 5 0
Insgesamt 5.699 2.775 9.217 8.127 1.403 6
9 Monate 2024 / 2025
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 3.979 783 1.252 6.755 45 0
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 476 162 6.716 81 13 0
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 166 185 607 112 63 4
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 503 1.475 18 0 1.467 0
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 132 36 1 309 1 0
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 5.257 2.641 8.594 7.256 1.589 4
Sonstige Umsatzerlöse - 1 2 46 13 12 0
Insgesamt 5.255 2.643 8.640 7.270 1.601 4
3. Quartal 2023 / 2024
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 1.436 265 415 2.602 11 0
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 185 41 2.585 38 7 0
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 88 90 199 50 11 2
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 177 530 3 0 408 0
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 29 19 0 130 0 0
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1.916 945 3.202 2.820 436 2
Sonstige Umsatzerlöse - 1 0 - 8 - 2 2 0
Insgesamt 1.914 945 3.194 2.818 438 2
3. Quartal 2024 / 2025
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 1.355 263 417 2.284 19 0
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 162 60 2.205 21 2 0
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 49 55 203 39 31 1
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 163 457 5 0 445 0
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 52 16 0 95 - 2 0
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1.781 852 2.831 2.439 496 1
Sonstige Umsatzerlöse 3 0 30 14 4 0
Insgesamt 1.785 852 2.860 2.453 500 1
Mio € Überleitung Konzern
9 Monate 2023 / 2024
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen - 784 13.077
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren - 86 7.978
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen - 105 1.132
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen - 12 3.518
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 10 474
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 998 26.179
Sonstige Umsatzerlöse 2 52
Insgesamt - 996 26.231
9 Monate 2024 / 2025
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen - 642 12.173
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren - 51 7.397
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen - 108 1.029
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen - 20 3.442
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 7 472
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 828 24.514
Sonstige Umsatzerlöse - 25 47
Insgesamt - 853 24.560
3. Quartal 2023 / 2024
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen - 257 4.472
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren - 31 2.825
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen - 35 404
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen - 6 1.111
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 4 175
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 334 8.986
Sonstige Umsatzerlöse 9 0
Insgesamt - 325 8.986
3. Quartal 2024 / 2025
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen - 203 4.136
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren - 18 2.433
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen - 39 341
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen - 7 1.062
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 2 159
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 268 8.131
Sonstige Umsatzerlöse - 32 19
Insgesamt - 300 8.151

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH KUNDENGRUPPEN

Mio € Automotive Technology Decarbon Technologies Materials Services Steel Europe Marine Systems Corporate Headquarters
9 Monate 2023 / 2024
Automobilindustrie 5.030 33 1.475 2.384 0 2
Handel 284 13 1.472 1.778 2 2
Maschinen- und Anlagenbau 274 827 708 173 0 1
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 4 47 1.434 1.748 0 0
Übrige verarbeitende Industrie 1 1.662 2.081 417 6 0
Bauwirtschaft 0 18 438 31 0 0
Öffentliche Hand - Verteidigung1) 0 10 9 0 1.374 0
Verpackungsindustrie 0 4 98 1.113 0 0
Energie und Versorgung 0 5 129 394 0 0
Übrige Kundengruppen1) 103 153 1.332 91 16 0
Insgesamt 5.697 2.772 9.174 8.130 1.399 6
9 Monate 2024 / 2025
Automobilindustrie 4.743 19 1.324 2.035 0 1
Handel 270 7 1.396 1.496 6 2
Maschinen- und Anlagenbau 203 699 683 142 0 1
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 4 38 1.346 1.477 0 0
Übrige verarbeitende Industrie 1 1.568 1.947 455 7 0
Bauwirtschaft 0 14 415 21 0 0
Öffentliche Hand - Verteidigung 0 5 9 0 1.549 0
Verpackungsindustrie 0 1 95 1.102 0 0
Energie und Versorgung 0 3 140 436 0 0
Übrige Kundengruppen 36 287 1.237 93 27 0
Insgesamt 5.257 2.641 8.594 7.256 1.589 4
3. Quartal 2023 / 2024
Automobilindustrie 1.659 14 501 797 0 1
Handel 112 3 486 604 1 1
Maschinen- und Anlagenbau 85 259 233 58 0 0
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 1 19 523 626 0 0
Übrige verarbeitende Industrie 0 595 731 155 3 0
Bauwirtschaft 0 6 154 7 0 0
Öffentliche Hand - Verteidigung1) 0 4 4 0 428 0
Verpackungsindustrie 0 0 32 407 0 0
Energie und Versorgung 0 1 48 131 0 0
Übrige Kundengruppen1) 58 44 490 35 5 0
Insgesamt 1.916 945 3.202 2.820 436 2
3. Quartal 2024 / 2025
Automobilindustrie 1.595 7 435 710 0 0
Handel 95 4 459 500 4 1
Maschinen- und Anlagenbau 82 245 223 43 0 0
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 1 17 441 487 0 0
Übrige verarbeitende Industrie 0 475 644 160 2 0
Bauwirtschaft 0 5 140 8 0 0
Öffentliche Hand - Verteidigung 0 2 3 0 479 0
Verpackungsindustrie 0 0 29 377 0 0
Energie und Versorgung 0 1 48 126 0 0
Übrige Kundengruppen 8 96 409 28 12 0
Insgesamt 1.781 852 2.831 2.439 496 1
Mio € Überleitung Konzern
9 Monate 2023 / 2024
Automobilindustrie - 15 8.909
Handel - 597 2.955
Maschinen- und Anlagenbau - 4 1.979
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung - 301 2.933
Übrige verarbeitende Industrie - 91 4.076
Bauwirtschaft - 1 485
Öffentliche Hand - Verteidigung1) 1 1.395
Verpackungsindustrie - 2 1.212
Energie und Versorgung - 1 527
Übrige Kundengruppen1) 12 1.708
Insgesamt - 998 26.179
9 Monate 2024 / 2025
Automobilindustrie - 9 8.112
Handel - 439 2.739
Maschinen- und Anlagenbau 1 1.728
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung - 282 2.583
Übrige verarbeitende Industrie - 122 3.856
Bauwirtschaft - 1 448
Öffentliche Hand - Verteidigung 13 1.577
Verpackungsindustrie 0 1.199
Energie und Versorgung 0 579
Übrige Kundengruppen 10 1.691
Insgesamt - 828 24.514
3. Quartal 2023 / 2024
Automobilindustrie - 5 2.966
Handel - 195 1.011
Maschinen- und Anlagenbau - 2 632
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung - 99 1.071
Übrige verarbeitende Industrie - 33 1.451
Bauwirtschaft - 1 166
Öffentliche Hand - Verteidigung1) 1 436
Verpackungsindustrie 0 439
Energie und Versorgung 0 180
Übrige Kundengruppen1) 2 634
Insgesamt - 334 8.986
3. Quartal 2024 / 2025
Automobilindustrie 4 2.751
Handel - 157 905
Maschinen- und Anlagenbau 2 596
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung - 89 857
Übrige verarbeitende Industrie - 37 1.243
Bauwirtschaft 0 152
Öffentliche Hand - Verteidigung 2 486
Verpackungsindustrie 1 408
Energie und Versorgung 1 176
Übrige Kundengruppen 5 557
Insgesamt - 268 8.131

1) Der Ausweis wurde angepasst w/Aufsplittung der Kundengruppen.

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN

Mio € Automotive Technology Decarbon Technologies Materials Services Steel Europe Marine Systems Corporate Headquarters
9 Monate 2023 / 2024
Deutschsprachiger Raum1) 1.532 344 2.995 4.384 367 1
Westeuropa 824 383 1.371 1.798 361 0
Zentral- und Osteuropa 454 65 1.183 697 2 0
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 4 6 8 10 14 0
Nordamerika 1.719 257 2.969 741 7 4
Südamerika 289 134 39 78 287 0
Asien / Pazifik 65 135 288 18 122 0
Großraum China 746 414 109 40 0 0
Indien 30 362 119 87 31 0
Naher Osten & Afrika 35 671 93 277 208 0
Insgesamt 5.697 2.772 9.174 8.130 1.399 6
9 Monate 2024 / 2025
Deutschsprachiger Raum1) 1.496 371 2.708 3.762 437 0
Westeuropa 747 394 1.221 1.523 472 0
Zentral- und Osteuropa 448 50 1.097 689 1 0
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 4 3 14 10 15 0
Nordamerika 1.540 354 2.978 840 6 4
Südamerika 288 100 33 60 264 0
Asien / Pazifik 60 97 295 16 93 0
Großraum China 617 419 101 33 2 0
Indien 31 179 73 99 43 0
Naher Osten & Afrika 25 675 73 224 257 0
Insgesamt 5.257 2.641 8.594 7.256 1.589 4
3. Quartal 2023 / 2024
Deutschsprachiger Raum1) 536 119 991 1.516 49 0
Westeuropa 267 139 471 585 117 0
Zentral- und Osteuropa 151 19 394 246 1 0
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 2 3 3 5 0 0
Nordamerika 588 75 1.063 285 3 1
Südamerika 102 41 10 22 107 0
Asien / Pazifik 26 54 127 7 39 0
Großraum China 226 149 53 14 0 0
Indien 8 81 48 32 12 0
Naher Osten & Afrika 9 266 43 107 109 0
Insgesamt 1.916 945 3.202 2.820 436 2
3. Quartal 2024 / 2025
Deutschsprachiger Raum1) 515 119 919 1.248 121 0
Westeuropa 261 126 392 516 149 0
Zentral- und Osteuropa 150 14 373 236 0 0
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 2 2 4 5 5 0
Nordamerika 528 136 992 298 2 1
Südamerika 99 30 16 23 72 0
Asien / Pazifik 20 31 70 6 38 0
Großraum China 190 149 19 11 0 0
Indien 9 58 21 19 16 0
Naher Osten & Afrika 7 188 25 77 91 0
Insgesamt 1.781 852 2.831 2.439 496 1
Mio € Überleitung Konzern
9 Monate 2023 / 2024
Deutschsprachiger Raum1) - 787 8.835
Westeuropa - 111 4.627
Zentral- und Osteuropa - 52 2.349
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 42
Nordamerika - 49 5.647
Südamerika - 1 826
Asien / Pazifik 0 629
Großraum China 2 1.310
Indien 0 630
Naher Osten & Afrika 0 1.284
Insgesamt - 998 26.179
9 Monate 2024 / 2025
Deutschsprachiger Raum1) - 648 8.127
Westeuropa - 71 4.286
Zentral- und Osteuropa - 43 2.241
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 46
Nordamerika - 58 5.663
Südamerika 0 746
Asien / Pazifik - 4 557
Großraum China 0 1.173
Indien 0 426
Naher Osten & Afrika - 4 1.249
Insgesamt - 828 24.514
3. Quartal 2023 / 2024
Deutschsprachiger Raum1) - 263 2.947
Westeuropa - 32 1.546
Zentral- und Osteuropa - 17 794
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 12
Nordamerika - 22 1.993
Südamerika 0 282
Asien / Pazifik 0 252
Großraum China 1 444
Indien 0 182
Naher Osten & Afrika 0 534
Insgesamt - 334 8.986
3. Quartal 2024 / 2025
Deutschsprachiger Raum1) - 223 2.699
Westeuropa - 17 1.428
Zentral- und Osteuropa - 9 765
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 18
Nordamerika - 14 1.943
Südamerika 0 240
Asien / Pazifik - 4 161
Großraum China 0 368
Indien 0 124
Naher Osten & Afrika - 2 387
Insgesamt - 268 8.131

1) Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein

Von den Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden resultieren in den 9 Monaten 2024 / 2025 4.343 Mio € (Vorjahr: 4.689 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2024 / 2025 1.074 Mio € (Vorjahr: 1.222 Mio €) aus langfristigen Verträgen und in den 9 Monaten 2024 / 2025 20.170 Mio € (Vorjahr: 21.490 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2024 / 2025 7.057 Mio € (Vorjahr: 7.764 Mio €) aus kurzfristigen Verträgen bzw. in den 9 Monaten 2024 / 2025 5.297 Mio € (Vorjahr: 4.682 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2024 / 2025 1.600 Mio € (Vorjahr: 1.587 Mio €) aus zeitraumbezogen erfassten Umsatzerlösen und in den 9 Monaten 2024 / 2025 19.217 Mio € (Vorjahr: 21.497 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2024 / 2025 6.531 Mio € (Vorjahr: 7.399 Mio €) aus zeitpunktbezogen erfassten Umsatzerlösen.

11 Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge enthalten Erträge aus Strompreiskompensationen, Versicherungserstattungen sowie weitere Erträge aus Zulagen und Zuschüssen.

12 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält in der Zeile "Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen" in den 9 Monaten 2024/2025 Erträge in Höhe von 22 Mio € (Vorjahr: 132 Mio € Aufwendungen) bzw. im 3. Quartal 2024 / 2025 Erträge in Höhe von 14 Mio € (Vorjahr: 45 Mio € Aufwendungen) aus den Stammaktien an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg, die Bestandteil der Elevator-Beteiligung sind (vgl. Anhang-Nr. 09). In den 9 Monaten 2024/2025 enthalten ist ein Ertrag in Höhe von 105 Mio € aus der Rücknahme früherer Wertminderungsaufwendungen für die Stammaktien, der im 2. Quartal 2024 / 2025 aufgrund einer aktualisierten Bewertung der Elevator-Beteiligung als Zuschreibung erfasst wurde.

13 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Aus der Abwertung aktiver latenter Steuern im ertragsteuerlichen Organkreis der thyssenkrupp AG, die zum 30. September 2024 noch mit passiven latenten Steuern saldiert werden konnten, ergab sich im 3. Quartal 2024 / 2025 ein latenter Steueraufwand in Höhe von 135 Mio € sowie ein erfolgsneutraler Steuereffekt im sonstigen Ergebnis, der das Eigenkapital um 62 Mio € verringert hat.

14 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

ERGEBNIS JE AKTIE

9 Monate 2023 / 2024 9 Monate 2024 / 2025 3. Quartal 2023 / 2024
Gesamtbetrag in Mio € Ergebnis je Aktie in € Gesamtbetrag in Mio € Ergebnis je Aktie in € Gesamtbetrag in Mio € Ergebnis je Aktie in €
--- --- --- --- --- --- ---
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) - 446 - 0,72 - 174 - 0,28 - 54 - 0,09
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 622.531.741 622.531.741 622.531.741
3. Quartal 2024 / 2025
Gesamtbetrag in Mio € Ergebnis je Aktie in €
--- --- ---
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) - 278 - 0,45
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 622.531.741

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

15 Zusätzliche Informationen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds lässt sich wie folgt aus der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" herleiten.

HERLEITUNG ZAHLUNGSMITTELFONDS

Mio € 30.6.2024 30.9.2024 30.6.2025
Zahlungsmittel 2.392 2.451 1.704
Zahlungsmitteläquivalente 2.293 3.416 2.850
davon verfügungsbeschränkt 0 0 851
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gemäß Bilanz 4.685 5.867 4.554
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen 0 4 0
Zahlungsmittelfonds gemäß Kapitalflussrechnung 4.685 5.871 4.554

Per 30. Juni 2025 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 39 Mio € (30. Juni 2024: 124 Mio €; 30. September 2024: 131 Mio €) von der Joint Operation HKM.

Die verfügungsbeschränkten Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni 2025 betreffen das Segment Marine Systems und resultieren aus Kundenanzahlungen im Rahmen einer Auftragserweiterung über vier U-Boote des laufenden deutsch-norwegischen 212CD Programms.

16 Ereignisse nach dem Stichtag

Am 11. Juli 2025 hat der Bundesrat einer schrittweisen Absenkung des deutschen Körperschaftsteuersatzes von derzeit 15 % um jeweils einen Prozentpunkt auf 10 % bis zum Jahr 2032 zugestimmt. Die Auswirkungen dieser Steuersatzsenkung auf die ertragsteuerlichen Positionen des thyssenkrupp Konzerns werden derzeit noch ermittelt.

Mitte Juli 2025 haben thyssenkrupp Steel Europe und die IG Metall eine Einigung zum Sanierungstarifvertrag "Neuaufstellung Stahl" erzielt, die die Grundvoraussetzung für die zukunftsfähige Aufstellung von Steel Europe bilden soll. Darin werden auf Grundlage des industriellen Konzepts aus November 2024 und der Grundsatzvereinbarung aus Mai 2025 die Eckpunkte der für die Sanierung erforderlichen betrieblichen Vereinbarungen, u. a. Interessenausgleich und Sozialplan, festgelegt. Die abschließende Ausarbeitung der Vereinbarung wird bis Ende September 2025 angestrebt. Die Umsetzung des Vertragswerks steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die IG Metall-Mitglieder bei thyssenkrupp Steel Europe sowie der Zusage der thyssenkrupp AG zur Sicherung der Finanzierung der mit der Durchführung des Sanierungstarifvertrages verbundenen Kosten. Die Umsetzung des Vertragswerks wird nach vorläufiger Einschätzung zu Aufwendungen in Höhe eines mittleren dreistelligen Mio-€-Betrags führen. Eine verlässliche Schätzung der finanziellen Auswirkungen ist zum aktuellen Zeitpunkt insbesondere wegen der noch zu absolvierenden Prozessschritte sowie der Zustimmungsvorbehalte auf der angestrebten Zeitleiste noch nicht möglich.

Am 5. August 2025 hat TK Elevator bekannt gegeben, dass der Einstieg von Alat Technologies als Investor bei der Vertical TopCo S.à.r.l., Luxembourg, vollzogen wurde. thyssenkrupp hat an der in diesem Zusammenhang durchgeführten Kapitalerhöhung nicht teilgenommen. Weiterhin gehen wir davon aus, dass zukünftige Veränderungen mit Blick auf die Vertretung von thyssenkrupp im Board der Vertical TopCo S.à.r.l. im Konzernabschluss zum 30. September 2025 zu einer ergebniswirksamen Aufwertung der Stammaktien im mittleren dreistelligen Mio-€-Bereich führen werden.

Die Hauptversammlung der thyssenkrupp AG hat am 8. August 2025 auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Verselbstständigung des Segments Marine Systems zugestimmt. Die thyssenkrupp AG bleibt mit 51 % die Mehrheitsgesellschafterin. Das Segment Marine Systems wird auch nach Vollzug der Abspaltung weiterhin im Konzernabschluss vollkonsolidiert.

Essen, den 12. August 2025

thyssenkrupp AG

Der Vorstand

López
Dinstuhl Hamann Henne von Rath

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis 30. Juni 2025, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Düsseldorf, den 13. August 2025

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marc Ufer Dr. Markus Zeimes
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Kontakt und Finanzkalender 2025 / 2026

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Communications

Telefon: (0201) 844-536043

Telefax: (0201) 844-536041

E-Mail: [email protected]

Investor Relations

E-Mail: [email protected]

Institutionelle Investoren und Analysten

Telefon: (0201) 844-536464

Telefax: (0201) 8456-531000

Privatanleger

Telefon: (0201) 844-536367

Telefax: (0201) 8456-531000

Herausgeber

thyssenkrupp AG

thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen

Postfach, 45063 Essen

Telefon: (0201) 844-0

Telefax: (0201) 844-536000

E-Mail: [email protected]

www.thyssenkrupp.com

Finanzkalender 2025 / 2026

9. Dezember 2025

Geschäftsbericht 2024 / 2025 (Oktober bis September)

30. Januar 2026

Ordentliche Hauptversammlung

12. Februar 2026

Zwischenbericht 1. Quartal 2025 / 2026 (Oktober bis Dezember)

12. Mai 2026

Zwischenbericht 1. Halbjahr 2025 / 2026 (Oktober bis März)

13. August 2026

Zwischenbericht 9 Monate 2025 / 2026 (Oktober bis Juni)

Dieser Zwischenbericht ist am 14. August 2025 erschienen.

Inhouse produziert mit firesys.