Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2018

Feb 15, 2018

435_10-q_2018-02-15_b7625fb1-d9e1-4abe-8739-6e3c9cb63459.pdf

Interim / Quarterly Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Zwischenbericht 1. Quartal 2017/2018

  1. Oktober 2017 – 31. Dezember 2017 thyssenkrupp AG

thyssenkrupp in Zahlen

KONZERN

1. Quartal
2016 / 2017
1. Quartal
2017 / 2018
Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 9.954 9.741 – 213 – 2
Auftragseingang ohne Steel Americas1) Mio € 9.600 9.741 140 1
Umsatz Mio € 10.087 9.817 – 270 – 3
Umsatz ohne Steel Americas1) Mio € 9.718 9.817 99 1
EBIT2) Mio € 240 422 181 75
EBIT ohne Steel Americas1) Mio € 188 422 234 125
EBIT-Marge % 2,4 4,3 1,9
EBIT-Marge ohne Steel Americas1) % 1,9 4,3 2,4
Bereinigtes EBIT2) Mio € 329 444 115 35
Bereinigtes EBIT ohne Steel Americas1) 2) Mio € 291 444 153 52
Bereinigte-EBIT-Marge % 3,3 4,5 1,3
Bereinigte-EBIT-Marge ohne Steel Americas1) % 3,0 4,5 1,5
EBT2) Mio € 124 318 195 157
EBT ohne Steel Americas2) Mio € 74 318 244 327
Periodenüberschuss bzw. Ergebnis nach Steuern Mio € 15 91 75 487
davon Anteil der Aktionäre
der thyssenkrupp AG
Mio € 8 78 70 ++
Periodenüberschuss (-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach
Steuern ohne Steel Americas1)
Mio € – 6 91 96 ++
davon Anteil der Aktionäre
der thyssenkrupp AG ohne Steel Americas
Mio € – 13 78 91 ++
Ergebnis je Aktie 0,01 0,12 0,11 ++
Ergebnis je Aktie ohne Steel Americas1) – 0,02 0,12 0,14 ++
Operating Cashflow Mio € – 1.450 – 1.276 174 12
Operating Cashflow ohne Steel Americas1) Mio € – 1.450 – 1.276 174 12
Cashflow für Investitionen Mio € – 362 – 290 73 20
Cashflow für Investitionen ohne Steel Americas1) Mio € – 289 – 290 – 1 0
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 20 30 10 49
Cashflow aus Desinvestitionen ohne Steel Americas1) Mio € 20 30 10 52
Free Cashflow Mio € – 1.791 – 1.535 256 14
Free Cashflow ohne Steel Americas3) Mio € – 1.719 – 1.535 184 11
Free Cashflow vor M&A Mio € – 1.736 – 1.549 188 11
Free Cashflow vor M&A ohne Steel Americas3) Mio € – 1.719 – 1.549 170 10
Netto-Finanzschulden (31.12.) Mio € 5.433 3.544 – 1.889 – 35
Eigenkapital (31.12.) Mio € 3.275 3.280 5 0
Gearing (31.12.) % 165,9 108,0 – 58
Mitarbeiter (31.12.) 157.400 159.175 1.775 1
Mitarbeiter (31.12.) ohne Steel Americas1) 153.318 159.175 5.857 4

1) Siehe Anhang-Nr. 02.

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 07).

3) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2017/ 2018 thyssenkrupp in Zahlen

BUSINESS AREAS

Auftragseingang
Mio €
Umsatz
Mio €
EBIT
Mio €
Bereinigtes EBIT
Mio €
Mitarbeiter
1. Quartal
2016 / 20171)
1. Quartal
2017 / 2018
1. Quartal
2016 / 20171)
1. Quartal
2017 / 2018
1. Quartal
2016 / 20171)
1. Quartal
2017 / 2018
1. Quartal
2016 / 20171)
1. Quartal
2017 / 2018
31.12.20161) 31.12.2017
Components Technology 1.759 1.921 1.743 1.906 58 75 75 77 31.100 33.152
Elevator Technology 1.903 1.959 1.882 1.845 184 201 215 220 51.931 52.909
Industrial Solutions 1.159 846 1.479 1.091 13 10 42 12 19.553 21.694
Materials Services 3.131 3.363 3.032 3.230 38 48 51 51 19.708 19.981
Steel Europe 2.078 2.071 1.908 2.171 25 160 28 160 27.437 27.478
Corporate 37 91 58 93 – 126 – 72 – 115 – 75 3.589 3.961
Konsolidierung – 468 – 510 – 383 – 518 – 3 – 1 – 4 – 1
Konzern 9.600 9.741 9.718 9.817 188 422 291 444 153.318 159.175

1) Fortgeführte Aktivitäten (Anhang-Nr. 02)

STAMMDATEN UND KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE / ADRS

ISIN Anzahl Aktien (insgesamt) Stück 622.531.741
Aktien (Börsen Frankfurt, Düsseldorf) DE 000 750 0001 Kurs Ende Dezember 2017 24,22
ADRs (Außerbörslicher Handel) US88629Q2075 Marktkapitalisierung Ende Dezember 2017 Mio € 15.078
Kürzel
Aktien TKA
ADRs TKAMY

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2017/ 2018 Inhalt

Inhalt

02 thyssenkrupp in Zahlen

05 Zwischenlagebericht

  • 05 Wirtschaftsbericht
  • 05 Zusammenfassung
  • 05 Makro- und Branchenumfeld
  • 08 Geschäftsverlauf im Konzern und in den Business Areas
  • 11 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • 15 Compliance
  • 16 Prognose-, Chancen- und Risikobericht
  • 16 Prognose 2017 / 2018
  • 17 Chancen und Risiken

18 Verkürzter Zwischenabschluss

  • 19 Konzernbilanz
  • 21 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 22 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 23 Konzern-Eigenkapitalveränderungs-
  • rechnung 24 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 26 Verkürzter Konzernanhang
  • 34 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

35 Weitere Informationen 35 Kontakt und Finanzkalender 2018 / 2019

Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

Wir verwenden in diesem Finanzbericht im Interesse der besseren Lesbarkeit ausschließlich die männliche Pluralform (z.B. "Mitarbeiter" anstatt "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter"). Sie bezieht sich immer zugleich auf weibliche und männliche Personen.

Zwischenlagebericht

Vorbemerkungen

Durch den Abgang der nicht fortgeführten Aktivität Steel Americas Anfang September 2017 bezieht sich die Berichterstattung im Lagebericht für den Vergleichszeitraum 1. Quartal 2016 / 2017 auf die fortgeführten Aktivitäten (Konzern ohne Steel Americas) (vgl. Anhang-Nr. 02).

Wirtschaftsbericht

Zusammenfassung

Starkes Ergebnis bestätigt Gesamtjahreserwartung des Konzerns

  • Auftragseingang und Umsatz mit leichtem Anstieg trotz gegenläufiger Währungseffekte
  • Bestes Bereinigtes EBIT in einem 1. Quartal seit Beginn der Strategischen Weiterentwicklung:
  • Components Technology und Elevator Technology mit profitablem Wachstum trotz gegenläufiger Währungseffekte
  • Industrial Solutions vor Eintreten der Verbesserungen aus Restrukturierung noch deutlich unter Vorjahr
  • Steel Europe und Materials Services profitieren von gutem Werkstoffumfeld
  • Corporate mit geringeren Kosten für die Konzerninitiativen
  • 140 Mio € EBIT-Effekte aus "impact" steigern Effizienz
  • Periodenergebnis deutlich gestiegen: geringere Sondereffekte und besseres Zinsergebnis, gegenläufig höherer Steueraufwand (u.a. nicht liquiditätswirksamer Einmaleffekt aus der US-Steuerreform)
  • Cashflow zum Vorjahr verbessert, dennoch wie erwartet vorübergehend deutlich negativ: Erhöhte Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen der Werkstoffgeschäfte, Abarbeitung des Auftragsbestands bei Industrial Solutions, Anlaufkosten für neue Werke bei Components Technology
  • Fortschritt bei geplantem Joint Venture im Stahlbereich: Zustimmung der IG Metall Mitglieder
  • Gesamtjahresprognose bestätigt: Deutliche Ergebnissteigerung und positiver Free Cashflow vor M&A (siehe Prognosebericht)

Makro- und Branchenumfeld

Globales Wirtschaftswachstum wird 2018 nochmals leicht zulegen

  • Im Vergleich zum Beginn des Geschäftsjahres Wachstumserwartungen weltweit und dabei in nahezu allen Regionen tendenziell nochmals angehoben
  • Industrieländer: Fortgesetzter Aufschwung bei weiterhin expansiver Geldpolitik und anziehender Investitionsentwicklung
  • Schwellenländer: Zunehmende Konjunkturdynamik auch aufgrund höherer Rohstoffpreise
  • Risiken und Unsicherheiten: Zinswende USA und Auswirkungen der US-Wirtschaftspolitik, geopolitische Krisenherde, Brexit-Austrittsverhandlungen, hohe Volatilitäten im chinesischen Finanzund Immobiliensektor; Währungsrisiken insbesondere durch Aufwertung des Euro sowie volatile Material- und Rohstoffkosten

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2017/ 2018 Zwischenlagebericht | Wirtschaftsbericht

BRUTTOINLANDSPRODUKT

reale Veränderung zum Vorjahr in % 20171) 20181)
Euroraum 2,5 2,2
Deutschland 2,2 2,4
Russland 1,8 2,0
Übriges Mittel-/Osteuropa 4,0 3,4
USA 2,3 2,7
Brasilien 1,0 2,1
Japan 1,6 1,2
China 6,9 6,5
Indien 6,7 7,4
Naher Osten & Afrika 3,3 3,5
Welt 3,6 3,7

1) Teilweise noch Prognosen

Quellen: IHS Markit, IMF, Consensus Forecasts, diverse Banken und Forschungsinstitute, eigene Schätzungen

Automobilindustrie

  • Weltweiter Absatz und Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen 2018 weiterhin mit leichtem Wachstum
  • Europa: Nach gestiegenem Absatz 2017, stabil 2018
  • NAFTA: Absatz 2017 rückläufig nach Rekord im Vorjahr, 2018 ebenfalls leicht rückläufig
  • China: Pkw-Absatz und Produktion 2017 mit leichtem Zuwachs bei verringerten staatlichen Kaufanreizen, 2018 weiterhin moderates Wachstum
  • Schwere Nutzfahrzeuge: Weltweite Produktionsentwicklung 2017 positiv, begünstigt durch starkes Wachstum in China und beginnende Erholung in NAFTA; 2018 infolge von Vorzugseffekten in China voraussichtlich schwächer, restliche Märkte mit positiver Prognose

Maschinenbau

  • Deutschland: Nochmals nach oben revidiertes Wachstum für 2018 aufgrund weiter anziehender Ausrüstungsinvestitionen und Exporte
  • USA: Produktionswachstum setzt sich 2018 mit leicht vermindertem Tempo fort
  • China: Modernisierungsbedarf der Wirtschaft hält Wachstum auch 2018 auf solidem Niveau

Bauwirtschaft

  • Deutschland: Wachstum 2017 nochmals höher; 2018 bleiben Wohnungsbau und öffentlicher Bau Haupttreiber
  • USA: Nach verhaltener Entwicklung 2017 leicht höhere Dynamik 2018
  • China und Indien: Abnehmende Wachstumsdynamik 2018 in China, spürbarer Produktionsanstieg in Indien

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2017/ 2018 Zwischenlagebericht | Wirtschaftsbericht

ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN

20171) 20181)
Fahrzeugproduktion, in Mio Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
Welt 92,4 93,8
Westeuropa (inkl. Deutschland) 14,8 15,1
Deutschland 5,8 5,8
USA 11,0 11,1
Mexiko 3,9 4,2
Japan 9,2 8,8
China 27,6 27,9
Indien 4,3 4,7
Brasilien 2,6 2,8
Maschinenbauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr
Deutschland 3,0 3,5
USA 3,5 2,9
Japan 9,1 3,0
China 10,6 5,7
Bautätigkeit, real, in % gegenüber Vorjahr
Deutschland 4,5 2,6
USA 2,0 3,0
China 4,6 4,2
Indien 2,0 7,2

1) Prognose

Quellen: IHS Markit, Oxford Economics, nationale Verbände, eigene Schätzungen

Stahlumfeld

  • Globale Walzstahlnachfrage 2017 rund 3 % höher als im Vorjahr; 2018 mit voraussichtlich anhaltend positiven, jedoch etwas moderateren Wachstumsperspektiven; geringere Dynamik insbesondere in den Industrieländern
  • EU-Qualitätsflachstahlmarkt bei robuster Konjunktur leicht gewachsen; Importe insgesamt weiter hoch – leicht rückläufiger Trend seit Jahresmitte 2017
  • Marktumfeld strukturell weiterhin äußerst herausfordernd bei anhaltenden globalen Überkapazitäten, fortbestehenden Risiken im Außenhandel und hoher Volatilität der Rohstoffpreise

Geschäftsverlauf im Konzern und in den Business Areas

Auftragseingang und Umsatz mit leichtem Anstieg bei gegenläufigen Währungseffekten; bestes Bereinigtes EBIT in einem 1. Quartal seit Beginn der Strategischen Weiterentwicklung

AUFTRAGSEINGANG NACH BUSINESS AREAS

Mio € 1. Quartal
2016 / 20171)
1. Quartal
2017 / 2018
Veränderung in % Veränderung auf
vergleichbarer Basis2)
in %
Components Technology 1.759 1.921 9 14
Elevator Technology 1.903 1.959 3 8
Industrial Solutions 1.159 846 – 27 – 28
Materials Services 3.131 3.363 7 10
Steel Europe 2.078 2.071 0 0
Corporate 37 91 143 143
Konsolidierung – 468 – 510
Auftragseingang Konzern 9.600 9.741 1 4

1) Fortgeführte Aktivitäten (Anhang-Nr. 02)

2) Bereinigt um wesentliche Währungs- und Portfolioeffekte

Auftragseingang der Industriegütergeschäfte:

  • Anstieg bei Components Technology und Elevator Technology, gegenläufige Währungseffekte
  • Industrial Solutions nach starkem Vorjahresquartal bei weiterhin starker Projektpipeline mit temporärem Rückgang

Components Technology

  • Pkw-Komponenten: Zuwächse insbesondere bei Achsmontage und Nockenwellenmodulen; weiterhin robuste Nachfrage in China und Westeuropa, USA rückläufig
  • Komponenten für schwere Nutzfahrzeuge: Verbesserte Marktentwicklung in China und den USA, Europa stabil, Brasilien mit Zuwächsen ausgehend von einem niedrigen Niveau
  • Industriekomponenten: Schwächere Nachfrage bei Windenergie, insbesondere in Brasilien und Indien, steigende Nachfrage bei Baumaschinenkomponenten von niedrigem Niveau in allgemein verbessertem Umfeld

Elevator Technology

  • Auftragseingang weiterhin auf hohem Niveau, positive Entwicklung bei gegenläufigen Währungseffekten (USD und CNY)
  • Wachstum getrieben durch Neuinstallation und Modernisierung in den USA und Kanada sowie Unterstützung durch Großprojekte, insbesondere in Südkorea; China bei Preisdruck unter Vorjahr; Europa über Vorjahr

Industrial Solutions

  • Chemieanlagenbau mit solidem 1. Quartal: Mittelgroßer Raffinerie-Auftrag in Deutschland sowie kleinere Aufträge für Engineeringleistungen und Anlagen
  • Zement mit mittelgroßen Aufträgen für Kunden in Mexiko
  • Mining mit Kleinaufträgen; weiterhin verhaltene Investitionstätigkeit bei Neuanlagen

  • System Engineering trotz Auftragsrückgang gegenüber Vorquartal mit positivem Ausblick; lebhafte Nachfrage nach Produktionssystemen für die Automobilindustrie, vor allem in Europa

  • Marine Systems: Kleinere Wartungs- und Serviceaufträge

Der Auftragseingang der Werkstoffgeschäfte insgesamt stieg preisbedingt:

  • Steel Europe bei leicht niedrigeren Bestellmengen (2,6 Mio t) auf Vorjahresniveau
  • Materials Services deutlich über Vorjahr, i.W. durch stärkeres Lager- und Servicegeschäft

UMSATZ NACH BUSINESS AREAS

Mio € 1. Quartal
2016 / 20171)
1. Quartal
2017 / 2018
Veränderung in % Veränderung auf
vergleichbarer Basis2)
in %
Components Technology 1.743 1.906 9 14
Elevator Technology 1.882 1.845 – 2 3
Industrial Solutions 1.479 1.091 – 26 – 30
Materials Services 3.032 3.230 7 9
Steel Europe 1.908 2.171 14 14
Corporate 58 93 59 59
Konsolidierung – 383 – 518
Umsatz Konzern 9.718 9.817 1 3

1) Fortgeführte Aktivitäten (Anhang-Nr. 02)

2) Bereinigt um wesentliche Währungs- und Portfolioeffekte

Umsatz der Industriegütergeschäfte:

  • Umsatzentwicklung bei Components Technology folgte dem positiven Auftragseingang; Elevator Technology aufgrund gegenläufiger Währungseffekte leicht unter Vorjahr
  • Industrial Solutions i.W. durch temporär niedrigeres Fortschrittsniveau bei Aufträgen bei Marine Systems deutlich rückläufig; für das Gesamtjahr weiterhin signifikante Steigerung erwartet

Alle Werkstoffgeschäfte haben ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal i.W. preisbedingt deutlich gesteigert.

Materials Services

  • Preisentwicklung in nahezu allen Produktsegmenten relativ stabil mit Ausnahme Edelstahl (stark schwankende Nickelpreise)
  • Insgesamt Werk- und Rohstoff-Absatz auf Vorjahresniveau (2,7 Mio t Versand)
  • Steigende Absätze im Lager- und Servicegeschäft; deutliches Plus im lagerführenden Werkstoffhandel in weiten Teilen Europas und Nordamerika, hingegen rückläufig im Streckengeschäft
  • Mengen bei AST unter starkem Vorjahr

Steel Europe

  • Umsatzanstieg infolge höherer durchschnittlicher Nettoerlöse bei stabilem Versand (2,7 Mio t); Absatzsteigerungen mit Kunden der Automobilindustrie und übrigen Industriekunden; gegenläufig produktionsbedingter Rückgang bei Grobblech
  • Höheres Marktpreisniveau über alle Produkte und Business Units

BEREINIGTES EBIT NACH BUSINESS AREAS

Mio € 1. Quartal
2016 / 20171)
1. Quartal
2017 / 2018
Veränderung in %
Components Technology 75 77 2
Elevator Technology 215 220 3
Industrial Solutions 42 12 – 72
Materials Services 51 51 – 1
Steel Europe 28 160 477
Corporate – 115 – 75 35
Konsolidierung – 3 – 1
Bereinigtes EBIT Konzern2) 291 444 52

1) Fortgeführte Aktivitäten (Anhang-Nr. 02)

2) Siehe auch die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 07).

Bereinigtes EBIT der Industriegütergeschäfte:

■ Fortgesetztes profitables Wachstum bei Components Technology und Elevator Technology kann Rückgang bei Industrial Solutions nicht kompensieren

Components Technology

  • Bereinigtes EBIT leicht über Vorjahresniveau trotz gegenläufiger Währungseffekte (USD und CNY): Geringere Nachfrage nach Komponenten für Windenergieanlagen mit starkem Preiswettbewerb, daneben Anlaufkosten neuer Werke; überkompensiert i.W. durch bessere Entwicklung bei Kurbelwellen und Baumaschinenkomponenten sowie Nockenwellenmodulen
  • Marge mit 4,0% leicht unter Vorjahresniveau, auch aufgrund von Mix-Effekten durch überproportionale Ausweitung des Umsatzes mit Montage von Achsmodulen

Elevator Technology

  • Bereinigtes EBIT trotz gegenläufiger Währungseffekte (USD und CNY) und gestiegener Materialkosten insbesondere in China über Vorjahr
  • Marge um 0,5%-Punkte auf 11,9% gegenüber Vorjahr auch im Zuge des Performanceprogramms gesteigert

Industrial Solutions

■ Bereinigtes EBIT deutlich unter Vorjahr, insbesondere durch niedrigeren Umsatz, ungünstigeren Umsatzmix sowie partielle Unterauslastung; positive Effekte durch Restrukturierungsmaßnahmen insbesondere für die zweite Geschäftsjahreshälfte erwartet

Das Bereinigte EBIT der Werkstoffgeschäfte lag in einem positiven Marktumfeld, auch unterstützt durch Kostensenkungsprogramme, deutlich über Vorjahr.

■ Signifikante Verbesserung bei Steel Europe, Materials Services auf gutem Vorjahresniveau

Materials Services

  • Positive Preisentwicklung; Umsetzung der Performance-Maßnahmen stützen Ergebnis
  • AST mit Steigerung des Ergebnisbeitrags resultierend aus positiver Preisentwicklung sowie Kosten- und Effizienzmaßnahmen

Steel Europe

  • Positive Markteffekte, primär erlösbedingt signifikant über niedrigem Vorjahr; stützend zudem Kosten- und Effizienzmaßnahmen
  • Erfreuliche Margenentwicklung: Bereinigte EBIT-Marge signifikant gegenüber Vorjahr gesteigert

Corporate

  • Sinkende Projektaufwendungen für Vereinheitlichung der IT-Infrastruktur und Daten- und Prozessharmonisierung
  • Positiver Ergebniseffekt durch Grundstücksverkauf

Ergebnis durch Sondereffekte belastet

SONDEREFFEKTE NACH BUSINESS AREAS

Mio € 1. Quartal
2016 / 20171)
1. Quartal
2017 / 2018
Veränderung
Components Technology 17 2 – 16
Elevator Technology 31 19 – 12
Industrial Solutions 29 2 – 27
Materials Services 13 2 – 11
Steel Europe 2 0 – 2
Corporate 11 – 3 – 13
Konsolidierung 0 0
Sondereffekte Konzern 104 22 – 81

1) Fortgeführte Aktivitäten (Anhang-Nr. 02)

  • Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum:
  • Elevator Technology: Restrukturierung und Reorganisation in Europa
  • Corporate: I.W. Verkauf einer Unternehmensbeteiligung

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Betriebliches Ergebnis

  • Leichter Anstieg der Umsatzerlöse verbunden mit nahezu unveränderten Umsatzkosten; Verbesserung der Brutto-Umsatzmarge auf 17,2%
  • Rückgang der Vertriebskosten vor allem durch gesunkene Personalaufwendungen und niedrigere Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
  • Zunahme der sonstigen Erträge zurückzuführen auf insbesondere Erträge aus der Absicherung operativer Wechselkursrisiken im Berichtszeitraum, höhere Erstattungsansprüche gegenüber Versicherungen und Lieferanten sowie Strompreiskompensationen
  • Verbesserung der sonstigen Gewinne/Verluste i.W. Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagen

Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

  • Verbesserung des Ergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen insbesondere durch den Wegfall von im Vorjahr erfassten Verlusten aus der Bewertung der Anteile von Atlas Elektronik nach der Equity-Methode
  • Rückgang der Finanzierungserträge hauptsächlich Folge rückläufiger Wechselkursgewinne im Zusammenhang mit Finanztransaktionen bei gleichzeitig gestiegenen Erträgen aus Derivaten im Zusammenhang mit der Finanzierung
  • Verminderung der Finanzierungsaufwendungen vor allem wegen insgesamt geringerer Wechselkursverluste im Zusammenhang mit Finanztransaktionen und gesunkener Aufwendungen aus Derivaten im Zusammenhang mit der Finanzierung
  • Anstieg des Steueraufwands durch höhere Ergebnisse sowie Einmaleffekte aus der US-Steuerreform

Ergebnis je Aktie

  • Periodenergebnis ohne Steel Americas um 96 Mio € auf Gewinn von 91 Mio € erhöht
  • Folglich Ergebnis je Aktie entsprechend um 0,14 € auf Gewinn von 0,12 € deutlich verbessert

Analyse der Kapitalflussrechnung

Operating Cashflow

  • Operating Cashflow insbesondere aufgrund der insgesamt gestiegenen Mittelbindung bei operativen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten deutlich negativ, jedoch über Vorjahr
  • höhere Mengen und stark gestiegene Roh- und Werkstoffpreise in Werkstoffgeschäften
  • Zahlungsverschiebungen und Abarbeitung Auftragsbestand IS

Cashflow aus Investitionstätigkeit

  • Investitionen auf Vorjahresniveau; Anteil der Industriegütergeschäfte an den Gesamtinvestitionen auf 58% gesteigert
  • In allen Business Areas und bei Corporate Erneuerung der IT und Harmonisierung der Systemlandschaft zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung sowie als Basis für Industrie 4.0

INVESTITIONEN NACH BUSINESS AREAS

Mio € 1. Quartal
2016 / 20171)
1. Quartal
2017 / 2018
Veränderung in %
Components Technology 91 128 41
Elevator Technology 36 23 – 36
Industrial Solutions 17 17 3
Materials Services 19 15 – 23
Steel Europe 121 88 – 28
Corporate 6 14 130
Konsolidierung – 2 4
Investitionen Konzern 289 290 0

1) Fortgeführte Aktivitäten (Anhang-Nr. 02)

Components Technology

  • Fortsetzung Wachstums- und Regionalisierungsstrategie
  • Weltweiter Automotive-Produktionsverbund schreitet voran; u.a. in China Aufnahme Lieferungen im neuen Werk für elektrische Lenksysteme, Standorterweiterung Dämpfersysteme in Rumänien weit fortgeschritten; Werke für drei Produktbereiche in Ungarn sowie ein weiteres Federn- und Stabilisatorenwerk in China im Aufbau

Elevator Technology

  • China: Fertigstellung des 249 m hohen Testturms in Zhongshan nahezu abgeschlossen, geplante Inbetriebnahme im Sommer 2018
  • Deutschland: 246 m hoher Testturm in Rottweil für Aufzüge fertiggestellt; MULTI, innovatives seilloses Aufzugsystem, im Juni 2017 präsentiert; Entwicklungsbetrieb inzwischen vollständig aufgenommen

Industrial Solutions

  • Zement und Mining: Ausbau Infrastruktur und Ergänzung Technologie-Portfolio zur Stärkung der Marktposition
  • Chemieanlagenbau: Fortlaufende Investitionen in die Ergänzung des Technologie-Portfolios
  • System Engineering: Fortsetzung organisches Wachstum durch auftragsbezogene Investitionen für Elektromobilität
  • Marine Systems: Weitere Umsetzung der Modernisierung der Werft am Standort Kiel (derzeit v.a. IT und Infrastruktur) sowie Technologieinvestitionen

Materials Services

■ Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen bei Lager- und Serviceeinheiten sowie AST

Steel Europe

  • Neubau Pfannenofen im Oxygenstahlwerk 2 zur Fertigung metallurgisch anspruchsvoller höherwertiger Produkte, insbesondere höchstfeste Stähle für Automobilindustrie; Inbetriebnahme im laufenden Geschäftsjahr geplant
  • Noch im 1. Quartal erfolgreiche Inbetriebnahme des Beizteils der gekoppelten Beiz- und Tandemstraße (BETA-Anlage) in Dortmund nach umfangreicher Modernisierung

Corporate

■ Investitionen für das Projekt Carbon2Chem (Technikum: Gebäude und Energieversorgung)

Die leicht erhöhten Mittelzuflüsse aus Desinvestitionen betreffen insbesondere Einzahlungen im Berichtszeitraum aus dem Verkauf einer als nicht betriebsnotwendig eingestuften inländischen Beteiligung.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

■ Abnahme des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hauptsächlich aufgrund der im Berichtszeitraum insgesamt erfolgten Tilgung von Finanzschulden nach Mittelzuflüssen im Vorjahr aus der Aufnahme von Finanzschulden

Free Cashflow und Netto-Finanzschulden

ÜBERLEITUNG ZU FREE CASHFLOW VOR M&A

Mio € 1. Quartal
2016 / 20171)
1. Quartal
2017 / 2018
Veränderung
Operating Cashflow (Kapitalflussrechnung) – 1.450 – 1.276 174
Cashflow aus Investitionstätigkeit (Kapitalflussrechnung) – 269 – 259 10
Free Cashflow (FCF) – 1.719 – 1.535 184
–/+ Mittelzu-/-abflüsse aus wesentlichen M&A-Transaktionen 0 – 13 – 13
Free Cashflow vor M&A (FCF vor M&A) – 1.719 – 1.549 170

1) Fortgeführte Aktivitäten (Anhang-Nr. 02)

  • FCF vor M&A i.W. durch verbesserten Operating Cashflow über Vorjahr, jedoch erwartungsgemäß temporär negativ
  • Netto-Finanzschulden aufgrund des i.W. temporär negativen FCF vor M&A mit Anstieg zum 31. Dezember 2017 auf 3.544 Mio €
  • Verhältnis Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital (Gearing) mit 108,0 % über Wert vom 30. September 2017 (57,5%)
  • Freie Liquidität von 7,2 Mrd € (3,6 Mrd € flüssige Mittel und 3,6 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien)

Rating

RATING

Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Standard & Poor's BB B watch positive
Moody's Ba2 not Prime developing
Fitch BB+ B watch positive

Analyse der Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

■ Abnahme der langfristigen Vermögenswerte insbesondere beeinflusst durch den Rückgang der aktiven latenten Steuern i.W. als Folge der US-Steuerreform

Kurzfristige Vermögenswerte

  • Insgesamt eingetretene Verminderung der kurzfristigen Vermögenswerte hauptsächlich durch starke Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente als Folge des im Berichtszeitraum negativen Free Cashflows
  • Zunahme der Vorräte i.W. durch deutlich gestiegene Mittelbindung in den Werkstoffgeschäften
  • Erhöhung der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte hauptsächlich Folge gestiegener Ansprüche im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern

Eigenkapital

  • Rückgang im Vergleich zum 30. September 2017 i.W. Folge der im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Verluste aus der Anpassung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen infolge gesunkener Diskontierungssätze und aus der Währungsumrechnung
  • Gleichzeitig Verbesserung durch Periodengewinn im Berichtszeitraum

Langfristige Verbindlichkeiten

  • Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen i.W. aufgrund gesunkener Diskontierungssätze
  • Verminderung der Finanzschulden insbesondere Folge der Umgliederung von im Dezember 2018 fälligen Schuldscheindarlehen in kurzfristige Finanzschulden

Kurzfristige Verbindlichkeiten

  • Abnahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich Folge verminderter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vor allem im Komponenten- und Anlagenbaugeschäft
  • Rückgang der Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer i.W. durch Inanspruchnahmen
  • Abnahme der Finanzschulden insbesondere aufgrund der Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der Tilgung von Schuldscheindarlehen; gleichzeitig Zunahmen durch die bereits erwähnte Umgliederung von Schuldscheindarlehen aus den langfristigen Finanzschulden
  • Insgesamt eingetretene Abnahme der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten hauptsächlich durch geringere erhaltene Anzahlungen sowie gesunkene Verbindlichkeiten im Personalbereich; gleichzeitig erhöhte Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern

Compliance

Compliance – eine Frage der Haltung

  • Wir bauen auf starke Werte: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und Integrität
  • Compliance ist für uns selbstverständlich
  • Verankerung unserer Werte im Konzernleitbild, Code of Conduct und Compliance Commitment
  • Hinweisen auf Verstöße gehen wir nach und klären den Sachverhalt auf; Verstöße werden sofort abgestellt; notwendige Sanktionen erfolgen unabhängig von Personen und Funktionen
  • Israel: Ermittlungsverfahren Generalstaatsanwaltschaft wegen Marineprojekten, u.a. gegen lokalen Vertriebsmittler von thyssenkrupp Marine Systems; nach derzeitiger Kenntnis keine Ermittlungen gegen thyssenkrupp-Unternehmen bzw. Mitarbeiter; eigener Untersuchungsbericht den Behörden übergeben; wir kooperieren mit Ermittlungsbehörden; sofern erforderlich, werden weitere Maßnahmen ergriffen
  • Nähere Informationen zu Compliance bei thyssenkrupp im Geschäftsbericht 2016 / 2017

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose 2017 / 2018

Gesamtaussage des Vorstands

  • Auftragseingang und Umsatz mit leichtem Anstieg; bestes Bereinigtes EBIT in einem 1. Quartal seit Beginn der Strategischen Weiterentwicklung
  • Auf dieser Basis Bestätigung der Gesamtjahresprognose

Zu wesentlichen Annahmen und erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vgl. Prognosekapitel sowie Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" im Wirtschaftsbericht des Geschäftsberichts 2016 / 2017 und des vorliegenden Zwischenlageberichts.

Erwartung 2017 / 2018

  • Konzernumsatz mit Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich (Vorjahr, fortgeführte Aktivitäten: 41,4 Mrd €)
  • Bereinigtes EBIT des Konzerns bei Wachstum und Verbesserungen in unseren Industriegütergeschäften sowie in Abhängigkeit von der Dauer des derzeit günstigen Umfelds der Werkstoffgeschäfte und möglicher Translationsrisiken voraussichtlich bei 1,8 bis 2,0 Mrd € (Vorjahr, fortgeführte Aktivitäten: 1.722 Mio €), flankiert durch 750 Mio € geplante EBIT-Effekte aus "impact"
  • Industriegütergeschäfte
  • Components Technology: Verbesserung des Bereinigten EBIT (Vorjahr: 377 Mio €) aus Steigerung des Umsatzes im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich und Verbesserung der Marge (Vorjahr: 5,0%)
  • Elevator Technology: Verbesserung des Bereinigten EBIT (Vorjahr: 922 Mio €) aus Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich und Erhöhung der Bereinigten EBIT-Marge um 0,5 bis 0,7 Prozentpunkte (Vorjahr: 12,0%)
  • Industrial Solutions: Anhaltend gute Auftragseingangssituation sowie deutlicher Umsatzanstieg im knapp zweistelligen Prozentbereich; deutliche Verbesserung des Bereinigten EBIT (Vorjahr: 111 Mio €) gestützt durch umfangreiche Transformations- und Restrukturierungsmaßnahmen; Margenverbesserung gegenüber Vorjahr, jedoch noch merklich unter Zielkorridor
  • Werkstoffgeschäfte
  • Materials Services: Bereinigtes EBIT leicht unter Vorjahreswert (Vorjahr: 312 Mio €)
  • Steel Europe: Unter Berücksichtigung begrenzter Visibilität Bereinigtes EBIT auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 547 Mio €); bei Annahme eines im gesamten Geschäftsjahr anhaltend stabilen und hohen Preisgefüges auf den Roh- und Werkstoffmärkten ein Bereinigtes EBIT über Vorjahresniveau
  • Jahresüberschuss: Bei zurückgehenden Restrukturierungsaufwendungen deutliche Steigerung gegenüber Vorjahr (Vorjahresergebnis nach Steuern, fortgeführte Aktivitäten 271 Mio €)
  • tkVA: Dementsprechend ebenfalls mit deutlicher Verbesserung (Vorjahr: 651 Mio €)
  • Investitionen: Voraussichtlich rund 1,5 Mrd € (Vorjahr, fortgeführte Aktivitäten: 1.535 Mio €)

FCF vor M&A: Infolge der weiteren Ergebnisverbesserung und erwarteter rückläufiger Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen bei jedoch anhaltender Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen wieder positiv (Vorjahr, fortgeführte Aktivitäten: – 855 Mio €).

Chancen und Risiken

Chancen

  • Hohe und stabile Ergebnis-, Cash- und Wertbeiträge durch Positionierung als diversifizierter Industriekonzern und konsequente Fortführung von "impact"-Maßnahmen sowie Nutzung der Vorteile im Zusammenspiel zwischen Business Areas, Regionen, Konzernfunktionen und Serviceeinheiten
  • Zunehmende Ausrichtung auf ertragsstarke Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäfte
  • Angekündigte Infrastrukturprogramme sowie Umsetzung der Unternehmenssteuerreform in den USA
  • Strategische und operative Chancen gemäß Geschäftsbericht 2016 / 2017 weiterhin gültig

Risiken

  • Keine bestandsgefährdenden Risiken; detaillierte Ausführungen zu den Risiken gemäß Geschäftsbericht 2016 / 2017 weiterhin gültig
  • Konjunkturelle Risiken aus zahlreichen geopolitischen Krisenherden; zunehmende Volatilitäten im externen Umfeld, u.a. auch durch Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien; verstärkte Unsicherheit über zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung und deren Auswirkungen auf Geschäftsmodelle des Konzerns
  • Handelspolitische Maßnahmen der US-Regierung unter kontinuierlicher Beobachtung
  • Risiken aus Angriffen auf die IT-Infrastruktur; Gegenmaßnahme: Weiterer Ausbau von Informationssicherheitsmanagement und Sicherheitstechnologien
  • Ermittlungen Bundeskartellamt: thyssenkrupp Steel Europe AG neben anderen Gegenstand laufender Ermittlungsverfahren zu mutmaßlichen Kartellabsprachen bei Grobblech und Qualitätsflachstahl; thyssenkrupp nimmt Angelegenheit sehr ernst, unverzüglich eigene interne Untersuchung eingeleitet; nach derzeitiger Erkenntnislage erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht auszuschließen

Verkürzter Zwischenabschluss

  • 19 Konzernbilanz
  • 21 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 22 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 23 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 24 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 26 Verkürzter Konzernanhang
  • 34 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

thyssenkrupp AG – Konzernbilanz

AKTIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.09.2017 31.12.2017
Immaterielle Vermögenswerte 4.813 4.780
Sachanlagen (einschließlich als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) 7.605 7.589
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 154 159
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 43 48
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 207 217
Aktive latente Steuern 03 1.680 1.439
Langfristige Vermögenswerte 14.502 14.232
Vorräte 6.957 7.559
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.734 5.676
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 420 519
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.923 2.039
Laufende Ertragsteueransprüche 220 302
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.292 3.542
Kurzfristige Vermögenswerte 20.546 19.638
Summe Vermögenswerte 35.048 33.870

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2017/ 2018 Verkürzter Zwischenabschluss | thyssenkrupp AG – Konzernbilanz

PASSIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.09.2017 31.12.2017
Gezeichnetes Kapital 1.594 1.594
Kapitalrücklage 6.664 6.664
Gewinnrücklagen – 5.401 – 5.480
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 33 – 12
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG 2.890 2.766
Nicht beherrschende Anteile 515 514
Eigenkapital 3.404 3.280
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 04 7.924 8.086
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 354 346
Sonstige Rückstellungen 645 617
Passive latente Steuern 111 58
Finanzschulden 5.326 5.205
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 182 147
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 5 3
Langfristige Verbindlichkeiten 14.546 14.463
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 357 241
Sonstige Rückstellungen 1.183 1.110
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 254 243
Finanzschulden 1.930 1.887
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.729 5.112
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 842 893
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 6.802 6.642
Kurzfristige Verbindlichkeiten 17.097 16.126
Verbindlichkeiten 31.643 30.589
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 35.048 33.870

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.

thyssenkrupp AG – Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Anhang-Nr. 1. Quartal
2016 / 20171)
1. Quartal
2017 / 2018
Umsatzerlöse 07 9.718 9.817
Umsatzkosten – 8.126 – 8.129
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.592 1.688
Forschungs- und Entwicklungskosten – 85 – 78
Vertriebskosten – 689 – 666
Allgemeine Verwaltungskosten – 600 – 594
Sonstige Erträge 42 71
Sonstige Aufwendungen – 40 – 29
Sonstige Gewinne und Verluste – 9 7
Betriebliches Ergebnis 212 398
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen – 11 6
Finanzierungserträge 320 172
Finanzierungsaufwendungen – 446 – 258
Finanzergebnis – 137 – 80
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 74 318
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 80 – 228
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) – 6 91
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 02 21
Periodenüberschuss 15 91
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG 8 78
Nicht beherrschende Anteile 7 13
Periodenüberschuss 15 91
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 08
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) – 0,02 0,12
Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) 0,01 0,12

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 02).

thyssenkrupp AG – Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio € 1. Quartal
2016 / 2017
1. Quartal
2017 / 2018
Periodenüberschuss 15 91
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Jahresergebnis umgegliedert werden:
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 626 – 180
Steuereffekt – 182 29
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, insgesamt 444 – 152
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt – 4 0
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Jahresergebnis umgegliedert werden 440 – 152
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Jahresergebnis umgegliedert werden:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 206 – 71
Realisierte (Gewinne)/Verluste – 1 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 205 – 71
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 0 2
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0
Steuereffekt 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 0 2
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow-Hedges)
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) – 36 33
Realisierte (Gewinne)/Verluste 52 – 6
Steuereffekt – 6 – 7
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 10 20
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 3 – 1
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Jahresergebnis umgegliedert werden 218 – 50
Sonstiges Ergebnis 658 – 202
Gesamtergebnis 673 – 111
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG 653 – 119
Nicht beherrschende Anteile 20 8
Der den Aktionären der thyssenkrupp AG zuzurechnende Anteil am Gesamtergebnis teilt sich wie folgt auf:
Fortgeführte Aktivitäten 669 – 119
Nicht fortgeführte Aktivitäten1) – 16

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.

1) Der Vorjahresausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 02).

thyssenkrupp AG – Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Mio €,
Aktienanzahl
Gezeichnetes
Kapital
mit Ausnahme
der Aktienanzahl
im Umlauf
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Unter
schiedsbe
trag aus der
Währungs
umrechnung
Zur Ver
äußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögens
werte
Derivative
Finanz
instrumente
(Cashflow
Hedges)
Anteil der
auf nach
der Equity
Methode
bilanzierte
Beteili
gungen
entfällt
Nicht
beherr
schende
Insgesamt
Anteile Eigenkapital
Stand am 30.09.2016 565.937.947 1.449 5.434 – 5.255 484 6 – 64 48 2.102 507 2.609
Periodenüberschuss 8 8 7 15
Sonstiges Ergebnis 440 193 0 9 3 645 13 658
Gesamtergebnis 448 193 0 9 3 653 20 673
Gewinnausschüttungen
an nicht beherrschende
Anteile
0 – 8 – 8
Stand am 31.12.2016 565.937.947 1.449 5.434 – 4.807 677 6 – 55 51 2.755 519 3.275
Stand am 30.09.2017 622.531.741 1.594 6.664 – 5.401 34 8 – 50 41 2.890 515 3.404
Periodenüberschuss 78 78 13 91
Sonstiges Ergebnis – 152 – 66 1 20 – 1 – 197 – 5 – 202
Gesamtergebnis – 74 – 66 1 20 – 1 – 119 8 – 111
Gewinnausschüttungen
an nicht beherrschende
Anteile
0 – 12 – 12
Anteilsveränderungen
bei bereits konsolidierten
Gesellschaften
– 5 – 5 4 – 1
Stand am 31.12.2017 622.531.741 1.594 6.664 – 5.480 – 32 10 – 30 40 2.766 514 3.280

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.

thyssenkrupp AG – Konzern-Kapitalflussrechnung

Mio € 1. Quartal
2016 / 20171)
1. Quartal
2017 / 2018
Periodenüberschuss 15 91
Anpassungen des Periodenüberschusses für die Überleitung zum Operating Cashflow:
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) – 21
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 34 209
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 259 266
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam 11 – 6
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 5 – 20
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreis- und anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen:
– Vorräte – 711 – 610
– Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 48 44
– Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 72 – 12
– Sonstige Rückstellungen – 109 – 216
– Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 257 – 615
– Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit – 557 – 407
Operating Cashflow – fortgeführte Aktivitäten – 1.450 – 1.276
Operating Cashflow – nicht fortgeführte Aktivitäten 1
Operating Cashflow – insgesamt – 1.450 – 1.276
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und in langfristige finanzielle Vermögenswerte – 1 – 1
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften zuzüglich übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – 3 – 3
Investitionen in Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen) und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien – 259 – 263
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschließlich geleisteter Anzahlungen) – 26 – 22
Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und langfristigen finanziellen Vermögenswerten 1 14
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 19 16
Cashflow aus Investitionstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten – 269 – 259
Cashflow aus Investitionstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten – 73
Cashflow aus Investitionstätigkeit – insgesamt – 342 – 259

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2017/ 2018 Verkürzter Zwischenabschluss | thyssenkrupp AG – Konzern-Kapitalflussrechnung

Mio € 1. Quartal
2016 / 20171)
1. Quartal
2017 / 2018
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16 734
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – 29 – 829
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 374 – 75
Zunahme/(Abnahme) Akzeptverbindlichkeiten 2 – 1
(Zunahme)/Abnahme kurzfristige Wertpapiere – 1 0
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile – 8 – 12
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften 0 – 1
Finanzierung nicht fortgeführter Aktivitäten – 99 0
Sonstige Finanzierungsvorgänge – 132 – 23
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten 123 – 207
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten 72
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – insgesamt 196 – 207
Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – insgesamt – 1.596 – 1.742
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – insgesamt 36 – 8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode – insgesamt 4.105 5.292
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode – insgesamt 2.545 3.542
[davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der nicht fortgeführten Aktivitäten] [101]
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cashflow fortgeführter Aktivitäten enthalten sind:
Zinseinzahlungen 18 10
Zinsauszahlungen – 79 – 71
Erhaltene Dividenden 0 0
Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag – 127 – 115

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang. 1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 02).

thyssenkrupp AG – Verkürzter Konzernanhang

Unternehmensinformation

Die thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für den Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis 31. Dezember 2017 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 7. Februar 2018 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde nach § 115 WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die im verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2017 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Konzernabschlusses unseres Geschäftsberichts 2016 / 2017 veröffentlicht.

Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2017 / 2018 wendet thyssenkrupp erstmalig die nachfolgenden Änderungen zu bestehenden Standards an, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben:

  • Änderungen an IAS 12 "Income Taxes": "Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses", Veröffentlichung im Januar 2016
  • Änderungen an IAS 7 "Statements of Cash Flows": "Disclosure Initiative", Veröffentlichung im Januar 2016

01 Erwerbe

Im 1. Quartal 2017 / 2018 tätigte der Konzern nur kleinere Erwerbe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren. Die Summe der Kaufpreise betrug 4 Mio € und entfällt auf immaterielle Vermögenswerte.

Darüber hinaus hatte der Konzern im Geschäftsjahr 2016 / 2017 von Airbus den 49%-Anteil an Atlas Elektronik erworben und nach Abschluss des Erwerbs im April 2017 die Atlas Elektronik Gruppe vollkonsolidiert. Die Kaufpreisallokation ist unverändert noch nicht final, da die Analyse der einzelnen Projekte aufgrund der komplexen und kundenindividuellen Gestaltung sowie der dafür notwendigen vielzähligen Informationen noch nicht abgeschlossen werden konnte; insofern sind insbesondere immaterielle Vermögenswerte sowie mit Projekten verbundene Rückstellungen und der korrespondierende Firmenwert vorläufig. Anpassungen haben sich im 1. Quartal 2017 / 2018 nicht ergeben.

02 Nicht fortgeführte Aktivität

Im Rahmen der Strategischen Weiterentwicklung hatte sich thyssenkrupp Ende Februar 2017 mit Ternium über den Verkauf des brasilianischen Stahlwerks CSA als wesentlichen Bestandteil der Business Area Steel Americas verständigt. Nach der Freigabe durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden wurden der Verkauf Anfang September 2017 abgeschlossen und die Business Area entkonsolidiert. Die Transaktion erfüllte die Kriterien von IFRS 5 für einen Ausweis der Business Area Steel Americas als nicht fortgeführte Aktivität. Somit wurden in 2016 / 2017 vom Beginn des Geschäftsjahres bis zum Abgang von Steel Americas alle Aufwendungen und Erträge separat in der Gewinn- und Verlustrechnung und alle Cashflows separat in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Ergebnisse der Business Area Steel Americas im 1. Quartal 2016 / 2017 dargestellt:

NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄT STEEL AMERICAS

Mio € 1. Quartal
2016 / 2017
Umsatzerlöse 369
Andere Erträge 86
Aufwendungen – 406
Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 49
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 28
Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 21
Abgangsergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0
Abgangsergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 0
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 21
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG 21
Nicht beherrschende Anteile 0

03 Ertragsteuern

Die Auswirkungen der im Dezember 2017 veränderten Steuergesetzgebung in den USA wurden berücksichtigt. Insbesondere wurde die Bewertung der latenten Steuerpositionen um 114 Mio € angepasst.

04 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurden die Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2017 angepasst.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Mio € 30.09.2017 31.12.2017
Pensionen 7.684 7.859
Altersteilzeit 193 186
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 46 41
Insgesamt 7.924 8.086

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zugrunde gelegt:

DURCHSCHNITTLICHE BEWERTUNGSFAKTOREN

30.09.2017 31.12.2017
in % Deutschland Übrige Länder Insgesamt Deutschland Übrige Länder Insgesamt
Diskontierungssatz für Pensionen 1,90 2,29 2,00 1,70 2,21 1,83

05 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Eventualverbindlichkeiten

Die thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Maximale
Haftungsvolumen
Rückstellung
Mio € 31.12.2017 31.12.2017
Anzahlungsgarantien 30 1
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 2 0
Restwertgarantien 61 15
Sonstige Haftungserklärungen 7 1
Insgesamt 100 17

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, die Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder die nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zugrunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Die thyssenkrupp Steel Europe AG ist neben anderen Unternehmen und Verbänden der Stahlbranche Gegenstand laufender Ermittlungsverfahren des Bundeskartellamts zu mutmaßlichen Kartellabsprachen betreffend die Produktgruppen Grobblech und Qualitätsflachstahl. Nach derzeitiger Erkenntnislage können erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht ausgeschlossen werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die in der Business Areas Steel Europe bestehenden langfristigen Abnahmeverträge für Eisenerz und Eisenerzpellets werden aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet. Im Vergleich zum 30. September 2017 verringerten sich die Abnahmeverpflichtungen um 0,4 Mrd € auf 1,7 Mrd €.

Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem Geschäftsjahresende 2016 / 2017 keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

06 Finanzinstrumente

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte beinhalten i.W. Eigenkapitalinstrumente und Gläubigerpapiere. Sie werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert soweit vorhanden auf Börsenkursen zum Quartalsstichtag. Liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor und kann der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden, erfolgt eine Bewertung der Eigenkapitalinstrumente zu Anschaffungskosten.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Quartalsstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrunde liegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrunde liegenden Basiszinsen.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cashflows stattfinden.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Quartalsstichtag vorgenommen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:

BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.09.2017

Mio € 30.09.2017 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)
65 0 65 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 20 0 20 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 20 17 2 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 32 0 32 0
Insgesamt 137 17 120 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)
59 0 59 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 10 0 10 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 22 0 22 0
Insgesamt 92 0 92 0

BEWERTUNGSHIERARCHIE 31.12.2017

Mio € 31.12.2017 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)
55 0 55 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 20 0 20 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 22 20 3 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 35 0 35 0
Insgesamt 132 20 113 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)
63 0 63 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 32 0 32 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 14 0 14 0
Insgesamt 109 0 109 0

Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten bewertet wird.

07 Segmentberichterstattung

Die Segmentinformationen für das 1. Quartal 2016 / 2017 und das 1. Quartal 2017 / 2018 stellen sich wie folgt dar:

SEGMENTINFORMATION

Components
Technology
Elevator
Technology
Industrial
Solutions
Materials
Services
Steel Europe Corporate Steel Konzern
1.744 1.883 1.477 2.970 1.607 37 369 0 10.087
– 2 – 1 2 62 300 21 79 – 461 0
1.743 1.882 1.479 3.032 1.908 58 447 – 461 10.087
58 184 13 38 25 – 126 52 – 3 240
75 215 42 51 28 – 115 37 – 3 329
1.904 1.845 1.090 3.167 1.783 29 0 9.817
2 1 0 63 388 64 –518 0
1.906 1.845 1.091 3.230 2.171 93 –518 9.817
75 201 10 48 160 – 72 – 1 422
77 220 12 51 160 – 75 – 1 444
Americas1) Konsolidierung

1) Nicht fortgeführte Aktivität

In der Business Area Industrial Solutions erhöhte sich das durchschnittliche Capital Employed von 430 Mio € per 30. September 2017 auf 523 Mio € per 31. Dezember 2017.

Nachfolgend werden die Überleitungsrechnungen der Umsatzerlöse und der Ertragskennzahl EBIT zum EBT gemäß der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

ÜBERLEITUNG UMSATZERLÖSE

Mio € 1. Quartal
2016 / 2017
1. Quartal
2017 / 2018
Umsatzerlöse gemäß Segmentberichterstattung 10.087 9.817
– Umsatzerlöse Steel Americas – 369
Umsatzerlöse gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 9.718 9.817

thyssenkrupp Zwischenbericht 1. Quartal 2017/ 2018 Verkürzter Zwischenabschluss | thyssenkrupp AG – Verkürzter Konzernanhang

ÜBERLEITUNG EBIT ZU EBT

Mio € 1. Quartal
2016 / 20171)
1. Quartal
2017 / 2018
Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung 329 444
Sondereffekte – 88 – 22
EBIT gemäß Segmentberichterstattung 240 422
+ Finanzierungserträge 384 172
– Finanzierungsaufwendungen – 500 – 258
– Bestandteile der Finanzierungserträge, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden – 13 – 13
+ Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden 13 – 5
EBT-Konzern 124 318
– EBT Steel Americas – 49
EBT aus fortgeführten Aktivitäten gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 74 318

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 02).

08 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

ERGEBNIS JE AKTIE

1. Quartal 2016 / 20171) 1. Quartal 2017 / 2018
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie in €
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern)
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
– 13 – 0,02 78 0,12
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern)
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
21 0,04
Periodenüberschuss
(Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG)
8 0,01 78 0,12
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 565.937.947 622.531.741

1) Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 02).

Der gewichtete Durchschnitt der Aktien erhöhte sich durch die Ende September 2017 durchgeführte Kapitalerhöhung.

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

09 Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" unter Berücksichtigung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die die nicht fortgeführte Aktivität betreffen. Per 31. Dezember 2017 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 22 Mio € (Vorjahr: 58 Mio €) von der Joint Operation HKM.

Essen, den 7. Februar 2018

thyssenkrupp AG Der Vorstand

Hiesinger

Burkhard Kaufmann Kerkhoff

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis 31. Dezember 2017, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Essen, den 13. Februar 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Harald Kayser Michael Preiß Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Kontakt und Finanzkalender 2018/2019

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Communications

Telefon: (0201) 844-536043 Telefax: (0201) 844-536041 E-Mail: [email protected]

Investor Relations E-Mail: [email protected] Institutionelle Investoren und Analysten Telefon: (0201) 844-536464 Telefax: (0201) 8456-531000 Privatanleger Telefon: (0201) 844-536367 Telefax: (0201) 8456-531000

Herausgeber

thyssenkrupp AG thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen Postfach, 45063 Essen

Telefon: (0201) 844-0 Telefax: (0201) 844-536000 E-Mail: [email protected]

www.thyssenkrupp.com

Finanzkalender 2018 /2019

15. Mai 2018

Zwischenbericht 1. Halbjahr 2017 / 2018 (Oktober bis März) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

9. August 2018

Zwischenbericht 9 Monate 2017 / 2018 (Oktober bis Juni) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

21. November 2018

Geschäftsbericht 2017 / 2018 (Oktober bis September) Bilanzpressekonferenz Analysten- und Investorenkonferenz

  1. Februar 2019 Ordentliche Hauptversammlung

12. Februar 2019

Zwischenbericht 1. Quartal 2018 / 2019 (Oktober bis Dezember) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

Dieser Zwischenbericht ist am 14. Februar 2018 erschienen. Inhouse produziert mit firesys.

Wir danken unseren Mitarbeitern dafür, Teil unserer Kampagne zu sein. Mitarbeiter auf Titel: Julia Zhao

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von thyssenkrupp bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von thyssenkrupp weder beabsichtigt, noch übernimmt thyssenkrupp eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Rundungen und Veränderungsraten

Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet, Verschlechterungen mit Minus (−). Bei sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten (≥ 500 % bzw. ≤ −100 %) wird die Veränderungsrichtung durch ++ bzw. −− angezeigt.

Abweichungen aus technischen Gründen

Dieser Finanzbericht ist von der Gesellschaft aufgrund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum Bundesanzeiger elektronisch einzureichen. Aus technischen Gründen kann es beim Bundesanzeiger Verlag zu Abweichungen in den im Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen kommen.

Der Geschäftsbericht steht in deutscher Sprache und in englischer Übersetzung im Internet unter www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Berichts der englischen Übersetzung vor.