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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2021

Feb 11, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. Quartal 2020/ 2021

  1. Oktober 2020 – 31. Dezember 2020

thyssenkrupp in Zahlen

Gruppe insgesamt Gruppe – Fortgeführte Aktivitäten1)
1. Quartal
2019 / 2020
1. Quartal
2020 / 2021
Veränderung in % 1. Quartal
2019 / 2020
1. Quartal
2020 / 2021
Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 9.660 7.845 – 1.816 – 19 7.429 7.845 416 6
Umsatz Mio € 9.674 7.321 – 2.352 – 24 7.629 7.321 – 308 – 4
EBIT2) Mio € – 115 20 136 ++ – 302 24 326 ++
EBIT-Marge % – 1,2 0,3 1,5 ++ – 4,0 0,3 4,3 ++
Bereinigtes EBIT1), 2) Mio € 33 78 45 138 – 185 78 263 ++
Bereinigte-EBIT-Marge % 0,3 1,1 0,7 215 – 2,5 1,1 3,6 ++
Ergebnis vor Steuern Mio € – 206 – 93 113 55 – 382 – 89 293 77
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw.
Ergebnis nach Steuern
Mio € – 364 – 125 239 66 – 442 – 121 321 73
davon Anteil der Aktionäre der
thyssenkrupp AG
Mio € – 372 – 145 227 61 – 449 – 141 308 69
Ergebnis je Aktie – 0,60 – 0,23 0,36 61 – 0,72 – 0,23 0,49 68
Operating Cashflow Mio € – 2.131 265 2.396 ++ – 2.109 265 2.374 ++
Cashflow für Investitionen Mio € – 327 – 274 53 16 – 295 – 274 21 7
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 4 873 869 ++ 5 873 868 ++
Free Cashflow3) Mio € – 2.453 864 3.317 ++ – 2.399 864 3.263 ++
Free Cashflow vor M & A3) Mio € – 2.476 32 2.508 ++ – 2.407 32 2.440 ++
Netto-Finanzschulden (-Guthaben)
(31.12.)
Mio € 7.138 – 5.062 – 12.200 --
Eigenkapital (31.12.) Mio € 1.934 9.929 7.995 413
Gearing (31.12.) % 369,1 —4)
Mitarbeiter (31.12.) 161.538 103.128 – 58.410 – 36

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).

3) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

4) Aufgrund des deutlich positiven Eigenkapitals und des ausgewiesenen Netto-Finanzguthabens ist die Aussage der Gearing-Kennzahl

bedeutungslos geworden.

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2020/ 2021 thyssenkrupp in Zahlen

Auftragseingang
Mio €
Umsatz
Mio €
EBIT1)
Mio €
Bereinigtes EBIT1), 2)
Mio €
Mitarbeiter
1. Quartal
2019 / 2020
1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2019 / 2020
1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2019 / 2020
1. Quartal
2020 / 2021
1. Quartal
2019 / 2020
1. Quartal
2020 / 2021
31.12.2019 31.12.2020
Materials Services2) 2.750 2.482 2.689 2.368 12 11 12 5 17.196 15.804
Industrial Components 558 662 544 621 43 98 44 101 13.528 12.842
Automotive Technology2) 1.148 1.183 1.182 1.215 8 116 46 109 21.705 20.782
Steel Europe2) 2.054 2.408 1.797 1.917 – 131 22 – 127 20 27.284 26.336
Marine Systems 109 258 387 364 1 5 1 5 6.136 6.441
Multi Tracks2) 1.328 1.425 1.441 1.200 – 144 – 184 – 92 – 111 19.398 18.428
Corporate Headquarters2) 1 2 1 5 – 82 – 54 – 65 – 54 1.043 648
Überleitung2) – 518 – 574 – 411 – 370 – 9 9 – 5 3 2.410 1.847
Gruppe fortgeführte
Aktivitäten2)
7.429 7.845 7.629 7.321 – 302 24 – 185 78 108.700 103.128
Nicht fortgeführte
Aufzugaktivitäten2)
2.232 0 2.044 0 187 – 4 218 0 52.838 0
Gruppe insgesamt 9.660 7.845 9.674 7.321 – 115 20 33 78 161.538 103.128

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).

2) Siehe auch Vorbemerkungen.

STAMMDATEN UND KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE / ADR

ISIN Anzahl Aktien (insgesamt) Stück 622.531.741
Aktien (Börsen Frankfurt, Düsseldorf) DE 000 750 0001 Kurs Ende Dezember 2020 8,12
ADR (Außerbörslicher Handel) US88629Q2075 Marktkapitalisierung Ende Dezember 2020 Mio € 5.055
Kürzel
Aktien TKA
ADR TKAMY

Inhalt

  • 02 thyssenkrupp in Zahlen
  • 05 Zwischenlagebericht
  • 05 Vorbemerkungen
  • 06 Wirtschaftsbericht
    • 06 Zusammenfassung
    • 07 Makro- und Branchenumfeld
    • 10 Geschäftsverlauf in der Gruppe und in den Segmenten
    • 15 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • 20 Compliance

  • 21 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

    • 21 Prognose 2020 / 2021 24 Chancen und Risiken
  • 25 Verkürzter Zwischenabschluss
  • 26 thyssenkrupp-Gruppe Bilanz
  • 28 thyssenkrupp-Gruppe –
  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • 29 thyssenkrupp-Gruppe Gesamtergebnisrechnung
  • 31 thyssenkrupp-Gruppe Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 33 thyssenkrupp-Gruppe Kapitalflussrechnung
  • 35 thyssenkrupp-Gruppe Verkürzter Anhang
  • 50 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

51 Weitere Informationen

51 Kontakt und Finanzkalender 2021 / 2022

Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

Wir verwenden in diesem Finanzbericht im Interesse der besseren Lesbarkeit ausschließlich die grammatisch männliche Form (z.B. "Mitarbeiter"). Sie bezieht sich immer zugleich auf alle Geschlechter der Menschen, um die es geht: männlich, weiblich, divers.

Zwischenlagebericht

Vorbemerkungen

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp.

Im Zuge der Konkretisierung der Neuausrichtung werden seit dem 1. Oktober 2020 bestimmte Geschäfte, für die das Unternehmen kurz- bis mittelfristig andere Eigentumsverhältnisse in Erwägung zieht, zu dem neuen eigenständigen Segment Multi Tracks zusammengefasst und im Sinne eines aktiven Beteiligungsmanagements durch einen eigenen Segmentvorstand geführt. Die zuvor erwähnten anderen Eigentumsverhältnisse können beispielsweise den vollständigen Verkauf oder Teilverkauf oder auch die Fortführung des Geschäfts zusammen mit einem oder mehreren externen Partnern beinhalten. In diesem Zusammenhang wurden mit Beginn des Geschäftsjahres 2020 / 2021 folgende Geschäfte organisatorisch dem neuen Segment Multi Tracks zugeordnet: das ehemalige Segment Plant Technology, d.h. die Geschäfte mit Chemie-Anlagen, Zement-Anlagen sowie Anlagen und Ausrüstung im Bereich Mining, das Edelstahlwerk im italienischen Terni (AST) inkl. der dazugehörigen Vertriebsorganisation sowie die Einheit Infrastructure aus dem Segment Materials Services, System Engineering Antrieb (Powertrain Solutions und Battery Solutions) sowie Springs & Stabilizers aus dem Segment Automotive Technology und Heavy Plate (Grobblech) aus dem Segment Steel Europe. Auch die bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019 / 2020 in der Berichtszeile "Überleitung" unter Special Units berücksichtigte Elevator Rückbeteiligung sowie die unter Special Services angesiedelte thyssenkrupp Carbon Components werden seit dem 1. Oktober 2020 diesem neuen Segment zugeordnet.

Darstellung und Ausweis der entsprechenden Vorjahresperiode wurden unter Berücksichtigung der zuvor genannten Änderungen entsprechend angepasst.

Mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020 wurde die Definition für das Bereinigte EBIT dahingehend angepasst, dass eine engere Definition der Sondereffekte erfolgt, wonach nur noch Restrukturierungsaufwendungen, Wertminderungsaufwendungen bzw. Erträge aus Zuschreibungen sowie Veräußerungsgewinne bzw. -verluste bereinigt werden. Auch hier wurde der Ausweis der Vorjahresperiode entsprechend angepasst.

thyssenkrupp hatte Ende Februar 2020 mit einem Bieterkonsortium um Advent International und Cinven eine Vereinbarung zum vollständigen Verkauf seines Aufzuggeschäfts Elevator Technology unterzeichnet. Nach Freigabe durch die zuständigen Behörden erfolgte der Vollzug der Transaktion (Closing) verbunden mit der Entkonsolidierung von Elevator Technology am 31. Juli 2020. Die Transaktion erfüllte die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis von Elevator Technology als nicht fortgeführte Aktivität. Sie umfasste Elevator Technology und einzelne Einheiten aus Corporate Headquarters. Gemäß IFRS 5 wurden für die nicht fortgeführten Aufzugaktivitäten die Darstellung für das Vorjahresquartal angepasst und alle Aufwendungen und Erträge separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie alle Cashflows separat in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen. Darüber hinaus müssen in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf der Aufzugsaktivitäten stehende noch anfallende nachlaufende Aufwendungen und Erträge sowie Cashflows weiterhin separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen werden. Infolge des Ende Juli 2020 erfolgten Verkaufs war in der Bilanz zum 30. September 2020 ein gesonderter Ausweis der auf Elevator Technology entfallenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nicht mehr erforderlich.

Seit der Veräußerung des Aufzuggeschäfts Elevator Technology am 31. Juli 2020 hält thyssenkrupp eine Rückbeteiligung, die Bestandteil der für den Verkauf erhaltenen Gegenleistung war. Zu weiteren Einzelheiten hinsichtlich der Rückbeteiligung siehe auch Anhang-Nr. 02 (Nicht fortgeführte Aktivitäten) und Anhang-Nr. 08 (Segmentberichterstattung).

Darüber hinaus werden die thyssenkrupp AG und ihre Tochterunternehmen in diesem Zwischenlagebericht nicht als "Konzern", sondern als "Gruppe" bezeichnet. Die Gruppe umfasst dabei den rechtlichen Konsolidierungskreis.

Wirtschaftsbericht

Zusammenfassung

Markterholung und Performance Inititativen (Werthebel) leisten wichtige Beiträge auf dem Weg zum Turnaround: Deutliche Verbesserung der Finanzkennzahlen mit positivem Bereinigten EBIT in allen Segmenten außer Multi Tracks

  • Auftragseingang in den Segmenten insgesamt verbessert: Industrial Components, Steel Europe und Marine Systems mit deutlichem Anstieg gegenüber Vorjahr
  • Umsatz der Segmente insgesamt noch unter Vorjahr: Steigerungen bei Industrial Components, Automotive Technology sowie Steel Europe können Rückgänge bei Materials Services, Marine Systems und Multi Tracks nicht kompensieren:
    • Materials Services i.W. aufgrund Veränderungen im Produktmix beim Streckengeschäft und niedrigerer Edelstahlpreise deutlich unter Vorjahr
    • Industrial Components mit signifikantem Anstieg insb. durch Windenergie in China
    • Automotive Technology bei Fortsetzung des Aufwärtstrends leicht über Vorjahr i.W. durch Wachstum sowie Marktanteilsgewinn im automobilen Seriengeschäft
    • Steel Europe über Vorjahr i.W. durch Zuwächse bei Automobilzulieferern und der Hausgeräteindustrie
    • Marine Systems leicht unter Vorjahr aufgrund von temporären Verzögerungen auf Lieferantenseite, bedingt durch Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie
    • Multi Tracks erwartungsgemäß deutlich unter Vorjahr; stabile Abrufmengen im Edelstahlgeschäft gegenüber deutlichen Rückgängen bei Plant Technology und System Engineering Antrieb
  • Bereinigtes EBIT insgesamt mit deutlicher Verbesserung und positiv in allen Segmenten mit Ausnahme Multi Tracks
    • Materials Services aufgrund stabiler Mengenauslastung positiv jedoch unter Vorjahr u.a. aufgrund Rückgang in der Luftfahrtindustrie
    • Industrial Components signifikant über Vorjahr durch Umsatzwachstum sowie Kosten- und Effizienzmaßnahmen
    • Automotive Technology deutlich über Vorjahr i.W. durch Ergebnissteigerungen im Bereich Pkw-Komponenten, unterstützt durch Kostensenkungen aus Restrukturierungen
    • Steel Europe signifikant über Vorjahr und leicht positiv i.W. durch mengenbedingte Erholung insb. bei Auto sowie erste Effekte aus Restrukturierung und Performanceprogramm
    • Marine Systems leicht positiv und mit deutlichem Anstieg gegenüber Vorjahr
  • Multi Tracks mit Ergebnisrückgang: positive Entwicklungen bei Heavy Plate, Springs & Stabilizers und Infrastructure können Rückgänge bei Plant Technology, System Engineering Antrieb sowie dem Edelstahlgeschäft nicht kompensieren
  • Corporate Headquarters mit Reduktion der Verwaltungskosten sowie geringeren Projektaufwendungen
  • Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und zur Sicherung der Geschäfte bleiben weiterhin bestehen: u. a. Kurzarbeit, Flexibilisierung der Arbeitszeit wie Überstundenabbau, Urlaub, Abbau von Leiharbeit, Homeoffice sowie Durchführung von Einsparmaßnahmen
  • Periodenergebnis mit deutlicher Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr, jedoch noch negativ; Verbesserung i.W. aufgrund der gestiegenen und positiven Ergebnisbeiträge in nahezu allen Segmenten mit Ausnahme Multi Tracks
  • FCF vor M & A mit deutlicher Verbesserung gegenüber Vorjahr i.W. durch verbessertes Bereinigtes EBIT und positive Effekte aus der Normalisierung des Umlaufvermögens hin zu mehr Transparenz und einer kontinuierlichen Optimierung
  • Gesamtjahresprognose angehoben; trotz erfreulichem Geschäftsjahresbeginn weiterhin geringe Visibilität insb. für die zweite Geschäftsjahreshälfte; Auswirkungen und Dauer der Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie sind weiter zu beobachten
  • Update "Strategische Neuausrichtung":
    • Portfolio: Schließung des Grobblechwerks (Heavy Plate) bis Ende des Geschäftsjahres beschlossen und letzte Auftragseingänge in Abwicklung; Verkaufsprozess des Zementanlagenbaus bis auf Weiteres ausgesetzt; Verkaufsprozess Mining mit deutlichem Fortschritt; Herausnahme des Chemieanlagenbaus aus dem Verkaufsprozess auch aufgrund vielversprechender Marktdynamik und Chancen der Wasserelektrolyse zur grünen Wasserstoff-Herstellung; Verkaufsprozess Edelstahlwerk in Terni (AST) inkl. der dazugehörigen Vertriebsorganisation mit zahlreichen Interessensbekundungen; Infrastructure: Verkaufsprozess derzeit in Vorbereitung
  • Performance: Umsetzung von umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen weiter vorangetrieben

Makro- und Branchenumfeld

Erholung der Weltwirtschaft von hoher Unsicherheit geprägt

  • Im Vergleich zum Beginn des Geschäftsjahres Prognose für den Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 bei einem Minus von 4,1% etwas nach oben angepasst; Wachstum 2021 mit 4,8% leicht positiver erwartet
  • Industrieländer: Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion 2020 bei Minus von 5,2% nicht ganz so kräftig wie zuletzt erwartet; 2021 derzeit wieder Wachstum von 3,7 % prognostiziert
  • Schwellenländer: BIP-Einbruch 2020 um 3,4% etwas weniger stark als zu Geschäftsjahresbeginn erwartet; 2021 Erholung bei einem Wachstum von 5,7 %; politische und wirtschaftliche Unsicherheiten bleiben präsent
  • Risiken und Unsicherheiten: Unklarheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und Wirksamkeit der Impfmaßnahmen; Ungewissheit über den Kurs der US-Handelspolitik nach der Entscheidung bei den Präsidentschafts-Wahlen; geopolitische Krisenherde; ausgeprägte und dauerhafte Wachstumsabschwächung in China; Verschuldungsproblematik insb. in einigen Ländern Europas insb. als Folge der zahlreichen staatlichen Hilfsmaßnahmen zur Abschwächung der Pandemie-Folgen; volatile Material- und Rohstoffkosten

BRUTTOINLANDSPRODUKT

reale Veränderung zum Vorjahr in % 20201) 20212)
Euroraum – 7,4 3,7
Deutschland – 5,0 3,0
Russland – 4,3 1,9
Übriges Mittel-/Osteuropa – 5,1 3,1
USA – 3,4 4,3
Brasilien – 4,6 3,4
Japan – 5,4 2,6
China 2,3 7,5
Indien – 9,5 8,9
Naher Osten & Afrika – 4,9 4,3
Welt – 4,1 4,8

1) Teilweise noch Schätzungen

2) Prognosen

Quellen: IHS Markit, IMF, Consensus Forecasts, diverse Banken und Forschungsinstitute, eigene Schätzungen

Automobilindustrie

  • Weltweiter Absatz und Produktion von Pkw sowie leichten Nutzfahrzeugen in 2020 mit zweistelligem prozentualen Rückgang gegenüber Vorjahr, v.a. getrieben durch allgemeine Lockdowns; konjunkturelle Unsicherheiten und mehrwöchige Produktionsstillstände in Verbindung mit der Corona-Pandemie; deutliche Erholung 2021 erwartet – unter Annahme erfolgreicher Kontrolle des Infektionsgeschehens; bestehende Unsicherheit durch Engpässe in der Versorgung mit Halbleitern seit Ende 2020 und damit verbundene logistische Herausforderungen in globalen Lieferketten; Rückkehr zum Niveau vor der Pandemie frühestens 2023 erwartet
  • Europa: Absatz in 2020 deutlich unter Vorjahr; 2021 Erholung erwartet, jedoch weiterhin deutlich unter Niveau vor Pandemie; zudem Herausforderungen durch Anpassung an veränderte Handelsbedingungen mit Großbritannien infolge des Brexits und verschärfte CO2-Anforderungen für OEMs
  • NAFTA: 2020 Absatz und Produktion mit deutlichem Rückgang gegenüber Vorjahr; 2021 deutlich über Vorjahr erwartet
  • China: 2020 nach schwachem Jahresstart und frühem Pandemieausbruch im weiteren Jahresverlauf ab April positiv mit Absatzzuwächsen gegenüber dem Vorjahreszeitraum, voraussichtlich nur leicht rückläufig im Kalenderjahr; 2021 mit fortsetzendem positiven Trend erwartet

Maschinenbau

  • Deutschland: Negative Wachstumsprognose für 2020 leicht nach oben revidiert; 2021 mit etwas stärkerem Plus; zuletzt wieder steigende Auftragseingänge, Fortschritte beim EU-China-Investitionsabkommen und Einigung bei Brexit-Verhandlungen machen Hoffnung auf steigende Exportzahlen
  • USA: Produktionsminus 2020 etwas weniger negativ erwartet; Ausblick für 2021 positiver aufgrund robuster Frühindikatoren in der Industrie und steigender Auftragseingangszahlen
  • China: Stärkeres Wachstum für 2020 und 2021 erwartet; Erholungsprozess im verarbeitenden Gewerbe kommt zügig voran, Vorkrisenniveaus bereits deutlich übertroffen

Bauwirtschaft

  • Deutschland: Expansionstempo 2020 und 2021 weiterhin relativ solide; aufgestaute Kaufkraft, günstige Finanzierungsbedingungen und Bedarf an neuem Wohnraum stützen
  • USA: Produktionsminus 2020 leicht höher erwartet Ausblick für 2021 positiv aufgrund weiterhin niedriger Zinsen und solider Dynamik beim Wohnungsbau
  • China: Wachstum 2020 angesichts gesamtwirtschaftlicher Abschwächung nur leicht im Plus anhaltender Trend zur Urbanisierung stützt die Wohnungs- und Tiefbauinvestitionen aber weiterhin
20201) 20212)
Fahrzeugproduktion, in Mio Pkw und leichte Nutzfahrzeuge3)
Welt 72,8 82,6
Westeuropa (inkl. Deutschland) 10,0 11,9
Deutschland 3,7 4,5
Nordamerika (USA, Mexiko, Kanada) 13,0 16,3
USA 8,6 11,2
Mexiko 3,0 3,6
Japan 7,7 8,3
China 23,4 24,8
Indien 3,2 3,9
Brasilien 1,8 2,5
Maschinenbauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr
Welt – 5,5 7,3
Europa – 12,7 8,6
Deutschland – 12,0 4,0
USA – 7,9 5,6
Japan – 13,7 6,0
China 5,3 7,4
Bautätigkeit, real, in % gegenüber Vorjahr
Euroraum – 7,8 6,5
Deutschland 2,5 3,0
USA – 3,2 3,8
China 0,9 8,9
Indien – 30,1 16,5
Stahlnachfrage, in % gegenüber Vorjahr
Welt – 2,4 4,1
Deutschland – 15,3 13,4
EU28 – 15,2 11,0
USA – 15,8 6,6
China 8,0 0,0

ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN

1) Teilweise noch Schätzungen

2) Prognose (Dezember 2020 /Januar 2021)

3) Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 6t (nur vollständig montierte Fahrzeuge, ohne sog. CKD-Einheiten)

Quellen: IHS Markit, Oxford Economics, worldsteel, nationale Verbände, eigene Schätzungen

Stahlumfeld

  • Globale Walzstahlnachfrage 2020 sinkt um rund 2%, China verhindert durch starkes Wachstum (8%) deutlicheren Abschwung; Erholung der weltweiten Nachfrage 2021 um 4% prognostiziert; höhere Dynamik in Industrie- als in Schwellenländern erwartet; China bleibt dabei stabil auf Vorjahresniveau
  • EU-Qualitätsflachstahlmarkt nach beispiellosem Nachfrageeinbruch im April/Mai wieder leicht steigend, aber in Summe bis Oktober 2020 deutlich unter Vorjahr; pandemiebedingt vorsichtige Entspannung bei Importen erkennbar, Niveau im Jahresverlauf dennoch weiterhin hoch; Spotmarktpreise steigen seit den Sommermonaten kontinuierlich an
  • Marktumfeld auch strukturell weiterhin äußerst herausfordernd Problematik der Überkapazitäten durch aktuelle Krise noch verschärft; hohe Volatilität der zum Teil wieder stark steigenden Rohstoffpreise

Geschäftsverlauf in der Gruppe und in den Segmenten

1. Quartal
2019 / 2020
1. Quartal
2020 / 2021
Veränderung in % Veränderung auf
vergleichbarer Basis1)
in %
2.750 2.482 – 10 – 7
558 662 19 23
1.148 1.183 3 5
2.054 2.408 17 18
109 258 138 140
1.328 1.425 7 11
1 2 76 80
– 518 – 574
7.429 7.845 6 8
2.232 0 -- --
9.660 7.845 – 19 6

AUFTRAGSEINGANG

1) Bereinigt um wesentliche Währungs- und Portfolioeffekte

2) Siehe auch Vorbemerkungen.

Auftragseingang in den Segmenten insgesamt verbessert: Industrial Components, Steel Europe und Marine Systems mit deutlichem Anstieg gegenüber Vorjahr

Materials Services

■ I.W. aufgrund von Veränderungen im Produktmix beim Streckengeschäft sowie niedrigerer Edelstahlpreise deutlich unter Vorjahr; Mengen insgesamt auf Vorjahresniveau

Industrial Components

  • Signifikant über Vorjahr i.W. durch deutlichen Anstieg bei Windenergie; Schmiedegeschäft über Vorjahr
  • Großwälzlager: Sehr gute Auftragslage mit deutlichen Zuwächsen bei Windenergie, v.a. in Deutschland und China. Industrie-Anwendungsbereiche ebenfalls über Vorjahresniveau
  • Pkw/Lkw: Deutliche Erholung der Nachfrage in allen Regionen nach pandemiebedingt globalem Markteinbruch im Frühjahr und Sommer 2020
  • Fahrwerke für Baumaschinen: Deutliche Erholung der Nachfrage in allen Regionen nach pandemiebedingt globalem Markteinbruch im Frühjahr und Sommer 2020, unterstützt durch die Erweiterung des Produktangebots und Erschließung neuer Märkte / Geschäftsfelder

Automotive Technology

  • Auftragseingang in Summe leicht über Vorjahr: Anstieg im automobilen Seriengeschäft trotz Corona-Pandemie, gestützt durch Serienhochlauf neuer Werke und Projekte, insb. bei Lenkungen und einer stabilen Nachfrage in China; dagegen geringerer Auftragseingang im Anlagenbau bei System Engineering Karosserie in einem schwierigen Marktumfeld
  • Markteinschätzungen für die folgenden Quartale weiterhin unsicher
  • Gewinn von relevanten langfristigen Rahmenaufträgen im automobilen Seriengeschäft

Steel Europe

■ Deutlich höher (3,3 Mio t; +26%); nach signifikant schwachen Vorquartalen positive Entwicklungen durch Lagerergänzungen bei Stahl Service-Centern und Nachholeffekten bei Auto- und Industriekunden

Marine Systems

■ Deutlich über Vorjahresniveau i.W. durch das Effektivwerden einer leistungserweiternden Änderungsvereinbarung mit einem Kunden aus dem asiatischen Raum im Unterwasserbereich sowie die Akquirierung eines Elektronikauftrags für die Royal Navy

Multi Tracks

  • Trotz pandemiebedingt schwierigem Marktumfeld Auftragseingang insgesamt über Vorjahr
  • Edelstahlgeschäft mit guter Nachfrage; Plant Technology und System Engineering Antrieb: gute Behauptung im Markt mit begrenztem Rückgang
  • Heavy Plate: Entscheidung zur Schließung führt zu planmäßigem Rückgang im Auftragseingang

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2020/ 2021 Zwischenlagebericht | Wirtschaftsbericht

UMSATZ

Mio € 1. Quartal
2019 / 2020
1. Quartal
2020 / 2021
Veränderung in % Veränderung auf
vergleichbarer Basis1)
in %
Materials Services2) 2.689 2.368 – 12 – 10
Industrial Components 544 621 14 19
Automotive Technology2) 1.182 1.215 3 5
Steel Europe2) 1.797 1.917 7 7
Marine Systems 387 364 – 6 – 5
Multi Tracks2) 1.441 1.200 – 17 – 15
Corporate Headquarters2) 1 5 ++ ++
Überleitung2) – 411 – 370
Gruppe fortgeführte Aktivitäten2) 7.629 7.321 – 4 – 2
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten2) 2.044 0 -- --
Gruppe insgesamt 9.674 7.321 – 24 – 2

1) Bereinigt um wesentliche Währungs- und Portfolioeffekte

2) Siehe auch Vorbemerkungen.

Umsatz der Segmente insgesamt noch unter Vorjahr: Steigerungen bei Industrial Components, Automotive Technology sowie Steel Europe können Rückgänge bei Materials Services, Marine Systems und Multi Tracks nicht kompensieren

  • Materials Services: Deutlich unter Vorjahr i.W. aufgrund schwacher Nachfrage aus der Luftfahrtindustrie sowie Veränderungen im Produktmix beim Streckengeschäft; Werk- und Rohstoff-Absatz insgesamt auf Niveau des Vorjahres (2,1 Mio t); hierbei gleicht der leichte Mengenanstieg im lagerhaltenden Werkstoffhandel den leichten Rückgang im Streckengeschäft aus; überwiegend leicht steigende Produktpreise im 1. Quartal gegenüber Vorjahr, wesentliche Ausnahme bei Edelstahl
  • Industrial Components: Signifikanter Anstieg insb. bei Windenergie in China; Schmiedegeschäft leicht über Vorjahr
  • Automotive Technology: Umsatz folgt Auftragseingang und liegt in Summe leicht über dem Wert des Vorjahresquartals, auch hier wuchs das automobile Seriengeschäft
  • Steel Europe: Umsatzanstieg im Berichtsquartal nach Einbrüchen in Vorquartalen; Versandsteigerung (2,4 Mio t; 12%) bei deutlich unterschiedlichen Tendenzen zwischen den Endabnehmergruppen; Zuwächse bei Automobilzulieferern und der Hausgeräteindustrie stehen Rückgänge in der Bauindustrie und dem Maschinenbausektor gegenüber; niedriges Erlösniveau bei steigenden Spotmarktpreisen im Zuge marktseitigen Nachfrageüberhangs
  • Marine Systems: leicht unter Wert des Vorjahres, hauptsächlich im Über- und Unterwasserbereich, i.W. bedingt durch Leistungsverzögerungen bei Unterauftragnehmern aufgrund von Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie
  • Multi Tracks: Plant Technology und System Engineering Antrieb: deutlich gesunkener Umsatz im Vergleich zum Vorjahr durch Konzentration auf attraktivere Marktsegmente und Zurückhaltung der Kunden bei Großauftragsvergaben im Neuanlagengeschäft; eingeleitete strukturelle Anpassungsmaßnahmen, u.a. das weit fortgeschrittene Restrukturierungsprogramm bei Zementanlagen erweisen sich als notwendig und richtig; Edelstahl: höhere und stabile Abrufmengen können Rückgang bei Plant Technology teilweise kompensieren

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2020/ 2021 Zwischenlagebericht | Wirtschaftsbericht

BEREINIGTES EBIT

Mio € 1. Quartal
2019 / 2020
1. Quartal
2020 / 2021
Veränderung in %
Materials Services1) 12 5 – 63
Industrial Components 44 101 128
Automotive Technology1) 46 109 137
Steel Europe1) – 127 20 ++
Marine Systems 1 5 ++
Multi Tracks1) – 92 – 111 – 20
Corporate Headquarters1) – 65 – 54 17
Überleitung1) – 5 3
Gruppe fortgeführte Aktivitäten1) – 185 78 ++
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten1) 218 0 --
Gruppe insgesamt1) 33 78 138

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

Bereinigtes EBIT insgesamt mit deutlicher Verbesserung und positiv in allen Segmenten mit Ausnahme Multi Tracks

Materials Services

  • Bereinigtes EBIT unter Vorjahr, jedoch positiv: bei beiden Business Units von Materials Services führen die stabile Mengenauslastung sowie überwiegend steigende Preise zu einer Erholung; gegenläufig wirkt sich u.a. der Rückgang in der Luftfahrtindustrie aus
  • Weitere Fortschritte bei der strategischen Transformation: u.a. Abschluss des Restrukturierungsprogramms "Switch" zur Verkleinerung der Verwaltung
  • Reduktion der Logistikstandorte mit entsprechendem Personalabbau: dabei auch Schließung der Gesellschaft tk Materials Thailand; Verschmelzung von Materials- und Aerospace-Gesellschaften in Großbritannien, Frankreich und Indien

Industrial Components

  • Signifikant über Vorjahr durch Umsatzwachstum sowie Kosten- und Effizienzmaßnahmen; dabei bei Großwälzlagern insb. Produktivitätssteigerungen durch hohe chinesische Nachfrage bei Windenergie und im Schmiedegeschäft, als Folge umfangreicher abgeschlossener Restrukturierungen; deutliche Verbesserung der Personalproduktivität und gesunkene Sachkosten bei Verwaltungskosten sowie Kostensenkungen im Einkauf
  • Großwälzlager: Mengen-, struktur- und maßnahmenbedingt deutlich über Vorjahr
  • Schmiedegeschäft: Aufgrund frühzeitiger und erfolgreicher Kostensenkungsmaßnahmen in den letzten beiden Jahren deutlich über Vorjahr

Automotive Technology

  • Signifikant über Vorjahr und wieder positiv mit 9,0% Marge: Ergebnissteigerungen im Bereich Pkw-Komponenten u.a. durch Effizienzsteigerungen in der Produktion – v.a. auch beim Hochlauf neuer Werke und Projekte, wie z.B. geringere Ausschussraten, Fehlerkosten und geringere Taktzeiten sowie einer profitablen Auftragsstruktur und geringeren Abschreibungen durch außerplanmäßige Abschreibungen zum 30. September 2020
  • Kostensenkungen aus Restrukturierungen bei System Engineering Karosserie und auf Segmentebene, dadurch Verringerung der Personal- und Sachkosten

Steel Europe

■ Ergebnis leicht positiv und signifikant über Vorjahr; Erholungstendenzen im Stahlmarkt konnten bei steigender Auslastung der Aggregate im begrenzten Umfang begleitet werden mit verbessertem Produktmix; erste Effekte aus laufender Restrukturierung mit fortschreitendem Mitarbeiterabbau und Performanceprogramm sowie geringere Abschreibungen aufgrund von außerplanmäßigen Wertminderung im letzten Geschäftsjahr haben zur positiven Ertragslage beigetragen

Marine Systems

  • Leicht positiv, aber deutlich über Vorjahr; einige Alt-Aufträge mit nur schwachen Gewinnmargen, Performance Programm zeigt Wirkung und stabilisiert bzw. stärkt die Margen in den Bestandsaufträgen
  • Maßnahmen zur Verbesserung der kommerziellen Projektabwicklung zeigen Wirkung

Multi Tracks

■ Sehr heterogene Entwicklung in allen Geschäften: Performance- und Restrukturierungsprogramme mit klar

definierten Kosten- und Personalabbauzielen implementiert

  • Rückgang des Ergebnisses gegenüber Vorjahr i.W. bei Plant Technology, System Engineering Antrieb und Edelstahl; durch positive Entwicklungen bei Heavy Plate, Springs & Stabilizers und Infrastructure nicht zu kompensieren
  • Plant Technology: insb. pandemiebedingte Mehrkosten in der Projektabwicklung sowie Umsatzrückgänge beeinflussen Ergebnis; umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen wirken deutlich verlustminimierend; Edelstahl: marktbedingte Entwicklungen auf der Preis- und Kostenseite ursächlich für Ergebnisbelastung

Corporate Headquarters

  • Weitere Umsetzung und positive Auswirkung der Maßnahmen zur Reduktion der Verwaltungskosten
  • Verbesserung gegenüber Vorjahr durch geringere Projektaufwendungen

Ergebnis durch Sondereffekte belastet

SONDEREFFEKTE

Mio € 1. Quartal
2019 / 2020
1. Quartal
2020 / 2021
Veränderung
Materials Services1) 0 – 7 – 7
Industrial Components 1 3 1
Automotive Technology1) 38 – 7 – 45
Steel Europe1) 4 – 2 – 6
Marine Systems 0 0 0
Multi Tracks1) 52 74 22
Corporate Headquarters1) 18 0 – 18
Überleitung1) 4 – 7 – 11
Gruppe fortgeführte Aktivitäten1) 117 54 – 63
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten1) 32 4 – 28
Gruppe insgesamt1) 148 57 – 91

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

■ Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum:

  • Materials Services: Positive Sondereffekte i.W. durch die Veräußerung der Aktivitäten in Thailand
  • Automotive Technology: Reduzierung Restrukturierungsrückstellung bei System Engineering Karosserie i.W. aufgrund geringeren Personalabbaus über Sozialplanregelungen
  • Multi Tracks: v.a. für Restrukturierungsaufwände im Bereich Heavy Plate im Rahmen der Schließung

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Betriebliches Ergebnis

  • Rückgang der Umsatzerlöse der fortgeführten Aktivitäten um 4% verbunden mit insgesamt überproportionaler Abnahme der Umsatzkosten der fortgeführten Aktivitäten insb. wegen niedrigerer Personal- und Materialaufwendungen; Verbesserung der Brutto-Umsatzmarge auf 11,7% (Vorjahr: 9,4%)
  • Rückgang der Vertriebskosten der fortgeführten Aktivitäten hauptsächlich Folge geringerer Personalaufwendungen; teilweise kompensiert durch höhere verkaufsbedingte Fracht-, Versicherungs- und Zollaufwendungen
  • Deutliche Verminderung der allgemeinen Verwaltungskosten der fortgeführten Aktivitäten insb. Folge wesentlich geringerer Personalaufwendungen, hauptsächlich verstärkt durch rückläufige IT-, Abschreibungs- und Beratungsaufwendungen
  • Erhöhung der sonstigen Erträge der fortgeführten Aktivitäten i.W. wegen gestiegener Versicherungsentschädigungen sowie höherer Zuschüsse insb. der öffentlichen Hand in Deutschland im Zusammenhang mit der Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen bei Kurzarbeit
  • Abnahme der sonstigen Aufwendungen der fortgeführten Aktivitäten überwiegend durch im Saldo rückläufige Aufwendungen aus Zuführungen zu Rückstellungen

Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

  • Insgesamt rückläufiges Finanzergebnis der fortgeführten Aktivitäten insb. beeinflusst durch vermindertes Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen der fortgeführten Aktivitäten als Folge der im Berichtsquartal erfassten anteiligen Verluste der Elevator-Rückbeteiligung; gleichzeitig gegenläufige Effekte aus gesunkenen Zinsaufwendungen für Finanzschulden sowie im Berichtsquartal erfasster Erträge aus der Folgebewertung des im Zusammenhang mit der Elevator-Rückbeteiligung erworbenen zinslosen Darlehens
  • Rückgang des Steueraufwands der fortgeführten Aktivitäten hauptsächlich durch geringeren latenten Steueraufwand aus temporären Differenzen im Inland bei gegenläufig höherem tatsächlichen Steueraufwand für höhere Ergebnisse im Ausland

Ergebnis je Aktie

  • Periodenfehlbetrag um 239 Mio € auf 125 Mio € deutlich vermindert; hierin enthalten insb. der Wegfall des Vorjahresgewinns der nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) von 78 Mio € als Folge der im Juli 2020 abgeschlossenen Elevator-Transaktion
  • Verlust je Aktie entsprechend um 0,36 € auf 0,23 € verringert

Analyse der Kapitalflussrechnung

Operating Cashflow

■ Auf einen positiven Betrag stark verbesserter Operating Cashflow der fortgeführten Aktivitäten insb. aufgrund erhöhter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie eines verminderten Vorräteaufbaus bei gleichzeitig verbessertem Periodenergebnis der fortgeführten Aktivitäten vor Abschreibungen

Cashflow aus Investitionstätigkeit

  • Desinvestitionseinzahlungen stark über Vorjahr als Folge des Abbaus von Termingeldern mit ursprünglicher Laufzeit größer 90 Tage im Berichtsquartal
  • Investitionen insgesamt unter Vorjahr i.W. durch niedrigere Investitionen bei Automotive Technology
Mio € 1. Quartal
2019 / 2020
1. Quartal
2020 / 2021
Veränderung in %
Materials Services1) 15 26 73
Industrial Components 28 32 11
Automotive Technology1) 88 50 – 43
Steel Europe1) 118 101 – 15
Marine Systems 13 37 191
Multi Tracks1) 29 26 – 12
Corporate Headquarters1) 0 0 0
Überleitung1) 3 3 – 6
Gruppe fortgeführte Aktivitäten1) 295 274 – 7
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten1) 32 0 --
Gruppe insgesamt 327 274 – 16

INVESTITIONEN

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

Materials Services

  • Kauf von Betriebs- und Geschäftsausstattung im Rahmen der Erneuerung des Dienstleistungsund Servicevertrags zwischen thyssenkrupp Supply Chain Services und thyssenkrupp Elevator in den USA
  • Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen bei Lager- und Serviceeinheiten; Fortsetzung der digitalen Transformation

Industrial Components

  • Wachstumsinvestitionen zur Erhöhung der Produktionskapazität v.a. im Bereich Windenergie hauptsächlich in europäischen und asiatischen Fertigungsstandorten
  • Fortgesetzte Investition in vollautomatische Schmiedepresse für Lkw-Vorderachsen am deutschen Standort Homburg

Automotive Technology

■ Schwerpunkt der Investitionen im Bereich Lenkungen für auftragsbezogene Projekte

Steel Europe

■ Nach Grundsteinlegung für die neue Feuerbeschichtungsanlage (FBA 10) am Standort Dortmund am 31. Oktober 2019 wurde Ende August 2020 mit der Anlagenmontage begonnen

Marine Systems

  • Kauf einer Werft in Brasilien, um vor Ort den Bau von vier Fregatten für die brasilianische Marine abzuarbeiten
  • Fortsetzung der Modernisierung der Kieler Werft

Multi Tracks

■ Fortlaufende Investitionen in die Erweiterung des Technologie-Portfolios zur Absicherung der Marktposition sowie Substanzerhalt; dabei vermehrte Investition in Nachhaltigkeit und grüne Technologien

Corporate Headquarters

■ Keine wesentlichen Investitionsauszahlungen

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

■ Stark gesunkener Cashflow aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Aktivitäten hauptsächlich aufgrund der im Berichtszeitraum erfolgten vorzeitigen Tilgung einer Anleihe; im Vorjahr hohe Aufnahme von Finanzschulden

Free Cashflow und Netto-Finanzschulden/(Netto-Finanzguthaben)

Mio € 1. Quartal
2019 / 2020
1. Quartal
2020 / 2021
Veränderung
Operating Cashflow – fortgeführte Aktivitäten
(Kapitalflussrechnung)
– 2.109 265 2.374
Cashflow aus Investitionstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten
(Kapitalflussrechnung)
– 290 599 889
Free Cashflow – fortgeführte Aktivitäten (FCF)1) – 2.399 864 3.263
–/+ Mittelzu-/-abflüsse aus wesentlichen M & A-Transaktionen 11 29 18
Anpassung w/IFRS 16 – 19 – 11 8
Anpassung w/Termingelder 0 – 850 – 850
Free Cashflow vor M & A – fortgeführte Aktivitäten
(FCF vor M & A)1)
– 2.407 32 2.440
Nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten1) – 69 0 69
Free Cashflow vor M & A – insgesamt (FCF vor M & A) – 2.476 32 2.508

ÜBERLEITUNG ZU FREE CASHFLOW VOR M & A

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

  • FCF vor M & A mit deutlicher Verbesserung gegenüber Vorjahr i.W. durch verbessertes Bereinigtes EBIT und positive Effekte aus der Normalisierung des Umlaufvermögens hin zu mehr Transparenz und einer kontinuierlichen Optimierung
  • Netto-Finanzguthaben zum 31. Dezember 2020 mit 5,1 Mrd € unverändert zum 30. September 2020
  • Freie Liquidität von 12,1 Mrd € (10,6 Mrd € flüssige Mittel und 1,5 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien)
  • Bestehendes Commercial-Paper-Programm mit einem maximalen Emissionsvolumen von 3,0 Mrd € zum 31. Dezember 2020 nicht in Anspruch genommen
  • Anleihe über 850 Mio € mit Fälligkeit 8. März 2021 wurde unter Beachtung einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit gemäß Emissionsbedingungen vorzeitig am 8. Dezember 2020 zurückgezahlt

Rating

RATING

Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Standard & Poor's BB- B negative
Moody's B1 not Prime developing
Fitch BB- B stable

■ Die Ratingagentur Standard & Poor's hat im Januar 2021 den Ausblick für das BB- Rating von "stable" auf "negative" gesetzt.

Analyse der Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

  • Insgesamt leichter Rückgang der immateriellen Vermögenswerte insb. Folge von über den Zugängen liegenden Abschreibungen
  • Sachanlagen v.a. wegen auf dem Niveau der Zugänge liegender Abschreibungen insgesamt nahezu unverändert
  • Abnahme der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen sowie Zunahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte i.W. jeweils Folge der Fortschreibung der Elevator-Rückbeteiligung
  • Erhöhung der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte nahezu vollständig durch gestiegene geleistete Anzahlungen im Zusammenhang mit Sachanlagen

Kurzfristige Vermögenswerte

  • Anstieg der Vorräte insb. beim Stahlgeschäft im Segment Steel Europe
  • Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen v.a. beim Werkstoff- und beim Marinegeschäft
  • Abnahme der Vertragsvermögenswerte hauptsächlich im Zusammenhang mit der Abwicklung von Fertigungsaufträgen im Anlagenbaugeschäft des Segments Multi Tracks
  • Zunahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte i.W. Folge der Derivatebilanzierung
  • Anstieg der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte insb. durch höhere Anzahlungen an Lieferanten sowie gestiegene Ansprüche im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern
  • Insgesamt eingetretene deutliche Abnahme der Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder i.W. Folge der vorzeitigen Rückzahlung einer ursprünglich im März 2021 fälligen Anleihe Anfang Dezember 2020

Eigenkapital

■ Rückgang im Vergleich zum 30. September 2020 hauptsächlich durch im sonstigen Ergebnis erfasste Verluste aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen und aus der Währungsumrechnung sowie den Periodenfehlbetrag im Berichtsquartal; gegenläufiger Effekt insb. durch im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne aus Cashflow-Hedges

Langfristige Verbindlichkeiten

  • Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen v.a. durch die aus der Neubewertung der Pensionen resultierenden Verluste i.W. als Folge der gesunkenen Pensionszinssätze
  • Abnahme der Finanzschulden insb. durch die Umgliederung eines im Dezember 2021 fälligen Schuldscheindarlehens in kurzfristige Finanzschulden

Kurzfristige Verbindlichkeiten

  • Verminderung der sonstigen Rückstellungen v.a. durch Inanspruchnahmen beeinflusst
  • Deutlich niedrigere Finanzschulden hauptsächlich durch im Dezember 2020 erfolgte vorzeitige Rückzahlung einer ursprünglich im März 2021 fälligen Anleihe; gegenläufig insb. die erwähnte Umgliederung eines Schuldscheindarlehens aus den langfristigen Finanzschulden
  • Insgesamt gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen v.a. durch das Stahlgeschäft sowie die Geschäfte im Segment Multi Tracks; gleichzeitig Abnahmen beim Automobilund Marinegeschäft
  • Abnahme der Vertragsverbindlichkeiten überwiegend aus der Abwicklung von Fertigungsaufträgen im Anlagenbaugeschäft des Segments Multi Tracks

Compliance

  • Starke Werte als Fundament unserer Zusammenarbeit insb. auch in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld; verankert in Mission Statement, Code of Conduct und Compliance Commitment
  • Kontinuierliche Implementierung und Weiterentwicklung des thyssenkrupp Compliance Management Systems in unseren Compliance Kernbereichen Antikorruption, Kartellrecht, Datenschutz, Geldwäsche und Außenwirtschaftsrecht
  • Enge Einbindung von Compliance in diverse M & A-Aktivitäten, um bei den verschiedenen kartellrechtlichen Fragestellungen zu beraten
  • Nähere Informationen zu Compliance bei thyssenkrupp im Geschäftsbericht 2019 / 2020 und auf der Website www.thyssenkrupp.com

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose 2020 / 2021 angehoben

Zu wesentlichen Annahmen und erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vgl. Prognosekapitel sowie Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" im Wirtschaftsbericht des Geschäftsberichts 2019 / 2020 und des vorliegenden Zwischenlageberichts.

Die Umsetzung der strategischen Neuausrichtung und die strukturelle Verbesserung unserer Geschäfte wird weiter vorangetrieben. Mit der Strukturierung des Portfolios Ende Mai wurde ein klarer Fokus auf industrielles Portfolio und Geschäftsmodelle, wettbewerbsfähige Profitabilität und Cashflow der Geschäfte gelegt. Ein Teil der Erlöse aus der Elevator-Transaktion soll selektiv dort für die Restrukturierung und Weiterentwicklung der Geschäfte eingesetzt werden, wo entsprechende attraktive Zielrenditen erreicht werden können. Weiterhin sollen Finanzverbindlichkeiten entlang ihres Fälligkeitenprofils zurückgezahlt werden. Angesichts der derzeitigen pandemiebedingt unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage werden wir uns bei der genauen Aufteilung der Mittelverwendung aber unverändert größtmögliche Flexibilität bewahren.

Für 2021 unterstellen wir bislang als Grundannahme ein deutliches Wachstum auf globaler Ebene. Hierbei dürfte – je nach Pandemie-Verlauf – in einigen wenigen Ländern (z. B. China) zum Teil bereits das Vorkrisenniveau erreicht werden; in den meisten anderen Ländern, die stark vom Infektionsgeschehen und auch aufgrund ihrer Wirtschaftsstruktur besonders betroffen sind, dürfte dies nicht vor 2023 erreicht werden.

Vor diesem Hintergrund werden wir im Geschäftsjahr 2020 / 2021 den Schwerpunkt auf die Restrukturierung und strukturelle Verbesserung unserer Geschäfte legen, aber auch gezielt Wachstumsinitiativen weiter fortsetzen. Alle Ziele sind konsequent mit konkreten Maßnahmeplänen zu hinterlegen. Zudem werden wir die im letzten Geschäftsjahr gestarteten "best owner"-Konzepte bei Multi Tracks in Richtung eines Abschlusses entwickeln und die Duals Tracks, soweit wertverbessernd, in eine langfristige Zielstruktur bringen. Daneben werden wir auch mit kurzfristigen Maßnahmen den Auswirkungen der Corona-Pandemie u.a. durch Kurzarbeit entgegenwirken.

Die wesentlichen Annahmen zu unseren Märkten, die unserer Prognose zugrunde liegen, finden Sie im Wirtschaftsbericht im Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld". Die entsprechenden Chancen und Risiken im anschließenden "Chancen und Risikobericht".

Erwartung 2020/ 2021

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten und der damit eingeschränkt verlässlichen Planbarkeit insbesondere in der zweiten Hälfte unseres Geschäftsjahres bei unseren zyklischeren Geschäften mit Werkstoffen sowie Komponenten für Automobile und Nutzfahrzeuge halten wir – trotz der erwarteten sichtbaren strukturellen Verbesserung unserer Geschäfte – einen weiterhin insgesamt vorsichtigen Blick auf das Geschäftsjahr 2020 / 2021 für angemessen. Aufgrund der positiven Entwicklung im ersten Quartal heben wir unsere Prognose in entsprechenden Bandbreiten jedoch leicht an.

Mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020 wurde die Definition für das Bereinigte EBIT dahingehend angepasst, dass eine engere Definition der Sondereffekte erfolgt, wonach nur noch Restrukturierungsaufwendungen, Wertminderungsaufwendungen bzw. Erträge aus Zuschreibungen sowie Veräußerungsgewinne bzw. -verluste bereinigt werden. Auch hier wurde der Ausweis der Vorjahresperiode entsprechend angepasst.

Zur Berücksichtigung der daraus entstehenden Effekte, sowie der neuen Gruppenstruktur mit dem Segment Multi Tracks, wurden die Referenzwerte für das Vorjahr für den Umsatz der einzelnen Segmente sowie das Bereinigte EBIT der Gruppe sowie der Segmente pro-forma ermittelt.

Die Prognose sowie die Referenzwerte des Vorjahres beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten, sofern nicht ausdrücklich auf die Gruppe bezogen.

Die Prognose unterstellt keine Effekte aus möglichen Portfoliomaßnahmen.

Der Umsatzprognose liegen die im Wirtschaftsbericht im Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" angegebenen Marktprognosen zugrunde.

Der Umsatz wird voraussichtlich – insbesondere in Abhängigkeit der auch vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie bestimmten Erholung des weltweiten Automobilmarkts mit Einfluss auf unsere Geschäfte mit Werkstoffen sowie Komponenten für Automobile und Nutzfahrzeuge – im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen, jedoch noch deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie bleiben (Vorjahr: 28,9 Mrd €).

Für das Bereinigte EBIT prognostizieren wir vorwiegend infolge der verbesserten Nachfrage bei unseren Geschäften mit Werkstoffen sowie Komponenten für Pkw und Nutzfahrzeugen eine signifikante Verbesserung hin zu einem nahezu ausgeglichenem Ergebnis (Vorjahr: pro forma – 1,8 Mrd). Diese Verbesserung erfolgt im Wesentlichen aufgrund deutlicher struktureller Fortschritte in allen Geschäften sowie in Abhängigkeit der stark von der Marktentwicklung bedingten Umsatzentwicklung. Dabei wird ausschließlich Multi Tracks einen klaren Verlust beitragen, der im niedrigen bis mittleren 3-stelligen Millionen-€-Bereich (Vorjahr: pro forma -593 Mio €) ausfallen wird.

  • Bei Materials Services erwarten wir eine signifikante Verbesserung des Bereinigten EBITs auf einen wieder positiven Wert im mittleren 2-stelligen Millionen-€-Bereich (Vorjahr: pro forma - 85 Mio €). Neben strukturellen Verbesserungen und Wegfall belastender Einmaleffekte unterstützt eine deutliche Mengensteigerung, ausgehend von einem niedrigen Niveau. Eine Rückkehr der Mengen zum Vorkrisenniveau sollte sich jedoch erst in den Folgejahren wieder einstellen.
  • Bei Industrial Components erwarten wir insgesamt einen Umsatzanstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sowie ein deutlich höheres Bereinigtes EBIT (Vorjahr, Umsatz: 2,1 Mrd €), pro forma Bereinigtes EBIT: 139 Mio €). Unterstützend wirken dabei insbesondere die Markterholung im Schmiedegeschäft und die weiterhin robuste Nachfrage bei den Großwälzlagern.

  • Bei Automotive Technology erwarten wir, bei einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich (Vorjahr: pro forma 4,1 Mrd €), eine deutliche Erholung des Bereinigten EBIT auf einen wieder signifikant positiven Wert im niedrigen 3-stelligen Millionen-€-Bereich (Vorjahr: pro forma –166 Mio €). Dies folgt im Wesentlichen aus dem steigenden Beitrag der neuen Werke und Projekte auch im Zuge höherer Auslastungen, fortgesetzten Effizienzmaßnahmen sowie geringerer planmäßiger Abschreibungen.

  • Bei Steel Europe erwarten wir infolge des deutlich verbesserten Marktumfeldes eine signifikante Verbesserung des Bereinigten EBITs auf ein in etwa ausgeglichenes Ergebnis (Vorjahr: pro forma –820 Mio €), resultierend aus strukturellen Verbesserungen infolge der Umsetzung der Strategie 20-30, die interne strukturelle Nachteile aber auch in der Stahlindustrie allgemein adressiert, geringerer planmäßiger Abschreibungen sowie einer deutlichen Mengenerholung, ausgehend von einem niedrigen Niveau sowie abhängig von der Entwicklung der Rohstoffkosten. Eine Rückkehr der Mengen zum Vorkrisenniveau sollte sich jedoch erst in den Folgejahren wieder einstellen.
  • Bei Marine Systems erwarten wir, bei einem deutlichen Umsatzanstieg, ein höheres Bereinigtes EBIT (Vorjahr, Umsatz: 1,8 Mrd €, pro forma Bereinigtes EBIT: 20 Mio €). Dabei unterstützen auch höhere Ergebnisbeiträge der neuen Projekte und Verbesserung in der Projektabwicklung.
  • Für die unter Multi Tracks zusammengefassten Geschäfte erwarten wir insgesamt eine stabile Umsatzentwicklung (Vorjahr: pro forma 5,5 Mrd €) sowie eine signifikante Verbesserung des Bereinigten EBIT auf einen Verlust im niedrigen bis mittleren 3-stelligen Millionen-€-Bereich (Vorjahr: pro forma Bereinigtes EBIT –593 Mio €).
    • Wesentlicher Treiber der erwarteten Ergebnisverbesserung sind dabei der Anlagenbau (Plant Technology, Vorjahr: pro forma –250 Mio €) und das Edelstahlwerk (AST, Vorjahr: pro-forma –78 Mio €). Teils gegenläufig wirkt das Ergebnis von Heavy Plate aufgrund von Belastungen im Zusammenhang mit der bis Ende dieses Geschäftsjahres vorgesehenen Schließung des Grobblechwerkes.
  • Für Corporate Headquarters werden wir den Umbau hin zu einer effizienteren Holding-Struktur weiter vorantreiben und rechnen im Geschäftsjahr mit weiter geringeren Kosten (Vorjahr: pro forma Bereinigtes EBIT –221 Mio €).

Im Zuge der Umsetzung der strukturellen Verbesserung erwarten wir aus den erforderlichen Restrukturierungen Aufwendungen (Sondereffekte) in Höhe eines mittleren 3-stelligen Millionen-€- Betrags.

Trotz der deutlichen operativen Verbesserungen sowie dem Entfall der Wertberichtungen auf langfristige Vermögenswerte aus dem Vorjahr erwarten wir einen Jahresfehlbetrag der Gruppe im hohen 3-stelligen Millionenbetrag € (Vorjahr: –5,5 Mrd €).

Die Investitionen werden sich voraussichtlich über Vorjahresniveau bewegen (Vorjahr: 1.440 Mio €). Höhere Investitionen bei Steel Europe im Zusammenhang mit der Stahlstrategie 20-30 bei in Summe weitgehend stabilen Investitionen in den übrigen Geschäften. Die Freigabe der Investitionen wird dabei, insbesondere infolge des unsicheren Umfeldes, restriktiv und schrittweise erfolgen.

Die Verbesserung des Free Cashflow vor M & A wird infolge der Ergebnisverbesserung in allen Segmenten, die neben strukturellen Maßnahmen auch von der derzeit dynamischer als erwarteten Entwicklung der Märkte getrieben wird, voraussichtlich stärker als noch zu Beginn des Geschäftsjahres angenommen und sich in Richtung –1 Mrd € bewegen (Vorjahr: –5,5 Mrd €). Neben der Ergebnisverbesserung erwarten wir diese Entwicklung auch in Abhängigkeit von Auszahlungen für Restrukturierungen im niedrigen bis mittleren 3-stelligen Millionen-€-Bereich, Zuflüssen des Auftragseingangs und Zahlungsprofils auch im Projektgeschäft (u.a. Multi Tracks) sowie des im Zuge des Umsatzwachstums erforderlichen Aufbaus an Nettoumlaufvermögen. Verbesserungen ergeben sich auch aus dem Entfall des Bußgeldes im Kartellverfahren bei Steel Europe.

Der tkVA der Gruppe wird unter Vorjahr erwartet (Vorjahr, Gruppe: 9,1 Mrd €). Das Vorjahr profitierte erheblich von der Aufzugstransaktion.

Die Entwicklung unserer Kernsteuerungsgrößen werden wir – auch unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Vertretbarkeit – bei der Erarbeitung unseres Dividendenvorschlags an die Hauptversammlung einbeziehen.

Chancen und Risiken

Chancen

  • Detaillierte Ausführungen zu den Chancen gemäß Geschäftsbericht 2019 / 2020 weiterhin gültig
  • Chancen aus konsequenter Umsetzung der Transformation hin zu einer leistungsstarken "Group of Companies": Performance-Kultur, strategische Portfolio-Entscheidungen
  • Chancen aus umfassendem Technologie-Know-how unter einer starken Dachmarke "thyssenkrupp": Marktchancen bei passgenauen technologischen und wettbewerbsfähigen Lösungen
  • Chancen durch Umsetzung unserer Wasserstoffstrategie

Risiken

  • Keine bestandsgefährdenden Risiken; detaillierte Ausführungen zu den Risiken gemäß Geschäftsbericht 2019 / 2020 weiterhin gültig
  • Erhebliche Risiken aus Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und die Wirksamkeit der Impfmaßnahmen: Dynamisches Infektionsgeschehen in für uns wichtigen Regionen; weitere Infektionswellen und Lockdown-Maßnahmen nicht verlässlich abschätzbar
  • Konjunkturelle Risiken: Ungewissheit über den Kurs der US-Handelspolitik nach der Entscheidung bei den Präsidentschafts-Wahlen; geopolitische Krisenherde, ausgeprägte und dauerhafte Wachstumsabschwächung in China, Verschuldungsproblematik insb. in einigen Ländern Europas insb. als Folge der zahlreichen staatlichen Hilfsmaßnahmen zur Abschwächung der Pandemie-Folgen, volatile Material- und Rohstoffkosten
  • Risiken durch temporäre Effizienzverluste in der Produktion infolge von Restrukturierungen im Rahmen unserer Unternehmens-Transformation
  • Risiken von Kosten- und Terminüberschreitungen im Rahmen der Abwicklung von Großaufträgen
  • Risiken aus Angriffen auf die IT-Infrastruktur; Gegenmaßnahme: Weiterer Ausbau von Informationssicherheitsmanagement und Sicherheitstechnologien

Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe

  • 26 thyssenkrupp-Gruppe Bilanz
  • 28 thyssenkrupp-Gruppe Gewinn- und Verlustrechnung
  • 29 thyssenkrupp-Gruppe Gesamtergebnisrechnung
  • 31 thyssenkrupp-Gruppe Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 33 thyssenkrupp-Gruppe Kapitalflussrechnung
  • 35 thyssenkrupp-Gruppe Verkürzter Anhang
  • 50 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

thyssenkrupp-Gruppe – Bilanz

AKTIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.09.2020 31.12.2020
Immaterielle Vermögenswerte 2.075 2.060
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 6.319 6.319
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 722 699
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 658 682
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 230 270
Aktive latente Steuern 497 486
Langfristige Vermögenswerte 10.501 10.516
Vorräte 5.922 6.110
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.833 4.555
Vertragsvermögenswerte 1.575 1.255
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 535 611
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.414 1.561
Laufende Ertragsteueransprüche 162 135
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder 11.547 10.611
Kurzfristige Vermögenswerte 25.989 24.837
Summe Vermögenswerte 36.490 35.353

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2020/ 2021 Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe | thyssenkrupp-Gruppe – Bilanz

PASSIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.09.2020 31.12.2020
Gezeichnetes Kapital 1.594 1.594
Kapitalrücklage 6.664 6.664
Gewinnrücklagen 1.472 1.145
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 80 125
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG 9.810 9.529
Nicht beherrschende Anteile 364 400
Eigenkapital 10.174 9.929
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 03 8.560 8.705
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 289 304
Sonstige Rückstellungen 04 507 529
Passive latente Steuern 58 100
Finanzschulden 05 5.303 5.168
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 96 60
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 6 6
Langfristige Verbindlichkeiten 14.819 14.872
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 156 126
Sonstige Rückstellungen 04 1.188 1.076
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 166 160
Finanzschulden 05 1.199 389
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.475 3.664
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 665 730
Vertragsverbindlichkeiten 3.073 2.761
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1.575 1.646
Kurzfristige Verbindlichkeiten 11.497 10.552
Verbindlichkeiten 26.316 25.424
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 36.490 35.353

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

thyssenkrupp-Gruppe – Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Anhang-Nr. 1. Quartal
2019 / 20201)
1. Quartal
2020 / 2021
Umsatzerlöse 08, 09 7.629 7.321
Umsatzkosten – 6.914 – 6.464
Bruttoergebnis vom Umsatz 715 857
Forschungs- und Entwicklungskosten – 59 – 51
Vertriebskosten – 555 – 529
Allgemeine Verwaltungskosten – 458 – 348
Sonstige Erträge 10 69 100
Sonstige Aufwendungen – 25 – 14
Sonstige Gewinne und Verluste 10 11
Betriebliches Ergebnis – 303 25
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 11 4 – 51
Finanzierungserträge 199 212
Finanzierungsaufwendungen – 282 – 275
Finanzergebnis – 79 – 115
Ergebnis vor Steuern – 382 – 89
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 59 – 32
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) – 442 – 121
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 02 78 – 4
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 364 – 125
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG – 372 – 145
Nicht beherrschende Anteile 8 20
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 364 – 125
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 12
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) –0,72 – 0,23
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) –0,60 – 0,23

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

thyssenkrupp-Gruppe – Gesamtergebnisrechnung

Mio € 1. Quartal
2019 / 20201)
1. Quartal
2020 / 2021
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 364 – 125
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Jahresergebnis umgegliedert werden:
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 251 – 166
Steuereffekt – 67 – 6
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, insgesamt 184 – 172
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 0 5
Steuereffekt 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 0 5
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 0 0
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Jahresergebnis
umgegliedert werden
184 – 167
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Jahresergebnis umgegliedert werden können:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) – 89 – 228
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 146
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt – 89 – 82
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Fremdkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 0 2
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0
Steuereffekt 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 0 2
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Wertminderungen Finanzinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 0 – 1
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 – 1
Steuereffekt 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 0 – 2
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Cashflow-Hedges
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) – 16 167
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 – 11
Steuereffekt 7 – 46
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt – 9 110
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt – 1 28
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Jahresergebnis umgegliedert werden
können
– 99 55
Sonstiges Ergebnis 85 – 112
Gesamtergebnis – 279 – 237

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2020/ 2021

Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe | thyssenkrupp-Gruppe – Gesamtergebnisrechnung

Mio € 1. Quartal
2019 / 20201)
1. Quartal
2020 / 2021
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG – 283 – 271
Nicht beherrschende Anteile 5 34
Der den Aktionären der thyssenkrupp AG zuzurechnende Anteil am Gesamtergebnis teilt sich wie folgt auf:
Fortgeführte Aktivitäten – 342 – 267
Nicht fortgeführte Aktivitäten1) 58 – 4

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

thyssenkrupp-Gruppe – Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG

Mio €,
mit Ausnahme der Aktienanzahl
Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stand am 30.09.2019 622.531.741 1.594 6.664 – 6.859
Anpassung aus der Erstanwendung von IFRS 16 – 1
Stand am 1.10.2019 622.531.741 1.594 6.664 – 6.860
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 372
Sonstiges Ergebnis 184
Gesamtergebnis – 188
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Sonstige Veränderungen 5
Stand am 31.12.2019 622.531.741 1.594 6.664 – 7.043
Stand am 30.09.2020 622.531.741 1.594 6.664 1.472
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 145
Sonstiges Ergebnis – 172
Gesamtergebnis – 317
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Sonstige Veränderungen – 10
Stand am 31.12.2020 622.531.741 1.594 6.664 1.145

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen zum Anhang

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2020/ 2021

Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe | thyssenkrupp-Gruppe – Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG

Cashflow-Hedges
Eigenkapital Nicht
beherrschende
Anteile
Insgesamt Anteil der auf nach
der Equity-Methode
bilanzierte
Beteiligungen
entfällt
Kosten der
Absicherung
Designierte
Risikokomponente
Wertminderungen
Finanzinstrumente
Marktbewertung
Eigenkapital
instrumente
Marktbewertung
Fremdkapital
instrumente
Unterschieds
betrag aus der
Währungs
umrechnung
2.220 469 1.751 43 – 1 68 46 0 7 187
– 1 0 – 1
2.219 469 1.750 43 – 1 68 46 7 187
– 364 8 – 372
85 – 3 89 0 – 1 – 9 0 0 – 85
– 279 5 – 284 0 – 1 – 9 0 0 – 85
– 12 – 12 0
5 0 5
1.934 462 1.471 43 – 1 59 46 0 7 102
10.174 364 9.810 40 – 1 84 42 2 6 – 93
– 125 20 – 145
– 112 14 – 126 28 0 95 – 2 5 1 – 81
– 237 34 – 271 28 0 95 – 2 5 1 – 81
– 8 – 8 0
0 10 – 10
9.929 400 9.529 67 – 1 179 40 7 7 – 174

thyssenkrupp-Gruppe – Kapitalflussrechnung

1. Quartal 1. Quartal
Mio € 2019 / 20201) 2020 / 2021
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 364 – 125
Anpassungen des Periodenüberschusses/(-fehlbetrags) für die Überleitung zum Operating Cashflow:
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) – 78 4
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 38 – 11
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 311 230
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte 0 – 18
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam – 4 51
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte – 9 – 13
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreis- und anderen nicht zahlungswirksamen
Veränderungen:
– Vorräte – 550 – 225
– Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 304 247
– Vertragsvermögenswerte – 128 301
– Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 85 – 16
– Sonstige Rückstellungen – 359 – 101
– Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 1.421 209
– Vertragsverbindlichkeiten 245 8
– Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit – 9 – 277
Operating Cashflow – fortgeführte Aktivitäten – 2.109 265
Operating Cashflow – nicht fortgeführte Aktivitäten – 22 0
Operating Cashflow – 2.131 265
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und in langfristige finanzielle Vermögenswerte 0 – 2
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften zuzüglich übernommener Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
0 – 35
Investitionen in Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen) und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien – 282 – 231
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschließlich geleisteter Anzahlungen) – 12 – 5
Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften abzüglich abgegebener Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
– 13 0
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 18 23
Desinvestitionen von Termingeldern 0 850
Cashflow aus Investitionstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten – 290 599
Cashflow aus Investitionstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten – 32 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit – 322 599

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2020/ 2021 Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe | thyssenkrupp-Gruppe – Kapitalflussrechnung

Mio € 1. Quartal
2019 / 20201)
1. Quartal
2020 / 2021
Tilgung von Anleihen 0 – 850
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.056 32
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – 517 – 90
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen – 32 – 34
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 266 – 10
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile – 12 – 8
Finanzierung nicht fortgeführter Aktivitäten – 22 0
Sonstige Finanzierungsvorgänge 105 10
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten 845 – 949
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten – 5 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 840 – 949
Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – 1.613 – 86
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – 13 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode 3.706 10.697
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 2.079 10.611
[davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der nicht fortgeführten Aktivitäten] [286] [0]
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cashflow fortgeführter Aktivitäten enthalten sind:
Zinseinzahlungen 5 2
Zinsauszahlungen – 28 – 27
Erhaltene Dividenden 0 1
(Auszahlungen)/Einzahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag – 57 – 20

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang.

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

thyssenkrupp-Gruppe – Verkürzter Anhang

Unternehmensinformation

Die thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Gruppe") für den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis 31. Dezember 2020 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 8. Februar 2021 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss wurde nach § 115 WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die im verkürzten Zwischenabschluss der Gruppe zum 31. Dezember 2020 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften denen des letzten Abschlusses der Gruppe zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Abschlusses der Gruppe unseres Geschäftsberichts 2019 / 2020 veröffentlicht.

Überprüfung der Schätzungen und Beurteilungen im Rahmen der weltweiten Corona-Pandemie

Zur Erstellung des Abschlusses muss der Vorstand Schätzungen und Beurteilungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe zu vermitteln, und fortlaufend überprüft; dies gilt insbesondere im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen der derzeitigen weltweiten Corona-Pandemie. Vor diesem Hintergrund wurden die kritischen Sachverhalte Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, aktive latente Steuern sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte (vgl. Anhang-Nr. 07) einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen; hieraus ergaben sich lediglich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten Wertminderungen. Im Segment Multi Tracks wurde bei der Business Unit Infrastructure zwar ein Wertminderungsaufwand von 14 Mio € ermittelt. Der für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevante erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert, der insgesamt 60 Mio € beträgt und zu dessen Bestimmung ein Diskontierungssatz (nach Steuern) von 6,92 % angesetzt wurde. Der so ermittelte Wertminderungsaufwand konnte jedoch aufgrund der Wertuntergrenze nach IAS 36.105 nicht erfasst werden.

Die Beurteilung der Auswirkungen der fortbestehenden Corona-Pandemie auf die Ertragsaussichten bleibt gegenüber dem 30. September 2020 unverändert. Zwar erfolgten seither insbesondere in Europa Maßnahmenverschärfungen infolge eines erhöhten Infektionsgeschehens und es wurden neuartige, potenziell infektiösere Mutationen des Virus entdeckt. Eine daraus resultierende Beeinträchtigung unserer Produktion und der relevanten Wertschöpfungsketten tritt im Vergleich zur Entwicklung im Vorjahr bislang jedoch nur in deutlich geringerem Ausmaß auf und die daraus erwarteten Effekte im Detail-Planungszeitraum stehen somit weiterhin im Einklang mit der zum 30. September 2020 verwendeten Planung. Die seit dem letzten Abschlussstichtag weltweit erfolgten Impfzulassungen bekräftigen wiederum unsere mittel- und langfristig unterstellten Ertragsaussichten. Für den Automobilsektor als bedeutende Endabnehmerindustrie gehen wir unverändert von einer im Vergleich zu anderen Sektoren langsameren wirtschaftlichen Erholung verbunden mit niedrigeren Wachstumsraten als vor der Corona-Pandemie angenommen aus. Vor dem Hintergrund dieser Beobachtungen, der grundsätzlich positiven Entwicklung des Geschäftsverlaufs im abgelaufenen Quartal sowie der tendenziell gegenüber dem Vorquartal gesunkenen Kapitalkostensätze ergab sich folglich zum 31. Dezember 2020 kein weiterer Wertminderungsbedarf auf Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen.

Bezüglich der Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie auf die aktuelle Geschäftsentwicklung und das wirtschaftliche Umfeld von thyssenkrupp sowie auf die erwartete künftige Entwicklung wird auf die Darstellung im Zwischenlagebericht verwiesen.

01 Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2020 / 2021 wendet thyssenkrupp erstmalig die nachfolgenden Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards an, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben:

  • Änderungen am IFRS Rahmenkonzept: "Amendments to References to the Conceptual Framework in IFRS Standards", Veröffentlichung im März 2018
  • Änderungen an IFRS 3: "Definition of a Business (Amendments to IFRS 3)", Veröffentlichung im Oktober 2018
  • Änderungen an IAS 1 und IAS 8: "Amendments to IAS 1 and IAS 8: Definition of Material", Veröffentlichung im Oktober 2018
  • Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7: "Interest Rate Benchmark Reform", Veröffentlichung im September 2019

Dagegen wendet thyssenkrupp das Wahlrecht der im Mai 2020 veröffentlichten Änderung an IFRS 16 "Leases COVID-19 Related Rent Concessions" nicht an, wonach die Bilanzierung von Zugeständnissen wie Stundung der Mietraten oder Mietpreisnachlässe, die im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Corona Pandemie gewährt werden, vereinfacht erfolgen kann.

02 Nicht fortgeführte Aktivitäten

thyssenkrupp hatte Ende Februar 2020 mit einem Bieterkonsortium um Advent International und Cinven eine Vereinbarung zum vollständigen Verkauf seines Aufzuggeschäfts Elevator Technology unterzeichnet. Nach Freigabe durch die zuständigen Behörden erfolgte der Vollzug der Transaktion (Closing) verbunden mit der Entkonsolidierung von Elevator Technology am 31. Juli 2020. Die Transaktion erfüllte die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis von Elevator Technology als nicht fortgeführte Aktivität. Sie umfasste Elevator Technology und einzelne Einheiten aus Corporate Headquarters. Gemäß IFRS 5 wurden für die nicht fortgeführten Aufzugaktivitäten die Darstellung für das Vorjahresquartal angepasst und alle Aufwendungen und Erträge separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie alle Cashflows separat in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen. Darüber hinaus müssen die in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf stehenden noch anfallenden nachlaufenden Aufwendungen und Erträge sowie Cashflows weiterhin separat in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen werden. Infolge des Ende Juli 2020 erfolgten Verkaufs war in der Bilanz zum 30. September 2020 ein gesonderter Ausweis der auf Elevator Technology entfallenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nicht mehr erforderlich.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Ergebnisse des 1. Quartals 2019 / 2020 der bis Ende Juli 2020 als nicht fortgeführte Aktivität klassifizierten Elevator Technology enthalten. Im 1. Quartal 2020 / 2021 werden hier nachlaufende Aufwendungen ausgewiesen, die aus Verpflichtungen aus dem Vertrag über die Veräußerung der Aufzugaktivitäten im letzten Geschäftsjahr resultieren.

NICHT FORTGEFÜHRTE AUFZUGAKTIVITÄTEN

Mio € 1. Quartal
2019 / 2020
1. Quartal
2020 / 2021
Umsatzerlöse 2.044 0
Andere Erträge 15 0
Aufwendungen – 1.882 – 4
Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 177 – 4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 99 0
Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 78 – 4
Abgangsergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 0 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0
Abgangsergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 0 0
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 78 – 4
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG 77 – 4
Nicht beherrschende Anteile 1 0

Im Zuge der Veräußerung des Aufzuggeschäfts Elevator Technology am 31. Juli 2020 hält thyssenkrupp eine Rückbeteiligung, die Bestandteil der für den Verkauf erhaltenen Gegenleistung war und die sich aus mehreren Finanzierungsinstrumenten zusammensetzt und wie folgt bilanziert werden:

  • Stammaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Aufgrund des Vorliegens von maßgeblichem Einfluss werden die Stammaktien nach den Vorgaben des IAS 28 als nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung behandelt und ausgewiesen. Die Fortschreibung der Anschaffungskosten nach der Equity-Methode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb des Finanzergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen enthalten.
  • Vorzugsaktien (mit Stimmrechten ausgestattet) an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg. Die Vorzugsaktien werden als Eigenkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im Eigenkapital (ohne Recycling) erfasst werden.
  • Zinslose Darlehen (Darlehensnehmer: Vertical Topco I S.A., Luxembourg). Die zinslosen Darlehen werden als Fremdkapitalinstrument nach den Vorgaben des IAS 32 bzw. des IFRS 9 behandelt und ebenfalls in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, wobei die Ergebniseffekte aus der Folgebewertung in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis in den Finanzierungserträgen bzw. -aufwendungen gezeigt werden.

03 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurden die Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2020 angepasst.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Mio € 30.09.2020 31.12.2020
Pensionen 8.274 8.405
Altersteilzeit 242 268
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 45 32
Insgesamt 8.560 8.705

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zugrunde gelegt:

DURCHSCHNITTLICHE BEWERTUNGSFAKTOREN

30.09.2020 31.12.2020
in % Deutschland Übrige Länder Insgesamt Deutschland Übrige Länder Insgesamt
Diskontierungssatz für Pensionen 0,70 1,25 0,83 0,50 1,10 0,64

04 Sonstige Rückstellungen

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Restrukturierungsrückstellungen verminderten sich im Vergleich zum 30. September 2020 um 13 Mio € auf 376 Mio €. Zuführungen in Höhe von 38 Mio €, die im Wesentlichen das Segment Multi Tracks betreffen, wurden insbesondere durch Inanspruchnahmen überkompensiert.

05 Finanzschulden

Am 8. Dezember 2020 wurde die Anleihe über 850 Mio € mit Fälligkeit 8. März 2021 unter Beachtung einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit gemäß den Emissionsbedingungen vorzeitig zurückgezahlt.

Das bestehende Commercial-Paper-Programm mit einem maximalen Emissionsvolumen von 3,0 Mrd € war zum 31. Dezember 2020 nicht in Anspruch genommen.

06 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Eventualverbindlichkeiten

Die thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Maximale
Haftungsvolumen
Rückstellung
Mio € 31.12.2020 31.12.2020
Anzahlungsgarantien 58
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 101
Kreditaufträge 4
Sonstige Haftungserklärungen 6 1
Insgesamt 169 1

Die thyssenkrupp-Gruppe hat für die TK Elevator GmbH und deren Tochtergesellschaften Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von deren Auftraggebern ausgestellt bzw. ausstellen lassen; diese verringerten sich zum 31. Dezember 2020 im Vergleich zum 30. September 2020 um 78 Mio € auf 144 Mio €. Das Erwerberkonsortium hat sich verpflichtet, thyssenkrupp von Aufwendungen im Zusammenhang mit den Bürgschaften und Garantien bis zu deren vollständigen Ablösung schadlos zu halten. Darüber hinaus hat thyssenkrupp als zusätzliche Sicherheit Garantien in gleichlautender Höhe von dem Erwerber erhalten.

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung oder die Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern.

Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen, aus dem zugrundeliegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein Dritter außerhalb der Gruppe beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die im Segment Steel Europe bestehenden langfristigen Abnahmeverträge für Eisenerz und Eisenerzpellets werden aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet. Im Vergleich zum 30. September 2020 sind Abnahmeverpflichtungen mit rund 1 Mrd € unverändert.

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH hat die thyssenkrupp Steel Europe AG wegen der Eigenstromversorgung einzelner Betriebe des Unternehmens für die Kalenderjahre 2016 bis 2019 im Wege der Stufenklage auf Auskunft und Zahlung von EEG-Umlagen und Zinsen in Anspruch genommen. Mit Verweis auf IAS 37.92 geben wir keine weiteren Informationen zu dieser Eventualverbindlichkeit, da über Auskunftsanträge bereits der Umfang der Auseinandersetzung im gerichtlichen Verfahren zu klären ist und keine höchstrichterliche Rechtsprechung zu der dahinterstehenden EEG-rechtlichen Frage existiert.

Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem Geschäftsjahresende 2019 / 2020 keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

07 Finanzinstrumente

Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der beizulegende Zeitwert dem bilanzierten Buchwert abzüglich der im sonstigen Ergebnis erfassten Wertberichtigungen.

Für die Vorzugsaktien im Zusammenhang mit der Rückbeteiligung, welche als Eigenkapitalinstrument klassifiziert sind, wurde aufgrund der Bedeutung das Wahlrecht ausgeübt, diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) zu bilanzieren. In den Fremdkapitalinstrumenten unter der Bilanzposition "Sonstige finanzielle Vermögenswerte – langfristig" sind die Darlehen aus der Elevator-Transaktion enthalten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden; vgl. dazu auch Anhang-Nr. 02. Die übrigen Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert, soweit vorhanden, auf Börsenkursen zum Quartalsstichtag oder eigenen Bewertungsmodellen.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Quartalsstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrundeliegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrunde liegenden Basiszinsen.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cashflows stattfinden.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Quartalsstichtag vorgenommen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 9.330 Mio € zum 31.12.2020 (30.09.2020: 10.023 Mio €) haben einen beizulegenden Zeitwert von 9.362 Mio € (30.09.2020: 9.819 Mio €), der nach Bewertungsmethoden ermittelt wurde, die Level 2 zuzuordnen sind.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:

BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.09.2020

Mio € 30.09.2020 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 62 0 62 0
Eigenkapitalinstrumente 12 7 5 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.179 2.179
Eigenkapitalinstrumente 54 54
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 14 14 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 46 0 46 0
Insgesamt 2.368 21 114 2.232
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 50 0 50 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 18 0 18 0
Insgesamt 68 0 68 0

BEWERTUNGSHIERARCHIE 31.12.2020

Mio € 31.12.2020 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 57 0 57 0
Eigenkapitalinstrumente 12 7 5 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.913 1.913
Eigenkapitalinstrumente 58 58
Fremdkapitalinstrumente (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) 16 16 0 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 165 0 165 0
Insgesamt 2.221 23 226 1.972
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 52 0 52 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 12 0 12 0
Insgesamt 63 0 63 0

Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten auf Basis anerkannter Bewertungsmodelle bewertet wird.

Im Berichtsquartal gab es keine Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2. Für die in Level 3 eingestuften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der beizulegende Zeitwert dem bilanzierten Buchwert abzüglich der im sonstigen Ergebnis erfassten Wertberichtigungen.

Nachfolgend ist die Entwicklung der in Level 3 erfassten Eigenkapitalinstrumente dargestellt:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FINANZINSTRUMENTE LEVEL 3

54
5
58

Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Eigenkapitalinstrumente beinhalten ausschließlich die Vorzugsaktien aus der Rückbeteiligung. Die Anteile wurden unter Berücksichtigung der erwarteten Cashflows auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Effekt wird erfolgsneutral im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis innerhalb der Position "Marktbewertung Eigenkapitalinstrumente" ausgewiesen.

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte

Zur Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle insbesondere zur Ermittlung der erwarteten Ausfallraten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat thyssenkrupp folgendes Bewertungsmodell entwickelt:

Die erwarteten Ausfallraten leiten sich im Wesentlichen aus externen Kreditinformationen und Ratings pro Kontrahent ab, was im Vergleich zur Bildung von Ratingklassen eine genauere Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit ermöglicht. Hierbei werden zum einen die durch Warenkreditversicherer vergebenen Risikonummern der Kunden und zum anderen die von Auskunfteien erteilten Bonitätsinformationen mittels eines zentralen Zuordnungssystems in eine individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde übersetzt. Diese individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde wird einheitlich in der thyssenkrupp-Gruppe verwendet. Es erfolgt eine quartalsweise Aktualisierung der Informationen. Sind keine Ratinginformationen auf Kontrahentenebene vorhanden, erfolgt eine Bewertung auf Basis der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit pro Segment zuzüglich eines angemessenen Risikozuschlags. Für den Gruppenabschluss zum 31. Dezember 2020 wurden die aktuellen externen Kreditinformationen und Ratings verwendet, welche die derzeitigen Erwartungen der möglichen Auswirkungen aus der Corona-Pandemie bereits berücksichtigen. Somit ist in diesem Modell keine zusätzliche Anpassung der Wertberichtigung notwendig.

08 Segmentberichterstattung

Die Berichterstattung folgt dem internen Steuerungskonzept von thyssenkrupp; hierbei ergeben sich seit dem 1. Oktober 2020 folgende Änderungen der Organisations- und Berichtsstruktur:

Im Zuge der Konkretisierung der Neuausrichtung werden seit dem 1. Oktober 2020 bestimmte Geschäfte, für die sich das Unternehmen kurz- bis mittelfristig andere Eigentumsverhältnisse in Erwägung zieht, zu dem neuen eigenständigen Segment Multi Tracks zusammengefasst und im Sinne eines aktiven Beteiligungsmanagements durch einen eigenen Segmentvorstand geführt. In diesem Zusammenhang wurden mit Beginn des Geschäftsjahres 2020/2021 folgende Geschäfte organisatorisch dem neuen Segment Multi Tracks zugeordnet: das ehemalige Segment Plant Technology, d.h. die Geschäfte mit Chemie-Anlagen, Zement-Anlagen sowie Anlagen und Ausrüstung im Bereich Mining, das Edelstahlwerk im italienischen Terni (AST) inkl. der dazugehörigen Vertriebsorganisation sowie die Einheit Infrastructure aus dem Segment Materials Services, System Engineering Antrieb (Powertrain Solutions und Battery Solutions) sowie Springs & Stabilizers aus dem Segment Automotive Technology und Heavy Plate (Grobblech) aus dem Segment Steel Europe. Auch die bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019/2020 in der Berichtszeile "Überleitung" unter Special Units berücksichtigte Elevator Rückbeteiligung sowie die unter Special Services angesiedelte thyssenkrupp Carbon Components werden seit dem 1. Oktober 2020 diesem neuen Segment zugeordnet.

Mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020 wurde die Definition für das Bereinigte EBIT dahingehend angepasst, dass eine engere Definition der Sondereffekte erfolgt, wonach nur noch Restrukturierungsaufwendungen, Wertminderungsaufwendungen/Zuschreibungen sowie Veräußerungsgewinne bzw. –verluste bereinigt werden.

Der Vorperiodenausweis wurde entsprechend angepasst.

Die Segmentinformationen für das 1. Quartal 2019 / 2020 und das 1. Quartal 2020 / 2021 stellen sich damit wie folgt dar:

Mio € Materials
Services
Industrial
Components
Automotive
Technology
Steel
Europe
Marine
Systems
Multi
Tracks
Corporate
Headquarters
Überleitung Elevator
Technology2)
Gruppe
1. Quartal 2019 / 2020
Außenumsätze 2.599 540 1.177 1.585 387 1.350 0 – 8 2.044 9.674
Gruppeninterne Umsätze 89 4 5 212 0 91 1 – 403 0 0
Umsatzerlöse gesamt 2.689 544 1.182 1.797 387 1.441 1 – 411 2.044 9.674
EBIT 12 43 8 – 131 1 – 144 – 82 – 8 187 – 115
Bereinigtes EBIT 12 44 46 – 127 1 – 92 – 65 – 5 218 33
1. Quartal 2020 / 2021
Außenumsätze 2.283 615 1.214 1.719 365 1.110 4 12 0 7.321
Gruppeninterne Umsätze 86 6 1 198 0 90 1 – 381 0 0
Umsatzerlöse gesamt 2.368 621 1.215 1.917 364 1.200 5 – 370 0 7.321
EBIT 11 98 116 22 5 – 184 – 54 9 – 4 20
Bereinigtes EBIT 5 101 109 20 5 – 111 – 54 3 0 78

SEGMENTINFORMATION1 )

1) Der Ausweis für 2019 / 2020 wurde angepasst. 2) Nicht fortgeführte Aktivität

Im Vergleich zum 30. September 2020 verminderte sich zum 31. Dezember 2020 das durchschnittliche Capital Employed bei Automotive Systems um – 485 Mio € auf 2.340 Mio €, bei Steel Europe um – 1.288 Mio€ auf 3.815 Mio € und bei Multi Tracks um – 1.055 Mio € auf 863 Mio €, während es sich bei Marine Systems um 340 Mio € auf 1.519 Mio € erhöhte.

Die Spalte "Überleitung" lässt sich wie folgt unterteilen:

AUFRISS ÜBERLEITUNG

Mio € Service Units Special Units Konsolidierung Überleitung
1. Quartal 2019 / 2020
Außenumsätze 14 6 – 27 – 8
Gruppeninterne Umsätze 50 30 – 482 – 403
Umsatzerlöse gesamt 64 36 – 509 – 411
EBIT – 6 – 3 – 6 – 8
Bereinigtes EBIT – 4 – 1 – 4 – 5
1. Quartal 2020 / 2021
Außenumsätze 8 3 0 12
Gruppeninterne Umsätze 55 20 – 456 – 381
Umsatzerlöse gesamt 63 23 – 456 – 370
EBIT 0 4 5 9
Bereinigtes EBIT 0 1 2 3

1) Der Ausweis für 2019 / 2020 wurde angepasst.

Nachfolgend werden die Überleitungsrechnungen der Umsatzerlöse und der Ertragskennzahl EBIT zum EBT gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

ÜBERLEITUNG UMSATZERLÖSE

Mio € 1. Quartal
2019 / 2020
1. Quartal
2020 / 2021
Umsatzerlöse gemäß Segmentberichterstattung 9.674 7.321
– Umsatzerlöse nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten – 2.044 0
Umsatzerlöse gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 7.629 7.321

ÜBERLEITUNG EBIT ZU EBT

Mio € 1. Quartal
2019 / 20201)
1. Quartal
2020 / 2021
Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung 33 78
Sondereffekte2) – 148 – 57
EBIT gemäß Segmentberichterstattung – 115 20
+ Nicht operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 0 – 53
+ Finanzierungserträge 206 212
– Finanzierungsaufwendungen – 299 – 275
+ Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden 3 3
EBT-Gruppe – 206 – 93
– EBT nicht fortgeführte Aufzugaktivitäten – 177 4
EBT aus fortgeführten Aktivitäten gemäß Gewinn- und Verlustrechnung –382 – 89

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

2) Vgl. die Erläuterung der Sondereffekte im Wirtschaftsbericht im Geschäftsverlauf in der Gruppe und in den Segmenten.

09 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bzw. die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden sind nachfolgend dargestellt:

UMSATZERLÖSE

Mio € Materials
Services
Industrial
Components
Automotive
Technology
Steel
Europe
Marine
Systems
Multi
Tracks
Corporate
Headquarters
Überleitung Gruppe
1. Quartal 2019 / 20201)
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen
Erzeugnissen
347 472 878 1.661 6 581 0 – 282 3.662
Umsatzerlöse aus Verkauf von
Handelswaren
2.030 58 114 49 15 41 0 – 71 2.236
Umsatzerlöse aus Erbringung von
Dienstleistungen
162 2 46 36 18 134 1 – 37 361
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 0 0 140 0 348 654 0 – 9 1.132
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit
Kunden
14 13 2 55 1 27 0 – 3 110
Zwischensumme Umsatzerlöse aus
Verträgen mit Kunden
2.553 544 1.180 1.801 387 1.437 1 – 401 7.502
Sonstige Umsatzerlöse 135 – 1 2 – 3 – 1 4 0 127
Insgesamt 2.689 544 1.182 1.797 387 1.441 1 – 401 7.629
1. Quartal 2020 / 2021
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen
Erzeugnissen
321 532 936 1.768 7 633 0 – 264 3.932
Umsatzerlöse aus Verkauf von
Handelswaren
1.944 72 105 36 3 49 0 – 50 2.159
Umsatzerlöse aus Erbringung von
Dienstleistungen
122 2 50 47 11 100 5 – 32 305
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 2 0 119 0 338 403 0 – 4 859
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit
Kunden
0 14 4 65 6 10 0 – 4 95
Zwischensumme Umsatzerlöse aus
Verträgen mit Kunden
2.389 620 1.215 1.916 365 1.194 5 – 353 7.351
Sonstige Umsatzerlöse – 21 1 0 1 – 1 6 0 – 17 – 29
Insgesamt 2.368 621 1.215 1.917 364 1.200 5 – 370 7.321

1) Der Ausweis wurde angepasst.

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH KUNDENGRUPPEN

Mio € Materials
Services
Industrial
Components
Automotive
Technology
Steel
Europe
Marine
Systems
Multi
Tracks
Corporate
Headquarters
Überleitung Gruppe
1. Quartal 2019 / 20201)
Automobilindustrie 352 179 1.118 615 0 268 0 – 48 2.485
Handel 445 23 55 385 2 124 0 – 213 821
Maschinen- und Anlagenbau 301 310 3 46 3 383 0 – 29 1.018
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 362 8 2 362 0 226 0 – 83 877
Bauwirtschaft 125 4 0 8 0 27 0 – 12 152
Öffentliche Hand 14 1 0 0 363 0 0 – 5 373
Verpackungsindustrie 26 0 0 264 0 1 0 – 4 286
Energie und Versorgung 17 4 0 51 0 27 0 – 1 99
Übrige Kundengruppen 911 15 2 70 19 379 0 – 5 1.391
Insgesamt 2.553 544 1.180 1.801 387 1.437 1 – 401 7.501
1. Quartal 2020 / 2021
Automobilindustrie 334 183 1.156 616 0 258 1 – 3 2.545
Handel 345 28 52 322 2 98 0 – 126 721
Maschinen- und Anlagenbau 239 375 3 50 5 207 0 0 880
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung 429 7 1 503 0 274 0 – 230 983
Bauwirtschaft 130 4 0 4 0 28 0 – 1 164
Öffentliche Hand 18 0 0 1 350 0 0 1 370
Verpackungsindustrie 21 0 0 286 0 0 0 1 309
Energie und Versorgung 19 8 0 54 0 12 0 0 94
Übrige Kundengruppen 853 14 3 80 7 318 4 5 1.285
Insgesamt 2.389 620 1.215 1.916 365 1.194 5 – 353 7.351

1) Der Ausweis wurde angepasst.

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN

Mio € Materials
Services
Industrial
Components
Automotive
Technology
Steel
Europe
Marine
Systems
Multi
Tracks
Corporate
Headquarters
Überleitung Gruppe
1. Quartal 2019 / 20201)
Deutschsprachiger Raum2) 1.003 100 371 947 91 237 0 – 247 2.502
Westeuropa 398 101 183 411 32 336 0 – 53 1.408
Zentral- und Osteuropa 326 10 90 136 0 146 0 – 21 688
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 7 7 4 12 0 30 0 – 1 59
Nordamerika 650 125 242 152 2 121 0 – 45 1.246
Südamerika 8 33 16 23 3 80 0 – 3 159
Asien / Pazifik 93 22 8 16 86 174 0 – 6 393
Großraum China 26 132 252 30 5 107 0 – 18 533
Indien 11 8 5 12 8 63 0 – 1 106
Naher Osten & Afrika 31 5 10 61 161 144 0 – 6 408
Insgesamt 2.553 544 1.180 1.801 387 1.437 1 – 401 7.502
1. Quartal 2020 / 2021
Deutschsprachiger Raum2) 891 93 393 1.076 50 191 4 – 258 2.440
Westeuropa 390 100 182 415 27 399 0 – 62 1.450
Zentral- und Osteuropa 346 11 62 141 1 72 0 – 19 613
Gemeinschaft unabhängiger Staaten 14 7 2 11 0 32 0 0 66
Nordamerika 562 111 253 152 4 87 1 – 17 1.153
Südamerika 2 38 15 20 5 60 0 1 142
Asien / Pazifik 115 15 11 8 75 81 0 – 1 305
Großraum China 18 232 240 30 2 89 0 1 612
Indien 9 7 1 12 4 43 0 0 76
Naher Osten & Afrika 41 6 56 52 198 140 0 2 495
Insgesamt 2.389 620 1.215 1.916 365 1.194 5 – 353 7.351

1) Der Ausweis wurde angepasst.

2) Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein

Von den Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden resultieren im 1. Quartal 2020/2021 1.097 Mio € (Vorjahr: 1.211 Mio €) aus langfristigen Verträgen und 6.254 Mio € (Vorjahr: 6.291 Mio €) aus kurzfristigen Verträgen bzw. 1.220 Mio € (Vorjahr: 1.550 Mio €) aus zeitraumbezogen erfassten Umsatzerlösen und 6.130 Mio € (Vorjahr: 5.952 Mio €) aus zeitpunktbezogen erfassten Umsatzerlösen.

10 Sonstige Erträge

Die Erträge aus Zulagen und Zuschüssen in Höhe von 13 Mio € enthalten im 1. Quartal 2020 / 2021 im Wesentlichen die Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld in Deutschland, die die Gruppe von der öffentlichen Hand erhalten hat.

11 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält in der Zeile "Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen" Aufwendungen in Höhe von 53 Mio € aus den Stammaktien an der Vertical Topco I S.A., Luxembourg, die Bestandteil der Elevator Rückbeteiligung sind (vgl. Anhang-Nr. 02).

12 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

ERGEBNIS JE AKTIE

1. Quartal 2019 / 20201) 1. Quartal 2020 / 2021
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern)
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
– 449 – 0,72 – 141 – 0,23
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern)
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
77 0,12 – 4 – 0,01
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag)
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
–372 – 0,60 – 145 – 0,23
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 622.531.741 622.531.741

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

13 Zusätzliche Informationen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds lässt sich wie folgt aus der Bilanzposition "Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder" herleiten.

HERLEITUNG ZAHLUNGSMITTELFONDS

Mio € 31.12.2019 30.09.2020 31.12.2020
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder gemäß Bilanz 2.079 11.547 10.611
– Termingelder 0 – 850 0
Zahlungsmittelfonds gemäß Kapitalflussrechnung 2.079 10.697 10.611

Termingelder werden nicht als Zahlungsmitteläquivalente eingestuft. Termingelder haben eine Vertragslaufzeit von mehr als drei Monaten bis zu 12 Monaten. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Zahlungsmittel.

Per 31. Dezember 2020 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 106 Mio € (Vorjahr: 25 Mio €) von der Joint Operation HKM.

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2020/ 2021 Verkürzter Zwischenabschluss der thyssenkrupp-Gruppe | thyssenkrupp-Gruppe – Verkürzter Anhang

Essen, den 8. Februar 2021

thyssenkrupp AG Der Vorstand

Merz

Burkhard Keysberg

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis 31. Dezember 2020, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Essen, den 9. Februar 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Harald Kayser Michael Preiß Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Kontakt und Finanzkalender 2021/2022

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Communications

Telefon: (0201) 844-536043 Telefax: (0201) 844-536041 E-Mail: [email protected]

Investor Relations E-Mail: [email protected] Institutionelle Investoren und Analysten Telefon: (0201) 844-536464 Telefax: (0201) 8456-531000 Privatanleger Telefon: (0201) 844-536367 Telefax: (0201) 8456-531000

Herausgeber

thyssenkrupp AG thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen Postfach, 45063 Essen

Telefon: (0201) 844-0 Telefax: (0201) 844-536000 E-Mail: [email protected]

www.thyssenkrupp.com

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Finanzbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen sind mit Unsicherheiten verbunden, da sie von thyssenkrupp nicht beeinflusst oder kontrolliert werden können, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesem Finanzbericht explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Die in diesem Finanzbericht enthaltenen zukunftsbezogene Aussagen werden nicht an Ereignisse oder Entwicklungen angepasst, die nach dem Datum dieses Berichts eintreten.

Finanzkalender 2021 /2022

  1. Mai 2021 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2020 / 2021 (Oktober bis März)

  2. August 2021 Zwischenbericht 9 Monate 2020 / 2021 (Oktober bis Juni)

  3. November 2021 Geschäftsbericht 2020 / 2021 (Oktober bis September)

  4. Februar 2022 Ordentliche Hauptversammlung

  5. Februar 2022 Zwischenbericht 1. Quartal 2021 / 2022 (Oktober bis Dezember)

Dieser Zwischenbericht ist am 10. Februar 2021 erschienen. Inhouse produziert mit firesys.

Rundungen und Veränderungsraten

Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet, Verschlechterungen mit Minus (−). Bei sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten (≥ 500 % bzw. ≤ −100 %) wird die Veränderungsrichtung durch ++ bzw. −− angezeigt.

Abweichungen aus technischen Gründen

Dieser Finanzbericht ist von der Gesellschaft aufgrund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum elektronischen Bundesanzeiger einzureichen. Aus technischen Gründen kann es beim Bundesanzeiger Verlag zu Abweichungen in den im Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen kommen.

Der Finanzbericht steht in deutscher Sprache und in englischer Übersetzung im Internet unter www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Finanzberichts der englischen Übersetzung vor.

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