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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2022

Aug 11, 2022

435_rns_2022-08-11_1cba674e-6428-4843-be5b-01e33db0c85c.html

Interim / Quarterly Report

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Publication

thyssenkrupp AG

Duisburg und Essen

Z w i s c h e n b e r i c h t 9 M o n a t e 2 0 2 1 / 2 0 2 2

Zwischenbericht

9 Monate 2021 / 2022

1. Oktober 2021 -

30. Juni 2022

engineering. tomorrow. together.

thyssenkrupp in Zahlen

Gruppe insgesamt
9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
Veränderung in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 25.260 33.906 8.646 34
Umsatzerlöse Mio € 24.575 30.571 5.996 24
EBITDA Mio € 1.006 2.533 1.527 ++
EBIT2) Mio € 284 1.396 1.112 ++
EBIT-Marge % 1,2 4,6 3,4 ++
Bereinigtes EBIT2) Mio € 564 1.901 1.337 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 2,3 6,2 3,9 ++
Ergebnis vor Steuern Mio € 5 1.102 1.097 ++
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw.

Ergebnis nach Steuern
Mio € -168 801 969 ++
davon Anteil der Aktionäre der

thyssenkrupp AG
Mio € -231 746 978 ++
Ergebnis je Aktie -0,37 1,20 1,57 ++
Operating Cashflow Mio € -222 -1.267 -1.044 --
Cashflow für Investitionen Mio € -861 - 802 59 7
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 973 593 -380 -39
Free Cashflow3) Mio € -110 -1.475 -1.365 --
Free Cashflow vor M & A3) Mio € -953 -2.042 -1.089 --
Netto-Finanzguthaben (30.06.) Mio € -3.986 -1.969 2.017 51
Eigenkapital (30.06.) Mio € 10.756 14.085 3.329 31
Gearing (30.06.) % -4) -4) - -
Mitarbeiter (30.06.) 101.592 97.152 -4.440 - 4
Gruppe - Fortgeführte Aktivitäten1)
9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
Veränderung in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 25.260 33.906 8.646 34
Umsatzerlöse Mio € 24.575 30.571 5.996 24
EBITDA Mio € 1.023 2.525 1.502 ++
EBIT2) Mio € 301 1.387 1.086 ++
EBIT-Marge % 1,2 4,5 3,3 ++
Bereinigtes EBIT2) Mio € 564 1.901 1.337 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 2,3 6,2 3,9 ++
Ergebnis vor Steuern Mio € 23 1.094 1.071 ++
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw.

Ergebnis nach Steuern
Mio € -151 792 943 ++
davon Anteil der Aktionäre der

thyssenkrupp AG
Mio € -214 738 952 ++
Ergebnis je Aktie -0,34 1,19 1,53 ++
Operating Cashflow Mio € -219 -1.266 -1.048 --
Cashflow für Investitionen Mio € -861 -802 59 7
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 973 593 -380 -39
Free Cashflow3) Mio € -107 -1.475 -1.368 --
Free Cashflow vor M & A3) Mio € -953 -2.042 -1.089 --
Netto-Finanzguthaben (30.06.) Mio €
Eigenkapital (30.06.) Mio €
Gearing (30.06.) %
Mitarbeiter (30.06.)

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

3) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

4) Aufgrund des deutlich positiven Eigenkapitals und des ausgewiesenen Netto-Finanzguthabens ist die Aussage der Gearing-Kennzahl bedeutungslos.

Gruppe insgesamt
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
Veränderung in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 8.770 9.946 1.176 13
Umsatzerlöse Mio € 8.676 10.950 2.273 26
EBITDA Mio € 584 953 369 63
EBIT2) Mio € 332 305 -27 -8
EBIT-Marge % 3,8 2,8 -1,0 -27
Bereinigtes EBIT2) Mio € 266 721 455 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 3,1 6,6 3,5 ++
Ergebnis vor Steuern Mio € 223 180 -43 -19
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw.

Ergebnis nach Steuern
Mio € 145 92 -53 -36
davon Anteil der Aktionäre der

thyssenkrupp AG
Mio € 125 76 -49 -39
Ergebnis je Aktie 0,20 0,12 -0,08 -39
Operating Cashflow Mio € -10 -184 -174 --
Cashflow für Investitionen Mio € -259 -247 12 5
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 65 16 -49 -76
Free Cashflow3) Mio € -204 -415 -211 --
Free Cashflow vor M & A3) Mio € -235 -412 -177 -75
Netto-Finanzguthaben (30.06.) Mio € -3.986 -1.969 2.017 51
Eigenkapital (30.06.) Mio € 10.756 14.085 3.329 31
Gearing (30.06.) % -4) -4) - -
Mitarbeiter (30.06.) 101.592 97.152 -4.440 -4
Gruppe - Fortgeführte Aktivitäten1)
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal 2021/2022 Veränderung in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 8.770 9.946 1.176 13
Umsatzerlöse Mio € 8.676 10.950 2.273 26
EBITDA Mio € 585 953 367 63
EBIT2) Mio € 334 305 -29 -9
EBIT-Marge % 3,8 2,8 -1,1 -28
Bereinigtes EBIT2) Mio € 266 721 455 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 3,1 6,6 3,5 ++
Ergebnis vor Steuern Mio € 224 180 -44 -20
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw.

Ergebnis nach Steuern
Mio € 146 92 -54 -37
davon Anteil der Aktionäre der

thyssenkrupp AG
Mio € 126 76 -50 -40
Ergebnis je Aktie 0,20 0,12 -0,08 -40
Operating Cashflow Mio € -10 -184 -174 --
Cashflow für Investitionen Mio € -259 -247 12 5
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 65 16 -49 -76
Free Cashflow3) Mio € -204 -415 -211 --
Free Cashflow vor M & A3) Mio € -235 -412 -177 -75
Netto-Finanzguthaben (30.06.) Mio €
Eigenkapital (30.06.) Mio €
Gearing (30.06.) %
Mitarbeiter (30.06.)

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

3) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

4) Aufgrund des deutlich positiven Eigenkapitals und des ausgewiesenen Netto-Finanzguthabens ist die Aussage der Gearing-Kennzahl bedeutungslos.

STAMMDATEN UND KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE / ADR

ISIN Anzahl Aktien (insgesamt) Stück 622.531.741
Aktien (Börsen Frankfurt, Düsseldorf) DE 000 750 0001 Kurs Ende Juni 2022 5,41
ADR (Außerbörslicher Handel) US88629Q2075 Marktkapitalisierung Ende Juni 2022 Mio € 3.368
Kürzel
Aktien TKA
ADR TKAMY

Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und

endet am 30. September des Folgejahres.

In diesem Finanzbericht verwenden wir im Interesse der besseren Lesbarkeit ausschließlich die grammatisch männliche Form, wie bspw. "Aktionär" oder "Mitarbeiter". Sie bezieht sich immer zugleich auf alle Geschlechter der Menschen, um die es geht: männlich, weiblich, divers.

Vorwort

Sehr geehrte Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,

thyssenkrupp hat sich auch im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2021 / 2022 in einem nicht zuletzt auch wegen des Kriegs in der Ukraine anhaltend herausfordernden Umfeld erneut gut behauptet. Die immer noch angespannte Situation der globalen Lieferketten mit damit verbundenen verzögerten Kundenabrufen, pandemiebedingte Werksschließungen in China, aber vor allem der Anstieg der Faktorkosten bleiben insgesamt und weiterhin insbesondere bei Automotive Technology und Industrial Components herausfordernd. In Teilen ist es uns aber bereits gelungen, den stark gestiegenen Material-, Energie- und Logistikkosten durch entsprechende Preisanpassungen zu begegnen. Bei insgesamt rückläufigen Absatzmengen führen die noch bis Anfang des 3. Quartals für viele Materialien und Werkstoffe gestiegenen Marktpreise bei Materials Services und Steel Europe erneut zu verbesserten Erlösen und Margen. Daneben unterstützen in allen Segmenten detaillierte Performance-Initiativen die Umsatz- und insbesondere die Ergebnisentwicklung. Insgesamt konnten wir sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz deutlich zulegen. Auch unser Bereinigtes EBIT haben wir erneut signifikant im Vergleich zum Vorjahr gesteigert.

Auf dem Weg zu einer leistungsfähigen Unternehmensgruppe mit starken, eigenständigen Geschäften haben wir weitere Fortschritte erzielt: thyssenkrupp Marine Systems wird mit der Übernahme der MV Werften Wismar seine strategischen Optionen für den Bau von U-Booten und Überwasserschiffen im Marinebereich erweitern. Für unser Wasserstoffgeschäft thyssenkrupp nucera bleibt die Platzierung am Kapitalmarkt unsere bevorzugte Option, um als einer der weltweiten Technologieführer von den Wachstumsaussichten für grüne Elektrolyseanlagen zu profitieren. Das Potential ist weiterhin enorm und die Wachstums- und Wertperspektive von thyssenkrupp nucera hat, getragen auch von den politischen Entscheidungen, in den zurückliegenden Monaten an zusätzlichen Chancen gewonnen. Dies zeigen die dynamisch gestiegenen Auftragseingänge, der auf insgesamt rund 1,4 Mrd € gewachsene Auftragsbestand sowie die in Folge eines nun noch schnelleren Übergangs von fossilen Energieträgern auf grünen Wasserstoff deutlich erhöhte Nachfrage nach Elektrolyseanlagen zur Produktion von grünem Wasserstoff klar.

Eine Entscheidung über den Zeitpunkt eines Börsengangs hängt von der Situation am Kapitalmarkt ab. Darüber hinaus prüfen wir im Automobilgeschäft ein mögliches Joint Venture mit dem japanischen Industriekonzern NSK. Nach wie vor sind wir davon überzeugt, dass die Strategie der eigenständigen Aufstellung des Stahlgeschäfts gute Zukunftsperspektiven eröffnet - deshalb arbeiten wir daran weiter, auch wenn die konkrete Form der Umsetzung aufgrund der geopolitischen Lage für den Moment offenbleiben muss. Nach wie vor gilt zudem: Wir brauchen konkrete Förderzusagen und mehr Klarheit über die politischen Rahmenbedingungen, um die grüne Transformation umsetzen zu können.

Die Umstellung auf grünen Stahl ist ein enormer Hebel für das Erreichen der Klimaziele. Das Stahlgeschäft ist aber nur eine der Perspektiven von thyssenkrupp auf die grüne Transformation: Die vielfältigen zukunftsweisenden Technologien des Unternehmens und die unterschiedlichen Kompetenzen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungsketten bei Demand, Supply und Infrastructure machen thyssenkrupp zu einem einzigartigen Partner für die grüne Transformation. Hier sehen wir schon jetzt, aber insbesondere mittel- und langfristig enormes Potential für weiteres Wachstum und sind überzeugt davon, einen signifikanten Beitrag zur grünen Transformation leisten zu können. Dafür stehen wir mit unseren Lösungen bereit.

Vorbehaltlich der anhaltenden Ungewissheit über die weitere Entwicklung des geopolitischen und makroökonomischen Umfelds und der damit nur eingeschränkt verlässlichen Planbarkeit der Auswirkungen - insbesondere auch in Bezug auf die notwendige Versorgung mit fossilen Energieträgern für unsere Industrieanlagen - bestätigen wir unsere Jahresprognose für das Bereinigte EBIT und FCF vor M & A: Für das Bereinigte EBIT erwarten wir weiterhin eine deutliche Verbesserung auf einen Wert von mindestens 2,0 Mrd €. Beim Free Cashflow vor M & A streben wir ebenfalls eine signifikante Verbesserung gegenüber dem Vorjahr auf einen negativen Wert im mittleren dreistelligen Millionen-€-Bereich an. Für den Jahresüberschuss mussten wir unsere Jahresprognose anpassen auf einen Wert im hohen dreistelligen Millionen-€-Bereich. Der operativen Verbesserung wirken außerplanmäßige Wertminderungsaufwendungen entgegen, die u.a. im Zusammenhang mit höheren Kapitalkostensätzen aufgrund des zuletzt stark gestiegenen Zinsniveaus stehen.

Insgesamt verfügt thyssenkrupp mit einer Eigenkapitalquote von deutlich über 30 % und einem Netto-Finanzguthaben von 2 Mrd € über eine solide Bilanz, die wir neben der operativen Performance insbesondere durch den im 4. Quartal deutlich positiv erwarteten FCF vor M & A weiter stärken werden.

Gerade weil die Herausforderungen und Risiken in unserem Umfeld weiter anhalten, gilt es umso mehr, in allen Geschäftsbereichen die Anstrengungen zur Steigerung unserer Performance weiter zu forcieren und den Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden. In diesen herausfordernden Rahmenbedingungen leisten unsere Mitarbeiter weltweit eine beeindruckende Arbeit. Dies werden wir mit aller Kraft weiter vorantreiben und die Taktzahl erhöhen. Die vorrangigen Ziele von thyssenkrupp bleiben ein positiver Free Cashflow vor M & A und die Wiederherstellung der Dividendenfähigkeit. Wir freuen uns, dass wir in diesen unsteten Zeiten bei der Transformation von thyssenkrupp auf Ihre Unterstützung zählen können.

Dr. Klaus Keysberg

Zwischenlagebericht

Vorbemerkungen

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp.

Die im Geschäftsjahr 2020 / 2021 im Segment Multi Tracks eingeleiteten Verkaufsprozesse hinsichtlich der Anlagenbaugeschäfte des Bereichs Mining, Infrastructure und des Edelstahlgeschäfts erfüllten im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2020 / 2021 erstmals die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis dieser Aktivitäten als Veräußerungsgruppen. Dementsprechend wurde in der Bilanz zum 30. September 2021 ein gesonderter Ausweis der auf diese Aktivitäten entfallenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erforderlich. Der gesonderte Ausweis der auf die Anlagenbaugeschäfte des Bereichs Mining entfallenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt weiterhin auch zum 30. Juni 2022. Der Verkaufsprozess für das Edelstahlgeschäft wurde Ende Januar 2022 abgeschlossen. Im Zusammenhang mit dem Verkauf des Edelstahlgeschäfts wurde vereinbart, dass thyssenkrupp Anteile in Höhe von 15 % an der italienischen Gesellschaft Acciai Speciali Terni S.p.A. (AST) behält, um die schon bestehende operative Zusammenarbeit mit dem Erwerber Arvedi zu stärken. Diese Anteile werden seit dem 31. Januar 2022 im Rahmen der Segmentberichterstattung der "Überleitung" zugeordnet. Ebenfalls Ende Januar 2022 wurde der Verkaufsprozess für Infrastructure vollständig abgeschlossen.

Seit dem Ende Juli 2020 erfolgten Verkauf des Aufzuggeschäfts Elevator Technology hält thyssenkrupp eine Beteiligung, die Bestandteil der für den Verkauf erhaltenen Gegenleistung war. Zu weiteren Einzelheiten hinsichtlich der Beteiligung siehe auch Anhang-Nr. 02 (Nicht fortgeführte Aktivität, Veräußerungsgruppen und Abgänge) und Anhang-Nr. 08 (Finanzinstrumente). Ungeachtet der bereits erfolgten Entkonsolidierung werden darüber hinaus in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf der Aufzugaktivitäten stehende noch anfallende nachlaufende Aufwendungen und Erträge sowie Cashflows weiterhin separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen.

Seit dem 1. Oktober 2020 wird die erwähnte Elevator-Beteiligung dem Segment Multi Tracks zugeordnet.

Darüber hinaus werden die thyssenkrupp AG und ihre Tochterunternehmen in diesem Zwischenlagebericht nicht als "Konzern", sondern als "Gruppe" bezeichnet. Die Gruppe umfasst dabei den rechtlichen Konsolidierungskreis.

Die Darstellung des Geschäftsverlaufs gliedert sich nach Segmenten. Den jeweiligen Segmenten sind hierbei eine kurze Beschreibung des Geschäftsmodells sowie die Erläuterung der Mittelfristziele vorweggestellt.

Wirtschaftsbericht

Auftragseingang Umsatzerlöse EBIT1)
Mio € Mio € Mio €
--- --- --- --- --- --- ---
9 Monate 2020/2021 9 Monate

2021/2022
9 Monate 2020/2021 9 Monate

2021/2022
9 Monate 2020/2021 9 Monate 2021/2022
--- --- --- --- --- --- ---
Materials Services 9.191 12.350 8.545 12.528 411 943
Industrial Components 1.924 2.028 1.877 2.012 247 177
Automotive Technology 3.416 3.398 3.459 3.456 245 17
Steel Europe 7.333 8.967 6.572 9.619 -84 604
Marine Systems 817 3.911 1.450 1.264 -1 4
Multi Tracks2) 4.273 4.775 4.043 3.262 -355 -172
Corporate Headquarters 4 4 12 5 -162 -149
Überleitung -1.696 -1.528 -1.383 -1.574 -1 -38
Gruppe fortgeführte Aktivitäten2) 25.260 33.906 24.575 30.571 301 1.387
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten2) 0 0 0 0 -17 9
Gruppe insgesamt 25.260 33.906 24.575 30.571 284 1.396
Bereinigtes EBIT1)
Mio € Mitarbeiter
--- --- --- --- ---
9 Monate 2020/2021 9 Monate 2021/2022 30.06.2021 30.06.2022
--- --- --- --- ---
Materials Services 363 941 15.454 15.737
Industrial Components 266 170 12.937 12.062
Automotive Technology 234 47 19.764 19.962
Steel Europe 87 980 26.015 25.862
Marine Systems -2 12 6.472 6.646
Multi Tracks2) -236 -96 18.652 14.718
Corporate Headquarters -146 -119 637 610
Überleitung -3 -34 1.661 1.555
Gruppe fortgeführte Aktivitäten2) 564 1.901 101.592 97.152
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten2) 0 0 0 0
Gruppe insgesamt 564 1.901 101.592 97.152

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

2) Siehe auch Vorbemerkungen.

Auftragseingang Umsatzerlöse EBIT1)
Mio € Mio € Mio €
--- --- --- --- --- --- ---
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
--- --- --- --- --- --- ---
Materials Services 3.612 4.095 3.289 4.793 268 393
Industrial Components 606 720 630 702 59 53
Automotive Technology 1.076 1.193 1.077 1.206 55 -17
Steel Europe 2.488 3.098 2.416 3.558 55 -3
Marine Systems 153 288 396 411 -9 2
Multi Tracks2) 1.488 914 1.421 728 -38 -73
Corporate Headquarters 2 1 2 1 -52 -41
Überleitung -655 -363 -555 -449 -3 -10
Gruppe fortgeführte Aktivitäten2) 8.770 9.946 8.676 10.950 334 305
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten2) 0 0 0 0 -2 0
Gruppe insgesamt 8.770 9.946 8.676 10.950 332 305
Bereinigtes EBIT1)
Mio €
--- --- ---
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
--- --- ---
Materials Services 232 386
Industrial Components 68 49
Automotive Technology 51 6
Steel Europe 19 376
Marine Systems -9 3
Multi Tracks2) -45 -62
Corporate Headquarters -44 -31
Überleitung -6 -5
Gruppe fortgeführte Aktivitäten2) 266 721
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten2) 0 0
Gruppe insgesamt 266 721

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

2) Siehe auch Vorbemerkungen.

Zusammenfassung

Entwicklung in den ersten 9 Monaten und im 3. Quartal geprägt von weiterhin angespannter Situation der globalen Lieferketten und hohen Faktorkosten auch in Folge des Kriegs in der Ukraine sowie starken Preissteigerungen insb. bei Materials Services und Steel Europe

Geschäftsverlauf der fortgeführten Aktivitäten in den ersten 9 Monaten gegenüber Vorjahr:

Auftragseingang und Umsatz insgesamt mit deutlicher Verbesserung i. W. durch preisbedingten Anstieg bei Materials Services und Steel Europe; Auftragseingang zudem geprägt durch Großauftrag an Marine Systems im 2. Quartal
Bereinigtes EBIT signifikant über Vorjahr: Deutliche Margensteigerungen bei Materials Services und Steel Europe kompensieren steigende Faktorkosten und Auswirkungen aus verzögerten Kundenabrufen insb. bei Automotive Technology und Industrial Components, dabei Bereinigtes EBIT im 3. Quartal insgesamt mit signifikanter Verbesserung gegenüber Vorjahr, aber leicht rückläufiger Entwicklung gegenüber Vorquartal u.a. bedingt durch geringere Versandmengen bei Steel Europe
Periodenergebnis i. W. aufgrund der Entwicklung des Bereinigten EBIT mit deutlicher Steigerung und positiv, gegenläufig wirkten Wertminderungsaufwendungen i. W. bei Steel Europe u.a. aufgrund gestiegener Kapitalkosten
FCF vor M & A signifikant unter Vorjahr und weiterhin negativ: Aufbau des Nettoumlaufvermögens durch gestiegene Rohstoff- und Materialpreise sowie verzögerte Kundenabrufe infolge der Engpässe in der Lieferkette, dabei FCF vor M & Aim 3. Quartal mit deutlicher Verbesserung gegenüber Vorquartal, 4. Quartal durch deutliche Verringerung des Nettoumlaufvermögens signifikant positiv erwartet

Geschäftsverlauf in den Segmenten in den ersten 9 Monaten im Vergleich zum Vorjahr:

Materials Services mit deutlicher Steigerung von Umsatz, Bereinigtem EBIT und Bereinigter EBIT-Marge, i. W. aufgrund signifikant gestiegener Werkstoffpreise über alle Produktgruppen, insb. im 2. Quartal und zu Beginn des 3. Quartals; Absatzentwicklung rückläufig und insgesamt leicht unter Vorjahr
Industrial Components insgesamt mit leicht gestiegenem Auftragseingang und Umsatz durch deutlichen Anstieg im Schmiedegeschäft, unterstützt durch Preisanpassungen und positive Wechselkurseffekte; Bereinigtes EBIT deutlich unter Vorjahr, 3. Quartal mit signifikantem Rückgang im Bereich Großwälzlager, u.a. aufgrund von höherem Wettbewerb insb. im Zusammenhang mit temporärem Nachfragerückgang in China und deutlich gestiegenen Faktorkosten, bei gegenläufigem Anstieg im Schmiedegeschäft
Automotive Technology mit Auftragseingang und Umsatz auf Vorjahresniveau bei deutlichem Anstieg im 3. Quartal, unterstützt durch Preisanpassungen und positive Wechselkurseffekte; Bereinigtes EBIT signifikant unter Vorjahr, deutlich gestiegene Faktorkosten teilweise kompensiert durch Verhandlungen neuer Preiskonditionen sowie positiven Einmaleffekt aufgrund der Neubewertung ausgewählter Pensionszusagen im 1. Quartal
Steel Europe mit signifikant höherem Auftragseingang, Umsatz und Bereinigtem EBIT, i. W. durch sequentiell gestiegene Erlöse; mengenmäßiger Auftragseingang und Versand unter Vorjahr aufgrund schwächerer Nachfrage infolge anhaltender Lieferkettenstörungen, insb. der Automobil- und Zulieferindustrie
Marine Systems mit signifikant höherem Auftragseingang, i. W. aufgrund eines Großauftrags im Unterwasserbereich im 2. Quartal, der Auftragserweiterung im Überwasserbereich sowie größerer Projekte bei Service und Marineelektronik; Auftragsbestand im 3. Quartal weiterhin auf Rekordniveau; Bereinigtes EBIT deutlich über Vorjahr
Multi Tracks mit signifikant gestiegenem Auftragseingang, i. W. durch Großprojekte bei thyssenkrupp nucera im Bereich Wasserelektrolyse und weitere Erhöhungen aus dem Anlagenbau, die Entkonsolidierung des Edelstahlgeschäfts überkompensieren, Verlust beim Bereinigten EBIT deutlich verringert, i. W. durch die positive Entwicklung im Edelstahlgeschäft bis zur Entkonsolidierung im Januar, die Schließung von Heavy Plate im Vorjahr sowie verringerten Verlust bei Automation Engineering; Anlagenbau über Vorjahresniveau
Corporate Headquarters i. W. mit geringeren Verwaltungskosten

Gesamtjahresprognose der Gruppe für das Bereinigte EBIT sowie für FCF vor M & A (nach Anhebung bzw. Wiederaufnahme nach dem 1. Halbjahr) bestätigt, dabei Prognose für den Jahresüberschuss angepasst auf einen Wert im hohen dreistelligen Millionen-€-Bereich (s.a. Prognosekapitel)

Portfolio- und Performance-Maßnahmen werden unvermindert vorangetrieben: weitere Reduktion von insgesamt 4.440 Mitarbeitern gegenüber Vorjahr

Portfolio: Aussage zur Machbarkeit einer möglichen Verselbständigung des Stahlgeschäfts aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin nicht möglich; Vollzug des Verkaufs des Infrastructure-Geschäfts an die FMC Beteiligungs KG sowie des Edelstahlgeschäfts an das italienische Unternehmen Arvedi am 30. November 2021 bzw. 31. Januar 2022 erfolgt; für thyssenkrupp nucera ist ein Börsengang die präferierte Wahl; Signing zur Übernahme des Standorts der MV Werften in Wismar zur Erweiterung der strategischen Optionen für den Bau von U-Booten und Überwasserschiffen im Marinebereich im Juni 2022 erfolgt; Prüfung eines möglichen Joint Venture zwischen Automotive Technology und dem Lenkungsgeschäft von NSK gestartet

Ambitionierte Mittelfristziele für die Unternehmensgruppe beim Kapitalmarkttag am 2. Dezember 2021 veröffentlicht: Bereinigte EBIT-Marge von 4 - 6 %, signifikant positiver FCF vor M & A sowie Rückkehr zur verlässlichen Dividendenzahlung für das Gesamtunternehmen; Mittelfristziele auf Segmentebene s. Kapitel "Berichterstattung zu den Segmenten"

Makro- und Branchenumfeld

Zahlreiche Belastungsfaktoren verlangsamen Erholung der Weltwirtschaft - Risiken bleiben hoch

Krieg in der Ukraine, weiterhin hohe Inflation, anhaltende Lieferengpässe und Lockdown-Maßnahmen in China bremsen Expansion der Weltwirtschaft
Im Vergleich zum Beginn des Geschäftsjahres Prognose für das Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 bei einem Plus von 2,8 % nochmals merklich nach unten angepasst; Wachstum 2021 bei 5,8 %
Industrieländer: Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion 2021 bei 5,3 %; 2022 derzeit deutlich niedrigeres Wachstum von 2,2 % prognostiziert
Schwellenländer: BIP-Wachstum in 2021 bei 6,4 %; für 2022 Expansion um 3,5 % erwartet
Risiken und Unsicherheiten: Unsicherheit bezüglich weiterem Kriegsverlauf in der Ukraine und einer geografischen Ausdehnung des Konfliktes; Risiken wegen möglicher weiterer Liefereinschränkungen bei Öl und Gas mit der Folge von Produktionsstopps in der Industrie; weiterhin hohe Energie-, Material- und Rohstoffpreise und damit verbundene Befürchtungen sich nochmals verfestigender Inflationsraten mit negativen Auswirkungen auf Konsum- und Investitionsbereitschaft auch als Folge weiterer Zinserhöhungen; anhaltende bzw. verschärfte Lieferengpässe bei Vorprodukten; Unklarheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie insb. aufgrund neuer Virus-Mutationen, mit Blick auf die Entwicklung bei den Impfquoten sowie erneuter Lockdown-Maßnahmen; Ungewissheit über die Entwicklung bei weiteren zahlreichen geopolitischen Krisenherden sowie bei handelspolitischen Konflikten; wiederkehrende Flut- bzw. Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels; ausgeprägte und dauerhafte Wachstumsabschwächung in China auch als Folge der Null-Covid-Strategie; Verschuldungsproblematik insb. in einigen Ländern Europas insb. auch infolge der zahlreichen staatlichen Hilfsmaßnahmen zur Abschwächung der Pandemie-Folgen; volatile Wechselkurse

BRUTTOINLANDSPRODUKT

reale Veränderung zum Vorjahr in % 20211) 20222)
Euroraum 5,4 2,5
Deutschland 2,9 1,4
Russland 4,7 -7,5
Übriges Mittel-/Osteuropa 5,3 -1,1
USA 5,7 1,4
Brasilien 4,9 1,3
Japan 1,7 1,3
China 8,1 4,0
Indien 8,7 6,8
Naher Osten & Afrika 5,0 4,7
Welt 5,8 2,8

1) teilweise vorläufige Zahlen

2) Prognosen

Quellen: IHS Markit, IMF, Consensus Forecasts, diverse Banken und Forschungsinstitute, eigene Schätzungen

Automobilindustrie

Antizipierte deutliche Erholung in 2022 gebremst durch Auswirkungen anhaltender Chipknappheit, lokaler Corona-Ausbrüche sowie des Krieges in der Ukraine auf Produktion und globale Lieferketten
Rückkehr zum Niveau vor der Pandemie aufgrund anhaltender Chipknappheit frühestens 2024 erwartet
Europa: Für 2022 leichte Erholung der Produktion erwartet, jedoch weiterhin deutlich unter Niveau vor der Pandemie; Absatz mit Rückgang, insb. durch Markteinbruch in Russland
Nordamerika: In 2022 Erholung der Produktion erwartet, jedoch weiterhin unterhalb des Niveaus vor der Pandemie; Absatz auf Vorjahres-Niveau erwartet
China: Absatz und Produktion in 2022 infolge lokaler Corona-Ausbrüche in der Größenordnung des Vorjahres erwartet

Maschinenbau

Deutschland: Nach Produktionsanstieg von 6,4 % in 2021 Abwärtsrevision der Wachstumsprognose für 2022 auf geringes Plus von 0,5 %; verschärfte Einschränkung bei Lieferketten, hohe Preissteigerungsraten sowie allgemeine Verunsicherung bei Kunden Belastungsfaktoren
USA: Nach deutlichem Produktionsplus von 11,2 % in 2021 Prognose für 2022 von etwas geringerer Wachstumsdynamik in Höhe von 7,3 % geprägt; fiskalische konjunkturelle Hilfsmaßnahmen stärken Ausbringung, noch anhaltende Lieferkettenprobleme begrenzen Produktionsmöglichkeiten und Gewinnmargen
China: Nach starkem Produktionsplus von 12 % in 2021 für dieses Jahr deutlich geringere Wachstumsdynamik in Höhe von 6,3 % erwartet; Dynamik bei privaten Investitionsausgaben nimmt ab, staatliche Infrastrukturausgaben wirken stützend

Bauwirtschaft

Deutschland: Produktionsminus 2021 bei 1,2 %; anhaltende Probleme bei der Materialbeschaffung und hohe Preissteigerungen bei Vormaterial begrenzen Wachstum 2022 auf 1,4 %; steigende Bauzinsen wirken bremsend, Bedarf an neuem Wohnraum und Büroflächen als positive Faktoren
USA: Nach Produktionsplus von 3,2 % in 2021 Rückgang der Bautätigkeit um 0,5 % in diesem Jahr; höhere Materialkosten und steigende Bauzinsen im Jahresverlauf belasten; fiskalpolitische Infrastruktur-Maßnahmen stützen
China: Nach Wachstum von 4,4 % in 2021 Produktion im laufenden Jahr mit 3,8 % leicht geringer; verschärfte Regulierung des Immobiliensektors und regionale Lockdown-Maßnahmen wirken dämpfend, expansivere Geldpolitik und anhaltender Trend zur Urbanisierung stützt die Wohnungs- und Tiefbauinvestitionen weiterhin

Stahl

Wachstum der globalen Walzstahlnachfrage in 2021 um 2,7 % durch deutlichen Nachfragerückgang in China um -5,4 % gebremst; Aussichten für 2022 und 2023 mit hohen Unsicherheiten behaftet: Prognose aus April bei 0,4 % bzw. 2,2 %
Nachfrage im EU-Markt für Qualitätsflachstahl in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres mit Plus um 11 % gegenüber Vorjahr; Anstieg der Importe, die signifikant um 56 % zulegen, während Lieferungen der EU Stahlhersteller mit +1 % nahezu stagnieren
Nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine sprunghafter Anstieg der Spotmarktpreise für Flachstahl insb. in Europa und in den USA; kontinuierlicher Rückgang der Preise seit Ende März auf derzeit zum Teil unter Vor-Kriegs-Niveau; Rohstoffpreise haben - nach teilweise Rekordwerten im März - ebenfalls wieder nachgegeben
Marktumfeld bleibt durch vielfältige Risiken herausfordernd: hierzu zählen u. a. die anhaltenden Materialengpässe, die Inflation, die Energiekrise sowie die hohen Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine

ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN

20211) 20222)
Fahrzeugproduktion, in Mio Pkw und leichte Nutzfahrzeuge3)
Welt 77,2 80,8
Westeuropa (inkl. Deutschland) 9,4 10,4
Deutschland 3,2 3,9
Nordamerika (USA, Mexiko, Kanada) 13,0 14,7
USA 8,9 10,0
Mexiko 3,0 3,4
Japan 7,5 7,7
China 24,8 24,9
Indien 4,1 4,8
Brasilien 2,1 2,2
Maschinenbauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr
Welt 12,9 4,5
Europa 12,6 1,7
Deutschland 6,4 0,5
USA 11,2 7,3
Japan 15,0 6,0
China 12,0 6,3
Bautätigkeit, real, in % gegenüber Vorjahr
Euroraum 5,2 3,1
Deutschland -1,2 1,4
USA 3,2 -0,5
China 4,4 3,8
Indien 16,9 4,9
Stahlnachfrage, in % gegenüber Vorjahr
Welt 2,7 0,4
Deutschland 12,9 -0,6
EU(27) + Großbritannien 16,8 -1,3
USA 21,3 2,8
China -5,4 0,0

1) teilweise vorläufige Zahlen

2) Prognosen

3) Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 6t

Quellen: IHS Markit, Oxford Economics, worldsteel, nationale Verbände, eigene Schätzungen

Berichterstattung zu den Segmenten

Materials Services

Materials Services ist der größte werksunabhängige Werkstoffhändler und -dienstleister der westlichen Welt (Europa & Nordamerika). Unser Angebot reicht von qualitativ hochwertigen Roh-und Werkstoffen über technische Dienstleistungen bis hin zu intelligenten Lösungen für digitale und nachhaltigere Lieferketten.

Unser vorrangiges Ziel ist es, unsere führenden Marktpositionen in Europa und Nordamerika zu festigen bzw. weiter auszubauen. Dabei wollen wir in beiden Regionen stärker als der Markt wachsen. Wir planen mittelfristig mit Lagerversandmengen von über 6 Mio Tonnen weltweit, einer Bereinigten EBIT-Marge von 2 - 3 % sowie einem ROCE-Wert größer 9 %. Die Cash Conversion Rate soll bei ca. 0,8 liegen.

Im laufenden Geschäftsjahr liegt der Schwerpunkt unserer Initiativen weiterhin auf der Fokussierung unseres Standortnetzwerks sowie auf profitablem Wachstum in Nordamerika. So haben wir in den ersten 9 Monaten insgesamt zwölf Lagerstandorte geschlossen und unsere großen Investitionsprojekte an Standorten in den USA vorangetrieben. Darüber hinaus steht der u.a. Kl-gestützte Ausbau digitaler Supply Chain-Lösungen sowie die Weiterentwicklung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen wie z.B. der Product Carbon Footprint Rechner im Fokus unseres Segments.

12,5 Mrd €

Umsatz in den ersten 9 Monaten

15.737

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 3. Quartal

MATERIALS SERVICES IN ZAHLEN

9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
Veränderung

in %
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
Auftragseingang Mio € 9.191 12.350 34 3.612 4.095
Umsatzerlöse Mio € 8.545 12.528 47 3.289 4.793
EBITDA Mio € 514 1.040 ++ 304 425
EBIT Mio € 411 943 ++ 268 393
Bereinigtes EBIT Mio € 363 941 ++ 232 386
Bereinigte-EBIT-Marge % 4,2 7,5 - 7,1 8,1
Investitionen Mio € 56 49 - 13 14 17
Mitarbeiter (30.06.) 15.454 15.737 2 15.454 15.737
Veränderung

in %
Auftragseingang 13
Umsatzerlöse 46
EBITDA 40
EBIT 47
Bereinigtes EBIT 67
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen 21
Mitarbeiter (30.06.) 2

Auftragseingang

Deutlich über Vorjahr durch höhere Preise in allen Geschäftsbereichen, insb. im lagerführenden Werkstoffhandel und bei den Servicecentern
Lediglich Streckengeschäft aufgrund insgesamt schwächerer Nachfrage im Stahlhandel unter Vorjahr

Umsatz

Insgesamt signifikant über Vorjahr, i. W. getrieben durch weitere Preissteigerungen zu Beginn des 3. Quartals
Deutliches Umsatzplus beim lagerführenden Werkstoffhandel, dem Streckengeschäft und den automobilnahen Servicecentern
Aerospace und Plastics ebenfalls über Vorjahr
Werk- und Rohstoff-Absatz insgesamt unter Vorjahr (2,3 Mio t vs. 2,4 Mio t); Entwicklung im europäischen und nordamerikanischen Servicecenter-Geschäft sowie im Lagergeschäft rückläufig; Streckengeschäft bei Materials Trading mit leicht positiver Entwicklung aufgrund Neugeschäft in Singapur

Bereinigtes EBIT

Insgesamt signifikante Steigerung durch Erhöhung der Marge aufgrund höherer Preise trotz insgesamt gesunkener Absätze
Weitere Fortschritte bei der strategischen Transformation i. W. durch Netzwerkoptimierung: u.a. Schließung der Gesellschaft thyssenkrupp Materials Vietnam
Weiterentwicklung der Transformation im Rahmen des strategischen Ansatzes "Materials as a Service", z.B. durch fortschreitende Entwicklungs- und Vermarktungsphase von pacemaker (KI-gesteuertes Tool zur Bedarfsprognose und Emissionsnachverfolgung)

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

Keine wesentlichen Sondereffekte

Investitionen

Fortschrittzahlungen für neue Standorte in Mexico und Texas sowie für die Erweiterung unserer Bearbeitungskapazitäten in Wisconsin
Fertigstellung und Inbetriebnahme einer Mehrstreifenquerteilanlage in Ulm
Modernisierungs- und Ersatzinvestition bei Lager- und Serviceeinheiten; Fortsetzung der digitalen Transformation

Industrial Components

Industrial Components umfasst zwei Business Units: das Großwälzlager- und das Schmiedegeschäft. Insgesamt streben wir für das Segment mittelfristig eine Bereinigte EBIT-Marge von mindestens 10 % sowie eine Cash Conversion Rate von 0,6 - 0,8 an.

Als weltweiter Marktführer für Großwälzlager und einer der größten Hersteller von nahtlos gewalzten Ringen streben wir im Bereich Bearings mittelfristig ein Umsatzwachstum von durchschnittlich mindestens 5 % pro Jahr an. Um unsere Leistungsfähigkeit zu erhöhen, wollen wir kontinuierlich Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzverbesserung umsetzen - so auch im laufenden Geschäftsjahr. Ergänzend werden diese Maßnahmen begleitet von einer langfristigen Investitionsstrategie mit dem Ziel, vom anhaltenden Marktwachstum im Windenergiebereich profitieren zu können. Bei der Umsetzung von Personalmaßnahmen zur Effizienzsteigerung kommen wir gut voran. In den ersten 9 Monaten konnten wir zwei Restrukturierungsmaßnahmen in Deutschland erfolgreich abschließen sowie Personalanpassungen in China vornehmen.

Forged Technologies als Spezialist für das Schmiedegeschäft gehört weltweit zu den führenden Herstellern von Motoren-, Fahrwerks- und Baumaschinenkomponenten. Mittelfristig ist es unser Ziel, unseren Marktanteil zu steigern und mit neuen Produkten zu wachsen. Die Schwerpunkte im laufenden Geschäftsjahr liegen weiterhin auf der Steigerung unserer Personaleffizienz, der Verbesserung der Energieeffizienz und der Optimierung unserer Produktions- und Logistikprozesse. Ein wichtiger Fokus liegt zudem auf der erfolgreichen Umsetzung der Investitionsvorhaben zur Transformation der Business Unit. In den ersten 9 Monaten konnten wir bereits erste Musterteile für Lkw-Chassis-Komponenten gemäß Plan an unsere Kunden liefern. Der Start der Serienproduktion ist für Herbst 2022 geplant.

870 Mio €

Umsatz Bearings in den ersten 9 Monaten

6.253

Mitarbeiter Bearings weltweit

1,1 Mrd €

Umsatz Forged Technologies in den ersten 9 Monaten

5.809

Mitarbeiter Forged Technologies weltweit

Geschäftsverlauf im 3. Quartal

INDUSTRIAL COMPONENTSIN ZAHLEN

9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
Veränderung

in %
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
Auftragseingang Mio € 1.924 2.028 5 606 720
Umsatzerlöse Mio € 1.877 2.012 7 630 702
EBITDA Mio € 321 258 -20 84 81
EBIT Mio € 247 177 -28 59 53
Bereinigtes EBIT Mio € 266 170 -36 68 49
Bereinigte-EBIT-Marge % 14,2 8,4 - 10,8 7,0
Investitionen Mio € 132 92 -31 52 27
Mitarbeiter (30.06.) 12.937 12.062 -7 12.937 12.062
Veränderung in %
Auftragseingang 19
Umsatzerlöse 11
EBITDA -3
EBIT -10
Bereinigtes EBIT -28
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen -47
Mitarbeiter (30.06.) -7

Auftragseingang

Deutlich über Vorjahr: Positive Entwicklung in beiden Business Units
Großwälzlager: Leicht über Vorjahr, Anstieg im Anwendungsbereich Windenergie gegenüber geringerer Volumina in den Industrie-Anwendungsbereichen (insb. Fördertechnik und Baumaschinen)
Schmiedegeschäft: Deutlich über Vorjahr, unterstützt durch Preisanpassungen aufgrund gestiegener Faktorkosten sowie positive USD-Wechselkurseffekte; Anstieg im Industrie-Geschäft sowie ein anhaltend hohes Niveau bei Antriebsstrang-Komponenten für Lkw; Pkw mit leichtem Rückgang v.a. in Europa insb. getrieben durch die Halbleiterproblematik, gestörter Lieferketten und den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine; Fahrwerke für Baumaschinen mit unverändert hohem Nachfrageniveau in allen relevanten Regionen leicht unterstützt durch die Erweiterung des Produktangebots sowie der Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder

Umsatz

Über Vorjahr: Anstieg im Schmiedegeschäft kann Rückgang im Bereich Großwälzlager kompensieren
Großwälzlager: Unter Vorjahr, temporärer Nachfragerückgang in China (v.a. im Anwendungsbereich Windenergie) gegenüber Steigerung in den Industrie-Anwendungsbereichen, insb. im Allgemeinen Maschinenbau sowie im Bereich Baumaschinen; Absatzregion Deutschland deutlich über Vorjahr, restliches Europa, Amerikas und Asien (exkl. China) leicht über Vorjahr
Schmiedegeschäft: Umsatzentwicklung folgt Auftragseingang und liegt deutlich über Vorjahr bei positiven Wechselkurs- und Preisanpassungseffekten

Bereinigtes EBIT

Deutlich unter Vorjahr: Rückgang im Bereich Großwälzlager gegenüber Anstieg im Schmiedegeschäft
Großwälzlager: Signifikant unter Vorjahr, i. W. getrieben durch höheren Wettbewerb insb. im Zusammenhang mit temporärem Nachfragerückgang in China, Produkt- und Regionalstruktur des Absatzes sowie deutlich gestiegene Material- und Energiekosten; leicht gegenläufig wirkten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung (u.a. Restrukturierung)
Schmiedegeschäft: Deutlicher Anstieg, i. W. aufgrund positiver Effekte aus der rückwirkenden Weitergabe gestiegener Material, Energie- und Frachtkosten; fortgesetzte Kostensenkungsmaßnahmen mit einhergehender Optimierung der Personalkostenquote

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

Schmiedegeschäft: Erträge aus dem Verkauf eines Grundstücks inkl. Gebäude in Indien

Investitionen

Überwiegend Wachstumsinvestitionen zur Erhöhung der Produktionskapazität v.a. im Anwendungsbereich Windenergie und i. W. in europäischen und asiatischen Fertigungsstandorten
Fortgesetzte Investition in vollautomatische Schmiedepresse für Lkw-Vorderachsen am deutschen Standort Homburg sowie Initiierung von Investitionen in die weitere Lokalisierung des Baumaschinen-Geschäfts in Nordamerika

Automotive Technology

Automotive Technology ist einer der führenden deutschen Zulieferer und Engineering-Partner der internationalen Automobilindustrie. Das Produkt- und Serviceangebot umfasst Hightech-Komponenten, Systeme und Automatisierungslösungen für den Fahrzeugbau sowie mechatronische Lösungen mit Elektronik und Software aus Eigenentwicklungen.

Unser Wachstums- und Leistungsanspruch ist es, zu den Besten in unserem Wettbewerbsumfeld zu gehören und schneller als der Markt zu wachsen. Zur Erreichung unserer mittelfristigen Performance-Ziele - eine Bereinigte EBIT-Marge von 7 - 8 % sowie eine Cash Conversion Rate von mindestens 0,5 - konzentrieren wir uns auf die Verbesserung der Produktionseffizienz sowie auf Maßnahmen im Bereich Einkauf. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Margenverbesserungen durch Ausbau von Claim Management Ressourcen.

In den ersten 9 Monaten belasteten weiterhin die seit Mitte des letzten Geschäftsjahres aufgetretenen Herausforderungen in unserem Marktumfeld, wie z.B. Engpässe in der Versorgung mit elektronischen Halbleiter- und anderen Vorprodukten, Störungen in der Lieferkette, der Krieg in der Ukraine sowie volatile Kundenabrufe. Im 3. Quartal kamen pandemiebedingte Werksschließungen bei unseren Kunden und Lieferanten vornehmlich in China hinzu. Die sehr große Einsatzbereitschaft unserer chinesischen Mitarbeiter während der Lockdown-Maßnahmen ermöglichte dabei die teilweise Aufrechterhaltung von Kundenbelieferungen und verhinderte Produktionsunterbrechungen bei unseren Kunden. Herausfordernd bleibt weiterhin der Anstieg der Faktorkosten, dem wir mit der Verhandlung neuer Preiskonditionen und einer strikten Kostenkontrolle begegnen.

3,5 Mrd €

Umsatz in den ersten 9 Monaten

19.962

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 3. Quartal

AUTOMOTIVE TECHNOLOGY IN ZAHLEN

9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
Veränderung

in %
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
Auftragseingang Mio € 3.416 3.398 -1 1.076 1.193
Umsatzerlöse Mio € 3.459 3.456 0 1.077 1.206
EBITDA Mio € 400 215 -46 104 64
EBIT Mio € 245 17 -93 55 -17
Bereinigtes EBIT Mio € 234 47 -80 51 6
Bereinigte-EBIT-Marge % 6,8 1,4 - 4,7 0,5
Investitionen Mio € 158 133 -16 54 46
Mitarbeiter (30.06.) 19.764 19.962 1 19.764 19.962
Veränderung

in %
Auftragseingang 11
Umsatzerlöse 12
EBITDA -38
EBIT --
Bereinigtes EBIT -88
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen -15
Mitarbeiter (30.06.) 1

Auftragseingang

Deutlich über dem bereits durch Halbleitermangel belasteten Vorjahr; Steigerungen in nahezu allen Business Units v.a. durch Preisanpassungen aufgrund gestiegener Faktorkosten sowie positive USD und CNY Wechselkurseffekte
Pandemiebedingte Werksschließungen vornehmlich bei Kunden und Lieferanten in China, insb. im April und Mai, vollständig durch Aufholeffekte im Juni kompensiert
Weiterhin Versorgungsengpässe bei Vormaterialien und volatile Kundenabrufe

Umsatz

Umsatz folgt dem Auftragseingang, Juni mit stärkstem Monatsumsatz im Geschäftsjahr
Positive Wechselkurs- und Preisanpassungseffekte

Bereinigtes EBIT

Signifikant unter Vorjahr, i. W. aufgrund deutlich gestiegener Faktorkosten (v.a. Logistik und Material), volatiler Kundennachfrage und Kapazitätsauslastung in Folge anhaltender Engpässe in der Transport- und Lieferkette sowie pandemiebedingter Werksstillstände in China; Vorjahr mit positiven Einmaleffekten u.a. aus Abschluss einer Kundenkompensation
Gestiegene Faktorkosten teilweise kompensiert durch weitere Verhandlungen neuer Preiskonditionen

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

I. W. Wertminderungsaufwendungen im Anlagevermögen im Bereich Lenkungen u.a. aufgrund gestiegener Kapitalkosten

Investitionen

Schwerpunkt im Bereich Lenkungen für auftragsbezogene Projekte, mit dem Ziel der Unterstützung der Kosten- und Profitabilitätsziele sowie Wahrnehmung von Wachstumschancen

Steel Europe

Steel Europe ist der größte deutsche Stahlproduzent. Das Unternehmen konzentriert sich auf attraktive Marktsegmente für hochwertigen Qualitätsflachstahl und gehört hier zu den führenden Anbietern im Kernmarkt Europa.

Unser Wachstums- und Leistungsanspruch ist es, zu den besten im Wettbewerb zu gehören. Mit der konsequenten weiteren Umsetzung der Stahlstrategie 20-30 wollen wir unsere operative Leistungsfähigkeit deutlich steigern und unsere Marktposition festigen und ausbauen.

Der Krieg in der Ukraine, hohe Energie- und Rohstoffkosten, Verwerfungen in den Lieferketten, Unsicherheiten hinsichtlich der Versorgung mit fossilen Energieträgern (insb. Erdgas) und eine sich eintrübende Konjunktur bilden derzeit ein herausforderndes gesamtwirtschaftliches Umfeld. An unseren Zielen halten wir grundsätzlich fest. So wollen wir mittelfristig unsere Versandmengen auf rund 11 Mio Tonnen steigern, eine Bereinigte EBIT-Marge von 6 - 7 % und eine Cash Conversion Rate von mindestens 0,4 erreichen.

Im aktuellen Geschäftsjahr liegt der Schwerpunkt unserer Initiativen neben der laufenden Restrukturierung auf den Investitionen in die effizientere Ausgestaltung der Kernaggregate unseres Produktionsnetzwerkes. Wir berücksichtigen dabei insbesondere die wachsenden Anforderungen bei Automobilkunden und einzelner Industriebereiche. Zudem arbeiten wir mit Hochdruck an der grünen Transformation und haben uns das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu sein. In den ersten 9 Monaten haben wir bereits einen bedeutenden Meilenstein erreicht, indem im 1. Quartal die ersten Produktmengen hochwertigen Flachstahls mit reduzierter CO2-Intensität der neuen Marke bluemint® Steel ausgeliefert wurden. Eine Reihe weiterer Aufträge für bluemint® aus verschiedenen Abnehmerbranchen sind dem gefolgt.

9,6 Mrd €

Umsatz in den ersten 9 Monaten

25.862

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 3. Quartal

STEEL EUROPE IN ZAHLEN

9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
Veränderung

in %
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
Auftragseingang Mio € 7.333 8.967 22 2.488 3.098
Umsatzerlöse Mio € 6.572 9.619 46 2.416 3.558
EBITDA Mio € 123 1.231 ++ 123 461
EBIT Mio € -84 604 ++ 55 -3
Bereinigtes EBIT Mio € 87 980 ++ 19 376
Bereinigte-EBIT-Marge % 1,3 10,2 - 0,8 10,6
Investitionen Mio € 389 436 12 114 127
Mitarbeiter (30.06.) 26.015 25.862 -1 26.015 25.862
Veränderung

in %
Auftragseingang 25
Umsatzerlöse 47
EBITDA ++
EBIT --
Bereinigtes EBIT ++
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen 12
Mitarbeiter (30.06.) -1

Auftragseingang

Preisbedingt signifikant über Vorjahr
Rückgang der Mengen auf 1,9 Mio t aufgrund geringerer Bestellungen aus nahezu allen Abnehmerbranchen

Umsatz

Signifikante Steigerung durch deutlich gestiegene Erlöse
Rückgang der Versandmengen auf 2,4 Mio t; Abrufe insb. der Automobil- und Zulieferindustrie unter Vorjahr; gegenläufig gestiegene Lieferungen an Bau- und Rohrindustrie sowie von kornorientiertem Elektroband

Bereinigtes EBIT

Signifikant über Vorjahr, i. W. durch deutlich höhere Erlöse
Gegenläufig wirkten ein geringerer Versand sowie höhere Rohstoff- und Energiekosten
Positive Effekte aus den fortschreitenden Restrukturierungen und dem laufenden Performance-programm wirken weiter unterstützend

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

I. W. Wertminderungsaufwendungen im Anlagevermögen u.a. aufgrund gestiegener Kapitalkosten

Investitionen

Funktionstests der neuen Feuerbeschichtungsanlage 10 (FBA 10) in Dortmund, mit der die steigende Nachfrage der Automobilhersteller nach höherwertigen feuerbeschichteten Produkten bedient werden soll; Inbetriebnahme der Anlage wird im Laufe des Geschäftsjahres erwartet
Großinvestitionen der Strategie 20-30 befinden sich planmäßig in der Engineering-Phase mit den Lieferanten, baufeldvorbereitende Maßnahmen wurden gestartet; u.a. für den Umbau der Gießwalzanlage in Duisburg-Bruckhausen zur Verbesserung von Qualität bei gleichzeitiger Kostensenkung sowie den Neubau einer Glüh-Isolierlinie in Bochum, die den Hochlauf der Elektromobilität und die steigende Nachfrage nach hochwertigem Elektroband begleiten; beim Neubau des Doppelreversiergerüsts in Bochum laufen bereits Vorbereitungen der Montage

Marine Systems

Marine Systems ist ein führender Hersteller von konventionellen U-Booten, Überwasserschiffen und Marine-Elektronik und bietet Services weltweit an. Als vollintegriertes Systemhaus entwickeln und fertigen wir ganzheitliche Lösungen aus einer Hand für unsere Kunden.

Unser Ziel ist es, unsere Technologieführerschaft zu untermauern und unsere Wettbewerbsposition weiter zu stärken. Die aktuelle Auftragslage - insbesondere im Unterwasserbereich - hat die strategische Schlüsselrolle von thyssenkrupp Marine Systems für die deutsche Marineindustrie weiter gestärkt. Durch das "Sondervermögen Bundeswehr" und die langfristige strukturelle Erhöhung des Verteidigungshaushaltes sehen wir - neben der gewachsenen weltweiten Nachfrage - zusätzliche Möglichkeiten für den Marinebereich.

Wir streben mittelfristig ein jährliches Umsatzwachstum von durchschnittlich 6 %, eine Verbesserung der Bereinigten EBIT-Marge auf Industriestandardniveau (~6 - 7 %) sowie eine Cash Conversion Rate von 1,0 an. Um die langfristige Profitabilität der Aufträge zu sichern, verfolgen wir konsequent unser Performance-Programm und optimieren entlang der gesamten Wertschöpfungskette Abläufe, Instrumente und Strukturen und reduzieren Verwaltungskosten. Mit dem Signing zum Erwerb der MV Werft in Wismar im Juni 2022 erweitern wir unsere strategischen Optionen für den Bau von U-Booten und Überwasserschiffen. Abhängig von künftigen attraktiven Auftragseingängen planen wir über die nächsten Jahre flexibel Mitarbeiter einzustellen und so den Standort je nach Bedarf und Optimierung im Verbund mit unseren anderen Standorten aufzubauen. Dabei gilt: je mehr Aufträge, desto mehr Arbeitsplätze.

1,3 Mrd €

Umsatz in den ersten 9 Monaten

6.646

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 3. Quartal

MARINE SYSTEMS IN ZAHLEN

9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
Veränderung

in %
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
Auftragseingang Mio € 817 3.911 ++ 153 288
Umsatzerlöse Mio € 1.450 1.264 - 13 396 411
EBITDA Mio € 46 52 13 6 17
EBIT Mio € -1 4 ++ -9 2
Bereinigtes EBIT Mio € -2 12 ++ -9 3
Bereinigte-EBIT-Marge % -0,1 0,9 - -2,3 0,7
Investitionen Mio € 54 53 - 2 8 21
Mitarbeiter (30.06.) 6.472 6.646 3 6.472 6.646
Veränderung

in %
Auftragseingang 88
Umsatzerlöse 4
EBITDA ++
EBIT ++
Bereinigtes EBIT ++
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen ++
Mitarbeiter (30.06.) 3

Auftragseingang

Signifikant über Vorjahr, i. W aufgrund größerer Auftragseingänge im Bereich Wartung, Service und Marineelektronik sowie Auftragserweiterungen im Überwasserbereich

Umsatz

Leicht über Vorjahr, stabile Umsatzentwicklung setzt sich wie geplant weiter fort

Bereinigtes EBIT

Deutlich über Vorjahr; Stabilität in Altaufträgen sowie Hochlauf der Neuaufträge

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

Kleinere Sondereffekte im Berichtszeitraum; i. W. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen

Investitionen

Fortsetzung der Modernisierung der Kieler Werft zur Optimierung der Projektabwicklung, Erhöhung der Effizienz, Schaffung der technischen Voraussetzung zur Fertigung größerer Boote gemäß Markttrend sowie nachhaltiger Verbesserung der Profitabilität; Prüfung von alternativen Fertigungskonzepten zur Optimierung des Investitionseinsatzes

Multi Tracks

Das Segment Multi Tracks bündelt diejenigen Geschäfte, für die thyssenkrupp kurz- bis mittelfristig andere Eigentumsverhältnisse in Erwägung zieht. Dies kann bspw. ein vollständiger Verkauf oder ein Teilverkauf sein oder die Fortführung des Geschäfts zusammen mit einem oder mehreren externen Partnern.

Aktuell befinden sich gleich mehrere Geschäfte im Verkaufsprozess. Am weitesten fortgeschritten ist der Verkauf von Mining Technologies an FLSmidth: Bis zum Ende des Geschäftsjahres soll die Transaktion vollständig vollzogen sein. Für die Business Unit Automation Engineering, die sich als Anlagenbauer auf den Wachstumsmarkt der Elektromobilität fokussiert, befinden wir uns mit potenziellen Kaufinteressenten im Gespräch. Für die Business Unit Springs & Stabilizers haben wir die Vorbereitung eines M & A-Prozesses aufgenommen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten im Segment Multi Tracks liegt auf der Weiterentwicklung unseres Wasserstoffgeschäfts thyssenkrupp nucera. Um als einer der weltweiten Technologieführer für Elektrolyseanlagen von den Wachstumsaussichten des Geschäfts zu profitieren, ist ein Börsengang unsere bevorzugte Option. Eine Entscheidung über den Zeitpunkt hängt von der Situation am Kapitalmarkt ab. Fest steht: Das Potenzial für die Wasserelektrolyse ist weiterhin beträchtlich. Davon zeugt nicht zuletzt der inzwischen auf rund 1,4 Mrd € gewachsene Auftragsbestand von thyssenkrupp nucera. Zentrale Bausteine für den Ausstieg aus fossilen Energieträgern liefern auch unsere Chemieanlagenbauer der Business Unit Uhde: Als Experten für den Bau von Ammoniak- und Methanolanlagen liefern sie eine zukünftige Technologie für den Transport von grünem Wasserstoff. Im Portfolio des Segments Multi Tracks befindet sich darüber hinaus auch die Business Unit Polysius, die auf den Bau schlüsselfertiger Zementanlagen spezialisiert ist und Technologien für eine nachhaltigere Zementproduktion sowie Lösungen zur Digitalisierung und Automation bereithält. Die Lösungen reichen von der Nutzung kalzinierter Tone für eine nachhaltigere Klinkerproduktion, über den Einsatz alternativer Brennstoffe bis hin zur Nutzung eines modifizierten Oxyfuel-Verfahrens zur Senkung des CO2-Fußabdrucks der Zementindustrie.

3,3 Mrd €

Umsatz in den ersten 9 Monaten

14.718

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 3. Quartal

MULTI TRACKS IN ZAHLEN

9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
Veränderung

in %
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
Auftragseingang Mio € 4.273 4.775 12 1.488 914
Umsatzerlöse Mio € 4.043 3.262 -19 1.421 728
EBITDA Mio € -246 -89 64 11 -54
EBIT Mio € -355 -172 52 -38 -73
Bereinigtes EBIT Mio € -236 -96 59 -45 -62
Bereinigte-EBIT-Marge % -5,8 -2,9 - -3,1 -8,5
Investitionen Mio € 65 35 -46 16 10
Mitarbeiter (30.06.) 18.652 14.718 -21 18.652 14.718
Veränderung

in %
Auftragseingang -39
Umsatzerlöse -49
EBITDA --
EBIT -93
Bereinigtes EBIT -39
Bereinigte-EBIT-Marge -
Investitionen -35
Mitarbeiter (30.06.) -21

Auftragseingang

Aufgrund der Abgänge vom Edelstahlgeschäft und Infrastructure deutlich unter Vorjahr trotz Steigerungen bei thyssenkrupp nucera, im Anlagenbau und bei Automation Engineering
thyssenkrupp nucera mit hohem Wachstum, insb. durch das Chlor-Alkali Neuanlagengeschäft sowie durch die Vergabe eines größeren Wasserstoff-Projekts in den Niederlanden
Anlagenbau: Wachstum bei Polysius aufgrund größerer Auftragseingänge in Deutschland und Indien sowie leichtem Anstieg bei Uhde; gegenläufige Entwicklung bei Mining u.a. durch Krieg in der Ukraine
Automation Engineering mit signifikantem Anstieg durch größere Auftragseingänge im Ausland sowohl im Bereich Battery als auch für Powertrain

Umsatz

Deutlich unter Vorjahr, getrieben durch die Abgänge des Edelstahlgeschäfts und Infrastructure, der Schließung von Heavy Plate sowie Rückgang im Anlagenbau; leichte Verbesserung in den übrigen Geschäften
thyssenkrupp nucera: Leicht über Vorjahr
Anlagenbau: Gesunkener Umsatz bei Uhde durch geringeren Auftragseingang der Vorperioden, u.a. durch Konzentration auf attraktivere Marktsegmente und Verzögerungen in der Abwicklung einzelner Projekte; Mining deutlich unter Vorjahr u.a. durch Krieg in der Ukraine, Polysius leicht unter Vorjahr
Automation Engineering leicht über Vorjahr aufgrund von wachsendem Neugeschäft
Springs & Stabilizers durch leicht gestiegene Volumen und die Weitergabe von Materialpreiserhöhungen deutlich über Vorjahr

Bereinigtes EBIT

Deutlich unter Vorjahr, i. W. getrieben durch die Entkonsolidierung des Edelstahlgeschäfts und Gewinnrückgang bei thyssenkrupp nucera, welche durch positive Effekte aus der Schließung von Heavy Plate nicht kompensiert werden können
thyssenkrupp nucera: Unter Vorjahr i. W. durch höhere Entwicklungskosten, steigende Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Aufbau der Strukturen für ein börsennotiertes Unternehmen im Zusammenhang des angestrebten Wachstums
Anlagenbau auf Vorjahresniveau: Uhde mit deutlicher Verbesserung durch Reduzierung von Fehlleistungskosten, Polysius aufgrund von Einmalaufwendungen durch Projektverzögerungen und Entfall von positiven Einmaleffekten aus dem Vorjahr belastet, Mining durch Beendigung von russischen Projekten aufgrund des Kriegs in der Ukraine unter Vorjahr
Springs & Stabilizers: leicht verbessert, aber weiterhin mit negativem Ergebnisbeitrag, i. W. aufgrund gestiegener Material- und Energiekosten mit verzögerter Möglichkeit zur Weitergabe
Automation Engineering durch geringere Fehlleistungskosten und verbesserte Projektmargen leicht über Vorjahr
Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen mit entsprechendem Personalabbau wirken in nahezu allen Einheiten deutlich verlustreduzierend

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

I. W. Anpassung einer Restrukturierungsrückstellung im Zusammenhang mit der Schließung von Heavy Plate und Beratungskosten im Zusammenhang mit einem möglichen Börsengang der thyssenkrupp nucera; gegenläufig Auflösung einer nicht vollständig in Anspruch genommenen Restrukturierungsrückstellung bei Automation Engineering

Investitionen

Fortlaufende Investitionen in das Technologie-Portfolio, i. W. im Anlagenbau für substanzerhaltende Investitionen

Corporate Headquarters

Bereinigtes EBIT

Weitere Reduzierung der Verwaltungskosten infolge kursbedingter Teilauflösung Rückstellungen für aktienbasierte Vergütung und Einsparungen IT-Kosten bei Corporate Headquarters

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

Projektaufwand im Zusammenhang mit M & A-Transaktionen

Investitionen

Keine wesentlichen Investitionsauszahlungen

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Betriebliches Ergebnis

Umsatzerlöse der fortgeführten Aktivitäten sowohl im Berichtszeitraum als auch im 3. Quartal, insb. als Folge der deutlichen preisbedingten Umsatzzuwächse in den Werkstoffgeschäften der Segmente Materials Services und Steel Europe und trotz der im Berichtszeitraum erfolgten Entkonsolidierungen (Veräußerungsgruppen Edelstahlgeschäft und Infrastructure), jeweils um deutlich mehr als 20 % über Vorjahr; im Berichtszeitraum gleichzeitig im Vergleich zur Umsatzentwicklung insgesamt nur unterproportionale Zunahme der Umsatzkosten der fortgeführten Aktivitäten insb. als Folge nahezu proportional gestiegener Materialaufwendungen verbunden mit gesunkenen Personalaufwendungen sowie erhöhten Aufwendungen als Folge von im 3. Quartal des Berichtsjahres erfassten Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 356 Mio € bei langfristigen Vermögenswerten im Segment Steel Europe; demgegenüber im 3. Quartal insb. durch die zuvor erwähnten Wertminderungsaufwendungen im Vergleich zur Umsatzentwicklung insgesamt überproportionaler Anstieg der Umsatzkosten der fortgeführten Aktivitäten; Bruttogewinn vom Umsatz der fortgeführten Aktivitäten im Berichtszeitraum mit 4.397 Mio € um 40 % sowie im 3. Quartal mit 1.394 Mio € um 11 % über Vorjahr, Brutto-Umsatzmarge entsprechend im Berichtszeitraum auf 14,4 % (Vorjahr: 12,8 %) verbessert, im 3. Quartal dagegen auf 12,7 % (Vorjahr: 14,4 %) verringert
Anstieg der Vertriebskosten der fortgeführten Aktivitäten i. W. Folge gestiegener verkaufsbezogener Fracht-, Versicherungs- und Zollaufwendungen
Abnahme der allgemeinen Verwaltungskosten der fortgeführten Aktivitäten hauptsächlich beeinflusst durch geringere Personalaufwendungen, auch im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen; gegenläufig insb. im 3. Quartal des Berichtsjahres erfasste Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe sowie höhere Beratungs- und IT-Aufwendungen
Erhöhung der sonstigen Erträge der fortgeführten Aktivitäten insb. Folge von insgesamt gestiegenen Versicherungsentschädigungen sowie erhöhten Erträgen aus der Absicherung operativer Wechselkursrisiken
Zunahme der sonstigen Aufwendungen der fortgeführten Aktivitäten i. W. beeinflusst durch erhöhte Aufwendungen im Zusammenhang mit der Absicherung operativer Wechselkursrisiken sowie gestiegene Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen
Verringerung der sonstigen Gewinne und Verluste der fortgeführten Aktivitäten v.a. durch die im Berichtszeitraum erfassten Verluste aus den Entkonsolidierungen (Veräußerungsgruppen Edelstahlgeschäft und Infrastructure) sowie insgesamt deutlich verringerte Gewinne aus dem Verkauf von Sachanlagen insb. als Folge des Wegfalls der Gewinne im Zusammenhang mit den im Vorjahreszeitraum erfolgten Standortveräußerungen in Deutschland im Segment Materials Services und aus dem Verkauf von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien

Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Insgesamt erhöhtes negatives Finanzergebnis der fortgeführten Aktivitäten hauptsächlich durch verringertes Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen aufgrund der im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung im 3. Quartal des Berichtsjahres erfassten Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 63 Mio €; gegenläufig gesunkene Zinsaufwendungen für Finanzschulden
Anstieg der Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag der fortgeführten Aktivitäten i. W. in Folge gestiegener Ergebnisse vor Steuern der fortgeführten Aktivitäten

Ergebnis je Aktie

Verbesserung des Ergebnisses aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) beeinflusst durch nachlaufende Erträge im 2. Quartal des Berichtsjahres als Folge einer Vereinbarung mit dem Erwerber der in 2019 / 2020 veräußerten Aufzugsaktivitäten über die Auflösung gegenseitiger Ansprüche und Verpflichtungen aus Steuergarantien
Periodenergebnis im Berichtszeitraum um 969 Mio € auf einen Gewinn von 801 Mio € deutlich verbessert sowie im 3. Quartal um 53 Mio € auf einen Gewinn von 92 Mio € vermindert
Ergebnis je Aktie entsprechend im Berichtszeitraum um 1,57 € auf einen Gewinn von 1,20 € deutlich verbessert sowie im 3. Quartal um 0,08 € auf einen Gewinn von 0,12 € vermindert

Analyse der Kapitalflussrechnung

Operating Cashflow

Negativer Operating Cashflow der fortgeführten Aktivitäten im Berichtszeitraum gegenüber Vorjahr deutlich verschlechtert insb. aufgrund auch preisbedingt erhöhter Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie verminderter Zunahmen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen; gegenläufig hauptsächlich deutlich verbesserter Periodengewinn der fortgeführten Aktivitäten vor Abschreibungen sowie höhere Vertragsverbindlichkeiten

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Investitionsauszahlungen der fortgeführten Aktivitäten leicht unter Vorjahr
Desinvestitionseinzahlungen der fortgeführten Aktivitäten insgesamt unter Vorjahr hauptsächlich durch den Abbau von Termingeldern mit ursprünglicher Laufzeit größer 90 Tage im 1. Quartal des Vorjahres; gegenläufig Einzahlungen aus dem Verkauf des Edelstahlgeschäfts im 2. Quartal des Berichtsjahres

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Rückgang beim Cashflow aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Aktivitäten hauptsächlich aufgrund höherer Auszahlungen für vorzeitige Tilgungen von Anleihen

Free Cashflow und Netto-Finanzguthaben

ÜBERLEITUNG ZU FREE CASHFLOW VOR M & A

Mio € 9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
Veränderung 3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
Veränderung
Operating Cashflow - fortgeführte Aktivitäten (Kapitalflussrechnung) -219 -1.266 -1.048 -10 -184 -174
Cashflow aus Investitionstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten (Kapitalflussrechnung) 112 -209 -321 -194 -231 -37
Free Cashflow - fortgeführte Aktivitäten (FCF)1) -107 -1.475 -1.368 -204 -415 -211
-/+ Mittelzu-/-abflüsse aus wesentlichen M & A-Transaktionen 78 -490 -568 7 28 22
Anpassung w/IFRS 16 -74 -77 -3 -37 -25 12
Anpassung w/Termingelder -850 0 850 0 0 0
Free Cashflow vor M & A - fortgeführte Aktivitäten (FCF vor M & A)1) -953 -2.042 -1.089 -235 -412 -177
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten1) 0 0 0 0 0 0
Free Cashflow vor M & A - insgesamt (FCF vor M & A) -953 -2.042 -1.089 -235 -412 -177

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

FCF vor M & A signifikant unter Vorjahr und weiterhin deutlich negativ: Aufbau des Nettoumlaufvermögens durch gestiegene Rohstoff- und Materialpreise sowie verzögerter Kundenabrufe infolge der Engpässe in der Lieferkette, dabei FCF vor M & A im 3. Quartal mit deutlicher Verbesserung gegenüber Vorquartal
Signifikanter Rückgang Netto-Finanzguthaben zum 30. Juni 2022 im Vergleich zum 30. September 2021 i. W. aufgrund des negativen FCF auf 2,0 Mrd €
Verfügbare Liquidität von 7,5 Mrd € (6,0 Mrd € flüssige Mittel und 1,5 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien)
Anleihe über 1.250 Mio € mit Fälligkeit 3. März 2022 wurde unter Beachtung einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit gemäß Emissionsbedingungen vorzeitig am 3. Dezember 2021 zurückgezahlt
Rückzahlung von Schuldscheindarlehen über 100 Mio € mit Fälligkeit 14. Dezember 2021 und 8 Mio € mit Fälligkeit 30. Juni 2022
Neuplatzierung Schuldscheindarlehen über 8 Mio € mit Fälligkeit 30. Juni 2025

Rating

RATING

Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Standard & Poor's BB- B stable
Moody's B1 not Prime positive
Fitch BB- B stable
Ratingagenturen Standard & Poor's wie auch Moody's setzten im Dezember 2021 bei unverändertem Rating den Ausblick von "negative" auf "stable" bzw. "stable" auf "positive"

Analyse der Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

Rückgang der Sachanlagen hauptsächlich durch die im 3. Quartal des Berichtsjahres erfassten Wertminderungsaufwendungen im Segment Steel Europe beeinflusst; gegenläufig Zunahmen durch die Währungsumrechnung
Abnahme der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen insb. durch die im 3. Quartal des Berichtsjahres erfassten Wertminderungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung
Zunahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte i. W. Folge der Fortschreibung der im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung hier erfassten zinslosen Darlehen sowie der im Zusammenhang mit dem Verkauf des Edelstahlgeschäfts behaltenen Anteile an der italienischen Gesellschaft Acciai Speciali Terni S.p.A. (AST)
Erhöhung der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte hauptsächlich durch gestiegene geleistete Anzahlungen im Zusammenhang mit Sachanlagen

Kurzfristige Vermögenswerte

Starke Anstiege der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insb. bei den Werkstoffgeschäften in den Segmenten Steel Europe und Materials Services
Erhöhung der Vertragsvermögenswerte hauptsächlich im Zusammenhang mit der Abwicklung von Fertigungsaufträgen in den Anlagenbaugeschäften im Segment Multi Tracks sowie bei den Werkstoffgeschäften im Segment Steel Europe
Abnahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte i. W. durch die Bilanzierung von Warenderivaten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung
Zunahme der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte hauptsächlich durch gestiegene Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern sowie höhere geleistete Anzahlungen im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit
Starke Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente i. W. Folge der vorzeitigen Rückzahlung einer ursprünglich im März 2022 fälligen Anleihe sowie der planmäßigen Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens im Dezember 2021, des negativen Operating Cashflow der fortgeführten Aktivitäten sowie der Investitionsauszahlungen der fortgeführten Aktivitäten; gegenläufig v. a. Einzahlungen aus dem Verkauf der Veräußerungsgruppe Edelstahlgeschäft
Starker Rückgang der zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte insb. Folge des im 2. Quartal des Berichtsjahres abgeschlossenen Verkaufs der Veräußerungsgruppe Edelstahlgeschäft

Eigenkapital

Starker Anstieg im Vergleich zum 30. September 2021 hauptsächlich durch den Periodenüberschuss im Berichtszeitraum sowie durch im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, aus der Währungsumrechnung sowie aus Cashflow-Hedges

Langfristige Verbindlichkeiten

Deutliche Abnahme der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen v. a. durch die aus der Neubewertung der Pensionen resultierenden Gewinne i. W. als Folge des gestiegenen Pensionszinssatzes für Deutschland
Deutlicher Rückgang der Finanzschulden insb. durch Umgliederung einer im März 2023 fälligen Anleihe in kurzfristige Finanzschulden

Kurzfristige Verbindlichkeiten

Rückgänge bei den Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer und bei den sonstigen Rückstellungen insb. durch über den Zuführungen liegende Inanspruchnahmen und Auflösungen beeinflusst
Zunahme der laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten insb. in Folge höherer Zahlungsverpflichtungen aufgrund der gestiegenen Ergebnisse vor Steuern
Insgesamt Rückgang der Finanzschulden hauptsächlich durch die erwähnten Rückzahlungen einer Anleihe und eines Schuldscheindarlehens im Dezember 2021; gegenläufig die erwähnte Umgliederung einer Anleihe aus den langfristigen Finanzschulden
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen v.a. bei den Automobilgeschäften
Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten insb. durch die Abwicklung von Fertigungsaufträgen im Marinegeschäft
Erhöhung der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten hauptsächlich durch gestiegene Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern beeinflusst
Deutliche Abnahme der Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten insb. Folge des im 2. Quartal des Berichtsjahres abgeschlossenen Verkaufs der Veräußerungsgruppe Edelstahlgeschäft

Compliance

Starke Werte als Fundament unserer Zusammenarbeit - insb. auch in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld; verankert in Mission Statement, Code of Conduct und Compliance Commitment
Kontinuierliche Implementierung und Weiterentwicklung des thyssenkrupp Compliance Management Systems in unseren Compliance Kernbereichen Antikorruption, Kartellrecht, Datenschutz, Geldwäsche und Außenwirtschaftsrecht
Enge Einbindung von Compliance bei diversen sanktionsrechtlichen Fragestellungen sowie weiterhin in M & A-Aktivitäten, um bei den verschiedenen kartellrechtlichen Fragestellungen zu beraten
Nähere Informationen zu Compliance bei thyssenkrupp im Geschäftsbericht 2020 / 2021 und auf der Website www.thyssenkrupp.com

Prognose-, Chancen-

und Risikobericht

Prognose 2021 / 2022

Gesamtaussage und wesentliche Annahmen

Zu wesentlichen Annahmen und erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vgl. Prognosekapitel sowie Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" im vorliegenden Zwischenlagebericht. Die entsprechenden Chancen und Risiken im anschließenden "Chancen- und Risikobericht".

Auf dem Weg zu einer leistungsstarken und nachhaltigen Unternehmensgruppe wird die Umsetzung der Neuausrichtung weiter vorangetrieben. Mit der Definition des Ziel-Portfolios im Mai 2020 wurde ein klarer Fokus auf industrielles Portfolio und Geschäftsmodelle, Entwicklungspotential, wettbewerbsfähige Profitabilität und Cashflow der Geschäfte gelegt.

Vor diesem Hintergrund werden wir im Geschäftsjahr 2021 / 2022 den Schwerpunkt, trotz signifikant erhöhter geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten der Rahmenbedingungen, weiterhin auf die Performance, strukturelle Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Geschäfte legen, aber auch gezielt Wachstumsinitiativen weiter fortsetzen. Alle mittelfristigen Ziele sind konsequent mit konkreten Maßnahmenplänen hinterlegt.

Im Segment Multi Tracks konnten wir Ende November 2021 bzw. Ende Januar 2022 die Verkaufsprozesse des Infrastructure-Geschäfts und des Edelstahlgeschäfts abschließen. Zudem erwarten wir für das Mining-Geschäft, für das wir bereits ein Signing zum Verkauf erreicht haben, den vollständigen Abschluss der Transaktion bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres. Weitere "best & fair owner" Konzepte werden wir ebenfalls in Richtung eines Abschlusses entwickeln. Für die Weiterentwicklung des Wasserstoffgeschäfts bleibt der Börsengang die präferierte Wahl.

Seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine im Februar 2022 sind verschiedene geopolitische und wirtschaftliche Verwerfungen zu beobachten. Die weitere Entwicklung und Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf die Geschäftsentwicklung von thyssenkrupp - wie beispielsweise steigende und sich auf hohem Niveau bewegende Energiepreise, ebenfalls stark schwankende Rohstoffpreise, ein hoch volatiles Abrufverhalten der Kunden aus dem Automobilsektor sowie mögliche Einschränkungen der Verfügbarkeit von fossilen Energieträgern (insbesondere Erdgas) - bleibt aus heutiger Sicht mit hohen Unsicherheiten verbunden und lässt nur eine eingeschränkte Abschätzung möglicher Effekte und Risiken zu, insbesondere bezüglich der Entwicklung des Nettoumlaufvermögens und damit einhergehend hinsichtlich Free Cashflow vor M & A.

Sowohl in Bezug auf die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Geschäfte als auch auf die zugrundeliegenden Planprämissen der Prognose 2021 / 2022 bestehen teils erhebliche Unsicherheiten u.a. aus:

der Ungewissheit über die weitere Entwicklung - inkl. der direkten und indirekten Folgen - des Kriegs in der Ukraine sowie der daraus resultierenden handelspolitischen Konflikte und Einschränkungen
der weiterhin notwendigen fortlaufenden Versorgung mit fossilen Energieträgern (insbesondere Erdgas) und Rohstoffen insbesondere für die Stahlproduktion
der Volatilität - auch kurzfristige, teilweise extreme und kaum vorhersehbare Schwankungen -und weiteren Entwicklung der Rohstoffpreise und Faktorkosten (u. a. Energie-, Material- und Frachtkosten) sowie damit verbundene Befürchtungen sich nochmals verfestigender hoher Inflationsraten mit negativen Auswirkungen auf die Konsum- und Investitionsbereitschaft
der anhaltend angespannten Situation des globalen Beschaffungsmarktes sowie Lieferengpässen bei Vorprodukten in der Industrie (u.a. Halbleiter)
der Unklarheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie inkl. etwaiger weiterer bzw. erneuter Lockdown-Maßnahmen, insbesondere in China und dem gesamten asiatischen Raum
dem möglichen nachlassenden Wachstum der chinesischen Wirtschaft als wichtigem Faktor für die weltweite Konjunkturdynamik und als bedeutender Absatzmarkt

Erwartung 2021 / 2022

Der Prognose liegen die im Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" angegebenen Marktprognosen und beschriebenen Chancen und Risiken zugrunde. Das Wachstum des BIPs für 2022 in den für uns u.a. wichtigen Regionen Deutschland, USA und China wird bei 1,4 %, 1,4 % bzw. 4,0 % erwartet.

Darüber hinaus liegt der Prognose 2021 / 2022 insbesondere die Annahme zugrunde, dass notwendige fossile Energieträger (insbesondere Erdgas) und Rohstoffe weiterhin verfügbar bleiben und sich aufgrund dessen keine Einschränkungen der geplanten Produktion ergeben.

Die im Geschäftsjahr 2020 / 2021 im Segment Multi Tracks eingeleiteten Verkaufsprozesse hinsichtlich der Anlagenbaugeschäfte des Bereichs Mining, Infrastructure und des Edelstahlgeschäfts erfüllten im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2020 / 2021 die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis dieser Aktivitäten als Veräußerungsgruppen. Da die Verkaufsprozesse des Infrastructure-Geschäfts und des Edelstahlgeschäfts Ende November 2021 bzw. Ende Januar 2022 abgeschlossen wurden, sind diese Geschäfte seitdem nicht mehr Bestandteil der Prognose und werden nachfolgend als "verkaufte Veräußerungsgruppen" bezeichnet. Die Referenzwerte des Vorjahres bleiben dabei unverändert. Bei Umsatz und Bereinigtes EBIT des Segment Multi-Tracks und der Gruppe werden die Vorjahreswerte für die verkauften Veräußerungsgruppen nachfolgend pro-forma angegeben.

Die Prognose unterstellt keine Effekte aus weiteren möglichen Portfoliomaßnahmen.

Vor dem Hintergrund der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zugrundeliegenden Annahmen, der weiter erwarteten strukturellen Verbesserung unserer Geschäfte sowie der aktuell erhöhten Unsicherheiten halten wir folgenden Blick auf das Geschäftsjahr 2021 / 2022 für angemessen:

Der Umsatz wird voraussichtlich deutlich über Vorjahr liegen und im niedrigen zweistelligen Prozentbereich wachsen (Vorjahr: 34 Mrd €, davon verkaufte Veräußerungsgruppen: pro-forma 2,2 Mrd €).

Für das Bereinigte EBIT erwarten wir unter Berücksichtigung der vorstehend beschriebenen Unsicherheiten eine deutliche Verbesserung auf einen Wert von mindestens 2,0 Mrd € (Vorjahr: 796 Mio €, davon verkaufte Veräußerungsgruppen: pro-forma 61 Mio €). Diese Entwicklung folgt im Wesentlichen der signifikanten Ergebnisverbesserung bei Steel Europe sowie bei Materials Services, einem weiter verringerten Verlust bei Multi Tracks sowie gegenläufig aus aktuell niedrigeren Ergebnisbeiträgen der Komponentengeschäfte. Dabei können Belastungen in den Komponentengeschäften aus der Lieferkettenproblematik sowie weiter steigende Faktorkosten nicht vollständig durch Effizienzmaßnahmen und Kostenweitergaben kompensiert werden.

Bei Materials Services erwarten wir eine Mengenentwicklung unter Vorjahresniveau. Durch unterstützende Effekte aus der dynamischen Preisentwicklung gehen wir von einem Bereinigten EBIT von bis zu 1,0 Mrd € aus (Vorjahr: 587 Mio €).
Bei Industrial Components erwarten wir insgesamt einen vorwiegend preisbedingten Umsatzanstieg und ein rückläufiges Bereinigtes EBIT, insbesondere aufgrund höherer Faktorkosten, auf einen Wert im niedrigen dreistelligen Millionen-€-Bereich (Vorjahr, Umsatz: 2,5 Mrd €, Bereinigtes EBIT: 322 Mio €). Dabei wird eine temporäre regionale Abschwächung der Windenergienachfrage insbesondere aufgrund der durch Subventionen in China bereits erfolgten Vorzieheffekte erwartet. Im Schmiedegeschäft erwarten wir bei Pkw/Lkw-Komponenten Belastungen aus den anhaltenden Engpässen in der Lieferkette bei den Kunden.
Bei Automotive Technology erwarten wir einen weitgehend stabilen Umsatz (Vorjahr: 4,5 Mrd €). Dieser ist jedoch - insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell erhöhten Unsicherheiten -abhängig von der Entwicklung der geplanten Abrufe der Kunden infolge anhaltender Engpässe in der Lieferkette. Das Bereinigte EBIT erwarten wir deutlich unter Vorjahr (Vorjahr: 264 Mio €), auch infolge der zuletzt stark gestiegenen Faktorkosten, die durch fortgesetzte Effizienz- und Preismaßnahmen nicht vollständig kompensiert werden können.
Bei Steel Europe erwarten wir aufgrund einer deutlichen Margenerhöhung bei einer leicht rückläufigen Mengenentwicklung sowie struktureller Verbesserungen infolge der Umsetzung der Stahlstrategie 20-30 einen signifikanten Anstieg des Bereinigten EBIT um einen Betrag von mindestens 1,0 Mrd €. Diese Entwicklung ist insbesondere abhängig vom weiteren Verlauf der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, inkl. der Lieferkettenproblematik und sich daraus ergebenden Versandmengen, sowie der weiteren Entwicklung der Rohstoffpreise und Energiekosten (Vorjahr Bereinigtes EBIT: 116 Mio €).
Bei Marine Systems erwarten wir, bei einem leichten abrechnungsbedingten Umsatzrückgang, ein leicht gesteigertes Bereinigtes EBIT (Vorjahr, Umsatz: 2,0 Mrd €, Bereinigtes EBIT: 26 Mio €), auch unterstützt durch Verbesserungen in der Projektabwicklung.
Für die unter Multi Tracks zusammengefassten Geschäfte erwarten wir nach dem Verkauf des Infrastructure-Geschäfts und des Edelstahlgeschäfts insgesamt eine deutlich rückläufige Umsatzentwicklung (Vorjahr: 5,7 Mrd €, davon verkaufte Veräußerungsgruppen: pro-forma 2,2 Mrd €) bei gleichzeitiger Verbesserung des Bereinigten EBIT (Vorjahr: Bereinigtes EBIT -298 Mio €, davon verkaufte Veräußerungsgruppen: pro-forma 61 Mio €). Hierzu sollen im Wesentlichen die Schließung des Grobblechwerkes, die verbesserte Projektabwicklung im Anlagenbau und die laufenden Restrukturierungsmaßnahmen beitragen.
Für Corporate Headquarters rechnen wir im Geschäftsjahr mit einem Bereinigten EBIT über Vorjahresniveau (Vorjahr: Bereinigtes EBIT -194 Mio €).

Die Investitionen werden voraussichtlich deutlich unter Vorjahr liegen (Vorjahr: 1.630 Mio €). Die Freigabe der Investitionen wird dabei, insbesondere infolge der aktuell erhöhten Unsicherheiten, restriktiv und in Abhängigkeit der Entwicklung der Geschäfte erfolgen. Fokus der Investitionen bei Steel Europe stehen im Zusammenhang mit der Stahlstrategie 20-30. In den übrigen Geschäften werden weiterhin Investitionen für gezielte Wachstumsinitiativen getätigt.

Beim Free Cashflow vor M & A erwarten wir eine signifikante Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Unter Berücksichtigung der vorstehend genannten Unsicherheiten und Annahmen sowie der aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Verwerfungen gehen wir für das aktuelle Geschäftsjahr von einem negativen Wert im mittleren dreistelligen Millionen-€-Bereich aus (Vorjahr: -1,3 Mrd €). Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus der Steigerung des Bereinigten EBIT. Gegenläufig wirkt ein insbesondere preisbedingt getriebener Aufbau des Nettoumlaufvermögens sowie weitere Auszahlungen für Restrukturierungen. Zudem können Zuflüsse aus dem Auftragseingang und dem Zahlungsprofil in den Projektgeschäften (i. W. bei Marine Systems und Multi Tracks) die Entwicklung beeinflussen.

Wir erwarten nun einen Jahresüberschuss im hohen dreistelligen Millionen-€-Bereich (Vorjahr: -25 Mio €). Der operativen Verbesserung wirken außerplanmäßige Wertminderungsaufwendungen entgegen, u.a. im Zusammenhang mit höheren Kapitalkostensätzen aufgrund des zuletzt stark gestiegenen Zinsniveaus.

Der tkVA wird infolge der vorstehend beschriebenen Effekte über Vorjahr und signifikant positiv erwartet (Vorjahr: -622 Mio €).

Die Entwicklung unserer Kernsteuerungsgrößen werden wir - auch unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Vertretbarkeit - bei der Erarbeitung unseres Dividendenvorschlags an die Hauptversammlung einbeziehen.

Chancen und Risiken

Chancen

Detaillierte Ausführungen zu den Chancen gemäß Geschäftsbericht 2020 / 2021 weiterhin gültig
Chancen aus weiterer konsequenter Umsetzung der Transformation hin zu einer leistungsstarken und nachhaltigen Unternehmensgruppe
Chancen aus umfassendem Technologie-Know-how unter einer starken Dachmarke "thyssenkrupp"; mit nachhaltigen Produkten und Technologien verstärkte Chancen, am Wachstum z.B. in den Bereichen der erneuerbaren Energien, Wasserstoff oder Elektromobilität zu partizipieren

Risiken

Detaillierte Ausführungen zu den Risiken gemäß Geschäftsbericht 2020 / 2021 weiterhin gültig; Veränderungen bei vereinzelten Risikoeinschätzungen als Konsequenzen aus dem Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen; insb. Risiko der Gas-Verfügbarkeit
Keine bestandsgefährdenden Risiken, sofern Gasversorgung für unsere Industrieanlagen insb. bei Steel Europe auch bei einem möglichen russischen Gaslieferstopp aufrechterhalten werden kann; abhängig vom Verfügbarkeitsszenario unwirtschaftliche Fahrweise an allen Aggregaten bis hin zu irreparablen Schäden an der Kokerei und weiteren Aggregaten nicht auszuschließen
Unsicherheit bezüglich weiterem Kriegsverlauf in der Ukraine und einer geografischen Ausdehnung des Konfliktes; Risiken wegen möglicher weiterer Liefereinschränkungen bei Öl und Gas; weiterhin hohe Energie-, Material- und Rohstoffpreise in einem höchst volatilen Umfeld und damit verbundene Befürchtungen sich nochmals verfestigender Inflationsraten mit negativen Auswirkungen auf Konsum- und Investitionsbereitschaft auch als Folge weiterer Zinserhöhungen; anhaltende bzw. verschärfte Lieferengpässe bei Vorprodukten
Unklarheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie insb. aufgrund neuer Virus-Mutationen, mit Blick auf die Entwicklung bei den Impfquoten sowie erneuter Lockdown-Maß-nahmen; Wachstumsrisiken für die Weltwirtschaft und in für thyssenkrupp relevanten Märkten
Ungewissheit über die Entwicklung bei weiteren zahlreichen geopolitischen Krisenherden sowie bei handelspolitischen Konflikten; wiederkehrende Flut- bzw. Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels; ausgeprägte und dauerhafte Wachstumsabschwächung in China auch als Folge der Null-Covid-Strategie; Verschuldungsproblematik insb. in einigen Ländern Europas auch infolge der zahlreichen staatlichen Hilfsmaßnahmen zur Abschwächung der Pandemie-Folgen; volatile Wechselkurse
Risiken durch temporäre Effizienzverluste in der Produktion infolge von Restrukturierungen im Rahmen unserer Unternehmens-Transformation
Risiken von Kosten- und Terminüberschreitungen im Rahmen der Abwicklung von Großaufträgen
Risiken aus weiter zunehmenden Angriffen auf die IT-Infrastruktur; Gegenmaßnahme: Weiterer kontinuierlicher Ausbau von Informationssicherheitsmanagement und Sicherheitstechnologien

Verkürzter Zwischenabschluss

der thyssenkrupp-Gruppe

thyssenkrupp-Gruppe - Bilanz

AKTIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.9.2021 30.6.2022
Immaterielle Vermögenswerte 1.892 1.870
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 6.513 6.193
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 670 637
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 718 837
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 337 527
Aktive latente Steuern 472 504
Langfristige Vermögenswerte 10.602 10.567
Vorräte 7.116 9.557
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.308 5.802
Vertragsvermögenswerte 1.434 1.562
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 849 700
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.386 1.575
Laufende Ertragsteueransprüche 123 176
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 14 8.974 5.860
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 02 2.019 561
Kurzfristige Vermögenswerte 26.209 25.794
Summe Vermögenswerte 36.811 36.361

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

PASSIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.9.2021 30.6.2022
Gezeichnetes Kapital 1.594 1.594
Kapitalrücklage 6.664 6.664
Gewinnrücklagen 1.771 4.321
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 372 1.014
davon entfallen auf Veräußerungsgruppen -34 -17
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG 10.400 13.593
Nicht beherrschende Anteile 445 492
Eigenkapital 03 10.845 14.085
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 04 7.896 5.952
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 298 259
Sonstige Rückstellungen 05 513 480
Passive latente Steuern 60 50
Finanzschulden 06 3.784 2.783
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 66 37
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1 1
Langfristige Verbindlichkeiten 12.619 9.561
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 176 151
Sonstige Rückstellungen 05 1.175 1.028
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 151 261
Finanzschulden 06 1.640 1.177
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.244 4.481
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 729 694
Vertragsverbindlichkeiten 2.205 2.548
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1.794 2.028
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 02 1.232 346
Kurzfristige Verbindlichkeiten 13.347 12.715
Verbindlichkeiten 25.966 22.276
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 36.811 36.361

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe -

Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Anhang-Nr. 9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
Umsatzerlöse 09, 10 24.575 30.571 8.676 10.950
Umsatzkosten -21.421 -26.174 -7.424 -9.556
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.154 4.397 1.252 1.394
Forschungs- und Entwicklungskosten -168 -171 -57 -62
Vertriebs kosten -1.756 -1.832 -643 -630
Allgemeine Verwaltungskosten -1.140 -1.120 -300 -404
Sonstige Erträge 11 217 252 57 76
Sonstige Aufwendungen -70 -129 -20 -75
Sonstige Gewinne und Verluste 48 -20 34 -3
Betriebliches Ergebnis 286 1.376 323 295
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 12 -86 -142 -43 -72
Finanzierungserträge 540 911 173 415
Finanzierungsaufwendungen -717 -1.051 -228 -458
Finanzergebnis -263 -283 -99 -115
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 23 1.094 224 180
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -173 -301 -78 -88
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) -151 792 146 92
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 02 -17 9 -2 0
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) -168 801 145 92
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG -231 746 125 76
Nicht beherrschende Anteile 63 55 20 16
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) -168 801 145 92
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 13
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) -0,34 1,19 0,20 0,12
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) -0,37 1,20 0,20 0,12

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe -

Gesamtergebnisrechnung

Mio € 9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) -168 801 145 92
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das

Periodenergebnis umgegliedert werden:
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 390 1.805 35 1.085
Steuereffekt -23 -4 -3 6
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, insgesamt 367 1.801 32 1.091
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 6 3 1 0
Steuereffekt 0 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 6 3 1 0
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 2 5 4 5
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig

nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden
375 1.809 37 1.096
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis

umgegliedert werden können:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 72 371 15 149
Realisierte (Gewinne)/Verluste 1 1 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 73 372 15 149
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Fremdkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 7 3 1 2
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0 0 0
Steuereffekt 0 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 7 3 1 2
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Wertminderungen Finanzinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) -20 -4 -18 -3
Realisierte (Gewinne)/Verluste 1 3 2 1
Steuereffekt 4 0 4 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt -14 -1 -12 -2
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Cashflow-Hedges
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 280 175 82 -86
Realisierte (Gewinne)/Verluste 14 -4 14 33
Steuereffekt -19 -2 25 -1
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 276 169 121 -54
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 75 126 64 56
Mio € 9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in

das Periodenergebnis umgegliedert werden können
417 668 189 151
Sonstiges Ergebnis 792 2.477 226 1.247
Gesamtergebnis 624 3.278 371 1.339
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG 540 3.194 352 1.325
Nicht beherrschende Anteile 84 84 18 14
Der den Aktionären der thyssenkrupp AG zuzurechnende Anteil am

Gesamtergebnis teilt sich wie folgt auf:
Fortgeführte Aktivitäten 557 3.185 354 1.325
Nicht fortgeführte Aktivitäten -17 9 -2 0

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe -

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG Kumuliertes sonstiges Ergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
--- --- --- --- --- --- ---
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Unterschiedsbetrag

aus der Währungs-

umrechnung
Marktbewertung

Fremdkapital-

instrumente
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 30.9.2020 622.531.741 1.594 6.664 1.472 -93 6
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) -231
Sonstiges Ergebnis 369 59 4
Gesamtergebnis 138 59 4
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Kapitalerhöhung
Anteilsveränderungen bei bereits konsolidierten Gesellschaften -7
Sonstige Veränderungen -16
Stand am 30.6.2021 622.531.741 1.594 6.664 1.588 -34 9
Stand am 30.9.2021 622.531.741 1.594 6.664 1.771 19 10
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 746
Sonstiges Ergebnis 1.806 340 2
Gesamtergebnis 2.552 340 2
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Sonstige Veränderungen -2
Stand am 30.6.2022 622.531.741 1.594 6.664 4.321 359 12
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
Cashflow-Hedges
--- --- --- --- --- --- ---
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Marktbewertung

Eigenkapital-

instrumente
Wertminderungen

Finanzinstrumente
Designierte

Risikokomponente
Kosten der

Absicherung
Anteil der auf nach

der Equity-Methode

bilanzierte

Beteiligungen

entfällt
Insgesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 30.9.2020 2 42 84 -1 40 9.810
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) -231
Sonstiges Ergebnis 6 -14 272 1 75 771
Gesamtergebnis 6 -14 272 1 75 540
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0
Kapitalerhöhung 0
Anteilsveränderungen bei bereits konsolidierten Gesellschaften -7
Sonstige Veränderungen -16
Stand am 30.6.2021 8 28 355 0 115 10.328
Stand am 30.9.2021 8 33 217 -37 123 10.400
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 746
Sonstiges Ergebnis 3 -1 158 15 126 2.448
Gesamtergebnis 3 -1 158 15 126 3.194
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0
Sonstige Veränderungen -2
Stand am 30.6.2022 11 32 375 -22 249 13.593
--- --- ---
--- --- ---
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Nicht

beherrschende

Anteile
Eigenkapital
--- --- ---
Stand am 30.9.2020 364 10.174
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 63 -168
Sonstiges Ergebnis 21 792
Gesamtergebnis 84 624
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile -41 -41
Kapitalerhöhung 2 2
Anteilsveränderungen bei bereits konsolidierten Gesellschaften 4 -3
Sonstige Veränderungen 16 0
Stand am 30.6.2021 428 10.756
Stand am 30.9.2021 445 10.845
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 55 801
Sonstiges Ergebnis 30 2.477
Gesamtergebnis 84 3.278
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile -35 -35
Sonstige Veränderungen -1 -3
Stand am 30.6.2022 492 14.085

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe -

Kapitalflussrechnung

Mio € 9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) -168 801 145 92
Anpassungen des Periodenüberschusses/(-fehlbetrags) für die Überleitung zum Operating Cashflow:
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 17 -9 2 0
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 17 -9 13 -38
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 731 1.139 258 646
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte -56 -52 -22 -18
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen,

soweit nicht zahlungswirksam
86 142 43 72
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte -55 13 -35 -4
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreis- und anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen:
- Vorräte -1.151 -2.316 -608 -470
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -538 -1.295 -23 -119
- Vertragsvermögenswerte -91 -68 -138 -165
- Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -104 -157 -53 -38
- Sonstige Rückstellungen 12 -293 -86 -1
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.074 164 256 -378
- Vertragsverbindlichkeiten -176 241 -130 37
- Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 182 432 369 199
Operating Cashflow - fortgeführte Aktivitäten -219 -1.266 -10 -184
Operating Cashflow - nicht fortgeführte Aktivitäten -3 0 0 0
Operating Cashflow -222 -1.267 -10 -184
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und in

langfristige finanzielle Vermögenswerte
-2 -7 0 0
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften zuzüglich

übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
-37 -1 0 0
Investitionen in Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen) und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -802 -764 -254 -236
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschließlich geleisteter Anzahlungen) -20 -30 -5 -11
Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften abzüglich abgegebener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2 575 3 6
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 120 18 61 10
Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten 1 0 1 0
Desinvestitionen von Termingeldern 850 0 0 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten 112 -209 -194 -231
Cashflow aus Investitionstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0 0 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit 112 -209 -194 -231
Mio € 9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
Tilgung von Anleihen -850 -1.250 0 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 202 133 49 26
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -233 -115 -131 -15
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen -105 -106 -36 -35
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen -141 -193 -3 -94
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile -41 -35 -31 -7
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften -3 0 0 0
Finanzierung nicht fortgeführter Aktivitäten -3 0 0 0
Sonstige Finanzierungsvorgänge -29 -102 7 -42
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten -1.203 -1.670 -144 -167
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten 3 0 0 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.201 -1.669 -144 -167
Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -1.311 -3.144 -349 -582
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 22 53 14 9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode 10.697 9.017 9.742 6.498
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 9.408 5.925 9.408 5.925
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen 0 65 0 65
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cashflow

fortgeführter Aktivitäten enthalten sind:
Zinseinzahlungen 7 10 3 4
Zinsauszahlungen -151 -124 -13 -13
Erhaltene Dividenden 16 33 15 33
(Auszahlungen)/Einzahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag -120 -243 -48 -97

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe - Verkürzter Anhang

Unternehmensinformation

Die thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Gruppe") für den Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis 30. Juni 2022 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 9. August 2022 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss wurde nach § 115 WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die im verkürzten Zwischenabschluss der Gruppe zum 30. Juni 2022 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften denen des letzten Abschlusses der Gruppe zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Abschlusses der Gruppe unseres Geschäftsberichts 2020 / 2021 veröffentlicht.

Überprüfung der Schätzungen und Beurteilungen

Zur Erstellung des Abschlusses muss der Vorstand Schätzungen und Beurteilungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe zu vermitteln, und fortlaufend überprüft; dies gilt insbesondere im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und der derzeitigen weltweiten Corona-Pandemie. Vor diesem Hintergrund wurden die kritischen Sachverhalte Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, Beteiligungen, aktive latente Steuern sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte (vgl. Anhang-Nr. 08) einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen.

Hervorzuheben sind im 1. Quartal 2021 / 2022 folgende Wertminderungen: Im Segment Steel Europe war eine Wertminderung in Höhe von 13 Mio € auf eine Anlage im Bau aufgrund von vom Vorlieferanten verursachten Baumängeln erforderlich. Im Segment Multi Tracks erfolgten in einem chinesischen Werk von Springs & Stabilizers infolge von unwetterbedingten Schäden Wertminderungen in Höhe von 12 Mio €, die im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen sowie Bauten betreffen.

Nachdem im Segment Automotive Technology in der Business Unit Steering bereits im 2. Quartal 2021 / 2022 Wertminderungen auf technische Anlagen und Maschinen im globalen Produktbereich elektrischer Lenkgetriebe in Höhe von 6 Mio € aufgrund reduzierter Absatzerwartungen erfolgten, wurden in diesem Bereich im 3. Quartal 2021 / 2022 weitere Wertminderungen auf technische Anlagen und Maschinen im globalen Produktbereich elektrischer Lenkgetriebe in Höhe von 23 Mio € erforderlich; ursächlich hierfür waren im Wesentlichen erhöhte Material- und Logistikkosten sowie gestiegene Kapitalkosten. Der anhaltende Halbleiter-Engpass und die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs führen auch weiterhin zu reduzierten Abrufen der Kunden in der Automobilindustrie. Der für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevante erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert, der insgesamt 565 Mio € beträgt und zu dessen Ermittlung ein Diskontierungszinssatz (nach Steuern) von 8,40 % angesetzt wurde.

Aufgrund der im 3. Quartal 2021 / 2022 deutlich gestiegenen Kapitalkosten ("Triggering Event" gem. IAS 36.12) wurden zum 30. Juni 2022 alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der thyssenkrupp Gruppe einer erneuten Werthaltigkeitsprüfung gemäß IAS 36 unterzogen; hieraus resultierte ein Wertberichtigungsbedarf im Segment Steel Europe. Unter Anwendung eines Diskontierungssatzes (nach Steuern) von 7,67 % für die zukünftigen Cashflows ergab sich bei einem Gesamtbuchwert per 30. Juni 2022 von in Summe 6.869 Mio € ein relevanter Nutzungswert von 6.475 Mio €. Der sich hieraus bei Steel Europe ergebende Wertminderungsbedarf beträgt 390 Mio €. Hiervon entfallen 204 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen, 109 Mio € auf Anlagen im Bau, 46 Mio € auf Bauten, 21 Mio € auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, 8 Mio € auf Entwicklungskosten sowie 2 Mio € auf übrige immaterielle Vermögenswerte. Darüber hinaus entstand hieraus ein Wertminderungsbedarf auf Corporate Assets in Höhe von 4 Mio €. Der zugrundeliegende Nutzungswert basiert auf unterschiedlichen Szenarien für den zukünftigen Geschäftsverlauf. Neben den bereits für vorherige Bewertungsanlässe herangezogenen stahlspezifischen zyklischen Risiken wurde nunmehr auch eine mögliche temporäre Einschränkung der Gasversorgung (für die eigenen Produktionsstätten und die der Kunden) und damit verbunden eine temporäre Minderauslastung von Steel Europe bezogen auf das Winterhalbjahr 2022 / 2023 als Szenario berücksichtigt, welches die kurzfristige Cashflow-Erwartung im nächsten Geschäftsjahr belastet. Die Ergebnisse der Szenarien wurden mit Wahrscheinlichkeiten gewichtet, welche die aktuelle Management-Einschätzung reflektieren. Das aktuelle Bewertungsumfeld bleibt von Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und auch der dynamischen Entwicklung der Kapitalkosten geprägt. Aus heutiger Sicht kann es daher nicht ausgeschlossen werden, dass sich die weitere Entwicklung negativ auf die Wertentwicklung der Vermögenswerte von Steel Europe auswirkt.

Die Wertberichtigung in Höhe von 4 Mio € der in der thyssenkrupp Gruppe gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte (sogenannte Corporate Assets) erfolgte in der Einheit Special Units. Diese Vermögenswerte werden für Zwecke der Werthaltigkeitstests anteilig auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten allokiert, da sie keine eigenständigen Mittelzuflüsse erzeugen. Die Wertberichtigung ergibt sich aus einer reduzierten Tragfähigkeit der Corporate Assets insbesondere durch die zahlungsmittelgenerierende Einheit Steel Europe in Zusammenhang mit den dort erfolgten Wertberichtigungen im 3. Quartal 2021 / 2022.

Darüber hinaus erfolgte im 3. Quartal 2021 / 2022 eine Wertminderung in Höhe von 63 Mio € auf die Stammaktien an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg, die Bestandteil der Elevator-Beteiligung sind (vgl. Anhang-Nr. 12).

Die Unsicherheiten bei der Beurteilung der Auswirkungen der fortbestehenden weltweiten Corona-Pandemie auf die aktuelle Geschäftsentwicklung einschließlich der Ertragsaussichten bleiben gegenüber dem 30. September 2021 unverändert bestehen. Seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine im Februar 2022 sind verschiedene geopolitische und wirtschaftliche Verwerfungen zu beobachten. Die weitere Entwicklung und Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung, wie beispielsweise stark schwankende Energie-, Material- und Rohstoffpreise, mögliche weitere Liefereinschränkungen bei Öl und Gas und damit verbundene Befürchtungen sich nochmals verfestigender Inflationsraten mit negativen Auswirklungen auf die Konsum- und Investitionsbereitschaft, anhaltende bzw. verschärfte Lieferengpässe bei Vorprodukten in der Industrie sowie ein hoch volatiles Abrufverhalten der Kunden aus dem Automobilsektor, sind aus heutiger Sicht mit hohen Unsicherheiten verbunden; vgl. hierzu auch die ausführliche Darstellung der Rahmenbedingungen im Wirtschaftsbericht des Zwischenlageberichts.

01 Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2021 / 2022 wendet thyssenkrupp erstmalig die nachfolgenden Änderungen zu bestehenden Standards an, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben:

Änderungen an IFRS 4 "Insurance Contracts - deferral of IFRS 9", Veröffentlichung im Juni 2020
Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 "Interest Rate Benchmark Reform - Phase 2", Veröffentlichung im August 2020

02 Nicht fortgeführte Aktivität, Veräußerungsgruppen und Abgänge

Nicht fortgeführte Aufzugaktivität

thyssenkrupp hatte Ende Februar 2020 mit einem Bieterkonsortium um Advent International und Cinven eine Vereinbarung zum vollständigen Verkauf seines Aufzuggeschäfts Elevator Technology unterzeichnet. Nach Freigabe durch die zuständigen Behörden erfolgte der Vollzug der Transaktion (Closing) verbunden mit der Entkonsolidierung von Elevator Technology am 31. Juli 2020. Die Transaktion erfüllte die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis von Elevator Technology als nicht fortgeführte Aktivität. Sie umfasste Elevator Technology und einzelne Einheiten aus Corporate Headquarters. Ungeachtet der bereits erfolgten Entkonsolidierung werden die in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf stehenden noch anfallenden nachlaufenden Aufwendungen und Erträge sowie Cashflows weiterhin separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen.

In der nachfolgenden Tabelle werden die in den ersten 9 Monaten bzw. im 3. Quartal 2021 / 2022 sowie in den entsprechenden Vorjahreszeiträumen angefallenen nachlaufenden Aufwendungen und Erträge ausgewiesen, die aus den beiderseitigen Verpflichtungen aus dem Vertrag über die Veräußerung der Aufzugaktivitäten in 2019 / 2020 resultieren. In Bezug auf die gegenseitigen Ansprüche und Verpflichtungen aus Steuergarantien wurde im 2. Quartal 2021 / 2022 eine neue Vereinbarung mit dem Erwerber getroffen, die dazu führt, dass die insoweit bisher bilanzierten Ansprüche und Verpflichtungen vollständig aufgelöst werden können.

NICHT FORTGEFÜHRTE AUFZUGAKTIVITÄTEN

Mio € 9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
Umsatzerlöse 0 0 0 0
Andere Erträge 0 0 0 0
Aufwendungen -17 9 -2 0
Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) -17 9 -2 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 0 0
Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) -17 9 -2 0
Abgangsergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 0 0 0 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 0 0
Abgangsergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 0 0 0 0
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) -17 9 -2 0
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG -17 9 -2 0
Nicht beherrschende Anteile 0 0 0 0

Im Zuge der Veräußerung des Aufzuggeschäfts Elevator Technology am 31. Juli 2020 hält thyssenkrupp eine Beteiligung, die Bestandteil der für den Verkauf erhaltenen Gegenleistung war. Sie setzt sich aus mehreren Finanzierungsinstrumenten zusammen, die wie folgt bilanziert werden:

Stammaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Aufgrund des Vorliegens von maßgeblichem Einfluss werden die Stammaktien nach den Vorgaben des IAS 28 als nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung behandelt und ausgewiesen. Die Fortschreibung der Anschaffungskosten nach der Equity-Methode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb des Finanzergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen enthalten.
Vorzugsaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Die Vorzugsaktien werden als Eigenkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im Eigenkapital (ohne Recycling) erfasst werden.
Zinslose Darlehen (Darlehensnehmer: Vertical Topco I S.A., Luxembourg). Die zinslosen Darlehen werden als Fremdkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und ebenfalls in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, wobei die Ergebniseffekte aus der Folgebewertung in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis in den Finanzierungserträgen bzw. -aufwendungen gezeigt werden.

Veräußerungsgruppen

Im Rahmen der Transformation und strategischen Neuausrichtung von thyssenkrupp erfolgt auch eine Fokussierung des Portfolios. In diesem Zusammenhang wurden im 4. Quartal 2020 / 2021 die Verkäufe von Mining, Infrastructure und dem Edelstahlgeschäft eingeleitet, die jedoch nicht die Voraussetzungen von IFRS 5 für den Ausweis einer nicht fortgeführten Aktivität erfüllen. Damit sind die jeweiligen Aufwendungen und Erträge bis zum Zeitpunkt der Veräußerung weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten auszuweisen. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der jeweiligen Veräußerungsgruppe sind in der Bilanz zum 30. September 2021 und - sofern nicht zwischenzeitlich veräußert - auch in der Bilanz zum 30. Juni 2022 separat in den Zeilen "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" auszuweisen.

Veräußerungsgruppe Mining

Am 29. Juli 2021 hat thyssenkrupp den Verkauf des Mining-Geschäfts aus dem Segment Multi Tracks mit dem dänischen Unternehmen FLSmidth vereinbart (Signing). Die Veräußerungsgruppe ist Anbieter von Technologien für die Miningindustrie. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt fusionskontrollrechtlicher Freigaben, die weitgehend vorliegen. Die umfangreichen Carve out-Aktivitäten konnten ebenfalls weitgehend abgeschlossen werden. Wir rechnen mit einem Closing der Transaktion im letzten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Im Zusammenhang mit dem eingeleiteten Verkauf erfolgte unmittelbar vor der erstmaligen Klassifizierung als Veräußerungsgruppe eine Überprüfung der Bewertung der Vermögenswerte gemäß IAS 36; hieraus ergab sich kein Wertminderungsbedarf.

Zum 30. Juni 2022 wurde die Zuordnung von einzelnen kurzfristigen Vermögenswerten und kurzfristigen Verbindlichkeiten (im Wesentlichen jeweils Forderungen / Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten) zur Veräußerungsgruppe geändert, da aufgrund von rechtlichen Gegebenheiten ausgewählte Kundenverträge nicht auf den Erwerber übertragen werden können. Eine Änderung des Transaktionsobjekts selbst wurde nicht vorgenommen. Die Änderung der Zusammensetzung der Veräußerungsgruppe führte insbesondere zu einem Rückgang der Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten in Höhe von 29 Mio € im Vergleich zum 31. März 2022. Ein Wertminderungsbedarf ergab sich daraus nicht.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe zum 30. September 2021 und zum 30. Juni 2022 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt; das auf die Veräußerungsgruppe im Eigenkapital entfallende kumulierte sonstige Ergebnis beträgt - 17 Mio € (30. September 2021: - 30 Mio €).

VERÄUSSERUNGSGRUPPE MINING

Mio € 30.9.2021 30.6.2022
Immaterielle Vermögenswerte 93 95
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 66 70
Aktive latente Steuern 18 17
Vorräte 98 111
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 115 86
Vertragsvermögenswerte 74 68
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1 1
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 33 45
Laufende Ertragsteueransprüche 4 3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 31 65
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 532 561
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 37 27
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 4 4
Sonstige langfristige Rückstellungen 4 4
Passive latente Steuern 0 2
Langfristige Finanzschulden 6 4
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 10 11
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 39 26
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 2 2
Kurzfristige Finanzschulden 3 2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 95 60
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1 2
Vertragsverbindlichkeiten 167 137
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 78 64
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 445 346

Veräußerungsgruppe Infrastructure

Am 5. August 2021 hat thyssenkrupp mit der FMC Beteiligungs KG einen Vertrag zum Verkauf der Infrastructure aus dem Segment Multi Tracks unterzeichnet. Die Veräußerungsgruppe ist im Tief-, Hafen- und Spezialtiefbau sowie im Ingenieurbau tätig. Das Produktportfolio umfasst die Bereiche Profile und Ankertechnik, Hochwasserschutz, Ramm- und Ziehtechnik, Bohrtechnik, Grabenverbau und Traggerüstbau.

Im Zusammenhang mit der Zuordnung von Infrastructure zum Segment Multi Tracks wurden umfangreiche Analysen des Marktumfeldes und der Veräußerungsmöglichkeit einzelner Vermögenswerte durchgeführt. Vor diesem Hintergrund wurde im 3. Quartal 2020 / 2021 die Werthaltigkeit von Infrastructure nach IAS 36 nochmals überprüft und ein Wertminderungsbedarf von 27,3 Mio € ermittelt; dieser betraf in Höhe von 0,2 Mio € immaterielle Vermögenswerte und in Höhe von 24,3 Mio € Sachanlagen. 2,8 Mio € konnten wegen der Wertuntergrenzen gemäß IAS 36.105 nicht erfasst werden. Der für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevante erzielbare Betrag entsprach dem Nutzungswert, der insgesamt 58 Mio € beträgt und zu dessen Bestimmung ein Diskontierungssatz (nach Steuern) von 7,65 % angesetzt wurde. Darüber hinaus erfolgte im 4. Quartal 2020 / 2021 im Rahmen des eingeleiteten Verkaufs mit der erstmaligen Klassifizierung als Veräußerungsgruppe eine Überprüfung der Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten; hieraus resultierten im Wesentlichen weitere Wertminderungen in Höhe von 20 Mio €, die insbesondere die kurzfristigen Vermögenswerte betreffen. Die Wertminderungen sind im 4. Quartal 2020 / 2021 in den Umsatzkosten ausgewiesen. Nach den vorgenommenen Wertminderungen entsprach der Buchwert der Veräußerungsgruppe zum 30. September 2021 dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.

Nach Erhalt aller fusionskontrollrechtlichen Freigaben wurde der Verkauf der Infrastructure an die FMC Beteiligungs KG mit Ausnahme der australischen Aktivitäten am 30. November 2021 vollzogen. Hieraus resultierte ein Verlust von 6 Mio €, der im 1. Quartal 2021 / 2022 in den sonstigen Gewinnen und Verlusten ausgewiesen wird. Für die australischen Aktivitäten erfolgte der Vollzug mit Abschluss der IT-Carve-Out-Aktivitäten am 31. Januar 2022. Hieraus resultierte ein Verlust von 0,2 Mio €, der im 2. Quartal 2021 / 2022 in den sonstigen Gewinnen und Verlusten ausgewiesen wird.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die die Veräußerungsgruppe zum 30. September 2021 umfasste, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt; das auf die Veräußerungsgruppe im Eigenkapital entfallende kumulierte sonstige Ergebnis betrug zum 30. September 2021: - 2 Mio €:

VERÄUSSERUNGSGRUPPE INFRASTRUCTURE

Mio € 30.9.2021
Vorräte 39
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 68
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1
Langfristige Finanzschulden 3
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 2
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 1
Kurzfristige Finanzschulden 2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1
Vertragsverbindlichkeiten 1
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 5
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 40

Veräußerungsgruppe Edelstahlgeschäft

Am 16. September 2021 hat thyssenkrupp mit der italienischen Arvedi Gruppe einen Vertrag zum Verkauf des Edelstahlgeschäfts (Edelstahlwerk im italienischen Terni (AST) inklusive der dazugehörigen Vertriebsorganisation in Deutschland, Italien und der Türkei) aus dem Segment Multi Tracks unterzeichnet.

Im Zusammenhang mit dem eingeleiteten Verkauf erfolgte unmittelbar vor der erstmaligen Klassifizierung als Veräußerungsgruppe eine Überprüfung der Bewertung der Vermögenswerte gemäß IAS 36; hieraus resultierte eine Wertaufholung in Höhe von insgesamt 38 Mio €, da der beizulegende Zeitwert (Level 3, Ableitung aus Kaufpreis) abzüglich der Kosten der Veräußerung höher war als der Buchwert. Dieser war aufgrund der durch die Corona-Pandemie geminderten Erwartungen an die künftige Ertragslage zum 30. September 2020 wertgemindert. Die Wertaufholung in Höhe von insgesamt 38 Mio € entfällt mit 6 Mio € auf Bauten und mit 32 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen. Sie ist in den Umsatzkosten im 4. Quartal 2020 / 2021 ausgewiesen; gleichzeitig wurden latente Steuern von 11 Mio € passiviert. Darüber hinaus entstanden im 1. Quartal 2021 / 2022 unter Berücksichtigung der kaufvertraglichen Vereinbarungen und der Entwicklung des Working Capitals aus der Bewertung der Veräußerungsgruppe zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Wertminderungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 26 Mio €.

Nach Erhalt aller fusionsrechtlichen Genehmigungen wurde der Verkauf des Edelstahlgeschäfts (Edelstahlwerk im italienischen Terni (AST) inklusive der dazugehörigen Vertriebsorganisation in Deutschland, Italien und der Türkei) an die italienische Arvedi Gruppe am 31. Januar 2022 vollzogen (Closing). Vorbehaltlich der Finalisierung der vertraglich vereinbarten Prozesse zur Kaufpreisabstimmung resultierte hieraus ein Abgangsverlust von 8 Mio €, der in den sonstigen Gewinnen und Verlusten ausgewiesen wird.

Im Rahmen des Verkaufs wurde vereinbart, dass thyssenkrupp Anteile in Höhe von 15 % an AST behält, um die schon heute bestehende operative Zusammenarbeit mit Arvedi zu stärken; diese Anteile behandelt thyssenkrupp als Fremdkapitalinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die die Veräußerungsgruppe zum 30. September 2021 umfasste, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Zudem bestanden zum 30. September 2021 konzerninterne Finanzierungsverbindlichkeiten in Höhe von 276 Mio €; das auf die Veräußerungsgruppe im Eigenkapital entfallende kumulierte sonstige Ergebnis betrug - 1 Mio €.

VERÄUSSERUNGSGRUPPE EDELSTAHLGESCHÄFT

Mio € 30.9.2021
Immaterielle Vermögenswerte 22
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 282
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 17
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 7
Aktive latente Steuern 60
Vorräte 521
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 477
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 6
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 8
Laufende Ertragsteueransprüche 12
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 1.419
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1
Sonstige langfristige Rückstellungen 15
Langfristige Finanzschulden 1
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 24
Kurzfristige Finanzschulden 1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 577
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 9
Vertragsverbindlichkeiten 38
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 59
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 747

Abgänge

In den ersten 9 Monaten 2021 / 2022 wurden neben kleineren Verkäufen bei Materials Services die Verkäufe der beiden Veräußerungsgruppen Infrastructure und Edelstahlgeschäft vollzogen, die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Abgangszeitpunkt wie folgt auf den Gruppenabschluss auswirkten:

ABGÄNGE

Mio € 9 Monate

2021/2022
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 23
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 268
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 17
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 7
Aktive latente Steuern 60
Vorräte 619
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 533
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 28
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 11
Laufende Ertragsteueransprüche 12
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 89
Insgesamt abgegebene Vermögenswerte 1.670
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 39
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 2
Sonstige langfristige Rückstellungen 15
Langfristige Finanzschulden 24
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 19
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 18
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 9
Kurzfristige Finanzschulden 255
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 696
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 21
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 109
Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten 1.208
Abgehendes Reinvermögen 462
Kumuliertes sonstiges Ergebnis -11
Nicht beherrschende Anteile -1
Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen -15
Verkaufspreis / Erhaltene Gegenleistung 435
Verkauf Tagesgeldforderung 288
Verkaufspreis / Erhaltene Gegenleistung einschließlich Verkauf Tagesgeldforderung 723
Davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 664
Davon: durch Fremdkapitalinstrumente beglichen 60

03 Eigenkapital

Durch den Beschluss der Hauptversammlung der thyssenkrupp AG vom 4. Februar 2022 wurden die nachfolgenden Ermächtigungen erteilt:

Der Vorstand der thyssenkrupp AG wurde ermächtigt, das Grundkapital der thyssenkrupp AG bis zum 3. Februar 2027 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 300 Mio € durch die Ausgabe von bis zu 117.187.500 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder in Teilbeträgen mehrmals, auch gleichzeitig in verschiedenen Tranchen, zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmen Fällen auszuschließen, wobei die Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss auf insgesamt 10 % des Grundkapitals beschränkt ist.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 3. Februar 2027 einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals, auch gleichzeitig in verschiedenen Tranchen, auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen sowie Kombinationen dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu 2 Mrd € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und bei Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen deren Inhabern oder Gläubigern Options- oder Wandlungsrechte beziehungsweise Options- oder Wandlungspflichten für auf den Inhaber lautende Stückaktien der thyssenkrupp AG mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 250 Mio € nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzulegen. Die Ausgabe kann gegen Bar- oder Sachleistungen erfolgen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten Fällen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wobei die Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss auf insgesamt 10 % des Grundkapitals beschränkt ist.

Darüber hinaus wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 250 Mio € durch die Ausgabe von bis zu 97.656.250 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien bei Ausübung von Wandlungs- und/oder Optionsrechten oder bei Ausübung eines Wahlrechts der Gesellschaft, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stückaktien der thyssenkrupp AG zu gewähren, an die Inhaber oder Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten, Gewinnschuldverschreibungen sowie Kombinationen dieser Instrumente, die bis zum 3. Februar 2027 von der thyssenkrupp AG oder einem Konzernunternehmen ausgegeben werden.

Der Vorstand wurde bis zum 3. Februar 2027 ermächtigt, zu den in dem Ermächtigungsbeschluss ausdrücklich genannten sowie zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder falls dieser Wert niedriger ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben und zu verwenden. Der Vorstand wurde ermächtigt, bei dem Erwerb eigener Aktien das Andienungsrecht und bei der Verwendung eigener Aktien das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Die Beschlussfassung umfasst auch die Ermächtigung zum Einsatz von Derivaten (Put-Optionen, Call-Optionen, Terminkäufe oder deren Kombination) im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Andienungs- und Bezugsrechts. Der Aufsichtsrat der thyssenkrupp AG kann seine Zustimmung für Maßnahmen des Vorstands aufgrund dieser Hauptversammlungsbeschlüsse vorsehen.

04 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurden die Rückstellungen für Pensionen zum 30. Juni 2022 angepasst.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Mio € 30.9.2021 30.6.2022
Pensionen 7.647 5.703
Altersteilzeit 290 241
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 34 35
Umgliederung w/Ausweis als Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten -75 -27
Insgesamt 7.896 5.952

Die Reduktion des Umwandlungssatzes bei den Pensionszusagen in Liechtenstein führte im 1. Quartal 2021 / 2022 zu einer ergebniswirksamen Auflösung bei den Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 24 Mio €.

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zugrunde gelegt:

DURCHSCHNITTLICHE BEWERTUNGSFAKTOREN

30.9.2021 30.6.2022
in % Deutschland Übrige Länder Insgesamt Deutschland Übrige Länder Insgesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Diskontierungssatz für Pensionen 0,90 1,51 1,04 3,20 3,01 3,15

05 Sonstige Rückstellungen

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Restrukturierungsrückstellungen verminderten sich im Vergleich zum 30. September 2021 um 107 Mio € auf 229 Mio €. Zuführungen in Höhe von 32 Mio €, die im Wesentlichen die Segmente Steel Europe, Multi Tracks, Industrial Components und Materials Services betreffen, wurden insbesondere durch Inanspruchnahmen überkompensiert.

06 Finanzschulden

Am 3. Dezember 2021 wurde die Anleihe über 1.250 Mio € mit Fälligkeit 3. März 2022 unter Beachtung einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit gemäß den Emissionsbedingungen vorzeitig zurückgezahlt. Darüber hinaus erfolgte im 1. Quartal die fristgerechte Rückzahlung des Schuldscheindarlehens über 100 Mio € mit Fälligkeit 14. Dezember 2021.

Am 30. Juni 2022 wurde ein Schuldscheindarlehen der thyssenkrupp AG über 8 Mio € fällig. Gleichzeitig wurde ein neues Schuldscheindarlehen über 8 Mio € mit Fälligkeit 30. Juni 2025 platziert.

07 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Eventualverbindlichkeiten

Die thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Maximale

Haftungsvolumen
Rückstellung
Mio € 30.6.2022 30.6.2022
--- --- ---
Anzahlungsgarantien 57 1
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 20 0
Sonstige Haftungserklärungen 5 0
Insgesamt 82 1

Die thyssenkrupp-Gruppe hat für die TK Elevator GmbH und deren Tochtergesellschaften Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von deren Auftraggebern ausgestellt bzw. ausstellen lassen; diese verringerten sich zum 30. Juni 2022 im Vergleich zum 30. September 2021 um 34 Mio € auf 24 Mio €. Das Erwerberkonsortium hat sich verpflichtet, thyssenkrupp von Aufwendungen im Zusammenhang mit den Bürgschaften und Garantien bis zu deren vollständigen Ablösung schadlos zu halten. Darüber hinaus hat thyssenkrupp als zusätzliche Sicherheit Garantien in gleichlautender Höhe von dem Erwerber erhalten.

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung oder die Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern.

Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen, aus dem zugrundeliegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein Dritter außerhalb der Gruppe beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die im Segment Steel Europe bestehenden langfristigen Abnahmeverträge für Eisenerz und Eisenerzpellets werden aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet. Im Vergleich zum 30. September 2021 verminderten sich die Abnahmeverpflichtungen preis- und mengenbedingt deutlich um rund 1,1 Mrd € auf 1,5 Mrd €.

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH hat die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) wegen der Eigenstromversorgung von Betrieben der thyssenkrupp Steel Europe AG für die Kalenderjahre 2014 bis 2019 im Wege der Stufenklage auf Auskunft und Zahlung von EEG-Umlagen und Zinsen in Anspruch genommen und der thyssenkrupp Steel Europe AG den Streit verkündet. Die thyssenkrupp Steel Europe AG ist aufgrund vertraglicher Verpflichtungen gegenüber HKM regresspflichtig für den Fall des Obsiegens von Amprion. HKM hat im Berichtsquartal gegenüber der Klägerin zum 30.06.2022 den Abschluss eines Vergleichs gemäß § 104 Abs. 5 EEG verlangt. Aufgrund der gesetzlichen Regelung steht HKM nach Abschluss des Vergleichs ein Leistungsverweigerungsrecht bezüglich der EEG-Umlage für die Jahre 2014 bis 2020 zu. Für die im Gegenzug abzuführende EEG-Umlage für Strombezüge in den Jahren 2021 und 2022 hat thyssenkrupp eine Rückstellung im zweistelligen Millionenbereich gebildet. Das im Geschäftsbericht 2020 / 2021 (Seite 215) zu den Eventualverbindlichkeiten erläuterte weitergehende Risiko aus diesem Verfahren entfällt mit Abschluss des Vergleichs; das an gleicher Stelle berichtete weitere Verfahren besteht fort.

Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem Geschäftsjahresende 2020 / 2021 keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

08 Finanzinstrumente

Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der beizulegende Zeitwert dem bilanzierten Buchwert abzüglich der im sonstigen Ergebnis erfassten Wertberichtigungen.

Für die Vorzugsaktien im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung, welche als Eigenkapitalinstrument klassifiziert sind, wurde aufgrund der Bedeutung das Wahlrecht ausgeübt, diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) zu bilanzieren. In den Fremdkapitalinstrumenten unter der Bilanzposition "Sonstige finanzielle Vermögenswerte - langfristig" sind die Darlehen aus der Elevator-Transaktion enthalten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden; vgl. dazu auch Anhang-Nr. 02. Die übrigen Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert, soweit vorhanden, auf Börsenkursen zum Quartalsstichtag oder eigenen Bewertungsmodellen.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Quartalsstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrundeliegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrundeliegenden Basiszinsen.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cashflows stattfinden.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Quartalsstichtag vorgenommen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 8.335 Mio € zum 30. Juni 2022 (30. September 2021: 9.585 Mio €) haben einen beizulegenden Zeitwert von 8.222 Mio € (30. September 2021: 9.673 Mio €), der nach Bewertungsmethoden ermittelt wurde, die Level 2 zuzuordnen sind.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:

BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.9.2021

Mio € 30.9.2021 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 75 0 75 0
Eigenkapitalinstrumente 12 7 5 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.891 1.891
Eigenkapitalinstrumente 59 59
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 25 25 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 220 0 220 0
Insgesamt 2.283 32 301 1.950
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 114 0 114 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 147 0 147 0
Insgesamt 260 0 260 0

BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.6.2022

Mio € 30.6.2022 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 121 0 121 0
Eigenkapitalinstrumente 12 7 5 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.055 3.055
Eigenkapitalinstrumente 62 62
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 30 30 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 31 0 31 0
Insgesamt 3.312 37 157 3.117
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 121 0 121 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 105 0 105 0
Insgesamt 226 0 226 0

Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten auf Basis anerkannter Bewertungsmodelle bewertet wird.

Im Berichtsquartal gab es keine Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2. Für die in Level 3 eingestuften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der beizulegende Zeitwert dem bilanzierten Buchwert abzüglich der im sonstigen Ergebnis erfassten Wertberichtigungen.

Nachfolgend ist die Entwicklung der in Level 3 erfassten Eigenkapitalinstrumente dargestellt:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FINANZINSTRUMENTE LEVEL 3

Mio €
Stand am 30.9.2021 59
Ergebnisneutrale Veränderungen 3
Stand am 30.6.2022 62

Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Eigenkapitalinstrumente beinhalten ausschließlich die Vorzugsaktien aus der Elevator-Beteiligung. Die Anteile wurden unter Berücksichtigung der erwarteten Cashflows auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Effekt wird erfolgsneutral im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis innerhalb der Position "Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente" ausgewiesen.

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte

Zur Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle insbesondere zur Ermittlung der erwarteten Ausfallraten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat thyssenkrupp folgendes Bewertungsmodell entwickelt:

Die erwarteten Ausfallraten leiten sich im Wesentlichen aus externen Kreditinformationen und Ratings pro Kontrahent ab, was im Vergleich zur Bildung von Ratingklassen eine genauere Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit ermöglicht. Hierbei werden zum einen die durch Warenkreditversicherer vergebenen Risikonummern der Kunden und zum anderen die von Auskunfteien erteilten Bonitätsinformationen mittels eines zentralen Zuordnungssystems in eine individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde übersetzt. Diese individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde wird einheitlich in der thyssenkrupp-Gruppe verwendet. Es erfolgt eine quartalsweise Aktualisierung der Informationen. Sind keine Ratinginformationen auf Kontrahentenebene vorhanden, erfolgt eine Bewertung auf Basis der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit pro Segment zuzüglich eines angemessenen Risikozuschlags. Für den Gruppenabschluss zum 30. Juni 2022 wurden die aktuellen externen Kreditinformationen und Ratings verwendet, welche die derzeitigen Erwartungen der möglichen Auswirkungen aus der Corona-Pandemie und aus dem Krieg in der Ukraine bereits berücksichtigen.

09 Segmentberichterstattung

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp.

Die

für die ersten 9 Monate 2020 / 2021 und die ersten 9 Monate 2021 / 2022 bzw. für das 3. Quartal 2020 / 2021 und das 3. Quartal 2021 / 2022 stellen sich damit wie folgt dar:

SEGMENTINFORMATIONEN

Mio € Materials

Services
Industrial Components Automotive

Technology
Steel

Europe
Marine

Systems
Multi

Tracks
9 Monate 2020 / 2021
Außenumsätze 8.186 1.863 3.456 5.839 1.450 3.738
Gruppeninterne Umsätze 359 15 3 732 1 305
Umsatzerlöse 8.545 1.877 3.459 6.572 1.450 4.043
EBIT 411 247 245 -84 -1 -355
Bereinigtes EBIT 363 266 234 87 -2 -236
9 Monate 2021 / 2022
Außenumsätze 12.271 2.000 3.447 8.493 1.262 3.085
Gruppeninterne Umsätze 257 12 9 1.126 2 176
Umsatzerlöse 12.528 2.012 3.456 9.619 1.264 3.262
EBIT 943 177 17 604 4 -172
Bereinigtes EBIT 941 170 47 980 12 -96
3. Quartal 2020 / 2021
Außenumsätze 3.120 626 1.075 2.133 396 1.315
Gruppeninterne Umsätze 169 4 1 284 0 105
Umsatzerlöse 3.289 630 1.077 2.416 396 1.421
EBIT 268 59 55 55 -9 -38
Bereinigtes EBIT 232 68 51 19 -9 -45
3. Quartal 2021 / 2022
Außenumsätze 4.723 698 1.204 3.195 409 717
Gruppeninterne Umsätze 69 3 2 363 2 11
Umsatzerlöse 4.793 702 1.206 3.558 411 728
EBIT 393 53 -17 -3 2 -73
Bereinigtes EBIT 386 49 6 376 3 -62
Mio € Corporate

Headquarters
Überleitung Elevator Technology1) Gruppe2)
9 Monate 2020 / 2021
Außenumsätze 8 35 0 24.575
Gruppeninterne Umsätze 4 -1.418 0 0
Umsatzerlöse 12 -1.383 0 24.575
EBIT -162 -1 -173) 284
Bereinigtes EBIT -146 -3 0 564
9 Monate 2021 / 2022
Außenumsätze 1 12 0 30.571
Gruppeninterne Umsätze 4 -1.586 0 0
Umsatzerlöse 5 -1.574 0 30.571
EBIT -149 -38 93) 1.396
Bereinigtes EBIT -119 -34 0 1.901
3. Quartal 2020 / 2021
Außenumsätze 1 10 0 8.676
Gruppeninterne Umsätze 1 -565 0 0
Umsatzerlöse 2 -555 0 8.676
EBIT -52 -3 -23) 332
Bereinigtes EBIT -44 -6 0 266
3. Quartal 2021 / 2022
Außenumsätze 0 3 0 10.950
Gruppeninterne Umsätze 1 -452 0 0
Umsatzerlöse 1 -449 0 10.950
EBIT -41 -10 03) 305
Bereinigtes EBIT -31 -5 0 721

1) Nicht fortgeführte Aktivität (vgl. Anhang-Nr. 02).

2) Einschließlich Veräußerungsgruppen

3) Es handelt sich um nachlaufende Aufwendungen bzw. Erträge, die zum EBIT der Gruppe überleiten (vgl. Anhang-Nr. 02).

Im Vergleich zum 30. September 2021 verminderte sich zum 30. Juni 2022 das durchschnittliche Capital Employed bei Marine Systems um 453 Mio € auf 1.233 Mio € und bei Multi Tracks um 544 Mio € auf 287 Mio €, während es sich bei Materials Services um 1.274 Mio € auf 3.861 Mio €, bei Industrial Components um 233 Mio € auf 1.609 Mio €und bei Steel Europe um 1.472 Mio € auf 5.535 Mio € erhöhte.

Die Spalte "Überleitung" lässt sich wie folgt unterteilen:

AUFRISS ÜBERLEITUNG

Mio € Service Units Special Units Konsolidierung Überleitung
9 Monate 2020 / 2021
Außenumsätze 30 5 0 35
Gruppeninterne Umsätze 174 35 -1.627 -1.418
Umsatzerlöse 205 40 -1.627 -1.383
EBIT 2 -1 -2 -1
Bereinigtes EBIT 2 -4 0 -3
9 Monate 2021 / 2022
Außenumsätze 11 1 0 12
Gruppeninterne Umsätze 152 25 -1.763 -1.586
Umsatzerlöse 163 26 -1.764 -1.574
EBIT 1 -23 -17 -38
Bereinigtes EBIT 1 -18 -17 -34
3. Quartal 2020 / 2021
Außenumsätze 10 0 0 10
Gruppeninterne Umsätze 60 11 -636 -565
Umsatzerlöse 70 10 -636 -555
EBIT 2 -1 -5 -3
Bereinigtes EBIT 2 -5 -3 -6
3. Quartal 2021 / 2022
Außenumsätze 4 -1 0 3
Gruppeninterne Umsätze 51 9 -512 -452
Umsatzerlöse 56 8 -512 -449
EBIT 1 -13 2 -10
Bereinigtes EBIT 1 -8 2 -5

Nachfolgend wird die Überleitungsrechnung der Ertragskennzahl EBIT zum EBT gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

ÜBERLEITUNG EBIT ZUM ERGEBNIS AUS FORTGEFÜHRTEN AKTIVITÄTEN (VOR STEUERN)

Mio € 9 Monate

2020/2021
9 Monate

2021/2022
3. Quartal

2020/2021
3. Quartal

2021/2022
Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung 564 1.901 266 721
Sondereffekte1) -280 -506 66 -416
EBIT gemäß Segmentberichterstattung 284 1.396 332 305
+ Nicht operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen -108 -148 -55 -79
+ Finanzierungserträge 540 911 173 415
- Finanzierungsaufwendungen -717 -1.051 -228 -458
- Bestandteile der Finanzierungserträge, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden -2 -3 -2 -3
+ Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden 8 -1 3 0
Ergebnis Gruppe (vor Steuern) 5 1.102 223 180
- Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 17 -9 2 0
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 23 1.094 224 180

1) Vgl. die Erläuterung der Quartals-Sondereffekte im Wirtschaftsbericht in der Berichterstattung zu den Segmenten.

In den 9 Monaten 2021 / 2022 entfallen die Sondereffekte im Wesentlichen auf Wertminderungsaufwendungen in den Segmenten Steel Europe, Multi Tracks sowie Automotive Technology, Veräußerungsgewinne/-verluste aus der Entkonsolidierung von Infrastructure und des Edelstahlgeschäfts sowie Beratungskosten im Zusammenhang mit einem möglichen Börsengang der thyssenkrupp nucera bei Multi Tracks sowie Projektaufwand im Zusammenhang mit M & A-Transaktionen bei Corporate Headquarters.

10 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bzw. die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden sind nachfolgend dargestellt:

UMSATZERLÖSE

Mio € Materials Services Industrial

Components
Automotive

Technology
Steel

Europe
Marine Systems Multi

Tracks
9 Monate 2020 / 2021
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 1.126 1.589 2.674 6.089 33 1.978
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 7.176 224 290 59 7 290
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 365 6 127 173 36 332
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 9 0 356 0 1.354 1.406
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 57 11 252 21 35
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 8.677 1.876 3.459 6.573 1.450 4.039
Sonstige Umsatzerlöse -132 1 0 -1 0 3
Insgesamt 8.545 1.877 3.459 6.572 1.450 4.043
9 Monate 2021 / 2022
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 1.640 1.668 2.657 8.861 34 1.397
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 10.432 256 252 222 4 225
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 440 7 148 161 38 374
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 7 0 389 0 1.174 1.228
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 79 14 401 13 39
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 12.518 2.010 3.459 9.645 1.263 3.262
Sonstige Umsatzerlöse 10 2 -3 -27 1 0
Insgesamt 12.528 2.012 3.456 9.619 1.264 3.262
Mio € Corporate

Headquarters
Überleitung Gruppe
9 Monate 2020 / 2021
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 0 -920 12.570
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 0 -343 7.703
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 12 -101 950
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 0 -16 3.109
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 -14 361
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 12 -1.394 24.693
Sonstige Umsatzerlöse 0 11 -118
Insgesamt 12 -1.383 24.575
9 Monate 2021 / 2022
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 0 -1.236 15.020
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 0 -285 11.106
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 5 -103 1.070
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 0 -16 2.781
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 -14 532
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 5 -1.653 30.509
Sonstige Umsatzerlöse 0 79 63
Insgesamt 5 -1.574 30.571

UMSATZERLÖSE

Mio € Materials

Services
Industrial Components Automotive Technology Steel Europe Marine Systems Multi Tracks
3. Quartal 2020 / 2021
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 407 525 842 2.223 14 686
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 2.850 80 83 23 3 126
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 126 2 41 65 15 112
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 4 0 106 0 360 487
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 23 3 104 4 10
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 3.386 630 1.076 2.415 397 1.421
Sonstige Umsatzerlöse -97 1 0 2 0 0
Insgesamt 3.289 630 1.077 2.416 396 1.421
3. Quartal 2021 / 2022
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 599 575 923 3.256 7 159
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 3.745 95 94 106 2 25
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 161 2 64 58 11 141
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 0 0 123 0 381 385
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 27 5 156 10 18
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 4.506 698 1.209 3.577 410 729
Sonstige Umsatzerlöse 287 3 -3 -19 1 -1
Insgesamt 4.793 702 1.206 3.558 411 728
Mio € Corporate

Headquarters
Überleitung Gruppe
3. Quartal 2020 / 2021
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 0 -334 4.362
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 0 -170 2.996
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 2 -38 326
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 0 -6 951
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 -6 138
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 2 -553 8.773
Sonstige Umsatzerlöse 0 -2 -97
Insgesamt 2 -555 8.676
3. Quartal 2021 / 2022
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen 0 -384 5.135
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren 0 -67 4.000
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen 1 -33 405
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 0 -3 886
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 0 -5 211
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1 -493 10.636
Sonstige Umsatzerlöse 0 45 313
Insgesamt 1 -449 10.950

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH KUNDENGRUPPEN

Mio € Materials

Services
Industrial Components Automotive Technology Steel Europe Marine Systems Multi Tracks
9 Monate 2020 / 2021
Automobilindustrie 1.089 610 3.255 1.898 0 821
Handel 1.249 78 180 1.480 11 359
Maschinen- und Anlagenbau 963 1.083 12 165 10 714
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 1.597 16 1 1.569 0 868
Bauwirtschaft 476 16 0 22 0 91
Öffentliche Hand 46 3 0 0 1.387 10
Verpackungsindustrie 84 1 0 910 0 0
Energie und Versorgung 69 20 0 208 0 31
Übrige Kundengruppen 3.105 49 11 321 42 1.145
Insgesamt 8.677 1.876 3.459 6.573 1.450 4.039
9 Monate 2021 / 2022
Automobilindustrie 1.473 749 3.255 2.219 0 727
Handel 1.808 188 171 2.254 5 204
Maschinen- und Anlagenbau 1.374 950 18 254 17 48
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 2.356 26 2 2.470 0 599
Bauwirtschaft 762 24 0 52 0 27
Öffentliche Hand 69 5 0 3 1.228 0
Verpackungsindustrie 116 1 0 1.282 0 0
Energie und Versorgung 123 11 0 462 0 15
Übrige Kundengruppen 4.437 56 13 650 12 1.641
Insgesamt 12.518 2.010 3.459 9.645 1.263 3.262
3. Quartal 2020 / 2021
Automobilindustrie 382 216 1.000 636 0 293
Handel 487 25 68 764 3 120
Maschinen- und Anlagenbau 395 351 4 59 3 212
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 665 5 0 390 0 296
Bauwirtschaft 194 7 0 10 0 36
Öffentliche Hand 19 2 0 0 372 10
Verpackungsindustrie 36 0 0 330 0 0
Energie und Versorgung 26 5 0 81 0 10
Übrige Kundengruppen 1.183 19 4 144 19 445
Insgesamt 3.386 630 1.076 2.415 397 1.421
3. Quartal 2021 / 2022
Automobilindustrie 521 274 1.133 820 0 164
Handel 854 70 65 693 2 4
Maschinen- und Anlagenbau 476 315 5 95 8 0
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 788 -1 1 916 0 14
Bauwirtschaft 250 9 0 22 0 0
Öffentliche Hand 15 2 0 0 395 0
Verpackungsindustrie 43 0 0 517 0 0
Energie und Versorgung 51 2 0 187 0 0
Übrige Kundengruppen 1.509 26 5 326 5 546
Insgesamt 4.506 698 1.209 3.577 410 729
Mio € Corporate

Headquarters
Überleitung Gruppe
9 Monate 2020 / 2021
Automobilindustrie 2 -13 7.662
Handel 1 -724 2.633
Maschinen- und Anlagenbau 0 -7 2.940
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 0 -611 3.440
Bauwirtschaft 0 -7 598
Öffentliche Hand 0 6 1.452
Verpackungsindustrie 0 -5 990
Energie und Versorgung 0 1 328
Übrige Kundengruppen 8 -32 4.649
Insgesamt 12 -1.394 24.693
9 Monate 2021 / 2022
Automobilindustrie 2 -62 8.362
Handel 1 -925 3.707
Maschinen- und Anlagenbau 0 -19 2.643
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 0 -498 4.955
Bauwirtschaft 0 -5 861
Öffentliche Hand 0 -1 1.304
Verpackungsindustrie 0 -6 1.392
Energie und Versorgung 0 -2 607
Übrige Kundengruppen 1 -134 6.677
Insgesamt 5 -1.653 30.509
3. Quartal 2020 / 2021
Automobilindustrie 1 9 2.537
Handel 0 -456 1.011
Maschinen- und Anlagenbau 0 -2 1.022
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 0 -65 1.290
Bauwirtschaft 0 -4 244
Öffentliche Hand 0 4 405
Verpackungsindustrie 0 -5 362
Energie und Versorgung 0 1 123
Übrige Kundengruppen 1 -35 1.779
Insgesamt 2 -553 8.773
3. Quartal 2021 / 2022
Automobilindustrie 0 -69 2.844
Handel 0 -151 1.539
Maschinen- und Anlagenbau 0 0 899
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 0 -155 1.563
Bauwirtschaft 0 6 287
Öffentliche Hand 0 -10 401
Verpackungsindustrie 0 -16 544
Energie und Versorgung 0 -5 235
Übrige Kundengruppen 0 -94 2.323
Insgesamt 1 -493 10.636

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN

Mio € Materials

Services
Industrial Components Automotive Technology Steel Europe Marine Systems Multi Tracks
9 Monate 2020 / 2021
Deutschsprachiger Raum1) 3.295 328 1.116 3.736 270 704
Westeuropa 1.462 299 516 1.376 103 1.276
Zentral- und Osteuropa 1.317 35 191 482 1 292
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 30 18 8 45 0 106
Nordamerika 1.986 418 767 491 11 295
Südamerika 37 113 46 69 81 201
Asien / Pazifik 358 40 37 37 404 295
Großraum China 62 583 642 102 7 269
Indien 37 24 6 36 14 160
Naher Osten & Afrika 93 16 129 200 561 442
Insgesamt 8.677 1.876 3.459 6.573 1.450 4.039
9 Monate 2021 / 2022
Deutschsprachiger Raum1) 4.399 425 1.124 5.601 350 517
Westeuropa 1.979 378 448 2.009 178 870
Zentral- und Osteuropa 1.930 42 155 696 3 224
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 27 16 6 32 0 81
Nordamerika 3.298 528 895 642 11 313
Südamerika 28 160 45 105 70 168
Asien / Pazifik 586 50 36 44 261 232
Großraum China 66 350 657 77 4 285
Indien 84 37 6 69 16 272
Naher Osten & Afrika 121 23 86 370 370 299
Insgesamt 12.518 2.010 3.459 9.645 1.263 3.262
Mio € Corporate

Headquarters
Überleitung Gruppe
9 Monate 2020 / 2021
Deutschsprachiger Raum1) 9 -973 8.485
Westeuropa 0 -248 4.785
Zentral- und Osteuropa 0 -92 2.226
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 1 207
Nordamerika 2 -79 3.890
Südamerika 0 3 550
Asien / Pazifik 0 -4 1.167
Großraum China 0 1 1.667
Indien 0 0 278
Naher Osten & Afrika 0 -3 1.439
Insgesamt 12 -1.394 24.693
9 Monate 2021 / 2022
Deutschsprachiger Raum1) 2 -1.235 11.184
Westeuropa 0 -221 5.642
Zentral- und Osteuropa 0 -97 2.953
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 -1 162
Nordamerika 2 -78 5.611
Südamerika 0 -2 575
Asien / Pazifik 0 -5 1.204
Großraum China 0 -10 1.429
Indien 0 -2 483
Naher Osten & Afrika 0 -3 1.265
Insgesamt 5 -1.653 30.509

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN

Mio € Materials

Services
Industrial Components Automotive Technology Steel Europe Marine Systems Multi Tracks
3. Quartal 2020 / 2021
Deutschsprachiger Raum1) 1.251 116 339 1.378 69 257
Westeuropa 591 94 153 497 44 451
Zentral- und Osteuropa 537 11 63 173 0 90
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 8 3 4 20 0 40
Nordamerika 776 170 250 179 1 118
Südamerika 21 39 15 24 65 74
Asien / Pazifik 122 12 12 15 106 75
Großraum China 33 173 213 37 4 104
Indien 14 8 3 14 5 58
Naher Osten & Afrika 33 4 24 77 104 154
Insgesamt 3.386 630 1.076 2.415 397 1.421
3. Quartal 2021 / 2022
Deutschsprachiger Raum1) 1.734 152 398 2.027 105 85
Westeuropa 656 132 153 766 66 56
Zentral- und Osteuropa 623 15 58 258 0 60
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 2 8 1 5 0 25
Nordamerika 1.156 200 324 275 2 101
Südamerika 7 63 20 34 26 57
Asien / Pazifik 211 19 14 16 103 74
Großraum China 28 91 210 21 0 77
Indien 46 13 3 29 4 84
Naher Osten & Afrika 41 8 29 145 105 110
Insgesamt 4.506 698 1.209 3.577 410 729
Mio € Corporate

Headquarters
Überleitung Gruppe
3. Quartal 2020 / 2021
Deutschsprachiger Raum1) 2 -395 3.016
Westeuropa 0 -91 1.739
Zentral- und Osteuropa 0 -39 836
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 1 75
Nordamerika 1 -30 1.465
Südamerika 0 2 241
Asien / Pazifik 0 -1 341
Großraum China 0 4 567
Indien 0 0 102
Naher Osten & Afrika 0 -5 391
Insgesamt 2 -553 8.773
3. Quartal 2021 / 2022
Deutschsprachiger Raum1) 0 -375 4.126
Westeuropa 0 -7 1.761
Zentral- und Osteuropa 0 -6 1.008
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 0 -1 41
Nordamerika 1 -13 2.045
Südamerika 0 -6 201
Asien / Pazifik 0 1 437
Großraum China 0 -12 415
Indien 0 -3 176
Naher Osten & Afrika 0 -11 427
Insgesamt 1 -493 10.636

1) Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein

Von den Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden resultieren in den 9 Monaten 2021 / 2022 3.642 Mio € (Vorjahr: 3.290 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2021 / 2022 1.043 Mio € (Vorjahr: 1.005 Mio €) aus langfristigen Verträgen und in den 9 Monaten 2021 / 2022 26.867 Mio € (Vorjahr: 21.403 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2021 / 2022 9.593 Mio € (Vorjahr: 7.768 Mio €) aus kurzfristigen Verträgen bzw. in den 9 Monaten 2021 / 2022 4.325 Mio € (Vorjahr: 3.893 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2021 / 2022 1.309 Mio € (Vorjahr: 1.322 Mio €) aus zeitraumbezogen erfassten Umsatzerlösen und in den 9 Monaten 2021 / 2022 26.183 Mio € (Vorjahr: 20.800 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2021 / 2022 9.327 Mio € (Vorjahr: 7.452 Mio €) aus zeitpunktbezogen erfassten Umsatzerlösen.

11 Sonstige Erträge

Die Erträge aus Zulagen und Zuschüssen in Höhe von 16 Mio € in den 9 Monaten 2021 / 2022 (Vorjahr: 22 Mio €) bzw. in Höhe von 3 Mio € im 3. Quartal 2021 / 2022 (Vorjahr: 4 Mio €) enthalten im Wesentlichen die Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld in Deutschland, die die Gruppe von der öffentlichen Hand erhalten hat. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Erträge Versicherungsentschädigungen in Höhe 40 Mio € (Vorjahr: 22 Mio €) in den 9 Monaten 2021 / 2022 bzw. in Höhe von 15 Mio € (Vorjahr: 2 Mio €) im 3. Quartal 2021 / 2022.

12 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält in der Zeile "Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen" in den 9 Monaten 2021 / 2022 Aufwendungen in Höhe von 148 Mio € (Vorjahr: 108 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2021 / 2022 Aufwendungen in Höhe von 79 Mio € (Vorjahr: 55 Mio €) aus den Stammaktien an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg, die Bestandteil der Elevator-Beteiligung sind (vgl. Anhang-Nr. 02) und dem Segment Multi Tracks zugeordnet werden. Darin enthalten ist ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 63 Mio €, der aufgrund des gestiegenen Buchwerts (vor Wertminderung) der Beteiligung sowie gleichzeitig sinkendem beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten aufgrund von Entwicklungen des Diskontierungszinssatzes sowie des Kursverhältnisses von USD zu EUR zustande kommt. Der für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevante beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, für dessen Ermittlung ein Diskontierungszinssatz (nach Steuern) von 11,48 % angesetzt wurde, beträgt insgesamt 519 Mio €. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ist in Level 3 der Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13 einzustufen; er wurde unter Berücksichtigung der erwarteten Cashflows auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Verwendungen der zum Bilanzstichtag vorliegenden beobachtbaren und nicht beobachtbaren Inputfaktoren abgeleitet.

13 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

ERGEBNIS JE AKTIE

9 Monate 2020 / 2021 9 Monate 2021 / 2022
Gesamtbetrag

in Mio €
Ergebnis

je Aktie in €
Gesamtbetrag

in Mio €
Ergebnis

je Aktie in €
--- --- --- --- ---
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) -214 -0,34 738 1,19
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) -17 -0,03 9 0,01
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) -231 -0,37 746 1,20
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 622.531.741 622.531.741
3. Quartal 2020 / 2021 3. Quartal 2021 / 2022
Gesamtbetrag

in Mio €
Ergebnis

je Aktie in €
Gesamtbetrag

in Mio €
Ergebnis

je Aktie in €
--- --- --- --- ---
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 126 0,20 76 0,12
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) -2 0,00 0 0,00
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 125 0,20 76 0,12
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 622.531.741 622.531.741

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

14 Zusätzliche Informationen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds lässt sich wie folgt aus der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" herleiten.

HERLEITUNG ZAHLUNGSMITTELFONDS

Mio € 30.6.2021 30.9.2021 30.6.2022
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gemäß Bilanz 9.408 8.974 5.860
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen 0 42 65
Zahlungsmittelfonds gemäß Kapitalflussrechnung 9.408 9.017 5.925

Per 30. Juni 2022 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 16 Mio € (30. Juni 2021: 84 Mio €; 30. September 2021: 44 Mio €) von der Joint Operation HKM.

15 Ereignis nach dem Stichtag

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Quartalsabschlusses sind alle Closing-Bedingungen der Transaktion zur Veräußerung des Mining-Geschäfts erfüllt.

Essen, den 9. August 2022

thyssenkrupp AG

Der Vorstand

Merz
Burkhard Keysberg

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis 30. Juni 2022, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Essen, den 10. August 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Preiß Philip Meyer zu Spradow
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Kontakt und Finanzkalender 2022/2023

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Communications

Telefon: (0201) 844-536043

Telefax: (0201) 844-536041

E-Mail: [email protected]

Investor Relations

E-Mail: [email protected]

Institutionelle Investoren und Analysten

Telefon: (0201) 844-536464

Telefax: (0201) 8456-531000

Privatanleger

Telefon: (0201) 844-536367

Telefax: (0201) 8456-531000

Herausgeber

thyssenkrupp AG

thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen

Postfach, 45063 Essen

Telefon: (0201) 844-0

Telefax: (0201) 844-536000

E-Mail: [email protected]

www.thyssenkrupp.com

Finanzkalender 2022 / 2023

17. November 2022

Geschäftsbericht 2021 / 2022 (Oktober bis September)

3. Februar 2023

Ordentliche Hauptversammlung

14. Februar 2023

Zwischenbericht 1. Quartal 2022 / 2023 (Oktober bis Dezember)

11. Mai 2023

Zwischenbericht 1. Halbjahr 2022 / 2023 (Oktober bis März)

10. August 2023

Zwischenbericht 9 Monate 2022 / 2023 (Oktober bis Juni)

Dieser Zwischenbericht ist am 11. August 2022 erschienen.

Inhouse produziert mit firesys.

Bildnachweis: thyssenkrupp

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Finanzbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen sind mit Unsicherheiten verbunden, da sie von thyssenkrupp nicht beeinflusst oder kontrolliert werden können, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesem Finanzbericht explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Die in diesem Finanzbericht enthaltenen zukunftsbezogene Aussagen werden nicht an Ereignisse oder Entwicklungen angepasst, die nach dem Datum dieses Berichts eintreten.

Rundungen und Veränderungsraten

Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet, Verschlechterungen mit Minus (-). Bei sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten (> 100 % bzw. < -100 %) wird die Veränderungsrichtung durch ++ bzw. - angezeigt.

Abweichungen aus technischen Gründen

Dieser Finanzbericht ist von der Gesellschaft aufgrund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum elektronischen Bundesanzeiger einzureichen. Aus technischen Gründen kann es beim Bundesanzeiger Verlag zu Abweichungen in den im Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen kommen.

Der Finanzbericht steht in deutscher Sprache und in englischer Übersetzung im Internet unter www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Finanzberichts der englischen Übersetzung vor.

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