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thyssenkrupp AG — Interim / Quarterly Report 2008
Aug 14, 2008
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Interim / Quarterly Report
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ThyssenKrupp ag
Zwischenbericht 9 Monate 2007 — 2008 01. Oktober 2007 – 30. Juni 2008
Zwischenbericht 9 Monate 2007 – 2008 Inhalt
Inhalt
Zwischenbericht 9 Monate 2007—2008 01. Oktober 2007 – 30. Juni 2008
| — | — | |
|---|---|---|
| S. 02 | 02 | Der Konzern in Zahlen |
| 02 | ThyssenKrupp in Kürze |
— S. 03—28
— S. 29—42
— S. 44—45
— S. 43
Zwischenlagebericht —
03—09 Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern 10—19 Geschäftsverlauf in den Segmenten 20—21 ThyssenKrupp Aktie 22 Innovationen 23 Mitarbeiter 24—25 Finanz- und Vermögenslage 25 Risikobericht 26—28 Nachtrags-, Chancen- und Prognosebericht Zwischenabschluss — 29 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 30 Konzern-Bilanz 31 Konzern-Kapitalflussrechnung 32 Konzern-Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen 33—42 Konzern-Anhang — 43 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht Weitere Informationen — 44 Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats 45 Kontakt 45 Termine 2008—2009
Die Rechnungslegung des ThyssenKrupp Konzerns erfolgt nach IFRS (International Financial Reporting Standards). Dieser Zwischenbericht ist am 14. August 2008 erschienen.
Der Konzern in Zahlen
Konzernüberblick
| Vergleich 9 Monate | Vergleich 3. Quartal | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 9 Monate 2006/2007 |
9 Monate 2007/2008 |
Verände rung |
Verände rung in % |
3. Quartal 2006/2007 |
3. Quartal 2007/2008 |
Verände rung |
Verände rung in % |
||
| Auftragseingang | Mio € | 42.815 | 41.535 | – 1.280 | – 3 | 15.552 | 14.181 | – 1.371 | – 9 |
| Umsatz | Mio € | 38.890 | 39.650 | 760 | 2 | 13.444 | 14.181 | 737 | 5 |
| EBITDA | Mio € | 4.266 | 3.646 | – 620 | – 15 | 1.728 | 1.366 | – 362 | – 21 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 2.853 | 2.297 | – 556 | – 19 | 1.219 | 909 | – 310 | – 25 |
| Periodenüberschuss | Mio € | 1.664 | 1.550 | – 114 | – 7 | 759 | 613 | – 146 | – 19 |
| Ergebnis je Aktie | € | 3,25 | 3,06 | – 0,19 | – 6 | 1,49 | 1,21 | – 0,28 | – 19 |
| Mitarbeiter (30.06.) | 189.260 | 198.033 | 8.773 | 5 | 189.260 | 198.033 | 8.773 | 5 |
| 30.09.2007 | 30.06.2008 | ||
|---|---|---|---|
| Netto-Finanzschulden (+)/-guthaben (–) | Mio € | – 223 | 2.127 |
| Eigenkapital | Mio € | 10.447 | 10.490 |
Segmentinformation
| Auftragseingang in Mio € |
Umsatz in Mio € |
Ergebnis vor Steuern (EBT) in Mio € |
Mitarbeiter | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 9 Monate 2006/2007 |
9 Monate 2007/2008 |
9 Monate 2006/2007 |
9 Monate 2007/2008 |
9 Monate 2006/2007 |
9 Monate 2007/2008 |
30.06.2007 | 30.09.2007 | 30.06.2008 | |
| Steel | 9.895 | 10.939 | 9.920 | 10.755 | 1.298 | 1.138 | 38.950 | 39.559 | 40.733 |
| Stainless | 6.041 | 5.883 | 6.986 | 5.726 | 912 | 86 | 12.187 | 12.182 | 12.037 |
| Technologies | 12.211 | 9.717 | 8.411 | 9.208 | 411 | 566 | 54.128 | 54.762 | 54.334 |
| Elevator | 3.919 | 4.254 | 3.350 | 3.559 | – 187 | 301 | 38.556 | 39.501 | 42.108 |
| Services | 12.921 | 12.950 | 12.614 | 12.702 | 550 | 515 | 43.098 | 43.012 | 46.506 |
| Corporate | 257 | 83 | 257 | 83 | – 115 | – 291 | 2.341 | 2.334 | 2.315 |
| Konsolidierung | – 2.429 | – 2.291 | – 2.648 | – 2.383 | – 16 | – 18 | — | — | — |
| Konzern | 42.815 | 41.535 | 38.890 | 39.650 | 2.853 | 2.297 | 189.260 | 191.350 | 198.033 |
| 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal |
| 2006/2007 | 2007/2008 | 2006/2007 | 2007/2008 | 2006/2007 | 2007/2008 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steel | 3.262 | 3.765 | 3.413 | 3.902 | 428 | 389 |
| Stainless | 1.943 | 1.732 | 2.608 | 1.933 | 296 | 93 |
| Technologies | 5.700 | 3.397 | 2.815 | 3.357 | 155 | 201 |
| Elevator | 1.309 | 1.324 | 1.179 | 1.211 | 106 | 92 |
| Services | 4.122 | 4.677 | 4.308 | 4.603 | 218 | 248 |
| Corporate | 24 | 23 | 24 | 23 | 21 | – 110 |
| Konsolidierung | – 808 | – 737 | – 903 | – 848 | – 5 | – 4 |
| Konzern | 15.552 | 14.181 | 13.444 | 14.181 | 1.219 | 909 |
ThyssenKrupp in Kürze
Stahl, Industriegüter und Dienstleistungen sind die Arbeitsschwerpunkte unserer über 198.000 Mitarbeiter. Engagiert und qualifiziert bieten sie unseren Kunden in mehr als 70 Ländern auf allen fünf Kontinenten innovative Produktlösungen für nachhaltigen Fortschritt. In den fünf Konzernsegmenten – Steel, Stainless, Technologies, Elevator und Services – nehmen sie die globalen Herausforderungen an und wandeln sie in Chancen. Unsere Hochtechnologiewerkstoffe und Anlagen, Komponenten und Systeme bieten Antworten auf viele wirtschaftliche und technische Fragen der Zukunft. Zu dem von der ThyssenKrupp AG geführten Konzern gehören direkt oder indirekt nahezu 900 Unternehmen und Beteiligungen. Zwei Drittel der über 2.400 Produktionsstätten, Büros und Servicestützpunkte liegen außerhalb Deutschlands.
Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern
ThyssenKrupp – Ergebnis höher als erwartet
In einem schwieriger gewordenen Marktumfeld hat sich ThyssenKrupp in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2007/2008 gut behauptet. Die Geschäftsentwicklung entspricht weitgehend unseren Erwartungen, zum Teil sind sie leicht übertroffen worden. Auftragseingang und Umsatz lagen knapp unter bzw. über dem Vorjahresniveau. Das Konzernergebnis vor Steuern hat sich im laufenden Geschäftsjahr von Quartal zu Quartal verbessert und betrug in den ersten 9 Monaten 2.297 Mio €; es lag damit über unseren Planungen. Das Vorjahresergebnis konnte erwartungsgemäß nicht erreicht werden. Dies ist insbesondere auf den Verfall der Edelstahlpreise zurückzuführen; hinzu kommen Vorlaufkosten für die neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA sowie Restrukturierungsaufwendungen im Segment Steel.
Die wesentlichen Kennzahlen für die ersten 9 Monate 2007/2008 lauten:
- Der Auftragseingang belief sich auf 41,5 Mrd €, 3 % weniger als im Vorjahr.
- Der Umsatz stieg um 2 % auf 39,7 Mrd €.
- Das EBITDA betrug 3.646 Mio €; im Vorjahr waren es 4.266 Mio € gewesen.
- Das Ergebnis vor Steuern lag bei 2.297 Mio € nach 2.853 Mio € im Vorjahr.
- Das Ergebnis je Aktie ging von 3,25 € auf 3,06 € zurück.
- Die Netto-Finanzschulden beliefen sich zum 30. Juni 2008 auf 2.127 Mio €, eine Zunahme um 2.350 Mio € gegenüber dem 30. September 2007, als Netto-Finanzguthaben in Höhe von 223 Mio € bestanden. Am 30. Juni 2007 betrugen die Netto-Finanzschulden 806 Mio €.
Ausblick stabil
Für das Geschäftsjahr 2007/2008 planen wir ein Ergebnis vor Steuern von über 3,2 Mrd € vor Sondereffekten, unter anderem Vorlaufkosten für die Stahlwerke in Brasilien und den USA. Zudem gehen wir nach derzeitigem Stand von einem Umsatz in Höhe von insgesamt 53 Mrd € aus. Wir verzeichnen in Teilen einzelner Business Units unseres US-Geschäfts – Mechanical Components, Materials Services North America – Auswirkungen der Eintrübung der Konjunkturperspektiven. Gleichzeitig belasten die gestiegenen Rohstoffpreise.
Bei den Erwartungen für das Konzernergebnis ist zu berücksichtigen, dass im Segment Steel die stark gestiegenen Rohstoffkosten – insbesondere bei Eisenerz und Kokskohle – auf Grund unserer Kontraktstruktur im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich nicht in vollem Umfang an unsere Kunden weitergegeben werden können. Die Nachfrage nach unseren Stahlprodukten entwickelt sich weiterhin sehr erfreulich, was sich auch in weiter steigenden Preisen äußert. Unsere Erwartungen eines weiteren guten Stahljahres bestätigen sich voll.
Im Segment Stainless entwickeln sich die Basispreise verhaltener als bislang erwartet. Die Nachfrage unserer Endkunden ist stabil, die Service-Center agieren auf Grund der Entwicklung beim Nickelpreis zögerlich. Wegen des schwachen US-Dollar sind Anzeichen weiterer Importe aus dem US-Dollar-Raum zu erkennen, die die Preise in der zweiten Jahreshälfte dämpfen könnten. Dennoch erwarten wir einen weiteren positiven Ergebnisbeitrag.
Bei Technologies profitieren wir nach wie vor insbesondere vom Aufbau der Infrastruktur und der Urbanisierung in den Wachstumsregionen der Welt. Unser hoher Auftragsbestand, der bis weit in die Folgejahre reicht und eine steigende Ergebnisqualität verzeichnet, verleiht uns große Planungssicherheit.
Das Segment Elevator leistet dank seines hohen Dienstleistungsanteils nach wie vor einen sehr stabilen Ergebnisbeitrag.
Services profitiert vom steigenden Materialbedarf in den Wachstumsregionen. Durch die weiter stark zunehmenden Rohstoff- und Werkstoffpreise erwarten wir im Verlauf des Geschäftsjahres eine weiter sehr erfreuliche Ergebnisentwicklung.
Für 2008/2009 erwarten wir eine weiterhin positive Umsatzentwicklung, sofern nicht unvorhersehbare konjunkturelle Einbrüche unsere Geschäfte beeinträchtigen. Eine positive Umsatzentwicklung wird sich auch im Ergebnis niederschlagen.
Mittelfristig streben wir für ThyssenKrupp ein Umsatzniveau von 60 Mrd € an; gleichzeitig soll das Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten nachhaltig 4 Mrd € erreichen. Längerfristig, insbesondere nach der Inbetriebnahme des neuen Brammenwerks von Steel in Brasilien und des neuen Stahl- und Weiterverarbeitungswerks von Steel und Stainless in den USA sowie der Investitionen der anderen Segmente in weiteren Regionen, erwarten wir einen Umsatz in der Größenordnung von 65 Mrd € und ein Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten von 4,5 bis 5,0 Mrd €.
Gesamtwirtschaftliches Wachstum schwächer
Das hohe globale Wachstum des vergangenen Jahres hat sich im 1. Halbjahr 2008 nicht fortgesetzt. Die vom US-Hypothekenmarkt ausgehenden Verunsicherungen auf den internationalen Finanzmärkten sowie stark steigende Preise für Energie sowie Agrar- und Industrierohstoffe haben die konjunkturelle Entwicklung insbesondere in den entwickelten Volkswirtschaften erheblich belastet.
In den USA schwächte sich das Wirtschaftswachstum im 1. Quartal 2008 deutlich ab. Geringe Zuwächse beim privaten Verbrauch, rückläufige Unternehmensinvestitionen und die anhaltende Krise im Wohnungsbau ließen die Binnennachfrage stagnieren. Im 2. Quartal hat sich das Wachstum der US-Wirtschaft dank wechselkursbedingt höherer Exporte leicht beschleunigt. Vergleichsweise günstiger entwickelte sich im 1. Quartal 2008 die Wirtschaft im Euroraum und hier insbesondere in Deutschland. Die Wachstumsimpulse kamen vor allem von den Investitionen, während der private Konsum nur wenig zulegte. Im weiteren Jahresverlauf hat sich die konjunkturelle Lage allerdings verschlechtert. Die gestiegenen Inflationsraten belasten den privaten Verbrauch, und auch die Unternehmen sind in ihrer Investitionsbereitschaft zurückhaltender.
Nahezu ungebrochen blieb das hohe Wachstumstempo in Asien sowie in Mittel- und Osteuropa, obwohl auch dort der Preisauftrieb deutlich zugenommen hat. Die Wirtschaft Chinas wuchs zu Jahresbeginn dank einer starken Binnennachfrage weiterhin mit zweistelligen Raten; die Auslandsnachfrage erwies sich trotz der US-Konjunkturschwäche bisher als relativ robust.
In den für ThyssenKrupp wichtigen Branchen ergaben sich folgende Entwicklungen:
• Trotz der sich abzeichnenden schwächeren Weltkonjunktur ist die Lage auf den internationalen Stahlmärkten weiter von Expansion gekennzeichnet. Im 1. Halbjahr 2008 wurden weltweit fast 6 % mehr Rohstahl erzeugt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wesentlicher Motor war wiederum China mit einer Steigerung von nahezu 10 %. In der Europäischen Union lag die Erzeugung auf Vorjahresniveau. In Deutschland wurde das hohe Vorjahresvolumen nur knapp verfehlt; dies ist primär auf die geringere Erzeugung bei ThyssenKrupp Steel im Zuge der Neuzustellung eines Groß-Hochofens zurückzuführen. Die verfügbaren Stahlerzeugungskapazitäten in Deutschland waren weiterhin voll ausgelastet. Bei noch guter Beschäftigung und weitgehend gefüllten Auftragsbüchern der Stahlverarbeiter erreichte der Qualitätsflachstahlversand der europäischen Anbieter in den ersten fünf Monaten dieses Jahres ein nochmals höheres Niveau als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die europäischen Hersteller haben bei merklich gesunkenen Importen aus Drittländern wichtige Marktanteile zurückgewonnen. Auch das Exportgeschäft mit Drittländern konnte gegenüber dem eher schwachen Vorjahreszeitraum ausgeweitet werden. Vor allem getrieben durch den drastischen Anstieg der Rohstoffkosten und Energiepreise haben sich die Stahlpreise im bisherigen Jahresverlauf deutlich erhöht.
- Bei den rost-, säure- und hitzebeständigen (RSH) Edelstahlflachprodukten verlief die Nachfrage im europäischen Markt auf stabilem Niveau. Nachdem die Auftragseingänge und Lieferungen im Vorjahr infolge der massiven Importe aus Asien, der hohen Bestände beim lagerhaltenden Handel sowie der starken Preisschwankungen beim Legierungsmetall Nickel auf ein sehr niedriges Niveau gefallen waren, verbesserte sich die Situation ab dem 4. Kalenderquartal 2007 kontinuierlich. Ursache hierfür war primär die wieder ansteigende Nachfrage aus dem Handel, der die zuvor reduzierten Bestände wieder auf Normalniveau zurückführte. Die Stabilisierung des Nickelpreises auf einem im Vergleich zum Vorjahreszeitraum niedrigeren Niveau unterstützte diese Entwicklung. Im Zuge der kontinuierlichen Verbesserung der Auftragseingänge gelang es den europäischen Produzenten, die Basispreise bis in das 2. Kalenderquartal 2008 wieder anzuheben. Im Nafta-Raum führte eine verhaltene Edelstahl-Nachfrage zu einem kontinuierlichen Rückgang des Basispreisniveaus. In China und anderen asiatischen Märkten ist die Nachfrage nach Edelstahl-Rostfrei-Produkten zwar weiterhin ungebrochen, auf Grund hoher Lagerbestände und Überkapazitäten bei den Produzenten gaben die Preise jedoch nach. Der Markt für Nickellegierungen und Titan entwickelte sich dagegen vergleichsweise stabil, wobei der niedrige US-Dollar-Wechselkurs die im Euroraum ansässigen Produzenten benachteiligte.
- Schwächen zeigte auch der Fahrzeugmarkt. In Nordamerika sind im 1. Halbjahr 2008 die Verkäufe von Neufahrzeugen, d.h. Personenkraftwagen und insbesondere leichten Nutzfahrzeugen, um insgesamt 10 % eingebrochen. Noch stärker musste die Produktion zurückgenommen werden. In der Europäischen Union lagen die Pkw-Neuzulassungen im Zeitraum Januar bis Juni 2008 um 2,1 % unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Die Fahrzeugnachfrage in Deutschland zeigte sich dagegen leicht erholt; die Pkw-Neuzulassungen konnten in den ersten sechs Monaten 2008 gegenüber dem allerdings schwachen Vorjahr um 3,6 % zulegen. Auch Produktion und Exporte nahmen zu. Positiv entwickelte sich weiterhin der Fahrzeugmarkt in den Emerging Markets. In Brasilien sind die Nachfrage und die Produktion mit hohen zweistelligen Raten gewachsen. Auch in China hat sich die positive Automobilkonjunktur fortgesetzt.
- Die konjunkturelle Abkühlung in wichtigen Ländern belastete das Wachstum im internationalen Maschinenbau. In den USA zeichnet sich für das 1. Halbjahr 2008 ab, dass die Nachfrage nach Investitionsgütern spürbar zurückgehen wird. Im Gegensatz dazu war der deutsche Maschinenbau mit einem guten Auftragspolster in das laufende Jahr gestartet. Die Bestelltätigkeit lag in den ersten sechs Monaten 2008 um 4 % über dem hohen Vorjahresniveau; allerdings deutet sich auch hier eine nachlassende Dynamik an. Ungebrochen blieb dagegen das Wachstum im chinesischen Maschinenbau.
- Das Wachstum der globalen Bauwirtschaft wird weiterhin insbesondere von den asiatischen Ländern wie China getragen, aber auch Mittel- und Osteuropa weisen auf Grund des hohen öffentlichen Infrastrukturbedarfs hohe Zuwächse auf. In der deutschen Bauwirtschaft nahmen die Auftragseingänge witterungsbedingt und dank der guten Nachfrage im Wirtschaftsbau zu Jahresbeginn leicht zu, haben sich zuletzt aber wieder abgeschwächt.
ThyssenKrupp in Zahlen
| 9 Monate 2006/2007 |
9 Monate 2007/2008 |
3. Quartal 2006/2007 |
3. Quartal 2007/2008 |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 42.815 | 41.535 | 15.552 | 14.181 |
| Umsatz | Mio € | 38.890 | 39.650 | 13.444 | 14.181 |
| EBITDA | Mio € | 4.266 | 3.646 | 1.728 | 1.366 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 2.853 | 2.297 | 1.219 | 909 |
| Mitarbeiter (30.06.) | 189.260 | 198.033 | 189.260 | 198.033 |
Stabile Geschäftsentwicklung
Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von ThyssenKrupp hat sich in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2007/2008 insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen entwickelt. Vor dem Hintergrund des schwächeren Konjunkturumfeldes erreichten die Auftragseingänge einen Wert von 41,5 Mrd €, 3 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Segment Stainless verzeichnete marktbedingt geringere Neubestellungen. Technologies konnte den durch Großprojekte beeinflussten außergewöhnlich hohen Vorjahreswert nicht erreichen. Bei Services lag der Auftragseingang auf Vorjahresniveau, während die Nachfrage bei Steel und Elevator deutlich höher war.
Umsatz in Mrd €
| 2006/2007 | 1. Quartal 12,3 |
|---|---|
| 25,4 1. Halbjahr |
|
| 9 Monate 38,9 |
|
| 51,7 12 Monate |
|
| 2007/2008 | 12,3 1. Quartal |
| 1. Halbjahr 25,5 |
|
| 39,7 9 Monate |
Der Konzernumsatz lag mit 39,7 Mrd € um 2 % über dem Vorjahreswert. Mit Ausnahme von Stainless erzielten alle Segmente einen höheren Umsatz. Steel profitierte insbesondere von verbesserten Stahlerlösen. Stainless musste dagegen trotz höherer Versandmengen auf Grund der niedrigeren Edelstahlpreise deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Dank der guten Projektlage im Großanlagenbau wies Technologies ein erfreuliches Umsatzplus aus. Elevator hat auf vielen europäischen Märkten seine Marktposition gestärkt und konnte damit stark negative Wechselkurseffekte durch die Abwertung des US-Dollar mehr als ausgleichen. Trotz des schwächeren Nordamerika-Geschäfts baute Services den Umsatz mit Werkstoffen und industriellen Dienstleistungen aus.
Konzernergebnis weiterhin über Plan
Das Ergebnis von ThyssenKrupp hat sich im Geschäftsjahr 2007/2008 kontinuierlich verbessert. Nach 646 Mio € im 1. Quartal und 742 Mio € im 2. Quartal erzielte ThyssenKrupp im 3. Quartal ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 909 Mio €. Das Konzernergebnis in den ersten 9 Monaten 2007/2008 betrug 2.297 Mio € und lag damit weiterhin über unseren Planungen.
Im Vergleich zum Vorjahr war das Konzernergebnis allerdings niedriger: Dies war vor allem auf den drastischen Rückgang der Edelstahlpreise zurückzuführen, der bei Stainless zu einem erheblichen Ergebniseinbruch führte. Steel war durch die hohen Rohstoffkosten sowie die Vorlaufkosten für den Bau der neuen Stahlwerke und Restrukturierungsaufwendungen belastet. Einen deutlich höheren Gewinn erzielte Technologies, insbesondere wegen der guten Geschäftsentwicklung im Großanlagenbau sowie bei Großwälzlagern und Ringen. Auch Elevator baute seine Gewinnposition aus. Services konnte nicht ganz an den Rekordgewinn des Vorjahres anknüpfen.
Ergebnis vor Steuern (ebt) in Mio €
| 2006/2007 | 1.062 1. Quartal |
|---|---|
| 1. Halbjahr 1.634 |
|
| 2.853 9 Monate |
|
| 3.330 12 Monate |
|
| 2007/2008 | 1. Quartal 646 |
| 1.388 1. Halbjahr |
|
| 9 Monate 2.297 |
Die Umsatzerlöse lagen im Berichtszeitraum mit 39,7 Mrd € um 760 Mio € oder 2 % über dem entsprechenden Vorjahreswert. Gleichzeitig erhöhten sich die Umsatzkosten überproportional um 1.185 Mio €, hauptsächlich als Folge gestiegener Materialaufwendungen auf Grund von Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Energie. Insgesamt ergab sich dementsprechend eine Verminderung der Brutto-Umsatzmarge von 19 % auf 17 %.
Der Anstieg der Verwaltungskosten um 210 Mio € stand überwiegend im Zusammenhang mit Projektaufwendungen für die Errichtung des Stahlwerks in Brasilien. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 369 Mio € betraf mit rund 480 Mio € die nur im Vorjahreszeitraum enthaltene EU-Kartellstrafe gegen ThyssenKrupp Elevator und mit 60 Mio € ebenfalls nur im Vorjahreszeitraum enthaltene Wertminderungsaufwendungen für Firmenwerte; gegenläufig wirkten um 129 Mio € erhöhte Restrukturierungsaufwendungen, die hauptsächlich die Umstrukturierungsmaßnahmen bei Metal Forming im Segment Steel betrafen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 342 Mio € resultierte hauptsächlich mit 154 Mio € aus verminderten Versicherungsentschädigungen sowie mit 110 Mio € aus verminderten Erträgen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verminderten sich um 442 Mio €, verbunden mit einer Abnahme der Steuerquote von 42 % auf 33 %. Der deutliche Rückgang der Steuerquote war beeinflusst durch die Steuersatzsenkung in Deutschland und die nur im Vergleichszeitraum im Ergebnis vor Steuern enthaltene, steuerlich aber nicht abzugsfähige EU-Kartellstrafe gegen ThyssenKrupp Elevator. Nach Abzug der Steueraufwendungen ergab sich ein um 114 Mio € verringerter Periodenüberschuss von 1.550 Mio €. Wird hiervon der auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallende Gewinn von 77 Mio € abgezogen, ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 3,06 € nach 3,25 € im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Netto-Finanzschulden/-guthaben und Investitionen
Die Netto-Finanzschulden lagen am 30. Juni 2008 bei 2.127 Mio €. Der Anstieg um 2.350 Mio € gegenüber dem 30. September 2007 ist wesentlich durch erhöhte Investitionsausgaben – insbesondere für das neue Stahlwerk in Brasilien –, die Dividendenzahlung und den Erwerb eigener Aktien beeinflusst. Die internationale Finanzkrise hat sich auf die Finanzierungen von ThyssenKrupp bisher nur unwesentlich ausgewirkt.
Netto-Finanzschulden (+)/-guthaben (–) in Mio €
In den ersten 9 Monaten 2007/2008 haben wir insgesamt 2.933 Mio € investiert, 39 % mehr als in den ersten 9 Monaten des Vorjahres. Davon wurden 2.708 Mio € für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ausgegeben; auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen sowie auf andere finanzielle Vermögenswerte entfielen 225 Mio €.
Bau neuer Werke in Brasilien und den USA
Zur Umsetzung der transatlantischen Wachstumsstrategie errichtet ThyssenKrupp Steel eine zusätzliche Rohstahlkapazität in Brasilien mit einer günstigen Kostenbasis und höchsten Qualitätsstandards (Projekt CSA). Zurzeit sind 17.000 Arbeiter auf der Baustelle des neuen Brammenwerks mit der Errichtung der Anlagen beschäftigt. Sieben von neun Hauptgewerken liegen im anspruchsvollen Zeitplan: Hafen, Kokerei, Rohstoffhandling, Sinteranlage, Kraftwerk, Versorgungsnetze und Infrastruktur. Bei zunehmender Komplexität auf der Baustelle konnten eingetretene Verzögerungen durch Beschleunigungsmaßnahmen aufgeholt werden. Der Baufortschritt lässt die Inbetriebnahme von Hafen, Kokerei und Kraftwerk im 1. Quartal 2009 erwarten.
Für die Kernaggregate Hochöfen und Stahlwerk kann der Zeitplan jedoch nicht eingehalten werden. Die geplante Inbetriebnahme wird trotz laufender Initiativen zur Forcierung der Baumaßnahmen aus heutiger Sicht erst Ende 2009 erfolgen. Hauptgründe liegen in der weltweit boomenden Investitionsgüterkonjunktur, die zu Lieferengpässen in einigen Bereichen führte. Außerdem haben die unzureichende Performance wichtiger Lieferanten sowie die im langjährigen Durchschnitt extrem schlechten Wetterbedingungen zu erheblichen Verzögerungen geführt.
Das im September 2006 genehmigte Investitionsbudget von 3 Mrd € wird aus heutiger Sicht auf rund 4,5 Mrd € erhöht. Hauptgründe für diese Erhöhung sind das wirtschaftlich begründete Insourcing der Energieversorgung und der Brammenlogistik, Optimierung des technischen Designs für mögliche künftige Kapazitätssteigerungen, Kostensteigerungen für Lieferungen und Leistungen beim Bau sowie Wechselkursdifferenzen auf Grund des stets stärker gewordenen Real. Die Wirtschaftlichkeit des Projekts CSA in Kombination mit dem Bauvorhaben in Alabama und dem Ausbauprogramm in Europa bei ThyssenKrupp Steel ist durch diese Erhöhung nicht gefährdet.
Die Einstellungen des Personals für die künftige Projekt- und Produktionsphase gehen wie geplant voran. ThyssenKrupp CSA beschäftigte Ende Juni rund 870 Mitarbeiter. Auch die Trainingsprogramme in Brasilien und Deutschland laufen bei positiver Resonanz der Beteiligten planmäßig.
Der Ausbau der Verarbeitungs- und Veredelungskapazitäten in Deutschland, die rund 40 % der in Brasilien erzeugten Brammen zu hochwertigen Fertigprodukten für anspruchsvolle Kunden in Europa verarbeiten sollen, geht weiterhin mit großen Schritten voran. Das fertig gestellte Brammenlager im Hafen Walsum wird mit einem Kran zur Entladung von Brammen aus Binnenschiffen ausgerüstet. In der Warmbandstufe verläuft die Inbetriebnahme des Hubbalkenofens in Bochum sehr erfolgreich. Die kapazitätssteigernden Maßnahmen an der Warmbreitbandstraße Beeckerwerth und der Gießwalzanlage in Duisburg sowie im Mittelbandwerk von Hoesch Hohenlimburg schreiten voran. Investitionen zur Leistungssteigerung an vier Feuerbeschichtungslinien – mit Schwerpunkt in Duisburg – sind mit erfolgreichem Hochlauf der Anlagen abgeschlossen. Weitere Maßnahmen an anderen Standorten sind in Gang.
Der Bau des neuen Stahl- und Weiterverarbeitungswerks von Steel und Stainless bei Mobile in Alabama/USA liegt im Zeitplan, der die Inbetriebnahme im Frühjahr 2010 vorsieht. Die geplanten Investitionsvolumina von Steel in Höhe von 2,9 Mrd US-Dollar und von Stainless in Höhe von 1,1 Mrd US-Dollar werden aus heutiger Sicht auf Grund der angespannten Lage im internationalen Anlagenbau, die zur Verteuerung einzelner Gewerke führt, um rund 10 % (Steel) bzw. 20 bis 25 % (Stainless) überschritten. Die Wirtschaftlichkeit der Projekte ist dadurch nur unwesentlich beeinflusst.
Die Abschwächung des US-Dollar seit dem Zeitpunkt der Beschlussfassung führt auf Euro-Basis zu einer Verringerung des Finanzvolumens von insgesamt 340 Mio € gegenüber dem ursprünglich geplanten Finanzvolumen und beeinträchtigt dadurch den Finanzhaushalt bei gegenwärtiger Euro/US-Dollar-Relation nicht.
Bisher wurden Verträge mit Lieferanten in Höhe von rund 2,6 Mrd US-Dollar abgeschlossen.
Bei Steel zählen dazu insbesondere die Aufträge für die Warmbandstraße, Kaltbandwerk und Feuerbeschichtungslinien sowie Inspektions- und Adjustageanlagen. Nachdem das Gelände für die Kernaggregate eingeebnet war, wurde mit den Aushub- und Pfahlgründungsarbeiten begonnen. Baustraßen, Hauptumspannstation für die Stromversorgung und temporäre Büros sind im Bau.
Stainless hat für das Kaltwalzwerk inzwischen einen Großteil der Aufträge für die Produktionsanlagen vergeben. Dies betrifft eine Warmband- sowie eine Kaltband-Glüh- und Beizlinie, drei Kaltwalzgerüste, ein Dressiergerüst sowie mehrere Adjustageanlagen und einen Großteil der benötigten Krananlagen. Ebenso wurde die Stahlkonstruktion der Hallen des Kaltwalzwerks einschließlich Adjustageanlagen und Versand bestellt. Die Aufträge für den Elektrolichtbogenofen, den AOD-Konverter und die Stranggießanlage, die Kernanlagen des Stahlwerks, wurden im Mai vergeben.
Parallel dazu ist ein Absatzkonzept für die Erschließung des nordamerikanischen Marktes erarbeitet worden. Es haben bereits intensive Kundenkontakte stattgefunden. Zielgruppen sind die Automobilund Elektroindustrie, Stahl-Service-Center sowie die Rohrindustrie, speziell für den Energiesektor.
Der Rekrutierungsprozess läuft planmäßig. Über das staatliche Institut Alabama Industrial Development Training (AIDT) sind bisher 13.000 Bewerbungen für den Bereich Produktion eingegangen. Der Bau eines Trainingscenters wurde ausgeschrieben.
Geschäftsverlauf in den Segmenten
Steel: Deutliche Umsatzausweitung
Steel in Zahlen
| 9 Monate 2006/2007 |
9 Monate 2007/2008 |
3. Quartal 2006/2007 |
3. Quartal 2007/2008 |
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|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 9.895 | 10.939 | 3.262 | 3.765 |
| Umsatz | Mio € | 9.920 | 10.755 | 3.413 | 3.902 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 1.298 | 1.138 | 428 | 389 |
| Mitarbeiter (30.06.) | 38.950 | 40.733 | 38.950 | 40.733 |
In den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2007/2008 verzeichnete das Segment Steel nochmals einen höheren Auftragseingang und Umsatz als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Der wertmäßige Auftragseingang nahm um 11 % auf 10,9 Mrd € zu; dies war vor allem auf gestiegene Bestellmengen, aber auch auf die höheren Preise zurückzuführen. Beim Umsatz wurde ein Anstieg um 8 % auf 10,8 Mrd € realisiert, der auf den erzielten Erlösverbesserungen basierte. Der Versand erhöhte sich um 4 %. Auch innerjährlich zeigte sich eine deutliche Umsatzausweitung. Die Walzstahlproduktion zum Versand an Kunden blieb im Vergleich zum Vorjahr insgesamt konstant; eine der Marktnachfrage entsprechende höhere Warmbanderzeugung ging zu Lasten einer leicht rückläufigen Produktion von kaltgewalzten unbeschichteten und beschichteten Produkten.
Der Gewinn vor Steuern lag mit 1.138 Mio € um 160 Mio € unter dem Vorjahresergebnis. Zu einem erheblichen Teil resultierte der Rückgang aus den Kosten der Wachstumsprojekte in Brasilien und Alabama sowie den Restrukturierungsaufwendungen bei Metal Forming. Ferner hat dazu der drastische Anstieg der Rohstoffkosten seit Januar 2008 beigetragen, der nicht in voller Höhe an den Markt weitergegeben werden konnte. Das zusätzlich realisierte Kostenreduzierungsprogramm konnte den Ergebnisrückgang teilweise ausgleichen.
Corporate
Die Business Unit Corporate umfasst die Verwaltungsfunktionen der ThyssenKrupp Steel AG und führt die Bauprojekte in Brasilien und den USA. Der höhere Verlust der Business Unit ist vor allem auf die Vorlaufkosten für das Stahlwerk in Brasilien zurückzuführen.
Steelmaking
In der Business Unit Steelmaking sind die Metallurgie in Duisburg sowie die Logistikaktivitäten angesiedelt. Die Rohstahlerzeugung lag im Berichtszeitraum mit 10,7 Mio t um 1 % unter der entsprechenden Vorjahreshöhe. Dies war insbesondere auf die Neuzustellung des Hochofens Schwelgern 1 zurückzuführen, der am 17. April 2008 – einige Tage später als geplant – wieder angeblasen wurde. Der Umsatz von Steelmaking war in der Berichtsperiode höher als im vergangenen Jahr. Die stark gestiegenen Rohstoffkosten wurden an die marktorientierten Einheiten des Segments weiterverrechnet; auf der Basis gestiegener Erlöse für Lieferungen an die nachgelagerten Produktionsstufen konnte ein höherer Gewinn erzielt werden.
Industry
Die Business Unit Industry konnte ihren Umsatz ausweiten, was hauptsächlich aus höheren Versandmengen und nur zu einem kleineren Teil aus dem leicht verbesserten Erlösniveau resultierte. Der Gewinn war insgesamt niedriger als im Vorjahr, da sich die erheblich gestiegenen Rohstoffkosten nicht durch Maßnahmen zur Kostensenkung kompensieren ließen. Im Industriekundengeschäft haben wir vor dem Hintergrund einer sehr robusten Nachfrage den Absatz weiter gesteigert, wobei der Bedarf unserer Kunden nicht vollständig gedeckt werden konnte. Die Durchschnittserlöse stiegen nur leicht und vermochten die signifikanten Kostensteigerungen nicht zu kompensieren, so dass der Vorjahresgewinn spürbar unterschritten wurde. Dies galt auch für das Competence Center Color/Construction und die europäischen Stahl-Service-Center. Der Bereich Grobblech profitierte von der unverändert erfreulichen Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Material. Sein Umsatz stieg überproportional, weil in einzelnen Produktbereichen Erlösverbesserungen erreicht wurden. Entsprechend nahm der Gewinn leicht zu.
Auto
In der Business Unit Auto stieg der Umsatz bedingt durch die zum 01. Januar 2008 erzielten Erlösaufbesserungen in Jahreskontrakten. Allerdings war der Versand im Berichtszeitraum geringfügig niedriger als im Vorjahr. Die einzelnen Geschäftsbereiche wiesen unterschiedliche Entwicklungen bei Umsatz und Gewinn auf. Die Division Auto der ThyssenKrupp Steel AG weitete ihren Umsatz erlösbedingt aus, musste aber einen Gewinnrückgang hinnehmen, da die erheblichen Kostensteigerungen nicht ausgeglichen werden konnten. Tailored Blanks steigerte das Ergebnis vor allem durch höhere Absatzmengen. Dazu hat beigetragen, dass zum 01. März 2008 das Geschäft der US-amerikanischen Thyssen-Worthington-Blanks-Gruppe vollständig übernommen wurde. Die nordamerikanischen Stahl-Service-Aktivitäten verzeichneten einen leichten Gewinnanstieg, der Umsatz war hingegen infolge deutlicher Mengeneinbußen rückläufig. Im Bereich Metal Forming führten erhöhte Abrufe der Automobilindustrie in den europäischen Stamm-Märkten zu einem Umsatzplus; auch die zunehmende Präsenz in Märkten außerhalb Europas trug dazu bei. Der Verlust erhöhte sich jedoch deutlich, weil eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen, vorwiegend in Frankreich, einen Umstrukturierungsaufwand von 115 Mio € zur Folge hatten.
Processing
Die Business Unit Processing erzielte einen höheren Umsatz und steigerte nochmals das gute Vorjahresergebnis – im Wesentlichen geprägt durch die positive Absatz- und Erlösentwicklung bei kornorientiertem Elektroband. Der Gewinn bei Weißblech war dagegen rückläufig, da die Kostensteigerungen nicht an den Markt weitergegeben werden konnten. Auch bei Mittelband war es nicht möglich, die erhebliche Verteuerung bei Brammen durch Erlösanpassungen zu kompensieren. Das Ergebnis war daher niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, während der Umsatz zunahm.
Stainless: Kräftiger Gewinnrückgang
Stainless in Zahlen
| 9 Monate 2006/2007 |
9 Monate 2007/2008 |
3. Quartal 2006/2007 |
3. Quartal 2007/2008 |
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|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 6.041 | 5.883 | 1.943 | 1.732 |
| Umsatz | Mio € | 6.986 | 5.726 | 2.608 | 1.933 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 912 | 86 | 296 | 93 |
| Mitarbeiter (30.06.) | 12.187 | 12.037 | 12.187 | 12.037 |
Die mengenmäßige Auftragslage von ThyssenKrupp Stainless hat sich in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2007/2008 deutlich verbessert. Der Auftragseingang stieg um 35 % und erreichte 1,9 Mio t. Zu berücksichtigen ist, dass der Vorjahreszeitraum durch die Kaufzurückhaltung von Handel und Verbrauchern auf Grund hoher Importe, hoher Lagerbestände bei Händlern und Service-Centern und die hohe Fluktuation des Nickelpreises gekennzeichnet war. Bestellungen bei Kaltband nahmen um 31 % und bei Warmband um 47 % zu, während die Auftragseingänge infolge des niedrigen Basisund Nickelpreisniveaus insgesamt um 3 % auf 5,9 Mrd € zurückgingen. Ebenfalls wegen des niedrigen Nickelpreises sank der wertmäßige Auftragseingang für Nickellegierungen; bei Titanhalbzeugen stieg er im Wesentlichen mengenbedingt an.
Die Gesamtlieferungen des Segments lagen mit insgesamt 1,8 Mio t um 3 % höher als im Vorjahreszeitraum. Das Versandvolumen bei Rostfrei-Kaltband und -Warmband erreichte in etwa das Vorjahresniveau. Die Lieferungen bei Nickellegierungen waren leicht rückläufig, während sie bei Titan zunahmen. Der Umsatz verminderte sich um 18 % auf 5,7 Mrd €. Hauptursache dafür waren die niedrigeren Transaktionspreise.
Stainless musste in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen deutlichen Ergebniseinbruch um 826 Mio € auf 86 Mio € gegenüber Vorjahr hinnehmen. Ausschlaggebend dafür waren in erster Linie ein deutlich niedrigeres Basispreisniveau sowie eine teilweise Unterauslastung der Werke im 1. Geschäftsjahresquartal. Darüber hinaus wurde die Wettbewerbssituation bei Exportgeschäften in den US-Dollar-Raum durch den anhaltend starken Euro verschärft. Zusätzlich belasteten höhere Stromkosten bei ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni das Ergebnis, nachdem die EU-Kommission zur Rechtmäßigkeit verlängerter Energieausgleichszahlungen negativ entschieden hatte. Nach einem Verlust im 1. Quartal des Berichtsjahres führte die seit Ende 2007 einsetzende leichte Markterholung im Januar 2008 zu einer Ergebniswende im Segment Stainless. Diese positive Entwicklung kam allerdings Mitte des 3. Quartals zum Stillstand, als die bis Mai 2008 anhaltende positive Basispreisentwicklung sich nicht weiter fortsetzte. Ausschlaggebend dafür war die wegen rückläufiger Nickelpreise zurückhaltende Nachfrage im Handelsbereich.
ThyssenKrupp Nirosta
Die Business Unit ThyssenKrupp Nirosta profitierte im Berichtszeitraum in Europa mengenmäßig von einer Wiederbelebung der Nachfrage im Handelsbereich und einem stabilen Endkundengeschäft. Beim Umsatz lag die Business Unit jedoch preisbedingt unter Vorjahresniveau. Das erheblich niedrigere Preisniveau sowie die nachfragebedingt zeitweise Unterauslastung der Werke waren für ein im Vergleich zum Vorjahr signifikant niedrigeres Ergebnis ausschlaggebend.
ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni
Auch bei ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni schlug sich gegenüber der Vorperiode die Nachfragebelebung nach rost-, säure- und hitzebeständigen Erzeugnissen – insbesondere seitens der Service-Center und Händler – in den Auftragseingängen nieder. Im geringeren Umsatz der italienischen Business Unit spiegelte sich neben den niedrigeren Transaktionspreisen auch der Produktionsausfall des Werkes Turin nach dem Unglück im vergangenen Dezember wider. Das Werk wurde danach nicht wieder geöffnet. Bei Acciai Speciali Terni ging das Ergebnis drastisch zurück; dies basierte im Wesentlichen auf einer schwächeren Verfassung des italienischen Edelstahlmarktes und der italienischen Binnenkonjunktur. Zusätzlich belasteten die hohen Stromkosten. Des Weiteren waren Aufwendungen aus der inzwischen abgeschlossenen Produktionsverlagerung von Turin nach Terni sowie die Auswirkungen des Brandunfalls in Turin zu verkraften. Die Schmiedeaktivitäten konnten dank einer robusten Marktverfassung das Ergebnis des Vorjahres übertreffen.
ThyssenKrupp Mexinox
ThyssenKrupp Mexinox behauptete sich in einem schwierigen Marktumfeld in der Nafta-Region. Der mengenmäßige Auftragseingang lag leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Preisbedingt gab der Umsatz jedoch nach. Der spürbare Gewinnrückgang war maßgeblich auf den schwachen US-amerikanischen Markt zurückzuführen, dessen Negativeffekte durch den stabilen mexikanischen Heimatmarkt nur abgeschwächt werden konnten.
Shanghai Krupp Stainless
Shanghai Krupp Stainless verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen gestiegenen mengenmäßigen Auftragseingang. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass im Vorjahr wegen eines Werksbrandes in Krefeld ein Großteil der Kapazitäten mit interner Lohnarbeit für ThyssenKrupp Nirosta belegt war und daher weniger Aufträge aus dem Markt entgegengenommen wurden. Der Umsatz blieb unter dem Wert des Vorjahres. Der Gewinn lag deutlich unter dem Vorjahresniveau. Dieser Rückgang basierte auf einem unverändert schwachen und schwierigen Marktumfeld in China sowie dem Entfall der im Vorjahr im Zuge der Werkshilfe geleisteten Lohnarbeiten für ThyssenKrupp Nirosta. Zusätzlich belasteten die reduzierten Exportmengen in die USA das Ergebnis.
ThyssenKrupp Stainless International
Die Business Unit wies auf Grund des schwierigen Marktumfeldes und des niedrigen Transaktionspreises geringere Auftragseingänge und einen niedrigeren Umsatz aus. Die insgesamt schwache Verfassung der internationalen Edelstahlmärkte führte maßgeblich zu stark rückläufigen Margen und geringeren Versandmengen mit der Folge eines deutlichen Ergebniseinbruchs.
ThyssenKrupp VDM
Im Bereich Nickellegierungen lagen Auftragseingang und Umsatz unter Vorjahresniveau. Die Drahtfertigung wurde erfolgreich von Bärenstein nach Werdohl verlagert. Mit dem Bau der neuen Schmiede, die im Mai 2008 offiziell ihren Betrieb aufgenommen hat, vergrößert ThyssenKrupp VDM das Produktangebot insbesondere für die Luftfahrtindustrie. Das Ergebnisniveau des Vorjahres konnte aber nicht gehalten werden. Begünstigt durch den schwachen US-Dollar hatten US-amerikanische Anbieter ihre Exporte verstärkt und einen hohen Preisdruck auf den europäischen Märkten verursacht. Gleichzeitig waren infolge des Wechselkurses die Preise zu niedrig, als dass sich für uns Exporte in den US-Dollar-Raum gelohnt hätten. Unsere US-Aktivitäten konnten dagegen ihre Ergebnislage deutlich verbessern.
Technologies: Exzellente Geschäftsentwicklung fortgesetzt
Technologies in Zahlen
| 9 Monate 2006/2007 |
9 Monate 2007/2008 |
3. Quartal 2006/2007 |
3. Quartal 2007/2008 |
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|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 12.211 | 9.717 | 5.700 | 3.397 |
| Umsatz | Mio € | 8.411 | 9.208 | 2.815 | 3.357 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 411 | 566 | 155 | 201 |
| Mitarbeiter (30.06.) | 54.128 | 54.334 | 54.128 | 54.334 |
In den ersten 9 Monaten 2007/2008 setzte sich die insgesamt gute Geschäftsentwicklung bei Technologies fort. Mit 3,4 Mrd € im 3. Quartal wurden die guten Auftragseingänge der Vorquartale nochmals übertroffen. Die eingebuchten 9,7 Mrd € für den Berichtszeitraum zeigen ein konstant hohes Ordervolumen von über 3 Mrd € je Quartal. Das außergewöhnlich hohe Auftragsniveau des Vorjahres, das durch die Einbuchung von mehreren Großprojekten stark begünstigt war, wurde allerdings nicht erreicht. Nach wie vor zeigt sich auf Grund der zahlreichen Infrastrukturprojekte und Explorationsvorhaben im Rohstoffbereich eine gute Projektlage im Großanlagenbau. Mit einem nochmals auf 15,7 Mrd € gestiegenen Auftragsbestand zum 30. Juni 2008 wird derzeit mehr als ein Jahresumsatz durch den Bestand gesichert. Der guten Auftragsentwicklung folgend übertraf der Umsatz in den ersten 9 Monaten das Vorjahresniveau. Trotz negativer US-Dollar-Kurseinflüsse stieg er um 9 % auf 9,2 Mrd €.
Mit insgesamt 566 Mio € hat sich der Gewinn in den ersten 9 Monaten 2007/2008 gegenüber dem Vorjahr beträchtlich erhöht. Hierzu haben die gute Auftragssituation bei Plant Technology, höhere Gewinne bei Mechanical Components sowie geringere Kosten und höhere Beteiligungserträge in der Segmentführungsgesellschaft beigetragen.
Plant Technology
Die gute Auftrags- und Projektlage von Plant Technology wird nach wie vor von den hohen Rohstoff- und Energiepreisen sowie einer weltweit hohen Nachfrage nach Zement getragen. Der hohe Auftragseingang des Vorjahreszeitraums, der durch einzelne Großaufträge sehr positiv beeinflusst war, konnte allerdings nicht erreicht werden. Infolge des hohen Auftragsbestands und der Auftragseingänge wurde der Vorjahresumsatz in allen Bereichen nennenswert übertroffen. Dank der guten Geschäftsentwicklung konnte Plant Technology das hohe Gewinn-Niveau des Vorjahreszeitraums nochmals deutlich steigern.
Marine Systems
Marine Systems wies in den ersten 9 Monaten einen erheblich geringeren Auftragseingang als im Vorjahr aus, in dem wichtige Großaufträge im Rahmen des Fregattenprogramms der Deutschen Marine akquiriert wurden. Während das Reparatur- und Servicegeschäft weiterhin eine sehr hohe Nachfrage verzeichnete, konnte insbesondere der Überwasserschiffbau die Vorjahreswerte nicht erreichen. Der Umsatz der Business Unit wurde vor allem durch die gute Geschäftsentwicklung im Reparatur- und Servicegeschäft gesteigert. Marine Systems erwirtschaftete einen Gewinn, der unter dem Niveau des Vorjahres lag. Dabei konnten höhere Gewinne im Reparatur- und Servicegeschäft Rückgänge im Submarinebereich sowie Verluste im Überwasserschiffbau nicht ausgleichen.
Mechanical Components
Die Nachfrage nach Hightech-Komponenten für die Automobil- und Maschinenbauindustrie der Business Unit entwickelte sich in den ersten 9 Monaten 2007/2008 insgesamt positiv. Das Auftragseingangsniveau des Vorjahres wurde jedoch vor allem wegen des Verkaufs der Präzisionsschmiede, der rückläufigen Nachfrage bei den nordamerikanischen Gießereien und des schwachen US-Dollar-Kurses nicht ganz erreicht. Der Umsatz nahm hingegen leicht zu. Insbesondere das Geschäft mit Großwälzlagern und Ringen für die Windenergiebranche wuchs anhaltend. Mechanical Components erzielte einen Gewinn, der deutlich über dem Wert des Vorjahres lag. Wesentlich hierfür waren die gute Geschäftsentwicklung bei Großwälzlagern und Ringen sowie der Ertrag aus einer Unternehmensveräußerung. Ergebnisdämpfend wirkten vor allem die rückläufige Nachfrage in den USA, gestiegene Vormaterialpreise bei den nordamerikanischen Gießereien und bei Exporten die fortgesetzte Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro.
Automotive Solutions
In der Business Unit Automotive Solutions wuchs das Geschäft mit Lenkungen, Achsmodulen, Karosserierohbauanlagen, Werkzeugen und Montagesystemen deutlich. Dies wirkte sich insbesondere auf die Entwicklung von Auftragseingang sowie Umsatz aus. In den ersten 9 Monaten wurde ein Gewinn auf dem Niveau des Vorjahres erzielt.
Transrapid
Transrapid erwirtschaftete bei einem geringeren Umsatz einen leichten Gewinn, der im Wesentlichen auf Grund höherer Restrukturierungsaufwendungen unter dem Vorjahreszeitraum lag.
Elevator: Erfolgreich auf Wachstumskurs
Elevator in Zahlen
| 9 Monate 2006/2007 |
9 Monate 2007/2008 |
3. Quartal 2006/2007 |
3. Quartal 2007/2008 |
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|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 3.919 | 4.254 | 1.309 | 1.324 |
| Umsatz | Mio € | 3.350 | 3.559 | 1.179 | 1.211 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | – 187 | 301 | 106 | 92 |
| Mitarbeiter (30.06.) | 38.556 | 42.108 | 38.556 | 42.108 |
Elevator hat in den ersten 9 Monaten des Berichtsjahres seinen Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt. Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz konnten trotz stark negativer Wechselkurseffekte und eines nach wie vor anhaltenden Preis- und Margendrucks im Vergleich zum Vorjahr ausgeweitet werden. Der Auftragseingang stieg um 9 % auf 4,3 Mrd €, der Umsatz um 6 % auf 3,6 Mrd €.
Elevator steigerte im Berichtszeitraum den Gewinn auf 301 Mio €. Auch operativ wurde das Ergebnis nach Bereinigung der Kosten für Werksschließungen in Österreich und Spanien sowie der EU-Kartellstrafe in Höhe von 480 Mio € im Vorjahreszeitraum übertroffen.
Central/Eastern/Northern Europe
Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe verzeichnete einen spürbar höheren Auftragseingang und Umsatz als im Vorjahr. In Deutschland konnte das hohe Niveau des Vorjahres erreicht werden, das Geschäftsvolumen in Nord- und Osteuropa sowie in den Benelux-Staaten entwickelte sich sehr dynamisch. Die Aktivitäten in Frankreich erreichten wieder das Auftragseingangsniveau des Vorjahres und steigerten auf Basis des hohen Auftragsbestands im Modernisierungsbereich den Umsatz spürbar. Der Gewinn der Business Unit lag – ohne Berücksichtigung der damaligen EU-Kartellstrafe – auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Während die beschlossene Werksschließung im österreichischen Gratkorn das Ergebnis belastete, wuchs der operative Gewinn merklich. Hierzu trugen mit Ausnahme von Großbritannien beinahe alle Regionen bei.
Southern Europe/Africa/Middle East
Die Business Unit konnte in den ersten 9 Monaten bei Auftragseingang und Umsatz die Vorjahreswerte erheblich übertreffen. Diese Entwicklung wurde wesentlich durch die Aktivitäten in Spanien und Italien getrieben. In Spanien entwickelten sich sowohl das Neuanlagen- als auch das Dienstleistungsgeschäft weiterhin erfreulich. Das Wachstum in Italien wurde vor allem von den neu erworbenen Gesellschaften getragen. Auch die Aktivitäten in der Türkei und in der Golfregion verzeichneten deutliche Zuwächse. Der Gewinn der Business Unit erhöhte sich beträchtlich, wozu besonders die spanischen Aktivitäten beitrugen. Belastet wurde das Ergebnis durch die geplante Schließung eines Produktionsstandortes in Spanien.
Americas
Die Business Unit Americas übertraf trotz stark negativer Wechselkurseffekte leicht das hohe Auftragseingangs- und Umsatzniveau des Vorjahres. Wechselkursbereinigt konnten die nordamerikanischen Aktivitäten die guten Vorjahreswerte spürbar übertreffen. Die Geschäfte in Südamerika, insbesondere in Brasilien, entwickelten sich insgesamt sehr erfreulich. Trotz der negativen Wechselkursentwicklung lag der Gewinn der Business Unit erneut beachtlich über dem des Vorjahres. Dies war im Wesentlichen auf das gestiegene Geschäftsvolumen sowie weitere Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Nordamerika zurückzuführen. Darüber hinaus gab es ein erhebliches Ergebniswachstum in Brasilien und den übrigen Ländern Lateinamerikas.
Asia/Pacific
Die Business Unit Asia/Pacific erhöhte den Auftragseingang trotz ebenfalls negativer Wechselkurseffekte. Hierbei konnten deutliche Zuwächse in China, Indien und Australien den Rückgang bei den koreanischen Aktivitäten kompensieren. Der Umsatz gab im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht nach, im Wesentlichen durch den Rückgang im Korea-Geschäft. Erfreulich war indessen das Umsatzwachstum in China. Im Gegensatz zum Vorjahr erzielte die Business Unit in den ersten 9 Monaten des Berichtsjahres einen Verlust, der durch die Restrukturierung der koreanischen Aktivitäten bedingt war. Alle anderen Aktivitäten der Business Unit konnten hingegen das Ergebnisniveau halten bzw. leicht steigern.
Escalators/Passenger Boarding Bridges
Die Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges blieb insgesamt bei Auftragseingang und Umsatz hinter den Vorjahreswerten zurück. Zwar konnte das Fahrtreppengeschäft den Auftragseingang deutlich und den Umsatz leicht steigern; periodische Verschiebungen von Großaufträgen beim Fluggastbrückengeschäft führten jedoch in diesem Geschäftsfeld zu nennenswerten Rückgängen. Während im Fahrtreppengeschäft ein Gewinn erzielt wurde, kam es bei den Fluggastbrücken zu einem Verlust. Die Business Unit erwirtschaftete insgesamt ein negatives Ergebnis.
Accessibility
Die Business Unit Accessibility ist weiterhin erfolgreich gewachsen. Auftragseingang und Umsatz lagen über den Vorjahreswerten. Während das europäische Geschäftsvolumen erheblich ausgeweitet wurde, führte der Rückgang im Markt für Einfamilienhäuser in den USA zu einem niedrigeren Absatz als im Vorjahr. Der Gewinn des Vorjahreszeitraums wurde jedoch ausgebaut. Wesentlicher Treiber für diese Entwicklung waren die europäischen Aktivitäten.
Services: Rekordergebnisse im 3. Quartal
Services in Zahlen
| 9 Monate 2006/2007 |
9 Monate 2007/2008 |
3. Quartal 2006/2007 |
3. Quartal 2007/2008 |
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|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 12.921 | 12.950 | 4.122 | 4.677 |
| Umsatz | Mio € | 12.614 | 12.702 | 4.308 | 4.603 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 550 | 515 | 218 | 248 |
| Mitarbeiter (30.06.) | 43.098 | 46.506 | 43.098 | 46.506 |
Das Segment Services erzielte in den ersten 9 Monaten 2007/2008 einen Umsatz von 12,7 Mrd €, 88 Mio € mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dabei war das 3. Quartal das Beste in der Unternehmensgeschichte. Dies galt gleichermaßen für Umsatz und Ergebnis. So verbesserte sich der Umsatz gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 295 Mio € auf 4,6 Mrd €. Der Quartalsgewinn erreichte mit 248 Mio € einen neuen Spitzenwert; damit lag das Segment nach 9 Monaten mit einem Ergebnis von 515 Mio € nur noch 35 Mio € unter dem Rekordgewinn des Vorjahreszeitraums.
Materials Services International
Insbesondere auf Grund des erfreulichen 3. Quartals verzeichnete die Business Unit ein deutliches Umsatzplus. Dazu hat die gute Nachfrage im Walzstahl- und Röhrengeschäft bei gestiegenen Preisen ebenso beigetragen wie die erstmalige Einbeziehung der neu erworbenen Gesellschaften Ferostav und Apollo Metals. Das Dienstleistungsgeschäft rund um die Anarbeitung war erfreulich ausgelastet. Hingegen zeigte sich das Preisniveau bei Edelstahl unbefriedigend, auch die Nachfrage hat sich weiter abgeschwächt. Das Geschäft mit NE-Metallen und Kunststoffen verlief verhalten und blieb insgesamt leicht hinter den Erwartungen zurück. Auf dem osteuropäischen Markt haben sich Nachfrage und Preise im Verlauf des Geschäftsjahres weiter verbessert. Im Gegensatz zu Westeuropa war in Ländern wie Russland, Bulgarien, Tschechien und Polen wieder ein verstärktes Wachstum spürbar. Obwohl die Business Unit im 3. Quartal 2007/2008 das vergleichbare Vorjahresergebnis übertroffen hat, lag der Gewinn nach 9 Monaten noch unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Materials Services International blieb aber unverändert der ergebnisstärkste Bereich des Segments.
Materials Services North America
Der nordamerikanische Werkstoffmarkt hat sich im Laufe des Geschäftsjahres nicht erholt. Die Nachfrage nach Walzstahl-Flachprodukten und insbesondere nach Edelstahl war unverändert schwach, auch bei NE-Metallen kühlte sich das Geschäft ab. Hinzu kamen ein hoher Margen- und Wettbewerbsdruck sowie die starke Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro. Damit konnte die Business Unit die Vorjahreswerte bei Umsatz und Ergebnis nicht erreichen.
Durch die Unterzeichnung eines neuen Zehnjahresvertrags mit Boeing Commercial Airplane Ende Juni 2008 erhielt das Dienstleistungsgeschäft von Materials Services für die Luftfahrtindustrie einen zusätzlichen Schub. Der Vertrag über integriertes Supply-Chain-Management umfasst die weltweite Einkaufskoordinierung, Terminüberwachung, Lagerhaltung und Anarbeitung für alle Aluminium- und Titanprodukte, die Optimierung des werksinternen Materialflusses sowie die Koordination von 700 Produktionsstätten und Subunternehmern.
Industrial Services
Die Geschäftsentwicklung von Industrial Services hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres erneut weiter verbessert. Nach 9 Monaten lagen Umsatz und Ergebnis nennenswert über den Rekordwerten des Vorjahres. Die Auftrags- und Beschäftigungslage im Inland war gut, insbesondere beim Maschinenbau und in der Energiewirtschaft. Besonders hervorzuheben war – trotz Euro/US-Dollar-Relation – die erfreuliche Entwicklung in Nordamerika. Hier macht sich die Ausrichtung auf spezielle Industriebereiche sehr positiv bemerkbar. Gleiches galt für die neuen Aktivitäten in Brasilien, die weit überproportional wuchsen.
Special Products
Die Business Unit Special Products hat in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres den hohen Umsatz des Vorjahres leicht übertroffen. Das internationale Geschäft mit Walzstahl und Rohren lag insgesamt unter dem des Vorjahres, konnte aber speziell im asiatischen Raum merklich ausgeweitet werden. Nachfrage- und Preisniveau bei metallurgischen Rohstoffen, Koks und Mineralien blieben unverändert hoch; bei einzelnen Produkten erreichten sie neue Höchststände und führten zu einer weiteren Umsatzsteigerung. Der Bereich Technik legte beim Umsatz weiter zu und profitierte dabei vom weiteren Ausbau und der Modernisierung der Infrastruktur in zahlreichen europäischen sowie außereuropäischen Regionen. Insbesondere wegen der Entwicklung des Rohstoffgeschäfts hat die Business Unit das Rekordergebnis des Vorjahres erneut übertroffen.
Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie inaktive Gesellschaften, die einzelnen Segmenten nicht zugeordnet werden können. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und verwertet werden. Darüber hinaus wurde hier der Auslaufbereich von ThyssenKrupp Budd zugeordnet. Wegen der zwischenzeitlichen Veräußerung der Aktivitäten dieses Bereichs ist der Corporate-Umsatz gegenüber den ersten 9 Monaten des Vorjahres zurückgegangen.
Das Ergebnis von Corporate lag in den ersten 9 Monaten 2007/2008 bei -291 Mio €. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2006/2007 ist das eine Verschlechterung um 176 Mio €. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Wegfall besonderer Vorgänge mit hohen positiven Ergebniseffekten im Vorjahr zurückzuführen. Dazu zählen die Erträge aus der Veräußerung von Immobilien im Rahmen der Konzentration von ThyssenKrupp Verwaltungsstandorten in Deutschland sowie aus dem Abgang der nordamerikanischen Automotive-Aktivitäten von ThyssenKrupp Budd. Die Ergebnisverminderung aus dem Wegfall dieser positiven Effekte im Vorjahr konnte im Berichtsjahr durch Erträge insbesondere bei den Risikovorsorgen für Grundstücksaltlasten im Bereich Real Estate nur teilweise ausgeglichen werden.
Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne.
ThyssenKrupp Aktie
Die ThyssenKrupp Aktie hat sich trotz der erwarteten konjunkturellen Abkühlung im Berichtszeitraum besser als die wesentlichen Wertpapierindizes entwickelt, aber dennoch ein Minus von über 10 % verzeichnet. Begünstigt von der weltweit ungebrochenen Nachfrage nach Werkstoffen und Anlagegütern, Technologien und Dienstleistungen unseres Konzerns hat der Aktienkurs allerdings im ersten Halbjahr 2008 um 4 % zugelegt. Im Vergleich mit den anderen DAX-Werten erzielte die ThyssenKrupp Aktie damit sogar den zweithöchsten Kursanstieg.
Breit gestreute und sehr solide Aktionärsbasis
Nach Abschluss des Aktienrückkaufs im März 2008 haben wir erneut die Aktionärsstruktur analysiert. Diese detaillierte Untersuchung bildet die Grundlage für die systematische und zielgerichtete Ansprache der Investoren weltweit. Seit 2008 erfolgt die Analyse zweimal im Jahr.
Die Ergebnisse haben bestätigt, dass die ThyssenKrupp AG über eine breit gestreute und dennoch sehr solide Aktionärsbasis verfügt. Größter Aktionär ist die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die 25,1 % am Grundkapital der Gesellschaft hält. Einschließlich dieses Anteils werden über 60 % des Grundkapitals von Anlegern aus Deutschland gehalten. Hierzu gehören auch inländische Privatanleger, die 10 % des Grundkapitals besitzen. International kommen viele Investoren aus dem englischsprachigen Raum. So halten Aktionäre in Nordamerika 16 % des Grundkapitals, gefolgt von Großbritannien und Irland mit insgesamt 7 %. Auf die weiteren europäischen Länder entfallen 6 %. Die übrigen 3 % der Aktien werden von Aktionären aus anderen Weltregionen gehalten.
Außerdem hielt die ThyssenKrupp AG per 30. Juni 2008 40.515.552 eigene Aktien oder rund 7,9 % des Grundkapitals. Diese Aktien wurden im Rahmen von Aktienrückkäufen im Juli/August 2006 und Februar/März 2008 erworben. Der Gesellschaft stehen aus diesen eigenen Aktien keine Stimmrechte und keine Dividende zu.
Der Free Float (Streubesitz), der in der Regel bei der Gewichtung der ThyssenKrupp Aktie in den Indizes berücksichtigt wird, betrug zum Stichtag 67,03 % des Grundkapitals.
Nach Abschluss des 3. Quartals hat die Gesellschaft beschlossen, weitere 2 % eigener Aktien zurückzukaufen.
Basisinformationen zur Börsennotiz
Die ThyssenKrupp Aktie ist seit dem 25. März 1999 an den folgenden Börsenplätzen notiert:
Stammdaten der ThyssenKrupp Aktie
| Wertpapier-Kenn-Nummern | ||
|---|---|---|
| Börsenplätze | ||
| Deutschland | Frankfurt (Prime Standard), Düsseldorf | DE 000 750 0001 International Stock Identification Number (ISIN) |
| Großbritannien | London Stock Exchange | 5636927 |
| Kürzel | ||
| Börsen | Frankfurt, Düsseldorf | TKA |
| London | THK | |
| Reuters | Börse Frankfurt | TKAG.F |
| Xetra-Handel | TKAG.DE | |
| Bloomberg | TKA GR | |
Innovationen
Wettbewerbsfähigkeit und langfristiger Unternehmenserfolg von ThyssenKrupp hängen in hohem Maße von innovativen Produkten und Verfahren ab. Unser jährlich ausgeschriebener konzernweiter Innovationswettbewerb trägt dazu bei, das Innovationsklima im Konzern weiter zu verbessern und die Umsetzung von Ideen in erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen zu fördern. Unter den insgesamt 61 eingereichten Vorschlägen dieses Jahres zeichnen sich die prämierten Projekte neben ihrem hohen Innovationsgrad durch ein hervorragendes Marktpotenzial aus.
Vollmobile Brechanlage im Großtagebau
Der erste Preis ging an ein internationales Entwicklerteam, das eine neuartige Brechanlage konzipiert hat. Es handelt sich um eine vollmobile Brechanlage, die auf Raupen fährt und deren Fördergut anschließend auf Bandanlagen weitertransportiert wird. Der im Großtagebau übliche Truck-Transport unmittelbar ab der Gewinnungsstelle entfällt hierbei. Eine erste Anlage dieses Typs wird seit 2007 unter extremen Produktionsbedingungen in einem Kohletagebau in China erfolgreich eingesetzt. Der Verzicht auf Trucks spart zum einen rund ein Drittel der Betriebskosten und reduziert zum anderen die CO2 -Emissionen; dies trägt zum Klimaschutz bei. Marktpotenziale für diese vollmobile Brechanlagentechnik finden sich überall im Tagebau, wo große Massen zu brechen und zu transportieren sind, z.B. bei der Ölsandgewinnung in Kanada.
Kostenersparnis durch einen neuen Edelstahl
Der neue Edelstahl NIROSTA® 4640 erreichte den zweiten Platz im Wettbewerb. Dieser innovative nichtrostende Stahl mit einer neuen Kombination der Legierungselemente Chrom, Nickel, Mangan, Kupfer und Stickstoff weist gleich gute Eigenschaften auf wie der seit langem eingesetzte NIROSTA® 4301. Durch die Reduzierung des kostenintensiven Nickels ist der neue Werkstoff, der z.B. für Haushaltsgeräte, Kücheneinrichtungen sowie in der Investitionsgüterindustrie eingesetzt wird, eine kostengünstige Alternative mit jetzt schon hoher Marktakzeptanz.
Feuerverzinkte Mehrphasenstähle für den Automobilleichtbau
Den dritten Rang belegte ein innovatives Verfahren, das erstmals eine qualitativ hochwertige Schmelztauchveredelung von höherfesten Mehrphasenstählen ermöglicht. Dabei wird durch eine nacheinander erfolgende Oxidation und Reduktion eine unerwünschte, durch die erhöhten Legierungselementanteile dieser Stähle bedingte Oxidbildung auf der Oberfläche vermieden. Die nach dem neuen Verfahren beschichteten Mehrphasenstähle haben ein hohes Marktpotenzial im Automobilleichtbau und reduzieren den CO2 -Ausstoß von Kraftfahrzeugen. Darüber hinaus senkt das neue Beschichtungsverfahren beachtlich die Produktionskosten.
Der konzernweite Innovationswettbewerb wurde für das Jahr 2009 bereits erneut ausgeschrieben und findet damit zum zehnten Mal in Folge statt.
Mitarbeiter
Mitarbeiterzahl gestiegen
Am 30. Juni 2008 waren bei ThyssenKrupp weltweit 198.033 Mitarbeiter beschäftigt, 6.683 bzw. 3,5 % mehr als am Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Insbesondere die im Dienstleistungsgeschäft tätigen Segmente Elevator und Services stockten die Mitarbeiterzahl deutlich auf. Steel hat durch den Bau neuer Werke in Brasilien und den USA neue Arbeitsplätze geschaffen. Leicht rückläufig war die Belegschaftsstärke in den Segmenten Stainless und Technologies.
In Deutschland verminderte sich die Mitarbeiterzahl um 1,2 % auf 83.940. Dies ist vor allem auf die Veräußerung von Unternehmensteilen zurückzuführen. In den übrigen Ländern stieg die Zahl der Mitarbeiter um 7,3 % auf 114.093. Ende Juni 2008 hatten damit 42 % der Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz in Deutschland. Im europäischen Ausland waren 24 % der Mitarbeiter beschäftigt, im Nafta-Raum 16 %. In Südamerika waren 8 % und in Asien, insbesondere in China und Indien, sowie den übrigen Regionen 10 % unserer Mitarbeiter tätig.
ThyssenKrupp Mitarbeiteraktien: Programme gut etabliert
Im Frühjahr 2008 erhielten rund 80.000 Mitarbeiter in den deutschen Konzernunternehmen bereits zum sechsten Mal die Gelegenheit, ThyssenKrupp Aktien zu Sonderkonditionen zu erwerben. Die Beteiligung an diesem Programm erreichte mit 59 % einen neuen Spitzenwert.
Das Angebot erfolgte nach dem 50/50-Modell: Hierbei erwirbt der Mitarbeiter ThyssenKrupp Aktien im Wert von bis zu 270 € und bezahlt nur die Hälfte – also bis zu 135 € – selbst. Die andere Hälfte übernimmt der Arbeitgeber. Der 50%ige Arbeitgeberzuschuss ist nach deutschem Steuerrecht bis zu einer Höhe von 135 € steuer- und sozialversicherungsfrei. Dieser gesetzliche Rahmen wird mit dem Programm also voll ausgeschöpft.
Der für den Aktienkauf relevante Aktienkurs am 05. Mai 2008 betrug 40,84 €. Jedes Aktienpaket enthielt sechs Aktien und hatte einen Wert von 245,04 €. Insgesamt gingen bei der diesjährigen Aktion 282.000 Aktien im Wert von rund 11,5 Mio € in den Besitz von ThyssenKrupp Mitarbeitern über.
Auch im europäischen Ausland – in Frankreich, Spanien und Großbritannien – wurden im laufenden Geschäftsjahr nationale Programme aufgelegt. Am Aktienprogramm in Frankreich, das im Frühjahr 2008 zum vierten Mal durchgeführt wurde, beteiligte sich etwa jeder Zweite der rund 6.400 bezugsberechtigten Mitarbeiter.
Finanz- und Vermögenslage
Analyse der Kapitalflussrechnung
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".
Aus der operativen Geschäftstätigkeit ergab sich im Berichtszeitraum ein Mittelzufluss in Höhe von 1.509 Mio € nach 482 Mio € im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Verbesserung des Operating Cash-Flow um 1.027 Mio € resultierte im Wesentlichen aus dem stark verringerten Aufbau des Working Capital und hier insbesondere aus der starken Verbesserung der Mittelbindung bei Stainless infolge eines Abbaus des Vorratsvermögens im Berichtszeitraum, dem ein deutlicher Aufbau im entsprechenden Vorjahreszeitraum gegenüberstand.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich um 1.129 Mio € auf 2.651 Mio €. Ursachen hierfür waren insbesondere die um 691 Mio € auf 2.567 Mio € gestiegenen Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, die im Wesentlichen die Errichtung des Stahlwerks in Brasilien betrafen, sowie die um 132 Mio € erhöhten Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften. Gleichzeitig verminderten sich die Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachlagen und von immateriellen Vermögenswerten um insgesamt 266 Mio €. Im Wesentlichen ist dies durch die im letzten Jahr veräußerten Immobilien im Rahmen der Konzentration von ThyssenKrupp Verwaltungsstandorten in Deutschland zu erklären.
Der Free Cash-Flow, d.h. die Summe aus Operating Cash-Flow und Cash-Flow aus Investitionstätigkeit, wies wie im Vorjahr auf Grund der hohen Investitionstätigkeit einen negativen Wert auf. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum verschlechterte er sich um 102 Mio € auf -1.142 Mio €.
Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit 267 Mio € um 991 Mio € über dem Mittelabfluss des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Im Vergleich zum Vorjahr standen einer gestiegenen Nettoaufnahme von Finanzschulden in Höhe von 1.641 Mio € um 669 Mio € höhere Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien und für Dividenden gegenüber.
Analyse der Bilanzstruktur
Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem 30. September 2007 um 2.736 Mio € auf 40.810 Mio €. Hierin ist ein wechselkursbedingter Rückgang in Höhe von 706 Mio € enthalten.
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 1.685 Mio € auf 17.070 Mio € an. Umrechnungsbedingten Rückgängen von 300 Mio € standen deutliche Zugänge im Sachanlagevermögen, hauptsächlich als Folge des Baufortschritts des Stahlwerks in Brasilien, gegenüber.
Die Vorräte erhöhten sich trotz eines wechselkursbedingten Rückgangs von 162 Mio € insgesamt um 503 Mio € auf 9.367 Mio €. Im Segment Stainless sanken die Vorräte um 309 Mio €; wechselkursbedingte Rückgänge wurden durch preisbedingte Rückgänge verstärkt. Auf Grund der Geschäftsentwicklung ergaben sich Erhöhungen der Vorräte in den Segmenten Steel (95 Mio €), Technologies (221 Mio €) sowie Elevator (89 Mio €). Der mengen- und preisbedingte Anstieg der Vorräte im Segment Services um 395 Mio € stand insbesondere im Zusammenhang mit der deutlichen Umsatzausweitung der Business Unit Materials Services International sowie mit der Erstkonsolidierung der Apollo-Gruppe.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 8.176 Mio € unter Berücksichtigung eines wechselkursbedingten Rückgangs von 181 Mio € um 599 Mio € über dem Wert am Bilanzstichtag 30. September 2007. Aus der Geschäftsausweitung resultierenden Erhöhungen hauptsächlich in den Segmenten Steel (297 Mio €) und Services (304 Mio €) standen gestiegene Kundenzahlungen im Anlagen- und Schiffbau im Segment Technologies gegenüber. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verzeichneten einen Anstieg um 290 Mio €. Hierzu trug mit 161 Mio € insbesondere die Business Unit ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni im Segment Stainless auf Grund deutlich gestiegener Chrompreise und Produktionsausweitungen zum Ende des Berichtszeitraums bei. Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte um 562 Mio € auf 2.081 Mio € beruhte mit 328 Mio € vor allem auf erhöhten Vorauszahlungen, unter anderem für die Beschaffung von Einsatzgütern.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich insgesamt um 903 Mio € auf 2.755 Mio €. Die Abnahme resultierte mit 1.142 Mio € im Wesentlichen aus dem auf Grund der hohen Investitionsauszahlungen negativen Free Cash-Flow.
Das Eigenkapital hat sich zum Ende des Berichtszeitraums mit 10.490 Mio € im Vergleich zum Bilanzstichtag 30. September 2007 um 43 Mio € leicht erhöht. Einem Anstieg in Höhe des im Berichtszeitraum erzielten Periodenüberschusses von 1.550 Mio € standen insbesondere Dividendenzahlungen von 681 Mio €, Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien von 523 Mio € sowie direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen vor Steuern im Zusammenhang mit der Währungsumrechnung von 265 Mio € gegenüber. Weitere Veränderungen des Eigenkapitals ergaben sich aus direkt erfassten unrealisierten Verlusten aus derivativen Finanzinstrumenten und Steuereffekten sowie aus Verschiebungen der Anteile von Minderheitsgesellschaftern.
Die Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 242 Mio € resultierte hauptsächlich aus Wechselkurseffekten sowie aus der Abgabe der Präzisionsschmiede im Segment Technologies. Die kurz- und langfristigen Finanzschulden erhöhten sich insgesamt um 1.371 Mio €; die Zunahme ergab sich insbesondere aus der Finanzierung des negativen Free Cash-Flow. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 436 Mio €; Ursache hierfür waren hauptsächlich die um 357 Mio € erhöhten Verbindlichkeiten aus bestehenden Zahlungszielen im Zusammenhang mit dem Kauf von Sachanlagen, insbesondere für die Errichtung des Stahlwerks in Brasilien. Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten um 544 Mio € auf 7.648 Mio € ergab sich im Wesentlichen aus den um 327 Mio € gestiegenen erhaltenen Anzahlungen.
Risikobericht
Unsere Risiken sind auf Grund des systematischen und effizienten Risikomanagementsystems begrenzt und überschaubar. Es bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken. Die leistungswirtschaftlichen Risiken und Risiken aus Großprojekten werden durch intensives Projektcontrolling gut gesteuert. Den Preisrisiken in der Rohstoffbeschaffung, insbesondere bei Erz und Kohle, begegnen wir, indem wir im Rahmen der Möglichkeiten die Kosten in unseren Produktpreisen weitergeben und den Einsatz alternativer Beschaffungsquellen verstärken. Die weltweite Präsenz des Konzerns begrenzt Markt- und Konjunkturrisiken aus regionalen Preis- und Mengenentwicklungen. Auch Absatzrisiken sind durch unsere stark differenzierte Produkt- und Kundenstruktur reduziert, wobei die Absatzschwächen in der US-amerikanischen Automobilindustrie genau beobachtet werden. Die Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf die Finanzierungen von ThyssenKrupp blieben bisher unwesentlich; die Finanzierung unseres Investitionsprogramms steht auf einer gesicherten Grundlage. Darüber hinaus werden unsere finanzwirtschaftlichen Risiken durch derivative Finanzinstrumente verringert. Die Aussagen des Risikoberichts im Geschäftsbericht 2006/2007 gelten weiterhin.
Über schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche sowie sonstige Risiken berichten wir unter Anhang-Nr. 6.
Nachtrags-, Chancen- und Prognosebericht
Besondere Ereignisse nach dem Stichtag
Die zwischen dem Stichtag für die ersten 9 Monate des Geschäftsjahres 2007/2008 (30. Juni 2008) und der Freigabe des Berichts zur Veröffentlichung (13. August 2008) eingetretenen besonderen Ereignisse sind unter Anhang-Nr. 12 im Zwischenabschluss dargestellt.
Konjunkturelle Unsicherheiten gestiegen
Die globale Wachstumsdynamik hat sich abgeschwächt. Die Folgen der Finanzmarktkrise, der verhaltene Konjunkturausblick für die USA sowie das weiterhin hohe Energie- und Rohstoffpreisniveau belasten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Für 2008 wird beim Welt-Bruttoinlandsprodukt ein Plus von weniger als 4 % erwartet, nach 5 % im Jahr zuvor.
Die konjunkturellen Aussichten für die USA haben sich im Hinblick auf den weiteren Jahresverlauf sowie auch für das kommende Jahr eingetrübt. Das im Trend seit Monaten stark rückläufige Konsumentenvertrauen, der schwache Arbeitsmarkt sowie das weiterhin hohe Benzinpreisniveau dürften insbesondere den privaten Verbrauch spürbar belasten. Auch das beschlossene Konjunkturprogramm dürfte nur zeitweise positiv wirken. Aktuelle Konjunkturindikatoren deuten darauf hin, dass sich auch das Wachstum im Euroraum und in Deutschland im weiteren Jahresverlauf verlangsamen wird. Der Kaufkraftentzug durch die höhere Inflation belastet die Konsumneigung, und die Wechselkursentwicklung des Euro schränkt die Exportmöglichkeiten ein. In den sich entwickelnden Ländern Asiens sowie Mittel- und Osteuropas bleibt die Wachstumsdynamik trotz höherer Preise weiterhin relativ hoch.
In den wichtigen Märkten gehen wir von folgenden Entwicklungen und Chancen für ThyssenKrupp aus:
- Für das Jahr 2008 rechnen wir unverändert mit einer Zunahme der globalen Stahlmarktversorgung um knapp 7 %. Das Wachstum wird weiter in hohem Maß von China und anderen Schwellenländern getragen werden, aber auch die meisten übrigen Regionen dürften sich anhaltend positiv entwickeln. Für das laufende Jahr gehen wir von einem Anstieg der Weltrohstahlproduktion auf 1,43 Mrd t aus. In unserem europäischen Kernmarkt, der vor dem Hintergrund der gestiegenen globalen Risiken in den ersten Monaten 2008 überraschend robust blieb, deuten alle Anzeichen auf einen weiter steigenden Stahlverbrauch hin, wenn auch die hohen Wachstumsraten der beiden Vorjahre unterschritten werden. Die Entwicklung der Stahlpreise wird weiterhin maßgeblich von den hohen Rohstoff- und Energiekosten bestimmt und dürfte weitere Anpassungen nach sich ziehen.
-
Die Nachfrage nach Edelstahl-Rostfrei-Produkten bleibt ungebrochen. Der globale Verbrauch von rost-, säure- und hitzebeständigen Kaltflachprodukten wird im Jahr 2008 – nach einem leichten Rückgang im Vorjahr – voraussichtlich um rund 8 % wachsen. Für die kommenden Monate ist jedoch wegen der Sommerpause von einer saisonal bedingt geringeren Marktnachfrage auszugehen.
-
Die Fahrzeugproduktion wird 2008 weltweit auf Grund der Zuwächse in den sich entwickelnden Ländern Asiens und den Staaten Mittel- und Osteuropas weiter expandieren. In den USA führt die schwache Nachfrage in diesem Jahr zu einem erheblichen Produktionsrückgang, von dem vor allem die größeren Fahrzeuge mit hohem Benzinverbrauch betroffen sind. In Japan und Westeuropa bleibt die Fahrzeugproduktion weitgehend stabil. Auch der deutsche Fahrzeugbau wird mit rund 6 Mio Personen- und Nutzfahrzeugen nahezu an die Produktionszahlen des Vorjahres anknüpfen können.
- Die nachlassende globale Wachstumsdynamik beeinträchtigt die Entwicklung im Maschinenbau. In den USA führt die niedrigere Inlandsnachfrage zu einem Rückgang der Maschinenbauproduktion. Der deutsche Maschinenbau einschließlich des Großanlagenbaus wird auch 2008 auf Grund der hohen Auftragsbestände wachsen; allerdings lässt die Wachstumsdynamik nach. Ein hohes Wachstum wird weiterhin für den Maschinenbau in China erwartet.
- Das Wachstum der globalen Bauwirtschaft wird auch 2008 von den Emerging Markets in Asien sowie in Mittel- und Osteuropa getragen. In den USA führen rückläufige Immobilienpreise und die geringere Wohnungsbaunachfrage zu einem Rückgang der Bautätigkeit. Für die deutsche Bauindustrie ist vor allem dank einer positiven Entwicklung im Wirtschaftsbau mit einer stabilen Entwicklung zu rechnen.
Ausblick stabil
Ergebnis und Umsatz: Für das Geschäftsjahr 2007/2008 planen wir ein Ergebnis vor Steuern von über 3,2 Mrd € vor Sondereffekten, unter anderem Vorlaufkosten für die Stahlwerke in Brasilien und den USA. Zudem gehen wir nach derzeitigem Stand von einem Umsatz in Höhe von insgesamt 53 Mrd € aus. Wir verzeichnen in Teilen einzelner Business Units unseres US-Geschäfts – Mechanical Components, Materials Services North America – Auswirkungen der Eintrübung der Konjunkturperspektiven. Gleichzeitig belasten die gestiegenen Rohstoffpreise.
Bei den Erwartungen für das Konzernergebnis ist zu berücksichtigen, dass im Segment Steel die stark gestiegenen Rohstoffkosten – insbesondere bei Eisenerz und Kokskohle – auf Grund unserer Kontraktstruktur im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich nicht in vollem Umfang an unsere Kunden weitergegeben werden können. Die Nachfrage nach unseren Stahlprodukten entwickelt sich weiterhin sehr erfreulich, was sich auch in weiter steigenden Preisen äußert. Unsere Erwartungen eines weiteren guten Stahljahres bestätigen sich voll.
Im Segment Stainless entwickeln sich die Basispreise verhaltener als bislang erwartet. Die Nachfrage unserer Endkunden ist stabil, die Service-Center agieren auf Grund der Entwicklung beim Nickelpreis zögerlich. Wegen des schwachen US-Dollar sind Anzeichen weiterer Importe aus dem US-Dollar-Raum zu erkennen, die die Preise in der zweiten Jahreshälfte dämpfen könnten. Dennoch erwarten wir einen weiteren positiven Ergebnisbeitrag.
Bei Technologies profitieren wir nach wie vor insbesondere vom Aufbau der Infrastruktur und der Urbanisierung in den Wachstumsregionen der Welt. Unser hoher Auftragsbestand, der bis weit in die Folgejahre reicht und eine steigende Ergebnisqualität verzeichnet, verleiht uns große Planungssicherheit.
Das Segment Elevator leistet dank seines hohen Dienstleistungsanteils nach wie vor einen sehr stabilen Ergebnisbeitrag.
Services profitiert vom steigenden Materialbedarf in den Wachstumsregionen. Durch die weiter stark zunehmenden Rohstoff- und Werkstoffpreise erwarten wir im Verlauf des Geschäftsjahres eine weiter sehr erfreuliche Ergebnisentwicklung.
Für 2008/2009 erwarten wir eine weiterhin positive Umsatzentwicklung, sofern nicht unvorhersehbare konjunkturelle Einbrüche unsere Geschäfte beeinträchtigen. Eine positive Umsatzentwicklung wird sich auch im Ergebnis niederschlagen.
Mittelfristig streben wir für ThyssenKrupp ein Umsatzniveau von 60 Mrd € an; gleichzeitig soll das Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten nachhaltig 4 Mrd € erreichen. Längerfristig, insbesondere nach der Inbetriebnahme des neuen Brammenwerks von Steel in Brasilien und des neuen Stahl- und Weiterverarbeitungswerks von Steel und Stainless in den USA sowie der Investitionen der anderen Segmente in weiteren Regionen, erwarten wir einen Umsatz in der Größenordnung von 65 Mrd € und ein Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten von 4,5 bis 5,0 Mrd €.
Mitarbeiter: Nach unseren Planungen wird die Zahl der Mitarbeiter bis Ende des Geschäftsjahres mehr als 198.000 betragen. Die Zunahme wird wegen der weiteren Internationalisierung des Konzerns in erster Linie in unseren ausländischen Betrieben stattfinden; aus diesem Grund wächst der Auslandsanteil an der Belegschaft.
Innovationen: Für das Berichtsjahr planen wir, für Innovationen im Bereich neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen insgesamt mehr als 800 Mio € aufzuwenden. Zum weiteren Ausbau unserer hohen Innovationskompetenz werden wir verstärkt Naturwissenschaftler und Ingenieure einstellen.
Beschaffung: Der Bezug von Eisenerzen hat sich verteuert; auch Kokskohle, Chrom und Schrott bleiben auf hohem Preisniveau. Bei einigen wenigen Rohstoffen, z.B. Zink und Nickel, ist zwar ein grundsätzlich fallender Marktpreistrend zu beobachten, der aber – wie beim Nickel – immer wieder durch leichte kurzfristige Ausschläge nach oben unterbrochen wird. Die Versorgung mit Produkten, Dienstleistungen und Rohstoffen ist über Verträge und langfristige Lieferbeziehungen gesichert. Wir gehen weiterhin davon aus, dass der Materialaufwand 2007/2008 mehr als die Hälfte des Umsatzes ausmachen wird.
Energie: Wir erwarten weiter steigende Beschaffungskosten für Öl, Erdgas und Strom. Durch Rationalisierungen bei der Energieverwendung, Optimierungen in der Beschaffung sowie langfristige Preisabsicherungen sollen die Kostenerhöhungen gedämpft werden.
ThyssenKrupp AG Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in €
| Anhang-Nr. | 9 Monate 2006/2007 |
9 Monate 2007/2008 |
3. Quartal 2006/2007 |
3. Quartal 2007/2008 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse 09 |
38.890 | 39.650 | 13.444 | 14.181 |
| Umsatzkosten | – 31.551 | – 32.736 | – 10.876 | – 11.637 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 7.339 | 6.914 | 2.568 | 2.544 |
| Vertriebskosten | – 2.107 | – 2.137 | – 716 | – 741 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | – 1.804 | – 2.014 | – 615 | – 694 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 565 | 223 | 222 | 80 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | – 882 | – 513 | – 157 | – 260 |
| Ergebnis aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen | – 5 | 73 | 1 | 30 |
| Betriebliches Ergebnis | 3.106 | 2.546 | 1.303 | 959 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 44 | 61 | 12 | 28 |
| Zinserträge | 210 | 204 | 77 | 72 |
| Zinsaufwendungen | – 493 | – 522 | – 156 | – 181 |
| Sonstiges Finanzergebnis | – 14 | 8 | – 17 | 31 |
| Finanzergebnis | – 253 | – 249 | – 84 | – 50 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.853 | 2.297 | 1.219 | 909 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | – 1.189 | – 747 | – 460 | – 296 |
| Periodenüberschuss | 1.664 | 1.550 | 759 | 613 |
| Davon: | ||||
| Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG | 1.589 | 1.473 | 729 | 573 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 75 | 77 | 30 | 40 |
| Periodenüberschuss | 1.664 | 1.550 | 759 | 613 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 10 |
||||
| Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) | 3,25 | 3,06 | 1,49 | 1,21 |
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss.
ThyssenKrupp AG Konzern-Bilanz
Aktiva Mio €
| Anhang-Nr. | 30.09.2007 | 30.06.2008 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.581 | 4.602 |
| Sachanlagen | 9.436 | 11.204 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 389 | 368 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 461 | 507 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 133 | 114 |
| Aktive latente Steuern | 385 | 275 |
| Langfristige Vermögenswerte | 15.385 | 17.070 |
| Vorräte | 8.864 | 9.367 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.577 | 8.176 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 712 | 798 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 1.519 | 2.081 |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 359 | 563 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.658 | 2.755 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 22.689 | 23.740 |
| Summe Vermögenswerte | 38.074 | 40.810 |
Passiva Mio €
| Anhang-Nr. | 30.09.2007 | 30.06.2008 | |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 1.317 | 1.317 | |
| Kapitalrücklage | 4.684 | 4.684 | |
| Gewinnrücklagen | 4.963 | 5.801 | |
| Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | – 241 | – 576 | |
| Eigene Anteile | – 697 | – 1.220 | |
| Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG | 10.026 | 10.006 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 421 | 484 | |
| Eigenkapital | 05 | 10.447 | 10.490 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 7.139 | 6.897 | |
| Sonstige Rückstellungen | 696 | 653 | |
| Passive latente Steuern | 946 | 917 | |
| Finanzschulden | 2.813 | 3.621 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 125 | 259 | |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 22 | 21 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 11.741 | 12.368 | |
| Sonstige Rückstellungen | 1.559 | 1.550 | |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 592 | 834 | |
| Finanzschulden | 825 | 1.388 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.960 | 5.250 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 846 | 1.282 | |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 7.104 | 7.648 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 15.886 | 17.952 | |
| Verbindlichkeiten | 27.627 | 30.320 | |
| Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten | 38.074 | 40.810 | |
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss.
ThyssenKrupp AG Konzern-Kapitalflussrechnung
Mio €
| 9 Monate 2006/2007 |
9 Monate 2007/2008 |
|
|---|---|---|
| Periodenüberschuss | 1.664 | 1.550 |
| Anpassungen des Periodenüberschusses für die Überleitung zum Operating Cash-Flow: | ||
| Latente Steueraufwendungen | 274 | 90 |
| Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte | 1.132 | 1.047 |
| Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte | – 1 | – 17 |
| Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam | – 36 | – 59 |
| Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | – 58 | – 74 |
| Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen: | ||
| - Vorräte | – 1.948 | – 621 |
| - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | – 859 | – 733 |
| - Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | – 292 | – 141 |
| - Sonstige Rückstellungen | – 79 | – 1 |
| - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 254 | 322 |
| - Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit | 431 | 146 |
| Operating Cash-Flow | 482 | 1.509 |
| Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und in finanzielle Vermögenswerte | – 45 | – 21 |
| Ausgaben für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften | – 72 | – 204 |
| Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus dem Erwerb von konsolidierten Gesellschaften | 5 | 55 |
| Investitionen in Sachanlagen und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | – 1.876 | – 2.567 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | – 110 | – 141 |
| Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und finanziellen Vermögenswerten | 83 | 19 |
| Einnahmen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften | 140 | 170 |
| Abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften | – 19 | – 68 |
| Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 347 | 99 |
| Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten | 25 | 7 |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit | – 1.522 | – 2.651 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 600 | 1.597 |
| Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | – 609 | – 556 |
| Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen | – 150 | 296 |
| Zunahme Akzeptverbindlichkeiten | 9 | 14 |
| Abnahme Verbindlichkeiten aus nicht ausgebuchten Forderungen | – 26 | – 6 |
| (Zunahme)/Abnahme kurzfristige Wertpapiere | – 42 | 78 |
| Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien | 0 | – 523 |
| Dividendenzahlungen der ThyssenKrupp AG | – 489 | – 635 |
| Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter | – 28 | – 46 |
| Sonstige Finanzierungsvorgänge | 11 | 48 |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit Zahlungswirksame Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
– 724 – 1.764 |
267 – 875 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | – 1 | – 28 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Berichtsperiode | 4.447 | 3.658 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode | 2.682 | 2.755 |
| Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cash-Flow enthalten sind: | ||
| Zinseinzahlungen | 113 | 104 |
| Zinsauszahlungen | 203 | 211 |
| Erhaltene Dividenden | 19 | 22 |
| Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag | 679 | 528 |
Siehe Anhang-Nr. 11 zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss.
ThyssenKrupp AG Konzern-Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen
Mio €
| 9 Monate 2006/2007 |
9 Monate 2007/2008 |
|
|---|---|---|
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | – 112 | – 265 |
| Unrealisierte Gewinne aus available-for-sale finanziellen Vermögenswerten | 3 | 3 |
| Unrealisierte Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten | – 100 | – 121 |
| Steuereffekt | 37 | 38 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (nach Steuern) | – 172 | – 345 |
| Periodenüberschuss | 1.664 | 1.550 |
| Insgesamt erfasste Erträge und Aufwendungen | 1.492 | 1.205 |
| Davon: | ||
| Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG | 1.415 | 1.138 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 77 | 67 |
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss.
ThyssenKrupp AG Konzern-Anhang
Unternehmensinformation
Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft ("ThyssenKrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss der ThyssenKrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für den Zeitraum vom 01. Oktober 2007 bis 30. Juni 2008 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 13. August 2008 zur Veröffentlichung freigegeben.
Grundlagen der Berichterstattung
Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde gemäß § 37x Abs. 3 WpHG i.V.m. § 37w Abs. 2 WpHG sowie im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.
Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Abschluss enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage zum Zwischenergebnis erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 30. Juni 2008 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.
Im Rahmen der Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Die im Konzern-Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang zum Konzernabschluss unseres Geschäftsberichts 2006/2007 veröffentlicht. Im 1. Quartal 2007/2008 wendete der Konzern vorzeitig die Regelungen von IFRS 8 "Operating Segments" zur Segmentberichterstattung an; die Erstanwendung hatte keinen Einfluss auf die bisherige Abgrenzung der Segmente.
Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften
Im Geschäftsjahr 2007/2008 hat das IASB die nachfolgend dargestellten Standards herausgegeben, deren Anwendung noch die Übernahme in EU-Recht ("Endorsement") erfordert:
Im Januar 2008 hat das IASB die überarbeiteten Fassungen des IFRS 3 "Business Combinations" und IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements" veröffentlicht. Wichtigster Änderungspunkt ist die Bilanzierung von Erwerben von weniger als 100 % der Anteile eines Unternehmens. Es wird das Wahlrecht eingeführt, den Goodwill aus einem Erwerb nach der "Full Goodwill Method" voll aufzudecken, d.h. auch in Höhe des Anteils, der den Minderheiten zuzurechnen ist. Darüber hinaus sind Erwerbe bzw. teilweise Veräußerungen von Anteilen ohne Kontrollverlust als Transaktion zwischen Anteilseignern erfolgsneutral abzubilden. Außerdem sind die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs in voller Höhe als Aufwand zu erfassen. Die geänderten Standards sind verpflichtend anzuwenden auf Unternehmenszusammenschlüsse in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen; eine frühere gemeinsame Anwendung ist zulässig für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2007 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen, sofern sie von der EU in dieser Form endorsed werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns haben wird.
Ebenfalls im Januar 2008 hat das IASB eine Änderung von IFRS 2 "Share-based Payment" veröffentlicht. Durch die Änderung wird klargestellt, dass Ausübungsbedingungen nur Dienstzeitbedingungen (service conditions) und Leistungsbedingungen (performance conditions) sind. Außerdem wird präzisiert, dass die Bilanzierungsregeln zur vorzeitigen Planbeendigung unabhängig davon gelten, ob der Plan vom Unternehmen selbst oder einer anderen Partei beendet wird. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassung, sofern sie von der EU in dieser Form endorsed wird, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.
Im Februar 2008 hat das IASB einen Änderungsstandard zu "IAS 32 Financial Instruments: Presentation und IAS 1 Presentation of Financial Statements – Puttable Financial Instruments and Obligations Arising on Liquidation" veröffentlicht. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die Klassifizierung bestimmter Arten von Finanzinstrumenten als Eigen- oder Fremdkapital. Darüber hinaus werden zusätzliche Anhangangaben für die von der Regelung betroffenen Finanzinstrumente gefordert. Die Änderungen sind verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen, sofern sie von der EU in dieser Form endorsed werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.
Im Mai 2008 hat das IASB den ersten Sammelstandard "Improvements to IFRSs" zur Vornahme kleinerer Änderungen an den bestehenden IFRS-Standards veröffentlicht. Dieser Standard enthält in zwei Teilabschnitten die Änderungen von 20 IFRS-Standards. Der erste Teilabschnitt beinhaltet Änderungen, die Auswirkungen auf die Bilanzierung, den Ansatz oder die Bewertung haben können. Der zweite Teilabschnitt enthält Formulierungsänderungen oder redaktionelle Änderungen. Sofern im jeweiligen Standard nicht anders geregelt, sind die Änderungen anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen, sofern sie von der EU in dieser Form endorsed werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.
Im Juli 2008 hat das IASB eine Ergänzung zu IAS 39 "Eligible Hedged Items – Amendment to IAS 39 Financial Instruments: Recognition and Measurement" veröffentlicht. Die Ergänzung stellt klar, wie die Grundprinzipien des Hedge Accounting in zwei speziellen Situationen – der Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft und der Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft – anzuwenden sind. Die Ergänzung ist verpflichtend rückwirkend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassung, sofern sie von der EU in dieser Form endorsed wird, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.
01 Emissionsrechte
Seit dem 01. Januar 2005 unterliegt ThyssenKrupp dem europaweit geltenden Emissionshandelsgesetz. Der Konzern hat von der Emissionshandelsstelle (DEHSt) Zuteilungsbescheide für insgesamt 56,0 Mio Tonnen CO2 -Emissionen für den Zeitraum 2005-2007 sowie für insgesamt 107,0 Mio Tonnen CO2 -Emissionen für den Zeitraum 2008-2012 erhalten. Die Bescheide entfallen im Wesentlichen auf das Segment Steel. Die erworbenen Rechte werden unter den immateriellen Vermögenswerten erfasst und zu Anschaffungskosten bewertet. Übersteigen die tatsächlichen CO2 -Emissionen den Bestand an Rechten pro Jahr, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für den Nachkauf der Rechte gebildet.
02 Erwerbe und VeräuSSerungen
Am 11. Januar 2008 hat ThyssenKrupp im Segment Services den Erwerb aller Anteile an der britischen Apollo Metals Ltd. abgeschlossen. Die Apollo-Gruppe bietet mit zehn Standorten in acht Ländern hochwertige Produkte wie Aluminium, Edelstahl und NE-Metalle in Verbindung mit wertschöpfungsstarken An- und Verarbeitungsleistungen hauptsächlich für die Luft- und Raumfahrtindustrie und deren Lieferketten an. Durch den Erwerb entsteht aus den weitgehend in Europa und Fernost operierenden Unternehmen der Apollo-Gruppe und den schwerpunktmäßig in den USA angesiedelten Aktivitäten von ThyssenKrupp Services ein weltweit agierender Bereich mit 30 Standorten in 13 Ländern.
Der durch Zahlungsmittel geleistete Gesamtkaufpreis inklusive der Anschaffungsnebenkosten betrug 89 Mio €. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte betreffen nahezu ausschließlich Kundenverträge einschließlich zugehöriger Kundenbeziehungen. Die vorläufige Kaufpreisaufteilung führte zu einem Firmenwert von 45 Mio €, der nicht separierbare Werte wie Know-How der Belegschaft, neue Kundenbeziehungen und Synergieeffekte aus der Integration von Apollo beinhaltet. Die Erhöhung des Firmenwerts um 7 Mio € gegenüber dem Halbjahresfinanzbericht resultiert aus einer Kaufpreisanpassung.
Auf Basis der vorläufigen Werte zum Erwerbszeitpunkt wirkte sich der Erwerb der Apollo-Gruppe wie folgt auf den Konzernabschluss aus:
Mio €
| Buchwerte | Anpassungen | Zeitwerte | |
|---|---|---|---|
| Firmenwert | 0 | 45 | 45 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | 7 | 7 |
| Sachanlagen | 3 | 0 | 3 |
| Aktive latente Steuern | 0 | 1 | 1 |
| Vorräte | 52 | 0 | 52 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 33 | 0 | 33 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 11 | 0 | 11 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10 | 0 | 10 |
| Insgesamt erworbene Vermögenswerte | 109 | 53 | 162 |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 1 | 0 | 1 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 18 | 0 | 18 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 24 | 0 | 24 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1 | 0 | 1 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 21 | 0 | 21 |
| Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten | 65 | 0 | 65 |
| Erworbenes Reinvermögen | 44 | 53 | 97 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 1 | 0 | 1 |
| Kaufpreis (einschl. Anschaffungsnebenkosten) | 96 | ||
| davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen | 96 |
Seit Zugehörigkeit zum Konzern hat die Apollo-Gruppe Umsätze von 88 Mio € und ein Ergebnis vor Steuern von 9 Mio € generiert, die in der 9-Monats-Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind.
Hätte der Erwerb stattdessen bereits zum 01. Oktober 2007 stattgefunden, so hätte die Apollo-Gruppe mit Umsätzen von 137 Mio € und einem Ergebnis vor Steuern von 17 Mio € zum Konzernerfolg beigetragen.
Darüber hinaus tätigte der Konzern in den ersten 9 Monaten 2007/2008 weitere Akquisitionen, die jede für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:
Mio €
| 9 Monate 2007/2008 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Buchwerte zum Erwerbs zeitpunkt |
Anpassungen | Zeitwerte zum Erwerbs zeitpunkt |
||
| Firmenwert | 0 | 83 | 83 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1 | 31 | 32 | |
| Sachanlagen | 42 | 10 | 52 | |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 0 | – 26 | – 26 | |
| Aktive latente Steuern | 2 | 1 | 3 | |
| Vorräte | 64 | 0 | 64 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 73 | 0 | 73 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 7 | 0 | 7 | |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 7 | 0 | 7 | |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 1 | 0 | 1 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 45 | 0 | 45 | |
| Insgesamt erworbene Vermögenswerte | 242 | 99 | 341 | |
| Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen | 1 | 0 | 1 | |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 1 | 0 | 1 | |
| Passive latente Steuern | 2 | 7 | 9 | |
| Langfristige Finanzschulden | 19 | 3 | 22 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 9 | 0 | 9 | |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 1 | 0 | 1 | |
| Kurzfristige Finanzschulden | 31 | 1 | 32 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 47 | 0 | 47 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 16 | 0 | 16 | |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 27 | 1 | 28 | |
| Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten | 154 | 12 | 166 | |
| Erworbenes Reinvermögen | 88 | 87 | 175 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 21 | 3 | 24 | |
| Kaufpreise (einschl. Anschaffungsnebenkosten) | 151 | |||
| davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen | 148 | |||
Darüber hinaus erfolgten im Rahmen der Portfoliobereinigung in den ersten 9 Monaten 2007/2008 Verkäufe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Veräußerungszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:
Mio €
| 9 Monate 2007/2008 |
|
|---|---|
| Firmenwert | 35 |
| Sachanlagen | 73 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 4 |
| Aktive latente Steuern | 2 |
| Vorräte | 54 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 48 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 4 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 21 |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 68 |
| Insgesamt abgegebene Vermögenswerte | 310 |
| Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen | 32 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 4 |
| Passive latente Steuern | 2 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 23 |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 2 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 42 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 30 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 6 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 72 |
| Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten | 213 |
| Abgehendes Reinvermögen | 97 |
| Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen | 73 |
| Verkaufspreise | 170 |
| davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen | 170 |
Ende November 2007 sind die Anteile von ThyssenKrupp an der RAG Aktiengesellschaft auf die RAG-Stiftung übertragen worden.
03 Aufwand aus aktienbasierter Vergütung Management Incentivepläne
Im Januar 2008 gewährte ThyssenKrupp 32.440 Wertrechte für die 6. Tranche des Mid Term Incentiveplans. Daneben sind im 2. Quartal 2007/2008 die im Rahmen der 3. Tranche des Mid Term Incentiveplans gewährten Rechte mit einer Zahlung von 54,1 Mio € abgerechnet worden. Im 3. Quartal 2007/2008 gewährte ThyssenKrupp weiteren Führungskräften Wertrechte für die 6. Tranche des Mid Term Incentiveplans. Insgesamt enthält das Ergebnis des 3. Quartals 2007/2008 Aufwendungen in Höhe von 13,4 (3. Quartal 2006/2007: 22,3) Mio € aus dem Mid Term Incentiveplan. Damit beliefen sich die Aufwendungen für den Mid Term Incentiveplan in den ersten 9 Monaten 2007/2008 auf 17,0 (9 Monate 2006/2007: 55,7) Mio €.
Das Programm zum rabattierten Aktienkauf für das Geschäftsjahr 2006/2007 wurde im 2. Quartal 2007/2008 mit dem Erwerb von 229.664 Aktien mit Rabatt abgeschlossen. Gleichzeitig wurde im März 2008 für das Geschäftsjahr 2007/2008 erneut ein Programm beschlossen, das wiederum ausgewählten Führungskräften des Konzerns die Möglichkeit gibt, ThyssenKrupp Aktien bis zu einem festgelegten Betrag mit Rabatt zu erwerben. Insgesamt resultieren aus dem Programm zum rabattierten Aktienkauf Aufwendungen von 3,7 Mio € im 3. Quartal 2007/2008 (3. Quartal 2006/2007: 3,4 Mio €) bzw. von 9,0 Mio € in den ersten 9 Monaten 2007/2008 (9 Monate 2006/2007: 8,2 Mio €).
Belegschaftsaktienprogramme
Im 3. Quartal 2007/2008 hat ThyssenKrupp der deutschen und der französischen Belegschaft wiederum den Erwerb von ThyssenKrupp Aktien im Gegenwert von bis zu 270 € mit einem 50%igen Rabatt angeboten. Hieraus resultierte ein Aufwand von 6,3 (3. Quartal 2006/2007: 6,6) Mio €.
04 Aufwendungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:
Mio €
| 9 Monate 2006/2007 | 9 Monate 2007/2008 | 3. Quartal 2006/2007 | 3. Quartal 2007/2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Übrige Länder | Deutschland | Übrige Länder | Deutschland | Übrige Länder | Deutschland | Übrige Länder | |
| Dienstzeitaufwand: Barwert der | ||||||||
| im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche |
28 | 34 | 25 | 23 | 10 | 11 | 8 | 8 |
| Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche |
199 | 96 | 219 | 96 | 66 | 32 | 73 | 32 |
| Erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens | – 7 | – 103 | – 9 | – 105 | – 3 | – 34 | – 3 | – 35 |
| Ertrag aus Planabgeltungen und Plankürzungen |
0 | – 12 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen |
220 | 15 | 235 | 14 | 73 | 9 | 78 | 5 |
Eine quartalsweise Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie des Planvermögens wird grundsätzlich nicht vorgenommen.
Die Netto-Aufwendungen für Zuschussverpflichtungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre setzen sich wie folgt zusammen:
Mio €
| 9 Monate 2006/2007 USA/Kanada |
9 Monate 2007/2008 USA/Kanada |
3. Quartal 2006/2007 USA/Kanada |
3. Quartal 2007/2008 USA/Kanada |
|
|---|---|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche | 10 | 8 | 3 | 3 |
| Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen | 44 | 44 | 15 | 15 |
| Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen (reimbursement rights) | – 4 | – 3 | – 1 | – 1 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | – 1 | – 1 | – 1 | – 1 |
| Ertrag aus Planabgeltungen und Plankürzungen | – 39 | 0 | 0 | 0 |
| Netto-Aufwendungen der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre |
10 | 48 | 16 | 16 |
05 Eigenkapital
Das Eigenkapital und die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien veränderten sich wie folgt:
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl
| Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktienzahl im Umlauf |
Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklagen |
Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwen dungen |
Eigene Anteile |
Gesamt | Anteile anderer Gesellschafter |
Gesamtes Eigenkapital |
|
| Stand am 30.09.2006 | 488.764.592 | 1.317 | 4.684 | 3.358 | – 149 | – 697 | 8.513 | 414 | 8.927 |
| Periodenüberschuss | 1.589 | 1.589 | 75 | 1.664 | |||||
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
– 211 | – 211 | 2 | – 209 | |||||
| Steuern auf direkt im Eigen kapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
37 | 37 | 0 | 37 | |||||
| Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter |
0 | – 28 | – 28 | ||||||
| Dividendenzahlung | – 489 | – 489 | 0 | – 489 | |||||
| Aktienbasierte Vergütung | 1 | 1 | 0 | 1 | |||||
| Sonstige Veränderungen | – 10 | 9 | – 1 | – 47 | – 48 | ||||
| Stand am 30.06.2007 | 488.764.592 | 1.317 | 4.684 | 4.449 | – 314 | – 697 | 9.439 | 416 | 9.855 |
| Stand am 30.09.2007 | 488.764.592 | 1.317 | 4.684 | 4.963 | – 241 | – 697 | 10.026 | 421 | 10.447 |
| Periodenüberschuss | 1.473 | 1.473 | 77 | 1.550 | |||||
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
– 372 | – 372 | – 11 | – 383 | |||||
| Steuern auf direkt im Eigen kapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
37 | 37 | 1 | 38 | |||||
| Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter |
0 | – 46 | – 46 | ||||||
| Dividendenzahlung | – 635 | – 635 | 0 | – 635 | |||||
| Erwerb eigener Anteile | – 14.791.100 | – 523 | – 523 | 0 | – 523 | ||||
| Aktienbasierte Vergütung | – 2 | – 2 | 0 | – 2 | |||||
| Sonstige Veränderungen | 2 | 2 | 42 | 44 | |||||
| Stand am 30.06.2008 | 473.973.492 | 1.317 | 4.684 | 5.801 | – 576 | – 1.220 | 10.006 | 484 | 10.490 |
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Januar 2008 ist die ThyssenKrupp AG bis zum 17. Juli 2009 ermächtigt, für bestimmte vordefinierte Zwecke eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf Basis dieser Ermächtigung hat der Vorstand der ThyssenKrupp AG am 31. Januar 2008 beschlossen, eigene Aktien bis zu rund 3 % des Grundkapitals an der Börse zu erwerben. Im Zeitraum vom 01. Februar bis 07. März 2008 hat die ThyssenKrupp AG 14.791.100 Aktien oder rund 2,9 % des Grundkapitals zu einem Durchschnittskurs von 35,34 € zurückgekauft. Dies entspricht einem Gesamtbetrag von 523 Mio €.
06 Sonstige Verpflichtungen einschlieSSlich schwebender Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche
Bürgschaften und Garantien
Die ThyssenKrupp AG, deren Segmentführungsgesellschaften sowie in Einzelfällen auch deren Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:
| Maximales Haftungs volumen 30.06.2008 |
Rückstellung 30.06.2008 |
|
|---|---|---|
| Anzahlungsgarantien | 141 | 1 |
| Gewährleistungs- und Vertragserfüllungs garantien |
65 | 1 |
| Kreditaufträge | 33 | 0 |
| Restwertgarantien | 45 | 1 |
| Sonstige Haftungserklärungen | 120 | 1 |
| Insgesamt | 404 | 4 |
Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von 3 Monaten bis zu 10 Jahren (z.B. bei Miet- und Pachtgarantien).
Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch die Gesellschaften, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.
Alle durch die ThyssenKrupp AG oder die Segmentführungsgesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.
"Special Purpose Entities"
ThyssenKrupp hat eine Anlage zur Produktion von Koks gemietet. Die Anwendung der Interpretation SIC 12 "Consolidation – Special Purpose Entities" auf die Betreibergesellschaft dieser Anlage hat ergeben, dass diese eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, für die eine Konsolidierungspflicht besteht. Die Vollkonsolidierung dieser Gesellschaft hat jedoch nur geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Hingegen führte die Überprüfung der Eigentümergesellschaft, die ebenfalls eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, zu dem Ergebnis, dass der Konzern diese Gesellschaft nicht beherrscht. Die Gesellschaft ist somit nicht in den Konsolidierungskreis des Konzerns einzubeziehen. Die Verpflichtungen des Konzerns im Rahmen des Miet- und Abnahmevertrages werden im Konzernabschluss weiterhin als künftige Mindestmietzahlungen aus "operating lease" unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen berücksichtigt und werden im aktuellen Geschäftsjahr ca. 62 Mio € betragen. Das maximale Verlustrisiko des Konzerns aus dieser Anlage beläuft sich auf ca. 45 Mio € und resultiert aus der im Wesentlichen durch Dritte übernommenen Restwertgarantie für die Anlage zum Ende des Miet- bzw. Abnahmevertrages.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken
Mit Entscheidung vom 20. November 2007 hat die EU-Kommission ein Gesetz der Republik Italien aus dem Jahr 2005, das neben anderen Unternehmen auch der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni S.p.A. beim Strombezug bestimmte Vergünstigungen gewährt, als unzulässige Staatsbeihilfen eingestuft. Die EU-Kommission hat Italien aufgefordert, auf Grund dieser gesetzlichen Regelung gezahlte Beihilfen von den betroffenen Unternehmen zurückzufordern. Italien hat gegen die Entscheidung der Kommission am 31. Januar 2008 Klage eingereicht. Am 06. Februar 2008 hat die ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni ebenfalls Klage gegen diese Entscheidung eingereicht. Ob und in welcher Höhe möglicherweise Rückforderungsansprüche durch den italienischen Staat gestellt werden bzw. bisher von ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni geltend gemachte Ansprüche von Italien beglichen werden, kann zur Zeit nicht abschließend beurteilt werden. Sollte der Ausgang des Rechtsstreits eine ungünstige Entwicklung nehmen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich daraus ein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss von ThyssenKrupp ergibt.
Mit Entscheidung vom 02. Juli 2008 hat die EU-Kommission verschiedene, der Hellenic Shipyards S.A. (HSY) gewährte Investitionszuschüsse und Zusagen als staatliche, mit dem Gemeinsamen Markt nicht vereinbare Beihilfen eingestuft. Die Beihilfen wurden in den Jahren 1997 bis 2002 teilweise im Zusammenhang mit der Privatisierung der ehemals staatlichen Werft gewährt. Eine Freistellungsklausel im Kaufvertrag über den Erwerb der HSY zugunsten der erwerbenden Howaldtswerke Deutsche Werft GmbH im Jahre 2002 für eventuelle Rückforderungen von Beihilfen betrachtet die Kommission ebenfalls als beihilfewidrig. Die EU-Kommission hat die Republik Griechenland aufgefordert, die Beihilfen von der HSY zurückzufordern; nach Auffassung der Kommission handelt es sich um einen Betrag von ca. 236 Mio € (zuzüglich Zinsen). Gegen die Entscheidung der Kommission kann bis Mitte September Klage zum Europäischen Gericht erster Instanz (Luxemburg) eingelegt werden. Die Einleitung rechtlicher Schritte wird zurzeit geprüft. Ob und in welcher Höhe der griechische Staat Rückforderungsansprüche gegen HSY stellen wird, kann gegenwärtig noch nicht abschließend beurteilt werden. Eine Klage gegen die Verkäuferin der HSY auf Freistellung von solchen Rückforderungsansprüchen ist bei dem zuständigen Gericht in Athen bereits eingereicht. Sollte der gesamte Vorgang eine ungünstige Entwicklung nehmen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich daraus ein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss von ThyssenKrupp ergibt.
Im Vergleich zum 30. September 2007 erhöhte sich in den Segmenten Steel und Stainless das Bestellobligo für Investitionsvorhaben in Brasilien und Nordamerika um 0,9 Mrd € auf 3,0 Mrd €. Darüber hinaus wurden im Segment Steel weitere langfristige Kalklieferverträge abgeschlossen, aus denen Abnahmeverpflichtungen von 0,2 Mrd € resultieren. Zusätzlich erhöhten sich auf Grund geänderter Einschätzungen über die Preisbedingungen für Eisenerz und Eisenerzpellets bestehende Abnahmeverpflichtungen um 3,8 Mrd € auf 10,5 Mrd €.
Schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche
ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zu Rückerstattungen von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadenersatz führen können. Aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Kunden und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen oder sind verjährt. Eine Reihe von gerichtlichen und behördlichen Verfahren ist noch anhängig.
Darüber hinaus sind bei den sonstigen Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Veränderungen seit dem vorangegangenen Geschäftsjahresende eingetreten.
07 Derivative Finanzinstrumente
Die Nominal- und Buchwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
Mio €
| Nominalwert 30.09.2007 |
Buchwert 30.09.2007 |
Nominalwert 30.06.2008 |
Buchwert 30.06.2008 |
|
|---|---|---|---|---|
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Aktiva | ||||
| Währungsderivate inklusive eingebettete Derivate | 3.950 | 182 | 5.623 | 237 |
| Zinsderivate* | 757 | 4 | 826 | 50 |
| Warenderivate | 854 | 68 | 972 | 130 |
| Insgesamt | 5.561 | 254 | 7.421 | 417 |
| Passiva | ||||
| Währungsderivate inklusive eingebettete Derivate | 5.181 | 241 | 6.465 | 391 |
| Zinsderivate* | 208 | 6 | 138 | 4 |
| Warenderivate | 827 | 86 | 827 | 128 |
| Insgesamt | 6.216 | 333 | 7.430 | 523 |
* inklusive Zins-/Währungsderivate
08 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)
In den ersten 9 Monaten 2007/2008 realisierte eine Konzerngesellschaft aus der in 2006/2007 erfolgten Beauftragung zur Modernisierung von Aufzügen im Wert von 2 Mio € durch eine zur Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gehörende Einrichtung einen Umsatz in Höhe von 1,3 Mio €.
Die ESG Legierungen GmbH ist auf Grund der Tatsache, dass ein naher Familienangehöriger eines Vorstandsmitglieds als Geschäftsführer tätig ist, als nahe stehendes Unternehmen des Konzerns einzustufen. In den ersten 9 Monaten 2007/2008 hat der Konzern mit der ESG Legierungen GmbH einen Umsatz in Höhe von 1,4 Mio € aus dem Verkauf von Feinzink realisiert. Im gleichen Zeitraum wurden vom Konzern Zinklegierungen in Höhe von 0,2 Mio € von der ESG Legierungen GmbH bezogen. Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 30. Juni 2008 hatte der Konzern aus der Geschäftsbeziehung eine Forderung von 0,1 Mio €.
09 Segmentberichterstattung
Segmentinformationen für die ersten 9 Monate 2006/2007 und für die ersten 9 Monate 2007/2008 sowie für das 3. Quartal 2006/2007 und das 3. Quartal 2007/2008:
Mio €
| Steel | Stainless | Technologies | Elevator | Services | Corporate | Konsoli dierung |
Konzern | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 9 Monate 2006/2007 | ||||||||
| Außenumsätze | 8.790 | 6.141 | 8.366 | 3.347 | 12.006 | 240 | 0 | 38.890 |
| konzerninterne Umsätze | 1.130 | 845 | 45 | 3 | 608 | 17 | – 2.648 | 0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 9.920 | 6.986 | 8.411 | 3.350 | 12.614 | 257 | – 2.648 | 38.890 |
| Ergebnis vor Steuern | 1.298 | 912 | 411 | – 187 | 550 | – 115 | – 16 | 2.853 |
| 9 Monate 2007/2008 | ||||||||
| Außenumsätze | 9.611 | 5.083 | 9.133 | 3.556 | 12.198 | 69 | 0 | 39.650 |
| konzerninterne Umsätze | 1.144 | 643 | 75 | 3 | 504 | 14 | – 2.383 | 0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 10.755 | 5.726 | 9.208 | 3.559 | 12.702 | 83 | – 2.383 | 39.650 |
| Ergebnis vor Steuern | 1.138 | 86 | 566 | 301 | 515 | – 291 | – 18 | 2.297 |
| 3. Quartal 2006/2007 | ||||||||
| Außenumsätze | 3.038 | 2.263 | 2.825 | 1.178 | 4.121 | 19 | 0 | 13.444 |
| konzerninterne Umsätze | 375 | 345 | – 10 | 1 | 187 | 5 | – 903 | 0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 3.413 | 2.608 | 2.815 | 1.179 | 4.308 | 24 | – 903 | 13.444 |
| Ergebnis vor Steuern | 428 | 296 | 155 | 106 | 218 | 21 | – 5 | 1.219 |
| 3. Quartal 2007/2008 | ||||||||
| Außenumsätze | 3.494 | 1.711 | 3.317 | 1.210 | 4.431 | 18 | 0 | 14.181 |
| konzerninterne Umsätze | 408 | 222 | 40 | 1 | 172 | 5 | – 848 | 0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 3.902 | 1.933 | 3.357 | 1.211 | 4.603 | 23 | – 848 | 14.181 |
| Ergebnis vor Steuern | 389 | 93 | 201 | 92 | 248 | – 110 | – 4 | 909 |
10 Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:
| 9 Monate 2006/2007 | 9 Monate 2007/2008 | 3. Quartal 2006/2007 | 3. Quartal 2007/2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag in Mio € |
Ergebnis je Aktie in € |
Gesamtbetrag in Mio € |
Ergebnis je Aktie in € |
Gesamtbetrag in Mio € |
Ergebnis je Aktie in € |
Gesamtbetrag in Mio € |
Ergebnis je Aktie in € |
|
| Zähler: | ||||||||
| Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) |
1.589 | 3,25 | 1.473 | 3,06 | 729 | 1,49 | 573 | 1,21 |
| Nenner: | ||||||||
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) |
488.764.592 | 481.425.899 | 488.764.592 | 473.973.492 |
Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der ThyssenKrupp AG zurechenbaren Periodenüberschusses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Veräußerte oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt.
Der gewichtete Durchschnitt der Aktien reduzierte sich in 2007/2008 durch den Erwerb eigener Aktien im Zeitraum vom 01. Februar bis 07. März 2008.
In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.
11 Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Nicht zahlungswirksame Investitionstätigkeiten
In den ersten 9 Monaten 2007/2008 ergab sich aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 163 (9 Monate 2006/2007: 30) Mio €.
Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögenswerten aus Finance Lease in den ersten 9 Monaten 2007/2008 beträgt 38 (9 Monate 2006/2007: 9) Mio €.
Nicht zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten
In den ersten 9 Monaten 2007/2008 erfolgte durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Brutto-Finanzschulden von 71 (9 Monate 2006/2007: 0) Mio €.
12 Besondere Ereignisse nach dem Stichtag
Auf Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Januar 2008 hat der Vorstand der ThyssenKrupp AG am 14. Juli 2008 beschlossen, bis zum Ablauf dieser Ermächtigung am 17. Juli 2009 bis zu 10,5 Mio weitere eigene Aktien an der Börse zu erwerben; dies entspricht rund 2 % des Grundkapitals.
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
An die ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen sowie ausgewählten Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2007 bis 30. Juni 2008, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 37x Abs. 3 WpHG i.V.m. § 37w Abs. 2 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie ergänzend unter Beachtung des Internationalen Standard of Review Engagements 2410 (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Düsseldorf, den 13. August 2008
KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Michael Gewehr Markus Zeimes Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats
Der Zwischenbericht für die ersten 9 Monate des Geschäftsjahres 2007/2008 (Oktober bis Juni) sowie der Bericht des Konzernabschlussprüfers über die prüferische Durchsicht dieses Zwischenabschlusses sind dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats in der Sitzung am 13. August 2008 vorgelegt und durch den Vorstand und den Konzernabschlussprüfer erläutert worden. Der Prüfungsausschuss stimmte dem Zwischenbericht zu.
Düsseldorf, den 13. August 2008
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Dr. Martin Kohlhaussen
Kontakt / Termine 2008 – 2009
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Termine 2008 – 2009
28. November 2008 Bilanzpressekonferenz Analysten- und Investorenkonferenz
23. Januar 2009 Ordentliche Hauptversammlung
13. Februar 2009 Zwischenbericht 1. Quartal 2008/2009 (Oktober bis Dezember) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren
13. Mai 2009 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2008/2009 (Oktober bis März)
14. Mai 2009 Analysten- und Investorenkonferenz
14. August 2009 Zwischenbericht 9 Monate 2008/2009 (Oktober bis Juni) Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren
Zukunftsbezogene Aussagen
Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von ThyssenKrupp bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von ThyssenKrupp weder beabsichtigt, noch übernimmt ThyssenKrupp eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.
Abweichungen aus technischen Gründen
Aus technischen Gründen (z.B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Zwischenbericht enthaltenen und den zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. In diesem Fall gilt die zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichte Fassung als die verbindliche Fassung.
Der Zwischenbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche Fassung der englischen Übersetzung vor.
In beiden Sprachen steht der Zwischenbericht im Internet unter http://www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Darüber hinaus wird dort eine interaktive Online-Version in beiden Sprachen angeboten.
ThyssenKrupp ag August-Thyssen-Straße 1 40211 Düsseldorf www.thyssenkrupp.com