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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2005

Feb 13, 2006

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Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht 1.Quartal 2005/2006 01. Oktober – 31. Dezember 2005

  • 02 Der Konzern in Zahlen
  • 03 ThyssenKrupp guter Start in das neue Geschäftsjahr

  • 04 Wirtschaftliche Entwicklung

  • 18 ifrs-Überleitungsrechnungen und Zwischenabschluss
  • 59 Weitere Informationen
  • 04 Konjunkturelles Umfeld
  • 06 Geschäftslage
  • 09 Segmente
  • 17 Ausblick
  • 18 ifrs-Überleitungsrechnungen
  • 40 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 41 Konzern-Bilanz
  • 42 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 43 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 44 Konzern-Eigenkapitalentwicklung
  • 45 Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
  • 59 Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats
  • 59 Termine
  • 60 Kontakt

Die Rechnungslegung des ThyssenKrupp Konzerns erfolgt nach ifrs (International Financial Reporting Standards). Dieser Zwischenbericht ist am 13. Februar 2006 erschienen.

DER KONZERN IN ZAHLEN*

KONZERNÜBERBLICK

1. Quartal
2004/2005
1. Quartal
2005/2006
Auftragseingang Mio € 10.856 11.555
Umsatz Mio € 10.088 10.942
EBITDA Mio € 1.000 898
Ergebnis** Mio € 530 425
Quartalsüberschuss Mio € 331 255
Ergebnis je Aktie 0,62 0,49
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten je Aktie
Mitarbeiter (31.12.)
0,60
179.588
0,49
184.980
30.09.2005 31.12.2005
Netto-Finanzverbindlichkeiten
Mio €
Eigenkapital
Mio €
177
7.878
315
8.392

SEGMENTINFORMATION

** vor Steuern

Auftragseingang in Mio € Umsatz in Mio € Ergebnis** in Mio € Mitarbeiter
1. Quartal
2004/2005
1. Quartal
2005/2006
1. Quartal
2004/2005
1. Quartal
2005/2006
1. Quartal
2004/2005
1. Quartal
2005/2006
31.12.2004 30.09.2005 31.12.2005
Steel 2.161 2.641 2.292 2.484 252 272 31.578 31.634 31.439
Stainless 1.334 1.529 1.304 1.352 125 7 12.366 12.201 12.157
Special Materials
Automotive
223 178 4 2.694
Technologies 1.919 1.906 1.864 1.972 24 0 43.973 43.537 42.861
Elevator 1.588 1.648 1.133 1.603 47 92 22.777 28.042 27.404
Services 1.002 1.261 877 1.008 98 85 32.485 34.151 34.843
Corporate 3.222 3.127 3.198 3.066 92 85 32.789 35.391 34.940
Konsolidierung 34 36 34 36 – 102 – 111 926 976 1.336
Konzern – 627
10.856
– 593
11.555
– 792
10.088
– 579
10.942
– 10
530
– 5
425
179.588 185.932 184.980

* Mit Ausnahme von Quartalsüberschuss, Ergebnis je Aktie, Netto-Finanzverbindlichkeiten und Eigenkapital beziehen sich die Angaben auf fortgeführte Aktivitäten.

THYSSENKRUPP – GUTER START IN DAS NEUE GESCHÄFTSJAHR

ThyssenKrupp ist gut in das Geschäftsjahr 2005/2006 gestartet. In einem insgesamt erfreulichen konjunkturellen Umfeld stieg die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen des Konzerns. Der Umsatzzuwachs im 1. Quartal 2005/2006 betrug 9 %. Das Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern erreichte 425 Mio € nach 530 Mio € im Vorjahreszeitraum.

Die Rechnungslegung erfolgt erstmals nach ifrs; die Vorjahreszahlen sind entsprechend angepasst worden. Die wesentlichen Kennzahlen für das 1. Quartal 2005/2006 sind:

  • ¡ Der Auftragseingang aus fortgeführten Aktivitäten stieg auf 11,6 Mrd € und übertraf damit den entsprechenden Wert des Vorjahresquartals um 6 %.
  • ¡ Der Umsatz nahm um 9 % auf 10,9 Mrd € zu.
  • ¡ Das ebitda verminderte sich auf 898 Mio € nach 1.000 Mio € im Vorjahresquartal.
  • ¡ Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern betrug 425 Mio € nach 530 Mio € im Vorjahresquartal.
  • ¡ Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten erreichte 0,49 € nach 0,60 € im 1. Quartal des Vorjahres.
  • ¡ Die Netto-Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2005 betrugen 315 Mio €. Gegenüber dem 30. September 2005 sind sie um 138 Mio € angestiegen. Im Vergleich zum 31. Dezember 2004 konnten die Netto-Finanzverbindlichkeiten um 3.535 Mio € abgebaut werden.

Im weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit einer insgesamt positiven Geschäftsentwicklung. Für das Geschäftsjahr 2005/2006 erwarten wir einen Umsatz in der Größenordnung von 43 Mrd €. Unser Ziel beim Ergebnis vor Steuern – ohne wesentliche Sondereffekte – liegt im laufenden Geschäftsjahr in der Größenordnung von 1,5 Mrd €.

KONJUNKTURELLES UMFELD

Die weltwirtschaftliche Expansion hat sich auch im 2. Halbjahr 2005 fortgesetzt. Die Preisentwicklung auf den Ölmärkten hatte sich vorübergehend leicht entspannt und die konjunkturellen Risiken aus hohen Energiepreisen etwas abgeschwächt. Preislich angespannt blieb weiterhin die Lage bei den Industrie-

rohstoffen. Nach wie vor gingen von den usa und den asiatischen Ländern die größten Wachstumsimpulse aus. In den usa wurde der anhaltende Aufschwung von der Binnennachfrage getragen. Zu der dynamischen Entwicklung der asiatischen Länder trug ganz wesentlich das ungebrochen hohe Wachstum in China bei. In Japan setzte sich in der zweiten Jahreshälfte 2005 die wirtschaftliche Erholung im Zuge steigender Konsum- und Investitionsausgaben fort. Das hohe Wirtschaftswachstum Lateinamerikas hat sich im abgelaufenen Jahr etwas verlangsamt. In den Ländern Mittel- und Osteuropas war der wirtschaftliche

Aufschwung weitgehend stabil. Das Wirtschaftswachstum Westeuropas blieb hinter dem der übrigen Regionen, allerdings hat sich die konjunkturelle Lage im 2. Halbjahr 2005 leicht aufgehellt. Die Abwertung des Euro hat die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft gestärkt. In Deutschland zeigte der private Verbrauch weiterhin Schwächen, während sich die Lage der deutschen Industrie spürbar verbesserte.

In den für ThyssenKrupp wichtigen Branchen ergaben sich folgende Entwicklungen:

¡ Die globale Stahlerzeugung nahm im 4. Quartal 2005 weiter zu. Die Zuwächse gingen weiterhin überwiegend auf die höhere Produktion in China und Indien zurück. In der Europäischen Union und Nordamerika prägten dagegen Produktionskürzungen gegenüber den hohen Vorjahresmengen das Bild. Die bereits in den vorangegangenen Monaten verstärkten Bemühungen der dortigen Stahlproduzenten um eine Marktstabilisierung zeigten im Schlussquartal 2005 Wirkung. Die zuvor stark überhöhten Lagerbestände bei Händlern und Verarbeitern von Stahl erreichten auch in Europa wieder überwiegend Normalniveau. Dazu trugen ebenfalls die verminderten Importe aus Drittländern bei. In der Folge konnten die westeuropäischen Produzenten von Qualitätsflachstahl zu Beginn des 4. Quartals moderate Preisanhebungen am Markt durchsetzen. In Nordamerika zogen die Preise in erheblich stärkerem Maße an. Auch dadurch bedingt dürfte der Importdruck in Westeuropa im Berichtsquartal relativ gering geblieben sein. Der Versand der westeuropäischen Hersteller von Qualitätsflachstahl in den eu-Markt lag nach bislang verfügbaren Daten unter dem hohen Vorjahresniveau, bei den Auftragseingängen zeigte sich nach den schwachen Sommermonaten jedoch eine Belebung, wenngleich die entsprechenden Vorjahresmengen nicht ganz erreicht wurden. Äußerst kräftig waren hingegen die Zuwächse im Drittlandsgeschäft. Die allgemeine Beschäftigungslage der Stahlproduzenten dürfte sich weitgehend normalisiert haben.

  • ¡ Der Markt für rost-, säure- und hitzebeständige Edelstahlflachprodukte hat sich insgesamt schwach entwickelt. In Westeuropa war die Nachfrage verhalten und veranlasste die meisten Produzenten auch im 4. Quartal 2005 wieder zu Produktions- und Lieferkürzungen. Der anhaltend starke Druck auf die Basispreise, die sich im Berichtsquartal auf einem Allzeit-Tief befanden, verringerte sich nur minimal. Gegen Ende des Berichtszeitraums war eine leichte Entspannung der Marktsituation erkennbar; dazu trug auch eine Normalisierung der Lagerbestände bei. In den usa setzt sich der Trend der rückläufigen Nachfrage fort. In Asien und hier insbesondere in China hat sich die Nachfrage dagegen weiter erhöht. Noch stärker stiegen in China jedoch die Kapazitäten, was zu einem zunehmenden Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage führte. Infolgedessen hielt der deutliche Preisabwärtstrend auch im Berichtsquartal weitgehend an. Bei Nickelbasiswerkstoffen hat sich die bisherige gute Marktentwicklung auch im 4. Quartal 2005 fortgesetzt.
  • ¡ Die internationale Automobilindustrie entwickelte sich regional unterschiedlich. In Nordamerika hat sich die Automobilkonjunktur in den letzten Monaten abgeschwächt. In den usa lagen im letzten Quartal des Jahres 2005 die Verkaufszahlen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Während der Absatz von Personenkraftwagen nur leicht nachgab, gab es bei leichten Nutzfahrzeugen wie Minivans und Sport Utility Vehicles auf Grund der gestiegenen Benzinpreise größere Einbußen. Die us-Fahrzeugproduktion war im gleichen Zeitraum ebenfalls rückläufig. In Kanada und Mexiko wurden dagegen mehr Fahrzeuge hergestellt. Die brasilianische Automobilwirtschaft hat den Produktionsaufschwung fortsetzen können. China konnte zuletzt wieder hohe Zuwachsraten aufweisen. In der Europäischen Union war die Nachfrage nach Neufahrzeugen rückläufig. Der deutsche Fahrzeugbau konnte im 4. Quartal 2005 die verhaltene inländische Nachfrage nach Personenkraftwagen durch die kräftig gestiegenen Exporte mehr als kompensieren. Auch die Entwicklung im Markt der Nutzfahrzeuge war weiterhin sehr positiv.
  • ¡ Das robuste weltwirtschaftliche Wachstum hat die Investitionsgüterkonjunktur belebt. Vor allem in den usa und China entwickelte sich der Maschinenbau positiv. Die deutschen Maschinenbauer verzeichneten hohe Bestellungen aus dem Ausland, aber auch die inländische Nachfrage hat in den letzten Monaten des Jahres 2005 wieder deutlich angezogen. Besonders erfreulich war die Lage im deutschen Großanlagenbau.
  • ¡ Günstig blieb die Baukonjunktur insbesondere in Asien und in Mittel- und Osteuropa. Die Lage der deutschen Bauwirtschaft hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2005 nach Jahren der Rezession stabilisiert. Sowohl die Auftragseingänge als auch die Bauproduktion waren zuletzt leicht aufwärts gerichtet.

GESCHÄFTSLAGE

THYSSENKRUPP IN ZAHLEN

1. Quartal
2004/2005
1. Quartal
2005/2006
Auftragseingang Mio € 10.856 11.555
Umsatz Mio € 10.088 10.942
EBITDA Mio € 1.000 898
Ergebnis*
Mitarbeiter (31.12.)
Mio € 530
179.588
425
184.980

Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern

Auftragseingang und Umsatz

ThyssenKrupp hat im 1. Quartal 2005/2006 an die erfolgreiche Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres angeknüpft. Das im Rahmen der Portfoliobereinigung aufgelegte Desinvestitionsprogramm ist nahezu abgeschlossen. Die nachfolgende Darstellung von Auftragseingang, Umsatz, Ergebnis und Mit-

arbeitern bezieht sich – wenn nicht anders erwähnt – nur auf die fortgeführten Aktivitäten. Auftragseingang und Umsatz haben sich nochmals verbessert. Im Vergleich zum 1. Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres hat die Entwicklung des Euro gegenüber dem us-Dollar die Geschäfts-

entwicklung nicht mehr belastet. ThyssenKrupp verbuchte im 1. Quartal 2005/2006 Neubestellungen in Höhe von 11,6 Mrd €. Der Auftragseingang aus fortgeführten Aktivitäten lag damit um 6 % über dem entsprechenden Vorjahresquartal. Hohe Zuwächse erzielten insbesondere die Segmente Steel, Stainless sowie Elevator. Bei

Services gab es einen leichten Rückgang. Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich um 9 % auf 10,9 Mrd €. Vor allem die Segmente Technologies und Elevator konnten ihr Geschäft kräftig ausbauen. Auch die übrigen Segmente, mit Ausnahme von Services, erzielten höhere Umsätze als im Vorjahresquartal.

UMSATZ* in Mrd €

Ergebnis

*aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern

Im 1. Quartal 2005/2006 erreichte ThyssenKrupp ein Ergebnis vor Steuern von 425 Mio € und damit um 105 Mio € unter dem sehr guten Vorjahresquartal. Gewinnsteigerungen bei Technologies und Steel

standen Gewinnrückgänge, insbesondere bei Stainless und Automotive, gegenüber. Der im Vorjahr im Segment Steel enthaltene Bereich Stainless ist ab dem 01. Oktober 2005 ein eigenständiges Segment; im Segment Steel werden nur die Qualitätsflachstahlerzeugnisse geführt. Die Vorjahreszahlen sind vergleichbar gerechnet. In dem im Vorjahr ebenfalls zum Segment Steel gehörigen Bereich Special Materials fielen nach Abschluss des Verkaufsprogramms im Berichtsquartal keine Auf-

wendungen und Erträge mehr an. Das Segment Steel erzielte einen höheren Gewinn trotz erheblich gestiegener Aufwendungen für Rohstoffe und Frachten. Ausschlaggebend waren die positive Marktentwicklung und die Restrukturierungserfolge bei einzelnen Produktgruppen. Im Segment Stainless führte die geringere Nachfrage in Europa und Nordamerika in Verbindung mit nachgebenden Basispreisen zu einem deutlichen Gewinnrückgang. Das Ergebnis in China war durch den Markteintritt zusätzlicher Kapazitäten belastet. Das Geschäft mit Nickelbasislegierungen erhöhte hingegen den Gewinn deutlich. Der Gewinnrückgang bei Automotive resultierte aus geringerer Kapazitätsauslastung, insbesondere in den nordamerikanischen Werken, und aus höheren Vormaterialkosten. Auch die Veränderung der Währungskursrelationen zum us-Dollar und dem brasilianischen Real minderte das Ergebnis. Das Segment Technologies konnte seinen Gewinn infolge erhöhter Umsätze und des Wegfalls von Verlustbereichen nahezu verdoppeln. Der Gewinn von Elevator blieb auf Grund von Effekten aus der Zeitwertbewertung von Währungskurssicherungen unter dem Niveau des Vorjahresquartals; operativ wurde dieses wieder erreicht. Das Segment Services erwirtschaftete nicht ganz den hohen Gewinn des Vorjahresquartals. Geringeren Gewinnen aus dem Werkstoffhandel standen höhere Gewinne aus Industriedienstleistungen und dem Geschäft mit technischen

Produkten und Rohstoffen gegenüber. Nach Abzug der Aufwendungen von Corporate und der Steuern verblieb ein Quartalsüberschuss von 255 Mio €. Zieht man hiervon den auf Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Gewinn in Höhe von 5 Mio € ab, ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie von 0,49 €. Im Vergleichsquartal des Vorjahres waren es 0,62 €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahresquartal 0,02 € pro Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten stammten, für die im Berichtsquartal keine Aufwendungen oder Erträge mehr anfielen.

Netto-Finanzverbindlichkeiten und Investitionen

NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN in Mio €

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2005 beliefen sich auf 315 Mio € und sind damit gegenüber dem 30. September 2005 um 138 Mio € angestiegen. Dass im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum dieser Anstieg im 1. Quartal 2005/2006 aber nur gering war, ist insbesondere

durch den Mittelzufluss aus dem Verkauf eigener Aktien (268 Mio €) begründet. Gegenüber dem 31. Dezember 2004 konnten die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns um 3.535 Mio € zurückgeführt werden. Dieser Abbau war maßgeblich durch die Veräußerung der Wohnimmobilien bedingt.

Die Investitionen erreichten im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2005/2006 insgesamt 479 Mio €, 35 % mehr als im Vorjahresquartal. In Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände wurden 384 Mio € investiert, die übrigen 95 Mio € entfielen auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen sowie auf andere finanzielle Vermögenswerte.

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich im 1. Quartal 2005/2006 leicht vermindert. ThyssenKrupp beschäftigte am 31. Dezember 2005 weltweit 184.980 Mitarbeiter, 952 oder 1 % weniger als am Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Während sich bei Elevator die Belegschaftszahl durch Unternehmenszukäufe

und internes Wachstum erhöhte, war sie insbesondere bei Automotive und Technologies rückläufig. In Deutschland verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter um 2 % auf 85.600, außerhalb Deutschlands stieg sie um 1 % auf 99.380. Ende 2005 waren 46 % der Mitarbeiter in Deutschland tätig, 24 % in den übrigen Ländern Europas und 18 % im Nafta-Raum.

SEGMENTE

Steel: Weiterhin sehr positiv

STEEL IN ZAHLEN

1. Quartal
2004/2005
1. Quartal
2005/2006
Auftragseingang Mio € 2.161 2.641
Umsatz Mio € 2.292 2.484
Ergebnis*
Mitarbeiter (31.12.)
Mio € 252
31.578
272
31.439

Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern

Das Segment Steel konzentriert sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2005/2006 auf das Geschäft mit hochwertigen Qualitätsflachstahlerzeugnissen einschließlich dazugehöriger Dienstleistungen. Zur besseren Kundenbetreuung wurden die vier Business Units Steelmaking, Industry, Auto und Processing gebildet; die Vorjahreszahlen sind vergleichbar dargestellt.

Im 1. Quartal 2005/2006 verlief die Geschäftsentwicklung weiterhin sehr positiv. Der wertmäßige Auftragseingang stieg mengen- und erlösbedingt um 22 %. Der Umsatz nahm bei gegenüber dem guten Vorjahresniveau etwas geringerem Stahlversand um 8 % zu. Dazu haben in erster Linie Preisanhebungen

sowie Verschiebungen zu höherwertigen Erzeugnissen beigetragen. In der Business Unit Steelmaking sind die Metallurgie in Duisburg und die Logistik-Aktivitäten zusammengefasst. Die Rohstahlkapazitäten waren voll ausgelastet. Einschließlich der Bezüge von der Beteiligungsgesellschaft Hüttenwerke Krupp Mannesmann wurden im 1. Quartal 2005/2006 wie im Vorjahr 3,4 Mio t Brammen erzeugt. Der Umsatz mit Roheisen, Brammen und Energie an externe Abnehmer hat

sich wegen der gestiegenen Rohstoffkosten erhöht. Die Business Unit Industry konzentriert sich auf ein breites Spektrum von Kunden in den Stahl verarbeitenden Industrien. Die Versandmengen im Kernbereich zeigten zuletzt wieder eine steigende Tendenz, wobei die noch anhaltende Schwäche bei feuerverzinkten Produkten durch attraktive Projektabschlüsse bei Warmband im Rohrgeschäft kompensiert wurde. Die Grobblechprodukte profitierten weiterhin von einem starken Marktumfeld. Bei den Preisen wirkte sich insgesamt der hohe Anteil des Kontraktgeschäfts als stabilisierender Faktor aus. Die zum 01. Oktober 2005 im Quartalsgeschäft angekündigte Preiserhöhung um 20 bis 30 €/t konnte nicht in vollem Umfang durchgesetzt werden. Insgesamt lagen die Durchschnittserlöse über dem Vorjahresquartal. Der Bereich Bauelemente profitierte von einer regeren

Nachfrage im Modernisierungs- und Instandhaltungssektor. Die Erlöse blieben allerdings unter Druck. Kunden der Business Unit Auto sind die global aufgestellten Automobilfirmen. Der Auftragseingang zeigte im Berichtsquartal einen deutlichen Aufwärtstrend, der aber nicht voll im Umsatz zum Tragen kam, zum Teil verursacht durch einen Brandschaden an einer elektrolytischen Beschichtungsanlage. Der Umsatz mit Tailored Blanks ist vornehmlich durch den Hochlauf der neuen Fertigungsstätten in China gestiegen; im Inland hat sich das Geschäft auf hohem Niveau stabilisiert. Die Stahl-Service-Aktivitäten

in Nordamerika konnten im Spotmarkt Zusatzgeschäfte akquirieren. Die Unternehmen der Business Unit Processing sind auf Spezialmärkte für Qualitätsflachstahl ausgerichtet. Bei Weißblech stiegen die Versandmengen im Rahmen der Vorwärtsstrategie am Standort Andernach. Auch die Erlöse pro Tonne lagen über dem Vorjahresniveau. Im Bereich Mittelband von Hoesch Hohenlimburg konnte der Umsatz vor allem preisbedingt ausgeweitet werden. Das Geschäft mit Spezialprofilen, das noch in den Zahlen enthalten ist, wurde mit Wirkung vom 31. Dezember 2005 im Rahmen einer Best-Owner-Lösung veräußert. Sehr gut entwickelte sich der Bereich kornorientiertes Elektroband. Bei weltweit reger Nachfrage im Energiesektor konnten die Erlöse signifikant angehoben werden.

Das Segment Steel erhöhte den Gewinn im Berichtsquartal um 20 Mio € auf 272 Mio €. Die Business Unit Steelmaking umfasst die als Costcenter geführten Bereiche Metallurgie Deutschland und Logistik sowie die Verwaltungsfunktionen für das Segment Steel. Die drastischen Kostensteigerungen für die wesentlichen Rohstoffe wie Erz, Kohle/Koks und Schrott sowie für Frachtraten führten zu höheren Brammenkosten, die an die kundenorientierten Business Units Industry, Auto und Processing weitergegeben wurden. Das Ergebnis aus Verkäufen von Roheisen und Nebenprodukten konnte ver-

bessert werden. Die Business Unit Industry weist einen Gewinnrückgang aus. Die auf Grund der gestiegenen Rohstoffkosten erhöhten Brammenkosten sowie der Anstieg der Energiekosten führten bei den als Profitcenter geführten Aktivitäten von Industry mit Ausnahme des Spezialgeschäfts Grobblech zu einem deutlichen Gewinnrückgang. Grobblech konnte bei sehr positiver Marktentwicklung den guten Vorjahresgewinn weiter steigern und leistete einen erheblichen Ergebnisbeitrag. Der Bereich Bauelemente mit den Aktivitäten Hochbau und Kühlraumbau erzielte in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld einen Gewinn in Höhe des Vorjahres. Die europäischen Stahl-Service-Aktivitäten verzeichneten infolge von Mengen- und Struk-

tureffekten ein rückläufiges Ergebnis. Die Business Unit Auto erzielte eine Gewinnsteigerung. Hierin enthalten sind Erträge aus Versicherungsleistungen in Höhe von 35 Mio € im Zusammenhang mit dem Brandschaden an der elektrolytischen Beschichtungsanlage in Duisburg. Dem standen Mindergewinne wegen der Betriebsunterbrechung gegenüber. Das operative Ergebnis der Business Unit ging bei geringeren Versandmengen und erheblich gestiegenen Beschaffungspreisen deutlich zurück. Die Tailored-Blanks-Aktivitäten entwickelten sich positiv und konnten das Ergebnis erheblich verbessern. Der Gewinn der nordamerikanischen Stahl-

Service-Aktivitäten ging zurück. Die Business Unit Processing erhöhte den Gewinn deutlich und profitierte dabei insbesondere von der hervorragenden Marktentwicklung und den durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen bei kornorientiertem Elektroband. Auch Mittelband erzielte ein erheblich besseres Ergebnis. Der Gewinn bei Weißblech blieb deutlich unter dem guten Vorjahreswert.

Stainless: Edelstahlmarkt weiter unter Druck

1. Quartal
2004/2005
1. Quartal
2005/2006
Auftragseingang Mio € 1.334 1.529
Umsatz Mio € 1.304 1.352
Ergebnis*
Mitarbeiter (31.12.)
Mio € 125
12.366
7
12.157

STAINLESS IN ZAHLEN

Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. * vor Steuern

Produktion und Vertrieb von Edelstahl Rostfrei-Flach sowie der Hochleistungswerkstoffe Nickelbasislegierungen und Titan sind seit Geschäftsjahresbeginn im Segment Stainless zusammengefasst. In einem insgesamt angespannten Marktumfeld verzeichnete Stainless höhere Auftragseingänge und

einen gestiegenen Umsatz. Der mengenmäßige Auftragseingang konnte im Vergleich zum schwachen Vorjahreszeitraum um 7 % ausgeweitet werden. Dazu beigetragen haben eine gestiegene Nachfrage gegen Ende des Jahres 2005 sowie ein lebhaftes Wiederbeschaffungsverhalten, insbesondere im europäischen Handel. Auf Grund dieser höheren Bestellungen sowie leichter Preisaufbesserungen im Dezember 2005 nahm der wertmäßige Auftragseingang um 15 % zu. Überproportional war daran die Business Unit ThyssenKrupp VDM beteiligt. Die dort hergestellten Nickelbasislegierungen erzielten durch die weiterhin starke Nachfrage

aus der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie dem Anlagenbau hohe Zuwächse. Die Gesamtlieferungen von Stainless lagen auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals. Einen Anstieg der Lieferungen gab es bei Warmband aus den Business Units ThyssenKrupp Nirosta und ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni, während das Versandvolumen aus der Business Unit ThyssenKrupp VDM nahezu konstant

blieb. Stainless erzielte im 1. Quartal 2005/2006 einen Umsatz von 1,4 Mrd €. Dieser Anstieg um 4 % wurde im Wesentlichen durch die Erlösverbesserungen bei den Nickelbasislegierungen aus der Business Unit ThyssenKrupp VDM getragen, während der Rohstoffeinfluss bei den übrigen, im Bereich Rostfrei-Flach

operierenden Business Units nur zu einer geringfügigen Umsatzverbesserung führte. Die Business Unit ThyssenKrupp Mexinox ist der einzige Hersteller von kaltgewalzten Rostfrei-Produkten in Mexiko und bedient neben dem mexikanischen Heimatmarkt insbesondere die übrigen Nafta-Märkte usa und Kanada. Durch verstärkte Konzentration auf das Endkundengeschäft, Fokussierung auf hochwertige Kaltbandprodukte sowie Vertiefung der Wertschöpfungskette gelang es ThyssenKrupp Mexinox im 1. Quartal 2005/2006, in einem nachgebenden nordamerikanischen Marktumfeld das Versandvolu-

men und den Umsatz zu steigern und die Marktposition auszubauen. Die Business Unit Shanghai Krupp Stainless, ein Joint Venture mit dem chinesischen Stahlproduzenten Baosteel, betreibt ein Rostfrei-Kaltwalzwerk in Shanghai, dessen Kapazität durch die Inbetriebnahme weiterer Aggregate im Jahr 2005 auf rund 250.000 t gewachsen ist. Wegen des zunehmenden Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage auf dem chinesischen Markt und eines extrem niedrigen Basispreisniveaus wurde diese verfügbare Kapazität aber nur zum Teil ausgenutzt. Eine derzeit im Bau befindliche Warmband-Glüh-/Beizlinie wird im 2. Quartal 2006 in Betrieb gehen und die Voraussetzung schaffen, Vormaterial für die Kaltbandproduktion lokal einzukaufen. Damit kann das Werk künftig schneller auf Marktveränderungen reagieren.

Das Segment Stainless schloss trotz schwierigsten Marktumfeldes im 1. Quartal 2005/2006 mit einem

positiven Ergebnis von 7 Mio € nach 125 Mio € im Vorjahresquartal. Der zu Jahresbeginn 2005 in Westeuropa einsetzende Basispreisverfall, der insbesondere auf einen stagnierenden Markt, gestiegene Kapazitäten des Wettbewerbs sowie einen verstärkten Abbau des lagerhaltenden Handels zurückzuführen ist, erreichte im 1. Quartal seinen Tiefstpunkt. Zum Teil massive Produktionskürzungen seitens aller europäischen Produzenten bewirkten eine Anpassung des Angebots an die veränderte Nachfragesituation. Gestiegene Kosten für Energie – insbesondere Strom und Gas – sowie für Transporte verstärkten den Druck auf die Margen. Der vorübergehende geringe Rückgang der Rohstoffpreise führte einerseits zu Ergebnisbelastungen beim Verkauf der mit höheren Herstellungskosten bewerteten Bestände, andererseits aber auch zu einer mengenmäßigen Belebung der Nachfrage für Kaltbandprodukte. Dies konnte den Trend aber lediglich etwas abschwächen und schlug sich in einem deutlich unter Vorjahresquartal liegenden Gewinn der deutschen und italienischen Aktivitäten nieder.

Der nordamerikanische Markt gab trotz der weiterhin kräftig wachsenden us-Wirtschaft leicht nach. Darüber hinaus fiel das Basispreisniveau im Laufe des Jahres 2005 auf Grund der verhaltenen Nachfrageentwicklung kontinuierlich. Der schwieriger werdende Markt sowie Energie- und Transportkostensteigerungen führten bei den mexikanischen Kaltwalzaktivitäten zu einem deutlichen Rückgang des Ergebnisses.

Trotz der weiterhin positiven Nachfrageentwicklung nach rostfreien Kaltflachprodukten in Asien, insbesondere in China, hatte ein überproportional gestiegenes Angebot auf Herstellerseite durch neu in Betrieb genommene chinesische Rostfrei-Kaltwalzkapazitäten ab dem 2. Quartal 2005 eine starke Verunsicherung des Marktes und einen dramatischen Preisverfall zur Folge. Die hieraus resultierende

Unterauslastung in Verbindung mit dem Marktpreisniveau führte in die Verlustzone. Getragen von den Marktsegmenten Luftfahrt, Öl und Gas setzte sich die gute Nachfrage im Bereich Nickelbasislegierungen weiter fort. In diesem Umfeld erzielte der Bereich Nickelbasislegierungen eine deutliche Gewinnsteigerung gegenüber dem Vorjahresquartal.

Automotive: Schwache Automobilkonjunktur belastet

AUTOMOTIVE IN ZAHLEN

1. Quartal
2004/2005
1. Quartal
2005/2006
Auftragseingang Mio € 1.919 1.906
Umsatz Mio € 1.864 1.972
Ergebnis*
Mitarbeiter (31.12.)
Mio € 24
43.973
0
42.861

Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern

Die schwache internationale Automobilkonjunktur hat die Geschäftsentwicklung von Automotive belastet. Dennoch erzielte das Segment einen Umsatzanstieg um 6 % auf 2,0 Mrd €. Die Aufwertung des us-Dollar sowie des brasilianischen Real gegenüber dem Euro trug zu dem höheren Umsatz bei. Andererseits ist zu berücksichtigen, dass in den Vorjahreszahlen noch die Umsätze der zwischenzeitlich veräußerten

Aktivitäten Alu Castings sowie Nutzfahrzeugfedern enthalten sind. Das Segment hat zum 01. Oktober 2005 seine Aktivitäten nach einem produktorientierten Gliederungsprinzip neu geordnet und in den drei Business Units Body, Chassis und Powertrain zusammengefasst.

Die Vorjahreszahlen sind jeweils vergleichbar ermittelt. In der Business Unit Body lag der Umsatz leicht über dem Vorjahresniveau. Während die nordamerikanischen Presswerke mengenbedingte Umsatzrückgänge ausgewiesen haben, gab es bei den nordamerikanischen Gießereien mengen- und preisbedingte Umsatzzuwächse.

Die Business Unit Chassis verzeichnete insgesamt einen deutlichen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr. Hierzu trugen sowohl der Bereich Chassis Structure als auch der Bereich Suspension bei. Durch den Hochlauf neuer Werke konnte das Systemgeschäft ausgeweitet werden. Zudem hat sich im Bereich

Suspension der Produktionshochlauf neuer Fahrzeugmodelle in Europa und den usa positiv ausgewirkt. Der Umsatzrückgang in der Business Unit Powertrain resultiert im Wesentlichen aus der Veräußerung des Bereichs Alu Castings. Die Stärke des brasilianischen Real gegenüber dem us-Dollar hat im Bereich Crankshafts das wertmäßige Volumen der Exporte aus Brasilien in die usa belastet.

Das Segment Automotive erzielte ein ausgeglichenes Ergebnis. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres, in dem noch die laufenden Ergebnisse der zwischenzeitlich veräußerten Einheit Alu Castings (Business

Unit Powertrain) enthalten waren, lag der Gewinn bei 24 Mio €.

Hauptergebnisträger war auch im 1. Quartal 2005/2006 wieder die Business Unit Powertrain. Die Business Unit Body erwirtschaftete einen Verlust, nachdem sie im Vergleichsquartal des Vorjahres ein positives Ergebnis erzielt hatte. Das laufende Ergebnis war durch die rückläufige Auslastung der amerikanischen und französischen Stampings-Aktivitäten und durch die gestiegenen Vormaterialpreise bei den Gießereien in Nordamerika belastet.

Die Business Unit Chassis verbesserte den Gewinn. Die negative Ergebnisabweichung im Rahmen-Werk Kitchener wurde durch höhere Gewinne in den Bereichen Steering und Suspension überkompen-

siert. Die Business Unit Powertrain erzielte wiederum einen deutlichen Gewinn, der aber unter dem hohen Niveau des Vorjahresquartals blieb. Ergebnismindernd wirkte neben dem Wegfall des Ergebnisses der verkauften Einheit Alu Castings die Wechselkursentwicklung des brasilianischen Real und des us-Dollar.

Technologies: Weiter auf Wachstumskurs

TECHNOLOGIES IN ZAHLEN

1. Quartal
2004/2005
1. Quartal
2005/2006
Auftragseingang Mio € 1.588 1.648
Umsatz Mio € 1.133 1.603
Ergebnis*
Mitarbeiter (31.12.)
Mio € 47
22.777
92
27.404

Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern

Technologies hat im 1. Quartal 2005/2006 den Umsatz deutlich um 42 % auf 1,6 Mrd € gesteigert. Hauptursachen für diese erfreuliche Entwicklung waren neben der Einbeziehung der HDW-Gruppe, die im Vorjahresquartal noch nicht enthalten war, Umsatzzuwächse in allen drei großen Business Units. Der Auftragseingang lag mit 1,6 Mrd € ebenfalls über dem Vorjahreswert. Mit einem Auftragsbestand von

8,9 Mrd € zum 31. Dezember 2005 wird mehr als ein Jahresumsatz durch den Bestand abgedeckt. Der Spezial- und Anlagenbau von Plant Technology konnte im 1. Quartal 2005/2006 aus dem hohen Auftragsbestand deutlich höhere Umsatzabrechnungen erzielen. Auch die erfreuliche Entwicklung bei den Auftragseingängen hat sich dank der guten Projektlage fortgesetzt. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Rohstoffen vor allem aus den Entwicklungs- und Schwellenländern bei begrenzten Produktionsund Transportkapazitäten sowie der Anstieg der Rohstoffpreise bei Eisenerz, Kohle, Kupfer und Nickel ergaben Auftragschancen für fördertechnische Anlagen. Auch die auf Grund des gestiegenen Rohölpreises profitabel gewordene Ölsandgewinnung ist ein Markt mit hohem Wachstumspotenzial und birgt

weitere Auftragschancen. Marine Systems verdreifachte nahezu den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal. Hauptgründe waren der Umsatzzuwachs durch die HDW-Gruppe, aber auch höhere Umsatzabrechnungen in den

angestammten Bereichen. Der Auftragseingang lag leicht über dem Niveau des Vorjahresquartals. Mechanical Engineering profitierte von der anhaltend guten Geschäftsentwicklung in vielen Zweigen des Maschinenbaus. Der Auftragseingang lag insbesondere wegen der zwischenzeitlich erfolgten Unternehmensverkäufe unter Vorjahresniveau. Der Umsatz ist leicht angestiegen. Bereinigt um die Unternehmensverkäufe nahm das Umsatzvolumen auf Grund der guten Nachfrageentwicklung jedoch kräftig zu.

Das Geschäft mit Großwälzlagern und Baumaschinenkomponenten hat dazu maßgeblich beigetragen. Am 30. Dezember 2005 wurde mit BAE Systems der Vertrag über den Erwerb des Marine-Elektronik-Ausrüsters Atlas Elektronik unterzeichnet, bei dem ThyssenKrupp Technologies künftig 60 % und EADS 40 % der Anteile halten. Das Unternehmen ist Marktführer bei integrierten Sonarsystemen für u-Boote und langjähriger Zulieferer von ThyssenKrupp Marine Systems. Dieser Erwerb ist die konsequente Fortsetzung der mit dem Zusammenschluss von ThyssenKrupp Werften und HDW begonnenen Konsolidierung der deutschen Marineindustrie und trägt zum Ausbau der technologischen Spitzenstellung bei nichtnuklearen u-Booten bei. Der Erwerb wird vollzogen, sobald die Zustimmungen der relevanten Aufsichtsgremien und die erforderlichen fusionskontrollrechtlichen Freigaben vorliegen.

Das Segment Technologies steigerte den Gewinn auf 92 Mio €, das war nahezu eine Verdoppelung des Vorjahresergebnisses. Wesentliche Ursachen waren die nachfragebedingt gute Auslastung im Bereich Mechanical Engineering, höhere Umsätze bei Plant Technology und verbesserte Auftragsergebnisse bei Marine Systems. Mechanical Engineering und Plant Technology lieferten dabei die größten Beiträge zum Segmentergebnis.

Im Vorjahresquartal ist das Ergebnis der im Oktober 2005 veräußerten Business Unit MetalCutting

unter den nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Plant Technology erwirtschaftete wieder einen zweistelligen Millionen-Gewinn und übertraf den Vorjahreswert. Wesentliche Treiber waren höhere Umsätze. Berücksichtigt man, dass der Vorjahresgewinn durch Erträge aus der Zeitwertbewertung von Kurssicherungsgeschäften begünstigt war, ergibt sich für

den operativen Gewinn ein deutlicher Anstieg. Marine Systems erzielte mit einem zweistelligen Gewinn in Millionen € eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal. Wesentliche Faktoren waren verbesserte Auftragsergebnisse und die gute Aus-

lastung bei der Schiffsreparatur. Bei Mechanical Engineering führten Umsatzzuwächse, gute Beschäftigung sowie die Abgabe von Verlustbereichen zu einer deutlichen Gewinnsteigerung. Wie im Vorjahr lag das Ergebnis wieder im zwei-

stelligen Millionen-Bereich. Beim Transrapid wurde der Verlust etwas reduziert, im Wesentlichen auf Grund von Kostensenkungsmaßnahmen und geringeren planmäßigen Abschreibungen.

Elevator: Hohe Zuwächse in Nordamerika

ELEVATOR IN ZAHLEN

1. Quartal
2004/2005
1. Quartal
2005/2006
Auftragseingang
Mio €
1.002 1.261
Umsatz
Mio €
877 1.008
Ergebnis*
Mio €
Mitarbeiter (31.12.)
98
32.485
85
34.843

Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern

Elevator hat sich auch zu Beginn des Geschäftsjahres 2005/2006 sehr erfolgreich entwickelt. Bei anhaltend intensivem Preiswettbewerb und Margendruck konnte das Geschäftsvolumen im 1. Quartal auf wichtigen Märkten ausgebaut werden. Hervorzuheben ist die nach wie vor starke Nachfrage nach Neuinstallationen in Nordamerika. Aber auch der Dienstleistungsbereich mit Service und Modernisierung konnte weiter wachsen. Neben positiven operativen Effekten führte auch die Entwicklung des Euro gegenüber dem us-Dollar zu einem höheren Auftragseingang und Umsatz. Insgesamt stieg der Auftragseingang im 1. Quartal um 26 % auf 1,3 Mrd €; der Umsatz nahm um 15 % auf 1,0 Mrd € zu.

Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe hat das gute Vorjahresniveau bei Auftragseingang und Umsatz nochmals steigern können. Neben einer stabilen Entwicklung in Deutschland konnte insbesondere in Frankreich und in Osteuropa das Geschäftsvolumen ausgeweitet werden, auch bedingt durch eine gestiegene Nachfrage nach Neuinstallationen. Demgegenüber war die Entwicklung in Großbritannien

eher verhalten. Besonders positiv hat sich die Business Unit Americas entwickelt. Vor allem das Neuinstallationsgeschäft konnte mit einer Vielzahl kleinerer und mittlerer Projekte deutlich ausgeweitet werden. Aber auch der konsequente Ausbau und weitere Effizienzsteigerungen der Serviceaktivitäten führten zusammen mit einer vorteilhaften Wechselkursentwicklung zu einem höheren Auftragseingang und Umsatz, sowohl in Nord- als auch in Lateinamerika.

Die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East verbuchte höhere Bestellungen. Hier gab es weiterhin positive Impulse aus dem Neuinstallationsgeschäft in Spanien und in der übrigen Mittelmeerregion. Demgegenüber konnte das hohe Umsatzniveau des Vorjahres durch temporäre Verschiebungen

nicht ganz erreicht werden. Die Business Unit Asia/Pacific erzielte einen höheren Auftragseingang und Umsatz. Die chinesischen Aktivitäten profitierten deutlich von der unverändert starken Nachfrage nach Neuinstallationen. Aber auch die Regionen Indien und Südostasien entwickelten sich positiv und konnten ihre Marktpräsenz weiter

festigen. Einen sehr starken Auftragseingang verzeichnete die Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges. Hier wurden mehrere Flughafenprojekte erfolgreich akquiriert, unter anderem für London-

Heathrow, Kairo und Los Angeles. Der Umsatz lag leicht über dem Vorjahresniveau. Weiterhin deutlich auf Wachstumskurs liegt die Business Unit Accessibility. Sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz konnten erfreulich gesteigert werden. Neben dem Effekt aus der Neukonsolidierung der italienischen Gesellschaft Ceteco wurde das Geschäft in Amerika wie auch in Europa ausgedehnt.

Das Segment Elevator erreichte im 1. Quartal 2005/2006 einen Gewinn von 85 Mio € nach 98 Mio € im Vorjahr. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahresquartal positive Effekte aus der Zeitwertbewertung von Währungsderivaten realisiert wurden, während im Berichtsquartal teilweise auch Verluste daraus resultierten. Operativ hat sich Elevator gut auf dem sehr wettbewerbsintensiven Markt behauptet. Die größten Ergebnisbeiträge stammen aus den Business Units Central/Eastern/Northern Europe,

Americas und Southern Europe/Africa/Middle East. Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe hat wieder den Gewinn des Vorjahres erreicht. Der Gewinnzuwachs aus der Erstkonsolidierung der schweizerischen Gesellschaft Trapo Küng zusammen mit der positiven Entwicklung in Frankreich und den Benelux-Ländern wurde durch die immer noch verhal-

tene Situation in Großbritannien kompensiert. Demgegenüber hat die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East den Vorjahresgewinn nicht erreichen können. Belastend waren Effekte aus der Bewertung von Währungsderivaten, die im Vorjahresquartal noch positiv wirkten. Operativ hingegen festigten die Aktivitäten ihre Marktposition. Allerdings

nimmt der Margendruck insbesondere auf der iberischen Halbinsel zu. Einen erfreulich höheren Gewinn erzielte die Business Unit Americas. Insbesondere in den usa wurden weitere Effizienzsteigerungen in der Produktion und im Service realisiert; ferner wirkte der gestiegene Wert des us-Dollar positiv bei der Umrechung der Ergebnisse in Euro. Die lateinamerikanischen Aktivitäten – hier vor allem Brasilien – profitierten vom insgesamt positiven wirtschaftlichen Klima in der

Region. Die Business Unit Asia/Pacific hingegen erreichte den Vorjahresgewinn nicht. Während die chinesischen Aktivitäten durch Volumenausweitungen auch steigende Ergebnisbeiträge erwirtschafteten, wirkte sich in Korea insbesondere der weiter hohe Preis- und Kostendruck negativ auf den Bereich der Neu-

installationen aus. Die Ergebnislage bei den anderen Aktivitäten in der Region war stabil. Das Ergebnis in der Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges war durch negative Sondereffekte aus der Bewertung von Währungsderivaten belastet. Darüber hinaus ist auf dem Fahrtreppenmarkt in Europa ein sinkendes Preisniveau erkennbar, so dass im Vergleich zum Vorjahr geringere Margen realisiert wurden. Insgesamt schloss die Business Unit mit einem Verlust ab, nachdem im Vor-

jahr noch ein Gewinn erwirtschaftet wurde. Der Gewinn der Business Unit Accessibility entwickelte sich weiterhin sehr erfreulich. Neben dem Gewinnbeitrag aus der Neukonsolidierung in Italien setzten auch die anderen Aktivitäten den positiven Ergebnistrend weiter fort.

Services: Schwächere Werkstoffkonjunktur

SERVICES IN ZAHLEN

1. Quartal
2004/2005
1. Quartal
2005/2006
Auftragseingang Mio € 3.222 3.127
Umsatz Mio € 3.198 3.066
Ergebnis*
Mitarbeiter (31.12.)
Mio € 92
32.789
85
34.940

Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern

Das Segment Services erzielte im 1. Quartal 2005/2006 einen Umsatz von 3,1 Mrd € und lag damit um

4 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die größte Business Unit Materials Services Europe verzeichnete insbesondere in Deutschland einen deutlichen Umsatzrückgang. Hierin spiegelte sich das gegenüber dem Vergleichsquartal niedrigere Preisniveau für Walz- und Edelstahl bei überwiegend stagnierender Nachfrage wider. Positiv entwickelten sich

dagegen das Kunststoffgeschäft und der Markt in Osteuropa, vor allem in Polen. Ähnlich wie in Europa verlief die Entwicklung in der Business Unit Materials Services North America. Vor allem die gegenüber dem Vorjahr geringeren Walzstahlpreise machten sich im Umsatz deutlich bemerkbar. Dagegen lagen die ne-Metallpreise überwiegend auf hohem Niveau. Die Nachfrage war

insgesamt stabil. Deutlich gewachsen ist der Umsatz der Business Unit Industrial Services. Dies betrifft vor allem das internationale Geschäft, in erster Linie mit Kunden in Nordamerika. Hier hat sich auftragsbedingt die Zahl der Mitarbeiter merklich erhöht. Auch in Deutschland konnten erfreuliche Umsatzzuwächse ver-

zeichnet werden. Die Umsatzentwicklung der Business Unit Special Products litt unter dem geringen Nachfragevolumen und reduzierten Preisen bei Walzstahl und einigen Rohstoffen, insbesondere Koks. Dagegen konnte das Technikgeschäft signifikant ausgebaut werden.

Der Gewinn von Services lag mit 85 Mio € um 7 Mio € unter dem Vorjahreswert. Die Business Units Materials Services Europe und Materials Services North America erwirtschafteten geringere Gewinne; ausschlaggebend war die rückläufige Werkstoffkonjunktur mit zum Teil deutlich niedrigeren Preisen. Die Business Unit Industrial Services hat insbesondere auf Grund des Auslandsgeschäfts ihren Gewinn verbessert. Special Products hat den guten Gewinn des Vorjahres dank des Technik- und Rohstoffgeschäfts noch einmal gesteigert.

Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie inaktiver Gesellschaften, die einzelnen Segmenten nicht zugeordnet werden können. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und ver-

wertet werden. Der Umsatz von Corporate lag bei 36 Mio € nach 34 Mio € im Vorjahresquartal. Der Aufwand bei Corporate stieg um 9 Mio € auf 111 Mio €. Geringeren Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten und Pensionen standen zusätzliche Aufwendungen für ein konzernweites Projekt zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gegenüber.

Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne.

AUSBLICK

Der robuste Aufschwung der Weltwirtschaft wird sich auch in diesem Jahr fortsetzen. Weltweit erwarten wir für 2006 ein Wirtschaftswachstum von gut 4 %. Wesentliche Impulse für das globale Wachstum kommen weiterhin von der dynamischen Entwicklung in Nordamerika und Asien. Im Euroraum wird sich die wirtschaftliche Lage auf niedrigem Niveau erholen. Unterstellt ist dabei eine leichte Euro-Aufwertung gegenüber dem us-Dollar. Die konjunkturellen Aussichten für Deutschland haben sich zuletzt verbessert. Neben eine anhaltend starke Exportkonjunktur tritt 2006 eine von den Ausrüstungsinvestitionen getragene Besserung der Binnennachfrage. Die konjunkturellen Risiken steigender Rohstoff- und Ölpreise bleiben insgesamt hoch.

In den wichtigen Märkten gehen wir von folgenden Entwicklungen aus:

  • ¡ Vor dem Hintergrund des vorerst anhaltend günstigen weltwirtschaftlichen Umfeldes und einer zunehmend auch binnenwirtschaftlich induzierten Belebung der europäischen Konjunktur rechnen wir mit einer Fortsetzung des globalen Stahlmarktwachstums. Es wird nach wie vor in hohem Maß von China und anderen Schwellenländern getragen werden. Nach Stagnation im vergangenen Jahr erwarten wir auch in unserem westeuropäischen Kernmarkt 2006 einen steigenden Stahlverbrauch. Zudem werden wieder positive Lagerzykluseffekte greifen. Dies wird einen Anstieg der Stahlproduktion zur Folge haben. Die deutsche Rohstahlerzeugung dürfte die Marke von 45 Mio t deutlich übertreffen. Die Stahlpreisentwicklung wird weiterhin maßgeblich von den hohen Rohstoff- und Energiekosten bestimmt.
  • ¡ Bei nichtrostenden Flacherzeugnissen wird nach einem insgesamt schwachen Jahr 2005 eine Belebung der Nachfrage erwartet. Nach den Rückgängen im vergangenen Jahr wird in Asien, aber auch wieder in Nordamerika und Westeuropa mit einer positiven Marktentwicklung gerechnet. Auf Grund neuer Kapazitäten bleibt vorerst die Stabilisierung und Erholung der Preise schwierig. Im Bereich der Nickelbasislegierungen wird sich die positive Marktentwicklung fortsetzen.
  • ¡ Die Automobilproduktion wird sich 2006 voraussichtlich um 4 % auf weltweit mehr als 68 Mio Fahrzeuge erhöhen. Vor allem aus China und auch aus Indien werden Wachstumsimpulse erwartet. Für die Märkte Nordamerika und Westeuropa gehen wir von einer leichten Ausweitung der Fahrzeugproduktion aus. Die deutsche Automobilindustrie könnte 2006 auf eine Stückzahl von 5,7 Mio Personenund Nutzfahrzeuge kommen.
  • ¡ Der internationale Maschinenbau wird 2006 weiter expandieren, allerdings mit nachlassender Dynamik. Besonders hohe Zuwächse sind für den chinesischen Maschinenbau zu erwarten. In Deutschland wird sich aller Voraussicht nach der Produktionsanstieg auf Grund der moderaten inländischen Nachfrage auf 2 % verlangsamen.
  • ¡ Die internationale Baukonjunktur bleibt insgesamt aufwärts gerichtet, allerdings mit regional großen Unterschieden. Besonders rege bleibt die Nachfrage in den Märkten Mittel- und Osteuropas sowie in Asien. In Deutschland könnte die zuletzt leicht erholte Auftragslage zu einer Stabilisierung der Bauproduktion führen.

Sollten sich diese Konjunkturprognosen bestätigen, rechnen wir im weiteren Jahresverlauf mit einer insgesamt positiven Geschäftsentwicklung. Für das Geschäftsjahr 2005/2006 erwarten wir einen Umsatz in der Größenordnung von 43 Mrd €. Unser Ziel beim Ergebnis vor Steuern – ohne wesentliche Sondereffekte – liegt im laufenden Geschäftsjahr in der Größenordnung von 1,5 Mrd €.

IFRS-ÜBERLEITUNGSRECHNUNGEN

Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting and Accounting Standards

Die Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards (International Accounting Standards – ias) wurde am 19. Juli 2002 verabschiedet. Gemäß dieser Verordnung müssen alle in der Europäischen Union (eu) ansässigen Unternehmen, deren Wertpapiere zum Handel in einem geregelten Markt in der eu zugelassen sind, für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2005 beginnen, ihre konsolidierten Abschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (ifrs) aufstellen. Daher ist die ThyssenKrupp ag als börsenorientierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland verpflichtet, ihren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2005/2006 erstmals nach ifrs aufzustellen. Die ThyssenKrupp ag hat sich entschieden, entsprechend der Empfehlung des Ausschusses der eu-Wertpapieraufsichtsbehörden (Committee of European Securities Regulators – cesr) auch die Zwischenberichte für das Geschäftsjahr

2005/2006 bereits gemäß den Vorschriften der ifrs aufzustellen. Im Rahmen der Erstellung der Eröffnungsbilanz hat der Konzern den ifrs 1 "First Time Adoption of International Financial Reporting Standards" angewendet. Der Stichtag der ifrs-Eröffnungsbilanz ist der 01. Oktober 2004. Eine Erläuterung, inwieweit der Übergang auf ifrs die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns beeinflusst hat, ist nachfolgend aufgeführt. Diese Darstellung umfasst auch die Überleitungsrechnungen für das Eigenkapital und den Jahresüberschuss für die ifrs-Vergleichsperioden, die bisher nach dem Rechnungslegungsstandard us-gaap veröffentlicht wurden.

Die Eröffnungsbilanz wurde unter Anwendung der Standards und Interpretationen aufgestellt, die bereits veröffentlicht sind oder von denen erwartet wird, dass sie zum 30. September 2006 verbindlich anzuwenden sein werden. Der Konzern geht davon aus, dass mit Ausnahme der in ifrs 1 gewährten Vereinfachungen die hier angewendeten Rechnungslegungsstandards bei der Erstellung des ersten vollständigen Konzernabschlusses nach ifrs am 30. September 2006 maßgeblich sein werden. Eine ausführliche Darstellung der angewendeten Grundsätze der Rechnungslegung erfolgt auf den Seiten 45 ff. Bis zum 30. September 2006 sind die Eröffnungsbilanz zum 01. Oktober 2004, der Konzernjahresabschluss zum 30. September 2005 und alle Zwischenberichte, die für den Zeitraum vom 01. Oktober 2004 bis zum 30. September 2006 veröffentlicht worden sind, als vorläufig anzusehen, da die Möglichkeit besteht, dass das lnternational Accounting Standards Board (iasb) weitere Vorschriften verabschiedet, die rückwirkend angewendet werden müssen. Daher sind weder die Eröffnungsbilanz zum 01. Oktober 2004 noch der Konzernjahresabschluss zum 30. September 2005 durch den Konzernabschlussprüfer

endgültig nach ifrs testiert. Diese Abschlüsse bilden die Basis für den ersten vollständigen Konzernabschluss nach ifrs für das Geschäftsjahr 2005/2006 und werden nur in Verbindung mit diesem ersten vollständigen Abschluss nach ifrs durch den Konzernabschlussprüfer testiert. Der vorliegende Konzernabschluss zur Zwischenberichterstattung wurde auf Basis der ifrs aufgestellt, die voraussichtlich zum 30. September 2006 verbindlich sind oder freiwillig vorzeitig angewendet werden können. Auf Basis dieser ifrs wurden vom Management Annahmen über die Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns getroffen, die voraussichtlich angewendet werden, wenn zum 30. September 2006 der erste ifrs-Konzernabschluss für ein

komplettes Geschäftsjahr erstellt wird. Der Konzern hat in Übereinstimmung mit ifrs 1 folgende Ausnahmen bei der Erstellung der vorläufigen Eröffnungsbilanz in Anspruch genommen:

¡ Unternehmenszusammenschlüsse

Der Konzern hat sich für die Beibehaltung des bilanziellen Ausweises von Unternehmenszusammenschlüssen aus der Zeit vor dem 01. Oktober 2004 anstelle der Anwendung der Vorschriften des ifrs 3 "Business Combinations" entschieden. Die sich aus diesen Unternehmenszusammenschlüssen ergebenden Firmenwerte beinhalteten keine immateriellen Vermögenswerte, die unter ifrs hätten separat ausgewiesen werden müssen. Sie sind in die ifrs-Eröffnungsbilanz mit Ausnahme von Anpassungen auf Grund der zum Stichtag der Eröffnungsbilanz geforderten Überprüfungen auf Werthaltigkeit und der Bilanzierung von Put-Optionen im Zusammenhang mit bestehenden Minderheitenanteilen unverändert über-

nommen worden. ¡ Leistungen an Arbeitnehmer

Alle noch nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die aus dem Zeitraum von der Zusage der Leistung bis zum Stichtag des Übergangs auf ifrs resultieren, wurden zum 01. Oktober 2004 unmittelbar in den Gewinnrückla-

gen berücksichtigt (fresh start). ¡ Kumulierte Gewinne und Verluste aus Währungsumrechnung

Kumulierte Währungsgewinne und -verluste, die aus der Umrechnung der Abschlüsse von ausländischen Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen bis zum Tag des Übergangs auf ifrs resultieren, wurden direkt in den Gewinnrücklagen berücksichtigt und nicht mehr separat innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Ausweisänderung beeinflusst nicht die Höhe des ausgewiesenen Eigenkapitals. Währungsumrechnungsdifferenzen, die nach dem Zeitpunkt des Übergangs entstehen, werden separat innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen und ergebniswirksam berücksichtigt, wenn die entsprechenden Aktivitäten veräußert werden.

Die Übernahme der International Financial Reporting and Accounting Standards hat zu folgenden wesentlichen Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen des Konzerns geführt:

Konsolidierung

Beim Erwerb von Gesellschaften werden nach us-gaap die Anteile anderer Gesellschafter entsprechend ihrem Anteil am Buchwert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Gesellschaft zum Zeitpunkt des Erwerbs berücksichtigt. Nach ifrs werden diese Minderheitenanteile entsprechend ihrem Anteil am beizulegenden Zeitwert der zum Zeitpunkt des Erwerbs identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten berücksichtigt und innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Umsatzrealisierung

Unter us-gaap hat der Konzern Fertigungsaufträge nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert, wenn die Auftragsabwicklung mindestens zwölf Monate umfasste, gerechnet von der Inkraftsetzung des Auftrags bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der Auftrag im Wesentlichen fertig gestellt war. Gemäß ifrs werden alle Fertigungsaufträge unabhängig von der Dauer der Auftragsabwicklung nach der Percentage-of-Completion-Methode erfasst.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten wurden unter us-gaap sofort aufwandswirksam erfasst. ifrs verlangt die Aktivierung von Entwicklungskosten als immaterielle Vermögenswerte, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind.

Komponenten-Ansatz

Während unter us-gaap keine speziellen Regelungen existierten, muss unter ifrs der Komponenten-Ansatz (components approach) im Rahmen der Bilanzierung von Sachanlagen angewendet werden. Sofern Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren und signifikanten Komponenten bestehen, müssen diese als separate Bilanzierungseinheiten erfasst und abgeschrieben werden.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (investment property)

Werden Grundstücke und Gebäude zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten, erfolgt nach us-gaap ein Ausweis innerhalb der Sachanlagen. Unter ifrs werden solche Grundstücke und Gebäude gesondert innerhalb der langfristigen Vermögenswerte (non-current assets) ausgewiesen. Darüber hinaus sind im Anhang Angaben über die beizulegenden Zeitwerte zu machen, wenn die Bilanzierung zu (fortgeführten) Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt.

Firmenwert

Unter us-gaap überprüfte der Konzern die Werthaltigkeit von Firmenwerten auf Ebene der so genannten Reporting Units, welche der ersten Ebene unterhalb der Segmente des Konzerns entsprach. Wenn die erste Stufe des Werthaltigkeitstests ergab, dass der Buchwert der Reporting Unit inklusive des Firmenwerts den Marktwert dieser Einheit überstieg, so galt die Reporting Unit als wertgemindert. In einer zweiten Stufe wurde der Marktwert des Firmenwerts ermittelt und mit seinem Buchwert verglichen. Auf Basis dieser zweiten Berechnung erfolgte die Festlegung der Höhe des Abschreibungsbetrags. ifrs verlangt die Überprüfung der Werthaltigkeit auf Ebene so genannter Cash Generating Units (CGUs). Maßgeblich ist die Berichtsebene, auf der der Firmenwert durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht wird. Diese Vorgehensweise führt dazu, dass die Überprüfung der Firmenwerte auf Werthaltigkeit in einigen Segmenten des Konzerns unterhalb der Reporting-Unit-Ebene erfolgt. Beim einstufigen Werthaltigkeitstest nach ifrs wird der Buchwert der cgu inklusive Firmenwert mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, wird eine entsprechende Abschreibung des Firmenwerts vorgenommen. Im Falle eines Abschreibungsbetrags, der den Buchwert des Firmenwerts übersteigt, wird die Differenz in der Regel proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der cgu verteilt, und ihre Buchwerte werden entsprechend reduziert.

Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer, von Sachanlagen oder von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vorliegen, muss nach us-gaap ein Vergleich zwischen dem Buchwert des betreffenden Vermögenswerts und der Summe der undiskontierten, aus der Nutzung dieses Vermögenswerts erwarteten Cash-Flows durchgeführt werden. Falls der Buchwert die Summe der undiskontierten Cash-Flows übersteigt, gilt der Vermögenswert als wertgemindert; es wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert des Vermögenswerts vorgenommen. Nach ifrs müssen diese Vermögenswerte in Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag wertberichtigt werden. Zur Ermittlung des erzielbaren Betrags sind der Verkehrswert abzüglich Veräußerungskosten sowie der Nutzungswert als Summe der diskontierten erwarteten Cash-Flows zu ermitteln; der höhere Wert ist maßgeblich. Während nach us-gaap mit der Wertberichtigung eine neue Kostenbasis für den Vermögenswert geschaffen wird, ist nach ifrs die vorgenommene Wertberichtigung ganz oder teilweise rückgängig zu machen und der Buchwert entsprechend zu erhöhen, sofern der erzielbare Betrag später wieder steigt.

Vorräte

Nach us-gaap müssen Vorräte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Marktwert bewertet werden (lower of cost or market). Nach ifrs werden Vorräte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt, wobei der Nettoveräußerungswert den geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Veräußerungserlös abzüglich geschätzter Kosten für Fertigstellung und Vertrieb darstellt. Während nach us-gaap mit der Wertberichtigung eine neue Kostenbasis für den Vermögenswert geschaffen wird, ist nach ifrs die vorgenommene Wertberichtigung ganz oder teilweise rückgängig zu machen und der Buchwert entsprechend zu erhöhen, sofern der erzielbare Nettoveräußerungswert später wieder steigt.

Forderungen

Nach us-gaap werden Forderungen, die nach dem True-Sale-Konzept verkauft wurden, nicht mehr in der Konzernbilanz ausgewiesen. Ob und inwieweit verkaufte Forderungen aus der Bilanz ausgebucht

werden können, wird unter ifrs im Wesentlichen nach einem Chancenund Risiken-Ansatz beurteilt. Dies führt in bestimmten Fällen zu einer anderen Behandlung von Forderungsverkäufen als unter us-gaap.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Stichtag zur Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen darf nach us-gaap vom Bilanzstichtag des Unternehmens abweichen. Der Konzern bewertete seine Pensionspläne daher auf Basis von Prämissen, die zum 30. Juni eines Kalenderjahres galten (early measurement). Nach ifrs muss der Bewertungsstichtag mit dem Bilanzstichtag des Unternehmens übereinstimmen. Entsprechend bewertet der Konzern unter ifrs seine Verpflichtungen auf Basis von Prämissen, die am Bilanzstichtag 30. September eines

jeden Kalenderjahres gelten. Zum 30. September 2004/01. Oktober 2004 und zum 30. September 2005 wurden folgende Annahmen bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen zu Grunde gelegt:

in % 30.09.2004 / 01.10.2004 30.09.2005
US-GAAP IFRS US-GAAP
IFRS
Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder
Durchschnittliche Bewertungsfaktoren: 4,00 5,08 4,00 4,88
Diskontierungssatz 5,50 6,10 5,00 5,53 6,00 7,83 6,00 7,53
Erwarteter Kapitalertrag auf das Fondsvermögen
Langfristige Gehaltssteigerungsraten
6,00
3,00
7,81
4,12
6,00
3,00
7,57
3,76
2,50 2,37 2,50 2,36

Zum 30. September 2004/01. Oktober 2004 und zum 30. September 2005 wurden folgende Annahmen bei der Ermittlung der Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen zu Grunde gelegt:

in % 30.09.2004 / 01.10.2004 30.09.2005
US-GAAP
US/kanadische
Pläne
IFRS
US/kanadische
Pläne
US-GAAP
US/kanadische
Pläne
IFRS
US/kanadische
Pläne
Durchschnittliche Bewertungsfaktoren: 5,20 5,20
Diskontierungssatz 6,25 5,75 8,39 8,39
Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge im nächsten Jahr 10,01 10,01
Letzte Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge
(erwartet in 2009)
5,45 5,46 5,44 5,45

us-gaap verlangt gegebenenfalls den Ausweis einer Mindestpensionsverpflichtung. In diesem Fall muss bei Erfüllung bestimmter Kriterien ein immaterieller Vermögenswert in die Bilanz eingestellt werden. Unter ifrs existieren keine entsprechenden Vorschriften bezüglich der Bilanzierung einer Mindestverpflichtung oder eines korrespondierenden immateriellen Vermögenswerts.

Ab dem Bilanzstichtag 30. September 2005 wendet der Konzern den Korridor-Ansatz nicht mehr an. Stattdessen wird die so genannte "dritte Option" der im Dezember 2004 verabschiedeten Ergänzung zu ias 19 angewendet. Nach den Vorschriften dieser Ergänzung werden alle versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sofort und direkt im Eigenkapital erfasst.

Die im Netto-Pensionsaufwand enthaltenen Zinsaufwendungen und erwarteten Erträge aus Planvermögen wurden unter us-gaap innerhalb des betrieblichen Ergebnisses berücksichtigt. Der Konzern hat von der Wahlmöglichkeit Gebrauch gemacht, unter ifrs diese Komponenten aus Pensions- und Gesundheitsverpflichtungen innerhalb des Finanzergebnisses auszuweisen.

Aktienorientierte Vergütung

Unter us-gaap bewertete der Konzern bis zum 01. Juli 2005 seine Incentivepläne auf Basis des inneren Wertes. Gemäß sfas 123(r) erfolgte seit dem 01. Juli 2005 eine Bewertung dieser Pläne nach der Marktwertmethode. Unter ifrs erfolgt eine Bewertung dieser Programme zum beizulegenden Zeitwert.

Eingebettete derivative Finanzinstrumente

us-gaap verlangt den gesonderten Ausweis eines so genannten eingebetteten Derivats, wenn die beteiligten Vertragspartner einen Vertrag in einer Währung abschließen, die nicht der funktionalen Währung einer der Vertragsparteien entspricht. Nach ifrs werden solche eingebetteten Derivate nicht gesondert ausgewiesen, wenn die zu Grunde gelegte Vertragswährung der Transaktion üblicherweise in dem entsprechenden Geschäftsumfeld zur Anwendung kommt.

Nicht fortgeführte Aktivitäten (discontinued operations)

Der Konzern weist die Ergebnisse einer Disposal Group, die die Voraussetzungen für eine so genannte Komponente des Konzerns erfüllt, als nicht fortgeführte Aktivitäten aus, wenn deren Cash-Flows sowohl operativ als auch hinsichtlich der Finanzberichterstattung klar von den restlichen Aktivitäten des Konzerns trennbar sind und der Konzern nach der Veräußerung kein wesentliches weiteres Engagement in der Aktivität aufweist. Zusätzlich zu der Identifizierung einer Komponente muss nach ifrs die zur Veräußerung stehende Komponente eine wesentliche Geschäftsaktivität des Konzerns (major business line) repräsentieren oder alle Aktivitäten in einer geografischen Region beinhalten. Daher können bestimmte nach us-gaap als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesene Veräußerungen unter ifrs nicht als solche klassifiziert werden.

Bilanzgliederung

In den bisher veröffentlichten Konzernabschlüssen erfolgte die Bilanzgliederung entsprechend den Vorgaben der 4. und 7. eg-Richtlinie; ergänzt um zusätzliche nach us-gaap erforderliche Angaben im Anhang. Nach ifrs werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Bilanz

entsprechend ihrer Fristigkeit als kurz- oder langfristig klassifiziert. Zur Vereinfachung der Überleitung der konsolidierten Bilanz wurde die bisher unter us-gaap verwendete Bilanzgliederung an die nach ifrs geforderte Bilanzgliederung nach der Fristigkeit angepasst.

Die Effekte aus den Änderungen der Bilanzierungsgrundsätze auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden im Folgenden dargestellt.

ÜBERLEITUNG DER KONZERN-ERÖFFNUNGSBILANZ ZUM 01.10.2004

AKTIVA Mio €

Nr. US-GAAP
30.09.2004
IFRS IFRS
01.10.2004
a1, b1, c1 Anpassungen
Immaterielle Vermögenswerte
d1, e1, f1, g1
3.554 – 385 3.169
Sachanlagen h1, i1 10.574 – 1.856 8.718
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien j1 1.618 1.618
At equity bewertete Beteiligungen 341 – 9 332
Finanzielle Vermögenswerte k1 679 0 679
Aktive latente Steuern
Langfristige Vermögenswerte
1.148
16.296
– 272
– 904
876
15.392
l1, m1
Vorräte n1, o1 6.274 – 368 5.906
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen p1, q1 5.764 653 6.417
Sonstige Forderungen 1.049 – 75 974
Laufende Ertragsteueransprüche 189 0 189
Flüssige Mittel
Kurzfristige Vermögenswerte
1.350
14.626
0
210
1.350
14.836
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte r1, s1 219 37 256
Summe Vermögenswerte 31.141 – 657 30.484

PASSIVA Mio €

US-GAAP IFRS
Nr. 30.09.2004 IFRS
Anpassungen
01.10.2004
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 8.327 – 1.284 7.043
a2
Anteile anderer Gesellschafter
Eigenkapital

8.327
360
– 924
360
7.403
Anteile anderer Gesellschafter a2 410 – 410
b2, c2, d2
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Sonstige Rückstellungen
e2, f2 7.189 1.095 8.284
Passive latente Steuern g2 510 5 515
Finanzverbindlichkeiten h2 977 – 757 220
Übrige Verbindlichkeiten i2 3.618 60 3.678
Langfristige Verbindlichkeiten 0
12.294
42
445
42
12.739
Sonstige Rückstellungen j2
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 1.811 – 852 959
Finanzverbindlichkeiten k2 538 0 538
l2 614 238 852
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen m2, n2, o2, p2 3.644 – 13 3.631
Übrige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Verbindlichkeiten
3.312
9.919
831
204
4.143
10.123
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten q2 191 28 219
Verbindlichkeiten 22.814 267 23.081
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 31.141 – 657 30.484

Immaterielle Vermögenswerte

A1 Entwicklungskosten

Entwicklungskosten, die die Aktivierungskriterien gemäß ifrs erfüllen, führten zu einer Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte um 77 Mio €.

B1 Firmenwert Der einstufige, zum 01. Oktober 2004 auf Cash Generating Units (CGUs) anzuwendende Werthaltigkeitstest nach ifrs führte zu einer

Wertminderung des Firmenwerts in Höhe von 437 Mio €. Aus der Bilanzierung einer Put-Option im Zusammenhang mit bestehenden Minderheitenanteilen an der Dongyang Gruppe resultierte ein Anstieg des Firmenwertes um 32 Mio €.

C1 Immaterielle Vermögenswerte aus der

Pensionsbewertung

Der unter us-gaap ausgewiesene immaterielle Vermögenswert aus der Pensionsbewertung in Höhe von 53 Mio € wurde im Rahmen der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen nach ias 19 aufgelöst.

Sachanlagen

D1 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Unter ifrs sind als Finanzinvestition gehaltene Immobilien gesondert in der Konzernbilanz auszuweisen. Sachanlagen in Höhe von 1.688 Mio € wurden entsprechend umgegliedert.

E1 Komponenten-Ansatz

Nach ifrs müssen wesentliche identifizierbare Komponenten von Sachanlagen separat bilanziert und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Daraus ergibt sich eine Erhöhung der bilanzierten Sachanlagen von 19 Mio €.

F1 Wertminderung (impairment)

Der unter ifrs auf Sachanlagen anzuwendende einstufige, auf diskontierten Cash-Flows basierende Werthaltigkeitstest führte zu Wertminderungen dieser Sachanlagen in Höhe von 247 Mio €, da die korrespondierenden Buchwerte niedriger waren als die entsprechenden erzielbaren Beträge.

G1 Leasing

Nach us-gaap basiert die Klassifizierung von Leasing-Transaktionen als Operating Lease oder Capital (Finance) Lease auf formalen Kriterien. ifrs kennt entsprechende formale, quantitative Kriterien nicht. Daher kann die Anwendung des ias 17 "Leases" zu einer veränderten Klassifizierung von Leasing-Transaktionen führen. Entsprechend wurde eine Leasing-Transaktion, die unter us-gaap als Operating Lease eingestuft und deren korrespondierende Leasingraten somit direkt als Aufwand der Periode erfasst wurden, nach ifrs als Finance Lease mit entsprechenden in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten klassifiziert. Daraus resultierte eine Erhöhung der Sachanlagen um 60 Mio €.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

H1 Gesonderte Bilanzposition Unter ifrs sind als Finanzinvestition gehaltene Immobilien gesondert im Konzernabschluss auszuweisen. Dementsprechend wurden Sachanlagen in Höhe von 1.688 Mio € umgegliedert.

I1 Wertminderung (impairment)

Der unter ifrs auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien anzuwendende einstufige, auf diskontierten Cash-Flows basierende Werthaltigkeitstest führte zu Wertminderungen dieser Immobilien in Höhe von 70 Mio €.

Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen

J1 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte (assets held for sale)

Nach us-gaap können neben so genannten Disposal Groups nur langlebige Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, die bestimmte Kriterien erfüllen, als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ausgewiesen werden. Nach ifrs können grundsätzlich sämtliche langfristigen Vermögenswerte als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ausgewiesen werden. Daher wurde eine nach der Equity-Methode bewertete Beteiligung in Höhe von 9 Mio € aus den Finanzanlagen in zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte umgegliedert.

Aktive latente Steuern

K1 IFRS-Anpassungen

Latente Steuern werden grundsätzlich wegen unterschiedlicher Bilanzierungsansätze nach ifrs/us-gaap und den jeweiligen nationalen steuerlichen Einkommensermittlungsmethoden gebildet. Wie zuvor beschrieben, hatte die Umstellung der Rechnungslegungsgrundsätze von us-gaap auf ifrs signifikante Änderungen in verschiedenen Bilanzpositionen zur Folge, die nationalen gesetzlichen steuerlichen Einkommensermittlungsmethoden blieben jedoch unverändert. Die Umstellung veränderte somit das beschriebene Verhältnis mit entsprechenden Auswirkungen auf die Bilanzansätze für latente Steuern.

Vorschriften, die den Ansatz latenter Steuern nach us-gaap bzw. ifrs unterschiedlich regeln, sowie Abschreibungen auf Goodwill und reine Reklassifizierungen (z. B. die Umgliederung der Fremdanteile in das Eigenkapital) hatten nahezu keinen Einfluss auf die Veränderungen der latenten Steuern.

Die im Vergleich zu us-gaap weitergehenden Saldierungsmöglichkeiten latenter Steuern auf Ebene der Einzelgesellschaften führten generell sowohl zu einer Reduzierung der angesetzten aktiven als auch passiven latenten Steuern. Die Erhöhung des Nettobetrags latenter Steuern gegenüber dem sich nach us-gaap ergebenden Wert ist maßgeblich auf die nach ifrs höher bewerteten Pensionsrückstellungen

und niedriger bewerteten Sachanlagen zurückzuführen. Die ifrs-Anpassungen führten zu einer Reduzierung aktiver latenter Steuern in Höhe von 272 Mio. €.

Vorräte

L1 Fertigungsaufträge Unter us-gaap enthielt die Bilanzposition "Unfertige Erzeugnisse" Fertigungsaufträge, für die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode erfasst wurden. Unter ifrs werden diese Fertigungsaufträge in der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" berücksichtigt. In diesem Zusammenhang wurden 370 Mio € umgegliedert.

M1 Bewertung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungserlös

Die Bewertung der Vorräte unter ifrs zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungserlös führte zu einem Anstieg der Vorräte in Höhe von 2 Mio €.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

N1 Fertigungsaufträge

Unter us-gaap enthielt die Bilanzposition "Unfertige Erzeugnisse" Fertigungsaufträge, für die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode erfasst wurden. Unter ifrs werden diese Fertigungsaufträge in der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" berücksichtigt. In diesem Zusammenhang wurden

370 Mio € umgegliedert (vgl. l1). Darüber hinaus werden im Unterschied zu us-gaap unter ifrs auch Fertigungsaufträge nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert, die eine Laufzeit von weniger als einem Jahr haben. Dies führte zu einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 47 Mio €.

O1 Forderungsverkäufe Unter ifrs wird anhand der beim Verkäufer der Forderungen verbleibenden Chancen und Risiken sowie der Verfügungsmacht darüber entschieden, ob eine verkaufte Forderung tatsächlich aus der Konzernbilanz ausgebucht wird. Die Anwendung dieser Vorschriften auf bestehende Forderungsverkaufsprogramme zum 01. Oktober 2004 führte zu einer Erhöhung der entsprechenden Bilanzposition in Höhe von 238 Mio €.

Sonstige Forderungen

P1 Eingebettete derivative Finanzinstrumente Unter ifrs erfüllen mehrere Transaktionen nicht die für eine separate Berücksichtigung von eingebetteten Derivaten erforderlichen Voraussetzungen, da die Transaktionen in einer im Rahmen dieser Geschäfte üblichen Währung abgewickelt wurden. Daraus resultierte eine Reduzierung der sonstigen Forderungen in Höhe von 3 Mio €.

Q1 Vorausbezahlte Pensionsaufwendungen Die Vorschriften der ifrs zur Bilanzierung von Pensionen führten zu einer Reduzierung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens "Vorausbezahlte Pensionsaufwendungen" in Höhe von 72 Mio €. Dies ist im Wesentlichen auf veränderte Diskontierungszinssätze und veränderte beizulegende Zeitwerte des Planvermögens zurückzuführen, die aus den unterschiedlichen Bewertungsstichtagen resultieren.

Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

R1 Zusätzliche zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte unter ifrs

Nach us-gaap können neben so genannten Disposal Groups nur langlebige Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, die bestimmte Kriterien erfüllen, als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ausgewiesen werden. Nach ifrs können dagegen grundsätzlich sämtliche langfristigen Vermögenswerte gegebenenfalls als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ausgewiesen werden. Daher wurde eine nach der Equity-Methode bewertete Beteiligung in Höhe von 9 Mio € aus den Finanzanlagen in die Bilanzposition "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" umgegliedert (vgl. j1).

S1 ifrs-Anpassungen

Unter ifrs erhöhte sich die Position "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" um 28 Mio €. Davon resultieren 18 Mio € aus den unter ifrs notwendigen Anpassungen bezüglich der Behandlung von Forderungsverkäufen (vgl. o1), 1 Mio € aus der separaten Berücksichtigung wesentlicher Komponenten von Sachanlagen (vgl. e1) und 8 Mio € aus veränderten aktiven latenten Steuern (vgl. k1). Zusätzlich ergab sich eine Erhöhung um 1 Mio € auf Grund der Umklassifizierung einer nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung, da der Abschluss des assoziierten Unternehmens ebenfalls von us-gaap auf ifrs umgestellt wurde.

Anteile anderer Gesellschafter

A2 Umgliederung Unter us-gaap wurden die Anteile anderer Gesellschafter als gesonderte Bilanzposition zwischen dem Eigenkapital und den Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz ausgewiesen. Unter ifrs müssen die Anteile anderer Gesellschafter als Teil des Eigenkapitals dargestellt werden. Diese Umgliederung führte zu einer Erhöhung des bilanzierten Eigenkapitals um 410 Mio €. Davon betreffen 50 Mio € die gemäß ifrs 1 vorzunehmenden Anpassungen in den Einzelabschlüssen der Gesellschaften mit Minderheitsanteilen beim Übergang auf ifrs sowie die Bilanzierung der Put-Option bei der Dongyang Gruppe (vgl. b1).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

B2 Rückstellungen für Pensionen

Ein geringerer Diskontierungszinssatz am 01. Oktober 2004 verglichen mit demjenigen, der zum vorgezogenen Bewertungsstichtag 30. Juni 2004 unter us-gaap angewandt wurde, sowie die Berücksichtigung aller versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Eigenkapital in der Eröffnungsbilanz führten zu einer Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen um 484 Mio €.

C2 Rückstellungen für Gesundheitsfürsorge Ein zum Bewertungsstichtag des 01. Oktober 2004 gültiger und im Vergleich zu dem niedrigeren unter us-gaap am Bewertungsstichtag des 30. Juni 2004 zu Grunde gelegten Diskontierungszinssatz sowie die Berücksichtigung aller versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Eigenkapital der Eröffnungsbilanz führten zu einem Anstieg der Rückstellungen für Gesundheitsfürsorge in Höhe von 540 Mio €.

D2 Rückstellungen für Altersteilzeit Unter us-gaap wurden Rückstellungen für Altersteilzeit nur für jene Mitarbeiter berücksichtigt und ratierlich gebildet, die sich auf Grundlage eines schriftlichen Vertrags für ein frühzeitiges Ausscheiden entschieden haben. Unter ifrs werden solche Verpflichtungen auch auf Basis von Schätzungen hinsichtlich der möglichen Anzahl von Mitarbeitern, die sich für ein frühzeitiges Ausscheiden entscheiden werden, versicherungsmathematisch berechnet. Daher erhöhten sich die Rückstellungen für Altersteilzeit um 71 Mio €.

Sonstige langfristige Rückstellungen

E2 Jubiläumszuwendungen

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden unter us-gaap unter Berücksichtigung der Annahmen zum frühen Bewertungsstichtag 30. Juni 2004 berechnet. In der Berechnung unter ifrs müssen die am Bewertungsstichtag 01. Oktober 2004 gültigen Annahmen herangezogen werden. Auf Grund des am 01. Oktober 2004 geringeren Diskontierungszinssatzes wurden die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen um 2 Mio € erhöht.

F2 Aktienorientierte Vergütung

Die unter ifrs angewendete Bewertung von in Geld vergüteten Management-Incentiveplänen auf Basis von beizulegenden Zeitwerten führte zu einem Anstieg der entsprechenden Rückstellungen in Höhe von 3 Mio €.

Passive latente Steuern

G2 ifrs-Anpassungen

Latente Steuern werden grundsätzlich wegen unterschiedlicher Bilanzierungsansätze nach ifrs/us-gaap und den jeweiligen nationalen steuerlichen Einkommensermittlungsmethoden gebildet. Wie zuvor beschrieben, hatte die Umstellung der Rechnungslegungsgrundsätze von us-gaap auf ifrs signifikante Änderungen in verschiedenen Bilanzpositionen zur Folge, die nationalen gesetzlichen steuerlichen Einkommensermittlungsmethoden blieben jedoch unverändert. Die Umstellung veränderte somit das beschriebene Verhältnis mit ent-

sprechenden Auswirkungen auf die Bilanzansätze für latente Steuern. Vorschriften, die den Ansatz latenter Steuern nach us-gaap bzw. ifrs unterschiedlich regeln, sowie Abschreibungen auf Goodwill und reine Reklassifizierungen (z. B. die Umgliederung der Fremdanteile in das Eigenkapital) hatten nahezu keinen Einfluss auf die Veränderungen der latenten Steuern.

Die im Vergleich zu us-gaap weitergehenden Saldierungsmöglichkeiten latenter Steuern auf Ebene der Einzelgesellschaften führten generell sowohl zu einer Reduzierung der angesetzten aktiven als auch passiven latenten Steuern. Die Erhöhung des Nettobetrags latenter Steuern gegenüber dem sich nach us-gaap ergebenden Wert ist maßgeblich auf die nach ifrs höher bewerteten Pensionsrückstellungen

und niedriger bewerteten Sachanlagen zurückzuführen. Die ifrs-Anpassungen führten zu einer Reduzierung passiver latenter Steuern in Höhe von 757 Mio €.

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

H2 Leasing

Wie in Fußnote g1 bereits dargestellt, werden bestimmte Leasing-Transaktionen, die unter us-gaap als Operating Lease klassifiziert wurden, unter ifrs als Finance Lease klassifiziert. Dies führte zu einer Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten um 60 Mio €.

I2 Übrige langfristige Verbindlichkeiten

Die Bilanzierung der Put-Option bei der Dongyang Gruppe (vgl. b1) führte zum Ausweis einer Verbindlichkeit in Höhe von 42 Mio €.

Sonstige kurzfristige Rückstellungen

J2 Umgliederung

In der Vergangenheit entsprachen die Gliederungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns den Vorgaben der 4. und 7. eg-Richtlinie; ergänzt um zusätzliche nach us-gaap erforderliche Angaben im Anhang. Unter diesem Ausweis wurden bestimmte Verbindlichkeiten unter Rückstellungen ausgewiesen. Unter ifrs wurden 852 Mio € von Rückstellungen in die Position "Übrige Verbindlichkeiten" umgegliedert, da sie nicht die Definition einer Rückstellung unter ifrs erfüllen.

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

K2 Forderungsverkäufe

Unter ifrs wird anhand der beim Verkäufer der Forderungen verbleibenden Chancen und Risiken sowie der Verfügungsmacht darüber entschieden, ob eine verkaufte Forderung tatsächlich aus der Konzernbilanz ausgebucht wird (vgl. o1). Dies führte zu einer entsprechenden Erhöhung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 238 Mio €.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

L2 Fertigungsaufträge

Nach ifrs werden sämtliche Fertigungsaufträge nach der Percentageof-Completion-Methode bilanziert (vgl. n1). Hieraus resultierte eine Umgliederung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in die übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 13 Mio €.

Übrige Verbindlichkeiten

M2 Umgliederung

Die Berücksichtigung der unter ifrs geltenden Definitionen bezüglich Rückstellungen und Verbindlichkeiten (vgl. j2) führte zu Umgliederungen von sonstigen Rückstellungen in übrige Verbindlichkeiten in Höhe von 852 Mio €.

N2 Eingebettete derivative Finanzinstrumente

Unter ifrs erfüllen mehrere Transaktionen nicht die für eine separate Berücksichtigung von eingebetteten Derivaten erforderlichen Voraussetzungen, da die Transaktionen in einer im Rahmen dieser Geschäfte üblichen Währung abgewickelt wurden. Daraus resultierte eine Reduzierung der übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 10 Mio €.

O2 Fertigungsaufträge

Nach ifrs werden sämtliche Fertigungsaufträge nach der Percentageof-Completion-Methode bilanziert (vgl. n1). Daher erhöhen sich die übrigen Verbindlichkeiten (Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung – PoC) um 43 Mio €. Dies resultiert aus einem Überhang an erhaltenen Anzahlungen oder abgerechneten Beträgen im Vergleich zu den entsprechenden anteiligen Erlösen.

P2 Sale-and-lease-back-Transaktionen

Unter us-gaap wurden Gewinne aus Sale-and-lease-back-Transaktionen über die Vertragslaufzeit ratierlich erfasst. ifrs sieht vor, solche Gewinne in voller Höhe zum Zeitpunkt des Verkaufs zu erfassen,

soweit der aus der Sale-and-lease-back-Transaktion resultierende Leasingvertrag als Operating Lease zu klassifizieren ist und die Transaktion zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt wurde. Dies führte zu einer Reduzierung des passivischen Rechnungsabgrenzungspostens in Höhe von 63 Mio €.

Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten

Q2 ifrs-Anpassungen

Nach ifrs erhöhten sich die Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten um 28 Mio €. Dies ist zurückzuführen auf Anpassungen bei Forderungsverkäufen (vgl. k2) in Höhe von 18 Mio €, bei Pensionsverpflichtungen (vgl. b2) in Höhe von 4 Mio € und bei passiven latenten Steuern (vgl. g2) in Höhe von 6 Mio €.

ÜBERLEITUNG DES EIGENKAPITALS ZUM 01.10.2004

Mio €

Nr.
Eigenkapital nach US-GAAP zum 30.09.2004 8.327
a1, b1, c1
Immaterielle Vermögenswerte
d1, e1, f1, g1
Sachanlagen
– 417
h1, i1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
– 168
k1
Aktive latente Steuern
– 70
l1, m1
Vorräte
– 272
n1, o1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2
p1, q1
Sonstige Forderungen
47
r1, s1
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte
– 75
b2, c2, d2 11
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
e2, f2
– 1.095
Sonstige Rückstellungen
g2
– 8
Passive latente Steuern
h2
757
Finanzverbindlichkeiten
n2, o2, p2
– 60
Übrige Verbindlichkeiten
q2
33
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten
a2
– 10
Anteile anderer Gesellschafter 50
Sonstige Anpassungen
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG nach IFRS zum 01.10.2004
– 9
7.043
Anteile anderer Gesellschafter nach IFRS zum 01.10.2004 360
Eigenkapital nach IFRS zum 01.10.2004 7.403

ÜBERLEITUNG DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR 2004/2005

Mio €
US-GAAP IFRS
Nr. 2004/2005 IFRS-5-
Anpassungen
Weitere IFRS
Anpassungen
2004/2005
a1, b1
Umsatzerlöse
c1, d1, e1, f1
42.064 888 – 25 42.927
Umsatzkosten
Bruttoergebnis vom Umsatz
– 35.063
7.001
– 875
13
243
218
– 35.695
7.232
g1, h1
Vertriebskosten
i1, j1
– 2.544 – 97 – 4 – 2.645
Allgemeine Verwaltungskosten
k1
– 2.360 – 93 198 – 2.255
Sonstige betriebliche Erträge
l1, m1
259 9 8 276
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 391 – 32 – 29 – 452
Ergebnis aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen
Betriebliches Ergebnis
3
1.968
14
– 186
– 1
390
16
2.172
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 37 0 0 37
Sonstiges Finanzergebnis
n1
Finanzergebnis
– 169
– 132
– 4
– 4
– 359
– 359
– 532
– 495
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern 1.836 – 190 31 1.677
Einmalverluste im Zusammenhang mit der RAG-Beteiligung
o1
– 474 0 0 – 474
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
p1
– 735 10 – 12 – 737
Anteile anderer Gesellschafter
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten
– 46
581
0
– 180
46
65

466
Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern) 442 180 – 9 613
Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen (nach Steuern)
Jahresüberschuss
– 4
1.019
0
0
4
60
0
1.079
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 1.019 0 19 1.038
Anteile anderer Gesellschafter
Jahresüberschuss

1.019
0
0
41
60
41
1.079
Ergebnis je Aktie
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
Jahresüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
1,17
2,05
– 0,36
0,00
0,04
0,03
0,85
2,08

ifrs-5-Anpassungen

Auf Grund der unterschiedlichen Kriterien von us-gaap und ifrs zur Klassifizierung einer nicht fortgeführten Aktivität werden folgende, unter us-gaap als nicht fortgeführte Aktivitäten eingestufte Veräußerungen unter ifrs als fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen:

Segment Steel (in der Zusammensetzung bis 30. September 2005)

¡ Edelstahl Witten-Krefeld GmbH

¡ Hoesch Contecna Systembau GmbH

  • Segment Automotive
  • ¡
  • Bereich Alu Castings ¡
  • Europäisches Nutzfahrzeugfederngeschäft ¡ ThyssenKrupp Stahl Company

Segment Technologies

  • ¡ ThyssenKrupp Stahlbau
  • ¡ Operating Group Turbinenkomponenten
  • Segment Services ¡
  • Hommel-Gruppe ¡ Krupp Druckereibetriebe GmbH

Darüber hinaus wurden Aufwendungen, die im Zusammenhang mit Veräußerungen von nicht fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2003/2004 angefallen sind, unter ifrs nicht mehr als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen.

Somit bleiben von den unter us-gaap ausgewiesenen nicht fortgeführten Aktivitäten unter ifrs nur die Veräußerungen der Bereiche MetalCutting und Wohnimmobilien als nicht fortgeführte Aktivitäten

bestehen. Die zur Überleitung nach ifrs erforderlichen Anpassungen zur Einbeziehung dieser eingeleiteten Veräußerungen in die fortgeführten Aktivitäten werden in der Spalte "ifrs-5-Anpassungen" dargestellt.

Weitere ifrs-Anpassungen

Weitere Anpassungen resultieren im Wesentlichen aus der Fortschreibung der Anpassungen, die für die Überleitung von us-gaap nach ifrs zum 01. Oktober 2004 in der Eröffnungsbilanz erforderlich waren.

Umsatzerlöse

A1 Percentage-of-Completion-Methode (PoC) Nach ifrs werden alle Fertigungsaufträge nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert. Daraus resultierte eine Reduzierung der Umsatzerlöse des Konzerns in Höhe von 8 Mio €; im Wesentlichen durch die Vorwegnahme in der ifrs-Eröffnungsbilanz zum 01. Oktober 2004 auf Grund der Bilanzierung nach dem Grad der Fertigstellung.

B1 Eingebettete derivative Finanzinstrumente Nach ifrs dürfen für mehrere Transaktionen in Fremdwährung eingebettete Derivate nicht gesondert bilanziert werden, da diese Transaktionen in einer im Rahmen dieser Geschäftsaktivitäten üblichen Währung abgewickelt wurden. Dies führte zu einem Rückgang der Umsatzerlöse in Höhe von 17 Mio €, da die Effekte aus eingebetteten Fremdwährungsderivaten entsprechend eliminiert wurden.

Umsatzkosten

C1 Percentage-of-Completion-Methode (PoC) Nach ifrs sind sämtliche Fertigungsaufträge nach der Percentage-of-Completion-Methode zu bilanzieren. Dies führte zu einem Rückgang der Umsatzkosten in Höhe von 4 Mio €, der im Wesentlichen auf niedrigere realisierte Umsätze entsprechend dem Grad der Fertigstellung im Geschäftsjahr 2004/2005 zurückzuführen ist.

D1 Eingebettete derivative Finanzinstrumente Nach ifrs dürfen für mehrere Transaktionen in Fremdwährung eingebettete Derivate nicht gesondert bilanziert werden, da diese Transaktionen in einer im Rahmen dieser Geschäftsaktivitäten üblichen Währung abgewickelt wurden. Daraus resultierte ein Rückgang der Umsatzkosten um 27 Mio €, da die Effekte aus eingebetteten Fremdwährungsderivaten entsprechend eliminiert wurden.

E1 Personalaufwand Die in den Umsatzkosten enthaltenen Personalaufwendungen verringerten sich um 159 Mio €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die unter ifrs wegfallende ergebniswirksame Verteilung von versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsplänen und pensionsähnlichen Plänen auf Grund der Anwendung der Fresh-Start-Methode für die Eröffnungsbilanz. Darüber hinaus verringerten sich einerseits die Umsatzkosten auf Grund der Umgliederung von Zinsaufwendungen für Pensionen in das Finanzergebnis. Andererseits erhöhten sie sich wegen der ebenfalls vorgenommenen Umgliederung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in das Finanzergebnis.

F1 Abschreibungen

Die in den Umsatzkosten enthaltenen Abschreibungen reduzierten sich um 55 Mio €. Dies ist im Wesentlichen auf die in der ifrs-Eröffnungsbilanz vorgenommenen Wertberichtigungen auf langfristige Vermögenswerte zurückzuführen.

Vertriebskosten

G1 Personalaufwand Die in den Vertriebskosten enthaltenen Personalaufwendungen reduzierten sich um 18 Mio €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die unter ifrs wegfallende ergebniswirksame Verteilung von versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsplänen und pensionsähnlichen Plänen auf Grund der Anwendung der Fresh-Start-Methode für die Eröffnungsbilanz. Darüber hinaus verringerten sich die Vertriebskosten auf Grund der Umgliederung von Zinsaufwendungen für Pensionen in das Finanzergebnis, während sich die Umgliederung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in das Finanzergebnis erhöhend auswirkte.

H1 Sonstige Vertriebskosten

Die sonstigen Vertriebskosten stiegen um 9 Mio € an. Ursächlich waren erhöhte Rückstellungszuführungen insbesondere als Folge der Rückstellungsbewertung zum Erwartungswert ermittelt aus einer Bandbreite gleichwahrscheinlicher Werte.

Allgemeine Verwaltungskosten

I1 Personalaufwand

Die in den allgemeinen Verwaltungskosten berücksichtigten Personalaufwendungen verringerten sich um 220 Mio €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die unter ifrs wegfallende ergebniswirksame Verteilung von versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsplänen und pensionsähnlichen Plänen auf Grund der Anwendung der Fresh-Start-Methode für die Eröffnungsbilanz. Darüber hinaus verringerten sich die allgemeinen Verwaltungskosten auf Grund der Umgliederung von Zinsaufwendungen für Pensionen in das Finanzergebnis, während sich die Umgliederung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in das Finanzergebnis erhöhend auswirkte.

J1 Sonstige allgemeine Verwaltungskosten

Die sonstigen allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 6 Mio € an. Ursächlich waren erhöhte Rückstellungszuführungen insbesondere als Folge der Rückstellungsbewertung zum Erwartungswert ermittelt aus einer Bandbreite gleichwahrscheinlicher Werte.

Sonstige betriebliche Erträge

K1 Ergebnis aus Anlagenabgang

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge resultierte im Wesentlichen aus erhöhten Abgangsergebnissen auf Grund der in der Eröffnungsbilanz vorgenommenen Wertberichtigungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

L1 Entwicklungskosten

Die Aktivierung von Entwicklungskosten als immaterielle Vermögenswerte führte zu einer Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 20 Mio €.

M1 Aufwendungen für freiwillige Abfindungsleistungen Für freiwillige Abfindungen wurden entsprechend der erwarteten Inanspruchnahme zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 66 Mio € gebildet.

Finanzergebnis

N1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Das Finanzergebnis verschlechterte sich um 359 Mio €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Berücksichtigung des Zinsaufwands für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 478 Mio €, wobei die gleichzeitige Berücksichtigung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in Höhe von 117 Mio € gegenläufig wirkte.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

O1 ifrs-Anpassungen

Der Anstieg der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 12 Mio € ist auf latente Steuern zurückzuführen, die aus ifrs-Anpassungen resultieren.

Anteile anderer Gesellschafter

P1 Umgliederung

Unter us-gaap wurde der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter dargestellt. Unter ifrs sind im Jahresüberschuss die auf andere Gesellschafter entfallenden Gewinne und Verluste enthalten. Diese Umgliederung führte zu einer Erhöhung des Jahresüberschusses um 46 Mio €.

1. Quartal 2005_2006 ThyssenKrupp IFRS-Überleitungsrechnungen und Zwischenabschluss IFRS-Überleitungsrechnungen

ÜBERLEITUNG DER KONZERN-BILANZ ZUM 30.09.2005

Aktiva Mio €

Nr. US-GAAP
30.09.2005
IFRS IFRS
30.09.2005
Anpassungen
a1
Immaterielle Vermögenswerte
4.766 – 177 4.589
b1
Sachanlagen
c1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
9.469 – 726 8.743
557 557
At equity bewertete Beteiligungen 329 8 337
Finanzielle Vermögenswerte
d1
190 – 9 181
Aktive latente Steuern
Langfristige Vermögenswerte
1.431
16.185
– 686
– 1.033
745
15.152
e1
Vorräte
f1
7.439 – 577 6.862
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.966 702 6.668
Sonstige Forderungen 1.172 – 39 1.133
Laufende Ertragsteueransprüche 270 0 270
Flüssige Mittel
Kurzfristige Vermögenswerte
4.625
19.472
0
86
4.625
19.558
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 582 9 591
Summe Vermögenswerte 36.239 – 938 35.301

Passiva Mio €

Nr. US-GAAP
30.09.2005
IFRS IFRS
30.09.2005
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 8.771 Anpassungen
– 1.282
7.489
Anteile anderer Gesellschafter
Eigenkapital

8.771
389
– 893
389
7.878
Anteile anderer Gesellschafter 481 – 481
a2
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.954 938 8.892
Sonstige Rückstellungen
b2
398 19 417
Passive latente Steuern 1.495 – 1.055 440
Finanzverbindlichkeiten
c2
3.028 57 3.085
Übrige Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten
0
12.875
207
166
207
13.041
d2
Sonstige Rückstellungen 2.513 – 1.344 1.169
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten
e2
459 6 465
Finanzverbindlichkeiten 1.643 130 1.773
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
f2
3.981 – 5 3.976
Übrige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Verbindlichkeiten
4.931
13.527
1.438
225
6.369
13.752
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 585 45 630
Verbindlichkeiten 27.468 – 45 27.423
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 36.239 – 938 35.301

A1 Immaterielle Vermögenswerte

Der Betrag der negativen ifrs-Anpassungen zum 30.09.2005 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 208 Mio € verringert. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursachen:

Aus der Bilanzierung einer Put-Option im Zusammenhang mit bestehenden Minderheitenanteilen an der Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) und einer damit verbundenen Veränderung der Kaufpreisberechnung resultierte ein Anstieg des Firmenwertes um 100 Mio €, der den Betrag der negativen ifrs-Anpassungen entsprechend ver-

ringerte. Eine unter us-gaap im Geschäftsjahr 2004/2005 vorgenommene Wertberichtigung auf einen Firmenwert war unter ifrs bereits in der Eröffnungsbilanz berücksichtigt. Hieraus resultierte eine Verringerung des Anpassungsbetrages um 45 Mio €.

Der Betrag der aktivierten Entwicklungsaufwendungen hat sich um 15 Mio € erhöht. In gleicher Höhe verringert sich der Anpassungsbetrag.

B1 Sachanlagen

Der Betrag der negativen ifrs-Anpassungen zum 30.09.2005 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 1.130 Mio € verringert. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursache:

In der Eröffnungsbilanz wurde der Wohnungsbestand des ThyssenKrupp Konzerns aus den Sachanlagen in "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" umgegliedert. Durch die Veräußerung des Wohnimmobilien-Bereichs im 2. Quartal 2004/2005 entfällt zum 30.09.2005 ein Umgliederungsbetrag in Höhe von 1.061 Mio €.

C1 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Der Betrag der positiven ifrs-Anpassungen zum 30.09.2005 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 1.061 Mio € verringert als Folge der Veräußerung des Wohnimmobilien-Bereichs.

D1 Aktive latente Steuern

Der Betrag der negativen ifrs-Anpassungen zum 30.09.2005 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 414 Mio € erhöht. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursachen:

Die im Vergleich zu us-gaap weitergehenden Saldierungsmöglichkeiten latenter Steuern auf Ebene der Einzelgesellschaften führten zu einer zusätzlichen Reduzierung der angesetzten aktiven latenten Steuern.

E1 Vorräte

Der Betrag der negativen ifrs-Anpassungen zum 30.09.2005 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 209 Mio € erhöht. Dies hatte im

Wesentlichen folgende Ursache: Die im Zusammenhang mit der Percentage-of-Completion-Methode erforderliche Umgliederung in die Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" hat sich um 207 Mio € erhöht.

F1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Betrag der positiven ifrs-Anpassungen zum 30.09.2005 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 49 Mio € erhöht. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursachen:

Die im Zusammenhang mit der Percentage-of-Completion-Methode erforderliche Umgliederung aus den Vorräten in die Forderungen aus

Lieferungen und Leistungen hat sich um 207 Mio € erhöht. Auf Grund von Umstellungen der Asset-backed-Programme ergab sich zum 30.09.2005 eine Erhöhung bilanzwirksamer Forderungsverkäufe von 108 Mio €.

A2 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Betrag der positiven ifrs-Anpassungen zum 30.09.2005 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 157 Mio € verringert. Dies hatte

im Wesentlichen folgende Ursachen: Im Falle der Rückstellungen für Pensionen hat sich der Anpassungsbetrag um 325 Mio € verringert. Dies ist insbesondere zurückzuführen auf den unter ifrs im Vergleich zu us-gaap geringeren Rückgang des

Diskontierungssatzes zum 30.09.2005. Im Falle der Rückstellungen für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen ergibt sich ein Anstieg des Anpassungsbetrages um 176 Mio €. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass zum 30.09.2005 nach us-gaap entstandene versicherungsmathematische Verluste auf Grund einer Reduzierung des Diskontierungszinssatzes nicht sofort bilanziell berücksichtigt werden. Auf Grund der Anwendung der so genannten "dritten Option" des ias 19 werden jedoch nach ifrs sämtliche versicherungsmathematischen Verluste aus einer Reduzierung des Diskontierungszinssatzes gebucht und unmittelbar im Eigenkapital verrechnet.

B2 Passive latente Steuern

Der Betrag der negativen ifrs-Anpassungen zum 30.09.2005 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 298 Mio € erhöht. Dies hatte im

Wesentlichen folgende Ursachen: Die im Vergleich zu us-gaap weitergehenden Saldierungsmöglichkeiten latenter Steuern auf Ebene der Einzelgesellschaften führten zu einer zusätzlichen Reduzierung der angesetzten passiven latenten Steuern.

C2 Übrige langfristige Verbindlichkeiten Der Betrag der positiven ifrs-Anpassungen zum 30.09.2005 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 165 Mio € erhöht. Dies hatte im

Wesentlichen folgende Ursachen: Die Bilanzierung der Put-Option auf Minderheitenanteile bei der HDW Gruppe führte zum Ausweis einer zusätzlichen Verbindlichkeit in Höhe von 160 Mio €.

d2 Sonstige kurzfristige Rückstellungen

Der Betrag der negativen ifrs-Anpassungen zum 30.09.2005 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 492 Mio € erhöht. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursachen:

Unter ifrs erhöhte sich der Umgliederungsbetrag aus den Rück-

stellungen in die Position "Übrige Verbindlichkeiten" um 558 Mio €. Im Geschäftsjahr 2004/2005 wurden nur unter ifrs für freiwillige Abfindungen entsprechend der erwarteten Inanspruchnahme zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 66 Mio € gebildet.

E2 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Auf Grund der Umstellungen von Asset-backed-Programmen ergab sich zum 30.09.2005 ein Rückgang der Finanzverbindlichkeiten um 108 Mio €.

F2 Übrige Verbindlichkeiten

Der Betrag der positiven ifrs-Anpassungen zum 30.09.2005 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 607 Mio € erhöht. Dies hatte im

Wesentlichen folgende Ursache: Unter ifrs erhöhte sich der Umgliederungsbetrag aus den Rückstellungen in die Position "Übrige Verbindlichkeiten" um 558 Mio €.

ÜBERLEITUNG DES EIGENKAPITALS ZUM 30.09.2005

Mio €
Nr.
Eigenkapital nach US-GAAP zum 30.09.2005 8.771
a1
Immaterielle Vermögenswerte
b1
– 347
Sachanlagen
c1
– 98
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
d1
– 70
Aktive latente Steuern
f1
– 686
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 3
Sonstige Forderungen – 42
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte
a2
10
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
d2
– 938
Sonstige Rückstellungen
b2
– 91
Passive latente Steuern 1.055
Finanzverbindlichkeiten – 57
Übrige Verbindlichkeiten – 22
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten – 47
Anteile anderer Gesellschafter 92
Sonstige Anpassungen
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG nach IFRS zum 30.09.2005
– 38
7.489
Anteile anderer Gesellschafter nach IFRS zum 30.09.2005 389
Eigenkapital nach IFRS zum 30.09.2005 7.878

ÜBERLEITUNG DER KONZERN-KAPITALFLUSS-RECHNUNG FÜR 2004/2005

Der Free Cash-Flow, d.h. die Differenz aus Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit und Cash-Flow aus Investitionstätigkeit, erhöhte sich um 126 Mio €. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die zahlungswirksame Erhöhung oder Verminderung der Verbindlichkeiten aus bilanzunwirksamen Forderungsverkäufen innerhalb des Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit erfasst wird. Dementsprechend wird der Zahlungseingang aus dem Verkauf einer Forderung erst dann im Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit erfasst, wenn die entsprechenden Kundenzahlungen an die Bank erfolgt sind.

ÜBERLEITUNG DER KONZERN-BILANZ ZUM 31.12.2004

Aktiva Mio €

US-GAAP IFRS
Nr. 31.12.2004 IFRS
Anpassungen
31.12.2004
a1
Immaterielle Vermögenswerte
b1
3.419 – 349 3.070
Sachanlagen
c1
9.235 – 783 8.452
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 569 569
At equity bewertete Beteiligungen 295 9 304
Finanzielle Vermögenswerte
d1
662 0 662
Aktive latente Steuern
Langfristige Vermögenswerte
665
14.276
– 322
– 876
343
13.400
e1
Vorräte
f1
6.903 – 378 6.525
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.516 610 6.126
Sonstige Forderungen 1.352 – 80 1.272
Laufende Ertragsteueransprüche 347 0 347
Flüssige Mittel
Kurzfristige Vermögenswerte
854
14.972
0
152
854
15.124
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 1.639 3 1.642
Summe Vermögenswerte 30.887 – 721 30.166

Passiva Mio €

US-GAAP IFRS
Nr. 31.12.2004 IFRS
Anpassungen
31.12.2004
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 8.431 – 1.171 7.260
Anteile anderer Gesellschafter
Eigenkapital

8.431
350
– 821
350
7.610
Anteile anderer Gesellschafter 402 – 402
a2
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.906 1.006 7.912
Sonstige Rückstellungen 505 2 507
Passive latente Steuern 829 – 759 70
Finanzverbindlichkeiten 3.736 59 3.795
Übrige Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten
0
11.976
42
350
42
12.326
b2
Sonstige Rückstellungen 1.888 – 1.071 817
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten
c2
528 – 1 527
Finanzverbindlichkeiten 567 219 786
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
d2
3.344 – 5 3.339
Übrige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Verbindlichkeiten
3.235
9.562
1.003
145
4.238
9.707
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 516 7 523
Verbindlichkeiten 22.456 100 22.556
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 30.887 – 721 30.166

A1 Immaterielle Vermögenswerte

Der Betrag der negativen ifrs-Anpassungen zum 31.12.2004 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 36 Mio € verringert. Dies hatte

im Wesentlichen folgende Ursachen: Der Betrag der unter ifrs in der Eröffnungsbilanz im Vergleich zu us-gaap zusätzlich vorgenommenen Wertberichtigungen auf Firmenwerte hat sich insbesondere wechselkursbedingt verringert. Hieraus

resultierte eine Verringerung des Anpassungsbetrages um 29 Mio €. Der Betrag der aktivierten Entwicklungsaufwendungen hat sich um 7 Mio € erhöht. In gleicher Höhe verringert sich der Anpassungsbetrag.

B1 Sachanlagen

Der Betrag der negativen ifrs-Anpassungen zum 31.12.2004 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 1.073 Mio € verringert. Dies hatte

im Wesentlichen folgende Ursache: In der Eröffnungsbilanz wurde der Wohnungsbestand des ThyssenKrupp Konzerns aus den Sachanlagen in "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" umgegliedert. Durch die Klassifizierung des Wohnimmobilien-Bereichs im 1. Quartal 2004/2005 als nicht fortgeführte Aktivität ist der Umgliederungbetrag zum 31.12.2004 in der Bilanzpostition "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" enthalten.

C1 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Der Betrag der positiven ifrs-Anpassungen zum 31.12.2004 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 1.049 Mio € verringert als Folge der Umgliederung des Wohnimmobilien-Bereichs in die Bilanzposition "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte".

D1 Aktive latente Steuern

Der Betrag der negativen ifrs-Anpassungen zum 31.12.2004 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 50 Mio € erhöht. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursachen:

Die im Vergleich zu us-gaap weitergehenden Saldierungsmöglichkeiten latenter Steuern auf Ebene der Einzelgesellschaften sowie Wechselkurseffekte führten zu einer zusätzlichen Reduzierung der angesetzten aktiven latenten Steuern.

E1 Vorräte

Der Betrag der negativen ifrs-Anpassungen zum 31.12.2004 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 10 Mio € erhöht. Dies resultiert daraus, dass sich die im Zusammenhang mit der Percentage-of-Completion-Methode erforderliche Umgliederung in die Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" um 10 Mio erhöht hat.

F1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Betrag der positiven ifrs-Anpassungen zum 31.12.2004 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 43 Mio € verringert. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursachen:

Die im Zusammenhang mit der Percentage-of-Completion-Methode erforderliche Umgliederung aus den Vorräten in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich um 10 Mio € erhöht. Gleichzeitig nahm der Anpassungsbetrag aus der erweiterten Anwendung der

Percentage-of-Completion-Methode um 30 Mio € ab. Auf Grund von Umstellungen der Asset-backed-Programme und wechselkursbedingt ergab sich zum 31.12.2004 eine Erhöhung bilanzwirksamer Forderungsverkäufe von 19 Mio €.

A2 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Betrag der positiven ifrs-Anpassungen zum 31.12.2004 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 89 Mio € verringert. Dies hatte

im Wesentlichen folgende Ursachen: Im Falle der Rückstellungen für Pensionen hat sich der Anpassungsbetrag durch die Anwendung der Fresh-Start-Methode in der Eröffnungsbilanz sowie auf Grund von Wechselkursänderungen um

26 Mio € verringert. Im Falle der Rückstellungen für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen ergibt sich ebenfalls durch die Anwendung der Fresh-Start-Methode in der Eröffnungsbilanz sowie auf Grund von Wechselkursänderungen ein Rückgang des Anpassungsbetrages um 53 Mio €.

B2 Sonstige kurzfristige Rückstellungen Der Betrag der negativen ifrs-Anpassungen zum 31.12.2004 im

Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 219 Mio € erhöht. Dies resultiert insbesondere aus einem Anstieg des Umgliederungsbetrages aus den Rückstellungen in die Position "Übrige Verbindlichkeiten".

C2 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Auf Grund von Umstellungen der Asset-backed-Programme sowie wechselkursbedingt ergab sich zum 31.12.2004 ein Rückgang der Finanzverbindlichkeiten um 19 Mio €.

D2 Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

Der Betrag der positiven ifrs-Anpassungen zum 31.12.2004 im Vergleich zum 01.10.2004 hat sich um 172 Mio € erhöht. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursachen:

Unter ifrs erhöhte sich der Umgliederungsbetrag aus den Rück-

stellungen in die Position "Übrige Verbindlichkeiten" um 219 Mio €. Der negative Anpassungbetrag auf Grund der Ausbuchung von eingebetteten Derivaten erhöhte sich um 23 Mio €.

ÜBERLEITUNG DES EIGENKAPITALS ZUM 31.12.2004

Mio €

Nr.
Eigenkapital nach US-GAAP zum 31.12.2004 8.431
a1
Immaterielle Vermögenswerte
b1
– 372
Sachanlagen
c1
– 144
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
d1
– 70
Aktive latente Steuern
f1
– 322
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18
Sonstige Forderungen – 80
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte
a2
3
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
b2
– 1.006
Sonstige Rückstellungen – 5
Passive latente Steuern
c2
759
Finanzverbindlichkeiten
d2
– 59
Übrige Verbindlichkeiten 75
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten – 7
Anteile anderer Gesellschafter 52
Sonstige Anpassungen
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG nach IFRS zum 31.12.2004
– 13
7.260
Anteile anderer Gesellschafter nach IFRS zum 31.12.2004 350
Eigenkapital nach IFRS zum 31.12.2004 7.610

ÜBERLEITUNG DER KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS 1. QUARTAL 2004/2005

Der Free Cash-Flow, d.h. die Differenz aus Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit und Cash-Flow aus Investitionstätigkeit, verbesserte sich um 37 Mio €. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die zahlungswirksame Erhöhung oder Verminderung der Verbindlichkeiten aus bilanzunwirksamen Forderungsverkäufen innerhalb des Cash-Flow

aus Finanzierungstätigkeit erfasst wird. Dementsprechend wird der Zahlungseingang aus dem Verkauf der Forderung erst dann im Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit erfasst, wenn die entsprechenden Kundenzahlungen an die Bank erfolgt sind.

ÜBERLEITUNG DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS 1. QUARTAL 2004/2005

Mio €
US-GAAP IFRS
Nr. 1. Quartal 1. Quartal
2004/2005 IFRS-5-
Anpassungen
Weitere IFRS
Anpassungen
2004/2005
a1
Umsatzerlöse
b1, c1
9.722 337 29 10.088
Umsatzkosten
Bruttoergebnis vom Umsatz
– 7.956
1.766
– 275
62
27
56
– 8.204
1.884
Vertriebskosten
d1
– 631 – 25 0 – 656
Allgemeine Verwaltungskosten – 579 – 35 62 – 552
Sonstige betriebliche Erträge
e1
58 0 6 64
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 78 – 4 8 – 74
Ergebnis aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen
Betriebliches Ergebnis
2
538
8
6
0
132
10
676
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 6 0 3 9
Sonstiges Finanzergebnis
f1
Finanzergebnis
– 71
– 65
– 1
– 1
– 83
– 80
– 155
– 146
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern 473 5 52 530
Einmalverluste im Zusammenhang mit der RAG-Beteiligung
g1
0 0 0 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
h1
Anteile anderer Gesellschafter
– 184 – 4 – 20 – 208
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten – 21
268
0
1
21
53

322
Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern)
Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen (nach Steuern) 7 – 1 3 9
Quartalsüberschuss 0
275
0
0
0
56
0
331
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG
Anteile anderer Gesellschafter 275 0 34 309
Quartalsüberschuss
275
0
0
22
56
22
331
Ergebnis je Aktie
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
Quartalsüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) 0,54
0,55
0,00
0,00
0,06
0,07
0,60
0,62

1. Quartal 2004/2005 nach us-gaap

Die ursprünglich nach us-gaap veröffentlichte Konzern-Gewinn- und Verlustrechung für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2004/2005 wurde in der Weise angepasst, dass alle zum 30. September 2005 vorliegenden nicht fortgeführten Aktivitäten rückwirkend berücksichtigt werden. Aus der Anpassung für das 1. Quartal resultierte eine Reduzierung der Umsatzerlöse in Höhe von 337 Mio € und des betrieblichen Ergebnisses in Höhe von 6 Mio €. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern erhöhte sich um 5 Mio €.

ifrs-5-Anpassungen

Auf Grund der unterschiedlichen Kriterien von us-gaap und ifrs zur Klassifizierung einer nicht fortgeführten Aktivität werden folgende, unter us-gaap als nicht fortgeführte Aktivitäten eingestufte Veräußerungen unter ifrs als fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen:

Segment Steel (in der Zusammensetzung bis 30. September 2005)

  • ¡
  • Edelstahl Witten-Krefeld GmbH ¡ Hoesch Contecna Systembau GmbH
  • Segment Automotive
  • ¡ Bereich Alu Castings
  • ¡ Europäisches Nutzfahrzeugfederngeschäft
  • ¡ ThyssenKrupp Stahl Company
  • Segment Technologies
  • ¡ ThyssenKrupp Stahlbau
  • ¡ Operating Group Turbinenkomponenten
  • Segment Services
  • ¡
  • Hommel-Gruppe ¡ Krupp Druckereibetriebe GmbH

Darüber hinaus wurden Aufwendungen, die im Zusammenhang mit Veräußerungen von nicht fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2003/2004 angefallen sind, unter ifrs nicht mehr als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen.

Somit bleiben von den unter us-gaap ausgewiesenen nicht fortgeführten Aktivitäten unter ifrs nur die Veräußerungen der Bereiche MetalCutting und Wohnimmobilien als nicht fortgeführte Aktivitäten

bestehen. Die zur Überleitung nach ifrs erforderlichen Anpassungen zur Einbeziehung dieser eingeleiteten Veräußerungen in die fortgeführten Aktivitäten werden in der Spalte "ifrs-5-Anpassungen" dargestellt.

Weitere ifrs-Anpassungen

Weitere Anpassungen resultieren im Wesentlichen aus der Fortschreibung der Anpassungen, die für die Überleitung von us-gaap nach ifrs zum 01. Oktober 2004 in der Eröffnungsbilanz erforderlich waren.

Umsatzerlöse

A1 Eingebettete derivative Finanzinstrumente Nach ifrs dürfen für mehrere Transaktionen in Fremdwährung eingebettete Derivate nicht gesondert bilanziert werden, da diese Transaktionen in einer im Rahmen dieser Geschäftsaktivitäten üblichen Währung abgewickelt wurden. Dies führte zu einem Anstieg der Umsatzerlöse in Höhe von 30 Mio €, da die Effekte aus eingebetteten Fremdwährungsderivaten entsprechend eliminiert wurden.

Umsatzkosten

Insgesamt wurden die Umsatzkosten auf Grund der folgenden Sachverhalte um 27 Mio € reduziert:

B1 Eingebettete derivative Finanzinstrumente Nach ifrs dürfen für mehrere Transaktionen in Fremdwährung eingebettete Derivate nicht gesondert bilanziert werden, da diese Transaktionen in einer im Rahmen dieser Geschäftsaktivitäten üblichen Währung abgewickelt wurden. Daraus resultierte eine Erhöhung der Umsatzkosten um 23 Mio €, da die Effekte aus eingebetteten Fremdwährungsderivaten entsprechend eliminiert wurden.

C1 Personalaufwand

Die in den Umsatzkosten enthaltenen Personalaufwendungen verringerten sich um 47 Mio €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die unter ifrs wegfallende ergebniswirksame Verteilung von versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsplänen und pensionsähnlichen Plänen auf Grund der Anwendung der Fresh-Start-Methode für die Eröffnungsbilanz. Darüber hinaus verringerten sich einerseits die Umsatzkosten auf Grund der Umgliederung von Zinsaufwendungen für Pensionen in das Finanzergebnis. Andererseits erhöhten sie sich wegen der ebenfalls vorgenommenen Umgliederung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in das Finanzergebnis.

Allgemeine Verwaltungskosten

D1 Personalaufwand

Die in den allgemeinen Verwaltungskosten berücksichtigen Personalaufwendungen verringerten sich um 62 Mio €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die unter ifrs wegfallende ergebniswirksame Verteilung von versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsplänen und pensionsähnlichen Plänen auf Grund der Anwendung der Fresh-Start-Methode für die Eröffnungsbilanz. Darüber hinaus verringerten sich die allgemeinen Verwaltungskosten auf Grund der Umgliederung von Zinsaufwendungen für Pensionen in das Finanzergebnis, während sich die Umgliederung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in das Finanzergebnis erhöhend auswirkte.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

E1 Entwicklungskosten

Die Aktivierung von Entwicklungskosten als immaterielle Vermögenswerte führte zu einer Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 7 Mio €.

Finanzergebnis

F1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Das Finanzergebnis reduzierte sich um 80 Mio €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Berücksichtigung des Zinsaufwands für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 106 Mio €, wobei die gleichzeitige Berücksichtigung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in Höhe von 21 Mio € gegenläufig wirkt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

G1 IFRS-Anpassungen Der Anstieg der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 20 Mio € ist auf latente Steuern zurückzuführen, die aus ifrs-Anpassungen resultieren.

Anteile anderer Gesellschafter

H1 Umgliederung Unter us-gaap wurde der Konzern-Periodenüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter dargestellt. Unter ifrs sind im Konzern-Periodenüberschuss die auf andere Gesellschafter entfallenden Gewinne und Verluste enthalten. Diese Umgliederung führte zu einer Erhöhung des Quartalsüberschusses um 21 Mio €.

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in €

Anhang-Nr. 1. Quartal 1. Quartal
2004/2005 2005/2006
11
Umsatzerlöse
10.088 10.942
Umsatzkosten – 8.204 – 9.209
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.884 1.733
Vertriebskosten – 656 – 641
Allgemeine Verwaltungskosten – 552 – 564
6
Sonstige betriebliche Erträge
64 151
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 74 – 146
Ergebnis aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen 10 11
Betriebliches Ergebnis 676 544
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 9 3
Zinserträge 42 61
Zinsaufwendungen – 183 – 187
Sonstiges Finanzergebnis
Finanzergebnis
– 14
– 146
4
– 119
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern 530 425
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten
– 208
322
– 170
255
4
Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern)
Quartalsüberschuss
9
331
0
255
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 309 250
Anteile anderer Gesellschafter
Quartalsüberschuss
22
331
5
255
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert)
12
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
Quartalsüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
0,60
0,62
0,49
0,49

41 1. Quartal 2005_2006 ThyssenKrupp IFRS-Überleitungsrechnungen und Zwischenabschluss Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung/ Konzern-Bilanz

KONZERN-BILANZ

Aktiva Mio €

Anhang-Nr. 30.09.2005 31.12.2005
Immaterielle Vermögenswerte 4.589 4.637
Sachanlagen 8.743 8.804
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 557 553
At equity bewertete Beteiligungen 337 338
Finanzielle Vermögenswerte 181 218
Aktive latente Steuern
Langfristige Vermögenswerte
745
15.152
637
15.187
Vorräte 6.862 6.973
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.668 6.448
Sonstige Forderungen 1.133 1.277
Laufende Ertragsteueransprüche 270 401
Flüssige Mittel
Kurzfristige Vermögenswerte
4.625
19.558
4.437
19.536
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 591 90
Summe Vermögenswerte 35.301 34.813

Passiva Mio €

Anhang-Nr.AnhanAnhang-Nr. 30.09.2005 31.12.2005
Gezeichnetes Kapital 1.317 1.317
Kapitalrücklage 4.684 4.684
Gewinnrücklagen 2.171 2.315
Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen – 315 – 291
davon: Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen von Disposal Groups (30.05.2005: –1; 31.12.2005: –1)
8
Eigene Anteile
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG – 368
7.489
0
8.025
Anteile anderer Gesellschafter 389 367
Eigenkapital 7.878 8.392
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.892 8.806
Sonstige Rückstellungen 417 625
Passive latente Steuern 440 435
Finanzverbindlichkeiten 3.085 3.160
Übrige Verbindlichkeiten 207 47
Langfristige Verbindlichkeiten 13.041 13.073
Sonstige Rückstellungen 1.169 1.451
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 465 431
Finanzverbindlichkeiten 1.773 1.612
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.976 3.634
Übrige Verbindlichkeiten 6.369 6.062
Kurzfristige Verbindlichkeiten 13.752 13.190
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 630 158
Verbindlichkeiten 27.423 26.421
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 35.301 34.813

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Mio €

1. Quartal 1. Quartal
2005/2006
2004/2005
Quartalsüberschuss 331 255
Anpassungen des Quartalsüberschusses für die Überleitung zum Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit:
Latente Steueraufwendungen/Steuererträge 143 102
Abschreibungen Anlagevermögen 342 347
Ergebnisse aus at equity bewerteten Unternehmen, soweit nicht zahlungswirksam – 4 – 3
Ergebnis aus Anlagenabgang – 10 – 13
Ergebnis aus dem Verkauf nicht fortgeführter Aktivitäten 7 0
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen:
- Vorräte – 656 – 44
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 279 183
- Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 167 55
- Übrige Rückstellungen – 27 97
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 263 – 347
- Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit
– 424
– 449
– 573
59
Investitionen in at equity bewertete Beteiligungen und in finanzielle Vermögenswerte – 11 – 95
Investitionen in Sachanlagen und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien – 324 – 347
Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte – 21 – 37
Desinvestitionen von at equity bewerteten Beteiligungen und finanziellen Vermögenswerten 35 45
Abgegebene Flüssige Mittel aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften 0 – 24
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 39 6
Desinvestitionen von Immateriellen Vermögenswerten
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
0
– 282
7
– 445
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen 4 0
Tilgung von Anleihen – 4 – 4
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 571 285
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – 262 – 315
(Abnahme)/Zunahme Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 14 – 8
Zunahme/(Abnahme) Akzeptverbindlichkeiten – 19 2
Abnahme Verbindlichkeiten aus bilanzunwirksamen Forderungsverkauf – 37 – 109
Zunahme kurzfristige Wertpapiere – 27 – 13
Einzahlungen aus der Ausgabe eigener Aktien 0 268
Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter – 18 – 10
Sonstige Finanzierungsvorgänge
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit
– 2
220
10
106
– 26
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Flüssigen Mittel
Abnahme der Flüssigen Mittel
Flüssige Mittel am Beginn der Berichtsperiode
Flüssige Mittel am Ende der Berichtsperiode 1.395
858
4.715
4.437
(davon Flüssige Mittel der Discontinued Operations/Disposal Groups) (4) (0)

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Mio €
1. Quartal
Anhang-Nr. 1. Quartal 2005/2006
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 2004/2005
– 66 5
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 10
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus derivativen Finanzinstrumenten – 62 22
Steuereffekt
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung (nach Steuern)
25
– 103
– 13
24
Quartalsüberschuss 331 255
Gesamtergebnis der Periode 228 279
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 217 274
Anteile anderer Gesellschafter 11 5

KONZERN-EIGENKAPITALENTWICKLUNG

Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl

Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG
Aktienanzahl
im Umlauf
Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Kumulierte
erfolgsneutrale
Eigenkapital
veränderung
Eigene
Anteile
Gesamt Anteile
anderer
Gesellschafter
Gesamtes
Eigenkapital
Stand am 01.10.2004 498.338.299 1.317 4.684 1.439 – 10 – 387 7.043 360 7.403
Quartalsüberschuss 309 309 22 331
Erfolgsneutrale – 117 – 117 – 11 – 128
Eigenkapitalveränderungen
Steuern auf direkt
im Eigenkapital erfasste
Wertänderungen 25 25 0 25
Gewinnbeteiligung Anteile
anderer Gesellschafter 0 – 17 – 17
Sonstige Veränderungen 0 – 4 – 4
Stand am 31.12.2004 498.338.299 1.317 4.684 1.748 – 102 – 387 7.260 350 7.610
Stand am 30.09.2005 499.149.151 1.317 4.684 2.171 – 315 – 368 7.489 389 7.878
Quartalsüberschuss 250 250 5 255
Erfolgsneutrale
Eigenkapitalveränderungen
37 37 0 37
Steuern auf direkt
im Eigenkapital erfasste
Wertänderungen – 13 – 13 0 – 13
Gewinnbeteiligung Anteile
anderer Gesellschafter 0 – 10 – 10
Ausgabe eigener Anteile 15.339.893 – 100 368 268 0 268
Sonstige Veränderungen – 6 – 6 – 17 – 23
Stand am 31.12.2005 514.489.044 1.317 4.684 2.315 – 291 0 8.025 367 8.392

ANHANG ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Unternehmensinformation

Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft ("ThyssenKrupp ag" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzernabschluss zur Zwischenberichterstattung der ThyssenKrupp ag und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2005/2006 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 06. Februar 2006 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende ungeprüfte Konzernabschluss zum Zwischenbericht wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (ifrs) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (iasb) für die Zwischenberichterstattung erstellt. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß ifrs für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforder-

lich sind. Der vorliegende ungeprüfte Konzernabschluss zum Zwischenbericht enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage zum Zwischenergebnis erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 31. Dezember 2005 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung

zukünftiger Ergebnisse zu. Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung in Übereinstimmung mit ias 34 "Interim Financial Reporting" muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Dieser Konzernabschluss zur Zwischenberichterstattung wurde auf Basis der ifrs erstellt, die für die erstmalige Aufstellung des Konzernjahresabschlusses nach ifrs zum 30. September 2006 verbindlich anzuwenden sind oder die freiwillig vorzeitig angewendet werden können. Auf Basis dieser ifrs hat der Vorstand Annahmen bezüglich der erwarteten Rechnungslegungsgrundsätze getroffen, die voraussichtlich zur Anwendung kommen werden, wenn der erste Konzernabschluss für ein ganzes Geschäftsjahr zum 30. September 2006 erstellt wird.

Die ifrs, die für den Konzernabschluss zum 30. September 2006 entweder verbindlich anzuwenden oder freiwillig vorzeitig anwendbar sind, können derzeit noch Änderungen erfahren oder durch Interpretationen ergänzt werden und können deshalb noch nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Daher können die Rechnungslegungsgrundsätze für das Geschäftsjahr, die auch für diesen Zwischenbericht relevant sind, erst endgültig zum Zeitpunkt der Erstellung des ersten Konzernjahresabschlusses nach ifrs zum 30. September 2006 bestimmt

werden. Die Aufstellung des Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung gemäß ias 34 führte im Vergleich zu den im letzten Konzernjahresabschluss angewendeten Vorschriften (= us-gaap) zu Veränderungen der Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns. Die nachfolgend dargestellten Rechnungslegungsgrundsätze wurden für alle in diesem Zwischenbericht dargestellten Perioden angewendet. Sie wurden auch entsprechend den Vorschriften des ifrs 1 für die Erstellung der Eröffnungsbilanz nach ifrs zum 01. Oktober 2004 herangezogen. Die Auswirkungen des Übergangs von us-gaap nach ifrs wurden

bereits erläutert. Die folgenden Rechnungslegungsgrundsätze wurden konzernweit einheitlich zur Erstellung dieses Zwischenberichts angewendet.

1Grundsätze der Rechnungslegung

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente auf Basis historischer Anschaffungsoder Herstellungskosten. Der Konzernabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, da dies die Währung ist, in der die Mehrzahl der Transaktionen des Konzerns durchgeführt wird. Alle Beträge werden, soweit nicht anders dargestellt, in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben.

Konsolidierung

In den Konzernabschluss sind die ThyssenKrupp ag sowie alle wesentlichen Unternehmen, über die die ThyssenKrupp ag mittelbar oder unmittelbar Kontrolle ausübt, einbezogen. Kontrolle besteht dann, wenn die ThyssenKrupp ag die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Bei der Bestimmung eines Kontrollverhältnisses werden auch potentielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, berücksichtigt. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Kontrolle bis zur Beendigung der Kontrolle in den Konzernabschluss einbezogen. Bei einem Unternehmenserwerb werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bewertet. Anteile anderer Gesellschafter werden entsprechend ihrer Anteile an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Wesentliche assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern durch Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Kontrolle, ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn der Konzern direkt oder indirekt einen Stimmrechtsanteil von 20 % oder mehr hält ("assoziierte Unternehmen"). Soweit ein Konzernunternehmen mit einem assoziierten Unternehmen Transaktionen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.

Gemeinschaftlich geführte Unternehmen (Joint Ventures) werden nach der Equity-Methode bilanziert. Soweit der Konzern Transaktionen mit einem gemeinschaftlich geführten Unternehmen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem gemeinschaftlich

geführten Unternehmen eliminiert. Ein aus einem Unternehmenserwerb resultierender Firmenwert repräsentiert den Betrag, um den die Anschaffungskosten den Konzernanteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens, assoziierten oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbsstichtag übersteigen. Der Firmenwert wird als Vermögenswert bilanziert und jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen, sofern nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Anhaltspunkte bestehen oder Ereignisse eintreten, die eine Wertminderung vermuten lassen.

Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten der assoziierten bzw. gemeinschaftlich geführten Unternehmen enthalten. Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines Tochterunternehmens resultieren, werden gesondert in der Bilanz ausgewiesen.

Im Falle der Veräußerung eines Tochterunternehmens, eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens wird der zurechenbare Anteil des Firmenwertes bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses berücksichtigt.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung und die Berichtswährung der ThyssenKrupp ag und der relevanten europäischen Tochtergesellschaften ist der Euro (€). Transaktionen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Transaktion mit dem zu diesem Zeitpunkt gültigen Wechselkurs erfasst. Nominal in Fremdwährung gebundene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden jeweils mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Dabei

entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht

der Euro ist, werden auf Basis ihrer funktionalen Währung, welche in der Regel der Landeswährung entspricht, in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt nach der Stichtagskursmethode, d.h. die Bilanzen werden von der funktionalen Währung in die Berichtswährung mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet. Nettogewinne oder -verluste, die aus der Währungsumrechnung resultieren, werden zusammengefasst und innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Solche Umrechnungsdifferenzen werden in der Periode, in der das betreffende Tochterunternehmen

veräußert wird, ergebniswirksam ausgewiesen. Bei Nicht-us-Gesellschaften, die ihre Absatz- und Beschaffungsgeschäfte sowie ihre Finanzierung im Wesentlichen in us-Dollar abwickeln, ist die funktionale Währung nicht die Landeswährung, sondern der us-Dollar. Die Umrechnung der in Landeswährung aufgestellten Abschlüsse in die funktionale Währung erfolgt in diesen Fällen nach der Zeitbezugsmethode. Danach werden alle nicht monetären Vermögenswerte (z.B. Sachanlagen) einschließlich der hierauf entfallenden Abschreibungen und das Eigenkapital mit den Durchschnittskursen des jeweiligen Zugangsjahres in us-Dollar umgerechnet. Alle übrigen Bilanzpositionen werden mit Stichtagskursen und alle übrigen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet. Entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst. Anschließend werden die us-Dollar-Abschlüsse nach der Stichtagskursmethode in die Berichtswährung umgerechnet.

Umsatzrealisierung

Umsätze aus Warenverkäufen werden ausgewiesen, sobald die wesentlichen Chancen und Risiken des Eigentums auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Im Übrigen werden Umsätze unter Abzug von Erlösschmälerungen wie

Boni, Skonti oder Rabatte ausgewiesen. Umsätze und Aufwendungen aus Fertigungsaufträgen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen werden. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Auftragskosten. Aufträge, bei denen der Konzern Generalunternehmer- oder Engineeringleistungen erbringt, werden ebenfalls wie Fertigungsaufträge behandelt. Nach der Percentageof-Completion-Methode bilanzierte Fertigungsaufträge werden entsprechend den zum Stichtag aufgelaufenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinns bewertet. Auftragsänderungen, Nachforderungen oder Leistungsprämien werden insoweit berücksichtigt, wie sie mit dem Kunden bereits verbindlich vereinbart wurden.

Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Auftragskosten werden in

der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand ausgewiesen. Ist absehbar, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen, wird der erwartete Verlust unmittelbar als Aufwand aus-

gewiesen. Umsatzerlöse aus Verträgen, die mehrere Vertragselemente (z.B. Warenverkäufe in Kombination mit Dienstleistungen) beinhalten, werden erfasst, wenn das jeweilige Vertragselement geliefert oder erbracht worden ist. Die Umsatzrealisierung erfolgt auf Basis objektiv nachvollziehbarer relativer beizulegender Zeitwerte der einzelnen Vertragselemente.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Aufwendungen für Forschung werden sofort ergebniswirksam erfasst. Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Solange ein Entwicklungsprojekt nicht abgeschlossen ist, erfolgt eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit, soweit nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) berechnet sich aus der Division des auf die Aktionäre der ThyssenKrupp ag entfallenden Anteils am Periodenergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien. Während einer Periode neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt. In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum

von in der Regel 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den zukünftigen Erwartungen angepasst. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden überwiegend in den Umsatzkosten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Sachanlagen

Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Aktivierte Herstellungskosten für selbst erstellte Sachanlagen umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Materialund Fertigungsgemeinkosten. Ist für die Herstellung eines Vermögenswertes ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen, werden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten bis zur Erlangung des gebrauchsfertigen Zustandes als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswertes aktiviert. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden sofort als Aufwand erfasst. Kosten für den Ersatz von Komponenten oder für Generalüberholungen von Sachanlagen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließt und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Sofern abnutzbare Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren Komponenten mit jeweils unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten gesondert ausgewiesen und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Stilllegung werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten und die entsprechenden kumulierten Abschreibungen der Anlagen aus der Bilanz ausgebucht; dabei entstehende Gewinne

oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Für die planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Gebäude, inklusive als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien 10 bis 50 Jahre
Grundstückseinrichtungen, Einbauten in Gebäude 15 bis 25 Jahre
Technische Anlage und Maschinen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
8 bis 25 Jahre
3 bis 10 Jahre

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden und nicht für die eigene Produktion, für die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen, für Verwaltungszwecke oder für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden. Als

Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu Anschaffungsoder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet.

Wertminderungen

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern mit Ausnahme immaterieller Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer die Buchwerte aller Vermögenswerte dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert; der höhere Wert ist maßgeblich. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cash-Flows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.

Aus Unternehmenserwerben resultierende Firmenwerte werden identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) zugeordnet. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer Cash Generating Unit wird regelmäßig jährlich auf Werthaltigkeit überprüft und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung vorliegen.

Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswertes.

Im Falle von Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Cash Generating Units werden zunächst bestehende Firmenwerte reduziert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Firmenwertes, wird die Differenz in der Regel proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der Cash Generating Unit verteilt.

Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der Cash Generating Unit, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe des erzielbaren Betrags. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam. Wertaufholungen im Zusammenhang mit vorgenommenen Wertberichtigungen auf Firmenwerte sind nicht zulässig.

Leasing

Leasingtransaktionen sind entweder als Finance Lease oder als Operating Lease zu klassifizieren. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt, werden als Finance Lease behandelt. Dementsprechend aktiviert der Konzern das Leasingobjekt zum niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingraten und schreibt den Leasinggegenstand in der Folge über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit ab. Zugleich wird eine entsprechende Verbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben wird. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden als Operating Lease behandelt. In diesem Fall werden anfallende Leasing-

zahlungen sofort als Aufwand erfasst. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft bilanziert. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und Zinserträge erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Gegenstand in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Leasingzahlungen werden bei Forderungsentstehung als Ertrag ausgewiesen.

Vorräte

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten. In der Regel werden Vorräte nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch auf Basis einer üblichen Kapazitätsauslastung zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Forderungen

Forderungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen ausgewiesen.

Un- oder unterverzinsliche Forderungen mit einer erwarteten Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Der Diskontierungsbetrag wird ratierlich bis zur Fälligkeit der Forderung im Zinsertrag vereinnahmt.

Der Konzern verkauft ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Wechsel auf revolvierender oder auf einmaliger Basis an nicht konsolidierungspflichtige Zweckgesellschaften (special purpose entities) und andere Finanzinstitute. Auf diese Weise verkaufte Finanzaktiva werden zum Zeitpunkt des Verkaufs aus der Konzernbilanz ausgebucht, soweit im Wesentlichen alle Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen werden und die Durchleitung der mit diesen Finanzaktiva verbundenen Cash-Flows sichergestellt ist. Wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken weder übertragen noch behalten werden, werden die Finanzaktiva zum Zeitpunkt des Verkaufs nur dann aus der Konzernbilanz ausgebucht, wenn sichergestellt ist, dass die aus den Finanzaktiva resultierenden Cash-Flows an den Erwerber durchgeleitet werden und der Erwerber die Kontrolle über die Finanzaktiva erhalten hat. Soweit im Wesentlichen alle Chancen und Risiken beim Konzern verbleiben, werden die Finanzaktiva als Sicherung einer passivierten Verbindlichkeit weiterhin in der Bilanz ausgewiesen.

Wertpapiere

Wertpapiere werden zum Erfüllungstag mit ihren Anschaffungskosten

bilanziert. Vom Konzern gehaltene Wertpapiere werden als "zur Veräußerung verfügbar" (available for sale) klassifiziert und zu den jeweiligen Bilanzstichtagen zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung resultierenden unrealisierten Gewinne und Verluste werden zunächst ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Bei Veräußerung der Wertpapiere oder bei Eintritt einer dauerhaften Wertminderung werden die bis dahin direkt im Eigenkapital berücksichtigten kumulierten Gewinne und Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung der laufenden Periode erfasst.

Flüssige Mittel

Flüssige Mittel umfassen Barmittel, Schecks und Bankguthaben, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu drei Monate beträgt.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nach der Bilanz-Ansatz-Methode auf zeitlich befristete Differenzen zwischen Wertansätzen in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge und für anrechenbare Steuern angesetzt. Auf diese Weise ermittelte Differenzen werden grundsätzlich immer berücksichtigt, wenn sie zu passiven latenten Steuern führen. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden. Aktive und passive latente Steuern werden auch auf temporäre Differenzen, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, angesetzt, mit der Ausnahme von temporären Differenzen auf Firmenwerte.

Zur Berechnung latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen, soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit Sachverhalte, die eine Veränderung der latenten Steuer nach sich ziehen, direkt gegen das Eigenkapital gebucht werden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen

In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern (z.B. Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, aufgelaufene versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Zeitbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren und von derivativen Finanzinstrumenten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen sind nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bewertet. Alle bis zum Stichtag des Übergangs auf die Bilanzierung nach den Vorschriften der ifrs, dem 01. Oktober 2004, aufgelaufenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurden sofort innerhalb des Eigenkapitals erfasst. Alle nach dem 01. Oktober 2004 anfallenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden ebenfalls sofort innerhalb des Eigenkapitals erfasst und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung (statement of recognised

income and expense) dargestellt. Soweit ein zur Refinanzierung von Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen aufgebautes Fondsvermögen die Verpflichtungen übersteigt, ist die Aktivierung des Überhangs begrenzt. Determinanten für die Begrenzung sind noch unberücksichtigter Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen sowie der Barwert von künftigen Rückerstattungen aus dem Plan oder von

Minderungen zukünftiger Beitragszahlungen. Der Dienstzeitaufwand für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird als Aufwand innerhalb des betrieblichen Ergebnisses ausgewiesen. Der im Netto-Pensionsaufwand enthaltene Zinsaufwand und der erwartete Kapitalertrag des Fondsvermögens werden im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit Planverbesserungen zugesagt werden, wird noch unberücksichtigter Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen

linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Im Falle einer unmittelbaren Unverfallbarkeit der Anwartschaften erfolgt eine sofortige ergebniswirksame

Erfassung. Verpflichtungen des Konzerns aus beitragsorientierten Versorgungsplänen werden ergebniswirksam innerhalb des betrieblichen Ergebnisses erfasst.

Der Konzern verfügt auch über Pensionspläne, die gemeinschaftlich mit nicht verbundenen Unternehmen unterhalten werden (multiemployer plans). Soweit die erforderlichen Informationen zur Verfügung stehen, werden diese Pläne als leistungsorientierte Pläne bilanziert, andernfalls als beitragsorientierte Pläne.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung hat und diese Verpflichtung wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen wird, deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Ist der Zinseffekt wesentlich, wird die Rückstellung zum risikoadäquaten Marktzins abgezinst.

Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreffenden Waren oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistungen gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller zukünftig möglichen, mit ihren Eintrittswahrschein-

lichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist.

Rückstellungen für drohende Verluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten.

Aktienorientierte Vergütung

Der Konzern verfügt über Incentivepläne, in deren Rahmen ausgewählten Führungskräften Wertzuwachsrechte bzw. Wertrechte gewährt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Rechte wird zum Zeitpunkt der Gewährung (grant date) berechnet und als Aufwand linear über den Erdienungszeitraum (vesting period) verteilt und eine entsprechende Rückstellung ausgewiesen. Die Rückstellung wird zu jedem Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Auszahlung neu bewertet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes der Rückstellung werden innerhalb des betrieblichen Ergebnisses berücksichtigt.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden mit dem Auszahlungsbetrag nach Abzug direkter Transaktionskosten bilanziert. Finanzierungskosten einschließlich Agio, welches im Rahmen von Tilgungen oder Rückzahlungen zu erstatten ist, werden periodisch abgegrenzt und erhöhen den Buchwert des Finanzierungsinstruments, soweit sie nicht bereits in der Periode des Anfalls bezahlt wurden.

Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente ein, um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisänderungen entgegenzuwirken, die im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit sowie im Rahmen von Investitions- und Finanztransaktionen entstehen können. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte eingesetzt. Solche derivative Finanzinstrumente und so genannte eingebettete derivative Finanzinstrumente, die integraler Bestandteil von bestimmten Verträgen sind und gesondert ausgewiesen werden müssen, werden sowohl bei erstmaliger Bilanzierung als auch in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne oder Verluste aus Zeitwert-

schwankungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Wenn derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken eingesetzt werden, ermöglicht ias 39 bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge Accounting.

Soweit ein derivatives Finanzinstrument zur Sicherung von Cash-Flow-Schwankungen einer erwarteten, mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion oder zur Sicherung von Schwankungen aus Währungsrisiken einer festen vertraglichen Verpflichtung dient, wird der effektive Teil der Zeitwertschwankungen ergebnisneutral sofort innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Umgliederung aus dem Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Der aus der Bestimmung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs aus Grund- und Sicherungsgeschäft verbleibende ineffektive Teil des Derivates sowie Anpassungen auf Grund von Zinseffekten werden sofort in der Konzern-Gewinn- und Verlust-

rechnung ausgewiesen. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft, verkauft, beendet oder ausgeübt wird oder der Sicherungszusammenhang nicht mehr besteht, aber trotzdem erwartet wird, dass das geplante Grundgeschäft eintritt, verbleiben sämtliche bis dahin aus diesem Sicherungsgeschäft aufgelaufenen, nicht realisierten Gewinne oder Verluste innerhalb des Eigenkapitals und werden gemäß obiger Ausführungen ergebniswirksam, wenn das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam

wird. Falls der Eintritt des ursprünglich abgesicherten Grundgeschäfts nicht mehr erwartet wird, werden die bis dahin innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesenen kumulierten, nicht realisierten Gewinne oder

Verluste sofort in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern Derivate der Absicherung von bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder festen vertraglichen Verpflichtungen dienen (so genannte Fair Value Hedges), wird das Sicherungsinstrument zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und diesbezügliche Zeitwertänderungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der abgesicherten Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder festen vertraglichen Verpflichtungen, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, werden ebenso ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines perfekten Hedge gleichen sich die ergebniswirksam erfassten Zeitwertschwankungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts nahezu aus. Wird der Vermögenswert oder die Verbindlichkeit nach den allgemeinen Bilanzierungsvorschriften zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, ist der Buchwert um die kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, anzupassen. Wird jedoch das Grundgeschäft (z.B. zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere) zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, ohne nach den allgemeinen Bilanzierungsvorschriften die Gewinn-und Verlustrechnung zu berühren, werden die Zeitwertänderungen, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, entgegen den allgemeinen Vorschriften ergebniswirksam erfasst.

Um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisänderungen abzusichern, wendet der Konzern überwiegend Cash-Flow-Hedges an.

Beabsichtigte Veräußerungen (disposal groups) und nicht fortgeführte Aktivitäten (discontinued operations)

Der Konzern weist langfristige Vermögenswerte als Disposal Group aus, wenn diese in einer Gruppe zusammen mit anderen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in einer Transaktion verkauft werden sollen und diese insgesamt die in ifrs 5 "Non-current Assets held for Sale and Discontinued Operations" definierten Kriterien erfüllen. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group werden in der Bilanz gesondert in den Zeilen "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" ausgewiesen. Die Aufwendungen und Umsätze einer Disposal Group sind bis zur Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten enthalten, es sei denn, die Disposal Group qualifiziert sich für die Berichterstattung als eine "Nicht fortgeführte Aktivität" (discontinued operation). Der Konzern weist die Ergebnisse einer Disposal Group, die die Voraussetzungen

für eine so genannte Komponente des Konzerns (component of the group ) erfüllt, als nicht fortgeführte Aktivitäten aus, wenn diese einen wesentlichen Geschäftszweig repräsentiert oder sämtliche Aktivitäten einer geografischen Region beinhaltet. Ergebnisse aus nicht fortgeführten Aktivitäten werden in der Periode berücksichtigt, in der sie anfallen, und gesondert in der Gewinn- und Verlustrechnung als "Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern)" ausgewiesen. Alle Gewinn- und Verlustrechnungen der Vorperioden werden entsprechend angepasst, indem die Ergebnisse der Komponente des Konzerns in den nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen werden.

Bei erstmaliger Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten werden langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Wertminderungen auf Grund der erstmaligen Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten werden ebenso wie spätere Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Abschlussgliederung

Einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert

ausgewiesen. In der Regel klassifiziert der Konzern Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Konzernunternehmen, deren normaler Geschäftszyklus mehr als zwölf Monate umfasst, weisen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig aus, wenn diese innerhalb des normalen Geschäftszyklus realisiert oder ausgeglichen werden.

Schätzungen

Zur Erstellung des Konzernabschlusses muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge

können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und die zu Grunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Anpassungen bezüglich der für die Rechnungslegung relevanten Schätzungen werden in der Periode der Änderung berücksichtigt, sofern die Änderung nur diese Periode betrifft. Eine Änderung wird in der Periode der Änderung und in späteren Perioden berücksichtigt, sofern die Änderung sowohl die Berichtsperiode als auch spätere Perioden betrifft.

2Emissionshandelsgesetz

Seit dem 01. Januar 2005 unterliegt ThyssenKrupp dem europaweit geltenden Emissionshandelsgesetz. Der Konzern hat von der Emissionshandelsstelle (DEHSt) Zuteilungsbescheide für insgesamt 56,0 Mio Tonnen CO2-Emissionen (ein Drittel davon entfällt auf 2005) für den Zeitraum 2005-2007 erhalten. Die Bescheide entfallen im Wesentlichen auf das Segment Steel. Die Rechte werden unter den immateriellen Vermögenswerten erfasst und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Übersteigen die tatsächlichen CO2- Emissionen die zugeteilten Rechte pro Jahr, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für den Nachkauf der Rechte gebildet.

3Wesentliche Erwerbe

Am 05. Januar 2005 ist die Bildung des Werftenverbundes durch die Zusammenführung von ThyssenKrupp Werften und Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) vollzogen worden. Die neue Unternehmensgruppe steht unter der Führung der ThyssenKrupp Marine Systems ag mit Sitz in Hamburg und hat ein Umsatzvolumen von rund 2,2 Mrd €. Gemäß Vertrag hat der Veräußerer (One Equity Partners) für 100 % der Anteile an HDW 25 % der Anteile an der ThyssenKrupp Marine Systems ag und 220 Mio € in bar erhalten, wobei dieser Betrag aus Barmitteln der neuen Werftengruppe finanziert wurde. Der Kaufvertrag enthält eine Call-Option für ThyssenKrupp und eine Put-Option für den Minderheitsgesellschafter auf die 25 % der Anteile an der ThyssenKrupp Marine Systems, wobei beide Optionen im Zeitraum zwischen dem 01. Januar 2007 und dem 31. Dezember 2008 ausgeübt werden können. Der Ausübungspreis ist von zukünftigen Ereignissen abhängig und unterscheidet sich für die beiden Optionsinhaber. Auf Grund der bestehenden Put-Option werden 100 % der Anteile konsolidiert und gleichzeitig gegenüber dem Minderheitsgesellschafter eine Kaufpreisverbindlichkeit ausgewiesen, die zum Marktwert bewertet wird. Hieraus resultiert ein Gesamtkaufpreis von 393 Mio €,

der Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 13 Mio € enthält. Grund für den Zusammenschluss mit HDW ist, das marinetechnische Know-how in Deutschland zu halten und weiter zu entwickeln und die Position Deutschlands als Schiffsbaustandort zu sichern. Die Kompetenzzentren in den Kerngeschäften u-Boote und Marineschiffe werden gestärkt und ausgebaut. Zugleich wirkt die Akquisition als Katalysator für einen steigenden Marktanteil im Bereich der Megayachten. Der Einbezug in den Konzernabschluss erfolgt seit dem 01. Januar 2005.

Die nachfolgende Tabelle stellt die geschätzten Marktwerte der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden zum Erwerbszeitpunkt dar:

Mio €

01.01.2005
Immaterielle Vermögenswerte 279
Firmenwert 1.064
Sachanlagen 251
Finanzielle Vermögenswerte 10
Aktive latente Steuern 16
Vorräte 314
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 240
Sonstige Forderungen 109
Flüssige Mittel 699
Sonstiges kurzfristige Vermögenswerte
Insgesamt erworbene Vermögenswerte
27
3.009
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen
Sonstige langfristige Rückstellungen 181
109
Passive latente Steuern 35
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 91
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 361
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 138
Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung (PoC) 1.245
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten
456
2.616
Erworbenes Reinvermögen 393

Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Technologie, welche planmäßig über eine durchschnittliche Nutzungsdauer von rund 40 Jahren abgeschrieben wird. Die endgültige Kaufpreisaufteilung führte zu einem Firmenwert in Höhe von

1.064 Mio €. Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig. Die nachfolgenden ungeprüften Pro-forma-Angaben stellen das Konzernergebnis so dar, als ob der Erwerb von HDW bereits zum 01. Oktober 2004 stattgefunden hätte:

Mio €

* Ist-Werte

1. Quartal
2004/2005
1. Quartal
2005/2006*
Umsatzerlöse 10.340 10.942
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten
vor Steuern 438 425
Quartalsüberschuss 247 255
Ergebnis je Aktie - unverwässert (in €):
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten
(Anteil der Aktionäre
der ThyssenKrupp AG) 0,43 0,49
Quartalsüberschuss
(Anteil der Aktionäre
der ThyssenKrupp AG)
0,45 0,49

Die ungeprüften Pro-forma-Angaben dienen nur zu Vergleichszwecken und stellen nicht zwangsläufig die Ergebnisse dar, die sich ergeben hätten, wenn die Transaktion tatsächlich zum 01. Oktober 2004 erfolgt wäre, noch sind die Angaben ein Indikator für die künftigen Ergebnisse. Die ungeprüften Pro-forma-Angaben wurden um die zusätzlichen Abschreibungen angepasst, die aus der Kaufpreisaufteilung resultieren. Darüber hinaus wurden wesentliche Einmalaufwendungen von ca. 21 Mio €, die aus der Bildung einer Restrukturierungsrückstellung bei HDW vor dem Erwerb resultieren, eliminiert. Die ungeprüften Pro-forma-Angaben beinhalten lediglich die zuvor beschriebenen Anpassungen; die vom Management aus der Akquisition erwarteten Kosteneinsparungen oder anderen Vorteile sind hingegen nicht berücksichtigt.

4 Nicht fortgeführte Aktivitäten und Disposal Groups Im Rahmen des Programms zur Portfoliooptimierung hat der Konzern im Juni 2005 den Verkauf der Business Unit MetalCutting des Segments Technologies eingeleitet, der Anfang Oktober 2005 vollzogen worden ist. Gemäß ifrs 5 ist diese Transaktion als nicht fortgeführte Aktivität (Discontinued Operations) zu klassifizieren. Dies hat zur Folge, dass die laufenden Ergebnisse der nicht fortgeführten Aktivität separat in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Zeile "Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern)" auszuweisen sind. Die Darstellung der Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.

Die Business Unit MetalCutting aus dem Segment Technologies bietet anwendungsorientierte Lösungen im Bereich zerspanende Werkzeugmaschinen für individuelle Aufgabenstellungen an. Das Produktspektrum reicht von der Standardmaschine über Fertigungssysteme bis zur Applikationsmaschine. Der Verkaufspreis belief sich auf 11 Mio €, woraus ein Verlust von 212 (nach Steuern 174) Mio € resultierte, der bereits in Verbindung mit dem eingeleiteten Verkauf

in 2004/2005 im Veräußerungsergebnis realisiert worden ist. Darüber hinaus waren im Rahmen der Portfoliooptimierung im September 2005 im Segment Automotive der Verkauf der ThyssenKrupp Stahl Company und im Segment Services der Verkauf der Hommel Gruppe eingeleitet worden, die beide zum

  1. Dezember 2005 noch nicht vollzogen sind. ThyssenKrupp Stahl Company ist eine der größten Aluminiumgießereien in den usa. Hommel ist eine herstellerunabhängige Vertriebs- und Kundendienstorganisation für neue und gebrauchte

cnc-Werkzeugmaschinen. Beide Aktivitäten erfüllen nicht die Voraussetzungen von ifrs 5 für den Ausweis einer nicht fortgeführten Aktivität. Damit werden die Aufwendungen und Erträge bis zum Zeitpunkt der Veräußerung

weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten der beiden Disposal Groups zum 31. Dezember 2005 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Mio €

31.12.2005
ThyssenKrupp
Stahl Company
Hommel
Gruppe
Sachanlagen 10 0
Finanzielle Vermögenswerte 0 1
Aktive latente Steuern 20 2
Vorräte 15 9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13 14
Sonstige Forderungen
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte
1
59
2
28
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Passive latente Steuern 13 3
1 3
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 0 4
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 89 10
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Übrige Verbindlichkeiten
4 15
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 6
113
10
45

Neben den Vermögenswerten der beiden Disposal Groups enthält die Bilanzzeile "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" einen zur Veräußerung vorgesehenen finanziellen Vermögenswert in Höhe von 3 Mio €.

Die nachfolgenden Anhangangaben zum Konzern-Zwischenabschluss sind einschließlich dem vorgenannten "Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten" sowie der "Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" dargestellt.

5 Aufwand aus aktienorientierter Vergütung

Management Incentivepläne

Zum 31. Dezember 2005 sind für die fünfte Tranche des Long Term Management Incentiveplans die Performance-Hürden als Voraussetzung für eine Vergütung der Wertzuwachsrechte wieder erfüllt worden. Das Ergebnis des 1. Quartals 2005/2006 enthält daher Aufwendungen aus dem Incentiveplan in Höhe von 1,5 (1. Quartal 2004/2005: 0,6) Mio €.

Am Ende des 1. Quartals 2005/2006 sind die im Rahmen der 1. Tranche des Mid Term Incentiveplans gewährten Wertrechte mit einer Zahlung von 4,4 Mio € abgerechnet worden. Darüber hinaus enthält das Ergebnis des 1. Quartals 2005/2006 Aufwendungen in Höhe von 2,6 Mio € aus dem Mid Term Incentiveplan (1. Quartal 2004/2005: 1,5 Mio €).

6 Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 35 Mio € aus Versicherungsentschädigungen im Zusammenhang mit dem Brand in der Elektrolytischen Beschichtungsanlage 2 in Duisburg im September 2005.

7 Aufwendungen für Pensionen und

ähnliche Verpflichtungen

Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:

1. Quartal 2004/2005 1. Quartal 2005/2006
Deutschland Übrige
Länder
Deutschland Übrige
Länder
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 17 13 10 15
Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche 74 31 63 31
Erwarteter Kapitalertrag des Fondsvermögens – 1 – 29 – 2 – 33
Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen 0 1 1 1
Aufwand/(Ertrag) aus Planschließungen und Plananpassungen
Netto-Pensionsaufwand für Leistungszusagen
7
97
– 1
15
0
72
0
14

Die geschätzten Bar-Dotierungen zu den fondsfinanzierten Pensionsplänen für das Geschäftsjahr 2005/2006 erhöhen sich auf Grund einer zusätzlichen Bar-Dotierung um 11 Mio €.

Die Netto-Aufwendungen für Zuschussverpflichtungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €

Mio €

1. Quartal
1. Quartal 2005/2006
2004/2005
USA/Kanada
USA/Kanada
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 5 6
Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen 15 15
Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen (reimbursement rights)
Netto-Aufwand der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre
– 1
19
– 1
20

8 Eigenkapital

Am 21. November 2005 wurden 15.339.893 eigene Aktien zum Börsenkurs von 17,44 € an die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung veräußert. Diese Veräußerung ist als Related-Party-Transaktion zu klassifizieren. Die ThyssenKrupp ag hat durch diese Transaktion und die Ausgabe von Belegschaftsaktien im 2. Quartal 2003/2004 und im 3. Quartal 2004/2005 sämtliche eigenen Aktien wieder veräußert, die sie im Mai 2003 von der IFIC Holding ag erworben hatte.

9 Sonstige Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzanprüche

Bürgschaften und Garantien

Die ThyssenKrupp ag, deren Segmentführungsgesellschaften sowie in Einzelfällen auch deren Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Auftraggebern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

Mio €

Maximales
Haftungsvolumen
31.12.2005
Rückstellung
31.12.2005
Anzahlungsgarantien 32 0
Gewährleistungs- und Vertrags
erfüllungsgarantien 107 0
Kreditaufträge 24 0
Restwertgarantien 58 1
Sonstige Haftungserklärungen
Insgesamt
502
723
1
2

Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von 3 Monaten

bis zu 10 Jahren (z.B. bei Miet- und Pachtgarantien). Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch die Gesellschaften, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Die Ausstellung von Bürgschaften oder Garantien durch die ThyssenKrupp ag oder die Segmente erfolgt im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen Auftraggebers. In Einzelfällen bestehen Sicherheitenvereinbarungen zur Abdeckung bzw. Teilabdeckung von möglichen Inanspruchnahmen.

"Special Purpose Entities"

ThyssenKrupp hat eine Anlage zur Produktion von Koks gemietet. Die Anwendung der Interpretation sic 12 "Consolidation – Special Purpose Entities" auf die Betreibergesellschaften dieser Anlage hat ergeben, dass diese eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, für die eine Konsolidierungspflicht besteht. Die Vollkonsolidierung dieser Gesellschaften hat jedoch nur geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Hingegen führte die Überprüfung der Eigentümergesellschaft, die ebenfalls eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, zu dem Ergebnis, dass der Konzern diese Gesellschaft nicht beherrscht. Die Gesellschaft ist somit nicht in den Konsolidierungskreis des Konzerns einzubeziehen. Die Verpflichtungen des Konzerns im Rahmen der Miet- und Abnahmeverträge werden im Konzernabschluss weiterhin als künftige Mindestmietzahlungen aus "operating lease" unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen berücksichtigt und werden im aktuellen Geschäftsjahr ca. 64 Mio € betragen. Das maximale Verlustrisiko des Konzerns aus dieser Anlage beläuft sich auf ca. 31 Mio € und resultiert aus der im Wesentlichen durch Dritte übernommenen Restwertgarantie für die Anlage zum Ende des Miet- bzw. Abnahmevertrages.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die eu-Kommission hat am 11. Oktober 2005 mitgeteilt, dass sie ein Bußgeldverfahren gegen Unternehmen der Aufzugs- und Fahrtreppenindustrie eingeleitet hat. Hiervon sind auch einige europäische Gesellschaften des ThyssenKrupp Konzerns betroffen. Der Einleitung des Bußgeldverfahrens waren Vorermittlungen der eu-Kommission vorausgegangen, in deren Rahmen sie Anfang 2004 mehrere Nachprüfungen bei den vier größten Aufzugherstellern in der Europäischen Union sowie bei den entsprechenden Verbänden durchgeführt hatte. Gegenstand des Bußgeldverfahrens ist der Vorwurf, die betroffenen Unternehmen hätten in einzelnen eu-Mitgliedstaaten gegen das europäische Kartellrecht im Neuanlagen-, Wartungs- und Ersatzteilgeschäft mit Aufzügen und Fahrtreppen verstoßen. ThyssenKrupp kooperiert mit den Kartellbehörden. Die eu-Kommission hat keine Angaben zur Höhe eventueller Bußgelder gemacht, so dass sich für ThyssenKrupp die finanziellen Folgen des Bußgeldverfahrens noch

nicht abschätzen lassen. Mit Vertragsunterzeichnung am 30. Dezember 2005 hat sich ThyssenKrupp dazu verpflichtet, gemeinsam mit eads die Atlas Elektronic GmbH mit Sitz in Bremen zu erwerben. ThyssenKrupp wird einen Anteil von 60 % halten, der einem Kaufpreis in Höhe von 88,1 Mio € entspricht. Der Erwerb wird vollzogen, sobald die Zustimmungen der relevanten Aufsichtsgremien und die erforderlichen fusionskontrollrechtlichen Freigaben vorliegen.

Schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zu Rückerstattungen von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadenersatz führen können. Aus

Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Kunden und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen oder sind verjährt. Eine Reihe von gerichtlichen und behördlichen Verfahren ist noch anhängig.

Bei den Unternehmen der ab 01. Januar 2005 konsolidierten HDW-Gruppe bestehen Rechtsstreitigkeiten aus der Abwicklung von Aufträgen im geschäftsüblichen Umfang sowie Rechtsstreitigkeiten mit einem Alteigentümer. Wegen der erheblichen Unsicherheiten in der Beurteilung dieser Risiken ist eine begründete Abschätzung der Risikohöhe zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich. Darüber hinaus sind bei den sonstigen Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Veränderungen seit dem vorangegangenen Geschäftsjahresende eingetreten.

10Derivative Finanzinstrumente

Die Buch- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Mio € Buchwert
30.09.2005
Marktwert
30.09.2005
Buchwert
31.12.2005
Marktwert
31.12.2005
Derivative Finanzinstrumente
Aktiva
Währungsderivate inclusive eingebettete Derivate 128 128 143 143
Warenderivate 21 21 22 22
Passiva
Währungsderivate inclusive eingebettete Derivate 124 124 135 135
Zinsderivate 88 88 121 121
Warenderivate
Insgesamt
8
369
8
369
13
434
13
434

11Segmentberichterstattung

Im Zusammenhang mit der Neuordnung der Stahlaktivitäten des ThyssenKrupp Konzerns zum 01. Oktober 2005 entstanden aus dem bisherigen Segment Steel die Segmente Steel und Stainless. Zur besseren Vergleichbarkeit wird die inzwischen verkaufte Edelstahl

Witten-Krefeld GmbH (EWK) im Vorjahresquartal unter Special Materials ausgewiesen. Die Werte der Vorjahresperiode sind ent-

sprechend angepasst. Segmentinformationen für das 1. Quartal 2004/2005 und das 1. Quartal 2005/2006:

Steel Stainless Special
Materials
Automotive Technologies Elevator Services Corporate Konsoli
dierung
Konzern
1. Quartal 2004/2005
10.253
Außenumsätze 1.887 1.152 152 1.854 1.254 876 3.011 67 0 0
konzerninterne Umsätze 405 152 26 10 3 1 187 8 – 792 10.253
Umsatzerlöse gesamt 2.292 1.304 178 1.864 1.257 877 3.198 75 – 792
Umsatzerlöse fortgeführter
Aktivitäten
2.292 1.304 178 1.864 1.133 877 3.198 34 – 792 10.088
Ergebnis aus fortgeführten
Aktivitäten vor Steuern
252 125 4 24 47 98 92 – 102 – 10 530
1. Quartal 2005/2006
10.942
Außenumsätze 2.162 1.231 1.968 1.600 1.007 2.943 31 0 0
konzerninterne Umsätze 322 121 4 3 1 123 5 – 579 10.942
Umsatzerlöse gesamt 2.484 1.352 1.972 1.603 1.008 3.066 36 – 579
Umsatzerlöse fortgeführter
Aktivitäten
2.484 1.352 1.972 1.603 1.008 3.066 36 – 579 10.942
Ergebnis aus fortgeführten
Aktivitäten vor Steuern
272 7 0 92 85 85 – 111 – 5 425

12Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

1. Quartal 2004/2005 1. Quartal 2005/2006
Gesamtbetrag Ergebnis je Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Zähler: in Mio € Aktie in €
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 300 0,60 250 0,49
Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 12
– 3
0,03
– 0,01
0
0
0,00
0,00
Ergebnis aus der Veräußerung von nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern)
Quartalsüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
309 0,62 250 0,49
Nenner:
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück): 498.358.299 505.796.438

Mio €

Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl

Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt mittels Division des den Aktionären der ThyssenKrupp ag zurechenbaren Quartalsüberschusses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode sind zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich in Umlauf befin-

den, zu berücksichtigen. Der gewichtete Aktiendurchschnitt reduzierte sich durch den Erwerb eigener Aktien per 06. Mai 2003 und erhöhte sich wieder durch die Ausgabe dieser Aktien im 2. Quartal 2003/2004, im

  1. Quartal 2004/2005 und im 1. Quartal 2005/2006. In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

13 Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Folgende Zahlungsvorgänge sind im Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit enthalten:

Mio €
1. Quartal
2004/2005
1. Quartal
2005/2006
63
Zinszahlungen
Zahlungen für Steuern vom
Einkommen und Ertrag
58
35
87

Nicht zahlungswirksame Investitionstätigkeiten

Im 1. Quartal 2005/2006 ergab sich aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen

Immobilien in Höhe von 0 (2004/2005: 0) Mio €. Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögensgegenwerten aus "finance lease" im 1. Quartal 2005/2006 beträgt 2 (2004/2005: 1) Mio €.

Nicht zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten

Im 1. Quartal 2005/2006 erfolgte durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Brutto-Finanz-

verbindlichkeiten in Höhe von 0 (2004/2005: 2) Mio €. Aus den nicht fortgeführten Aktivitäten resultieren Cash-Flows in folgender Höhe:

Mio € 1. Quartal
2004/2005
1. Quartal
2005/2006
Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit 18
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit
– 6
– 12

14Besondere Ereignisse nach dem Stichtag Am 27. Januar 2006 hat der Konzern die gemäß dem Support Agreement von Dofasco zu zahlende Break Fee in Höhe von

215 Mio C\$ (vor Steuern) erhalten. Am gleichen Tag hat der Vorstand der ThyssenKrupp ag mit der Mittal Steel Company Ltd. eine Vereinbarung unterzeichnet, in der sich ThyssenKrupp verpflichtet hat, bis zu 100 Prozent der Anteile von Dofasco zum Preis von 68 C\$ je Aktie zu erwerben, falls Mittal Steel mit seinen Bemühungen hinsichtlich der Übernahme von Arcelor erfolgreich ist.

BERICHT DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES DES AUFSICHTSRATS

Der Zwischenbericht für das 1. Quartal 2005/2006 sowie der Bericht des Konzernabschlussprüfers über die prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses (Review Report) sind dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats in der Sitzung am 10. Februar 2006 vorgelegt und durch den Vorstand und den Konzernabschlussprüfer erläutert worden. Der Prüfungsausschuss stimmte dem Zwischenbericht zu.

Düsseldorf, den 10. Februar 2006

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Dr. Martin Kohlhaussen

TERMINE

12. Mai 2006 Zwischenbericht (ifrs)
2. Quartal 2005/2006 (Januar bis März)
15. Mai 2006 Analysten- und Investorentreffen
11. August 2006 Zwischenbericht (ifrs)
3. Quartal 2005/2006 (April bis Juni)
Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren
01. Dezember 2006 Bilanzpressekonferenz
Analysten- und Investorentreffen
19. Januar 2007 Ordentliche Hauptversammlung
13. Februar 2007 Zwischenbericht (ifrs)
1. Quartal 2006/2007 (Oktober bis Dezember)
Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren

KONTAKT

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Communications and Strategy

Telefon (0211) 824-36007 Telefax (0211) 824-36041 E-Mail: [email protected]

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Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von ThyssenKrupp bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von ThyssenKrupp weder beabsichtigt, noch übernimmt ThyssenKrupp eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor; beide Fassungen stehen auch im Internet unter http://www.thyssenkrupp.com zum Download sowie als interaktive Online-Version bereit.

Weitere Exemplare sowie zusätzliches Informationsmaterial über den ThyssenKrupp Konzern schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne kostenlos zu. Telefon (0211) 824-38382 und (0211) 824-38371, Telefax (0211) 824-38512 E-Mail: [email protected]

ThyssenKrupp ag August-Thyssen-Straße 1 40211 Düsseldorf www.thyssenkrupp.com