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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2008

Feb 13, 2008

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Interim / Quarterly Report

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ThyssenKrupp ag Zwischenbericht 1. Quartal 2007 — 2008 01. Oktober – 31. Dezember 2007

Zwischenbericht 1. Quartal 2007 – 2008 Inhalt

Inhalt

Zwischenbericht 1. Quartal 2007—2008 01. Oktober – 31. Dezember 2007

S. 02

02 Der Konzern in Zahlen
02 ThyssenKrupp in Kürze

Zwischenlagebericht

S. 03—26

03—08 Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern 09—18 Geschäftsverlauf in den Segmenten 19—20 ThyssenKrupp Aktie 21 Innovationen 22—23 Mitarbeiter 23—24 Finanz- und Vermögenslage 24 Risikobericht 24—26 Nachtrags-, Chancen- und Prognosebericht

Zwischenabschluss

27 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
28 Konzern-Bilanz
29 Konzern-Kapitalflussrechnung
30 Konzern-Aufstellung der erfassten Erträge
und Aufwendungen
31—37 Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
38 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

Weitere Informationen

39
Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats
--------------------------------------------------------- --

40  Kontakt

40  Termine 2008—2009

S. 39—40

Die Rechnungslegung des ThyssenKrupp Konzerns erfolgt nach IFRS (International Financial Reporting Standards). Dieser Zwischenbericht ist am 13. Februar 2008 erschienen.

S. 27—38

Der Konzern in Zahlen

Konzernüberblick

Vergleich 1. Quartal
1. Quartal
2006/2007
1. Quartal
2007/2008
Veränderung Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 13.301 13.270 – 31 0
Umsatz Mio € 12.332 12.270 – 62 – 1
EBITDA Mio € 1.507 1.083 – 424 – 28
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 1.062 646 – 416 – 39
Periodenüberschuss Mio € 661 435 – 226 – 34
Ergebnis je Aktie 1,31 0,85 – 0,46 – 35
Mitarbeiter (31.12.) 184.240 193.137 8.897 5
30.09.2007 31.12.2007
Netto-Finanzverbindlichkeiten (+)/-forderungen (-) Mio € – 223 859
Eigenkapital Mio € 10.447 10.735

Segmentinformation

Auftragseingang
in Mio €
Umsatz
in Mio €
Ergebnis vor Steuern (EBT)
in Mio €
Mitarbeiter
1. Quartal
2006/2007
1. Quartal
2007/2008
1. Quartal
2006/2007
1. Quartal
2007/2008
1. Quartal
2006/2007
1. Quartal
2007/2008
31.12.2006 30.09.2007 31.12.2007
Steel 3.123 3.188 3.118 3.214 399 353 38.837 39.559 39.922
Stainless 1.913 2.150 1.971 1.838 325 – 45 12.221 12.182 12.075
Technologies 3.428 3.212 2.792 2.822 148 179 52.954 54.762 55.567
Elevator 1.299 1.466 1.083 1.184 97 119 37.279 39.501 40.191
Services 4.207 3.951 3.972 3.867 192 132 40.690 43.012 43.054
Corporate 194 34 194 34 – 93 – 84 2.259 2.334 2.328
Konsolidierung – 863 – 731 – 798 – 689 – 6 – 8
Konzern 13.301 13.270 12.332 12.270 1.062 646 184.240 191.350 193.137

ThyssenKrupp in Kürze

Stahl, Industriegüter und Dienstleistungen sind die Arbeitsschwerpunkte unserer mehr als 193.000 Mitarbeiter. Engagiert und qualifiziert bieten sie unseren Kunden in über 70 Ländern auf allen fünf Kontinenten innovative Produktlösungen für nachhaltigen Fortschritt. In den fünf Konzernsegmenten – Steel, Stainless, Technologies, Elevator und Services – nehmen sie die globalen Herausforderungen an und wandeln sie in Chancen. Unsere Hochtechnologiewerkstoffe und Anlagen, Komponenten und Systeme bieten Antworten auf viele wirtschaftliche und technische Fragen der Zukunft. Zu dem von der ThyssenKrupp AG geführten Konzern gehören direkt oder indirekt nahezu 900 Unternehmen und Beteiligungen. Zwei Drittel der über 2.400 Produktionsstätten, Büros und Servicestützpunkte liegen außerhalb Deutschlands.

Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern

ThyssenKrupp – Erwartungen bestätigt

Das Geschäft von ThyssenKrupp entwickelte sich im 1. Quartal 2007/2008 im Rahmen unserer Erwartungen. Bei Auftragseingang und Umsatz wurden die hohen Werte des Vorjahresquartals erzielt. Das Konzernergebnis vor Steuern betrug 646 Mio €, vor wesentlichen Sondereffekten erreichte es 715 Mio €. Der Gewinn lag damit über unseren Planungen. Das Ergebnis des Vorjahresquartals konnte erwartungsgemäß nicht erreicht werden. Das Vorjahresquartal war stark von einer außergewöhnlich hohen Nachfrage und sehr hohen Basispreisen bei Edelstahl getrieben, die im Berichtsquartal in den Segmenten Stainless und Services entfielen.

Die wesentlichen Kennzahlen für das 1. Quartal 2007/2008 lauten:

  • Der Auftragseingang belief sich wie im Vorjahresquartal auf 13,3 Mrd €.
  • Der Umsatz lag mit 12,3 Mrd € ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres.
  • Das EBITDA betrug 1.083 Mio € nach 1.507 Mio € im Vorjahr.
  • Das Ergebnis vor Steuern verminderte sich von 1.062 Mio € im Vorjahresquartal auf 646 Mio €.
  • Das Ergebnis je Aktie gab von 1,31 € im Vorjahresquartal auf 0,85 € nach.
  • Die Netto-Finanzverbindlichkeiten beliefen sich zum 31. Dezember 2007 auf 859 Mio € eine Zunahme um 1.082 Mio € gegenüber dem 30. September 2007, als Netto-Finanzforderungen in Höhe von 223 Mio € bestanden. Die Zunahme im 1. Quartal entspricht damit in etwa der Veränderung im Vorjahresquartal, als ein Anstieg um 1.138 Mio € zu verzeichnen war.

Ergebnisausblick stabil

Für 2007/2008 planen wir ein Ergebnis vor Steuern – vor wesentlichen Sondereffekten, unter anderem Vorlaufkosten für die Stahlwerke in Brasilien und den USA – von über 3 Mrd €. Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir nach derzeitigem Stand von einem Umsatz in Höhe von insgesamt 53 Mrd € aus. Für 2008/2009 erwarten wir eine weiterhin positive Umsatzentwicklung, sofern nicht unvorhersehbare konjunkturelle Einbrüche unsere Geschäfte beeinträchtigen. Eine positive Umsatzentwicklung wird sich auch im Ergebnis niederschlagen.

Mittelfristig streben wir für ThyssenKrupp ein Umsatzniveau von 60 Mrd € an; gleichzeitig soll das Ergebnis vor Steuern und wesentlichen Sondereffekten nachhaltig 4 Mrd € erreichen. Längerfristig, insbesondere nach der Inbetriebnahme der Stahlwerke von Steel und Stainless in Nordamerika sowie der Investitionen der anderen Segmente in weiteren Regionen, erwarten wir einen Umsatz in der Größenordnung von 65 Mrd € und ein Ergebnis vor Steuern und wesentlichen Sondereffekten von 4,5 bis 5,0 Mrd €.

Gesamtwirtschaftliches Wachstum abgeschwächt

Das hohe globale Wirtschaftswachstum setzte sich auch 2007 fort. Allerdings ließ die Konjunkturdynamik im letzten Quartal des vergangenen Jahres in einigen Regionen spürbar nach. Belastet haben vor allem die von der US-Hypothekenkrise ausgehenden Unsicherheiten und steigende Energie- und Rohstoffkosten. Mit einem Zuwachs von rund 5 % blieb das Welt-Bruttoinlandsprodukt 2007 dennoch auf einem hohen Niveau.

In den USA hat sich die konjunkturelle Entwicklung zum Jahresende merklich verlangsamt. Straffere Kreditkonditionen sowie unsichere Konjunkturperspektiven dämpften die Unternehmensinvestitionen. Im Euroraum entwickelte sich die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte 2007 noch überwiegend positiv. Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland wurde insbesondere von einer regen Investitionstätigkeit getragen.

Die sich entwickelnden Länder Asiens, Lateinamerikas sowie Mittel- und Osteuropas wiesen auch zuletzt ein nahezu unverändert hohes Wachstumstempo auf. Das gilt insbesondere für China und Indien. Lateinamerika profitierte vom anhaltenden Rohstoffboom. Auch Russland sowie die Mehrzahl der mittel- und osteuropäischen Volkswirtschaften entwickelten sich äußerst dynamisch.

In den für ThyssenKrupp wichtigen Branchen ergaben sich folgende Entwicklungen:

  • Vor dem Hintergrund der sich abkühlenden Weltkonjunktur zeigten sich die internationalen Stahlmärkte weiterhin in stabiler Verfassung. Die Weltrohstahlerzeugung übertraf auch im Schlussquartal 2007 die vergleichbaren Vorjahresvolumina. Die monatlichen Produktionszuwächse in China haben sich allerdings zuletzt merklich verringert. Dies ist zum Teil Folge des gewachsenen politischen Drucks auf China, die Exporte einzudämmen; andererseits dürften drastisch gestiegene Rohstoffkosten bei kleineren Stahlerzeugern zu Stillständen geführt haben. In den USA fand der Stahlmarkt nach dem Abbau überhöhter Lagerbestände zu einem Gleichgewicht zurück. Die Nachfrage hat sich – vor allem gestützt durch notwendige Lagerergänzungen – erholt, und erste Preiserhöhungen konnten realisiert werden. Die europäische Stahlindustrie, die im Gesamtjahr 2007 von einer außerordentlich guten Entwicklung aller Abnehmerbranchen geprägt war, profitierte auch im 4. Quartal 2007 von einer gestiegenen Produktion der Stahlverarbeiter; das Stahlverbrauchswachstum dürfte aber nicht mehr ganz so hoch gewesen sein wie zuvor. Die Nachfrage nach Qualitätsflachstahl hat sich, verglichen mit dem niedrigen Niveau in den Sommermonaten, wieder belebt, war aber letztlich noch durch einen Lagerabbau gedämpft. Der Importdruck ließ nach dem zuvor äußerst kräftigen Anstieg zu Beginn des 4. Quartals 2007 leicht nach. Deutlich gestiegene Fracht-, Energie- und Rohstoffkosten dürften einen bremsenden Effekt vor allem auf Importe aus Asien gehabt haben.
  • Bei den rost-, säure- und hitzebeständigen (RSH) Edelstahlflachprodukten zogen die Auftragseingänge, nach einer Phase sehr niedriger Bestellungen in den Vorquartalen, im 4. Quartal 2007 wieder spürbar an. Ursache hierfür war die infolge gesunkener Lagerbestände wieder einsetzende Ordertätigkeit des Handels bei gleichzeitig nach wie vor stabiler industrieller Endkundennachfrage. Nachdem der Nickelpreis sich in der ersten Hälfte des Schlussquartals 2007 relativ stabil bei rund 32.000 US-Dollar je Tonne eingependelt hatte, sank er in der zweiten Hälfte des Quartals auf Werte um etwa 26.000. Entsprechend sind die Legierungszuschläge deutlich gefallen, während sich der Basispreis in Europa stabilisierte, wenn auch auf niedrigem Niveau. Wegen des mäßigen Preisniveaus verringerte sich die Attraktivität des europäischen Marktes für Drittlandsimporte, vor allem aus Asien, was zu einer Entspannung auf dem europäischen Edelstahl-Rostfrei-Markt beitrug. In

Nordamerika war die Marktlage zuletzt etwas schwächer, zumal die Endkundennachfrage, insbesondere bedingt durch die Auswirkungen der US-Immobilienkrise, gedämpft war. In den asiatischen Märkten, die wegen des fehlenden Systems für Legierungszuschläge noch sensibler auf Rohstoffschwankungen reagieren, führte die Entspannung des Nickelpreises zu einer kurzzeitigen Stabilisierung. Inzwischen ist jedoch festzustellen, dass die Auslastung der Werke durch verstärkte Produktionsrücknahmen der Rostfrei-Produzenten, besonders in China, weiter sinkt. Bei Nickellegierungen war eine weiterhin abwartende Haltung des Marktes erkennbar, während das Marktumfeld bei Titan insgesamt positiv blieb.

  • Die internationalen Automobilmärkte haben sich unterschiedlich entwickelt. Die größten Zuwächse gab es in den Emerging Markets. In China setzte sich das hohe Wachstum auch 2007 fort. Beträchtliche Produktionssteigerungen verzeichnete im Schlussquartal 2007 die brasilianische Automobilindustrie. Schwächer verlief die Automobilkonjunktur in den großen Industrieländern. In den USA blieben die Nachfrage und die Produktion von Neufahrzeugen im 4. Quartal 2007 unter den Vorjahreswerten. Höhere Pkw-Neuzulassungen verzeichnete dagegen die Europäische Union. In Deutschland waren die Neuwagenverkäufe allerdings stark rückläufig; auf Grund der hohen Exporte konnte die Pkw-Produktion dennoch ausgeweitet werden. Die Lage bei Nutzfahrzeugen war weiterhin erfreulich.
  • Der globale Maschinenbau hat sich weiterhin positiv entwickelt. In China ist die Maschinenbauproduktion mit hohen zweistelligen Raten gewachsen. Auch die deutschen Hersteller von Maschinen und Anlagen konnten dank hoher Aufträge aus dem In- und Ausland über das gesamte Jahr 2007 hinweg die Produktion kräftig ausweiten. Weniger günstig entwickelte sich dagegen die Nachfrage in den USA.
  • Die Bauindustrie verzeichnete auch im vergangenen Jahr hohe Wachstumsraten in Asien sowie in Mittel- und Osteuropa. Moderat wuchs wegen der guten Nachfrage im Wirtschaftsbau die deutsche Bauindustrie. In den USA war dagegen die Bauproduktion auf Grund der Schwäche im Wohnungsbau leicht rückläufig.

ThyssenKrupp in Zahlen

1. Quartal
2006/2007
1. Quartal
2007/2008
Auftragseingang
Mio €
13.301 13.270
Umsatz
Mio €
12.332 12.270
EBITDA
Mio €
1.507 1.083
Ergebnis vor Steuern (EBT)
Mio €
1.062 646
Mitarbeiter (31.12.) 184.240 193.137

Auftragseingang und Umsatz stabil

Vor dem Hintergrund einer sich leicht abschwächenden Konjunktur blieb die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen auf dem hohen Niveau des Vorjahresquartals. Der Auftragseingang lag im 1. Quartal 2007/2008 mit 13,3 Mrd € auf Vorjahreshöhe.

Umsatz in Mrd €

2006/2007 12,3
1. Quartal
1. Halbjahr
25,4
9 Monate
38,9
12 Monate
51,7
2007/2008 12,3
1. Quartal

Beim Konzernumsatz wurde mit 12,3 Mrd € ebenfalls der Wert des Vorjahresquartals erreicht. Während im Segment Steel der Umsatz erlösbedingt weiter anstieg, gab er im Segment Stainless wegen niedrigerer Edelstahlpreise nach. Trotz negativer US-Dollar-Einflüsse übertraf Technologies den Umsatz des Vorjahresquartals. Der höhere Umsatz von Elevator ging vor allem auf den erfolgreichen Ausbau des Geschäfts in Südeuropa zurück. Bei Services belastete insbesondere das schwächere Werkstoffgeschäft in Nordamerika.

Konzernergebnis erwartungsgemäß unter Vorjahresquartal

ThyssenKrupp erzielte im 1. Quartal 2007/2008 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 646 Mio € nach 1.062 Mio € im Vorjahresquartal. Der Konzerngewinn vor wesentlichen Sondereffekten betrug 715 Mio € und lag damit über unseren Planungen.

Das Ergebnis des Vorjahresquartals konnte erwartungsgemäß nicht erreicht werden. Das Vorjahresquartal war stark von einer außergewöhnlich hohen Nachfrage und sehr hohen Basispreisen bei Edelstahl getrieben, die im Berichtsquartal in den Segmenten Stainless und Services entfielen. Technologies und Elevator konnten dagegen das hohe Vorjahresergebnis deutlich steigern. Den größten Ergebnisbeitrag leistete das Segment Steel.

Ergebnis vor Steuern (ebt) in Mio €

2006/2007 1.062
1. Quartal
1. Halbjahr
1.634
2.853
9 Monate
3.330
12 Monate
2007/2008 646
1. Quartal

Die Umsatzerlöse lagen im Berichtszeitraum auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals. Gleichzeitig führten insbesondere erhöhte Personal- und Materialaufwendungen zu einem Anstieg der Umsatzkosten. Insgesamt ergab sich somit eine Verminderung der Brutto-Umsatzmarge von 19 % auf 17 %.

Der Anstieg der Verwaltungskosten um 80 Mio € stand überwiegend im Zusammenhang mit der Errichtung des Stahlwerks in Brasilien. Die Verminderung der sonstigen betrieblichen Erträge um 107 Mio € resultierte mit 119 Mio € aus einer nur im Vergleichsquartal erfassten Versicherungsentschädigung wegen eines Brandschadens.

Nach Abzug der Steueraufwendungen ergab sich ein Periodenüberschuss von 435 Mio €. Wird hiervon der auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallende Gewinn von 21 Mio € abgezogen, ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 0,85 € nach 1,31 € im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Netto-Finanzverbindlichkeiten/-forderungen und Investitionen

Zum 31. Dezember 2007 beliefen sich die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns auf 859 Mio €. Dies war ein Anstieg um 1.082 Mio €, nachdem am 30. September 2007 noch Netto-Finanzforderungen in Höhe von 223 Mio € zu verzeichnen waren. Die Veränderung ist auf erhöhte Investitionsausgaben, insbesondere für die neuen Stahlwerke, und den Anstieg des Working Capital zurückzuführen.

Netto-Finanzverbindlichkeiten (+)/-forderungen (–) in Mio €

2006/2007 31. Dezember 391
31. März 897
30. Juni 806
30. September – 223
2007/2008 31. Dezember 859

Im 1. Quartal 2007/2008 wurden insgesamt 931 Mio € investiert, 12 % mehr als im Vorjahresquartal. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 898 Mio €; auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen sowie auf andere finanzielle Vermögenswerte entfielen 33 Mio €.

Bau neuer Stahlwerke macht gute Fortschritte

Mit den im Bau befindlichen Werken in Brasilien und den USA eröffnen sich für ThyssenKrupp neue transatlantische Wachstumschancen. Ein zentrales Projekt von ThyssenKrupp Steel ist der Aufbau einer Rohstahlerzeugung von jährlich 5 Mio t Brammen in Brasilien. Die Umsetzung dieser Großinvestition schreitet mit hohem Tempo voran. Die Errichtung aller großen Gewerke vom Hafen über Kokerei, Rohstoff-Handling, Sinteranlage, Hochöfen, Stahlwerk bis zum Kraftwerk sowie der gesamten Infrastruktur ist in vollem Gange. Erste Stahlbauarbeiten sind angelaufen. Ende 2007 waren 86 % des Beschaffungsvolumens an Lieferanten vergeben. Auf der Baustelle sind derzeit 12.000 Menschen beschäftigt. Im Oktober vergangenen Jahres erfolgte der Umzug aller Mitarbeiter von ThyssenKrupp CSA auf das Werksgelände. Trainingsprogramme für Mitarbeiter in Deutschland und Brasilien werden planmäßig durchgeführt.

Um rund 2 Mio t Brammen aus Brasilien verarbeiten zu können, werden die Verarbeitungs- und Veredelungskapazitäten an den deutschen Standorten erweitert. Alle geplanten Investitionen zum Ausbau der Warmbreitbandstraßen in Bochum und Duisburg-Beeckerwerth sowie der dazu notwendigen Infrastruktur werden umgesetzt. Die Hochlaufphase soll Mitte 2008 beginnen. Durch Investitionen in fünf bestehende Feuerbeschichtungslinien werden Qualitätsverbesserungen und Kapazitätssteigerungen realisiert. Im Geschäftsjahr 2007/2008 sind Entscheidungen zur Vergabe weiterer Projekte im Kaltwalz- und Veredelungsbereich geplant.

Auch der Bau eines gemeinsamen Werkskomplexes von ThyssenKrupp Steel und ThyssenKrupp Stainless in den USA macht gute Fortschritte. In Calvert/Alabama fand am 02. November 2007 in Anwesenheit hochrangiger Politiker und Gäste der erste Spatenstich statt. Seitdem wurden die Aktivitäten auf der Baustelle erheblich ausgeweitet. Grundstücksvorbereitungen, mit denen bereits kurz nach der Standortentscheidung begonnen wurde, konnten zu einem großen Teil abgeschlossen werden. Wichtige Umweltgenehmigungen wurden in Rekordzeit von den zuständigen Behörden erteilt. Die Aufträge für die wesentlichen Kernaggregate Warmbreitbandstraße, Kaltwalzwerk und Feuerbeschichtungslinien sind in einem globalen Ausschreibungsverfahren vergeben worden. Die Rekrutierung von Mitarbeitern wurde intensiv vorangetrieben.

Geschäftsverlauf in den Segmenten

Steel: Gut behauptet

Steel in Zahlen

1. Quartal
2006/2007
1. Quartal
2007/2008
Auftragseingang Mio € 3.123 3.188
Umsatz Mio € 3.118 3.214
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 399 353
Mitarbeiter (31.12.) 38.837 39.922

Das Segment Steel konnte im 1. Quartal 2007/2008 das Geschäft trotz des etwas schwächeren Marktumfeldes erneut leicht ausweiten. Der wertmäßige Auftragseingang nahm um 2 % auf 3,2 Mrd € zu; dies war bei im Vorjahresvergleich annähernd konstanten Bestellmengen auf ein gestiegenes Preisniveau zurückzuführen. Der Umsatz stieg um 3 % auf ebenfalls 3,2 Mrd €, was bei etwas geringerem Stahlversand als im entsprechenden Vorjahresquartal gleichermaßen erlösbedingt war. Das Segment erwirtschaftete einen Gewinn von 353 Mio €, nach 399 Mio € im gleichen Vorjahresquartal. Der Ergebnisrückgang resultiert aus geringeren Gewinnbeiträgen der Business Units Industry und Auto sowie den Vorlaufkosten des Stahlwerksprojekts in Brasilien.

Corporate

Zum 01. Oktober 2007 wurden die bei der ThyssenKrupp Steel AG angesiedelten Verwaltungsfunktionen sowie die strategischen Investitionsprojekte in Brasilien und den USA in einer neuen Business Unit Corporate zusammengefasst. Sie waren zuvor Bestandteil der Business Unit Steelmaking. Wegen der zunehmenden Vorlaufkosten des Stahlwerksprojekts in Brasilien hat sich der Verlust gegenüber dem vergleichbar gerechneten Vorjahr erhöht.

Steelmaking

Steelmaking umfasst jetzt ausschließlich die Metallurgie in Duisburg sowie die Transportgesellschaften. Die Rohstahlerzeugung konnte bei Vollauslastung der Anlagen gegenüber dem Vorjahr um 5 % auf 3,7 Mio t gesteigert werden. Im Dezember wurde der neue Hochofen 8 in Betrieb genommen. Er wird mit einer Tagesleistung von 5.600 t Roheisen den Hochofen 4 ersetzen, der künftig als Reserveaggregat dienen soll. Der Umsatz von Steelmaking an externe Abnehmer war niedriger als im vergangenen Jahr. Die Business Unit wies aber nach einem Verlust im Vorjahr einen Gewinn aus; im Jahr zuvor war das Ergebnis durch die eingeschränkte Verfügbarkeit eines Hochofens belastet.

Industry

Die Business Unit Industry verzeichnete bei leicht gesunkenem Versand einen Umsatzanstieg. Dieser war auf das im Vorjahresvergleich durchweg höhere Erlösniveau sowohl bei Langfristverträgen als auch im Quartalsgeschäft zurückzuführen. Im Industriekundengeschäft blieb das Versandniveau bei anhaltend guter Beschäftigung der meisten Kundengruppen konstant. Der Bereich Grobblech wies auf Grund überhöhter Lagerbestände des Handels einen Mengenrückgang aus, der Umsatz konnte jedoch dank höherer Erlöse kräftig ausgeweitet werden. Zum 01. Oktober wurden die Aktivitäten bei organisch beschichteten Blechen und Bauelementen zum Competence-Center Color/Construction zusammengeführt. Bei organisch beschichteten Blechen blieb der Umsatz nahezu stabil; die Marktpreise gerieten aber – nicht zuletzt vor dem Hintergrund hoher Importe – unter Druck. Bei Bauelementen gab es im Inland deutliche Umsatzeinbußen, die aber mit einer primär mengenbedingten Expansion des Geschäfts im westeuropäischen Ausland wettgemacht werden konnten. Mit einem im November 2007 neu eröffneten Bauteilwerk in Ungarn trägt ThyssenKrupp Steel der rasch wachsenden Nachfrage nach Stahl-Sandwichelementen in Mittel- und Osteuropa Rechnung. Die europäischen Stahl-Service-Center weiteten ihr Geschäft erneut überdurchschnittlich aus; ursächlich waren nochmals leicht gestiegene Mengen sowie auch höhere Erlöse im vorherrschenden Jahreskontraktgeschäft. Alle Bereiche der Business Unit Industry – mit Ausnahme von Grobblech – verzeichneten einen Gewinnrückgang. Gestiegene Vormaterialkosten konnten durch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung nicht vollständig kompensiert werden.

Auto

In der Business Unit Auto nahm der Umsatz durch höhere Erlöse im Kontraktgeschäft mit der Automobilindustrie zu. Tailored Blanks profitierte von höheren Abrufen wichtiger Automobilkunden vor allem im Inland. Schwieriger war das Geschäft auf dem amerikanischen Automobilmarkt. Unsere dortigen Stahl-Service-Aktivitäten verzeichneten Mengeneinbußen; hinzu kamen negative Effekte wegen des gestiegenen Euro-Kurses. Die US-Dollar-Preise bewegten sich aber weiter auf hohem Niveau. Die Business Unit Auto wies in Summe einen niedrigeren Gewinn als im Vorjahr aus. Geringere Versandmengen und höhere Kosten für die Beschaffung von Energie und Rohstoffen belasteten das Ergebnis. Erlössteigerungen und die fortlaufende Umsetzung von Programmen zur Performancesteigerung kompensierten dies nicht. Tailored Blanks konnte hingegen den Gewinn gegenüber dem Vorjahr steigern.

Der seit Beginn des vergangenen Geschäftsjahres zum Segment Steel gehörende Bereich Metal Forming weitete bei erhöhten Abrufen der Automobilhersteller den Umsatz aus, blieb aber im Verlust. Das für diesen Bereich erarbeitete Strategiekonzept sieht vor, das europäische Fertigungsnetzwerk zu optimieren, die profitablen Chassis-Aktivitäten zu stärken und die Präsenz in Wachstumsmärkten auszubauen.

Processing

Der Umsatz der Business Unit Processing, in der unsere Aktivitäten bei Weißblech, Mittelband und kornorientiertem Elektroband gebündelt sind, lag insgesamt leicht über dem Vorjahr; deutlicher war der Gewinnanstieg. Bei Weißblech war das Geschäftsvolumen rückläufig. Rasselstein konnte den hohen Vorjahresversand nicht ganz erreichen, der Gewinn ging ebenfalls zurück. Hoesch Hohenlimburg verzeichnete in einem unverändert positiven Marktumfeld einen annähernd stabilen Versand auf hohem Niveau und konnte mit fortgesetzten Erlössteigerungen den Umsatz erneut ausweiten. Begleitet wurde dies von einem deutlichen Gewinnanstieg. Weiterhin sehr günstig entwickelte sich auch der Bereich kornorientiertes Elektroband. Der Umsatz hat sich vor allem infolge gestiegener Erlöse kräftig erhöht, wobei aber auch der Versand leicht zunahm. Das Ergebnis konnte dadurch im Vorjahresvergleich wesentlich verbessert werden.

Stainless: Marktentwicklung belastet Ergebnis

Stainless in Zahlen

1. Quartal
2006/2007
1. Quartal
2007/2008
Auftragseingang
Mio €
1.913 2.150
Umsatz
Mio €
1.971 1.838
Ergebnis vor Steuern (EBT)
Mio €
325 – 45
Mitarbeiter (31.12.) 12.221 12.075

ThyssenKrupp Stainless verzeichnete im 1. Quartal 2007/2008 im Vergleich zum Vorjahresquartal einen deutlichen Zuwachs der mengenmäßigen Auftragseingänge auf Grund der anziehenden Nachfrage im Handelsbereich sowie der stabilen Endverbrauchernachfrage. Wertmäßig stiegen die Auftragseingänge trotz des äußerst niedrigen Erlösniveaus um 12 % auf 2,2 Mrd €. Im Produktbereich Edelstahl Rostfrei erhöhte sich das mengenmäßige Auftragseingangsvolumen bei Kaltband um 33 % und bei Warmband um 37 %. Bei Nickellegierungen sank es dagegen um 8 %.

Die Gesamtlieferungen von ThyssenKrupp Stainless lagen im Berichtsquartal mit insgesamt rund 537.000 t unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang der Lieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betraf sowohl Rostfrei-Kalt- und Warmband sowie die Hochleistungswerkstoffe. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7 % auf 1,8 Mrd €. Hauptursache dafür war das niedrige Erlösniveau infolge deutlich gesunkener Basispreise und nickelpreisbedingt niedrigerer Legierungszuschläge.

Das Ergebnis des Segments Stainless ging um 370 Mio € auf -45 Mio € zurück. Diese Ergebnisentwicklung basiert im Wesentlichen auf einem gegenüber dem Vorjahresquartal drastisch gesunkenen Basispreisniveau und der im Berichtsquartal noch anhaltenden Unterauslastung der Werke. Während das Vorjahresquartal noch durch ein sehr hohes Basispreisniveau gekennzeichnet war, lag der Basispreis im 1. Quartal auf extrem niedrigem Niveau bei allerdings wieder steigenden Auftragseingängen. Der Mitte 2007 einsetzende drastische Rückgang des Nickelpreises verunsicherte alle Marktteilnehmer, führte zu einer starken Kaufzurückhaltung, verstärkt durch den einsetzenden Bestandsabbau beim lagerhaltenden Handel, und beschleunigte den Verfall der Basispreise zusätzlich. Folge waren auch in der Berichtsperiode Abwertungseffekte bei den Vorratsbeständen.

ThyssenKrupp Nirosta

Die Business Unit ThyssenKrupp Nirosta konnte nach mehreren Monaten schwacher Ordertätigkeit eine Wiederbelebung der Nachfrage im Handelsbereich und ein stabiles Endkundengeschäft verzeichnen. Diese insgesamt positive Entwicklung spiegelte sich im Wesentlichen in einem deutlich gesteigerten mengenmäßigen Auftragseingang wider. Dies betraf allerdings in erster Linie Kaltband, während die Warmbandnachfrage noch relativ schwach war. Dementsprechend konnten die Kapazitäten, insbesondere in den Stahlwerken, noch nicht voll genutzt werden. Der Umsatz erreichte nahezu das Vorjahresniveau. Auf Grund der verschlechterten Preise sank das Ergebnis signifikant.

ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni

Auch bei ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni setzte im 1. Geschäftsjahresquartal eine Nachfragebelebung nach rost-, säure- und hitzebeständigen Erzeugnissen ein, insbesondere seitens der Service-Center und Händler. Schwach war allerdings auch hier die Nachfrage nach Warmband. Dadurch blieb die Beschäftigung in den Kaltwalzwerken und insbesondere in den Stahlwerken hinter der Auslastung im Vorjahresquartal zurück, was sich auch im niedrigeren Umsatz der Business Unit zeigte. Das Ergebnis ging deutlich zurück. Aufwendungen, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der eingeleiteten Produktionsverlagerung von Turin nach Terni standen, haben das Ergebnis zusätzlich belastet. Der Gewinn aus dem Titangeschäft blieb nahezu auf Vorjahresniveau.

Im Werk Turin kam es am 06. Dezember 2007 zu einem tragischen Brandunfall, in dessen Folge sieben Mitarbeiter ihr Leben verloren. Auf Grund behördlicher Anweisungen ruht seitdem die Produktion im Kaltwalzwerk Turin.

ThyssenKrupp Mexinox

Bei ThyssenKrupp Mexinox stieg der mengenmäßige Auftragseingang trotz der Marktabschwächung in der Nafta-Region leicht über das Niveau des Vorjahresquartals. Erlösbedingt gab der wertmäßige Auftragseingang nach. Der Umsatz fiel unter den Wert des Vorjahresquartals. In diesem schwächeren Marktumfeld sank auch das Ergebnis spürbar.

Shanghai Krupp Stainless

Shanghai Krupp Stainless erzielte dank gesunkener Vorräte und dadurch ausgelöster Ordertätigkeit der Lagerhalter einen höheren mengenmäßigen Auftragseingang. Nachfragebedingt wurde die Produktion ferritischer Edelstähle ausgebaut. Umsatz und Gewinn lagen unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Der Gewinnrückgang war neben dem unverändert schwierigen Marktumfeld in China durch den Entfall der Lohnarbeiten für ThyssenKrupp Nirosta beeinflusst, die im Vorjahresquartal im Zuge der Werkshilfe geleistet wurden.

ThyssenKrupp Stainless International

In der Business Unit ThyssenKrupp Stainless International waren Auftragseingang und Umsatz niedriger als im Vorjahresquartal. Zudem führte das signifikant geringere Preisniveau auf den internationalen Edelstahlmärkten zu spürbaren Ergebniseinbußen. Das Unternehmen verfügt mittlerweile aber über ein weiter gestärktes Absatzpotenzial durch zusätzliche Service-Center zur Belieferung der Märkte in Mittel- und Osteuropa sowie in Großbritannien.

ThyssenKrupp VDM

Im Bereich Nickellegierungen führte die nach wie vor abwartende Haltung der Kunden zu gesunkenen Auftragseingängen und einem geringeren Umsatz als im Vorjahresquartal. Die Verlagerung der Drahtfertigung von Bärenstein nach Werdohl ist weitgehend abgeschlossen. Mit dem Bau der neuen Schmiede, die im Mai 2008 offiziell ihren Betrieb aufnehmen wird, vergrößert ThyssenKrupp VDM das Produktangebot insbesondere für die Luftfahrtindustrie. Der Gewinn lag nahezu auf Vorjahresniveau.

Technologies: Ergebnis erneut ausgebaut

Technologies in Zahlen

1. Quartal
2006/2007
1. Quartal
2007/2008
Auftragseingang
Mio €
3.428 3.212
Umsatz
Mio €
2.792 2.822
Ergebnis vor Steuern (EBT)
Mio €
148 179
Mitarbeiter (31.12.) 52.954 55.567

Das Segment Technologies ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Nach dem Spitzenwert des Vorjahresquartals wurde im 1. Quartal 2007/2008 mit 3,2 Mrd € wieder ein hohes Ordervolumen erzielt. Dank der guten Projektlage im Großanlagenbau werden weitere größere Aufträge in den nächsten Quartalen erwartet. Mit 2,8 Mrd € übertraf der Umsatz trotz negativer US-Dollar-Kurseinflüsse das Vorjahresniveau. Mit einem auf 15,7 Mrd € stark gestiegenen Auftragsbestand zum 31. Dezember 2007 wird derzeit mehr als ein Jahresumsatz durch den Bestand gesichert. Der Gewinn von 179 Mio € bedeutet einen absoluten Quartalsspitzenwert und eine deutliche Steigerung gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahres. Hierzu trugen u.a. die anhaltend gute Auftragssituation bei Plant Technology und geringere Personalkosten bei.

Im Zuge der weiteren Optimierung des Segmentportfolios wurde die Suche nach einem Best Owner für die Aktivitäten der ThyssenKrupp Präzisionsschmiede erfolgreich abgeschlossen. Erwerber wird die indische Sona-Gruppe sein, die Lenksysteme, Hinterachsbauteile sowie kalt geschmiedete Teile für Getriebe, Motor- und Antriebsstrang herstellt. Durch die Übernahme der Präzisionsschmiede-Aktivitäten soll eine weltweit führende Schmiedegruppe aufgebaut werden.

Plant Technology

Erfreulich blieb die Auftragsentwicklung im Spezial- und Großanlagenbau von Plant Technology. Insbesondere im Chemie- und Zementanlagenbau wurden hohe Auftragsvolumina realisiert. Da das Vorjahresquartal bei fördertechnischen Anlagen durch die Einbuchung von Großaufträgen stark begünstigt war, wurde das Ordervolumen des Vorjahres nicht ganz erreicht. Wegen des stark gestiegenen Auftragsbestands konnte der hohe Umsatz des Vorjahreszeitraums nochmals übertroffen werden. Diese Entwicklung wird von den globalen Megatrends in den Sektoren Klima, Umwelt, Energie und Infrastruktur getragen. Plant Technology konnte auf Grund des guten Geschäfts das hohe Gewinnniveau des Vorjahresquartals nochmals steigern und lieferte den größten Beitrag zum Segmentergebnis.

Marine Systems

Bei Marine Systems zeigte sich weiterhin eine hohe Nachfrage im Reparatur- und Servicegeschäft mit deutlichen Auftragszuwächsen. Im Überwasserschiffbau dagegen wurde das Auftragsvolumen des Vorjahresquartals nicht erreicht. Insgesamt stellt sich die Projektlage im Marineschiffbau aussichtsreich dar, so dass in den Folgequartalen größere Aufträge erwartet werden. Das Umsatzniveau lag bedingt durch geringere Anarbeitungsgrade aus dem Auftragsbestand im Bereich Submarine unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Marine Systems erwirtschaftete einen Gewinn auf Höhe des Vorjahresquartals.

Mechanical Components

Die Business Unit Mechanical Components erzielte mit Hightech-Komponenten für die Automobil- und Baumaschinenindustrie sowie für Anwendungen im allgemeinen Maschinenbau einen höheren Auftragseingang. Insbesondere im Geschäft mit Großwälzlagern und Ringen für die Windenergiebranche zeigte sich eine stabil hohe Nachfrage. Der Umsatz lag über dem Vorjahresniveau, wobei die fortgesetzte Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar zunehmend belastend wirkte. Mechanical Components erreichte nicht ganz den hohen Gewinn des Vorjahresquartals, der durch Erträge aus einer Unternehmensveräußerung begünstigt war. Ergebnisdämpfend erwiesen sich zudem die rückläufige US-Nachfrage und die fortgesetzte Abwertung des US-Dollar, während die anhaltend hohe Nachfrage nach Großwälzlagern und Ringen zu positiven Ergebniseffekten führte.

Automotive Solutions

Die Business Unit Automotive Solutions hat ihr Geschäft mit innovativen Systemlösungen für die Automobilindustrie ausgebaut. Beim Auftragseingang und Umsatz wurde eine erfreuliche Steigerung erzielt, die maßgeblich auf erhöhte Abrufe im Geschäft mit Achsmodulen für deutsche Hersteller zurückging. Automotive Solutions erwirtschaftete wie im Vorjahr einen leichten Gewinn. Höheren Gewinnen im Geschäft mit Lenksäulen und -systemen stand eine rückläufige Entwicklung bei Montagesystemen sowie bei Werkzeugen und dem Karosserierohbau gegenüber. Ursächlich hierfür waren ein Auftragsbestand mit schwachen Margen und Restrukturierungsaufwendungen im Bereich Montagesysteme. Zur Zukunftssicherung wurden kostensenkende Standortoptimierungen und -bereinigungen sowie Maßnahmen zur Effizienzsteigerung eingeleitet.

Transrapid

Transrapid wies bei einem höheren Umsatz einen leichten Gewinn aus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wirkten sich dabei Ergebnisbeiträge aus dem chinesischen Lizenzvertrag positiv aus.

Elevator: Erfolgreicher Start ins neue Geschäftsjahr

Elevator in Zahlen

1. Quartal
2006/2007
1. Quartal
2007/2008
Auftragseingang
Mio €
1.299 1.466
Umsatz
Mio €
1.083 1.184
Ergebnis vor Steuern (EBT)
Mio €
97 119
Mitarbeiter (31.12.) 37.279 40.191

Elevator ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2007/2008 gestartet. Sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz konnten trotz des negativ wirkenden Preis- und Margendrucks im Vergleich zum Vorjahr deutlich ausgeweitet werden. Der Auftragseingang stieg um 13 % auf 1,5 Mrd €; der Umsatz nahm um 9 % auf 1,2 Mrd € zu. Im gleichen Zeitraum erzielte das Segment einen erheblichen Gewinnanstieg um 23 % auf 119 Mio €.

Central/Eastern/Northern Europe

Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe übertraf sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz die Vorjahreswerte. In Frankreich wurde das Umsatzwachstum durch das weiterhin sehr erfreuliche Modernisierungsgeschäft bestimmt. In Deutschland, den Benelux-Staaten sowie in Nordeuropa sind die Geschäftsaktivitäten weiter ausgebaut worden. Alle regionalen Aktivitäten konnten den Gewinn leicht steigern oder bestätigen. In Großbritannien war das Ergebnis niedriger, was zu einem leichten Ergebnisrückgang der Business Unit führte.

Southern Europe/Africa/Middle East

Die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East weitete sowohl Auftragseingang als auch Umsatz erheblich aus. Das Wachstum wurde im Wesentlichen durch Spanien und Italien getragen. Während in Spanien die Geschäftsaktivitäten im Neuanlagen- wie auch im Dienstleistungsgeschäft weiter ausgebaut werden konnten, bestimmten in Italien neu erworbene Gesellschaften das Wachstum. Der deutliche Gewinnanstieg der Business Unit ist maßgeblich auf die Geschäftsaktivitäten in Spanien zurückzuführen.

Americas

Die Business Unit Americas übertraf trotz negativer Wechselkurseffekte das sehr gute Auftragseingangsniveau des Vorjahres deutlich und steigerte leicht den Umsatz. Ersteres ist insbesondere auf Nordamerika zurückzuführen, wo die Aktivitäten im Neuanlagen- und im Dienstleistungsgeschäft erneut ausgeweitet wurden. Die Geschäftsentwicklung in Brasilien war ebenfalls sehr erfreulich und konnte die etwas schwächeren Aktivitäten in den übrigen Ländern Lateinamerikas deutlich überkompensieren. Die Business Unit erzielte erneut einen höheren Gewinn.

Asia/Pacific

Die Business Unit Asia/Pacific weitete trotz ungünstiger Wechselkurseinflüsse sowohl Auftragseingang als auch Umsatz spürbar aus. Zu der guten Geschäftslage trug maßgeblich das unverändert starke Wachstum im Neuanlagenbereich in China bei. In Korea blieb der Auftragseingang hinter dem Vorjahresniveau zurück. Im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaftete die Business Unit einen Gewinn. Neben höheren Ergebnisbeiträgen in China trug dazu insbesondere ein geringerer Verlust in Korea bei.

Escalators/Passenger Boarding Bridges

In der Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges lagen sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz deutlich unter dem Vorjahreswert. Während sich im Fahrtreppengeschäft der preisintensive Wettbewerb negativ auswirkte, blieb das Geschäftsvolumen bei Fluggastbrücken bedingt durch zeitliche Verschiebungen von Großaufträgen hinter dem Vorjahreswert zurück. Die Business Unit verbuchte insgesamt einen Verlust.

Accessibility

Accessibility setzte ihren Expansionskurs erfolgreich fort. Die deutliche Ausweitung der europäischen Geschäftsaktivitäten konnte jedoch den Nachfragerückgang in den USA auf Grund der Krise im Markt für Einfamilienhäuser nicht überkompensieren. Dies hat die Gewinnentwicklung belastet, so dass der Vorjahreswert lediglich bestätigt wurde.

Services: Hoher Umsatz trotz Marktabschwächung

Services in Zahlen

1. Quartal
2006/2007
1. Quartal
2007/2008
Auftragseingang
Mio €
4.207 3.951
Umsatz
Mio €
3.972 3.867
Ergebnis vor Steuern (EBT)
Mio €
192 132
Mitarbeiter (31.12.) 40.690 43.054

Das Segment Services erzielte im 1. Quartal des Berichtsjahres einen Umsatz von 3,9 Mrd €, das sind 3 % weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Gewinn reduzierte sich gegenüber dem extrem guten Vorjahresquartal um 60 Mio € auf 132 Mio €.

Materials Services International

Die größte Business Unit des Segments verzeichnete eine weitgehend stabile Nachfrage und konnte das Umsatzniveau des Vorjahres insgesamt halten. Allerdings sind die Verkaufspreise unter Druck geraten. Dies galt insbesondere für den osteuropäischen Markt, wo sich ein verstärkter Wettbewerbsdruck und wachsende Importe bemerkbar machten. In sehr schwacher Verfassung mit deutlichen Preisreduzierungen zeigte sich das Edelstahl-Geschäft. Gegen Ende des Quartals scheint in diesem Produktbereich eine leichte Trendwende eingetreten zu sein. Sehr stabil – das gilt für Umsatz und Ergebnis – entwickelte sich das Kunststoffgeschäft im In- und Ausland. Der Gewinn von Materials Services International ging insgesamt deutlich zurück, trotzdem blieb die Business Unit der ergebnisstärkste Bereich des Segments.

Services hat seine Wachstumsstrategie in interessanten Regionen und Märkten fortgesetzt. Zum 01. Oktober 2007 wurden 80 % der Anteile an der Ferostav spol. s.r.o., dem drittgrößten Stahlhändler in der Slowakei, erworben. Dadurch wird die Marktposition in Osteuropa weiter ausgebaut.

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01. Januar 2008 hat Services alle Anteile an der britischen Apollo Metals Group übernommen. Apollo bietet hochwertige Produkte wie Aluminium, Edelstahl und NE-Metalle in Verbindung mit wertschöpfungsstarken An- und Verarbeitungsleistungen, hauptsächlich für die Luft- und Raumfahrtindustrie und deren Lieferketten. Durch den Erwerb entsteht aus den weitgehend in Europa und Fernost operierenden Unternehmen der Apollo-Gruppe und den schwerpunktmäßig in den USA angesiedelten Aktivitäten von ThyssenKrupp Services ein weltumspannender Bereich: An 30 Standorten in 13 Ländern wird ein Jahresumsatz von derzeit rund 500 Mio € erwirtschaftet.

Materials Services North America

Deutlicher als der europäische hat sich der nordamerikanische Werkstoffmarkt abgeschwächt, was sich sowohl auf Mengen als auch auf Preise auswirkte. Hinzu kam der Verfall der Edelstahlpreise, so dass die Business Unit den Umsatz und vor allem den Gewinn des exzellenten Vorjahresquartals nicht wieder erreichen konnte.

Industrial Services

Industrial Services hat den Umsatz im 1. Quartal leicht gesteigert. Im Inland war die Auslastungs- und Auftragssituation befriedigend, in mehreren Branchen auch gut bis sehr gut. Dies galt zum Beispiel für den Maschinenbau oder auch die Energiewirtschaft. Während sich der Umsatz in Skandinavien auf Grund der Beendigung eines Großauftrags reduziert hat, stieg er auf dem amerikanischen Kontinent weiter. Sehr gut haben sich die brasilianischen Aktivitäten entwickelt; in Nordamerika konnte der Umsatz – trotz der Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro – wiederum ausgebaut werden. Das Ergebnis von Industrial Services wurde bedingt durch Einmaleffekte unter das Vorjahresniveau gedrückt, operativ ist der Gewinn jedoch gestiegen.

Special Products

Die Business Unit hat den hohen Vorjahresumsatz erneut erreicht. Das internationale Walzstahlgeschäft wurde durch eine in nahezu allen Produktsparten leicht reduzierte, eher abwartende Nachfrage und sehr stark gestiegene Frachtkosten beeinträchtigt. Dagegen waren Nachfrage und Preise bei metallurgischen Rohstoffen auf einem relativ hohen Niveau stabil. Die Verfügbarkeit von Koks und Mineralien, vor allem aus China, war eingeschränkt. Dementsprechend stiegen die Preise auf dem Weltmarkt; gleiches galt für die Frachtraten. Dem Umsatzanstieg bei Rohstoffen insgesamt stand ein allerdings nur abrechnungsbedingter Umsatzrückgang im Bereich Technik gegenüber. Insbesondere wegen der positiven Entwicklung des Rohstoffgeschäfts hat die Business Unit den Rekordgewinn des Vorjahres noch einmal verbessert.

Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie inaktive Gesellschaften, die einzelnen Segmenten nicht zugeordnet werden können. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und verwertet werden. Darüber hinaus wurde hier der Auslaufbereich von ThyssenKrupp Budd zugeordnet. Wegen der zwischenzeitlich erfolgten Veräußerung der Aktivitäten dieses Bereichs ist der Corporate-Umsatz gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres zurückgegangen.

Das Ergebnis von Corporate betrug -84 Mio € und hat sich im Vorjahresvergleich um 9 Mio € verbessert. Dazu hat insbesondere der Bereich Real Estate wegen der positiven Entwicklung bei den Risikovorsorgen für Grundstücksaltlasten beigetragen. Darüber hinaus verbesserte sich das Zinsergebnis von Corporate aus der konzerninternen Finanzierung u.a. als Folge erhöhter Organschaftsabrechnungen und des gestiegenen Zinsniveaus. Gegenläufig wirkten sich zahlungsunwirksame Effekte aus der Marktbewertung des Cross-Currency-Swaps aus.

Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne.

ThyssenKrupp Aktie

Konjunktursorgen belasten den Aktienkurs

Auf Grund der sich abzeichnenden Konjunkturabschwächung hat die ThyssenKrupp Aktie im 1. Quartal 2007/2008 einen Kursrückgang von 14 % gegenüber dem 28. September 2007 verzeichnet. Bei längerfristiger Betrachtung einschließlich des Geschäftsjahres 2006/2007 hat sie sich aber immer noch besser als die Vergleichsindizes DAX und DJ STOXX entwickelt.

Entwicklung der ThyssenKrupp Aktie im vergleich indexiert, vom 02.10.2007 bis 31.01.2008, in %

Wachstum – wichtiges Thema der Analysten- und Investorenkonferenz

Nach einem weiteren Rekordjahr in der Wert- und Ergebnisentwicklung des Konzerns lag der Fokus bei der Analysten- und Investorenkonferenz 2007 auf folgenden Themen:

  • Ergebniserwartung 2007/2008,
  • Mittel- und Langfristziele,
  • Wertmanagement,
  • Wachstumstreiber in den Segmenten und
  • Anteil von ThyssenKrupp an Megatrends wie Energie, Klima, Rohstoffe oder Mobilität.

Alle Informationen zu der Konferenz, die regelmäßig Ende November bzw. Anfang Dezember eines Jahres stattfindet, stehen auf der Investor-Relations-Seite im Internet zum Download zur Verfügung (http://www.thyssenkrupp.com).

Directors' Dealings

Das Vertrauen des Managements in Wachstum, nachhaltige Leistung und Wertgenerierung des Unternehmens spiegelt sich auch in den Directors' Dealings vom 01. Oktober 2007 bis zur Freigabe der Veröffentlichung des Zwischenberichts am 07. Februar 2008 wider:

Directors' Dealings 1. Quartal 2007/2008

Name Datum/
Ort des Geschäfts
Funktion Bezeichnung
des Finanz
instruments
Art des
Geschäfts
Stückzahl Preis pro
Stück in €
Geschäfts
volumen in €
Prof. Dr. Bernhard Pellens 04.12.2007
Frankfurt a. M.
Aufsichtsrats
mitglied
ThyssenKrupp
Aktie
Kauf 800 38,00 30.400,00
Ralph Labonte 04.12.2007
Xetra
Vorstands
mitglied
ThyssenKrupp
Aktie
Kauf 3.875 37,95 147.056,25
Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz 04.12.2007
Xetra
Vorstands
vorsitzender
ThyssenKrupp
Aktie
Kauf 6.500 38,31 249.019,97
Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz 11.12.2007
Xetra
Vorstands
vorsitzender
ThyssenKrupp
Aktie
Kauf 6.600 37,47 247.320,00
Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz 21.01.2008
Xetra
Vorstands
vorsitzender
ThyssenKrupp
Aktie
Kauf 7.550 32,98 249.012,59

Basisinformationen zur Börsennotiz

Die ThyssenKrupp Aktie ist seit dem 25. März 1999 an den folgenden Börsenplätzen notiert:

Stammdaten der ThyssenKrupp Aktie

Wertpapier-Kenn-Nummern
Börsenplätze
Deutschland Frankfurt (Prime Standard), Düsseldorf DE 000 750 0001
International Stock
Identification Number (ISIN)
Großbritannien London Stock Exchange 5636927
Kürzel
Börsen Frankfurt, Düsseldorf TKA
London THK
Reuters Börse Frankfurt TKAG.F
Xetra-Handel TKAG.DE
Bloomberg TKA GR

Innovationen

Neue Ideen für anspruchsvolle Kunden

In allen Segmenten haben unsere Forscher, Entwickler und Techniker an neuen oder verbesserten Werkstoffen, Anlagen und Verfahren gearbeitet. Im Segment Steel entwickelten sie einen neuen, hochfesten Karosseriestahl für den Automobilbau. Dank seiner gesteigerten Festigkeit ermöglicht der Werkstoff Gewichtseinsparungen und erfüllt in oberflächenveredelter Ausführung gleichzeitig die hohen Qualitätsansprüche, die an großflächige Karosserie-Außenteile gestellt werden. Ein namhafter Automobilhersteller wird den neuen Stahl für erste Probeverarbeitungen einsetzen.

Ein neues Anwendungsgebiet wurde für einen im Coil-Coating-Verfahren beschichteten Stahl erschlossen, dessen Oberfläche das Aussehen hochpreisiger Werkstoffe wie Kupfer oder Titan perfekt nachbildet und der gleichzeitig in unterschiedlichen Farben lieferbar ist. Die ursprünglich für die Haushalts- und Elektrogeräteindustrie entwickelte Produktinnovation wird seit kurzem auch im Innenausbau von Gebäuden erfolgreich eingesetzt. Das im Thermosublimationsverfahren bedruckbare Material bietet die Möglichkeit, Logos, Schriftzüge und andere dekorative Elemente einzubeziehen.

Der Markt verlangt wegen der hohen Nickelpreise verstärkt nach rohstoffsparenden rostfreien Werkstoffen, die gut umformbar sind. Deshalb hat das Segment Stainless als kostengünstige Alternative zum bekannten austenitischen CrNi-Stahl 1.4301 den neuen Werkstoff 1.4640 entwickelt. Er ist jetzt beim Europäischen Patentamt zum Patent angemeldet. Die Innovation beruht auf der erfolgreichen Kombination der Elemente Chrom, Nickel, Mangan, Kupfer und Stickstoff bei der Herstellung eines rostfreien Edelstahls.

In der Entwicklung vollmobiler Brechanlagen hat das Segment Technologies einen Meilenstein erreicht: Die erste Referenzanlage für den Kohletagebau ging in Yiminhe in China in Betrieb. Auch während des Betriebs kann die neue Anlage bewegt werden (vollmobiler Betrieb). Solche Brechanlagen können stündlich bis zu 10.000 t Kohle, Ölsand oder Eisenerz zerkleinern. Im Vergleich mit stationären Systemen, zu denen das abgebaute Material per Spezialtransporter befördert werden muss, entlasten sie die Umwelt jährlich um bis zu 150.000 t CO2 -Emissionen.

Außerdem haben wir ein neuartiges Herstellungsverfahren für hochfeste und gewichtsreduzierte Fahrzeugfedern entwickelt. Bei dem so genannten ThermoTecSpring®-Verfahren wird vor dem Wickeln der Feder der Draht warmgewalzt. Dies erhöht seine Festigkeit und gleichzeitig seine Zähigkeit. Das Resultat ist eine gewichtsoptimierte Fahrzeugfeder mit dünnerem Draht und geringerer Anzahl von Windungen.

Das Segment Elevator hat zwei neu entwickelte Aufzüge in sein Programm aufgenommen. Zum einen wurde ein neuer Mini-Maschinenraum-Aufzug für den Raum Asien-Pazifik zum Verkauf freigegeben. Seine höchste Fahrgeschwindigkeit beträgt 1,75 m je Sekunde; bis zu 13 Personen können gleichzeitig fahren. Der Maschinenraum benötigt nur die Fläche des Schachtes und ist somit platzsparend und kostengünstig. Zum anderen handelt es sich um einen getriebelosen Aufzug mit sehr guten Fahreigenschaften, der vor allem für Privathäuser gedacht ist. Sein Start- und Stoppverhalten ist extrem sanft, und er fährt sehr leise.

Mitarbeiter

Mitarbeiterzahl gestiegen

ThyssenKrupp zählte am 31. Dezember 2007 weltweit 193.137 Mitarbeiter, 1.787 oder 0,9 % mehr als am Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Insbesondere die Segmente Technologies und Elevator wiesen durch den Ausbau ihrer Aktivitäten mehr Mitarbeiter aus.

In Deutschland stieg die Mitarbeiterzahl leicht um 0,3 % auf 85.230. Damit hatten 44 % der Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz in Deutschland. In den übrigen Ländern erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter um 1,5 % auf 107.907. Ende Dezember 2007 waren 23 % der Mitarbeiter im europäischen Ausland und 15 % im Nafta-Raum beschäftigt. In Südamerika waren 7 % und in Asien, insbesondere in China und Indien, sowie den übrigen Regionen 11 % unserer Mitarbeiter tätig.

Arbeitssicherheit als unternehmerische Aufgabe

In allen Werken von ThyssenKrupp ist der Arbeitsschutz ein hohes Unternehmensziel. Deshalb stärken wir in unserer konzernweiten Initiative "Null Unfälle" die Arbeitsschutzorganisation in den Betrieben und entwickeln die entsprechenden Managementsysteme weiter. Zudem qualifizieren wir die Führungskräfte, damit sie ihre Vorbildfunktion in Sachen Arbeitssicherheit wirkungsvoll wahrnehmen können. Allein in Deutschland haben bereits über 2.400 Führungskräfte an einer mehrtägigen Qualifizierung teilgenommen; weitere 1.500 Führungskräfte werden folgen. Diese Maßnahmen geschehen in enger Zusammenarbeit mit den Berufsgenossenschaften. Insgesamt sollen weltweit über 10.000 Führungskräfte weitergebildet werden.

Basis aller dieser Aktivitäten sind die Konzernleitlinien zum Arbeitsschutz, die klar aussagen, dass der Arbeitsschutz neben der Qualität unserer Produkte und dem wirtschaftlichen Erfolg ein gleichrangiges Unternehmensziel ist und eine zentrale Führungsaufgabe auf allen Ebenen des Konzerns darstellt. Für alle ThyssenKrupp Werke gelten international einheitlich unsere Richtlinien und Sicherheitsstandards. Führungskräfte, Sicherheitsfachkräfte und Sicherheitsbeauftragte arbeiten laufend an einer Verbesserung der technischen Sicherheitsstandards, der sicherheitsrelevanten Abläufe und des sicherheitsgerechten Verhaltens aller Mitarbeiter. Hierzu beraten unsere Fachkräfte bei der Neugestaltung von Anlagen und Produktionsprozessen. Gleichzeitig analysieren und beurteilen sie regelmäßig vorhandene Arbeitsplätze, dokumentieren etwaigen Handlungsbedarf und veranlassen Verbesserungen. Durch das Einbeziehen der Mitarbeiter sowohl in die Gestaltung als auch die laufende Optimierung stehen die Arbeitssicherheitsmaßnahmen dabei auf einem breiten Fundament.

Wie erfolgreich die vielfältigen Ansätze für eine noch bessere Arbeitssicherheit in unseren Betrieben sind, zeigt der Rückgang der Unfallkennzahlen. Die Unfallhäufigkeit konnte seit der Fusion von Thyssen und Krupp weltweit mehr als halbiert werden, sie war auch im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres weiter rückläufig. Wir gehen davon aus, dass die konsequente Umsetzung der intensivierten Arbeitsschutzmaßnahmen künftig viele Unfälle vermeiden hilft.

Allerdings kommt es trotz großer Anstrengungen vereinzelt zu schweren und tödlichen Arbeitsunfällen. So verlor am 26. November 2007 in Dresden ein Techniker bei Aufzugsarbeiten sein Leben. Im Kaltwalzwerk Turin von ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni geschah am 06. Dezember 2007 ein tragisches Unglück; mit sieben verstorbenen Mitarbeitern handelt es sich um den schwersten Unfall in der jüngeren Unternehmensgeschichte. Wir bedauern diese Unfälle und trauern mit den Familien. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten den Angehörigen.

Den Unfall im Kaltwalzwerk Turin können wir nicht ungeschehen machen, wir versuchen jedoch, die Folgen für die Familien und insbesondere die Kinder zu mildern. Die betroffenen Familien haben von uns eine finanzielle Ersthilfe erhalten. Außerdem wird derzeit ein Ausbildungsfonds für die Kinder der Opfer eingerichtet. Innerhalb des Stainless-Segments wurden Spendenkonten eingerichtet.

Wir werden alles dafür tun, um Unfallursachen und -verlauf rasch und rückhaltlos aufzuklären, damit Unglücke wie diese künftig vermieden werden können. Das ist nicht nur eine Verpflichtung gegenüber den Verstorbenen, sondern vor allem unsere Verantwortung für die Zukunft. Die tragischen Unfälle zeigen, dass wir mit unseren Bemühungen um besseren Arbeitsschutz nicht nachlassen dürfen.

Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".

Aus der operativen Geschäftstätigkeit ergab sich im Berichtszeitraum ein Mittelabfluss in Höhe von 0,2 Mrd € nach 0,6 Mrd € im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Verbesserung des Operating Cash-Flow um rund 0,4 Mrd € resultierte im Wesentlichen aus dem verringerten Aufbau des Working Capital.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich um 0,3 Mrd € auf 0,8 Mrd €. Ursache hierfür waren insbesondere die um 0,1 Mrd € auf 0,9 Mrd € gestiegenen Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, die im Wesentlichen die Errichtung des Stahlwerks in Brasilien betrafen, sowie die um 0,2 Mrd € gesunkenen Einnahmen aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften und Sachanlagen.

Der Free Cash-Flow, d.h. die Summe aus Operating Cash-Flow und Cash-Flow aus Investitionstätigkeit, verbesserte sich somit im Berichtsquartal leicht um 0,1 Mrd € auf -1,0 Mrd €.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich in der Berichtsperiode verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 0,2 Mrd € auf 0,2 Mrd €. Ursache hierfür war insbesondere die erhöhte Rückführung von Finanzverbindlichkeiten im 1. Quartal 2007/2008.

Analyse der Bilanzstruktur

Die nachfolgende Darstellung der Bilanzstruktur schließt die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte und Schulden ein, die in der Konzernbilanz separat ausgewiesen werden.

Insgesamt ist die Bilanzsumme gegenüber dem 30. September 2007 mit 37.424 Mio € um 650 Mio € gesunken. Hierin ist ein wechselkursbedingter Rückgang in Höhe von 241 Mio € enthalten.

Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte um 532 Mio € resultierte im Wesentlichen aus einer Erhöhung des Sachanlagevermögens um 521 Mio € als Folge des Baufortschritts des Stahlwerks in Brasilien.

Der Anstieg der Vorräte um 383 Mio € auf 9.247 Mio € ergab sich hauptsächlich aus rückläufigen Versandmengen zum Ende des Berichtszeitraums im Segment Steel und aus verzögerten Kundenabrufen im Segment Services. Auf Grund der abgeschwächten Geschäftsentwicklung im Berichtsquartal verzeichnete das Segment Stainless eine mengen- und preisbedingte Abnahme der Vorräte.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen um 631 Mio € ab, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ebenfalls einen Rückgang um 567 Mio € verzeichneten. Ursächlich für die Rückgänge waren neben Währungskurseinflüssen insbesondere das im Berichtszeitraum verringerte Geschäftsvolumen im Segment Stainless sowie saisonale Einflüsse in den Segmenten Technologies und Services. Im Segment Technologies wurde der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen außerdem durch Kundenzahlungen im Anlagen- und Schiffbau maßgeblich beeinflusst. Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte um 291 Mio € beruhte mit 120 Mio € auf erhöhten Vorauszahlungen.

Der Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 1.243 Mio € auf 2.415 Mio € war im Wesentlichen mit 867 Mio € auf Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie mit 205 Mio € auf die Rückzahlung von verzinslichen Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.

Der Anstieg des Eigenkapitals um 288 Mio € auf 10.735 Mio € resultierte einerseits aus dem im Berichtszeitraum erzielten Periodenüberschuss von 435 Mio €. Gegenläufig wirkten andererseits insbesondere direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen im Zusammenhang mit der Währungsumrechnung (102 Mio €) sowie unrealisierten Verlusten aus derivativen Finanzinstrumenten (45 Mio €).

Risikobericht

Diversifizierte Produkt- und Kundenstruktur verringert Risiken

Unser systematisches und effizientes Risikomanagementsystem hält die Risiken begrenzt und überschaubar. Es bestehen keine bestandsgefährdenden Entwicklungen. Alle leistungswirtschaftlichen Risiken sind gut gesteuert. Mit einem intensiven Projektcontrolling stellen wir bei Großprojekten sicher, die vorgegebenen Ziele zu erreichen bzw. Abweichungen rechtzeitig zu erkennen. Unsere weltweite Präsenz begrenzt die Markt- und Konjunkturrisiken aus regionalen Preis- und Mengenentwicklungen. Zusätzlich verringert die diversifizierte Produkt- und Kundenstruktur unsere Absatzrisiken. Finanzwirtschaftlichen Risiken begegnen wir u.a. mit derivativen Finanzinstrumenten. Die Aussagen des Risikoberichts im Geschäftsbericht 2006/2007 gelten weiterhin.

Über schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche sowie sonstige Risiken berichten wir unter Anhang-Nr. 7.

Nachtrags-, Chancen- und Prognosebericht

Besondere Ereignisse nach Quartalsende

Die zwischen dem Quartalsstichtag (31. Dezember 2007) und der Freigabe zur Veröffentlichung (07. Februar 2008) eingetretenen besonderen Ereignisse sind unter Anhang-Nr. 13 im Zwischenabschluss dargestellt.

Globales Wirtschaftswachstum verlangsamt

Für 2008 erwarten wir ein etwas schwächeres Wachstum des Welt-Bruttoinlandsprodukts als im Vorjahr. Das Risiko einer stärkeren Abkühlung im Jahr 2008 hat allerdings, insbesondere ausgehend von der Hypothekenkrise in den USA und steigenden Rohstoffpreisen, spürbar zugenommen.

In den USA führen die schwierige Lage am Wohnimmobilienmarkt, die geringere Investitionsdynamik und der sich abschwächende private Verbrauch zu einem rückläufigen Wirtschaftswachstum. Während im ersten Halbjahr 2008 eine Rezession nicht auszuschließen ist, wird im Verlauf des zweiten Halbjahres mit einer allmählichen konjunkturellen Besserung gerechnet. Im Euroraum und in Deutschland bleibt die Konjunktur aufwärts gerichtet, auch wenn sich das Wachstum abkühlt. Während sich der Außenbeitrag auf Grund des starken Euro und der leichten Verlangsamung der Weltkonjunktur verringert und auch die Investitionen etwas langsamer wachsen, ist mit einer arbeitsmarktbedingten Erholung des privaten Verbrauchs zu rechnen. Ein anhaltend hohes Wachstum erwarten wir weiterhin von den sich entwickelnden Ländern in Asien sowie in Mittel- und Osteuropa.

In den wichtigen Märkten gehen wir von folgenden Entwicklungen und Chancen für ThyssenKrupp aus:

  • Die Perspektiven für den Weltstahlmarkt bleiben weiterhin günstig. Insbesondere die Nachfrage aus China, Indien und der GUS wird auch in den nächsten Jahren überdurchschnittlich zunehmen. Doch auch in den übrigen Regionen dürfte es Zuwächse geben. Die globale Weltstahlmarktversorgung wird 2008 voraussichtlich um knapp 7 % steigen; dies entspricht einem Anstieg der Rohstahlproduktion auf gut 1,4 Mrd t. Der Rohstoff- und Energiebedarf wird ebenfalls weiter wachsen und – insbesondere über steigende Preise – die Kosten der Stahlerzeugung beeinflussen. Die europäische Stahlindustrie erwartet für das Jahr 2008 eine Stabilisierung der Stahlkonjunktur auf hohem Niveau. Einen Unsicherheitsfaktor stellt die künftige Entwicklung der Drittlandsimporte der EU dar. Wir gehen aber davon aus, dass der Importdruck – insbesondere aus China – etwas nachlassen wird.
  • Der Markt für Edelstahl Rostfrei dürfte sich in den kommenden Monaten weiter erholen. Die im Verlauf des 4. Quartals 2007 in Europa eingetretene Trendwende mit wieder steigenden Auftragseingängen und Basispreisen wird sich weiter fortsetzen und zu einer höheren Auslastung der Werke führen. Das sich bessernde Marktumfeld war Anlass für Anhebungen der Basispreise Ende 2007; im weiteren Jahresverlauf sollen weitere Preiserhöhungen folgen.
  • Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird weiter zunehmen. Das Produktionswachstum stammt überwiegend aus den sich entwickelnden Ländern Asiens und den Staaten Mittel- und Osteuropas. Die Produktion in Westeuropa und den USA wird eher stagnieren. Der deutsche Fahrzeugbau dürfte mit knapp 6 Mio Personen- und Nutzfahrzeugen nicht ganz die Rekordproduktion von 2007 erreichen.
  • Die Maschinenbaukonjunktur wird sich 2008 in den Industrieländern abschwächen. In den USA ist wegen der nachlassenden Investitionsdynamik ein leichter Rückgang nicht auszuschließen. In Westeuropa werden die hohen Wachstumsraten des vergangenen Jahres nachgeben. Für Deutschland rechnen wir 2008 dank der guten Auftragsentwicklung mit einer spürbaren Zunahme der Maschinenbauproduktion. Positiv bleibt auch die Lage im Großanlagenbau.
  • Die globale Bauwirtschaft wird weiterhin von den Emerging Markets in Asien und in Mittelund Osteuropa getragen. Die US-Bauproduktion wird dagegen wegen der schwachen Entwicklung im privaten Wohnungsbau leicht zurückgehen. Die deutsche Bauindustrie kann sich insbesondere auf Grund eines robusten Wirtschaftsbaus und eines anziehenden öffentlichen Baus weiter stabilisieren.

Ergebnisausblick stabil

Ergebnis: Für 2007/2008 planen wir ein Ergebnis vor Steuern – vor wesentlichen Sondereffekten, unter anderem Vorlaufkosten für die Stahlwerke in Brasilien und den USA – von über 3 Mrd €. Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir nach derzeitigem Stand von einem Umsatz in Höhe von insgesamt 53 Mrd € aus. Für 2008/2009 erwarten wir eine weiterhin positive Umsatzentwicklung, sofern nicht unvorhersehbare konjunkturelle Einbrüche unsere Geschäfte beeinträchtigen. Eine positive Umsatzentwicklung wird sich auch im Ergebnis niederschlagen.

Mittelfristig streben wir für ThyssenKrupp ein Umsatzniveau von 60 Mrd € an; gleichzeitig soll das Ergebnis vor Steuern und wesentlichen Sondereffekten nachhaltig 4 Mrd € erreichen. Längerfristig, insbesondere nach der Inbetriebnahme der Stahlwerke von Steel und Stainless in Nordamerika sowie der Investitionen der anderen Segmente in weiteren Regionen, erwarten wir einen Umsatz in der Größenordnung von 65 Mrd € und ein Ergebnis vor Steuern und wesentlichen Sondereffekten von 4,5 bis 5,0 Mrd €.

Mitarbeiter: Wir erwarten bis Ende des Geschäftsjahres einen weiteren Belegschaftsanstieg auf über 196.000 Mitarbeiter. Angesichts der Internationalisierung des Unternehmens wird die Zahl der Arbeitsplätze fast ausschließlich im Ausland zunehmen.

Forschung und Entwicklung: Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit einem Forschungs- und Entwicklungsaufwand von mehr als 800 Mio €. Die Schwerpunkte liegen in der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren bei Werkstoffen und Industriegütern. Außerdem werden wir unser Dienstleistungsangebot weiterentwickeln.

Beschaffung: Der Materialaufwand wird 2007/2008 mehr als die Hälfte des Umsatzes betragen. Gründe sind die hohen Rohstoffpreise und der Zukauf komplexerer Produkte und Dienstleistungen. Wir erwarten keine Versorgungsengpässe.

Energie: Im laufenden Geschäftsjahr dürften die Preise für Öl, Erdgas und Strom weiter steigen. Wir begegnen diesem Trend durch kostengünstige langfristige Abnahmeverträge und weitere Rationalisierungen im Energieeinsatz.

ThyssenKrupp AG Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in €

Anhang-Nr.
2006/2007
Umsatzerlöse
10
12.332
Umsatzkosten
– 9.964
Bruttoergebnis vom Umsatz
2.368
2007/2008
12.270
– 10.150
2.120
– 682
Vertriebskosten
– 695
Allgemeine Verwaltungskosten
– 576
– 656
Sonstige betriebliche Erträge
199
92
Sonstige betriebliche Aufwendungen
– 136
– 129
Ergebnis aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen 2
0
Betriebliches Ergebnis
1.162
745
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 13
19
Zinserträge 72
69
Zinsaufwendungen
– 171
– 171
Sonstiges Finanzergebnis
– 14
– 16
Finanzergebnis
– 100
– 99
Ergebnis vor Steuern
1.062
646
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
– 401
– 211
Periodenüberschuss
661
435
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG
641
414
Anteile anderer Gesellschafter 20
21
661
Periodenüberschuss
435
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf
11
Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
1,31
0,85

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum zusammengefassten Konzern-Zwischenabschluss.

ThyssenKrupp AG Konzern-Bilanz

Aktiva Mio €

Anhang-Nr. 30.09.2007 31.12.2007
Immaterielle Vermögenswerte 4.581 4.569
Sachanlagen 9.436 9.898
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 389 387
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 461 486
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 133 114
Aktive latente Steuern 385 401
Langfristige Vermögenswerte 15.385 15.855
Vorräte 8.864 9.202
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.577 6.911
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 712 737
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.519 1.808
Laufende Ertragsteueransprüche 359 350
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.658 2.415
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 146
Kurzfristige Vermögenswerte 22.689 21.569
Summe Vermögenswerte 38.074 37.424

Passiva Mio €

Anhang-Nr. 30.09.2007 31.12.2007
Gezeichnetes Kapital 1.317 1.317
Kapitalrücklage 4.684 4.684
Gewinnrücklagen 4.963 5.379
Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen – 241 – 371
davon entfallen auf Disposal Groups (30.09.2007: 0; 31.12.2007: 0)
Eigene Anteile – 697 – 697
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 10.026 10.312
Anteile anderer Gesellschafter 421 423
Eigenkapital 06 10.447 10.735
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.139 7.048
Sonstige Rückstellungen 696 670
Passive latente Steuern 946 941
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 2.813 2.806
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 147 185
Langfristige Verbindlichkeiten 11.741 11.650
Sonstige Rückstellungen 1.559 1.376
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 592 693
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 825 629
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.960 4.376
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 833 831
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 7.117 7.025
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 0 109
Kurzfristige Verbindlichkeiten 15.886 15.039
Verbindlichkeiten 27.627 26.689
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 38.074 37.424

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum zusammengefassten Konzern-Zwischenabschluss.

ThyssenKrupp AG Konzern-Kapitalflussrechnung

Mio €

1. Quartal
2006/2007
1. Quartal
2007/2008
Periodenüberschuss 661 435
Anpassungen des Periodenüberschusses für die Überleitung zum Operating Cash-Flow:
Latente Steueraufwendungen 33 0
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 346 348
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte 0 – 13
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam – 8 – 17
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte – 2 – 1
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen:
- Vorräte – 1.129 – 410
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 89 600
- Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 195 – 23
- Sonstige Rückstellungen – 114 – 192
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 159 – 566
- Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit – 90 – 330
Operating Cash-Flow – 568 – 169
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und in finanzielle Vermögenswerte – 32 – 7
Ausgaben für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften – 31 – 26
Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus dem Erwerb von konsolidierten Gesellschaften 0 42
Investitionen in Sachanlagen und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien – 750 – 867
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte – 19 – 31
Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und finanziellen Vermögenswerten 23 1
Einnahmen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften 135 3
Abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften – 18 – 8
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 101 40
Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten 13 4
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit – 578 – 849
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 567 210
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – 524 – 355
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 0 – 81
Zunahme Akzeptverbindlichkeiten 5 16
(Abnahme)/Zunahme Verbindlichkeiten aus nicht ausgebuchten Forderungen – 14 5
(Zunahme)/Abnahme kurzfristige Wertpapiere – 15 9
Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter – 9 – 16
Sonstige Finanzierungsvorgänge 14 – 5
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 24 – 217
Zahlungswirksame Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – 1.122 – 1.235
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – 8 – 8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode 4.447 3.658
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 3.317 2.415
(davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Disposal Groups) (0) (0)
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cash-Flow enthalten sind:
Zinseinzahlungen 37 38
Zinsauszahlungen 42 42
Erhaltene Dividenden 6 8
Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag 182 67

Siehe Anhang-Nr. 12 zum zusammengefassten Konzern-Zwischenabschluss.

ThyssenKrupp AG Konzern-Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen

Mio €

1. Quartal
2006/2007
1. Quartal
2007/2008
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung – 78 – 102
Unrealisierte Gewinne aus available-for-sale finanziellen Vermögenswerten 13 2
Unrealisierte Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten – 70 – 45
Steuereffekt 22 14
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (nach Steuern) – 113 – 131
Periodenüberschuss 661 435
Insgesamt erfasste Erträge und Aufwendungen 548 304
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 533 284
Anteile anderer Gesellschafter 15 20

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum zusammengefassten Konzern-Zwischenabschluss.

ThyssenKrupp AG Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Unternehmensinformation

Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft ("ThyssenKrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzernabschluss zur Zwischenberichterstattung der ThyssenKrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2007/2008 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 07. Februar 2008 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende zusammengefasste Konzernabschluss zum Zwischenbericht wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Der vorliegende zusammengefasste Konzernabschluss zum Zwischenbericht wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Abschluss enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage zum Zwischenergebnis erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 31. Dezember 2007 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die im Konzernabschluss zur Zwischenberichterstattung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang zum Konzernabschluss unseres Geschäftsberichts 2006/2007 veröffentlicht. Im 1. Quartal 2007/2008 wendet der Konzern vorzeitig die Regelungen von IFRS 8 "Operating Segments" zur Segmentberichterstattung an; die Erstanwendung hat keinen Einfluss auf die bisherige Abgrenzung der Segmente.

Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2007/2008 hat das IASB die nachfolgend dargestellten Standards herausgegeben, deren Anwendung noch die Übernahme in EU-Recht ("Endorsement") erfordert:

Im Januar 2008 hat das IASB die überarbeiteten Fassungen des IFRS 3 "Business Combinations" und IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements" veröffentlicht. Wichtigster Änderungspunkt ist die Bilanzierung von Erwerben von weniger als 100 % der Anteile eines Unternehmens. Es wird das Wahlrecht eingeführt, den Goodwill aus einem Erwerb nach der "Full Goodwill Method" voll aufzudecken, d.h. auch in Höhe des Anteils, der den Minderheiten zuzurechnen ist. Darüber hinaus sind Erwerbe bzw. teilweise Veräußerungen von Anteilen ohne Kontrollverlust als Transaktion zwischen Anteilseignern erfolgsneutral abzubilden. Außerdem sind die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs in voller Höhe als Aufwand zu erfassen. Die geänderten Standards sind verpflichtend anzuwenden auf Unternehmenszusammenschlüsse in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen; eine frühere gemeinsame Anwendung ist zulässig für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2007 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.

Ebenfalls im Januar 2008 hat das IASB eine Änderung von IFRS 2 "Share-based Payment" veröffentlicht. Durch die Änderung wird klargestellt, dass Ausübungsbedingungen nur Dienstzeitbedingungen (service conditions) und Leistungsbedingungen (performance conditions) sind. Außerdem wird präzisiert, dass die Bilanzierungsregeln zur vorzeitigen Planbeendigung unabhängig davon gelten, ob der Plan vom Unternehmen selbst oder einer anderen Partei beendet wird. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.

01 Emissionshandelsgesetz

Seit dem 01. Januar 2005 unterliegt ThyssenKrupp dem europaweit geltenden Emissionshandelsgesetz. Der Konzern hat von der Emissionshandelsstelle (DEHSt) Zuteilungsbescheide für insgesamt 56,0 Mio Tonnen CO2 -Emissionen für den Zeitraum 2005-2007 erhalten. Die Bescheide entfallen im Wesentlichen auf das Segment Steel. Die erworbenen Rechte werden unter den immateriellen Vermögenswerten erfasst und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Übersteigen die tatsächlichen CO2 -Emissionen den Bestand an Rechten pro Jahr, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für den Nachkauf der Rechte gebildet.

02 Erwerbe und VeräuSSerungen

Im 1. Quartal 2007/2008 tätigte der Konzern Akquisitionen, die jede für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:

Mio €

1. Quartal 2007/2008
Buchwerte
zum
Erwerbs
zeitpunkt
Anpassungen Zeitwerte
zum
Erwerbs
zeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 1 0 1
Firmenwert 0 25 25
Sachanlagen 16 8 24
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 – 7 – 7
Aktive latente Steuern 2 0 2
Vorräte 32 0 32
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33 0 33
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1 0 1
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 2 0 2
Laufende Ertragsteueransprüche 1 0 1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 42 0 42
Insgesamt erworbene Vermögenswerte 130 26 156
Passive latente Steuern 0 1 1
Verzinsliche langfristige Finanzverbindlichkeiten 4 3 7
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 6 0 6
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 0 0 0
Verzinsliche kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 24 1 25
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21 0 21
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 27 0 27
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 18 0 18
Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten 100 5 105
Erworbenes Reinvermögen 30 21 51
Anteile anderer Gesellschafter 2 0 2
Kaufpreise (einschl. Anschaffungsnebenkosten) 49
davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 26

Darüber hinaus erfolgten im Rahmen der Portfoliobereinigung im 1. Quartal 2007/2008 Verkäufe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Veräußerungszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:

Mio €
1. Quartal
2007/2008
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4
Aktive latente Steuern 1
Vorräte 3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 2
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7
Insgesamt abgegebene Vermögenswerte 21
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 4
Verzinsliche kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 2
Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten 14
Abgehendes Reinvermögen 7
Anteile anderer Gesellschafter 0
Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen – 4
Verkaufspreise 3
davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 3

03 Disposal Groups

Mio €

Im Rahmen des Programms zur Portfoliooptimierung ist im Dezember 2007 im Segment Technologies der Verkauf der ThyssenKrupp Präzisionsschmiede eingeleitet worden, die geschmiedete Automobilteile für den Pkw- und Lkw-Bereich entwickelt und produziert. Diese Transaktion erfüllt nicht die Voraussetzungen von IFRS 5 für den Ausweis einer nicht fortgeführten Aktivität. Damit werden die Aufwendungen und Erträge bis zum Zeitpunkt der Veräußerung weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group zum 31. Dezember 2007 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Präzisions
schmiede
31.12.2007
Immaterielle Vermögenswerte 2
Sachanlagen 59
Aktive latente Steuern 1
Vorräte 45
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 2
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 2
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 146
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 26
Sonstige langfristige Rückstellungen 3
Passive latente Steuern 2
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 10
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 1
Verzinsliche kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 36
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 14
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung
vorgesehenen Vermögenswerten
109

Die Anhangangaben zum Konzern-Zwischenabschluss sind einschließlich der vorgenannten "Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" dargestellt.

Ende November 2007 sind die Anteile von ThyssenKrupp an der RAG Aktiengesellschaft auf die RAG-Stiftung übertragen worden.

04 Aufwand aus aktienbasierter Vergütung

Management Incentivepläne

Das Ergebnis des 1. Quartals 2007/2008 enthält Erträge in Höhe von 1,8 (1. Quartal 2006/2007: Aufwendungen von 24,1) Mio € aus dem Mid Term Incentiveplan.

Aus dem Programm zum rabattierten Aktienkauf resultieren im 1. Quartal 2007/2008 Aufwendungen von 4,0 (1. Quartal 2006/2007: 4,9) Mio €.

05 Aufwendungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:

1. Quartal 2006/2007 1. Quartal 2007/2008
Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 9 12 8 8
Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche 66 32 73 32
Erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens – 2 – 35 – 3 – 35
Aufwand/(Ertrag) aus Planabgeltungen und Plankürzungen 0 – 12 0 0
Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen 73 – 3 78 5

Die Netto-Aufwendungen für Zuschussverpflichtungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €

1. Quartal
2006/2007
USA/Kanada
1. Quartal
2007/2008
USA/Kanada
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 4 3
Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen 15 14
Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen (reimbursement rights) – 2 – 1
Aufwand/(Ertrag) aus Planabgeltungen und Plankürzungen – 39 0
Netto-Aufwendungen der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre – 22 16

06 Eigenkapital

Das Eigenkapital und die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien veränderten sich wie folgt:

Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl

Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG
Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Kumulierte
direkt im
Eigenkapital
erfasste
Erträge und
Aufwen
dungen
Eigene
Anteile
Gesamt Anteile
anderer
Gesellschafter
Gesamtes
Eigenkapital
1.317 4.684 3.358 – 149 – 697 8.513 414 8.927
641 641 20 661
– 130 – 130 – 5 – 135
22 22 0 22
0 – 9 – 9
3 3 0 3
– 9 9 0 – 43 – 43
1.317 4.684 3.993 – 248 – 697 9.049 377 9.426
1.317 4.684 4.963 – 241 – 697 10.026 421 10.447
414 414 21 435
– 144 – 144 – 1 – 145
14 14 0 14
0 – 16 – 16
2 2 0 2
0 – 2 – 2
1.317 4.684 5.379 – 371 – 697 10.312 423 10.735
Aktienanzahl
im Umlauf
488.764.592
488.764.592
488.764.592
488.764.592

07 Sonstige Verpflichtungen einschlieSSlich schwebender Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

Bürgschaften und Garantien

Die ThyssenKrupp AG, deren Segmentführungsgesellschaften sowie in Einzelfällen auch deren Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

Mio €

Maximales
Haftungs
volumen
31.12.2007
Rückstellung
31.12.2007
Anzahlungsgarantien 93 0
Gewährleistungs- und Vertrags
erfüllungsgarantien
72 1
Kreditaufträge 37 0
Restwertgarantien 45 1
Sonstige Haftungserklärungen 167 2
Insgesamt 414 4

Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von 3 Monaten bis zu 10 Jahren (z.B. bei Miet- und Pachtgarantien).

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch die Gesellschaften, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Alle durch die ThyssenKrupp AG oder die Segmentführungsgesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

"Special Purpose Entities"

ThyssenKrupp hat eine Anlage zur Produktion von Koks gemietet. Die Anwendung der Interpretation SIC 12 "Consolidation – Special Purpose Entities" auf die Betreibergesellschaft dieser Anlage hat ergeben, dass diese eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, für die eine Konsolidierungspflicht besteht. Die Vollkonsolidierung dieser Gesellschaft hat jedoch nur geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Hingegen führte die Überprüfung der Eigentümergesellschaft, die ebenfalls eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, zu dem Ergebnis, dass der Konzern diese Gesellschaft nicht beherrscht. Die Gesellschaft ist somit nicht in den Konsolidierungskreis des Konzerns einzubeziehen. Die Verpflichtungen des Konzerns im Rahmen des Miet- und Abnahmevertrages werden im Konzernabschluss weiterhin als künftige Mindestmietzahlungen aus "operating lease" unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen berücksichtigt und werden im aktuellen Geschäftsjahr ca. 62 Mio € betragen. Das maximale Verlustrisiko des Konzerns aus dieser Anlage beläuft sich auf ca. 45 Mio € und resultiert aus der im Wesentlichen durch Dritte übernommenen Restwertgarantie für die Anlage zum Ende des Miet- bzw. Abnahmevertrages.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Mit Entscheidung vom 20. November 2007 hat die EU-Kommission ein Gesetz der Republik Italien aus dem Jahr 2005, das neben anderen Unternehmen auch der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni S.p.A. beim Strombezug bestimmte Vergünstigungen gewährt, als unzulässige Staatsbeihilfen eingestuft. Die EU-Kommission hat Italien aufgefordert, auf Grund dieser gesetzlichen Regelung gezahlte Beihilfen von den betroffenen Unternehmen zurückzufordern. Italien hat gegen die Entscheidung der Kommission am 31. Januar 2008 Klage eingereicht. Am 06. Februar 2008 hat die ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni ebenfalls Klage gegen diese Entscheidung eingereicht. Ob und in welcher Höhe möglicherweise Rückforderungsansprüche durch den italienischen Staat gestellt werden bzw. bisher von ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni geltend gemachte Ansprüche von Italien beglichen werden, kann zurzeit nicht abschließend beurteilt werden. Sollte der Ausgang des Rechtsstreits eine ungünstige Entwicklung nehmen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich daraus ein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss von ThyssenKrupp ergibt.

Im Vergleich zum 30. September 2007 erhöhte sich in den Segmenten Steel und Stainless das Bestellobligo für Investitionsvorhaben um 1,0 Mrd €. Darüber hinaus wurden im Segment Steel weitere langfristige Kalklieferverträge abgeschlossen, aus denen Abnahmeverpflichtungen von 209 Mio € resultieren.

Schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zu Rückerstattungen von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadenersatz führen können. Aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Kunden und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen oder sind verjährt. Eine Reihe von gerichtlichen und behördlichen Verfahren ist noch anhängig.

Darüber hinaus sind bei den sonstigen Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Veränderungen seit dem vorangegangenen Geschäftsjahresende eingetreten.

08 Derivative Finanzinstrumente

Die Nominal- und Buchwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Nominalwert
30.09.2007
Buchwert
30.09.2007
Nominalwert
31.12.2007
Buchwert
31.12.2007
3.950 182 3.904 203
757 4 782 3
854 68 765 93
5.561 254 5.451 299
5.181 241 5.024 292
208 6 185 6
827 86 838 96
6.216 333 6.047 394

* inklusive Zins-/Währungsderivate

09 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)

Im 1. Quartal 2007/2008 realisierte eine Konzerngesellschaft aus der in 2006/2007 erfolgten Beauftragung zur Modernisierung von Aufzügen im Wert von 2 Mio € durch eine zur Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gehörende Einrichtung einen Umsatz in Höhe von 0,5 Mio €.

Die ESG Legierungen GmbH ist auf Grund der Tatsache, dass ein naher Familienangehöriger eines Vorstandsmitglieds als Geschäftsführer tätig ist, als nahe stehendes Unternehmen des Konzerns einzustufen. Im 1. Quartal 2007/2008 hat der Konzern mit der ESG Legierungen GmbH einen Umsatz in Höhe von 0,5 Mio € aus dem Verkauf von Feinzink realisiert. Im selben Zeitraum wurden vom Konzern Zinklegierungen in Höhe von 0,1 Mio € von der ESG Legierungen GmbH bezogen. Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 31. Dezember 2007 bestanden keine offenen Positionen.

10 Segmentberichterstattung

Segmentinformationen für das 1. Quartal 2006/2007 und das 1. Quartal 2007/2008:

Mio €
Steel Stainless Technologies Elevator Services Corporate Konsoli
dierung
Konzern
1. Quartal 2006/2007
Außenumsätze 2.757 1.764 2.775 1.082 3.765 189 0 12.332
konzerninterne Umsätze 361 207 17 1 207 5 – 798 0
Umsatzerlöse gesamt 3.118 1.971 2.792 1.083 3.972 194 – 798 12.332
Ergebnis vor Steuern 399 325 148 97 192 – 93 – 6 1.062
1. Quartal 2007/2008
Außenumsätze 2.872 1.649 2.804 1.183 3.733 29 0 12.270
konzerninterne Umsätze 342 189 18 1 134 5 – 689 0
Umsatzerlöse gesamt 3.214 1.838 2.822 1.184 3.867 34 – 689 12.270
Ergebnis vor Steuern 353 – 45 179 119 132 – 84 – 8 646

11 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

1. Quartal 2006/2007 1. Quartal 2007/2008
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Zähler:
Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) 641 1,31 414 0,85
Nenner:
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 488.764.592 488.764.592

Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der ThyssenKrupp AG zurechenbaren Periodenüberschusses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Veräußerte oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt.

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

12 Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Nicht zahlungswirksame Investitionstätigkeiten

Im 1. Quartal 2007/2008 ergab sich aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in Höhe von 52 (2006/2007: 3) Mio €.

Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögenswerten aus Finance Lease im 1. Quartal 2007/2008 beträgt 25 (2006/2007: 3) Mio €.

Nicht zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten

Im 1. Quartal 2007/2008 erfolgte durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Brutto-Finanzverbindlichkeiten von 32 (2006/2007: 0) Mio €.

13 Besondere Ereignisse nach dem Stichtag

Auf Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Januar 2008 hat der Vorstand der ThyssenKrupp AG am 31. Januar 2008 beschlossen, bis zum Ablauf dieser Ermächtigung am 17. Juli 2009 bis zu rund 15,8 Mio eigene Aktien an der Börse zu erwerben; dies entspricht rund 3 % des Grundkapitals.

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2007, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 37x Abs. 3 WpHG i.V.m. § 37w Abs. 2 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie ergänzend unter Beachtung des Internationalen Standard of Review Engagements 2410 (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Düsseldorf, den 7. Februar 2008 KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Gewehr Markus Zeimes

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats

Der Zwischenbericht für das 1. Quartal 2007/2008 sowie der Bericht des Konzernabschlussprüfers über die prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses (Review Report) sind dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vorgelegt und durch den Vorstand und den Konzernabschlussprüfer erläutert worden. Der Prüfungsausschuss stimmte dem Zwischenbericht zu.

Düsseldorf, den 12. Februar 2008

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Dr. Martin Kohlhaussen

Kontakt / Termine 2008 – 2009

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Communications and Strategy Telefon (0211) 824-36007 Telefax (0211) 824-36041 E-Mail [email protected]

Investor Relations E-Mail [email protected]

Institutionelle Investoren und Analysten Telefon (0211) 824-36464 Telefax (0211) 824-36467

Privatanleger Infoline 01802 252 252 (0,06 € pro Gespräch) Telefax (0211) 824-38512

Kontakt

ThyssenKrupp AG August-Thyssen-Str. 1, 40211 Düsseldorf Postfach 10 10 10, 40001 Düsseldorf Telefon (0211) 824-0 Telefax (0211) 824-36000 E-Mail [email protected]

Termine 2008 – 2009

14. Mai 2008 Zwischenbericht 2. Quartal 2007/2008 (Januar bis März)

16. Mai 2008 Analysten- und Investorenkonferenz

14. August 2008 Zwischenbericht 3. Quartal 2007/2008 (April bis Juni) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

28. November 2008 Bilanzpressekonferenz Analysten- und Investorenkonferenz

23. Januar 2009 Ordentliche Hauptversammlung

13. Februar 2009 Zwischenbericht 1. Quartal 2008/2009 (Oktober bis Dezember) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von ThyssenKrupp bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von ThyssenKrupp weder beabsichtigt, noch übernimmt ThyssenKrupp eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Abweichungen aus technischen Gründen

Aus technischen Gründen (z.B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Zwischenbericht enthaltenen und den zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. In diesem Fall gilt die zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichte Fassung als die verbindliche Fassung.

Der Zwischenbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche Fassung der englischen Übersetzung vor.

In beiden Sprachen steht der Zwischenbericht im Internet unter http://www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Darüber hinaus wird dort eine interaktive Online-Version in beiden Sprachen angeboten. Zusätzliches Informationsmaterial über den ThyssenKrupp Konzern schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne kostenlos zu. Telefon (0211) 824-38382 und (0211) 824-38371 Telefax (0211) 824-38512 oder E-Mail [email protected]

ThyssenKrupp ag August-Thyssen-Straße 1 40211 Düsseldorf www.thyssenkrupp.com