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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2023

Feb 14, 2023

435_rns_2023-02-14_8ec472b2-6faa-430d-9a6f-0cdf1b9759e8.html

Interim / Quarterly Report

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Publication

thyssenkrupp AG

Duisburg und Essen

Zwischenbericht 1. Quartal 2022/2023

Zwischenbericht 1. Quartal 2022 | 2023

thyssenkrupp in Zahlen

Gruppe insgesamt
1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023 Veränderung in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 10.398 9.177 -1.222 -12
Umsatzerlöse Mio € 9.023 9.018 -5 0
EBITDA Mio € 554 485 -70 -13
EBIT2) Mio € 298 246 -52 -18
EBIT-Marge % 3,3 2,7 -0,6 -17
Bereinigtes EBIT2) Mio € 378 254 -123 -33
Bereinigte-EBIT-Marge % 4,2 2,8 -1,4 -33
Ergebnis vor Steuern Mio € 203 167 -37 -18
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag)

bzw. Ergebnis nach Steuern
Mio € 122 98 -24 -20
davon Anteil der Aktionäre

der thyssenkrupp AG
Mio € 106 75 -31 -29
Ergebnis je Aktie 0,17 0,12 -0,05 -29
Operating Cashflow Mio € -599 -137 462 77
Cashflow für Investitionen Mio € -253 -227 25 10
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 25 14 -10 -41
Free Cashflow3) Mio € -827 -350 477 58
Free Cashflow vor M&A3) Mio € -858 -365 494 58
Netto-Finanzguthaben (31.12.) Mio € -2.701 -3.258 -557 -21
Eigenkapital (31.12.) Mio € 11.425 14.476 3.051 27
Gearing (31.12.) % -4) -4) - -
Mitarbeiter (31.12.) 100.386 97.323 -3.063 -3
Gruppe - Fortgeführte Aktivitäten1)
1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023 Veränderung in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 10.398 9.177 -1.222 -12
Umsatzerlöse Mio € 9.023 9.018 -5 0
EBITDA Mio € 554 485 -70 -13
EBIT2) Mio € 298 246 -52 -18
EBIT-Marge % 3,3 2,7 -0,6 -17
Bereinigtes EBIT2) Mio € 378 254 -123 -33
Bereinigte-EBIT-Marge % 4,2 2,8 -1,4 -33
Ergebnis vor Steuern Mio € 203 167 -37 -18
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag)

bzw. Ergebnis nach Steuern
Mio € 122 98 -24 -20
davon Anteil der Aktionäre

der thyssenkrupp AG
Mio € 106 75 -31 -29
Ergebnis je Aktie 0,17 0,12 -0,05 -29
Operating Cashflow Mio € -599 -137 462 77
Cashflow für Investitionen Mio € -253 -227 25 10
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 25 14 -10 -41
Free Cashflow3) Mio € -827 -350 477 58
Free Cashflow vor M&A3) Mio € -858 -365 494 58
Netto-Finanzguthaben (31.12.) Mio €
Eigenkapital (31.12.) Mio €
Gearing (31.12.) %
Mitarbeiter (31.12.)

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).

3) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

4) Aufgrund des deutlich positiven Eigenkapitals und des ausgewiesenen Netto-Finanzguthabens ist die Aussage der Gearing-Kennzahl bedeutungslos.

STAMMDATEN UND KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE / ADR

ISIN Anzahl Aktien (insgesamt) Stück 622.531.741
Aktien (Börsen Frankfurt, Düsseldorf) DE 000 750 0001 Kurs Ende Dez. 2022 5,70
ADR (Außerbörslicher Handel) US88629Q2075 Marktkapitalisierung Ende Dez. 2022 Mio € 3.548
Kürzel
Aktien TKA
ADR TKAMY

Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

In diesem Finanzbericht verwenden wir im Interesse der besseren Lesbarkeit ausschließlich die grammatisch männliche Form, wie bspw. "Aktionär" oder "Mitarbeiter"). Sie bezieht sich immer zugleich auf alle Geschlechter der Menschen, um die es geht: männlich, weiblich, divers.

Vorwort

Dr. Klaus Keysberg

Vorstand für Finanzen (CFO)

Sehr geehrte Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,

thyssenkrupp hat sich im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 in einem herausfordernden Umfeld gut behauptet und die Transformation hin zu einer Gruppe weitgehend selbständiger, leistungsfähiger Technologie-Unternehmen weiter vorangetrieben.

Die Entwicklung der Finanzkennzahlen des 1. Quartals ist von zwei wesentlichen Effekten geprägt. Zum einen hat sich die erwartete Normalisierung der Preise insbesondere bei Materials Services und zum anderen haben sich die Portfolioveränderungen bei Multi Tracks durch entsprechende Rückgänge bei Auftragseingang, Umsatz und Bereinigtem EBIT ausgewirkt. Insgesamt konnten wir den Umsatz der Unternehmensgruppe aber auf Grund der positiven Entwicklung der übrigen Segmente auf Vorjahresniveau halten. Bei Auftragseingang und Bereinigtem EBIT liegt die Gruppe im ersten Quartal wie erwartet unter Vorjahr. Beim Free Cashflow vor M&A haben wir uns gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert und damit einen großen Schritt in Richtung unseres Gesamtjahresziels eines mindestens ausgeglichenen Werts gemacht. Vorbehaltlich der aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten weiterhin nur eingeschränkt verlässlichen Planbarkeit bestätigen wir unsere Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Dank unserer dezentralen Aufstellung und den effektiven Performance-Maßnahmen sind die Geschäfte von thyssenkrupp heute sehr viel besser in der Lage, mit Herausforderungen in ihrem Umfeld umzugehen und sich zudem auf Chancen einzustellen. Auch in der derzeit unsicheren Situation wollen wir weiterhin in die Entwicklung der Geschäfte investieren, um die vielfältigen Zukunftschancen zu nutzen, die sich für unsere Technologien bieten. So sind wir beispielsweise mit der geplanten Direktreduktionsanlage bei Steel Europe, unserem Elektrolysegeschäft thyssenkrupp nucera und unserem Ammoniak-Spezialisten Uhde einer der Wegbereiter für die grüne Transformation der Industrie. Auch Geschäfte wie Automotive Technology und Marine Systems sind hervorragend positioniert, um von großen Zukunftstrends wie zum Beispiel E-Mobilität, autonomes Fahren, aber auch dem veränderten sicherheitspolitischen Umfeld profitieren zu können.

Zugleich setzen wir alles daran, unser Cashflow-Ziel im laufenden Geschäftsjahr zu erreichen. Daher verfolgen wir einen Drei-Punkte-Plan: erstens Maßnahmen zur Ergebnissicherung, zweitens Verbesserungen bei der Kapitalproduktivität und drittens eine lagebezogene, temporäre Absenkung der Investitionen. Wir planen auch im laufenden Geschäftsjahr noch mit Investitionen, die über den Abschreibungen liegen. Die Freigabe der Mittel erfolgt aber restriktiv und schrittweise - je nachdem, wie die gesamtwirtschaftliche Lage verläuft und welche Fortschritte die Geschäfte bei der Ergebnissicherung und der Kapitalproduktivität machen. Die Geschäfte müssen sich ihre Investitionen somit selbst verdienen - ganz im Sinne unseres Konzeptes einer Unternehmensgruppe.

Die Unternehmensgruppe thyssenkrupp übernimmt damit die Rolle eines aktiven Eigentümers. Wir sehen unsere Aufgabe vor allem darin, die Managementteams der Geschäfte zu befähigen, das volle Potenzial aus ihren jeweiligen Bereichen rauszuholen und sie bei der Umsetzung ihrer Zukunftspläne aktiv zu unterstützen. Dabei haben operative Leistungsfähigkeit und Produktivität für uns weiterhin höchste Priorität. Mit diesem Ansatz stärken wir die Geschäfte, machen die Gruppe insgesamt widerstandsfähiger und realisieren wertmaximierende Entwicklungspfade für Sie als Aktionäre. Die Unternehmensgruppe thyssenkrupp ist damit auf einem guten Weg, nachhaltig seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und langfristig dividendenfähig zu werden.

Vielen Dank, dass Sie uns beim Umbau der Gruppe weiterhin unterstützen.

Dr. Klaus Keysberg

Zwischenlagebericht

Vorbemerkungen

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp.

Im Geschäftsjahr 2020/2021 wurden im Segment Multi Tracks die Verkäufe von Mining, Infrastructure und des Edelstahlgeschäfts eingeleitet. Der Verkauf des Edelstahlgeschäfts wurde Ende Januar 2022 abgeschlossen. Im Zusammenhang mit dem Verkauf wurde vereinbart, dass thyssenkrupp Anteile in Höhe von 15% an der italienischen Gesellschaft Acciai Speciali Terni S.p.A. (AST) behält. Diese Anteile werden im Rahmen der Segmentberichterstattung der "Überleitung" zugeordnet. Ende Januar 2022 wurden zudem der Verkauf von Infrastructure sowie Ende August 2022 der Verkauf von Mining abgeschlossen.

Seit dem Ende Juli 2020 erfolgten Verkauf des Aufzuggeschäfts Elevator Technology hält thyssenkrupp eine Beteiligung, die Bestandteil der für den Verkauf erhaltenen Gegenleistung war; die Beteiligung ist dem Segment Multi Tracks zugeordnet. Zu weiteren Einzelheiten hinsichtlich der Beteiligung siehe auch Anhang-Nr. 02 (Einzelne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte und nicht fortgeführte Aktivität) und Anhang-Nr. 07 (Finanzinstrumente). Ungeachtet der bereits erfolgten Entkonsolidierung wurden im Vorjahr in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf der Aufzugaktivitäten stehende noch anfallende nachlaufende Aufwendungen und Erträge sowie Cashflows weiterhin separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen; im 1. Quartal des Berichtsjahres ergaben sich keine nachlaufenden Aufwendungen und Erträge, nachlaufende Cashflows werden hier aufgrund Unwesentlichkeit nicht mehr separat dargestellt.

Die thyssenkrupp AG und ihre Tochterunternehmen werden in diesem Zwischenlagebericht nicht als "Konzern", sondern als "Gruppe" bezeichnet. Die Gruppe umfasst dabei den rechtlichen Konsolidierungskreis. Darüber hinaus gliedert sich die Darstellung des Geschäftsverlaufs nach Segmenten. Den jeweiligen Segmenten sind hierbei eine kurze Beschreibung des Geschäftsmodells sowie die Erläuterung der Mittelfristziele vorweggestellt.

Wirtschaftsbericht

Auftragseingang Mio € Umsatzerlöse Mio € EBIT1) Mio €
1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023 1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023 1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023
--- --- --- --- --- --- ---
Materials Services 3.722 3.348 3.290 3.246 219 22
Industrial Components 601 783 604 663 57 38
Automotive Technology 1.090 1.383 1.106 1.302 38 28
Steel Europe 2.481 3.035 2.669 2.945 112 186
Marine Systems 479 133 377 508 -2 18
Multi Tracks2) 2.567 913 1.540 779 -50 -18
Corporate Headquarters 1 2 2 2 -61 -44
Überleitung -543 -420 -565 -427 -15 15
Gruppe fortgeführte Aktivitäten2) 10.398 9.177 9.023 9.018 298 246
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten2) 0 0 0 0 0 0
Gruppe insgesamt 10.398 9.177 9.023 9.018 298 246
Bereinigtes EBIT1) Mio € Mitarbeiter
1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023 31.12.2021 31.12.2022
--- --- --- --- ---
Materials Services 219 20 15.454 16.040
Industrial Components 56 38 12.591 12.056
Automotive Technology 38 43 19.695 20.598
Steel Europe 124 177 26.247 26.222
Marine Systems 6 20 6.555 7.159
Multi Tracks2) -1 -17 17.661 13.068
Corporate Headquarters -51 -43 622 609
Überleitung -14 16 1.561 1.571
Gruppe fortgeführte Aktivitäten2) 378 254 100.386 97.323
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten2) 0 0 0 0
Gruppe insgesamt 378 254 100.386 97.323

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).

2) Siehe auch Vorbemerkungen.

Zusammenfassung

Geschäftsentwicklung im 1. Quartal bestätigt Gesamtjahreserwartung der Gruppe, Geschäftsjahr weiterhin mit Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Geschäftsverlauf der Gruppe im 1. Quartal im Vergleich zum Vorjahr

Auftragseingang unter Vorjahr, i.W. durch transaktionsbedingte Rückgänge im Segment Multi Tracks sowie preisbedingten Rückgang bei Materials Services; positive Entwicklungen bei Industrial Components, Automotive Technology und Steel Europe
Umsatz insgesamt auf Vorjahresniveau; Rückgänge bei Multi Tracks und Materials Services kompensiert durch Steigerungen in den übrigen Segmenten
Bereinigtes EBIT deutlich unter Vorjahr, i.W. getrieben durch erwartungsgemäß starken Rückgang der Preise bei Materials Services; gegenläufig i.W. Steel Europe mit höherem Ergebnisbeitrag, Automotive Technology und Marine Systems ebenfalls über Vorjahr
Periodenergebnis unter Vorjahr, i.W. infolge der operativen Entwicklung
FCF vor M&A i.W. durch geringeren Aufbau des Nettoumlaufvermögens erwartungsgemäß deutlich verbessert gegenüber Vorjahr, dabei weiterhin negativ

Geschäftsverlauf in den Segmenten im 1. Quartal im Vergleich zum Vorjahr:

Materials Services mit leichtem Umsatzrückgang und deutlich geringerem Bereinigten EBIT i.W. aufgrund rückläufiger Preise
Industrial Components insgesamt mit deutlich gestiegenem Auftragseingang und Umsatz durch Steigerungen in beiden Business Units; Bereinigtes EBIT deutlich unter Vorjahr u.a. aufgrund von deutlich gestiegenen Faktorkosten sowie höherem Wettbewerb im Bereich Windenergie (insb. China)
Automotive Technology mit deutlicher Steigerung bei Auftragseingang, Umsatz und Bereinigtem EBIT, u.a. getrieben durch gestiegene Kundennachfrage (trotz weiterhin eingeschränkter Verfügbarkeit von elektronischen Halbleitern) sowie operative Ergebnisverbesserung; höhere Faktorkosten i. W. kompensiert durch Preis- und Effizienzmaßnahmen
Steel Europe mit deutlichem Anstieg von Umsatz und Bereinigtem EBIT durch gestiegene und weiterhin hohe Erlöse aufgrund längerfristiger Kontraktstruktur sowie positive Effekte aus der Derivatebewertung der CO2-Termingeschäfte; mengenmäßiger Versand unter Vorjahr aufgrund zurückhaltender Geschäftsaktivitäten über nahezu alle Kundengruppen hinweg
Marine Systems mit deutlich höherem Umsatz und Bereinigtem EBIT i.W. durch Legung der Schlussrechnung für die Ablieferung einer Fregatte an einen Kunden aus dem nordafrikanischen Raum
Multi Tracks transaktionsbedingt insgesamt mit deutlich rückläufigem Auftragseingang, Umsatz und Bereinigten EBIT i.W. getrieben durch die Entkonsolidierung des Edelstahlgeschäfts; Mehrzahl der verbleibenden Geschäfte mit positiven Entwicklungen
Corporate Headquarters mit verbessertem Bereingten EBIT i.W. infolge zeitlicher Verschiebung von allgemeinen Verwaltungskosten sowie Einsparungen von IT-Kosten

Gesamtjahresprognose bestätigt: Bereinigtes EBIT im mittleren bis hohen dreistelligen Mio€ Bereich und mindestens ausgeglichener FCF vor M&A (siehe Prognosebericht)

Portfolio- und Performance-Maßnahmen werden unvermindert vorangetrieben: weitere Reduktion von insgesamt 3.063 Mitarbeitern gegenüber Vorjahr

Mittelfristziele für die Unternehmensgruppe im Geschäftsbericht 2021/2022 und beim Capital Market Update am 25. November 2022 bestätigt: Bereinigte EBIT-Marge von 4-6%, signifikant positiver FCF vor M&A sowie Rückkehr zur verlässlichen Dividendenzahlung für das Gesamtunternehmen; Mittelfristziele auf Segmentebene s. Kapitel "Berichterstattung zu den Segmenten"

Makro- und Branchenumfeld

Energiepreise, Inflation und Zinspolitik der Notenbanken - Weltwirtschaft unter Druck

Stark gestiegene Energiepreise insb. in Europa durch den Krieg in der Ukraine, Drosselung der weltweiten Konjunktur durch Höchstwerte bei den Inflationsraten sowie Zinserhöhungen der Notenbanken; Erwartung einer Seitwärtsbewegung des Wirtschaftswachstums in den Industrienationen in 2023 mit leichten Anzeichen auf Erholung Richtung 2024
Wachstumsprognose der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 bei einem Plus von 3,0%; Wachstumserwartungen für 2023 nur noch bei 1,9%
Industrieländer: Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion 2022 bei einer Rate von 2,6% deutlich unter Vorjahr; 2023 derzeit Wachstum nur noch von 0,6 % prognostiziert
Schwellenländer: BIP-Wachstum 2022 von 3,5% ebenfalls deutlich unter Vorjahr; 2023 kaum Veränderung bei einem Wachstum von 3,5%
Risiken und Unsicherheiten: Anhaltend hohe Inflationsraten und weitere Zinserhöhungen der Notenbanken; mögliche Eskalation des Kriegs in der Ukraine mit Auswirkungen auf die Energiekrise insb. in Europa; Ungewissheit über die weitere Entwicklung bei zahlreichen anderen geo-politischen Krisenherden sowie bei handelspolitischen Konflikten; potenzielle Infektionswellen in China nach dem Ende der Null-Covid-Politik mit Auswirkungen auf chinesische Konjunktur und weltweite Lieferketten; Engpässe in der Versorgung mit elektronischen Halbleitern; Gefahr wiederkehrender Flut- bzw. Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels; mögliche Zuspitzung der Verschuldungsproblematik insb. in einigen Ländern Europas als Folge der Zinspolitik der Notenbanken in Verbindung mit vertiefter Rezession; weiterhin Risiken durch hohe Energie-, Material- und Rohstoffpreise insb. in den Industrieregionen

BRUTTOINLANDSPRODUKT

reale Veränderung zum Vorjahr in % 20221) 20232)
Europäische Union 3,5 0,2
Deutschland 1,9 0,3
Osteuropa und Zentralasien -4,1 -1,8
USA 2,0 0,5
Brasilien 2,9 1,6
Japan 1,2 1,1
China 2,8 5,0
Indien 7,0 5,3
Naher Osten & Nordafrika 6,2 3,1
Welt 3,0 1,9

1) Kalenderjahr, teilweise noch Schätzungen

2) Kalenderjahr, Prognosen

Quelle: IHS Markit

Automobilindustrie

Weltweiter Absatz von Pkw sowie leichten Nutzfahrzeugen in 2022 in der Größenordnung des Vorjahres, Produktion mit Zuwachs, jedoch vor allem gebremst durch materialbedingte Produktionseinschränkungen (insb. wg. Chipmangels) und logistische Herausforderungen in globalen Lieferketten
Weiteres Wachstum in 2023 erwartet; Rückkehr zum Niveau vor der Pandemie aufgrund anhaltender Chipknappheit frühestens 2024/2025 erwartet
Europa: Produktion in 2022 in der Größenordnung des Vorjahres (Westeuropa positiv), Absatz rückläufig; 2023 Erholung erwartet, jedoch weiterhin deutlich unter Niveau vor der Pandemie
Nordamerika: Produktion in 2022 mit Zuwachs gegenüber Vorjahr, Absatz rückläufig; 2023 positiv erwartet
China: Produktion und Absatz in 2022 mit Zuwachs gegenüber Vorjahr; 2023 Produktion in der Größenordnung des Vorjahres, Absatz positiv erwartet

Maschinenbau

Deutschland: Trotz hoher Inflation, den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine sowie anhaltenden Liefer- und Materialengpässen reales Produktionsplus von etwa 1% für 2022; erwarteter Rückgang um 2% in 2023
USA: Erwartetes Plus von rund 7% in 2022 und etwa 2,5% Wachstum in 2023 im Maschinenbau; potenzieller Rückenwind durch fiskalische Hilfsmaßnahmen (insb. Inflation Reduction Act); mögliche Verlangsam der Entwicklung durch anhaltende Lieferkettenprobleme
China: Wachstumserwartung im Maschinenbau für 2022 und 2023 gleichbleibend bei knapp 6%; Fokus der Regierung nach Ende der Null-Covid-Politik auf wirtschaftlicher und sozialer Stabilität; mögliche Störungen in Produktion und Lieferketten durch Corona-Infektionswellen

Bauwirtschaft

Deutschland: Prognostizierter Einbruch der Bautätigkeit von etwa 3%; insb. im Wohnungsbau gegen Ende 2022 getrieben durch gestiegene Zinsen, hohe Inflation der Baukosten und allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit; keine Trendwende in Sicht in 2023 trotz abflauender Inflationsraten
USA: Starker Einbruch in 2022 von knapp 11% sowie weiterer Rückgang in 2023 von 5% erwartet; mögliche positive Impulse durch Ausgabenprogramme im Infrastruktursektor (insb. Inflation Reduction Act); vermutlich weitere Belastung insb. im Wohnungsbau durch anhaltend hohe Inflation sowie Zinserhöhungen
China: Relativ schwache Wachstumsprognose von etwa 5% in 2022; leichte Erholung auf 7% erwartet im laufenden Jahr; vermutlich Kompensation der schwächeren Situation im Wohnungsbau durch starkes Wachstum im Infrastruktursektor getrieben durch Maßnahmen der Regierung

Stahlumfeld

Globale Walzstahlnachfrage nahm 2022 voraussichtlich um 2,3% ab; Rückgänge in vielen Ländern und Regionen, darunter China (-4,0%) und die EU27 und Großbritannien (-3,5%); Zuwächse dagegen u.a. in USA um 2,1% und Indien um 6,1%; Global moderate Nachfrageerholung in 2023 um 1,0% erwartet, die jedoch mit hohen Unsicherheiten behaftet ist
EU-Qualitätsflachstahlmarkt zu Beginn des Geschäftsjahres wieder leicht steigend, aber noch deutlich unter Vorjahresniveau; Importanteil weiterhin hoch
Nach kontinuierlichen Rückgängen der globalen Spotmarktpreise für Flachstahl seit April 2022 sind seit Ende letzten Jahres wieder leichte Zuwächse zu verzeichnen; Rohstoffpreise haben seit dem Frühjahr 2022 ebenfalls nachgegeben, ziehen jedoch in den vergangenen Wochen wieder deutlich an
Herausforderndes Stahlmarktumfeld aufgrund der allgemeinen Konjunkturschwäche und vielfältiger Risiken, i.W. Krieg in der Ukraine, Inflation und Corona-Infektionswellen insb. in China

ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN

20221) 20232)
Fahrzeugproduktion, in Mio Pkw und leichte Nutzfahrzeuge3)
--- --- ---
Welt 82,0 85,0
Westeuropa (inkl. Deutschland) 9,8 10,8
Deutschland 3,6 4,1
Nordamerika (USA, Mexiko, Kanada) 14,3 15,1
USA 9,8 10,3
Mexiko 3,3 3,5
Japan 7,4 7,9
China 26,1 26,4
Indien 5,1 5,5
Brasilien 2,2 2,3
Maschinenbauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr
Welt 6,5 3,0
Europäische Union 5,0 -0,2
Deutschland 1,0 -2,0
USA 7,1 2,2
Japan 11,4 3,0
China 5,8 5,8
Indien 8,7 5,9
Bautätigkeit, real, in % gegenüber Vorjahr
Welt 1,3 1,9
Europäische Union 2,4 -1,1
Deutschland -2,7 -2,3
USA -10,9 -5,1
Japan -0,4 7,9
China 5,3 6,9
Indien 11,3 3,2
Stahlnachfrage, in % gegenüber Vorjahr
Welt -2,3 1,0
Deutschland -4,9 -3,9
EU(27) + Großbritannien -3,5 -1,3
USA 2,1 1,6
China -4,0 0,0
Indien 6,1 6,7

1) Kalenderjahr, teilweise noch Schätzungen

2) Kalenderjahr, Prognosen

3) Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 6t

Quellen: IHS Markit, Oxford Economics, worldsteel, nationale Verbände, eigene Schätzungen

Berichterstattung zu den Segmenten

Materials Services

Materials Services ist der größte werksunabhängige Werkstoffhändler und -dienstleister der westlichen Welt (Europa & Nordamerika). Unser Leistungsspektrum reicht von qualitativ hochwertigen Roh- und Werkstoffen über technische Dienstleistungen bis hin zu intelligenten Prozessen in den Bereichen Automatisierung, verlängerte Lieferkette sowie Lager- und Bestandsmanagement.

Auf der Grundlage unserer Strategie "Materials as a Service" wollen wir uns sowohl im smarten Werkstoffhandel als auch im integrierten Supply-Chain-Geschäft fortwährend weiterentwickeln. Hierbei ist unser vorrangiges Ziel, unsere führenden Marktpositionen in Europa und Nordamerika zu festigen bzw. weiter auszubauen. Wir planen mittelfristig mit Lagerversandmengen von über 6 Mio Tonnen weltweit, einer Bereinigten EBIT-Marge von 2-3% sowie einem ROCE-Wert größer 9%. Die Cash Conversion Rate soll bei ca. 0,8 liegen.

Im laufenden Geschäftsjahr liegt der Schwerpunkt unserer Initiativen auf profitablem Wachstum in Nordamerika sowie auf der Fokussierung unseres Standortnetzwerks in Europa. So schreiten beispielsweise unsere Investitionsprojekte in den USA und Mexiko, deutlich voran. Darüber hinaus steht bei Materials Services die Weiterentwicklung digitaler und nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen mittels eines systematischen Innovationsprozesses auf der Agenda. So konnten wir bspw. im 1. Quartal unsere digitale Transformation durch den Start des Online-Marktplatzes SteelBuy erfolgreich weiterentwickeln.

3,2 Mrd €

Umsatz

16.040

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

MATERIALS SERVICES IN ZAHLEN

1. Quartal

2021/2022
1. Quartal

2022/2023
Veränderung

in %
Auftragseingang Mio € 3.722 3.348 -10
Umsatzerlöse Mio € 3.290 3.246 -1
EBITDA Mio € 251 56 -78
EBIT Mio € 219 22 -90
Bereinigtes EBIT Mio € 219 20 -91
Bereinigte-EBIT-Marge % 6,7 0,6 -
Investitionen Mio € 15 17 9
Mitarbeiter (31.12.) 15.454 16.040 4

Auftragseingang

Deutlich unter Vorjahr, i.W. aufgrund von Preisrückgängen, insb. beim europäischen lagerführenden Werkstoffhandel sowie im Streckengeschäft; dagegen gesamter Supply Chain ServicesBereich sowie der nordamerikanische lagerführende Werkstoffhandel insb. aufgrund positiver USD-Wechselkurseffekte mit Steigerungen gegenüber Vorjahr

Umsatz

Leicht unter Vorjahr, i.W. bedingt durch rückläufige Preise in nahezu allen Produktbereichen
Umsatzrückgang insb. beim europäischen lagerführenden Werkstoffhandel und beim Streckengeschäft
Positive Entwicklung der automobilnahen Service-Center, des Supply Chain-Services-Bereichs sowie des nordamerikanischen Werkstoffhandels i.W. wechselkursbedingt
Absatz insgesamt leicht über Vorjahr (2,2 Mio t vs. 2,1 Mio t) aufgrund deutlicher Erhöhung im Streckengeschäft bei Materials Trading; alle übrigen Geschäfte mit rückläufigen Versandmengen

Bereinigtes EBIT

Weiterhin positiv bei deutlichem Rückgang gegenüber Vorjahr, i.W. durch eine geringere Marge aufgrund niedrigerer Preise

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

Keine wesentlichen Sondereffekte

Investitionen

Erwerb der Westphalia DataLab GmbH zur Stärkung der Expertise im Bereich digitaler Supply Chain Services sowie zur beschleunigten Entwicklung konkreter Lösungen in diesem Bereich
Weitere Fortschrittszahlungen im Zuge des Baus der beiden nordamerikanischen Service-Center in Texas, USA, und San Luis Potosi, Mexiko
Modernisierungs- und Ersatzinvestition bei Lager- und Serviceeinheiten; Fortsetzung der digitalen Transformation

Industrial Components

Industrial Components umfasst zwei Business Units: das Großwälzlager- und das Schmiedegeschäft. Insgesamt streben wir mittelfristig ein jährliches Umsatzwachstum von 3-5%, eine Bereinigte EBIT-Marge von mindestens 10% sowie eine Cash Conversion Rate von 0,6-0,8 an.

Als weltweiter Marktführer für Großwälzlager und einer der größten Hersteller von nahtlos gewalzten Ringen streben wir im Bereich Bearings mittelfristig ein Umsatzwachstum von durchschnittlich mindestens 5% pro Jahr an. Um unsere Leistungsfähigkeit zu erhöhen, wollen wir kontinuierlich Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzverbesserung umsetzen - so auch im laufenden Geschäftsjahr. Zudem verfolgen wir eine langfristige Investitionsstrategie mit dem Ziel, vom mittelfristig zu erwartenden deutlichen Marktwachstum im Windenergiebereich für die Energie- und Wasserstoffproduktion profitieren zu können. So wurde bspw. der erste Teil einer neuen Produktionslinie in Indien in Betrieb genommen. Als zuverlässiger Partner wollen wir Wegbereiter der nachhaltigen Transformation zahlreicher Industrien und Branchen sein und mit unseren Lösungen sowie unserem globalen Netzwerk den Ausbau von on- wie offshore Windenergieanlagen vorantreiben.

Forged Technologies als Spezialist für das Schmiedegeschäft gehört weltweit zu den führenden Herstellern von Motoren-, Fahrwerks- und Baumaschinenkomponenten. Mittelfristig ist es unser Ziel, unseren Marktanteil zu steigern und mit neuen Produkten zu wachsen. Die Schwerpunkte im laufenden Geschäftsjahr liegen weiterhin auf der Steigerung unserer Personaleffizienz und der Optimierung unserer Produktions- und Logistikprozesse. Ein wichtiger Fokus liegt zudem auf der erfolgreichen Umsetzung der Investitionsvorhaben zur Transformation der Business Unit. So konnten wir u.a. zu Beginn des Geschäftsjahres den erfolgreichen Start der Serienproduktion von Lkw-Chassis-Komponenten begleiten. Beim Thema Nachhaltigkeit liegt unser Fokus weiterhin auf der stetigen Verbesserung unserer Energieeffizienz. Dies wollen wir durch Einsparprogramme, die durch gezielte Investitionen in unsere Maschinen und Anlagen unterstützt werden, erreichen.

289 Mio €

Umsatz Bearings

6.214

Mitarbeiter Bearings weltweit

375 Mio €

Umsatz Forged Technologies

5.842

Mitarbeiter Forged Technologies weltweit

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

INDUSTRIAL COMPONENTS IN ZAHLEN

1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023 Veränderung In %
Auftragseingang Mio € 601 783 30
Umsatzerlöse Mio € 604 663 10
EBITDA Mio € 84 67 -20
EBIT Mio € 57 38 -33
Bereinigtes EBIT Mio € 56 38 -32
Bereinigte-EBIT-Marge % 9,4 5,8 -
Investitionen Mio € 30 18 -40
Mitarbeiter (31.12.) 12.591 12.056 -4

Auftragseingang

Deutlich über Vorjahr: Positive Entwicklung in beiden Business Units
Großwälzlager: Über Vorjahr, insb. im Anwendungsbereich Windenergie (Deutschland und Europa); heterogene Entwicklung in den Industrie-Anwendungsbereichen: Baumaschinen mit deutlichem Rückgang, Exploration mit deutlichem Anstieg, Kranbau leicht über Vorjahr, Allgemeiner Maschinenbau auf Vorjahresniveau
Schmiedegeschäft: Deutlich über Vorjahr, unterstützt durch Preisanpassungen aufgrund gestiegener Faktorkosten sowie positive USD-Wechselkurseffekte; anhaltend hohes Niveau im Industriegeschäft und bei Antriebsstrang-Komponenten für Lkw; Pkw (Europa) weiterhin belastet durch Halbleiterproblematik sowie gestörte Lieferketten; Fahrwerke für Baumaschinen mit unverändert hohem Nachfrageniveau in allen relevanten Regionen leicht unterstützt durch die Erweiterung des Produktangebots sowie der Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder

Umsatz

Deutlich über Vorjahr durch Anstieg im Schmiedegeschäft sowie im Bereich Großwälzlager
Großwälzlager: Leicht über Vorjahr; leichter Anstieg im Bereich Windenergie durch Anstieg in Deutschland und Europa, China mit rückläufiger Entwicklung; Industrie-Anwendungsbereiche mit leichtem Rückgang, v.a. aufgrund rückläufiger Baumaschinenumsätze in China
Schmiedegeschäft: Umsatzentwicklung folgt Auftragseingang und liegt deutlich über Vorjahr bei positiven Wechselkurs- und Preisanpassungseffekten

Bereinigtes EBIT

Deutlich unter Vorjahr: Rückgang in beiden Business Units
Großwälzlager: Deutlich unter Vorjahr, i.W. getrieben durch höheren Wettbewerb im Bereich Windenergie (insb. China) sowie stark gestiegene Faktorkosten (v.a. Material und Energie); gegenläufig wirkten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung (u.a. Restrukturierung) sowie positive Effekte aus der Veränderung der Produktstruktur des Absatzes
Schmiedegeschäft: Unter Vorjahr, i.W. aufgrund von Anlagenstillständen und Instandhaltungs-Maßnahmen; zusätzlich deutlich gestiegene Energiekosten; fortgesetzte Kostensenkungsmaßnahmen mit einhergehender Optimierung der Personalkostenquote

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

Keine wesentlichen Sondereffekte

Investitionen

Überwiegend Wachstumsinvestitionen zur Erhöhung der Produktionskapazität v.a. im Anwendungsbereich Windenergie und i.W. in europäischen und asiatischen Fertigungsstandorten
Fortgesetzte Investition in vollautomatische Schmiedepresse für Lkw-Vorderachsen am deutschen Standort Homburg sowie in die weitere Lokalisierung des Baumaschinen-Geschäfts in Nordamerika

Automotive Technology

Automotive Technology ist einer der führenden deutschen Zulieferer und Engineering-Partner der internationalen Automobilindustrie. Das Produkt- und Serviceangebot umfasst Hightech-Komponenten, Systeme und Automatisierungslösungen für den Fahrzeugbau sowie mechatronische Lösungen mit Elektronik und Software aus Eigenentwicklungen. Unser Wachstums- und Leistungsanspruch lautet, zu den Besten in unserem Wettbewerbsumfeld zu gehören. Wir haben unser Produktportfolio auf die Zukunftsthemen der Automobilindustrie wie Elektromobilität und autonomes Fahren ausgerichtet. Mittelfristig ist es unser Ziel, einen Umsatz von mindestens 5,5 Mrd € pro Jahr zu erreichen. Vornehmlich konzentrieren wir uns zur Erreichung unserer mittelfristigen Performance-Ziele - eine Bereinigte EBIT-Marge von 7-8% und eine Cash Conversion Rate von mindestens 0,5 - auf die Verbesserung der Produktionseffizienz sowie auf Maßnahmen im Bereich Einkauf.

Unser Ziel im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist es bis 2024 in unseren eigenen Werken CO2-frei zu produzieren. Hierbei haben wir bereits wichtige Meilensteine erreicht: So konnten wir beispielsweise im Rahmen unseres Energieeffizienzprogramms bisher rund 42 GWh einsparen. Außerdem wurde ein Grünstromvertrag abgeschlossen, der die Stromversorgung aller deutschen Standorte aus erneuerbaren Energiequellen sichert. Zur Versorgung unserer chinesischen Standorte haben wir bereits erste Photovoltaik-Anlagen in Betrieb genommen, die im laufenden Geschäftsjahr sukzessive weiter ausgebaut werden.

Das 1. Quartal war bei erhöhter Kundennachfrage weiterhin durch Herausforderungen in unserem Marktumfeld geprägt. Hierzu zählen z.B. anhaltende Engpässe in der Versorgung mit elektronischen Halbleitern und damit verbunden erhöhte Beschaffungskosten, Preissteigerungen bei Zukaufteilen sowie gestiegene Energie- und Personalkosten. Diesen Herausforderungen sind wir mit einem strikten Kostenmanagement, der Verhandlung neuer Preiskonditionen und der Fortführung von Effizienzmaßnahmen begegnet.

1,3 Mrd €

Umsatz

20.598

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

AUTOMOTIVE TECHNOLOGY IN ZAHLEN

1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023 Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 1.090 1.383 27
Umsatzerlöse Mio € 1.106 1.302 18
EBITDA Mio € 94 100 6
EBIT Mio € 38 28 -26
Bereinigtes EBIT Mio € 38 43 13
Bereinigte-EBIT-Marge % 3,4 3,3 -
Investitionen Mio € 47 56 20
Mitarbeiter (31.12.) 19.695 20.598 5

Auftragseingang

Deutlich über Vorjahr; erhöhte Kundennachfrage im Seriengeschäft sowie Auftragszuwachs im Anlagenbau bei Automotive Body Solutions; Wachstum begrenzt durch eingeschränkte Verfügbarkeit von elektronischen Halbleitern
Positive Wechselkurseffekte aus USD und CNY

Umsatz

Umsatz folgt dem Auftragseingang im automobilen Seriengeschäft; deutlicher Anstieg gegenüber Vorjahr

Bereinigtes EBIT

Aufgrund operativer Ergebnisverbesserungen deutlich über dem durch einen Einmaleffekt begünstigten Vorjahr (Neubewertung ausgewählter Pensionszusagen)
Kostenanstieg (u.a. Komponentenzukäufe sowie Transport und Logistik aufgrund Halbleitermangels) i.W. durch Preis- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen kompensiert

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

I.W. Wertminderungsaufwendungen im Bereich Lenkungen aufgrund gestiegener Kapitalkosten

Investitionen

Schwerpunkt der Investitionen für auftragsbezogene Projekte, mit dem Ziel der Unterstützung der Kosten- und Profitabilitätsziele sowie Wahrnehmung von Wachstumschancen

Steel Europe

Steel Europe ist der größte deutsche Stahlproduzent. Das Unternehmen konzentriert sich auf attraktive Marktsegmente für hochwertigen Qualitätsflachstahl und gehört hier zu den führenden Anbietern im Kernmarkt Europa.

Unser Wachstums- und Leistungsanspruch ist es, zu den besten im Wettbewerb zu gehören. Mit der konsequenten weiteren Umsetzung der Stahlstrategie 20-30 wollen wir unsere operative Leistungsfähigkeit deutlich steigern und unsere Marktposition festigen und ausbauen.

Der Krieg in der Ukraine, anhaltend hohe Energiekosten sowie verhaltene Konjunkturaussichten bilden weiterhin ein herausforderndes gesamtwirtschaftliches Umfeld. Im für uns wichtigen, zurzeit schwachen Automarkt erkennen wir positive Entwicklungstendenzen. Wir halten daran fest, mittelfristig unsere Versandmengen auf rund 11 Mio Tonnen zu steigern, eine Bereinigte EBIT-Marge von 6-7% und eine Cash Conversion Rate von mindestens 0,4 und ein Bereinigtes EBITDA pro Tonne von etwa 100€ über den Stahlzyklus zu erreichen.

Im aktuellen Geschäftsjahr liegt der Schwerpunkt unserer Initiativen neben der laufenden Restrukturierung auf den Investitionen in die effizientere Ausgestaltung der Kernaggregate unseres Produktionsnetzwerkes. Zudem arbeiten wir mit Hochdruck an unseren ESG-orientierten Initiativen, wie der grünen Transformation zur klimaneutralen Stahlproduktion. Unser Ziel ist es, bis spätestens 2045 klimaneutral zu sein und unser Premium-Portfolio perspektivisch "in grün" anzubieten. Auch im 1. Quartal konnten wir eine Reihe von Absichtserklärungen mit Kunden verschiedener Branchen über die Belieferung mit bluemint® Steel abschließen.

2,9 Mrd €

Umsatz

26.222

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

STEEL EUROPE IN ZAHLEN

1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023 Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 2.481 3.035 22
Umsatzerlöse Mio € 2.669 2.945 10
EBITDA Mio € 198 256 29
EBIT Mio € 112 186 66
Bereinigtes EBIT Mio € 124 177 42
Bereinigte-EBIT-Marge % 4,7 6,0 -
Investitionen Mio € 124 110 -11
Mitarbeiter (31.12.) 26.247 26.222 0

Auftragseingang

Deutlich über Vorjahr; Anstieg der Mengen auf 2,2 Mio t; Auftragseingang aus der Automobilindustrie über außerordentlich schwachem Vorjahr, jedoch weiterhin gedämpft

Umsatz

Deutlich über Vorjahr; hohes Erlösniveau nur geringfügig durch abnehmende Spotmarktpreise belastet aufgrund längerfristiger Kontraktstruktur
Rückgang der Versandmengen auf 1,9 Mio t aufgrund geringerem Absatz an alle relevanten Kundenbranchen

Bereinigtes EBIT

Signifikant über Vorjahr; deutlich höhere Erlöse sowie positive Effekte aus der Bewertung der CO2-Termingeschäfte überkompensierten i.W. steigende Rohstoff- und Energiekosten sowie einen geringeren Versand
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2022/2023 Aufgabe Hedge Accounting für CO2-Termingeschäfte; Marktwertschwankungen nunmehr erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung
Effekte aus den fortschreitenden Restrukturierungen und dem laufenden Performance-Programm wirkten weiterhin unterstützend

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

I. W. Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf von Grundstücken

Investitionen

Neue Feuerbeschichtungsanlage 10 (FBA 10) in Dortmund, mit der die steigende Nachfrage der Automobilhersteller nach höherwertigen feuerbeschichteten Produkten bedient werden soll, eingeweiht; Inbetriebnahme nach Abschluss der Funktionstests im 2. Quartal erwartet
Bei den Großinvestitionen der Strategie 20-30 schreiten Engineering-Tätigkeiten und baufeld-vorbereitende Maßnahmen voran; u.a. für den Umbau der Gießwalzanlage in Duisburg zur Verbesserung der Qualität bei gleichzeitiger Kostensenkung; Engineering beim Neubau eines Doppel-reversiergerüsts und einer Glüh-Isolierlinie in Bochum, die den Hochlauf der Elektromobilität und die steigende Nachfrage nach hochwertigem Elektroband begleiten, abgeschlossen, derzeit Erstellung der Fundamente, Montage des Doppelreversiergerüsts für Anfang 2023 geplant

Marine Systems

Marine Systems ist ein führender Hersteller von konventionellen U-Booten, Überwasserschiffen und Marine-Elektronik und bietet Services weltweit an. Als vollintegriertes Systemhaus entwickeln und fertigen wir ganzheitliche Lösungen aus einer Hand für unsere Kunden.

Unser Ziel ist es, unsere Technologieführerschaft zu untermauern und unsere Wettbewerbsposition weiter zu stärken. Die aktuelle Auftragslage - insbesondere im Unterwasserbereich - hat die strategische Schlüsselrolle von thyssenkrupp Marine Systems weiter gestärkt. Wir sehen aufgrund der weltweit wachsenden Nachfrage und den langfristigen strukturellen Erhöhungen von Verteidigungshaushalten zusätzliche Wachstumschancen. Zusätzlich wollen wir unsere Technologien auch für zivile Anwendungen nutzbar machen.

Wir streben mittelfristig ein jährliches Umsatzwachstum von circa 7%, eine Verbesserung der Bereinigten EBIT-Marge auf Industriestandardniveau (~6-7%) sowie eine Cash Conversion Rate von ca. 1,0 an. Um die langfristige Profitabilität der Aufträge zu sichern, optimieren wir weiterhin konsequent entlang der gesamten Wertschöpfungskette Abläufe, Instrumente, Strukturen und reduzieren Verwaltungskosten.

Im Bereich Nachhaltigkeit liegt der Schwerpunkt im aktuellen Geschäftsjahr auf der weiteren Stärkung der ESG Strategie sowie der Förderung diverser Einzelmaßnahmen zur Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele. Darüber hinaus werden unsere CO2-Emissionen durch Energieeffizienzsteigerungen im Bereich Real Estate reduziert.

508 Mio €

Umsatz

7.159

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

MARINE SYSTEMS IN ZAHLEN

1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023 Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 479 133 -72
Umsatzerlöse Mio € 377 508 35
EBITDA Mio € 15 33 ++
EBIT Mio € -2 18 ++
Bereinigtes EBIT Mio € 6 20 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 1,6 4,0 -
Investitionen Mio € 20 15 -23
Mitarbeiter (31.12.) 6.555 7.159 9

Auftragseingang

Unter Vorjahr, i.W durch umfangreiche Auftragseingänge im Vorjahresquartal im Überwasserbereich; kleinere Auftragseingänge im Bereich Wartung, Service und Marineelektronik

Umsatz

Deutlich über Vorjahr, i.W. durch die Legung der Schlussrechnung für die Ablieferung einer Fregatte an einen Kunden aus dem nordafrikanischen Raum; positive Entwicklung der Projektfortschritte im Über- und Unterwasserbereich; stabile Umsatzentwicklung setzt sich wie geplant weiter fort

Bereinigtes EBIT

Signifikant über Vorjahreswert; Verbesserung der Marge durch die Legung der Schlussrechnung für die Ablieferung einer Fregatte an einen Kunden aus dem nordafrikanischen Raum; Stabilisierung von Altaufträgen mit schwachen Margen sowie Absicherung von Neuaufträgen im Rahmen des Performance Programms

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

I.W. Rückstellungen für Restrukturierung

Investitionen

Fortsetzung der Modernisierung der Kieler Werft zur Optimierung der Projektabwicklung, Erhöhung der Effizienz, Schaffung der technischen Voraussetzung zur Fertigung größerer Boote gemäß Markttrend sowie nachhaltiger Verbesserung der Profitabilität

Multi Tracks

Im Segment Multi Tracks bündelt thyssenkrupp Geschäfte, für die wir unterschiedliche Potenziale sehen und daher verschiedene Entwicklungspfade in Erwägung ziehen. Aktuell befinden sich sechs Geschäfte im Portfolio des Segments Multi Tracks: zwei Anlagenbauer in den Bereichen Chemie und Zement, zwei Automobilzulieferer und thyssenkrupp nucera, ein Tochterunternehmen im Zukunftsmarkt Wasserstoff, an dem thyssenkrupp die Mehrheit hält, sowie die Elevator-Beteiligung.

Derzeit befinden sich zwei Geschäfte im Verkaufsprozess: für die Business Unit Automation Engineering befinden wir uns mit potenziellen Kaufinteressenten im Gespräch. Für die Business Unit Springs & Stabilizers haben wir den M&A-Prozess gestartet.

Ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten ist die Weiterentwicklung des Wasserstoffgeschäfts thyssenkrupp nucera. Hier ist vorbehaltlich des Kapitalmarktumfelds für thyssenkrupp nucera ein Börsengang die präferierte Wahl. Dabei ist unsere Vorzugslösung, einen Teil des Geschäfts an die Börse zu bringen, gleichzeitig aber Mehrheitseigner zu bleiben. Im aktuellen Geschäftsjahr liegt der Fokus unter anderem auf der Umsetzung der funktionsübergreifend erarbeiteten ESG-Strategie.

Als Experten für den Bau von Ammoniakanlagen liefert Uhde eine zukünftige Technologie für den Transport von grünem Wasserstoff. Im laufenden Geschäftsjahr wird Uhde sich auf den weiteren Ausbau nachhaltiger Technologien und Projekte fokussieren. Dazu gehören primär sog. blaues und grünes Ammoniak als Energieträger. Perspektivisch strebt Uhde eine deutliche Steigerung des anteiligen Auftragseingangs von blauen und grünen Projekten an.

779 Mio €

Umsatz

13.068

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

MULTI TRACKS IN ZAHLEN

1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023 Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 2.567 913 -64
Umsatzerlöse Mio € 1.540 779 -49
EBITDA Mio € -7 -4 34
EBIT Mio € -50 -18 64
Bereinigtes EBIT Mio € -1 -17 --
Bereinigte-EBIT-Marge % -0,1 -2,2 -
Investitionen Mio € 16 9 -42
Mitarbeiter (31.12.) 17.661 13.068 -26

Auftragseingang

Transaktionsbedingt deutlich unter Vorjahr bei heterogener Entwicklung in den verbleibenden Geschäften
Im Anlagenbau Auftragseingang bei Polysius auf Vorjahresniveau; Uhde mit gutem Auftragseingang leicht unter Vorjahresniveau
thyssenkrupp nucera deutlich unter Vorjahr aufgrund eines größeren Wasserstoff-Projekts in den Niederlanden im Vorjahresquartal
Automation Engineering auf Vorjahresniveau
Preisbedingter Anstieg bei Springs & Stabilizers bei leicht gesunkenem Volumen

Umsatz

Transaktionsbedingt deutlich unter Vorjahr; verbleibende Geschäfte mit positivem Beitrag zur Umsatzentwicklung
Anlagenbau: Gestiegener Umsatz bei Uhde durch hohen Auftragseingang in den Vorperioden, u.a. aufgrund eines Großprojekts zur Erzeugung von blauem Ammoniak; Polysius über Vorjahr
thyssenkrupp nucera aufgrund von zwei Großprojekten im Bereich Wasserelektrolyse mit deutlichem Umsatzanstieg
Automation Engineering über Vorjahr aufgrund laufender Verumsatzung des wachsenden Neugeschäfts aus den Vorquartalen
Springs & Stabilizers durch die Weitergabe von Materialpreiserhöhungen deutlich über Vorjahr

Bereinigtes EBIT

Deutlich unter Vorjahr, i.W. transaktionsbedingt durch ein starkes Ergebnis des Edelstahlgeschäfts im Vorjahresquartal; alle verbleibenden Geschäfte - ausgenommen thyssenkrupp nucera - mit Ergebnisverbesserungen
thyssenkrupp nucera: Unter Vorjahr aufgrund des Aufbaus der Strukturen für ein börsennotiertes Unternehmen sowie höheren Entwicklungskosten zur Umsetzung des angestrebten Wachstums
Anlagenbau: Uhde und Polysius mit erhöhtem Volumen und verbesserter Projektabwicklung
Springs & Stabilizers: Deutlich verbessert durch verstärkte Weitergabe von gestiegenen Material- und Energiekosten, Prozessoptimierungen und Entfall der negativen Einmaleffekte aus dem Vorjahresquartal (unwetterbedingte Schäden in chinesischem Werk), aber weiterhin mit negativem Ergebnisbeitrag u.a. aufgrund der verzögerten oder nicht vollständigen Weitergabe gestiegener Material- und Energiekosten
Automation Engineering: Verbessertes Auftragsportfolio mit positiver Ergebnisauswirkung, insgesamt mit positivem Ergebnisbeitrag
Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen mit entsprechendem Personalabbau wirken in nahezu allen Einheiten weiter verlustreduzierend

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

Keine wesentlichen Sondereffekte

Investitionen

Fortlaufende Investitionen in das Technologie-Portfolio im Anlagenbau, bei Springs & Stabilizers substanzerhaltende Investitionen

Corporate Headquarters

Bereinigtes EBIT

Verbesserung i.W. infolge zeitlicher Verschiebung von allgemeinen Verwaltungskosten sowie Einsparungen von IT-Kosten bei Corporate Headquarters

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

Geringerer Projektaufwand im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen

Investitionen

Keine wesentlichen Investitionsauszahlungen

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Betriebliches Ergebnis

Umsatzerlöse der fortgeführten Aktivitäten insgesamt nahezu unverändert; Rückgänge insb. als Folge der im Vorjahresquartal noch enthaltenen Umsätze der im weiteren Verlauf des Vorjahres entkonsolidierten Veräußerungsgruppen Edelstahlgeschäft und Mining durch deutliche Umsatzsteigerungen bei den Werkstoffgeschäften im Segment Steel Europe, bei den Marine- und Automobilgeschäften sowie den verbliebenen Geschäften im Segment Multi Tracks kompensiert; gleichzeitig im Vergleich zur Umsatzentwicklung unter Berücksichtigung der erwähnten Entkonsolidierungen und trotz der im 1. Quartal des Berichtsjahres hier erfassten positiven Effekte aus CO2-Termingeschäften insgesamt leicht erhöhte Umsatzkosten der fortgeführten Aktivitäten; Bruttogewinn vom Umsatz der fortgeführten Aktivitäten im 1. Quartal des Berichtsjahres mit 1.167 Mio € sowie Brutto-Umsatzmarge mit 12,9% entsprechend leicht unter Vorjahr
Anstieg der Vertriebskosten der fortgeführten Aktivitäten i.W. Folge höherer verkaufsbezogener Fracht-, Versicherungs- und Zollaufwendungen und gestiegener Personalaufwendungen; im Vorjahr zudem positive Auswirkungen auf die Vertriebskosten durch ertragswirksame Auflösungen von sonstigen Rückstellungen
Abnahme der allgemeinen Verwaltungskosten der fortgeführten Aktivitäten beeinflusst durch insgesamt geringere Personalaufwendungen vor allem als Folge der erwähnten Entkonsolidierungen, darüber hinaus insb. gesunkene Beratungsaufwendungen
Rückgang der sonstigen Erträge der fortgeführten Aktivitäten insb. Folge gesunkener Versicherungsentschädigungen sowie geringere Zuschüsse; gegenläufig erhöhte Erträge aus der Absicherung operativer Wechselkursrisiken
Sonstige Aufwendungen der fortgeführten Aktivitäten insgesamt unverändert; insb. gestiegene Aufwendungen im Zusammenhang mit der Absicherung operativer Wechselkursrisiken verbunden mit Rückgang im Zusammenhang mit den erwähnten Entkonsolidierungen
Verbesserung der sonstigen Gewinne und Verluste der fortgeführten Aktivitäten v.a. durch den Entfall der im 1. Quartal des Vorjahres erfassten Verluste aus dem Verkauf von Infrastructure (ohne die australischen Aktivitäten); darüber hinaus insgesamt auf einen Gewinn verbessertes Ergebnis aus dem Verkauf von Sachanlagen im 1. Quartal des Berichtsjahres

Finanzergebnis

Insgesamt rückläufiges negatives Finanzergebnis der fortgeführten Aktivitäten hauptsächlich durch verbessertes Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen i.W. als Folge niedrigerer Verluste der Elevator-Beteiligung und höherer Gewinne bei einer chinesischen Beteiligung sowie gesunkener Zinsaufwendungen für Finanzschulden; gegenläufig gestiegene Netto-Pensionsaufwendungen

Ergebnis je Aktie

Periodengewinn im 1. Quartal des Berichtsjahres um 24 Mio € auf 98 Mio € insgesamt verringert
Gewinn je Aktie entsprechend im 1. Quartal des Berichtsjahres um 0,05 € auf 0,12 € ebenfalls gesunken

Analyse der Kapitalflussrechnung

Operating Cashflow

Operating Cashflow der fortgeführten Aktivitäten im 1. Quartal des Berichtsjahres wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum negativ, gegenüber Vorjahr jedoch signifikant verbessert insb. aufgrund der insgesamt eingetretenen Verminderung des Netto-Umlaufvermögens

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Investitionsauszahlungen der fortgeführten Aktivitäten leicht unter Vorjahr
Desinvestitionseinzahlungen der fortgeführten Aktivitäten insgesamt ebenfalls leicht unter Vorjahr hauptsächlich durch den Wegfall der Einzahlungen aus dem Verkauf von Infrastructure (ohne die australischen Aktivitäten) im 1. Quartal des Vorjahres

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Starke Verbesserung beim Cashflow aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Aktivitäten hauptsächlich aufgrund der im 1. Quartal des Vorjahres erfolgten vorzeitigen Tilgung einer Anleihe sowie Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens

Free Cashflow und Netto-Finanzguthaben

ÜBERLEITUNG ZU FREE CASHFLOW VOR M&A

Mio € 1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023 Veränderung
Operating Cashflow - fortgeführte Aktivitäten (Kapitalflussrechnung) -599 -137 462
Cashflow aus Investitionstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten (Kapitalflussrechnung) -228 -213 15
Free Cashflow - fortgeführte Aktivitäten (FCF)1) -827 -350 477
-/+ Mittelzu-/-abflüsse aus wesentlichen M&A-Transaktionen -13 9 23
Anpassung w/IFRS 16 -18 -24 -6
Free Cashflow vor M&A - fortgeführte Aktivitäten (FCF vor M&A)1) -858 -365 494
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten1) 0 0 0
Free Cashflow vor M&A - insgesamt (FCF vor M&A) -858 -365 494

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

FCF vor M&A i.W. durch geringeren Aufbau des Nettoumlaufvermögens erwartungsgemäß deutlich verbessert gegenüber Vorjahr, dabei weiterhin negativ
Rückgang Netto-Finanzguthaben zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zum 30. September 2022 i. W. aufgrund des negativen FCF vor M&A auf 3,3 Mrd €
Verfügbare Liquidität von 8,7 Mrd€ (7,2 Mrd€ flüssige Mittel und 1,5 Mrd€ freie, zugesagte Kreditlinien)

Rating

RATING

Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Standard & Poor's BB B stable
Moody's Ba3 not prime stable
Fitch BB- B stable

Die Ratingagenturen Standard & Poor's wie auch Moody's haben im Dezember 2022 das Rating heraufgestuft. Standard & Poor's von BB- auf BB und Moody's von B1 auf Ba3. Der Ausblick ist bei allen Agenturen "stable".

Analyse der Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

Rückgang der Sachanlagen hauptsächlich durch die Währungsumrechnung verursacht
Abnahme der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen insb. durch die im 1. Quartal des Berichtsjahres erfolgte, auch durch wesentliche Wechselkurseffekte beeinflusste Fortschreibung der im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung hier erfassten Stammaktien
Zunahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte i.W. Folge der Fortschreibung der im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung hier erfassten zinslosen Darlehen
Erhöhung der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte hauptsächlich durch gestiegene geleistete Anzahlungen im Zusammenhang mit Sachanlagen
Rückgang der latenten Steuern insb. aufgrund von Wechselkursveränderungen

Kurzfristige Vermögenswerte

Anstieg der Vorräte insb. bei den Werkstoffgeschäften im Segment Steel Europe sowie den Automobil- und Komponentengeschäften
Deutlicher Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hauptsächlich durch die Werkstoffgeschäfte im Segment Materials Services und die Automobilgeschäfte verursacht
Verminderung der Vertragsvermögenswerte überwiegend im Zusammenhang mit der Abwicklung von Fertigungsaufträgen in den Anlagenbaugeschäften im Segment Multi Tracks
Abnahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte i.W. Folge der Bilanzierung von Währungs- und Warenderivaten sowie gesunkener Rabattansprüche
Zunahme der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte hauptsächlich durch gestiegene Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern; gegenläufig insb. verminderte geleistete Anzahlungen im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit
Deutliche Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im 1. Quartal des Berichtsjahres i.W. Folge des negativen Operating Cashflow und der Investitionsauszahlungen der fortgeführten Aktivitäten sowie der insgesamt erfolgten Rückzahlung von Finanzschulden

Eigenkapital

Rückgang im Vergleich zum 30. September 2022 hauptsächlich durch im sonstigen Ergebnis erfasste Verluste aus der Währungsumrechnung; gegenläufig insb. Periodenüberschuss im 1. Quartal des Berichtsjahres und im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie aus Cashflow-Hedges

Langfristige Verbindlichkeiten

Abnahme der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen v. a. durch die aus der Neubewertung der Pensionen resultierenden Gewinne i.W. als Folge des gestiegenen Pensionszinssatzes für Deutschland
Leichter Rückgang der Finanzschulden insb. durch verringerte Leasingverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Kurzfristige Verbindlichkeiten

Rückgänge bei den Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer und bei den sonstigen Rückstellungen insb. durch über den Zuführungen liegende Inanspruchnahmen und Auflösungen beeinflusst
Leichte Verminderung der Finanzschulden aufgrund Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und von Leasingverbindlichkeiten
Starke Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen v.a. durch die Werkstoffgeschäfte in den Segmenten Materials Services und Steel Europe verursacht
Abnahme der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten hauptsächlich im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Derivaten
Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten insb. Folge der Abwicklung von Fertigungsaufträgen im Marinegeschäft
Rückgang der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten hauptsächlich durch gesunkene Verbindlichkeiten, die den Personalbereich betreffen

Compliance

Starke Werte als Fundament unserer Zusammenarbeit - insb. auch in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld; verankert in Mission Statement, Code of Conduct und Compliance Commitment
Kontinuierliche Implementierung und Weiterentwicklung des thyssenkrupp Compliance Management Systems in Bezug auf die Compliance Kernthemen Antikorruption, Kartellrecht, Datenschutz, Geldwäscheprävention und Außenwirtschaftsrecht
Enge Einbindung von Compliance bei diversen sanktionsrechtlichen Fragestellungen und bei der Vorbereitung auf die Anforderungen des am 1. Januar 2023 in Kraft getretenen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes sowie weiterhin in M&A-Aktivitäten, um bei den verschiedenen kartellrechtlichen Fragestellungen zu beraten
Nähere Informationen zu Compliance bei thyssenkrupp im Geschäftsbericht 2021/2022 und auf der Website www.thyssenkrupp.com

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Gesamtjahresprognose 2022/2023 bestätigt

Rahmenbedingungen und wesentliche Annahmen

Im Geschäftsjahr 2022/2023 werden wir den Schwerpunkt - bei erhöhten Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und möglicher rezessiver Entwicklungen -weiterhin auf die Performance, strukturelle Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Geschäfte legen und dabei auch gezielt Wachstumsinitiativen weiter fortsetzen.

Zu den wesentlichen Annahmen und den erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die der Prognose zugrunde liegen, vgl. Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" im Kapitel "Wirtschaftsbericht". Bzgl. der entsprechenden Chancen und Risiken vgl. den anschließenden "Chancen- und Risikobericht". Die Prognose basiert zudem insbesondere auf folgenden wesentlichen Planungsprämissen:

Notwendige fossile Energieträger (insbesondere Erdgas) und weitere Rohstoffe bleiben verfügbar und aufgrund dessen ergeben sich keine wesentlichen Einschränkungen der geplanten Produktion.
Aufgrund etwaiger pandemiebedingter Restriktionen ergeben sich keine wesentlichen Beeinträchtigungen der Geschäftsentwicklung.

Die teilweise volatilen Preisniveaus von Rohstoffen, Energie sowie weiteren Faktorkosten (unter anderem Material und Transport) können dazu führen, dass Umsatz- und Ergebnisentwicklung entsprechenden Schwankungen unterliegen.

Für unsere Geschäfte gehen wir zudem von folgenden Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2022/2023 aus:

Bei Materials Services erwarten wir einen Anstieg des Gesamtabsatzes sowie unterstützende Effekte aus fortgesetzten Effizienzmaßnahmen. Diese geplanten Verbesserungen werden voraussichtlich negativ überkompensiert durch den Wegfall der im Vorjahr stark unterstützenden dynamischen Preiseffekte. Insgesamt sehen wir weder nennenswerte Einschränkungen in der Materialverfügbarkeit auf der Beschaffungsseite noch signifikante Verwerfungen bei unseren wesentlichen Kundenbranchen, sondern eine insgesamt stabile Entwicklung.

Für das Segment Industrial Components stellen sich die erwarteten Rahmenbedingungen für den Bereich Großwälzlager sowie das Schmiedegeschäft wie folgt dar: Im Bereich Großwälzlager erwarten wir nach der temporären Abschwächung im Vorjahr wieder eine Belebung der Windenergienachfrage sowie ein anhaltend hohes Nachfrageniveau bei den Industrie-Anwendungsbereichen. Den steigenden Faktorkosten wird weiterhin mit einem ambitionierten Maßnahmenprogramm entgegengewirkt. Im Schmiedegeschäft erwarten wir eine anhaltend hohe Nachfrage für Lkw-Komponenten sowie einen weiterhin starken Auftragseingang im Geschäft mit Fahrwerks- und Baumaschinenkomponenten. Unser Fokus liegt neben der konsequenten Umsetzung von Performance-steigernden Maßnahmen und der Weitergabe der steigenden Faktorkosten auf der Diversifizierung unseres Produktportfolios zur gezielten Nutzung von sich abzeichnenden Marktchancen.

Bei Automotive Technology gehen wir von einer möglichen Erholung in unserem Marktumfeld, inklusive einer Normalisierung des Abrufverhaltens, ab dem 2. Halbjahr des Geschäftsjahres aus. Dies ist unter anderem auf den hohen Auftragsbestand bei unseren Kunden, der im Vorjahr durch Versorgungsengpässe bei Vormaterialien entstanden ist, zurückzuführen. Allerdings bestehen die strukturellen Probleme in der Halbleiterversorgung weiterhin und können unter Umständen dazu führen, dass die marktseitigen Bedarfe nicht vollständig bedient werden können. Weiteren Steigerungen der Faktorkosten werden wir mit fortgesetzten Preis- und Effizienzmaßnahmen begegnen.

Bei Steel Europe erwarten wir vor dem Hintergrund eines herausfordernden Marktumfeldes eine weitgehend stabile Entwicklung der Versandmengen gegenüber dem Vorjahr. Zusätzliche strukturelle Verbesserungen erwarten wir infolge der weiterhin konsequenten Umsetzung der Stahlstrategie 20-30, mit der wir unsere Produktivität und Performance steigern werden. Des Weiteren planen wir den Start der Umsetzung der grünen Transformation mit dem Bau der größten deutschen Direktreduktionsanlage für CO2-armen Stahl, unter dem Vorbehalt der noch ausstehenden beihilferechtlichen Genehmigung der EU.

Bei Marine Systems sehen wir aufgrund der weltweit wachsenden Nachfrage und den langfristigen strukturellen Erhöhungen von Verteidigungshaushalten zusätzliche Wachstumschancen. Die aktuelle Auftragslage - insbesondere im Unterwasserbereich - hat die strategische Schlüsselrolle des Segments bestätigt. Wir gehen weiterhin von positiven Effekten aus dem aufgesetzten Transformations- und Wachstumsprogramm aus. Diese sind insbesondere durch unseren soliden Auftragsbestand im Unterwasser- als auch Überwasser-Schiffbau unterlegt.

Bei Multi Tracks erwarten wir eine Investitionsbereitschaft im Anlagenbau auf dem Niveau des Vorjahres. Für das Wasserstoffgeschäft von thyssenkrupp nucera sowie das Ammoniakgeschäft von Uhde gehen wir von einem weiter stark wachsenden Markt aus. Bezüglich des Autozuliefer-geschäfts erwarten wir, dass etwaige Steigerungen von Faktorkosten in hohem Maße in steigende Erlöse umgesetzt werden können. Insgesamt nehmen wir an, dass die operative Projektabwicklung stabil und ohne wesentliche Verzögerungen verläuft.

Im Segment Multi Tracks konnten wir im Geschäftsjahr 2021/2022 die Verkaufsprozesse des Infrastructure-Geschäfts, des Edelstahlgeschäfts sowie von Mining Technologies abschließen (vgl. "Nicht fortgeführte Aktivität, Veräußerungsgruppen und einzelne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" in Anhang-Nr. 03 des Geschäftsberichts 2021/2022). Damit sind diese Geschäfte kein Bestandteil der Prognose für das Geschäftsjahr 2022/2023 und werden nachfolgend als "verkaufte Veräußerungsgruppen" bezeichnet. In den Vorjahreswerten sind die verkauften Veräußerungsgruppen jedoch anteilig bis zum Abschluss des jeweiligen Verkaufsprozesses enthalten. Daher werden nachfolgend bei Umsatz und Bereinigtem EBIT des Segments Multi Tracks sowie der Gruppe die anteiligen Vorjahreswerte für die verkauften Veräußerungsgruppen pro-forma angegeben.

Die Prognose unterstellt keine Effekte aus weiteren möglichen Portfoliomaßnahmen.

Erwartung 2022/2023

Angesichts der bestehenden hohen wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten ist die voraussichtliche Geschäftsentwicklung nur eingeschränkt verlässlich absehbar. Daher formulieren wir unsere Prognose in entsprechenden Bandbreiten. Vor dem Hintergrund der zum Zeitpunkt der Prognose erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zugrundeliegenden Annahmen sowie der weiter erwarteten strukturellen Verbesserung unserer Geschäfte halten wir folgenden Blick auf das Geschäftsjahr 2022/2023 weiterhin für angemessen:

ERWARTUNGEN DER SEGMENTE UND DER GRUPPE

Geschäftsjahr 2021/2022 Prognose Geschäftsjahr 2022/2023
Materials Services Umsatz Mio € 16.444 Deutlich unter Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € 837 Rückläufig; Wert im niedrigen dreistelligen Mio € Bereich
Industrial Components Umsatz Mio € 2.766 Leicht über Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € 234 Rückläufig; Wert im niedrigen dreistelligen Mio € Bereich
Automotive Technology Umsatz Mio € 4.825 Deutlich über Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € 108 Steigerung; Wert im niedrigen dreistelligen Mio € Bereich
Steel Europe Umsatz Mio € 13.156 Leicht unter Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € 1.200 Rückläufig; Wert im mittleren dreistelligen Mio € Bereich
Marine Systems Umsatz Mio € 1.831 Deutlich über Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € 32 Steigerung; Wert im mittleren bis hohen zweistelligen Mio € Bereich
Multi Tracks Umsatz Mio € 4.101 (1.3991)) Deutlich unter Vorjahr
Bereinigtes EBIT Mio € -173 (1231)) Steigerung; negativer Wert im niedrigen dreistelligen Mio € Bereich
Corporate Headquarters Bereinigtes EBIT Mio € -154 Rückläufig; negativer Wert im niedrigen dreistelligen Mio € Bereich
Gruppe Umsatz Mio € 41.140 (1.3991)) Deutlicher Rückgang
Bereinigtes EBIT Mio € 2.062(1231)) Rückläufig auf einen Wert im mittleren bis hohen dreistelligen Mio € Bereich
Investitionen Mio € 1.472 Über Vorjahr; inkl. IFRS 16-Effekte
Free Cashflow vor M&A Mio € -476 Steigerung auf einen mindestens ausgeglichenen Wert
Jahresüberschuss Mio € 1.220 Rückläufig auf einen mindestens ausgeglichenen Wert
tkVA Mio € 529 Rückläufig auf einen negativen Wert im höheren dreistelligen Mio € Bereich
ROCE % 11,3% Rückläufig auf einen Wert im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich

1) Davon verkaufe Veräußerungsgruppen, pro forma

Der Umsatz wird voraussichtlich deutlich zurückgehen, vorwiegend aufgrund normalisierter Preisentwicklungen bei Materials Services und Steel Europe. Der erwartete Rückgang im Segment Multi Tracks ist hauptsächlich auf die o.g. abgeschlossenen Verkaufsprozesse aus dem Vorjahr zurückzuführen.
Für das Bereinigte EBIT erwarten wir einen Wert im mittleren bis hohen dreistelligen Mio € Bereich. Diese Entwicklung resultiert insbesondere aus dem Wegfall der im Vorjahr stark unterstützenden dynamischen Preiseffekte, welche die Rückgänge bei Materials Services sowie auch Steel Europe, wo sich zusätzlich höhere Faktorkosten auswirken, im Wesentlichen begründet. Verbesserungen der Ergebnisse, u.a. bei Automotive Technology und Multi Tracks, wirken dieser Entwicklung entgegen.
Die Investitionen werden voraussichtlich über Vorjahr liegen. Bei Steel Europe stehen erhöhte Investitionen vorwiegend im Zusammenhang mit der Stahlstrategie 20-30 sowie der grünen Transformation. Darüber hinaus wirken sich außerordentliche und im Wesentlichen nicht zahlungswirksame IFRS 16-Effekte, insbesondere im Zusammenhang mit einem langfristigen Dienstleistungsvertrag bei Materials Services, werterhöhend auf die Investitionen aus. Weiterhin sind Investitionen für gezielte Wachstumsinitiativen in unseren Geschäften geplant. Die Freigabe der Investitionen wird insgesamt restriktiv und in Abhängigkeit der Entwicklung der Geschäfte sowie der Gruppe erfolgen.
Für den Free Cashflow vor M&A streben wir eine Steigerung auf einen mindestens ausgeglichenen Wert an. Diese Entwicklung berücksichtigt bereits die geplant über Vorjahr liegenden Investitionen, inkl. der vorstehend genannten außerordentlichen IFRS 16-Effekte. Die dennoch deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist auch auf die geplante Verbesserung des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen. Zudem haben Zuflüsse aus dem Auftragseingang und dem Zahlungsprofil in den Projektgeschäften (i.W. bei Marine Systems und Multi Tracks) sowie weitere Auszahlungen für Restrukturierungen Einfluss auf die Entwicklung.
Der Jahresüberschuss wird rückläufig auf einen mindestens ausgeglichenen Wert erwartet.
Der tkVA wird - infolge der vorstehend genannten Effekte sowie gestiegener Kapitalkosten - mit einem Rückgang auf einen negativen Wert im höheren dreistelligen Mio€ Bereich erwartet. Entsprechend wird auch der ROCE rückläufig auf einen Wert im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet.

Die Entwicklung unserer Kernsteuerungsgrößen werden wir - auch unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Vertretbarkeit - bei der Erarbeitung unseres Dividendenvorschlags an die Hauptversammlung einbeziehen.

Chancen und Risiken

Chancen

Detaillierte Ausführungen zu den Chancen gemäß Geschäftsbericht 2021/2022 weiterhin gültig
Chancen aus weiterer konsequenter Umsetzung der Transformation hin zu einer leistungsstarken und nachhaltigen Unternehmensgruppe
Große Chancen als Wegbereiter für die grüne Transformation mit Potenzial für weiteres Wachstum in den Bereichen Wasserstoff, grüne Chemikalien, erneuerbare Energien und Elektromobilität

Risiken

Detaillierte Ausführungen zu den Risiken gemäß Geschäftsbericht 2021/2022 weiterhin gültig; keine bestandsgefährdenden Risiken
Unsicherheit bezüglich weiterem Kriegsverlauf in der Ukraine; mögliche Eskalation des Kriegs mit Auswirkungen auf die Energiekrise insb. in Europa; weiterhin Risiken durch hohe Energie-, Material- und Rohstoffpreise insb. in den Industrieregionen
Ungewissheit über die weitere Entwicklung bei zahlreichen anderen geopolitischen Krisenherden sowie bei handelspolitischen Konflikten
Konjunkturelle Risiken durch anhaltend hohe Inflationsraten und mögliche weitere Zinserhöhungen der Notenbanken; mögliche Zuspitzung der Verschuldungsproblematik insb. in einigen Ländern Europas als Folge der Zinspolitik der Notenbanken in Verbindung mit vertiefter Rezession
Potenzielle Infektionswellen in China nach dem Ende der Null-Covid-Politik mit möglichen Auswirkungen auf chinesische Konjunktur und weltweite Lieferketten; Engpässe in der Versorgung mit elektronischen Halbleitern
Gefahr wiederkehrender Flut- bzw. Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels
Risiken durch temporäre Effizienzverluste in der Produktion infolge von Restrukturierungen im Rahmen unserer Unternehmens-Transformation
Risiken von Kosten- und Terminüberschreitungen im Rahmen der Abwicklung von Großaufträgen
Risiken aus weiter zunehmenden Angriffen auf die IT-Infrastruktur; Gegenmaßnahme: Weiterer kontinuierlicher Ausbau von Informationssicherheitsmanagement und Sicherheitstechnologien

Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe

thyssenkrupp-Gruppe - Bilanz

AKTIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.9.2022 31.12.2022
Immaterielle Vermögenswerte 1.872 1.856
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 6.748 6.622
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 642 523
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 863 896
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 304 319
Aktive latente Steuern 732 682
Langfristige Vermögenswerte 11.161 10.898
Vorräte 8.889 9.208
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.298 4.642
Vertragsvermögenswerte 1.895 1.737
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 701 530
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.745 1.756
Laufende Ertragsteueransprüche 159 167
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13 7.638 7.160
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 02 8 4
Kurzfristige Vermögenswerte 26.331 25.206
Summe Vermögenswerte 37.492 36.104

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

PASSIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.9.2022 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 1.594 1.594
Kapitalrücklage 6.664 6.664
Gewinnrücklagen 4.777 4.914
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 1.167 786
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG 14.202 13.958
Nicht beherrschende Anteile 540 518
Eigenkapital 14.742 14.476
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 03 5.812 5.728
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 226 236
Sonstige Rückstellungen 04 431 444
Passive latente Steuern 53 43
Finanzschulden 05 2.786 2.750
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 41 38
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 15 15
Langfristige Verbindlichkeiten 9.363 9.254
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 168 139
Sonstige Rückstellungen 04 1.268 1.213
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 150 149
Finanzschulden 05 1.195 1.162
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.807 4.052
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 980 758
Vertragsverbindlichkeiten 3.098 3.316
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1.722 1.585
Kurzfristige Verbindlichkeiten 13.387 12.374
Verbindlichkeiten 22.750 21.627
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 37.492 36.104

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe -Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Anhang-Nr. 1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023
Umsatzerlöse 08, 09 9.023 9.018
Umsatzkosten -7.829 -7.851
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.194 1.167
Forschungs- und Entwicklungskosten -51 -54
Vertriebskosten -569 -591
Allgemeine Verwaltungskosten -361 -350
Sonstige Erträge 10 129 98
Sonstige Aufwendungen -32 -33
Sonstige Gewinne und Verluste -7 4
Betriebliches Ergebnis 302 242
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 11 -42 -19
Finanzierungserträge 245 204
Finanzierungsaufwendungen -302 -261
Finanzergebnis -99 -75
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 203 167
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -82 -69
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 122 98
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 02 0 0
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 122 98
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG 106 75
Nicht beherrschende Anteile 16 22
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 122 98
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 12
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 0,17 0,12
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 0,17 0,12

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe -Gesamtergebnisrechnung

Mio € 1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 122 98
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden:
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 133 58
Steuereffekt -8 1
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, insgesamt 126 59
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 1 6
Steuereffekt 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 1 6
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 0 2
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden 127 67
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 105 -336
Realisierte (Gewinne)/Verluste 3 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 108 -336
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Fremdkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 0 -1
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0
Steuereffekt 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 0 -1
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Wertminderungen Finanzinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 0 0
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 -3
Steuereffekt 0 2
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 0 -1
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Cashflow-Hedges1)
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 187 76
Realisierte (Gewinne)/Verluste 6 17
Steuereffekt 0 5
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 193 98
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 21 -102
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können1) 321 -342
Sonstiges Ergebnis1) 448 -274
Gesamtergebnis1) 570 -177
Mio € 1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG1) 544 -171
Nicht beherrschende Anteile 25 -5
Der den Aktionären der thyssenkrupp AG zuzurechnende Anteil am Gesamtergebnis teilt sich wie folgt auf:
Fortgeführte Aktivitäten1) 544 -171
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0

1) Der Vorjahresausweis wurde hinsichtlich der Darstellung des Basis Adjustments angepasst.

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe -Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
--- --- --- --- --- --- ---
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Marktbewertung Fremdkapitalinstrumente
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 30.9.2021 622.531.741 1.594 6.664 1.771 19 10
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 106
Sonstiges Ergebnis1) 126 98 0
Gesamtergebnis1) 232 98 0
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Sonstige Veränderungen 0
Stand am 31.12.2021 622.531.741 1.594 6.664 2.002 117 10
Stand am 30.9.2022 622.531.741 1.594 6.664 4.777 524 15
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 75
Sonstiges Ergebnis 61 -305 0
Gesamtergebnis 136 -305 0
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Stand am 31.12.2022 622.531.741 1.594 6.664 4.914 218 15
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
Cashflow-Hedges
--- --- --- --- --- --- ---
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente Wertminderungen Finanzinstrumente Designierte Risikokomponente Kosten der Absicherung Anteil der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt Insgesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 30.9.2021 8 33 217 -37 123 10.400
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 106
Sonstiges Ergebnis1) 1 0 185 8 21 438
Gesamtergebnis1) 1 0 185 8 21 544
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment 21 21
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0
Sonstige Veränderungen 0
Stand am 31.12.2021 9 33 422 -29 144 10.966
Stand am 30.9.2022 7 79 215 -26 352 14.202
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 75
Sonstiges Ergebnis 6 -1 71 24 -102 -247
Gesamtergebnis 6 -1 71 24 -102 -171
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment -73 -73
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0
Stand am 31.12.2022 13 79 213 -2 250 13.958
--- --- ---
--- --- ---
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
--- --- ---
Stand am 30.9.2021 445 10.845
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 16 122
Sonstiges Ergebnis1) 10 448
Gesamtergebnis1) 25 570
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment 21
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile -9 -9
Sonstige Veränderungen -1 -1
Stand am 31.12.2021 460 11.425
Stand am 30.9.2022 540 14.742
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 22 98
Sonstiges Ergebnis -28 -274
Gesamtergebnis -5 -177
Gewinne/(Verluste) aus Basis Adjustment -73
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile -17 -17
Stand am 31.12.2022 518 14.476

1) Der Ausweis wurde hinsichtlich der Darstellung des Basis Adjustments angepasst.

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe-Kapitalflussrechnung

Mio € 1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 122 98
Anpassungen des Periodenüberschusses/(-fehlbetrags) für die Überleitung zum Operating Cashflow:
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 17 16
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 258 239
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte -17 -19
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam 42 19
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 7 -2
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreis- und anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen:
- Vorräte -1.211 -476
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -263 495
- Vertragsvermögenswerte1) 175 80
- Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -20 -16
- Sonstige Rückstellungen -143 -45
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8 -638
- Vertragsverbindlichkeiten1) 207 246
- Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 219 -134
Operating Cashflow - fortgeführte Aktivitäten -599 -137
Operating Cashflow - nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0
Operating Cashflow -599 -137
Mio € 1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und in langfristige finanzielle Vermögenswerte -7 0
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften zuzüglich übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -1 -3
Investitionen in Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen) und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -237 -217
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschließlich geleisteter Anzahlungen) -9 -7
Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und langfristigen finanziellen Vermögenswerten 0 1
Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften abzüglich abgegebener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 18 0
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 7 14
Cashflow aus Investitionstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten -228 -213
Cashflow aus Investitionstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -228 -213
Tilgung von Anleihen -1.250 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 87 16
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -73 -77
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen -35 -34
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen -100 -10
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile -9 -17
Sonstige Finanzierungsvorgänge -53 52
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten -1.434 -70
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.433 -70
Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -2.261 -420
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8 -57
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode 9.017 7.638
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 6.764 7.160
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen 46 -
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cashflow fortgeführter Aktivitäten enthalten sind:
Zinseinzahlungen 3 27
Zinsauszahlungen -21 -7
Erhaltene Dividenden 0 0
(Auszahlungen)/Einzahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag -59 -67

1) Der Vorjahresausweis wurde angepasst; es erfolgte eine Umgliederung zwischen den Zeilen Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten.

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe -Verkürzter Anhang

Unternehmensinformation

Die thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Gruppe") für den Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis 31. Dezember 2022 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 10. Februar 2023 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss wurde nach § 115 WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die im verkürzten Zwischenabschluss der Gruppe zum 31. Dezember 2022 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften denen des letzten Abschlusses der Gruppe zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Abschlusses der Gruppe unseres Geschäftsberichts 2021/2022 veröffentlicht.

Überprüfung der Schätzungen und Beurteilungen

Zur Erstellung des Abschlusses muss der Vorstand Schätzungen und Beurteilungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe zu vermitteln, und fortlaufend überprüft; dies gilt insbesondere im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Vor diesem Hintergrund sowie aufgrund des Verhältnisses von Marktkapitalisierung zum Eigenkapital der thyssenkrupp Gruppe wurden insbesondere die wesentlichen Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen. Hieraus resultierte im 1. Quartal 2022/2023 im Segment Automotive Technology in der Business Unit Steering im globalen Produktbereich elektrischer Lenkgetriebe eine Wertminderung in Höhe von 14 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen; ursächlich hierfür war die Steigerung der Kapitalkosten (Diskontierungssatz) zum 31. Dezember 2022. Der für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevante erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert, der insgesamt 554 Mio € beträgt und zu dessen Ermittlung ein Diskontierungssatz (nach Steuern) von 8,9% angesetzt wurde.

Die Unsicherheiten bei der Beurteilung der Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine sowie zahlreicher anderer geopolitischer Krisenherde und handelspolitische Konflikte auf die aktuelle Geschäftsentwicklung einschließlich der Ertragsaussichten bleiben gegenüber dem 30. September 2022 unverändert bestehen. Die weiteren Entwicklungen und Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung, wie beispielsweise durch potenzielle Infektionswellen in China nach dem Ende der Null-Covid-Politik mit Auswirkungen auf die chinesische Konjunktur- und weltweite Lieferketten, wiederkehrende Flut- bzw. Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels, mögliche Zuspitzung der Verschuldungsproblematik insbesondere in einigen Ländern Europas als Folge der Zinspolitik der Notenbanken sowie weiterhin hohe Energie-, Material- und Rohstoffpreise, sind aus heutiger Sicht mit großen Unsicherheiten verbunden; vgl. hierzu auch die Darstellung der Rahmenbedingungen im Wirtschaftsbericht des Zwischenlageberichts.

01 Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wendet thyssenkrupp erstmalig die nachfolgenden Änderungen zu bestehenden Standards an, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben:

Änderungen an IFRS 3, IAS 16, IAS 37 und Annual-Improvements-Process-Projekt für den Zyklus 2018-2020, Veröffentlichung im Mai 2020

02 Einzelne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte und nicht fortgeführte Aktivität

Einzelne zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

Zum 31. Dezember 2022 werden in der Bilanz in der Zeile "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" Sachanlagen in Höhe von 4 Mio€ ausgewiesen, die ein Grundstück im Raum Stuttgart betreffen, welches im Segment Materials Services zur Veräußerung vorgesehen ist. Der Vollzug erfolgte zu Beginn des 2. Quartals 2022/2023.

Zum 30. September 2022 wurden in dieser Zeile Sachanlagen in Höhe von 8 Mio € des Segments Steel Europe ausgewiesen, die zwei Grundstücke im Raum Dortmund betrafen, die im 1. Quartal 2022/2023 veräußert wurden.

Nicht fortgeführte Aufzugaktivität

thyssenkrupp hatte Ende Februar 2020 mit einem Bieterkonsortium um Advent International und Cinven eine Vereinbarung zum vollständigen Verkauf seines Aufzuggeschäfts Elevator Technology unterzeichnet. Nach Freigabe durch die zuständigen Behörden erfolgte der Vollzug der Transaktion (Closing) verbunden mit der Entkonsolidierung von Elevator Technology am 31. Juli 2020. Die Transaktion erfüllte die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis von Elevator Technology als nicht fortgeführte Aktivität. Sie umfasste Elevator Technology und einzelne Einheiten aus Corporate Headquarters. Ungeachtet der bereits erfolgten Entkonsolidierung wurden im Vorjahr gemäß IFRS 5 die in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf stehenden noch anfallenden nachlaufenden Aufwendungen und Erträge sowie Cashflows weiterhin separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen; im 1. Quartal 2022/2023 ergaben sich keine nachlaufenden Aufwendungen und Erträge und die nachlaufenden Cashflows werden hier aufgrund Unwesentlichkeit nicht mehr separat dargestellt.

Im Zuge der Veräußerung des Aufzuggeschäfts Elevator Technology am 31. Juli 2020 hält thyssenkrupp eine Beteiligung, die Bestandteil der für den Verkauf erhaltenen Gegenleistung war und die sich aus mehreren Finanzierungsinstrumenten zusammensetzt und wie folgt bilanziert werden:

Stammaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Aufgrund des Vorliegens von maßgeblichem Einfluss werden die Stammaktien nach den Vorgaben des IAS 28 als nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung behandelt und ausgewiesen. Die Fortschreibung der Anschaffungskosten nach der Equity-Methode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb des Finanzergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen enthalten.
Vorzugsaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Die Vorzugsaktien werden als Eigenkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im Eigenkapital (ohne Recycling) erfasst werden.
Zinslose Darlehen (Darlehensnehmer: Vertical Topco I S.A., Luxembourg). Die zinslosen Darlehen werden als Fremdkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und ebenfalls in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, wobei die Ergebniseffekte aus der Folgebewertung in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis in den Finanzierungserträgen bzw. -aufwendungen gezeigt werden.

03 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurden die Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2022 angepasst.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Mio € 30.9.2022 31.12.2022
Pensionen 5.573 5.507
Altersteilzeit 206 195
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 33 26
Insgesamt 5.812 5.728

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zugrunde gelegt:

DURCHSCHNITTLICHE BEWERTUNGSFAKTOREN

30.9.2022 31.12.2022
in % Deutschland Übrige Länder Insgesamt Deutschland Übrige Länder Insgesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Diskontierungssatz für Pensionen 3,70 3,93 3,76 3,80 3,77 3,79

04 Sonstige Rückstellungen

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Restrukturierungsrückstellungen verminderten sich im Vergleich zum 30. September 2022 um 17 Mio € auf 159 Mio €. Zuführungen in Höhe von 4 Mio €, die im Wesentlichen das Segment Marine Systems betreffen, wurden insbesondere durch Inanspruchnahmen überkompensiert.

05 Finanzschulden

Im Dezember 2022 haben die Ratingagentur Standard & Poor's das Rating von BB- auf BB bei unverändertem Ausblick und die Ratingagentur Moody's das Rating von B1 auf Ba3 mit Ausblick "stable" hochgestuft.

06 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken Eventualverbindlichkeiten

Die thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Maximale Haftungsvolumen Rückstellung
Mio € 31.12.2022 31.12.2022
--- --- ---
Anzahlungsgarantien 4 0
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 202 0
Zahlungsgarantien 53 1
Sonstige Haftungserklärungen 6 0
Insgesamt 265 1

Die thyssenkrupp-Gruppe hat für die TK Elevator GmbH und deren Tochtergesellschaften Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von deren Auftraggebern ausgestellt bzw. ausstellen lassen; diese verringerten sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zum 30. September 2022 um 2 Mio € auf 19 Mio €. Das Erwerberkonsortium hat sich verpflichtet, thyssenkrupp von Aufwendungen im Zusammenhang mit den Bürgschaften und Garantien bis zu deren vollständigen Ablösung schadlos zu halten. Darüber hinaus hat thyssenkrupp als zusätzliche Sicherheit Garantien in gleichlautender Höhe von dem Erwerber erhalten.

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung oder die Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern.

Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen, aus dem zugrundeliegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein Dritter außerhalb der Gruppe beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die im Segment Steel Europe bestehenden langfristigen Abnahmeverträge für Eisenerz und Eisenerzpellets werden aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet. Im Vergleich zum 30. September 2022 verminderten sich die Abnahmeverpflichtungen um rund 0,4 Mrd € auf 1,0 Mrd €.

Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem Geschäftsjahresende 2021/2022 keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

07 Finanzinstrumente

Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der beizulegende Zeitwert dem bilanzierten Buchwert abzüglich der im sonstigen Ergebnis erfassten Wertberichtigungen.

Für die Vorzugsaktien im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung, welche als Eigenkapitalinstrument klassifiziert sind, wurde aufgrund der Bedeutung das Wahlrecht ausgeübt, diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) zu bilanzieren. In den Fremdkapitalinstrumenten unter der Bilanzposition "Sonstige finanzielle Vermögenswerte - langfristig" sind die Darlehen aus der Elevator-Transaktion enthalten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden; vgl. dazu auch Anhang-Nr. 02. Die übrigen Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert, soweit vorhanden, auf Börsenkursen zum Quartalsstichtag oder eigenen Bewertungsmodellen.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Quartalsstichtag geltenden Devisenkassa-mittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrundeliegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrunde liegenden Basiszinsen.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cashflows stattfinden.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Quartalsstichtag vorgenommen. Das Hedge Accounting für CO2-Termingeschäfte wurde mit Beginn des Geschäftsjahres 2022/2023 aufgegeben. Marktwertschwankungen werden damit nicht mehr erfolgsneutral im Eigenkapital, sondern erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der Umsatzkosten erfasst.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 8.042 Mio € zum 31. Dezember 2022 (30. September 2022: 8.923 Mio €) haben einen beizulegenden Zeitwert von 8.006 Mio € (30. September 2022: 8.763 Mio €), der nach Bewertungsmethoden ermittelt wurde, die Level 2 zuzuordnen sind.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:

BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.9.2022

Mio € 30.9.2022 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 117 0 117 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 1 0 1 0
Eigenkapitalinstrumente 13 7 5 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.408 2.408
Eigenkapitalinstrumente 59 59
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 38 38 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 26 0 26 0
Insgesamt 2.661 45 149 2.467
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 107 0 107 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 148 0 148 0
Insgesamt 255 0 255 0

BEWERTUNGSHIERARCHIE 31.12.2022

Mio € 31.12.2022 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 55 0 55 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 5 0 5 0
Eigenkapitalinstrumente 13 7 5 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.510 1.510
Eigenkapitalinstrumente 65 65
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 34 34 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 13 0 13 0
Insgesamt 1.696 42 79 1.575
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 80 0 80 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 10 0 10 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 25 0 25 0
Insgesamt 115 0 115 0

Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten auf Basis anerkannter Bewertungsmodelle bewertet wird.

Im Berichtsquartal gab es keine Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2. Für die in Level 3 eingestuften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der beizulegende Zeitwert dem bilanzierten Buchwert abzüglich der im sonstigen Ergebnis erfassten Wertberichtigungen.

Nachfolgend ist die Entwicklung der in Level 3 erfassten Eigenkapitalinstrumente dargestellt:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FINANZINSTRUMENTE LEVEL 3

Mio €
Stand am 30.9.2022 59
Ergebnisneutrale Veränderungen 6
Stand am 31.12.2022 65

Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Eigenkapitalinstrumente beinhalten ausschließlich die Vorzugsaktien aus der Elevator-Beteiligung. Die Anteile wurden unter Berücksichtigung der erwarteten Cashflows auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Effekt wird erfolgsneutral im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis innerhalb der Position "Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente" ausgewiesen.

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte

Zur Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle insbesondere zur Ermittlung der erwarteten Ausfallraten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat thyssenkrupp grundsätzlich folgendes Modell angewendet: Die erwarteten Ausfallraten werden im Wesentlichen aus externen Kreditinformationen und Ratings pro Kontrahent abgeleitet, was im Vergleich zur Bildung von Ratingklassen eine genauere Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit ermöglicht. Hierbei werden zum einen die durch Warenkreditversicherer vergebenen Risikonummern der Kunden und zum anderen die von Auskunfteien erteilten Bonitätsinformationen mittels eines zentralen Zuordnungssystems in eine individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde übersetzt. Diese individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde wird einheitlich in der thyssenkrupp-Gruppe verwendet. Es erfolgt eine quartalsweise Aktualisierung der Informationen. Sind keine Ratinginformationen auf Kontrahentenebene vorhanden, erfolgt eine Bewertung auf Basis der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit pro Segment zuzüglich eines angemessenen Risikozuschlags. Für den Gruppenabschluss zum 31. Dezember 2022 wurden die aktuellen externen Kreditinformationen und Ratings verwendet, welche die derzeitigen Erwartungen der möglichen Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg bereits berücksichtigen. Somit ist in diesem Modell keine zusätzliche Anpassung der Wertberichtigung notwendig.

08 Segmentberichterstattung

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp.

Die Segmentinformationen für das 1. Quartal 2021/2022 und das 1. Quartal 2022/2023 stellen sich damit wie folgt dar:

SEGMENTINFORMATIONEN

Mio € Materials Services Industrial Components Automotive Technology Steel Europe Marine Systems Multi Tracks
1. Quartal 2021/2022
Außenumsätze 3.193 600 1.103 2.317 377 1.427
Gruppeninterne Umsätze 97 4 3 351 0 113
Umsatzerlöse 3.290 604 1.106 2.669 377 1.540
EBIT 219 57 38 112 -2 -50
Bereinigtes EBIT 219 56 38 124 6 -1
1. Quartal 2022/2023
Außenumsätze 3.175 659 1.300 2.605 509 764
Gruppeninterne Umsätze 71 4 2 341 -2 15
Umsatzerlöse 3.246 663 1.302 2.945 508 779
EBIT 22 38 28 186 18 -18
Bereinigtes EBIT 20 38 43 177 20 -17
Mio € Corporate Headquarters Überleitung Elevator Technology1) Gruppe
1. Quartal 2021/2022
Außenumsätze 0 4 0 9.023
Gruppeninterne Umsätze 1 -569 0 0
Umsatzerlöse 2 -565 0 9.023
EBIT -61 -15 0 298
Bereinigtes EBIT -51 -14 0 378
1. Quartal 2022/2023
Außenumsätze 0 6 0 9.018
Gruppeninterne Umsätze 2 -433 0 0
Umsatzerlöse 2 -427 0 9.018
EBIT -44 15 0 246
Bereinigtes EBIT -43 16 0 254

1) Nicht fortgeführte Aktivität (vgl. Anhang-Nr. 02).

Im Vergleich zum 30. September 2022 verminderte sich zum 31. Dezember 2022 das durchschnittliche Capital Employed bei Marine Systems um -184 Mio € auf 1.034 Mio €, während es sich bei Multi Tracks um 61 Mio € auf 361 Mio € erhöhte.

Die Spalte "Überleitung" lässt sich wie folgt unterteilen:

AUFRISS ÜBERLEITUNG

Mio € Service Units Special Units Konsolidierung Überleitung
1. Quartal 2021/2022
Außenumsätze 4 0 0 4
Gruppeninterne Umsätze 47 8 -624 -569
Umsatzerlöse 51 8 -624 -565
EBIT -3 -4 -8 -15
Bereinigtes EBIT -3 -3 -8 -14
1. Quartal 2022/2023
Außenumsätze 6 1 0 6
Gruppeninterne Umsätze 55 7 -495 -433
Umsatzerlöse 61 8 -495 -427
EBIT 3 -6 18 15
Bereinigtes EBIT 4 -6 18 16

Nachfolgend wird die Überleitungsrechnung der Ertragskennzahl EBIT zum EBT gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

ÜBERLEITUNG EBIT ZUM ERGEBNIS AUS FORTGEFÜHRTEN AKTIVITÄTEN (VOR STEUERN)

Mio € 1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023
Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung 378 254
Sondereffekte1) -79 -8
EBIT gemäß Segmentberichterstattung 298 246
+ Nicht operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen -38 -27
+ Finanzierungserträge 245 204
- Finanzierungsaufwendungen -302 -261
- Bestandteile der Finanzierungserträge, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden 0 0
+ Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden 0 4
Ergebnis Gruppe (vor Steuern) 203 167
- Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 0 0
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 203 167

1) Vgl. die Erläuterung der Quartals-Sondereffekte im Wirtschaftsbericht in der Berichterstattung zu den Segmenten.

09 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bzw. die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden sind nachfolgend dargestellt:

UMSATZERLÖSE

Mio € Materials Services Industrial Components Automotive Technology Steel Europe Marine Systems Multi Tracks
1. Quartal 2021/2022
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 443 511 839 2.443 13 885
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 3.000 68 84 64 2 125
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 133 2 47 48 12 126
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 4 0 133 0 348 392
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 24 4 117 2 11
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 3.581 606 1.107 2.672 377 1.539
Sonstige Umsatzerlöse -290 -1 0 -3 0 1
Insgesamt 3.290 604 1.106 2.669 377 1.540
1. Quartal 2022/2023
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 448 551 987 2.705 8 165
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 2.765 86 104 45 4 10
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 185 2 60 53 13 92
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 1 0 140 0 435 490
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 24 5 139 50 20
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 3.399 663 1.296 2.942 509 776
Sonstige Umsatzerlöse -153 0 6 3 -2 2
Insgesamt 3.246 663 1.302 2.945 508 779
Mio € Corporate Headquarters Überleitung Gruppe
1. Quartal 2021/2022
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 0 -418 4.717
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 0 -122 3.221
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 2 -33 337
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 0 -6 871
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 -3 155
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 2 -582 9.301
Sonstige Umsatzerlöse 0 17 -278
Insgesamt 2 -565 9.023
1. Quartal 2022/2023
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 0 -316 4.548
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 0 -29 2.986
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 2 -37 369
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 0 -3 1.062
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 -2 236
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 2 -388 9.201
Sonstige Umsatzerlöse 0 -39 -183
Insgesamt 2 -427 9.018

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH KUNDENGRUPPEN

Mio € Materials Services Industrial Components Automotive Technology Steel Europe Marine Systems Multi Tracks
1. Quartal 2021/2022
Automobilindustrie 445 212 1.037 630 0 359
Handel 277 55 59 634 1 130
Maschinen- und Anlagenbau 406 300 6 69 8 33
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 746 12 1 700 0 443
Bauwirtschaft 269 7 0 11 0 26
Öffentliche Hand 26 1 0 2 364 0
Verpackungsindustrie 37 0 0 311 0 0
Energie und Versorgung 27 4 0 125 0 12
Übrige Kundengruppen 1.348 14 4 192 4 536
Insgesamt 3.581 606 1.107 2.672 377 1.539
1. Quartal 2022/2023
Automobilindustrie 518 248 1.229 794 0 206
Handel 386 60 57 618 -1 11
Maschinen- und Anlagenbau 321 302 6 74 3 46
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 573 10 1 660 0 15
Bauwirtschaft 170 7 0 13 0 0
Öffentliche Hand 20 3 0 2 501 0
Verpackungsindustrie 43 0 0 414 0 0
Energie und Versorgung 64 3 0 183 0 0
Übrige Kundengruppen 1.303 29 4 184 7 499
Insgesamt 3.399 663 1.296 2.942 509 776
Mio € Corporate Headquarters Überleitung Gruppe
1. Quartal 2021/2022
Automobilindustrie 1 32 2.715
Handel 0 -332 824
Maschinen- und Anlagenbau 0 -13 808
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 0 -189 1.713
Bauwirtschaft 0 -14 299
Öffentliche Hand 0 10 403
Verpackungsindustrie 0 7 356
Energie und Versorgung 0 3 171
Übrige Kundengruppen 0 -86 2.012
Insgesamt 2 -582 9.301
1. Quartal 2022/2023
Automobilindustrie 1 31 3.028
Handel 1 -277 855
Maschinen- und Anlagenbau 0 -2 749
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 0 -108 1.151
Bauwirtschaft 0 -6 185
Öffentliche Hand 0 8 534
Verpackungsindustrie 0 8 465
Energie und Versorgung 0 2 252
Übrige Kundengruppen 0 -44 1.983
Insgesamt 2 -388 9.201

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN

Mio € Materials Services Industrial Components Automotive Technology Steel Europe Marine Systems Multi Tracks
1. Quartal 2021/2022
Deutschsprachiger Raum1) 1.029 121 372 1.575 84 287
Westeuropa 634 114 137 531 49 593
Zentral- und Osteuropa 597 12 40 194 3 87
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 18 6 3 12 0 25
Nordamerika 1.020 145 260 170 1 113
Südamerika 16 43 11 30 20 51
Asien / Pazifik 206 16 12 10 75 79
Großraum China 16 129 246 29 0 105
Indien 18 11 1 18 5 82
Naher Osten & Afrika 27 9 25 102 140 118
Insgesamt 3.581 606 1.107 2.672 377 1.539
1. Quartal 2022/2023
Deutschsprachiger Raum1) 1.048 133 414 1.611 132 98
Westeuropa 519 128 163 648 109 97
Zentral- und Osteuropa 499 9 62 230 0 40
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 2 0 1 1 0 3
Nordamerika 1.089 170 344 271 1 151
Südamerika 7 68 7 29 77 45
Asien / Pazifik 113 14 13 8 46 30
Großraum China 48 120 256 22 0 121
Indien 34 12 9 17 4 85
Naher Osten & Afrika 41 8 28 105 140 108
Insgesamt 3.399 663 1.296 2.942 509 776
Mio € Corporate Headquarters Überleitung Gruppe
1. Quartal 2021/2022
Deutschsprachiger Raum1) 1 -413 3.055
Westeuropa 0 -79 1.979
Zentral- und Osteuropa 0 -65 868
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 0 64
Nordamerika 1 -49 1.660
Südamerika 0 4 175
Asien / Pazifik 0 -5 393
Großraum China 0 12 537
Indien 0 2 138
Naher Osten & Afrika 0 11 432
Insgesamt 2 -582 9.301
1. Quartal 2022/2023
Deutschsprachiger Raum1) 1 -318 3.120
Westeuropa 0 -28 1.636
Zentral- und Osteuropa 0 -22 818
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 0 7
Nordamerika 1 -42 1.986
Südamerika 0 4 237
Asien / Pazifik 0 -1 224
Großraum China 0 9 576
Indien 0 2 162
Naher Osten & Afrika 0 7 435
Insgesamt 2 -388 9.201

1) Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein

Von den Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden resultieren im 1. Quartal 2021/2022 1.385 Mio € (Vorjahr: 1.160 Mio €) aus langfristigen Verträgen und 7.816 Mio € (Vorjahr: 8.141 Mio €) aus kurzfristigen Verträgen bzw. 1.844 Mio € (Vorjahr: 1.289 Mio €) aus zeitraumbezogen erfassten Umsatzerlösen und 7.356 Mio € (Vorjahr: 8.012 Mio €) aus zeitpunktbezogen erfassten Umsatzerlösen.

10 Sonstige Erträge

Die Erträge aus Zulagen und Zuschüssen in Höhe von 5 Mio € enthalten im 1. Quartal 2022/2023 (Vorjahr: 10 Mio €) im Wesentlichen die Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld in Deutschland, die die Gruppe von der öffentlichen Hand erhalten hat. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Erträge Versicherungsentschädigungen in Höhe 3 Mio € (Vorjahr: 23 Mio €).

11 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält in der Zeile "Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen" Aufwendungen in Höhe von 27 Mio € (Vorjahr: 38 Mio €) aus den Stammaktien an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg, die Bestandteil der ElevatorBeteiligung sind (vgl. Anhang-Nr. 02).

12 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

ERGEBNIS JE AKTIE

1. Quartal 2021/2022 1. Quartal 2022/2023
Gesamtbetrag in Mio € Ergebnis je Aktie in € Gesamtbetrag In Mio € Ergebnis je Aktie in €
--- --- --- --- ---
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 106 0,17 75 0,12
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 0 0,00 0 0,00
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 106 0,17 75 0,12
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 622.531.741 622.531.741

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

13 Zusätzliche Informationen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds lässt sich wie folgt aus der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" herleiten.

HERLEITUNG ZAHLUNGSMITTELFONDS

Mio € 31.12.2021 30.9.2022 31.12.2022
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gemäß Bilanz 6.717 7.638 7.160
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen 46 0 0
Zahlungsmittelfonds gemäß Kapitalflussrechnung 6.764 7.638 7.160

Per 31. Dezember 2022 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 16 Mio € (31. Dezember 2021: 18 Mio €; 30. September 2022: 19 Mio €) von der Joint Operation HKM.

Essen, den 10. Februar 2023

thyssenkrupp AG

Der Vorstand

Merz

Burkhard Keysberg

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis 31. Dezember 2022, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Düsseldorf, den 13. Februar 2023

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marc Ufer Dr. Markus Zeimes
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Kontakt und Finanzkalender 2023/2024

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Communications

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Telefax: (0201) 8456-531000

Herausgeber

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thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen

Postfach, 45063 Essen

Telefon: (0201) 844-0

Telefax: (0201) 844-536000

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Finanzkalender 2023/2024

11. Mai 2023

Zwischenbericht 1. Halbjahr 2022/2023 (Oktober bis März)

10. August 2023

Zwischenbericht 9 Monate 2022/2023 (Oktober bis Juni)

22. November 2023

Geschäftsbericht 2022/2023 (Oktober bis September)

2. Februar 2024

Ordentliche Hauptversammlung

14. Februar 2024

Zwischenbericht 1. Quartal 2023/2024 (Oktober bis Dezember)

Dieser Zwischenbericht ist am 14. Februar 2023 erschienen.

Inhouse produziert mit firesys.

Bildnachweis: Frank Elschner (Vorstand), thyssenkrupp (Segment-Fotos)

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Finanzbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen sind mit Unsicherheiten verbunden, da sie von thyssenkrupp nicht beeinflusst oder kontrolliert werden können, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesem Finanzbericht explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Die in diesem Finanzbericht enthaltenen zukunftsbezogene Aussagen werden nicht an Ereignisse oder Entwicklungen angepasst, die nach dem Datum dieses Berichts eintreten.

Rundungen und Veränderungsraten

Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet, Verschlechterungen mit Minus (-). Bei sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten (> 100 % bzw. <-100 %) wird die Veränderungsrichtung durch ++ bzw. -- angezeigt.

Abweichungen aus technischen Gründen

Dieser Finanzbericht ist von der Gesellschaft aufgrund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum elektronischen Bundesanzeiger einzureichen. Aus technischen Gründen kann es beim Bundesanzeiger Verlag zu Abweichungen in den im Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen kommen. Der Finanzbericht steht in deutscher Sprache und in englischer Übersetzung im Internet unter www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Finanzberichts der englischen Übersetzung vor.

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