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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2008

May 14, 2008

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Interim / Quarterly Report

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ThyssenKrupp ag

Zwischenbericht 1. Halbjahr 2007 — 2008 01. Oktober 2007 – 31. März 2008

Zwischenbericht 1. Halbjahr 2007 – 2008 Inhalt

Inhalt

Zwischenbericht 1. Halbjahr 2007—2008 01. Oktober 2007 – 31. März 2008

S. 02 02 Der Konzern in Zahlen
02 ThyssenKrupp in Kürze

S. 03—27

S. 28—39

S. 42—43

S. 40—41

Zwischenlagebericht
03—08 Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern
09—18 Geschäftsverlauf in den Segmenten
19—20 ThyssenKrupp Aktie
21 Innovationen
22 Mitarbeiter
23—24 Finanz- und Vermögenslage
24 Risikobericht
24—27 Nachtrags-, Chancen- und Prognosebericht
Zwischenabschluss
28 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
29 Konzern-Bilanz
30 Konzern-Kapitalflussrechnung
31 Konzern-Aufstellung der erfassten Erträge
und Aufwendungen
32—39 Konzern-Anhang
40 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
41 Bescheinigung zum Halbjahresfinanzbericht
nach prüferischer Durchsicht
Weitere Informationen
42 Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats
43 Kontakt
43 Termine 2008—2009

Die Rechnungslegung des ThyssenKrupp Konzerns erfolgt nach IFRS (International Financial Reporting Standards). Dieser Zwischenbericht ist der Halbjahresfinanzbericht im Sinne des § 37w WpHG; er ist am 14. Mai 2008 erschienen.

Der Konzern in Zahlen

Konzernüberblick

Vergleich 1. Halbjahr Vergleich 2. Quartal
1. Halbjahr
2006/2007
1. Halbjahr
2007/2008
Veränderung Veränderung
in %
2. Quartal
2006/2007
2. Quartal
2007/2008
Veränderung Veränderung
in %
Auftragseingang Mio € 27.263 27.354 91 0 13.962 14.084 122 1
Umsatz Mio € 25.446 25.469 23 0 13.114 13.199 85 1
EBITDA Mio € 2.538 2.280 – 258 – 10 1.031 1.197 166 16
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 1.634 1.388 – 246 – 15 572 742 170 30
Periodenüberschuss Mio € 905 937 32 4 244 502 258 106
Ergebnis je Aktie 1,76 1,85 0,09 5 0,45 1,00 0,55 122
Mitarbeiter (31.03.) 187.919 195.828 7.909 4 187.919 195.828 7.909 4
30.09.2007 31.03.2008
Netto-Finanzverbindlichkeiten (+)/-forderungen (-) Mio € – 223 1.988
Eigenkapital Mio € 10.447 9.787

Segmentinformation

Auftragseingang
in Mio €
Umsatz
in Mio €
Ergebnis vor Steuern (EBT)
in Mio €
Mitarbeiter
1. Halbjahr
2006/2007
1. Halbjahr
2007/2008
1. Halbjahr
2006/2007
1. Halbjahr
2007/2008
1. Halbjahr
2006/2007
1. Halbjahr
2007/2008
31.03.2007 30.09.2007 31.03.2008
Steel 6.633 7.174 6.507 6.853 870 749 39.005 39.559 40.636
Stainless 4.098 4.151 4.378 3.793 616 – 7 12.218 12.182 12.042
Technologies 6.511 6.320 5.596 5.851 256 365 53.274 54.762 53.637
Elevator 2.610 2.930 2.171 2.348 – 293 209 37.758 39.501 40.873
Services 8.799 8.273 8.306 8.099 332 267 43.411 43.012 46.318
Corporate 233 60 233 60 – 136 – 181 2.253 2.334 2.322
Konsolidierung – 1.621 – 1.554 – 1.745 – 1.535 – 11 – 14
Konzern 27.263 27.354 25.446 25.469 1.634 1.388 187.919 191.350 195.828
2. Quartal
2006/2007
2. Quartal
2007/2008
2. Quartal
2006/2007
2. Quartal
2007/2008
2. Quartal
2006/2007
2. Quartal
2007/2008
Steel 3.510 3.986 3.389 3.639 471 396
Stainless 2.185 2.001 2.407 1.955 291 38
Technologies 3.083 3.108 2.804 3.029 108 186
Elevator 1.311 1.464 1.088 1.164 – 390 90
Services 4.592 4.322 4.334 4.232 140 135
Corporate 39 26 39 26 – 43 – 97
Konsolidierung – 758 – 823 – 947 – 846 – 5 – 6
Konzern 13.962 14.084 13.114 13.199 572 742

ThyssenKrupp in Kürze

Stahl, Industriegüter und Dienstleistungen sind die Arbeitsschwerpunkte unserer fast 196.000 Mitarbeiter. Engagiert und qualifiziert bieten sie unseren Kunden in über 70 Ländern auf allen fünf Kontinenten innovative Produktlösungen für nachhaltigen Fortschritt. In den fünf Konzernsegmenten – Steel, Stainless, Technologies, Elevator und Services – nehmen sie die globalen Herausforderungen an und wandeln sie in Chancen. Unsere Hochtechnologiewerkstoffe und Anlagen, Komponenten und Systeme bieten Antworten auf viele wirtschaftliche und technische Fragen der Zukunft. Zu dem von der ThyssenKrupp AG geführten Konzern gehören direkt oder indirekt nahezu 900 Unternehmen und Beteiligungen. Zwei Drittel der über 2.400 Produktionsstätten, Büros und Servicestützpunkte liegen außerhalb Deutschlands.

Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern

ThyssenKrupp – Kurs gehalten

Vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden globalen Wachstumsdynamik hat ThyssenKrupp im 1. Halbjahr 2007/2008 Kurs gehalten. Bei Auftragseingang und Umsatz wurde erwartungsgemäß das hohe Vorjahresniveau erzielt, der Konzerngewinn fiel höher aus als erwartet. Das Konzernergebnis vor Steuern erreichte 1.388 Mio €. Es war insbesondere durch Vorlaufkosten von 128 Mio € für den Bau der neuen Stahlwerke und Restrukturierungsaufwendungen im Segment Steel von 10 Mio € sowie Erträge aus Unternehmensverkäufen von 27 Mio € beeinflusst. Das im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Konzernergebnis ist vor allem auf den drastischen Rückgang der Edelstahlpreise zurückzuführen.

Die wesentlichen Kennzahlen für das 1. Halbjahr 2007/2008 lauten:

  • Der Auftragseingang lag mit 27,4 Mrd € auf dem Niveau des Vorjahres.
  • Der Umsatz war mit 25,5 Mrd € gegenüber dem Vorjahreshalbjahr nahezu unverändert.
  • Das EBITDA erreichte 2.280 Mio € nach 2.538 Mio € im Vorjahr.
  • Das Ergebnis vor Steuern betrug 1.388 Mio €; im 1. Halbjahr des Vorjahres waren es 1.634 Mio € gewesen.
  • Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich von 1,76 € auf 1,85 €.
  • Die Netto-Finanzverbindlichkeiten beliefen sich zum 31. März 2008 auf 1.988 Mio €. Dies entspricht einer Zunahme um 2.211 Mio € gegenüber dem 30. September 2007, als Netto-Finanzforderungen in Höhe von 223 Mio € bestanden. Am 31. März 2007 hatten die Netto-Finanzverbindlichkeiten 897 Mio € betragen.

Ausblick stabil

Zurzeit verzeichnen wir in Teilen einzelner Business Units unseres US-Geschäfts – Mechanical Components, Materials Services North America – erste Auswirkungen der Eintrübung der Konjunkturperspektiven. Gleichzeitig belasten die gestiegenen Rohstoffpreise stärker als erwartet. Dennoch können wir unsere Erwartungen für das Geschäftsjahr 2007/2008 bestätigen. Wir planen unverändert ein Ergebnis vor Steuern – vor Sondereffekten, unter anderem Vorlaufkosten für die Stahlwerke in Brasilien und den USA – von über 3 Mrd €. Zudem gehen wir nach derzeitigem Stand von einem Umsatz in Höhe von insgesamt 53 Mrd € aus.

Bei den Erwartungen für das Konzernergebnis ist zu berücksichtigen, dass wir im Segment Steel die stark gestiegenen Rohstoffkosten – insbesondere bei Eisenerz und Kokskohle – auf Grund unserer Kontraktstruktur im laufenden Geschäftsjahr nicht in vollem Umfang an unsere Kunden weitergeben können. Die Nachfrage nach unseren Stahlprodukten entwickelt sich sehr erfreulich, was sich bei kurzfristigeren Kontrakten auch in entsprechend steigenden Preisen äußert und unsere Erwartungen eines weiteren guten Stahljahres bestätigt.

Im Segment Stainless stabilisieren sich die Basispreise weiter. Die Nachfrage unserer Endkunden ist gut, die Service-Center agieren derzeit etwas verhaltener. Inzwischen erwarten wir für die zweite Hälfte des Berichtsjahres einen positiven Ergebnisbeitrag des Segments. Auf Grund des schwachen US-Dollar sind erste Anzeichen einsetzender Importe aus dem US-Dollar-Raum zu erkennen, die die weitere Erholung der Preise in der zweiten Jahreshälfte dämpfen könnten.

Bei Technologies profitieren wir insbesondere vom Aufbau der Infrastruktur und der Urbanisierung in den Wachstumsregionen der Welt. Unser hoher Auftragsbestand, der bis weit in die Folgejahre reicht und eine steigende Ergebnisqualität verzeichnet, verleiht uns große Planungssicherheit.

Das Segment Elevator leistet dank seines hohen Dienstleistungsanteils nach wie vor einen sehr stabilen Ergebnisbeitrag.

Services profitiert vom steigenden Materialbedarf in den Wachstumsregionen. Durch die weiter stark zunehmenden Roh- und Werkstoffpreise erwarten wir in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres einen überproportionalen Ergebnisbeitrag.

Für 2008/2009 erwarten wir eine weiterhin positive Umsatzentwicklung, sofern nicht unvorhersehbare konjunkturelle Einbrüche unsere Geschäfte beeinträchtigen. Eine positive Umsatzentwicklung wird sich auch im Ergebnis niederschlagen.

Mittelfristig streben wir für ThyssenKrupp ein Umsatzniveau von 60 Mrd € an; gleichzeitig soll das Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten nachhaltig 4 Mrd € erreichen. Längerfristig, insbesondere nach der Inbetriebnahme der Stahlwerke von Steel und Stainless in Nordamerika sowie der Investitionen der anderen Segmente in weiteren Regionen, erwarten wir einen Umsatz in der Größenordnung von 65 Mrd € und ein Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten von 4,5 bis 5,0 Mrd €.

Globale Wachstumsdynamik verlangsamt

Das globale Wachstum hat sich in den letzten Monaten spürbar abgeschwächt. Vor allem die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten und die Anzeichen einer Rezession in den USA haben die weltwirtschaftliche Entwicklung belastet. Negativ wirkten sich zudem die steigenden Rohstoff- und Ölpreise aus.

In den USA haben sich die Konjunkturperspektiven zuletzt merklich eingetrübt. Im Schlussquartal 2007 lag das Bruttoinlandsprodukt nur noch geringfügig über dem Vorquartal. Während der private Verbrauch noch zulegte, gaben die Investitionen auf Grund der rückläufigen Entwicklung im Wohnungsbau nach. Die Schwäche der US-Wirtschaft hat sich im 1. Quartal 2008 beschleunigt. Im Euroraum verlor die Konjunkturdynamik etwas weniger an Fahrt. In Deutschland hat sich das Wachstumstempo zum Jahresende hin wegen des rückläufigen privaten Konsums verlangsamt. Positiv entwickelten sich dagegen weiterhin die Unternehmensinvestitionen und der Außenhandel. Zu Beginn des Jahres 2008 hat das moderate Wachstum angehalten.

In den sich entwickelnden Ländern Asiens, Lateinamerikas sowie Mittel- und Osteuropas setzte sich die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung mit kaum vermindertem Tempo fort. Die Wirtschaft Chinas expandierte zuletzt mit zweistelligen Raten. Ein hohes Wachstum verzeichnete auch Brasilien. In Russland und insbesondere in den neuen EU-Mitgliedsstaaten blieb die Konjunktur dank einer soliden Binnennachfrage robust.

In den für ThyssenKrupp wichtigen Branchen ergaben sich folgende Entwicklungen:

• Trotz der Abschwächung der Weltkonjunktur hat der internationale Stahlmarkt weiter expandiert. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden weltweit 5,6 % mehr Rohstahl erzeugt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Rund die Hälfte des absoluten Zuwachses entfiel auf China. In der Europäischen Union blieb die Erzeugung leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Stahlerzeugungskapazitäten in Deutschland waren weiterhin voll ausgelastet. Bei anhaltend guter Beschäftigung der Stahlverarbeiter erreichte der Qualitätsflachstahlversand der europäischen Anbieter ein außerordentlich hohes Niveau. Auch die Ordereingänge haben sich kräftig erholt. Teilweise haben die Stahlabnehmer in Anbetracht steigender Stahlpreise über ihren tatsächlichen Bedarf hinaus bestellt. Verstärkt wurde der Nachfrageüberhang durch rückläufige Importe aus Drittländern. Der weltweite Höhenflug der Stahlspotpreise im Verlauf des 1. Quartals 2008 war vor allem durch die gestiegenen Kosten und die hohe Nachfrage bei Eisenerz bedingt. Vor dem Hintergrund des nachlassenden Importdrucks und der wieder weitgehend normalisierten Lagersituation konnten die europäischen Stahlproduzenten die Kosten teilweise an den Markt weitergeben. Im Quartalsgeschäft zum 01. April 2008 wurden die Preise signifikant angehoben.

  • Bei den rost-, säure- und hitzebeständigen (RSH) Edelstahlflachprodukten hat sich die Nachfrage im europäischen Markt erholt. Nach einer Phase sehr schwacher Auftragseingänge und Lieferungen in den Sommermonaten 2007 sind seit dem 4. Kalenderquartal 2007 die Auftragsbuchungen wieder deutlich gestiegen. Im Zuge dieser Entwicklung erhöhten sich zuletzt auch die Lieferungen der europäischen Produzenten, die im 1. Quartal des Jahres 2008 bereits wieder auf dem hohen Niveau des Vorjahreszeitraums lagen. Insbesondere der lagerhaltende Handel hat zunehmend gekauft, um die stark abgebauten Bestände wieder auf Normalniveau zu bringen. Der auf relativ hohem Niveau stabilisierte Nickelpreis trug ebenfalls dazu bei, etwas langfristiger zu disponieren. Im Zuge der kontinuierlichen Verbesserung der Auftragseingangssituation bei gleichzeitig stabilen oder leicht sinkenden Legierungszuschlägen gelang es den europäischen Produzenten, die Basispreise zum Jahresende und im Verlauf des 1. Quartals 2008 wieder spürbar anzuheben. Im Nafta-Raum ließ dagegen eine verhaltene Edelstahl-Nachfrage das Basispreisniveau kontinuierlich zurückgehen. Auch in China sowie in den anderen asiatischen Märkten blieb die Endkundennachfrage abwartend. Dadurch bewegen sich die Lagerbestände dort weiterhin auf hohem Niveau. Obwohl einige chinesische Produzenten zwischenzeitlich versucht hatten, durch temporäre Produktionskürzungen die Marktnachfrage und damit auch die Bedingungen für Preiserhöhungen zu verbessern, blieben die Auftragseingänge verhalten. Der Markt für Nickellegierungen und Titan war vergleichsweise stabil.
  • Der internationale Fahrzeugmarkt entwickelte sich regional weiterhin stark differenziert. Die größten Zuwächse gab es zu Jahresbeginn wieder in den Emerging Markets. In Nordamerika hat sich die Nachfrage dagegen, ausgehend von einem ohnehin niedrigen Niveau, weiter abgeschwächt. In den USA waren im 1. Quartal 2008 die Verkäufe von Personenkraftwagen und insbesondere von leichten Nutzfahrzeugen rückläufig; auch die Fahrzeugproduktion gab deutlich nach. Mit hohen Zuwachsraten hat sich die positive Automobilkonjunktur in Brasilien fortgesetzt. In der Europäischen Union wurden dagegen etwas weniger Pkw neu zugelassen als im Vorjahr. Während in einigen westeuropäischen Ländern Steueränderungen die Nachfrage belastet haben, stiegen die Zulassungen in den neuen EU-Ländern beträchtlich an. In Deutschland erholte sich der Inlandsmarkt nach den schwachen Vorjahreszahlen ein wenig. Bei anhaltend hohen Exporten lag die Pkw-Produktion knapp unter dem Vorjahresniveau.
  • Im globalen Maschinenbau haben die Wachstumskräfte nach der positiven Entwicklung im vergangenen Jahr zu Jahresbeginn 2008 nachgelassen. In den USA beeinträchtigt die konjunkturelle Abschwächung die Nachfrage nach Investitionsgütern. Dagegen ist in China bisher keine Abkühlung erkennbar. Der deutsche Maschinenbau ist mit einem guten Auftragspolster in das neue Jahr gestartet. 2007 waren die Auftragseingänge um 16 % gewachsen, und auch zu Beginn 2008 nahmen die Bestellungen dank der anhaltend guten Investitionsgüterkonjunktur weiter zu.
  • Die globale Bauproduktion wird weiterhin von den Ländern Asiens sowie Mittel- und Osteuropas getragen. In den USA belastet die rückläufige Nachfrage im Wohnungsbau. In der deutschen Bauwirtschaft, insbesondere im Bereich Wirtschaftsbau, hat sich die Auftragslage in den letzten Monaten wieder verbessert.

ThyssenKrupp in Zahlen

1. Halbjahr
2006/2007
1. Halbjahr
2007/2008
2. Quartal
2006/2007
2. Quartal
2007/2008
Auftragseingang Mio € 27.263 27.354 13.962 14.084
Umsatz Mio € 25.446 25.469 13.114 13.199
EBITDA Mio € 2.538 2.280 1.031 1.197
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 1.634 1.388 572 742
Mitarbeiter (31.03.) 187.919 195.828 187.919 195.828

Auftragseingang und Umsatz weiterhin stabil

Auftragseingang und Umsatz haben sich im 1. Halbjahr 2007/2008 erwartungsgemäß entwickelt. Vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden globalen Wachstumsdynamik erreichten die Auftragseingänge mit 27,4 Mrd € das Vorjahresniveau. Während die Segmente Technologies und Services geringere Neubestellungen verzeichneten, waren diese bei Stainless nahezu stabil und bei Steel und Elevator deutlich aufwärts gerichtet.

Umsatz in Mrd €
----------------- -- -- --
2006/2007 12,3
1. Quartal
25,4
1. Halbjahr
9 Monate
38,9
51,7
12 Monate
2007/2008 12,3
1. Quartal
25,5
1. Halbjahr

Der Konzernumsatz erreichte mit 25,5 Mrd € ebenfalls den Wert des Vorjahres. Steel konnte bei stabilen Absatzmengen erlösbedingt einen höheren Umsatz erzielen. Bei Stainless war der Versand ebenfalls unverändert, niedrige Edelstahlpreise führten jedoch zu einem deutlichen Umsatzrückgang. Technologies hat sein Geschäft auf Grund der guten Auftragslage und trotz negativer Wechselkurseinflüsse ausgebaut. Dank der erfolgreichen Expansion in Südeuropa konnte auch Elevator den Umsatz ausweiten. Bei Services belastete vor allem das schwächere Werkstoffgeschäft in Nordamerika, dennoch wurde nahezu das Umsatzvolumen des Vorjahres erreicht.

Konzernergebnis über Plan

Nach 646 Mio € im 1. Quartal 2007/2008 erzielte ThyssenKrupp im 2. Quartal 2007/2008 ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 742 Mio €. Das Ergebnis im 1. Halbjahr erreichte damit 1.388 Mio € nach 1.634 Mio € im Vorjahreshalbjahr, in dem eine von der EU-Kommission gegen ThyssenKrupp Elevator verhängte Kartellstrafe von rund 480 Mio € als Sondereffekt verkraftet wurde. Der Gewinn im 1. Halbjahr 2007/2008 lag über unseren Planungen.

Das Ergebnis des 1. Halbjahres 2006/2007 konnte erwartungsgemäß nicht erreicht werden. Insbesondere das Segment Stainless musste auf Grund des dramatischen Verfalls der Edelstahlpreise einen drastischen Ergebnisrückgang hinnehmen. Den größten Ergebnisbeitrag leistete das Segment Steel; der Gewinn ging jedoch u.a. wegen der Vorlaufkosten des neuen Stahlwerks in Brasilien und gestiegener Rohstoffkosten zurück. Technologies konnte dagegen das Vorjahresergebnis ausbauen. Elevator steigerte den Gewinn, auch wenn man die EU-Kartellstrafe des Vorjahres berücksichtigt. Bei Services lag der Gewinn im Wesentlichen auf Grund schwächerer Werkstoffpreise unter dem hohen Vorjahreswert.

Ergebnis vor Steuern (ebt) in Mio €

2006/2007 1. Quartal
1.062
1.634
1. Halbjahr
9 Monate
2.853
3.330
12 Monate
2007/2008 646
1. Quartal
1. Halbjahr
1.388

Die Umsatzerlöse lagen im Berichtszeitraum mit 25,5 Mrd € nahezu unverändert auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Gleichzeitig erhöhten sich die Umsatzkosten um 424 Mio €, hauptsächlich als Folge gestiegener Materialaufwendungen auf Grund von Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Energie. Insgesamt sank hierdurch die Brutto-Umsatzmarge von 19 % auf 17 %.

Der Anstieg der Verwaltungskosten um 131 Mio € stand überwiegend im Zusammenhang mit Projektaufwendungen betreffend die Errichtung des Stahlwerks in Brasilien. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 472 Mio € betraf mit rund 480 Mio € die nur im Vorjahreshalbjahr enthaltene EU-Kartellstrafe gegen ThyssenKrupp Elevator. Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge um 200 Mio € resultierte mit 119 Mio € überwiegend aus einer nur im Vergleichshalbjahr erfassten Versicherungsentschädigung wegen eines Brandschadens.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verminderten sich um 278 Mio € verbunden mit einer Abnahme der Steuerquote von 45 % auf 32 %. Der deutliche Rückgang der Steuerquote war durch die Steuersatzsenkung in Deutschland und die nur im Vergleichshalbjahr im Ergebnis vor Steuern enthaltene, steuerlich aber nicht abzugsfähige EU-Kartellstrafe gegen ThyssenKrupp Elevator beeinflusst. Nach Abzug der Steueraufwendungen ergab sich ein um 32 Mio € erhöhter Periodenüberschuss von 937 Mio €. Wird hiervon der auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallende Gewinn von 37 Mio € abgezogen, ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 1,85 € nach 1,76 € im Vergleichshalbjahr des Vorjahres.

Netto-Finanzverbindlichkeiten/-forderungen und Investitionen

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten lagen am 31. März 2008 bei 1.988 Mio €, während am 30. September 2007 Netto-Finanzforderungen von 223 Mio € bestanden hatten. Der Anstieg der Netto-Finanzverbindlichkeiten um 2.211 Mio € ist wesentlich durch erhöhte Investitionsausgaben – insbesondere für das neue Stahlwerk in Brasilien –, die Dividendenzahlung und den Erwerb eigener Aktien beeinflusst. Die Finanzkrise hat sich auf die Finanzierungen von ThyssenKrupp im Berichtszeitraum nur unwesentlich ausgewirkt.

Netto-Finanzverbindlichkeiten (+)/-forderungen (–) in Mio €
2006/2007 31. Dezember 391
31. März 897
30. Juni 806
– 223
30. September
2007/2008 31. Dezember 859
31. März 1.988

Im 1. Halbjahr 2007/2008 haben wir insgesamt 1.957 Mio € investiert, 41 % mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Davon wurden 1.761 Mio € für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ausgegeben; auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen sowie auf andere finanzielle Vermögenswerte entfielen 196 Mio €.

Bau neuer Werke in Brasilien und den USA schreitet voran

Die Segmente Steel und Stainless arbeiten zielstrebig an der Umsetzung ihrer transatlantischen Wachstumsstrategien. In Brasilien errichtet Steel ein neues Brammenwerk. Der Baufortschritt wesentlicher Hauptgewerke wie Hafen, Kokerei, Rohstoffhandling, Sinteranlage, Kraftwerk, Medienversorgung und Infrastruktur entspricht dem sehr ehrgeizigen Zeitplan. Eingetretene kleinere Verspätungen können aufgeholt werden. Bei Hochöfen und Stahlwerk sind die eingetretenen Verzögerungen durch weitere Beschleunigungsmaßnahmen nicht mehr in vollem Umfang aufholbar. Die für März 2009 geplante Inbetriebnahme wird sich daher um vier bis sechs Monate verschieben. Hauptgründe für die Verspätungen liegen in der weltweit boomenden Investitionsgüterkonjunktur, die zu Lieferverzögerungen unserer Lieferanten führte, in Lieferengpässen im engen brasilianischen Markt für Baustoffe sowie in außerordentlich starken und langen Regenfällen im 2. Quartal 2007/2008, die zu Verzögerungen der Montage- und Schweißarbeiten auf der Baustelle führten.

Beim Investitionsbudget zeichnet sich eine Erhöhung um 500 bis 700 Mio € ab. Die wesentliche Ursache sind zusätzliche Investitionen in Nebengewerke. Ferner führten deutliche Preissteigerungen sowohl im brasilianischen Markt für Bau- und Montageleistungen als auch im internationalen Markt für technische Ausrüstungsgegenstände und technische Optimierungen der Anlagen zu der Budgetüberschreitung. Die gute Projektrendite wird durch diese Vorgänge nicht wesentlich reduziert.

Die neuen Mitarbeiter werden wie geplant eingestellt; das Trainingsprogramm für die ersten Ingenieure und Techniker mit Hüttenwerkserfahrungen läuft bereits erfolgreich. Bisher waren oder sind 138 Personen in Duisburg zur Ausbildung.

Mit großen Schritten werden die Investitionen zum Ausbau der Verarbeitungs- und Veredelungskapazitäten an den deutschen Standorten umgesetzt. Das Brammenlager im Hafen Walsum ist inzwischen fertig. Im Warmbandwerk Bochum ging Ende Februar 2008 ein neuer Hubbalkenofen in Betrieb. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres wird die Warmbandstraße in Beeckerwerth umgebaut. Die Investitionen zur Leistungssteigerung an zwei Feuerbeschichtungsanlagen in Duisburg sind abgeschlossen, der Hochlauf verläuft erfolgreich. Der neue Hochofen 8, mit dem die Roheisenbasis in Deutschland modernisiert wurde, ist seit dem 08. Dezember 2007 in Betrieb und erreicht mittlerweile fast seine volle Leistung von täglich 5.600 t Roheisen.

Auch der Bau des neuen Stahl- und Weiterverarbeitungswerks von Steel und Stainless bei Mobile in Alabama/USA liegt im Plan. Steel hat inzwischen eine Vielzahl von Verträgen mit Lieferanten abgeschlossen. Insbesondere sind die Aufträge für die Kernaggregate Warmbandstraße, Kaltbandwerk und vier Feuerbeschichtungslinien vergeben worden und befinden sich derzeit im Detailengineering. Bei der Grundstücksvorbereitung wurden gute Fortschritte gemacht. Die Bauarbeiten sind in Teilen fertig gestellt, und mit den Pfahlgründungen wurde begonnen. Das konkrete Absatzkonzept, mit dem eine stärkere Erschließung des Nafta-Marktes für hochwertigen Qualitätsflachstahl gesichert werden soll, steht bereits, und ein neues Vertriebsteam wird derzeit mit Mitarbeitern aus Deutschland und den USA aufgebaut.

Bei Stainless begannen Anfang März die Pfahlgründungen. Damit wird das Fundament für die späteren Produktionsanlagen und die Werkshallen gelegt. Für das Kaltwalzwerk vergab ThyssenKrupp Stainless USA inzwischen einen Großteil der Aufträge für Produktionsanlagen. Dies betrifft eine Warmband- sowie eine Kaltband-Glüh- und Beizlinie, drei Kaltwalzgerüste, ein Dressiergerüst sowie mehrere Adjustageanlagen und einen Großteil der benötigten Krananlagen. Ebenso wurde die Stahlkonstruktion der Hallen des Kaltwalzwerks einschließlich Adjustageanlagen und Versand bestellt. Der Auftrag für das Stahlwerk wird endverhandelt; zurzeit erfolgt das Engineering.

Auf die Personalausschreibungen bei ThyssenKrupp Steel und ThyssenKrupp Stainless sind nahezu 17.000 Bewerbungen eingegangen. Der Auswahlprozess hat begonnen, und im Juni werden die ersten Trainingsmaßnahmen starten.

Geschäftsverlauf in den Segmenten

Steel: Geschäft ausgeweitet

Steel in Zahlen

1. Halbjahr
2006/2007
1. Halbjahr
2007/2008
2. Quartal
2006/2007
2. Quartal
2007/2008
Auftragseingang Mio € 6.633 7.174 3.510 3.986
Umsatz Mio € 6.507 6.853 3.389 3.639
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 870 749 471 396
Mitarbeiter (31.03.) 39.005 40.636 39.005 40.636

Das Segment Steel hat im 1. Halbjahr 2007/2008 das Geschäft im Vergleich zur gleichen Vorjahresperiode erneut ausweiten können. Der wertmäßige Auftragseingang nahm um 8 % auf 7,2 Mrd € zu. Dies war auch auf eine Belebung des mengenmäßigen Ordervolumens – insbesondere im 2. Quartal des Geschäftsjahres – zurückzuführen. Zusätzlich wirkten sich die am Markt durchgesetzten Preiserhöhungen aus. Der Umsatz stieg um 5 % auf 6,9 Mrd €, was bei stabilen Absatzmengen auf Erlösverbesserungen zurückzuführen war. Steel erwirtschaftete einen Gewinn von 749 Mio € nach 870 Mio € im Vorjahr. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den Vorlaufkosten für das Stahlwerksprojekt in Brasilien sowie gestiegenen Vormaterialkosten im operativen Geschäft.

Corporate

Die Business Unit Corporate umfasst die Verwaltungsfunktionen der ThyssenKrupp Steel AG und führt die Strategieprojekte in Brasilien und den USA. Der im Berichtszeitraum höhere Verlust als im 1. Halbjahr 2006/2007 ging vor allem auf die Vorlaufkosten für das Stahlwerk in Brasilien zurück.

Steelmaking

Die Rohstahlerzeugung der Business Unit Steelmaking, bei der die Metallurgie in Duisburg sowie die Logistikaktivitäten angesiedelt sind, lag im Berichtszeitraum um 3 % unter der entsprechenden Vorjahresproduktion. Wegen der planmäßigen Neuzustellung des Hochofens Schwelgern 1 musste die Fahrweise im Stahlwerksbereich angepasst werden. Zum Teil konnte die fehlende Roheisenproduktion durch den erfolgreichen Hochlauf des im Dezember 2007 in Betrieb genommenen neuen Hochofens 8 ausgeglichen werden. Der Umsatz von Steelmaking war etwas niedriger als in der Vorjahresperiode; auf Basis gestiegener Erlöse für Lieferungen an die nachgelagerten Produktionsstufen konnte ein höherer Gewinn erzielt werden.

Industry

Die Business Unit Industry verzeichnete im 1. Halbjahr eine Umsatzausweitung, die in erster Linie aus höheren Versandmengen resultierte. Der Gewinn war insgesamt niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung in den einzelnen Profitcentern verlief dabei unterschiedlich. Im Industriekundengeschäft konnte bei weiterhin guter Marktlage der Absatz gesteigert werden. Die Erlöse blieben im Durchschnitt stabil, doch infolge der erheblich höheren Vormaterialkosten, die durch Effizienzsteigerungen nicht kompensiert werden konnten, wurde der Vorjahresgewinn deutlich unterschritten. Der Bereich Grobblech steigerte dank der sehr guten Marktverfassung den Umsatz erheblich, wobei der Anstieg ausschließlich erlösbedingt war. Das gute Vorjahresergebnis verbesserte sich nochmals signifikant. Vor allem wegen höherer Mengen konnte das zum Geschäftsjahresbeginn neu gebildete Competence Center Color/Construction seinen Umsatz ausweiten, musste aber einen Gewinnrückgang hinnehmen. Beides – weniger Gewinn und zugleich höhere Umsätze – galt auch für die europäischen Stahl-Service-Center. Vor allem das neue Stahl-Service-Center in Polen hat zusätzliches Geschäft gebracht. Insgesamt leistete die Business Unit Industry erneut den größten Beitrag zum Segmentergebnis.

Auto

In der Business Unit Auto nahm der Umsatz im 1. Halbjahr 2007/2008 wegen gestiegener Erlöse zu. In den zum 01. Januar 2008 neu verhandelten Jahreskontrakten der ThyssenKrupp Steel AG mit Automobilherstellern und -zulieferern wurden höhere Preise erreicht. Dagegen war der Absatz rückläufig. Insbesondere bei Feinblech und feuerbeschichteten Blechen ging der Versand zurück. Erlössteigerungen und die fortlaufende Umsetzung von Programmen zur Performancesteigerung konnten die höheren Kosten bei Rohstoffen und Energie nicht ausgleichen. Der Gewinn war niedriger als im Vorjahr. Tailored Blanks gelang es, den Gewinn vor allem durch konsolidierungsbedingt höhere Absatzmengen zu steigern. Mit Wirkung zum 01. März 2008 wurden die Mehrheit der Anteile und die industrielle Führung der Geschäfte der TWB-Gruppe mit Produktionsstätten in den USA und Mexiko übernommen. Unsere amerikanischen Stahl-Service-Aktivitäten verzeichneten deutliche Mengeneinbußen; hinzu kamen negative Effekte auf Grund des weiter gestiegenen Euro-Kurses, wobei die Preise in US-Dollar unverändert hoch blieben. Der Umsatz war niedriger als ein Jahr zuvor. Nach einem Verlust im Vorjahr wurde jetzt ein Gewinn erzielt. Der seit Beginn des vergangenen Geschäftsjahres zum Segment Steel gehörende Bereich Metal Forming steigerte den Umsatz. Die zunehmende Präsenz in außereuropäischen Märkten und der Türkei, aber auch die operativen Zuwächse im europäischen Markt waren hier maßgeblich. Der Bereich blieb jedoch im Verlust.

Processing

Alle in der Business Unit Processing gebündelten Aktivitäten konnten den Umsatz und insgesamt auch den Gewinn steigern. Bei Weißblech waren dafür in erster Linie gestiegene Absatzmengen ausschlaggebend, während bei Mittelband der Anstieg erlösbedingt war. Mittelband konnte das Ergebnis verbessern. Im Bereich Weißblech ging der Gewinn dagegen zurück, was im Wesentlichen auf die erheblich gestiegenen Vormaterialpreise zurückzuführen war, die nicht vollständig durch entsprechende Erlösanpassungen kompensiert werden konnten. Unverändert sehr erfreulich entwickelten sich die Elektrobandaktivitäten in einem von Nachfrageüberhang gekennzeichneten Markt. Der Umsatz nahm vor dem Hintergrund gestiegener Versandmengen und Erlöse zu, und auch der Gewinn konnte ausgebaut werden.

Stainless: Ergebnisrückgang durch niedrige Preise

Stainless in Zahlen

1. Halbjahr
2006/2007
1. Halbjahr
2007/2008
2. Quartal
2006/2007
2. Quartal
2007/2008
Auftragseingang Mio € 4.098 4.151 2.185 2.001
Umsatz Mio € 4.378 3.793 2.407 1.955
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 616 – 7 291 38
Mitarbeiter (31.03.) 12.218 12.042 12.218 12.042

ThyssenKrupp Stainless verzeichnete im 1. Halbjahr 2007/2008 eine höhere Nachfrage. Der mengenmäßige Auftragseingang stieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 40 % auf 1,1 Mio t. Allerdings war das Vorjahr durch hohe Importe, hohe Lagerbestände bei Händlern und Service-Centern und nicht zuletzt durch die Kaufzurückhaltung von Handel und Verbrauchern auf Grund des hohen Nickelpreises gekennzeichnet. Wertmäßig lagen die Auftragseingänge mit 4,2 Mrd € nur leicht über dem Vorjahreswert. Dies war insbesondere auf die niedrigeren Nickelpreise zurückzuführen, die die Edelstahlpreise deutlich sinken ließen. Nickelpreisbedingt sank auch der wertmäßige Auftragseingang bei Nickellegierungen, während er bei Titanhalbzeugen mengenbedingt kräftig zunahm.

Die Gesamtlieferungen von ThyssenKrupp Stainless lagen im Berichtszeitraum mit insgesamt rund 1,2 Mio t etwa auf Vorjahresniveau. Während Rostfrei-Warmband sowie Nickellegierungen Lieferrückgänge verzeichneten und Rostfrei-Kaltband das Vorjahresniveau erreichte, nahmen die Lieferungen von Titan deutlich zu. Der Umsatz von ThyssenKrupp Stainless gab wegen der niedrigeren Verkaufspreise um 13 % auf 3,8 Mrd € nach.

Das Segment Stainless verzeichnete im 1. Halbjahr 2007/2008 einen drastischen Ergebnisrückgang um 623 auf -7 Mio €. Dieser Einbruch beruhte im Wesentlichen auf der im 1. Geschäftsjahresquartal noch bestehenden teilweisen Unterauslastung der Werke sowie auf dem deutlich niedrigeren Basispreisniveau. Zusätzlich belasteten höhere Stromkosten bei ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni infolge der negativen Entscheidung der EU-Kommission zur Rechtmäßigkeit verlängerter Energieausgleichszahlungen. Darüber hinaus war das Ergebnis durch die wegen des starken Euro geschwächte Wettbewerbssituation bei Exporten in den US-Dollarraum beeinträchtigt. Der seit Dezember 2007 erkennbare Trend steigender Basispreise hat sich zwischenzeitlich allerdings zunehmend positiv ausgewirkt und führte zu Beginn des 2. Quartals zu einer Ergebniswende.

ThyssenKrupp Nirosta

In der Business Unit ThyssenKrupp Nirosta hat sich im 1. Halbjahr 2007/2008 bei einem stabilen Endkundengeschäft die Nachfrage aus dem Handelsbereich wieder spürbar belebt. Das ließ vor allem die Bestellmengen deutlich steigen. Auch der wertmäßige Auftragseingang erhöhte sich merklich. Beim Umsatz lag ThyssenKrupp Nirosta jedoch preisbedingt unter dem Vorjahresniveau. Bedingt durch das schwache Preisniveau sowie die zeitweise Unterauslastung der Kapazitäten im 1. Geschäftsjahresquartal sank das Ergebnis signifikant.

ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni

ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni verzeichnete im 1. Geschäftshalbjahr eine gestiegene Nachfrage nach rost-, säure- und hitzebeständigen Erzeugnissen. Insbesondere die Bestellungen der Service-Center und Händler führten zu einem höheren Auftragseingang. Der Umsatz gab im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich nach. Dies war auch auf den Produktionsverlust des Werkes Turin nach dem tragischen Brandunfall im vergangenen Dezember zurückzuführen. Die Produktion in Turin wurde inzwischen eingestellt und nach Terni verlagert. ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni wies im 1. Halbjahr 2007/2008 einen Verlust aus. Ausschlaggebend für den kräftigen Rückgang war die spürbar schwächere Verfassung des italienischen Marktes. Zusätzlich mussten höhere Stromkosten verkraftet werden, da die EU-Kommission die Rechtmäßigkeit einer Verlängerung von Energieausgleichszahlungen negativ beschieden hatte. Darüber hinaus wurde das Ergebnis durch Aufwendungen belastet, die im Zusammenhang mit der eingeleiteten Produktionsverlagerung von Turin nach Terni sowie den Auswirkungen aus dem Unglück in Turin im Dezember 2007 standen.

ThyssenKrupp Mexinox

ThyssenKrupp Mexinox erzielte trotz der Marktabschwächung in der Nafta-Region einen mengenmäßig leicht höheren Auftragseingang. Die schwächeren Erlöse verursachten allerdings einen wertmäßig niedrigeren Auftragseingang und Umsatz. Das Ergebnis gab spürbar nach.

Shanghai Krupp Stainless

Shanghai Krupp Stainless verzeichnete im 1. Halbjahr 2007/2008 deutlich höhere Bestellmengen. Neue Order kamen insbesondere aus dem Handelsbereich, der seine niedrigen Lagerbestände auffüllte. Auf Grund der gestiegenen Nachfrage wurde die Produktion ferritischer Edelstähle ausgebaut. Auftragseingang und Umsatz gaben erlösbedingt nach. Der Gewinn von Shanghai Krupp Stainless lag erheblich unter dem Vorjahreswert. Der Ergebnisrückgang war neben dem unverändert schwierigen Marktumfeld in China darauf zurückzuführen, dass die im Vorjahreshalbjahr als Werkshilfe geleisteten Lohnarbeiten für ThyssenKrupp Nirosta entfallen sind.

ThyssenKrupp Stainless International

Die schwache Marktlage auf den internationalen Edelstahlmärkten führte bei ThyssenKrupp Stainless International zu einem erheblich geringeren Auftragseingang und Umsatz. Das Ergebnis ging deutlich zurück.

ThyssenKrupp VDM

Im Bereich Nickellegierungen von ThyssenKrupp VDM blieben Auftragseingang und Umsatz auf dem Niveau des Vergleichszeitraums. Mit dem Bau einer neuen Schmiede vergrößert sich insbesondere das Produktangebot für die Luftfahrtindustrie. ThyssenKrupp VDM konnte in einem noch relativ stabilen Marktumfeld und dank einer verbesserten Ertragslage der US-Aktivitäten den Gewinn ausbauen.

Technologies: Ergebnis ausgebaut

Technologies in Zahlen

1. Halbjahr
2006/2007
1. Halbjahr
2007/2008
2. Quartal
2006/2007
2. Quartal
2007/2008
Auftragseingang Mio € 6.511 6.320 3.083 3.108
Umsatz Mio € 5.596 5.851 2.804 3.029
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 256 365 108 186
Mitarbeiter (31.03.) 53.274 53.637 53.274 53.637

Im 1. Halbjahr 2007/2008 setzte sich die gute Geschäftsentwicklung bei Technologies fort. Mit 3,1 Mrd € im 2. Quartal konnte der hohe Auftragseingang des Vorjahres wieder erreicht werden. Der Halbjahreswert lag leicht unter dem Vorjahresniveau, das durch die Einbuchung von Großaufträgen sehr positiv beeinflusst war. Auf Grund der guten Projektlage im Großanlagenbau sind weitere größere Auftragsvergaben in den folgenden Quartalen zu erwarten. Der guten Auftragsentwicklung folgend übertraf der Umsatz des 1. Halbjahres mit 5,9 Mrd € das Vorjahresniveau um 5 %, obwohl sich der Wechselkurs des US-Dollar gegenüber dem Euro negativ auswirkte. Bei einem Auftragsbestand von 15,6 Mrd € zum 31. März 2008 wird derzeit mehr als ein Jahresumsatz durch den Bestand gesichert. Der Gewinn von 365 Mio € bedeutet einen absoluten Spitzenwert und eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Hierzu trugen vor allem die gute Auftragslage bei Plant Technology, Unternehmensverkäufe und geringere Kosten in der Führungsgesellschaft bei.

Im Zuge der weiteren Optimierung des Segmentportfolios wurde im 2. Quartal 2007/2008 ein Best Owner für das Werk Ravensburg von ThyssenKrupp Drauz Nothelfer gefunden, dessen Stärken im Engineering und der Montage von Rohbauanlagen und im Werkzeugbau liegen. Bei dem Erwerber handelt es sich um die EBZ Systec GmbH, die sich auf Engineering-Dienstleistungen im Karosseriebau, Umformtechnik und Informationstechnologie spezialisiert hat. Zudem wurde im Rahmen der generellen Neuordnung des Yachtgeschäfts bei ThyssenKrupp Marine Systems ein Vertrag zum Verkauf der Werft Nobiskrug mit Sitz in Rendsburg geschlossen. Käufer ist Eagle River Capital Ltd., ein Unternehmensverbund, dessen Schwerpunkt auf Herstellung und Vertrieb von Schiffskomponenten, Engineering und Dienstleistungen sowie Facility Management liegt.

Plant Technology

Der Spezial- und Großanlagenbau von Plant Technology konnte den hohen Auftragseingang des 1. Halbjahres 2006/2007 nicht erreichen, lag aber insgesamt wieder auf einem guten Niveau. Insbesondere im Chemieanlagenbau und bei fördertechnischen Anlagen war der Vorjahreszeitraum durch die Einbuchung von Großaufträgen sehr positiv beeinflusst. Der Zementanlagenbau erzielte nahezu das hohe Niveau des Vorjahres. Insgesamt wird die gute Auftrags- und Projektlage von Plant Technology nach wie vor durch die hohen Rohstoff- und Energiepreise sowie eine weltweit hohe Nachfrage nach Zement begründet. Auf Grund des stark angestiegenen Auftragsbestands und der Auftragseingänge wurde der hohe Halbjahresumsatz des Vorjahres in allen Bereichen deutlich übertroffen. Dank der guten Geschäftsentwicklung konnte Plant Technology das hohe Gewinnniveau des Vorjahreszeitraums nochmals deutlich steigern. Die positive Entwicklung wird generell von den globalen Megatrends in den Sektoren Klima, Umwelt, Energie und Infrastruktur getragen, für die intelligente Produkte und Lösungen angeboten werden.

Marine Systems

Marine Systems verbuchte im 1. Halbjahr 2007/2008 einen geringeren Auftragseingang. Während das Reparatur- und Servicegeschäft weiterhin eine sehr hohe Nachfrage verzeichnete, konnten die übrigen Bereiche, im Wesentlichen wegen Projektverschiebungen, die Vorjahreswerte nicht erreichen. Der Umsatz der Business Unit lag insgesamt leicht unter dem Vorjahresniveau. Deutlichen Zuwächsen im Reparatur- und Servicegeschäft standen geringere Umsätze im Über- und Unterwasserschiffbau gegenüber. Marine Systems erwirtschaftete einen Gewinn, der unter dem des Vorjahres lag. Höhere Ergebnisse im Reparatur- und Servicebereich konnten Rückgänge im Überwasserschiffbau nicht ganz kompensieren.

Mechanical Components

Positiv entwickelte sich in der Business Unit Mechanical Components die Nachfrage für Hightech-Komponenten für die Automobil- und Maschinenbauindustrie. Trotz des Verkaufs der Präzisionsschmiede, der rückläufigen Nachfrage bei den nordamerikanischen Gießereien und des schwachen US-Dollarkurses stieg der Auftragseingang. Auch der Umsatz nahm leicht zu. Insbesondere im Geschäft mit Großwälzlagern und Ringen für die Windenergiebranche wuchs die Nachfrage anhaltend. Mechanical Components erreichte einen Gewinn, der deutlich über dem Wert des Vorjahreszeitraums lag. Wesentlich hierfür waren die gute Geschäftsentwicklung bei Großwälzlagern und Ringen sowie der Ertrag aus der Unternehmensveräußerung.

Automotive Solutions

In der Business Unit war die Auftragseingangs- und Umsatzentwicklung durch einen deutlichen Zuwachs im Geschäft mit Achsmodulen, Lenkungen, Karosserierohbauanlagen, Werkzeugen und Montagesystemen gekennzeichnet. Automotive Solutions erzielte im 1. Halbjahr 2007/2008 einen Gewinn in Höhe des Vorjahres. Dabei konnte der Gewinn im Bereich Dämpfer, Federn und Achsmodule nicht ganz das Vorjahresniveau erreichen, das durch einen Veräußerungsgewinn im 2. Quartal 2006/2007 positiv beeinflusst war. Dagegen stiegen die Gewinne im Geschäft mit Lenksäulen und -systemen.

Transrapid

Transrapid wies bei einem Umsatz in Vorjahreshöhe einen leichten Gewinn aus.

Elevator: Weiterhin auf Wachstumskurs

Elevator in Zahlen

1. Halbjahr
2006/2007
1. Halbjahr
2007/2008
2. Quartal
2006/2007
2. Quartal
2007/2008
Auftragseingang Mio € 2.610 2.930 1.311 1.464
Umsatz Mio € 2.171 2.348 1.088 1.164
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € – 293 209 – 390 90
Mitarbeiter (31.03.) 37.758 40.873 37.758 40.873

Elevator hat im 1. Halbjahr des Berichtsjahres seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Sowohl das Auftragseingangs- als auch das Umsatzvolumen konnten trotz negativer Wechselkurseffekte und des Preis- und Margendrucks im Vergleich zum Vorjahr deutlich ausgeweitet werden. Der Auftragseingang stieg um 12 % auf 2,9 Mrd €. Der Umsatz nahm um 8 % auf nunmehr 2,3 Mrd € zu. Im gleichen Zeitraum erzielte Elevator einen Gewinn von 209 Mio €. Operativ, d.h. ohne die EU-Kartellstrafe von rund 480 Mio €, wurde das Ergebnis des Vorjahres um 12 % übertroffen.

Central/Eastern/Northern Europe

Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe konnte das Auftragseingangs- und Umsatzniveau des Vorjahres deutlich übertreffen. In Frankreich entwickelte sich das Geschäftsvolumen wegen des weiterhin sehr erfreulichen Modernisierungsgeschäfts positiv. In Deutschland, in den Benelux-Staaten sowie in Nord- und Osteuropa wurden die Geschäftsaktivitäten ebenfalls weiter ausgebaut. Lediglich in Großbritannien ging der Umsatz zurück. Der Gewinn der Business Unit lag – ohne Berücksichtigung der damaligen EU-Kartellstrafe – auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Ergebnissteigerungen in Deutschland und Frankreich wurden durch Ergebnisrückgänge in Großbritannien aufgezehrt.

Southern Europe/Africa/Middle East

Die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East weitete den Auftragseingang und Umsatz im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich aus. Diese positive Entwicklung ging im Wesentlichen auf die Aktivitäten in Spanien und Italien zurück. Während in Spanien das Geschäft sowohl im Neuanlagen- als auch im Dienstleistungsgeschäft weiter expandierte, wurde das Wachstum in Italien vor allem von den neuerworbenen Gesellschaften getragen. Auch der Gewinn der Business Unit erhöhte sich beträchtlich. Hierzu trugen insbesondere die spanischen Aktivitäten bei.

Americas

Trotz stark negativer Wechselkurseffekte hat die Business Unit Americas das sehr gute Auftragseingangsniveau des Vorjahres erheblich übertroffen und den Umsatz leicht gesteigert. Die positive Entwicklung war insbesondere auf die nordamerikanischen Aktivitäten zurückzuführen. Das Geschäft in Brasilien entwickelte sich ebenfalls sehr erfreulich und übertraf die konstante Entwicklung in den übrigen Ländern Lateinamerikas. Der Gewinn der Business Unit lag trotz der negativen Wechselkursentwicklung erneut über dem Niveau des Vorjahres.

Asia/Pacific

Die Business Unit Asia/Pacific konnte trotz ebenfalls negativer Wechselkurseffekte den Auftragseingang spürbar und den Umsatz leicht steigern. Zu der guten Geschäftslage trug maßgeblich das unverändert starke Wachstum im Neuanlagenbereich in China bei. In Korea blieben Auftragseingang und Umsatz hingegen unterhalb des Vorjahresniveaus. Im Gegensatz zum Vorjahr erzielte die Business Unit im 1. Halbjahr 2007/2008 einen Verlust. Ursache hierfür waren im Wesentlichen Aufwendungen für die Restrukturierung der koreanischen Aktivitäten.

Escalators/Passenger Boarding Bridges

In der Business Unit lagen sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz unter dem Vorjahreswert. Das Fahrtreppengeschäft steigerte den Auftragseingang leicht, während der Umsatz konstant blieb. Das Fluggastbrückengeschäft lag bei Auftragseingang und Umsatz, bedingt durch periodische Verschiebungen von Großaufträgen, deutlich hinter dem jeweiligen Vorjahreswert zurück. Die Business Unit erwirtschaftete insgesamt ein negatives Ergebnis. Während die Fahrtreppenaktivitäten Gewinn erzielen konnten, kam es bei den Fluggastbrücken zu einem Verlust.

Accessibility

Die Business Unit Accessibility setzte ihren Expansionskurs erfolgreich fort. Die europäischen Geschäftsaktivitäten wurden erheblich ausgeweitet und konnten den Rückgang in den USA, hervorgerufen durch die Krise beim Einfamilienhausbau, deutlich überkompensieren. Der Gewinn des Vorjahreszeitraums wurde ebenfalls leicht ausgebaut.

Services: Leichter Aufwärtstrend spürbar

Services in Zahlen

1. Halbjahr
2006/2007
1. Halbjahr
2007/2008
2. Quartal
2006/2007
2. Quartal
2007/2008
Auftragseingang Mio € 8.799 8.273 4.592 4.322
Umsatz Mio € 8.306 8.099 4.334 4.232
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 332 267 140 135
Mitarbeiter (31.03.) 43.411 46.318 43.411 46.318

Das Segment Services erzielte im 1. Halbjahr 2007/2008 einen Umsatz von 8,1 Mrd €, das waren 3 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Gewinn blieb mit 267 Mio € unter dem Rekordwert von 2006/2007. Nachdem im 1. Quartal noch ein Rückgang von 60 Mio € zu verzeichnen war, lag das Ergebnis des 2. Quartals lediglich um 5 Mio € unter dem Vorjahreswert.

Materials Services International

Die Business Unit Materials Services International verzeichnete im 1. Halbjahr eine insgesamt stabile Nachfrage und konnte das Umsatzniveau des Vorjahres durch die Einbeziehung der neuerworbenen Gesellschaften Ferostav und Apollo Metals knapp übertreffen. Der Druck auf die Verkaufspreise hat mit Beginn des 2. Quartals nachgelassen; dies galt für die meisten Produktgruppen. Der massive Preisverfall bei Edelstahl konnte zum Ende des 1. Quartals gestoppt werden, allerdings liegt das Preisniveau unter dem des Vorjahres. Im Kunststoffgeschäft blieben die Umsätze trotz milder Witterung hinter den Erwartungen zurück. Auf dem osteuropäischen Markt, der von einem äußerst hohen Wettbewerbsdruck geprägt wird, haben sich Nachfrage und Preise im Verlauf des Berichtszeitraums wieder verbessert. Der Gewinn von Materials Services International lag wegen der deutlich geringeren Margen nennenswert unter dem des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Die Business Unit ist aber unverändert der ergebnisstärkste Bereich des Segments.

Materials Services North America

Die Abkühlung der US-Konjunktur hat die Entwicklung auf dem nordamerikanischen Werkstoffmarkt beeinflusst. Während im 1. Halbjahr 2007/2008 die Nachfrage aus dem verarbeitenden Gewerbe und der Investitionsgüterindustrie – den Hauptkunden der Business Unit – noch befriedigend war, fragten die Automobilindustrie und die Bauindustrie deutlich weniger nach. Besonders betroffen waren Flachund Edelstahlprodukte, während NE-Metalle unverändert auf gutem Niveau nachgefragt wurden. Die Gesamtsituation wurde von einem hohen Margen- und Wettbewerbsdruck begleitet. Hinzu kam die starke Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro, so dass die Business Unit einen Umsatz- und vor allem einen Gewinnrückgang verzeichnete.

Industrial Services

Die Business Unit Industrial Services steigerte den Umsatz durch eine verbesserte Auslastungs- und Auftragslage leicht. Dies galt insbesondere für die Kundenbranchen Maschinenbau und Energiewirtschaft in Deutschland sowie für die Regionen Brasilien und Nordamerika. Trotz der Abwertung des US-Dollar wurde das Vorjahresniveau in Nordamerika erreicht. Bedingt durch Einmaleffekte lag das Ergebnis der Business Unit noch knapp unter dem Vorjahreswert, operativ stieg der Gewinn jedoch weiter an.

Special Products

Special Products hat den sehr guten Umsatzwert des Vorjahres wieder erreicht. Einbußen infolge eines reduzierten internationalen Walzstahlgeschäfts wurden durch hohe Nachfrage und verbesserte Preise bei metallurgischen Rohstoffen, Koks und Mineralien überkompensiert. Auch im Bereich Technik legte der Umsatz im 2. Quartal zu. Insbesondere wegen der Entwicklung des Rohstoffgeschäfts konnte die Business Unit das Rekordergebnis des Vorjahres noch einmal deutlich übertreffen.

Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie inaktive Gesellschaften, die einzelnen Segmenten nicht zugeordnet werden können. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und verwertet werden. Darüber hinaus wurde hier der Auslaufbereich von ThyssenKrupp Budd zugeordnet. Wegen der zwischenzeitlich erfolgten Veräußerung der Aktivitäten dieses Bereichs ist der Corporate-Umsatz gegenüber dem 1. Halbjahr des Vorjahres zurückgegangen.

Das Ergebnis von Corporate lag im 1. Halbjahr 2007/2008 bei -181 Mio €. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Geschäftsjahr 2006/2007 ist das eine Veränderung um -45 Mio €. Während das Vorjahr durch positive Ergebnisse im Zusammenhang mit dem Abgang der Aktivitäten von ThyssenKrupp Budd begünstigt war, ist das Ergebnis des Betrachtungszeitraums durch die Marktbewertung des Cross-Currency-Swaps belastet. Gegenläufig wirkte die positive Entwicklung bei den Risikovorsorgen für Grundstücksaltlasten im Bereich Real Estate.

Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne.

ThyssenKrupp Aktie

Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2007/2008 war die Kursentwicklung der ThyssenKrupp Aktie im Wesentlichen durch die Finanzkrise in den USA sowie die sich abzeichnende Konjunkturabschwächung beeinflusst. Wie auch die Vergleichsindizes hat die ThyssenKrupp Aktie etwas mehr als 17 % an Wert verloren. Im Kalenderjahr 2008 hat die Aktie bis jetzt jedoch sowohl DAX als auch DJ STOXX in der Wertentwicklung deutlich übertroffen.

ThyssenKrupp DJ STOXX Basic Materials DAX DJ STOXX

Aktienrückkauf

Die ThyssenKrupp AG hat im Zeitraum vom 01. Februar bis 07. März 2008 14.791.100 Stück Aktien oder rund 2,9 % des Grundkapitals zu einem Durchschnittskurs von 35,34 € zurückgekauft. Dies entsprach einem Gesamtbetrag von rund 523 Mio €. Grundlage war ein Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Januar 2008, der die ThyssenKrupp AG ermächtigt, eigene Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 17. Juli 2009.

Nach dem Rückkauf im Februar/März 2008 hält die ThyssenKrupp AG 40.515.552 eigene Aktien oder rund 7,9 % des Grundkapitals. Darin sind auch Aktien enthalten, die im Juli/August 2006 zurückgekauft worden waren. Der Gesellschaft stehen aus diesen Aktien keine Rechte zu.

Der Free Float (Streubesitz), der in der Regel bei der Gewichtung der ThyssenKrupp Aktie in den Indizes berücksichtigt wird, beträgt 67,03 % des Grundkapitals.

Basisinformationen zur Börsennotiz

Die ThyssenKrupp Aktie ist seit dem 25. März 1999 an den folgenden Börsenplätzen notiert:

Stammdaten der Thyss enKrupp Aktie
---------------------- -- --------------- --
Wertpapier-Kenn-Nummern
Börsenplätze
Deutschland Frankfurt (Prime Standard), Düsseldorf DE 000 750 0001
International Stock
Identification Number (ISIN)
Großbritannien London Stock Exchange 5636927
Kürzel
Börsen Frankfurt, Düsseldorf TKA
London THK
Reuters Börse Frankfurt TKAG.F
Xetra-Handel TKAG.DE
Bloomberg TKA GR

Innovationen

Innovationskraft erhöht

Um das Leistungspotenzial unserer Produkte und Fertigungsprozesse weiter zu steigern, haben die Mitarbeiter in den Entwicklungszentren und -abteilungen aller Segmente zahlreiche Innovationsund Forschungsprojekte umgesetzt. Sie arbeiteten eng mit Kunden und externen Wissenschaftlern zusammen.

Der neue Korrosionsschutz EcoProtect mit 1 % Magnesium erweitert das Programm für Feinbleche mit Zink-Magnesium-Beschichtung. Der neue Überzug, der vom Dortmunder OberflächenCentrum entwickelt wurde, schützt besser gegen Korrosion, so dass bei gleicher Wirkung eine dünnere Beschichtung ausreicht. Auch in Kombination mit einer organischen Bandbeschichtung zeigen sich deutliche Vorteile der neuen Zink-Magnesium-Legierung. Die regelmäßigen Probefertigungen verliefen erfolgreich. Vor allem die Automobilindustrie ist an diesen korrosionsgeschützten Feinblechen interessiert. Daraus hergestellte Komponenten sollen stückverzinkte Bauteile in der Produktion ersetzen.

Neuentwickelte hochumformfähige Stähle für Verpackungen erfüllen optimal die Kundenwünsche nach anspruchsvollen Designs und markenindividuellen Formen. Diese High-Formability-Stahlgüten werden speziell für komplexe Tiefziehprodukte und Dosen eingesetzt. Das extrem leistungsfähige Material senkt zudem die Kosten für Standard-Tiefziehanwendungen. Kanten und Rundungen der Verpackungen bleiben faltenfrei und erhöhen die Attraktivität der Produkte. Die Markteinführung wird derzeit vorbereitet; aktuell finden Versuche bei ausgewählten Kunden statt.

Der nach wie vor relativ hohe Nickelpreis verstärkt die Nachfrage nach rostfreien Werkstoffen, die niedrigere und insbesondere weniger volatile Preise haben als die heute noch standardmäßigen Chrom-Nickel- und Chrom-Nickel-Molybdän-Stähle. Im Segment Stainless wurde eine Reihe von Werkstoffalternativen für unterschiedliche Anwendungen entwickelt, die mit großem Interesse vom Markt angenommen werden.

Vielfältige Innovationen ergeben sich für unsere Kunden, seit die Konzepte für Tailored Strips und Tailored Blanks aus dem Qualitätsstahlbereich auch auf nichtrostenden Stahl übertragen werden. Solche maßgeschneiderte Werkstoffkombinationen sparen Kosten und verbessern die Bauteileigenschaften. Gegenwärtig wird eine Kombination von Edelstahl und Qualitätsstahl entwickelt, die im Automobilbau besonders leichte Bauteile ermöglicht.

Für die Zement- und Bergbauindustrie hat Technologies ein richtungsweisendes Mahl- und Aufbereitungssystem entwickelt, das sich durch hervorragende Betriebswerte auszeichnet und gleichzeitig den gesamten Mahlvorgang vereinfacht. Neben einer sehr kompakten Bauweise verbraucht das inzwischen marktreife System wesentlich weniger Energie als herkömmliche Anlagen und unterstützt somit den Umweltschutz durch eine Reduzierung der CO2 -Bilanz. Für den Markt ist das System äußerst attraktiv, es liegen inzwischen mehrere Aufträge und zahlreiche Anfragen vor.

Ebenfalls auf großes Kundeninteresse stieß eine Lösung unserer Ingenieure, die Montage von Nockenwellen im Motor zu vereinfachen. Bei den gebauten Nockenwellen, die nach dem neuen Presta-Verfahren hergestellt werden, werden neben den Nocken gleichzeitig auch die Lagerböcke integriert. Somit erhalten unsere Kunden ein komplett einbaufähiges Nockenwellenmodul.

Aufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige von ThyssenKrupp Elevator werden in zahlreichen architektonisch herausragenden Bauwerken rund um die Welt eingesetzt. Allein 318 neue Anlagen werden in Gebäuden in Peking und Qingdao für den Transport der Sportler und Gäste während der Olympischen Spiele 2008 in China sorgen. In Barcelona (Spanien) erhält die ehemalige Stierkampfarena "Las Arenas", die zurzeit in ein Einkaufs- und Freizeitcenter umgebaut wird, 25 Fahrtreppen und 13 Aufzüge von ThyssenKrupp. Dazu zählen sechs kundenindividuell konzipierte Panoramaaufzüge, die sowohl innerhalb des Gebäudes als auch an der Außenfassade installiert werden. Sechs TWIN-Systeme mit insgesamt zwölf Kabinen werden künftig in einem 105 m hohen, gläsernen Büroturm in Utrecht (Niederlande) zur schnellen Personenbeförderung beitragen. Eine neue Anwendung ist der Einsatz von uns entwickelter Betten-TWIN-Aufzüge in London, mit denen das Royal London Hospital den schnellen und sensiblen Patiententransport sicherstellen will.

Mitarbeiter

Neue Arbeitsplätze geschaffen

ThyssenKrupp beschäftigte am 31. März 2008 weltweit 195.828 Mitarbeiter, das waren 4.478 bzw. 2,3 % mehr als am Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Insbesondere die Segmente Services und Elevator haben bedingt durch die Geschäftserweiterung die Zahl der Mitarbeiter erhöht. Im Segment Steel wurde durch den Ausbau der Kapazitäten in Brasilien und den USA eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze geschaffen.

In Deutschland fiel die Mitarbeiterzahl auf 83.660. Der Rückgang um 1,6 % ist vor allem auf die Veräußerung von Unternehmensteilen zurückzuführen. In den übrigen Ländern erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter um 5,5 % auf 112.168. Ende März 2008 hatten damit 57 % der Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz außerhalb Deutschlands. Im europäischen Ausland waren 23 % der Mitarbeiter beschäftigt, im Nafta-Raum 16 %. In Südamerika waren 8 % und in Asien, insbesondere in China und Indien, sowie den übrigen Regionen 10 % unserer Mitarbeiter tätig.

Ausgezeichnete Ideen

Für bessere Produkte und Produktionsverfahren haben sich ThyssenKrupp Mitarbeiter allein in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres über 100.000 Ideen und Verbesserungsvorschläge einfallen lassen. Den wichtigsten Verbesserungsvorschlag machte ein Betriebstechniker im Segment Steel, der Änderungen an den Rollenherdöfen der Gießwalzanlage in Duisburg vorschlug. Durch Energieeinsparungen und eine längere Haltbarkeit der Rollen lassen sich jährlich über 2 Mio € einsparen. Der Betriebstechniker erhielt als Prämie einen namhaften Euro-Betrag – die bisher höchste Prämie für Verbesserungsvorschläge.

Zur Förderung des Ideenmanagements fand vom 01. Oktober bis 31. Dezember 2007 der ThyssenKrupp best-Ideenwettbewerb statt, dessen Ergebnisse jetzt vorliegen. Rund 5.700 Teilnehmer und Teams haben insgesamt 15.604 Verbesserungs- und Projektvorschläge gemacht. Die internationale Beteiligung war hoch: Jede zweite Idee kam von ausländischen Konzernunternehmen. Die Teilnehmer konnten 75 attraktive Hauptpreise, darunter fünf Pkws, gewinnen.

Finanz- und Vermögenslage

Analyse der Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".

Aus der operativen Geschäftstätigkeit ergab sich im Berichtszeitraum ein Mittelzufluss in Höhe von 833 Mio € nach -68 Mio € im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Verbesserung des Operating Cash-Flow um 901 Mio € resultierte im Wesentlichen aus dem verringerten Aufbau des Working Capital.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich um 714 Mio € auf 1.783 Mio €. Ursachen hierfür waren insbesondere die um 441 Mio € auf 1.689 Mio € gestiegenen Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, die im Wesentlichen die Errichtung des Stahlwerks in Brasilien betrafen, sowie die um 136 Mio € erhöhten Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften. Gleichzeitig verminderten sich die Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachlagen und von bislang konsolidierten Gesellschaften um insgesamt 144 Mio €.

Der Free Cash-Flow, d.h. die Summe aus Operating Cash-Flow und Cash-Flow aus Investitionstätigkeit, verbesserte sich somit im Berichtsquartal um 187 Mio € auf -950 Mio €.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit 700 Mio € auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Im Vergleich zum Vorjahr stand einer gestiegenen Nettoaufnahme von verzinslichen Finanzverbindlichkeiten ein um 96 Mio € höherer Anstieg der Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien und für Dividendenzahlungen gegenüber.

Analyse der Bilanzstruktur

Insgesamt verringerte sich die Bilanzsumme gegenüber dem 30. September 2007 um 218 Mio € auf 37.856 Mio €. Hierin ist ein wechselkursbedingter Rückgang von 677 Mio € enthalten.

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 780 Mio € auf 16.165 Mio € an. Umrechnungsbedingten Rückgängen von 318 Mio € standen insbesondere deutliche Zugänge im Sachanlagevermögen gegenüber, hauptsächlich als Folge des Baufortschritts des Stahlwerks in Brasilien.

Die Vorräte erhöhten sich trotz eines wechselkursbedingten Rückgangs von 181 Mio € insgesamt um 98 Mio € auf 8.962 Mio €. Im Segment Stainless ergab sich ein Rückgang der Vorräte um 359 Mio €; Ursachen hierfür waren neben Wechselkurseffekten mengen- und preisbedingte Rückgänge. Auf Grund der Geschäftsentwicklung ergaben sich höhere Vorräte in den Segmenten Steel, Technologies sowie Elevator. Darüber hinaus erhöhten sich im Segment Services die Vorräte unter Berücksichtigung von wechselkursbedingten Rückgängen insgesamt um 234 Mio € insbesondere als Folge verzögerter Kundenabrufe und der Erstkonsolidierung der Apollo-Gruppe.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 7.561 Mio € unter Berücksichtigung eines wechselkursbedingten Rückgangs von 199 Mio € auf dem Niveau des Bilanzstichtags 30. September 2007. Umsatzbedingten Erhöhungen standen gestiegene Kundenzahlungen im Anlagen- und Schiffbau im Segment Technologies gegenüber. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verzeichneten einen Rückgang um 166 Mio €. Dieser Rückgang war neben Wechselkurseffekten hauptsächlich stichtagsbedingt und betraf das Segment Steel. Der im Berichtszeitraum eingetretene Anstieg der sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte um 420 Mio € auf 1.939 Mio € beruhte mit 282 Mio € insbesondere auf erhöhten Vorauszahlungen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich insgesamt um 1.688 Mio € auf 1.970 Mio €. Die Abnahme resultierte im Wesentlichen aus dem bedingt durch die hohe Investitionstätigkeit negativen Free Cash-Flow (950 Mio €) und aus weiteren Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb eigener Aktien (523 Mio €) sowie Dividendenausschüttungen (660 Mio €).

Der Rückgang des Eigenkapitals um 660 Mio € auf 9.787 Mio € enthält einen Anstieg in Höhe des im Berichtszeitraum erzielten Periodenüberschusses von 937 Mio €. Dividendenzahlungen (660 Mio €), der Erwerb eigener Aktien (523 Mio €) sowie direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen vor Steuern im Zusammenhang mit der Währungsumrechnung (337 Mio €) sowie unrealisierten Verlusten aus derivativen Finanzinstrumenten (146 Mio €) führten zu entsprechenden Minderungen des Eigenkapitals.

Die Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 209 Mio € resultierte hauptsächlich aus Wechselkurseffekten. Die kurz- und langfristigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt um 480 Mio €; die Zunahme stand insbesondere im Zusammenhang mit der Finanzierung des negativen Free Cash-Flows. Der Anstieg der sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten um 376 Mio € auf 7.480 Mio € ergab sich im Wesentlichen aus den um 561 Mio € erhöhten erhaltenen Anzahlungen sowie aus einem Abbau der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen um 179 Mio €.

Risikobericht

Dank unseres systematischen und wirksamen Risikomanagementsystems sind die Risiken begrenzt und überschaubar. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. Die leistungswirtschaftlichen Risiken werden gut gesteuert. Dazu gehört auch ein intensives Projektcontrolling bei unseren Großprojekten. Steigenden Materialpreisen, insbesondere bei Erz und Kohle, begegnen wir mit einer Weitergabe der Kosten in unseren Produktpreisen und dem Einsatz alternativer Beschaffungsquellen. Die Markt- und Konjunkturrisiken aus regionalen Preis- und Mengenentwicklungen sind durch die weltweite Präsenz des Konzerns begrenzt. Darüber hinaus reduziert unsere stark differenzierte Produkt- und Kundenstruktur mögliche Absatzrisiken. Bisher sind die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Finanzierungen von ThyssenKrupp unwesentlich geblieben; auch die Finanzierung unseres Investitionsprogramms für das laufende Geschäftsjahr steht auf einer gesicherten Grundlage. Durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente steuern wir unsere finanzwirtschaftlichen Risiken. Die Aussagen des Risikoberichts im Geschäftsbericht 2006/2007 gelten weiterhin.

Über schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche sowie sonstige Risiken berichten wir unter Anhang-Nr. 06.

Nachtrags-, Chancen- und Prognosebericht

Besondere Ereignisse nach dem Stichtag

Die zwischen dem Stichtag des 1. Halbjahres (31. März 2008) und der Freigabe des Berichts zur Veröffentlichung (08. Mai 2008) eingetretenen besonderen Ereignisse sind unter Anhang-Nr. 12 im Zwischenabschluss dargestellt.

Weltwirtschaft mit schwächerem Wachstum

Die globale Konjunktur wird sich 2008 insgesamt abkühlen. Das Wachstum des Welt-Bruttoinlandsprodukts fällt mit knapp 4 % gegenüber dem Vorjahr schwächer aus. Die Risiken für eine stärkere Abschwächung haben auf Grund der anhaltenden Finanzmarktkrise und weiter gestiegener Rohstoffund Ölpreise zugenommen.

In den USA ist frühestens im Verlauf des 2. Halbjahres 2008 mit einem Ende der konjunkturellen Stagnation zu rechnen. Dazu dürften auch geld- und finanzpolitische Impulse beitragen, die den privaten Verbrauch und die Investitionen der Unternehmen stützen. Die Wirtschaft im Euroraum und in Deutschland wird dank einer soliden Entwicklung im industriellen Sektor zunächst weiter expandieren, aber mit abnehmender Dynamik. Im späteren Verlauf des Jahres dürfte das langsamere globale Wachstum die gesamtwirtschaftliche Produktion dämpfen. In Deutschland wird 2008 arbeitsmarktbedingt ein steigender privater Verbrauch erwartet, während sich die Exportdynamik wegen der währungs- und weltwirtschaftlichen Entwicklung abschwächt. Nur unwesentlich wird die hohe Wachstumsdynamik in den sich entwickelnden Ländern in Asien sowie in Mittel- und Osteuropa nachgeben.

In den wichtigen Märkten gehen wir von folgenden Entwicklungen und Chancen für ThyssenKrupp aus:

  • Der Weltstahlmarkt wird sich weiterhin günstig entwickeln. Unverändert rechnen wir im Jahr 2008 mit einer Zunahme der globalen Stahlmarktversorgung um knapp 7 %. Das Wachstum wird weiter in hohem Maß von China und anderen Schwellenländern getragen werden, aber auch die meisten übrigen Regionen dürften eine anhaltend positive Entwicklung aufweisen. Für das laufende Jahr gehen wir von einem entsprechenden Anstieg der Weltrohstahlproduktion auf 1,43 Mrd t aus. In unserem europäischen Kernmarkt, der relativ robust bleibt, deuten alle Anzeichen auf einen weiter steigenden Stahlverbrauch hin, wenn auch die hohen Wachstumsraten der beiden Vorjahre unterschritten werden. Die Stahlpreisentwicklung wird weiterhin maßgeblich von den hohen Rohstoffund Energiekosten bestimmt. Für das Lieferjahr 2008/2009 schlagen für die europäischen Produzenten Preissteigerungen für Feinerz von 65 % und für Pellets von fast 87 % zu Buche. Die Preise für hochwertige Kokskohle australischer Provenienz erhöhen sich sogar um 200 %.
  • Die weltweite Nachfrage nach Edelstahl-Rostfrei-Flachprodukten ist nach wie vor ungebrochen; der globale Verbrauch von RSH-Kaltflachprodukten wird im Jahr 2008 – nach einem leichten Rückgang im Vorjahr – voraussichtlich um rund 8 % wachsen. Für Europa wird nach einem Rückgang im Vorjahr wieder ein Wachstum von über 3 % prognostiziert, während der Nafta-Raum um bis zu 2 % wachsen wird. Die Nachfrage nach Hochleistungswerkstoffen wie Nickellegierungen und Titan wird temporär gebremst, weil sich der Bedarf infolge der verzögerten Auslieferung der Großraumflugzeuge Airbus A380 und Boeing B787 verschiebt.

  • Die Fahrzeugproduktion wird 2008 weltweit weiter expandieren. Der Zuwachs kommt überwiegend aus den sich entwickelnden Ländern Asiens und den Staaten Mittel- und Osteuropas. In den USA wird die schwache Nachfrage auch in diesem Jahr anhalten und die Produktion merklich zurückgehen lassen. Japan und Westeuropa dürften die Vorjahreszahlen knapp erreichen. Der deutsche Fahrzeugbau wird mit rund 6 Mio Personen- und Nutzfahrzeugen nahezu an die Rekordproduktion von 2007 anknüpfen können.

  • Im Maschinenbausektor wird sich 2008 die globale Produktionsdynamik im Zuge der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abschwächen. In den USA ist wegen der niedrigeren Inlandsnachfrage mit einem Rückgang zu rechnen. Für den deutschen Maschinenbau einschließlich des Großanlagenbaus zeichnet sich auf Grund eines guten Auftragspolsters ein weiteres Wachstum ab; die Zuwächse fallen allerdings geringer aus als im Vorjahr. Unverändert positiv bleibt die Lage für den Maschinenbau in China.
  • In der Bauwirtschaft setzen auch 2008 vor allem die Emerging Markets in Asien sowie in Mittelund Osteuropa die Wachstumsimpulse. In den USA ist dagegen wegen der Nachfrageschwäche im privaten Wohnungsbau mit einem leichten Rückgang zu rechnen. Für die deutsche Bauindustrie ist ein moderater Aufschwung zu erwarten, der vom Wirtschaftsbau, aber auch vom öffentlichen Bau getragen wird.

Ausblick stabil

Ergebnis und Umsatz: Zurzeit verzeichnen wir in Teilen einzelner Business Units unseres US-Geschäfts – Mechanical Components, Materials Services North America – erste Auswirkungen der Eintrübung der Konjunkturperspektiven. Gleichzeitig belasten die gestiegenen Rohstoffpreise stärker als erwartet. Dennoch können wir unsere Erwartungen für das Geschäftsjahr 2007/2008 bestätigen. Wir planen unverändert ein Ergebnis vor Steuern – vor Sondereffekten, unter anderem Vorlaufkosten für die Stahlwerke in Brasilien und den USA – von über 3 Mrd €. Zudem gehen wir nach derzeitigem Stand von einem Umsatz in Höhe von insgesamt 53 Mrd € aus.

Bei den Erwartungen für das Konzernergebnis ist zu berücksichtigen, dass wir im Segment Steel die stark gestiegenen Rohstoffkosten – insbesondere bei Eisenerz und Kokskohle – auf Grund unserer Kontraktstruktur im laufenden Geschäftsjahr nicht in vollem Umfang an unsere Kunden weitergeben können. Die Nachfrage nach unseren Stahlprodukten entwickelt sich sehr erfreulich, was sich bei kurzfristigeren Kontrakten auch in entsprechend steigenden Preisen äußert und unsere Erwartungen eines weiteren guten Stahljahres bestätigt.

Im Segment Stainless stabilisieren sich die Basispreise weiter. Die Nachfrage unserer Endkunden ist gut, die Service-Center agieren derzeit etwas verhaltener. Inzwischen erwarten wir für die zweite Hälfte des Berichtsjahres einen positiven Ergebnisbeitrag des Segments. Auf Grund des schwachen US-Dollar sind erste Anzeichen einsetzender Importe aus dem US-Dollar-Raum zu erkennen, die die weitere Erholung der Preise in der zweiten Jahreshälfte dämpfen könnten.

Bei Technologies profitieren wir insbesondere vom Aufbau der Infrastruktur und der Urbanisierung in den Wachstumsregionen der Welt. Unser hoher Auftragsbestand, der bis weit in die Folgejahre reicht und eine steigende Ergebnisqualität verzeichnet, verleiht uns große Planungssicherheit.

Das Segment Elevator leistet dank seines hohen Dienstleistungsanteils nach wie vor einen sehr stabilen Ergebnisbeitrag.

Services profitiert vom steigenden Materialbedarf in den Wachstumsregionen. Durch die weiter stark zunehmenden Roh- und Werkstoffpreise erwarten wir in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres einen überproportionalen Ergebnisbeitrag.

Für 2008/2009 erwarten wir eine weiterhin positive Umsatzentwicklung, sofern nicht unvorhersehbare konjunkturelle Einbrüche unsere Geschäfte beeinträchtigen. Eine positive Umsatzentwicklung wird sich auch im Ergebnis niederschlagen.

Mittelfristig streben wir für ThyssenKrupp ein Umsatzniveau von 60 Mrd € an; gleichzeitig soll das Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten nachhaltig 4 Mrd € erreichen. Längerfristig, insbesondere nach der Inbetriebnahme der Stahlwerke von Steel und Stainless in Nordamerika sowie der Investitionen der anderen Segmente in weiteren Regionen, erwarten wir einen Umsatz in der Größenordnung von 65 Mrd € und ein Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten von 4,5 bis 5,0 Mrd €.

Mitarbeiter: Bis Ende des Geschäftsjahres wird die Belegschaft nach unseren Planungen auf mehr als 198.000 Mitarbeiter steigen. Die Zunahme dürfte wegen der weiteren Internationalisierung des Unternehmens in erster Linie in unseren ausländischen Betrieben stattfinden; entsprechend wird sich der Auslandsanteil an der Belegschaft erhöhen.

Innovationen: Für das Berichtsjahr gehen wir von Innovationsaufwendungen in Höhe von mehr als 800 Mio € aus. Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Produkten und Herstellungsverfahren im Bereich neuer Werkstoffe und Industriegüter. Darüber hinaus wird auch das Angebot im Dienstleistungsbereich stetig weiterentwickelt. Um die Innovationskraft des Konzerns weiter zu steigern, wollen wir verstärkt Naturwissenschaftler und Ingenieure einstellen.

Beschaffung: Die Versorgung mit Rohstoffen sowie sonstigen Produkten und Dienstleistungen ist gesichert, auch wenn sich bei Rohstoffen die gestiegenen Preise in höheren Materialaufwendungen niederschlagen werden. Bei Erz und Kokskohle, aber auch bestimmten Legierungsmetallen sind erhebliche Preissteigerungen hinzunehmen. Wir gehen für 2007/2008 davon aus, dass der Materialaufwand insgesamt wieder mehr als die Hälfte des Umsatzes ausmacht. Mit zahlreichen internationalen Zulieferern besteht eine bewährte und langfristige Zusammenarbeit, um Güter und Dienstleistungen markt- und termingerecht zu beziehen.

Energie: Wir erwarten im laufenden Geschäftsjahr weiter steigende Preise für Öl, Erdgas und Strom. Die entsprechenden Kostensteigerungen werden durch Rationalisierungen im Energieeinsatz, Optimierungen im Beschaffungs-Mix und langfristige Abnahmeverträge begrenzt.

ThyssenKrupp AG Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in €

Anhang-Nr. 1. Halbjahr
2006/2007
1. Halbjahr
2007/2008
2. Quartal
2006/2007
2. Quartal
2007/2008
Umsatzerlöse 09 25.446 25.469 13.114 13.199
Umsatzkosten – 20.675 – 21.099 – 10.711 – 10.949
Bruttoergebnis vom Umsatz 4.771 4.370 2.403 2.250
Vertriebskosten – 1.391 – 1.396 – 696 – 714
Allgemeine Verwaltungskosten – 1.189 – 1.320 – 613 – 664
Sonstige betriebliche Erträge 343 143 144 51
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 725 – 253 – 589 – 124
Ergebnis aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen – 6 43 – 8 43
Betriebliches Ergebnis 1.803 1.587 641 842
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 32 33 19 14
Zinserträge 133 132 61 63
Zinsaufwendungen – 337 – 341 – 166 – 170
Sonstiges Finanzergebnis 3 – 23 17 – 7
Finanzergebnis – 169 – 199 – 69 – 100
Ergebnis vor Steuern 1.634 1.388 572 742
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 729 – 451 – 328 – 240
Periodenüberschuss 905 937 244 502
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 860 900 219 486
Anteile anderer Gesellschafter 45 37 25 16
Periodenüberschuss 905 937 244 502
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 10
Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) 1,76 1,85 0,45 1,00

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss.

ThyssenKrupp AG Konzern-Bilanz

Aktiva Mio €

Immaterielle Vermögenswerte
4.581
4.560
Sachanlagen
9.436
10.298
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
389
386
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen
461
484
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
133
106
Aktive latente Steuern
385
331
Langfristige Vermögenswerte
15.385
16.165
Vorräte
8.864
8.962
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
7.577
7.561
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
712
792
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte
1.519
1.939
Laufende Ertragsteueransprüche
359
467
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
3.658
1.970
Kurzfristige Vermögenswerte
22.689
21.691
Summe Vermögenswerte
38.074
37.856
Anhang-Nr. 30.09.2007 31.03.2008

Passiva Mio €

Anhang-Nr. 30.09.2007 31.03.2008
Gezeichnetes Kapital 1.317 1.317
Kapitalrücklage 4.684 4.684
Gewinnrücklagen 4.963 5.227
Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen – 241 – 659
Eigene Anteile – 697 – 1.220
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 10.026 9.349
Anteile anderer Gesellschafter 421 438
Eigenkapital 05
10.447
9.787
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.139 6.930
Sonstige Rückstellungen 696 651
Passive latente Steuern 946 934
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 2.813 2.612
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 125 213
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 22 18
Langfristige Verbindlichkeiten 11.741 11.358
Sonstige Rückstellungen 1.559 1.346
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 592 660
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 825 1.506
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.960 4.794
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 846 925
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 7.104 7.480
Kurzfristige Verbindlichkeiten 15.886 16.711
Verbindlichkeiten 27.627 28.069
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 38.074 37.856

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss.

ThyssenKrupp AG Konzern-Kapitalflussrechnung

Mio €

1. Halbjahr
2006/2007
1. Halbjahr
2007/2008
Periodenüberschuss 905 937
Anpassungen des Periodenüberschusses für die Überleitung zum Operating Cash-Flow:
Latente Steueraufwendungen 137 59
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 710 700
Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte – 10 – 16
Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam – 25 – 31
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte – 21 – 36
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen:
- Vorräte – 1.604 – 245
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 796 – 145
- Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 280 – 109
- Sonstige Rückstellungen – 131 – 207
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 183 – 127
- Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 864 53
Operating Cash-Flow – 68 833
Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und in finanzielle Vermögenswerte – 45 – 19
Ausgaben für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften – 41 – 177
Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus dem Erwerb von konsolidierten Gesellschaften 2 54
Investitionen in Sachanlagen und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien – 1.248 – 1.689
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte – 49 – 72
Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und finanziellen Vermögenswerten 36 2
Einnahmen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften 138 88
Abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften – 19 – 16
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 136 42
Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten 21 4
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit – 1.069 – 1.783
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 509 699
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – 627 – 462
Zunahme Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 1 219
Zunahme Akzeptverbindlichkeiten 8 9
Abnahme Verbindlichkeiten aus nicht ausgebuchten Forderungen – 15 – 4
(Zunahme)/Abnahme kurzfristige Wertpapiere
Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien
– 67
0
30
– 523
Dividendenzahlungen der ThyssenKrupp AG – 489 – 635
Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter – 17 – 25
Sonstige Finanzierungsvorgänge 12 – 8
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit – 685 – 700
Zahlungswirksame Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – 1.822 – 1.650
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – 9 – 38
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode 4.447 3.658
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 2.616 1.970
Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cash-Flow enthalten sind:
Zinseinzahlungen 67 68
Zinsauszahlungen 185 181
Erhaltene Dividenden 16 18
Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag 430 369

Siehe Anhang-Nr. 11 zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss.

ThyssenKrupp AG Konzern-Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen

Mio €

1. Halbjahr 1. Halbjahr
2006/2007 2007/2008
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
– 121
– 337
Unrealisierte Gewinne aus available-for-sale finanziellen Vermögenswerten
1
3
Unrealisierte Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten
– 74
– 146
Steuereffekt
28
46
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (nach Steuern)
– 166
– 434
905
Periodenüberschuss
937
Insgesamt erfasste Erträge und Aufwendungen
739
503
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG
696
482
Anteile anderer Gesellschafter
43
21

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss.

ThyssenKrupp AG Konzern-Anhang

Unternehmensinformation

Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft ("ThyssenKrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss der ThyssenKrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für den Zeitraum vom 01. Oktober 2007 bis 31. März 2008 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 08. Mai 2008 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde gemäß § 37w WpHG sowie im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Abschluss enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage zum Zwischenergebnis erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 31. März 2008 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Im Rahmen der Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die im Konzern-Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang zum Konzernabschluss unseres Geschäftsberichts 2006/2007 veröffentlicht. Im 1. Quartal 2007/2008 wendete der Konzern vorzeitig die Regelungen von IFRS 8 "Operating Segments" zur Segmentberichterstattung an; die Erstanwendung hatte keinen Einfluss auf die bisherige Abgrenzung der Segmente.

Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2007/2008 hat das IASB die nachfolgend dargestellten Standards herausgegeben, deren Anwendung noch die Übernahme in EU-Recht ("Endorsement") erfordert:

Im Januar 2008 hat das IASB die überarbeiteten Fassungen des IFRS 3 "Business Combinations" und IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements" veröffentlicht. Wichtigster Änderungspunkt ist die Bilanzierung von Erwerben von weniger als 100 % der Anteile eines Unternehmens. Es wird das Wahlrecht eingeführt, den Goodwill aus einem Erwerb nach der "Full Goodwill Method" voll aufzudecken, d.h. auch in Höhe des Anteils, der den Minderheiten zuzurechnen ist. Darüber hinaus sind Erwerbe bzw. teilweise Veräußerungen von Anteilen ohne Kontrollverlust als Transaktion zwischen Anteilseignern erfolgsneutral abzubilden. Außerdem sind die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs in voller Höhe als Aufwand zu erfassen. Die geänderten Standards sind verpflichtend anzuwenden auf Unternehmenszusammenschlüsse in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen; eine frühere gemeinsame Anwendung ist zulässig für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2007 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns haben wird.

Ebenfalls im Januar 2008 hat das IASB eine Änderung von IFRS 2 "Share-based Payment" veröffentlicht. Durch die Änderung wird klargestellt, dass Ausübungsbedingungen nur Dienstzeitbedingungen (service conditions) und Leistungsbedingungen (performance conditions) sind. Außerdem wird präzisiert, dass die Bilanzierungsregeln zur vorzeitigen Planbeendigung unabhängig davon gelten, ob der Plan vom Unternehmen selbst oder einer anderen Partei beendet wird. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.

Im Februar 2008 hat das IASB einen Änderungsstandard zu "IAS 32 Financial Instruments: Presentation und IAS 1 Presentation of Financial Statements – Puttable Financial Instruments and Obligations Arising on Liquidation" veröffentlicht. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die Klassifizierung bestimmter Arten von Finanzinstrumenten als Eigen- oder Fremdkapital. Darüber hinaus werden zusätzliche Anhangangaben für die von der Regelung betroffenen Finanzinstrumente gefordert. Die Änderungen sind verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.

01 Emissionshandelsgesetz

Seit dem 01. Januar 2005 unterliegt ThyssenKrupp dem europaweit geltenden Emissionshandelsgesetz. Der Konzern hat von der Emissionshandelsstelle (DEHSt) Zuteilungsbescheide für insgesamt 56,0 Mio Tonnen CO2 -Emissionen für den Zeitraum 2005-2007 sowie für insgesamt 107,0 Mio Tonnen CO2 -Emissionen für den Zeitraum 2008-2012 erhalten. Die Bescheide entfallen im Wesentlichen auf das Segment Steel. Die erworbenen Rechte werden unter den immateriellen Vermögenswerten erfasst und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Übersteigen die tatsächlichen CO2 -Emissionen den Bestand an Rechten pro Jahr, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für den Nachkauf der Rechte gebildet.

02 Erwerbe und VeräuSSerungen

Am 11. Januar 2008 hat ThyssenKrupp im Segment Services den Erwerb aller Anteile an der britischen Apollo Metals Ltd. abgeschlossen. Die Apollo-Gruppe bietet mit zehn Standorten in acht Ländern hochwertige Produkte wie Aluminium, Edelstahl und NE-Metalle in Verbindung mit wertschöpfungsstarken An- und Verarbeitungsleistungen hauptsächlich für die Luft- und Raumfahrtindustrie und deren Lieferketten an. Durch den Erwerb entsteht aus den weitgehend in Europa und Fernost operierenden Unternehmen der Apollo-Gruppe und den schwerpunktmäßig in den USA angesiedelten Aktivitäten von ThyssenKrupp Services ein weltweit agierender Bereich mit 30 Standorten in 13 Ländern.

Der durch Zahlungsmittel geleistete Gesamtkaufpreis inklusive der Anschaffungsnebenkosten betrug 89 Mio €. Die immateriellen Vermögenswerte betreffen nahezu ausschließlich Kundenverträge einschließlich zugehöriger Kundenbeziehungen. Die vorläufige Kaufpreisaufteilung führte zu einem Firmenwert von 38 Mio €, der nicht separierbare Werte wie Know-How der Belegschaft, neue Kundenbeziehungen und Synergieeffekte aus der Integration von Apollo beinhaltet.

Auf Basis der vorläufigen Werte zum Erwerbszeitpunkt wirkte sich der Erwerb der Apollo-Gruppe wie folgt auf den Konzernabschluss aus:

Buchwerte Anpassungen Zeitwerte
Firmenwert 0 38 38
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 7 7
Sachanlagen 3 0 3
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5 0 5
Aktive latente Steuern 0 1 1
Vorräte 52 0 52
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33 0 33
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3 0 3
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 3 0 3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10 0 10
Insgesamt erworbene Vermögenswerte 109 46 155
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 2 0 2
Verzinsliche kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 24 0 24
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24 0 24
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2 0 2
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 13 0 13
Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten 65 0 65
Erworbenes Reinvermögen 44 46 90
Anteile anderer Gesellschafter 1 0 1
Kaufpreise (einschl. Anschaffungsnebenkosten) 89
davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 89

Seit Zugehörigkeit zum Konzern hat die Apollo-Gruppe Umsätze von 48 Mio € und ein Ergebnis vor Steuern von 5 Mio € generiert, die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des 1. Halbjahres enthalten sind.

Hätte der Erwerb stattdessen bereits zum 01. Oktober 2007 stattgefunden, so hätte die Apollo-Gruppe mit Umsätzen von 97 Mio € und einem Ergebnis vor Steuern von 13 Mio € zum Konzernerfolg beigetragen.

Mio €

Darüber hinaus tätigte der Konzern im 1. Halbjahr 2007/2008 weitere Akquisitionen, die jede für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:

Mio €

1. Halbjahr 2007/2008
Buchwerte
zum
Erwerbs
zeitpunkt
Anpassungen Zeitwerte
zum
Erwerbs
zeitpunkt
Firmenwert 0 50 50
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 12 13
Sachanlagen 37 5 42
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 – 26 – 26
Aktive latente Steuern 2 0 2
Vorräte 45 0 45
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 56 0 56
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 2 0 2
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 4 0 4
Laufende Ertragsteueransprüche 3 0 3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 44 0 44
Insgesamt erworbene Vermögenswerte 194 41 235
Sonstige langfristige Rückstellungen 1 0 1
Passive latente Steuern 3 3 6
Verzinsliche langfristige Finanzverbindlichkeiten 4 3 7
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 8 0 8
Verzinsliche kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 39 0 39
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 41 0 41
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 7 0 7
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 21 1 22
Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten 124 7 131
Erworbenes Reinvermögen 70 34 104
Anteile anderer Gesellschafter 19 1 20
Kaufpreise (einschl. Anschaffungsnebenkosten) 84
davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 84

Darüber hinaus erfolgten im Rahmen der Portfoliobereinigung im 1. Halbjahr 2007/2008 Verkäufe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Veräußerungszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:

Mio €
1. Halbjahr
2007/2008
Firmenwert 2
Sachanlagen 60
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4
Aktive latente Steuern 2
Vorräte 53
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 4
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16
Insgesamt abgegebene Vermögenswerte 186
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 29
Sonstige langfristige Rückstellungen 3
Passive latente Steuern 2
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 14
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 2
Verzinsliche kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 42
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 6
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 17
Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten 141
Abgehendes Reinvermögen 45
Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen 43
Verkaufspreise 88
davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 88

Im Rahmen des Programms zur Portfoliooptimierung ist im Dezember 2007 im Segment Technologies der Verkauf der ThyssenKrupp Präzisionsschmiede eingeleitet worden, die geschmiedete Automobilteile für den PKW- und LKW-Bereich entwickelt und produziert. Diese Transaktion erfüllte nicht die Voraussetzungen von IFRS 5 für den Ausweis einer nicht fortgeführten Aktivität. Damit wurden die Aufwendungen und Erträge bis zum Zeitpunkt der Veräußerung weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Der Verkauf wurde im 2. Quartal 2007/2008 zu einem Barverkaufspreis von 85 Mio € bei gleichzeitigem Abgang von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 8 Mio € vollzogen.

Ende November 2007 sind die Anteile von ThyssenKrupp an der RAG Aktiengesellschaft auf die RAG-Stiftung übertragen worden.

03 Aufwand aus aktienbasierter Vergütung Management Incentivepläne

Im Januar 2008 gewährte ThyssenKrupp 32.440 Wertrechte für die 6. Tranche des Mid Term Incentiveplans. Daneben sind im 2. Quartal 2007/2008 die im Rahmen der 3. Tranche des Mid Term Incentiveplans gewährten Rechte mit einer Zahlung von 54,1 Mio € abge-

Mio €

rechnet worden. Insgesamt enthält das Ergebnis des 2. Quartals 2007/2008 Aufwendungen in Höhe von 5,4 (2. Quartal 2006/2007: 9,3) Mio € aus dem Mid Term Incentiveplan. Damit beliefen sich die Aufwendungen für den Mid Term Incentiveplan im 1. Halbjahr 2007/2008 auf 3,6 (1. Halbjahr 2006/2007: 33,4) Mio €.

Das Programm zum rabattierten Aktienkauf für das Geschäftsjahr 2006/2007 wurde im 2. Quartal 2007/2008 mit dem Erwerb von 229.664 Aktien mit Rabatt abgeschlossen. Gleichzeitig wurde im März 2008 für das Geschäftsjahr 2007/2008 erneut ein Programm beschlossen, das wiederum ausgewählten Führungskräften des Konzerns die Möglichkeit gibt, ThyssenKrupp Aktien bis zu einem festgelegten Betrag mit Rabatt zu erwerben. Insgesamt resultieren aus dem Programm zum rabattierten Aktienkauf Aufwendungen von 1,3 Mio € im 2. Quartal 2007/2008 (2. Quartal 2006/2007: Ertrag von 0,1 Mio €) bzw. von 5,3 Mio € im 1. Halbjahr 2007/2008 (1. Halbjahr 2006/2007: 4,8 Mio €).

04 Aufwendungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:

1. Halbjahr 2006/2007
1. Halbjahr 2007/2008
2. Quartal 2006/2007 2. Quartal 2007/2008
Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder
Dienstzeitaufwand: Barwert der
im Geschäftsjahr hinzuverdienten
Versorgungsansprüche 18 23 17 15 9 11 9 7
Zinsaufwand: Aufzinsung der
bereits erworbenen Ansprüche 133 64 146 64 67 32 73 32
Erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens – 4 – 69 – 6 – 70 – 2 – 34 – 3 – 35
Aufwand/(Ertrag) aus Planabgeltungen
und Plankürzungen 0 – 12 0 0 0 0 0 0
Netto-Pensionsaufwendungen für
Leistungszusagen 147 6 157 9 74 9 79 4

Eine quartalsweise Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie des Planvermögens wird grundsätzlich nicht vorgenommen.

Die Netto-Aufwendungen für Zuschussverpflichtungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €
1. Halbjahr
2006/2007
USA/Kanada
1. Halbjahr
2007/2008
USA/Kanada
2. Quartal
2006/2007
USA/Kanada
2. Quartal
2007/2008
USA/Kanada
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 7 5 3 2
Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen 29 29 14 15
Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen (reimbursement rights) – 3 – 2 – 1 – 1
Aufwand/(Ertrag) aus Planabgeltungen und Plankürzungen – 39 0 0 0
Netto-Aufwendungen der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen
für Pensionäre
– 6 32 16 16

05 Eigenkapital

Das Eigenkapital und die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien veränderten sich wie folgt:

Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl

Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG
Aktienanzahl
im Umlauf
Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Kumulierte
direkt im
Eigenkapital
erfasste
Erträge und
Aufwen
dungen
Eigene
Anteile
Gesamt Anteile
anderer
Gesellschafter
Gesamtes
Eigenkapital
Stand am 30.09.2006 488.764.592 1.317 4.684 3.358 – 149 – 697 8.513 414 8.927
Periodenüberschuss 860 860 45 905
Direkt im Eigenkapital erfasste
Erträge und Aufwendungen
– 192 – 192 – 2 – 194
Steuern auf direkt im Eigen
kapital erfasste Erträge und
Aufwendungen
28 28 0 28
Gewinnausschüttungen an
andere Gesellschafter
0 – 17 – 17
Dividendenzahlung – 489 – 489 0 – 489
Aktienbasierte Vergütung – 1 – 1 0 – 1
Sonstige Veränderungen – 10 9 – 1 – 49 – 50
Stand am 31.03.2007 488.764.592 1.317 4.684 3.718 – 304 – 697 8.718 391 9.109
Stand am 30.09.2007 488.764.592 1.317 4.684 4.963 – 241 – 697 10.026 421 10.447
Periodenüberschuss 900 900 37 937
Direkt im Eigenkapital erfasste
Erträge und Aufwendungen
– 464 – 464 – 16 – 480
Steuern auf direkt im Eigen
kapital erfasste Erträge und
Aufwendungen
46 46 0 46
Gewinnausschüttungen an
andere Gesellschafter
0 – 25 – 25
Dividendenzahlung – 635 – 635 0 – 635
Erwerb eigener Anteile – 14.791.100 – 523 – 523 0 – 523
Aktienbasierte Vergütung – 4 – 4 0 – 4
Sonstige Veränderungen 3 3 21 24
Stand am 31.03.2008 473.973.492 1.317 4.684 5.227 – 659 – 1.220 9.349 438 9.787

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Januar 2008 ist die ThyssenKrupp AG bis zum 17. Juli 2009 ermächtigt, für bestimmte vordefinierte Zwecke eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf Basis dieser Ermächtigung hat der Vorstand der ThyssenKrupp AG am 31. Januar 2008 beschlossen, eigene Aktien bis zu rund 3 % des Grundkapitals an der Börse zu erwerben. Im Zeitraum vom 01. Februar bis 07. März 2008 hat die ThyssenKrupp AG 14.791.100 Aktien oder rund 2,9 % des Grundkapitals zu einem Durchschnittskurs von 35,34 € zurückgekauft. Dies entspricht einem Gesamtbetrag von 523 Mio €.

06 Sonstige Verpflichtungen einschlieSSlich schwebender Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

Bürgschaften und Garantien

Die ThyssenKrupp AG, deren Segmentführungsgesellschaften sowie in Einzelfällen auch deren Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

Mio €

31.03.2008 Rückstellung
31.03.2008
105 0
69 1
31 0
45 1
129 2
379 4

Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von 3 Monaten bis zu 10 Jahren (z.B. bei Miet- und Pachtgarantien).

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch die Gesellschaften, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Alle durch die ThyssenKrupp AG oder die Segmentführungsgesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

"Special Purpose Entities"

ThyssenKrupp hat eine Anlage zur Produktion von Koks gemietet. Die Anwendung der Interpretation SIC 12 "Consolidation – Special Purpose Entities" auf die Betreibergesellschaft dieser Anlage hat ergeben, dass diese eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, für die eine Konsolidierungspflicht besteht. Die Vollkonsolidierung dieser Gesellschaft hat jedoch nur geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Hingegen führte die Überprüfung der Eigentümergesellschaft, die ebenfalls eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, zu dem Ergebnis, dass der Konzern diese Gesellschaft nicht beherrscht. Die Gesellschaft ist somit nicht in den Konsolidierungskreis des Konzerns einzubeziehen. Die Verpflichtungen des Konzerns im Rahmen des Miet- und Abnahmevertrages werden im Konzernabschluss weiterhin als künftige Mindestmietzahlungen aus "operating lease" unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen berücksichtigt und werden im aktuellen Geschäftsjahr ca. 62 Mio € betragen. Das maximale Verlustrisiko des Konzerns aus dieser Anlage beläuft sich auf ca. 45 Mio € und resultiert aus der im Wesentlichen durch Dritte übernommenen Restwertgarantie für die Anlage zum Ende des Miet- bzw. Abnahmevertrages.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Mit Entscheidung vom 20. November 2007 hat die EU-Kommission ein Gesetz der Republik Italien aus dem Jahr 2005, das neben anderen Unternehmen auch der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni S.p.A. beim Strombezug bestimmte Vergünstigungen gewährt, als unzulässige Staatsbeihilfen eingestuft. Die EU-Kommission hat Italien aufgefordert, auf Grund dieser gesetzlichen Regelung gezahlte Beihilfen von den betroffenen Unternehmen zurückzufordern. Italien hat gegen die Entscheidung der Kommission am 31. Januar 2008 Klage eingereicht. Am 06. Februar 2008 hat die ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni ebenfalls Klage gegen diese Entscheidung eingereicht. Ob und in welcher Höhe möglicherweise Rückforderungsansprüche durch den italienischen Staat gestellt werden bzw. bisher von ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni geltend gemachte Ansprüche von Italien beglichen werden, kann zurzeit nicht abschließend beurteilt werden. Sollte der Ausgang des Rechtsstreits eine ungünstige Entwicklung nehmen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich daraus ein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss von ThyssenKrupp ergibt.

Im Vergleich zum 30. September 2007 erhöhte sich in den Segmenten Steel und Stainless das Bestellobligo für Investitionsvorhaben in Brasilien und Nordamerika um 0,9 Mrd € auf 3,0 Mrd €. Darüber hinaus wurden im Segment Steel weitere langfristige Kalklieferverträge abgeschlossen, aus denen Abnahmeverpflichtungen von 0,2 Mrd € resultieren. Zusätzlich erhöhten sich auf Grund geänderter Einschätzungen über die Preisbedingungen für Eisenerz und Eisenerzpellets bestehende Abnahmeverpflichtungen um 3,8 Mrd € auf 10,5 Mrd €.

Schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zu Rückerstattungen von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadenersatz führen können. Aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Kunden und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen oder sind verjährt. Eine Reihe von gerichtlichen und behördlichen Verfahren ist noch anhängig.

Darüber hinaus sind bei den sonstigen Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Veränderungen seit dem vorangegangenen Geschäftsjahresende eingetreten.

07 Derivative Finanzinstrumente

Die Nominal- und Buchwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Mio €

Mio €

Nominalwert Buchwert Nominalwert Buchwert
Derivative Finanzinstrumente 30.09.2007 30.09.2007 31.03.2008 31.03.2008
Aktiva
Währungsderivate inklusive eingebettete Derivate 3.950 182 3.754 285
Zinsderivate* 757 4 798 50
Warenderivate 854 68 839 69
Insgesamt 5.561 254 5.391 404
Passiva
Währungsderivate inklusive eingebettete Derivate 5.181 241 5.005 445
Zinsderivate* 208 6 151 7
Warenderivate 827 86 585 73
Insgesamt 6.216 333 5.741 525

* inklusive Zins-/Währungsderivate

08 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)

Im 1. Halbjahr 2007/2008 realisierte eine Konzerngesellschaft aus der in 2006/2007 erfolgten Beauftragung zur Modernisierung von Aufzügen im Wert von 2 Mio € durch eine zur Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gehörende Einrichtung einen Umsatz in Höhe von 1,1 Mio €.

Die ESG Legierungen GmbH ist auf Grund der Tatsache, dass ein naher Familienangehöriger eines Vorstandsmitglieds als Geschäftsführer tätig ist, als nahe stehendes Unternehmen des Konzerns einzustufen. Im 1. Halbjahr 2007/2008 hat der Konzern mit der ESG Legierungen GmbH einen Umsatz in Höhe von 0,9 Mio € aus dem Verkauf von Feinzink realisiert. Im selben Zeitraum wurden vom Konzern Zinklegierungen in Höhe von 0,1 Mio € von der ESG Legierungen GmbH bezogen. Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 31. März 2008 bestanden keine offenen Positionen.

09 Segmentberichterstattung

Segmentinformationen für das 1. Halbjahr 2006/2007 und das 1. Halbjahr 2007/2008 sowie für das 2. Quartal 2006/2007 und das 2. Quartal 2007/2008:

Steel Stainless Technologies Elevator Services Corporate Konsoli
dierung
Konzern
1. Halbjahr 2006/2007
Außenumsätze 5.752 3.878 5.541 2.169 7.885 221 0 25.446
Konzerninterne Umsätze 755 500 55 2 421 12 – 1.745 0
Umsatzerlöse gesamt 6.507 4.378 5.596 2.171 8.306 233 – 1.745 25.446
Ergebnis vor Steuern 870 616 256 – 293 332 – 136 – 11 1.634
1. Halbjahr 2007/2008
Außenumsätze 6.117 3.372 5.816 2.346 7.767 51 0 25.469
Konzerninterne Umsätze 736 421 35 2 332 9 – 1.535 0
Umsatzerlöse gesamt 6.853 3.793 5.851 2.348 8.099 60 – 1.535 25.469
Ergebnis vor Steuern 749 – 7 365 209 267 – 181 – 14 1.388
2. Quartal 2006/2007
Außenumsätze 2.995 2.114 2.766 1.087 4.120 32 0 13.114
Konzerninterne Umsätze 394 293 38 1 214 7 – 947 0
Umsatzerlöse gesamt 3.389 2.407 2.804 1.088 4.334 39 – 947 13.114
Ergebnis vor Steuern 471 291 108 – 390 140 – 43 – 5 572
2. Quartal 2007/2008
Außenumsätze 3.245 1.723 3.012 1.163 4.034 22 0 13.199
Konzerninterne Umsätze 394 232 17 1 198 4 – 846 0
Umsatzerlöse gesamt 3.639 1.955 3.029 1.164 4.232 26 – 846 13.199
Ergebnis vor Steuern 396 38 186 90 135 – 97 – 6 742

10 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

1. Halbjahr 2006/2007 1. Halbjahr 2007/2008 2. Quartal 2006/2007 2. Quartal 2007/2008
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Zähler:
Periodenüberschuss (Anteil der
Aktionäre der ThyssenKrupp AG) 860 1,76 900 1,85 219 0,45 486 1,00
Nenner:
Gewichteter Durchschnitt der Aktien
(in Stück)
488.764.592 485.152.108 488.764.592 481.539.618

Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der ThyssenKrupp AG zurechenbaren Periodenüberschusses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Veräußerte oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt.

Der gewichtete Durchschnitt der Aktien reduzierte sich in 2007/2008 durch den Erwerb eigener Aktien im Zeitraum vom 01. Februar bis 07. März 2008.

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

11 Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Nicht zahlungswirksame Investitionstätigkeiten

Im 1. Halbjahr 2007/2008 ergab sich aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 135 (1. Halbjahr 2006/2007: 8) Mio €.

Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögenswerten aus Finance Lease im 1. Halbjahr 2007/2008 beträgt 31 (1. Halbjahr 2006/2007: 8) Mio €.

Nicht zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten

Im 1. Halbjahr 2007/2008 erfolgte durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Brutto-Finanzverbindlichkeiten von 70 (1. Halbjahr 2006/2007: 0) Mio €.

12 Besondere Ereignisse nach dem Stichtag

ThyssenKrupp Elevator hat am 03. April 2008 die Arbeitnehmerseite darüber informiert, die Werkstandorte in Gratkorn/Österreich und Valencia/Spanien schließen zu wollen. Ursache für die Schließung ist im Wesentlichen der marktseitige Wegfall der in diesen Werken gefertigten Komponenten und Systeme. Es wird mit einem Aufwand in Höhe von ca. 40 Mio € gerechnet.

Am 16. April 2008 erwarb ThyssenKrupp Access Manufacturing LLC die Geschäftsaktivitäten von The National Wheel-O-Vator Company (NWOV), beide USA, im Rahmen eines Asset Deals. NWOV betätigt sich seit 1982 in der Produktion von im Wesentlichen Home Elevator und vertikalen Plattformliften. Durch den Erwerb beabsichtigt ThyssenKrupp Elevator seine führende Marktstellung in den USA in den vorgenannten Produktbereichen deutlich auszubauen. 2007 erwirtschaftete NWOV mit rund 180 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 31 Mio €.

Im Segment Steel hat die Geschäftsführung von ThyssenKrupp Sofedit am 06. Mai 2008 formale Konsultationen über ein Projekt zur Restrukturierung des Unternehmens mit dessen Arbeitnehmervertretungen aufgenommen. Das Projekt umfasst die Aufgabe zweier Standorte (Amilly und Vendôme), die Restrukturierung des Standorts Auxi-le-Château sowie die Verlagerung der Hauptverwaltung in Saint-Quentin-en-Yvelines (Nähe Paris) zum größten Produktionsstandort in Le-Theil-sur-Huisne, um notwendige Kosteneinsparungen zu realisieren und die Kapazitäten an das rückläufige einheimische Produktionsvolumen der französischen Automobilhersteller anzupassen. Es werden Aufwendungen von ca. 100 Mio € erwartet.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Düsseldorf, 08. Mai 2008

ThyssenKrupp AG Der Vorstand

Schulz Middelmann Berlien Eichler Fechter Köhler Labonte Mörsdorf

Bescheinigung zum Halbjahresfinanzbericht nach prüferischer Durchsicht

An die ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2007 bis 31. März 2008, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie ergänzend unter Beachtung des Internationalen Standard of Review Engagements 2410 (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Düsseldorf, den 8. Mai 2008

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Gewehr Markus Zeimes Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats

Der Zwischenbericht für das 1. Halbjahr 2007/2008 (Oktober 2007 bis März 2008) sowie der Bericht des Konzernabschlussprüfers über die prüferische Durchsicht dieses Halbjahresfinanzberichts sind dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats in der Sitzung am 13. Mai 2008 vorgelegt und durch den Vorstand und den Konzernabschlussprüfer erläutert worden. Der Prüfungsausschuss stimmte dem Zwischenbericht zu.

Düsseldorf, den 13. Mai 2008

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Dr. Martin Kohlhaussen

Kontakt / Termine 2008 – 2009

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Termine 2008 – 2009

16. Mai 2008 Analysten- und Investorenkonferenz

14. August 2008 Zwischenbericht 9 Monate 2007/2008 (Oktober bis Juni) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

28. November 2008 Bilanzpressekonferenz Analysten- und Investorenkonferenz

23. Januar 2009 Ordentliche Hauptversammlung

13. Februar 2009 Zwischenbericht

  1. Quartal 2008/2009 (Oktober bis Dezember) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

13. Mai 2009 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2008/2009 (Oktober bis März)

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von ThyssenKrupp bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von ThyssenKrupp weder beabsichtigt, noch übernimmt ThyssenKrupp eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Abweichungen aus technischen Gründen

Aus technischen Gründen (z.B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Zwischenbericht enthaltenen und den zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. In diesem Fall gilt die zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichte Fassung als die verbindliche Fassung.

Der Zwischenbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche Fassung der englischen Übersetzung vor.

In beiden Sprachen steht der Zwischenbericht im Internet unter http://www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Darüber hinaus wird dort eine interaktive Online-Version in beiden Sprachen angeboten. Telefon (0211) 824-38382 und (0211) 824-38371 Telefax (0211) 824-38512 oder E-Mail [email protected]

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