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thyssenkrupp AG Interim / Quarterly Report 2002

Mar 19, 2003

435_10-q_2003-03-19_90a79fb2-0478-4ff0-b7bd-dca7bfe4bde2.pdf

Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht 3. Quartal 2001/2002 01.April – 30.Juni 2002

U5

Inhalt

  • " Performance-Steigerung
  • " Entwicklungspotenzial

Der Konzern in Zahlen 04 Wirtschaftliche Entwicklung

  • Auf einen Blick –
  • ThyssenKrupp im 3. Quartal Konjunkturelles Umfeld
  • Geschäftslage
  • Segmente
  • ThyssenKrupp best
  • Corporate Governance
  • Personelle Veränderungen
  • Ausblick

Zwischenabschluss

  • Bescheinigung des Wirtschaftsprüfers über die prüferische Durchsicht
  • Konzern-Gewinnund Verlustrechnung
  • Konzern-Bilanz
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Anhang zum Konzernzwischenabschluss
  • Kontakt

Termine 2002/2003

Die Rechnungslegung der ThyssenKrupp ag erfolgt nach us-gaap. Auf Grund der Erstanwendung von sfas 142 im laufenden Geschäftsjahr sind zur besseren Vergleichbarkeit sämtliche Ergebniszahlen des Vorjahres vor Firmenwertabschreibungen dargestellt. Die Segmentzahlen für den Berichts- und Vergleichszeitraum sind in der aktuellen Segmentabgrenzung angegeben.

Der Konzern in Zahlen

KONZERNÜBERBLICK
3. Quartal
2000/2001
3. Quartal
2001/2002
9 Monate
2000/2001
9 Monate
2001/2002
Auftragseingang Mio € 9.418 9.430 28.570 27.527
Umsatz Mio € 9.598 9.599 28.362 26.953
EBITDA Mio € 980 788 2.616 1.857
Ergebnis* Mio € 435 316 1.008 440
Konzern-Jahresüberschuss Mio € 331 202 737 286
Ergebnis je Aktie 0,64 0,39 1,43 0,56
Normalisiertes Ergebnis je Aktie 0,17 0,31 0,74 0,31
Mitarbeiter (30.06.) 191.763 189.929 191.763 189.929
* vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter
30.09.2001 30.06.2002
Netto-Finanzverbindlichkeiten Mio € 6.407 6.291
Eigenkapital Mio € 8.786 8.523
SEGMENTINFORMATION
in Mio €
Auftrags-
eingang
Auftrags
eingang
Umsatz Umsatz Ergebnis* Ergebnis* Mitarbeiter Mitarbeiter Mitarbeiter
3. Quartal 3. Quartal 3. Quartal 3. Quartal 3. Quartal 3. Quartal
2000/2001 2001/2002 2000/2001 2001/2002 2000/2001 2001/2002 30.06.2001 30.09.2001 30.06.2002
Steel 3.001 3.071 3.113 3.095 346 121 51.939 51.418 50.044
Automotive 1.755 1.821 1.618 1.682 48 77 39.419 39.883 37.984
Elevator 987 881 893 879 78 86 27.476 28.000 28.198
Technologies 1.125 1.372 1.471 1.458 40 78 32.000 32.750 32.827
Materials 2.371 2.178 2.448 2.377 – 24 35 14.163 14.315 13.719
Serv 599 622 633 621 6 6 25.244 25.665 25.747
Real Estate 77 76 77 76 8 17 795 791 743
Corporate 88 8 90 8 – 58 – 103 727 694 667
Konsolidierung – 585 – 599 – 745 – 597 – 9 – 1
Konzern 9.418 9.430 9.598 9.599 435 316 191.763 193.516 189.929

Globale Ansicht " Performance-Steigerung Programm ThyssenKrupp best Ort weltweit Segmente alle Kompetenz Ausbau des Wertschöpfungspotenzials, konzernweiter Wissenstransfer

Performance-Steigerung

03

ThyssenKrupp best ist ein internationales Programm, mit dem das im Konzern vorhandene Wertschöpfungspotenzial weiter erschlossen und nachhaltig ausgebaut werden soll. Das Ziel ist, in allen Bereichen besser zu werden: von der Kostenseite über die Qualität der Produkte und Dienstleistungen bis hin zur Beschleunigung von Geschäftsprozessen und ihrer maximalen Orientierung an den Bedürfnissen der Kunden. ThyssenKrupp best trägt mit derzeit mehr als 900 Einzelprojekten entscheidend dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns zu steigern und dauerhaft führende Positionen in den Geschäftsfeldern einzunehmen. Die schnelle und gezielte Verbreitung von Methoden-Wissen und best practices im Konzern ist einer der zentralen Erfolgsfaktoren des Programms. best pl@za, ein konzernweit vernetztes Management-Werkzeug, dient dabei unter anderem als Kommunikationsplattform und gemeinsame Datenbasis für alle Projektbeteiligten. Neue Projekte fangen so nicht jedes Mal bei Null an, sondern profitieren von den wertvollen Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten. Und zwar weltweit, über Ländergrenzen hinweg.

Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt. Ing. Jörn Wefelscheid, pl@za-Verantwortlicher ThyssenKrupp Automotive ag

Auf einen Blick – ThyssenKrupp im 3. Quartal

Tiefpunkt überwunden

Für ThyssenKrupp ging es im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2001/2002 (01. April bis 30. Juni 2002) wieder aufwärts. Gemessen an der schwachen ersten Hälfte des Geschäftsjahres brachten die Monate April bis Juni vor allem eine deutlich verbesserte Ertragslage. Alle Segmente waren im Plus, auch aufgelaufen für neun Monate. Die wesentlichen Kennzahlen für das 3. Quartal sowie für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2001/2002 sind:

  • " Der Auftragseingang im Berichtsquartal lag mit 9,4 Mrd € knapp über dem entsprechenden Vorjahreswert. In den ersten neun Monaten waren es mit 27,5 Mrd € allerdings 4 % weniger.
  • " Der Umsatz des 3. Quartals entsprach mit 9,6 Mrd € dem Vorjahreswert. Aufgelaufen für neun Monate blieb der Umsatz mit 27,0 Mrd € um 5 % unter der Vergleichszahl des Vorjahres.
  • " Das ebitda erreichte im Berichtsquartal 0,8 Mrd €, 20 % weniger als im Vorjahr. Für neun Monate waren es 1,9 Mrd €, ein Rückgang um 29 %.
  • " Das Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter blieb im 3. Quartal mit 316 Mio € um 119 Mio € unter der entsprechenden Vorjahreszahl. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres betrug das Ergebnis 440 Mio €, 568 Mio € weniger als im Vorjahr. Bereinigt um Sondereffekte lag das 3. Quartal mit 270 Mio € um 168 Mio € über dem entsprechenden Vorjahr; kumuliert wurden 279 Mio € erwirtschaftet. Der vergleichbare Vorjahreswert lag bei 604 Mio €.
  • " Das Ergebnis je Aktie lag im 3. Quartal 2001/2002 bei 0,39 € (i. Vj. 0,64 €), bereinigt um Sondereffekte waren es 0,31 € (i. Vj. 0,17 €).
  • " Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns beliefen sich am 30. Juni 2002 auf 6,3 Mrd €. Dies sind 0,1 Mrd € weniger als am 30. September 2001 und 2,0 Mrd € weniger als am 30. Juni 2001.

Trotz der nur schwachen Impulse aus dem konjunkturellen Umfeld rechnen wir für den Konzern mit einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung. Im 4. Quartal 2001/2002 erwarten wir auf Grund normaler saisonaler Effekte einen geringeren Umsatz als im 3. Quartal. Das ergäbe für 2001/2002 insgesamt einen Umsatz von rund 36 Mrd €, ca. 5 % weniger als im Vorjahr.

Beim Ergebnis rechnen wir damit, dass sich die positive Entwicklung des 3. Quartals 2001/2002 zwar auch im 4. Quartal grundsätzlich fortsetzen wird; das Quartalsergebnis wird jedoch durch die bereits erwähnten saisonalen Effekte sowie durch einen einmaligen Ergebniseffekt aus Restrukturierungsaufwendungen im Segment Automotive von über 100 Mio € belastet. Das angestrebte bereinigte Ergebnis vor Steuern für 2001/2002 von 0,4 Mrd € erscheint dennoch realisierbar.

Darüber hinaus erwarten wir im Geschäftsjahr 2001/2002 Veräußerungsgewinne aus Desinvestitionen, die in den ersten neun Monaten 161 Mio € ausmachten. Im 4. Quartal wird zudem der Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der indirekten Beteiligung an der Ruhrgas ag von 191 Mio € anfallen.

Der Entfall der planmäßigen Firmenwertabschreibungen ist bereits berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag erfolgen jedoch außerplanmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte aus der erstmaligen Anwendung von sfas 142; sie werden das Volumen der bisherigen Firmenwertabschreibungen von mehr als 200 Mio € übersteigen.

Wir gehen davon aus, dass die Netto-Finanzverbindlichkeiten zum 30. September 2002 unter 6 Mrd € liegen werden. Einen wesentlichen Beitrag wird hierzu der im Juli 2002 eingegangene Verkaufserlös aus der Abgabe der Ruhrgas-Beteiligung von 0,5 Mrd € leisten.

Konjunkturelles Umfeld

Die Weltwirtschaft hat sich im 1. Halbjahr 2002 leicht erholt. Allerdings zeigte sich der konjunkturelle Aufschwung wenig gefestigt. Abwärtsrisiken gehen zuletzt insbesondere von den Unsicherheiten auf den Finanzmärkten aus.

Die asiatischen Schwellenländer verzeichneten bisher ein kräftiges Wachstum, stimuliert durch den wieder expandierenden Welthandel. Dagegen stand, ausgehend von der Krise in Argentinien, eine sehr schwache Entwicklung in Lateinamerika. Die mittel- und osteuropäischen Länder blieben überwiegend auf einem moderaten Wachstumskurs.

Nach dem überraschend starken Wachstum im 1. Quartal 2002 hat in den usa das Expansionstempo zuletzt wieder nachgelassen. Konjunkturstütze war bisher der private Konsum, dämpfende Effekte gingen dagegen von den Investitionen aus. Die Lage in Japan blieb labil. Nach dem exportinduzierten Wachstum zu Jahresbeginn fehlten Impulse aus der Binnennachfrage. Nur sehr verhalten war bisher die konjunkturelle Entwicklung in Euroland. Bei rückläufigen Investitionen lieferten der private Verbrauch und der Außenhandel nur geringe Wachstumsbeiträge. Besonders in Deutschland war von einem Konjunkturaufschwung wenig zu erkennen.

Nur punktuelle Verbesserungen gab es in den für ThyssenKrupp wichtigen Branchen:

" Die Welt-Rohstahlerzeugung stieg im 1. Kalenderhalbjahr 2002 vor allem auf Grund der Produktionszunahme in China um insgesamt 4 %, in Nordamerika und Westeuropa gab es dagegen Rückgänge um 3 % bzw. 2 %. In Deutschland wurde 3 % weniger Rohstahl hergestellt. Allerdings hat die Nachfrage angezogen; der Walzstahl-Auftragseingang der deutschen Werke übertraf das Vorjahresniveau um 9 %. Die nach den us-Schutzmaßnahmen gegenüber Stahlimporten befürchtete Überschwemmung des europäischen Stahlmarktes ist ausgeblieben. Dank sofortiger Gegenmaßnahmen der eu-Kommission wurde die positive Mengen- und Preisentwicklung im eu-Raum nicht gefährdet.

  • " Der internationale Fahrzeugmarkt zeigt kein einheitliches Bild. Die Entwicklung in Nordamerika war im 1. Halbjahr 2002 besser als erwartet. Die Neuwagen-Verkäufe lagen mit –1 % nur leicht unter dem Vorjahr; die Produktion nahm um 5 % zu. In Brasilien wurden 10 % weniger Fahrzeuge hergestellt. In Westeuropa fielen die Pkw-Verkaufszahlen bei großen regionalen Differenzen um 5 %. Mit –4 % waren auch die Neuzulassungen in Deutschland rückläufig. Die deutsche Fahrzeugproduktion sank um 9 %, zumal auch die Exporte stark nachließen.
  • " Weltweit war die Investitionsneigung im bisherigen Verlauf von 2002 noch sehr gedrückt. In den usa blieben im 1. Halbjahr die Ausrüstungsinvestitionen um 6 % unter dem Vorjahr; besonders schwach war die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen. Im deutschen Maschinenbau lag die Produktion um 6 % unter dem Vorjahr; der Auftragseingang gab insbesondere wegen der Investitionsschwäche in Westeuropa um 4 % nach.
  • " Die deutsche Baukonjunktur zeigt nach jahrelanger Krise noch keine Erholung; die Bauproduktion blieb im bisherigen Jahresverlauf um fast 5 % unter dem Vorjahresniveau. Auch die Baukonjunktur in den usa beginnt, erste Schwächen zu zeigen.

Geschäftslage

Auftragseingang und Umsatz

Nach den konjunkturbedingt schwachen ersten beiden Quartalen hat die Geschäftsentwicklung von ThyssenKrupp im 3. Quartal 2001/2002 spürbar angezogen.

Der Auftragseingang des Konzerns belief sich im 3. Quartal 2001/2002 – wie im Vorjahr – auf 9,4 Mrd €. Deutliche Zuwächse gab es im 3. Quartal insbesondere bei Automotive und Technologies. In den ersten neun Monaten 2001/2002 erreichten die Bestellungen insgesamt 27,5 Mrd €, 4 % weniger als im Vorjahr.

Der Umsatz übertraf in den Monaten April bis Juni 2002 mit 9,6 Mrd € den des Vorquartals um 6 %; mit Ausnahme von Real Estate konnten sich alle Segmente verbessern. Aufgelaufen für die ersten drei Quartale erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 27,0 Mrd €, das sind 5 % unter dem Vorjahr; im 3. Quartal lag der Umsatz auf Vorjahreshöhe.

Ergebnis

Im 3. Quartal 2001/2002 erzielten alle Segmente des Konzerns Gewinne. Insgesamt weist ThyssenKrupp ein Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter in Höhe von 316 Mio € aus. Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum beträgt der Ergebnisrückgang 119 Mio €. In den Zahlen sind entsprechend sfas 142 keine Firmenwertabschreibungen berücksichtigt. Einzelheiten hierzu werden im Anhang erläutert.

Im Ergebnis sind Veräußerungsgewinne von 35 Mio € aus dem Verkauf von Krupp Berco Bautechnik (Technologies) sowie 11 Mio € aus dem Verkauf kleiner Guss-Aktivitäten (Automotive) enthalten. In der Vorjahreszahl wurden entsprechend 333 Mio € aus der Abgabe der brasilianischen Eisenerzgrube Ferteco (Steel) berücksichtigt. Eliminiert man aus beiden Quartalsergebnissen diese Veräußerungsgewinne, so ergibt sich für das 3. Quartal 2001/2002 ein Gewinn von 270 Mio €, der um 168 Mio € über dem vergleichbaren Vorjahreswert von 102 Mio € liegt.

Die eingetretenen Währungskursentwicklungen zwischen Euro und us-Dollar führten im 3. Quartal 2001/2002 zu positiven Ergebniseffekten aus der Tageswertbilanzierung unserer Fremdwährungspositionen sowie der eingesetzten Derivate (sfas 133). Im Saldo betrug die Ergebnisauswirkung 42 Mio €; im Vorjahresquartal gab es keine wesentliche Ergebnisauswirkung.

Carbon Steel leistete den größten Beitrag für das wieder bessere Ergebnis im 3. Quartal. Hier konnte 2001/2002 erstmals wieder ein Quartalsgewinn erzielt werden. Auf die wirtschaftliche Entwicklung im Einzelnen wird bei der Kommentierung der Segmentergebnisse eingegangen. Die Vorjahresvergleichswerte enthalten ebenso wie die Ergebniszahlen für das laufende Geschäftsjahr keine Firmenwertabschreibungen.

Nach Abzug der Ertragsteuern von 95 Mio € (i. Vj. 102 Mio €) und der Anteile anderer Gesellschafter am Gewinn von 19 Mio € (i. Vj. 2 Mio €) ergibt sich für das 3. Quartal 2001/2002 ein Jahresüberschuss von 202 Mio €. Dies sind 129 Mio € weniger als im Vorjahr. Bezogen auf die Anzahl der ausgegebenen Aktien errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von 0,39 €, es liegt damit um 0,25 € unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um die Sondereffekte aus den Veräußerungsgewinnen der Desinvestitionen ergibt sich für das 3. Quartal 2001/2002 ein normalisiertes Ergebnis je Aktie von 0,31 €, dies sind 0,14 € mehr als im Vorjahr.

Netto-Finanzverbindlichkeiten und Investitionen

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten konnten spürbar reduziert werden und betrugen zum 30. Juni 2002 6,3 Mrd €. Gegenüber den entsprechenden Vergleichsperioden hat sich damit die Verschuldung vermindert. Ursächlich hierfür sind die eingeleiteten Maßnahmen zur Mittelsenkung, im Berichtszeitraum abgeschlossene Veräußerungen sowie Anzahlungen und Währungskursveränderungen.

Die Investitionen erreichten im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2001/2002 rund 340 Mio €, 38 % weniger als im Vorjahr. In Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände wurden 315 Mio € investiert, die übrigen 25 Mio € entfielen auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen sowie auf andere Finanzanlagen. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2001/2002 betrug die Investitionssumme 1,2 Mrd €, ein Rückgang um 27 % gegenüber dem Vorjahr.

Mitarbeiter

ThyssenKrupp beschäftigte am 30. Juni 2002 weltweit 189.929 Mitarbeiter, 3.587 oder 2 % weniger als am Ende des vergangenen Geschäftsjahres. In Deutschland verringerte sich die Belegschaftszahl um 3 % auf 102.109, außerhalb Deutschlands um 1 % auf 87.820.

Die jüngsten Tarifabschlüsse bringen Steigerungen der Löhne und Gehälter zwischen 3 % und 4 %. Aus diesen Abschlüssen ergibt sich schon für das laufende Geschäftsjahr ein Mehraufwand von knapp 50 Mio €, im nächsten Geschäftsjahr werden es dann deutlich über 100 Mio € sein. Der Konzern wird diese Kostensteigerungen mit einer erhöhten Produktivität kompensieren.

Segmente

Steel

SEGMENT STEEL IN ZAHLEN 3. Quartal
2000/2001
3. Quartal
2001/2002
9 Monate
2000/2001
9 Monate
2001/2002
Auftragseingang Mio € 3.001 3.071 9.178 8.801
Umsatz Mio € 3.113 3.095 9.564 8.646
Ergebnis* Mio € 346 121 640 56
Mitarbeiter (30.06.) 51.939 50.044 51.939 50.044
* vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter

Im Segment Steel war die Geschäftsentwicklung im 3. Quartal des Geschäftsjahres gegenüber den Vorquartalen deutlich aufwärts gerichtet. Die Nachfrageerholung auf dem internationalen Stahlmarkt wirkte sich bei den Steel-Gesellschaften zunehmend positiv aus. Der Auftragseingang lag im 3. Quartal mit 3,1 Mrd € um 2 % über dem Vorjahr. Nach den umfangreichen Produktionskürzungen in der ersten Geschäftsjahreshälfte stieg die Rohstahlerzeugung im Berichtsquartal auf 4,3 Mio t und lag damit 8 % über Vorjahr. Der Umsatz erreichte im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2001/2002 ebenfalls rund 3,1 Mrd €, 1 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

In der Business Unit Carbon Steel hat sich der Auftragseingang nach der Talsohle zum Jahreswechsel 2002 erholt und übertraf im 3. Quartal mit 1,8 Mrd € das niedrige Niveau des Vorjahres um 12 %. Der Umsatz erreichte 1,8 Mrd €, das waren im Vorjahresvergleich 2 % weniger. Der innerjährliche Verlauf zeigt, dass die bessere Mengen- und Preisentwicklung zunehmend umsatzwirksam wird.

In der Business Unit Stainless Steel blieben im Berichtsquartal die Auftragseingänge mit 1,0 Mrd € um 6 % hinter dem vergleichbaren Vorjahreswert zurück. Auf Grund der auch im Bereich Rostfrei seit Jahresanfang wachsenden Nachfrage konnten im April und Mai 2002 die Preise erhöht werden. Der Umsatz von Stainless Steel übertraf mit 1,1 Mrd € das Vorjahresniveau um 4 %; vor allem bei Kaltband konnte das Liefervolumen ausgeweitet werden. Bei den Nickelbasislegierungen war der Umsatz wegen des sich normalisierenden Euro-Münzgeschäfts sowie des schwächeren us-Luft- und Raumfahrtmarktes rückläufig.

In der Business Unit Special Materials, in der die Geschäfte mit Sonderwerkstoffen zusammengefasst sind, wurde ein Umsatz von 397 Mio € erzielt, 3 % weniger als im Vorjahr.

Steel erreichte im 3. Quartal 2001/2002 einen Gewinn in Höhe von 121 Mio €. Nachdem in den ersten beiden Quartalen ein Verlust von insgesamt 65 Mio € aufgelaufen war, ergibt sich für neun Monate ein Gewinn von 56 Mio €. Das im 3. Quartal erzielte Ergebnis von 121 Mio € liegt – ohne Berücksichtigung des Gewinns aus der Veräußerung der brasilianischen Eisenerzgrube Ferteco von 333 Mio € im Vorjahr – um 108 Mio € über dem Vorjahreswert. Zu der Gewinnsteigerung sowohl gegenüber dem Vorjahresquartal als auch gegenüber den beiden ersten Geschäftsjahresquartalen haben alle Business Units beigetragen.

Carbon Steel erwirtschaftete einen Gewinn von 63 Mio €. Dies sind 61 Mio € mehr als im Vorjahr. Insbesondere das wieder normalisierte Versandvolumen führte zu den eingetretenen Ergebnisverbesserungen. Die im 3. Quartal durchgesetzten Preisanhebungen wirkten sich bisher nur gering auf den Durchschnittserlös aus. In der Business Unit Stainless Steel setzte sich die positive Ergebnisentwicklung fort. Hier konnte im 3. Quartal ein Gewinn von 50 Mio € erzielt werden. Alle Aktivitäten sind – mit Ausnahme von Shanghai Krupp Stainless – im Plus. Im neuen Werk Shanghai konnten die Anlaufverluste deutlich reduziert werden. Der Bereich Nickelbasislegierungen trug wiederum wesentlich zum positiven Ergebnis von Stainless Steel bei. Die Business Unit Special Materials erzielte ebenfalls Gewinne, die jedoch unter dem Vorjahresniveau lagen.

In allen Gesellschaften des Segments wurden umfangreiche Maßnahmen zur Performance-Verbesserung eingeleitet; sie beziehen sich u.a. auf Qualität, Termintreue und Produktstruktur. Die Produktivität wird kontinuierlich gesteigert, um die gestiegenen Personalaufwendungen abzufangen. Parallel werden Programme zur Mittelsenkung schrittweise umgesetzt. Der Erfolg dieser internen Maßnahmen schlägt sich zunehmend im Ergebnis des Segments nieder.

Automotive

SEGMENT AUTOMOTIVE IN ZAHLEN 3. Quartal
2000/2001
3. Quartal
2001/2002
9 Monate
2000/2001
9 Monate
2001/2002
Auftragseingang Mio € 1.755 1.821 4.746 4.862
Umsatz Mio € 1.618 1.682 4.628 4.760
Ergebnis* Mio € 48 77 118 144
Mitarbeiter (30.06.) 39.419 37.984 39.419 37.984
* vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter

Das Segment Automotive erzielte im 3. Quartal 2001/2002 einen Umsatz von 1,7 Mrd € und steigerte damit den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 %. Im nafta-Raum lagen die Absatzzahlen bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auf einem abgeschwächten, aber hohen Niveau. Der Markt für schwere Nutzfahrzeuge liegt weiterhin auf niedrigem Niveau, zeigte aber im 3. Quartal eine steigende Tendenz. Der Grund dafür waren vorgezogene Käufe im Hinblick auf die neuen Emissionsvorschriften in den usa, die ab Oktober 2002 wirksam werden. Der Markt in Südamerika ist weiterhin leicht abgeschwächt.

Die Business Units Chassis und Powertrain konnten ihren Umsatz erhöhen. In der Business Unit Chassis führten höhere Absatzzahlen im leichten Nkw- und Pkw-Segment sowie der Hochlauf eines Werkes in Nordamerika zu steigenden Umsätzen. Innerhalb der Business Unit Powertrain konnten bei Lenksäulen und Nockenwellen deutlich höhere Umsätze erzielt werden. Das leicht rückläufige Geschäftsvolumen in der Business Unit Body resultiert aus einem geringeren Absatz von Sport Utility Cars im nafta-Raum sowie aus Verschiebungen von Prototypenprogrammen der Automobilhersteller.

Automotive konnte den Gewinn im 3. Quartal 2001/2002 gegenüber dem schwachen Vorjahresquartal um 29 Mio € auf 77 Mio € steigern. Von dem Ergebnisanstieg entfielen 11 Mio € auf die Veräußerung kleiner, nicht zum Automobilgeschäft gehöriger Guss-Aktivitäten. In dem Ergebnis sind die Aufwendungen aus dem vorgesehenen Umstrukturierungsprogramm in Übereinstimmung mit us-gaap (eitf 94-3) noch nicht enthalten. Die Business Unit Chassis erzielte im 3. Quartal wiederum ein positives Ergebnis, so dass sich auch für neun Monate ein Gewinn ergibt. Verluste fielen weiterhin im kanadischen Werk Kitchener, einer Tochtergesellschaft der Budd Co., und bei ThyssenKrupp Federn an. Der Gewinn der Business Unit Body hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erhöht. Dies ist insbesondere auf die verbesserte Marktsituation in den usa zurückzuführen. Die Business Unit Powertrain konnte das Vorjahresergebnis nochmals verbessern.

Elevator

SEGMENT ELEVATOR IN ZAHLEN 3. Quartal
2000/2001
3. Quartal
2001/2002
9 Monate
2000/2001
9 Monate
2001/2002
Auftragseingang Mio € 987 881 2.839 2.811
Umsatz Mio € 893 879 2.508 2.593
Ergebnis* Mio € 78 86 181 224
Mitarbeiter (30.06.) 27.476 28.198 27.476 28.198

* vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter

Bei Elevator verminderte sich der Auftragseingang im 3. Quartal um 11 % auf 0,9 Mrd €. Zurückzuführen ist dies neben Währungseffekten auf die konjunkturelle Abschwächung der Baubranche insbesondere in Nordamerika. Die Auftragseingänge von Fluggastbrücken blieben nach den Ereignissen am 11. September 2001 weiterhin stark rückläufig. Sehr erfreulich haben sich dagegen unsere Aktivitäten in Frankreich/Benelux sowie in China entwickelt. In der Business Unit Spanien/Portugal/Lateinamerika blieben die Auftragseingänge trotz der schwierigen Konjunkturlage in Südamerika auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

Im Berichtsquartal erzielte Elevator einen Umsatz von knapp 0,9 Mrd € und lag damit um 2 % unter dem Wert des Vorjahres. Leicht rückläufig war die Entwicklung in den Business Units Nordamerika/Australien sowie Deutschland/Österreich/Schweiz. In Nordamerika konnte der etwas schwächere Umsatz durch die starken Vorquartale aufgefangen werden, so dass für neun Monate der Vorjahresumsatz erreicht wurde. In den Business Units Frankreich/Benelux, Fluggastbrücken sowie Accessibility lag der Umsatz auf Vorjahreshöhe. Weiter expansiv verlief das Geschäft in Spanien/Portugal/Lateinamerika. Hier konnte der Umsatz auf Grund des rasanten Wachstums auf der iberischen Halbinsel deutlich gesteigert werden. Erfreulich war auch die Entwicklung der Gesellschaften in Großbritannien und China.

Elevator erhöhte den Gewinn im 3. Quartal 2001/2002 gegenüber dem Vorjahreswert um 8 Mio € auf 86 Mio €. Bis auf Frankreich/Benelux und Fluggastbrücken konnten alle Business Units ihr Ergebnis im Berichtszeitraum steigern. Die Business Unit Accessibility erzielte erstmals einen Quartalsgewinn. Bei den chinesischen Aktivitäten zeigt sich eine deutliche Steigerung der positiven Ergebnisse.

Technologies

SEGMENT TECHNOLOGIES IN ZAHLEN 3. Quartal
2000/2001
3. Quartal
2001/2002
9 Monate
2000/2001
9 Monate
2001/2002
Auftragseingang Mio € 1.125 1.372 4.078 4.021
Umsatz Mio € 1.471 1.458 4.134 4.110
Ergebnis* Mio € 40 78 144 67
Mitarbeiter (30.06.) 32.000 32.827 32.000 32.827
* vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter

In einem weltweit schwierigen Marktumfeld konnte Technologies im 3. Quartal Neuaufträge in Höhe von 1,4 Mrd € buchen, 22 % mehr als im Vorjahresquartal. In den ersten neun Monaten addierten sich die Auftragseingänge auf 4,0 Mrd € und erreichten damit nahezu den Vorjahreswert. Im Bereich Production Systems zeigten im Berichtsquartal die Aggregatmontage, insbesondere aber die Karosserietechnik hohe Zuwächse, während sich die Zerspanung nachfragebedingt abschwächte. Auch im Bereich Plant Technology erhöhten sich die Neubestellungen; Uhde verbuchte mehrere größere Projekte wie zum Beispiel eine Düngemittelanlage für Turkmenistan. Marine weist wegen weiterer Bestellungen für die deutsche Bundesmarine ebenfalls einen höheren Ordereingang aus. Etwas schwächer entwickelte sich der Auftragseingang bei Mechanical Engineering.

Der Umsatz von Technologies erreichte im 3. Quartal mit 1,5 Mrd € nahezu den Vorjahreswert. Auch für die ersten drei Quartale zeigt das Geschäftsvolumen von 4,1 Mrd € nur eine geringe Abweichung zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bei Production Systems wirkten sich im Berichtsquartal die schwache Nachfrage in den usa sowie Abrechnungsverschiebungen dämpfend auf den Umsatz in der Zerspanung aus. Der niedrigere Umsatz in der Aggregatmontage resultiert ebenfalls zum großen Teil aus geringeren Auftragsanarbeitungen. Der höhere Umsatz im Bereich Mechanical Engineering folgt überwiegend aus dem Transrapid-Auftrag Shanghai. Bei Plant Technology und Marine wurde nahezu der Umsatz des Vorjahres erreicht.

Bei Technologies hat sich das Ergebnis im 3. Quartal 2001/2002 gegenüber dem Vorjahresquartal um 38 Mio € auf 78 Mio € verbessert. Darin enthalten ist der Gewinn aus der Abgabe von Krupp Berco Bautechnik in Höhe von 35 Mio €. Ohne diesen Veräußerungsgewinn hätte das Ergebnis um 3 Mio € zugenommen. Die Ertragslage von Production Systems ist nach wie vor auf Grund der anhaltenden Marktschwäche in den usa durch negative Ergebnisse im Bereich der Zerspanung geprägt. Demgegenüber waren die unter Plant Technology zusammengefassten Aktivitäten im 3. Quartal positiv. Marine konnte auch im 3. Quartal einen hohen Gewinn erwirtschaften. Mechanical Engineering erreichte ebenfalls einen Gewinn, der über dem Vorjahreswert lag. Dabei ist das Ergebnis durch die nachlaufenden Kosten aus der Stilllegung der Stahlbau Berlin GmbH belastet.

Materials

SEGMENT MATERIALS IN ZAHLEN 3. Quartal
2000/2001
3. Quartal
2001/2002
9 Monate
2000/2001
9 Monate
2001/2002
Auftragseingang Mio € 2.371 2.178 7.335 6.655
Umsatz Mio € 2.448 2.377 7.366 6.525
Ergebnis* Mio € – 24 35 9 40
Mitarbeiter (30.06.) 14.163 13.719 14.163 13.719

* vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter

Das Segment Materials erreichte im 3. Quartal 2001/2002 einen Umsatz von 2,4 Mrd €. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Rückgang um 3 %. Der starke Preis- und Wettbewerbsdruck hielt auch in der Berichtszeit an. Während der Umsatz in der Business Unit MaterialsServices North America im Vergleich zum Vorjahr leicht zunahm, war die Geschäftsentwicklung in den anderen Business Units schwächer.

Materials konnte im 3. Quartal 2001/2002 das Vorjahresergebnis um 59 Mio € auf 35 Mio € verbessern. Während das Ergebnis der Business Unit MaterialsServices Europe umsatzbedingt unter dem des Vorjahres lag, ist es bei MaterialsServices North America deutlich angestiegen. Auch in der Business Unit Special Products lag das Ergebnis erheblich über dem des Vorjahres.

SEGMENT SERV IN ZAHLEN Auftragseingang Mio € 599 622 1.812 1.920 Umsatz Mio € 633 621 1.801 1.807 Ergebnis* Mio € 6 6 – 2 35 Mitarbeiter (30.06.) 25.244 25.747 25.244 25.747 3. Quartal 2001/2002 3. Quartal 2000/2001 9 Monate 2000/2001 9 Monate 2001/2002

Serv

* vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter

Serv erzielte im 3. Quartal einen Umsatz von gut 0,6 Mrd €, knapp 2 % weniger als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Das deutlich ausgebaute Geschäft mit Instandhaltungs- und produktionsbegleitenden Dienstleistungen führte in der Business Unit Industrial Services zu einem Umsatzplus, obwohl sich der Umsatz des Werkzeugmaschinen-Service mehr als halbierte. Der Umsatz der Business Unit Construction Services war rückläufig. Dabei litt das Schalungs- und Gerüstgeschäft unter der äußerst schwachen Baukonjunktur im Inland. Dagegen konnten die Gerüstdienstleistungen für die Industrie weiter ausgebaut werden, vor allem in Nordamerika. Sie machen mittlerweile fast 80 % des Umsatzes der Business Unit aus. Der Umsatzrückgang in der Business Unit Facilities Services ist überwiegend abrechnungsbedingt, aber auch auf sinkende Aufträge in den neuen Bundesländern zurückzuführen. Bei Information Services lag der Umsatz leicht unter den Vorjahreszahlen. Hauptursache ist die Aufgabe von ertragsschwachen Aktivitäten im Ausland.

Serv erwirtschaftete im 3. Quartal 2001/2002 wie im Vorjahr einen Gewinn in Höhe von 6 Mio €. Hauptergebnisträger war Construction Services, gefolgt von der Business Unit Industrial Services. Die Business Unit Information Services konnte sich deutlich verbessern und erzielte ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis. Dagegen blieb Facilities Services auf Grund von Restrukturierungsaufwendungen im Verlust.

Bei Real Estate erreichte der Umsatz im 3. Quartal mit 76 Mio € (i. Vj. 77 Mio €) knapp das Vorjahresniveau. Rund 75 % stammen aus der Business Unit Wohnimmobilien, während die Business Unit Dienstleistungen und Entwicklung die größte Umsatzdynamik erreichte. Auf Grund des sehr guten 2. Quartals übertraf der Umsatz von Real Estate in den ersten drei Quartalen den entsprechenden Vorjahreswert um 8 %.

Der Gewinn von Real Estate in Höhe von 17 Mio € im Berichtsquartal liegt um 9 Mio € über dem Vorjahreswert.

Corporate umfasst neben der Konzernverwaltung auch die den einzelnen Segmenten nicht zugeordneten Gesellschaften. Deren Umsatz betrug im 3. Quartal insgesamt nur noch 8 Mio € (i. Vj. 90 Mio €).

Das Ergebnis von Corporate beläuft sich im 3. Quartal 2001/2002 auf –103 Mio €. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist dies eine Verschlechterung um 45 Mio €. Dies ist auf niedrigere Zinserträge und eine Verringerung der Beteiligungserträge zurückzuführen.

Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne.

ThyssenKrupp best

Das Konzernprogramm ThyssenKrupp best wird weiter mit hohem Tempo umgesetzt. Nach Abschluss der dreimonatigen Bestandsaufnahme-Phase und Beendigung der Pilotprojekte wurde Mitte Januar 2002 mit der Realisierung der ersten Welle neuer ThyssenKrupp best-Projekte begonnen. In nur sechs Monaten wurden bereits rund 900 Verbesserungsprojekte (Stand: Juni 2002) definiert, die die Leistungsfähigkeit innerhalb des ThyssenKrupp Konzerns nachhaltig steigern werden.

ThyssenKrupp best hat in den in- und ausländischen Unternehmen des Konzerns gleichermaßen Fuß gefasst. Etwa 200 der definierten Projekte entfallen auf Nord-, Mittel- und Südamerika. In Europa ist Deutschland der Schwerpunkt, aber auch Unternehmen in Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien sind bereits innerhalb des Konzernprogramms aktiv. ThyssenKrupp best wird den Konzern in seiner ganzen Breite mobilisieren.

Das breite inhaltliche Spektrum bestätigt den ganzheitlichen Programmansatz. Die Schwerpunkte der Projekte liegen erwartungsgemäß in den Bereichen operative Effizienz, Kundenwertmaximierung, Verbesserung der Leistungsqualität und Kapitalproduktivität. Aber auch Projekte zur stärkeren Einbindung der Mitarbeiter und Führungskräfte, zum Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes oder zur verstärkten Nutzung von E-Technologien spielen eine wichtige Rolle. Das Konzernprogramm erschließt damit deutlich mehr Wertsteigerungspotenziale als beispielsweise reine Kostensenkungsprogramme. ThyssenKrupp best, so ist jetzt absehbar, wird einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung des langfristigen Ergebniszieles des Konzerns leisten.

Corporate Governance

Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde von der Regierungskommission am 26. Februar 2002 veröffentlicht. ThyssenKrupp entspricht diesem Beurteilungskatalog für gute Unternehmensleitung und -kontrolle in weiten Teilen schon heute; dies gilt sowohl für die Empfehlungen als auch für die Anregungen des Kodex. Ein eigener Corporate Governance Kodex wird nicht erarbeitet.

Der Vorstand der ThyssenKrupp ag hatte einstimmig den Grundsatzbeschluss gefasst, die Anregungen und Empfehlungen des Kodex insgesamt umzusetzen. Dazu gehört auch die individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsbezüge bereits für das Geschäftsjahr 2001/2002.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 12. Juli 2002 den Inhalt des Kodex im Grundsatz akzeptiert und gemeinsam mit dem Vorstand Maßnahmen zur Umsetzung der Kodex-Regeln diskutiert. In diesem Zusammenhang

" verabschiedete der Aufsichtsrat die jeweils unter Berücksichtigung des Deutschen Corporate Governance Kodex geänderten Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und für den Vorstand, womit einer Vielzahl von Kodex-Empfehlungen entsprochen wird – beide Dokumente sind auf der ThyssenKrupp Website veröffentlicht;

  • " beschloss der Aufsichtsrat die Bildung des Prüfungsausschusses sowie des Strategie-, Finanz- und Investitionsausschusses anstelle des bisherigen Bilanz- und Investitionsausschusses;
  • " stimmte der Aufsichtsrat Satzungsänderungen unter Berücksichtigung des Deutschen Corporate Governance Kodex zu, deren Umsetzung aber die Zustimmung der Hauptversammlung der Gesellschaft voraussetzt – die nächste Hauptversammlung findet am 21. Februar 2003 statt.

Weitere Maßnahmen zur Umsetzung des Kodex werden zurzeit erarbeitet. Da ein Großteil davon, mit Ausnahme der in der Hauptversammlung zustimmungspflichtigen Vorgänge, in den nächsten Wochen realisiert werden soll, wird ThyssenKrupp voraussichtlich im Herbst 2002 die erste Entsprechenserklärung abgeben und veröffentlichen. Erläuterungen zu der Entsprechenserklärung werden in der Bilanzpressekonferenz über das Geschäftsjahr 2001/2002 gegeben.

Näheres über die bei ThyssenKrupp praktizierte Corporate Governance erfahren Sie unter www.thyssenkrupp.com/ger/investor/corporate-governance.html

Personelle Veränderungen

Der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp ag hat in seiner Sitzung am 12. Juli 2002 auf Wunsch von Dr. Hans-Erich Forster (61) dessen Bestellung zum 30. September 2002 aufgehoben. Zu seinem Nachfolger als Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp ag wurde zum 01. Oktober 2002 Edwin Eichler (44) für die Dauer von fünf Jahren bestellt. Zugleich soll Eichler die Nachfolge von Dr. Forster als Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp Materials ag antreten. Edwin Eichler ist seit 1990 im Bertelsmann-Konzern tätig. Seit 1995 ist er Vorsitzender der Geschäftsführung der Mohn Media Gruppe. 1996 wurde er zusätzlich Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Industrie ag, der heutigen Bertelsmann Arvato ag.

Die Bestellung von Vorstandsmitglied Dieter Hennig (62) endet altersbedingt am 31. Dezember 2002. Hennig ist zugleich Arbeitsdirektor der ThyssenKrupp Steel ag und der ThyssenKrupp Stahl ag. Als Nachfolger bestellte der Aufsichtsrat für die Dauer von fünf Jahren Ralph Labonte (49), derzeit Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der ThyssenKrupp Automotive ag, mit Wirkung vom 01. Januar 2003 zum Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der ThyssenKrupp ag. Ralph Labonte wurde inzwischen als Nachfolger von Dieter Hennig auch zum Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der ThyssenKrupp Steel ag bestellt.

Der Aufsichtsrat hat ferner beschlossen, die Bestellungen von Dr. Gerhard Jooss (61) und Dr. Heinz-Gerd Stein (61) einvernehmlich zum 30. September 2002 aufzuheben.

Am 01. August 2002 hat Dr. A. Stefan Kirsten (41) seine Tätigkeit im Vorstand der ThyssenKrupp ag aufgenommen. Dr. Kirsten war seit 1996 bei der Metro ag tätig, seit 2000 als Vorstandsmitglied für Finanzen, Rechnungswesen und Bilanzen, Controlling, Steuern und Versicherungen. In seine Zuständigkeit bei ThyssenKrupp werden die Ressorts Finanzen, Investor Relations, Rechnungswesen sowie Steuern und Zoll fallen.

Ausblick

Bisher zeigen die Prognosen für die internationale Konjunktur einen moderaten Aufwärtstrend. Allerdings haben die Unsicherheiten auf den Waren- und Finanzmärkten in jüngster Zeit wieder zugenommen.

Bei Stahl hat sich die Nachfrage erholt. Angesichts des immer noch schwachen Stahlverbrauchs ist der gestiegene Auftragseingang aber auch lagerzyklisch bedingt. Die europäischen Stahlproduzenten haben weitere Preisschritte angekündigt. So erhöhte ThyssenKrupp die Preise für Qualitätsflachstahl bei Lieferungen ab 01. Juli 2002 um 30 € je Tonne. Weitere Anhebungen sind zum 01. Oktober 2002 um 20 € je Tonne und für den 01. Januar 2003 geplant. Bei Stainless ist eine weitere Erhöhung um 50 € je Tonne ab 01. Oktober 2002 vorgesehen.

Das Risiko eines weltweiten Handelskonfliktes als Folge der us-Importschutzmaßnahmen gemäß "Section 201" vom März 2002 ist geringer geworden. Mit einem Liefervolumen von 200 Mio € in die usa oder 2 % des Stahlumsatzes wäre der direkte wirtschaftliche Einfluss auf ThyssenKrupp ohnehin limitiert gewesen. Die Gegenmaßnahmen der eu-Kommission dürften aber auch die Stahlexporte nach Europa in den kommenden Monaten in Grenzen halten. Für die Anträge von ThyssenKrupp auf Freistellung seiner us-Lieferungen von den neuen Zöllen gab es erste Teilerfolge. ThyssenKrupp hat Ausnahmegenehmigungen für die gesamten 360.000 Tonnen beantragt, die von den us-Schutzmaßnahmen betroffen sind.

Die Automobilkonjunktur lässt zurzeit keinen klaren Trend erkennen. Schwächen zeigen sich insbesondere auf den Volumenmärkten in Nordamerika, Westeuropa und Japan, aber auch die Lage in Südamerika wird schwieriger.

In Nordamerika hält sich der Absatzrückgang bisher zwar in Grenzen, aber die drei großen us-Hersteller verlieren Marktanteile an ausländische Marken. Wegen der im Vorjahr stark reduzierten Läger schlägt die geringere Nachfrage nicht voll auf die diesjährige Produktion durch; sie könnte durchaus das Vorjahresniveau leicht übertreffen. Demgegenüber zeichnet sich für Westeuropa eine deutliche Verminderung der Automobilproduktion ab. Eine Ausnahme macht Großbritannien, dort steigen auch die Neuzulassungen. Die deutsche Automobilindustrie muss sowohl beim Export als auch beim Inlandsgeschäft Absatzeinbußen hinnehmen. Ausländische Anbieter, insbesondere französische Hersteller, gewinnen Marktanteile.

Die leichte Erholung der internationalen Konjunktur hatte bisher noch keine sichtbaren Auswirkungen auf den Investitionsgütersektor. In Nordamerika und Westeuropa ist die Investitionsneigung weiterhin ausgesprochen schwach. Entsprechend gedrückt verläuft der Auftragseingang beim Maschinenbau, der in den meisten Ländern mit einem Produktionsrückgang rechnet. Das gilt insbesondere für den Werkzeugmaschinenbau.

Unverändert schwierig bleibt die Lage der deutschen Bauwirtschaft, die Auftragseingänge liegen unter dem Niveau des Vorjahres.

Trotz der nur schwachen Impulse aus dem konjunkturellen Umfeld rechnen wir für den Konzern mit einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung. Im 4. Quartal 2001/2002 erwarten wir auf Grund normaler saisonaler Effekte einen geringeren Umsatz als im 3. Quartal. Das ergäbe für 2001/2002 insgesamt einen Umsatz von rund 36 Mrd €, ca. 5 % weniger als im Vorjahr.

Beim Ergebnis rechnen wir damit, dass sich die positive Entwicklung des 3. Quartals 2001/2002 zwar auch im 4. Quartal grundsätzlich fortsetzen wird; das Quartalsergebnis wird jedoch durch die bereits erwähnten saisonalen Effekte sowie durch einen einmaligen Ergebniseffekt aus Restrukturierungsaufwendungen im Segment Automotive von über 100 Mio € belastet. Das angestrebte bereinigte Ergebnis vor Steuern für 2001/2002 von 0,4 Mrd € erscheint dennoch realisierbar.

Darüber hinaus erwarten wir im Geschäftsjahr 2001/2002 Veräußerungsgewinne aus Desinvestitionen, die in den ersten neun Monaten 161 Mio € ausmachten. Im 4. Quartal wird zudem der Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der indirekten Beteiligung an der Ruhrgas ag von 191 Mio € anfallen.

Der Entfall der planmäßigen Firmenwertabschreibungen ist bereits berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag erfolgen jedoch außerplanmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte aus der erstmaligen Anwendung von sfas 142; sie werden das Volumen der bisherigen Firmenwertabschreibungen von mehr als 200 Mio € übersteigen.

Wir gehen davon aus, dass die Netto-Finanzverbindlichkeiten zum 30. September 2002 unter 6 Mrd € liegen werden. Einen wesentlichen Beitrag wird hierzu der im Juli 2002 eingegangene Verkaufserlös aus der Abgabe der Ruhrgas-Beteiligung in Höhe von 0,5 Mrd € leisten.

Anfang Juli 2002 wurde der Verkauf von 13,48 % der Geschäftsanteile der Bergemann GmbH, die mit 34,76 % an der Ruhrgas ag beteiligt ist, endgültig vollzogen und ist daher von den laufenden gerichtlichen Verfahren nicht betroffen. Der Verkaufspreis belief sich auf 486 Mio €, woraus ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 191 Mio € entstehen wird. ThyssenKrupp Technologies und Gildemeister haben Anfang Juli vereinbart, die Zusammenfassung ihrer Aktivitäten auf dem Gebiet der zerspanenden Werkzeugmaschinen zu prüfen. Eine Analyse der Aktivitäten nach Produkten, Kunden und Regionen zeigt, dass sich die Zerspanungsbereiche von ThyssenKrupp und Gildemeister gut ergänzen. Beide Seiten gehen davon aus, dass ThyssenKrupp durch die Transaktion größter Einzelaktionär von Gildemeister würde, ohne eine Beherrschung anzustreben. Für die Werften gibt es eine neue Weichenstellung, nachdem die ursprünglich geplante gegenseitige Kapitalverflechtung mit der Howaldtswerke-Deutsche Werft ag (hdw) nicht zu Stande gekommen ist. Inzwischen hat die One Equity Partners GmbH (oep) – dahinter steht die us-amerikanische Bank One – 75 % minus 1 Aktie von hdw übernommen und will bis Ende November 2002 auch den Rest erwerben. hdw soll als Universalwerft fortgeführt werden. oep hat sowohl Ferrostaal als auch ThyssenKrupp Technologies angeboten, jeweils 15 % der neuen hdw zu erwerben. ThyssenKrupp möchte dieses Angebot annehmen, vor allem im Hinblick auf die neuen Zusammenarbeitsverträge, die Ende März 2002 zwischen unseren Werften und hdw abgeschlossen wurden. Sie treten erst in Kraft, wenn der Beteiligungserwerb vollzogen wird.

Globale Ansicht " Entwicklungspotenzial
Programm ThyssenKrupp best – best-for-best
Ort Deutschland
Segmente Materials, Serv
Kompetenz Erkennung der Mitarbeiterpotenziale, Identifikation von
High Potentials, Führungskräfteentwicklung

20

Mit dem best-for-best Programm geben wir High Potentials die Chance, sich für die Übernahme erweiterter Führungsaufgaben zu qualifizieren. Dabei bekommen sie im Rahmen von ThyssenKrupp best die Möglichkeit, ein eigenes Projekt durchzuführen und so ihre unternehmerischen Fähigkeiten zu entwickeln. Begleitendes Fördertraining vermittelt ihnen die hierfür nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten. Außerdem steht ihnen mit ihrem Mentor ein erfahrener Führungs-Profi zur Seite, der hilft, auch größere Klippen sicher zu umschiffen. Alle Projekte haben eine hohe Relevanz für den Unternehmenserfolg, ihr erfolgreicher Abschluss hilft dabei, Marktpositionen auszubauen und zusätzliche Ergebnispotenziale zu erschließen. Auch die angehenden Führungskräfte profitieren: Unternehmerische Talente in den Unternehmen und Niederlassungen werden frühzeitig erkannt und systematisch gefördert. Für ThyssenKrupp eine wichtige Investition in die Zukunft, die sich schon bald auszahlen wird.

links: Dr. Frank Maassen, Mentor best-for-best, rechts: Ralph Tytko, Programmteilnehmer best-for-best

22 Zwischenabschluss

Bescheinigung des Wirtschaftsprüfers über die prüferische Durchsicht

An den Vorstand der ThyssenKrupp ag

Wir haben die beigefügte Konzernbilanz der ThyssenKrupp ag zum 30. Juni 2002 und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen für den Dreimonatszeitraum endend am 30. Juni 2002 und 2001 sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen und die Konzernkapitalflussrechnungen für den Neunmonatszeitraum, jeweils endend am 30. Juni 2002 und 2001 einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung dieses Konzernzwischenabschlusses nach den United States Generally Accepted Accounting Principles (us-gaap) liegt in der Verantwortung des Vorstands der ThyssenKrupp ag.

Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der vom amerikanischen Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten Grundsätze vorgenommen. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf eine analytische Beurteilung der enthaltenen Finanzinformationen und auf Befragungen der verantwortlichen Mitarbeiter. Ihr Umfang ist daher wesentlich geringer als eine Prüfung entsprechend der allgemein in den usa angewandten Prüfungsgrundsätze (us-gaas), deren Ziel ein Bestätigungsvermerk zu einem Konzernabschluss ist. Dementsprechend erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den United States Generally Accepted Accounting Principles (us-gaap) aufgestellt ist.

Düsseldorf, den 14. August 2002

kpmg Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Reinke Nunnenkamp

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

9 Monate
2000/2001 2001/2002 2000/2001 2001/2002
9.598 9.599 28.362 26.953
– 7.908 – 7.791 – 23.217 – 22.223
1.690 1.808 5.145 4.730
– 756 – 2.273 – 2.218
– 683 – 654 – 1.933 – 1.933
205 64 514 435
– 251 – 114 – 703 – 520
337 51 404 56
482 399 1.154 550
– 108 – 83 – 322 – 110
374 316 832 440
– 102 – 95 – 242 – 131
– 2 – 19 – 7 – 23
270 202 583 286
0 0 – 22 0
270 202 561 286
0,52 0,39 1,09 0,56
0,56
3. Quartal
0,64
3. Quartal
– 816
0,39
9 Monate
1,43

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum ungeprüften zusammengefassten Konzernzwischenabschluss und die Bescheinigung über die prüferische Durchsicht. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen, die nach Art und Umfang keine Abschlussprüfung darstellt.

Konzern-Bilanz

ThyssenKrupp ag

AKTIVA
in Mio € Anhang-Nr.
30.09.2001
30.06.2002
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.169 3.971
Sachanlagen 12.167 11.620
Finanzanlagen 1.482 1.292
Anlagevermögen 17.818 16.883
Vorräte 6.525 6.547
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.721 5.471
Übrige Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 1.637 1.772
Wertpapiere 24 22
Flüssige Mittel 1.234 843
Umlaufvermögen 15.141 14.655
Latente Steuern 1.445 1.390
Rechnungsabgrenzungsposten 245 242
Summe Aktiva 34.649 33.170

PASSIVA

in Mio €
Anhang-Nr.
30.09.2001 30.06.2002
Gezeichnetes Kapital 1.317 1.317
Kapitalrücklage 4.684 4.684
Gewinnrücklagen 2.577 2.554
Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen 208 – 32
Eigenkapital
5
8.786 8.523
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 363 325
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.908 6.791
Übrige Rückstellungen 3.136 2.977
Rückstellungen 10.044 9.768
Finanzverbindlichkeiten 7.665 7.156
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.248 2.872
Übrige Verbindlichkeiten 3.324 3.425
Verbindlichkeiten 14.237 13.453
Latente Steuern 1.161 1.030
Rechnungsabgrenzungsposten 58 71
Summe Passiva 34.649 33.170

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum ungeprüften zusammengefassten Konzernzwischenabschluss und die Bescheinigung über die prüferische Durchsicht. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen, die nach Art und Umfang keine Abschlussprüfung darstellt.

Konzern-Kapitalflussrechnung

ThyssenKrupp ag

in Mio € 9 Monate
2000/2001
9 Monate
2001/2002
Konzern-Jahresüberschuss
Anpassungen des Konzern-Jahresüberschusses für die Überleitung
561 286
zum Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit:
Gewinn/Verlust aus Anteilen anderer Gesellschafter 7 23
Abschreibungen Anlagevermögen 1.415 1.190
Ergebnisse aus at Equity bewerteten Unternehmen, soweit nicht
zahlungswirksam
– 43 5
Ergebnis aus Anlagenabgang – 423 – 186
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus
Konsolidierungskreisveränderungen:
– Vorräte – 573 – 25
– Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 120 251
– Übrige Aktiva, soweit nicht aus Investitions- oder Finanzierungstätigkeit – 130 – 248
– Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 40 – 63
– Übrige Rückstellungen – 156 – 73
– Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 81 – 379
– Übrige Passiva, soweit nicht aus Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 68 169
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 485 950
Investitionen Finanzanlagen – 112 – 167
Übernommene Flüssige Mittel aus dem Erwerb von
konsolidierten Gesellschaften
9 8
Investitionen Sachanlagen – 1.487 – 1.013
Investitionen Immaterielle Vermögensgegenstände – 75 – 48
Desinvestitionen Finanzanlagen 847 341
Abgegebene Flüssige Mittel aus dem Verkauf von
konsolidierten Gesellschaften
– 26 0
Desinvestitionen Sachanlagen 157 182
Desinvestitionen Immaterielle Vermögensgegenstände 2 4
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit – 685 – 693
Zunahme Anleihen 493 494
Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Kreditinstitute 70 – 860
Zunahme Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 260 151
Abnahme Akzeptverbindlichkeiten – 42 – 7
Abnahme Wertpapiere des Umlaufvermögens 24 3
Dividende der ThyssenKrupp AG aus dem Vorjahr – 386 – 309
Sonstige Finanzierungsvorgänge – 116 – 88
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 303 – 616
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Flüssigen Mittel 4 – 32
Zunahme/(Abnahme) der Flüssigen Mittel 107 – 391
Flüssige Mittel am Beginn der Berichtsperiode 963 1.234
Flüssige Mittel am Ende der Berichtsperiode 1.070 843

Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang zum ungeprüften zusammengefassten Konzernzwischenabschluss und die Bescheinigung über die prüferische Durchsicht. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen, die nach Art und Umfang keine Abschlussprüfung darstellt.

1 Grundlagen der Berichterstattung Der vorliegende ungeprüfte Konzernabschluss zum Zwischenbericht bildet die Geschäftstätigkeit der ThyssenKrupp ag und ihrer Tochtergesellschaften (des "Konzerns") ab. Die Abschlusserstellung erfolgt unter Beachtung der US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätze, der Generally Accepted Accounting Principles (us-gaap) für Zwischenberichterstattung. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß us-gaap für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende erforderlich sind.

Der vorliegende Konzernabschluss zum Zwischenbericht wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen, die nach Art und Umfang keine Abschlussprüfung darstellt. Er enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertragslage zum Zwischenbericht erforderlich sind. Die Ergebnisse der ersten neun Monate bis zum 30. Juni 2002 lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung künftiger Ergebnisse zu.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen des letzten Konzernabschlusses zum Geschäftsjahresende. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Finanzbericht unseres Geschäftsberichtes 2000/2001 veröffentlicht. Änderungen ergeben sich nur aus der erstmaligen Anwendung der Statements of Financial Accounting Standard (sfas) 141 "Business Combinations" und 142 "Goodwill and Other Intangible Assets".

Die Vergleichszahlen wurden an den Ausweis der Berichtsperiode angepasst.

Im Juli 2001 hat das amerikanische Financial Accounting Standards Board (fasb) das Statement fas 141 "Business Combinations" herausgegeben, das zu diesem Zeitpunkt im Konzern erstmalig angewendet wurde. Dementsprechend werden alle Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode bilanziert. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden entsprechend den in sfas 141 spezifizierten Kriterien getrennt vom Firmenwert bilanziert.

Der Konzern wendet sfas 142 "Goodwill and Other Intangible Assets" erstmalig mit Wirkung zum 01. Oktober 2001 an. Im Rahmen der Erstanwendung von sfas 142 hat der Konzern die Nutzungsdauern und die Restbuchwerte aller erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände überprüft und keine wesentlichen Anpassungen vorgenommen. Im Konzern existieren keine immateriellen Vermögensgegenstände mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer. Immaterielle Vermögensgegenstände mit begrenzter Nutzungsdauer werden planmäßig über die geschätzte Nutzungsdauer auf den Restwert abgeschrieben und entsprechend den Vorschriften von sfas 121 "Accounting for the Impairment of Long-Lived Assets and for Long-Lived Assets to Be Disposed Of" bezüglich der Erfordernis einer außerplanmäßigen Abschreibung überprüft.

Im Zusammenhang mit dem erstmaligen Firmenwert-Impairment-Test ("transitional goodwill impairment test") nach sfas 142 ist es erforderlich, eine Bewertung durchzuführen, um festzustellen, ob Anzeichen für eine außerplanmäßige Firmenwertabschreibung vorliegen. Zu diesem Zweck hat der Konzern seine Berichtseinheiten und die zugehörigen Buchwerte zum

Zeitpunkt der Erstanwendung (d.h. per 01. Oktober 2001) identifiziert, in dem die Vermögensgegenstände und Schulden, einschließlich der Firmenwerte und immateriellen Vermögensgegenstände, den vorhandenen Berichtseinheiten zugeordnet wurden. Danach wurden die Marktwerte aller Berichtseinheiten bestimmt und mit den jeweiligen Buchwerten verglichen. Sofern bei einer Berichtseinheit der Buchwert den Marktwert übersteigt, liegen Anzeichen für eine außerplanmäßige Firmenwertabschreibung vor und der Konzern muss die zweite Stufe des erstmaligen Firmenwert-Impairment-Testes durchführen. In dieser zweiten Stufe ist der Marktwert des Firmenwertes einer Berichtseinheit mit dem Buchwert des Firmenwertes zu vergleichen, wobei beide Werte zum Zeitpunkt der Erstanwendung per 01. Oktober 2001 zu bestimmen sind. Die Ermittlung des Marktwertes für einen Firmenwert erfolgt gemäß sfas 141 durch die Aufteilung des Marktwertes der Berichtseinheit in vergleichbarer Weise wie bei der Kaufpreisverteilung im Rahmen der Erwerbsmethode. Die nach der Verteilung verbleibende Restgröße entspricht dem Marktwert des Firmenwertes der Berichtseinheit. Die zweite Stufe wird bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres abgeschlossen sein. Daraus resultierende außerplanmäßige Firmenwertabschreibungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen auszuweisen.

Nach Abschluss der ersten Stufe des Firmenwert-Impairment-Testes existieren Anzeichen für einen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf bei den nachfolgend aufgeführten Berichtseinheiten:

  • " Segment Technologies: Business Units Zerspanung und Berco
  • " Segment Materials: Business Unit Materials Trading und
  • " Segment Serv: Business Unit Construction Services.

Bei den genannten Einheiten stehen Firmenwerte von insgesamt 0,5 Mrd € zu Buche. Wir gehen heute davon aus, dass sich nach Abschluss des Testes ein außerplanmäßiger Abschreibungsbedarf ergeben wird, der unter dem Gesamtbetrag der Firmenwert-Buchwerte liegt.

Im August 2001 hat das fasb das Statement fas 143 "Accounting for Asset Retirement Obligations" herausgegeben. Dieses Statement behandelt die Bilanzierungs- und Erläuterungspflichten von Verpflichtungen, die in Verbindung mit dem Abgang oder der Stilllegung von langlebigen Sachanlagen entstehen und der damit verbundenen Aufwendungen. sfas 143 verlangt, dass ein Unternehmen in der Periode, in der es eine rechtliche Verpflichtung in Verbindung mit dem Abgang oder der Stilllegung von langlebigen Sachanlagen eingeht, eine Rückstellung in Höhe des Marktwertes der Verpflichtung ausweist. Das Statement fordert außerdem, dass der Buchwert der Sachanlage um die als Verpflichtung abgegrenzten Aufwendungen erhöht wird; die Erhöhung des Buchwertes der Sachanlage ist über die verbleibende Restlaufzeit planmäßig abzuschreiben. Bei der Bewertung der Rückstellung müssen in jeder Periode die Effekte aus der Aufzinsung und aus Veränderungen der geschätzten künftigen Cash-Flows berücksichtigt werden. sfas 143 ist zwingend auf nach dem 15. Juni 2002 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung möglich ist.

Im Oktober 2001 hat das fasb das Statement fas 144 "Accounting for the Impairment or Disposal of Long-Lived Assets" herausgegeben, das die Bilanzierungs- und Erläuterungspflichten bei außerplanmäßiger Wertminderung ("impairment") und bei Abgang langlebiger

Vermögensgegenstände behandelt. sfas 144 ersetzt sowohl sfas 121 "Accounting for the Impairment of Long-Lived Assets and for Long-Lived Assets to Be Disposed Of" als auch die apb Opinion Nr. 30 "Reporting the Results of Operations - Reporting the Effects of Disposal of a Segment of a Business, and Extraordinary, Unusual and Infrequently Occuring Events and Transactions". sfas 144 behält jedoch viele der grundlegenden Vorschriften von sfas 121 bei. Ebenso übernimmt sfas 144 die Verpflichtung von Opinion Nr. 30 zur separaten Berichterstattung über nicht fortgeführte Aktivitäten ("discontinued operations"), wobei der Gegenstand der Berichterstattung auf Unternehmensteile ("component of an entity") ausgeweitet wird, die entweder im Rahmen eines Verkaufs, einer Stilllegung oder einer Auf- oder Abspaltung abgegangen sind oder für die eine Veräußerungsabsicht besteht. sfas 144 ist zwingend auf nach dem 15. Dezember 2001 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung möglich ist.

ThyssenKrupp hat derzeit noch nicht ermittelt, welche Auswirkungen diese neuen Vorschriften auf den Konzernabschluss haben werden.

Im Juni 2002 hat das fasb das Statement fas 146 "Accounting for Costs Associated with Exit or Disposal Activities" herausgegeben. sfas 146 ersetzt die bisherigen Rechnungslegungsvorschriften von eitf Issue No. 94-3, "Liability Recognition for Certain Employee Termination Benefits and Other Costs to Exit an Activity (including Certain Costs Incurred in a Restructuring)" und verlangt, dass die mit der Aufgabe von Geschäftsaktivitäten verbundenen Kosten erst dann bilanziell berücksichtigt werden, wenn die Verbindlichkeiten tatsächlich entstanden sind, und nicht schon, wenn der Plan zur Betriebsaufgabe gefasst wird. Zu den Kosten der Betriebsaufgabe, die durch den Standard reguliert werden, gehören u.a. Kosten zur Ablösung bestehender Mietverhältnisse sowie bestimmte Abfindungszahlungen, die im Zusammenhang mit Restrukturierungen, nicht fortgeführten Aktivitäten, Betriebsstättenschließungen oder vergleichbaren Vorgängen stehen. Die Vorschriften von sfas 146 sind auf alle Aufgabeaktivitäten anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2002 stattfinden. Zwar ist davon auszugehen, dass die Anwendung von sfas 146 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss haben wird, doch ist mit zeitlichen Verschiebungen bei Ansatz und Bewertung von Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Aufgabe von Aktivitäten stehen, zu rechnen.

Die in den 9 Monaten 2000/2001 ausgewiesenen Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen resultieren im Wesentlichen aus der konzernweiten Erstanwendung von sab Nr. 101 "Revenue Recognition in Financial Statements".

2 Erwerbe und Veräußerungen

Im 3. Quartal 2001/2002 wurden insgesamt 23 Mio € für Akquisitionen ausgegeben und 88 Mio € aus Desinvestitionen erzielt. Es handelt sich im Wesentlichen um folgende Erwerbe bzw. Veräußerungen:

" Erwerb der Xuzhou Rothe Erde Slewing Bearing Co. Ltd. in China im Segment Technologies, die zum 01. Mai 2002 konsolidiert wurde. Die vorläufige Kaufpreisaufteilung führte zu einem Firmenwert in Höhe von 1 Mio €. Auf die Angabe von Pro-forma-Werten für Umsatzerlöse und Ergebnis wurde in Folge Unwesentlichkeit verzichtet.

  • " Erwerb der DG Immobilien Facility Management GmbH im Segment Serv zu einem Kaufpreis von 11 Mio € mit Konsolidierung ab 01. Juli 2002.
  • " Verkauf und Entkonsolidierung der Krupp Berco Bautechnik GmbH im Segment Technologies zum 31. Mai 2002. Der vorläufige Verkaufspreis belief sich auf 54 Mio €, woraus ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 35 Mio € resultiert.
  • " Verkauf verschiedener nicht zum Automobilgeschäft gehöriger Guss-Aktivitäten im Segment Automotive im 3. Quartal. Dies führte zu einem Gewinn vor Steuern in Höhe von 11 Mio €.

Da per 30. Juni 2002 für die zweite, dritte und vierte Tranche des Incentiveplans die Performance-Hürden als Voraussetzung für eine Vergütung der Wertzuwachsrechte erfüllt sind, enthält das Ergebnis des 3. Quartals 2001/2002 Aufwendungen in Höhe von 1 Mio €.

Die nachfolgend dargestellte Information leitet das veröffentlichte Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter sowie den veröffentlichten Konzern-Jahresüberschuss in die entsprechend angepassten Ergebnisse über, die jeweils vor Firmenwertabschreibung sind.

3. Quartal 3. Quartal 9 Monate 9 Monate
Anhang-Nr. 2000/2001 2001/2002 2000/2001 2001/2002
Gesamtbetrag in Mio €:
Veröffentlichtes Ergebnis vor Steuern und Anteilen
anderer Gesellschafter 374 316 832 440
Rücknahme: Firmenwertabschreibungen* 61 0 176 0
Angepasstes Ergebnis vor Steuern und Anteilen
anderer Gesellschafter
8 435 316 1.008 440
Gesamtbetrag in Mio €:
Veröffentlichter Konzern-Jahresüberschuss
270 202 561 286
Rücknahme: Firmenwertabschreibungen* 61 0 176 0
Angepasster Konzern-Jahresüberschuss 331 202 737 286
Ergebnis je Aktie in €:
Veröffentlichter Konzern-Jahresüberschuss 0,52 0,39 1,09 0,56
Firmenwertabschreibungen* 0,12 0,00 0,34 0,00
Angepasster Konzern-Jahresüberschuss 0,64 0,39 1,43 0,56
* einschließlich Firmenwerte auf at Equity bewertete Beteiligungen

3 Aufwand aus dem Long Term Management Incentiveplan

4 Firmenwerte – Erstanwendung von sfas 142

Das Eigenkapital entwickelte sich folgendermaßen in den neun Monaten bis zum 30. Juni 2002:

in Mio €
Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung
Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklagen
Unterschieds-
betrag aus der
Währungs-
umrechnung
Unrealisierte
Ergebnisse
aus Markt-
bewertung
Wertpapiere
Unterschieds-
betrag aus
der Pensions-
bewertung
Unrealisierte
Ergebnisse aus
derivativen
Finanz-
instrumenten
Eigenkapital
gesamt
Stand am 30.09.2001 1.317 4.684 2.577 255 31 – 48 – 30 8.786
Konzern-Jahresüberschuss 286 286
Erfolgsneutrale Eigenkapital
veränderung
(Other Comprehensive Income)
– 220 – 30 1 9 – 240
Gesamte Eigenkapital
veränderung
(Comprehensive Income,
gesamt)
46
Dividendenzahlung – 309 – 309
Stand am 30.06.2002 1.317 4.684 2.554 35 1 – 47 – 21 8.523

Von der gesamten Eigenkapitalveränderung (Comprehensive Income, gesamt) des aktuellen Berichtszeitraums entfallen –184 Mio € auf das 3. Quartal 2001/2002. Für den Vorjahresberichtszeitraum vom 30. September 2000 bis 30. Juni 2001 beträgt die gesamte Eigenkapitalveränderung (Comprehensive Income, gesamt) 557 Mio €; davon betreffen 311 Mio € das 3. Quartal 2000/2001.

In der gesamten Eigenkapitalveränderung (Comprehensive Income, gesamt) für die ersten neun Monate von 2000/2001 ist die Firmenwertabschreibung in Höhe von 176 Mio € enthalten, von der 61 Mio € das 3. Quartal betreffen.

6 Sonstige Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

Gegenüber den im Anhang unseres Konzernabschlusses zum 30. September 2001 gemachten Ausführungen wurde das für die 1. Erweiterungsstufe des Edelstahlkaltbandwalzwerkes in Shanghai ausgewiesene Bestellobligo durch Abwicklung von 246 Mio € auf 20 Mio € reduziert. Die Haftungen aus Wechseln, Bürgschaften und sonstigen Gewährleistungen sind im Zuge der normalen Geschäftstätigkeit gegenüber dem 30. September 2001 um 305 Mio € auf 412 Mio € reduziert worden.

ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zu Rückerstattungen von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadenersatz führen können. Aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Kunden und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlaufe des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen oder sind verjährt. Eine Reihe von Verfahren ist noch anhängig.

Darüber hinaus sind bei den sonstigen Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.

7 Derivative

Finanzinstrumente

Die Buch- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

in Mio €
Buchwert
30.09.2001
Marktwert
30.09.2001
Buchwert
30.06.2002
Marktwert
30.06.2002
Aktiva
Währungsderivate incl. eingebettete Derivate 87 87 175 175
Zinsderivate 0 0 0 0
Warenderivate 0 0 7 7
Passiva
Währungsderivate incl. eingebettete Derivate 84 84 114 114
Zinsderivate 61 61 48 48
Warenderivate 6 6 3 3
Insgesamt 238 238 347 347

Zum 01. Oktober 2001 wurde die Segmentzuordnung einiger Konzerngesellschaften reorganisiert. Die Werte der Vorjahresperioden sind entsprechend angepasst. Die detaillierten Segmentinformationen werden auf der nachfolgenden Doppelseite dargestellt.

8 Segmentberichterstattung

Segmentinformationen

Steel Automotive Elevator
3. Quartal 2000/2001
Außenumsätze 2.681 1.607 882
Konzerninterne Umsätze 432 11 11
Umsatzerlöse gesamt 3.113 1.618 893
Ergebnis vor Firmenwertabschreibungen,
Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter
346 48 78
Firmenwertabschreibungen 13 6 13
Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter 333 42 65
3. Quartal 2001/2002
Außenumsätze 2.686 1.678 877
Konzerninterne Umsätze 409 4 2
Umsatzerlöse gesamt 3.095 1.682 879
Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter 121 77 86
9 Monate 2000/2001
Außenumsätze 8.300 4.615 2.493
Konzerninterne Umsätze 1.264 13 15
Umsatzerlöse gesamt 9.564 4.628 2.508
Ergebnis vor Firmenwertabschreibungen,
Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter
640 118 181
Firmenwertabschreibungen 42 18 38
Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter 598 100 143
9 Monate 2001/2002
Außenumsätze 7.440 4.734 2.589
Konzerninterne Umsätze 1.206 26 4
Umsatzerlöse gesamt 8.646 4.760 2.593
Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter 56 144 224

Zwischenabschluss 33

Konzern Konsolidierung Corporate Real Estate Serv Materials Technologies
9.598 0 81 68 555 2.275 1.449
0 – 745 9 9 78 173 22
9.598 – 745 90 77 633 2.448 1.471
435 – 9 – 58 8 6 – 24 40
61 0 7 0 5 4 13
374 – 9 – 65 8 1 – 28 27
9.599 0 8 71 539 2.289 1.451
0 – 597 0 5 82 88 7
9.599 – 597 8 76 621 2.377 1.458
316 – 1 – 103 17 6 35 78
28.362 0 253 204 1.563 6.831 4.103
0 – 2.144 26 22 238 535 31
28.362 – 2.144 279 226 1.801 7.366 4.134
1.008 – 4 – 120 42 – 2 9 144
176 0 14 0 14 12 38
832 – 4 – 134 42 – 16 – 3 106
26.953 0 38 229 1.570 6.270 4.083
0 – 1.770 1 14 237 255 27
26.953 – 1.770 39 243 1.807 6.525 4.110
440 3 – 193 64 35 40 67

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

3. Quartal 2000/2001 3. Quartal 2001/2002
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Zähler:
Ergebnis vor Änderungen von Bilanzierungs
grundsätzen (nach Steuern)
270 0,52 202 0,39
Ergebnis aus Änderungen von Bilanzierungs
grundsätzen (nach Steuern)
0 0,00 0 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 270 0,52 202 0,39
Nenner:
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück): 514.489.044 514.489.044
9 Monate 2000/2001 9 Monate 2001/2002
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis je
Aktie in €
583 1,13 286 0,56
– 22 – 0,04 0 0,00
561 1,09 286 0,56
514.489.044 514.489.044

Die Ermittlung des gewichteten Durchschnitts der Aktien enthält auch 22.560 eigene Aktien zur Abfindung der außenstehenden Aktionäre der ehemaligen Thyssen Industrie ag, die ihren Umtauschanspruch bislang noch nicht geltend gemacht haben, aber weiterhin dividendenberechtigt sind. Der Einbezug der eigenen Aktien beeinflusst das Ergebnis je Aktie nur unwesentlich.

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

Anfang Juli 2002 wurde der Verkauf von 13,48 % der Geschäftsanteile der Bergemann GmbH, die mit 34,76 % an der Ruhrgas ag beteiligt ist, endgültig vollzogen und ist daher von den laufenden gerichtlichen Verfahren nicht betroffen. Der Verkaufspreis belief sich auf 486 Mio €, woraus ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 191 Mio € entstehen wird.

Im Juli 2002 wurde das umfangreiche Umstrukturierungsprogramm bei Automotive für die amerikanischen Aktivitäten sowie für den Bereich Federn beschlossen. Die hieraus resultierenden Aufwendungen werden mit über 100 Mio € das Ergebnis 2001/2002 belasten.

Im Juli 2002 hat die ThyssenKrupp ag ein Euro 3 Mrd Debt Issuance-Programm errichtet. Gleichzeitig wurde das bestehende dem 1 Mrd Commercial Paper-Programm durch ein Euro 1,5 Mrd Euro Commercial Paper-Programm ersetzt. Als mögliche Emittenten unter den beiden Programmen werden die ThyssenKrupp ag und die ThyssenKrupp Finance Nederland B. V. unter Garantie der ThyssenKrupp ag agieren. Beide Finanzierungsprogramme sind mit den entsprechenden Ratings der ThyssenKrupp ag (Baa1 neg. Outlook; P-2 / BBB stable Outlook; A-2) versehen. Sie erleichtern ThyssenKrupp die zukünftige regelmäßige und flexible Mittelaufnahme an den Fremdkapitalmärkten.

10 Besondere Ereignisse nach dem Stichtag

Kontakt

ThyssenKrupp ag

August-Thyssen-Str. 1 40211 Düsseldorf Postfach 10 10 10 40001 Düsseldorf Telefon (0211) 824-0 Fax (0211) 824-36000 E-Mail [email protected]

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

  • " Zentralbereich Kommunikation und Vorstandsbüro Telefon (0211) 824-36007 Telefax (0211) 824-36041 E-Mail [email protected]
  • " Zentralbereich Investor Relations E-Mail [email protected]

Analysten und institutionelle Investoren Telefon (0211) 824-36464 Telefax (0211) 824-36467

Privatanleger Infoline 01802 252 252 (0,06 € pro Gespräch) Telefax (0211) 824-38512

Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor; beide Fassungen stehen auch im Internet unter http://www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Weitere Exemplare des Berichts sowie zusätzliches Informationsmaterial über den ThyssenKrupp Konzern schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne kostenlos zu.

Telefon (0211) 824-38382 und (0211) 824-38371 Telefax (0211) 824-38512 E-Mail [email protected]

TK 155 d 1.10.08.02 DP

Termine 2002/2003

05. Dezember 2002 erster Überblick über das Geschäftsjahr 2001/2002
20. Dezember 2002 Bilanzpressekonferenz/Conference Call mit Analysten
08. Januar 2003 Analystentreffen
14. Februar 2003 Zwischenbericht 1. Quartal 2002/2003 (Oktober bis Dezember)
21. Februar 2003 ordentliche Hauptversammlung
24. Februar 2003 Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2001/2002
15. Mai 2003 Zwischenbericht 2. Quartal 2002/2003 (Januar bis März)
16. Mai 2003 Analystentreffen
14. August 2003 Zwischenbericht 3. Quartal 2002/2003 (April bis Juni)

TKag August-Thyssen-Straße 1 40211 Düsseldorf www.thyssenkrupp.com

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