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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2011

May 13, 2011

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Interim / Quarterly Report

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ThyssenKrupp in Kürze

ThyssenKrupp ist ein integrierter Werkstoff- und Technologiekonzern, der seinen Kunden weltweit innovative Produkt- und Systemlösungen für nachhaltigen Fortschritt bietet. Acht Business Areas bündeln die Aktivitäten und das Know-how des Unternehmens in den strategischen Kompetenzfeldern Materials und Technologies. Eine breite Palette von Hochleistungswerkstoffen und Anlagen, Komponenten, Systemen und innovativen Dienstleistungen bildet das Leistungsprogramm. Über zwei Drittel der insgesamt 2.300 Produktionsstätten, Büros und Servicestützpunkte liegen außerhalb Deutschlands; wir bedienen Kunden in rund 80 Ländern der Welt. Unser Portfolio wird ständig optimiert, um die Ertragskraft und den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern.

Inhalt

02 Der Konzern in Zahlen

Zwischenlagebericht

  • 03 Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern
  • 09 Geschäftsverlauf in den Business Areas
  • 17 ThyssenKrupp Aktie
  • 18 Innovationen
  • 19 Mitarbeiter
  • 20 Finanz- und Vermögenslage
  • 22 Nachtragsbericht
  • 23 Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

02 S. 27 – 38

01 S. 03 – 26

Verkürzter Zwischenabschluss

  • 27 Konzern-Bilanz
  • 28 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 29 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 30 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 31 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 32 Verkürzter Konzern-Anhang
  • 03 S. 39 – 40

39 Bescheinigung zum Halbjahresfinanzbericht nach prüferischer Durchsicht

40 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

04 S. 41 – 42

Weitere Informationen

  • 41 Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats
  • 42 Kontakt
  • 42 Termine 2011/2012

Dieser Zwischenbericht ist am 13. Mai 2011 erschienen.

Der Konzern in Zahlen

KONZERNÜBERBLICK

Vergleich 1. Halbjahr Vergleich 2. Quartal
1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
Veränderung Veränderung
in %
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
Veränderung Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 19.701 24.108 4.407 22 10.373 12.848 2.475 24
Umsatz Mio € 19.458 23.636 4.178 21 10.107 12.266 2.159 21
EBITDA Mio € 1.305 1.577 272 21 622 932 310 50
EBIT Mio € 631 770 139 22 278 497 219 79
EBIT-Marge % 3,2 3,3 2,8 4,1
Bereinigtes EBIT Mio € 570 770 200 35 293 497 204 70
EBT Mio € 504 497 – 7 – 1 191 352 161 84
Bereinigtes EBT Mio € 443 497 54 12 206 352 146 71
Periodenüberschuss Mio € 429 334 – 95 – 22 234 233 – 1
Ergebnis je Aktie 0,80 0,89 0,09 11 0,45 0,58 0,13 29
Mitarbeiter 31.03. 172.576 180.412 7.836 5 172.576 180.412 7.836 5
31.03.2010 30.09.2010 31.03.2011
Netto-Finanzschulden Mio € 2.652 3.780 6.492
Eigenkapital Mio € 10.389 10.388 10.706

BUSINESS AREAS

Auftragseingang
Mio €
Umsatz
Mio €
EBIT
Mio €
Bereinigtes EBIT
Mio €
Mitarbeiter
1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
31.03.2010 30.09.2010 31.03.2011
Steel Europe 5.499 6.650 4.948 6.245 320 558 320 558 34.872 34.711 33.917
Steel Americas 23 352 23 346 – 150 – 697 – 150 – 697 2.256 3.319 3.748
Stainless Global 2.503 3.273 2.671 3.461 – 143 66 – 143 66 11.235 11.235 11.292
Materials Services 5.740 7.177 5.641 7.015 197 248 116 248 31.482 33.856 35.391
Elevator Technology 2.445 2.664 2.447 2.566 328 318 328 318 42.787 44.024 44.937
Plant Technology 2.148 1.912 1.894 1.866 209 246 209 246 12.934 12.972 13.026
Components Technology 2.506 3.397 2.581 3.368 130 241 130 241 27.894 29.144 30.080
Marine Systems 249 575 541 723 34 130 54 130 6.669 5.488 5.372
Corporate 62 64 62 64 – 136 – 199 – 136 – 199 2.447 2.597 2.649
Konsolidierung – 1.474 – 1.956 – 1.350 – 2.018 – 158 – 141 – 158 – 141
Konzern 19.701 24.108 19.458 23.636 631 770 570 770 172.576 177.346 180.412
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
Steel Europe 2.999 3.721 2.667 3.287 193 300 193 300
Steel Americas 23 268 23 260 – 79 – 319 – 79 – 319
Stainless Global 1.560 1.790 1.461 1.856 – 101 59 – 101 59
Materials Services 3.059 3.918 2.881 3.704 68 163 68 163
Elevator Technology 1.215 1.358 1.221 1.267 163 147 163 147
Plant Technology 824 896 940 969 98 139 98 139
Components Technology 1.337 1.795 1.344 1.769 73 114 73 114
Marine Systems 139 149 287 219 18 84 33 84
Corporate 31 33 31 33 – 71 – 111 – 71 – 111
Konsolidierung – 814 – 1.080 – 748 – 1.098 – 84 – 79 – 84 – 79
Konzern 10.373 12.848 10.107 12.266 278 497 293 497

STAMMDATEN DER THYSSENKRUPP AKTIE

Wertpapier
Kenn-Nummer
Börsenplätze
Frankfurt (Prime Standard), Düsseldorf DE 000 750 0001
Kürzel
Börsen Frankfurt, Düsseldorf TKA
Reuters Börse Frankfurt TKAG.F
Xetra-Handel TKAG.DE
Bloomberg Xetra-Handel TKA GY

Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern

ThyssenKrupp im 1. Halbjahr 2010/2011 – auf Wachstumskurs

ThyssenKrupp hat den Aufwärtstrend im 1. Halbjahr 2010/2011 (01. Oktober 2010 – 31. März 2011) fortgesetzt. Auftragseingang und Umsatz legten gegenüber dem Vorjahreshalbjahr mit hohen zweistelligen Wachstumsraten zu. Der Auftragseingang nahm um 22 % auf 24,1 Mrd € zu, der Umsatz um 21 % auf 23,6 Mrd €. Zu diesem Wachstum haben nahezu alle Bereiche des Konzerns beigetragen.

Unsere Maßnahmen zur strukturellen Ergebnisverbesserung zeigen deutlich positive Wirkung: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich gegenüber der 1. Hälfte des Vorjahres um 139 Mio € auf 770 Mio €, ein Anstieg um 22 %. Bei dem Ergebnisanstieg ist zu berücksichtigen, dass das EBIT im laufenden Geschäftsjahr erheblich stärker durch im Wesentlichen hochlaufbedingte Verluste der Business Area Steel Americas von −697 Mio € (Vorjahr: −150 Mio €) belastet war. Für Steel Americas erwarten wir ab dem nächsten Quartal deutliche Verbesserungen, da die zweite Batterie der Kokerei Ende April ihren Betrieb aufgenommen hat.

Alle Business Areas, mit Ausnahme von Steel Americas, haben einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag geleistet. Das negative EBIT von Steel Americas konnte durch das Ergebnis der übrigen Business Areas von Materials in Höhe von 872 Mio € überkompensiert werden. Das EBIT der Business Areas von Technologies belief sich auf 935 Mio €; dagegen liefen die Corporate-Kosten und Konsolidierungseffekte in Höhe von 340 Mio €. Das EBIT war in den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 61 Mio € positiv beeinflusst, während im laufenden Geschäftsjahr keine Sondereffekte angefallen sind. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT erhöhte sich damit um 35 % auf 770 Mio €.

Auf Basis der guten Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten sind wir weiterhin zuversichtlich, unsere anspruchsvollen Ziele für das Geschäftsjahr 2010/2011 zu erreichen.

Wesentliche Kennzahlen für das 1. Halbjahr 2010/2011:

  • Der Auftragseingang stieg gegenüber dem 1. Halbjahr des vorangegangenen Geschäftsjahres um 22 % oder 4,4 Mrd € auf 24,1 Mrd €. Auch im 2. Quartal haben die Aufträge spürbar zugenommen und lagen um 14 % über dem Vorquartal.
  • Der Umsatz nahm um 21 % oder 4,2 Mrd € auf 23,6 Mrd € zu. Der Wert im 2. Quartal übertraf den Vorquartalsumsatz um 8 %.
  • Das EBITDA erreichte 1.577 Mio € gegenüber 1.305 Mio € im Vorjahr.
  • Das EBIT verbesserte sich auf 770 Mio € nach 631 Mio € im Vorjahr. Mit 497 Mio € im 2. Quartal gegenüber 273 Mio € im Vorquartal zeigte sich ein weiterhin positiver Ergebnistrend.
  • Die EBIT-Marge bezogen auf den Umsatz lag bei 3,3 % nach 3,2 % im Vorjahr.
  • Das Bereinigte EBIT betrug, da keine Sondereffekte vorlagen, ebenfalls 770 Mio €; im Vorjahr waren es 570 Mio €.
  • Das EBT belief sich auf 497 Mio € nach 504 Mio € im Vorjahr.
  • Das Bereinigte EBT lag mit 497 Mio € über dem Vorjahreswert von 443 Mio €.
  • Das Ergebnis je Aktie betrug 0,89 € nach 0,80 € im Vorjahr.
  • Die Netto-Finanzschulden beliefen sich zum 31. März 2011 auf 6.492 Mio €, eine Zunahme um 2.712 Mio € gegenüber dem 30. September 2010, als Netto-Finanzschulden in Höhe von 3.780 Mio € bestanden. Die Zunahme ist ganz wesentlich auf den hohen Finanzbedarf im Zuge der Investitionen für die neuen Stahl- und Edelstahlwerke in Brasilien und den USA sowie den Aufbau des Net Working Capital (NWC) für deren Hochlauf zurückzuführen. Zusätzlich erforderten die deutlich gestiegenen Aufträge unserer Kunden einen entsprechenden Aufbau von Vorräten, mit denen wir die Nachfrage auch in den Folgeperioden bedienen. Nicht zuletzt wirkten sich dabei die mittlerweile erheblich gestiegenen Rohstoffpreise erhöhend auf das NWC aus. Am 31. März 2010 betrugen die Netto-Finanzschulden 2.652 Mio €.

Weltwirtschaft weiter im Aufschwung

Die konjunkturelle Aufwärtsentwicklung der Weltwirtschaft hat sich fortgesetzt. Trotz einer leichten Wachstumsverlangsamung in der 2. Jahreshälfte stieg das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2010 um 4,6 %. Auch im 1. Quartal 2011 dürfte nach gegenwärtiger Einschätzung das positive Wachstum angehalten haben.

Die Wirtschaft im Euro-Raum ist im Schlussquartal 2010 mit einem BIP-Zuwachs von 0,3 % zum Vorquartal nur verhalten expandiert. Dabei sind die Wachstumsdifferenzen zwischen den großen Euro-Ländern geringer geworden. In Deutschland hat die Wachstumsdynamik wegen des harten Winterwetters im 4. Quartal 2010 spürbar abgenommen; das BIP erhöhte sich nur um 0,4 %. Im 1. Quartal 2011 dürfte die Konjunktur im Euro-Raum wieder deutlich angezogen haben; insbesondere die deutsche Wirtschaft sollte auf Grund höherer Ausrüstungsinvestitionen und eines gestiegenen privaten Verbrauchs wieder kräftig zugelegt haben.

In den USA konnte sich der konjunkturelle Aufschwung festigen. Dank des stark anziehenden privaten Verbrauchs und gestiegener Ausrüstungsinvestitionen stieg die Wirtschaftsleistung der USA im 4. Quartal 2010 um 0,8 %. Dieser positive Trend hielt auch zu Beginn des Jahres 2011 an. Das japanische Wachstumstempo gab dagegen bereits vor der tragischen Naturkatastrophe nach.

Anhaltend kräftig blieb die Wachstumsdynamik in den Schwellenländern. China verzeichnete im 4. Quartal 2010 einen BIP-Zuwachs von rund 2,5 %, und eine spürbare Verlangsamung ist seither nicht erkennbar. Auch in den übrigen BRIC-Ländern hat sich der Aufwärtstrend fortgesetzt.

Überwiegend positive Entwicklung in den Branchen

Qualitätsflachstahl – Die internationalen Stahlmärkte waren weiter aufwärts gerichtet. Die globale Rohstahlerzeugung stieg 2010 um 15 % auf 1,41 Mrd t; in den ersten drei Monaten dieses Jahres übertraf sie mit 372 Mio t die Vorjahresmenge um 9 %. Die Auslastung der Stahlindustrie erhöhte sich weltweit auf durchschnittlich gut 80 %. In der EU, der NAFTA und den meisten anderen Industrieregionen wurden aber trotz kontinuierlicher Produktionsausweitung die Vorkrisenniveaus noch nicht erreicht. Die deutsche Rohstahlproduktion lag mit 11,4 Mio t im 1. Quartal 2011 um 4 % über dem Vorjahr. Auf dem europäischen Qualitätsflachstahlmarkt setzte sich die im Schlussquartal 2010 begonnene Erholung zu Beginn des neuen Jahres fort. Die bessere Beschäftigung bei wichtigen Abnehmergruppen ließ den Stahlbedarf weiter steigen. Zusätzliche lagerzyklische Nachfrageimpulse kamen durch die Aufwärtsentwicklung der Stahlpreise. Die im Markt vorhandenen Lagerbestände dürften jedoch der konjunkturellen Situation weitgehend angepasst sein. Der US-amerikanische Stahlmarkt zeigte einen ähnlichen Verlauf wie in Europa.

Der seit der Jahreswende weltweit kräftige Anstieg der Stahlpreise auf den Spotmärkten war wesentlich durch den stark erhöhten Druck bei den Rohstoffkosten verursacht. Der positive Trend hat jedoch seit März etwas an Dynamik verloren. In den USA setzte sich der Preisanstieg, der stärker ausfiel als in Europa, auch zum Ende der Berichtsperiode fort.

Edelstahl – Die Nachfrage nach rost-, säure- und hitzebeständigen Edelstahlflachprodukten stieg 2010 weltweit um rund 20 % auf 16,4 Mio t und übertraf in einigen Regionen wieder das Vorkrisenniveau. Der Auftragseingang der Rostfrei-Produzenten in Europa und der NAFTA verbesserte sich 2010 deutlich, und auch in den ersten Monaten des Jahres 2011 zeigte sich ein positives Bild. Verantwortlich für den Nachfrageanstieg waren der wachsende Bedarf der Endverbrauchersegmente sowie Nachdispositionen des Handels – getrieben auch durch starke Schwankungen der Rohstoffpreise. In China war von Juni 2010 bis Februar 2011 ein stetiger Preisanstieg zu beobachten. Im März folgten auf Grund der sinkenden Nickelpreise leichte Preissenkungen. Die Basispreise für Edelstahlflachprodukte in Deutschland, Europa und Nordamerika zogen seit Dezember 2010 wieder an. Parallel dazu erhöhte sich wegen gestiegener Nickelpreise der Legierungszuschlag.

Der Markt für Nickellegierungen und Titanprodukte hat sich weiter erholt. Sowohl aus dem Industrie- als auch aus dem Luftfahrtbereich verstärkte sich die Nachfrage spürbar.

Automobilbau – Die Automobilkonjunktur konnte vor allem in Nordamerika wieder deutlich an Fahrt gewinnen. In den USA nahm im Vergleich zum Vorjahreszeitraum der Absatz von Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen im 4. Quartal 2010 um 13 % zu und im 1. Quartal 2011 um 20 % auf 3,0 Mio Fahrzeuge, allerdings gestützt durch starke verkaufsfördernde Maßnahmen. Nach einem Plus von 36 % im letzten Quartal 2010 fiel in China in den ersten drei Monaten 2011 die Zuwachsrate für den PKW-Absatz auf 6 %, womit eine Verkaufszahl von 2,9 Mio PKW erreicht wurde; dies war wesentlich auf staatliche Dämpfungsmaßnahmen zurückzuführen. In der Europäischen Union gaben die PKW-Neuzulassungen im Schlussquartal 2010 um 9 % nach und lagen in den folgenden drei Monaten mit 3,6 Mio Fahrzeugen um 2 % unter dem Vorjahresniveau.

In Deutschland stiegen die PKW-Neuzulassungen im 1. Quartal 2011 um 14 % auf 764.000 Fahrzeuge, nachdem sie im Quartal zuvor noch um 8 % nachgaben. Positiv wirkten zuletzt auch die um 11 % gestiegenen Exporte, so dass die PKW-Produktion in den ersten drei Monaten 2011 um 8 % auf 1,494 Mio Einheiten zulegte. Sehr erfreulich entwickelte sich auch der Markt für schwere Nutzfahrzeuge.

Maschinenbau – Die internationalen Maschinenbaumärkte haben sich im abgelaufenen Jahr spürbar erholt. In China und Japan dürfte die Maschinenbauproduktion 2010 um 16 % bzw. 37 % zugelegt haben, in den USA und in Deutschland um annähernd 10 %.

Der deutsche Maschinenbau verzeichnete in den vergangenen Monaten eine hohe Nachfrage, insbesondere aus dem Ausland, aber auch aus dem Inland. Im 4. Quartal 2010 nahmen die Bestellungen im Vorjahresvergleich um 40 % zu und im 1. Quartal 2011 um 32 %. Die Kapazitätsauslastung der deutschen Maschinenbauer hat inzwischen wieder den langfristigen Durchschnitt von 86 % erreicht. Der deutsche Großanlagenbau verzeichnete seit Mitte 2010 deutlich höhere Neubestellungen.

Bauwirtschaft – Die Bauindustrie in den Industrieländern entwickelte sich überwiegend schwach. Auf dem US-Immobilienmarkt war bisher keine durchgreifende Besserung erkennbar. Die deutsche Bauwirtschaft konnte 2010 bei einem sich erholenden Wohnungsbau und einem leicht expandierenden gewerblichen Bau lediglich ein Produktionsplus von 0,2 % erzielen. Die Auftragseingänge waren in den Wintermonaten 2010 auf Grund der Witterungsbedingungen rückläufig, zu Beginn des Jahres 2011 zog aber insbesondere die Nachfrage aus dem Wohnungsbau an.

Höhere Wachstumsraten verzeichnete dagegen die Bauwirtschaft in einigen Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien.

Auftragseingang und Umsatz mit deutlichem Plus

ThyssenKrupp hat im 1. Halbjahr 2010/2011 erfolgreich gewirtschaftet. Mit konjunkturellem Rückenwind haben wir gegenüber dem Vorjahreshalbjahr Auftragseingang und Umsatz deutlich erhöht und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) spürbar ausgeweitet.

THYSSENKRUPP IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
Auftragseingang Mio € 19.701 24.108 10.373 12.848
Umsatz Mio € 19.458 23.636 10.107 12.266
EBITDA Mio € 1.305 1.577 622 932
EBIT Mio € 631 770 278 497
EBIT-Marge % 3,2 3,3 2,8 4,1
Bereinigtes EBIT Mio € 570 770 293 497
EBT Mio € 504 497 191 352
Bereinigtes EBT Mio € 443 497 206 352
Investitionen Mio € 1.515 1.434 738 656
Mitarbeiter 31.03. 172.576 180.412 172.576 180.412

Der Auftragseingang von ThyssenKrupp stieg in den ersten sechs Monaten 2010/2011 im Vergleich zum Vorjahr um 22 % oder 4,4 Mrd € auf 24,1 Mrd €. Mit Ausnahme von Plant Technology haben dazu alle Business Areas beigetragen. Vor allem die Nachfrage nach Qualitätsflachstahl, Werkstoffdienstleistungen und Komponenten für die Automobilindustrie hat kräftig angezogen. Im 2. Geschäftsjahresquartal haben sich die Auftragseingänge in nahezu allen Business Areas verbessert und lagen insgesamt um 14 % über dem Vorquartal.

Der Umsatz expandierte im 1. Halbjahr 2010/2011 gegenüber dem Vorjahr um 21 % oder 4,2 Mrd € auf 23,6 Mrd €. Die Entwicklung der Business Areas war ähnlich der bei den Auftragseingängen. Im Vergleich zum 1. Quartal 2010/2011 erhöhte sich der Konzernumsatz im 2. Quartal um 8 %.

1 Halhiahr 23.6
2010/2011 1. Ouartal ______ 200000000000000000000000000000000000000
12 Monate ARRESTS RESERVED TO A 2,6
9 Monate WARRANTARYA ARABAN ARABA 31,1
1. Halbjahr
2009/2010 1. Ouartal

Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf 770 Mio € gesteigert

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Konzerns nahm im 1. Halbjahr 2010/2011 um 139 Mio € auf 770 Mio € zu. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Anlaufverluste der neuen Werke in Brasilien und den USA mit −697 Mio € erheblich über dem Wert des Vorjahres von −150 Mio € lagen. Mit Ausnahme von Steel Americas erzielten alle Business Areas ein positives EBIT, wobei Steel Europe sowie Elevator Technology die größten Beiträge leisteten.

Innerhalb des 1. Halbjahres 2010/2011 war ein deutlicher Ergebnisanstieg zu verzeichnen. Mit 497 Mio € im 2. Quartal lag das EBIT um 224 Mio € oder 82 % über dem Wert des Vorquartals. Die EBIT-Marge gemessen am Umsatz stieg im 1. Halbjahr 2010/2011 auf 3,3 % nach 3,2 % im Vorjahr.

Das Bereinigte EBIT des 1. Halbjahres 2010/2011 betrug ebenfalls 770 Mio €, da keine Sondereffekte vorlagen. Im Vorjahreszeitraum hatten hingegen Sondereffekte von im Saldo insgesamt 61 Mio € das EBIT positiv beeinflusst: Erträgen von 81 Mio € aus der Veräußerung von ThyssenKrupp Industrieservice und ThyssenKrupp Safway der Business Area Materials Services standen nicht operative Aufwendungen von 20 Mio € bei Marine Systems gegenüber.

BEREINIGTE SONDEREFFEKTE in Mio €

1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
EBIT 631 770 278 497
+/- Veräußerungsverluste/-gewinne – 81 0 0 0
+ Restrukturierungsaufwendungen 0 0 0 0
+ Wertminderungsaufwendungen (Impairment-Abschreibungen) 0 0 0 0
+ Weitere nicht operative Aufwendungen 20 0 15 0
-
Weitere nicht operative Erträge
0 0 0 0
Bereinigtes EBIT 570 770 293 497

Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse lagen im 1. Halbjahr 2010/2011 mit 23.636 Mio € um 4.178 Mio € oder 21 % über dem Wert für den entsprechenden Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig erhöhten sich die Umsatzkosten um 3.811 Mio € oder 23 % überproportional zum Umsatzanstieg. Hierzu trugen insbesondere höhere Materialaufwendungen als Folge der Geschäftsausweitung sowie gestiegene Rohstoffpreise bei. Das Bruttoergebnis vom Umsatz verbesserte sich um 13 % auf 3.333 Mio €, verbunden mit einer von 15 % auf 14 % verminderten Brutto-Umsatzmarge.

Die Zunahme der Vertriebskosten um 109 Mio € resultierte insbesondere aus gestiegenen Personalaufwendungen sowie aus erhöhten Aufwendungen für Verkaufsfrachten und Verkaufsversicherungen. Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen mit 1.191 Mio € auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums, ohne dass sich hier besondere Einflüsse ergaben.

Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Erträge um 65 Mio € betraf mit 16 Mio € im Berichtszeitraum erzielte Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagen in der Business Area Steel Americas. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 45 Mio € beruhte insbesondere auf nicht aktivierungsfähigen Aufwendungen für noch nicht in Betrieb genommene Aggregate im Zusammenhang mit den Großprojekten in Brasilien und den USA.

Die Abnahme des Ergebnisses aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen um 91 Mio € betraf hauptsächlich den Wegfall der im Vorjahreshalbjahr enthaltenen Erträge aus der Veräußerung von ThyssenKrupp Industrieservice und ThyssenKrupp Safway.

Die Verschlechterung des Finanzergebnisses um insgesamt 157 Mio € resultierte im Wesentlichen aus dem innerhalb des sonstigen Finanzergebnisses erfassten Kursergebnis aus Finanztransaktionen, das sich um 96 Mio € verminderte. Ein weiterer Faktor war die mit der fortschreitenden Fertigstellung der Großprojekte in Brasilien und den USA um 90 Mio € verringerte Aktivierung von Bauzeitzinsen.

Die sich im 1. Halbjahr 2010/2011 bei einem Steueraufwand von 163 Mio € ergebende effektive Steuerbelastung von 33 % bewegte sich auf einem normalen Niveau. Der Anstieg gegenüber dem 1. Halbjahr des Vorjahres war auf den Wegfall von Sondereffekten zurückzuführen.

Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergab sich im Berichtszeitraum ein gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 95 Mio € auf 334 Mio € verminderter Periodenüberschuss.

Im Berichtszeitraum entfiel auf die nicht beherrschenden Anteile ein Periodenverlust in Höhe von 80 Mio €; im entsprechenden Vorjahreshalbjahr wurde hier ein Gewinn von 59 Mio € erfasst. Die Verschlechterung um insgesamt 139 Mio € betraf im Wesentlichen die Ergebnisentwicklung bei ThyssenKrupp CSA.

Unter Einbezug der Periodenergebnisse, die auf nicht beherrschende Anteile entfallen, erhöhte sich das Ergebnis je Aktie für das Berichtshalbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 0,09 € auf 0,89 €.

Ertragskennzahl EBIT

ThyssenKrupp hat zu Beginn des Geschäftsjahres 2010/2011 die Unternehmenssteuerung auf die Ertragskennzahl EBIT umgestellt, während zuvor das EBT maßgeblich war. Dadurch richten wir die Steuerung des Konzerns noch konsequenter an den durch das operative Management beeinflussbaren Erfolgsgrößen aus. Faktoren, die sich nur im Konzernverbund optimieren und beurteilen lassen – insbesondere sind dies das nicht operative Finanzergebnis und die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – bleiben bei der Beurteilung der operativen Einheiten außer Betracht. Ein weiterer Vorteil einer auf EBIT basierenden Steuerung liegt darin, dass das EBIT die für die Ermittlung des ThyssenKrupp Value Added relevante Erfolgsgröße darstellt. Auf diese Weise sind die operative Steuerung und das Wertmanagement optimal verzahnt.

Netto-Finanzschulden und Investitionen

Die Netto-Finanzschulden beliefen sich zum 31. März 2011 auf 6.492 Mio €, eine Zunahme um 2.712 Mio € gegenüber dem 30. September 2010, als Netto-Finanzschulden in Höhe von 3.780 Mio € bestanden. Die Zunahme ist ganz wesentlich auf den hohen Finanzbedarf im Zuge der Investitionen für die neuen Stahl- und Edelstahlwerke in Brasilien und den USA sowie den Aufbau des Net Working Capital (NWC) für deren Hochlauf zurückzuführen. Zusätzlich erforderten die deutlich gestiegenen Aufträge unserer Kunden einen entsprechenden Aufbau von Vorräten, mit denen wir die Nachfrage auch in den Folgeperioden bedienen. Nicht zuletzt wirkten sich dabei die mittlerweile erheblich gestiegenen Rohstoffpreise erhöhend auf das NWC aus. Am 31. März 2010 betrugen die Netto-Finanzschulden 2.652 Mio €.

Im 1. Halbjahr 2010/2011 investierte ThyssenKrupp insgesamt 1.434 Mio € und lag damit unter dem Niveau des Vorjahres. Hiervon wurden 1.368 Mio € für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ausgegeben; auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen sowie auf andere finanzielle Vermögenswerte entfielen 66 Mio €. Ohne die Großprojekte in Brasilien und den USA betrugen die Investitionen 443 Mio € gegenüber 510 Mio € im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Aktuelle Emittenten-Ratings

ThyssenKrupp verfügt seit 2001 über Emittenten-Ratings der Rating-Agenturen Moody's und Standard & Poor's sowie seit 2003 von Fitch. Im 1. Quartal 2009/2010 hatte Standard & Poor's unser Langfrist-Rating auf BB+ heruntergestuft, womit der Konzern bei dieser Rating-Agentur den Investment-Grade-Status verlor. Bei Moody's und Fitch befindet sich unser Rating dagegen weiterhin im Investment-Grade-Bereich.

Derzeit wird die Kreditwürdigkeit von ThyssenKrupp wie folgt bewertet:

Langfrist
Rating
Kurzfrist
Rating
Ausblick
Standard & Poor's BB+ B stabil
Moody's Baa3 Prime–3 stabil
Fitch BBB- F3 stabil

Geschäftsverlauf in den Business Areas

Steel Europe

STEEL EUROPE IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
Auftragseingang Mio € 5.499 6.650 2.999 3.721
Umsatz Mio € 4.948 6.245 2.667 3.287
EBIT Mio € 320 558 193 300
Bereinigtes EBIT Mio € 320 558 193 300
Mitarbeiter 31.03. 34.872 33.917 34.872 33.917

Die Business Area Steel Europe bündelt die Qualitätsflachstahlaktivitäten des Konzerns vor allem im europäischen Markt. Die hochwertigen Flacherzeugnisse werden an Kunden in der Automobilindustrie und anderen stahlverarbeitenden Branchen geliefert. Zum Programm gehören auch Produkte für attraktive Spezialmärkte wie die Verpackungsindustrie.

Auftragseingang und Umsatz deutlich erhöht

Im Zuge der anhaltend lebhaften Nachfrage nach Qualitätsflachstahl verzeichnete die Business Area im 1. Halbjahr 2010/2011 eine signifikante Geschäftsausweitung. Der wertmäßige Auftragseingang nahm im Vorjahresvergleich um 21 % auf 6,7 Mrd € zu. Dies war eine Folge der um 6 % auf 7,0 Mio t gestiegenen Bestellmengen, aber auch einer schrittweisen Erholung der am Markt erzielten Preise.

Der Umsatz wuchs um 26 % auf 6,2 Mrd € und der Versand um 15 % auf 6,6 Mio t. Im Vorjahresvergleich haben sich die Durchschnittserlöse ebenfalls verbessert; auch im Jahresverlauf verzeichneten sie einen moderat steigenden Trend. Mit einem Großteil unserer Industriekunden wurden höhere Mengen und Preise realisiert, durch die Kostensteigerungen auf der Rohstoffseite weitergegeben werden konnten. Der Versand an die Automobilindustrie hat deutlich zugenommen. Alle zum 01. Januar 2011 zur Neuverhandlung anstehenden Abschlüsse sind erfolgt. Die Verpackungsindustrie und die Hersteller elektrotechnischer Komponenten haben ebenfalls höhere Mengen an Weißblech und Elektroband abgenommen. Bei Mittelband und Grobblech stieg der Umsatz mengen- und erlösbedingt. Die gute Auslastung der Automobilindustrie wirkte sich positiv auf den Umsatz mit Tailored Blanks sowie das Metal-Forming-Geschäft aus.

Kapazitäten voll ausgelastet

Die Rohstahlerzeugung einschließlich der Zulieferungen von der Beteiligungsgesellschaft Hüttenwerke Krupp Mannesmann stieg um 10 % auf 6,9 Mio t. Die Metallurgiestufen arbeiteten an der Kapazitätsgrenze. Im Rahmen des Hochlaufs der Anlagen von ThyssenKrupp CSA wurden zusätzliche Brammen aus Brasilien zugeliefert. Alle Kernaggregate in den Walz- und Veredelungsstufen waren gegen Ende der Berichtszeit voll ausgelastet.

EBIT weiter verbessert

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich nach 320 Mio € im Vorjahreshalbjahr auf 558 Mio €. Die EBIT-Marge gemessen am Umsatz stieg von 6,5 % auf 8,9 %. Neben der günstigen Marktentwicklung in allen Produktbereichen haben dazu die Kostensenkungen aus der konsequenten Umsetzung von Maßnahmenprogrammen zur Effizienzsteigerung beigetragen.

Steel Americas

STEEL AMERICAS IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
Auftragseingang Mio € 23 352 23 268
Umsatz Mio € 23 346 23 260
EBIT Mio € – 150 – 697 – 79 – 319
Bereinigtes EBIT Mio € – 150 – 697 – 79 – 319
Mitarbeiter 31.03. 2.256 3.748 2.256 3.748

Mit der Business Area Steel Americas erschließen wir den nordamerikanischen Markt für hochwertige Flachstahlprodukte. Sie umfasst hauptsächlich die Stahl- und Weiterverarbeitungswerke in Brasilien und den USA.

Umsatz und Ergebnis

Steel Americas hat das operative Geschäft aufgenommen. Die Kundenbasis und das Produktspektrum für Premium-Flachstahlprodukte werden mit fortschreitendem Hochlauf der Anlagen kontinuierlich erweitert. Der Auftragseingang erreichte im 1. Halbjahr 2010/2011 352 Mio €; der Umsatz betrug 346 Mio €. Dank der qualitativ höherwertigen Stahlgüten und größeren Abmessungen stoßen die Produkte auf eine starke Resonanz bei den nordamerikanischen Kunden.

Im 1. Halbjahr 2010/2011 entstand ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 697 Mio €. Es war im Wesentlichen durch die mit der Fertigstellung der Projekte, dem Hochlauf der Anlagen und dem Eintritt in den NAFTA-Markt verbundenen Anlaufkosten sowie durch die höheren Aufwendungen für Einsatzstoffe bei ThyssenKrupp CSA in Brasilien beeinflusst.

Hüttenwerk in Brasilien

Das neue integrierte Hüttenwerk von ThyssenKrupp CSA hat im Berichtshalbjahr über 1 Mio t Stahl produziert und insgesamt 925.000 t Brammen an ThyssenKrupp Steel USA und Steel Europe geliefert. Im Berichtszeitraum wurde der zweite Hochofen erfolgreich angeblasen; die Arbeiten an der Kokerei sind gut vorangekommen.

Im Dezember 2010 kam es durch das Abgießen von flüssigem Roheisen zu Emissionen von Graphitstaub. Es wurden Maßnahmen ergriffen, um das Entweichen von freien Graphiten in die Luft zu verringern und diese soweit wie möglich aufzufangen. Die Gesundheit von Mitarbeitern und Anwohnern war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Alle Emissionen seit der Inbetriebnahme des neuen Stahlwerks sind innerhalb der von den brasilianischen Umweltbehörden vorgegebenen Grenzen geblieben.

Weiterverarbeitungswerk in den USA

Nach dreijähriger Bauzeit wurde am 10. Dezember 2010 das neue Weiterverarbeitungswerk von ThyssenKrupp Steel USA offiziell eingeweiht. Die Warmwalzkapazität wird insgesamt über 5 Mio t jährlich betragen. Mit Inbetriebnahme der Beize im November 2010 sind die Bauarbeiten für das Warm- und Kaltwalzwerk abgeschlossen. Am 31. März 2011 wurde die erste Feuerverzinkungsanlage in Betrieb genommen, die weiteren Feuerverzinkungsanlagen sollen bis Ende des laufenden Geschäftsjahres folgen. In den nordamerikanischen Markt wurden im 1. Halbjahr 2010/2011 bereits 421.000 t Flachstahl abgesetzt.

AUFTRAGSEINGANG STEEL AMERICAS in Mio € EBIT STEEL AMERICAS in Mio €
2009/2010 1. Quartal 2009/2010 1. Quartal
2. Ouartal 2. Quartal
3. Quartal 3. Quartal
4. Ouartal 22 4. Ouartal
2010/2011 1. Quartal ______ 2010/2011 1. Quartal ______
2. Ouartal ______ 2. Ouartal ______

Stainless Global

STAINLESS GLOBAL IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
Auftragseingang Mio € 2.503 3.273 1.560 1.790
Umsatz Mio € 2.671 3.461 1.461 1.856
EBIT Mio € – 143 66 – 101 59
Bereinigtes EBIT Mio € – 143 66 – 101 59
Mitarbeiter 31.03. 11.235 11.292 11.235 11.292

Als einer der weltweit führenden Edelstahlproduzenten steht die Business Area Stainless Global für höchste Ansprüche bei Edelstahl-Rostfrei-Flachprodukten sowie Hochleistungswerkstoffen wie Nickellegierungen, Titan und Zirkonium.

Auftragseingang und Umsatz verbessert

Die Geschäftsentwicklung der Business Area war im Verlauf des 1. Halbjahres 2010/2011 aufwärts gerichtet. Im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr stieg der wertmäßige Auftragseingang auch wegen der im Vergleich zum Vorjahr höheren Legierungszuschläge um 31 % auf 3,3 Mrd €; der deutlich höhere Nickelpreis trug dazu bei. Mit 1,1 Mio t lag der mengenmäßige Auftragseingang knapp unter Vorjahresniveau. Besonders hervorzuheben war die stärkere Nachfrage nach Nickellegierungen und Titan, deren Erlösniveau sich spürbar verbesserte. Die Produktion von Edelstahl-Rostfrei-Flachprodukten betrug 1,1 Mio t und von Hochleistungswerkstoffen 16.600 t.

Die Gesamtlieferungen lagen mit 1,1 Mio t um 5 % unter dem Niveau des Vorjahres. Wegen des insgesamt verbesserten Preisniveaus und der gestiegenen Legierungszuschläge erhöhte sich der Umsatz dennoch um 30 % auf 3,5 Mrd €.

Ergebnis positiv

Stainless Global hat das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von −143 Mio € im Vorjahreszeitraum auf 66 Mio € gesteigert; die EBIT-Marge bezogen auf den Umsatz nahm von −5,4 % auf 1,9 % zu. Ausschlaggebend für die bessere Ergebnissituation waren die konjunkturell günstigere Marktlage und die Optimierung des Produktmix, die höhere Preise ermöglichten. Darüber hinaus wurden die Kosten weiter gesenkt. Die Anlaufkosten des neuen Edelstahlwerks in den USA sind im Ergebnis mit 25 Mio € enthalten.

Edelstahlwerk in den USA

Am Standort Calvert hat ThyssenKrupp Stainless USA die ersten Kaltwalzanlagen erfolgreich in Betrieb genommen und erste Aufträge für amerikanische Kunden abgewickelt. Die Bauarbeiten für das Stahlwerk mit einer Jahreskapazität von bis zu 1 Mio t haben begonnen. Im 2. Quartal 2010/2011 wurden die Fundamentarbeiten für den Konverter fertiggestellt und es wurde mit dem Hallenstahlbau begonnen. Das Stahlwerk soll im Dezember 2012 in Betrieb gehen. Bis dahin wird der Standort weiterhin mit Warmband bzw. Brammen aus den europäischen Werken versorgt.

Vorwärtsstrategie Nirosta

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Edelstahlaktivitäten zu stärken, werden innerhalb des Werksverbunds von Thyssen-Krupp Nirosta die Werksstandorte optimiert. Dies sieht auch vor, die Fertigung von Düsseldorf-Benrath nach Krefeld zu verlagern. Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen 244 Mio €. Anfang 2011 begann die Umsetzung der ersten Projektstufe, die neben den erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen im Wesentlichen den Neubau einer kombinierten Glühund Beizlinie sowie eines Kaltwalzgerüstes beinhaltet. Das gesamte dreistufige Projekt erstreckt sich über einen Zeitraum von fünf Jahren.

2009/2010 1. Quartal 2009/2010 1. Quartal
2. Ouartal $2.$ Ouartal $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$
3. Quartal 3. Quartal
4. Ouartal 4. Ouartal
2010/2011 1. Quartal ______ 2010/2011 1. Quartal ______
200000000000000000000000000000000000000
2. Ouartal
2. Ouartal ****

Materials Services

MATERIALS SERVICES IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
Auftragseingang Mio € 5.740 7.177 3.059 3.918
Umsatz Mio € 5.641 7.015 2.881 3.704
EBIT Mio € 197 248 68 163
Bereinigtes EBIT Mio € 116 248 68 163
Mitarbeiter 31.03. 31.482 35.391 31.482 35.391

Die Business Area Materials Services ist an 500 Standorten in über 40 Ländern auf die Distribution von Roh- und Werkstoffen einschließlich technischer Dienstleistungen spezialisiert.

Aufwärtstrend fortgesetzt

Materials Services erreichte im 1. Halbjahr 2010/2011 einen Umsatz von 7,0 Mrd €, 24 % mehr als im 1. Halbjahr des Vorjahres, in dem noch anteilig die Umsätze von ThyssenKrupp Industrieservice und ThyssenKrupp Safway enthalten waren. Ohne die im Vorjahr veräußerten Bereiche belief sich der Umsatzzuwachs auf 28 %.

Der Absatz im Lagergeschäft mit metallischen Werkstoffen stieg um 23 % auf gut 2,7 Mio t. Darin spiegelt sich die deutlich verbesserte Nachfrage aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilindustrie und dem verarbeitenden Gewerbe wider – und dies ganz besonders in Deutschland und Osteuropa. In den südeuropäischen Ländern verlief die Entwicklung deutlich verhaltener. Aus der Bauwirtschaft kamen kaum Impulse. In Nordamerika profitierte insbesondere das NE-Metallgeschäft von der Konjunkturerholung; die Preissituation blieb allerdings sehr volatil. Die Nachfrage aus der Luftfahrtindustrie entwickelte sich unverändert exzellent. Das internationale Strecken- und Projektgeschäft war weiterhin durch eine moderate Nachfrage, einen sehr harten Wettbewerb und zahlreiche Auftragsverschiebungen gekennzeichnet.

Das Rohstoffgeschäft mit Legierungen, Metallen und Koks/Kohle ist im 1. Halbjahr 2010/2011 mengen- und vor allem preisbedingt gewachsen; Nachfrage und Preise bewegten sich insbesondere bei Koks und Mineralien auf einem sehr hohen Niveau. Weitere Großaufträge und neue Projekte haben unsere stahlwerksnahen Dienstleistungen in Brasilien positiv beeinflusst. Auch in Deutschland war die Auslastung signifikant besser als im Vergleichszeitraum.

Bereinigtes EBIT mehr als verdoppelt

Die wirtschaftliche Erholung und die nachhaltige Kostensenkung in nahezu allen Bereichen haben sich im Ergebnis der Business Area deutlich niedergeschlagen. Materials Services wies im 1. Halbjahr 2010/2011 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 248 Mio € aus. Die EBIT-Marge blieb mit 3,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum unverändert.

Reduziert man das Vorjahresergebnis um die Sondereffekte aus der Veräußerung der oben genannten Gesellschaften in Höhe von 81 Mio €, hat sich das Bereinigte EBIT mehr als verdoppelt; die Marge stieg dabei von 2,1 % auf 3,5 %.

AUFTRAGSEINGANG MATERIALS SERVICES in Mio € EBIT MATERIALS SERVICES in Mio €
2009/2010 1. Quartal 2009/2010 1. Quartal
2. Quartal MARCHARD CONTROL 3.059 68
2. Ouartal
3. Quartal 158
3. Ouartal
4. Ouartal 2000000000000000000000000000000000000 4. Ouartal
2010/2011 1. Ouartal ______ 2010/2011 200000000000000000000000000000000000000
1. Quartal
200000000000000000000000000000000000000
2. Ouartal
ROCKERS RESOURCES DESCRIPTIONS 163
2. Ouartal_

Elevator Technology

ELEVATOR TECHNOLOGY IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
Auftragseingang Mio € 2.445 2.664 1.215 1.358
Umsatz Mio € 2.447 2.566 1.221 1.267
EBIT Mio € 328 318 163 147
Bereinigtes EBIT Mio € 328 318 163 147
Mitarbeiter 31.03. 42.787 44.937 42.787 44.937

Das Produktprogramm der Business Area Elevator Technology umfasst Personen- und Lastenaufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige, Fluggastbrücken, Treppen- und Plattformlifte sowie den Service für die gesamte Produktpalette. Über 900 Standorte weltweit sorgen für eine optimale Nähe zum Kunden.

Positive Entwicklung bei Auftragseingang und Umsatz fortgesetzt

Elevator Technology setzte trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfeldes für Aufzüge und Fahrtreppen im 1. Halbjahr 2010/2011 die gute Geschäftsentwicklung fort.

Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahr um 9 % auf 2,7 Mrd €; bereinigt um positive Wechselkurseffekte verbesserte er sich um 4 %. Alle Produktlinien trugen zum Wachstum bei. Regional wurden Zuwächse in den USA, Kanada, Brasilien sowie in Asien – hier insbesondere in China – erreicht. Die positive Entwicklung in China wird unter anderem durch eine Vielzahl von Infrastrukturprojekten unterstützt. In Spanien machte sich im Neuanlagengeschäft nach wie vor der Markteinbruch in der Bauindustrie negativ bemerkbar. Dennoch konnte der Auftragseingang in Europa insgesamt leicht gesteigert werden.

Der Umsatz erhöhte sich um 5 % auf 2,6 Mrd €; nach Bereinigung von Wechselkurseffekten blieb er konstant. Durch die kontinuierliche Ausweitung des Wartungsportfolios auf inzwischen mehr als 1 Million Einheiten konnte der Serviceumsatz erneut ausgebaut werden. Der Umsatz mit Neuanlagen lag auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im asiatisch/pazifischen Raum sowie in Brasilien steigerte die Business Area ihren Umsatz deutlich. Die europäischen Aktivitäten verzeichneten ein stabiles Geschäftsvolumen.

Ergebnis stabil

Elevator Technology erwirtschaftete – auch dank der guten Entwicklung im Servicegeschäft – ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 318 Mio €. Damit lag es fast auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Wechselkurseffekte wirkten sich dabei geringfügig positiv aus. Die EBIT-Marge verringerte sich leicht von 13,4 % auf 12,4 %.

Insbesondere die brasilianischen Aktivitäten entwickelten sich sehr erfreulich und profitierten von der Umsatzausweitung. Auf dem europäischen Markt wurde ein stabiles Ertragsniveau erreicht.

AUFTRAGSEINGANG ELEVATOR TECHNOLOGY in Mio €
2009/2010 1. Ouartal 1.230
2. Quartal 1.215
3. Ouartal 1.390
4. Ouartal 1.264
2010/2011 1. Ouartal 1.306
2. Ouartal 1.358

Plant Technology

PLANT TECHNOLOGY IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
Auftragseingang Mio € 2.148 1.912 824 896
Umsatz Mio € 1.894 1.866 940 969
EBIT Mio € 209 246 98 139
Bereinigtes EBIT Mio € 209 246 98 139
Mitarbeiter 31.03. 12.934 13.026 12.934 13.026

Das Produktportfolio der Business Area Plant Technology reicht von Chemie- und Raffinerieanlagen über Anlagen für die Zementindustrie und innovative Lösungen zum Abbau und zur Gewinnung von Rohstoffen bis hin zu Produktionssystemen für die Automobilindustrie. Die Anlagen und Verfahren eröffnen neue Möglichkeiten für Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Gute Auftragslage

Die Business Area hat im 1. Halbjahr 2010/2011 trotz der politischen Unruhen in Nordafrika, die die Vergabe mehrerer Projekte insbesondere in Algerien und Ägypten verzögerten, ein insgesamt hohes Auftragseingangsniveau erreicht. Auf Grund der lebhaften Nachfrage für Kokereien, der weiterhin guten Auftragslage im Bereich Minerals und Mining sowie bei den Produktionssystemen für die Automobilindustrie erzielte Plant Technology einen Auftragseingang von 1,9 Mrd €; der außerordentlich hohe Wert des Vorjahres konnte jedoch nicht erreicht werden.

Zu den neu akquirierten Projekten zählen zwei Kokereiaufträge für Kunden in Deutschland und Südkorea. Darüber hinaus konnten Aufträge für eine Ölsandaufbereitungsanlage in Kanada und zwei fördertechnische Anlagen für Kohle in Indien und Südafrika gewonnen werden. Im Zementanlagenbau lag der Auftragseingang auf Vorjahreshöhe; dazu haben insbesondere Bestellungen der Kunden aus dem Zement- und Minerals-Bereich in Mexiko und China beigetragen.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2010/2011 erreichte der Umsatz von Plant Technology mit 1,9 Mrd € nahezu das Niveau des Vorjahres.

Der Auftragsbestand von rund 6,3 Mrd € zum 31. März 2011, der hauptsächlich aus dem längerfristigen Projektgeschäft stammt, sichert nach wie vor mehr als einen Jahresumsatz. Er konnte im Verlauf des Berichtshalbjahres weiter aufgestockt werden.

Erfreuliches Ergebnis

Mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 246 Mio € übertraf Plant Technology im 1. Halbjahr 2010/2011 den Vorjahreswert von 209 Mio €. Das Ergebnis stammt im Wesentlichen aus der Endabrechnung von Großprojekten für die Chemie-, Mining- und Zementindustrie. Die EBIT-Marge lag daher mit 13,2 % deutlich über dem Vorjahresniveau von 11,0 %.

EBIT PLANT TECHNOLOGY in Mio €
AUFTRAGSEINGANG PLANT TECHNOLOGY in Mio €
2009/2010 1. Ouartal 2009/2010 1. Ouartal
2. Quartal 1000000000000000000000000000000000000
2. Ouartal
800
3. Quartal
NORTHWEIGHT 90
3. Ouartal
MARK REPORT 911
4. Quartal.
102
4. Ouartal
2010/2011 000000000000000000000000000000000000000
1. Quartal_
2010/2011 000000000000000000000000000000000000000
1. Quartal.
200000000000000000000000000000000000000
2. Ouartal
33333333333333333333333333333333333333
2. Ouartal

Components Technology

COMPONENTS TECHNOLOGY IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
Auftragseingang Mio € 2.506 3.397 1.337 1.795
Umsatz Mio € 2.581 3.368 1.344 1.769
EBIT Mio € 130 241 73 114
Bereinigtes EBIT Mio € 130 241 73 114
Mitarbeiter 31.03. 27.894 30.080 27.894 30.080

Die Business Area Components Technology umfasst das Liefer- und Leistungsspektrum von Hightech-Komponenten für Windkraftanlagen, Baumaschinen und für Anwendungen im allgemeinen Maschinenbau. Im Automobilsektor liegen die Schwerpunkte unserer Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Kurbel- und Nockenwellen, Lenksysteme, Dämpfer, Federn und Montage von Achsmodulen.

Erfreulicher Aufwärtstrend bei Auftragseingang und Umsatz

Die Business Area hat den stabilen Aufwärtstrend im Verlauf des 1. Halbjahres 2010/2011 fortgesetzt. Der Auftragseingang stieg um 36 % auf 3,4 Mrd €. Ursächlich hierfür waren das globale Wachstum in der Automobilindustrie sowohl im PKW- als auch im Nutzfahrzeugbereich sowie die Nachfrageerholung im allgemeinen Maschinenbau und bei den Windenergiekunden. Im Automobilbereich wirkten sich insbesondere die dynamische Marktentwicklung in China und Brasilien sowie der Aufwärtstrend in den USA positiv aus. Aber auch das Inlandsgeschäft zog wieder an. Hinzu kamen positive Wechselkurseffekte gegenüber den Währungen in Nordamerika, Brasilien, China und der Schweiz.

Der Umsatz folgte der erfreulichen Auftragsentwicklung und lag mit ebenfalls 3,4 Mrd € um 30 % über dem Vorjahreshalbjahr.

Ergebnis deutlich gesteigert

Components Technology setzte die stabile positive Ergebnisentwicklung der vergangenen Quartale fort. Mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im 1. Halbjahr 2010/2011 von 241 Mio € wurde der Wert des Vorjahreszeitraums deutlich übertroffen.

Ausschlaggebend für den Ergebnisanstieg war neben der guten Geschäftsentwicklung die Vielzahl der erfolgreichen Restrukturierungsmaßnahmen, vor allem im Automobilzulieferbereich. Sie haben das Kostenniveau auf Grund von strukturellen Kapazitätsanpassungen nachhaltig reduziert und dadurch die Profitabilität verbessert. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 5,0 % auf 7,2 %. Zusätzliche Schritte, die Kosten zu senken und die Produktivität zu verbessern, werden kontinuierlich weiterverfolgt.

Marine Systems

MARINE SYSTEMS IN ZAHLEN

1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
Auftragseingang Mio € 249 575 139 149
Umsatz Mio € 541 723 287 219
EBIT Mio € 34 130 18 84
Bereinigtes EBIT Mio € 54 130 33 84
Mitarbeiter 31.03. 6.669 5.372 6.669 5.372

Mit der Restrukturierung unserer Werften wird sich die Business Area Marine Systems in Zukunft verstärkt auf ihre weltweit herausragende Position im Marineschiffbau konzentrieren.

Höherer Auftragseingang und Umsatz

Der Markt für Marine Systems blieb weiterhin vielfach schwierig. Wegen der angespannten Haushaltslage in vielen Kundenländern wurden Projekte verschoben. Die politische Entwicklung in Nordafrika belastet zumindest kurzfristig die Exportmöglichkeiten in diese Region; zum Abbruch bestehender Projekte ist es bisher jedoch nicht gekommen. Der Markt für konventionelle U-Boote zeigte sich hingegen erfreulich, sowohl bei Neubauten als auch bei der Nachrüstung gebrauchter U-Boote. Gut entwickelte sich weiterhin auch das Geschäft mit Schiffskomponenten.

In diesem Marktumfeld konnte Marine Systems Auftragseingang und Umsatz beträchtlich erhöhen. Nach 249 Mio € im Vorjahr nahm der Auftragseingang im 1. Halbjahr 2010/2011 auf 575 Mio € zu und enthält Effekte in Höhe von rund 300 Mio € aus der vertraglichen Einigung mit Griechenland über eine Neuordnung der U-Boot-Aufträge sowie u.a. Auftragserweiterungen für eine U-Boot-Modernisierung und Reparaturaufträge. Der Umsatz stieg von 541 Mio € auf 723 Mio €; auch hier hat sich in der Berichtszeit die vertragliche Einigung mit Griechenland positiv ausgewirkt.

Ergebnis ausgebaut

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich von 34 Mio € im Vorjahr auf 130 Mio €. Es war wesentlich durch positive Effekte aus der oben genannten Übereinkunft mit Griechenland geprägt. Darüber hinaus konnten nach einer Einigung mit einem weiteren Kunden bestehende Rückstellungen teilweise aufgelöst werden. Dem gegenüber standen auslastungsbedingte Belastungen aus den zivilen Schiffbauaktivitäten. Mit 18,0 % hat sich die EBIT-Marge gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht, in dem sie 6,3 % betrug. Das Bereinigte EBIT des Vorjahreshalbjahres berücksichtigte Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 20 Mio €.

Restrukturierung der Werften

Der Abschluss der umfassenden Restrukturierung der Business Area Marine Systems steht kurz bevor, nachdem im 2. Quartal 2010/2011 die Vorbereitungen zur Übertragung der entsprechenden Aktivitäten an die Abu Dhabi MAR-Gruppe weit fortgeschritten sind.

Im Marineschiffbau wird für die Überwassereinheiten – Fregatten sowie Korvetten – ein Joint Venture gebildet, an dem sich ThyssenKrupp Marine Systems und Abu Dhabi MAR mit je 50 % beteiligen. Zugleich ist vorgesehen, die Werft Blohm + Voss Shipyards am Standort Hamburg und damit den Megayachtbau zu 100 % an Abu Dhabi MAR zu übertragen.

AUFTRAGSEINGANG MARINE SYSTEMS in Mio $\epsilon$ EBIT MARINE SYSTEMS in Mio €
2009/2010 1. Quartal 2009/2010 1. Ouartal
2. Ouartal 2002 2003 2004 2005 2. Ouartal
3. Quartal Allen Room 108 3. Ouartal
4. Quartal Manual Advised 174 4. Ouartal 2002000000000000000000000000000000000
2010/2011 1. Ouartal ______ 2010/2011 1. Quartal _____ 第第第第第第第第第第第第第第第第第第第第第第第第第第第第第第第
149
2. Quartal _____
BACK CONTROLLED AT A 4
$2.$ Ouartal $__$

Bereich Corporate der ThyssenKrupp AG

Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der Führung der Business Areas. Ferner sind hier die Business-Services-Aktivitäten in den Bereichen Finanzen, Kommunikation, IT und Personal erfasst. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien sowie inaktive Gesellschaften. Der Umsatz, den Corporate-Gesellschaften mit marktgängigen Dienstleistungen für Konzernunternehmen erbringen, lag in der Berichtszeit mit 64 Mio € über dem Vorjahreswert von 62 Mio €.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug −199 Mio € nach −136 Mio € im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang des Ergebnisses resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Verwaltungskosten sowie aus der Bewertung von Bergbaurückstellungen.

Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischenergebnisse.

ThyssenKrupp Aktie

Im 1. Quartal 2010/2011 hat die ThyssenKrupp Aktie von der Erholungsphase an den weltweiten Aktienmärkten profitiert. Die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die erheblich verbesserte Profitabilität des Unternehmens führten zu einer deutlich besseren Entwicklung der Aktie gegenüber den Vergleichsindizes.

Im 2. Geschäftsjahresquartal bewegte sich die Aktie bis Anfang März eher seitwärts. In Folge der Naturkatastrophe in Japan gab sie nach dem 11. März deutlich nach und spiegelte damit die Entwicklung des Gesamtmarktes wider. Bis zum Ende des Berichtszeitraums konnte die Aktie einen Teil der Verluste wieder aufholen.

Am 21. Dezember 2010 notierte die ThyssenKrupp Aktie mit 32 € auf dem Höchststand im Berichtshalbjahr. Zum Ende des Halbjahres am 31. März 2011 notierte sie bei 28,83 €, gut 20 % höher als zu Beginn des Geschäftsjahres. Im Vergleich zu DAX und DJ STOXX entwickelte sich die Aktie um 7 bzw. 13 Prozentpunkte besser.

US-Investoren bauen Anteilsbesitz aus

Die zweimal jährlich durchgeführte detaillierte Analyse der Aktionärsstruktur hat per Ende März 2011 ergeben, dass die Bedeutung von Investoren in Nordamerika für ThyssenKrupp deutlich zugenommen hat. Insbesondere Investoren in den USA haben den Anteil am Grundkapital gegenüber der Erhebung Ende September 2010 um fast 5 Prozentpunkte erheblich ausgebaut. Damit sind die USA neben Deutschland die wichtigste Region für die Ansprache von Aktionären weltweit.

Investoren in Nordamerika hielten Ende März 14,35 % am Grundkapital der ThyssenKrupp AG (vorher 9,75 %). Institutionelle Anleger in Deutschland haben ihren Anteil am Grundkapital ebenfalls um 0,3 Prozentpunkte ausgebaut und hielten am Stichtag 8,75 %. Europäische Investoren waren mit 9,39 % am Grundkapital beteiligt (−0,65 Prozentpunkte), wobei Norwegen, Frankreich und die Schweiz die wichtigsten Länder waren. Die Region Großbritannien/Irland hat gegenüber Ende September den deutlichsten Rückgang verzeichnet. Der Anteil dort ansässiger institutioneller Investoren ist um fast 4 Prozentpunkte auf nun 6,66 % zurückgegangen. Investoren in allen restlichen Weltregionen hielten 0,58 % am Grundkapital. Insgesamt ist die Anzahl der identifizierten Institutionen mit ThyssenKrupp Aktien im Portfolio mit 442 stabil geblieben.

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung mit Sitz in Essen ist nach wie vor größter Aktionär der Thyssen-Krupp AG. Die Stiftung hat ThyssenKrupp informiert, dass sich ihr Anteil an den Stimmrechten der Gesellschaft auf 25,33 % beläuft. Privatanleger halten geschätzte 10 % am Grundkapital.

Unter Berücksichtigung des Anteils der Krupp-Stiftung und der mit einem Anteil von 9,70 % am Grundkapital gehaltenen eigenen Aktien beträgt der Free Float oder Streubesitz, der in der Regel zur Gewichtung der ThyssenKrupp Aktie in Aktienindizes herangezogen wird, 64,97 % des Grundkapitals.

Innovationen

Forschung und Entwicklung wird bei ThyssenKrupp ein großer Stellenwert beigemessen. Dies spiegelt sich auch darin wider, dass sich die Konzernholding seit mehreren Jahren finanziell an bedeutenden konzernübergreifenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten der Business Areas beteiligt. Im laufenden Geschäftsjahr wurden bereits fünf weitere Schwerpunktprojekte mit einem Gesamtbudget von 15 Mio € gestartet. Ziele der aktuellen Projekte sind zum Beispiel die Entwicklung von Komponenten für die Elektromobilität und von Werkstoffen für erneuerbare Energien sowie die Anwendung der Lithium-Ionen-Speichertechnologie.

Darüber hinaus treiben die operativen Einheiten ihre Forschungsarbeiten weiter voran. Die Business Area Steel Europe wird noch in diesem Geschäftsjahr eine Pilotanlage für ein laminares Verbundmaterial aus Stahl und Kunststoff aufbauen, um eine kostengünstige Leichtbaualternative für den Automobilbau anbieten zu können. Innerhalb von drei Jahren soll der Einstieg in die Großserie erfolgen. Das neue Verbundblech ist nur unwesentlich dicker als konventionelles Stahlblech, dabei jedoch um 30 % leichter. Im Vergleich zu einer Aluminiumlösung sind die Kosten deutlich niedriger. Großflächige Aluminium- und Stahlbleche wie zum Beispiel in Motorhauben, Türen, Kotflügeln, Heckklappen oder Bodenblechen können durch das Sandwichmaterial ersetzt werden.

Die Business Area Elevator Technology konnte mit zahlreichen Innovationen den maschinenraumlosen Aufzug "synergy" hinsichtlich Energieeffizienz und technischer Leistungsmerkmale wesentlich verbessern. Der TÜV SÜD stufte einen "synergy"-Aufzug gemäß der europaweit gültigen Richtlinie VDI 4707 in die höchste Energieeffizienzklasse "A" ein. Möglich wurde dieser Erfolg vor allem durch die Einführung einer innovativen Steuerungsgeneration, die besonders kunden- und servicefreundlich ist; sie wird sukzessive bei Aufzügen aus allen Leistungsbereichen eingesetzt. Die neuen Aufzugsvarianten sind für immer größere Lasten ausgelegt, bieten einen höheren Komfort bei Fördergeschwindigkeiten von bis zu 2,5 m pro Sekunde und können problemlos den Bedürfnissen regionaler Märkte angepasst werden.

Mitarbeiter

Mitarbeiterzahl weiter gestiegen

Die Zahl unserer Mitarbeiter ist weiter gestiegen. Am 31. März 2011 beschäftigte ThyssenKrupp 180.412 Mitarbeiter, 7.836 oder 4,5 % mehr als ein Jahr zuvor. Durch den Bau der neuen Stahl- und Weiterverarbeitungswerke in Brasilien und den USA wurde eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze in der Business Area Steel Americas geschaffen. Die Business Areas Materials Services, Elevator Technology sowie Components Technology zählten wegen des positiven Geschäftsverlaufs ebenfalls mehr Mitarbeiter. Dagegen ging die Belegschaftsstärke in der Business Area Steel Europe durch Restrukturierungsmaßnahmen und in der Business Area Marine Systems wegen Unternehmensverkäufen spürbar zurück.

Gegenüber dem 30. September 2010 erhöhte sich die Mitarbeiterzahl um 3.066 oder 1,7 %. In Deutschland ging sie um 832 oder 1,2 % auf 70.240 zurück; der Anteil an der Gesamtbelegschaft betrug damit 38,9 %.

31. März .
2010/2011 31. Dezember 000000000000000000000000000000000000000
30. September EXAMPLE REPORT AND RELEASE RELEASE RELEASE TO A 46
$30.$ Juni 200000000000000000000000000000000000000
31. März 200602000000000000000000000000000000000
2009/2010 31. Dezember 200000000000000000000000000000000000000

Mehr als 110.000 Mitarbeiter außerhalb Deutschlands

Außerhalb Deutschlands hat sich die Mitarbeiterzahl deutlich erhöht. Im Vergleich zum 30. September 2010 stieg sie um 3.898 oder 3,7 % auf 110.172. Davon arbeiteten Ende März 2011 mit 20.073 die meisten Mitarbeiter in Brasilien. Insgesamt waren 11,9 % aller Mitarbeiter in Südamerika und 12,9 % im NAFTA-Raum beschäftigt, 21,8 % im europäischen Ausland, 12,5 % in Asien – insbesondere in China und Indien – sowie 2,0 % in den übrigen Regionen.

Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".

Im 1. Halbjahr 2010/2011 ergab sich ein Mittelabfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit von 1.514 Mio € nach 124 Mio € im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die deutliche Erhöhung des Mittelabflusses um 1.390 Mio € resultierte insbesondere aus der im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 1.339 Mio € verschlechterten Mittelbindungssituation bei den Vorräten.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 282 Mio € auf 1.292 Mio €. Wesentliche Ursache hierfür waren die um 456 Mio € verminderten Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften; im Vorjahreshalbjahr waren hier die entsprechenden Einzahlungen im Zusammenhang mit den Veräußerungen von ThyssenKrupp Industrieservice und ThyssenKrupp Safway enthalten. Gegenläufig wirkten hauptsächlich um 81 Mio € erhöhte Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien.

Der Free Cash-Flow, d.h. die Summe aus Operating Cash-Flow und Cash-Flow aus Investitionstätigkeit, war wie im Vorjahreszeitraum negativ. Gegenüber dem Vorjahreshalbjahr ergab sich eine deutliche Erhöhung des negativen Free Cash-Flows um 1.672 Mio € auf −2.806 Mio €; Hauptgrund war der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhebliche Anstieg des Mittelabflusses aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf 1.159 Mio €, nach einem Mittelzufluss von 248 Mio € im Vorjahreshalbjahr. Die Erhöhung des Mittelzuflusses um 911 Mio € resultierte hauptsächlich aus der Aufnahme von Finanzschulden in Höhe von 1.089 Mio € im Berichtshalbjahr, der im entsprechenden Vorjahreszeitraum eine Rückzahlung von Finanzschulden in Höhe von 356 Mio € gegenüberstand. Gegenläufig wirkte insbesondere die Verminderung um 468 Mio € bei den Einzahlungen in das Eigenkapital durch nicht beherrschende Anteile; im Vorjahreszeitraum waren hier Einzahlungen in Höhe von 500 Mio € im Zusammenhang mit der Erhöhung des Anteils von Vale S.A. an der ThyssenKrupp Companhia Siderúrgica do Atlántico Ltda. berücksichtigt. Darüber hinaus ergaben sich um 70 Mio € erhöhte Dividendenzahlungen der ThyssenKrupp AG.

Analyse der Bilanzstruktur

Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem 30. September 2010 um 601 Mio € auf 44.313 Mio €. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass Wechselkurseffekte, die insbesondere aus der US-Dollarkursentwicklung im Berichtszeitraum resultierten, zu einem Rückgang der Bilanzsumme um 576 Mio € führten.

Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich gegenüber dem 30. September 2010 insgesamt um 151 Mio €. Umrechnungsbedingt ergab sich ein Rückgang um 391 Mio €; gegenläufig wirkten hauptsächlich die über den Abschreibungen liegenden Investitionen in Sachanlagen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich insgesamt um 752 Mio €; hierin enthalten war ein wechselkursbedingter Rückgang um 185 Mio €.

Die Vorräte stiegen um 1.572 Mio €. Die Zunahme resultierte hauptsächlich aus der Geschäftsausweitung im Berichtszeitraum sowie aus dem Hochlauf der Produktion in den neuen Stahlwerken in Brasilien und den USA. Gegenläufig wirkten eine Abnahme der Vorräte in der Business Area Marine Systems als Folge der Ablieferung eines U-Boots an die griechische Marine sowie Kurseinflüsse.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem 30. September 2010 im Wesentlichen auf Grund der Geschäftsausweitung insgesamt um 612 Mio € auf 6.494 Mio € erhöht.

Der Anstieg der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte um 400 Mio € betraf hauptsächlich Vorauszahlungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Beschaffung von Vorräten.

Der Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 1.646 Mio € auf 1.734 Mio € resultierte hauptsächlich aus dem im Berichtszeitraum negativen Free Cash-Flow in Höhe von −2.806 Mio €. Gegenläufig wirkten insbesondere Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden in Höhe von insgesamt 1.089 Mio €.

Die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte verminderten sich um 54 Mio € auf 739 Mio €. Rückgängen als Folge der im Berichtszeitraum erfolgten Verkäufe von ThyssenKrupp Xervon S.A., Spanien, in der Business Area Materials Services sowie der zum 30. September 2010 zur Veräußerung vorgesehenen Sachanlagen in der Business Area Steel Americas standen Erhöhungen aus der weiterlaufenden Geschäftstätigkeit der umgegliederten Disposal Groups im Zusammenhang mit den eingeleiteten Verkäufen von Teilen der Business Area Marine Systems und von ThyssenKrupp Assanbar PJSC (Business Area Elevator Technology) gegenüber.

Für den Anstieg des Eigenkapitals um 318 Mio € auf 10.706 Mio € waren neben dem im Berichtszeitraum erzielten Periodenüberschuss in Höhe von 334 Mio € vor allem die im sonstigen Ergebnis erfassten versicherungsmathematischen Gewinne aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (534 Mio € nach Steuern) verantwortlich. Gegenläufig wirkten insbesondere die im sonstigen Ergebnis enthaltenen unrealisierten Verluste aus der Währungsumrechnung (198 Mio €) und aus derivativen Finanzinstrumenten (92 Mio € nach Steuern) sowie Dividendenzahlungen (229 Mio €).

Die langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt um 722 Mio €. Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus der Zunahme der Finanzschulden um 1.558 Mio €, die mit 1.303 Mio € insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betraf. Gegenläufig wirkte mit 931 Mio € die Abnahme der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, die mit 801 Mio € insbesondere auf die im Rahmen der Neubewertung der Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen zum 31. März 2011 berücksichtigten aktualisierten Zinssätze sowie mit 48 Mio € auf Kurseffekte zurückzuführen war.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten nahmen um 439 Mio € ab. Die kurzfristigen Finanzschulden verringerten sich insbesondere durch die Rückzahlung einer Anleihe insgesamt um 499 Mio €. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 288 Mio € betraf hauptsächlich Mengen- und Rohstoffpreissteigerungen in der Business Area Stainless Global. Der Rückgang der kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 361 Mio € war mit 356 Mio € im Wesentlichen auf den Rückgang der Verbindlichkeiten aus dem Kauf von Sachanlagen, insbesondere für das Großprojekt in den USA, zurückzuführen. Erhöhte Kundenanzahlungen waren im Wesentlichen für den Anstieg der kurzfristigen sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten um 286 Mio € verantwortlich.

Nachtragsbericht

Vorstand beschließt strategische Weiterentwicklung von ThyssenKrupp

Der Vorstand der ThyssenKrupp AG hat in einer außerordentlichen Sitzung am 05. Mai 2011 umfassende Schritte zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns beschlossen. Dazu soll sich ThyssenKrupp mit seinen hervorragenden Engineering-Kompetenzen noch stärker als bisher an Markt- und Kundenbedürfnissen ausrichten. ThyssenKrupp will die Chancen der globalen Trends, insbesondere auch in den Schwellenländern, konsequent nutzen, um so aus seinen bestehenden Geschäftsfeldern heraus zu wachsen. Gleichzeitig sollen die Netto-Finanzschulden zurückgeführt werden.

Als ein Teil der Gesamtmaßnahmen beabsichtigt der Vorstand, das Portfolio von ThyssenKrupp zu fokussieren und sich von Geschäften zu trennen, für die alternative strategische Optionen tragfähiger sind. Damit will der Vorstand die finanzielle Basis des Konzerns weiter stärken, um zusätzliche Flexibilität für den Ausbau strategisch vielversprechender Geschäfte zu gewinnen.

Daher hat der Vorstand nachfolgende Portfolio-Anpassungen beschlossen, die er dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 13. Mai 2011 zur Genehmigung vorlegen wird.

Zusätzlich zum Abschluss der laufenden Verkaufsprozesse von ThyssenKrupp Metal Forming – hier erfolgte das Signing am 29. April 2011 mit dem spanischen Autozulieferer Gestamp Automación –, von ThyssenKrupp Xervon sowie der Umsetzung der strategischen Partnerschaft von Abu Dhabi Mar und ThyssenKrupp Marine Systems schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat vor, das Automobilgeschäft stärker zu fokussieren. Dazu sollen folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Die Veräußerung von ThyssenKrupp Waupaca im Rahmen eines Best-Owner-Konzepts. Das Unternehmen ist mit einem Umsatz von fast 900 Mio € und rund 3.000 Mitarbeitern Marktführer im Bereich Eisenguss in den Vereinigten Staaten.
  • Die Trennung von ThyssenKrupp Tailored Blanks ebenfalls im Rahmen eines Best-Owner-Konzepts. Mit einem Umsatz von rund 600 Mio € und knapp 900 Mitarbeitern weltweit ist Tailored Blanks Systempartner im Karosserie- und Fahrzeugbau für die Automobilindustrie.
  • Die Bündelung der Fahrwerk-Geschäfte der Bilstein-Gruppe und Presta Steering. Mit der Zusammenführung entsteht einer der weltweit größten Chassis-Full-Service-Provider mit etwa 2,2 Mrd € Umsatz und rund 6.500 Mitarbeitern. Für die neue Gesellschaft sollen alle Optionen, insbesondere die Einbringung in eine strategische Partnerschaft, geprüft werden.
  • Das klassische Federn- und Stabilisatoren-Geschäft sowie das brasilianische Automotive-Systems-Geschäft mit einem gemeinsamen Umsatz von knapp 700 Mio € und mehr als 3.000 Mitarbeitern sollen im Rahmen eines Best-Owner-Konzepts veräußert werden.

Darüber hinaus hat der Vorstand beschlossen, das Werkstoffgeschäft zu fokussieren und gleichzeitig die Weiterentwicklung von Stainless Global zu fördern:

Eigenständigkeit der Aktivitäten der Business Area Stainless Global. Dafür sollen alle Optionen für eine Weiterführung der Geschäfte außerhalb des Konzerns geprüft werden. Die Business Area erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 5,9 Mrd € und beschäftigte mehr als 11.000 Mitarbeiter. Mit der Trennung von ThyssenKrupp soll der europäische Markt- und Qualitätsführer im Edelstahlgeschäft eigenständig werden. Stainless soll die Möglichkeit erhalten, seine Wettbewerbsposition mit größerer Flexibilität – auch mit Blick auf potenzielle strategische Partnerschaften – weiterzuentwickeln. Daneben entsteht mehr Spielraum für weitere strukturelle Verbesserungen und Kosteneinsparungen.

Die vom Vorstand beschlossene Fokussierung des Portfolios würde zusammen mit den bereits laufenden Desinvestitionen einen Umsatz von rund 10 Mrd € auf Basis des vorangegangenen Geschäftsjahres und rund 35.000 Mitarbeiter betreffen.

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Weltwirtschaftswachstum 2011 etwas geringer

Die Weltwirtschaft wird 2011 voraussichtlich um 4 % wachsen und damit etwas weniger als im Vorjahr. Die stärksten Wachstumsimpulse kommen von den Schwellenländern, die insgesamt um 6,3 % expandieren, während die Industrieländer um 2,4 % zulegen. Für 2012 ist mit einer ähnlichen Wachstumsentwicklung zu rechnen. Die Risiken für die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung liegen 2011 nach wie vor insbesondere in der Schuldenkrise einiger Länder, der Preisentwicklung bei Energie und Rohstoffen sowie in der Wechselkursentwicklung.

Im Euro-Raum verlangsamt sich 2011 das Wirtschaftswachstum voraussichtlich leicht auf 1,6 %. Die Verschuldungskrise einiger Euro-Länder dürfte das Ausgabeverhalten der privaten und öffentlichen Haushalte weiter belasten. Mit 2,8 % leistet Deutschland einen überdurchschnittlichen Wachstumsbeitrag, getragen von einer positiven Entwicklung des privaten Verbrauchs, der Unternehmensinvestitionen und des Exports.

Das Wachstum der US-Wirtschaft dürfte sich 2011 auf 3,2 % beschleunigen. Impulse entfachen vor allem ein höherer privater Verbrauch und steigende Investitionen der Unternehmen. Auf der japanischen Wirtschaft lasten 2011 die Folgen der Naturkatastrophe; die Aufbauarbeiten werden sich voraussichtlich erst später positiv auf die Wachstumsraten auswirken.

Wachstumstreiber der Weltwirtschaft bleiben 2011 die Schwellenländer. Für China wird ein BIP-Zuwachs von 9,5 % erwartet. Die Maßnahmen der chinesischen Regierung, die Konjunktur abzukühlen, werden das Expansionstempo nur begrenzt verlangsamen. Auch die übrigen BRIC-Länder werden solide Zuwachsraten aufweisen.

Positive Branchenkonjunktur

Qualitätsflachstahl – Der Weltstahlmarkt bleibt 2011 aufwärts gerichtet. In Europa und im NAFTA-Raum wird die Stahlmarktversorgung weiter zunehmen, wenn auch nicht mehr so deutlich wie im Vorjahr, das stark durch den Lagerzyklus geprägt war. 2011 dürfte dagegen wieder der reale Verbrauch die Stahlnachfrage bestimmen. In den Schwellenländern setzt sich das kräftige Stahlverbrauchswachstum fort. China bleibt wesentlicher Treiber des globalen Stahlmarkts, selbst wenn die bisher sehr hohen zweistelligen Wachstumsraten voraussichtlich nicht fortgeschrieben werden. Vor diesem Hintergrund dürfte sich die Lage auf den Rohstoffmärkten vorerst nicht wesentlich entspannen. Die globale Walzstahlmarktversorgung wird 2011 voraussichtlich um 6 % auf 1,36 Mrd t steigen; dies entspräche einer Rohstahlproduktion von annähernd 1,5 Mrd t. Für Deutschland wird eine um 8 % höhere Stahlnachfrage erwartet.

Edelstahl – Die Nachfrage nach rost-, säure- und hitzebeständigen Edelstahlflachprodukten wird sich weiter erholen. Nachdem 2010 die weltweite Nachfrage nach dem vorangegangenen tiefen Einbruch um 20 % gestiegen ist, wird sich 2011 das Wachstum auf voraussichtlich 7 % normalisieren. Auch bei den Hochleistungswerkstoffen Nickellegierungen und Titan dürfte der Bedarf weiter zunehmen.

Automobilbau – Die Produktion von Personen- und leichten Nutzfahrzeugen dürfte 2011 weltweit nochmals um 4 % steigen, nachdem sie 2010 unerwartet um mehr als 20 % zugenommen hat. Wachstumsschwerpunkte sind erneut die asiatischen Schwellenländer. Auch Brasilien wird die Produktionszahlen deutlich erhöhen. Mit einem erwarteten Zuwachs von 11 % können die USA die zuvor erlittenen Einbrüche teilweise ausgleichen. Mit 6 % bzw. 2 % bleibt das Wachstum in Deutschland und in Westeuropa weniger dynamisch. Für die japanische Automobilindustrie wird ein markanter Rückgang erwartet.

Maschinenbau – Die Maschinenbauindustrie bleibt auch 2011 auf Wachstumskurs. In China wird nach dem Auslaufen staatlicher Konjunkturprogramme ein Produktionswachstum von 18 % erwartet. Die USA dürften mit der anziehenden Investitionsgüterkonjunktur auf relativ niedrigem Niveau ein Plus von 13 % erreichen. Mit der guten Auftragslage haben sich die Perspektiven der deutschen Maschinenbauer weiter aufgehellt; inzwischen erwartet die Branche für 2011 einen Zuwachs von rund 15 %. Auch der deutsche Großanlagenbau sieht einem verbesserten Geschäft entgegen. Es wird damit gerechnet, dass sich die Projekttätigkeit spürbar belebt und der zuletzt zu beobachtende Aufwärtstrend anhalten wird.

Bauwirtschaft – In Westeuropa wird die Bauwirtschaft 2011 kaum wachsen. In Deutschland soll die Produktion lediglich um knapp 2 % zunehmen; in Spanien, Portugal und Griechenland sind weitere Rückgänge wahrscheinlich. Günstiger bleiben die Perspektiven für die mittel- und osteuropäischen Länder. Die US-Bauindustrie sollte sich nach den tiefen Einbrüchen der Vorjahre erholen. Kräftig bleibt die Baukonjunktur in China und Indien.

ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN

2010 2011*
Marktversorgung Walzstahl, in Mio t
Welt 1.284 1.359
Deutschland 37 40
USA 80 91
China 576 605
Marktversorgung Edelstahl Flach, in 1.000 t
Welt 16.438 17.616
Deutschland 961 1.025
USA 1.027 1.066
China 5.912 6.595
Fahrzeugproduktion, in Mio PKW und leichte Nutzfahrzeuge
Welt 70,9 73,2
Westeuropa 14,5 14,8
Deutschland 5,7 6,1
USA 7,6 8,5
Japan 9,2 8,1
China 15,7 16,4
Brasilien 3,2 3,5
Maschinenbauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr
Deutschland 9,4 15,0
USA 9,5 13,0
Japan 37,0 – 2,0
China 16,0 18,0
Bauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr
Deutschland 0,2 1,7
USA – 6,3 3,2
China 13,0 8,9

* Prognose

Risiken weiter überschaubar und begrenzt

Aus dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld und unseren relevanten Märkten sehen wir trotz des konjunkturellen Aufschwungs der Weltwirtschaft weiterhin gewisse Risiken. Das systematische Risikomanagement bei ThyssenKrupp trägt dazu bei, dass die Risiken überschaubar und begrenzt bleiben. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Eine nachhaltige Optimierung der Kosten und der Effizienz in allen Konzernbereichen erzielen wir durch kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen.

ThyssenKrupp steuert seine Liquiditäts- und Kreditrisiken vorausschauend. Die Finanzierung und Liquidität des Konzerns stehen auch im Geschäftsjahr 2010/2011 auf einer gesicherten Basis. Der Konzern verfügte zum 31. März 2011 über 5,5 Mrd € an flüssigen Mitteln und freien, zugesagten Kreditlinien.

Das Kreditrisiko (Ausfallrisiko) ergibt sich daraus, dass der Konzern bei Finanzinstrumenten, z.B. bei Geldanlagen, dem Risiko einer möglichen Nichterfüllung durch eine Vertragspartei ausgesetzt ist. In Krisenzeiten steigt die Bedeutung des Ausfallrisikos zusätzlich; wir steuern es durch unsere Geschäftspolitik mit besonderer Vorsicht. Finanzinstrumente im Finanzierungsbereich werden unter Einhaltung vorgegebener Risikolimits grundsätzlich nur mit solchen Kontrahenten abgeschlossen, die über eine sehr gute Bonität verfügen bzw. einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind.

Darüber hinausgehende finanzwirtschaftliche Risiken wie das Währungs-, Zins- und Warenpreisrisiko werden durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente verringert. Bei Abschluss dieser Finanzinstrumente gelten ebenfalls restriktive Grundsätze zur Auswahl möglicher Kontrahenten.

Steigende Rohstoff- und Energiepreise bedeuten insbesondere für unsere Stahlaktivitäten Risiken auf der Beschaffungsseite. Wir reagieren mit angepassten Verkaufspreisen und möglichst alternativen Beschaffungsquellen zur Sicherstellung unserer Wettbewerbsfähigkeit.

Unsere erfolgreich angelaufenen Werke in Brasilien und den USA tragen dazu bei, die weltweite Präsenz von ThyssenKrupp weiter zu erhöhen sowie unsere guten und langjährigen Kundenbeziehungen auszubauen. Für alle Geschäftsaktivitäten gilt, dass wir die Abhängigkeit von einzelnen Absatzmärkten und Branchen vermindern sowie einzelne Nachfragerückgänge abfedern können. Erfolgreiche Restrukturierungen haben darüber hinaus das Risikoportfolio erheblich reduziert.

Die politischen Unruhen in Nordafrika und die Konsequenzen aus der Naturkatastrophe in Japan beobachten wir kontinuierlich und bewerten die Risiken in diesem Zusammenhang, z.B. steigende Ölpreise oder politisch bedingte Einschränkungen, im Hinblick auf unsere Geschäftsaktivitäten. Aus heutiger Sicht sind keine bedeutenden Risiken für den Konzern erkennbar. Auch Veränderungen in den regulatorischen Rahmenbedingungen und anderen Risiken wie Forderungsausfällen begegnen wir mit einem kontinuierlichen Monitoring.

Darüber hinaus gelten die im Geschäftsbericht 2009/2010 auf den Seiten 163–174 detaillierten Aussagen des Risikoberichts weiterhin.

Über schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche sowie sonstige Risiken berichten wir unter Anhang-Nr. 6.

Chancen durch Wachstum im internationalen Geschäft

Im Geschäft mit internationalen Kunden ergeben sich Chancen für ThyssenKrupp und unsere anspruchsvollen Innovationen bei Produkten und Verfahren, sofern sich die weltwirtschaftliche Lage weiter verbessert. Nachhaltige Erfolge für das Unternehmen erzielen wir auch durch eine ständig verbesserte Produktivität, eine leistungsfähige Organisationsstruktur und die konsequent fortgeführten Maßnahmen zur Wertsteigerung des Konzerns und seiner Bereiche.

Im Geschäftsbericht 2009/2010 haben wir auf den Seiten 178–180 unsere operativen und strategischen Chancen auf den einzelnen Märkten dargestellt; diese Aussagen sind weiterhin gültig.

Ausblick

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2010/2011 sind wir hinsichtlich der Entwicklung in unseren Kernmärkten und Hauptabsatzbranchen optimistisch.

Unser Fokus liegt unverändert auf der strukturellen Optimierung des Unternehmens, was auch weitere gezielte Veräußerungen aus dem Konzernportfolio einschließt. Daneben konzentrieren wir uns auf den effizienten Hochlauf unserer neuen Stahl- und Weiterverarbeitungswerke sowie den damit verbundenen Markteintritt in den USA.

Umsatz und Ergebnis: Im Geschäftsjahr 2010/2011 erwarten wir für den Konzern eine weitere Steigerung des Umsatzes um 10 % bis 15 % (2009/2010: 42,6 Mrd €). Für das Konzernergebnis gehen wir von einer im Verhältnis zum Umsatz überproportionalen Steigerung aus. Diese Entwicklung folgt weiteren operativen Verbesserungen und der Erholung unserer Absatzmärkte, die die erhebliche Ergebnisbelastung durch die Business Area Steel Americas im höheren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich mehr als kompensieren.

Der Aufwärtstrend in allen übrigen Business Areas bestätigt unsere Erwartungen, dass das Bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (um Sondereinflüsse bereinigtes EBIT) voraussichtlich um 2 Mrd € liegen wird (2009/2010: 1,2 Mrd €). Der Vergleichswert des Vorjahres basiert – ebenso wie der Ausblick für das Geschäftsjahr 2010/2011 – auf der angepassten Definition des EBIT.

Die Erwartungen für die einzelnen Business Areas für 2010/2011 sind wie folgt:

  • Steel Europe Weiterhin gute Auslastung; Verbesserung der Versandmengen und der Durchschnittserlöse
  • Steel Americas Negatives EBIT im höheren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, das sich im Wesentlichen aus höheren Abschreibungen, Anlaufverlusten für die neuen Werke sowie durch im Hochlauf höhere Aufwendungen für Einsatzstoffe bei ThyssenKrupp CSA in Brasilien ergibt und sich mit fortschreitendem Hochlauf der Anlagen verbessern wird
  • Stainless Global Verbesserung der Mengen und Basispreise
  • Materials Services Verbesserung der Mengen und Erlöse
  • Elevator Technology Weiterhin hoher Ergebnisbeitrag dank des guten Auftragsbestands sowie des stabilen Wartungsgeschäfts
  • Plant Technology Steigendes Ergebnis bei stabiler Umsatzentwicklung aus dem hohen Auftragsbestand im Projektgeschäft; steigender Auftragseingang
  • Components Technology Steigerung von Umsatz und Ergebnis bei Komponenten für die Automobilindustrie, den Bausektor und den Maschinenbau
  • Marine Systems Positiver Ergebnisbeitrag aus verbleibendem Geschäft mit U-Booten und Marine-Überwasserschiffen

Im Geschäftsjahr 2011/2012 werden wir unsere Anstrengungen zur strukturellen Verbesserung des Konzerns weiter fortsetzen. Hierzu gehören Maßnahmen für nachhaltige Kostensenkungen wie auch weitere gezielte Anpassungen unseres Portfolios. Zusätzliche positive Einflüsse auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns sollten sich aus gesteigerten Versandmengen bzw. der zunehmenden Fixkostendegression in der Business Area Steel Americas ergeben. Daneben streben wir eine Reduzierung unserer Netto-Finanzschulden an.

Personelle Veränderungen im Vorstand

Der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG hat in seiner Sitzung am 04. März 2011 beschlossen, Guido Kerkhoff mit Wirkung vom 01. April 2011 für die Dauer von fünf Jahren zum Mitglied des Vorstands zu bestellen. Er übernimmt das Finanzressort von Dr. Alan Hippe, der zum 31. März 2011 auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand der ThyssenKrupp AG ausgeschieden ist.

ThyssenKrupp AG Konzern-Bilanz

AKTIVA Mio €

Anhang-Nr. 30.09.2010 31.03.2011
Immaterielle Vermögenswerte 4.651 4.580
Sachanlagen 16.322 16.228
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 337 329
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 522 563
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 127 121
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 200 191
Aktive latente Steuern 590 586
Langfristige Vermögenswerte 22.749 22.598
Vorräte 8.262 9.834
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.882 6.494
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 685 646
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.646 2.046
Laufende Ertragsteueransprüche 315 222
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.380 1.734
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 02 793 739
Kurzfristige Vermögenswerte 20.963 21.715
Summe Vermögenswerte 43.712 44.313

PASSIVA Mio €

Anhang-Nr. 30.09.2010 31.03.2011
Gezeichnetes Kapital 1.317 1.317
Kapitalrücklage 4.684 4.684
Gewinnrücklagen 3.703 4.418
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 192 -41
davon entfallen auf Disposal Groups (30.09.2010: 0; 31.03.2011: 0)
Eigene Anteile 03 – 1.396 – 1.390
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 8.500 8.988
Nicht beherrschende Anteile 1.888 1.718
Eigenkapital 10.388 10.706
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 05 8.086 7.155
Sonstige Rückstellungen 829 814
Passive latente Steuern 139 264
Finanzschulden 6.157 7.715
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 23 8
Langfristige Verbindlichkeiten 15.234 15.956
Sonstige Rückstellungen 1.778 1.669
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 532 489
Finanzschulden 1.278 779
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.411 5.699
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.641 1.280
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 6.906 7.192
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 02 544 543
Kurzfristige Verbindlichkeiten 18.090 17.651
Verbindlichkeiten 33.324 33.607
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 43.712 44.313

ThyssenKrupp AG Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in €

1. Halbjahr 1. Halbjahr 2. Quartal 2. Quartal
Umsatzerlöse Anhang-Nr.
09
2009/2010
19.458
2010/2011
23.636
2009/2010
10.107
2010/2011
12.266
Umsatzkosten* 10 – 16.492 – 20.303 – 8.614 – 10.488
Bruttoergebnis vom Umsatz* 2.966 3.333 1.493 1.778
Vertriebskosten* – 1.306 – 1.415 – 663 – 727
Allgemeine Verwaltungskosten* – 1.154 – 1.191 – 578 – 596
Sonstige betriebliche Erträge 133 198 56 107
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 162 – 207 – 67 – 95
Ergebnis aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen 93 2 0 – 1
Betriebliches Ergebnis* 570 720 241 466
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 35 47 28 31
Zinserträge* 171 168 76 83
Zinsaufwendungen* – 349 – 431 – 164 – 234
Sonstiges Finanzergebnis* 77 – 7 10 6
Finanzergebnis* – 66 – 223 – 50 – 114
504 497 191 352
Ergebnis vor Steuern
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 75 – 163 43 – 119
Periodenüberschuss 429 334 234 233
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 370 414 206 272
Nicht beherrschende Anteile 59 – 80 28 – 39
Periodenüberschuss 429 334 234 233
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 11
Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) 0,80 0,89 0,45 0,58

* Der Vorjahresbetrag wurde angepasst.

ThyssenKrupp AG Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio €

1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
Periodenüberschuss 429 334 234 233
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 387 – 198 275 – 647
Realisierte (Gewinne)/Verluste 14 0 0 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt 401 – 198 275 – 647
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 1 – 3 1 – 1
Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0 0 0
Steuereffekt 0 1 0 1
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt 1 – 2 1 0
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne/(Verluste) – 207 795 – 282 191
Steuereffekt 43 – 261 66 – 76
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste)
aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, gesamt – 164 534 – 216 115
Gewinne/(Verluste) aus "asset ceiling"
Veränderung der Gewinne/(Verluste) – 60 – 26 3 – 1
Steuereffekt 18 9 – 1 1
Gewinne/(Verluste) aus "asset ceiling", gesamt – 42 – 17 2 0
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus derivativen Finanzinstrumenten
Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 165 – 78 109 – 151
Realisierte (Gewinne)/Verluste – 4 – 59 1 – 6
Steuereffekt – 24 45 – 5 50
Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt 137 – 92 105 – 107
Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten),
der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 5 – 24 4 – 31
Sonstiges Ergebnis 338 201 171 – 670
Gesamtergebnis 767 535 405 – 437
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 637 687 326 – 253
Nicht beherrschende Anteile 130 – 152 79 – 184

ThyssenKrupp AG Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl

Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Aktienanzahl
im Umlauf
Gezeich
netes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Unter
schieds
betrag
aus der
Währungs
um
rechnung
Zur
Veräuße
rung
verfügbare
finanzielle
Vermögens
werte
Derivative
Finanz
instrumente
Anteil,
der auf
nach der
Equity
Methode
bilanzierte
Beteili
gungen
entfällt
Eigene
Anteile
Gesamt Nicht
beherr
schende
Anteile
Gesamtes
Eigen
kapital
Stand am 30.09.2009 463.473.492 1.317 4.684 3.643 – 329 5 33 – 5 – 1.421 7.927 1.769 9.696
Periodenüberschuss
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis
370
– 214
156
377
377
1
1
90
90
13
13
370
267
637
59
71
130
429
338
767
Gewinnausschüttungen
an nicht beherrschende
Anteile
Dividendenzahlung
– 139 0
– 139
– 19
0
– 19
– 139
Veräußerung
eigener Anteile
Steuereffekt aus der
Abschreibung eigener
391.717 – 3 12 9 0 9
Anteile
Aktienbasierte
Vergütung
1
– 7
– 1 0
– 7
0
0
0
– 7
Sonstige
Veränderungen
88 88 – 6 82
Stand am 31.03.2010 463.865.209 1.317 4.684 3.739 48 6 123 8 – 1.410 8.515 1.874 10.389
Stand am 30.09.2010 464.394.337 1.317 4.684 3.703 127 5 50 10 – 1.396 8.500 1.888 10.388
Periodenüberschuss
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis
414
506
920
– 148
– 148
– 2
– 2
– 70
– 70
– 13
– 13
414
273
687
– 80
– 72
– 152
334
201
535
Gewinnausschüttungen
an nicht beherrschende
Anteile
Dividendenzahlung
– 209 0
– 209
– 20
0
– 20
– 209
Veräußerung
eigener Anteile
Steuereffekt aus der
Abschreibung eigener
209.770 0 7 7 0 7
Anteile
Aktienbasierte
1 – 1 0 0 0
Vergütung
Sonstige
Veränderungen
0
3
0
3
0
2
0
5
Stand am 31.03.2011 464.604.107 1.317 4.684 4.418 – 21 3 – 20 – 3 – 1.390 8.988 1.718 10.706

ThyssenKrupp AG Konzern-Kapitalflussrechnung

Mio €

1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
Periodenüberschuss 429 334 234 233
Anpassungen des Periodenüberschusses für die Überleitung zum Operating Cash-Flow:
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) – 165 – 85 – 111 – 23
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 680 829 346 447
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte – 3 – 2 0 0
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam – 35 – 43 – 28 – 32
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte – 93 – 20 1 2
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreis- und
anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen:
- Vorräte – 328 – 1.667 – 174 – 691
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 586 – 729 – 962 – 645
- Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 118 – 143 – 33 – 66
- Sonstige Rückstellungen – 311 – 140 – 80 – 109
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 116 313 459 713
- Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 290 – 161 532 92
Operating Cash-Flow – 124 – 1.514 184 – 79
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und in langfristige
finanzielle Vermögenswerte
– 22 – 22 – 1 – 1
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften abzüglich übernommener Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
Investitionen in Sachanlagen (einschl. geleisteter Anzahlungen) und in als Finanzinvestition
– 43 – 44 3 0
gehaltene Immobilien – 1.404 – 1.339 – 718 – 642
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschl. geleisteter Anzahlungen) – 46 – 29 – 22 – 13
Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und langfristigen
finanziellen Vermögenswerten
2 13 1 7
Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften abzüglich abgegebener Zahlungs
mittel und Zahlungsmitteläquivalente
474 18 1 3
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 27 108 15 7
Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten 2 3 0 0
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit – 1.010 – 1.292 – 721 – 639
Tilgung von Anleihen 0 – 750 0 – 750
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 260 1.645 92 533
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – 645 – 284 – 57 – 147
Zunahme Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 27 482 8 311
Zunahme/(Abnahme) Akzeptverbindlichkeiten 2 – 4 – 6 – 13
Abnahme kurzfristige Wertpapiere 174 1 6 1
Einzahlungen in das Eigenkapital durch nicht beherrschende Anteile 500 32 0 30
Einzahlungen aus der Veräußerung eigener Anteile 2 1 0 1
Dividendenzahlung der ThyssenKrupp AG – 139 – 209 – 139 – 209
Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile – 19 – 20 – 6 – 8
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften – 12 0 – 7 0
Sonstige Finanzierungsvorgänge 98 265 110 233
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 248 1.159 1 – 18
Zahlungswirksame Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – 886 – 1.647 – 536 – 736
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 120 – 10 78 – 111
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode 5.375 3.673 5.067 2.863
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 4.609 2.016 4.609 2.016
(davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Disposal Groups) (278) (282) (278) (282)
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cash-Flow enthalten sind:
Zinseinzahlungen 112 102 44 50
Zinsauszahlungen – 330 – 338 – 258 – 273
Erhaltene Dividenden 0 6 0 2
Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag – 168 – 165 – 106 – 80

Siehe Anhang-Nr. 12.

ThyssenKrupp AG Verkürzter Konzern-Anhang

Unternehmensinformation

Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft ("ThyssenKrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss der ThyssenKrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für den Zeitraum vom 01. Oktober 2010 bis 31. März 2011 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 09. Mai 2011 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde gemäß § 37w WpHG sowie im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Abschluss enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage zum Zwischenergebnis erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 31. März 2011 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Im Rahmen der Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die im Konzern-Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden entsprechen denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang zum Konzernabschluss unseres Geschäftsberichts 2009/2010 veröffentlicht. Zum 01. Oktober 2010 wurde bei der Gesellschaft ThyssenKrupp CSA die funktionale Währung von Euro auf US-Dollar umgestellt, da mit dem Ende der Investitionsphase und dem Einstieg in die Produktionsphase die Gesellschaft ihre Transaktionen im Wesentlichen im US-Dollar-Raum abwickelt.

Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2010/2011 hat ThyssenKrupp die nachfolgenden Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards erstmalig angewendet:

Im Oktober 2009 hat das IASB eine Änderung zu IAS 32 "Financial Instruments: Presentation" veröffentlicht. Die Änderung regelt die Bilanzierung von Bezugsrechten, Optionen und Optionsscheinen beim Emittenten, die in einer anderen Währung als der funktionalen Währung des Emittenten denominiert sind. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Februar 2010 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassung einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse hat.

Im Juni 2009 hat das IASB Änderungen zu IFRS 2 "Share-based Payment – Group Cash-settled Share-based Payment Transactions" veröffentlicht, mit denen die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich innerhalb des Konzerns im Einzelabschluss einer Tochtergesellschaft klargestellt wird. Darüber hinaus werden mit der Änderung auch Regelungen in IFRS 2 aufgenommen, die bislang in IFRIC 8 "Scope of IFRS 2" und in IFRIC 11 "IFRS 2 – Group and Treasury Share Transactions" enthalten waren. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2010 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassung einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse hat.

Im November 2008 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 17 "Distributions of Non-cash Assets to Owners" veröffentlicht. Die Interpretation regelt Bilanzierungsfragen im Zusammenhang mit Sachdividendenausschüttungen an die Anteilseigner. IFRIC 17 ist zwingend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die nach dem 31. Oktober 2009 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der Interpretation einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse hat.

Im Januar 2009 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 18 "Transfers of Assets from Customers" veröffentlicht, die zusätzliche Hinweise zur Bilanzierung der Übertragung eines Vermögenswerts durch einen Kunden liefert. IFRIC 18 stellt die Anforderungen der IFRSs für Vereinbarungen klar, bei denen ein Unternehmen von einem Kunden ein Objekt, eine Anlage oder Betriebsmittel erhält, die das Unternehmen dann entweder dazu verwenden muss, den Kunden mit einem Leitungsnetz zu verbinden oder dem Kunden einen permanenten Zugang zur Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu gewähren. Die Interpretation ist zwingend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die nach dem 31. Oktober 2009 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der Interpretation einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse hat.

Im November 2009 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 19 "Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments" veröffentlicht. Diese Interpretation stellt die Anforderungen klar, die IFRS hat, wenn ein Unternehmen die Bedingungen einer finanziellen Verbindlichkeit mit dem Gläubiger neu verhandelt und der Gläubiger dabei akzeptiert, dass die finanzielle Verbindlichkeit vollständig oder teilweise mit Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens getilgt wird. Die Interpretation ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Juli 2010 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der Interpretation einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse hat.

Im April 2009 hat das IASB im Rahmen des Annual Improvements Process-Projekts den zweiten Sammelstandard "Improvements to IFRSs" veröffentlicht. Hierdurch werden an bestehenden zehn Standards und zwei Interpretationen insgesamt fünfzehn kleinere Änderungen vorgenommen. Soweit im Einzelfall nichts anderes geregelt, sind die Änderungen anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2010 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse hat.

Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2010/2011 hat das IASB die nachfolgend dargestellten Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch die Übernahme in EU-Recht ("Endorsement") erfordert:

Im Dezember 2010 hat das IASB Änderungen zu IAS 12 "Income Taxes" veröffentlicht. Nach IAS 12 hängt die Bewertung latenter Steuern davon ab, ob der Buchwert eines Vermögenswerts durch Nutzung oder durch Veräußerung realisiert wird. Diese Beurteilung ist oftmals schwierig, insbesondere wenn der Vermögenswert nach dem Zeitwertmodell von IAS 40 für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien bewertet wird. Die Änderung sieht daher vor, bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, die zum Zeitwert bewertet werden, grundsätzlich von einer Realisierung durch Veräußerung auszugehen. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2012 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassung, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen wird, einen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird, da der Konzern derzeit als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert.

01 / Veräußerungen

Nachdem im September 2010 im Rahmen der Portfoliobereinigung in der Business Area Materials Services der Verkauf der ThyssenKrupp Xervon S.A. in Spanien eingeleitet worden war, erfolgte im Oktober 2010 der Vollzug der Veräußerung. Die Gesellschaft ist im Bereich der industriellen Dienstleistungen mit Gerüstbau und Isolierungen tätig. Diese Veräußerung sowie weitere kleinere Verkäufe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren, haben sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Veräußerungszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss ausgewirkt:

Mio €

1. Halbjahr
2010/2011
Firmenwert 2
Sachanlagen 4
Aktive latente Steuern 1
Vorräte 15
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2
Insgesamt abgegebene Vermögenswerte 43
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 3
Passive latente Steuern 1
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 6
Kurzfristige Finanzschulden 7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 16
Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten 37
Abgehendes Reinvermögen 6
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 0
Nicht beherrschende Anteile 0
Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen 4
Verkaufspreise 10
davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-
äquivalente beglichen 10

02 / Disposal Groups

Im Rahmen der Portfoliooptimierung wurden in 2009/2010 die Veräußerungen von zwei Bereichen eingeleitet, die noch nicht vollzogen sind. Diese beiden Transaktionen erfüllen nicht die Voraussetzungen von IFRS 5 für den Ausweis einer nicht fortgeführten Aktivität. Damit werden die Aufwendungen und Erträge bis zum Zeitpunkt des Abgangs weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Im April 2010 wurde die Veräußerung von Teilen der Business Area Marine Systems eingeleitet. Die Transaktion umfasst zum einen die Abgänge bei der Blohm + Voss Naval GmbH im Zusammenhang mit der Gründung eines 50/50-Joint-Ventures für den Bereich Design und Projektmanagement im Überwassermarineschiffbau sowie zum anderen den Verkauf von 100 % an der Blohm + Voss Shipyards GmbH, die im Schiffsneubau insbesondere von Megayachten tätig ist, und den Verkauf von zunächst jeweils 80 % an der Blohm + Voss Repair GmbH und an der Blohm + Voss Industries GmbH, die Schiffsreparatur und Komponentenfertigung betreiben. Daneben werden die Fertigungskapazitäten für den zivilen Schiffbau der ehemaligen HDW Gaarden abgegeben. In Verbindung mit dem eingeleiteten Verkauf entstanden aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Wertminderungsaufwendungen auf Sachanlagen in Höhe von 6 Mio €, die im 2. Quartal 2009/2010 in den Umsatzkosten ausgewiesen wurden.

Im Hinblick auf die bis zum Vollzug der Transaktion endgültig abgehenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind die zum 31. März 2011 in der nachfolgenden Tabelle ausgewiesenen Werte nur vorläufig:

Mio €

31.03.2011
Firmenwert 120
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 11
Sachanlagen 52
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 7
Aktive latente Steuern 8
Vorräte 48
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 113
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 9
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 63
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 279
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 710
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 112
Sonstige langfristige Rückstellungen 8
Passive latente Steuern 31
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 3
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 17
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 6
Kurzfristige Finanzschulden 12
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 279
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung
vorgesehenen Vermögenswerten 513

Ende September 2010 wurde in der Business Area Elevator Technology der Verkauf der iranischen Gesellschaft ThyssenKrupp Assanbar PJSC eingeleitet. Die Gesellschaft ist sowohl in der Herstellung von Aufzügen als auch im Einbau und der Wartung von Aufzügen und Fahrtreppen tätig. In Verbindung mit dem eingeleiteten Verkauf entstanden aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwerte von 3 Mio €, die im 4. Quartal 2009/2010 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurden, sowie Wertminderungsaufwendungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte von 1 Mio € und auf Sachanlagen von 1 Mio €, die im 4. Quartal 2009/2010 in den Umsatzkosten ausgewiesen wurden. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group zum 31. März 2011 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Mio €

31.03.2011
Aktive latente Steuern 1
Vorräte 12
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 29
Langfristige Finanzschulden 7
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 1
Kurzfristige Finanzschulden 1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 17
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung
vorgesehenen Vermögenswerten 30

03 / Eigenkapital

Im Rahmen der Bedienung des rabattierten Aktienkaufs für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurden am 02. Februar 2011 209.770 eigene Anteile zum Kurs von 29,59 € je Anteil, der die Basis für den rabattierten Ausgabepreis darstellte, an die Begünstigten veräußert.

04 / Aktienbasierte Vergütung

Management Incentivepläne

Im Januar 2011 gewährte ThyssenKrupp den Mitgliedern des Vorstands der ThyssenKrupp AG 105.594 Wertrechte für die 1. Tranche des Long Term Incentiveplans (LTI), der den bisherigen Mid Term Incentiveplan (MTI) unter modifizierten Eckdaten fortführt. Gleichzeitig sind im 2. Quartal 2010/2011 die im Rahmen der 6. Tranche des MTI gewährten Rechte auf Grund des Rückgangs des durchschnittlichen ThyssenKrupp Value Added (TKVA) im dreijährigen Performance-Zeitraum im Vergleich zum durchschnittlichen TKVA der vorangegangenen drei Geschäftsjahre ohne die Zahlung einer Vergütung verfallen. Im 2. Quartal 2010/2011 resultieren hieraus Aufwendungen von 2,5 (2. Quartal 2009/2010: 0,1) Mio €. Im 1. Halbjahr 2010/2011 enthält das Ergebnis aus diesen Plänen Aufwendungen von 5,9 (1. Halbjahr 2009/2010: 0,1) Mio €.

Im Februar 2011 wurde die Neuauflage des Programms zum rabattierten Aktienkauf für das Geschäftsjahr 2009/2010 abgeschlossen. Aus dem Programm zum rabattierten Aktienkauf entstanden im 2. Quartal 2010/2011 Aufwendungen von 0,2 (2. Quartal 2009/2010: 0) Mio € bzw. im 1. Halbjahr 2010/2011 Aufwendungen von 8,6 (1. Halbjahr 2009/2010: 0,9) Mio €.

Darüber hinaus wurde im September 2010 die Ausgestaltung der variablen Vergütung der Mitglieder des Vorstands der ThyssenKrupp AG dahingehend angepasst, dass 25 % der für das jeweilige Geschäftsjahr gewährten Tantieme sowie 55 % des in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Situation zusätzlich für das jeweilige Geschäftsjahr gewährten Bonuses verpflichtend in Wertrechte der ThyssenKrupp AG umgewandelt werden und erst nach Ablauf von drei Geschäftsjahren auf Basis des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie im 4. Quartal des 3. Geschäftsjahres in bar ausgezahlt werden. Aus dieser Vergütungskomponente enthält das Ergebnis des 2. Quartals 2010/2011 Aufwendungen von 0,8 Mio € (2. Quartal 2009/2010: 0) bzw. das 1. Halbjahr 2010/2011 Aufwendungen von 2,0 Mio € (1. Halbjahr 2009/2010: 0).

05 / Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurde bei sonst unveränderten Prämissen eine Neubewertung der Rückstellungen für Pensionen und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen zum 31. März 2011 vorgenommen.

30.09.2010 31.03.2011 Pensionen 6.669 5.878 Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen 1.257 1.155 Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 285 234

Vermögenswerten – 125 – 112 Insgesamt 8.086 7.155

Umgliederung w/ Ausweis als Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen

Mio €

Bei der Berechnung der Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zu Grunde gelegt:

in %

30.09.2010 31.03.2011
Deutschland Übrige
Länder
Deutschland Übrige
Länder
Diskontierungssatz für
Pensionen 4,10 4,47 5,10 4,84
Diskontierungssatz für
Gesundheitsfürsorge
verpflichtungen
(nur USA/Kanada) 4,77 5,25

Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:

1. Halbjahr 2009/2010 1. Halbjahr 2010/2011 2. Quartal 2009/2010 2. Quartal 2010/2011
Deutschland Übrige
Länder
Deutschland Übrige
Länder
Deutschland Übrige
Länder
Deutschland Übrige
Länder
33 14 39 18 16 7 19 9
144 53 125 51 72 27 63 25
– 6 – 50 – 6 – 56 – 3 – 25 – 3 – 28
0 0 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0 0 0
171 17 158 13 85 9 79 6

Die Netto-Aufwendungen für Zuschussverpflichtungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €
1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
USA/Kanada USA/Kanada USA/Kanada USA/Kanada
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 3 4 2 2
Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche 27 28 14 14
Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen – 2 – 2 – 1 – 1
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand – 16 – 4 – 2 – 2
Aufwand/(Ertrag) aus Plankürzungen und Planabgeltungen 0 0 0 0
Netto-Aufwendungen der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre 12 26 13 13

06 / Sonstige Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

Bürgschaften und Garantien

Die ThyssenKrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

Mio €
Maximales
Haftungs
volumen
31.03.2011
Rückstellung
31.03.2011
Anzahlungsgarantien 333 2
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 102 1
Kreditaufträge 40 0
Restwertgarantien 45 1
Sonstige Haftungserklärungen 48 0
Insgesamt 568 4

Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von 3 Monaten bis zu 10 Jahren (z.B. bei Miet- und Pachtgarantien).

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Alle durch die ThyssenKrupp AG oder durch Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Im Vergleich zum 30. September 2010 verringerte sich in den Business Areas Steel Americas und Stainless Global das Bestellobligo für Investitionsvorhaben in Brasilien und Nordamerika um rund 360 Mio € auf 0,7 Mrd €.

Schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche, schiedsgerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zur Rückerstattung von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadenersatz führen können. Aus verschiedenen Verträgen wie Bau-, Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Vertragspartnern, Kunden, Konsortialpartnern und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen, sind durch Vergleich beendet worden oder verjährt. Eine Reihe von Verfahren ist noch anhängig.

Darüber hinaus sind bei den sonstigen Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Veränderungen seit dem vorangegangenen Geschäftsjahresende eingetreten.

07 / Derivative Finanzinstrumente

Die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Mio €
Beizulegender Beizulegender
Nominalwert Zeitwert Nominalwert Zeitwert
30.09.2010 30.09.2010 31.03.2011 31.03.2011
Derivative Finanz
instrumente
Aktiva
Währungsderivate
inklusive einge-
bettete Derivate 4.654 214 3.845 155
Zinsderivate* 1.007 4 7 0
Warenderivate 536 108 755 91
Insgesamt 6.197 326 4.607 246
Passiva
Währungsderivate
inklusive einge-
bettete Derivate 3.022 108 3.888 129
Zinsderivate* 752 34 1.001 8
Warenderivate 438 62 423 58
Insgesamt 4.212 204 5.312 195

* inklusive Zins-/Währungsderivate

08 / Beziehungen zu nahe stehenden Unter nehmen und Personen (Related Parties)

Die ESG Legierungen GmbH ist auf Grund der Tatsache, dass ein naher Familienangehöriger eines ehemaligen Vorstands- und jetzigen Aufsichtsratsmitglieds als Geschäftsführer tätig ist, als nahe stehendes Unternehmen des Konzerns einzustufen. Im 1. Halbjahr 2010/2011 hat der Konzern mit der ESG Legierungen GmbH einen Umsatz in Höhe von 0,4 Mio € aus dem Verkauf von Feinzink realisiert. Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 31. März 2011 hatte der Konzern aus der Geschäftsbeziehung Forderungen von 159 Tsd €.

Die Heitkamp & Thumann Group mit Sitz in Düsseldorf sowie die Heitkamp Baugruppe mit Sitz in Herne sind auf Grund der Tatsache, dass ein Mitglied des Aufsichtsrats maßgeblichen Einfluss auf die Gruppen hat, als nahe stehende Unternehmen des Konzerns einzustufen. Im 1. Halbjahr 2010/2011 hat der Konzern mit der Heitkamp & Thumann Group einen Umsatz in Höhe von 11,6 Mio € aus dem Verkauf von Stahl- und Edelstahlwerkstoffen sowie aus der Erbringung von Industriedienstleistungen und mit der Heitkamp Baugruppe einen Umsatz von 0,2 Mio € aus der Erbringung von Leistungen realisiert. Im gleichen Zeitraum wurden vom Konzern von der Heitkamp Baugruppe Leistungen in Höhe von 1,9 Mio € bezogen. Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 31. März 2011 hatte der Konzern aus der Geschäftsbeziehung mit der Heitkamp & Thumann Group Forderungen von 2,5 Mio € sowie aus der Geschäftsbeziehung mit der Heitkamp Baugruppe Verbindlichkeiten von 0,7 Mio €.

09 / Segmentberichterstattung

Zum 01. Oktober 2010 hat ThyssenKrupp die Unternehmenssteuerung auf die Ertragskennzahl EBIT umgestellt, nachdem zuvor das EBT die Kennzahl für die Ertragskraft der Segmente war. Die Abgrenzung des EBIT richtet sich nach wirtschaftlichen Kriterien und ist unabhängig von den IFRS Vorschriften. Einzelheiten zur Definition der neuen Ertragskennzahl sind im Zwischenlagebericht auf Seite 8. dargestellt.

Die Werte der Vorjahresperiode sind entsprechend angepasst.

Segmentinformationen für das 1. Halbjahr 2009/2010 und das 1. Halbjahr 2010/2011 sowie für das 2. Quartal 2009/2010 und das 2. Quartal 2010/2011:

Mio €
Steel
Europe
Steel
Americas
Stainless
Global
Materials
Services
Elevator
Technology
Plant
Technology
Components
Technology
Marine
Systems
Corporate Konsoli
dierung
Konzern
1. Halbjahr 2009/2010
Außenumsätze 4.182 23 2.392 5.380 2.442 1.876 2.574 541 48 0 19.458
konzerninterne Umsätze 766 0 279 261 5 18 7 0 14 – 1.350 0
Umsatzerlöse gesamt 4.948 23 2.671 5.641 2.447 1.894 2.581 541 62 – 1.350 19.458
EBIT 320 – 150 – 143 197 328 209 130 34 – 136 – 158 631
1. Halbjahr 2010/2011
Außenumsätze 5.156 249 3.091 6.616 2.565 1.844 3.361 721 33 0 23.636
konzerninterne Umsätze 1.089 97 370 399 1 22 7 2 31 – 2.018 0
Umsatzerlöse gesamt 6.245 346 3.461 7.015 2.566 1.866 3.368 723 64 – 2.018 23.636
EBIT 558 – 697 66 248 318 246 241 130 – 199 – 141 770
2. Quartal 2009/2010
Außenumsätze 2.228 23 1.305 2.746 1.218 932 1.340 287 28 0 10.107
konzerninterne Umsätze 439 0 156 135 3 8 4 0 3 – 748 0
Umsatzerlöse gesamt 2.667 23 1.461 2.881 1.221 940 1.344 287 31 – 748 10.107
EBIT 193 – 79 – 101 68 163 98 73 18 – 71 – 84 278
2. Quartal 2010/2011
Außenumsätze 2.712 175 1.663 3.487 1.267 963 1.766 217 16 0 12.266
konzerninterne Umsätze 575 85 193 217 0 6 3 2 17 – 1.098 0
Umsatzerlöse gesamt 3.287 260 1.856 3.704 1.267 969 1.769 219 33 – 1.098 12.266
EBIT 300 – 319 59 163 147 139 114 84 – 111 – 79 497

In der nachfolgenden Tabelle ist die Überleitung der Ertragskennzahl EBIT zum EBT (Ergebnis vor Steuern) gemäß der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

Mio €
-------
1. Halbjahr
2009/2010
1. Halbjahr
2010/2011
2. Quartal
2009/2010
2. Quartal
2010/2011
EBIT 631 770 278 497
- Im EBIT eliminierte Abschreibungen auf aktivierte Bauzeitzinsen – 3 – 19 – 1 – 10
+ Zinserträge 171 168 76 83
- Zinsaufwendungen – 349 – 431 – 164 – 234
+ Sonstiges Finanzergebnis 77 – 7 10 6
- Bestandteile des Sonstigen Finanzergebnisses, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet
werden – 23 16 – 8 10
EBT 504 497 191 352

10 / Umsatzkosten

Die Umsatzkosten des 1. Halbjahres 2010/2011 enthalten Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von 54 Mio €, die im Wesentlichen die Business Areas Steel Americas und Stainless Global betreffen. Zum 30.09.2010 betrugen die Wertberichtigungen 109 Mio €.

11 / Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

1. Halbjahr 2009/2010 1. Halbjahr 2010/2011 2. Quartal 2009/2010 2. Quartal 2010/2011
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Zähler:
Periodenüberschuss
(Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
370 0,80 414 0,89 206 0,45 272 0,58
Nenner:
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 463.711.611 464.463.095 463.836.654 464.531.852

Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der ThyssenKruppAG zurechenbaren Periodenüberschusses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Veräußerte oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt.

Der gewichtete Durchschnitt der Aktien erhöhte sich in 2009/2010 durch die Veräußerung eigener Anteile im Dezember 2009 und im März 2010 im Rahmen des rabattierten Aktienkaufs sowie durch die Veräußerung eigener Anteile im Mai 2010 im Rahmen des Belegschaftsaktienprogramms. In 2010/2011 erhöhte sich der gewichtete Durchschnitt der Aktien durch die Veräußerung eigener Anteile im Februar 2011 im Rahmen des rabattierten Aktienkaufs.

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

12 / Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Nicht zahlungswirksame Investitionstätigkeiten

Im 1. Halbjahr 2010/2011 ergab sich wie im 2. Quartal 2010/2011 aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften kein Zugang von langfristigen Vermögenswerten (1. Halbjahr 2009/2010: 3 Mio € bzw. 2. Quartal 2009/2010: 3 Mio €).

Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögenswerten aus Finance Lease betrug im 1. Halbjahr 2010/2011 15 (1. Halbjahr 2009/2010: 6) Mio € bzw. im 2. Quartal 2010/2011 2 (2. Quartal 2009/2010: 2) Mio €.

Nicht zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten

Im 1. Halbjahr 2010/2011 erfolgte wie im 2. Quartal 2010/2011 durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften kein Zugang von Brutto-Finanzschulden (1. Halbjahr 2009/2010: 4 Mio € bzw. 2. Quartal 2009/2010: 4 Mio €).

13 / Besondere Ereignisse nach dem Stichtag

Die zwischen dem Stichtag des 1. Halbjahres (31. März 2011) und der Freigabe des Berichts zur Veröffentlichung (09. Mai 2011) eingetretenen besonderen Ereignisse sind im Zwischenlagebericht auf Seite 22 dargestellt.

Essen, den 09. Mai 2011

ThyssenKrupp AG Der Vorstand

Hiesinger
Berlien Claassen Eichler Kerkhoff Labonte

Bescheinigung zum Halbjahresfinanzbericht nach prüferischer Durchsicht

An die ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2010 bis 31. März 2011, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie ergänzend unter Beachtung des International Standard on Review Engagements 2410 (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Düsseldorf, den 9. Mai 2011

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher Michael Gewehr Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Düsseldorf, 09. Mai 2011

ThyssenKrupp AG Der Vorstand

Hiesinger

Berlien Claassen Eichler Kerkhoff Labonte

Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats

Der Zwischenbericht für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 (Oktober 2010 bis März 2011) sowie der Bericht des Konzernabschlussprüfers über die prüferische Durchsicht des verkürzten Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts (Review Report) sind dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats in der Sitzung am 11. Mai 2011 vorgelegt worden und durch den Vorstand und den Konzernabschlussprüfer erläutert worden. Der Prüfungsausschuss stimmte dem Zwischenbericht zu.

Essen, den 11. Mai 2011

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Prof. Dr. Bernhard Pellens

Kontakt / Termine 2011/2012

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Corporate Communications Telefon (0201) 844-536043 Telefax (0201) 844-536041 E-Mail [email protected]

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Institutionelle Investoren und Analysten Telefon (0201) 844-536464 Telefax (0201) 8456-531000

Privatanleger Infoline 01802 252 252 (0,06 € pro Gespräch) Telefax (0201) 8456-531000

Hausanschrift ThyssenKrupp AG ThyssenKrupp Allee 1, 45143 Essen Postfach, 45063 Essen Telefon (0201) 844-0 Telefax (0201) 844-536000 E-Mail [email protected]

Termine 2011/2012

  1. August 2011 Zwischenbericht 9 Monate 2010/2011 (Oktober bis Juni) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

  2. Dezember 2011 Bilanzpressekonferenz Analysten- und Investorenkonferenz

  3. Januar 2012 Ordentliche Hauptversammlung

  4. Februar 2012 Zwischenbericht 1. Quartal 2011/2012 (Oktober bis Dezember) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

  5. Mai 2012 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2011/2012 (Oktober bis März) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von ThyssenKrupp bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von ThyssenKrupp weder beabsichtigt, noch übernimmt ThyssenKrupp eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Rundungsdifferenzen

Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten.

Abweichungen aus technischen Gründen

Der Zwischenbericht ist von der Gesellschaft auf Grund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum elektronischen Bundesanzeiger elektronisch einzureichen. Aus technischen Gründen (z.B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu Abweichungen in den im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemachten Unterlagen kommen.

Der Zwischenbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche Fassung der englischen Übersetzung vor.

In beiden Sprachen steht der Zwischenbericht im Internet unter http://www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Darüber hinaus wird dort eine interaktive Online-Version in beiden Sprachen angeboten.