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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2023

May 11, 2023

435_rns_2023-05-11_fff00cb8-8306-43ae-b99f-5ac3e89cda59.html

Interim / Quarterly Report

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Publication

thyssenkrupp AG

Duisburg und Essen

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.10.2022 bis zum 31.03.2023

thyssenkrupp in Zahlen

Gruppe insgesamt
1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
Veränderung in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 23.960 19.365 - 4.596 -19
Umsatzerlöse Mio € 19.622 19.125 - 496 - 3
EBITDA Mio € 1.581 951 - 630 - 40
EBIT2) Mio € 1.090 136 - 954 - 87
EBIT-Marge % 5,6 0,7 - 4,8 - 87
Bereinigtes EBIT1),2) Mio € 1.180 373 - 807 - 68
Bereinigte-EBIT-Marge % 6,0 1,9 - 4,1 - 68
Ergebnis vor Steuern Mio € 922 32 - 890 - 97
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach Steuern Mio € 709 -105 - 814 --
davon Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG Mio € 671 -147 - 818 --
Ergebnis je Aktie 1,08 - 0,24 - 1,31 --
Operating Cashflow Mio € -1.082 69 1.151 ++
Cashflow für Investitionen Mio € - 555 - 643 - 87 -16
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 578 23 - 555 - 96
Free Cashflow3) Mio € -1.060 - 551 509 48
Free Cashflow vor M&A3) Mio € -1.630 - 581 1.049 64
Netto-Finanzguthaben (31.3.) Mio € - 2.446 - 2.895 - 450 -18
Eigenkapital (31.3.) Mio € 12.754 13.997 1.243 10
Gearing (31.3.) % -4) -4) - -
Mitarbeiter (31.3.) 97.542 98.224 682 1
Gruppe - Fortgeführte Aktivitäten1)
1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
Veränderung in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 23.960 19.365 - 4.596 -19
Umsatzerlöse Mio € 19.622 19.125 - 496 - 3
EBITDA Mio € 1.572 951 - 621 -40
EBIT2) Mio € 1.082 136 - 945 -87
EBIT-Marge % 5,5 0,7 - 4,8 -87
Bereinigtes EBIT1),2) Mio € 1.180 373 - 807 -68
Bereinigte-EBIT-Marge % 6,0 1,9 - 4,1 -68
Ergebnis vor Steuern Mio € 913 32 - 882 -97
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach Steuern Mio € 700 -105 - 805 --
davon Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG Mio € 662 -147 - 809 --
Ergebnis je Aktie 1,06 - 0,24 -1,30 --
Operating Cashflow Mio € -1.082 69 1.151 ++
Cashflow für Investitionen Mio € - 555 - 643 - 87 -16
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 578 23 - 555 -96
Free Cashflow3) Mio € -1.060 - 551 509 48
Free Cashflow vor M&A3) Mio € -1.630 - 581 1.049 64
Netto-Finanzguthaben (31.3.) Mio €
Eigenkapital (31.3.) Mio €
Gearing (31.3.) %
Mitarbeiter (31.3.)

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).

3) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

4) Aufgrund des deutlich positiven Eigenkapitals und des ausgewiesenen Netto-Finanzguthabens ist die Aussage der Gearing-Kennzahl bedeutungslos.

Gruppe insgesamt
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
Veränderung in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 13.562 10.188 - 3.374 - 25
Umsatzerlöse Mio € 10.599 10.107 - 492 - 5
EBITDA Mio € 1.026 466 - 560 - 55
EBIT2) Mio € 792 -110 - 902 --
EBIT-Marge % 7,5 -1,1 - 8,6 --
Bereinigtes EBIT1),2) Mio € 802 205 - 597 - 74
Bereinigte-EBIT-Marge % 7,6 2,0 - 5,5 - 73
Ergebnis vor Steuern Mio € 718 -135 - 854 --
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach Steuern Mio € 587 - 203 - 790 --
davon Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG Mio € 565 - 223 - 787 --
Ergebnis je Aktie 0,91 - 0,36 - 1,26 --
Operating Cashflow Mio € - 483 206 689 ++
Cashflow für Investitionen Mio € - 303 - 415 -113 - 37
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 553 8 - 544 - 98
Free Cashflow3) Mio € - 233 - 201 32 14
Free Cashflow vor M&A3) Mio € - 772 - 216 555 72
Netto-Finanzguthaben (31.3.) Mio € - 2.446 - 2.895 - 450 -18
Eigenkapital (31.3.) Mio € 12.754 13.997 1.243 10
Gearing (31.3.) % -4) -4) - -
Mitarbeiter (31.3.) 97.542 98.224 682 1
Gruppe - Fortgeführte Aktivitäten1)
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
Veränderung in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 13.562 10.188 - 3.374 - 25
Umsatzerlöse Mio € 10.599 10.107 - 492 - 5
EBITDA Mio € 1.018 466 - 552 -54
EBIT2) Mio € 783 -110 - 893 --
EBIT-Marge % 7,4 - 1,1 - 8,5 --
Bereinigtes EBIT1),2) Mio € 802 205 - 597 -74
Bereinigte-EBIT-Marge % 7,6 2,0 - 5,5 -73
Ergebnis vor Steuern Mio € 710 -135 - 845 --
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach Steuern Mio € 579 - 203 - 781 --
davon Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG Mio € 556 - 223 - 779 --
Ergebnis je Aktie 0,89 - 0,36 -1,25 --
Operating Cashflow Mio € - 483 206 689 ++
Cashflow für Investitionen Mio € - 303 - 415 -113 -37
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 553 8 - 544 -98
Free Cashflow3) Mio € - 233 - 201 32 14
Free Cashflow vor M&A3) Mio € - 772 - 216 555 72
Netto-Finanzguthaben (31.3.) Mio €
Eigenkapital (31.3.) Mio €
Gearing (31.3.) %
Mitarbeiter (31.3.)

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).

3) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

4) Aufgrund des deutlich positiven Eigenkapitals und des ausgewiesenen Netto-Finanzguthabens ist die Aussage der Gearing-Kennzahl bedeutungslos.

STAMMDATEN UND KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE / ADR

ISIN Anzahl Aktien (insgesamt) Stück 622.531.741
Aktien (Börsen Frankfurt, Düsseldorf) DE 000 750 0001 Kurs Ende März 2023 6,62
ADR (Außerbörslicher Handel) US88629Q2075 Marktkapitalisierung

Ende März 2023
Mio € 4.121
Kürzel
Aktien TKA
ADR TKAMY

Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

In diesem Finanzbericht verwenden wir im Interesse der besseren Lesbarkeit ausschließlich die grammatisch männliche Form, wie bspw. "Aktionär" oder "Mitarbeiter"). Sie bezieht sich immer zugleich auf alle Geschlechter der Menschen, um die es geht: männlich, weiblich, divers.

Vorwort

Sehr geehrte Aktionäre, meine Damen und Herren,

trotz der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen hat thyssenkrupp auch im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2022 / 2023 die robuste Geschäftsentwicklung weiter fortgesetzt und den Veränderungsprozess weiter vorangetrieben. Während der Umsatz der Gruppe insgesamt nur leicht gesunken ist, lagen die Auftragseingänge wie erwartet deutlich unter dem Vorjahr. Dies ist vor allem auf die Normalisierung der Preise bei Materials Services und transaktionsbedingte Rückgänge im Segment Multi Tracks zurückzuführen. Zudem hatte Marine Systems einen Großauftrag im Vorjahresquartal verbucht. Die Normalisierung der Preise mit damit einhergehenden sinkenden Margen bei Materials Services und insbesondere die deutlich höheren Rohstoff- und Energiekosten bei Steel Europe wirkten sich erwartungsgemäß belastend auf das Bereinigte EBIT der Gruppe aus. Ergebnisverbesserungen bei Automotive Technology, Marine Systems und Multi Tracks - mit einem erstmals positiven Ergebnisbeitrag - konnten diese Entwicklung teilweise kompensieren. Auf dieser Basis bestätigen wir unsere Jahresprognose für das Bereinigte EBIT. Beim Free Cashflow vor M&A haben wir uns erneut sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch dem Vorquartal deutlich verbessert. Unsere Einschätzung auf das Gesamtjahr hat sich verfestigt und wir erwarten einen leicht positiven Wert (bisher: mindestens ausgeglichenen Wert).

Das geopolitische und makroökonomische Umfeld stellt Unternehmen aller Sektoren vor komplexe Transformationsaufgaben. Dabei bleibt die größte Herausforderung die grüne Transformation, die an vielen Stellen disruptive Züge trägt: Lieferketten werden neu sortiert, Produktionsprozesse angepasst, Wertschöpfungsstufen verschieben sich.

Deshalb richten wir alle unsere Segmente systematisch auf die Chancen aus, die sich für sie in ihrem jeweiligen Technologie- und Marktumfeld ergeben. Das gilt vor allem für die grüne Transformation und insbesondere für die Wasserstoffwirtschaft. Hier nehmen wir Schlüsselpositionen bei Angebot, Nachfrage und Infrastruktur ein. Aber auch darüber hinaus setzen wir auf Zukunftsthemen: Von der Digitalisierung im Materialhandel über E-Mobilität und autonomes Fahren in den Autogeschäften bis zu Wachstumsmöglichkeiten in der Windenergie und im sicherheitspolitischen Umfeld unserer Marineaktivitäten.

Wir haben in den letzten Jahren mit unseren Geschäften Optionen erarbeitet, damit sie sich in ihren Märkten behaupten und wo immer möglich weiterwachsen können. Dabei hat die bestmögliche Wert- und Weiterentwicklung der Geschäfte für uns absoluten Vorrang, auch wenn dies die Anpassung von Eigentümerstrukturen erfordern sollte. Es gilt nun, diesen Kurs umzusetzen. Die Personalveränderung an der Spitze des Vorstandes wird das Unternehmen in dieser Phase nicht bremsen. Die strategischen Initiativen werden weiter konsequent verfolgt:

Für das Stahlgeschäft verfolgen wir unverändert den Plan einer Verselbständigung. Wir sind davon überzeugt, dass dies dem Geschäft bestmögliche Zukunftsperspektiven eröffnet. Mit der Auftragsvergabe für die erste wasserstofffähige Direktreduktionsanlage haben wir im März dieses Jahres den Einstieg in die grüne Transformation des Stahlgeschäfts auf den Weg gebracht. Darüber hinaus schaffen wir weitere Voraussetzungen für eine eigenständige Aufstellung des Stahls. Dazu gehört die Prüfung möglicher sektoren- und länderübergreifender Partnerschaften. In Frage kommen hier beispielsweise Energiepartnerschaften, durch die das Stahlgeschäft sicheren Zugang zu wettbewerbsfähigen Energiekosten erhalten würde. Mit einer solchen Partnerschaft bieten wir nicht nur dem Stahl gute Zukunftsaussichten, sondern handeln damit auch im Interesse der Gruppe. Hier haben wir vielversprechende Gespräche mit möglichen Partnern aufgenommen.

Auch für Marine Systems verfolgen wir den eingeschlagenen Pfad der Verselbständigung weiter. Das Segment hat seine operative Leistungsfähigkeit gesteigert und bewegt sich nun in einem veränderten sicherheitspolitischen Umfeld. Damit befindet sich unser Marinegeschäft in einer starken Position und kann alle Optionen für eine eigenständige Aufstellung oder Partnerschaft sorgfältig prüfen. Parallel sind wir mit der Bundesregierung als einem unserer wesentlichen Kunden im Dialog, ob und wann die Voraussetzungen auch von politischer Seite für eine Verselbständigung geschaffen werden können.

Auch bei thyssenkrupp nucera entwickelt sich das Geschäft gut. Hier bleibt ein IPO unsere bevorzugte Option, um das volle Potenzial des Wasserstoff-Geschäfts zu entfalten. Die Entscheidung über einen möglichen Zeitraum für diesen Schritt hängt jedoch primär von der Situation am Kapitalmarkt ab.

Der Umbau von thyssenkrupp ist nach wie vor in vollem Gange. Das Ziel ist die Transformation von thyssenkrupp zu einer dezentral aufgestellten Unternehmensgruppe mit eigenständigen Geschäften. Gleichzeitig hat die Verbesserung der Performance höchste Priorität. Wir sind stolz darauf, mit welchem großem Engagement unsere Mitarbeiter weltweit diesen anspruchsvollen Veränderungsprozess tagtäglich umsetzen und gestalten.

Vielen Dank, dass Sie die Transformation von thyssenkrupp weiterhin so tatkräftig unterstützen.

Martina Merz Dr. Klaus Keysberg
Vorsitzende des Vorstands Vorstand für Finanzen (CFO)

Zwischenlagebericht

Vorbemerkungen

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp.

Im Geschäftsjahr 2020 / 2021 wurden im Segment Multi Tracks die Verkäufe von Mining, Infrastructure und des Edelstahlgeschäfts eingeleitet. Der Verkauf des Edelstahlgeschäfts wurde Ende Januar 2022 abgeschlossen. Im Zusammenhang mit dem Verkauf wurde vereinbart, dass thyssenkrupp Anteile in Höhe von 15 % an der italienischen Gesellschaft Acciai Speciali Terni S.p.A. (AST) behält. Diese Anteile werden im Rahmen der Segmentberichterstattung der "Überleitung" zugeordnet. Ende Januar 2022 wurden zudem der Verkauf von Infrastructure sowie Ende August 2022 der Verkauf von Mining abgeschlossen.

Seit dem Ende Juli 2020 erfolgten Verkauf des Aufzuggeschäfts Elevator Technology hält thyssenkrupp eine Beteiligung, die Bestandteil der für den Verkauf erhaltenen Gegenleistung war; die Beteiligung ist dem Segment Multi Tracks zugeordnet. Zu weiteren Einzelheiten hinsichtlich der Beteiligung siehe auch Anhang-Nr. 02 (Einzelne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte und nicht fortgeführte Aktivität) und Anhang-Nr. 07 (Finanzinstrumente). Ungeachtet der bereits erfolgten Entkonsolidierung wurden im Vorjahr in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf der Aufzugaktivitäten stehende noch anfallende nachlaufende Aufwendungen und Erträge sowie Cashflows weiterhin separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen; im 1. Halbjahr des Berichtsjahres sowie im 2. Quartal des Berichtsjahres 2022 / 2023 ergaben sich keine nachlaufenden Aufwendungen und Erträge, nachlaufende Cashflows werden hier aufgrund Unwesentlichkeit nicht mehr separat dargestellt.

Das Hedge Accounting für CO2-Termingeschäfte im Segment Steel Europe wurde mit Beginn des Geschäftsjahres 2022 / 2023 aufgegeben. Marktwertschwankungen werden damit nicht mehr erfolgsneutral im Eigenkapital, sondern erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der Umsatzkosten erfasst. Die hieraus resultierenden Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung werden abweichend zur Vorgehensweise im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2022 / 2023 im 1. Halbjahr des Berichtsjahres erstmals als Sondereffekt behandelt und beeinflussen somit nicht mehr die Steuerungskennzahl Bereinigtes EBIT. Das Bereinigte EBIT für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2022 / 2023 im Segment Steel Europe und für die thyssenkrupp Gruppe wurde entsprechend nachträglich angepasst; die Anpassung führte jeweils zu einer Verminderung des Bereinigten EBIT im Vergleich zur bisher berichteten Größe um insgesamt 87 Mio €. Im 1. Halbjahr des Berichtsjahres ergaben sich insgesamt Erträge aus der Derivatebewertung der CO2-Termin-geschäfte in Höhe von 119 Mio €. Die Erträge stellen einen Sondereffekt dar, die das Bereinigte EBIT des Segments Steel Europe und der thyssenkrupp Gruppe nicht beeinflusst haben.

Die thyssenkrupp AG und ihre Tochterunternehmen werden in diesem Zwischenlagebericht nicht als "Konzern", sondern als "Gruppe" bezeichnet. Die Gruppe umfasst dabei den rechtlichen Konsolidierungskreis. Darüber hinaus gliedert sich die Darstellung des Geschäftsverlaufs nach Segmenten. Den jeweiligen Segmenten sind hierbei eine kurze Beschreibung des Geschäftsmodells sowie die Erläuterung der Mittelfristziele vorweggestellt.

Wirtschaftsbericht

Auftragseingang Umsatzerlöse EBIT1)
Mio € Mio € Mio €
--- --- --- --- --- --- ---
1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
--- --- --- --- --- --- ---
Materials Services 8.256 7.250 7.736 7.143 550 114
Industrial Components 1.308 1.508 1.311 1.395 124 99
Automotive Technology 2.205 2.733 2.250 2.680 34 116
Steel Europe 5.869 6.725 6.061 6.260 607 -142
Marine Systems 3.623 268 853 1.005 2 32
Multi Tracks2) 3.861 1.880 2.533 1.548 - 99 -15
Corporate Headquarters 3 5 3 4 -108 - 83
Überleitung - 1.165 -1.005 -1.126 - 909 - 29 14
Gruppe fortgeführte Aktivitäten2) 23.960 19.365 19.622 19.125 1.082 136
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten2) 0 0 0 0 9 0
Gruppe insgesamt 23.960 19.365 19.622 19.125 1.090 136
Bereinigtes EBIT1),2) Mitarbeiter
Mio €
--- --- --- --- ---
1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
31.3.2022 31.3.2023
--- --- --- --- ---
Materials Services 555 105 15.657 16.234
Industrial Components 121 99 12.384 11.900
Automotive Technology 41 132 19.880 21.056
Steel Europe 603 76 25.945 26.109
Marine Systems 9 34 6.619 7.411
Multi Tracks2) - 34 -10 14.878 13.313
Corporate Headquarters - 88 - 84 618 611
Überleitung - 28 21 1.561 1.590
Gruppe fortgeführte Aktivitäten2) 1.180 373 97.542 98.224
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten2) 0 0 0 0
Gruppe insgesamt 1.180 373 97.542 98.224

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).

2) Siehe auch Vorbemerkungen.

Auftragseingang Umsatzerlöse EBIT1)
Mio € Mio € Mio €
--- --- --- --- --- --- ---
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
--- --- --- --- --- --- ---
Materials Services 4.533 3.901 4.446 3.897 331 91
Industrial Components 707 725 707 732 67 61
Automotive Technology 1.115 1.350 1.143 1.378 - 4 88
Steel Europe 3.389 3.691 3.392 3.315 495 - 328
Marine Systems 3.144 135 476 498 3 14
Multi Tracks2) 1.294 968 993 769 - 49 3
Corporate Headquarters 2 3 2 2 - 47 - 38
Überleitung - 622 - 586 - 560 - 483 -14 - 1
Gruppe fortgeführte Aktivitäten2) 13.562 10.188 10.599 10.107 783 - 110
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten2) 0 0 0 0 9 0
Gruppe insgesamt 13.562 10.188 10.599 10.107 792 - 110
Bereinigtes EBIT1)2)
Mio €
--- --- ---
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
--- --- ---
Materials Services 336 85
Industrial Components 65 61
Automotive Technology 3 89
Steel Europe 479 -14
Marine Systems 3 14
Multi Tracks2) - 33 7
Corporate Headquarters - 36 - 41
Überleitung -14 4
Gruppe fortgeführte Aktivitäten2) 802 205
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten2) 0 0
Gruppe insgesamt 802 205

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).

2) Siehe auch Vorbemerkungen.

Zusammenfassung

Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr bestätigt Erwartungen für das Geschäftsjahr, FCF vor M&A im 2. Quartal mit deutlicher Verbesserung gegenüber Vorjahr und Vorquartal

Geschäftsverlauf der Gruppe im 1. Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr

Auftragseingang und Umsatz unter Vorjahr, i. W. durch transaktionsbedingte Rückgänge im Segment Multi Tracks sowie preisbedingten Rückgang bei Materials Services; geringerer Auftragseingang im 2. Quartal zusätzlich geprägt von Großauftrag bei Marine Systems im Vorjahresquartal
Bereinigtes EBIT deutlich unter Vorjahr, i. W. getrieben durch erwartungsgemäß starken Rückgang der Preise bei Materials Services sowie höhere Rohstoff- und Energiekosten bei Steel Europe; Ergebnisrückgang teilweise kompensiert durch deutliche Steigerungen bei Automotive Technology, Marine Systems und Multi Tracks, insb. im 2. Quartal
Periodenergebnis unter Vorjahr, i. W. infolge der operativen Entwicklung sowie durch bisher aufgelaufene Wertminderungsaufwendungen i. W. bei Steel Europe im 2. Quartal, u.a. aufgrund gestiegener Kapitalkosten
FCF vor M&A erwartungsgemäß deutlich verbessert gegenüber Vorjahr, 2. Quartal über Vorjahr und Vorquartal insb. durch geringeren Aufbau des Nettoumlaufvermögens, dabei weiterhin negativ

Geschäftsverlauf in den Segmenten im 1. Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr:

Materials Services mit Rückgängen bei Umsatz und Bereinigtem EBIT aufgrund stark gesunkener Preise im Vergleich zum Rekordniveau im Vorjahreszeitraum, dabei 2. Quartal deutlich über Vorquartal; Absatz v.a. aufgrund der Entwicklung im Streckengeschäft über Vorjahr
Industrial Components insgesamt mit höherem Auftragseingang und Umsatz durch deutlichen Anstieg im Schmiedegeschäft; Bereinigtes EBIT deutlich unter Vorjahr u.a. aufgrund deutlich gestiegener Faktorkosten sowie höherem Wettbewerb im Bereich Windenergie (insb. China)
Automotive Technology mit deutlicher Steigerung bei Auftragseingang, Umsatz und Bereinigtem EBIT, u.a. durch gestiegene Kundennachfrage (trotz weiterhin eingeschränkter Verfügbarkeit von elektronischen Halbleitern) sowie operativer Ergebnisverbesserung; höhere Faktorkosten i. W. kompensiert durch Preis- und Effizienzmaßnahmen; 2. Quartal mit positivem Einmaleffekt durch Settlement mit Lieferanten zu einem Qualitätsfall aus Vorjahren
Steel Europe mit deutlich gestiegenem Auftragseingang i. W. durch notwendige Lagerergänzungen bei Kunden sowie erhöhter Nachfrage insb. aus der Automobilindustrie; Umsatz leicht über Vorjahr durch insgesamt gestiegene und weiterhin hohe Erlöse; Bereinigtes EBIT aufgrund höherer Rohstoff- und Energiekosten deutlich unter Vorjahr
Marine Systems mit höherem Umsatz und deutlich gestiegenem Bereinigtem EBIT, i. W. durch Legung der Schlussrechnung für die Ablieferung einer Fregatte an einen Kunden aus dem nordafrikanischen Raum im Oktober sowie positive Entwicklung in den Neubauaufträgen im Bereich Unterwasser
Multi Tracks transaktionsbedingt insgesamt mit deutlich rückläufigem Auftragseingang und Umsatz, i. W. getrieben durch die Entkonsolidierung des Mining- und Edelstahlgeschäfts; Bereinigtes EBIT über Vorjahr, insb. durch das positive Ergebnis im 2. Quartal bei deutlichen Verbesserungen in allen verbleibenden Geschäften
Corporate Headquarters mit insgesamt stabilem Bereinigten EBIT; geringere allgemeine Verwaltungskosten größtenteils kompensiert durch höhere Aufwendungen aufgrund Anpassungen von Rückstellungen für aktienbasierte Vergütung

Gesamtjahresprognose teilweise angepasst: Bereinigtes EBIT weiterhin im mittleren bis hohen dreistelligen Mio € Bereich, FCF vor M&A nun leicht positiv erwartet (siehe Prognosebericht)

Mittelfristziele für die Unternehmensgruppe im Geschäftsbericht 2021 / 2022 und beim Capital Market Update am 25. November 2022 bestätigt: Bereinigte EBIT-Marge von 4 - 6 %, signifikant positiver FCF vor M&A sowie Rückkehr zur verlässlichen Dividendenzahlung für das Gesamtunternehmen; Mittelfristziele auf Segmentebene s. Kapitel "Berichterstattung zu den Segmenten"

Makro- und Branchenumfeld

Krise im Bankensektor, hohe Energiepreise und Inflation belasten Konjunkturerholung

Turbulenzen auf den Finanzmärkten durch Bankenkrisen; weiterhin hohe Energiepreise insb. in Europa; andauernder Krieg in der Ukraine; Unsicherheit bei der Erholung der weltweiten Konjunktur durch Höchstwerte bei den Inflationsraten sowie Zinserhöhungen der Notenbanken; Erwartung einer Seitwärtsbewegung des Wirtschaftswachstums in den Industrienationen in 2023 mit leichten Anzeichen auf Erholung Richtung 2024
Verlangsamtes Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 prognostiziert bei einem Plus von 3,0 %; Wachstumserwartungen für 2023 nur noch bei 2,2 %
Industrieländer: Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion 2022 bei einer Rate von 2,7 % deutlich unter Vorjahresniveau; 2023 derzeit Wachstum von lediglich 0,8 % prognostiziert
Schwellenländer: BIP-Wachstum 2022 von 3,7 % ebenfalls deutlich unter Vorjahr; 2023 kaum Veränderung bei einem Wachstum von 3,9 %
Risiken und Unsicherheiten: Anhaltend hohe Inflationsraten und weitere Zinserhöhungen der Notenbanken; Gefahr einer Verschärfung der Krise im Finanzsektor durch Liquiditätsprobleme der Banken; mögliche Eskalation des Kriegs in der Ukraine; Ungewissheit über die weitere Entwicklung bei zahlreichen anderen geopolitischen Krisenherden (Konflikt zwischen China und Taiwan) sowie bei handelspolitischen Konflikten; Engpässe in der Versorgung mit elektronischen Halbleitern; Gefahr wiederkehrender Flut- bzw. Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels; mögliche Zuspitzung der Verschuldungsproblematik insb. in einigen Ländern Europas als Folge der Zinspolitik der Notenbanken in Verbindung mit vertiefter Rezession; weiterhin Risiken durch hohe Energie-, Material- und Rohstoffpreise insb. in den Industrieregionen

BRUTTOINLANDSPRODUKT

reale Veränderung zum Vorjahr in % 20221) 20232)
Europäische Union 3,6 0,5
Deutschland 1,9 0,3
Osteuropa und Zentralasien - 3,0 0,1
USA 2,1 0,7
Brasilien 2,9 1,7
Japan 1,0 1,2
China 3,0 5,2
Indien 7,0 5,4
Naher Osten & Nordafrika 6,1 3,4
Welt 3,0 2,2

1) Kalenderjahr, teilweise noch Schätzungen

2) Kalenderjahr, Prognosen

Quelle: S&P Global Market Intelligence, Global Economy (April 2023)

Automobilindustrie

Weltweiter Absatz von Pkw sowie leichten Nutzfahrzeugen in 2022 in der Größenordnung des Vorjahres, Produktion mit Zuwachs, jedoch vor allem gebremst durch materialbedingte Produktionseinschränkungen (insb. wg. Chipmangels) und Herausforderungen in globalen Lieferketten
Weiteres Wachstum in 2023 erwartet; Rückkehr zum Niveau vor der Pandemie aufgrund anhaltender Chipknappheit frühestens 2024 / 2025 erwartet
Europa: Produktion in 2022 in der Größenordnung des Vorjahres (Westeuropa positiv), Absatz rückläufig; 2023 Erholung erwartet, jedoch weiterhin deutlich unter Niveau vor der Pandemie
Nordamerika: Produktion mit Zuwachs ggü. 2021, Absatz rückläufig; 2023 positiv erwartet
China: Produktion und Absatz in 2022 mit Zuwachs gegenüber Vorjahr; 2023 Produktion in der Größenordnung des Vorjahres, Absatz positiv erwartet

Maschinenbau

Deutschland: Reales Produktionsplus von etwa 2,5 % für 2022 geprägt von Entspannung bei Liefer- und Materialengpässen bei weiterhin hoher Inflation, einer schwächelnden chinesischen Wirtschaft und Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine; erwarteter Rückgang um 1,4 % in 2023
USA: Erwartetes Plus von rund 7 % in 2022 und etwa 2 % Wachstum in 2023 im Maschinenbau; potenzieller Rückenwind durch fiskalische Hilfsmaßnahmen (insb. Inflation Reduction Act)
China: Wachstumserwartung im Maschinenbau für 2022 und 2023 gleichbleibend bei knapp 6 %; Fokus der Regierung nach Ende der Null-Covid-Politik auf wirtschaftlicher und sozialer Stabilität

Bauwirtschaft

Deutschland: Prognostizierter Rückgang der Bautätigkeit von etwa 2,7 %; insb. im Wohnungsbau getrieben durch gestiegene Zinsen, Inflation der Baukosten und allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit; keine Trendwende in Sicht in 2023
USA: Starker Einbruch in 2022 von knapp 11 % sowie Rückgang in 2023 von 4 % erwartet; positive Impulse durch Ausgabenprogramme im Infrastruktursektor (insb. Inflation Reduction Act); weitere Belastung insb. im Wohnungsbau durch anhaltend hohe Inflation sowie Zinserhöhungen
China: Relativ schwache Wachstumsprognose von etwa 5 % in 2022; weiterer Abfall auf 3 % erwartet für 2023; vermutlich Kompensation der schwächeren Situation im Wohnungsbau durch starkes Wachstum im Infrastruktursektor getrieben durch Maßnahmen der Regierung

Stahlumfeld

Rückgang der globalen Walzstahlnachfrage in 2022 um 3,2 % i. W. aufgrund des Ukraine-Krieges, der Schwäche der Weltwirtschaft sowie der Inflationsentwicklung; Nachfragerückgänge in vielen Ländern und Regionen, darunter EU27 (- 7,4 %), Russland (- 5,0 %), Ukraine (- 54,4 %) und China (- 3,5 %); Zuwächse dagegen u.a. in Indien um 8,2 %; Erholung der weltweiten Nachfrage in 2023 um 2,3 % erwartet; die meisten Länder und Regionen tragen hierzu mit positiven Wachstumsraten bei, mit Ausnahme u. a. von Russland und der EU27
Sinkende Nachfrage im EU-Markt für Qualitätsflachstahl zum Ende des letzten Geschäftsjahres auch im Q1 2022 / 2023; Importe zuletzt stark gesunken; auch Lieferungen der EU-Werke nach deutlichen Produktionskürzungen rückläufig; sukzessive Wiederinbetriebnahme von Anlagen seit Beginn des Q2 2022 / 2023
Nach letztem Tiefpunkt im Dezember 2022 Spotmarktpreise für Flachstahl in Europe wieder mit steigender Tendenz; Rohstoffpreise bereits ab August 2022 wieder stabiler und seit Ende 2022 mit deutlichem Anstieg
Herausforderndes Stahlmarktumfeld aufgrund der allgemeinen Konjunkturschwäche, der zwar abnehmenden, aber immer noch hohen Inflation, volatiler Rohstoffpreise sowie vielfältiger geopolitischer Risiken, insb. dem Krieg in der Ukraine

ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN

20221) 20232)
Fahrzeugproduktion, in Mio Pkw und leichte Nutzfahrzeuge3)
Welt 82,3 85,5
Westeuropa (inkl. Deutschland) 9,9 10,8
Deutschland 3,6 4,3
Nordamerika (USA, Mexiko, Kanada) 14,3 15,0
USA 9,8 10,1
Mexiko 3,3 3,6
Japan 7,4 8,2
China 26,2 26,2
Indien 5,1 5,5
Brasilien 2,2 2,2
Maschinenbauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr
Welt 6,5 3,0
Europäische Union 5,1 - 0,2
Deutschland 2,5 -1,4
USA 7,1 2,1
Japan 11,4 3,0
China 5,7 5,8
Indien 8,7 5,9
Bautätigkeit, real, in % gegenüber Vorjahr
Welt 1,2 0,9
Europäische Union 2,0 -1,0
Deutschland - 2,7 - 3,6
USA - 10,7 - 4,0
Japan 2,4 4,3
China 5,1 3,1
Indien 7,7 0,3
Stahlnachfrage, in % gegenüber Vorjahr
Welt - 3,2 2,3
Deutschland - 11,0 - 2,2
EU(27) - 7,4 - 0,4
USA - 2,6 1,3
China - 3,5 2,0
Indien 8,2 7,3

1) Kalenderjahr, teilweise vorläufige Zahlen

2) Kalenderjahr, Prognosen

3) Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 6t

Quellen: S&P Global Market Intelligence, Comparative Industry (April 2023), S&P Global Mobility, LV Production (April 2023), IHS Markit, Oxford Economics, worldsteel, nationale Verbände, eigene Schätzungen

Berichterstattung zu den Segmenten

Materials Services

Materials Services ist der größte werksunabhängige Werkstoffhändler und -dienstleister der westlichen Welt (Europa & Nordamerika). Unser Leistungsspektrum reicht von qualitativ hochwertigen Roh- und Werkstoffen über technische Dienstleistungen bis hin zu intelligenten Prozessen in den Bereichen Automatisierung, verlängerte Lieferkette sowie Lager- und Bestandsmanagement.

Auf der Grundlage unserer Strategie "Materials as a Service" wollen wir uns sowohl im smarten Werkstoffhandel als auch im integrierten Supply-Chain-Geschäft fortwährend weiterentwickeln. Hierbei ist unser vorrangiges Ziel, unsere führenden Marktpositionen in Europa und Nordamerika zu festigen bzw. weiter auszubauen. Wir planen mittelfristig mit Lagerversandmengen von über 6 Mio Tonnen weltweit, einer Bereinigten EBIT-Marge von 2 - 3 % sowie einem ROCE-Wert größer 9 %. Die Cash Conversion Rate soll bei ca. 0,8 liegen.

Im laufenden Geschäftsjahr liegt der Schwerpunkt unserer Initiativen auf profitablem Wachstum in Nordamerika sowie auf der Fokussierung unseres Standortnetzwerks in Europa. So haben wir einen Geschäftszweig in Frankreich geschlossen und unsere Investitionsprojekte in den USA und Mexiko weiter vorangetrieben. Darüber hinaus arbeiten wir nach wie vor an der Weiterentwicklung unseres Portfolios an digitalen und nachhaltigen Lösungen. Unter anderem haben wir im 1. Halbjahr den Voluntary Carbon Credit Desk gestartet, über den wir CO2-Zertifikate anbieten, mit denen Emissionen kompensiert werden können.

7,1 Mrd €

Umsatz im 1. Halbjahr

16.234

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 2. Quartal

MATERIALS SERVICES IN ZAHLEN

1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
Veränderung

in %
Auftragseingang Mio € 8.256 7.250 -12
Umsatzerlöse Mio € 7.736 7.143 - 8
EBITDA Mio € 615 181 - 71
EBIT Mio € 550 114 - 79
Bereinigtes EBIT Mio € 555 105 - 81
Bereinigte-EBIT-Marge % 7,2 1,5 -
Investitionen Mio € 32 35 12
Mitarbeiter (31.3.) 15.657 16.234 4
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
Veränderung

in %
Auftragseingang Mio € 4.533 3.901 -14
Umsatzerlöse Mio € 4.446 3.897 -12
EBITDA Mio € 364 125 - 66
EBIT Mio € 331 91 - 72
Bereinigtes EBIT Mio € 336 85 - 75
Bereinigte-EBIT-Marge % 7,5 2,2 -
Investitionen Mio € 16 19 15
Mitarbeiter (31.3.) 15.657 16.234 4

Auftragseingang

Unter Vorjahr im Vergleich zum Höchststand im Vergleichsquartal durch geringere Preise
Lagerführender Werkstoffhandel sowie automobilnahe Servicecenter in Nordamerika dagegen über Vorjahr, weiterhin i. W. bedingt durch positive USD-Wechselkurseffekte

Umsatz

Insgesamt unter Vorjahr, i. W. aufgrund des niedrigeren Absatz- und Preisniveaus, bei leichter Erholung des Walzstahlpreises
Umsatzrückgang beim europäischen Werkstoffhandel- und Service-Center-Geschäft sowie im Streckengeschäft bei gleichzeitigem wechselkursbedingtem Umsatzplus der nordamerikanischen Einheiten
Werk- und Rohstoff-Absatz insgesamt 2 % über Vorjahr (2,34 Mio t vs. 2,30 Mio t) i. W. durch Anstieg der Mengen im Streckengeschäft

Bereinigtes EBIT

Deutlich unter Vorjahr, i. W. durch eine geringere Marge aufgrund rückläufiger Preise
Weiterhin jedoch deutlich positiv, unterstützt durch Preisanstieg im Walzstahlbereich, Erholung der Nachfrage sowie fortlaufende Effizienzmaßnahmen

Wesentliche Sondereffekte

I. W. Erträge aus Immobilienveräußerungen in Frankreich und Deutschland

Investitionen

Investitionen im Rahmen der Vertragsverlängerung mit einem kanadischen Flugzeughersteller
Weitere Fortschrittszahlungen beim Bau der beiden nordamerikanischen Service-Center in Texas, USA, und San Luis Potosi, Mexiko
Modernisierungs- und Ersatzinvestition bei Lager- und Serviceeinheiten; Fortsetzung der digitalen Transformation

Industrial Components

Industrial Components umfasst zwei Business Units: das Großwälzlager- und das Schmiedegeschäft. Insgesamt streben wir mittelfristig ein jährliches Umsatzwachstum von 3 -5 %, eine Bereinigte EBIT-Marge von mindestens 10 % sowie eine Cash Conversion Rate von 0,6 - 0,8 an.

Als weltweiter Marktführer für Großwälzlager und einer der größten Hersteller von nahtlos gewalzten Ringen streben wir im Bereich Bearings mittelfristig ein Umsatzwachstum von durchschnittlich mindestens 5 % pro Jahr an. Um unsere Leistungsfähigkeit zu erhöhen, wollen wir kontinuierlich Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzverbesserung umsetzen - so auch im laufenden Geschäftsjahr. Zudem verfolgen wir eine langfristige Investitionsstrategie mit dem Ziel, vom mittelfristig zu erwartenden deutlichen Marktwachstum im Windenergiebereich für die Energie- und Wasserstoffproduktion profitieren zu können. So wurde bspw. der erste Teil einer neuen Produktionslinie in Indien in Betrieb genommen. Als zuverlässiger Partner wollen wir Wegbereiter der nachhaltigen Transformation zahlreicher Industrien und Branchen sein und mit unseren Lösungen sowie unserem globalen Netzwerk den Ausbau von on- wie offshore Windenergieanlagen vorantreiben.

Forged Technologies als Spezialist für das Schmiedegeschäft gehört weltweit zu den führenden Herstellern von Motoren-, Fahrwerks- und Baumaschinenkomponenten. Mittelfristig ist es unser Ziel, unseren Marktanteil zu steigern und mit neuen Produkten zu wachsen. Die Schwerpunkte im laufenden Geschäftsjahr liegen weiterhin auf der Steigerung unserer Personaleffizienz und der Optimierung unserer Produktions- und Logistikprozesse. Ein wichtiger Fokus liegt zudem auf der erfolgreichen Umsetzung der Investitionsvorhaben zur Transformation der Business Unit. So konnten wir u.a. zu Beginn des Geschäftsjahres den erfolgreichen Start der Serienproduktion von Lkw-Chassis-Komponenten begleiten. Beim Thema Nachhaltigkeit liegt unser Fokus weiterhin auf der stetigen Verbesserung unserer Energieeffizienz. Dies wollen wir durch Einsparprogramme, die durch gezielte Investitionen in unsere Maschinen und Anlagen unterstützt werden, erreichen.

598 Mio €

Umsatz Bearings im 1. Halbjahr

6.121

Mitarbeiter Bearings weltweit

797 Mio €

Umsatz Forged Technologies im 1. Halbjahr

5.779

Mitarbeiter Forged Technologies weltweit

Geschäftsverlauf im 2. Quartal

INDUSTRIAL COMPONENTS IN ZAHLEN

1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
Veränderung

in %
Auftragseingang Mio € 1.308 1.508 15
Umsatzerlöse Mio € 1.311 1.395 6
EBITDA Mio € 177 157 -11
EBIT Mio € 124 99 - 20
Bereinigtes EBIT Mio € 121 99 -18
Bereinigte-EBIT-Marge % 9,2 7,1 -
Investitionen Mio € 65 41 - 37
Mitarbeiter (31.3.) 12.384 11.900 - 4
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
Veränderung

in %
Auftragseingang Mio € 707 725 3
Umsatzerlöse Mio € 707 732 4
EBITDA Mio € 93 90 - 3
EBIT Mio € 67 61 - 9
Bereinigtes EBIT Mio € 65 61 - 6
Bereinigte-EBIT-Marge % 9,1 8,3 -
Investitionen Mio € 34 22 - 34
Mitarbeiter (31.3.) 12.384 11.900 - 4

Auftragseingang

Leicht über Vorjahr: Rückgang im Bereich Großwälzlager bei Anstieg im Schmiedegeschäft
Großwälzlager: Leicht unter Vorjahr; Industrie-Anwendungsbereiche (insb. Baumaschinen und Exploration) unter starkem Vorjahr; Anwendungsbereich Windenergie mit leichtem Anstieg
Schmiedegeschäft: Deutlich über Vorjahr: Preisanpassungen (Faktorkostenanstieg) und USD-Kurseffekte; hohes Niveau im Industriegeschäft und bei Antriebsstrang-Komponenten für Lkw; Halbleiterproblematik und gestörte Lieferketten bei Pkw (Europa); Fahrwerke für Baumaschinen mit hoher Nachfrage, Erweiterung Produktangebot, neue Märkte und Geschäftsfelder

Umsatz

Leicht über Vorjahr durch Anstieg im Schmiedegeschäft
Großwälzlager: Auf Vorjahresniveau; Anwendungsbereich Windenergie leicht über Vorjahr (Deutschland und Europa kompensierten rückläufige Umsätze in China); Industrie-Anwendungsbereiche leicht unter Vorjahr i. W. durch rückläufige Baumaschinenumsätze in China
Schmiedegeschäft: Umsatz folgt Auftragseingang bei positiven Wechselkurs- und Preisanpassungseffekten

Bereinigtes EBIT

Unter Vorjahr durch Rückgang im Bereich Großwälzlager
Großwälzlager: Unter Vorjahr, i. W. gesunkene Windenergie-Absatzpreise in China sowie stark gestiegene Faktorkosten (v.a. Material und Energie); gegenläufig Maßnahmen zur Effizienzsteigerung (u.a. Restrukturierung) sowie Veränderung der Produktstruktur des Absatzes
Schmiedegeschäft: Leicht über Vorjahr; deutlich gestiegene Energiekosten kompensiert durch fortgesetzte Kostensenkungsmaßnahmen mit einhergehender Optimierung der Personalkostenquote

Wesentliche Sondereffekte

Keine wesentlichen Sondereffekte

Investitionen

Überwiegend Wachstumsinvestitionen zur Erhöhung der Produktionskapazität v.a. im Anwendungsbereich Windenergie und i. W. in europäischen und asiatischen Fertigungsstandorten
Fortgesetzte Investitionen in vollautomatische Schmiedepresse für Lkw-Vorderachsen in Homburg sowie in die weitere Lokalisierung des Baumaschinen-Geschäfts in Nordamerika

Automotive Technology

Automotive Technology ist einer der führenden deutschen Zulieferer und Engineering-Partner der internationalen Automobilindustrie. Das Produkt- und Serviceangebot umfasst Hightech-Komponenten, Systeme und Automatisierungslösungen für den Fahrzeugbau sowie mechatronische Lösungen mit Elektronik und Software aus Eigenentwicklungen. Unser Wachstums- und Leistungsanspruch lautet, zu den Besten in unserem Wettbewerbsumfeld zu gehören. Mittelfristiges Ziel ist es, einen Umsatz von mindestens 5,5 Mrd € pro Jahr zu erreichen. Vornehmlich konzentrieren wir uns bei unseren mittelfristigen Performance-Zielen - eine Bereinigte EBIT-Marge von 7 - 8 % und eine Cash Conversion Rate von mindestens 0,5 - auf die Verbesserung der Produktionseffizienz sowie auf Maßnahmen im Bereich Einkauf.

Unser Ziel ist es, unter Berücksichtigung von Kompensationsmaßnahmen in unseren eigenen Werken bis 2024 CO2-neutral zu produzieren. So konnten wir beispielsweise im Rahmen unseres Energieeffizienzprogramms bisher rd. 42 GWh einsparen. Außerdem wurde ein Grünstromvertrag abgeschlossen, der die Stromversorgung aller deutschen Standorte aus erneuerbaren Energiequellen sichert. Zur Versorgung unserer chinesischen Standorte haben wir erste Photovoltaik-Anlagen in Betrieb genommen, die im laufenden Geschäftsjahr sukzessive weiter ausgebaut werden.

Das 1. Halbjahr war bei erhöhter Kundennachfrage weiterhin durch Herausforderungen in unserem Marktumfeld geprägt. Hierzu zählen z.B. anhaltende Engpässe in der Versorgung mit elektronischen Halbleitern und damit verbunden erhöhte Beschaffungskosten, Preissteigerungen bei Zukaufteilen sowie gestiegene Energie- und Personalkosten. Diesen Herausforderungen sind wir mit einem strikten Kostenmanagement, der Verhandlung neuer Preiskonditionen und der Fortführung von Effizienzmaßnahmen begegnet. Hinzu kam ein Settlement mit einem Lieferanten zu einem Qualitätsfall aus Vorjahren. Des Weiteren wurden langfristige Rahmenaufträge gewonnen, die die zukünftige Auslastung unserer Werke weiter absichern werden.

2,7 Mrd €

Umsatz im 1. Halbjahr

21.056

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 2. Quartal

AUTOMOTIVE TECHNOLOGY IN ZAHLEN

1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
Veränderung

in %
Auftragseingang Mio € 2.205 2.733 24
Umsatzerlöse Mio € 2.250 2.680 19
EBITDA Mio € 151 245 62
EBIT Mio € 34 116 ++
Bereinigtes EBIT Mio € 41 132 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 1,8 4,9 -
Investitionen Mio € 87 106 22
Mitarbeiter (31.3.) 19.880 21.056 6
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
Veränderung

in %
Auftragseingang Mio € 1.115 1.350 21
Umsatzerlöse Mio € 1.143 1.378 21
EBITDA Mio € 57 146 ++
EBIT Mio € - 4 88 ++
Bereinigtes EBIT Mio € 3 89 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 0,3 6,5 -
Investitionen Mio € 40 50 25
Mitarbeiter (31.3.) 19.880 21.056 6

Auftragseingang

Deutlich über Vorjahr; Anstieg im automobilen Seriengeschäft durch erhöhte Kundennachfrage; Wachstum begrenzt durch eingeschränkte Verfügbarkeit von elektronischen Halbleitern
Positive Effekte aus der Weitergabe von Preissteigerungen und Wechselkursen (USD)

Umsatz

Umsatz folgt dem Auftragseingang im automobilen Seriengeschäft; deutlicher Anstieg gegenüber Vorjahr

Bereinigtes EBIT

Deutlich über Vorjahr, unterstützt durch operative Verbesserungen sowie positiven Einmaleffekt (Settlement mit einem Lieferanten zu einem Qualitätsfall aus Vorjahren)
Kostenanstieg (u.a. Komponentenzukäufe, Energie und Personal) i. W. durch Preis- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen entgegengewirkt

Wesentliche Sondereffekte

Keine wesentlichen Sondereffekte

Investitionen

Schwerpunkt der Investitionen für auftragsbezogene Projekte, mit dem Ziel der Unterstützung der Kosten- und Profitabilitätsziele sowie Wahrnehmung von Wachstumschancen

Steel Europe

Steel Europe ist der größte deutsche Stahlproduzent. Das Unternehmen konzentriert sich auf attraktive Marktsegmente für hochwertigen Qualitätsflachstahl und gehört hier zu den führenden Anbietern im Kernmarkt Europa.

Unser Wachstums- und Leistungsanspruch ist es, zu den Besten im Wettbewerb zu gehören. Mit der konsequenten weiteren Umsetzung der Stahlstrategie 20-30 wollen wir unsere operative Leistungsfähigkeit deutlich steigern und unsere Marktposition festigen und ausbauen.

Der Krieg in der Ukraine, anhaltend hohe Energiekosten sowie verhaltene Konjunkturaussichten bilden weiterhin ein herausforderndes gesamtwirtschaftliches Umfeld. Wir halten daran fest, mittelfristig unsere Versandmengen auf rund 11 Mio Tonnen zu steigern, eine Bereinigte EBIT-Marge von 6 - 7 % und eine Cash Conversion Rate von mindestens 0,4 und ein Bereinigtes EBITDA pro Tonne von etwa 100 € über den Stahlzyklus zu erreichen.

Im aktuellen Geschäftsjahr liegt der Schwerpunkt unserer Initiativen neben der laufenden Restrukturierung auf den Investitionen in die effizientere Ausgestaltung der Kernaggregate unseres Produktionsnetzwerkes. Zudem arbeiten wir mit Hochdruck an unseren ESG-orientierten Initiativen, wie der grünen Transformation zur klimaneutralen Stahlproduktion. Unser Ziel ist es, bis spätestens 2045 klimaneutral zu sein und unser Premium-Portfolio perspektivisch "in grün" anzubieten. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir Anfang März den Auftrag für den Bau einer wasserstoffbetriebenen Direktreduktionsanlage sowie zweier innovativer Einschmelzer vergeben. Die Inbetriebnahme soll Ende 2026 erfolgen. Auch im 2. Quartal konnten wir eine Reihe von Absichtserklärungen mit Kunden verschiedener Branchen über die Belieferung mit bluemint® Steel abschließen.

6,3 Mrd €

Umsatz im 1. Halbjahr

26.109

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 2. Quartal

STEEL EUROPE IN ZAHLEN

1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
Veränderung

in %
Auftragseingang Mio € 5.869 6.725 15
Umsatzerlöse Mio € 6.061 6.260 3
EBITDA Mio € 770 344 - 55
EBIT Mio € 607 - 142 --
Bereinigtes EBIT1) Mio € 603 76 - 87
Bereinigte-EBIT-Marge % 10,0 1,2 -
Investitionen Mio € 309 396 28
Mitarbeiter (31.3.) 25.945 26.109 1
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
Veränderung

in %
Auftragseingang Mio € 3.389 3.691 9
Umsatzerlöse Mio € 3.392 3.315 - 2
EBITDA Mio € 571 88 - 85
EBIT Mio € 495 - 328 --
Bereinigtes EBIT1) Mio € 479 -14 --
Bereinigte-EBIT-Marge % 14,1 - 0,4 -
Investitionen Mio € 185 286 54
Mitarbeiter (31.3.) 25.945 26.109 1

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

Auftragseingang

Über Vorjahr bei deutlichem Anstieg der Bestellmengen auf 3,1 Mio t; Auftragseingang aus dem Bausektor mit deutlichem Anstieg; Nachfrage der Autoindustrie ebenfalls mit positiver Entwicklung; dagegen rückläufige Bestellungen aus dem Energiesektor und der Hausgeräteindustrie

Umsatz

Leicht unter Vorjahr; u.a. aufgrund niedrigerer Spotmarktpreise, längerfristige Kontraktstruktur mit stabilisierender Wirkung
Versandmengen mit 2,6 Mio t leicht über Vorjahr; höhere Abrufe aus der Automobilindustrie kompensierten Versandrückgänge aus den übrigen Branchen

Bereinigtes EBIT

Deutlich unter Vorjahr, i. W. aufgrund deutlich höherer Rohstoff- und Energiekosten
Gegenläufig unterstützende Effekte aus den fortschreitenden Restrukturierungen und dem laufenden Performance-Programm

Wesentliche Sondereffekte

Wertminderungsaufwendungen im Anlagevermögen i. H. v. 346 Mio € u.a. aufgrund gestiegener Kapitalkosten
Erträge i. H. v. 33 Mio € aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte; mit Beginn des Geschäftsjahres 2022 / 2023 Aufgabe Hedge Accounting für CO2-Termingeschäfte; Marktwertschwankungen nunmehr erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung; Bereinigung als Sondereffekt erstmals im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2022 / 2023

Investitionen

Neue Feuerbeschichtungsanlage (FBA 10) in Dortmund zur Bedienung der Nachfrage der Automobilhersteller nach höherwertigen feuerbeschichteten Produkten, derzeit Warm-Inbetriebnahme
Auftrag für Bau einer wasserstoffbetriebenen Direktreduktionsanlage mit zwei integrierten elektrischen Einschmelzern und zugehörigen Nebenaggregate am Standort Duisburg vergeben, Gesamtprojekt weiterhin unter den Vorbehalten der beihilferechtlichen Genehmigung durch die Europäische Union und des finalen Zuwendungsbescheides, Förderzusage im laufenden Geschäftsjahr erwartet

Marine Systems

Marine Systems ist ein weltweit führender Anbieter von konventionellen U-Booten, Überwasserschiffen, Marine-Elektronik und entsprechenden Serviceleistungen. Als vollintegrierter Systemanbieter entwickeln und fertigen wir ganzheitliche Lösungen aus einer Hand für unsere Kunden.

Unser Ziel ist es, unsere Technologieführerschaft zu untermauern und unsere Wettbewerbsposition weiter zu stärken. Die aktuelle Auftragslage - insbesondere im Unterwasserbereich - hat die strategische Schlüsselrolle von thyssenkrupp Marine Systems weiter gestärkt. Wir sehen aufgrund der weltweit wachsenden Nachfrage und den langfristigen strukturellen Erhöhungen von Verteidigungshaushalten zusätzliche Wachstumschancen. Zusätzlich wollen wir unsere Technologien auch für zivile Anwendungen nutzbar machen.

Wir streben mittelfristig ein jährliches Umsatzwachstum von circa 7 %, eine Verbesserung der Bereinigten EBIT-Marge auf Industriestandardniveau (~6 - 7 %) sowie eine Cash Conversion Rate von ca. 1,0 an. Um die langfristige Profitabilität der Aufträge zu sichern, optimieren wir weiterhin konsequent entlang der gesamten Wertschöpfungskette Abläufe, Instrumente, Strukturen und reduzieren Verwaltungskosten.

Im Bereich Nachhaltigkeit liegt der Schwerpunkt im aktuellen Geschäftsjahr auf der strategischen Erreichung der ESG Ziele durch die Förderung diverser Einzelmaßnahmen. U.a. verfolgen wir die weitere Reduktion unserer Energieverbräuche und CO2-Emissionen durch Energieeffizienzsteigerungen im Bereich Real Estate und prüfen die Möglichkeit der Verwendung von grünem Wasserstoff am Standort.

1,0 Mrd €

Umsatz im 1. Halbjahr

7.411

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 2. Quartal

MARINE SYSTEMS IN ZAHLEN

1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
Veränderung

in %
Auftragseingang Mio € 3.623 268 - 93
Umsatzerlöse Mio € 853 1.005 18
EBITDA Mio € 35 62 77
EBIT Mio € 2 32 ++
Bereinigtes EBIT Mio € 9 34 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 1,1 3,4 -
Investitionen Mio € 33 45 37
Mitarbeiter (31.3.) 6.619 7.411 12
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
Veränderung

in %
Auftragseingang Mio € 3.144 135 - 96
Umsatzerlöse Mio € 476 498 4
EBITDA Mio € 20 29 45
EBIT Mio € 3 14 ++
Bereinigtes EBIT Mio € 3 14 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 0,7 2,8 -
Investitionen Mio € 13 29 ++
Mitarbeiter (31.3.) 6.619 7.411 12

Auftragseingang

Deutlich unter Vorjahr, i. W durch Eingang eines Großauftrags im Unterwasserbereich im Vorjahresquartal; Auftragseingänge im Bereich Wartung, Service und Marineelektronik auf Vorjahresniveau

Umsatz

Leicht über Vorjahr, i. W. durch positive Entwicklung der Projektfortschritte im Über- und Unterwasserbereich; stabile Umsatzentwicklung setzt sich wie geplant weiter fort

Bereinigtes EBIT

Deutlich über Vorjahr; Stabilisierung margenschwacher Altaufträge sowie profitabler Hochlauf der Neuaufträge im Rahmen des Performance Programms

Wesentliche Sondereffekte

Keine wesentlichen Sondereffekte

Investitionen

Fortsetzung der Modernisierung der Kieler Werft zur Optimierung der Projektabwicklung, Erhöhung der Effizienz, Schaffung der technischen Voraussetzung zur Fertigung größerer Boote gemäß Markttrend sowie nachhaltiger Verbesserung der Profitabilität; erste Aktivitäten am Standort Wismar, um die Werft zu integrieren und auf den Regelbetrieb vorzubereiten

Multi Tracks

Im Segment Multi Tracks bündelt thyssenkrupp Geschäfte, für die wir unterschiedliche Potenziale sehen und daher verschiedene Entwicklungspfade in Erwägung ziehen. Aktuell befinden sich sechs Geschäfte im Portfolio des Segments Multi Tracks: zwei Anlagenbauer in den Bereichen Chemie und Zement, zwei Automobilzulieferer und thyssenkrupp nucera, ein Tochterunternehmen im Zukunftsmarkt Wasserstoff, an dem thyssenkrupp die Mehrheit hält, sowie die Elevator-Beteiligung.

Derzeit befinden sich zwei Geschäfte im Verkaufsprozess: Sowohl für die Business Unit Automation Engineering als auch für die Business Unit Springs & Stabilizers befinden wir uns mit potenziellen Kaufinteressenten im Gespräch.

Ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten ist die Weiterentwicklung des Wasserstoffgeschäfts thyssenkrupp nucera. Hier ist vorbehaltlich des Kapitalmarktumfelds für thyssenkrupp nucera ein Börsengang die präferierte Wahl. Dabei ist unsere Vorzugslösung, einen Teil des Geschäfts an die Börse zu bringen, gleichzeitig aber Mehrheitseigner zu bleiben. Im aktuellen Geschäftsjahr liegt der Fokus unter anderem auf der Umsetzung der funktionsübergreifend erarbeiteten ESG-Strategie.

Als Experten für den Bau von Ammoniakanlagen liefert Uhde eine zukünftige Technologie für den Transport von grünem Wasserstoff. Im laufenden Geschäftsjahr wird Uhde sich auf den weiteren Ausbau nachhaltiger Technologien und Projekte fokussieren. Dazu gehören primär sog. blaues und grünes Ammoniak als Energieträger. Perspektivisch strebt Uhde eine deutliche Steigerung des anteiligen Auftragseingangs von blauen und grünen Projekten an. Auch Polysius strebt eine Ausweitung des Geschäftsvolumens mit grünen Technologien an, hierbei stehen sowohl das Oxyfuel-als auch das polysius activated clay®-Verfahren mit einem potentiell vielversprechenden Markt im Fokus. Ebenso ist ein weiterer Ausbau des erfolgreichen Service-Geschäfts geplant.

1,5 Mrd €

Umsatz im 1. Halbjahr

13.313

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 2. Quartal

MULTI TRACKS IN ZAHLEN

1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
Veränderung

in %
Auftragseingang Mio € 3.861 1.880 - 51
Umsatzerlöse Mio € 2.533 1.548 - 39
EBITDA Mio € - 35 13 ++
EBIT Mio € - 99 - 15 85
Bereinigtes EBIT Mio € - 34 - 10 71
Bereinigte-EBIT-Marge % -1,3 - 0,6 -
Investitionen Mio € 25 19 - 23
Mitarbeiter (31.3.) 14.878 13.313 -11
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
Veränderung

in %
Auftragseingang Mio € 1.294 968 - 25
Umsatzerlöse Mio € 993 769 - 23
EBITDA Mio € - 29 17 ++
EBIT Mio € - 49 3 ++
Bereinigtes EBIT Mio € - 33 7 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % - 3,3 0,9 -
Investitionen Mio € 9 10 9
Mitarbeiter (31.3.) 14.878 13.313 -11

Auftragseingang

Transaktionsbedingt deutlich unter Vorjahr; Mehrzahl der verbleibenden Geschäfte mit positiver Entwicklung
Im Anlagenbau Auftragseingang bei Polysius i. W. durch das Indiengeschäft gestärkt; Uhde primär durch größere Aufträge für eine Ammoniakanlage in den USA sowie für eine Polyethylenanlage in China über Vorjahr
thyssenkrupp nucera auf Vorjahresniveau
Automation Engineering aufgrund periodischer Verschiebungen unter Vorjahresniveau
Preisbedingter Anstieg bei Springs & Stabilizers

Umsatz

Transaktionsbedingt deutlich unter Vorjahr; verbleibende Geschäfte insgesamt mit deutlich gesteigertem Umsatz
Anlagenbau: Gestiegener Umsatz bei Uhde durch hohen Auftragseingang in den Vorperioden, u.a. aufgrund eines Großprojekts zur Erzeugung von blauem Ammoniak; Polysius auf Vorjahresniveau
thyssenkrupp nucera aufgrund von zwei Großprojekten im Bereich Wasserelektrolyse mit deutlichem Umsatzanstieg
Automation Engineering signifikant über Vorjahr durch laufende Verumsatzung des wachsenden Neugeschäfts aus den Vorquartalen
Springs & Stabilizers durch die Weitergabe von Material- und Energiepreiserhöhungen deutlich über Vorjahr

Bereinigtes EBIT

Deutlich über Vorjahr und positiv; alle verbleibenden Geschäfte mit Ergebnisverbesserungen
thyssenkrupp nucera: Ergebnisbeitrag positiv und über Vorjahr aufgrund profitabler Verumsatzung des wachsenden Neugeschäfts aus den Vorquartalen sowie verbesserter Projektabwicklung; kompensierend wirken der Aufbau der Strukturen für ein börsennotiertes Unternehmen sowie höhere Entwicklungskosten zur Absicherung des angestrebten Wachstums
Anlagenbau: Sowohl Uhde als auch Polysius mit positiven Ergebnisbeiträgen; bei Uhde wirken das erhöhte Umsatzvolumen sowie die verbesserte Projektabwicklung deutlich positiv; Polysius deutlich über Vorjahr aufgrund eines positiven Einmaleffektes im Berichtsquartal sowie durch den Entfall eines negativen Einmaleffektes (Wertberichtigung auf Forderungen) im Vorjahr
Springs & Stabilizers: Deutlich verbessert durch verstärkte Weitergabe von gestiegenen Material- und Energiekosten, den Entfall der negativen Einmaleffekte aus dem Vorjahresquartal (unwetterbedingte Schäden in chinesischem Werk) sowie Prozessoptimierungen
Automation Engineering: Verbessertes Auftragsportfolio mit verbessertem, aber leicht negativem Ergebnisbeitrag
Restrukturierungs- bzw. Kostensenkungsmaßnahmen mit entsprechendem Personalabbau wirken in nahezu allen Einheiten weiter verlustreduzierend

Wesentliche Sondereffekte

I. W. Bildung von Restrukturierungsrückstellungen sowie Beratungskosten im Zusammenhang mit einem möglichen Börsengang der thyssenkrupp nucera

Investitionen

Fortlaufende Investitionen in das Technologie-Portfolio im Anlagenbau; bei Springs & Stabilizers substanzerhaltende Investitionen

Corporate Headquarters

Geschäftsverlauf im 2. Quartal

Bereinigtes EBIT

Unter Vorjahr, i. W. höherer Aufwand aus Anpassungen von Rückstellungen für aktienbasierte Vergütung

Wesentliche Sondereffekte

Geringerer Projektaufwand und Vorsteuerertrag im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen

Investitionen

Keine wesentlichen Investitionsauszahlungen

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Betriebliches Ergebnis

Umsatzerlöse der fortgeführten Aktivitäten im 1. Halbjahr insgesamt unter Vorjahr; Rückgänge insb. Folge der im Vorjahreshalbjahr noch enthaltenen Umsätze der im Vorjahr entkonsolidierten Veräußerungsgruppen Edelstahlgeschäft und Mining sowie der deutlichen Umsatzverringerung bei den Werkstoffgeschäften im Segment Materials Services; gegenläufig Umsatzsteigerungen hauptsächlich bei den Automobilgeschäften sowie bei den Werkstoffgeschäften im Segment Steel Europe, den Marinegeschäften sowie den verbliebenen Geschäften im Segment Multi Tracks; gleichzeitig im Vergleich zur Umsatzentwicklung unter Berücksichtigung der erwähnten Entkonsolidierungen und im 1. Halbjahr des Berichtsjahres hier erfasster positiver Effekte aus CO2-Termingeschäften sowie der im 2. Quartal des Berichtsjahres in Höhe von 320 Mio € erfassten Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe und in der Einheit Special Units insgesamt erhöhte Umsatzkosten der fortgeführten Aktivitäten; Bruttogewinn vom Umsatz der fortgeführten Aktivitäten im 1. Halbjahr des Berichtsjahres mit 2.082 Mio € sowie Brutto-Umsatzmarge mit 10,9 % entsprechend deutlich unter Vorjahr
Leichter Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskosten der fortgeführten Aktivitäten durch im 2. Quartal des Berichtsjahres erfasste Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 2 Mio € im Segment Steel Europe beeinflusst
Leichter Anstieg der Vertriebskosten der fortgeführten Aktivitäten i. W. Folge höherer verkaufsbezogener Fracht-, Versicherungs- und Zollaufwendungen, im 2. Quartal des Berichtsjahres erfasster Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 2 Mio € im Segment Steel Europe sowie gestiegener Personalaufwendungen bei gleichzeitigen Minderungen durch die erwähnten Entkonsolidierungen
Zunahme der allgemeinen Verwaltungskosten der fortgeführten Aktivitäten hauptsächlich beeinflusst durch im 2. Quartal des Berichtsjahres in Höhe von 26 Mio € erfasste Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe sowie insgesamt höhere Personalaufwendungen und gestiegene Versicherungsprämien
Rückgang der sonstigen Erträge der fortgeführten Aktivitäten insb. Folge gesunkener Versicherungsentschädigungen sowie geringerer Zuschüsse; gegenläufig erhöhte Erträge aus der Absicherung operativer Wechselkursrisiken
Rückgang der sonstigen Aufwendungen der fortgeführten Aktivitäten insb. durch verringerte hier erfasste ertragsunabhängige Steuern sowie ergebniswirksame Veränderungen von sonstigen Rückstellungen
Verbesserung der sonstigen Gewinne und Verluste der fortgeführten Aktivitäten v.a. durch Entfall der im 1. Halbjahr des Vorjahres erfassten Verluste aus dem Verkauf von Infrastructure und der Veräußerungsgruppe Edelstahlgeschäft; darüber hinaus insgesamt auf einen Gewinn verbessertes Ergebnis aus dem Verkauf von Sachanlagen im 1. Halbjahr des Berichtsjahres

Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Insgesamt rückläufiges negatives Finanzergebnis der fortgeführten Aktivitäten hauptsächlich durch verbessertes Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen i. W. als Folge niedrigerer Verluste der Elevator-Beteiligung und höherer Gewinne bei einer chinesischen Beteiligung sowie des verbesserten Zinsergebnisses für Finanzschulden; darüber hinaus insgesamt höhere Erträge für die im Zusammenhang mit dem Verkauf der Aufzugaktivitäten erworbenen zinslosen Darlehen; gegenläufig gestiegene Netto-Pensionsaufwendungen
Abnahme der Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Folge rückläufiger steuerlich relevanter Ergebnisse

Ergebnis je Aktie

Rückgang des Ergebnisses aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) Folge des Wegfalls im Vorjahresquartal erfasster nachlaufender Erträge aufgrund einer Vereinbarung mit dem Erwerber der in 2019 / 2020 veräußerten Aufzugsaktivitäten über die Auflösung gegenseitiger Ansprüche und Verpflichtungen aus Steuergarantien
Periodenergebnis im 1. Halbjahr des Berichtsjahres um 814 Mio € auf einen Verlust von 105 Mio € insgesamt stark verringert
Ergebnis je Aktie entsprechend im 1. Halbjahr des Berichtsjahres um 1,31 € auf einen Verlust von 0,24 € ebenfalls stark gesunken

Analyse der Kapitalflussrechnung

Operating Cashflow

Operating Cashflow der fortgeführten Aktivitäten im 1. Halbjahr des Berichtsjahres leicht positiv und gegenüber dem Vorjahreszeitraum sehr stark verbessert insb. aufgrund des insgesamt sehr deutlich verminderten Aufbaus von Netto-Umlaufvermögen

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Investitionsauszahlungen der fortgeführten Aktivitäten über Vorjahr, i. W. durch die im 1. Halbjahr begonnene Umsetzung der Errichtung einer Direktreduktionsanlage im Segment Steel Europe verursacht
Desinvestitionseinzahlungen der fortgeführten Aktivitäten insgesamt deutlich unter Vorjahr hauptsächlich durch den Wegfall der Einzahlungen aus dem Verkauf der Veräußerungsgruppen Edelstahlgeschäft und Infrastructure im 1. Halbjahr des Vorjahres

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Insgesamt Verbesserung beim Cashflow aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Aktivitäten i. W. aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr verringerten Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen

Free Cashflow und Netto-Finanzguthaben

ÜBERLEITUNG ZU FREE CASHFLOW VOR M&A

Mio € 1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
Veränderung 2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
Veränderung
Operating Cashflow - fortgeführte

Aktivitäten (Kapitalflussrechnung)
- 1.082 69 1.151 - 483 206 689
Cashflow aus Investitionstätigkeit -

fortgeführte Aktivitäten

(Kapitalflussrechnung)
22 - 620 - 642 250 - 407 - 657
Free Cashflow - fortgeführte

Aktivitäten (FCF)1)
-1.060 - 551 509 - 233 - 201 32
-/+ Mittelzu-/-abflüsse aus

wesentlichen M&A-Transaktionen
- 518 37 556 - 505 28 533
Anpassung w/IFRS 16 - 52 - 68 -16 - 34 - 44 - 9
Free Cashflow vor M&A -

fortgeführte Aktivitäten

(FCF vor M&A)1)
-1.630 - 581 1.049 - 772 - 216 555
Nicht fortgeführte

Aufzugaktivitäten1)
0 0 0 0 0 0
Free Cashflow vor M&A -

insgesamt (FCF vor M&A)
-1.630 - 581 1.049 - 772 - 216 555

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

FCF vor M&A erwartungsgemäß deutlich verbessert gegenüber Vorjahr, 2. Quartal über Vorjahr und Vorquartal insb. durch geringeren Aufbau des Nettoumlaufvermögens, dabei weiterhin negativ
Rückgang Netto-Finanzguthaben zum 31. März 2023 im Vergleich zum 30. September 2022 i. W. aufgrund des negativen FCF auf 2,9 Mrd €
Verfügbare Liquidität von 7,4 Mrd € (5,9 Mrd € flüssige Mittel und 1,5 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien)
Rückzahlung Anleihe über 1.000 Mio € mit Fälligkeit 6. März 2023

Rating

RATING

Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Standard & Poor's BB B stable
Moody's Ba3 not Prime stable
Fitch BB- B stable

Die Ratingagenturen Standard & Poor's wie auch Moody's haben im Dezember 2022 das Rating heraufgestuft. Standard & Poor's von BB- auf BB und Moody's von B1 auf Ba3. Der Ausblick ist bei allen Agenturen "stable".

Analyse der Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

Stand der immateriellen Vermögenswerte zum 31. März 2023 durch im 2. Quartal des Berichtsjahres erfasste Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 8 Mio € im Segment Steel Europe beeinflusst
Rückgang der Sachanlagen hauptsächlich durch die im 2. Quartal des Berichtsjahres in Höhe von 342 Mio € erfassten Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe und in der Einheit Special Units sowie die Währungsumrechnung verursacht
Abnahme der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen insb. durch die im 1. Halbjahr des Berichtsjahres erfolgte, auch durch wesentliche Wechselkurseffekte beeinflusste Fortschreibung der im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung hier erfassten Stammaktien
Zunahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte i. W. Folge der Fortschreibung der im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung hier erfassten zinslosen Darlehen
Erhöhung der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte hauptsächlich durch gestiegene geleistete Anzahlungen im Zusammenhang mit Sachanlagen
Rückgang der latenten Steuern aufgrund von Wechselkursveränderungen sowie erfolgswirksamer Nutzung

Kurzfristige Vermögenswerte

Abnahme der Vorräte insb. durch die Werkstoffgeschäfte in den Segmenten Steel Europe und Materials Services verursacht
Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hauptsächlich durch die Marinegeschäfte verursacht
Vertragsvermögenswerte insgesamt auf Vorjahresniveau; Anstieg im Zusammenhang mit der Abwicklung von Fertigungsaufträgen in den Anlagenbaugeschäften im Segment Marine Systems weitgehend kompensiert durch Rückgang aus der Abwicklung von Fertigungsaufträgen in den Anlagenbaugeschäften im Segment Multi Tracks
Abnahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte i. W. Folge der Bilanzierung von Währungs- und Warenderivaten sowie gesunkener Rabattansprüche
Zunahme der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte hauptsächlich durch erhöhte Vorauszahlungen und gestiegene Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern
Deutliche Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im 1. Halbjahr des Berichtsjahres i. W. Folge der Investitionsauszahlungen der fortgeführten Aktivitäten sowie der im März 2023 erfolgten Rückzahlung einer Anleihe

Eigenkapital

Rückgang im Vergleich zum 30. September 2022 hauptsächlich durch im sonstigen Ergebnis erfasste Verluste aus der Währungsumrechnung, den Periodenfehlbetrag im 1. Halbjahr des Berichtsjahres sowie die Gewinnausschüttung der thyssenkrupp AG im 2. Quartal des Berichtsjahres; gegenläufig insb. im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne aus Cashflow-Hedges

Langfristige Verbindlichkeiten

Abnahme der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen v. a. durch über den Zuführungen liegende Pensionsauszahlungen sowie aus der Neubewertung der Pensionen insgesamt resultierende Gewinne i. W. als Folge der positiven Entwicklung des Planvermögens
Deutlicher Rückgang der Finanzschulden insb. durch die Umgliederung einer im Februar 2024 fälligen Anleihe in kurzfristige Finanzschulden

Kurzfristige Verbindlichkeiten

Rückgänge bei den Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer und bei den sonstigen Rückstellungen insb. Durch über den Zuführungen liegende Inanspruchnahmen und Auflösungen beeinflusst
Insgesamt Erhöhung der Finanzschulden hauptsächlich durch die erwähnte Umgliederung einer Anleihe aus den langfristen Finanzschulden, gegenläufig Rückzahlung einer Anleihe im März 2023
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen v. a. durch die Werkstoffgeschäfte in den Segmenten Materials Services und Steel Europe verursacht
Abnahme der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten hauptsächlich im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Währungs- und Warenderivaten
Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten insb. Folge der Abwicklung von Fertigungsaufträgen im Marinegeschäft
Rückgang der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten hauptsächlich durch gesunkene Verbindlichkeiten, die den Personalbereich betreffen

Compliance

Starke Werte als Fundament unserer Zusammenarbeit - insb. auch in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld; verankert in Mission Statement, Code of Conduct und Compliance Commitment
Kontinuierliche Implementierung und Weiterentwicklung des thyssenkrupp Compliance Management Systems in Bezug auf die Compliance Kernthemen Antikorruption, Kartellrecht, Datenschutz, Geldwäscheprävention und Außenwirtschaftsrecht
Enge Einbindung von Compliance bei diversen sanktionsrechtlichen Fragestellungen und bei der Umsetzung der Anforderungen des am 1. Januar 2023 in Kraft getretenen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes sowie weiterhin in M&A-Aktivitäten, um bei den verschiedenen kartellrechtlichen Fragestellungen zu beraten
Nähere Informationen zu Compliance bei thyssenkrupp im Geschäftsbericht 2021 / 2022 und auf der Website www.thyssenkrupp.com

Mitarbeiter

Weltweit 98.224 Mitarbeiter zum 31. März 2023 in der Gruppe; das entspricht einem Aufbau um 1.730 Mitarbeiter oder 1,8% gegenüber dem 30. September 2022 und einem Aufbau um 682 Mitarbeiter oder 0,7 % gegenüber dem 31. März 2022
Veränderungen im Vergleich zum 30. September 2022 sind im Wesentlichen auf den wachstumsbedingten Personalaufbau in den Segmenten Automotive Technology, Marine Systems, Materials Services und Multi Tracks zurückzuführen
Beendigung der pandemischen Lage für die thyssenkrupp Unternehmensgruppe; anhaltende Beobachtung der weiteren Entwicklung durch die globale OSH Organisation
Nähere Informationen zu den Mitarbeitern bei thyssenkrupp können dem Geschäftsbericht 2021 / 2022 oder der Website www.thyssenkrupp.com entnommen werden

Technologie und Innovationen

Klimaschutz und Energiewende

Grüne Zementproduktion

Im Rahmen eines EU-geförderten Pilotprojekts setzt Baustoffproduzent Holcim beim Umbau des Werks Lägerdorf auf CO2-Abscheidung mit polysius® pure oxyfuel Technologie
polysius® pure oxyfuel setzt für Verbrennungsprozess reinen Sauerstoff ein, C02-Emissionen lassen sich so zu nahezu 100 % abscheiden und auffangen
Damit lässt sich der CO2-Austoß allein an diesem Standort um jährlich 1,2 Mio Tonnen reduzieren, bis 2029 kann hier eines der ersten klimaneutralen Zementwerke der Welt in Betrieb gehen

Grüner Wasserstoff

Industrialisierung der alkalischen Wasserelektrolyse-Technologie zur Erzeugung von grünem Wasserstoff durch thyssenkrupp nucera weiter vorangetrieben
Kapazität der jährlichen Elektrolyseurproduktion soll von 1 GW auf zukünftig 5 GW erhöht werden
Stack- und Zellentwicklung, Erprobung von Technologien für Großserienfertigung und Senkung der Herstellkosten von Elektrolyseuren durch Automatisierung als Entwicklungsschwerpunkte

Windenergie

Entwicklung der Extenderlagereinheit Pitch Bearing Unit (PBU) gemeinsam mit HAWE zur Verstellung der Anstellwinkel von Rotorblättern zur Ertragsmaximierung und Reduzierung dynamischer Strukturbelastung
Lösung insb. für Einsatz in modernen Multi-Megawatt Windenergieanlagen
Einsatz größerer Blattdurchmesser bei gleicher Windenergieanlage möglich; Installation von Anlagen damit auch in Schwachwindbereichen wirtschaftlich

Digitalisierung

Ausbau der Digital Supply Chain Services Kapazitäten

Online Marktplatz "SteelBuy" im Dezember 2022 in Großbritannien an den Start gegangen
SteelBuy bietet nahtlosen, effizienten Handel mit Metallen für Werke, Servicezentren, Händler und Endverbraucher; Algorithmen vernetzen Käufer und Verkäufer unmittelbar, Dashboards liefern Verkaufs- und Kaufdaten in Echtzeit, dynamische Preisgestaltung wird ermöglicht
Im Dezember 2022 hat thyssenkrupp Materials Services das Data Science-Unternehmen Westphalia DataLab GmbH erworben
Akquisition stärkt Expertise im Bereich digitaler Supply Chain Services und beschleunigt Entwicklung konkreter Lösungen, z.B. Prognoselösung "pacemaker" zur Reduktion von Lagerständen auf Basis künstlicher Intelligenz

Digitalisierung im Karosserieanlagenbau

Beteiligung am Start-up Unternehmen cap-on mit dem Ziel, gemeinsam neue, digitale Finanzierungs- und Nutzungskonzepte für Industriekunden zu entwickeln
Erweiterung Serviceangebot um plattformbasierte, intelligente Finanzierungs- und Abrechnungsdienstleistungen durch digitale Vernetzung mit Produktionsprozessen und Maschinendaten

Mobilität der Zukunft

Komponenten für Elektromobilität

Fertigung von Rotorwellen und Entwicklung gebauter Rotoren für Elektroantriebe sowie weitere Entwicklung neuer Produkte im Bereich Thermomanagement für Elektrofahrzeuge
Weiterentwicklung des hochautomatisierten Fahrens durch Entwicklung neuer Lenkkonzepte wie "Steer-by-Wire" zur Serienreife

Wirtschaftlicher Leichtbau und Hightech-Stähle für die Automobilindustrie

Produktportfolio für innovative Fahrzeugsitzstrukturen aus Stahl deutlich erweitert
Hochduktiles Warm- und Mittelband, neu entwickelte mikrolegierte Kaltumformstähle und kaltgewalzte hochfeste Mehrphasen-Stähle
Wirtschaftliche Leichtbaukonstruktionen durch hohe Festigkeiten und hervorragende Verarbeitungseigenschaften, insb. Umform- und Fügeeigenschaften

Transformation Schmiedegeschäft

Serienproduktion für Lkw-Vorderachskörper am Standort Homburg gestartet
Hochlauf antriebsunabhängiger Komponenten leistet wesentlichen Beitrag für die Transformation des Schmiedegeschäfts

Nähere Informationen zu Technologie und Innovationen bei thyssenkrupp im Geschäftsbericht 2021 / 2022.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Gesamtjahresprognose 2022 / 2023 teilweise angepasst, Free Cashflow vor M&A leicht positiv erwartet

Rahmenbedingungen und wesentliche Annahmen

Im Geschäftsjahr 2022 / 2023 werden wir den Schwerpunkt - bei weiterhin bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - unverändert auf die Performance, strukturelle Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Geschäfte legen und dabei auch gezielt Wachstumsinitiativen weiter fortsetzen.

Zu den wesentlichen Annahmen und den erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die der Prognose zugrunde liegen, vgl. Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" im Kapitel "Wirtschaftsbericht". Bzgl. der entsprechenden Chancen und Risiken vgl. den anschließenden "Chancen- und Risikobericht". Die Prognose basiert zudem insbesondere auf folgenden wesentlichen Planungsprämissen:

Notwendige fossile Energieträger (insbesondere Erdgas) und weitere Rohstoffe bleiben verfügbar und aufgrund dessen ergeben sich keine wesentlichen Einschränkungen der geplanten Produktion.
Aufgrund etwaiger pandemiebedingter Restriktionen ergeben sich keine wesentlichen Beeinträchtigungen der Geschäftsentwicklung.

Die teilweise volatilen Preisniveaus von Rohstoffen, Energie sowie weiteren Faktorkosten (unter anderem Material und Transport) können dazu führen, dass Umsatz- und Ergebnisentwicklung entsprechenden Schwankungen unterliegen.

Für unsere Geschäfte gehen wir zudem von folgenden Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2022 / 2023 aus:

Bei Materials Services erwarten wir einen Anstieg des Gesamtabsatzes sowie unterstützende Effekte aus fortgesetzten Effizienzmaßnahmen. Diese geplanten Verbesserungen werden voraussichtlich negativ überkompensiert durch den Wegfall der im Vorjahr stark unterstützenden dynamischen Preiseffekte. Insgesamt sehen wir weder nennenswerte Einschränkungen in der Materialverfügbarkeit auf der Beschaffungsseite noch signifikante Verwerfungen bei unseren wesentlichen Kundenbranchen, sondern eine insgesamt stabile Entwicklung.

Für das Segment Industrial Components stellen sich die erwarteten Rahmenbedingungen für den Bereich Großwälzlager sowie das Schmiedegeschäft wie folgt dar: Im Bereich Großwälzlager erwarten wir nach der temporären Abschwächung im Vorjahr wieder eine Belebung der Windenergienachfrage sowie ein anhaltend hohes Nachfrageniveau bei den Industrie-Anwendungsbereichen. Den steigenden Faktorkosten wird weiterhin mit einem ambitionierten Maßnahmenprogramm entgegengewirkt. Im Schmiedegeschäft erwarten wir eine anhaltend hohe Nachfrage für Lkw-Komponenten sowie einen weiterhin starken Auftragseingang im Geschäft mit Fahrwerks- und Baumaschinenkomponenten. Unser Fokus liegt neben der konsequenten Umsetzung von Performance-steigernden Maßnahmen und der Weitergabe der steigenden Faktorkosten auf der Diversifizierung unseres Produktportfolios zur gezielten Nutzung von sich abzeichnenden Marktchancen.

Bei Automotive Technology gehen wir weiterhin von einer möglichen Erholung in unserem Marktumfeld, inklusive einer Normalisierung des Abrufverhaltens, ab dem 2. Halbjahr des Geschäftsjahres aus. Dies ist unter anderem auf den hohen Auftragsbestand bei unseren Kunden, der im Vorjahr durch Versorgungsengpässe bei Vormaterialien entstanden ist, zurückzuführen. Allerdings bestehen die strukturellen Probleme in der Halbleiterversorgung weiterhin und können unter Umständen dazu führen, dass die marktseitigen Bedarfe nicht vollständig bedient werden können. Steigerungen der Faktorkosten werden wir mit fortgesetzten Preis- und Effizienzmaßnahmen begegnen.

Bei Steel Europe erwarten wir vor dem Hintergrund eines herausfordernden Marktumfeldes eine weitgehend stabile Entwicklung der Versandmengen gegenüber dem Vorjahr. Zusätzliche strukturelle Verbesserungen erwarten wir infolge der weiterhin konsequenten Umsetzung der Stahlstrategie 20-30, mit der wir unsere Produktivität und Performance steigern werden. Des Weiteren planen wir den Start der Umsetzung der grünen Transformation mit dem Bau der größten deutschen Direktreduktionsanlage für CO2-armen Stahl, unter dem Vorbehalt der noch ausstehenden beihilferechtlichen Genehmigung der EU.

Bei Marine Systems sehen wir aufgrund der weltweit wachsenden Nachfrage und den langfristigen strukturellen Erhöhungen von Verteidigungshaushalten zusätzliche Wachstumschancen. Die aktuelle Auftragslage - insbesondere im Unterwasserbereich - hat die strategische Schlüsselrolle des Segments bestätigt. Wir gehen weiterhin von positiven Effekten aus dem aufgesetzten Transformations- und Wachstumsprogramm aus. Diese sind insbesondere durch unseren soliden Auftragsbestand im Unterwasser- als auch Überwasser-Schiffbau unterlegt.

Bei Multi Tracks erwarten wir eine Investitionsbereitschaft im Anlagenbau auf dem Niveau des Vorjahres. Für das Wasserstoffgeschäft von thyssenkrupp nucera sowie das Ammoniakgeschäft von Uhde gehen wir von einem weiter stark wachsenden Markt aus. Bezüglich des Autozuliefergeschäfts erwarten wir, dass etwaige Steigerungen von Faktorkosten in hohem Maße in steigende Erlöse umgesetzt werden können.

Im Segment Multi Tracks konnten wir im Geschäftsjahr 2021 / 2022 die Verkaufsprozesse des Infrastructure-Geschäfts, des Edelstahlgeschäfts sowie von Mining Technologies abschließen (vgl. "Nicht fortgeführte Aktivität, Veräußerungsgruppen und einzelne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" in Anhang-Nr. 03 des Geschäftsberichts 2021 / 2022). Damit sind diese Geschäfte kein Bestandteil der Prognose für das Geschäftsjahr 2022 / 2023 und werden nachfolgend als "verkaufte Veräußerungsgruppen" bezeichnet. In den Vorjahreswerten sind die verkauften Veräußerungsgruppen jedoch anteilig bis zum Abschluss des jeweiligen Verkaufsprozesses enthalten. Daher werden nachfolgend bei Umsatz und Bereinigtem EBIT des Segments Multi Tracks sowie der Gruppe die anteiligen Vorjahreswerte für die verkauften Veräußerungsgruppen pro-forma angegeben.

Das Hedge Accounting für CO2-Termingeschäfte im Segment Steel Europe wurde mit Beginn des Geschäftsjahres 2022 / 2023 aufgegeben. Die hieraus resultierenden Effekte aus Marktwertschwankungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden abweichend zur Vorgehensweise im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2022 / 2023 zum 1. Halbjahr des Berichtsjahres erstmals als Sondereffekt behandelt und beeinflussen somit nicht mehr die Höhe der Steuerungskennzahl Bereinigtes EBIT. Das Bereinigte EBIT für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2022 / 2023 im Segment Steel Europe und für die thyssenkrupp Gruppe wurde entsprechend nachträglich angepasst (vgl. auch Vorbemerkungen im Lagebericht). Die Effekte aus der Derivatebewertung von CO2-Termingeschäften sind nicht in der Prognose für das Bereinigte EBIT enthalten.

Die Prognose unterstellt keine Effekte aus weiteren möglichen Portfoliomaßnahmen.

Erwartung 2022 / 2023

Angesichts der weiterhin bestehenden wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten ist die voraussichtliche Geschäftsentwicklung nur eingeschränkt verlässlich absehbar. Daher formulieren wir unsere Prognose in entsprechenden Bandbreiten. Vor dem Hintergrund der zum Zeitpunkt der Prognose erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zugrundeliegenden Annahmen sowie der erwarteten strukturellen Verbesserung unserer Geschäfte halten wir folgenden Blick auf das Geschäftsjahr 2022 / 2023 für angemessen. Im Vergleich zur vorherigen Prognose wurden die Erwartungen für den Free Cashflow vor M&A sowie den tkVA angepasst.

ERWARTUNGEN DER SEGMENTE UND DER GRUPPE

Geschäftsjahr

2021/2022
Prognose Geschäftsjahr

2022/2023
Materials Services Umsatz Mio € 16.444 Deutlich unter Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € 837 Rückläufig; Wert im niedrigen

dreistelligen Mio € Bereich
Industrial Components Umsatz Mio € 2.766 Leicht über Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € 234 Rückläufig; Wert im niedrigen

dreistelligen Mio € Bereich
Automotive Technology Umsatz Mio € 4.825 Deutlich über Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € 108 Steigerung; Wert im niedrigen

dreistelligen Mio € Bereich
Steel Europe Umsatz Mio € 13.156 Leicht unter Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € 1.200 Rückläufig; Wert im mittleren

dreistelligen Mio € Bereich
Marine Systems Umsatz Mio € 1.831 Deutlich über Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € 32 Steigerung; Wert im mittleren bis

hohen zweistelligen Mio € Bereich
Multi Tracks Umsatz Mio € 4.101(1.3991)) Deutlich unter Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € -173 (1231)) Steigerung; negativer Wert im

niedrigen dreistelligen Mio € Bereich
Corporate Headquarters Bereinigtes EBIT Mio € -154 Rückläufig; negativer Wert im

niedrigen dreistelligen Mio € Bereich
Gruppe Umsatz Mio € 41.140(1.3991)) Deutlicher Rückgang
Bereinigtes EBIT Mio € 2.062(1231)) Rückläufig auf einen Wert im

mittleren bis hohen dreistelligen Mio € Bereich
Investitionen Mio € 1.472 Über Vorjahr; inkl. IFRS 16-Effekte
Free Cashflow

vor M&A
Mio € -476 Steigerung auf einen leicht positiven Wert
Jahresüberschuss2) Mio € 1.220 Rückläufig auf einen mindestens

ausgeglichenen Wert
tkVA2) Mio € 529 Rückläufig auf einen negativen

Wert im hohen dreistelligen Mio € Bereich
ROCE2) % 11,3 % Rückläufig auf einen Wert im

niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich

1) Davon verkaufte Veräußerungsgruppen, pro forma

2) Prognose für das Geschäftsjahr 2022 / 2023 inklusive aufgelaufener Effekte aus der Derivatebewertung von CO2-Termingeschäften

Der Umsatz wird voraussichtlich deutlich zurückgehen, vorwiegend aufgrund normalisierter Preisentwicklungen bei Materials Services und Steel Europe. Der erwartete Rückgang im Segment Multi Tracks ist hauptsächlich auf die o.g. abgeschlossenen Verkaufsprozesse aus dem Vorjahr zurückzuführen.
Für das Bereinigte EBIT erwarten wir einen Wert im mittleren bis hohen dreistelligen Mio € Bereich. Diese Entwicklung resultiert insbesondere aus dem Wegfall der im Vorjahr stark unterstützenden dynamischen Preiseffekte, welche die Rückgänge bei Materials Services sowie auch Steel Europe, wo sich zusätzlich höhere Faktorkosten auswirken, im Wesentlichen begründet. Verbesserungen der Ergebnisse, u.a. bei Automotive Technology und Multi Tracks, wirken dieser Entwicklung entgegen.
Die Investitionen werden voraussichtlich über Vorjahr liegen. Bei Steel Europe stehen erhöhte Investitionen vorwiegend im Zusammenhang mit der Stahlstrategie 20-30 sowie der grünen Transformation. Darüber hinaus wirken sich im Wesentlichen nicht zahlungswirksame IFRS 16-Effekte, insbesondere im Zusammenhang mit einem langfristigen Dienstleistungsvertrag bei Materials Services, werterhöhend auf die Investitionen aus. Weiterhin sind Investitionen für gezielte Wachstumsinitiativen in unseren Geschäften geplant. Die Freigabe der Investitionen wird insgesamt restriktiv und in Abhängigkeit der Entwicklung der Geschäfte sowie der Gruppe erfolgen.
Für den Free Cashflow vor M&A streben wir eine Steigerung auf einen leicht positiven Wert an. Diese Entwicklung berücksichtigt bereits die geplant über Vorjahr liegenden Investitionen, inkl. der vorstehend genannten IFRS 16-Effekte. Die dennoch deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist auch auf die geplante Verbesserung des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen. Zudem haben Zuflüsse aus dem Auftragseingang und dem Zahlungsprofil in den Projektgeschäften (i. W. bei Marine Systems und Multi Tracks) sowie weitere Auszahlungen für Restrukturierungen Einfluss auf die Entwicklung.
Der Jahresüberschuss wird rückläufig auf einen mindestens ausgeglichenen Wert erwartet. Hierin enthalten sind sowohl die bisher angefallenen außerplanmäßigen Wertminderungsaufwendungen, insbesondere im Zusammenhang mit höheren Kapitalkosten aufgrund des zuletzt weiter gestiegenen Zinsniveaus, sowie die bisher aufgelaufenen Effekte aus der Derivatebewertung von CO2-Termingeschäften.
Der tkVA wird - infolge der vorstehend genannten Effekte sowie gestiegener Kapitalkosten - mit einem Rückgang auf einen negativen Wert im hohen dreistelligen Mio € Bereich erwartet. Entsprechend wird auch der ROCE rückläufig auf einen Wert im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet.

Die Entwicklung unserer Kernsteuerungsgrößen werden wir - auch unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Vertretbarkeit - bei der Erarbeitung unseres Dividendenvorschlags an die Hauptversammlung einbeziehen.

Chancen und Risiken

Chancen

Chancen aus weiterer konsequenter Umsetzung der Transformation hin zu einer leistungsstarken und nachhaltigen Unternehmensgruppe
Große Chancen als Wegbereiter für die grüne Transformation mit Potenzial für weiteres Wachstum in den Bereichen Wasserstoff, grüne Chemikalien, erneuerbare Energien und Elektromobilität

Risiken

Keine bestandsgefährdenden Risiken
Gravierende Unsicherheiten bezüglich einer möglichen Eskalation des Kriegs in der Ukraine; weiterhin Risiken durch hohe Energie-, Material- und Rohstoffpreise insb. in den Industrieregionen
Ungewissheit über die weitere Entwicklung bei zahlreichen anderen geopolitischen Krisenherden (Konflikt zwischen China und Taiwan) sowie bei handelspolitischen Konflikten
Anhaltend hohe Inflationsraten und weitere Zinserhöhungen der Notenbanken; Gefahr einer Verschärfung der Krise im Finanzsektor durch Liquiditätsprobleme weiterer Banken
Mögliche Zuspitzung der Verschuldungsproblematik insb. in einigen Ländern Europas als Folge der Zinspolitik der Notenbanken in Verbindung mit vertiefter Rezession Engpässe in der Versorgung mit elektronischen Halbleitern
Gefahr wiederkehrender Flut- bzw. Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels
Risiken aus neuen oder veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen mit Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten in unseren relevanten Märkten
Risiken durch temporäre Effizienzverluste in der Produktion infolge von Restrukturierungen im Rahmen unserer Unternehmens-Transformation
Risiken von Kosten- und Terminüberschreitungen im Rahmen der Abwicklung von Großaufträgen
Risiken aus einer steigenden Anzahl von Angriffen auf die IT-Infrastruktur; Gegenmaßnahme: Weiterer kontinuierlicher Ausbau von Informationssicherheitsmanagement und Sicherheitstechnologien

Darüber hinaus sind die detaillierten Ausführungen zu den Chancen und Risiken gemäß Geschäftsbericht 2021 / 2022 weiterhin gültig.

Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe

thyssenkrupp-Gruppe - Bilanz

AKTIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.9.2022 31.3.2023
Immaterielle Vermögenswerte 1.872 1.872
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 6.748 6.246
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 642 489
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 863 924
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 304 486
Aktive latente Steuern 732 661
Langfristige Vermögenswerte 11.161 10.676
Vorräte 8.889 8.468
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.298 5.479
Vertragsvermögenswerte 1.895 1.905
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 701 636
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.745 1.959
Laufende Ertragsteueransprüche 159 175
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13 7.638 5.835
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 02 8 0
Kurzfristige Vermögenswerte 26.331 24.455
Summe Vermögenswerte 37.492 35.132

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

PASSIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.9.2022 31.3.2023
Gezeichnetes Kapital 1.594 1.594
Kapitalrücklage 6.664 6.664
Gewinnrücklagen 4.777 4.547
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 1.167 676
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG 14.202 13.481
Nicht beherrschende Anteile 540 516
Eigenkapital 14.742 13.997
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 03 5.812 5.705
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 226 250
Sonstige Rückstellungen 04 431 440
Passive latente Steuern 53 35
Finanzschulden 05 2.786 1.252
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 41 0
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 15 13
Langfristige Verbindlichkeiten 9.363 7.695
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 168 128
Sonstige Rückstellungen 04 1.268 1.207
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 150 146
Finanzschulden 05 1.195 1.697
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.807 4.344
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 980 825
Vertragsverbindlichkeiten 3.098 3.521
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1.722 1.572
Kurzfristige Verbindlichkeiten 13.387 13.440
Verbindlichkeiten 22.750 21.134
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 37.492 35.132

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe - Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Anhang-Nr. 1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
Umsatzerlöse 08, 09 19.622 19.125 10.599 10.107
Umsatzkosten -16.618 -17.043 - 8.789 - 9.193
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.004 2.082 1.810 915
Forschungs- und Entwicklungskosten -109 -115 - 58 - 61
Vertriebskosten -1.201 -1.208 - 632 - 618
Allgemeine Verwaltungskosten - 716 - 774 - 355 - 424
Sonstige Erträge 10 176 167 47 69
Sonstige Aufwendungen - 55 - 32 - 22 1
Sonstige Gewinne und Verluste -17 6 -10 3
Betriebliches Ergebnis 1.081 126 779 -116
Ergebnis aus nach der Equity-Methode

bilanzierten Beteiligungen
11 - 70 - 20 - 28 -1
Finanzierungserträge 496 445 250 241
Finanzierungsaufwendungen - 594 - 519 - 292 - 259
Finanzergebnis -168 - 94 - 69 - 19
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten

(vor Steuern)
913 32 710 -135
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 213 -137 -131 - 67
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten

(nach Steuern)
700 -105 579 - 203
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten

(nach Steuern)
02 9 0 9 0
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 709 -105 587 - 203
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG 671 -147 565 - 223
Nicht beherrschende Anteile 38 42 23 20
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 709 -105 587 - 203
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert)

bezogen auf
12
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten

(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
1,06 - 0,24 0,89 - 0,36
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag)(Anteil

der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
1,08 - 0,24 0,91 - 0,36

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe - Gesamtergebnisrechnung

Mio € 1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 709 -105 587 - 203
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig

nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden:
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen

und ähnlichen Verpflichtungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 719 8 586 - 50
Steuereffekt -10 0 - 2 -1
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen

und ähnlichen Verpflichtungen, insgesamt
710 7 584 - 51
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung

Eigenkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 3 10 2 4
Steuereffekt 0 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 3 10 2 4
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der

auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt
0 3 0 0
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses,

die zukünftig nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden
713 20 587 - 48
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in

das Periodenergebnis umgegliedert werden können:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 218 - 402 113 - 66
Realisierte (Gewinne)/Verluste 5 0 2 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 223 - 402 115 - 66
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung

Fremdkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 1 1 1 2
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0 0 0
Steuereffekt 0 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 1 1 1 2
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Wertminderungen

Finanzinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) -1 -1 -1 -1
Realisierte (Gewinne)/Verluste 1 -14 1 -12
Steuereffekt 0 4 0 2
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 1 -11 0 -11
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Cashflow-Hedges1)
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 226 30 39 - 46
Realisierte (Gewinne)/Verluste 6 27 1 11
Steuereffekt - 2 5 - 2 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 230 63 38 - 36
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf

nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt
70 -137 49 - 35
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses,

die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können1)
525 - 487 204 -145
Sonstiges Ergebnis1) 1.238 - 467 790 -192
Gesamtergebnis1) 1.947 - 572 1.378 - 395
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG1) 1.877 - 586 1.333 - 414
Nicht beherrschende Anteile 70 14 45 19
Der den Aktionären der thyssenkrupp AG zuzurechnende Anteil

am Gesamtergebnis teilt sich wie folgt auf:
Fortgeführte Aktivitäten1) 1.869 - 586 1.324 - 414
Nicht fortgeführte Aktivitäten 9 0 9 0

1) Der Vorjahresausweis wurde hinsichtlich der Darstellung des Basis Adjustments angepasst.

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe - Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG Kumuliertes sonstiges Ergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
--- --- --- --- --- --- ---
Mio €,mit Ausnahme der Aktienanzahl Aktienanzahl

im Umlauf
Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Unterschiedsbetrag

aus der Währungs-

umrechnung
Marktbewertung

Fremdkapital-

instrumente
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 30.9.2021 622.531.741 1.594 6.664 1.771 19 10
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag)
Sonstiges Ergebnis1) 671 192 1
Gesamtergebnis1) 710 192 1
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment 1.380
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Sonstige Veränderungen -1
Stand am 31.3.2022 622.531.741 1.594 6.664 3.150 211 11
Stand am 30.9.2022 622.531.741 1.594 6.664 4.777 524 15
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) -147
Sonstiges Ergebnis 10 - 368 1
Gesamtergebnis - 138 -368 1
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93
Sonstige Veränderungen 1
Stand am 31.3.2023 622.531.741 1.594 6.664 4.547 155 16
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
Cashflow-Hedges
--- --- --- --- --- --- ---
Mio €,mit Ausnahme der Aktienanzahl Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente Wertminderungen

Finanzinstrumente
Designierte

Risikokomponente
Kosten der

Absicherung
Anteil der auf nach

der Equity-Methode

bilanzierte Beteiligungen

entfällt
Insgesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 30.9.2021 8 33 217 -37 123 10.400
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 671
Sonstiges Ergebnis1) 3 1 212 18 70 1.207
Gesamtergebnis1) 3 1 212 18 70 1.877
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment - 8 - 8
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0
Sonstige Veränderungen - 1
Stand am 31.3.2022 11 34 421 - 19 193 12.269
Stand am 30.9.2022 7 79 215 - 26 352 14.202
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) - 147
Sonstiges Ergebnis 10 - 11 53 5 - 137 - 438
Gesamtergebnis 10 - 11 53 5 - 137 - 586
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment - 43 - 43
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93
Sonstige Veränderungen 1
Stand am 31.3.2023 17 68 225 - 21 215 13.481
Mio €,mit Ausnahme der Aktienanzahl Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
Stand am 30.9.2021 445 10.845
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 38 709
Sonstiges Ergebnis1) 32 1.238
Gesamtergebnis1) 70 1.947
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment - 8
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - 28 - 28
Sonstige Veränderungen - 1 - 2
Stand am 31.3.2022 485 12.754
Stand am 30.9.2022 540 14.742
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 42 - 105
Sonstiges Ergebnis - 29 - 467
Gesamtergebnis 14 - 572
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment - 43
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - 38 - 38
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG - 93
Sonstige Veränderungen 0 1
Stand am 31.3.2023 516 13.997

1) Der Ausweis wurde hinsichtlich der Darstellung des Basis Adjustments angepasst.

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe - Kapitalflussrechnung

Mio € 1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 709 -105 587 - 203
Anpassungen des Periodenüberschusses/(-fehlbetrags) für

die Überleitung zum Operating Cashflow:
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) - 9 0 - 9 0
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 29 24 12 8
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 494 812 235 573
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte - 34 - 38 -17 -19
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen,

soweit nicht zahlungswirksam
70 20 28 1
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 17 - 4 10 - 2
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus

Konsolidierungskreis- und anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen:
- Vorräte -1.846 234 - 635 711
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.176 - 381 - 913 - 876
- Vertragsvermögenswerte1) 97 - 98 - 78 -178
- Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -119 - 87 - 99 - 71
- Sonstige Rückstellungen - 292 - 48 -149 - 3
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 543 - 332 534 305
- Vertragsverbindlichkeiten1) 203 460 - 3 213
- Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 232 - 388 13 - 254
Operating Cashflow - fortgeführte Aktivitäten -1.082 69 - 483 206
Operating Cashflow - nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0 0 0
Operating Cashflow -1.082 69 - 483 206
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und

in langfristige finanzielle Vermögenswerte
- 7 0 0 0
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften

zuzüglich übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
-1 - 3 0 0
Investitionen in Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen)

und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
- 528 - 619 - 291 - 402
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschließlich geleisteter

Anzahlungen)
-19 - 20 -11 -13
Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen

und langfristigen finanziellen Vermögenswerten
0 1 1 0
Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften

abzüglich abgegebener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
569 0 551 0
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen

Immobilien
8 22 1 8
Cashflow aus Investitionstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten 22 - 620 250 - 407
Cashflow aus Investitionstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0 0 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit 22 - 620 250 - 407
Tilgung von Anleihen -1.250 -1.000 0 -1.000
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten
107 28 21 12
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 100 -103 - 27 - 26
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen - 71 - 74 - 36 - 41
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen - 99 37 0 47
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG 0 - 93 0 - 93
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile - 28 - 38 -19 - 21
Sonstige Finanzierungsvorgänge - 60 52 - 8 1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten -1.503 -1.191 - 69 -1.121
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0 0 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.502 -1.191 - 69 -1.121
Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und

Zahlungsmitteläquivalente
- 2.563 -1.742 - 302 -1.321
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und

Zahlungsmitteläquivalente
44 - 61 36 - 4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der

Berichtsperiode
9.017 7.638 6.764 7.160
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der

Berichtsperiode
6.498 5.835 6.498 5.835
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der

Veräußerungsgruppen
43 - 43 -
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating

Cashflow fortgeführter Aktivitäten enthalten sind:
Zinseinzahlungen 6 69 3 42
Zinsauszahlungen -111 - 98 - 90 - 92
Erhaltene Dividenden 0 1 0 1
(Auszahlungen)/Einzahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag -146 -139 - 87 - 71

1) Der Vorjahres-Quartalsausweis wurde angepasst; es erfolgte eine Umgliederung zwischen den Zeilen Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten. Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe - Verkürzter Anhang

Unternehmensinformation

Die thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Gruppe") für den Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis 31. März 2023 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 9. Mai 2023 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss wurde nach § 115 WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die im verkürzten Zwischenabschluss der Gruppe zum 31. März 2023 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften denen des letzten Abschlusses der Gruppe zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Abschlusses der Gruppe unseres Geschäftsberichts 2021 / 2022 veröffentlicht.

Überprüfung der Schätzungen und Beurteilungen

Zur Erstellung des Abschlusses muss der Vorstand Schätzungen und Beurteilungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe zu vermitteln, und fortlaufend überprüft; dies gilt insbesondere im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Vor diesem Hintergrund sowie aufgrund des Verhältnisses von Marktkapitalisierung zum Eigenkapital der thyssenkrupp Gruppe wurden insbesondere die wesentlichen Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen.

Hieraus resultierte im 1. Quartal 2022 / 2023 im Segment Automotive Technology in der Business Unit Steering im globalen Produktbereich elektrischer Lenkgetriebe eine Wertminderung in Höhe von 14 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen; ursächlich hierfür war die Steigerung der Kapitalkosten (Diskontierungssatz) zum 31. Dezember 2022. Der für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevante erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert, der insgesamt 554 Mio € beträgt und zu dessen Ermittlung ein Diskontierungssatz (nach Steuern) von 8,9 % angesetzt wurde.

Im 2. Quartal 2022 / 2023 wurden im Segment Steel Europe aufgrund von gestiegenen Kapitalkosten Wertminderungen erforderlich. Unter Anwendung eines Diskontierungssatzes (nach Steuern) von 8,1 % für die zukünftigen Cashflows ergab sich bei einem Gesamtbuchwert per 31. März 2023 von in Summe 6.142 Mio € ein relevanter Nutzungswert von 5.793 Mio €. Der sich hieraus bei Steel Europe ergebende Wertminderungsbedarf beträgt rund 346 Mio €. Hiervon entfallen 162 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen, 125 Mio € auf Anlagen im Bau, 33 Mio € auf Bauten, 18 Mio € auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, 6 Mio € auf Entwicklungskosten und 2 Mio € auf übrige immaterielle Vermögenswerte. Darüber hinaus entstand ein Wertminderungsbedarf in Höhe von rund 4 Mio € auf Corporate Assets, die der Einheit Special Units zugeordnet sind. Der zugrundeliegende Nutzungswert basiert auf unterschiedlichen Szenarien für den zukünftigen Geschäftsverlauf. Die Ergebnisse der Szenarien wurden mit Wahrscheinlichkeiten gewichtet, welche die aktuelle Management-Einschätzung reflektieren. Das aktuelle Bewertungsumfeld bleibt von Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und auch der dynamischen Entwicklung der Kapitalkosten geprägt. Aus heutiger Sicht kann es daher nicht ausgeschlossen werden, dass sich die weitere Entwicklung negativ auf die Wertentwicklung der Vermögenswerte von Steel Europe auswirkt.

Die Wertberichtigung in Höhe von 4 Mio € der in der thyssenkrupp Gruppe gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte Corporate Assets) erfolgte in der Einheit Special Units. Diese Vermögenswerte werden für Zwecke der Werthaltigkeitstests anteilig auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten allokiert, da sie keine eigenständigen Mittelzuflüsse erzeugen. Die Wertberichtigung ergibt sich aus einer reduzierten Tragfähigkeit der Corporate Assets insbesondere durch die zahlungsmittelgenerierende Einheit Steel Europe in Zusammenhang mit den dort erfolgten Wertberichtigungen im 2. Quartal 2022 / 2023.

Die Unsicherheiten bei der Beurteilung der Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine sowie zahlreicher anderer geopolitischer Krisenherde und handelspolitische Konflikte auf die aktuelle Geschäftsentwicklung einschließlich der Ertragsaussichten bleiben gegenüber dem 30. September 2022 unverändert bestehen. Die weiteren Entwicklungen und Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung, wie beispielsweise durch anhaltend hohe Inflationsraten und weitere Zinserhöhungen, Gefahr einer Verschärfung der Krise im Finanzsektor durch Liquiditätsprobleme der Banken, wiederkehrende Flut- bzw. Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels, mögliche Zuspitzung der Verschuldungsproblematik insbesondere in einigen Ländern Europas als Folge der Zinspolitik der Notenbanken, Engpässe in der Versorgung mit elektronischen Halbleitern sowie weiterhin hohe Energie-, Material- und Rohstoffpreise, sind aus heutiger Sicht mit großen Unsicherheiten verbunden; vgl. hierzu auch die Darstellung der Rahmenbedingungen im Wirtschaftsbericht des Zwischenlageberichts.

01 Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2022 / 2023 wendet thyssenkrupp erstmalig die nachfolgenden Änderungen zu bestehenden Standards an, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben:

Änderungen an IFRS 3, IAS 16, IAS 37 und Annual-Improvements-Process-Projekt für den Zyklus 2018-2020, Veröffentlichung im Mai 2020

02 Einzelne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte und nicht fortgeführte Aufzugsaktivität

Einzelne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

Zum 30. September 2022 wurden in der Bilanz in der Zeile "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" Sachanlagen in Höhe von 8 Mio € des Segments Steel Europe ausgewiesen, die zwei Grundstücke im Raum Dortmund betrafen, die im 1. Quartal 2022 / 2023 veräußert wurden.

Nicht fortgeführte Aufzugaktivität

thyssenkrupp hatte Ende Februar 2020 mit einem Bieterkonsortium um Advent International und Cinven eine Vereinbarung zum vollständigen Verkauf seines Aufzuggeschäfts Elevator Technology unterzeichnet. Nach Freigabe durch die zuständigen Behörden erfolgte der Vollzug der Transaktion (Closing) verbunden mit der Entkonsolidierung von Elevator Technology am 31. Juli 2020. Die Transaktion erfüllte die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis von Elevator Technology als nicht fortgeführte Aktivität. Sie umfasste Elevator Technology und einzelne Einheiten aus Corporate Headquarters. Ungeachtet der bereits erfolgten Entkonsolidierung wurden im Vorjahr gemäß IFRS 5 die in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf stehenden noch anfallenden nachlaufenden Aufwendungen und Erträge sowie Cashflows weiterhin separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen; im 1. Halbjahr bzw. im 2. Quartal 2022 / 2023 ergaben sich keine nachlaufenden Aufwendungen und Erträge und die nachlaufenden Cashflows werden hier aufgrund Unwesentlichkeit nicht mehr separat dargestellt.

Die im 1. Halbjahr bzw. im 2. Quartal 2021 / 2022 angefallenen nachlaufenden Aufwendungen und Erträge sind in der nachfolgenden Tabelle ausgewiesen; sie resultierten aus den beiderseitigen Verpflichtungen aus dem Vertrag über die Veräußerung der Aufzugaktivitäten in 2019/2020. In Bezug auf die gegenseitigen Ansprüche und Verpflichtungen aus Steuergarantien wurde im 2. Quartal 2021 / 2022 eine neue Vereinbarung mit dem Erwerber getroffen, die dazu führte, dass die insoweit bisher bilanzierten Ansprüche und Verpflichtungen vollständig aufgelöst werden konnten.

NICHT FORTGEFÜHRTE AUFZUGAKTIVITÄTEN

Mio € 1. Halbjahr

2021/2022
2. Quartal

2021/2022
Umsatzerlöse 0 0
Andere Erträge 0 0
Aufwendungen 9 9
Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 9 9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0
Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 9 9
Abgangsergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 0 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0
Abgangsergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 0 0
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern)

Davon:
9 9
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG 9 9
Nicht beherrschende Anteile 0 0

Im Zuge der Veräußerung des Aufzuggeschäfts Elevator Technology am 31. Juli 2020 hält thyssenkrupp eine Beteiligung, die Bestandteil der für den Verkauf erhaltenen Gegenleistung war und die sich aus mehreren Finanzierungsinstrumenten zusammensetzt und wie folgt bilanziert werden:

Stammaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Aufgrund des Vorliegens von maßgeblichem Einfluss werden die Stammaktien nach den Vorgaben des IAS 28 als nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung behandelt und ausgewiesen. Die Fortschreibung der Anschaffungskosten nach der Equity-Methode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb des Finanzergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen enthalten.
Vorzugsaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Die Vorzugsaktien werden als Eigenkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im Eigenkapital (ohne Recycling) erfasst werden.
Zinslose Darlehen (Darlehensnehmer: Vertical Topco I S.A., Luxembourg). Die zinslosen Darlehen werden als Fremdkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und ebenfalls in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, wobei die Ergebniseffekte aus der Folgebewertung in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis in den Finanzierungserträgen bzw. -aufwendungen gezeigt werden.

03 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurden die Rückstellungen für Pensionen zum 31. März 2023 angepasst.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Mio € 30.9.2022 31.3.2023
Pensionen 5.573 5.490
Altersteilzeit 206 186
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 33 29
Insgesamt 5.812 5.705

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zugrunde gelegt:

DURCHSCHNITTLICHE BEWERTUNGSFAKTOREN

30.9.2022 31.3.2023
in % Deutschland Übrige Länder Insgesamt Deutschland Übrige Länder Insgesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Diskontierungssatz für Pensionen 3,70 3,93 3,76 3,70 3,59 3,67

04 Sonstige Rückstellungen

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Restrukturierungsrückstellungen verminderten sich im Vergleich zum 30. September 2022 um 34 Mio € auf 142 Mio €. Zuführungen in Höhe von 9 Mio €, die im Wesentlichen die Segment Marine Systems, Multi Tracks, Materials Services und Automotive Technology betreffen, wurden im Wesentlichen durch Inanspruchnahmen überkompensiert.

Darüber hinaus war in den sonstigen Rückstellungen zum Ende des letzten Geschäftsjahres eine Rückstellung in einem zweistelligen Millionenbetrag aus nachfolgendem Sachverhalt enthalten: In dem Rechtsstreit zwischen dem Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH und der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) wegen der Eigenstromversorgung von Betrieben der thyssenkrupp Steel Europe AG für die Kalenderjahre 2014 bis 2019 und Zahlung von EEG-Umlagen und Zinsen, in dem der thyssenkrupp Steel Europe AG der Streit verkündet worden war, wurde ein Vergleich abgeschlossen. Hiernach steht HKM ein Leistungsverweigerungsrecht bezüglich der EEG Umlage für die Jahre 2014 bis 2020 zu. Durch Zahlung der im Gegenzug abzuführenden EEG Umlage für Strombezüge für das Jahr 2021 und anderweitige nicht EEG-pflichtige Stromversorgung für das Jahr 2022 hat sich der Rückstellungsbetrag auf einen sechsstelligen Eurobetrag für Prozesskosten reduziert und wird letztmalig berichtet.

05 Finanzschulden

Im Dezember 2022 haben die Ratingagentur Standard & Poor's das Rating von BB- auf BB und die Ratingagentur Moody's das Rating von B1 auf Ba3 mit Ausblick hochgestuft. Der Ausblick ist bei allen Agenturen "stable".

Am 06. März 2023 wurde die Anleihe der thyssenkrupp AG über 1.000 Mio € fristgerecht zurückgezahlt.

06 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Eventualverbindlichkeiten

Die thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Maximale Haftungsvolumen Rückstellung
Mio € 31.3.2023 31.3.2023
--- --- ---
Anzahlungsgarantien 4 0
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 151 0
Zahlungsgarantien 53 1
Sonstige Haftungserklärungen 5 0
Insgesamt 213 1

Die thyssenkrupp-Gruppe hat für die TK Elevator GmbH und deren Tochtergesellschaften Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von deren Auftraggebern ausgestellt bzw. ausstellen lassen; diese verringerten sich zum 31. März 2023 im Vergleich zum 30. September 2022 um 4 Mio € auf 17 Mio €. Das Erwerberkonsortium hat sich verpflichtet, thyssenkrupp von Aufwendungen im Zusammenhang mit den Bürgschaften und Garantien bis zu deren vollständigen Ablösung schadlos zu halten. Darüber hinaus hat thyssenkrupp als zusätzliche Sicherheit Garantien in gleichlautender Höhe von dem Erwerber erhalten.

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung oder die Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern.

Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen, aus dem zugrundeliegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein Dritter außerhalb der Gruppe beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die im Segment Steel Europe bestehenden langfristigen Abnahmeverträge für Eisenerz und Eisenerzpellets werden aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet. Im Vergleich zum 30. September 2022 verminderten sich die Abnahmeverpflichtungen um rund 0,4 Mrd € auf 0,9 Mrd €.

Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem Geschäftsjahresende 2021 / 2022 keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

07 Finanzinstrumente

Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der beizulegende Zeitwert dem bilanzierten Buchwert abzüglich der im sonstigen Ergebnis erfassten Wertberichtigungen.

Für die Vorzugsaktien im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung, welche als Eigenkapitalinstrument klassifiziert sind, wurde aufgrund der Bedeutung das Wahlrecht ausgeübt, diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) zu bilanzieren. In den Fremdkapitalinstrumenten unter der Bilanzposition "Sonstige finanzielle Vermögenswerte - langfristig" sind die Darlehen aus der Elevator-Transaktion enthalten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden; vgl. dazu auch Anhang-Nr. 02. Die übrigen Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert, soweit vorhanden, auf Börsenkursen zum Quartalsstichtag oder eigenen Bewertungsmodellen.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Quartalsstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrundeliegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrundeliegenden Basiszinsen.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cashflows stattfinden.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Quartalsstichtag vorgenommen. Das Hedge Accounting für CO2-Termingeschäfte wurde mit Beginn des Geschäftsjahres 2022 / 2023 aufgegeben. Marktwertschwankungen werden damit nicht mehr erfolgsneutral im Eigenkapital, sondern erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der Umsatzkosten erfasst.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 7.429 Mio € zum 31. März 2023 (30. September 2022: 8.923 Mio €) haben einen beizulegenden Zeitwert von 7.397 Mio € (30. September 2022: 8.763 Mio €), der nach Bewertungsmethoden ermittelt wurde, die Level 2 zuzuordnen sind.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:

BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.9.2022

Mio € 30.9.2022 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 117 0 117 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 1 0 1 0
Eigenkapitalinstrumente 13 7 5 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.408 2.408
Eigenkapitalinstrumente 59 59
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 38 38 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 26 0 26 0
Insgesamt 2.661 45 149 2.467
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 107 0 107 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 148 0 148 0
Insgesamt 255 0 255 0

BEWERTUNGSHIERARCHIE 31.3.2023

Mio € 31.3.2023 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 68 0 68 0
Eigenkapitalinstrumente 13 8 5 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.466 1.466
Eigenkapitalinstrumente 69 69
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 35 35 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 33 0 33 0
Insgesamt 1.683 43 106 1.534
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 57 0 57 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 31 0 31 0
Insgesamt 88 0 88 0

Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten auf Basis anerkannter Bewertungsmodelle bewertet wird.

Im Berichtsquartal gab es keine Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2. Für die in Level 3 eingestuften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der beizulegende Zeitwert dem bilanzierten Buchwert abzüglich der im sonstigen Ergebnis erfassten Wertberichtigungen.

Nachfolgend ist die Entwicklung der in Level 3 erfassten Eigenkapitalinstrumente dargestellt:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FINANZINSTRUMENTE LEVEL 3

Mio €
Stand am 30.9.2022 59
Ergebnisneutrale Veränderungen 10
Stand am 31.3.2023 69

Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Eigenkapitalinstrumente beinhalten ausschließlich die Vorzugsaktien aus der Elevator-Beteiligung. Die Anteile wurden unter Berücksichtigung der erwarteten Cashflows auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Effekt wird erfolgsneutral im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis innerhalb der Position "Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente" ausgewiesen.

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte

Zur Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle insbesondere zur Ermittlung der erwarteten Ausfallraten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat thyssenkrupp grundsätzlich folgendes Modell angewendet: Die erwarteten Ausfallraten werden im Wesentlichen aus externen Kreditinformationen und Ratings pro Kontrahent abgeleitet, was im Vergleich zur Bildung von Ratingklassen eine genauere Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit ermöglicht. Hierbei werden zum einen die durch Warenkreditversicherer vergebenen Risikonummern der Kunden und zum anderen die von Auskunfteien erteilten Bonitätsinformationen mittels eines zentralen Zuordnungssystems in eine individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde übersetzt. Diese individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde wird einheitlich in der thyssenkrupp-Gruppe verwendet. Es erfolgt eine quartalsweise Aktualisierung der Informationen. Sind keine Ratinginformationen auf Kontrahentenebene vorhanden, erfolgt eine Bewertung auf Basis der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit pro Segment zuzüglich eines angemessenen Risikozuschlags. Für den Gruppenabschluss zum 31. März 2023 wurden die aktuellen externen Kreditinformationen und Ratings verwendet, welche die derzeitigen Erwartungen der möglichen Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg bereits berücksichtigen. Somit ist in diesem Modell keine zusätzliche Anpassung der Wertberichtigung notwendig.

08 Segmentberichterstattung

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp.

Die Segmentinformationen für das 1. Halbjahr 2021 / 2022 und das 1. Halbjahr 2022 / 2023 bzw. für das 2. Quartal 2021 / 2022 und das 2. Quartal 2022 / 2023 stellen sich damit wie folgt dar:

SEGMENTINFORMATIONEN

Mio € Materials

Services
Industrial

Components
Automotive

Technology
Steel

Europe
Marine

Systems
Multi

Tracks
1. Halbjahr 2021/2022
Außenumsätze 7.548 1.302 2.243 5.298 853 2.368
Gruppeninterne Umsätze 188 9 7 763 1 165
Umsatzerlöse 7.736 1.311 2.250 6.061 853 2.533
EBIT 550 124 34 607 2 - 99
Bereinigtes EBIT 555 121 41 603 9 - 34
1. Halbjahr 2022/2023
Außenumsätze 6.988 1.388 2.677 5.544 1.007 1.513
Gruppeninterne Umsätze 155 7 3 716 - 2 34
Umsatzerlöse 7.143 1.395 2.680 6.260 1.005 1.548
EBIT 114 99 116 -142 32 -15
Bereinigtes EBIT2) 105 99 132 76 34 -10
2. Quartal 2021 / 2022
Außenumsätze 4.355 702 1.140 2.981 476 941
Gruppeninterne Umsätze 91 5 4 412 1 53
Umsatzerlöse 4.446 707 1.143 3.392 476 993
EBIT 331 67 - 4 495 3 - 49
Bereinigtes EBIT 336 65 3 479 3 - 33
2. Quartal 2022 / 2023
Außenumsätze 3.814 729 1.377 2.939 497 750
Gruppeninterne Umsätze 84 3 1 376 0 19
Umsatzerlöse 3.897 732 1.378 3.315 498 769
EBIT 91 61 88 - 328 14 3
Bereinigtes EBIT 85 61 89 -14 14 7
Mio € Corporate

Headquarters
Überleitung Elevator

Technology1)
Gruppe
1. Halbjahr 2021/2022
Außenumsätze 1 9 0 19.622
Gruppeninterne Umsätze 2 -1.135 0 0
Umsatzerlöse 3 -1.126 0 19.622
EBIT -108 - 29 93) 1.090
Bereinigtes EBIT - 88 - 28 0 1.180
1. Halbjahr 2022/2023
Außenumsätze 0 8 0 19.125
Gruppeninterne Umsätze 3 - 917 0 0
Umsatzerlöse 4 - 909 0 19.125
EBIT - 83 14 0 136
Bereinigtes EBIT2) - 84 21 0 373
2. Quartal 2021 / 2022
Außenumsätze 1 5 0 10.599
Gruppeninterne Umsätze 1 - 566 0 0
Umsatzerlöse 2 - 560 0 10.599
EBIT - 47 -14 93) 792
Bereinigtes EBIT - 36 -14 0 802
2. Quartal 2022 / 2023
Außenumsätze 0 2 0 10.107
Gruppeninterne Umsätze 1 - 484 0 0
Umsatzerlöse 2 - 483 0 10.107
EBIT - 38 -1 0 -110
Bereinigtes EBIT - 41 4 0 205

1) Nicht fortgeführte Aktivität (vgl. Anhang-Nr. 02).

2) Der Ausweis für das 1. Quartal 2022 / 2023 wurde für Steel Europe und die Gruppe angepasst.

Im 1. Halbjahr 2022 / 2023 bzw. im 2. Quartal 2022 / 2023 wurde die Definition der Steuerungskennzahl Bereinigtes EBIT hinsichtlich der zu berücksichtigenden Sondereffekte angepasst. Ursächlich hierfür war, dass das Hedge Accounting für CO2-Termingeschäfte im Segment Steel Europe mit Beginn des Geschäftsjahres 2022 / 2023 aufgegeben wurde. Marktwertschwankungen werden damit nicht mehr erfolgsneutral im Eigenkapital, sondern erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der Umsatzkosten erfasst. Die hieraus resultierenden Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung werden abweichend zur Vorgehensweise im 1. Quartal 2022 / 2023 im 1. Halbjahr 2022 / 2023 erstmals als Sondereffekt behandelt und beeinflussen somit nicht mehr die Steuerungskennzahl Bereinigtes EBIT. Das Bereinigte EBIT für das 1. Quartal 2022 / 2023 im Segment Steel Europe und für die thyssenkrupp Gruppe wurde entsprechend nachträglich angepasst; die Anpassung führte jeweils zu einer Verminderung des Bereinigten EBIT im Vergleich zur bisher berichteten Größe um insgesamt 87 Mio €.

Im Vergleich zum 30. September 2022 verminderte sich zum 31. März 2023 das durchschnittliche Capital Employed bei Marine Systems um 200 Mio € auf 1.018 Mio €, während es sich bei Multi Tracks um 87 Mio € auf 387 Mio € erhöhte.

Die Spalte "Überleitung" lässt sich wie folgt unterteilen:

AUFRISS ÜBERLEITUNG

Mio € Service Units Special Units Konsolidierung Überleitung
1. Halbjahr 2021 / 2022
Außenumsätze 7 2 0 9
Gruppeninterne Umsätze 101 16 -1.252 -1.135
Umsatzerlöse 107 19 -1.252 -1.126
EBIT 0 -10 -18 -29
Bereinigtes EBIT 0 -10 -18 -28
1. Halbjahr 2022 / 2023
Außenumsätze 10 1 - 3 8
Gruppeninterne Umsätze 118 14 -1.049 - 917
Umsatzerlöse 127 15 -1.052 - 909
EBIT 12 - 21 23 14
Bereinigtes EBIT 13 -15 23 21
2. Quartal 2021 / 2022
Außenumsätze 3 2 0 5
Gruppeninterne Umsätze 54 8 - 628 - 566
Umsatzerlöse 57 10 - 628 - 560
EBIT 3 - 6 -10 -14
Bereinigtes EBIT 2 - 6 -10 -14
2. Quartal 2022 / 2023
Außenumsätze 4 1 - 3 2
Gruppeninterne Umsätze 63 7 - 554 - 484
Umsatzerlöse 67 8 - 557 - 483
EBIT 9 -14 5 -1
Bereinigtes EBIT 9 - 9 5 4

Nachfolgend wird die Überleitungsrechnung der Ertragskennzahl Bereinigtes EBIT zum Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

ÜBERLEITUNG BEREINIGTES EBIT ZUM ERGEBNIS AUS FORTGEFÜHRTEN AKTIVITÄTEN (VOR STEUERN)

Mio € 1. Halbjahr

2021/2022
1. Halbjahr

2022/2023
2. Quartal

2021/2022
2. Quartal

2022/2023
Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung 1.180 373 802 205
Sondereffekte1) - 90 - 236 -11 - 315
EBIT gemäß Segmentberichterstattung 1.090 136 792 -110
+ Nicht operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode

bilanzierten Beteiligungen
- 69 - 36 - 32 - 9
+ Finanzierungserträge 496 445 250 241
- Finanzierungsaufwendungen - 594 - 519 - 292 - 259
- Bestandteile der Finanzierungserträge, die nach wirtschaftlicher

Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden
0 - 2 0 - 2
+ Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach

wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden
- 1 7 0 3
Ergebnis Gruppe (vor Steuern) 922 32 718 -135
- Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) - 9 0 - 9 0
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) gemäß

Gewinn- und Verlustrechnung
913 32 710 -135

1) Vgl. die Erläuterung der Quartals-Sondereffekte im Wirtschaftsbericht in der Berichterstattung zu den Segmenten.

Im aktuellen Berichtshalbjahr entfallen die Sondereffekte im Wesentlichen auf das Segment Steel Europe; sie resultieren aus dem Saldo aus Erträgen aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte und aus Wertminderungsaufwendungen im Anlagevermögen aufgrund gestiegener Kapitalkosten.

09 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bzw. die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden sind nachfolgend dargestellt:

UMSATZERLÖSE

Mio € Materials

Services
Industrial

Components
Automotive

Technology
Steel

Europe
Marine

Systems
Multi

Tracks
1. Halbjahr 2021 / 2022
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 1.040 1.093 1.734 5.605 27 1.237
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 6.686 161 158 116 2 200
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 279 5 84 103 27 233
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 6 0 266 0 794 843
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 52 8 245 3 21
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 8.012 1.312 2.250 6.069 853 2.533
Sonstige Umsatzerlöse - 277 - 1 0 - 8 0 0
Insgesamt 7.736 1.311 2.250 6.061 853 2.533
1. Halbjahr 2022 / 2023
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 959 1.153 2.054 5.787 19 323
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 5.894 187 212 97 7 24
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 364 4 117 111 27 180
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 1 0 276 0 873 982
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 50 18 263 80 37
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 7.219 1.393 2.675 6.258 1.007 1.546
Sonstige Umsatzerlöse - 76 2 5 3 - 2 2
Insgesamt 7.143 1.395 2.680 6.260 1.005 1.548
Mio € Corporate

Headquarters
Überleitung Gruppe
1. Halbjahr 2021 / 2022
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 0 - 851 9.886
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 0 - 218 7.106
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 3 - 69 665
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 0 -13 1.896
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 - 9 320
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 3 - 1.160 19.873
Sonstige Umsatzerlöse 0 34 - 251
Insgesamt 3 - 1.126 19.622
1. Halbjahr 2022 / 2023
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 0 - 682 9.612
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 0 - 76 6.345
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 3 - 86 719
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 0 - 9 2.122
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 - 6 441
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 3 - 860 19.240
Sonstige Umsatzerlöse 0 - 49 -115
Insgesamt 4 - 909 19.125

UMSATZERLÖSE

Mio € Materials

Services
Industrial

Components
Automotive

Technology
Steel

Europe
Marine

Systems
Multi

Tracks
2. Quartal 2021 / 2022
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 597 582 895 3.162 14 352
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 3.687 94 74 52 0 74
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 146 3 38 55 15 107
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 2 0 133 0 445 451
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 27 5 128 1 9
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 4.432 706 1.144 3.397 476 994
Sonstige Umsatzerlöse 14 1 0 - 5 0 -1
Insgesamt 4.446 707 1.143 3.392 476 993
2. Quartal 2022 / 2023
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 511 601 1.066 3.082 12 158
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 3.129 101 108 52 3 14
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 179 2 57 58 15 87
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 1 0 136 0 438 492
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 25 13 124 30 17
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 3.820 730 1.379 3.315 497 769
Sonstige Umsatzerlöse 77 2 - 1 0 0 0
Insgesamt 3.897 732 1.378 3.315 498 769
Mio € Corporate Headquarters Überleitung Gruppe
2. Quartal 2021 / 2022
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 0 - 434 5.169
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 0 - 96 3.885
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 2 - 36 328
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 0 - 7 1.025
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 - 6 165
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 2 - 578 10.572
Sonstige Umsatzerlöse 0 17 27
Insgesamt 2 - 560 10.599
2. Quartal 2022 / 2023
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 0 - 366 5.064
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 0 - 47 3.359
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 2 - 49 350
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 0 - 6 1.060
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 - 4 205
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 2 - 473 10.040
Sonstige Umsatzerlöse 0 -10 68
Insgesamt 2 - 483 10.107

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH KUNDENGRUPPEN

Mio € Materials

Services
Industrial

Components
Automotive

Technology
Steel

Europe
Marine

Systems
Multi

Tracks
1. Halbjahr 2021 / 2022
Automobilindustrie 953 475 2.122 1.398 0 563
Handel 933 117 106 1.219 3 200
Maschinen- und Anlagenbau 900 635 13 159 9 47
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 1.575 27 1 1.895 0 585
Bauwirtschaft 515 15 0 30 0 27
Öffentliche Hand 55 3 0 3 834 0
Verpackungsindustrie 73 0 0 764 0 0
Energie und Versorgung 71 9 0 275 0 15
Übrige Kundengruppen 2.937 30 8 325 8 1.095
Insgesamt 8.012 1.312 2.250 6.069 853 2.533
1. Halbjahr 2022 / 2023
Automobilindustrie 1.075 525 2.513 1.729 0 418
Handel 987 129 136 1.416 0 21
Maschinen- und Anlagenbau 654 641 11 151 3 54
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 1.232 17 1 1.391 0 34
Bauwirtschaft 363 16 0 27 0 0
Öffentliche Hand 40 6 0 2 991 0
Verpackungsindustrie 74 1 0 813 0 0
Energie und Versorgung 135 4 0 350 0 0
Übrige Kundengruppen 2.660 55 14 378 12 1.019
Insgesamt 7.219 1.393 2.675 6.258 1.007 1.546
2. Quartal 2021 / 2022
Automobilindustrie 509 263 1.085 769 0 205
Handel 644 63 47 585 2 70
Maschinen- und Anlagenbau 495 336 7 91 0 14
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 832 15 1 1.196 0 141
Bauwirtschaft 250 8 0 19 0 1
Öffentliche Hand 29 1 0 2 470 0
Verpackungsindustrie 37 0 0 453 0 0
Energie und Versorgung 44 4 0 150 0 3
Übrige Kundengruppen 1.592 16 4 133 3 559
Insgesamt 4.432 706 1.144 3.397 476 994
2. Quartal 2022 / 2023
Automobilindustrie 558 277 1.284 934 0 212
Handel 596 69 80 798 1 10
Maschinen- und Anlagenbau 335 339 5 78 0 8
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 658 6 1 731 0 19
Bauwirtschaft 193 9 0 13 0 0
Öffentliche Hand 20 3 0 0 490 0
Verpackungsindustrie 32 0 0 399 0 0
Energie und Versorgung 70 2 0 168 0 0
Übrige Kundengruppen 1.360 25 10 195 6 520
Insgesamt 3.820 730 1.379 3.315 497 769
Mio € Corporate

Headquarters
Überleitung Gruppe
1. Halbjahr 2021 / 2022
Automobilindustrie 1 9 5.521
Handel 1 - 422 2.157
Maschinen- und Anlagenbau 0 -19 1.745
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 0 - 684 3.399
Bauwirtschaft 0 -13 575
Öffentliche Hand 0 10 906
Verpackungsindustrie 0 7 845
Energie und Versorgung 0 2 371
Übrige Kundengruppen 1 - 49 4.354
Insgesamt 3 - 1.160 19.873
1. Halbjahr 2022 / 2023
Automobilindustrie 1 8 6.270
Handel 1 - 556 2.134
Maschinen- und Anlagenbau 0 - 3 1.511
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 0 - 244 2.430
Bauwirtschaft 0 - 4 401
Öffentliche Hand 0 1 1.041
Verpackungsindustrie 0 5 893
Energie und Versorgung 0 2 491
Übrige Kundengruppen 1 - 69 4.069
Insgesamt 3 - 860 19.240
2. Quartal 2021 / 2022
Automobilindustrie 0 - 21 2.811
Handel 0 - 85 1.327
Maschinen- und Anlagenbau 0 - 6 936
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 0 - 495 1.690
Bauwirtschaft 0 -1 277
Öffentliche Hand 0 -1 502
Verpackungsindustrie 0 - 2 488
Energie und Versorgung 0 -1 200
Übrige Kundengruppen 1 33 2.341
Insgesamt 2 - 578 10.572
2. Quartal 2022 / 2023
Automobilindustrie 1 - 23 3.243
Handel 1 - 278 1.275
Maschinen- und Anlagenbau 0 -1 763
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 0 -136 1.279
Bauwirtschaft 0 1 216
Öffentliche Hand 0 - 6 508
Verpackungsindustrie 0 - 2 429
Energie und Versorgung 0 0 240
Übrige Kundengruppen 0 - 28 2.087
Insgesamt 2 - 473 10.040

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN

Mio € Materials

Services
Industrial

Components
Automotive

Technology
Steel

Europe
Marine

Systems
Multi

Tracks
1. Halbjahr 2021 / 2022
Deutschsprachiger Raum1) 2.649 272 727 3.575 245 432
Westeuropa 1.328 247 296 1.243 113 815
Zentral- und Osteuropa 1.314 27 97 438 3 164
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 26 9 5 26 0 56
Nordamerika 2.145 328 571 368 9 212
Südamerika 21 97 25 72 44 111
Asien / Pazifik 375 31 22 27 158 158
Großraum China 37 260 447 55 4 208
Indien 36 24 3 41 12 188
Naher Osten & Afrika 80 16 57 225 265 189
Insgesamt 8.012 1.312 2.250 6.069 853 2.533
1. Halbjahr 2022 / 2023
Deutschsprachiger Raum1) 2.481 301 881 3.430 225 339
Westeuropa 1.107 268 365 1.404 204 196
Zentral- und Osteuropa 1.044 22 133 487 0 102
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 4 9 2 3 0 5
Nordamerika 2.160 373 703 538 2 251
Südamerika 15 120 15 59 133 91
Asien / Pazifik 196 34 28 20 114 70
Großraum China 82 224 475 42 0 205
Indien 62 27 15 43 45 76
Naher Osten & Afrika 68 16 57 232 284 211
Insgesamt 7.219 1.393 2.675 6.258 1.007 1.546
Mio € Corporate

Headquarters
Überleitung Gruppe
1. Halbjahr 2021 / 2022
Deutschsprachiger Raum1) 2 - 854 7.048
Westeuropa 0 -150 3.891
Zentral- und Osteuropa 0 - 97 1.946
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 0 122
Nordamerika 1 - 72 3.563
Südamerika 0 4 374
Asien / Pazifik 0 - 6 766
Großraum China 0 6 1.018
Indien 0 2 307
Naher Osten & Afrika 0 8 839
Insgesamt 3 - 1.160 19.873
1. Halbjahr 2022 / 2023
Deutschsprachiger Raum1) 1 - 690 6.968
Westeuropa 0 - 72 3.472
Zentral- und Osteuropa 0 - 41 1.746
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 0 23
Nordamerika 2 - 67 3.961
Südamerika 0 2 434
Asien / Pazifik 0 1 463
Großraum China 0 3 1.032
Indien 0 1 269
Naher Osten & Afrika 0 5 872
Insgesamt 3 - 860 19.240

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN

Mio € Materials

Services
Industrial

Components
Automotive

Technology
Steel

Europe
Marine

Systems
Multi

Tracks
2. Quartal 2021 / 2022
Deutschsprachiger Raum1) 1.607 151 355 2.000 161 146
Westeuropa 698 132 159 711 64 222
Zentral- und Osteuropa 718 15 56 244 0 77
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 8 3 2 15 0 31
Nordamerika 1.131 184 311 197 8 99
Südamerika 6 54 15 41 24 59
Asien / Pazifik 172 15 11 17 83 80
Großraum China 21 131 201 26 4 103
Indien 18 13 2 22 7 106
Naher Osten & Afrika 52 7 31 122 125 71
Insgesamt 4.432 706 1.144 3.397 476 994
2. Quartal 2022 / 2023
Deutschsprachiger Raum1) 1.426 168 467 1.819 92 242
Westeuropa 589 140 202 757 95 99
Zentral- und Osteuropa 546 13 71 257 0 62
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 2 9 2 2 0 2
Nordamerika 1.076 202 359 267 1 100
Südamerika 8 52 8 29 56 46
Asien / Pazifik 84 20 16 12 68 40
Großraum China 35 103 219 20 0 84
Indien 29 15 6 26 41 - 9
Naher Osten & Afrika 27 9 30 127 144 103
Insgesamt 3.820 730 1.379 3.315 497 769
Mio € Corporate

Headquarters
Überleitung Gruppe
2. Quartal 2021 / 2022
Deutschsprachiger Raum1) 1 - 436 3.985
Westeuropa 0 - 70 1.917
Zentral- und Osteuropa 0 - 34 1.076
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 0 58
Nordamerika 1 - 28 1.903
Südamerika 0 -1 199
Asien / Pazifik 0 - 3 374
Großraum China 0 - 3 483
Indien 0 -1 169
Naher Osten & Afrika 0 -1 408
Insgesamt 2 - 578 10.572
2. Quartal 2022 / 2023
Deutschsprachiger Raum1) 0 - 371 3.843
Westeuropa 0 - 45 1.836
Zentral- und Osteuropa 0 - 21 927
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 0 16
Nordamerika 1 - 27 1.978
Südamerika 0 - 2 198
Asien / Pazifik 0 0 239
Großraum China 0 - 4 458
Indien 0 0 107
Naher Osten & Afrika 0 - 2 438
Insgesamt 2 - 473 10.040

1) Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein

Von den Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden resultieren im 1. Halbjahr 2022 / 2023 2.580 Mio € (Vorjahr: 2.598 Mio €) bzw. im 2. Quartal 2022 / 2023 1.195 Mio € (Vorjahr: 1.439 Mio €) aus langfristigen Verträgen und im 1. Halbjahr 2022 / 2023 16.661 Mio € (Vorjahr: 17.274 Mio €) bzw. im 2. Quartal 2022 / 2023 8.845 Mio € (Vorjahr: 9.133 Mio €) aus kurzfristigen Verträgen bzw. im 1. Halbjahr 2022 / 2023 2.949 Mio € (Vorjahr: 3.016 Mio €) bzw. im 2. Quartal 2022 / 2023 1.105 Mio € (Vorjahr: 1.728 Mio €) aus zeitraumbezogen erfassten Umsatzerlösen und im 1. Halbjahr 2022 / 2023 16.291 Mio € (Vorjahr: 16.856 Mio €) bzw. im 2. Quartal 2022 / 2023 8.934 Mio € (Vorjahr: 8.844 Mio €) aus zeitpunktbezogen erfassten Umsatzerlösen.

10 Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge enthalten Erträge aus Zulagen und Zuschüssen in Höhe von 8 Mio € im 1. Halbjahr 2022 / 2023 (Vorjahr: 13 Mio €) bzw. in Höhe von 3 Mio € im 2. Quartal 2022 / 2023 (Vorjahr: 3 Mio €). Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Erträge Versicherungsentschädigungen in Höhe von 20 Mio € im 1. Halbjahr 2022 / 2023 (Vorjahr: 25 Mio €) bzw. in Höhe von 4 Mio € im 2. Quartal 2022 / 2023 (Vorjahr: 1 Mio €).

11 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält in der Zeile "Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen" im 1. Halbjahr 2022/2023 Aufwendungen in Höhe von 36 Mio € (Vorjahr: 69 Mio €) bzw. im 2. Quartal 2022 / 2023 Aufwendungen in Höhe von 9 Mio € (Vorjahr: 32 Mio €) aus den Stammaktien an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg, die Bestandteil der Elevator-Beteiligung sind (vgl. Anhang-Nr. 02).

12 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

ERGEBNIS JE AKTIE

1. Halbjahr 2021 / 2022 1. Halbjahr 2022 / 2023 2. Quartal 2021 / 2022
Gesamtbetrag

in Mio €
Ergebnis

je Aktie in €
Gesamtbetrag

in Mio €
Ergebnis

je Aktie in €
Gesamtbetrag

in Mio €
Ergebnis

je Aktie in €
--- --- --- --- --- --- ---
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 662 1,06 -147 - 0,24 556 0,89
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern)(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 9 0,01 0 0,00 9 0,01
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag)(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 671 1,08 -147 - 0,24 565 0,91
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 622.531.741 622.531.741 622.531.741
2. Quartal 2022 / 2023
Gesamtbetrag

in Mio €
Ergebnis

je Aktie in €
--- --- ---
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) - 223 - 0,36
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern)(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 0 0,00
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag)(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) - 223 - 0,36
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 622.531.741

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

13 Zusätzliche Informationen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds lässt sich wie folgt aus der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" herleiten.

HERLEITUNG ZAHLUNGSMITTELFONDS

Mio € 31.3.2022 30.9.2022 31.3.2023
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gemäß Bilanz 6.455 7.638 5.835
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen 43 0 0
Zahlungsmittelfonds gemäß Kapitalflussrechnung 6.498 7.638 5.835

Per 31. März 2023 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 20 Mio € (31. März 2022: 21 Mio €; 30. September 2022: 19 Mio €) von der Joint Operation HKM.

Essen, den 9. Mai 2023

thyssenkrupp AG Der Vorstand

Burkhard Merz Keysberg

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis 31. März 2023, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Düsseldorf, den 10. Mai 2023

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marc Ufer Dr. Markus Zeimes
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Gruppenzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe vermittelt und im Gruppenzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gruppe so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gruppe im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Essen, den 9. Mai 2023

thyssenkrupp AG

Der Vorstand

Burkhard Merz Keysberg

Weitere Informationen

Kontakt und Finanzkalender 2023 / 2024

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Communications

Telefon: (0201) 844-536043

Telefax: (0201) 844-536041

E-Mail: [email protected]

Investor Relations

E-Mail: [email protected]

Institutionelle Investoren und Analysten

Telefon: (0201) 844-536464

Telefax: (0201) 8456-531000

Privatanleger

Telefon: (0201) 844-536367

Telefax: (0201) 8456-531000

Herausgeber

thyssenkrupp AG

thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen

Postfach, 45063 Essen

Telefon: (0201) 844-0

Telefax: (0201) 844-536000

E-Mail: [email protected]

www.thyssenkrupp.com

Finanzkalender 2023 / 2024

10. August 2023

Zwischenbericht 9 Monate 2022 / 2023 (Oktober bis Juni)

22. November 2023

Geschäftsbericht 2022 / 2023 (Oktober bis September)

2. Februar 2024

Ordentliche Hauptversammlung

14. Februar 2024

Zwischenbericht 1. Quartal 2023 / 2024 (Oktober bis Dezember)

15. Mai 2024

Zwischenbericht 1. Halbjahr 2023 / 2024 (Oktober bis März)

Dieser Zwischenbericht ist am 11. Mai 2023 erschienen.

Inhouse produziert mit firesys.

Bildnachweis: thyssenkrupp

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Finanzbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen sind mit Unsicherheiten verbunden, da sie von thyssenkrupp nicht beeinflusst oder kontrolliert werden können, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesem Finanzbericht explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Die in diesem Finanzbericht enthaltenen zukunftsbezogene Aussagen werden nicht an Ereignisse oder Entwicklungen angepasst, die nach dem Datum dieses Berichts eintreten.

Rundungen und Veränderungsraten

Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet, Verschlechterungen mit Minus (-). Bei sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten (≥ 100 % bzw. ≤ −100 %) wird die Veränderungsrichtung durch ++ bzw. -- angezeigt.

Abweichungen aus technischen Gründen

Dieser Finanzbericht ist von der Gesellschaft aufgrund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum elektronischen Bundesanzeiger einzureichen. Aus technischen Gründen kann es beim Bundesanzeiger Verlag zu Abweichungen in den im Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen kommen.

Der Finanzbericht steht in deutscher Sprache und in englischer Übersetzung im Internet unter www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Finanzberichts der englischen Übersetzung vor.

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