AI assistant
thyssenkrupp AG — Interim / Quarterly Report 2020
Feb 18, 2020
435_10-q_2020-02-18_37f1a16c-d891-4b3c-8fad-ba4400a2c934.pdf
Interim / Quarterly Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Zwischenbericht 1. Quartal 2019 /2020
- Oktober 2019 – 31. Dezember 2019 thyssenkrupp AG

thyssenkrupp in Zahlen
| Konzern1) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Quartal 2018 / 2019 |
1. Quartal 2019 / 2020 |
Veränderung | in % | ||
| Auftragseingang | Mio € | 10.111 | 9.660 | – 450 | – 4 |
| Umsatz | Mio € | 9.736 | 9.674 | – 63 | – 1 |
| EBIT2) | Mio € | 181 | – 115 | – 297 | -- |
| EBIT-Marge | % | 1,9 | – 1,2 | – 3,1 | -- |
| Bereinigtes EBIT2) | Mio € | 217 | 50 | – 167 | – 77 |
| Bereinigte-EBIT-Marge | % | 2,2 | 0,5 | – 1,7 | – 77 |
| Ergebnis vor Steuern | Mio € | 99 | – 206 | – 305 | -- |
| Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach Steuern |
Mio € | 68 | – 364 | – 432 | -- |
| davon Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG | Mio € | 60 | – 372 | – 432 | -- |
| Ergebnis je Aktie | € | 0,10 | – 0,60 | – 0,69 | -- |
| Operating Cashflow | Mio € | – 2.245 | – 2.144 | 101 | 4 |
| Cashflow für Investitionen | Mio € | – 257 | – 327 | – 70 | – 27 |
| Cashflow aus Desinvestitionen | Mio € | 25 | 18 | – 8 | – 30 |
| Free Cashflow3) | Mio € | – 2.477 | – 2.453 | 24 | 1 |
| Free Cashflow vor M & A3) | Mio € | – 2.477 | – 2.476 | 1 | 0 |
| Netto-Finanzschulden (31.12.) | Mio € | 4.684 | 7.138 | 2.454 | 52 |
| Eigenkapital (31.12.) | Mio € | 3.274 | 1.934 | – 1.340 | – 41 |
| Gearing (31.12.) | % | 143,1 | 369,1 | 226,1 | 158 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 161.496 | 161.538 | 42 | 0 |
1) Siehe auch Vorbemerkungen.
2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).
3) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.
thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2019/ 2020 thyssenkrupp in Zahlen
| Auftragseingang Mio € |
Umsatz Mio € |
EBIT1) Mio € |
Bereinigtes EBIT1) Mio € |
Mitarbeiter | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Quartal 2018 / 2019 |
1. Quartal 2019 / 2020 |
1. Quartal 2018 / 2019 |
1. Quartal 2019 / 2020 |
1. Quartal 2018 / 2019 |
1. Quartal 2019 / 2020 |
1. Quartal 2018 / 2019 |
1. Quartal 2019 / 2020 |
31.12.2018 | 31.12.2019 | |
| Automotive Technology2) | 1.283 | 1.353 | 1.231 | 1.367 | 9 | – 78 | 13 | 21 | 24.712 | 25.891 |
| Industrial Components2) | 643 | 558 | 573 | 544 | 42 | 43 | 43 | 44 | 14.493 | 13.528 |
| Elevator Technology | 2.143 | 2.232 | 1.923 | 2.045 | 199 | 207 | 204 | 228 | 53.285 | 52.838 |
| Plant Technology2) | 668 | 568 | 615 | 755 | – 37 | – 19 | – 30 | – 18 | 11.113 | 11.300 |
| Marine Systems | 107 | 103 | 298 | 381 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.868 | 6.104 |
| Materials Services | 3.370 | 3.078 | 3.388 | 3.046 | 22 | 11 | 22 | 11 | 20.378 | 20.238 |
| Steel Europe | 2.341 | 2.115 | 2.131 | 1.851 | 34 | – 166 | 38 | – 164 | 27.613 | 28.093 |
| Corporate Headquarters2) |
0 | 1 | 0 | 1 | – 74 | – 103 | – 63 | – 66 | 1.187 | 1.041 |
| Überleitung2) | – 443 | – 348 | – 424 | – 316 | – 12 | – 10 | – 11 | – 6 | 2.847 | 2.505 |
| Konzern2) | 10.111 | 9.660 | 9.736 | 9.674 | 181 | – 115 | 217 | 50 | 161.496 | 161.538 |
1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 08).
2) Siehe auch Vorbemerkungen.
STAMMDATEN UND KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE / ADRS
| ISIN | Anzahl Aktien (insgesamt) | Stück 622.531.741 | ||
|---|---|---|---|---|
| Aktien (Börsen Frankfurt, Düsseldorf) | DE 000 750 0001 | Kurs Ende Dezember 2019 | € | 12,04 |
| ADRs (Außerbörslicher Handel) | US88629Q2075 | Marktkapitalisierung Ende Dezember 2019 | Mio € | 7.495 |
| Kürzel | ||||
| Aktien | TKA | |||
| ADRs | TKAMY |
Inhalt
Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.
Wir verwenden in diesem Finanzbericht im Interesse der besseren Lesbarkeit ausschließlich die grammatisch männliche Form (z.B. "Mitarbeiter"). Sie bezieht sich immer zugleich auf alle Geschlechter der Menschen, um die es geht: männlich, weiblich, divers.
02 thyssenkrupp in Zahlen
05 Zwischenlagebericht
- 05 Vorbemerkungen
- 05 Wirtschaftsbericht
- 05 Zusammenfassung
- 07 Makro- und Branchenumfeld
- 10 Geschäftsverlauf im Konzern und in den Business Areas
- 15 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
-
19 Compliance
-
20 Prognose-, Chancen- und Risikobericht
- 20 Prognose 2019 / 2020
- 23 Chancen und Risiken
24 Verkürzter Zwischenabschluss
- 25 Konzernbilanz
- 27 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- 28 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- 29 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
- 31 Konzern-Kapitalflussrechnung
- 33 Verkürzter Konzernanhang
- 48 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
- 49 Weitere Informationen
- 49 Kontakt und Finanzkalender 2020 / 2021
Zwischenlagebericht
Vorbemerkungen
Am 13. Juni 2019 erfolgte die förmliche Untersagungsentscheidung der Europäischen Kommission für das geplante Joint Venture im Stahlbereich mit Tata Steel Europe. Die geplante Transaktion umfasste die Business Area Steel Europe, die thyssenkrupp MillServices & Systems GmbH aus der Business Area Materials Services und einzelne Gesellschaften, die zu Corporate gehörten. Aufgrund der Untersagung sind die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis der genannten Bereiche als nicht fortgeführte Aktivität nicht mehr erfüllt. Daher wurden die nicht fortgeführten Aktivitäten beginnend mit dem Zwischenabschluss für das 3. Quartal 2018 / 2019 entsprechend für das gesamte Geschäftsjahr 2018 / 2019 wieder als fortgeführte Aktivität klassifiziert. Damit war gemäß IFRS 5 die Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Kapitalflussrechnung entsprechend anzupassen. Bestandteil der Anpassungen ist auch die rückwirkende Berücksichtigung der mit der Klassifizierung als nicht fortgeführte Aktivität ausgesetzten planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 115 Mio € im 1. Quartal 2018 / 2019 (vor Steuern).
Im Zuge der strategischen Neuausrichtung "newtk" konzentriert sich Components Technology seit dem 1. Oktober 2019 auf das Automobilgeschäft und wurde in Automotive Technology umbenannt. Neu hinzu kommt System Engineering, das u.a. Produktionsstraßen für die Automobilindustrie entwickelt und bis zum 30. September 2019 zu Industrial Solutions gehörte. Die Großwälzlager und das Schmiedegeschäft wurden aus Components Technology herausgelöst. Die Berichterstattung der beiden Einheiten erfolgt unter Industrial Components. Industrial Solutions wurde in Plant Technology umbenannt; darin befinden sich die Geschäfte mit Chemie-Anlagen, Zement-Anlagen sowie Anlagen und Ausrüstung im Bereich Mining. Die Verwaltungseinheiten von Corporate und den Regionen werden als Corporate Headquarters dargestellt. Daneben werden die Einheiten der Service Units und Special Units zusammengefasst mit Konsolidierungssachverhalten und in der neuen Berichtszeile "Überleitung" separat abgebildet.
Darstellung und Ausweis der Vorperiode wurden unter Berücksichtigung der zuvor genannten Änderungen entsprechend angepasst.
Wirtschaftsbericht
Zusammenfassung
Positive Ergebnisentwicklung der Industriegütergeschäfte insgesamt kann wie erwartet zyklischen Rückgang bei den Werkstoffgeschäften nicht kompensieren
- Auftragseingang mit Rückgang, deutlich schwächere Werkstoffgeschäfte; Industriegütergeschäfte auf Vorjahresniveau
- Umsatz stabil: starke Industriegütergeschäfte kompensieren schwache Werkstoffgeschäfte
- Automotive Technology mit signifikanten Zuwächsen insbesondere bei Lenkungen
- Industrial Components unter Vorjahr: Anstieg insbesondere bei Windenergie kann zyklischen Rückgang i.W. bei Lkw-Komponenten und Baumaschinenfahrwerken nicht kompensieren
- Elevator Technology mit positiver Entwicklung insbesondere in Americas und Asien-Pazifik in den Bereichen Neuanlagen und Service
- Plant Technology i.W. durch Umsatzhochlauf aus Großaufträgen im Chemieanlagenbau aus Vorjahr signifikant über Vorjahr
- Marine Systems infolge hoher Umsätze eines Fregattenauftrags (Nordafrika) mit signifikanter Steigerung
- Materials Services preis- und mengenbedingt unter Vorjahr
- Steel Europe preis- und mengenbedingt unter Vorjahr
- Bereinigtes EBIT erwartungsgemäß deutlich unter Vorjahr: positive Entwicklung der Industriegütergeschäfte insgesamt kann signifikanten zyklischen Rückgang bei den Werkstoffgeschäften nicht ausgleichen
- Automotive Technology: Höhere Ergebnisbeiträge i.W. bei Dämpfern und Nockenwellen überkompensieren Verluste aus Federn und Stabilisatoren sowie bei System Engineering
- Industrial Components: Höherer Ergebnisbeitrag von Großwälzlager für Windenergie überkompensiert zyklisch geringere Volumina im Schmiedegeschäft (Komponenten für Lkw- und Baumaschinen)
- Elevator Technology mit Fortsetzung des positiven Ergebnis- und Margentrends (0,5 %- Punkte über Vorjahr)
- Plant Technology negativ jedoch mit Verbesserung u.a. durch leichte operative Erholung im Chemie- und Zementanlagenbau sowie Ertrag aus einer Gebäudeveräußerung
- Marine Systems trotz weiterhin geringen Margen bei Projekten in Abrechnung stabil
- Materials Services mit Margendruck aufgrund rückläufiger Preise und Mengen erwartungsgemäß unter Vorjahr
- Steel Europe signifikant unter Vorjahr und negativ aufgrund des anhaltenden Preis-Kosten-Drucks sowie infolge eines geringeren Versands hauptsächlich an die Automobilindustrie
- Corporate Headquarters mit fortgesetzter Reduktion der Verwaltungskosten, jedoch geringere Einmaleffekte
- Periodenergebnis i.W. aufgrund der operativen Entwicklung deutlich unter Vorjahr und negativ
- Free Cashflow vor M & A erwartungsgemäß auf Vorjahresniveau deutlich negativ: Operative Verbesserungen überkompensiert durch Auszahlung des Bußgeldes im Kartellverfahren in Höhe der gebildeten Rückstellung von 370 Mio €; saisonal-typisch hohe Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen der Werkstoffgeschäfte
- Gesamtjahresprognose beibehalten; nach wie vor begrenzte Sichtweite und eingeschränkt verlässliche Planbarkeit – insbesondere bei unseren zyklischeren Geschäften mit Werkstoffen sowie Komponenten für Automobile und Nutzfahrzeuge – zu berücksichtigen; Auswirkungen der Verbreitung des Coronavirus zu beobachten (siehe Prognosebericht)
- Update "newtk":
- Portfolio: Vorbereitungen für Elevator Transaktion gehen voran, organisatorisch eigenständige Aufstellung abgeschlossen, Entscheidung über Transaktion Ende Februar erwartet; Veräußerungsprozess bzw. Prüfung von Allianzen für Plant Technology gestartet, Versand von Informationsmaterialien an potenzielle Interessenten in Vorbereitung
- Performance: Konzept für Stahl-Strategie 20 / 30 im Dezember vorgestellt, weitere Details werden nach Entscheidung zur Elevator Transaktion und nach Abschluss der Verhandlungen mit der Mitbestimmung im Rahmen der Detaillierung von "newtk" bekannt gegeben; Restrukturierung und Personalabbau: Automotive Technology und Plant Technology mit Auflösung der Business Area Ebene; Umsetzung der neuen Organisationstruktur als Meilenstein der Verschlankung des Corporate Headquarters zum Jahreswechsel erfolgt
Makro- und Branchenumfeld
Expansion der Weltwirtschaft 2020 auf mäßigem Vorjahresniveau erwartet
- Im Vergleich zum Beginn des Geschäftsjahres Prognose für das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2020 nochmals leicht nach unten revidiert
- Industrieländer: Zunächst weiter nachlassende Konjunkturdynamik bei abgeschwächter Investitionsbereitschaft; positive Impulse von Konsumseite weniger schwungvoll; Geldpolitik stützt weiterhin; Frühindikatoren deuten im Verlauf auf konjunkturelle Stabilisierung auf niedrigem Niveau hin
- Schwellenländer: 2020 leicht höhere Konjunkturdynamik; stützend wirkt die Lockerung der Geldpolitik; hinzu kommen in einigen Ländern Anregungen von der Finanzpolitik; politische und wirtschaftliche Unsicherheiten bleiben aber präsent
- Risiken und Unsicherheiten: Weitere Eskalation handelspolitischer Konflikte, geopolitische Krisenherde (insbesondere im Nahen Osten, USA-Iran), Verhandlungsverlauf in der Übergangsphase zwischen EU und Großbritannien zu einem möglichen Freihandelsabkommen, ausgeprägte und dauerhafte Wachstumsabschwächung in China; Verschuldungsproblematik insbesondere in einigen Ländern Europas sowie volatile Material- und Rohstoffkosten; Risiken durch den Ausbruch und die weitere Verbreitung des Coronavirus und damit verbunden vorübergehende Werksschließungen insbesondere in China
| reale Veränderung zum Vorjahr in % | 20191) | 20202) |
|---|---|---|
| Euroraum | 1,2 | 1,0 |
| Deutschland | 0,6 | 0,8 |
| Russland | 1,2 | 2,0 |
| Übriges Mittel-/Osteuropa | 3,6 | 2,8 |
| USA | 2,3 | 1,8 |
| Brasilien | 1,1 | 2,0 |
| Japan | 1,2 | 0,8 |
| China | 6,2 | 5,8 |
| Indien | 5,1 | 5,5 |
| Naher Osten & Afrika | 1,2 | 2,0 |
| Welt | 2,9 | 2,9 |
BRUTTOINLANDSPRODUKT
1) Teilweise noch Schätzungen
2) Prognosen
Quellen: IHS Markit, IMF, Consensus Forecasts, diverse Banken und Forschungsinstitute, eigene Schätzungen
Automobilindustrie
- Weltweiter Absatz und Produktion von Pkw sowie leichten Nutzfahrzeugen in 2019 mit deutlichem Rückgang gegenüber Vorjahr, u.a. getrieben durch anhaltende Absatzschwäche in China sowie Einbruch im indischen Pkw-Markt; anhaltende Schwäche in 2020 wahrscheinlich
- Verhaltener Ausblick für 2020 stark geprägt durch schwache Entwicklung im weltgrößten Markt China
- Europa: Absatz in 2019 stabil gegenüber Vorjahr; 2020 mit leichtem Rückgang, u.a. durch unsichere zukünftige Handelsbedingungen mit Großbritannien (Brexit) und den USA
- NAFTA: 2019 Absatz und Produktion mit Rückgang auf Basis eines hohen Marktniveaus; 2020 rückläufiger Absatz
- China: Pkw-Absatz und Produktion seit zweiter Jahreshälfte 2018 weiter rückläufig, zuletzt mit leichter Erholung im 4. Quartal 2019 auf schwacher Vorjahresbasis; Prognosen für 2020 mit hoher Unsicherheit behaftet, chinesischer Herstellerverband (CAAM) geht aktuell von anhaltender Absatzschwäche im Pkw-Bereich aus
- Lkw über 6t: 2019 mit schwächerem Jahr in China und Einbruch in Indien, übrige Märkte mit stabiler, teils positiver Entwicklung. Insbesondere NAFTA mit erneut starkem Jahr für Class 8 Trucks; 2020 Schrumpfen des Gesamtmarktes durch weiteren Rückgang in China und Europa sowie zyklischem Einbruch des Class 8 Truck Absatzes in NAFTA erwartet
Maschinenbau
- Deutschland: Negative Wachstumsprognose für 2020 bestätigt; schwache Weltkonjunktur, Handelsrestriktionen und geopolitische Verwerfungen bremsen Investitionsdynamik
- USA: Produktionsrückgang für 2020 erwartet; Handelsrestriktionen und zyklische Abschwächung beim weltweiten Maschinenbau belasten
- China: Geringeres Wachstum 2020 aufgrund nachlassender Investitionsgüternachfrage und handelspolitischer Restriktionen; Fiskalpolitik wirkt aber unterstützend
Bauwirtschaft
- Deutschland: Expansionstempo lässt 2020 etwas nach; solide Einkommenssteigerungen, günstige Finanzierungsbedingungen und Bedarf an neuem Wohnraum stützen weiterhin
- USA: Produktionswachstum 2020 stärker Dynamik im Wohnungsbau nimmt angesichts steigender Baugenehmigungen und Baubeginne zu
- China und Indien: Wachstum 2020 in China angesichts gesamtwirtschaftlicher Abschwächung und restriktiverer Kreditvergabe unter Vorjahr – anhaltender Trend zur Urbanisierung stützt Wohnungsbauinvestitionen weiterhin; Indien mit höherem Wachstum
thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2019/ 2020 Zwischenlagebericht | Wirtschaftsbericht
ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN
| 20191) | 20202) | |
|---|---|---|
| Fahrzeugproduktion, in Mio Pkw und leichte Nutzfahrzeuge3) | ||
| Welt | 86,1 | 85,7 |
| Westeuropa (inkl. Deutschland) | 13,3 | 13,1 |
| Deutschland | 4,8 | 4,8 |
| USA | 10,6 | 11,0 |
| Mexiko | 3,8 | 3,8 |
| Japan | 9,2 | 9,1 |
| China | 24,3 | 24,1 |
| Indien | 4,1 | 3,9 |
| Brasilien | 2,7 | 2,8 |
| Maschinenbauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr | ||
| Deutschland | – 2,4 | – 2,0 |
| USA | – 0,8 | – 1,5 |
| Japan | – 4,8 | 1,0 |
| China | 4,8 | 4,5 |
| Bautätigkeit, real, in % gegenüber Vorjahr | ||
| Deutschland | 2,7 | 1,5 |
| USA | 0,5 | 2,2 |
| China | 5,2 | 4,0 |
| Indien | 5,7 | 8,2 |
1) Teilweise noch Schätzungen
2) Prognosen
3) Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 6t (nur vollständig montierte Fahrzeuge, ohne sog. CKD-Einheiten) Quellen: IHS Markit, Oxford Economics, nationale Verbände, eigene Schätzungen
Stahlumfeld
- Globale Walzstahlnachfrage 2019 i.W. wegen China leicht über Vorjahr, Rückgang in der EU mit voraussichtlich rund –3 % stärker als erwartet; 2020 mit unverändert verhaltenen Perspektiven, bei weiter hohen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten und Risiken
- EU-Qualitätsflachstahlmarkt v.a. infolge der schwachen Automobilkonjunktur 2019 rückläufig, dabei Importniveau merklich zu hoch; Talsohle bei Spotmarktpreisen im Berichtsquartal erreicht, vorsichtige Anzeichen einer lagerzyklischen Erholung
- Marktumfeld auch strukturell weiterhin äußerst herausfordernd anhaltende globale Überkapazitäten, fortbestehende Risiken im Außenhandel und hohe Volatilität der Rohstoffpreise
Geschäftsverlauf im Konzern und in den Business Areas
Positive Ergebnisentwicklung der Industriegütergeschäfte insgesamt kann wie erwartet zyklischen Rückgang bei den Werkstoffgeschäften nicht kompensieren
AUFTRAGSEINGANG
| Mio € | 1. Quartal 2018 / 2019 |
1. Quartal 2019 / 2020 |
Veränderung in % | Veränderung auf vergleichbarer Basis1) in % |
|---|---|---|---|---|
| Automotive Technology2) | 1.283 | 1.353 | 5 | 4 |
| Industrial Components2) | 643 | 558 | – 13 | – 14 |
| Elevator Technology | 2.143 | 2.232 | 4 | 3 |
| Plant Technology2) | 668 | 568 | – 15 | – 16 |
| Marine Systems | 107 | 103 | – 3 | – 4 |
| Materials Services | 3.370 | 3.078 | – 9 | – 9 |
| Steel Europe | 2.341 | 2.115 | – 10 | – 10 |
| Corporate Headquarters2) | 0 | 1 | ++ | ++ |
| Überleitung2) | – 443 | – 348 | — | — |
| Konzern2) | 10.111 | 9.660 | – 4 | – 5 |
1) Bereinigt um wesentliche Währungs- und Portfolioeffekte
2) Siehe auch Vorbemerkungen.
Auftragseingang der Industriegütergeschäfte insgesamt im 1. Quartal auf Vorjahresniveau:
Automotive Technology
■ Deutlich über Vorjahr durch Serienanlauf neuer Werke und Projekte, insbesondere bei Lenkungen, aber auch bei Dämpfersystemen und Nockenwellenmodulen; dagegen System Engineering rückläufig; insgesamt schwieriges Marktumfeld in der Automobilindustrie, geprägt durch die anhaltende Absatzschwäche im weltgrößten Markt China
Industrial Components
- Unter Vorjahr i.W. durch zyklischen Rückgang im Schmiedegeschäft
- Großwälzlager: Insgesamt gute Auftragslage insbesondere bei Windenergie China, leichte Rückgänge bei Baumaschinen sowie im übrigen Geschäft
- Pkw/Lkw: Deutlicher Rückgang im zyklischen Class 8 Lkw Markt insbesondere USA, allgemeine Abschwächung Konjunktur Europa, Nachfragerückgang in China
- Fahrwerke für Baumaschinen: Globaler zyklischer Nachfragerückgang, teilweise kompensiert durch die Erweiterung des Produktangebots und Erschließung neuer Märkte / Geschäftsfelder
Elevator Technology
- Anstieg gegenüber Vorjahr auf neuen Höchststand: Positive Entwicklung in Americas im Bereich des Neuanlagen- und Modernisierungsgeschäfts insbesondere in den USA
- Auftragsbestand (ohne Service) mit 5,7 Mrd € ebenfalls auf neuem Höchststand
Plant Technology
- Deutlich unter Vorjahresniveau, i.W. durch Großauftrag bei Mining im Vorjahr
- Chemieanlagenbau: Stabile Nachfrage insbesondere nach Elektrolyseanlagen und -ausrüstung, u.a. in Europa und Asien; Auftrag für Anlage zur energiesparenden Chlorproduktion in Spanien
- Zement: Insgesamt positive Entwicklung; mittelgroßer Auftrag für Zementanlage in den USA; kleinere Aufträge für Komponenten und Services
- Mining: Unter Vorjahr durch Großauftrag im Vorjahr; kleinere Aufträge, u.a. für Lagerplatztechnik in Russland und Kieswerk in Deutschland
Marine Systems
■ Auf Vorjahresniveau; Aufträge im Bereich Marineelektronik für deutschen Kunden und Unterbeauftragung für einen Kunden aus Nordafrika
Auftragseingang der Werkstoffgeschäfte deutlich unter Vorjahr:
- Materials Services aufgrund deutlich rückläufiger Mengen sowie erneutem Preisrückgang deutlich unter Vorjahr
- Steel Europe aufgrund gesunkener Erlöse deutlich niedriger; höhere Bestellmengen (2,7 Mio t; +16%) – v.a. lagerzyklisch belebte Bestelltätigkeit seitens der industriellen Kunden (ohne Automotive), der Stahl Service-Center sowie der Handelskunden
| Mio € | 1. Quartal 2018 / 2019 |
1. Quartal 2019 / 2020 |
Veränderung in % | Veränderung auf vergleichbarer Basis1) in % |
|---|---|---|---|---|
| Automotive Technology2) | 1.231 | 1.367 | 11 | 10 |
| Industrial Components2) | 573 | 544 | – 5 | – 6 |
| Elevator Technology | 1.923 | 2.045 | 6 | 5 |
| Plant Technology2) | 615 | 755 | 23 | 22 |
| Marine Systems | 298 | 381 | 28 | 28 |
| Materials Services | 3.388 | 3.046 | – 10 | – 11 |
| Steel Europe | 2.131 | 1.851 | – 13 | – 13 |
| Corporate Headquarters2) | 0 | 1 | ++ | ++ |
| Überleitung2) | – 424 | – 316 | — | — |
| Konzern2) | 9.736 | 9.674 | – 1 | – 1 |
UMSATZ
1) Bereinigt um wesentliche Währungs- und Portfolioeffekte
2) Siehe auch Vorbemerkungen.
Umsatz der Industriegütergeschäfte insgesamt mit deutlichem Anstieg:
- Automotive Technology mit signifikanter Steigerung, Umsatzentwicklung folgt Auftragseingang; positive Wechselkurseffekte insbesondere aus USD
- Industrial Components: Anstieg insbesondere bei Windenergie kann zyklischen Rückgang i.W. bei Lkw-Komponenten und Baumaschinenfahrwerken nicht kompensieren
- Elevator Technology: Deutlich über Vorjahr; Positive Entwicklung insbesondere in Americas und Asien-Pazifik in den Bereichen Neuanlagen und Service; Neuanlagengeschäft in Asien-Pazifik
profitierte insbesondere in China von Infrastrukturprojekten und insgesamt deutlichem Wachstum verkaufter Anlagen; auch im Bereich Service signifikanter Anstieg in China
- Plant Technology signifikant über Vorjahr: i.W. durch Umsatzhochlauf aus Großaufträgen im Chemieanlagenbau aus Vorjahr
- Marine Systems signifikant über Vorjahr infolge hoher Umsätze aus Fregattenauftrag (Nordafrika); Bereiche Unterwasser, Marineelektronik, Wartung und Service stabil
Umsatz der Werkstoffgeschäfte deutlich unter Vorjahr:
Materials Services
- Umsatz sowie Werk- und Rohstoff-Absatz insgesamt unter Vorjahr (2,3 Mio t Versand; Vorjahr: 2,4 Mio t Versand), neben der Nachfrageentwicklung auch durch den Entfall des konzerninternen Streckengeschäfts (Teilübertragung an Steel Europe) beeinflusst
- Lagerführender Werkstoffhandel und automobilnahe Servicecenter mit rückläufigen Mengen; Europäische Märkte mit schwacher Nachfrage, auch in Amerika liegt die Nachfrage im 1. Quartal hinter dem Vergleichszeitraum zurück
- Trotz Mengenanstieg Umsatzrückgang beim Streckengeschäft aufgrund Preisrückgängen bei allen Materialien (insbesondere bei Mineralien)
- In nahezu allen Produktsegmenten weiter rückläufige Preisentwicklung, insbesondere bei Edelstahl; bei Walzstahl zum Ende des 1. Quartals leichte Preiserholung
- AST bei deutlich rückläufigen Mengen mit leichtem Umsatzrückgang
Steel Europe
- Mengen- und preisbedingter Umsatzrückgang: Deutliche Versandrücknahmen (2,2 Mio t; Vorjahr: 2,4 Mio t) nahezu alle Endabnehmergruppen betreffend, Absatzsteigerungen dagegen bei unseren Handelskunden wegen notwendiger Lagerergänzungen
- Erlösniveau auch bedingt durch ungünstigeren Produktmix mit temporär höherem Spotmarkt-Anteil deutlich unter Vorjahr
BEREINIGTES EBIT
| Mio € | 1. Quartal 2018 / 2019 |
1. Quartal 2019 / 2020 |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Automotive Technology1) | 13 | 21 | 66 |
| Industrial Components1) | 43 | 44 | 3 |
| Elevator Technology | 204 | 228 | 12 |
| Plant Technology1) | – 30 | – 18 | 41 |
| Marine Systems | 0 | 0 | 0 |
| Materials Services | 22 | 11 | – 52 |
| Steel Europe | 38 | – 164 | -- |
| Corporate Headquarters1) | – 63 | – 66 | – 5 |
| Überleitung1) | – 11 | – 6 | — |
| Konzern1) | 217 | 50 | – 77 |
1) Siehe auch Vorbemerkungen.
Bereinigtes EBIT der Industriegütergeschäfte insgesamt deutlich über Vorjahr:
Automotive Technology
- Deutlich über Vorjahr durch höhere Ergebnisbeiträge i.W. bei Dämpfern und Nockenwellen; anhaltend negativer Beitrag von Federn & Stabilisatoren sowie negativer Beitrag von System Engineering
- Ergebnis unterstützt durch Einmaleffekt aus Neubewertung von Pensionszusagen
- Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität eingeleitet: Auflösung der Business Area Ebene, Einrichtung einer schlanken Office-Struktur sowie Kapazitätsanpassungen und Kostenmaßnahmen bei System Engineering
Industrial Components
- Leicht über Vorjahr i.W. durch höheren Ergebnisbeitrag von Großwälzlager für Windenergie
- Großwälzlager: Mengen- und strukturbedingt deutlich über Vorjahr
- Schmiedegeschäft: i.W. umsatzbedingt signifikant unter Vorjahr, Zollstreitigkeiten zwischen USA und China mit negativem Einfluss auf die Nachfrage in China; konsequente und frühzeitig eingeleitete Kostensenkungsmaßnahmen stützen
Elevator Technology
- Deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit positiven Entwicklungen in allen Regionen, unterstützt durch Umsatzwachstum und positive Effekte aus globalen Performanceprogrammen
- Marge gegenüber Vorjahr um 0,5%-Punkte auf 11,1% gesteigert
Plant Technology
- Negativ, jedoch besser als im Vorjahr u.a. durch leichte operative Erholung im Chemie- und Zementanlagenbau sowie Ertrag aus einer Gebäudeveräußerung
- Transformationsprogramm in Umsetzung; u.a. strukturelle Anpassungen, Senkung der Verwaltungs- und Vertriebs- sowie Material- und Produktkosten und verbesserte Projektabwicklung
Marine Systems
■ Auf Vorjahresniveau, weiterhin geringe Marge bei Projekten in Abrechnung
Bereinigtes EBIT der Werkstoffgeschäfte in einem schwachen Marktumfeld deutlich unter Vorjahr:
Materials Services
- Bei beiden Service Units Margendruck aus rückläufigen Preisen, gegenläufig positive Effekte aus Derivaten
- Auch AST i.W. aufgrund der Preisentwicklung bei Edelstahl infolge des anhaltenden Importdrucks – resultierend aus weitgehend unwirksamen "EU-Safeguard Measures" – unter Vorjahr
Steel Europe
■ Ergebnis signifikant negativ und unter Vorjahr: Schwieriges Marktumfeld mit deutlich negativen Mengen- und Preiseffekten sowie höheren Rohstoffkosten insbesondere Eisenerz; ergebnismindernd zudem Kosten aus niedrigerer Auslastung der Aggregate und gestiegene Personalkosten
Corporate Headquarters
- Leicht unter Vorjahr i.W. durch geringere Einmaleffekte
- Weitere Umsetzung von Maßnahmen zur Reduktion der Verwaltungskosten
Überleitung weist Verbesserung durch höhere Umsätze sowie geringere Kosten für Instandhaltungsmaßnahmen aus.
Ergebnis durch Sondereffekte belastet
SONDEREFFEKTE
| Mio € | 1. Quartal 2018 / 2019 |
1. Quartal 2019 / 2020 |
Veränderung |
|---|---|---|---|
| Automotive Technology1) | 4 | 99 | 96 |
| Industrial Components1) | 1 | 2 | 0 |
| Elevator Technology | 5 | 20 | 15 |
| Plant Technology1) | 7 | 2 | – 6 |
| Marine Systems | 0 | 0 | 0 |
| Materials Services | 1 | 0 | 0 |
| Steel Europe | 4 | 1 | – 3 |
| Corporate Headquarters1) | 12 | 38 | 26 |
| Überleitung1) | 2 | 4 | 2 |
| Konzern1) | 36 | 166 | 129 |
1) Siehe auch Vorbemerkungen.
■ Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum:
- Automotive Technology: Restrukturierungsaufwendungen i.W. im Zusammenhang mit Kapazitätsanpassungen und Personalabbau bei System Engineering und Stellenabbau auf der Ebene der Business Area
- Industrial Components: Im Schmiedegeschäft i.W. bereits im Vorjahr begonnene Restrukturierungen in den Werken in Brasilien, Italien und Indien
- Elevator Technology: i.W. Kosten im Zusammenhang mit Restrukturierungen in den Business Units Europe / Africa und Americas und der Vorbereitung der eigenständigen Aufstellung; gegenläufig Teilauflösung einer Rückstellung aus einem Rechtsfall
- Corporate Headquarters: Rückstellungen für Restrukturierungen bei der thyssenkrupp AG; Projektaufwendungen im Zusammenhang mit der geplanten Elevator Transaktion
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung
Betriebliches Ergebnis
- Leichter Rückgang der Umsatzerlöse verbunden mit überproportionaler Zunahme der Umsatzkosten insbesondere wegen höherer Personalaufwendungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen; merklicher Rückgang der Brutto-Umsatzmarge auf 12,7% (Vorjahr: 15,1%)
- Anstieg der allgemeinen Verwaltungskosten v.a. Folge erhöhter Personalaufwendungen, auch im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen
- Verminderung der sonstigen Erträge hauptsächlich wegen geringerer Versicherungsentschädigungen
- Abnahme der sonstigen Aufwendungen insbesondere durch rückläufige Verluste aus der Absicherung von operativen Wechselkursrisiken
Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
- Insgesamt verschlechtertes Finanzergebnis v.a. Folge gestiegener Zinsaufwendungen für Finanzschulden
- Anstieg des Steueraufwands durch höheren latenten Steueraufwand aus temporären Differenzen im Inland, höhere steuerliche Ergebnisse im Ausland sowie durch Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Herstellung der Elevator-Transaktionsstruktur
Ergebnis je Aktie
- Periodenergebnis um 432 Mio € auf Verlust von 364 Mio € deutlich verschlechtert
- Ergebnis je Aktie entsprechend um 0,69 € auf Verlust von 0,60 € vermindert
Analyse der Kapitalflussrechnung
Operating Cashflow
■ Deutlich negativer Operating Cashflow leicht verbessert insbesondere aufgrund der insgesamt gesunkenen Mittelbindung bei operativen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
Cashflow aus Investitionstätigkeit
■ Investitionen über Vorjahr; Höhere Investitionen bei den Werkstoffgeschäften sowie bei den Industriegütergeschäften
thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2019/ 2020 Zwischenlagebericht | Wirtschaftsbericht
INVESTITIONEN
| Mio € | 1. Quartal 2018 / 2019 |
1. Quartal 2019 / 2020 |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Automotive Technology1) | 100 | 100 | 0 |
| Industrial Components1) | 12 | 28 | 133 |
| Elevator Technology | 23 | 32 | 40 |
| Plant Technology1) | 8 | 8 | 0 |
| Marine Systems | 8 | 13 | 61 |
| Materials Services | 18 | 23 | 27 |
| Steel Europe | 94 | 121 | 29 |
| Corporate Headquarters1) | 0 | 0 | 0 |
| Überleitung1) | – 6 | 2 | ++ |
| Konzern1) | 257 | 327 | 27 |
1) Siehe auch Vorbemerkungen.
Automotive Technology
■ Schwerpunkt Ausbau Zylinderkopfhaubenmodule in Ungarn und Schiebenockenwellen in China
Industrial Components
- Wachstumsinvestitionen zur Erhöhung der Produktionskapazität v.a. im Bereich Windenergie hauptsächlich in europäischen und asiatischen Fertigungsstandorten
- Fortgesetzte Investition in vollautomatische Schmiedepresse für Lkw-Vorderachsen am deutschen Standort Homburg schreiten sehr gut und nach Plan voran
Elevator Technology
■ Regelmäßige Erhaltungsinvestitionen i.W. in Verbindung mit der Errichtung der neuen Zentrale für die Bündelung der Verwaltung und Forschungsaktivitäten in Atlanta / USA
Plant Technology
■ Fortlaufende Investitionen in die Erweiterung des Technologie-Portfolios zur Absicherung der Marktposition sowie für Infrastrukturmaßnahmen
Marine Systems
■ Weitere Umsetzung der Modernisierung der Werft am Standort Kiel
Materials Services
■ Bau eines neuen, zukunftsfähigen Logistikcenters für die Region Nord durch thyssenkrupp Schulte in Rotenburg (Wümme); die Bodenuntersuchungen sind abgeschlossen und die Grundsteinlegung erfolgte am 4. Februar 2020
Steel Europe
■ Grundsteinlegung für neue Feuerbeschichtungsanlage (FBA 10) am Standort Dortmund am 31. Oktober 2019 erfolgt; im November 2019 Beginn der Stahlbauarbeiten für die Halle; geplante Inbetriebnahme im Juni 2021
Corporate Headquarters
■ Investitionsauszahlungen für IT-Lizenzen
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
■ Deutlich gesunkener Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hauptsächlich aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr insgesamt geringeren Aufnahme von Finanzschulden
Free Cashflow und Netto-Finanzschulden
ÜBERLEITUNG ZU FREE CASHFLOW VOR M & A
| Mio € | 1. Quartal 2018 / 2019 |
1. Quartal 2019 / 2020 |
Veränderung |
|---|---|---|---|
| Operating Cashflow (Kapitalflussrechnung) | – 2.245 | – 2.144 | 101 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit (Kapitalflussrechnung) | – 231 | – 309 | – 78 |
| Free Cashflow (FCF)1) | – 2.477 | – 2.453 | 24 |
| –/+ Mittelzu-/-abflüsse aus wesentlichen M & A-Transaktionen | 0 | 12 | 12 |
| Anpassung w/IFRS 16 | 0 | – 35 | – 35 |
| Free Cashflow vor M & A (FCF vor M & A)1) | – 2.477 | – 2.476 | 1 |
1) Siehe auch Vorbemerkungen.
- FCF vor M & A erwartungsgemäß auf Vorjahresniveau deutlich negativ: Operative Verbesserungen überkompensiert durch Belastung des Bußgeldes im Kartellverfahren in Höhe der gebildeten Rückstellung von 370 Mio €; saisonal-typisch hohe Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen der Werkstoffgeschäfte
- Netto-Finanzschulden i.W. aufgrund des deutlich negativen FCF vor M & A und der Erstanwendung IFRS 16 (Leasingverpflichtungen) mit Anstieg zum 31. Dezember 2019 auf 7,1 Mrd €
- Verhältnis Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital (Gearing) mit 369,1 % über Wert vom 30. September 2019 (166,8%); Erhöhung der Netto-Finanzschulden aus Erstanwendung IFRS 16 (Leasingverpflichtungen) um 1,0 Mrd € zum 1. Oktober 2019 hat bezogen auf den in aktuell bestehenden Vereinbarungen der thyssenkrupp AG mit Banken zum jeweiligen Bilanzstichtag (30. September) festgelegten Gearing-Grenzwert keine Auswirkungen, da für diese Ermittlung die Netto-Finanzschulden um den IFRS 16 Effekt zu bereinigen sind
- Freie Liquidität von 5,1 Mrd € (2,1 Mrd € flüssige Mittel und 3,0 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien)
- Bestehendes Commercial-Paper-Programm mit einem maximalen Emissionsvolumen von 3,0 Mrd € zum 31. Dezember 2019 mit 1,0 Mrd € in Anspruch genommen
Rating
RATING
| Langfrist-Rating | Kurzfrist-Rating | Ausblick | |
|---|---|---|---|
| Standard & Poor's | BB- | B | developing |
| Moody's | Ba3 | not Prime | negative |
| Fitch | BB+ | B | watch negative |
■ Mit Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2018 / 2019 und Bekanntgabe der Prognose für das Geschäftsjahr 2019 / 2020 setzte die Ratingagentur Moody's den Ausblick für das Ba3 Rating von "review for downgrade" auf "negative".
Analyse der Bilanz
Langfristige Vermögenswerte
- Rückgang der immateriellen Vermögenswerte insbesondere Folge von Wechselkurseffekten
- Starke Zunahme der Sachanlagen hauptsächlich Folge der Erstanwendung von IFRS 16
- Verminderung der latenten Steuern durch erfolgswirksame Nutzung sowie im Zusammenhang mit Zinssatzänderungen für Pensionsverpflichtungen
Kurzfristige Vermögenswerte
- Anstieg der Vorräte insbesondere bei den Werkstoffgeschäften
- Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor allem in den Werkstoff- und Industriekomponentengeschäften
- Erhöhung der Vertragsvermögenswerte hauptsächlich im Zusammenhang mit der Abwicklung von Fertigungsaufträgen
- Rückgang der sonstigen finanziellen Vermögenswerte i.W. Folge der Derivatebilanzierung
- Zunahme der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte insbesondere durch höhere Anzahlungen an Lieferanten
- Insgesamt eingetretene starke Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente vor allem durch den im Berichtsquartal negativen Free Cashflow verbunden mit Mittelzuflüssen aus der Aufnahme von Finanzschulden
Eigenkapital
■ Rückgang im Vergleich zum 30. September 2019 insbesondere durch Periodenfehlbetrag im Berichtsquartal sowie im sonstigen Ergebnis erfasste Verluste aus der Währungsumrechnung, gegenläufig im sonstigen Ergebnis berücksichtigte Gewinne aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Langfristige Verbindlichkeiten
- Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen hauptsächlich durch die im Berichtszeitraum aus der Neubewertung resultierenden Gewinne i.W. als Folge der gestiegenen Pensionszinssätze
- Insgesamt Zunahme der Finanzschulden insbesondere durch die Erstanwendung von IFRS 16 bei gleichzeitiger Umgliederung einer im November 2020 fälligen Anleihe in kurzfristige Finanzschulden
Kurzfristige Verbindlichkeiten
- Abnahme der Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer v.a. durch Inanspruchnahmen
- Rückgang der sonstigen Rückstellungen i.W. durch die Inanspruchnahme der Rückstellung im Zusammenhang mit dem im Dezember 2019 beendeten Kartellverfahren gegen die thyssenkrupp Steel Europe AG in Sachen Grobblech
- Höhere Finanzschulden insbesondere durch die erwähnte Umgliederung einer Anleihe aus den langfristigen Finanzschulden, die Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Inanspruchnahme des Commercial Paper Programms
- Starker Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen v.a. bei den Werkstoffund Automobilgeschäften
- Erhöhung der Vertragsverbindlichkeiten überwiegend aus insgesamt gestiegenen Anzahlungen im Zusammenhang mit Fertigungsaufträgen
Compliance
- Organisatorische Zusammenlegung von Compliance-Abteilung und Rechtsabteilung zum 1. Januar 2020
- Starke Werte bleiben bestehen: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und Integrität
- Weiterhin Verankerung unserer Werte im Konzernleitbild, Code of Conduct und Compliance Commitment
- Ermittlungsverfahren Grobblech: thyssenkrupp Steel Europe AG hat Verfahren mit Bundeskartellamt einvernehmlich beendet; Begleichung des Bußgeldes in Höhe von 370 Mio € im Dezember 2019 durch Inanspruchnahme der Rückstellung gedeckt
- Nähere Informationen zu Compliance bei thyssenkrupp im Geschäftsbericht 2018 / 2019 und auf der Website www.thyssenkrupp.com
Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Prognose 2019 / 2020 beibehalten
Im Geschäftsjahr 2019 / 2020 wollen wir unsere Restrukturierungs- und Verbesserungsmaßnahmen in unseren Geschäften sowie bei Corporate intensivieren, was sich auch in unseren finanziellen Steuerungsgrößen zeigen wird.
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung in weiten Teilen unserer Werkstoff- und Komponentengeschäfte kann kurzfristigen, teilweise auch durch Rohstoffpreise getriebenen Schwankungen unterliegen. Die Entwicklung der insbesondere für diese Geschäfte relevanten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind derzeit sehr unsicher. Vor diesem Hintergrund ist eine verlässliche Umsatz- und Ergebnisplanung für ein ganzes Geschäftsjahr nur eingeschränkt möglich.
Unsicherheiten für die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben sich derzeit u.a. aus:
- dem weiteren wirtschaftspolitischen Kurs der USA, vornehmlich einer weiteren Eskalation der bestehenden handelspolitischen Konflikte mit entsprechenden protektionistischen Gegenmaßnahmen Chinas und der EU, die das globale Wirtschaftswachstum spürbar negativ beeinflussen können
- dem nachlassenden Wachstum der chinesischen Wirtschaft als wichtigem Faktor für die weltweite Konjunkturdynamik und als bedeutender Absatzmarkt
- dem Ergebnis der Brexit-Austrittsverhandlungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und die Exportperspektive sowie zukünftige Investitionsbereitschaft – v.a. in Großbritannien selbst, aber auch in den übrigen Ländern Europas
- der hohen Gesamtverschuldung in einigen EU-Staaten, die zu deutlicher Unsicherheit an den Finanzmärkten führen könnte. Hierdurch könnte die Bereitschaft der Banken zur Kreditvergabe an Unternehmen und Haushalte eingeschränkt werden mit negativen Folgen für die Investitionstätigkeit und den privaten Konsum
- den anhaltend strukturellen Überkapazitäten der Stahlindustrie, dem entsprechenden Wettbewerbsund Importdruck auf den europäischen Markt sowie die zunehmenden Verwerfungen bei den internationalen Stahlhandelsströmen – u.a. eine Folge der US-Zölle auf Stahlimporte – auch mit Einfluss auf die Preisentwicklung im Spotmarkt
- der Volatilität und Höhe der Rohstoffpreise als wichtigem Kostenfaktor in unseren Werkstoffgeschäften sowie als wichtigem Faktor für unsere Kunden im Anlagenbau bei der Vergabe von Großprojekten
- dem Strukturwandel in der Automobilindustrie (veränderndes Mobilitätsverhalten, Umstellung Antriebstechnologien, Digitalisierung), der bei einem stärkeren globalen Abschwung schleppender als angenommen verlaufen könnte
■ Risiken durch den Ausbruch und die weitere Verbreitung des Coronavirus und damit verbundene vorübergehende Werksschließungen insbesondere in China sowie ein mögliches verlangsamtes Wirtschaftswachstum
Zu wesentlichen Annahmen und erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vgl. Prognosekapitel sowie Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" im Wirtschaftsbericht des Geschäftsberichts 2018 / 2019 und des vorliegenden Zwischenlageberichts.
Erwartung 2019 / 2020: Insgesamt vorsichtiger Blick auf Geschäftsjahr geprägt durch begrenzte Sichtweite sowie gesteigerte Restrukturierungen
Vor dem Hintergrund vorstehend beschriebener wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten und der in diesem Umfeld nur begrenzten Sichtweite und damit eingeschränkt verlässlichen Planbarkeit – insbesondere bei unseren zyklischeren Geschäften mit Werkstoffen sowie Komponenten für Automobile und Nutzfahrzeuge – ergibt sich ein insgesamt vorsichtiger Blick auf das Geschäftsjahr 2019/2020.
Im Rahmen der Umsetzung von "newtk" werden wir die Weiterentwicklung und Restrukturierung unserer Geschäfte mit gesteigerter Intensität weiter fortsetzen; dabei ist die Höhe der Restrukturierungsaufwendungen in einzelnen Geschäftsjahren auch von der realisierbaren Geschwindigkeit beim Umbau der Geschäfte und der Gruppe abhängig.
Die nachstehende Prognose unterstellt eine Vollkonsolidierung von Elevator Technology.
Aufgrund der geänderten Zuordnung von Geschäftsbereichen wurden Vorjahreswerte für Automotive Technology, Industrial Components, Plant Technology und Corporate vereinfacht d.h. ohne erneute Konsolidierung ermittelt.
- Umsatz des Konzerns vorbehaltlich der oben beschriebenen Einflussfaktoren mit Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich (Vorjahr: 42,0 Mrd €); in Teilen unserer Industriegütergeschäfte sehen wir Wachstumschancen
- Bereinigtes EBIT des Konzerns vorbehaltlich der oben beschriebenen Einflussfaktoren auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 802 Mio €), Fortschritte bei den Industriegütergeschäften insgesamt und insgesamt schwächere Ergebnisentwicklung der Werkstoffgeschäfte
- Automotive Technology mit Erholung des Bereinigten EBIT auf wieder positiven Wert (Vorjahr: pro forma –22 Mio €) aus Steigerung des Umsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich (Vorjahr: pro forma 5,4 Mrd €) und Rückkehr zu positiver Marge (Vorjahr: pro forma –0,4%); folgt insbesondere aus weiterem Hochlauf neuer Werke und Projekten für Lenkungen und Nockenwellenmodule, unterstützt durch Effizienz- und Restrukturierungsprogramme; weiterhin negativer Ergebnisbeitrag von Federn und Stabilisatoren wirkt belastend; System Engineering strebt Verbesserung des Ergebnisses an, jedoch weiterhin negativ
- Industrial Components mit moderat rückläufiger Umsatz- und Ergebnisentwicklung (Vorjahr, pro forma Umsatz: 2,5 Mrd €, Bereinigtes EBIT: 230 Mio €), Umsatzsteigerung bei Großwälzlagern sowie kontinuierliche Kosten- und Effizienzmaßnahmen können die zyklisch rückläufige Entwicklung bei Kurbelwellen (insbesondere Lkw) und Baumaschinenkomponenten insbesondere in Europa und Nordamerika nicht vollständig kompensieren
- Elevator Technology mit währungsbereinigtem Umsatzanstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich (Vorjahr: 8,0 Mrd €); inklusive der für die eigenständige Aufstellung von Elevator Technology voraussichtlich zusätzlich zukünftig anfallenden Kosten in Höhe von
20 – 30 Mio €; Bereinigte EBIT-Marge zwischen 11,0 – 12,0%, vergleichbar gerechnet entspricht dies tendenziell einer höheren, mindestens jedoch stabilen Bereinigten EBIT-Marge (Vorjahr: 11,4%; unter Berücksichtigung dieser erwarteten zusätzlichen zukünftigen Kosten 11,1 %) – unterstützt durch Restrukturierungs- und Effizienzmaßnahmen
- Plant Technology in Abhängigkeit des Auftragseingangs mit deutlicher Umsatzerholung (Vorjahr: pro forma 2,9 Mrd €); dabei deutlich verbessertes Bereinigtes EBIT, jedoch weiterhin negativ, unterstützt durch Kostenmaßnahmen auch in der Verwaltung, Verbesserung in Projektabwicklung sowie Wachstum im margenstarken Service-Geschäft (Vorjahr: pro forma –145 Mio €)
- Marine Systems mit stabiler Umsatzentwicklung, Bereinigtes EBIT wird durch Kostenmaßnahmen, Verbesserung der Projektabwicklung sowie höhere Ergebnisbeiträge der neuen Projekte leicht positiv (Vorjahr: 1 Mio €)
- Materials Services bei derzeit eingeschränkt verlässlicher Planbarkeit und anhaltenden Maßnahmen zur Ergebnissicherung mit weitgehend stabilem Bereinigten EBIT (Vorjahr: 107 Mio €)
- Steel Europe bei derzeit eingeschränkt verlässlicher Planbarkeit trotz anhaltender Maßnahmen zur Ergebnissicherung mit negativem Bereinigten EBIT (Vorjahr: 31 Mio €), belastend wirkt dabei auch das weiterhin negative Ergebnis bei Heavy Plate
- Corporate Headquarters, das die Verwaltungseinheiten von Corporate und den Regionen umfasst, mit Kosten bzw. Bereinigtem EBIT auf Vorjahresniveau (Vorjahr: pro forma –252 Mio €)
Im Zuge der Umsetzung von Performance First unter "newtk" Intensivierung unserer Restrukturierungen, daraus Aufwendungen (Sondereffekte) in Höhe eines mittleren 3-stelligen Millionen-€-Betrags erwartet.
Infolgedessen Jahresfehlbetrag bei Entfall positiver Effekte aus Vorjahr deutlich höher (Vorjahr: –260 Mio €).
Investitionen voraussichtlich über Vorjahresniveau, u.a. auch infolge der Erstanwendung von IFRS 16 (Vorjahr: 1.443 Mio €).
Free Cashflow vor M&A (Vorjahr: –1.140 Mio €) aufgrund operativer Verbesserungen, in Abhängigkeit von Zuflüssen des Auftragseingangs und Zahlungsprofils von Projekten bei Plant Technology und Marine Systems, deutlich höheren Auszahlungen für Restrukturierungen im mittleren 3-stelligen Millionen-€-Bereich sowie Auszahlung für Bußgeld im Kartellverfahren bei Grobblech in Höhe gebildeter Rückstellungen unter Vorjahr.
Netto-Finanzschulden i.W. infolge der Cashflow Entwicklung sowie in Folge der Erstanwendung von IFRS 16 mit starkem Anstieg gegenüber Vorjahr (Vorjahr: 3.703 Mio €), dies berücksichtigt noch keine Erlöse aus Elevator Technology Transaktion.
tkVA des Konzerns infolge vorstehend beschriebener Effekte unter Vorjahr (Vorjahr: –1.068 Mio €).
Die Entwicklung unserer Kernsteuerungsgrößen werden wir – auch unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Vertretbarkeit – bei der Erarbeitung unseres Dividendenvorschlags an die Hauptversammlung einbeziehen.
Chancen und Risiken
Chancen
- Strategische und operative Chancen gemäß Geschäftsbericht 2018 / 2019 weiterhin gültig
- Chancen aus der beschlossenen strategischen Neuausrichtung des Konzerns
- Ingenieur- und Werkstoffkompetenz und Marke "thyssenkrupp": Marktchancen bei passgenauen technologischen und wettbewerbsfähigen Lösungen
- Weltweites thyssenkrupp Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk bietet bei fortschreitender Digitalisierung Chancen für Verzahnung bislang getrennter Wertschöpfungsketten
Risiken
- Keine bestandsgefährdenden Risiken; detaillierte Ausführungen zu den Risiken gemäß Geschäftsbericht 2018 / 2019 weiterhin gültig
- Konjunkturelle Risiken: Weitere Eskalation handelspolitischer Konflikte, geopolitische Krisenherde (insbesondere im Nahen Osten), Verhandlungsverlauf in der Übergangsphase zwischen EU und Großbritannien zu einem möglichen Freihandelsabkommen, ausgeprägte und dauerhafte Wachstumsabschwächung in China, Verschuldungsproblematik insbesondere in einigen Ländern Europas, volatile Material- und Rohstoffkosten, weitere Abschwächung der Automobilkonjunktur
- Temporäre Effizienzverluste in der Produktion infolge von Restrukturierungen im Rahmen der Umsetzung unserer strategischen Neuausrichtung
- Risiken von Kosten- und Terminüberschreitungen im Rahmen der Abwicklung von Großprojekten
- Risiken aus Angriffen auf die IT-Infrastruktur; Gegenmaßnahme: Weiterer Ausbau von Informationssicherheitsmanagement und Sicherheitstechnologien
- Risiken durch den Ausbruch und die weitere Verbreitung des Coronavirus und damit verbunden vorübergehende Werksschließungen insbesondere in China
Verkürzter Zwischenabschluss
- 25 Konzernbilanz
- 27 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- 28 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- 29 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
- 31 Konzern-Kapitalflussrechnung
- 33 Verkürzter Konzernanhang
- 48 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
thyssenkrupp AG – Konzernbilanz
AKTIVA
| Mio € | Anhang-Nr. | 30.09.2019 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 5.029 | 4.979 | |
| Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) | 8.144 | 9.091 | |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 128 | 131 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 39 | 40 | |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 240 | 288 | |
| Aktive latente Steuern | 1.733 | 1.578 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 15.313 | 16.107 | |
| Vorräte | 7.781 | 8.324 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.488 | 5.161 | |
| Vertragsvermögenswerte | 1.443 | 1.702 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 808 | 621 | |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 1.642 | 1.710 | |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 293 | 329 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.706 | 2.079 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 21.162 | 19.927 | |
| Summe Vermögenswerte | 36.475 | 36.034 |
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.
thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2019/ 2020 Verkürzter Zwischenabschluss | thyssenkrupp AG – Konzernbilanz
PASSIVA
| Mio € | Anhang-Nr. | 30.09.2019 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 1.594 | 1.594 | |
| Kapitalrücklage | 6.664 | 6.664 | |
| Gewinnrücklagen | – 6.859 | – 7.043 | |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | 352 | 256 | |
| Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG | 1.751 | 1.471 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 469 | 462 | |
| Eigenkapital | 2.220 | 1.934 | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 03 | 8.947 | 8.600 |
| Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer | 307 | 301 | |
| Sonstige Rückstellungen | 554 | 549 | |
| Passive latente Steuern | 48 | 32 | |
| Finanzschulden | 05 | 6.529 | 6.661 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 136 | 97 | |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 6 | 6 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 16.527 | 16.245 | |
| Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer | 357 | 219 | |
| Sonstige Rückstellungen | 04 | 1.726 | 1.440 |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 260 | 299 | |
| Finanzschulden | 05 | 886 | 2.564 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.355 | 4.913 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.209 | 1.240 | |
| Vertragsverbindlichkeiten | 4.561 | 4.855 | |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 2.373 | 2.326 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 17.728 | 17.855 | |
| Verbindlichkeiten | 34.255 | 34.100 | |
| Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten | 36.475 | 36.034 | |
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.
thyssenkrupp AG – Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € | Anhang-Nr. | 1. Quartal 2018 / 20191) |
1. Quartal 2019 / 2020 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 08, 09 | 9.736 | 9.674 |
| Umsatzkosten | – 8.269 | – 8.442 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.468 | 1.232 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | – 82 | – 78 | |
| Vertriebskosten | – 680 | – 686 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | – 573 | – 651 | |
| Sonstige Erträge | 88 | 76 | |
| Sonstige Aufwendungen | – 47 | – 19 | |
| Sonstige Gewinne und Verluste | 6 | 10 | |
| Betriebliches Ergebnis | 179 | – 117 | |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 4 | 5 | |
| Finanzierungserträge | 196 | 206 | |
| Finanzierungsaufwendungen | – 279 | – 299 | |
| Finanzergebnis | – 79 | – 89 | |
| Ergebnis vor Steuern | 99 | – 206 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | – 31 | – 158 | |
| Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) | 68 | – 364 | |
| Davon: | |||
| Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG | 60 | – 372 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 8 | 8 | |
| Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) | 68 | – 364 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf | 10 | ||
| Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) | 0,10 | – 0,60 |
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.
1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).
thyssenkrupp AG – Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| Mio € | 1. Quartal 2018 / 20191) |
1. Quartal 2019 / 2020 |
|---|---|---|
| Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) | 68 | – 364 |
| Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Jahresergebnis umgegliedert werden: | ||
| Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | ||
| Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) | – 81 | 251 |
| Steuereffekt | 13 | – 67 |
| Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, insgesamt | – 68 | 184 |
| Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt | 0 | 0 |
| Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Jahresergebnis umgegliedert werden |
– 68 | 184 |
| Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Jahresergebnis umgegliedert werden können: | ||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | ||
| Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) | 62 | – 89 |
| Realisierte (Gewinne)/Verluste | 1 | 0 |
| Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt | 63 | – 89 |
| Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Fremdkapitalinstrumente | ||
| Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) | 1 | 0 |
| Realisierte (Gewinne)/Verluste | 0 | 0 |
| Steuereffekt | 0 | 0 |
| Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt | 1 | 0 |
| Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Wertminderungen Finanzinstrumente | ||
| Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) | – 1 | 0 |
| Realisierte (Gewinne)/Verluste | – 2 | 0 |
| Steuereffekt | 1 | 0 |
| Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt | – 3 | 0 |
| Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Cashflow-Hedges | ||
| Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) | 7 | – 16 |
| Realisierte (Gewinne)/Verluste | 6 | 0 |
| Steuereffekt | – 4 | 7 |
| Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt | 9 | – 9 |
| Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt | 1 | – 1 |
| Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Jahresergebnis umgegliedert werden können |
71 | – 99 |
| Sonstiges Ergebnis | 3 | 85 |
| Gesamtergebnis | 71 | – 279 |
| Davon: | ||
| Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG | 49 | – 283 |
| Nicht beherrschende Anteile | 21 | 5 |
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.
1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).
thyssenkrupp AG – Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
| Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl |
Aktienanzahl im Umlauf | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen |
|---|---|---|---|---|
| Stand am 30.09.20181) | 622.531.741 | 1.594 | 6.664 | – 5.606 |
| Anpassung aus der Erstanwendung von IFRS 9 | – 43 | |||
| Stand am 1.10.2018 | 622.531.741 | 1.594 | 6.664 | – 5.649 |
| Periodenüberschuss1) | 60 | |||
| Sonstiges Ergebnis | – 68 | |||
| Gesamtergebnis1) | – 8 | |||
| Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile | ||||
| Stand am 31.12.20181) | 622.531.741 | 1.594 | 6.664 | – 5.658 |
| Stand am 30.09.2019 | 622.531.741 | 1.594 | 6.664 | – 6.859 |
| Anpassung aus der Erstanwendung von IFRS 16 | – 1 | |||
| Stand am 1.10.2019 | 622.531.741 | 1.594 | 6.664 | – 6.860 |
| Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) | – 372 | |||
| Sonstiges Ergebnis | 184 | |||
| Gesamtergebnis | – 188 | |||
| Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile | ||||
| Sonstige Veränderungen | 5 | |||
| Stand am 31.12.2019 | 622.531.741 | 1.594 | 6.664 | – 7.043 |
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen zum Konzernanhang
1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).
thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2019/ 2020
Verkürzter Zwischenabschluss | thyssenkrupp AG – Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | |||||||||
| Cashflow-Hedges | |||||||||
| Unterschieds betrag aus der Währungs umrechnung |
Marktbewertung Fremdkapital instrumente |
Wertminderungen Finanzinstrumente |
Designierte Risikokomponente |
Kosten der Absicherung |
Anteil der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt |
Insgesamt | Nicht beherrschende Anteile |
Eigenkapital | |
| – 34 | 8 | — | 69 | — | 40 | 2.734 | 468 | 3.203 | |
| 53 | 9 | – 5 | 5 | ||||||
| – 34 | 8 | 53 | 69 | 0 | 40 | 2.744 | 463 | 3.208 | |
| 60 | 8 | 68 | |||||||
| 51 | 1 | – 3 | 7 | 0 | 1 | – 11 | 13 | 3 | |
| 51 | 1 | – 3 | 7 | 0 | 1 | 49 | 21 | 71 | |
| 0 | – 4 | – 4 | |||||||
| 17 | 8 | 50 | 76 | 0 | 41 | 2.793 | 481 | 3.274 | |
| 187 | 7 | 46 | 68 | – 1 | 43 | 1.751 | 469 | 2.220 | |
| – 1 | 0 | – 1 | |||||||
| 187 | 7 | 46 | 68 | – 1 | 43 | 1.750 | 469 | 2.219 | |
| – 372 | 8 | – 364 | |||||||
| – 85 | 0 | 0 | – 9 | – 1 | 0 | 89 | – 3 | 85 | |
| – 85 | 0 | 0 | – 9 | – 1 | 0 | – 284 | 5 | – 279 | |
| 0 | – 12 | – 12 | |||||||
| 5 | 0 | 5 | |||||||
| 102 | 7 | 46 | 59 | – 1 | 43 | 1.471 | 462 | 1.934 |
thyssenkrupp AG – Konzern-Kapitalflussrechnung
| Mio € | 1. Quartal 2018 / 20191) |
1. Quartal 2019 / 2020 |
|---|---|---|
| Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) | 68 | – 364 |
| Anpassungen des Periodenüberschusses/(-fehlbetrags) für die Überleitung zum Operating Cashflow: | ||
| Latente Steueraufwendungen/(-erträge) | – 17 | 73 |
| Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte | 283 | 353 |
| Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam | – 4 | – 5 |
| Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | – 7 | – 9 |
| Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreis- und anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen: |
||
| – Vorräte | – 719 | – 576 |
| – Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | – 11 | 280 |
| – Vertragsvermögenswerte | – 142 | – 269 |
| – Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | – 24 | – 81 |
| – Sonstige Rückstellungen | – 186 | – 419 |
| – Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | – 1.398 | – 1.417 |
| – Vertragsverbindlichkeiten | 266 | 329 |
| – Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit | – 355 | – 38 |
| Operating Cashflow | – 2.245 | – 2.144 |
| Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und in langfristige finanzielle Vermögenswerte | – 1 | 0 |
| Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften zuzüglich übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
0 | – 1 |
| Investitionen in Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen) und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | – 224 | – 305 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschließlich geleisteter Anzahlungen) | – 32 | – 21 |
| Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und langfristigen finanziellen Vermögenswerten | 0 | 0 |
| Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 20 | 18 |
| Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten | 5 | 0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | – 231 | – 309 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.138 | 1.051 |
| Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | – 104 | – 518 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 0 | – 51 |
| Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen | 588 | 266 |
| (Zunahme)/Abnahme kurzfristige Wertpapiere | 0 | – 1 |
| Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile | – 4 | – 12 |
| Sonstige Finanzierungsvorgänge | 132 | 106 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 1.750 | 840 |
| Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | – 726 | – 1.613 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 17 | – 13 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode | 3.006 | 3.706 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode | 2.297 | 2.079 |
thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2019/ 2020 Verkürzter Zwischenabschluss | thyssenkrupp AG – Konzern-Kapitalflussrechnung
| Mio € | 1. Quartal 2018 / 20191) |
1. Quartal 2019 / 2020 |
|---|---|---|
| Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cashflow enthalten sind: | ||
| Zinseinzahlungen | 6 | 6 |
| Zinsauszahlungen | – 62 | – 31 |
| Erhaltene Dividenden | 0 | 0 |
| Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag | – 97 | – 86 |
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.
1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).
thyssenkrupp AG – Verkürzter Konzernanhang
Unternehmensinformation
Die thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für den Zeitraum vom 1. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 10. Februar 2020 zur Veröffentlichung freigegeben.
Grundlagen der Berichterstattung
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde nach § 115 WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.
Die im verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2019 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Konzernabschlusses unseres Geschäftsberichts 2018 / 2019 veröffentlicht.
01 Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften
Im Geschäftsjahr 2019 / 2020 wendet thyssenkrupp erstmalig den nachfolgenden Standard sowie die nachfolgenden Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards an, die mit Ausnahme von IFRS 16 keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben:
Im Januar 2016 hat das IASB den neuen Bilanzierungsstandard IFRS 16 Leasingverhältnisse veröffentlicht. Der neue Standard schafft die bisherige Klassifizierung von Leasingverträgen auf der Leasingnehmerseite in Operating- und Finance-Leasingverhältnisse ab und führt ein einheitliches Bilanzierungsmodell für Leasingverhältnisse beim Leasingnehmer ein. Gemäß IAS 17 Leasingverhältnisse waren Zahlungsverpflichtungen für Operating-Leasingverhältnisse bisher nur im Anhang anzugeben. Gemäß IFRS 16 sind die aus Leasingverhältnissen resultierenden Rechte und Verpflichtungen als Nutzungsrecht am Leasinggegenstand und Leasingverbindlichkeit verpflichtend in der Bilanz des Leasingnehmers anzusetzen.
Hieraus ergeben sich folgende Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften:
Ein Vertrag begründet ein Leasingverhältnis, wenn der Vertrag dazu berechtigt,
- die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts (des Leasinggegenstandes)
- für einen bestimmten Zeitraum
- gegen Zahlung eines Entgelts
zu kontrollieren.
Seit dem 1. Oktober 2019 bilanziert der Konzern als Leasingnehmer grundsätzlich für sämtliche Leasingverhältnisse in der Bilanz Vermögenswerte für die Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu Barwerten. Dabei handelt es sich vor allem um die Anmietung von Grundstücken und Gebäuden, technischen Anlagen und Maschinen, anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die in den Sachanlagen ausgewiesenen Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bilanziert. Zahlungen für Nicht-Leasingkomponenten werden bei der Ermittlung der Leasingverbindlichkeit nicht berücksichtigt. Die in den Finanzschulden ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten sind der Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen zum Zeitpunkt der Bereitstellung des Vermögenswertes zur Nutzung. Leasingzahlungen werden mit dem Zinssatz abgezinst, der dem Leasingverhältnis implizit zugrunde liegt, sofern dieser bestimmbar ist. Ansonsten erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz, der im Grundsatz Anwendung findet. Die Ableitung des Zinssatzes unterstellt eine laufzeitadäquate Aufnahme von Finanzmitteln in Höhe eines des Wertes des Nutzungsrechts vergleichbaren Vermögenswertes unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Umfelds und vergleichbarer Sicherheiten.
Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten folgende Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses:
- Feste Zahlungen, abzüglich vom Leasinggeber zu leistender Leasinganreize,
- variable Zahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind,
- erwartete Restwertzahlungen aus Restwertgarantien,
- den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wurde und
- Vertragsstrafen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in dessen Laufzeit berücksichtigt ist, dass eine Kündigungsoption in Anspruch genommen wird.
Nutzungsrechte werden mit den Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
- Leasingverbindlichkeit,
- bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Leasinganreize,
- anfängliche direkte Kosten und
- Rückbauverpflichtungen.
Die Folgebewertung des Nutzungsrechts erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Abschreibung auf Nutzungsrechte wird linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses vorgenommen, es sei denn, die Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes ist kürzer. Enthält der Leasingvertrag hinreichend sichere Kaufoptionen, wird das Nutzungsrecht über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes abgeschrieben.
Im Rahmen der Folgebewertung wird die Leasingverbindlichkeit aufgezinst und der entsprechende Zinsaufwand im Finanzergebnis erfasst. Die geleisteten Zahlungen vermindern den Buchwert der Leasingverbindlichkeit.
Für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als zwölf Monate) und Leasinggegenstände von geringem Wert wird von den Anwendungserleichterungen Gebrauch gemacht und die Zahlungen als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. thyssenkrupp hat bestimmte Anlagenklassen (z. B. PCs, Telefone, Drucker, Kopierer) identifiziert, in denen regelmäßig Leasinggegenstände von geringem Wert enthalten sind. Außerhalb dieser Anlagenklassen werden nur Leasinggegenstände mit einem Neuwert bis zu 5.000 € als Leasinggegenstände von geringem Wert klassifiziert. Des Weiteren werden die neuen Vorschriften nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte angewendet. Bei Verträgen, die neben Leasingkomponenten auch Nicht-Leasingkomponenten enthalten, ist jede Leasingkomponente getrennt von den Nicht-Leasingkomponenten als Leasingverhältnis zu bilanzieren. Dabei hat der Leasingnehmer das vertraglich vereinbarte Entgelt auf Basis des relativen Einzelveräußerungspreises der Leasingkomponente und des aggregierten Einzelveräußerungspreises der Nicht-Leasingkomponenten auf die einzelnen Leasingkomponenten aufzuteilen. Daneben werden konzerninterne Leasingverhältnisse gemäß IFRS 8 in der Segmentberichterstattung grundsätzlich auch zukünftig wie Operating-Lease-Verhältnisse gemäß IAS 17 dargestellt.
Die Laufzeit des Leasingverhältnisses wird unter Zugrundelegung der unkündbaren Grundlaufzeit des Leasingverhältnisses ermittelt. Insbesondere für eine Reihe von Immobilienleasingverträgen bestehen Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Derartige Vertragskonditionen bieten dem Konzern eine größtmögliche betriebliche Flexibilität. Bei der Bestimmung der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen aus der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung solcher Optionen werden bei der Vertragslaufzeit nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind und auf einem Ereignis beruhen, das in der Kontrolle des Leasingnehmers liegt.
Als Leasinggeber bei einem Operating Lease weist der Konzern das Leasingobjekt als Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten in den Sachanlagen aus. Die Summe der Leasingzahlungen wird als Miet- und Pachterträge in den Umsatzerlösen ausgewiesen und linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt.
Als Leasinggeber bei einem Finance Lease weist der Konzern Forderungen in Höhe des Barwertes der abgezinsten Leasingzahlungen zuzüglich des ungarantierten Restwertes aus dem Leasingverhältnis aus.
thyssenkrupp wendet IFRS 16 erstmals für das am 1. Oktober 2019 beginnende Geschäftsjahr 2019 / 2020 an. Es wird von der Erleichterungsvorschrift Gebrauch gemacht, IFRS 16 auf sämtliche Verträge anzuwenden, die zuvor als Leasingverträge unter Anwendung von IAS 17 und IFRIC 4 identifiziert wurden.
Der Konzern hat die modifiziert retrospektive Einführungsmethode nach IFRS 16.C5(b) angewandt. Dabei sind die Vorjahresvergleichszahlen nicht anzupassen, sodass die Umstellungseffekte bei thyssenkrupp grundsätzlich als Anpassung der Gewinnrücklagen zum 1. Oktober 2019 auszuweisen sind.
Der Konzern hat zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS 16 neue Vermögenswerte und Schulden für seine Operating-Lease-Verhältnisse angesetzt. Bei Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode wurden die Nutzungsrechte im Erstanwendungszeitpunkt zum Buchwert in Höhe der Leasingverbindlichkeit, angepasst um abgegrenzte Leasingzahlungen, angesetzt. Die Leasingverbindlichkeiten wurden zum Barwert der zum Erstanwendungszeitpunkt ausstehenden Leasingzahlungen angesetzt, diskontiert mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum Erstanwendungszeitpunkt. thyssenkrupp hat beim Übergang auf IFRS 16 von Erleichterungsvorschriften Gebrauch gemacht und Leasingverhältnisse mit einer Restlaufzeit von bis zu zwölf Monaten als kurzfristige Leasingverhältnisse behandelt, bei der erstmaligen Bewertung des Nutzungsrechts anfängliche direkte Kosten unberührt gelassen sowie bei der Bestimmung der Leasinglaufzeiten bei Verträgen mit Verlängerungs- und / oder Kündigungsoptionen aktuelle Erkenntnisse berücksichtigt. Es wurde im Erstanwendungszeitpunkt kein Impairmenttest nach IAS 36 durchgeführt. Stattdessen werden die Leasingverhältnisse unmittelbar vor dem 1. Oktober 2019 gemäß IAS 37 "Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets" dahingehend untersucht, ob es sich bei den Leasingverhältnissen um belastende Verträge handelt.
Die Auswirkungen auf die bisherigen Finance-Lease-Verhältnisse des Konzerns waren unwesentlich.
Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 16 wurden zum 1. Oktober 2019 zusätzliche Vermögenswerte für die Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen in Höhe von 1,0 Mrd. € und zusätzliche Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 1,0 Mrd. € erfasst.
Ausgehend von den Verpflichtungen aus Operating Lease zum 30. September 2019 ergab sich folgende Überleitung auf den Eröffnungsbilanzwert der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen zum 1. Oktober 2019:
ÜBERLEITUNG – IFRS 16
| Mio € | |
|---|---|
| Verpflichtungen aus Operating Lease zum 30.09.2019 | 1.326 |
| Mindestleasingzahlungen (brutto) der Verbindlichkeiten aus Finance Lease zum 30.09.2019 | 50 |
| Anwendungserleichterung für kurzfristige Leasingverhältnisse | – 21 |
| Anwendungserleichterung für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte | – 10 |
| IAS 17 Verpflichtungen, die gemäß IFRS 16 nicht zu berücksichtigen sind | – 102 |
| Sonstiges | 13 |
| Brutto-Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen zum 1.10.2019 | 1.256 |
| Abzinsung | – 200 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen zum 1.10.2019 | 1.056 |
| Verbindlichkeiten aus Finance Lease zum 30.09.2019 | – 37 |
| Zusätzliche Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen durch Erstanwendung von IFRS 16 zum 1.10.2019 | 1.019 |
Basierend auf den Verpflichtungen aus Operating Lease wurden die Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse in Höhe von 21 Mio €, die Zahlungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte in Höhe von 10 Mio € sowie Zahlungsverpflichtungen gemäß IAS 17 für zum 30. September 2019 bereits abgeschlossene Leasingverträge, bei denen die Bereitstellung des zugrundeliegenden Vermögenswerts erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt, in Höhe von 102 Mio € abgezogen.
Die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen wurden unter Anwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes zum 1. Oktober 2019 abgezinst. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz betrug 3,5%.
Für die Bilanz zum 31. Dezember 2019 und für das 1. Quartal 2019 / 2020 ergaben sich folgende Darstellungen:
| LEASING IN DER BILANZ | |
|---|---|
| Aktiva Mio € | 31.12.2019 |
| Langfristige Vermögenswerte | |
| Nutzungsrechte – Grundstücke | 145 |
| Nutzungsrechte – Bauten | 683 |
| Nutzungsrechte – Technische Anlage und Maschinen | 32 |
| Nutzungsrechte – Andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäftsausstattung | 159 |
| Nutzungsrechte – Investment Properties | 1 |
| Gesamt | 1.020 |
| Passiva Mio € | 31.12.2019 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 909 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 121 |
| Gesamt | 1.030 |
LEASING IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| Mio € | 1. Quartal 2019 / 2020 |
|---|---|
| Sonstige Umsatzerlöse | |
| Erträge aus Operating-Lease-Verhältnissen | 1 |
| Leasingaufwendungen | |
| Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen | 12 |
| Aufwendungen aus Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte | 1 |
| Aufwendungen aus variablen Zahlungen | 1 |
| Abschreibungen | |
| Abschreibungen auf Nutzungsrechte | 52 |
| Finanzergebnis | |
| Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 7 |
Die Auswirkungen des neuen Standards wurden im Umstellungszeitpunkt erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt, waren jedoch für thyssenkrupp unwesentlich. Dies gilt somit auch für die Effekte aus aktiven und passiven latenten Steuern.
Darüber hinaus wendet thyssenkrupp im Geschäftsjahr 2019 / 2020 erstmalig die nachfolgenden Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards an, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben:
- IFRIC 23: "Uncertainty over Income Tax Treatments", Veröffentlichung im Juni 2017
- Änderungen an IFRS 9: "Financial Instruments", Veröffentlichung im Oktober 2017
- Änderungen an IAS 28: "Investments in Associates and Joint Ventures", Veröffentlichung im Oktober 2017
- Annual-Improvements-Process-Projekt für den Zyklus 2015–2017, Veröffentlichung im Dezember 2017
- Änderungen an IAS 19: "Plan Amendment, Curtailment or Settlement", Veröffentlichung im Februar 2018
02 Reklassifizierung der nicht fortgeführten Aktivitäten im 3. Quartal 2018 / 2019
Am 13. Juni 2019 erfolgte die förmliche Untersagungsentscheidung der Europäischen Kommission für das geplante Joint Venture im Stahlbereich mit Tata Steel Europe. Die geplante Transaktion, die die Business Area Steel Europe, die thyssenkrupp MillServices & Systems GmbH aus der Business Area Materials Services und einzelne Gesellschaften, die zu Corporate gehörten, umfasste, erfüllte damit nicht mehr die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis als nicht fortgeführte Aktivität und musste beginnend mit dem Zwischenabschluss für das 3. Quartal 2018 / 2019 entsprechend für das gesamte Geschäftsjahr 2018 / 2019 reklassifiziert werden. Gemäß IFRS 5 war die Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Kapitalflussrechnung so anzupassen, dass die nicht fortgeführten Stahlaktivitäten nicht mehr gesondert ausgewiesen werden. Bestandteil der erforderlichen Anpassungen war auch die rückwirkende Berücksichtigung der mit der Klassifizierung als nicht fortgeführte Aktivität ausgesetzten planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 115 Mio € im 1. Quartal 2018 / 2019 (vor Steuern).
03 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurden die Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2019 angepasst.
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
| Mio € | 30.09.2019 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Pensionen | 8.688 | 8.341 |
| Altersteilzeit | 209 | 202 |
| Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen | 50 | 57 |
| Insgesamt | 8.947 | 8.600 |
Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zugrunde gelegt:
DURCHSCHNITTLICHE BEWERTUNGSFAKTOREN
| 30.09.2019 | 31.12.2019 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in % | Deutschland | Übrige Länder | Insgesamt | Deutschland | Übrige Länder | Insgesamt | |
| Diskontierungssatz für Pensionen | 0,70 | 1,42 | 0,88 | 0,90 | 1,58 | 1,07 |
04 Sonstige Rückstellungen
Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Restrukturierungsrückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum 30. September 2019 um 82 Mio € auf 282 Mio €. Die Zuführungen in Höhe von 128 Mio € betreffen im Wesentlichen Automotive Technology, Elevator Technology und Corporate Headquarters.
Zum 30. September 2019 war in den sonstigen Rückstellungen die im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren des Bundeskartellamts gegen die thyssenkrupp Steel Europe AG in Sachen Grobblech gebildete Rückstellung enthalten. Nach Erhalt des Bußgeldbescheids in Höhe von 370 Mio € im Dezember 2019 wurde die Rückstellung im 1. Quartal 2019 / 2020 durch die Begleichung des Bußgeldes in voller Höhe in Anspruch genommen. Das Verfahren mit dem Bundeskartellamt ist damit einvernehmlich beendet.
Im Zusammenhang mit dem Elevator-Kartell haben potenziell Geschädigte gegen die thyssenkrupp AG und Unternehmen des thyssenkrupp Konzerns Schadensersatzansprüche gerichtlich und außergerichtlich geltend gemacht. Seit dem 30. September 2019 sind weitere Klagen beziffert worden. Ein Großteil der Verfahren ist mittlerweile vergleichsweise, durch Klagerücknahmen oder durch Klageabweisungen erledigt. Es sind noch Gerichtsverfahren in Österreich, Belgien und den Niederlanden anhängig. Sie befinden sich in unterschiedlichen Verfahrensstadien. Für den Teil der rechtshängigen Ansprüche, die nach Einschätzung von thyssenkrupp wahrscheinlich zu Mittelabflüssen führen werden, hat thyssenkrupp eine Risikovorsorge durch Rückstellungen getroffen.
05 Finanzschulden
Das bestehende Commercial-Paper-Programm mit einem maximalen Emissionsvolumen von 3,0 Mrd € war zum 31. Dezember 2019 mit 1,0 Mrd € in Anspruch genommen.
06 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken
Eventualverbindlichkeiten
Die thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
| Maximale Haftungsvolumen |
Rückstellung | |
|---|---|---|
| Mio € | 31.12.2019 | 31.12.2019 |
| Anzahlungsgarantien | 20 | 1 |
| Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien | 1 | 0 |
| Sonstige Haftungserklärungen | 5 | 0 |
| Insgesamt | 26 | 1 |
Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung oder die Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern.
Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen, aus dem zugrundeliegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken
Die in der Business Area Steel Europe bestehenden langfristigen Abnahmeverträge für Eisenerz und Eisenerzpellets werden aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet. Im Vergleich zum 30. September 2019 verringerten sich die Abnahmeverpflichtungen um rund 0,45 Mrd € auf 0,9 Mrd €.
Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem Geschäftsjahresende 2018 / 2019 keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.
07 Finanzinstrumente
Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze.
Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert soweit vorhanden auf Börsenkursen zum Quartalsstichtag oder eigenen Bewertungsmodellen.
Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Quartalsstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt.
Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrunde liegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrunde liegenden Basiszinsen.
Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cashflows stattfinden.
Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Quartalsstichtag vorgenommen.
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten.
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 14.351 Mio € zum 31.12.2019 (30.09.2019: 14.876 Mio €) haben einen beizulegenden Zeitwert von 14.484 Mio € (30.09.2019: 14.995 Mio €), der nach Bewertungsmethoden ermittelt wurde, die Level 2 zuzuordnen sind.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:
| Mio € | 30.09.2019 | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 126 | 0 | 126 | 0 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 7 | 0 | 7 | 0 |
| Eigenkapitalinstrumente | 13 | 9 | 4 | 0 |
| Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.187 | 1.187 | ||
| Fremdkapitalinstrumente | 20 | 17 | 3 | 0 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 120 | 0 | 120 | 0 |
| Insgesamt | 1.472 | 26 | 259 | 1.187 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 161 | 0 | 161 | 0 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 20 | 0 | 20 | 0 |
| Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 20 | 0 | 20 | 0 |
| Insgesamt | 202 | 0 | 202 | 0 |
BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.09.2019
BEWERTUNGSHIERARCHIE 31.12.2019
| Mio € | 31.12.2019 | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 80 | 0 | 80 | 0 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 16 | 0 | 16 | 0 |
| Eigenkapitalinstrumente | 13 | 8 | 5 | 0 |
| Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.002 | 1.002 | ||
| Fremdkapitalinstrumente | 20 | 17 | 3 | 0 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 15 | 0 | 15 | 0 |
| Insgesamt | 1.146 | 25 | 119 | 1.002 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 83 | 0 | 83 | 0 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 39 | 0 | 39 | 0 |
| Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 14 | 0 | 14 | 0 |
| Insgesamt | 136 | 0 | 136 | 0 |
Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten bewertet wird. Für die in Level 3 eingestuften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der beizulegende Zeitwert dem bilanzierten Buchwert abzüglich der im sonstigen Ergebnis erfassten Wertberichtigungen.
08 Segmentberichterstattung
Im Zuge der strategischen Neuausrichtung "newtk" ergeben sich seit dem 1. Oktober 2019 folgende Änderungen der Organisations- und Berichtsstruktur:
Die ehemalige Business Area Components Technology konzentriert sich seit dem 1. Oktober 2019 auf das Automobilgeschäft und wurde in Automotive Technology umbenannt. Neu hinzu kommt System Engineering, das u.a. Produktionsstraßen für die Automobilindustrie entwickelt und bis zum 30. September 2019 zur Business Area Industrial Solutions gehörte. Die Großwälzlager und das Schmiedegeschäft wurden aus Components Technology herausgelöst. Die Berichterstattung der beiden Einheiten erfolgt unter dem Namen Industrial Components. Industrial Solutions wurde in Plant Technology umbenannt; darin befinden sich die Geschäfte mit Chemie-Anlagen, Zement-Anlagen sowie Anlagen und Ausrüstung für Mining. Die Verwaltungseinheiten von Corporate und den Regionen werden als Corporate Headquarters dargestellt. Daneben werden die Einheiten der Service Units und Special Units zusammengefasst mit Konsolidierungssachverhalten und als "Überleitung" separat abgebildet.
Der Vorperiodenausweis ist entsprechend angepasst.
Die Segmentinformationen für das 1. Quartal 2018 / 2019 und das 1. Quartal 2019 / 2020 stellen sich damit wie folgt dar:
SEGMENTINFORMATION1 )
| Mio € | Automotive Technology |
Industrial Components |
Elevator Technology |
Plant Technology |
Marine Systems |
Materials Services |
Steel Europe |
Corporate Headquarters |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Quartal 2018 / 2019 | ||||||||||
| Außenumsätze | 1.233 | 569 | 1.923 | 612 | 298 | 3.318 | 1.778 | 0 | 5 | 9.736 |
| Konzerninterne Umsätze | – 1 | 4 | 0 | 3 | 0 | 70 | 353 | 1 | – 429 | 0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.231 | 573 | 1.923 | 615 | 298 | 3.388 | 2.131 | 0 | – 424 | 9.736 |
| EBIT | 9 | 42 | 199 | – 37 | 0 | 22 | 34 | – 74 | – 12 | 181 |
| Bereinigtes EBIT | 13 | 43 | 204 | – 30 | 0 | 22 | 38 | – 63 | – 11 | 217 |
| 1. Quartal 2019 / 2020 | ||||||||||
| Außenumsätze | 1.364 | 540 | 2.044 | 749 | 382 | 2.961 | 1.628 | 0 | 6 | 9.674 |
| Konzerninterne Umsätze | 3 | 4 | 1 | 6 | – 1 | 85 | 222 | 1 | – 323 | 0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.367 | 544 | 2.045 | 755 | 381 | 3.046 | 1.851 | 1 | – 316 | 9.674 |
| EBIT | – 78 | 43 | 207 | – 19 | 0 | 11 | – 166 | – 103 | – 10 | – 115 |
| Bereinigtes EBIT | 21 | 44 | 228 | – 18 | 0 | 11 | – 164 | – 66 | – 6 | 50 |
1) Der Ausweis für 2018 / 2019 wurde angepasst.
Im Vergleich zum 30. September 2019 erhöhte sich das durchschnittliche Capital Employed bei Elevator Technology um 472 Mio € auf 1.764 Mio €, bei Plant Technology um -58 Mio€ auf -210 Mio € und bei Marine Systems um 268 Mio € auf 1.196 Mio € per 31. Dezember 2019.
Die Spalte "Überleitung" lässt sich wie folgt unterteilen:
AUFRISS ÜBERLEITUNG1 )
| Mio € | Service Units | Special Units | Konsolidierung | Überleitung |
|---|---|---|---|---|
| 1. Quartal 2018 / 2019 | ||||
| Außenumsätze | 5 | 1 | – 1 | 5 |
| Konzerninterne Umsätze | 57 | 27 | – 514 | – 429 |
| Umsatzerlöse gesamt | 62 | 28 | – 514 | – 424 |
| EBIT | – 12 | – 5 | 4 | – 12 |
| Bereinigtes EBIT | – 12 | – 3 | 4 | – 11 |
| 1. Quartal 2019 / 2020 | ||||
| Außenumsätze | 6 | 1 | 0 | 6 |
| Konzerninterne Umsätze | 60 | 33 | – 416 | – 323 |
| Umsatzerlöse gesamt | 65 | 34 | – 416 | – 316 |
| EBIT | – 9 | – 2 | 1 | – 10 |
| Bereinigtes EBIT | – 6 | 0 | 1 | – 6 |
1) Der Ausweis für 2018 / 2019 wurde angepasst.
Zu den Service Units gehören im Wesentlichen die Global Shared Services, die Regional Services Germany und die Corporate Services. Unter Special Units werden sowohl das Asset Management zur Verwaltung und Steuerung des Konzern-Immobilienvermögens als auch Business-Area-übergreifende Technologieprojekte geführt. Außerdem gehören hierzu Einheiten ohne operative Tätigkeiten, die aber beispielsweise für die Konzernfinanzierung benötigt werden.
Nachfolgend wird die Überleitungsrechnung der Ertragskennzahl EBIT zum EBT gemäß der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:
ÜBERLEITUNG EBIT ZU EBT
| Mio € | 1. Quartal 2018 / 20191) |
1. Quartal 2019 / 2020 |
|---|---|---|
| Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung | 217 | 50 |
| Sondereffekte2) | – 36 | – 166 |
| EBIT gemäß Segmentberichterstattung | 181 | – 115 |
| + Finanzierungserträge | 196 | 206 |
| – Finanzierungsaufwendungen | – 279 | – 299 |
| – Bestandteile der Finanzierungserträge, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden | 0 | 0 |
| + Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden | 2 | 3 |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) gemäß Gewinn- und Verlustrechnung | 99 | – 206 |
1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).
2) Vgl. die Erläuterung der Sondereffekte im "Geschäftsverlauf im Konzern und in den Business Areas".
09 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse bzw. die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden sind nachfolgend dargestellt:
UMSATZERLÖSE
| Mio € | Automotive Technology |
Industrial Components |
Elevator Technology |
Plant Technology |
Marine Systems |
Materials Services |
Steel Europe |
Corporate Headquarters |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Quartal 2018/20191) | ||||||||||
| Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen |
825 | 493 | 50 | 62 | 5 | 698 | 1.960 | 0 | – 347 | 3.746 |
| Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren |
140 | 68 | 25 | 10 | 7 | 2.459 | 74 | 0 | – 42 | 2.740 |
| Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen |
58 | 2 | 876 | 134 | 8 | 160 | 29 | 0 | – 36 | 1.230 |
| Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen |
205 | 0 | 936 | 396 | 277 | 0 | 0 | 0 | – 3 | 1.810 |
| Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden |
5 | 12 | 35 | 7 | 1 | 30 | 72 | 0 | – 3 | 160 |
| Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden |
1.232 | 575 | 1.922 | 608 | 298 | 3.347 | 2.135 | 0 | – 431 | 9.686 |
| Sonstige Umsatzerlöse | – 1 | – 2 | 2 | 7 | 0 | 41 | – 4 | 0 | 8 | 51 |
| Insgesamt | 1.231 | 573 | 1.923 | 615 | 298 | 3.388 | 2.131 | 0 | – 424 | 9.736 |
| 1. Quartal 2019 / 2020 | ||||||||||
| Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen |
975 | 472 | 44 | 45 | 6 | 668 | 1.712 | 0 | – 216 | 3.706 |
| Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren |
116 | 58 | 27 | 8 | 15 | 2.020 | 52 | 0 | – 33 | 2.263 |
| Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen |
59 | 2 | 924 | 111 | 12 | 175 | 36 | 1 | – 35 | 1.285 |
| Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen |
211 | 0 | 1.023 | 576 | 348 | 0 | 0 | 0 | – 2 | 2.155 |
| Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden |
3 | 13 | 26 | 12 | 1 | 28 | 55 | 0 | – 2 | 137 |
| Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden |
1.365 | 544 | 2.044 | 752 | 382 | 2.892 | 1.855 | 1 | – 289 | 9.546 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 2 | – 1 | 1 | 2 | – 1 | 154 | – 4 | 0 | – 27 | 127 |
| Insgesamt | 1.367 | 544 | 2.045 | 755 | 381 | 3.046 | 1.851 | 1 | – 316 | 9.674 |
1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02 und 08).
UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH KUNDENGRUPPEN
| Mio € | Automotive Technology |
Industrial Components |
Elevator Technology |
Plant Technology |
Marine Systems |
Materials Services |
Steel Europe |
Corporate Headquarters |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Quartal 2018/20191) | ||||||||||
| Automobilindustrie | 1.163 | 234 | 1 | 0 | 0 | 563 | 632 | 0 | – 84 | 2.507 |
| Handel | 27 | 22 | 475 | 1 | 67 | 448 | 451 | 0 | – 222 | 1.270 |
| Maschinen- und Anlagenbau |
12 | 293 | 129 | 218 | 2 | 298 | 76 | 0 | – 31 | 998 |
| Stahl- und stahlnahe Verarbeitung |
1 | 5 | 1 | 4 | 0 | 679 | 482 | 0 | – 93 | 1.079 |
| Bauwirtschaft | 0 | 6 | 875 | 0 | 0 | 176 | 15 | 0 | – 3 | 1.069 |
| Öffentliche Hand | 0 | 2 | 69 | 0 | 215 | 17 | 9 | 0 | – 1 | 310 |
| Verpackungsindustrie | 0 | 0 | 0 | 3 | 0 | 19 | 314 | 0 | – 2 | 334 |
| Energie und Versorgung | 0 | 1 | 11 | 19 | 0 | 57 | 66 | 0 | 0 | 153 |
| Übrige Kundengruppen | 29 | 13 | 361 | 362 | 14 | 1.090 | 90 | 0 | 6 | 1.965 |
| Insgesamt | 1.232 | 575 | 1.922 | 608 | 298 | 3.347 | 2.135 | 0 | – 431 | 9.686 |
| 1. Quartal 2019 / 2020 | ||||||||||
| Automobilindustrie | 1.282 | 179 | 2 | 0 | 0 | 430 | 616 | 0 | – 22 | 2.488 |
| Handel | 55 | 23 | 521 | 13 | 120 | 505 | 418 | 0 | – 196 | 1.460 |
| Maschinen- und Anlagenbau |
8 | 310 | 147 | 364 | 3 | 293 | 60 | 0 | – 21 | 1.165 |
| Stahl- und stahlnahe Verarbeitung |
2 | 8 | 1 | 9 | 0 | 553 | 367 | 0 | – 62 | 878 |
| Bauwirtschaft | 0 | 4 | 929 | 0 | 0 | 146 | 8 | 0 | – 7 | 1.081 |
| Öffentliche Hand | 0 | 1 | 62 | 0 | 245 | 14 | 0 | 0 | – 4 | 318 |
| Verpackungsindustrie | 0 | 0 | 1 | 1 | 0 | 26 | 263 | 0 | – 3 | 287 |
| Energie und Versorgung | 0 | 4 | 9 | 19 | 0 | 25 | 51 | 0 | 0 | 108 |
| Übrige Kundengruppen | 17 | 15 | 372 | 346 | 15 | 901 | 72 | 0 | 26 | 1.762 |
| Insgesamt | 1.365 | 544 | 2.044 | 752 | 382 | 2.892 | 1.855 | 1 | – 289 | 9.546 |
1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02 und 08).
UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN
| Mio € | Automotive Technology |
Industrial Components |
Elevator Technology |
Plant Technology |
Marine Systems |
Materials Services |
Steel Europe |
Corporate Headquarters |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Quartal 2018/20191) | ||||||||||
| Deutschsprachiger | ||||||||||
| Raum2) | 459 | 110 | 195 | 40 | 52 | 1.148 | 1.157 | 0 | – 242 | 2.919 |
| Westeuropa | 153 | 124 | 320 | 23 | 20 | 801 | 471 | 0 | – 122 | 1.792 |
| Zentral- und Osteuropa | 55 | 11 | 8 | 29 | 0 | 422 | 143 | 0 | – 27 | 642 |
| Gemeinschaft unabhängiger Staaten |
3 | 4 | 14 | 22 | 0 | 10 | 13 | 0 | 0 | 67 |
| Nordamerika | 260 | 164 | 692 | 57 | 1 | 750 | 172 | 0 | – 33 | 2.064 |
| Südamerika | 28 | 37 | 99 | 37 | 1 | 9 | 31 | 0 | – 1 | 242 |
| Asien / Pazifik | 15 | 16 | 175 | 109 | 87 | 96 | 27 | 0 | – 2 | 524 |
| Großraum China | 244 | 88 | 314 | 95 | 0 | 29 | 38 | 0 | – 4 | 804 |
| Indien | 3 | 13 | 24 | 40 | 12 | 11 | 14 | 0 | 0 | 117 |
| Naher Osten & Afrika | 11 | 6 | 80 | 156 | 125 | 70 | 69 | 0 | – 1 | 516 |
| Insgesamt | 1.232 | 575 | 1.922 | 608 | 298 | 3.347 | 2.135 | 0 | – 431 | 9.686 |
| 1. Quartal 2019 / 2020 | ||||||||||
| Deutschsprachiger Raum2) |
403 | 100 | 200 | 52 | 90 | 1.085 | 979 | 0 | – 209 | 2.701 |
| Westeuropa | 220 | 101 | 323 | 29 | 32 | 632 | 421 | 0 | – 27 | 1.731 |
| Zentral- und Osteuropa | 97 | 10 | 8 | 112 | 0 | 337 | 142 | 0 | – 9 | 696 |
| Gemeinschaft unabhängiger Staaten |
4 | 7 | 14 | 27 | 0 | 9 | 12 | 0 | 0 | 73 |
| Nordamerika | 282 | 125 | 774 | 75 | 2 | 634 | 152 | 0 | – 23 | 2.021 |
| Südamerika | 32 | 33 | 99 | 59 | 3 | 9 | 27 | 0 | – 3 | 259 |
| Asien / Pazifik | 10 | 22 | 178 | 166 | 86 | 95 | 17 | 0 | – 3 | 572 |
| Großraum China | 302 | 132 | 368 | 51 | 0 | 27 | 31 | 0 | – 10 | 901 |
| Indien | 5 | 8 | 21 | 59 | 8 | 14 | 12 | 0 | – 1 | 127 |
| Naher Osten & Afrika | 10 | 5 | 59 | 121 | 161 | 51 | 63 | 0 | – 4 | 467 |
| Insgesamt | 1.365 | 544 | 2.044 | 752 | 382 | 2.892 | 1.855 | 1 | – 289 | 9.546 |
1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02 und 08).
2) Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein
Von den Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden resultieren im 1. Quartal 2019/2020 2.134 Mio € (Vorjahr: 1.936 Mio €) aus langfristigen Verträgen und 7.413 Mio € (Vorjahr: 7.750 Mio €) aus kurzfristigen Verträgen bzw. 3.052 Mio € (Vorjahr: 3.324 Mio €) aus zeitraumbezogen erfassten Umsatzerlösen und 6.495 Mio € (Vorjahr: 6.362 Mio €) aus zeitpunktbezogen erfassten Umsatzerlösen.
10 Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:
ERGEBNIS JE AKTIE
| 1. Quartal 2018 / 20191) | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag in Mio € |
Ergebnis je Aktie in € |
Gesamtbetrag in Mio € |
Ergebnis je Aktie in € |
|
| Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) |
60 | 0,10 | – 372 | – 0,60 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) | 622.531.741 | 622.531.741 |
1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).
In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.
11 Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente". Per 31. Dezember 2019 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 25 Mio € (Vorjahr: 27 Mio €) von der Joint Operation HKM.
Essen, den 10. Februar 2020
thyssenkrupp AG Der Vorstand
Merz
Burkhard Dietsch Keysberg
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
An die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Essen, den 12. Februar 2020
PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Harald Kayser Michael Preiß
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Weitere Informationen
Kontakt und Finanzkalender 2020/2021
Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:
Communications
Telefon: (0201) 844-536043 Telefax: (0201) 844-536041 E-Mail: [email protected]
Investor Relations E-Mail: [email protected] Institutionelle Investoren und Analysten Telefon: (0201) 844-536464 Telefax: (0201) 8456-531000 Privatanleger Telefon: (0201) 844-536367 Telefax: (0201) 8456-531000
Herausgeber
thyssenkrupp AG thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen Postfach, 45063 Essen
Telefon: (0201) 844-0 Telefax: (0201) 844-536000 E-Mail: [email protected]
www.thyssenkrupp.com
Zukunftsbezogene Aussagen
Dieser Finanzbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen sind mit Unsicherheiten verbunden, da sie von thyssenkrupp nicht beeinflusst oder kontrolliert werden können, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesem Finanzbericht explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Die in diesem Finanzbericht enthaltenen zukunftsbezogene Aussagen werden nicht an Ereignisse oder Entwicklungen angepasst, die nach dem Datum dieses Berichts eintreten.
Finanzkalender 2020 /2021
-
Mai 2020 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2019 / 2020 (Oktober bis März)
-
August 2020 Zwischenbericht 9 Monate 2019 / 2020 (Oktober bis Juni)
-
November 2020 Geschäftsbericht 2019 / 2020 (Oktober bis September)
-
Februar 2021 Ordentliche Hauptversammlung
-
Februar 2021 Zwischenbericht 1. Quartal 2020 / 2021 (Oktober bis Dezember)
Dieser Zwischenbericht ist am 13. Februar 2020 erschienen. Inhouse produziert mit firesys.
Rundungen und Veränderungsraten
Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet, Verschlechterungen mit Minus (−). Bei sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten (≥ 500 % bzw. ≤ −100 %) wird die Veränderungsrichtung durch ++ bzw. −− angezeigt.
Abweichungen aus technischen Gründen
Dieser Finanzbericht ist von der Gesellschaft aufgrund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum elektronischen Bundesanzeiger einzureichen. Aus technischen Gründen kann es beim Bundesanzeiger Verlag zu Abweichungen in den im Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen kommen.
Der Finanzbericht steht in deutscher Sprache und in englischer Übersetzung im Internet unter www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Finanzberichts der englischen Übersetzung vor.
www.thyssenkrupp.com