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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2022

Feb 15, 2022

435_10-q_2022-02-15_9da53481-dced-45f3-9e05-3960b179ff3d.pdf

Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. Quartal 2021 / 2022

  1. Oktober 2021 – 31. Dezember 2021

thyssenkrupp in Zahlen

Gruppe insgesamt Gruppe – Fortgeführte Aktivitäten1)
1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Veränderung in % 1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 7.845 10.398 2.554 33 7.845 10.398 2.554 33
Umsatzerlöse Mio € 7.321 9.023 1.701 23 7.321 9.023 1.701 23
EBITDA Mio € 250 554 304 ++ 254 554 301 ++
EBIT2) Mio € 20 298 278 ++ 24 298 274 ++
EBIT-Marge % 0,3 3,3 3,0 ++ 0,3 3,3 3,0 ++
Bereinigtes EBIT2) Mio € 78 378 300 ++ 78 378 300 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 1,1 4,2 3,1 ++ 1,1 4,2 3,1 ++
Ergebnis vor Steuern Mio € – 93 203 297 ++ – 89 203 293 ++
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw.
Ergebnis nach Steuern
Mio € – 125 122 247 ++ – 121 122 243 ++
davon Anteil der Aktionäre der
thyssenkrupp AG
Mio € – 145 106 251 ++ – 141 106 247 ++
Ergebnis je Aktie – 0,23 0,17 0,40 ++ – 0,23 0,17 0,40 ++
Operating Cashflow Mio € 265 – 599 – 864 -- 265 – 599 – 863 --
Cashflow für Investitionen Mio € – 274 – 253 21 8 – 274 – 253 21 8
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 873 25 – 848 – 97 873 25 – 848 – 97
Free Cashflow3) Mio € 864 – 827 – 1.691 -- 864 – 827 – 1.691 --
Free Cashflow vor M & A3) Mio € 32 – 858 – 891 -- 32 – 858 – 891 --
Netto-Finanzguthaben (31.12.) Mio € – 5.062 – 2.701 2.361 47
Eigenkapital (31.12.) Mio € 9.929 11.425 1.497 15
Gearing (31.12.) % –4) –4)
Mitarbeiter (31.12.) 103.128 100.386 – 2.742 – 3

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

3) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

4) Aufgrund des deutlich positiven Eigenkapitals und des ausgewiesenen Netto-Finanzguthabens ist die Aussage der Gearing-Kennzahl bedeutungslos.

STAMMDATEN UND KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE / ADR

Anzahl Aktien (insgesamt) Stück 622.531.741
DE 000 750 0001 Kurs Ende Dezember 2021 9,68
US88629Q2075 Marktkapitalisierung Ende Dezember 2021 Mio € 6.026
TKA
TKAMY

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2021/ 2022 thyssenkrupp in Zahlen

Inhalt

02 thyssenkrupp in Zahlen
05 Vorwort
06 Zwischenlagebericht
06 Vorbemerkungen
07 Wirtschaftsbericht
07 Zusammenfassung
08 Makro- und Branchenumfeld
12 Berichterstattung zu den Segmenten
27 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
30 Compliance
31 Prognose-, Chancen- und Risikobericht
31 Prognose 2021 / 2022

35 Chancen und Risiken

36 Verkürzter Zwischenabschluss
37 thyssenkrupp-Gruppe – Bilanz
39 thyssenkrupp-Gruppe –
Gewinn- und Verlustrechnung
40 thyssenkrupp-Gruppe – Gesamtergebnisrechnung
42 thyssenkrupp-Gruppe –
Eigenkapitalveränderungsrechnung
44 thyssenkrupp-Gruppe – Kapitalflussrechnung
46 thyssenkrupp-Gruppe – Verkürzter Anhang
64 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
65 Weitere Informationen
65 Kontakt und Finanzkalender 2021 / 2022

Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

In diesem Finanzbericht verwenden wir im Interesse der besseren Lesbarkeit ausschließlich die grammatisch männliche Form, wie bspw. "Aktionär" oder "Mitarbeiter"). Sie bezieht sich immer zugleich auf alle Geschlechter der Menschen, um die es geht: männlich, weiblich, divers. thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2021/ 2022 Zwischenlagebericht | Vorwort

Vorwort

Vorstand für Finanzen (CFO) Dr. Klaus Keysberg

Sehr geehrte Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,

thyssenkrupp ist gut in das neue Geschäftsjahr 2021 / 2022 gestartet und konnte im 1. Quartal den positiven Trend seiner Geschäftsentwicklung fortsetzen. Wir haben Auftragseingang, Umsatz und das Bereinigte EBIT gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert und liegen mit unseren Finanzkennzahlen damit im Rahmen der Erwartungen.

Unsere Quartalszahlen belegen deutlich, dass die Maßnahmen unseres Transformationsprogramms greifen. Unser Ziel – der Aufbau einer leistungsfähigen "Group of Companies" mit starken, eigenständigen Geschäften – rückt in greifbare Nähe. Auf das Gesamtjahr blicken wir weiter optimistisch: Durch die erhebliche Ergebnisverbesserung beim Stahl und die einsetzende Normalisierung der Situation in den Lieferketten werden wir unsere Ergebnisse in den kommenden Quartalen weiter verbessern. Mit Fortsetzung der strukturellen Verbesserungen wirken unsere Geschäfte den derzeit steigenden Einsatzkosten entgegen. Wir bestätigen klar unsere Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Mit einem ausgeglichenen Free Cashflow vor M & A erreichen wir einen weiteren Meilenstein unserer Transformation. Das ist ein großer und wichtiger Schritt hin zu den ambitionierten Mittelfristzielen, die wir im Dezember 2021 bekanntgegeben haben.

Wir werden den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und sind dankbar, dass Sie uns auf diesem Transformationspfad begleiten. Ihre Unterstützung ist entscheidend dafür, dass wir den Umbau von thyssenkrupp erfolgreich abschließen können. Und daran arbeiten wir weiterhin mit Hochdruck – darauf können Sie sich verlassen.

Dr. Klaus Keysberg

Zwischenlagebericht

Vorbemerkungen

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp.

Die im Geschäftsjahr 2020 / 2021 im Segment Multi Tracks eingeleiteten Verkaufsprozesse hinsichtlich der Anlagenbaugeschäfte des Bereichs Mining, Infrastructure und des Edelstahlgeschäfts erfüllten im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2020 / 2021 die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis dieser Aktivitäten als Veräußerungsgruppen. Dementsprechend wurde in der Bilanz zum 30. September 2021 ein gesonderter Ausweis der auf diese Aktivitäten entfallenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erforderlich. Der gesonderte Ausweis der auf die Anlagenbaugeschäfte des Bereichs Mining, auf das Edelstahlgeschäft und auf die australischen Aktivitäten von Infrastructure entfallenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt weiterhin auch zum 31. Dezember 2021. Der Verkaufsprozess hinsichtlich Infrastructure wurde mit Ausnahme der australischen Aktivitäten Ende November 2021 abgeschlossen.

Seit dem Ende Juli 2020 erfolgten Verkauf des Aufzuggeschäfts Elevator Technology hält thyssenkrupp eine Beteiligung, die Bestandteil der für den Verkauf erhaltenen Gegenleistung war. Zu weiteren Einzelheiten hinsichtlich der Beteiligung siehe auch Anhang-Nr. 02 (Nicht fortgeführte Aktivität und Veräußerungsgruppen) und Anhang-Nr. 07 (Finanzinstrumente). Ungeachtet der bereits erfolgten Entkonsolidierung müssen darüber hinaus in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf der Aufzugaktivitäten stehende noch anfallende nachlaufende Aufwendungen und Erträge sowie Cashflows gemäß IFRS 5 weiterhin separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen werden.

Seit dem 1. Oktober 2020 wird die erwähnte Elevator-Beteiligung dem Segment Multi Tracks zugeordnet. Dies galt bis zum Vollzug ihres Verkaufs Ende August 2021 auch für die thyssenkrupp Carbon Components.

Darüber hinaus werden die thyssenkrupp AG und ihre Tochterunternehmen in diesem Zwischenlagebericht nicht als "Konzern", sondern als "Gruppe" bezeichnet. Die Gruppe umfasst dabei den rechtlichen Konsolidierungskreis.

Die Darstellung des Geschäftsverlaufs gliedert sich seit dem Zwischenbericht für das 1. Halbjahr 2020 / 2021 nach Segmenten. Zudem ist den jeweiligen Segmenten ab diesem Zwischenbericht eine kurze Beschreibung des Geschäftsmodells sowie die Erläuterung der Mittelfristziele vorweggestellt. Damit soll auch in der unterjährigen Berichterstattung das Group of Companies Konzept reflektiert werden.

Wirtschaftsbericht

Auftragseingang
Mio €
Umsatzerlöse
Mio €
EBIT1)
Mio €
Bereinigtes EBIT1)
Mio €
Mitarbeiter
1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
31.12.2020 31.12.2021
Materials Services 2.482 3.722 2.368 3.290 11 219 5 219 15.804 15.454
Industrial Components 662 601 621 604 98 57 101 56 12.842 12.591
Automotive Technology 1.183 1.090 1.215 1.106 116 38 109 38 19.672 19.695
Steel Europe 2.408 2.481 1.917 2.669 22 112 20 124 26.336 26.247
Marine Systems 258 479 364 377 5 – 2 5 6 6.441 6.555
Multi Tracks2) 1.425 2.567 1.200 1.540 – 184 – 50 – 111 – 1 19.538 17.661
Corporate Headquarters 2 1 5 2 – 54 – 61 – 54 – 51 648 622
Überleitung – 574 – 543 – 370 – 565 9 – 15 3 – 14 1.847 1.561
Gruppe fortgeführte
Aktivitäten2)
7.845 10.398 7.321 9.023 24 298 78 378 103.128 100.386
Nicht fortgeführte
Aufzugaktivitäten2)
0 0 0 0 – 4 0 0 0 0 0
Gruppe insgesamt 7.845 10.398 7.321 9.023 20 298 78 378 103.128 100.386

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

2) Siehe auch Vorbemerkungen.

Zusammenfassung

Start in das neue Geschäftsjahr verläuft erwartungsgemäß: 1. Quartal bei Auftragseingang, Umsatz und Bereinigtem EBIT mit deutlicher Verbesserung gegenüber Vorjahr; FCF vor M & A noch belastet durch temporär hohes Umlaufvermögen

  • Deutlich verbesserte Geschäftsentwicklung der fortgeführten Aktivitäten im 1. Quartal im Vergleich zum Vorjahr:
  • Auftragseingang mit Steigerungen bei Materials Services, Steel Europe, Marine Systems und Multi Tracks gegenüber Rückgängen bei Industrial Components und Automotive Technology; halbleiterbedingt geringere Kundennachfrage insb. in den stärker auto- und komponentenbezogenen Geschäften
  • Umsatzsteigerung i.W. getrieben durch signifikanten Anstieg in den Materialgeschäften und bei Multi Tracks
  • Bereinigtes EBIT mit Ergebnissteigerungen bei Materials Services, Steel Europe, Marine Systems und Multi Tracks gegenüber Rückgängen bei Industrial Components und Automotive Technology
  • Geschäftsverlauf in den Segmenten im 1. Quartal im Vergleich zum Vorjahr:
  • Materials Services mit signifikanter Steigerung von Bereinigtem EBIT und Bereinigter EBIT-Marge, i.W. durch deutlich höhere Produktpreise; weiterhin steigende Preise bei Edelstahl und NE-Metallen

  • Industrial Components insgesamt mit leichtem Umsatzrückgang: Anstieg im Schmiedegeschäft kann Rückgang im Bereich Großwälzlager nicht kompensieren; Bereinigtes EBIT auch durch steigende Faktorkosten belastet

  • Automotive Technology mit rückläufigem Auftragseingang und Umsatz bei insgesamt schwächerer Nachfrage in China; Bereinigtes EBIT trotz Maßnahmen signifikant belastet aufgrund halbleiterbedingt geringerer Kundenabrufe sowie höherer Faktorkosten
  • Steel Europe mit deutlich verbessertem Umsatz und Bereinigtem EBIT bei signifikantem Anstieg der Durchschnittserlöse; mengenmäßiger Auftragseingang und Versand durch Material- und Lieferengpässe in vielen Abnehmerbranchen insb. bei Auto unter Vorjahr
  • Marine Systems mit signifikant gestiegenem Auftragseingang, i.W. aufgrund größerer Projekte bei Service und Marineelektronik; Umsatz und Bereinigtes EBIT mit leichter Verbesserung gegenüber Vorjahr
  • Multi Tracks mit signifikant gestiegenem Auftragseingang, i.W. durch Großprojekte im Bereich Wasserelektrolyse sowie deutlich verringertem Verlust beim Bereinigten EBIT, i. W. durch die Erholung im Edelstahlgeschäft sowie Verbesserung der Projektabwicklung im Anlagenbau
  • Corporate Headquarters mit geringeren Verwaltungskosten i.W. infolge entfallendem Einmalaufwand für Personalmaßnahmen
  • Periodenergebnis i. W. aufgrund der operativen Entwicklung mit deutlicher Verbesserung gegenüber Vorjahr und positiv
  • FCF vor M & A der fortgeführten Aktivitäten im 1. Quartal wie erwartet deutlich negativ und unter Vorjahr: Temporärer Aufbau des Nettoumlaufvermögens bei gestiegenen Preisen i.W. aufgrund verzögerter Kundenabrufe infolge andauernder Engpässe in der Lieferkette sowie in Vorbereitung auf stärkere Nachfrage in Folgequartalen
  • Gesamtjahresprognose bestätigt: Deutlich verbessertes Bereinigtes EBIT und ausgeglichener FCF vor M & A (siehe Prognosebericht)
  • Weitere Schritte bei der Fokussierung des Portfolios erfolgreich umgesetzt: Closing zum Verkauf des Infrastructure-Geschäfts an die FMC Beteiligungs KG sowie des Edelstahlgeschäfts an das italienische Unternehmen Arvedi am 30. November 2021 bzw. 31. Januar 2022 erfolgt
  • Ambitionierte Mittelfristziele für die "Group of Companies" beim Kapitalmarkttag am 2. Dezember 2021 veröffentlicht: Bereinigte EBIT-Marge von 4–6%, signifikant positiver FCF vor M & A sowie Rückkehr zur verlässlichen Dividendenzahlung für das Gesamtunternehmen; Mittelfristziele auf Segmentebene s. Kapitel "Berichterstattung zu den Segmenten"

Makro- und Branchenumfeld

Erholung der Weltwirtschaft hat an Fahrt verloren – Unsicherheiten bleiben hoch

  • Aktuelle Höchstwerte bei Corona-Neuinfektionen, Lieferengpässe und aktuelle Schwäche der chinesischen Wirtschaft behindern anhaltenden Aufschwung
  • Im Vergleich zum Beginn des Geschäftsjahres Prognose für das Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 bei einem Plus von 5,6% dennoch leicht nach oben angepasst; Wachstum 2022 mit 4,4% geringfügig niedriger erwartet
  • Industrieländer: Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion 2021 bei einer Rate von 5,2% leicht besser als zuletzt erwartet; 2022 derzeit Wachstum von 3,8 % prognostiziert
  • Schwellenländer: BIP-Wachstum 2021 von 5,9% etwas höher als zu Geschäftsjahresbeginn erwartet; 2022 weitere Erholung bei einem Wachstum von 4,8 %

■ Risiken und Unsicherheiten: Unklarheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie insb. aufgrund neuer Virus-Mutationen, mit Blick auf die Entwicklung bei den Impfquoten sowie verschärfter Lockdown-Maßnahmen; Ungewissheit über die weitere Entwicklung bei zahlreichen geopolitischen Krisenherden (Ukraine, Afghanistan, etc.) sowie bei handelspolitischen Konflikten; anhaltende Lieferengpässe bei Vorprodukten in der Industrie; wiederkehrende Flut- bzw. Naturkatastrophen als Folge der Klimaerwärmung; ausgeprägte und dauerhafte Wachstumsabschwächung in China; Verschuldungsproblematik insb. in einigen Ländern Europas insb. auch als Folge der zahlreichen staatlichen Hilfsmaßnahmen zur Abschwächung der Pandemie-Folgen; deutlich gestiegene Material- und Rohstoffpreise und damit verbundene Befürchtungen sich verfestigender Inflationsraten

BRUTTOINLANDSPRODUKT

reale Veränderung zum Vorjahr in % 20211) 20222)
Euroraum 5,1 3,7
Deutschland 2,7 3,8
Russland 4,1 3,4
Übriges Mittel-/Osteuropa 4,8 4,0
USA 5,7 4,3
Brasilien 4,7 1,1
Japan 1,9 3,6
China 8,1 5,5
Indien 7,8 6,0
Naher Osten & Afrika 4,7 4,6
Welt 5,6 4,4

1) Teilweise Schätzungen

2) Prognosen Quellen: IHS Markit, IMF, Consensus Forecasts, diverse Banken und Forschungsinstitute, eigene Schätzungen

Automobilindustrie

  • Weltweiter Absatz und weltweite Produktion von Pkw sowie leichten Nutzfahrzeugen in 2021 mit geringem Wachstum gegenüber Vorjahr, v.a. gebremst durch materialbedingte Produktionseinschränkungen (insb. wg. Chipmangels) und logistische Herausforderungen in globalen Lieferketten; deutliche Erholung in 2022 erwartet – unter Annahme erfolgreicher Kontrolle des Infektionsgeschehens; Rückkehr zum Niveau vor der Pandemie aufgrund anhaltender Chipknappheit frühestens 2023 / 2024 erwartet
  • Europa: Produktion in 2021 schwächer, Absatz in Größenordnung des Vorjahres; 2022 Erholung erwartet, jedoch weiterhin deutlich unter Niveau vor der Pandemie
  • Nordamerika: Produktion in 2021 in Größenordnung des Vorjahres, Absatz leicht stärker auf Kosten der Händlerbestände; 2022 Erholung erwartet, jedoch unterhalb des Niveaus vor der Pandemie
  • China: 2021 mit Produktion und Absatz leicht oberhalb des Vorjahreszeitraums; 2022 mit fortsetzender Erholung erwartet

Maschinenbau

  • Deutschland: Nach einem Produktionsplus von 7% in 2021 positive Wachstumsprognose für 2022 in gleicher Größenordnung; hohe Auftragsbestände und spürbar anziehende Ausrüstungsinvestitionen stützen Produktionsentwicklung; Materialengpässe bleiben vorerst Belastungsfaktor
  • USA: Nach deutlichem Produktionsplus von rund 12% in 2021 Prognose für 2022 von geringerer Wachstumsdynamik in Höhe von etwa 3 % geprägt; fiskalische konjunkturelle Hilfsmaßnahmen stützen, zunächst noch anhaltende Lieferkettenprobleme begrenzen Produktionsmöglichkeiten
  • China: Nach starkem Produktionsplus von ca. 13 % in 2021 für dieses Jahr deutlich geringere Wachstumsdynamik in Höhe von gut 5% erwartet; staatliche Vorhaben zur Begrenzung von Überkapazitäten in der Schwerindustrie schränken Wachstumsmöglichkeiten ein

Bauwirtschaft

  • Deutschland: Expansionstempo aufgrund von Materialengpässen 2021 auf rund 1% begrenzt; aufgestaute Kaufkraft, allmählich nachlassende Lieferprobleme, nach wie vor günstige Finanzierungsbedingungen und Bedarf an neuem Wohnraum und Büroflächen stützen Ausblick für 2022
  • USA: Nach Produktionsplus von knapp 8% in 2021 etwas geringeres Expansionsplus von etwa 5% in diesem Jahr – Ausblick positiv aufgrund öffentlicher Infrastrukturausgaben und solider Dynamik beim Wohnungsbau; steigende Hauspreise und erste Zinserhöhungen im Jahresverlauf belasten
  • China: Nach relativ schwachem Wachstum von knapp 3 % in 2021 Produktion im laufenden Jahr mit rund 3½% nur leicht höher; verschärfte Regulierung des Immobiliensektors wirkt dämpfend, anhaltender Trend zur Urbanisierung stützt die Wohnungs- und Tiefbauinvestitionen weiterhin

Stahlumfeld

  • Globale Walzstahlnachfrage in 2021 um 5% gewachsen; Industrieländer legten mit 12% deutlich stärker zu als die Entwicklungsländer (3 %); Erholung der weltweiten Nachfrage 2022 fällt mit voraussichtlich 2% moderater aus
  • Nachfrage im EU-Markt für Qualitätsflachstahl zieht zu Beginn des Q1 2021 / 2022 wieder an; Eingeschränkte Materialverfügbarkeit und hohes EU-Preisniveau lassen Importe im Oktober auf Allzeithoch ansteigen
  • Globale Spotmarktpreise tendieren weiter rückläufig, liegen jedoch zum Teil noch deutlich über Tiefständen aus Sommer 2020
  • Marktumfeld bleibt durch vielfältige Risiken herausfordernd: Unsicherheiten durch pandemische Entwicklung, Versorgungsengpässe bei Rohstoffen und Vormaterialien, volatile Rohstoffpreise, steigendes Inflationsniveau

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2021/ 2022 Zwischenlagebericht | Wirtschaftsbericht

ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN

20211) 20222)
Fahrzeugproduktion, in Mio Pkw und leichte Nutzfahrzeuge3)
Welt 74,5 80,9
Westeuropa (inkl. Deutschland) 9,3 11,5
Deutschland 3,2 4,3
Nordamerika (USA, Mexiko, Kanada) 13,0 15,2
USA 8,9 10,4
Mexiko 3,0 3,4
Japan 7,4 8,0
China 24,3 24,5
Indien 4,0 4,2
Brasilien 2,0 2,3
Maschinenbauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr
Welt 13,0 4,7
Europa 12,0 5,4
Deutschland 7,0 7,0
USA 11,7 3,2
Japan 17,0 5,2
China 12,8 5,2
Bautätigkeit, real, in % gegenüber Vorjahr
Euroraum 5,6 3,1
Deutschland 1,0 3,0
USA 7,7 5,1
China 2,7 3,4
Indien 16,9 5,4
Stahlnachfrage, in % gegenüber Vorjahr
Welt 4,5 2,2
Deutschland 10,0 13,3
EU(27) + Großbritannien 12,7 5,5
USA 15,3 5,7
China – 1,0 0,0

1) Teilweise Schätzungen

2) Prognosen

3) Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 6t (nur vollständig montierte Fahrzeuge, ohne sog. CKD-Einheiten)

Quellen: IHS Markit, Oxford Economics, worldsteel, nationale Verbände, eigene Schätzungen

Berichterstattung zu den Segmenten

Materials Services

Materials Services ist der größte werksunabhängige Werkstoffhändler und -dienstleister der westlichen Welt (Europa & Nordamerika). Unser Angebot reicht von qualitativ hochwertigen Rohund Werkstoffen über technische Dienstleistungen bis hin zu intelligenten Lösungen für digitale und nachhaltigere Lieferketten.

Unser vorrangiges Ziel ist es, unsere führenden Marktpositionen in Europa und Nordamerika zu festigen bzw. weiter auszubauen. Dabei wollen wir in beiden Regionen stärker als der Markt wachsen. Wir planen mittelfristig mit Lagerversandmengen von über 6 Mio Tonnen weltweit, einer Bereinigten EBIT-Marge von 2–3% sowie einem ROCE-Wert größer 9%. Die Cash Conversion Rate soll bei ca. 0,8 liegen.

Im laufenden Geschäftsjahr liegt der Schwerpunkt unserer Initiativen weiterhin auf der Fokussierung unseres Standortnetzwerks sowie auf profitablem Wachstum in Nordamerika. So haben wir im 1. Quartal zwei weitere Lagerstandorte geschlossen und große Investitionsprojekte an Standorten in den USA und Mexiko vorangetrieben. Zudem forcieren wir – auch KI-gestützt – den Ausbau digitaler Supply Chain-Lösungen für resiliente und nachhaltige Lieferketten.

3,3 Mrd € Umsatz

15.454

Mitarbeiter weltweit

Logistikcenter Rotenburg

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

MATERIALS SERVICES IN ZAHLEN

1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 2.482 3.722 50
Umsatzerlöse Mio € 2.368 3.290 39
EBITDA Mio € 44 251 ++
EBIT Mio € 11 219 ++
Bereinigtes EBIT Mio € 5 219 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 0,2 6,7
Investitionen Mio € 26 15 – 40
Mitarbeiter (31.12.) 15.804 15.454 – 2

Auftragseingang

  • Im lagerführenden Werkstoffhandel und im Streckengeschäft deutliche Steigerung durch höhere Preise
  • Plastics auf Niveau des Vorjahres

Umsatz

  • Insgesamt signifikant über Vorjahr, i.W. stark preisgetrieben
  • Umsatzplus beim lagerführenden Werkstoffhandel, dem Streckengeschäft und den automobilnahen Servicecentern
  • Werk- und Rohstoff-Absatz insgesamt unter Vorjahr (2,1 Mio t vs. 2,2 Mio t), i.W. aufgrund von Materialknappheit sowie eingeschränkter Nachfrage aufgrund von Versorgungsengpässen (u.a. Halbleiter)
  • Positive Absatzentwicklung insb. im Streckengeschäft sowie im nordamerikanischen Lager- und Servicecenter-Geschäft

Bereinigtes EBIT

  • Signifikante Steigerung durch Erhöhung der Marge bei beiden Business Units (Distribution Services und Supply Chain Services) durch Preise über dem Vorjahr sowie Vereinnahmung einer Versicherungserstattung und Auflösung einer Rückstellung
  • Weitere Fortschritte bei der strategischen Transformation i.W. durch Fortführung der Netzwerkoptimierung sowie Standortkonsolidierung durch Schließung von zwei weiteren Lagerstandorten
  • Weiterentwicklung der Transformation im Rahmen des strategischen Ansatzes "Materials as a Service", z.B. durch Vorstellung des neuen datenbasierten Supply Chain Services "Control Tower" bei der Messe Blechexpo sowie durch Finanzierung zweier "grüner" Innovationsprojekte

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

■ Keine wesentlichen Sondereffekte im Berichtszeitraum

Investitionen

  • Zahlungen für Maschinenanlagen neuer Standorte in Mexiko und Texas (USA) sowie für Hallenplanung des texanischen Stahl-Service-Centers
  • Ausbau des niederländischen Standortes Veghel zur weiteren Netzwerkkonsolidierung in Benelux (im Gegenzug Schließung von zwei Standorten in der Region)
  • Neubau einer Produktionshalle in der Schweiz und Inbetriebnahme einer weiteren Tieflochbohrmaschine zum Ausbau des Geschäfts mit Systembauteilen für Kunden aus dem Formenund Werkzeugbau, dem Maschinenbau, der Medizintechnik oder der Uhrenindustrie
  • Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen bei Lager- und Serviceeinheiten; Fortsetzung der digitalen Transformation

Industrial Components

Industrial Components umfasst zwei Business Units: das Großwälzlager- und das Schmiedegeschäft. Insgesamt streben wir für das Segment mittelfristig eine Bereinigte EBIT-Marge von mindestens 10% sowie eine Cash Conversion Rate von 0,6–0,8 an.

Als weltweiter Marktführer für Großwälzlager und einer der größten Hersteller von nahtlos gewalzten Ringen streben wir im Bereich Bearings mittelfristig ein Umsatzwachstum von durchschnittlich mindestens 5% pro Jahr an. Um unsere Leistungsfähigkeit zu erhöhen, wollen wir kontinuierlich Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzverbesserung umsetzen – so auch im laufenden Geschäftsjahr. Ergänzend werden diese Maßnahmen begleitet von einer langfristigen Investitionsstrategie mit dem Ziel, vom anhaltenden Marktwachstum im Windenergiebereich profitieren zu können. Im 1. Quartal konnten wir zwei Restrukturierungsmaßnahmen in Deutschland erfolgreich abschließen.

Forged Technologies als Spezialist für das Schmiedegeschäft gehört weltweit zu den führenden Herstellern von Motoren-, Fahrwerks- und Baumaschinenkomponenten. Mittelfristig ist es unser Ziel, unseren Marktanteil zu steigern und mit neuen Produkten zu wachsen. Die Schwerpunkte im laufenden Geschäftsjahr liegen weiterhin auf der Steigerung unserer Personaleffizienz, der Verbesserung der Energieeffizienz und der Optimierung unserer Produktionsprozesse. Ein wichtiger Fokus liegt zudem auf der erfolgreichen Umsetzung der Investitionsvorhaben zur Transformation der Business Unit. Im 1. Quartal konnten wir bereits erste Musterteile für Chassis-Komponenten gemäß Plan an unsere Kunden liefern.

rothe erde® Großwälzlager Schmieden eines Kettenrads für Minenbagger

284 Mio € Umsatz Bearings

6.522 Mitarbeiter Bearings weltweit

320 Mio € Umsatz Forged Technologies

6.069 Mitarbeiter Forged Technologies weltweit

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

INDUSTRIAL COMPONENTS IN ZAHLEN

1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 662 601 – 9
Umsatzerlöse Mio € 621 604 – 3
EBITDA Mio € 122 84 – 31
EBIT Mio € 98 57 – 42
Bereinigtes EBIT Mio € 101 56 – 44
Bereinigte-EBIT-Marge % 16,2 9,4
Investitionen Mio € 32 30 – 4
Mitarbeiter (31.12.) 12.842 12.591 – 2

Auftragseingang

  • Unter Vorjahr durch Rückgang bei Großwälzlagern; Schmiedegeschäft mit positiver Entwicklung
  • Großwälzlager: Deutlicher Rückgang, insb. im Anwendungsbereich Windenergie im Vergleich zum durch Vorzieheffekte in China geprägten Vorjahresquartal; Industrie-Anwendungsbereiche mit heterogener Entwicklung: Baumaschinen und Allgemeiner Maschinenbau über Vorjahr, Exploration deutlich schwächer, Kranbau auf Vorjahresniveau
  • Schmiedegeschäft: Deutlich über Vorjahr, i.W. durch Zuwächse im Industrie-Geschäft sowie ein weiterhin hohes Niveau bei Antriebsstrang-Komponenten für Lkw; Pkw mit leichtem Rückgang v.a. in Europa insb. getrieben durch die Halbleiterproblematik und gestörter Lieferketten; Fahrwerke für Baumaschinen mit unverändert hohem Nachfrageniveau in allen relevanten Regionen leicht unterstützt durch die Erweiterung des Produktangebots und Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder

Umsatz

  • Umsatz leicht unter Vorjahr: Rückgang im Bereich Großwälzlager gegenüber Umsatzanstieg im Schmiedegeschäft
  • Großwälzlager: Signifikant unter Vorjahr, i.W. aufgrund von temporärem Nachfragerückgang in der Absatzregion China (v.a. im Anwendungsbereich Windenergie); markterholungsbedingt positive Entwicklung in den Industrie-Anwendungsbereichen, insb. im Allgemeinen Maschinenbau; Absatzregion Deutschland deutlich über Vorjahr, restliches Europa und Amerikas leicht über Vorjahr
  • Schmiedegeschäft: Umsatzentwicklung durch Anstieg in beiden Geschäftsbereichen deutlich über Vorjahr; positive Effekte insb. aus der US-Dollar-Wechselkursentwicklung und der Weitergabe von Stahlpreiserhöhungen

Bereinigtes EBIT

  • Signifikant unter Vorjahr durch Rückgang in beiden Geschäftsbereichen
  • Großwälzlager: Signifikant unter Vorjahr, i.W. getrieben durch rückläufige Umsatzentwicklung, Produkt- und Regionalstruktur des Absatzes sowie deutlich gestiegene Materialkosten; gegenläufig wirkten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung (v.a. Restrukturierung)
  • Schmiedegeschäft: Rückgang aufgrund von steigenden Stahlpreisen sowie deutlich gestiegenen Energie- und Frachtkosten mit verzögerten Möglichkeiten zur Weitergabe; fortgesetzte Kostensenkungsmaßnahmen mit einhergehender Optimierung der Personalkostenquote konnten die gestiegenen Kosten teilweise kompensieren

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

■ Keine wesentlichen Sondereffekte

Investitionen

  • Überwiegend Wachstumsinvestitionen zur Erhöhung der Produktionskapazität v.a. im Anwendungsbereich Windenergie und hauptsächlich in europäischen und asiatischen Fertigungsstandorten
  • Fortgesetzte Investition in vollautomatische Schmiedepresse für Lkw-Vorderachsen am deutschen Standort Homburg

Automotive Technology

Automotive Technology ist einer der führenden deutschen Zulieferer und Engineering-Partner der internationalen Automobilindustrie. Das Produkt- und Serviceangebot umfasst Hightech-Komponenten, Systeme und Automatisierungslösungen für den Fahrzeugbau sowie mechatronische Lösungen mit Elektronik und Software aus Eigenentwicklungen.

Unser Wachstums- und Leistungsanspruch ist es, zu den Besten in unserem Wettbewerbsumfeld zu gehören und schneller als der Markt zu wachsen. Zur Erreichung unserer mittelfristigen Performance-Ziele – eine Bereinigte EBIT-Marge von 7–8% sowie eine Cash Conversion Rate von mindestens 0,5 – konzentrieren wir uns auf die Verbesserung der Produktionseffizienz sowie auf Maßnahmen im Bereich Einkauf. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Margenverbesserungen durch Ausbau von Claim Management Ressourcen.

Den seit Mitte des letzten Geschäftsjahres aufgetretenen Herausforderungen in unserem Marktumfeld, wie z.B. Engpässen in der Versorgung mit elektronischen Halbleiter- und anderen Vorprodukten, Störungen in der Lieferkette, volatilen Kundenabrufen sowie höheren Vormaterial-, Logistik und Energiekosten wollen wir mit einer strikten Kostenkontrolle, der weitestmöglichen Flexibilisierung des Personaleinsatzes sowie mit der Verhandlung neuer Preiskonditionen begegnen.

Fahrwerksingenieure an einer mobilen Entwicklungsplattform

1,1 Mrd €

Umsatz

19.695

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

AUTOMOTIVE TECHNOLOGY IN ZAHLEN

1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 1.183 1.090 – 8
Umsatzerlöse Mio € 1.215 1.106 – 9
EBITDA Mio € 169 94 – 44
EBIT Mio € 116 38 – 67
Bereinigtes EBIT Mio € 109 38 – 65
Bereinigte-EBIT-Marge % 9,0 3,4
Investitionen Mio € 50 47 – 6
Mitarbeiter (31.12.) 19.672 19.695 0

Auftragseingang

  • Deutlich unter Vorjahr insb. im automobilen Seriengeschäft, i.W. aufgrund andauernder Engpässe in der Lieferkette (v.a. bei Halbleiterprodukten) mit reduzierender Wirkung auf Kundenabrufe sowie schwächerer Nachfrageentwicklung in China
  • Premium-Fahrzeuge mit geringerem Nachfragerückgang im Vergleich zu Volumenmodellen

Umsatz

■ Umsatz folgt dem Auftragseingang insb. im automobilen Seriengeschäft; deutlicher Rückgang gegenüber Vorjahr

Bereinigtes EBIT

  • Signifikant unter Vorjahr, i.W. aufgrund halbleiterbedingt geringerer Kundennachfrage und Kapazitätsauslastung sowie Belastungen durch höhere Vormaterial-, Verpackungs-, Fracht- und Energiekosten
  • Gegenläufig wirkten Maßnahmen zur Flexibilisierung des Personaleinsatzes, wie z.B. Abbau von Leiharbeit, Kurzarbeit und Anpassung von Schichtmodellen sowie Verhandlung neuer Preiskonditionen aufgrund von Kostensteigerungen
  • Positiver Einmaleffekt aufgrund Neubewertung ausgewählter Pensionszusagen sowie nachhaltige Senkung der Personalkosten durch planmäßige Umsetzung des Restrukturierungsprogramms

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

■ Keine wesentlichen Sondereffekte

Investitionen

■ Schwerpunkt der Investitionen im Bereich Lenkungen für auftragsbezogene Projekte, mit dem Ziel der Unterstützung der Kosten- und Profitabilitätsziele sowie Wahrnehmung von Wachstumschancen

Steel Europe

Steel Europe ist der größte deutsche Stahlproduzent. Das Unternehmen konzentriert sich auf das attraktive Marktsegment des hochwertigen Qualitätsflachstahls und gehört hier zu den bedeutsamen Anbietern im Kernmarkt Europa.

Unser Wachstums- und Leistungsanspruch ist es, zu den besten im Wettbewerb zu gehören. Mit der konsequenten weiteren Umsetzung der Stahlstrategie 20-30 wollen wir unsere operative Leistungsfähigkeit deutlich steigern. So wollen wir mittelfristig unsere Versandmengen auf rund 11 Mio Tonnen steigern, eine Bereinigte EBIT-Marge von 6–7% und eine Cash Conversion Rate von mindestens 0,4 erreichen.

Im aktuellen Geschäftsjahr liegt der Schwerpunkt unserer Initiativen neben der laufenden Restrukturierung auf den Investitionen in die effizientere Ausgestaltung der Kernaggregate unseres Produktionsnetzwerkes und berücksichtigen dabei insb. die wachsenden Anforderungen bei Automobilkunden und einzelner Industriebereiche. Zudem arbeiten wir mit Hochdruck an der grünen Transformation und haben uns das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu sein. Bereits zu Quartalsbeginn haben wir einen bedeutenden Meilenstein erreicht, indem die ersten Produktmengen der neuen Marke bluemint® Steel mit einer verringerten CO2-Intensität ausgeliefert wurden.

Blick auf den Standort Duisburg von oben

2,7 Mrd € Umsatz

26.247

Mitarbeiter weltweit

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

STEEL EUROPE IN ZAHLEN

1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 2.408 2.481 3
Umsatzerlöse Mio € 1.917 2.669 39
EBITDA Mio € 92 198 ++
EBIT Mio € 22 112 ++
Bereinigtes EBIT Mio € 20 124 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 1,1 4,7
Investitionen Mio € 101 124 23
Mitarbeiter (31.12.) 26.336 26.247 0

Auftragseingang

■ Preisbedingt leicht über Vorjahr bei deutlichem Rückgang der Mengen auf 1,9 Mio t u.a. infolge schwacher Nachfrage aus allen relevanten Abnehmerbranchen i.W. aufgrund von Versorgungsengpässen, eingeschränkten Buchungsmöglichkeiten nach Teilzustellung des Hochofens 1 und hohem Vorjahresniveau

Umsatz

■ Signifikant über Vorjahr; deutlicher Anstieg der Erlöse gestützt durch hohes Preisniveau im Spotmarkt; Rückgang der Versandmengen auf 2,3 Mio t insb. an die durch den Halbleitermangel belastete Automobil- und Zuliefererindustrie, teils kompensiert durch gestiegene Lieferungen u. a. an Bau- und Rohrindustrie

Bereinigtes EBIT

  • Signifikant über Vorjahr, i. W. durch deutlich positive Erlösentwicklung, trotz stark gestiegener Rohstoff- und Energiekosten und geringerem Versand
  • Positive Effekte aus den fortschreitenden Restrukturierungen und dem laufenden Performanceprogramm (i.W. Einkaufsmaßnahmen und Werkstoffeffizienz)

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

■ I.W. außerplanmäßige Abschreibung auf Sachanlagevermögen

Investitionen

  • Funktionstests der neuen Feuerbeschichtungsanlage 10 (FBA 10) in Dortmund, mit der die steigende Nachfrage der Automobilhersteller nach höherwertigen feuerbeschichteten Produkten bedient werden soll; Inbetriebnahme der Anlage wird im Laufe des Geschäftsjahres erwartet
  • Großinvestitionen der Strategie 20-30 befinden sich planmäßig in der Engineering-Phase mit den Lieferanten; u.a. der Umbau der Gießwalzanlage in Duisburg-Bruckhausen zur Verbesserung von Qualität bei gleichzeitiger Kostensenkung sowie der Neubau eines Doppelreversiergerüsts und einer Glüh-Isolierlinie in Bochum, die den Hochlauf der Elektromobilität und die steigende Nachfrage nach hochwertigem Elektroband begleiten

Marine Systems

Marine Systems ist ein weltweit führender Hersteller von konventionellen U-Booten, Marineschiffen und Marine-Elektronik und bietet darüber hinaus Services für die Marinen an. Als vollintegriertes Systemhaus entwickeln und fertigen wir ganzheitliche Lösungen aus einer Hand für unsere Kunden.

Unser Ziel ist es, unsere Technologieführerschaft zu untermauern und unsere Wettbewerbsposition zu stärken. Vor diesem Hintergrund streben wir mittelfristig ein jährliches Umsatzwachstum von durchschnittlich 6%, eine Verbesserung der Bereinigten EBIT-Marge auf Industriestandardniveau (~6–7%) sowie eine Cash Conversion Rate von 1,0 an.

Um die langfristige Profitabilität der Aufträge zu sichern, verfolgen wir konsequent unser Performance-Programm. In dem Zusammenhang optimieren wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette Abläufe, Instrumente und Strukturen und reduzieren Verwaltungskosten.

377 Mio €

Umsatz

Mitarbeiter weltweit

6.555

U-Boot der Klasse 212A

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2021/ 2022 Zwischenlagebericht | Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

MARINE SYSTEMS IN ZAHLEN

1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 258 479 85
Umsatzerlöse Mio € 364 377 3
EBITDA Mio € 21 15 – 28
EBIT Mio € 5 – 2 --
Bereinigtes EBIT Mio € 5 6 14
Bereinigte-EBIT-Marge % 1,4 1,6
Investitionen Mio € 37 20 – 46
Mitarbeiter (31.12.) 6.441 6.555 2

Auftragseingang

■ Über Vorjahresniveau aufgrund umfangreicher Auftragseingänge im Bereich Wartung, Service und Marineelektronik sowie Erweiterungen bestehender Aufträge im Überwasserbereich

Umsatz

■ Leicht über Vorjahr; stabile Umsatzentwicklung setzt sich weiter fort

Bereinigtes EBIT

■ Leicht über Vorjahreswert; Maßnahmen aus dem Performance-Programm zur Stabilisierung der margenschwachen Altaufträge entfalten Wirkung; Verwaltungskosten wurden weiter optimiert

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

■ Korrektur eines Beteiligungsbuchwertes an einem Joint Venture

Investitionen

■ Fortsetzung der Modernisierung der Kieler Werft zur Optimierung der Projektabwicklung, Erhöhung der Effizienz, Schaffung der technischen Voraussetzung zur Fertigung größerer Boote gemäß Markttrend sowie nachhaltiger Verbesserung der Profitabilität

Multi Tracks

Im Segment Multi Tracks bündelt thyssenkrupp diejenigen Geschäfte, für die die thyssenkrupp Gruppe kurz- bis mittelfristig andere Eigentumsverhältnisse in Erwägung zieht. Dies kann bspw. ein vollständiger Verkauf oder ein Teilverkauf sein oder die Fortführung des Geschäfts zusammen mit einem oder mehreren externen Partnern.

Im laufenden Geschäftsjahr liegt der Schwerpunkt unserer Initiativen nach der erfolgreichen Veräußerung des Infrastructure-Geschäfts und des Edelstahlgeschäfts (AST inkl. der dazugehörigen Vertriebsorganisation) auf dem Abschluss der Transaktion für Mining Technologies. Ebenso haben wir die Vorbereitungen für die geplanten M & A-Prozesse für die Business Units Automation Engineering und Springs & Stabilizers gestartet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung des Wasserstoffgeschäfts thyssenkrupp nucera. Aktuell ist ein Börsengang die präferierte Wahl. Über diese Option kann der tatsächliche Wert des Geschäftsbereichs sichtbar gemacht und weiteres Wachstum durch mögliche Einnahmen über einen Börsengang finanziert werden.

1,5 Mrd €

Umsatz

17.661

Mitarbeiter weltweit

Montage von Elektrolysezellen

Geschäftsverlauf im 1. Quartal

MULTI TRACKS IN ZAHLEN

1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 1.425 2.567 80
Umsatzerlöse Mio € 1.200 1.540 28
EBITDA Mio € – 159 – 7 96
EBIT Mio € – 184 – 50 73
Bereinigtes EBIT Mio € – 111 – 1 99
Bereinigte-EBIT-Marge % – 9,2 – 0,1
Investitionen Mio € 26 16 – 39
Mitarbeiter (31.12.) 19.538 17.661 – 10

Auftragseingang

  • Signifikant über Vorjahr, i. W. getrieben durch einen Auftragseingang der thyssenkrupp nucera im Bereich Wasserelektrolyse in Saudi-Arabien
  • Anlagenbau: Wesentlicher Auftragseingang bei Uhde in Indien im Bereich Petrochemicals and Polymers
  • Edelstahlgeschäft: Weiter steigende Mengen und Rohmaterialpreise

Umsatz

  • Deutlich über Vorjahr bei heterogener Entwicklung in den einzelnen Geschäften
  • Edelstahlgeschäft mit höherem Volumen sowie positiven Effekten aus Weitergabe von gestiegenen Rohstoffpreisen
  • thyssenkrupp nucera: Chlor-Alkali Service Geschäft mit positiver Entwicklung im Rahmen der Erwartungen
  • Anlagenbau: Gesunkener Umsatz durch geringeren Auftragseingang der Vorperioden, u.a. durch Konzentration auf attraktivere Marktsegmente und Verzögerungen in der Abwicklung einzelner Projekte

Bereinigtes EBIT

  • Deutlich verringerter Verlust gegenüber Vorjahr, i. W. getrieben durch Edelstahl und Anlagenbau
  • Edelstahlgeschäft: Deutliche Ergebnisverbesserung i.W. aufgrund nachfragebedingter Erholung
  • Anlagenbau: Uhde und Cement mit verbesserter Projektabwicklung; Carve out Aktivitäten des Mining Geschäfts wirken ergebnisbelastend
  • Springs & Stabilizers: Ergebnisbelastungen durch unwetterbedingte Schäden in einem chinesischen Werk sowie gestiegene Material- und Energiekosten
  • Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen mit entsprechendem Personalabbau wirken in nahezu allen Einheiten deutlich verlustreduzierend: Standortschließung in Olpe, Deutschland, erfolgt (Springs & Stabilizers)

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

■ I.W. Springs & Stabilizers durch unwetterbedingte Schäden in einem chinesischen Werk, Entkonsolidierungseffekte bei Infrastructure, Wertminderungen beim Edelstahlgeschäft sowie Beratungskosten im Zusammenhang mit einem möglichen Börsengang der thyssenkrupp nucera

Investitionen

■ Fortlaufende Investitionen in das Technologie-Portfolio zur Absicherung der Marktposition sowie Substanzerhalt

Corporate Headquarters

Bereinigtes EBIT

■ Reduzierte Verwaltungskosten infolge entfallendem Einmalaufwand für Personalmaßnahmen bei Corp. HQ sowie Verbesserungen bei den Regional Platforms

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum

■ Projektaufwand im Zusammenhang mit M & A-Transaktionen erhöht

Investitionen

■ Keine wesentlichen Investitionsauszahlungen

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Betriebliches Ergebnis

  • Umsatzerlöse der fortgeführten Aktivitäten ggü. dem Vorjahresquartal, insb. als Folge der deutlichen Umsatzzuwächse in den Werkstoffgeschäften der Segmente Materials Services und Steel Europe, insgesamt 23% deutlich gestiegen; gleichzeitig im Vergleich zur Umsatzentwicklung insgesamt unterproportionale Zunahme der Umsatzkosten der fortgeführten Aktivitäten insb. als Folge gestiegener Materialaufwendungen bei gleichzeitig rückläufigen Personalaufwendungen; Bruttogewinn vom Umsatz der fortgeführten Aktivitäten mit 1.194 Mio € um 39% sehr deutlich über Vorjahr, Brutto-Umsatzmarge entsprechend auf 13,2 % (Vorjahr: 11,7%) erhöht
  • Anstieg der Vertriebskosten der fortgeführten Aktivitäten i.W. Folge gestiegener verkaufsbezogener Fracht-, Versicherungs- und Zollaufwendungen und im Berichtsquartal erfasster Wertminderungen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit der Bewertung der Veräußerungsgruppe Edelstahlgeschäft zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten
  • Zunahme der allgemeinen Verwaltungskosten der fortgeführten Aktivitäten hauptsächlich beeinflusst durch höhere Beratungs- und IT-Aufwendungen bei gleichzeitig gesunkenen Personalaufwendungen
  • Erhöhung der sonstigen Erträge der fortgeführten Aktivitäten insb. Folge von insgesamt gestiegenen Versicherungsentschädigungen
  • Zunahme der sonstigen Aufwendungen der fortgeführten Aktivitäten insb. durch gestiegene Verluste aus der Absicherung von operativen Wechselkursrisiken sowie einen Anstieg hier erfasster ertragsunabhängiger Steuern
  • Verschlechterung der sonstigen Gewinne und Verluste der fortgeführten Aktivitäten v.a. durch die im Berichtsquartal erfassten Verluste aus der Entkonsolidierung von Infrastructure sowie insgesamt verringerte Gewinne aus dem Verkauf von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien

Finanzergebnis

■ Insgesamt vermindertes negatives Finanzergebnis der fortgeführten Aktivitäten; hauptsächlich durch verbessertes Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen der fortgeführten Aktivitäten als Folge niedrigerer anteiliger Verluste der Elevator-Beteiligung und gesunkene Zinsaufwendungen für Finanzschulden

Ergebnis je Aktie

  • Periodenergebnis um 247 Mio € auf einen Gewinn von 122 Mio € deutlich verbessert
  • Ergebnis je Aktie entsprechend um 0,40 € auf einen Gewinn von 0,17 € deutlich verbessert

Analyse der Kapitalflussrechnung

Operating Cashflow

■ Stark auf einen negativen Wert verschlechterter Operating Cashflow der fortgeführten Aktivitäten insb. aufgrund auch preisbedingt erhöhter Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; gegenläufig deutlich verbesserter Periodengewinn der fortgeführten Aktivitäten vor Abschreibungen

Cashflow aus Investitionstätigkeit

  • Investitionsauszahlungen der fortgeführten Aktivitäten leicht unter Vorjahr
  • Desinvestitionseinzahlungen der fortgeführten Aktivitäten sehr deutlich unter Vorjahr hauptsächlich als Folge des Abbaus von Termingeldern mit ursprünglicher Laufzeit größer 90 Tage im Vorjahresquartal

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

■ Deutlich gesunkener Cashflow aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Aktivitäten hauptsächlich aufgrund höherer Auszahlungen für die vorzeitige Tilgung von Anleihen sowie der im Dezember 2021 erfolgten Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens

Free Cashflow und Netto-Finanzguthaben

ÜBERLEITUNG ZU FREE CASHFLOW VOR M & A

Mio € 1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Veränderung
Operating Cashflow – fortgeführte Aktivitäten (Kapitalflussrechnung) 265 – 599 – 863
Cashflow aus Investitionstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten (Kapitalflussrechnung) 599 – 228 – 827
Free Cashflow – fortgeführte Aktivitäten (FCF)1) 864 – 827 – 1.691
–/+ Mittelzu-/-abflüsse aus wesentlichen M & A-Transaktionen 29 – 13 – 43
Anpassung w/IFRS 16 – 11 – 18 – 7
Anpassung w/Termingelder – 850 0 850
Free Cashflow vor M & A – fortgeführte Aktivitäten (FCF vor M & A)1) 32 – 858 – 891
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten1) 0 0 0
Free Cashflow vor M & A – insgesamt (FCF vor M & A) 32 – 858 – 891

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

  • FCF vor M & A der fortgeführten Aktivitäten im 1. Quartal wie erwartet deutlich negativ und unter Vorjahr: Temporärer Aufbau des Nettoumlaufvermögens bei gestiegenen Preisen i.W. aufgrund verzögerter Kundenabrufe infolge andauernder Engpässe in der Lieferkette sowie in Vorbereitung auf stärkere Nachfrage in Folgequartalen
  • Signifikanter Rückgang Netto-Finanzguthaben zum 31. Dezember 2021 im Vergleich zum 30. September 2021 i.W. aufgrund des negativen FCF vor M & A auf 2,7 Mrd €
  • Verfügbare Liquidität von 8,3 Mrd € (6,8 Mrd € flüssige Mittel und 1,5 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien)
  • Anleihe über 1.250 Mio € mit Fälligkeit 3. März 2022 wurde unter Beachtung einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit gemäß Emissionsbedingungen vorzeitig am 3. Dezember 2021 zurückgezahlt
  • Rückzahlung Schuldscheindarlehen über 100 Mio € mit Fälligkeit 14. Dezember 2021

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2021/ 2022 Zwischenlagebericht | Wirtschaftsbericht

Rating

RATING

Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Standard & Poor's BB- B stable
Moody's B1 not prime positive
Fitch BB- B stable

Die Ratingagenturen Standard & Poor's wie auch Moody's haben im Dezember 2021 bei unverändertem Rating den Ausblick von "negative" auf "stable" bzw. "stable" auf "positive" gesetzt.

Analyse der Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

  • Insgesamt geringer Anstieg der Sachanlagen hauptsächlich durch die Währungsumrechnung beeinflusst; gegenläufig leicht über den Zugängen liegende Abschreibungen
  • Abnahme der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen sowie Zunahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte i.W. jeweils Folge der Fortschreibung der Elevator-Beteiligung
  • Erhöhung der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte hauptsächlich durch gestiegene geleistete Anzahlungen im Zusammenhang mit Sachanlagen

Kurzfristige Vermögenswerte

  • Starker Anstieg der Vorräte insb. bei den Werkstoffgeschäften in den Segmenten Steel Europe und Materials Services
  • Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen v.a. bei den Werkstoffgeschäften im Segment Steel Europe
  • Insgesamt eingetretene Abnahme der Vertragsvermögenswerte hauptsächlich im Zusammenhang mit der Abwicklung von Fertigungsaufträgen im Marinegeschäft
  • Abnahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte i.W. Folge der Derivatebilanzierung
  • Zunahme der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte hauptsächlich durch höhere geleistete Anzahlungen im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit sowie gestiegene Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern
  • Deutliche Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente i.W. Folge der vorzeitigen Rückzahlung einer ursprünglich im März 2022 fälligen Anleihe sowie der planmäßigen Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens im Dezember 2021, des negativen Operating Cashflow der fortgeführten Aktivitäten sowie der Investitionsauszahlungen der fortgeführten Aktivitäten
  • Anstieg der zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte insb. Folge der im Berichtsquartal weiterlaufenden Geschäftstätigkeit in der Veräußerungsgruppe Edelstahlgeschäft

Eigenkapital

■ Anstieg im Vergleich zum 30. September 2021 hauptsächlich durch den Periodenüberschuss im Berichtsquartal sowie durch im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, aus der Währungsumrechnung sowie aus Cashflow-Hedges

Langfristige Verbindlichkeiten

■ Abnahme der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen v.a. durch die aus der Neubewertung der Pensionen resultierenden Gewinne i.W. als Folge des gestiegenen Pensionszinssatzes für Deutschland

Kurzfristige Verbindlichkeiten

  • Rückgänge bei den Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer und bei den sonstigen Rückstellungen insb. aufgrund von Inanspruchnahmen
  • Deutlicher Rückgang der Finanzschulden hauptsächlich durch die erwähnten Rückzahlungen einer Anleihe und eines Schuldscheindarlehens im Dezember 2021
  • Insgesamt eingetretene Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen v.a. bei den Werkstoffgeschäften im Segment Materials, gleichzeitig gegenläufig Zunahmen insb. bei den Komponentengeschäften im Segment Industrial Components
  • Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten insb. durch die Abwicklung von Fertigungsaufträgen im Marinegeschäft
  • Anstieg der Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten insb. Folge der im Berichtsquartal weiterlaufenden Geschäftstätigkeit in der Veräußerungsgruppe Edelstahlgeschäft

Compliance

  • Starke Werte als Fundament unserer Zusammenarbeit insb. auch in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld; verankert in Mission Statement, Code of Conduct und Compliance Commitment
  • Kontinuierliche Implementierung und Weiterentwicklung des thyssenkrupp Compliance Management Systems in unseren Compliance Kernbereichen Antikorruption, Kartellrecht, Datenschutz, Geldwäsche und Außenwirtschaftsrecht
  • Enge Einbindung von Compliance in diverse Portfolio-Aktivitäten, um bei den verschiedenen kartellrechtlichen Fragestellungen zu beraten
  • Nähere Informationen zu Compliance bei thyssenkrupp im Geschäftsbericht 2020 / 2021 und auf der Website www.thyssenkrupp.com

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose 2021 / 2022 bestätigt

Gesamtaussage und wesentliche Annahmen

Zu wesentlichen Annahmen und erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vgl. Prognosekapitel sowie Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" im Wirtschaftsbericht des Geschäftsberichts 2020 / 2021 und des vorliegenden Zwischenlageberichts. Die entsprechenden Chancen und Risiken im anschließenden "Chancen- und Risikobericht".

Auf dem Weg zu einer leistungsstarken und nachhaltigen "Group of Companies" wird die Umsetzung der strategischen Neuausrichtung weiter vorangetrieben. Mit der Definition des Ziel-Portfolios im Mai 2020 wurde ein klarer Fokus auf industrielles Portfolio und Geschäftsmodelle, wettbewerbsfähige Profitabilität und Cashflow der Geschäfte gelegt.

Vor diesem Hintergrund werden wir im Geschäftsjahr 2021/2022 den Schwerpunkt weiterhin auf die Performance und strukturelle Verbesserung unserer Geschäfte legen, aber auch gezielt Wachstumsinitiativen weiter fortsetzen. Alle Ziele sind konsequent mit konkreten Maßnahmenplänen hinterlegt.

Die Verkaufsprozesse des Infrastructure-Geschäfts und des Edelstahlgeschäfts konnten wir Ende November 2021 bzw. Ende Januar 2022 abschließen. Zudem erwarten wir – vorwiegend abhängig vom Zeitpunkt der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden – für das Mining-Geschäft aus Multi Tracks, für das wir bereits ein Signing zum Verkauf erreicht haben, den vollständigen Abschluss der Transaktion. Weitere "best owner" Konzepte werden wir ebenfalls in Richtung eines Abschlusses entwickeln und die angestrebte Verselbstständigung von Steel Europe weiter prüfen. Die Prüfung, wie das Wasserstoffgeschäft bestmöglich weiterentwickelt werden kann, kommt ebenfalls weiter voran. Aktuell ist der Börsengang die präferierte Wahl.

Für 2022 unterstellen wir bislang als Grundannahme ein deutliches Wirtschaftswachstum auf globaler Ebene. Hierbei erwarten wir, dass in den meisten Regionen bzw. Ländern das Vorkrisenniveau erreicht bzw. überschritten wird, in denen dies nicht bereits in 2021 erfolgt ist.

Jedoch bestehen Unsicherheiten für die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Geschäfte u.a. aus:

  • der Unklarheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie insbesondere aufgrund neuer Virus-Mutationen, mit Blick auf die Entwicklung bei den Impfquoten sowie verschärfter Lockdown-Maßnahmen und einer "neuen Normalität" nach der Pandemie
  • anhaltenden Lieferengpässen bei Vorprodukten in der Industrie (u.a. Halbleiter), die verstärkt wachstumsbremsend wirken könnten

  • der Ungewissheit über die weitere Entwicklung bei diversen geopolitischen Krisenherden sowie bei handelspolitischen Konflikten, die unsere internationalen Geschäftsaktivitäten behindern könnten (Ukraine, Afghanistan, etc.)

  • der Volatilität auch kurzfristige, teilweise kaum vorhersehbare Schwankungen und Höhe der Rohstoffpreise als wichtigem Kostenfaktor in unseren Werkstoffgeschäften sowie als wichtigem Faktor für unsere Kunden im Anlagenbau bei der Vergabe von Großprojekten sowie den im Trend stark gestiegenen Faktorkosten (u. a. Energie-, Material- und Frachtkosten)
  • dem möglichen nachlassenden Wachstum der chinesischen Wirtschaft als wichtigem Faktor für die weltweite Konjunkturdynamik und als bedeutender Absatzmarkt

Erwartung 2021/ 2022

Der Prognose liegen die im Wirtschaftsbericht im Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" angegebenen Marktprognosen und beschriebenen Chancen und Risiken zugrunde. Das Wachstum des BIPs für 2022 in den für uns u.a. wichtigen Regionen Deutschland, USA und China wird bei 3,8 %, 4,3% bzw. 5,5% erwartet.

Vor dem Hintergrund der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der weiter erwarteten strukturellen Verbesserung unserer Geschäfte sowie der bestehenden Unsicherheiten halten wir einen optimistischen, jedoch vorsichtigen Blick auf das Geschäftsjahr 2021 /2022 für angemessen und formulieren unsere Prognose in entsprechenden Bandbreiten. Unsicherheiten und damit eingeschränkt verlässliche Planbarkeit insbesondere bei unseren zyklischeren Geschäften mit Werkstoffen sowie Komponenten für Automobile und Nutzfahrzeuge ergeben sich vorwiegend aus der weiteren Entwicklung der Lieferengpässe bei Vorprodukten (u.a. Halbleiter) in der Industrie, den Auswirkungen der zuletzt stark gestiegenen Faktorkosten (u. a. Energie-, Material- und Frachtkosten), Volatilität der Rohstoffpreise sowie nicht zuletzt dem weiteren Verlauf der Pandemie.

Die im Geschäftsjahr 2020 /2021 im Segment Multi Tracks eingeleiteten Verkaufsprozesse hinsichtlich der Anlagenbaugeschäfte des Bereichs Mining, Infrastructure und des Edelstahlgeschäfts erfüllten im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis dieser Aktivitäten als Veräußerungsgruppen. Da die Verkaufsprozesse des Infrastructure-Geschäfts und des Edelstahlgeschäfts Ende November 2021 bzw. Ende Januar 2022 abgeschlossen wurden, sind diese Geschäfte für das verbleibende Geschäftsjahr nicht mehr Bestandteil der Prognose und werden nachfolgend als "verkaufte Veräußerungsgruppen" bezeichnet. Die Referenzwerte des Vorjahres bleiben dabei unverändert. Bei Umsatz und Bereinigtes EBIT des Segment Multi-Tracks und der Gruppe werden die Vorjahreswerte für die verkauften Veräußerungsgruppen nachfolgend pro-forma angegeben.

Die Prognose unterstellt keine Effekte aus weiteren möglichen Portfoliomaßnahmen.

Der Umsatz wird voraussichtlich im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen (Vorjahr: 34 Mrd €, davon verkaufte Veräußerungsgruppen: pro-forma 2,2 Mrd €).

Für das Bereinigte EBIT erwarten wir unter Berücksichtigung der vorstehend beschriebenen Unsicherheiten eine deutliche Verbesserung auf einen Wert zwischen 1,5 bis 1,8 Mrd € (Vorjahr: 796 Mio €, davon verkaufte Veräußerungsgruppen: pro-forma 61 Mio €). Diese Entwicklung erfolgt im Wesentlichen aus der signifikanten Ergebnisverbesserung bei Steel Europe, einem signifikant verringerten Verlust bei Multi Tracks sowie gegenläufig aus niedrigeren Ergebnisbeiträgen der Komponentengeschäfte sowie von Materials Services. Dabei können Belastungen aus der Lieferkettenproblematik und steigende Faktorkosten nicht vollständig durch Kostensenkungen und Effizienzmaßnahmen kompensiert werden.

  • Bei Materials Services erwarten wir eine Mengenentwicklung in etwa auf Vorjahresniveau. Durch unterstützende, jedoch niedriger als im Vorjahr ausfallende Effekte aus der dynamischen Preisentwicklung, gehen wir von einem Bereinigten EBIT im niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionen-€-Bereich aus (Vorjahr: 587 Mio €).
  • Bei Industrial Components erwarten wir insgesamt einen Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau und ein rückläufiges Bereinigtes EBIT, auch aufgrund höherer Faktorkosten, auf einen Wert im niedrigen dreistelligen Millionen-€-Bereich (Vorjahr, Umsatz: 2,5 Mrd €, Bereinigtes EBIT: 322 Mio €). Dabei wird eine temporäre regionale Abschwächung der Windenergienachfrage insbesondere aufgrund der durch Subventionen in China bereits erfolgten Vorzieheffekte erwartet. Im Schmiedegeschäft erwarten wir bei Pkw/Lkw-Komponenten Belastungen aus den anhaltenden Engpässen in der Lieferkette bei den Kunden.
  • Bei Automotive Technology erwarten wir bei steigenden Beiträgen der neuen Werke und Projekte einen stabilen Umsatz (Vorjahr: 4,5 Mrd €). Dieser ist jedoch abhängig von der Entwicklung der Abrufe der Kunden infolge anhaltender Engpässe in der Lieferkette (u.a. Halbleiter). Das Bereinigte EBIT erwarten wir deutlich unter Vorjahr (Vorjahr: 264 Mio €) auch infolge der zuletzt stark gestiegenen Faktorkosten, die durch fortgesetzte Effizienzmaßnahmen nicht vollständig kompensiert werden können.
  • Bei Steel Europe erwarten wir aufgrund einer geplanten Mengen- und Margenerhöhung sowie struktureller Verbesserungen infolge der Umsetzung der Stahlstrategie 20-30 einen signifikanten Anstieg des Bereinigten EBIT um einen Betrag von mindestens 1 Mrd €. Diese Entwicklung ist insbesondere abhängig von dem weiteren Verlauf der Lieferkettenproblematik und der sich ergebenden Versandmengen (Vorjahr Bereinigtes EBIT: 116 Mio €).
  • Bei Marine Systems erwarten wir, bei einer leicht verbesserten Umsatzentwicklung, ein leicht gesteigertes Bereinigtes EBIT (Vorjahr, Umsatz: 2,0 Mrd €, Bereinigtes EBIT: 26 Mio €). Dabei unterstützen auch Verbesserungen in der Projektabwicklung.
  • Für die unter Multi Tracks zusammengefassten Geschäfte erwarten wir nach dem Verkauf des Infrastructure-Geschäfts und des Edelstahlgeschäfts insgesamt eine deutlich rückläufige Umsatzentwicklung (Vorjahr: 5,7 Mrd €, davon verkaufte Veräußerungsgruppen: pro-forma 2,2 Mrd €) bei gleichzeitig signifikanter Verbesserung des Bereinigten EBIT (Vorjahr: Bereinigtes EBIT –298 Mio €, davon verkaufte Veräußerungsgruppen: pro-forma 61 Mio €). Hierzu sollen im Wesentlichen die Schließung des Grobblechwerkes, die verbesserte Projektabwicklung im Anlagenbau und die laufenden Restrukturierungsmaßnahmen beitragen.
  • Für Corporate Headquarters rechnen wir im Geschäftsjahr mit einem Bereinigten EBIT auf Vorjahresniveau (Vorjahr: Bereinigtes EBIT –194 Mio €).

Die Investitionen werden sich voraussichtlich auf Vorjahresniveau belaufen (Vorjahr: 1.630 Mio €). Dies sind höhere Investitionen bei Steel Europe im Zusammenhang mit der Stahlstrategie 20-30 und weiterhin auf hohem Niveau liegende Investitionen für gezielte Wachstumsinitiativen in den übrigen Geschäften. Die Freigabe der Investitionen wird dabei in Abhängigkeit der Entwicklung der Geschäfte restriktiv erfolgen.

Beim Free Cashflow vor M & A erwarten wir eine signifikante Steigerung in den Bereich eines ausgeglichenen Wertes (Vorjahr: –1,3 Mrd €). Die Verbesserung resultiert – unter Beibehaltung der derzeit hohen Investitionsausgaben, die vorwiegend durch die Stahlstrategie 20-30 getrieben sind – im Wesentlichen aus der Steigerung des Bereinigten EBIT und in Abhängigkeit von der Entwicklung des Nettoumlaufvermögens inkl. der Zuflüsse aus dem Auftragseingang und dem Zahlungsprofil in den Projektgeschäften (i.W. bei Marine Systems und Multi Tracks) sowie den Auszahlungen für Restrukturierungen.

Wir erwarten einen Jahresüberschuss von mindestens 1 Mrd € (Vorjahr: –25 Mio €).

Der tkVA wird infolge der vorstehend beschriebenen Effekte über Vorjahr und signifikant positiv erwartet (Vorjahr: –622 Mio €).

Die Entwicklung unserer Kernsteuerungsgrößen werden wir – auch unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Vertretbarkeit – bei der Erarbeitung unseres Dividendenvorschlags an die Hauptversammlung einbeziehen.

Chancen und Risiken

Chancen

  • Detaillierte Ausführungen zu den Chancen gemäß Geschäftsbericht 2020 / 2021 weiterhin gültig
  • Chancen aus weiterer konsequenter Umsetzung der Transformation hin zu einer leistungsstarken und nachhaltigen "Group of Companies"
  • Chancen aus umfassendem Technologie-Know-how unter einer starken Dachmarke "thyssenkrupp"; mit nachhaltigen Produkten und Technologien verstärkte Chancen, am Wachstum z.B. in den Bereichen der erneuerbaren Energien, Wasserstoff oder Elektromobilität zu partizipieren

Risiken

  • Keine bestandsgefährdenden Risiken; detaillierte Ausführungen zu den Risiken gemäß Geschäftsbericht 2020 / 2021 weiterhin gültig
  • Unklarheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie insb. aufgrund neuer Virus-Mutationen, mit Blick auf die Entwicklung bei den Impfquoten sowie verschärfter Lockdown-Maßnahmen; Wachstumsrisiken für die Weltwirtschaft und in für thyssenkrupp relevanten Märkten
  • Weitere konjunkturelle Risiken: Ungewissheit über die weitere Entwicklung bei zahlreichen geopolitischen Krisenherden sowie bei handelspolitischen Konflikten; anhaltende Lieferengpässe bei Vorprodukten in der Industrie; wiederkehrende Flut- bzw. Naturkatastrophen als Folge der Klimaerwärmung; ausgeprägte und dauerhafte Wachstumsabschwächung in China; Verschuldungsproblematik insb. in einigen Ländern Europas insb. auch als Folge der zahlreichen staatlichen Hilfsmaßnahmen zur Abschwächung der Pandemie-Folgen; deutlich gestiegene Materialund Rohstoffpreise und damit verbundene Befürchtungen sich verfestigender Inflationsraten
  • Risiken durch temporäre Effizienzverluste in der Produktion infolge von Restrukturierungen im Rahmen unserer Unternehmens-Transformation
  • Risiken von Kosten- und Terminüberschreitungen im Rahmen der Abwicklung von Großaufträgen
  • Risiken aus Angriffen auf die IT-Infrastruktur; Gegenmaßnahme: Weiterer kontinuierlicher Ausbau von Informationssicherheitsmanagement und Sicherheitstechnologien

Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe

  • 37 thyssenkrupp-Gruppe Bilanz
  • 39 thyssenkrupp-Gruppe Gewinn- und Verlustrechnung
  • 40 thyssenkrupp-Gruppe Gesamtergebnisrechnung
  • 42 thyssenkrupp-Gruppe Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 44 thyssenkrupp-Gruppe Kapitalflussrechnung
  • 46 thyssenkrupp-Gruppe Verkürzter Anhang
  • 64 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

thyssenkrupp-Gruppe – Bilanz

AKTIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.9.2021 31.12.2021
Immaterielle Vermögenswerte 1.892 1.892
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 6.513 6.532
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 670 655
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 718 735
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 337 379
Aktive latente Steuern 472 466
Langfristige Vermögenswerte 10.602 10.659
Vorräte 7.116 8.336
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.308 4.416
Vertragsvermögenswerte 1.434 1.284
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 849 673
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.386 1.506
Laufende Ertragsteueransprüche 123 138
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 14 8.974 6.717
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 02 2.019 2.286
Kurzfristige Vermögenswerte 26.209 25.356
Summe Vermögenswerte 36.811 36.014

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2021/ 2022 Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe | thyssenkrupp-Gruppe – Bilanz

PASSIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.9.2021 31.12.2021
Gezeichnetes Kapital 1.594 1.594
Kapitalrücklage 6.664 6.664
Gewinnrücklagen 1.771 2.002
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 372 705
davon entfallen auf Veräußerungsgruppen – 34 – 17
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG 10.400 10.966
Nicht beherrschende Anteile 445 460
Eigenkapital 10.845 11.425
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 03 7.896 7.749
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 298 308
Sonstige Rückstellungen 04 513 499
Passive latente Steuern 60 71
Finanzschulden 05 3.784 3.772
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 66 33
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1 1
Langfristige Verbindlichkeiten 12.619 12.433
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 176 144
Sonstige Rückstellungen 04 1.175 1.084
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 151 168
Finanzschulden 05 1.640 284
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.244 4.145
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 729 706
Vertragsverbindlichkeiten 2.205 2.408
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1.794 1.773
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 02 1.232 1.444
Kurzfristige Verbindlichkeiten 13.347 12.156
Verbindlichkeiten 25.966 24.589
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 36.811 36.014

thyssenkrupp-Gruppe – Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Anhang-Nr. 1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Umsatzerlöse 08, 09 7.321 9.023
Umsatzkosten 10 – 6.464 – 7.829
Bruttoergebnis vom Umsatz 857 1.194
Forschungs- und Entwicklungskosten – 51 – 51
Vertriebskosten – 529 – 569
Allgemeine Verwaltungskosten – 348 – 361
Sonstige Erträge 11 100 129
Sonstige Aufwendungen – 14 – 32
Sonstige Gewinne und Verluste 11 – 7
Betriebliches Ergebnis 25 302
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 12 – 51 – 42
Finanzierungserträge 212 245
Finanzierungsaufwendungen – 275 – 302
Finanzergebnis – 115 – 99
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) – 89 203
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 32 – 82
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) – 121 122
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 02 – 4 0
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 125 122
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG – 145 106
Nicht beherrschende Anteile 20 16
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 125 122
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 13
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
– 0,23 0,17
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag)
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
– 0,23 0,17

thyssenkrupp-Gruppe – Gesamtergebnisrechnung

Mio € 1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 125 122
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden:
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) – 166 133
Steuereffekt – 6 – 8
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, insgesamt – 172 126
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 5 1
Steuereffekt 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 5 1
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 0 0
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis
umgegliedert werden
– 167 127
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) – 82 105
Realisierte (Gewinne)/Verluste 01) 3
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt – 82 108
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Fremdkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 2 0
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0
Steuereffekt 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 2 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Wertminderungen Finanzinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) – 1 0
Realisierte (Gewinne)/Verluste – 1 0
Steuereffekt 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt – 2 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Cashflow-Hedges
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 167 224
Realisierte (Gewinne)/Verluste – 11 – 11
Steuereffekt – 46 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 110 214
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 28 21
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis
umgegliedert werden können
55 342
Sonstiges Ergebnis – 112 469
Gesamtergebnis – 237 591

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2021/ 2022

Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe | thyssenkrupp-Gruppe – Gesamtergebnisrechnung

Mio € 1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG – 271 565
Nicht beherrschende Anteile 34 25
Der den Aktionären der thyssenkrupp AG zuzurechnende Anteil am Gesamtergebnis teilt sich wie folgt auf:
Fortgeführte Aktivitäten – 267 565
Nicht fortgeführte Aktivitäten – 4 0

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

1) Die Aufteilung der realisierten bzw. unrealisierten Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung wurde angepasst.

thyssenkrupp-Gruppe – Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG

Mio €,
mit Ausnahme der Aktienanzahl
Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stand am 30.9.2020 622.531.741 1.594 6.664 1.472
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 145
Sonstiges Ergebnis – 172
Gesamtergebnis – 317
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Sonstige Veränderungen – 10
Stand am 31.12.2020 622.531.741 1.594 6.664 1.145
Stand am 30.9.2021 622.531.741 1.594 6.664 1.771
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 106
Sonstiges Ergebnis 126
Gesamtergebnis 232
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Sonstige Veränderungen 0
Stand am 31.12.2021 622.531.741 1.594 6.664 2.002

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2021/ 2022

Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe | thyssenkrupp-Gruppe – Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG

Cashflow-Hedges
Unterschiedsbetrag
aus der Währungs
umrechnung
Marktbewertung
Fremdkapital
instrumente
Marktbewertung
Eigenkapital
instrumente
Wertminderungen
Finanzinstrumente
Designierte
Risikokomponente
Kosten der
Absicherung
Anteil der auf nach
der Equity-Methode
bilanzierte
Beteiligungen
entfällt
Insgesamt Nicht
beherrschende
Anteile
Eigenkapital
– 93 6 2 42 84 – 1 40 9.810 364 10.174
– 145 20 – 125
– 81 1 5 – 2 95 0 28 – 126 14 – 112
– 81 1 5 – 2 95 0 28 – 271 34 – 237
0 – 8 – 8
– 10 10 0
– 174 7 7 40 179 – 1 67 9.529 400 9.929
19 10 8 33 217 – 37 123 10.400 445 10.845
106 16 122
98 0 1 0 206 8 21 459 10 469
98 0 1 0 206 8 21 565 25 591
0 – 9 – 9
0 – 1 – 1
117 10 9 33 422 – 29 144 10.966 460 11.425

thyssenkrupp-Gruppe – Kapitalflussrechnung

Mio € 1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 125 122
Anpassungen des Periodenüberschusses/(-fehlbetrags) für die Überleitung zum Operating Cashflow:
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 4 0
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) – 11 17
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 230 258
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte – 18 – 17
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam 51 42
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte – 13 7
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreis- und anderen nicht zahlungswirksamen
Veränderungen:
– Vorräte – 225 – 1.211
– Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 247 – 263
– Vertragsvermögenswerte 301 103
– Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 16 – 20
– Sonstige Rückstellungen – 101 – 143
– Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 209 8
– Vertragsverbindlichkeiten 8 279
– Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit – 277 219
Operating Cashflow – fortgeführte Aktivitäten 265 – 599
Operating Cashflow – nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0
Operating Cashflow 265 – 599
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und in langfristige finanzielle Vermögenswerte – 2 – 7
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften zuzüglich übernommener Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
– 35 – 1
Investitionen in Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen) und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien – 231 – 237
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschließlich geleisteter Anzahlungen) – 5 – 9
Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften abzüglich abgegebener Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
0 18
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 23 7
Desinvestitionen von Termingeldern 850 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten 599 – 228
Cashflow aus Investitionstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit 599 – 228

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2021/ 2022 Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe | thyssenkrupp-Gruppe – Kapitalflussrechnung

Mio € 1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Tilgung von Anleihen – 850 – 1.250
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32 87
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – 90 – 73
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen – 34 – 35
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen – 10 – 100
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile – 8 – 9
Sonstige Finanzierungsvorgänge 10 – 53
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten – 949 – 1.434
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 949 – 1.433
Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – 86 – 2.261
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode 10.697 9.017
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 10.611 6.764
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen 0 46
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cashflow fortgeführter Aktivitäten enthalten sind:
Zinseinzahlungen 2 3
Zinsauszahlungen – 27 – 21
Erhaltene Dividenden 1 0
(Auszahlungen)/Einzahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag – 20 – 59

thyssenkrupp-Gruppe – Verkürzter Anhang

Unternehmensinformation

Die thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Gruppe") für den Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis 31. Dezember 2021 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 8. Februar 2022 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss wurde nach § 115 WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die im verkürzten Zwischenabschluss der Gruppe zum 31. Dezember 2021 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften denen des letzten Abschlusses der Gruppe zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Abschlusses der Gruppe unseres Geschäftsberichts 2020 / 2021 veröffentlicht.

Überprüfung der Schätzungen und Beurteilungen

Zur Erstellung des Abschlusses muss der Vorstand Schätzungen und Beurteilungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe zu vermitteln, und fortlaufend überprüft; dies gilt insbesondere im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen der derzeitigen weltweiten Corona-Pandemie. Vor diesem Hintergrund wurden die kritischen Sachverhalte Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, aktive latente Steuern sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte (vgl. Anhang-Nr. 07) einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen. Hervorzuheben sind im 1. Quartal 2021 / 2022 folgende Wertminderungen: Im Segment Steel Europe war eine Wertminderung in Höhe von 13 Mio € auf eine Anlage im Bau aufgrund von vom Vorlieferanten verursachten Baumängeln erforderlich. Im Segment Multi Tracks erfolgten in einem chinesischen Werk von Springs & Stabilizers infolge von unwetterbedingten Schäden Wertminderungen in Höhe von 12 Mio €, die im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen sowie Bauten betreffen.

Die Unsicherheiten bei der Beurteilung der Auswirkungen der fortbestehenden weltweiten Corona-Pandemie auf die aktuelle Geschäftsentwicklung einschließlich der Ertragsaussichten bleiben gegenüber dem 30. September 2021 unverändert bestehen; vgl. hierzu auch die Darstellung der aktuellen Geschäftsentwicklung, des wirtschaftlichen Umfelds sowie der erwarteten künftigen Entwicklung von thyssenkrupp im Zwischenlagebericht.

01 Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2021 / 2022 wendet thyssenkrupp erstmalig die nachfolgenden Änderungen zu bestehenden Standards an, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben:

  • Änderungen an IFRS 4 "Insurance Contracts deferral of IFRS 9", Veröffentlichung im Juni 2020
  • Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 "Interest Rate Benchmark Reform Phase 2", Veröffentlichung im August 2020

02 Nicht fortgeführte Aktivität und Veräußerungsgruppen

Nicht fortgeführte Aufzugaktivität

thyssenkrupp hatte Ende Februar 2020 mit einem Bieterkonsortium um Advent International und Cinven eine Vereinbarung zum vollständigen Verkauf seines Aufzuggeschäfts Elevator Technology unterzeichnet. Nach Freigabe durch die zuständigen Behörden erfolgte der Vollzug der Transaktion (Closing) verbunden mit der Entkonsolidierung von Elevator Technology am 31. Juli 2020. Die Transaktion erfüllte die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis von Elevator Technology als nicht fortgeführte Aktivität. Sie umfasste Elevator Technology und einzelne Einheiten aus Corporate Headquarters. Ungeachtet der bereits erfolgten Entkonsolidierung müssen gemäß IFRS 5 die in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf stehenden noch anfallenden nachlaufenden Aufwendungen und Erträge sowie Cashflows weiterhin separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen werden.

In der nachfolgenden Tabelle werden die im 1. Quartal 2020 / 2021 angefallenen nachlaufenden Aufwendungen ausgewiesen, die aus den beiderseitigen Verpflichtungen aus dem Vertrag über die Veräußerung der Aufzugaktivitäten in 2019 / 2020 resultieren. Hier erfolgte eine Neueinschätzung der gegenseitigen Ansprüche und Verpflichtungen unter Berücksichtigung der nach der Veräußerung erlangten Informationen.

Mio € 1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Umsatzerlöse 0 0
Andere Erträge 0 0
Aufwendungen – 4 0
Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) – 4 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0
Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) – 4 0
Abgangsergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 0 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0
Abgangsergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 0 0
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) – 4 0
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG – 4 0
Nicht beherrschende Anteile 0 0

NICHT FORTGEFÜHRTE AUFZUGAKTIVITÄTEN

Im Zuge der Veräußerung des Aufzuggeschäfts Elevator Technology am 31. Juli 2020 hält thyssenkrupp eine Beteiligung, die Bestandteil der für den Verkauf erhaltenen Gegenleistung war und die sich aus mehreren Finanzierungsinstrumenten zusammensetzt und wie folgt bilanziert werden:

  • Stammaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Aufgrund des Vorliegens von maßgeblichem Einfluss werden die Stammaktien nach den Vorgaben des IAS 28 als nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung behandelt und ausgewiesen. Die Fortschreibung der Anschaffungskosten nach der Equity-Methode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb des Finanzergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen enthalten.
  • Vorzugsaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Die Vorzugsaktien werden als Eigenkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im Eigenkapital (ohne Recycling) erfasst werden.
  • Zinslose Darlehen (Darlehensnehmer: Vertical Topco I S.A., Luxembourg). Die zinslosen Darlehen werden als Fremdkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und ebenfalls in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, wobei die Ergebniseffekte aus der Folgebewertung in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis in den Finanzierungserträgen bzw. -aufwendungen gezeigt werden.

Veräußerungsgruppen

Im Rahmen der Transformation und strategischen Neuausrichtung von thyssenkrupp erfolgt auch eine Fokussierung des Portfolios. In diesem Zusammenhang wurden im 4. Quartal 2020 / 2021 die Verkäufe von Mining, Infrastructure und dem Edelstahlgeschäft eingeleitet, die jedoch nicht die Voraussetzungen von IFRS 5 für den Ausweis einer nicht fortgeführten Aktivität erfüllen. Damit sind die jeweiligen Aufwendungen und Erträge bis zum Zeitpunkt der Veräußerung weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten auszuweisen. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der jeweiligen Veräußerungsgruppe sind in der Bilanz zum 30. September 2021 und – sofern nicht zwischenzeitlich veräußert – auch in der Bilanz zum 31. Dezember 2021 separat in den Zeilen "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" auszuweisen.

Veräußerungsgruppe Mining

Am 29. Juli 2021 hat thyssenkrupp den Verkauf des Mining-Geschäfts aus dem Segment Multi Tracks mit dem dänischen Unternehmen FLSmidth vereinbart (Signing). Die Veräußerungsgruppe ist Anbieter von Technologien für die Miningindustrie. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt fusionskontrollrechtlicher Genehmigungen. Mit dem Signing starteten umfangreiche Carve out-Aktivitäten, deren Abschluss bis zu einem Closing in einem Zeitraum von ungefähr zwölf Monaten nach Signing erwartet wird. Im Zusammenhang mit dem eingeleiteten Verkauf erfolgte unmittelbar vor der erstmaligen Klassifizierung als Veräußerungsgruppe eine Überprüfung der Bewertung der Vermögenswerte gemäß IAS 36; hieraus ergab sich kein Wertminderungsbedarf.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe zum 30. September 2021 und zum 31. Dezember 2021 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt; das auf die Veräußerungsgruppe im Eigenkapital entfallende kumulierte sonstige Ergebnis beträgt – 27 Mio € (30. September 2021: – 30 Mio €).

VERÄUSSERUNGSGRUPPE MINING

Mio € 30.9.2021 31.12.2021
Immaterielle Vermögenswerte 93 93
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 66 63
Aktive latente Steuern 18 19
Vorräte 98 101
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 115 104
Vertragsvermögenswerte 74 135
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1 1
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 33 40
Laufende Ertragsteueransprüche 4 5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 31 31
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 532 590
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 37 37
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 4 4
Sonstige langfristige Rückstellungen 4 4
Passive latente Steuern 0 1
Langfristige Finanzschulden 6 6
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 10 3
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 39 37
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 2 3
Kurzfristige Finanzschulden 3 3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 95 69
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1 0
Vertragsverbindlichkeiten 167 250
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 78 78
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 445 495

Veräußerungsgruppe Infrastructure

Am 5. August 2021 hat thyssenkrupp mit der FMC Beteiligungs KG einen Vertrag zum Verkauf der Infrastructure aus dem Segment Multi Tracks unterzeichnet. Die Veräußerungsgruppe ist im Tief-, Hafen- und Spezialtiefbau sowie im Ingenieurbau tätig. Das Produktportfolio umfasst die Bereiche Profile und Ankertechnik, Hochwasserschutz, Ramm- und Ziehtechnik, Bohrtechnik, Grabenverbau und Traggerüstbau.

Im Zusammenhang mit der Zuordnung von Infrastructure zum Segment Multi Tracks wurden umfangreiche Analysen des Marktumfeldes und der Veräußerungsmöglichkeit einzelner Vermögenswerte durchgeführt. Vor diesem Hintergrund wurde im 3. Quartal 2020 / 2021 die Werthaltigkeit von Infrastructure nach IAS 36 nochmals überprüft und ein Wertminderungsbedarf von 27,3 Mio € ermittelt; dieser betraf in Höhe von 0,2 Mio € immaterielle Vermögenswerte und in Höhe von 24,3 Mio € Sachanlagen. 2,8 Mio € konnten wegen der Wertuntergrenzen gemäß IAS 36.105 nicht erfasst werden. Der für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevante erzielbare Betrag entsprach dem Nutzungswert, der insgesamt 58 Mio € beträgt und zu dessen Bestimmung ein Diskontierungssatz (nach Steuern) von 7,65% angesetzt wurde. Darüber hinaus erfolgte im 4. Quartal 2020/2021 im Rahmen des eingeleiteten Verkaufs mit der erstmaligen Klassifizierung als Veräußerungsgruppe eine Überprüfung der Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten; hieraus resultierten im Wesentlichen weitere Wertminderungen in Höhe von 20 Mio €, die insbesondere die kurzfristigen Vermögenswerte betreffen. Die Wertminderungen sind im 4. Quartal 2020 / 2021 in den Umsatzkosten ausgewiesen. Nach den vorgenommenen Wertminderungen entsprach der Buchwert der Veräußerungsgruppe zum 30. September 2021 dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.

Nach Erhalt aller fusionskontrollrechtlichen Freigaben wurde der Verkauf der Infrastructure an die FMC Beteiligungs KG mit Ausnahme der australischen Aktivitäten am 30. November 2021 vollzogen. Hieraus resultierte ein Verlust von 6 Mio €, der im 1. Quartal 2021/2022 in den sonstigen Gewinnen und Verlusten ausgewiesen wird. Für die australischen Aktivitäten wurde der Vollzug mit Abschluss der IT-Carve-Out-Aktivitäten Ende Januar 2022 erwartet und ist am 31. Januar 2022 erfolgt (vgl. Anhang-Nr. 15).

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe zum 30. September 2021 sowie der australischen Aktivitäten, die die Veräußerungsgruppe zum 31. Dezember 2021 noch umfasst, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt; das auf die Veräußerungsgruppe im Eigenkapital entfallende kumulierte sonstige Ergebnis beträgt 0 Mio € (30. September 2021: – 2 Mio €):

VERÄUSSERUNGSGRUPPE INFRASTRUCTURE

Mio € 30.9.2021 31.12.2021
Vorräte 39 6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22 3
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 2 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5 1
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 68 10
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17 0
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1 0
Langfristige Finanzschulden 3 0
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 2 0
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 1 0
Kurzfristige Finanzschulden 2 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8 1
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1 0
Vertragsverbindlichkeiten 1 0
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 5 0
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 40 2

Veräußerungsgruppe Edelstahlgeschäft

Am 16. September 2021 hat thyssenkrupp mit der italienischen Arvedi Gruppe einen Vertrag zum Verkauf des Edelstahlgeschäfts (Edelstahlwerk im italienischen Terni (AST) inklusive der dazugehörigen Vertriebsorganisation in Deutschland, Italien und der Türkei) aus dem Segment Multi Tracks unterzeichnet. Der Vollzug wurde vorbehaltlich aller fusionskontrollrechtlichen Genehmigungen im ersten Halbjahr 2022 erwartet und ist am 31. Januar 2022 erfolgt (vgl. Anhang-Nr. 15).

Im Zusammenhang mit dem eingeleiteten Verkauf erfolgte unmittelbar vor der erstmaligen Klassifizierung als Veräußerungsgruppe eine Überprüfung der Bewertung der Vermögenswerte gemäß IAS 36; hieraus resultierte eine Wertaufholung in Höhe von insgesamt 38 Mio €, da der beizulegende Zeitwert (Level 3, Ableitung aus Kaufpreis) abzüglich der Kosten der Veräußerung höher war als der Buchwert. Dieser war aufgrund der durch die Corona-Pandemie geminderten Erwartungen an die künftige Ertragslage zum 30. September 2020 wertgemindert. Die Wertaufholung in Höhe von insgesamt 38 Mio € entfällt mit 6 Mio € auf Bauten und mit 32 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen. Sie ist in den Umsatzkosten im 4. Quartal 2020 / 2021 ausgewiesen; gleichzeitig wurden latente Steuern von 11 Mio € passiviert. Darüber hinaus entstanden im 1. Quartal 2021 / 2022 unter Berücksichtigung der kaufvertraglichen Vereinbarungen und der Entwicklung des Working Capitals aus der Bewertung der Veräußerungsgruppe zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Wertminderungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 26 Mio €, die mit 5 Mio € auf Sachanlagen, mit 9 Mio € auf Vorräte, mit 11 Mio € auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit 1 Mio € auf aktive latente Steuern entfallen. Die Wertminderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in den Vertriebskosten und die übrigen Wertminderungen in den Umsatzkosten ausgewiesen.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe zum 30. September 2021 und zum 31. Dezember 2021 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Zum Abschlussstichtag bestanden zudem konzerninterne Finanzierungsverbindlichkeiten in Höhe von 320 Mio € (30. September 2021: 276 Mio €). Das auf die Veräußerungsgruppe im Eigenkapital entfallende kumulierte sonstige Ergebnis beträgt 10 Mio € (30. September 2021: – 1 Mio €).

VERÄUSSERUNGSGRUPPE EDELSTAHLGESCHÄFT

Mio € 30.9.2021 31.12.2021
Immaterielle Vermögenswerte 22 23
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 282 284
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 17 17
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 7 7
Aktive latente Steuern 60 60
Vorräte 521 562
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 477 690
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 6 8
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 8 7
Laufende Ertragsteueransprüche 12 12
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6 15
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 1.419 1.686
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20 20
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1 1
Sonstige langfristige Rückstellungen 15 15
Langfristige Finanzschulden 1 1
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1 1
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 24 25
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 0 3
Kurzfristige Finanzschulden 1 7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 577 738
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 9 10
Vertragsverbindlichkeiten 38 44
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 59 81
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 747 947

03 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurden die Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2021 angepasst.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Mio € 30.9.2021 31.12.2021
Pensionen 7.647 7.495
Altersteilzeit 290 279
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 34 32
Umgliederung w/Ausweis als Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten – 75 – 57
Insgesamt 7.896 7.749

Die Reduktion des Umwandlungssatzes bei den Pensionszusagen in Liechtenstein führte zu einer ergebniswirksamen Auflösung bei den Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 24 Mio €.

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zugrunde gelegt:

DURCHSCHNITTLICHE BEWERTUNGSFAKTOREN

30.9.2021 31.12.2021
in % Deutschland Übrige Länder Insgesamt Deutschland Übrige Länder Insgesamt
Diskontierungssatz für Pensionen 0,90 1,51 1,04 1,00 1,51 1,12

04 Sonstige Rückstellungen

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Restrukturierungsrückstellungen verminderten sich im Vergleich zum 30. September 2021 um 42 Mio € auf 294 Mio €. Zuführungen in Höhe von 3 Mio €, die im Wesentlichen die Segmente Industrial Components, Steel Europe und Multi Tracks betreffen, wurden insbesondere durch Inanspruchnahmen überkompensiert.

05 Finanzschulden

Am 3. Dezember 2021 wurde die Anleihe über 1.250 Mio € mit Fälligkeit 3. März 2022 unter Beachtung einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit gemäß den Emissionsbedingungen vorzeitig zurückgezahlt. Darüber hinaus erfolgte im 1. Quartal die fristgerechte Rückzahlung des Schuldscheindarlehens über 100 Mio € mit Fälligkeit 14. Dezember 2021.

06 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Eventualverbindlichkeiten

Die thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Maximale
Haftungsvolumen
Rückstellung
Mio € 31.12.2021 31.12.2021
Anzahlungsgarantien 26 0
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 33 0
Sonstige Haftungserklärungen 5 1
Insgesamt 64 1

Die thyssenkrupp-Gruppe hat für die TK Elevator GmbH und deren Tochtergesellschaften Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von deren Auftraggebern ausgestellt bzw. ausstellen lassen; diese verringerten sich zum 31. Dezember 2021 im Vergleich zum 30. September 2021 um 22 Mio € auf 36 Mio €. Das Erwerberkonsortium hat sich verpflichtet, thyssenkrupp von Aufwendungen im Zusammenhang mit den Bürgschaften und Garantien bis zu deren vollständigen Ablösung schadlos zu halten. Darüber hinaus hat thyssenkrupp als zusätzliche Sicherheit Garantien in gleichlautender Höhe von dem Erwerber erhalten.

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung oder die Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern.

Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen, aus dem zugrundeliegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein Dritter außerhalb der Gruppe beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die im Segment Steel Europe bestehenden langfristigen Abnahmeverträge für Eisenerz und Eisenerzpellets werden aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet. Im Vergleich zum 30. September 2021 verminderten sich die Abnahmeverpflichtungen preisbedingt deutlich um rund 1,2 Mrd € auf 1,4 Mrd €.

Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem Geschäftsjahresende 2020 / 2021 keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

07 Finanzinstrumente

Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der beizulegende Zeitwert dem bilanzierten Buchwert abzüglich der im sonstigen Ergebnis erfassten Wertberichtigungen.

Für die Vorzugsaktien im Zusammenhang mit der Elevator-Beteiligung, welche als Eigenkapitalinstrument klassifiziert sind, wurde aufgrund der Bedeutung das Wahlrecht ausgeübt, diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) zu bilanzieren. In den Fremdkapitalinstrumenten unter der Bilanzposition "Sonstige finanzielle Vermögenswerte – langfristig" sind die Darlehen aus der Elevator-Transaktion enthalten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden; vgl. dazu auch Anhang-Nr. 02. Die übrigen Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert, soweit vorhanden, auf Börsenkursen zum Quartalsstichtag oder eigenen Bewertungsmodellen.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Quartalsstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrundeliegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrunde liegenden Basiszinsen.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cashflows stattfinden.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Quartalsstichtag vorgenommen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 8.173 Mio € zum 31. Dezember 2021 (30. September 2021: 9.585 Mio €) haben einen beizulegenden Zeitwert von 8.275 Mio € (30. September 2021: 9.673 Mio €), der nach Bewertungsmethoden ermittelt wurde, die Level 2 zuzuordnen sind.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:

BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.9.2021

Mio € 30.9.2021 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 75 0 75 0
Eigenkapitalinstrumente 12 7 5 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.891 1.891
Eigenkapitalinstrumente 59 59
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 25 25 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 220 0 220 0
Insgesamt 2.283 32 301 1.950
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 114 0 114 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 147 0 147 0
Insgesamt 260 0 260 0

BEWERTUNGSHIERARCHIE 31.12.2021

Mio € 31.12.2021 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 64 0 64 0
Eigenkapitalinstrumente 12 7 5 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.065 2.065
Eigenkapitalinstrumente 60 60
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 26 26 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 76 0 76 0
Insgesamt 2.303 33 145 2.125
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 93 0 93 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 67 0 67 0
Insgesamt 160 0 160 0

Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten auf Basis anerkannter Bewertungsmodelle bewertet wird.

Im Berichtsquartal gab es keine Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2. Für die in Level 3 eingestuften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der beizulegende Zeitwert dem bilanzierten Buchwert abzüglich der im sonstigen Ergebnis erfassten Wertberichtigungen.

Nachfolgend ist die Entwicklung der in Level 3 erfassten Eigenkapitalinstrumente dargestellt:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FINANZINSTRUMENTE LEVEL 3

59
1
60

Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Eigenkapitalinstrumente beinhalten ausschließlich die Vorzugsaktien aus der Elevator-Beteiligung. Die Anteile wurden unter Berücksichtigung der erwarteten Cashflows auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Effekt wird erfolgsneutral im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis innerhalb der Position "Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente" ausgewiesen.

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte

Zur Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle insbesondere zur Ermittlung der erwarteten Ausfallraten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat thyssenkrupp folgendes Bewertungsmodell entwickelt:

Die erwarteten Ausfallraten leiten sich im Wesentlichen aus externen Kreditinformationen und Ratings pro Kontrahent ab, was im Vergleich zur Bildung von Ratingklassen eine genauere Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit ermöglicht. Hierbei werden zum einen die durch Warenkreditversicherer vergebenen Risikonummern der Kunden und zum anderen die von Auskunfteien erteilten Bonitätsinformationen mittels eines zentralen Zuordnungssystems in eine individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde übersetzt. Diese individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde wird einheitlich in der thyssenkrupp-Gruppe verwendet. Es erfolgt eine quartalsweise Aktualisierung der Informationen. Sind keine Ratinginformationen auf Kontrahentenebene vorhanden, erfolgt eine Bewertung auf Basis der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit pro Segment zuzüglich eines angemessenen Risikozuschlags. Für den Gruppenabschluss zum 31. Dezember 2021 wurden die aktuellen externen Kreditinformationen und Ratings verwendet, welche die derzeitigen Erwartungen der möglichen Auswirkungen aus der Corona-Pandemie bereits berücksichtigen.

08 Segmentberichterstattung

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp.

Die Segmentinformationen für das 1. Quartal 2020 / 2021 und das 1. Quartal 2021 / 2022 stellen sich damit wie folgt dar:

SEGMENTINFORMATIONEN

Mio € Materials
Services
Industrial
Components
Automotive
Technology
Steel
Europe
Marine
Systems
Multi
Tracks
Corporate
Headquarters
Überleitung Elevator
Technology1)
Gruppe2)
1. Quartal 2020 / 2021
Außenumsätze 2.283 615 1.214 1.719 365 1.110 4 11 0 7.321
Gruppeninterne Umsätze 86 6 1 198 0 90 1 – 381 0 0
Umsatzerlöse 2.368 621 1.215 1.917 364 1.200 5 – 370 0 7.321
EBIT 11 98 116 22 5 – 184 – 54 9 – 43) 20
Bereinigtes EBIT 5 101 109 20 5 – 111 – 54 3 0 78
1. Quartal 2021 / 2022
Außenumsätze 3.193 600 1.103 2.317 377 1.427 0 4 0 9.023
Gruppeninterne Umsätze 97 4 3 351 0 113 1 – 569 0 0
Umsatzerlöse 3.290 604 1.106 2.669 377 1.540 2 – 565 0 9.023
EBIT 219 57 38 112 – 2 – 50 – 61 – 15 0 298
Bereinigtes EBIT 219 56 38 124 6 – 1 – 51 – 14 0 378

1) Nicht fortgeführte Aktivität (vgl. Anhang-Nr. 02).

2) Einschließlich Veräußerungsgruppen

3) Es handelt sich um nachlaufende Aufwendungen, die zum EBIT der Gruppe überleiten (vgl. Anhang-Nr.02).

Im Vergleich zum 30. September 2021 verminderte sich zum 31. Dezember 2021 das durchschnittliche Capital Employed bei Marine Systems um – 459 Mio € auf 1.227 Mio € und bei Multi Tracks um – 611 Mio € auf 219 Mio €, während es sich bei Material Services um 735 Mio € auf 3.322 Mio €, bei Industrial Components um 160 Mio € auf 1.536 Mio €und bei Steel Europe um 663 Mio € auf 4.725 Mio € erhöhte.

Die Spalte "Überleitung" lässt sich wie folgt unterteilen:

AUFRISS ÜBERLEITUNG

Mio € Service Units Special Units Konsolidierung Überleitung
1. Quartal 2020 / 2021
Außenumsätze 9 3 – 2 11
Gruppeninterne Umsätze 54 20 – 455 – 381
Umsatzerlöse gesamt 63 23 – 456 – 370
EBIT 0 8 2 9
Bereinigtes EBIT 0 1 2 3
1. Quartal 2021 / 2022
Außenumsätze 4 0 0 4
Gruppeninterne Umsätze 47 8 – 624 – 569
Umsatzerlöse gesamt 51 8 – 624 – 565
EBIT – 3 – 4 – 8 – 15
Bereinigtes EBIT – 3 – 3 – 8 – 14

Nachfolgend wird die Überleitungsrechnung der Ertragskennzahl EBIT zum EBT gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

ÜBERLEITUNG EBIT ZUM ERGEBNIS AUS FORTGEFÜHRTEN AKTIVITÄTEN (VOR STEUERN)

Mio € 1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2021 / 2022
Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung 78 378
Sondereffekte1) – 57 – 79
EBIT gemäß Segmentberichterstattung 20 298
+ Nicht operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen – 53 – 38
+ Finanzierungserträge 212 245
– Finanzierungsaufwendungen – 275 – 302
– Bestandteile der Finanzierungserträge, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden 0 0
+ Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden 3 0
Ergebnis Gruppe (vor Steuern) – 93 203
– Ergebnis aus nicht fortgeführte Aktivitäten (vor Steuern) 4 0
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) gemäß Gewinn- und Verlustrechnung –89 203

1) Vgl. die Erläuterung der Sondereffekte im Wirtschaftsbericht in der Berichterstattung zu den Segmenten.

09 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bzw. die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden sind nachfolgend dargestellt:

UMSATZERLÖSE

Mio € Materials
Services
Industrial
Components
Automotive
Technology
Steel
Europe
Marine
Systems
Multi
Tracks
Corporate
Headquarters
Überleitung Gruppe
1. Quartal 2020 / 2021
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen
Erzeugnissen
321 532 936 1.768 7 633 0 – 264 3.932
Umsatzerlöse aus Verkauf von
Handelswaren
1.944 72 105 36 3 49 0 – 50 2.159
Umsatzerlöse aus Erbringung von
Dienstleistungen
122 2 50 47 11 100 5 – 32 305
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 2 0 119 0 338 403 0 – 4 859
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit
Kunden
0 14 4 65 6 10 0 – 4 95
Zwischensumme Umsatzerlöse aus
Verträgen mit Kunden
2.389 620 1.215 1.916 365 1.194 5 – 353 7.351
Sonstige Umsatzerlöse – 21 1 0 1 – 1 6 0 – 17 – 29
Insgesamt 2.368 621 1.215 1.917 364 1.200 5 – 370 7.321
1. Quartal 2021 / 2022
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen
Erzeugnissen
443 511 839 2.443 13 885 0 – 418 4.717
Umsatzerlöse aus Verkauf von
Handelswaren
3.000 68 84 64 2 125 0 – 122 3.221
Umsatzerlöse aus Erbringung von
Dienstleistungen
133 2 47 48 12 126 2 – 33 337
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 4 0 133 0 348 392 0 – 6 871
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit
Kunden
0 24 4 117 2 11 0 – 3 155
Zwischensumme Umsatzerlöse aus
Verträgen mit Kunden
3.581 606 1.107 2.672 377 1.539 2 – 582 9.301
Sonstige Umsatzerlöse – 290 – 1 0 – 3 0 1 0 17 – 278
Insgesamt 3.290 604 1.106 2.669 377 1.540 2 – 565 9.023

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH KUNDENGRUPPEN

Mio € Materials
Services
Industrial
Components
Automotive
Technology
Steel
Europe
Marine
Systems
Multi
Tracks
Corporate
Headquarters
Überleitung Gruppe
1. Quartal 2020 / 2021
Automobilindustrie 334 183 1.156 616 0 258 1 – 3 2.545
Handel 345 28 52 322 2 98 0 – 126 721
Maschinen- und Anlagenbau 239 375 3 50 5 207 0 0 880
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 429 7 1 503 0 274 0 – 230 983
Bauwirtschaft 130 4 0 4 0 28 0 – 1 164
Öffentliche Hand 18 0 0 1 350 0 0 1 370
Verpackungsindustrie 21 0 0 286 0 0 0 1 309
Energie und Versorgung 19 8 0 54 0 12 0 0 94
Übrige Kundengruppen 853 14 3 80 7 318 4 5 1.285
Insgesamt 2.389 620 1.215 1.916 365 1.194 5 – 353 7.351
1. Quartal 2021 / 2022
Automobilindustrie 445 212 1.037 630 0 359 1 32 2.715
Handel 277 55 59 634 1 130 0 – 332 824
Maschinen- und Anlagenbau 406 300 6 69 8 33 0 – 13 808
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 746 12 1 700 0 443 0 – 189 1.713
Bauwirtschaft 269 7 0 11 0 26 0 – 14 299
Öffentliche Hand 26 1 0 2 364 0 0 10 403
Verpackungsindustrie 37 0 0 311 0 0 0 7 356
Energie und Versorgung 27 4 0 125 0 12 0 3 171
Übrige Kundengruppen 1.348 14 4 192 4 536 0 – 86 2.012
Insgesamt 3.581 606 1.107 2.672 377 1.539 2 – 582 9.301

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN

Mio € Materials
Services
Industrial
Components
Automotive
Technology
Steel
Europe
Marine
Systems
Multi
Tracks
Corporate
Headquarters
Überleitung Gruppe
1. Quartal 2020 / 2021
Deutschsprachiger Raum1) 891 93 393 1.076 50 191 4 – 258 2.440
Westeuropa 390 100 182 415 27 399 0 – 62 1.450
Zentral- und Osteuropa 346 11 62 141 1 72 0 – 19 613
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 14 7 2 11 0 32 0 0 66
Nordamerika 562 111 253 152 4 87 1 – 17 1.153
Südamerika 2 38 15 20 5 60 0 1 142
Asien / Pazifik 115 15 11 8 75 81 0 – 1 305
Großraum China 18 232 240 30 2 89 0 1 612
Indien 9 7 1 12 4 43 0 0 76
Naher Osten & Afrika 41 6 56 52 198 140 0 2 495
Insgesamt 2.389 620 1.215 1.916 365 1.194 5 – 353 7.351
1. Quartal 2021 / 2022
Deutschsprachiger Raum1) 1.029 121 372 1.575 84 287 1 – 413 3.055
Westeuropa 634 114 137 531 49 593 0 – 79 1.979
Zentral- und Osteuropa 597 12 40 194 3 87 0 – 65 868
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 18 6 3 12 0 25 0 0 64
Nordamerika 1.020 145 260 170 1 113 1 – 49 1.660
Südamerika 16 43 11 30 20 51 0 4 175
Asien / Pazifik 206 16 12 10 75 79 0 – 5 393
Großraum China 16 129 246 29 0 105 0 12 537
Indien 18 11 1 18 5 82 0 2 138
Naher Osten & Afrika 27 9 25 102 140 118 0 11 432
Insgesamt 3.581 606 1.107 2.672 377 1.539 2 – 582 9.301

1) Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein

Von den Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden resultieren im 1. Quartal 2021/2022 1.160 Mio € (Vorjahr: 1.097 Mio €) aus langfristigen Verträgen und 8.141 Mio € (Vorjahr: 6.254 Mio €) aus kurzfristigen Verträgen bzw. 1.289 Mio € (Vorjahr: 1.220 Mio €) aus zeitraumbezogen erfassten Umsatzerlösen und 8.012 Mio € (Vorjahr: 6.130 Mio €) aus zeitpunktbezogen erfassten Umsatzerlösen.

10 Umsatzkosten

Die Umsatzkosten enthalten aufgrund der positiven Marktpreisentwicklung Zuschreibungen der Vorräte in Höhe von 16 Mio €.

11 Sonstige Erträge

Die Erträge aus Zulagen und Zuschüssen in Höhe von 10 Mio € enthalten im 1. Quartal 2021 / 2022 (Vorjahr: 13 Mio €) im Wesentlichen die Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld in Deutschland, die die Gruppe von der öffentlichen Hand erhalten hat. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Erträge Versicherungsentschädigungen in Höhe 23 Mio € (Vorjahr: 13 Mio €).

12 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält in der Zeile "Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen" Aufwendungen in Höhe von 38 Mio € (Vorjahr: 53 Mio €) aus den Stammaktien an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg, die Bestandteil der Elevator-Beteiligung sind (vgl. Anhang-Nr. 02).

13 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

ERGEBNIS JE AKTIE

1. Quartal 2020 / 2021 1. Quartal 2021 / 2022
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern)
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
– 141 – 0,23 106 0,17
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern)
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
– 4 – 0,01 0 0,00
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag)
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
–145 – 0,23 106 0,17
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 622.531.741 622.531.741

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

14 Zusätzliche Informationen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds lässt sich wie folgt aus der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" herleiten.

HERLEITUNG ZAHLUNGSMITTELFONDS

Mio € 31.12.2020 30.9.2021 31.12.2021
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gemäß Bilanz 10.611 8.974 6.717
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen 0 42 46
Zahlungsmittelfonds gemäß Kapitalflussrechnung 10.611 9.017 6.764

Per 31. Dezember 2021 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 18 Mio € (31. Dezember 2020: 106 Mio €; 30. September 2021: 44 Mio €) von der Joint Operation HKM.

15 Ereignisse nach dem Stichtag

Am 31. Januar 2022 wurde der Verkauf des Edelstahlgeschäfts (Edelstahlwerk im italienischen Terni (AST) inklusive der dazugehörigen Vertriebsorganisation in Deutschland, Italien und der Türkei) an die italienische Arvedi Gruppe vollzogen (Closing). Es wurde vereinbart, dass thyssenkrupp Anteile in Höhe von 15% an AST behält, um die schon heute bestehende operative Zusammenarbeit mit Arvedi zu stärken. Der Verkauf des Edelstahlgeschäfts verbessert die Nettofinanzposition von thyssenkrupp in einem Umfang von mehr als 600 Mio €.

Daneben wurde am 31. Januar 2022 auch der Verkauf der australischen Aktivitäten der Veräußerungsgruppe Infrastructure vollzogen.

Essen, den 8. Februar 2022

thyssenkrupp AG Der Vorstand

Merz

Burkhard Keysberg

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis 31. Dezember 2021, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Essen, den 9. Februar 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Harald Kayser Michael Preiß

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Kontakt und Finanzkalender 2022/2023

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Communications

Telefon: (0201) 844-536043 Telefax: (0201) 844-536041 E-Mail: [email protected]

Investor Relations E-Mail: [email protected] Institutionelle Investoren und Analysten Telefon: (0201) 844-536464 Telefax: (0201) 8456-531000 Privatanleger Telefon: (0201) 844-536367 Telefax: (0201) 8456-531000

Herausgeber

thyssenkrupp AG thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen Postfach, 45063 Essen

Telefon: (0201) 844-0 Telefax: (0201) 844-536000 E-Mail: [email protected]

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Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Finanzbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen sind mit Unsicherheiten verbunden, da sie von thyssenkrupp nicht beeinflusst oder kontrolliert werden können, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesem Finanzbericht explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Die in diesem Finanzbericht enthaltenen zukunftsbezogene Aussagen werden nicht an Ereignisse oder Entwicklungen angepasst, die nach dem Datum dieses Berichts eintreten.

Finanzkalender 2022 /2023

  1. Mai 2022 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2021 / 2022 (Oktober bis März)

  2. August 2022 Zwischenbericht 9 Monate 2021 / 2022 (Oktober bis Juni)

  3. November 2022 Geschäftsbericht 2021 / 2022 (Oktober bis September)

  4. Februar 2023 Ordentliche Hauptversammlung

  5. Februar 2023 Zwischenbericht 1. Quartal 2022 / 2023 (Oktober bis Dezember)

Dieser Zwischenbericht ist am 10. Februar 2022 erschienen. Inhouse produziert mit firesys. Bildnachweis: Julia Sellmann (Vorstand), thyssenkrupp (Segment-Fotos)

Rundungen und Veränderungsraten

Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet, Verschlechterungen mit Minus (−). Bei sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten (≥ 100 % bzw. ≤ −100 %) wird die Veränderungsrichtung durch ++ bzw. −− angezeigt.

Abweichungen aus technischen Gründen

Dieser Finanzbericht ist von der Gesellschaft aufgrund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum elektronischen Bundesanzeiger einzureichen. Aus technischen Gründen kann es beim Bundesanzeiger Verlag zu Abweichungen in den im Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen kommen.

Der Finanzbericht steht in deutscher Sprache und in englischer Übersetzung im Internet unter www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Finanzberichts der englischen Übersetzung vor.

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