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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2013

May 15, 2013

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Interim / Quarterly Report

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ZWISCHENBERICHT 2012/2013

THYSSENKRUPP AG 1. HALBJAHR 01. OKTOBER 2012 – 31. MÄRZ 2013

ThyssenKrupp in Kürze

Bei ThyssenKrupp arbeiten über 150.000 Mitarbeiter in rund 80 Ländern mit Leidenschaft und hoher Kompetenz an Produktlösungen für nachhaltigen Fortschritt. Ihre Qualifikation und ihr Engagement sind die Basis für unseren Erfolg. ThyssenKrupp erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011/2012 einen Umsatz von 40 Mrd €.

Innovationen und technischer Fortschritt sind für uns Schlüsselfaktoren, um das globale Wachstum und den Einsatz begrenzter Ressourcen nachhaltig zu gestalten. Mit unserer Ingenieurkompetenz in den Anwendungsfeldern "Material", "Mechanical" und "Plant" ermöglichen wir unseren Kunden, sich Vorteile im weltweiten Wettbewerb zu erarbeiten sowie innovative Produkte wirtschaftlich und ressourcenschonend herzustellen.

STAMMDATEN DER THYSSENKRUPP AKTIE

ISIN (International Stock Identification Number) DE 000 750 0001
Börsenplätze Frankfurt (Prime Standard), Düsseldorf
Kürzel
Börsen Frankfurt, Düsseldorf TKA
Reuters (Xetra-Handel) TKAG.DE
Bloomberg (Xetra-Handel) TKA GY

INHALT

  1. HALBJAHR 01. OKTOBER 2012 – 31. MÄRZ 2013

ZWISCHEN-LAGEBERICHT

02 THYSSENKRUPP IN ZAHLEN

03 STRATEGISCHE WEITERENTWICKLUNG DES KONZERNS

05 ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTS-VERLAUF IM KONZERN

09 VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG

11 GESCHÄFTSVERLAUF IN DEN BUSINESS AREAS

18 ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

20 NACHTRAGSBERICHT

21 THYSSENKRUPP AKTIE

21 RATING

22 INNOVATIONEN

22 MITARBEITER

23 COMPLIANCE

24 MAKRO- UND BRANCHENUMFELD

26 CHANCEN UND RISIKEN

VERKÜRZTER ZWISCHENABSCHLUSS

29 KONZERN-BILANZ

30 KONZERN-GEWINN- UND VERLUST-RECHNUNG

31 KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

32 KONZERNEIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG

33 KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

34 VERKÜRZTER KONZERN-ANHANG

45 BESCHEINIGUNG ZUM HALBJAHRES-FINANZBERICHT NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT

46 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER WEITERE INFORMATIONEN

47 BERICHT DES PRÜFUNGS-AUSSCHUSSES DES AUFSICHTSRATS

48 KONTAKT UND TERMINE 2013/2014

Dieser Zwischenbericht ist am 15. Mai 2013 erschienen.

ThyssenKrupp in Zahlen

KONZERN FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN

1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
Veränderung Veränderung
in %
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
Veränderung Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 20.764 19.318 – 1.446 – 7 11.087 9.676 – 1.411 – 13
Umsatz Mio € 19.791 17.939 – 1.852 – 9 10.195 9.102 – 1.093 – 11
EBITDA Mio € 1.247 698 – 549 – 44 571 240 – 331 – 58
EBIT Mio € 561 215 – 346 – 62 305 – 4 – 309 --
EBIT-Marge % 2,8 1,2 – 1,6 3,0 0,0 – 3,0
Bereinigtes EBIT Mio € 733 470 – 263 – 36 361 241 – 120 – 33
Bereinigte-EBIT-Marge % 3,7 2,6 – 1,1 3,5 2,6 – 0,9
EBT Mio € 251 – 110 – 361 -- 149 – 176 – 325 --
Ergebnis nach Steuern Mio € – 84 – 44 40 48 – 138 – 77 61 44
davon Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG Mio € – 123 – 60 63 51 – 164 – 89 75 46
Ergebnis je Aktie – 0,24 – 0,12 0,12 50 – 0,32 – 0,18 0,14 44
Operating Cash-Flow Mio € – 1.132 243 1.375 ++ 195 165 – 30 – 15
Free Cash-Flow Mio € – 1.393 705 2.098 ++ – 63 – 31 32 51
Mitarbeiter (31.03.) 154.751 151.405 – 3.346 – 2 154.751 151.405 – 3.346 – 2

KONZERN GESAMT

1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
Veränderung Veränderung
in %
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
Veränderung Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 24.268 21.315 – 2.953 – 12 13.008 10.113 – 2.895 – 22
Umsatz Mio € 23.293 19.952 – 3.341 – 14 12.155 9.540 – 2.615 – 22
EBITDA Mio € 836 671 – 165 – 20 424 226 – 198 – 47
EBIT Mio € – 585 – 496 89 15 – 228 – 700 – 472 --
EBIT-Marge % – 2,5 – 2,5 0,0 – 1,9 – 7,3 – 5,4
Bereinigtes EBIT Mio € 177 301 124 70 152 227 75 49
Bereinigte-EBIT-Marge % 0,8 1,5 0,7 1,3 2,4 1,1
EBT Mio € – 915 – 836 79 9 – 401 – 876 – 475 --
Periodenfehlbetrag Mio € – 1.067 – 822 245 23 – 587 – 852 – 265 – 45
davon Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG Mio € – 1.047 – 621 426 41 – 587 – 656 – 69 – 12
Ergebnis je Aktie – 2,03 – 1,21 0,82 40 – 1,14 – 1,28 – 0,14 – 12
Operating Cash-Flow Mio € – 1.719 22 1.741 ++ 96 162 66 69
Free Cash-Flow Mio € – 2.475 286 2.761 ++ – 421 – 75 346 82
Netto-Finanzschulden (31.03.) Mio € 6.480 5.298 – 1.182 – 18 6.480 5.298 – 1.182 – 18
Eigenkapital (31.03.) Mio € 8.872 3.575 – 5.297 – 60 8.872 3.575 – 5.297 – 60
Mitarbeiter (31.03.) 170.780 155.473 – 15.307 – 9 170.780 155.473 – 15.307 – 9

BUSINESS AREAS

Auftragseingang
Mio €
Umsatz
Mio €
EBIT
Mio €
Bereinigtes EBIT
Mio €
Mitarbeiter
1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
31.03.2012 30.09.2012 31.03.2013
Components Technology 3.636 2.684 3.633 2.705 297 108 231 105 31.304 28.011 27.698
Elevator Technology 3.007 3.249 2.670 2.920 231 304 274 315 46.605 47.561 48.150
Industrial Solutions 2.758 3.597 2.511 2.734 184 339 357 320 17.687 18.111 18.427
Materials Services 6.774 5.753 6.553 5.738 114 – 121 130 98 28.123 27.595 26.230
Steel Europe 5.695 5.023 5.416 4.765 123 19 132 39 28.137 27.761 27.773
Corporate 72 98 72 98 – 218 – 251 – 221 – 217 2.895 3.084 3.127
Konsolidierung – 1.178 – 1.086 – 1.064 – 1.021 – 170 – 183 – 170 – 190
Fortgeführte Aktivitäten 20.764 19.318 19.791 17.939 561 215 733 470 154.751 152.123 151.405
Auftragseingang
Mio €
Umsatz
Mio €
EBIT
Mio €
Bereinigtes EBIT
Mio €
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
Components Technology 1.858 1.360 1.880 1.360 128 65 128 63
Elevator Technology 1.541 1.633 1.322 1.388 118 133 132 146
Industrial Solutions 1.665 1.595 1.202 1.428 175 198 193 180
Materials Services 3.573 2.988 3.408 2.923 74 – 157 90 58
Steel Europe 2.990 2.620 2.886 2.512 21 – 10 30 9
Corporate 39 43 37 43 – 119 – 139 – 120 – 120
Konsolidierung – 579 – 563 – 540 – 552 – 92 – 94 – 92 – 95
Fortgeführte Aktivitäten 11.087 9.676 10.195 9.102 305 – 4 361 241

Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung trennt sich ThyssenKrupp von seinen Stahl- und Weiterverarbeitungswerken in Brasilien und den USA. Die Business Area Steel Americas erfüllte zum 30. September 2012 die Voraussetzungen für einen Ausweis als nicht fortgeführte Aktivität im Sinne der IFRS. Für Stainless Global galt dies bereits seit dem 30. September 2011; der Zusammenschluss mit dem finnischen Unternehmen Outokumpu wurde am 28. Dezember 2012 erfolgreich abgeschlossen. ThyssenKrupp hält nun eine Finanzbeteiligung in Höhe von 29,9 % an Outokumpu, die nach der Equity-Methode bilanziert wird und deren Ergebniseffekt auf Grund ihres fehlenden operativen Charakters nicht im EBIT enthalten ist. Zum 01. Januar 2013 wurden die Business Areas Plant Technology und Marine Systems zu der neuen Business Area Industrial Solutions zusammengefasst; seitdem enthalten die fortgeführten Aktivitäten fünf Business Areas und den Bereich Corporate.

Strategische Weiterentwicklung des Konzerns

Globale Trends lassen die weltweite Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern, Infrastruktur, Rohstoffen und Energie kontinuierlich steigen. Dieser wachsenden Nachfrage steht jedoch die Endlichkeit natürlicher Ressourcen gegenüber. Auch die Folgen des Klimawandels und der gesetzliche Umweltschutz erfordern weltweit "bessere" Lösungen. Die Welt hat also nicht nur Bedarf nach "mehr", sondern vor allem nach "besser": effizienterer Einsatz von Ressourcen, umweltschonendere Produktionsprozesse sowie nachhaltigere Infrastruktur und Konsum- und Industriegüter. ThyssenKrupp richtet sich als diversifizierter Industriekonzern konsequent auf diese Märkte der Zukunft aus und kann auf vielen Gebieten die Anforderungen nach "mehr" und gleichzeitig "besser" erfüllen. Als Partner unserer Kunden entwickeln wir mit unserer führenden Ingenieurkompetenz technologische Lösungen sowie nachhaltige Verfahren und Produkte für mehr Ressourceneffizienz.

Um den Konzern auf diese globalen Trends auszurichten, verfolgen wir seit Mai 2011 das Programm zur strategischen Weiterentwicklung. Kontinuierliche Portfolio-Optimierung, Veränderungen in Unternehmenskultur, Führung und Organisation sowie stärkere Leistungsorientierung bilden die Säulen des ganzheitlichen Konzepts. Damit stärken wir unsere finanzielle Basis und gewinnen Freiheitsgrade, um unsere Geschäftsaktivitäten strategisch auszubauen. Im 1. Halbjahr 2012/2013 haben wir wichtige Schritte in der Umsetzung der strategischen Weiterentwicklung erzielt:

Portfolio weiter optimiert

Nach dem erfolgreichen Zusammenschluss von Inoxum, der ehemaligen Business Area Stainless Global, mit dem finnischen Edelstahlhersteller Outokumpu im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres befinden wir uns in intensiven Verhandlungen über den Verkauf der beiden Werke von Steel Americas. Diese schließen den beteiligten Partner Vale, die brasilianische Entwicklungsbank BNDES und brasilianische Regierungsstellen mit ein. Wir konzentrieren uns unverändert darauf, ein Signing zeitnah zu erreichen. Die Verkaufserlöse werden unsere Netto-Finanzschulden deutlich reduzieren.

Trotz der aktuellen finanziellen Restriktionen haben wir im Berichtszeitraum durch gezielte Investitionen selektive Wachstumsimpulse gesetzt. So hat beispielsweise die Business Area Elevator Technology das Geschäft in den USA und Europa durch verschiedene Unternehmensakquisitionen gestärkt. Die Business Area Industrial Solutions konnte durch den Erwerb eines australischen Ingenieurunternehmens die Marktpräsenz im Marineschiffbau in Australien, Neuseeland und Südostasien ausbauen.

Darüber hinaus investieren wir insbesondere in organisches Wachstum. In der Business Area Components Technology wird unsere Präsenz in Europa und vor allem in den Wachstumsregionen Brasilien, China, Indien und Nafta ausgebaut. Jüngstes Beispiel sind die Investitionen in ein neues Werk für Nutzfahrzeug-Kurbelwellen in der chinesischen Metropole Nanjing. Das Werk wurde im April 2013 eingeweiht.

Effizienzvorteile und Wachstumspotenziale bei Industrial Solutions

Im Rahmen der aktiven strategischen Markt- und Kundenausrichtung werden seit dem 01. Januar 2013 die beiden ehemaligen Business Areas Plant Technology und Marine Systems unter der neuen Business Area Industrial Solutions geführt. Die Führungsstrukturen werden verschlankt und Komplexität im Konzern weiter reduziert. Das Produktportfolio reicht von patentierten Prozessen und Verfahren sowie schlüsselfertiger Lieferung entsprechender Anlagen für die Chemie- und Raffinerieindustrie über Anlagen für die Zementindustrie bis zu innovativen Lösungen für Abbau, Gewinnung und Weiterverarbeitung von Rohstoffen. Darüber hinaus ist Industrial Solutions im Marineschiffbau tätig und bietet Produktionssysteme für die Automobilindustrie an. Für die Business Area eröffnen sich hohe Wachstumschancen, denn mit der führenden Ingenieurkompetenz im Projektgeschäft sowie bei Prozessen und Verfahren können die Anforderungen nach "mehr" und "besser" erfüllt werden. Dies gilt sowohl für die Industrieländer als auch für Wachstumsregionen.

Konzernprogramm "impact 2015" auf gutem Weg

Unter dem Namen impact werden die verschiedenen Initiativen gebündelt, mit denen wir die strategische Weiterentwicklung des Konzerns vorantreiben. Mit dem Programm "impact 2015" soll die Leistungsfähigkeit gesteigert und in den drei Geschäftsjahren bis einschließlich 2014/2015 ein positiver EBIT-Effekt aus Performance-Maßnahmen von kumuliert 2 Mrd € realisiert werden. 500 Mio € wollen wir im laufenden Geschäftsjahr erreichen, jeweils weitere 750 Mio € in den beiden folgenden Jahren. Für das laufende Geschäftsjahr sind wir auf einem guten Weg, die avisierten 500 Mio € zu erreichen. "impact 2015" umfasst alle Unternehmensbereiche und -funktionen. Ein Beispiel ist das Einkaufsprogramm "synergize+", das auf eine nachhaltige Senkung der Materialkosten abzielt. Die Business Area Steel Europe hat mit ihrem Programm "Best in Class – reloaded" das Ziel, mit 500 Mio € EBIT Einsparvolumen bis zum Geschäftsjahr 2014/2015 einen wichtigen Beitrag zu den Einsparzielen von "impact 2015" zu leisten. Das Programm ist ein erster Schritt, die Position der europäischen Stahlgeschäfte des Konzerns in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld zu verbessern und das im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung von allen Konzernbereichen geforderte Ertrags-, Cash-Flow-, Wertbeitrags- und Wettbewerbsprofil wieder zu erreichen. In diesem Zusammenhang soll im Rahmen einer Best-Owner-Lösung die kornorientierte Elektrobandfertigung in den Werken in Gelsenkirchen und Isbergues, Frankreich, sowie die Elektrobandaktivitäten in Nashik, Indien, mit insgesamt rund 1.800 Mitarbeitern veräußert werden.

ACT schafft optimale Konzernführungsstruktur mit wettbewerbsfähigen Kosten

Im Rahmen der Konzerninitiative ACT ("Achieve Change @ ThyssenKrupp") optimiert ThyssenKrupp die Führungs- und Geschäftsorganisation und die zugehörigen Prozesse. Ziel ist es, das Führungsverständnis und die Unternehmenskultur entscheidend in Richtung Offenheit, Transparenz und Vernetzung zu verändern und die Leistungsfähigkeit und Effizienz im gesamten Konzern zu steigern. Die Aufgabenverteilung und Struktur des Vorstandes wurden gestrafft und die Anzahl der Konzernfunktionen und Konzerndienstleistungseinheiten von 26 auf 17 deutlich reduziert sowie neu geordnet. Die Prozesse zwischen Konzernfunktionen, Business Areas und neuen Regionaleinheiten werden vereinheitlicht. In einer detaillierten Analyse der bisherigen Funktionskosten wurden Einspar- und Optimierungspotenziale im Hinblick auf die neuen Strukturen und Prozesse im Konzern in Höhe von rund 250 Mio € identifiziert. Insgesamt soll die Zahl der Beschäftigten in Verwaltungsfunktionen im Konzern weltweit von derzeit rund 15.000 um rund 3.000 verringert werden. In den kommenden Monaten erfolgt die schrittweise Anpassung an die neue Struktur. Wir planen, ab Oktober 2013 in der neuen Organisation zu arbeiten. Die Effekte sollen überwiegend innerhalb der nächsten drei Jahre realisiert werden. Zudem wird die Konzernorganisation künftig routinemäßig im Rahmen des jährlichen Strategieprozesses überprüft, um eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Anpassung an veränderte Umfeldbedingungen sicherzustellen.

Neuaufstellung des Aufsichtsrats unterstützt Neuausrichtung des Konzerns

Am 08. März 2013 hat Dr. Gerhard Cromme mit Wirkung zum 31. März 2013 sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der ThyssenKrupp AG und sein Mandat im Aufsichtsrat niedergelegt. Die Entscheidung ermöglicht auch im Aufsichtsrat einen personellen Neuanfang und unterstützt die notwendigen Veränderungen des Führungssystems und den tiefgreifenden Wandel der Führungskultur im Konzern. In einer Sondersitzung am 19. März 2013 hat der Aufsichtsrat Prof. Dr. Ulrich Lehner mit Wirkung zum 01. April 2013 zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Prof. Lehner wird den Aufsichtsrat parallel zur Neuausrichtung des Konzerns neu aufstellen und die Themen Corporate Governance und Compliance zu den inhaltlichen Schwerpunkten der künftigen Arbeit des Gremiums machen. Zum 19. April 2013 ist zudem Dr. Kersten v. Schenck aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG sind einem Vorschlag des Nominierungsausschusses gefolgt und haben Carsten Spohr und Dr. Lothar Steinebach als neue Aufsichtsratsmitglieder empfohlen. Beide wurden zum 19. April 2013 durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in den Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG entsendet; sie sind nicht Mitglieder des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern

Operative und strategische Meilensteine erreicht

ThyssenKrupp hat im 2. Quartal (01. Januar – 31. März 2013) und insgesamt im 1. Halbjahr 2012/2013 (01. Oktober 2012 – 31. März 2013) die operativen und strategischen Zwischenziele erreicht:

Das Bereinigte EBIT aus fortgeführten Aktivitäten belief sich im 1. Halbjahr auf 470 Mio €. Das 2. Quartal hat dazu mit 241 Mio € beigetragen und lag damit am oberen Rand der avisierten rund 200 Mio € sowie leicht über dem Vorquartal. Alle Business Areas haben positive Beiträge geleistet. Der Anteil der Industriegüter-Geschäfte war mit 740 Mio € im 1. Halbjahr deutlich höher als der Anteil der Werkstoff-Geschäfte mit 137 Mio €. Dagegen betrugen das Bereinigte EBIT von Corporate ð217 Mio € und die Konsolidierung ð190 Mio €.

Der Free Cash-Flow der fortgeführten Aktivitäten lag bei 705 Mio €. Dies entspricht einer Verbesserung zum Vorjahreshalbjahr von rund 2,1 Mrd € und reflektiert unsere Anstrengungen zur strukturellen Optimierung des Cash-Flow-Profils. Im 2. Quartal war der Free Cash-Flow trotz der in diesem Quartal typischerweise konzentrierten Zinszahlungen mit ð31 Mio € nahezu ausgeglichen und vor Desinvestitionen besser als im Vorquartal und als avisiert.

Auf dieser Basis konnten die Netto-Finanzschulden des Gesamtkonzerns, bei einem leichten Anstieg um 0,1 Mrd € im 2. Geschäftsjahresquartal, im 1. Halbjahr 2012/2013 insgesamt von 5,8 Mrd € auf 5,3 Mrd € gesenkt werden; im Vorjahreshalbjahr verzeichneten wir noch einen Anstieg um rund 2,9 Mrd €.

Unter Berücksichtigung der aktuellen Verhandlungen im Rahmen des Veräußerungsprozesses von Steel Americas ergibt sich zum 31. März 2013 eine neue Einschätzung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten. Hieraus resultiert ein weiterer Anpassungsbedarf auf Sachanlagen in Höhe von 683 Mio €. Dieser Buchverlust war wesentliche Ursache für den Periodenfehlbetrag des Gesamtkonzerns im 1. Halbjahr von ð822 Mio € (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG: ð621 Mio €), für den Rückgang der Eigenkapitalquote auf 9,5 % und den temporären Anstieg des Verhältnisses der Netto-Finanzschulden zum Eigenkapital (Gearing) auf 148,2 %. Mit flüssigen Mitteln und freien, zugesagten Kreditlinien in Höhe von insgesamt 8,0 Mrd € zum 31. März 2013 sowie der ausgewogenen Fälligkeitenstruktur ist ThyssenKrupp solide finanziert. Der Mittelzufluss aus dem Verkauf von Steel Americas wird unser temporär erhöhtes Gearing wieder signifikant reduzieren; zudem wird sich mit dem Verkauf das Ertrags-, Cash-Flow-, Wertbeitrags- und Wettbewerbsprofil des Konzerns deutlich verbessern.

In schwierigem Umfeld mit Wachstum im Aufzugs- und Projektgeschäft

ThyssenKrupp hat sich im 1. Halbjahr 2012/2013 in einem unverändert schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld insgesamt gut behauptet; wesentliche Stützen waren die soliden Positionen bei Elevator Technology und Industrial Solutions.

Die fortgeführten Aktivitäten akquirierten im Berichtshalbjahr neue Aufträge in Höhe von 19,3 Mrd € und lagen damit um 7 % unter dem Vorjahresniveau. Deutliche Zuwächse gab es jedoch in der Aufzugssparte, die in den ersten beiden Quartalen jeweils neue Rekordwerte erzielen konnte, und insbesondere im Projektgeschäft: Industrial Solutions steigerte den Auftragseingang um 30 %. Auf Basis dieser starken Ordertätigkeit stieg der Auftragsbestand bei Elevator Technology und Industrial Solutions auf ein Rekordniveau von zusammen 20,2 Mrd €. Das Geschäft mit industriellen Komponenten sowie mit Werkstoffen hingegen legte zwar im 2. Quartal saisonaltypisch gegenüber dem Vorquartal zu, blieb jedoch nachfrage- und desinvestitionsbedingt unter Vorjahresniveau. Niedrige Mengen, vor allem aber niedrigere Preise haben das Stahlgeschäft in Europa und den globalen Werkstoffhandel belastet.

Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9 % auf 17,9 Mrd €. Desinvestitionen und Rückgängen im Komponenten- und Werkstoff-Geschäft stand wiederum eine Umsatzausweitung in den Aufzugs- und Projektgeschäften gegenüber.

Einschließlich der nicht fortgeführten Aktivitäten Steel Americas und Stainless Global (zum 28. Dezember 2012 veräußert) gab der Konzern-Auftragseingang im 1. Halbjahr 2012/2013 um 12 % auf 21,3 Mrd € nach, der Konzern-Umsatz um 14 % auf 20,0 Mrd €.

Mit Bereinigtem EBIT von 470 Mio € auf gutem Weg zum Gesamtjahresziel

In einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld verminderte sich das Bereinigte EBIT der fortgeführten Aktivitäten im 1. Halbjahr 2012/2013 im Vergleich zum Vorjahr von 733 Mio € auf 470 Mio €, liegt jedoch auf gutem Weg zum Gesamtjahresziel von rund 1 Mrd €. Das 2. Quartal hat zum Halbjahreswert mit 241 Mio € beigetragen, einem Wert am oberen Rand der avisierten rund 200 Mio € sowie leicht über dem Vorquartal. Alle Business Areas schlossen das 1. Halbjahr mit einem positiven Beitrag ab; dies gilt auch für Steel Europe mit einem positiven Bereinigten EBIT in beiden Quartalen in einem Umfeld am zyklischen Tief. Industrial Solutions leistete den größten Ergebnisbeitrag.

Bei den stärker zyklischen Werkstoff-Aktivitäten lag der Ergebnisrückgang vor allem an der preisbedingt schwächeren Entwicklung. Bei den Industriegüter-Geschäften waren die Gewinne bei Industrial Solutions vorübergehend leicht rückläufig, bei Components Technology blieben sie desinvestitions- und nachfragebedingt unter Vorjahresniveau. Elevator Technology konnte das Ergebnis hingegen im Halbjahr und in beiden Quartalen im Vergleich zum Vorjahr steigern. Insgesamt lag der Anteil der Industriegüter-Geschäfte am Bereinigten EBIT mit 740 Mio € deutlich über dem der Werkstoff-Geschäfte von 137 Mio €. Dagegen betrugen das Bereinigte EBIT von Corporate ð217 Mio € und die Konsolidierung ð190 Mio €. Die Bereinigte-EBIT-Marge der fortgeführten Aktivitäten verminderte sich im Berichtshalbjahr im Vergleich zum Vorjahr von 3,7 % auf 2,6 %.

Einschließlich der nicht fortgeführten Aktivitäten erhöhte sich das Bereinigte EBIT von 177 Mio € auf 301 Mio €. Hauptursachen waren mit Abschluss der Veräußerung entfallende Verluste bei Stainless Global sowie rückläufige Verluste bei Steel Americas; die Bereinigte-EBIT-Marge stieg von 0,8 % auf 1,5 %.

Ergebnis durch Sondereffekte belastet

Im 1. Halbjahr 2012/2013 war das EBIT der fortgeführten Aktivitäten durch Sondereffekte von insgesamt 255 Mio € belastet. Im Zusammenhang mit dem sogenannten Schienenkartell wurden für erkennbare Risiken aus erwarteten Strafen sowie Schadenersatzforderungen zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 207 Mio € gebildet. Weitere Rückstellungen betrafen Restrukturierungen insbesondere bei Elevator Technology, Materials Services und Steel Europe. Hinzu kamen Abfindungszahlungen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder bei Corporate. Entlastend wirkten hingegen nicht operative Erträge, die vor allem im 2. Quartal bei den Schiffbauaktivitäten von Industrial Solutions anfielen.

SONDEREFFEKTE DER FORTGEFÜHRTEN AKTIVITÄTEN IN MIO €

1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
Veränderung
in %
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
Veränderung
in %
EBIT 561 215 – 62 305 – 4 --
+/- Veräußerungsverluste/-gewinne – 51 – 3 94 1 2 100
+ Restrukturierungsaufwendungen 40 45 13 8 32 300
+ Wertminderungsaufwendungen (Impairment
Abschreibungen)
191 4 – 98 36 5 – 86
+ Weitere nicht operative Aufwendungen 20 234 ++ 11 228 ++
- Weitere nicht operative Erträge – 28 – 25 11 0 – 22
Bereinigtes EBIT 733 470 – 36 361 241 – 33

Nach Sondereffekten ergab sich insgesamt ein EBIT der fortgeführten Aktivitäten von 215 Mio €. Der Vorjahreswert lag bei 561 Mio € und war durch Sondereffekte in Höhe von 172 Mio €, die wesentlich im Zuge des Verkaufs der zivilen Schiffbauaktivitäten anfielen, belastet.

Einschließlich der nicht fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich das EBIT des Konzerns von ð585 Mio € im Vorjahr auf ð496 Mio €, blieb jedoch deutlich negativ. Wesentliche Ursache waren die auf die nicht fortgeführten Aktivitäten entfallenden Belastungen aus negativen Sondereffekten von insgesamt 543 Mio €. Diese beinhalteten negative Effekte aus der Zeitwertanpassung bei Steel Americas in Höhe von 683 Mio € sowie positive Sondereffekte bei Stainless Global, die sich im Wesentlichen aus dem vorläufigen Abgangsergebnis ergaben, in Höhe von 140 Mio €.

Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) verbesserte sich von ð84 Mio € auf ð44 Mio €. Das dabei auf die Aktionäre der ThyssenKrupp AG entfallende Ergebnis nach Steuern stieg von ð123 Mio € auf ð60 Mio €; entsprechend betrug das Ergebnis je Aktie ð0,12 €. Der Periodenfehlbetrag des Gesamtkonzerns war insbesondere durch die Zeitwertanpassung bei Steel Americas belastet, verbesserte sich jedoch von ð1.067 Mio € im Vorjahr auf ð822 Mio €. Der dabei auf die Aktionäre der ThyssenKrupp AG entfallende Periodenfehlbetrag stieg von ð1.047 Mio € im Vorjahr auf ð621 Mio €; das Ergebnis je Aktie lag entsprechend bei ð1,21 €.

Netto-Finanzschulden und Cash-Flow

Bei unserem Ziel, das Cash-Flow-Profil zu verbessern und die Netto-Finanzschulden abzubauen, haben wir Fortschritte gemacht. Der Free Cash-Flow des Gesamtkonzerns erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 2,8 Mrd € auf 286 Mio €. Die fortgeführten Aktivitäten erwirtschafteten dabei vor positiven Veräußerungseffekten in den ersten beiden Quartalen einen jeweils nahezu ausgeglichenen Free Cash-Flow; die Mittelzuflüsse aus dem erfolgreichen Abschluss der Edelstahltransaktion konnten somit die noch angefallenen Belastungen aus nicht fortgeführten Aktivitäten deutlich überkompensieren. Die Netto-Finanzschulden des Gesamtkonzerns beliefen sich zum 31. März 2013 auf 5.298 Mio € und lagen damit unterhalb der Verschuldung zum Vorjahresstichtag (6.480 Mio €) sowie zum 30. September 2012 (5.800 Mio €). Unter Berücksichtigung der flüssigen Mittel und der freien, zugesagten Kreditlinien in Höhe von insgesamt 8,0 Mrd € sowie der ausgewogenen Fälligkeitenstruktur ist ThyssenKrupp solide finanziert. Zum 31. März 2013 lag das durch die Zeitwertanpassung temporär erhöhte Gearing bei 148,2 %.

Die Netto-Finanzschulden des Gesamtkonzerns berechnen sich über den Saldo der in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zuzüglich der kurzfristigen zur Veräußerung verfügbaren sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie der langfristigen und kurzfristigen Finanzschulden; dabei sind auch die entsprechenden zur Veräußerung vorgesehenen Werte der Disposal Groups und der Discontinued Operations zu berücksichtigen.

Anleihe erfolgreich platziert

Die ThyssenKrupp AG hat am 18. Februar 2013 im Rahmen ihres 10-Mrd-€-Debt-Issuance-Programms eine Anleihe im Volumen von 1,25 Mrd € mit einer Laufzeit von 5 ½ Jahren begeben. Mit einem Orderbuch von über 4 Mrd € wurde die Anleihe sehr gut vom Kapitalmarkt aufgenommen. Auf Grund der guten Resonanz wurde per 05. März 2013 das Anleihevolumen um 0,35 Mrd € auf insgesamt 1,6 Mrd € aufgestockt. Der Zinscoupon beträgt 4,0 % jährlich bei einem Emissionskurs von 99,681 % bzw. 100,625 %. Mit der Emission wurde das vorteilhafte Marktumfeld genutzt und ein historisch günstiger Zinscoupon für eine von ThyssenKrupp begebene Anleihe erzielt. Zudem konnte das Fälligkeitenprofil der Finanzschulden verlängert und der Kapitalmarktanteil im Finanzierungsmix gestärkt werden. Die Stückelung von 1.000 € erleichtert es Privatpersonen, die Anleihe über die Börse zu erwerben.

Investitionen

Im 1. Halbjahr 2012/2013 investierte ThyssenKrupp insgesamt 719 Mio € und lag damit um 336 Mio € unter dem Vorjahresniveau. 297 Mio € des Rückgangs entfielen auf die nicht fortgeführten Aktivitäten und resultierten aus mit Abschluss der Veräußerung entfallenden Investitionen bei Stainless Global sowie aus stark rückläufigen Investitionen bei Steel Americas.

In die fortgeführten Aktivitäten haben wir in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres 521 Mio € investiert und liegen damit leicht unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 560 Mio € und sicher im avisierten Gesamtjahresbudget von maximal 1,4 Mrd €. Mehr als die Hälfte der Investitionen in unsere fortgeführten Aktivitäten entfielen auf die Industriegüter-Geschäfte und hier insbesondere auf Components Technology. Der überwiegende Teil des Budgets für unser Komponentengeschäft betrifft dabei die Wachstumsregionen BIC und Nafta; jüngstes Beispiel sind die Investitionen in ein neues Werk für Nutzfahrzeug-Kurbelwellen in der chinesischen Metropole Nanjing.

Voraussichtliche Entwicklung

Geschäftsjahr 2012/2013

Die Business Area Steel Americas wird seit dem 30. September 2012 – wie bereits vorher die Business Area Stainless Global – als nicht fortgeführte Aktivität behandelt. Die nachfolgende Prognose bezieht sich entsprechend auf die fortgeführten Aktivitäten des Konzerns; Steel Americas ist darin nicht mehr enthalten. Bei Steel Americas konzentrieren wir uns unverändert darauf, ein Signing zeitnah zu erreichen. Der Verkauf von Stainless Global wurde am 28. Dezember 2012 abgeschlossen.

Umsatz und Ergebnis – Die Geschäftsentwicklung des Konzerns im Geschäftsjahr 2012/2013 wird aus heutiger Sicht ganz wesentlich von der noch ausbleibenden Belebung der Weltwirtschaft mit einer ungelösten Schuldenkrise insbesondere im Euro-Raum und einer verhaltenen Wachstumsdynamik in den aufstrebenden Volkswirtschaften geprägt sein.

Unter der Annahme einer überwiegend stagnierenden Entwicklung in den Kernmärkten unserer stärker zyklischen Werkstoffund Komponenten-Geschäfte, deren verlässliche Planbarkeit im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld nicht wesentlich über ein Quartal hinausreicht, sehen wir derzeit die Entwicklung des Umsatzes und des Bereinigten EBIT im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

  • Wir erwarten, dass der Konzernumsatz im 2. Halbjahr gegenüber dem 1. Halbjahr zulegen, jedoch im Geschäftsjahr unter dem Niveau des Vorjahres (Umsatz 2011/2012: 40,1 Mrd €) bleiben wird. Dabei gehen wir auch davon aus, dass es nicht zu größeren Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten kommt. Entfallende Umsätze aus Portfoliomaßnahmen, insbesondere bei Steel Europe und Components Technology, können durch organisches Wachstum bei den Industriegüter-Geschäften nicht vollständig kompensiert werden; im Aufzugs- und Projektgeschäft decken die bestehenden hohen Auftragsbestände die Umsatzplanung bereits bis weit in die Zukunft ab.
  • Unter der Annahme, dass sich die im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr noch verhaltenere Werkstoffkonjunktur fortsetzt, aber nicht noch zunehmend verschärft, sollte das Bereinigte EBIT aus fortgeführten Aktivitäten des Konzerns bei rund 1 Mrd € liegen (Bereinigtes EBIT 2011/2012: 1,4 Mrd €).
  • Bei den Industriegüter-Geschäften (Bereinigtes EBIT 2011/2012: 1,7 Mrd €) sollten sich bei Industrial Solutions die Ergebnisbeiträge des Anlagen- und Schiffbaus weitgehend stabil entwickeln. Im Aufzugsgeschäft erwarten wir eine Margen- und Ergebnisverbesserung. Im Komponenten-Geschäft werden sich neben den Portfoliobereinigungen auch niedrigere Auslastungen in bestehenden Werken, die Anlaufkosten für die neuen Werke in China und Indien sowie die zunehmende Wettbewerbsintensität bei Großwälzlagern für die Windenergie bemerkbar machen.
  • Beim Bereinigten EBIT der insgesamt stärker zyklischen Werkstoff-Aktivitäten (Bereinigtes EBIT 2011/2012: 0,6 Mrd €) erwarten wir ein Ergebnis, das unter dem des Vorjahres liegen, aber deutlich positiv sein wird.

Unser Ziel im Geschäftsjahr 2012/2013 ist es, die Cash-Generierung nachhaltig zu verbessern und die Netto-Finanzschulden zu reduzieren. Trotz der Schwierigkeiten auf den europäischen Finanzmärkten, der deshalb erschwerten Rahmenbedingungen sowie des temporär gestiegenen Gearing stehen unsere Finanzierung und Liquidität auch im Geschäftsjahr 2012/2013 auf einer gesicherten Basis und können Schwankungen, die sich aus bestimmten kurzfristigen makroökonomischen Themen ergeben, abfedern. Nach den hohen Investitionsauszahlungen in den Vorjahren für die Großprojekte in Brasilien und den USA sowie nach Abschluss der Edelstahltransaktion erwarten wir das Investitionsvolumen des Gesamtkonzerns deutlich unter Vorjahresniveau.

Nicht fortgeführte Aktivitäten – Unter der Voraussetzung, dass die nicht fortgeführte Aktivität Steel Americas noch das gesamte Geschäftsjahr 2012/2013 im Konzern verbliebe, würden wir für diese Aktivität ein negatives Bereinigtes EBIT im niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erwarten. Hierin sind planmäßige Abschreibungen, die mit der Klassifizierung von Steel Americas als nicht fortgeführte Aktivität entfallen, entsprechend nicht mehr enthalten.

Geschäftsjahr 2013/2014

Im Geschäftsjahr 2013/2014 werden wir weiter an der strukturellen Verbesserung des Konzerns arbeiten und mit der strategischen Weiterentwicklung unser ganzheitliches Konzept mit Nachdruck weiter umsetzen, um den Konzern für die Zukunft wettbewerbsfähig und nachhaltig aufzustellen. Dies kann unter anderem gezielte Wachstumsimpulse und weitere Optimierungen des Portfolios umfassen. Sofern sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Schuldenkrise nicht auf unser Geschäftsjahr 2013/2014 erstrecken, gehen wir im Zuge des allgemeinen Wirtschaftswachstums auch von einem steigenden Umsatz aus. Höherer Umsatz und strukturelle Verbesserungen sollten sich entsprechend positiv auf das Ergebnis auswirken. Zusätzlich erwarten wir auf der Ergebnisseite für 2013/2014 signifikante Verbesserungen aus den initiierten Konzernprogrammen, insbesondere aus "impact 2015" sowie den kontinuierlichen Effizienzimpulsen aus dem Benchmarking. Da wir darüber hinaus davon ausgehen, die beschriebenen Portfoliomaßnahmen umzusetzen, rechnen wir für 2013/2014 mit einer Verbesserung der Eigenkapital- und Finanzierungssituation.

Geschäftsverlauf in den Business Areas

Components Technology

COMPONENTS TECHNOLOGY IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
Veränderung
in %
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 3.636 2.684 – 26 1.858 1.360 – 27
Umsatz Mio € 3.633 2.705 – 26 1.880 1.360 – 28
EBIT Mio € 297 108 – 64 128 65 – 49
EBIT-Marge % 8,2 4,0 6,8 4,8
Bereinigtes EBIT Mio € 231 105 – 55 128 63 – 51
Bereinigte-EBIT-Marge % 6,4 3,9 6,8 4,6
Mitarbeiter (31.03.) 31.304 27.698 – 12 31.304 27.698 – 12

Die Business Area Components Technology umfasst das Liefer- und Leistungsspektrum von Hightech-Komponenten für den allgemeinen Maschinenbau, Baumaschinen und Windkraftanlagen. Im Automobilsektor liegen die Schwerpunkte unserer Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Kurbel- und Nockenwellen, Lenksysteme, Dämpfer, Federn, Stabilisatoren und Montage von Achsmodulen.

Auftragseingang und Umsatz desinvestitions- und nachfragebedingt gesunken

Wie im Vorquartal führten bei Components Technology die Desinvestitionen des letzten Geschäftsjahres im 2. Quartal 2012/2013 und damit im 1. Geschäftshalbjahr zu einem strukturell geringeren Geschäftsvolumen. Der Auftragseingang sank im 2. Quartal gegenüber dem Vorjahr um 27 % auf 1,4 Mrd €, lag jedoch leicht über dem Niveau des 1. Quartals. Bereinigt um die Desinvestitionen des Vorjahres ging der Auftragseingang nachfragebedingt um 10 % zurück. Dabei zeigte sich keine konjunkturelle Trendwende in Westeuropa. Die Nachfrage nach Automobilkomponenten für PKW- und Nutzfahrzeuge blieb weiterhin schwach. Dagegen entwickelte sich das PKW-Geschäft in den USA, Brasilien, China und Russland positiv; in Brasilien und China werden wir unsere Präsenz durch im Hochlauf befindliche Werke steigern. Der Markt für schwere Nutzfahrzeuge insbesondere in Europa, den USA und China blieb weiterhin stark rückläufig, in Brasilien war eine leichte Nachfragebelebung zu spüren. Das unsichere Investitionsklima führte insbesondere in Westeuropa zu Projektverschiebungen im Bau- und Windenergiesektor, was eine geringere Nachfrage und Auftragsvergabe für Komponentenzulieferungen zur Folge hatte. In China war die Nachfrage nach Komponenten auf Grund der verzögerten Netzanbindung bereits bestehender Windkraftanlagen weiterhin schwach.

Der Umsatz folgte der Auftragsentwicklung und lag mit ebenfalls 1,4 Mrd € im 2. Quartal insbesondere wegen der Unternehmensabgänge um 28 % unter dem Vorjahresniveau; bereinigt um die Desinvestitionen sank er um 11 %.

EBIT im 2. Quartal gegenüber 1. Quartal verbessert, aber unter Vorjahr

Mit 108 Mio € im 1. Halbjahr und 65 Mio € im 2. Quartal lag das EBIT von Components Technology unter den hohen Vorjahreswerten. Hier wirkten sich der wegfallende operative Gewinn der US-amerikanischen Gießereigruppe Waupaca, der Konjunkturabschwung in Westeuropa im Bereich der Komponenten für PKW und schwere Nutzfahrzeuge sowie die anhaltend schwache Nachfrage im Windenergie- und Infrastrukturbereich aus. Zusätzlich sind Anlaufkosten für neue Werke und Produkte im Ergebnis enthalten. Bei ThyssenKrupp Federn & Stabilisatoren wurde ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm gestartet, das bereits im 2. Quartal erste Erfolge zeigte. Das Bereinigte EBIT von 63 Mio € im 2. Quartal lag unter dem Vorjahreswert, jedoch über dem Vorquartal.

Bei Berco wird im Bereich Laufwerkskomponenten für den Baumaschinensektor ein Restrukturierungsprogramm mit umfangreichen Personalmaßnahmen eingeleitet, um die Profitabilität und Zukunftsfähigkeit zu sichern und auszubauen. Das neue Management-Team wird alle Rationalisierungsmaßnahmen unter aktiver Einbeziehung der betroffenen Gewerkschaften erarbeiten. Die Restrukturierung dient als Grundlage für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens; sie soll nachhaltig Arbeitsplätze sichern sowie die Veräußerung im Rahmen einer Best-Owner-Lösung unterstützen.

Elevator Technology

ELEVATOR TECHNOLOGY IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
Veränderung
in %
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
Veränderung
in %
Auftragsbestand (31.03.) Mio € 3.518 3.766 7 3.518 3.766 7
Auftragseingang Mio € 3.007 3.249 8 1.541 1.633 6
Umsatz Mio € 2.670 2.920 9 1.322 1.388 5
EBIT Mio € 231 304 32 118 133 13
EBIT-Marge % 8,7 10,4 8,9 9,6
Bereinigtes EBIT Mio € 274 315 15 132 146 11
Bereinigte-EBIT-Marge % 10,3 10,8 10,0 10,5
Mitarbeiter (31.03.) 46.605 48.150 3 46.605 48.150 3

Das Produktprogramm der Business Area Elevator Technology umfasst Personen- und Lastenaufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige, Fluggastbrücken, Treppen- und Plattformlifte sowie den Service für die gesamte Produktpalette. Über 900 Standorte sorgen für ein dichtes Service- und Dienstleistungsnetz und somit für eine optimale Nähe zum Kunden.

Deutliches Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz

Elevator Technology hat im 1. Halbjahr 2012/2013 die positive Entwicklung fortgesetzt und konnte in den ersten beiden Quartalen des laufenden Geschäftsjahres Auftragseingang und Umsatz deutlich steigern.

Der Auftragseingang entwickelte sich insbesondere im chinesischen Neuanlagenmarkt weiterhin sehr positiv. Im nord- und südamerikanischen Markt ist ebenfalls ein deutliches Wachstum zu verzeichnen. In Europa blieb das Niveau insgesamt konstant. Verglichen mit dem Vorjahr stieg das Auftragsvolumen um 8 % auf 3,2 Mrd € und erreichte in den ersten beiden Quartalen jeweils neue Rekordwerte. Der Umsatz wurde gleichermaßen von einem positiven Geschäft mit Neuanlagen auf den asiatischen Märkten getragen. Auch auf dem nord- und südamerikanischen Markt waren die Zuwächse zum Teil deutlich. Insgesamt wurde das Volumen sowohl im Neuinstallations- als auch im Service- und Modernisierungsgeschäft kontinuierlich ausgebaut. Elevator Technology konnte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres den Umsatz um 9 % auf 2,9 Mrd € steigern. Auch im 2. Quartal erhöhte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich, lag jedoch unter anderem auf Grund des chinesischen Neujahrsfestes saisonaltypisch unter dem Vorquartal.

ı Mio €, Veränderungsrate gegenüber Vorquartal
$\mathbf{1}$ 142
$\overline{2}$ $-7%$ 132
3 $+ 11 \%$ 147
4 $+13%$ 166
2011/2012
1 $+2%$ 169
$\overline{2}$ $-14%$ 146
2012/2013

Ergebnis und Marge gegenüber Vorjahr verbessert

Im 1. Halbjahr 2012/2013 erwirtschaftete Elevator Technology ein EBIT von 304 Mio €. Das Bereinigte EBIT betrug 315 Mio € und lag im Halbjahr sowie in beiden Quartalen über den Vorjahreswerten. Hierzu trugen insbesondere der gestiegene Umsatz sowie die positiven Effekte aus den im letzten Geschäftsjahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen bei, unter anderem in Spanien und bei Access Solutions in den USA. Im Rahmen eines umfassenden Performance-Programms mit den Schwerpunkten Produktion, Service, Wachstumsmärkte, Produkt- und Länderportfolio sowie M&A arbeiten wir intensiv an der kontinuierlichen Ergebnis- und Margenverbesserung: Die Bereinigte-EBIT-Marge stieg im 1. Halbjahr auf 10,8 % nach 10,3 % im Vorjahr.

Industrial Solutions

INDUSTRIAL SOLUTIONS IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
Veränderung
in %
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
Veränderung
in %
Auftragsbestand (31.03.) Mio €
13.366
16.440 23 13.366 16.440 23
Auftragseingang Mio €
2.758
3.597 30 1.665 1.595 – 4
davon Marine Systems* Mio €
957
227 – 76 731 45 – 94
Umsatz Mio €
2.511
2.734 9 1.202 1.428 19
davon Marine Systems* Mio €
586
703 20 220 400 82
EBIT Mio €
184
339 84 175 198 13
EBIT-Marge %
7,3
12,4 14,6 13,9
Bereinigtes EBIT Mio €
357
320 – 10 193 180 – 7
Bereinigte-EBIT-Marge %
14,2
11,7 16,1 12,6
Mitarbeiter (31.03.) 17.687 18.427 4 17.687 18.427 4

* einschließlich Sonstiger Beteiligungen und Konsolidierung

Zum 01. Januar 2013 wurden die ehemaligen Business Areas Plant Technology und Marine Systems zu der neuen Business Area Industrial Solutions zusammengeführt. Industrial Solutions gliedert sich in die Operating Units Process Technologies (Uhde), Resource Technologies (Polysius/Fördertechnik), Marine Systems (HDW/Blohm+Voss Naval) und System Engineering. Das Produktportfolio reicht von Chemie- und Raffinerieanlagen im Bereich Process Technologies, Anlagen für die Zementindustrie sowie innovativen Lösungen zum Abbau, zur Gewinnung und Weiterverarbeitung von Rohstoffen im Bereich Resource Technologies über den Marineschiffbau im Bereich Marine Systems bis hin zu Produktionssystemen für die Automobilindustrie im Bereich System Engineering. Serviceleistungen runden das Portfolio ab. Herausragende Ingenieurleistungen für patentierte Verfahrensprozesse und mechanische Anwendungen, globales Projektmanagement, Systemintegration, zuverlässiges Einkaufs- und Lieferantenmanagement und anspruchsvolle Dienstleistungen sind die Basis für nachhaltige Kundenzufriedenheit.

Starker Anstieg beim Auftragseingang, Auftragsbestand auf Rekordniveau

Die Märkte von Industrial Solutions entwickelten sich im 1. Halbjahr 2012/2013 insgesamt positiv. Die hervorragende Entwicklung beim Auftragseingang reflektiert dabei den hohen Stellenwert unserer Ingenieurkunst, die es unseren Kunden ermöglicht, sich über innovative Produkte sowie deren wirtschaftliche und ressourcenschonende Herstellung zu differenzieren.

Mit einem Auftragseingang von insgesamt 3,6 Mrd € wurde der Vorjahreswert deutlich übertroffen. Hierzu hat insbesondere der Chemieanlagenbau bei Process Technologies beigetragen. Durch die niedrigen Gaspreise in Nordamerika besteht nach wie vor eine hohe Nachfrage nach Düngemittelanlagen; dies eröffnet nachhaltige Chancen für weitere Projekte im Chemieanlagenbau in Nordamerika. Im Bereich Resource Technologies konnten wir die starke Infrastruktur-Nachfrage in Südostasien nutzen: Wir gewannen einen Folgeauftrag zur Erweiterung eines Zementwerkes in Höhe von 190 Mio € in Indonesien, für dessen Zementmarkt 2013 ein zweistelliges Wachstum prognostiziert wird. System Engineering erhielt einen Auftrag für eine Fertigungslinie für die Luftfahrtindustrie – eine Aktivität, die wir weiter ausbauen werden. Der Auftragseingang bei Marineschiffen war niedriger als der hohe Vorjahreswert, der einen größeren Auftrag enthielt. Die Märkte von Marine Systems entwickeln sich jedoch weiterhin positiv; weltweit besteht eine Reihe von aussichtsreichen Projekten, unter anderem auch in der Region Asien/Pazifik. Zur Stärkung der Marktpräsenz im südostasiatischen Raum inklusive Australien und Neuseeland hat der Marineschiffbau das australische Ingenieurunternehmen Australian Marine Technologies erworben.

Der außerordentlich hohe Auftragsbestand von 16,4 Mrd € zum 31. März 2013 sichert weiterhin gute Beschäftigung, bietet Planungssicherheit und trägt zur Wachstumsperspektive bei.

Industrial Solutions übertraf mit einem Umsatz von 2,7 Mrd € im 1. Halbjahr 2012/2013 den Vorjahreswert um 9 % und bestätigt damit wieder den stabilen Aufwärtstrend.

AUFTRAGSEINGANG INDUSTRIAL SOLUTIONS BEREINIGTES EBIT INDUSTRIAL SOLUTIONS
in Mio $\epsilon$ , Veränderungsrate gegenüber Vorguartal in Mio €, Veränderungsrate gegenüber Vorquartal
1.093 164
Q 1 Q 1
1.665 193
$+52%$ $+18%$
Q 2 Q 2
1.288 163
$-23%$ $-16%$
Q 3 Q 3
3.585 168
$+178%$ $+3%$
Q 4 Q 4
2011/2012 2011/2012
2.002 140
$-44%$ $-17%$
Q1 Q 1
1.595 180
$-20%$ $+29%$
Q 2 Q 2
2012/2013 2012/2013

EBIT im 1. Halbjahr deutlich gestiegen; Bereinigtes EBIT unter hohem Vorjahresniveau

Das EBIT belief sich im 1. Halbjahr 2012/2013 auf 339 Mio €; das 2. Quartal trug dazu 197 Mio € bei. Der Vorjahreswert, der durch Sondereffekte von 173 Mio € belastet war, wurde damit deutlich übertroffen.

Das Bereinigte EBIT von 320 Mio € im 1. Halbjahr 2012/2013 blieb unter dem Wert des Vorjahres, der insbesondere von der Rücknahme von projektspezifischen Risikorückstellungen im Schiffbau profitierte. Das 2. Quartal 2012/2013 trug dazu 180 Mio € bei. Die Bereinigte-EBIT-Marge lag mit 11,7 % über dem Zielniveau von mindestens 10 %.

Materials Services

MATERIALS SERVICES IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
Veränderung
in %
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 6.774 5.753 – 15 3.573 2.988 – 16
Umsatz Mio € 6.553 5.738 – 12 3.408 2.923 – 14
EBIT Mio € 114 – 121 -- 74 – 157 --
EBIT-Marge % 1,7 – 2,1 2,2 – 5,4
Bereinigtes EBIT Mio € 130 98 – 25 90 58 – 36
Bereinigte-EBIT-Marge % 2,0 1,7 2,6 2,0
Mitarbeiter (31.03.) 28.123 26.230 – 7 28.123 26.230 – 7

Die Business Area Materials Services ist an rund 500 Standorten in mehr als 30 Ländern auf die Distribution von Roh- und Werkstoffen einschließlich technischer Dienstleistungen spezialisiert.

Gut behauptet – dank breiter Aufstellung und umfassendem Maßnahmenprogramm

Das breite Produkt- und Dienstleistungsportfolio, die internationale Aufstellung sowie die leistungsfähigen IT-, Lager- und Logistiksysteme von Materials Services haben sich auch im 1. Halbjahr 2012/2013 bewährt. In Anbetracht der schwieriger werdenden Marktverhältnisse wurde bereits Ende des letzten Geschäftsjahres ein umfassendes Bündel von Maßnahmen eingeleitet, um auf das angespannte Marktumfeld frühzeitig zu reagieren; dies betraf gleichermaßen das Bestandsmanagement, die Logistik, die Verwaltung und die Mitarbeiter. Dadurch konnte die Geschäftsentwicklung, auch im Vergleich zu vielen Wettbewerbern, auf einem am Umfeld gemessenen guten Niveau gehalten werden.

Der Auftragseingang reduzierte sich um 15 % auf knapp 5,8 Mrd €. Der Umsatz fiel um 12 % auf 5,7 Mrd € und der Lagerabsatz im Werkstoffgeschäft um 3,5 % auf 2,6 Mio t. In diesen Zahlen spiegelt sich die weitere konjunkturelle Abschwächung in nahezu allen Regionen und Industriebereichen mit Ausnahme unserer Werkstoffaktivitäten in Nordamerika wider. Insgesamt legten Auftragseingang und Umsatz zwar im 2. Quartal saisonaltypisch gegenüber dem Vorquartal zu, die allgemeine Frühjahrsbelebung blieb jedoch aus – auch bedingt durch den ungewöhnlich langen Winter. Dagegen haben wir unsere Werkstoffund Dienstleistungs-Aktivitäten für die Aerospace-Industrie weiter erfolgreich ausgebaut; in Indien und Tunesien wurden im Zuge der Geschäftserweiterung neue Aktivitäten gestartet.

Die Nachfrage nach metallurgischen Rohstoffen blieb im Zuge zahlreicher Produktionsdrosselungen und -stillstände in der Stahlindustrie schwach. Da in Brasilien einige Sonderprojekte durch die Auftraggeber verschoben wurden, konnten Auslastung und Umsatz der stahlwerksnahen Dienstleistungen im 1. Halbjahr nicht auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums gehalten werden. Auch hier wurde mit frühzeitigen Personalmaßnahmen gegengesteuert.

Für den Geschäftsbereich "Railway/Construction", der sowohl die Gleistechnik- als auch die Bautechnik-Aktivitäten mit einem Jahresumsatz von zusammen etwa 400 Mio € und rund 800 Mitarbeitern umfasst, haben wir angesichts begrenzter Wachstumsperspektiven im deutschen Markt und eines derzeit verstärkten Kostendrucks einen Verkaufsprozess eingeleitet.

Bereinigtes EBIT im 2. Quartal gegenüber 1. Quartal verbessert, aber unter Vorjahr

In einem schwierigen Geschäftsumfeld war das Ergebnis im 1. Halbjahr 2012/2013 gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Gestützt durch intensivierte und frühzeitige Performance-Programme, leistete Materials Services jedoch mit einem Bereinigten EBIT von 98 Mio € einen deutlich positiven Beitrag zum Konzernergebnis. Nach Sondereffekten in Höhe von 219 Mio €, die insbesondere wegen zusätzlicher Rückstellungen für erkennbare Risiken aus erwarteten Strafen sowie Schadenersatzforderungen im Zusammenhang mit dem sogenannten Schienenkartell sowie für Restrukturierungen anfielen, betrug das EBIT im Berichtshalbjahr ð121 Mio €. Analog zu Auftragseingang und Umsatz verbesserten sich im 2. Quartal auch das Bereinigte EBIT mit 58 Mio € und die Marge mit 2,0 % im Vergleich zum Vorquartal; sie blieben aber unter dem Vorjahresniveau.

Steel Europe

STEEL EUROPE IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
Veränderung
in %
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 5.695 5.023 – 12 2.990 2.620 – 12
Umsatz Mio € 5.416 4.765 – 12 2.886 2.512 – 13
EBIT Mio € 123 19 – 85 21 – 10 --
EBIT-Marge % 2,3 0,4 0,7 – 0,4
Bereinigtes EBIT Mio € 132 39 – 70 30 9 – 70
Bereinigte-EBIT-Marge % 2,4 0,8 1,0 0,4
Mitarbeiter (31.03.) 28.137 27.773 – 1 28.137 27.773 – 1

Die Business Area Steel Europe bündelt die Aktivitäten des Konzerns bei Qualitätsflachstahl vor allem im europäischen Markt. Die hochwertigen Flachstahl-Erzeugnisse werden an Kunden in der Automobilindustrie und anderen stahlverarbeitenden Industriezweigen geliefert. Zum Programm gehören auch Produkte für attraktive Spezialmärkte wie beispielsweise die Verpackungsindustrie.

Auftragseingang und Umsatz erlösbedingt niedriger

In einem anhaltend schwierigen Marktumfeld konnten Auftragseingang, Umsatz und Versand im 2. Quartal saisonaltypisch im Vergleich zum Vorquartal zulegen. Auftragseingang und Umsatz lagen jedoch desinvestitions- und insbesondere erlösbedingt unter Vorjahresniveau. Insgesamt verzeichnete Steel Europe im 1. Halbjahr 2012/2013 eine Abnahme des Auftragseingangs um 12 % auf 5,0 Mrd €. Bereinigt um das im Vorjahr noch enthaltene Bauelemente-Geschäft reduzierte sich der Auftragseingang um 11 %. Bei im Vergleich zum Vorjahr ansonsten konstanten Bestellmengen war der Rückgang auf die niedrigeren Preise zurückzuführen, zu denen diese Aufträge gebucht wurden. Der über weite Strecken des Kalenderjahres 2012 negative Trend bei den europäischen Spotmarktpreisen schlug sich mit Verzögerung in den Abschlüssen mit unseren Kunden nieder.

Der Umsatz ging um ebenfalls 12 % auf rund 4,8 Mrd € zurück, portfoliobereinigt waren es ð11 %. Der Versand lag um 5 % unter dem Vorjahr, vergleichbar gerechnet blieb er in Summe annähernd konstant. Umsatzmindernd wirkten sich daher die niedrigeren Durchschnittserlöse aus; alle Geschäfte waren davon betroffen. Der Umsatz mit Kunden in der Automobil- und Zulieferindustrie erreichte mengen- und erlösbedingt nicht mehr das Niveau des Vorjahres. Das Geschäft mit den übrigen Industriekunden und Stahl-Service-Centern profitierte teilweise von einer wieder verbesserten, nicht zuletzt lagerzyklisch bedingten Mengenkonjunktur. So war der Versand an die Verpackungs-, EBM- und Rohrindustrie höher als im Vorjahr. Bei Elektroband dagegen waren Erlöse und Mengen weiterhin erheblich unter Druck, dies betraf insbesondere das kornorientierte Material.

Weiterhin reduzierte Produktion

Die Rohstahlerzeugung war mit insgesamt 5,6 Mio t um 4 % niedriger als im Vorjahr. Dabei produzierten die eigenen Stahlwerke auf Vorjahresniveau, während die Zulieferungen von den Hüttenwerken Krupp Mannesmann um 15 % zurückgingen. Auch in den nachgeschalteten Walz- und Veredelungsstufen mussten die Beschäftigungsanpassungen teilweise fortgeführt werden, die Kurzarbeit bei der ThyssenKrupp Steel Europe AG wurde jedoch Ende Januar 2013 beendet. In der Elektrobandfertigung dagegen meldeten im Laufe des 2. Geschäftsjahresquartals zwei Standorte Kurzarbeit an.

EBIT deutlich gesunken, jedoch positiv

Das Bereinigte EBIT verringerte sich im 1. Halbjahr 2012/2013 um 93 Mio € auf 39 Mio €, blieb jedoch in einem Geschäftsumfeld am zyklischen Tief in beiden Quartalen positiv. Wesentliche Ursache des Ergebnisrückgangs war die unauskömmliche Erlössituation. Das EBIT belief sich auf 19 Mio €. Die Sondereffekte in Höhe von 20 Mio € beinhalten erste Rückstellungen im Rahmen des Programms "Best in Class – reloaded". Vor dem Hintergrund der unzureichenden Ergebnissituation wird intensiv an der Detaillierung und Umsetzung der Maßnahmen gearbeitet. Dabei geht es unter anderem um die im Rahmen einer Best-Owner-Lösung angestrebte Veräußerung der kornorientierten Elektrobandfertigung mit den Werken Gelsenkirchen und Isbergues in Frankreich sowie der Elektrobandaktivitäten in Nashik, Indien.

Bereich Corporate der ThyssenKrupp AG

Corporate umfasst die Konzernverwaltung sowie die Shared-Services-Aktivitäten. Der Konzern wird von der ThyssenKrupp AG als Hauptverwaltung zentral geführt. Für eine noch stärkere, weltweite Vernetzung verändert ThyssenKrupp derzeit die Organisation umfassend hin zu einer dreidimensionalen Führungsstruktur (Matrix-Organisation) aus operativen Geschäften, Funktionen und Regionen. Im Rahmen dieses neuen Führungskonzepts werden derzeit Regional Headquarters in Indien, Brasilien, China und Japan aufgebaut. Das Regional Headquarters in Nordamerika ist bereits seit Beginn des Geschäftsjahres vollumfänglich aktiv.

Die Shared-Services-Aktivitäten umfassen die Bereiche Business Services (Finanzen und Personal), IT und Real Estate einschließlich der nicht betriebsnotwendigen Immobilien. Der Umsatz, den Corporate-Gesellschaften mit marktgängigen Dienstleistungen für Konzernunternehmen und externe Kunden erbringen, betrug im 1. Halbjahr 98 Mio €; es waren 26 Mio € mehr als im Vorjahreshalbjahr.

Das EBIT von Corporate verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 33 Mio € auf ð251 Mio €. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Verwaltungskosten, u.a. Beratungsaufwendungen für die umfangreichen konzernweiten Projekte – wie die Einführung einheitlicher Datenerfassungssysteme oder das Effizienz- und Restrukturierungsprogramm ACT. Das Bereinigte EBIT belief sich auf ð217 Mio €; im Vorjahreshalbjahr waren es ð221 Mio €.

Steel Americas (nicht fortgeführte Aktivität)

STEEL AMERICAS IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
Veränderung
in %
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
Veränderung
in %
Auftragseingang* Mio € 1.215 1.069 – 12 632 509 – 19
Umsatz* Mio € 1.044 989 – 5 546 501 – 8
EBIT Mio € – 518 – 782 – 51 – 230 – 695 --
EBIT-Marge %
Bereinigtes EBIT Mio € – 516 – 99 81 – 228 – 12 95
Bereinigte-EBIT-Marge %
Mitarbeiter (31.03.) 4.258 4.068 – 4 4.258 4.068 – 4

* einschließlich konzerninterner Auftragseingänge / Umsätze

Mit den Stahl- und Weiterverarbeitungswerken in Brasilien und den USA erschließt Steel Americas den nordamerikanischen Markt für hochwertige Flachstahlprodukte. Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung wird sich ThyssenKrupp von diesen Werken trennen. Zum 30. September 2012 erfüllte Steel Americas die Voraussetzungen für einen Ausweis als nicht fortgeführte Aktivität im Sinne der IFRS.

Schwieriges Geschäftsumfeld im nordamerikanischen Markt

Im 1. Halbjahr 2012/2013 wurde mit 1,1 Mrd € ein um 12 % geringerer Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr realisiert. In einem schwierigen Geschäftsumfeld sank der Umsatz preisbedingt um 5 % auf 1,0 Mrd €, während Produktion und Versand weitgehend konstant blieben. Mit einer Produktion von rund 1,7 Mio t Brammen wurden das US-Weiterverarbeitungswerk, Steel Europe sowie brasilianische und nordamerikanische Abnehmer vom brasilianischen Hüttenwerk beliefert. Insgesamt verkaufte Steel Americas 1,3 Mio t Flachstahl an nordamerikanische Kunden. 0,2 Mio t Brammen wurden auf dem brasilianischen und nordamerikanischen Markt abgesetzt, 0,3 Mio t Brammen gingen an Steel Europe.

In der Kundenzertifizierung erzielte Steel Americas weitere Fortschritte: Die Zertifizierungsprozesse wurden in der Automobilindustrie konsequent vorangetrieben; im Bereich Pipe & Tube konnten sie abgeschlossen werden.

EBIT durch Sondereffekte belastet, Bereinigtes EBIT deutlich verbessert

Im 1. Halbjahr betrug das EBIT ð782 Mio €, war jedoch durch Sondereffekte in Höhe von 683 Mio € belastet, die sich aus der neuen Einschätzung des beizulegenden Zeitwertes ergaben. Das Bereinigte EBIT verbesserte sich von ð516 Mio € im Vorjahr auf ð99 Mio €. Die deutliche Verbesserung resultierte unter anderem aus operativen Fortschritten – insbesondere aus der Optimierung von Kosten, einem niedrigeren und strukturell verbesserten spezifischen Reduktionsmittelverbrauch sowie einer stärkeren Ausrichtung auf Kundensegmente mit höherem Margenpotenzial in Nordamerika. Weitere Faktoren waren eine erfolgreiche und intensivierte Erschließung neuer Brammenkunden bei dem brasilianischen Hüttenwerk und in dem Zusammenhang ein positiver, aperiodischer Steuereffekt im 2. Quartal. Außerdem entfielen mit der Klassifizierung als nicht fortgeführte Aktivität die planmäßigen Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte, die im 1. Halbjahr 2012/2013 205 Mio € betrugen; diese waren im Ergebnis des Vorjahres noch mit 174 Mio € enthalten. Auf Grund des schwierigen Geschäftsumfeldes im nordamerikanischen Markt blieb das Ergebnis jedoch negativ, was insbesondere an dem unbefriedigenden Preisniveau im anlaufbedingt besonders wichtigen Service-Center-Geschäft lag. Weiterhin belastete eine nicht effiziente Auslastung der Aggregate.

Stainless Global (nicht fortgeführte Aktivität)

Am 28. Dezember 2012 wurde der Zusammenschluss der Business Area Stainless Global mit dem finnischen Unternehmen Outokumpu abgeschlossen. Bis zum Ende der Konzernzugehörigkeit erzielte Stainless Global im 1. Quartal 2012/2013 einen Auftragseingang von 1,3 (1. Quartal 2011/2012: 1,4) Mrd €, einen Umsatz von 1,4 (1. Quartal 2011/2012: 1,4) Mrd € und ein EBIT von 72 (1. Quartal 2011/2012: ð321) Mio €.

Nach der Veräußerung von Stainless Global hält der Konzern eine Finanzbeteiligung von 29,9 % an Outokumpu, die nach der Equity-Methode bilanziert wird. Die Beteiligung hat keinen strategischen oder operativen Bezug zu den fortgeführten Aktivitäten. Deshalb ist die Beteiligung dem Bereich Corporate zugeordnet; ihre Equity-Ergebnisse sind definitionsgemäß nicht den Bestandteilen des Finanzergebnisses mit operativem Charakter zuzurechnen und folglich nicht im EBIT enthalten.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse der fortgeführten Aktivitäten lagen im 1. Halbjahr 2012/2013 mit 17.939 Mio € um 1.852 Mio € oder 9 % unter dem Wert für das entsprechende Vorjahreshalbjahr. Die Umsatzkosten der fortgeführten Aktivitäten verminderten sich insgesamt um 1.621 Mio € oder 10 % und damit leicht überproportional zur Umsatzentwicklung. Hauptursache für die Abnahme waren die umsatzbedingt rückläufigen Materialaufwendungen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz der fortgeführten Aktivitäten ging um 231 Mio € auf 2.772 Mio € zurück, die Brutto-Umsatzmarge war mit 15 % unverändert.

Zu dem Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskosten der fortgeführten Aktivitäten um 26 Mio € trugen hauptsächlich die Business Areas Elevator Technology und Steel Europe bei.

Die Vertriebskosten der fortgeführten Aktivitäten verminderten sich um 12 Mio €, insbesondere durch gesunkene Aufwendungen für Frachten und Verkaufsversicherungen. Die allgemeinen Verwaltungskosten der fortgeführten Aktivitäten nahmen um 17 Mio € ab; dies lag hauptsächlich an geringeren Restrukturierungsaufwendungen.

Der Anstieg der sonstigen Erträge um 26 Mio € betraf insbesondere erhöhte Versicherungsentschädigungen sowie nachlaufende Erträge im Zusammenhang mit einem Altauftrag in der Business Area Industrial Solutions.

Die sonstigen Aufwendungen der fortgeführten Aktivitäten nahmen um 138 Mio € zu. Erhöhten Rückstellungszuführungen, insbesondere für erkennbare Risiken aus Schadenersatzforderungen sowie erwartete Strafen im Zusammenhang mit dem sogenannten Schienenkartell, stand hier der Wegfall der im Vorjahreshalbjahr erfassten Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwerte im Zusammenhang mit dem Verkauf der zivilen Bereiche von Blohm + Voss gegenüber.

Auf die fortgeführten Aktivitäten entfielen sonstige Gewinne und Verluste, die um 40 Mio € unter dem Vorjahreswert lagen. Dies war vor allem auf den Wegfall der im 1. Halbjahr 2011/2012 erfassten Gewinne aus der Veräußerung der Xervon-Gruppe und der brasilianischen Automotive-Systems-Aktivitäten zurückzuführen.

Wesentliche Ursache für die um 58 Mio € verminderten Finanzierungserträge der fortgeführten Aktivitäten waren geringere Wechselkursgewinne im Zusammenhang mit Finanztransaktionen. Der Rückgang der Finanzierungsaufwendungen der fortgeführten Aktivitäten um 92 Mio € betraf vor allem Währungsverluste im Zusammenhang mit Finanztransaktionen sowie rückläufige Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Für den Berichtszeitraum ergab sich bei einem Verlust aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) von 110 Mio € ein Steuerertrag der fortgeführten Aktivitäten von 66 Mio €. Im Vorjahr war die effektive Steuerbelastung durch Einmaleffekte aus der Veräußerung der zivilen Schiffbauaktivitäten beeinflusst.

Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belief sich der Verlust aus fortgeführten Aktivitäten auf 44 Mio €.

Der Verlust nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten verringerte sich um 205 Mio € auf 778 Mio €. Wesentliche Ursache hierfür war ein im Vorjahreshalbjahr erfasster Abwertungsaufwand von 515 Mio € für Stainless Global, dem im Berichtszeitraum ein auf Grund der noch nicht abgeschlossenen Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit dem 29,9 % Anteil an Outokumpu vorläufiger Gewinn von 146 Mio € aus der Abgabe des Edelstahlgeschäfts an Outokumpu gegenüberstand. Gegenläufig wirkten die insbesondere als Folge der im 2. Quartal 2012/2013 vorgenommenen Bewertungsanpassungen um 447 Mio € erhöhten Verluste nach Steuern von Steel Americas.

Unter Einbeziehung des Verlustes nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten ergab sich ein Periodenfehlbetrag von 822 Mio €; im Vorjahreshalbjahr wurde hier ein Fehlbetrag von 1.067 Mio € ausgewiesen.

Der Verlust je Aktie bezogen auf das Periodenergebnis, das auf die Aktionäre der ThyssenKrupp AG entfällt, verringerte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 0,82 € auf 1,21 €. Der Verlust je Aktie der fortgeführten Aktivitäten betrug 0,12 €, dies waren 0,12 € weniger als im entsprechenden Vorjahreshalbjahr.

Analyse der Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung insgesamt betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" und enthält bis zu deren tatsächlichen Veräußerung auch die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen einschließlich der nicht fortgeführten Aktivitäten. Die nicht fortgeführten Aktivitäten umfassen für den Berichtszeitraum sowie für das Vorjahreshalbjahr die Aktivitäten von Steel Americas und Stainless Global.

Im 1. Halbjahr 2012/2013 ergab sich ein Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit von 22 Mio €, während im Vorjahreshalbjahr noch ein erheblicher Mittelabfluss von 1.719 Mio € zu verzeichnen war. Der Mittelzufluss der fortgeführten Aktivitäten belief sich auf 243 Mio €, gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung um 1.375 Mio €. Hauptursache dafür war die insgesamt um 1.186 Mio € wesentlich verbesserte Mittelbindungssituation bei den Vorräten sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bei den nicht fortgeführten Aktivitäten verminderte sich der negative Operating Cash-Flow um 366 Mio € auf ð221 Mio €, insbesondere durch das verbesserte Periodenergebnis vor Abschreibungen und latenten Steuern.

Aus der Investitionstätigkeit resultierte insgesamt ein Mittelzufluss von 264 Mio € nach einem Mittelabfluss von 756 Mio € im Vorjahreshalbjahr. Bei den fortgeführten Aktivitäten ergab sich ein Mittelzufluss von 462 Mio €; im Vorjahr war hier ein Mittelabfluss von 261 Mio € zu verzeichnen. Wesentliche Ursache für die Verbesserung um 723 Mio € war insbesondere die Abgabe des Edelstahlgeschäfts an Outokumpu, die unter Berücksichtung der abgegebenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Einnahmen von 916 Mio € führte; gegenläufig wirkte im Wesentlichen der Wegfall der im Vorjahr erfassten Einnahmen aus dem Verkauf der Xervon-Gruppe und der brasilianischen Automotive-Systems-Aktivitäten. Bei den nicht fortgeführten Aktivitäten war der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit um 297 Mio € niedriger, was vor allem an den gesunkenen Investitionen in Sachanlagen bei Steel Americas lag.

Der Free Cash-Flow, d.h. die Summe von Operating Cash-Flow und Cash-Flow aus Investitionstätigkeit, verbesserte sich bei den fortgeführten Aktivitäten gegenüber dem Vorjahreszeitraum erheblich um 2.098 Mio € auf einen positiven Wert von 705 Mio €. Dies resultierte im Wesentlichen aus den erhöhten Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit und der Veräußerung des Edelstahlgeschäfts. Der negative Free Cash-Flow der nicht fortgeführten Aktivitäten konnte durch gesunkene Mittelabflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit wie auch aus der Investitionstätigkeit auf ð419 Mio € deutlich reduziert werden. Insgesamt betrug der Free Cash-Flow damit 286 Mio €.

Bei den fortgeführten Aktivitäten ergab sich aus der Finanzierungstätigkeit ein um 1.283 Mio € auf 1.731 Mio € erhöhter Mittelzufluss. Diese Entwicklung betraf mit 600 Mio € insbesondere geringere Auszahlungen im Zusammenhang mit der Finanzierung der nicht fortgeführten Aktivitäten. Erhöhend wirkten außerdem die insgesamt um 165 Mio € gestiegene Aufnahme von Finanzschulden sowie um 252 Mio € verminderte Gewinnausschüttungen hauptsächlich als Folge der im Berichtszeitraum entfallenen Dividendenzahlungen der ThyssenKrupp AG. Darüber hinaus flossen aus sonstigen Finanzierungsvorgängen 88 Mio € zu, nach einem Mittelabfluss von 169 Mio € im Vorjahr. Insbesondere gegenüber dem Vorjahreshalbjahr deutlich verminderte Rückführungen von Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sowie geringere Weiterleitungen von Zahlungseingängen von Kunden für bereits verkaufte Forderungen an die Factoring-Gesellschaft trugen zur Veränderung von 257 Mio € bei. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit der nicht fortgeführten Aktivitäten sank um 585 Mio €; dies betraf mit 410 Mio € im Wesentlichen die gegenüber dem Vorjahr verminderte Inanspruchnahme der Konzernfinanzierung durch Steel Americas. Insgesamt erhöhte sich der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit um 698 Mio € auf 2.084 Mio €.

Analyse der Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme verminderte sich gegenüber dem 30. September 2012 um insgesamt 481 Mio € auf 37.803 Mio €. Hierin ist eine umrechnungsbedingte Zunahme um 135 Mio € enthalten, die insbesondere die Kursentwicklung des US-Dollar betraf.

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 1.881 Mio €. Diese deutliche Zunahme betraf im Wesentlichen zwei Vorgänge als Folge des Ende 2012 umgesetzten Zusammenschlusses von Stainless Global und dem finnischen Edelstahlhersteller Outokumpu. In diesem Zusammenhang behält ThyssenKrupp eine Finanzforderung gegenüber Outokumpu; dies trug hauptsächlich zu dem Anstieg der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 1.214 Mio € bei. Darüber hinaus erhielt ThyssenKrupp einen Anteil von 29,9 % an dem neuen Unternehmen; hieraus resultierte insbesondere die Erhöhung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen um 466 Mio €. Die aktiven latenten Steuern nahmen um 222 Mio € zu. Ursächlich war insbesondere der Aufbau steuerlich nutzbarer Verluste im In- und Ausland.

Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich erheblich um 2.362 Mio €. Aus der Währungsumrechnung ergab sich hierbei eine Zunahme um 124 Mio €.

Die Vorräte lagen mit 6.434 Mio € zum 31. März 2013 nur unwesentlich über dem Niveau am 30. September 2012. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen um 158 Mio € auf 4.968 Mio € zurück. Hier wirkten sich insbesondere gesunkene Forderungen im Zusammenhang mit Fertigungsaufträgen in der Business Area Industrial Solutions aus. Der Anstieg der kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte um 157 Mio € betraf hauptsächlich geleistete Anzahlungen im Zusammenhang mit der Beschaffung von Vorräten sowie andere Vorauszahlungen.

Der starke Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 2.465 Mio € resultierte mit 705 Mio € aus dem positiven Free Cash-Flow im Berichtszeitraum, der mit 1.000 Mio € maßgeblich durch die Zahlung von Outokumpu im Zusammenhang mit der Abgabe des Edelstahlgeschäfts Ende Dezember 2012 beeinflusst war, sowie mit 2.108 Mio € aus der Zunahme der Finanzschulden. Gegenläufig wirkten Auszahlungen von 431 Mio € im Zusammenhang mit der Finanzierung der nicht fortgeführten Aktivitäten.

Die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte verminderten sich deutlich um 4.902 Mio € auf 4.565 Mio €. Der Rückgang betraf mit 4.383 Mio € hauptsächlich die vollzogene Abgabe von Stainless Global an Outokumpu. Darüber hinaus ergab sich bei Steel Americas insbesondere als Folge der im 2. Quartal 2012/2013 vorgenommenen Bewertungsanpassungen insgesamt eine Abnahme um 537 Mio €.

Das Eigenkapital verringerte sich zum 31. März 2013 im Vergleich zum 30. September 2012 um 951 Mio € auf 3.575 Mio €. Hauptfaktoren waren der im Berichtszeitraum angefallene Periodenfehlbetrag von 822 Mio € sowie die im Sonstigen Ergebnis berücksichtigten versicherungsmathematischen Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen von 90 Mio € (nach Steuern). Die Eigenkapitalquote verminderte sich von 11,8 % auf 9,5 %.

Die langfristigen Verbindlichkeiten nahmen insgesamt um 3.076 Mio € zu. Hauptursache war die Zunahme der langfristigen Finanzschulden um 2.816 Mio €, die insbesondere die im 2. Quartal 2012/2013 erfolgte Emission einer Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 1.600 Mio € sowie mit 1.173 Mio € erhöhte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betraf. Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 39 Mio € resultierte hauptsächlich aus den im Rahmen der Neubewertung der Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen zum 31. März 2013 aktualisierten Zinssätzen sowie ergebniswirksamen Zuführungen; kompensierend wirkten vor allem Auszahlungen. In den sonstigen langfristigen Rückstellungen am Berichtsstichtag sind die möglichen Auswirkungen aus fusionskontrollrechtlichen Auflagen im Zusammenhang mit der Abgabe des Edelstahlgeschäfts an Outokumpu berücksichtigt.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sanken insgesamt um 2.606 Mio €. Der Rückgang der Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer um 58 Mio € resultierte hauptsächlich aus Inanspruchnahmen. Die Zunahme der kurzfristigen sonstigen Rückstellungen von 191 Mio € betraf insbesondere erkennbare Risiken aus Schadenersatzforderungen sowie erwartete Strafen im Zusammenhang mit dem sogenannten Schienenkartell. Die kurzfristigen Finanzschulden verminderten sich um 694 Mio €, im Wesentlichen durch die Rückzahlung einer Anleihe im Februar 2013.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen um 99 Mio € zurück; hierzu trug vor allem die Business Area Materials Services bei. Die Abnahme der kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 40 Mio € resultierte insbesondere aus verminderten Zinsverbindlichkeiten. Erhöhte Kundenanzahlungen und Verpflichtungen aus nachlaufenden Herstellungskosten führten hauptsächlich zu einem Anstieg der kurzfristigen sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten um 521 Mio €.

Die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten verringerten sich um 2.381 Mio € auf 1.533 Mio €. Der Rückgang resultierte mit 2.323 Mio € insbesondere aus der bereits erwähnten Abgabe von Stainless Global an Outokumpu im Dezember 2012. Darüber hinaus ergaben sich Verminderungen in der Business Area Steel Americas von 46 Mio € als Folge der weiterlaufenden Geschäftstätigkeit.

Nachtragsbericht

Die zwischen dem Stichtag des 1. Halbjahres (31. März 2013) und der Freigabe des Berichts zur Veröffentlichung (10. Mai 2013) eingetretenen berichtspflichtigen Ereignisse sind unter Anhang-Nr. 14 im Zwischenabschluss dargestellt.

ThyssenKrupp Aktie

Das Wertpotenzial aus unserem ganzheitlichen Konzept zur strategischen Weiterentwicklung ist derzeit wichtiger Auslöser für Investitionsentscheidungen in die ThyssenKrupp Aktie. Die Fortschritte bei der Umsetzung der strategischen Weiterentwicklung haben den Kurs der Aktie daher ganz wesentlich beeinflusst; deren Wertentwicklung konnte im Berichtszeitraum die Indizes DAX und DJ STOXX lange übertreffen. Insbesondere mit Bekanntgabe der personellen Neuordnung in Vorstand und Aufsichtsrat und dem Abschluss der Edelstahl-Veräußerung honorierte der Kapitalmarkt die Anzeichen für den beschleunigten Kulturwandel und die Veränderungen im Portfolio, die für eine künftig deutlich verbesserte Ertragskraft von erheblicher Bedeutung sind.

Gegen Ende des 2. Quartals gerieten jedoch potenzielle bilanzielle Risiken aus der Umsetzung notwendiger struktureller Maßnahmen im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung stärker in den Blickpunkt der Anleger. Zusätzlich lasteten noch nicht verlässlich abschätzbare Compliance-Risiken auf der Kursentwicklung.

Zum Ende des Berichtszeitraums notierte die ThyssenKrupp Aktie am 28. März 2013 bei 15,87 € und damit rund 4 % niedriger als am 30. September 2012. Im gleichen Zeitraum haben sich die Indizes DAX und DJ STOXX um 8 % bzw. über 10 % verbessert.

Rating

Wir verfügen seit 2001 über Emittenten-Ratings der Rating-Agenturen Moody's und Standard & Poor's sowie seit 2003 von Fitch. Im Januar 2013 stufte Moody's das Rating von ThyssenKrupp von Baa3 auf Ba1 herab. Damit befinden sich die Ratings von Standard & Poor's und Moody's unterhalb der Grenze zum Investment Grade. Fitch hingegen bestätigte im Dezember 2012 das Rating im Investment-Grade-Bereich mit Ausblick "negativ". Der negative Ausblick eines Ratings besagt, dass die Agentur die Rating-Einschätzung einem genaueren Monitoring unterzieht und üblicherweise innerhalb eines Zeitraums von 12 bis 18 Monaten über diese erneut entscheidet. Durch die Herabstufung unseres Ratings kommt es im Wesentlichen aus der Anleihe 2009/2014 ab Juni 2013 zu einer Erhöhung der vertraglich feststehenden Finanzierungskosten des Konzerns in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrags.

Langfrist
Rating
Kurzfrist
Rating
Ausblick
Standard & Poor's BB B negativ
Moody's Ba1 Not Prime negativ
Fitch BBB- F3 negativ

Innovationen

Die Innovationskraft unserer Ingenieure ist vor allem auf die Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen ausgerichtet. Zur Absicherung und zum Ausbau unserer Marktpositionen ist die Weiterentwicklung von bestehenden Produkten und Prozessen ebenfalls von wesentlicher Bedeutung. Die folgenden zwei aktuellen Beispiele zeigen, wie Produkt- und Prozessinnovationen einen gesteigerten Nutzen für unsere Kunden liefern.

Herstellung von Großwälzlagern in hoher Qualität

Großwälzlager von ThyssenKrupp werden seit vielen Jahren in zahlreichen Windkraftanlagen weltweit eingebaut. Eine qualitativ hochwertige Ausführung dieser Lager ist essenziell für einen störungsfreien Betrieb, insbesondere bei Offshore-Windkraftanlagen. Unsere Ingenieure konnten die Lebensdauer dieser Lager durch eine qualitätssteigernde, technisch innovative Maßnahme weiter verbessern. Die bisher manuelle Bearbeitung einer ungehärteten Zone der Großwälzlagerlaufbahn, die prozesstechnisch beim Härten der Oberfläche entsteht, erfolgt nun automatisiert und roboterbasiert.

Steigerung der Energieeffizienz von Fahrtreppen

Es ist üblich, die Antriebe von Fahrtreppen für eine volle Personenbelegung zu dimensionieren. In diesem Betriebszustand ist der Wirkungsgrad des elektrischen Antriebs nahezu optimal. Im realen Betrieb treten jedoch überwiegend abweichende Transportsituationen auf. Zum Beispiel werden die Menschen in Metrostationen stoßweise und in Kaufhäusern oftmals vereinzelt befördert. Dies macht den Einsatz von bedarfsgerechten Antriebskonzepten für Fahrtreppen sinnvoll. Mit der Integration eines intelligenten Frequenzumrichters ("Smart Frequency Converter") haben unsere Fahrtreppenexperten den Betrieb im Teillastbereich, wenn sich nur wenige Menschen auf der Fahrtreppe befinden, effizienter gestaltet. Je nach Aufkommen der Fahrgäste wird die Leistungsaufnahme des Antriebs angepasst und damit insgesamt deutlich reduziert, sogar eine Energierückspeisung im Abwärtsbetrieb ist möglich. Die stoßweise Beförderung wird bei Kundenwunsch mit einer Start & Stopp-Funktion optimiert.

Mitarbeiter

Am 31. März 2013 waren bei ThyssenKrupp 151.405 Mitarbeiter in den fortgeführten Aktivitäten beschäftigt, 3.346 oder 2,2 % weniger als ein Jahr zuvor. Durch Restrukturierungsmaßnahmen und Unternehmensverkäufe im Rahmen der strategischen Portfoliooptimierung hat sich die Mitarbeiterzahl insbesondere in den Business Areas Components Technology, Materials Services und Steel Europe verringert. Dagegen erhöhte sie sich in den Business Areas Elevator Technology und Industrial Solutions; vor allem in Asien sowie in Nord-, Mittel- und Südamerika wurden neue Mitarbeiter eingestellt. So hat Elevator Technology in diesen Regionen Ende März 2013 1.655 Mitarbeiter mehr beschäftigt als ein Jahr zuvor.

Gegenüber dem 30. September 2012 verminderte sich die Mitarbeiterzahl in den fortgeführten Aktivitäten um 718 oder 0,5 %. In Deutschland ging sie um 538 oder 0,9 % auf 57.909 zurück; der Anteil an der Gesamtbelegschaft betrug damit 38,3 %. Ende März 2013 hatten 20,1 % aller Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz im europäischen Ausland, 12,5 % in Nord- und Mittelamerika und 12,3 % in Südamerika, 16,0 % in Asien und im pazifischen Raum – insbesondere in China und Indien – sowie 0,8 % in Afrika.

Einschließlich Steel Americas beschäftigte ThyssenKrupp am 31. März 2013 weltweit 155.473 Mitarbeiter, 15.307 oder 9,0 % weniger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem 30. September 2012 war die Belegschaftszahl damit um 12.488 oder 7,4 % niedriger.

Compliance

Das Compliance-Programm mit seinen drei Säulen "informieren", "identifizieren" sowie "berichten und handeln" wurde im Gesamtunternehmen auch im Berichtszeitraum weiter konsequent vorangetrieben, wobei der Schwerpunkt der Gesamtaktivitäten im präventiven Bereich lag. In der Säule "identifizieren" waren die Maßnahmen durch die laufenden behördlichen Ermittlungen im sogenannten Schienenkartell sowie durch das laufende kartellrechtliche Ermittlungsverfahren gegen die Thyssen-Krupp Steel Europe AG geprägt; mehr zu wirtschaftlichen Risiken aus diesem Verfahren lesen Sie im Kapitel "Chancen und Risiken". In Reaktion auf diese neuerlichen Kartellvorwürfe hat der Vorstand der ThyssenKrupp AG im März 2013 eine weitere Intensivierung der Compliance-Aktivitäten beschlossen. Im Kern geht es auf Basis des bestehenden Compliance-Programms zur Korruptionsbekämpfung und zum Kartellrecht um die folgenden drei Maßnahmen, die unter Leitung des Chief Compliance Officers umgesetzt werden:

  • Parallel zu den internen Ermittlungen im Stahlkartellverfahren wird unsere Compliance-Arbeit mit externer Unterstützung durch die Rechtsanwaltskanzlei Noerr sowie weiterer externer Partner ausgeweitet. Damit trägt der Vorstand dem Umstand Rechnung, dass in letzter Zeit trotz erheblicher, intensiver Compliance-Maßnahmen wiederholt schwere Compliance-Verstöße im Konzern aufgedeckt wurden.
  • Unterstützend und zur Begleitung des vom Vorstand eingeleiteten Kulturwandels wird zudem bis zum 15. Juni 2013 ein zeitlich und in Bezug auf den Teilnehmerkreis begrenztes Amnestieprogramm durchgeführt. Ziel des Amnestieprogramms ist es, belastbare Informationen aus den eigenen Reihen zu erhalten und eine Selbstreinigung des Konzerns von Altfällen zu ermöglichen. Mitarbeitern, die sich zu Compliance-Sachverhalten freiwillig, wahrheitsgemäß und umfassend offenbaren und das Unternehmen bei deren Aufklärung unterstützen, erhalten die Zusage, dass das Unternehmen ihr Arbeitsverhältnis weder einseitig auflösen wird noch Schadensersatzansprüche geltend machen bzw. durchsetzen wird, auch wenn sie selbst in der Vergangenheit gegen das Compliance-Programm bzw. die zugrunde liegenden Gesetze verstoßen haben. Das Amnestieprogramm stellt für den Konzern und alle Mitarbeiter eine sichtbare Zäsur dar; anschließend festgestellte Compliance-Verstöße werden konsequent und glaubwürdig im Sinne von Null-Toleranz sanktioniert.
  • Ferner wird das Compliance-Programm um die Funktion eines Ombudsmanns erweitert. Rechtsanwalt Dr. Dietrich Max von der Kanzlei Taylor Wessing, Düsseldorf, hat mit Wirkung zum 15. April 2013 die Aufgabe des Compliance-Ombudsmanns für ThyssenKrupp übernommen. Mitarbeitern, die sich wegen möglicher Compliance-Verstöße an das Unternehmen wenden möchten, steht der Ombudsmann im Auftrag von ThyssenKrupp als weiterer Ansprechpartner zur Meldung von Hinweisen zur Verfügung – neben den Vorgesetzten, den Compliance Officern und der Whistleblower-Hotline.

Mit diesen Maßnahmen wird das ThyssenKrupp Compliance-Programm zur Korruptionsbekämpfung und zum Kartellrecht weiterentwickelt. Das Programm entspricht nach interner wie externer Prüfung den rechtlichen Anforderungen. Es wurde im November 2011 von der KPMG nach dem IDW PS 980 als angemessen implementiert und wirksam zertifiziert.

Im seit Mai 2011 laufenden sogenannten Schienenkartellverfahren des Bundeskartellamts ist der erste Teil des Verfahrens, der sogenannte Bereich DB-Schiene, seit Anfang Juli 2012 im Rahmen einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung abgeschlossen. ThyssenKrupp hat ein Bußgeld in Höhe von 103 Mio € an das Bundeskartellamt gezahlt. In zwei weiteren Bereichen – bei Weichen und im sogenannten Privatmarkt, d.h. den Geschäftsaktivitäten mit Verkehrsbetrieben und Industrieunternehmen – dauern die Ermittlungen noch an. Neben den bestehenden weiteren Bußgeldrisiken ist ThyssenKrupp zusätzlich Schadensersatzforderungen von Kunden ausgesetzt. ThyssenKrupp hat aus diesem Grund wegen der zu erwartenden weiteren Bußgelder und den Schadensersatzforderungen in Form von Rückstellungen Risikovorsorge getroffen. Mehr dazu s. unter Anhang-Nr. 6 im Zwischenabschluss.

Makro- und Branchenumfeld

Gesamtwirtschaftliches Umfeld weiterhin schwach

Das konjunkturelle Umfeld zeigt weiterhin ausgeprägte Schwächetendenzen. 2012 hat sich das globale Wirtschaftswachstum weiter verlangsamt. Insbesondere im Schlussquartal ließ die konjunkturelle Dynamik nach und auch das 1. Quartal 2013 ist nach gegenwärtiger Einschätzung kaum besser ausgefallen. Nach einem Wachstum des Welt-Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,0 % im vergangenen Jahr bleibt es 2013 mit einem Plus von 3,1 % nahezu unverändert. Dabei bestehen auch weiterhin erhebliche Wachstumsdifferenzen zwischen den Industrie- und den Schwellenländern.

Die Industrieländer erwirtschafteten 2012 lediglich einen BIP-Zuwachs von 1,4 %; 2013 dürfte das Wachstum weiter auf 1,2 % zurückgehen. Hohe Staatsschulden, der Konsolidierungszwang bei den öffentlichen Haushalten und zurückhaltende Unternehmensinvestitionen belasten die wirtschaftliche Entwicklung vor allem im Euro-Raum. Im 4. Quartal 2012 und auch zu Beginn des Jahres 2013 gab die gesamtwirtschaftliche Leistung nach. Nachdem das BIP im Euro-Raum 2012 bereits um 0,6 % sank, dürfte es 2013 weiter um 0,4 % nachgeben. Besonders ausgeprägt ist die rezessive Entwicklung in den südlichen Mitgliedsländern. Für die deutsche Wirtschaft wird nach der rückläufigen Entwicklung im Winterhalbjahr dagegen mit einem moderaten Wachstum gerechnet. Nach einem Zuwachs von 0,7 % im Vorjahr dürfte das deutsche BIP 2013, vor allem dank anhaltend hoher privater Konsumausgaben, um 1,0 % zulegen.

In den USA hat sich die Konjunktur im Schlussquartal 2012 abgekühlt. Belastet haben vor allem die Unsicherheiten im Zuge der Bemühungen zur Konsolidierung öffentlicher Haushalte. 2013 dürften steigende Konsumausgaben der privaten Haushalte und höhere Investitionen der Unternehmen zu einem Wachstum von 1,9 % beitragen, nach einem Plus von 2,2 % im Jahr zuvor. In Japan schwächen sich die Impulse aus dem katastrophenbedingten Wiederaufbau ab, so dass nach einem BIP-Wachstum von 2,0 % im Vorjahr in diesem Jahr mit einem geringeren Plus von 1,0 % zu rechnen ist.

In den Schwellenländern hat die bislang zumeist hohe Wachstumsdynamik zuletzt etwas an Tempo verloren. Auch auf Grund der Konjunkturflaute in Europa verminderte sich dort 2012 das BIP-Plus auf insgesamt 5,0 %. Wegen der besseren Konjunktur in einigen Ländern Lateinamerikas und Asiens wird sich 2013 das Wachstum leicht auf 5,2 % beschleunigen. Spürbare Impulse kommen dabei aus China und Indien, die ihr Wachstumstempo wieder erhöhen können – China von 7,8 % im Vorjahr auf 8,0 % in diesem Jahr und Indien von 5,0 % auf 6,0 %.

Industriekonjunktur uneinheitlich

Automobilbau – Die Automobilkonjunktur bleibt vor allem in Nordamerika und China aufwärts gerichtet. In den USA stiegen die Verkaufszahlen von Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen im Vorjahresvergleich im 4. Quartal 2012 um 10 % auf 3,6 Mio und im 1. Quartal 2013 um 6 % auf 3,7 Mio Fahrzeuge. In China legte die PKW-Nachfrage im letzten Quartal 2012 um 16 % auf 4,1 Mio Einheiten zu und im 1. Quartal 2013 um 11 % auf 4,3 Mio Fahrzeuge. In der Europäischen Union wurden dagegen im Schlussquartal 2012 mit 2,7 Mio PKW 10 % weniger Neufahrzeuge zugelassen als im Vorjahr, im 1. Quartal 2013 fielen die Verkaufszahlen um 10 % auf 3,0 Mio PKW. Vor allem in den südlichen EU-Ländern waren die Verkaufszahlen spürbar niedriger. Auch der deutsche Automobilmarkt ist seit Mitte 2012 rückläufig. Allein im 1. Quartal 2013 fielen die Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 13 % auf 674.000 PKW. Da im gleichen Zeitraum auch die PKW-Exporte um 9 % abnahmen, wurde die PKW-Produktion um 11 % zurückgefahren.

Nach einem Anstieg der weltweiten Automobilproduktion im vergangenen Jahr um 7 % auf 79,0 Mio Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge dürften auch 2013 mehr Fahrzeuge vom Band rollen; wir erwarten einen Zuwachs von knapp 2 % auf 80,4 Mio Einheiten. Regional bleibt die Entwicklung sehr unterschiedlich. Die chinesische Automobilproduktion wird voraussichtlich um 9 % zulegen. In den USA wird sich das hohe Wachstum des Vorjahres auf knapp 6 % zurückbilden. Die brasilianische Automobilfertigung wird mit einem Zuwachs von gut 4 % ihr Wachstumstempo erhöhen. Mit ð4 % weist die japanische Automobilproduktion nach den Aufholeffekten des Vorjahres wieder einen Rückgang aus. Erneut schwächer entwickelt sich der Fahrzeugmarkt in Westeuropa. Die gedämpfte Nachfrage lässt die Produktion 2 % unter das schon sehr niedrige Vorjahresvolumen fallen. Auch in Deutschland dürfte die Automobilproduktion um annähernd 2 % nachgeben.

2012 2013*
Fahrzeugproduktion, in Mio PKW und leichte Nutzfahrzeuge
Welt 79,0 80,4
Westeuropa/Türkei 13,7 13,4
Deutschland 5,6 5,5
USA 10,1 10,7
Japan 9,4 9,0
China 17,3 18,9
Brasilien 3,1 3,3
Maschinenbauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr
Deutschland 0,9 0,0
USA 7,1 6,0
Japan – 9,4 2,0
China 11,4 12,0
Bauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr
Deutschland – 1,3 1,0
USA 1,1 3,2
China 8,8 10,3
Indien 7,4 6,7
Marktversorgung Walzstahl, in Mio t
Welt 1.413 1.454
Deutschland 38 38
USA 97 99
China 646 669

ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN

* Prognose

Maschinenbau – Die Maschinenbauindustrie zeigt ebenfalls regional unterschiedliche Entwicklungen auf. China weist für 2012 und 2013 mit 11 % bzw. 12 % weiterhin zweistellige Wachstumsraten aus. Der US-Maschinenbau profitiert von höheren Unternehmensinvestitionen und den von niedrigen Gaspreisen ausgehenden positiven Impulsen. Dementsprechend stieg die Maschinenbauproduktion im vergangenen Jahr um 7 % und wird 2013 um weitere 6 % expandieren. Für den japanischen Maschinenbau wird nach dem starken Rückgang 2012 in diesem Jahr wieder mit einem moderaten Anstieg gerechnet. In vielen Ländern der EU bleibt die Maschinenbauproduktion dagegen auch 2013 weiter rückläufig.

Die deutschen Maschinenbauer konnten 2012 die Produktion nur dank eines hohen Auftragsbestands aus dem Vorjahr um knapp 1 % ausweiten. Im 4. Quartal 2012 lagen die Auftragseingänge allerdings leicht über dem Vorjahresquartal. In den ersten drei Monaten des Jahres 2013 hat sich die Auftragslage jedoch nicht weiter gebessert – während die Bestellungen aus dem Ausland auf Vorjahreshöhe lagen, nahmen die Auftragseingänge aus dem Inland ab. Günstiger als der Maschinenbau insgesamt entwickelte sich das Geschäft mit Aufzügen und Fahrtreppen; hier hat vor allem die Nachfrage von Kunden im Ausland kräftig angezogen. Im deutschen Großanlagenbau ist nach dem spürbaren Rückgang der Auftragseingänge im vergangenen Jahr auch 2013 nicht mit einer umfassenden Belebung der Nachfrage zu rechnen. Auf Grund der konjunkturell bedingt verhaltenen Investitionsneigung in vielen Ländern erwarten wir für den exportorientierten deutschen Maschinenbau 2013 insgesamt eine Produktion auf Vorjahreshöhe.

Bauwirtschaft – Die Entwicklung der Bauwirtschaft zeigt regional erhebliche Unterschiede. In der Euro-Zone gab die Bauproduktion 2012 vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation um mehr als 4 % nach. Insbesondere in den südeuropäischen Ländern gab es größere Rückgänge. 2013 dürfte die Bautätigkeit im Euro-Raum um weitere 2 % nachlassen. Vergleichsweise besser entwickelte sich die deutsche Bauwirtschaft. Getragen von einer guten Nachfrage im Wohnungsbau, der von günstigen Finanzierungsbedingungen profitierte, verminderte sich die Bauproduktion 2012 nur um 1 %. Auch dank besserer Perspektiven für den Wirtschafts- und öffentlichen Bau dürfte sich 2013 die Bautätigkeit in Deutschland leicht um 1 % beleben.

Positiv entwickelt sich die Bauwirtschaft in den USA und in den Schwellenländern. In den USA ist der Tiefpunkt der Immobilienkrise durchschritten, Wohnungsbau und Immobilienpreise ziehen wieder an. Die Bauproduktion konnte damit 2012 nach langer Rezession wieder um 1 % wachsen, 2013 ist mit einem Anstieg um 3 % zu rechnen. Kräftig bleibt die Baukonjunktur weiterhin in Indien und China. In Indien kann die Bauproduktion 2012 und 2013 jeweils um rund 7 % zulegen. Für China wird nach einem Plus von 9 % in 2012 in diesem Jahr ein Zuwachs von 10 % erwartet.

Qualitätsflachstahl – Auf dem europäischen Qualitätsflachstahlmarkt setzte im Schlussquartal 2012 eine Nachfrageerholung ein. Stahlverarbeiter und -handel begannen, ihre zuvor geräumten Läger vorsichtig wieder aufzustocken. Es wurden gezielt Bedarfslücken gefüllt, eine Tendenz zu einem stärkeren Lageraufbau war nicht erkennbar. Dies ging einher mit einer Erholung der Spotmarktpreise, die primär durch einen signifikanten Anstieg der Eisenerznotierungen induziert war. Auch in den ersten Monaten 2013 setzte sich dieser moderate Aufwärtstrend fort, allerdings waren die Auftragseingänge der europäischen Stahlproduzenten noch deutlich niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Ihr Versand in den EU-Markt blieb ebenfalls hinter den vergleichbaren Vorjahresmengen zurück. Zum Ende des 1. Quartals 2013 gerieten sowohl Mengen als auch Preise wieder unter Druck. Der US-amerikanische Qualitätsflachstahlmarkt entwickelte sich schwächer als erwartet. Die Nachfrage blieb im 1. Quartal 2013 unter den entsprechenden Vorjahresmengen. Ein weiterhin recht hohes Angebot und ein aggressiver Preiswettbewerb unter den Anbietern führten dazu, dass die zuvor auch hier gestiegenen Stahlpreise ab Februar 2013 erneut nachgaben.

Vor dem Hintergrund der nur zögerlichen weltwirtschaftlichen Erholung bleiben die Perspektiven für den Walzstahlmarkt insgesamt gedämpft. Für den EU-Markt gehen wir davon aus, dass sich die Stahlnachfrage 2013 bestenfalls auf der Höhe des Vorjahres bei rund 140 Mio t stabilisieren wird. Die deutsche Stahlnachfrage könnte das Vorjahresniveau leicht übertreffen. In den USA wird sich das Stahlmarktwachstum voraussichtlich auf knapp 3 % abschwächen. Die weltweite Walzstahlmarktversorgung wird 2013 um rund 3 % auf 1,45 Mrd t steigen. Die stärkeren Impulse werden unverändert von den Schwellenländern in Asien und Lateinamerika ausgehen. Das Nachfragewachstum dort dürfte jedoch wie bereits 2012 deutlich geringer ausfallen als in den Jahren zuvor. Dies gilt insbesondere für China, wo 2013 ein Plus von 3,5 % prognostiziert wird.

Chancen und Risiken

Chancen

Im weltweiten Wettbewerb bestehen für ThyssenKrupp als diversifiziertem Industriekonzern gute Chancen, seine innovativen und ressourcenschonenden Produkte und Verfahren erfolgreich zu vermarkten und insbesondere mit unseren Aufzugs- und Projektgeschäften in den Schwellenländern zu wachsen. Wir führen unser internes Unternehmensprogramm impact konsequent weiter und wollen so die Produktivität nachhaltig steigern und in allen Konzernbereichen zu einer Wertsteigerung beitragen. Weiterhin gültig sind auch die Ausführungen zu unseren strategischen, operativen und leistungswirtschaftlichen Chancen auf den Seiten 98-100 des Geschäftsberichts 2011/2012.

Risiken

Konjunkturelle Risiken für ThyssenKrupp bestehen, sofern sich die Weltwirtschaft nicht weiter belebt und sich auch in den Schwellenländern die Wachstumsdynamik verlangsamt. Die volkswirtschaftlichen Entwicklungen – wie auch die ungelösten Schuldenkrisen insbesondere im Euro-Raum – verfolgen und bewerten wir kontinuierlich, um die Konsequenzen für unsere weltweiten Marktperspektiven abzuleiten und zeitnah auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren. Durch unser systematisches Risikomanagement stellen wir sicher, dass keine bestandsgefährdenden Risiken für den Konzern vorliegen.

ThyssenKrupp steuert Liquiditäts- und Kreditrisiken vorausschauend. Die Finanzierung und Liquidität des Konzerns stehen auch im Geschäftsjahr 2012/2013 auf einer gesicherten Basis. Der Konzern verfügte zum 31. März 2013 über 8,0 Mrd € an flüssigen Mitteln und freien, zugesagten Kreditlinien.

Das Kreditrisiko (Ausfallrisiko) ergibt sich daraus, dass der Konzern bei Finanzinstrumenten, z.B. bei Geldanlagen, dem Risiko einer möglichen Nichterfüllung durch eine Vertragspartei ausgesetzt ist. In Krisenzeiten steigt die Bedeutung des Ausfallrisikos zusätzlich; wir steuern es durch unsere Geschäftspolitik mit besonderer Vorsicht. Finanzinstrumente im Finanzierungsbereich werden unter Einhaltung vorgegebener Risikolimits grundsätzlich nur mit solchen Kontrahenten abgeschlossen, die über eine sehr gute Bonität verfügen bzw. einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind.

Darüber hinausgehende finanzwirtschaftliche Risiken wie das Währungs-, Zins- und Warenpreisrisiko werden durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente verringert. Bei Abschluss dieser Finanzinstrumente gelten ebenfalls restriktive Grundsätze zur Auswahl möglicher Kontrahenten.

Neben den konjunkturellen Unsicherheiten verschärft sich das Marktumfeld in der europäischen Stahlindustrie insbesondere durch ein deutlich reduziertes Verbrauchsniveau sowie hohe Rohstoff- und Energiepreise, CO2-Zertifikatehandel und den WTO-Beitritt Russlands. Den Risiken für die Absatzmengen und -preise wirken wir durch das ganzheitliche Optimierungsprogramm "Best in Class – reloaded" entgegen und verfolgen dabei das Ziel, die Position der europäischen Stahlgeschäfte des Konzerns in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld zu verbessern und das im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung von allen Konzerngeschäften geforderte Ertrags-, Cash-Flow-, Wertbeitrags- und Wettbewerbsprofil wieder zu erreichen.

Hinsichtlich des Veräußerungsprozesses der Business Area Steel Americas (nicht fortgeführte Aktivität) konzentrieren wir uns unverändert darauf, ein Signing zeitnah zu erreichen. Bis zur Veräußerung von Steel Americas berücksichtigt der Konzern weiterhin insbesondere Marktrisiken auf der Absatz- und Beschaffungsseite und Risiken aus Wechselkursschwankungen sowie Risiken im Rahmen des Hochlaufs und des Betriebs der Anlagen und Produktionsstufen.

Die Positionierung von ThyssenKrupp als diversifizierter Industriekonzern mit führender Ingenieurkompetenz reduziert Absatzrisiken aus einer Abhängigkeit von einzelnen Märkten und Branchen. Darüber hinaus ergänzen wir die guten und langjährigen Beziehungen zu unseren bestehenden Kunden durch eine aktive strategische Markt- und Kundenentwicklung insbesondere auch in den wachstumsstarken Schwellenländern.

Nach der Veräußerung von Stainless Global bestehen für ThyssenKrupp Risiken aus der Beteiligung von 29,9 % an Outokumpu sowie aus den in der Transaktion gewährten Verkäuferdarlehen. Neben den branchenüblichen Risiken aus der Edelstahlkonjunktur und schwankenden Rohstoffpreisen sind dies insbesondere Risiken aus den bestehenden europäischen Überkapazitäten sowie dem Import- und Preisdruck aus Asien.

Länderspezifische Risiken für unsere Aktivitäten können sich aus politischen Ereignissen insbesondere in den Krisenregionen der Welt ergeben. Wir beobachten und bewerten die aktuellen Entwicklungen kontinuierlich und können so bei Bedarf zeitnah auf schlechter werdende Rahmenbedingungen reagieren.

Neue Gesetze und andere veränderte rechtliche Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene können Risiken für unsere Geschäftsaktivitäten bedeuten, wenn sie im Vergleich zu unseren Wettbewerbern mit höheren Kosten oder sonstigen Nachteilen für ThyssenKrupp verbunden sind. Wir begleiten den diesbezüglichen Diskussionsprozess durch enge Arbeitskontakte zu den relevanten Institutionen und reduzieren so die entsprechenden Risiken.

Ausgelöst durch eine anonyme Anzeige ermittelt das Bundeskartellamt u.a. gegen die ThyssenKrupp Steel Europe AG wegen des Anfangsverdachts auf Preisabsprachen im Zeitraum zurück bis 1998 bei der Lieferung bestimmter Stahlprodukte an die deutsche Automobilindustrie und ihre Zulieferer. ThyssenKrupp hat eine eigene interne Untersuchung der Vorwürfe mit externer anwaltlicher Unterstützung veranlasst, die auch Erkenntnisse aus dem Amnestieprogramm einbezieht. Mehr über das Amnestieprogramm erfahren Sie im Kapitel "Compliance". Die interne Untersuchung und die Ermittlungen des Bundeskartellamtes dauern an. Derzeit können signifikante Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus gelten die im Geschäftsbericht 2011/2012 auf den Seiten 100-112 detaillierten Ausführungen des Risikoberichts weiterhin.

Über schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche sowie sonstige Risiken berichten wir unter Anhang-Nr. 6 im Zwischenabschluss.

ThyssenKrupp AG Konzern-Bilanz

AKTIVA MIO €

Anhang-Nr. 30.09.2012 31.03.2013
Immaterielle Vermögenswerte 4.291 4.283
Sachanlagen 6.053 5.991
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 283 277
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 647 1.113
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 85 1.299
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 219 274
Aktive latente Steuern 1.479 1.701
Langfristige Vermögenswerte 13.057 14.938
Vorräte 6.367 6.434
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.126 4.968
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 289 316
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.656 1.813
Laufende Ertragsteueransprüche 101 83
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.221 4.686
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 02 9.467 4.565
Kurzfristige Vermögenswerte 25.227 22.865
Summe Vermögenswerte 38.284 37.803

PASSIVA MIO €

Anhang-Nr. 30.09.2012 31.03.2013
Gezeichnetes Kapital 1.317 1.317
Kapitalrücklage 4.684 4.684
Gewinnrücklagen – 2.912 – 3.645
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 470 482
davon entfallen auf Veräußerungsgruppen bzw. nicht fortgeführte Aktivitäten (30.09.2012: 190; 31.03.2013: 200)
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 3.559 2.838
Nicht beherrschende Anteile 967 737
Eigenkapital 4.526 3.575
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 04 7.708 7.747
Rückstellungen für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer 235 243
Sonstige Rückstellungen 557 749
Passive latente Steuern 32 59
Finanzschulden 5.256 8.072
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1 2
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 8 1
Langfristige Verbindlichkeiten 13.797 16.873
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 276 218
Sonstige Rückstellungen 1.032 1.223
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 349 303
Finanzschulden 1.929 1.235
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.514 3.415
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 848 808
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 8.099 8.620
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 02 3.914 1.533
Kurzfristige Verbindlichkeiten 19.961 17.355
Verbindlichkeiten 33.758 34.228
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 38.284 37.803

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im verkürzten Anhang.

ThyssenKrupp AG Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

MIO €, MIT AUSNAHME ERGEBNIS JE AKTIE IN €

Anhang-Nr. 1. Halbjahr
2011/2012*
1. Halbjahr
2012/2013
2. Quartal
2011/2012*
2. Quartal
2012/2013
Umsatzerlöse 09 19.791 17.939 10.195 9.102
Umsatzkosten 10 – 16.788 – 15.167 – 8.679 – 7.716
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.003 2.772 1.516 1.386
Forschungs- und Entwicklungskosten – 97 – 123 – 51 – 67
Vertriebskosten – 1.325 – 1.313 – 674 – 667
Allgemeine Verwaltungskosten – 984 – 967 – 492 – 485
Sonstige Erträge 81 107 36 62
Sonstige Aufwendungen – 162 – 300 – 28 – 273
Sonstige Gewinne und Verluste 59 19 – 2 18
Betriebliches Ergebnis 575 195 305 – 26
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen
Finanzierungserträge
11 12
265
– 3
207
5
– 28
– 14
108
Finanzierungsaufwendungen – 601 – 509 – 133 – 244
Finanzergebnis – 324 – 305 – 156 – 150
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) 251 – 110 149 – 176
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 335 66 – 287 99
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) – 84 – 44 – 138 – 77
Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern) 02 – 983 – 778 – 449 – 775
Periodenfehlbetrag – 1.067 – 822 – 587 – 852
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG – 1.047 – 621 – 587 – 656
Nicht beherrschende Anteile – 20 – 201 0 – 196
Periodenfehlbetrag – 1.067 – 822 – 587 – 852
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 12
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) – 0,24 – 0,12 – 0,32 – 0,18
Periodenfehlbetrag (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) – 2,03 – 1,21 – 1,14 – 1,28

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im verkürzten Anhang.

* Der Vorjahresausweis wurde angepasst (vgl. insbesondere Anhang-Nr. 02).

ThyssenKrupp AG Konzern-Gesamtergebnisrechnung

MIO €

1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
Periodenfehlbetrag – 1.067 – 822 – 587 – 852
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne/(Verluste) – 434 – 129 – 64 16
Steuereffekt 130 39 19 – 5
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, gesamt – 304 – 90 – 45 11
Gewinne/(Verluste) aus "asset ceiling"
Veränderung der Gewinne/(Verluste) – 4 – 8 – 12 – 6
Steuereffekt 1 2 3 2
Gewinne/(Verluste) aus "asset ceiling", gesamt – 3 – 6 – 9 – 4
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt – 2 – 20 1 – 14
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Periodenergebnis umgegliedert
werden
– 309 – 116 – 53 – 7
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden:
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 157 18 – 177 200
Realisierte (Gewinne)/Verluste – 8 15 – 1 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt 149 33 – 178 200
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 1 0 1 0
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0 0 0
Steuereffekt 0 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt 1 0 1 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus derivativen Finanzinstrumenten
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 23 – 14 – 53 7
Realisierte (Gewinne)/Verluste – 3 2 2 – 2
Steuereffekt – 5 4 14 – 1
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt 15 – 8 – 37 4
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 1 5 – 12 12
Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden 166 30 – 226 216
Sonstiges Ergebnis – 143 – 86 – 279 209
Gesamtergebnis – 1.210 – 908 – 866 – 643
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG – 1.208 – 725 – 824 – 488
Nicht beherrschende Anteile – 2 – 183 – 42 – 155
Der den Aktionären der ThyssenKrupp AG zuzurechnende Anteil am Gesamtergebnis teilt sich wie folgt auf:
Fortgeführte Aktivitäten – 342 – 166 – 325 31
Nicht fortgeführte Aktivitäten – 866 – 559 – 499 – 519

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im verkürzten Anhang.

ThyssenKrupp Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

MIO €, MIT AUSNAHME DER AKTIENANZAHL

Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Aktienanzahl
im Umlauf
Gezeich
netes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Unter
schieds
betrag
aus der
Währungs
um
rechnung
Zur
Veräuße
rung
verfügbare
finanzielle
Vermögens
werte
Derivative
Finanz
instrumente
Anteil,
der auf
nach der
Equity
Methode
bilanzierte
Beteili
gungen
entfällt
Gesamt Nicht
beherr
schende
Anteile
Gesamtes
Eigen
kapital
Stand am 30.09.2011 514.489.044 1.317 4.684 2.833 170 2 – 22 28 9.012 1.370 10.382
Periodenfehlbetrag
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis
– 1.047
– 309
– 1.356
133
133
1
1
13
13
1
1
– 1.047
– 161
– 1.208
– 20
18
– 2
– 1.067
– 143
– 1.210
Gewinnausschüttungen an nicht
beherrschende Anteile
Dividendenzahlung
Sonstige Veränderungen
– 232
– 10
0
– 232
– 10
– 48
0
– 10
– 48
– 232
– 20
Stand am 31.03.2012 514.489.044 1.317 4.684 1.235 303 3 – 9 29 7.562 1.310 8.872
Stand am 30.09.2012 514.489.044 1.317 4.684 – 2.912 463 7 – 32 32 3.559 967 4.526
Periodenfehlbetrag
Sonstiges Ergebnis
– 621
– 116
21 0 – 14 5 – 621
– 104
– 201
18
– 822
– 86
Gesamtergebnis – 737 21 0 – 14 5 – 725 – 183 – 908
Gewinnausschüttungen an nicht
beherrschende Anteile
Sonstige Veränderungen
4 0
4
– 28
– 19
– 28
– 15
Stand am 31.03.2013 514.489.044 1.317 4.684 – 3.645 484 7 – 46 37 2.838 737 3.575

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im verkürzten Anhang.

ThyssenKrupp Konzern-Kapitalflussrechnung

MIO €

1. Halbjahr
2011/2012*
1. Halbjahr
2012/2013
2. Quartal
2011/2012*
2. Quartal
2012/2013
Periodenfehlbetrag – 1.067 – 822 – 587 – 852
Anpassungen des Periodenfehlbetrages für die Überleitung zum Operating Cash-Flow:
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 983 778 449 775
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 29 – 283 116 – 197
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 693 489 269 247
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte – 1 – 1 0 – 1
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam – 11 2 – 5 14
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte – 62 – 19 0 – 17
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreis- und
anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen:
- Vorräte – 331 – 93 278 160
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 409 166 – 526 – 325
- Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 140 – 120 – 59 – 42
- Sonstige Rückstellungen – 170 328 – 39 209
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 461 – 88 86 126
- Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit – 185 – 94 213 68
Operating Cash-Flow - fortgeführte Aktivitäten – 1.132 243 195 165
Operating Cash-Flow - nicht fortgeführte Aktivitäten – 587 – 221 – 99 – 3
Operating Cash-Flow - gesamt – 1.719 22 96 162
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und in langfristige finanzielle Vermögenswerte – 18 – 1 – 8 – 1
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften abzüglich übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläqui
valente
– 39 – 6 0 – 5
Investitionen in Sachanlagen (einschl. geleisteter Anzahlungen) und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien – 431 – 467 – 215 – 220
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschl. geleisteter Anzahlungen) – 72 – 47 – 23 – 19
Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und langfristigen finanziellen Vermögenswerten 1 1 1 0
Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften abzüglich abgegebener Zahlungsmittel und Zahlungsmit
teläquivalente 263 929 – 27 10
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 28 52 14 39
Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten 7 1 0 0
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten – 261 462 – 258 – 196
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten – 495 – 198 – 259 – 41
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit - gesamt – 756 264 – 517 – 237
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen 1.250 1.600 1.250 1.600
Tilgung von Anleihen 0 – 1.000 0 – 1.000
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.738 1.880 853 195
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – 1.050 – 530 – 805 – 151
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 4 162 – 147 – 113
Zunahme/(Abnahme) Akzeptverbindlichkeiten 1 – 4 – 2 0
Abnahme kurzfristige Wertpapiere 0 1 0 0
Dividendenzahlung der ThyssenKrupp AG – 232 0 – 232 0
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile – 48 – 28 – 28 – 15
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften – 15 – 7 0 – 7
Finanzierung nicht fortgeführter Aktivitäten – 1.031 – 431 – 293 – 81
Sonstige Finanzierungsvorgänge – 169 88 99 14
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten 448 1.731 695 442
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten 938 353 292 43
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - gesamt 1.386 2.084 987 485
Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - gesamt – 1.089 2.370 566 410
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - gesamt 46 16 – 15 53
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode - gesamt 3.568 2.347 1.974 4.270
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode - gesamt 2.525 4.733 2.525 4.733
(davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen) (-) (-) (-) (-)
(davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der nicht fortgeführten Aktivitäten) (28) (47) (28) (47)
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cash-Flow fortgeführter Aktivitäten enthalten sind:
Zinseinzahlungen 78 55 40 26
Zinsauszahlungen – 256 – 305 – 215 – 266
Erhaltene Dividenden 4 3 2 1
Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag – 134 – 157 – 86 – 55

Siehe Anhang-Nr. 13 zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss.

* Der Vorjahresausweis wurde angepasst (vgl. insbesondere Anhang-Nr. 02).

ThyssenKrupp AG Verkürzter Konzern-Anhang

Unternehmensinformation

Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft ("ThyssenKrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der ThyssenKrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für den Zeitraum vom 01. Oktober 2012 bis 31. März 2013 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 10. Mai 2013 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde gemäß § 37w WpHG sowie im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Abschluss enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage zum Zwischenergebnis erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 31. März 2013 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Im Rahmen der Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Konzernabschlusses unseres Geschäftsberichts 2011/2012 veröffentlicht.

Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2012/2013 hat ThyssenKrupp die Änderung eines bestehenden Standards erstmalig angewendet:

Im Juni 2011 hat das IASB unter dem Titel "Presentation of Items of Other Comprehensive Income" Änderungen zu IAS 1 "Presentation of Financial Statements" veröffentlicht. Die Änderungen verlangen eine Aufteilung der im Sonstigen Ergebnis (OCI – Other Comprehensive Income) dargestellten Posten in die Posten, die zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden (sog. recycling), und solche Posten, bei denen dies nicht der Fall ist. Die Änderungen zu IAS 1 sind verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Juli 2012 beginnen. Die Anwendung der Änderungen hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse.

Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2012/2013 hat das IASB die nachfolgend dargestellte Änderung zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch die Übernahme in EU-Recht ("Endorsement") erfordert:

Im Oktober 2012 hat das IASB mit "Investment Entities" Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 veröffentlicht, die die Bilanzierung von Investmentgesellschaften betreffen. Die Änderungen beinhalten eine Definition von Investmentgesellschaften und nehmen derartige Investmentgesellschaften grundsätzlich von der Verpflichtung zur Konsolidierung von Tochtergesellschaften nach IFRS 10 aus; diese sind stattdessen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Zusätzlich sind Anhangangaben für Investmentgesellschaften erforderlich. Die Änderungen sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Änderungen, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden, für ThyssenKrupp von Relevanz sind.

01 Erwerbe und Veräußerungen

Nachdem zum 30. September 2011 im Rahmen des Konzepts zur strategischen Weiterentwicklung die Abgabe der Business Area Stainless Global eingeleitet worden war, wurde die Transaktion am 28. Dezember 2012 durch den Zusammenschluss mit dem finnischen Unternehmen Outokumpu abgeschlossen. Diese Veräußerung sowie weitere kleinere Verkäufe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren, haben sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Veräußerungszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss ausgewirkt:

MIO €

1. Halbjahr
2012/2013
Firmenwert 2
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 27
Sachanlagen 1.813
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 12
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 19
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 25
Aktive latente Steuern 87
Vorräte 1.801
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 555
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 59
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 89
Laufende Ertragsteueransprüche 17
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 85
Insgesamt abgegebene Vermögenswerte 4.593
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 351
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 25
Sonstige langfristige Rückstellungen 106
Passive latente Steuern 87
Langfristige Finanzschulden 39
Sonstige langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 3
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 63
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 3
Kurzfristige Finanzschulden 137
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.221
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.345
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 128
Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten 4.509
Abgehendes Reinvermögen 84
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 9
Nicht beherrschende Anteile – 11
Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen 151
Verkaufspreise 233
davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-
äquivalente beglichen
9

Darüber hinaus tätigte der Konzern im 1. Halbjahr 2012/2013 kleinere Erwerbe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:

MIO €

1. Halbjahr
2012/2013
Firmenwert 17
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 15
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen – 5
Vorräte 2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2
Insgesamt erworbene Vermögenswerte 40
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1
Passive latente Steuern 1
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 4
Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten 14
Erworbenes Reinvermögen 26
Nicht beherrschende Anteile 0
Kaufpreise 26
davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-
äquivalente beglichen
22

02 Nicht fortgeführte Aktivitäten (Discontinued Operations) und Veräußerungsgruppen (Disposal Groups)

Im Rahmen des Programms zur Portfoliooptimierung und des im Mai 2011 beschlossenen Konzepts zur strategischen Weiterentwicklung wurden in 2010/2011 bzw. in 2011/2012 der Verkauf der Berco-Gruppe in der Business Area Components Technology und der Tailored-Blanks-Gruppe in der Business Area Steel Europe eingeleitet, die beide nicht die Voraussetzungen von IFRS 5 für einen Ausweis als nicht fortgeführte Aktivität erfüllen und deren Abgabe zum Stichtag noch nicht vollzogen ist. Damit werden die Aufwendungen und Erträge bis zum Zeitpunkt des Abgangs weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Der im September 2012 eingeleitete Verkauf der gesamten Business Area Steel Americas erfüllt seit dem 30. September 2012 die Kriterien für einen Ausweis als nicht fortgeführte Aktivität, für die Business Area Stainless Global galt dies bereits seit dem 30. September 2011 und endete am 28. Dezember 2012 mit dem Vollzug des Zusammenschlusses mit dem finnischen Unternehmen Outokumpu. Somit werden in der Berichtsperiode für die Business Area Steel Americas alle Aufwendungen und Erträge bis zum 31. März 2013 und für die Business Area Stainless Global alle Aufwendungen und Erträge bis zum 28. Dezember 2012 sowie darüber hinaus die nachlaufenden Aufwendungen und Erträge, die in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf stehen, separat in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Zeile "Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern)" ausgewiesen. Der Vorjahresausweis, in dem die Business Area Stainless Global bereits als nicht fortgeführte Aktivität ausgewiesen war, wurde entsprechend hinsichtlich der Business Area Steel Americas angepasst.

Sofern der Verkauf zum Stichtag der Berichtsperiode noch nicht abgeschlossen ist, werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppen und der nicht fortgeführten Aktivitäten in der Bilanz der Berichtsperiode separat in den Zeilen "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" ausgewiesen.

Im September 2012 wurde in der Business Area Components Technology der Verkauf der Berco-Gruppe eingeleitet. Berco ist ein führender und weltweit tätiger Anbieter von im Wesentlichen auf Schmiedeteilen basierten Unterbaufahrgestellen für die Baumaschinenbranche und bietet sowohl Herstellern als auch Zulieferern ein breites Spektrum von Teilen und Services an. Das Produktspektrum bedient dabei größere Abraummaschinen für den Betrieb von Rohstoffminen bis zu mobilen Kleinstmaschinen im Baubetrieb. Im Zusammenhang mit dem eingeleiteten Verkauf entstanden aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte von 4 Mio € und auf Sachanlagen von 131 Mio €, die in den Umsatzkosten im 4. Quartal 2011/2012 ausgewiesen wurden; gleichzeitig wurden latente Steuern von 1 Mio € aktiviert. Die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe zum 31. März 2013 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

MIO € / VERÄUßERUNGSGRUPPE BERCO-GRUPPE

31.03.2013
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3
Sachanlagen 32
Aktive latente Steuern 13
Vorräte 209
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 55
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 21
Laufende Ertragsteueransprüche 2
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 335
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 31
Sonstige langfristige Rückstellungen 1
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 7
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 93
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 3
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 27
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung
vorgesehenen Vermögenswerten
165

Darüber hinaus wurde im September 2012 in der Business Area Steel Europe der Verkauf der Tailored-Blanks-Gruppe eingeleitet. Tailored Blanks ist Systempartner im Karosserie- und Fahrzeugbau für die Automobilindustrie, der maßgeschneiderte Platinen aus Stahlblech herstellt. Die Veräußerung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Regulierungsbehörden. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe zum 31. März 2013 sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

MIO € / VERÄUßERUNGSGRUPPE TAILORED-BLANKS-GRUPPE

31.03.2013
Firmenwert 6
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4
Sachanlagen 104
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 2
Aktive latente Steuern 3
Vorräte 59
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 124
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 11
Laufende Ertragsteueransprüche 5
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 321
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1
Passive latente Steuern 5
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 68
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 10
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung
vorgesehenen Vermögenswerten
99

Nicht fortgeführte Aktivitäten: Business Areas Steel Americas und Stainless Global

Im September 2012 hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen, dass der Vorstand einen Bieterprozess für die Business Area Steel Americas startet. Wir konzentrieren uns unverändert darauf, ein Signing zeitnah zu erreichen.

Die wegen der Veräußerungsabsicht zum 30. September 2012 notwendig gewordene Abwertung betrug 3.645 Mio €. Die Abwertung ergab sich auf der Grundlage des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. Es lagen unverbindliche Kaufangebote (non-binding offers) für beide Werke vor, einzeln und gesamt. In die Bewertung sind auch interne Berechnungen eingegangen, teilweise durchgeführt mit Unterstützung von Wirtschaftsprüfern und Management Consultants, und berücksichtigten alle ThyssenKrupp vorliegenden Erkenntnisse aus dem laufenden Veräußerungsprozess und stellten insgesamt eine bestmögliche Schätzung dar.

Unter Berücksichtigung der aktuellen Verhandlungen ergibt sich zum 31. März 2013 eine neue Einschätzung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. Hieraus resultiert ein weiterer Anpassungsbedarf in Höhe von 683 Mio €, der auf die Sachanlagen verteilt wurde, sowie eine damit im Zusammenhang stehende Anpassung der aktiven latenten Steuern in Höhe von 86 Mio €. Der Aufwand ist im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten des 1. Halbjahrs 2012/2013 bzw. 2. Quartals 2012/2013 enthalten.

Die Ergebnisse der als nicht fortgeführte Aktivität klassifizierten Business Area Steel Americas stellen sich wie folgt dar:

MIO € / NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄT STEEL AMERICAS

1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
770 834 443 461
134 42 108 10
– 1.428 – 985 – 790 – 490
– 524 – 109 – 239 – 19
132 39 73 11
– 392 – 70 – 166 – 8
– 683 – 683
– 86 – 86
0 – 769 0 – 769
– 392 – 839 – 166 – 777
– 334 – 623 – 140 – 569
– 58 – 216 – 26 – 208

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der nicht fortgeführten Aktivität Business Area Steel Americas zum 31. März 2013 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

MIO € / NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄT STEEL AMERICAS

31.03.2013
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 26
Sachanlagen 2.415
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 202
Vorräte 732
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 240
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 12
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 228
Laufende Ertragsteueransprüche 7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 47
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 3.909
Langfristige Finanzschulden 634
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 20
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 4
Kurzfristige Finanzschulden 95
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 363
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 75
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 78
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung
vorgesehenen Vermögenswerten
1.269

Mit der Klassifizierung als nicht fortgeführte Aktivität werden langfristige Vermögenswerte nicht mehr planmäßig abgeschrieben; im 1. Halbjahr 2012/2013 sind daher Aufwendungen für planmäßige Abschreibungen von 221 Mio € entfallen; davon im 2. Quartal 2012/2013 110 Mio €. Darin enthalten sind aktivierte Bauzeitzinsen in Höhe von 16 Mio € im 1. Halbjahr 2012/2013 bzw. von 8 Mio € im 2. Quartal 2012/2013.

Zum 30. September 2011 wurden im Rahmen des Konzepts zur strategischen Weiterentwicklung die gesellschaftsrechtlichen, organisatorischen und vertraglichen Voraussetzungen für eine zukünftige Eigenständigkeit der Business Area Stainless Global und somit für den erstmaligen Ausweis als nicht fortgeführte Aktivität im Konzern geschaffen.

In Verbindung mit der eingeleiteten Abgabe erfolgte zum 30. September 2011 die Bewertung der nicht fortgeführten Aktivität zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten auf Basis interner Berechnungen und Einschätzungen von Marktteilnehmern; hieraus resultierte ein Abwertungsaufwand von 510 Mio €. Davon entfielen 45 Mio € auf Firmenwerte, der restliche Abwertungsbetrag wurde auf die Sachanlagen verteilt. Der Aufwand ist im 4. Quartal 2010/2011 im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten enthalten.

Am 31. Januar 2012 fand das Signing des Zusammenschlusses des finnischen Edelstahlherstellers Outokumpu mit der Edelstahlsparte von ThyssenKrupp statt. Die EU-Kommission hat dem Zusammenschluss im November 2012 unter Auflagen zugestimmt. Auf Basis des Vertrags mit Outokumpu über den geplanten Verkauf ergab sich im Geschäftsjahr 2011/2012 ein zusätzlicher Abwertungsbedarf von 400 Mio €, der auf die Sachanlagen verteilt wurde. Der Aufwand von insgesamt 400 Mio € ist in 2011/2012 im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten enthalten. Im 1. Halbjahr 2011/2012 wurde ein Abwertungsaufwand von 515 Mio € berücksichtigt, wovon 250 Mio € auf das 2. Quartal 2011/2012 entfielen.

Darüber hinaus wurden im 2. Quartal 2011/2012 auf Grund der Schließung des Stahlwerks in Krefeld bis Ende 2013 Wertberichtigungen auf Sachanlagen in Höhe von 42 Mio € erforderlich, die im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten 2011/2012 enthalten sind. Im Mai 2012 hat Stainless Global im Zusammenhang mit den Konsolidierungsmaßnahmen betreffend die Verlagerung des Standorts Düsseldorf-Benrath und den damit verbundenen Personalabbau mit dem zuständigen Betriebsrat einen Sozialplan abgeschlossen. Der Sozialplan beinhaltet neben Vorruhestandsregelungen und Abfindungszahlungen für Mitarbeiter, die Stainless Global verlassen werden, auch Ausgleichszahlungen für Mitarbeiter, die versetzt werden. Der Sozialplan findet entsprechend auf die geplante Schließung des Stahlwerks in Krefeld Anwendung. Für den aus dem Sozialplan Düsseldorf-Benrath und Krefeld resultierenden Aufwand wurde zum 30. September 2012 eine Restrukturierungsrückstellung von 58 Mio € gebildet.

Am 28. Dezember 2012 wurde der Zusammenschluss der Business Area Stainless Global mit dem finnischen Unternehmen Outokumpu abgeschlossen. Mit dem Vollzug hat ThyssenKrupp für die Einbringung von Inoxum 1 Mrd € in bar erhalten. Darüber hinaus hat Outokumpu die externen Netto-Finanzverbindlichkeiten und die Pensionsverpflichtungen übernommen. ThyssenKrupp erhält eine Beteiligung in Höhe von 29,9 % an Outokumpu sowie eine Finanzforderung gegen Outokumpu mit einem derzeitigen Wert von rund 1,2 Mrd € und einer ursprünglichen Laufzeit von maximal 9 Jahren. Diese Finanzforderung kann bei gegebenenfalls eintretenden negativen finanziellen Konsequenzen für Outokumpu aus den fusionskontrollrechtlichen Auflagen gemäß den Regelungen des Kaufvertrags um maximal 200 Mio € angepasst werden.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Ergebnisse der bis zum 28. Dezember 2012 als nicht fortgeführte Aktivität klassifizierten Business Area Stainless Global dargestellt. Zusätzlich enthält die Tabelle die nachlaufenden Erträge und Aufwendungen, die in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf von Stainless Global stehen; diese werden separat in der Spalte zum 2. Quartal 2012/2013 gezeigt und sind in der kumulierten Spalte zum 1. Halbjahr 2012/2013 ebenfalls enthalten. Sie umfassen im Wesentlichen transaktionsbedingte Zinserträge und Transaktionskosten.

MIO € / NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄT STAINLESS GLOBAL

1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
Umsatzerlöse 2.904 1.268 1.597 0
Andere Erträge 14 12 9 3
Aufwendungen – 3.045 – 1.360 – 1.667 – 1
Laufendes Ergebnis aus nicht
fortgeführten Aktivitäten (vor
Steuern)
– 127 – 80 – 61 2
Steuern vom Einkommen und
Ertrag
51 – 5 28 0
Laufendes Ergebnis aus nicht
fortgeführten Aktivitäten (nach
Steuern)
– 76 – 85 – 33 2
Ergebnis aus Bewertungsanpas
sung/Abgangsergebnis (vor
Steuern)
– 515 146 – 250 0
Steuern vom Einkommen und
Ertrag
Ergebnis aus Bewertungsanpas
sung/Abgangsergebnis aus nicht
fortgeführten Aktivitäten (nach
Steuern)
– 515 146 – 250 0
Ergebnis aus nicht fortgeführten
Aktivitäten (nach Steuern)
– 591 61 – 283 2
Davon:
Anteil der Aktionäre der Thys
senKrupp AG
– 589 62 – 282 2
Nicht beherrschende Anteile – 2 – 1 – 1 0

Mit der Klassifizierung als nicht fortgeführte Aktivität werden langfristige Vermögenswerte nicht mehr planmäßig abgeschrieben; in 2012/2013 sind daher bis zum Abgang am 28. Dezember 2012 Aufwendungen für planmäßige Abschreibungen von 52 Mio € entfallen; im 1. Halbjahr 2011/2012 waren dies 94 Mio €, davon 48 Mio € im 2. Quartal 2011/2012.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum 28. Dezember 2012 der nicht fortgeführten Aktivität Stainless Global zugeordnet sind, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

MIO € / NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄT STAINLESS GLOBAL

28.12.2012
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 27
Sachanlagen 1.812
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 12
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 19
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 25
Aktive latente Steuern 87
Vorräte 1.798
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 549
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 57
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 88
Laufende Ertragsteueransprüche 16
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 84
Abgegangene Vermögenswerte 4.576
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 351
Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 25
Sonstige langfristige Rückstellungen 106
Passive latente Steuern 87
Langfristige Finanzschulden 39
Sonstige langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1
Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 3
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 62
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 3
Kurzfristige Finanzschulden 136
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.220
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.345
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 122
Abgegangene Verbindlichkeiten 4.500

Die nach dem Abgang der Business Area Stainless Global erhaltene Beteiligung an Outokumpu in Höhe von 29,9 % wird im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert. Zum 31. Dezember 2012 wird diese Beteiligung zunächst auf Basis des Aktienkurses zum Transaktionszeitpunkt (0,79 €) multipliziert mit der Anzahl der erhaltenen Outokumpu-Aktien mit einem Wert von 491 Mio € aktiviert. Aus der Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts resultierte zum 31. März 2013 eine Verringerung um 34 Mio € auf 457 Mio €.

Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Anteile zum Transaktionszeitpunkt wird derzeit im Rahmen einer Kaufpreisallokation noch ermittelt. Ein hieraus gegebenenfalls entstehender Unterschiedsbetrag wird sich auf die Höhe des Beteiligungsbuchwerts auswirken.

03 Aktienbasierte Vergütung

Management Incentivepläne

Im 2. Quartal 2012/2013 gewährte ThyssenKrupp den Mitgliedern des Vorstands der ThyssenKrupp AG Wertrechte für die 3. Tranche des Long Term Incentiveplans (LTI). Gleichzeitig sind im 2. Quartal 2012/2013 die im Rahmen der 8. und letzten Tranche des Mid Term Incentiveplans (MTI) gewährten Wertrechte auf Grund des starken Rückgangs des durchschnittlichen ThyssenKrupp Value Added (TKVA) im dreijährigen Performance-Zeitraum im Vergleich zum durchschnittlichen TKVA der vorangegangenen drei Geschäftsjahre ohne die Zahlung einer Vergütung verfallen. Im 1. Halbjahr 2012/2013 resultieren aus dem Management Incentiveplan LTI Aufwendungen in Höhe von 2,2 (1. Halbjahr 2011/2012: Aufwendungen von 1,4) Mio €; hiervon sind keine Aufwendungen (1. Halbjahr 2011/2012: Erträge von 0,4 Mio €) im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten enthalten. Im 2. Quartal 2012/2013 enthält das Ergebnis aus dem LTI Aufwendungen von 5,9 (2. Quartal 2011/2012: Aufwendungen von 11,2) Mio €; hiervon sind keine Aufwendungen (2. Quartal 2011/2012: 0 Mio €) im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten enthalten.

Im September 2010 wurde die Ausgestaltung der variablen Vergütung der Mitglieder des Vorstands der ThyssenKrupp AG angepasst. Dementsprechend werden 25 % der für das jeweilige Geschäftsjahr gewährten Tantieme sowie 55 % des in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Situation zusätzlich für das jeweilige Geschäftsjahr gewährten Bonuses verpflichtend in Wertrechte der ThyssenKrupp AG umgewandelt werden und erst nach Ablauf einer dreijährigen Sperrfrist auf Basis des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie im 4. Quartal des 3. Geschäftsjahres in bar ausgezahlt werden. Im 3. Quartal 2010/2011 wurde die Ausgestaltung der variablen Vergütung für weitere ausgewählte Führungskräfte in der Form angepasst, dass 20 % der für das jeweilige Geschäftsjahr gewährten Tantieme verpflichtend in Wertrechte der ThyssenKrupp AG umgewandelt werden und erst nach Ablauf einer dreijährigen Sperrfrist auf Basis des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie im 4. Quartal des 3. Geschäftsjahres in bar ausgezahlt werden. Aus dieser Vergütungskomponente enthält das Ergebnis des 1. Halbjahrs 2012/2013 Aufwendungen von 0,1 (1. Halbjahr 2011/2012: 4,4) Mio € bzw. des 2. Quartals 2012/2013 Erträge von 0,3 (2. Quartal 2011/2012: Aufwendungen von 4,3) Mio €.

04 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurde bei sonst unveränderten Prämissen eine Neubewertung der Rückstellungen für Pensionen und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen zum 31. März 2013 vorgenommen.

MIO €

30.09.2012 31.03.2013
Pensionen 6.922 6.690
Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen 850 827
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 314 270
Umgliederung w/ Ausweis als Verbindlichkeiten in
Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen
Vermögenswerten – 378 – 40
Insgesamt 7.708 7.747

Bei der Berechnung der Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zu Grunde gelegt:

IN %

30.09.2012 31.03.2013
Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder
Diskontierungssatz für
Pensionen
3,60 3,44 3,30 3,53
Diskontierungssatz für
Gesundheitsfürsorge
verpflichtungen (nur USA)
3,50 3,75

Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:

MIO €
1. Halbjahr 2011/2012 1. Halbjahr 2012/2013 2. Quartal 2011/2012 2. Quartal 2012/2013
Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr
hinzuverdienten Versorgungsansprüche
38 17 53 18 19 9 26 9
Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen
Ansprüche
134 45 114 39 67 22 57 19
Erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens – 6 – 50 – 6 – 52 – 3 – 25 – 3 – 25
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 12 0 0 0 12 0
Aufwand/(Ertrag) aus Plankürzungen und
Planabgeltungen
0 0 0 – 11 0 0 0 0
Netto-Pensionsaufwendungen
für Leistungszusagen
166 12 173 – 6 83 6 92 3

Von den in der Tabelle angegebenen Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen in Deutschland entfallen auf die nicht fortgeführten Aktivitäten im 1. Halbjahr 2012/2013 Aufwendungen von 5 (1. Halbjahr 2011/2012: 7) Mio € und im 2. Quartal 2012/2013 Aufwendungen von 0 (2. Quartal 2011/2012: 4) Mio €. Von den Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen in den übrigen Ländern entfallen auf die nicht fortgeführten Aktivitäten im 1. Halbjahr 2012/2013 sowie im 2. Quartal 2012/2013 keine Aufwendungen (1. Halbjahr 2011/2012: 1 Mio €; 2. Quartal 2011/2012: 1 Mio €). Die Aufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Die Netto-Aufwendungen für Zuschussverpflichtungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre setzen sich wie folgt zusammen:

MIO €
1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
USA USA USA USA
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 2 0 1 – 1
Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche 22 15 11 8
Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen – 2 0 – 1 0
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand – 33 0 – 3 0
Netto-Aufwendungen/(Erträge) der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre – 11 15 8 7

05 Begebung einer Anleihe

Im Februar 2013 hat die ThyssenKrupp AG im Rahmen des bestehenden 10-Mrd-Euro-Debt-Issuance-Programms eine Anleihe in einem Volumen von 1,25 Mrd € mit einer Laufzeit von 5½ Jahren und einem Zinskupon von 4,0 % p.a. bei einem Emissionskurs von 99,681 % begeben. Auf Grund der sehr starken Sekundärmarkt-Performance wurde diese Anleihe im März 2013 um 350 Mio € aufgestockt; bei unverändertem Zinskupon betrug der Emissionskurs 100,625 %. Mit der Anleiheemission wurde das günstige Marktumfeld genutzt, das Fälligkeitenprofil der Finanzschulden verlängert und der Kapitalmarktanteil im Finanzierungsmix gestärkt.

06 Sonstige Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

Bürgschaften und Garantien

Die ThyssenKrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

MIO €
Maximales
Haftungs
volumen
31.03.2013
Rückstellung
31.03.2013
Anzahlungsgarantien 267 1
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 121 1
Kreditaufträge 174 0
Restwertgarantien 61 2
Sonstige Haftungserklärungen 110 1
Insgesamt 733 5

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Alle durch die ThyssenKrupp AG oder durch Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die in den Business Areas Steel Europe und Steel Americas bestehenden langfristigen Lieferverträge für Eisenerz und Eisenerz-Pellets werden auf Grund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz für die gesamte Vertragslaufzeit mit den zum jeweiligen Berichtsstichtag gültigen Erzpreisen bewertet. Im Vergleich zum 30. September 2012 erhöhten sich die Abnahmeverpflichtungen auf Grund der gestiegenen Erzpreise um 3,7 Mrd € auf 19,3 Mrd €.

Schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche, schiedsgerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zur Rückerstattung von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadenersatz führen können. Aus verschiedenen Verträgen wie Bau-, Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Vertragspartnern, Kunden, Konsortialpartnern und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen, sind durch Vergleich beendet worden oder verjährt. Eine Reihe von Verfahren ist noch anhängig.

Im Zusammenhang mit dem sogenannten Schienenkartell ist zwischenzeitlich uns und anderen Beteiligten eine Klageschrift der Deutschen Bahn AG (DB) zugestellt worden. Die Klage richtet sich gegen ThyssenKrupp GfT Gleistechnik, ThyssenKrupp Materials International und weitere Kartellbeteiligte. Die DB begehrt umfangreiche Auskunft und schätzt in diesem Zusammenhang gegenüber allen am Kartell Beteiligten einen Gesamtschaden von 550 Mio € zzgl. Zinsen in Höhe von ca. 300 Mio €.

Außer der DB haben noch weitere Kunden angekündigt, Schadenersatzforderungen geltend machen zu wollen. Eine zuverlässige Schätzung der finanziellen Folgen solcher Ansprüche ist für ThyssenKrupp noch nicht möglich.

Für erkennbare Risiken aus Schadenersatzforderungen sowie erwartete Strafen im Zusammenhang mit den noch laufenden Ermittlungen des Bundeskartellamts wurden zum 31. März 2013 zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 207 Mio € gebildet.

Ausgelöst durch eine anonyme Anzeige ermittelt das Bundeskartellamt u.a. gegen die ThyssenKrupp Steel Europe AG wegen des Anfangsverdachts auf Preisabsprachen im Zeitraum zurück bis 1998 bei der Lieferung bestimmter Stahlprodukte an die deutsche Automobilindustrie und ihre Zulieferer. ThyssenKrupp hat eine eigene interne Untersuchung der Vorwürfe mit externer anwaltlicher Unterstützung veranlasst, die auch Erkenntnisse aus dem Amnestieprogramm einbezieht. Die interne Untersuchung und die Ermittlungen des Bundeskartellamts dauern an. Derzeit können signifikante Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht ausgeschlossen werden.

Bei den sonstigen Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten sind seit dem vorangegangenen Geschäftsjahresende keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

07 Derivative Finanzinstrumente

Die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Nominalwert
30.09.2012
Beizulegender
Zeitwert
30.09.2012
Nominalwert
31.03.2013
Beizulegender
Zeitwert
31.03.2013
1.695 35 2.381 80
172 5 175 2
221 20 287 12
2.088 60 2.843 94
5.086 57 1.800 39
1.122 70 1.355 74
451 40 303 43
6.659 167 3.458 156

* inklusive Zins-/Währungsderivate

08 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)

Zum 31. März 2013 besteht eine Finanzforderung gegen Outokumpu mit einem derzeitigen Wert von rund 1,2 Mrd € und einer ursprünglichen Laufzeit von maximal 9 Jahren.

09 Segmentberichterstattung

Zum 01. Januar 2013 wurden die bisherigen Business Areas Plant Technology und Marine Systems zu der neuen Business Area Industrial Solutions zusammengeführt. Industrial Solutions ist ein international führender Anbieter im Spezial- und Großanlagenbau sowie im Marineschiffbau. Die Werte der Vorjahresperioden sind entsprechend angepasst.

Die EBIT-Kennzahl als Maß für die Ertragskraft der einzelnen Segmente enthält definitionsgemäß lediglich Bestandteile des Finanzergebnisses, die operativen Charakter haben. Die nach der Veräußerung von Stainless Global von ThyssenKrupp nun gehaltene 29,9 %-ige Beteiligung an Outokumpu, die nach der Equity-Methode bilanziert wird, ist auf Grund des nicht operativen Charakters als Finanzbeteiligung dem Bereich Corporate zugeordnet und das Equity-Ergebnis ist nicht im EBIT enthalten.

Die Segmentinformationen für das 1. Halbjahr 2011/2012 und das 1. Halbjahr 2012/2013 sowie für das 2. Quartal 2011/2012 und das 2. Quartal 2012/2013 stellen sich wie folgt dar:

MIO €
------- -- -- --
Components
Technology
Elevator
Technology
Industrial
Solutions
Materials
Services
Steel
Europe
Corporate Steel
Americas*
Stainless
Global*
Konsoli
dierung
Konzern
1. Halbjahr 2011/2012
Außenumsätze 3.629 2.670 2.503 6.324 4.461 32 770 2.904 0 23.293
konzerninterne Umsätze 4 0 8 229 955 40 274 302 – 1.812 0
Umsatzerlöse gesamt 3.633 2.670 2.511 6.553 5.416 72 1.044 3.206 – 1.812 23.293
EBIT 297 231 184 114 123 – 218 – 518 – 624 – 174 – 585
Bereinigtes EBIT 231 274 357 130 132 – 221 – 516 – 36 – 174 177
1. Halbjahr 2012/2013
Außenumsätze 2.699 2.919 2.724 5.572 3.895 41 834 1.268 0 19.952
konzerninterne Umsätze 6 1 10 166 870 57 155 134 – 1.399 0
Umsatzerlöse gesamt 2.705 2.920 2.734 5.738 4.765 98 989 1.402 – 1.399 19.952
EBIT 108 304 339 – 121 19 – 251 – 782 70 – 182 – 496
Bereinigtes EBIT 105 315 320 98 39 – 217 – 99 – 70 – 190 301
2. Quartal 2011/2012
Außenumsätze 1.875 1.319 1.197 3.316 2.382 26 443 1.597 0 12.155
konzerninterne Umsätze 5 3 5 92 504 11 103 171 – 894 0
Umsatzerlöse gesamt 1.880 1.322 1.202 3.408 2.886 37 546 1.768 – 894 12.155
EBIT 128 118 175 74 21 – 119 – 230 – 303 – 92 – 228
Bereinigtes EBIT 128 132 193 90 30 – 120 – 228 20 – 93 152
2. Quartal 2012/2013
Außenumsätze 1.356 1.387 1.423 2.841 2.058 14 461 0 0 9.540
konzerninterne Umsätze 4 1 5 82 454 29 40 0 – 615 0
Umsatzerlöse gesamt 1.360 1.388 1.428 2.923 2.512 43 501 0 – 615 9.540
EBIT 65 133 198 – 157 – 10 – 139 – 695 – 2 – 93 – 700
Bereinigtes EBIT 63 146 180 58 9 – 120 – 12 – 1 – 96 227

* Nicht fortgeführte Aktivität

Nachfolgend werden die Überleitungsrechnungen der Umsatzerlöse und der Ertragskennzahlen Bereinigtes EBIT und EBIT zum EBT aus fortgeführten Aktivitäten gemäß der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

MIO €

1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
Umsatzerlöse gemäß Segmentberichterstattung 23.293 19.952 12.155 9.540
- Umsatzerlöse Steel Americas – 1.044 – 989 – 546 – 501
- Umsatzerlöse Stainless Global – 3.206 – 1.402 – 1.768 0
+ Umsatzerlöse der nicht fortgeführten Aktivitäten mit Konzerngesellschaften 576 289 274 40
+ Umsatzerlöse von Konzerngesellschaften mit den nicht fortgeführten Aktivitäten 172 89 80 23
Umsatzerlöse gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 19.791 17.939 10.195 9.102

MIO €

1. Halbjahr
2011/2012
1. Halbjahr
2012/2013
2. Quartal
2011/2012
2. Quartal
2012/2013
Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung 177 301 152 227
Sondereffekte – 762 – 797 – 380 – 927
EBIT gemäß Segmentberichterstattung – 585 – 496 – 228 – 700
- Im EBIT eliminierte Abschreibungen auf aktivierte Bauzeitzinsen – 21 – 7 – 10 – 4
+ Nicht operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 0 – 38 0 – 38
+ Finanzierungserträge 385 244 71 114
- Finanzierungsaufwendungen – 667 – 557 – 208 – 273
- Bestandteile der Finanzierungserträge, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden – 64 – 6 – 63 20
+ Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden 37 24 37 5
EBT - Konzern – 915 – 836 – 401 – 876
- EBT Steel Americas 524 792 239 702
- EBT Stainless Global 642 – 66 311 – 2
EBT aus fortgeführten Aktivitäten gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 251 – 110 149 – 176

10 Umsatzkosten

Die Umsatzkosten des 1. Halbjahres 2012/2013 enthalten Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von 21 Mio €, die im Wesentlichen die Business Areas Steel Europe, Components Technology und Materials Services betreffen. Zum 30. September 2012 betrugen die Wertberichtigungen 49 Mio €. Im 1. Halbjahr 2011/2012 enthielten die Umsatzkosten Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen von 35 Mio €, die im Wesentlichen auf die Business Areas Steel Europe und Materials Services entfielen. Darüber hinaus enthält das Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten im 1. Halbjahr 2012/2013 Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen von 41 (1. Halbjahr 2011/2012: 31) Mio €.

11 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen

Das Ergebnis enthält anteilige Verluste von Outokumpu in Höhe von 38 Mio €.

12 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

1. Halbjahr 2011/2012 1. Halbjahr 2012/2013 2. Quartal 2011/2012 2. Quartal 2012/2013
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten
(nach Steuern)
(Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
– 123 – 0,24 – 60 – 0,12 – 164 – 0,32 – 89 – 0,18
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten
(nach Steuern)
(Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
– 924 – 1,79 – 561 – 1,09 – 423 – 0,82 – 567 – 1,10
Periodenfehlbetrag
(Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
– 1.047 – 2,03 – 621 – 1,21 – 587 – 1,14 – 656 – 1,28
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 514.489.044 514.489.044 514.489.044 514.489.044

Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der ThyssenKrupp AG zurechenbaren Periodenfehlbetrages durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Veräußerte oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt.

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

13 Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" unter Berücksichtigung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die die Veräußerungsgruppen einschließlich der nicht fortgeführten Aktivitäten betreffen.

Nicht zahlungswirksame Investitionstätigkeiten

Im 1. Halbjahr 2012/2013 ergab sich aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von langfristigen Vermögenswerten von 10 (1. Halbjahr 2011/2012: 65) Mio €. Im 2. Quartal 2012/2013 beliefen sich die Zugänge auf 6 (2. Quartal 2011/2012: 3) Mio €.

Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögenswerten aus Finance Lease betrug im 1. Halbjahr 2012/2013 5 (1. Halbjahr 2011/2012: 3) Mio € bzw. im 2. Quartal 2012/2013 2 (2. Quartal 2011/2012: 1) Mio €.

Im Zusammenhang mit dem zweiten Bauabschnitt des ThyssenKrupp Quartiers in Essen ergab sich ein nicht zahlungswirksamer Zugang von Sachanlagen im 1. Halbjahr 2012/2013 von 10 (1. Halbjahr 2011/2012: 0) Mio € bzw. im 2. Quartal 2012/2013 von 5 (2. Quartal 2011/2012: 0) Mio €.

Nicht zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten

Im 1. Halbjahr 2012/2013 erfolgte durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften kein Zugang von Brutto-Finanzschulden (1. Halbjahr 2011/2012: 2 Mio €); im 2. Quartal 2012/2013 gab es wie im 2. Quartal 2011/2012 ebenfalls keinen Zugang.

Im Zusammenhang mit dem zweiten Bauabschnitt des ThyssenKrupp Quartiers in Essen ergab sich ein nicht zahlungswirksamer Zugang von Finanzschulden im 1. Halbjahr 2012/2013 von 10 (1. Halbjahr 2011/2012: 0) Mio € bzw. im 2. Quartal 2012/2013 von 5 (2. Quartal 2011/2012: 0) Mio €.

14 Besondere Ereignisse nach dem Stichtag

Am 17. April 2013 hat der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH zugestimmt, für die Elektrobandfertigung in den Werken in Gelsenkirchen, Isbergues in Frankreich und Nashik in Indien eine Best-Owner-Lösung zu finden und entsprechend vorbereitende operative und administrative Maßnahmen zu treffen. Von der Abgabe betroffen sind ein Umsatz von ca. 450 Mio €, langfristige Vermögenswerte von ca. 180 Mio € und rund 1.800 Mitarbeiter. Gleichzeitig wurde zugestimmt, dass im Rahmen einer Neuausrichtung der Electrical-Steel-Aktivitäten das Werk Bochum für nicht-kornorientiertes Elektroband an die Steel Europe AG übertragen und dort fortgeführt werden soll.

Am 06. Mai 2013 wurde durch Beschluss des Bereichsvorstands von Materials Services der Verkaufsprozess für die Gleis- und Bautechnik-Aktivitäten eingeleitet. Dieser Bereich hat einen Umsatz von ca. 400 Mio € und rund 800 Mitarbeiter.

Essen, den 10. Mai 2013 ThyssenKrupp AG

Der Vorstand

Hiesinger

Burkhard Kerkhoff

Bescheinigung zum Halbjahresfinanzbericht nach prüferischer Durchsicht

An die ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 01. Oktober 2012 bis 31. März 2013, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Ohne unsere Beurteilung einzuschränken, weisen wir bezüglich der Bewertung der Vermögenswerte der Business Area Steel Americas auf die Darstellung unter "Nicht fortgeführte Aktivitäten: Business Areas Steel Americas und Stainless Global" in Nr. 2 der ausgewählten erläuternden Anhangangaben hin.

Essen, den 14. Mai 2013

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Norbert Winkeljohann Volker Linke

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Essen, den 10. Mai 2013

ThyssenKrupp AG

Der Vorstand

Hiesinger

Burkhard Kerkhoff

Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats

Der Zwischenbericht für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/2013 (Oktober 2012 bis März 2013) sowie der Bericht des Konzernabschlussprüfers über die prüferische Durchsicht des verkürzten Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts (Review Report) sind dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats in der Sitzung am 14. Mai 2013 vorgelegt und durch den Vorstand erläutert worden. Der Konzernabschlussprüfer stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Prüfungsausschuss stimmte dem Zwischenbericht zu.

Essen, den 14. Mai 2013

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Prof. Dr. Bernhard Pellens

Kontakt und Termine 2013/2014

Ansprechpartner

Corporate Communications

Telefon (0201) 844-536043 Telefax (0201) 844-536041 E-Mail [email protected]

Investor Relations

E-Mail [email protected]

Institutionelle Investoren und Analysten

Telefon (0201) 844-536464 Telefax (0201) 8456-531000

Privatanleger

Infoline 01802 252 252 (0,06 € pro Gespräch) Telefax (0201) 8456-531000

Anschrift

ThyssenKrupp AG ThyssenKrupp Allee 1, 45143 Essen Postfach, 45063 Essen Telefon (0201) 844-0 Telefax (0201) 844-536000 E-Mail [email protected]

Termine 2013/2014

14. August 2013

Zwischenbericht 9 Monate 2012/2013 (Oktober bis Juni) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

21. November 2013

Bilanzpressekonferenz Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

17. Januar 2014 Ordentliche Hauptversammlung

14. Februar 2014 Zwischenbericht 1. Quartal 2013/2014 (Oktober bis Dezember) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

15. Mai 2014

Zwischenbericht 1. Halbjahr 2013/2014 (Oktober bis März) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von ThyssenKrupp bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von ThyssenKrupp weder beabsichtigt, noch übernimmt ThyssenKrupp eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Rundungen und Veränderungsraten

Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet, Verschlechterungen mit Minus (ð). Bei sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten ( 1.000 % bzw. ð100 %) wird die Veränderungsrichtung durch ++ bzw. ðð angezeigt.

Abweichungen aus technischen Gründen

Der Zwischenbericht ist von der Gesellschaft auf Grund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum elektronischen Bundesanzeiger elektronisch einzureichen. Aus technischen Gründen (z.B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu Abweichungen in den im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen kommen.

Der Zwischenbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche Fassung der englischen Übersetzung vor.

In beiden Sprachen steht der Zwischenbericht im Internet unter http://www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Darüber hinaus wird dort eine interaktive Online-Version in beiden Sprachen angeboten.