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thyssenkrupp AG — Interim / Quarterly Report 2006
Aug 11, 2006
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Interim / Quarterly Report
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Zwischenbericht 3.Quartal 2005/2006 01. April – 30. Juni 2006
- 02 Der Konzern in Zahlen
-
03 ThyssenKrupp weiter auf Wachstumskurs
-
04 Wirtschaftliche Entwicklung
- 20 ifrs-Überleitungsrechnungen und Zwischenabschluss
- 55 Weitere Informationen
- 04 Konjunkturelles Umfeld
- 06 Geschäftslage
- 09 Segmente
- 18 Ausblick
- 20 ifrs-Überleitungsrechnungen
- 36 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- 37 Konzern-Bilanz
- 38 Konzern-Kapitalflussrechnung
- 39 Konzern-Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen
- 40 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
- 41 Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
- 55 Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats
- 55 Termine
- 56 Kontakt
Die Rechnungslegung des ThyssenKrupp Konzerns erfolgt nach ifrs (International Financial Reporting Standards). Dieser Zwischenbericht ist am 11. August 2006 erschienen.
DER KONZERN IN ZAHLEN*
KONZERNÜBERBLICK
| 3. Quartal 2004/2005 |
3. Quartal 2005/2006 |
9 Monate 2004/2005 |
9 Monate 2005/2006 |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | ||||
| Mio € | 10.574 | 12.439 | 32.610 | 36.770 | |
| Umsatz | Mio € | 11.253 | 12.138 | 31.951 | 34.866 |
| EBITDA | Mio € | 1.013 | 1.290 | 2.976 | 3.466 |
| Ergebnis** | Mio € | 577 | 806 | 1.555 | 2.004 |
| Periodenüberschuss | € | 258 | 468 | 1.658 | 1.164 |
| Ergebnis je Aktie | 0,48 | 0,87 | 3,23 | 2,20 | |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten je Aktie Mitarbeiter (30.06.) |
€ | 0,66 183.085 |
0,87 186.695 |
1,76 183.085 |
2,20 186.695 |
| 30.09.2005 | 30.06.2006 | |
|---|---|---|
| Netto-Finanzverbindlichkeiten Mio € |
177 | – |
| Netto-Finanzforderungen Mio € Eigenkapital Mio € |
– 7.878 |
496 8.746 |
SEGMENTINFORMATION
| Auftragseingang in Mio € Umsatz in Mio € |
Ergebnis** in Mio € | Mitarbeiter | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3. Quartal 2004/2005 |
3. Quartal 2005/2006 |
3. Quartal 2004/2005 |
3. Quartal 2005/2006 |
3. Quartal 2004/2005 |
3. Quartal 2005/2006 |
30.06.2005 | 30.09.2005 | 30.06.2006 | |
| Steel | 2.262 | 2.806 | 2.508 | 2.813 | 367 | 382 | 31.262 | 31.634 | 30.228 |
| Stainless | 1.497 | 1.921 | 1.566 | 1.650 | 72 | 126 | 12.236 | 12.201 | 12.138 |
| Special Materials | 0 | – | 1 | – | 0 | – | – | – | – |
| Automotive | 2.106 | 2.084 | 2.057 | 2.087 | 43 | 33 | 43.302 | 43.537 | 41.120 |
| Technologies | 1.045 | 1.323 | 1.542 | 1.458 | 33 | 90 | 28.056 | 28.042 | 27.440 |
| Elevator | 1.031 | 1.173 | 942 | 1.070 | 79 | 98 | 33.699 | 34.151 | 35.579 |
| Services | 3.154 | 3.841 | 3.327 | 3.821 | 102 | 168 | 33.275 | 35.067 | 38.830 |
| Corporate | 29 | 26 | 29 | 26 | – 116 | – 87 | 1.255 | 1.300 | 1.360 |
| Konsolidierung Konzern |
– 550 10.574 |
– 735 12.439 |
– 719 11.253 |
– 787 12.138 |
– 3 577 |
– 4 806 |
183.085 | 185.932 | 186.695 |
* Mit Ausnahme von Periodenüberschuss, Ergebnis je Aktie, Netto-Finanzverbindlichkeiten/-forderungen und Eigenkapital beziehen sich die Angaben auf fortgeführte Aktivitäten. ** vor Steuern
THYSSENKRUPP – WEITER AUF WACHSTUMSKURS
ThyssenKrupp hat auch im 3. Quartal 2005/2006 erfolgreich gewirtschaftet. In einem insgesamt freundlichen Marktumfeld stieg die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahresquartal um 8 % auf 12,1 Mrd € ausgebaut werden. Das Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern verbesserte sich auf 806 Mio € nach 577 Mio € im Vorjahreszeitraum.
Die wesentlichen Kennzahlen für das 3. Quartal 2005/2006 lauten:
- ¡ Der Auftragseingang aus fortgeführten Aktivitäten nahm auf 12,4 Mrd € zu; gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal entspricht das einem Zuwachs von 18 %.
- ¡ Der Umsatz erhöhte sich um 8 % auf 12,1 Mrd €.
- ¡ Das ebitda erreichte 1.290 Mio € und übertraf damit den Vorjahreswert von 1.013 Mio €.
- ¡ Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern stieg von 577 Mio € im Vorjahresquartal auf 806 Mio €.
- ¡ Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten erreichte 0,87 € nach 0,66 € im 3. Quartal des Vorjahres.
- ¡ Die Netto-Finanzverbindlichkeiten wurden im 3. Quartal 2005/2006 vollständig abgebaut. Zum 30. Juni 2006 betrugen die Netto-Finanzforderungen 496 Mio €. Gegenüber dem 30. September 2005 hat sich damit die Finanzposition um 673 Mio € verbessert, im Vergleich zum 30. Juni 2005 waren es 2.321 Mio €.
Im weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit einer Fortsetzung der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung. Für das Geschäftsjahr 2005/2006 erwarten wir einen Umsatz in der Größenordnung von 46 Mrd €. Auf Grundlage der sehr guten Ergebnisentwicklung in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2005/2006 gehen wir für das Gesamtjahr nunmehr davon aus, ein Ergebnis vor Steuern – ohne wesentliche Sondereffekte – von rund 2,5 Mrd € zu erreichen.
KONJUNKTURELLES UMFELD
Der konjunkturelle Aufschwung der Weltwirtschaft hat sich auch im 1. Halbjahr 2006 fortgesetzt. Die Lage auf den internationalen Energie- und Rohstoffmärkten blieb angespannt und es kam zu weiteren, zum Teil
erheblichen Preissteigerungen. Dennoch zeigte sich die globale Wachstumsdynamik weitgehend robust. Die usa wiesen im 1. Quartal 2006 ein sehr starkes Wachstum aus. Steigende Zinsen, Schwächesignale vom Immobilienmarkt sowie der merkliche Anstieg der Benzinpreise dürften den privaten Verbrauch in den Folgemonaten belastet und zu einem geringeren Anstieg der Wirtschaftsleistung geführt haben. In den meisten Ländern Lateinamerikas setzte sich die konjunkturelle Aufwärtsentwicklung dank
einer kräftigen Binnennachfrage fort. Im Euroraum wird der positive Konjunkturtrend insbesondere von einer zunehmenden Dynamik der Inlandsnachfrage gestützt. In Deutschland startete das 1. Halbjahr ebenfalls mit einem höheren Bruttoinlandsprodukt. Dazu haben ein wieder stärkerer privater Konsum als auch anziehende Investitionen beigetragen. Die Länder Mittel- und Osteuropas konnten ihren konjunkturellen Aufschwung auf Grund
einer soliden heimischen Nachfrage und höherer Exporte festigen. In Japan hat sich die wirtschaftliche Lage im Zuge der gestiegenen inländischen Nachfrage weiter verbessert. In den übrigen asiatischen Ländern blieb die hohe Wachstumsdynamik ungebrochen. In China trägt neben den hohen Exporten und Investitionen mittlerweile auch der private Konsum zum Wirtschaftswachstum bei.
In den für ThyssenKrupp wichtigen Branchen ergaben sich folgende Entwicklungen:
- ¡ Die internationalen Stahlmärkte zeigten sich weiterhin in einer stabilen Verfassung. Die globale Stahlerzeugung nahm im 1. Halbjahr 2006 um 8 % zu. Während insbesondere China und Indien mit erneut kräftigen Produktionsausweitungen dazu beitrugen, nahm die Erzeugung in den meisten übrigen Regionen eher moderat zu. In der Europäischen Union wurde 4 % mehr Rohstahl erzeugt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Vor allem die osteuropäischen Länder, die im vergangenen Jahr ihre Produktion stärker zurückgefahren hatten, verzeichneten wieder einen höheren Ausstoß. Die Nachfrage nach Qualitätsflachstahlerzeugnissen in Westeuropa, aber auch in den usa hält sich auf einem hohen Niveau. Die westeuropäischen Anbieter verbuchten im bisherigen Jahresverlauf deutliche Absatzsteigerungen. Noch stärker nahm die Einfuhr aus Drittländern zu, so dass sich der Anteil der Importe an der Marktversorgung beträchtlich erhöhte. Wegen des konjunkturell gestiegenen Verbrauchs der Stahlverarbeiter und aus lagerzyklischen Gründen wurde das hohe Angebot vom Markt absorbiert. Stahlpreiserhöhungen, die infolge weiter gestiegener Rohstoff- und Energiekosten nötig wurden, konnten im Berichtsquartal auf breiter Front durchgesetzt werden.
- ¡ Der Markt für rost-, säure- und hitzebeständige Edelstahlflachprodukte hat sich auch im 2. Kalenderquartal 2006 erfreulich entwickelt. Die europäischen Produzenten konnten gegenüber dem sehr schwachen Vorjahresquartal den mengenmäßigen Auftragseingang erheblich ausweiten und die Basispreise mehrfach erhöhen. Auch die Lieferungen an die Kunden sind deutlich gestiegen. Allerdings hat sich der Druck auf die Margen insbesondere wegen der zum Teil extrem gestiegenen Rohstoffkosten verschärft. So erreichte der Nickelpreis im Berichtsquartal neue Allzeit-Hochs. In
Nordamerika entwickelte sich die Nachfrage ebenfalls positiv. Das Basispreisniveau konnte auch hier mehrfach angehoben werden. In Asien lag die Marktversorgung bei ansteigender Tendenz auf Vorjahresniveau. Die Edelstahlpreise haben sich weiter erholt. Allerdings konnten die stark angestiegenen Rohstoff-kosten wegen des fehlenden Legierungszuschlags im Gegensatz zu Europa und Nordamerika nicht zeitgerecht in den Erlösen weitergegeben werden. Auf Grund der positiven Entwicklung in wichtigen Kundenmärkten hielt auch im 2. Kalenderquartal 2006 die gute Nachfrage nach Nickellegierungen an.
- ¡ Auf dem internationalen Automobilmarkt kamen die größten Wachstumsimpulse aus Asien. In China stieg die Fahrzeugproduktion im 1. Halbjahr 2006 voraussichtlich um mehr als ein Drittel. In Nordamerika schwächte sich dagegen die Automobilkonjunktur ab. Auf Grund der höheren Benzinpreise musste das Marktsegment der leichten Nutzfahrzeuge wie Minivans und Sport Utility Vehicles Rückgänge hinnehmen. In den usa wurden im 1. Halbjahr 2006 weniger Neufahrzeuge verkauft, wobei die asiatischen und europäischen Hersteller ihre Marktanteile ausbauen konnten. In Brasilien hat die Wachstumsdynamik wegen geringerer Exporte nachgelassen. Eine leicht höhere Nachfrage nach Personenkraftwagen verzeichneten die europäischen Fahrzeugmärkte. Der deutsche Fahrzeugbau profitierte insbesondere von hohen Exporten. Erfreuliche Zuwächse wies auch weiterhin das deutsche Nutzfahrzeuggeschäft aus.
- ¡ Dank der anhaltend robusten Weltkonjunktur und gestiegener Investitionen blieb die Lage für den Maschinenbau günstig. In wichtigen Herstellerländern hat sich die konjunkturelle Lage der Investitionsgüterindustrie verbessert. Der deutsche Maschinenbau hat seinen Wachstumskurs ungebrochen fortgesetzt. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2006 verbesserte sich der Auftragseingang des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus um 15 %. Stärker als die Auslandsnachfrage entwickelte sich das Inlandsgeschäft. Hohe Zuwächse verzeichnete insbesondere der Großanlagenbau. Auf Grund der guten Auftragslage hat auch die Maschinenbauproduktion in Deutschland spürbar zugenommen.
- ¡ Der Bausektor wächst in diesem Jahr vor allem außerhalb der Industrieländer. In Europa verzeichneten im bisherigen Jahresverlauf nur einige osteuropäische Länder höhere Zuwachsraten. In Deutschland hat sich die Lage der Bauwirtschaft von einem niedrigen Niveau ausgehend erholt. Die Auftragseingänge nahmen in der ersten Jahreshälfte 2006 spürbar zu. Auch in den neuen Bundesländern stieg wieder die Nachfrage nach Bauleistungen. Die deutsche Bauproduktion lag in den vergangenen Monaten leicht über dem Vorjahresniveau.
GESCHÄFTSLAGE
THYSSENKRUPP IN ZAHLEN
| 3. Quartal 2004/2005 |
3. Quartal 2005/2006 |
9 Monate 2004/2005 |
9 Monate 2005/2006 |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang Mio € |
10.574 | 12.439 | 32.610 | 36.770 |
| Umsatz Mio € |
11.253 | 12.138 | 31.951 | 34.866 |
| EBITDA Mio € |
1.013 | 1.290 | 2.976 | 3.466 |
| Ergebnis* Mio € Mitarbeiter (30.06.) |
577 183.085 |
806 186.695 |
1.555 183.085 |
2.004 186.695 |
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern
Auftragseingang und Umsatz
Vor dem Hintergrund eines insgesamt günstigen Marktumfeldes ist ThyssenKrupp auch im 3. Quartal 2005/2006 auf Wachstumskurs geblieben. Auftragseingang und Umsatz wiesen erfreuliche Zuwächse auf. Der Auftragseingang aus fortgeführten Aktivitäten erreichte 12,4 Mrd € und lag damit 18 % über
dem Vorjahresquartal. Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten stieg um 8 % auf 12,1 Mrd €. Die hohe Nachfrage und gestiegene Preise für unsere Qualitätsflachstahl- und Edelstahlprodukte führten in den Segmenten Steel und Stainless zu höheren Umsätzen. Automotive war insbesondere im Systemgeschäft erfolgreich. Technologies erreichte auch auf Grund von Unternehmensverkäufen nicht ganz den Wert des Vorjahres. Elevator profitierte von einem starken Neuanlagengeschäft. Services erzielte dank der guten Werkstoffkonjunktur und eines gezielten Geschäftsausbaus den bisher höchsten Quartalsumsatz.

ERGEBNIS* in Mio €
*aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern

Ergebnis
Mit 806 Mio € steigerte ThyssenKrupp den Gewinn vor Steuern um 229 Mio €. Das Ergebnis des 3. Quartals ist erneut ein Spitzenwert und setzt damit die Reihe erfolgreicher Quartale im Geschäftsjahr 2005/2006 weiter fort. Bei anhaltend hoher Profitabilität des Segments Steel trugen vor allem die Segmente Services, Technologies und Stainless zu der signifikanten Gewinnerhöhung bei. Aber auch Elevator steigerte sich auf hohem Niveau, während Automotive einen geringeren Gewinn erwirt-
schaftet hat. Das Segment Steel baute das hohe Ergebnisniveau durch deutlich höhere Versandmengen und Nettoerlöse aus, die die erheblichen Preissteigerungen bei Rohstoffen, Energie und Frachten überkompensierten. Stainless steigerte den Gewinn auf Grund der Belebung der Nachfrage seit Anfang des Jahres und der damit einhergehenden Basispreiserhöhungen. Bei Automotive führten Belastungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen in Nordamerika zum Ergebnisrückgang. Technologies steigerte die Ergebnisse in allen Business Units, insbesondere aber bei Plant Technology. Elevator baute den Gewinn trotz Restrukturierungsaufwendungen für die Fertigungsaktivitäten in Südkorea auf hohem Niveau aus; ein wesentlicher Zuwachs resultierte dabei aus Nordamerika. Das Segment Services erhöhte den Gewinn in allen Business Units erheblich. Wesentliche Treiber waren die anhaltend gute Mengen- und Preiskonjunktur für Werk- und Rohstoffe sowie Erfolge bei den Industriedienstleistungen vor allem in
Nordamerika. Nach der Berücksichtigung von Corporate und der Steueraufwendungen verblieb ein Periodenüberschuss von 468 Mio €. Zieht man hiervon den auf Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Gewinn von 22 Mio € ab, ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie von 0,87 €. Im Vergleichsquartal des Vorjahres waren es 0,48 €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahresquartal Aufwendungen von 0,18 € pro Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten stammten, für die im Berichtsquartal keine Aufwendungen oder Erträge mehr anfielen.
Netto-Finanzverbindlichkeiten und Investitionen
NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN in Mio €

Zum 30. Juni 2006 weist der Konzern Netto-Finanzforderungen in Höhe von 496 Mio € aus. Somit ergibt sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres eine Verbesserung der Finanzposition
um 673 Mio €. Gegenüber dem 30. Juni 2005 beträgt die Verbesserung 2.321 Mio €. Im 3. Quartal 2005/2006 wurden insgesamt 428 Mio € investiert, 19 % mehr als im Vorjahresquartal. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erreichten 386 Mio €, die übrigen 42 Mio € entfielen auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen sowie auf andere finanzielle Vermögenswerte.
Im Mai 2006 haben die Aufsichtsräte im ThyssenKrupp Konzern den Bau eines Brammenstahlwerks in Brasilien mit einer Kapazität von 5,0 Mio t genehmigt. Das Investitionsvolumen wird 2,4 Mrd us-Dollar betragen. Im Rahmen der globalen Vorwärtsstrategie von ThyssenKrupp Steel sollen damit Wachstumschancen in Europa und im Nafta-Markt genutzt werden.
Mitarbeiter
ThyssenKrupp beschäftigte am 30. Juni 2006 weltweit 186.695 Mitarbeiter, 763 oder 0,4 % mehr als am Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl wurde maßgeblich durch Veränderungen im Portfolio des Konzerns beeinflusst. Das Segment Services verzeichnete durch Unternehmenserwerbe eine hohe Zunahme, bei Steel und insbesondere Automotive war die Beschäftigtenzahl
rückläufig. In Deutschland verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter um 4 % auf 83.622, außerhalb Deutschlands nahm sie um 4 % auf 103.073 zu. Ende Juni 2006 waren damit 45 % der Mitarbeiter in Deutschland tätig, 23 % in den übrigen Ländern Europas und 18 % im Nafta-Raum. Vor allem Elevator und Automotive weisen mit 88 bzw. 72 % einen hohen Anteil von im Ausland beschäftigten Mitarbeitern auf.
IdeenPark in Hannover: Begeisterung für Innovationen
Nach dem großen Erfolg des IdeenParks 2004 in Gelsenkirchen veranstaltete ThyssenKrupp im Mai 2006 in Hannover erneut einen IdeenPark. Unter dem Motto "Technik entdecken. Zukunft gestalten" zeigte der Konzern gemeinsam mit dem Land Niedersachsen und über 50 Partnern aus Wissenschaft und Technik, wie Innovationen entstehen. Mehr als 150 Exponate aus den Themenfeldern "Mobilität",
"Leben und Umwelt" sowie "Kreativität" eröffneten einen spielerischen Einblick in die Welt der Innovation. Tägliche Wissenschafts-Shows, Theatervorstellungen und Attraktionen auch für Kinder gehörten zum Rahmenprogramm. Prominentester Gast unter den weit über 200.000 Besuchern war Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Technikshows sollen vor allem Jugendliche für technische und naturwissenschaftliche Berufe begeistern, um dem Ingenieurmangel künftig besser entgegenzuwirken und die allgemeine Technikakzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen.
SEGMENTE
Steel: Hohe Nachfrage nach Qualitätsstahl
STEEL IN ZAHLEN
| 3. Quartal 2004/2005 |
3. Quartal 2005/2006 |
9 Monate 2004/2005 |
9 Monate 2005/2006 |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang Mio € Umsatz Mio € |
2.262 | 2.806 | 6.795 | 8.392 |
| Ergebnis* Mio € |
2.508 | 2.813 | 7.159 | 8.008 |
| Mitarbeiter (30.06.) | 367 31.262 |
382 30.228 |
877 31.262 |
1.070 30.228 |
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern
Das unverändert positive Marktumfeld führte – nach einer bereits erfreulichen Entwicklung in der ersten Geschäftsjahreshälfte – auch im Berichtsquartal zu einer signifikanten Geschäftsausweitung im Segment Steel. Der wertmäßige Auftragseingang nahm gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal um 24 % auf 2,8 Mrd € zu, eine Folge sowohl gestiegener Mengen als auch Stahlpreise. Beim Umsatz wurde ein Anstieg um 12 % auf ebenfalls 2,8 Mrd € realisiert, der im Wesentlichen aus einem höheren Versand resultierte. Im Durchschnitt konnte der Erlös je Tonne auf dem Rekordniveau des vergleichba-
ren Vorjahresquartals gehalten werden. In der Business Unit Steelmaking, in der die Metallurgie in Duisburg und die Logistikaktivitäten zusammengefasst sind, lag die Rohstahlerzeugung mit 3,5 Mio t auf Vorjahresniveau. Eine erneut störungsbedingte Minderung der Brammenbezüge von den Hüttenwerken Krupp Mannesmann konnte durch eine höhere Produktion der eigenen Stahlwerke nur unvollständig kompensiert werden. Um dem gestiegenen Kundenbedarf an Fertigerzeugnissen nachzukommen und unsere Produktionsanlagen auf den Weiterverarbeitungsstufen voll auszulasten, wurden Brammen von Dritten zugekauft. Der Umsatz der Business Unit mit Roheisen, Brammen und Energie an externe Abnehmer war wegen der Weitergabe der gestie-
genen Rohstoffkosten höher als im Vorjahr. Die Business Unit Industry erzielte bei nach wie vor guter Beschäftigung der Kunden in den Stahl verarbeitenden Branchen einen erheblich höheren Versand, insbesondere bei Warmband und feuerveredeltem Material. Nicht allen Mengenwünschen, insbesondere im Bereich Grobblech, konnte entsprochen werden. Die europäischen Stahl-Service-Center verbuchten einen Umsatz in Höhe des Vorjahres; gestiegene Mengen, vor allem im Kerngeschäft der Anarbeitung, kompensierten die im Kontraktgeschäft erforderlichen Preissenkungen. Die Bauelemente verzeichneten einen Umsatzanstieg, wobei die deutliche
Geschäftsausweitung der Hochbaugruppe die negative Entwicklung im Kühlraumbau überkompensierte. Die Business Unit Auto, die die global aufgestellten Automobilkunden beliefert, konnte bei nur leicht gestiegenem Versand ihr Geschäft ausweiten. Dies ist primär auf die zu Jahresbeginn durchgesetzten Preiserhöhungen im Kontraktgeschäft zurückzuführen. Bei Tailored Blanks führten höhere Mengen und Preise zu einer Umsatzsteigerung. Hier wirkte sich der Hochlauf der Fertigungsstätten in China und Schweden positiv aus. Die Stahl-Service-Aktivitäten in Nordamerika profitierten unter anderem von dem
Ausbau des Geschäfts mit einem Großkunden. Die Business Unit Processing erzielte einen erfreulichen Umsatzanstieg. Bei Weißblech war der deutliche Zuwachs mengen- und erlösbedingt. Der erfolgreiche Hochlauf der neuen Anlagen am Standort Andernach ermöglichte einen höheren Versand. Die unzureichende Vormaterialversorgung durch die Hüttenwerke Krupp Mannesmann führte bei Hoesch Hohenlimburg zu einem rückläufigen Umsatz mit Mittelband. Weiterhin sehr günstig verlief das Geschäft mit kornorientiertem Elektroband. Versand und Erlöse waren auf Grund der lebhaften Nachfrage aus China und Indien erheblich höher als im entsprechenden Quartal des Vorjahres.
Das Segment Steel steigerte den Gewinn im 3. Quartal 2005/2006 gegenüber dem Vorjahr um 15 Mio € auf 382 Mio €. Deutliche Zuwächse bei Nettoerlösen und Versandmengen überkompensierten signifi-
kante Verteuerungen der wesentlichen Rohstoffe und gestiegene Verarbeitungskosten. Die Business Unit Steelmaking erzielte einen gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten Gewinn, im Wesentlichen auf Grund höherer Erlöse für Nebenprodukte und Handelswaren. Die Preissteigerungen bei wesentlichen Rohstoffen sowie Energie und Frachten wurden an die übrigen Business Units weiter-
gegeben. Die Business Unit Industry erreichte das gute Ergebnis des Vorjahres nicht. Die Erhöhung von Versandmengen und Nettoerlösen reichte nicht aus, um die gestiegenen Kosten für Vormaterial, Energie und Zink auszugleichen. Die europäischen Stahl-Service-Center konnten die Preissteigerungen für das Vormaterial nicht durch Mengensteigerungen ausgleichen, so dass der hohe Vorjahresgewinn nicht erreicht wurde. Bauelemente erzielte bei anhaltend schwierigem Marktumfeld einen leicht verbesserten
Gewinn. Die Business Unit Auto verbesserte den Gewinn trotz stark gestiegener Kosten für den Zinkeinkauf durch eine deutliche Erhöhung der Nettoerlöse in Verbindung mit etwas gestiegenen Versandmengen. Tailored Blanks steigerte den Gewinn auf Grund höherer Versandmengen und der Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen. Auch die nordamerikanischen Stahl-Service-Aktivitäten weiteten die Absatz-
mengen aus und erhöhten dadurch den Gewinn deutlich. Die Business Unit Processing erzielte ein erhebliches Gewinnplus. Maßgeblich trug hierzu vor allem Elektroband bei. Auch Weißblech verbesserte den Gewinn deutlich; gestiegene Versandmengen und Preise überkompensierten die höheren Kosten für Vormaterial und Verarbeitung. Beim Mittelband erreichte der Gewinn nicht das hohe Niveau des Vorjahres.
Stainless: Anziehende Edelstahlpreise
STAINLESS IN ZAHLEN
| 3. Quartal 2004/2005 |
3. Quartal 2005/2006 |
9 Monate 2004/2005 |
9 Monate 2005/2006 |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang Mio € |
1.497 | 1.921 | 4.219 | 5.546 |
| Umsatz Mio € |
1.566 | 1.650 | 4.255 | 4.628 |
| Ergebnis* Mio € Mitarbeiter (30.06.) |
72 12.236 |
126 12.138 |
294 12.236 |
185 12.138 |
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern
Bei Stainless hat sich die Geschäftslage im 3. Quartal 2005/2006 erheblich verbessert. Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg der Auftragseingang um 28 % auf 1,9 Mrd €. Dazu haben eine beträchtlich gestiegene Nachfrage nach Rostfrei-Produkten und ein weiterhin lebhaftes Wiederbeschaffungsverhalten des europäischen Handels beigetragen. In hohem Maße waren daran die Business Units ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni und ThyssenKrupp Nirosta beteiligt. Ebenfalls einen hohen Anstieg verzeichnete die Business Unit Shanghai Krupp Stainless, die von einer Erholung der chinesischen Marktnachfrage und einem verbesserten Preisniveau profitierte. Im Bereich Hochleistungslegierungen blieb das Auftragseingangsvolumen bei Nickellegierungen auf hohem Niveau, während sich die Bestellungen für Titanhalbzeuge auf Grund der weltweit expandierenden Nachfrage verdreifachten.
Die Gesamtlieferungen von Stainless lagen im Berichtszeitraum 4 % über dem Vorjahresniveau.
Dieser Anstieg geht vorwiegend auf ein erhöhtes Versandvolumen im Bereich Kaltband zurück. Stainless konnte seinen Umsatz im 3. Quartal 2005/2006 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5 % auf insgesamt 1,7 Mrd € ausweiten. Ausschlaggebend dafür waren die kräftige Marktbelebung im europäischen Markt, verbunden mit deutlichen Basispreisanhebungen, sowie ein positives Marktumfeld
in der Nafta-Region. ThyssenKrupp Nirosta sowie ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni profitierten im Berichtszeitraum in erheblichem Maße von der extrem hohen Nachfrage in Europa. Trotz eines Brandes im Kaltwalzwerk Krefeld wird ThyssenKrupp Nirosta durch gezielte Umverteilung innerhalb der ThyssenKrupp Stainless
Gruppe die Kundenaufträge weitestgehend bedienen können. ThyssenKrupp Mexinox profitierte von der positiven Entwicklung auf dem nordamerikanischen Markt, die sich sowohl in höheren Basispreisen als auch in gestiegenen Liefervolumina niederschlug. Bei Shanghai Krupp Stainless wirkten sich die erhöhte chinesische Inlandsnachfrage nach Edelstahl-Rostfrei-Kaltflachprodukten und das verbesserte Preisniveau positiv aus. Allerdings lagen die Preise unter denen in Europa bzw. Nordamerika; zudem konnten durch das fehlende Legierungszuschlags-
system die immensen Rohstoffverteuerungen, insbesondere bei Nickel, nicht aufgefangen werden. Der deutliche Umsatzanstieg im Bereich Nickellegierungen beruht neben den hohen Rohstoffkosten auf dem gestiegenen Preisniveau im Zuge der anhaltend hohen Nachfrage, insbesondere in den Bereichen Anlagenbau, Luft- und Raumfahrt, Energieerzeugung sowie Öl- und Gasindustrie.
Das Segment Stainless steigerte den Gewinn um 54 Mio € auf 126 Mio €. Die deutschen und italienischen Aktivitäten erzielten gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres leichte Gewinnzuwächse. Die deutliche Nachfragebelebung seit Beginn des Jahres 2006 hielt in den europäischen Märkten im 3. Geschäftsjahresquartal in nahezu allen Abnehmerbereichen unverändert an. In diesem positiven Marktumfeld setzten die europäischen Werke mehrere Basispreiserhöhungen durch. Dies führte zwar zu einem gegenüber dem Vorjahresquartal verbesserten Preisniveau. Gleichwohl hat sich der Druck auf die Margen im Berichtsquartal weiter verschärft. Ausschlaggebend dafür waren neben den Faktoren Energie und Logistik insbesondere die zum Teil extrem gestiegenen Roh-
stoffkosten, vor allem bei Nickel. Mexinox steigerte den Gewinn spürbar. Auch der nordamerikanische Markt zeigte im Berichtszeitraum eine positive Entwicklung, die sich sowohl in höheren Basispreisen als auch in gestiegenen
Liefervolumina widerspiegelte. Die chinesische Shanghai Krupp Stainless konnte nach dem Verlust im Vorjahresvergleichsquartal ein leicht positives Ergebnis erzielen. Nach dem Preiseinbruch des Jahres 2005 dauerte die zu Beginn
des Jahres 2006 eingesetzte Erholung auch im 3. Quartal weiter fort. Getragen von der positiven Entwicklung der Marktsegmente Anlagenbau, Luftfahrt sowie Öl und Gas hielt die gute Nachfragesituation im Bereich Nickellegierungen an. In diesem freundlichen Marktumfeld realisierte die Business Unit Nickellegierungen eine deutliche Gewinnsteigerung.
Automotive: Systemgeschäft ausgebaut
AUTOMOTIVE IN ZAHLEN
| 3. Quartal 2004/2005 |
3. Quartal 2005/2006 |
9 Monate 2004/2005 |
9 Monate 2005/2006 |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang Mio € |
2.106 | 2.084 | 5.952 | 6.054 |
| Umsatz Mio € |
2.057 | 2.087 | 5.885 | 6.224 |
| Ergebnis* Mio € Mitarbeiter (30.06.) |
43 43.302 |
33 41.120 |
134 43.302 |
23 41.120 |
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern
Im Segment Automotive konnte im 3. Quartal 2005/2006 infolge einer leicht erholten Automobilkonjunktur in wichtigen Märkten ein Umsatz von 2,1 Mrd € erzielt werden. Damit wurde der Wert des entsprechenden Vorjahresquartals leicht übertroffen. Auch die Aufwertung des brasilianischen Real und des us-Dollar gegenüber dem Euro haben sich dabei positiv bemerkbar gemacht. Zu berücksichtigen ist auch, dass in den Vorjahreszahlen noch Umsätze der zwischenzeitlich veräußerten Aktivitäten mit Nutzfahrzeugfedern
sowie das nordamerikanische Geschäft mit Aluminiumguss enthalten sind. In der Business Unit Body lag der Umsatz vor allem auf Grund mengenbedingter Umsatzrückgänge in den Presswerken unter dem Vorjahresniveau. Absatzrückgänge verzeichneten im Bereich Body Structure insbesondere die nordamerikanischen und französischen Presswerke. Positiv wirkten höhere Werkzeugberechnungen bei den inländischen Presswerken sowie mengen- und preisbedingte Umsatzzuwächse in
den nordamerikanischen Gießereien. Die Business Unit Chassis erzielte insgesamt einen deutlichen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr. Wachstumsträger war insbesondere der Bereich Chassis Structure. Diese Entwicklung resultierte unter anderem aus deutlichen Zuwächsen im Systemgeschäft durch den Hochlauf neuer Werke in Nordamerika und Deutschland. Gegenläufige Effekte ergaben sich aus der Veräußerung des Bereichs Nutzfahrzeug-
federn sowie von Aluminiumguss in Nordamerika. Der Umsatzanstieg in der Business Unit Powertrain entfiel im Wesentlichen auf den Bereich Kurbelwellen und war maßgeblich auf Wechselkurseffekte infolge der Aufwertung der brasilianischen Währung gegenüber dem Euro zurückzuführen. Im Bereich Nockenwellen führten An- und Hochläufe von Neuprojekten im Pkw-Sektor sowie Mehrmengen bei laufenden Serien zu höheren Umsätzen.
Das Segment Automotive erwirtschaftete einen Gewinn von 33 Mio € nach 43 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Beim Periodenvergleich sind wesentliche Einflüsse aus Restrukturierungen und Unternehmensverkäufen zu berücksichtigen: Im Berichtsquartal waren die Belastungen aus Restrukturierungen in Nordamerika in Höhe von 24 Mio € zu berücksichtigen, während im Vorjahreszeitraum der
Veräußerungsverlust des europäischen Nutzfahrzeugfedern-Geschäfts mit 10 Mio € enthalten war. Die Business Unit Body erreichte vor Restrukturierungsmaßnahmen nicht ganz das gute Ergebnis des Vorjahresvergleichsquartals. Ausschlaggebend waren die rückläufige Auslastung bei den französischen
Presswerken und Schrottpreiserhöhungen bei den amerikanischen Gießereien. Die Business Unit Chassis hat den Gewinn vor Restrukturierungsmaßnahmen deutlich gesteigert. Ursächlich waren neben der Verbesserung der operativen Performance bei den englischen Presswerken
auch bessere Ergebnisse in den Bereichen Steering und Suspension. Die Business Unit Powertrain erzielte wiederum einen deutlichen Gewinn in Höhe des Vorjahresquartals.
Technologies: Gute Ergebnisentwicklung fortgesetzt
TECHNOLOGIES IN ZAHLEN
| 3. Quartal 2004/2005 |
3. Quartal 2005/2006 |
9 Monate 2004/2005 |
9 Monate 2005/2006 |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang Mio € |
1.045 | 1.323 | 4.365 | 4.474 |
| Umsatz Mio € |
1.542 | 1.458 | 4.141 | 4.517 |
| Ergebnis* Mio € Mitarbeiter (30.06.) |
33 28.056 |
90 27.440 |
95 28.056 |
267 27.440 |
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern
Die Geschäftsentwicklung bei Technologies verlief auch im 3. Quartal 2005/2006 sehr erfreulich. Der Auftragseingang lag trotz Unternehmensverkäufe mit 1,3 Mrd € über dem Niveau des Vorjahresquartals. Dazu haben im Wesentlichen höhere Order bei Marine Systems beigetragen. Die unverändert gute Projektlage im Spezialanlagenbau ist vor allem auf den weltweit hohen Rohstoffbedarf zurückzuführen. Insbesondere die Länder des Nahen und Mittleren Ostens nahmen auf Grund der gestiegenen Rohöl- und Gaspreise mehr Devisen ein und konnten deshalb Investitionen im industriellen Sektor vorantreiben. Ebenso hat bei den Projekten zur Ölsandgewinnung, für die Plant Technology Verfahren und
Technologien anbietet, die Nachfrage zugelegt. Das Umsatzvolumen erreichte mit knapp 1,5 Mrd € nicht ganz den hohen Wert des Vorjahresquartals. Unternehmensverkäufe sowie hohe Umsatzrealisierungen aus Großaufträgen im 3. Quartal des Vorjahres waren die wesentlichen Ursachen. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2005/2006
zeigt sich jedoch eine deutliche Steigerung gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Plant Technology konnte das durch Abrechnungen von Großaufträgen begünstigte Umsatzniveau des 3. Vorjahresquartals nicht erreichen. Im Neun-Monatsvergleich wurde jedoch das hohe Umsatzniveau des Vorjahres bestätigt. Deutliche Umsatzzuwächse bei Zement- und fördertechnischen Anlagen haben
hierzu beigetragen. Bei Marine Systems lagen Auftragseingang und Umsatz über dem Wert des Vorjahresquartals. Mit der Einbuchung von zwei Containerschiffen und einer Megayacht hat sich die Auftragslage deutlich ver-
bessert. Der Umsatz von Mechanical Engineering fiel insbesondere auf Grund der zwischenzeitlich erfolgten Unternehmensverkäufe unter das Vorjahresniveau. Bereinigt um die Unternehmensverkäufe wurde ein Umsatzplus erzielt. Dabei hat sich das Geschäft mit Großwälzlagern und Baumaschinenkomponenten
weiterhin positiv entwickelt. Ein weiterer Schritt zur Portfoliooptimierung und Konzentration auf die Kernbereiche erfolgte im Berichtsquartal durch den eingeleiteten Verkauf der Noske-Kaeser Gruppe, die Anlagen, Systeme und Geräte in den Bereichen Klima- und Lüftungstechnik sowie Feuerlöschanlagen und abc-Schutz anbietet. Der Verkauf wurde am 06. Juli 2006 vollzogen.
Technologies steigerte den Gewinn um 57 Mio € auf 90 Mio €. Wesentliche Ursache war die deutliche Gewinnanhebung bei Plant Technology, aber auch Mechanical Engineering und Marine Systems trugen erheblich zur Ergebnisverbesserung bei. Der größte Ergebnisbeitrag stammte wiederum von Mechanical Engineering. Das Ergebnis des Vorjahresquartals der im Oktober 2005 veräußerten Business Unit
MetalCutting ist unter den nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Der deutliche Gewinnzuwachs bei Plant Technology beruht auf höheren Umsätzen bei Zement- und fördertechnischen Anlagen sowie dem Wegfall von Aufwendungen aus der Zeitbewertung von Kurssicherungsgeschäften, die das Vorjahresquartal belasteten.
Auch Marine Systems erhöhte den Gewinn, im Wesentlichen durch höhere Umsätze und verbesserte
Auftragsergebnisse sowie Kostenentlastungen aus Restrukturierungsmaßnahmen. Eine gute Beschäftigungsauslastung und die Bereinigung von Verlustbereichen sowie der Wegfall von Aufwendungen aus der Zeitbewertung von Kurssicherungsgeschäften führten bei Mechanical
Engineering zur Ausweitung des Gewinns auf hohem Niveau. Beim Transrapid waren der Wegfall von Restrukturierungsaufwendungen sowie geringere Abschreibungen wesentliche Ursachen für einen geringeren Verlust.
Elevator: Weiterhin positive Impulse aus dem Neuanlagengeschäft
| 3. Quartal 2004/2005 |
3. Quartal 2005/2006 |
9 Monate 2004/2005 |
9 Monate 2005/2006 |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang Mio € |
1.031 | 1.173 | 3.104 | 3.637 |
| Umsatz Mio € |
942 | 1.070 | 2.682 | 3.132 |
| Ergebnis* Mio € Mitarbeiter (30.06.) |
79 33.699 |
98 35.579 |
248 33.699 |
277 35.579 |
ELEVATOR IN ZAHLEN
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern
Wie schon in den Vorquartalen ist Elevator auch im 3. Quartal 2005/2006 auf Wachstumskurs geblieben. Der Auftragseingang stieg um 14 % auf 1,2 Mrd €, der Umsatz nahm um 14 % auf 1,1 Mrd € zu. Positive Wechselkurseffekte haben diese Entwicklung unterstützt. Insbesondere durch das starke Neuanlagengeschäft vor allem in Nordamerika gelang eine Ausweitung des Geschäftsvolumens. Auch in Europa war ein, wenn auch leichter, positiver Trend erkennbar; allerdings hielt der scharfe Preiswettbewerb unvermin-
dert an. Erfreulich entwickelte sich auch das weltweite Dienstleistungsgeschäft. Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe erzielte sowohl einen höheren Auftragseingang als auch einen höheren Umsatz. Dazu trugen alle Regionen bei. Hervorzuheben ist die positive Entwicklung in Frankreich, wo insbesondere das Modernisierungsgeschäft ausgeweitet wurde. In Großbritannien waren erste Anzeichen einer Stabilisierung erkennbar, und der Auftragseingang lag wieder über dem
Vorjahreswert. Dagegen konnte die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East beim Auftragseingang nicht ganz an den Vorjahreswert anknüpfen, da vor allem auf der iberischen Halbinsel die Anzahl von Infrastrukturprojekten gesunken ist. Der Umsatz lag hingegen in allen Regionen zum Teil deutlich über dem Vorjahresniveau; hierzu trug auch die Erstkonsolidierung der neu erworbenen Gesellschaft SIAR in Italien
bei. Sowohl in Nord- als auch in Lateinamerika hat die Business Unit Americas das Geschäftsvolumen weiter ausbauen können. Durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Neuanlagen konnte der Auftragseingang deutlich ausgeweitet werden. Umsatzsteigernd wirkte der konsequente Ausbau der Moderni-
sierungs- und Serviceaktivitäten. Hinzu kamen jeweils positive Wechselkurseffekte. Während der Auftragseingang über Vorjahresniveau lag, konnte die Business Unit Asia/Pacific den Umsatz nicht steigern. Dies ist vor allem durch die weiterhin schwierige Marktlage in Südkorea begründet, wo insbesondere der Umsatz unter dem Vorjahreswert blieb. Dieser Minderumsatz konnte durch das Wachstum in China nicht ganz kompensiert werden. Insgesamt wurde die Marktpräsenz in der Region Südostasien weiter ausgebaut, unter anderem durch die neu erworbenen taiwanesischen Aktivitäten.
Die Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges hat sowohl den Auftragseingang als auch den Umsatz steigern können. Von dem positiven Trend bei Neuanlagen profitierte vor allem der Bereich Fahrtreppen. Das Geschäftsvolumen bei Fluggastbrücken lag durch das deutliche Wachstum im Luft-
verkehr ebenfalls über dem Vorjahreswert. Weiterhin auf Expansionskurs waren die Aktivitäten der Business Unit Accessibility. Durch konsequente Kundennähe und die effiziente Nutzung aller Vertriebskanäle konnten in allen wichtigen Märkten in Europa und Amerika sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz erneut gesteigert werden. Verstärkt wurde dieser Effekt durch die Neuzuordnung einiger europäischer Accessibility-Aktivitäten, die vorher durch die Aufzugsorganisation betreut wurden.
Das Segment Elevator erzielte einen Gewinn von 98 Mio € nach 79 Mio € im Vorjahresquartal. In dem preisaggressiven Marktumfeld erreichte das Segment operative Ergebnissteigerungen vor allem durch positive Volumeneffekte in der Produktion sowie durch den weiteren Ausbau der Dienstleistungsaktivitäten. Demgegenüber führten Aufwendungen aus dem in Abwicklung befindlichen Restrukturierungsprogramm in Korea zu einer Ergebnisbelastung. Positiv wirkten sich die Effekte aus der Bewertung von
Währungssicherungen sowie die Wechselkurseffekte aus. Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe übertraf den Vorjahresgewinn. Hierzu trug neben der höheren Auslastung der Produktion auch die positive Marktentwicklung in Frankreich bei, wo insbesondere aus dem Modernisierungsgeschäft zusätzliche Ergebnisbeiträge generiert wurden. Großbritannien konnte – auch durch erste positive Effekte aus der erfolgten Restrukturierung – wieder eine
Ergebnissteigerung verbuchen. Die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East steigerte den Vorjahresgewinn insbesondere auf Grund von Erträgen aus der Bewertung von Währungssicherungen. Operativ belastete weiterhin
ein zunehmender Preisdruck insbesondere in Spanien und Portugal die Ergebnissituation. Einen deutlich höheren Gewinn erzielte die Business Unit Americas. Neben gestiegenen Ergebnisbeiträgen durch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, insbesondere im Fertigungsbereich, verbesserten auch die Feldaktivitäten das Ergebnis durch zusätzliches Auftragsvolumen. Positiv wirkten ferner Trans-
lationseffekte aus dem gestiegenen Wert des us- und des kanadischen Dollar im Verhältnis zum Euro. Das Ergebnis der Business Unit Asia/Pacific wurde im Berichtsquartal infolge der Restrukturierungsaufwendungen in Südkorea negativ. Mit dem Restrukturierungsprogramm begegnete die Business Unit dem deutlich steigenden Wettbewerbsdruck durch die anhaltend schlechte Situation insbesondere im
Neuanlagenmarkt. Die Aktivitäten in China, Indien und Südostasien steigerten ihre Gewinne. Die Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges realisierte einen Gewinnzuwachs. Neben positiven Effekten aus der Bewertung von Währungssicherungen ergaben sich auch Erträge aus dem Verkauf der spanischen Druckgussaktivitäten. Auch operativ steigerte die Business Unit ihr Ergebnis
leicht. Stabil entwickelte sich die Gewinnsituation in der Business Unit Accessibility. Insbesondere die amerikanischen Aktivitäten profitierten vom Ausbau des Vertriebs. Auch das Marktwachstum in Europa trug zur stabilen Verfassung der Business Unit bei.
Services: Auf Rekordkurs
SERVICES IN ZAHLEN
| 3. Quartal 2004/2005 |
3. Quartal 2005/2006 |
9 Monate 2004/2005 |
9 Monate 2005/2006 |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang Mio € |
3.154 | 3.841 | 9.512 | 10.720 |
| Umsatz Mio € |
3.327 | 3.821 | 9.602 | 10.270 |
| Ergebnis* Mio € Mitarbeiter (30.06.) |
102 33.275 |
168 38.830 |
272 33.275 |
344 38.830 |
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. *vor Steuern
Services erzielte mit 3,8 Mrd € den bisher höchsten Quartalsumsatz. Er lag um 15 % über dem Vergleichswert des Vorjahres, in dem noch die Umsätze der mittlerweile veräußerten Druckereibetriebe und des Werkzeugmaschinenhandels vollständig enthalten waren. In Verbindung mit einer deutlich verbesserten Roh- und Werkstoffkonjunktur haben sich im 3. Quartal 2005/2006 insbesondere die Portfoliooptimierung sowie Effizienzsteigerungsprogramme und die Vertriebsinitiativen des Segments positiv ausgewirkt.
Sämtliche im laufenden Geschäftsjahr gegründeten oder erworbenen Gesellschaften und Aktivitäten haben sich gut entwickelt und zum Geschäftserfolg beigetragen. Durch die neuen Gesellschaften und den Geschäftsausbau in nahezu allen Bereichen hat sich die Mitarbeiterzahl um 4.000 auf fast 39.000
erhöht. Die im 2. Quartal 2005/2006 einsetzende Nachfragebelebung nach Werkstoffen hat sich im 3. Quartal verstärkt fortgesetzt. Die Folge waren erhebliche Preissteigerungen, insbesondere für Edelstahl- und ne-Metalle, aber auch Walzstahlprodukte haben sich nennenswert verteuert. Es herrschte fast überall ein Nachfrageüberhang mit langen Lieferzeiten. Auf Basis der guten Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie der ausgefeilten Lager- und Logistikorganisation haben die Business Units Materials Services Europe und North America in diesem Marktumfeld das Geschäft deutlich ausgeweitet und neue Umsatz-
höchstwerte erzielt. Dabei war das Wachstum im Nafta-Raum stärker als in Europa. Der boomende us-Markt war ebenfalls Hauptursache für das starke Umsatzplus der Business Unit Industrial Services. Besonders erfreuliche Zuwächse verzeichnete auch das Geschäft in Deutschland
und Skandinavien. Die Energiewirtschaft wird dabei als Kunde immer bedeutender. Die Business Unit Special Products hat ihren Umsatz nochmals ausgeweitet. Zwar wurden die extrem hohen Walzstahlumsätze des Vorjahres in Fernost nicht ganz erreicht, dagegen konnten das Rohstoffund insbesondere das Technikgeschäft mit zahlreichen neuen Projekten wesentlich ausgebaut werden.
Das Segment Services übertraf mit einem Gewinn von 168 Mio € den Vergleichswert des Vorjahres-
quartals um 66 Mio € oder 65 %. Die ergebnisstärkste Business Unit Materials Services Europe, in der neben dem europäischen auch das in der Entwicklung befindliche Geschäft in Südamerika und Asien zusammengefasst ist, hat ihren Gewinn um ein Drittel verbessert, nachdem er in den ersten Quartalen des Geschäftjahres noch unter den Vergleichswerten des Vorjahres lag.
Die Business Unit Materials Services North America konnte den Gewinn mehr als vervierfachen. Wesentliche Ursache der erheblichen Gewinnsteigerung war in beiden Regionen die Zunahme des
Geschäfts mit ne-Metallen, verbunden mit einem außergewöhnlich hohen Preisniveau. Die Business Unit Industrial Services erzielte eine Gewinnsteigerung um annähernd die Hälfte. Der überwiegende Teil des Ergebniszuwachses resultierte aus dem Dienstleistungsgeschäft in Nordamerika,
aber auch die Performance-Programme im Inland zeigten eine nachhaltige Wirkung. Die Business Unit Special Products hat den hohen Gewinn des Vorjahres noch einmal um mehr als 50 % verbessert. Hierzu haben alle Aktivitäten beigetragen. Nicht nur das Walzstahl- und Röhrengeschäft, sondern auch die Technik- und Rohstoffaktivitäten erhöhten ihre Gewinnbeiträge deutlich.
Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie inaktiver Gesellschaften, die einzelnen Segmenten nicht zugeordnet werden können. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und verwertet werden. Der Umsatz von Corporate lag bei 26 Mio € nach 29 Mio € im Vorjahresquartal.
Bei Corporate fielen Aufwendungen in Höhe von 87 Mio € an. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert ist das eine Verbesserung von 29 Mio €. Dazu haben insbesondere geringere Zinsaufwendungen für Netto-Finanzverbindlichkeiten und Pensionen beigetragen. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresergebnis durch Risikovorsorgen belastet war.
Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne.
AUSBLICK
Das konjunkturelle Umfeld bleibt auch im 2. Halbjahr 2006 überwiegend günstig. Die wirtschaftlichen Frühindikatoren deuten in den meisten Regionen auf ein unverändert solides Wachstum hin. 2006 dürfte das globale Wachstum wie im Vorjahr bei gut 4 % liegen. In den usa fällt das Wirtschaftswachstum im weiteren Jahresverlauf etwas moderater aus. Die Zinserhöhungen der letzten Monate belasten Konsumund Investitionsausgaben. In Japan setzt sich die konjunkturelle Erholung fort. In den übrigen asiatischen Ländern, insbesondere in China, bleibt die hohe Wachstumsdynamik ungebrochen. Im Euroraum wird der Aufwärtstrend zunächst anhalten. In Deutschland gehen zunehmend Impulse von der Binnennachfrage aus. Neben einem stärkeren privaten Konsum wird die hohe Kapazitätsauslastung der Industrie auch die Erweiterungsinvestitionen stärken. Risikofaktor für den globalen Aufschwung bleiben hohe Öl- und Rohstoffpreise.
In den wichtigen Märkten gehen wir von folgenden Entwicklungen aus:
- ¡ Vor dem Hintergrund der anhaltend robusten Weltwirtschaft erwarten wir ein weiteres Wachstum des Weltstahlmarktes. In diesem Jahr dürfte die globale Rohstahlproduktion um etwa 7 % auf gut 1,2 Mrd t steigen. Von China werden nach wie vor die stärksten Impulse ausgehen, aber auch alle anderen Regionen weisen positive Entwicklungen auf. Das gilt für Angebot und Nachfrage. In der Europäischen Union wird der Stahlverbrauch kräftig zunehmen. Im weiteren Jahresverlauf ist mit weiter steigenden Stahlimporten aus dritten Ländern zu rechnen. Auf Grund der anhaltend guten Nachfrage und wegen der gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten hat die ThyssenKrupp Steel ag zum 01. Juli dieses Jahres nochmals Preiserhöhungen im Quartalsgeschäft durchgesetzt.
- ¡ Im Markt für rost-, säure- und hitzebeständige Edelstahlflachprodukte wird der zu Jahresbeginn eingesetzte Aufwärtstrend fortdauern. Für das Jahr 2006 wird mittlerweile im Vergleich zum schwachen Vorjahr ein Zuwachs der weltweiten Marktversorgung von 9 % erwartet. Auch im Bereich der Hochleistungslegierungen wird der positive Markttrend anhalten.
- ¡ Die globale Automobilkonjunktur bleibt per Saldo aufwärts gerichtet. 2006 wird die weltweite Fahrzeugproduktion voraussichtlich um mehr als 2 % auf rund 68,5 Mio Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge steigen. Dabei setzt sich der Trend zu Produktionsverlagerungen nach Asien und in die
neuen eu-Staaten fort. Für Nordamerika und Westeuropa wird mit einer stabilen Produktionsentwicklung gerechnet. Deutschland wird auf Grund der unverändert positiven Exportentwicklung das Vorjahresniveau erreichen.
- ¡ Dank der anhaltend robusten Weltkonjunktur bleibt die Lage für den Maschinenbau günstig. Für wichtige Herstellerländer haben sich die Perspektiven für das laufende Jahr verbessert. Der Verband der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer hat auf Grund der guten Beschäftigungslage die Produktionsprognose für 2006 von +2 auf +5 % angehoben. Auch in den usa und Japan haben sich die Aussichten verbessert.
- ¡ Im Bausektor konzentriert sich das Marktwachstum auf die sich entwickelnden Länder in Asien sowie Mittel- und Osteuropa. In den usa wird sich die Baukonjunktur abschwächen. Für Deutschland zeichnet sich 2006 ein Ende der Baurezession ab.
Im weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit einer Fortsetzung der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung. Für das Geschäftsjahr 2005/2006 erwarten wir einen Umsatz in der Größenordnung von 46 Mrd €. Auf Grundlage der sehr guten Ergebnisentwicklung in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2005/2006 gehen wir für das Gesamtjahr nunmehr davon aus, ein Ergebnis vor Steuern – ohne wesentliche Sondereffekte – von rund 2,5 Mrd € zu erreichen.
IFRS-ÜBERLEITUNGSRECHNUNGEN
Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting and Accounting Standards
Die Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards (International Accounting Standards – ias) wurde am 19. Juli 2002 verabschiedet. Gemäß dieser Verordnung müssen alle in der Europäischen Union (eu) ansässigen Unternehmen, deren Wertpapiere zum Handel in einem geregelten Markt in der eu zugelassen sind, für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2005 beginnen, ihre konsolidierten Abschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (ifrs) aufstellen. Daher ist die ThyssenKrupp ag verpflichtet, ihren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2005/2006 erstmals nach ifrs aufzustellen. Die ThyssenKrupp ag hat sich entschieden, entsprechend der Empfehlung des Ausschusses der eu-Wertpapieraufsichtsbehörden (Committee of European Securities Regulators – cesr) auch die Zwischenberichte für das Geschäftsjahr 2005/2006 bereits gemäß den Vorschriften der ifrs aufzustellen.
Im Rahmen der Erstellung der Eröffnungsbilanz hat der Konzern den ifrs 1 "First Time Adoption of International Financial Reporting Standards" angewendet. Der Stichtag der ifrs-Eröffnungsbilanz ist der 01. Oktober 2004. Eine Erläuterung, inwieweit der Übergang auf ifrs die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns beeinflusst hat, ist nachfolgend aufgeführt. Diese Darstellung umfasst auch die Überleitungsrechnungen für das Eigenkapital und den Jahresüberschuss für die ifrs-Vergleichsperioden, die bisher nach dem Rechnungslegungsstandard us-gaap veröffentlicht wurden.
Die Eröffnungsbilanz wurde unter Anwendung der Standards und Interpretationen aufgestellt, die bereits veröffentlicht sind oder von denen erwartet wird, dass sie zum 30. September 2006 verbindlich anzuwenden sein werden. Der Konzern geht davon aus, dass mit Ausnahme der in ifrs 1 gewährten Vereinfachungen die hier angewendeten Rechnungslegungsstandards bei der Erstellung des ersten vollständigen Konzernabschlusses nach ifrs am 30. September 2006 maßgeblich sein werden. Eine ausführliche Darstellung der angewendeten Grundsätze der Rechnungslegung erfolgt auf den Seiten 41 ff. Bis zum 30. September 2006 sind die Eröffnungsbilanz zum 01. Oktober 2004, der Konzernjahresabschluss zum 30. September 2005 und alle Zwischenberichte, die für den Zeitraum vom 01. Oktober 2004 bis zum 30. September 2006 veröffentlicht worden sind, als vorläufig anzusehen, da die Möglichkeit besteht, dass das lnternational Accounting Standards Board (iasb) weitere Vorschriften verabschiedet, die rückwirkend angewendet werden müssen. Daher sind weder die Eröffnungsbilanz zum 01. Oktober 2004 noch der Konzernjahresabschluss zum 30. September 2005 durch den Konzernabschlussprüfer endgültig nach ifrs testiert. Diese Abschlüsse bilden die Basis für den ersten vollständigen Konzernabschluss nach ifrs für das Geschäftsjahr 2005/2006 und werden nur in Verbindung mit diesem ersten vollständigen Abschluss nach ifrs durch den Konzernabschlussprüfer testiert. Der vorliegende Konzernabschluss zur Zwischenberichterstattung wurde auf Basis der ifrs aufgestellt, die voraussichtlich zum 30. September 2006 verbindlich sind oder freiwillig vorzeitig angewendet werden können. Auf Basis dieser ifrs wurden vom Management Annahmen über die Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns getroffen, die voraussichtlich angewendet werden, wenn zum 30. September 2006 der erste ifrs-Konzernab-
schluss für ein komplettes Geschäftsjahr erstellt wird. Der Konzern hat in Übereinstimmung mit ifrs 1 folgende Ausnahmen bei der Erstellung der vorläufigen Eröffnungsbilanz in Anspruch genommen:
¡ Unternehmenszusammenschlüsse
Der Konzern hat sich für die Beibehaltung des bilanziellen Ausweises von Unternehmenszusammenschlüssen aus der Zeit vor dem 01. Oktober 2004 anstelle der Anwendung der Vorschriften des ifrs 3 "Business Combinations" entschieden. Die sich aus diesen Unternehmenszusammenschlüssen ergebenden Firmenwerte beinhalteten keine immateriellen Vermögenswerte, die unter ifrs hätten separat ausgewiesen werden müssen. Sie sind in die ifrs-Eröffnungsbilanz mit Ausnahme von Anpassungen auf Grund der zum Stichtag der Eröffnungsbilanz geforderten Überprüfungen auf Werthaltigkeit und der Bilanzierung von Put-Optionen im Zusammenhang mit bestehenden Minderheitenanteilen unver-
ändert übernommen worden. ¡ Leistungen an Arbeitnehmer
Alle noch nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die aus dem Zeitraum von der Zusage der Leistung bis zum Stichtag des Übergangs auf ifrs resultieren, wurden zum 01. Oktober 2004 unmittelbar in den Gewinnrück-
lagen berücksichtigt (fresh start). ¡ Kumulierte Gewinne und Verluste aus Währungsumrechnung
Kumulierte Währungsgewinne und -verluste, die aus der Umrechnung der Abschlüsse von ausländischen Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen bis zum Tag des Übergangs auf ifrs resultieren, wurden direkt in den Gewinnrücklagen berücksichtigt und nicht mehr separat innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Ausweisänderung beeinflusst nicht die Höhe des ausgewiesenen Eigenkapitals. Währungsumrechnungsdifferenzen, die nach dem Zeitpunkt des Übergangs entstehen, werden separat innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen und ergebniswirksam berücksichtigt, wenn die entsprechenden Aktivitäten veräußert werden.
Die Übernahme der International Financial Reporting and Accounting Standards hat zu folgenden wesentlichen Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen des Konzerns geführt:
Konsolidierung
Beim Erwerb von Gesellschaften werden nach us-gaap die Anteile anderer Gesellschafter entsprechend ihrem Anteil am Buchwert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Gesellschaft zum Zeitpunkt des Erwerbs berücksichtigt. Nach ifrs werden diese Minderheitenanteile entsprechend ihrem Anteil am beizulegenden Zeitwert der zum Zeitpunkt des Erwerbs identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten berücksichtigt und innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.
Umsatzrealisierung
Unter us-gaap hat der Konzern Fertigungsaufträge nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert, wenn die Auftragsabwicklung mindestens zwölf Monate umfasste, gerechnet von der Inkraftsetzung des Auftrags bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der Auftrag im Wesentlichen fertig gestellt war. Gemäß ifrs werden alle Fertigungsaufträge unabhängig von der Dauer der Auftragsabwicklung nach der Percentage-of-Completion-Methode erfasst.
Entwicklungskosten
Entwicklungskosten wurden unter us-gaap sofort aufwandswirksam erfasst. ifrs verlangt die Aktivierung von Entwicklungskosten als immaterielle Vermögenswerte, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind.
Sachanlagen
Während unter us-gaap keine speziellen Regelungen existierten, muss unter ifrs der Komponenten-Ansatz (components approach) im Rahmen der Bilanzierung von Sachanlagen angewendet werden. Sofern Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren und signifikanten Komponenten bestehen, müssen diese als separate Bilanzierungseinheiten erfasst und abgeschrieben werden.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (investment property)
Werden Grundstücke und Gebäude zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten, erfolgt nach us-gaap ein Ausweis innerhalb der Sachanlagen. Unter ifrs werden solche Grundstücke und Gebäude gesondert innerhalb der langfristigen Vermögenswerte (non-current assets) ausgewiesen. Darüber hinaus sind im Anhang Angaben über die beizulegenden Zeitwerte zu machen, wenn die Bilanzierung zu (fortgeführten) Anschaffungsoder Herstellungskosten erfolgt.
Firmenwert
Unter us-gaap überprüfte der Konzern die Werthaltigkeit von Firmenwerten auf Ebene der so genannten Reporting Units, welche der ersten Ebene unterhalb der Segmente des Konzerns entsprach. Wenn die erste Stufe des Werthaltigkeitstests ergab, dass der Buchwert der Reporting Unit inklusive des Firmenwerts den Marktwert dieser Einheit überstieg, so galt die Reporting Unit als wertgemindert. In einer zweiten Stufe wurde der Marktwert des Firmenwerts ermittelt und mit seinem Buchwert verglichen. Auf Basis dieser zweiten Berechnung erfolgte die Festlegung der Höhe des Abschreibungsbetrags. ifrs verlangt die Überprüfung der Werthaltigkeit auf Ebene so genannter Cash Generating Units (cgus). Maßgeblich ist die Berichtsebene, auf der der Firmenwert durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht wird. Diese Vorgehensweise führt dazu, dass die Überprüfung der Firmenwerte auf Werthaltigkeit in einigen Segmenten des Konzerns unterhalb der Reporting-Unit-Ebene erfolgt. Beim einstufigen Werthaltigkeitstest nach ifrs wird der Buchwert der cgu inklusive Firmenwert mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, wird eine entsprechende Abschreibung des Firmenwerts vorgenommen. Im Falle eines Abschreibungsbetrags, der den Buchwert des Firmenwerts übersteigt, wird die Differenz in der Regel proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der cgu verteilt, und ihre Buchwerte werden entsprechend reduziert.
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer, von Sachanlagen oder von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vorliegen, muss nach us-gaap ein Vergleich zwischen dem Buchwert des betreffenden Vermögenswerts und der Summe der undiskontierten, aus der Nutzung dieses Vermögenswerts erwarteten Cash-Flows durchgeführt werden. Falls der Buchwert die Summe der undiskontierten Cash-Flows übersteigt, gilt der Vermögenswert als wertgemindert; es wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert des Vermögenswerts vorgenommen. Nach ifrs müssen diese Vermögenswerte in Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag wertberichtigt werden. Zur Ermittlung des erzielbaren Betrags sind der Verkehrswert abzüglich Veräußerungskosten sowie der Nutzungswert als Summe der diskontierten erwarteten Cash-Flows zu ermitteln; der höhere Wert ist maßgeblich. Während nach us-gaap mit der Wertberichtigung eine neue Kostenbasis für den Vermögenswert geschaffen wird, ist nach ifrs die vorgenommene Wertberichtigung ganz oder teilweise rückgängig zu machen und der Buchwert entsprechend zu erhöhen, sofern der erzielbare Betrag später wieder steigt.
Vorräte
Nach us-gaap müssen Vorräte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Marktwert bewertet werden (lower of cost or market). Nach ifrs werden Vorräte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt, wobei der Nettoveräußerungswert den geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Veräußerungserlös abzüglich geschätzter Kosten für Fertigstellung und Vertrieb darstellt. Während nach us-gaap mit der Wertberichtigung eine neue Kostenbasis für den Vermögenswert geschaffen wird, ist nach ifrs die vorgenommene Wertberichtigung ganz oder teilweise rückgängig zu machen und der Buchwert entsprechend zu erhöhen, sofern der erzielbare Nettoveräußerungswert später wieder steigt.
Forderungen
Nach us-gaap werden Forderungen, die nach dem True-Sale-Konzept verkauft wurden, nicht mehr in der Konzernbilanz ausgewiesen. Ob und inwieweit verkaufte Forderungen aus der Bilanz ausgebucht werden können, wird unter ifrs im Wesentlichen nach einem Chancenund Risiken-Ansatz beurteilt. Dies führt in bestimmten Fällen zu einer anderen Behandlung von Forderungsverkäufen als unter us-gaap.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der Stichtag zur Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen darf nach us-gaap vom Bilanzstichtag des Unternehmens abweichen. Der Konzern bewertete seine Pensionspläne daher auf Basis von Prämissen, die zum 30. Juni eines Kalenderjahres galten (early measurement). Nach ifrs muss der Bewertungsstichtag mit dem Bilanzstichtag des Unternehmens übereinstimmen. Entsprechend bewertet der Konzern unter ifrs seine Verpflichtungen auf Basis von Prämissen, die am Bilanzstich-
tag 30. September eines jeden Kalenderjahres gelten. Zum 30. September 2004/01. Oktober 2004 und entsprechend für das Geschäftsjahr 2004/2005 wurden folgende Annahmen bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen zu Grunde gelegt:
| In | ്രം | |
|---|---|---|
| in % | 30.09.2004/01.10.2004 | |||
|---|---|---|---|---|
| US-GAAP | IFRS | |||
| Deutschland | Übrige Länder | Deutschland | Übrige Länder | |
| Durchschnittliche Bewertungsfaktoren: | ||||
| Diskontierungssatz | 5,50 | 6,10 | 5,00 | 5,53 |
| Erwarteter Kapitalertrag auf das Fondsvermögen Langfristige Gehaltssteigerungsraten |
6,00 3,00 |
7,81 4,12 |
6,00 3,00 |
7,57 3,76 |
Zum 30. September 2004/01. Oktober 2004 und entsprechend für das Geschäftsjahr 2004/2005 wurden folgende Annahmen bei der Ermittlung der Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen zu Grunde gelegt:
| in % |
|---|
| 30.09.2004/01.10.2004 | ||
|---|---|---|
| US-GAAP | IFRS | |
| USA/Kanada | USA/Kanada | |
| Durchschnittliche Bewertungsfaktoren: | ||
| Diskontierungssatz | 6,25 | 5,75 |
| Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge im nächsten Jahr Letzte Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge (erwartet in 2009) |
10,01 5,45 |
10,01 5,46 |
us-gaap verlangt gegebenenfalls den Ausweis einer Mindestpensionsverpflichtung. In diesem Fall muss bei Erfüllung bestimmter Kriterien ein immaterieller Vermögenswert in die Bilanz eingestellt werden. Unter ifrs existieren keine entsprechenden Vorschriften bezüglich der Bilanzierung einer Mindestverpflichtung oder eines korrespondierenden immateriellen Vermögenswerts.
Ab dem Bilanzstichtag 30. September 2005 wendet der Konzern den Korridor-Ansatz nicht mehr an. Stattdessen wird die so genannte "dritte Option" der im Dezember 2004 verabschiedeten Ergänzung zu ias 19 angewendet. Nach den Vorschriften dieser Ergänzung werden alle versicherungsmathematischen Gewinne und
Verluste sofort und direkt im Eigenkapital erfasst. Die im Netto-Pensionsaufwand enthaltenen Zinsaufwendungen und erwarteten Erträge aus Planvermögen wurden unter us-gaap innerhalb des betrieblichen Ergebnisses berücksichtigt. Der Konzern hat von der Wahlmöglichkeit Gebrauch gemacht, unter ifrs diese Komponenten aus Pensions- und Gesundheitsverpflichtungen innerhalb des Finanzergebnisses auszuweisen.
Aktienorientierte Vergütung
Unter us-gaap bewertete der Konzern bis zum 01. Juli 2005 seine Incentivepläne auf Basis des inneren Wertes. Gemäß sfas 123(r) erfolgte seit dem 01. Juli 2005 eine Bewertung dieser Pläne nach der Marktwertmethode. Unter ifrs erfolgt eine Bewertung dieser Programme zum beizulegenden Zeitwert.
Eingebettete derivative Finanzinstrumente
us-gaap verlangt den gesonderten Ausweis eines so genannten eingebetteten Derivats, wenn die beteiligten Vertragspartner einen Vertrag in einer Währung abschließen, die nicht der funktionalen Währung einer der Vertragsparteien entspricht. Nach ifrs werden solche eingebetteten Derivate nicht gesondert ausgewiesen, wenn die zu Grunde gelegte Vertragswährung der Transaktion üblicherweise in dem entsprechenden Geschäftsumfeld zur Anwendung kommt.
Nicht fortgeführte Aktivitäten (discontinued operations)
Der Konzern weist die Ergebnisse einer Disposal Group, die die Voraussetzungen für eine so genannte Komponente des Konzerns erfüllt, als nicht fortgeführte Aktivitäten aus, wenn deren Cash-Flows sowohl operativ als auch hinsichtlich der Finanzberichterstattung klar von den restlichen Aktivitäten des Konzerns trennbar sind und der Konzern nach der Veräußerung kein wesentliches weiteres Engagement in der Aktivität aufweist. Zusätzlich zu der Identifizierung einer Komponente muss nach ifrs die zur Veräußerung stehende Komponente eine wesentliche Geschäftsaktivität des Konzerns (major business line) repräsentieren oder alle Aktivitäten in einer geografischen Region beinhalten. Daher können bestimmte nach us-gaap als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesene Veräußerungen unter ifrs nicht als solche klassifiziert werden.
Bilanzgliederung
In den bisher veröffentlichten Konzernabschlüssen erfolgte die Bilanzgliederung entsprechend den Vorgaben der 4. und 7. eg-Richtlinie; ergänzt um zusätzliche nach us-gaap erforderliche Angaben im Anhang. Nach ifrs werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Bilanz entsprechend ihrer Fristigkeit als kurz- oder langfristig
klassifiziert. Zur Vereinfachung der Überleitung der konsolidierten Bilanz wurde die bisher unter us-gaap verwendete Bilanzgliederung an die nach ifrs geforderte Bilanzgliederung nach der Fristigkeit angepasst.
Die Effekte aus den Änderungen der Bilanzierungsgrundsätze auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden im Folgenden dargestellt.
ÜBERLEITUNG DER KONZERN-ERÖFFNUNGSBILANZ ZUM 01. OKTOBER 2004
AKTIVA Mio €
| Nr. | US-GAAP | IFRS | IFRS |
|---|---|---|---|
| 30.09.2004 | Anpassungen | 01.10.2004 | |
| a1, b1, c1 | |||
| Immaterielle Vermögenswerte d1, e1, f1, g1 |
3.554 | – 385 | 3.169 |
| Sachanlagen h1, i1 |
10.574 | – 1.856 | 8.718 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien j1 |
— | 1.618 | 1.618 |
| At equity bewertete Beteiligungen | 341 | – 9 | 332 |
| Finanzielle Vermögenswerte k1 |
679 | 0 | 679 |
| Aktive latente Steuern Langfristige Vermögenswerte |
1.148 16.296 |
– 272 – 904 |
876 15.392 |
| l1, m1 | |||
| Vorräte n1, o1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
6.274 | – 368 | 5.906 |
| p1, q1 Sonstige Forderungen |
5.764 | 653 | 6.417 |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 1.049 | – 75 | 974 |
| Flüssige Mittel | 189 | 0 | 189 |
| r1, s1 | 1.350 | 0 | 1.350 |
| Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte |
219 14.845 |
37 247 |
256 15.092 |
| Summe Vermögenswerte | 31.141 | – 657 | 30.484 |
PASSIVA Mio €
| US-GAAP | IFRS | |||
|---|---|---|---|---|
| Nr. | 30.09.2004 | IFRS Anpassungen |
01.10.2004 | |
| Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG | 8.327 | – 1.284 | 7.043 | |
| a2 | ||||
| Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital |
— 8.327 |
360 – 924 |
360 7.403 |
|
| Anteile anderer Gesellschafter | a2 | 410 | – 410 | — |
| b2, c2, d2 | ||||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | e2, f2 | 7.189 | 1.095 | 8.284 |
| Sonstige Rückstellungen | g2 | 510 | 5 | 515 |
| Passive latente Steuern | h2 | 977 | – 757 | 220 |
| Finanzverbindlichkeiten | i2 | 3.618 | 60 | 3.678 |
| Übrige Verbindlichkeiten Langfristige Verbindlichkeiten |
0 12.294 |
42 445 |
42 12.739 |
|
| j2 | ||||
| Sonstige Rückstellungen | 1.811 | – 852 | 959 | |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | k2 | 538 | 0 | 538 |
| Finanzverbindlichkeiten | l2 | 614 | 238 | 852 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | m2, n2, o2, p2 | 3.644 | – 13 | 3.631 |
| Übrige Verbindlichkeiten | q2 | 3.312 | 831 | 4.143 |
| Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten Kurzfristige Verbindlichkeiten |
191 10.110 |
28 232 |
219 10.342 |
|
| Verbindlichkeiten | 22.814 | 267 | 23.081 | |
| Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten | 31.141 | – 657 | 30.484 |
Immaterielle Vermögenswerte
A1 Entwicklungskosten
Entwicklungskosten, die die Aktivierungskriterien gemäß ifrs erfüllen, führten zu einer Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte um 77 Mio €.
B1 Firmenwert
Der einstufige, zum 01. Oktober 2004 auf Cash Generating Units (cgus) anzuwendende Werthaltigkeitstest nach ifrs führte zu einer
Wertminderung des Firmenwerts in Höhe von 437 Mio €. Aus der Bilanzierung einer Put-Option im Zusammenhang mit bestehenden Minderheitenanteilen an der Dongyang Gruppe resultierte ein Anstieg des Firmenwertes um 32 Mio €.
C1 Immaterielle Vermögenswerte aus der
Pensionsbewertung
Der unter us-gaap ausgewiesene immaterielle Vermögenswert aus der Pensionsbewertung in Höhe von 53 Mio € wurde im Rahmen der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen nach ias 19 aufgelöst.
Sachanlagen
D1 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Unter ifrs sind als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien gesondert in der Konzernbilanz auszuweisen. Sachanlagen in Höhe von 1.688 Mio € wurden entsprechend umgegliedert.
E1 Komponenten-Ansatz
Nach ifrs müssen wesentliche identifizierbare Komponenten von Sachanlagen separat bilanziert und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Daraus ergibt sich eine Erhöhung der bilanzierten Sachanlagen von 19 Mio €.
F1 Wertminderung (impairment)
Der unter ifrs auf Sachanlagen anzuwendende einstufige, auf diskontierten Cash-Flows basierende Werthaltigkeitstest führte zu Wertminderungen dieser Sachanlagen in Höhe von 247 Mio €, da die korrespondierenden Buchwerte höher waren als die entsprechenden erzielbaren Beträge.
G1 Leasing
Nach us-gaap basiert die Klassifizierung von Leasing-Transaktionen als Operating Lease oder Capital (Finance) Lease auf formalen Kriterien. ifrs kennt entsprechende formale, quantitative Kriterien nicht. Daher kann die Anwendung des ias 17 "Leases" zu einer veränderten Klassifizierung von Leasing-Transaktionen führen. Entsprechend wurde eine Leasing-Transaktion, die unter us-gaap als Operating Lease eingestuft und deren korrespondierende Leasingraten somit direkt als Aufwand der Periode erfasst wurden, nach ifrs als Finance Lease mit entsprechenden in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten klassifiziert. Daraus resultierte eine Erhöhung der Sachanlagen um 60 Mio €.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
H1 Gesonderte Bilanzposition
Unter ifrs sind als Finanzinvestition gehaltene Immobilien gesondert im Konzernabschluss auszuweisen. Dementsprechend wurden Sachanlagen in Höhe von 1.688 Mio € umgegliedert.
I1 Wertminderung (impairment)
Der unter ifrs auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien anzuwendende einstufige, auf diskontierten Cash-Flows basierende Werthaltigkeitstest führte zu Wertminderungen dieser Immobilien in Höhe von 70 Mio €.
Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen
J1 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte Nach us-gaap können neben so genannten Disposal Groups nur langlebige Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, die bestimmte Kriterien erfüllen, als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ausgewiesen werden. Nach ifrs können grundsätzlich sämtliche langfristigen Vermögenswerte als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ausgewiesen werden. Daher wurde eine nach der Equity-Methode bewertete Beteiligung in Höhe von 9 Mio € aus den Finanzanlagen in zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte umgegliedert.
Aktive latente Steuern
K1 IFRS-Anpassungen Latente Steuern werden grundsätzlich wegen unterschiedlicher Bilanzierungsansätze nach ifrs/us-gaap und den jeweiligen nationalen steuerlichen Einkommensermittlungsmethoden gebildet. Wie zuvor beschrieben, hatte die Umstellung der Rechnungslegungsgrundsätze von us-gaap auf ifrs signifikante Änderungen in verschiedenen Bilanzpositionen zur Folge, die nationalen gesetzlichen steuerlichen Einkommensermittlungsmethoden blieben jedoch unverändert. Die Umstellung veränderte somit das beschriebene Verhältnis mit ent–
sprechenden Auswirkungen auf die Bilanzansätze für latente Steuern. Vorschriften, die den Ansatz latenter Steuern nach us-gaap bzw. ifrs unterschiedlich regeln, sowie Abschreibungen auf Goodwill und reine Reklassifizierungen (z.B. die Umgliederung der Fremdanteile in das Eigenkapital) hatten nahezu keinen Einfluss auf die Verände-
rungen der latenten Steuern. Die im Vergleich zu us-gaap weitergehenden Saldierungsmöglichkeiten latenter Steuern auf Ebene der Einzelgesellschaften führten generell sowohl zu einer Reduzierung der angesetzten aktiven als auch passiven latenten Steuern. Die Erhöhung des Nettobetrags latenter
Steuern gegenüber dem sich nach us-gaap ergebenden Wert ist maßgeblich auf die nach ifrs höher bewerteten Pensionsrückstellungen
und niedriger bewerteten Sachanlagen zurückzuführen. Die ifrs-Anpassungen führten zu einer Reduzierung aktiver latenter Steuern in Höhe von 272 Mio €.
Vorräte
L1 Fertigungsaufträge
Unter us-gaap enthielt die Bilanzposition "Unfertige Erzeugnisse" Fertigungsaufträge, für die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode erfasst wurden. Unter ifrs werden diese Fertigungsaufträge in der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" berücksichtigt. In diesem Zusammenhang wurden 370 Mio € umgegliedert.
M1 Bewertung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungserlös
Die Bewertung der Vorräte unter ifrs zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungserlös führte zu einem Anstieg der Vorräte in Höhe von 2 Mio €.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
N1 Fertigungsaufträge
Unter us-gaap enthielt die Bilanzposition "Unfertige Erzeugnisse" Fertigungsaufträge, für die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode erfasst wurden. Unter ifrs werden diese Fertigungsaufträge in der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" berücksichtigt. In diesem Zusammenhang wurden
370 Mio € umgegliedert (vgl. l1). Darüber hinaus werden im Unterschied zu us-gaap unter ifrs auch Fertigungsaufträge nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert, die eine Laufzeit von weniger als einem Jahr haben. Dies führte zu einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 47 Mio €.
O1 Forderungsverkäufe
Unter ifrs wird anhand der beim Verkäufer der Forderungen verbleibenden Chancen und Risiken sowie der Verfügungsmacht darüber entschieden, ob eine verkaufte Forderung tatsächlich aus der Konzernbilanz ausgebucht wird. Die Anwendung dieser Vorschriften auf bestehende Forderungsverkaufsprogramme zum 01. Oktober 2004 führte zu einer Erhöhung der entsprechenden Bilanzposition in Höhe von 238 Mio €.
Sonstige Forderungen
P1 Eingebettete derivative Finanzinstrumente
Unter ifrs erfüllen mehrere Transaktionen nicht die für eine separate Berücksichtigung von eingebetteten Derivaten erforderlichen Voraussetzungen, da die Transaktionen in einer im Rahmen dieser Geschäfte üblichen Währung abgewickelt wurden. Daraus resultierte eine Reduzierung der sonstigen Forderungen in Höhe von 3 Mio €.
Q1 Vorausbezahlte Pensionsaufwendungen
Die Vorschriften der ifrs zur Bilanzierung von Pensionen führten zu einer Reduzierung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens "Vorausbezahlte Pensionsaufwendungen" in Höhe von 72 Mio €. Dies ist im Wesentlichen auf veränderte Diskontierungszinssätze und veränderte beizulegende Zeitwerte des Planvermögens zurückzuführen, die aus den unterschiedlichen Bewertungsstichtagen resultieren.
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte
R1 Zusätzliche zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte unter ifrs
Nach us-gaap können neben so genannten Disposal Groups nur langlebige Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, die bestimmte Kriterien erfüllen, als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ausgewiesen werden. Nach ifrs können dagegen grundsätzlich sämtliche langfristigen Vermögenswerte gegebenenfalls als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ausgewiesen werden. Daher wurde eine nach der Equity-Methode bewertete Beteiligung in Höhe von 9 Mio € aus den Finanzanlagen in die Bilanzposition "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" umgegliedert (vgl. j1).
S1 ifrs-Anpassungen
Unter ifrs erhöhte sich die Position "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" um 2gen bezüglich der Behandlung von Forderungsverkäufen (vgl. o1), 1 Mio € aus der separaten Berücksichtigung wesentlicher Komponenten von Sachanlagen (vgl. e1) und 8 Mio € aus veränderten aktiven latenten Steuern (vgl. k1). Zusätzlich ergab sich eine Erhöhung um 1 Mio € auf Grund der Umklassifizierung einer nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung, da der Abschluss des assoziierten Unternehmens ebenfalls von us-gaap auf ifrs umgestellt wurde.
Anteile anderer Gesellschafter
A2 Umgliederung
Unter us-gaap wurden die Anteile anderer Gesellschafter als gesonderte Bilanzposition zwischen dem Eigenkapital und den Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz ausgewiesen. Unter ifrs müssen die Anteile anderer Gesellschafter als Teil des Eigenkapitals dargestellt werden. Diese Umgliederung führte zu einer Erhöhung des bilanzierten Eigenkapitals um 410 Mio €. Davon betreffen 50 Mio € die gemäß ifrs 1 vorzunehmenden Anpassungen in den Einzelabschlüssen der Gesellschaften mit Minderheitsanteilen beim Übergang auf ifrs sowie die Bilanzierung der Put-Option bei der Dongyang Gruppe (vgl. b1).
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
B2 Rückstellungen für Pensionen
Ein geringerer Diskontierungszinssatz am 01. Oktober 2004 verglichen mit demjenigen, der zum vorgezogenen Bewertungsstichtag 30. Juni 2004 unter us-gaap angewandt wurde, sowie die Berücksichtigung aller versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Eigenkapital in der Eröffnungsbilanz führten zu einer Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen um 484 Mio €.
C2 Rückstellungen für Gesundheitsfürsorge Ein zum Bewertungsstichtag des 01. Oktober 2004 gültiger und im Vergleich zu dem niedrigeren unter us-gaap am Bewertungsstichtag des 30. Juni 2004 zu Grunde gelegten Diskontierungszinssatz sowie die Berücksichtigung aller versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Eigenkapital der Eröffnungsbilanz führten zu einem Anstieg der Rückstellungen für Gesundheitsfürsorge in Höhe von 540 Mio €.
D2 Rückstellungen für Altersteilzeit
Unter us-gaap wurden Rückstellungen für Altersteilzeit nur für jene Mitarbeiter berücksichtigt und ratierlich gebildet, die sich auf Grundlage eines schriftlichen Vertrags für ein frühzeitiges Ausscheiden entschieden haben. Unter ifrs werden solche Verpflichtungen auch auf Basis von Schätzungen hinsichtlich der möglichen Anzahl von Mitarbeitern, die sich für ein frühzeitiges Ausscheiden entscheiden werden, versicherungsmathematisch berechnet. Daher erhöhten sich die Rückstellungen für Altersteilzeit um 71 Mio €.
Sonstige langfristige Rückstellungen
E2 Jubiläumszuwendungen
Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden unter us-gaap unter Berücksichtigung der Annahmen zum frühen Bewertungsstichtag 30. Juni 2004 berechnet. In der Berechnung unter ifrs müssen die am Bewertungsstichtag 01. Oktober 2004 gültigen Annahmen herangezogen werden. Auf Grund des am 01. Oktober 2004 geringeren Diskontierungszinssatzes wurden die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen um 2 Mio € erhöht.
F2 Aktienorientierte Vergütung
Die unter ifrs angewendete Bewertung von in Geld vergüteten Management-Incentiveplänen auf Basis von beizulegenden Zeitwerten führte zu einem Anstieg der entsprechenden Rückstellungen in Höhe von 3 Mio €.
Passive latente Steuern
G2 ifrs-Anpassungen
Latente Steuern werden grundsätzlich wegen unterschiedlicher Bilanzierungsansätze nach ifrs/us-gaap und den jeweiligen nationalen steuerlichen Einkommensermittlungsmethoden gebildet. Wie zuvor
beschrieben, hatte die Umstellung der Rechnungslegungsgrundsätze von us-gaap auf ifrs signifikante Änderungen in verschiedenen Bilanzpositionen zur Folge, die nationalen gesetzlichen steuerlichen Einkommensermittlungsmethoden blieben jedoch unverändert. Die Umstellung veränderte somit das beschriebene Verhältnis mit entspre-
chenden Auswirkungen auf die Bilanzansätze für latente Steuern. Vorschriften, die den Ansatz latenter Steuern nach us-gaap bzw. ifrs unterschiedlich regeln, sowie Abschreibungen auf Goodwill und reine Reklassifizierungen (z. B. die Umgliederung der Fremdanteile in das Eigenkapital) hatten nahezu keinen Einfluss auf die Veränderungen der latenten Steuern.
Die im Vergleich zu us-gaap weitergehenden Saldierungsmöglichkeiten latenter Steuern auf Ebene der Einzelgesellschaften führten generell sowohl zu einer Reduzierung der angesetzten aktiven als auch passiven latenten Steuern. Die Erhöhung des Nettobetrags latenter Steuern gegenüber dem sich nach us-gaap ergebenden Wert ist maßgeblich auf die nach ifrs höher bewerteten Pensionsrückstellungen
und niedriger bewerteten Sachanlagen zurückzuführen. Die ifrs-Anpassungen führten zu einer Reduzierung passiver latenter Steuern in Höhe von 757 Mio €.
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
H2 Leasing
Wie in Fußnote G1 bereits dargestellt, werden bestimmte Leasing-Transaktionen, die unter us-gaap als Operating Lease klassifiziert wurden, unter ifrs als Finance Lease klassifiziert. Dies führte zu einer Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten um 60 Mio €.
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
I2 Put-Option Die Bilanzierung der Put-Option bei der Dongyang Gruppe (vgl. b1) führte zum Ausweis einer Verbindlichkeit in Höhe von 42 Mio €.
Sonstige kurzfristige Rückstellungen
J2 Umgliederung
In der Vergangenheit entsprachen die Gliederungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns den Vorgaben der 4. und 7. EG-Richtlinie; ergänzt um zusätzliche nach us-gaap erforderliche Angaben im Anhang. Unter diesem Ausweis wurden bestimmte Verbindlichkeiten unter Rückstellungen ausgewiesen. Unter ifrs wurden 852 Mio € von Rückstellungen in die Position "Übrige Verbindlichkeiten" umgegliedert, da sie nicht die Definition einer Rückstellung unter ifrs erfüllen.
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
K2 Forderungsverkäufe Unter ifrs wird anhand der beim Verkäufer der Forderungen verbleibenden Chancen und Risiken sowie der Verfügungsmacht darüber entschieden, ob eine verkaufte Forderung tatsächlich aus der Konzernbilanz ausgebucht wird (vgl. O1). Dies führte zu einer entsprechenden Erhöhung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 238 Mio €.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
L2 Fertigungsaufträge
Nach ifrs werden sämtliche Fertigungsaufträge nach der Percentageof-Completion-Methode bilanziert (vgl. n1). Hieraus resultierte eine Umgliederungen von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in die übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 13 Mio €.
Übrige Verbindlichkeiten
M2 Umgliederung
Die Berücksichtigung der unter ifrs geltenden Definitionen bezüglich Rückstellungen und Verbindlichkeiten (vgl. j2) führte zu Umgliederungen von sonstigen Rückstellungen in übrige Verbindlichkeiten in Höhe von 852 Mio €.
N2 Eingebettete derivative Finanzinstrumente
Unter ifrs erfüllen mehrere Transaktionen nicht die für eine separate Berücksichtigung von eingebetteten Derivaten erforderlichen Voraussetzungen, da die Transaktionen in einer im Rahmen dieser Geschäfte üblichen Währung abgewickelt wurden. Daraus resultierte eine Reduzierung der übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 10 Mio €.
O2 Fertigungsaufträge
Nach ifrs werden sämtliche Fertigungsaufträge nach der Percentageof-Completion-Methode bilanziert (vgl. n1). Daher erhöhen sich die übrigen Verbindlichkeiten (Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung – PoC) um 43 Mio €. Dies resultiert aus einem Überhang an erhaltenen Anzahlungen oder abgerechneten Beträgen im Vergleich zu den entsprechenden anteiligen Erlösen.
P2 Sale-and-lease-back-Transaktionen
Unter us-gaap wurden Gewinne aus Sale-and-lease-back-Transaktionen über die Vertragslaufzeit ratierlich erfasst. ifrs sieht vor, solche Gewinne in voller Höhe zum Zeitpunkt des Verkaufs zu erfassen, soweit der aus der Sale-and-lease-back-Transaktion resultierende Leasingvertrag als Operating Lease zu klassifizieren ist und die Transaktion zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt wurde. Dies führte zu einer Reduzierung des passivischen Rechnungsabgrenzungspostens in Höhe von 63 Mio €.
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten
Q2 ifrs-Anpassungen
Nach ifrs erhöhten sich die Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten um 28 Mio €. Dies ist zurückzuführen auf Anpassungen bei Forderungsverkäufen (vgl. k2) in Höhe von 18 Mio €, bei Pensionsverpflichtungen (vgl. b2) in Höhe von 4 Mio € und bei passiven latenten Steuern (vgl. g2) in Höhe von 6 Mio €.
ÜBERLEITUNG DES EIGENKAPITALS ZUM 01. OKTOBER 2004
| Mio € | |
|---|---|
| Nr. | |
| Eigenkapital nach US-GAAP zum 30.09.2004 | 8.327 |
| a1, b1, c1 | |
| Immaterielle Vermögenswerte d1, e1, f1, g1 |
– 417 |
| Sachanlagen h1, i1 |
– 168 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien k1 Aktive latente Steuern |
– 70 |
| l1, m1 Vorräte |
– 272 |
| n1, o1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
2 |
| p1, q1 Sonstige Forderungen |
47 |
| r1, s1 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte |
– 75 |
| b2, c2, d2 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
11 |
| e2, f2 Sonstige Rückstellungen |
– 1.095 |
| g2 Passive latente Steuern |
– 8 |
| h2 Finanzverbindlichkeiten |
757 |
| n2, o2, p2 Übrige Verbindlichkeiten |
– 60 |
| q2 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten |
33 |
| a2 Anteile anderer Gesellschafter |
– 10 |
| Sonstige Anpassungen | 50 |
| Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG nach IFRS zum 01.10.2004 | – 9 7.043 |
| Anteile anderer Gesellschafter nach IFRS zum 01.10.2004 | 360 |
| Eigenkapital nach IFRS zum 01.10.2004 | 7.403 |
29 3. Quartal 2005_2006 ThyssenKrupp IFRS-Überleitungsrechnungen und Zwischenabschluss IFRS-Überleitungsrechnungen
ÜBERLEITUNG DER KONZERN-BILANZ ZUM 30. JUNI 2005
AKTIVA Mio €
| US-GAAP | IFRS | ||
|---|---|---|---|
| Nr. | 30.06.2005 | IFRS Anpassungen |
30.06.2005 |
| a1 | |||
| Immaterielle Vermögenswerte b1 |
4.774 | – 178 | 4.596 |
| Sachanlagen c1 |
9.462 | – 716 | 8.746 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | — | 561 | 561 |
| At equity bewertete Beteiligungen | 300 | 9 | 309 |
| Finanzielle Vermögenswerte d1 |
674 | 0 | 674 |
| Aktive latente Steuern Langfristige Vermögenswerte |
369 15.579 |
13 – 311 |
382 15.268 |
| e1 | |||
| Vorräte f1 |
6.945 | – 580 | 6.365 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.571 | 709 | 7.280 |
| Sonstige Forderungen | 1.227 | – 76 | 1.151 |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 391 | 0 | 391 |
| Flüssige Mittel | 3.182 | 0 | 3.182 |
| Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte |
412 18.728 |
26 79 |
438 18.807 |
| Summe Vermögenswerte | 34.307 | – 232 | 34.075 |
PASSIVA Mio €
| Nr. | US-GAAP 30.06.2005 |
IFRS | IFRS 30.06.2005 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG | 9.708 | Anpassungen – 1.196 |
8.512 |
| Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital |
— 9.708 |
393 – 803 |
393 8.905 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 491 | – 491 | — |
| a2 | |||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 7.036 | 1.057 | 8.093 |
| Sonstige Rückstellungen b2 |
532 | 10 | 542 |
| Passive latente Steuern | 750 | – 400 | 350 |
| Finanzverbindlichkeiten | 3.309 | 58 | 3.367 |
| Übrige Verbindlichkeiten Langfristige Verbindlichkeiten |
0 11.627 |
208 933 |
208 12.560 |
| c2 | |||
| Sonstige Rückstellungen | 2.260 | – 1.005 | 1.255 |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten d2 |
536 | 1 | 537 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.711 | 118 | 1.829 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen e2 |
3.700 | – 13 | 3.687 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 4.020 | 1.004 | 5.024 |
| Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten Kurzfristige Verbindlichkeiten |
254 12.481 |
24 129 |
278 12.610 |
| Verbindlichkeiten | 24.599 | 571 | 25.170 |
| Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten | 34.307 | – 232 | 34.075 |
a1 Immaterielle Vermögenswerte
Die Verminderung der immateriellen Vermögenswerte zum 30. Juni 2005 hat sich im Vergleich zum 01. Oktober 2004 betragsmäßig um
207 Mio € reduziert. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursachen: Der Betrag der unter ifrs in der Eröffnungsbilanz im Vergleich zu us-gaap zusätzlich vorgenommenen Wertberichtigungen auf Firmenwerte hat sich zum 30. Juni 2005 um 38 Mio € verringert, insbesondere als Folge der Erfassung von Wertberichtigungen unter us-gaap,
die bereits in der Eröffnungsbilanz berücksichtigt waren. Der Betrag der aktivierten Entwicklungsaufwendungen hat sich um
13 Mio € erhöht. Aus der Bilanzierung einer Put-Option im Zusammenhang mit bestehenden Minderheitenanteilen an der Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) resultierte ein Anstieg des Firmenwertes um 100 Mio €.
B1 Sachanlagen
Die Verminderung der Sachanlagen zum 30. Juni 2005 im Vergleich zum 01. Oktober 2004 hat sich um 1.140 Mio € verringert. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursachen:
In der ifrs-Eröffnungsbilanz wurde der Wohnungsbestand des ThyssenKrupp Konzerns aus den Sachanlagen in "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" umgegliedert. Durch die Veräußerung des Wohnimmobilien-Bereichs im 2. Quartal 2004/2005 ist der
Umgliederungsbetrag zum 30. Juni 2005 entfallen. Darüber hinaus wurden unter us-gaap Wertberichtigungen in Höhe von 42 Mio € erfasst, die bereits in der Eröffnungsbilanz berücksichtigt waren.
C1 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Der Betrag der ifrs-Anpassungen zum 30. Juni 2005 hat sich im Vergleich zum 01. Oktober 2004 um 1.057 Mio € verringert als Folge des Verkaufs des Wohnimmobilien-Bereichs im 2. Quartal 2004/2005.
D1 Aktive latente Steuern
Die Verminderung der aktiven latenten Steuern zum 30. Juni 2005 hat sich zum 01. Oktober 2004 um 285 Mio € verringert.
Ursache hierfür sind die im Vergleich zu us-gaap weitergehenden Saldierungsmöglichkeiten latenter Steuern auf Ebene der Einzelgesellschaften sowie Wechselkurseffekte.
E1 Vorräte
Die Verminderung der Vorräte hat sich zum 30. Juni 2005 im Vergleich zum 01. Oktober 2004 um 212 Mio € erhöht. Dies resultiert aus der im Zusammenhang mit der Percentage-of-Completion-Methode erforderlichen Umgliederung in die Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen".
F1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist zum 30. Juni 2005 im Vergleich zum 01. Oktober 2004 um 56 Mio € angestiegen. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursachen:
Die im Zusammenhang mit der Percentage-of-Completion-Methode erforderliche Umgliederung aus den Vorräten in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich um 212 Mio € erhöht. Gleichzeitig nahm der Anpassungsbetrag aus der erweiterten Anwendung der
Percentage-of-Completion-Methode um 36 Mio € ab. Auf Grund von Umstellungen von Asset-backed-Programmen auf eine Off-Balance-Bilanzierung, durch Abgänge aus dem Konsolidierungskreis sowie wechselkursbedingt ergab sich zum 30. Juni 2005 eine Erhöhung bilanzwirksamer Forderungsverkäufe von 120 Mio €.
A2 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen hat sich zum 30. Juni 2005 im Vergleich zum 01. Oktober 2004 um 38 Mio € verringert. Dies hatte im Wesent-
lichen folgende Ursachen: Im Falle der Rückstellungen für Pensionen hat sich der Anpassungsbetrag durch die Anwendung der Fresh-Start-Methode in der Eröffnungsbilanz sowie auf Grund von Wechselkursänderungen um
27 Mio € verringert. Im Falle der Rückstellungen für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen ergibt sich durch die Anwendung der Fresh-Start-Methode in der Eröffnungsbilanz sowie auf Grund von Wechselkursänderungen ein Anstieg des Anpassungsbetrages um 3 Mio €.
B2 Passive latente Steuern
Der Rückgang der passiven latenten Steuern hat sich zum 30. Juni 2005 im Vergleich zum 01. Oktober 2004 um 357 Mio € verringert. Ursache hierfür sind die im Vergleich zu us-gaap weitergehenden
Saldierungsmöglichkeiten latenter Steuern auf Ebene der Einzelgesellschaften sowie Wechselkurseffekte.
C2 Sonstige kurzfristige Rückstellungen
Die Verminderung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen hat sich zum 30. Juni 2005 im Vergleich zum 01. Oktober 2004 um
153 Mio € erhöht. Dies resultiert insbesondere aus einem Anstieg des Umgliederungsbetrages aus den Rückstellungen in die Position "Übrige Verbindlichkeiten".
D2 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Auf Grund von Umstellungen von Asset-backed-Programmen auf eine Off-Balance-Bilanzierung, Umgliederungen in "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" sowie wechselkursbedingt ergab sich zum 30. Juni 2005 ein Rückgang der Finanzverbindlichkeiten um 120 Mio €.
E2 Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Die Erhöhung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ist zum 30. Juni 2005 im Vergleich zum 01. Oktober 2004 um 173 Mio € angestiegen.
Dies resultiert insbesondere aus einem Anstieg des Umgliederungsbetrages aus den Rückstellungen in die Position "Übrige Verbindlichkeiten".
ÜBERLEITUNG DES EIGENKAPITALS ZUM 30. JUNI 2005
Mio €
| Nr. Eigenkapital nach US-GAAP zum 30.06.2005 |
9.708 |
|---|---|
| a1 | |
| Immaterielle Vermögenswerte b1 |
– 352 |
| Sachanlagen c1 |
– 89 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien d1 |
– 70 |
| Aktive latente Steuern f1 |
13 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12 |
| Sonstige Forderungen | – 71 |
| Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte a2 |
26 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | – 1.057 |
| Sonstige Rückstellungen b2 |
– 10 |
| Passive latente Steuern d2 |
400 |
| Finanzverbindlichkeiten e2 |
– 58 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 4 |
| Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten | – 24 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 98 |
| Sonstige Anpassungen Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG nach IFRS zum 30.06.2005 |
– 18 8.512 |
| Anteile anderer Gesellschafter nach IFRS zum 30.06.2005 | 393 |
| Eigenkapital nach IFRS zum 30.06.2005 | 8.905 |
ÜBERLEITUNG DER KONZERN-KAPITALFLUSS-RECHNUNG FÜR DIE ERSTEN 9 MONATE 2004/2005
Der Free Cash-Flow, d.h. die Differenz aus Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit und Cash-Flow aus Investitionstätigkeit, verbesserte sich um 138 Mio € auf 1.634 Mio €. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die zahlungswirksame Verminderung der Verbindlichkeiten aus bilanzunwirksamen Forderungsverkäufen innerhalb des Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit erfasst wird. Dementsprechend wird der Zahlungseingang aus dem Verkauf einer Forderung erst dann im Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit erfasst, wenn die entsprechenden Kundenzahlungen an die Bank erfolgt sind.
ÜBERLEITUNG DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS 3. QUARTAL 2004/2005
| Mio | € | |
|---|---|---|
| Mio € | ||||
|---|---|---|---|---|
| US-GAAP | IFRS | |||
| Nr. | 3. Quartal | IFRS-5- | Weitere IFRS |
3. Quartal |
| 2004/2005 | Anpassungen | Anpassungen | 2004/2005 | |
| a1, b1 | ||||
| Umsatzerlöse c1, d1, e1 Umsatzkosten |
11.191 | 102 | – 40 | 11.253 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | – 9.339 1.852 |
– 62 40 |
127 87 |
– 9.274 1.979 |
| Vertriebskosten f1 Allgemeine Verwaltungskosten |
– 640 | – 16 | 1 | – 655 |
| – 602 | – 4 | 47 | – 559 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 49 | 1 | – 1 | 49 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | – 104 | 3 | – 9 | – 110 |
| Ergebnis aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen Betriebliches Ergebnis |
1 556 |
– 45 – 21 |
36 161 |
– 8 696 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen | 12 | 0 | – 1 | 11 |
| Sonstiges Finanzergebnis g1 Finanzergebnis |
– 37 – 25 |
– 2 – 2 |
– 91 – 92 |
– 130 – 119 |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern | 531 | – 23 | 69 | 577 |
| h1 | ||||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag i1 |
– 218 | 6 | – 21 | – 233 |
| Anteile anderer Gesellschafter Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten |
– 18 295 |
0 – 17 |
18 66 |
— 344 |
| Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern) | ||||
| Periodenüberschuss | – 141 154 |
17 0 |
38 104 |
– 86 258 |
| Davon: | ||||
| Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG | 154 | 0 | 88 | 242 |
| Anteile anderer Gesellschafter Periodenüberschuss |
— 154 |
0 0 |
16 104 |
16 258 |
| Ergebnis je Aktie | ||||
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) |
0,59 0,31 |
– 0,03 0,00 |
0,10 0,17 |
0,66 0,48 |
3. Quartal 2004/2005 nach us-gaap
Die ursprünglich nach us-gaap veröffentlichte Konzern-Gewinn- und Verlustrechung für das 3. Quartal des Geschäftsjahres 2004/2005 wurde in der Weise angepasst, dass alle zum 30. September 2005 vorliegenden nicht fortgeführten Aktivitäten rückwirkend berücksichtigt werden. Aus der Anpassung für das 3. Quartal resultierte eine Reduzierung der Umsatzerlöse um 96 Mio €. Das betriebliche Ergebnis blieb unverändert, während sich das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern um 2 Mio € erhöhte als Folge einer entsprechenden Verbesserung des Finanzergebnisses.
ifrs-5-Anpassungen
Auf Grund der unterschiedlichen Kriterien von us-gaap und ifrs zur Klassifizierung einer nicht fortgeführten Aktivität werden folgende, unter us-gaap als nicht fortgeführte Aktivitäten eingestufte Veräußerungen unter ifrs als fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen:
Segment Steel (in der Zusammensetzung bis 30. September 2005) ¡
Edelstahl Witten-Krefeld GmbH ¡
Hoesch Contecna Systembau GmbH
- Segment Automotive ¡
- Bereich Alu Castings ¡
- Europäisches Nutzfahrzeugfederngeschäft ¡
ThyssenKrupp Stahl Company
- Segment Technologies ¡
- ThyssenKrupp Stahlbau ¡
- Operating Group Turbinenkomponenten
- Segment Services ¡
- Hommel-Gruppe ¡ Krupp Druckereibetriebe GmbH
Darüber hinaus wurden Aufwendungen, die im Zusammenhang mit Veräußerungen von nicht fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2003/2004 angefallen sind, unter ifrs nicht mehr als nicht fortge-
führte Aktivitäten ausgewiesen. Somit bleiben von den unter us-gaap ausgewiesenen nicht fortgeführten Aktivitäten unter ifrs nur die Veräußerungen der Bereiche MetalCutting und Wohnimmobilien als nicht fortgeführte Aktivitäten
bestehen. Die zur Überleitung nach ifrs erforderlichen Anpassungen zur Einbeziehung dieser eingeleiteten Veräußerungen in die fortgeführten Aktivitäten werden in der Spalte "ifrs-5-Anpassungen" dargestellt.
Weitere ifrs-Anpassungen
Weitere Anpassungen resultieren im Wesentlichen aus der Fortschreibung der Anpassungen, die für die Überleitung von us-gaap nach ifrs zum 01. Oktober 2004 in der Eröffnungsbilanz erforderlich waren.
Umsatzerlöse
A1 Eingebettete derivative Finanzinstrumente Nach IFRS dürfen für mehrere Transaktionen in Fremdwährung eingebettete Derivate nicht gesondert bilanziert werden, da die Transaktionen in einer im Rahmen dieser Geschäftsaktivitäten üblichen Währung abgewickelt wurden. Dies führte zu einer Verminderung der Umsatzerlöse in Höhe von 21 Mio €, da die Effekte aus eingebetteten Fremdwährungsderivaten entsprechend eliminiert wurden.
B1 Fertigungsaufträge
Die erweiterte Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode führte zu einem Umsatzrückgang um 19 Mio €.
Umsatzkosten
Insgesamt wurden die Umsatzkosten insbesondere auf Grund der folgenden Sachverhalte um 127 Mio € reduziert:
C1 Eingebettete derivative Finanzinstrumente
Nach ifrs dürfen für mehrere Transaktionen in Fremdwährung eingebettete Derivate nicht gesondert bilanziert werden, da diese Transaktionen in einer im Rahmen dieser Geschäftsaktivitäten üblichen Währung abgewickelt wurden. Daraus resultierte eine Verminderung der Umsatzkosten um 45 Mio €, da die Effekte aus eingebetteten Fremdwährungsderivaten entsprechend eliminiert wurden.
D1 Personalaufwand
Die in den Umsatzkosten enthaltenen Personalaufwendungen verringerten sich um 33 Mio €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die unter ifrs wegfallende ergebniswirksame Verteilung von versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsplänen und pensionsähnlichen Plänen auf Grund der Anwendung der Fresh-Start-Methode für die Eröffnungsbilanz. Darüber hinaus verringerten sich einerseits die Umsatzkosten auf Grund der Umgliederung von Zinsaufwendungen für Pensionen in das Finanzergebnis. Andererseits erhöhten sie sich wegen der ebenfalls vorgenommenen Umgliederung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in das Finanzergebnis.
E1 Fertigungsaufträge
Die erweiterte Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode führte zu einem Rückgang der Umsatzkosten um 20 Mio €.
Allgemeine Verwaltungskosten
F1 Personalaufwand Die in den allgemeinen Verwaltungskosten berücksichtigten Personalaufwendungen verringerten sich um 54 Mio €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die unter ifrs wegfallende ergebniswirksame Verteilung von versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsplänen und pensionsähnlichen Plänen auf Grund der Anwendung der Fresh-Start-Methode für die Eröffnungsbilanz. Darüber hinaus verringerten sich die allgemeinen Verwaltungskosten auf Grund der Umgliederung von Zinsaufwendungen für Pensionen in das Finanzergebnis, während sich die Umgliederung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in das Finanzergebnis erhöhend auswirkte.
Finanzergebnis
G1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der Rückgang des Finanzergebnisses um 92 Mio € ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Berücksichtigung des Zinsaufwands für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 127 Mio €, wobei die gleichzeitige Berücksichtigung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in Höhe von 34 Mio € gegenläufig wirkt.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
H1 IFRS-Anpassungen
Der Anstieg der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 21 Mio € ist auf latente Steuern zurückzuführen, die aus ifrs-Anpassungen resultieren.
Anteile anderer Gesellschafter
I1 Umgliederung Unter us-gaap wurde der Konzern-Periodenüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter dargestellt. Unter ifrs sind im Konzern-Periodenüberschuss die auf andere Gesellschafter entfallenden Gewinne und Verluste enthalten. Diese Umgliederung führte zu einer Erhöhung des Periodenüberschusses um 18 Mio €.
ÜBERLEITUNG DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR 9 MONATE 2004/2005
| Mio | € |
|---|---|
| Mio € | ||||
|---|---|---|---|---|
| US-GAAP | IFRS | |||
| Nr. | 9 Monate | IFRS-5- | Weitere IFRS |
9 Monate |
| 2004/2005 | Anpassungen | Anpassungen | 2004/2005 | |
| a1 Umsatzerlöse |
||||
| b1, c1 Umsatzkosten |
31.178 | 763 | 10 | 31.951 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | – 25.809 5.369 |
– 656 107 |
187 197 |
– 26.278 5.673 |
| Vertriebskosten d1 |
– 1.917 | – 71 | 3 | – 1.985 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | – 1.762 | – 61 | 153 | – 1.670 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 161 | 5 | 12 | 178 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | – 266 | – 13 | – 3 | – 282 |
| Ergebnis aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen Betriebliches Ergebnis |
3 1.588 |
– 13 – 46 |
39 401 |
29 1.943 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen | 28 | 0 | 2 | 30 |
| Sonstiges Finanzergebnis e1 Finanzergebnis |
– 149 – 121 |
– 4 – 4 |
– 265 – 263 |
– 418 – 388 |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern | 1.467 | – 50 | 138 | 1.555 |
| f1 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
||||
| g1 Anteile anderer Gesellschafter |
– 581 | – 2 | – 49 | – 632 |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten | – 50 836 |
0 – 52 |
50 139 |
— 923 |
| Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern) | ||||
| Periodenüberschuss | 638 1.474 |
52 0 |
45 184 |
735 1.658 |
| Davon: | ||||
| Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG Anteile anderer Gesellschafter |
1.474 | 0 | 137 | 1.611 |
| Periodenüberschuss | — 1.474 |
0 0 |
47 184 |
47 1.658 |
| Ergebnis je Aktie | ||||
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) | ||||
| Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) | 1,68 2,96 |
– 0,10 0,00 |
0,18 0,27 |
1,76 3,23 |
9 Monate 2004/2005 nach us-gaap
Die ursprünglich nach us-gaap veröffentlichte Konzern-Gewinn- und Verlustrechung für 9 Monate des Geschäftsjahres 2004/2005 wurde in der Weise angepasst, dass alle zum 30. September 2005 vorliegenden nicht fortgeführten Aktivitäten rückwirkend berücksichtigt werden. Aus der Anpassung für 9 Monate resultierte eine Reduzierung der Umsatzerlöse um 305 Mio € und eine Erhöhung des betrieblichen Ergebnisses um 8 Mio €. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern erhöhte sich um 13 Mio €.
ifrs-5-Anpassungen
Auf Grund der unterschiedlichen Kriterien von us-gaap und ifrs zur Klassifizierung einer nicht fortgeführten Aktivität werden folgende, unter us-gaap als nicht fortgeführte Aktivitäten eingestufte Veräußerungen unter ifrs als fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen:
Segment Steel (in der Zusammensetzung bis 30. September 2005)
- ¡
- Edelstahl Witten-Krefeld GmbH ¡ Hoesch Contecna Systembau GmbH
- Segment Automotive
- ¡
- Bereich Alu Castings ¡
- Europäisches Nutzfahrzeugfederngeschäft ¡
- ThyssenKrupp Stahl Company
- Segment Technologies ¡
- ThyssenKrupp Stahlbau ¡
- Operating Group Turbinenkomponenten
- Segment Services ¡
- Hommel-Gruppe ¡ Krupp Druckereibetriebe GmbH
Darüber hinaus wurden Aufwendungen, die im Zusammenhang mit Veräußerungen von nicht fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2003/2004 angefallen sind, unter ifrs nicht mehr als nicht fortge-
führte Aktivitäten ausgewiesen. Somit bleiben von den unter us-gaap ausgewiesenen nicht fortgeführten Aktivitäten unter ifrs nur die Veräußerungen der Bereiche MetalCutting und Wohnimmobilien als nicht fortgeführte Aktivitäten
bestehen. Die zur Überleitung nach ifrs erforderlichen Anpassungen zur Einbeziehung dieser eingeleiteten Veräußerungen in die fortgeführten Aktivitäten werden in der Spalte "ifrs-5-Anpassungen" dargestellt.
Weitere ifrs-Anpassungen
Weitere Anpassungen resultieren im Wesentlichen aus der Fortschreibung der Anpassungen, die für die Überleitung von us-gaap nach ifrs zum 01. Oktober 2004 in der Eröffnungsbilanz erforderlich waren.
Umsatzerlöse
A1 Fertigungsaufträge
Die erweiterte Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode führte zu einem Anstieg der Umsatzerlöse um 16 Mio €.
Umsatzkosten
Insgesamt wurden die Umsatzkosten insbesondere auf Grund der folgenden Sachverhalte um 187 Mio € reduziert:
B1 Eingebettete Derivate
Nach ifrs dürfen für mehrere Transaktionen in Fremdwährung eingebettete Derivate nicht gesondert bilanziert werden, da die Transaktionen in einer im Rahmen dieser Geschäftsaktivitäten üblichen Währung abgewickelt wurden. Daraus resultierte ein Rückgang der Umsatzkosten um 49 Mio €, da die Effekte aus eingebetteten Derivaten entsprechend eliminiert wurden.
C1 Personalaufwand
Die in den Umsatzkosten enthaltenen Personalaufwendungen verringerten sich um 117 Mio €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die unter ifrs wegfallende ergebniswirksame Verteilung von versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsplänen und pensionsähnlichen Plänen auf Grund der Anwendung der Fresh-Start-Methode für die Eröffnungsbilanz. Darüber hinaus verringerten sich einerseits die Umsatzkosten auf Grund der Umgliederung von Zinsaufwendungen für Pensionen in das Finanzergebnis. Andererseits erhöhten sie sich wegen der ebenfalls vorgenommenen Umgliederung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in das Finanzergebnis.
Allgemeine Verwaltungskosten
D1 Personalaufwand
Die in den allgemeinen Verwaltungskosten berücksichtigten Personalaufwendungen verringerten sich um 168 Mio €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die unter ifrs wegfallende ergebniswirksame Verteilung von versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsplänen und pensionsähnlichen Plänen auf Grund der Anwendung der Fresh-Start-Methode für die Eröffnungsbilanz. Darüber hinaus verringerten sich die allgemeinen Verwaltungskosten auf Grund der Umgliederung von Zinsaufwendungen für Pensionen in das Finanzergebnis, während sich die Umgliederung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in das Finanzergebnis erhöhend auswirkte.
Finanzergebnis
E1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der Rückgang des Finanzergebnisses um 263 Mio € ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Berücksichtigung des Zinsaufwands für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 339 Mio €, wobei die gleichzeitige Berücksichtigung der erwarteten Kapitalerträge des Fondsvermögens in Höhe von 74 Mio € gegenläufig wirkt.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
F1 IFRS-Anpassungen
Der Anstieg der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 49 Mio € ist auf latente Steuern zurückzuführen, die aus ifrs-Anpassungen resultieren.
Anteile anderer Gesellschafter
G1 Umgliederung
Unter us-gaap wurde der Konzern-Periodenüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter dargestellt. Unter ifrs sind im Konzern-Periodenüberschuss die auf andere Gesellschafter entfallenden Gewinne und Verluste enthalten. Diese Umgliederung führte zu einer Erhöhung des Periodenüberschusses um 50 Mio €.
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in €
| 3. Quartal | 9 Monate | |||
|---|---|---|---|---|
| Anhang-Nr. | 3. Quartal 2004/2005 |
2005/2006 | 9 Monate 2004/2005 |
2005/2006 |
| 9 | ||||
| Umsatzerlöse | 11.253 | 12.138 | 31.951 | 34.866 |
| Umsatzkosten Bruttoergebnis vom Umsatz |
– 9.274 1.979 |
– 9.995 2.143 |
– 26.278 5.673 |
– 29.000 5.866 |
| Vertriebskosten | – 655 | – 709 | – 1.985 | – 2.045 |
| Allgemeine Verwaltungskosten 5 |
– 559 | – 586 | – 1.670 | – 1.746 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 49 | 161 | 178 | 598 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | – 110 | – 106 | – 282 | – 361 |
| Ergebnis aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen Betriebliches Ergebnis |
– 8 696 |
– 1 902 |
29 1.943 |
11 2.323 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen | 11 | 10 | 30 | 22 |
| Zinserträge | 16 | 62 | 101 | 188 |
| Zinsaufwendungen | – 170 | – 167 | – 530 | – 528 |
| Sonstiges Finanzergebnis Finanzergebnis |
24 – 119 |
– 1 – 96 |
11 – 388 |
– 1 – 319 |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern | 577 | 806 | 1.555 | 2.004 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten |
– 233 344 |
– 338 468 |
– 632 923 |
– 840 1.164 |
| Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern) Periodenüberschuss |
– 86 258 |
0 468 |
735 1.658 |
0 1.164 |
| Davon: | ||||
| Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG | 242 | 446 | 1.611 | 1.125 |
| Anteile anderer Gesellschafter | ||||
| Periodenüberschuss | 16 258 |
22 468 |
47 1.658 |
39 1.164 |
| 10 Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) |
||||
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) |
0,66 0,48 |
0,87 0,87 |
1,76 3,23 |
2,20 2,20 |
3. Quartal 2005_2006 ThyssenKrupp IFRS-Überleitungsrechnungen und Zwischenabschluss Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung/ Konzern-Bilanz
KONZERN-BILANZ
Aktiva Mio €
| Anhang-Nr.Anhang-Nr. | 30.09.2005 | 30.06.2006 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.589 | 4.708 |
| Sachanlagen | 8.743 | 8.574 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 557 | 517 |
| At equity bewertete Beteiligungen | 337 | 322 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 181 | 167 |
| Aktive latente Steuern Langfristige Vermögenswerte |
745 15.152 |
329 14.617 |
| Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
6.862 | 6.669 |
| 6.668 | 7.317 | |
| Sonstige Forderungen | 1.133 | 1.566 |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 270 | 100 |
| Flüssige Mittel 3 |
4.625 | 4.489 |
| Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte |
591 20.149 |
140 20.281 |
| Summe Vermögenswerte | 35.301 | 34.898 |
Passiva Mio €
| Anhang-Nr.AnhanAnhang-Nr. | 30.09.2005 | 30.06.2006 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 1.317 | 1.317 |
| Kapitalrücklage | 4.684 | 4.684 |
| Gewinnrücklagen | 2.171 | 2.776 |
| Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | – 315 | – 400 |
| davon entfallen auf Disposal Groups (30.09.2005: –1; 30.06.2006: 0) | ||
| Eigene Anteile Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG |
– 368 7.489 |
0 8.377 |
| Anteile anderer Gesellschafter | ||
| Eigenkapital | 389 7.878 |
369 8.746 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | ||
| Sonstige Rückstellungen | 8.892 | 8.614 |
| Passive latente Steuern | 417 | 639 |
| Finanzverbindlichkeiten | 440 | 421 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 3.085 | 2.979 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 207 13.041 |
50 12.703 |
| Sonstige Rückstellungen | ||
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 1.169 465 |
1.484 470 |
| Finanzverbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.773 | 1.064 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 3.976 | 4.083 |
| 3 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten |
6.369 630 |
6.232 116 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 14.382 | 13.449 |
| Verbindlichkeiten | 27.423 | 26.152 |
| Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten | 35.301 | 34.898 |
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum ungeprüften, zusammengefassten Konzern-Zwischenabschluss.
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
Mio €
| 9 Monate 2004/2005 |
9 Monate 2005/2006 |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Periodenüberschuss | 1.658 | 1.164 | |||
| Anpassungen des Periodenüberschusses für die Überleitung zum Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit: | |||||
| Latente Steueraufwendungen/Steuererträge | 378 | 388 | |||
| Abschreibungen Anlagevermögen | 1.098 | 1.122 | |||
| Ergebnisse aus at equity bewerteten Unternehmen, soweit nicht zahlungswirksam | – 24 | – 19 | |||
| Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | – 88 | – 10 | |||
| Ergebnis aus dem Verkauf nicht fortgeführter Aktivitäten | – 808 | 0 | |||
| Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen: | |||||
| - Vorräte | – 707 | 101 | |||
| - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | – 805 | – 606 | |||
| - Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | – 160 | – 4 | |||
| - Übrige Rückstellungen | 79 | 4 | |||
| - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 24 | 66 | |||
| - Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit | – 436 | – 260 | |||
| Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit | 209 | 1.946 | |||
| Investitionen in at equity bewertete Beteiligungen und in finanzielle Vermögenswerte | – 296 | – 266 | |||
| Übernommene Flüssige Mittel aus dem Erwerb von konsolidierten Gesellschaften | 344 | 37 | |||
| Investitionen in Sachanlagen und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | – 936 | – 1.052 | |||
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | – 65 | – 81 | |||
| Desinvestitionen von at equity bewerteten Beteiligungen und finanziellen Vermögenswerten | 2.290 | 102 | |||
| Abgegebene Flüssige Mittel aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften | – 10 | – 25 | |||
| Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 96 | 134 | |||
| Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten Cash-Flow aus Investitionstätigkeit |
2 1.425 |
7 – 1.144 |
|||
| Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen | 754 | 0 | |||
| Tilgung von Anleihen | – 5 | – 504 | |||
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 880 | 603 | |||
| Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | – 1.000 | – 858 | |||
| Zunahme Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen | 80 | 2 | |||
| Zunahme/(Abnahme) Akzeptverbindlichkeiten | – 19 | 6 | |||
| Abnahme Verbindlichkeiten aus bilanzunwirksamen Forderungsverkauf | – 138 | – 98 | |||
| Zunahme kurzfristige Wertpapiere | – 48 | – 22 | |||
| Einzahlungen aus der Ausgabe eigener Aktien | 12 | 268 | |||
| Dividendenzahlungen der ThyssenKrupp AG aus dem Vorjahr | – 299 | – 412 | |||
| Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter | – 28 | – 21 | |||
| Sonstige Finanzierungsvorgänge Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit |
25 214 |
29 – 1.007 |
|||
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Flüssigen Mittel Zunahme/(Abnahme) der Flüssigen Mittel |
38 1.886 |
– 20 – 225 |
|||
| 4.715 | |||||
| Flüssige Mittel am Beginn der Berichtsperiode 1.395 Flüssige Mittel am Ende der Berichtsperiode 3.281 |
|||||
| (davon Flüssige Mittel der Discontinued Operations/Disposal Groups) | (99) | 4.490 (1) |
Siehe Anhang-Nr. (11) zum ungeprüften, zusammengefassten Konzern-Zwischenabschluss.
KONZERN-AUFSTELLUNG DER ERFASSTEN ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN
| Mio € | ||
|---|---|---|
| 9 Monate | ||
| Anhang-Nr. | 9 Monate | 2005/2006 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 2004/2005 | |
| 151 | – 87 | |
| Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus available-for-sale finanziellen Vermögenswerten | 0 | 4 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | 0 | 14 |
| Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus derivativen Finanzinstrumenten | 20 | – 31 |
| Steuereffekt Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (nach Steuern) |
– 8 163 |
6 – 94 |
| Periodenüberschuss | 1.658 | 1.164 |
| Insgesamt erfasste Erträge und Aufwendungen | 1.070 | |
| Davon: | ||
| Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG | 1.756 | 1.040 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 65 | 30 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl
| Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktienanzahl im Umlauf |
Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklagen |
Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
Eigene Anteile |
Gesamt | Anteile anderer Gesellschafter |
Gesamtes Eigenkapital |
|
| Stand am 01.10.2004 | 498.338.299 | 1.317 | 4.684 | 1.439 | – 10 | – 387 | 7.043 | 360 | 7.403 |
| Periodenüberschuss | 1.611 | 1.611 | 47 | 1.658 | |||||
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
|||||||||
| Steuern auf direkt im Eigen | 153 | 153 | 18 | 171 | |||||
| kapital erfasste Erträge und | |||||||||
| Aufwendungen | – 8 | – 8 | 0 | – 8 | |||||
| Gewinnbeteiligung Anteile | |||||||||
| anderer Gesellschafter | 0 | – 27 | – 27 | ||||||
| Dividendenzahlung | – 299 | – 299 | – 299 | ||||||
| Ausgabe eigener Anteile | 790.852 | – 7 | 19 | 12 | 12 | ||||
| Sonstige Veränderungen | 0 | – 5 | – 5 | ||||||
| Stand am 30.06.2005 | 499.129.151 | 1.317 | 4.684 | 2.744 | 135 | – 368 | 8.512 | 393 | 8.905 |
| Stand am 30.09.2005 | 499.149.151 | 1.317 | 4.684 | 2.171 | – 315 | – 368 | 7.489 | 389 | 7.878 |
| Periodenüberschuss | 1.125 | 1.125 | 39 | 1.164 | |||||
| Direkt im Eigenkapital erfasste | |||||||||
| Erträge und Aufwendungen | – 91 | – 91 | – 9 | – 100 | |||||
| Steuern auf direkt im Eigen | |||||||||
| kapital erfasste Erträge und | |||||||||
| Aufwendungen | 6 | 6 | 0 | 6 | |||||
| Gewinnbeteiligung Anteile | |||||||||
| anderer Gesellschafter | 0 | – 21 | – 21 | ||||||
| Dividendenzahlung | – 412 | – 412 | – 412 | ||||||
| Ausgabe eigener Anteile | 15.339.893 | – 100 | 368 | 268 | 0 | 268 | |||
| Aktienorientierte Vergütung | 1 | 1 | 0 | 1 | |||||
| Sonstige Veränderungen Stand am 30.06.2006 |
514.489.044 | 1.317 | 4.684 | – 9 2.776 |
– 400 | 0 | – 9 8.377 |
– 29 369 |
– 38 8.746 |
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum ungeprüften, zusammengefassten Konzern-Zwischenabschluss.
ANHANG ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS
Unternehmensinformation
Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft ("ThyssenKrupp ag" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzernabschluss zur Zwischenberichterstattung der ThyssenKrupp ag und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für das dritte Quartal und die neun Monate des Geschäftsjahres 2005/2006 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 07. August 2006 zur Veröffentlichung freigegeben.
Grundlagen der Berichterstattung
Der vorliegende ungeprüfte Konzernabschluss zum Zwischenbericht wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (ifrs) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (iasb) für die Zwischenberichterstattung erstellt. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß ifrs für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäfts-
jahres erforderlich sind. Der vorliegende ungeprüfte Konzernabschluss zum Zwischenbericht enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage zum Zwischenergebnis erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 30. Juni 2006 endenden Berichtsperioden lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger
Ergebnisse zu. Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung in Übereinstimmung mit ias 34 "Interim Financial Reporting" muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen
Schätzungen abweichen. Dieser Konzernabschluss zur Zwischenberichterstattung wurde auf Basis der ifrs erstellt, die für die erstmalige Aufstellung des Konzernjahresabschlusses nach ifrs zum 30. September 2006 verbindlich anzuwenden sind oder die freiwillig vorzeitig angewendet werden können. Auf Basis dieser ifrs hat der Vorstand Annahmen bezüglich der erwarteten Rechnungslegungsgrundsätze getroffen, die voraussichtlich zur Anwendung kommen werden, wenn der erste Konzernabschluss für ein ganzes Geschäftsjahr zum 30. September 2006
erstellt wird. Die ifrs, die für den Konzernabschluss zum 30. September 2006 entweder verbindlich anzuwenden oder freiwillig vorzeitig anwendbar sind, können derzeit noch Änderungen erfahren oder durch Interpretationen ergänzt werden und können deshalb noch nicht mit Sicherheit
bestimmt werden. Daher können die Rechnungslegungsgrundsätze für das Geschäftsjahr, die auch für diesen Zwischenbericht relevant sind, erst endgültig zum Zeitpunkt der Erstellung des ersten Konzernjahresabschlusses nach ifrs zum 30. September 2006 bestimmt
werden. Die Aufstellung des Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung gemäß ias 34 führte im Vergleich zu den im letzten Konzernjahresabschluss angewendeten Vorschriften (= us-gaap) zu Veränderungen der Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns. Die nachfolgend dargestellten Rechnungslegungsgrundsätze wurden für alle in diesem Zwischenbericht dargestellten Perioden angewendet. Sie wurden auch entsprechend den Vorschriften des ifrs 1 für die Erstellung der Eröffnungsbilanz nach ifrs zum 01. Oktober 2004 herangezogen. Die Auswirkungen des Übergangs von us-gaap nach ifrs wurden bereits
erläutert. Die folgenden Rechnungslegungsgrundsätze wurden konzernweit einheitlich zur Erstellung dieses Zwischenberichts angewendet.
1Grundsätze der Rechnungslegung
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Der Konzernabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, da dies die Währung ist, in der die Mehrzahl der Transaktionen des Konzerns durchgeführt wird. Alle Beträge werden, soweit nicht anders dargestellt, in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben.
Konsolidierung
In den Konzernabschluss sind die ThyssenKrupp ag sowie alle wesentlichen Unternehmen, über die die ThyssenKrupp ag mittelbar oder unmittelbar Kontrolle ausübt, einbezogen. Kontrolle besteht dann, wenn die ThyssenKrupp ag die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Bei der Bestimmung eines Kontrollverhältnisses werden auch potentielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, berücksichtigt. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Kontrolle bis zur Beendigung der Kontrolle in den Konzernabschluss einbezogen. Bei einem Unternehmenserwerb werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bewertet. Anteile anderer Gesellschafter werden entsprechend ihrer Anteile an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbind-
lichkeiten und Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern durch Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Kontrolle, ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn der Konzern einen Stimmrechtsanteil von 20 % oder mehr hält ("assoziierte Unternehmen"). Soweit ein Konzernunternehmen mit einem assoziierten Unternehmen Transaktionen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.
Gemeinschaftlich geführte Unternehmen (Joint Ventures) werden nach der Equity-Methode bilanziert. Soweit der Konzern Transaktionen mit einem gemeinschaftlich geführten Unternehmen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem gemeinschaftlich geführten Unternehmen eliminiert.
Ein aus einem Unternehmenserwerb resultierender Firmenwert repräsentiert den Betrag, um den die Anschaffungskosten den Konzernanteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens, assoziierten oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbsstichtag übersteigen. Der Firmenwert wird als Vermögenswert bilanziert und jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen, sofern nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Anhaltspunkte bestehen oder Ereignisse eintreten, die eine Wertminderung vermuten lassen.
Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten der assoziierten bzw. gemeinschaftlich geführten Unternehmen enthalten. Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines Tochterunternehmens resultieren, werden gesondert in der Bilanz ausgewiesen.
Im Falle der Veräußerung eines Tochterunternehmens, eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens wird der zurechenbare Anteil des Firmenwertes bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses berücksichtigt.
Währungsumrechnung
Die funktionale Währung und die Berichtswährung der ThyssenKrupp ag und der relevanten europäischen Tochtergesellschaften ist der Euro (€). Transaktionen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Transaktion mit dem zu diesem Zeitpunkt gültigen Wechselkurs erfasst. Nominal in Fremdwährung gebundene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden jeweils mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden auf Basis ihrer funktionalen Währung, welche in der Regel der Landeswährung entspricht, in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt nach der Stichtagskursmethode, d.h. die Bilanzen werden von der funktionalen Währung in die Berichtswährung mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet. Nettogewinne oder -verluste, die aus der Währungsumrechnung resultieren, werden zusammengefasst und innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Solche Umrechnungsdifferenzen werden in der Periode, in der das betreffende Tochterunternehmen veräußert wird, ergebniswirksam ausgewiesen.
Bei Nicht-us-Gesellschaften, die ihre Absatz- und Beschaffungsgeschäfte sowie ihre Finanzierung im Wesentlichen in us-Dollar abwickeln, ist die funktionale Währung nicht die Landeswährung, sondern der us-Dollar. Die Umrechnung der in Landeswährung aufgestellten Abschlüsse in die funktionale Währung erfolgt in diesen Fällen nach der Zeitbezugsmethode. Danach werden alle nicht monetären Vermögenswerte (z.B. Sachanlagen) einschließlich der hierauf entfallenden Abschreibungen und das Eigenkapital mit den Durchschnittskursen des jeweiligen Zugangsjahres in us-Dollar umgerechnet. Alle übrigen Bilanzpositionen werden mit Stichtagskursen und alle übrigen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet. Entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst. Anschließend werden die us-Dollar-Abschlüsse nach der Stichtagskursmethode in die Berichtswährung umgerechnet.
Umsatzrealisierung
Umsätze aus Warenverkäufen werden ausgewiesen, sobald die wesentlichen Chancen und Risiken des Eigentums auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Im Übrigen werden Umsätze unter Abzug von Erlösschmä-
lerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte ausgewiesen. Umsätze und Aufwendungen aus Fertigungsaufträgen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen werden. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Auftragskosten. Aufträge, bei denen der Konzern Generalunternehmer- oder Engineeringleistungen erbringt, werden ebenfalls wie Fertigungsaufträge behandelt. Nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanzierte Fertigungsaufträge
werden entsprechend den zum Stichtag aufgelaufenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinns bewertet. Auftragsänderungen, Nachforderungen oder Leistungsprämien werden insoweit berücksichtigt, wie sie mit dem Kunden bereits verbindlich vereinbart
wurden. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand ausgewiesen.
Ist absehbar, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen, wird der erwartete Verlust unmittelbar als Aufwand
ausgewiesen. Umsatzerlöse aus Verträgen, die mehrere Vertragselemente (z.B. Warenverkäufe in Kombination mit Dienstleistungen) beinhalten, werden erfasst, wenn das jeweilige Vertragselement geliefert oder erbracht worden ist. Die Umsatzrealisierung erfolgt auf Basis objektiv nachvollziehbarer relativer beizulegender Zeitwerte der einzelnen
Vertragselemente. Zinserträge werden unter Berücksichtigung des ausstehenden Kapitalbetrags und des geltenden Zinssatzes zeitanteilig vereinnahmt. Dividendenerträge aus Kapitalanlagen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Zahlung rechtlich entstanden ist.
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
Aufwendungen für Forschung werden sofort ergebniswirksam erfasst. Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Solange ein Entwicklungsprojekt nicht abgeschlossen ist, erfolgt eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit, soweit nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte.
Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) berechnet sich aus der Division des auf die Aktionäre der ThyssenKrupp ag entfallenden Anteils am Periodenergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien. Während einer Periode neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt. In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.
Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum von in der Regel 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den zukünftigen Erwartungen an– gepasst. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden überwiegend in den Umsatzkosten der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung berücksichtigt. Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und jährlich auf Werthaltigkeit überprüft.
Sachanlagen
Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Aktivierte Herstellungskosten für selbst erstellte Sachanlagen umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ist für die Herstellung eines Vermögenswertes ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen, werden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten bis zur Erlangung des gebrauchsfertigen Zustandes als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswertes aktiviert. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden sofort als Aufwand erfasst. Kosten für den Ersatz von Komponenten oder für Generalüberholungen von Sachanlagen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließt und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Sofern abnutzbare Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren Komponenten mit jeweils unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten gesondert ausgewiesen und über ihre jeweilige Nutzungsdauer ab-
geschrieben. Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Stilllegung werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten und die entsprechenden kumulierten Abschreibungen der Anlagen aus der Bilanz ausgebucht; dabei entstehende Gewinne oder
Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Für die planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:
| Gebäude, inklusive als Finanzinvestition gehaltene | |
|---|---|
| Immobilien | 10 bis 50 Jahre |
| Grundstückseinrichtungen, Einbauten in Gebäude | 15 bis 25 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung |
8 bis 25 Jahre 3 bis 10 Jahre |
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden und nicht für die eigene Produktion, für die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen, für Verwaltungszwecke oder für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu Anschaffungsoder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet.
Wertminderungen
Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert; der höhere Wert ist maßgeblich. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cash-Flows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.
Aus Unternehmenserwerben resultierende Firmenwerte werden identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) zugeordnet. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer Cash Generating Unit wird regelmäßig jährlich auf Werthaltigkeit überprüft und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung vorliegen.
Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswertes.
Im Falle von Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Cash Generating Units werden zunächst bestehende Firmenwerte reduziert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Firmenwertes wird die Differenz in der Regel proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der Cash Generating
Units verteilt. Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der Cash Generating Unit, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe des erzielbaren Betrags. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam. Wertaufholungen im Zusammenhang mit vorgenommenen Wertberichtigungen auf Firmenwerte sind nicht zulässig.
Leasing
Leasingtransaktionen sind entweder als Finance Lease oder als Operating Lease zu klassifizieren. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt, werden als Finance Lease behandelt. Dementsprechend aktiviert der Konzern das Leasingobjekt zum niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingraten und schreibt den Leasinggegenstand in der Folge über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit ab. Zugleich wird eine entsprechende Verbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben wird. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden als Operating Lease behandelt. In diesem Fall werden die
Leasingzahlungen linear als Aufwand erfasst. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft bilanziert. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Gegenstand in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Leasingzahlungen werden bei Forderungsentstehung als Ertrag ausgewiesen.
Vorräte
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten. In der Regel werden Vorräte nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch auf Basis einer üblichen Kapazitätsauslastung zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten.
Forderungen
Forderungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen ausgewiesen.
Un- oder unterverzinsliche Forderungen mit einer erwarteten Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Der Diskontierungsbetrag wird ratierlich bis zur Fälligkeit der Forderung im Zinsertrag
vereinnahmt. Der Konzern verkauft ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Wechsel auf revolvierender oder auf einmaliger Basis an nicht konsoldierungspflichtige Zweckgesellschaften (special purpose entities) und andere Finanzinstitute. Auf diese Weise verkaufte Finanzaktiva werden zum Zeitpunkt des Verkaufs aus der Konzernbilanz ausgebucht, soweit im Wesentlichen alle Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen werden und die Durchleitung der mit diesen Finanzaktiva verbundenen Cash-Flows sichergestellt ist. Wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken weder übertragen noch behalten werden, werden die Finanzaktiva zum Zeitpunkt des Verkaufs nur dann aus der Konzernbilanz ausgebucht, wenn sichergestellt ist, dass die aus den Finanzaktiva resultierenden Cash-Flows an den Erwerber durchgeleitet werden und der Erwerber die Kontrolle über die Finanzaktiva erhalten hat. Soweit im Wesentlichen alle Chancen und Risiken beim Konzern verbleiben, werden die Finanzaktiva als Sicherung einer passivierten Verbindlichkeit weiterhin in der Bilanz ausgewiesen.
Wertpapiere
Wertpapiere werden zum Erfüllungstag mit ihren Anschaffungskosten
bilanziert. Vom Konzern gehaltene Wertpapiere werden als "zur Veräußerung verfügbar" (available for sale) klassifiziert und zu den jeweiligen Bilanzstichtagen zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung resultierenden unrealisierten Gewinne und Verluste werden zunächst ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Bei Veräußerung der Wertpapiere oder bei Eintritt einer dauerhaften Wertminderung werden die bis dahin direkt im Eigenkapital berücksichtigten kumulierten Gewinne und Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung der laufenden Periode erfasst.
Flüssige Mittel
Flüssige Mittel umfassen Barmittel, Schecks und Bankguthaben, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu drei Monate beträgt.
Latente Steuern
Latente Steuern werden nach der Bilanz-Ansatz-Methode auf zeitlich befristete Differenzen zwischen Wertansätzen in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge und für anrechenbare Steuern angesetzt. Auf diese Weise ermittelte Differenzen werden grundsätzlich immer berücksichtigt, wenn sie zu passiven latenten Steuern führen. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden. Aktive und passive latente
Steuern werden auch auf temporäre Differenzen, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, angesetzt, mit der Ausnahme von
temporären Differenzen auf Firmenwerte. Zur Berechnung latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen, soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit Sachverhalte, die eine Veränderung der latenten Steuer nach sich ziehen, direkt gegen das Eigenkapital gebucht werden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.
Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen
In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern (z.B. Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, aufgelaufene versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Zeitbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren und von derivativen Finanzinstrumenten.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen sind nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bewertet. Alle bis zum Stichtag des Übergangs auf die Bilanzierung nach den Vorschriften der ifrs, dem 01. Oktober 2004, aufgelaufenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurden sofort innerhalb des Eigenkapitals erfasst. Alle nach dem 01. Oktober 2004 anfallenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden ebenfalls sofort innerhalb des Eigenkapitals erfasst und in der Konzern-Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen (statement of recognised income and expense)
dargestellt. Soweit ein zur Refinanzierung von Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen aufgebautes Fondsvermögen die Verpflichtungen übersteigt, ist die Aktivierung des Überhangs begrenzt. Determinanten für die Begrenzung sind noch unberücksichtigter Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen sowie der Barwert von künftigen Rückerstattungen aus dem Plan oder von
Minderungen zukünftiger Beitragszahlungen. Der Dienstzeitaufwand für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird als Aufwand innerhalb des betrieblichen Ergebnisses ausgewiesen. Der im Netto-Pensionsaufwand enthaltene Zinsaufwand und der erwartete Kapitalertrag des Fondsvermögens werden im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit Planverbesserungen zugesagt werden, wird noch unberücksichtigter Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Im Falle einer unmittelbaren Unverfallbarkeit der Anwartschaften erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Erfassung.
Verpflichtungen des Konzerns aus beitragsorientierten Versorgungsplänen werden ergebniswirksam innerhalb des betrieblichen
Ergebnisses erfasst. Der Konzern verfügt auch über Pensionspläne, die gemeinschaftlich mit nicht verbundenen Unternehmen unterhalten werden (multiemployer plans). Soweit die erforderlichen Informationen zur Verfügung stehen, werden diese Pläne als leistungsorientierte Pläne bilanziert, andernfalls als beitragsorientierte Pläne.
Sonstige Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung hat und diese Verpflichtung wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen wird, deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Ist der Zinseffekt wesentlich, wird die Rückstellung zum risikoadäquaten Marktzins abgezinst.
Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreffenden Waren oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistungen gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller zukünftig möglichen, mit ihren Ein-
trittswahrscheinlichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist.
Rückstellungen für drohende Verluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten.
Aktienorientierte Vergütung
Der Konzern verfügt über Incentivepläne, in deren Rahmen ausgewählten Führungskräften Wertzuwachsrechte bzw. Wertrechte gewährt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Rechte wird zum Zeitpunkt der Gewährung (grant date) berechnet und als Aufwand linear über den Erdienungszeitraum (vesting period) verteilt und eine entsprechende Rückstellung ausgewiesen. Die Rückstellung wird zu jedem Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Auszahlung neu bewertet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes der Rückstellung werden innerhalb des betrieblichen Ergebnisses berücksichtigt.
Darüber hinaus gewährt der Konzern im Rahmen eines Mitarbeiteraktienplans ausgewählten Führungskräften das Recht, Aktien zu einem Rabatt zu erwerben. Der Aufwand dieser aktienbasierten Vergütung wird auf Basis der Schätzung des Rabatts in Bezug auf die Aktien linear über den Zeitraum von der Bekanntmachung des Angebots bis zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem der Begünstigte den Mitarbeiteraktienplan annimmt.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden mit dem Auszahlungsbetrag nach Abzug direkter Transaktionskosten bilanziert. Finanzierungskosten einschließlich Agio, welches im Rahmen von Tilgungen oder Rückzahlungen zu erstatten ist, werden periodisch abgegrenzt und erhöhen den Buchwert der Verbindlichkeit, soweit sie nicht bereits in der Periode des Anfalls bezahlt wurden.
Derivative Finanzinstrumente
Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente ein, um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisänderungen entgegenzuwirken, die im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit sowie im Rahmen von Investitions- und Finanztransaktionen entstehen können. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte eingesetzt. Solche derivative Finanzinstrumente und so genannte eingebettete derivative Finanzinstrumente, die integraler Bestandteil von bestimmten Verträgen sind und gesondert ausgewiesen werden müssen, werden sowohl bei erstmaliger Bilanzierung als auch in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne oder Verluste aus Zeitwertschwankungen werden sofort ergebniswirksam erfasst.
Wenn derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken eingesetzt werden, ermöglicht ias 39 bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge
Accounting. Soweit ein derivatives Finanzinstrument zur Sicherung von Cash-Flow-Schwankungen einer erwarteten, mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion oder zur Sicherung von Schwankungen aus Währungsrisiken einer festen vertraglichen Verpflichtung dient (so genannte Cash-Flow-Hedges), wird der effektive Teil der Zeitwertschwankungen ergebnisneutral sofort innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Umgliederung aus dem Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Der aus der Bestimmung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs aus Grund- und Sicherungsgeschäft verbleibende ineffektive Teil des Derivates sowie Anpassungen auf Grund von Zinseffekten werden sofort in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft, verkauft, beendet oder ausgeübt wird oder der Sicherungszusammenhang nicht mehr besteht, aber trotzdem erwartet wird, dass das geplante Grundgeschäft eintritt, verbleiben sämtliche bis dahin aus diesem Sicherungsgeschäft aufgelaufenen, nicht realisierten Gewinne oder Verluste innerhalb des Eigenkapitals und werden gemäß obiger Ausführungen ergebniswirksam, wenn das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Falls der Eintritt des ursprünglich abgesicherten Grundgeschäfts nicht mehr erwartet wird, werden die bis dahin innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesenen kumulierten, nicht realisierten Gewinne oder Verluste sofort in der Konzern-
Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern Derivate der Absicherung von bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder festen vertraglichen Verpflichtungen dienen (so genannte Fair Value Hedges), wird das Sicherungsinstrument zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und diesbezügliche Zeitwertänderungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der abgesicherten Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder festen vertraglichen Verpflichtungen, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, werden ebenso ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines perfekten Hedge gleichen sich die ergebniswirksam erfassten Zeitwertschwankungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts nahezu aus. Wird der Vermögenswert oder die Verbindlichkeit nach den allgemeinen Bilanzierungsvorschriften zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, ist der Buchwert um die kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, anzupassen. Wird jedoch das Grundgeschäft (z.B. zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere) zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, ohne nach den allgemeinen Bilanzierungsvorschriften die Gewinn- und Verlustrechnung zu berühren, werden die Zeitwertänderungen, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, entgegen den allgemeinen Vorschriften ergebniswirksam erfasst.
Um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisänderungen abzusichern, wendet der Konzern überwiegend Cash-Flow-Hedges an.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.
Beabsichtigte Veräußerungen (disposal groups) und nicht fortgeführte Aktivitäten (discontinued operations)
Der Konzern weist langfristige Vermögenswerte als Disposal Group aus, wenn diese in einer Gruppe zusammen mit anderen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in einer Transaktion verkauft werden sollen und diese insgesamt die in ifrs 5 "Non-current Assets held for Sale and Discontinued Operations" definierten Kriterien erfüllen. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group werden in der Bilanz gesondert in den Zeilen "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" ausgewiesen. Die Aufwendungen und Umsätze einer Disposal Group sind bis zur Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten enthalten, es sei denn, die Disposal Group qualifiziert sich für die Berichterstattung als eine "Nicht fortgeführte Aktivität" (discontinued operation). Der Konzern weist die Ergebnisse einer Disposal Group, die die Voraussetzungen für eine so genannte Komponente des Konzerns (component of the group) erfüllt, als nicht fortgeführte Aktivitäten aus, wenn diese einen wesentlichen Geschäftszweig repräsentiert oder sämtliche Aktivitäten einer geografischen Region beinhaltet. Ergebnisse aus nicht fortgeführten Aktivitäten werden in der Periode berücksichtigt, in der sie anfallen, und gesondert in der Gewinn- und Verlustrechnung als "Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern)" ausgewiesen. Alle Gewinn- und Verlustrechnungen der Vorperioden werden entsprechend angepasst, indem die Ergebnisse der Komponente des Konzerns in den nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen werden.
Bei erstmaliger Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten werden langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Wertminderungen auf Grund der erstmaligen Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten werden ebenso wie spätere Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Abschlussgliederung
Einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Vorperiodenausweis wurde an den Ausweis der
Berichtsperiode angepasst. In der Regel klassifiziert der Konzern Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Konzernunternehmen, deren normaler Geschäftszyklus mehr als zwölf Monate umfasst, weisen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig aus, wenn diese innerhalb des normalen Geschäftszyklus realisiert oder ausgeglichen werden.
Schätzungen
Zur Erstellung des Konzernabschlusses muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der
Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Die Schätzungen und die zu Grunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Anpassungen bezüglich der für die Rechnungslegung relevanten Schätzungen werden in der Periode der Änderung berücksichtigt, sofern die Änderung nur diese Periode betrifft. Eine Änderung wird in der Periode der Änderung und in späteren Perioden berücksichtigt, sofern die Änderung sowohl die Berichtsperiode als auch spätere Perioden betrifft.
2Emissionshandelsgesetz
Seit dem 01. Januar 2005 unterliegt ThyssenKrupp dem europaweit geltenden Emissionshandelsgesetz. Der Konzern hat von der Emissionshandelsstelle (DEHSt) Zuteilungsbescheide für insgesamt 56,0 Mio Tonnen CO2-Emissionen (ein Drittel davon entfällt auf 2005) für den Zeitraum 2005-2007 erhalten. Die Bescheide entfallen im Wesentlichen auf das Segment Steel. Die erworbenen Rechte werden unter den immateriellen Vermögenswerten erfasst und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Übersteigen die tatsächlichen CO2-Emissionen die zugeteilten Rechte pro Jahr, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für den Nachkauf der Rechte gebildet.
3Disposal Groups
Im Rahmen des Programms zur Portfoliooptimierung ist im September 2005 im Segment Automotive der Verkauf der ThyssenKrupp Stahl
Company und im Segment Services der Verkauf der Hommel Gruppe eingeleitet worden. Beide Veräußerungen sind zum 30. Juni 2006 vollzogen. ThyssenKrupp Stahl Company ist eine Aluminiumgießerei in den usa. Hommel ist eine herstellerunabhängige Vertriebs- und Kundendienstorganisation für neue und gebrauchte cnc-Werkzeug-
maschinen. Im 2. Quartal 2005/2006 ist im Segment Automotive der Verkauf der Plastics Division von ThyssenKrupp Budd eingeleitet worden. Der Vollzug der Veräußerung erfolgte nach dem 30. Juni 2006. Plastics ist Hersteller von glasfaserverstärkten Verbundstoffen und Formteilen für die Automobilindustrie. Darüber hinaus wurde im Juni 2006 im Segment Technologies der Verkauf der Noske-Kaeser Gruppe eingeleitet. Auch hier erfolgte der Vollzug der Veräußerung nach dem 30. Juni 2006. Noske-Kaeser ist Ausrüster von Handelsund Marineschiffen aller Art mit Anlagen, System und Geräten in den Bereichen Klima-, Kälte- und Lüftungsanlagen, Feuerlöschund abc-Schutzanlagen. Daneben rüstet Noske-Kaeser Bahn- und Sonderfahrzeuge mit Klimaanlagen aus und ist in der Kühlcontainertechnik tätig.
Beide Aktivitäten erfüllen nicht die Voraussetzungen von ifrs 5 für den Ausweis einer nicht fortgeführten Aktivität. Damit werden die Aufwendungen und Erträge bis zum Zeitpunkt der Veräußerung weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.
Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der beiden Disposal Groups zum 30. Juni 2006 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
| Mio € | ||
|---|---|---|
| 30.06.2006 | ||
| Plastics Division |
Noske-Kaeser Gruppe |
|
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 1 |
| Sachanlagen | 54 | 5 |
| Vorräte | 11 | 26 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 26 | 5 |
| Sonstige Forderungen | 1 | 1 |
| Flüssige Mittel Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte |
0 92 |
1 39 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 0 | 3 |
| Passive latente Steuern | 0 | 1 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 1 | 5 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 76 | 5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6 | 4 |
| Übrige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten |
2 85 |
13 31 |
Neben den Vermögenswerten der beiden Disposal Groups enthält die Bilanzzeile "Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" einen zur Veräußerung vorgesehenen finanziellen Vermögenswert in
Höhe von 9 Mio €. Die Anhangangaben zum Konzern-Zwischenabschluss sind einschließlich dem vorgenannten "Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten" sowie der "Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" dargestellt.
4 Aufwand aus aktienorientierter Vergütung
Management Incentivepläne
Im 3. Quartal 2005/2006 gewährte ThyssenKrupp weiteren Führungskräften Wertrechte für die 4. Tranche des Mid Term Incentiveplans. Insgesamt enthält das Ergebnis des 3. Quartals 2005/2006 Aufwendungen in Höhe von 15,7 (3. Quartal 2004/2005: 4,1) Mio € für sämtliche Tranchen des Mid Term Incentiveplans.
Mio €
Aus dem im Februar 2006 implementierten Aktienplan zum rabattierten Aktienkauf resultieren im 3. Quartal 2005/2006 Aufwendungen von 1,0 Mio €.
Belegschaftsaktienprogramm
Im 3. Quartal 2005/2006 hat der Konzern der deutschen und der französischen Belegschaft den Erwerb von ThyssenKrupp Belegschaftsaktien im Gegenwert von bis zu 270 € mit einem 50%igen Rabatt angeboten. Hieraus resultierte ein Aufwand von 8,0 Mio €.
5 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 41 Mio € aus Versicherungsentschädigungen im Zusammenhang mit Brandschäden. Die Aufwendungen aus der Wertberichtigung von beschädigten Sachanlagen sind in den Umsatzkosten ausgewiesen.
6 Aufwendungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:
| 3. Quartal 2004/2005 | 3. Quartal 2005/2006 | 9 Monate 2004/2005 | 9 Monate 2005/2006 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Übrige Länder |
Deutschland | Übrige Länder |
Deutschland | Übrige Länder |
Deutschland | Übrige Länder |
|
| Dienstzeitaufwand: Barwert der | ||||||||
| im Geschäftsjahr hinzuverdienten | ||||||||
| Versorgungsansprüche | 17 | 13 | 10 | 15 | 51 | 40 | 30 | 45 |
| Zinsaufwand: Aufzinsung der | ||||||||
| bereits erworbenen Ansprüche | 73 | 31 | 63 | 32 | 220 | 93 | 189 | 94 |
| Erwarteter Kapitalertrag | ||||||||
| des Fondsvermögens | – 1 | – 29 | – 2 | – 34 | – 4 | – 87 | – 6 | – 100 |
| Dienstzeitaufwand aus | ||||||||
| rückwirkenden Planänderungen | 0 | 1 | 1 | 3 | 1 | 2 | 3 | 4 |
| Aufwand/(Ertrag) aus Plan | ||||||||
| schließungen und Plananpassungen Netto-Pensionsaufwand |
0 | – 1 | 0 | 12 | 7 | – 3 | 0 | 12 |
| für Leistungszusagen | 89 | 15 | 72 | 28 | 275 | 45 | 216 | 55 |
Die geschätzten Bar-Dotierungen zu den fondsfinanzierten Pensionsplänen für das Geschäftsjahr 2005/2006 erhöhen sich auf Grund einer zusätzlichen Bar-Dotierung im 1. Quartal 2005/2006 um 11 Mio €.
Die Netto-Aufwendungen für Zuschussverpflichtungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| Mio € | ||||
|---|---|---|---|---|
| 3. Quartal | 9 Monate | |||
| 3. Quartal | 2005/2006 | 9 Monate | 2005/2006 | |
| 2004/2005 USA/Kanada |
USA/Kanada | 2004/2005 USA/Kanada |
USA/Kanada | |
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche | 5 | 5 | 15 | 17 |
| Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen | 15 | 17 | 45 | 48 |
| Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen (reimbursement rights) | – 1 | – 2 | – 3 | – 5 |
| Dienstzeitertrag aus rückwirkenden Planänderungen | 0 | – 1 | 0 | – 1 |
| Aufwand aus Plananpassungen Netto-Aufwand der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre |
0 19 |
8 27 |
0 57 |
8 67 |
7 Sonstige Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche
Bürgschaften und Garantien
Die ThyssenKrupp ag, deren Segmentführungsgesellschaften sowie in Einzelfällen auch deren Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Auftraggebern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:
Mio €
| Maximales Haftungsvolumen 30.06.2006 |
Rückstellung 30.06.2006 |
|
|---|---|---|
| Anzahlungsgarantien | 40 | 0 |
| Gewährleistungs- und Vertrags erfüllungsgarantien |
||
| Kreditaufträge | 99 | 0 |
| 37 | 0 | |
| Restwertgarantien | 45 | 1 |
| Sonstige Haftungserklärungen Insgesamt |
498 719 |
1 2 |
Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von 3 Monaten bis zu 10 Jahren (z.B. bei Miet- und Pachtgarantien).
Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch die Gesellschaften, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.
Die Ausstellung von Bürgschaften oder Garantien durch die ThyssenKrupp ag oder die Segmente erfolgt im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen Auftraggebers. In Einzelfällen bestehen Sicherheitenvereinbarungen zur Abdeckung bzw. Teilabdeckung von möglichen Inanspruchnahmen.
"Special Purpose Entities"
ThyssenKrupp hat eine Anlage zur Produktion von Koks gemietet. Die Anwendung der Interpretation sic 12 "Consolidation – Special Purpose Entities" auf die Betreibergesellschaft dieser Anlage hat ergeben, dass diese eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, für die eine Konsolidierungspflicht besteht. Die Vollkonsolidierung dieser Gesellschaft hat jedoch nur geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Hingegen führte die Überprüfung der Eigentümergesellschaft, die ebenfalls eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, zu dem Ergebnis, dass der Konzern diese Gesellschaft nicht beherrscht. Die Gesellschaft ist somit nicht in den Konsolidierungskreis des Konzerns einzubeziehen. Die Verpflichtungen des Konzerns im Rahmen des Miet- und Abnahmevertrages werden im Konzernabschluss weiterhin als künftige Mindestmietzahlungen aus "operating lease" unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen berücksichtigt und werden im aktuellen Geschäftsjahr ca. 63 Mio € betragen. Das maximale Verlustrisiko des Konzerns aus dieser Anlage beläuft sich auf ca. 45 Mio € und resultiert aus der im Wesentlichen durch Dritte übernommenen Restwertgarantie für die Anlage zum Ende des Miet- bzw. Abnahmevertrages.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken
Die eu-Kommission hat am 11. Oktober 2005 mitgeteilt, dass sie ein Bußgeldverfahren gegen Unternehmen der Aufzugs- und Fahrtreppenindustrie eingeleitet hat. Hiervon sind auch einige europäische Gesellschaften des ThyssenKrupp Konzerns betroffen. Der Einleitung des Bußgeldverfahrens waren Vorermittlungen der eu-Kommission vorausgegangen, in deren Rahmen sie Anfang 2004 mehrere Nachprüfungen bei den vier größten Aufzugherstellern in der Europäischen Union sowie bei den entsprechenden Verbänden durchgeführt hatte. Gegenstand des Bußgeldverfahrens ist der Vorwurf, die betroffenen Unternehmen hätten in einzelnen eu-Mitgliedstaaten gegen das europäische Kartellrecht im Neuanlagen-, Wartungs- und Ersatzteilgeschäft mit Aufzügen und Fahrtreppen verstoßen. ThyssenKrupp kooperiert mit den Kartellbehörden. Die eu-Kommission hat keine Angaben zur Höhe eventueller Bußgelder gemacht, so dass sich für ThyssenKrupp die finanziellen Folgen des Bußgeldverfahrens noch
nicht abschätzen lassen. Mit Vertragsunterzeichnung am 30. Dezember 2005 hat sich ThyssenKrupp dazu verpflichtet, gemeinsam mit EADS die Atlas Elektronik GmbH mit Sitz in Bremen zu erwerben. ThyssenKrupp wird nach dem Vollzug des Erwerbs zunächst einen Anteil von 60 % halten, der einem Kaufpreis in Höhe von 88,1 Mio € entspricht. Der Erwerb wird vollzogen, sobald die erforderlichen behördlichen
Freigaben vorliegen. Am 26. Januar 2006 hat die ThyssenKrupp ag mit der Mittal Steel Company N.V. eine Vereinbarung unterzeichnet, in der sich ThyssenKrupp verpflichtet hat, bis zu 100 % der Anteile an Dofasco zu erwerben, falls Mittal Arcelor übernimmt. Hieraus kann eine Verpflichtung von bis zu 4 Mrd € entstehen.
Schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche
ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zu Rückerstattungen von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadenersatz führen können. Aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Kunden und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen oder sind verjährt. Eine Reihe von gericht-
lichen und behördlichen Verfahren ist noch anhängig. Bei den Unternehmen der ab 01. Januar 2005 konsolidierten HDW-Gruppe bestehen Rechtsstreitigkeiten aus der Abwicklung von Aufträgen im geschäftsüblichen Umfang sowie Rechtsstreitigkeiten mit einem Alteigentümer. Wegen der erheblichen Unsicherheiten in der Beurteilung dieser Risiken ist eine begründete Abschätzung der Risikohöhe zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich. Darüber hinaus sind bei den sonstigen Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Veränderungen seit dem vorangegangenen Geschäftsjahresende eingetreten.
8Derivative Finanzinstrumente
Die Buch- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
| Mio € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Marktwert | Buchwert 30.06.2006 |
Marktwert 30.06.2006 |
|
| Derivative Finanzinstrumente | 30.09.2005 | 30.09.2005 | ||
| Aktiva | ||||
| Währungsderivate inclusive eingebettete Derivate | 128 | 128 | 126 | 126 |
| Zinsderivate | 0 | 0 | 1 | 1 |
| Warenderivate | 21 | 21 | 74 | 74 |
| Passiva | ||||
| Währungsderivate inclusive eingebettete Derivate | 124 | 124 | 74 | 74 |
| Zinsderivate | 88 | 88 | 36 | 36 |
| Warenderivate Insgesamt |
8 369 |
8 369 |
62 373 |
62 373 |
9Segmentberichterstattung Im Zusammenhang mit der Neuordnung der Stahlaktivitäten des ThyssenKrupp Konzerns zum 01. Oktober 2005 entstanden aus dem bisherigen Segment Steel die Segmente Steel und Stainless. Zur besseren Vergleichbarkeit wird die inzwischen verkaufte Edelstahl Witten-Krefeld
GmbH (EWK) im Vorjahr unter Special Materials ausgewiesen. Die Werte der Vorjahresperioden sind entsprechend angepasst. Segmentinformationen für das 3. Quartal 2004/2005 und das 3. Quartal 2005/2006 sowie für die 9 Monate 2004/2005 und die 9 Monate
Mio €
2005/2006:
| Special | Konsoli | Konzern | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3. Quartal 2004/2005 | Steel | Stainless | Materials | Automotive | Technologies | Elevator | Services | Corporate | dierung | |
| 11.379 | ||||||||||
| Außenumsätze | 2.134 | 1.418 | 1 | 2.052 | 1.662 | 941 | 3.145 | 26 | 0 | 0 |
| konzerninterne Umsätze | 374 | 148 | 0 | 5 | 10 | 1 | 182 | 3 | – 723 | 11.379 |
| Umsatzerlöse gesamt | 2.508 | 1.566 | 1 | 2.057 | 1.672 | 942 | 3.327 | 29 | – 723 | |
| Umsatzerlöse fortgeführter | 11.253 | |||||||||
| Aktivitäten | 2.508 | 1.566 | 1 | 2.057 | 1.542 | 942 | 3.327 | 29 | – 719 | |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern |
367 | 72 | 0 | 43 | 33 | 79 | 102 | – 116 | – 3 | 577 |
| 3. Quartal 2005/2006 | ||||||||||
| 12.138 | ||||||||||
| Außenumsätze | 2.450 | 1.484 | – | 2.082 | 1.455 | 1.069 | 3.583 | 15 | 0 | 0 |
| konzerninterne Umsätze | 363 | 166 | – | 5 | 3 | 1 | 238 | 11 | – 787 | 12.138 |
| Umsatzerlöse gesamt | 2.813 | 1.650 | – | 2.087 | 1.458 | 1.070 | 3.821 | 26 | – 787 | |
| Umsatzerlöse fortgeführter | 12.138 | |||||||||
| Aktivitäten | 2.813 | 1.650 | – | 2.087 | 1.458 | 1.070 | 3.821 | 26 | – 787 | |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern |
382 | 126 | – | 33 | 90 | 98 | 168 | – 87 | – 4 | 806 |
| 9 Monate 2004/2005 | ||||||||||
| 32.370 | ||||||||||
| Außenumsätze | 5.988 | 3.807 | 330 | 5.862 | 4.489 | 2.680 | 9.074 | 140 | 0 | 0 |
| konzerninterne Umsätze | 1.171 | 448 | 58 | 23 | 23 | 2 | 528 | 12 | – 2.265 | 32.370 |
| Umsatzerlöse gesamt | 7.159 | 4.255 | 388 | 5.885 | 4.512 | 2.682 | 9.602 | 152 | – 2.265 | |
| Umsatzerlöse fortgeführter Aktivitäten |
7.159 | 4.255 | 388 | 5.885 | 4.141 | 2.682 | 9.602 | 96 | – 2.257 | 31.951 |
| Ergebnis aus fortgeführten | ||||||||||
| Aktivitäten vor Steuern | 877 | 294 | – 50 | 134 | 95 | 248 | 272 | – 297 | – 18 | 1.555 |
| 9 Monate 2005/2006 | ||||||||||
| 34.866 | ||||||||||
| Außenumsätze | 6.971 | 4.187 | – | 6.211 | 4.509 | 3.128 | 9.788 | 72 | 0 | 0 |
| konzerninterne Umsätze | 1.037 | 441 | – | 13 | 8 | 4 | 482 | 25 | – 2.010 | 34.866 |
| Umsatzerlöse gesamt Umsatzerlöse fortgeführter |
8.008 | 4.628 | – | 6.224 | 4.517 | 3.132 | 10.270 | 97 | – 2.010 | 34.866 |
| Aktivitäten | 8.008 | 4.628 | – | 6.224 | 4.517 | 3.132 | 10.270 | 97 | – 2.010 | |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern |
1.070 | 185 | – | 23 | 267 | 277 | 344 | – 149 | – 13 | 2.004 |
10Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:
| 3. Quartal 2004/2005 | 3. Quartal 2005/2006 | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag in Mio € |
Ergebnis je Aktie in € |
Gesamtbetrag in Mio € |
Ergebnis je Aktie in € |
|
| Zähler: | ||||
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) | 328 | 0,66 | 446 | 0,87 |
| Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) | 0 | 0,00 | 0 | 0,00 |
| Ergebnis aus der Veräußerung von nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) |
– 86 242 |
– 0,18 0,48 |
0 446 |
0,00 0,87 |
| Nenner: | ||||
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück): | 498.648.693 | 514.489.044 |
| 9 Monate 2004/2005 | 9 Monate 2005/2006 | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag in Mio € |
Ergebnis je Aktie in € |
Gesamtbetrag in Mio € |
Ergebnis je Aktie in € |
|
| Zähler: | ||||
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) | 876 | 1,76 | 1.125 | 2,20 |
| Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) | 12 723 |
0,02 1,45 |
0 0 |
0,00 0,00 |
| Ergebnis aus der Veräußerung von nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) |
1.611 | 3,23 | 1.125 | 2,20 |
| Nenner: | ||||
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück): | 498.455.097 | 511.591.509 |
Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl
Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt mittels Division des den Aktionären der ThyssenKrupp ag zurechenbaren Periodenüberschusses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode sind zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich in Umlauf befinden, zu
berücksichtigen. Der gewichtete Aktiendurchschnitt reduzierte sich durch den Erwerb eigener Aktien per 06. Mai 2003 und erhöhte sich wieder durch die Ausgabe dieser Aktien im 2. Quartal 2003/2004, im
- Quartal 2004/2005 und im 1. Quartal 2005/2006. In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.
11Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Folgende Zahlungsvorgänge sind im Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit enthalten:
| Mio € | ||
|---|---|---|
| 9 Monate 2004/2005 |
9 Monate 2005/2006 |
|
| 182 | ||
| Zinszahlungen Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag |
261 338 |
363 |
Aus den nicht fortgeführten Aktivitäten resultieren Cash-Flows in folgender Höhe:
Nicht zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten
In den 9 Monaten 2005/2006 erfolgte durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Brutto-Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 4 (2004/2005: 102) Mio €.
| Mio € | 9 Monate 2004/2005 |
9 Monate 2005/2006 |
|---|---|---|
| – | ||
| Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit | 24 | – |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit |
– 11 – 13 |
– |
Nicht zahlungswirksame Investitionstätigkeiten
In den 9 Monaten 2005/2006 ergab sich aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen
Immobilien in Höhe von 134 (2004/2005: 1.401) Mio €. Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögenswerten aus Finance Lease in den 9 Monaten 2005/2006 beträgt 4 (2004/2005: 9) Mio €.
12Besondere Ereignisse nach dem Stichtag
Auf Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Januar 2006 hat der Vorstand der ThyssenKrupp ag am 03. Juli 2006 beschlossen, bis zum Ablauf dieser Ermächtigung bis zu 25.724.452 eigene Aktien zu erwerben; dies entspricht 5 % des Grundkapitals. Bis zur Freigabe des Abschlusses zur Veröffentlichung am 07. August 2006 waren 18.520.000 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis
von 27,05 € zurückgekauft. Am 03. August wurde der Erwerb der Atlas Elektronik GmbH vollzogen. ThyssenKrupp hat zu einem Kaufpreis von 88,1 Mio € zunächst 60 % der Anteile erworben.
BERICHT DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES DES AUFSICHTSRATS
Der Zwischenbericht für das 3. Quartal 2005/2006 sowie der Bericht des Konzernabschlussprüfers über die prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses (Review Report) sind dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats in der Sitzung am 10. August 2006 vorgelegt und durch den Vorstand und den Konzernabschlussprüfer erläutert worden. Der Prüfungsausschuss stimmte dem Zwischenbericht zu.
Düsseldorf, den 10. August 2006
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Dr. Martin Kohlhaussen
TERMINE
| 01. Dezember 2006 | Bilanzpressekonferenz | ||
|---|---|---|---|
| Analysten- und Investorentreffen | |||
| 19. Januar 2007 | Ordentliche Hauptversammlung | ||
| 13. Februar 2007 | Zwischenbericht | ||
| 1. Quartal 2006/2007 (Oktober bis Dezember) | |||
| Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren | |||
| 11. Mai 2007 | Zwischenbericht | ||
| 2. Quartal 2006/2007 (Januar bis März) | |||
| 15. Mai 2007 | Analysten- und Investorentreffen | ||
| 10. August 2007 | Zwischenbericht | ||
| 3. Quartal 2006/2007 (April bis Juni) | |||
| Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren |
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Zukunftsbezogene Aussagen
Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von ThyssenKrupp bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von ThyssenKrupp weder beabsichtigt, noch übernimmt ThyssenKrupp eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.
Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor; beide Fassungen stehen auch im Internet unter http://www.thyssenkrupp.com zum Download sowie als interaktive Online-Version bereit.
Weitere Exemplare sowie zusätzliches Informationsmaterial über den ThyssenKrupp Konzern schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne kostenlos zu. Telefon (0211) 824-38382 und (0211) 824-38371, Telefax (0211) 824-38512 E-Mail [email protected]
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