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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2019

Aug 8, 2019

435_10-q_2019-08-08_8b9f2414-971a-460c-a419-27fa2e45490a.pdf

Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht 9 Monate 2018/2019

1. Oktober 2018 – 30. Juni 2019 thyssenkrupp AG

thyssenkrupp in Zahlen

Konzern1)2) Konzern1)2)
9 Monate
2017 / 2018
9 Monate
2018 / 2019
Veränderung in % 3. Quartal
2017 / 2018
3.Quartal
2018 / 2019
Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 30.171 30.690 520 2 10.554 10.219 – 335 – 3
Umsatz Mio € 30.755 31.153 398 1 10.771 10.779 8 0
EBIT3) Mio € 1.096 396 – 701 – 64 243 183 – 60 – 25
EBIT-Marge % 3,6 1,3 – 2,3 – 64 2,3 1,7 – 0,6 – 25
Bereinigtes EBIT3) Mio € 1.274 683 – 591 – 46 331 226 – 105 – 32
Bereinigte-EBIT-Marge % 4,1 2,2 – 2,0 – 47 3,1 2,1 – 1,0 – 32
Ergebnis vor Steuern Mio € 813 124 – 688 – 85 157 80 – 78 – 49
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw.
Ergebnis nach Steuern
Mio € 229 – 170 – 399 -- – 114 – 77 37 32
davon Anteil der Aktionäre der
thyssenkrupp AG
Mio € 189 – 207 – 396 -- – 131 – 94 38 29
Ergebnis je Aktie 0,30 – 0,33 – 0,64 -- – 0,21 – 0,15 0,06 29
Operating Cashflow Mio € – 797 – 1.709 – 912 -- 60 218 157 261
Cashflow für Investitionen Mio € – 855 – 955 – 100 – 12 – 293 – 375 – 81 – 28
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 78 60 – 18 – 24 34 8 – 27 – 77
Free Cashflow4) Mio € – 1.573 – 2.604 – 1.031 – 66 – 199 – 149 49 25
Free Cashflow vor M & A4) Mio € – 1.592 – 2.546 – 954 – 60 – 211 – 92 119 56
Netto-Finanzschulden (30.06.) Mio € 3.808 5.101 1.292 34
Eigenkapital (30.06.) Mio € 3.339 2.494 – 845 – 25
Gearing (30.06.) % 114,0 204,5 90,5 79
Mitarbeiter (30.06.) 159.655 161.740 2.085 1

1) Der Vorjahresausweis wurde angepasst durch die Erstanwendung von IFRS 15.

2) Siehe auch Vorbemerkungen.

3) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

4) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

thyssenkrupp Zwischenbericht 9 Monate 2018/2019 thyssenkrupp in Zahlen

Auftragseingang2)
Mio €
Umsatz2)
Mio €
EBIT1)2)3)
Mio €
Bereinigtes EBIT1)2)3)
Mio €
Mitarbeiter
9 Monate
2017 / 2018
9 Monate
2018 / 2019
9 Monate
2017 / 2018
9 Monate
2018 / 2019
9 Monate
2017 / 2018
9 Monate
2018 / 2019
9 Monate
2017 / 2018
9 Monate
2018 / 2019
30.06.2018 30.06.2019
Components Technology 4.939 5.188 4.927 5.059 231 158 267 183 34.126 35.036
Elevator Technology 5.814 6.136 5.536 5.835 590 590 641 642 52.683 53.010
Industrial Solutions3) 2.340 2.945 2.606 2.786 – 131 – 124 – 107 – 112 15.794 16.020
Marine Systems3) 483 385 987 1.305 – 119 – 1 – 117 0 5.789 5.870
Materials Services 10.957 10.528 11.023 10.590 214 106 235 119 20.148 20.242
Steel Europe 7.030 6.969 7.061 6.828 597 – 75 586 77 27.090 27.934
Corporate 242 135 245 203 – 292 – 250 – 237 – 219 4.025 3.628
Konsolidierung – 1.635 – 1.596 – 1.631 – 1.451 6 – 9 6 – 6 0 0
Konzern3) 30.171 30.690 30.755 31.153 1.096 396 1.274 683 159.655 161.740

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

2) Der Vorjahresausweis wurde angepasst durch die Erstanwendung von IFRS 15.

3) Siehe auch Vorbemerkungen.

Mio € Auftragseingang2) Umsatz2)
Mio €
Bereinigtes EBIT1)2)3)
Mio €
3. Quartal
2017 / 2018
3. Quartal
2018 / 2019
3. Quartal
2017 / 2018
3. Quartal
2018 / 2019
3. Quartal
2017 / 2018
3. Quartal
2018 / 2019
3. Quartal
2017 / 2018
3. Quartal
2018 / 2019
Components Technology 1.696 1.754 1.717 1.753 69 54 100 65
Elevator Technology 1.981 1.999 1.937 2.042 202 222 217 239
Industrial Solutions3) 883 1.265 815 996 – 108 – 64 – 106 – 55
Marine Systems3) 170 145 440 510 – 108 – 1 – 107 0
Materials Services 3.818 3.336 3.846 3.505 75 34 84 43
Steel Europe 2.475 2.177 2.492 2.347 239 9 227 1
Corporate 73 47 74 69 – 124 – 75 – 82 – 70
Konsolidierung – 542 – 504 – 550 – 442 – 2 3 – 2 3
Konzern3) 10.554 10.219 10.771 10.779 243 183 331 226

1) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 09).

2) Der Vorjahresausweis wurde angepasst durch die Erstanwendung von IFRS 15.

3) Siehe auch Vorbemerkungen.

STAMMDATEN UND KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE / ADRS

ISIN Anzahl Aktien (insgesamt) Stück 622.531.741
Aktien (Börsen Frankfurt, Düsseldorf) DE 000 750 0001 Kurs Ende Juni 2019 12,83
ADRs (Außerbörslicher Handel) US88629Q2075 Marktkapitalisierung Ende Juni 2019 Mio € 7.987
Kürzel
Aktien TKA
ADRs TKAMY

thyssenkrupp Zwischenbericht 9 Monate 2018/2019 Inhalt

Inhalt

02 thyssenkrupp in Zahlen

05 Zwischenlagebericht

  • 05 Wirtschaftsbericht
  • 05 Zusammenfassung
  • 06 Makro- und Branchenumfeld
  • 09 Geschäftsverlauf im Konzern und in den Business Areas
  • 15 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • 19 Compliance
  • 20 Prognose-, Chancen- und Risikobericht
  • 20 Prognose 2018 / 2019
  • 22 Chancen und Risiken

23 Verkürzter Zwischenabschluss

  • 24 Konzernbilanz
  • 26 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 27 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 29 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 31 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 33 Verkürzter Konzernanhang
  • 52 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

53 Weitere Informationen

53 Kontakt und Finanzkalender 2019 / 2020

Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

Wir verwenden in diesem Finanzbericht im Interesse der besseren Lesbarkeit ausschließlich die grammatisch männliche Form (z.B. "Mitarbeiter"). Sie bezieht sich immer zugleich auf alle Geschlechter der Menschen, um die es geht: männlich, weiblich, divers.

Zwischenlagebericht

Vorbemerkungen

Im Rahmen der Neuausrichtung der Business Area Industrial Solutions wurde der Marinebereich herausgelöst. Dieser wird seit dem 1. Oktober 2018 als Business Unit Marine Systems separat geführt.

Am 13. Juni 2019 erfolgte die förmliche Untersagungsentscheidung der Europäischen Kommission für das geplante Joint Venture im Stahlbereich mit Tata Steel Europe. Die geplante Transaktion, die die Business Area Steel Europe, die thyssenkrupp MillServices & Systems GmbH aus der Business Area Materials Services und einzelne Gesellschaften, die in 2017 / 2018 zu Corporate gehörten, umfasste, erfüllt damit nicht mehr die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis als nicht fortgeführte Aktivität und muss im aktuellen Zwischenabschluss entsprechend reklassifiziert werden. Gemäß IFRS 5 ist die Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung so anzupassen, dass alle Aufwendungen und Erträge der nicht fortgeführten Stahlaktivitäten in den aktuellen Berichtsperioden wieder im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten enthalten sind und analog in der Kapitalflussrechnung alle Cashflows der nicht fortgeführten Stahlaktivitäten wieder den fortgeführten Aktivitäten zugeordnet sind. Der Vorperiodenausweis ist jeweils entsprechend anzupassen. In der Bilanz werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der nicht fortgeführten Stahlaktivitäten zum aktuellen Quartalsstichtag nicht mehr separiert und die Vergleichsperiode zum 30. September 2018 entsprechend angepasst. Bestandteil der erforderlichen Anpassungen ist auch die rückwirkende Berücksichtigung der mit der Klassifizierung als nicht fortgeführte Aktivität ausgesetzten planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 107 Mio € im 4. Quartal 2017 / 2018 und in Höhe von 228 Mio € im 1. Halbjahr 2018 / 2019 (jeweils vor Steuern).

Wirtschaftsbericht

Zusammenfassung

Schwächere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, niedrigere Auto-Nachfrage insbesondere in China, Verwerfungen an Rohstoffmärkten und Importdruck bei Stahl belasten Mengenund Margenentwicklung vorwiegend bei Geschäften mit Auto-Komponenten und Werkstoffen

  • Auftragseingang und Umsatz in den ersten 9 Monaten über Vorjahr: deutlicher Anstieg bei den Industriegütergeschäften insgesamt kompensiert rückläufige Werkstoffgeschäfte:
  • Components Technology mit deutlichen Zuwächsen bei Industrie-Komponenten
  • Elevator Technology mit mehreren Großprojekten insbesondere in Asien-Pazifik
  • Industrial Solutions bestätigt positiven Trend bei Chemieanlagen mit Aufträgen in Saudi-Arabien, Ägypten und Polen
  • Marine Systems ohne Großaufträge im Auftragseingang
  • Materials Services mit rückläufigen Mengen i.W. im Streckengeschäft sowie in den automobilnahen Servicecentern
  • Steel Europe mit deutlich niedrigeren Mengen, i.W. bei Auto

  • Bereinigtes EBIT deutlich unter Vorjahr, i.W. aufgrund des Mengen- und Margendrucks bei Geschäften mit Auto-Komponenten und Werkstoffen

  • Components Technology mit erheblichen Belastungen bei Springs & Stabilizers, rückläufiger weltweiter Nachfrage nach Auto-Komponenten, insbesondere in China und Westeuropa sowie höheren Anlaufkosten bei neuen Kundenprojekten; gegenläufig: Geschäft mit Großwälzlagern, Kurbelwellen und Baumaschinenkomponenten deutlich über Vorjahr
  • Elevator Technology stabil, Performance Maßnahmen kompensieren Material- und Absatzpreisentwicklungen in den USA und China; im 3. Quartal Rückkehr zu Margen-Steigerung um 0,5 %- Punkte
  • Industrial Solutions negativ mit weiterhin geringeren Margen bei Projekten in Abrechnung sowie i.W. konjunkturbedingt verzögerten Kundenabrufen bei Produktionssystemen für die Automobilindustrie (System Engineering); umfassendes Turnaround-Programm in Umsetzung
  • Marine Systems mit Verbesserung i.W. durch Entfall der Projektaufwendungen vom Vorjahr, zudem gestiegener Umsatz, jedoch weiterhin geringe Margen bei Projekten in Abrechnung
  • Materials Services mit Margendruck aufgrund rückläufiger Preise und Mengen
  • Steel Europe signifikant unter Vorjahr infolge deutlich gestiegener Kosten, u.a. für Rohstoffe (insbesondere für Eisenerz) sowie infolge von Produktionsrücknahme und Logistik (Rhein-Niedrigwasser); zudem geringerer Versand hauptsächlich an die Automobilindustrie sowie zunehmend auch an andere Kundensegmente
  • Corporate mit schneller als geplanter Reduktion der Verwaltungskosten
  • Periodenergebnis i.W. aufgrund der operativen Entwicklung deutlich verschlechtert
  • Cashflow im 3. Quartal negativ jedoch mit Verbesserung zum Vorjahr; auf 9-Monatssicht erwartungsgemäß deutlich negativ auch aufgrund erhöhter Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen i.W. bei den Werkstoffgeschäften
  • Anpassung der Gesamtjahresprognose aufgrund der anhaltend schwächeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, niedrigeren Auto-Nachfrage insbesondere in China, Verwerfungen an Rohstoffmärkten und Importdruck bei Stahl mit Mengen-, Margen- und NWC-Belastung vorwiegend bei Geschäften mit Auto-Komponenten und Werkstoffen; Bereinigtes EBIT nun bei rund 0,8 Mrd €, FCF vor M&A >1 Mrd € negativ
  • Update "newtk": Bei Performance First adressieren erste Maßnahmen Geschäfte mit negativem Cashflow, deren nachhaltige Entwicklung im Konzern auf dem Prüfstand steht; bei Flexible Portfolio bereiten wir das IPO von Elevator Technology vor, prüfen aber auch Interessensbekundungen für alternative Optionen; bei anderen Geschäften gibt es erste Kontakte zu möglichen strategischen Partnern

Makro- und Branchenumfeld

Expansion der Weltwirtschaft fällt 2019 deutlich schwächer aus

  • Im Vergleich zum Beginn des Geschäftsjahres Wachstumsprognosen für 2019 weltweit in den meisten für uns wichtigsten Absatzmärkten nochmals nach unten revidiert
  • Industrieländer: Weiter nachlassende Konjunkturdynamik bei abgeschwächter Investitionsbereitschaft; positive Impulse von Konsumseite zeigen sich weniger schwungvoll; Geldpolitik stützt weiterhin
  • Schwellenländer: Moderate Konjunkturdynamik bei hohen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten

■ Risiken und Unsicherheiten: Weitere Eskalation handelspolitischer Konflikte, geopolitische Krisenherde (insbesondere im Nahen Osten), Brexit-Prozess, ausgeprägte und dauerhafte Wachstumsabschwächung in China; Verschuldungsproblematik insbesondere in einigen Ländern Europas sowie volatile Material- und Rohstoffkosten

BRUTTOINLANDSPRODUKT

reale Veränderung zum Vorjahr in % 2018 20191)
Euroraum 1,9 1,2
Deutschland 1,4 0,6
Russland 2,2 1,3
Übriges Mittel-/Osteuropa 4,1 3,3
USA 2,9 2,4
Brasilien 1,1 1,1
Japan 0,8 0,6
China 6,6 6,2
Indien 7,2 6,6
Naher Osten & Afrika 2,7 1,4
Welt 3,7 3,1

1) Prognose

Quellen: IHS Markit, IMF, Consensus Forecasts, diverse Banken und Forschungsinstitute, eigene Schätzungen

Automobilindustrie

  • Weltweiter Absatz und Produktion von Pkw sowie leichten Nutzfahrzeugen 2018 mit Rückgang gegenüber Vorjahr, 2019 bislang mit deutlicher Abschwächung
  • Verhaltener Ausblick für 2019 stark geprägt durch Entwicklung im weltgrößten Pkw-Markt China
  • China: Pkw-Absatz und Produktion nach Nachfragerückgang in zweiter Jahreshälfte 2018 mit sehr schwachem 1. Halbjahr 2019; Erholung noch unsicher
  • Westeuropa: Produktion und Absatz 2019 rückläufig gegenüber Vorjahr
  • NAFTA: 2019 nach nahezu stabilem Vorjahr auf hohem Niveau voraussichtlich rückläufig in Produktion und Absatz
  • Lkw über 6t: 2018 positiv gegenüber Vorjahr bei leichtem Rückgang in China und deutlich positiver Entwicklung Class 8 Trucks in Nordamerika; 2019 rückläufiger Gesamtmarkt durch schwächeren chinesischen Markt und Überschreiten des zyklischen Höhepunkts in Nordamerika

Maschinenbau

  • Deutschland: Wachstumsprognose für 2019 erneut deutlich nach unten revidiert; nachlassende Weltkonjunktur, Handelsrestriktionen und geopolitische Verwerfungen bremsen Investitionsdynamik
  • USA: Produktionswachstum 2019 mit deutlich vermindertem Tempo; Steuerreform verliert als Wachstumstreiber an Schwung; Handelsrestriktionen und zyklische Abschwächung belasten
  • China: Geringeres Wachstum 2019 aufgrund nachlassender Investitionsgüternachfrage und handelspolitischer Restriktionen; Fiskalpolitik wirkt aber unterstützend

Bauwirtschaft

  • Deutschland: Wachstum 2019 nur leicht niedriger; hohe Einkommenssteigerungen, günstige Finanzierungsbedingungen und hoher Bedarf an neuem Wohnraum stützen
  • USA: Produktionswachstum 2019 schwächer Dynamik im Wohnungsbau geringer aufgrund zunehmender Engpässe auf dem Arbeitsmarkt sowie hoher Materialpreise
  • China und Indien: Wachstum 2019 in China über Vorjahr Fiskalpolitik und anhaltender Trend zur Urbanisierung stützt die Wohnungsbauinvestitionen; auch in Indien höheres Wachstum

ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN

2018 20191)
Fahrzeugproduktion, in Mio Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
Welt 91,1 88,8
Westeuropa (inkl. Deutschland) 14,3 13,8
Deutschland 5,3 5,1
USA 11,0 10,8
Mexiko 3,9 3,9
Japan 9,2 9,3
China 26,6 25,4
Indien 4,6 4,6
Brasilien 2,7 2,9
Maschinenbauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr
Deutschland 2,5 – 2,0
USA 7,0 1,6
Japan 4,8 – 0,2
China 8,8 7,1
Bautätigkeit, real, in % gegenüber Vorjahr
Deutschland 3,1 2,8
USA 2,9 1,2
China 4,5 6,3
Indien 8,6 10,4

1) Prognose

Quellen: IHS Light Vehicle Model Production Forecast (Montageart: nur CBU = komplett montierte Fahrzeuge), IHS Markit Makro-Service, Oxford Economics, nationale Verbände, eigene Schätzungen

Stahlumfeld

  • Globale Stahlnachfrage 2019 nur moderat langsamer wachsend als im Vorjahr (+2%), dabei insgesamt Seitwärtsbewegung in den Industrieländern; günstigere Perspektiven für viele Schwellenländer, insbesondere Indien und die ASEAN-Länder, China erneut mit stärkerem Zuwachs als zum Jahresbeginn erwartet, aber mit deutlichem Rückgang im Automobilbereich
  • EU-Qualitätsflachstahlmarkt in den ersten fünf Monaten 2019 konjunkturell schwächer; Drittlandimporte erneut gestiegen zulasten europäischer Anbieter, Schutzklauselmaßnahmen der EU bislang ohne wesentliche begrenzende Wirkung auf Gesamtimporte, auch durch erneute Erhöhung der Einfuhrquoten um 5% ab Juli
  • Marktumfeld auch strukturell weiterhin herausfordernd anhaltende globale Überkapazitäten, fortbestehende Risiken im Außenhandel auch durch erneute Lockerung der Schutzmaßnahmen, drastisch gestiegene Eisenerzpreise bei fallenden Erlösen

Geschäftsverlauf im Konzern und in den Business Areas

Schwächere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, niedrigere Auto-Nachfrage insbesondere in China, Verwerfungen an Rohstoffmärkten und Importdruck bei Stahl belasten Mengenund Margenentwicklung vorwiegend bei Geschäften mit Auto-Komponenten und Werkstoffen

AUFTRAGSEINGANG

Mio € 9 Monate
2017 / 20182)
9 Monate
2018 / 2019
Veränderung
in %
Veränderung
auf vergleich
barer Basis1)
in %
3. Quartal
2017 / 20182)
3. Quartal
2018 / 2019
Veränderung
in %
Veränderung
auf vergleich
barer Basis1)
in %
Components Technology 4.939 5.188 5 4 1.696 1.754 3 2
Elevator Technology 5.814 6.136 6 4 1.981 1.999 1 – 1
Industrial Solutions3) 2.340 2.945 26 26 883 1.265 43 43
Marine Systems3) 483 385 – 20 – 21 170 145 – 15 – 15
Materials Services 10.957 10.528 – 4 – 5 3.818 3.336 – 13 – 14
Steel Europe 7.030 6.969 – 1 – 1 2.475 2.177 – 12 – 12
Corporate 242 135 – 44 – 44 73 47 – 35 – 35
Konsolidierung – 1.634 – 1.596 – 542 – 504
Konzern3) 30.171 30.690 2 1 10.554 10.219 – 3 – 4

1) Bereinigt um wesentliche Währungs- und Portfolioeffekte 2) Der Vorjahresausweis wurde angepasst durch die Erstanwendung von IFRS 15.

3) Siehe auch Vorbemerkungen.

Auftragseingang der Industriegütergeschäfte insgesamt in den ersten 9 Monaten deutlich über dem Vorjahreswert:

Components Technology

  • Über Vorjahr durch deutliche Zuwächse bei Industrie inklusive Lkw-Komponenten
  • Pkw-Komponenten auf Vorjahresniveau: Hauptsächlich Zuwächse im Lenkungsgeschäft durch Serienanlauf neuer Werke; gegenläufig: Montage von Achsmodulen sowie rückläufige Nachfrage in China und Westeuropa, spürbare Brexit-Unsicherheiten bei Kunden
  • Industrie-Komponenten mit starker Nachfrage nach schweren Nutzfahrzeugen in den USA und Europa; gute Nachfrage bei Windenergie und Baumaschinenkomponenten

Elevator Technology

  • Weiterhin auf hohem Niveau und mit deutlichem Wachstum gegenüber Vorjahr
  • Alle Regionen tragen zum Wachstum bei, insbesondere Asien-Pazifik i.W. aufgrund mehrerer Großprojekte in China und Australien sowie Europa i.W. aufgrund von Russland, Deutschland und Frankreich

Industrial Solutions

  • Über Vorjahr i.W. durch Aufträge für Chemieanlagen
  • Chemieanlagen: Verbessertes Marktumfeld; Aufträge in Saudi-Arabien, Ägypten und Polen sowie für Ausrüstung und Services vor allem aus Europa und Asien

  • Zementanlagen: Angespannte Marktlage durch in den letzten Jahren aufgebaute Überkapazitäten bei jedoch zuletzt wieder leicht zunehmender Projektnachfrage; kleinere Aufträge für Anlagenkomponenten u.a. mehrere Katalysatoranlagen zur Reduktion von Emissionen in Asien

  • Mining: Stabile Nachfrage; u.a. Aufträge für Lager- und Fördertechnik in Australien, Biomasseboiler in Indien und Umschlagtechnik für Tagebau in Zentralasien
  • System Engineering: Nachlassende Dynamik in der Nachfrage nach Produktionssystemen für die Automobilindustrie; zunehmende Unsicherheiten durch Brexit, branchenspezifische Konjunkturrisiken und Technologiewandel in Richtung Elektromobilität

Marine Systems

  • Erweiterung eines bestehenden Auftrages im Überwasserbereich sowie diverse Wartungs- und Serviceaufträge
  • Nominierung als bevorzugter Bieter zusammen mit Embraer Defense & Security und Atech für den Bau von vier neuen Korvetten für die brasilianische Marine unterstützt zukünftig den Auftragseingang
  • Auftrag für Fregatten aus Nord-Afrika in weit fortgeschrittenem Verhandlungsstatus und kurz vor Auftragseingang

Auftragseingang der Werkstoffgeschäfte:

  • Materials Services unter Vorjahr, starkes Lagergeschäft in Nordamerika kann i.W. schwächeres Servicecentergeschäft in Europa und schwächeres weltweites Streckengeschäft nicht kompensieren
  • Steel Europe leicht unter Vorjahr bei deutlich niedrigeren Bestellmengen (7,5 Mio t; Vorjahr: 8,3 Mio t); im 1. Quartal eingeschränkte Buchungsmöglichkeiten vor allem infolge des Rhein-Niedrigwassers, in Folgequartalen zudem insgesamt nachlassende Marktdynamik, insbesondere spürbar gesunkene Nachfrage seitens der Automobilindustrie

thyssenkrupp Zwischenbericht 9 Monate 2018/2019 Zwischenlagebericht | Wirtschaftsbericht

UMSATZ

9 Monate
2017 / 20182)
9 Monate
2018 / 2019
Veränderung
in %
Veränderung
auf vergleich
barer Basis1)
in %
3. Quartal
2017 / 20182)
3. Quartal
2018 / 2019
Veränderung
in %
Veränderung
auf vergleich
barer Basis1)
in %
4.927 5.059 3 1 1.717 1.753 2 1
5.536 5.835 5 4 1.937 2.042 5 4
2.606 2.786 7 7 815 996 22 21
987 1.305 32 32 440 510 16 16
11.023 10.590 – 4 – 5 3.846 3.505 – 9 – 10
7.061 6.828 – 3 – 4 2.492 2.347 – 6 – 6
245 203 – 17 – 17 74 69 – 7 – 7
– 1.631 – 1.451 – 550 – 442
30.755 31.153 1 0 10.771 10.779 0 – 1

1) Bereinigt um wesentliche Währungs- und Portfolioeffekte

2) Der Vorjahresausweis wurde angepasst durch die Erstanwendung von IFRS 15.

3) Siehe auch Vorbemerkungen.

Umsatz der Industriegütergeschäfte insgesamt mit deutlichem Anstieg:

  • Bei Components Technology folgt Umsatz dem Auftragseingang, Zuwächse bei Industriekomponenten, Pkw-Komponenten auf Vorjahresniveau, positive Wechselkurseffekte insbesondere aus USD, gegenläufig BRL
  • Elevator Technology deutlich über Vorjahr, i.W. durch positive Entwicklung in den USA; Anzahl installierter Einheiten in China über Vorjahr
  • Industrial Solutions deutlich über Vorjahr: Chemieanlagen mit höherem Umsatz aus Großprojekten in Ungarn und Brunei; Zementanlagen auftragseingangsbedingt und System Engineering aufgrund konjunkturbedingt verzögerter Kundenabrufe unter Vorjahr
  • Marine Systems deutlich über Vorjahr, i.W. durch signifikante Steigerung im Unter- und Überwasserbereich in den letzten beiden Quartalen

Umsatz der Werkstoffgeschäfte:

Materials Services

  • Werk- und Rohstoff-Absatz insgesamt unter Vorjahr (7,4 Mio t Versand; Vorjahr: 8,5 Mio t)
  • Mengen im lagerführenden Werkstoffhandel nur aufgrund der starken Entwicklung in Nordamerika leicht unter Vorjahresniveau (kompensiert den Rückgang in den anderen Regionen nahezu); Mengenentwicklung im Streckengeschäft sowie in den automobilnahen Servicecentern rückläufig
  • Preise in den Produktsegmenten Edelstahl und Walzstahl insgesamt und auch aktuell im 3. Quartal unter Druck; Durchschnittspreisniveau insgesamt unter Vorjahr
  • Mengen und Preise bei AST unter Vorjahr i.W. aufgrund des anhaltenden Importdrucks aus Asien

Steel Europe

■ Mengenbedingter Rückgang: Versand deutlich niedriger (7,8 Mio t; Vorjahr: 8,5 Mio t) – Kürzungen aufgrund der Produktionsanpassungen infolge des Rheinniedrigwassers und negative Auswirkungen der WLTP-Problematik auf Automengen, zudem branchenübergreifend schwächere Marktdynamik

■ Im Vorjahresvergleich höhere Durchschnittserlöse kompensierten den Mengenrückgang teilweise; negativer Preistrend im Spotmarkt schlug im Berichtsquartal zeitverzögert auch teilweise auf unsere längerfristigen Preisabschlüsse durch

BEREINIGTES EBIT

9 Monate
2017 / 20182)
9 Monate
2018 / 2019
Veränderung
in %
3. Quartal
2017 / 20182)
3. Quartal
2018 / 2019
Veränderung
in %
267 183 – 32 100 65 – 35
641 642 0 217 239 10
– 107 – 112 – 4 – 106 – 55 48
– 117 0 ++ – 107 0 100
235 119 – 50 84 43 – 49
586 77 – 87 227 1 – 100
– 237 – 219 8 – 82 – 70 14
6 – 6 – 2 3
1.274 683 – 46 331 226 – 32

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

2) Der Vorjahresausweis wurde angepasst durch die Erstanwendung von IFRS 15.

Bereinigtes EBIT der Industriegütergeschäfte insgesamt, aufgrund des Entfalls der Projektaufwendungen bei Marine Systems sowie im Anlagenbau, über Vorjahr, jedoch i.W. aufgrund der schwächeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unter unseren Erwartungen:

Components Technology

  • Deutlich unter Vorjahr, i.W. aufgrund negativer Performance bei Springs & Stabilizers verbunden mit höheren Kosten für den Anlauf neuer Kundenprojekte, rückläufiger Nachfrage nach Automobilkomponenten in China und Westeuropa sowie flacherer Hochlaufkurve neuer Werke
  • Geschäft mit Großwälzlagern, Kurbelwellen und Baumaschinenkomponenten deutlich über Vorjahr
  • Flexibilisierung des Personaleinsatzes und -aufbaus; nachdrückliche Umsetzung kurzfristiger Kosteneinsparungen sowie Vorbereitung potenzieller struktureller Maßnahmen

Elevator Technology

  • Auf Vorjahresniveau; positiver Beitrag des Performanceprogramms kompensiert negative Effekte i.W. aufgrund von Material- und Absatzpreisentwicklungen in den USA, durch Zölle auf Werkstoffimporte, sowie in China
  • Verbesserung der Marge im 3. Quartal gegenüber Vorjahr (+0,5%-Punkte); weitere Verbesserungen im 4. Quartal erwartet

Industrial Solutions

  • Negativ auf Vorjahresniveau; beeinflusst durch geringere Margen bei Projekten in Abrechnung und i.W. konjunkturbedingt verzögerte Kundenabrufe bei System Engineering
  • Umfassendes Turnaround-Programm für den Anlagenbau wird umgesetzt: Neue Organisationsstruktur zum 1. April gestartet; weitere Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität umfassen u.a. Reduzierung der Verwaltungs- und Materialkosten, verbesserte Projektabwicklung sowie Optimierung der Vertriebskosten

Marine Systems

■ Deutliche Verbesserung gegenüber Vorjahr durch Entfall einmaliger Projektaufwendungen und gestiegenen Umsatz; weiterhin geringe Margen bei Projekten in Abrechnung

Bereinigtes EBIT der Werkstoffgeschäfte in einem schwachen Marktumfeld, trotz Unterstützung durch Kostensenkungsprogramme, deutlich unter Vorjahr:

Materials Services

  • Vor allem im lagerführenden Werkstoffhandel Margendruck aufgrund rückläufiger Preise und Mengen im Vergleich zu positiven Effekten aus starken Preisanstiegen im Vorjahreszeitraum
  • Positive Effekte u.a. durch Grundstücksverkauf sowie Kompensation durch Steel Europe für Teil-Übertragung des Streckengeschäftes im 2. Quartal
  • AST deutlich unter Vorjahr i.W. aufgrund der Mengen- und Preisentwicklung bei Edelstahl auch infolge des anhaltenden Importdrucks und schwachen Marktumfelds
  • Forcierte Anpassung des kurzfristigen Umlaufvermögens; gezielter Einstellungsstopp; Verschlankung der Strukturen in Verwaltung sowie Standort-Konsolidierung in Deutschland; Nutzung der Chancen im wachsenden US-Markt auch durch Ausbau Supply-Chain-Geschäft

Steel Europe

  • Deutlich unter Vorjahr und mit Verschlechterung im Geschäftsjahresverlauf; im Gesamtzeitraum noch positive Erlöseffekte überlagert von seit dem 2. Quartal deutlich gestiegenen Kosten für den Rohstoffbezug, auch wechselkursbedingt
  • Versandmengenrückgang zunehmend marktbedingt und wegen WLTP, nach Rückgang im 1. Quartal i.W. durch Rhein-Niedrigwasser
  • Signifikant höhere Kosten durch u.a. geänderte Transportlogistik infolge der Niedrigwasserproblematik und damit verbundene Produktionseinschränkung, im 2. Quartal höhere Rückstellungen für Personal nach neuem Tarifabschluss
  • Belastung durch Kompensation an Materials Services für Übernahme des Streckengeschäfts im 2. Quartal

Corporate

  • Schneller als geplante Reduktion der Verwaltungskosten infolge weiterer Maßnahmen zur Reduktion von Projektkosten innerhalb der Verwaltung
  • Effektivitätsverbesserung bei der Regionalorganisation
  • Geringere Ergebniseffekte durch Grundstücks- und Immobilienverkäufe als im Vorjahr sowie negative Ausgliederungseffekte

Ergebnis durch Sondereffekte belastet

SONDEREFFEKTE

Mio € 9 Monate
2017 / 2018
9 Monate
2018 / 2019
Veränderung 3. Quartal
2017 / 2018
3. Quartal
2018 / 2019
Veränderung
Components Technology 36 25 – 11 31 10 – 20
Elevator Technology 51 52 1 15 17 3
Industrial Solutions1) 24 12 – 11 2 9 7
Marine Systems1) 2 1 – 1 1 1 0
Materials Services 21 12 – 9 9 9 0
Steel Europe – 11 151 162 – 12 – 8 3
Corporate 55 31 – 24 42 5 – 37
Konsolidierung 0 3 3 0 0 0
Konzern1) 178 287 109 88 43 – 45

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

■ Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum:

  • Components Technology: i.W. bei Forged Technologies aufgrund von Schließungskosten eines Standorts in Indien, Springs und Stabilizers mit nachlaufenden Schließungskosten und Wertminderungsaufwendungen
  • Elevator Technology: Restrukturierung und Reorganisation in Europa und USA
  • Industrial Solutions: Kaufpreisanpassung (Earn-Out-Vereinbarung) für Technologieerwerb, Restrukturierung im Rahmen des Turnaround-Programms, Wertminderungsaufwendungen im Umlaufvermögen; gegenläufig: Ertrag aus Liquidation einer Beteiligungsgesellschaft im 2. Quartal
  • Marine Systems: Restrukturierung sowie Entkonsolidierung der Gesellschaft thyssenkrupp Marine Systems Canada Inc.
  • Materials Services: i.W. Schließung zweier Niederlassungen von thyssenkrupp Aerospace Germany zur Verschlankung der Strukturen
  • Steel Europe: Übernahme von IT Infrastruktur von Corporate; Kosten im Zusammenhang mit dem Carve-out; Vorsorge durch Rückstellungen für Risiken aus einem Kartellverfahren; Ertrag im Zusammenhang mit dem Kauf der Kokerei Schwelgern (Duisburg)
  • Corporate: reduzierter Projektaufwand im Zusammenhang mit dem ursprünglich vorgesehenen Stahl-Joint-Venture und der Neuaufstellung des Konzerns; daneben Übertrag von IT Infrastruktur an Steel Europe

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Betriebliches Ergebnis

  • Anstieg der Umsatzerlöse verbunden mit überproportionaler Zunahme der Umsatzkosten insbesondere wegen höherer Personal- und Materialaufwendungen; Rückgang der Brutto-Umsatzmarge auf 14,6% (Vorjahr: 16,5%)
  • Erhöhung der sonstigen Erträge hauptsächlich durch Versicherungsentschädigungen
  • Zunahme der sonstigen Aufwendungen hauptsächlich aufgrund der im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2018 / 2019 erfolgten Erhöhung der Rückstellung im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren zu mutmaßlichen Kartellabsprachen bei Grobblech

Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

  • Insgesamt verschlechtertes Finanzergebnis vor allem Folge insgesamt gesunkener Erträge aus Währungsabsicherung und geringerer Gewinne aus der Veräußerung von Beteiligungen, gegenläufig insbesondere verminderte Zinsaufwendungen für Finanzschulden
  • Rückgang des Steueraufwands durch Wegfall der Einmaleffekte aus der US-Steuerreform und der Abwertung der aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Deutschland im Vorjahr

Ergebnis je Aktie

  • Periodenergebnis um 399 Mio € auf Verlust von 170 Mio € deutlich verschlechtert
  • Ergebnis je Aktie entsprechend um 0,64 € auf Verlust von 0,33 € vermindert

Analyse der Kapitalflussrechnung

Operating Cashflow

■ Deutlich erhöhter negativer Operating Cashflow insbesondere aufgrund des gesunkenen Periodenüberschusses vor Abschreibungen und latenten Steuern sowie der insgesamt gestiegenen Mittelbindung bei operativen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Cashflow aus Investitionstätigkeit

■ Investitionen über Vorjahresniveau; Anteil der Industriegütergeschäfte am Konzern mit rund 57% auf Vorjahresniveau

thyssenkrupp Zwischenbericht 9 Monate 2018/2019 Zwischenlagebericht | Wirtschaftsbericht

INVESTITIONEN

Mio € 9 Monate
2017 / 2018
9 Monate
2018 / 2019
Veränderung
in %
3. Quartal
2017 / 2018
3. Quartal
2018 / 2019
Veränderung
in %
Components Technology 365 340 – 7 123 115 – 7
Elevator Technology 78 141 79 30 85 185
Industrial Solutions1) 34 34 0 12 13 10
Marine Systems1) 23 30 32 9 13 42
Materials Services 66 83 26 26 30 13
Steel Europe 249 321 29 79 110 39
Corporate 42 29 – 32 12 5 – 60
Konsolidierung – 4 – 23 1 4
Konzern1) 855 955 12 293 375 28

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

Components Technology

■ Weltweiter Automotive-Produktionsverbund in Umsetzung; Aufnahme Serienlieferungen im neuem Werk für elektrische Lenksysteme in China, Produktneuanläufe in Ungarn und Mexiko; bei Dämpfersystemen in der Standorterweiterung Rumänien, Aufbau Federn- und Stabilisatorenwerk in Ungarn fortgeschritten

Elevator Technology

  • Erwerb der Aufzugsgesellschaft Nashville Machine Elevator Co. Company Inc. zur gezielten Stärkung unserer Präsenz in den regionalen Märkten in den USA (Tennessee)
  • Im April 2019 erfolgte die Grundsteinlegung in Atlanta, USA, für den Bau des 128 m hohen Testturms und die neue Zentrale für die Bündelung der Verwaltung und Forschungsaktivitäten in den USA; Investitionen hierfür erfolgen durch Corporate

Industrial Solutions

  • Fortlaufende Investitionen in die Erweiterung des Technologie-Portfolios zur Absicherung der Marktposition im Anlagenbau
  • Fortsetzung des organischen Wachstums durch auftragsbezogene Investitionen für Elektromobilität bei System Engineering

Marine Systems

■ Weitere Umsetzung der Modernisierung der Werft am Standort Kiel

Materials Services

■ Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen bei Lager- und Serviceeinheiten sowie bei AST; Fortsetzung der digitalen Transformation des Geschäftsbereichs

Steel Europe

■ Bau einer weiteren Feuerbeschichtungsanlage (FBA 10) am Standort Dortmund, um die steigende Nachfrage nach höherwertigen feuerbeschichteten Produkten bedienen zu können; Pfahlarbeiten abgeschlossen, Fundamentbau im Gange

Corporate

  • Investitionen für den Bau des Testturms für Aufzüge in den USA
  • Investitionen für Projekt Carbon2Chem weitgehend erfolgt (Technikum: Gebäude und Energieversorgung) und Anschaffung von Lizenzen für den thyssenkrupp Konzern

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

■ Stark verbesserter Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hauptsächlich aufgrund der im Berichtszeitraum insgesamt erfolgten Aufnahme von Finanzschulden

Free Cashflow und Netto-Finanzschulden

ÜBERLEITUNG ZU FREE CASHFLOW VOR M & A

9 Monate
9 Monate
3. Quartal
3. Quartal
Mio €
2017 / 2018
2018 / 2019
Veränderung
2017 / 2018
2018 / 2019
Veränderung
Operating Cashflow (Kapitalflussrechnung)
– 797
– 1.709
– 912
60
218
157
Cashflow aus Investitionstätigkeit (Kapitalflussrechnung)
– 776
– 895
– 119
– 259
– 367
– 108
Free Cashflow (FCF)1)
– 1.573
– 2.604
– 1.031
– 199
– 149
49
–/+ Mittelzu-/-abflüsse aus wesentlichen M&A-Transaktionen
– 19
58
77
– 12
58
70
Free Cashflow vor M&A (FCF vor M & A)1)
– 1.592
– 2.546
– 954
– 211
– 92
119

1) Siehe auch Vorbemerkungen.

  • FCF vor M & A i.W. durch verbesserten Operating Cashflow im 3. Quartal über Vorjahr, in den ersten 9 Monaten jedoch deutlich unter Vorjahr
  • Netto-Finanzschulden i.W. aufgrund des temporär deutlich negativen FCF vor M & A mit Anstieg zum 30. Juni 2019 auf 5,1 Mrd €
  • Verhältnis Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital (Gearing) mit 204,5 % über Wert vom 30. September 2018 (72,2%); Rückgang zum Ende des Geschäftsjahres erwartet
  • Freie Liquidität von 6,5 Mrd € (2,9 Mrd € flüssige Mittel und 3,6 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien)
  • Bestehendes Commercial-Paper-Programm mit einem maximalen Emissionsvolumen von 1,5 Mrd € zum 30. Juni 2019 mit 1,0 Mrd € in Anspruch genommen

Finanzierungsmaßnahmen

  • Platzierung Schuldscheindarlehen über 100 Mio € im Dezember 2018; Laufzeit drei Jahre; Zinskupon 1,15% p.a.
  • Platzierung Anleihe über 1.500 Mio € im Februar 2019; Laufzeit fünf Jahre; Zinskupon 2,875% p.a.

Rating

RATING

Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Standard & Poor's BB B developing
Moody's Ba2 not Prime review for
downgrade
Fitch BB+ B watch negative

■ Mit Bekanntgabe der strategischen Neuausrichtung im Mai 2019 setzte die Ratingagentur Moody's den Ausblick für das Ba2 Rating von 'negative' auf 'review for downgrade'. Bei der Überprüfung des Ratings wird Moody's angabegemäß weitere Informationen zur strategischen Neuausrichtung einfließen lassen.

Analyse der Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

  • Zunahme der immateriellen Vermögenswerte insbesondere Folge von Unternehmenszusammenschlüssen und Wechselkurseffekten
  • Zunahme der latenten Steuern i.W. im Zusammenhang mit Zinssatzänderungen für Pensionsverpflichtungen

Kurzfristige Vermögenswerte

  • Zunahmen der Vorräte hauptsächlich bei den Werkstoff- und Komponentengeschäften
  • Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor allem in den Anlagenbaugeschäften und bei Steel Europe
  • Rückgang der Vertragsvermögenswerte hauptsächlich im Zusammenhang mit der Abwicklung von Fertigungsaufträgen
  • Zunahme der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte i.W. Folge höherer Ansprüche im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern und gestiegener geleisteter Anzahlungen
  • Insgesamt eingetretene Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente hauptsächlich durch den im Berichtszeitraum negativen Free Cashflow sowie durch Dividendenzahlungen verbunden mit deutlichen Mittelzuflüssen aus der Aufnahme von Finanzschulden

Eigenkapital

■ Deutlicher Rückgang im Vergleich zum 30. September 2018 durch Periodenfehlbetrag im Berichtszeitraum und Dividendenzahlungen sowie insbesondere durch die im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Verluste aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen

Langfristige Verbindlichkeiten

  • Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen hauptsächlich durch die im Berichtszeitraum aus der Neubewertung resultierenden Verluste i.W. als Folge der gesunkenen Pensionszinssätze
  • Insgesamt Zunahme der Finanzschulden insbesondere wegen der Platzierung einer Anleihe im Februar 2019 bei gleichzeitiger Umgliederung einer im Oktober 2019 fälligen Anleihe in kurzfristige Finanzschulden

Kurzfristige Verbindlichkeiten

  • Insgesamt starke Zunahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten vor allem aufgrund erhöhter Finanzschulden insbesondere durch die erwähnte Umgliederung einer Anleihe aus den langfristigen Finanzschulden sowie aus der Inanspruchnahme des Commercial Paper Programms
  • Deutlicher Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vor allem bei den Werkstoff- und Komponentengeschäften
  • Erhöhung der Vertragsverbindlichkeiten überwiegend aus gestiegenen Anzahlungen im Zusammenhang mit Fertigungsaufträgen

Compliance

  • Wir bauen auf starke Werte: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und Integrität
  • Verankerung unserer Werte im Konzernleitbild, Code of Conduct und Compliance Commitment
  • Nach wie vor kontinuierliche Implementierung des Compliance Management Systems Datenschutz, u.a. EU-weiter Roll-out eines neuen E-Learnings auf Basis der DSGVO
  • Ermittlungen Bundeskartellamt: thyssenkrupp Steel Europe AG ist bzw. war neben anderen Unternehmen Gegenstand von Ermittlungsverfahren zu mutmaßlichen Kartellabsprachen bei Grobblech und Qualitätsflachstahl. Das Verfahren in Sachen Qualitätsflachstahl ist zwischenzeitlich eingestellt worden. Aufgrund weit fortgeschrittener Gespräche mit dem Bundeskartellamt geht thyssenkrupp weiter davon aus, das Verfahren in Sachen Grobblech zeitnah endgültig einvernehmlich abschließen zu können. Die damit zum 31. März 2019 verbundene Erhöhung der zum Ende des letzten Geschäftsjahres gebildeten Rückstellung auf den Betrag des erwarteten Bußgelds belastet den Jahresüberschuss in Höhe von etwas mehr als 100 Mio €.
  • Nähere Informationen zu Compliance bei thyssenkrupp im Geschäftsbericht 2017 / 2018 und auf der Website www.thyssenkrupp.com

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose 2018 / 2019

Zu wesentlichen Annahmen und erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vgl. Prognosekapitel sowie Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" im Wirtschaftsbericht des Geschäftsberichts 2017 / 2018 und des vorliegenden Zwischenlageberichts.

Am 13. Juni 2019 erfolgte die förmliche Untersagungsentscheidung der Europäischen Kommission für das geplante Joint Venture im Stahlbereich mit Tata Steel Europe. Da die Voraussetzungen für den Ausweis der Stahlaktivitäten als nicht fortgeführte Bereiche gemäß IFRS 5 nicht mehr gegeben sind, hat thyssenkrupp den Ausweis mit diesem Quartalsabschluss des Geschäftsjahres entsprechend angepasst. Siehe hierzu auch die Vorbemerkungen auf Seite 5.

Ebenfalls berücksichtigt die Prognose die anhaltend schwächeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die niedrigere Auto-Nachfrage insbesondere in China, die Verwerfungen an den Rohstoffmärkten und den Importdruck bei Stahl mit Belastung der Mengen- und Margenentwicklung vorwiegend bei Geschäften mit Auto-Komponenten und Werkstoffen.

Erwartung 2018 / 2019

  • Umsatz des Konzerns voraussichtlich adjustiert um Effekte aus der Erstanwendung des IFRS 15 auf Vorjahresniveau (Vorjahr, Konzern, adjustiert um Effekte aus IFRS 15: 41,5 Mrd €); Rückgang bei den Werkstoffgeschäften (Materials Services, Steel Europe) infolge von Effekten aus schwächerer konjunktureller Entwicklung und Handelsrestriktionen sollte durch Wachstum in anderen Segmenten kompensiert werden
  • Bereinigtes EBIT des Konzerns bei einer anhaltend schwächer als erwarteten konjunkturellen Entwicklung mit negativen Preis- und Mengeneffekten insbesondere mit Auswirkung auf unsere zyklischen Geschäfte mit Auto-Komponenten und Werkstoffen, zudem belastet durch stark gestiegene Rohstoffkosten – voraussichtlich bei rund 0,8 Mrd € (Vorjahr Konzern: 1.444 Mio €)
  • Components Technology trotz eingetretener Abschwächung im Automobilsektor insbesondere durch Rückgänge in China und Verwerfungen aus der Einführung neuer Abgasnormen und Emissionsmessverfahren (WLTP) – mit Erholung des Bereinigten EBIT (Vorjahr: 197 Mio €) aus Steigerung des Umsatzes im unteren einstelligen Prozentbereich (Vorjahr, adjustiert um Effekte aus IFRS 15: 6,6 Mrd €) und leichter Verbesserung der Marge (Vorjahr, adjustiert um Effekte aus IFRS 15: 3,0%); Folge insbesondere aus Entfall zusätzlicher Aufwendungen zur Risikovorsorge von Qualitätsthemen und weiterem Hochlauf neuer Werke, unterstützt durch Effizienzsteigerungs- und Restrukturierungsprogramme
  • Elevator Technology mit Verbesserung des Bereinigten EBIT (Vorjahr: 865 Mio €) aus Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und stabiler Bereinigter EBIT-Marge (Vorjahr: 11,5%), gestützt durch Restrukturierungs- und Effizienzmaßnahmen, und abhängig von Effekten aus Materialpreisentwicklung insbesondere in China und Umfang der Belastung aus Zöllen auf Werkstoffimporte in den USA

  • Industrial Solutions in Abhängigkeit des Auftragseingangs mit deutlicher Umsatzerholung trotz schwierigem Marktumfeld bei Zement und Produktionssystemen für die Automobilindustrie; Bereinigtes EBIT bei konjunkturbedingter verzögerter Kundenabrufe bei System Engineering sowie teils zusätzlicher Projektbelastungen leicht unter Vorjahr (Vorjahr: -127 Mio €); umfangreiche Transformations- und Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet

  • Marine Systems mit deutlicher Erholung des Auftragseingangs (i.W. durch Auftrag für Fregatten); unterstützt durch umfangreiches Performanceprogramm sowie durch Entfall zusätzlicher Aufwendungen aus der Projektanalyse und -neubewertung im Vorjahr mit deutlicher Verbesserung in Richtung eines ausgeglichenen Bereinigten EBIT (Vorjahr: -128 Mio €)
  • Materials Services bei eingetretener wirtschaftlicher Verlangsamung mit bisher rückläufigen Preisen und Mengen – mit Bereinigtem EBIT deutlich unter Vorjahreswert (Vorjahr: 317 Mio €; Vorjahr fortgeführte Aktivitäten von Materials Services: 308 Mio €)
  • Steel Europe bei eingetretener wirtschaftlicher Verlangsamung, rückläufigen Mengen insbesondere bei Kunden aus der Automobil-Industrie sowie gestiegenen Kosten, insbesondere bei Rohstoffen (hauptsächlich Eisenerz) und in Abhängigkeit von deren weiteren Entwicklung mit potenziell negativem 4. Quartal – mit Bereinigtem EBIT deutlich unter Vorjahr (Vorjahr: 687 Mio €)
  • Corporate bei schneller als geplanter Reduktion der Verwaltungskosten mit deutlicher Verbesserung des Bereinigten EBIT gegenüber Vorjahr (Vorjahr: -377 Mio €)
  • Jahresüberschuss des Konzerns negativ (Vorjahr, vor Effekten aus Anpassung nachzuholender planmäßiger Abschreibungen in Höhe von 107 Mio €: 60 Mio €), aufgrund der für künftige Verbesserungen notwendigen Restrukturierungen, Rückstellung für das zeitnahe, endgültige und einvernehmliche Abschließen des Kartellverfahrens bei Grobblech mit dem Bundeskartellamt sowie Aufwand zur Vorbereitung des IPO von Elevator
  • Investitionen vor M & A bei rund 1,5 Mrd € (Vorjahr: 1,4 Mrd €)
  • FCF vor M &A des Konzerns (Vorjahr: -134 Mio €) im Umfang der i.W. aufgrund der reduzierten Prognose für das Bereinigte EBIT (auf rund 0,8 Mrd € von vorher 1,1 bis 1,2 Mrd €) – nun bei > 1 Mrd € negativ (vorher: im hohen 3-stelligen Millionen-€-Bereich negativ); zudem belasten die Auswirkungen der konjunkturellen Verlangsamung, ein höheres Netto-Umlaufvermögen bei Steel Europe, die erhöhte Mittelbindung in unseren Komponentengeschäften aufgrund des Hochlaufs der neuen Werke sowie in Abhängigkeit vom Auftragseingang und Zahlungsprofil einzelner Großprojekte insbesondere bei Marine Systems; eine zusätzliche Belastung könnte aus Zahlung der erwarteten Kartellstrafe folgen
  • FCF des Gesamtkonzerns (Vorjahr: -115 Mio €) mit zusätzlichen negativen Effekten insbesondere aus Kosten zur Vorbereitung des IPO von Elevator sowie kleinere Akquisitionen bei Elevator Technology
  • Netto-Finanzschulden des Konzerns insbesondere aufgrund zuvor genannter Effekte mit starkem Anstieg gegenüber Vorjahr (Vorjahr: 2.364 Mio €)
  • tkVA des Konzerns aufgrund der vorstehend beschriebenen Einflüsse deutlich unter Vorjahr (Vorjahr, vor Effekten aus Anpassung nachzuholender planmäßiger Abschreibungen in Höhe von 107 Mio €: -217 Mio €).

Chancen und Risiken

Chancen

  • Weltweites thyssenkrupp Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk bietet bei fortschreitender Digitalisierung Chancen für Verzahnung bislang getrennter Wertschöpfungsketten
  • Chancen aus konsequenter Fortführung unserer in den Vorjahren gestarteten Konzerninitiativen
  • Strategische und operative Chancen gemäß Geschäftsbericht 2017 / 2018 weiterhin gültig

Risiken

  • Keine bestandsgefährdenden Risiken; detaillierte Ausführungen zu den Risiken gemäß Geschäftsbericht 2017 / 2018 weiterhin gültig
  • Konjunkturelle Risiken: Weitere Eskalation handelspolitischer Konflikte, geopolitische Krisenherde (insbesondere im Nahen Osten), Brexit-Prozess, ausgeprägte und dauerhafte Wachstumsabschwächung in China, Verschuldungsproblematik insbesondere in einigen Ländern Europas, volatile Material- und Rohstoffkosten, weitere Abschwächung der Automobilkonjunktur
  • Handelspolitische Maßnahmen der US-Regierung unter kontinuierlicher Beobachtung
  • Risiken von Kosten- und Terminüberschreitungen im Rahmen der Abwicklung von Großprojekten
  • Risiken aus Angriffen auf die IT-Infrastruktur; Gegenmaßnahme: Weiterer Ausbau von Informationssicherheitsmanagement und Sicherheitstechnologien
  • Ermittlungen Bundeskartellamt: thyssenkrupp Steel Europe AG ist bzw. war neben anderen Unternehmen Gegenstand von Ermittlungsverfahren zu mutmaßlichen Kartellabsprachen bei Grobblech und Qualitätsflachstahl. Das Verfahren in Sachen Qualitätsflachstahl ist zwischenzeitlich eingestellt worden. Aufgrund weit fortgeschrittener Gespräche mit dem Bundeskartellamt geht thyssenkrupp weiter davon aus, das Verfahren in Sachen Grobblech zeitnah endgültig einvernehmlich abschließen zu können. Die damit zum 31. März 2019 verbundene Erhöhung der zum Ende des letzten Geschäftsjahres gebildeten Rückstellung auf den Betrag des erwarteten Bußgelds belastet den Jahresüberschuss in Höhe von etwas mehr als 100 Mio €.

Verkürzter Zwischenabschluss

  • 24 Konzernbilanz
  • 26 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 27 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 29 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 31 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 33 Verkürzter Konzernanhang
  • 52 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

thyssenkrupp AG – Konzernbilanz

AKTIVA

Mio € Anhang-Nr. 1.10.20171) 30.09.20182) 30.06.2019
Immaterielle Vermögenswerte 4.813 4.844 4.922
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 7.605 7.730 7.757
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 154 132 131
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 43 45 46
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 218 246 258
Aktive latente Steuern 1.684 1.288 1.439
Langfristige Vermögenswerte 14.517 14.285 14.553
Vorräte 6.946 7.359 8.146
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.837 5.163 5.977
Vertragsvermögenswerte 1.367 1.731 1.630
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 583 709 713
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.923 1.904 2.099
Laufende Ertragsteueransprüche 220 269 309
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.292 3.006 2.840
Kurzfristige Vermögenswerte 21.169 20.141 21.713
Summe Vermögenswerte 35.686 34.426 36.266

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 01).

2) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 01 und 02).

thyssenkrupp Zwischenbericht 9 Monate 2018/2019 Verkürzter Zwischenabschluss | thyssenkrupp AG – Konzernbilanz

PASSIVA

Mio € Anhang-Nr. 1.10.20171) 30.09.20182) 30.06.2019
Gezeichnetes Kapital 1.594 1.594 1.594
Kapitalrücklage 6.664 6.664 6.664
Gewinnrücklagen – 5.402 – 5.606 – 6.471
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 33 83 230
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG 2.889 2.734 2.016
Nicht beherrschende Anteile 515 468 478
Eigenkapital 3.404 3.203 2.494
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 04 7.924 7.838 8.512
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 354 345 306
Sonstige Rückstellungen 645 575 528
Passive latente Steuern 113 59 80
Finanzschulden 06 5.326 5.191 5.520
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 182 157 129
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 5 4 9
Langfristige Verbindlichkeiten 14.549 14.168 15.084
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 357 342 308
Sonstige Rückstellungen 05 1.320 1.573 1.630
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 254 225 247
Finanzschulden 06 1.930 185 2.426
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.729 6.533 5.486
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 826 784 783
Vertragsverbindlichkeiten 4.866 5.011 5.354
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 2.452 2.403 2.451
Kurzfristige Verbindlichkeiten 17.733 17.055 18.687
Verbindlichkeiten 32.282 31.223 33.772
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 35.686 34.426 36.266

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 01).

2) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 01 und 02).

thyssenkrupp AG – Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Anhang-Nr. 9 Monate
2017 / 20181)
9 Monate
2018 / 20192)
3. Quartal
2017 / 20181)
3. Quartal
2018 / 2019
Umsatzerlöse 09, 10 30.755 31.153 10.771 10.779
Umsatzkosten – 25.676 – 26.618 – 9.154 – 9.234
Bruttoergebnis vom Umsatz 5.079 4.535 1.617 1.546
Forschungs- und Entwicklungskosten – 247 – 252 – 83 – 88
Vertriebskosten – 2.099 – 2.093 – 743 – 737
Allgemeine Verwaltungskosten – 1.786 – 1.834 – 575 – 619
Sonstige Erträge 164 220 34 89
Sonstige Aufwendungen – 79 – 217 – 34 – 12
Sonstige Gewinne und Verluste 20 27 8 – 1
Betriebliches Ergebnis 1.051 386 224 176
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen
18 11 7 4
Finanzierungserträge 589 429 232 96
Finanzierungsaufwendungen – 846 – 701 – 306 – 196
Finanzergebnis – 239 – 262 – 67 – 97
Ergebnis vor Steuern 813 124 157 80
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 584 – 295 – 272 – 157
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 229 – 170 – 114 – 77
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG 189 – 207 – 131 – 94
Nicht beherrschende Anteile 40 36 17 16
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 229 – 170 – 114 – 77
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 11
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre
der thyssenkrupp AG)
0,30 – 0,33 – 0,21 – 0,15

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 01 und 02).

2) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

thyssenkrupp AG – Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio € 9 Monate
2017 / 20181)
9 Monate
2018 / 20192)
3. Quartal
2017 / 20181)
3. Quartal
2018 / 2019
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 229 – 170 – 114 – 77
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das
Jahresergebnis umgegliedert werden:
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen
Verpflichtungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) – 162 – 743 15 – 306
Steuereffekt 18 221 – 10 93
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen
Verpflichtungen, insgesamt
– 144 – 522 5 – 212
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode
bilanzierte Beteiligungen entfällt
0 0 0 0
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig
nicht in das Jahresergebnis umgegliedert werden
– 144 – 522 5 – 212
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Jahresergebnis
umgegliedert werden können:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) – 71 103 129 – 90
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 – 2 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt – 71 101 129 – 90
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Marktbewertung Fremdkapitalinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 1 0 0 0
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0 0 0
Steuereffekt 0 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 1 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Wertminderungen Finanzinstrumente
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) – 5 0
Realisierte (Gewinne)/Verluste – 2 – 1
Steuereffekt 2 1
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt – 5 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus Cashflow-Hedges
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 104 – 6 – 3 28
Realisierte (Gewinne)/Verluste – 5 27 3 16
Steuereffekt – 35 – 6 – 4 – 15
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 64 15 – 4 29
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode
bilanzierte Beteiligungen entfällt
1 2 1 – 4
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in
das Jahresergebnis umgegliedert werden können
–5 112 126 – 64

thyssenkrupp Zwischenbericht 9 Monate 2018/2019 Verkürzter Zwischenabschluss | thyssenkrupp AG – Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio € 9 Monate
2017 / 20181)
9 Monate
2018 / 20192)
3. Quartal
2017 / 20181)
3. Quartal
2018 / 2019
Sonstiges Ergebnis – 150 – 410 131 – 276
Gesamtergebnis1) 79 – 580 17 – 354
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG 61 – 634 12 – 359
Nicht beherrschende Anteile 18 54 5 5

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 01 und 02).

2) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

thyssenkrupp AG – Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG

Mio €,
mit Ausnahme der Aktienanzahl
Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stand am 30.09.2017 622.531.741 1.594 6.664 – 5.401
Anpassung aus der rückwirkenden Erstanwendung von IFRS 15 – 1
Stand am 1.10.2017 622.531.741 1.594 6.664 – 5.402
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag)1) 189
Sonstiges Ergebnis – 145
Gesamtergebnis1) 44
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG – 93
Anteilsveränderungen bei bereits konsolidierten Gesellschaften 4
Stand am 30.06.20181) 622.531.741 1.594 6.664 – 5.447
Stand am 30.09.20182) 622.531.741 1.594 6.664 – 5.606
Anpassung aus der Erstanwendung von IFRS 9 – 43
Stand am 1.10.2018 622.531.741 1.594 6.664 – 5.649
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) – 207
Sonstiges Ergebnis – 521
Gesamtergebnis – 728
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG – 93
Sonstige Veränderungen 0
Stand am 30.06.2019 622.531.741 1.594 6.664 – 6.471

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen zum Konzernanhang

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 01).

2) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 01 und 02).

thyssenkrupp Zwischenbericht 9 Monate 2018/2019

Verkürzter Zwischenabschluss | thyssenkrupp AG – Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG

Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Cashflow-Hedges
Unterschieds
betrag aus der
Währungs
umrechnung
Marktbewertung
Fremdkapital
instrumente
Wertminderungen
Finanzinstrumente
Designierte
Risikokomponente
Kosten der
Absicherung
Anteil der auf nach
der Equity-Methode
bilanzierte
Beteiligungen entfällt
Insgesamt Nicht beherrschende
Anteile
Eigenkapital
34 8 – 50 41 2.890 515 3.404
– 1 0 – 1
34 8 – 50 41 2.889 515 3.404
189 40 229
– 53 0 68 1 – 128 – 22 – 150
– 53 0 68 1 61 18 79
0 – 31 – 31
– 93 0 – 93
4 – 23 – 19
– 18 9 18 41 2.862 478 3.339
– 34 8 69 40 2.734 468 3.203
53 9 – 5 5
– 34 8 53 69 0 40 2.744 464 3.207
– 207 36 – 170
84 0 – 5 13 1 2 – 427 17 – 410
84 0 – 5 13 1 2 – 634 54 – 580
0 – 48 – 48
– 93 0 – 93
0 8 8
50 8 48 82 1 42 2.016 478 2.494

thyssenkrupp AG – Konzern-Kapitalflussrechnung

Mio € 9 Monate
2017 / 20181)
9 Monate
2018 / 20192)
3. Quartal
2017 / 20181)
3. Quartal
2018 / 2019
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 229 – 170 – 114 – 77
Anpassungen des Periodenüberschusses/(-fehlbetrags) für die Überleitung zum
Operating Cashflow:
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 428 96 210 80
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 814 873 274 301
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen,
soweit nicht zahlungswirksam
– 18 – 11 – 7 – 4
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte – 49 – 29 – 24 – 1
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus
Konsolidierungskreis- und anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen:
– Vorräte – 736 – 744 – 33 – 60
– Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 734 – 753 – 293 – 41
– Vertragsvermögenswerte 12 98 – 29 51
– Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 117 – 77 – 51 – 37
– Sonstige Rückstellungen – 139 – 69 103 – 20
– Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 123 – 1.073 – 63 – 201
– Vertragsverbindlichkeiten 57 275 – 1 – 93
– Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit – 421 – 125 90 319
Operating Cashflow – 797 – 1.709 60 218
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und in
langfristige finanzielle Vermögenswerte
– 2 – 5 1 0
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften zuzüglich
übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
– 8 – 3 – 1 0
Investitionen in Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen)
und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
– 755 – 777 – 255 – 281
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
(einschließlich geleisteter Anzahlungen)
– 90 – 171 – 38 – 94
Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und
langfristigen finanziellen Vermögenswerten
26 3 12 2
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 52 51 22 5
Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten 0 6 0 1
Cashflow aus Investitionstätigkeit – 776 – 895 – 259 – 367

thyssenkrupp Zwischenbericht 9 Monate 2018/2019 Verkürzter Zwischenabschluss | thyssenkrupp AG – Konzern-Kapitalflussrechnung

Mio € 9 Monate
2017 / 20181)
9 Monate
2018 / 20192)
3. Quartal
2017 / 20181)
3. Quartal
2018 / 2019
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen 0 1.500 0 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 264 2.040 39 71
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – 356 – 1.919 – 158 – 16
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen – 80 972 3 99
Zunahme/(Abnahme) Akzeptverbindlichkeiten – 11 0 – 3 0
(Zunahme)/Abnahme kurzfristige Wertpapiere 1 1 0 0
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG – 93 – 93 0 0
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile – 31 – 48 – 11 – 42
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften – 19 0 0 0
Sonstige Finanzierungsvorgänge – 90 – 44 – 53 – 52
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 416 2.408 – 183 60
Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
– 1.989 – 196 – 382 – 89
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
– 42 30 – 14 – 12
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode 5.292 3.006 3.657 2.941
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 3.261 2.840 3.261 2.840
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cashflow
enthalten sind:
Zinseinzahlungen 29 19 11 8
Zinsauszahlungen – 162 – 163 – 17 – 17
Erhaltene Dividenden 35 18 35 18

Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag – 290 – 226 – 88 – 63

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 01 und 02).

2) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

thyssenkrupp AG – Verkürzter Konzernanhang

Unternehmensinformation

Die thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für den Zeitraum vom 1. Oktober 2018 bis 30. Juni 2019 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 5. August 2019 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde nach § 115 WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die im verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Konzernabschlusses unseres Geschäftsberichts 2017 / 2018 veröffentlicht.

01 Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2018 / 2019 wendet thyssenkrupp erstmalig die nachfolgenden Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards bzw. Interpretationen an, die mit Ausnahme von IFRS 9 und IFRS 15 keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben:

Im Juli 2014 hat das IASB die finale Version von IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. Der neue Standard beinhaltet überarbeitete Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, grundlegende Änderungen der Vorschriften zur Wertminderung finanzieller Vermögenswerte sowie überarbeitete Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. thyssenkrupp wendet IFRS 9 erstmalig im Geschäftsjahr beginnend am 1. Oktober 2018 an. Dabei wurde das Wahlrecht ausgeübt, den Standard prospektiv anzuwenden und dementsprechend wurden keine angepassten Vergleichsinformationen angegeben. Die daraus resultierenden Umstellungseffekte sind in den Gewinnrücklagen erfasst. Die neuen Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden ebenfalls prospektiv angewendet.

Die Umstellungseffekte zum Erstanwendungszeitpunkt wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und die Vergleichsperiode wird in Übereinstimmung mit den bisherigen Regelungen des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" dargestellt.

Die Auswirkungen der Umstellung auf die Vermögenswerte, die Verbindlichkeiten und das Eigenkapital sind in den beiden nachfolgenden Tabellen dargestellt:

ÜBERLEITUNG DER KONZERN-BILANZ – IFRS 9

Aktiva Mio € 30.09.20181) Anpassung
IFRS 92)
1.10.2018
Langfristige Vermögenswerte 14.285 12 14.297
davon:
Aktive latente Steuern 1.288 12 1.300
Kurzfristige Vermögenswerte 20.141 12 20.153
davon:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.163 19 5.182
Vertragsvermögenswerte 1.731 – 7 1.724
Summe Vermögenswerte 34.426 23 34.449
3.208
– 5.649
136
463
31.241
77
34.449

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 01 und 02).

2) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

ERSTANWENDUNGSEFFEKTE VON IFRS 9 AUF DAS EIGENKAPITAL 1 )

Mio €
Effekte von IFRS 9 auf die Gewinnrücklagen:
Gewinnrücklagen zum 30.09.2018 vor Erstanwendung von IFRS 9 – 5.606
Veränderung von Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 44
Veränderung von Wertminderungen auf Vertragsvermögenswerte – 7
Veränderung von Wertminderungen gebildet im kumulierten sonstigen Ergebnis – 7
Latente Steuern auf Erstanwendungseffekte 15
Gewinnrücklagen zum 1.10.2018 nach Erstanwendung von IFRS 9 – 5.649
Effekte von IFRS 9 auf das kumulierte sonstige Ergebnis:
Kumuliertes sonstiges Ergebnis zum 30.09.2018 vor Erstanwendung von IFRS 9 83
Umgliederungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund Veränderung der Bewertungskategorie 65
Umbewertung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund Änderung der Bewertungskategorie in "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" 7
Latente Steuern auf Erstanwendungseffekte – 19
Kumuliertes sonstiges Ergebnis zum 1.10.2018 nach Erstanwendung von IFRS 9 136
Effekte von IFRS 9 auf nicht beherrschende Anteile – 5
Erstanwendungseffekte von IFRS 9 auf das Eigenkapital1) 5

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten gemäß IFRS 9 erfolgt zum einen anhand der Charakteristika der mit dem finanziellen Vermögenswert einhergehenden Zahlungsströme und zum anderen anhand des Geschäftsmodells des Unternehmens für die Steuerung der finanziellen Vermögenswerte.

Wird ein Fremdkapitalinstrument mit dem Ziel gehalten, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, und stellen die Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen dar, erfolgt eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei thyssenkrupp sind dies im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Werden die Zahlungsstrombedingungen erfüllt, das Fremdkapitalinstrument jedoch sowohl zur Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme als auch zu Verkaufszwecken gehalten, erfolgt eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (mit Umgliederung). Im Wesentlichen sind dies bei thyssenkrupp Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die gegebenenfalls verkauft werden, sowie Wertpapiere (Fremdkapitalinstrumente).

Für nicht zu Handelszwecken gehaltene Eigenkapitalinstrumente hat thyssenkrupp einheitlich das Wahlrecht ausgeübt, die zukünftigen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam zu erfassen. Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung sind ebenfalls erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.

Aus der geänderten Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ergaben sich folgende Auswirkungen zum Zeitpunkt der Erstanwendung:

ÜBERLEITUNG DER FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE VON IAS 39 AUF IFRS 91 )

Mio €
IAS 39 zum 30.09.20181) Veränderung aufgrund der IFRS 9 zum 1.10.2018
Klassifizierung Buchwert lt. Bilanz
30.09.2018
Bewertungs
kategorie2)
neuen Klassifizierung Anwendung des neuen
Wertminderungs
modells
Buchwert lt. Bilanz
1.10.2018
Bewertungs
kategorie
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen (ohne Finance Lease)
5.162 5.182
Kredite und Forderungen 5.162 KuF – 1.217 – 44 3.901 Fortgeführte
Anschaffungskosten
1.281 1.281 Beizulegender Zeit
wert erfolgsneutral
(mit Recycling)
Forderungen aus Finance Lease 1 n/a 1 n/a
Vertragsvermögenswerte 1.731 n/a – 7 1.724 Fortgeführte
Anschaffungskosten
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 754 754
Kredite und Forderungen 527 KuF 0 527 Fortgeführte
Anschaffungskosten
Eigenkapitalinstrumente
(Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte)
13 zVvfV 13 Beizulegender
Zeitwert
erfolgswirksam
Fremdkapitalinstrumente
(Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte)
19 zVvfV 19 Beizulegender Zeit
wert erfolgsneutral
(mit Recycling)
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene
finanzielle Vermögenswerte)
66 zHg 66 Beizulegender
Zeitwert
erfolgswirksam
Derivate mit bilanzieller
Sicherungsbeziehung
(Hedge Accounting)
130 n/a 130 n/a
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
3.006 3.006 Fortgeführte
Anschaffungskosten
Kredite und Forderungen 3.006 KuF 3.006 Fortgeführte
Anschaffungskosten
Summe finanzielle Vermögenswerte 10.653 64 –51 10.666

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 01 und 02).

2) KuF: Kredite und Forderungen, zVvfV: Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, zHg: Zu Handelszwecken gehalten

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der neuen Klassifizierung in Höhe von 64 Mio € stammt daher, dass der Abgang des Buchwerts aus der Bewertungskategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" nach Wertberichtigung Stand 30.09.2018 dargestellt wird, während der Zugang in der Bewertungskategorie "Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral" nach IFRS 9 vor Wertberichtigungen erfolgt.

Für die finanziellen Verbindlichkeiten ergaben sich aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 keine Auswirkungen.

Im Rahmen des neuen Wertminderungsmodells werden erwartete Verluste berücksichtigt (Expected Loss Model) und in höherem Maße zukunftsorientierte Informationen verwendet. Die neuen Wertminderungsvorschriften werden auf zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente, Leasingforderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie vertragliche Vermögenswerte angewendet. Dabei erfolgt die Ermittlung des zukünftig zu erwartenden Kreditausfalls grundsätzlich durch Multiplikation der drei Parameter Ausfallwahrscheinlichkeit, Buchwert des finanziellen Vermögenswertes und Schadensquote. thyssenkrupp wendet das vereinfachte Wertminderungsmodell des IFRS 9 an und berücksichtigt die über die Gesamtlaufzeit erwarteten Verluste aus allen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aktiven Vertragspositionen. Für alle anderen finanziellen Vermögenswerte ist der Kreditverlust anzusetzen, der innerhalb der nächsten 12 Monate zu erwarten ist. Aufgrund der kurzen Laufzeiten entspricht dieser bei thyssenkrupp im Wesentlichen dem über die Gesamtlaufzeit erwarteten Verlust. Zur Umsetzung der neuen Vorschriften zu den Wertminderungen wurden geeignete Modelle insbesondere zur Ermittlung der erwarteten Ausfallraten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelt. Die erwarteten Ausfallraten leiten sich dabei im Wesentlichen aus externen Kreditinformationen und Ratings pro Kontrahent ab. Sind keine Ratinginformationen auf Kontrahentenebene vorhanden, erfolgt eine Bewertung auf Basis der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit pro Business Area zuzüglich eines angemessenen Risikozuschlags. Für die Business Area Elevator erfolgt aufgrund der vom Restkonzern abweichenden Kundenstruktur die Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeit auf Basis von historischen Ausfallraten unter Berücksichtigung zukunftsgerichteter Informationen. Dabei wird dem jeweiligen Geschäftsmodell, den Kundengruppen und dem ökonomischen Umfeld der Region Rechnung tragen. Ein Ausfall wird grundsätzlich nach 360 Tagen angenommen.

Finanzielle Vermögenswerte werden weiterhin im Rahmen von Einzelwertberichtigungen ganz oder teilweise abgeschrieben, wenn nach angemessener Einschätzung z.B. aufgrund langer Überfälligkeit, Insolvenz oder vergleichbarer Verfahren nicht mehr davon ausgegangen werden kann, dass eine vollständige Realisierung möglich ist.

Die Effekte aus der Erstanwendung des neuen Wertminderungsmodells nach IFRS 9 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Mio €
Klassifizierung
gem. IAS 39
Wertminderung
zum 30.09.2018
gem. IAS 39
Veränderung der
Wertminderung
aufgrund neuer
Klassifizierung
gem. IFRS 9
Veränderung der
Wertminderung
aufgrund Anwendung
des neuen Wert
minderungs-modells
Wertminderung
zum 1.10.2018
gem. IFRS 9
Klassifizierung
gem. IFRS 9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Kredite und Forderungen – 349 64 – 44 – 329 Fortgeführte
Anschaffungskosten
Kredite und Forderungen 0 – 64 – 7 – 72 Beizulegender
Zeitwert erfolgsneutral
(mit Recycling)
Vertragsvermögenswerte
n/a
n/a – 7 – 7 Fortgeführte
Anschaffungskosten
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte – 18 0 – 18 Beizulegender
Zeitwert erfolgsneutral
(mit Recycling)
Kredite und Forderungen – 1 0 – 1 Fortgeführte
Anschaffungskosten
Summe – 363 0 – 58 – 427

ÜBERLEITUNG DER WERTMINDERUNGEN VON IAS 39 AUF IFRS 91 )

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

thyssenkrupp macht für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen von dem Wahlrecht Gebrauch, die Regelungen des IFRS 9 ab dem 01.10.2018 prospektiv anzuwenden. Alle zum 30.09.2018 bestehenden designierten Sicherungsbeziehungen erfüllen die Vorschriften des IFRS 9 für das Hedge Accounting und werden fortgeführt. In einigen Fällen kann die Absicherung von Komponenten angewendet werden. Das Wahlrecht, Sicherungskosten (Terminkomponente und Währungsbasisspread) im Zusammenhang mit designierten Fremdwährungsderivaten zunächst separat als Kosten der Absicherung im sonstigen Ergebnis als Bestandteil des Eigenkapitals zu erfassen, wird prospektiv im Geschäftsjahr 2018 / 2019 angewendet. Eine Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt dann, wenn das Grundgeschäft ergebniswirksam erfasst wird. Dies reduziert die Ergebnisvolatilität zukünftig weiter. thyssenkrupp wendet zur Effektivitätsmessung unverändert die Spot-zu-Spot-Methodik an. Zum Umstellungszeitpunkt ergaben sich keine Auswirkungen in dem Bereich der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.

Im Mai 2014 hat das IASB den neuen Standard IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers" veröffentlicht. Zielsetzung des neuen Standards zur Umsatzrealisierung ist es, die Vielzahl der bisher in diversen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zusammenzuführen. Gleichzeitig werden einheitliche Grundprinzipien festgelegt, die für alle Branchen und für alle Arten von Umsatztransaktionen anwendbar sind. Im April 2016 wurden einige Klarstellungen zum IFRS 15 veröffentlicht, die vornehmlich die Identifizierung von separaten Leistungsverpflichtungen sowie die Abgrenzung Prinzipal und Agent betreffen. thyssenkrupp wendet IFRS 15 erstmals für das am 1. Oktober 2018 beginnende Geschäftsjahr 2018 / 2019 (IFRS 15-Umstellungsjahr) an. Die Erstanwendung erfolgt nach der vollständig retrospektiven Methode, d.h. die Umstellungseffekte werden zu Beginn der Vergleichsperiode am 1. Oktober 2017 kumuliert direkt in den Gewinnrücklagen erfasst. Hierbei macht der Konzern von den in IFRS 15 gewährten praktischen Erleichterungen Gebrauch. In diesem Zusammenhang wurde insbesondere zum 1. Oktober 2017 keine Neubewertung solcher Verträge vorgenommen, die innerhalb desselben Geschäftsjahres begonnen und erfüllt wurden oder am 1. Oktober 2017 vollständig erfüllt waren.

Hieraus ergeben sich folgende Grundsätze für die Umsatzrealisierung:

Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn die enthaltenen abgrenzbaren Leistungsverpflichtungen, d.h. die vertraglich zugesagten Güter oder Dienstleistungen, auf den Kunden übertragen werden. Die Übertragung erfolgt hierbei mit Erlangung der Kontrolle über die zugesagten Güter oder Dienstleistungen durch den Kunden. Dies ist grundsätzlich dann der Fall, wenn der Kunde die Fähigkeit hat, die Nutzung der übertragenen Güter oder Dienstleistungen zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen zu ziehen. Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden entsprechen dem Transaktionspreis. Der Transaktionspreis enthält nur dann auch variable Gegenleistungen, sofern eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür besteht, dass es bei einem tatsächlichen Eintreten der variablen Gegenleistung nicht zu einer wesentlichen Stornierung von Umsatzerlösen kommt. Variable Gegenleistungen können z.B. Volumenrabatte, Vertragsstrafen wegen Terminüberschreitung, Erfolgsprämien wegen Terminunterschreitung oder Gutschriften im Zusammenhang mit Bonusvereinbarungen umfassen. Eine Anpassung des Transaktionspreises um eine Finanzierungskomponente erfolgt nicht, da insbesondere der Zeitraum zwischen der Übertragung von Gütern und Dienstleistungen und der Zahlung des Kunden hierfür grundsätzlich unter 12 Monaten liegt.

Enthält ein Kundenvertrag mehrere unterscheidbare Leistungsverpflichtungen, erfolgt eine Aufteilung des Transaktionspreises auf Grundlage der relativen Einzelveräußerungspreise. Die Einzelveräußerungspreise werden hierbei aus direkt beobachtbaren Marktpreisen abgeleitet oder anhand anerkannter Schätzmethoden bestimmt. Werden unterscheidbare Leistungsverpflichtungen im Rahmen einer Agententätigkeit erbracht, wird nicht das vom Kunden zu entrichtete Bruttoentgelt als Umsatzerlöse erfasst, sondern nur das netto als kommissionsähnliche Provision verbleibende Entgelt für die jeweilige Leistungsverpflichtung.

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Waren werden zeitpunktbezogen mit Übergang der Kontrolle auf den Kunden erfasst. Die Bestimmung des Zeitpunkts des Kontrollübergangs erfolgt hierbei auch unter Berücksichtigung der mit dem Kunden vereinbarten Lieferklauseln. Im Falle von Gütern und Waren, die im Rahmen von Konsignationslager-Vereinbarungen geliefert werden, erfolgt die Umsatzrealisierung grundsätzlich in dem Zeitpunkt, in dem die entsprechenden Güter vom Kunden aus dem Konsignationslager entnommen werden.

Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden im Anlagengeschäft werden zeitraumbezogen unter Verwendung der Percentage-of-Completion-Methode erfasst. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich in der Regel aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Auftragskosten. Auftragsverluste werden sofort aufwandswirksam berücksichtigt und in der Bilanz innerhalb der sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die zeitraumbezogene Umsatzerfassung aus der Erbringung von Dienstleistungen erfolgt grundsätzlich durch eine lineare Verteilung des Transaktionspreises über den Zeitraum der Erbringung der Dienstleistung.

Zusätzliche Kosten für die Anbahnung eines Vertrages mit einem Kunden werden nur dann innerhalb der langfristigen nichtfinanziellen Vermögenswerte aktiviert, wenn sie Verträge mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als 12 Monaten betreffen. Sie werden planmäßig über die Vertragslaufzeit linear abgeschrieben.

Übersteigt die Leistungserbringung gegenüber dem Kunden die erhaltenen oder fälligen Zahlungen des Kunden, werden in der Bilanz in Höhe des übersteigenden Betrages Vertragsvermögenswerte angesetzt, soweit der Zahlungsanspruch gegenüber dem Kunden noch weiteren Bedingungen unterliegt. Unbedingte Zahlungsansprüche werden innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst und die Fälligkeit ab diesem Zeitpunkt automatisch mit Zeitablauf eintritt. Übersteigen die erhaltenen oder fälligen Zahlungen des Kunden die Leistungserbringung, werden in der Bilanz in Höhe des übersteigenden Betrages Vertragsverbindlichkeiten erfasst.

Zu Beginn der Vergleichsperiode am 1. Oktober 2017 ergeben sich im Vergleich zur Konzernbilanz am 30. September 2017 IFRS 15- Umstellungseffekte, die im Anhang des Geschäftsberichts 2017 / 2018 (vgl. Anhang-Nr. 01) erläutert sind. Die sich im Vergleich zur Konzernbilanz am 30. September 2018 ergebenden Umstellungseffekte resultieren aus den dort beschriebenen IFRS 15- Umstellungseffekten und fortgeschrieben um die Auswirkungen aus der Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2017 / 2018:

IFRS 15 – KONZERNBILANZ

1.10.2017 30.09.20181)
Mio € Vor
Anpassung
IFRS 15
Anpassung
IFRS 15
Nach
Anpassung
IFRS 15
Vor
Anpassung
IFRS 15
Anpassung
IFRS 15
Nach
Anpassung
IFRS 15
Langfristige Vermögenswerte 14.502 15 14.517 14.272 12 14.285
davon:
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 207 11 218 234 11 246
Kurzfristige Vermögenswerte 20.546 623 21.169 19.524 617 20.141
davon:
Vorräte 6.957 – 11 6.946 7.409 – 50 7.359
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.734 – 897 4.837 6.361 – 1.199 5.163
Vertragsvermögenswerte 0 1.367 1.367 0 1.731 1.731
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 420 164 583 573 135 709
Summe Vermögenswerte 35.048 638 35.686 33.796 630 34.426
Eigenkapital 3.404 – 1 3.404 3.203 0 3.203
Langfristige Verbindlichkeiten 14.546 3 14.549 14.168 0 14.168
Kurzfristige Verbindlichkeiten 17.097 636 17.733 16.426 630 17.055
davon:
Sonstige Rückstellungen 1.183 137 1.320 1.426 147 1.573
Vertragsverbindlichkeiten 0 4.866 4.866 0 5.011 5.011
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 6.802 – 4.350 2.452 6.911 – 4.508 2.403
Verbindlichkeiten 31.643 639 32.282 30.594 630 31.223
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 35.048 638 35.686 33.796 630 34.426

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

Die sich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die 9 Monate 2017 / 2018 und das 3. Quartal 2017 / 2018 ergebenden IFRS 15-Umstellungseffekte resultieren im Wesentlichen aus der durch IFRS 15 erfolgten Konkretisierung der Prinzipal-Agenten-Definition über das Kontroll-Prinzip bei bestimmten Geschäftsmodellen im Automobilzuliefer-Bereich der Business Area Components Technology. Hierdurch kommt es zu signifikanten Verminderungen der ausgewiesenen Umsatzerlöse und Umsatzkosten der fortgeführten Aktivitäten:

IFRS 15 – KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

9 Monate 2017 / 20181) 3. Quartal 2017 / 20181)
Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Vor
Anpassung
IFRS 15
Anpassung
IFRS 15
Nach
Anpassung
IFRS 15
Vor
Anpassung
IFRS 15
Anpassung
IFRS 15
Nach
Anpassung
IFRS 15
Umsatzerlöse 31.683 – 927 30.755 11.117 – 347 10.771
Umsatzkosten – 26.601 925 – 25.676 – 9.499 345 – 9.154
Bruttoergebnis vom Umsatz 5.082 – 2 5.079 1.618 – 1 1.617
Betriebliches Ergebnis 1.053 – 2 1.051 225 – 1 224
Finanzergebnis – 239 0 – 239 – 67 0 – 67
Ergebnis vor Steuern 814 – 2 813 158 – 1 157
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 584 0 – 584 – 272 0 – 272
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 230 – 1 229 – 114 0 – 114
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG 190 – 1 189 – 131 0 – 131
Nicht beherrschende Anteile 40 0 40 17 0 17
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 230 – 1 229 – 114 0 – 114
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 0,31 –0,01 0,30 – 0,21 0,00 – 0,21

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

Die nachfolgende Tabelle zeigt die IFRS 15-Umstellungseffekte in der Konzern-Kapitalflussrechnung:

IFRS 15 – KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

9 Monate 2017 / 20181) 3. Quartal 2017 / 20181)
Mio € Vor
Anpassung
IFRS 15
Anpassung
IFRS 15
Nach
Anpassung
IFRS 15
Vor
Anpassung
IFRS 15
Anpassung
IFRS 15
Nach
Anpassung
IFRS 15
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) 230 – 1 229 – 114 0 – 114
Anpassungen des Periodenüberschusses/(-fehlbetrags) für die Überleitung zum
Operating Cashflow:
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 0 0 0 0 0 0
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 428 0 428 210 0 210
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 814 0 814 274 0 274
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte – 0 0 0 – 0 0 0
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen,
soweit nicht zahlungswirksam
– 18 0 – 18 – 7 0 – 7
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte – 49 0 – 49 – 24 0 – 24
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus
Konsolidierungskreis- und anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen:
– Vorräte – 753 17 – 736 – 10 – 23 – 33
– Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 606 – 128 – 734 – 220 – 73 – 293
– Vertragsvermögenswerte 0 12 12 0 – 29 – 29
– Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 117 0 – 117 – 51 0 – 51
– Sonstige Rückstellungen – 157 18 – 139 80 22 103
– Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 125 2 – 123 – 62 – 1 – 63
– Vertragsverbindlichkeiten 0 57 57 0 – 1 – 1
– Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit – 443 22 – 421 – 14 104 90
Operating Cashflow – 797 0 – 797 60 0 60
Cashflow aus Investitionstätigkeit – 776 0 – 776 – 259 0 – 259
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 416 0 – 416 – 183 0 – 183
Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
– 1.989 0 – 1.989 – 382 0 – 382
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
– 42 0 – 42 – 14 0 – 14
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode 5.292 0 5.292 3.657 0 3.657
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 3.261 0 3.261 3.261 0 3.261

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 02).

Darüber hinaus wendet thyssenkrupp im Geschäftsjahr 2018 / 2019 erstmalig die nachfolgenden Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards an, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben:

  • Änderungen an IFRS 2 "Share-based Payment": "Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions", Veröffentlichung im Juni 2016
  • Annual-Improvements-Process-Projekt für den Zyklus 2014-2016, Veröffentlichung im Dezember 2016
  • IFRIC 22: "Foreign Currency Transactions and Advance Consideration", Veröffentlichung im Dezember 2016
  • Änderungen an IAS 40: "Transfers of Investment Property", Veröffentlichung im Dezember 2016

Veröffentlichte, aber 2018 / 2019 noch nicht anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften

Hinsichtlich der erwarteten Auswirkungen aus der Erstanwendung von IFRS 16 "Leases" im Geschäftsjahr 2019 / 2020 verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang des Konzernabschlusses unseres Geschäftsberichts 2017 / 2018, die unverändert zutreffend sind.

02 Reklassifizierung der nicht fortgeführten Aktivitäten

Ende Juni 2018 hatte thyssenkrupp mit Tata Steel einen Vertrag zur Schaffung eines neuen Unternehmens unterzeichnet. Hierfür sollten die europäischen Stahlgeschäfte beider Unternehmen in einem 50 / 50-Joint-Venture zusammengeschlossen werden. Das angestrebte neue Unternehmen sollte ein europäischer Flachstahlanbieter sein, der als Qualitäts- und Technologieführer positioniert werden sollte. Der Vollzug stand unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden. Nach Gesprächen mit der Wettbewerbskommission am 10. Mai 2019 ging thyssenkrupp davon aus, dass das geplante Joint Venture aufgrund der weiter bestehenden Bedenken der Kommission nicht zustande kommen wird. Diese Einschätzung wurde durch die am 13. Juni 2019 erfolgte offizielle Absage der EU-Kommission bestätigt.

Die Transaktion, die die Business Area Steel Europe, die thyssenkrupp MillServices & Systems GmbH aus der Business Area Materials Services und einzelne Gesellschaften, die in 2017 / 2018 zu Corporate gehörten, umfasste, erfüllt damit nicht mehr die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis als nicht fortgeführte Aktivität und muss im aktuellen Zwischenabschluss entsprechend reklassifiziert werden. Gemäß IFRS 5 ist die Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung so anzupassen, dass alle Aufwendungen und Erträge der nicht fortgeführten Stahlaktivitäten in den aktuellen Berichtsperioden wieder im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten enthalten sind und analog in der Kapitalflussrechnung alle Cashflows der nicht fortgeführten Stahlaktivitäten wieder den fortgeführten Aktivitäten zugeordnet sind. Der Vorperiodenausweis ist jeweils entsprechend anzupassen. In der Bilanz werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der nicht fortgeführten Stahlaktivitäten zum aktuellen Quartalsstichtag nicht mehr separiert und die Vergleichsperiode zum 30.09.2018 entsprechend angepasst. Bestandteil der erforderlichen Anpassungen ist auch die rückwirkende Berücksichtigung der mit der Klassifizierung als nicht fortgeführte Aktivität ausgesetzten planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 107 Mio € im 4. Quartal 2017 / 2018 und in Höhe von 228 Mio € im 1. Halbjahr 2018 / 2019 (jeweils vor Steuern).

03 Erwerbe

In den ersten 9 Monaten 2018 / 2019 tätigte der Konzern neben dem Erwerb der Aufzugsgesellschaft Nashville Machine Elevator Co. im Mai 2019 weitere kleinere Erwerbe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren. Die Summe der Kaufpreise betrug 68 Mio € und entfällt mit 48 Mio € auf Firmenwerte und mit 22 Mio € auf sonstige immaterielle Vermögenswerte.

04 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurden die Rückstellungen für Pensionen zum 30. Juni 2019 angepasst.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Mio € 30.09.20181) 30.06.2019
Pensionen 7.607 8.266
Altersteilzeit 188 202
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 43 44
Insgesamt 7.838 8.512

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zugrunde gelegt:

DURCHSCHNITTLICHE BEWERTUNGSFAKTOREN

30.09.2018 30.06.2019
in % Deutschland Übrige Länder Insgesamt Deutschland Übrige Länder Insgesamt
Diskontierungssatz für Pensionen 1,70 2,54 1,91 1,00 2,01 1,24

05 Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen ist die zum Ende des letzten Geschäftsjahres gebildete Rückstellung im Zusammenhang mit den Ermittlungsverfahren des Bundeskartellamts gegen die thyssenkrupp Steel Europe AG enthalten. Aufgrund weit fortgeschrittener Gespräche mit dem Bundeskartellamt geht thyssenkrupp davon aus, das Verfahren in Sachen Grobblech zeitnah endgültig einvernehmlich abschließen zu können. Damit verbunden war eine Erhöhung der Rückstellung um etwas mehr als 100 Mio € zum 31. März 2019.

06 Finanzschulden

Neben anderen Finanzierungsmaßnahmen wurde im Dezember 2018 ein Schuldscheindarlehen über 100 Mio € mit einer Laufzeit von drei Jahren platziert. Der Zinskupon beträgt 1,15% p.a. Darüber hinaus erfolgte im Februar 2019 die Platzierung einer Anleihe über 1.500 Mio € mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Zinskupon von 2,875% p.a.

Das bestehende Commercial-Paper-Programm mit einem maximalen Emissionsvolumen von 1,5 Mrd € war zum 30. Juni 2019 mit 1,0 Mrd € in Anspruch genommen.

07 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Eventualverbindlichkeiten

Die thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Maximale
Haftungsvolumen
Rückstellung
Mio € 30.06.2019 30.06.2019
Anzahlungsgarantien 20 1
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 1 0
Sonstige Haftungserklärungen 1 0
Insgesamt 22 1

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung oder die Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern.

Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen, aus dem zugrundeliegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Das Ermittlungsverfahren des Bundeskartellamts gegen thyssenkrupp Steel Europe AG in Sachen Qualitätsflachstahl ist zwischenzeitlich eingestellt worden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die in der Business Area Steel Europe bestehenden langfristigen Abnahmeverträge für Eisenerz und Eisenerzpellets werden aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet. Im Vergleich zum 30. September 2018 verringerten sich die Abnahmeverpflichtungen um rund 0,4 Mrd € auf 0,8 Mrd €.

Zum 30.06.2019 besteht ein Bestellobligo in Höhe von 250 Mio € für den Kauf einer bislang zur Produktion von Koks gemieteten Anlage.

Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem Geschäftsjahresende 2017 / 2018 keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

08 Finanzinstrumente

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze.

Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert soweit vorhanden auf Börsenkursen zum Quartalsstichtag oder eigenen Bewertungsmodellen.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Quartalsstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrunde liegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrunde liegenden Basiszinsen.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cashflows stattfinden.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Quartalsstichtag vorgenommen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 14.221 Mio € zum 30.06.2019 (30.09.2018: 12.762 Mio €) haben einen beizulegenden Zeitwert von 14.405 Mio € (30.09.2018: 12.949 Mio €), der nach Bewertungsmethoden ermittelt wurde, die Level 2 zuzuordnen sind.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:

BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.09.20181 )

Mio € 30.09.2018 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)
66 0 66 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 0 0 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 19 16 3 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 129 0 129 0
Insgesamt 214 16 198 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)
67 0 67 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 0 0 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 20 0 20 0
Insgesamt 87 0 87 0

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.06.2019

Mio € 30.06.2019 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)
66 0 66 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 2 0 2 0
Eigenkapitalinstrumente 13 9 4 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.594 1.594
Fremdkapitalinstrumente 19 17 3 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 129 0 129 0
Insgesamt 1.824 26 203 1.594
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)
70 0 70 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 25 0 25 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 11 0 11 0
Insgesamt 106 0 106 0

Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten bewertet wird.

09 Segmentberichterstattung

Im Rahmen der Neuausrichtung der Business Area Industrial Solutions wurde der Marinebereich herausgelöst und seit dem 1. Oktober 2018 als Business Unit Marine Systems separat geführt. Der Vorperiodenausweis ist entsprechend angepasst.

Die Segmentinformationen für die 9 Monate 2017/2018 und die 9 Monate 2018 / 2019 bzw. für das 3. Quartal 2017/2018 und das 3. Quartal 2018 / 2019 stellen sich damit wie folgt dar:

SEGMENTINFORMATION1 )

Mio € Components
Technology
Elevator
Technology
Industrial
Solutions
Marine
Systems
Materials
Services2)
Steel Europe2) Corporate2) Konsoli
dierung2)
Konzern2)
9 Monate 2017 / 2018
Außenumsätze 4.919 5.533 2.593 987 10.816 5.864 44 0 30.755
Konzerninterne Umsätze 8 2 13 0 207 1.198 201 – 1.631 0
Umsatzerlöse gesamt 4.927 5.536 2.606 987 11.023 7.061 245 – 1.631 30.755
EBIT 231 590 – 131 – 119 214 597 – 292 6 1.096
Bereinigtes EBIT 267 641 – 107 – 117 235 586 – 237 6 1.274
9 Monate 2018 / 2019
Außenumsätze 5.053 5.834 2.766 1.304 10.381 5.803 14 0 31.153
Konzerninterne Umsätze 6 1 20 0 209 1.025 189 – 1.451 0
Umsatzerlöse gesamt 5.059 5.835 2.786 1.305 10.590 6.828 203 –1.451 31.153
EBIT 158 590 – 124 – 1 106 – 75 – 250 – 9 396
Bereinigtes EBIT 183 642 – 112 0 119 77 – 219 – 6 683
3. Quartal 2017 / 2018
Außenumsätze 1.712 1.937 814 440 3.772 2.091 5 0 10.771
Konzerninterne Umsätze 5 0 1 0 74 402 69 – 550 0
Umsatzerlöse gesamt 1.717 1.937 815 440 3.846 2.492 74 – 550 10.771
EBIT 69 202 – 108 – 108 75 239 – 124 – 2 243
Bereinigtes EBIT 100 217 – 106 – 107 84 227 – 82 – 2 331
3. Quartal 2018 / 2019
Außenumsätze 1.751 2.041 988 509 3.430 2.058 3 0 10.779
Konzerninterne Umsätze 3 1 8 0 75 289 66 – 442 0
Umsatzerlöse gesamt 1.753 2.042 996 510 3.505 2.347 69 – 442 10.779
EBIT 54 222 – 64 – 1 34 9 – 75 3 183
Bereinigtes EBIT 65 239 – 55 0 43 1 – 70 3 226

1) 2017 / 2018 angepasst durch IFRS 15 und neue Business Unit Marine Systems

2) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

In der Business Area Industrial Solutions (in der neuen Struktur) erhöhte sich das durchschnittliche Capital Employed von 67 Mio € per 30. September 2018 auf 112 Mio € per 30. Juni 2019.

Nachfolgend wird die Überleitungsrechnung der Ertragskennzahl EBIT zum EBT gemäß der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

ÜBERLEITUNG EBIT ZU EBT

Mio € 9 Monate
2017 / 20181)
9 Monate
2018 / 20192)
3. Quartal
2017 / 20181)
3. Quartal
2018 / 2019
Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung 1.274 683 331 226
Sondereffekte3) – 178 – 287 – 88 – 43
EBIT gemäß Segmentberichterstattung 1.096 396 243 183
+ Finanzierungserträge 589 429 232 96
– Finanzierungsaufwendungen – 846 – 701 – 306 – 196
– Bestandteile der Finanzierungserträge, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem
EBIT zugeordnet werden
– 26 – 5 – 14 – 5
+ Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher
Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden
– 1 7 2 3
EBT (Ergebnis vor Steuern) gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 813 124 157 80

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 01 und 02).

2) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

3) Vgl. die Erläuterung der Sondereffekte im "Geschäftsverlauf im Konzern und in den Business Areas" als Teil des "Wirtschaftsberichts" des Zwischenlageberichts.

10 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bzw. die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden sind nachfolgend dargestellt, wobei jeweils die Business Areas, die die größten Anteile an der jeweiligen Kategorie haben, angegeben werden. Dabei stehen die Zahlen für folgende Business Areas: 1) Components Technology, 2) Elevator Technology, 3) Industrial Solutions, 4) Marine Systems, 5) Materials Services, 6) Steel Europe.

UMSATZERLÖSE

Mio € 9 Monate
2017 / 20187)
9 Monate
2018 / 2019
3. Quartal
2017 / 20187)
3. Quartal
2018 / 2019
Umsatzerlöse aus Verkauf von fertigen Erzeugnissen1),5),6) 12.282 12.285 3.725 4.207
Umsatzerlöse aus Verkauf von Handelswaren5) 8.747 8.523 3.058 2.751
Umsatzerlöse aus Erbringung von Dienstleistungen2) 3.455 3.750 1.176 1.267
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen2),3),4) 5.748 6.006 2.604 2.310
Übrige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden1),2),5) 489 564 186 200
Zwischensumme Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 30.722 31.128 10.748 10.734
Sonstige Umsatzerlöse 33 25 23 45
Insgesamt 30.755 31.153 10.771 10.779

7) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH KUNDENGRUPPEN

Mio € 9 Monate
2017 / 20187)
9 Monate
2018 / 2019
3. Quartal
2017 / 20187)
3. Quartal
2018 / 2019
Automobilindustrie1),5),6) 8.089 8.007 2.790 2.705
Handel2),5),6) 3.921 4.252 1.438 1.555
Maschinen- und Anlagenbau1),3),5) 3.492 3.399 1.353 1.178
Stahl- und stahlnahe Verarbeitung5),6) 3.859 3.367 1.234 1.124
Bauwirtschaft2) 3.156 2.883 1.133 801
Öffentliche Hand4) 1.113 1.474 238 690
Verpackungsindustrie5),6) 972 1.051 319 348
Energie und Versorgung3),5),6) 608 499 222 185
Übrige Kundengruppen2),3),5) 5.513 6.196 2.021 2.149
Insgesamt 30.722 31.128 10.748 10.734

7) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

UMSATZERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN NACH REGIONEN

Mio € 9 Monate
2017 / 20187)
9 Monate
2018 / 2019
3. Quartal
2017 / 20187)
3. Quartal
2018 / 2019
Deutschsprachiger Raum8) 1),5),6) 9.622 9.537 3.368 3.402
Westeuropa1),2),5),6) 6.068 5.908 2.078 2.014
Zentral- und Osteuropa5) 1.977 2.102 679 709
Gemeinschaft unabhängiger Staaten3) 227 266 83 96
Nordamerika1),2),5) 6.004 6.525 2.104 2.221
Südamerika1),2) 853 796 290 269
Asien / Pazifik2),3),4) 1.492 1.657 550 544
Großraum China1),2) 2.278 2.278 866 818
Indien2),3) 316 397 116 139
Naher Osten & Afrika2),3),4) 1.884 1.662 613 521
Insgesamt 30.722 31.128 10.748 10.734

7) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

8) Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein

Von den Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden resultieren in den 9 Monaten 2018 / 2019 6.786 Mio € (Vorjahr: 4.762 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2018/2019 2.801 Mio € (Vorjahr: 1.884 Mio €) aus langfristigen Verträgen und in den 9 Monaten 2018 / 2019 24.342 Mio € (Vorjahr: 25.960 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2018/2019 7.933 Mio € (Vorjahr: 8.864 Mio €) aus kurzfristigen Verträgen bzw. in den 9 Monaten 2018 / 2019 9.715 Mio € (Vorjahr: 8.642 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2018/2019 3.605 Mio € (Vorjahr: 3.269 Mio €) aus zeitraumbezogen erfassten Umsatzerlösen und in den 9 Monaten 2018 / 2019 21.413 Mio € (Vorjahr: 22.080 Mio €) bzw. im 3. Quartal 2018/2019 7.129 Mio € (Vorjahr: 7.479 Mio €) aus zeitpunktbezogen erfassten Umsatzerlösen.

11 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

ERGEBNIS JE AKTIE

9 Monate 2017 / 20181) 9 Monate 2018 / 20192) 3. Quartal 2017 / 20181) 3. Quartal 2018 / 2019
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag)
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
189 0,30 – 207 – 0,33 – 131 – 0,21 – 94 – 0,15
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 622.531.741 622.531.741 622.531.741 622.531.741

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 01 und 02).

2) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang Nr. 02).

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

12 Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente". Per 30. Juni 2019 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 40 Mio € (Vorjahr: 39 Mio €) von der Joint Operation HKM.

Essen, den 5. August 2019

thyssenkrupp AG Der Vorstand

Kerkhoff

Burkhard Dietsch Kaufmann

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2018 bis 30. Juni 2019, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Essen, den 7. August 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Harald Kayser Michael Preiß Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Kontakt und Finanzkalender 2019/2020

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Communications

Telefon: (0201) 844-536043 Telefax: (0201) 844-536041 E-Mail: [email protected]

Investor Relations E-Mail: [email protected] Institutionelle Investoren und Analysten Telefon: (0201) 844-536464 Telefax: (0201) 8456-531000 Privatanleger Telefon: (0201) 844-536367 Telefax: (0201) 8456-531000

Herausgeber

thyssenkrupp AG thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen Postfach, 45063 Essen

Telefon: (0201) 844-0 Telefax: (0201) 844-536000 E-Mail: [email protected]

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Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von thyssenkrupp bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von thyssenkrupp weder beabsichtigt, noch übernimmt thyssenkrupp eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Finanzkalender 2019 /2020

  1. November 2019 Geschäftsbericht 2018 / 2019 (Oktober bis September)

  2. Januar 2020 Ordentliche Hauptversammlung

  3. Februar 2020 Zwischenbericht 1. Quartal 2019 / 2020 (Oktober bis Dezember)

  4. Mai 2020 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2019 / 2020 (Oktober bis März)

  5. August 2020 Zwischenbericht 9 Monate 2019 / 2020 (Oktober bis Juni)

Dieser Zwischenbericht ist am 8. August 2019 erschienen. Inhouse produziert mit firesys.

Rundungen und Veränderungsraten

Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet, Verschlechterungen mit Minus (−). Bei sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten (≥ 500 % bzw. ≤ −100 %) wird die Veränderungsrichtung durch ++ bzw. −− angezeigt.

Abweichungen aus technischen Gründen

Dieser Finanzbericht ist von der Gesellschaft aufgrund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum Bundesanzeiger elektronisch einzureichen. Aus technischen Gründen kann es beim Bundesanzeiger Verlag zu Abweichungen in den im Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen kommen.

Der Geschäftsbericht steht in deutscher Sprache und in englischer Übersetzung im Internet unter www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Berichts der englischen Übersetzung vor.