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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2016

Feb 17, 2017

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Interim / Quarterly Report

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Publication

thyssenkrupp AG

Duisburg und Essen

Quartalsfinanzbericht zum 31.Dezember 2016

Zwischenbericht 1. Quartal 2016/2017 vom 1. Oktober 2016 - 31. Dezember 2016

thyssenkrupp in Zahlen

KONZERN

1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017 Veränderung in %
Auftragseingang Mio € 9.810 9.954 145 1
Umsatz Mio € 9.548 10.087 538 6
EBIT1) Mio € 193 240 48 25
EBIT-Marge % 2,0 2,4 0,4 -
Bereinigtes EBIT1) Mio € 234 329 95 40
Bereinigte-EBIT-Marge % 2,5 3,3 0,8 -
EBT Mio € 34 124 90 269
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach Steuern Mio € -54 15 69 ++
davon Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG Mio € -23 8 31 ++
Ergebnis je Aktie -0,04 0,01 0,06 ++
Operating Cashflow Mio € -598 -1.450 -851 --
Cashflow für Investitionen Mio € -254 -362 -108 -43
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 5 20 16 328
Free Cashflow2) Mio € -847 -1.791 -944 --
Free Cashflow vor M&A2) Mio € -847 -1.736 -889 --
Netto-Finanzschulden (31.12.) Mio € 4.384 5.433 1.049 24
Eigenkapital (31.12.) Mio € 3.355 3.275 -80 -2
Gearing (31.12.) % 130,7 165,9 35,2 --
Mitarbeiter (31.12.) 155.387 157.400 2.013 1

1) Vgl. die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 07).

2) Vgl. die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

BUSINESS AREAS

Auftragseingang

Mio €
Umsatz

Mio €
EBIT1)

Mio €
1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017 1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017 1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017
--- --- --- --- --- --- ---
Components Technology 1.649 1.759 1.650 1.743 71 58
Elevator Technology 1.992 1.903 1.869 1.882 193 184
Industrial Solutions 1.530 1.159 1.506 1.479 90 13
Materials Services 2.846 3.131 2.821 3.032 -1 38
Steel Europe 1.846 2.078 1.723 1.908 50 25
Steel Americas 371 432 350 447 -84 52
Corporate 57 37 60 58 -132 -126
Konsolidierung -482 -546 -432 -462 7 -3
Konzern 9.810 9.954 9.548 10.087 193 240
Bereinigtes EBIT1)

Mio €
Mitarbeiter
1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017 31.12.2015 31.12.2016
--- --- --- --- ---
Components Technology 71 75 29.772 31.100
Elevator Technology 203 215 51.644 51.931
Industrial Solutions 90 42 19.518 19.553
Materials Services 3 51 20.009 19.708
Steel Europe 51 28 27.493 27.437
Steel Americas -74 37 3.783 4.082
Corporate -117 -115 3.168 3.589
Konsolidierung 7 -3
Konzern 234 329 155.387 157.400

1) Vgl. die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 07).

STAMMDATEN UND KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE / ADRS

ISIN Anzahl Aktien (insgesamt) Stück 565.937.947
Aktien (Börsen Frankfurt, Düsseldorf) DE 000 750 0001 Kurs Ende Dezember 2016 22,64
ADRs (Außerbörslicher Handel) US88629Q2075 Marktkapitalisierung Ende Dezember 2016 Mio € 12.812
Kürzel
Aktien TKA
ADRs TKAMY

Zwischenlagebericht

Wirtschaftsbericht

Zusammenfassung

Guter Start ins neue Geschäftsjahr

thyssenkrupp zurück auf Wachstumspfad: Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis über Vorjahreswerten
Aufträge bei Industrial Solutions noch unter gutem Vorjahreswert, aber deutliche Steigerung gegenüber Vorquartalen; mehrere Großprojekte in weit fortgeschrittenem Verhandlungsstatus
Industriegütergeschäfte insgesamt und alle Werkstoffgeschäfte mit Umsatzwachstum, dabei Durchschnittserlöse von Steel Europe aufgrund hohen Anteils an Langfristkontrakten noch unter Vorjahresquartal
200 Mio € EBIT-Effekte aus "impact" steigern Effizienz im 1. Quartal
Insgesamt bestes Bereinigtes EBIT in einem Q1 seit Beginn der Strategischen Weiterentwicklung 2011 und verbessertes Periodenergebnis
Cashflow erwartungsgemäß durch erhöhte Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen vorübergehend deutlich negativ (steigende Mengen und stark gestiegene Roh- und Werkstoffpreise, Abarbeitung Auftragsbestand bei Industrial Solutions)
Deutlicher Rückgang der Pensionsverpflichtungen gegenüber Vorquartal infolge gestiegener Diskontierungssätze
Gesamtjahresprognose bestätigt: deutliche Ergebnissteigerung und leicht positiver Free Cashflow vor M&A erwartet (siehe Prognosebericht)

Makro- und Branchenumfeld

Globales Wirtschaftswachstum wird sich 2017 leicht beschleunigen - weiterhin hohe Konjunkturrisiken

Im Vergleich zum Beginn des Geschäftsjahres Wachstumserwartungen weltweit und dabei in nahezu allen Regionen tendenziell leicht angehoben
Industrieländer: Fortgesetzter, leicht beschleunigter Aufschwung dank weiterhin expansiver Geldpolitik
Schwellenländer: Zunehmende Konjunkturdynamik auch aufgrund höherer Rohstoffpreise
Risiken und Unsicherheiten für globale Konjunkturentwicklung jedoch weiter außergewöhnlich hoch (geopolitische Krisenherde, Auswirkungen neuer US-Wirtschaftspolitik und Zinswende USA, Brexit-Austrittsverhandlungen, Wahlen in großen EU-Mitgliedsstaaten, hohe Volatilitäten im chinesischen Finanz- und Immobiliensektor)

BRUTTOINLANDSPRODUKT

reale Veränderung zum Vorjahr

in %
20161) 20171)
Euroraum 1,7 1,3
Deutschland 1,9 1,5
Russland -0,6 0,8
Übriges Mittel-/Osteuropa 2,6 2,8
USA 1,6 2,4
Brasilien -3,3 0,5
Japan 0,6 0,7
China 6,7 6,4
Indien 7,0 7,3
Naher Osten & Afrika 2,3 3,1
Welt 2,9 3,3

1) Prognose

Quellen: IHS Markit, IMF, Consensus Forecasts, diverse Banken und Forschungsinstitute, eigene Schätzungen

Automobilindustrie

Weltweiter Absatz und Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen 2017 voraussichtlich weiterhin mit leichtem Wachstum
Europa: Brexit-Einfluss bisher sehr gering
NAFTA: Unsicherheiten über Auswirkungen der neuen US-Wirtschaftspolitik auf regionale Produktionsverteilung
China: Pkw-Absatz und Produktion 2016 mit zweistelligem Zuwachs, teilweise begünstigt durch Vorzieheffekte infolge rückläufiger Steuererleichterungen; 2017 weiterhin Wachstum erwartet bei reduzierten staatlichen Kaufanreizen
Schwere Nutzfahrzeuge: Weltweite Produktionsentwicklung 2016 positiv, begünstigt durch asiatische Märkte; weiteres Wachstum 2017 unter Annahme einer positiven Entwicklung in NAFTA und Brasilien, einer stabilen Entwicklung in Europa und eines leichten Wachstums in China

Maschinenbau

Deutschland: etwas höhere globale Konjunkturdynamik sollte Exporte 2017 stützen
USA: Investitionsschwäche bei der Öl- und Gasförderung dürfte auslaufen
China: Wachstum dürfte sich 2017 auf höher als bisher erwartetem Niveau etwas verlangsamen; geringere staatliche Fiskalimpulse für Infrastruktur und Staatsunternehmen; geplanter Umbau zur Hightech-Nation dürfte Wachstum aber auf solidem Niveau halten

Bauwirtschaft

Deutschland: Wachstum 2017 nochmals leicht höher erwartet; Treiber bleiben Wohnungsbau und öffentlicher Bau
USA: potenziell zusätzliche Belebung durch geplante Investitionsoffensive der neuen Regierung
China und Indien: weiterhin wichtige Impulse von anhaltender Urbanisierung

ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN

20161) 20171)
Fahrzeugproduktion, in Mio Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
Welt 90,8 92,0
Westeuropa (inkl. Deutschland) 14,6 14,7
Deutschland 5,9 5,8
USA 12,0 11,3
Mexiko 3,5 4,1
Japan 8,7 8,9
China 27,0 27,6
Indien 4,1 4,3
Brasilien 2,1 2,1
Maschinenbauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr
Deutschland 0,2 0,5
USA -3,0 3,4
Japan -0,8 0,9
China 4,5 3,8
Bautätigkeit, real, in % gegenüber Vorjahr
Deutschland 1,5 2,0
USA 4,5 5,8
China 6,6 4,6
Indien 4,3 5,5

1) Prognose

Quellen: IHS Markit, Oxford Economics, nationale Verbände, eigene Schätzungen

Stahlumfeld

Globale Walzstahlnachfrage 2016 mit Plus von 1% etwas besser als erwartet (i. W. unvorhergesehener Marktzuwachs China); 2017 weiterhin geringfügiges Wachstum prognostiziert
EU-Qualitätsflachstahlmarkt auch im 2. Halbjahr 2016 gewachsen - Importe insgesamt weiter hoch: zwar leicht nachlassende Mengen aus China, aber gestiegene Einlieferungen anderer Drittländer

Geschäftsverlauf im Konzern und in den Business Areas

Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis im Konzern und bei Mehrheit der Business Areas über Vorjahreswerten

AUFTRAGSEINGANG NACH BUSINESS AREAS

Mio € 1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017 Veränderung

in %
Veränderung auf vergleichbarer Basis1)

in %
Components Technology 1.649 1.759 7 6
Elevator Technology 1.992 1.903 -4 -4
Industrial Solutions 1.530 1.159 -24 -24
Materials Services 2.846 3.131 10 10
Steel Europe 1.846 2.078 13 13
Steel Americas 371 432 17 15
Corporate 57 37 -34 -34
Konsolidierung -482 -546 - -
Auftragseingang insgesamt 9.810 9.954 1 1

1) Bereinigt um wesentliche Währungs- und Portfolioeffekte

Der Auftragseingang der Industriegütergeschäfte lag im 1. Quartal insgesamt unter Vorjahreswert.

Components Technology mit weiterem Anstieg
Elevator Technology und Industrial Solutions unter gutem Vorjahresniveau

Components Technology

Pkw-Komponenten: Zuwächse insbesondere bei Achsmontage, Dämpfersystemen und Nockenwellenmodulen; weiterhin hohe Nachfrage in China und positive Entwicklung in Westeuropa überkompensieren Abschwächung in USA und anhaltend schwache Nachfrage in Brasilien
Komponenten für schwere Nutzfahrzeuge: Verbesserte Marktentwicklung in China, Europa solide, USA hingegen rückläufig, Brasilien weiterhin sehr schwach
Industriekomponenten: Nachfrage nach Baumaschinenkomponenten weiterhin auf niedrigem Niveau, schwächere Nachfrage im Bereich Windenergie

Elevator Technology

Auftragseingang insgesamt rückläufig, aber über Umsatz
Positive Entwicklung in Europa (insbesondere Spanien und Russland über Vorjahr; Frankreich weiterhin schwierig); USA bei positiver Preisentwicklung unter starkem Vorjahreswert; China bei unverändert hohem Preisdruck unter Vorjahr

Industrial Solutions

Deutliche Steigerung gegenüber Vorquartalen bestätigt gute Projektpipeline; rückläufiger Auftragseingang gegenüber starkem Vorjahresquartal (enthielt Großauftrag für Zementanlage)
Mittelgroße Zementanlage in Algerien sowie erfreuliche Nachfrage nach Erweiterungsaufträgen
Mining mit mittelgroßen und kleineren Aufträgen (u.a. Schaufelradbagger, Bandwagen, Absetzer in China sowie Bioheizkraftwerk in Australien)
System Engineering mit weiterhin lebhafter Nachfrage nach Produktionssystemen für die Automobilindustrie in Europa und Asien (mehrere Aufträge für Rohbauanlagen und Testsysteme von führenden deutschen Automobilherstellern)
Chemieanlagenbau und Marine Systems mit mehreren Großprojekten in weit fortgeschrittenem Verhandlungsstatus

Alle Werkstoffgeschäfte liegen in einem volatilen Umfeld mengen- und preisbedingt über Vorjahreswerten bei insgesamt fortgesetzter Erholung auf Roh- und Werkstoffmärkten mit deutlich gestiegenen Spotpreisen.

UMSATZ NACH BUSINESS AREAS

Mio € 1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017 Veränderung

in %
Veränderung auf vergleichbarer Basis1)

in %
Components Technology 1.650 1.743 6 5
Elevator Technology 1.869 1.882 1 1
Industrial Solutions 1.506 1.479 -2 -2
Materials Services 2.821 3.032 7 7
Steel Europe 1.723 1.908 11 11
Steel Americas 350 447 28 26
Corporate 60 58 -4 -4
Konsolidierung -432 -462 - -
Umsatz insgesamt 9.548 10.087 6 6

1) Bereinigt um wesentliche Währungs- und Portfolioeffekte

Der Umsatz in den Industriegütergeschäften lag insgesamt über Vorjahreswert.

Steigende Umsätze bei Components Technology und Elevator Technology (u.a. erfreuliches Wachstum bei Service und Neuanlagen in USA) bei leicht rückläufigem Umsatz bei Industrial Solutions (geringere Anzahl abgerechneter Projektmeilensteine im Großanlagenbau)

Alle Werkstoffgeschäfte haben ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal gesteigert.

Materials Services i.W. bzw. Steel Americas ausschließlich preisbedingt
Steel Europe infolge des hohen Anteils an Langfristkontrakten mengenbedingt

Materials Services

Fortsetzung der im 2. und 3. Quartal des letzten Geschäftsjahres einsetzenden Preiserholung in nahezu allen Produktsegmenten mit Ausnahme Kunststoffe
Insgesamt Werkstoff-Absatz über Vorjahr (2,3 Mio t Versand; +5%)
Stabiles Lager- und Servicegeschäft, allerdings Rückgang in Nordamerika; deutliches Plus bei automobilnahen Servicecentern, insbesondere auch durch neue Servicecenter in Ungarn und Spanien
Zuwächse im weltweiten Werkstoff-Trading sowie bei AST
Mengenrückgang im Rohstoffhandel von 900.000t auf 400.000t; dabei stärkere Fokussierung auf höherwertige und margenstärkere Produkte, Massengeschäft mit Nickelerzen deutlich reduziert

Steel Europe

Umsatzanstieg infolge verbesserter Mengenkonjunktur (2,7 Mio t Versand; +15%), Absatzsteigerung praktisch alle Endabnehmerbranchen betreffend
Durchschnittliches Erlösniveau noch unter Vorjahresquartal, jedoch gegenüber Vorquartal aufgrund des positiven Preistrends gestiegen

Steel Americas

Umsatzanstieg infolge deutlicher Preiserholungen in den USA und Südamerika bei vorübergehend geringerem Versand (1,0 Mio t; -5%)
Aufbau weiterer langfristiger Kundenbeziehungen mit gutem Fortschritt

BEREINIGTES EBIT NACH BUSINESS AREAS

Mio € 1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017 Veränderung

in %
Components Technology 71 75 6
Elevator Technology 203 215 6
Industrial Solutions 90 42 -54
Materials Services 3 51 ++
Steel Europe 51 28 -46
Steel Americas -74 37 ++
Corporate -117 -115 1
Konsolidierung 7 -3 --
Bereinigtes EBIT insgesamt1) 234 329 40

1) Vgl. die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 07).

Das Bereinigte EBIT lag in den Industriegütergeschäften insgesamt, trotz nachhaltiger Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen, unter Vorjahreswert.

Fortgesetztes Wachstum bei Components Technology und Elevator Technology kann Rückgang bei Industrial Solutions nicht kompensieren

Components Technology

Bereinigtes EBIT zum siebten Mal in Folge gegenüber entsprechendem Vorjahreswert gesteigert
Verbesserungen bei Pkw-Komponenten überkompensieren Rückgänge bei Industriekomponenten; Marge insgesamt mit 4,3% auf Vorjahresniveau

Elevator Technology

Bereinigtes EBIT und Marge zum 17. Mal in Folge über Vorjahresquartal
Marge um 0,5 %-Punkte auf 11,4% gesteigert - trotz weiterhin schwieriger Marktsituation in einzelnen europäischen Ländern

Industrial Solutions

Bereinigtes EBIT deutlich unter Vorjahresniveau, insbesondere durch geringere und margenschwächere Projektmeilensteine in Abrechnung

Das Bereinigte EBIT der Werkstoffgeschäfte lag, auch unterstützt durch Kosteneinsparungsprogramme, insgesamt über dem Vorjahresniveau.

Deutliche Verbesserungen bei Materials Services und Steel Americas überkompensieren Rückgang bei Steel Europe

Materials Services

Positive Preisentwicklung und Fortführung der Ergebnissicherungsmaßnahmen führen zu deutlicher Ergebnisverbesserung in nahezu allen Einheiten
AST mit hohem Ergebnisbeitrag, Restrukturierung zeigt weiteren nachhaltigen Erfolg

Steel Europe

Ergebnis unter Vorjahreswert infolge niedrigerer Absatzpreise, signifikant erhöhter Rohstoffkosten und Aufwand im Zusammenhang mit einer Hochofenzustellung bei Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) sowie nachlaufender Effekte aus Produktionsstörungen im Vorjahr
Weitergabe der unvorhersehbar drastischen Kostenerhöhung an den Markt durch den hohen Anteil an längerfristigen Kontraktgeschäften überwiegend erst mit zeitlicher Verzögerung umsetzbar

Steel Americas

Stabile Preiserholung und positive Bewertungseffekte auf Vorsteuerguthaben überkompensieren geringere Versandmengen und gestiegene Rohstoffkosten

Das Bereinigte EBIT von Corporate hat sich gegenüber dem Vorjahresquartal leicht verbessert.

Etwas geringere Kosten in den Regionen überkompensieren leicht höhere Aufwendungen zur Vereinheitlichung der IT-Infrastruktur für digitale Transformation sowie bei Global Shared Services

Ergebnis durch Sondereffekte belastet

SONDEREFFEKTE NACH BUSINESS AREAS

Mio € 1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017 Veränderung
Components Technology 0 17 17
Elevator Technology 10 31 21
Industrial Solutions 1 29 29
Materials Services 4 13 9
Steel Europe 1 2 2
Steel Americas 10 -15 -25
Corporate 15 11 -5
Konsolidierung 0 0 --
Sondereffekte insgesamt 41 88 47

Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum:

Components Technology: Restrukturierungsaufwendungen bei Forging & Machining infolge Kapazitätsanpassung an schwache Auftragslage im Bereich "schwere Kurbelwellen" in Deutschland und aperiodische Aufwendungen im Bereich Lenksysteme
Elevator Technology: Restrukturierung und Reorganisation in Europa und im Nahen Osten
Industrial Solutions: Restrukturierung und Reorganisation (u.a. Verkauf Produktbereich Biotechnologien
Materials Services: mehrere kleinere Restrukturierungsmaßnahmen, Abwicklung Gleistechnik
Steel Americas: Aktualisierte Bewertung eines langfristigen Frachtvertrags
Corporate: Aufwendungen aus Desinvestitionsprojekten

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Betriebliches Ergebnis

Anstieg der Umsatzkosten leicht unterproportional zur Umsatzausweitung; Brutto-Umsatzmarge mit 16,2 % auf Niveau des Vorjahresquartals
Zunahme der allgemeinen Verwaltungskosten insbesondere auf erhöhte Personalaufwendungen auch infolge gestiegener Restrukturierungsrückstellungen sowie auf höhere IT-Kosten zurückzuführen
Erhöhung der sonstigen Erträge und Verminderung der sonstigen Aufwendungen hauptsächlich im Zusammenhang mit der Bewertung eines langfristigen Frachtvertrags
Verschlechterung der sonstigen Gewinne/Verluste i. W. beeinflusst durch die Währungsumrechnung von Erstattungsansprüchen im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern sowie höhere Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen

Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Insgesamt gesunkene Finanzierungsaufwendungen vor allem wegen verminderter Wechselkursverluste im Zusammenhang mit Finanztransaktionen und geringerer Zinsaufwendungen für Finanzschulden und Pensionen bei gleichzeitig erhöhten Aufwendungen aus Derivaten im Zusammenhang mit der Finanzierung
Steueraufwand, wie schon im Vorjahr, durch Nicht-Ansatz aktiver latenter Ertragsteuern für laufende Verluste einzelner Konzerngesellschaften beeinflusst

Ergebnis je Aktie

Periodenergebnis um 69 Mio € auf Gewinn von15 Mio € gesteigert
Verbesserung der nicht beherrschenden Anteile insbesondere wegen Übernahme der Minderheitenanteile an thyssenkrupp CSA im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2015/2016
Ergebnis je Aktie auf Gewinn von 0,01 € angestiegen

Analyse der Kapitalflussrechnung

Operating Cashflow

Operating Cashflow insbesondere aufgrund der insgesamt erhöhten Mittelbindung bei operativen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nach 3 Monaten negativ und deutlich unter Vorjahr

Mengenerholung und stark gestiegene Roh- und Werkstoffpreise in Werkstoffgeschäften
Abarbeitung des Auftragsbestands bei Industrial Solutions

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Investitionen in allen Business Areas über Vorjahreswert
In allen Business Areas und bei Corporate Erneuerung der IT und Harmonisierung der Systemlandschaft zur Effizienzsteigerung, Kostensenkung und als Basis für Industrie 4.0

INVESTITIONEN NACH BUSINESS AREAS

Mio € 1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017 Veränderung in °%
Components Technology 78 91 16
Elevator Technology 21 36 73
Industrial Solutions 15 17 14
Materials Services 14 19 34
Steel Europe 86 121 41
Steel Americas 30 73 143
Corporate 11 6 -42
Konsolidierung -2 -2 -
Investitionen insgesamt 254 362 43

Components Technology

Aufbau hoch automatisierter Werke in der Wachstumsregion China infolge Nominierungen internationaler und chinesischer Automobilhersteller zur Lieferung von elektrischen Lenksystemen sowie Federn und Stabilisatoren
Elektrische Lenksysteme bilden u.a. die Basis für zukunftsorientierte Fahrwerks- und Lenkungskonzepte, wie z.B. "Steer-by-Wire"-Systeme für teilautonom oder autonom fahrende Fahrzeuge

Elevator Technology

China: Beginn Hochlauf Aufzugsfertigung in Zhongshan, weiterer Fortschritt beim Bau des 249 m hohen Testturms am gleichen Standort
Indien: Beginn Hochlauf Aufzugsfertigung in Pune
Deutschland: Weiterer Fortschritt beim Bau des 246 m hohen Testturms in Rottweil, Forschungsbetrieb im Dezember aufgenommen, Fertigstellung Außenfassade kurz vor Abschluss

Industrial Solutions

Zement und Mining: Ausbau Infrastruktur und Ergänzung Technologie-Portfolio zur Stärkung der Marktposition
Chemieanlagenbau: Fortlaufende Investitionen in die Ergänzung des Technologie-Portfolios
System Engineering: Fortsetzung Wachstum und Internationalisierung im Bereich Umformwerkzeuge
Marine Systems: Weitere Umsetzung der Modernisierung der Werft am Standort Kiel (derzeit v.a. IT und Infrastruktur)

Materials Services

Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen bei Lager- und Service-Einheiten und AST
Neuer Lagerbetrieb in Polen eröffnet

Steel Europe

Neuzustellung Hochofen B bei HKM
Neubau Pfannenofen im Oxygenstahlwerk 2 zur Fertigung metallurgisch anspruchsvoller Güten zur weiteren Ausrichtung auf höherwertige Produkte, insbesondere auf höchstfeste Stähle für die Automobilindustrie; Projektbeginn bereits im letzten Geschäftsjahr

Steel Americas

Insourcing der Wasser- und Abwasseraufbereitungsdienstleistungen durch Erwerb zweier brasilianischer Gesellschaften
Umweltschutz und Fortsetzung der technischen Optimierung der Anlagen

Corporate

Start des Projektes Carbon2Chem
zentral gebündelte Immobilieninvestitionen

Die leicht erhöhten Mittelzuflüsse aus Desinvestitionen betreffen insbesondere Einzahlungen im Berichtsquartal aus dem Verkauf des als nicht betriebsnotwendig eingestuften inländischen Grundbesitzes.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Zunahme Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hauptsächlich Folge der im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr erhöhten Aufnahme von Finanzschulden

Free Cashflow und Netto-Finanzschulden

ÜBERLEITUNG ZU FREE CASHFLOW VOR M&A

Mio € 1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017 Veränderung
Operating Cashflow (Kapitalflussrechnung) -598 -1.450 -851
Cashflow aus Investitionstätigkeit (Kapitalflussrechnung) -249 -342 -93
Free Cashflow (FCF) -847 -1.791 -944
-/+ Mittelzu-/-abflüsse aus wesentlichen M&A-Transaktionen 0 55 55
Free Cashflow vor M&A (FCF vor M&A) -847 -1.736 -889
FCF vor M&A erwartungsgemäß unter Vorjahr i. W. durch gestiegenen negativen Operating Cashflow
Netto-Finanzschulden entsprechend mit Anstieg zum 31. Dezember 2016 auf 5.433 Mio €
Verhältnis Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital (Gearing) mit 165,9 % über Wert vom 30. September 2016 (134,2 %)
Freie Liquidität von 6,3 Mrd € (2,6 Mrd € flüssige Mittel und 3,7 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien)
Bestehendes Commercial-Paper-Programm mit einem maximalen Emissionsvolumen von 1,5 Mrd € war zum 31. Dezember 2016 mit 371 Mio € in Anspruch genommen

Rating

RATING

Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Standard & Poor's BB B stabil
Moody's Ba2 Not Prime stabil
Fitch BB+ B stabil

Analyse der Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

I. W. wechselkursbedingte Zunahmen der Immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen
Rückgang der aktiven latenten Steuern i. W. Folge von Zinssatzänderungen für Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2016

Kurzfristige Vermögenswerte

Insgesamt eingetretene Verminderung der kurzfristigen Vermögenswerte hauptsächlich verursacht durch deutliche Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente als Folge des im Berichtszeitraum negativen Free Cashflow
Zunahme der Vorräte i. W. durch deutlich gestiegene Mittelbindung in den Werkstoffgeschäften
Anstieg der sonstigen finanziellen Vermögenswerte insbesondere durch Derivatebilanzierung beeinflusst
Erhöhung der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte hauptsächlich Folge gestiegener geleisteter Anzahlungen und Ansprüche im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern
Rückgang der zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte durch die weitere Abwicklung des im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2015/2016 eingeleiteten Verkaufs des als nicht betriebsnotwendig eingestuften inländischen Grundbesitzes

Eigenkapital

Anstieg i. W. Folge der im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Gewinne (nach Steuern) aus der Anpassung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen infolge gestiegener Diskontierungssätze
Weitere Erhöhungen wegen der im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne aus der Währungsumrechnung sowie durch den im Berichtszeitraum erzielten Periodenüberschuss

Langfristige Verbindlichkeiten

Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen i. W. infolge gestiegener Diskontierungssätze
Leichte Verminderung der Finanzschulden insbesondere Folge der Umgliederung von im Oktober 2017 fälligen Schuldscheindarlehen in kurzfristige Finanzschulden

Kurzfristige Verbindlichkeiten

Rückgang der Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer i. W. durch Inanspruchnahmen
Anstieg der Finanzschulden insbesondere durch Inanspruchnahmen aus dem bestehenden Commercial-Paper-Programm im Berichtszeitraum sowie die erwähnte Umgliederung von Schuldscheindarlehen aus den langfristigen Finanzschulden
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vor allem im Komponenten- und Anlagenbaugeschäft
insgesamt eingetretene Abnahme der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten hauptsächlich im Zusammenhang mit Fertigungsaufträgen sowie aus geringeren erhaltenen Anzahlungen

Compliance

Compliance - eine Frage der Haltung

Basis unserer Unternehmenskultur: Leistung und Werte zu gleichen Teilen
Verankerung der Werte im Konzernleitbild, im Code of Conduct und im Compliance Commitment
Ehrlichkeit, Integrität und gegenseitige Wertschätzung als Basis des Miteinanders sowie für Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten
Hinweisen auf Verstöße gehen wir nach und klären den Sachverhalt auf; Verstöße werden sofort abgestellt; notwendige Sanktionen erfolgen unabhängig von Personen und Funktionen
Nähere Informationen zu Compliance bei thyssenkrupp im Geschäftsbericht 2015/2016

Nachtragsbericht

Zwischen dem Stichtag des Berichtszeitraums (31. Dezember 2016) und der Freigabe des Berichts zur Veröffentlichung (6. Februar 2017) sind keine berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose 2016/2017

Gesamtaussage des Vorstands

Insgesamt guter Start in das neue Geschäftsjahr mit steigendem Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis
Auf dieser Basis Bestätigung der Gesamtjahresprognose

Zu wesentlichen Annahmen und erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vgl. Prognosekapitel sowie Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" im Wirtschaftsbericht des Geschäftsberichts 2015/2016 und des vorliegenden Zwischenberichts.

Erwartung 2016/2017

Konzernumsatz und Umsatz aller Industriegütergeschäfte mit Anstieg auf vergleichbarer Basis im einstelligen Prozentbereich

Bereinigtes EBIT des Konzerns voraussichtlich bei 1,7 Mrd € (Vorjahr: 1.469 Mio €), gestützt durch 850 Mio € geplante EBIT-Effekte aus "impact"

Industriegütergeschäfte

Components Technology: Verbesserung des Bereinigten EBIT (Vorjahr: 335 Mio €) aus leichter Steigerung des Umsatzes und der Marge (Vorjahr: 4,9%)

Elevator Technology: Verbesserung des Bereinigten EBIT (Vorjahr: 860 Mio €) aus leichtem Umsatzwachstum und Erhöhung der Bereinigten EBIT-Marge um 0,5 bis 0,7 Prozentpunkte (Vorjahr: 11,5%)

Industrial Solutions:

kurzfristiger Fokus auf Trendumkehr bei der Entwicklung von Auftragseingang und Cashflow
dabei rückläufiges Bereinigtes EBIT (Vorjahr: 355 Mio €) bei leicht rückläufigem Umsatz
im Anlagenbau Verteidigung des unteren Rands des Korridors für Margenziel von 6 bis 7 %
Marine Systems vorübergehend mit deutlichem Margen- und Ergebnisrückgang
Marge dadurch insgesamt temporär merklich unter Zielkorridor

Werkstoffgeschäfte

Materials Services: Bereinigtes EBIT deutlich über Vorjahreswert (Vorjahr: 128 Mio €)
Steel Europe: Bereinigtes EBIT deutlich über Vorjahreswert (Vorjahr: 315 Mio €)
Steel Americas: Bereinigtes EBIT auf Vorjahresniveau (Vorjahr: -33 Mio €)
Jahresüberschuss: bei anhaltenden Restrukturierungsaufwendungen deutliche Steigerung gegenüber Vorjahr (Vorjahr: 261 Mio €)
tkVA: dementsprechend ebenfalls mit deutlicher Verbesserung (Vorjahr: -85 Mio €)
Investitionen: voraussichtlich rund 1,5 Mrd € (Vorjahr: 1.387 Mio €)
FCF vor M&A: bei mengen- und preisbedingt erhöhter Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen unserer Werkstoffgeschäfte insgesamt leicht positiver FCF vor M&A (Vorjahr: 198 Mio).

Chancen und Risiken

Chancen

Hohe und stabile Ergebnis-, Cash- und Wertbeiträge durch Positionierung als diversifizierter Industriekonzern und konsequente Fortführung von "impact"-Maßnahmen sowie Nutzung der Vorteile im Verbund zwischen Business Areas, Regionen, Konzernfunktionen und Service-Einheiten
Zunehmende Ausrichtung auf ertragsstarke Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäfte
Angekündigte Infrastruktur-Programme der neuen US-Regierung
Strategische und operative Chancen gemäß Geschäftsbericht 2015/2016 weiterhin gültig

Risiken

Keine bestandsgefährdenden Risiken; detaillierte Ausführungen zu den Risiken gemäß Geschäftsbericht 2015/2016 weiterhin gültig
Konjunkturelle Risiken aus zahlreichen geopolitischen Krisenherden; zunehmende Volatilitäten im externen Umfeld, u.a. auch durch Brexit-Votum in Großbritannien; verstärkte Unsicherheit über zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung und deren Auswirkungen auf Geschäftsmodelle des Konzerns
Handelspolitische Maßnahmen der neuen US-Regierung unter kontinuierlicher Beobachtung; Importzölle für Waren aus Mexiko könnten bestehende Wertschöpfungsketten zwischen USA und Mexiko gefährden
Risiken aus Angriffen auf die IT-Infrastruktur; Gegenmaßnahme: weiterer Ausbau von Informationssicherheitsmanagement und Sicherheitstechnologien
Atlas Elektronik befindet sich mit der Staatsanwaltschaft Bremen in Gesprächen über eine einvernehmliche Beendigung der Ermittlungsverfahren

Verkürzter Zwischenabschluss

thyssenkrupp AG – Konzernbilanz

AKTIVA

Mio € Anhang-Nr. 30.09.2016 31.12.2016
Immaterielle Vermögenswerte 4.570 4.653
Sachanlagen 8.872 9.063
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 66 66
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 284 271
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 44 45
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 445 444
Aktive latente Steuern 2.322 2.132
Langfristige Vermögenswerte 16.604 16.674
Vorräte 6.341 7.219
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.003 5.097
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 407 530
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 2.376 2.662
Laufende Ertragsteueransprüche 172 236
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.105 2.545
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 02 65 7
Kurzfristige Vermögenswerte 18.468 18.296
Summe Vermögenswerte 35.072 34.970
PASSIVA
Mio € Anhang-Nr. 30.09.2016 31.12.2016
Gezeichnetes Kapital 1.449 1.449
Kapitalrücklage 5.434 5.434
Gewinnrücklagen -5.255 -4.807
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 474 679
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG 2.102 2.755
Nicht beherrschende Anteile 507 519
Eigenkapital 2.609 3.275
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 03 8.754 8.079
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 373 385
Sonstige Rückstellungen 589 593
Passive latente Steuern 33 42
Finanzschulden 6.157 6.082
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 221 199
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 6 6
Langfristige Verbindlichkeiten 16.134 15.386
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 408 289
Sonstige Rückstellungen 963 985
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 279 267
Finanzschulden 04 1.455 1.904
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.119 4.886
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 975 1.059
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 7.130 6.919
Kurzfristige Verbindlichkeiten 16.329 16.309
Verbindlichkeiten 32.463 31.695
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 35.072 34.970

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.

thyssenkrupp AG – Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie

in €
Anhang-Nr. 1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017
Umsatzerlöse 07 9.548 10.087
Umsatzkosten -8.015 -8.452
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.533 1.635
Forschungs- und Entwicklungskosten -81 -85
Vertriebskosten -703 -702
Allgemeine Verwaltungskosten -557 -619
Sonstige Erträge 46 66
Sonstige Aufwendungen -38 -33
Sonstige Gewinne und Verluste 10 -10
Betriebliches Ergebnis 211 251
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 16 -11
Finanzierungserträge 370 384
Finanzierungsaufwendungen -564 -500
Finanzergebnis -178 -127
Ergebnis vor Steuern 34 124
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -87 -108
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) -54 15
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG -23 8
Nicht beherrschende Anteile -30 7
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) -54 15
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 08
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) -0,04 0,01

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.

thyssenkrupp AG – Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio € 1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) -54 15
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden:
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 5 626
Steuereffekt 3 -182
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, insgesamt 8 444
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 3 -4
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden 11 440
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 114 206
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 -1
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 114 205
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 0 0
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0
Steuereffekt 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow-Hedges)
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) -10 -36
Realisierte (Gewinne)/Verluste 5 52
Steuereffekt 6 -6
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), insgesamt 1 10
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 0 3
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden 115 218
Sonstiges Ergebnis 126 658
Gesamtergebnis 72 673
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG 101 653
Nicht beherrschende Anteile -28 20

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.

thyssenkrupp AG – Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 30.09.2015 565.937.947 1.449 5.434 -4.123 417 6
Periodenüberschuss/ (-fehlbetrag) -23
Sonstiges Ergebnis 11 116 0
Gesamtergebnis -12 116 0
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Anteilsveränderungen bei bereits konsolidierten Gesellschaften -1
Sonstige Veränderungen 15
Stand am 31.12.2015 565.937.947 1.449 5.434 -4.121 533 6
Stand am 30.09.2016 565.937.947 1.449 5.434 -5.255 484 6
Periodenüberschuss/ (-fehlbetrag) 8
Sonstiges Ergebnis 440 193 0
Gesamtergebnis 448 193 0
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile
Stand am 31.12.2016 565.937.947 1.449 5.434 -4.807 677 6
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
--- --- --- --- --- ---
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Derivative Finanzinstrumente (Cashflow-Hedges) Anteil der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt Insgesamt Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
--- --- --- --- --- ---
Stand am 30.09.2015 -58 57 3.182 125 3.307
Periodenüberschuss/ (-fehlbetrag) -23 -30 -54
Sonstiges Ergebnis -3 0 124 2 126
Gesamtergebnis -3 0 101 -28 72
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0 -21 -21
Anteilsveränderungen bei bereits konsolidierten Gesellschaften -1 -2 -3
Sonstige Veränderungen 15 -15 0
Stand am 31.12.2015 -61 57 3.297 58 3.355
Stand am 30.09.2016 -64 48 2.102 507 2.609
Periodenüberschuss/ (-fehlbetrag) 8 7 15
Sonstiges Ergebnis 9 3 645 13 658
Gesamtergebnis 9 3 653 20 673
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0 -8 -8
Stand am 31.12.2016 -55 51 2.755 519 3.275

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.

thyssenkrupp AG -Konzern-Kapitalflussrechnung

Mio € 1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) -54 15
Anpassungen des Periodenüberschusses/(-fehlbetrages) für die Überleitung zum Operating Cashflow:
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 24 60
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 297 296
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte -8 0
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam -16 11
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 1 6
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreis- und anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen:
- Vorräte -207 -782
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -139 -6
- Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -64 -72
- Sonstige Rückstellungen -111 -109
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -594 -294
- Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 273 -575
Operating Cashflow -598 -1.450
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und in langfristige finanzielle Vermögenswerte -8 -1
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften zuzüglich übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 -58
Investitionen in Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen) und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -222 -278
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschließlich geleisteter Anzahlungen) -23 -26
Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und langfristigen finanziellen Vermögenswerten 0 1
Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften abzüglich abgegebener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1 0
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 4 20
Cashflow aus Investitionstätigkeit -249 -342
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8 16
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -64 -48
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 115 374
Zunahme/(Abnahme) Akzeptverbindlichkeiten 1 2
(Zunahme)/Abnahme kurzfristige Wertpapiere -1 -3
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile -21 -8
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften -2 0
Sonstige Finanzierungsvorgänge -103 -136
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -68 196
Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - insgesamt -915 -1.596
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - insgesamt 27 36
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode - insgesamt 4.535 4.105
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode - insgesamt 3.648 2.545
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cashflow enthalten sind:
Zinseinzahlungen 27 20
Zinsauszahlungen -93 -86
Erhaltene Dividenden 1 0
Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag -107 -127

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzernanhang.

thyssenkrupp AG -Verkürzter Konzernanhang

Unternehmensinformation

Die thyssenkrupp Aktiengesellschaft ("thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für den Zeitraum vom 1. Oktober 2016 bis 31. Dezember 2016 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 6. Februar 2017 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde nach §37w WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die im verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2016 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Konzernabschlusses unseres Geschäftsberichts 2015/2016 veröffentlicht.

Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2016/2017 hat thyssenkrupp die nachfolgenden Änderungen zu bestehenden Standards erstmalig angewendet, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse hatten:

Änderungen an IAS 1 "Presentation of Financial Statements", Veröffentlichung im Dezember 2014. Die Änderungen umfassen im Wesentlichen Klarstellungen hinsichtlich der Beurteilung der Wesentlichkeit von Anhangangaben, Erläuterungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung, der Struktur von Anhangangaben und der Darstellung der maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden.
Ergänzungen zu IFRS 11 "Joint Arrangements": "Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations", Veröffentlichung im Mai 2014
Ergänzungen zu IAS 16 "Property, Plant and Equipment" und IAS 38 "Intangible Assets": "Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation", Veröffentlichung im Mai 2014
Annual-Improvements-Process-Projekt für den Zyklus 2012-2014, Veröffentlichung im September 2014
Ergänzungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28: "Investment Entities - Applying the Consolidation Exception", Veröffentlichung im Dezember 2014

01 Erwerbe

Im 1. Quartal 2016/2017 konsolidierte der Konzern erstmals die beiden im Dezember 2016 erworbenen brasilianischen Ecosteel-Gesellschaften und tätigte weitere kleinere Erwerbe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:

ERWERBE

Mio € 1. Quartal 2016/2017
Firmenwert 6
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 2
Sachanlagen 31
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 20
Aktive latente Steuern 1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2
Laufende Ertragsteueransprüche 1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3
Insgesamt erworbene Vermögenswerte 67
Passive latente Steuern 1
Sonstige langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 3
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 3
Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten 7
Erworbenes Reinvermögen 60
Nicht beherrschende Anteile 0
Kaufpreise 60
Davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 60

02 Veräußerungsgruppe

Zum 30. Juni 2016 war im Bereich Corporate der Verkauf eines Pakets von in Deutschland gelegenem, als nicht betriebsnotwendig eingestuftem Grundbesitz eingeleitet worden, das sich als eine Veräußerungsgruppe nach IFRS 5 klassifiziert und das in der Bilanz in der Zeile "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" ausgewiesen wird. Zum 31. Dezember 2016 umfasst die Veräußerungsgruppe als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von 7 Mio €. Aus der Bewertung der Veräußerungsgruppe zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entstanden zum 30. Juni 2016 Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 5 Mio €, die auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien entfielen und die in den Umsatzkosten im 3. Quartal 2015/2016 ausgewiesen wurden.

03 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurden die Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2016 angepasst.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Mio € 30.09.2016 31.12.2016
Pensionen 8.534 7.862
Altersteilzeit 178 172
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 43 45
Insgesamt 8.754 8.079

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zugrunde gelegt:

DURCHSCHNITTLICHE BEWERTUNGSFAKTOREN

30.09.2016 31.12.2016
in % Deutschland Übrige Länder Insgesamt Deutschland Übrige Länder Insgesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Diskontierungssatz für Pensionen 1,30 1,78 1,41 1,80 2,08 1,87

04 Inanspruchnahme Commercial-Paper-Programm

Das bestehende Commercial-Paper-Programm mit einem maximalen Emissionsvolumen von 1,5 Mrd € war zum 31. Dezember 2016 mit 371 Mio € in Anspruch genommen.

05 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Eventualverbindlichkeiten

Die thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Maximale Haftungsvolumen Rückstellung
Mio € 31.12.2016 31.12.2016
--- --- ---
Anzahlungsgarantien 154 1
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 143 2
Restwertgarantien 61 12
Sonstige Haftungserklärungen 80 1
Insgesamt 438 16

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, die Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder die nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zugrunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die in den Business Areas Steel Europe und Steel Americas bestehenden langfristigen Abnahmeverträge für Eisenerz und Eisenerzpellets werden aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet. Im Vergleich zum 30. September 2016 erhöhten sich die Abnahmeverpflichtungen aufgrund gestiegener Erzpreise und einem gestiegenen USD-Wechselkurs um 1,5 Mrd € auf 8,6 Mrd €.

Bei den übrigen sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem vorangegangenen Geschäftsjahresende keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

06 Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen sowie der jeweilige beizulegende Zeitwert dargestellt. Dabei werden auch die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finance Lease sowie die Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, obwohl sie keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören.

FINANZINSTRUMENTE 30.09.2016

Bewertung nach IAS 39 Bewertung nach IAS 17
Mio € Buchwert lt. Bilanz 30.09.2016 (Fortgeführte) Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert 30.09.2016
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Finance Lease) 5.001 5.001 5.001
Kredite und Forderungen 5.001 5.001
Forderungen aus Finance Lease 1 1 1
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 451 340 60 51 451
Kredite und Forderungen 324 324
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 16 18 34
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 60 60
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 33 33
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.105 4.105 4.105
Kredite und Forderungen 4.105 4.105
Summe finanzielle Vermögenswerte 9.559
davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:
Kredite und Forderungen 9.431 9.431 9.431
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 34 16 18 34
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 60 60 60
Finanzschulden (ohne Finance Lease) 7.578 7.578 7.919
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 7.578 7.919
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 33 33 33
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.119 5.119 5.119
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 5.119 5.119
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.196 970 165 62 1.196
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 970 970
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 163 163
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 2 62 63
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 13.927
davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 13.667 13.667 14.008
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 163 163 163

FINANZINSTRUMENTE 31.12.2016

Bewertung nach IAS 39 Bewertung nach IAS 17
Mio € Buchwert lt. Bilanz 31.12.2016 (Fortgeführte) Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert 31.12.2016
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Finance Lease) 5.095 5.095 5.095
Kredite und Forderungen 5.095 5.095
Forderungen aus Finance Lease 1 1 1
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 575 401 115 59 575
Kredite und Forderungen 386 386
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 16 20 35
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 108 108
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 7 39 46
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.545 2.545 2.545
Kredite und Forderungen 2.545 2.545
Summe finanzielle Vermögenswerte 8.217
davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:
Kredite und Forderungen 8.026 8.026 8.026
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 35 16 20 35
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 108 108 108
Finanzschulden (ohne Finance Lease) 7.954 7.954 8.251
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 7.954 8.251
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 31 31 31
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.886 4.886 4.886
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 4.886 4.886
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.258 942 204 112 1.258
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 942 942
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 172 172
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 32 112 144
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 14.129
davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 13.782 13.782 14.079
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 172 172 172

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Eigenkapitalinstrumente und Gläubigerpapiere. Sie werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert soweit vorhanden auf Börsenkursen zum Quartalsstichtag. Liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor und kann der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden, erfolgt eine Bewertung der Eigenkapitalinstrumente zu Anschaffungskosten.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Quartalsstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrunde liegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrunde liegenden Basiszinsen.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cashflows stattfinden.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Quartalsstichtag vorgenommen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Quartalsstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:

BEWERTUNGSHIERARCHIE 30.09.2016

Mio € 30.09.2016 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 60 0 60 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 0 0 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 18 16 3 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 33 0 33 0
Insgesamt 111 16 96 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 163 0 51 113
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 2 0 2 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 62 0 62 0
Insgesamt 227 0 114 113

BEWERTUNGSHIERARCHIE 31.12.2016

Mio € 31.12.2016 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 108 0 108 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 7 0 7 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 20 17 3 0
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 39 0 39 0
Insgesamt 174 17 157 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 172 0 69 103
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 32 0 32 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 112 0 112 0
Insgesamt 316 0 213 103

Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten bewertet wird.

Nachfolgend ist die Entwicklung der in Level 3 erfassten Finanzinstrumente dargestellt:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FINANZINSTRUMENTE LEVEL 3

Mio €
Stand am 30.09.2016 (Vermögenswert/(Verbindlichkeit)) -113
Ergebniswirksame Veränderungen 10
Stand am 31.12.2016 (Vermögenswert/(Verbindlichkeit)) -103

Die auf individuellen Bewertungsparametern basierende und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Verbindlichkeit beinhaltet im Wesentlichen ein Frachtderivat, das unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten Mindestmenge auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten bewertet wurde. Der aus der Bewertung resultierende ergebniswirksame Effekt wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Sonstige Aufwendungen" bzw. "Sonstige Erträge" ausgewiesen.

Die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Mio € Nominalwert 30.09.2016 Beizulegender Zeitwert 30.09.2016 Nominalwert 31.12.2016 Beizulegender Zeitwert 31.12.2016
Aktiva
Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 2.100 41 2.195 67
Währungsderivate im Cashflow-Hedge 360 14 442 22
Eingebettete Derivate 70 1 196 7
Zinsderivate im Cashflow-Hedge1) 618 9 117 1
Warenderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 278 18 373 33
Warenderivate im Cashflow-Hedge 64 10 79 17
Warenderivate im Fair-Value-Hedge 0 0 30 7
Insgesamt 3.490 93 3.430 154
Passiva
Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 2.662 30 1.978 35
Währungsderivate im Cashflow-Hedge 400 7 539 21
Eingebettete Derivate 169 2 122 5
Zinsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 11 0 13 1
Zinsderivate im Cashflow-Hedge1) 406 32 914 76
Warenderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung2) 483 131 498 131
Warenderivate im Cashflow-Hedge 152 23 131 15
Warenderivate im Fair-Value-Hedge 50 2 250 32
Insgesamt 4.332 227 4.445 316

1) Inklusive Zins-/Währungsderivate

2) Inklusive Frachtderivate

07 Segmentberichterstattung

Die Segmentinformationen für das 1. Quartal 2015/2016 und das 1. Quartal 2016/2017 stellen sich wie folgt dar:

SEGMENTINFORMATION

Mio € Components Technology Elevator Technology Industrial Solutions Materials Services Steel Europe Steel Americas
1. Quartal 2015/2016
Außenumsätze 1.648 1.868 1.504 2.762 1.442 309
Konzerninterne Umsätze 2 1 2 59 281 41
Umsatzerlöse gesamt 1.650 1.869 1.506 2.821 1.723 350
EBIT 71 193 90 -1 50 -84
Bereinigtes EBIT 71 203 90 3 51 -74
1. Quartal 2016/2017
Außenumsätze 1.744 1.883 1.477 2.970 1.607 369
Konzerninterne Umsätze -2 -1 2 62 300 79
Umsatzerlöse gesamt 1.743 1.882 1.479 3.032 1.908 447
EBIT 58 184 13 38 25 52
Bereinigtes EBIT 75 215 42 51 28 37
Mio € Corporate Konsolidierung Konzern
1. Quartal 2015/2016
Außenumsätze 15 0 9.548
Konzerninterne Umsätze 46 -432 0
Umsatzerlöse gesamt 60 -432 9.548
EBIT -132 7 193
Bereinigtes EBIT -117 7 234
1. Quartal 2016/2017
Außenumsätze 37 0 10.087
Konzerninterne Umsätze 21 -461 0
Umsatzerlöse gesamt 58 -461 10.087
EBIT -126 -3 240
Bereinigtes EBIT -115 -3 329

Nachfolgend wird die Überleitungsrechnung der Ertragskennzahlen Bereinigtes EBIT und EBIT zum EBT (Ergebnis vor Steuern) gemäß der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

ÜBERLEITUNG EBIT ZU EBT

Mio € 1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017
Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung 234 329
Sondereffekte -41 -88
EBIT gemäß Segmentberichterstattung 193 240
+ Nicht operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 0 0
+ Finanzierungserträge 370 384
- Finanzierungsaufwendungen -564 -500
- Bestandteile der Finanzierungserträge, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden 29 -13
+ Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden 6 13
EBT (Ergebnis vor Steuern) gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 34 124

08 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

ERGEBNIS JE AKTIE

1. Quartal 2015/2016 1. Quartal 2016/2017
Gesamtbetrag

in Mio €
Ergebnis je Aktie

in €
Gesamtbetrag In

Mio €
Ergebnis je Aktie

in €
--- --- --- --- ---
Periodenüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG) -23 -0,04 8 0,01
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 565.937.947 565.937.947

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

09 Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente". Per 31. Dezember 2016 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 58 Mio € (Vorjahr: 72 Mio €) von der Joint Operation HKM.

Essen, den 6. Februar 2017

thyssenkrupp AG

Der Vorstand

Hiesinger

Burkhard

Kaufmann

Kerkhoff

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2016 bis 31. Dezember 2016, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach §37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Essen, den 8. Februar 2017

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Prof. Dr. Norbert Winkeljohann, Wirtschaftsprüfer

Michael Preiß, Wirtschaftsprüfer