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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2016

Aug 12, 2016

435_10-q_2016-08-12_78ab2b27-32e7-4798-a83e-b8130661eb83.pdf

Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht 9 Monate 2015/2016 1. Oktober 2015 – 30. Juni 2016 thyssenkrupp AG

thyssenkrupp in Zahlen

Konzern gesamt


9 Monate
2014/2015
9 Monate
2015/2016
Verän
derung
in % 3. Quartal
2014/2015
3. Quartal
2015/2016
Verän
derung
in %

Auftragseingang Mio € 31.147 28.236 –2.912 –9 10.647 9.399 –1.249 –12
Umsatz Mio € 32.217 29.265 –2.952 –9 11.178 9.865 –1.313 –12
EBITDA Mio € 2.058 1.740 –318 –15 796 666 –129 –16
EBIT 1'n Mio € 973 846 –127 –13 493 372 –122 –25
EBIT-Marge % 3,0 2,9 –0,1 4,4 3,8 –0,6
Bereinigtes EBIT 1'n Mio € 1.261 1.001 –259 –21 539 441 –98 –18
Bereinigte-EBIT-Marge % 3,9 3,4 –0,5 4,8 4,5 –0,4
EBT Mio € 565 445 –119 –21 356 261 –95 –27
Periodenüberschuss/
ň-fehlbetrag'n Mio € 279 115 –164 –59 191 124 –67 –35
davon Anteil der Aktionäre
der thyssenkrupp AG Mio € 297 168 –129 –43 199 130 –69 –34
Ergebnis je Aktie 0,52 0,30 –0,22 –43 0,35 0,23 –0,12 –34
Operating Cashflow Mio € 276 –158 –434 -- 450 545 95 21
Cashflow für Investitionen Mio € –775 –890 –115 –15 –244 –343 –100 –41
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 184 35 –149 –81 51 3 –48 –94
Free Cashflow 2'n Mio € –315 –1.014 –698 -- 257 205 –52 –20
Free Cashflow vor M&A 2'n Mio € –438 –1.007 –569 -- 205 205 0 0
Netto-Finanzschuldenň30.06.'n Mio € 4.388 4.770 382 9 4.388 4.770 382 9
Eigenkapitalň30.06.'n Mio € 3.538 2.723 –815 –23 3.538 2.723 –815 –23
Gearingň30.06.'n % 124,0 175,2 51,2 124,0 175,2 51,2
Mitarbeiterň30.06.'n 155.984 155.248 –736 0 155.984 155.248 –736 0

1&#---------------------|-------------|
| | 9 Monate
x27;n Vgl. die Überleitungsrechnung in der SegmentberichterstattungňAnhang-Nr. 07'n.

2Components
'n Vgl. die Überleitungsrechnung in der Analyse der Kapitalflussrechnung.

Fortgeführte Aktivitäten


9 Monate
2014/2015
9 Monate
2015/2016
Verän
derung
in % 3. Quartal
2014/2015
3. Quartal
2015/2016
Verän
derung
in %

Auftragseingang

Mio €

31.147

28.236

–2.912

–9

10.647

9.399

–1.249

–12
Umsatz Mio € 32.217 29.265 –2.952 –9 11.178 9.865 –1.313 –12
EBITDA Mio € 2.064 1.740 –324 –16 796 666 –130 –16
EBIT 1'n Mio € 980 846 –134 –14 494 372 –122 –25
EBIT-Marge % 3,0 2,9 –0,1 4,4 3,8 –0,6
Bereinigtes EBIT 1'n Mio € 1.261 1.001 –259 –21 539 441 –98 –18
Bereinigte-EBIT-Marge % 3,9 3,4 –0,5 4,8 4,5 –0,4
EBT Mio € 571 445 –126 –22 356 261 –95 –27
Ergebnis nach Steuern Mio € 285 115 –169 –60 191 124 –67 –35
davon Anteil der Aktionäre
der thyssenkrupp AG
Mio € 303 168 –135 –45 199 130 –68 –34
Ergebnis je Aktie 0,53 0,30 –0,23 –44 0,35 0,23 –0,12 –34
Operating Cashflow Mio € 282 –158 –441 -- 450 545 94 21
Cashflow für Investitionen Mio € –775 –890 –115 –15 –243 –343 –101 –41
Cashflow aus Desinvestitionen Mio € 184 35 –149 –81 50 3 –47 –93
Free Cashflow Mio € –309 –1.014 –705 -- 257 205 –53 –21
Free Cashflow vor M&A Mio € –432 –1.007 –576 -- 205 205 –1 0

1'n Vgl. die Überleitungsrechnung in der SegmentberichterstattungňAnhang-Nr. 07'n.

Business Areas




Auftragseingang
Mio €


Umsatz
Mio €


EBIT 1ŋ
Mio €


Bereinigtes EBIT 1ŋ
Mio €



Mitarbeiter

9 Monate
2014/2015
9 Monate
2015/2016
9 Monate
2014/2015
9 Monate
2015/2016
9 Monate
2014/2015
9 Monate
2015/2016
9 Monate
2014/2015
9 Monate
2015/2016
30.06.2015 30.06.2016

Components
Technology

5.127

5.093

5.087

5.122

227

218

241

256

29.464

30.281
Elevator Technology 5.809 5.691 5.249 5.526 533 569 557 614 51.184 51.467
Industrial Solutions 3.151 2.715 4.584 4.343 304 283 297 287 19.148 19.530
Materials Services 10.841 8.891 10.993 8.914 –62 36 140 66 22.347 19.623
Steel Europe 6.539 6.294 6.532 5.664 343 198 358 207 27.273 27.201
Steel Americas 1.414 1.040 1.396 1.011 –57 –91 –45 –100 3.689 3.737
Corporate 140 173 139 179 –312 –385 –291 –347 2.879 3.409
Konsolidierung –1.874 –1.661 –1.763 –1.493 4 18 4 18
Fortgeführte
Aktivitäten
31.147
28.236
32.217
29.265
980
846
1.261
1.001
155.984
155.248

1'n Vgl. die Überleitungsrechnung in der SegmentberichterstattungňAnhang-Nr. 07'n.

Mio € Auftragseingang Umsatz
Mio €
EBIT 1ŋ
Mio €
Bereinigtes EBIT 1ŋ
Mio €


3. Quartal
2014/2015

3. Quartal
2015/2016

3. Quartal
2014/2015

3. Quartal
2015/2016

3. Quartal
2014/2015

3. Quartal
2015/2016

3. Quartal
2014/2015

3. Quartal
2015/2016

Components
Technology 1.743 1.775 1.758 1.783 81 72 91 100
Elevator Technology 2.051 1.867 1.876 1.906 199 205 211 225
Industrial Solutions 1.334 541 1.574 1.228 101 41 96 43
Materials Services 3.572 3.123 3.778 3.087 89 35 89 52
Steel Europe 2.050 2.265 2.287 2.015 150 92 166 91
Steel Americas 519 383 441 336 –27 53 –25 39
Corporate 44 80 46 64 –98 –130 –90 –113
Konsolidierung –666 –636 –582 –555 –1 4 1 4
Fortgeführte
Aktivitäten
10.647 9.399 11.178 9.865 494 372 539 441

1'n Vgl. die Überleitungsrechnung in der SegmentberichterstattungňAnhang-Nr. 07'n.


ISIN





Anzahl Aktienňinsgesamt'n
Stück
565.937.947
AktienňBörsen Frankfurt, Düsseldorf'n DE0007500001
Kurs Ende Juni 2016
18,01
ADRsňaußerbörslicher Handel'n US88629Q2075
Börsenwert Ende Juni 2016
Mio € 10.193
Kürzel
Aktien TKA
ADRs TKAMY

Inhalt

thyssenkrupp in Zahlen

Zwischenlagebericht

Wirtschaftsbericht

  • Zusammenfassung
  • Makro- und Branchenumfeld
  • Geschäftsverlauf im Konzern und in den Business Areas
  • Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • Compliance
  • Nachtragsbericht
  • Prognose-, Chancen- und Risikobericht
  • Prognose 2015/2016
  • Chancen und Risiken

Verkürzter Zwischenabschluss

  • Konzernbilanz
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Verkürzter Konzernanhang
  • Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

Weitere Informationen

Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats

Kontakt und Finanzkalender 2016/2017

Unser Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

Wir verwenden in diesem Finanzbericht im Interesse der besseren Lesbarkeit ausschließlich die männliche Pluralformňz.B. "Mitarbeiter" anstatt "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter"'n. Sie bezieht sich immer zugleich auf weibliche und männliche Personen.

Wirtschaftsbericht Zwischenlagebericht

Zusammenfassung

Industriegütergeschäfte und Effizienzsteigerungsprogramm "impact" mit stabilisierender Wirkung in schwierigem Werkstoffumfeld; deutliche Verbesserung bei Ergebnis und Cashflow zum Vorquartal mit positiven Beiträgen von Steel Americas

  • Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis des Konzerns nach 9 Monaten rückläufig, dabei jedoch
  • Industriegütergeschäfte insgesamt mit Umsatz- und Ergebniswachstum sowie
  • Konzern im 3. Quartal erneut mit deutlichen Verbesserungen bei Ergebnis und Cashflow gegenüber Vorquartal
  • Werkstoffgeschäfte in den ersten 9 Monaten mit anhaltend hohem Importdruck insbesondere in Europa; im 3. Quartal jedoch deutliche Erholungstendenzen bei insgesamt wieder gestiegenen Spotpreisen auf Rohund Werkstoffmärkten
  • Mehr als 700 Mio € EBIT-Effekte aus "impact" in den ersten 9 Monaten aus dem gesamten Konzern wirken erheblichem Margendruck entgegen
  • Fünf von sechs Business Areas im 3. Quartal mit deutlich verbessertem Bereinigten EBIT gegenüber Vorquartal
  • Lediglich Industrial Solutions nach außerordentlich starkem Vorquartal wie erwartet deutlich rückläufig
  • Steel Americasňauch unterstützt durch positive Wechselkurseffekte'nim Berichtsquartal deutlich positiv
  • Deutlicher Periodenüberschuss im 3. Quartal und nach 9 Monaten sowie deutlich positiver Free Cashflow im 3. Quartal
  • Zum Halbjahr angepasste Gesamtjahresprognose für den Konzern bekräftigtňsiehe Prognosebericht'n
  • Anstieg des Gearing in den ersten 9 Monaten auf 175,2% insbesondere durch saisonal bedingt erhöhte Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen sowie aus Neubewertung der Pensionen infolge niedrigerer Zinssätze; Gearing im 4. Quartal bei positiven Mittelzuflüssen, entsprechend rückläufigen Nettofinanzschulden sowie positivem Netto-Ergebnis deutlich rückläufig erwartet
  • Strategische Weiterentwicklung:
  • Übernahme der Minderheitsanteile von Vale an thyssenkrupp CSA abgeschlossenň31. Mai'n; Reduktion von Komplexität und Risiken sowie Erhöhung des Handlungsspielraums für weitere Entwicklung von CSA
  • Personelle Veränderungen in den oberen Führungsebenen, in mehreren operativen Einheiten und Regional Headquarters unterstützen Transformation von thyssenkrupp, läuten Generationenwechsel ein und setzen Internationalisierung auch in der Führungsmannschaft fort
  • Industrial Solutions mit umfassendem Transformationsprogramm zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und Kundenorientierung in einem dynamischen und sehr herausfordernden Wettbewerbsumfeld
  • Neuausrichtung der Managementstrukturen bei Steel Europe stellt Kunden und Märkte stärker in den Vordergrund; Umsetzung mit Beginn des neuen Geschäftsjahres

Makro- und Branchenumfeld

Weiterhin geringe globale Konjunkturdynamik – Wachstumserwartungen insgesamt weitgehend bestätigt; mittelfristiger Ausblick nach Brexit-Referendum von großer Unsicherheit geprägt

  • Globales Wirtschaftswachstum 2016 mit knapp 3% noch etwas geringer als im vergangenen Jahr
  • Sowohl Industrie- als auch Schwellenländer mit etwas geringerer Konjunkturdynamik als zu Beginn des Geschäftsjahres erwartet
  • USA: Im Saldo nochmals etwas geringere BIP-Prognose; weiterhin relativ solider Arbeitsmarkt und Immobiliensektor wirken positiv auf private Konsumbereitschaft
  • Deutschland und Euroraum: BIP-Prognosen für 2016 nur leicht nach unten angepasst; Konjunktur dürfte vor allem aufgrund solider binnenwirtschaftlicher Antriebskräfte profitieren; BIP-Wachstum 2017 aufgrund des Brexit-Referendums spürbar schwächer erwartet – hohe Unsicherheit hinsichtlich des weiteren Verlaufs der Austrittsverhandlungen dürfte merklich insbesondere auf der Investitionsbereitschaft in Großbritannien, aber auch den übrigen Ländern der EU lasten
  • China: Weiter abflachendes Wirtschaftswachstum; Transformationsprozess hin zu stärkerer Binnenwirtschaft weiterhin von expansiver Geld- und Fiskalpolitik gestützt
  • Brasilien und Russland: BIP-Prognose für 2016 nach starker Rücknahme im Halbjahresbericht nun leicht nach oben angepasst; in Brasilien lässt hohe Abwärtsdynamik etwas nach; in Russland erste Anzeichen für eine Konjunkturbelebung
  • Risiken für globale Konjunkturentwicklung u.a. nach wie vor durch zahlreiche geopolitische Krisenherde; Unsicherheiten innerhalb der EU mit Anzeichen einer in manchen Ländern wieder stärker nationalstaatlich ausgerichteten Wirtschaftspolitik; kaum vorhersehbare politische Entwicklung in der Türkei; erneutes Aufflammen der Krise im Euroraumňz.B. Bankenkrise in Italien'n
  • Iran: Aufhebung der Sanktionen mit möglicher positiver Wirkung auf das Wirtschaftswachstum und Chancen für internationale Investitionsgüterproduzenten
Bruttoinlandsprodukt
reale Veränderung zum Vorjahr in %

2015
20161ŋ
Euroraum

1,7

1,5
Deutschland
Russland
1,7
–3,7
1,5
–1,0
Übriges Mittel-/Osteuropa 1,2 2,2
USA
Brasilien
2,4
–3,9
2,0
–3,3
Japan
China
0,6
6,9
0,7
6,5
Indien 7,3 7,5
Naher Osten
Welt
3,2
3,1
2,0
2,9

1'n Prognose

Quellen: IHS, IMF, Consensus Forecasts, diverse Banken und Forschungsinstitute, eigene Schätzungen

Automobilindustrie

  • Prognose für weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen weiter leicht nach oben korrigiert für 2016; Absatzentwicklungen in NAFTA stabil auf hohem Niveauňinsb. Light Trucks stark, Passenger Vehicles rückläufig'n; Europa übertrifft Erwartungen, China positiv, dennoch mit niedrigeren Wachstumsraten als in der Vergangenheit
  • Brexit-Einfluss auf weltweite Pkw-Neuzulassungen gering in 2016; Einflüsse in Folgejahren noch nicht abschätzbar
  • Chinesischer Pkw-Absatz anhaltend positiv in 2016; Absatz- und Produktionszuwachs in Zukunft bei durchschnittlich 5% erwartet
  • Brasilianische Pkw-Verkäufe und -Produktion in den nächsten Jahren weiterhin schwach
  • Prognose für weltweite Produktion von schweren Nutzfahrzeugen eingetrübt durch Entwicklungen in NAFTA ňinsbesondere "Class 8"'nund Brasilien; Europa weiterhin positiv; Erholung in China seit Jahresbeginnňnach fünf Jahren Rückgang'nmit beginnendem Abbau von Lagerbeständen

Maschinenbau

  • Nach Minus im US-Maschinenbau 2015 nun auch für 2016 negatives Wachstum erwartet; schwache Auslandsnachfrage und starker US-Dollar belasten
  • Wachstumsprognose für chinesischen Maschinenbau 2016 nach Rücknahmen in vorherigen Zwischenberichten nun etwas angehoben; expansive Geld- und Fiskalpolitik wirkt noch unterstützend
  • Nullwachstum des deutschen Maschinenbaus 2016 bestätigt; Prognose aufgrund der hohen Exportorientierung nach Brexit-Entscheidung mit Abwärtsrisiken behaftet

Bauwirtschaft

  • Weiterhin relativ solide Erholung der US-Bauwirtschaft; Baubeginne im Schnitt mit deutlichen Zuwachsraten zum Vorjahr; weiterhin steigende Immobilienpreise
  • Wachstumserwartungen 2016 für China nach oben, für Indien nach unten angepasst
  • Bau-Prognose für Deutschland 2016 weitgehend bestätigt; Wohnungs- und öffentlicher Bau Haupttreiber

Entwicklung in wichtigen Absatzmärkten 2015 20161ŋ

Fahrzeugproduktion, in Mio Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
Welt 86,6 89,1
Westeuropaňinkl. Deutschland'n 14,1 14,7
Deutschland 5,9 6,0
USA 11,8 12,2
Japan 8,8 8,7
China 23,6 25,2
Brasilien 2,3 1,9

Maschinenbauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr
Deutschland


–0,2


0,0
USA –1,5 –2,1
Japan 1,0 –4,1
China 3,5 3,5

Bautätigkeit, real, in % gegenüber Vorjahr


Deutschland –0,7 1,7
USA 5,0 7,5
China 6,8 4,0
Indien 3,4 4,7

1'n Prognose

Quellen: IHS, Oxford Economics, nationale Verbände, eigene Schätzungen

Stahlumfeld

  • Globale Walzstahlnachfrage 2016 voraussichtlich auf Vorjahresniveau bei Rückgängen in China, Russland und Brasilien
  • EU-Qualitätsflachstahlmarkt wächst im 1. Halbjahr jedoch nahezu ausschließlich zugunsten von Drittlandanbietern

Geschäftsverlauf im Konzern und in den Business Areas

Erneut deutliche Ergebnissteigerung im Berichtsquartal gegenüber Vorquartal

  • Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis in den ersten 9 Monaten insgesamt insbesondere durch preisbedingte Rückgänge in den Werkstoffgeschäften rückläufig
  • Im 3. Quartal jedoch fünf von sechs Business AreasňAusnahme Industrial Solutions'nmit signifikant verbessertem Bereinigten EBIT gegenüber Vorquartal und Konzern mit deutlichem Periodenüberschuss und deutlich positivem Free Cashflow

Auftragseingang nach Business Areas

Mio € 9 Monate
2014/2015
9 Monate
2015/2016
Veränderung
in %
Veränderung
auf vergleich
barer Basis1ŋ

in %
3. Quartal
2014/2015
3. Quartal
2015/2016
Veränderung
in %
Veränderung
auf vergleich
barer Basis1ŋ

in %

Components Technology

5.127

5.093

–1

–1

1.743

1.775

2

4
Elevator Technology 5.809 5.691 –2 –3 2.051 1.867 –9 –7
Industrial Solutions 3.151 2.715 –14 –14 1.334 541 –59 –59
Materials Services 10.841 8.891 –18 –12 3.572 3.123 –13 –8
Steel Europe 6.539 6.294 –4 –4 2.050 2.265 10 10
Steel Americas 1.414 1.040 –26 –30 519 383 –26 –23
Corporate 140 173 23 23 44 80 80 82
Konsolidierung –1.874 –1.661 –666 –636
Auftragseingang fortgeführter
Aktivitäten / Konzern
31.147
28.236
–9
–8
10.647
9.399
–12
–9

1'n Bereinigt um wesentliche Währungs- und Portfolioeffekte

Der Auftragseingang der Industriegütergeschäfte lag in den ersten 9 Monaten insgesamt unter dem Vorjahreswert.

  • Components Technology und Elevator Technology auch auf vergleichbarer Basis weitgehend auf Vorjahresniveau
  • Industrial Solutions durch verhaltenes 3. Quartalňohne Großprojekt'nim 9-Monatszeitraum schwächer

Components Technology

  • Robustem Nachfragewachstum bei Pkw-Komponenten in Westeuropa, USA und China steht weiterhin stark rückläufige Nachfrage in Brasilien und Russland gegenüber
  • Anhaltend schwache Nachfrage nach Komponenten für schwere Nutzfahrzeugeňinsbesondere in den USA, Brasilien, China'nund Baumaschinen

Elevator Technology

  • Positive Entwicklung des Auftragseingangs in Nordamerika und Südkorea; Europa aufgrund der schwierigen Marktsituation in einzelnen Ländernňz.B. Frankreich'nunter Vorjahr; Anzahl Neuinstallation in China durch Mehrheitserwerb Marohn bei insgesamt niedrigeren Preisen über Vorjahr; negative Währungseffekte
    1. Quartal unter starkem VorjahreswertňGroßaufträge insbesondere bei Passenger Boarding Bridges und in Middle East'n; negative Währungseffekte

Industrial Solutions

  • Process Technologies: Zurückhaltung der Kunden angesichts niedriger Öl- und Rohstoffpreise, weiterhin hohes Angebotsvolumen in aussichtsreichem Status
  • Resource Technologies: 9-Monatszeitraum unterstützt durch Großauftrag von Yamama für Zementanlage in Saudi-Arabien im 1. Quartal
  • System Engineering: 9-Monatszeitraum über Vorjahresniveau; mehrere Aufträge für Fertigungsanlagen für Automobilindustrie in Europa und AsienňRohbau- und Montageanlagen für führende deutsche Automobilhersteller, Batteriemontagelinie in China'n
  • Marine Systems: Kleinere Wartungs- und Serviceaufträge, u.a. für Indien; Vorjahresquartal profitierte von U-Boot-Auftrag

Alle Werkstoffgeschäfte liegen im Wesentlichen aufgrund deutlicher Preisrückgänge auch auf vergleichbarer Basisňinsbesondere bereinigt um Verkauf VDM und RIP bei Materials Services'nunter den Vorjahreswerten.

  • Im 3. Quartal jedoch auf Roh- und Werkstoffmärkten deutliche Erholungstendenzen bei insgesamt wieder gestiegenen Spotpreisen
  • Bestellmengen besonders im 3. Quartal bei Steel Europe über Vorjahreswerten; dadurch auch Auftragswert im 3. Quartal bei Steel Europe sowohl über Vor- als auch Vorjahresquartal

Umsatz nach Business Areas


Mio €

9 Monate
2014/2015


9 Monate
2015/2016

Veränderung
in %

Veränderung
auf vergleich
barer Basis1ŋ

in %

3. Quartal
2014/2015

3. Quartal
2015/2016

Veränderung
in %

Veränderung
auf vergleich
barer Basis1ŋ

in %
Components Technology 5.087 5.122 1 0 1.758 1.783 1 3
Elevator Technology 5.249 5.526 5 5 1.876 1.906 2 4
Industrial Solutions 4.584 4.343 –5 –5 1.574 1.228 –22 –22
Materials Services 10.993 8.914 –19 –13 3.778 3.087 –18 –12
Steel Europe 6.532 5.664 –13 –14 2.287 2.015 –12 –12
Steel Americas 1.396 1.011 –28 –31 441 336 –24 –21
Corporate 139 179 28 28 46 64 39 40
Konsolidierung –1.763 –1.493 –582 –555
Umsatz fortgeführter
Aktivitäten / Konzern
32.217

29.265
–9
–8
11.178
9.865
–12
–9

1'n Bereinigt um wesentliche Währungs- und Portfolioeffekte

Der Umsatz in den Industriegütergeschäften lag in den ersten 9 Monaten insgesamt über dem Vorjahreswert.

• Steigende Umsätze bei Components Technology und Elevator Technology überkompensieren den Rückgang bei Industrial Solutionsňgeringere Anzahl abgerechneter Projektmeilensteine im Großanlagenbau'n

Alle Werkstoffgeschäfte waren insbesondere preisbedingt in einem sehr schwierigen Umfeld durch im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Umsätze gekennzeichnet.

• Im 3. Quartal jedoch auf Roh- und Werkstoffmärkten deutliche Erholungstendenzen; im Vergleich zum Vorquartal konnten alle Werkstoffgeschäfte den Umsatz steigern

Materials Services

  • Hoher Preis- und Wettbewerbsdruck bei nahezu allen Werk- und Rohstoffen bis Ende des 2. Quartals, Preiserholung ab 3. QuartalňErhöhungen bei Walzstahl, keine weiteren Reduzierungen bei Edelstahl'n, jedoch weiterhin deutlich unter Durchschnittspreisen des Vorjahres
  • Insgesamt rückläufige MengenňVersand: 9,6 Miot,−5%; davon Rohstoffe 2,3 Miot,−10%'n: Rückgänge im weltweiten Werkstoff-Trading-Geschäft sowie im Lager- und Servicegeschäft insbesondere in Nordamerika; dagegen Mengenzuwachs im automobilnahen Servicecenter-Geschäft und bei AST; im Rohstoffhandel Koksmengen deutlich rückläufig, Nickelerz-Geschäft deutlich ausgeweitet
  • In den ersten 9 Monaten Umsatzwachstum bei Werkstoff- und Logistikdienstleistungen für die FlugzeugindustrieňAerospace'nsowie mengenbedingt bei AST

Steel Europe

  • Umsatz preis- und mengenbedingt in den ersten 9 Monaten gesunkenňVersand: 8,3 Miot;−5%'n
  • Im 3. Quartal Versand wieder auf Vorjahresniveau und über Vorquartal; Umsatz bei rückläufigen Durchschnittserlösen ebenfalls höher als im Vorquartal
  • Zuletzt wieder positiver Spotmarktpreistrend noch ohne Effekt auf Durchschnittserlöse im 3. Quartal
  • Geschäft mit weiter gut ausgelasteter Automobilindustrie stabil

Steel Americas

  • Umsatzrückgang in den ersten 9 Monaten trotz höherer Versandmengenň3,2 Miot; +15%'ndurch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufige Preise in den USA und Südamerika
  • Umsatzanstieg im 3. Quartal gegenüber Vorquartal durch einsetzende Preiserholung bei temporär geringerem Versand
  • Aufbau weiterer langfristiger Kundenbeziehungen mit gutem Fortschritt

Bereinigtes EBIT nach Business Areas


Mio €

9 Monate
2014/2015

9 Monate
2015/2016

Veränderung

3. Quartal
2014/2015

3. Quartal
2015/2016

Veränderung
Components Technology 241 256 16 91 100 9
Elevator Technology 557 614 57 211 225 14
Industrial Solutions 297 287 –10 96 43 –53
Materials Services 140 66 –74 89 52 –37
Steel Europe 358 207 –151 166 91 –75
Steel Americas –45 –100 –55 –25 39 64
Corporate –291 –347 –56 –90 –113 –23
Konsolidierung 4 18 1 4
Bereinigtes EBIT fortgeführter Aktivitäten / Konzern 1ŋ 1.261 1.001 –259 539 441 –98

1'n Vgl. die Überleitungsrechnung in der SegmentberichterstattungňAnhang-Nr. 07'n.

Das Bereinigte EBIT lag in den Industriegütergeschäften insgesamt, auch unterstützt durch nachhaltige Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen, in den ersten 9 Monaten über dem Vorjahresniveau.

• Wachstum bei Components Technology und Elevator Technology überkompensiert Rückgang bei Industrial Solutions

Components Technology

  • Verbesserungen bei Komponenten für Pkw ňHochlauf neuer Werke'n und Windenergie überkompensieren Rückgänge bei Komponenten für Nutzfahrzeuge; schwache Marktentwicklung in Brasilien
  • Deutliche Margensteigerung im 3. Quartal um 0,4%-Punkte auf 5,6% sowie im 9-Monatszeitraum um 0,3%-Punkte auf 5%

Elevator Technology

• Bereinigtes EBIT und Marge zum 15. Mal in Folge über Vorjahresquartal; Marge um 0,5%-Punkte auf 11,8% gesteigert – trotz weiterhin schwieriger Marktsituation in einzelnen europäischen Ländern

Industrial Solutions

  • 9-Monatszeitraum durch schwächeres 3. Quartal leicht unter Vorjahresniveau; Marge im 9-Monatszeitraum im Zielkorridorň6 bis 7%'n
  • Nach außerordentlich starkem 2. Quartal, wie erwartet Rückgang im 3. Quartalňtemporär weniger und im Mix margenschwächere Projektmeilensteine in Abrechnung'n

Das Bereinigte EBIT aller Werkstoffgeschäfte lag in einem schwierigen Umfeld unter Vorjahresniveau.

  • Zahlreiche Effizienzmaßnahmen konnten starken Preis- und Margendruck nicht kompensieren
  • Im 3. Quartal jedoch alle Business Areas mit zum Teil deutlichen Verbesserungen zum Vorquartal

Materials Services

  • Bereinigtes EBIT in den ersten 9 Monaten unter Vorjahresniveau, dabei Aerospace und AST jedoch verbessert
  • Deutliche Ergebnisverbesserung im 3. Quartal gegenüber dem VorquartalňPreiserhöhungen bei Walzstahl, keine weiteren Reduzierungen bei Edelstahl, Ergebnissicherungs-Maßnahmen'n

Steel Europe

  • Ergebnisrückgang gegenüber Vorjahr infolge niedrigerer Preise und Mengen; nur geringe Entlastung durch gesunkene Rohstoffkosten
  • Mengenbedingte Ergebnisverbesserung im 3. Quartal gegenüber dem Vorquartal

Steel Americas

  • Höhere Produktions- und Versandmengen, niedrigere Rohstoff- und Energiekosten sowie positive Wechselkurseffekte auf Vorsteuerguthaben in den ersten 9 Monaten durch negative Preiseffekte überlagert
  • Im 3. Quartal Bereinigtes EBIT preisbedingt und auch unterstützt durch positive Wechselkurseffekte deutlich positiv und deutlich über Vorquartal

Bei Corporate konnte die Effizienz bei Global Shared Services gesteigert werden. Gegenläufig wirkten höhere Aufwendungen zur Vereinheitlichung der IT-Infrastruktur als Voraussetzung für die digitale Transformation sowie höhere Rückstellungen für Mitarbeiterverpflichtungen.

Ergebnis durch Sondereffekte belastet

Sondereffekte nach Business Areas


Mio €

9 Monate
2014/2015

9 Monate
2015/2016

Veränderung

3. Quartal
2014/2015

3. Quartal
2015/2016

Veränderung

Components Technology

14

38

25

10

28

18
Elevator Technology 24 45 21 12 19 7
Industrial Solutions –7 4 11 –5 2 8
Materials Services 202 29 –173 0 18 17
Steel Europe 15 9 –6 16 0 –16
Steel Americas 12 –9 –21 2 –14 –16
Corporate 21 38 18 8 17 10
Konsolidierung 0 0 2 0
Sondereffekte fortgeführter Aktivitäten 281 155 –125 45 70 24
Stainless Global 6 0 –6 0 0 0
Konsolidierung 1 0 1 0
Sondereffekte Konzern
288
155
–132
46
70
23

• Wesentliche Sondereffekte im Berichtszeitraum:

  • Components Technology: Werkschließung infolge Überschwemmung in GroßbritannienňFedern & Stabilisatoren'n, Restrukturierung zur Anpassung der Kapazitäten an die schwache Marktlage in BrasilienňForging & Machining'nsowie StandortschließungenňBaumaschinenkomponenten'n

  • Elevator Technology: Restrukturierung und Reorganisation in Europa, Afrika und Nahem Osten

  • Materials Services: Mehrere Restrukturierungsmaßnahmen
  • Steel Europe: Wertanpassung Grundstücke nach Nutzungsende
  • Steel Americas: Aktualisierte Bewertung eines langfristigen Frachtvertrags
  • Corporate: Aufwendungen aus Desinvestitionsprojekten

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Betriebliches Ergebnis

  • Rückgang der Umsatzkosten überproportional zur Umsatzentwicklung; Brutto-Umsatzmarge um 0,8%- Punkte auf 16,6% erhöht
  • Verbesserung der sonstigen Gewinne/Verluste im Wesentlichen durch die Währungsumrechnung von Erstattungsansprüchen im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern

Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

  • Rückgang der Finanzierungserträge insbesondere aus gesunkenen Wechselkursgewinnen im Zusammenhang mit Finanztransaktionen sowie geringeren Erträgen aus der Aufzinsung von langfristigen Erstattungsansprüchen für ertragsunabhängige Steuern
  • Insgesamt gesunkene Finanzierungsaufwendungen vor allem wegen geringerer Aufwendungen aus Derivaten im Zusammenhang mit der Finanzierung sowie verminderter Zinsaufwendungen für Finanzschulden bei gleichzeitig erhöhten Wechselkursverlusten im Zusammenhang mit Finanztransaktionen
  • Steueraufwand wie schon im Vorjahr durch Nicht-Ansatz aktiver latenter Ertragsteuern beeinflusst

Ergebnis je Aktie

  • Insgesamt Periodenüberschuss von 115 Mio € im Berichtszeitraum; dabei 3. Quartal mit im Vergleich zum Vorquartal verbessertem Betriebs- und Vorsteuerergebnis sowie Überschuss von 124 Mio €
  • Ergebnis je Aktie entsprechend nach 9 Monaten ebenfalls gegenüber Vorjahr rückläufig sowie im 3. Quartal ebenfalls erneut gegenüber Vorquartal verbessert

Analyse der Kapitalflussrechnung

Operating Cashflow

• Operating Cashflow insbesondere aufgrund des geringeren Periodenergebnisses vor Abschreibungen und latenten Steueraufwendungen sowie insgesamt erhöhter Mittelbindung bei operativen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nach 9 Monaten noch negativ und unter Vorjahr; im 3. Quartal jedoch bereits deutlich positiv und über Vorjahr

Cashflow aus Investitionstätigkeit

  • Investitionen in allen Industriegütergeschäften über Vorjahreswert, Anteil im 3. Quartal über 50%
  • In allen Business Areas und bei Corporate Erneuerung der IT und Harmonisierung der Systemlandschaft zur Effizienzsteigerung, Kostensenkung und als Basis für Industrie 4.0

Investitionen nach Business Areas


Mio €

9 Monate
2014/2015

9 Monate
2015/2016

Veränderung
in %

3. Quartal
2014/2015

3. Quartal
2015/2016

Veränderung
in %
Components Technology 249 296 19 104 133 28
Elevator Technology 75 83 10 24 27 14
Industrial Solutions –6 52 ++ –37 19 ++
Materials Services 67 72 8 23 27 21
Steel Europe 292 280 –4 96 105 9
Steel Americas 39 76 96 15 21 42
Corporate 52 33 –36 17 11 –34
Konsolidierung 7 –2 1 0
Investitionen fortgeführter Aktivitäten / Konzern 775 890 15 243 343 41

Components Technology

  • Auf- und Ausbau von Produktionsstätten in Wachstumsregionen und Regionen mit Kostenvorteilen:
  • Lenkung und elektrische Lenksysteme: Mexikoňauch für US-Markt'n, China, Werk Ungarn im Aufbau
  • Nockenwellen: Ausbau Kapazitäten für Haubenmodule in China und für europäischen Markt, Projekte in Mexikoňfür US-Markt'nund Ungarn in früher Umsetzungsphase
  • Dämpfer: Erweiterung Produktspektrum um aktive und passive Stoßdämpfersysteme in Mexiko durch Aufbau eines neuen Werkes, Serienbelieferung an nordamerikanische Automobilhersteller ab Mitte 2018 geplant
  • Ausbau Großwälzlagerfertigung, speziell Rotorlager für Windenergie, in Deutschland und China

Elevator Technology

  • China: Errichtung einer neuen Aufzugsfertigung und eines 249 m hohen Testturms in Zhongshan
  • Indien: Bau der neuen Aufzugsfertigung in Pune
  • Deutschland: Fortschritt beim Bau des 246 m hohen Testturms in Rottweil; Vorbereitungen zur Montage der Außenfassade haben begonnen

Industrial Solutions

  • Resource Technologies: Ausbau Infrastruktur und Ergänzung Technologie-Portfolio zur Stärkung der Marktposition bei Standardmaschinen im Bereich Mining
  • Process Technologies: Ergänzung Technologie-Portfolio durch Erwerb von Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie bei Elektrolyse
  • System Engineering: Wachstum und Internationalisierung im Bereich Umformwerkzeuge
  • Marine Systems: Weitere Umsetzung der Modernisierung der Werft am Standort Kiel
  • Vorjahreswerte durch Übernahme von Zahlungsmitteln im Rahmen des Erwerbs konsolidierter Gesellschaften negativňinsbesondere Erstkonsolidierung thyssenkrupp Chlorine Engineers im 3. Quartal 2014/2015'n

Materials Services

  • Ausbau und Modernisierung der Lager- und Service-Aktivitäten in Europa und Mexiko
  • Erwerb eines Stahl-Servicecenters in Ungarn
  • Modernisierung und Instandhaltung AST

Steel Europe

  • Neubau Pfannenofen im Oxygenstahlwerk 2 zur Fertigung metallurgisch anspruchsvoller Güten zur weiteren Ausrichtung auf höherwertige Produkte, insbesondere höchstfeste Stähle für die Automobilindustrie; Baubeginn für Herbst 2017 geplant
  • Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an einem Unternehmen der Angang-Gruppe in China ňBetrieb einer neu gebauten Feuerbeschichtungsanlage'n
  • Instandhaltung sowie weitere Verbesserung Umweltschutz

Steel Americas

• Umweltschutz und Fortsetzung der technischen Optimierung der Anlagen

Corporate

• Überwiegend zentral gebündelte Immobilieninvestitionen

Die Mittelzuflüsse aus Desinvestitionen waren um 150 Mio € geringer. Dies war im Wesentlichen eine Folge der im Vorjahreszeitraum enthaltenen Zuflüsse aus dem Verkauf der Dienstleistungsaktivitäten der RIP-Gruppe in Brasilien.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

• Abnahme Cashflow aus Finanzierungstätigkeit insbesondere Folge der im Berichtszeitraum insgesamt erfolgten Tilgung von Finanzschulden im Vergleich zu einer Aufnahme von Finanzschulden im Vorjahr; geringere Auszahlungen aus sonstigen Finanzierungsvorgängen hauptsächlich aufgrund gesunkener Auszahlungen aus Devisen- und Cross Currency-Swaps im Zusammenhang mit der Konzernfinanzierung

Free Cashflow und Netto-Finanzschulden

Überleitung zu Free Cashflow vor M&A

Mio €

9 Monate
2014/2015

9 Monate
2015/2016

Veränderung

3. Quartal
2014/2015

3. Quartal
2015/2016

Veränderung
Operating Cashflow – Konzern gesamt

276

–158

–434

450

545

95
Cashflow aus Investitionstätigkeit – Konzern gesamt –591 –855 –264 –193 –340 –147
Free Cashflow – Konzern gesamt –315 –1.014 –698 257 205 –52
-/+ Mittelzu-/-abflüsse aus wesentlichen M&A-Transaktionen –123 6 129 –52 0 52
Free Cashflow vor M&A – Konzern gesamt –438 –1.007 –569 205 205 0

• FCF vor M&A nach 9 Monaten erwartungsgemäß unter Vorjahr im Wesentlichen durch gestiegenen negativen Operating Cashflow; im 3. Quartal jedoch deutlich positiv und auf Vorjahreswert

  • Netto-Finanzschulden entsprechend mit Anstieg gegenüber 30. September 2015 und Rückgang gegenüber Vorquartalswert
  • Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum EigenkapitalňGearing'nmit 175,2% über Wert vom 30. September 2015ň103,2%'nund temporär über 150%
  • Freie Liquidität von 7,0 Mrd €ň3,1 Mrd € flüssige Mittel und 3,9 Mrd € freie, zugesagte Kreditlinien'n

Finanzierungsmaßnahmen

  • Platzierung Anleihe über insgesamt 850 Mio € im März 2016; Laufzeit 5 Jahre; Coupon von 2,75% p.a.
  • Abschluss Schuldscheindarlehen über 100 Mio € im Dezember 2015 mit dreijähriger Laufzeit und Zinssatz
  • von 0,931% p.a. sowie über 150 Mio € im März 2016 mit fünfjähriger Laufzeit und Zinssatz von 1,75% p.a.
  • Im März 2016 vorzeitige Verlängerung syndizierte Kreditlinie mit Volumen von 2 Mrd € bis März 2021

Rating

Rating


Langfrist-Rating

Kurzfrist-Rating

Ausblick
Standard & Poor's

BB

B

stabil
Moody's Ba2 Not Prime stabil
Fitch BB+

B
stabil

Analyse der Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

  • Rückgang der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien insbesondere Folge von Umgliederungen in die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte; Umgliederungen reflektieren im 3. Quartal eingeleiteten Verkauf des als nicht betriebsnotwendig eingestuften inländischen Grundbesitzes
  • Zunahme der in den sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit ertragsunabhängigen Steuern
  • Erhöhung der aktiven latenten Steuern im Wesentlichen Folge von Zinssatzänderungen für Pensionsverpflichtungen zum 30. Juni 2016

Kurzfristige Vermögenswerte

  • Verminderung der kurzfristigen Vermögenswerte hauptsächlich bedingt durch deutliche Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, insbesondere als Folge des im Berichtszeitraum negativen Free Cashflow sowie durch die Tilgung von Finanzschulden
  • Abnahme der Vorräte im Wesentlichen durch geringere Mittelbindung im Werkstoffgeschäft
  • Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insbesondere im Anlagenbaugeschäft
  • Anstieg der zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte durch den erwähnten eingeleiteten Verkauf des als nicht betriebsnotwendig eingestuften Grundbesitzes verursacht

Eigenkapital

• Rückgang im Wesentlichen Folge der im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Verlusteňnach Steuern'naus der Neubewertung von Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen sowie von Dividendenzahlungen; gegenläufige Effekte hauptsächlich durch den Periodenüberschuss sowie aus der Währungsumrechnung

Langfristige Verbindlichkeiten

  • Zunahme der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen im Wesentlichen durch Neubewertung der Pensionen verursacht
  • Rückgang der Finanzschulden insbesondere Folge der Umgliederung einer im Februar 2017 fälligen Anleihe mit einem Volumen von 1.250 Mio € in kurzfristige Finanzschulden; gegenläufig Emission einer Anleihe im März 2016 mit einem Gesamtvolumen von 850 Mio € sowie Platzierung von Schuldscheindarlehen im Dezember 2015 und März 2016

Kurzfristige Verbindlichkeiten

  • Abnahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten insbesondere durch deutlich verminderte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, vor allem im Werkstoff- und Anlagenbaugeschäft
  • Rückgang verstärkt durch die insbesondere aus der Derivatebilanzierung und den Zinsverbindlichkeiten resultierende Verminderung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie die insgesamt eingetretene Abnahme der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Fertigungsaufträgen

Compliance

Compliance – eine Frage der Haltung

  • Basis unserer Unternehmenskultur sind Leistung und Werte
  • Verankerung der Werte insbesondere im thyssenkrupp Konzernleitbild, im thyssenkrupp Code of Conduct und im thyssenkrupp Compliance Commitment
  • Ehrlichkeit, Respekt und gegenseitige Wertschätzung bestimmen Miteinander und sind Basis für Geschäftsbeziehungen zu Kunden, Lieferanten und anderen Marktteilnehmern
  • Nähere Informationen zum thyssenkrupp Compliance-Programm, zur Compliance-Kultur bei thyssenkrupp und zur thyssenkrupp Compliance-Strategie im Geschäftsbericht 2014/2015

Nachtragsbericht

Zwischen dem Stichtag des Berichtszeitraumsň30. Juni 2016'nund der Freigabe des Berichts zur Veröffentlichungň8. August 2016'nsind keine berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose 2015/2016

Gesamtaussage des Vorstands

  • Insgesamt in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres solide Entwicklung der Industriegütergeschäfte, überlagert durch erheblich verschlechtertes Werkstoffumfeld:
  • Anhaltend hoher Importdruck mit starkem Lagerabbau in Deutschland und Kaufzurückhaltung der Kunden insbesondere im 1. Quartal und starkem Verfall der Werkstoffpreise bis deutlich ins 2. Quartal hinein
  • Im 3. Quartal jedoch deutliche Erholungstendenzen bei insgesamt wieder gestiegenen Spotpreisen ausgehend von niedrigem Niveau; deutliche Verbesserung in allen Werkstoffgeschäften gegenüber Vorquartal
  • Auf dieser Basis Bekräftigung der zum Halbjahr angepassten Gesamtjahresprognose für den Konzern

Zu weiteren wesentlichen Annahmen und erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vgl. Prognosekapitel sowie Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld" im Wirtschaftsbericht des Geschäftsberichts 2014/2015 und des vorliegenden Zwischenberichts.

Erwartung 2015/2016

  • Konzernumsatz infolge des hohen Importdrucks auf den Werkstoffmärkten auf vergleichbarer Basis im einstelligen Prozentbereich rückläufig
  • Industriegütergeschäfte mit organischem Wachstum bei Components Technology und Elevator Technology im einstelligen Prozentbereich; leicht rückläufige Entwicklung bei Industrial Solutions
  • Werkstoffgeschäfte bei hohem Importdruck deutlich schwächer
  • Bereinigtes EBIT des Konzerns bei mindestens 1,4 Mrd €ňVorjahr: 1.676 Mio €'n, gestützt durch mindestens 850 Mio € geplante EBIT-Effekte aus "impact"
  • Industriegütergeschäfte insgesamt über Vorjahreswert; Wachstum bei Components und insbesondere Elevator Technology überkompensiert Rückgang bei Industrial Solutions:
  • Components Technology: Bereinigtes EBIT leicht über VorjahresniveauňVorjahr: 313 Mio €'nerwartet, infolge des weiteren Hochlaufs der neuen Werke und der Effizienzsteigerungsprogramme trotz eines hohen Preis- und Margendrucks

  • Elevator Technology: Verbesserung des Bereinigten EBIT aus dem Umsatzwachstum und einer Erhöhung der Bereinigten-EBIT-Marge um 0,5 bis 0,7 Prozentpunkte aus Restrukturierungs- und EffizienzsteigerungsmaßnahmenňVorjahr: 794 Mio €; 11,0%'n

  • Industrial Solutions: Voraussichtlicher Rückgang des Bereinigten EBITňVorjahr: 424 Mio €'nim Wesentlichen durch anhaltend schwaches Marktumfeld bei Chemie-Anlagen; leicht rückläufiger Umsatz mit Marge am unteren Rand des Zielkorridors von 6-7%
  • Werkstoffgeschäfte insgesamt insbesondere durch sehr schwaches Umfeld im 1. Halbjahr unter Vorjahr; deutliche Verbesserung bei Steel Americas überlagert durch merkliche Rückgänge bei Materials Services und Steel Europe:
  • Materials Services: Positive Effekte durch Entfall Belastungen aus dem Streik bei AST im Vorjahr und durch Fortschritte bei den Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsprogrammen sowie den Vertriebsinitiativen überlagert durch Margendruck auf Werkstoffmärkten und entfallende Ergebnisbeiträge veräußerter AktivitätenňBereinigtes EBIT Vorjahr: 206 Mio €'n
  • Steel Europe: Positive Effekte aus Effizienzsteigerungsprogrammen überlagert durch hohen Import- und MargendruckňBereinigtes EBIT Vorjahr: 492 Mio €'n
  • Steel Americas: Deutliche Reduzierung der Verluste ňBereinigtes EBIT Vorjahr: −138 Mio €'n in einem schwachen brasilianischen Stahlmarkt und insbesondere im 1. Halbjahr schwierigen Preisumfeld durch operative Fortschritte, Effizienzprogramme sowie positive Stichtagseffekte aus der Währungsumrechnung; weitgehend stabile Wechselkursentwicklung des Brasilianischen Real im 4. Quartal unterstellt
  • Jahresüberschuss: Auch infolge geringerer Belastungen aus Sondereffekten auf Vorjahresniveau ňVorjahr: 268 Mio €'n
  • tkVA: Dementsprechend ebenfalls auf Vorjahresniveau ňPro-forma-Vorjahresvergleichswert mit aktuellem Kapitalkostensatz:−238 Mio €'n
  • FCF vor M&A: Zwischen niedrigem 3-stelligen Mio € Bereich negativ bis ausgeglichen erwartet; abhängig von Anzahlungszeitpunkt bei GroßaufträgenňVorjahr: 115 Mio €'n
  • Investitionen: Voraussichtlich unter 1,5 Mrd €ňVorjahr: 1.235 Mio € bzw. 1.335 Mio € vor Übernahme von Zahlungsmitteln im Rahmen der Anteilserhöhung an Marohn Elevator bei Elevator Technology und der Erstkonsolidierung von thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers bei Industrial Solutions'n

Chancen und Risiken

Chancen

  • Hohe und stabile Ergebnis-, Cash- und Wertbeiträge durch Positionierung als diversifizierter Industriekonzern
  • Chancen durch integrierte Steuerung des Konzerns und Nutzung der Vorteile im Zusammenspiel zwischen Business Areas, Regionen, Konzernfunktionen und Service-Einheiten
  • Strategische und operative Chancen gemäß Geschäftsbericht 2014/2015 weiterhin gültig

Risiken

  • Keine bestandsgefährdenden Risiken; detaillierte Ausführungen zu den Risiken gemäß Geschäftsbericht 2014/2015 weiterhin gültig
  • Übernahme der Minderheitsanteile von Vale an thyssenkrupp CSA abgeschlossen; Reduktion von Komplexität und Risiken sowie Erhöhung Handlungsspielraum für weitere Entwicklung CSA
  • Konjunkturelle Risiken aus zahlreichen geopolitischen Krisenherden sowie andauernder Rezession in Brasilien und geringerer Wachstumsdynamik in China; zunehmende Volatilitäten im externen Umfeld, u.a. auch durch Brexit-Votum in Großbritannien; verstärkte Unsicherheit über zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung und deren Auswirkungen auf Geschäftsmodelle des Konzerns; Risiko weiter fallender Zinssätze mit Auswirkungen auf die Bewertung der Pensionen
  • Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bremen im Gemeinschaftsunternehmen Atlas Elektronik:
  • Im seit 2013 laufenden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Korruption bei Projekten in Griechenland Bezugnahme der Staatsanwaltschaft auf ein drohendes Bußgeld in Höhe eines mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbetrags
  • Ermittlungsverfahren auf Marineprojekte in der Türkei ausgedehnt
  • Vollumfängliche Kooperation der Atlas Elektronik mit den Behörden

Verkürzter Zwischenabschluss

  • Konzernbilanz
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Verkürzter Konzernanhang

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

thyssenkrupp AG — Konzernbilanz

Aktiva

Mio €

Anhang-Nr.
30.09.2015
30.06.2016

Immaterielle Vermögenswerte


4.529

4.556
Sachanlagen 8.728 8.722
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 239 71
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 303 289
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 47 45
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 343 504
Aktive latente Steuern 2.031 2.319
Langfristige Vermögenswerte 16.220 16.505
Vorräte 6.945 6.542
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.118 5.284
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 319 403
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 2.397 2.417
Laufende Ertragsteueransprüche 160 216
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.535 3.094
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 01 0 165
Kurzfristige Vermögenswerte 19.474 18.122
Summe Vermögenswerte 35.694 34.627
Passiva


Mio € Anhang-Nr. 30.09.2015 30.06.2016

Gezeichnetes Kapital 1.449 1.449
Kapitalrücklage 5.434 5.434
Gewinnrücklagen –4.123 –5.169
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 422 507
Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG 3.182 2.221
Nicht beherrschende Anteile 125 503
Eigenkapital 02 3.307 2.723
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 03 7.654 8.512
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 339 329
Sonstige Rückstellungen 906 870
Passive latente Steuern 53 83
Finanzschulden 04 6.385 6.209
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2 3
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 5 6
Langfristige Verbindlichkeiten 15.344 16.013
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 362 336
Sonstige Rückstellungen 1.066 993
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 241 338
Finanzschulden 1.570 1.661
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.985 4.301
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.226 943
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 7.593 7.319
Kurzfristige Verbindlichkeiten 17.043 15.891
Verbindlichkeiten 32.387 31.904
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 35.694 34.627

thyssenkrupp AG — Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Anhang-Nr. 9 Monate
2014/2015
9 Monate
2015/2016
3. Quartal
2014/2015
3. Quartal
2015/2016
Umsatzerlöse 07 32.217 29.265 11.178 9.865
Umsatzkosten –27.117 –24.419 –9.341 –8.158
Bruttoergebnis vom Umsatz 5.100 4.846 1.837 1.707

Forschungs- und Entwicklungskosten


–234

–260

–84

–92
Vertriebskosten –2.186 –2.142 –761 –738
Allgemeine Verwaltungskosten –1.711 –1.756 –591 –602
Sonstige Erträge 188 146 91 58
Sonstige Aufwendungen –102 –76 –39 –16
Sonstige Gewinne und Verluste –113 104 30 46
Betriebliches Ergebnis 942 862 483 364
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 39 38 12 12
Finanzierungserträge 1.055 913 209 266
Finanzierungsaufwendungen –1.465 –1.368 –348 –381
Finanzergebnis –371 –417 –127 –103

Ergebnis aus fortgeführten AktivitätenŊvor Steuernŋ


571

445

356

261

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag


–286

–330

–165

–136
Ergebnis aus fortgeführten AktivitätenŊnach Steuernŋ 285 115 191 124

Nicht fortgeführte AktivitätenŊnach Steuernŋ


–6

0

0

0
Periodenüberschuss/Ŋ-fehlbetragŋ 279 115 191 124

Davon:





Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG 297 168 199 130
Nicht beherrschende Anteile –18 –53 –8 –6
Periodenüberschuss/Ŋ-fehlbetragŋ 279 115 191 124
Ergebnis je AktieŊunverwässert/verwässertŋbezogen auf 08
Ergebnis aus fortgeführten AktivitätenňAnteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG'n 0,53 0,30 0,35 0,23
Periodenüberschuss/ň-fehlbetrag'nňAnteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG'n

0,52
0,30
0,35
0,23

thyssenkrupp AG — Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio € 9 Monate
2014/2015
9 Monate
2015/2016
3. Quartal
2014/2015
3. Quartal
2015/2016

Periodenüberschuss/Ŋ-fehlbetragŋ

279

115

191

124

Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis
umgegliedert werden:





Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen




Veränderung der unrealisierten Gewinne/ňVerluste'n –410 –978 881 –405
Steuereffekt 119 296 –277 121
Sonstiges Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, insgesamt –291 –682 604 –284

Anteil an den unrealisierten Gewinnen/ňVerlusten'n, der auf nach der Equity-Methode bilanzierte
Beteiligungen entfällt

–3

–1

–2

–2

Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das
Periodenergebnis umgegliedert werden

–294

–683

602

–286

Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis
umgegliedert werden:





Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung




Veränderung der unrealisierten Gewinne/ňVerluste'n 360 106 –171 128
RealisierteňGewinne'n/Verluste 18 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/ňVerluste'n, insgesamt 378 106 –171 128

Unrealisierte Gewinne/ňVerluste'naus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten




Veränderung der unrealisierten Gewinne/ňVerluste'n 2 2 –1 2
RealisierteňGewinne'n/Verluste 0 0 0 0
Steuereffekt 0 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/ňVerluste'n, insgesamt 2 2 –1 2

Unrealisierte Gewinne/ňVerluste'naus derivativen FinanzinstrumentenňCashflow-Hedges'n




Veränderung der unrealisierten Gewinne/ňVerluste'n –45 –13 –2 24
RealisierteňGewinne'n/Verluste 21 14 13 –3
Steuereffekt 7 –4 –15
Unrealisierte Gewinne/ňVerluste'n, insgesamt
–17
1
7
6
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/ňVerlusten'n, der auf nach der Equity-Methode bilanzierte
Beteiligungen entfällt
32 –7 –7 0

Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das
Periodenergebnis umgegliedert werden

395

102

–172

136
Sonstiges Ergebnis 101 –581 430 –150
Gesamtergebnis 380 –466 621 –26
Davon:
Anteil der Aktionäre der thyssenkrupp AG 417 –439 629 –28
Nicht beherrschende Anteile
–37
–27
–8
2
Der den Aktionären der thyssenkrupp AG zuzurechnende Anteil am Gesamtergebnis
teilt sich wie folgt auf:
Fortgeführte Aktivitäten 423 –439 629 –28
Nicht fortgeführte Aktivitäten
–6
0
0
0

thyssenkrupp AG — Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG






Kumuliertes sonstiges Ergebnis




Mio €,
mit Ausnahme der
Aktienanzahl

Aktienanzahl
im Umlauf

Gezeich
netes
Kapital

Kapital
rücklage

Gewinn
rücklagen

Unter
schieds
betrag
aus der
Währungs
um
rechnung

Zur
Veräuße
rung
verfügbare
finanzielle
Vermögens
werte

Derivative
Finanz
instrumente

Anteil der
auf nach
der
Equity
Methode
bilanzierte
Beteili
gungen
entfällt

Ins
gesamt

Nicht
beherr
schende
Anteile

Eigen
kapital

Stand am 30.09.2014

565.937.947

1.449

5.434

–4.142

248

6

–61

49

2.983

216

3.199

Periodenüberschuss/
ň-fehlbetrag'n




297





297

–18

279
Sonstiges Ergebnis –293 395 1 –15 32 120 –19 101
Gesamtergebnis 4 395 1 –15 32 417 –37 380

Gewinnausschüttungen
an nicht beherrschende
Anteile









0

–54

–54
Dividendenzahlung der
thyssenkrupp AG
–62 –62 –62
Kapitalerhöhung 0 15 15
Anteilsveränderungen
bei bereits
konsolidierten
Gesellschaften
1 1 –1 0
Sonstige
Veränderungen
33 33 27 60

Stand am 30.06.2015

565.937.947

1.449

5.434

–4.166

643

7

–76

81

3.372

166

3.538
Stand am 30.09.2015
565.937.947
1.449
5.434
–4.123
417
6
–58
57
3.182
125
3.307
Periodenüberschuss/
ň-fehlbetrag'n
168 168 –53 115
Sonstiges Ergebnis –683 90 1 –8 –7 –607 26 –581
Gesamtergebnis –515 90 1 –8 –7 –439 –27 –466

Gewinnausschüttungen
an nicht beherrschende
Anteile









0

–28

–28
Dividendenzahlung der
thyssenkrupp AG
–85 –85 –85
Anteilsveränderungen
bei bereits
konsolidierten
Gesellschaften –456 9 –447 440 –7
Sonstige
Veränderungen
10 10 –8 2

Stand am 30.06.2016

565.937.947

1.449

5.434

–5.169

516

7

–66

50

2.221

503

2.723

thyssenkrupp AG — Konzern-Kapitalflussrechnung

Mio €
9 Monate
2014/2015

9 Monate
2015/2016

3. Quartal
2014/2015

3. Quartal
2015/2016
Periodenüberschuss/ň-fehlbetrag'n 279 115 191 124
Anpassungen des Periodenüberschusses/ň-fehlbetrages'nfür die Überleitung zum Operating Cashflow:
Nicht fortgeführte Aktivitätenňnach Steuern'n

6

0

0

0
Latente Steueraufwendungen/ň-erträge'n 107 72 63 46
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 1.086 896 303 295
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte –2 –3 –1 –1
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam –39 –38 –12 –12
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte –11 142 –10 158
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreis-
und anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen:
- Vorräte –92 448 40 198
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen –219 –150 –341 –114
- Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen –109 –123 –32 –15
- Sonstige Rückstellungen –177 –119 61 43
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 102 –679 121 43
- Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit –649 –718 67 –220
Operating Cashflow – fortgeführte Aktivitäten 282 –158 450 545
Operating Cashflow – nicht fortgeführte Aktivitäten –6 0 0 0
Operating Cashflow – insgesamt 276 –158 450 545
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und in langfristige finanzielle
Vermögenswerte
–2 –8 –1 0
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften abzüglich übernommener Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente
30 –17 49 –1
Investitionen in Sachanlagenňeinschließlich geleisteter Anzahlungen'nund in als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien –711 –778 –260 –310
Investitionen in immaterielle Vermögenswerteňeinschließlich geleisteter Anzahlungen'n –92 –88 –31 –33
Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und
langfristigen finanziellen Vermögenswerten
7 0 3 0
Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften abzüglich abgegebener
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 95 8 2 0
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 81 24 45 2
Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten 0 2 0 1
Cashflow aus Investitionstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten –591 –855 –193 –340
Cashflow aus Investitionstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten
Cashflow aus Investitionstätigkeit – insgesamt
0
–591
0
–855
0
–193
0
–340
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen 1.350 850 0 0
Tilgung von Anleihen –750 –1.000 0 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.676 955 889 277
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –1.659 –947 –1.015 –675
Zunahme/ňAbnahme'nVerbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 233 –26 36 –100
Zunahme/ňAbnahme'nAkzeptverbindlichkeiten 4 –2 3 –1
ňZunahme'n/Abnahme kurzfristige Wertpapiere 1 –2 0 0
Dividendenzahlung der thyssenkrupp AG –62 –85 0 0
Einzahlungen in das Eigenkapital durch nicht beherrschende Anteile 15 0 15 0
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile –54 –28 –22 –4
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften –1 –6 0 0
Sonstige Finanzierungsvorgänge –476 –173 0 –183
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten 277 –464 –94 –686
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0 0 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – insgesamt 277 –464 –94 –686
Zahlungswirksame Zunahme/ňAbnahme'nder Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – insgesamt –38 –1.478 163 –482
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – insgesamt 41 37 –23 37
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode – insgesamt 4.040 4.535 3.903 3.539
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode – insgesamt 4.043 3.094 4.043 3.094
Ŋdavon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppenŋ

Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cashflow fortgeführter Aktivitäten
Ŋ11ŋ
Ŋ0ŋ
Ŋ11ŋ
Ŋ0ŋ
enthalten sind:
Zinseinzahlungen 95 69 24 18
Zinsauszahlungen –359 –329 –43 –28
Erhaltene Dividenden 115 59 14 5
Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag
–232
–258
–71
–80

thyssenkrupp AG — Verkürzter Konzernanhang

Unternehmensinformation

Die thyssenkrupp Aktiengesellschaftň"thyssenkrupp AG" oder "Gesellschaft"'nist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der thyssenkrupp AG und ihrer Tochtergesellschaftenň"Konzern"'nfür den Zeitraum vom 1. Oktober 2015 bis 30. Juni 2016 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und mit Beschluss des Vorstands vom 8. August 2016 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde nach §37w WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" erstellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards ňIFRS'n und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board ňIASB'n, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die im verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Rechnungslegungsvorschriften denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Konzernabschlusses unseres Geschäftsberichts 2014/2015 veröffentlicht.

Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2015/2016 hat thyssenkrupp die nachfolgenden Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards erstmalig angewendet:

Im November 2013 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IAS 19 "Employee Benefits" mit dem Titel "Defined Benefit Plans: Employee ContributionsňAmendments to IAS 19'n" veröffentlicht. Die Änderungen sind anzuwenden auf die Erfassung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zu leistungsorientierten Pensionsplänen. Hierdurch ist es gestattet, die Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, sofern die Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre sind. Die Änderungen des IAS 19 sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Im Rahmen der Übernahme in das EU-Recht wurde die verpflichtende Anwendung verschoben auf Geschäftsjahre, die nach dem 1. Februar 2015 beginnen; von der Möglichkeit einer früheren Anwendung hat thyssenkrupp keinen Gebrauch gemacht. Die Änderungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse.

Im Dezember 2013 hat das IASB im Rahmen des Annual-Improvements-Process-Projekts die jährlichen Verbesserungen für den Zyklus 2010-2012 und für den Zyklus 2011-2013 veröffentlicht. Im Rahmen des Zyklus 2010-2012 erfolgen Klarstellungen bzw. kleinere Änderungen an sieben Standards: IFRS 2 "Sharebased Payment", IFRS 3 "Business Combinations", IFRS 8 "Operating Segments", IFRS 13 "Fair Value Measurement", IAS 16 "Property, Plant and Equipment", IAS 24 "Related Party Disclosures" sowie IAS 38 "Intangible Assets". Im Rahmen des Zyklus 2011-2013 erfolgen Klarstellungen bzw. kleinere Änderungen an vier Standards: IFRS 1 "First-time Adoption of IFRS", IFRS 3 "Business Combinations", IFRS 13 "Fair Value Measurement" und IAS 40 "Investment Property". Die Änderungen sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Im Rahmen der Übernahme in das EU-Recht wurde die verpflichtende Anwendung verschoben und zwar für den Zyklus 2010-2012 auf Geschäftsjahre, die nach dem 1. Februar 2015 beginnen, und für den Zyklus 2011-2013 auf Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2015 beginnen; von der Möglichkeit einer früheren Anwendung hat thyssenkrupp keinen Gebrauch gemacht. Die Änderungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse.

01 Veräußerungsgruppe

Zum 30. Juni 2016 ist im Bereich Corporate der Verkauf eines Pakets von in Deutschland gelegenem, als nicht betriebsnotwendig eingestuftem Grundbesitz eingeleitet, das sich als eine Veräußerungsgruppe nach IFRS 5 klassifiziert und in der Bilanz in der Zeile "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" ausgewiesen wird. Die Veräußerungsgruppe umfasst Sachanlagen in Höhe von 3 Mio €, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von 162 Mio € sowie Vorräte in Höhe von 5 Mio €. Aus der Bewertung der Veräußerungsgruppe zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entstanden zum 30. Juni 2016 Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 5 Mio €, die auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien entfallen und die in den Umsatzkosten ausgewiesen werden.

02 Eigenkapital

Nachdem Anfang April 2016 mit Vale ein Vertrag zur Übernahme der von Vale gehaltenen Minderheitenanteile an thyssenkrupp CSA in Höhe von 26,87 % mit einem symbolischen Kaufpreis unterzeichnet worden war, wurde die Transaktion am 31. Mai 2016 nach Erhalt der erforderlichen Genehmigungen vollzogen. thyssenkrupp ist damit alleiniger Eigentümer von thyssenkrupp CSA. Die daraus resultierenden Veränderungen beim Eigenkapital der Aktionäre der thyssenkrupp AG und bei den nicht beherrschenden Anteilen sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in Höhe von 444 Mio € in der Zeile "Anteilsveränderungen bei bereits konsolidierten Gesellschaften" enthalten.

03 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurde eine Neubewertung der Rückstellungen für Pensionen und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen zum 30. Juni 2016 vorgenommen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Mio €
30.09.2015

30.06.2016

Pensionen

7.445

8.297
Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen 13 15
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 196 200
Insgesamt 7.654 8.512

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Zinssätze ň= gewichteter Durchschnitt'n zugrunde gelegt:




30.09.2015


Deutschland

Übrige Länder

Insgesamt

Deutschland

Übrige Länder

Insgesamt
2,50 3,02 2,64 1,50 2,51
1,77
Durchschnittliche Bewertungsfaktoren






30.06.2016

04 Begebung Anleihe und Schuldscheindarlehen sowie vorzeitige Verlängerung der syndizierten Kreditlinie

Im Dezember 2015 hat die thyssenkrupp AG ein Schuldscheindarlehen über 100 Mio € mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem Zinssatz von 0,931% p.a. sowie im März 2016 ein Schuldscheindarlehen über 150 Mio € mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Zinssatz von 1,75% p.a. abgeschlossen.

Außerdem hat die thyssenkrupp AG im März 2016 im Rahmen ihres 10 Mrd € Debt Issuance Programmes eine Anleihe im Volumen von insgesamt 850 Mio € mit einer Laufzeit von fünf Jahren begeben. Der Zinskupon beträgt 2,75% p.a.

Darüber hinaus hat die thyssenkrupp AG im März 2016 die syndizierte Kreditlinie über 2,0 Mrd €, die eine Laufzeit bis zum 28. März 2018 hatte, vorzeitig bis zum 14. März 2021 verlängert. Am Bilanzstichtag war sie nicht in Anspruch genommen.

05 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Eventualverbindlichkeiten

Die thyssenkrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zugunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:



Maximale
Haftungs
volumen
Rückstellung
30.06.2016
30.06.2016
160
1
132 2
61 16
87 1
440 20



Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, die Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder die nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Alle durch die thyssenkrupp AG oder deren Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zugrunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten UnternehmensňHauptschuldner'n. Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die in den Business Areas Steel Europe und Steel Americas bestehenden langfristigen Abnahmeverträge für Eisenerz und Eisenerzpellets werden aufgrund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet. Im Vergleich zum 30. September 2015 erhöhten sich die Abnahmeverpflichtungen um 1,7 Mrd € auf 7,1 Mrd €, im Wesentlichen verursacht durch die Laufzeitverlängerung des Eisenerzabnahmevertrags bei Steel Americas.

Bei den sonstigen Verpflichtungen und den anderen Risiken sind seit dem vorangegangenen Geschäftsjahresende keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

06 Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen sowie der jeweilige beizulegende Zeitwert dargestellt. Dabei werden auch die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finance Lease sowie die Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, obwohl sie keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören.

Finanzinstrumente 30.09.2015

Bewertung nach IAS 39 Bewertung nach
IAS 17

Mio €

Buchwert lt.
Bilanz
30.09.2015

ŊFortgeführteŋ
Anschaffungs
kosten

Beizulegender
Zeitwert
erfolgswirksam

Beizulegender
Zeitwert
erfolgsneutral

Fortgeführte
Anschaffungs
kosten

Beizulegender
Zeitwert
30.09.2015

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
ňohne Finance Lease'n

5.069

5.069




5.069
Kredite und Forderungen 5.069 5.069
Forderungen aus Finance Lease 49 49 49
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 366 273 58 35 366
Kredite und Forderungen 255 255
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
18 17 35
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
ňZu Handelszwecken gehaltene finanzielle
Vermögenswerte'n
58 58
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung
ňHedge Accounting'n
0 18 18
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.535 4.535 4.535
Kredite und Forderungen 4.535 4.535
Summe finanzielle Vermögenswerte 10.019
davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:
Kredite und Forderungen 9.859 9.859 9.859
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
35 18 17 35
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
ňZu Handelszwecken gehaltene finanzielle
Vermögenswerte'n
58 58 58

Finanzschuldenňohne Finance Lease'n

7.911

7.911




8.007
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
7.911 8.007
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 44 44 44
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
4.985 4.985 4.985
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
4.985 4.985
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.228 774 326 128 1.228
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
774 774
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
ňZu Handelszwecken gehaltene finanzielle
Vermögenswerte'n
326 326
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung
ňHedge Accounting'n
0 128 128
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 14.168
davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
13.670 13.670 13.766
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
ňZu Handelszwecken gehaltene finanzielle
Vermögenswerte'n
326

326


326

Finanzinstrumente 30.06.2016

Bewertung nach
Bewertung nach IAS 39
Mio €

Buchwert lt.
Bilanz
30.06.2016

ŊFortgeführteŋ
Anschaffungs
kosten

Beizulegender
Zeitwert
erfolgswirksam

Beizulegender
Zeitwert
erfolgsneutral

Fortgeführte
Anschaffungs
kosten

Beizulegender
Zeitwert
30.06.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
ňohne Finance Lease'n


5.235

0




5.235
Kredite und Forderungen 5.235 5.235
Forderungen aus Finance Lease 49 49 49
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 448 313 74 61 448
Kredite und Forderungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte

297
16


20

297
36
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
ňZu Handelszwecken gehaltene finanzielle
Vermögenswerte'n
74 74
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung
ňHedge Accounting'n
0 41 41
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.094 3.094 3.094
Kredite und Forderungen 3.094 3.094
Summe finanzielle Vermögenswerte 8.826
davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:
Kredite und Forderungen 8.626 8.626 8.626
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
36 16 20 36
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
ňZu Handelszwecken gehaltene finanzielle
Vermögenswerte'n
74 74 74
Finanzschuldenňohne Finance Lease'n
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
7.834 7.834 8.064
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 7.834 8.064
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 36 36 36
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
4.301 4.301 4.301
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
4.301 4.301
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 947 669 204 73 947
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
669 669
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
ňZu Handelszwecken gehaltene finanzielle
Vermögenswerte'n
204 204
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung
ňHedge Accounting'n
0 73 73
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 13.117
davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
12.804 12.804 13.034
Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
ňZu Handelszwecken gehaltene finanzielle
Vermögenswerte'n 204


204


204

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Eigenkapitalinstrumente und Gläubigerpapiere. Sie werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert soweit vorhanden auf Börsenkursen zum Bilanzstichtag. Liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor und kann der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden, erfolgt eine Bewertung der Eigenkapitalinstrumente zu Anschaffungskosten.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren beeinflusst, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrunde liegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrunde liegenden Basiszinsen.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cashflows stattfinden.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Bilanzstichtag vorgenommen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:

Bewertungshierarchie 30.09.2015
Mio €

30.09.2015

Level 1

Level 2
Level 3
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert




Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
ňZu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte'n
58 0 58 0
Derivate mit bilanzieller SicherungsbeziehungňHedge Accounting'n 0 0 0 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 17 15 2 0
Derivate mit bilanzieller SicherungsbeziehungňHedge Accounting'n 18 0 18 0
Insgesamt 93 15 78 0

Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert




Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
ňZu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten'n
326 0 206 120
Derivate mit bilanzieller SicherungsbeziehungňHedge Accounting'n 0 0 0 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller SicherungsbeziehungňHedge Accounting'n 128 0 128 0
Insgesamt 454 0 334 120

Bewertungshierarchie 30.06.2016

Mio €

30.06.2016

Level 1

Level 2
Level 3

Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert




Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
ňZu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte'n
74 0 74 0
Derivate mit bilanzieller SicherungsbeziehungňHedge Accounting'n 0 0 0 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 20 18 3 0
Derivate mit bilanzieller SicherungsbeziehungňHedge Accounting'n 41 0 41 0
Insgesamt 135 18 117 0

Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert




Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
ňZu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten'n
204 0 83 121
Derivate mit bilanzieller SicherungsbeziehungňHedge Accounting'n 0 0 0 0
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
Derivate mit bilanzieller SicherungsbeziehungňHedge Accounting'n 73 0 73 0
Insgesamt
278
0
157
121

Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten ermittelt, z. B. anhand von Währungskursen. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten bewertet wird.

Nachfolgend ist die Entwicklung der in Level 3 erfassten Finanzinstrumente dargestellt:

Überleitungsrechnung Finanzinstrumente Level 3
Mio €
Stand am 30.09.2015ňVermögenswert/ňVerbindlichkeit'n'n

–120
Ergebniswirksame Veränderungen –1
Stand am 30.06.2016ŊVermögenswert/ŊVerbindlichkeitŋŋ –121

Die auf individuellen Bewertungsparametern basierende und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Verbindlichkeit beinhaltet ein Frachtderivat, das unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten Mindestmenge auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten bewertet wurde. Der aus der Bewertung resultierende ergebniswirksame Effekt wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Sonstige Aufwendungen" bzw. "Sonstige Erträge" ausgewiesen.

Die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Derivative Finanzinstrumente

Mio € Nominalwert
30.09.2015
Beizulegender
Zeitwert
30.09.2015
Beizulegender
Zeitwert
30.06.2016

Aktiva
Währungsderivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung 1.376 27 2.386 51
Währungsderivate im Cashflow-Hedge 264 9 552 28
Eingebettete Derivate 95 1 59 1
Zinsderivate im Cashflow-Hedge1'n 635 8 456 6
Warenderivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung 331 30 284 21
Warenderivate im Cashflow-Hedge 101 1 71 7
Insgesamt 2.802 76 3.808 115
Passiva
Währungsderivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung
2.027 175 2.158 58
Währungsderivate im Cashflow-Hedge 573 26 395 12
Eingebettete Derivate 101 3 185 3
Zinsderivate im Cashflow-Hedge1'n 817 78 572 36
Warenderivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehung2'n 487 148 533 144
Warenderivate im Cashflow-Hedge 119 24 159 26
Insgesamt 4.124 454 4.001 278

1'n Inklusive Zins-/Währungsderivate

2'n Inklusive Frachtderivate

07 Segmentberichterstattung

Die Segmentinformationen für die 9 Monate 2014/2015 und die 9 Monate 2015/2016 bzw. für das 3. Quartal 2014/2015 und das 3. Quartal 2015/2016 stellen sich wie folgt dar:

Segmentinformation

Mio €

Components
Technology

Elevator
Technology

Industrial
Solutions


Materials
Services
Steel
Europe

Steel
Americas

Corporate


Stainless
Global1ŋ
Konsoli
dierung

Konzern

9 Monate 2014/2015










Außenumsätze 5.082 5.247 4.569 10.743 5.378 1.166 33 0 32.217
Konzerninterne Umsätze 5 2 15 250 1.154 231 106 –1.763 0
Umsatzerlöse gesamt 5.087 5.249 4.584 10.993 6.532 1.396 139 –1.763 32.217
EBIT 227 533 304 –62 343 –57 –312 –6 3 973
Bereinigtes EBIT 241 557 297 140 358 –45 –291 0 4 1.261

9 Monate 2015/2016










Außenumsätze 5.117 5.524 4.335 8.708 4.718 835 28 0 29.265
Konzerninterne Umsätze 4 3 8 206 947 176 150 –1.493 0
Umsatzerlöse gesamt 5.122 5.526 4.343 8.914 5.664 1.011 179 –1.493 29.265
EBIT 218 569 283 36 198 –91 –385 18 846
Bereinigtes EBIT 256 614 287 66 207 –100 –347 18 1.001

3. Quartal 2014/2015










Außenumsätze 1.756 1.875 1.571 3.703 1.891 374 8 0 11.178
Konzerninterne Umsätze 2 1 3 75 396 67 38 –582 0
Umsatzerlöse gesamt 1.758 1.876 1.574 3.778 2.287 441 46 –582 11.178
EBIT 81 199 101 89 150 –27 –98 0 –2 493
Bereinigtes EBIT 91 211 96 89 166 –25 –90 0 1 539

3. Quartal 2015/2016










Außenumsätze 1.782 1.906 1.226 3.014 1.667 262 9 0 9.865
Konzerninterne Umsätze 1 1 3 74 348 74 55 –555 0
Umsatzerlöse gesamt 1.783 1.906 1.228 3.087 2.015 336 64 –555 9.865
EBIT 72 205 41 35 92 53 –130 4 372
Bereinigtes EBIT 100 225 43 52 91 39 –113 4 441

1'n Nicht fortgeführte Aktivität

Nachfolgend wird die Überleitungsrechnung der Ertragskennzahlen Bereinigtes EBIT und EBIT zum EBT aus fortgeführten Aktivitäten gemäß der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

Überleitung EBIT zu EBT

Mio € 9 Monate
2014/2015


9 Monate
2015/2016

3. Quartal
2014/2015

3. Quartal
2015/2016
Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung 1.261 1.001 539 441
Sondereffekte –288 –155 –46 –70
EBIT gemäß Segmentberichterstattung 973 846 493 372
+ Nicht operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 0 2 0 1
+ Finanzierungserträge 1.055 913 209 266
– Finanzierungsaufwendungen –1.465 –1.368 –348 –381
– Bestandteile der Finanzierungserträge, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT
zugeordnet werden
–31 38 –1 –4
+ Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT
zugeordnet werden
33 16 3 8
EBT-Konzern 565 445 356 261
– EBT Stainless Global 6 0 0 0
EBT aus fortgeführten Aktivitäten gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 571 445 356 261

08 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktieň"basic earnings per share"'nberechnet sich wie folgt:

Ergebnis je Aktie



9 Monate 2014/2015 9 Monate 2015/2016 3. Quartal 2014/2015 3. Quartal 2015/2016


Gesamt
betrag
in Mio €

Ergebnis
je Aktie in €

Gesamt
betrag
in Mio €

Ergebnis
je Aktie in €

Gesamt
betrag
in Mio €

Ergebnis
je Aktie in €

Gesamt
betrag
in Mio €

Ergebnis
je Aktie in €

Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten
ňnach Steuern'n
ňAnteil der Aktionäre der
thyssenkrupp AG'n

303

0,53

168

0,30

199

0,35

130

0,23
Ergebnis aus nicht fortgeführten
Aktivitätenňnach Steuern'n
ňAnteil der Aktionäre der
thyssenkrupp AG'n
–6 –0,01 0 0,00 0 0,00 0 0,00
Periodenüberschuss/ň-fehlbetrag'n
ňAnteil der Aktionäre der
thyssenkrupp AG'n
297 0,52 168 0,30 199 0,35 130 0,23

Gewichteter Durchschnitt der Aktien
ňin Stück'n

565.937.947



565.937.947



565.937.947



565.937.947


Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der thyssenkrupp AG zurechenbaren Periodenüberschusses/ň-fehlbetrags'n durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Während einer Periode neu ausgegebene, veräußerte oder zurückgekaufte Aktien werden zeitanteilig für den Zeitraum berücksichtigt, in dem sie sich im Umlauf befinden.

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

09 Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" unter Berücksichtigung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die die Veräußerungsgruppen betreffen. Per 30. Juni 2016 stammen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 142 Mio €ňVorjahr: 56 Mio €'nvon der Joint Operation HKM.

Essen, den 8. August 2016

thyssenkrupp AG

Der Vorstand

Hiesinger

Burkhard Kaufmann Kerkhoff

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2015 bis 30. Juni 2016, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach §37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der WirtschaftsprüferňIDW'nfestgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity"ňISRE 2410'n vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Essen, den 10. August 2016

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Norbert Winkeljohann Michael Preiß Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats Weitere Informationen

Der Zwischenbericht für die ersten 9 Monate des Geschäftsjahres 2015/2016ňOktober 2015 bis Juni 2016'n sowie der Bericht des Konzernabschlussprüfers über die prüferische Durchsicht des verkürzten Zwischenabschlusses und des ZwischenlageberichtsňReview Report'nsind dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats in der Sitzung am 10. August 2016 vorgelegt und durch den Vorstand erläutert worden. Der Konzernabschlussprüfer stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Der Prüfungsausschuss stimmte dem Zwischenbericht zu.

Essen, den 10. August 2016

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses

Prof. Dr. Bernhard Pellens

Kontakt und Finanzkalender 2016/2017

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Communications

Telefon'n0201Ŋ844-536043 Telefax'n0201Ŋ844-536041 E-Mail [email protected]

Investor Relations E-Mail [email protected]

Institutionelle Investoren und Analysten

Telefon'n0201Ŋ844-536464 Telefax'n0201Ŋ8456-531000

Privatanleger

Telefon'n0201Ŋ844-536367 Telefax'n0201Ŋ8456-531000

Anschrift

thyssenkrupp AG thyssenkrupp Allee 1, 45143 Essen Postfach, 45063 Essen Telefon'n0201Ŋ844-0 Telefax'n0201Ŋ844-536000 E-Mail [email protected] www.thyssenkrupp.com

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von thyssenkrupp bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von thyssenkrupp weder beabsichtigt, noch übernimmt thyssenkrupp eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Finanzkalender 2016/2017

24. November 2016

Geschäftsbericht 2015/2016 Bilanzpressekonferenz Analysten- und Investorenkonferenz

27. Januar 2017 Ordentliche Hauptversammlung

9. Februar 2017

Zwischenbericht 1. Quartal 2016/2017'nOktober bis DezemberŊ Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

9. Mai 2017

Zwischenbericht 1. Halbjahr 2016/2017'nOktober bis MärzŊ Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

10. August 2017

Zwischenbericht 9 Monate 2016/2017'nOktober bis JuniŊ Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

Dieser Zwischenbericht ist am 11. August 2016 erschienen. Inhouse produziert mit firesys.

Rundungen und Veränderungsraten

Bei sämtlichen Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus'n+Ŋbezeichnet, Verschlechterungen mit Minus'n−Ŋ. Bei sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten'n≥500% bzw.≤−100%Ŋwird die Veränderungsrichtung durch ++ bzw.−−angezeigt.

Abweichungen aus technischen Gründen

Dieser Finanzbericht ist von der Gesellschaft aufgrund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum Bundesanzeiger elektronisch einzureichen. Aus technischen Gründen kann es beim Bundesanzeiger Verlag zu Abweichungen in den im Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen kommen.

Der Finanzbericht steht in deutscher Sprache und in englischer Übersetzung im Internet unter www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Berichts der englischen Übersetzung vor.