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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2006

May 12, 2006

435_10-q_2006-05-12_10e78bf6-b322-4738-8124-bf55b334b90a.pdf

Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht 2.Quartal 2005/2006 01. Januar – 31. März 2006

  • 02 Der Konzern in Zahlen
  • 03 ThyssenKrupp profitables Wachstum

  • 04 Wirtschaftliche Entwicklung

  • 20 ifrs-Überleitungsrechnungen und Zwischenabschluss
  • 55 Weitere Informationen
  • 04 Konjunkturelles Umfeld
  • 06 Geschäftslage
  • 09 Segmente
  • 18 Ausblick
  • 20 ifrs-Überleitungsrechnungen
  • 36 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 37 Konzern-Bilanz
  • 38 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 39 Konzern-Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen
  • 40 Konzern-Eigenkapitalentwicklung
  • 41 Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
  • 55 Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats
  • 55 Termine
  • 56 Kontakt

Die Rechnungslegung des ThyssenKrupp Konzerns erfolgt nach ifrs (International Financial Reporting Standards). Dieser Zwischenbericht ist am 12. Mai 2006 erschienen.

DER KONZERN IN ZAHLEN*

KONZERNÜBERBLICK

2. Quartal
2004/2005
2. Quartal
2005/2006
1. Halbjahr
2004/2005
1. Halbjahr
2005/2006
Mio €
Auftragseingang 11.180 12.776 22.036 24.331
Umsatz Mio € 10.610 11.786 20.698 22.728
EBITDA Mio € 963 1.278 1.963 2.176
Ergebnis** Mio € 448 773 978 1.198
Periodenüberschuss Mio € 1.069 441 1.400 696
Ergebnis je Aktie 2,13 0,84 2,75 1,33
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten je Aktie
Mitarbeiter (31.03.)
0,50
186.930
0,84
187.997
1,10
186.930
1,33
187.997
30.09.2005 31.03.2006
Netto-Finanzverbindlichkeiten
Eigenkapital
Mio €
Mio €
177
7.878
191
8.394

SEGMENTINFORMATION

** vor Steuern

Auftragseingang in Mio € Umsatz in Mio € Ergebnis** in Mio € Mitarbeiter
2. Quartal
2004/2005
2. Quartal
2005/2006
2. Quartal
2004/2005
2. Quartal
2005/2006
2. Quartal
2004/2005
2. Quartal
2005/2006
31.03.2005 30.09.2005 31.03.2006
Steel 2.372 2.945 2.359 2.711 258 416 31.390 31.634 30.294
Stainless
Special Materials
1.388 2.096 1.385 1.626 97 52 12.328 12.201 12.143
Automotive 258 209 – 54 2.553
Technologies 1.927 2.064 1.964 2.165 67 –10 44.221 43.537 42.610
Elevator 1.732 1.503 1.466 1.456 15 85 29.015 28.042 27.469
Services 1.071 1.203 863 1.054 71 94 32.943 34.151 35.109
Corporate 3.136
33
3.752
35
3.077
33
3.383
35
78
– 79
91
49
33.234
1.246
35.067
1.300
39.016
1.356
Konsolidierung – 737 – 822 – 746 – 644 – 5 – 4
Konzern 11.180 12.776 10.610 11.786 448 773 186.930 185.932 187.997

* Mit Ausnahme von Periodenüberschuss, Ergebnis je Aktie, Netto-Finanzverbindlichkeiten und Eigenkapital beziehen sich die Angaben auf fortgeführte Aktivitäten.

THYSSENKRUPP – PROFITABLES WACHSTUM

ThyssenKrupp ist auch im 2. Quartal 2005/2006 auf Wachstumskurs geblieben. Vor dem Hintergrund eines insgesamt günstigen Konjunkturumfeldes haben wir unsere Position gestärkt. Der Umsatz verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 11 % auf 11,8 Mrd €. Das Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern erreichte 773 Mio € nach 448 Mio € im Vorjahreszeitraum.

Die wesentlichen Kennzahlen für das 2. Quartal 2005/2006 sind:

  • ¡ Der Auftragseingang aus fortgeführten Aktivitäten lag mit 12,8 Mrd € um 14 % über dem entsprechenden Wert des Vorjahresquartals.
  • ¡ Der Umsatz stieg um 11 % auf 11,8 Mrd €.
  • ¡ Das ebitda erhöhte sich um 315 Mio € auf 1.278 Mio €.
  • ¡ Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern verbesserte sich auf 773 Mio € nach 448 Mio € im Vorjahresquartal.
  • ¡ Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten betrug 0,84 €; im 2. Quartal des Vorjahres waren es 0,50 €.
  • ¡ Die Netto-Finanzverbindlichkeiten zum 31. März 2006 beliefen sich auf 191 Mio €. Gegenüber dem 30. September 2005 sind sie um 14 Mio € angestiegen. Im Vergleich zum 31. März 2005 konnten die Netto-Finanzverbindlichkeiten um 1.784 Mio € zurückgeführt werden.

Im weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit einer Fortsetzung der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung. Für das Geschäftsjahr 2005/2006 erwarten wir aktuell einen Umsatz in der Größenordnung von gut 44 Mrd €. Auf Grundlage der sehr guten Leistung im 1. Halbjahr streben wir bereits für das laufende Geschäftsjahr an, beim Ergebnis vor Steuern – ohne wesentliche Sondereffekte – unsere neue mittelfristige Zielgröße von 2 Mrd € zu überschreiten.

KONJUNKTURELLES UMFELD

Die Weltwirtschaft zeigte sich in den ersten Monaten des Jahres 2006 in einer robusten Verfassung. Die internationalen Frühindikatoren deuten auf ein weiterhin kräftiges Wachstum hin, obwohl die hohen

Energie- und Rohstoffpreise die konjunkturelle Entwicklung erneut erheblich belastet haben. Alle großen Wirtschaftsregionen setzten zu Jahresbeginn ihre wirtschaftliche Expansion fort. Nach der Wachstumsdelle im 4. Quartal 2005 hat sich in den usa das Expansionstempo wieder deutlich beschleunigt, gestützt durch den privaten Konsum und hohe Unternehmensinvestitionen. Auch dank der weiterhin hohen Rohstoffpreise hielt der konjunkturelle Aufschwung in den Ländern Lateinamerikas

an. Im Euroraum hat sich die wirtschaftliche Stimmung zuletzt spürbar verbessert. Nach einem etwas schwächeren Schlussquartal 2005 ist das Wirtschaftswachstum im 1. Quartal 2006 nach vorläufigen Einschätzungen kräftiger gestiegen. Dazu hat eine rege Investitionstätigkeit der Unternehmen beigetragen. Ähnlich war die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Nach einer Stagnation in den letzten Monaten des Jahres 2005 hat sich das Wirtschaftswachstum im 1. Quartal 2006 auf Grund des wieder höheren privaten Verbrauchs und der anhaltenden Investitionstätigkeit beschleunigt. Die Länder Mittel-

und Osteuropas befanden sich zu Jahresbeginn weiterhin in einem konjunkturellen Aufschwung. In Japan hat sich die konjunkturelle Lage im 1. Quartal 2006 weiter erholt, wobei sowohl von der Binnen- als auch von der Auslandsnachfrage Impulse ausgingen. Unverändert kräftig blieb das Wirtschaftswachstum in den meisten übrigen asiatischen Ländern. Insbesondere China, aber auch Indien verzeichnen weiterhin hohe Zuwachsraten.

In den für ThyssenKrupp wichtigen Branchen ergaben sich folgende Entwicklungen:

¡ Die weltweite Rohstahlerzeugung nahm im Berichtsquartal um 5,9 % zu. Dies ist im Wesentlichen auf die Entwicklung in China und Indien zurückzuführen; beide Länder erhöhten ihre Produktion um 18 bzw. 20 %. In Summe blieb in den übrigen Regionen die Erzeugung unverändert. In der Europäischen Union erreichte die Rohstahlerzeugung nicht ganz den Vorjahreswert. Die Nachfrage nach Qualitätsflachstahlerzeugnissen hatte sich nach der Schwächeperiode im Sommer 2005 bereits zum Ende des vergangenen Jahres stabilisiert, und dieser positive Trend setzte sich im 1. Quartal 2006 fort. Die westeuropäischen Werke berichten durchweg von vollen Auftragsbüchern mit einer Reichweite bis mindestens zur Jahresmitte. Ursächlich für die Nachfragebelebung sind sowohl der konjunkturell gestiegene Verbrauch der Stahlverarbeiter als auch Lagerergänzungen beim Handel und den Verarbeitern. Dabei ist noch von einem niedrigen bis normalen Bestandsniveau bei den Abnehmern von Stahl auszugehen, wenngleich erwartete Preiserhöhungen zumindest teilweise spekulative Käufe ausgelöst haben dürften. Stark nachgefragt waren besonders feuerveredelte Erzeugnisse, teilweise auch Warmband. Nicht zuletzt aus diesem Grund waren wieder deutlich steigende Qualitätsflachstahlimporte aus dritten Ländern zu verzeichnen. Die Marktsituation erlaubte es, zum 01. April 2006 Preiserhöhungen auf breiter Front vorzunehmen.

  • ¡ Der Markt für rost-, säure- und hitzebeständige Edelstahlflachprodukte hat sich zu Jahresbeginn erholt. Von einem sehr niedrigen Niveau ausgehend nahmen in den ersten Monaten des Jahres 2006 in Westeuropa die mengenmäßigen Auftragseingänge deutlich zu. Die Basispreise konnten im Zuge dieser verbesserten Marktsituation erhöht werden. In Nordamerika lag die Nachfrage im 1. Quartal 2006 geringfügig unter dem Vorjahreswert, sie hat im Vergleich zum Vorquartal aber deutlich angezogen und Preisanhebungen ermöglicht. Ähnlich entwickelte sich die Nachfrage in Asien. Dem durch den starken Kapazitätsausbau in China verursachten Angebotsüberhang konnte durch Produktionskürzungen der meisten Produzenten in der Region entgegengewirkt und damit das äußerst niedrige Preisniveau angehoben werden. Die gute Nachfrage nach Nickelwerkstoffen hielt auch im 1. Quartal 2006 an. Ursächlich hierfür waren das Wachstum in der Luftfahrt-, der Öl- und Gasindustrie sowie im Anlagenbau.
  • ¡ Die internationale Automobilkonjunktur zeigt regionale Unterschiede auf. In Nordamerika lag die Fahrzeugproduktion in den ersten Monaten des Jahres 2006 über dem Vorjahresniveau. Die gestiegenen Kraftstoffpreise haben den Markt für Fahrzeuge mit hohem Benzinverbrauch – leichte Nutzfahrzeuge wie Minivans und Sport Utility Vehicles – belastet. Zugenommen hat dagegen die Produktion der verbrauchsgünstigeren Personenkraftwagen. In den usa haben sich die Neuwagenverkäufe zu Jahresbeginn leicht belebt. Davon profitierten insbesondere die asiatischen und europäischen Hersteller. Die brasilianische Automobilwirtschaft setzte den Expansionskurs auch zu Beginn des Jahres 2006 fort. China weist gegenüber dem schwächeren Vorjahreszeitraum hohe Zuwächse auf. In der Europäischen Union hat sich die Pkw-Nachfrage in den ersten Monaten des Jahres 2006 erholt. Die erfreuliche Entwicklung des deutschen Fahrzeugbaus ist vor allem auf die hohe Auslandsnachfrage zurückzuführen, aber auch bei den Verkaufszahlen im Inland gab es Zuwächse.
  • ¡ Das anhaltend hohe weltwirtschaftliche Wachstum begünstigt die Investitionsgüterindustrie. In den usa und in China hat sich die Maschinenbauproduktion weiter erhöht. Die deutschen Maschinenbauer wiesen in den ersten Monaten des Jahres 2006 hohe Bestellungen aus dem Ausland auf, aber auch die inländische Nachfrage hat wieder deutlich angezogen. Positiv war auch die Projektlage im deutschen Großanlagenbau.
  • ¡ Die Lage der deutschen Bauwirtschaft hat sich nach einer langen Rezessionsphase stabilisiert. Zu Beginn des Jahres 2006 lagen die Auftragseingänge über den entsprechenden Vorjahreswerten. Auch in Asien und in Mittel- und Osteuropa war die Baukonjunktur insgesamt erfreulich.

GESCHÄFTSLAGE

THYSSENKRUPP IN ZAHLEN

2. Quartal
2004/2005
2. Quartal
2005/2006
1. Halbjahr
2004/2005
1. Halbjahr
2005/2006
Auftragseingang
Mio €
11.180 12.776 22.036 24.331
Umsatz
Mio €
10.610 11.786 20.698 22.728
EBITDA
Mio €
963 1.278 1.963 2.176
Ergebnis*
Mio €
Mitarbeiter (31.03.)
448
186.930
773
187.997
978
186.930
1.198
187.997

Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern

Auftragseingang und Umsatz

Nach dem guten Start in das 1. Quartal konnte ThyssenKrupp auch im 2. Quartal 2005/2006 die erfolgreiche Geschäftsentwicklung fortsetzen. Auftragseingang und Umsatz zeigten erfreuliche Zuwächse. Die

Entwicklung des Euro gegenüber wichtigen Währungen hatte sich positiv ausgewirkt. Der Auftragseingang aus fortgeführten Aktivitäten stieg um 14 % auf 12,8 Mrd €. Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten wuchs um 11 % auf 11,8 Mrd €. Die Segmente Steel und Stainless profitierten von der gestiegenen Nachfrage auf den internationalen Stahlmärkten und höheren Preisen. Automotive hat sich in einem schwierigen Marktumfeld behauptet. Technologies erzielte ein hohes Geschäftsvolumen. Elevator ist sowohl im Service- als auch im Neuinstallationsgeschäft gewachsen. Auch bei Services hat die anziehende Nachfrage das Geschäft spürbar belebt.

*aus fortgeführten Aktivitäten

Ergebnis

*aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern

Im 2. Quartal 2005/2006 erzielte ThyssenKrupp mit einem Ergebnis vor Steuern von 773 Mio € eine Steigerung um 325 Mio € und den höchsten Quartalsgewinn seit der Fusion von Thyssen und Krupp 1999. Der Quartalsgewinn enthält im Bereich Corporate einen einmaligen Ertrag aus der Vereinnahmung der Break Fee aus der nicht durchgeführten Übernahme des kanadischen Stahlunternehmens Dofasco in Höhe von netto 142 Mio € nach Abzug der Transaktionskosten, aber auch einmalige Aufwendungen aus einer außerplanmäßigen Abschreibung im Segment Automotive in Höhe von 49 Mio €. Ohne diese wesentlichen Sondereffekte erreichte das Ergebnis vor Steuern 680 Mio €. Insbesondere die Segmente Steel und Technologies verzeichneten herausragende Gewinnsteigerungen. Steel erwirtschaftete deutlich

mehr als die Hälfte des Gesamtergebnisses. Das Segment Steel erzielte die Gewinnsteigerung auf Grund einer anhaltend hohen Nachfrage bei steigenden Preisen; dadurch wurden signifikante Preiserhöhungen bei Rohstoffen und Frachten mehr als kompensiert. Stainless erreichte den Vorjahresgewinn nicht, da die Basispreise für rostfreie Edelstähle im 2. Quartal noch deutlich unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals lagen. Der Stainless-Markt in China wird weiter durch Überkapazitäten geprägt; dies führte zu Verlusten bei der chinesischen Aktivität. Automotive verbuchte einen Verlust in Folge einer außerplanmäßigen Abschreibung des Sachanlagevermögens im kanadischen Presswerk Kitchener. Bereinigt um diesen Einmaleffekt lag der operative Gewinn von Automotive etwa auf Vorjahreshöhe. Technologies steigerte den Gewinn durch hohe Auslastung und gute Auftragsergebnisse bei Plant Technology und Marine Systems sowie die anhaltend hohe Nachfrage nach den Produkten von Mechanical Engineering. Positiv wirkte auch der Wegfall der Belastungen aus zwischenzeitlich abgegebenen Verlustbereichen. Elevator erzielte trotz anhaltenden Wettbewerbsdrucks einen deutlichen Gewinnzuwachs, insbesondere in Nordamerika führte die gestiegene Nachfrage nach Neuinstallationen zu deutlich höheren Ergebnissen. Zum Gewinnanstieg im Segment

Services trugen vor allem die Erfolge bei den Gerüstdienstleistungen in Nordamerika bei. Nach der Berücksichtigung von Corporate und der Steueraufwendungen verblieb ein Periodenüberschuss von 441 Mio €. Zieht man hiervon den auf Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Gewinn von 12 Mio € ab, ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie von 0,84 €. Im Vergleichsquartal des Vorjahres waren es 2,13 €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahresquartal 1,63 € pro Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten stammten, für die im Berichtsquartal keine Aufwendungen oder Erträge mehr anfielen.

Netto-Finanzverbindlichkeiten und Investitionen

NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN in Mio €

2004/2005 31. Dezember 3.850
31. März 1.975
30. Juni 1.825
30. September 177
2005/2006 31. Dezember 315
31. März 191

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten zum 31. März 2006 beliefen sich auf 191 Mio €. Sie haben sich somit nur geringfügig verändert, obwohl die Liquidität durch die Dividendenzahlung im Januar 2006

mit 412 Mio € belastet wurde. Gegenüber dem 31. März 2005 konnten die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns um

1.784 Mio € zurückgeführt werden. ThyssenKrupp investierte im 2. Quartal 2005/2006 insgesamt 492 Mio €, 15 % weniger als im Vorjahresquartal. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erreichten 362 Mio €, die übrigen 130 Mio € entfielen auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen sowie auf andere finanzielle Vermögenswerte.

Mitarbeiter

Im laufenden Geschäftsjahr stieg die Zahl der Mitarbeiter. ThyssenKrupp zählte am 31. März 2006 weltweit 187.997 Mitarbeiter, 2.065 oder 1 % mehr als zu Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Im Segment Services, aber auch bei Elevator hat sich die Mitarbeiterzahl durch Unternehmenskäufe erhöht,

während sie in den übrigen Segmenten rückläufig war. In Deutschland hat sich die Zahl der Mitarbeiter um 4 % auf 84.117 verringert, außerhalb Deutschlands stieg sie um 5 % auf 103.880. Ende März 2006 waren damit 45 % der Mitarbeiter in Deutschland tätig, 23 % in den übrigen Ländern Europas und 18 % im Nafta-Raum.

SEGMENTE

Steel: Ergebnis ausgebaut

STEEL IN ZAHLEN

2. Quartal
2004/2005
2. Quartal
2005/2006
1. Halbjahr
2004/2005
1. Halbjahr
2005/2006
Auftragseingang
Mio €
Umsatz
Mio €
2.372 2.945 4.533 5.586
2.359 2.711 4.651 5.195
Ergebnis*
Mio €
Mitarbeiter (31.03.)
258
31.390
416
30.294
510
31.390
688
30.294

Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern

Alle Bereiche von Steel profitierten von der starken Nachfrage auf den internationalen Stahlmärkten. Der wertmäßige Auftragseingang erhöhte sich gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal mengenund erlösbedingt um 24 % auf 2,9 Mrd €. Die gebuchten Mengen lagen über den Erzeugungsmöglichkeiten. Der Umsatz stieg um 15 % auf 2,7 Mrd €, wobei die Versandmengen in der gleichen Größen-

ordnung zulegten. Die Business Unit Steelmaking fasst die Metallurgie in Duisburg und die Logistikaktivitäten zusammen. Die Rohstahlerzeugung war mit 3,3 Mio t um 5 % niedriger als im gleichen Vorjahresquartal. Ursache war ein Brandschaden im Stahlwerk der Hüttenwerke Krupp Mannesmann. Der Rohstahlausfall konnte jedoch durch Reduzierung von Brammenbeständen und Zukäufe von Dritten weitestgehend kompensiert werden. Der Umsatz der Business Unit mit Roheisen, Brammen und Energie an externe Abnehmer war

wegen der Weitergabe der gestiegenen Rohstoffkosten höher als im Vorjahr. Die Business Unit Industry konzentriert sich auf ein breites Spektrum von Kunden in den Stahl verarbeitenden Industrien. Durch die lebhafte Nachfrage nach allen Produktgruppen nahm der Versand deutlich zu. Bei Warmband und feuerveredeltem Feinblech konnte der Bedarf nicht gedeckt werden. Die Durchschnittserlöse lagen leicht über dem Vorjahresquartal. Sehr positiv verlief weiterhin die Entwicklung in den Bereichen Grobblech und Color. Das Geschäft der europäischen Stahl-Service-Center und

mit Bauelementen hat sich zuletzt belebt. Auf die Versorgung der global aufgestellten Automobilkunden ist die Business Unit Auto ausgerichtet. Der Auftragseingang lag auf hohem Niveau. Der Schaden an einer elektrolytischen Beschichtungsanlage in Duisburg vom September 2005 schmälerte jedoch weiterhin die Versandmengen. Aus den zu Beginn des Jahres in Langfristverträgen vereinbarten Preissteigerungen resultierte ein Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahresquartal. Tailored Blanks expandierte vor allem dank der neuen Fertigungsstätten im Ausland. Die Stahl-Service-Aktivitäten in Nordamerika profitierten in erster Linie von Zusatzgeschäften

auf dem Spot-Markt und währungsbedingten Effekten. Die Unternehmen der Business Unit Processing sind auf Spezialmärkten mit besonderen Abnehmergruppen aus der Verpackungs-, Elektro- sowie der übrigen Industrie tätig. Bei Weißblech wurden die Mengeneffekte aus den Investitionen am Standort Andernach zunehmend umsatzwirksam. Im Bereich Mittelband von Hoesch Hohenlimburg war die Umsatzentwicklung durch Probleme in der Vormaterialversorgung durch die Hüttenwerke Krupp Mannesmann beeinträchtigt. Die Versorgung der Kunden konnte durch den Einsatz von vorrätigen Brammen sichergestellt werden. Außerordentlich dynamisch verlief das Geschäft mit kornorientiertem Elektroband. Versandmengen und Erlöse lagen erheblich über dem Vorjahr.

Im 2. Quartal 2005/2006 steigerte das Segment Steel den Gewinn um 158 Mio € auf 416 Mio €. Die Business Unit Steelmaking erzielte einen Gewinn. Dies ist insbesondere auf höhere Erlöse für Nebenprodukte und Handelswaren zurückzuführen. Die deutlichen Preissteigerungen für Rohstoffe und Frachten wurden an die übrigen Business Units weiterbelastet.

In der Business Unit Industry erreichte der Gewinn nicht ganz das hohe Niveau des Vorjahres. Der erhöhte Versand und verbesserte Nettoerlöse wurden durch gestiegene Kosten für Vormaterial und Energie mehr als kompensiert. Bei leicht über dem Vorjahr liegenden Versandmengen erwirtschafteten die europäischen Stahl-Service-Center einen geringeren Gewinn. In einem schwierigen Marktumfeld blieben

die Bauelemente trotz insgesamt leicht gestiegener Versandzahlen knapp unter der Gewinnschwelle. Die Business Unit Auto steigerte den Gewinn deutlich. Bei höheren Nettoerlösen und einem etwas über Vorjahresniveau liegenden Versand wurde das Ergebnis aber durch gestiegene Vormaterial- und Verarbeitungskosten stark belastet. Die Vereinnahmung der Versicherungsentschädigung für den Brandschaden im September 2005 führte zu einem zusätzlichen Ertrag, dem allerdings auch Aufwand gegenüberstand. Tailored Blanks verbesserte den Gewinn durch höhere Versandmengen und die Umsetzung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Der Gewinn der nordamerikanischen Stahl-Service-Aktivitäten

stieg auf Grund erhöhter Absatzmengen verbunden mit verbesserten Erlösen. Eine erhebliche Gewinnsteigerung wurde von der Business Unit Processing erzielt. Hierzu trug vor allem Elektroband bei. In einem positiven Marktumfeld realisierten alle Einheiten Mengen- und Preissteigerungen. Negativ wirkten deutlich gestiegene Vormaterialkosten. Die umgesetzten Verbesserungsmaßnahmen führten zu erheblichen Ergebniszuwächsen.

Stainless: Wieder deutlich höhere Nachfrage

STAINLESS IN ZAHLEN

2. Quartal
2004/2005
2. Quartal
2005/2006
1. Halbjahr
2004/2005
1. Halbjahr
2005/2006
Auftragseingang
Mio €
1.388 2.096 2.722 3.625
Umsatz
Mio €
1.385 1.626 2.689 2.978
Ergebnis*
Mio €
Mitarbeiter (31.03.)
97
12.328
52
12.143
222
12.328
59
12.143

Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern

Stainless verzeichnete im 2. Quartal 2005/2006 gegenüber dem Vorjahresquartal bei den mengenmäßigen Auftragseingängen einen Anstieg um 62 %. Dazu haben eine erheblich gestiegene Nachfrage nach Rostfrei-Produkten und ein lebhaftes Wiederbeschaffungsverhalten, insbesondere im europäischen Handelssegment, beigetragen. Überproportional war daran die Business Unit ThyssenKrupp Nirosta beteiligt. Die Auftragsreichweiten der europäischen Gesellschaften der Gruppe lagen damit am Ende des 2. Quartals mit über vier Monaten mehr als doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Die wertmäßigen Bestellungen von Stainless nahmen dabei jedoch lediglich um 51 % zu, da die Basispreise im Berichtsquartal noch deutlich unter denen im Vergleichsquartal des Vorjahres lagen. Im Bereich der Nickelbasislegierungen erhöhten sich die wertmäßigen Auftragseingänge um 34 % bei nahezu unverändertem Volumen.

Die Gesamtlieferungen von Stainless lagen im Berichtszeitraum mit einem Plus von insgesamt 29 % deutlich über dem Vorjahresniveau, wobei dieser Anstieg insbesondere auf erhöhte Lieferungen im Bereich Kaltband zurückzuführen war und teilweise auch durch den Abbau von Beständen erreicht

wurde. Stainless verbesserte den Umsatz im 2. Quartal 2005/2006 auf 1,6 Mrd €. Der Anstieg um 17 % blieb wegen des niedrigeren Basispreisniveaus sowie niedrigerer Legierungszuschläge im Vergleich zum Vorjahr deutlich hinter der Steigerung des Versandvolumens zurück. ThyssenKrupp Mexinox hat

sich auf dem nordamerikanischen Markt trotz des schwachen Marktwachstums gut behauptet. Shanghai Krupp Stainless konnte trotz der allgemein angespannten Lage auf dem chinesischen Rostfrei-Markt von der kurzfristigen Marktentspannung profitieren und sowohl Menge als auch Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal steigern. Positiv entwickelte sich die Business Unit ThyssenKrupp VDM, die wegen der anhaltend hohen Nachfrage nach Nickelbasiswerkstoffen das Geschäftsvolumen erheblich ausweiten konnte.

Der Gewinn des Segments Stainless sank um 45 Mio € auf 52 Mio €. Dem Mitte 2004 eingesetzten Einbruch der Nachfrage nach Rostfrei-Flachprodukten und dem dadurch ausgelösten Verfall der Basispreise im Jahr 2005 versuchten die meisten europäischen Produzenten seit Mitte des vergangenen Jahres durch Produktionskürzungen entgegenzusteuern. Ein wiedereinsetzender Lageraufbau, verbunden mit einer spürbaren Nachfragebelebung, führte seit Anfang 2006 wieder zu deutlich steigenden Auftragseingängen und Lieferungen; dies ermöglichte auch wieder die Durchsetzung von Basispreiserhöhungen nach einem Allzeittief im 4. Quartal 2005. Allerdings lagen die durchschnittlichen Basispreise im Berichtsquartal noch immer deutlich unter denen des entsprechenden Vorjahresquartals. Auch die weiter gestiegenen Kosten für Energie – insbesondere Strom und Gas – sowie für

Transportleistungen blieben nicht ohne Einfluss auf die Ergebnissituation. Nach dem Rückgang 2005 zog die Nachfrage Anfang 2006 auch in Nordamerika wieder an. Trotz der Bekanntgabe von Basispreiserhöhungen erzielten die mexikanischen Kaltwalzaktivitäten auf Grund des

noch niedrigen Basispreisniveaus nur einen Gewinn unter dem des Vorjahresquartals. Bei weiterhin positiver Nachfrageentwicklung nach rostfreien Kaltflachprodukten in Asien, insbesondere in China, führte der Markteintritt neuer chinesischer Rostfrei-Kaltwalzkapazitäten im Jahr 2005 zu einem extremen Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage und darin begründet zu einem dramatischen Preisverfall. Nach einer Stabilisierung des Marktes gegen Ende des Jahres konnten zwar im zweiten Geschäftsjahresquartal bei steigenden Rohstoffkosten erste Preiserhöhungen durchgesetzt werden,

dennoch erwirtschafteten die chinesischen Kaltwalzaktivitäten kein positives Ergebnis. Der Bereich Nickelbasislegierungen realisierte eine deutliche Gewinnsteigerung, getragen von der guten Nachfrage aus dem Anlagenbau sowie der Luftfahrtindustrie und dem Öl- und Gasmarkt.

Automotive: Unverändert schwieriges Marktumfeld

AUTOMOTIVE IN ZAHLEN

2. Quartal
2004/2005
2. Quartal
2005/2006
1. Halbjahr
2004/2005
1. Halbjahr
2005/2006
Auftragseingang
Mio €
1.927 2.064 3.846 3.970
Umsatz
Mio €
1.964 2.165 3.828 4.137
Ergebnis*
Mio €
Mitarbeiter (31.03.)
67
44.221
– 10
42.610
91
44.221
– 10
42.610

Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern

Trotz der anhaltend geringen Wachstumsdynamik auf wichtigen Automobilmärkten entwickelte sich das Segment Automotive insgesamt positiv und erzielte im 2. Quartal 2005/2006 einen Umsatz von 2,2 Mrd €. Damit wurde das Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals um 10 % übertroffen. Hierbei hat sich insbesondere die aktuelle Aufwertung des us-Dollar sowie des brasilianischen Real gegenüber dem Euro positiv bemerkbar gemacht. Andererseits ist zu berücksichtigen, dass in den Vorjahreszahlen noch Umsätze der zwischenzeitlich veräußerten Aktivitäten Alu Castings und Nutz-

fahrzeugfedern enthalten sind. In der Business Unit Body lag der Umsatz in erster Linie auf Grund mengen- und preisbedingter Zuwächse in den nordamerikanischen Gießereien über dem Vorjahresniveau. Positiv wirkten darüber

hinaus höhere Werkzeugabrechnungen. Die Business Unit Chassis verzeichnete insgesamt einen deutlichen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr. Hierzu trugen sowohl der Bereich Chassis Structure als auch der Bereich Suspension bei. Die Entwicklung resultiert unter anderem aus deutlichen Zuwächsen im Systemgeschäft, die auch durch den Hochlauf und damit die vollständige Inbetriebnahme des neuen Werkes in Leipzig möglich wurden. Im Bereich Suspension haben sich zudem Produktionshochläufe neuer Fahrzeugmodelle in Europa und den

usa positiv ausgewirkt. Der Umsatzanstieg in der Business Unit Powertrain entfiel im Wesentlichen auf den Bereich Crankshafts und ist maßgeblich auf Wechselkurseffekte infolge der Aufwertung des brasilianischen Real gegenüber dem Euro zurückzuführen. Gegenläufige Umsatzeffekte ergaben sich aus der Veräußerung des Bereichs Alu Castings.

Das Segment Automotive verzeichnete einen Verlust in Höhe von 10 Mio € nach einem Gewinn von 67 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Ergebnis des Berichtsquartals ist eine außerplanmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens im kanadischen Werk Kitchener der Business Unit Chassis in Höhe von 49 Mio € enthalten. Im Vergleichsquartal des Vorjahres waren der laufende Gewinn und der Veräußerungsgewinn von Alu Castings in der Business Unit Powertrain in Höhe von insgesamt 41 Mio € und Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Insolvenz von Rover in Höhe

von 8 Mio € enthalten. Alle drei Business Units wiesen im 2. Quartal 2005/2006 bis auf den genannten Aufwand aus der außerplanmäßigen Abschreibung positive operative Ergebnisse aus. Hauptergebnisträger war erneut die

Business Unit Powertrain. Die Business Unit Body hat das Ergebnisniveau des Vorjahresquartals wieder erreicht. Belastungen aus rückläufiger Auslastung bei den amerikanischen und europäischen Stampings-Aktivitäten wurden durch die amerikanischen Gießereien und die entfallenden Einmalaufwendungen aus der Rover-Insolvenz kompensiert.

Die Business Unit Chassis erreichte – ohne Berücksichtigung der außerplanmäßigen Abschreibung im Werk Kitchener – einen Gewinn, nachdem im Vorjahr nur ein ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaftet wurde. Ursächlich war die Steigerung der operativen Leistung in den Bereichen Chassis Stampings und

Suspension. Die Business Unit Powertrain erzielte wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres wiederum einen deutlichen Gewinn, der aber nicht das Niveau des Vorjahresquartals erreichte. Ergebnismindernd wirkte neben dem Entfall des Ergebnisses der verkauften Einheit Alu Castings insbesondere die Wechselkursentwicklung des brasilianischen Real gegenüber dem us-Dollar.

Technologies: Deutliche Ertragssteigerung bei anhaltend hohem Geschäftsvolumen

TECHNOLOGIES IN ZAHLEN

2. Quartal
2004/2005
2. Quartal
2005/2006
1. Halbjahr
2004/2005
1. Halbjahr
2005/2006
Auftragseingang
Mio €
1.732 1.503 3.320 3.151
Umsatz
Mio €
1.466 1.456 2.599 3.059
Ergebnis*
Mio €
Mitarbeiter (31.03.)
15
29.015
85
27.469
62
29.015
177
27.469

Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern

Im 2. Quartal 2005/2006 verlief die Geschäftsentwicklung weiterhin sehr positiv. Mit 1,5 Mrd € wurde trotz Unternehmensverkäufe das hohe Umsatzniveau des Vorjahresquartals nahezu erreicht. Hauptursachen für diese erfreuliche Entwicklung waren Umsatzzuwächse in den Business Units Plant Technology und Mechanical Engineering. Der Auftragseingang lag mit 1,5 Mrd € unter dem hohen Wert des Vorjahresquartals, allerdings stehen aussichtsreiche Projekte in den Folgemonaten zur Vergabe an. Mit einem Auftragsbestand von 9 Mrd € zum 31. März 2006 wird mehr als ein Jahresumsatz durch den

Bestand abgedeckt. Der Spezial- und Anlagenbau von Plant Technology erzielte auch im 2. Quartal 2005/2006 wieder höhere Umsatzabrechnungen aus dem Auftragsbestand. Auf Grund der guten Projektlage wurde der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich übertroffen. Das anhaltend hohe Rohstoffpreisniveau verbessert die Wirtschaftlichkeit von Explorations- oder Produktionsvorhaben – z.B. Ölsandund Ölschiefergewinnung, Vergasung oder Verflüssigung von Kohle, Herstellung von Kraftstoffen aus

nachwachsenden Rohstoffen –, für die Plant Technology moderne Technologien und Verfahren anbietet. Bei Marine Systems lagen Umsatz und Auftragseingang unter dem Wert des Vorjahresquartals. Hier

wird für die Folgemonate die Vergabe größerer Projektvolumina erwartet. In vielen Bereichen des Maschinenbaus, die wichtige Kunden von Mechanical Engineering sind, setzte sich die gute Geschäftsentwicklung fort. Der Auftragseingang lag allerdings auf Grund der zwischenzeitlich erfolgten Unternehmensverkäufe unter dem Vorjahresniveau. Der Umsatz ist leicht gestiegen. Bereinigt um die Unternehmensverkäufe zeigte sich jedoch ein deutliches Umsatzwachstum. Das Geschäft mit Großwälzlagern und Baumaschinenkomponenten hat maßgeblich zu dieser positiven

Entwicklung beigetragen. Im März 2006 hat Polysius die Maerz Ofenbau ag, Zürich, erworben, einen weltweit führenden Hersteller von Kalk-Schachtöfen. Ein weiterer Schritt zur Portfoliooptimierung erfolgte durch den Verkauf der Dampfturbinensparte der B+V Industrietechnik, Hamburg, an die MAN TURBO, Oberhausen, am 07. April 2006.

Mit einem Gewinn von 85 Mio € erzielte Technologies eine Steigerung von 70 Mio € gegenüber dem Vorjahresquartal. Wesentliche Ursachen waren die nachfragebedingt gute Auslastung sowie die Bereinigung von Verlustbereichen bei Mechanical Engineering, Gewinnsteigerungen bei Plant

Technology und verbesserte Auftragsergebnisse bei Marine Systems. Das Ergebnis des Vorjahresquartals der im Oktober 2005 veräußerten Business Unit MetalCutting

ist unter den nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Plant Technology erwirtschaftete im 2. Quartal 2005/2006 eine deutliche Gewinnsteigerung. Positiv wirkten höhere Umsatzabrechnungen im Zementanlagenbau und bei fördertechnischen Anlagen sowie der Wegfall von Aufwendungen aus der Zeitbewertung von Kurssicherungsgeschäften, die das Vorjah-

resquartal belasteten. Marine Systems erzielte mit einem zweistelligen Millionen-Gewinn einen deutlichen Zuwachs, der im Wesentlichen aus verbesserten Auftragsergebnissen und Kostenentlastungen aus Restrukturierungs-

maßnahmen resultiert. Bei Mechanical Engineering führten höhere Umsätze, eine gute Beschäftigungsauslastung sowie die Bereinigung von Verlustbereichen zu einem deutlich höheren Gewinn. Alle Operating Groups haben

zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Beim Transrapid wurde im 2. Quartal 2005/2006 der Verlust leicht reduziert, was im Wesentlichen durch Kostensenkungsmaßnahmen und geringere Abschreibungen begründet war.

Elevator: Wachstumskurs weiter konsequent verfolgt

ELEVATOR IN ZAHLEN

2. Quartal
2004/2005
2. Quartal
2005/2006
1. Halbjahr
2004/2005
1. Halbjahr
2005/2006
Auftragseingang
Mio €
1.071 1.203 2.073 2.464
Umsatz
Mio €
863 1.054 1.740 2.062
Ergebnis*
Mio €
Mitarbeiter (31.03.)
71
32.943
94
35.109
169
32.943
179
35.109

Mitarbeiter (31.03.) Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern

Auch im 2. Quartal 2005/2006 blieb Elevator auf Erfolgskurs. Neben dem Wachstum im Servicegeschäft, das durch den konsequenten Ausbau des Wartungsportfolios getragen wird, konnte das Geschäftsvolumen im Neuinstallationsbereich erweitert werden. Während der Bedarf nach Neuinstallationen in Europa nur leicht zunahm, hielt die starke Nachfrage in Amerika an. Allerdings ist ein sich weiterhin deutlich verschärfender Preiswettbewerb zu beobachten, der nur zum Teil durch Effizienzsteigerungen kompensiert werden kann. Insgesamt stieg der Auftragseingang im 2. Quartal um 12 % auf 1,2 Mrd €; der Umsatz nahm um 22 % auf 1,1 Mrd € zu. Hierin sind auch positive Wechselkurseffekte enthalten, insbesondere

durch die Entwicklung des Euro gegenüber dem us-Dollar. Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe hat sowohl den Auftragseingang als auch den Umsatz gesteigert. Alle Regionen weiteten ihr Geschäftsvolumen aus, wesentlich bedingt durch die Neuinstallationsaktivitäten. Lediglich die Aktivitäten in Großbritannien konnten nicht ganz an die Vor-

jahreswerte anknüpfen. In der Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East konnte der hohe Auftragseingangswert des Vorjahres, der vor allem durch den Großauftrag Dubai beeinflusst war, nicht wieder erreicht werden. Der Vorjahresumsatz wurde hingegen durch die weiter intensivierte Marktpräsenz auf der iberischen Halbinsel deutlich übertroffen. In den anderen Ländern der Mittelmeerregion und des mittleren Ostens war die Geschäftsentwicklung stabil.

Wiederum deutlich positiv hat sich die Business Unit Americas entwickelt. Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz lagen, auch wechselkursbedingt, deutlich über dem Vorjahreswert, vor allem durch die immer noch hohe Nachfrage nach Neuinstallationen. Hiervon profitierten auch die lateinamerikanischen

Aktivitäten. Gleichzeitig wurde der Serviceumsatz weiter ausgebaut. Die Business Unit Asia/Pacific konnte sowohl den Auftragseingang als auch den Umsatz steigern. Während der Auftragseingang in Korea an der Nachfrageschwäche im Neuanlagengeschäft litt, partizipierten die chinesischen Aktivitäten am Marktwachstum und realisierten leichte Zuwächse. Der Umsatz stieg – auch begünstigt durch positive Wechselkurseffekte – deutlicher an, wesentlichen Anteil daran hatte das weiterhin starke Neuinstallationsgeschäft in China. In den übrigen Regionen konnte das

Geschäftsvolumen ebenfalls weiter ausgebaut werden. Bei der Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges war der hohe Auftragseingangswert des Vorjahres durch den Großauftrag Dubai gekennzeichnet, dennoch konnte das Vorjahresniveau durch mehrere mittlere Flughafen- und u-Bahnprojekte fast erreicht werden. Der Umsatz stieg sowohl

im Bereich der Fahrtreppen als auch bei Fluggastbrücken. Ungebrochen ist das Wachstum der Business Unit Accessibility. Hier konnten der Auftragseingang wie der Umsatz durch die konsequente Steigerung der Marktpräsenz in Europa sowie in Amerika erfreulich gesteigert werden.

Das Segment Elevator erreichte einen Gewinn von 94 Mio € nach 71 Mio € im Vorjahresquartal. Volumen- und Effizienzsteigerungen kompensierten den steigenden Preis- und Kostendruck auf wesentlichen Märkten und führten zu einer operativen Ergebnissteigerung. Auch die Wechselkursentwicklung und Effekte aus der Bewertung von Währungssicherungen wirkten positiv. Alle Business Units waren im

Gewinn. Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe erreichte annähernd den Vorjahresgewinn, der durch den Einmalertrag aus einem Grundstücksverkauf begünstigt war. Durch Effizienzsteigerungen und höhere Auslastung der Produktion wurden zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielt. Die im Berichtsquartal umgesetzte Restrukturierung in Großbritannien führte zu Belastungen; positive Effekte werden

voraussichtlich noch in diesem Geschäftsjahr realisiert. Die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East übertraf den Vorjahresgewinn auf Grund von Erträgen aus der Bewertung von Währungssicherungen. Operativ belastend wirkte vor allem der

zunehmende Margendruck auf der iberischen Halbinsel. Einen deutlichen Gewinnzuwachs erzielte die Business Unit Americas. Sie profitierte von der positiven Marktentwicklung in Nordamerika; zudem wirkten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Auch der Translationseffekt aus dem gestiegenen Wert des us-Dollar im Verhältnis zum Euro trug dazu bei. Die latein-

amerikanischen Aktivitäten – vor allem Brasilien – steigerten ihren Gewinn wesentlich. Demgegenüber erreichte die Business Unit Asia/Pacific den Vorjahresgewinn nicht. Die Aktivitäten in Südkorea leiden weiterhin unter der verschlechterten Konjunktur im Neuanlagenmarkt. Dies konnte auch nicht durch die Gewinne der erworbenen taiwanesischen Aktivitäten kompensiert werden. Die

Aktivitäten in Indien und Südostasien steigerten ihre Ergebnisse. Die Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges erwirtschaftete einen höheren Gewinn. Einen wesentlichen Anteil daran hatten Erträge aus der Währungskurssicherung. Operativ behauptete

sich die Business Unit in einem schwierigen Marktumfeld. Einen weiteren Gewinnanstieg realisierte die Business Unit Accessibility. Neben dem positiven Ergebniseffekt aus dem Erwerb der Aktivitäten in Italien entwickelten sich auch die anderen Aktivitäten in Europa und Nordamerika wiederum sehr erfolgreich.

Services: Spürbare Geschäftsbelebung

SERVICES IN ZAHLEN

2. Quartal
2004/2005
2. Quartal
2005/2006
1. Halbjahr
2004/2005
1. Halbjahr
2005/2006
Auftragseingang
Mio €
3.136 3.752 6.358 6.879
Umsatz
Mio €
3.077 3.383 6.275 6.449
Ergebnis*
Mio €
Mitarbeiter (31.03.)
78
33.234
91
39.016
170
33.234
176
39.016

Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern

Das Segment Services erzielte im 2. Quartal 2005/2006 einen Umsatz von 3,4 Mrd € und lag damit um

10 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Das internationale Geschäft wurde im Berichtszeitraum erheblich verstärkt, vor allem im Dienstleistungsbereich. Schwerpunkte bildeten dabei die Branchen Chemie/Petrochemie und Energie sowie Automobil- und Luftfahrtindustrie. Akquisitionen und Geschäftsausbau führten im Stichtagsvergleich

zu einem Zuwachs von fast 6.000 Mitarbeitern, mehr als drei Viertel davon in Süd- und Nordamerika. In den Business Units Materials Services Europe und Materials Services North America machte sich die wieder anziehende Nachfrage mit steigenden Preisen bemerkbar. Dies gilt für Walzstahl, Edelstahl und Rohre, ganz besonders aber für ne-Metalle. In Nordamerika war das Wachstum deutlich höher

als in Europa. Der boomende amerikanische Markt war ebenfalls Hauptursache für den Umsatzsprung in der Business Unit Industrial Services. Aber auch in Deutschland konnten erfreuliche Umsatzzuwächse verzeichnet und größere Projekte abgerechnet werden. Zusätzlich wirkte sich die Erstkonsolidierung der neuen

Gesellschaften ThyssenKrupp Xervon Energy und RIP in Brasilien positiv aus. In der Business Unit Special Products wurde das Technikgeschäft spürbar ausgebaut. Gestiegene Absatzmengen und ein hohes Preisniveau haben den Handel mit metallurgischen Rohstoffen begünstigt. Dagegen blieb das Walzstahl-Geschäft in Fernost unter dem Vorjahresniveau.

Services erzielte einen Gewinn von 91 Mio €, 13 Mio € mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Neben den unverändert laufenden Programmen zur Effizienzsteigerung und den Vertriebsinitiativen in allen Business Units haben sich – bei einem Teil des Werkstoff- und Rohstoffprogramms – die anzie-

hende Nachfrage und Preisentwicklung ausgewirkt. Die Business Unit Materials Services Europe, in der neben den europäischen Aktivitäten auch das in der Entwicklung befindliche Geschäft in Südamerika und Asien zusammengefasst ist, hat den hohen Gewinn des Vorjahres nicht ganz erreicht. Die Bruttomargen lagen zum Teil erheblich unter den Werten von 2004/2005.

Materials Services North America verbesserte den Gewinn vor allem durch das gute ne-Metall-Geschäft. Nachfrage und Preise bei Kupfer bewegten sich auf einem außergewöhnlich hohen Niveau.

Für die Luftfahrtindustrie konnten in größerem Umfang Titan und Aluminium geliefert werden. Die Business Unit Industrial Services hat ihren Gewinn mehr als verdoppelt. Dies ist insbesondere auf das Gerüst-Dienstleistungsgeschäft in Nordamerika zurückzuführen; die Aktivitäten für die Energie-

wirtschaft und Petrochemie, aber auch für den Baubereich wurden wesentlich ausgeweitet. Der Gewinn der Business Unit Special Products lag, auch begünstigt durch Währungseffekte und weitere Einmalerträge, noch einmal deutlich über dem sehr guten Vorjahr. Das gilt neben dem Walzstahl- und Röhrengeschäft vor allem für die Technik- und Rohstoffseite.

Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie inaktiver Gesellschaften, die einzelnen Segmenten nicht zugeordnet werden können. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und verwertet werden. Der Umsatz von Corporate lag bei 35 Mio € nach 33 Mio € im Vorjahresquartal.

Corporate erwirtschaftete ein positives Ergebnis von 49 Mio €. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert ist das eine Verbesserung um 128 Mio €. Dazu haben insbesondere die Vereinnahmung der Break Fee aus der nicht durchgeführten Übernahme von Dofasco in Höhe von netto 142 Mio € nach Abzug der Transaktionskosten sowie das verbesserte Zinsergebnis bei der ThyssenKrupp ag beigetragen.

Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne.

AUSBLICK

Die kräftige Expansion der Weltwirtschaft wird sich 2006 fortsetzen. Das globale Wachstum dürfte erneut bei gut 4 % liegen. Im weiteren Jahresverlauf ist allerdings eine Abschwächung der Wachstumsdynamik zu erwarten. Insbesondere in den usa könnte ein Abklingen des Immobilienbooms den privaten Konsum belasten. In Asien bleibt die konjunkturelle Dynamik ungebrochen. Die chinesische Wirtschaft wird auch 2006 aller Voraussicht nach ein hohes Wachstum aufweisen, und Japan dürfte den Kurs der wirtschaftlichen Erholung fortsetzen. Im Euroraum hält der positive Konjunkturtrend an. Auch für Deutschland erwarten wir für 2006 ein höheres Wirtschaftswachstum. Günstig sollten sich vor allem der Export sowie die Unternehmensinvestitionen entwickeln. Gegen Jahresende wird die Mehrwertsteuererhöhung zu vorgezogenen Konsumausgaben führen. Die konjunkturellen Risiken durch ein hohes Rohstoff- und Ölpreisniveau bleiben auch 2006 bestehen.

In den wichtigen Märkten gehen wir von folgenden Entwicklungen aus:

  • ¡ Vor dem Hintergrund des weiterhin günstigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes rechnen wir mit einer Fortsetzung des globalen Stahlmarktwachstums. Es wird nach wie vor in hohem Maß von China und den übrigen Schwellenländern getragen werden, aber auch andere Regionen dürften wieder positive Entwicklungen aufweisen. Für das laufende Jahr wird von einem Anstieg der Weltrohstahlproduktion um 6 % auf 1.200 Mio t gerechnet. In unserem westeuropäischen Kernmarkt deuten nach Stagnation im vergangenen Jahr für 2006 alle Anzeichen auf einen steigenden Stahlverbrauch. Zudem werden wieder positive Lagerzykluseffekte greifen. Dies wird einen Anstieg der Stahlproduktion zur Folge haben. In Deutschland wird ein Niveau von deutlich mehr als 45 Mio t erwartet. Die Stahlpreisentwicklung wird weiterhin maßgeblich von den hohen Rohstoff- und Energiekosten bestimmt.
  • ¡ Der Markt für rost-, säure- und hitzebeständige Edelstahlflachprodukte dürfte sich 2006 erholen. Für die weltweite Marktversorgung wird derzeit ein Zuwachs von 8 % im Vergleich zum allerdings schwachen Vorjahr erwartet. Sowohl in Westeuropa als auch in Nordamerika und Asien rechnet man mit einer Belebung der Nachfrage. Im Bereich der Nickelbasislegierungen wird sich die positive Marktentwicklung fortsetzen.
  • ¡ Die Automobilproduktion wird sich 2006 voraussichtlich auf weltweit mehr als 68,5 Mio Fahrzeuge erhöhen. Das Wachstum um rund 2 Mio Personen- und Nutzfahrzeuge konzentriert sich schwerpunktmäßig auf die Schwellenländer in Asien. In Nordamerika und Westeuropa dürfte die Fahrzeugproduktion das Vorjahresniveau allenfalls geringfügig überschreiten. Für Deutschland wird mit einer stabilen Produktionsentwicklung gerechnet.
  • ¡ Das Wachstum im internationalen Maschinenbau schwächt sich 2006 voraussichtlich ab. Für Deutschland erwartet man nur noch einen Produktionsanstieg von 2 %. Höhere Zuwächse werden für die usa und Japan, insbesondere aber für China prognostiziert.
  • ¡ Der Bausektor wird 2006 vor allem außerhalb der Industrieländer expandieren. Wachstumsregionen bleiben vor allem die asiatischen Schwellenländer sowie Mittel- und Osteuropa. In den usa schwächt sich die Baukonjunktur ab, während sie im Euroraum und auch in Deutschland an Stärke gewinnt.

Im weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit einer Fortsetzung der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung. Für das Geschäftsjahr 2005/2006 erwarten wir aktuell einen Umsatz in der Größenordnung von gut 44 Mrd €. Auf Grundlage der sehr guten Leistung im 1. Halbjahr streben wir bereits für das laufende Geschäftsjahr an, beim Ergebnis vor Steuern – ohne wesentliche Sondereffekte – unsere neue mittelfristige Zielgröße von 2 Mrd € zu überschreiten.

IFRS-ÜBERLEITUNGSRECHNUNGEN

Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting and Accounting Standards

Die Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards (International Accounting Standards – ias) wurde am 19. Juli 2002 verabschiedet. Gemäß dieser Verordnung müssen alle in der Europäischen Union (eu) ansässigen Unternehmen, deren Wertpapiere zum Handel in einem geregelten Markt in der eu zugelassen sind, für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2005 beginnen, ihre konsolidierten Abschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (ifrs) aufstellen. Daher ist die ThyssenKrupp ag verpflichtet, ihren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2005/2006 erstmals nach ifrs aufzustellen. Die ThyssenKrupp ag hat sich entschieden, entsprechend der Empfehlung des Ausschusses der eu-Wertpapieraufsichtsbehörden (Committee of European Securities Regulators – cesr) auch die Zwischenberichte für das Geschäftsjahr 2005/2006 bereits gemäß

den Vorschriften der ifrs aufzustellen. Im Rahmen der Erstellung der Eröffnungsbilanz hat der Konzern den ifrs 1 "First Time Adoption of International Financial Reporting Standards" angewendet. Der Stichtag der ifrs-Eröffnungsbilanz ist der 01. Oktober 2004. Eine Erläuterung, inwieweit der Übergang auf ifrs die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns beeinflusst hat, ist nachfolgend aufgeführt. Diese Darstellung umfasst auch die Überleitungsrechnungen für das Eigenkapital und den Jahresüberschuss für die ifrs-Vergleichsperioden, die bisher

nach dem Rechnungslegungsstandard us-gaap veröffentlicht wurden. Die Eröffnungsbilanz wurde unter Anwendung der Standards und Interpretationen aufgestellt, die bereits veröffentlicht sind oder von denen erwartet wird, dass sie zum 30. September 2006 verbindlich anzuwenden sein werden. Der Konzern geht davon aus, dass mit Ausnahme der in ifrs 1 gewährten Vereinfachungen die hier angewendeten Rechnungslegungsstandards bei der Erstellung des ersten vollständigen Konzernabschlusses nach ifrs am 30. September 2006 maßgeblich sein werden. Eine ausführliche Darstellung der angewendeten Grundsätze der Rechnungslegung erfolgt auf den Seiten 41 ff. Bis zum 30. September 2006 sind die Eröffnungsbilanz zum 01. Oktober 2004, der Konzernjahresabschluss zum 30. September 2005 und alle Zwischenberichte, die für den Zeitraum vom 01. Oktober 2004 bis zum 30. September 2006 veröffentlicht worden sind, als vorläufig anzusehen, da die Möglichkeit besteht, dass das lnternational Accounting Standards Board (iasb) weitere Vorschriften verabschiedet, die rückwirkend angewendet werden müssen. Daher sind weder die Eröffnungsbilanz zum 01. Oktober 2004 noch der Konzernjahresabschluss zum 30. September 2005 durch den Konzernabschlussprüfer endgültig nach ifrs testiert. Diese Abschlüsse bilden die Basis für den ersten vollständigen Konzernabschluss nach ifrs für das Geschäftsjahr 2005/2006 und werden nur in Verbindung mit diesem ersten vollständigen Abschluss nach ifrs durch den Konzernabschlussprüfer testiert. Der vorliegende Konzernabschluss zur Zwischenberichterstattung wurde auf Basis der ifrs aufgestellt, die voraussichtlich zum 30. September 2006 verbindlich sind oder freiwillig vorzeitig angewendet werden können. Auf Basis dieser ifrs wurden vom Management Annahmen über die Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns getroffen, die voraussichtlich angewendet werden, wenn zum 30. September 2006 der erste ifrs-Konzernabschluss für ein

komplettes Geschäftsjahr erstellt wird. Der Konzern hat in Übereinstimmung mit ifrs 1 folgende Ausnahmen bei der Erstellung der vorläufigen Eröffnungsbilanz in Anspruch genommen:

¡ Unternehmenszusammenschlüsse

Der Konzern hat sich für die Beibehaltung des bilanziellen Ausweises von Unternehmenszusammenschlüssen aus der Zeit vor dem 01. Oktober 2004 anstelle der Anwendung der Vorschriften des ifrs 3 "Business Combinations" entschieden. Die sich aus diesen Unternehmenszusammenschlüssen ergebenden Firmenwerte beinhalteten keine immateriellen Vermögenswerte, die unter ifrs hätten separat ausgewiesen werden müssen. Sie sind in die ifrs-Eröffnungsbilanz mit Ausnahme von Anpassungen auf Grund der zum Stichtag der Eröffnungsbilanz geforderten Überprüfungen auf Werthaltigkeit und der Bilanzierung von Put-Optionen im Zusammenhang mit bestehenden Minderheitenanteilen unverändert über-

nommen worden. ¡ Leistungen an Arbeitnehmer

Alle noch nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die aus dem Zeitraum von der Zusage der Leistung bis zum Stichtag des Übergangs auf ifrs resultieren, wurden zum 01. Oktober 2004 unmittelbar in den Gewinnrück-

lagen berücksichtigt (fresh start). ¡ Kumulierte Gewinne und Verluste aus Währungsumrechnung

Kumulierte Währungsgewinne und -verluste, die aus der Umrechnung der Abschlüsse von ausländischen Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen bis zum Tag des Übergangs auf ifrs resultieren, wurden direkt in den Gewinnrücklagen berücksichtigt und nicht mehr separat innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Ausweisänderung beeinflusst nicht die Höhe des ausgewiesenen Eigenkapitals. Währungsumrechnungsdifferenzen, die nach dem Zeitpunkt des Übergangs entstehen, werden separat innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen und ergebniswirksam berücksichtigt, wenn die entsprechenden Aktivitäten veräußert werden.

Die Übernahme der International Financial Reporting and Accounting Standards hat zu folgenden wesentlichen Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen des Konzerns geführt:

Konsolidierung

Beim Erwerb von Gesellschaften werden nach us-gaap die Anteile anderer Gesellschafter entsprechend ihrem Anteil am Buchwert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Gesellschaft zum Zeitpunkt des Erwerbs berücksichtigt. Nach ifrs werden diese Minderheitenanteile entsprechend ihrem Anteil am beizulegenden Zeitwert der zum Zeitpunkt des Erwerbs identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten berücksichtigt und innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Umsatzrealisierung

Unter us-gaap hat der Konzern Fertigungsaufträge nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert, wenn die Auftragsabwicklung mindestens zwölf Monate umfasste, gerechnet von der Inkraftsetzung des Auftrags bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der Auftrag im Wesentlichen fertig gestellt war. Gemäß ifrs werden alle Fertigungsaufträge unabhängig von der Dauer der Auftragsabwicklung nach der Percentage-of-Completion-Methode erfasst.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten wurden unter us-gaap sofort aufwandswirksam erfasst. ifrs verlangt die Aktivierung von Entwicklungskosten als immaterielle Vermögenswerte, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind.

Sachanlagen

Während unter us-gaap keine speziellen Regelungen existierten, muss unter ifrs der Komponenten-Ansatz (components approach) im Rahmen der Bilanzierung von Sachanlagen angewendet werden. Sofern Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren und signifikanten Komponenten bestehen, müssen diese als separate Bilanzierungseinheiten erfasst und abgeschrieben werden.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (investment property)

Werden Grundstücke und Gebäude zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten, erfolgt nach us-gaap ein Ausweis innerhalb der Sachanlagen. Unter ifrs werden solche Grundstücke und Gebäude gesondert innerhalb der langfristigen Vermögenswerte (non-current assets) ausgewiesen. Darüber hinaus sind im Anhang Angaben über die beizulegenden Zeitwerte zu machen, wenn die Bilanzierung zu (fortgeführten) Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt.

Firmenwert

Unter us-gaap überprüfte der Konzern die Werthaltigkeit von Firmenwerten auf Ebene der so genannten Reporting Units, welche der ersten Ebene unterhalb der Segmente des Konzerns entsprach. Wenn die erste Stufe des Werthaltigkeitstests ergab, dass der Buchwert der Reporting Unit inklusive des Firmenwerts den Marktwert dieser Einheit überstieg, so galt die Reporting Unit als wertgemindert. In einer zweiten Stufe wurde der Marktwert des Firmenwerts ermittelt und mit seinem Buchwert verglichen. Auf Basis dieser zweiten Berechnung erfolgte die Festlegung der Höhe des Abschreibungsbetrags. ifrs verlangt die Überprüfung der Werthaltigkeit auf Ebene so genannter Cash Generating Units (cgus). Maßgeblich ist die Berichtsebene, auf der der Firmenwert durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht wird. Diese Vorgehensweise führt dazu, dass die Überprüfung der Firmenwerte auf Werthaltigkeit in einigen Segmenten des Konzerns unterhalb der Reporting-Unit-Ebene erfolgt. Beim einstufigen Werthaltigkeitstest nach ifrs wird der Buchwert der cgu inklusive Firmenwert mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, wird eine entsprechende Abschreibung des Firmenwerts vorgenommen. Im Falle eines Abschreibungsbetrags, der den Buchwert des Firmenwerts übersteigt, wird die Differenz in der Regel proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der cgu verteilt, und ihre Buchwerte werden entsprechend reduziert.

Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer, von Sachanlagen oder von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vorliegen, muss nach us-gaap ein Vergleich zwischen dem Buchwert des betreffenden Vermögenswerts und der Summe der undiskontierten, aus der Nutzung dieses Vermögenswerts erwarteten Cash-Flows durchgeführt werden. Falls der Buchwert die Summe der undiskontierten Cash-Flows übersteigt, gilt der Vermögenswert als wertgemindert; es wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert des Vermögenswerts vorgenommen. Nach ifrs müssen diese Vermögenswerte in Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag wertberichtigt werden. Zur Ermittlung des erzielbaren Betrags sind der Verkehrswert abzüglich Veräußerungskosten sowie der Nutzungswert als Summe der diskontierten erwarteten Cash-Flows zu ermitteln; der höhere Wert ist maßgeblich. Während nach us-gaap mit der Wertberichtigung eine neue Kostenbasis für den Vermögenswert geschaffen wird, ist nach ifrs die vorgenommene Wertberichtigung ganz oder teilweise rückgängig zu machen und der Buchwert entsprechend zu erhöhen, sofern der erzielbare Betrag später wieder steigt.

Vorräte

Nach us-gaap müssen Vorräte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Marktwert bewertet werden (lower of cost or market). Nach ifrs werden Vorräte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt, wobei der Nettoveräußerungswert den geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Veräußerungserlös abzüglich geschätzter Kosten für Fertigstellung und Vertrieb darstellt. Während nach us-gaap mit der Wertberichtigung eine neue Kostenbasis für den Vermögenswert geschaffen wird, ist nach ifrs die vorgenommene Wertberichtigung ganz oder teilweise rückgängig zu machen und der Buchwert entsprechend zu erhöhen, sofern der erzielbare Nettoveräußerungswert später wieder steigt.

Forderungen

Nach us-gaap werden Forderungen, die nach dem True-Sale-Konzept verkauft wurden, nicht mehr in der Konzernbilanz ausgewiesen. Ob und inwieweit verkaufte Forderungen aus der Bilanz ausgebucht werden können, wird unter ifrs im Wesentlichen nach einem Chancenund Risiken-Ansatz beurteilt. Dies führt in bestimmten Fällen zu einer anderen Behandlung von Forderungsverkäufen als unter us-gaap.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Stichtag zur Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen darf nach us-gaap vom Bilanzstichtag des Unternehmens abweichen. Der Konzern bewertete seine Pensionspläne daher auf Basis von Prämissen, die zum 30. Juni eines Kalenderjahres galten (early measurement). Nach ifrs muss der Bewertungsstichtag mit dem Bilanzstichtag des Unternehmens übereinstimmen. Entsprechend bewertet der Konzern unter ifrs seine Verpflichtungen auf Basis von Prämissen, die am Bilanzstichtag

  1. September eines jeden Kalenderjahres gelten. Zum 30. September 2004/01. Oktober 2004 und entsprechend für das Geschäftsjahr 2004/2005 wurden folgende Annahmen bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen zu Grunde gelegt:
in 96
30.09.2004/01.10.2004
US-GAAP IFRS
Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder
Durchschnittliche Bewertungsfaktoren:
Diskontierungssatz 5,50 6,10 5,00 5,53
Erwarteter Kapitalertrag auf das Fondsvermögen
Langfristige Gehaltssteigerungsraten
6,00
3,00
7,81
4,12
6,00
3,00
7,57
3,76

Zum 30. September 2004/01. Oktober 2004 und entsprechend für das Geschäftsjahr 2004/2005 wurden folgende Annahmen bei der Ermittlung der Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen zu Grunde gelegt:

in %
30.09.2004/01.10.2004
US-GAAP
US/kanadische
Pläne
IFRS
US/kanadische
Pläne
Durchschnittliche Bewertungsfaktoren:
Diskontierungssatz 6,25 5,75
Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge im nächsten Jahr
Letzte Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge (erwartet in 2009)
10,01
5,45
10,01
5,46

us-gaap verlangt gegebenenfalls den Ausweis einer Mindestpensionsverpflichtung. In diesem Fall muss bei Erfüllung bestimmter Kriterien ein immaterieller Vermögenswert in die Bilanz eingestellt werden. Unter ifrs existieren keine entsprechenden Vorschriften bezüglich der Bilanzierung einer Mindestverpflichtung oder eines korrespon-

dierenden immateriellen Vermögenswerts. Ab dem Bilanzstichtag 30. September 2005 wendet der Konzern den Korridor-Ansatz nicht mehr an. Stattdessen wird die so genannte "dritte Option" der im Dezember 2004 verabschiedeten Ergänzung zu ias 19 angewendet. Nach den Vorschriften dieser Ergänzung werden alle versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sofort und direkt im Eigenkapital erfasst.

Die im Netto-Pensionsaufwand enthaltenen Zinsaufwendungen und erwarteten Erträge aus Planvermögen wurden unter us-gaap innerhalb des betrieblichen Ergebnisses berücksichtigt. Der Konzern hat von der Wahlmöglichkeit Gebrauch gemacht, unter ifrs diese Komponenten aus Pensions- und Gesundheitsverpflichtungen innerhalb des Finanzergebnisses auszuweisen.

Aktienorientierte Vergütung

Unter us-gaap bewertete der Konzern bis zum 01. Juli 2005 seine Incentivepläne auf Basis des inneren Wertes. Gemäß sfas 123(r) erfolgte seit dem 01. Juli 2005 eine Bewertung dieser Pläne nach der Marktwertmethode. Unter ifrs erfolgt eine Bewertung dieser Programme zum beizulegenden Zeitwert.

Eingebettete derivative Finanzinstrumente

us-gaap verlangt den gesonderten Ausweis eines so genannten eingebetteten Derivats, wenn die beteiligten Vertragspartner einen Vertrag in einer Währung abschließen, die nicht der funktionalen Währung einer der Vertragsparteien entspricht. Nach ifrs werden solche eingebetteten Derivate nicht gesondert ausgewiesen, wenn die zu Grunde gelegte Vertragswährung der Transaktion üblicherweise in dem entsprechenden Geschäftsumfeld zur Anwendung kommt.

Nicht fortgeführte Aktivitäten (discontinued operations)

Der Konzern weist die Ergebnisse einer Disposal Group, die die Voraussetzungen für eine so genannte Komponente des Konzerns erfüllt, als nicht fortgeführte Aktivitäten aus, wenn deren Cash-Flows sowohl operativ als auch hinsichtlich der Finanzberichterstattung klar von den restlichen Aktivitäten des Konzerns trennbar sind und der Konzern nach der Veräußerung kein wesentliches weiteres Engagement in der Aktivität aufweist. Zusätzlich zu der Identifizierung einer Komponente muss nach ifrs die zur Veräußerung stehende Komponente eine wesentliche Geschäftsaktivität des Konzerns (major business line) repräsentieren oder alle Aktivitäten in einer geografischen Region beinhalten. Daher können bestimmte nach us-gaap als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesene Veräußerungen unter ifrs nicht als solche klassifiziert werden.

Bilanzgliederung

In den bisher veröffentlichten Konzernabschlüssen erfolgte die Bilanzgliederung entsprechend den Vorgaben der 4. und 7. eg-Richtlinie; ergänzt um zusätzliche nach us-gaap erforderliche Angaben im Anhang. Nach ifrs werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Bilanz entsprechend ihrer Fristigkeit als kurz- oder langfristig

klassifiziert. Zur Vereinfachung der Überleitung der konsolidierten Bilanz wurde die bisher unter us-gaap verwendete Bilanzgliederung an die nach

ifrs geforderte Bilanzgliederung nach der Fristigkeit angepasst. Die Effekte aus den Änderungen der Bilanzierungsgrundsätze auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden im Folgenden dargestellt.

ÜBERLEITUNG DER KONZERN-ERÖFFNUNGSBILANZ ZUM 01. OKTOBER 2004

AKTIVA Mio €

Nr. US-GAAP IFRS IFRS
30.09.2004 Anpassungen 01.10.2004
a1, b1, c1
Immaterielle Vermögenswerte
d1, e1, f1, g1
3.554 – 385 3.169
Sachanlagen
h1, i1
10.574 – 1.856 8.718
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
j1
1.618 1.618
At equity bewertete Beteiligungen 341 – 9 332
Finanzielle Vermögenswerte
k1
679 0 679
Aktive latente Steuern
Langfristige Vermögenswerte
1.148
16.296
– 272
– 904
876
15.392
l1, m1
Vorräte
n1, o1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
6.274 – 368 5.906
p1, q1
Sonstige Forderungen
5.764 653 6.417
Laufende Ertragsteueransprüche 1.049 – 75 974
Flüssige Mittel 189 0 189
r1, s1 1.350 0 1.350
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte
Kurzfristige Vermögenswerte
219
14.845
37
247
256
15.092
Summe Vermögenswerte 31.141 – 657 30.484

PASSIVA Mio €

US-GAAP IFRS
Nr. 30.09.2004 IFRS
Anpassungen
01.10.2004
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 8.327 – 1.284 7.043
a2
Anteile anderer Gesellschafter
Eigenkapital

8.327
360
– 924
360
7.403
Anteile anderer Gesellschafter a2 410 – 410
b2, c2, d2
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen e2, f2 7.189 1.095 8.284
Sonstige Rückstellungen g2 510 5 515
Passive latente Steuern h2 977 – 757 220
Finanzverbindlichkeiten i2 3.618 60 3.678
Übrige Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten
0
12.294
42
445
42
12.739
j2
Sonstige Rückstellungen 1.811 – 852 959
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten k2 538 0 538
Finanzverbindlichkeiten l2 614 238 852
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen m2, n2, o2, p2 3.644 – 13 3.631
Übrige Verbindlichkeiten q2 3.312 831 4.143
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten
Kurzfristige Verbindlichkeiten
191
10.110
28
232
219
10.342
Verbindlichkeiten 22.814 267 23.081
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 31.141 – 657 30.484

Immaterielle Vermögenswerte

A1 Entwicklungskosten

Entwicklungskosten, die die Aktivierungskriterien gemäß ifrs erfüllen, führten zu einer Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte um 77 Mio €.

B1 Firmenwert

Der einstufige, zum 01. Oktober 2004 auf Cash Generating Units (cgus) anzuwendende Werthaltigkeitstest nach ifrs führte zu einer

Wertminderung des Firmenwerts in Höhe von 437 Mio €. Aus der Bilanzierung einer Put-Option im Zusammenhang mit bestehenden Minderheitenanteilen an der Dongyang Gruppe resultierte ein Anstieg des Firmenwertes um 32 Mio €.

C1 Immaterielle Vermögenswerte aus der

Pensionsbewertung

Der unter us-gaap ausgewiesene immaterielle Vermögenswert aus der Pensionsbewertung in Höhe von 53 Mio € wurde im Rahmen der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen nach ias 19 aufgelöst.

Sachanlagen

D1 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Unter ifrs sind als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien gesondert in der Konzernbilanz auszuweisen. Sachanlagen in Höhe von 1.688 Mio € wurden entsprechend umgegliedert.

E1 Komponenten-Ansatz

Nach ifrs müssen wesentliche identifizierbare Komponenten von Sachanlagen separat bilanziert und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Daraus ergibt sich eine Erhöhung der bilanzierten Sachanlagen von 19 Mio €.

F1 Wertminderung (impairment)

Der unter ifrs auf Sachanlagen anzuwendende einstufige, auf diskontierten Cash-Flows basierende Werthaltigkeitstest führte zu Wertminderungen dieser Sachanlagen in Höhe von 247 Mio €, da die korrespondierenden Buchwerte niedriger waren als die entsprechenden erzielbaren Beträge.

G1 Leasing

Nach us-gaap basiert die Klassifizierung von Leasing-Transaktionen als Operating Lease oder Capital (Finance) Lease auf formalen Kriterien. ifrs kennt entsprechende formale, quantitative Kriterien nicht. Daher kann die Anwendung des ias 17 "Leases" zu einer veränderten Klassifizierung von Leasing-Transaktionen führen. Entsprechend wurde eine Leasing-Transaktion, die unter us-gaap als Operating Lease eingestuft und deren korrespondierende Leasingraten somit direkt als Aufwand der Periode erfasst wurden, nach ifrs als Finance Lease

mit entsprechenden in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten klassifiziert. Daraus resultierte eine Erhöhung der Sachanlagen um 60 Mio €.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

H1 Gesonderte Bilanzposition

Unter ifrs sind als Finanzinvestition gehaltene Immobilien gesondert im Konzernabschluss auszuweisen. Dementsprechend wurden Sachanlagen in Höhe von 1.688 Mio € umgegliedert.

I1 Wertminderung (impairment)

Der unter ifrs auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien anzuwendende einstufige, auf diskontierten Cash-Flows basierende Werthaltigkeitstest führte zu Wertminderungen dieser Immobilien in Höhe von 70 Mio €.

Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen

J1 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte Nach us-gaap können neben so genannten Disposal Groups nur langlebige Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, die bestimmte Kriterien erfüllen, als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ausgewiesen werden. Nach ifrs können grundsätzlich sämtliche langfristigen Vermögenswerte als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ausgewiesen werden. Daher wurde eine nach der Equity-Methode bewertete Beteiligung in Höhe von 9 Mio € aus den Finanzanlagen in zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte umgegliedert.

Aktive latente Steuern

K1 IFRS-Anpassungen Latente Steuern werden grundsätzlich wegen unterschiedlicher Bilanzierungsansätze nach ifrs/us-gaap und den jeweiligen nationalen steuerlichen Einkommensermittlungsmethoden gebildet. Wie zuvor beschrieben, hatte die Umstellung der Rechnungslegungsgrundsätze von us-gaap auf ifrs signifikante Änderungen in verschiedenen Bilanzpositionen zur Folge, die nationalen gesetzlichen steuerlichen Einkommensermittlungsmethoden blieben jedoch unverändert. Die Umstellung veränderte somit das beschriebene Verhältnis mit ent-

sprechenden Auswirkungen auf die Bilanzansätze für latente Steuern. Vorschriften, die den Ansatz latenter Steuern nach us-gaap bzw. ifrs unterschiedlich regeln, sowie Abschreibungen auf Goodwill und reine Reklassifizierungen (z.B. die Umgliederung der Fremdanteile in das Eigenkapital) hatten nahezu keinen Einfluss auf die Verände-

rungen der latenten Steuern. Die im Vergleich zu us-gaap weitergehenden Saldierungsmöglichkeiten latenter Steuern auf Ebene der Einzelgesellschaften führten generell sowohl zu einer Reduzierung der angesetzten aktiven als auch passiven latenten Steuern. Die Erhöhung des Nettobetrags latenter

Steuern gegenüber dem sich nach us-gaap ergebenden Wert ist maßgeblich auf die nach ifrs höher bewerteten Pensionsrückstellungen

und niedriger bewerteten Sachanlagen zurückzuführen. Die ifrs-Anpassungen führten zu einer Reduzierung aktiver latenter Steuern in Höhe von 272 Mio. €.

Vorräte

L1 Fertigungsaufträge

Unter us-gaap enthielt die Bilanzposition "Unfertige Erzeugnisse" Fertigungsaufträge, für die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode erfasst wurden. Unter ifrs werden diese Fertigungsaufträge in der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" berücksichtigt. In diesem Zusammenhang wurden 370 Mio € umgegliedert.

M1 Bewertung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungserlös

Die Bewertung der Vorräte unter ifrs zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungserlös führte zu einem Anstieg der Vorräte in Höhe von 2 Mio €.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

N1 Fertigungsaufträge

Unter us-gaap enthielt die Bilanzposition "Unfertige Erzeugnisse" Fertigungsaufträge, für die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode erfasst wurden. Unter ifrs werden diese Fertigungsaufträge in der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" berücksichtigt. In diesem Zusammenhang wurden

370 Mio € umgegliedert (vgl. l1). Darüber hinaus werden im Unterschied zu us-gaap unter ifrs auch Fertigungsaufträge nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert, die eine Laufzeit von weniger als einem Jahr haben. Dies führte zu einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 47 Mio €.

O1 Forderungsverkäufe

Unter ifrs wird anhand der beim Verkäufer der Forderungen verbleibenden Chancen und Risiken sowie der Verfügungsmacht darüber entschieden, ob eine verkaufte Forderung tatsächlich aus der Konzernbilanz ausgebucht wird. Die Anwendung dieser Vorschriften auf bestehende Forderungsverkaufsprogramme zum 01. Oktober 2004 führte zu einer Erhöhung der entsprechenden Bilanzposition in Höhe von 238 Mio €.

Sonstige Forderungen

P1 Eingebettete derivative Finanzinstrumente

Unter ifrs erfüllen mehrere Transaktionen nicht die für eine separate Berücksichtigung von eingebetteten Derivaten erforderlichen Voraussetzungen, da die Transaktionen in einer im Rahmen dieser Geschäfte

üblichen Währung abgewickelt wurden. Daraus resultierte eine Reduzierung der sonstigen Forderungen in Höhe von 3 Mio €.

Q1 Vorausbezahlte Pensionsaufwendungen

Die Vorschriften der ifrs zur Bilanzierung von Pensionen führten zu einer Reduzierung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens "Vorausbezahlte Pensionsaufwendungen" in Höhe von 72 Mio €. Dies ist im Wesentlichen auf veränderte Diskontierungszinssätze und veränderte beizulegende Zeitwerte des Planvermögens zurückzuführen, die aus den unterschiedlichen Bewertungsstichtagen resultieren.

Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

R1 Zusätzliche zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte unter ifrs

Nach us-gaap können neben so genannten Disposal Groups nur langlebige Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, die bestimmte Kriterien erfüllen, als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ausgewiesen werden. Nach ifrs können dagegen grundsätzlich sämtliche langfristigen Vermögenswerte gegebenenfalls als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ausgewiesen werden. Daher wurde eine nach der Equity-Methode bewertete Beteiligung in Höhe von 9 Mio € aus den Finanzanlagen in die Bilanzposition "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" umgegliedert (vgl. j1).

S1 ifrs-Anpassungen

Unter ifrs erhöhte sich die Position "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" um 28 Mio €. Davon resultieren 18 Mio € aus den unter ifrs notwendigen Anpassungen bezüglich der Behandlung von Forderungsverkäufen (vgl. o1), 1 Mio € aus der separaten Berücksichtigung wesentlicher Komponenten von Sachanlagen (vgl. e1) und 8 Mio € aus veränderten aktiven latenten Steuern (vgl. k1). Zusätzlich ergab sich eine Erhöhung um 1 Mio € auf Grund der Umklassifizierung einer nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung, da der Abschluss des assoziierten Unternehmens ebenfalls von us-gaap auf ifrs umgestellt wurde.

Anteile anderer Gesellschafter

A2 Umgliederung Unter us-gaap wurden die Anteile anderer Gesellschafter als gesonderte Bilanzposition zwischen dem Eigenkapital und den Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz ausgewiesen. Unter ifrs müssen die Anteile anderer Gesellschafter als Teil des Eigenkapitals dargestellt werden. Diese Umgliederung führte zu einer Erhöhung des bilanzierten Eigenkapitals um 410 Mio €. Davon betreffen 50 Mio € die gemäß ifrs 1 vorzunehmenden Anpassungen in den Einzelabschlüssen der Gesellschaften mit Minderheitsanteilen beim Übergang auf ifrs sowie die Bilanzierung der Put-Option bei der Dongyang Gruppe (vgl. b1).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

B2 Rückstellungen für Pensionen

Ein geringerer Diskontierungszinssatz am 01. Oktober 2004 verglichen mit demjenigen, der zum vorgezogenen Bewertungsstichtag 30. Juni 2004 unter us-gaap angewandt wurde, sowie die Berücksichtigung aller versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Eigenkapital in der Eröffnungsbilanz führten zu einer Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen um 484 Mio €.

C2 Rückstellungen für Gesundheitsfürsorge Ein zum Bewertungsstichtag des 01. Oktober 2004 gültiger und im Vergleich zu dem niedrigeren unter us-gaap am Bewertungsstichtag des 30. Juni 2004 zu Grunde gelegten Diskontierungszinssatz sowie die Berücksichtigung aller versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Eigenkapital der Eröffnungsbilanz führten zu einem Anstieg der Rückstellungen für Gesundheitsfürsorge in Höhe von 540 Mio €.

D2 Rückstellungen für Altersteilzeit

Unter us-gaap wurden Rückstellungen für Altersteilzeit nur für jene Mitarbeiter berücksichtigt und ratierlich gebildet, die sich auf Grundlage eines schriftlichen Vertrags für ein frühzeitiges Ausscheiden entschieden haben. Unter ifrs werden solche Verpflichtungen auch auf Basis von Schätzungen hinsichtlich der möglichen Anzahl von Mitarbeitern, die sich für ein frühzeitiges Ausscheiden entscheiden werden, versicherungsmathematisch berechnet. Daher erhöhten sich die Rückstellungen für Altersteilzeit um 71 Mio €.

Sonstige langfristige Rückstellungen

E2 Jubiläumszuwendungen

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden unter us-gaap unter Berücksichtigung der Annahmen zum frühen Bewertungsstichtag 30. Juni 2004 berechnet. In der Berechnung unter ifrs müssen die am Bewertungsstichtag 01. Oktober 2004 gültigen Annahmen herangezogen werden. Auf Grund des am 01. Oktober 2004 geringeren Diskontierungszinssatzes wurden die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen um 2 Mio € erhöht.

F2 Aktienorientierte Vergütung

Die unter ifrs angewendete Bewertung von in Geld vergüteten Management-Incentiveplänen auf Basis von beizulegenden Zeitwerten führte zu einem Anstieg der entsprechenden Rückstellungen in Höhe von 3 Mio €.

Passive latente Steuern

G2 ifrs-Anpassungen

Latente Steuern werden grundsätzlich wegen unterschiedlicher Bilanzierungsansätze nach ifrs/us-gaap und den jeweiligen nationalen steuerlichen Einkommensermittlungsmethoden gebildet. Wie zuvor beschrieben, hatte die Umstellung der Rechnungslegungsgrundsätze von us-gaap auf ifrs signifikante Änderungen in verschiedenen Bilanzpositionen zur Folge, die nationalen gesetzlichen steuerlichen Einkommensermittlungsmethoden blieben jedoch unverändert. Die Umstellung veränderte somit das beschriebene Verhältnis mit entsprechenden Auswirkungen auf die Bilanzansätze für latente Steuern. Vorschriften, die den Ansatz latenter Steuern nach us-gaap bzw. ifrs unterschiedlich regeln, sowie Abschreibungen auf Goodwill und reine Reklassifizierungen (z.B. die Umgliederung der Fremdanteile in das Eigenkapital) hatten nahezu keinen Einfluss auf die Veränderungen der latenten Steuern.

Die im Vergleich zu us-gaap weitergehenden Saldierungsmöglichkeiten latenter Steuern auf Ebene der Einzelgesellschaften führten generell sowohl zu einer Reduzierung der angesetzten aktiven als auch passiven latenten Steuern. Die Erhöhung des Nettobetrags latenter Steuern gegenüber dem sich nach us-gaap ergebenden Wert ist maßgeblich auf die nach ifrs höher bewerteten Pensionsrückstellungen

und niedriger bewerteten Sachanlagen zurückzuführen. Die ifrs-Anpassungen führten zu einer Reduzierung passiver latenter Steuern in Höhe von 757 Mio €.

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

H2 Leasing Wie in Fußnote g1 bereits dargestellt, werden bestimmte Leasing-Transaktionen, die unter us-gaap als Operating Lease klassifiziert wurden, unter ifrs als Finance Lease klassifiziert. Dies führte zu einer Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten 60 Mio €.

I2 Übrige langfristige Verbindlichkeiten

Die Bilanzierung der Put-Option bei der Dongyang Gruppe (vgl. b1) führte zum Ausweis einer Verbindlichkeit in Höhe von 42 Mio €.

Sonstige kurzfristige Rückstellungen

J2 Umgliederung

In der Vergangenheit entsprachen die Gliederungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns den Vorgaben der 4. und 7. eg-Richtlinie; ergänzt um zusätzliche nach us-gaap erforderliche Angaben im Anhang. Unter diesem Ausweis wurden bestimmte Verbindlichkeiten unter Rückstellungen ausgewiesen. Unter ifrs wurden 852 Mio € von Rückstellungen in die Position "Übrige Verbindlichkeiten" umgegliedert, da sie nicht die Definition einer Rückstellung unter ifrs erfüllen.

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

K2 Forderungsverkäufe Unter ifrs wird anhand der beim Verkäufer der Forderungen verbleibenden Chancen und Risiken sowie der Verfügungsmacht darüber entschieden, ob eine verkaufte Forderung tatsächlich aus der Konzernbilanz ausgebucht wird (vgl. o1). Dies führte zu einer entsprechenden Erhöhung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 238 Mio €.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

L2 Fertigungsaufträge

Nach ifrs werden sämtliche Fertigungsaufträge nach der Percentageof-Completion-Methode bilanziert (vgl. n1). Hieraus resultierte eine Umgliederung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in die übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 13 Mio €.

Übrige Verbindlichkeiten

M2 Umgliederung

Die Berücksichtigung der unter ifrs geltenden Definitionen bezüglich Rückstellungen und Verbindlichkeiten (vgl. j2) führte zu Umgliederungen von sonstigen Rückstellungen in übrige Verbindlichkeiten in Höhe von 852 Mio €.

N2 Eingebettete derivative Finanzinstrumente

Unter ifrs erfüllen mehrere Transaktionen nicht die für eine separate Berücksichtigung von eingebetteten Derivaten erforderlichen Voraussetzungen, da die Transaktionen in einer im Rahmen dieser Geschäfte üblichen Währung abgewickelt wurden. Daraus resultierte eine Reduzierung der übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 10 Mio €.

O2 Fertigungsaufträge

Nach ifrs werden sämtliche Fertigungsaufträge nach der Percentageof-Completion-Methode bilanziert (vgl. n1). Daher erhöhen sich die

übrigen Verbindlichkeiten (Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung – PoC) um 43 Mio €. Dies resultiert aus einem Überhang an erhaltenen Anzahlungen oder abgerechneten Beträgen im Vergleich zu den entsprechenden anteiligen Erlösen.

P2 Sale-and-lease-back-Transaktionen

Unter us-gaap wurden Gewinne aus Sale-and-lease-back-Transaktionen über die Vertragslaufzeit ratierlich erfasst. ifrs sieht vor, solche Gewinne in voller Höhe zum Zeitpunkt des Verkaufs zu erfassen, soweit der aus der Sale-and-lease-back-Transaktion resultierende Leasingvertrag als Operating Lease zu klassifizieren ist und die Transaktion zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt wurde. Dies führte zu einer Reduzierung des passivischen Rechnungsabgrenzungspostens in Höhe von 63 Mio €.

Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten

Q2 ifrs-Anpassungen

Nach ifrs erhöhten sich die Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten um 28 Mio €. Dies ist zurückzuführen auf Anpassungen bei Forderungsverkäufen (vgl. k2) in Höhe von 18 Mio €, bei Pensionsverpflichtungen (vgl. b2) in Höhe von 4 Mio € und bei passiven latenten Steuern (vgl. g2) in Höhe von 6 Mio €.

ÜBERLEITUNG DES EIGENKAPITALS ZUM 01. OKTOBER 2004

Mio €

Nr.
Eigenkapital nach US-GAAP zum 30.09.2004
8.327
a1, b1, c1
Immaterielle Vermögenswerte
d1, e1, f1, g1
– 417
Sachanlagen
h1, i1
– 168
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
k1
– 70
Aktive latente Steuern
l1, m1
– 272
Vorräte
n1, o1
2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
p1, q1
47
Sonstige Forderungen
r1, s1
– 75
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte
b2, c2, d2
11
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
e2, f2
– 1.095
Sonstige Rückstellungen
g2
– 8
Passive latente Steuern
h2
757
Finanzverbindlichkeiten
n2, o2, p2
– 60
Übrige Verbindlichkeiten
q2
33
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten
a2
– 10
Anteile anderer Gesellschafter 50
Sonstige Anpassungen
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG nach IFRS zum 01.10.2004
– 9
7.043
Anteile anderer Gesellschafter nach IFRS zum 01.10.2004 360
Eigenkapital nach IFRS zum 01.10.2004 7.403

2. Quartal 2005_2006 ThyssenKrupp IFRS-Überleitungsrechnungen und Zwischenabschluss IFRS-Überleitungsrechnungen

ÜBERLEITUNG DER KONZERN-BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2005

AKTIVA Mio €

Nr. US-GAAP
31.03.2005
IFRS IFRS
31.03.2005
a1 Anpassungen
Immaterielle Vermögenswerte
b1
4.610 – 289 4.321
Sachanlagen
c1
9.425 – 775 8.650
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 566 566
At equity bewertete Beteiligungen 311 9 320
Finanzielle Vermögenswerte
d1
673 – 4 669
Aktive latente Steuern
Langfristige Vermögenswerte
515
15.534
– 62
– 555
453
14.979
e1
Vorräte
f1
7.550 – 469 7.081
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.075 660 6.735
Sonstige Forderungen 1.218 – 63 1.155
Laufende Ertragsteueransprüche 375 0 375
Flüssige Mittel 3.013 0 3.013
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte
Kurzfristige Vermögenswerte
449
18.680
45
173
494
18.853
Summe Vermögenswerte 34.214 – 382 33.832

PASSIVA Mio €

Nr. US-GAAP
31.03.2005
IFRS IFRS
31.03.2005
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 9.335 Anpassungen
– 1.236
8.099
Anteile anderer Gesellschafter
Eigenkapital

9.335
358
– 878
358
8.457
Anteile anderer Gesellschafter 461 – 461
a2
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.031 1.013 8.044
Sonstige Rückstellungen
b2
505 4 509
Passive latente Steuern 780 – 502 278
Finanzverbindlichkeiten 4.017 58 4.075
Übrige Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten
0
12.333
206
779
206
13.112
c2
Sonstige Rückstellungen 2.133 – 973 1.160
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten
d2
545 1 546
Finanzverbindlichkeiten 715 149 864
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
e2
3.546 – 12 3.534
Übrige Verbindlichkeiten 4.806 972 5.778
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten
Kurzfristige Verbindlichkeiten
340
12.085
41
178
381
12.263
Verbindlichkeiten 24.879 496 25.375
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 34.214 – 382 33.832

a1 Immaterielle Vermögenswerte

Die Verminderung der immateriellen Vermögenswerte zum 31. März 2005 hat sich im Vergleich zum 01. Oktober 2004 um 96 Mio € ver-

ringert. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursachen: Der Betrag der unter ifrs in der Eröffnungsbilanz im Vergleich zu us-gaap zusätzlich vorgenommenen Wertberichtigungen auf Firmenwerte hat sich zum 31. März 2005 insbesondere wechselkursbedingt um 17 Mio € reduziert.

Der Betrag der aktivierten Entwicklungsaufwendungen hat sich um

11 Mio € erhöht. Aus der Bilanzierung einer Put-Option im Zusammenhang mit bestehenden Minderheitenanteilen an der Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) resultierte ein Anstieg des Firmenwertes um 100 Mio €.

B1 Sachanlagen

Die Verminderung der Sachanlagen zum 31. März 2005 im Vergleich zum 01. Oktober 2004 hat sich um 1.081 Mio € verringert. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursache:

In der ifrs-Eröffnungsbilanz wurde der Wohnungsbestand des ThyssenKrupp Konzerns aus den Sachanlagen in "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" umgegliedert. Durch die Veräußerung des Wohnimmobilien-Bereichs im 2. Quartal 2004/2005 ist der Umgliederungsbetrag zum 31. März 2005 entfallen.

C1 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Der Betrag der ifrs-Anpassungen zum 31. März 2005 hat sich im Vergleich zum 01. Oktober 2004 um 1.052 Mio € verringert als Folge des Verkaufs des Wohnimmobilien-Bereichs im 2. Quartal 2004/2005.

D1 Aktive latente Steuern

Die Verminderung der aktiven latenten Steuern zum 31. März 2005 hat sich zum 01. Oktober 2004 um 210 Mio € verringert.

Ursache hierfür sind die im Vergleich zu us-gaap weitergehenden Saldierungsmöglichkeiten latenter Steuern sowie Wechselkurseffekte.

E1 Vorräte

Die Verminderung der Vorräte hat sich zum 31. März 2005 im Vergleich zum 01.Oktober 2004 um 101 Mio € erhöht. Dies resultiert daraus, dass sich die im Zusammenhang mit der Percentage-of-Completion-Methode erforderliche Umgliederung in die Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" um 101 Mio € erhöht hat.

F1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist zum 31. März 2005 im Vergleich zum 01. Oktober 2004 um 7 Mio €

angestiegen. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursachen: Die im Zusammenhang mit der Percentage-of-Completion-Methode erforderliche Umgliederung aus den Vorräten in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich um 101 Mio € erhöht. Gleichzeitig nahm der Anpassungsbetrag aus der erweiterten Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode um 19 Mio € ab.

Auf Grund von Umstellungen von Asset-backed-Programmen auf Off-Balance-Bilanzierung, Umgliederungen in "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" sowie wechselkursbedingt ergab sich zum 31. März 2005 eine Erhöhung bilanzwirksamer Forderungsverkäufe von 89 Mio €.

A2 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen hat sich zum 31. März 2005 im Vergleich zum 01. Oktober 2004 um 82 Mio € verringert. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursachen:

Im Falle der Rückstellungen für Pensionen hat sich der Anpassungsbetrag durch die Anwendung der Fresh-Start-Methode in der Eröffnungsbilanz sowie auf Grund von Wechselkursänderungen um

28 Mio € verringert. Im Falle der Rückstellungen für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen ergibt sich ebenfalls durch die Anwendung der Fresh-Start-Methode in der Eröffnungsbilanz sowie auf Grund von Wechselkursänderungen ein Rückgang des Anpassungsbetrages um 35 Mio €.

B2 Passive latente Steuern

Der Rückgang der passiven latenten Steuen hat sich zum 31. März 2005 im Vergleich zum 01. Oktober 2004 um 255 Mio € verringert.

Ursache hierfür sind die im Vergleich zu us-gaap weitergehenden Saldierungsmöglichkeiten latenter Steuern auf Ebene der Einzelgesellschaften sowie Wechselkurseffekte.

C2 Sonstige kurzfristige Rückstellungen

Die Verminderung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen hat sich zum 31. März 2005 im Vergleich zum 01. Oktober 2004 um 121 Mio € erhöht.

Dies resultiert insbesondere aus einem Anstieg des Umgliederungsbetrages aus den Rückstellungen in die Position "Übrige Verbindlichkeiten".

D2 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Auf Grund von Umstellungen von Asset-backed-Programmen auf Off-Balance-Bilanzierung, Umgliederungen in "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" sowie wechselkursbedingt ergab sich zum 31. März 2005 ein Rückgang der Finanzverbindlichkeiten um 89 Mio €.

E2 Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Erhöhung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ist zum 31. März 2005 im Vergleich zum 01. Oktober 2004 um 141 Mio € angestiegen.

Dies resultiert insbesondere aus einem Anstieg des Umgliederungsbetrages aus den Rückstellungen in die Position "Übrige Verbindlichkeiten".

ÜBERLEITUNG DES EIGENKAPITALS ZUM 31. MÄRZ 2005

Mio €

Nr.
Eigenkapital nach US-GAAP zum 31.03.2005
9.335
a1
Immaterielle Vermögenswerte
b1
– 383
Sachanlagen
c1
– 133
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
d1
– 70
Aktive latente Steuern
f1
– 62
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28
Sonstige Forderungen – 65
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte
a2
1
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 1.013
Sonstige Rückstellungen
b2
– 5
Passive latente Steuern
d2
502
Finanzverbindlichkeiten
e2
– 58
Übrige Verbindlichkeiten – 64
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten – 2
Anteile anderer Gesellschafter 103
Sonstige Anpassungen
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG nach IFRS zum 31.03.2005
15
8.129
Anteile anderer Gesellschafter nach IFRS zum 31.03.2005 358
Eigenkapital nach IFRS zum 31.03.2005 8.487

ÜBERLEITUNG DER KONZERN-KAPITALFLUSS-RECHNUNG FÜR DAS 1. HALBJAHR 2004/2005

Der Free Cash-Flow, d.h. die Differenz aus Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit und Cash-Flow aus Investitionstätigkeit, verbesserte sich um 65 Mio € auf 1.480 Mio €. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die zahlungswirksame Verminderung der Verbindlichkeiten aus bilanzunwirksamen Forderungsverkäufen innerhalb des Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit erfasst wird. Dementsprechend wird der Zahlungseingang aus dem Verkauf einer Forderung erst dann im Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit erfasst, wenn die entsprechenden Kundenzahlungen an die Bank erfolgt sind.

ÜBERLEITUNG DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS 2. QUARTAL 2004/2005

Mio
Mio €
Nr. US-GAAP Weitere IFRS
2. Quartal IFRS-5- IFRS 2. Quartal
2004/2005 Anpassungen Anpassungen 2004/2005
a1, b1
Umsatzerlöse
10.265 324 21 10.610
c1, d1, e1
Umsatzkosten
– 8.514 – 319 33 – 8.800
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.751 5 54 1.810
Vertriebskosten
f1
– 646 – 30 2 – 674
Allgemeine Verwaltungskosten – 581 – 22 44 – 559
Sonstige betriebliche Erträge 54 4 7 65
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 84 – 12 – 2 – 98
Ergebnis aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen
Betriebliches Ergebnis
0
494
24
– 31
3
108
27
571
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 10 0 0 10
Sonstiges Finanzergebnis
g1
Finanzergebnis
– 41
– 31
– 1
– 1
– 91
– 91
– 133
– 123
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern 463 – 32 17 448
h1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
i1
– 179 – 4 – 8 – 191
Anteile anderer Gesellschafter
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten
– 11
273
0
– 36
11
20

257
Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern)
Periodenüberschuss
772
1.045
36
0
4
24
812
1.069
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 1.045 0 15 1.060
Anteile anderer Gesellschafter
Periodenüberschuss

1.045
0
0
9
24
9
1.069
Ergebnis je Aktie
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
0,55
2,10
– 0,07
0,00
0,02
0,03
0,50
2,13

2. Quartal 2004/2005 nach us-gaap

Die ursprünglich nach us-gaap veröffentlichte Konzern-Gewinn- und Verlustrechung für das 2. Quartal des Geschäftsjahres 2004/2005 wurde in der Weise angepasst, dass alle zum 30. September 2005 vorliegenden nicht fortgeführten Aktivitäten rückwirkend berücksichtigt werden. Aus der Anpassung für das 2. Quartal resultierte eine Reduzierung der Umsatzerlöse um 215 Mio € und eine Erhöhung des betrieblichen Ergebnisses um 16 Mio €. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern erhöhte sich um 18 Mio €.

ifrs-5-Anpassungen

Auf Grund der unterschiedlichen Kriterien von us-gaap und ifrs zur Klassifizierung einer nicht fortgeführten Aktivität werden folgende, unter us-gaap als nicht fortgeführte Aktivitäten eingestufte Veräußerungen unter ifrs als fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen:

Segment Steel (in der Zusammensetzung bis 30. September 2005) ¡

Edelstahl Witten-Krefeld GmbH ¡

Hoesch Contecna Systembau GmbH

  • Segment Automotive ¡
  • Bereich Alu Castings ¡
  • Europäisches Nutzfahrzeugfederngeschäft ¡

ThyssenKrupp Stahl Company

  • Segment Technologies ¡
  • ThyssenKrupp Stahlbau ¡
  • Operating Group Turbinenkomponenten
  • Segment Services ¡
  • Hommel-Gruppe ¡ Krupp Druckereibetriebe GmbH

Darüber hinaus wurden Aufwendungen, die im Zusammenhang mit Veräußerungen von nicht fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2003/2004 angefallen sind, unter ifrs nicht mehr als nicht fortge-

führte Aktivitäten ausgewiesen. Somit bleiben von den unter us-gaap ausgewiesenen nicht fortgeführten Aktivitäten unter ifrs nur die Veräußerungen der Bereiche MetalCutting und Wohnimmobilien als nicht fortgeführte Aktivitäten

bestehen. Die zur Überleitung nach ifrs erforderlichen Anpassungen zur Einbeziehung dieser eingeleiteten Veräußerungen in die fortgeführten Aktivitäten werden in der Spalte "ifrs-5-Anpassungen" dargestellt.

Weitere ifrs-Anpassungen

Weitere Anpassungen resultieren im Wesentlichen aus der Fortschreibung der Anpassungen, die für die Überleitung von us-gaap nach ifrs zum 01. Oktober 2004 in der Eröffnungsbilanz erforderlich waren.

Umsatzerlöse

A1 Eingebettete derivative Finanzinstrumente Nach ifrs dürfen für mehrere Transaktionen in Fremdwährung eingebettete Derivate nicht gesondert bilanziert werden, da diese Transaktionen in einer im Rahmen dieser Geschäftsaktivitäten üblichen Währung abgewickelt wurden. Dies führte zu einer Verminderung der Umsatzerlöse in Höhe von 30 Mio €, da die Effekte aus eingebetteten Fremdwährungsderivaten entsprechend eliminiert wurden.

B1 Fertigungsaufträge

Die erweiterte Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode führte zu einem Umsatzanstieg um 51 Mio €.

Umsatzkosten

Insgesamt wurden die Umsatzkosten insbesondere auf Grund der folgenden Sachverhalte um 33 Mio € reduziert:

C1 Eingebettete derivative Finanzinstrumente

Nach ifrs dürfen für mehrere Transaktionen in Fremdwährung eingebettete Derivate nicht gesondert bilanziert werden, da diese Transaktionen in einer im Rahmen dieser Geschäftsaktivitäten üblichen Währung abgewickelt wurden. Daraus resultierte eine Verminderung der Umsatzkosten um 27 Mio €, da die Effekte aus eingebetteten Fremdwährungsderivaten entsprechend eliminiert wurden.

D1 Personalaufwand

Die in den Umsatzkosten enthaltenen Personalaufwendungen verringerten sich um 38 Mio €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die unter ifrs wegfallende ergebniswirksame Verteilung von versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsplänen und pensionsähnlichen Plänen auf Grund der Anwendung der Fresh-Start-Methode für die Eröffnungsbilanz. Darüber hinaus verringerten sich einerseits die Umsatzkosten auf Grund der Umgliederung von Zinsaufwendungen für Pensionen in das Finanzergebnis. Andererseits erhöhten sie sich wegen der ebenfalls vorgenommenen Umgliederung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in das Finanzergebnis.

E1 Fertigungsaufträge

Die erweiterte Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode führte zu einem Anstieg der Umsatzkosten um 46 Mio €.

Allgemeine Verwaltungskosten

F1 Personalaufwand Die in den allgemeinen Verwaltungskosten berücksichtigten Personalaufwendungen verringerten sich um 51 Mio €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die unter ifrs wegfallende ergebniswirksame Verteilung von versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsplänen und pensionsähnlichen Plänen auf Grund der Anwendung der Fresh-Start-Methode für die Eröffnungsbilanz. Darüber hinaus verringerten sich die allgemeinen Verwaltungskosten auf Grund der Umgliederung von Zinsaufwendungen für Pensionen in das Finanzergebnis, während sich die Umgliederung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in das Finanzergebnis erhöhend auswirkte.

Finanzergebnis

G1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Rückgang des Finanzergebnisses um 91 Mio € ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Berücksichtigung des Zinsaufwands für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 106 Mio €, wobei die gleichzeitige Berücksichtigung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in Höhe von 20 Mio € gegenläufig wirkt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

H1 IFRS-Anpassungen

Der Anstieg der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 8 Mio € ist auf latente Steuern zurückzuführen, die aus ifrs-Anpassungen resultieren.

Anteile anderer Gesellschafter

I1 Umgliederung Unter us-gaap wurde der Konzern-Periodenüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter dargestellt. Unter ifrs sind im Konzern-Periodenüberschuss die auf andere Gesellschafter entfallenden Gewinne und Verluste enthalten. Diese Umgliederung führte zu einer Erhöhung des Periodenüberschusses um 11 Mio €.

ÜBERLEITUNG DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS 1. HALBJAHR 2004/2005

Mio
Mio €
Nr. US-GAAP Weitere IFRS
1. Halbjahr IFRS-5- IFRS 1. Halbjahr
2004/2005 Anpassungen Anpassungen 2004/2005
Umsatzerlöse a1
Umsatzkosten b1 19.987 661 50 20.698
Bruttoergebnis vom Umsatz – 16.470
3.517
– 594
67
60
110
– 17.004
3.694
Vertriebskosten c1 – 1.277 – 55 2 – 1.330
Allgemeine Verwaltungskosten – 1.160 – 57 106 – 1.111
Sonstige betriebliche Erträge 112 4 13 129
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 162 – 16 6 – 172
Ergebnis aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen
Betriebliches Ergebnis
2
1.032
32
– 25
3
240
37
1.247
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 16 0 3 19
Sonstiges Finanzergebnis
Finanzergebnis
d1 – 112
– 96
– 2
– 2
– 174
– 171
– 288
– 269
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern 936 – 27 69 978
e1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag f1 – 363 – 8 – 28 – 399
Anteile anderer Gesellschafter
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten
– 32
541
0
– 35
32
73

579
Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern)
Periodenüberschuss
779
1.320
35
0
7
80
821
1.400
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 1.320 0 49 1.369
Anteile anderer Gesellschafter
Periodenüberschuss

1.320
0
0
31
80
31
1.400
Ergebnis je Aktie
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
1,09
2,65
– 0,07
0,00
0,08
0,10
1,10
2,75

1. Halbjahr 2004/2005 nach us-gaap

Die ursprünglich nach us-gaap veröffentlichte Konzern-Gewinn- und Verlustrechung für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2004/2005 wurde in der Weise angepasst, dass alle zum 30. September 2005 vorliegenden nicht fortgeführten Aktivitäten rückwirkend berücksichtigt werden. Aus der Anpassung für das 1. Halbjahr resultierte eine Reduzierung der Umsatzerlöse um 465 Mio € und eine Erhöhung des betrieblichen Ergebnisses um 19 Mio €. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern erhöhte sich um 23 Mio €.

ifrs-5-Anpassungen

Auf Grund der unterschiedlichen Kriterien von us-gaap und ifrs zur Klassifizierung einer nicht fortgeführten Aktivität werden folgende, unter us-gaap als nicht fortgeführte Aktivitäten eingestufte Veräußerungen unter ifrs als fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen:

Segment Steel (in der Zusammensetzung bis 30. September 2005)

  • ¡
  • Edelstahl Witten-Krefeld GmbH ¡ Hoesch Contecna Systembau GmbH
  • Segment Automotive ¡
  • Bereich Alu Castings ¡
  • Europäisches Nutzfahrzeugfederngeschäft ¡
  • ThyssenKrupp Stahl Company
  • Segment Technologies ¡
  • ThyssenKrupp Stahlbau ¡ Operating Group Turbinenkomponenten
  • Segment Services ¡
  • Hommel-Gruppe ¡ Krupp Druckereibetriebe GmbH

Darüber hinaus wurden Aufwendungen, die im Zusammenhang mit Veräußerungen von nicht fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2003/2004 angefallen sind, unter ifrs nicht mehr als nicht fortge-

führte Aktivitäten ausgewiesen. Somit bleiben von den unter us-gaap ausgewiesenen nicht fortgeführten Aktivitäten unter ifrs nur die Veräußerungen der Bereiche MetalCutting und Wohnimmobilien als nicht fortgeführte Aktivitäten

bestehen. Die zur Überleitung nach ifrs erforderlichen Anpassungen zur Einbeziehung dieser eingeleiteten Veräußerungen in die fortgeführten Aktivitäten werden in der Spalte "ifrs-5-Anpassungen" dargestellt.

Weitere IFRS-Anpassungen

Weitere Anpassungen resultieren im Wesentlichen aus der Fortschreibung der Anpassungen, die für die Überleitung von us-gaap nach ifrs zum 01. Oktober 2004 in der Eröffnungsbilanz erforderlich waren.

Umsatzerlöse

A1 Fertigungsaufträge

Die erweiterte Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode führte zu einem Anstieg der Umsatzerlöse um 50 Mio €.

Umsatzkosten

B1 Personalaufwand

Die in den Umsatzkosten enthaltenen Personalaufwendungen verringerten sich um 85 Mio €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die unter ifrs wegfallende ergebniswirksame Verteilung von versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsplänen und pensionsähnlichen Plänen auf Grund der Anwendung der Fresh-Start-Methode für die Eröffnungsbilanz. Darüber hinaus verringerten sich einerseits die Umsatzkosten auf Grund der Umgliederung von Zinsaufwendungen für Pensionen in das Finanzergebnis. Andererseits erhöhten sie sich wegen der ebenfalls vorgenommenen Umgliederung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in das Finanzergebnis.

Allgemeine Verwaltungskosten

C1 Personalaufwand Die in den allgemeinen Verwaltungskosten berücksichtigten Personalaufwendungen verringerten sich um 114 Mio €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die unter ifrs wegfallende ergebniswirksame Verteilung von versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsplänen und pensionsähnlichen Plänen auf Grund der Anwendung der Fresh-Start-Methode für die Eröffnungsbilanz. Darüber hinaus verringerten sich die allgemeinen Verwaltungskosten

auf Grund der Umgliederung von Zinsaufwendungen für Pensionen in das Finanzergebnis, während sich die Umgliederung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in das Finanzergebnis erhöhend auswirkte.

Finanzergebnis

D1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Rückgang des Finanzergebnisses um 171 Mio € ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Berücksichtigung des Zinsaufwands für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 212 Mio €, wobei die gleichzeitige Berücksichtigung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in Höhe von 40 Mio € gegenläufig wirkt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

E1 IFRS-Anpassungen

Der Anstieg der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 28 Mio € ist auf latente Steuern zurückzuführen, die aus ifrs-Anpassungen resultieren.

Anteile anderer Gesellschafter

F1 Umgliederung

Unter us-gaap wurde der Konzern-Periodenüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter dargestellt. Unter ifrs sind im Konzern-Periodenüberschuss die auf andere Gesellschafter entfallenden Gewinne und Verluste enthalten. Diese Umgliederung führte zu einer Erhöhung des Periodenüberschusses um 32 Mio €.

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in €

2. Quartal 1. Halbjahr
Anhang-Nr. 2. Quartal
2004/2005
2005/2006 1. Halbjahr
2004/2005
2005/2006
10
Umsatzerlöse
5
10.610 11.786 20.698 22.728
Umsatzkosten
Bruttoergebnis vom Umsatz
– 8.800
1.810
– 9.796
1.990
– 17.004
3.694
– 19.005
3.723
Vertriebskosten – 674 – 695 – 1.330 – 1.336
Allgemeine Verwaltungskosten
6
– 559 – 596 – 1.111 – 1.160
Sonstige betriebliche Erträge 65 286 129 437
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 98 – 109 – 172 – 255
Ergebnis aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen
Betriebliches Ergebnis
27
571
1
877
37
1.247
12
1.421
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 10 9 19 12
Zinserträge 43 65 85 126
Zinsaufwendungen – 177 – 174 – 360 – 361
Sonstiges Finanzergebnis
Finanzergebnis
1
– 123
– 4
– 104
– 13
– 269
0
– 223
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern 448 773 978 1.198
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten
– 191
257
– 332
441
– 399
579
– 502
696
Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern)
Periodenüberschuss
812
1.069
0
441
821
1.400
0
696
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 1.060 429 1.369 679
Anteile anderer Gesellschafter
Periodenüberschuss
9
1.069
12
441
31
1.400
17
696
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert)
11
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
0,50
2,13
0,84
0,84
1,10
2,75
1,33
1,33

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum ungeprüften, zusammengefassten Konzern-Zwischenabschluss.

KONZERN-BILANZ

Aktiva Mio €

Anhang-Nr.Anhang-Nr. 30.09.2005 31.03.2006
Immaterielle Vermögenswerte 4.589 4.752
Sachanlagen 8.743 8.705
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 557 538
At equity bewertete Beteiligungen 337 344
Finanzielle Vermögenswerte 181 161
Aktive latente Steuern
Langfristige Vermögenswerte
745
15.152
411
14.911
Vorräte 6.862 6.677
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.668 7.072
Sonstige Forderungen 1.133 1.589
Laufende Ertragsteueransprüche 270 59
Flüssige Mittel
3
4.625 4.563
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte
Kurzfristige Vermögenswerte
591
20.149
194
20.154
Summe Vermögenswerte 35.301 35.065

Passiva Mio €

Anhang-Nr.AnhanAnhang-Nr. 30.09.2005 31.03.2006
Gezeichnetes Kapital 1.317 1.317
Kapitalrücklage 4.684 4.684
Gewinnrücklagen 2.171 2.331
Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen – 315 – 306
davon entfallen auf Disposal Groups (30.09.2005: –1; 31.03.2006: –1)
Eigene Anteile
Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG
– 368
7.489
0
8.026
Anteile anderer Gesellschafter
Eigenkapital
389
7.878
368
8.394
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Sonstige Rückstellungen 8.892 8.717
Passive latente Steuern 417 642
Finanzverbindlichkeiten 440 431
Übrige Verbindlichkeiten 3.085 2.932
Langfristige Verbindlichkeiten 207
13.041
51
12.773
Sonstige Rückstellungen
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 1.169 1.466
Finanzverbindlichkeiten 465 421
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.773 1.768
Übrige Verbindlichkeiten 3.976 3.890
3
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten
6.369 6.093
Kurzfristige Verbindlichkeiten 630
14.382
260
13.898
Verbindlichkeiten 27.423 26.671
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 35.301 35.065

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum ungeprüften, zusammengefassten Konzern-Zwischenabschluss.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Mio €

1. Halbjahr
2004/2005
1. Halbjahr
2005/2006
Periodenüberschuss 1.400 696
Anpassungen des Periodenüberschusses für die Überleitung zum Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit:
Latente Steueraufwendungen/Steuererträge 271 301
Abschreibungen Anlagevermögen 728 743
Ergebnisse aus at equity bewerteten Unternehmen, soweit nicht zahlungswirksam – 13 – 10
Ergebnis aus Anlagenabgang – 34 – 14
Ergebnis aus dem Verkauf nicht fortgeführter Aktivitäten – 875 0
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen:
- Vorräte – 1.170 212
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 203 – 432
- Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 171 5
- Übrige Rückstellungen – 57 – 34
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 201 – 121
- Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit
200
– 125
– 404
942
Investitionen in at equity bewertete Beteiligungen und in finanzielle Vermögenswerte – 258 – 225
Übernommene Flüssige Mittel aus dem Erwerb von konsolidierten Gesellschaften 342 37
Investitionen in Sachanlagen und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien – 631 – 692
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte – 47 – 54
Desinvestitionen von at equity bewerteten Beteiligungen und finanziellen Vermögenswerten 2.132 80
Abgegebene Flüssige Mittel aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften – 4 – 25
Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 70 60
Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
1
1.605
8
– 811
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen 754 0
Tilgung von Anleihen – 5 – 4
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 272 400
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – 437 – 412
(Abnahme)/Zunahme Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen – 9 3
Zunahme/(Abnahme) Akzeptverbindlichkeiten
Abnahme Verbindlichkeiten aus bilanzunwirksamen Forderungsverkauf
– 18 6
Zunahme kurzfristige Wertpapiere – 65 – 115
Einzahlungen aus der Ausgabe eigener Aktien – 33 – 24
Dividendenzahlungen der ThyssenKrupp AG aus dem Vorjahr 0 268
Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter – 299 – 412
Sonstige Finanzierungsvorgänge – 21 – 16
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 19
158
23
– 283
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Flüssigen Mittel – 9 0
Zunahme/(Abnahme) der Flüssigen Mittel 1.629 – 152
Flüssige Mittel am Beginn der Berichtsperiode 1.395 4.715
Flüssige Mittel am Ende der Berichtsperiode 3.024 4.563
(davon Flüssige Mittel der Discontinued Operations/Disposal Groups) (11) (0)

KONZERN-AUFSTELLUNG DER ERFASSTEN ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

Mio €
1. Halbjahr
Anhang-Nr. 1. Halbjahr 2005/2006
2004/2005
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 0 – 4
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 0 11
Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus derivativen Finanzinstrumenten – 31 10
Steuereffekt
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (nach Steuern)
14
– 17
– 8
9
Periodenüberschuss 1.400 696
Insgesamt erfasste Erträge und Aufwendungen 1.383 705
Davon:
Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 1.355 688
Anteile anderer Gesellschafter 28 17

KONZERN-EIGENKAPITALENTWICKLUNG

Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl

Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG
Aktienanzahl
im Umlauf
Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Kumulierte
direkt im
Eigenkapital
erfasste
Erträge und
Aufwendungen
Eigene
Anteile
Gesamt Anteile
anderer
Gesellschafter
Gesamtes
Eigenkapital
Stand am 01.10.2004 498.338.299 1.317 4.684 1.439 – 10 – 387 7.043 360 7.403
Periodenüberschuss 1.369 1.369 31 1.400
Direkt im Eigenkapital erfasste
Erträge und Aufwendungen
Steuern auf direkt im Eigen
– 28 – 28 – 3 – 31
kapital erfasste Erträge und
Aufwendungen
14 14 0 14
Gewinnbeteiligung Anteile
anderer Gesellschafter
0 – 21 – 21
Dividendenzahlung – 299 – 299 – 299
Sonstige Veränderungen
Stand am 31.03.2005
498.338.299 1.317 4.684 2.509 – 24 – 387 0
8.099
– 9
358
– 9
8.457
Stand am 30.09.2005 499.149.151 1.317 4.684 2.171 – 315 – 368 7.489 389 7.878
Periodenüberschuss 679 679 17 696
Direkt im Eigenkapital erfasste
Erträge und Aufwendungen
Steuern auf direkt im Eigen
17 17 0 17
kapital erfasste Erträge und
Aufwendungen
– 8 – 8 0 – 8
Gewinnbeteiligung Anteile
anderer Gesellschafter
0 – 16 – 16
Dividendenzahlung – 412 – 412 – 412
Ausgabe eigener Anteile
Sonstige Veränderungen
15.339.893 – 100
– 7
368 268
– 7
0
– 22
268
– 29
Stand am 31.03.2006 514.489.044 1.317 4.684 2.331 – 306 0 8.026 368 8.394

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum ungeprüften, zusammengefassten Konzern-Zwischenabschluss.

ANHANG ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Unternehmensinformation

Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft ("ThyssenKrupp ag" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzernabschluss zur Zwischenberichterstattung der ThyssenKrupp ag und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für das zweite Quartal und das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2005/2006 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 08. Mai 2006 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende ungeprüfte Konzernabschluss zum Zwischenbericht wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (ifrs) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (iasb) für die Zwischenberichterstattung erstellt. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß ifrs für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erfor-

derlich sind. Der vorliegende ungeprüfte Konzernabschluss zum Zwischenbericht enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage zum Zwischenergebnis erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 31. März 2006 endenden Berichtsperioden lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger

Ergebnisse zu. Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung in Übereinstimmung mit ias 34 "Interim Financial Reporting" muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Dieser Konzernabschluss zur Zwischenberichterstattung wurde auf Basis der ifrs erstellt, die für die erstmalige Aufstellung des Konzernjahresabschlusses nach ifrs zum 30. September 2006 verbindlich anzuwenden sind oder die freiwillig vorzeitig angewendet werden können. Auf Basis dieser ifrs hat der Vorstand Annahmen bezüglich der erwarteten Rechnungslegungsgrundsätze getroffen, die voraussichtlich zur Anwendung kommen werden, wenn der erste Konzernabschluss für ein ganzes Geschäftsjahr zum 30. September 2006 erstellt wird.

Die ifrs, die für den Konzernabschluss zum 30. September 2006 entweder verbindlich anzuwenden oder freiwillig vorzeitig anwendbar sind, können derzeit noch Änderungen erfahren oder durch Interpretationen ergänzt werden und können deshalb noch nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Daher können die Rechnungslegungsgrundsätze für das Geschäftsjahr, die auch für diesen Zwischenbericht relevant sind, erst endgültig zum Zeitpunkt der Erstellung des ersten Konzernjahresabschlusses nach ifrs zum 30. September 2006 bestimmt werden.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung gemäß ias 34 führte im Vergleich zu den im letzten Konzernjahresabschluss angewendeten Vorschriften (= us-gaap) zu Veränderungen der Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns. Die nachfolgend dargestellten Rechnungslegungsgrundsätze wurden für alle in diesem Zwischenbericht dargestellten Perioden angewendet. Sie wurden auch entsprechend den Vorschriften des ifrs 1 für die Erstellung der Eröffnungsbilanz nach ifrs zum 01. Oktober 2004 herangezogen. Die Auswirkungen des Übergangs von us-gaap nach ifrs

wurden bereits erläutert. Die folgenden Rechnungslegungsgrundsätze wurden konzernweit einheitlich zur Erstellung dieses Zwischenberichts angewendet.

1Grundsätze der Rechnungslegung

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Der Konzernabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, da dies die Währung ist, in der die Mehrzahl der Transaktionen des Konzerns durchgeführt wird. Alle Beträge werden, soweit nicht anders dargestellt, in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben.

Konsolidierung

In den Konzernabschluss sind die ThyssenKrupp ag sowie alle wesentlichen Unternehmen, über die die ThyssenKrupp ag mittelbar oder unmittelbar Kontrolle ausübt, einbezogen. Kontrolle besteht dann, wenn die ThyssenKrupp ag die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Bei der Bestimmung eines Kontrollverhältnisses werden auch potentielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, berücksichtigt. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Kontrolle bis zur Beendigung der Kontrolle in den Konzernabschluss einbezogen. Bei einem Unternehmenserwerb werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bewertet. Anteile anderer Gesellschafter werden entsprechend ihrer Anteile an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Wesentliche assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern durch Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Kontrolle, ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn der Konzern einen Stimmrechtsanteil von 20 % oder mehr hält ("assoziierte Unternehmen"). Soweit ein Konzernunternehmen mit einem assoziierten Unternehmen Transaktionen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.

Gemeinschaftlich geführte Unternehmen (Joint Ventures) werden nach der Equity-Methode bilanziert. Soweit der Konzern Transaktionen mit einem gemeinschaftlich geführten Unternehmen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem gemeinschaftlich geführten Unternehmen eliminiert.

Ein aus einem Unternehmenserwerb resultierender Firmenwert repräsentiert den Betrag, um den die Anschaffungskosten den Konzernanteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens, assoziierten oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbsstichtag übersteigen. Der Firmenwert wird als Vermögenswert bilanziert und jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen, sofern nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Anhaltspunkte bestehen oder Ereignisse ein-

treten, die eine Wertminderung vermuten lassen. Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten der assoziierten bzw. gemeinschaftlich geführten Unternehmen enthalten. Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines Tochterunternehmens resultieren, werden gesondert

in der Bilanz ausgewiesen. Im Falle der Veräußerung eines Tochterunternehmens, eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens wird der zurechenbare Anteil des Firmenwertes bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses berücksichtigt.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung und die Berichtswährung der ThyssenKrupp ag und der relevanten europäischen Tochtergesellschaften ist der Euro (€). Transaktionen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Transaktion mit dem zu diesem Zeitpunkt gültigen Wechselkurs erfasst. Nominal in Fremdwährung gebundene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden jeweils mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden auf Basis ihrer funktionalen Währung, welche in der Regel der Landeswährung entspricht, in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt nach der Stichtagskursmethode, d.h. die Bilanzen werden von der funktionalen Währung in die Berichtswährung mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet. Nettogewinne oder -verluste, die aus der Währungsumrechnung resultieren, werden zusammengefasst und innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Solche Umrechnungsdifferenzen werden in der Periode, in der das betreffende Tochterunternehmen veräußert wird, ergebniswirksam ausgewiesen.

Bei Nicht-us-Gesellschaften, die ihre Absatz- und Beschaffungsgeschäfte sowie ihre Finanzierung im Wesentlichen in us-Dollar abwickeln, ist die funktionale Währung nicht die Landeswährung, sondern der us-Dollar. Die Umrechnung der in Landeswährung aufgestellten Abschlüsse in die funktionale Währung erfolgt in diesen Fällen nach der Zeitbezugsmethode. Danach werden alle nicht monetären Vermögenswerte (z.B. Sachanlagen) einschließlich der hierauf entfallenden Abschreibungen und das Eigenkapital mit den Durchschnittskursen des jeweiligen Zugangsjahres in us-Dollar umgerechnet. Alle übrigen Bilanzpositionen werden mit Stichtagskursen und alle übrigen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet. Entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst. Anschließend werden die us-Dollar-Abschlüsse nach der Stichtagskursmethode in die Berichtswährung umgerechnet.

Umsatzrealisierung

Umsätze aus Warenverkäufen werden ausgewiesen, sobald die wesentlichen Chancen und Risiken des Eigentums auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Im Übrigen werden Umsätze unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte ausgewiesen.

Umsätze und Aufwendungen aus Fertigungsaufträgen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen werden. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Auftragskosten. Aufträge, bei denen der Konzern Generalunternehmer- oder Engineeringleistungen erbringt, werden ebenfalls wie Fertigungsaufträge behandelt. Nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanzierte Fertigungsaufträge werden entsprechend den zum Stichtag aufgelaufenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinns bewertet. Auftragsänderungen, Nachforderungen oder Leistungsprämien werden insoweit berücksichtigt, wie sie mit dem Kunden bereits verbindlich vereinbart wurden.

Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Auftragskosten wer-

den in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand ausgewiesen. Ist absehbar, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen, wird der erwartete Verlust unmittelbar als Aufwand

ausgewiesen. Umsatzerlöse aus Verträgen, die mehrere Vertragselemente (z.B. Warenverkäufe in Kombination mit Dienstleistungen) beinhalten, werden erfasst, wenn das jeweilige Vertragselement geliefert oder erbracht worden ist. Die Umsatzrealisierung erfolgt auf Basis objektiv nachvollziehbarer relativer beizulegender Zeitwerte der einzelnen Vertragselemente.

Zinserträge werden unter Berücksichtigung des ausstehenden Kapitalbetrags und des geltenden Zinssatzes zeitanteilig vereinnahmt. Dividendenerträge aus Kapitalanlagen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Zahlung rechtlich entstanden ist.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Aufwendungen für Forschung werden sofort ergebniswirksam erfasst. Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Solange ein Entwicklungsprojekt nicht abgeschlossen ist, erfolgt eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit, soweit nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) berechnet sich aus der Division des auf die Aktionäre der ThyssenKrupp ag entfallenden Anteils am Periodenergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien. Während einer Periode neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt. In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum von in der Regel 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den zukünftigen Erwartungen angepasst. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden überwiegend in den Umsatzkosten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Sachanlagen

Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Aktivierte Herstellungskosten für selbst erstellte Sachanlagen umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ist für die Herstellung eines Vermögenswertes ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen, werden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten bis zur Erlangung des gebrauchsfertigen Zustandes als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswertes aktiviert. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden sofort als Aufwand erfasst. Kosten für den Ersatz von Komponenten oder für Generalüberholungen von Sachanlagen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließt und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Sofern abnutzbare Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren Komponenten mit jeweils unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten gesondert

ausgewiesen und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Stilllegung werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten und die entsprechenden kumulierten Abschreibungen der Anlagen aus der Bilanz ausgebucht; dabei entstehende Gewinne oder

Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Für die planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Gebäude, inklusive als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien 10 bis 50 Jahre
Grundstückseinrichtungen, Einbauten in Gebäude 15 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
8 bis 25 Jahre
3 bis 10 Jahre

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden und nicht für die eigene Produktion, für die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen, für Verwaltungszwecke oder für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu Anschaffungsoder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet.

Wertminderungen

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert; der höhere Wert ist maßgeblich. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cash-Flows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.

Aus Unternehmenserwerben resultierende Firmenwerte werden identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) zugeordnet. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer Cash Generating Unit wird regelmäßig jährlich auf Werthaltigkeit überprüft und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten

Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswertes.

Im Falle von Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Cash Generating Units werden zunächst bestehende Firmenwerte reduziert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Firmenwertes, wird die Differenz in der Regel proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der Cash Generating Units

verteilt. Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der Cash Generating Unit, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe des erzielbaren Betrags. Die Wertaufholung ist

begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam. Wertaufholungen im Zusammenhang mit vorgenommenen Wertberichtigungen auf Firmenwerte sind nicht zulässig.

Leasing

Leasingtransaktionen sind entweder als Finance Lease oder als Operating Lease zu klassifizieren. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt, werden als Finance Lease behandelt. Dementsprechend aktiviert der Konzern das Leasingobjekt zum niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingraten und schreibt den Leasinggegenstand in der Folge über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit ab. Zugleich wird eine entsprechende Verbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben wird. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden als Operating Lease behandelt. In diesem Fall werden die Leasingzah-

lungen linear als Aufwand erfasst. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft bilanziert. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Gegenstand in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Leasingzahlungen werden bei Forderungsentstehung als Ertrag ausgewiesen.

Vorräte

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten. In der Regel werden Vorräte nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch auf Basis einer üblichen Kapazitätsauslastung zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Forderungen

Forderungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen ausgewiesen.

Un- oder unterverzinsliche Forderungen mit einer erwarteten Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Der Diskontierungsbetrag wird ratierlich bis zur Fälligkeit der Forderung im Zinsertrag ver-

einnahmt. Der Konzern verkauft ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Wechsel auf revolvierender oder auf einmaliger Basis an nicht konsoldierungspflichtige Zweckgesellschaften (special purpose entities) und andere Finanzinstitute. Auf diese Weise verkaufte Finanzaktiva werden zum Zeitpunkt des Verkaufs aus der Konzernbilanz ausgebucht, soweit im Wesentlichen alle Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen werden und die Durchleitung der mit diesen Finanzaktiva verbundenen Cash-Flows sichergestellt ist. Wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken weder übertragen noch behalten werden, werden die Finanzaktiva zum Zeitpunkt des Verkaufs nur dann aus der Konzernbilanz ausgebucht, wenn sichergestellt ist, dass die aus den Finanzaktiva resultierenden Cash-Flows an den Erwerber durchgeleitet werden und der Erwerber die Kontrolle über die Finanzaktiva erhalten hat. Soweit im Wesentlichen alle Chancen und Risiken beim Konzern verbleiben, werden die Finanzaktiva als Sicherung einer passivierten Verbindlichkeit weiterhin in der Bilanz ausgewiesen.

Wertpapiere

Wertpapiere werden zum Erfüllungstag mit ihren Anschaffungskosten

bilanziert. Vom Konzern gehaltene Wertpapiere werden als "zur Veräußerung verfügbar" (available for sale) klassifiziert und zu den jeweiligen Bilanzstichtagen zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung resultierenden unrealisierten Gewinne und Verluste werden zunächst ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Bei Veräußerung der Wertpapiere oder bei Eintritt einer dauerhaften Wertminderung werden die bis dahin direkt im Eigenkapital berücksichtigten kumulierten Gewinne und Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung der laufenden Periode erfasst.

Flüssige Mittel

Flüssige Mittel umfassen Barmittel, Schecks und Bankguthaben, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu drei Monate beträgt.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nach der Bilanz-Ansatz-Methode auf zeitlich befristete Differenzen zwischen Wertansätzen in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge und für anrechenbare Steuern angesetzt. Auf diese Weise ermittelte Differenzen werden grundsätzlich immer berücksichtigt, wenn sie zu passiven latenten Steuern führen. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden. Aktive und passive

latente Steuern werden auch auf temporäre Differenzen, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, angesetzt, mit

der Ausnahme von temporären Differenzen auf Firmenwerte. Zur Berechnung latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen, soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit Sachverhalte, die eine Veränderung der latenten Steuern nach sich ziehen, direkt gegen das Eigenkapital gebucht werden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern (z.B. Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, aufgelaufene versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Zeitbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren und von derivativen Finanzinstrumenten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen sind nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bewertet. Alle bis zum Stichtag des Übergangs auf die Bilanzierung nach den Vorschriften der ifrs, dem 01. Oktober 2004, aufgelaufenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurden sofort innerhalb des Eigenkapitals erfasst. Alle nach dem 01. Oktober 2004 anfallenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden ebenfalls sofort innerhalb des Eigenkapitals erfasst und in der Konzern-Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen

(statement of recognised income and expense) dargestellt. Soweit ein zur Refinanzierung von Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen aufgebautes Fondsvermögen die Verpflichtungen übersteigt, ist die Aktivierung des Überhangs begrenzt. Determinanten für die Begrenzung sind noch unberücksichtigter Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen sowie der Barwert von künftigen Rückerstattungen aus dem Plan oder von

Minderungen zukünftiger Beitragszahlungen. Der Dienstzeitaufwand für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird als Aufwand innerhalb des betrieblichen Ergebnisses ausgewiesen. Der im Netto-Pensionsaufwand enthaltene Zinsaufwand und der erwartete Kapitalertrag des Fondsvermögens werden im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit Planverbesserungen zugesagt werden, wird noch unberücksichtigter Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Im Falle einer unmittelbaren Unverfallbarkeit der Anwartschaften erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Erfassung.

Verpflichtungen des Konzerns aus beitragsorientierten Versorgungsplänen werden ergebniswirksam innerhalb des betrieblichen

Ergebnisses erfasst. Der Konzern verfügt auch über Pensionspläne, die gemeinschaftlich mit nicht verbundenen Unternehmen unterhalten werden (multiemployer plans). Soweit die erforderlichen Informationen zur Verfügung stehen, werden diese Pläne als leistungsorientierte Pläne bilanziert, andernfalls als beitragsorientierte Pläne.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung hat und diese Verpflichtung wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen wird, deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Ist der Zinseffekt wesentlich, wird die Rückstellung zum risikoadäquaten Marktzins abgezinst.

Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreffenden Waren oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistungen gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller zukünftig möglichen, mit ihren Eintrittswahrschein-

lichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan erstellt und

dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Rückstellungen für drohende Verluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten.

Aktienorientierte Vergütung

Der Konzern verfügt über Incentivepläne, in deren Rahmen ausgewählten Führungskräften Wertzuwachsrechte bzw. Wertrechte gewährt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Rechte wird zum Zeitpunkt der Gewährung (grant date) berechnet und als Aufwand linear über den Erdienungszeitraum (vesting period) verteilt und eine entsprechende Rückstellung ausgewiesen. Die Rückstellung wird zu jedem Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Auszahlung neu bewertet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes der Rückstellung werden innerhalb des betrieblichen Ergebnisses berücksichtigt.

Darüber hinaus gewährt der Konzern im Rahmen eines Mitarbeiteraktienplans ausgewählten Führungskräften das Recht, Aktien zu einem Rabatt zu erwerben. Der Aufwand dieser aktienbasierten Vergütung wird auf Basis der Schätzung des Rabatts in Bezug auf die Aktien linear über den Zeitraum von der Bekanntmachung des Angebots bis zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem der Begünstigte den Mitarbeiteraktienplan annimmt.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden mit dem Auszahlungsbetrag nach Abzug direkter Transaktionskosten bilanziert. Finanzierungskosten einschließlich Agio, welches im Rahmen von Tilgungen oder Rückzahlungen zu erstatten ist, werden periodisch abgegrenzt und erhöhen den Buchwert der Verbindlichkeit, soweit sie nicht bereits in der Periode des Anfalls bezahlt wurden.

Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente ein, um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisänderungen entgegenzuwirken, die im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit sowie im Rahmen von Investitions- und Finanztransaktionen entstehen können. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte eingesetzt. Solche derivative Finanzinstrumente und so genannte eingebettete derivative Finanzinstrumente, die integraler Bestandteil von bestimmten Verträgen sind und gesondert ausgewiesen werden müssen, werden sowohl bei erstmaliger Bilanzierung als auch in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne oder Verluste aus Zeitwertschwankungen werden sofort ergebniswirksam erfasst.

Wenn derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken eingesetzt werden, ermöglicht ias 39 bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge

Accounting. Soweit ein derivatives Finanzinstrument zur Sicherung von Cash-Flow-Schwankungen einer erwarteten, mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion oder zur Sicherung von Schwankungen aus Währungsrisiken einer festen vertraglichen Verpflichtung dient (so genannte Cash-Flow-Hedges), wird der effektive Teil der Zeitwertschwankungen ergebnisneutral sofort innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Umgliederung aus dem Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Der aus der Bestimmung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs aus Grund- und Sicherungsgeschäft verbleibende ineffektive Teil des Derivates sowie Anpassungen auf Grund von Zinseffekten werden sofort in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft, verkauft, beendet oder ausgeübt wird oder der Sicherungszusammenhang nicht mehr besteht, aber trotzdem erwartet wird, dass das geplante Grundgeschäft eintritt, verbleiben sämtliche bis dahin aus diesem Sicherungsgeschäft aufgelaufenen, nicht realisierten Gewinne oder Verluste innerhalb des Eigenkapitals und werden gemäß obiger Ausführungen ergebniswirksam, wenn das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Falls der Eintritt des ursprünglich abgesicherten Grundgeschäfts nicht mehr erwartet wird, werden die bis dahin innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesenen kumulierten, nicht realisierten Gewinne oder Verluste sofort in der Konzern-Gewinn- und

Verlustrechnung erfasst. Sofern Derivate der Absicherung von bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder festen vertraglichen Verpflichtungen dienen (so genannte Fair Value Hedges), wird das Sicherungsinstrument zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und diesbezügliche Zeitwertänderungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der abgesicherten Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder festen vertraglichen Verpflichtungen, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, werden ebenso ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines perfekten Hedge gleichen sich die ergebniswirksam erfassten Zeitwertschwankungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts nahezu aus. Wird der Vermögenswert oder die Verbindlichkeit nach den allgemeinen Bilanzierungsvorschriften zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, ist der Buchwert um die kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, anzupassen. Wird jedoch das Grundgeschäft (z.B. zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere) zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, ohne nach den allgemeinen Bilanzierungsvorschriften die Gewinn-und Verlustrechnung zu berühren, werden die Zeitwertänderungen, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, entgegen den allgemeinen Vorschriften ergebniswirksam erfasst.

Um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisänderungen abzusichern, wendet der Konzern überwiegend Cash-Flow-Hedges an.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Beabsichtigte Veräußerungen (disposal groups) und nicht fortgeführte Aktivitäten (discontinued operations)

Der Konzern weist langfristige Vermögenswerte als Disposal Group aus, wenn diese in einer Gruppe zusammen mit anderen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in einer Transaktion verkauft werden sollen und diese insgesamt die in ifrs 5 "Non-current Assets held for Sale and Discontinued Operations" definierten Kriterien erfüllen. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal

Group werden in der Bilanz gesondert in den Zeilen "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" ausgewiesen. Die Aufwendungen und Umsätze einer Disposal Group sind bis zur Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten enthalten, es sei denn, die Disposal Group qualifiziert sich für die Berichterstattung als eine "Nicht fortgeführte Aktivität" (discontinued operation). Der Konzern weist die Ergebnisse einer Disposal Group, die die Voraussetzungen für eine so genannte Komponente des Konzerns (component of the group ) erfüllt, als nicht fortgeführte Aktivitäten aus, wenn diese einen wesentlichen Geschäftszweig repräsentiert oder sämtliche Aktivitäten einer geografischen Region beinhaltet. Ergebnisse aus nicht fortgeführten Aktivitäten werden in der Periode berücksichtigt, in der sie anfallen, und gesondert in der Gewinn- und Verlustrechnung als "Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern)" ausgewiesen. Alle Gewinn- und Verlustrechnungen der Vorperioden werden entsprechend angepasst, indem die Ergebnisse der Komponente des Konzerns in den nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen werden.

Bei erstmaliger Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten werden langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Wertminderungen auf Grund der erstmaligen Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten werden ebenso wie spätere Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Abschlussgliederung

Einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Vorperiodenausweis wurde an den Ausweis der

Berichtsperiode angepasst. In der Regel klassifiziert der Konzern Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Konzernunternehmen, deren normaler Geschäftszyklus mehr als zwölf Monate umfasst, weisen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig aus, wenn diese innerhalb des normalen Geschäftszyklus realisiert oder ausgeglichen werden.

Schätzungen

Zur Erstellung des Konzernabschlusses muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die Schätzungen und die zu Grunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Anpassungen bezüglich der für die Rechnungslegung relevanten Schätzungen werden in der Periode der Änderung berücksichtigt, sofern die Änderung nur diese Periode betrifft. Eine Änderung wird in der Periode der Änderung und in späteren Perioden berücksichtigt, sofern die Änderung sowohl die Berichtsperiode als auch spätere Perioden betrifft.

2Emissionshandelsgesetz

Seit dem 01. Januar 2005 unterliegt ThyssenKrupp dem europaweit geltenden Emissionshandelsgesetz. Der Konzern hat von der Emissionshandelsstelle (DEHSt) Zuteilungsbescheide für insgesamt 56,0 Mio Tonnen CO2-Emissionen (ein Drittel davon entfällt auf 2005) für den Zeitraum 2005-2007 erhalten. Die Bescheide entfallen im Wesentlichen auf das Segment Steel. Die erworbenen Rechte werden unter den immateriellen Vermögenswerten erfasst und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Übersteigen die tatsächlichen CO2-Emissionen die zugeteilten Rechte pro Jahr, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für den Nachkauf der Rechte gebildet.

3Disposal Groups

Im Rahmen des Programms zur Portfoliooptimierung war im September 2005 im Segment Automotive der Verkauf der ThyssenKrupp Stahl Company und im Segment Services der Verkauf der Hommel Gruppe eingeleitet worden, die beide zum 31. März 2006 noch nicht vollzogen sind. Darüber hinaus wurde im 2. Quartal 2005/2006 im Segment Automotive der Verkauf der Plastics Division von ThyssenKrupp Budd eingeleitet.

ThyssenKrupp Stahl Company ist eine Aluminiumgießerei in den usa. Hommel ist eine herstellerunabhängige Vertriebs- und Kundendienstorganisation für neue und gebrauchte cnc-Werkzeugmaschinen. Plastics ist Hersteller von glasfaserverstärkten Verbundstoffen

und Formteilen für die Automobilindustrie. Alle drei Aktivitäten erfüllen nicht die Voraussetzungen von ifrs 5 für den Ausweis einer nicht fortgeführten Aktivität. Damit werden die Aufwendungen und Erträge bis zum Zeitpunkt der Veräußerung weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der drei Disposal Groups zum 31. März 2006 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

31.03.2006
ThyssenKrupp
Stahl Company
Plastics
Division
Hommel
Gruppe
Sachanlagen 9 59 0
Finanzielle Vermögenswerte 0 0 1
Aktive latente Steuern 20 0 2
Vorräte 15 13 11
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Forderungen
13 28 18
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 3
60
1
101
1
33
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 13 0 3
Passive latente Steuern 1 0 3
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 0 0 5
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 86 84 15
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7 10 15
Übrige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten
6
113
3
97
9
50

Mio €

49 2. Quartal 2005_2006 ThyssenKrupp IFRS-Überleitungsrechnungen und Zwischenabschluss Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Die Anhangangaben zum Konzern-Zwischenabschluss sind einschließlich dem vorgenannten "Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten" sowie der "Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" dargestellt.

4 Aufwand aus aktienorientierter Vergütung

Management Incentivepläne

Im 2. Quartal 2005/2006 sind die im Rahmen der 5. Tranche des Long Term Management Incentiveplans gewährten Wertzuwachsrechte mit einer Zahlung von 40,8 Mio € abgerechnet worden, da zum Ende des Performance-Zeitraums die Performance-Hürden erreicht worden sind. Daraus resultieren Aufwendungen für den Plan im 2. Quartal

in Höhe von 10,0 (2. Quartal 2004/2005: 2,3) Mio €. Im Januar 2006 gewährte ThyssenKrupp für die 4. Tranche des Mid Term Incentiveplans 94.732 Wertrechte. Insgesamt enthält das Ergebnis des 2. Quartals 2005/2006 Aufwendungen in Höhe von 13,0 (2. Quartal 2004/2005: 2,9) Mio € für den Mid Term Incentive-

plan. Im Februar 2006 implementierte der Konzern einen Aktienplan für ausgewählte Führungskräfte. Im Rahmen dieses Plans sind die Begünstigten berechtigt, ThyssenKrupp Aktien bis zu einem

festgelegten Betrag mit Rabatt zu erwerben. Aus dem Plan resultieren im 2. Quartal 2005/2006 Aufwendungen von 0,7 Mio €.

5 Umsatzkosten

Auf Basis der erwarteten künftigen Cash-Flows ergab sich für die Sachanlagen des kanadischen Werks Kitchener der Business Unit Chassis des Segments Automotive ein Wertberichtigungsbedarf. Daher enthalten die Umsatzkosten des 2. Quartals 49 Mio € für die außerplanmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens.

6 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge des 2. Quartals 2005/2006 enthalten 153 Mio € aus dem Erhalt der von Dofasco gemäß dem Support Agreement zu zahlenden Break Fee sowie 61 Mio € aus Versicherungsentschädigungen im Zusammenhang mit dem Brand in der Elektrolytischen Beschichtungsanlage 2 in Duisburg im September 2005.

7 Aufwendungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:

Mio € 2. Quartal 2004/2005 2. Quartal 2005/2006 1. Halbjahr 2004/2005 1. Halbjahr 2005/2006
Deutschland Übrige
Länder
Deutschland Übrige
Länder
Deutschland Übrige
Länder
Deutschland Übrige
Länder
Dienstzeitaufwand: Barwert der
im Geschäftsjahr hinzuverdienten
Versorgungsansprüche 17 13 10 15 34 27 20 30
Zinsaufwand: Aufzinsung der
bereits erworbenen Ansprüche 73 31 63 31 147 62 126 62
Erwarteter Kapitalertrag
des Fondsvermögens – 1 – 29 – 2 – 33 – 3 – 58 – 4 – 66
Dienstzeitaufwand aus
rückwirkenden Planänderungen 0 1 1 1 1 1 2 1
Aufwand/(Ertrag) aus Plan
schließungen und Plananpassungen
Netto-Pensionsaufwand
0 – 1 0 0 7 – 2 0 0
für Leistungszusagen 89 15 72 14 186 30 144 27

Die geschätzten Bar-Dotierungen zu den fondsfinanzierten Pensionsplänen für das Geschäftsjahr 2005/2006 erhöhen sich auf Grund einer zusätzlichen Bar-Dotierung im 1. Quartal 2005/2006 um 11 Mio €.

Die Netto-Aufwendungen für Zuschussverpflichtungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen setzen sich wie folgt zusammen:

Mio € 2. Quartal
2004/2005
2. Quartal
2005/2006
USA/Kanada
1. Halbjahr
2004/2005
1. Halbjahr
2005/2006
USA/Kanada
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche USA/Kanada
5
6 USA/Kanada
10
12
Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen
Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen (reimbursement rights)
15
– 1
15
– 1
30
– 2
31
– 3
Netto-Aufwand der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre 19 20 38 40

8 Sonstige Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzanprüche

Bürgschaften und Garantien

Die ThyssenKrupp ag, deren Segmentführungsgesellschaften sowie in Einzelfällen auch deren Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Auftraggebern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

Mio €

Maximales
Haftungsvolumen
31.03.2006
Rückstellung
31.03.2006
Anzahlungsgarantien 27 0
Gewährleistungs- und Vertrags
erfüllungsgarantien
102 0
Kreditaufträge 35 0
Restwertgarantien 45 1
Sonstige Haftungserklärungen
Insgesamt
503
712
1
2

Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von 3 Monaten bis zu 10 Jahren (z.B. bei Miet- und Pachtgarantien).

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch die Gesellschaften, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Die Ausstellung von Bürgschaften oder Garantien durch die ThyssenKrupp ag oder die Segmente erfolgt im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen Auftraggebers. In Einzelfällen bestehen Sicherheitenvereinbarungen zur Abdeckung bzw. Teilabdeckung von möglichen Inanspruchnahmen.

"Special Purpose Entities"

Miet- bzw. Abnahmevertrages.

ThyssenKrupp hat eine Anlage zur Produktion von Koks gemietet. Die Anwendung der Interpretation sic 12 "Consolidation – Special Purpose Entities" auf die Betreibergesellschaft dieser Anlage hat ergeben, dass diese eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, für die eine Konsolidierungspflicht besteht. Die Vollkonsolidierung dieser Gesellschaft hat jedoch nur geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Hingegen führte die Überprüfung der Eigentümergesellschaft, die ebenfalls eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, zu dem Ergebnis, dass der Konzern diese Gesellschaft nicht beherrscht. Die Gesellschaft ist somit nicht in den Konsolidierungskreis des Konzerns einzubeziehen. Die Verpflichtungen des Konzerns im Rahmen des Miet- und Abnahmevertrages werden im Konzernabschluss weiterhin als künftige Mindestmietzahlungen aus "operating lease" unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen berücksichtigt und werden im aktuellen Geschäftsjahr ca. 63 Mio € betragen. Das maximale Verlustrisiko des Konzerns aus dieser Anlage beläuft sich auf ca. 45 Mio € und resultiert aus der im Wesentlichen durch Dritte übernommenen Restwertgarantie für die Anlage zum Ende des

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Die eu-Kommission hat am 11. Oktober 2005 mitgeteilt, dass sie ein Bußgeldverfahren gegen Unternehmen der Aufzugs- und Fahrtreppenindustrie eingeleitet hat. Hiervon sind auch einige europäische Gesellschaften des ThyssenKrupp Konzerns betroffen. Der Einleitung des Bußgeldverfahrens waren Vorermittlungen der eu-Kommission vorausgegangen, in deren Rahmen sie Anfang 2004 mehrere Nachprüfungen bei den vier größten Aufzugherstellern in der Europäischen Union sowie bei den entsprechenden Verbänden durchgeführt hatte. Gegenstand des Bußgeldverfahrens ist der Vorwurf, die betroffenen Unternehmen hätten in einzelnen eu-Mitgliedstaaten gegen das europäische Kartellrecht im Neuanlagen-, Wartungs- und Ersatzteilgeschäft mit Aufzügen und Fahrtreppen verstoßen. ThyssenKrupp kooperiert mit den Kartellbehörden. Die eu-Kommission hat keine Angaben zur Höhe eventueller Bußgelder gemacht, so dass sich für ThyssenKrupp die finanziellen Folgen des Bußgeldverfahrens noch

nicht abschätzen lassen. Mit Vertragsunterzeichnung am 30. Dezember 2005 hat sich ThyssenKrupp dazu verpflichtet, gemeinsam mit eads die Atlas Elektronik GmbH mit Sitz in Bremen zu erwerben. ThyssenKrupp wird einen Anteil von 60 % halten, der einem Kaufpreis in Höhe von 88,1 Mio € entspricht. Der Erwerb wird vollzogen, sobald die Zustimmungen der relevanten Aufsichtsgremien und die erforder-

lichen fusionskontrollrechtlichen Freigaben vorliegen. Am 26. Januar 2006 hat die ThyssenKrupp ag mit der Mittal Steel Company n.v. eine Vereinbarung unterzeichnet, in der sich ThyssenKrupp verpflichtet hat, bis zu 100 % der Anteile an Dofasco zu erwerben, falls Mittal Arcelor übernimmt. Hieraus kann eine Verpflichtung von bis zu 4 Mrd. € entstehen.

Schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zu Rückerstattungen von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadenersatz führen können. Aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Kunden und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen oder sind verjährt. Eine Reihe von gericht-

lichen und behördlichen Verfahren ist noch anhängig. Bei den Unternehmen der ab 01. Januar 2005 konsolidierten HDW-Gruppe bestehen Rechtsstreitigkeiten aus der Abwicklung von Aufträgen im geschäftsüblichen Umfang sowie Rechtsstreitigkeiten mit einem Alteigentümer. Wegen der erheblichen Unsicherheiten in der Beurteilung dieser Risiken ist eine begründete Abschätzung der Risikohöhe zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich. Darüber hinaus sind bei den sonstigen Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Veränderungen seit dem vorangegangenen Geschäftsjahresende eingetreten.

9Derivative Finanzinstrumente

Die Buch- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Mio €
Buchwert Marktwert Buchwert
31.03.2006
Marktwert
31.03.2006
Derivative Finanzinstrumente 30.09.2005 30.09.2005
Aktiva
Währungsderivate inclusive eingebettete Derivate 128 128 124 124
Warenderivate 21 21 34 34
Passiva
Währungsderivate inclusive eingebettete Derivate 124 124 76 76
Zinsderivate 88
8
88
8
80 80
Warenderivate
Insgesamt
369 369 22
336
22
336

10Segmentberichterstattung Im Zusammenhang mit der Neuordnung der Stahlaktivitäten des ThyssenKrupp Konzerns zum 01. Oktober 2005 entstanden aus dem bisherigen Segment Steel die Segmente Steel und Stainless. Zur besseren Vergleichbarkeit wird die inzwischen verkaufte Edelstahl Witten-Krefeld

GmbH (EWK) im Vorjahresquartal unter Special Materials ausgewiesen. Die Werte der Vorjahresperiode sind entsprechend angepasst. Segmentinformationen für das 2. Quartal 2004/2005 und das 2. Quartal 2005/2006 sowie das 1. Halbjahr 2004/2005 und das 1. Halbjahr 2005/2006:

Mio €

Special Konsoli Konzern
2. Quartal 2004/2005 Steel Stainless Materials Automotive Technologies Elevator Services Corporate dierung
10.738
Außenumsätze 1.967 1.237 177 1.956 1.573 863 2.918 47 0 0
konzerninterne Umsätze 392 148 32 8 10 0 159 1 – 750 10.738
Umsatzerlöse gesamt 2.359 1.385 209 1.964 1.583 863 3.077 48 – 750
Umsatzerlöse fortgeführter 10.610
Aktivitäten 2.359 1.385 209 1.964 1.466 863 3.077 33 – 746
Ergebnis aus fortgeführten
Aktivitäten vor Steuern
258 97 – 54 67 15 71 78 – 79 – 5 448
2. Quartal 2005/2006
11.786
Außenumsätze 2.359 1.472 2.161 1.454 1.052 3.262 26 0 0
konzerninterne Umsätze 352 154 4 2 2 121 9 – 644 11.786
Umsatzerlöse gesamt 2.711 1.626 2.165 1.456 1.054 3.383 35 – 644
Umsatzerlöse fortgeführter 11.786
Aktivitäten 2.711 1.626 2.165 1.456 1.054 3.383 35 – 644
Ergebnis aus fortgeführten
Aktivitäten vor Steuern
416 52 – 10 85 94 91 49 – 4 773
1. Halbjahr 2004/2005
20.991
Außenumsätze 3.854 2.389 329 3.810 2.827 1.739 5.929 114 0 0
konzerninterne Umsätze 797 300 58 18 13 1 346 9 – 1.542 20.991
Umsatzerlöse gesamt 4.651 2.689 387 3.828 2.840 1.740 6.275 123 – 1.542
Umsatzerlöse fortgeführter 20.698
Aktivitäten 4.651 2.689 387 3.828 2.599 1.740 6.275 67 – 1.538
Ergebnis aus fortgeführten
Aktivitäten vor Steuern
510 222 – 50 91 62 169 170 – 181 – 15 978
1. Halbjahr 2005/2006
22.728
Außenumsätze 4.521 2.703 4.129 3.054 2.059 6.205 57 0 0
konzerninterne Umsätze 674 275 8 5 3 244 14 – 1.223 22.728
Umsatzerlöse gesamt 5.195 2.978 4.137 3.059 2.062 6.449 71 – 1.223
Umsatzerlöse fortgeführter 22.728
Aktivitäten 5.195 2.978 4.137 3.059 2.062 6.449 71 – 1.223
Ergebnis aus fortgeführten
Aktivitäten vor Steuern
688 59 – 10 177 179 176 – 62 – 9 1.198

11Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

2. Quartal 2004/2005 2. Quartal 2005/2006
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Zähler:
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 248 0,50 429 0,84
Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 0 0,00 0 0,00
Ergebnis aus der Veräußerung von nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern)
Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
812
1.060
1,63
2,13
0
429
0,00
0,84
Nenner:
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück): 498.358.299 514.489.044
1. Halbjahr 2004/2005 1. Halbjahr 2005/2006
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Zähler:
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 548 1,10 679 1,33
Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 12
809
0,03
1,62
0
0
0,00
0,00
Ergebnis aus der Veräußerung von nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern)
Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG)
1.369 2,75 679 1,33
Nenner:
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück): 498.358.299 510.142.741

Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl

Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt mittels Division des den Aktionären der ThyssenKrupp ag zurechenbaren Periodenüberschusses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode sind zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden,

zu berücksichtigen. Der gewichtete Aktiendurchschnitt reduzierte sich durch den Erwerb eigener Aktien per 06. Mai 2003 und erhöhte sich wieder durch die Ausgabe dieser Aktien im 2. Quartal 2003/2004, im 3.

Quartal 2004/2005 und im 1. Quartal 2005/2006. In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

12Zusätzliche Informationen zur

Konzern-Kapitalflussrechnung

Folgende Zahlungsvorgänge sind im Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit enthalten:

Mio €

1. Halbjahr
2004/2005
1. Halbjahr
2005/2006
208
Zinszahlungen 174
Auszahlungen/(Einzahlungen) für
Steuern vom Einkommen und Ertrag
171 – 45

Aus den nicht fortgeführten Aktivitäten resultieren Cash-Flows in folgender Höhe:

Mio € 1. Halbjahr
2004/2005
1. Halbjahr
2005/2006
Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit 6
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit
– 11
3

Nicht zahlungswirksame Investitionstätigkeiten

Im 1. Halbjahr 2005/2006 ergab sich aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in Höhe von 134 (2004/2005: 1.364) Mio €.

Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögenswerten aus Finance Lease im 1. Halbjahr 2005/2006 beträgt 3 (2004/2005: 3) Mio €.

Nicht zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten

Im 1. Halbjahr 2005/2006 erfolgte durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Brutto-Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 3 (2004/2005: 102) Mio €.

13Besondere Ereignisse nach dem Stichtag Nach dem 31. März 2006 wurde der Beschluss gefasst, im Segment Automotive die Restrukturierung fortzusetzen und in diesem Zusammenhang insbesondere das Werk Detroit von ThyssenKrupp Budd in den usa zu schließen. Weiterhin wurde den Veräußerungen der ThyssenKrupp Stahl Company und der Plastics Division von ThyssenKrupp Budd zu den mit den potentiellen Erwerbern ausgehandelten Konditionen zugestimmt.

BERICHT DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES DES AUFSICHTSRATS

Der Zwischenbericht für das 2. Quartal 2005/2006 sowie der Bericht des Konzernabschlussprüfers über die prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses (Review Report) sind dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats in der Sitzung am 11. Mai 2006 vorgelegt und durch den Vorstand und den Konzernabschlussprüfer erläutert worden. Der Prüfungsausschuss stimmte dem Zwischenbericht zu.

Düsseldorf, den 11. Mai 2006

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Dr. Martin Kohlhaussen

TERMINE

15. Mai 2006 Analysten- und Investorentreffen
11. August 2006 Zwischenbericht
3. Quartal 2005/2006 (April bis Juni)
Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren
01. Dezember 2006 Bilanzpressekonferenz
Analysten- und Investorentreffen
19. Januar 2007 Ordentliche Hauptversammlung
13. Februar 2007 Zwischenbericht
1. Quartal 2006/2007 (Oktober bis Dezember)
Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren
11. Mai 2007 Zwischenbericht
2. Quartal 2006/2007 (Januar bis März)

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Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von ThyssenKrupp bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von ThyssenKrupp weder beabsichtigt, noch übernimmt ThyssenKrupp eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor; beide Fassungen stehen auch im Internet unter http://www.thyssenkrupp.com zum Download sowie als interaktive Online-Version bereit.

Weitere Exemplare sowie zusätzliches Informationsmaterial über den ThyssenKrupp Konzern schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne kostenlos zu. Telefon (0211) 824-38382 und (0211) 824-38371, Telefax (0211) 824-38512 E-Mail [email protected]

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