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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2025

May 15, 2025

435_rns_2025-05-15_1290840e-f69e-48da-afcb-647c4830c8c0.html

Interim / Quarterly Report

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Publication

thyssenkrupp AG

Duisburg und Essen

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.10.2024 bis zum 31.03.2025

1. Oktober 2024 - 31. März 2025

thyssenkrupp in Zahlen

Konzern
1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025 Veränderung in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 16.549 20.560 4.011 24
Umsatzerlöse Mio € 17.245 16.410 - 835 - 5
EBITDA Mio € 531 861 331 62
EBIT1) Mio € - 156 291 447 ++
EBIT-Marge % - 0,9 1,8 2,7 ++
Bereinigtes EBIT1) Mio € 268 210 - 58 - 22
Bereinigte-EBIT-Marge % 1,6 1,3 - 0,3 -18
Ergebnis vor Steuern Mio € - 239 288 527 ++
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach Steuern Mio € - 377 134 511 ++
davon Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG Mio € - 392 104 496 ++
Ergebnis je Aktie - 0,63 0,17 0,80 ++
Operating Cashflow Mio € - 311 - 7 304 98
Cashflow für Investitionen Mio € - 397 - 569 -172 - 43
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 27 423 397 ++
Free Cashflow2) Mio € - 682 - 153 529 78
Free Cashflow vor M&A2) Mio € - 728 - 589 138 19
Netto-Finanzguthaben (31.3.) Mio € 3.467 3.979 512 15
Eigenkapital (31.3.) Mio € 11.604 10.590 -1.014 - 9
Gearing (31.3.) % -3) -3) - -
Mitarbeitende (31.3.) 100.202 95.560 - 4.642 - 5

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

3) Aufgrund des deutlich positiven Eigenkapitals und des ausgewiesenen Netto-Finanzguthabens ist die Gearing-Kennzahl negativ und die Aussage der Gearing-Kennzahl damit eingeschränkt.

Konzern
2. Quartal 2023 / 2024 2. Quartal 2024 / 2025 Veränderung in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 8.576 8.079 - 497 - 6
Umsatzerlöse Mio € 9.064 8.579 - 486 - 5
EBITDA Mio € 293 468 174 59
EBIT1) Mio € 28 188 160 ++
EBIT-Marge % 0,3 2,2 1,9 ++
Bereinigtes EBIT1) Mio € 184 19 -165 - 90
Bereinigte-EBIT-Marge % 2,0 0,2 -1,8 - 89
Ergebnis vor Steuern Mio € - 7 267 274 ++
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach Steuern Mio € - 72 167 239 ++
davon Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG Mio € - 78 155 233 ++
Ergebnis je Aktie - 0,13 0,25 0,37 ++
Operating Cashflow Mio € 113 - 312 - 426 --
Cashflow für Investitionen Mio € - 290 - 292 - 2 -1
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € - 6 433 438 ++
Free Cashflow2) Mio € - 183 - 172 11 6
Free Cashflow vor M&A2) Mio € - 197 - 569 - 372 --
Netto-Finanzguthaben (31.3.) Mio € 3.467 3.979 512 15
Eigenkapital (31.3.) Mio € 11.604 10.590 -1.014 - 9
Gearing (31.3.) % -3) -3) - -
Mitarbeitende (31.3.) 100.202 95.560 - 4.642 - 5

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

3) Aufgrund des deutlich positiven Eigenkapitals und des ausgewiesenen Netto-Finanzguthabens ist die Gearing-Kennzahl negativ und die Aussage der Gearing-Kennzahl damit eingeschränkt.

STAMMDATEN UND KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE / ADR

ISIN Anzahl Aktien (insgesamt) Stück 622.531.741
Aktien (Börsen Frankfurt, Düsseldorf) DE 000 750 0001 Kurs Ende März 2025 9,46
ADR (Außerbörslicher Handel) US88629Q2075 Marktkapitalisierung Ende März 2025 Mio € 5.889
Kürzel
Aktien TKA
ADR TKAMY

Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

In diesem Finanzbericht verwenden wir im Interesse der besseren Lesbarkeit die grammatisch männliche Form, wie bspw. "Aktionär" oder die neutrale Form wie bspw. "Mitarbeitende". Sie beziehen sich immer zugleich auf alle Geschlechter der Menschen, um die es geht: männlich, weiblich, divers.

thyssenkrupp Aktie

ENTWICKLUNG DER THYSSENKRUPP AKTIE ZU DAX UND MDAX

indexiert, 1. Halbjahr 2024/2025

Kursentwicklung im 1. Halbjahr 2024 / 2025

Der Aktienkurs notierte zum Stichtag bei 9,46 € und somit rund 170 % höher als zu Beginn des Geschäftsjahres und hat sich deutlich besser entwickelt als die Vergleichsindizes. Der Höchstkurs wurde am 18. März 2025 mit 10,32 € erreicht; der Tiefstkurs am 1. November 2024 mit 3,15 €. Zu Beginn des Geschäftsjahres war der Kurs ganz wesentlich von makroökonomischen Faktoren und einer zunehmenden Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Zukunftsaussichten beeinflusst. Die sehr positive Kursentwicklung wurde auch getrieben durch die Ankündigung der Abspaltung eines Minderheitsanteils von thyssenkrupp Marine Systems an die Aktionäre der thyssenkrupp AG. Zudem unterstützten die zukünftig signifikant steigenden Rüstungsausgaben in Europa sowie die Erwartungen an die auf europäischer Ebene angekündigten Programme zur Investition in die Infrastruktur.

Kapitalmarkt

Elf Analysten veröffentlichen kontinuierlich Anlageempfehlungen und Kursziele. Zum Stichtag hatten 40 % eine positive Anlageempfehlung (z.B. Kaufen), 40 % eine neutrale (z.B. Halten) und 20 % eine negative (z.B. Verkaufen).

Aktionäre

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen, ist mit rund 21 % der Stimmrechtsanteile der größte Aktionär der thyssenkrupp AG. Darüber hinaus sind die Aktien global breit gestreut.

Hauptversammlung

Die 26. Hauptversammlung der thyssenkrupp AG vom 31. Januar 2025 hat im virtuellen Format stattgefunden und hat allen zur Beschlussfassung vorgelegten Tagesordnungspunkten zugestimmt. Die beschlossene Dividende (0,15 € pro Aktie) für das Geschäftsjahr 2023 / 2024 wurde am 5. Februar 2025 ausgeschüttet.

Investor Relations

Die Equity Story wird unverändert aktiv bei Investoren und Finanzanalysten vermarktet. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag auf zwei Flaggschiff-Konferenzen in New York bzw. Frankfurt sowie auf Roadshows an einzelnen Finanzplätzen, wie z.B. London, Wien, Zürich und Frankfurt.

Zwischenlagebericht

Vorbemerkungen

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp im Geschäftsjahr 2024 / 2025.

Für weitere Details zur Beteiligung TK Elevator, die thyssenkrupp seit dem Verkauf des Aufzugsgeschäfts Elevator Technology Ende Juli 2020 hält und die im Rahmen der Segmentberichterstattung der "Überleitung" zugeordnet ist, siehe auch Anhang-Nr. 09 (Segmentberichterstattung) und Anhang-Nr. 08 (Finanzinstrumente).

Im Geschäftsjahr 2023 / 2024 wurde für die Aktivitäten von thyssenkrupp Electrical Steel India aus dem Segment Steel Europe ein Verkaufsprozess eingeleitet, der im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2023 / 2024 erstmals die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis als Veräußerungsgruppe erfüllt. Dementsprechend wurde in der Bilanz zum 30. September 2024 ein gesonderter Ausweis der auf diese Aktivitäten entfallenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erforderlich. Der Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India wurde am 30. Januar 2025 abgeschlossen.

Die Darstellung des Geschäftsverlaufs ist nach Segmenten gegliedert.

Strategie

Die Strategie von thyssenkrupp besteht in der Fortsetzung des Transformationsprozesses hin zu einem leistungsstarken und nachhaltigen Unternehmen mit schlanken Führungsstrukturen und einem klar konturierten Portfolio, das auf profitables Wachstum ausgerichtet ist. Drei Handlungsstränge, "Portfolio", "Performance" und "Grüne Transformation" bilden den Orientierungsrahmen für diese Strategie. Ausführliche Informationen zur Strategie sind im Geschäftsbericht 2023 / 2024 von thyssenkrupp zu finden. Weitere Details können in den Kapiteln "Berichterstattung zu den Segmenten", "Technologie und Innovationen" sowie unter Anhang-Nr. 15 im Zwischenabschluss (Ereignisse nach dem Stichtag) nachgelesen werden.

Wirtschaftsbericht

Auftragseingang Mio € Umsatzerlöse Mio € EBIT1) Mio €
1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025 1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025 1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025
--- --- --- --- --- --- ---
Automotive Technology 3.744 3.374 3.785 3.471 79 7
Decarbon Technologies 1.340 1.213 1.830 1.791 - 28 25
Materials Services 6.150 5.903 6.023 5.779 - 9 28
Steel Europe 5.312 5.084 5.310 4.817 -132 315
Marine Systems 669 5.591 965 1.101 44 63
Corporate Headquarters 5 4 4 3 -103 -107
Überleitung - 671 - 608 - 671 - 553 - 8 - 40
Konzern 16.549 20.560 17.245 16.410 -156 291
Bereinigtes EBIT1) Mio € Mitarbeitende
1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025 31.3.2024 31.3.2025
--- --- --- --- ---
Automotive Technology 97 36 32.025 30.595
Decarbon Technologies - 2 34 14.768 12.581
Materials Services 95 37 16.150 15.670
Steel Europe 137 146 27.057 26.286
Marine Systems 42 62 7.880 8.197
Corporate Headquarters - 96 - 99 640 665
Überleitung - 6 - 5 1.682 1.566
Konzern 268 210 100.202 95.560

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

Auftragseingang Mio € Umsatzerlöse Mio € EBIT1) Mio €
2. Quartal 2023 / 2024 2. Quartal 2024 / 2025 2. Quartal 2023 / 2024 2. Quartal 2024 / 2025 2. Quartal 2023 / 2024 2. Quartal 2024 / 2025
--- --- --- --- --- --- ---
Automotive Technology 1.890 1.744 1.922 1.802 38 28
Decarbon Technologies 695 645 931 884 - 3 12
Materials Services 3.293 3.019 3.164 3.043 4 20
Steel Europe 2.916 2.777 2.864 2.639 11 169
Marine Systems 140 155 532 533 26 31
Corporate Headquarters 3 3 2 1 - 42 - 55
Überleitung - 362 - 263 - 349 - 324 - 6 -18
Konzern 8.576 8.079 9.064 8.579 28 188
Bereinigtes EBIT1) Mio €
2. Quartal 2023 / 2024 2. Quartal 2024 / 2025
--- --- ---
Automotive Technology 49 24
Decarbon Technologies 15 16
Materials Services 69 29
Steel Europe 68 - 23
Marine Systems 25 31
Corporate Headquarters - 40 - 57
Überleitung - 3 - 2
Konzern 184 19

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

Zusammenfassung

Der Geschäftsverlauf des Konzerns stellte sich im 1. Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Der Auftragseingang lag im Berichtszeitraum deutlich über Vorjahr (+4,0 Mrd € bzw. +24 %), i. W. aufgrund zweier größerer Neubauaufträge bei Marine Systems im 1. Quartal.
Der Umsatz ging aufgrund rückläufiger Nachfrage und Preise i. W. bei Steel Europe, Automotive Technology und Materials Services zurück (-835 Mio € bzw. -5 %).
Das Bereinigte EBIT lag aufgrund deutlich rückläufiger Beiträge von Automotive Technology und Materials Services unter dem Vorjahreszeitraum (-58 Mio € bzw. -22 %). Zuwächse bei Decarbon Technologies, Steel Europe und Marine Systems konnten teilweise kompensieren.
Das Periodenergebnis lag i. W. aufgrund der aus der Veräußerung von tk Electrical Steel India resultierenden Gewinne, einer Zuschreibung von 105 Mio € auf die Elevator-Beteiligung, der Bewertung von CO2-Zertifikaten und geringeren Wertminderungsaufwendungen bei 134 Mio € und somit über Vorjahr (+511 Mio €).
Der FCF vor M&A war weiterhin negativ, lag aber mit -589 Mio € aufgrund der Anzahlungen bei Marine Systems im 1. Quartal über Vorjahresniveau (+138 Mio €).
Das Performance Programm APEX wurde auch im Berichtszeitraum fortgeführt und konnte den Rückgang des Bereinigten EBIT teilweise abfedern.
Die Anleihe über 0,6 Mrd € wurde am 25. Februar 2025 fristgerecht zurückgezahlt.

Der Geschäftsverlauf des Konzerns stellte sich im 2. Quartal im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Der Auftragseingang lag im Berichtszeitraum unter Vorjahr (-480 Mio € bzw. -6 %); bis auf Marine Systems waren alle Segmente rückläufig.
Auch der Umsatz entwickelte sich rückläufig (-486 Mio € bzw. -5 %); nahezu alle Segmente lagen unter Vorjahr, nur Marine Systems blieb auf Vorjahresniveau.
Das Bereinigte EBIT lag deutlich unter Vorjahr (-165 Mio € bzw. -90 %); Ergebnisanstiege bei Marine Systems sowie Decarbon Technologies wurden von Rückgängen in den anderen Segmenten überkompensiert.
Das Periodenergebnis lag i. W. aufgrund der aus der Veräußerung von tk Electrical Steel India resultierenden Gewinne und einer Zuschreibung von 105 Mio € auf die Elevator-Beteiligung bei 167 Mio € und somit über Vorjahr (+239 Mio €).
Der FCF vor M&A lag mit -569 Mio € i. W. aufgrund der geplanten erhöhten Auszahlungen bei Marine Systems deutlich unter Vorjahr (-372 Mio €), davon 160 Mio € Umsatzsteuerzahlungen auf die im 1. Quartal 2024 / 2025 erhaltene Anzahlung.
Das Performance Programm APEX wurde auch im Berichtszeitraum fortgeführt und konnte den Rückgang des Bereinigten EBIT teilweise abfedern.
Die Anleihe über 0,6 Mrd € wurde am 25. Februar 2025 fristgerecht zurückgezahlt.

Der Geschäftsverlauf in den Segmenten im 1. Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr stellte sich wie nachstehend dar. Der Geschäftsverlauf in den Segmenten im 2. Quartal wird im Kapitel "Berichterstattung zu den Segmenten" erläutert.

Bei Automotive Technology haben sich aufgrund rückläufiger Kundennachfrage Auftragseingang und Umsatz verringert. Das Bereinigte EBIT sank aufgrund des geringeren Absatzvolumens und höherer tarifabschlussbedingter Personalkosten. Des Weiteren belasteten Einmaleffekte, wie bspw. Lieferanten-Forderungen aufgrund von Mindermengen, das aktuelle Halbjahr. Positiv wirkten dagegen geringere Fehlleistungskosten bei Automation Engineering sowie APEX-Maßnahmen, die in erster Linie aus der Verhandlung neuer Preiskonditionen, dem Einfordern von Kompensationen aus Mindermengen sowie aus Materialkosteneinsparungen und einer Vielzahl von Effizienzsteigerungsmaßnahmen resultierten.
Bei Decarbon Technologies haben sich unter Berücksichtigung der Entkonsolidierungseffekte von thyssenkrupp Industries India sowohl Auftragseingang und Umsatz erhöht. Das Bereinigte EBIT lag über Vorjahr.
Materials Services verzeichnete i. W. aufgrund niedriger Preise und einer weiterhin verhaltenen Nachfrage einen Umsatzrückgang. Der Absatz im internationalen Trading-Geschäft konnte zulegen, wobei sich der lagerführende Werkstoffhandel insbesondere in Europa rückläufig entwickelte. Das Bereinigte EBIT lag trotz positiver Effekte aus Kostensenkungsmaßnahmen marktbedingt deutlich unter Vorjahr.
Steel Europe verzeichnete aufgrund anhaltend schwacher Nachfrage einen geringeren Auftragseingang. Der Umsatz lag ebenfalls mengen- und preisbedingt unter Vorjahr. Beim Bereinigten EBIT wurde das niedrigere Erlös- und Versand- bzw. Auslastungsniveau durch positive, teilweise aperiodische Kosteneffekte (i. W. Strompreiskompensation, Bewertung von Rückstellungen und Bestandseffekte), niedrigere Abschreibungen infolge der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 2023 / 2024, rückläufige Rohstoffkosten sowie positive Beiträge aus dem APEX-Programm, z. B. durch Effizienzsteigerungen in der Produktion, der Logistik sowie generelle Kostenverbesserungen und Einkaufserfolge, überkompensiert.
Marine Systems verzeichnete einen höheren Auftragseingang i. W. durch die Auftragserweiterung des deutsch-norwegischen U-Boot-Programms 212CD und Italien im Bereich Unterwasser sowie den Auftrag der neuen Polarstern im Bereich Überwasser. Umsatz und Bereinigtes EBIT lagen ebenfalls über Vorjahr, i. W. resultierend aus den Projektfortschritten im Neubaugeschäft und dem Bereich Marineelektronik.

Gesamtjahresprognose

Im Vergleich zur vorherigen Prognose im Zwischenbericht zum 1. Quartal 2024 / 2025 wurden die Erwartungen für den Konzern, trotz einer reduzierten Umsatzprognose bei Steel Europe, nicht geändert.

Unsere Mittelfristziele für den Konzern auf Basis seiner aktuellen Zusammensetzung wurden im Geschäftsbericht 2023 / 2024 bestätigt: Eine Bereinigte EBIT-Marge von 4 bis 6 % und dadurch ein signifikant positiver Free Cashflow vor M&A. Hohe Priorität hat zudem die verlässliche Dividendenzahlung.

Makro- und Branchenumfeld

Anstieg von Zöllen und damit verbundene Unsicherheiten verzögern weiterhin die Erholung der Weltwirtschaft - fiskalpolitische Entwicklungen in Deutschland als Lichtblick für die Wachstumsaussichten in der Eurozone

Die Weltwirtschaft trotzte 2024 zahlreichen Turbulenzen und wuchs um 2,7 %. Für das Gesamtjahr 2025 wird im Vergleich zum Geschäftsbericht 2023 / 2024 mit einem leicht niedrigeren Wachstum von 2,6 % gerechnet. Die erwartete globale Konjunkturerholung aus dem Geschäftsbericht 2023 / 2024 verzögert sich weiter.

Die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft wird weiterhin maßgeblich von den bereits im Geschäftsbericht 2023 / 2024 aufgeführten erheblichen Risiken beeinflusst. Zusätzlich erschweren die aktuellen geopolitischen Spannungen in Folge der verstärkten Zollpolitik der USA, sowie der angekündigten Zölle anderer Wirtschaftsmächte, kurz- bis mittelfristige Prognosen.

Während Deutschland zuletzt im Vergleich zu anderen europäischen Ländern zurückblieb und die Wirtschaft 2024 um 0,2 % schrumpfte, so sorgte die zuletzt angekündigte Erhöhung der Verteidigungsausgaben für einen positiveren Ausblick. Diese werden voraussichtlich allerdings erst in 2026 spürbar sein, weshalb für 2025 nur ein geringes Wachstum von 0,3 % erwartet wird.

Für die Europäische Union wird nach einem moderaten Wachstum von 0,9 % in 2024, ein Wirtschaftswachstum von 1,1 % für 2025 erwartet.

Die aktuelle US-Handelspolitik sorgt weltweit für Unsicherheiten. Für 2025 wird zwar noch ein Wirtschaftswachstum von 1,9 % in den USA erwartet, doch höhere Importzölle und Unsicherheiten auf den Arbeitsmärkten stellen kurzfristige und mittelfristige Herausforderungen dar.

Die Erwartungen für die Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft bleiben im Vergleich zum Geschäftsbericht 2023 / 2024 nahezu unverändert.

BRUTTOINLANDSPRODUKT

reale Veränderung zum Vorjahr in % 20241) 20251)
Europäische Union 1,0 1,0
Deutschland - 0,2 0,0
Osteuropa und Zentralasien 4,4 2,9
USA 2,8 1,4
Brasilien 2,9 1,8
Japan 0,1 0,9
China 5,0 3,8
Indien 6,4 6,1
Naher Osten & Nordafrika 1,1 3,1
Welt 2,8 2,2

1) Kalenderjahr; Prognosen (teilweise)

Quelle: S&P Global Market Intelligence, Global Economy (April 2025)

Automobilindustrie

Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen schloss das Jahr 2024 wie im Geschäftsbericht angenommen rückläufig gegenüber Vorjahr ab, jedoch infolge eines stärkeren vierten Kalenderquartals in China mit einem etwas höheren Volumen. Für das Jahr 2025 ist infolge volatiler Zollsituationen mit weiteren negativen Auswirkungen auf die globalen Produktionsvolumina zu rechnen.

Maschinenbau

Die weltweiten Branchenaussichten im Maschinenbau haben sich im Vergleich zum Geschäftsbericht 2023 / 2024 weiter verschlechtert, besonders in Deutschland und den USA. Während im Geschäftsbericht 2023 / 2024 noch eine Stagnation in Deutschland bzw. ein leichtes Wachstum in den USA für 2025 erwartet worden war, so werden aktuell für beide Wirtschaftsstandorte Umsatzrückgänge von 1-2 % prognostiziert.

Bauwirtschaft

Die Einschätzungen zur globalen Bauwirtschaft haben sich ähnlich wie im Maschinenbau entwickelt. Durch die schleppende Erholung in Deutschland und den USA hat sich die Branchenlage gegenüber dem Geschäftsbericht 2023 / 2024 weiter verschlechtert, während die Situation in China weitgehend stabil blieb. Für 2025 sind die Prognosen aufgrund der volatilen Marktsituation weiterhin von Unsicherheiten geprägt, die beispielsweise in einer weiteren Verzögerung von Investitionsentscheidungen resultieren könnten.

Stahlumfeld

Die weltweite Stahlnachfrage im Jahr 2024 ist im Vorjahresvergleich wie im Geschäftsbericht angenommen zurückgegangen. Der Rückgang ist leicht stärker ausgeprägt als im Oktober prognostiziert. Die Nachfrage in der EU schloss das Jahr ebenfalls schwächer als im Vorjahr ab, jedoch etwas positiver als im Geschäftsbericht angenommen. Für das Jahr 2025 hat der Welt-Stahlverband aufgrund der volatilen Zollsituation noch keine aktualisierte Prognose veröffentlicht.

Für weiterführende Informationen zur Entwicklung der Gesamtkonjunktur sowie den Perspektiven in den wesentlichen Branchen sei hier auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2023 / 2024 verwiesen.

ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN

20241) 20251)
Fahrzeugproduktion, in Mio Pkw und leichte Nutzfahrzeuge2)
Welt 89,5 87,9
Westeuropa (inkl. Deutschland) 10,3 9,7
Deutschland 4,2 4,1
Nordamerika (USA, Mexiko, Kanada) 15,5 14,0
USA 10,2 9,2
Mexiko 4,0 3,6
Japan 7,9 7,9
China 29,8 30,2
Indien 5,7 5,9
Brasilien 2,4 2,5
Maschinenbauumsatz, real, in % gegenüber Vorjahr
Welt 0,4 1,9
Europäische Union - 5,7 - 0,5
Deutschland - 9,6 - 2,0
USA - 3,5 -1,5
Japan - 5,1 0,7
China 3,7 3,2
Indien 7,2 6,8
Bautätigkeit, real, in % gegenüber Vorjahr
Welt 2,5 2,5
Europäische Union -1,2 1,5
Deutschland - 3,3 1,2
USA 6,5 1,2
Japan - 4,6 2,3
China 3,4 2,7
Indien 8,6 6,9
Stahlnachfrage, in % gegenüber Vorjahr
Welt - 2,2 N.a.
Europäische Union - 0,7 N.a.
Deutschland - 8,0 N.a.
USA -1,6 N.a.
China - 5,4 N.a.
Indien 11,4 N.a.

1) Kalenderjahr; Prognosen (teilweise)

2) Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 6t

Quellen: S&P Global Market Intelligence, Comparative Industry (April 2025), S&P Global Mobility, LV Production (April 2025), Oxford Economics, worldsteel (März 2025), nationale Verbände

Berichterstattung zu den Segmenten

Automotive Technology

Geschäftsverlauf im 2. Quartal

AUTOMOTIVE TECHNOLOGY IN ZAHLEN

1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025 Veränderung in % 2. Quartal 2023 / 2024 2. Quartal 2024 / 2025
Auftragseingang Mio € 3.744 3.374 -10 1.890 1.744
Umsatzerlöse Mio € 3.785 3.471 - 8 1.922 1.802
EBITDA Mio € 239 146 - 39 119 99
EBIT Mio € 79 7 - 91 38 28
Bereinigtes EBIT Mio € 97 36 - 62 49 24
Bereinigte-EBIT-Marge % 2,6 1,0 - 2,5 1,3
Investitionen Mio € 141 130 - 8 59 58
Mitarbeitende (31.3.) 32.025 30.595 - 4 32.025 30.595
Veränderung in %
Auftragseingang - 8
Umsatzerlöse - 6
EBITDA -17
EBIT - 24
Bereinigtes EBIT - 50
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen - 3
Mitarbeitende (31.3.) - 4

Auftragseingang und Umsatz

Bei Automotive Technology setzte sich im 2. Quartal die rückläufige Kundennachfrage fort. Auftragseingang und Umsatz lagen unter dem Vorjahr. Von dieser Entwicklung ausgenommen waren die Dämpfersysteme von Bilstein aufgrund eines höheren Aftermarket Geschäfts in den USA sowie Automotive Systems.

Bereinigtes EBIT

Das Bereinigte EBIT ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Ursächlich hierfür waren das geringere Absatzvolumen, eine geringere Beschäftigung im Anlagenbau und höhere tarifabschlussbedingte Personalkosten. Des Weiteren belasteten Einmaleffekte das aktuelle Quartal, wie bspw. Lieferanten-Forderungen aufgrund von Mindermengen. Positiv wirkten dagegen geringere Fehlleistungskosten bei Automation Engineering sowie APEX-Maßnahmen, die in erster Linie aus der Verhandlung neuer Preiskonditionen, dem Einfordern von Kompensationen aus Mindermengen sowie aus Materialkosteneinsparungen und einer Vielzahl von Effizienzsteigerungsmaßnahmen resultierten.

Wesentliche Sondereffekte

Im Berichtszeitraum ergab sich im Saldo ein positiver Sondereffekt in Höhe von 4 Mio €, der vor allem die Neubewertung einer Restrukturierungsrückstellung bei Automation Engineering in Höhe von 17 Mio € betrifft. Gegenläufig wirkten verschiedene weitere Sondereffekte, wie z.B. Restrukturierungsaufwendungen sowie außerplanmäßige Abschreibungen.

Investitionen

Das Investitionsvolumen lag leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Im Bereich Steering wurde weiter in auftragsbezogene Projekte für elektrisch unterstützte Lenksysteme investiert, unter anderem in Mexiko und Europa. Bei Dynamic Components wurde auftragsbezogen in die Produktion von Rotor- und Nockenwellen in Deutschland, Ungarn, Mexiko, China und Brasilien investiert. Generell liegt der Schwerpunkt der Investitionen bei auftragsbezogenen Projekten mit dem Ziel der Unterstützung der Kosten- und Profitabilitätsziele sowie Wahrnehmung von Wachstumschancen.

Decarbon Technologies

Geschäftsverlauf im 2. Quartal

DECARBON TECHNOLOGIES IN ZAHLEN

1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025 Veränderung in % 2. Quartal 2023 / 2024 2. Quartal 2024 / 2025
Auftragseingang Mio € 1.340 1.213 - 9 695 645
Umsatzerlöse Mio € 1.830 1.791 - 2 931 884
EBITDA Mio € 53 82 55 41 41
EBIT Mio € - 28 25 ++ - 3 12
Bereinigtes EBIT Mio € - 2 34 ++ 15 16
Bereinigte-EBIT-Marge % - 0,1 1,9 - 1,7 1,9
Investitionen Mio € 25 48 94 13 28
Mitarbeitende (31.3.) 14.768 12.581 -15 14.768 12.581
Veränderung in %
Auftragseingang - 7
Umsatzerlöse - 5
EBITDA 0
EBIT ++
Bereinigtes EBIT 6
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen ++
Mitarbeitende (31.3.) -15

Auftragseingang und Umsatz

Auftragseingang und Umsatz bei Decarbon Technologies lagen auf vergleichbarer Basis, d.h. bereinigt um die Effekte der im 3. Quartal 2023 / 2024 veräußerten thyssenkrupp Industries India, über dem Vorjahr. Das Wachstum des Auftragseingangs wurde wesentlich durch einen deutlichen Zuwachs im Hochdruckbereich des Chemieanlagenbaus sowie einen Anstieg bei thyssenkrupp nucera getrieben, während der Rückgang des Neubaugeschäfts im Zementanlagenbau gegenläufig wirkte. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr durch Steigerungen im Bereich der Wasserelektrolyse, im Windgeschäft, und im Service-Geschäft des Zementanlagenbaus gesteigert werden.

Bereinigtes EBIT

Das Bereinigte EBIT lag absolut als auch auf vergleichbarer Basis über Vorjahr. Einzig der Chemieanlagenbau lag unter dem von einem hohen Einmaleffekt geprägten Vorjahr, konnte sich aber operativ weiter verbessern und erneut ein positives Ergebnis beisteuern. Alle anderen Geschäfte konnten ihr Ergebnis verbessern. Neben dem gestiegenen Umsatz wirkten APEX-Maßnahmen, i. W. Restrukturierungen sowie Effizienzsteigerungen und Einkaufsoptimierungen, positiv auf das bereinigte Ergebnis.

Sondereffekte

Die Sondereffekte setzten sich i. W. aus der Bildung von Restrukturierungsrückstellungen zur regionalen Anpassung an die Auftragssituation und zur Neustrukturierung der Führungsebene in einer Geschäftseinheit zusammen.

Investitionen

Die Investitionen lagen im zweiten Quartal über dem Vorjahresniveau. Ein wesentlicher Treiber dieses Anstiegs waren die erhöhten entwicklungsbezogenen Investitionen bei thyssenkrupp nucera, die zur Unterstützung des angestrebten Wachstums getätigt wurden. Auch bei Uhde erhöhten sich die Investitionen gegenüber dem Vorjahr, insbesondere durch den Bau einer Demo-Anlage als Zwischenschritt zur Kommerzialisierung. Bei Rothe Erde wurden gesteigerte Investitionen in die Stärkung des Technologieportfolios sowie in auftragsbezogene Projekte umgesetzt.

Materials Services

Geschäftsverlauf im 2. Quartal

MATERIALS SERVICES IN ZAHLEN

1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025 Veränderung in % 2. Quartal 2023 / 2024 2. Quartal 2024 / 2025
Auftragseingang Mio € 6.150 5.903 - 4 3.293 3.019
Umsatzerlöse Mio € 6.023 5.779 - 4 3.164 3.043
EBITDA Mio € 155 94 - 39 96 56
EBIT Mio € - 9 28 ++ 4 20
Bereinigtes EBIT Mio € 95 37 - 61 69 29
Bereinigte-EBIT-Marge % 1,6 0,6 - 2,2 1,0
Investitionen Mio € 27 33 24 15 20
Mitarbeitende (31.3.) 16.150 15.670 - 3 16.150 15.670
Veränderung in %
Auftragseingang - 8
Umsatzerlöse - 4
EBITDA - 42
EBIT ++
Bereinigtes EBIT - 57
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen 32
Mitarbeitende (31.3.) - 3

Auftragseingang und Umsatz

Auftragseingang und Umsatz waren angesichts der konjunkturellen Herausforderungen rückläufig. Im Werkstoffhandel war der Rückgang vor allem bedingt durch ein niedrigeres Preisniveau bei wichtigen Produktgruppen und einer schwachen Nachfrage in Europa. In Nordamerika konnte ein Plus verzeichnet werden, das insbesondere auf den Ausbau des Dienstleistungs- und Fertigungsgeschäfts zurückzuführen ist. Hierdurch wird die Abhängigkeit von Materialpreisschwankungen reduziert. Deutliche Einbußen gab es bei den automobilnahen Service-Centern und im internationalen Trading-Geschäft. Der Lagerabsatz blieb zwar unter Vorjahr, der internationale Rohstoffhandel konnte jedoch seine Versandmengen erhöhen. Der gesamte Werk- und Rohstoff-Absatz legte entsprechend zu (2,3 Mio t vs. 2,2 Mio t).

Bereinigtes EBIT

Das Bereinigte EBIT lag deutlich unter dem Vorjahreswert, insbesondere aufgrund der marktbedingten Entwicklung im europäischen Werkstoffhandel sowie bei den automobilnahen Service-Centern. Alle Business Units lieferten aber weiterhin einen positiven Beitrag zum Bereinigten EBIT, der größte Anteil kam erneut durch das Supply-Chain-Geschäft. Unterstützend wirkten APEX-Maßnahmen wie z.B. erste Effekte aus Restrukturierungsmaßnahmen in Deutschland zur Verbesserung der Kostenbasis. Im Berichtszeitraum konnten zudem signifikante Effekte u. a. aus der Neuverhandlung von Verträgen mit Großkunden zu verbesserten Konditionen sowie aus Initiativen zur Ausweitung der höhermargigen Umsätze im nordamerikanischen Dienstleistungs- und Fertigungsgeschäft erzielt werden.

Wesentliche Sondereffekte

Ein Großteil der Sondereffekte resultierte aus Belastungen im Zusammenhang mit den eingeleiteten Restrukturierungen in Höhe von 7 Mio € insbesondere in Deutschland.

Investitionen

Mit WAVES konnte ein führender Anbieter von Nachhaltigkeitsmanagement-Plattformen aus Luxemburg übernommen werden. Diese strategische Akquisition erweitert die Nachhaltigkeits-Produktpalette von pacemaker, einem Corporate Venture von thyssenkrupp Materials Services. Zusätzlich erfolgten weitere Investitionen in die Erweiterung des nordamerikanischen Dienstleistungs- und Fertigungsgeschäfts sowie in das Servicecentergeschäft in Deutschland. Darüber hinaus hat das Segment Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen bei Lager- und Serviceeinheiten getätigt und seine digitale Transformation fortgesetzt.

Steel Europe

Geschäftsverlauf im 2. Quartal

STEEL EUROPE IN ZAHLEN

1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025 Veränderung in % 2. Quartal 2023 / 2024 2. Quartal 2024 / 2025
Auftragseingang Mio € 5.312 5.084 - 4 2.916 2.777
Umsatzerlöse Mio € 5.310 4.817 - 9 2.864 2.639
EBITDA Mio € 102 538 ++ 33 273
EBIT Mio € - 132 315 ++ 11 169
Bereinigtes EBIT Mio € 137 146 6 68 - 23
Bereinigte-EBIT-Marge % 2,6 3,0 - 2,4 - 0,9
Investitionen Mio € 162 317 95 171 162
Mitarbeitende (31.3.) 27.057 26.286 - 3 27.057 26.286
Veränderung in %
Auftragseingang - 5
Umsatzerlöse - 8
EBITDA ++
EBIT ++
Bereinigtes EBIT --
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen - 5
Mitarbeitende (31.3.) - 3

Auftragseingang

Der Auftragseingang von Steel Europe lag sowohl mengen- als auch wertmäßig unter dem des Vorjahres. Die Menge der Bestellungen war im Berichtszeitraum um 3 % geringer als im Vorjahr. Insbesondere die Nachfrage aus der Automobilindustrie fiel geringer aus. Gegenläufig konnte bei Weißblech für die Verpackungsbranche eine positive Entwicklung verzeichnet werden. Der Wert aller Bestellungen lag aufgrund des insgesamt gesunkenen Preisniveaus unter Vorjahr.

Umsatz

Der Umsatz lag ebenfalls unter Vorjahr. Eine wesentliche Ursache waren die mit 6 % unter Vorjahresniveau liegenden Versandmengen. Einbußen waren i. W. sowohl bei Automobil- als auch Industriekunden zu verzeichnen. Im Bereich Verpackungsstahl war die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit insgesamt höheren Versandmengen positiv. Das Erlösniveau lag in allen Kundengruppen, außer bei Verpackungsstahl und kornorientiertem Elektroband, unterhalb der Vorjahreswerte.

Bereinigtes EBIT

Das Bereinigte EBIT lag unterhalb des Vorjahreswertes. Gegenüber dem Vorjahresquartal belasten insbesondere das schwächere Erlös- und Versandniveau sowie eine deutlich geringere Produktionsauslastung aufgrund geplanter Umbaustillstände das Bereinigte Ergebnis. Niedrigere Abschreibungen infolge der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 2023 / 2024, rückläufige Rohstoffkosten und positive, teilweise aperiodische Kosteneffekte, i. W. Bewertung von Rückstellungen (langfristige Bergbauverpflichtungen) sowie Bestandseffekte, konnten dies nicht kompensieren. Maßnahmen aus dem APEX-Programm wirkten weiterhin unterstützend über die gesamte Wertschöpfungskette des Segments, z.B. durch Effizienzsteigerungen in der Produktion, der Logistik sowie generelle Kostenverbesserungen und Einkaufserfolge. Ein signifikanter Hebel dabei ist bspw. die gleichzeitige technische wie kommerzielle Optimierung des Rohstoffeinsatzes.

Wesentliche Sondereffekte

In der Berichtsperiode ergaben sich aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte Aufwendungen in Höhe von 15 Mio €. Aus dem Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India resultierten Gewinne in Höhe von 321 Mio €. Weiterhin ergaben sich Wertminderungsaufwendungen i. W. auf Sachanlagen i. H. v. 93 Mio € aufgrund der eingetrübten Konjunkturlage, anhaltend hoher Energiekosten und der im zukünftigen Geschäftsverlauf erwarteten Investitionen.

Investitionen

Beim Bau der Direktreduktionsanlage sind die Rückbauarbeiten und Vorbereitungen des Baufelds abgeschlossen und der angrenzende Hafenkai ertüchtigt worden. Die Baustelle nimmt mit weiteren Fundament- und Baumaßnahmen Gestalt an. Sichtbare Zeichen sind insbesondere die drei derzeit im Rohbau befindlichen Schalthäuser. Bei der Umsetzung der Strategie 20-30 schreitet der Umbau der Gießwalzanlage in Duisburg-Bruckhausen voran. Nach Außerbetriebnahme der Gießwalzanlage im 1. Quartal und Abschluss der Rückbauarbeiten wurde im 2. Quartal mit der Anlagenmontage der Stranggießanlage und des Warmbandwerks begonnen.

Marine Systems

Geschäftsverlauf im 2. Quartal

MARINE SYSTEMS IN ZAHLEN

1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025 Veränderung in % 2. Quartal 2023 / 2024 2. Quartal 2024 / 2025
Auftragseingang Mio € 669 5.591 ++ 140 155
Umsatzerlöse Mio € 965 1.101 14 532 533
EBITDA Mio € 78 101 30 44 51
EBIT Mio € 44 63 43 26 31
Bereinigtes EBIT Mio € 42 62 46 25 31
Bereinigte-EBIT-Marge % 4,4 5,6 - 4,7 5,8
Investitionen Mio € 40 35 -12 30 22
Mitarbeitende (31.3.) 7.880 8.197 4 7.880 8.197
Veränderung in %
Auftragseingang 11
Umsatzerlöse 0
EBITDA 15
EBIT 21
Bereinigtes EBIT 23
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen - 27
Mitarbeitende (31.3.) 4

Auftragseingang

Der Auftragseingang bei Marine Systems lag über Vorjahr, i. W. trugen Auftragseingänge im Bereich Überwasser und Service zu dieser Entwicklung bei.

Umsatz

Im Berichtszeitraum lag der Umsatz auf Vorjahresniveau.

Bereinigtes EBIT

Das Bereinigte EBIT im Berichtszeitraum lag deutlich über dem Vorjahr. Projektfortschritte im Neubaugeschäft insbesondere im Bereich Unterwasser, aber auch die positive Entwicklung im Bereich Marineelektronik sowie geringere Verwaltungskosten haben zu dieser Entwicklung beigetragen.

Wesentliche Sondereffekte

Im Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Sondereffekte.

Investitionen

Die Modernisierung der Werft am Standort Kiel, die die Investitionen der letzten Jahre geprägt hat, neigt sich dem Ende entgegen. Die Voraussetzungen für eine nachhaltige Effizienzerhöhung sind gelegt, und die Werft ist in die Lage versetzt worden, größere Boote entsprechend des Markttrends zu fertigen. Mit den Auftragseingängen des laufenden Geschäftsjahres gilt es nun, auch den neu erworbenen Standort Wismar auf die Anforderungen des Produktportfolios der Marine Systems umzustellen.

Corporate Headquarters

Geschäftsverlauf im 2. Quartal

Das Bereinigte EBIT von Corporate Headquarters belief sich auf -57 Mio € und hat sich somit gegenüber dem Vorjahreswert verschlechtert. Dies resultierte i. W. aus höheren Aufwendungen aus der Anpassung von Rückstellungen für aktienbasierte Vergütung und höheren allgemeinen Verwaltungskosten. Gegenläufig gab es geringere Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Performance-Programm APEX.

Sondereffekte

Sondereffekte ergaben sich i. W. aus Aufwendungen und Weiterverrechnungen im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen.

Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse lagen im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 / 2025 um 5 % unter den Umsatzerlösen des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Ursächlich hierfür waren vor allem preis- und mengenbedingte Umsatzrückgänge bei den Geschäften in den Segmenten Materials Services und Steel Europe sowie Umsatzverringerungen bei den Geschäften im Segment Automotive Technology. Dem stand insbesondere eine Umsatzsteigerung bei den Marinegeschäften gegenüber, die aus der fortschreitenden Bearbeitung von Projekten im Neubaugeschäft und im Bereich Marineelektronik resultierte. Gleichzeitig verminderten sich die Umsatzkosten insgesamt ebenfalls um 5 % und proportional zur Umsatzentwicklung. Die Hauptursachen waren gesunkene Materialaufwendungen infolge des Umsatzrückganges und gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um 157 Mio € auf insgesamt 75 Mio € gestiegene Erträge aus der Bewertung von CO2-Termingeschäften im Segment Steel Europe. Die zuvor erwähnte Verbesserung betraf u.a. Erträge in Höhe von 76 Mio € aus der Beendigung von Cashflow-Hedges im 1. Quartal des Berichtsjahres. Die im Vorjahr erfassten außerplanmäßigen Abschreibungen führten außerdem zu geringeren planmäßigen Abschreibungen im Berichtshalbjahr. Gegenläufig wirkten gestiegene Personalaufwendungen, die insbesondere Restrukturierungsmaßnahmen betrafen. Insgesamt lagen im Berichtshalbjahr der Bruttogewinn vom Umsatz mit 1.882 Mio € leicht unter sowie die Brutto-Umsatzmarge mit 11,5 % leicht über dem Vorjahresniveau.

Die Abnahme der Vertriebskosten betraf i. W. die insgesamt um 79 Mio € verminderten Wertminderungsaufwendungen, die insbesondere den Wegfall von im Vorjahreshalbjahr erfassten Wertminderungsaufwendungen im Segment Materials Services betrafen, gesunkene verkaufsbezogene Frachtaufwendungen hauptsächlich in den Segmenten Steel Europe und Automotive Technology sowie geringere Wertberichtigungen auf Kundenforderungen im Segment Marine Systems. Gegenläufig wirkten i. W. von 6 Mio € um 15 Mio € auf 21 Mio € erhöhte Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe sowie erhöhte Leasingaufwendungen im Segment Materials Services.

Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen insgesamt über dem Wert für das Vorjahreshalbjahr. Hauptursachen waren höhere tarifabschlussbedingte Personalaufwendungen sowie von 22 Mio € um 16 Mio € auf 38 Mio € erhöhte Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe, denen insbesondere niedrigere Beratungsaufwendungen sowie geringere Versicherungsprämien gegenüberstanden.

Wesentliche Ursachen für den Anstieg der sonstigen Erträge waren höhere Erträge im Zusammenhang mit Strompreiskompensationen und Versicherungserstattungen im Segment Steel Europe. Ebenso ergaben sich gestiegene Gewinne aus der Absicherung operativer Währungsrisiken in den Segmenten Materials Services und Steel Europe. Gegenläufig wirkten insbesondere der Wegfall von im Vorjahreszeitraum erfassten Erträgen aus dem Wirksamwerden eines als eingebettetes Leasingverhältnis eingeordneten Liefervertrages im Segment Materials Services sowie aus der Weiterbelastung von Kosten an Vorlieferanten für die Beseitigung von Qualitätseinschränkungen bei Kundenverträgen im Segment Automotive Technology.

Der insgesamt eingetretene deutliche Rückgang der sonstigen Aufwendungen enthielt den Wegfall der im 1. Halbjahr des Vorjahres in Höhe von 24,5 Mio € erfassten Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwerte im Zusammenhang mit der bis zum Verkauf Anfang Mai 2024 bestehenden Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Industries India. Darüber hinaus ergab sich eine Abnahme der Rückstellungen für Bergbaurisiken im Segment Steel Europe als Folge einer aktualisierten Risikoeinschätzung. Außerdem ergaben sich niedrigere Aufwendungen im Segment Automotive Technology als Folge des Wegfalls von im Vorjahreszeitraum erfassten Aufwendungen für die Beseitigung von Qualitätseinschränkungen bei Kundenverträgen im Segment Automotive Technology. Gegenläufig wirkten insbesondere gestiegene Verluste aus der Absicherung operativer Währungsrisiken im Segment Materials Services.

Der deutliche Anstieg der sonstigen Gewinne und Verluste betraf insbesondere den im 2. Quartal des Berichtsjahres erfassten Gewinn aus dem Verkauf der thyssenkrupp Electrical Steel India in Höhe von 321 Mio € im Segment Steel Europe.

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 89 Mio € auf einen Gewinn von 16 Mio €, hauptsächlich beeinflusst durch eine Zuschreibung von 105 Mio € im 2. Quartal des Berichtsjahres auf die im Zusammenhang mit dem Verkauf der Aufzugsaktivitäten erworbenen Stammaktien. Gegenläufig wirkte das verschlechterte Zinsergebnis für Netto-Finanzguthaben.

Die insgesamt leicht erhöhten Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag waren -wie schon im Vorjahreshalbjahr - durch Steueraufwendungen auf positive Ergebnisse im Ausland beeinflusst, während negative Ergebnisse, insbesondere auch im Zusammenhang mit Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe, nicht zu einer Steuerentlastung führten. Der Verkauf der thyssenkrupp Electrical Steel India löste einen Quellensteueraufwand im 2. Quartal des Berichtsjahres in Höhe von 54 Mio € aus.

Unter Berücksichtigung von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belief sich der Periodenüberschuss auf 134 Mio €, nach einem Verlust von 377 Mio € im Vorjahreshalbjahr. Das den Aktionären der thyssenkrupp AG zuzurechnende Ergebnis je Aktie verbesserte sich im Vergleich zu Vorjahreshalbjahr um 0,80 € auf einen Gewinn von 0,17 €.

Analyse der Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht grundsätzlich der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente". Zum 30. September 2024 enthielt der Zahlungsmittelfonds in der Kapitalflussrechnung auch die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India.

Operating Cashflow

Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 / 2025 ergab sich ein insgesamt leicht negativer, jedoch gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum deutlich verbesserter Operating Cashflow. Hierzu trug insbesondere das im Berichtshalbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt deutlich reduzierte Netto-Umlaufvermögen bei, vor allem als Folge von Kundenanzahlungen im Segment Marine Systems. Gegenläufig wirkte die insgesamt leichte Verringerung des Periodenüberschusses vor Abschreibungen, dem nicht zahlungswirksamen Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und dem Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Die Verringerung des negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit resultierte vor allem aus deutlich gestiegenen Desinvestitionseinzahlungen als Folge des Verkaufs von thyssenkrupp Electrical Steel India im 2. Quartal des Berichtsjahres. Gegenläufig wirkten Investitionsauszahlungen im Zusammenhang mit Sachanlagen.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr ergab sich insgesamt eine Verbesserung beim Cashflow aus Finanzierungstätigkeit um 797 Mio € auf -883 Mio €, die vor allem aus geringeren Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen resultierte. Gegenläufig wirkten insbesondere höhere Auszahlungen im Zusammenhang mit der Weiterleitung von Kundenzahlungen aus Forderungsverkäufen an Kreditinstitute.

Free Cashflow und Netto-Finanzguthaben

ÜBERLEITUNG ZU FREE CASHFLOW VOR M&A

Mio € 1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025 Veränderung 2. Quartal 2023 / 2024 2. Quartal 2024 / 2025 Veränderung
Operating Cashflow (Kapitalflussrechnung) - 311 - 7 304 113 - 312 - 426
Cashflow aus Investitionstätigkeit (Kapitalflussrechnung) - 371 -146 225 - 296 141 437
Free Cashflow (FCF) - 682 - 153 529 - 183 - 172 11
-/+ Mittelzu-/-abflüsse aus wesentlichen M&A-Transaktionen - 5 - 364 - 358 16 - 369 - 384
Anpassung w/IFRS 16 - 40 - 73 - 33 - 30 - 28 1
Free Cashflow vor M&A (FCF vor M&A) - 728 - 589 138 - 197 - 569 - 372

Im Berichtshalbjahr hat sich der negative Free Cashflow insbesondere aufgrund der insgesamt verminderten Kapitalbindung im Netto-Umlaufvermögen und der Einzahlungen aus dem Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India stark verbessert. Die im Vergleich zum Free Cashflow deutlich geringere Verbesserung des Free Cashflow vor M&A, also der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit ohne Berücksichtigung von Ein- und Auszahlungen aus wesentlichen Portfoliomaßnahmen, war hauptsächlich durch den als M&A-Transaktion eingestuften Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India im 2. Quartal 2024 / 2025 und die damit verbundene Nichtberücksichtigung der entsprechenden Einzahlungen aus diesem Verkauf beeinflusst.

Das Netto-Finanzguthaben ist zum 31. März 2025 im Vergleich zum 30. September 2024 vor allem wegen des negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 4,4 Mrd € auf 4,0 Mrd € zurückgegangen.

Die Anleihe über 0,6 Mrd € wurde am 25. Februar 2025 fristgerecht zurückgezahlt.

Die verfügbare Liquidität zum 31. März 2025 beläuft sich auf 5,9 Mrd € (4,8 Mrd € flüssige Mittel und 1,1 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien).

Rating

Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Standard & Poor's BB B stable
Moody's Ba3 Not Prime positive

Analyse der Bilanz

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum 30. September 2024 insgesamt um 236 Mio € auf 8.651 Mio €. Der darin enthaltene Rückgang der Sachanlagen war hauptsächlich durch die insgesamt über den Investitionen liegenden planmäßigen sowie außerplanmäßigen Abschreibungen verursacht. Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen waren im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 / 2025 wesentlich durch die in Höhe von 198 Mio € erfassten Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe beeinflusst. Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 36 Mio € betrafen Corporate Assets. Leicht erhöhend wirkte gleichzeitig die Währungsumrechnung. Die Zunahme der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen war insbesondere Folge der im Berichtshalbjahr vorgenommenen Fortschreibung der im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung erfassten Stammaktien. Der Anstieg der sonstigen finanziellen Vermögenswerte betraf insbesondere die Fortschreibung des im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung erfassten zinslosen Darlehens sowie die Neubewertung der Vorzugsaktien. Die Zunahme der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte resultierte hauptsächlich aus geleisteten Anzahlungen für den Bau der Direktreduktionsanlage im Segment Steel Europe.

Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich im Vergleich zum 30. September 2024 um 718 Mio € auf 20.200 Mio €. Hauptursache ist die insgesamt eingetretene Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 1.040 Mio € auf 4.828 Mio €, die i. W. aus der fristgerechten Rückzahlung einer Anleihe im Februar 2025, dem negativen Free Cashflow sowie aus Dividendenzahlungen im Berichtshalbjahr resultierte. Der insgesamt negative Free Cashflow im Berichtshalbjahr enthielt eine hohe im Dezember 2024 erhaltene Kundenanzahlung für die umfassende Auftragserweiterung über vier U-Boote im Segment Marine Systems. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 846 Mio €, die mit der erhaltenen Kundenanzahlung für die umfassende Auftragserweiterung über vier U-Boote im Segment Marine Systems im Zusammenhang standen, unterlagen zum 31. März 2025 einer Verfügungsbeschränkung. Gegenläufig wirkte darüber hinaus eine deutliche Zunahme der Vorräte hauptsächlich bei den Werkstoffgeschäften im Segment Materials Services, die vorrangig mengeninduziert war; darüber hinaus ergaben sich im Segment Automotive Technology Zunahmen durch rückläufige Absatzmengen. Innerhalb der Vorräte ergaben sich daneben im Segment Steel Europe insgesamt Minderungen als Folge eines deutlichen Bestandsabbaus im 2. Quartal des Berichtsjahres. Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betraf hauptsächlich die Werkstoffgeschäfte in den Segmenten Materials Services und Steel Europe. Außerdem ergaben sich Rückgänge bei Marine Systems im Zusammenhang mit eingegangenen Kundenzahlungen sowie gesunkenen Anzahlungsanforderungen. Der insgesamt eingetretene Anstieg der Vertragsvermögenswerte war vor allem Folge der weiteren Anarbeitung von Fertigungsaufträgen in den Anlagenbaugeschäften der Segmente Decarbon Technologies und Automotive Technology. Die Abnahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte resultierte i. W. aus geringeren Ansprüchen im Segment Automotive Technology, die im Rahmen von Agententätigkeiten durchgereichte Materialien und Komponenten an Kunden betrafen. Die insgesamt eingetretene Zunahme der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte betraf hauptsächlich gestiegene Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit Umsatzsteuern; gegenläufig wirkten insbesondere geringere geleistete Anzahlungen für Vorräte sowie leicht gesunkene Ansprüche gegenüber der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit dem Bau der Direktreduktionsanlage im Segment Steel Europe. Der Rückgang von als zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten resultierte aus dem im 2. Quartal des Berichtsjahres vollzogenen Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India im Segment Steel Europe.

Der Anstieg des Eigenkapitals im Vergleich zum 30. September 2024 um 232 Mio € auf 10.590 Mio € war hauptsächlich Folge der im kumulierten sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne aus der Neubewertung von Pensionen infolge erhöhter Pensionszinssätze und der Währungsumrechnung sowie des im Berichtshalbjahr erzielten Periodenüberschusses. Mindernd wirkten vor allem im kumulierten sonstigen Ergebnis erfasste Verluste aus Cashflow-Hedges (einschließlich Verluste aus Basis Adjustments) sowie Dividendenzahlungen.

Die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich gegenüber dem 30. September 2024 insgesamt um 368 Mio € auf 6.755 Mio €. Ursachen hierfür waren insbesondere ein Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als Folge gestiegener Pensionszinssätze sowie die Umgliederung einer im Januar 2026 fälligen Schuldverschreibung in die kurzfristigen Finanzschulden.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich gegenüber dem 30. September 2024 insgesamt um 346 Mio € auf 11.506 Mio €. Hauptursache war die deutliche Abnahme der Finanzschulden, die vor allem aus der fristgerechten Rückzahlung einer Anleihe im Februar 2025 resultierte; gegenläufig wirkte hier in geringem Umfang die erwähnte Umgliederung einer Schuldverschreibung. Gegenläufig wirkte darüber hinaus der deutliche Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten infolge einer erhaltenen Kundenanzahlung im Zusammenhang mit der umfassenden Auftragserweiterung über vier U-Boote im Segment Marine Systems; gleichzeitig ergaben sich hier Abnahmen durch die Abwicklung von bereits laufenden Fertigungsaufträgen. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen betraf hauptsächlich Inanspruchnahmen im Zusammenhang mit der Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen; gegenläufig wirkten neu eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen. Der Rückgang der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten stand im Zusammenhang mit dem Verkauf des Mining-Geschäfts von thyssenkrupp im Geschäftsjahr 2021 / 2022 und betraf gesunkene Ansprüche des Erwerbers als Folge der nachträglich rechtlichen Übertragung eines Fertigungsauftrages auf den Erwerber im März 2025; darüber hinaus ergaben sich Rückgänge aus der Derivatebilanzierung. Die insgesamt eingetretene Abnahme der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten resultierte insbesondere aus gesunkenen Verbindlichkeiten im Personalbereich; gegenläufig wirkten hauptsächlich erhöhte Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Umsatzsteuern. Der Rückgang von Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten resultierte aus dem im 2. Quartal des Berichtsjahres vollzogenen Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India im Segment Steel Europe.

Compliance

Auch und gerade im Transformationsprozess von thyssenkrupp sowie in einem anhaltend wirtschaftlich schwierigen Umfeld sind starke Werte das Fundament unserer internen Zusammenarbeit. Diese Werte sind insbesondere im Mission Statement, Code of Conduct und Compliance Commitment des Vorstands verankert. Zudem haben wir das thyssenkrupp Compliance Management System in Bezug auf die Compliance Kernthemen Antikorruption, Kartellrecht, Geldwäscheprävention und Außenwirtschaftsrecht kontinuierlich implementiert und weiterentwickelt. Das Kernthema Datenschutz haben wir vor dem Hintergrund der EU-Digitalstrategie zu Data Compliance erweitert. Compliance wurde insbesondere bei diversen sanktionsrechtlichen Fragestellungen, der Umsetzung von Compliance in der Lieferkette sowie weiterhin zur Beratung bei den verschiedenen kartellrechtlichen Fragestellungen in M&A-Aktivitäten eng eingebunden.

Nähere Informationen zu Compliance bei thyssenkrupp können dem Geschäftsbericht 2023 / 2024 und der Website https://www.thyssenkrupp.com/de/unternehmen/compliance entnommen werden.1)

1) Der weiterführende Link ist nicht Teil der prüferischen Durchsicht.

Mitarbeitende

Weltweit arbeiten 95.560 Mitarbeitende zum 31. März 2025 bei thyssenkrupp. Gegenüber dem 30. September 2024 entspricht dies einem Abbau um 2.560 Mitarbeitende oder 2,6 % und gegenüber dem 31. März 2024 entspricht dies einem Abbau um 4.642 Mitarbeitende oder 4,6 %. Ein Teil dieses Personalabbaus resultierte aus Portfolioveränderungen im Ausland. Darüber hinaus werden Geschäftsmodelle an das dynamische Marktumfeld angepasst und auf profitables Wachstum ausgerichtet. Erste Auswirkungen der daraus resultierenden und bereits eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen spiegeln sich in den Personalabbauzahlen wider. Im laufenden Geschäftsjahr wurden bereits zusätzliche notwendige Anpassungsmaßnahmen unter anderem im Stahlbereich (insgesamt etwa 11.000 Stellen, davon Personalabbau von 5.000 Stellen und 6.000 Stellen betroffen von Ausgliederung oder Verkauf von Geschäftstätigkeiten) und bei Automotive Technology (etwa 1.800 Stellen) adressiert, für die nach Erstellung einer konkreten Abbauplanung und Hinterlegung mit Maßnahmen entsprechende Rückstellungen gebildet werden.

Nähere Informationen zu den Mitarbeitenden bei thyssenkrupp können dem Geschäftsbericht 2023 / 2024 entnommen werden.

Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand

Im Berichtszeitraum gab es keine Veränderungen im Aufsichtsrat.

Mit Ablauf des 31. Januar 2025 ist Oliver Burkhard aus dem Vorstand der thyssenkrupp AG ausgeschieden, um sich auf seine Rolle als CEO der thyssenkrupp Marine Systems zu fokussieren. Seine Aufgaben als Personalvorstand und Arbeitsdirektor hat bis zur Bestellung eines Nachfolgers interimistisch Dr. Jens Schulte übernommen.

In seiner Sitzung am 18. März 2025 hat der Aufsichtsrat der thyssenkrupp AG beschlossen, Herrn Wilfried von Rath als Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor für eine 3-jährige Amtsperiode vom 1. April 2025 bis zum 31. März 2028 sowie Herrn Dr. Axel Hamann als Mitglied des Vorstands (CFO) für eine 3-jährige Amtsperiode vom 1. Mai 2025 bis zum 30. April 2028 zu bestellen.

Die Lebensläufe der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder finden Sie auf unserer Website unter https://www.thyssenkrupp.com/de/unternehmen/management/aufsichtsrat/ bzw. https://www.thyssenkrupp.com/de/unternehmen/management/vorstand. 2)

2) Die weiterführenden Links sind nicht Teil der prüferischen Durchsicht.

Technologie und Innovationen

Wir liefern innovative Lösungen, die unsere Kunden dabei unterstützen, ressourcen- und klimaschonende Prozesse zu implementieren und nachhaltigere Produkte auf den Markt zu bringen.

Grüner Stahl für nachhaltige Mobilität

thyssenkrupp Steel und die Volkswagen Group haben ein indikatives Memorandum of Understanding (MoU) zur Lieferung von CO2-reduziertem Stahl aus der zukünftigen Direktreduktionsanlage unterzeichnet. Der Einsatz von bluemint® Steel aus der Direktreduktionsanlage, deren Inbetriebnahme für 2027 geplant ist, unterstützt den Automobilhersteller perspektivisch dabei, CO2-Emissionen in der Lieferkette, sogenannte Scope-3-Emissionen, zu reduzieren und so einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten.

Die Dekarbonisierung der Lieferketten ist ein zentraler Faktor für die gesamte Automobilindustrie auf dem Weg zur CO2-Neutralität. Der Einsatz von grünem Stahl ist dabei ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen Mobilität.

Grüne Zementproduktion

thyssenkrupp hat einen Front-End-Engineering-Design-Auftrag (FEED) im Rahmen des Carbon Capture-Projekts IFESTOS erhalten. IFESTOS ist eines der größten Projekte zur Kohlenstoffabscheidung in Europa und ermöglicht die Herstellung von kohlenstofffreiem Zement und Beton. Der Auftrag sieht vor, dass thyssenkrupp die beiden Ofenlinien des Zementwerks Kamari in Griechenland mit Oxyfuel-Systemen zur CO2-Abscheidung plant und ausrüstet. Die stufenweise Modernisierung des Werks mit Hilfe der Oxyfuel-Technologie soll die CO2-Emissionen um 1,9 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren. Die Anlage soll Ende 2029 vollständig in Betrieb gehen.

Die globale Zementproduktion verursacht rund sieben Prozent der globalen CO2-Emissionen. Eine Umstellung auf klimafreundliche Verfahren ist daher von hoher Bedeutung.

Verbundprojekt Carbon2Chem®

Das Verbundprojekt Carbon2Chem® hat vom Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Förderbescheid über 50 Millionen Euro für die dritte Projektphase bis Ende 2028 erhalten. Im Fokus des Vorhabens steht die Frage, wie aus Hüttengasen der Stahlproduktion wertvolle chemische Vorprodukte, unter anderem für Kraftstoffe, Kunststoffe oder Düngemittel entstehen können.

In der dritten Phase ist in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern die anwendungsbezogene Verifizierung technischer Lösungen sowie die umfassende Untersuchung der Qualität von Methanol und Wasserstoff, sowohl bei der Herstellung als auch bei der Speicherung, vorgesehen. Dazu wird auch eine neue Generation von Elektrolyseuren entwickelt. Zudem wird die Forschung hin zu neuen Wertschöpfungsketten in Richtung nachhaltiger Flugkraftstoffe erweitert.

Weitere Informationen zu Technologie und Innovationen bei thyssenkrupp im Geschäftsbericht 2023 / 2024.

Nachtragsbericht

Die zwischen dem Stichtag des 1. Halbjahres (31. März 2025) und der Freigabe des Berichts zur Veröffentlichung (13. Mai 2025) eingetretenen berichtspflichtigen Ereignisse sind unter AnhangNr. 15 im Zwischenabschluss dargestellt.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Gesamtjahresprognose 2024 / 2025

Die Gesamtjahresprognose 2024 / 2025 basiert auf der aktuellen Zusammensetzung des Konzerns. Die Prognose unterstellt keine Effekte aus etwaigen Portfoliomaßnahmen, insbesondere im Zusammenhang mit der möglichen Verselbstständigung von Steel Europe oder Marine Systems. Zu den erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den wesentlichen Annahmen, die der Prognose zugrunde liegen, vgl. Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" im Kapitel "Wirtschaftsbericht". Bzgl. der entsprechenden Chancen und Risiken vgl. den anschließenden "Chancen- und Risikobericht".

Wir erwarten insgesamt ein anhaltend herausforderndes Marktumfeld, welches beispielsweise durch Unsicherheiten bzgl. der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft geprägt ist. Dies kann dazu führen, dass die jeweiligen Entwicklungen unserer Kernsteuerungsgrößen entsprechenden Schwankungen unterliegen.

In Anbetracht der zum Zeitpunkt der Prognose erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zugrundeliegenden Annahmen halten wir folgenden Blick auf das Geschäftsjahr 2024 / 2025 für angemessen. Im Vergleich zur vorherigen Prognose im Zwischenbericht zum 1. Quartal 2024 / 2025 wurden die Erwartungen für den Konzern, trotz einer reduzierten Umsatzprognose bei Steel Europe, nicht geändert.

Zur weiteren Erläuterung der erwarteten Entwicklung unserer Kernsteuerungsgrößen, vgl. Prognose-, Chancen- und Risikobericht im Geschäftsbericht 2023 / 2024 sowie im Zwischenbericht zum 1. Quartal 2024 / 2025.

ERWARTUNGEN DER SEGMENTE UND DES KONZERNS

Geschäftsjahr 2023 / 2024 Prognose Geschäftsjahr 2024 / 2025
Automotive Technology Umsatz Mio € 7.536 - 4 % bis 0 % gegenüber Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € 245 Zwischen 200 und 300 Mio €
Decarbon Technologies Umsatz Mio € 3.850 - 9 % bis - 5 % gegenüber Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € - 54 Zwischen 0 und 100 Mio €
Materials Services Umsatz Mio € 12.126 - 2 % bis +1 % gegenüber Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € 204 Zwischen 150 und 250 Mio €
Steel Europe Umsatz Mio € 10.736 - 6 % bis - 3 % gegenüber Vorjahr (zuvor: - 5 % bis - 2 % gegenüber Vorjahr)
Bereinigtes EBIT Mio € 261 Zwischen 250 und 500 Mio €
Marine Systems Umsatz Mio € 2.118 +3 % bis +6 % gegenüber Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € 125 Zwischen 100 und 150 Mio €
Konzern Umsatz Mio € 35.041 - 3 % bis 0 % gegenüber Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € 567 Zwischen 600 und 1.000 Mio €
Investitionen inkl. IFRS 16 Mio € 1.323 Zwischen 1.600 und 1.800 Mio €
Free Cashflow vor M&A Mio € 110 Zwischen 0 und 300 Mio € (inkl. rund 250 Mio € Auszahlungen für Restrukturierungen)
Jahresüberschuss Mio € - 1.450 Zwischen 100 und 500 Mio €
tkVA Mio € - 2.476 Zwischen - 800 und - 400 Mio €
ROCE % - 8,0 % Zwischen 4 % und 8 %

Chancen und Risiken

Chancen

Chancen ergeben sich, wenn wir thyssenkrupp weiter zu einem leistungsstarken und nachhaltigen Unternehmen und einem auf Wachstumschancen ausgerichteten Portfolio umbauen.

Um die Geschäfte bei thyssenkrupp bestmöglich weiterzuentwickeln, richtet sich das Unternehmen bei seiner Transformation weiterhin gezielt auf Chancen aus, die sich aus den Zukunftsthemen für unsere Technologien bieten. Insbesondere in der grünen Transformation sehen wir schon jetzt, aber insbesondere mittel- und langfristig ein enormes Potenzial für weiteres profitables Wachstum, etwa in den Bereichen Wasserstoff, grüne Chemikalien, erneuerbare Energien, Elektromobilität und nachhaltige Lieferketten.

Risiken

Aus heutiger Sicht liegen unverändert keine Risiken vor, die den Bestand des Unternehmens gefährden.

Die Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt weiterhin von erheblichen Risiken geprägt. Neben geopolitischen Spannungen wie dem Krieg in der Ukraine, dem Nahost-Konflikt und dem anhaltenden China-Taiwan-Konflikt stellt die aktuelle Handelspolitik der USA eine zusätzliche Belastung dar. Die Einführung eines universellen Importzolls sowie individueller Zollsätze für große Handelspartner wie die EU und China beeinträchtigt den globalen Handel und destabilisiert internationale Lieferketten. Eine weitere mögliche Eskalation des Handelskonflikts verstärkt die Unsicherheit auf den Märkten und könnte hohe Konjunktur- und Ergebnisrisiken mit sich bringen.

Gleichzeitig bleibt die Volatilität der Energie- und Rohstoffpreise ein zentraler Risikofaktor, welche in Industrieregionen entscheidenden Einfluss auf die Konjunktur haben. Naturkatastrophen, die eine Folge des Klimawandels darstellen, sind zudem eine anhaltende Bedrohung für zahlreiche Regionen und könnten Produktions- und Lieferketten weltweit erheblich beeinträchtigen.

Neue Gesetze und andere veränderte rechtliche Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene können Risiken für unsere Geschäftsaktivitäten bergen, wenn sie für thyssenkrupp im Vergleich zu unseren Wettbewerbern mit höheren Kosten oder sonstigen Nachteilen verbunden sind.

Für den Erfolg unserer strategischen Neuausrichtung sind Portfoliomaßnahmen und Restrukturierungen innerhalb unserer bestehenden Geschäftsaktivitäten denkbar; sie sind grundsätzlich mit Abwicklungsrisiken verbunden. Zudem werden unsere strategischen Geschäftseinheiten regelmäßig auf die Notwendigkeit von Wertberichtigungen hin überprüft.

Compliance-Risiken insbesondere im Bereich Kartellrecht können sowohl in Bezug auf finanzielle Schäden als auch auf Reputationsschäden ein enormes Schadenspotenzial für thyssenkrupp haben.

Im Rahmen der Abwicklung von Großinvestitionen mit langer Projektlaufzeit sind Kosten- und/oder Terminüberschreitungen in einzelnen Projektphasen oder unterschiedliche Auslegungen der im Zusammenhang mit den Investitionen abgeschlossenen Verträge nicht auszuschließen. Gleiches gilt für die Abwicklung von Großaufträgen und Langzeitverträgen insbesondere im Anlagenbau und im Marinegeschäft.

Die Zahl der Angriffe auf die IT-Infrastruktur deutscher Unternehmen und auch auf thyssenkrupp nimmt weiter zu. Aus menschlichen Fehlern, organisatorischen oder technischen Verfahren und/oder Sicherheitslücken bei der Informationsverarbeitung können Risiken entstehen, die die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen gefährden.

Darüber hinaus sind die detaillierten Ausführungen zu den Chancen und Risiken gemäß Geschäftsbericht 2023 / 2024 weiterhin gültig.

Verkürzter Zwischenabschluss des thyssenkrupp Konzerns

thyssenkrupp Konzern - Bilanz

AKTIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.9.2024 31.3.2025
Immaterielle Vermögenswerte 1.767 1.773
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 4.403 4.379
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 229 312
Forderungen aus Finance Lease 47 41
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.041 1.099
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 465 579
Aktive latente Steuern 464 468
Langfristige Vermögenswerte 8.415 8.651
Vorräte 7.284 7.521
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1) 4.236 4.347
Forderungen aus Finance Lease1) 27 28
Vertragsvermögenswerte 807 887
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 536 506
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.876 1.911
Laufende Ertragsteueransprüche 151 167
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 14 5.867 4.828
davon verfügungsbeschränkt 0 846
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 02 134 6
Kurzfristige Vermögenswerte 20.918 20.200
Summe Vermögenswerte 29.333 28.850

1) Der Ausweis zum 30.9.2024 wurde angepasst w/Aufsplittung der Bilanzposition.

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

PASSIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.9.2024 31.3.2025
Gezeichnetes Kapital 1.594 1.594
Kapitalrücklage 6.664 6.664
Gewinnrücklagen 1.004 1.179
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 321 373
davon entfallen auf Veräußerungsgruppen - 32 0
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG 9.583 9.810
Nicht beherrschende Anteile 775 779
Eigenkapital 10.358 10.590
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 04 5.762 5.468
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 227 266
Sonstige Rückstellungen 05 427 399
Passive latente Steuern 28 30
Finanzschulden 06 650 561
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 15 15
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 15 15
Langfristige Verbindlichkeiten 7.123 6.755
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 180 140
Sonstige Rückstellungen 05 1.242 1.202
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 123 129
Finanzschulden 06 823 302
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.203 4.207
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 924 701
Vertragsverbindlichkeiten 2.735 3.349
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1.588 1.477
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 02 34 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten 11.852 11.506
Verbindlichkeiten 18.975 18.261
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 29.333 28.850

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Konzern -Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Anhang-Nr. 1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025 2. Quartal 2023 / 2024 2. Quartal 2024 / 2025
Umsatzerlöse 09,10 17.245 16.410 9.064 8.579
Umsatzkosten -15.314 -14.528 - 7.931 - 7.662
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.931 1.882 1.133 916
Forschungs- und Entwicklungskosten -119 -117 - 64 - 62
Vertriebskosten -1.304 -1.182 - 677 - 618
Allgemeine Verwaltungskosten - 793 - 841 - 396 - 442
Sonstige Erträge 11 249 277 96 65
Sonstige Aufwendungen -109 - 45 - 63 1
Sonstige Gewinne und Verluste - 20 298 -12 316
Betriebliches Ergebnis -166 272 18 177
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 12 - 64 27 - 33 83
Finanzierungserträge 415 428 169 170
Finanzierungsaufwendungen - 424 - 440 -161 -162
Finanzergebnis - 73 16 - 24 91
Ergebnis vor Steuern - 239 288 - 7 267
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -138 -154 - 66 -101
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 377 134 - 72 167
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG - 392 104 - 78 155
Nicht beherrschende Anteile 15 30 6 11
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 377 134 - 72 167
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 13
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) - 0,63 0,17 - 0,13 0,25
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) - 0,63 0,17 - 0,13 0,25

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Konzern -Gesamtergebnisrechnung

Mio € 1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025 2. Quartal 2023 / 2024 2. Quartal 2024 / 2025
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 377 134 - 72 167
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden:
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) - 413 178 134 198
Steuereffekt - 4 3 - 6 0
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, insgesamt - 417 181 128 198
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 5 5 4 3
Steuereffekt 0 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 5 5 4 3
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt - 2 - 2 - 4 0
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden - 414 184 128 200
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) - 66 61 52 -139
Realisierte (Gewinne)/Verluste 3 30 3 30
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt - 63 91 55 -109
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Fremdkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 10 0 5 0
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0 0 0
Steuereffekt 0 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 10 0 5 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Cashflow-Hedges
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 37 20 - 24 -104
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 - 71 0 1
Steuereffekt 0 0 0 - 2
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 37 - 51 - 24 -105
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 8 56 6 9
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können - 8 95 41 - 206
Sonstiges Ergebnis - 422 279 169 - 5
Gesamtergebnis - 799 413 96 161
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG - 811 385 88 151
Nicht beherrschende Anteile 12 28 9 10

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
--- --- --- --- --- --- ---
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Marktbewertung Fremdkapitalinstrumente
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 30.9.2023 622.531.741 1.594 6.664 2.972 211 21
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) -392
Sonstiges Ergebnis -419 - 55 6
Gesamtergebnis - 811 - 55 6
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93
Sonstige Veränderungen 2
Stand am 31.3.2024 622.531.741 1.594 6.664 2.070 156 27
Stand am 30.9.2024 622.531.741 1.594 6.664 1.004 69 1
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 104
Sonstiges Ergebnis 179 93 0
Gesamtergebnis 283 93 0
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93
Sonstige Veränderungen -14
Stand am 31.3.2025 622.531.741 1.594 6.664 1.179 162 1
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
Cashflow-Hedges
--- --- --- --- --- --- ---
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente Designierte Risikokomponente Kosten der Absicherung Anteil der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt Insgesamt Nicht beherrschende Anteile
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 30.9.2023 21 253 - 43 144 11.838 854
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 392 15
Sonstiges Ergebnis 5 39 - 3 8 - 419 - 3
Gesamtergebnis 5 39 - 3 8 - 811 12
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment - 165 -165
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0 - 32
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93
Sonstige Veränderungen 2 -1
Stand am 31.3.2024 25 128 - 46 152 10.770 834
Stand am 30.9.2024 31 144 - 33 109 9.583 775
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 104 30
Sonstiges Ergebnis 5 - 54 2 56 281 - 2
Gesamtergebnis 5 - 54 2 56 385 28
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment - 50 - 50
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0 - 36
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93
Sonstige Veränderungen -14 12
Stand am 31.3.2025 36 39 - 31 166 9.810 779
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Eigenkapital
Stand am 30.9.2023 12.693
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 377
Sonstiges Ergebnis - 422
Gesamtergebnis - 799
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment -165
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - 32
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93
Sonstige Veränderungen 0
Stand am 31.3.2024 11.604
Stand am 30.9.2024 10.358
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 134
Sonstiges Ergebnis 279
Gesamtergebnis 413
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment - 50
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - 36
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93
Sonstige Veränderungen - 2
Stand am 31.3.2025 10.590

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Konzern -Kapitalflussrechnung

Mio € 1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025 2. Quartal 2023 / 2024 2. Quartal 2024 / 2025
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 377 134 - 72 167
Anpassungen des Periodenüberschusses/(-fehlbetrags) für die Überleitung zum Operating Cashflow:
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 21 9 7 0
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 688 572 259 279
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte - 43 - 49 - 21 - 25
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam 64 - 27 33 - 83
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 23 - 295 12 - 312
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreis- und anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen:
- Vorräte - 420 - 214 111 551
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 75 - 79 - 418 - 624
- Vertragsvermögenswerte1) 101 - 84 49 - 55
- Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen - 37 -119 - 71 - 82
- Sonstige Rückstellungen -146 - 66 - 49 - 45
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 147 -13 413 290
- Vertragsverbindlichkeiten1) -145 622 -14 -157
- Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit - 262 - 397 -125 - 217
Operating Cashflow - 311 - 7 113 - 312
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und in langfristige finanzielle Vermögenswerte -1 - 2 -1 -1
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften zuzüglich übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -15 - 5 -15 - 3
Investitionen in Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen) und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 551 - 718 - 259 - 278
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschließlich geleisteter Anzahlungen) - 23 - 38 -16 - 23
Einzahlungen aus Zuwendungen der öffentlichen Hand 193 193 0 13
Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften abzüglich abgegebener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 28 438 2 438
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien - 2 -19 - 7 - 9
Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten 0 4 0 4
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 371 -146 - 296 141
Tilgung von Anleihen -1.500 - 600 -1.500 - 600
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 53 25 6 10
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 86 - 38 -19 - 21
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen - 66 - 73 - 32 - 37
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 33 - 7 90 55
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93 - 93 - 93 - 93
Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung - 4 0 0 0
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - 32 - 36 - 4 - 5
Einzahlungen aus dem Verkauf von Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften 0 - 3 0 - 3
Sonstige Finanzierungsvorgänge 15 - 58 -18 -15
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.680 - 883 -1.571 - 709
Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 2.362 -1.036 -1.753 - 880
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -18 - 8 -1 -10
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode 7.339 5.871 6.715 5.718
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 4.960 4.828 4.960 4.828
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen 4 0 4 0
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cashflow enthalten sind:
Zinseinzahlungen 125 81 59 40
Zinsauszahlungen - 79 - 33 - 71 - 24
Erhaltene Dividenden 1 0 0 0
(Auszahlungen)/Einzahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag -135 -151 - 68 -124

1) Der Ausweis für das 1. Halbjahr und das 2. Quartal 2023 / 2024 wurde angepasst; vgl. Geschäftsbericht 2023 / 2024, Anhang-Nr. 25.

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Konzern - Verkürzter Anhang

Unternehmensinformation

Die thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften für den Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis 31. März 2025 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 13. Mai 2025 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss wurde nach § 115 WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die im verkürzten Zwischenabschluss des Konzerns zum 31. März 2025 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften denen des letzten Abschlusses des Konzerns zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Abschlusses des Konzerns unseres Geschäftsberichts 2023 / 2024 veröffentlicht.

Überprüfung der Schätzungen und Beurteilungen

Zur Erstellung des Abschlusses muss der Vorstand Schätzungen und Beurteilungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, und fortlaufend überprüft; dies gilt insbesondere im Hinblick auf zunehmende Handelsspannungen und politische Unsicherheiten, vgl. hierzu auch die Darstellung der Rahmenbedingungen im Wirtschaftsbericht des Zwischenlageberichts. Vor diesem Hintergrund sowie aufgrund des Verhältnisses von Marktkapitalisierung zum Eigenkapital des thyssenkrupp Konzerns wurden in beiden Quartalen ausgewählte Cash Generating Units einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen.

Im 1. Quartal 2024 / 2025 wurde im Segment Steel Europe eine Überprüfung der Werthaltigkeit vorgenommen, aus der eine Wertminderung resultierte. Für die Ermittlung des erzielbaren Betrages des Segments bzw. der Cash Generating Unit Steel Europe wurde der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten berechnet. Die Vermögenswerte und Schulden für qualitativ hochwertiges kornorientiertes Elektroband in Indien wurden aufgrund des anstehenden Verkaufs seit dem 30. September 2024 als zur Veräußerung gehalten eingestuft und sind damit nicht mehr in der Wertermittlung des Segments Steel Europe zum 31. Dezember 2024 enthalten (vgl. Anhang-Nr. 02). Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wurde dabei einkommensbasiert (Level 3 der Hierarchielevel von beizulegenden Zeitwerten) ermittelt; hierbei kam bei der Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme ein Kapitalkostensatz (nach Steuern) von 8,0 % zur Anwendung. Auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von 2.409 Mio € wurden Wertminderungen im Anlagevermögen von 108 Mio € erfasst. Die dem Bewertungsmodell zugrundeliegenden Cash Flows basieren auf den aktuellen Prämissen für den Geschäftsverlauf bis 2035 / 2036 unter Berücksichtigung der Effekte aus der verkündeten Anpassung des Produktionsnetzwerkes sowie der Effekte der eingeleiteten Grünen Transformation. Danach erfolgt eine vereinfachte Fortschreibung bis 2064 unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate, die sich an der Inflationserwartung in Höhe von 2 % ausrichtet. Die stark eingetrübte Konjunkturlage insbesondere im Kernabsatzmarkt Deutschland, die strukturellen Herausforderungen im wichtigen Kundensegment der deutschen Automobilindustrie sowie die hohen Unsicherheiten - insbesondere aus den anhaltenden Belastungen durch die Folgen des Ukrainekriegs sowie die fortwährende globale Konjunkturschwäche - wurden dabei explizit in der nachhaltigen Versand- und Margenerwartung mit entsprechenden Risikoabschlägen in den Zahlungsströmen gewürdigt. Diese Faktoren und Umstände führten in Verbindung mit den anhaltend hohen Energie- und Kapitalkosten sowie die im Geschäftsverlauf erwarteten signifikanten Investitionen, insbesondere in die Grüne Transformation, zu den weiteren Wertminderungen. Hinsichtlich der Grünen Transformation wurden insbesondere die aus dem laufenden Bau der ersten Direktreduktionsanlage erwarteten wirtschaftlichen Effekte, wie auch die aktuellen und zukünftig zu erwartenden gesetzlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen (z. B. CO2-Zertifikatehandel), in den Zahlungsströmen des Werthaltigkeitstests berücksichtigt. Vom Wertminderungsaufwand entfallen 56 Mio € auf Anlagen im Bau, 44 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen, 3 Mio € auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, 4 Mio € auf Bauten und 1 Mio € auf übrige immaterielle Vermögenswerte. 71 Mio € wurden vom Wertminderungsaufwand in den Umsatzkosten, 23 Mio € in den allgemeinen Verwaltungskosten, 12 Mio € in den Vertriebskosten und 2 Mio € in den Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. Aufgrund der Wertuntergrenze nach IAS 36.105 konnten vom ermittelten Wertminderungsbedarf 988 Mio € nicht erfasst werden. Die Wertuntergrenzen sind im Wesentlichen auf Basis von Vergleichswertverfahren sowie unter Berücksichtigung der Investitionszuwendungen für die Direktreduktionsanlage abgeleitet.

Außerdem erfolgte im 1. Quartal 2024 / 2025 eine Wertberichtigung in Höhe von 20 Mio € der im thyssenkrupp Konzern gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte Corporate Assets), die der Einheit Special Units zugeordnet sind. Diese Vermögenswerte werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests anteilig auf die Cash Generating Unit allokiert, da sie keine eigenständigen Mittelzuflüsse erzeugen. Die Wertberichtigung ergibt sich aus einer reduzierten Tragfähigkeit der Corporate Assets bei Steel Europe in Zusammenhang mit den dort erfolgten Wertberichtigungen im 1. Quartal 2024 / 2025.

Im 2. Quartal 2024 / 2025 wurde im Segment Steel Europe erneut eine Überprüfung der Werthaltigkeit vorgenommen, aus der eine Wertminderung resultierte. Für die Ermittlung des erzielbaren Betrages des Segments bzw. der Cash Generating Unit Steel Europe wurde der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten berechnet. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wurde dabei einkommensbasiert (Level 3 der Hierarchielevel von beizulegenden Zeitwerten) ermittelt; hierbei kam bei der Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme ein Kapitalkostensatz (nach Steuern) von 7,6 % zur Anwendung. Auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von 2.412 Mio € wurden Wertminderungen im Anlagevermögen von 93 Mio € erfasst. Die dem Bewertungsmodell zugrundeliegenden Cash Flows basieren auf den aktuellen Prämissen für den Geschäftsverlauf bis 2035 / 2036 unter Berücksichtigung der Effekte aus der verkündeten Anpassung des Produktionsnetzwerkes sowie der Effekte der eingeleiteten Grünen Transformation. Danach erfolgt eine vereinfachte Fortschreibung bis 2064 unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate, die sich an der Inflationserwartung in Höhe von 2 % ausrichtet. Die stark eingetrübte Konjunkturlage insbesondere im Kernabsatzmarkt Deutschland, die strukturellen Herausforderungen im wichtigen Kundensegment der deutschen Automobilindustrie sowie die hohen Unsicherheiten - insbesondere aus den anhaltenden Belastungen durch die Folgen des Ukrainekriegs sowie die fortwährende globale Konjunkturschwäche - wurden dabei explizit in der nachhaltigen Versand- und Margenerwartung mit entsprechenden Risikoabschlägen in den Zahlungsströmen gewürdigt. Diese Faktoren und Umstände führten in Verbindung mit den anhaltend hohen Energie- und Kapitalkosten sowie die im Geschäftsverlauf erwarteten signifikanten Investitionen, insbesondere in die Grüne Transformation, zu den weiteren Wertminderungen. Hinsichtlich der Grünen Transformation wurden insbesondere die aus dem laufenden Bau der ersten Direktreduktionsanlage erwarteten wirtschaftlichen Effekte, wie auch die aktuellen und zukünftig zu erwartenden gesetzlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen (z. B. CO2-Zertifikatehandel), in den Zahlungsströmen des Werthaltigkeitstests berücksichtigt. Vom Wertminderungsaufwand entfallen 42 Mio € auf Anlagen im Bau, 40 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen, 4 Mio € auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, 5 Mio € auf Bauten und 2 Mio € auf übrige immaterielle Vermögenswerte. 67 Mio € wurden vom Wertminderungsaufwand in den Umsatzkosten, 15 Mio € in den allgemeinen Verwaltungskosten, 9 Mio € in den Vertriebskosten und 2 Mio € in den Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. Aufgrund der Wertuntergrenze nach IAS 36.105 konnten vom ermittelten Wertminderungsbedarf 750 Mio € nicht erfasst werden. Die Wertuntergrenzen sind im Wesentlichen auf Basis von Vergleichswertverfahren sowie unter Berücksichtigung der Investitionszuwendungen für die Direktreduktionsanlage abgeleitet.

Außerdem erfolgte im 2. Quartal 2024 / 2025 eine Wertberichtigung in Höhe von 16 Mio € der im thyssenkrupp Konzern gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte Corporate Assets), die der Einheit Special Units zugeordnet sind. Diese Vermögenswerte werden für Zwecke des Werthaltigkeitstests anteilig auf die Cash Generating Unit allokiert, da sie keine eigenständigen Mittelzuflüsse erzeugen. Die Wertberichtigung ergibt sich aus einer reduzierten Tragfähigkeit der Corporate Assets bei Steel Europe in Zusammenhang mit den dort erfolgten Wertberichtigungen im 2. Quartal 2024 / 2025.

01 Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2024 / 2025 wendet thyssenkrupp erstmalig die nachfolgenden Änderungen zu bestehenden Standards an, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben:

Änderungen an IAS 1 "Presentation of Financial Statements: Classification of Liabilities as Current or Non-current", Veröffentlichung im Januar 2020 bzw. Oktober 2022, erstmalige Anwendung im Geschäftsjahr 2024 / 2025
Änderungen an IFRS 16 "Leases: Lease Liability in a Sale and Leaseback", Veröffentlichung im September 2022, erstmalige Anwendung im Geschäftsjahr 2024 / 2025
Änderungen an IAS 7 "Statement of Cash Flows" und IFRS 7 "Financial Instruments Disclosures: Supplier Finance Arrangements", Veröffentlichung im Mai 2023, erstmalige Anwendung im Geschäftsjahr 2024 / 2025

02 Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India und einzelne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India

thyssenkrupp Electrical Steel India Private Ltd. ist Hersteller von kornorientiertem Elektroband. Aus marktstrategischen Erwägungen wurde im Geschäftsjahr 2023 / 2024 im Segment Steel Europe der Verkaufsprozess für die Gesellschaft eingeleitet, der seit dem 4. Quartal 2023 / 2024 die Kriterien von IFRS 5 für den Ausweis als Veräußerungsgruppe erfüllte. Am 18. Oktober 2024 wurde der Kaufvertrag zur Veräußerung des indischen Elektrobandgeschäfts an JSW Steel Limited und JFE Steel Corporation, ein indisch-japanisches Konsortium, unterzeichnet. Am 30. Januar 2025 erfolgte der Abschluss des Verkaufsprozesses (Closing) und thyssenkrupp Electrical Steel India wurde entkonsolidiert.

Im Zusammenhang mit dem eingeleiteten Verkauf erfolgte unmittelbar vor der erstmaligen Klassifizierung als Veräußerungsgruppe eine Überprüfung der Bewertung der Vermögenswerte gemäß IAS 36; hieraus resultierte eine Wertaufholung in Höhe von insgesamt 12 Mio €, da der beizulegende Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung höher war als der Buchwert. Die Wertaufholung in Höhe von insgesamt 12 Mio € entfällt mit 3 Mio € auf Grundstücke und Bauten, mit 8 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen sowie mit 1 Mio € auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sie wurde in den Umsatzkosten im 4. Quartal 2023 / 2024 ausgewiesen; gleichzeitig wurden latente Steuern von 3 Mio € passiviert. Aus der Entkonsolidierung resultierte ein Gewinn in Höhe von 321 Mio €, der im 2. Quartal 2024 / 2025 in den sonstigen Gewinnen und Verlusten ausgewiesen wird.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die die Veräußerungsgruppe zum 30. September 2024 umfasste, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt; das auf die Veräußerungsgruppe im Eigenkapital entfallende kumulierte sonstige Ergebnis betrug -32 Mio € zum 30. September 2024.

VERÄUSSERUNGSGRUPPE THYSSENKRUPP ELECTRICAL STEEL INDIA

Mio € 30.9.2024
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 15
Vorräte 55
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 3
Laufende Ertragsteueransprüche 28
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 128
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 22
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 5
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 34

Einzelne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

Zum 30. September 2024 und zum 31. März 2025 werden in der Bilanz in der Zeile "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" Sachanlagen in Höhe von 6 Mio € ausgewiesen, die zwei Maschinen bei einer slowakischen Gesellschaft aus dem Segment Decarbon Technologies betreffen.

03 Verkäufe

Im 1. Halbjahr 2024 / 2025 gab es im Konzern neben dem Vollzug des Verkaufs der Veräußerungsgruppe thyssenkrupp Electrical Steel India (vgl. Anhang Nr. 02) im 2. Quartal 2024 / 2025, nur einen kleineren Verkauf im Segment Steel Europe im 1. Quartal 2024 / 2025. Diese Verkäufe wirkten sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Abgangszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss aus:

ABGÄNGE

Mio € 1. Halbjahr 2024 / 2025
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 16
Aktive latente Steuern 1
Vorräte 65
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 5
Laufende Ertragsteueransprüche 31
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 43
Insgesamt abgegebene Vermögenswerte 184
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3
Passive latente Steuern 1
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 2
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 26
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 7
Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten 47
Abgehendes Reinvermögen 137
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 30
Nicht beherrschende Anteile - 2
Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen 317
Mit dem Verkauf verbundene Transaktionen 8
Verkaufspreis 489
Währungssicherung Verkaufspreis - 9
Verkaufspreis einschließlich Währungssicherung 480
Davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 480

04 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurden die Rückstellungen für Pensionen zum 31. März 2025 angepasst.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Mio € 30.9.2024 31.3.2025
Pensionen 5.598 5.315
Altersteilzeit 135 118
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 32 35
Umgliederung w/Ausweis als Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten -3 0
Insgesamt 5.762 5.468

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zugrunde gelegt:

DURCHSCHNITTLICHE BEWERTUNGSFAKTOREN

30.9.2024 31.3.2025
in % Deutschland Übrige Länder Insgesamt Deutschland Übrige Länder Insgesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Diskontierungssatz für Pensionen 3,40 2,98 3,29 3,70 3,26 3,59

05 Sonstige Rückstellungen

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Restrukturierungsrückstellungen verminderten sich im Vergleich zum 30. September 2024 um 45 Mio € auf 242 Mio €. Zuführungen in Höhe von 67 Mio €, die im Wesentlichen die Segmente Automotive Technology, Steel Europe und Decarbon Technologies betreffen, wurden im Wesentlichen durch Inanspruchnahmen überkompensiert. Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltene Rückstellung für Entfernungsverpflichtungen reduzierte sich aufgrund einer Analyse und Neueinschätzung der Risiken aus Verpflichtungen zur Sicherung entstandener Bergschäden und für Rekultivierungsmaßnahmen gegenüber dem 30. September 2024 um 28 Mio € auf 294 Mio €.

06 Finanzschulden

Im 1. Quartal 2024 / 2025 wurde am 30. Dezember 2024 das Schuldscheindarlehen der thyssenkrupp AG über 4 Mio € fristgerecht zurückgezahlt. Gleichzeitig wurde ein Schuldscheindarlehen der thyssenkrupp AG über 4 Mio € mit Fälligkeit 30. Dezember 2029 neu platziert.

Im 2. Quartal 2024 / 2025 wurde am 25. Februar 2025 die Anleihe der thyssenkrupp AG über 600 Mio € fristgerecht zurückgezahlt.

07 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Eventualverbindlichkeiten

Die thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Maximale Haftungsvolumen Rückstellung
Mio € 31.3.2025 31.3.2025
--- --- ---
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 6 0
Sonstige Haftungserklärungen 4 0
Insgesamt 10 0

Der thyssenkrupp Konzern hat für die TK Elevator GmbH und deren Tochtergesellschaften Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von deren Auftraggebern ausgestellt bzw. ausstellen lassen; diese belaufen sich zum 31. März 2025 auf 2 Mio € (30. September 2024: 9 Mio €). Das Erwerberkonsortium hat sich verpflichtet, thyssenkrupp von Aufwendungen im Zusammenhang mit den Bürgschaften und Garantien bis zu deren vollständigen Ablösung schadlos zu halten. Darüber hinaus hat thyssenkrupp als zusätzliche Sicherheit Garantien in gleichlautender Höhe von dem Erwerber erhalten.

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung oder die Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern.

Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen, aus dem zugrundeliegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein Dritter außerhalb des Konzerns beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die im Konzern bestehenden Abnahmeverpflichtungen aus Energieverträgen belaufen sich zum 31. März 2025 wie zum 30. September 2024 auf 1,3 Mrd €. Daneben bestehen im Segment Steel Europe langfristige Abnahmeverträge für Eisenerz und Eisenerzpellets, die aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet werden. Im Vergleich zum 30. September 2024 erhöhten sich diese Abnahmeverpflichtungen leicht um 38 Mio € auf 1,8 Mrd €.

Im Segment Steel Europe besteht aus der Beauftragung des Baus der Direktreduktionsanlage zum 31. März 2025 ein Bestellobligo in Höhe von 1.211 Mio € (30. September 2024: 1.374 Mio €), welches zu wesentlichen Teilen von den von der Bundesregierung und dem Land Nordrhein-Westfalen gewährten Investitionszuschüssen gedeckt ist. In diesem Zusammenhang sind dem Konzern im 1. Halbjahr 2024 / 2025 Investitionszuwendungen in Höhe von 193 Mio € (1. Halbjahr 2023 / 2024: 193 Mio €) zugeflossen.

Im Dezember 2024 haben fünf Kläger (u.a. die Meyer Werft GmbH und die FourWorld Global Opportunities Fund, Ltd. aus abgetretenem Recht) eine Klage u.a. gegen die thyssenkrupp Steel Europe AG auf Zahlung von Schadensersatz wegen angeblicher Preisüberhöhung im Zusammenhang mit dem sog. "Quartoblech-Kartell" in Höhe von ca. 102 Mio € zzgl. Zinsen in Höhe von ca. 72 Mio € eingereicht. Die thyssenkrupp Steel Europe AG bereitet eine entsprechende Klageerwiderung vor.

Im Januar 2025 hat die NVL B.V. & Co. KG ("NVL") Schiedsklage gegen die thyssenkrupp Marine Systems GmbH im Zusammenhang mit dem Korvettenprogramm K 130 eingereicht. NVL macht hierin Ansprüche aus angeblichen Verzögerungen im Projekt geltend, neben einem Zahlungsanspruch in Höhe von ca. 5 Mio € im Wesentlichen Feststellungsanträge in einem hohen zweistelligen Millionenbetrag. thyssenkrupp Marine Systems GmbH bereitet eine Klageerwiderung vor.

Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem Geschäftsjahresende 2023 / 2024 keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

08 Finanzinstrumente

Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeiten der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Geldmarktfonds sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

Für die Vorzugsaktien im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung, welche als Eigenkapitalinstrument klassifiziert sind, wurde aufgrund der Bedeutung das Wahlrecht ausgeübt, diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) zu bilanzieren. In den sonstigen übrigen finanziellen Vermögenswerten sind die Darlehen aus der Elevator-Transaktion enthalten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden; vgl. dazu auch Anhang-Nr. 09. Die übrigen Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert, soweit vorhanden, auf Börsenkursen zum Quartalsstichtag. Liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor, erfolgt eine Bewertung der Eigen- und Fremdkapitalinstrumente durch Diskontierung der zukünftigen Cashflows auf Basis der aktuellen marktüblichen Zinsen über die Restlaufzeit der Finanzinstrumente.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Quartalsstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrundeliegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrundeliegenden Basiszinsen.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cashflows stattfinden.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Quartalsstichtag vorgenommen. Der Abbruch von Cashflow-Hedges führte im 1. Quartal 2024 / 2025 durch Umgliederung aus den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen in die Gewinn- und Verlustrechnung zu einem Ertrag in Höhe von 76 Mio €. Diese ursprünglich ergebnisneutral behandelten Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte der CO2-Termingeschäfte wurden zu dem Zeitpunkt ergebniswirksam realisiert, als die Durchführung der abgesicherten zukünftigen Transaktion in Form von warenpreisgesicherten Umsatzkosten nicht länger als wahrscheinlich angesehen wurde.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeiten der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte annähernd den beizulegenden Zeitwerten.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 5.048 Mio € zum 31. März 2025 (30. September 2024: 5.855 Mio €) haben einen beizulegenden Zeitwert von 5.052 Mio € (30. September 2024: 5.858 Mio €), der nach Bewertungsmethoden ermittelt wurde, die Level 2 zuzuordnen sind.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:

BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.9.2024

Mio € 30.9.2024 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 50 0 50 0
Eigenkapitalinstrumente 13 7 5 0
Zahlungsmitteläquivalente 1.000 1.000
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 814 814
Eigenkapitalinstrumente 82 82
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 12 12 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 20 0 20 0
Insgesamt 1.991 1.020 889 82
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 94 0 94 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 13 0 13 0
Insgesamt 107 0 107 0

BEWERTUNGSHIERARCHIE 31.3.2025

Mio € 31.3.2025 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 43 0 43 0
Eigenkapitalinstrumente 13 8 5 0
Zahlungsmitteläquivalente 1.623 1.623
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 934 934
Eigenkapitalinstrumente 87 87
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 14 14 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 26 0 26 0
Insgesamt 2.739 1.644 1.008 87
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 44 0 44 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 36 0 36 0
Insgesamt 80 0 80 0

Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten auf Basis anerkannter Bewertungsmodelle bewertet wird.

Im Berichtsquartal gab es keine Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2.

Nachfolgend ist die Entwicklung der in Level 3 erfassten Eigenkapitalinstrumente dargestellt:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FINANZINSTRUMENTE LEVEL 3

Mio €
Stand am 30.9.2024 82
Ergebnisneutrale Veränderungen 5
Stand am 31.3.2025 87

Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Eigenkapitalinstrumente beinhalten ausschließlich die Vorzugsaktien an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg aus der Beteiligung an TK Elevator. Der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Vorzugsaktien liegt ein finanzmathematisches Bewertungsmodell (Discounted Cashflow Verfahren) zugrunde, das die auf die Vorzugsaktien vertraglich entfallenden erwarteten zukünftigen Cashflows berücksichtigt. Der Wert der Vorzugsaktien wird durch Diskontierung der festgelegten Verzinsung mit einem Kapitalisierungszinssatz ermittelt, dessen Höhe sich nach der zum Abschlussstichtag am Kapitalmarkt beobachtbaren Rendite-/Risikostruktur bemisst. Der Wert der Vorzugsaktien unterliegt demzufolge kapitalmarktbedingten Schwankungen. Dabei wurde zum 31. März 2025 ein risikoadäquater Diskontierungszinssatz in Höhe von 8,43 % (30. September 2024: 9,59 %) angewendet.

Der aus der Bewertung resultierende Effekt wird erfolgsneutral im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis innerhalb der Position "Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente" ausgewiesen.

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte

Zur Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle insbesondere zur Ermittlung der erwarteten Ausfallraten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat thyssenkrupp grundsätzlich folgendes Modell angewendet: Die erwarteten Ausfallraten werden im Wesentlichen aus externen Kreditinformationen und Ratings pro Kontrahent abgeleitet, was im Vergleich zur Bildung von Ratingklassen eine genauere Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit ermöglicht. Hierbei werden zum einen die durch Warenkreditversicherer vergebenen Risikonummern der Kunden und zum anderen die von Auskunfteien erteilten Bonitätsinformationen mittels eines zentralen Zuordnungssystems in eine individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde übersetzt. Diese individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde wird einheitlich im thyssenkrupp Konzern verwendet. Es erfolgt eine quartalsweise Aktualisierung der Informationen. Sind keine Ratinginformationen auf Kontrahentenebene vorhanden, erfolgt eine Bewertung auf Basis der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit pro Segment zuzüglich eines angemessenen Risikozuschlags. Für den Konzernabschluss zum 31. März 2025 wurden die aktuellen externen Kreditinformationen und Ratings verwendet.

Die Ausfälle betreffen im Wesentlichen Insolvenzfälle, die im Vorjahr nicht aus den Rating-Informationen ableitbar waren.

09 Segmentberichterstattung

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp.

Die Segmentinformationen für das 1. Halbjahr 2023 / 2024 und das 1. Halbjahr 2024 / 2025 bzw. für das 2. Quartal 2023 / 2024 und das 2. Quartal 2024 / 2025 stellen sich damit wie folgt dar:

SEGMENTINFORMATIONEN

Mio € Automotive Technology Decarbon Technologies Materials Services Steel Europe Marine Systems Corporate Headquarters
1. Halbjahr 2023 / 2024
Außenumsätze 3.784 1.821 5.904 4.756 966 0
Konzerninterne Umsätze 1 9 119 553 -1 4
Umsatzerlöse 3.785 1.830 6.023 5.310 965 4
EBIT 79 - 28 - 9 -132 44 -103
Bereinigtes EBIT 97 - 2 95 137 42 - 96
1. Halbjahr 2024 / 2025
Außenumsätze 3.471 1.784 5.674 4.362 1.101 0
Konzerninterne Umsätze 0 7 105 455 0 3
Umsatzerlöse 3.471 1.791 5.779 4.817 1.101 3
EBIT 7 25 28 315 63 -107
Bereinigtes EBIT 36 34 37 146 62 - 99
2. Quartal 2023 / 2024
Außenumsätze 1.922 927 3.109 2.565 533 0
Konzerninterne Umsätze 0 4 55 298 -1 2
Umsatzerlöse 1.922 931 3.164 2.864 532 2
EBIT 38 - 3 4 11 26 - 42
Bereinigtes EBIT 49 15 69 68 25 - 40
2. Quartal 2024 / 2025
Außenumsätze 1.801 879 2.983 2.369 532 0
Konzerninterne Umsätze 1 5 59 270 1 1
Umsatzerlöse 1.802 884 3.043 2.639 533 1
EBIT 28 12 20 169 31 - 55
Bereinigtes EBIT 24 16 29 - 23 31 - 57
Mio € Überleitung Konzern
1. Halbjahr 2023 / 2024
Außenumsätze 13 17.245
Konzerninterne Umsätze - 685 0
Umsatzerlöse - 671 17.245
EBIT - 8 -156
Bereinigtes EBIT - 6 268
1. Halbjahr 2024 / 2025
Außenumsätze 18 16.410
Konzerninterne Umsätze - 570 0
Umsatzerlöse - 553 16.410
EBIT - 40 291
Bereinigtes EBIT - 5 210
2. Quartal 2023 / 2024
Außenumsätze 9 9.064
Konzerninterne Umsätze - 358 0
Umsatzerlöse - 349 9.064
EBIT - 6 28
Bereinigtes EBIT - 3 184
2. Quartal 2024 / 2025
Außenumsätze 14 8.579
Konzerninterne Umsätze - 338 0
Umsatzerlöse - 324 8.579
EBIT - 18 188
Bereinigtes EBIT - 2 19

Im Vergleich zum 30. September 2024 verminderte sich zum 31. März 2025 das durchschnittliche Capital Employed bei Decarbon Technologies um 121 Mio € auf 896 Mio €, bei Steel Europe um 415 Mio € auf 3.211 Mio € und bei Marine Systems um 879 Mio € auf 209 Mio €.

Die Spalte "Überleitung" lässt sich wie folgt unterteilen:

AUFRISS ÜBERLEITUNG

Mio € Service Units Special Units Konsolidierung Überleitung
1. Halbjahr 2023 / 2024
Außenumsätze 11 1 1 13
Konzerninterne Umsätze 123 14 - 822 - 685
Umsatzerlöse 134 15 - 821 - 671
EBIT 12 -18 - 3 - 8
Bereinigtes EBIT 12 -15 - 3 - 6
1. Halbjahr 2024 / 2025
Außenumsätze 10 3 5 18
Konzerninterne Umsätze 125 12 - 708 - 570
Umsatzerlöse 135 15 - 703 - 553
EBIT 8 - 51 3 - 40
Bereinigtes EBIT 8 -16 3 - 5
2. Quartal 2023 / 2024
Außenumsätze 7 1 1 9
Konzerninterne Umsätze 65 7 - 429 - 358
Umsatzerlöse 72 8 - 428 - 349
EBIT 8 -11 - 2 - 6
Bereinigtes EBIT 7 - 8 - 2 - 3
2. Quartal 2024 / 2025
Außenumsätze 6 1 7 14
Konzerninterne Umsätze 65 6 - 409 - 338
Umsatzerlöse 70 8 - 402 - 324
EBIT 2 - 24 4 -18
Bereinigtes EBIT 1 - 8 4 - 2

Das EBIT enthält in der Einheit Special Units Wertberichtigungsaufwendungen in Höhe von 36 Mio € im 1. Halbjahr 2024 / 2025 bzw. in Höhe von 16 Mio € im 2. Quartal 2024 / 2025 der im thyssenkrupp Konzern gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte Corporate Assets). Diese Wertminderungsaufwendungen werden als Sondereffekt behandelt und sind deshalb im Bereinigten EBIT nicht enthalten.

Die Beteiligung an TK Elevator setzt sich aus mehreren Finanzierungsinstrumenten zusammen, die wie folgt bilanziert werden:

Stammaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Aufgrund des Vorliegens von maßgeblichem Einfluss werden die Stammaktien nach den Vorgaben des IAS 28 als nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung behandelt und ausgewiesen. Die Fortschreibung der Anschaffungskosten nach der Equity-Methode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb des Finanzergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen enthalten.
Vorzugsaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Die Vorzugsaktien werden als Eigenkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im Eigenkapital (ohne Recycling) erfasst werden.
Zinslose Darlehen (Darlehensnehmer: Vertical Topco I S.A., Luxembourg). Die zinslosen Darlehen werden als Fremdkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und ebenfalls in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, wobei die Ergebniseffekte aus der Folgebewertung in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis in den Finanzierungserträgen bzw. -aufwendungen gezeigt werden.

Nachfolgend wird die Überleitungsrechnung der Ertragskennzahl Bereinigtes EBIT zum Ergebnis vor Steuern gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

ÜBERLEITUNG BEREINIGTES EBIT ZUM ERGEBNIS VOR STEUERN

Mio € 1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025 2. Quartal 2023 / 2024 2. Quartal 2024 / 2025
Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung 268 210 184 19
Sondereffekte - 424 81 -155 170
EBIT gemäß Segmentberichterstattung -156 291 28 188
+ Nicht operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen - 87 7 - 47 73
+ Finanzierungserträge 415 428 169 170
- Finanzierungsaufwendungen - 424 - 440 -161 -162
- Bestandteile der Finanzierungserträge, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden - 2 - 2 -1 -1
+ Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden 16 4 5 -1
Ergebnis Konzern (vor Steuern) - 239 288 - 7 267

Im 1. Halbjahr 2024 / 2025 entfallen die Sondereffekte im Wesentlichen auf Erträge aus dem Verkauf von thyssenkrupp Electrical Steel India und aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte sowie auf Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe. Darüber hinaus gab es Restrukturierungsaufwendungen in den Segmenten Automotive Technology und Decarbon Technologies.

Im 1. Halbjahr 2023 / 2024 betrafen die Sondereffekte im Wesentlichen Wertminderungsaufwendungen und Aufwendungen aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte im Segment Steel Europe, Wertminderungsaufwendungen und Restrukturierungen im Segment Materials Services sowie Wertminderungsaufwendungen in den Segmenten Decarbon Technologies und Automotive Technology.

10 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bzw. die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden sind nachfolgend dargestellt:

Mio € Automotive Technology Decarbon Technologies Materials Services Steel Europe Marine Systems Corporate Headquarters
1. Halbjahr 2023 / 2024
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 2.840 501 825 4.948 17 0
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 317 75 4.754 56 6 1
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 160 134 378 100 24 3
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 401 1.085 15 0 912 0
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 64 32 0 207 4 0
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 3.781 1.827 5.972 5.310 963 4
Sonstige Umsatzerlöse 4 3 51 -1 2 0
Insgesamt 3.785 1.830 6.023 5.310 965 4
1. Halbjahr 2024 / 2025
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 2.624 520 835 4.471 26 0
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 314 102 4.511 60 11 0
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 117 129 403 73 32 3
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 340 1.019 13 0 1.022 0
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 81 20 1 214 3 0
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 3.475 1.790 5.763 4.818 1.094 3
Sonstige Umsatzerlöse - 5 2 16 - 1 8 0
Insgesamt 3.471 1.791 5.779 4.817 1.101 3
2. Quartal 2023 / 2024
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 1.451 255 431 2.680 9 0
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 167 38 2.527 33 5 0
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 92 68 193 51 11 1
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 180 549 6 0 503 0
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 30 18 0 104 2 0
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1.919 928 3.158 2.868 530 2
Sonstige Umsatzerlöse 2 3 6 - 4 1 0
Insgesamt 1.922 931 3.164 2.864 532 2
2. Quartal 2024 / 2025
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 1.365 265 451 2.439 13 0
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 169 53 2.408 41 7 0
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 56 67 209 38 11 1
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 167 489 7 0 495 0
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 43 8 0 112 1 0
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1.801 882 3.075 2.630 527 1
Sonstige Umsatzerlöse 1 2 - 32 9 6 0
Insgesamt 1.802 884 3.043 2.639 533 1
Mio € Überleitung Konzern
1. Halbjahr 2023 / 2024
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen - 526 8.605
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren - 55 5.154
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen - 70 728
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen - 7 2.407
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 6 299
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 664 17.193
Sonstige Umsatzerlöse - 7 52
Insgesamt - 671 17.245
1. Halbjahr 2024 / 2025
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen - 439 8.037
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren - 34 4.965
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen - 69 688
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen - 13 2.380
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 5 313
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 560 16.382
Sonstige Umsatzerlöse 7 27
Insgesamt - 553 16.410
2. Quartal 2023 / 2024
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen - 292 4.534
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren - 28 2.741
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen - 34 383
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen - 2 1.236
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 4 151
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 361 9.044
Sonstige Umsatzerlöse 12 20
Insgesamt - 349 9.064
2. Quartal 2024 / 2025
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen - 246 4.287
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren - 17 2.662
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen - 34 349
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen - 3 1.156
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 2 161
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - 302 8.614
Sonstige Umsatzerlöse - 22 - 36
Insgesamt - 324 8.579

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH KUNDENGRUPPEN

Mio € Automotive Technology Decarbon Technologies Materials Services Steel Europe Marine Systems Corporate

Headquarters
1. Halbjahr 2023 / 2024
Automobilindustrie 3.371 19 974 1.588 0 1
Handel 172 10 986 1.174 2 1
Maschinen- und Anlagenbau 189 568 475 115 0 0
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 3 29 910 1.121 0 0
Übrige verarbeitende Industrie 1 1.066 1.349 262 3 0
Bauwirtschaft 0 12 284 24 0 0
Öffentliche Hand - Verteidigung1) 0 7 5 0 946 0
Verpackungsindustrie 0 4 65 707 0 0
Energie und Versorgung 0 4 81 263 0 0
Übrige Kundengruppen1) 46 109 842 56 12 0
Insgesamt 3.781 1.827 5.972 5.310 963 4
1. Halbjahr 2024 / 2025
Automobilindustrie 3.148 12 889 1.325 0 1
Handel 175 3 938 996 2 1
Maschinen- und Anlagenbau 121 453 460 99 0 0
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 2 21 905 990 0 0
Übrige verarbeitende Industrie 1 1.093 1.304 295 5 0
Bauwirtschaft 0 9 275 13 0 0
Öffentliche Hand - Verteidigung 0 3 6 0 1.071 0
Verpackungsindustrie 0 1 67 725 0 0
Energie und Versorgung 0 2 92 310 0 0
Übrige Kundengruppen 29 191 828 65 16 0
Insgesamt 3.475 1.790 5.763 4.818 1.094 3
2. Quartal 2023 / 2024
Automobilindustrie 1.724 11 507 843 0 1
Handel 84 5 498 664 0 1
Maschinen- und Anlagenbau 88 297 249 58 0 0
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 1 13 486 643 0 0
Bauwirtschaft 0 6 147 14 0 0
Öffentliche Hand - Verteidigung1) 0 4 3 0 520 0
Verpackungsindustrie 0 1 37 355 0 0
Energie und Versorgung 0 0 49 122 0 0
Übrige Kundengruppen1) 23 44 452 31 7 0
Insgesamt 1.919 928 3.158 2.868 530 2
2. Quartal 2024 / 2025
Automobilindustrie 1.634 7 480 686 0 0
Handel 90 1 471 652 2 1
Maschinen- und Anlagenbau 60 222 250 49 0 0
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 1 8 471 458 0 0
Bauwirtschaft 0 5 144 8 0 0
Öffentliche Hand - Verteidigung 0 2 3 0 515 0
Verpackungsindustrie 0 0 32 384 0 0
Energie und Versorgung 0 1 47 162 0 0
Übrige Kundengruppen 15 89 456 33 7 0
Insgesamt 1.801 882 3.075 2.630 527 1
Mio € Überleitung Konzern
1. Halbjahr 2023 / 2024
Automobilindustrie -10 5.943
Handel - 402 1.943
Maschinen- und Anlagenbau -1 1.346
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung - 201 1.862
Übrige verarbeitende Industrie - 58 2.625
Bauwirtschaft 0 319
Öffentliche Hand - Verteidigung1) 0 958
Verpackungsindustrie - 2 774
Energie und Versorgung 0 347
Übrige Kundengruppen1) 10 1.075
Insgesamt - 664 17.193
1. Halbjahr 2024 / 2025
Automobilindustrie - 14 5.361
Handel - 281 1.834
Maschinen- und Anlagenbau -1 1.132
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung - 192 1.726
Übrige verarbeitende Industrie - 85 2.613
Bauwirtschaft - 2 296
Öffentliche Hand - Verteidigung 11 1.091
Verpackungsindustrie -1 791
Energie und Versorgung 0 404
Übrige Kundengruppen 6 1.134
Insgesamt - 560 16.382
2. Quartal 2023 / 2024
Automobilindustrie - 6 3.080
Handel - 210 1.041
Maschinen- und Anlagenbau - 2 690
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung -109 1.034
Bauwirtschaft -1 166
Öffentliche Hand - Verteidigung1) 2 529
Verpackungsindustrie -1 392
Energie und Versorgung 0 171
Übrige Kundengruppen1) 4 560
Insgesamt - 361 9.044
2. Quartal 2024 / 2025
Automobilindustrie 9 2.815
Handel - 226 992
Maschinen- und Anlagenbau 0 581
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung - 18 920
Bauwirtschaft - 2 155
Öffentliche Hand - Verteidigung 15 536
Verpackungsindustrie 3 419
Energie und Versorgung 1 211
Übrige Kundengruppen 1 601
Insgesamt - 302 8.614

1) Der Ausweis wurde angepasst w/Aufsplittung der Kundengruppen.

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN

Mio € Automotive Technology Decarbon Technologies Materials Services Steel Europe Marine Systems Corporate Headquarters
1. Halbjahr 2023 / 2024
Deutschsprachiger Raum1) 996 225 2.004 2.867 318 1
Westeuropa 557 245 900 1.213 244 0
Zentral- und Osteuropa 302 47 789 452 2 0
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 3 3 5 5 14 0
Nordamerika 1.131 182 1.906 457 4 2
Südamerika 187 93 30 55 179 0
Asien / Pazifik 40 81 162 11 83 0
Großraum China 519 265 55 25 0 0
Indien 22 281 72 55 19 0
Naher Osten & Afrika 26 405 51 170 99 0
Insgesamt 3.781 1.827 5.972 5.310 963 4
1. Halbjahr 2024 / 2025
Deutschsprachiger Raum1) 981 252 1.789 2.515 315 0
Westeuropa 486 268 829 1.007 323 0
Zentral- und Osteuropa 298 36 723 453 1 0
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 2 1 10 5 10 0
Nordamerika 1.012 218 1.986 542 4 2
Südamerika 189 70 17 37 192 0
Asien / Pazifik 40 67 225 10 55 0
Großraum China 427 270 83 22 2 0
Indien 22 121 53 80 27 0
Naher Osten & Afrika 17 487 48 147 166 0
Insgesamt 3.475 1.790 5.763 4.818 1.094 3
Mio € Überleitung Konzern
1. Halbjahr 2023 / 2024
Deutschsprachiger Raum1) - 524 5.888
Westeuropa - 78 3.081
Zentral- und Osteuropa - 35 1.555
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 30
Nordamerika - 27 3.654
Südamerika -1 544
Asien / Pazifik 1 377
Großraum China 2 866
Indien 0 448
Naher Osten & Afrika 0 750
Insgesamt - 664 17.193
1. Halbjahr 2024 / 2025
Deutschsprachiger Raum1) - 424 5.428
Westeuropa - 55 2.858
Zentral- und Osteuropa - 34 1.476
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 28
Nordamerika - 44 3.720
Südamerika 0 506
Asien / Pazifik 0 397
Großraum China 1 804
Indien 0 302
Naher Osten & Afrika - 3 862
Insgesamt - 560 16.382

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN

Mio € Automotive Technology Decarbon Technologies Materials Services Steel Europe Marine Systems Corporate Headquarters
2. Quartal 2023 / 2024
Deutschsprachiger Raum1) 501 132 1.072 1.593 173 0
Westeuropa 285 110 471 615 138 0
Zentral- und Osteuropa 159 33 419 251 2 0
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 2 0 3 3 14 0
Nordamerika 585 93 1.001 241 1 1
Südamerika 100 47 7 25 95 0
Asien / Pazifik 25 43 86 4 37 0
Großraum China 246 150 32 14 0 0
Indien 10 134 32 28 14 0
Naher Osten & Afrika 8 185 35 93 56 0
Insgesamt 1.919 928 3.158 2.868 530 2
2. Quartal 2024 / 2025
Deutschsprachiger Raum1) 517 136 948 1.410 160 0
Westeuropa 253 108 447 550 163 0
Zentral- und Osteuropa 159 17 388 237 0 0
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 1 0 4 2 6 0
Nordamerika 540 116 1.067 287 2 1
Südamerika 101 27 10 18 88 0
Asien / Pazifik 19 36 116 4 26 0
Großraum China 194 138 38 11 0 0
Indien 10 65 32 40 10 0
Naher Osten & Afrika 8 239 26 72 71 0
Insgesamt 1.801 882 3.075 2.630 527 1
Mio € Überleitung Konzern
2. Quartal 2023 / 2024
Deutschsprachiger Raum1) - 282 3.191
Westeuropa - 39 1.580
Zentral- und Osteuropa - 20 844
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 21
Nordamerika - 22 1.901
Südamerika 0 273
Asien / Pazifik 0 195
Großraum China 3 444
Indien 0 218
Naher Osten & Afrika 0 377
Insgesamt - 361 9.044
2. Quartal 2024 / 2025
Deutschsprachiger Raum1) - 247 2.925
Westeuropa - 17 1.504
Zentral- und Osteuropa - 20 781
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 14
Nordamerika - 28 1.985
Südamerika 2 247
Asien / Pazifik 0 200
Großraum China 4 385
Indien 1 157
Naher Osten & Afrika 4 419
Insgesamt - 302 8.614

1) Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein

Von den Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden resultieren im 1. Halbjahr 2024 / 2025 3.269 Mio € (Vorjahr: 3.467 Mio €) bzw. im 2. Quartal 2024 / 2025 1.167 Mio € (Vorjahr: 1.203 Mio €) aus langfristigen Verträgen und im 1. Halbjahr 2024 / 2025 13.113 Mio € (Vorjahr: 13.726 Mio €) bzw. im 2. Quartal 2024 / 2025 7.447 Mio € (Vorjahr: 7.841 Mio €) aus kurzfristigen Verträgen bzw. im 1. Halbjahr 2024 / 2025 3.697 Mio € (Vorjahr: 3.095 Mio €) bzw. im 2. Quartal 2024 / 2025 1.462 Mio € (Vorjahr: 1.500 Mio €) aus zeitraumbezogen erfassten Umsatzerlösen und im 1. Halbjahr 2024 / 2025 12.686 Mio € (Vorjahr: 14.098 Mio €) bzw. im 2. Quartal 2024 / 2025 7.152 Mio € (Vorjahr: 7.544 Mio €) aus zeitpunktbezogen erfassten Umsatzerlösen.

11 Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge enthalten Erträge aus Strompreiskompensationen, Versicherungserstattungen sowie weitere Erträge aus Zulagen und Zuschüssen.

12 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält in der Zeile "Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen" im 1. Halbjahr 2024 / 2025 Erträge in Höhe von 7 Mio € (Vorjahr: 87 Mio € Aufwendungen) bzw. im 2. Quartal 2024 / 2025 Erträge in Höhe von 73 Mio € (Vorjahr: 47 Mio € Aufwendungen) aus den Stammaktien an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg, die Bestandteil der Elevator-Beteiligung sind (vgl. Anhang-Nr. 09). Darin enthalten ist ein Ertrag in Höhe von 105 Mio € aus der Rücknahme früherer Wertminderungsaufwendungen für die Stammaktien, der im 2. Quartal 2024 / 2025 aufgrund einer aktualisierten Bewertung der Elevator-Beteiligung als Zuschreibung erfasst wurde.

13 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

ERGEBNIS JE AKTIE

1. Halbjahr 2023 / 2024 1. Halbjahr 2024 / 2025 2. Quartal 2023 / 2024
Gesamtbetrag in Mio € Ergebnis je Aktie in € Gesamtbetrag in Mio € Ergebnis je Aktie in € Gesamtbetrag in Mio € Ergebnis je Aktie in €
--- --- --- --- --- --- ---
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) - 392 - 0,63 104 0,17 - 78 - 0,13
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 622.531.741 622.531.741 622.531.741
2. Quartal 2024 / 2025
Gesamtbetrag in Mio € Ergebnis je Aktie in €
--- --- ---
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 155 0,25
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 622.531.741

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

14 Zusätzliche Informationen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds lässt sich wie folgt aus der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" herleiten.

HERLEITUNG ZAHLUNGSMITTELFONDS

Mio € 31.3.2024 30.9.2024 31.3.2025
Zahlungsmittel 2.354 2.451 1.810
davon verfügungsbeschränkt 6
Zahlungsmitteläquivalente 2.513 3.416 3.017
davon verfügungsbeschränkt 0 0 840
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gemäß Bilanz 4.867 5.867 4.828
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen 93 4 0
Zahlungsmittelfonds gemäß Kapitalflussrechnung 4.960 5.871 4.828

Per 31. März 2025 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 69 Mio € (31. März 2024: 78 Mio €; 30. September 2024: 131 Mio €) von der Joint Operation HKM.

Die verfügungsbeschränkten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. März 2025 betreffen das Segment Marine Systems und resultieren aus Kundenanzahlungen im Rahmen einer Auftragserweiterung über vier U-Boote des laufenden deutsch-norwegischen 212CD Programms.

15 Ereignisse nach dem Stichtag

Anfang April 2025 hat die thyssenkrupp Steel Europe AG den Liefervertrag mit HKM gekündigt. Damit läuft die Abnahmeverpflichtung von rund 2,5 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr durch thyssenkrupp Steel Europe zum 31. Dezember 2032 aus. Die Kündigung des Liefervertrags hat zunächst keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Ende April 2025 hat die Geschäftsführung der Business Unit Federn und Stabilisatoren des Segments Automotive Technology den sukzessiven Rückbau des Produktionsstandorts Hagen beschlossen. Hieraus werden in den nächsten Jahren Schließungskosten im hohen zweistelligen Millionenbereich erwartet.

Am 7. Mai 2025 wurde eine Grundsatzvereinbarung zwischen der IG Metall und thyssenkrupp Steel Europe zur Umsetzung des industriellen Konzepts abgeschlossen, in dessen Rahmen die Produktionskapazität marktbedingt auf ein Versandniveau von 8,7 bis 9 Millionen Tonnen abgesenkt werden soll. Anschließende Verhandlungen zum Tarifvertrag sollen bis zum Sommer 2025 abgeschlossen sein.

Essen, den 13. Mai 2025

thyssenkrupp AG

Der Vorstand

López Dinstuhl Hamann Henne von Rath Schulte

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis 31. März 2025, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Düsseldorf, den 14. Mai 2025

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marc Ufer Dr. Markus Zeimes
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Essen, den 13. Mai 2025

thyssenkrupp AG

Der Vorstand

López Dinstuhl Hamann Henne von Rath Schulte

Weitere Informationen

Kontakt und Finanzkalender 2025 / 2026

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Communications

Telefon: (0201) 844-536043

Telefax: (0201) 844-536041

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Investor Relations

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Telefax: (0201) 8456-531000

Herausgeber

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thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen

Postfach, 45063 Essen

Telefon: (0201) 844-0

Telefax: (0201) 844-536000

E-Mail: [email protected]

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Finanzkalender 2025 / 2026

14. August 2025

Zwischenbericht 9 Monate 2024 / 2025 (Oktober bis Juni)

9. Dezember 2025

Geschäftsbericht 2024 / 2025 (Oktober bis September)

30. Januar 2026

Ordentliche Hauptversammlung

12. Februar 2026

Zwischenbericht 1. Quartal 2025 / 2026 (Oktober bis Dezember)

13. Mai 2026

Zwischenbericht 1. Halbjahr 2025 / 2026 (Oktober bis März)

Dieser Zwischenbericht ist am 15. Mai 2025 erschienen.

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Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Finanzbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen sind mit Unsicherheiten verbunden, da sie von thyssenkrupp nicht beeinflusst oder kontrolliert werden können, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesem Finanzbericht explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Die in diesem Finanzbericht enthaltenen zukunftsbezogene Aussagen werden nicht an Ereignisse oder Entwicklungen angepasst, die nach dem Datum dieses Berichts eintreten.

Rundungen und Veränderungsraten

Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet, Verschlechterungen mit Minus (-). Bei sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten (≥ 100 % bzw. ≤ -100 %) wird die Veränderungsrichtung durch ++ bzw. - angezeigt.

Abweichungen aus technischen Gründen

Dieser Finanzbericht ist von der Gesellschaft aufgrund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum elektronischen Bundesanzeiger einzureichen. Aus technischen Gründen kann es beim Bundesanzeiger Verlag zu Abweichungen in den im Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen kommen.

Der Finanzbericht steht in deutscher Sprache und in englischer Übersetzung im Internet unter www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Finanzberichts der englischen Übersetzung vor.

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