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thyssenkrupp AG — Annual Report 2013
Jan 16, 2014
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Annual Report
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Publication ThyssenKrupp AG Duisburg und Essen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012/2013 vom 01. Oktober 2012 bis 30. September 2013 Konzernlagebericht - mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst - PROFIL UND STRATEGIE Wir arbeiten an der Zukunft Bei ThyssenKrupp gehen über 150.000 Mitarbeiter in rund 80 Ländern neue Wege. Wir entwickeln innovative Produkte, anspruchsvolle Werkstofflösungen sowie intelligente industrielle Verfahren und Dienstleistungen für nachhaltige Infrastruktur und Ressourceneffizienz. Unsere Ingenieurkunst und unser vielseitiges Technologie-Know-how verbinden wir mit traditionell hoher Werkstoffkompetenz. So schaffen wir weltweit Mehrwert für unsere Kunden und können die vielfältigen Chancen in den Märkten von morgen erfolgreich nutzen. Kompetenz und Vielfalt, globale Vernetzung und Tradition prägen ThyssenKrupp. Unternehmerisches, mutiges und leistungsorientiertes Handeln führen uns zu unserem Ziel: die Besten zu sein. LEISTUNGSPROFIL UND ORGANISATION Leistungsprofil ThyssenKrupp ist ein diversifizierter Industriekonzern. Innovationen und technischer Fortschritt sind für uns Schlüsselfaktoren, um das globale Wachstum und den Einsatz begrenzter Ressourcen nachhaltig zu gestalten. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln unsere Ingenieure in den Anwendungsfeldern „Mechanik“, „Anlagenbau“ und „Werkstoffe“ nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft. Mit unserer Ingenieurkunst ermöglichen wir unseren Kunden, Vorteile im weltweiten Wettbewerb zu erzielen sowie innovative Produkte wirtschaftlich und ressourcenschonend herzustellen. In unserem Anwendungsfeld „Mechanik“ entwickeln und fertigen wir hochwertige Komponenten für die Automobilindustrie sowie die Maschinenbau-, Energie- und Baubranche. Außerdem produzieren wir innovative Technologiegüter, wie z.B. moderne Aufzugsysteme. Das Anwendungsfeld „Anlagenbau“ reicht von Engineering, Planung und Bau kompletter Industriekomplexe über ein globales Service-Netzwerk bis zu moderner Marinetechnik. Unsere Leistungen bei „Werkstoffen“ umfassen kundenspezifische Werkstofflösungen, effiziente Werkstoffherstellung und -verarbeitung sowie Material-Dienstleistungen. Organisations- und Führungsstruktur Zum 01. Januar 2013 wurden die Business Areas Plant Technology und Marine Systems zu einer neuen Business Area Industrial Solutions zusammengelegt. Am 29. November 2013 wurde ein Vertrag über den Verkauf des US-amerikanischen Walz- und Beschichtungswerks in Calvert/Alabama (ThyssenKrupp Steel USA) an ein Konsortium aus ArcelorMittal und Nippon Steel & Sumitomo Metal Corporation unterzeichnet. Die Vereinbarung beinhaltet auch den Abschluss eines langfristigen Brammenliefervertrags für das brasilianische Stahlwerk (ThyssenKrupp CSA). Daraus folgend wurde die Business Area Steel Americas insgesamt zum Ende des Berichtsjahres aus dem Status der nicht fortgeführten Aktivität bzw. Discontinued Operation im Sinne der IFRS wieder als fortgeführte Aktivität eingegliedert; innerhalb der Business Area Steel Americas bildet ThyssenKrupp Steel USA eine Veräußerungsgruppe bzw. Disposal Group. Unsere fortgeführten Aktivitäten sind damit in sechs Business Areas gebündelt: Components Technology, Elevator Technology, Industrial Solutions, Materials Services, Steel Europe und Steel Americas. Die Business Areas untergliedern sich in Operating Units und Konzernunternehmen, die selbstständig am Markt agieren. Insgesamt bilden rund 630 Unternehmen und Beteiligungen in 77 Ländern den ThyssenKrupp Konzern. Die Business Area Stainless Global (Inoxum) gilt seit dem 30. September 2011 als nicht fortgeführte Aktivität; der Zusammenschluss mit dem finnischen Unternehmen Outokumpu wurde am 28. Dezember 2012 abgeschlossen. Die strategische Führung des Konzerns obliegt der ThyssenKrupp AG als Corporate Headquarter. Sie wurde 1999 als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht gegründet und hat einen Doppelsitz in Essen und Duisburg. In Essen befindet sich mit dem ThyssenKrupp Quartier die Konzernzentrale. Der Vorstand der ThyssenKrupp AG legt die Strategie für die Konzernentwicklung fest und steuert die Business Areas, die Zentralfunktionen und die Regionen. Die erfolgreiche Weiterentwicklung des Konzerns setzt auf eine noch stärkere, weltweite Vernetzung und Zusammenarbeit. Daher agiert ThyssenKrupp in einer Netzwerkorganisation aus operativen Geschäften, Konzernfunktionen und Regionen. Innerhalb dieser Organisation wurden Rollen, Prozesse und Berichtslinien neu definiert und die Verwaltung wurde an die neue Führungsstruktur angepasst. Seit dem 01. Oktober 2013 arbeiten das Corporate Headquarter und die Führungen der Business Areas bereits in der neuen Struktur. Die Organisation des Gesamtkonzerns wird schrittweise an das neue Organisationskonzept angepasst. STRATEGISCHE WEITERENTWICKLUNG DES KONZERNS Die demografische Entwicklung, die Globalisierung der Warenströme und das rasante Wachstum der Megastädte führen dazu, dass die weltweite Nachfrage kontinuierlich steigt. Die Welt braucht damit immer „mehr“ Konsum- und Investitionsgüter, Infrastruktur, Energie und Rohstoffe. Dieser wachsenden Nachfrage steht jedoch die Endlichkeit natürlicher Ressourcen gegenüber. Gleichzeitig ist der Klimawandel längst Realität und auch politische Rahmenbedingungen erfordern „bessere“ Lösungen. Die Welt hat nicht nur Bedarf nach „mehr“, sondern vor allem nach „besser“: Wir müssen Ressourcen effizienter nutzen, Konsum- und Industriegüter umweltschonender produzieren sowie eine nachhaltigere Infrastruktur aufbauen. ThyssenKrupp bietet mit seiner Ingenieurkunst die Lösungen für diese Herausforderungen und erfüllt bereits heute mit seinen Technologien, Werkstoffen, industriellen Verfahren und Dienstleistungen auf zahlreichen Gebieten die Anforderungen nach „mehr“ bei gleichzeitigem „besser“ – in den Industrieländern wie auch in den aufstrebenden Märkten. So schaffen wir für unsere Kunden Mehrwert und damit für uns klare Wettbewerbsvorteile. Um den Konzern konsequent auf diese Wachstumstrends auszurichten, haben wir im Mai 2011 das Programm der Strategischen Weiterentwicklung angestoßen. Kontinuierliche Portfolio-Optimierung, Veränderungen in Unternehmenskultur, -führung und -organisation sowie stärkere Leistungsorientierung bilden die Säulen des ganzheitlichen Konzepts. Damit stärken wir unsere finanzielle Basis und gewinnen die Freiräume, um unsere Aktivitäten gezielt auf wachstumsträchtige Märkte und Geschäfte auszurichten. Bei der Umsetzung der Strategischen Weiterentwicklung hat ThyssenKrupp im Berichtsjahr wesentliche Fortschritte erzielt. Portfolio weiter optimiert Die konsequente Umsetzung der im Mai 2011 angekündigten Portfoliomaßnahmen und weiterer Desinvestitionsprojekte trägt dazu bei, die Zukunftsfähigkeit des Konzerns nachhaltig zu sichern: Der Anteil der hoch volatilen, kapitalintensiven Werkstoff-Geschäfte wird zu Gunsten der renditestärkeren und weniger kapitalintensiven Industriegüter-Geschäfte deutlich gesenkt. Zum Ende des Berichtsjahres betrug der Anteil der stahlproduzierenden Geschäfte am Umsatz der Business Areas unter 30 % und der Anteil des Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäfts lag bei gut 70 %. Grundlage für unsere Portfolio-Entscheidungen sind die Kenngrößen Ergebnis, Cash-Flow und Wertbeitrag im Wettbewerbsvergleich. Im Geschäftsjahr 2012/2013 haben wir die im Mai 2011 beschlossenen Programme zur Portfolio-Optimierung abgeschlossen und den Konzern bereits erheblich verändert und damit zukunftsfähiger gemacht: • Der Zusammenschluss von Inoxum, der ehemaligen Business Area Stainless Global, und dem finnischen Edelstahlhersteller Outokumpu wurde am 28. Dezember 2012 vollzogen. Durch die Transaktion hat ThyssenKrupp 1 Mrd € in bar erhalten und externe Finanzschulden von Inoxum an Outokumpu abgegeben. Das hat unmittelbar zu einer Reduzierung der Netto-Finanzschulden des Konzerns geführt. Outokumpu hat außerdem die Pensionsverpflichtungen von Inoxum übernommen. ThyssenKrupp erhielt zudem einen Anteil von 29,9 % am neuen Unternehmen sowie eine Finanzforderung gegen Outokumpu. Die europäischen Fusionskontrollbehörden hatten den Zusammenschluss nur mit der Auflage der Veräußerung des Edelstahlwerks von AST in Terni und einiger europäischer Service-Center und Vertriebstochterunternehmen genehmigt. Auf Grund des Veräußerungsdrucks und vor dem Hintergrund der schwierigen Marktsituation im Edelstahlbereich gestaltet sich der Verkauf zu einem angemessenen Wert aktuell schwierig. Im Zuge der notwendigen Refinanzierungsmaßnahmen von Outokumpu hat ThyssenKrupp daher am 29. November 2013 einen Vertrag mit Outokumpu zur Übertragung von jeweils 100 % der Anteile von VDM und AST sowie weiterer kleinerer Aktivitäten im Bereich Edelstahl-Service-Center an ThyssenKrupp unterzeichnet. Als Gegenleistung wird die im Rahmen der Inoxum-Transaktion entstandene Finanzforderung von ThyssenKrupp an Outokumpu übertragen. Mit diesem Transfer soll Outokumpu ermöglicht werden, die Verkaufsauflage der EU-Kommission in der laufenden Frist auf werterhaltende Weise zu erfüllen. Gleichzeitig nehmen wir unsere Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern ernst, indem wir Outokumpu die Chance zu einer tragfähigen Finanzierung und so eine Perspektive für die Zukunft des Unternehmens bieten. Zur Erfüllung der Vorgaben der EU-Kommission wird sich ThyssenKrupp von seinem 29,9%-Anteil an Outokumpu vollständig trennen und alle weiteren finanziellen Verbindungen zur Outokumpu-Gruppe beenden. Damit entfällt auch die aus dem Verkauf von Inoxum an Outokumpu resultierende Verpflichtung zum Ausgleich gegebenenfalls eintretender negativer finanzieller Konsequenzen für Outokumpu aus den fusionskontrollrechtlichen Auflagen in Höhe von bis zu 200 Mio €. ThyssenKrupp schafft mit dem Transfer und der Aufgabe der Anteile die Voraussetzung zur Refinanzierung von Outokumpu, inklusive einer Kapitalerhöhung. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden und der Mitwirkung und Zustimmung von Aktionären, Banken und Gläubigern zum Gesamtkonzept für eine tragfähige Refinanzierung von Outokumpu. Siehe auch Kapitel „Chancen und Risiken“ und unter Anhang-Nr. 36. • Die Business Area Steel Europe hat den Verkauf von ThyssenKrupp Tailored Blanks an den traditionsreichen chinesischen Stahlproduzenten Wuhan Iron and Steel Corporation (WISCO) erfolgreich abgeschlossen. Nach der Zustimmung der zuständigen Regulierungsbehörden ist das Haupt-Closing am 31. Juli 2013 erfolgt. Das Closing für zwei chinesische Tochtergesellschaften wird nach Zustimmung der lokalen Regulierungsbehörden in Changchun folgen. Zusätzliche Desinvestitionsprojekte: • In der Business Area Components Technology haben wir bei der Berco-Gruppe gute Fortschritte in der Restrukturierung erzielt. Parallel dazu laufen Gespräche mit verschiedenen potenziellen Erwerbern über den Verkauf der Gruppe. Berco ist ein führender und weltweit tätiger Anbieter von Unterbaufahrgestellen für die Baumaschinenbranche, die im Wesentlichen auf Schmiedeteilen basieren, und bietet sowohl Herstellern als auch Zulieferern ein breites Spektrum von Teilen und Services an. • Die Business Area Materials Services hat im Januar 2013 sämtliche Geschäftsanteile der ThyssenKrupp Services Ltd., Großbritannien, an die Voith Industrial Services Holding Ltd. verkauft. ThyssenKrupp Services Ltd. war in Europa das einzige noch verbliebene Unternehmen für technische Dienstleistungen innerhalb der Operating Unit Industrial Services. Des Weiteren haben wir die im Rahmen des Verkaufs von Safway 2009/2010 erworbene Rückbeteiligung von 10,6 % verkauft. Der im Mai 2013 eingeleitete Verkaufsprozess für den Geschäftsbereich Railway/Construction verläuft planmäßig. Dieser Geschäftsbereich umfasst die ThyssenKrupp Bautechnik-Gruppe, die ThyssenKrupp Bauservice GmbH und die ThyssenKrupp GfT Gleistechnik-Gruppe. • Die Business Area Steel Europe befindet sich derzeit in den Vorbereitungen zum Verkauf der kornorientierten Elektrobandfertigung mit den Werken in Gelsenkirchen und Isbergues, Frankreich, sowie der Elektrobandaktivitäten in Nashik, Indien. Steel Americas Im Mai 2012 hatten wir bekanntgegeben, dass wir für die beiden Werke der Business Area Steel Americas in Brasilien und den USA strategische Optionen prüfen. Hintergrund dieser Entscheidung war, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Brasilien und den USA seit der Entwicklung des integrierten Konzepts mit dem Stahlwerk in Brasilien und dem Walz- und Beschichtungswerk in den USA nachhaltig negativ verändert hatten. Im September 2012 haben wir deshalb einen Bieterprozess für die Business Area gestartet und diese folglich als nicht fortgeführte Aktivität im Sinne der IFRS geführt. Am 29. November 2013 haben wir mit einem Konsortium aus ArcelorMittal und Nippon Steel & Sumitomo Metal Corporation (das Konsortium) einen Vertrag über den Verkauf des Walz- und Beschichtungswerks ThyssenKrupp Steel USA in Calvert/Alabama unterzeichnet. Mit dem Vollzug der Transaktion erhält ThyssenKrupp für das Werk in Alabama einen Kaufpreis von 1,55 Mrd US-Dollar und einen werthaltigen Brammenliefervertrag. Damit konnte auch eine tragfähige Lösung für das Stahlwerk ThyssenKrupp CSA in Brasilien erzielt werden. Es wurde vertraglich vereinbart, dass das Konsortium bis 2019 jährlich 2 Mio Tonnen Brammen aus der Produktion von ThyssenKrupp CSA bezieht. Diese langfristige Brammenabnahme für ThyssenKrupp CSA ist ein erster wesentlicher Schritt für die Entkoppelung der beiden Werke und ermöglicht ThyssenKrupp zudem, die mit Vale vereinbarte Verpflichtung zu erfüllen, Brammen von ThyssenKrupp CSA abzunehmen. Damit kann der Konzern Risiken aus dem ursprünglich angestrebten währungsraumübergreifenden Verbundmodell sowie Preisrisiken im Rahmen des Markteintritts in den USA reduzieren. Das Wirksamwerden (Closing) der Vereinbarungen steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden. ThyssenKrupp schafft mit dem Verkauf und dem Brammenliefervertrag wichtige Voraussetzungen, künftig sein Cash-Flow-Profil und wesentliche Finanzkennzahlen weiter zu verbessern. Wir sind zuversichtlich, die schon im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten operativen Verbesserungen bei Steel Americas auf Basis der vereinbarten Transaktion in den Folgejahren beschleunigt fortsetzen und die Marktchancen aus den geänderten Rahmenbedingungen besser nutzen zu können. Dazu werden neben unseren Initiativen zur Effizienzsteigerung auch die Maßnahmen zur weiteren Optimierung der technischen Leistungsfähigkeit beitragen. Darüber hinaus wird sich eine höhere Auslastung unseres brasilianischen Stahlwerks durch den Brammenliefervertrag und eine stärkere Durchdringung der Brammenmärkte in Süd- und Nordamerika positiv auswirken. Weitere positive Einflüsse erwarten wir aus den durch zunehmende Brammenlieferungen in den brasilianischen Markt reduzierten Wechselkursrisiken sowie aus der Nutzung von Vorsteuerguthaben. Gleichzeitig sollte ein schwächerer brasilianischer Real die Wettbewerbsfähigkeit und Geschäftsentwicklung von ThyssenKrupp CSA begünstigen. Vor dem Hintergrund des Teilverkaufs der Business Area mit Verbleib des brasilianischen Stahlwerks im Konzern wurde die Business Area Steel Americas zum Ende des Berichtsjahres aus dem Status der nicht fortgeführten Aktivität im Sinne der IFRS wieder als fortgeführte Aktivität eingegliedert; innerhalb von Steel Americas bildet ThyssenKrupp Steel USA eine Veräußerungsgruppe bzw. Disposal Group. Weitere Details finden Sie im Anhang unter Nr. 03. Strategische Weiterentwicklung durch Kulturwandel und Leistungsorientierung weiter vorangetrieben Neben der kontinuierlichen Portfolio-Optimierung sind der Kulturwandel und die Leistungsorientierung wesentliche Säulen unserer Strategischen Weiterentwicklung. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Unternehmenskultur und die Art der Zusammenarbeit zu verändern und die operative Leistungsfähigkeit des Konzerns deutlich zu verbessern. Dabei liegt der Fokus auf operativer Exzellenz und Cash-Generierung, in jedem Geschäftsbereich und in jeder operativen Einheit. Die Pfeiler der neuen Unternehmenskultur sind: konzernweite Kooperation, stärkere Kunden- und Leistungsorientierung, klar definierte Prozesse sowie mehr Transparenz, Offenheit, Ehrlichkeit und gegenseitige Wertschätzung. Den Rahmen hierfür bildet unser Leitbild. Als eine Art „Unternehmensverfassung“ schafft es ein gemeinsames Dach für alle Mitarbeiter, und zwar in operativen Geschäften, Konzernfunktionen und Regionen. Zudem haben in Change Workshops 1.500 Führungskräfte ein gemeinsames Verständnis von Zusammenarbeit und Führung erarbeitet. Darüber hinaus sind erstmals unsere wichtigen Grundregeln und Prinzipien in einem „Code of Conduct“ zusammengeführt worden, der Ansprüche an uns selbst sowie ein Versprechen gegenüber unseren Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit formuliert. ACT schafft neue Konzernführungsstruktur mit wettbewerbsfähigen Kosten Mit der Konzerninitiative ACT („Achieve Change @ ThyssenKrupp“) optimiert ThyssenKrupp die Führungs- und Geschäftsorganisation und die zugehörigen Prozesse. Damit unterstützt ACT den Kulturwandel und die Leistungsorientierung. Denn Ziel ist es, das Führungsverständnis und die Unternehmenskultur entscheidend in Richtung Kooperation und Vernetzung zu verändern sowie die Leistungsfähigkeit und Effizienz und somit die Profitabilität im gesamten Konzern zu steigern. Die Aufgabenverteilung und Struktur des dreiköpfigen Vorstands wurden gestrafft und auf eine funktionale Führung der operativen Geschäfte hin ausgelegt: Die Vorstände der Business Areas berichten entsprechend ihrer Funktion direkt an den Vorstandsvorsitzenden, den Finanzvorstand oder den Personalvorstand der ThyssenKrupp AG. Das ermöglicht eine direktere Zusammenarbeit zwischen den operativ tätigen Gesellschaften und der Konzernführung sowie einen effizienteren Informationsfluss. Die Konzernfunktionen und Konzerndienstleistungseinheiten wurden von 26 auf 17 deutlich reduziert sowie neu geordnet. Jede Konzernfunktion trägt die weltweite Verantwortung für Standards und Prozesse. Die Zahl der Business-Area-Vorstände wurde von 32 auf 18 fast halbiert; über 70 % der verbleibenden Führungspositionen wurden neu besetzt. Mit der Neuordnung der sogenannten Shared Services sollen weltweit Synergien genutzt werden. Die Dienstleistungen rund um Buchhaltung, Personal, IT und Real Estate sollen konzernübergreifend organisiert werden. Insgesamt wurden im Rahmen von ACT in einer detaillierten Analyse Einspar- und Optimierungspotenziale durch die neuen Strukturen und Prozesse im Konzern von rund 250 Mio € identifiziert. Die Effekte sollen überwiegend bis einschließlich Geschäftsjahr 2014/2015 realisiert werden. Die Zahl der Beschäftigten in Verwaltungsfunktionen im Konzern weltweit soll insgesamt von derzeit rund 15.000 um rund 3.000 zurückgehen. Die stärkere Vernetzung unserer globalen Aktivitäten wird auch durch die neue Organisation unterstützt. Für die Zusammenarbeit zwischen Business Areas, Konzernfunktionen und Regionen wurden weltweit klare Verantwortungen definiert und Prozesse durchgängig harmonisiert. Die drei Dimensionen sollen zukünftig eng miteinander im Austausch stehen. Die weltweite operative Verantwortung bleibt bei den Business Areas, die Regionen werden aber stärker in die Geschäftsverantwortung eingebunden. In den Auslandsmärkten sollen unsere Konzernunternehmen gemeinsam mit einem einheitlichen Marktauftritt und effizienten Strukturen agieren. So können wir die Markt- und Kundennähe erhöhen und die Chancen insbesondere auf den Wachstumsmärkten besser nutzen. Die Regional Headquarters in Brasilien, China, Indien und der Region Asien/Pazifik werden derzeit aufgebaut. Das Headquarter in Nordamerika hat seine Arbeit zu Beginn des Berichtsjahres aufgenommen. Seit dem 01. Oktober 2013 arbeiten das Corporate Headquarter und die Führungen der Business Areas bereits in der neuen Struktur. Anschließend werden die Regionen, die einzelnen Geschäftseinheiten und die Shared Services folgen. Zudem wird die Konzernorganisation künftig routinemäßig im Rahmen des jährlichen Strategieprozesses überprüft, um eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen sicherzustellen. Im Zuge der stärkeren konzernweiten Integration und Harmonisierung wurde die Zahl der rechtlich selbstständigen Gesellschaften konzernweit von rund 830 auf 630 reduziert; in weiteren Schritten soll ein Rückgang bis auf unter 400 folgen. Konzernprogramm impact auf gutem Weg Das Konzernprogramm impact unterstützt die Strategische Weiterentwicklung des Konzerns. Mit dem Ziel, die Performance-Orientierung zu steigern, bündelt das Programm unterschiedliche, sich ergänzende Initiativen und Maßnahmen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Initiative „impact 2015“, durch die bis Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 ein EBIT-Effekt aus nachhaltigen Kostensenkungsmaßnahmen von kumuliert 2 Mrd € realisiert werden soll. Alle Business Areas, Regionen und ausgewählte Funktionen haben ein eindeutiges Commitment zum Erreichen dieses Ziels abgegeben. Für das Berichtsjahr hatten wir uns konzernweit einen nachhaltigen EBIT-Beitrag aus Einsparmaßnahmen von 500 Mio € als Ziel gesetzt. Dieses Ziel haben wir mit rund 600 Mio € übertroffen. Mit der Rückgliederung von ThyssenKrupp CSA haben wir das Gesamtziel auf 2,3 Mrd € angehoben. Wichtige Beiträge zu unserem impact-Ziel von 2,3 Mrd € bis Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 liefert insbesondere die Initiative synergize+, ein Programm zur Optimierung der Einkaufsabläufe. Alle Business Areas werden mit spezifischen Programmen zum Einsparziel des Konzerns beitragen, so zum Beispiel Steel Europe mit dem Projekt „Best-in-Class Reloaded“ und einem Einsparziel von mehr als 500 Mio €. Mit dem Programm synergize+ sollen unsere Materialkosten durch eine zentrale Steuerung und Bündelung der Einkäufe nachhaltig gesenkt werden. Die strukturierte und strategische Vorgehensweise in allen Materialfeldern sowie der Einsatz von professionellen Methoden und modernen Werkzeugen in Einkauf und Lieferketten-Management sichern die Realisierung der Einsparpotenziale. Durch eine intensivere Zusammenarbeit über Geschäfte, Funktionen und Regionen hinweg können wir zudem die neuen Organisationsstrukturen im Einkauf weiter festigen. Im Berichtsjahr haben wir die Bündelungsquote bereits auf 40 % erhöht und wollen diese in den nächsten beiden Geschäftsjahren auf bis zu 90 % weiter steigern. Ziel von „Best-in-Class Reloaded“ ist es, die Position der europäischen Stahlgeschäfte des Konzerns in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld zu verbessern und das im Rahmen der Strategischen Weiterentwicklung von allen Konzernbereichen geforderte Ertrags-, Cash-Flow-, Wertbeitrags- und Wettbewerbsprofil wieder zu erreichen. Dabei soll die Belegschaft bei Steel Europe um über 2.000 Mitarbeiter sozialverträglich verringert werden. Zur Konkretisierung der personellen Maßnahmen haben Vorstand und Gesamtbetriebsrat der ThyssenKrupp Steel Europe AG einen Interessenausgleich ausgehandelt, dessen tarifvertragliche Basis im September 2013 von der Tarifkommission der IG Metall bestätigt wurde. Zudem hat Steel Europe seine gesamte Führungsorganisation neu ausgerichtet und die Zahl der Funktionsbereiche von 28 auf 23 reduziert. Daneben sollen in einer Best-Owner-Lösung die kornorientierte Elektrobandfertigung mit den Werken in Gelsenkirchen und Isbergues, Frankreich, sowie die Elektrobandaktivitäten in Nashik, Indien, veräußert werden. Dadurch kann sich die Belegschaftszahl um weitere 1.800 Mitarbeiter reduzieren. Mit unserer Ingenieurkunst haben wir für alle unsere Geschäfte den Anspruch, über Differenzierung im Wettbewerb führende Marktpositionen zu besetzen und beste Erträge zu erzielen. Zur Unterstützung der Leistungsorientierung haben wir im Berichtsjahr erneut in zahlreichen Geschäftsbereichen Benchmarking-Projekte durchgeführt. Durch einen strukturierten Vergleich wollen wir die Lücken zum Wettbewerb systematisch identifizieren sowie Maßnahmen zur Steigerung unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ableiten und umsetzen. Weiterhin werden verschiedene Querschnittsinitiativen für die Verbesserung von Systemen und Prozessen umgesetzt. Um die Konzernsteuerung effizienter zu gestalten und die Transparenz zu erhöhen, werden beispielsweise in mehreren Projekten die IT-Infrastruktur sowie die Reporting-Prozesse vereinheitlicht. Investitionen in Wachstumsfelder und Innovation Im Rahmen unserer Strategischen Offensive wollen wir in den kommenden Jahren sowohl in den aufstrebenden Wachstumsregionen als auch in den Industrieländern weiter expandieren. Voraussetzung dafür ist die weitere Stabilisierung unserer Finanzen mit einer signifikanten Reduzierung des temporär erhöhten Gearing. Mit den bereits eingeleiteten strukturellen und operativen Verbesserungen werden wir zu nachhaltig positiven Netto-Ergebnissen und Free Cash-Flows zurückkehren und so unser Eigenkapital stärken und unsere Netto-Finanzschulden reduzieren. Trotz der aktuellen finanziellen Restriktionen haben wir im Geschäftsjahr 2012/2013 bereits selektive Wachstumsimpulse gesetzt: • Die Business Area Elevator Technology hat das Geschäft in Europa und den USA durch verschiedene Unternehmensakquisitionen gestärkt. In Europa wurden die Aktivitäten der Eggert-Gruppe sowie alle Geschäftsanteile der MIE Acensorie S.r.l. in Brescia, Italien, erworben. In den USA haben wir Geschäftsanteile von Edmonds Elevator Inc. in Cleveland/Ohio sowie die Geschäftsaktivitäten von AMCO Elevator Inc. in Indianapolis/Indiana übernommen. • Die Business Area Industrial Solutions konnte durch den Erwerb des australischen Ingenieurunternehmens Australian Marine Technologies Pty Ltd die Marktpräsenz im Marineschiffbau in Australien, Neuseeland und Südostasien ausbauen. • Die Business Area Materials Services hat im Juli 2013 das Rohstoffhandelsgeschäft durch den Erwerb der Geschäftsaktivitäten von Benwell Metals LLC, New York, USA, im nord- und südamerikanischen Markt deutlich ausgedehnt sowie das Produktportfolio erweitert. Zudem haben wir im Juli 2013 die Geschäftsaktivitäten der The Waterjet Group in Darton, South Yorkshire, Großbritannien, erworben. Die Gruppe ist ein führender Zulieferer für die Aerospace-Industrie in Großbritannien. Darüber hinaus haben wir insbesondere in organisches Wachstum investiert (siehe Investitionen im Kapitel „Geschäftsverlauf im Konzern“) und unsere Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf 647 Mio € gesteigert (siehe Innovationen im Kapitel „Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren“): • In der Business Area Components Technology wird unsere Präsenz in Europa und vor allem in den Wachstumsregionen Brasilien, China, Indien und Nafta ausgebaut. Im April 2013 wurde beispielsweise ein neues Werk für Nutzfahrzeug-Kurbelwellen in der chinesischen Metropole Nanjing eingeweiht. • Im Juni 2013 wurden das TechCenter Carbon Composites sowie die Produktionsstätte von ThyssenKrupp Carbon Components in Dresden eröffnet. Dort konzentrieren wir unsere Aktivitäten im Bereich karbonfaserverstärkter Kunststoffe (CFK). • In Leuna haben wir im Juli 2013 die europaweit erste Mehrzweck-Fermentationsanlage zur kontinuierlichen Produktion biobasierter Chemikalien eingeweiht, die unter anderem als Ausgangsstoff für biologisch abbaubare Kunststoffe dienen. • Durch eine Forschungskooperation mit BASF und Linde soll zudem eine neue Verfahrenstechnik zur Nutzung von Kohlendioxid als Rohstoff entwickelt werden – ebenfalls eine Technologie mit positiven Effekten für den Klimaschutz und bedeutendem Marktpotenzial. Im November 2013 hat ThyssenKrupp Industrial Solutions mit Industrie De Nora, einem Anbieter elektrochemischer Technologien, eine Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures getroffen. Durch die Zusammenführung der Aktivitäten im Bereich Planung, Beschaffung und Errichtung von Elektrolyse-Anlagen erweitern beide Partner ihre technologische Plattform und erhöhen die Kundennähe sowie die globale Präsenz. Die Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Aufsichtsratsgremien und der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden. FOKUS AUF GOVERNANCE UND COMPLIANCE Der neue Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Ulrich Lehner hat die Themen Corporate Governance und Compliance als inhaltliche Schwerpunkte seiner Tätigkeit gewählt. Mit Dr. Gerhard Cromme und Dr. Kersten v. Schenck sind zwei von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung entsandte Mitglieder aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG sind einem Vorschlag des Nominierungsausschusses gefolgt und haben Carsten Spohr und Dr. Lothar Steinebach als neue Aufsichtsratsmitglieder empfohlen. Beide wurden durch die Stiftung in den Aufsichtsrat entsendet; sie sind nicht Mitglieder des Stiftungskuratoriums. Compliance-Aktivitäten weiter intensiviert Vor dem Hintergrund wiederholter Compliance-Verstöße und des Ende Februar 2013 vom Bundeskartellamt erhobenen Anfangsverdachts auf Preisabsprachen gegen ThyssenKrupp Steel Europe hatte der Vorstand der ThyssenKrupp AG entschieden, die Compliance-Aktivitäten des Konzerns auch mit externer Unterstützung durch Anwaltskanzleien weiter zu intensivieren. Neben der Etablierung eines Ombudsmanns hatte der Konzern vom 15. April bis 15. Juni 2013 ein Amnestieprogramm durchgeführt. ThyssenKrupp hatte Mitarbeitern, die sich im Rahmen dieses Programms zu Compliance-Sachverhalten freiwillig und umfassend offenbarten, zugesagt, keine Schadenersatzansprüche geltend zu machen bzw. durchzusetzen sowie auf Kündigungen zu verzichten. Das Amnestieprogramm hat zu mehr als zwanzig Hinweisen geführt. Es wurden jedoch keine schwerwiegenden bzw. strukturellen Compliance-Verstöße festgestellt. Bei den relevanten Hinweisen aus dem Amnestieprogramm handelte es sich im Wesentlichen um individuelles Fehlverhalten bei Kunden- und Lieferantenbeziehungen im In- und Ausland. Dieses Verhalten wurde durch interne Maßnahmen abgestellt. Im Rahmen des Amnestieprogramms hat es keine Hinweise zu den laufenden Untersuchungen des Bundeskartellamtes wegen möglicher Preisabsprachen bei der Lieferung bestimmter Stahlprodukte an die deutsche Automobilindustrie und ihre Zulieferer gegeben. Ausgelöst durch eine anonyme Anzeige hatte das Bundeskartellamt Ende Februar dieses Jahres u.a. die Geschäftsräume der ThyssenKrupp Steel Europe AG durchsucht. Die internen Untersuchungen, die auf Grund der Ermittlungen des Bundeskartellamtes aufgenommen wurden, sind weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen. Auf Grund der derzeitigen Erkenntnislage können signifikante nachteilige Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht ausgeschlossen werden. ThyssenKrupp hatte sich mit der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. und dem Aktionär Christian Strenger, deren Anträge auf Sonderprüfung von der Hauptversammlung im Januar 2013 abgelehnt wurden, im Juli 2013 darauf verständigt, eine Sonderprüfung freiwillig durchzuführen. Die Sonderprüfung beinhaltete eine auf die Zukunft ausgerichtete Systemprüfung. Die Prüfer sollten u.a. die Struktur des internen Kontrollsystems auf seine Angemessenheit zur künftigen Prävention von Compliance-Verstößen und den Prozess des Investitionscontrolling für künftige Großinvestitionsprojekte untersuchen. Unter Berücksichtigung des dynamischen Veränderungsprozesses bei ThyssenKrupp kommen die Prüfer in ihrem Bericht zu dem Ergebnis, dass die geprüften Systeme und Prozesse intensiv weiterentwickelt worden und die Konzepte und geplanten Maßnahmen zielführend sind. Die Prüfer bestätigen, dass insbesondere die Weiterentwicklung des compliance-relevanten internen Kontrollsystems sehr weit fortgeschritten ist, und halten die Compliance-Funktion für sachgerecht organisiert und angemessen ausgestattet. Die Berichterstattungen an den Aufsichtsrat werden als angemessen betrachtet. Die Prüfer befürworten daher die Umsetzung der bestehenden Konzepte und der geplanten Maßnahmen in den geprüften Bereichen und haben dazu einige Vorschläge zur weiteren Verbesserung unterbreitet, die teilweise während der Implementierung berücksichtigt werden konnten. ThyssenKrupp wird den Sonderprüfungsbericht ab Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2014 allen Aktionären zugänglich machen. UNTERNEHMENSSTEUERUNG DURCH WERTORIENTIERTES MANAGEMENT Das unternehmerische Handeln bei ThyssenKrupp steuern wir konzernweit durch unser wertorientiertes Managementsystem. Eine Informationsbroschüre dazu steht im Internet unter Investor Relations zur Verfügung. ThyssenKrupp Value Added als wertorientierte Steuerungsgröße Neben einer starken Cash-Flow-Orientierung und dem EBIT bzw. Bereinigten EBIT sowie den entsprechenden Umsatz- und Kapitalrenditen ist der ThyssenKrupp Value Added (TKVA) Grundlage für Management-Prozesse und Entscheidungsfindung auf strategischer und operativer Ebene, beispielsweise bei Investitions- und Portfolioentscheidungen. Wir verwenden den TKVA für Zielsetzungen, Erfolgsmessungen und Vergütungsregelungen. Der TKVA misst den in einer Periode geschaffenen Wert auf allen Ebenen des Konzerns. Er errechnet sich aus dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) abzüglich der Kapitalkosten für das im operativen Geschäft gebundene Kapital – das Capital Employed. Der Kapitalkostensatz (WACC), mit dem das Capital Employed zur Ermittlung der Kapitalkosten multipliziert wird, setzt sich aus dem gewichteten Eigen- und Fremdkapitalkostensatz sowie dem Zinssatz für Pensionsrückstellungen zusammen. Über die Entwicklung des TKVA im Berichtsjahr können Sie sich im Kapitel „Geschäftsverlauf im Konzern“ informieren. Operative Steuerungsgröße Bereinigtes EBIT Das operative Geschäft steuern wir auch mit der Kennzahl Bereinigtes EBIT. Da das EBIT auch den TKVA wesentlich beeinflusst, sind auf diese Weise Steuerung und Wertmanagement eng miteinander verzahnt. Das EBIT enthält vom Finanzergebnis lediglich die Bestandteile, die operativen Charakter haben. Dazu gehören auch Erträge und Aufwendungen aus Beteiligungen. Nicht operativen Charakter haben grundsätzlich die Finanzierungserträge und -aufwendungen. Zusätzlich wird berücksichtigt, dass der Erhalt von Anzahlungen insbesondere in den Business Areas mit langfristigen Fertigungsaufträgen ein integraler Bestandteil des Risikomanagements und damit des operativen Geschäfts ist. Um diese Anzahlungen bzw. die damit erzielbaren Zins- und Finanzierungseffekte adäquat im Wertmanagement zu berücksichtigen, wird das EBIT der entsprechenden Business Areas um einen kalkulatorischen Ergebnisbeitrag erhöht, der in der Konsolidierung wieder eliminiert wird. Nach der Veräußerung von Stainless Global hält der Konzern eine Finanzbeteiligung von 29,9 % an Outokumpu, die nach der Equity-Methode bilanziert wird. Die Beteiligung hat keinen strategischen oder operativen Bezug zu den fortgeführten Aktivitäten. Deshalb ist sie dem Bereich Corporate zugeordnet; ihre Equity-Ergebnisse sind definitionsgemäß nicht den Bestandteilen des Finanzergebnisses mit operativem Charakter zuzurechnen und folglich nicht im EBIT enthalten. Das Konzern-EBIT, das EBIT der Business Areas und die Bereinigung um Sondereffekte werden ausführlich im Kapitel „Geschäftsverlauf im Konzern“ erläutert. Zusätzliche Angaben finden sich im Kapitel „Geschäftsverlauf in den Business Areas“. GESCHÄFTSVERLAUF IM KONZERN ZUSAMMENFASSENDE BEURTEILUNG DES VORSTANDS Die Qualität des operativen Ergebnisses, die signifikante Verbesserung des Cash-Flow und die Fortschritte bei der Reduzierung der Netto-Finanzschulden im Geschäftsjahr 2012/2013 belegen deutlich, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Strategischen Weiterentwicklung Wirkung zeigen. In einem insgesamt schwierigen Geschäftsumfeld wurden die für die fortgeführten Aktivitäten in der Struktur des Vorjahres sowie der unterjährigen Berichterstattung – d.h. ohne Einbeziehung der Business Areas Stainless Global und Steel Americas – zu Beginn des Geschäftsjahres formulierten operativen Effizienzsteigerungs-, Ergebnis- und Cash-Flow-Ziele voll erreicht oder übertroffen; die Belastungen aus Stainless Global und Steel Americas wurden deutlich reduziert. Notwendige Wertberichtigungen, Rückstellungen und Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen der Umsetzung unseres ganzheitlichen Konzepts zur Strategischen Weiterentwicklung waren jedoch im abgelaufenen Geschäftsjahr nochmals mit signifikanten Belastungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns verbunden. Dadurch war die Eigenkapitalquote rückläufig und das Gearing ist temporär gestiegen. Die Liquidität des Konzerns ist jedoch gesichert; der Umbau von ThyssenKrupp zu einem schlagkräftigen, ertragsstarken und wertschaffenden diversifizierten Industriekonzern findet auf einer gegenwärtig stabilen finanziellen Basis statt. Operative Meilensteine erreicht Das Bereinigte EBIT der fortgeführten Aktivitäten in der Struktur des Vorjahres (ohne Steel Americas) belief sich 2012/2013 auf 1.094 Mio € und lag damit voll im Rahmen des Geschäftsjahresziels. Das Bereinigte EBIT der fortgeführten Aktivitäten nach Rückgliederung von Steel Americas lag bei 599 Mio € und damit über dem entsprechenden Vorjahreswert von 399 Mio €. Mit Ausnahme von Steel Americas, die die Verluste im Vergleich zum Vorjahr signifikant reduzieren konnte, aber mit −495 Mio € im Berichtsjahr weiterhin deutlich negativ blieb, haben alle Business Areas sowohl kumuliert im Geschäftsjahr als auch in allen Quartalen positive Beiträge geleistet. Die positiven Ergebnisbeiträge der Industriegüter-Geschäfte konnten dabei mit 1.559 Mio € die auf Grund der Belastungen aus Steel Americas insgesamt negativen Ergebnisbeiträge der Werkstoff-Geschäfte von −116 Mio € sowie das negative Bereinigte EBIT von Corporate in Höhe von −425 Mio € und die Effekte aus der Konsolidierung in Höhe von −419 Mio € deutlich überkompensieren. Der Free Cash-Flow der fortgeführten Aktivitäten in der Struktur des Vorjahres (ohne Steel Americas) verbesserte sich deutlich gegenüber dem Vorjahr auf 1.474 Mio €, konnte vor Desinvestitionen auf 258 Mio € gesteigert werden und lag damit über dem Geschäftsjahresziel. Der Free Cash-Flow der fortgeführten Aktivitäten nach Rückgliederung von Steel Americas verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um über 2 Mrd € auf 889 Mio € und stieg vor Desinvestitionen um rund 1,8 Mrd € auf −332 Mio €. Der Free Cash-Flow des Gesamtkonzerns – inkl. Steel Americas und Stainless Global – verbesserte sich um 2,3 Mrd € auf 596 Mio € und leistete nach sechs Jahren mit negativen Werten einen deutlich positiven Beitrag zur Reduzierung der Netto-Finanzschulden. Die signifikanten Verbesserungen reflektieren eindrucksvoll unsere Anstrengungen zur strukturellen Optimierung des Cash-Flow-Profils. Auf dieser Basis konnten die Netto-Finanzschulden des Gesamtkonzerns von 5,8 Mrd € auf 5,0 Mrd € gesenkt werden; im Vorjahr verzeichneten wir noch einen Anstieg um rund 2,2 Mrd €. Bilanzkennziffern durch Sondereffekte belastet; Liquidität gesichert Im Geschäftsjahr 2012/2013 war das EBIT der fortgeführten Aktivitäten nach Rückgliederung von Steel Americas erheblich durch Sondereffekte von insgesamt 1.194 Mio € belastet. Diese entfielen zu einem großen Teil auf Steel Americas und ergaben sich aus Impairment-Aufwendungen in Höhe von 586 Mio € sowie aus der geänderten Bewertung eines langfristigen Frachtvertrags mit einer EBIT-Belastung von 94 Mio €. Einzelheiten zu den Impairment-Aufwendungen und den Effekten aus der Rückgliederung sind unter Anhang-Nr. 03 zu finden. Darüber hinaus fielen Sondereffekte insbesondere für Aufwendungen für erkennbare Risiken im Zusammenhang mit dem Schienenkartell und für Restrukturierungsmaßnahmen an. Insgesamt waren die Sondereffekte sowie eine Wertanpassung in Höhe von 279 Mio € auf eine Finanzforderung gegenüber Outokumpu wesentliche Ursache für den Jahresfehlbetrag des Gesamtkonzerns von 1.536 Mio € (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG: 1.396 Mio €), für den Rückgang der Eigenkapitalquote auf 7,1 % und den temporären Anstieg des Verhältnisses der Netto-Finanzschulden zum Eigenkapital (Gearing) auf 200,6 %. Mit flüssigen Mitteln und freien, zugesagten Kreditlinien in Höhe von insgesamt 7,3 Mrd € zum 30. September 2013 sowie der ausgewogenen Fälligkeitenstruktur ist ThyssenKrupp gut finanziert. Die erwarteten Mittelzuflüsse aus dem Verkauf des Walz- und Beschichtungswerks ThyssenKrupp Steel USA in Calvert/Alabama und weiteren Portfoliomaßnahmen sowie aus dem operativen Geschäft werden unsere Netto-Finanzschulden und das temporär erhöhte Gearing wieder signifikant reduzieren; zudem wird ThyssenKrupp mit der stringenten Umsetzung der Strategischen Weiterentwicklung und den Effizienzmaßnahmen im Rahmen von impact das Ertrags- und Wettbewerbsprofil des Konzerns weiter deutlich verbessern. Wesentliche Kennziffern zur Entwicklung des Gesamtkonzerns sowie der fortgeführten Aktivitäten nach Rückgliederung von Steel Americas im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst: ThyssenKrupp in Zahlen Konzern gesamt (inkl. Steel Americas und Stainless Global) 2011/2012 2012/2013 Veränderung Veränderung in % Auftragseingang Mio € 48.742 39.774 -8.968 -18 Umsatz Mio € 47.045 39.782 -7.263 -15 EBITDA Mio € 1.544 1.222 -322 -21 EBIT Mio € -4.370 -538 3.832 88 EBIT-Marge % -9,3 -1,4 7,9 — Bereinigtes EBIT Mio € 318 531 213 67 Bereinigte-EBIT-Marge % 0,7 1,3 0,6 — EBT Mio € -5.067 -1.590 3.477 69 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach Steuern Mio € -5.042 -1.536 3.506 70 davon Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 1) Mio € -4.241 -1.396 2.845 67 Ergebnis je Aktie 1) € -8,24 -2,71 5,53 67 Operating Cash-Flow Mio € -386 786 1.172 ++ Cash-Flow aus Desinvestitionen Mio € 854 1.221 367 43 Cash-Flow für Investitionen Mio € -2.204 -1.411 793 36 Free Cash-Flow Mio € -1.736 596 2.332 ++ Mitarbeiter (30.09.) 167.961 156.856 -11.105 -7 Inland 64.380 58.164 -6.216 -10 Ausland 103.581 98.692 -4.889 -5 Ausschüttung Mio € — — 2) — — Dividende je Aktie € — — 2) — — ROCE % -20,3 -3,7 16,6 — ThyssenKrupp Value Added Mio € -6.197 -1.852 4.345 70 Netto-Finanzschulden (30.09.) Mio € 5.800 5.038 -762 -13 Eigenkapital (30.09.) Mio € 4.526 2.511 -2.015 -45 Gearing % 128,1 200,6 72,5 — Fortgeführte Aktivitäten (nach Rückgliederung Steel Americas)1) 2011/2012 2012/2013 Veränderung Veränderung in % Auftragseingang Mio € 43.842 38.636 -5.206 -12 Umsatz Mio € 41.536 38.559 -2.977 -7 EBITDA Mio € 1.723 1.163 -560 -33 EBIT Mio € -3.743 -595 3.148 84 EBIT-Marge % -9,0 -1,5 7,5 — Bereinigtes EBIT Mio € 399 599 200 50 Bereinigte-EBIT-Marge % 1,0 1,6 0,6 — EBT Mio € -4.414 -1.648 2.766 63 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach Steuern Mio € -4.335 -1.589 2.746 63 davon Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 1) Mio € -3.541 -1.450 2.091 59 Ergebnis je Aktie 1) € -6,88 -2,82 4,06 59 Operating Cash-Flow Mio € -290 981 1.271 ++ Cash-Flow aus Desinvestitionen Mio € 852 1.221 369 43 Cash-Flow für Investitionen Mio € -1.800 -1.313 487 27 Free Cash-Flow Mio € -1.238 889 2.127 ++ Mitarbeiter (30.09.) 156.115 156.856 741 0 Inland 58.447 58.164 -283 0 Ausland 97.668 98.692 1.024 1 1) Der Vorjahresausweis wurde angepasst. 2) Vorschlag an die Hauptversammlung Bei sehr hohen positiven bzw. negativen Veränderungsraten (≥ 500 % bzw. ≤ −100 %) wird die Veränderungsrichtung durch ++ bzw. −− angezeigt. GESCHÄFTSENTWICKLUNG In schwierigem Umfeld mit Wachstum im Aufzugsgeschäft und Anlagenbau ThyssenKrupp hat sich im Geschäftsjahr 2012/2013 in einem unverändert schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld insgesamt gut behauptet; wesentliche Stützen waren die soliden Positionen bei Elevator Technology und im Anlagenbau von Industrial Solutions. Die fortgeführten Aktivitäten (inkl. Steel Americas) akquirierten neue Aufträge in Höhe von 38,6 Mrd € und lagen damit um 12 % unter dem Vorjahresniveau. Auf vergleichbarer Basis hätte der Rückgang lediglich 8 % betragen. Solide Zuwächse gab es zudem mit 6 % in der Aufzugssparte, die in allen Quartalen gegenüber dem Vorjahr zulegte und insgesamt einen neuen Rekordwert erzielte, sowie im Anlagenbau von Industrial Solutions. Der Marineschiffbau und dadurch auch die Business Area Industrial Solutions insgesamt konnte hingegen den durch mehrere Großaufträge geprägten hohen Auftragswert des Vorjahres nicht erreichen. Der Auftragsbestand von Elevator Technology und Industrial Solutions blieb mit mehr als 18 Mrd € zum 30. September 2013 weitgehend auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Der Auftragseingang bei Components Technology sank im Geschäftsjahr insgesamt nachfrage- und desinvestitionsbedingt unter das Vorjahresniveau, konnte jedoch im 4. Geschäftsjahresquartal den vergleichbaren Vorjahreswert bereits wieder übertreffen. Vor allem niedrigere Preise haben das Stahlgeschäft und den Werkstoffhandel belastet. Einschließlich der nicht fortgeführten Aktivität Stainless Global, die nur noch bis zum 28. Dezember 2012 zum Auftragseingang beigetragen hat, gab der Konzernauftragseingang um 18 % auf 39,8 Mrd € nach. Auftragseingang nach Business Areas Mio € 2011/2012 2012/2013 Veränderung in % Components Technology 6.933 5.715 – 18 Elevator Technology 6.149 6.520 6 Industrial Solutions 7.631 5.283 – 31 Materials Services 13.146 11.663 – 11 Steel Europe 10.455 9.515 – 9 Steel Americas 2.081 2.056 – 1 Corporate 158 190 20 Auftragseingang der Business Areas 46.553 40.942 – 12 Konsolidierung – 2.711 – 2.306 — Auftragseingang fortgeführter Aktivitäten 43.842 38.636 – 12 Stainless Global 5.611 1.319 – 76 Konsolidierung – 711 – 181 — Auftragseingang Konzern 48.742 39.774 – 18 Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten (inkl. Steel Americas) verringerte sich um 7 % auf 38,6 Mrd €. Auf vergleichbarer Basis ging der Umsatz lediglich um 3 % zurück. Desinvestitionen und Rückgängen im Komponenten- und Werkstoff-Geschäft standen Umsatzsteigerungen im Aufzugsgeschäft sowie im Anlagen- und Schiffbau gegenüber. Elevator Technology konnte einen neuen Rekordwert erzielen. Der Konzernumsatz einschließlich der nicht fortgeführten Aktivität Stainless Global blieb mit 39,8 Mrd € um 15 % unter dem Vorjahreswert. Umsatz nach Business Areas Mio € 2011/2012 2012/2013 Veränderung in % Components Technology 7.011 5.712 – 19 Elevator Technology 5.705 6.155 8 Industrial Solutions 5.257 5.641 7 Materials Services 13.165 11.700 – 11 Steel Europe 10.992 9.620 – 12 Steel Americas 2.014 1.867 – 7 Corporate 158 190 20 Umsatz der Business Areas 44.302 40.885 – 8 Konsolidierung – 2.766 – 2.326 — Umsatz fortgeführter Aktivitäten 41.536 38.559 – 7 Stainless Global 6.346 1.402 – 78 Konsolidierung – 837 – 179 — Umsatz Konzern 47.045 39.782 – 15 Bereinigtes EBIT gegenüber Vorjahr verbessert; impact-Maßnahmen zeigen Wirkung In einem insgesamt schwierigen Geschäftsumfeld haben wir das Bereinigte EBIT der fortgeführten Aktivitäten (inkl. Steel Americas) gegenüber dem Vorjahr um 200 Mio € auf 599 Mio € verbessert. Unterstützend wirkten dabei vor allem die umfangreichen Maßnahmen im Rahmen des Konzernprogramms impact. Mit Ausnahme von Steel Americas, die die Verluste im Vergleich zum Vorjahr signifikant reduzieren konnte, aber mit −495 Mio € weiterhin deutlich negativ blieb, haben alle Business Areas sowohl kumuliert im Geschäftsjahr als auch in allen Quartalen positive Beiträge geleistet. Die positiven Beiträge der Industriegüter-Geschäfte konnten dabei mit 1.559 Mio € die auf Grund der Belastungen aus Steel Americas insgesamt negativen Ergebnisbeiträge der Werkstoff-Geschäfte von −116 Mio € sowie das negative Bereinigte EBIT von Corporate in Höhe von −425 Mio € und die Effekte aus der Konsolidierung in Höhe von −419 Mio € deutlich überkompensieren. Bei den Industriegüter-Geschäften blieben die Ergebnisse bei Components Technology desinvestitions- und nachfragebedingt unter dem Vorjahreswert; zusätzlich belasteten Anlaufkosten für neue Werke und Produkte. Elevator Technology hingegen verbesserte die Marge im Geschäftsjahr und in allen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr und steigerte das Bereinigte EBIT auf ein neues Rekordniveau; die Bereinigte-EBIT-Marge verbesserte sich von 10,3 % im Vorjahr auf 11,0 %. Bei Industrial Solutions lagen die Gewinne erwartungsgemäß weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres, das insbesondere von der Auflösung projektspezifischer Risikorückstellungen bei Marine Systems begünstigt war. Umfangreiche Performance-Maßnahmen vor allem im Rahmen von impact bei den Werkstoff-Aktivitäten konnten die vor allem preisbedingten Ergebnisrückgänge bei Materials Services und Steel Europe begrenzen und unterstützten die signifikante Reduzierung der Verluste bei Steel Americas. Mit einem erneut positiven Bereinigten EBIT in allen Quartalen haben Materials Services und Steel Europe auch im Vergleich mit internationalen Wettbewerbern die Qualität ihrer Geschäftsmodelle überzeugend bewiesen. Einschließlich der nicht fortgeführten Aktivität Stainless Global erhöhte sich das Bereinigte EBIT des Konzerns von 318 Mio € auf 531 Mio €. Bereinigtes EBIT nach Business Areas Mio € 2011/2012 2012/2013 Veränderung in % Components Technology 453 244 – 46 Elevator Technology 587 675 15 Industrial Solutions 689 640 – 7 Materials Services 311 236 – 24 Steel Europe 247 143 – 42 Steel Americas – 1.010 – 495 51 Corporate – 487 – 425 13 Bereinigtes EBIT der Business Areas 790 1.018 29 Konsolidierung – 391 – 419 — Bereinigtes EBIT fortgeführter Aktivitäten 399 599 50 Stainless Global – 80 – 68 15 Konsolidierung – 1 0 — Bereinigtes EBIT Konzern 318 531 67 Ergebnis durch Sondereffekte belastet Das EBIT der fortgeführten Aktivitäten (inkl. Steel Americas) konnte nach −3.743 Mio € im Vorjahr auf −595 Mio € verbessert werden, blieb jedoch deutlich negativ. Wesentliche Ursache dafür waren, wie im Vorjahr, die Belastungen aus negativen Sondereffekten. Diese reduzierten sich nach 4.142 Mio € im Vorjahr auf 1.194 Mio € und betrafen im Berichtsjahr insbesondere notwendige Aufwendungen für Wertberichtigungen, Aufwendungen für erkennbare Risiken im Zusammenhang mit dem Schienenkartell sowie Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen der Umsetzung unseres Konzepts zur Strategischen Weiterentwicklung. Bei Components Technology wurden Sondereffekte von insgesamt 71 Mio € vor allem für Restrukturierungs- und Impairment-Aufwendungen im Rahmen struktureller Optimierungen im Bereich Baumaschinenkomponenten bei Berco und im Bereich Großwälzlager und Ringe für Windenergiekomponenten berücksichtigt. Elevator Technology hat im Berichtsjahr weitere Restrukturierungen in den europäischen Aktivitäten vorgenommen; diese waren maßgeblich für die Sondereffekte in Höhe von 64 Mio €. Bei Industrial Solutions fielen positive Sondereffekte in Höhe von insgesamt 18 Mio € an, vor allem bei den Schiffbauaktivitäten. Materials Services wies Sondereffekte von insgesamt 242 Mio € aus, darunter insbesondere Rückstellungen für erkennbare Risiken aus Schadenersatzforderungen sowie ein verhängtes Bußgeld im Zusammenhang mit dem Schienenkartell. Bei Steel Europe wurden Sondereffekte in Höhe von 81 Mio € berücksichtigt; Belastungen – im Wesentlichen aus Rückstellungen im Rahmen des Programms „Best-in-Class Reloaded“ – konnten durch einen Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der Tailored-Blanks-Aktivitäten nur teilweise kompensiert werden. Bei Steel Americas betrugen negative Sondereffekte insgesamt 685 Mio €; im Wesentlichen waren es Impairment-Aufwendungen sowie EBIT-Belastungen aus der geänderten Bewertung eines langfristigen Frachtvertrags. Das Ergebnis von Corporate war insgesamt durch Sondereffekte von 75 Mio € belastet, in erster Linie für Restrukturierungsrückstellungen im Rahmen der Konzerninitiative ACT. Sondereffekte der fortgeführten Aktivitäten Mio € 2011/2012 2012/2013 Veränderung in % EBIT – 3.743 – 595 84 +/- Veräußerungsverluste/-gewinne – 356 – 118 67 + Restrukturierungsaufwendungen 92 284 209 + Wertminderungsaufwendungen (Impairment-Abschreibungen) 4.091 679 – 83 + Weitere nicht operative Aufwendungen 353 378 7 - Weitere nicht operative Erträge – 38 – 29 24 Bereinigtes EBIT 399 599 50 Einschließlich der nicht fortgeführten Aktivität Stainless Global betrug das EBIT des Konzerns −538 Mio €. Darin enthalten sind positive Sondereffekte bei Stainless Global von insgesamt 125 Mio €, die sich im Wesentlichen aus dem vorläufigen Abgangsergebnis ergaben. Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten (inkl. Steel Americas) nach Steuern blieb mit −1.589 Mio € vor allem auf Grund der Belastungen aus Sondereffekten sowie der Wertanpassung auf eine Finanzforderung gegenüber Outokumpu negativ. Auf die Aktionäre der ThyssenKrupp AG entfiel ein Ergebnis nach Steuern von −1.450 Mio €; entsprechend lag das Ergebnis je Aktie bei −2,82 €. Der Jahresfehlbetrag des Gesamtkonzerns verbesserte sich im Wesentlichen durch rückläufige Belastungen aus Wertminderungen bei Steel Americas und Stainless Global von 5.042 Mio € im Vorjahr auf 1.536 Mio €. Der dabei auf die Aktionäre der ThyssenKrupp AG entfallende Jahresfehlbetrag reduzierte sich von 4.241 Mio € im Vorjahr auf 1.396 Mio €; das Ergebnis je Aktie lag bei −2,71 €. ThyssenKrupp Value Added Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete der Konzern einen ThyssenKrupp Value Added (TKVA) von −1.852 Mio € nach −6.197 Mio € im Jahr zuvor. Trotz eines rückläufigen Zinsniveaus haben wir den kalkulatorischen Eigenkapitalkostensatz erhöht, so dass der WACC 2012/2013 für den Konzern um 0,5 Prozentpunkte gestiegen ist. Analog dazu haben wir auch die Business-Area-spezifischen Kapitalkosten überprüft und teilweise leicht angepasst. Einzelheiten zum Wertbeitrag und seinen wesentlichen Komponenten zeigt die folgende Tabelle: ThyssenKrupp Value Added (TKVA) nach Business Areas 2011/2012 EBIT (Mio €) ø Capital Employed (Mio € ) WACC (%) TKVA (Mio €) Konzern – 4.370 21.488 8,5 – 6.197 Davon: Components Technology 681 3.112 9,0 401 Elevator Technology 387 2.427 8,0 193 Industrial Solutions 506 1.469 9,0 374 Materials Services 127 2.945 8,5 – 123 Steel Europe 188 5.773 9,0 – 332 Steel Americas – 4.747 6.802 9,0 – 5.359 Stainless Global – 626 2.523 9,0 – 853 2012/2013 EBIT (Mio €) ø Capital Employed (Mio € ) WACC (%) TKVA (Mio €) Veränderung TKVA (Mio €) Konzern – 538 14.594 9,0 – 1.852 4.345 Davon: Components Technology 173 2.980 9,0 – 96 – 497 Elevator Technology 611 2.353 8,0 423 230 Industrial Solutions 658 1.472 9,0 525 151 Materials Services – 6 2.808 9,0 – 258 – 135 Steel Europe 62 5.198 9,5 – 432 – 100 Steel Americas – 1.180 3.202 10,0 – 1.500 3.859 Stainless Global 57 996 9,5 – 38 815 Mehr zur Bedeutung von TKVA und EBIT für die Unternehmenssteuerung erfahren Sie im Kapitel „Unternehmenssteuerung durch wertorientiertes Management“. INVESTITIONEN Kapitalallokation verbessert, Anteil der Industriegüter-Geschäfte im Investitionsmix gestärkt ThyssenKrupp hat im Berichtsjahr insgesamt 1.411 Mio € investiert, 36 % oder rund 800 Mio € weniger als im Vorjahr. Der Rückgang bezog sich zu mehr als 80 % auf die nicht fortgeführte Aktivität Stainless Global sowie auf Steel Americas: Mit Abschluss der Veräußerung zum Ende des 1. Quartals 2012/2013 entfielen Investitionen bei Stainless Global; sie gingen entsprechend um rund 300 Mio € zurück. Zudem waren die Investitionen bei Steel Americas weiter rückläufig und reduzierten sich um rund 350 Mio € auf 170 Mio €. Rund 600 Mio € der Investitionen gingen in unsere Industriegüter-Geschäfte und insbesondere in Components Technology. Sach- und Finanzinvestitionen nach Business Areas Mio € 2011/2012 2012/2013 Veränderung in % Components Technology 420 389 – 7 Elevator Technology 178 143 – 20 Industrial Solutions 87 63 – 28 Materials Services 91 76 – 16 Steel Europe 505 408 – 19 Steel Americas 515 170 – 67 Corporate/Konsolidierung 4 64 — Investitionen fortgeführter Aktivitäten 1.800 1.313 – 27 Stainless Global/Konsolidierung 404 98 — Investitionen Konzern 2.204 1.411 – 36 * Inklusive übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus dem Erwerb von konsolidierten Gesellschaften. Für 75 Mio € haben wir Unternehmen, Beteiligungen und andere finanzielle Vermögenswerte erworben. Die wesentlichen Erwerbe sind im Abschnitt „Strategische Weiterentwicklung des Konzerns“ dargestellt. Sachinvestitionen in den fortgeführten Business Areas Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte der fortgeführten Aktivitäten (inkl. Steel Americas) betrugen insgesamt 1.236 Mio € und lagen um 132 Mio € über den Abschreibungen von 1.104 Mio €. Components Technology – Components Technology investierte insgesamt 389 Mio € in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte; die Abschreibungen betrugen 264 Mio €. Der überwiegende Teil des Budgets betraf die Wachstumsregionen BIC und NAFTA; so konnten wir beispielsweise im 3. Quartal ein neues Werk für Nutzfahrzeug-Kurbelwellen in der chinesischen Metropole Nanjing einweihen. Auch in Deutschland haben wir nennenswert investiert – unter anderem in die Entwicklung und Fertigung elektromagnetisch gestützter Lenkgetriebe sowie die Weiterentwicklung der Nockenwellentechnologie. Zudem haben wir ein neues Werk zur Herstellung von Zylinderkopfhauben in Betrieb genommen. Bei unserem Verfahren werden die Nockenwellen und weitere Montagekomponenten in der geschlossenen Zylinderkopfhaube montiert, so dass wir unseren Kunden statt bisher einzelner Antriebskomponenten ein komplettes Ventiltriebsmodul liefern. Damit gehen Gewichtseinsparungen sowie eine schnellere und effizientere Motorenmontage bei den Automobilherstellern einher. Zwei weitere Werke in China und Brasilien sind derzeit im Bau. Elevator Technology – Neben der kontinuierlichen Akquisition etablierter kleiner und mittelständischer Aufzugsunternehmen in Deutschland und weltweit hat Elevator Technology im Berichtszeitraum 105 Mio € in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert; die Abschreibungen beliefen sich auf 80 Mio €. Damit forcierte Elevator Technology Investitionen zur Effizienzsteigerung sowie das umfangreiche Wachstumskonzept mit Schwerpunkt in China. In Deutschland wird der Standort Neuhausen zu einem hochmodernen Technologiepark mit einer deutlichen Verbesserung der Lieferleistung und des Fertigungs- und Materialflusses ausgebaut. Industrial Solutions – Die Business Area hat mit Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von 63 Mio € insbesondere ihr Technologieportfolio gestärkt und die regionalen Marktpositionen ausgebaut. Zur Erweiterung unseres Service-Netzwerkes und zur nachhaltigen Steigerung des Umsatzes im Servicegeschäft wurde weiter in Service-Center in Südamerika investiert. Außerdem investierte Industrial Solutions im Rahmen unserer Wachstumsstrategie in die industriell genutzte Biotechnologie und hat im Berichtsjahr die europaweit erste Mehrzweck-Fermentationsanlage zur kontinuierlichen Produktion biobasierter Chemikalien eingeweiht und damit ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich biotechnologisch hergestellter Chemikalien auf Basis nachwachsender Rohstoffe weiter ausgebaut. Diese Chemikalien dienen unter anderem als Ausgangsstoff für biologisch abbaubare Kunststoffe wie Polymilchsäure (PLA) oder Polybutylsuccinat (PBS), die sich wiederum hervorragend für umweltschonende Verpackungsmaterialien, Folien oder Textilien eignen. Die Abschreibungen betrugen 60 Mio €. Materials Services – Die Investitionen von Materials Services in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 77 Mio €, bei Abschreibungen von 90 Mio €. Damit haben wir die Anlagen und Ausrüstung in unserem Werkstoffgeschäft modernisiert und punktuell erweitert. Außerdem wurde das weiter wachsende Aerospace-Geschäft ausgebaut. Dazu gehörte auch der Aufbau neuer Standorte. Steel Europe – Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte bei Steel Europe erreichten im Berichtsjahr 372 Mio €; die Abschreibungen beliefen sich auf 441 Mio €. Der Investitionsschwerpunkt mit zwei Umbaustillständen lag auf der umfangreichen Modernisierung des Warmbandwerks 1 in Duisburg-Bruckhausen zur Sicherstellung der technologischen Basis für unsere Differenzierungsstrategie. Zeitgleich mit dem Umbaustillstand am Warmbandwerk 1 wurde im Oxygenstahlwerk 1 in Duisburg-Bruckhausen ein Konverter erneuert. Daneben flossen weitere nennenswerte Investitionsmittel in den Austausch der Antriebstechnik am Durchlaufofen 3 bei unserem Verpackungsstahlspezialisten Rasselstein in Andernach, in die umfassende Modernisierung der Mittelbandstraße unseres Spezialanbieters für warmgewalzten Bandstahl am Standort Hagen-Hohenlimburg sowie in die Rohstofflogistik. Steel Americas – Die Investitionen der Business Area Steel Americas in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im Berichtsjahr auf 170 Mio € nach 515 Mio € im Vorjahr. Das gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufige Investitionsvolumen beinhaltete im brasilianischen Stahlwerk insbesondere Umweltschutzmaßnahmen und Reparatur- und Optimierungsarbeiten an der Kokerei. Abschließende Investitionen an Produktionsanlagen und Infrastruktur standen in den USA im Vordergrund. Die Abschreibungen betrugen 136 Mio €. Corporate – Bei Corporate beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte im Berichtsjahr auf 60 Mio € und enthielten insbesondere Ausgaben für die IT-Infrastruktur sowie die Daten- und Prozessharmonisierung. Daneben haben wir auch in die Konzentration unserer Aktivitäten im Bereich karbonfaserverstärkter Kunststoffe (CFK) investiert sowie im Juni 2013 das TechCenter Carbon Composites und die Produktionsstätte von ThyssenKrupp Carbon Components eröffnet. Sachinvestitionen in der nicht fortgeführten Aktivität Stainless Global – Die nicht fortgeführte Business Area investierte bis Abschluss der Veräußerung zum Ende des 1. Quartals 2012/2013 99 Mio € in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte; auf Grund der Klassifizierung als nicht fortgeführte Aktivität sind Abschreibungen von 52 Mio € entfallen. Ein Schwerpunkt war der weitere Aufbau des neuen Produktionsstandortes in Calvert, USA. CASH-FLOW UND NETTO-FINANZSCHULDEN Bei unserem Ziel, das Cash-Flow-Profil zu verbessern und die Netto-Finanzschulden abzubauen, haben wir klare Fortschritte gemacht. Der Free Cash-Flow des Gesamtkonzerns erhöhte sich 2012/2013 im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Mrd € auf 596 Mio €; der Free Cash-Flow der fortgeführten Aktivitäten (inkl. Steel Americas) verbesserte sich um über 2 Mrd € auf 889 Mio €; vor Desinvestitionen betrug er −332 Mio €. Diese Verbesserung zum Vorjahr von rund 1,8 Mrd € reflektiert eindrucksvoll unsere Anstrengungen, das Cash-Flow-Profil strukturell zu optimieren. Aus Desinvestitionen – hauptsächlich dem Verkauf der Edelstahlaktivitäten – gingen uns Mittel in Höhe von 1.221 Mio € zu, denen im Konzern Investitionen von 1.411 Mio € gegenüberstanden. Der Operating Cash-Flow betrug 786 Mio €. Welche Faktoren im Einzelnen die Entwicklung unserer Netto-Finanzschulden im Berichtsjahr geprägt haben, zeigt die nachstehende Grafik: Die Netto-Finanzschulden berechnen sich über den Saldo der in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zuzüglich der kurzfristigen zur Veräußerung verfügbaren sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie der langfristigen und kurzfristigen Finanzschulden; dabei sind auch die entsprechenden zur Veräußerung vorgesehenen Werte der Disposal Groups zu berücksichtigen. Die Netto-Finanzschulden des Gesamtkonzerns beliefen sich zum 30. September 2013 auf 5.038 Mio € und konnten damit deutlich gegenüber dem Stand zum 30. September 2012 (5.800 Mio €) reduziert werden. Unter Berücksichtigung der flüssigen Mittel und der freien, zugesagten Kreditlinien sowie der ausgewogenen Fälligkeitenstruktur ist ThyssenKrupp stabil finanziert. Die ThyssenKrupp AG hat Vereinbarungen mit Banken, die bestimmte Bedingungen für den Fall vorsehen, dass das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum Eigenkapital (Gearing) im Konzernabschluss 150 % zum jeweiligen Bilanzstichtag (30. September) überschreitet. Zum 30. September 2013 lag das primär durch Wertminderungen temporär erhöhte Gearing bei 200,6 %. Damit wurde die in einigen Kreditverträgen vereinbarte Gearing-Obergrenze von 150 % zum 30. September 2013 nicht eingehalten. Allerdings konnte bereits im Vorfeld mit den betroffenen Finanzpartnern eine Vereinbarung zur Aussetzung (sogenannter Waiver) des Gearing-Covenant-Tests per 30. September 2013 getroffen werden, so dass diese Finanzinstrumente auch nach dem 30. September 2013 trotz temporären Überschreitens der Gearing-Grenze zur Verfügung stehen. Per 30. September 2013 belief sich die freie Liquidität des Konzerns auf 7,3 Mrd €, bestehend aus 3,8 Mrd € flüssigen Mitteln und 3,5 Mrd € freien, zugesagten Kreditlinien. Die freie Liquidität bietet ausreichend Spielraum zur Deckung anstehender Fälligkeiten in den Brutto-Finanzschulden. Die Fälligkeiten in den Brutto-Finanzschulden im Geschäftsjahr 2013/2014 belaufen sich auf 1,9 Mrd €. BEGEBUNG EINER ANLEIHE Die ThyssenKrupp AG hat im Februar 2013 im Rahmen ihres 10-Mrd-€-Debt-Issuance-Programms eine Anleihe im Volumen von 1,25 Mrd € mit einer Laufzeit von 5½ Jahren begeben. Mit einem Orderbuch von über 4 Mrd € wurde die Anleihe sehr gut vom Kapitalmarkt aufgenommen. Auf Grund der guten Resonanz haben wir im März 2013 das Anleihevolumen um 0,35 Mrd € auf insgesamt 1,6 Mrd € aufgestockt. Der Zinscoupon beträgt 4,0 % jährlich bei einem Emissionskurs von 99,681 % bzw. 100,625 %. Mit der Emission wurde das vorteilhafte Marktumfeld genutzt und das Fälligkeitenprofil der Finanzschulden verlängert. RATING Emittenten-Ratings seit 2001 Wir verfügen seit 2001 über Emittenten-Ratings der Rating-Agenturen Moody’s und Standard & Poor’s sowie seit 2003 von Fitch. Nachdem Moody’s das Rating von ThyssenKrupp im Januar 2013 von Baa3 auf Ba1 herabgestuft hat, befindet sich unser Rating neben S&P auch bei dieser Ratingagentur unterhalb der Grenze zum Investment-Grade. Bei S&P verfügen wir bereits seit November 2009 nicht mehr über ein Investment-Grade-Rating; Fitch bestätigte im Dezember 2012 das Rating im Investment-Grade-Bereich mit Ausblick „negativ“. Der negative Ausblick eines Ratings besagt, dass die Agentur die Rating-Einschätzung einem genaueren Monitoring unterzieht und üblicherweise innerhalb eines Zeitraums von 12 bis 18 Monaten über diese erneut entscheidet. Durch die Herabstufung unseres Ratings kommt es im Wesentlichen aus der Anleihe 2009/2014 seit Juni 2013 zu einer Erhöhung der vertraglich feststehenden Finanzierungskosten des Konzerns in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrags. Rating Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick Standard & Poor's BB B negativ Moody's Ba1 Not Prime negativ Fitch BBB- F3 negativ VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG GESCHÄFTSJAHR 2013/2014 Die nachfolgende Prognose bezieht sich auf die fortgeführten Aktivitäten des Konzerns nach Rückgliederung von Steel Americas (inkl. der Veräußerungsgruppe ThyssenKrupp Steel USA); nicht enthalten sind Umsatz- und Ergebniseffekte aus der beabsichtigten Übertragung der Anteile an der VDM- und der AST-Gruppe von Outokumpu an ThyssenKrupp als Gegenleistung für die Übertragung der im Rahmen des Inoxum-Verkaufs entstandenen Finanzforderung an Outokumpu: Umsatz und Ergebnis – Die Geschäftsentwicklung des Konzerns im Geschäftsjahr 2013/2014 wird aus heutiger Sicht von einer moderaten Belebung der Weltwirtschaft geprägt sein. Die sich abzeichnenden Trends – Ende des wirtschaftlichen Abschwungs im Euro-Raum sowie Stabilisierung der Wachstumsdynamik außerhalb Europas – sind noch nicht als gesichert einzuschätzen. Unter den Annahmen • einer insgesamt verhaltenen Wachstumsdynamik der Kernmärkte für unsere stärker zyklischen Werkstoff- und Komponenten-Geschäfte in den entwickelten Weltregionen sowie anhaltenden Wachstums in den aufstrebenden Weltregionen, • keiner größeren Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten sowie • einer verlässlichen Planbarkeit weiter Teile unserer Werkstoff- und Komponenten-Geschäfte im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld nicht wesentlich über ein Quartal hinaus erwarten wir für 2013/2014 derzeit folgende Geschäftsentwicklung für ThyssenKrupp: • Der Konzernumsatz sollte gegenüber Vorjahr (Umsatz 2012/2013: 38,6 Mrd €) vor Portfolioanpassungen im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. • Industriegüter-Geschäfte: Die hohen Auftragsbestände bei Elevator Technology und Industrial Solutions decken das erwartete Umsatzwachstum bereits weit ins Geschäftsjahr hinein ab. Bei Components Technology sollten die neuen Werke in China und Indien steigende Umsatzbeiträge liefern. • Werkstoff-Geschäfte: Bei Materials Services sollten selektive Wachstumsinitiativen zu leicht steigenden Umsätzen führen, während wir bei Steel Europe infolge von Portfoliomaßnahmen etwas geringere Umsätze erwarten. Bei Steel Americas gehen wir bei fortschreitender technischer Optimierung und zunehmender Marktdurchdringung von steigenden Umsätzen aus. • Das Bereinigte EBIT des Konzerns vor Portfolioanpassungen sollte sich gegenüber dem Vorjahr (Bereinigtes EBIT 2012/2013: 599 Mio €) auf rund 1 Mrd € verbessern. Dabei werden bis auf Steel Americas alle Business Areas positive Beiträge erwirtschaften. Der Verlust von Steel Americas wird auf Grund operativer Fortschritte weiter rückläufig sein. Daneben werden das erwartete Wachstum in unseren ertragsstarken Industriegüter-Geschäften und die konzernweiten Anstrengungen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit im Rahmen von impact zum verbesserten Ergebnis des Konzerns beitragen. Dabei wird insbesondere Elevator Technology Ergebnis und Marge weiter verbessern. Eine Ergebnissteigerung erwarten wir auch bei Industrial Solutions. Bei den Werkstoff-Geschäften sollte Steel Europe bei anhaltend hoher Wettbewerbsintensität einen steigenden Ergebnisbeitrag infolge von Effizienzgewinnen durch „Best-in-Class Reloaded“ zeigen. Unser Ziel in den Folgejahren ist es weiterhin, mit einem wieder positiven Jahresüberschuss das Eigenkapital zu stärken; für das Geschäftsjahr 2013/2014 erwarten wir dabei ohne Ergebniseffekte von VDM und AST eine deutliche Verbesserung in Richtung eines wieder ausgeglichenen Jahresergebnisses. Daneben arbeiten wir mit Nachdruck daran, die Cash-Generierung aus operativer Leistung nachhaltig zu verbessern und die Netto-Finanzschulden weiter zu reduzieren. Trotz des temporär gestiegenen Gearing stehen unsere Finanzierung und Liquidität auch im Geschäftsjahr 2013/2014 auf einer gesicherten Basis und können Schwankungen abfedern, die sich aus kurzfristigen makroökonomischen Veränderungen ergeben können. Die erwarteten Mittelzuflüsse aus dem Verkauf des Walz- und Beschichtungswerks ThyssenKrupp Steel USA in Calvert/Alabama und weiteren Portfoliomaßnahmen sowie aus dem operativen Geschäft werden unsere Netto-Finanzschulden und das temporär erhöhte Gearing wieder signifikant reduzieren; zudem wird ThyssenKrupp mit der stringenten Umsetzung der Strategischen Weiterentwicklung und den Effizienzmaßnahmen im Rahmen von impact das Ertrags- und Wettbewerbsprofil des Konzerns weiter deutlich verbessern. Die Investitionen des Gesamtkonzerns erwarten wir auf Vorjahresniveau. GESCHÄFTSJAHR 2014/2015 Im Geschäftsjahr 2014/2015 werden wir weiter an der strukturellen Verbesserung des Konzerns arbeiten und das ganzheitliche Konzept zur Strategischen Weiterentwicklung mit Nachdruck weiter umsetzen. Dies kann unter anderem gezielte Wachstumsimpulse und weitere Optimierungen des Portfolios umfassen. Sollte sich die moderate Belebung der Weltwirtschaft fortsetzen, der wirtschaftliche Abschwung im Euro-Raum nachhaltig überwunden sein sowie die Wachstumsdynamik außerhalb Europas stabilisieren, gehen wir im Zuge des allgemeinen Wirtschaftswachstums auch von einem weiter steigenden Umsatz aus. Höherer Umsatz und strukturelle Verbesserungen sollten sich entsprechend positiv auf das Ergebnis auswirken. Zusätzlich erwarten wir auf der Ergebnisseite für 2014/2015 weitere signifikante Verbesserungen aus den initiierten Konzernprogrammen, insbesondere aus „impact 2015“, sowie den kontinuierlichen Effizienzimpulsen aus dem Benchmarking. Somit rechnen wir auch für 2014/2015 mit einer Verbesserung der Eigenkapital- und Finanzierungssituation. Mehr über unsere Konzernprogramme erfahren Sie im Kapitel „Profil und Strategie“. GESCHÄFTSVERLAUF IN DEN BUSINESS AREAS Die Aktivitäten des Konzerns sind in Business Areas gebündelt. In einem insgesamt schwierigen Geschäftsumfeld haben alle Business Areas sowohl kumuliert im Geschäftsjahr als auch in allen Quartalen positive Beiträge zum Bereinigten EBIT geleistet. Ausnahme war die Business Area Steel Americas, die ihre Verluste im Vergleich zum Vorjahr signifikant reduzieren konnte, aber insgesamt weiterhin deutlich negativ blieb. COMPONENTS TECHNOLOGY Components Technology in Zahlen 2011/2012 2012/2013 Veränderung in % Auftragseingang Mio € 6.933 5.715 – 18 Umsatz Mio € 7.011 5.712 – 19 EBIT Mio € 681 173 – 75 EBIT-Marge % 9,7 3,0 — Bereinigtes EBIT Mio € 453 244 – 46 Bereinigte-EBIT-Marge % 6,5 4,3 — Mitarbeiter (30.09.) 28.011 27.737 – 1 Die Business Area Components Technology umfasst das Liefer- und Leistungsspektrum von Hightech-Komponenten für den allgemeinen Maschinenbau, Baumaschinen und Windkraftanlagen. Im Automobilsektor liegen die Schwerpunkte unserer Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Kurbel- und Nockenwellen, Lenksysteme, Dämpfer, Federn, Stabilisatoren und Montage von Achsmodulen. Auftragseingang und Umsatz struktur- und nachfragebedingt gesunken Im Geschäftsjahr 2012/2013 führten bei Components Technology die Desinvestitionen aus dem Vorjahr, im Wesentlichen die Veräußerung der US-amerikanischen Gießereigruppe Waupaca, zu einem strukturell geringeren Geschäftsvolumen. Dementsprechend sank der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 18 % auf 5,7 Mrd €. Bereinigt um die Desinvestitionen verminderte sich der Auftragseingang um rund 3 %. Das Berichtsjahr war insgesamt gekennzeichnet durch eine schwächere Geschäftsentwicklung im Bereich der Komponenten für Windkraftanlagen, trotz eines leichten Aufwärtstrends in den letzten beiden Quartalen. Daneben hatte das unsichere Investitionsklima im Bau- und Infrastruktursektor in Westeuropa geringere Auftragsvergaben für Komponentenzulieferungen im Baumaschinenbereich zur Folge. Der US-Markt für schwere Nutzfahrzeuge zeigte ebenfalls noch keine Trendwende; die Abrufe lagen deutlich unter den Vorjahreswerten. Demgegenüber stand eine positive Entwicklung der PKW-Märkte in den USA und China; der Aufbau unserer neuen Werke in China schreitet dabei kontinuierlich voran. In Westeuropa blieb die Nachfrage nach Komponenten für PKW- und Nutzfahrzeuge verhalten, das PKW-Premiumsegment erzielte jedoch Zuwächse gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz folgte der Auftragsentwicklung und lag insbesondere auf Grund der Unternehmensabgänge deutlich unter dem Vorjahresniveau. Bereinigt um die Desinvestitionen sank er um rund 4 % auf 5,7 Mrd €. Bereinigtes EBIT unter Vorjahr – Restrukturierungsmaßnahmen unter impact eingeleitet Das Bereinigte EBIT lag mit 244 Mio € unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Hier wirkten sich der wegfallende operative Gewinn von Waupaca, der Konjunkturabschwung in Westeuropa im Bereich der Komponenten für PKW und schwere Nutzfahrzeuge, die anhaltend schwache Nachfrage im Baumaschinen- und Infrastruktursektor sowie der zunehmende Wettbewerbs- und Preisdruck im Windenergiebereich aus. Zusätzlich sind Anlaufkosten für neue Werke, vor allem in Asien und Südamerika, und neue Produkte enthalten. Positive Ergebniseffekte ergaben sich dagegen aus der Umsetzung des Restrukturierungsprogramms bei ThyssenKrupp Federn und Stabilisatoren. Die Bereinigte-EBIT-Marge lag mit 4,3 % unter dem Vorjahresniveau von 6,5 %. Das EBIT von Components Technology blieb mit 173 Mio € ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert, der ganz wesentlich durch den hohen positiven Sondereffekt aus der Veräußerung von Waupaca begünstigt war. Zudem wurde das Ergebnis im Berichtsjahr durch Wertminderungsaufwendungen auf das Anlagevermögen im Bereich Großwälzlager und Ringe für Windenergiekomponenten in Höhe von 36 Mio € und durch Restrukturierungsaufwendungen im Bereich Baumaschinen-Komponenten bei Berco in Höhe von 35 Mio € belastet. Bei Berco wurde ein Restrukturierungsprogramm mit umfangreichen Personalmaßnahmen notwendig. Die in Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern und der Politik erzielten Ergebnisse sind ein wichtiger Schritt auf dem eingeschlagenen Weg zur tiefgreifenden Neuorganisation und zügigen Restrukturierung des Unternehmens. Hiermit wird die Grundlage geschaffen, die Profitabilität und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen sowie den Veräußerungsprozess zu unterstützen. ELEVATOR TECHNOLOGY Elevator Technology in Zahlen 2011/2012 2012/2013 Veränderung in % Auftragsbestand (30.09.) Mio € 3.588 3.586 0 Auftragseingang Mio € 6.149 6.520 6 Umsatz Mio € 5.705 6.155 8 EBIT Mio € 387 611 58 EBIT-Marge % 6,8 9,9 — Bereinigtes EBIT Mio € 587 675 15 Bereinigte-EBIT-Marge % 10,3 11,0 — Mitarbeiter (30.09.) 47.561 49.112 3 Das Produktprogramm der Business Area Elevator Technology umfasst Personen- und Lastenaufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige, Fluggastbrücken, Treppen- und Plattformlifte sowie den Service für die gesamte Produktpalette. Über 900 Standorte sorgen für ein dichtes Service- und Dienstleistungsnetz und somit für eine optimale Nähe zum Kunden. Auftragseingang und Umsatz erreichen erneut Spitzenwerte Elevator Technology hat 2012/2013 den Rekordkurs fortgesetzt. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 % auf über 6,5 Mrd €. Dieses Wachstum war insbesondere auf die äußerst erfreuliche Entwicklung des Neuanlagengeschäfts in China zurückzuführen. Hinzu kamen die teilweise deutlichen Steigerungen auf dem nord- und südamerikanischen Markt. Besonders hervorzuheben sind die Erfolge bei den Infrastrukturprojekten auf dem brasilianischen Markt. Der Auftragseingang in Europa zeigte nur vergleichsweise geringes Wachstum. Eine Ausnahme hierbei war die Entwicklung in der Türkei. Auf Grund der Beteiligung an größeren Infrastrukturprojekten, wie z.B. Metro Marmaray, konnte der Auftragseingang deutlich gesteigert werden. Der Umsatz entwickelte sich analog zum Auftragseingang ebenfalls positiv und lag mit 6,2 Mrd € rund 8 % über Vorjahresniveau. Auch die Umsätze im Servicegeschäft verzeichneten weltweit einen Anstieg. Diese Entwicklung war zum einen auf innovative Service-Prozesse und zum anderen auf den Ausbau des weltweiten Netzwerks unserer Niederlassungen zurückzuführen. Der Neubau unserer Produktionsstandorte in Asien ist weiter fortgeschritten. Um das Neuanlagengeschäft in Europa besser bedienen zu können, wurde im Rahmen des Fit-for-Future-Projektes mit der Modernisierung und dem Ausbau unserer Produktionsstätte in Neuhausen begonnen; auch hier verläuft der Fortschritt planmäßig. Deutlicher Anstieg des Bereinigten EBIT – impact-Maßnahmen zeigen Wirkung Mit einem Bereinigten EBIT von 675 Mio € hat Elevator Technology das Vorjahresniveau um 15 % übertroffen. Die Bereinigte-EBIT-Marge lag mit 11,0 % über dem Vorjahreswert von 10,3 %. Grundlage für diese erfreuliche Ergebnis- und Margenentwicklung waren die im Vorjahr eingeleiteten Restrukturierungen und Maßnahmen zur Leistungsverbesserung, wie z.B. Bündelung von Einkaufsvolumina und Optimierung von Service-Prozessen. Elevator Technology steigerte das EBIT ebenfalls deutlich auf 611 Mio € nach 387 Mio € im Vorjahr. Das Vorjahresergebnis enthielt Sondereffekte in Höhe von 200 Mio €, die größtenteils auf Einmalaufwendungen für die Standortschließungen auf dem US-amerikanischen Markt für Accessibility-Produkte sowie auf weitere Restrukturierungsmaßnahmen beruhten. Die Sondereffekte im Berichtsjahr beliefen sich auf 64 Mio € und betrafen im Wesentlichen weitere Restrukturierungsmaßnahmen in Europa. INDUSTRIAL SOLUTIONS Industrial Solutions in Zahlen 2011/2012 2012/2013 Veränderung in % Auftragsbestand (30.09.) Mio € 15.634 14.641 – 6 Auftragseingang Mio € 7.631 5.283 – 31 davon Marine Systems Mio € 3.605 364 – 90 Umsatz Mio € 5.257 5.641 7 davon Marine Systems Mio € 1.188 1.334 12 EBIT Mio € 506 658 30 EBIT-Marge % 9,6 11,7 — Bereinigtes EBIT Mio € 689 640 – 7 Bereinigte-EBIT-Marge % 13,1 11,3 — Mitarbeiter (30.09.) 18.111 18.841 4 * einschließlich Sonstiger Beteiligungen und Konsolidierung Zum 01. Januar 2013 wurden die ehemaligen Business Areas Plant Technology und Marine Systems zu der neuen Business Area Industrial Solutions zusammengeführt. Industrial Solutions gliedert sich in die Operating Units Process Technologies (Uhde), Resource Technologies (Polysius/Fördertechnik), Marine Systems (HDW/Blohm+Voss Naval) und System Engineering. Das Produktportfolio reicht von Chemie- und Raffinerieanlagen im Bereich Process Technologies, Anlagen für die Zementindustrie sowie innovativen Lösungen zum Abbau, zur Gewinnung und Weiterverarbeitung von Rohstoffen im Bereich Resource Technologies über den Marineschiffbau im Bereich Marine Systems bis hin zu Produktionssystemen für die Automobilindustrie im Bereich System Engineering. Serviceleistungen runden das Portfolio ab. Maßgeschneiderte Ingenieurleistungen für patentierte Verfahrensprozesse und mechanische Anwendungen, globales Projektmanagement, Systemintegration, zuverlässiges Einkaufs- und Lieferantenmanagement und anspruchsvolle Dienstleistungen für unsere Kunden sind die Basis für unseren Erfolg. Auftragseingang im Kernanlagenbau mit deutlichem Plus, bei Marineschiffen unter hohem Vorjahreswert Die Märkte von Industrial Solutions entwickelten sich 2012/2013 überwiegend positiv. Mit einem Auftragseingang von insgesamt 5,3 Mrd € wurde der hohe Vorjahreswert allerdings nicht erreicht. Hier wirkten sich insbesondere Vergabeverzögerungen bei Marine-Projekten aus. Sehr erfreulich zeigte sich die Situation insbesondere im Chemieanlagenbau bei Process Technologies; hier konnte der Auftragseingang um fast 70 % gesteigert werden. Durch die niedrigen Gaspreise im Zuge des Schiefergas-Booms in Nordamerika besteht nach wie vor eine hohe Nachfrage nach petrochemischen Anlagen; dabei gewannen wir in den USA Aufträge zur Planung und Lieferung von Düngemittelfabriken im Wert von etwa 1,2 Mrd €. Darüber hinaus planen wir, zur weiteren Stärkung unseres Kernanlagenbaugeschäfts den Bereich der Elektrolyse-Anlagen auszubauen. Hierzu wurde im November 2013 mit Industrie De Nora, einem Anbieter elektrochemischer Technologien, eine Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures getroffen. Durch die Zusammenführung der Aktivitäten im Bereich Planung, Beschaffung und Errichtung von Elektrolyse-Anlagen unter dem Namen ThyssenKrupp Uhde Chlorine Engineers erweitern beide Partner ihre technologische Plattform und erhöhen die Kundennähe sowie die globale Präsenz. Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Aufsichtsratsgremien und der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden. Auch der Bereich Resource Technologies konnte den Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr steigern; insbesondere das starke Infrastruktur-Investitionsklima sorgte für positive Impulse in Südostasien. Aus Thailand erhielten wir einen Auftrag zum Bau eines Zementwerkes in Höhe von etwa 150 Mio € sowie aus Indonesien einen Folgeauftrag für die Erweiterung eines Zementwerkes eines langjährigen Kunden im Wert von etwa 200 Mio €. Der Markt für Mining-Equipment ist nach der hohen Nachfrage der vergangenen Jahre derzeit von einem schwachen Neuprojektgeschäft und entsprechend hoher Wettbewerbsintensität geprägt; unser hoher Auftragsbestand sowie das ausgewogene Produktportfolio mit einem steigenden Anteil von Reparatur- und Servicegeschäft sichern jedoch eine stabile Beschäftigungs- und Geschäftsentwicklung. Weiterhin auf hohem Niveau blieb die Nachfrage nach Produktionssystemen für die Automobilindustrie. System Engineering gewann u.a. einen Auftrag im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich zur Erstellung einer Rohbauanlage für einen europäischen Automobilhersteller sowie einen Auftrag für eine Fertigungslinie für die Luftfahrtindustrie – eine Aktivität mit wachsender Bedeutung. Der Auftragseingang im Marineschiffbau lag unter dem sehr hohen Vorjahreswert, da ein U-Boot-Exportprojekt zeitverzögert vergeben wird. Weltweit gibt es zahlreiche aussichtsreiche Projekte, insbesondere in der Region Asien/Pazifik. Zur Stärkung der Marktpräsenz im südostasiatischen Raum (inkl. Australien und Neuseeland) haben wir im Berichtsjahr das australische Ingenieurunternehmen Australian Marine Technologies erworben. Der hohe Auftragsbestand der Business Area von 14,6 Mrd € zum 30. September 2013 sichert weiterhin eine gute Beschäftigung, bietet Planungssicherheit und trägt zur Wachstumsperspektive bei. Industrial Solutions ist global tätig. Der Auftragseingang entfiel auf die Regionen Amerika mit 42 %, Europa mit 29 %, Asien/Pazifik mit 25 % und Afrika mit 4 %. Wir haben begonnen, ein Regionalisierungskonzept umzusetzen, um unsere Kräfte in den Märkten zu bündeln sowie unsere Anstrengungen zur strategischen Markt- und Kundenentwicklung zu intensivieren. Industrial Solutions übertraf mit einem Umsatz von 5,6 Mrd € den Vorjahreswert um 7 % und bestätigt damit weiterhin den nachhaltigen Aufwärtstrend. Bereinigtes EBIT weiter mit zweistelliger Margenqualität; EBIT deutlich gestiegen Mit einem Bereinigten EBIT von 640 Mio € blieb Industrial Solutions – unter anderem unterstützt durch zahlreiche impact-Maßnahmen – weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres, das insbesondere von der Auflösung projektspezifischer Risikorückstellungen bei Marine Systems begünstigt war. Die Bereinigte-EBIT-Marge lag mit 11,3 % weiterhin solide im zweistelligen Zielkorridor. Mit einem EBIT von 658 Mio € wurde der Vorjahreswert, der durch Wertberichtigungen aus dem Verkauf des zivilen Schiffbaus belastet war, deutlich übertroffen; die EBIT-Marge lag mit 11,7 % ebenfalls klar über dem Vorjahreswert von 9,6 %. MATERIALS SERVICES Materials Services in Zahlen 2011/2012 2012/2013 Veränderung in % Auftragseingang Mio € 13.146 11.663 – 11 Umsatz Mio € 13.165 11.700 – 11 EBIT Mio € 127 – 6 -- EBIT-Marge % 1,0 – 0,1 — Bereinigtes EBIT Mio € 311 236 – 24 Bereinigte-EBIT-Marge % 2,4 2,0 — Mitarbeiter (30.09.) 27.595 26.978 – 2 Die Business Area Materials Services ist an rund 500 Standorten in 34 Ländern auf die Distribution von Roh- und Werkstoffen einschließlich technischer Dienstleistungen spezialisiert. Gut behauptet in einem schwachen Marktumfeld Bei einer sehr zurückhaltenden Nachfrage und gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunkenen Werkstoff- und Rohstoffpreisen hat sich Materials Services im Berichtsjahr – auch im Vergleich zu vielen anderen Marktteilnehmern – gut behauptet. Das umfangreiche Produkt- und Dienstleistungsangebot, der breite Kunden- und Branchenmix sowie die ausgewogene internationale Positionierung haben sich positiv ausgewirkt. Zahlreiche Performance-Programme im Rahmen von impact standen 2012/2013 mit Blick auf die andauernde Marktschwäche im Fokus. Dazu gehörten in erster Linie die systematischen und nachhaltigen Initiativen zur Optimierung des Logistik-Netzwerks mit den Elementen Lager, Anarbeitung, Transporte und Standorte. Dabei haben wir auch das gesamte Bestandsmanagement in die Maßnahmen einbezogen. Die IT-Vernetzung einschließlich weltweiter Harmonisierung wurde weiter vorangebracht, so dass Ende des Geschäftsjahres bereits 7.000 Nutzer in einer einheitlichen IT-Umgebung arbeiteten. Die operative Struktur und die Verwaltung wurden im In- und Ausland weiter optimiert. Mit der breiten Palette der Personalinstrumente gelang es, die Mitarbeiteranzahl an die Absatz- und Beschäftigungsentwicklung anzupassen. Die Zahlen des Berichtsjahres spiegeln das insgesamt schwache konjunkturelle Umfeld und den damit verbundenen starken Wettbewerbsdruck wider. Auftragseingang und Umsatz gingen um 11 % auf 11,7 Mrd € zurück. Mit Ausnahme des weiter wachsenden Aerospace-Geschäfts lagen alle Bereiche unter den entsprechenden Vorjahreswerten. Das Aerospace-Geschäft wird zukünftig auch über im Geschäftsjahr neu eröffnete Standorte weiter zulegen können. Insgesamt war gegenüber dem schon relativ schwachen Vorjahr keine grundlegende Geschäftsbelebung festzustellen; der Preis- und Wettbewerbsdruck blieb für nahezu alle Produkte und in allen Regionen außergewöhnlich hoch. Neben den Kostensenkungsmaßnahmen wurden verstärkt zahlreiche Vertriebsinitiativen ergriffen. Dadurch konnte der Lagerabsatz im Werkstoffgeschäft mit 5,5 Mio t auf Vorjahresniveau gehalten werden. Während die Mengen in Deutschland überproportional zurückgingen, verzeichneten Osteuropa und Nordamerika ein leichtes Plus. Das internationale Projekt- und Streckengeschäft war deutlich geringer als im Vorjahr; die wenigen Projekte waren umso härter umkämpft. Zahlreiche Produktionsdrosselungen und -stillstände in der Stahlindustrie beeinträchtigten die Nachfrage nach metallurgischen Rohstoffen im gesamten Geschäftsjahr. Auslastung und Umsatz der stahlwerksnahen Dienstleistungen blieben deshalb und wegen fehlender Zusatz- und Sonderprojekte in Brasilien unter dem Niveau des Vorjahres; die Personalstärke wurde frühzeitig angepasst. Der für den Geschäftsbereich Railway/Construction Mitte des Berichtsjahres eingeleitete Verkaufsprozess befindet sich in der Umsetzung und verläuft planmäßig. Bereinigtes EBIT deutlich positiv, aber unter Vorjahr Die generelle Marktschwäche konnte trotz aller Performance-Maßnahmen im Rahmen von impact im Ergebnis nicht kompensiert werden. Das Bereinigte EBIT ging 2012/2013 gegenüber dem Vorjahr um 75 Mio € oder 24 % auf 236 Mio € zurück. Die Bereinigte-EBIT-Marge sank von 2,4 % im Vorjahr auf 2,0 %. Das EBIT war auf Grund der Sondereffekte, insbesondere wegen des Bußgeldes und der Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Schienenkartell, mit −6 Mio € negativ. STEEL EUROPE Steel Europe in Zahlen 2011/2012 2012/2013 Veränderung in % Auftragseingang Mio € 10.455 9.515 – 9 Umsatz Mio € 10.992 9.620 – 12 EBIT Mio € 188 62 – 67 EBIT-Marge % 1,7 0,6 — Bereinigtes EBIT Mio € 247 143 – 42 Bereinigte-EBIT-Marge % 2,2 1,5 — Mitarbeiter (30.09.) 27.761 26.961 – 3 Die Business Area Steel Europe bündelt die Qualitätsflachstahlaktivitäten des Konzerns vor allem im europäischen Markt. Ihre hochwertigen Flacherzeugnisse werden an Kunden in der Automobilindustrie und anderen stahlverarbeitenden Branchen geliefert. Zum Programm gehören auch Produkte für attraktive Spezialmärkte wie beispielsweise die Verpackungsindustrie. Auftragseingang und Umsatz erlösbedingt niedriger Steel Europe verzeichnete 2012/2013 einen überwiegend erlösbedingten Rückgang des Geschäftsvolumens. Die konjunkturelle Schwäche in Europa bei bestehendem Angebotsüberhang führte zu einem Druck auf die Stahlpreise. Daneben hat sich im Wesentlichen durch die Veräußerung des Bauelemente-Geschäfts im September 2012 und den im Juli 2013 abgeschlossenen Verkauf von ThyssenKrupp Tailored Blanks der Konsolidierungskreis gegenüber dem Vorjahr verkleinert. Der Auftragseingang lag mit 9,5 Mrd € um 9 % unter dem Vorjahreswert. Während die Bestellmengen mit 11,6 Mio t das Vorjahresniveau leicht übertrafen, drückten die im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Durchschnittserlöse den Auftragswert. Der über weite Strecken des Kalenderjahres 2012 negative Trend bei den europäischen Spotmarktpreisen, der sich nach einer temporären Erholungsphase ab April 2013 bis in den Sommer fortsetzte, schlug sich ab dem 2. Quartal 2012/2013 in den Abschlüssen mit unseren Kunden nieder. Der Umsatz verzeichnete einen Rückgang von 12 % auf 9,6 Mrd €; auch dies war primär durch die im Vorjahresvergleich um 8 % niedrigeren Durchschnittserlöse bedingt. Mit einem Gesamtabsatz von 11,5 Mio t wurde die Vorjahresmenge um 4 % unterschritten, dabei war die Entwicklung jedoch branchenabhängig unterschiedlich. Rückläufig war der Versand an die Automobil- und Zulieferindustrie, den Maschinenbau und die Abnehmer von Elektroblech. Dagegen erzielten wir höhere Mengen im Geschäft mit dem Baugewerbe, der Verpackungsindustrie und den Herstellern sonstiger Metallerzeugnisse. Auf Vorjahreshöhe bewegte sich der Versand an Handel, Stahl-Service-Center und Kaltwalzer. Der negative Marktpreistrend führte auf breiter Front zu niedrigeren Erlösen. Beschäftigung und Kapazitäten weiter dem Marktumfeld angepasst Die Rohstahlerzeugung lag mit 11,6 Mio t leicht unter dem Vorjahresniveau. Dabei wurde die Produktion der eigenen Stahlwerke um 1 % gesteigert, während die Zulieferungen der Hüttenwerke Krupp Mannesmann um 8 % zurückgingen. In geringerem Umfang als im Vorjahr wurden Brammen von CSA bezogen. Die Walzstahlproduktion für Kunden war mit 11,9 Mio t um 6 % niedriger, und die nachgelagerten Walz- und Veredelungsstufen wurden der schwachen Nachfrage entsprechend überwiegend nicht voll ausgelastet. Mit Ausnahme zweier Standorte der Elektrobandfertigung, die seit dem 2. Quartal des Berichtsjahres Kurzarbeit fahren, beendete Steel Europe die zum Ende des Vorjahres an einigen Weiterverarbeitungsanlagen begonnene Kurzarbeit mit dem Monat Januar 2013. Um die Herausnahme des Hochofens 2 zur geplanten Neuzustellung im Verlauf des neuen Geschäftsjahres vorzubereiten, haben wir den Hochofen 9 Ende Oktober 2013 wieder angeblasen. EBIT deutlich gesunken, aber positiv Das Bereinigte EBIT belief sich auf 143 Mio €, nach 247 Mio € im Vorjahr. Die Bereinigte-EBIT-Marge ging von 2,2 % auf 1,5 % zurück. Wesentliche Ursache war die schwache Konjunktur in Europa, die vor allem mit nicht auskömmlichen Erlösen verbunden war. Die bereits implementierten Effizienzsteigerungsmaßnahmen leisteten einen erheblichen Beitrag zur Kostenreduktion, konnten aber die marktbedingten Rückgänge nur teilweise kompensieren. Vor dem Hintergrund der unzureichenden Ergebnisse wird intensiv an der weiteren Detaillierung und Umsetzung der Maßnahmenpakete des Programms „Best-in-Class Reloaded“ gearbeitet; unter anderem wurde der Produktionsbetrieb der Feuerbeschichtungsanlagen in Spanien (ThyssenKrupp Galmed) und in Neuwied bereits im 4. Quartal 2012/2013 eingestellt. Die Kostensenkungsmaßnahmen werden durch intensivierte Vertriebsanstrengungen und Differenzierungsinitiativen ergänzt. Das EBIT verringerte sich um 126 Mio € auf 62 Mio € und war durch Sondereffekte in Höhe von 81 Mio € beeinflusst. Belastungen – im Wesentlichen aus Restrukturierungsrückstellungen im Rahmen von „Best-in-Class Reloaded“ – konnten durch einen Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der Tailored-Blanks-Aktivitäten teilweise kompensiert werden. STEEL AMERICAS Steel Americas in Zahlen 2011/2012 2012/2013 Veränderung in % Auftragseingang Mio € 2.081 2.056 – 1 Umsatz Mio € 2.014 1.867 – 7 EBIT Mio € – 4.747 – 1.180 75 EBIT-Marge % — — — Bereinigtes EBIT Mio € – 1.010 – 495 51 Bereinigte-EBIT-Marge % — — — Mitarbeiter (30.09.) 3.992 4.112 3 Mit dem Stahlwerk in Brasilien und dem Walz- und Beschichtungswerk in den USA beliefert die Business Area Steel Americas den amerikanischen Markt mit hochwertigen Brammen und Flachstahlprodukten. Im Rahmen der Strategischen Weiterentwicklung hat ThyssenKrupp entschieden, das Walz- und Beschichtungswerk ThyssenKrupp Steel USA in Calvert/Alabama abzugeben; über den Verkauf wurde am 29. November 2013 mit einem Konsortium aus ArcelorMittal und Nippon Steel & Sumitomo Metal Corporation ein Vertrag unterzeichnet. Die Vereinbarung beinhaltet auch den Abschluss eines langfristigen Brammenliefervertrags für das brasilianische Stahlwerk (ThyssenKrupp CSA). Daraus folgend wurde die Business Area Steel Americas insgesamt zum Ende des Berichtsjahres aus dem Status der nicht fortgeführten Aktivität bzw. Discontinued Operation im Sinne der IFRS wieder als fortgeführte Aktivität eingegliedert; innerhalb der Business Area Steel Americas bildet ThyssenKrupp Steel USA eine Veräußerungsgruppe bzw. Disposal Group. Umsatz erlösbedingt rückläufig; Bestell- und Versandmengen gesteigert In einem insgesamt schwierigen Geschäftsumfeld blieb der Auftragseingang im Berichtsjahr mit 2,1 Mrd € bei höheren Bestellmengen auf Vorjahresniveau. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr bei gesteigertem Produktions- und Versandniveau erlösbedingt um 7 % auf 1,9 Mrd €. Das brasilianische Stahlwerk steigerte die Brammenproduktion um 5 % auf 3,6 Mio t. Davon wurden 0,6 Mio t Brammen konzernextern vermarktet. Die deutlich ausgeweiteten Lieferungen an brasilianische und nordamerikanische Brammenkunden führten, trotz geringerer Brammenlieferungen an Steel Europe und eines mit 2,5 Mio t im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufigen Flachstahl-Absatzes des US-Werks, zu einem insgesamt leicht höheren Versandniveau. Die Marktposition bei strategischen Kunden, insbesondere im Marktsegment Automotive, konnte weiter ausgebaut werden. Steel Americas gewann mehrere Aufträge großer Automobilkunden und weitete die Lieferungen an die Rohrbandindustrie aus. EBIT gegenüber Vorjahr verbessert Das Bereinigte EBIT verbesserte sich nach −1.010 Mio € im Vorjahr auf −495 Mio €. Wesentliche Gründe dafür waren Kostensenkungen, Effizienzsteigerungsmaßnahmen und eine stärkere Ausrichtung auf Kundensegmente mit höherem Margenpotenzial sowie eine geringfügig höhere Auslastung unseres brasilianischen Stahlwerks und die mit dem Eintritt in den brasilianischen Brammenmarkt verbundene Nutzung von Vorsteuerguthaben, die zu einer aperiodischen Steuerzuschreibung in Höhe von 102 Mio € im 2. Quartal führte. Außerdem reduzierten sich infolge der Impairment-Aufwendungen zum 30. September 2012 sowie der Klassifizierung von ThyssenKrupp Steel USA als Veräußerungsgruppe die planmäßigen Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte von 373 Mio € im Vorjahr auf 127 Mio €. Auf Grund des schwierigen Geschäftsumfeldes im nordamerikanischen Markt blieb das Ergebnis jedoch negativ, was vor allem an dem unbefriedigenden Preisniveau im weiterhin besonders wichtigen Service-Center-Geschäft lag. Ein mehrwöchiger, unplanmäßiger Stillstand des Hochofens 2 in Brasilien führte zudem zu einem Produktionsausfall und in der Folge zu Lieferengpässen und einem negativen Einfluss auf die Lieferleistung unseres US-amerikanischen Walzwerks. Weiterhin belasteten der temporäre Ausfall einer Kraftwerksturbine und die insgesamt nicht effiziente Auslastung der Aggregate. Das EBIT betrug −1.180 Mio € und war durch Sondereffekte von 685 Mio € belastet, die im Wesentlichen aus Impairment-Aufwendungen in Höhe von 586 Mio € und der geänderten Bewertung eines langfristigen Frachtvertrags resultieren. BEREICH CORPORATE DER THYSSENKRUPP AG Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung sowie die Shared-Services-Aktivitäten. Der Konzern wird von der ThyssenKrupp AG als Hauptverwaltung zentral geführt. Für eine noch stärkere, weltweite Vernetzung verändern wir derzeit die Konzernorganisation umfassend hin zu einer dreidimensionalen Führungsstruktur aus operativen Geschäften, Funktionen und Regionen. Im Rahmen dieses neuen Führungskonzeptes werden derzeit Regional Headquarters in Brasilien, Indien, China und der Region Asien/Pazifik aufgebaut. Das Regional Headquarters in Nordamerika ist seit Beginn des Berichtsjahres vollumfänglich aktiv. Die Shared-Services-Aktivitäten umfassen die Bereiche Business Services (Finanzen und Personal), IT und Real Estate einschließlich der nicht betriebsnotwendigen Immobilien. Der Umsatz, den Corporate-Gesellschaften mit marktgängigen Dienstleistungen für Konzernunternehmen und externe Kunden erbringen, betrug im Berichtsjahr 190 Mio € und somit 32 Mio € mehr als im Vorjahr. Das Bereinigte EBIT von Corporate betrug −425 Mio € und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 62 Mio € verbessert. Die Verwaltungskosten sind u.a. wegen Beratungsaufwendungen für konzernweite Projekte – die Einführung einheitlicher Datenerfassungssysteme und im Zusammenhang mit dem Effizienz- und Restrukturierungsprogramm ACT – gestiegen; dieser Anstieg konnte aber durch Einsparungen z.B. beim Werbesonderaufwand und eine höhere, verursachungsgerechte Kosten-Weiterverrechnung an die Business Areas überkompensiert werden. Infolge von Sondereffekten, im Wesentlichen aus Restrukturierungsrückstellungen im Rahmen von ACT, belief sich das EBIT auf −500 Mio €; im Vorjahr waren es −495 Mio €. STAINLESS GLOBAL (NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄT) Am 28. Dezember 2012 wurde der Zusammenschluss der Business Area Stainless Global mit dem finnischen Unternehmen Outokumpu abgeschlossen. Bis zum Ende der Konzernzugehörigkeit erzielte Stainless Global im 1. Quartal 2012/2013 einen Auftragseingang von 1,3 (1. Quartal 2011/2012: 1,4) Mrd €, einen Umsatz von 1,4 (1. Quartal 2011/2012: 1,4) Mrd € und ein EBIT von 72 (1. Quartal 2011/2012: −321) Mio €. Nach dem Abgang entstanden bis zum 30. September 2013 nachlaufende Erträge und Aufwendungen, die in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf von Stainless Global stehen und das EBIT mit 15 Mio € belasten. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE Ein verbessertes operatives Ergebnis, eine enge Steuerung des Netto-Umlaufvermögens, eine verbesserte Kapitalallokation und signifikante Mittelzuflüsse aus Desinvestitionen kennzeichneten die strukturellen Verbesserungen in unserem Cash-Flow-Profil 2012/2013; sie reduzierten unsere Netto-Finanzschulden deutlich. Notwendige Restrukturierungsmaßnahmen, Rückstellungen und Wertberichtigungen haben im Berichtsjahr das Eigenkapital des Konzerns belastet. Finanzierung und Liquidität des Konzerns stehen jedoch auch für das Geschäftsjahr 2013/2014 auf einer stabilen Basis. KOMPONENTEN DER ERGEBNISENTWICKLUNG Die Umsatzerlöse der fortgeführten Aktivitäten (inkl. Steel Americas) lagen 2012/2013 mit 38.559 Mio € um 2.977 Mio € oder 7 % unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Die Umsatzkosten der fortgeführten Aktivitäten verminderten sich um 6.263 Mio € oder 16 % und damit insgesamt deutlich überproportional zur Umsatzentwicklung. Eine wesentliche Ursache hierfür waren die im Vergleich zum Vorjahr stark gesunkenen Wertminderungsaufwendungen bei den langfristigen Vermögenswerten von Steel Americas. Hinzu kamen umsatzbedingt rückläufige Materialaufwendungen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz der fortgeführten Aktivitäten erhöhte sich entsprechend deutlich um 3.286 Mio € auf 4.750 Mio €, die Brutto-Umsatzmarge verbesserte sich um 9 Prozentpunkte auf 12 %. Zu dem Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskosten der fortgeführten Aktivitäten um 42 Mio € trugen hauptsächlich die Business Areas Elevator Technology und Steel Europe bei. Die Vertriebskosten der fortgeführten Aktivitäten verminderten sich um 135 Mio €, insbesondere auf Grund gesunkener Wertminderungsaufwendungen bei Steel Americas sowie rückläufiger Aufwendungen für Frachten, Verkaufsversicherungen und Zölle. Die allgemeinen Verwaltungskosten der fortgeführten Aktivitäten gingen um 89 Mio € zurück; erhöhten Restrukturierungsaufwendungen standen insbesondere rückläufige planmäßige Abschreibungen, gesunkene Wertminderungsaufwendungen bei Steel Americas sowie verminderte Reisekosten gegenüber. Die sonstigen Aufwendungen der fortgeführten Aktivitäten nahmen um 43 Mio € zu. Erhöhend wirkten im Berichtsjahr erfasste Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Schienenkartell, die die Bildung von Rückstellungen für erkennbare Risiken aus Schadenersatzforderungen sowie ein verhängtes Bußgeld betrafen. Darüber hinaus ergaben sich gestiegene Aufwendungen aus der Derivatebilanzierung eines Frachtvertrags bei Steel Americas. Diesen Zunahmen stand der Wegfall der im Vorjahr erfassten Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwerte im Zusammenhang mit dem Verkauf der zivilen Bereiche von Blohm + Voss gegenüber. Auf die fortgeführten Aktivitäten entfielen sonstige Gewinne und Verluste, die um 243 Mio € unter dem Vorjahreswert lagen. Dies war vor allem auf den Wegfall des im Vorjahr erfassten Gewinns aus der Entkonsolidierung von Waupaca zurückzuführen; gegenläufig wirkte insbesondere der im 4. Quartal 2012/2013 erfasste Gewinn aus dem Verkauf der ThyssenKrupp Tailored-Blanks-Gruppe. Die Verschlechterung des auf die fortgeführten Aktivitäten entfallenden Ergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen um 154 Mio € betraf insbesondere die Bewertung der Anteile an Outokumpu im Berichtsjahr. Wesentliche Ursache für die um 167 Mio € verminderten Finanzierungserträge der fortgeführten Aktivitäten waren geringere Wechselkursgewinne im Zusammenhang mit Finanztransaktionen; gegenläufig wirkten in erster Linie erhöhte Erträge im Zusammenhang mit der Sicherung eines Darlehens bei Steel Americas. Der Anstieg der Finanzierungsaufwendungen der fortgeführten Aktivitäten um 66 Mio € betraf vor allem die im Berichtsjahr erfasste Abwertung der Finanzforderung gegenüber Outokumpu sowie erhöhte Aufwendungen aus der Sicherung eines Darlehens bei Steel Americas; gegenläufig wirkten hauptsächlich gesunkene Währungsverluste im Zusammenhang mit Finanztransaktionen sowie rückläufige Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Für den Berichtszeitraum ergab sich bei einem Verlust aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) von 1.648 Mio € ein Steuerertrag der fortgeführten Aktivitäten von 59 Mio €, der im In- und Ausland angefallen ist und maßgeblich durch Wertberichtigungen aktiver latenter Ertragsteuern beeinflusst wird. Im Vorjahr war die effektive Steuerbelastung maßgeblich durch Wertberichtigungen aktiver latenter Ertragsteuern im Bereich Steel Americas beeinflusst. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergab sich für die fortgeführten Aktivitäten ein Verlust von 1.589 Mio €. Die nicht fortgeführten Aktivitäten erzielten im Berichtsjahr einen Gewinn von 53 Mio € nach einem Verlust von 707 Mio € im Vorjahr. Wesentliche Ursachen für die Verbesserung um 760 Mio € waren neben den niedrigeren laufenden Verlusten die gegenüber dem Vorjahr um 400 Mio € verminderten Verluste aus Bewertungsanpassungen für Stainless Global sowie ein im Berichtszeitraum auf Grund der noch nicht abgeschlossenen Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit dem Anteil von 29,9 % an Outokumpu vorläufiger Gewinn von 146 Mio € aus der Abgabe des Edelstahlgeschäfts an Outokumpu. Unter Einbeziehung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 1.536 Mio €, im Vorjahr wurde ein Fehlbetrag von 5.042 Mio € ausgewiesen. Der Verlust je Aktie bezogen auf den Jahresfehlbetrag, der auf die Aktionäre der ThyssenKrupp AG entfällt, verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,53 € auf 2,71 €. Auf die fortgeführten Aktivitäten entfiel ein Verlust je Aktie von 2,82 € nach einem Verlust von 6,88 € im Vorjahr. ANALYSE DER KAPITALFLUSSRECHNUNG Der in der Kapitalflussrechnung insgesamt betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente” und enthält bis zu deren tatsächlichen Veräußerung auch die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen einschließlich der nicht fortgeführten Aktivitäten. Die nicht fortgeführten Aktivitäten umfassen für das Geschäftsjahr 2012/2013 sowie für das Vorjahr die Aktivitäten von Stainless Global. 2012/2013 ergab sich ein Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit von 786 Mio €, während im Vorjahr noch ein Mittelabfluss von 386 Mio € zu verzeichnen war. Der Mittelzufluss der fortgeführten Aktivitäten belief sich auf 981 Mio €, gegenüber dem Vorjahr eine starke Verbesserung um 1.271 Mio €. Hauptursache dafür war die insgesamt um 1.320 Mio € stark verbesserte Mittelbindungssituation bei den Vorräten sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bei den nicht fortgeführten Aktivitäten erhöhte sich der negative Operating Cash-Flow um 99 Mio € auf −195 Mio €, insbesondere durch die bis Ende Dezember 2012 eingetretene Mittelbindung bei den Vorräten. Aus der Investitionstätigkeit resultierte insgesamt ein Mittelabfluss von 190 Mio € nach einem Mittelabfluss von 1.350 Mio € im Vorjahr. Bei den fortgeführten Aktivitäten ergab sich ein Mittelabfluss von 92 Mio €; im Vorjahr waren es 948 Mio €. Wesentliche Ursachen für die Verbesserung um 856 Mio € waren die Abgabe des Edelstahlgeschäfts an Outokumpu, die unter Berücksichtigung der abgegebenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Einnahmen von 916 Mio € führte, Einnahmen in Höhe von 242 Mio € aus dem Verkauf der ThyssenKrupp Tailored-Blanks-Gruppe in der Business Area Steel Europe im Juli 2013 sowie deutlich verminderte Investitionsausgaben für Sachanlagen bei Steel Americas. Gegenläufig wirkte im Wesentlichen der Wegfall der im Vorjahr erfassten Einnahmen aus dem Verkauf der US-amerikanischen Gießerei Waupaca sowie der Xervon-Gruppe und der brasilianischen Automotive-Systems-Aktivitäten. Bei den nicht fortgeführten Aktivitäten war der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit um 304 Mio € niedriger. Dies lag vor allem an einem Rückgang der Investitionen in Sachanlagen auf Grund der Abgabe des Edelstahlgeschäfts an Outokumpu Ende 2012. Der Free Cash-Flow, d.h. die Summe von Operating Cash-Flow und Cash-Flow aus Investitionstätigkeit, verbesserte sich bei den fortgeführten Aktivitäten gegenüber dem Vorjahr erheblich um 2.127 Mio € auf einen positiven Wert von 889 Mio €. Dies resultierte im Wesentlichen aus den erhöhten Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit und der Veräußerung des Edelstahlgeschäfts. Der negative Free Cash-Flow der nicht fortgeführten Aktivitäten konnte insbesondere durch die gesunkenen Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit auf −293 Mio € reduziert werden. Insgesamt betrug der Free Cash-Flow damit 596 Mio €. Bei den fortgeführten Aktivitäten ergab sich aus der Finanzierungstätigkeit ein Mittelzufluss von 812 Mio € nach 11 Mio € im Vorjahr. Die Erhöhung des Mittelzuflusses um 801 Mio € betraf mit 232 Mio € geringere Auszahlungen im Zusammenhang mit der Finanzierung der nicht fortgeführten Aktivitäten. Hinzu kamen um 254 Mio € verminderte Gewinnausschüttungen hauptsächlich als Folge der im Berichtsjahr entfallenen Dividendenzahlungen der ThyssenKrupp AG sowie eine insgesamt um 120 Mio € erhöhte Aufnahme von Finanzschulden. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit der nicht fortgeführten Aktivitäten sank um 248 Mio €; dies betraf im Wesentlichen die gegenüber dem Vorjahr verminderte Inanspruchnahme der Konzernfinanzierung durch die nicht fortgeführten Aktivitäten. Insgesamt erhöhte sich der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit um 553 Mio € auf 1.051 Mio €. ZENTRALE FINANZIERUNG UND LIQUIDITÄTSSICHERUNG Die Finanzierung des Konzerns erfolgt grundsätzlich zentral durch die ThyssenKrupp AG. Eine mehrjährige Finanzplanung sowie eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung mit einem Planungszeitraum von bis zu einem Jahr bilden dafür die Basis. Wichtigste Liquiditätsquelle sind die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Durch unsere Cash-Management-Systeme nutzen Konzerngesellschaften Liquiditätsüberschüsse anderer Unternehmenseinheiten, um ihren Liquiditätsbedarf zu decken. Dies verringert das Fremdfinanzierungsvolumen und somit den Zinsaufwand. Um das benötigte Fremdfinanzierungsvolumen zu beschaffen, nutzen wir Geld- und Kapitalmarktinstrumente wie z.B. Anleihen, Schuldscheindarlehen oder Commercial Paper. Daneben nehmen wir fest zugesagte Kreditlinien in unterschiedlichen Währungen und mit unterschiedlichen Laufzeiten in Anspruch und nutzen selektiv außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie z.B. Forderungsverkaufsprogramme oder Operating Leases. Einzelheiten zu den frei verfügbaren Kreditlinien sind unter Anhang-Nr. 17 zu finden. Die zentrale Finanzierung ermöglicht uns einen einheitlichen Auftritt auf den Kapitalmärkten. Das stärkt unsere Verhandlungsposition gegenüber den Banken und anderen Marktteilnehmern und macht es uns leichter, Kapital zu bestmöglichen Konditionen aufzunehmen oder anzulegen. Zum 30. September 2013 hatte ThyssenKrupp 3,8 Mrd € flüssige Mittel und 3,5 Mrd € frei verfügbare Kreditlinien. Zusammen ergab sich hieraus eine verfügbare Liquidität von 7,3 Mrd €. Darüber hinaus standen uns Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen eines Commercial Paper Programms mit einem maximalen Emissionsvolumen von 1,5 Mrd € zur Verfügung. Commercial Paper sind Schuldverschreibungen, die im Rahmen unseres Programms mit einer Laufzeit von bis zu 364 Tagen abhängig von der Investorennachfrage begeben werden können. Das Programm war zum 30. September 2013 mit 100 Mio € in Anspruch genommen. Die Finanzierung und Liquidität des Konzerns waren im Berichtsjahr stets gesichert. ANALYSE DER BILANZSTRUKTUR Die Bilanzsumme verminderte sich gegenüber dem 30. September 2012 um insgesamt 2.980 Mio € auf 35.304 Mio €. Hierin ist eine umrechnungsbedingte Abnahme um 1.098 Mio € enthalten, die insbesondere die Kursentwicklung des US-Dollar betraf. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich unter Berücksichtigung einer wechselkursbedingten Abnahme von 373 Mio € insgesamt um 2.888 Mio €. Diese erhebliche Zunahme betraf mit 1.911 Mio € Vermögenswerte von Steel Americas, die zum 30. September 2013 nicht mehr als zur Veräußerung eingestuft waren; einschließlich der 2012/2013 erfassten Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 249 Mio € entfielen hiervon 1.720 Mio € auf Sachanlagen. Darüber hinaus wirkten sich im Wesentlichen zwei Vorgänge als Folge des Ende 2012 umgesetzten Zusammenschlusses von Stainless Global und dem finnischen Edelstahlhersteller Outokumpu aus. In diesem Zusammenhang behält ThyssenKrupp eine Finanzforderung gegenüber Outokumpu; diese trug hauptsächlich zu dem Anstieg der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 934 Mio € bei. Außerdem erhielt ThyssenKrupp einen Anteil von 29,9 % an dem neuen Unternehmen; hieraus resultierte insbesondere die Erhöhung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen um 302 Mio €. Die aktiven latenten Steuern nahmen um 186 Mio € zu. Ursächlich war insbesondere der Aufbau steuerlich nutzbarer Verluste im In- und Ausland. Die Nutzung steuerlicher Verlustvorträge ist auf Basis unserer Ertragserwartungen und Steuerplanungen gesichert. Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich hauptsächlich durch die Abgabe der Edelstahlaktivitäten an Outokumpu sowie die zum 30. September 2013 teilweise nicht mehr als zur Veräußerung eingestuften Vermögenswerte von Steel Americas erheblich um 5.868 Mio €. Aus der Währungsumrechnung ergab sich eine Abnahme um 724 Mio €. Die Vorräte lagen zum 30. September 2013 mit 6.351 Mio € auf Vorjahresniveau. Hier standen Zunahmen von 387 Mio € auf Grund nicht mehr als zur Veräußerung eingestufter Vorräte von Steel Americas insbesondere Effekte aus der Währungsumrechnung sowie mengen- und preisbedingte Rückgänge und Abnahmen als Folge geringerer Herstellungskosten in der Business Area Steel Europe gegenüber. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen insgesamt um 170 Mio € auf 4.956 Mio € zurück. Mindernd wirkten vor allem Wechselkurseffekte sowie gesunkene Forderungen im Zusammenhang mit Fertigungsaufträgen. Diesen Rückgängen stand ein Anstieg von 59 Mio € als Folge zum 30. September 2013 nicht mehr als zur Veräußerung eingestufter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von Steel Americas gegenüber. Die Zunahme der kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 211 Mio € betraf im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Beteiligungsunternehmen Outokumpu. Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte um 413 Mio € betraf mit 189 Mio € zum 30. September 2013 nicht mehr als zur Veräußerung eingestufte kurzfristige sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte von Steel Americas sowie darüber hinaus hauptsächlich erhöhte geleistete Anzahlungen im Zusammenhang mit der Beschaffung von Vorräten und anderen Vorauszahlungen. Der deutliche Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 1.592 Mio € stand im Zusammenhang mit dem im Berichtszeitraum erzielten positiven Free Cash-Flow von 889 Mio €, der mit 1.000 Mio € maßgeblich durch die Zahlung von Outokumpu im Rahmen der Abgabe des Edelstahlgeschäfts Ende Dezember 2012 beeinflusst war, sowie mit der Aufnahme von Finanzschulden von insgesamt 1.081 Mio €. Gegenläufig wirkten insbesondere Auszahlungen von 279 Mio € im Zusammenhang mit der Finanzierung der nicht fortgeführten Aktivitäten sowie Wechselkurseffekte. Die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte gingen stark um 7.920 Mio € auf 1.547 Mio € zurück. Der Rückgang betraf mit 3.247 Mio € nicht mehr als zur Veräußerung eingestufte Vermögenswerte von Steel Americas sowie mit 4.383 Mio € die vollzogene Abgabe von Stainless Global an Outokumpu. Der Verkauf der ThyssenKrupp Tailored-Blanks-Gruppe im Juli 2013 trug mit 282 Mio € zu dem Rückgang bei. Das Eigenkapital verringerte sich zum 30. September 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 2.015 Mio € auf 2.511 Mio €. Hauptfaktoren waren der im Berichtsjahr angefallene Jahresfehlbetrag von 1.536 Mio € sowie die im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von 382 Mio €. Die Eigenkapitalquote verminderte sich von 11,8 % auf 7,1 %. Die langfristigen Verbindlichkeiten nahmen insgesamt um 1.516 Mio € zu. Hauptursache war die Zunahme der langfristigen Finanzschulden um 1.699 Mio €, die insbesondere die im 2. Quartal 2012/2013 erfolgte Emission einer Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 1.600 Mio € betraf. Hinzu kamen um 1.213 Mio € erhöhte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten; dieser Anstieg resultierte mit 501 Mio € aus zum 30. September 2013 nicht mehr als Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten eingestufte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von Steel Americas. Darüber hinaus waren die langfristigen Finanzschulden um 995 Mio € niedriger, und zwar durch die Umgliederung einer im Juni 2014 fälligen Anleihe in die kurzfristigen Finanzschulden. Der Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 352 Mio € betraf hauptsächlich Auszahlungen für Pensionen und Gesundheitsfürsorge sowie eine Abnahme auf Grund der im Rahmen der Neubewertung der Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen zum 30. September 2013 aktualisierten Zinssätze. Wesentlicher Grund für die Zunahme der sonstigen langfristigen Rückstellungen um 119 Mio € waren Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere in der Business Area Steel Europe. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sanken insgesamt um 2.481 Mio €; hiervon entfielen 428 Mio € auf die Währungsumrechnung. Die Zunahme der kurzfristigen sonstigen Rückstellungen von 331 Mio € betraf insbesondere im 1. Halbjahr 2012/2013 vorgenommene Zuführungen auf Grund erkennbarer Risiken aus Schadenersatzforderungen im Zusammenhang mit dem Schienenkartell. Darüber hinaus wurden mögliche Auswirkungen aus fusionskontrollrechtlichen Auflagen im Zusammenhang mit der Abgabe des Edelstahlgeschäfts an Outokumpu berücksichtigt. Die kurzfristigen Finanzschulden waren mit 1.911 Mio € zum 30. September 2013 nahezu unverändert; der erwähnten Umgliederung einer Anleihe aus den langfristigen Finanzschulden im Juni 2013 stand insbesondere die Rückzahlung einer Anleihe im Februar 2013 gegenüber. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich insgesamt um 199 Mio €; hierfür waren mit 133 Mio € hauptsächlich zum 30. September 2013 nicht mehr als Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten eingestufte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von Steel Americas verantwortlich. Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 393 Mio € betraf insbesondere erhöhte Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sowie die Derivatebilanzierung. Gestiegene Kundenanzahlungen und Verpflichtungen aus nachlaufenden Herstellungskosten trugen überwiegend zu einem Anstieg der kurzfristigen sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten um 356 Mio € bei. Die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten verringerten sich um 3.649 Mio € auf 265 Mio €. Der Rückgang resultierte mit 2.323 Mio € aus der bereits erwähnten Abgabe von Stainless Global an Outokumpu im Dezember 2012 sowie mit 1.230 Mio € aus nicht mehr als Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten eingestuften Verbindlichkeiten von Steel Americas. Der Verkauf der ThyssenKrupp Tailored-Blanks-Gruppe trug mit 104 Mio € zusätzlich zu dem Rückgang bei. NICHTBILANZIERTES VERMÖGEN UND AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt der Konzern nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Es handelt sich im Wesentlichen um geleaste, gepachtete oder gemietete Güter (Operating Lease). Einzelheiten können Sie unter der Anhang-Nr. 21 nachlesen. Zu unseren außerbilanziellen Finanzierungsinstrumenten zählen zudem Forderungsverkaufsprogramme. Dazu finden Sie Näheres unter der Anhang-Nr. 10. Für den Fall, dass derartige Finanzierungsinstrumente in der Zukunft nicht mehr verfügbar sein sollten, haben wir ausreichend freie Kreditlinien. Dies gilt auch für den regresslosen Verkauf von Forderungen, die der Konzern im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs zum Stichtag in Höhe von rund 1 Mrd € veräußert hat; im Vorjahr waren es ebenfalls rund 1 Mrd €. EINZELABSCHLUSS THYSSENKRUPP AG Die ThyssenKrupp AG ist Mutterunternehmen und Corporate Headquarter des ThyssenKrupp Konzerns. Die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtunternehmens liegen in der Verantwortung des Holding-Vorstands. Hierzu gehören vor allem die Festlegung der Konzernstrategie und der Ressourcenverteilung sowie das Führungskräfte- und das Finanzmanagement. Die Lage der ThyssenKrupp AG wird im Wesentlichen durch den geschäftlichen Erfolg des Konzerns bestimmt. INVESTITIONEN Im Geschäftsjahr 2012/2013 hat die ThyssenKrupp AG in ihr Anlagevermögen intern 5.009 Mio € investiert. Hiervon entfielen 14 Mio € auf Softwarelizenzen als immaterielle Vermögensgegenstände, die im Wesentlichen auf die Neuausrichtung der SAP-Systeme für Rechnungswesen und Entgeltabrechnungen zurückzuführen sind. Die Zugänge im Sachanlagevermögen von 26 Mio € betreffen größtenteils das ThyssenKrupp Quartier in Essen, wobei 15 Mio € auf Sachanlagen im Bau zurückzuführen sind, die sichere Zonen gegen den Angriff von Cyber-Attacken zum Ziel haben. Bei den Zugängen von 4.970 Mio € in den Finanzanlagen entfielen 3.180 Mio € auf Anteile an verbundenen Unternehmen. Im Wesentlichen ist dies auf Sacheinlagen von Anteilen an der ThyssenKrupp Canada Inc., der Krupp Canada Inc. und der ThyssenKrupp France S.A. in die ThyssenKrupp Nederland Holding B.V. in Höhe von 2.016 Mio € zurückzuführen, sowie eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der ThyssenKrupp North America Inc. in Höhe von 770 Mio €. Weitere 1.289 Mio € entfielen auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen auf Grund langfristiger Darlehensgewährungen im Wesentlichen an die ThyssenKrupp Nederland Holding B.V. Der Nettobuchwert der Abgänge von 3.943 Mio € bei den Anteilen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen resultierte mit 859 Mio € aus der Einbringung von Anteilen in andere Tochtergesellschaften der ThyssenKrupp AG und aus Verschmelzungen von unmittelbaren Tochtergesellschaften sowie mit 3.084 Mio € aus der Rückzahlung von auslaufenden Darlehensverträgen durch verschiedene Konzernunternehmen, im Wesentlichen ThyssenKrupp Technologies GmbH und ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. ERTRAGSLAGE Der Jahresüberschuss der ThyssenKrupp AG betrug im Berichtsjahr 772 Mio € nach einem im Vorjahr ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von 3.184 Mio €. Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich um 417 Mio € auf 833 Mio €. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen stiegen dabei um 465 Mio € auf 952 Mio €. Insbesondere erhöhten sich die Erträge der ThyssenKrupp Technologies Beteiligungen GmbH um 320 Mio € auf 625 Mio € (i. Vj. 305 Mio €). Zusätzlich wiesen die ThyssenKrupp Elevator AG mit 124 Mio € (i. Vj. 13 Mio €) und die Thyssen Stahl GmbH mit 184 Mio € (i. Vj. 136 Mio €) im Berichtsjahr insgesamt 159 Mio € höhere Ergebnisabführungen gegenüber dem Vorjahr aus. Gegenläufig wirkte ein Anstieg der Aufwendungen aus Verlustübernahmen um insgesamt 46 Mio €, der mit 91 Mio € im Wesentlichen die ThyssenKrupp Materials International GmbH betraf. Die Erträge aus Beteiligungen nahmen gegenüber dem Vorjahr um 2 Mio € ab und betrafen in erster Linie die Gewinnausschüttung der TGHM GmbH & Co. KG von 2 Mio € aus dem Vorjahr. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge um 1.353 Mio € resultierte mit 1.258 Mio € vor allem aus den Erträgen aus den Abgängen von Finanzanlagen. Davon entfielen 1.176 Mio € auf Sacheinbringungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen in die ThyssenKrupp Nederland Holding B.V. und 80 Mio € auf Sacheinbringungen in die ThyssenKrupp Technologies Beteiligungen GmbH. Darüber hinaus ergab sich ein Anstieg der Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen um 228 Mio € auf 237 Mio € (i. Vj. 9 Mio €), der im Wesentlichen aus der Anpassung der Risikobewertung einer ehemaligen Beteiligung in Höhe von 200 Mio € und aus der Auflösung von Rückstellungen für fehlende Eingangsrechnungen in Höhe von 27 Mio € (davon 22 Mio € aus indirekter Inanspruchnahme) resultierte. Ergebnismindernd wirkten sich hingegen die gegenüber dem Vorjahr um 156 Mio € geringeren Erträge aus Steuerumlagen der Konzernunternehmen im Zuge der Abführung von Organschaftsergebnissen aus. Die im Geschäftsjahr vorgenommene Abschreibung auf Finanzanlagen entfiel bei den Beteiligungen mit 460 Mio € auf die Anteile an der Outokumpu Oyj, Finnland, sowie auf die Wertanpassung einer Ausleihung durch die Übernahme des Kreditrisikos der ThyssenKrupp Nederland B.V. gegenüber der Outokumpu Oyj in Höhe von 300 Mio €. Hinzu kam eine Abschreibung auf die Anteile der ThyssenKrupp Italia S.r.l. mit 95 Mio €. Die Erhöhung der allgemeinen Verwaltungskosten um 43 Mio € gegenüber dem Vorjahr betraf im Wesentlichen die Bildung von Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Personalbereich in Höhe von 18 Mio €, sowie eine um 17 Mio € höhere Zuführung zu den Pensionsrückstellungen und andere Sachkosten. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 21 Mio € auf 160 Mio € resultierte im Wesentlichen aus um 44 Mio € erhöhten Aufwendungen im Zusammenhang mit Steuerumlagen an die Konzernunternehmen auf Grund der Abführung von Organschaftsergebnissen. Gegenläufig wirkte eine um 21 Mio € geringere Zuführung zur Rückstellung für Anpassungsmaßnahmen aus Mitarbeiterübernahmen. Das Zinsergebnis beinhaltet Zinsaufwendungen und -erträge aus konzerninterner wie auch externer Finanzierung. Das negative Zinsergebnis verbesserte sich um 90 Mio € auf 377 Mio €. Es ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 689 Mio €; im Vorjahr wurde ein Verlust von 488 Mio € ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten mit 85 Mio € einen Ertrag aus der Neueinschätzung steuerlicher Sachverhalte sowie einen Aufwand für ausländische Quellensteuern. Latente Steuern sind im Steueraufwand auf Grund der Inanspruchnahme des Bilanzierungswahlrechts für einen Überhang der aktiven über die passiven latenten Steuern nicht enthalten. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergab sich ein Jahresüberschuss von 772 Mio € (Vorjahr Jahresfehlbetrag 3.184 Mio €). ANALYSE DER BILANZSTRUKTUR Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 346 Mio € auf 37.320 Mio €. Das Anlagevermögen stieg um 159 Mio € auf 25.872 Mio €. Die Erhöhung betraf im Wesentlichen die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen; gegenläufig wirkte insbesondere eine Abnahme der Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen nahmen insgesamt um 2.223 Mio € auf 19.231 Mio € zu. Wesentliche Ursachen waren Sacheinbringungen in Höhe von 2.016 Mio € in die ThyssenKrupp Nederland Holding B.V., eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der ThyssenKrupp North America, Inc. in Höhe von 770 Mio € sowie der Zukauf neuer Anteile an der Krupp Canada Inc. in Höhe von 216 Mio €. Dem standen Abgänge von 859 Mio € gegenüber, die im Wesentlichen auf Sacheinbringungen der ThyssenKrupp France S.A.S in Höhe von 338 Mio €, der ThyssenKrupp Canada Inc. in Höhe von 286 Mio € und der Krupp Canada Inc. in Höhe von 216 Mio € in die ThyssenKrupp Nederland Holding B.V. zurückzuführen sind. Zwischen der ThyssenKrupp AG und einzelnen Konzerngesellschaften wurden 2012/2013 neue langfristige Darlehensverträge abgeschlossen und bestehende Darlehensverträge aufgestockt. Die hieraus resultierenden Zugänge beliefen sich auf 1.289 Mio €. Dabei handelt es sich mit 1.269 Mio € im Wesentlichen um eine konzerninterne Darlehensvergabe an die ThyssenKrupp Nederland Holding B.V. Dem standen Rückgänge von 3.084 Mio € auf Grund ausgelaufener Darlehensverträge sowie einer Wertberichtigung von 300 Mio € gegenüber, so dass sich die Ausleihungen der ThyssenKrupp AG insgesamt um 2.095 Mio € auf 6.007 Mio € verringert haben. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme war zum 30. September 2013 mit 69 % unverändert. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen wesentliche Posten der Bilanz der ThyssenKrupp AG dar. Sie spiegeln die zentrale Bedeutung der ThyssenKrupp AG im Rahmen des Konzernfinanzverkehrs wider. Zum 30. September 2013 ergab sich im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 803 Mio € auf 8.545 Mio €, der in Höhe von 1.108 Mio € im Wesentlichen die Verringerung der Salden der Tagesgeldkonten und in Höhe von 156 Mio € Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Steuerumlagen betraf. Gegenläufig wirkte eine Abnahme der übrigen Forderungen um 462 Mio €, die hauptsächlich Ergebnisabführungen betraf. Die ThyssenKrupp AG haftet aus im Innenverhältnis übertragenen Pensionsverpflichtungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verringerten sich diese Verpflichtungen unter den sonstigen Vermögensgegenständen um 54 Mio € auf 669 Mio €. Korrespondierend wurde dieser Sachverhalt innerhalb der Pensionsverpflichtungen ausgewiesen. Zusätzlich verringerten sich die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 49 Mio € auf Grund niedrigerer Forderungen aus der Übernahme der Umsatzsteuersalden von Konzernunternehmen des Organkreises. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens gingen um 453 Mio € zurück – auf Grund des Tausches der Aktien der ThyssenKrupp Nirosta GmbH und der Inoxum GmbH gegen 621.042.572 Anteile an Outokumpu Oyj. Durch diesen Vorgang erhöhten sich die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Bruttowerte der Beteiligungen um den gleichen Betrag. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten stiegen zum 30. September 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 1.544 Mio € auf 2.151 Mio €. Der Liquiditätsanstieg begründet sich maßgeblich mit der Vereinnahmung des Verkaufspreises aus dem Verkauf der Edelstahlaktivitäten. Die ThyssenKrupp AG hat im Februar 2013 im Rahmen ihres 10-Mrd-€-Debt-Issuance-Programms eine Anleihe im Volumen von 1,25 Mrd € mit einer Laufzeit von 5½ Jahren begeben. Im März 2013 wurde das Anleihevolumen um 0,35 Mrd € auf insgesamt 1,6 Mrd € aufgestockt. Der Zinscoupon beträgt 4,0 % jährlich bei einem Emissionskurs von 99,681 % bzw. 100,625 %. Mit der Emission wurde das vorteilhafte Marktumfeld genutzt und das Fälligkeitenprofil der Finanzschulden verlängert. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich hauptsächlich um Geldanlagen der Tochtergesellschaften im Rahmen des zentralen Konzern-Finanzclearing. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gingen im Vergleich zum Vorjahr um 2.296 Mio € auf 25.129 Mio € zurück. Der Rückgang war insbesondere auf das Auslaufen von Darlehensgewährungen von Tochtergesellschaften an die ThyssenKrupp AG und auf Verringerungen der Tagesgeldverbindlichkeiten um 1.587 Mio € zurückzuführen. Darüber hinaus verminderten sich die Übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 757 Mio €, hauptsächlich auf Grund von Verlustübernahmen im Zusammenhang mit Ergebnisabführungsverträgen; gegenläufig wirkten um 44 Mio € erhöhte Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen aus Steuerumlagen. Das Eigenkapital erhöhte sich zum 30. September 2013 um 772 Mio € auf 3.534 Mio €. Dieser Anstieg resultierte aus dem 2012/2013 erzielten Jahresüberschuss. Die Eigenkapitalquote blieb auf dem Niveau des Vorjahres von ca. 10 %. Die Abnahme der Pensionsrückstellungen betraf mit 54 Mio € die bereits angesprochenen im Innenverhältnis übertragenen Pensionsverpflichtungen sowie mit 24 Mio € Pensionszahlungen. Gegenläufig wirkte die Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von 21 Mio € und eine Zuführung zur Pensionsrückstellung von 36 Mio €. Weitergehende Informationen zur Vermögens- und Finanzlage der ThyssenKrupp AG sind im Anhang des Einzelabschlusses enthalten. BILANZGEWINN UND GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG Die rechtliche Basis für eine Ausschüttung bildet der nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ermittelte Bilanzgewinn der ThyssenKrupp AG. Er bestimmt sich aus dem nach HGB ermittelten Jahresüberschuss der ThyssenKrupp AG in Höhe von 772 Mio € abzüglich der von Vorstand und Aufsichtsrat nach §58 Abs. 2, 2a AktG beschlossenen Einstellung in andere Gewinnrücklagen in Höhe von 405 Mio €. Der Jahresabschluss weist somit einen Bilanzgewinn von 367 Mio € aus. Die Dividendenpolitik der ThyssenKrupp AG ist auf Kontinuität ausgerichtet. Grundsätzlich soll eine am Jahresergebnis des von der ThyssenKrupp AG geführten Konzerns orientierte, angemessene Dividende ausgeschüttet werden. Zur Kontinuität der Dividendenpolitik gehört auch, in schwierigen Jahren – sofern wirtschaftlich vertretbar – die Dividende nicht vollständig ausfallen zu lassen. Vor dem Hintergrund der verbesserten, aber noch nicht ausreichenden operativen Ertragskraft des Konzerns sowie insbesondere der bilanziellen Belastungen aus notwendigen Wertberichtigungen, Rückstellungen und Restrukturierungsmaßnahmen und mit einem erneut hohen Jahresfehlbetrag des Konzerns, einer rückläufigen Eigenkapitalquote und einem temporär gestiegenen Gearing ist trotz der formalen Ausschüttungsfähigkeit auf Basis des Einzelabschlusses der ThyssenKrupp AG eine Dividendenzahlung nicht vertretbar. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2012/2013 zur Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Insgesamt halten wir jedoch an unserem Ziel der Dividendenkontinuität fest und sehen in einer verlässlichen und attraktiven Dividendenpolitik ein wichtiges Element unseres Zielbildes eines diversifizierten Industriekonzerns. Auf Basis der weiteren Fortschritte bei der Umsetzung unseres Konzepts zur Strategischen Weiterentwicklung und der damit einhergehenden Verbesserung unserer Ertrags- und Bilanzkennzahlen streben wir nachdrücklich an, sobald wirtschaftlich vertretbar, wieder eine angemessene Dividende auszuschütten. Als Obergesellschaft des Konzerns erhält die ThyssenKrupp AG Erträge insbesondere von ihren Beteiligungsgesellschaften. Durch die Anbindung der großen operativen Tochtergesellschaften in Deutschland über Gewinnabführungsverträge werden deren Ergebnisse direkt bei der ThyssenKrupp AG vereinnahmt. Die zuvor beschriebene positive Erwartung in Bezug auf die Geschäftsentwicklung im Konzern dürfte sich auch auf das Ergebnis der ThyssenKrupp AG auswirken. KURZFASSUNG BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Bilanz der ThyssenKrupp AG Aktiva Mio € 30.09.2012 30.09.2013 Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 15 22 Sachanlagen 380 387 Finanzanlagen 25.318 25.463 25.713 25.872 Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.176 9.268 Anteile an verbundenen Unternehmen 453 0 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 607 2.151 11.236 11.419 Rechnungsabgrenzungsposten 25 29 Summe der Aktiva 36.974 37.320 Passiva Mio € 30.09.2012 30.09.2013 Eigenkapital Gezeichnetes Kapital 1.317 1.317 Kapitalrücklage 723 723 Andere Gewinnrücklagen 722 1.127 Bilanzgewinn 0 367 2.762 3.534 Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.164 1.137 Übrige Rückstellungen 585 342 1.749 1.479 Verbindlichkeiten Anleihen 3.000 4.600 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.721 2.086 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.425 25.129 Übrige Verbindlichkeiten 309 488 32.455 32.303 Rechnungsabgrenzungsposten 8 4 Summe der Passiva 36.974 37.320 Gewinn- und Verlustrechnung der ThyssenKrupp AG Mio € 2011/2012 2012/2013 Beteiligungsergebnis 416 833 Sonstige betriebliche Erträge 464 1.817 Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens – 238 – 857 Allgemeine Verwaltungskosten – 524 – 567 Sonstige betriebliche Aufwendungen – 139 – 160 Zinsergebnis – 467 – 377 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit – 488 689 Außerordentliche Aufwendungen/außerordentliches Ergebnis – 2.678 0 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 18 83 Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss – 3.184 772 Ergebnisverwendung Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag – 3.184 772 Gewinnvortrag 285 0 Entnahme aus der Kapitalrücklage 2.279 0 Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 620 0 Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 405 Bilanzgewinn 0 367 NACHTRAGSBERICHT Die zwischen dem Stichtag des Berichtsjahres (30. September 2013) und der Freigabe des Berichts zur Veröffentlichung (29. November 2013) eingetretenen berichtspflichtigen Ereignisse sind unter Anhang-Nr. 36 im Konzernabschluss dargestellt. COMPLIANCE Das Compliance-Programm zur Korruptionsbekämpfung und zum Kartellrecht mit seinen drei Säulen „Informieren“, „Identifizieren“ sowie „Berichten und Handeln“ wurde auch im Geschäftsjahr 2012/2013 weiter konsequent umgesetzt. Dabei wurde die Compliance-Arbeit durch eine Reihe wesentlicher Ereignisse geprägt, auf die Vorstand und Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG mit einer Intensivierung der Compliance-Aktivitäten und einer Stärkung der Compliance-Organisation reagiert haben. Ausgelöst durch Medienberichte wurde Ende des Jahres 2012 eine interne Untersuchung von Presse- und anderen Reisen unter Beteiligung einzelner Vorstandsmitglieder durchgeführt. Im Februar 2013 wurden die Geschäftsräume von ThyssenKrupp Steel Europe in Duisburg vom Bundeskartellamt wegen des Anfangsverdachts auf Preisabsprachen bei der Lieferung bestimmter Stahlprodukte an die deutsche Automobilindustrie und ihre Zulieferer durchsucht. Im sogenannten Schienenkartell wurde im Juli 2013 das finale Bußgeld in Höhe von 88 Mio € gegen ThyssenKrupp verhängt. Von April bis Juni 2013 führte der Konzern ein internes Amnestieprogramm durch. Finales Bußgeld gegen ThyssenKrupp im Schienenkartell verhängt Das Bundeskartellamt hat am 23. Juli 2013 im Schienenkartell ein zweites Bußgeld gegen die ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH verhängt. Dieses Bußgeld in Höhe von 88 Mio € betrifft die Verfahrenskomplexe Privatmarkt und Weiche. ThyssenKrupp akzeptierte das Bußgeld und hatte hierfür bereits eine ausreichende Rückstellung gebildet. Schon im Juli 2012 hatte die Behörde wegen unerlaubter Absprachen bei Schienenlieferungen an die Deutsche Bahn ein Bußgeld in Höhe von 103 Mio € verhängt. Mit dem nun verhängten Bußgeld sind die ThyssenKrupp betreffenden Vorwürfe im Schienenkartell insgesamt und abschließend bebußt. ThyssenKrupp hat die Aufklärung des Schienenkartells von Anfang an mit der eigenen Compliance-Abteilung und externer Begleitung intensiv unterstützt. Das Bundeskartellamt hat ausdrücklich die konzerneigene Compliance-Arbeit gewürdigt. Die umfassende Kooperation mit den Ermittlungsbehörden über das gesamte Verfahren hinweg wurde bei der Berechnung des Bußgeldes als erheblicher reduzierender Faktor berücksichtigt. Der Konzern hatte bereits Mitte 2011 im Sinne von „Null Toleranz“ hart durchgegriffen und personelle Konsequenzen gezogen. Mehrere Vertriebsverantwortliche, ein Geschäftsführer sowie der zuständige Bereichsvorstand mussten das Unternehmen verlassen. Die Staatsanwaltschaft setzt ihre strafrechtlichen Ermittlungen gegen die am Kartell beteiligten Personen fort. Ende 2012 haben verschiedene Gesellschaften des Konzerns Deutsche Bahn wegen des Schienenkartells eine Schadenersatzklage gegen mehrere Beklagte – darunter ThyssenKrupp GfT Gleistechnik und ThyssenKrupp Materials International – eingereicht. Mehr dazu erfahren Sie unter Anhang-Nr. 16 und 21 im Konzernabschluss. Kartelluntersuchung bei Steel Europe und Ergebnisse des Amnestieprogramms Trotz erheblicher Compliance-Anstrengungen in den letzten Jahren hat insbesondere das Schienenkartell zu beträchtlichen Schäden für das Unternehmen geführt. Vor diesem Hintergrund und angesichts des Ende Februar 2013 vom Bundeskartellamt erhobenen Anfangsverdachts auf Preisabsprachen gegen ThyssenKrupp Steel Europe hatte der Vorstand der ThyssenKrupp AG entschieden, die Compliance-Aktivitäten des Konzerns auch mit externer Unterstützung durch Anwaltskanzleien weiter zu intensivieren. Neben der Etablierung eines Ombudsmanns hatte der Konzern vom 15. April bis 15. Juni 2013 ein Amnestieprogramm durchgeführt. Mitarbeitern, die sich im Rahmen dieses Programms zu Compliance-Sachverhalten freiwillig und umfassend offenbarten, wurde zugesagt, keine Schadenersatzansprüche geltend zu machen bzw. durchzusetzen sowie auf Kündigungen zu verzichten. Das Amnestieprogramm hat zu mehr als zwanzig Hinweisen geführt. Es wurden jedoch keine schwerwiegenden bzw. strukturellen Compliance-Verstöße festgestellt. Die von uns veranlasste Überprüfung der Hinweise wurde mit externer anwaltlicher Unterstützung mittlerweile abgeschlossen. Bei den relevanten Hinweisen handelte es sich im Wesentlichen um individuelles Fehlverhalten bei Kunden- und Lieferantenbeziehungen im In- und Ausland. Dieses Verhalten wurde durch interne Maßnahmen abgestellt. Darüber hinaus hat der Vorstand beschlossen, konzernweit die Tätigkeit seiner Mitarbeiter in Interessensverbänden zu überprüfen und ihnen zusätzliche Sicherheit im Umgang mit Wettbewerbern zu geben. Rund ein Drittel der Meldungen blieb ohne Befund. Sie betrafen unter anderem Fragen, mit denen sich Mitarbeiter versichern wollten, ob ihr Verhalten im Einklang mit den Konzernrichtlinien zur Korruptionsbekämpfung steht. Wir werden dieses Thema in die bestehenden Compliance-Schulungen integrieren, da insbesondere im Ausland vertiefte Unterstützung im Umgang mit Einladungen und Geschenken erforderlich ist. Im Rahmen des Amnestieprogramms hat es keine Hinweise zu den laufenden Untersuchungen des Bundeskartellamtes wegen möglicher Preisabsprachen bei der Lieferung bestimmter Stahlprodukte an die deutsche Automobilindustrie und ihre Zulieferer gegeben. Mehr zu den wirtschaftlichen Risiken aus dem Verfahren lesen Sie im Kapitel „Chancen und Risiken“. Interne Untersuchung wegen Pressereisen Ausgelöst durch Presseanfragen bzw. Presseberichterstattung im November 2012 über Reisen von Mitgliedern des Vorstands der ThyssenKrupp AG mit Pressevertretern und anderen Dritten führte das Compliance-Team mit Unterstützung zweier Rechtsanwaltskanzleien eine umfangreiche interne Untersuchung von Reisen der zu diesem Zeitpunkt amtierenden Vorstandsmitglieder im Zeitraum 2007 bis 2012 durch. Die Prüfung der Reisen hat insgesamt ergeben, dass keine Strafvorschriften oder unternehmenseigenen Compliance-Vorschriften verletzt wurden. Allerdings wurde festgestellt, dass sich einige Reisen zumindest am Rande der Angemessenheit bewegten und dass das bestehende interne Regelwerk für Reisen mit Dritten zum Teil unklar bzw. nicht ausreichend war. Der Vorstand hat hierauf reagiert und eine eigene Richtlinie für die Durchführung von Pressereisen erlassen sowie eine ab sofort jährlich erfolgende Überprüfung seiner Reisekosten durch Internal Auditing veranlasst. Weiterentwicklung des Compliance-Programms Unser Compliance-Programm wird unter Berücksichtigung aktueller Compliance-Entwicklungen, einschließlich der Erkenntnisse aus der internen Compliance-Arbeit, kontinuierlich weiterentwickelt. Im Berichtsjahr wurde die Compliance-Organisation auch an die durch das Projekt ACT geänderte Konzernstruktur angepasst. Auf zentraler Ebene der ThyssenKrupp AG sowie in den Business Areas und Regionen werden neben dem Chief Compliance Officer weltweit künftig rund 60 hauptamtliche Compliance Officer tätig sein. Sie beraten, informieren und schulen die Mitarbeiter weltweit über maßgebliche gesetzliche Bestimmungen sowie interne Richtlinien und führen u.a. anlassunabhängige Compliance Audits und Untersuchungen in Verdachtsfällen durch. Die Compliance Officer greifen in den Business Areas und Konzernunternehmen auf ein Netzwerk von etwa 320 Compliance Managern zu, die – in der Regel als Geschäftsführer eines Konzernunternehmens – für die operative Umsetzung des Compliance-Programms in ihrem Verantwortungsbereich sorgen. Auch nach Abschluss des Amnestieprogramms werden die Compliance-Aktivitäten weiter intensiviert. Einen ganz wesentlichen Anteil hieran haben die durch die Compliance Officer durchgeführten Schulungen, in denen unsere Mitarbeiter über die Compliance-Anforderungen und -Risiken sowie mögliche Sanktionen unterrichtet werden und die zentraler Bestandteil der Säule „Informieren“ des Compliance-Programms sind. So nahmen im Berichtsjahr weltweit mehr als 2.400 Mitarbeiter an umfassenden Präsenzschulungen zum Kartellrecht und zur Korruptionsprävention teil. Insbesondere durch die neuen Regional Compliance Officer und die Verlagerung der Compliance-Beratung in die Business Areas werden wir diese Schulungsaktivitäten vor Ort im kommenden Geschäftsjahr noch deutlich steigern. Im Rahmen der im August 2012 gestarteten dritten Runde des Compliance-E-Learning haben bis Ende des Berichtsjahres 41.883 Mitarbeiter die Korruptions- und 36.089 Mitarbeiter die Kartellrechtskurse erfolgreich absolviert. Die aktuelle Erfüllungsquote, die einen Bearbeitungszeitraum von acht Wochen nach Anmeldung berücksichtigt, liegt bei 98,5 %. Die Tochterunternehmen in den USA und Kanada verfügen über eigene Programme. Ferner wurde im September 2013 ein weltweites E-Learning für Compliance Manager gestartet; diese werden dort über ihre Aufgaben im Rahmen der Umsetzung des Compliance-Programms in den operativen Einheiten informiert. Daneben führen wir regelmäßig Webinare zu aktuellen Themen durch und informieren die Mitarbeiter durch interne Newsletter. Im Rahmen der Compliance-Beratung begleiten wir zudem wesentliche Geschäftsvorgänge, u.a. im Rahmen von Großprojekten oder bezüglich der Einbindung von Vertriebsmittlern. Den Mitarbeitern stehen hierfür die Compliance Officer der Business Areas, der Regionen und des Bereichs Corporate ebenso zur Verfügung wie die zentrale Beratungshotline. Bei der Integration von Compliance in die Geschäftsprozesse beraten die Compliance Officer die operativ verantwortlichen Einheiten. Schwerpunkt der Säule „Identifizieren“ des Compliance-Programms ist die regelmäßige Überprüfung kritischer Geschäftsaktivitäten durch einen risikoorientierten, strukturierten Audit-Ansatz. Als weiteres wesentliches Element zur Identifikation von Compliance-Risiken dient das sogenannte Whistleblower-System, das den Mitarbeitern neben dem direkten Kontakt zum Vorgesetzten oder der Compliance-Abteilung als zusätzlicher Kanal zur Verfügung steht, um Hinweise auf mögliche Gesetzes- oder Richtlinienverstöße – auch ohne Offenlegung ihrer Identität – melden zu können. Auch hier stehen die Bereiche Kartellrecht und Korruption im Fokus. Die Meldungen per Online-Formular bzw. weltweit erreichbare und kostenfreie Hotline werden zur weiteren unternehmensinternen Prüfung weitergeleitet. Daneben hat ThyssenKrupp einen Ombudsmann etabliert, der den Mitarbeitern als weiterer Kanal für entsprechende Meldungen zur Verfügung steht. Der Ombudsmann wird im Auftrag von ThyssenKrupp tätig, ist jedoch berechtigt, eingegangene Meldungen auch anonym weiterzugeben. Unabhängig von der Erkenntnisquelle wird sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten intern konsequent nachgegangen. Dabei wird sichergestellt, dass kein Mitarbeiter auf Grund seiner im besten Wissen getätigten Meldung an den Ombudsmann oder das Whistleblowing-System Nachteile erleidet. Auch Dritte wie Kunden oder Lieferanten können sich an das Whistleblowing-System oder den Ombudsmann wenden. Die dritte Säule „Berichten und Handeln“ bedeutet eine intensive Compliance-Berichterstattung in allen drei Dimensionen der ThyssenKrupp Netzwerkorganisation. Bei nachgewiesenen Kartellverstößen oder Verstößen gegen die Vorschriften zur Korruptionsbekämpfung gehen wir konsequent mit Sanktionen gegen die betroffenen Mitarbeiter vor. Unsere Erfahrung zeigt, dass Basis für eine erfolgreiche Umsetzung des Compliance-Programms eine für Werte wie Offenheit, Transparenz und Glaubwürdigkeit stehende Unternehmenskultur ist. An diesen Werten richtet sich das Handeln des Unternehmens und seiner Mitarbeiter aus – als Teil der unternehmerischen Verantwortung der Führungskräfte für Compliance. Zur Einhaltung von Recht, Gesetz und internen Richtlinien gibt es das klare Bekenntnis, dass bei ThyssenKrupp Verstöße, insbesondere Kartell- oder Korruptionsverstöße, im Sinne von „Null Toleranz“ nicht geduldet werden. MAKRO- UND BRANCHENUMFELD GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD Wirtschaftswachstum nur moderat Die Weltwirtschaft expandiert 2013 nur sehr verhalten. Die schwache Konjunktur in einigen Euro-Ländern, das geringe Wachstumstempo in Nordamerika und die relativ zurückhaltende Wachstumsdynamik der Schwellenländer lassen für 2013 lediglich einen Zuwachs des Welt-Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,7 % erwarten. Vor allem dank besserer Perspektiven im Euro-Raum und in Nordamerika dürfte das globale BIP 2014 um 3,6 % ansteigen. Das BIP der Industrieländer nimmt 2013 voraussichtlich nur um 1,1 % zu. Dieses geringe Expansionstempo ist vor allem auf das rückläufige Wachstum im Euro-Raum zurückzuführen. Viele Euro-Länder haben erst im 2. Quartal 2013 die rezessive Entwicklung überwunden. Belastet haben vor allem der Konsolidierungszwang bei den öffentlichen Haushalten, ein schwächerer privater Konsum und zurückhaltende Unternehmensinvestitionen. Trotz der konjunkturellen Stabilisierung in der 2. Jahreshälfte dürfte das BIP im Euro-Raum 2013 insgesamt um 0,6 % fallen. Bei wieder steigendem Konsum und höheren Investitionen wird für 2014 ein BIP-Zuwachs von 0,6 % erwartet. Spürbar besser zeigt sich die deutsche Wirtschaft. Vor allem der private Verbrauch, aber auch höhere öffentliche Ausgaben führen 2013 zu einem BIP-Wachstum von voraussichtlich 0,5 %. Bei anhaltend guter Konsumneigung und sich wieder erholenden Unternehmensinvestitionen dürfte sich das deutsche BIP-Wachstum 2014 voraussichtlich auf 1,5 % beschleunigen. Die USA verzeichnen 2013 nur eine sehr verhaltene wirtschaftliche Entwicklung. Dazu tragen insbesondere die Ausgabenkürzungen der öffentlichen Haushalte bei. Dank eines höheren privaten Verbrauchs und gestiegener Unternehmensinvestitionen wird das BIP 2013 im Vergleich zum Vorjahr dennoch um voraussichtlich 1,5 % zulegen. Weiter zunehmende Konsum- und Investitionsausgaben leisten auch 2014 die stärksten Beiträge zum erwarteten BIP-Wachstum von 2,7 %. Die schwache konjunkturelle Entwicklung in Europa und Nordamerika ist auch ein Faktor für das etwas niedrigere Wachstumstempo in einigen Schwellenländern. Insgesamt dürften diese Länder 2013 ein Wirtschaftswachstum von 4,7 % erzielen; für 2014 wird im Zuge der weltwirtschaftlichen Erholung ein Zuwachs von 5,3 % erwartet. Regionale Wachstumszentren bleiben Indien und China, auch wenn sich in diesen Ländern das zumeist sehr hohe Expansionstempo der letzten Jahre etwas zurückbildet. Für China wird für 2013 und 2014 ein BIP-Wachstum von 7,5 % bzw. 7,8 % erwartet, die indische Wirtschaft dürfte um 4,5 % bzw. 5,5 % zulegen. Industriekonjunktur weiter uneinheitlich Automobilbau – Der globale Automobilmarkt ist 2013 verhalten gewachsen. Weltweit dürften über 81 Mio Personen- und leichte Nutzfahrzeuge produziert werden, fast 3 % mehr als im Jahr zuvor. Regional zeigen sich jedoch erhebliche Unterschiede. Westeuropa wird wegen der rückläufigen Nachfrage insbesondere in den südlichen Ländern das Vorjahresniveau verfehlen; die Produktion dürfte 2013 mit 13,5 Mio Fahrzeugen um mehr als 1 % zurückgehen. Bei geringeren Neuzulassungen und Exporten wird auch die deutsche Automobilindustrie mit knapp 5,6 Mio Fahrzeugen 1 % weniger produzieren als 2012. In den USA führt 2013 ein starker Nachholbedarf zu einem Produktionsanstieg von 8 % auf 11,0 Mio Fahrzeuge. China wird voraussichtlich 19,4 Mio Fahrzeuge produzieren, 12 % mehr als im Vorjahr. Auch in Brasilien zeichnet sich dank staatlicher Fördermaßnahmen mit 3,4 Mio Fahrzeugen ein hoher Produktionszuwachs von 9 % ab. Der Automobilmarkt nimmt 2014 aller Voraussicht nach Fahrt auf. Weltweit dürfte die Produktion von Personen- und leichten Nutzfahrzeugen um 4,4 % auf 84,9 Mio Einheiten zulegen. Zuwächse sind wieder in Westeuropa zu erwarten; bei verbesserter Nachfrage in den westeuropäischen Ländern sollte die Automobilproduktion um knapp 5 % auf 14,2 Mio Einheiten steigen. Für die deutschen Automobilbauer wird ein leichtes Plus von unter 1 % auf über 5,6 Mio Fahrzeuge prognostiziert. In den USA dürfte die Produktion um 1 % auf 11,1 Mio Fahrzeuge zunehmen. Stärkere Zuwächse werden erneut in China erwartet; hier könnte die Produktion um mehr als 5 % auf 20,5 Mio Fahrzeuge steigen. Nach der Rückführung staatlicher Fördermaßnahmen wächst die brasilianische Automobilproduktion nur noch um 2 % auf 3,5 Mio Einheiten. Entwicklung in wichtigen Absatzmärkten 2013 2014 Fahrzeugproduktion, in Mio PKW und leichte Nutzfahrzeuge Welt 81,3 84,9 Westeuropa/Türkei 13,5 14,2 Deutschland 5,6 5,6 USA 11,0 11,1 Japan 9,1 8,9 China 19,4 20,5 Brasilien 3,4 3,5 Maschinenbauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr Deutschland – 1,0 3,0 USA 6,0 2,5 Japan 2,0 7,0 China 6,0 9,5 Bauproduktion, real, in % gegenüber Vorjahr Deutschland – 0,5 1,5 USA 3,6 7,6 China 9,0 8,4 Indien 5,3 8,1 Marktversorgung Walzstahl, in Mio t Welt 1.475,0 1.523,0 Deutschland 37,6 38,8 USA 96,9 99,8 China 699,7 720,7 * Prognose Maschinenbau – Die Maschinenbauindustrie zeigt ebenfalls regional unterschiedliche Entwicklungen auf. Eher verhalten ist die Lage der Maschinenbauindustrie in Europa. In vielen Ländern der EU hat sich die Maschinenbauproduktion auch 2013 rückläufig entwickelt. Bei einem verbesserten konjunkturellen Umfeld dürften einige Länder 2014 jedoch wieder positive Wachstumsraten aufweisen. Im deutschen Maschinenbau hat sich im bisherigen Verlauf des Jahres 2013 die Auftragslage nicht gebessert; während die Bestellungen aus dem Ausland stagnierten, nahmen die Auftragseingänge aus dem Inland ab. Bei Aufzügen und Fahrtreppen lagen die Bestellungen jedoch vor allem dank einer höheren Nachfrage von Kunden im Ausland über dem Vorjahresniveau. Die Nachfrage im deutschen Großanlagenbau hat sich seit Ende 2012 belebt. Insbesondere der Chemieanlagenbau profitierte wegen der Schiefergasförderung in den USA von mehreren Großaufträgen. Auf Grund der insgesamt verhaltenen Investitionsneigung in vielen Ländern dürfte der exportorientierte deutsche Maschinenbau 2013 das Produktionsniveau des Vorjahres aber nicht ganz erreichen. 2014 wird die deutsche Maschinenbauproduktion wegen der erwartet besseren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung voraussichtlich um 3 % steigen. Der US-Maschinenbau profitiert weiterhin von höheren Unternehmensinvestitionen und den von niedrigen Gaspreisen ausgehenden positiven Impulsen. Dementsprechend steigt die Maschinenbauproduktion 2013 voraussichtlich um 6 %; 2014 ist ein weiteres Wachstum von 2,5 % möglich. Die japanischen Maschinenbauer erwarten 2013 ein Produktionsplus von etwa 2 % und dürften 2014 um weitere 7 % zulegen. In China wird sich 2013 das Produktionswachstum auf 6 % verlangsamen; 2014 ist bei einem Zuwachs von 9,5 % wieder eine merkliche Beschleunigung in Sicht. Bauwirtschaft – Die Bauwirtschaft zeigt insbesondere in Europa Schwächetendenzen. In den meisten west- und osteuropäischen Ländern entwickelt sich die Bauproduktion auch 2013 rückläufig. In Osteuropa dürfte die Bautätigkeit 2013 um 1 % nachgeben; 2014 ist mit einem Wachstum von 3 % zu rechnen. In Westeuropa vermindert sich die Bauproduktion 2013 vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation voraussichtlich um 2 %. Insbesondere in den südeuropäischen Ländern gibt es größere Rückgänge. Eine leichte Besserung der Baukonjunktur in Westeuropa wird für 2014 erwartet, mit einer Produktionszunahme von 1 %. Insbesondere wegen ungünstiger Witterungsbedingungen hat die Produktion der deutschen Bauwirtschaft 2013 zunächst nachgegeben. Trotz einer positiven Auftragsentwicklung vor allem im Wohnungsbau und öffentlichen Bau ist es sehr fraglich, ob der Auftragsstau noch 2013 abgearbeitet werden kann und produktionswirksam wird. Die deutsche Bauproduktion wird 2013 daher voraussichtlich leicht im Minus liegen und erst 2014 wieder mit einer Wachstumsrate von 1,5 % aufwarten. In den USA hat sich der Immobilienmarkt weiter gefestigt. Die Nachfrage nach Wohnimmobilien und die Häuserpreise zeigen einen stabilen Aufwärtstrend. Vor diesem Hintergrund dürfte die Bauproduktion 2013 um annähernd 4 % und 2014 sogar um mehr als 7 % zulegen. Positiv entwickelt sich die Bauwirtschaft auch weiterhin in Indien und China. In diesen Ländern wird 2013 die Bauproduktion um 5 % bzw. 9 % wachsen, 2014 dann voraussichtlich um jeweils 8 %. Qualitätsflachstahl – Der Markt für europäischen Qualitätsflachstahl blieb auch 2013 schwierig. Die Produktion in wesentlichen stahlverbrauchsrelevanten Abnehmerbranchen war rückläufig und die Stahlnachfrage infolgedessen weiterhin recht schwach. Während sie in den ersten Monaten des Jahres noch moderat positive Impulse durch notwendige Lagerergänzungen erhielt, entfiel in den Folgemonaten dieser Effekt weitgehend. Die Stahlpreise auf den europäischen Spotmärkten konnten sich im 1. Quartal 2013 leicht erholen, gerieten danach wieder erheblich unter Druck; im Verlauf des 3. Kalenderjahresquartals zeichnete sich aber eine Stabilisierung ab, nicht zuletzt auf Grund wieder anziehender Rohstoffnotierungen. Im Gesamtjahr 2013 dürfte die Walzstahlnachfrage in der EU jedoch um etwa 3 % fallen. Die Stahlnachfrage auf dem US-amerikanischen Markt war auch wegen eines Lagerabbaus im 1. Halbjahr 2013 niedriger als im Vorjahr; im Gesamtjahr ist jedoch bei unterstellter Belebung im weiteren Verlauf mit einem leichten Anstieg zu rechnen. Die Stahlpreise, die auch hier zunächst nachgaben, zogen im Frühsommer wieder deutlich an. Temporäre Werksstillstände bei einigen nordamerikanischen Stahlproduzenten stützten diese Entwicklung. Vor dem Hintergrund der erwarteten moderaten Belebung der Weltwirtschaft bleibt der globale Stahlmarkt auf Wachstum ausgerichtet. Die weltweite Walzstahlmarktversorgung wird 2014 voraussichtlich um gut 3 % auf 1,52 Mrd t steigen, nach 2 % im Vorjahr. In der EU haben sich die konjunkturellen Perspektiven trotz weiter bestehender Risiken und eines unverändert schwierigen Marktumfeldes leicht aufgehellt. Von einem niedrigen Niveau kommend dürfte die Stahlnachfrage im kommenden Jahr um annähernd 3 % zunehmen. Auch die deutsche Stahlnachfrage dürfte ein Wachstum mindestens in dieser Größenordnung verzeichnen und bei etwa 39 Mio t auskommen. In den USA wird die Stahlmarktversorgung um 3 % zunehmen. Das Nachfragewachstum in vielen Schwellenländern könnte sich gegenüber 2013 wieder leicht beschleunigen. Für China wird dagegen derzeit von einer Abschwächung auf 3 % ausgegangen – nach 6 % im Vorjahr. ABSATZGEBIETE UND KUNDENGRUPPEN Der bedeutendste Absatzmarkt für ThyssenKrupp war 2012/2013 wiederum Deutschland; wie im Vorjahr gingen 31 % unserer Produkte und Dienstleistungen an dortige Kunden. Der Umsatzanteil in den europäischen Nachbarländern reduzierte sich insbesondere durch den Verkauf unserer Edelstahlaktivitäten leicht auf 28 %. Das Geschäft mit Kunden in Nord- und Mittelamerika machte 21 % aus und war insbesondere durch den Verkauf von Waupaca ebenfalls etwas rückläufig. Den auf Südamerika entfallenden Umsatzanteil konnten wir in erster Linie durch höhere Umsätze bei Elevator Technology und Steel Americas auf gut 5 % ausweiten. Der Anteil des asiatisch/pazifischen Raums am Umsatz konnte auf Grund von kräftigen Umsatzzuwächsen bei Elevator Technology auf insgesamt knapp 13 % leicht gesteigert werden. Der Umsatzanteil mit Kunden in Afrika war mit gut 2 % relativ niedrig; Umsatzausweitungen bei Industrial Solutions sorgten jedoch für ein leichtes Plus. Umsatz nach Absatzgebieten Mio € 2008/2009 2009/2010 2010/2011 2011/2012 2012/2013 Veränderung in % Deutschland 13.031 13.933 16.153 14.413 12.168 – 16 Europa (ohne Deutschland) 13.636 13.928 15.868 13.816 11.275 – 18 Nord- und Mittelamerika 6.480 6.535 8.154 10.048 8.364 – 17 Südamerika 1.377 1.731 2.322 2.169 2.052 – 5 Asien/Pazifik 4.342 5.013 5.618 5.695 5.061 – 11 Afrika 1.697 1.481 977 904 862 – 5 Weltweit 40.563 42.621 49.092 47.045 39.782 – 15 Die Automobilindustrie blieb mit einem Umsatzanteil von 24 % die wichtigste Kundengruppe des Konzerns. Der auf den Handel und insbesondere auf Stahl und stahlnahe Verarbeitung entfallende Umsatzanteil war vor allem durch den Verkauf unserer Edelstahlaktivitäten rückläufig. BESCHAFFUNGSMÄRKTE Materialaufwand nach Business Areas Mio € 2011/2012 2012/2013 Veränderung in % Components Technology 4.252 3.473 – 18 Elevator Technology 2.074 2.289 10 Industrial Solutions 3.295 3.672 11 Materials Services 10.919 9.613 – 12 Steel Europe 7.542 6.464 – 14 Steel Americas 1.753 1.555 – 11 Corporate 63 81 29 Materialaufwand der Business Areas 29.898 27.147 – 9 Konsolidierung – 2.698 – 2.242 — Materialaufwand fortgeführter Aktivitäten 27.200 24.905 – 8 Stainless Global 5.372 1.208 – 78 Konsolidierung – 829 – 178 — Materialaufwand Konzern 31.743 25.935 – 18 Der Materialaufwand des Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr um 18 % auf 25,9 Mrd € gesunken. Bei der fortgeführten Aktivitäten ging er um 9 % auf 24,9 Mrd € zurück. Gleichzeitig nahm der Anteil des Materialaufwands am Konzernumsatz von 67 % auf 65 % leicht ab. Die Quoten der fortgeführten Business Areas lagen geschäftsbedingt zwischen 37 % bei Elevator und 83 % bei Steel Americas, wie aus der nachfolgenden Grafik hervorgeht. Zusammen mit den Konzernunternehmen hat unser weltweiter Einkauf im Berichtsjahr die Materialversorgung der Werke ohne Lieferengpässe sichergestellt. Erdgas und Strom Erdgas wurde in Deutschland im Geschäftsjahr 2012/2013 auf dem Spotmarkt im Wesentlichen wegen des lang anhaltenden Winters um durchschnittlich 12 % teurer als im Vorjahr. ThyssenKrupp konnte aber für seine deutschen Werke von günstigen Preisabsicherungen profitieren. Die deutschen und internationalen Gaspreise lagen im Vergleich zum Vorjahr auf gleichbleibend hohem Niveau. Lediglich in den USA waren die Gaspreise – bedingt durch die erhöhte Förderung von Erdgas aus Schiefergestein – erheblich niedriger. Global setzt sich die Dreiteilung des Marktes weiter fort: mit den höchsten Erdgaspreisen in Asien, den niedrigsten in den USA und den europäischen Erdgaspreisen im Mittelfeld. Der Strompreis am Spot- und Terminmarkt war durch einen weiteren Preisverfall gekennzeichnet. Allerdings fiel der Anstieg der EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) von 2012 auf 2013 ungefähr doppelt so hoch wie der Preisrückgang im Terminmarkt aus. Im europäischen Vergleich liegen die Stromkosten in Deutschland immer noch am oberen Ende. Es sind politisch bedingte Lasten wie die Umlage für die Förderung der erneuerbaren Energien, eine erhöhte Stromsteuer, die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung, der Ausgleich für Netzentgeltbefreiungen, die Haftung für einen verspäteten Anschluss von Offshore-Windanlagen und steigende Netzentgelte, die den Stromeinkauf verteuern. Diese Kosten sowie die ebenfalls regulierten Netzentgelte machen inzwischen nahezu die Hälfte der Strombeschaffungskosten aus. Emissionshandel Die tatsächlichen CO2-Emissionen lagen im Kalenderjahr 2012 – bedingt durch die Neuzustellung des Hochofens 9 – nur bei 17,4 Mio t, so dass die auf Grund von gesetzlichen Vorschriften Anfang 2012 zugeteilten Emissionsrechte in Höhe von 21,4 Mio t CO2 ausreichten. Die nicht benötigten Emissionsberechtigungen sollen in der dritten Handelsperiode des EU-Emissionshandels (2013 – 2020) eingesetzt werden. Wir haben schon jetzt EU-Emissionsberechtigungen gekauft, um uns für diese dritte Handelsperiode abzusichern. CHANCEN UND RISIKEN CHANCENBERICHT Chancenmanagement bei ThyssenKrupp umfasst den systematischen Umgang mit Chancen und Potenzialen im Konzern. Dabei arbeiten Strategie- und Controlling-Abteilungen verzahnt miteinander, um integrierte Steuerungsprozesse sicherzustellen. Der Strategische Dialog ist dabei der strukturierte Prozess, in dem jährlich in allen Business Areas Chancen aus relevanten Markt- und Techniktrends systematisch aufbereitet und ganzheitlich diskutiert werden. Diese konzernweit standardisierte Vorgehensweise ist auch die Basis für die Strategische Weiterentwicklung des Konzerns. Zeitlich nachgelagert zum Strategischen Dialog erfassen alle Business Areas in der operativen Planung und in der monatlichen Berichterstattung Chancen und Risiken, um die aktuelle Ergebnis- und Liquiditätssituation der einzelnen Geschäfte noch besser einschätzen und beurteilen zu können. Darüber hinaus analysieren wir systematisch in einem Regionenprofil, in welchen Gebieten wir für ThyssenKrupp die größten Chancen für die Zukunft sehen. Dort forcieren wir entsprechend unsere geschäftsübergreifenden regionalen Aktivitäten. In dieses Management unserer Chancen sind alle Entscheidungsträger des Konzerns eingebunden – vom Vorstand der ThyssenKrupp AG über die Vorstände der Business Areas und Geschäftsführungen der Konzernunternehmen bis zu regionalen Verantwortlichen und Projektleitern mit Marktverantwortung. Strategische Chancen für den Konzern Bei der Strategischen Weiterentwicklung des Konzerns orientieren wir uns an den aktuellen globalen Wachstumstreibern. In einem sich stetig wandelnden Umfeld entwickeln wir unser Unternehmen kontinuierlich weiter, um den globalen Herausforderungen auch zukünftig mit innovativen Lösungen begegnen zu können. Bei der Entscheidung über die künftige Konzernzugehörigkeit unserer Geschäfte richten wir uns danach, wo der Konzern von den globalen Trends Demografie, Urbanisierung und Globalisierung profitieren kann, ohne Restriktionen wie die Endlichkeit natürlicher Ressourcen außer Acht zu lassen. Mit unserer Ingenieurkompetenz in den Anwendungsfeldern „Mechanik“, „Anlagenbau“ und „Werkstoffe“ ermöglichen wir unseren Kunden, den Bedarf nach „mehr“ mit besseren Lösungen zu bedienen und sich so Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten. Das wiederum wirkt sich positiv auf unsere eigene Leistungsfähigkeit aus. Bei ungünstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen und fehlenden finanziellen Handlungsmöglichkeiten können wir die bestehenden Chancen nur verzögert umsetzen. Die korrespondierenden Risiken können Sie ausführlich im Risikobericht nachlesen. Unser Konzernprogramm impact schafft den Rahmen für die Strategische Weiterentwicklung und trägt wesentlich und nachhaltig zusammen mit Business-Area- und themenspezifischen Programmen dazu bei, über alle Business Areas und den Bereich Corporate hinweg die Effizienz des Konzerns zu steigern und die Kosten zu senken. So wird in einem umfassenden Projekt derzeit auch das künftige Konzernmodell definiert und unsere Organisationsstruktur wird flankierend zum strategischen Ausbau unserer Aktivitäten weiterentwickelt. Über unsere Unternehmensstrategie einschließlich impact informieren wir Sie umfassend im Abschnitt „Strategische Weiterentwicklung des Konzerns“. Operative Chancen der fortgeführten Business Areas Components Technology –Der weltweit steigende Bedarf an individueller Mobilität und Gütertransport ist Treiber für die zukünftige Geschäftsentwicklung der Business Area Components Technology. Für uns als einen der großen Entwicklungspartner sowie Komponenten- und Modullieferanten der Automobilindustrie ergeben sich in diesen Sektoren weitere Wachstumschancen. Das gilt besonders für die aufstrebenden Märkte in Nord- und Südamerika sowie Asien. Durch neue Produktionsstätten in Mexiko, China, Indien und Brasilien haben wir uns in diesen Märkten gut aufgestellt. Gleichzeitig können wir mit unseren Produkten den starken Trend nach einer möglichst effizienten und umweltfreundlichen Art der Mobilität nachhaltig begleiten. Die weltweit anspruchsvollen politischen Vorgaben zur Reduktion von klimaschädlichen Gasen im Automobilsektor verstärken diese Notwendigkeit zusätzlich. Bei den dafür relevanten Themen wie Leichtbau, Optimierung der Verbrennungsmotoren oder Elektrifizierung der Antriebstechnologie bieten wir unseren Kunden Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik und arbeiten daran, unseren Vorsprung stetig auszubauen. Schon heute zählen zu unseren Kunden nahezu alle großen Automobil- und Nutzfahrzeughersteller. In der Windindustrie liegt beträchtliches Wachstumspotenzial bei den Offshore-Anlagen. Der angestrebte Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung in Europa ist ohne den Ausbau der Offshore-Windkraft nicht zu erreichen. Der Trend zu immer größeren und effizienteren Anlagen verstärkt den Bedarf an leistungsfähigen Komponenten. Bei den Onshore-Anlagen sehen wir neue Wachstumsimpulse durch das sogenannte Repowering von Windparks: Dabei werden ältere und kleinere Windkraftanlagen durch größere und leistungsstärkere ersetzt. Elevator Technology – Die Business Area zählt seit Jahren zu den weltweit führenden Unternehmen für Aufzüge, Fahrtreppen, Fahrsteige, Fluggastbrücken sowie Treppen- und Plattformlifte. Diese Märkte bieten attraktive Wachstums- und Gewinnchancen durch die zunehmende Globalisierung und Urbanisierung. Mit unserer breiten Produktpalette, die sowohl Standardanlagen und individuelle Kundenlösungen als auch umfassende Service- und Modernisierungspakete umfasst, können neue Markt- und Kundenpotenziale erschlossen werden. Die konsequente Umsetzung der im Rahmen von impact definierten Maßnahmen zur Effizienzverbesserung wird darüber hinaus die Wettbewerbsfähigkeit von Elevator Technology nachhaltig verbessern. Industrial Solutions – Für Industrial Solutions sehen wir trotz einer zunehmenden Wettbewerbsintensität auf den relevanten Märkten gute Wachstumschancen. Diese bestehen unter anderem für den Bereich Process Technologies in Nordamerika bei Schiefergas. Durch die für Anfang 2014 geplante Vollintegration des Kernanlagenbaus in Form der Verschmelzung von Resource Technologies, Process Technologies und ThyssenKrupp Industrial Solutions erwarten wir weitere Wettbewerbsvorteile und schaffen damit die Basis, die globalen Wachstumsmöglichkeiten in unseren Märkten noch konsequenter zu nutzen. Auch im Marinebereich sehen wir weiterhin gute Chancen, in unseren Zielmärkten für konventionelle U-Boote und Überwasser-Marineschiffe nachhaltig zu wachsen. Der hohe Auftragsbestand gibt uns die Möglichkeit, unsere Kernprodukte bei guter Auslastung technologisch weiterzuentwickeln. Die Projektperspektiven – insbesondere im Exportgeschäft – sind für die kommenden Jahre gut. Zur Erhöhung der operativen Effizienz wurden im Berichtsjahr die Aktivitäten der Gesellschaften Blohm + Voss Naval und Howaldtswerke Deutsche Werft zu ThyssenKrupp Marine Systems zusammengefasst. Materials Services – Für die Geschäftsaktivitäten von Materials Services gewinnen Dienstleistungen weiter an Bedeutung, weil Produzenten und Verarbeiter sich stärker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Chancen für die Business Area ergeben sich daher durch gelebte Kundenorientierung, spezielles Markt- und Branchenwissen, weltweite Verbindungen sowie ein breites Know-how im Projektmanagement. Im Rahmen von impact hat Materials Services umfassende Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Kostensituation definiert. Operative Chancen ergeben sich durch eine konsequente und nachhaltige Umsetzung der entsprechenden Initiativen. Steel Europe – Die Business Area konzentriert sich auf das Marktsegment des hochwertigen Qualitätsflachstahls. Für den gesamten europäischen Stahlmarkt haben sich die Rahmenbedingungen jedoch zunehmend verändert. Um neue Potenziale für Steel Europe in diesen veränderten Rahmenbedingungen zu identifizieren, wurde im Berichtsjahr das Optimierungsprogramm „Best-in-Class Reloaded“ initiiert. Chancen ergeben sich aus einer konsequenten Umsetzung der Programm-Maßnahmen zur Erhöhung der Kundenorientierung, Verbesserung der Kostenposition und Stärkung der technologischen und logistischen Fähigkeiten sowie aus dem Ausbau von attraktiven Kundensegmenten. Das Ziel ist eine deutliche Verbesserung der Ertragsstärke der Business Area bis zum Geschäftsjahr 2014/2015, um dauerhaft mehr als die Kapitalkosten zu verdienen. Trotz der veränderten Rahmenbedingungen gelten auch weiterhin die globalen Trends zur Urbanisierung, zu steigender Mobilität und zum effizienteren Einsatz knapper Ressourcen. Diese Trends bieten in den kommenden Jahren Chancen für den Einsatz intelligenter Stahlprodukte, die sich schon heute im Produkt- und Leistungsportfolio der Business Area Steel Europe befinden. Steel Americas – Wir sind zuversichtlich, die schon im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten operativen Verbesserungen bei Steel Americas auf Basis der vereinbarten Transaktion in den Folgejahren beschleunigt fortsetzen und die Marktchancen aus den geänderten Rahmenbedingungen besser nutzen zu können. Dazu werden neben unseren Initiativen zur Effizienzsteigerung auch die Maßnahmen zur weiteren Optimierung der technischen Leistungsfähigkeit beitragen. Darüber hinaus wird sich eine höhere Auslastung unseres brasilianischen Stahlwerks durch den Brammenliefervertrag und eine stärkere Durchdringung der Brammenmärkte in Süd- und Nordamerika positiv auswirken. Weitere positive Einflüsse erwarten wir aus den durch zunehmende Brammenlieferungen in den brasilianischen Markt reduzierten Wechselkursrisiken sowie aus der Nutzung von Vorsteuerguthaben. Gleichzeitig sollte ein schwächerer brasilianischer Real die Wettbewerbsfähigkeit und Geschäftsentwicklung von ThyssenKrupp CSA begünstigen. RISIKOBERICHT Risikomanagement bei ThyssenKrupp umfasst die Gesamtheit aller Maßnahmen zu einem systematischen und transparenten Umgang mit Risiken und ist durch seine Verzahnung mit den Controlling-Prozessen ein integraler Bestandteil der wertorientierten Unternehmensführung. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems geht die Ausgestaltung mittlerweile weit über die gesetzlich geforderte Risikofrüherkennung hinaus. Dabei setzen wir alle Vorgaben von Vorstand und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zu den Systemanforderungen zeitnah um. Unsere Methoden und Werkzeuge zur Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken verbessern wir kontinuierlich. Die standardisierten Risikomanagement-Prozesse stellen sicher, dass Vorstand und Aufsichtsrat zeitnah und strukturiert über die aktuelle Risikosituation des Konzerns informiert werden. Trotz umfassender Analyse von Risiken kann deren Eintreten aber nicht systematisch ausgeschlossen werden. Aus heutiger Sicht sind die Konzernrisiken begrenzt und es liegen keine den Bestand gefährdenden Risiken vor. Risikopolitik Die risikopolitischen Grundsätze des Konzerns regeln die Rahmenbedingungen zur Erfüllung der Anforderungen an ein ordnungsmäßiges, konzernweit einheitliches und in die Zukunft gerichtetes Risikomanagement und dessen Einbettung in die Unternehmensstrategie. Die organisatorische Verankerung im operativ und strategisch ausgerichteten Controlling ermöglicht eine mit den Planungs- und Reportingprozessen integrierte, aktive und ganzheitliche Ausrichtung des Konzern-Risikomanagements. Zum Aufgabengebiet gehören auch das Hinterfragen und die systematische Analyse von Geschäftsmodellen, strategischen Sichtweisen und konkreten Maßnahmen der operativen Einheiten. Ziel des Risikomanagements bei ThyssenKrupp ist, auf allen Unternehmensebenen das Risikobewusstsein zu erhöhen und eine wertorientierte Risikokultur zu etablieren. Risiken und Chancen sind transparent aufbereitet und werden systematisch in unternehmerische Entscheidungen einbezogen. Zu einem verantwortungsbewussten Risikomanagement gehört es auch, Risiken außerhalb unserer Kernprozesse und -kompetenzen zu verlagern, zu reduzieren oder ganz zu vermeiden, was ein Eintreten einzelner Risiken aber nicht ausschließt. Verschiedene Risikosteuerungsmaßnahmen und bilanzielle Risikovorsorgen in erforderlichem Maße stellen sicher, dass die eingegangenen Risiken im Konzern abgedeckt sind und nachgehalten werden. Risikomanagementsystem Dem Konzern-Risikomanagement obliegt die Aufgabe, das Risikomanagementsystem kontinuierlich in Richtung Best Practice weiterzuentwickeln und bei Bedarf neuen Erkenntnissen und Anforderungen anzupassen. In der aktuellen Konzernrichtlinie Risikomanagement haben wir alle verbindlichen Vorgaben für den Risikomanagement-Prozess formuliert und die einzelnen Risikomanagement-Instrumente konzernweit einheitlich definiert. Eine global in allen Konzernunternehmen eingeführte IT-Risikomanagement-Applikation zur Durchführung einer integrierten Risikoinventur stellt sicher, dass Ergebnis- und Cash-Risiken erfasst und im Rahmen von Freigabe- und Aggregationsprozessen über die Vorstände der Business Areas bis zur Konzernebene gemeldet werden. Zu den Pflichtangaben im Rahmen der Risikoinventur gehört es auch, zu den einzelnen identifizierten und bewerteten Risiken Maßnahmen zur Risikosteuerung zu formulieren und deren Umsetzung systematisch nachzuverfolgen. Die nicht in der monatlich aktualisierten Hochrechnung bzw. im Budget berücksichtigten Chancen und Risiken gehören zur Standardberichterstattung der Business Areas und leisten einen wesentlichen Beitrag zur integrierten innerjährlichen Geschäftssteuerung und zur Unternehmensplanung. Im Planungsprozess und bei besonderen Anlässen betrachten wir darüber hinaus Korridore der Ergebnis- und Cash-Größen auf Basis verschiedener Szenarien sowie gesamtwirtschaftliche Klumpenrisiken über konzernweite Risikoszenarien. Über auftretende Ad-hoc-Risiken werden die Risikomanagement-Verantwortlichen unverzüglich informiert; die Risiken werden zusätzlich auf den etablierten Berichtswegen dokumentiert. Auch die bereits über Rückstellungen bilanziell berücksichtigten Risiken sind Bestandteil standardisierter Analysen und der Berichterstattung im Konzern-Risikomanagement. Damit stellen wir auch für diese Risiken eine systematische Risikosteuerung sicher. Die aus der Risikoinventur ableitbaren wesentlichen materiellen Konzernrisiken sowie die Analyse-Ergebnisse aus Risikoszenarien und zu Risikorückstellungen präsentieren und plausibilisieren wir einmal pro Quartal im interdisziplinär besetzten Risk Committee unter Leitung des Finanzvorstands. So bereiten wir die anschließende Risiko-Berichterstattung in Vorstand und Prüfungsausschuss systematisch vor. Am Risk Committee nehmen alle Governance- bzw. Risk- und Compliance-Konzernverantwortlichen teil. Durch diese Disziplinenverzahnung auf Gremienebene leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Corporate-Governance-Prozesse im Konzern. Das Konzern-Risikomanagementsystem ist in der folgenden Grafik zusammenfassend dargestellt: Unsere Mitarbeiter schulen wir regelmäßig zu den einzelnen Risikomanagement-Elementen und nutzen auch unsere konzernweite internetbasierte IT-Risikomanagement-Applikation, um gezielt und breit Informationen und Schulungsmaterial zur Verfügung zu stellen. Die Risikoinventur-Informationen daraus werden von Internal Auditing als Baustein für die risikoorientierte Prüfungsplanung genutzt. Die danach ausgestalteten internen Revisionen tragen zur effizienten Überwachung des Risikomanagementsystems bei und liefern Erkenntnisse, um die Qualität der Informationsinhalte zu erhöhen und den Umgang mit Risiken im Gesamtkonzern weiter zu verbessern. Kontroll- und Risikomanagement im Konzernrechnungslegungsprozess Bei ThyssenKrupp verstehen wir unter dem internen Kontrollsystem alle eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen mit dem Ziel, die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsabwicklung, die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung und die Übereinstimmung mit Gesetzen und Richtlinien sicherzustellen. Im Rahmen des Konzernprojektes zur Daten- und Prozessharmonisierung daproh entwickeln wir das interne Kontrollsystem unter Nutzung einer standardisierten Risk-Control-Matrix kontinuierlich weiter. Verschiedene prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen tragen im Rechnungslegungsprozess dazu bei, dass implementierte Kontrollen trotz möglicher Risiken einen regelungskonformen Konzernabschluss ermöglichen. Eine einheitliche, regelmäßig aktualisierte Bilanzierungsrichtlinie für den Konzernabschluss steht allen eingebundenen Mitarbeitern über eine konzerninterne Internet-Plattform zur Verfügung. Für die Konsolidierung nutzen wir ein auf Standardsoftware basierendes Konzernwerkzeug. So sichern wir eine einheitliche Vorgehensweise und minimieren mögliche Risiken von Falschaussagen in der Konzernrechnungslegung und der externen Berichterstattung. ThyssenKrupp hat die Teilprozesse der Finanzberichterstattung eindeutig definiert und mit klaren Verantwortlichkeiten belegt. Eine angemessene Funktionstrennung und die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips reduzieren das Risiko von dolosen Handlungen. Die Corporate Function Controlling, Accounting & Risk ist fachlich für die Erstellung des Konzernabschlusses verantwortlich und formuliert verbindliche inhaltliche und terminliche Vorgaben an die dezentralen Einheiten. So gewährleisten wir konzerneinheitliche Rechnungslegungspraktiken mit möglichst geringen Ermessensspielräumen bei Ansatz, Bewertung und Ausweis von Bilanzpositionen. Konzerneigene Shared-Service-Center unterstützen die dezentralen Einheiten bei der Erstellung von lokalen Abschlüssen. Für alle in den Rechnungslegungsprozess eingebundenen Mitarbeiter finden regelmäßige Schulungen statt. Wir führen bei unseren relevanten IT-Systemen im Konsolidierungsprozess auf zentraler Ebene regelmäßig Systemsicherungen durch, um Datenverluste und Systemausfälle möglichst zu vermeiden. Zum Sicherungskonzept gehören darüber hinaus systemtechnische Kontrollen, manuelle Stichprobenprüfungen durch erfahrene Mitarbeiter sowie maßgeschneiderte Berechtigungen und Zugangsbeschränkungen, um Missbrauch der Finanzsysteme zu verhindern. Die Corporate Function Internal Auditing prüft regelmäßig die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems und ist somit in den Gesamtprozess integriert. Durch diese aufeinander abgestimmten Prozesse, Systeme und Kontrollen stellen wir hinreichend sicher, dass der Konzernrechnungslegungsprozess im Einklang mit den IFRS, dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten Regelungen und Gesetzen abläuft und zuverlässig ist. Risikotransfer durch zentralen Dienstleister ThyssenKrupp Risk and Insurance Services führte auch im Berichtsjahr als zentraler Dienstleister konzernweit den Risikotransfer auf Versicherer durch. Umfang und Gestaltung des Versicherungsschutzes leiten sich aus Risk Assessments ab, durch die in den Konzernunternehmen versicherbare Risiken identifiziert, bewertet und durch spezifische Schutzkonzepte reduziert bzw. beseitigt werden. Abgestellt auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns, vereinbaren wir für die einzelnen Versicherungssparten angemessene Selbstbehalte. Für alle Konzernunternehmen bestehen verbindliche Standards, um die Risikoprävention der Unternehmen auf einem nachhaltigen und angemessen hohen Niveau zu halten. Diese Standards wurden von Experten aus allen Teilen des Konzerns unter Leitung von ThyssenKrupp Risk and Insurance Services entwickelt und werden laufend ergänzt. Interne und externe Auditoren prüfen regelmäßig deren Einhaltung. Das Risiko eines insolvenzbedingten Ausfalls von Versicherern vermindern wir, indem wir es auf viele Anbieter streuen und dabei die Ratings anerkannter Agenturen für die Versicherer berücksichtigen. Finanzwirtschaftliche Risiken Zu den zentralen Aufgaben der ThyssenKrupp AG als Konzernführungsgesellschaft zählt es, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren, zu lenken und die finanzielle Unabhängigkeit des Gesamtunternehmens sicherzustellen. Dazu optimieren wir die Konzernfinanzierung und begrenzen die finanzwirtschaftlichen Risiken. Ausfallrisiko – Wir schließen Finanzinstrumente im Finanzierungsbereich grundsätzlich nur mit solchen Kontrahenten ab, die über eine sehr gute Bonität verfügen bzw. einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Dabei werden Geschäfte nur im Rahmen vorgegebener Kontrahentenlimite getätigt. Im Liefer- und Leistungsgeschäft werden Außenstände und Ausfallrisiken von den Konzernunternehmen fortlaufend überwacht; teilweise sind sie zusätzlich über Warenkreditversicherungen abgesichert. Besonders intensiv beobachten wir die Bonität von Großkunden. Liquiditätsrisiko – Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherstellen zu können, halten wir auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vor. Das Cash-Pooling sowie externe Finanzierungen konzentrieren sich vorwiegend auf die ThyssenKrupp AG sowie spezielle Finanzierungsgesellschaften. Im Rahmen des Cash-Pooling werden die Mittel bedarfsgerecht intern an Konzerngesellschaften weitergeleitet. Marktrisiko – Eine Reihe von Maßnahmen begrenzt die Schwankungen der Zeitwerte oder künftiger Zahlungsströme aus Finanzinstrumenten wegen Marktänderungen oder schaltet diese ganz aus. Hierzu gehören im Wesentlichen außerhalb der Börse gehandelte Devisentermingeschäfte, Zinsswaps, Zins-/Währungsswaps und Warentermingeschäfte mit Banken und Handelspartnern. Die Warenpreise werden darüber hinaus auch durch börsengehandelte Futures abgesichert. Außerdem überwachen wir umfassend den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten. Die Kontrollen basieren auf Richtlinien und erfolgen im Rahmen des regelmäßigen Reporting. Währungsrisiko – Um die Risiken aus der Vielzahl unserer Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen – vor allem in US-Dollar – zu begrenzen, haben wir konzerneinheitliche Richtlinien für das Devisenmanagement entwickelt. Grundsätzlich müssen alle Gesellschaften des Konzerns Fremdwährungspositionen im Zeitpunkt ihrer Entstehung sichern; Unternehmen mit Sitz im Euro-Raum sichern über unsere zentrale Clearingstelle. Translationsrisiken – also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen – werden grundsätzlich nicht abgesichert. Zinsrisiko – Um unseren Kapitalbedarf zu decken, haben wir Liquidität an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen und mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgenommen. Teilweise sind die hieraus resultierenden Finanzschulden sowie unsere Geldanlagen dem Risiko ausgesetzt, dass sich die Zinsen ändern. Für die Steuerung erstellen wir deshalb regelmäßig Zinsanalysen, deren Ergebnisse in unser Risikomanagementsystem einfließen. Die ThyssenKrupp AG hat Vereinbarungen mit Banken abgeschlossen, die vorsehen, dass das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum Eigenkapital (Gearing) im Konzernabschluss 150 % zum jeweiligen Bilanzstichtag (30. September) nicht überschreitet. Zum 30. September 2013 lag das primär durch Wertminderungen temporär erhöhte Gearing bei 200,6 %. Damit wurde die in einigen Kreditverträgen vereinbarte Gearing-Obergrenze von 150 % zum 30. September 2013 nicht eingehalten. Allerdings konnte bereits im Vorfeld mit den betroffenen Finanzpartnern eine Vereinbarung zur Aussetzung (sogenannter Waiver) des Gearing-Covenant-Tests per 30. September 2013 getroffen werden, so dass diese Finanzinstrumente auch nach dem 30. September 2013 trotz temporären Überschreitens der Gearing-Grenze zur Verfügung stehen. Per 30. September 2013 belief sich die freie Liquidität des Konzerns auf 7,3 Mrd €, bestehend aus 3,8 Mrd € flüssigen Mitteln und 3,5 Mrd € freien, zugesagten Kreditlinien. Die freie Liquidität bietet ausreichend Spielraum zur Deckung anstehender Fälligkeiten in den Brutto-Finanzschulden. Die Fälligkeiten in den Brutto-Finanzschulden im Geschäftsjahr 2013/2014 belaufen sich auf 1,9 Mrd €. Risiken aus Verkäufen, Erwerben und Restrukturierungen Die kontinuierliche Optimierung unseres Konzern-Portfolios ist einer der Eckpfeiler unserer Strategischen Weiterentwicklung. Aktives Portfoliomanagement im Zusammenhang mit dem Verkauf oder dem Erwerb von Unternehmen ist mit Abwicklungsrisiken verbunden. Gleiches gilt für Restrukturierungen innerhalb unserer bestehenden Geschäftsaktivitäten. Die damit verbundenen Risiken überwachen wir kontinuierlich und bilden bei Bedarf bilanzielle Vorsorge. ThyssenKrupp hat am 29. November 2013 mit einem Konsortium aus ArcelorMittal und Nippon Steel & Sumitomo Metal Corporation einen Vertrag über den Verkauf des Walz- und Beschichtungswerks ThyssenKrupp Steel USA in Calvert/Alabama abgeschlossen. Darüber hinaus wurde vertraglich vereinbart, dass das Konsortium bis 2019 jährlich 2 Mio Tonnen Brammen aus der Produktion von ThyssenKrupp CSA bezieht. Dieser langfristige Brammenliefervertrag für ThyssenKrupp CSA ist ein erster wesentlicher Schritt für die Entkoppelung der beiden Werke und ermöglicht ThyssenKrupp zudem, die mit Vale vereinbarte Verpflichtung zu erfüllen, Brammen von ThyssenKrupp CSA abzunehmen. Damit kann der Konzern Risiken aus dem ursprünglich angestrebten währungsraumübergreifenden Verbundmodell sowie Preisrisiken im Rahmen des Markteintritts in den USA reduzieren. Das Wirksamwerden (Closing) der Vereinbarungen steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden. Nach der Veräußerung von Inoxum bestehen für ThyssenKrupp Risiken aus der Beteiligung von 29,9 % an Outokumpu sowie aus der in der Transaktion entstandenen Finanzforderung (Verkäuferdarlehen), einer 364-Tage-Kreditlinie, einer Supplier Finance Backup Facility und aus Eventualverbindlichkeiten. Näheres dazu steht unter Anhang-Nr. 23. In Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Situation von Outokumpu sind dies Wert- und Ausfallrisiken. Im Zuge der notwendigen Refinanzierungsmaßnahmen von Outokumpu hat die ThyssenKrupp AG am 29. November 2013 einen Vertrag mit der Outokumpu Oyj zur Übertragung von jeweils 100 % der Anteile von VDM und AST sowie weiterer kleinerer Aktivitäten im Bereich Edelstahl-Service-Center an ThyssenKrupp unterzeichnet. Als Gegenleistung wird die Finanzforderung von ThyssenKrupp gegen die Outokumpu Oyj im Nominalwert einschließlich kapitalisierter Zinsen von 1.269 Mio € auf Outokumpu übertragen, die zum 30. September 2013 mit 969 Mio € bilanziert ist. Damit entfällt auch die aus dem Verkauf von Inoxum an Outokumpu resultierende Verpflichtung zum Ausgleich gegebenenfalls eintretender negativer finanzieller Konsequenzen für Outokumpu aus den fusionskontrollrechtlichen Auflagen in Höhe von bis zu 200 Mio €. Zur Erfüllung der Vorgaben der EU-Kommission wird sich die ThyssenKrupp AG von ihrem 29,9%-Anteil an der Outokumpu Oyj vollständig trennen. Die Veräußerung der Anteile wird in Erwartung einer Kapitalerhöhung von Outokumpu voraussichtlich zu einem Verlust von gut 270 Mio € auf den zum 30. September 2013 bilanzierten Beteiligungsbuchwert führen. Dem stehen Entlastungen aus dem Wegfall bilanzierter Risiken gegenüber. Mit Abschluss der Transaktion sind alle weiteren finanziellen Verbindungen zu Outokumpu beendet. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden und der Mitwirkung und Zustimmung von Aktionären, Banken und Gläubigern zum Gesamtkonzept für eine tragfähige Refinanzierung von Outokumpu. Sollte die Transaktion nicht zustandekommen, bestehen die oben genannten Wert- und Ausfallrisiken weiter. Auftragsrisiken Für unsere Kunden arbeiten wir häufig an der Abwicklung von hoch komplexen Großaufträgen mit langer Projektlaufzeit. Kosten- und/oder Terminüberschreitungen in einzelnen Auftragsphasen sind dabei nicht auszuschließen. Um diese Risiken zu minimieren, entwickeln wir unsere Steuerungsinstrumente kontinuierlich weiter, sind so jederzeit über den aktuellen Auftragsstand informiert und können bei Bedarf zeitnah notwendige Maßnahmen ergreifen. Vor Vertragsabschluss überprüfen wir die Bonität unserer Kunden sorgfältig und setzen für die anschließende Auftragsabwicklung erfahrene Projektmanager ein. Durch die transparente Aufbereitung des jeweils aktuellen Auftragsstandes stellen wir zudem sicher, dass Zahlungen zeitnah nach dem Auftragsfortschritt erfolgen und Zahlungsausfälle minimiert werden. Absatzrisiken Als global tätiger diversifizierter Industriekonzern mit führender Ingenieurkompetenz ist ThyssenKrupp weltweit vertreten und somit von der internationalen Konjunkturentwicklung abhängig. Da wir aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld derzeit wenig positive Impulse sehen und die Schuldenkrisen in einigen Ländern der Euro-Zone sowie die Unsicherheiten auf den Finanzmärkten weiter bestehen, sehen wir Risiken für unsere Absatzmärkte. Wir verfolgen und bewerten diese Rahmenbedingungen kontinuierlich und können so zeitnah auf aktuelle Entwicklungen reagieren. Dafür stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung, beispielsweise eine marktorientierte Anpassung oder Verlagerung von Kapazitäten. Unser hoher Diversifikationsgrad mit vielschichtigen Produkt- und Kundenstrukturen trägt dazu bei, dass ThyssenKrupp weitgehend unabhängig von regionalen Krisen auf Absatzmärkten ist. Wir betreiben darüber hinaus ein professionelles Debitorenmanagement, um möglichen Forderungsausfällen zu begegnen. Weitere Einzelheiten zu Absatzrisiken können Sie auch dem Abschnitt „Spezifische Risiken unserer Aktivitäten” entnehmen. Risiken in Ländern mit Handelsbeschränkungen Durch die weltweite Ausrichtung der Geschäftstätigkeit unterhält ThyssenKrupp auch Geschäftsbeziehungen in Ländern, die Handelsbeschränkungen unterliegen. Seit 2010 dehnen die Bundesrepublik Deutschland, die EU und die USA auf Basis der UN-Resolution 1929 bestehende Handelsbeschränkungen für die Islamische Republik Iran auf Geschäftsfelder der Öl- und Gas- sowie der petrochemischen Industrie aus und erweitern die Sanktionslisten um Personen und Banken, mit denen keine Geschäfte mehr gemacht werden dürfen. Verstöße gegen diese Handelsbeschränkungen stehen unter erheblichen Strafen und können für den Konzern zu Reputationsschäden führen. Wir achten seit jeher darauf, die exportkontrollrechtlichen Vorschriften und insbesondere die Handelsbeschränkungen einzuhalten. Zudem haben wir im September 2010 beschlossen, dass ThyssenKrupp keine neuen Geschäfte mit iranischen Kunden abschließt. Diese Maßnahmen reduzieren das Risiko eines potenziellen Verstoßes gegen die Handelsbeschränkungen erheblich. Beschaffungsrisiken Zur Erstellung unserer qualitativ hochwertigen Produkte benötigen wir in vielen Geschäftsprozessen Rohstoffe und Energie sowie Frachtkapazitäten, die wir auf den entsprechenden Beschaffungsmärkten beziehen. Die Einkaufspreise können je nach Marktsituation erheblich schwanken und unsere Kostenstrukturen belasten. Wir wirken den Risiken möglichst durch angepasste Verkaufspreise und alternative Beschaffungsquellen entgegen und sichern so unsere Wettbewerbsfähigkeit. Zur Absicherung von Risiken aus schwankenden Rohstoffpreisen, insbesondere bei Nickel und Kupfer, setzen wir auch derivative Finanzinstrumente ein – im Wesentlichen Warentermingeschäfte. Für den Abschluss solcher Finanzinstrumente gelten strenge Richtlinien. Details über diese Risikofelder stehen unter Anhang-Nr. 22. Die Energiewende in Deutschland hat zum Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien signifikant zu erhöhen und die Stromnetze auszubauen. In der Finanzierung der Energiewende sehen wir das Risiko dauerhaft steigender Strompreise sowie einer weiter wachsenden EEG-Umlage, die insbesondere die internationale Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrieunternehmen wie der deutschen Stahlindustrie gefährden. Regulatorische Anforderungen an die Strom- und Gasnetze unserer großen Produktionsstandorte sind mit weiteren Kosten verbunden. Wir begegnen dem Risiko steigender Energiepreise auf den Commodity-Märkten durch eine strukturierte Energiebeschaffung. Wir wirtschaften nachhaltig und arbeiten weiter konzernweit daran, Energie einzusparen und Reststoffe zu verwerten. Dies trägt dazu bei, Treibhausgas-Emissionen zu vermeiden und die natürlichen Ressourcen zu schonen. Regulatorische Risiken Neue Gesetze und andere veränderte rechtliche Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene können Risiken für unsere Geschäftsaktivitäten bedeuten, wenn sie im Vergleich zu unseren Wettbewerbern mit höheren Kosten oder sonstigen Nachteilen für ThyssenKrupp verbunden sind. Zur Steuerung dieser Risiken bestehen enge Arbeitskontakte zu den relevanten Institutionen, um möglichen Wettbewerbsverzerrungen entgegenzuwirken. Den Diskussionsprozess zu politisch gewollten Mehrbelastungen der Energiepreise begleiten wir direkt sowie über die Wirtschaftsverbände. Aus dem EU-Emissionshandel in der dritten Handelsperiode können uns zukünftig erhebliche Kosten für Emissionsberechtigungen erwachsen. Als energieintensiver Industrie- und Dienstleistungskonzern sehen wir Risiken für die Ertragslage, wenn wir im internationalen Wettbewerb die zusätzlichen Kosten nicht oder nicht in vollem Umfang an unsere Kunden weitergeben können. Risikomindernd wirken sich im Bestand gehaltene Emissionsberechtigungen und Sicherungsgeschäfte aus. Umweltrisiken In unseren produzierenden Werken entstehen teilweise verfahrensbedingt Risiken, dass Luft und Wasser verunreinigt werden. Dort investieren wir kontinuierlich und nachhaltig in Umweltschutzmaßnahmen, um langfristig die Ressourcen zu schonen und die Umwelt möglichst gering zu belasten. Viele Konzernunternehmen haben ihr Umweltmanagementsystem zertifizieren lassen und somit Strukturen und Prozesse aufgesetzt, um die Gefahr von Umweltschäden zu reduzieren. Auf konzerneigenen Grundstücken, die heute nicht mehr genutzt werden, können auf Grund der früheren Geschäftsaktivitäten Risiken aus Altlasten und Bergschäden auftreten. Wir begegnen diesen Risiken mit vorbeugenden Maßnahmen und planmäßigen Sanierungsarbeiten und bilden im bilanziell erforderlichen Ausmaß Rückstellungen in unserem Real-Estate-Bereich. Rechtliche Risiken aus Klagen und Ansprüchen Dritter Rechtliche Risiken können sich aus Klagen und Ansprüchen gegen unsere Konzernunternehmen ergeben. Die entsprechenden Verfahren begleitet ThyssenKrupp durch erfahrene eigene Justiziare, bei Bedarf mit zusätzlicher Unterstützung externer Anwälte. Schadensersatzklagen aus Produkthaftung minimieren wir durch qualitativ hochwertige Produkte. Wenn Vertragspartner aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen Ansprüche gegen ThyssenKrupp erheben, prüfen wir die einzelnen Ansprüche sorgfältig und bilden Rückstellungen, sofern Zahlungsverpflichtungen als wahrscheinlich angesehen werden und die Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Über wesentliche schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadensersatzansprüche informiert der Anhang unter Nr. 21. Compliance-Risiken Insbesondere dem Risiko von Kartell- und Korruptionsverstößen begegnen wir durch unser striktes Compliance-Programm. Dieser Fokus ist durch das enorme Schadenspotenzial – sowohl in Bezug auf finanzielle Schäden als auch hinsichtlich Reputationsschäden – bei diesen Delikten begründet. Verdeutlicht wird dies am Beispiel des sogenannten Schienenkartells. Das Bundeskartellamt hat am 23. Juli 2013 ein zweites Bußgeld gegen die ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH verhängt. Dieses Bußgeld in Höhe von 88 Mio € betrifft die Verfahrenskomplexe Privatmarkt und Weiche. ThyssenKrupp akzeptierte das Bußgeld und hatte hierfür bereits eine ausreichende Rückstellung gebildet. Schon im Juli 2012 hatte die Behörde im Zusammenhang mit dem Schienenkartell – damals wegen unerlaubter Absprachen bei Schienenlieferungen an die Deutsche Bahn – ein Bußgeld in Höhe von 103 Mio € verhängt. Mit dem nun wegen der Verfahrenskomplexe Privatmarkt und Weiche verhängten Bußgeld sind die ThyssenKrupp betreffenden Vorwürfe im Schienenkartell insgesamt und abschließend bebußt. Allerdings haben verschiedene Gesellschaften des Konzerns Deutsche Bahn wegen des Schienenkartells eine Schadenersatzklage gegen mehrere Gesellschaften – darunter ThyssenKrupp GfT Gleistechnik und ThyssenKrupp Materials International – eingereicht. Auch weitere Unternehmen haben – wegen der Verfahrenskomplexe Privatmarkt und Weiche – mittlerweile als potenziell Geschädigte des Kartells Ansprüche gegenüber ThyssenKrupp außergerichtlich geltend gemacht. Mehr dazu erfahren Sie unter Anhang-Nr. 16 und 21 im Konzernabschluss. Ausgelöst durch eine anonyme Anzeige ermittelt das Bundeskartellamt seit Ende Februar 2013 u.a. gegen ThyssenKrupp Steel Europe wegen des Anfangsverdachts auf Preisabsprachen im Zeitraum zurück bis 1998 bei der Lieferung bestimmter Stahlprodukte an die deutsche Automobilindustrie und ihre Zulieferer. ThyssenKrupp hat eine eigene interne Untersuchung der Vorwürfe mit externer anwaltlicher Unterstützung veranlasst. Im Rahmen unseres vom 15. April bis zum 15. Juni 2013 durchgeführten Amnestieprogramms hat es keine Hinweise zu den laufenden Untersuchungen gegeben. Das Verfahren des Bundeskartellamts dauert an. Die internen Untersuchungen, die auf Grund der Ermittlungen des Bundeskartellamtes aufgenommen wurden, sind weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen. Auf Grund der derzeitigen Erkenntnislage können signifikante nachteilige Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht ausgeschlossen werden. Risiken der Informationssicherheit Unsere IT-gestützten Geschäftsprozesse sind Risiken der Informationssicherheit ausgesetzt. Aus menschlichen Fehlern, organisatorischen oder technischen Verfahren und/oder Sicherheitslücken bei der Informationsverarbeitung können Risiken entstehen, die die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen gefährden. Daher überprüfen wir permanent unsere Informationstechnologien und aktualisieren die Systeme bei Bedarf. Die IT-gestützte Integration unserer Geschäftsprozesse setzt voraus, dass die mit ihr verbundenen Risiken für unsere Konzernunternehmen und für unsere Geschäftspartner minimiert sind. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir umfangreiche Maßnahmen getroffen, unser Informationssicherheitsmanagement und die eingesetzten Sicherheitstechnologien weiterzuentwickeln. Bei der frühzeitigen Erkennung dieser Risiken unterstützt das für den Konzern aufgebaute Computer Emergency Response Team (CERT). Zur Steigerung der Nachhaltigkeit aller getroffenen und zukünftig zu treffenden Maßnahmen sind die Konzernunternehmen verpflichtet, regelmäßig den Reifegrad ihres etablierten Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS, gem. ISO/IEC27001) nachzuweisen. Wichtig ist uns nach wie vor, dass unsere Mitarbeiter im Umgang mit allen geschäftsrelevanten Informationen ausreichend sensibilisiert sind und technisch weitestgehend unterstützt werden. Regelmäßig finden Informationssicherheitskongresse statt, auf denen international Informationen und Erfahrungen hinsichtlich proaktiver Maßnahmen zur Informationssicherheit und Risikobehandlung ausgetauscht werden. Darüber hinaus erlangten Geschäftsprozesse und Rechenzentren in ausgewählten Konzernunternehmen Sicherheitszertifikate, die den erreichten Stand vor allem unseren Kunden gegenüber dokumentieren. Zusätzlich wird in Begleitung des Teams „IT Compliance” regelmäßig mit externer Unterstützung die Sicherheit der Infrastruktur durch Schwachstellenanalysen verifiziert und gegebenenfalls nachgebessert. Gemeinsam mit dem Datenschutzbeauftragten des Konzerns stellen unsere Experten sicher, dass in der Informationsverarbeitung personenbezogene Daten nur gemäß den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet werden. Alle diese Maßnahmen werden es weiterhin ermöglichen, die Geschäftsinformationen des Konzerns sowie die Privatsphäre unserer Geschäftspartner und Mitarbeiter zu schützen und angemessen auf mögliche neue Risiken zu reagieren. Risiken aus Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen Das zur Deckung von Pensionsverbindlichkeiten bestimmte Fondsvermögen ist Kapitalmarktrisiken ausgesetzt. Um diese möglichst gering zu halten, werden die einzelnen Anlageformen auf Basis von Studien unabhängiger Experten ausgewählt und gewichtet. Die Kapitalanlagen sind so auszurichten, dass sich die zugehörigen Pensionsverpflichtungen im Hinblick auf die gegenwärtigen und zukünftigen Erträge der Anlagen dauerhaft erfüllen lassen. Bei Pensionsverpflichtungen liegen Risiken in der höheren Lebenserwartung von Versorgungsberechtigten sowie in Verpflichtungen, die Rentenhöhe regelmäßig anzupassen. Darüber hinaus können sich die Kosten für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen in den USA erhöhen. Außerdem können in einigen Ländern künftig die Zahlungen an Pensionsfonds auf Grund verschärfter gesetzlicher Anforderungen beachtlich steigen. In Einzelfällen kann bei vorzeitiger Auflösung eines Pensionsplans eine zusätzliche Zuführung erforderlich werden. Personalrisiken Um als diversifizierter Industriekonzern mit führender Ingenieurkompetenz nachhaltig erfolgreich zu sein, benötigen wir engagierte und hochqualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte. Dabei besteht das Risiko, solche Leistungsträger für offene Stellen nicht im ausreichenden Maße zu finden oder kompetente Stelleninhaber zu verlieren. ThyssenKrupp positioniert sich daher als attraktiver Arbeitgeber und fördert eine langfristige Bindung der Mitarbeiter an den Konzern. Dazu gehören eine konsequente Managemententwicklung, Karriereperspektiven und attraktive Anreizsysteme für Führungskräfte sowie eine zielgruppenorientierte Beratung unserer Mitarbeiter. Interessierte Jugendliche informieren wir frühzeitig über die Berufschancen bei ThyssenKrupp und begleiten Auszubildende bei ihren ersten Schritten im Arbeitsleben. Durch unsere Zusammenarbeit mit Schwerpunktuniversitäten nehmen wir frühzeitig Kontakt mit qualifizierten Studenten auf, um für unsere Belegschaft den notwendigen Nachwuchs zu gewinnen. Risiken der künftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Die Risiken der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sind ausführlich im Kapitel „Makro- und Branchenumfeld“ dargestellt. Spezifische Risiken unserer Aktivitäten Components Technology – Die Business Area ist auf Grund ihrer weltweiten Aktivitäten auf unterschiedlichen Geschäftsfeldern diversen allgemeinen Risiken ausgesetzt. Für die Kernmärkte wird infolge der Erwartung einer konjunkturellen Belebung ein stabiles Wachstum in allen Produktsegmenten erwartet. Allerdings ist dieses mit großen Unsicherheiten belastet. Angesichts der anhaltend hohen Haushaltsdefizite in Westeuropa und den USA bestehen weiterhin Risiken für einen globalen Aufschwung. Das Risiko aus der Abhängigkeit von Teilmärkten begrenzt die Business Area durch eine Ausweitung der Kundenbasis sowie eine weitere Verstärkung der internationalen Präsenz, insbesondere durch den Ausbau der Aktivitäten in Asien. Darüber hinaus wurden umfangreiche Frühwarnindikatoren installiert, um einer möglichen Konjunkturabschwächung zeitnah entgegenwirken zu können. Im Windenergiesektor liegen Potenziale vor allem im Offshore-Bereich. Allerdings bestehen vor allem in Deutschland Unsicherheiten hinsichtlich der Netzanbindung und der Finanzierung von weiteren Projekten. Risiken liegen auch in der möglichen Absenkung der Förderung für Offshore-Windanlagen in den einzelnen Kernmärkten. Gleichzeitig steigt der Druck auf die Absatzpreise durch hohe Wettbewerbsintensität. Diesem auch im Automotive-Bereich zunehmenden Preisdruck begegnet die Business Area mit umfangreichen Maßnahmenprogrammen zur Kostensenkung und Produktivitätssteigerung. Neben den Risiken auf der Absatzseite besteht ein Risiko auf der Beschaffungsseite aus stark steigenden Vormaterialpreisen, die nicht in vollem Umfang oder nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden können. Durch entsprechende Vertragsgestaltung mit den Kunden wird diesem Risiko entgegengewirkt. Weitere Risiken für Components Technology betreffen die Auswirkungen von veränderten Wechselkursrelationen auf Umsatz und Ergebnis. Darüber hinaus sind im Hinblick auf laufende technologische Neu- und Weiterentwicklungen Risiken mit ungeplanten Ergebnisbelastungen nicht auszuschließen. Hinzu kommen mögliche Risiken aus unerwarteten Ausbringungs- und Qualitätsproblemen sowie den sich hieraus ergebenden Gewährleistungsverpflichtungen. Die Business Area nutzt umfangreiche Maßnahmen im Rahmen von Produktions- und Qualitätssicherungssystemen, um derartige Risiken weitgehend zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Elevator Technology – Die Risikostruktur von Elevator Technology wird hauptsächlich von zwei Faktoren geprägt: den unterschiedlichen Geschäftsbereichen sowie den verschiedenen Regionen, in denen Elevator Technology tätig ist. Das Service- und Modernisierungsgeschäft ist vergleichsweise unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen. Um das Wartungsportfolio abzusichern und mögliche Verluste von Wartungseinheiten zu verhindern, werden entsprechende Kundenbindungsstrategien umgesetzt. Zudem realisieren wir kontinuierlich Effizienzprogramme, um steigenden Personal- und Beschaffungskosten entgegenzuwirken. Das Neuanlagengeschäft ist mit der Entwicklung des Bausektors verbunden und kann daher größeren Schwankungen unterliegen. Auf Grund der längeren Projektlaufzeiten sind derartige Rückgänge jedoch antizipierbar, so dass wir frühzeitig Gegenmaßnahmen und Kapazitätsanpassungen vornehmen können. Risiken, vor allem bei der Abwicklung komplexer Großprojekte, werden durch den Einsatz von Projektsteuerungsmaßnahmen bewältigt. Steigende Materialpreise können dabei nicht in allen Regionen an Kunden weitergegeben werden. Dieses Risiko wird durch Effizienzsteigerungen in der Produktion sowie optimierte Beschaffungsaktivitäten kompensiert. Bei Installation, Wartung und Nutzung der Produkte können Unfallrisiken nicht vollständig ausgeschlossen werden. Eine sicherheitsorientierte Unternehmenskultur, die Auswahl von Mitarbeitern und entsprechende Personalschulungsprogramme zum sicheren Verhalten vor Ort (Safety First) wirken Unfallrisiken von Mitarbeitern entgegen. Vor allem Unfälle von Nutzern bergen ein großes Risiko von Reputationsverlust. Die Auswahl und Schulung unserer Installations- und Servicemitarbeiter sorgt für größtmögliche Sicherheit und Qualität der von uns installierten bzw. gewarteten Produkte. Unser Ziel ist, dadurch Unfälle von Nutzern weitestgehend auszuschließen. Trotz der zunehmenden Geschäftsaktivitäten in China erreicht Elevator Technology weitgehend einen unternehmensinternen Risikoausgleich, da die Business Area sowohl auf den etablierten Märkten in Europa und Amerika als auch auf den asiatischen Wachstumsmärkten aktiv ist. Durch den Ausbau des Modernisierungs- und Servicegeschäfts sowie konsequente Effizienzverbesserungen wird den möglichen konjunkturellen Risiken in den Schwellenländern begegnet, und die in China ausgeprägte Personalfluktuation wird durch professionelles Personalmanagement bewältigt. Aus der regionalen Diversifikation und der damit verbundenen Internationalität entstehen Wechselkursrisiken, die durch kongruente Umsatz- und Kostenabrechnungen gemildert und mit entsprechenden finanzwirtschaftlichen Instrumenten abgesichert werden. Die weiterhin angespannte globale Wirtschaftslage birgt weitere Risikopotenziale. Diese beziehen sich vor allem auf das Risiko vermehrter Forderungsausfälle und Projektverzögerungen. Zudem kann die Wettbewerbsintensität auf allen Märkten zunehmen und den Preisdruck verschärfen. Elevator Technology wirkt diesen Tendenzen durch professionelles Projektmanagement in Verbindung mit umfassenden Bonitätsprüfungen der Kunden entgegen. Gegen zunehmenden Preisdruck helfen verstärkte Kundenbindung, hohe Servicequalität und Effizienzprogramme. Industrial Solutions – Neben der Entwicklung der Rohstoffpreise können insbesondere politische Entwicklungen in wichtigen Absatzregionen, vor allem in der MENA-Region, die Projektlage bei Industrial Solutions in den Bereichen Marineschiffbau und Anlagenbau negativ beeinflussen und zu Projektverschiebungen oder -stornierungen führen. Speziellen Risiken für die Abwicklung von langfristigen Großaufträgen und technisch komplexen Aufträgen wird durch professionelles und ergebnisorientiertes Projekt- und Claimsmanagement, intensives Projektcontrolling sowie verstärkten Einsatz von Projektsteuerungsmaßnahmen begegnet. Die weiterhin verhaltene Investitionstätigkeit in einigen Märkten wie z.B. im Miningmarkt sowie der zunehmende Preiswettbewerb vor allem asiatischer Wettbewerber im Anlagenbau können sich bei zukünftigen Projekten u.a. auf die Margenqualität auswirken. Die mit Abgabe der zivilen Schiffbauaktivitäten in Deutschland im Vorjahr weitgehend abgeschlossene Restrukturierung der Operating Unit Marine Systems hat zu einer deutlichen Risikoreduzierung innerhalb der Business Area Industrial Solutions geführt. Derzeit sind die verbliebenen Risiken aus dem Yacht-Bau im Wesentlichen auf die Abwicklung von Gewährleistungsansprüchen begrenzt. Im Berichtsjahr ging dieses Risiko durch den erfolgreichen Abschluss eines Close Out Agreement für eine im Jahr 2010 ausgelieferte Yacht nochmals deutlich zurück. Materials Services – Das weltweite Werkstoff-, Rohstoff- und Dienstleistungsgeschäft von Materials Services unterliegt – teilweise stärker als andere Geschäftszweige – konjunkturell bedingten Nachfrage- und Preisschwankungen auf der Beschaffungs- wie auch Absatzseite. Dies beeinflusst in erheblichem Maße unser Net Working Capital. Schnellstmögliche Lieferfähigkeit bei möglichst geringem Capital Employed ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres Geschäftsmodells. Deshalb arbeiten wir permanent an der Optimierung unserer Logistik und der gesamten Wertschöpfungskette. Im Rahmen von impact entwickelte Kostensenkungsmaßnahmen steigern die Effizienz und erhöhen die Wirtschaftlichkeit. Mit unserem systematisch weiterentwickelten Net Working Capital Management optimieren wir die Bestände und minimieren die Risiken eines Forderungsausfalls effektiv. Darüber hinaus reduzieren wir konjunkturell bedingte Risiken durch Präsenz auf allen Kontinenten, breite Kundenbasis und hohen Diversifikationsgrad. Hieraus ergibt sich eine signifikante Risikostreuung. Neben den Kernmärkten in Europa und Nordamerika sind wir in Wachstumsmärkten wie Osteuropa, Asien und Brasilien erfolgreich und partizipieren auch zukünftig an deren weiteren Entwicklung. Steel Europe – Die Business Area Steel Europe zählt zu den Risiken der künftigen Entwicklung insbesondere Marktrisiken auf der Absatz- und Beschaffungsseite, Risiken aus Wechselkursschwankungen, aus dem Emissionshandel und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Im Falle einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage steigt das Risiko aus Kundeninsolvenzen. Mit dem ganzheitlichen Optimierungsprogramm „Best-in-Class Reloaded“ wirkt die Business Area den Risiken für die Absatzmengen und -preise entgegen und leistet einen wesentlichen Beitrag, um das im Rahmen der Strategischen Weiterentwicklung von allen Konzerngeschäften geforderte Ertrags-, Cash-Flow-, Wertbeitrags- und Wettbewerbsprofil zu erreichen. Dem Risiko einer konjunkturell bedingt schwankenden Nachfrage begegnet die Business Area mit Kostenoptimierungen in allen Bereichen, rechtzeitigen Produktionsanpassungen und der Konzentration auf anspruchsvolle Marktsegmente mit geringerer Zyklizität. Mögliche Kundeninsolvenzen werden durch intensiviertes Monitoring, Ausschöpfen der Möglichkeiten zur Absicherung über Warenkreditversicherungen sowie Anpassung der Zahlungsbedingungen minimiert. Eine stetige Optimierung der Wertschöpfungsketten reduziert Qualitäts- und Lieferterminrisiken. Die europäische Stahlindustrie ist Importdruck und Überkapazitäten am Markt sowie steigenden Umweltschutzanforderungen ausgesetzt. Der Wettbewerbsintensität auf dem Markt für Qualitätsflachstahlerzeugnisse begegnet Steel Europe, indem sie sich durch systematische Stärken in der Technologiekompetenz vom Wettbewerb differenziert. Sollten die Rohstoffpreise weiter steigen, reagiert die Business Area nach Möglichkeit mit alternativen Beschaffungsquellen und/oder einer Weitergabe der Preiserhöhungen an die Kunden. Steel Europe hat ein sachversicherungsbezogenes wirtschaftliches und technisches Risikocontrolling als festen Bestandteil in den Risikomanagement-Prozess integriert. Zur weiteren Optimierung des vorbeugenden Brandschutzes werden zusätzliche Investitions- und Instandhaltungsbudgets bereitgestellt. Die Risiken für sonstige Betriebsunterbrechungen werden durch laufende vorbeugende Instandhaltung, Modernisierung und Investitionen reduziert. Für den Fall einer Betriebsunterbrechung existieren Pläne, die Maßnahmen für die Schadensbeseitigung festlegen. Einzelheiten zu Risiken aus dem Emissionshandel und dem EEG lesen Sie in den Abschnitten „Beschaffungsrisiken“ und „Regulatorische Risiken“. Steel Americas – Nach dem Hochlauf des Stahlwerks in Brasilien haben Störungen, insbesondere einer Gasturbine im Kraftwerk und eines Hochofens, im Berichtsjahr zu erheblichen Mehrkosten geführt. Inwieweit diese Mehrkosten als Garantie- bzw. Versicherungsleistungen geltend gemacht werden können, wird geprüft. Weiterhin stellen die aktuelle Entwicklung an den Weltrohstoffmärkten, die Entwicklung der Stahlpreise sowie die in den vergangenen Monaten zu beobachtenden Kursschwankungen des brasilianischen Reals Risiken für die Aktivitäten des Hüttenwerkes in Brasilien dar. Diesen können wir nur in Teilen, z.B. durch Kurssicherung, entgegenwirken. Ein intensives Controlling und Risikomanagement sowie regelmäßige Risikobesprechungen und -berichte sind darauf ausgerichtet, alle Störungen an den Aggregaten sukzessive zu beheben sowie durch zeitnahe Erfassung und Kommunikation auf neue Herausforderungen zu reagieren. Durch effizientes Claim Management stellen wir sicher, dass alle Ansprüche unserer Vertragspartner angemessen abgewickelt und gesteuert werden. ThyssenKrupp befindet sich im Zusammenhang mit dem Bau des Stahlwerkes in Brasilien in gerichtlichen, schiedsgerichtlichen und außergerichtlichen Auseinandersetzungen, die zu Schadenersatzleistungen führen können. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist in nahezu allen diesbezüglichen Auseinandersetzungen Einigung erzielt worden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat ThyssenKrupp CSA die Brammenverkäufe im brasilianischen Markt ausgebaut. Die zunehmende Verlagerung in den heimischen Markt und damit auch die Reduzierung der Abhängigkeit von Kursschwankungen und die Nutzung von Vorsteuerguthaben vermindern Absatzrisiken bei ThyssenKrupp CSA. Der mit einem Konsortium aus ArcelorMittal und Nippon Steel & Sumitomo Metal Corporation abgeschlossene werthaltige Brammenliefervertrag und verstärkte Vertriebsinitiativen in Brasilien werden zudem dazu beitragen, mögliche Auslastungsrisiken zu minimieren. Bestand des Konzerns gesichert Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir die Risikosituation des Konzerns kontinuierlich und transparent aufbereitet und durch unser systematisches konzernweit etabliertes Risikomanagement wesentlich dazu beigetragen, die Gesamtrisiken im Konzern effizient zu steuern. Bestandsgefährdende Risiken liegen aus heutiger Sicht nicht vor. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Nachhaltiges Wirtschaften ist fest in der Konzernstrategie verankert. Mit unserer Ingenieurkompetenz ermöglichen wir unseren Kunden, sich Vorteile im weltweiten Wettbewerb zu erarbeiten sowie innovative Produkte wirtschaftlich und ressourcenschonend herzustellen. Grundlage dafür ist eine verantwortungsvolle und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung. NACHHALTIGKEIT Nachhaltigkeit ist für ThyssenKrupp ein wesentlicher Innovationsmotor und ein kontinuierlicher Prozess zur Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung des Unternehmens. Entsprechend ist Nachhaltigkeit fest in unserem Konzernleitbild und unserer Konzernstrategie verankert. Zudem bekennt sich ThyssenKrupp zum Global Compact der Vereinten Nationen. Durch konsequentes Nachhaltigkeitsmanagement werden die richtigen Weichen gestellt, um Zukunftsthemen aktiv zu gestalten. Das gilt für eigene Prozesse ebenso wie für die Wertschöpfungskette. Bei der Entwicklung von innovativen Werkstoffen, Komponenten, Systemlösungen und Anlagen spielen z.B. Energieeffizienz, Recyclingfähigkeit und Produktsicherheit eine wesentliche Rolle. Damit trägt ThyssenKrupp zum nachhaltigen Erfolg seiner Kunden bei. Auch von unseren Lieferanten erwarten wir die Einhaltung von sozialen, gesellschaftlichen und ökologischen Standards. Gegenüber unseren Stakeholdern kommunizieren wir transparent unsere Nachhaltigkeitsleistungen. So wurde ThyssenKrupp beispielsweise im Jahr 2013 erneut in den Leadership Index Deutschland, Österreich, Schweiz des Carbon Disclosure Project (CDP) aufgenommen, der die transparentesten Unternehmen in Sachen Klimaschutz umfasst. Weiterführende Informationen sowie die Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß Global Reporting Initiative (GRI) und Global Compact der Vereinten Nationen (UNGC) finden sich auf unserer Website. Gezielte Verbesserungen im abgelaufenen Geschäftsjahr Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds wurden die Aktivitäten in den Bereichen Innovationen, Mitarbeiter, Umwelt sowie gesellschaftliches Engagement im Geschäftsjahr 2012/2013 weiter intensiviert. Mehr dazu erfahren Sie in den nachfolgenden Abschnitten. INNOVATIONEN ThyssenKrupp bietet seinen Kunden mit innovativen Technologien und Werkstoffen Lösungen für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Wir entwickeln kundenspezifische Materialien und Komponenten, organisieren komplette Logistikprozesse in der Produktion und realisieren schlüsselfertige Anlagen. Priorität bei der Forschungs- und Entwicklungsarbeit haben gesteigerte Energieeffizienz über den gesamten Produktlebenszyklus und ressourcenschonende, geschlossene Materialkreisläufe. Diese Ausrichtung entspricht den Anforderungen unserer Kunden. Unsere Expertise für innovative Werkstoffe und Prozesse ist in interdisziplinären Teams gebündelt. Ein unternehmensübergreifendes Netzwerk arbeitet an neuen Lösungen für künftige Märkte. Besondere Herausforderungen und Chancen liegen für uns darin, energieintensive Produktionsprozesse an das schwankende Angebot regenerativer Energien anzupassen, neue Verfahren bei der Rohstoffgewinnung einzusetzen und Rohstoffe am Ende der Produktlebensdauer zurückzugewinnen. InCar®plus: Lösungen für automobile Effizienz Im Projekt InCar®plus entwickelt ThyssenKrupp mehr als 40 wegweisende Lösungen für automobile Effizienz. Diese Innovationen für Karosserie, Antrieb sowie Fahrwerk und Lenkung übertreffen in den Kriterien Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, Gewicht oder Funktionalität derzeit verwendete, anspruchsvolle Vergleichsprodukte. InCar®plus vereint technologischen, ökologischen und ökonomischen Fortschritt, insbesondere im Hinblick auf Kraftstoffreduzierung, wirtschaftliche Fertigung und Integration zusätzlicher Funktionen in vorhandene Komponenten. Beim Gewicht zeigen die Lösungen Einsparpotenziale von bis zu 40 %; die Kosten lassen sich um bis zu 20 % verringern. Für die meisten Teilprojekte entstanden im Berichtsjahr bereits Prototypen; erste seriennahe Komponenten werden in Kundenfahrzeugen erprobt. Der Fokus des Projekts liegt zwar auf der Reduktion von CO2-Emissionen im Fahrbetrieb, die Leitidee ist aber ein ganzheitlicher Ansatz, der den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs im Blick hat. InCar®plus führt das 2009 vorgestellte erfolgreiche Vorgängerprojekt InCar® fort und steht für die Strategische Weiterentwicklung von ThyssenKrupp. Der Konzern setzt seine Engineeringkompetenz für nachhaltigen Fortschritt ein – auch im Hinblick auf die stetig wachsenden Mobilitätsanforderungen. Für die Automobilbranche lauten die technologischen Markttrends Leichtbau, Elektrifizierung, Energieeffizienz sowie Sicherheit und Komfort. InCar®plus bietet Lösungen, die diese Anforderungen maßgeschneidert erfüllen. Als diversifizierter Industriekonzern besitzen wir Know-how in den Bereichen Werkstoffentwicklung, Engineering, Komponentenfertigung sowie Anlagen-, Werkzeug- und Prototypenbau. Die Integration dieser Disziplinen setzt einzigartige Synergien frei und sorgt für wirtschaftlich und fertigungstechnisch abgesicherte Innovationen. Ganzheitlich niedrigere Kosten von Aufzügen und Fahrtreppen Unser Aufzugs- und Fahrtreppengeschäft kann in den hochvolumigen Niedrigpreissegmenten weltweit nur wettbewerbsfähig bleiben, wenn konsequent für jede einzelne Komponente die kostengünstigste Lösung gesucht wird. Dazu analysieren wir nicht nur die Herstellkosten, sondern auch die Folgekosten über den gesamten Produktlebenszyklus wie beispielsweise Service- und Betriebskosten. Die Innovationsarbeit unserer Aufzugs- und Fahrtreppenexperten richtet sich nach Design-to-Cost-Aspekten: Ergebnis sind Entwicklungserfolge wie der neue maschinenraumlose Aufzug synergy element für Wohn- und Geschäftshäuser oder der Low Cost Commercial Escalator mit einem speziellen Fokus auf den chinesischen Markt. Steil nach oben: Integrated Skip Conveying and Crushing System Bei der Gewinnung von Eisenerzen und anderen Rohstoffen im Hartgesteinstagebau werden Schwerlast-LKWs mit einem Eigengewicht bis 260 t und einer Zuladung bis 400 t eingesetzt. In den Minen der Welt sind zahlreiche solcher Fahrzeuge in Betrieb. Die Anschaffungs- und Personalkosten sind sehr hoch, ebenso der Kraftstoffverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen. Mit dem „Integrated Skip Conveying and Crushing System“ bietet ThyssenKrupp eine nachhaltige und wirtschaftliche Alternative: Der seilbetriebene Steilförderer transportiert auf einer Schienenfahrbahn im Pendelbetrieb komplette LKW-Ladungen ungebrochenen Rohmaterials von der unteren Ladestation der Tagebaumine bis zur Brechanlage am oberen Rand des Tagebaus. Steigungen bis zu 75 Grad machen es möglich, für den Transport den kürzesten Weg zu wählen. Im System integriert sind der Steilförderer mit Totlastausgleich, die Brechstation für Abraum oder Erz sowie die weiterfördernden Bandanlagen hin zu Aufbereitungs- bzw. Versturzbereichen. Anders als beim üblichen LKW-Transport, bei dem neben der Nutzlast immer auch das Leergewicht des Fahrzeugs für Hin- und Rückfahrt bewegt werden muss, nutzt der Steilförderer die Energie ausschließlich zum Transport der Nutzlast. Dies senkt die Transportkosten um bis zu 50 % und reduziert die CO2-Emissionen im Vergleich zum LKW-Einsatz erheblich. Zudem entsteht weniger Lärm und Staub, und die Transporte sind insbesondere auch bei schlechten Witterungsbedingungen möglich. PREPOL® SC: Brennstofftransport durch Luftstöße Ein zentraler Prozessschritt in der Zementherstellung ist die Erzeugung des Zementklinkers in Drehrohröfen. Hierbei werden die Rohstoffe – in der Regel Kalkstein, Ton und Mergel – bei 2.000 °C Ofengastemperatur gebrannt und gesintert. Der Wärmebedarf moderner Ofensysteme liegt bei 3.200 Kilojoule je 1 kg Zementklinker. Die bisher typischen Brennstoffe – z.B. Stein- und Braunkohle, Heizöl und Erdgas – werden zunehmend durch alternative Brennstoffe wie Shredder- und Hausmüll, Industrieabfälle oder Altreifen ersetzt. In Europa erreichen Anlagen bereits Substitutionsraten von erheblich über 50 %. Global besteht dagegen noch ein großes Entwicklungspotenzial. PREPOL® SC ist eine innovative Brennkammer von ThyssenKrupp für die thermische Umsetzung grober industrieller Abfälle, die auf bewegliche Teile weitgehend verzichtet. Während herkömmliche Systeme infolge ihrer mechanischen Förder- und Transportmechanismen störanfällig sein können, transportiert PREPOL® SC den alternativen Brennstoff durch Luftstöße. Das neue System kann auch in bestehende Zementanlagen eingebaut werden. Die erste Versuchsanlage im Industriemaßstab geht voraussichtlich bis Jahresende 2013 in Betrieb. Virtuelle Inbetriebnahme reduziert Risiken Bei der Planung und Realisierung von Produktionssystemen gewinnt die Methode der virtuellen Produktion immer mehr an Bedeutung. Die Simulation von Produktionssystemen unter unterschiedlichen Gesichtspunkten wie etwa Materialfluss, Roboterkinematik oder Datenaustausch verbessert die Planung und vermeidet Fehler in der Realisierung. Als eine besonders effektive Methode der virtuellen Produktion wird im Konzern die virtuelle Inbetriebnahme (VIBN) angewendet und weiterentwickelt. Das Prinzip der VIBN besteht darin, die in Form von digitalen 3D-Modellen beschriebene Anlage zu einem virtuellen Produktionssystem zusammenzusetzen und dessen Funktion am Rechner zu simulieren. Dies verkürzt die Inbetriebnahme auf der Baustelle, lässt mögliche Fehler frühzeitig erkennen und reduziert die Risiken komplexer Projekte. Ein weiterer bedeutender Entwicklungsfortschritt ist die hybride Inbetriebnahme von Anlagen für den Karosserierohbau, bei der virtuelle und reale Anlagenteile verknüpft werden. Die realen Anlagenteile werden dafür vorab mit einem digitalen 3D-Scan erfasst. Diese VIBN-Erweiterung ermöglicht es, die Komplexität bei Um- oder Ausbau bestehender Anlagen besser zu beherrschen. Gleichzeitig lässt sich das typischerweise sehr kurze Zeitfenster zur Inbetriebnahme effektiver nutzen. Leichtere Bauteile durch Warmumformung Die Notwendigkeit zum Leichtbau bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an die Crashsicherheit der Fahrgastzelle fördert den Einsatz warmumgeformter Bauteile im Fahrzeugbau. Mit der Serienreife des Stahls MBW-K®1900 hat die konsequente Weiterentwicklung von Mangan-Bor-Stählen einen weiteren Meilenstein erreicht. Durch die gesteigerte Festigkeit dieses Stahls mit 2.000 Megapascal (MPa) können Strukturbauteile bis 15 % leichter sein als bei heute üblichen Warmformstählen mit 1.500 MPa Zugfestigkeit. Das für ThyssenKrupp patentierte Tailored-Tempering-Verfahren für Warmumformprozesse wird inzwischen erfolgreich von unseren Kunden in Serie angewendet. Diese innovative und wirtschaftliche Technologie wird verstärkt nachgefragt und auf weitere Bauteilgruppen und Automobilhersteller ausgeweitet. Wir liefern aber nicht nur den Werkstoff für die Warmumformung, sondern auch die Fertigungstechnik. Als Herzstück einer solchen Produktionsanlage wurde eine speziell für die Warmumformung ausgelegte Presse mit hoher Ausbringung und Energieeffizienz entwickelt. Außerdem ist es gelungen, die Methodik der Umformsimulation für warmumgeformte Werkstoffe zu qualifizieren. So kann die Warmumform-Simulation heute in den einzelnen Phasen der Produkt- und Prozessentstehung als verlässliches Hilfsmittel eingesetzt werden. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erneut gestiegen Im Berichtsjahr haben sich durch die Abgabe der nicht fortgeführten Aktivität Stainless Global die Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung zwar nur leicht um 3 Mio € auf 647 Mio € erhöht. Vergleichbar gerechnet, ohne Stainless Global, ergab sich jedoch ein Zuwachs von 20 Mio € oder 3 %. Mit einem Plus von 10 % waren die Forschungs- und Entwicklungskosten des Konzerns erneut erheblich gestiegen; bezogen auf die fortgeführten Aktivitäten (inkl. Steel Americas) betrug die Steigerung sogar 19 %. Dies unterstreicht die Bedeutung von Innovationen und neuen Technologien für das Unternehmen. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten (−18 %) und die kundenauftragsbezogenen Entwicklungskosten (−3 %) waren rückläufig. Forschung und Entwicklung Mio € 2011/2012 2012/2013 Veränderung in % Forschungs- und Entwicklungskosten 244 269 10 Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten 57 47 – 18 Kundenauftragsbezogene Entwicklungskosten 343 331 – 3 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen Konzern 644 647 0 MITARBEITER Am 30. September 2013 waren bei ThyssenKrupp 156.856 Mitarbeiter beschäftigt. In den fortgeführten Aktivitäten (inkl. Steel Americas) ist die Mitarbeiterzahl gegenüber dem Vorjahr um 741 oder 0,5 % gestiegen. Dagegen ergab sich für den Gesamtkonzern wegen des Verkaufs der nicht fortgeführten Aktivität Stainless Global ein Rückgang um 11.105 oder 6,6 %. Gegenüber dem 30. September 2012 verminderte sich die Mitarbeiterzahl des Konzerns in Deutschland um 6.216 oder 9,7 % auf 58.164; der Anteil an der Gesamtbelegschaft betrug damit 37 %. Ende September 2013 hatten 19 % aller Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz im europäischen Ausland, 13 % in Nord- und Mittelamerika, 14 % in Südamerika, 16 % in Asien/Pazifik – insbesondere in China und Indien – sowie 1 % in Afrika. Der Personalaufwand im Konzern betrug im Berichtsjahr 8,5 Mrd € und lag damit 7 % unter dem Vorjahreswert. Mitarbeiter nach Regionen (30.09.) 2009 2010 2011 2012 2013 Veränderung in % Deutschland 81.229 71.072 69.122 64.380 58.164 – 9,7 Europa (ohne Deutschland) 42.291 39.712 36.319 34.701 29.921 – 13,8 Nord- und Mittelamerika 27.431 22.788 24.518 22.116 20.564 – 7,0 Südamerika 15.466 19.629 22.568 21.320 22.078 3,6 Asien/Pazifik 18.481 21.544 24.742 24.170 24.907 3,0 Afrika 2.597 2.601 2.781 1.274 1.222 – 4,1 Weltweit 187.495 177.346 180.050 167.961 156.856 – 6,6 Mitarbeiter nach Business Areas (30.09.) 2009 2010 2011 2012 2013 Veränderung in % Components Technology 27.973 29.144 31.270 28.011 27.737 – 1,0 Elevator Technology 42.698 44.024 46.243 47.561 49.112 3,3 Industrial Solutions 20.813 18.460 18.773 18.111 18.841 4,0 Materials Services 44.316 33.856 36.568 27.595 26.978 – 2,2 Steel Europe 36.416 34.711 28.843 27.761 26.961 – 2,9 Steel Americas 1.659 3.319 4.060 3.992 4.112 3,0 Corporate 1.865 2.597 2.803 3.084 3.115 1,0 Mitarbeiter fortgeführter Aktivitäten 175.740 166.111 168.560 156.115 156.856 0,5 Stainless Global 11.755 11.235 11.490 11.846 0 -- Mitarbeiter Konzern 187.495 177.346 180.050 167.961 156.856 – 6,6 Vielfalt als personalpolitisches Ziel ThyssenKrupp verfolgt weiterhin konsequent das Ziel, die Vielfalt innerhalb der Belegschaft insgesamt und besonders auf den oberen Führungsebenen im gesamten Konzern sukzessive und nachhaltig zu erhöhen. Dazu werden die bestehenden Initiativen und personalpolitischen Instrumente in den unterschiedlichen ThyssenKrupp Unternehmen, die direkt oder indirekt zur Erhöhung, Wertschätzung und Nutzung der Vielfalt im Konzern beitragen, weiter ausgebaut. Im Mai 2013 hat beispielsweise zur weiteren Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie die Betriebskindertagesstätte „Stahlsternchen“ am Standort von Steel Europe in Duisburg ihren Betrieb aufgenommen. 40 Mitarbeiterkinder werden in drei Gruppen im Rahmen des sogenannten Berliner Modells während der erweiterten Öffnungszeiten von 7 bis 18 Uhr betreut und ihre Eltern gleichzeitig entlastet. Ausbildungsquote in Deutschland bei 5,6 % In vielen Ländern der Welt bieten wir jungen Menschen attraktive Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Allein in Deutschland strebten 2013 rund 3.250 Jugendliche einen Abschluss in knapp 50 Ausbildungsgängen und dualen Studiengängen an. Der Schwerpunkt liegt im industriellen bzw. technischen Bereich. Mit viel Engagement vermitteln 133 hauptberufliche Ausbilder und zahlreiche Ausbildungsverantwortliche neben den fachlichen Fähigkeiten auch methodische und soziale Kompetenzen. So legten im Berichtsjahr 94 % der Auszubildenden ihre Abschlussprüfung erfolgreich ab. Gleichzeitig starteten 940 junge Menschen ihre Ausbildung bei ThyssenKrupp. Die Ausbildungsquote lag bei 5,6 %. Weitere Personalkennziffern Konzern (30.09.) 2011/2012 2012/2013 Personalaufwand Mio € 9.083 8.491 Frauenquote % 13,8 14,4 Krankenquote % 3,1 3,2 Unfälle (pro 1 Mio Arbeitsstunden) 7,2 5,9 Arbeitssicherheit: Initiative „Null Unfälle“ wirkt Die Unfallhäufigkeit sank im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um über 18 % von 7,2 auf 5,9 Unfälle pro 1 Mio Arbeitsstunden. In den letzten fünf Jahren ging die Unfallhäufigkeit um 48 %, in den letzten sechs Jahren sogar um knapp 60 % zurück. Die Schulung der Führungskräfte im Arbeitsschutzmanagement im Rahmen der Initiative „Null Unfälle“ wurde im In- und Ausland fortgeführt. Zusätzlich wurde ein Führungskräfte-Entwicklungsprogramm für das Top-Management aufgelegt, das das Verständnis für die eigene Rolle und Verantwortung bei der Weiterentwicklung unserer Sicherheitskultur vertieft. ThyssenKrupp hat sich vorgenommen, die Anzahl der Unfälle weiter deutlich zu senken. Dazu sollen Schwerpunkte im Unfallgeschehen noch konsequenter analysiert und durch gezielte Programme beseitigt werden. Gesundheitsmanagement mit stärkerer Vernetzung Gesundheit bei ThyssenKrupp baut auf drei Säulen auf: individuelle Gesundheit, Arbeitsbedingungen und Führungsverhalten/soziales Miteinander. Diese Handlungsfelder werden sukzessive in bestehende Managementsysteme integriert und weiter gestärkt. Im Einklang damit steht künftig auch ein erweitertes Controlling. Die Krankenquote wird durch Frühindikatoren ergänzt, die die oben genannten Handlungsfelder abdecken. Für ein einheitliches Verständnis und Vorgehen zum Gesundheitsmanagement setzen wir u.a. auf eine stärkere Vernetzung aller beteiligten Akteure in den Business Areas und Regionen. Den Auftakt hierzu bildete der erste nationale ThyssenKrupp Gesundheitskongress für Fach- und Führungskräfte sowie Vertreter der Mitbestimmung im September 2013 in Essen. ThyssenKrupp PerspActive – differenzierte Systematik zur Führungskräfteentwicklung und -bewertung Zur Förderung einer starken Leistungs- und Feedbackkultur haben wir unsere Systematik zur Führungskräfteentwicklung und -bewertung weiterentwickelt. Ausgehend von unserem neuen Leitbild haben wir die ThyssenKrupp Leadership Competencies entwickelt sowie eine veränderte Bewertungssystematik eingeführt, die insbesondere ein differenziertes Feedback ermöglicht und die Qualität der Entwicklungsgespräche verstärkt. Potenzialprogramme und Talent-Management-Projekt In konzernweiten Programmen werden Führungskräfte mit Potenzial für weiterführende Funktionen im Rahmen der Potenzialprogramme systematisch auf strategische Herausforderungen und zukünftige Anforderungen vorbereitet. Die Programme leisten einen bedeutenden Beitrag, die Fähigkeiten dieser Führungskräfte gezielt zu entwickeln, sie langfristig an den Konzern zu binden und so vakante Führungs- und Schlüsselpositionen mit den besten internen Kandidaten besetzen zu können. Um Talente auch unterhalb der oberen drei Managementebenen noch früher zu identifizieren, haben wir im Berichtsjahr ein Projekt für ein weltweites systematisches Talent-Management aufgesetzt. Es verfolgt das Ziel, eine größere Transparenz über die Talente im Konzern zu erhalten und sie noch stärker an den Konzern zu binden – unter anderem durch Business Area übergreifende Rotationen. ThyssenKrupp Academy – gemeinsam den Transformationsprozess gestalten Das Programmangebot der ThyssenKrupp Academy ist auf die unternehmerischen Anforderungen unserer Führungskräfte zugeschnitten und bereitet das Management auf anstehende strategische und operative Herausforderungen vor. Im Berichtsjahr lag ein Schwerpunkt darin, das Programmangebot auf die neuen ThyssenKrupp Leadership Competencies auszurichten und die Programmstruktur neu zu gestalten. Neben den etablierten Programmen entstanden neue Kern- und Vertiefungsprogramme zu aktuellen Herausforderungen. Die ThyssenKrupp Academy hatte im Berichtsjahr rund 25 Programme im festen Portfolio sowie 15 Formate, die im Auftrag einzelner Geschäftseinheiten entwickelt wurden – sogenannte Client Solutions. Insgesamt wurden diese Programme 125 Mal durchgeführt; an ihnen nahmen 1.225 Führungskräfte teil, davon 480 in Client Solutions. Des Weiteren gab es zahlreiche Aktivitäten zur Unterstützung der Business Areas bei der Gestaltung des Kulturwandels, beispielsweise durch die Mitgestaltung von Change Workshops für die Führungskräfte auf den oberen Managementebenen. Im Zuge der Neuausrichtung der Organisation werden der künftige Aufgabenumfang sowie die Zielgruppe der Academy erweitert. Neben der Etablierung des Project Management Campus werden weitere Functional Schools – ein Format, das Exzellenz in strategischen Kernfunktionen und die konzernweite Umsetzung funktionaler Standards fördert – aufgebaut. Akademischer Nachwuchs im Fokus Die Präsenz an Universitäten und Fachhochschulen wird immer wichtiger, um qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen. Wir stellen uns dort als attraktiver Arbeitgeber vor und knüpfen frühzeitig Kontakte zu den Studierenden. Zu den Schwerpunktuniversitäten in Aachen, Berlin, Bochum, Dortmund und Dresden unterhalten wir seit Jahren enge Beziehungen. Hinzu kommen Hochschulen in Brasilien, China, Japan und Russland. Wir engagieren uns darüber hinaus an weiteren Instituten und Fachhochschulen, wie dem Karlsruher Institut für Technologie, der FH Südwestfalen und der FH Dortmund, beispielsweise durch Förderkreise und Unternehmensplanspiele. Unsere Berufseinstiegsprogramme richten sich an den spezifischen Ansprüchen der unterschiedlichen Zielgruppen aus. In das Praktikantenprogramm „Next Generation“ werden die besten unserer Praktikanten aufgenommen. Sie studieren Fachrichtungen, die für ThyssenKrupp in Zukunft besonders interessant sein werden. Daher sind 61 % der Mitglieder Studierende der Ingenieurwissenschaften, gefolgt von Betriebswirtschaft oder nahen Studienfeldern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 16 neue Teilnehmer in das Programm aufgenommen, das zum Geschäftsjahresende 31 Mitglieder umfasste, davon 39 % weiblich und 61 % männlich. In ausgewählten Seminaren – beispielsweise zu Themen wie Präsentieren und Moderieren oder Konfliktlösungsmethodik – werden sie systematisch auf ihren späteren Berufsstart im Konzern vorbereitet. Auch die Vertiefung der Konzernkontakte ist ein zentrales Ziel des Programms. Im Berichtsjahr wurden mehrere Konzernunternehmen besucht. Für Akademiker mit Forschungsinteresse bietet das Doktorandenprogramm „Your Innovation“ die Möglichkeit, an den neuesten Technologien im Konzern mitzuarbeiten. Im Konzerntraineeprogramm „Create (y)our future“ lernen die Konzern-trainees durch vielfältige Aufgaben und verschiedene Abteilungs-/Standortrotationen den Konzern strategisch und operativ kennen. Projekteinsätze im Ausland (z.B. in den USA, Brasilien, Indien, China, Indonesien, Südafrika, Chile, Italien und Spanien) runden die Vorbereitung auf Schlüsselpositionen im Konzern ab. 2012/2013 wurden in Deutschland insgesamt 20 Konzerntrainees eingestellt. Unser Karriereportal im Internet hat sich als zentrales Informations- und Bewerbungsmedium etabliert. Nahezu alle Bewerber informieren sich dort vorab über unser Unternehmen. ThyssenKrupp erhielt 2013 erneut die Auszeichnung für die beste Karrierewebsite Deutschlands im Ranking der schwedischen Unternehmensberatung Potentialpark. Seit zwei Jahren gibt es ebenfalls eine mobile Version der Karriereseiten – diese schaffte auf Anhieb den Sprung auf den ersten Platz im Ranking. Aktuell wird dieses erfolgreiche Karriereportal gemeinsam mit dem angeschlossenen Bewerbermanagementsystem international eingeführt. Um die im Rahmen von ACT geschaffene neue Organisation und Zusammenarbeit auch im Bereich Personalmarketing und Recruiting weiterzuentwickeln, haben wir Ende des Geschäftsjahres 2012/2013 das Konzernprojekt „Global Sourcing & Recruiting @ ThyssenKrupp“ aufgesetzt. Darin werden allgemein akzeptierte Standards und Best Practices erarbeitet und konzernweit etabliert. UMWELT, KLIMA UND ENERGIE Verantwortungsvoller Umwelt- und Klimaschutz ist ein besonders wichtiges Unternehmensziel. In der Konzernumweltpolitik und der zugehörigen Konzernrichtlinie sind die Anforderungen an alle Konzernunternehmen verbindlich festgelegt. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen des konzernweiten Umwelt- und Klimamanagements. Der Betrieb bzw. die Einführung eines Umweltmanagements gemäß dem internationalen Standard ISO 14001 ist für Konzernunternehmen mit wesentlichen Umweltauswirkungen verbindlich. Die Abdeckung mit so zertifizierten Umweltmanagementsystemen auf die Belegschaft liegt bei fast 60 %. Zudem ist ein systematisches Energiemanagement in allen Produktions- und Serviceprozessen eine wirtschaftliche Selbstverständlichkeit. Dabei unterscheiden sich die Herausforderungen je nach Geschäftsfeld. Während an den Produktionsstandorten effiziente Anlagen und Anlagenfahrweisen im Vordergrund stehen, werden in den Service-Aktivitäten vor allem Flottenverbräuche reduziert, Streckenplanungen optimiert und alternative Logistiklösungen eingeführt. Wesentliche Konzernunternehmen mit energieintensiven Prozessen haben bereits erfolgreich zertifizierte Energiemanagementsysteme. So werden inzwischen rund 70 % des Gesamtnettoenergieverbrauchs durch Energiemanagementsysteme nach dem internationalen Standard ISO 50001 abgedeckt. Konsequente Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz Um die Umweltauswirkungen unseres Handelns so gering wie möglich zu halten, setzen wir an unseren Standorten weltweit modernste Umweltschutztechnologien nach dem bestverfügbaren Stand ein. Wir investieren kontinuierlich in Anlagen wie Staubfilter, Abwasseraufbereitung oder Ölabscheider, optimieren Fahrzeugflotten bei Service-Aktivitäten. Dabei ist das Umwelt- und Klimamanagement unserer Konzernunternehmen jeweils auf deren spezifische Anforderungen zugeschnitten. Die Investitionen für Umweltschutz sanken im Berichtsjahr auf 36 Mio €, während die laufenden Umweltschutzaufwendungen mit 542 Mio € auf einem zum Vorjahr vergleichbaren Niveau geblieben sind. Laufende Umweltschutzaufwendungen Mio € 2011/2012 2012/2013 Veränderung in % Luftreinhaltung 201 193 – 4 Gewässerschutz 222 210 – 5 Lärm- und Naturschutz 23 23 0 Recycling und Verwertung von Reststoffen 101 116 15 Laufende Umweltschutzaufwendungen Konzern 547 542 – 1 * ohne Stainless Global GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT Der Einsatz für die Menschen an unseren Standorten, die positive Gestaltung des gesellschaftlichen Umfeldes und die Förderung von Technikbegeisterung sind für ThyssenKrupp selbstverständlich. Wir verstehen uns auf internationaler, nationaler, regionaler und lokaler Ebene als konstruktiver Ansprechpartner für unsere Nachbarschaft. Das Engagement begründet einen Mehrwert für beide Seiten, Unternehmen und Gesellschaft, und stärkt das gesellschaftliche Umfeld des Unternehmens. ThyssenKrupp engagiert sich weltweit in zahlreichen Initiativen, durch Spenden, Sponsoring und andere Formen der Unterstützung. Dabei fördern wir insbesondere in vom Vorstand der ThyssenKrupp AG festgelegten Schwerpunktbereichen. Im Vordergrund stehen die Förderung von Techniknachwuchs und Innovationsfähigkeit sowie lokales soziales Engagement und die Hilfe bei außergewöhnlichen Not- und Katastrophenfällen wie Erdbeben oder Überschwemmungen. In Deutschland unterstützen wir bereits seit mehreren Jahrzehnten Jugend forscht, den bundesweit größten und erfolgreichsten Nachwuchswettbewerb im Bereich Technik- und Naturwissenschaften. Dabei ist ThyssenKrupp hohen Compliance-Standards verpflichtet. Zuwendungen an politische Parteien sind nicht gestattet. RECHTLICHE ANGABEN Der nachfolgende Abschnitt enthält im Wesentlichen Angaben und Erläuterungen nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB. Diese Angaben betreffen gesellschaftsrechtliche Strukturen und sonstige Rechtsverhältnisse; sie sollen einen besseren Überblick über das Unternehmen und etwaige Übernahmehindernisse ermöglichen. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist auf unserer Website wiedergegeben: unter www.thyssenkrupp.com/de/investor/unternehmensfuehrung_2012_2013.html. Sie beinhaltet eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat, die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie Angaben zu wesentlichen Unternehmensführungspraktiken. VERGÜTUNGSBERICHT Leistungsbezogenes Vergütungssystem für den Vorstand Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat nach Vorbereitung durch den Personalausschuss zuständig. Das Vergütungssystem wurde von der Hauptversammlung am 21. Januar 2011 mit einer Mehrheit von 94,91 % des vertretenen Kapitals gebilligt. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum und Nebenleistungen sowie Pensionszusagen, während die erfolgsbezogenen Komponenten in Tantieme und Long Term Incentiveplan (LTI) als Komponente mit langfristiger Anreizwirkung aufgeteilt sind. Hinzu kommt gegebenenfalls ein Bonus, über dessen Gewährung der Aufsichtsrat jährlich neu entscheidet und der eine Cash-Flow-nahe Incentivierung beinhaltet. Kriterien für die Angemessenheit der Vorstandsvergütung sind sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und die Vergütungsstruktur in der Gesellschaft. Die erfolgsbezogenen Komponenten enthalten Bestandteile mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Sie setzen damit langfristige Verhaltensanreize und richten die Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung aus. Generell gilt für die variable Vergütung, dass bei ihr die individuelle Leistung bis zu 20 % berücksichtigt werden kann und dass außerordentliche Ereignisse außer Ansatz bleiben. Sämtliche Vorstandsverträge sehen eine Ausgleichszahlung für den Fall vor, dass die Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund vorzeitig endet. Sie ist auf maximal zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen begrenzt (Abfindungs-Cap) und vergütet nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags. Eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change-of-Control-Regelung) besteht nicht. Fixum und Nebenleistungen Das Fixum beträgt seit der letzten Überprüfung zum 01. Oktober 2010 für ein ordentliches Vorstandsmitglied 670.000 € pro Jahr und wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich anteilig als Gehalt gezahlt. Die zum 01. Oktober 2013 vorgesehene Überprüfung wurde angesichts der wirtschaftlichen Lage des Konzerns wiederum um ein Jahr verschoben. Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen; diese bestehen im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu; die Höhe variiert je nach der persönlichen Situation. Tantieme Erstes Element der erfolgsbezogenen Vergütung ist die Tantieme. Entsprechend der vom Aufsichtsrat beschlossenen Tantiemeregelung ist ihre Höhe grundsätzlich von der Entwicklung der beiden Kennzahlen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Gesamtkapitalrentabilität (ROCE) des Konzerns abhängig, die jeweils mit 50 % in die Beurteilung einfließen. Damit besteht ein Gleichklang zwischen der Tantieme als Leistungsanreiz und den im Konzern verwendeten Steuerungskennzahlen. So beträgt die Tantieme z.B. bei einem EBIT von 1 Mrd € und einem ROCE von 5 % 1 Mio €. Bei einem EBIT von 900 Mio € und einem ROCE von 3 % sind es 750.000 €, bei einem EBIT von 1,6 Mrd € und einem ROCE von 7 % 1,5 Mio €. Die Tantieme wird zwei Wochen nach der Festlegung durch den Aufsichtsrat an die Vorstandsmitglieder ausgezahlt. Unter Berücksichtigung des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) hat der Aufsichtsrat festgelegt, ab dem Geschäftsjahr 2009/2010 ein Viertel der Tantieme verpflichtend in Wertrechte der ThyssenKrupp AG umzuwandeln und nach einer dreijährigen Sperrfrist zu vergüten. Long Term Incentiveplan Weiterer Vergütungsbestandteil ist der LTI als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung, der seit dem Geschäftsjahr 2010/2011 gewährt wird und den früheren Mid Term Incentiveplan (MTI) ersetzt hat. Im Einzelnen stellt sich das LTI-System wie folgt dar: Entscheidende Faktoren für die Entwicklung des LTI sind die Wertgenerierung, gemessen am ThyssenKrupp Value Added (TKVA), sowie die Entwicklung des Aktienkurses. Für einen festgelegten Ausgangswert, der bei einem ordentlichen Vorstandsmitglied 500.000 € beträgt, werden fiktiv Aktien gewährt, sogenannte Wertrechte, die jedoch keine Aktienoptionen sind. Die Anzahl der an ein Vorstandsmitglied ausgegebenen Wertrechte ergibt sich aus dem festgelegten Ausgangswert, dividiert durch den durchschnittlichen Aktienkurs des 1. Quartals des Performance-Zeitraums. Diese Wertrechte werden mit ihrem nach internationalen Bilanzierungsvorgaben errechneten Wert zum Zeitpunkt der Gewährung als Teil der Vergütung angesetzt. Am Ende des jeweiligen dreijährigen Performance-Zeitraums wird die Zahl der ausgegebenen Wertrechte angepasst. Basis dafür ist ein Vergleich des durchschnittlichen TKVA des dreijährigen Performance-Zeitraums – beginnend mit dem 01. Oktober des Geschäftsjahres, in dem die Wertrechte gewährt wurden – mit dem durchschnittlichen TKVA der vorangegangenen drei Geschäftsjahre. Diese Vergütungskomponente deckt also insgesamt einen Zeitraum von sechs Jahren ab. Ein Anstieg des TKVA um 200 Mio € führt zu einer Erhöhung der Anzahl der Wertrechte um 5 %, ein Rückgang in gleicher Höhe zu einer Verringerung um 10 %. Mehr über den TKVA erfahren Sie im Kapitel „Unternehmenssteuerung durch wertorientiertes Management“. Am Ende des Performance-Zeitraums erfolgt eine Vergütung der gewährten Wertrechte auf Basis des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie, der sich aus dem Kursverlauf in den ersten drei Monaten nach Ende des Performance-Zeitraums ergibt. Bonus Unter bestimmten Konstellationen ist dieses System von Tantieme und LTI ergänzungsbedürftig. So wird für das Berichtsjahr erneut auf Grund des negativen TKVA in den Geschäftsjahren 2009/2010 bis 2011/2012 wegen der langfristigen Betrachtungsweise keine Zahlung aus dem MTI erfolgen. In schwierigen wirtschaftlichen Jahren, die gerade einen besonderen Einsatz des Vorstands erfordern, sollten die Leistungen des Vorstands jedoch nicht nur mit dem Fixum honoriert werden. Angesichts der an den Vorstand gestellten Aufgaben und seiner besonderen Verantwortung würde dies die Wettbewerbsfähigkeit bei der Vorstandsvergütung beeinträchtigen. Ferner ist zu berücksichtigen, dass in kritischen Zeiten eine hohe finanzielle Disziplin unbedingt notwendig ist. Deswegen wurde eine erfolgsabhängige Vergütung auf Basis einer Cash-Flow-orientierten Kennzahl festgelegt. Hierbei werden im operativen Geschäft generierte Mittel in das Verhältnis zur Gesamtverschuldung des Konzerns gesetzt. Dies wird durch die Kennzahl Funds From Operations/Total Debt (FFO/TD) abgebildet, die es erlaubt, Schwankungen bei EBIT und Net Working Capital sowie Investitionen untereinander auszugleichen. Bei Erreichen der vorgegebenen Ziele soll diese Leistung des Vorstands durch einen Bonus honoriert werden. Für die Bemessung des Bonus werden mit je 50 % die Jahresendwerte und die Jahresdurchschnittswerte von FFO/TD herangezogen. Bei einem Jahresendwert von 3,2 % und einem Jahresdurchschnittswert von 3,1 % beträgt der Bonus 450.000 €. Um die vom VorstAG geforderte Nachhaltigkeit und mehrjährige Bemessungsgrundlage gerade auch im Verhältnis zwischen kurz- und langfristiger Vergütung sicherzustellen, werden 55 % des Bonus in Wertrechte der ThyssenKrupp AG umgewandelt und nach einer dreijährigen Sperrfrist (wie bei der Tantieme) vergütet. Ob und in welcher Höhe ein solcher Bonus erneut zu gewähren ist, wird jährlich am Anfang des Geschäftsjahres neu entschieden. Höchstgrenzen der Vergütung Nach der von der Regierungskommission am 13. Mai 2013 beschlossenen Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 S. 6 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll die Vergütung des Vorstands insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Die Anstellungsverträge für die amtierenden Vorstandsmitglieder der Gesellschaft sahen bereits Höchstgrenzen für deren Vergütung vor, die jedoch die Anforderungen der neuen Kodex-Empfehlung noch nicht vollständig erfüllt haben. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 03. September 2013 die Gesamtvergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds auf 4 Mio € pro Jahr begrenzt. Für die einzelnen Vergütungsbestandteile wurden folgende Begrenzungen festgelegt: für die Tantieme 3 Mio €, für den LTI 1,5 Mio € und für den Bonus 1,35 Mio € pro Jahr; dabei darf insgesamt die Höchstgrenze von 4 Mio € nicht überschritten werden. Für den Vorstandsvorsitzenden gelten die doppelten Werte. Mit den amtierenden Vorstandsmitgliedern wurden im September 2013 entsprechende Anpassungsvereinbarungen abgeschlossen. Pensionen Pensionen werden an frühere Vorstandsmitglieder gezahlt, die entweder die Pensionsgrenze erreicht haben oder dauerhaft arbeitsunfähig sind. Bei vorzeitiger Beendigung oder Nichtverlängerung des Anstellungsvertrags wird ein Übergangsgeld nicht mehr gewährt. Die Pension der vor dem 30. September 2012 bestellten Vorstandsmitglieder bestimmt sich nach einem prozentualen Anteil am letzten Festgehalt, das das Mitglied vor Beendigung seines Anstellungsvertrags erhielt. Dieser Anteil steigt mit der Bestelldauer als Vorstandsmitglied. Er beträgt grundsätzlich 30 % mit Beginn der ersten (so bei Herrn Kerkhoff), 50 % mit Beginn der zweiten und 60 % mit Beginn der dritten fünfjährigen Bestellperiode; der Pensionsanspruch von Herrn Dr.-Ing. Hiesinger liegt bei 50 %. Laufende Renten werden jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst. Für nach dem 30. September 2012 bestellte Vorstandsmitglieder (Herr Burkhard) wurde diese endgehaltsbezogene Pensionsregelung auf eine beitragsorientierte umgestellt; dabei beträgt der jährliche Versorgungsbeitrag (Baustein) zurzeit 40 % des jährlichen Festgehalts. Die Hinterbliebenenversorgung sieht eine Zahlung von 60 % des Ruhegeldes für den überlebenden Partner und von 20 % für jedes unterhaltsberechtigte Kind vor (in der Regel bis zum 18. Lebensjahr, maximal bis zum 25. Lebensjahr, in besonders begründeten Ausnahmefällen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres); die Hinterbliebenenversorgung beträgt maximal 100 % des Ruhegeldes. Gesamtvergütung des Vorstands 2012/2013 Einzelheiten der Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2012/2013 in individualisierter Form ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle; die Vorjahreszahlen sind jeweils in Klammern angegeben: Vergütung des Vorstands 2012/2013 in Tsd € Jahreseinkommen Im Geschäftsjahr gewährte Wertrechte aus 25 % Tantieme Fixum Nebenleistungen Tantieme (75 %) Bonus (45 %) Anzahl (Stk.) Wert 1) Dr.-Ing. Heinrich Hiesinger 1.340 28 1.133 433 23.076 408 (1.340) (28) (610) (244) (13.010) (215) Dr. Olaf Berlien 2) 391 112 250 113 — — (670) (40) (244) (98) (5.204) (86) Oliver Burkhard 447 21 377 144 7.692 136 (0) (0) (0) (0) (0) (0) Dr. Jürgen Claassen 2) 558 21 250 113 — — (670) (28) (305) (122) (6.505) (108) Edwin Eichler 2) 391 18 250 113 — — (670) (45) (244) (98) (5.204) (86) Guido Kerkhoff 670 27 566 216 11.538 204 (670) (26) (305) (122) (6.505) (108) Ralph Labonte 3) 670 27 284 108 5.769 102 (670) (32) (244) (98) (5.204) (86) Insgesamt 4.467 254 3.110 1.240 48.075 850 (4.690) (199) (1.952) (782) (41.632) (689) in Tsd € Im Geschäftsjahr gewährte Wertrechte aus 55 % Bonus Im Geschäftsjahr gewährte LTI-Rechte Anzahl (Stk.) Wert 1) Anzahl (Stk.) Wert 1) Insgesamt Dr.-Ing. Heinrich Hiesinger 32.302 571 57.972 995 4.908 (19.088) (316) (52.688) (1.094) (3.847) Dr. Olaf Berlien 2) — — 16.909 290 1.156 (7.635) (126) (26.344) (547) (1.811) Oliver Burkhard 10.767 190 19.324 331 1.646 (0) (0) (0) (0) (0) Dr. Jürgen Claassen 2) — — 24.155 414 1.356 (9.544) (158) (26.344) (547) (1.938) Edwin Eichler 2) — — 16.909 290 1.062 (7.635) (126) (26.344) (547) (1.816) Guido Kerkhoff 16.150 286 28.986 497 2.466 (9.544) (158) (26.344) (547) (1.936) Ralph Labonte 3) 8.075 143 28.986 497 1.831 (7.635) (126) (26.344) (547) (1.803) Insgesamt 67.294 1.190 193.241 3.314 14.425 5) (61.081) (1.010) (184.408) (3.829) (13.151) 5) Pensionen in Tsd € IFRS HGB Aufwand aus aktienbasierter Vergütung im Geschäftsjahr Dienstzeitaufwendungen 4) Barwert der Verpflichtung 4) Dienstzeitaufwendungen 4) Barwert der Verpflichtung 4) Dr.-Ing. Heinrich Hiesinger 1.607 1.238 3.810 867 2.700 (437) (1.148) (2.830) (770) (1.986) Dr. Olaf Berlien 2) 763 575 10.390 439 7.660 (524) (305) (6.214) (141) (4.461) Oliver Burkhard 506 379 379 242 242 (0) (0) (0) (0) (0) Dr. Jürgen Claassen 2) 972 555 4.029 424 3.176 (201) (546) (2.534) (458) (1.918) Edwin Eichler 2) 763 340 11.661 249 8.970 (524) (441) (7.808) (206) (5.840) Guido Kerkhoff 812 510 1.263 325 818 (314) (417) (888) (347) (584) Ralph Labonte 3) 1.170 452 12.294 344 9.905 (524) (414) (12.016) (60) (9.290) Insgesamt 6.593 4.049 43.826 2.890 33.471 (2.524) (3.271) (32.290) (1.982) (24.079) 1) zum Gewährungszeitpunkt 2) Ende der Bestellung am 31.12.2012. Gemäß § 622 BGB liefen die Anstellungsverträge der Herren Dr. Berlien und Eichler bis 30.04.2013, der Anstellungsvertrag von Herrn Dr. Claassen bis 31.07.2013. Die monatlichen Gehaltszahlungen wurden bei den Abfindungszahlungen angerechnet. Jedes der drei ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder erhielt für die Zeit seiner Bestellung im abgelaufenen Geschäftsjahr eine anteilige Tantieme von 250 TSD € und einen anteiligen Bonus von 112,5 TSD €, berechnet auf der Basis von Zieltantieme und Zielbonus. 3) Ende der Bestellung am 31.03.2013. Der Anstellungsvertrag wurde entsprechend der ursprünglichen Bestellung bis zum 30.09.2013 erfüllt. 4) Dienstzeitaufwand und Barwert sind zeitanteilig für die im Geschäftsjahr erbrachte Vorstandstätigkeit abgegrenzt. Zur Berücksichtigung der Unverfallbarkeit der vertraglichen Ansprüche aus den Pensionszusagen der Vorstandsmitglieder sind im Geschäftsjahr weitere Beträge zurückgestellt worden. Unter deren Berücksichtigung erhöhen sich die tabellarisch gezeigten Dienstzeitaufwendungen für Herrn Dr.-Ing. Hiesinger um 7.696 TSD € IFRS/4.703 TSD € HGB, für Herrn Dr. Berlien um 3.409 TSD € IFRS/2.334 TSD € HGB, für Herrn Dr. Claassen um 1.202 TSD € IFRS/657 TSD € HGB, für Herrn Eichler um 3.386 TSD € IFRS/2.374 TSD € HGB und für Herrn Kerkhoff um 1.819 TSD € IFRS/849 TSD € HGB. Die Barwerte der Verpflichtungen erhöhen sich für Herrn Dr.-Ing. Hiesinger um 7.466 TSD € IFRS/ 5.253 TSD € HGB und für Herrn Kerkhoff um 1.830 TSD € IFRS/1.070 TSD € HGB. Unter Berücksichtigung der mit Herrn Labonte getroffenen Vereinbarung über seine Pensionszusage ergeben sich hingegen bei den erfassten Rückstellungen um 429 TSD € IFRS/393 TSD € HGB geringere Dienstzeitaufwendungen gegenüber der tabellarisch gezeigten zeitanteiligen Abgrenzung. Zinszuführungen und Zinsänderungseffekte sind in den dargestellten Werten jeweils nicht enthalten; die IFRS-Werte enthalten zudem keine Effekte aus sog. versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten. 5) Im Geschäftsjahr 2011/2012 hat sich die Gesamtvergütung um Sicherheitsmaßnahmen einschließlich der vom Unternehmen getragenen Steuern für die Wohnobjekte von Herrn Dr.-Ing. Hiesinger (587 Tsd €) und Herrn Dr. Berlien (224 Tsd €) erhöht. Im Geschäftsjahr 2012/2013 hat sich die Gesamtvergütung durch Sicherheitsmaßnahmen nicht erhöht. Im Geschäftsjahr 2012/2013 sind die Herren Dr. Berlien, Dr. Claassen, Eichler und Labonte aus dem Vorstand ausgeschieden. Während bei Herrn Labonte der Anstellungsvertrag für die restlichen sechs Monate der ursprünglichen Laufzeit bis zum 30. September 2013 erfüllt wurde, erhielten die Herren Dr. Berlien, Dr. Claassen und Eichler auf Grund der noch mehrere Jahre laufenden Anstellungsverträge Ausgleichszahlungen. Bei der Vereinbarung der Ausgleichszahlungen wurde – wie vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen und entsprechend vertraglich vereinbart – eine Obergrenze in Höhe von zwei Jahresvergütungen zugrunde gelegt. Danach betrug die Ausgleichszahlung für Herrn Dr. Berlien 3,368 Mio €, für Herrn Dr. Claassen 3,754 Mio € und für Herrn Eichler 3,372 Mio €; die unterschiedlichen Beträge sind auf die vom Aufsichtsrat festgelegten Kürzungen bei der variablen Vergütung im vorangegangenen Geschäftsjahr sowie auf vertraglich vereinbarte Abschläge für die Ausgleichszahlung zurückzuführen. Die in den vergangenen Jahren gewährten Wertrechte (25 % der Tantieme und 55 % des Bonus) wurden zum Einstandskurs vergütet. Jeder der drei Herren erhält ferner für die Zeit seiner Bestellung im abgelaufenen Geschäftsjahr eine anteilige Tantieme und einen anteiligen Bonus in Höhe von zusammen 362.500 €, berechnet auf der Basis von Zieltantieme und Zielbonus. Die bestehenden Rechte aus der 1. und 2. Tranche des LTI (fällig im Januar 2014 und 2015) laufen weiter, wobei die 1. Tranche nicht werthaltig ist. Für das Geschäftsjahr 2012/2013 wurden anteilig Wertrechte aus der 3. Tranche gewährt. Die Gesamtbezüge (einschließlich der Ausgleichszahlungen für die im Geschäftsjahr ausgeschiedenen Mitglieder des Vorstands) für die Tätigkeit im Berichtsjahr betrugen 24,9 Mio € (Vorjahr: 14,0 Mio €). Bei der Festlegung der individuellen variablen Vergütung wurde auch das Angemessenheitserfordernis berücksichtigt. Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden keinem Vorstandsmitglied weitere Leistungen zugesagt. Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten an ein Mitglied des Vorstands im Berichtsjahr im Hinblick auf dessen Tätigkeit als Vorstandsmitglied sind ThyssenKrupp nicht bekannt. Wie in den Vorjahren wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr weder Kredite noch Vorschüsse gewährt noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen. Die 8. Tranche des früheren MTI, die im abgelaufenen Geschäftsjahr fällig wurde, führte wegen des stark gesunkenen durchschnittlichen TKVA zu keiner Zahlung. Im Januar 2013 wurden den Vorstandsmitgliedern neue Wertrechte aus der 3. Tranche des LTI gewährt. Aus der 1. bis 3. Tranche des LTI verfügen die aktiven und im Geschäftsjahr 2012/2013 ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder über insgesamt 483.243 gewährte, aber noch nicht auszahlungsreife Wertrechte. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 15,1 Mio € (Vorjahr: 15,0 Mio €). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen wurden nach IFRS 248,7 Mio € (Vorjahr: 214,4 Mio €) bzw. nach HGB 197,8 Mio € (Vorjahr: 169,9 Mio €) zurückgestellt. Aktienkursorientierte Vergütung für weitere Führungskräfte Neben dem Vorstand erhalten weitere weltweit ausgewählte Führungskräfte des Konzerns einen Teil ihrer Bezüge in Form einer aktienkursorientierten Vergütung, dem LTI. Dieser entspricht hinsichtlich Ausgestaltung und Funktionsweise grundsätzlich dem LTI des Vorstands, weicht jedoch hinsichtlich der Bemessung der Ausgangswerte und der Wertrechte-Steigerung von diesem ab. Im Einzelnen: Für einen bestimmten Ausgangswert werden fiktiv Aktien gewährt, sogenannte Wertrechte, die keine Aktienoptionen sind. Die Anzahl der Wertrechte ergibt sich aus dem festgelegten Ausgangswert, dividiert durch den durchschnittlichen Aktienkurs des 1. Quartals des dreijährigen Performance-Zeitraums. Die Zahl der ausgegebenen Wertrechte wird dann am Ende des jeweiligen dreijährigen Performance-Zeitraums angepasst. Basis dafür ist ein Vergleich des durchschnittlichen TKVA des dreijährigen Performance-Zeitraums mit dem durchschnittlichen TKVA der vorangegangenen drei Geschäftsjahre. Ein Anstieg des TKVA um 200 Mio € führt zu einer Erhöhung der Anzahl der Wertrechte um 10 %, ein Rückgang in gleicher Höhe zu einer Verringerung ebenfalls um 10 %. Am Ende des Performance-Zeitraums erfolgt die Vergütung der Wertrechte auf Basis des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie, der sich aus dem Kursverlauf in den ersten drei Monaten nach Ende des Performance-Zeitraums ergibt. Die Auszahlung aus dem LTI ist auf das Dreifache des jeweiligen Ausgangswerts begrenzt. Der LTI ist damit ein konzernweites, globales Vergütungsinstrument mit langfristiger Orientierung. Mit dem LTI sollen bei den Führungskräften die Identifikation mit ThyssenKrupp und die Bindung an den Konzern gestärkt werden. Durch die Kopplung an die Entwicklung nicht nur des Aktienkurses, sondern auch des TKVA setzt der LTI einen zusätzlichen Anreiz zur Wertschöpfung durch wertorientiertes, an den Zielen des Konzerns ausgerichtetes Verhalten. Aus dem Programm MTI/LTI resultierten im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von 20,6 Mio € (Vorjahr: Erträge von 1,7 Mio €). Zudem erhalten ausgewählte Führungskräfte einen variablen Vergütungsbestandteil in der Form, dass 20 % des für das jeweilige Geschäftsjahr gewährten Bonus in an den Kurs der ThyssenKrupp Aktie gebundene Wertrechte der ThyssenKrupp AG umgewandelt werden und erst nach Ablauf von drei Geschäftsjahren auf Basis der Entwicklung des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie im 4. Quartal des dritten Geschäftsjahres in bar ausgezahlt werden. Angemessene Aufsichtsratsvergütung Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung geregelt. Neben der Erstattung ihrer Auslagen und einem Sitzungsgeld von 500 € erhalten die Aufsichtsratsmitglieder ein Fixum in Höhe von 50.000 € sowie eine erfolgsabhängige Vergütung. Die erfolgsabhängige Vergütung besteht aus einer an der jährlichen Dividende orientierten Tantieme sowie einer auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogenen Komponente. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten eine Tantieme von 300 € je 0,01 € Dividende, die über 0,10 € je Stückaktie hinaus für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Bei der auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogenen Vergütung erfolgt eine jährliche Vergütung in Höhe von 2.000 € je 100 Mio € Ergebnis vor Steuern (EBT) im Konzernabschluss, das im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre einen Wert von 1 Mrd € übersteigt. Die feste Vergütung, die Tantieme und die auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Komponente betragen für den Vorsitzenden jeweils das Dreifache und für seinen Stellvertreter das Doppelte der Beträge. Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur einen Teil des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören, erhalten eine zeitanteilige Vergütung. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Plenums oder einer Ausschuss-Sitzung nicht teil, reduziert sich ein Drittel der Vergütung für die Aufsichtsrats- bzw. Ausschusstätigkeit anteilig. Es ist vorgesehen, der Hauptversammlung am 17. Januar 2014 eine Änderung der Aufsichtsratsvergütung in Form einer Satzungsänderung in § 14 zur Beschlussfassung vorzulegen. Danach sollen die erfolgsabhängigen Vergütungsteile entfallen und die Aufsichtsratsvergütung soll insoweit auf eine Festvergütung umgestellt werden. Für das Berichtsjahr erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einschließlich des Sitzungsgeldes eine Vergütung von insgesamt 1,55 Mio €. Im Vorjahr hatten sich alle Aufsichtsratsmitglieder damit einverstanden erklärt, auf die Hälfte der Aufsichtsratsvergütung zu verzichten, um im Zusammenhang mit der Entwicklung bei Steel Americas ihre Betroffenheit und Solidarität zum Ausdruck zu bringen, so dass insgesamt 0,75 Mio € zur Auszahlung kamen. Da das durchschnittliche EBT im Konzernabschluss der letzten drei Geschäftsjahre unterhalb der Schwelle von 1 Mrd € liegt, erfolgt für 2012/2013 – wie in den Vorjahren – keine Auszahlung aus der langfristigen Vergütungskomponente. Die nachfolgende Tabelle listet die auf die einzelnen Mitglieder entfallende Vergütung auf: Vergütung des Aufsichtsrats 2012/2013 in € feste Vergütung Tantieme langfristige Vergütungskomponente Vergütung für Ausschusstätigkeit Sitzungsgeld Gesamtvergütung Prof. Dr. Ulrich Lehner (Vorsitzender seit 01.04.2013) 100.137 — — 50.000 9.000 159.137 (50.000) (—) (—) (12.500) (5.000) (67.500) Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender bis 31.03.2013) 74.795 — — 43.630 8.500 126.925 (150.000) (—) (—) (50.000) (10.500) (210.500) Bertin Eichler (stellv. Vorsitzender) 100.000 — — 47.222 11.500 158.722 (100.000) (—) (—) (50.000) (9.500) (159.500) Martin Dreher (seit 10.08.2012) 50.000 — — — 3.500 53.500 (7.104) (—) (—) (—) (500) (7.604) Markus Grolms 47.619 — — 10.417 3.500 61.536 (46.666) (—) (—) (10.417) (2.500) (59.583) Susanne Herberger 50.000 — — 25.000 7.500 82.500 (50.000) (—) (—) (13.320) (3.500) (66.820) Bernd Kalwa (bis 28.12.2012) 12.192 — — 3.048 2.000 17.240 (50.000) (—) (—) (12.500) (3.500) (66.000) Prof. Dr. Hans-Peter Keitel 47.619 — — 12.500 4.000 64.119 (50.000) (—) (—) (8.709) (3.000) (61.709) Ernst-August Kiel 50.000 — — — 3.500 53.500 (50.000) (—) (—) (—) (2.500) (52.500) Dr. Sabine Maaßen 50.000 — — — 3.500 53.500 (50.000) (—) (—) (—) (2.500) (52.500) Dr. Ralf Nentwig (seit 01.01.2013) 37.397 — — 4.760 3.000 45.157 (—) (—) (—) (—) (—) (—) Prof. Dr. Bernhard Pellens 50.000 — — 25.000 8.000 83.000 (50.000) (—) (—) (25.000) (6.000) (81.000) Peter Remmler 50.000 — — 4.760 3.500 58.260 (50.000) (—) (—) (—) (2.500) (52.500) Dr. Kersten v. Schenck (bis 19.04.2013) 27.534 — — 6.884 3.000 37.418 (50.000) (—) (—) (12.500) (3.500) (66.000) Thomas Schlenz (bis 31.07.2012) — — — — — — (41.667) (—) (—) (31.250) (7.000) (79.917) Carola Gräfin v. Schmettow (seit 30.01.2012) 50.000 — — — 3.500 53.500 (33.470) (—) (—) (—) (1.500) (34.970) Prof. Dr. Ekkehard D. Schulz (bis 31.12.2011) — — — — — — (12.568) (—) (—) (3.142) (1.000) (16.710) Wilhelm Segerath 50.000 — — 37.500 11.500 99.000 (50.000) (—) (—) (14.139) (5.000) (69.139) Carsten Spohr (seit 19.04.2013) 18.836 — — 4.760 500 24.096 (—) (—) (—) (—) (—) (—) Peer Steinbrück (bis 31.12.2012) 8.402 — — 2.100 — 10.502 (43.333) (—) (—) (10.417) (2.000) (55.750) Dr. Lothar Steinebach (seit 19.04.2013) 22.603 — — 4.760 1.000 28.363 (—) (—) (—) (—) (—) (—) Christian Streiff 50.000 — — — 3.500 53.500 (50.000) (—) (—) (—) (2.500) (52.500) Jürgen R. Thumann 50.000 — — 25.000 10.000 85.000 (46.667) (—) (—) (23.611) (6.000) (76.278) Fritz Weber (seit 15.01.2013) 35.479 — — — 2.000 37.479 (—) (—) (—) (—) (—) (—) Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro 50.000 — — — 4.500 54.500 (50.000) (—) (—) (—) (3.500) (53.500) Klaus Wiercimok 50.000 — — — 3.500 53.500 (50.000) (—) (—) (—) (2.500) (52.500) Insgesamt 1.132.613 — — 307.341 114.000 1.553.954 (1.131.475) (—) (—) (277.505) (86.000) (1.494.980) * Beträge des Vorjahres in Klammern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben in ihrer Sitzung am 18. Januar 2013 beschlossen, auf die Auszahlung der Hälfte der ihnen gemäß § 14 Abs. 1 bis 3 der Satzung der ThyssenKrupp AG zustehenden Vergütung für das Geschäftsjahr 2011/2012 zu verzichten, so dass die hier ausgewiesenen Beträge für die feste Vergütung und die Vergütung für die Ausschusstätigkeit jeweils nur zur Hälfte ausgezahlt wurden. Die gewerkschaftsangehörigen Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen. Für Aufsichtsratsmandate bei Konzerngesellschaften erhalten Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr 2012/2013 ergänzend Vergütungen in Höhe von 79.069 € (Vorjahr: 81.952 €). Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Beträge: Vergütung aus konzerninternen Aufsichtsratsmandaten in € 2011/2012 2012/2013 Martin Dreher (seit 10.08.2012) 1.066 15.399 Susanne Herberger 17.000 19.664 Bernd Kalwa (bis 28.12.2012) 15.750 4.158 Ernst-August Kiel 19.350 19.350 Peter Remmler 8.820 16.500 Thomas Schlenz (bis 31.07.2012) 9.950 — Wilhelm Segerath (bis 07.05.2012) 10.016 — Fritz Weber (seit 15.01.2013) — 3.998 Insgesamt 81.952 79.069 Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Berichtsjahr keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten. Im Vorjahr hat die Rechtsanwaltssozietät Clifford Chance, für die das ehemalige Aufsichtsratsmitglied Herr Dr. v. Schenck bis zum 30. Juni 2012 als Of Counsel tätig war, für ihre Beratungsleistungen von ThyssenKrupp Unternehmen insgesamt 483.146 € erhalten. Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden wie in den Vorjahren weder Kredite noch Vorschüsse gewährt noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen. Frühere Aufsichtsratsmitglieder, die vor dem 01. Oktober 2012 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind, erhalten bezogen auf das Berichtsjahr für die Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat keine Vergütung aus der langfristigen Vergütungskomponente, da das durchschnittliche EBT im Konzernabschluss der letzten drei Geschäftsjahre – wie in den Vorjahren – unter der Schwelle von 1 Mrd € liegt. ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN Im Folgenden sind die nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30. September 2013 dargestellt. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der ThyssenKrupp AG beträgt unverändert 1.317.091.952,64 € und ist in 514.489.044 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. 10 % der Stimmrechte überschreitende Kapitalbeteiligungen Es besteht eine direkte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreitet: Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen, hat uns informiert, dass sie zum 30. September 2013 25,33 % der Stimmrechtsanteile an der ThyssenKrupp AG hält. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der ThyssenKrupp AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit § 6 der Satzung. Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen; die §§ 179 ff. AktG sind anwendbar. Nach § 11 Abs. 9 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Falls das genehmigte Kapital bis zum 19. Januar 2017 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, kann er die Fassung des § 5 ebenfalls anpassen. Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe Gemäß § 5 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. Januar 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 500 Mio € durch Ausgabe von bis zu 195.312.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Er kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in folgenden Fällen ausschließen: • zum Ausgleich von Spitzenbeträgen; • soweit dies erforderlich ist, um den Inhabern von im Zeitpunkt der Ausnutzung des genehmigten Kapitals umlaufenden Wandel- und/oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht aus von der Gesellschaft oder ihren Konzernunternehmen bereits begebenen oder künftig zu begebenden Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung der Wandel- und/oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung einer Wandlungspflicht als Aktionären zustehen würde; • wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung auf Grund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind; • bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen. Die insgesamt auf Grund der vorstehenden Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ausgegebenen Aktien dürfen 20 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung noch im Zeitpunkt der Ausnutzung überschreiten. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Befugnisse des Vorstands zum Aktienrückkauf Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Januar 2010 wurde die Gesellschaft bis zum 20. Januar 2015 ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals in Höhe von 1.317.091.952,64 € zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots oder unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten (Put- oder Call-Optionen oder einer Kombination aus beiden). Der für den Erwerb der Aktien gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten. Bei einem Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Angebotsabgabe um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Angebotsabgabe erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Angebotsabgabe angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Angebotsabgabe kann weitere Bedingungen vorsehen. Wenn das Kaufangebot überzeichnet ist oder wenn im Fall einer Aufforderung zur Angebotsabgabe von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. Bei Erwerb eigener Aktien mittels Eigenkapitalderivaten dürfen Optionen nur mit Aktien bedient werden, die unter Wahrung der Gleichbehandlungsgrundsätze erworben wurden. Die Laufzeit der Optionen muss spätestens am 20. Januar 2015 enden. Jeder Erwerb eigener Aktien unter Verwendung von Eigenkapitalderivaten ist dabei auf Aktien im Umfang von höchstens 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft beschränkt. Das Recht der Aktionäre, Optionsgeschäfte mit der Gesellschaft abzuschließen, ist in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden. Insbesondere kann er die Aktien einziehen, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre sowie gegen Sachleistung veräußern, zur Erfüllung von Umtauschrechten aus von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen begebenen Wandelschuldverschreibungen verwenden und an Mitarbeiter der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen sowie an Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen ausgeben und zur Bedienung von Rechten auf Erwerb oder Pflichten zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft, die dem vorgenannten Personenkreis eingeräumt wurden, verwenden. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zur Bedienung von Rechten auf Erwerb oder Pflichten zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft zu verwenden, die Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft eingeräumt wurden. In den fünf letztgenannten Fällen ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieser Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Januar 2009 wurde der Vorstand bis zum 22. Januar 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats folgende Maßnahmen zu ergreifen: • auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 2 Mrd € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Umtauschrechte auf bis zu 50 Mio eigene, auf den Inhaber lautende Stückaktien der ThyssenKrupp AG mit einem anteiligen rechnerischen Betrag am Grundkapital von bis zu 128 Mio € zu gewähren (Wandelschuldverschreibungen); • das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Wandelschuldverschreibungen auszuschließen, und zwar (1) für Spitzenbeträge, die sich auf Grund des Bezugsverhältnisses ergeben, (2) sofern die Wandelschuldverschreibungen gegen Barzahlung ausgegeben werden und auch der Ausgabepreis für die Wandelschuldverschreibungen den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet oder (3) zur Gewährung eines Bezugsrechts an Inhaber von Wandlungsrechten aus begebenen Schuldverschreibungen in dem Umfang, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungsrechts zustehen würde. Der Wandlungspreis für eigene Aktien darf 80 % des Durchschnitts nicht unterschreiten, der sich errechnet aus den Schlusskursen im Xetra-Handelssystem an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung eines Angebots zur Zeichnung von Wandelschuldverschreibungen bzw. vor Abgabe der Annahmeerklärung durch die Gesellschaft nach einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Zeichnungsangeboten. Der Vorstand legt die Bedingungen für das Wandlungsrecht fest. Wesentliche konditionierte Vereinbarungen Die ThyssenKrupp AG ist Vertragspartei folgender Vereinbarungen, die bestimmte Bedingungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots beinhalten: • Die Gesellschaft hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine fest zugesagte Kreditlinie in Höhe von 2,5 Mrd € abgeschlossen. Dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt und alle ausstehenden Kreditziehungen können fällig gestellt werden, wenn die Gesellschaft eine Tochtergesellschaft einer anderen juristischen oder natürlichen Person wird und dies von einer Bankengruppe verlangt wird, die mehr als 50 % der Kreditlinie repräsentiert. In Anspruch genommene Kreditbeträge müssten dann getilgt werden; für neue Inanspruchnahmen stünde die Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung. • Die Gesellschaft hat mit der European Investment Bank, Luxemburg, einen Vertrag über ein Förderdarlehen in Höhe von 210 Mio € abgeschlossen. Dieser kann mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, wenn eine oder mehrere Personen (außer der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung) in Abstimmung untereinander mittelbar oder unmittelbar die Kontrolle über die Gesellschaft erlangen (Kontrollwechsel). Dabei ist unter Kontrolle das Recht zu verstehen, durch Eigentümerschaft am stimmberechtigten Kapital, auf Grund von Vertrag oder auf andere Weise die Unternehmensführung und -politik der Gesellschaft bestimmen zu können. Im Falle einer Kündigung auf Grund eines Kontrollwechsels ist das Darlehen zu einem von der European Investment Bank festgelegten Termin zurückzuzahlen, jedoch nicht früher als 30 Tage nach der Kündigung. • Die Gesellschaft hat in den Geschäftsjahren 2008/2009, 2011/2012 und 2012/2013 Anleihen und eine Privatplatzierung im Volumen von insgesamt 3,95 Mrd € begeben. Sie ist ferner Garantin der 2008/2009 begebenen weiteren Anleihe ihrer Tochtergesellschaft ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. im Volumen von insgesamt 1 Mrd €. Ein Kontrollwechsel, das heißt Erwerb von mehr als 50 % des Grundkapitals bzw. mehr als 50 % der stimmberechtigten Aktien der ThyssenKrupp AG durch einen Dritten, kann unter bestimmten Voraussetzungen zur vorzeitigen Tilgung der Rückzahlungsbeträge einschließlich Zinsen führen. • Die Gesellschaft ist Partei einer Gesellschaftervereinbarung bezüglich der Atlas Elektronik GmbH (Joint Venture), die eine Call-Option zugunsten des Mitgesellschafters EADS Deutschland GmbH auf bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Joint Ventures zum Marktpreis für den Fall vorsieht, dass ein Wettbewerber des Joint Ventures oder des Mitgesellschafters direkt oder indirekt ein „controlling interest“ an der Gesellschaft erwirbt. Wird die Call-Option ausgeübt, besteht ein Recht auf Übernahme aller Anteile des Mitgesellschafters am Joint Venture durch die ThyssenKrupp Technologies AG (heute firmierend als ThyssenKrupp Technologies Beteiligungen GmbH) zum Marktpreis plus 5 % Aufschlag. Wird die Call-Option nicht ausgeübt, hat der Mitgesellschafter seinerseits eine Put-Option auf die Anteile des Joint Ventures zu den genannten Kaufpreiskonditionen. Konzernabschluss Konzern-Bilanz Aktiva Mio € Anhang-Nr. 30.09.2012 30.09.2013 Immaterielle Vermögenswerte 04 4.291 4.206 Sachanlagen 05, 29 6.053 7.484 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 06 283 287 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 07 647 949 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 11 85 1.019 Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 12 219 335 Aktive latente Steuern 32 1.479 1.665 Langfristige Vermögenswerte 13.057 15.945 Vorräte 09 6.367 6.351 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10 5.126 4.956 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 11 289 500 Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 12 1.656 2.069 Laufende Ertragsteueransprüche 101 123 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.221 3.813 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 03 9.467 1.547 Kurzfristige Vermögenswerte 25.227 19.359 Summe Vermögenswerte 38.284 35.304 Passiva Mio € Anhang-Nr. 30.09.2012 30.09.2013 Gezeichnetes Kapital 1.317 1.317 Kapitalrücklage 4.684 4.684 Gewinnrücklagen – 2.485 – 4.087 Kumuliertes sonstiges Ergebnis 470 328 davon entfallen auf Veräußerungsgruppen bzw. nicht fortgeführte Aktivitäten (30.09.2012: 190; 30.09.2013: 2) Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 3.986 2.242 Nicht beherrschende Anteile 540 269 Eigenkapital 13 4.526 2.511 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15 7.708 7.356 Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 16 235 270 Sonstige Rückstellungen 16 557 676 Passive latente Steuern 32 32 52 Finanzschulden 17 5.256 6.955 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 19 1 3 Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 20 8 1 Langfristige Verbindlichkeiten 13.797 15.313 Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 16 276 298 Sonstige Rückstellungen 16 1.032 1.363 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 349 234 Finanzschulden 17 1.929 1.911 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18 3.514 3.713 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 19 848 1.241 Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 20 8.099 8.455 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 03 3.914 265 Kurzfristige Verbindlichkeiten 19.961 17.480 Verbindlichkeiten 33.758 32.793 Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 38.284 35.304 Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzern-Anhang. * Der Vorjahresausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 03). Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Anhang-Nr. 2011/2012 2012/2013 Umsatzerlöse 24, 26 41.536 38.559 Umsatzkosten 04, 05 – 40.072 – 33.809 Bruttoergebnis vom Umsatz 1.464 4.750 Forschungs- und Entwicklungskosten – 222 – 264 Vertriebskosten – 2.893 – 2.758 Allgemeine Verwaltungskosten – 2.239 – 2.150 Sonstige Erträge 27 254 225 Sonstige Aufwendungen 04, 28 – 529 – 572 Sonstige Gewinne und Verluste 29 316 73 Betriebliches Ergebnis – 3.849 – 696 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 42 – 112 Finanzierungserträge 785 618 Finanzierungsaufwendungen – 1.392 – 1.458 Finanzergebnis 31 – 565 – 952 Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) – 4.414 – 1.648 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 32 79 59 Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) – 4.335 – 1.589 Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern) 03 – 707 53 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) – 5.042 – 1.536 Davon: Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG – 4.241 – 1.396 Nicht beherrschende Anteile – 801 – 140 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) – 5.042 – 1.536 Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf 33 Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) – 6,88 – 2,82 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) – 8,24 – 2,71 Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzern-Anhang. * Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 03). Konzern-Gesamtergebnisrechnung Mio € 2011/2012 2012/2013 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) – 5.042 – 1.536 Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Jahresergebnis umgegliedert werden: Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne/(Verluste) – 1.198 116 Steuereffekt 362 – 43 Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, gesamt – 836 73 Gewinne/(Verluste) aus "asset ceiling" Veränderung der Gewinne/(Verluste) 2 6 Steuereffekt 0 – 2 Gewinne/(Verluste) aus "asset ceiling", gesamt 2 4 Anteile an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt – 2 – 16 Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Jahresergebnis umgegliedert werden – 836 61 Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Jahresergebnis umgegliedert werden: Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 323 – 389 Realisierte (Gewinne)/Verluste 12 7 Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt 335 – 382 Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 9 – 7 Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0 Steuereffekt – 4 3 Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt 5 – 4 Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus derivativen Finanzinstrumenten (Cash-Flow-Hedges) Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 18 – 43 Realisierte (Gewinne)/Verluste – 62 – 10 Steuereffekt 26 17 Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt – 18 – 36 Anteil an den unrealisierten Gewinnen/(Verlusten), der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt 4 – 19 Zwischensumme der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Jahresergebnis umgegliedert werden 326 – 441 Sonstiges Ergebnis – 510 – 380 Gesamtergebnis – 5.552 – 1.916 Davon: Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG – 4.782 – 1.747 Nicht beherrschende Anteile – 770 – 169 Der den Aktionären der ThyssenKrupp AG zuzurechnende Anteil am Gesamtergebnis teilt sich wie folgt auf: Fortgeführte Aktivitäten – 4.068 – 1.789 Nicht fortgeführte Aktivitäten – 714 42 Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzern-Anhang. * Der Vorjahresausweis wurde hinsichtlich der Aufteilung auf den Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG und die nicht beherrschenden Anteile angepasst (vgl. Anhang-Nr. 03). Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG Kumuliertes sonstiges Ergebnis Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Stand am 30.09.2011 514.489.044 1.317 4.684 2.833 170 2 Jahresüberschuss/ (-fehlbetrag) – 4.241 Sonstiges Ergebnis – 833 293 5 Gesamtergebnis – 5.074 293 5 Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile Dividendenzahlung – 232 Sonstige Veränderungen – 12 Stand am 30.09.2012 514.489.044 1.317 4.684 – 2.485 463 7 Jahresüberschuss/ (-fehlbetrag) – 1.396 Sonstiges Ergebnis 61 – 356 – 4 Gesamtergebnis – 1.335 – 356 – 4 Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile Sonstige Veränderungen 3 Stand am 30.09.2013 514.489.044 1.317 4.684 – 3.817 107 3 Mio €, mit Ausnahme der Aktienzahl Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG Kumuliertes sonstiges Ergebnis Derivative Finanzinstrumente Anteil, der auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen entfällt Gesamt Nicht beherrschende Anteile Gesamtes Eigenkapital Stand am 30.09.2011 – 22 28 9.012 1.370 10.382 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) – 4.241 – 801 – 5.042 Sonstiges Ergebnis – 10 4 – 541 31 – 510 Gesamtergebnis – 10 4 – 4.782 – 770 – 5.552 Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0 – 61 – 61 Dividendenzahlung – 232 0 – 232 Sonstige Veränderungen – 12 1 – 11 Stand am 30.09.2012 – 32 32 3.986 540 4.526 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) – 1.396 – 140 – 1.536 Sonstiges Ergebnis – 33 – 19 – 351 – 29 – 380 Gesamtergebnis – 33 – 19 – 1.747 – 169 – 1.916 Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0 – 39 – 39 Sonstige Veränderungen 3 – 63 – 60 Stand am 30.09.2013 – 65 13 2.242 269 2.511 Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzern-Anhang. * Der Ausweis wurde hinsichtlich der Aufteilung auf den Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG und die nicht beherrschenden Anteile angepasst (vgl. Anhang-Nr. 03). Konzern-Kapitalflussrechnung Mio € 2011/2012 2012/2013 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) – 5.042 – 1.536 Anpassungen des Jahresüberschusses/(-fehlbetrages) für die Überleitung zum Operating Cash-Flow: Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) 707 – 53 Latente Steueraufwendungen/(-erträge) – 452 – 262 Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 5.509 2.065 Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte – 4 – 7 Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam – 38 113 Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte – 387 – 147 Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreis- und anderen nicht zahlungswirksamen Veränderungen: - Vorräte 644 434 - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 517 146 - Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 174 – 195 - Sonstige Rückstellungen – 23 355 - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 876 – 9 - Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 363 77 Operating Cash-Flow - fortgeführte Aktivitäten – 290 981 Operating Cash-Flow - nicht fortgeführte Aktivitäten – 96 – 195 Operating Cash-Flow - gesamt – 386 786 Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und in langfristige finanzielle Vermögenswerte – 44 – 40 Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften abzüglich übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – 53 – 35 Investitionen in Sachanlagen (einschl. geleisteter Anzahlungen) und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien – 1.559 – 1.120 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschl. geleisteter Anzahlungen) – 144 – 118 Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und langfristigen finanziellen Vermögenswerten 6 30 Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften abzüglich abgegebener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 787 1.098 Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 50 88 Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten 9 5 Cash-Flow aus Investitionstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten – 948 – 92 Cash-Flow aus Investitionstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten – 402 – 98 Cash-Flow aus Investitionstätigkeit - gesamt – 1.350 – 190 Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen 1.250 1.600 Tilgung von Anleihen 0 – 1.000 Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.322 3.156 Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – 3.704 – 2.658 Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 94 – 11 Abnahme Akzeptverbindlichkeiten – 1 – 6 Abnahme kurzfristige Wertpapiere 0 2 Dividendenzahlung der ThyssenKrupp AG – 232 0 Gewinnausschüttungen an nicht beherrschende Anteile – 61 – 39 Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften – 17 – 7 Finanzierung nicht fortgeführter Aktivitäten – 511 – 279 Sonstige Finanzierungsvorgänge – 129 54 Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten 11 812 Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten 487 239 Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - gesamt 498 1.051 Zahlungswirksame Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - gesamt – 1.238 1.647 Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - gesamt 17 – 165 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn des Geschäftsjahres - gesamt 3.568 2.347 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Geschäftsjahres - gesamt 2.347 3.829 (davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen) (13) (16) (davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der nicht fortgeführten Aktivitäten) (113) (0) Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten enthalten sind: Zinseinzahlungen 145 120 Zinsauszahlungen – 485 – 573 Erhaltene Dividenden 45 63 Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 349 – 327 Siehe Anhang-Nr. 35 im Konzern-Anhang. * Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 03). Konzern-Anhang Unternehmensinformation Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft („ThyssenKrupp AG“ oder „Gesellschaft“) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Duisburg und Essen in Deutschland. Der vorliegende Konzernabschluss der ThyssenKrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften („Konzern“) zum 30. September 2013 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 29. November 2013 zur Veröffentlichung freigegeben. Grundlagen der Berichterstattung Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Anwendung von § 315a HGB („Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards“) im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind. 01 GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Der Konzernabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, da dies die Währung ist, in der die Mehrzahl der Transaktionen des Konzerns durchgeführt wird. Alle Beträge werden, soweit nicht anders dargestellt, in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben. Konsolidierung In den Konzernabschluss sind die ThyssenKrupp AG sowie alle wesentlichen Unternehmen, die die ThyssenKrupp AG mittelbar oder unmittelbar beherrscht, einbezogen. Beherrschung besteht dann, wenn die ThyssenKrupp AG über mehr als die Hälfte der Stimmrechte einer Gesellschaft verfügt oder auf andere Weise die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Bei der Bestimmung eines Beherrschungsverhältnisses werden auch potenzielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, berücksichtigt. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen. Bei einem Unternehmenserwerb werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bewertet. Anteile anderer Gesellschafter werden entsprechend ihrer Anteile an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Im Konzernabschluss werden 149 (i. Vj. 167) inländische und 395 (i. Vj. 451) ausländische mittelbar oder unmittelbar beherrschte Unternehmen konsolidiert. Im Berichtsjahr wurden 21 Unternehmen erstmals konsolidiert. Gleichzeitig verringerte sich die Anzahl der konsolidierten Unternehmen um 95, wobei 27 Abgänge aus konzerninternen Verschmelzungen resultieren. 12 (i. Vj. 18) Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, werden nicht konsolidiert; ihr Umsatz beträgt 0,02 % des gesamten Konzernumsatzes, ihr Ergebnis 0,01 % des gesamten Konzernergebnisses (vor Steuern) und ihr Eigenkapital 0,17 % des Konzerneigenkapitals. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert oder, sofern sich dieser für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente nicht hinreichend verlässlich ermitteln lässt, zu Anschaffungskosten bewertet und innerhalb der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern durch Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung, ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn der Konzern einen Stimmrechtsanteil von 20 % oder mehr hält (assoziierte Unternehmen). Soweit ein Konzernunternehmen mit einem assoziierten Unternehmen Transaktionen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Gemeinschaftlich geführte Unternehmen (Joint Ventures) werden nach der Equity-Methode bilanziert. Soweit der Konzern Transaktionen mit einem gemeinschaftlich geführten Unternehmen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem gemeinschaftlich geführten Unternehmen eliminiert. 9 (i. Vj. 11) assoziierte Unternehmen und 20 (i. Vj. 22) Joint Ventures werden im Konzern nach der Equity-Methode bewertet. Darüber hinaus werden 12 (i. Vj. 14) assoziierte Unternehmen wegen der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zum beizulegenden Zeitwert oder, sofern sich dieser für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente nicht hinreichend verlässlich ermitteln lässt, zu Anschaffungskosten bewertet und innerhalb der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen; das anteilige Ergebnis dieser assoziierten Unternehmen von untergeordneter Bedeutung beträgt 0,62 % des gesamten Konzernergebnisses (vor Steuern) und ihr anteiliges Eigenkapital 1,60 % des Konzerneigenkapitals. Die vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns ist im Bundesanzeiger veröffentlicht und auf der ThyssenKrupp Website unter www.thyssenkrupp.com/de/investor/geschaeftsberichte.html wiedergegeben. Ein aus einem Unternehmenserwerb resultierender Firmenwert repräsentiert den Betrag, um den die Anschaffungskosten den Konzernanteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens, assoziierten oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbsstichtag übersteigen. Der Firmenwert wird als Vermögenswert bilanziert und jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen, sofern nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Hinweise bestehen oder Ereignisse eintreten, die eine Wertminderung vermuten lassen. Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten der assoziierten bzw. gemeinschaftlich geführten Unternehmen enthalten. Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines Tochterunternehmens resultieren, werden gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Im Falle der Veräußerung eines Tochterunternehmens, eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens wird der zurechenbare Anteil des Firmenwertes bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses berücksichtigt. Währungsumrechnung Die funktionale Währung und die Berichtswährung der ThyssenKrupp AG und der relevanten europäischen Tochtergesellschaften ist der Euro (€). Transaktionen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Transaktion mit dem zu diesem Zeitpunkt gültigen Wechselkurs erfasst. Nominal in Fremdwährung gebundene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden jeweils mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden auf Basis ihrer funktionalen Währung, welche in der Regel der Landeswährung entspricht, in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt nach der Stichtagskursmethode, nach welcher die Bilanzen von der funktionalen Währung in die Berichtswährung mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet werden. Nettogewinne oder -verluste aus der Währungsumrechnung werden zusammengefasst und innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Solche Umrechnungsdifferenzen werden in der Periode, in der das betreffende Tochterunternehmen veräußert wird, ergebniswirksam erfasst. Bei Gesellschaften, die ihre Absatz- und Beschaffungsgeschäfte sowie ihre Finanzierung im Wesentlichen nicht in der Landeswährung abwickeln, ist die funktionale Währung die Währung des primären Wirtschaftsumfeldes der Gesellschaft. Die Umrechnung der in Landeswährung aufgestellten Abschlüsse in die funktionale Währung erfolgt in diesen Fällen nach der Zeitbezugsmethode. Danach werden alle nicht monetären Vermögenswerte (z.B. Sachanlagen) einschließlich der hierauf entfallenden Abschreibungen und das Eigenkapital mit den Durchschnittskursen des jeweiligen Zugangsjahres in die funktionale Währung umgerechnet. Alle übrigen Bilanzpositionen werden mit Stichtagskursen und alle übrigen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet. Entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst. Anschließend werden die Abschlüsse in der funktionalen Währung nach der Stichtagskursmethode in die Berichtswährung umgerechnet. Die Wechselkurse der für den ThyssenKrupp Konzern wesentlichen Währungen haben sich wie folgt entwickelt: Währungen Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs Basis 1 € Basis 1 € 30.09.2012 30.09.2013 2011/2012 2012/2013 US-Dollar 1,29 1,35 1,30 1,31 Brasilianische Real 2,62 3,04 2,45 2,76 Chinesische Renminbi Yuan 8,13 8,26 8,23 8,12 Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum von in der Regel 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Technologie aus dem Erwerb der Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH (HDW) wird über 40 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den zukünftigen Erwartungen angepasst. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden überwiegend in den Umsatzkosten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und jährlich auf Werthaltigkeit überprüft sowie zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise auf eine mögliche Wertminderung vorliegen. Wertminderungsaufwendungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Sachanlagen Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Aktivierte Herstellungskosten für selbst erstellte Sachanlagen umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ist für die Herstellung eines Vermögenswertes ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen, werden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten bis zur Erlangung des gebrauchsfertigen Zustandes als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswertes aktiviert. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden sofort als Aufwand erfasst. Kosten für den Ersatz von Komponenten oder für Generalüberholungen von Sachanlagen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließt und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Sofern abnutzbare Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren Komponenten mit jeweils unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten gesondert ausgewiesen und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear über ihre betriebsübliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Verkauf oder Stilllegung werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten und die entsprechenden kumulierten Abschreibungen der Anlagen aus der Bilanz ausgebucht; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Für die Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt: Nutzungsdauer Sachanlagen Gebäude inklusive als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 10 bis 50 Jahre Grundstückseinrichtungen, Einbauten in Gebäude 15 bis 25 Jahre Technische Anlagen und Maschinen 8 bis 25 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden und nicht für die eigene Produktion, für die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen, für Verwaltungszwecke oder für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Immobilien sind unter Anhang-Nr. 06 dargestellt. Wertminderungen Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert; der höhere Wert ist maßgeblich. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cash-Flows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann. Aus Unternehmenserwerben resultierende Firmenwerte werden den identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer Cash Generating Unit, die einen Firmenwert enthält, wird regelmäßig jährlich zum 30. September auf Werthaltigkeit überprüft und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf die Ausführungen unter Anhang-Nr. 04. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswertes. Im Falle von Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Cash Generating Units, die einen Firmenwert enthalten, werden zunächst bestehende Firmenwerte reduziert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Firmenwertes, wird die Differenz in der Regel proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der Cash Generating Units verteilt. Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der Cash Generating Unit, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe des erzielbaren Betrags. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam. Wertaufholungen von vorgenommenen Wertberichtigungen auf Firmenwerte sind nicht zulässig. Leasing Leasingtransaktionen sind entweder als Finance Lease oder als Operating Lease zu klassifizieren. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Eigentum verbunden sind, werden als Finance Lease behandelt. Dementsprechend aktiviert der Konzern das Leasingobjekt zum niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingraten und schreibt den Leasinggegenstand in der Folge über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit ab. Zugleich wird eine entsprechende Verbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben wird. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden als Operating Lease behandelt. In diesem Fall werden die Leasingzahlungen linear als Aufwand erfasst. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft bilanziert. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Gegenstand in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Ertrag erfasst. Vorräte Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten. In der Regel werden Vorräte nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch auf Basis einer üblichen Kapazitätsauslastung zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald ThyssenKrupp Vertragspartei des Finanzinstrumentes wird. Wenn Handelstag und Erfüllungstag auseinanderfallen, ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung bzw. den bilanziellen Abgang bei originären Finanzinstrumenten der Erfüllungstag maßgeblich; bei derivativen Finanzinstrumenten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag. Als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden grundsätzlich unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes Für Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert grundsätzlich dem Betrag, den der Konzern erhalten bzw. zahlen würde, wenn er die Finanzinstrumente am Bilanzstichtag tauschen bzw. begleichen wollte. Sofern Marktpreise an Märkten für Finanzinstrumente quotiert werden, werden diese verwendet. Dies betrifft insbesondere Finanzinstrumente, die als zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte eingestuft sind. Ansonsten werden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen – Zinssätze, Devisenkurse, Warenpreise – unter Verwendung der Mittelkurse berechnet. Dabei werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wie z.B. des Optionspreismodells für Devisen- und Zinsoptionen oder der Discounted-Cash-Flow-Methode für Zinsswaps. Bei einigen Derivaten basiert der beizulegende Zeitwert auf externen Bewertungen unserer Finanzpartner. Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte beinhalten insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, derivative finanzielle Vermögenswerte sowie gehaltene Eigenkapitalinstrumente und Gläubigerpapiere. Der erstmalige Ansatz von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dabei werden bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in Folgeperioden nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen ausgewiesen. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen dem Ausfallrisiko hinreichend Rechnung. Objektive Ausfälle führen zu einer Ausbuchung der betreffenden Forderung. Forderungen, die für sich gesehen unbedeutsam sind, sowie Forderungen mit einem ähnlichen Ausfallrisiko werden in Gruppen zusammengefasst und gemeinsam auf einen Wertberichtigungsbedarf anhand von Erfahrungswerten untersucht. Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Ob ein Ausfallrisiko über ein Wertberichtigungskonto oder direkt mittels Ausbuchung der Forderung erfasst wird, hängt davon ab, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls geschätzt wird und wie verlässlich das Ausfallrisiko beurteilt werden kann. Un- oder unterverzinsliche Forderungen mit einer erwarteten Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Der Diskontierungsbetrag wird ratierlich bis zur Fälligkeit der Forderung im Zinsertrag vereinnahmt. Der Konzern verkauft ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Wechsel auf revolvierender oder auf einmaliger Basis an nicht konsolidierungspflichtige Zweckgesellschaften (Special Purpose Entities) und andere Finanzinstitute. Auf diese Weise verkaufte Finanzaktiva werden zum Zeitpunkt des Verkaufs aus der Konzernbilanz ausgebucht, soweit im Wesentlichen alle Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen werden und die Durchleitung der mit diesen Finanzaktiva verbundenen Cash-Flows sichergestellt ist. Wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken weder übertragen noch behalten werden, werden die Finanzaktiva zum Zeitpunkt des Verkaufs nur dann aus der Konzernbilanz ausgebucht, wenn sichergestellt ist, dass die aus den Finanzaktiva resultierenden Cash-Flows an den Erwerber durchgeleitet werden und der Erwerber die Kontrolle über die Finanzaktiva erhalten hat. Soweit im Wesentlichen alle Chancen und Risiken beim Konzern verbleiben, werden die Finanzaktiva als Sicherung einer passivierten Verbindlichkeit weiterhin in der Bilanz ausgewiesen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur geringen Wertschwankungen unterliegen; sie sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte Derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind, sind zwingend dieser Kategorie zuzuordnen, sofern der beizulegende Zeitwert zum Stichtag positiv ist. Ein Gewinn oder Verlust aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes wird ergebniswirksam erfasst. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind jene nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die nicht in eine der vorstehend beschriebenen Kategorien (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) eingeordnet sind. Diese Kategorie enthält im Wesentlichen Eigenkapitalinstrumente und Gläubigerpapiere, welche grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Ein Gewinn oder Verlust aus der Bewertung eines zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswertes wird direkt im Eigenkapital erfasst, mit Ausnahme von Wertberichtigungen und Effekten aus der Währungsumrechnung. Bei Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die bis dahin direkt im Eigenkapital berücksichtigten kumulierten Gewinne oder Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung der laufenden Periode erfasst. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich ermitteln, werden diese zu Anschaffungskosten bewertet. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Der Konzern macht von dem Wahlrecht, finanzielle Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz in diese Kategorie einzustufen, keinen Gebrauch. Wertminderung finanzieller Vermögenswerte Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, daraufhin untersucht, ob objektive Hinweise darauf schließen lassen, dass eine Wertminderung vorliegt. Objektive Hinweise können z.B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, der Wegfall eines aktiven Marktes sowie signifikante Änderungen des technologischen, marktbezogenen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeldes sein. Bei Eigenkapitalinstrumenten ist eine signifikante oder länger anhaltende Abnahme des beizulegenden Zeitwertes ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung. Die Höhe der Wertberichtigung auf einen finanziellen Vermögenswert, der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert wird, ergibt sich als Differenz zwischen dem Buchwert und dem Barwert der erwarteten künftigen Cash-Flows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes. Der Wertminderungsaufwand wird erfolgswirksam erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in Folgeperioden auf Grund von Ereignissen, die objektiv nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertberichtigung eingetreten sind, wird die Wertminderung in entsprechendem Umfang erfolgswirksam zurückgenommen. Wurde der Rückgang des beizulegenden Zeitwertes eines zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswertes bisher direkt im Eigenkapital erfasst, werden diese ermittelten Wertminderungen aus dem Eigenkapital ergebniswirksam ausgebucht, sobald ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung besteht. Die Höhe der Wertminderung entspricht der Differenz zwischen den Anschaffungskosten (abzüglich etwaiger Tilgungen und Amortisationen) und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich etwaiger, bereits früher ergebniswirksam erfasster Wertberichtigungen des finanziellen Vermögenswertes. Ergebniswirksam erfasste Wertberichtigungen für Eigenkapitalinstrumente, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind, werden nicht erfolgswirksam, sondern nur über das Eigenkapital rückgängig gemacht. Wertaufholungen bei Fremdkapitalinstrumenten, die objektiv nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertberichtigung eingetreten sind, werden erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten begründen eine Verpflichtung, die in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert zu begleichen ist. Hierunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, derivative finanzielle Verbindlichkeiten sowie die Bestandteile der Finanzschulden, im Wesentlichen Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen. Der erstmalige Ansatz von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dabei werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in Folgeperioden nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden die Finanzierungskosten einschließlich Agio, welches im Rahmen von Tilgungen oder Rückzahlungen zu erstatten ist, periodisch nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt und erhöhen den Buchwert der Verbindlichkeit, soweit sie nicht bereits in der Periode des Anfalls bezahlt wurden. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Der Konzern macht von dem Wahlrecht, finanzielle Verbindlichkeiten beim erstmaligen Ansatz in diese Kategorie einzustufen, keinen Gebrauch. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten Derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind, sind zwingend als „zu Handelszwecken gehalten“ einzustufen und damit erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu erfassen. Sind die beizulegenden Zeitwerte negativ, erfolgt ein Ausweis als „zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten“. Derivative Finanzinstrumente Der Konzern setzt grundsätzlich derivative Finanzinstrumente ein, um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisänderungen entgegenzuwirken, die im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit sowie im Rahmen von Investitions- und Finanztransaktionen entstehen können. Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte eingesetzt. Solche derivative Finanzinstrumente und sogenannte eingebettete derivative Finanzinstrumente, die integraler Bestandteil von bestimmten Verträgen sind und gesondert ausgewiesen werden müssen, werden sowohl bei erstmaliger Bilanzierung als auch in Folgeperioden ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne oder Verluste aus Zeitwertschwankungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Wenn derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken aus zukünftigen Zahlungsströmen und zur Sicherung von Bilanzposten eingesetzt werden, ermöglicht IAS 39 bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge Accounting. Hierdurch kann die Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung reduziert werden. Es wird nach der Art des abgesicherten Grundgeschäfts zwischen einem Fair-Value-Hedge, einem Cash-Flow-Hedge und einem Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation unterschieden. Bei einem Fair-Value-Hedge, der der Absicherung von bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder nicht bilanzierten festen vertraglichen Verpflichtungen dient, wird das Sicherungsinstrument zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und diesbezügliche Zeitwertänderungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der abgesicherten Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder festen vertraglichen Verpflichtungen, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, werden ebenso ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines perfekten Hedge gleichen sich die ergebniswirksam erfassten Zeitwertschwankungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts nahezu aus. Wird der Vermögenswert oder die Verbindlichkeit nach den allgemeinen Bilanzierungsvorschriften zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, ist der Buchwert um die kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, anzupassen. Wird jedoch das Grundgeschäft (z.B. zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere) zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, ohne nach den allgemeinen Bilanzierungsvorschriften die Gewinn- und Verlustrechnung zu berühren, werden die Zeitwertänderungen, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, entgegen den allgemeinen Vorschriften ergebniswirksam erfasst. Bei einem Cash-Flow-Hedge werden künftige Zahlungsstromschwankungen aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, aus erwarteten mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktionen oder aus Währungsrisiken einer festen vertraglichen Verpflichtung abgesichert. Der effektive Teil der Zeitwertschwankungen wird ergebnisneutral sofort innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Umgliederung aus dem Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Sofern die Absicherung später in dem Ansatz eines nicht finanziellen Vermögenswertes (z.B. Sachanlagen oder Vorräte) resultiert, verändern zu dessen Zugangszeitpunkt die bislang im Eigenkapital erfassten Zeitwertschwankungen den Wertansatz des nicht finanziellen Vermögenswertes. Der aus der Bestimmung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs aus Grund- und Sicherungsgeschäft verbleibende ineffektive Teil des Derivates sowie Anpassungen auf Grund von Zinseffekten werden sofort in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Bei Währungsrisiken wird für die Beurteilung der Effektivität die Wertänderung auf Grund von Kassakursänderungen als gesichertes Risiko einbezogen und die Zinskomponente außen vorgelassen. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft, verkauft, beendet oder ausgeübt wird oder der Sicherungszusammenhang nicht mehr besteht, aber trotzdem erwartet wird, dass das geplante Grundgeschäft eintritt, verbleiben sämtliche bis dahin aus diesem Sicherungsgeschäft aufgelaufenen, nicht realisierten Gewinne oder Verluste innerhalb des Eigenkapitals und werden gemäß obiger Ausführungen ergebniswirksam, wenn das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Falls der Eintritt des ursprünglich abgesicherten Grundgeschäfts nicht mehr erwartet wird, werden die bis dahin innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesenen kumulierten, nicht realisierten Gewinne oder Verluste sofort in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisänderungen abzusichern, wendet der Konzern überwiegend Cash-Flow-Hedges an. Zusätzlich führt das Unternehmen auch Sicherungsmaßnahmen gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements durch, welche ökonomisch zur Sicherung bestehender Risiken beitragen, jedoch nicht die strengen Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen. Für Währungsderivate, die zur Absicherung von Währungsrisiken aus monetären Bilanzpositionen abgeschlossen wurden, wendet der Konzern kein Hedge Accounting an. Die ergebniswirksam erfassten Effekte aus der Umrechnung der Bilanzpositionen stehen so den ebenfalls ergebniswirksam zu erfassenden Zeitwertschwankungen der Derivate gegenüber. Die Sicherung einer Nettoinvestition in eine ausländische Einheit durch einen Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation wird derzeit im Konzern nicht angewendet. Weitere Ausführungen zu den derivativen Finanzinstrumenten enthält Anhang-Nr. 22. Latente Steuern Latente Steuern werden nach der Bilanz-Ansatz-Methode auf zeitlich befristete Differenzen zwischen Wertansätzen in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge und für anrechenbare Steuern angesetzt. Auf diese Weise ermittelte Differenzen werden grundsätzlich immer berücksichtigt, wenn sie zu passiven latenten Steuern führen. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden. Aktive und passive latente Steuern werden auch auf temporäre Differenzen angesetzt, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, mit der Ausnahme von temporären Differenzen auf Firmenwerte, sofern diese steuerlich unberücksichtigt bleiben. Zur Berechnung latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen, soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit Sachverhalte, die eine Veränderung der latenten Steuern nach sich ziehen, direkt gegen das Eigenkapital gebucht werden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt. Kumuliertes sonstiges Ergebnis In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern (z.B. Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Zeitbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten und von derivativen Finanzinstrumenten sowie der Anteil am sonstigen Ergebnis, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der Periode, in der sie als sonstiges Ergebnis erfasst werden, unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Für leistungsorientierte Pensionspläne zu bildende Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bewertet. Quartalsweise erfolgt eine Neubewertung der Rückstellungen für Pensionen und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens. Alle bis zum Stichtag des Übergangs auf die Bilanzierung nach den Vorschriften der IFRS, dem 01. Oktober 2004, aufgelaufenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurden sofort innerhalb des Eigenkapitals erfasst. Alle nach dem 01. Oktober 2004 anfallenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie Gewinne und Verluste aus „asset ceiling“ werden ebenfalls sofort innerhalb des Eigenkapitals erfasst und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung (statement of comprehensive income) dargestellt. Soweit ein zur Refinanzierung von Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen aufgebautes Fondsvermögen die Verpflichtungen übersteigt, ist die Aktivierung des Überhangs begrenzt. Soweit im Zusammenhang mit Fondsvermögen Zahlungsverpflichtungen auf Grund von Mindestdotierungsvorschriften für bereits erdiente Leistungen bestehen, kann dies auch zum Ansatz einer zusätzlichen Rückstellung führen, wenn der wirtschaftliche Nutzen eines sich unter Berücksichtigung der noch zu leistenden Mindestdotierungen ergebenden Finanzierungsüberhangs für das Unternehmen begrenzt ist. Determinanten für die Begrenzung sind noch unberücksichtigter Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen sowie der Barwert von künftigen Rückerstattungen aus dem Plan oder von Minderungen zukünftiger Beitragszahlungen (asset ceiling). Der Dienstzeitaufwand für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird als Aufwand innerhalb des betrieblichen Ergebnisses ausgewiesen. Der im Netto-Pensionsaufwand enthaltene Zinsaufwand und der erwartete Kapitalertrag des Fondsvermögens werden im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit Planverbesserungen zugesagt werden, wird noch unberücksichtigter Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Im Falle einer unmittelbaren Unverfallbarkeit der Anwartschaften erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Erfassung. Verpflichtungen des Konzerns aus beitragsorientierten Versorgungsplänen werden ergebniswirksam innerhalb des betrieblichen Ergebnisses erfasst. Der Konzern verfügt auch über Pensionspläne, die gemeinschaftlich mit nicht verbundenen Unternehmen unterhalten werden (multi-employer-plans). Dabei handelt es sich im Grundsatz sowohl um leistungs- als auch um beitragsorientierte Versorgungspläne. Soweit im Zusammenhang mit gemeinschaftlich unterhaltenen leistungsorientierten Versorgungsplänen die erforderlichen Informationen zur Verfügung stehen, werden diese Pläne wie jeder andere leistungsorientierte Plan bilanziert, andernfalls wie beitragsorientierte Pläne. Insbesondere in den USA, Schweden und den Niederlanden gibt es gemeinschaftlich unterhaltene leistungsorientierte Versorgungspläne, die wie beitragsorientierte Pläne bilanziert werden, da eine Zuordnung der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens zu den teilnehmenden Unternehmen nicht möglich ist. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung hat, diese Verpflichtung wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen wird und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungshöhe entspricht der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrags der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag, wobei erwartete Erstattungen Dritter nicht saldiert, sondern als separater Vermögenswert angesetzt werden, sofern die Realisation so gut wie sicher ist. Ist der Zinseffekt wesentlich, wird die Rückstellung mit dem Marktzins abgezinst. Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreffenden Waren oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistungen gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller zukünftig möglichen, mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan erstellt und den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Rückstellungen für drohende Verluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten. Aktienbasierte Vergütung Der Konzern verfügt über Incentivepläne, in deren Rahmen ausgewählten Führungskräften Wertrechte gewährt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Rechte wird zum Zeitpunkt der Gewährung (grant date) berechnet und als Aufwand linear über den Erdienungszeitraum (vesting period) verteilt sowie eine entsprechende Rückstellung ausgewiesen. Weiterhin wird den Mitgliedern des Vorstands der ThyssenKrupp AG und weiteren ausgewählten Führungskräften ein Teil der variablen Vergütung in Wertrechten gewährt. Die Rückstellungen für beide Vergütungsformen werden zu jedem Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Auszahlung neu bewertet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes der Rückstellung werden innerhalb des betrieblichen Ergebnisses berücksichtigt. Hierzu wird auch auf die Ausführungen unter Anhang-Nr. 14 verwiesen. Umsatzrealisierung Umsätze aus Warenverkäufen werden ausgewiesen, sobald die wesentlichen Chancen und Risiken des Eigentums auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Im Übrigen werden Umsätze unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte ausgewiesen. Umsätze und Aufwendungen aus Fertigungsaufträgen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen werden. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Auftragskosten. Ist für die Abwicklung eines Fertigungsauftrags ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, umfassen die Auftragskosten auch direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten. Aufträge, bei denen der Konzern Generalunternehmer- oder Engineeringleistungen erbringt, werden ebenfalls wie Fertigungsaufträge behandelt. Nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanzierte Fertigungsaufträge werden entsprechend den zum Stichtag aufgelaufenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinns bewertet. In der Bilanz werden diese Umsatzerlöse abzüglich erhaltener Anzahlungen in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Auftragsänderungen und Nachforderungen werden berücksichtigt, sofern sie wahrscheinlich vom Kunden akzeptiert werden und deren Höhe verlässlich ermittelt werden kann. Verlässlich bewertbare Leistungsprämien werden berücksichtigt, wenn die Erreichung oder Überschreitung der Leistungsanforderungen wahrscheinlich ist. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich schätzbar ist, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand ausgewiesen. Ist absehbar, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen, wird der erwartete Verlust unmittelbar als Aufwand ausgewiesen. Umsatzerlöse aus Verträgen, die mehrere Vertragselemente (z.B. Warenverkäufe in Kombination mit Dienstleistungen) beinhalten, werden erfasst, wenn das jeweilige Vertragselement geliefert oder erbracht worden ist. Die Umsatzrealisierung erfolgt auf Basis objektiv nachvollziehbarer, relativer beizulegender Zeitwerte der einzelnen Vertragselemente. Zinserträge werden unter Berücksichtigung des ausstehenden Kapitalbetrags und des geltenden Zinssatzes zeitanteilig vereinnahmt. Dividendenerträge aus Kapitalanlagen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Zahlung rechtlich entstanden ist. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuwendungen werden als Reduzierung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte erfasst und führen zu einer entsprechenden Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen in Folgeperioden. Zuwendungen, die nicht auf Investitionen bezogen sind, werden als sonstige betriebliche Erträge in den Zeiträumen erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendung kompensiert werden sollen. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung Aufwendungen für Forschung werden sofort ergebniswirksam erfasst. Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, die Absicht besteht, die Entwicklung fertig zu stellen, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Dabei umfassen die Herstellungskosten neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ist für die Herstellung eines Vermögenswertes ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen, werden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten bis zur Erlangung des gebrauchsfertigen Zustandes als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Solange ein Entwicklungsprojekt nicht abgeschlossen ist, erfolgt eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der aufgelaufenen aktivierten Beträge, soweit nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Hinweise darauf bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) ergibt sich aus der Division des auf die Aktionäre der ThyssenKrupp AG entfallenden Anteils am Periodenergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der Anzahl der ausgegebenen Aktien. Während einer Periode neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt. In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte. Segmentberichterstattung Die Segmentberichterstattung des ThyssenKrupp Konzerns ist gemäß dem sogenannten „Management Approach“ an der internen Organisations- und Berichtsstruktur ausgerichtet. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zu Grunde liegenden Daten werden aus dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss abgeleitet. Einzelne zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte, Veräußerungsgruppen (Disposal Groups) und nicht fortgeführte Aktivitäten (Discontinued Operations) Ein einzelner langfristiger Vermögenswert wird als zur Veräußerung gehalten eingestuft, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Der Konzern weist Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als Veräußerungsgruppe aus, wenn diese als Gruppe in einer Transaktion verkauft oder auf andere Weise abgegeben werden sollen und insgesamt die in IFRS 5 „Non-current Assets held for Sale and Discontinued Operations“ definierten Kriterien erfüllen. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe werden in der Bilanz gesondert in den Zeilen „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ und „Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ ausgewiesen. Die Aufwendungen und Umsätze einer Veräußerungsgruppe sind bis zur Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten enthalten, es sei denn, die Veräußerungsgruppe qualifiziert sich für die Berichterstattung als eine „Nicht fortgeführte Aktivität“ (Discontinued Operation). Der Konzern weist die Ergebnisse einer Veräußerungsgruppe, die die Voraussetzungen für eine sogenannte Komponente des Konzerns (Component of the Group) erfüllt, als nicht fortgeführte Aktivitäten aus, wenn diese einen wesentlichen Geschäftszweig repräsentiert oder sämtliche Aktivitäten einer geografischen Region beinhaltet. Ergebnisse aus nicht fortgeführten Aktivitäten werden in der Periode berücksichtigt, in der sie anfallen, und gesondert in der Gewinn- und Verlustrechnung als „Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern)“ ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung der Vorperiode wird entsprechend angepasst, indem die Ergebnisse der Komponente des Konzerns in den nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen werden. In der Kapitalflussrechnung werden die Cash-Flows der nicht fortgeführten Aktivitäten getrennt von den Cash-Flows der fortgeführten Aktivitäten dargestellt und der Ausweis der Vorperiode wird entsprechend angepasst. Um die Ergebnisanteile der nicht fortgeführten Aktivitäten darzustellen, werden die aus konzerninternen Transaktionen stammenden Umsätze und Aufwendungen berücksichtigt, sofern diese nach dem Abgang der nicht fortgeführten Aktivitäten nicht weiterhin anfallen werden. Bei erstmaliger Einstufung als zur Veräußerung gehalten werden langfristige Vermögenswerte zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, eine planmäßige Abschreibung wird nicht mehr vorgenommen. Eine Veräußerungsgruppe wird zunächst nach den für sie einschlägigen IFRS-Standards bewertet und danach wird der sich daraus ergebende Buchwert der Gruppe dem Nettozeitwert gegenübergestellt, um den niedrigeren anzusetzenden Wert zu bestimmen. Wertminderungen auf Grund der erstmaligen Einstufung als zur Veräußerung gehalten werden ebenso wie spätere Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungen bis zur Höhe des kumulierten Wertminderungsaufwands in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Führt die Änderung eines Veräußerungsplans dazu, dass die Kriterien für eine Einstufung als nicht fortgeführte Aktivität nicht mehr erfüllt werden, ist die entsprechende Veräußerungsgruppe gemäß IFRS 5 wieder als fortgeführte Aktivität zu behandeln. Dies hat zur Folge, dass die Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung sowohl für das Berichtsjahr als auch für das Vorjahr so anzupassen ist, dass die Aufwendungen und Erträge der Veräußerungsgruppe wieder im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten enthalten sind. Analog werden in der Kapitalflussrechnung die Ein- und Auszahlungen der Veräußerungsgruppe für beide Berichtsjahre wieder den fortgeführten Aktivitäten zugeordnet. Der separate Bilanzausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe in den Zeilen „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ bzw. „Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ wird hingegen für das Vorjahr trotz geänderter Einstufung unverändert beibehalten und es erfolgt nur für das Berichtsjahr ein Wiederausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe in den einzelnen Bilanzpositionen. Dabei ist die Veräußerungsgruppe mit dem niedrigeren Wert aus fortgeführten Anschaffungskosten und erzielbarem Betrag zu bewerten. Abschlussgliederung Einzelne Posten in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Vorperiodenausweis der gekennzeichneten Posten wurde an den Ausweis der Berichtsperiode angepasst. In der Regel klassifiziert der Konzern Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Konzernunternehmen, deren normaler Geschäftszyklus mehr als zwölf Monate umfasst, weisen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig aus, wenn diese innerhalb des normalen Geschäftszyklus realisiert oder ausgeglichen werden. Schätzungen Zur Erstellung des Konzernabschlusses muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und die zu Grunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Anpassungen bezüglich der für die Rechnungslegung relevanten Schätzungen werden in der Periode der Änderung berücksichtigt, sofern die Änderung nur diese Periode betrifft. Eine Änderung wird in der Periode der Änderung und in späteren Perioden berücksichtigt, sofern die Änderung sowohl die Berichtsperiode als auch spätere Perioden betrifft. Schätzungen und Ermessensausübungen des Vorstands in der Anwendung der IFRS, die einen wesentlichen Effekt auf den Konzernabschluss haben, werden unter Anhang-Nr. 25 dargestellt. Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften Im Geschäftsjahr 2012/2013 hat ThyssenKrupp die Änderung eines bestehenden Standards erstmalig angewendet: Im Juni 2011 hat das IASB unter dem Titel „Presentation of Items of Other Comprehensive Income“ Änderungen zu IAS 1 „Presentation of Financial Statements“ veröffentlicht. Die Änderungen verlangen eine Aufteilung der im sonstigen Ergebnis (OCI – Other Comprehensive Income) dargestellten Posten in die Posten, die zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden (sog. recycling), und solche Posten, bei denen dies nicht der Fall ist. Die Änderungen zu IAS 1 sind verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Juli 2012 beginnen. Die Anwendung der Änderungen hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse. Veröffentlichte, aber 2012/2013 noch nicht anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften Im Geschäftsjahr 2012/2013 hat das IASB die nachfolgend dargestellten Standards, Interpretationen und Änderungen herausgegeben, deren Anwendung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verpflichtend ist und deren Anwendbarkeit teilweise noch die Übernahme in das EU-Recht („Endorsement“) erfordert: Im November 2009 hat das IASB den neuen Standard IFRS 9 „Financial Instruments“ zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten veröffentlicht. Dieser Standard ist der erste Teil des dreiteiligen Projekts zur vollständigen Ablösung von IAS 39 „Financial Instruments: Recognition and Measurement“. Gemäß der Methodik von IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Zuordnung zu einer der beiden Bewertungskategorien hängt davon ab, wie das Unternehmen seine Finanzinstrumente steuert (sog. Geschäftsmodell) und welche Produktmerkmale die einzelnen finanziellen Vermögenswerte haben. Im Oktober 2010 hat das IASB Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten veröffentlicht, die den IFRS 9 „Financial Instruments“ ergänzen und die Phase zur Klassifizierung und Bewertung des IASB-Projekts zur Ablösung von IAS 39 „Financial Instruments: Recognition and Measurement“ abschließen. Nach den neuen Vorschriften hat ein Unternehmen, das für die Bilanzierung seiner Finanzverbindlichkeiten die Fair-Value-Option gewählt hat, den Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos resultiert, im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Durch die im Dezember 2011 veröffentlichten Änderungen zu IFRS 9 „Financial Instruments“ und IFRS 7 „Financial Instruments: Disclosures“ hat das IASB den verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9 vom 01. Januar 2013 auf den 01. Januar 2015 verschoben und zusätzlich die Verpflichtung zur Angabe von angepassten Vorjahreszahlen im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 erlassen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Stattdessen werden in IFRS 7 zusätzliche Anhangangabepflichten eingefügt, die es den Adressaten der Abschlüsse ermöglichen sollen, die Effekte zu beurteilen, die die Erstanwendung von IFRS 9 auf den Ansatz und die Bewertung von Finanzinstrumenten hat. Die Übernahme des Standards durch die EU steht derzeit noch aus. Der Konzern kann derzeit noch nicht abschließend beurteilen, welche Auswirkungen die Erstanwendung des Standards haben wird, sofern der Standard von der EU in dieser Form übernommen wird. Im Dezember 2010 hat das IASB Änderungen zu IAS 12 „Income Taxes“ veröffentlicht. Nach IAS 12 hängt die Bewertung latenter Steuern davon ab, ob der Buchwert eines Vermögenswerts durch Nutzung oder durch Veräußerung realisiert wird. Diese Beurteilung ist oftmals schwierig, insbesondere wenn der Vermögenswert nach dem Zeitwertmodell von IAS 40 für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien bewertet wird. Die Änderung sieht daher vor, bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, die zum Zeitwert bewertet werden, grundsätzlich von einer Realisierung durch Veräußerung auszugehen. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2012 beginnen. Im Rahmen der Übernahme in das EU-Recht wurde die verpflichtende Anwendung auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen, verschoben. Die überarbeitete Fassung wird keinen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben, da der Konzern derzeit als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Im Mai 2011 hat das IASB mit IFRS 10 „Consolidated Financial Statements“, IFRS 11 „Joint Arrangements“ und IFRS 12 „Disclosure of Interests in Other Entities“ drei neue Standards zur Bilanzierung von Unternehmensverbindungen veröffentlicht. Gleichzeitig wurden mit IAS 27 „Separate Financial Statements“ (2011) und IAS 28 „Investments in Associates and Joint Ventures“ (2011) angepasste Versionen der bisherigen Standards veröffentlicht. Die neuen sowie die angepassten Standards sind verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen. Im Rahmen der Übernahme in das EU-Recht wurde die verpflichtende Anwendung auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen, verschoben. Eine frühere Anwendung ist zulässig, erfordert aber neben der Angabe der vorzeitigen Anwendung, dass IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12, IAS 27 (2011) und IAS 28 (2011) gemeinsam früher angewendet werden. Eine Ausnahme von der Verpflichtung zur gemeinsamen früheren Anwendung besteht für IFRS 12, dessen Angabepflichten ganz oder teilweise vorzeitig erfüllt werden können. IFRS 10 führt eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung für sämtliche Unternehmen ein und schafft damit eine einheitliche Grundlage für die Bestimmung des Vorliegens einer Mutter-Tochter-Beziehung und die hiermit verbundene Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Der Standard enthält umfassende Anwendungsleitlinien zur Bestimmung eines Beherrschungsverhältnisses. Der neue Standard ersetzt SIC-12 „Consolidation – Special Purpose Entities“ vollständig sowie IAS 27 „Consolidated and Separate Financial Statements“ teilweise. Die Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 10 werden derzeit noch geprüft. IFRS 11 regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) ausübt. Der neue Standard ersetzt IAS 31 „Interests in Joint Ventures“ und SIC-13 „Jointly Controlled Entities – Non-Monetary Contributions by Venturers“. Die Anwendung von IFRS 11 wird dazu führen, dass das bisher nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Gemeinschaftsunternehmen Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, nicht mehr als Joint Venture, sondern als Joint Operation zu klassifizieren ist, mit der Folge, dass die Vermögenswerte und Schulden anteilsmäßig in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. IFRS 12 fasst alle Anhangangaben in einem Standard zusammen, die ein Unternehmen mit Anteilen an bzw. einem Engagement in anderen Unternehmen erfüllen muss; hierzu gehören Anteile an Tochtergesellschaften, Anteile an assoziierten Unternehmen, Anteile an gemeinschaftlichen Vereinbarungen (Joint Arrangements) sowie Anteile an strukturierten Unternehmen. Der neue Standard ersetzt die bisherigen Vorschriften zu den Anhangangaben in IAS 27 „Consolidated and Separate Financial Statements“, IAS 28 „Investments in Associates“, IAS 31 „Interests in Joint Ventures“ und SIC-12 „Consolidation – Special Purpose Entities“. Die Anwendung von IFRS 12 wird zu deutlich erweiterten Anhangangaben führen. Der angepasste IAS 27 enthält nur noch Regelungen zur Bilanzierung und zu Anhangangaben von Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, die für einen nach IFRS erstellten Einzelabschluss relevant sind. Für den Konzernabschluss ergeben sich aus dem angepassten Standard keine Auswirkungen. Der angepasste IAS 28 regelt die Rechnungslegung für Anteile an assoziierten Unternehmen sowie die Anforderungen für die Anwendung der Equity-Methode bei der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen. Für den Konzernabschluss ergeben sich aus dem angepassten Standard keine wesentlichen Änderungen. Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 13 „Fair Value Measurement“ veröffentlicht. IFRS 13 enthält eine Definition des beizulegenden Zeitwerts sowie Regelungen, wie dieser zu ermitteln ist, wenn andere IFRS-Vorschriften die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert als Wertmaßstab vorschreiben; der Standard selbst enthält keine Vorgaben, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Mit Ausnahme der in IFRS 13 explizit ausgenommenen Standards definiert IFRS 13 einheitliche Anhangangaben für alle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie für alle Vermögenswerte und Schulden, für die die Angabe des beizulegenden Zeitwerts als Anhangangabe erforderlich ist; hierdurch werden insbesondere in Bezug auf die nicht finanziellen Vermögenswerte die Angabepflichten erweitert. Der neue Standard ist verpflichtend prospektiv anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen. Im ersten Jahr der Anwendung sind keine Vergleichsangaben erforderlich. Die Erstanwendung wird keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, aber zu erweiterten Anhangangaben führen. Im Juni 2011 hat das IASB Änderungen zu IAS 19 „Employee Benefits“ veröffentlicht. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die Abschaffung der aufgeschobenen Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (sog. Korridormethode) zu Gunsten einer sofortigen Erfassung im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals sowie die Erfassung eines Nettozinsaufwands/-ertrags aus den Nettoverbindlichkeiten bzw. Nettovermögenswerten eines Pensionsplans, der unter Zugrundelegung des Diskontierungszinssatzes ermittelt wird. Weiterhin ergeben sich Auswirkungen durch die sofortige vollständige Erfassung des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands, durch die Darstellung von Teilen der Verwaltungskosten in den Netto-Pensionsaufwendungen und durch den über den Erdienungszeitraum zu erfassenden Aufwand für Aufstockungsverpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen. Darüber hinaus werden zusätzliche Anhangangaben zu den Charakteristiken der Pensionspläne und den damit für das Unternehmen verbundenen Risiken verlangt. Die Änderungen zu IAS 19 sind verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen. Durch die Anwendung des Diskontierungszinssatzes zur Ermittlung des Nettozinsaufwands/-ertrags hätte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Erhöhung des Nettozinsaufwands von ca. 44 Mio € ergeben. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wird die umstellungsbedingte Erhöhung des Nettozinsaufwandes ca. 39 Mio € betragen. Die im neuen Standard geforderte sofortige Berücksichtigung von bisher nicht erfasstem, nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand hätte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer Reduzierung des Eigenkapitals und einer Erhöhung der Pensionsrückstellung um ca. 3 Mio € geführt. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wird dieser Effekt eine Höhe von ca. 2 Mio € haben. Der Ansatz der Verwaltungskosten in den Netto-Pensionsaufwendungen hätte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Wert von ca. 6 Mio € ergeben. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wird der entsprechende Wert eine Höhe von ca. 5 Mio € haben. Aus der Abschaffung der Korridormethode bei der Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten ergeben sich keine Auswirkungen auf ThyssenKrupp, da bereits in der Vergangenheit versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in voller Höhe periodengerecht im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals erfasst wurden. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen hätten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um ca. 14 Mio € verringert. Der damit im Zusammenhang stehende Aufwand wäre um ca. 2 Mio € gestiegen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wird der Effekt beim Aufwand ca. 4 Mio € betragen. Darüber hinaus wird die Erstanwendung des geänderten Standards zu erweiterten Anhangangaben führen. Im Oktober 2011 hat das IASB die IFRIC-Interpretation 20 „Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine“ veröffentlicht. Die Interpretation regelt die Bilanzierung von Abraumbeseitigungskosten im Rahmen der Produktionsphase im Tagebergbau. Die Interpretation stellt klar, unter welchen Voraussetzungen ein Vermögenswert für entsprechende Abraumbeseitigungsmaßnahmen anzusetzen ist und wie die Erst- und Folgebewertung des Vermögenswertes zu erfolgen hat. Die Interpretation ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen. Diese Interpretation wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Im Dezember 2011 hat das IASB eine Änderung zu IAS 32 „Financial Instruments: Presentation“ veröffentlicht, welche die Voraussetzungen für die Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz klarstellt, um derzeit bestehende Inkonsistenzen bei der praktischen Handhabung zu beseitigen. Die Ergänzung ist verpflichtend retrospektiv anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit davon aus, dass die Ergänzung keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird. Im Dezember 2011 hat das IASB eine Änderung zu IFRS 7 „Financial Instruments: Disclosures“ veröffentlicht, die Anhangangaben im Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen verlangt. Die Pflicht zur Offenlegung gilt ungeachtet dessen, ob die Aufrechnungsvereinbarung tatsächlich zu einer Aufrechnung der betroffenen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten geführt hat. Durch diese neuen Angaben sollen Vergleiche zwischen Unternehmen, die IFRS-Abschlüsse aufstellen, und Unternehmen, die US-GAAP-Abschlüsse aufstellen, vereinfacht werden. Die Ergänzung ist verpflichtend retrospektiv anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen. Die Erstanwendung wird zu erweiterten Anhangangaben führen. Im Mai 2012 hat das IASB im Rahmen des Annual-Improvements-Process-Projekts den vierten Sammelband „Improvements to IFRSs“ veröffentlicht. Hierdurch werden an fünf Standards (IFRS 1 „First-time Adoption of IFRS, IAS 1 „Presentation of Financial Statements“, IAS 16 „Property, Plant and Equipment“, IAS 32 „Financial Instruments: Presentation“, IAS 34 „Interim Financial Reporting“) kleinere Änderungen vorgenommen. Die Änderungen sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen. Der Konzern geht derzeit davon aus, dass die Anwendung der Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird. Im Juni 2012 hat das IASB mit „Consolidated Financial Statements, Joint Arrangements and Disclosure of Interests in Other Entities: Transition Guidance“ Änderungen zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 veröffentlicht. Die Änderungen beinhalten Klarstellungen und Erleichterungen im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung der vorgenannten Standards. Die Änderungen sind – analog zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 – erstmalig anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen. Im Rahmen der Übernahme in das EU-Recht wurde die verpflichtende Anwendung auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen, verschoben; eine frühere Anwendung ist zulässig. Im Oktober 2012 hat das IASB mit „Investment Entities“ Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 veröffentlicht, die die Bilanzierung von Investmentgesellschaften betreffen. Die Änderungen beinhalten eine Definition von Investmentgesellschaften und nehmen derartige Investmentgesellschaften grundsätzlich von der Verpflichtung zur Konsolidierung von Tochtergesellschaften nach IFRS 10 aus; diese sind stattdessen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Zusätzlich sind Anhangangaben für Investmentgesellschaften erforderlich. Die Änderungen sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Änderungen für ThyssenKrupp von Relevanz sind. Im Mai 2013 hat das IASB mit IFRIC 21 „Levies“ eine Interpretation zu IAS 37 „Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets“ veröffentlicht. Die Interpretation regelt die Bilanzierung öffentlicher Abgaben, die keine Ertragsteuern nach IAS 12 darstellen, und klärt insbesondere, wann eine Verpflichtung zur Zahlung derartiger Abgaben als Verbindlichkeit zu bilanzieren ist. Die Interpretation ist anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Übernahme der Interpretation durch die EU steht noch aus. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Interpretation, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen wird, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird. Im Mai 2013 hat das IASB mit „Recoverable Amount for Disclosures for Non-Financial Assets (Amendments to IAS 36)“ Änderungen zu den Angabevorschriften des IAS 36 veröffentlicht. Mit diesen Änderungen setzt das IASB seine ursprüngliche Absicht um, dass Angaben über den erzielbaren Betrag, der auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt wurde, nur für die nicht finanziellen Vermögenswerte zu machen sind, für die in der laufenden Berichtsperiode eine Wertminderung oder eine Wertaufholung erfasst wurde. Zusätzlich wurden die Anhangangaben angepasst, die zu machen sind, wenn der erzielbare Betrag auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten bestimmt wurde. Die Änderungen sind rückwirkend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig, soweit IFRS 13 bereits angewendet wird. Die Übernahme der Interpretation durch die EU steht noch aus. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Änderungen, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben werden. Im Juni 2013 hat das IASB mit „Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting (Amendments to IAS 39)“ Änderungen zu IAS 39 „Financial Instruments“ veröffentlicht. Durch die Änderung wird erreicht, dass ein Wechsel der Vertragspartei eines Sicherungsinstruments zu einer zentralen Gegenpartei infolge von rechtlichen oder regulatorischen Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen keine Beendigung einer Sicherungsbeziehung auslöst. Die Änderungen sind rückwirkend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Übernahme der Interpretation durch die EU steht noch aus. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Änderungen, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben werden. Im November 2013 hat das IASB Ergänzungen zu IFRS 9 „Financial Instruments“ (Hedge Accounting and Amendments to IFRS 9; IFRS 7 and IAS 39) veröffentlicht. Die Ergänzungen an IFRS 9 umfassen eine grundsätzliche Überarbeitung der Regelungen zum Hedge Accounting, durch die es den Unternehmen ermöglicht werden soll, ihre Risikomanagementaktivitäten im Abschluss besser darstellen zu können. Zusätzlich werden umfangreiche Angabepflichten gefordert. Zudem wird die Möglichkeit geschaffen, den erfolgsneutralen Ausweis von bonitätsbedingten Marktwertänderungen für Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, vorzeitig anzuwenden, ohne die vollständigen Regelungen von IFRS 9 anzuwenden. Des Weiteren wurde der bisher in IFRS 9 enthaltene verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt ab dem 01. Januar 2015 aufgehoben; ein neuer Erstanwendungszeitpunkt wird erst festgelegt, wenn das gesamte IFRS 9-Projekt kurz vor der Vollendung steht. Die Übernahme des Standards einschließlich der Ergänzungen durch die EU steht noch aus. Der Konzern kann derzeit noch nicht abschließend beurteilen, welche Auswirkungen die Erstanwendung des Standards einschließlich der Ergänzungen haben wird, sofern der Standard von der EU in dieser Form übernommen wird. Im November 2013 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IAS 19 „Employee Benefits“ mit dem Titel „Defined Benefit Plans: Employee Contributions (Amendments to IAS 19)“ veröffentlicht. Die Änderungen sind anzuwenden auf die Erfassung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zu leistungsorientierten Pensionsplänen. Hierdurch ist es gestattet, die Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, sofern die Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre sind. Die Änderungen des IAS 19 sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Juli 2014 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Übernahme der Änderungen durch die EU stehen noch aus. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Änderungen, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben werden. 02 ERWERBE UND VERÄUSSERUNGEN Geschäftsjahr 2012/2013 Im Geschäftsjahr 2012/2013 tätigte der Konzern kleinere Akquisitionen, die jede für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten: Erwerbe 2012/2013 Mio € 2012/2013 Firmenwert 43 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 38 Sachanlagen 3 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen – 5 Aktive latente Steuern 1 Vorräte 13 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 3 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7 Insgesamt erworbene Vermögenswerte 111 Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1 Passive latente Steuern 7 Langfristige Finanzschulden 1 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 7 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 10 Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten 30 Erworbenes Reinvermögen 81 Nicht beherrschende Anteile 0 Kaufpreise 81 davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 62 Nachdem zum 30. September 2011 im Rahmen des Konzepts zur Strategischen Weiterentwicklung die Abgabe der Business Area Stainless Global eingeleitet worden war, wurde die Transaktion am 28. Dezember 2012 durch den Zusammenschluss mit dem finnischen Unternehmen Outokumpu abgeschlossen. Darüber hinaus erfolgte im Rahmen der Portfoliobereinigung im Geschäftsjahr 2012/2013 in der Business Area Steel Europe der Verkauf der ThyssenKrupp Tailored-Blanks-Gruppe ohne die chinesischen Aktivitäten. Die ThyssenKrupp Tailored-Blanks-Gruppe wurde zum 30. September 2012 als Disposal Groups ausgewiesen, da zu diesem Zeitpunkt die Veräußerung eingeleitet war; der Vollzug erfolgte mit Ausnahme der chinesischen Aktivitäten Ende Juli 2013. Diese beiden Veräußerungen sowie weitere kleinere Verkäufe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren, haben sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Veräußerungszeitpunkt wie nachfolgend dargestellt auf den Konzernabschluss ausgewirkt: Abgänge 2012/2013 Mio € 2012/2013 Firmenwert 9 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 30 Sachanlagen 1.911 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 12 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 22 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 2 Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 29 Aktive latente Steuern 90 Vorräte 1.850 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 655 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 62 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 97 Laufende Ertragsteueransprüche 19 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 168 Insgesamt abgegebene Vermögenswerte 4.956 Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 361 Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 26 Sonstige langfristige Rückstellungen 106 Passive latente Steuern 93 Langfristige Finanzschulden 39 Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 76 Sonstige langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1 Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 4 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 64 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 6 Kurzfristige Finanzschulden 153 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.282 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.346 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 134 Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten 4.691 Abgehendes Reinvermögen 265 Kumuliertes sonstiges Ergebnis 1 Nicht beherrschende Anteile – 57 Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen 265 Verkaufspreise 474 davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 250 Geschäftsjahr 2011/2012 Im Geschäftsjahr 2011/2012 tätigte der Konzern kleinere Akquisitionen, die jede für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten: Erwerbe 2011/2012 Mio € 2011/2012 Firmenwert 115 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 36 Sachanlagen 3 Vorräte 1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 2 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15 Insgesamt erworbene Vermögenswerte 199 Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1 Passive latente Steuern 3 Langfristige Finanzschulden 2 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1 Kurzfristige Finanzschulden 1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 7 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 30 Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten 66 Erworbenes Reinvermögen 133 Nicht beherrschende Anteile 0 Gewinn aus der Aufdeckung stiller Reserven im Rahmen des Purchase Accounting – 10 Kaufpreise 123 davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 97 Darüber hinaus erfolgte im Geschäftsjahr 2011/2012 im Rahmen der Portfoliobereinigung im November 2011 der Verkauf der ThyssenKrupp Xervon-Gruppe in der Business Area Materials Services und der chinesischen Aktivitäten der Metal-Forming-Gruppe in der Business Area Steel Europe sowie im Januar 2012 die Veräußerung von Teilen der Business Area Marine Systems. Diese Abgänge wurden zum 30. September 2011 als Disposal Groups ausgewiesen, da zu diesem Zeitpunkt die Verkäufe bereits eingeleitet waren. Daneben wurden in 2011/2012 in der Business Area Components Technology die ThyssenKrupp Automotive Systems Industrial do Brasil Ltda. und die US-amerikanische Eisengießerei Waupaca sowie in der Business Area Steel Europe die Bauelemente-Gruppe verkauft. Die vorgenannten Veräußerungen sowie weitere Verkäufe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren, haben sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Veräußerungszeitpunkt wie nachfolgend dargestellt auf den Konzernabschluss ausgewirkt: Abgänge 2011/2012 Mio € 2011/2012 Firmenwert 19 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 10 Sachanlagen 419 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 1 Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 1 Aktive latente Steuern 8 Vorräte 275 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 555 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 65 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 34 Laufende Ertragsteueransprüche 1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 148 Insgesamt abgegebene Vermögenswerte 1.536 Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 321 Sonstige langfristige Rückstellungen 6 Passive latente Steuern 13 Langfristige Finanzschulden 2 Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 3 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 63 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 9 Kurzfristige Finanzschulden 76 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 275 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 175 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 257 Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten 1.200 Abgehendes Reinvermögen 336 Kumuliertes sonstiges Ergebnis 4 Nicht beherrschende Anteile 7 Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen 371 Verkaufspreise 704 davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 697 03 NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN (DISCONTINUED OPERATIONS), VERÄUSSERUNGSGRUPPEN (DISPOSAL GROUPS) UND EINZELNE ZUR VERÄUSSERUNG VORGESEHENE VERMÖGENSWERTE Im Rahmen des Programms zur Portfoliooptimierung und des beschlossenen Konzepts zur Strategischen Weiterentwicklung hat der Konzern den Verkauf einiger Bereiche eingeleitet. Bis auf die Veräußerung der Business Area Stainless Global erfüllen diese Transaktionen nicht die Voraussetzungen von IFRS 5 für den Ausweis einer nicht fortgeführten Aktivität. Damit sind die Aufwendungen und Erträge bis zum Zeitpunkt der Veräußerung weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten auszuweisen. Sofern ein Verkauf zum 30. September des jeweiligen Geschäftsjahres noch nicht abgeschlossen ist, werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppen und der nicht fortgeführten Aktivität in der Bilanz zum 30. September dieses Geschäftsjahres separat in den Zeilen „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ bzw. „Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ ausgewiesen. Der im September 2012 eingeleitete Verkauf der gesamten Business Area Steel Americas erfüllte zwar zum 30. September 2012 die Kriterien für einen Ausweis als nicht fortgeführte Aktivität, jedoch führte die zum 30. September 2013 eingetretene Änderung des Veräußerungsplans dazu, dass die Business Area Steel Americas die Kriterien für den Ausweis als nicht fortgeführte Aktivität nicht mehr erfüllt und stattdessen wieder als fortgeführte Aktivität einzustufen ist. Die Darstellung der Vorperiode in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Kapitalflussrechnung wurde entsprechend für die Business Area Steel Americas angepasst, während der separate Bilanzausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Business Area Steel Americas in den Zeilen „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ bzw. „Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ zum 30. September 2012 unverändert beibehalten wird. Die Business Area Stainless Global erfüllte die Voraussetzung für den Ausweis als nicht fortgeführte Aktivität seit dem 30. September 2011 bis zum Vollzug des Zusammenschlusses mit dem finnischen Unternehmen Outokumpu am 28. Dezember 2012. Somit werden für die Business Area Stainless Global in der Vorperiode alle Aufwendungen und Erträge und in der Berichtsperiode alle Aufwendungen und Erträge bis zum 28. Dezember 2012 sowie darüber hinaus die nachlaufenden Aufwendungen und Erträge, die in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf stehen, separat in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Zeile „Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern)“ ausgewiesen. Veräußerungsgruppen 2012/2013 Im September 2012 wurde in der Business Area Steel Europe der Verkauf der ThyssenKrupp Tailored Blanks-Gruppe eingeleitet. Tailored Blanks ist Systempartner im Karosserie- und Fahrzeugbau für die Automobilindustrie, der maßge-schneiderte Platinen aus Stahlblech herstellt. Nach der Zustimmung durch die zuständigen Regulierungsbehörden wurde der Verkauf an den chinesischen Stahlproduzenten Wuhan Iron and Steel Corporation (WISCO) mit Ausnahme der chinesischen Aktivitäten am 31. Juli 2013 vollzogen; für die chinesischen Aktiviäten steht die Zustimmung der lokalen Regulierungsbehörden derzeit noch aus. Der Vollzug wird im Dezember 2013 erwartet. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der chinesischen Aktivitäten, die die Veräußerungsgruppe zum 30. September 2013 noch umfasst, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Veräußerungsgruppe Tailored Blanks China Mio € 30.09.2013 Sachanlagen 8 Vorräte 5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 26 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 2 Darüber hinaus wurde im September 2012 in der Business Area Components Technology der Verkauf der Berco-Gruppe eingeleitet. Berco ist ein führender und weltweit tätiger Anbieter von im Wesentlichen auf Schmiedeteilen basierten Unterbaufahrgestellen für die Baumaschinenbranche und bietet sowohl Herstellern als auch Zulieferern ein breites Spektrum von Teilen und Services an. Das Produktspektrum bedient dabei größere Abraummaschinen für den Betrieb in Rohstoffminen bis zu mobilen Kleinstmaschinen im Baubetrieb. Im Zusammenhang mit dem eingeleiteten Verkauf entstanden aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte von 4 Mio € und auf Sachanlagen von 131 Mio €, die in den Umsatzkosten im 4. Quartal 2011/2012 ausgewiesen wurden; gleichzeitig wurden latente Steuern von 1 Mio € aktiviert. Die in IFRS 5 grundsätzlich vorgeschriebene Ein-Jahres-Frist hat sich durch unvorhergesehene Restrukturierungsnotwendigkeiten, die nur unter Mitwirkung der Arbeitnehmervertreter und der Politik umgesetzt werden konnten, über den 30. September 2013 hinaus verzögert, ohne dass hierdurch die bestehenden Veräußerungsmöglichkeiten beeinträchtigt wurden. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe zum 30. September 2013 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Veräußerungsgruppe Berco-Gruppe Mio € 30.09.2013 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 2 Sachanlagen 37 Aktive latente Steuern 14 Vorräte 193 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 47 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 23 Laufende Ertragsteueransprüche 1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 322 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 29 Sonstige langfristige Rückstellungen 1 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 19 Kurzfristige Finanzschulden 1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 82 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 44 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 178 Zum 30. September 2012 war die gesamte Business Area Steel Americas als nicht fortgeführte Aktivität bzw. Veräußerungsgruppe eingestuft, während zum 30. September 2013 nur noch der Teilbereich ThyssenKrupp Steel USA die Voraussetzungen für den Ausweis als Veräußerungsgruppe erfüllte (vgl. hierzu auch die nachfolgenden Erläuterungen unter Veräußerungsgruppe Business Area Steel Americas 2011/2012). Die Veräußerungsgruppe ThyssenKrupp Steel USA umfasst das Walz- und Beschichtungswerk ThyssenKrupp Steel USA in Calvert/Alabama. Im Zusammenhang mit dem eingeleiteten Verkauf entstanden zum 30. September 2013 aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte von 2 Mio € und auf Sachanlagen von 335 Mio €, die in Höhe von 328 Mio € in den Umsatzkosten, in Höhe von 3 Mio € in den Vertriebskosten und in Höhe von 6 Mio € in den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen werden. Die in IFRS 5 grundsätzlich vorgeschriebene Ein-Jahres-Frist hat sich durch außerhalb der Kontrolle des Unternehmens liegende Umstände über den 30. September 2013 hinaus verzögert, ohne dass hierdurch die bestehenden Veräußerungsmöglichkeiten beeinträchtigt wurden. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe zum 30. September 2013 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Veräußerungsgruppe ThyssenKrupp Steel USA Mio € 30.09.2013 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 7 Sachanlagen 811 Vorräte 251 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 118 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 3 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 1.199 Langfristige Finanzschulden 2 Kurzfristige Finanzschulden 2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 17 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 42 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 85 Am 29. November 2013 hat ThyssenKrupp mit einem Konsortium aus ArcelorMittal und Nippon Steel & Sumitomo Metal Corporation einen Vertrag über den Verkauf der Veräußerungsgruppe unterzeichnet. Das Wirksamwerden (Closing) der Vereinbarungen steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden. In diesem Zusammenhang wurde vertraglich auch vereinbart, dass das Konsortium bis 2019 jährlich 2 Mio Tonnen Brammen aus der Produktion von ThyssenKrupp CSA bezieht. Veräußerungsgruppen 2011/2012 Im September 2012 wurde in der Business Area Steel Europe der Verkauf der ThyssenKrupp Tailored-Blanks-Gruppe eingeleitet. Tailored Blanks ist Systempartner im Karosserie- und Fahrzeugbau für die Automobilindustrie, der maßgeschneiderte Platinen aus Stahlblech herstellt. Die Veräußerung stand unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Aufsichtsgremien und die zuständigen Regulierungsbehörden. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe zum 30. September 2012 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Veräußerungsgruppe Tailored-Blanks-Gruppe Mio € 30.09.2012 Firmenwert 8 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 2 Sachanlagen 97 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 1 Aktive latente Steuern 3 Vorräte 47 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 125 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 5 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 6 Laufende Ertragsteueransprüche 4 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 308 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10 Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1 Passive latente Steuern 4 Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 4 Kurzfristige Finanzschulden 4 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 63 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 4 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 14 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 106 Mit Ausnahme der chinesischen Aktivitäten wurde die Veräußerung zwischenzeitlich vollzogen. Darüber hinaus wurde im September 2012 in der Business Area Components Technology der Verkauf der Berco-Gruppe eingeleitet. Berco ist ein führender und weltweit tätiger Anbieter von im Wesentlichen auf Schmiedeteilen basierten Unterbaufahrgestellen für die Baumaschinenbranche und bietet sowohl Herstellern als auch Zulieferern ein breites Spektrum von Teilen und Services an. Das Produktspektrum bedient dabei größere Abraummaschinen für den Betrieb in Rohstoffminen bis zu mobilen Kleinstmaschinen im Baubetrieb. Im Zusammenhang mit dem eingeleiteten Verkauf entstanden aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte von 4 Mio € und auf Sachanlagen von 131 Mio €, die in den Umsatzkosten ausgewiesen wurden; gleichzeitig wurden latente Steuern von 1 Mio € aktiviert. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe zum 30. September 2012 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Veräußerungsgruppe Berco-Gruppe Mio € 30.09.2012 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 Sachanlagen 29 Aktive latente Steuern 16 Vorräte 200 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 57 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 21 Laufende Ertragsteueransprüche 2 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 330 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 31 Sonstige langfristige Rückstellungen 1 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 7 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 3 Kurzfristige Finanzschulden 3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 86 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 34 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 170 Im 1. Quartal 2011/2012 führte die Bewertung der Veräußerungsgruppe der Business Area Marine Systems zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwerte von 125 Mio €, die in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen wurden, sowie zu Wertminderungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte von 6 Mio € und auf Sachanlagen von 24 Mio €, die in den Umsatzkosten ausgewiesen wurden. Ende Januar 2012 wurde der Abgang der Veräußerungsgruppe vollzogen. Veräußerungsgruppe Business Area Steel Americas 2011/2012 Ursprünglich wurde die Business Area Steel Americas 2011/2012 als nicht fortgeführte Aktivität ausgewiesen, nachdem im September 2012 der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen hatte, dass der Vorstand einen Bieterprozess für die Business Area Steel Americas startete. Die Transaktion sollte im Geschäftsjahr 2012/2013 vollzogen werden. Die wegen der Veräußerungsabsicht zum 30. September 2012 notwendig gewordene Abwertung gemäß IAS 36 betrug 3.645 Mio €. Die Abwertung ergab sich auf der Grundlage des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. Es lagen unverbindliche Kaufangebote (non-binding offers) für beide Werke vor, einzeln und gesamt. Diese wurden von den in die engere Auswahl genommenen Bietern und von ThyssenKrupp aktiv weiterverfolgt. In die Bewertung sind auch interne Berechnungen eingegangen, teilweise durchgeführt mit Unterstützung von Wirtschaftsprüfern und Management Consultants, und berücksichtigten alle ThyssenKrupp vorliegenden Erkenntnisse aus dem laufenden Veräußerungsprozess und stellten insgesamt eine bestmögliche Schätzung dar. Die zum 30. September 2013 eingetretene Änderung des Veräußerungsplans führte dazu, dass nur noch ein Teilverkauf der Business Area Steel Americas realisiert werden kann. Die Business Area Steel Americas erfüllt damit nicht mehr die Kriterien für den Ausweis als nicht fortgeführte Aktivität. Grund für die Planänderung war, dass für das Stahlwerk ThyssenKrupp CSA in Brasilien derzeit keine wirtschaftlich sinnvolle Verkaufslösung in Übereinstimmung mit unserem wertorientierten Ansatz realisiert werden kann. Vor diesem Hintergrund soll das brasilianische Werk im Konzern verbleiben und dessen Wettbewerbsfähigkeit signifikant gestärkt werden. Dazu werden neben den Initiativen zur Effizienzsteigerung auch die Maßnahmen zur weiteren Optimierung der technischen Leistungsfähigkeit beitragen. Darüber hinaus wird sich eine höhere Auslastung des brasilianischen Stahlwerks durch den Brammenliefervertrag und eine stärkere Durchdringung der Brammenmärkte in Süd- und Nordamerika positiv auswirken. Weitere positive Einflüsse erwarten wir aus den durch zunehmende Brammenlieferungen in den brasilianischen Markt reduzierten Wechselkursrisiken sowie aus der Nutzung von Vorsteuerguthaben. Gleichzeitig sollte ein schwächerer brasilianischer Real die Wettbewerbsfähigkeit und Geschäftsentwicklung von ThyssenKrupp CSA begünstigen. ThyssenKrupp hat am 29. November 2013 mit einem Konsortium aus ArcelorMittal und Nippon Steel & Sumitomo Metal Corporation einen Vertrag über den Verkauf des Walz- und Beschichtungswerk ThyssenKrupp Steel USA in Calvert/Alabama abgeschlossen. Das Wirksamwerden (Closing) der Vereinbarungen steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden. Die Darstellung für 2011/2012 in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr in der Form angepasst, dass die Aufwendungen und Erträge für die Business Area Steel Americas wieder im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten enthalten sind. Analog wurden in der Kapitalflussrechnung die Ein- und Auszahlungen der Business Area Steel Americas wieder den fortgeführten Aktivitäten zugeordnet. Der separate Bilanzausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Business Area Steel Americas zum 30. September 2012 in den Zeilen „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ bzw. „Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ bleibt hingegen gemäß IFRS 5 unverändert bestehen. Zum 30. September 2013 erfüllt auf Grund des geänderten Veräußerungsplans nur noch der Teilbereich ThyssenKrupp Steel USA die Kriterien für einen separaten Ausweis als Veräußerungsgruppe in der Bilanz, während die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Teilbereichs ThyssenKrupp CSA wieder den einzelnen Bilanzpositionen zugeordnet wurden. Darüber hinaus wurde mit der Erstellung dieses Berichts die Eigenkapitalaufteilung zum 30. September 2012 so angepasst, dass die Aufteilung proportional auf „Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG“ und „Nicht beherrschende Anteile“ an dem brasilianischen Werk CSA erfolgt. Demgegenüber wurde im Bericht des Vorjahres im Rahmen des IFRS-5-Ausweises die erwartete Verkaufsstruktur zugrunde gelegt, bei der die Anteilseigner der ThyssenKrupp AG bestimmte konzerninterne Finanzierungen hätten übernehmen müssen. Dies hatte eine von der Beteiligungsquote abweichende Aufteilung auf „Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG“ und „Nicht beherrschende Anteile“ zur Folge. Diese Änderung führte zu einer Erhöhung des „Eigenkapitals der Aktionäre der ThyssenKrupp AG“ und zu einer Verminderung der „Nicht beherrschenden Anteile“ von 427 Mio €. Mit diesem Bericht wurde für die Aufteilung des Jahresfehlbetrages auf „Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG“ und „Nicht beherrschende Anteile“ in der Gewinn- und Verlustrechnung eine entsprechende Anpassung für 2011/2012 vorgenommen; dies führte auch zu einer Verbesserung des Ergebnisses je Aktie. Die mit diesem Bericht durchgeführte Änderung der Einstufung der Business Area Steel Americas führte 2011/2012 zu einer Verbesserung des Ergebnisses aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) um 4.223 Mio € und gleichzeitig zu einer Verschlechterung des Ergebnisses aus fortgeführten Aktivitäten (vor und nach Steuern) in gleicher Höhe und hatte keine Auswirkung auf den Jahresfehlbetrag. In 2012/2013 führte die Änderung des Veräußerungsplans dazu, dass ThyssenKrupp CSA, ein Teilbereich der Business Area Steel Americas, nicht mehr Bestandteil der Veräußerungsgruppe ist. Aus der erforderlichen Rückgliederung resultierten nachfolgende Ergebniseffekte: Vor-Steuer-Ergebniseffekte Rückgliederung ThyssenKrupp CSA 2012/2013 Mio € 2012/2013 Rücknahme gesamte Wertminderung nach IFRS 5 zum 31.03.2013 683 Wertminderung nach IFRS 5 für TKS USA für 2012/2013 – 337 Nachholung planmäßige Abschreibungen für TK CSA 2012/2013 – 136 Wertminderung nach IFRS 5 / IAS 36 für TK CSA zum 30.09.2013 – 249 Zur Erläuterung der im Rahmen der Teilrückgliederung erforderlichen Wertminderungen nach IFRS 5 / IAS 36 vgl. Anhang-Nr. 05. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe Business Area Steel Americas zum 30. September 2012 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Veräußerungsgruppe Steel Americas Mio € 30.09.2012 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 22 Sachanlagen 2.957 Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 192 Vorräte 849 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 180 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 67 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 121 Laufende Ertragsteueransprüche 1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 57 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 4.446 Langfristige Finanzschulden 669 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 16 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 3 Kurzfristige Finanzschulden 93 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 307 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 124 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 103 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 1.315 Nicht fortgeführte Aktivität 2011/2012 und 2012/2013: Business Area Stainless Global Zum 30. September 2011 wurden im Rahmen des Konzepts zur Strategischen Weiterentwicklung die gesellschaftsrechtlichen, organisatorischen und vertraglichen Voraussetzungen für eine zukünftige Eigenständigkeit des Business Area Stainless Global und somit für den Ausweis als nicht fortgeführte Aktivität im Konzern geschaffen. In Verbindung mit der eingeleiteten Abgabe erfolgte zum 30. September 2011 die Bewertung der nicht fortgeführten Aktivität zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten auf Basis interner Berechnungen und Einschätzungen von Marktteilnehmern; hieraus resultierte ein Abwertungsaufwand von 510 Mio €. Davon entfielen 45 Mio € auf Firmenwerte, der restliche Abwertungsbetrag wurde auf die Sachanlagen verteilt. Der Aufwand ist 2010/2011 im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten enthalten. Am 31. Januar 2012 fand das Signing des Zusammenschlusses des finnischen Edelstahlherstellers Outokumpu mit Stainless Global statt. Die EU-Kommission hat dem Zusammenschluss im November 2012 zugestimmt. Auf Basis des Vertrags mit Outokumpu über den geplanten Verkauf ergab sich im Geschäftsjahr 2011/2012 ein zusätzlicher Abwertungsbedarf von 400 Mio €, der auf die Sachanlagen verteilt wurde. Der Aufwand ist 2011/2012 im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten enthalten. Darüber hinaus wurden 2011/2012 auf Grund der Schließung des Stahlwerks in Krefeld bis Ende 2013 Wertberichtigungen auf Sachanlagen in Höhe von 42 Mio € erforderlich, die ebenfalls im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten enthalten sind. Im Mai 2012 hat Stainless Global im Zusammenhang mit den Konsolidierungsmaßnahmen betreffend die Verlagerung des Standorts Düsseldorf-Benrath und den damit verbundenen Personalabbau mit dem zuständigen Betriebsrat einen Sozialplan abgeschlossen. Der Sozialplan beinhaltet neben Vorruhestandsregelungen und Abfindungszahlungen für Mitarbeiter, die Stainless Global verlassen werden, auch Ausgleichszahlungen für Mitarbeiter, die versetzt werden. Der Sozialplan wird entsprechend auf die geplante Schließung des Stahlwerks in Krefeld Anwendung finden, sobald die Transaktion vollzogen ist. Für den aus dem Sozialplan Düsseldorf-Benrath und Krefeld resultierenden Aufwand wurde zum 30. September 2012 eine Restrukturierungsrückstellung von 58 Mio € gebildet. Am 28. Dezember 2012 wurde der Zusammenschluss der Business Area Stainless Global mit dem finnischen Unternehmen Outokumpu abgeschlossen. Mit dem Vollzug hat ThyssenKrupp für die Einbringung 1 Mrd € in bar erhalten. Darüber hinaus hat Outokumpu die externen Netto-Finanzverbindlichkeiten und die Pensionsverpflichtungen übernommen. ThyssenKrupp erhält eine Beteiligung in Höhe von 29,9 % an Outokumpu sowie eine Finanzforderung gegen Outokumpu mit einem derzeitigen Wert von 969 Mio € und einer ursprünglichen Laufzeit von maximal 9 Jahren. Diese Finanzforderung kann bei gegebenenfalls eintretenden negativen finanziellen Konsequenzen für Outokumpu aus den fusionskontrollrechtlichen Auflagen gemäß den Regelungen des Kaufvertrags um maximal 200 Mio € angepasst werden. Zu Ereignissen nach dem Stichtag siehe Anhang-Nr. 36. Zu Outokumpu vgl. auch die Berichterstattung zu nahe stehenden Unternehmen unter Anhang-Nr. 23. In der nachfolgenden Tabelle sind die Ergebnisse der bis zum 28. Dezember 2012 als nicht fortgeführte Aktivität klassifizierten Business Area Stainless Global dargestellt. Zusätzlich enthält die Tabelle für 2012/2013 die nachlaufenden Erträge und Aufwendungen, die in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf von Stainless Global stehen. Diese belaufen sich 2012/2013 im Saldo auf Aufwendungen von 6 Mio € und umfassen im Wesentlichen transaktionsbedingte Zinserträge, Transaktionskosten sowie Aufwendungen für Personalübernahmen. Die Ergebnisse der als nicht fortgeführte Aktivität klassifizierten Business Area Stainless Global stellen sich wie folgt dar: Nicht fortgeführte Aktivität Stainless Global Mio € 2011/2012 2012/2013 Umsatzerlöse 5.739 1.268 Sonstige Erträge 32 18 Aufwendungen – 6.024 – 1.375 Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (vor Steuern) – 253 – 89 Steuern vom Einkommen und Ertrag – 54 – 4 Laufendes Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) – 307 – 93 Ergebnis aus Bewertungsanpassung/Abgangsergebnis (vor Steuern) – 400 146 Steuern vom Einkommen und Ertrag — — Ergebnis aus Bewertungsanpassung/Abgangsergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) – 400 146 Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) – 707 53 Davon: Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG – 700 54 Nicht beherrschende Anteile – 7 – 1 Mit der Klassifizierung als nicht fortgeführte Aktivität werden langfristige Vermögenswerte nicht mehr planmäßig abgeschrieben; 2011/2012 sind daher Aufwendungen für planmäßige Abschreibungen von 192 Mio € und 2012/2013 sind bis zum Abgang am 28. Dezember 2012 Aufwendungen für planmäßige Abschreibungen von 52 Mio € entfallen. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die der nicht fortgeführten Aktivität Stainless Global zum 30. September 2012 und zum 28. Dezember 2012 zugeordnet sind, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Nicht fortgeführte Aktivität Stainless Global Mio € 30.09.2012 28.12.2012 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 26 27 Sachanlagen 1.761 1.812 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 12 12 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 18 19 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 2 2 Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 7 25 Aktive latente Steuern 90 87 Vorräte 1.675 1.798 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 582 549 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 40 57 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 98 88 Laufende Ertragsteueransprüche 16 16 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 56 84 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 4.383 4.576 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 337 351 Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 25 25 Sonstige langfristige Rückstellungen 110 106 Passive latente Steuern 90 87 Langfristige Finanzschulden 47 39 Sonstige langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1 1 Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 5 3 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 61 62 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 6 3 Kurzfristige Finanzschulden 152 136 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.264 1.220 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 104 2.345 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 121 122 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 2.323 4.500 Die nach dem Abgang der Business Area Stainless Global erhaltene Beteiligung an Outokumpu in Höhe von 29,9 % wird im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert. Zum 31. Dezember 2012 wurde diese Beteiligung zunächst auf Basis des Aktienkurses zum Transaktionszeitpunkt (0,79 €) multipliziert mit der Anzahl der erhaltenen Outokumpu-Aktien mit einem Wert von 491 Mio € aktiviert. Aus der Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts resultiert zum 30. September 2013 eine Verringerung um 186 Mio € auf 305 Mio €. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Anteile zum Transaktionszeitpunkt wird derzeit im Rahmen einer Kaufpreisallokation noch ermittelt. Ein hieraus gegebenenfalls entstehender Unterschiedsbetrag wird sich auf die Höhe des Beteiligungsbuchwerts auswirken. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ 04 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE Die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns entwickelten sich wie folgt: Entwicklung immaterielle Vermögenswerte Mio € Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Entwicklungskosten, eigenentwickelte Software und Website Firmenwerte Insgesamt Bruttowerte Stand 30.09.2011 1.323 557 3.956 5.836 Währungsunterschiede 19 2 76 97 Veränderung Konsolidierungskreis 8 – 1 68 75 Zugänge 74 20 23 117 Umbuchungen 14 12 0 26 Abgänge – 5 – 12 0 – 17 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte – 70 0 46 – 24 Stand 30.09.2012 1.363 578 4.169 6.110 Währungsunterschiede – 27 – 4 – 111 – 142 Veränderung Konsolidierungskreis 31 0 4 35 Zugänge 47 19 12 78 Umbuchungen 14 1 0 15 Abgänge – 14 – 13 0 – 27 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 20 0 0 20 Stand 30.09.2013 1.434 581 4.074 6.089 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen Stand 30.09.2011 787 305 578 1.670 Währungsunterschiede 10 1 14 25 Veränderung Konsolidierungskreis – 10 – 1 – 17 – 28 Abschreibungen 88 46 0 134 Wertminderungsaufwendungen 10 11 45 66 Wertaufholungen 0 0 - 0 Umbuchungen 4 0 0 4 Abgänge – 5 – 5 0 – 10 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte – 41 0 – 1 – 42 Stand 30.09.2012 843 357 619 1.819 Währungsunterschiede – 20 – 2 – 18 – 40 Veränderung Konsolidierungskreis 3 0 – 20 – 17 Abschreibungen 80 44 0 124 Wertminderungsaufwendungen 7 3 0 10 Wertaufholungen 0 – 1 - – 1 Umbuchungen 2 – 1 0 1 Abgänge – 10 – 12 0 – 22 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 9 0 0 9 Stand 30.09.2013 914 388 581 1.883 Nettowerte Stand 30.09.2011 536 252 3.378 4.166 Stand 30.09.2012 520 221 3.550 4.291 Stand 30.09.2013 520 193 3.493 4.206 Wertminderungen auf Firmenwerte Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwerte werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. 2011/2012 ergaben sich in der Business Area Elevator Technology außerhalb der jährlichen Überprüfung stilllegungsbedingt Wertminderungen in Höhe von 45 Mio €. Wertminderungen auf übrige immaterielle Vermögenswerte Die Wertminderungsaufwendungen auf die übrigen immateriellen Vermögenswerte sind in den Umsatzkosten enthalten. Firmenwerte Die Firmenwerte (ohne Firmenwerte für nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen) sind den Cash Generating Units (CGUs) der Business Areas zugeordnet. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer CGU erfolgt durch Ermittlung des Nutzungswerts mit Hilfe der Discounted-Cash-Flow-Methode. Dabei werden die geplanten Nach-Steuer-Cash-Flows aus der bottom-up erstellten und vom Management der ThyssenKrupp AG genehmigten Dreijahresplanung verwendet. Das letzte Planjahr wird grundsätzlich auch für die Cash-Flows jenseits der Planungsperiode angenommen und unter Berücksichtigung weiterer Annahmen für die ewige Rente modifiziert. Eine geschäftsspezifische, nachhaltige Wachstumsrate zur Extrapolation des letzten Planjahres wird berücksichtigt. Der zur Diskontierung verwendete Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz in Höhe von 2,5 % sowie auf einer Marktrisikoprämie von 6,5 %. Darüber hinaus werden jeweils individuell für jede CGU ein aus der jeweiligen Peer-Group abgeleiteter Beta-Faktor, ein Fremdkapitalspread sowie die Kapitalstruktur berücksichtigt. Zusätzlich werden CGU-spezifische Steuersätze und Länderrisikoprämien angesetzt. Zur Diskontierung der Cash-Flows wurden folgende für die jeweilige Business Area spezifischen Bandbreiten von Nach-Steuer-Diskontierungszinssätzen zu Grunde gelegt: Diskontierungssätze (nach Steuern) Bandbreiten in % 2011/2012 2012/2013 Components Technology 8,1 - 9,1 8,7 - 11,5 Elevator Technology 7,3 - 10,2 7,6 - 11,3 Industrial Solutions 6,0 - 9,0 8,5 - 10,6 Materials Services 6,7 - 8,3 6,3 - 10,0 Steel Europe 7,4 8,6 Corporate 6,0 9,4 Zur Ermittlung des Nutzungswerts für die CGUs werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance herangezogen. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stimmen dabei grundsätzlich mit externen Informationsquellen überein. Im ThyssenKrupp Konzern wurden 24 CGUs identifiziert. Davon ist 18 CGUs ein Firmenwert zugeordnet. Der Gesamtfirmenwert, d.h. einschließlich der Firmenwerte, die auf die Veräußerungsgruppen entfallen, beträgt zum 30. September 2013 3.493 Mio €. 67 % dieses Firmenwertes entfallen auf die CGUs Steel Europe, Americas, Process Technologies und Marine Systems, die in der folgenden Tabelle dargestellt werden: Wesentliche Firmenwerte CGU (Business Area) Buchwert des der CGU zugeordneten Firmenwertes in Mio € Anteil am Gesamtfirmenwert in % Diskontierungssatz in % Beschreibung der Grundannahmen für die Unternehmensplanung Darlegung der Vorgehensweise zur Wertbestimmung der Grundannahmen Steel Europe (Steel Europe) 299 9 % 8,6 % - Absatzpreise - Beschaffungspreise - Produktions- und Absatzmengen - Konjunkturzyklen Konzerninterne Einschätzung der betreffenden Verkaufs- und Einkaufsabteilungen sowie Berücksichtigung der durch die ThyssenKrupp AG vorgegebenen volkswirtschaftlichen Rahmendaten wie auch externe Marktstudien Americas (Elevator Technology) 846 24 % 7,9 % - Beschaffungspreise - Wechselkurse und Zinsen Berücksichtigung der von der ThyssenKrupp AG vorgegebenen volkswirtschaftlichen Rahmendaten sowie externe lokale Marktstudien Process Technologies(Industrial Solutions) 256 7 % 10,5 % - Wachstumsraten der Märkte - Konjunkturzyklen Berücksichtigung der von der ThyssenKrupp AG vorgegebenen volkswirtschaftlichen Rahmendaten und externer Marktstudien sowie Ableitung der zukünftigen Nachfrage und Investitionsneigung aus der aktuellen Entwicklung der Endproduktpreise Marine Systems(Industrial Solutions) 945 27% 8,5 % - Wachstumsraten der Märkte Berücksichtigung der langfristigen Haushaltsplanungen der potenziellen Kunden und ggf. konkrete Verhandlungen mit den Kunden, verschärfte Konkurrenzsituation bei zugleich sinkenden Budgets der Kundenländer Aus dem jährlich durchgeführten Firmenwert-Impairment-Test ergab sich bei keiner CGU ein Wertminderungsbedarf, da der erzielbare Betrag in allen Fällen über dem Buchwert der CGU lag. Der erzielbare Betrag der CGUs Forging-Group, Presta Camshafts und MetalsServices liegt weniger als 10 % über dem jeweiligen Buchwert der CGU: Kritische Firmenwerte CGU (Business Area) Buchwert des der CGU zugeordneten Firmenwertes in Mio € Buchwert der CGU in Mio € Erzielbarer Betrag der CGU in Mio € Diskontierungssatz % Beschreibung der Grundannahmen für die Unternehmensplanung Darlegung der Vorgehensweise zur Wertbestimmung der Grundannahmen Forging-Group(Components Technology) 69 527 537 8,7 % - Absatzpreise - Beschaffungspreise - Wachstumsraten der Märkte - Konjunkturzyklen Berücksichtigung der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung unter Zuhilfenahme der erwarteten Konjunkturperspektiven der ThyssenKrupp AG. Presta Camshafts(Components Technology) 8 437 465 10,2 % - Absatzpreise - Beschaffungspreise - Wachstumsraten der Märkte - Konjunkturzyklen Berücksichtigung der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung unter Zuhilfenahme der erwarteten Konjunkturperspektiven der ThyssenKrupp AG. MetalsServices(Materials Services) 140 1.764 1.895 10,0 % - Absatzpreise - Beschaffungspreise - Wachstumsraten der Märkte - Konjunkturzyklen Berücksichtigung der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung unter Zuhilfenahme der erwarteten Konjunkturperspektiven der ThyssenKrupp AG. Die Erhöhung des Abzinsungssatzes um 1%-Punkt würde zu einem Firmenwert-Impairment bei der CGU Forging-Group in Höhe von 66 Mio €, bei der CGU Presta Camshafts in Höhe von 8 Mio € sowie bei der CGU MetalsServices in Höhe von 101 Mio € führen. Die Nettowerte der Firmenwerte (ohne Firmenwerte für nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen) veränderten sich wie folgt: Mio € Components Technology Elevator Technology Industrial Solutions Materials Services Steel Europe Stand 30.09.2011 242 1.312 1.172 324 313 Währungsunterschiede 1 52 5 5 0 Veränderung Konsolidierungskreis – 1 34 51 – 2 0 Zugänge 0 23 0 0 0 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 0 53 0 – 8 Wertminderungsaufwendungen 0 – 45 0 0 0 Stand am 30.09.2012 242 1.376 1.281 327 305 Währungsunterschiede – 7 - 56 – 15 – 14 – 2 Veränderung Konsolidierungskreis 0 22 8 – 1 – 4 Zugänge 0 9 0 3 0 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 0 0 0 0 Wertminderungsaufwendungen 0 0 0 0 0 Stand am 30.09.2013 235 1.351 1.274 315 299 * ohne Firmenwerte für nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen Mio € Steel Americas Corporate Stainless Global Insgesamt Stand 30.09.2011 0 15 0 3.378 Währungsunterschiede 0 0 0 63 Veränderung Konsolidierungskreis 0 4 0 86 Zugänge 0 0 0 23 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 0 0 45 Wertminderungsaufwendungen 0 0 0 – 45 Stand am 30.09.2012 0 19 0 3.550 Währungsunterschiede 0 0 – 1 – 95 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 1 26 Zugänge 0 0 0 12 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 0 0 0 Wertminderungsaufwendungen 0 0 0 0 Stand am 30.09.2013 0 19 0 3.493 * ohne Firmenwerte für nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 05 SACHANLAGEN Die Sachanlagen des Konzerns entwickelten sich wie folgt: Mio € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleaste Sachanlagen (Finance Lease) Bruttowerte Stand 30.09.2011 6.097 20.565 1.954 160 Währungsunterschiede 87 349 15 2 Veränderung Konsolidierungskreis – 206 – 492 – 55 – 5 Zugänge 78 551 188 17 Umbuchungen 80 791 19 0 Abgänge – 41 – 254 – 62 – 15 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte – 1.477 – 8.105 – 228 – 11 Stand 30.09.2012 4.618 13.405 1.831 148 Währungsunterschiede – 75 – 382 – 29 – 2 Veränderung Konsolidierungskreis 7 – 20 – 4 0 Zugänge 75 441 105 11 Umbuchungen 50 345 14 – 12 Abgänge – 70 – 258 – 82 – 16 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 635 5.694 18 5 Stand 30.09.2013 5.240 19.225 1.853 134 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen Stand 30.09.2011 2.769 12.712 1.412 94 Währungsunterschiede 24 113 9 1 Veränderung Konsolidierungskreis – 94 – 387 – 35 – 3 Abschreibungen 156 985 160 12 Wertminderungsaufwendungen 537 2.984 62 3 Wertaufholungen – 1 – 1 0 0 Umbuchungen 4 81 – 3 0 Abgänge – 32 – 241 – 56 – 14 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte – 909 – 5.610 – 155 – 8 Stand 30.09.2012 2.454 10.636 1.394 85 Währungsunterschiede – 33 – 270 – 19 – 1 Veränderung Konsolidierungskreis 5 – 20 – 4 0 Abschreibungen 118 717 134 10 Wertminderungsaufwendungen 38 271 0 0 Wertaufholungen 0 – 3 0 0 Umbuchungen – 2 3 0 – 6 Abgänge – 47 – 239 – 79 – 11 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 444 4.048 15 4 Stand 30.09.2013 2.977 15.143 1.441 81 Nettowerte Stand 30.09.2011 3.328 7.853 542 66 Stand 30.09.2012 2.164 2.769 437 63 Stand 30.09.2013 2.263 4.082 412 53 Mio € Verleaste Sachanlagen (Operating Lease) Anlagen im Bau Insgesamt Bruttowerte Stand 30.09.2011 10 956 29.742 Währungsunterschiede 0 29 482 Veränderung Konsolidierungskreis 0 – 6 – 764 Zugänge 0 629 1.463 Umbuchungen – 10 – 774 106 Abgänge 0 – 7 – 379 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 – 201 – 10.022 Stand 30.09.2012 0 626 20.628 Währungsunterschiede 0 – 13 – 501 Veränderung Konsolidierungskreis 0 1 – 16 Zugänge 0 363 995 Umbuchungen 0 – 280 117 Abgänge 0 – 2 – 428 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 6 6.358 Stand 30.09.2013 0 701 27.153 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen Stand 30.09.2011 1 105 17.093 Währungsunterschiede 0 4 151 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 – 519 Abschreibungen 0 0 1.313 Wertminderungsaufwendungen 0 96 3.682 Wertaufholungen 0 0 – 2 Umbuchungen – 1 – 74 7 Abgänge 0 0 – 343 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 – 125 – 6.807 Stand 30.09.2012 0 6 14.575 Währungsunterschiede 0 0 – 323 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 – 19 Abschreibungen 0 0 979 Wertminderungsaufwendungen 0 1 310 Wertaufholungen 0 0 – 3 Umbuchungen 0 – 1 – 6 Abgänge 0 0 – 376 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 21 4.532 Stand 30.09.2013 0 27 19.669 Nettowerte Stand 30.09.2011 9 851 12.649 Stand 30.09.2012 0 620 6.053 Stand 30.09.2013 0 674 7.484 Wertminderungsaufwendungen auf Sachanlagen werden zum größten Teil in den Umsatzkosten ausgewiesen und in geringerem Umfang in den Vertriebs- und Verwaltungskosten. Zum Bilanzstichtag 30. September 2012 lagen die Voraussetzungen vor, die Business Area Steel Americas als nicht fortgeführte Aktivität auszuweisen und demnach auf Basis von IAS 36 eine Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden vorzunehmen. Aus der Bewertung der Sachanlagen ergab sich ein Wertminderungsaufwand von 3.645 Mio €. Davon betrafen 532 Mio € Grundstücke und Bauten, 2.959 Mio € technische Anlagen und Maschinen, 59 Mio € andere Anlagen, 3 Mio € geleaste Sachanlagen sowie 92 Mio € Anlagen im Bau. Die Abwertung ergab sich auf der Grundlage des erwarteten beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. Es lagen unverbindliche Kaufangebote (non-binding offers) für beide Werke vor, einzeln und gesamt. Diese wurden von den in die engere Auswahl genommenen Bietern und von ThyssenKrupp aktiv weiterverfolgt. In die Bewertung sind auch interne Berechnungen eingegangen, teilweise durchgeführt mit Unterstützung von Wirtschaftsprüfern und Management Consultants, und berücksichtigten alle ThyssenKrupp vorliegenden Erkenntnisse aus dem laufenden Veräußerungsprozess und stellten insgesamt eine bestmögliche Schätzung dar. Zum Bilanzstichtag 30. September 2013 wurde im Rahmen der geänderten Einstufung der Business Area Steel Americas als fortgeführte Aktivität und des damit verbundenen Wiederausweises der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Teilbereichs ThyssenKrupp CSA der Business Area in den einzelnen Bilanzpositionen auf Grund von IFRS 5 eine Bewertung zum niedrigeren erzielbaren Betrag nach IAS 36 erforderlich (vgl. hierzu Anhang-Nr. 03). Hieraus ergaben sich Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 249 Mio €. Davon betreffen 26 Mio € Grundstücke und Bauten und 223 Mio € technische Anlagen und Maschinen. Die für die Bestimmung des jeweiligen Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz von 11,1 % angesetzt wurde. 2012/2013 wurden in der Business Area Components Technology in der Operating Unit Rothe Erde auf Grund der strukturellen Veränderungen im US-Energiemarkt Wertminderungen von 37 Mio € vorgenommen. Davon betreffen 11 Mio € Grundstücke und Bauten sowie 26 Mio € technische Anlagen und Maschinen. Die für die Bestimmung des jeweiligen Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz von 10,0 % angesetzt wurde. Die Sachanlagen enthalten auch geleaste Bauten, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, bei denen dem Konzern als Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen ist, da er alle wesentlichen Chancen und Risiken aus der Nutzung des Leasinggegenstandes trägt. Geleaste Sachanlagen Bruttowerte Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen Nettowerte Mio € 30.09.2012 30.09.2013 30.09.2012 30.09.2013 30.09.2012 30.09.2013 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73 59 34 30 39 29 Technische Anlagen und Maschinen 52 52 34 35 18 17 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23 23 17 16 6 7 Insgesamt 148 134 85 81 63 53 Sachanlagen dienen zur Besicherung von Finanzschulden in Höhe von 47 (i. Vj. 6) Mio €. 06 ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien des Konzerns entwickelten sich wie folgt: Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Mio € 2011/2012 2012/2013 Bruttowerte Stand 30.09.2011 bzw. Stand 30.09.2012 457 421 Währungsunterschiede 0 0 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 Zugänge 0 1 Umbuchungen – 2 27 Abgänge – 34 – 31 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 0 Stand 30.09.2012 bzw. Stand 30.09.2013 421 418 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen Stand 30.09.2011 bzw. Stand 30.09.2012 156 138 Währungsunterschiede 0 0 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 Abschreibungen 1 1 Wertminderungsaufwendungen 5 3 Wertaufholungen – 1 0 Umbuchungen – 2 7 Abgänge – 21 – 18 Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 0 Stand 30.09.2012 bzw. Stand 30.09.2013 138 131 Nettowerte Stand 30.09.2011 301 Stand 30.09.2012 bzw. Stand 30.09.2013 283 287 Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien des Konzerns wird unter Anwendung verschiedener international anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt. Hierzu zählen das Ertragswertverfahren, das Discounted-Cash-Flow-Verfahren, das Sachwertverfahren und der Vergleich mit aktuellen Marktwerten vergleichbarer Immobilien. Die beizulegenden Zeitwerte der in Deutschland gelegenen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden primär anhand von intern erstellten Gutachten nach dem Ertragswertverfahren auf Grundlage der in Deutschland geltenden „Verordnung über die Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken (Immobilienwertermittlungsverordnung –ImmoWertV)“ bewertet. Außerhalb von Deutschland gelegene, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden grundsätzlich von externen Gutachtern bewertet. Zum 30. September 2013 beträgt der beizulegende Zeitwert der von ThyssenKrupp als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 348 (i. Vj. 353) Mio €, wovon 3 (i. Vj. 18) Mio € durch externe Gutachter ermittelt wurden. In den in den Bruttowerten ausgewiesenen Zugängen sind nachträgliche Anschaffungskosten von 0 (i. Vj. 0,2) Mio € enthalten. Aus der Vermietung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien resultieren Mieterträge von 14 (i. Vj. 18) Mio € sowie direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen von 7 (i. Vj. 9) Mio €. Weitere 7 (i. Vj. 9) Mio € direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen betreffen als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, mit denen keine Mieterträge erzielt werden. 07 NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGEN Anteile an assoziierten Unternehmen Zum 30. September 2013 beläuft sich der Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen auf 347 (i. Vj. 55) Mio €. Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Anteilen an assoziierten Unternehmen beträgt -175 (i. Vj. -23) Mio €. Zum 30. September 2013 beträgt der beizulegende Zeitwert von Anteilen an assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden und für die öffentlich notierte Marktwerte existieren, 303 Mio €; hierbei handelt es sich um die Beteiligung an Outokumpu. Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen enthält die nachfolgende Tabelle, wobei sich die Angaben jeweils auf 100 % und nicht auf den Konzernanteil an den assoziierten Unternehmen beziehen: Finanzinformationen assoziierte Unternehmen Mio € 30.09.2012 30.09.2013 Vermögenswerte 871 9.803 Verbindlichkeiten 758 7.444 Mio € 2011/2012 2012/2013 Umsatzerlöse 840 6.925 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) – 52 – 649 In 2012/2013 gab es anteilige Verluste von nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen in Höhe von 5 (i. Vj. 6) Mio €, die nicht erfasst wurden; kumuliert gab es nicht erfasste Verluste von 11 (i. Vj. 6) Mio €. Joint Ventures Die nachfolgende Tabelle enthält zusammenfassende Finanzinformationen zu den Joint Ventures des Konzerns, wobei sich die Angaben jeweils auf den Konzernanteil an den Joint Ventures beziehen: Finanzinformationen Joint Ventures Mio € 30.09.2012 30.09.2013 Kurzfristige Vermögenswerte 936 1.112 Langfristige Vermögenswerte 444 701 Kurzfristige Verbindlichkeiten 525 499 Langfristige Verbindlichkeiten 355 697 Mio € 2011/2012 2012/2013 Umsatzerlöse 2.301 2.726 Jahresüberschuss 61 80 Die assoziierten Unternehmen und die Joint Ventures sind in der Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns enthalten, die im Bundesanzeiger veröffentlicht ist und auf der ThyssenKrupp Website wird unter www.thyssenkrupp.com/de/investor/geschaeftsberichte.html wiedergegeben. 08 VERMIETETE GEGENSTÄNDE (OPERATING LEASE) Der Konzern vermietet als Leasinggeber unter Operating Lease im Wesentlichen gewerblich genutzte Immobilien. Die zukünftigen Mindestmieterträge aus unkündbaren Operating-Lease-Verträgen betragen zum Stichtag: Mindestmieterträge Mio € 30.09.2012 30.09.2013 Bis zu einem Jahr 17 16 Zwischen einem Jahr und fünf Jahren 32 31 Länger als fünf Jahre 19 28 Insgesamt 68 75 Die Angabe zu den zukünftigen Mieterträgen beinhaltet keine variablen Mietanteile (Contingent Rentals). Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine variablen Mieterträge aus solchen Contingent-Rentals-Verträgen vereinnahmt. 09 VORRÄTE Vorräte Mio € 30.09.2012 30.09.2013 Rohstoffe 1.399 1.328 Hilfs- und Betriebsstoffe 316 423 Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 1.552 1.642 Fertige Erzeugnisse und Waren 3.100 2.958 Insgesamt 6.367 6.351 Von den Vorräten haben 4 (i. Vj. 4) Mio € eine Lagerdauer von mehr als einem Jahr. Vorräte in Höhe von 33.809 (i. Vj. 40.072) Mio € sind als Aufwand des Berichtsjahres erfasst worden. Wertminderungen von Vorräten von 94 (i. Vj. 49) Mio € erhöhten die insgesamt erfassten Umsatzkosten. 10 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Mio € 30.09.2012 30.09.2013 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Fertigungsaufträge) 4.063 4.146 Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden 1.063 810 Insgesamt 5.126 4.956 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 221 (i. Vj. 353) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 30. September 2013 bestehen Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen von insgesamt 302 (i. Vj. 316) Mio €. Zum Bilanzstichtag stellen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar: Strukturanalyse Mio € Buchwert davon: davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert, aber überfällig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig Überfällig bis 30 Tage überfällig 31 bis 60 Tage überfällig 61 bis 90 Tage überfällig 91 bis 180 Tage 30.09.2012 5.126 4.172 316 96 62 83 30.09.2013 4.956 4.094 296 113 86 111 Mio € davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert, aber überfällig davon: überfällig 181 bis 360 Tage überfällig mehr als 360 Tage zum Abschlussstichtag wertgemindert 30.09.2012 64 38 295 30.09.2013 84 36 136 Die aus der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen resultierenden Forderungen setzen sich wie folgt zusammen: Forderungen aus Fertigungsaufträgen Mio € 30.09.2012 30.09.2013 Angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Auftragsgewinne (abzüglich ausgewiesener Verluste) 4.107 3.552 abzüglich erhaltener Anzahlungen – 3.044 – 2.742 Insgesamt 1.063 810 Für erhaltene Anzahlungen wurden Vermögenswerte in Höhe von 595 (i. Vj. 544) Mio € sicherungsübereignet. In der Berichtsperiode wurden Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 8.145 (i. Vj. 7.337) Mio € erfasst. Der Konzern verkauft im Wesentlichen kreditversicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von bestehenden Programmen revolvierend sowie in Form von Einmaltransaktionen. Per 30. September 2013 wurden Forderungen mit einem Nominalwert von 42 (i. Vj. 80) Mio € verkauft, die zu einer Ausbuchung aus der Bilanz führten; hieraus erzielte der Konzern einen Verkaufserlös von 42 (i. Vj. 79) Mio €. Im Rahmen dieser Verkäufe behält der Konzern in einigen Fällen Rechte und unwesentliche Pflichten zurück; hierzu zählen vor allem die Erbringung von Abwicklungsdienstleistungen sowie das Stellen von begrenzten Forderungsausfallreserven. Die bilanzierten Vermögenswerte sowie die gegebenen Garantien, die als Forderungsausfallreserve dienen, betrugen 1 (i. Vj. 2) Mio € zum 30. September 2013. 11 SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE Sonstige finanzielle Vermögenswerte 30.09.2012 30.09.2013 Mio € kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig Kredite und Forderungen 223 28 441 995 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 6 57 4 24 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 50 — 48 — Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung 10 — 7 — Insgesamt 289 85 500 1.019 Sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 1.314 (i. Vj. 90) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit der Finanzforderung gegen Outokumpu. Zum 30. September 2013 bestehen Wertberichtigungen von insgesamt 21 (i. Vj. 32) Mio € für kurzfristige und 349 (i. Vj. 58) Mio € für langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte. Die Wertberichtigung auf langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte von 349 Mio € betrifft mit 279 Mio € die Abwertung der Finanzforderung gegenüber Outokumpu auf den Barwert der zukünftig erwarteten Cash-Flows. Zum Bilanzstichtag stellen sich die sonstigen finanziellen Vermögenswerte wie folgt dar: Strukturanalyse Mio € Buchwert davon: davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert, aber überfällig Sonstige finanzielle Vermögenswerte zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig Überfällig bis 30 Tage überfällig 31 bis 60 Tage überfällig 61 bis 90 Tage überfällig 91 bis 180 Tage 30.09.2012 374 347 1 0 0 0 30.09.2013 1.519 545 0 0 0 0 Mio € davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert, aber überfällig davon: überfällig 181 bis 360 Tage überfällig mehr als 360 Tage zum Abschlussstichtag wertgemindert 30.09.2012 0 0 26 30.09.2013 0 0 974 12 SONSTIGE NICHT FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 30.09.2012 30.09.2013 Mio € kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte — 29 — 45 Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen — 184 — 144 Geleistete Anzahlungen auf Vorräte und sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 1.040 — 1.322 — Vorauszahlungen 92 — 125 — Übrige 524 6 622 146 Insgesamt 1.656 219 2.069 335 Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 1.090 (i. Vj. 889) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 30. September 2013 bestehen Wertberichtigungen von insgesamt 25 (i. Vj. 29) Mio € für kurzfristige und 222 (i. Vj. 5) Mio € für langfristige sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte. Die Wertberichtigungen auf langfristige sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte entfallen im Berichtsjahr im Wesentlichen auf die Business Area Steel Americas. 13 EIGENKAPITAL Vom Stand des kumulierten sonstigen Ergebnisses entfallen zum 30. September 2011 10 Mio €, zum 30. September 2012 11 Mio € und zum 30. September 2013 1 Mio € auf assoziierte Unternehmen. Von den Veränderungen des kumulierten sonstigen Ergebnisses resultieren -10 (i. Vj. 1) Mio € aus assoziierten Unternehmen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Unterschiedsbetrags aus der Währungsumrechnung, der Bestandteil des kumulierten sonstigen Ergebnisses ist: Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung Mio € Stand am 30.09.2011 191 Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 293 Realisierte (Gewinne)/Verluste 12 Stand am 30.09.2012 496 Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) – 377 Realisierte (Gewinne)/Verluste 7 Stand am 30.09.2013 126 Gezeichnetes Kapital Zum 30. September 2013 ist das gezeichnete Kapital unverändert gegenüber dem Vorjahr eingeteilt in 514.489.044 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Aktien sind alle ausgegeben und voll eingezahlt; zum Bilanzstichtag befanden sich wie im Vorjahr 514.489.044 Aktien im Umlauf. Rechnerisch entfällt auf jede Aktie ein Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 €. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält die Effekte aus der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses von Thyssen und Krupp sowie Agien aus Kapitalerhöhungen bei Tochtergesellschaften, bei denen nicht beherrschende Anteile bestehen. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Konzernergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet worden sind. Darüber hinaus beinhaltet diese Position die Verrechnung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste beim Abgang von Pensionsrückstellungen. Zur Verminderung der Gewinnrücklagen um 427 Mio € zum 30. September 2012 vgl. die Ausführungen zur Business Area Steel Americas in Anhang-Nr. 03. Eigene Anteile Zur Reduzierung der Nettofinanzschulden als Teil der Strategischen Weiterentwicklung des Konzerns hat der Vorstand der ThyssenKrupp AG am 06. Juli 2011 beschlossen, den Bestand an 49.484.842 eigenen Anteilen, entsprechend 9,6 % des Grundkapitals, zu verkaufen. Der Verkauf erfolgte am 07. Juli 2011 über ein „Accelerated Bookbuilding-Verfahren“ zu einem Kurs von 32,95 € je Aktie an vorwiegend deutsche und internationale institutionelle Investoren und führte zu einem Mittelzufluss von rund 1,6 Mrd €; die dabei entstandenen Transaktionskosten in Höhe von 7 Mio € wurden erfolgsneutral als Abzug vom Eigenkapital bilanziert. Die dargestellten Veräußerungen der eigenen Anteile basierten auf Grundlage der Ermächtigungen der Hauptversammlungen vom 23. Januar 2009 bzw. vom 21. Januar 2010 und führten dazu, dass die ThyssenKrupp AG zum 30. September 2012 und zum 30. September 2013 keine eigenen Anteile mehr hält. Angaben zum Kapitalmanagement Zum 30. September 2013 lagen die Eigenkapitalquote bei 7,1 % (i. Vj. 11,8 %) und das durch Wertminderungen temporär erhöhte Gearing bei 200,6 % (i. Vj. 128,1 %). Damit wurde das in einigen Kreditverträgen vereinbarte Gearing von 150 % zum 30. September 2013 erstmals nicht eingehalten. ThyssenKrupp hat vorsorglich bereits im 4. Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres für alle vom Gearing-Covenant betroffenen Finanzinstrumente eine Vereinbarung zur Aussetzung (sog. Waiver) des Gearing-Covenant-Tests mit den jeweiligen Banken vereinbart, so dass die Finanzinstrumente dem Konzern auch weiterhin zur Verfügung stehen. Unser Ziel ist es, das temporär erhöhte Gearing innerhalb von 12 Monaten wieder signifikant zu verringern. Zu den wichtigsten finanzwirtschaftlichen Zielen des ThyssenKrupp Konzerns zählen die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Große Bedeutung in diesem Zusammenhang hat die Schaffung von ausreichenden Liquiditätsreserven. Die Beurteilung der finanzwirtschaftlichen Risiken des ThyssenKrupp Konzerns ergibt sich aus den Einstufungen der Ratingagenturen: Rating Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick Standard & Poor’s BB B negativ Moody’s Ba1 Not Prime negativ Fitch BBB- F3 negativ Nachdem Moody’s das Rating von ThyssenKrupp im Januar 2013 von Baa3 auf Ba1 herabgestuft hat, befindet sich unser Rating neben Standard & Poor’s auch bei dieser Ratingagentur unterhalb der Grenze zum Investment-Grade. Bei Standard & Poor’s verfügen wir bereits seit November 2009 nicht mehr über ein Investment-Grade-Rating; Fitch bestätigte im Dezember 2012 das Rating im Investment-Grade-Bereich mit Ausblick „negativ“. Der Investment-Grade-Status bei allen Ratingagenturen hat hohe Priorität für ThyssenKrupp. Für die Finanzierung des ThyssenKrupp Konzerns führt ein Investment-Grade-Rating in den Kategorien des „BBB“-Bereichs zum Optimum der Kapitalkosten. Aber auch in der aktuellen Ratingsituation konnte ThyssenKrupp durch die Begebung der Anleihe aus Februar/März 2013 über insgesamt 1,6 Mrd € mit historisch günstigem Zinscoupon den Zugang zu einer breiten Investorenbasis unter Beweis stellen. Das Kapitalmanagement basiert bei ThyssenKrupp auf den durch die Ratingagenturen publizierten Verschuldungskennziffern, die periodenbezogen Relationen aus Cash-Flow und Verschuldung ermitteln. Satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen unterliegt ThyssenKrupp nicht. Ermächtigungen Gemäß § 5 Abs. 5 der Satzung der ThyssenKrupp AG ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. Januar 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 500 Mio € durch die Ausgabe von bis zu 195.312.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu; die Möglichkeit zum Bezugrechtsausschluss wird auf 20 % des Grundkapitals beschränkt. Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 23. Januar 2009 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 2 Mrd € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Umtauschrechte auf insgesamt bis zu 50 Mio eigene, auf den Inhaber lautende Stückaktien der ThyssenKrupp AG mit einem anteiligen rechnerischen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von bis zu 128 Mio € zu gewähren (Wandelschuldverschreibungen). Die Ermächtigung gilt bis zum 22. Januar 2014. Darüber hinaus ist die ThyssenKrupp AG durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 21. Januar 2010 bis zum 20. Januar 2015 ermächtigt, für bestimmte vordefinierte Zwecke eigene Anteile bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb der eigenen Anteile kann auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten (Put-Optionen, Call-Optionen oder einer Kombination aus beiden) erfolgen. Dividende Der nach den Grundsätzen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der ThyssenKrupp AG weist für das Geschäftsjahr 2012/2013 zwar einen ausschüttungsfähigen Bilanzgewinn aus, doch soll der Bilanzgewinn zur Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft in voller Höhe in die Gewinnrücklagen eingestellt werden. Deshalb entfällt der Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat an die Hauptversammlung. Für das Geschäftsjahr 2011/2012 wurde keine Dividende gezahlt (2010/2011: 0,45 €). 14 AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG Management Incentivepläne 2003 implementierte ThyssenKrupp einen performance-orientierten Mid Term Incentiveplan (MTI), in dessen Rahmen Wertrechte an die Begünstigten ausgegeben werden. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder des Vorstands der ThyssenKrupp AG. Beginnend mit der zweiten Tranche, deren Ausgabe 2004 erfolgte, wurde der Teilnehmerkreis auf die Vorstandsmitglieder der damaligen Segmentführungsgesellschaften und einige andere ausgewählte Führungskräfte zu modifizierten Bedingungen ausgedehnt. Seit dem Geschäftsjahr 2010/2011 wird der bisherige MTI unter modifizierten Eckdaten als Long Term Incentiveplan (LTI) fortgesetzt. Damit gehören neben den Vorstandsmitgliedern der ThyssenKrupp AG und der Business Areas Geschäftsführer und weitere ausgewählte Führungskräfte zum Begünstigtenkreis. Zum 30. September 2013 sind für den LTI in der 1. Tranche 1.067.269 Wertrechte, in der 2. Tranche 1.651.187 Wertrechte und in der 3. Tranche 1.764.193 Wertrechte ausgegeben. Die Anzahl der ausgegebenen Wertrechte wird am Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums auf Basis eines Vergleichs des durchschnittlichen ThyssenKrupp Value Added (TKVA) des dreijährigen Performance-Zeitraums – beginnend mit dem 01. Oktober des Geschäftsjahres, in dem die Wertrechte gewährt wurden – mit dem durchschnittlichen TKVA der vorangegangenen drei Geschäftsjahre angepasst. Am Ende des Performance-Zeitraums erfolgt eine Vergütung der gewährten Wertrechte auf Basis des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie, der sich aus dem Kursverlauf in den ersten drei Monaten nach Ende des Performance-Zeitraums ergibt. Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der Wertrechte, die die Grundlage für die Ermittlung der zeitanteiligen Rückstellung zum Bilanzstichtag sind, werden Forward-Preise der ThyssenKrupp Aktie unter Berücksichtigung teilweiser Deckelungen berechnet. Die Forward-Ermittlung erfolgt für im Voraus definierte Perioden (Mittelungsperioden) unter Berücksichtigung des Aktienkurses der ThyssenKrupp Aktie und der Euro-Zinsstrukturkurve zum Stichtag sowie der angenommenen Dividendenzahlungen der ThyssenKrupp AG bis zur Fälligkeit der Wertrechte. Folgende Parameter sind in die Berechnung eingegangen: Incentivepläne 2011/2012 8. Tranche MTI 1. Tranche LTI 2. Tranche LTI Fälligkeit 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2014 Mittelungsperiode 01.10. - 31.12.2012 01.10. - 31.12.2013 01.10. - 31.12.2014 ThyssenKrupp Aktienkurs zum Stichtag 16,54 € 16,54 € 16,54 € Angenommene Dividendenzahlung(en) pro Aktie bis zur Fälligkeit — 0,45 € zum 21.01.13 0,45 € zum 21.01.13 0,45 € zum 20.01.14 Durchschnittliche Dividendenrendite — 2,51% 2,67% Durchschnittlicher Zins (Mittelungsperiode) 0,12% 0,42% 0,48% Beizulegender Wert per 30.09.2012 - ungedeckelt 16,53 € 16,08 € 15,63 € - gedeckelt 16,53 € 16,08 € 15,63 € Incentivepläne 2012/2013 1. Tranche LTI 2. Tranche LTI 3. Tranche LTI Fälligkeit 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2015 Mittelungsperiode 01.10. - 31.12.2013 01.10. - 31.12.2014 01.10. - 31.12.2015 ThyssenKrupp Aktienkurs zum Stichtag 17,68 € 17,68 € 17,68 € Angenommene Dividendenzahlung(en) pro Aktie bis zur Fälligkeit — — 0,00 € zum 20.01.14 0,45 € zum 02.02.15 Durchschnittliche Dividendenrendite — — 1,22% Durchschnittlicher Zins (Mittelungsperiode) 0,18% 0,44% 0,59% Beizulegender Wert per 30.09.2013 - ungedeckelt 17,67 € 17,66 € 17,21 € - gedeckelt 17,67 € 17,66 € 17,21 € Im 2. Quartal 2012/2013 sind die im Rahmen der 8. Tranche des MTI gewährten Rechte auf Grund des starken Rückgangs des durchschnittlichen TKVA im dreijährigen Performance-Zeitraum im Vergleich zum durchschnittlichen TKVA der vorangegangenen drei Geschäftsjahre ohne die Zahlung einer Vergütung verfallen. Im 2. Quartal 2011/2012 war bereits die 7. Tranche des MTI gewährten Rechte auf Grund des Rückgangs des durchschnittlichen TKVA im dreijährigen Performance-Zeitraum im Vergleich zum durchschnittlichen TKVA der vorangegangenen drei Geschäftsjahre ohne die Zahlung einer Vergütung verfallen. Insgesamt enthält das Ergebnis 2012/2013 Aufwendungen für die Incentivepläne in Höhe von 24,8 (i. Vj. Erträge von 2,2) Mio €; hiervon werden keine Ergebniseffekte (i. Vj. Erträge von 0,6 Mio €) im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Zum 30. September 2013 beträgt die aus dem LTI resultierende Verpflichtung 37,5 (i. Vj. 12,7) Mio €. Im September 2010 wurde die Ausgestaltung der variablen Vergütung der Mitglieder des Vorstandes der ThyssenKrupp AG angepasst. Dementsprechend werden 25 % der für das jeweilige Geschäftsjahr gewährten Tantieme verpflichtend in Wertrechte der ThyssenKrupp AG umgewandelt und erst nach einer dreijährigen Sperrfrist vergütet. Die Anzahl der Wertrechte ergibt sich durch die Division von 25 % der Tantieme durch den Durchschnittskurs der ThyssenKrupp Aktie im 4. Quartal des Geschäftsjahres, für welches die Tantieme gewährt wird. Nach Ablauf von drei Geschäftsjahren berechnet sich die Höhe der Vergütung durch die Multiplikation der Anzahl der Wertrechte mit dem Durchschnittskurs der Thyssen-Krupp Aktie im 4. Quartal des 3. Geschäftsjahres. Zusätzlich wird pro Wertrecht der Dividendenbetrag ausgezahlt, der für diese drei Geschäftsjahre sonst ausgeschüttet worden wäre. Sofern den Vorstandsmitgliedern der ThyssenKrupp AG wie in den letzten Geschäftsjahren seit 2009/2010 neben der Tantieme ein Bonus gewährt wird, werden von diesem Bonus 55 % ebenfalls verpflichtend in Wertrechte umgewandelt und gemäß dem Tantiememodell behandelt. Im 3. Quartal 2010/2011 wurde die Ausgestaltung der variablen Vergütung für weitere ausgewählte Führungskräfte in der Form angepasst, dass 20 % der für das jeweilige Geschäftsjahr gewährten Tantieme verpflichtend in Wertrechte der ThyssenKrupp AG umge-wandelt werden und erst nach Ablauf von drei Geschäftsjahren auf Basis des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie im 4. Quartal des 3. Geschäftsjahres in bar ausgezahlt werden. Das Ergebnis 2012/2013 enthält aus dieser Vergütungskomponente Aufwendungen von 5 (i. Vj. 2) Mio €; die daraus zum 30. September 2013 resultierende Verpflichtung beträgt 11 (i. Vj. 8) Mio €. Belegschaftsaktienprogramm Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden mit Ausnahme von Großbritannien keine Belegschaftsaktien angeboten; hieraus resultierte ein Aufwand von 0,4 Mio €. Im 3. Quartal 2011/2012 hat der Konzern der inländischen Belegschaft den Erwerb von ThyssenKrupp Belegschaftsaktien im Gegenwert von bis zu 270 € mit einem 50%igen Rabatt angeboten. Hieraus resultierte ein Aufwand von 6,0 Mio €, wovon 0,5 Mio € im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen werden. 15 RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Mio € 30.09.2012 30.09.2013 Pensionen 6.922 6.424 Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen 850 698 Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 314 263 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten – 378 – 29 Insgesamt 7.708 7.356 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 6.029 (i. Vj. 7.111) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die kumulierten, erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne/(Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf -1.763 (i. Vj. -1.959) Mio €; darin enthalten sind Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen in Höhe von 74 (i. Vj. 107) Mio €. Pensionen ThyssenKrupp gewährt betriebliche Altersversorgung in Form von leistungs- oder beitragsorientierten Plänen an die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland, den USA und Großbritannien. In einigen anderen Ländern erhalten berechtigte Arbeitnehmer Leistungen nach den jeweiligen landesspezifischen Gegebenheiten. In Deutschland bestehen die Leistungen in der Regel in Rentenzahlungen, die einen Inflationsausgleich beinhalten. Ein Teil der leitenden Angestellten erhält Rentenleistungen, die von der Dienstzeit und vom Vergütungsniveau in einem Referenzzeitraum von in der Regel drei Jahren vor der Pensionierung abhängen. Im Übrigen erhalten die Arbeitnehmer in der Regel Zusagen auf feste Rentenbeträge pro Dienstjahr. Darüber hinaus bietet ThyssenKrupp in Deutschland die Möglichkeit, durch Gehaltsumwandlung zusätzliche Versorgungsbezüge zu erwerben (Deferred-Compensation-Vereinbarungen). Die Umwandlungsbeträge sind für Umwandlungen bis Kalenderjahr 2012 verzinslich mit 6,00 % bzw. für Umwandlungen ab Kalenderjahr 2013 verzinslich mit 5,00 % und führen bei Eintritt des Versorgungsfalls zu einem festgelegten Leistungsanspruch. In den USA erhalten auf Stundenbasis bezahlte Arbeitnehmer Rentenzusagen auf Basis von Festbeträgen pro Dienstjahr. Arbeitnehmer mit festen Bezügen erhalten Leistungen in der Regel in Abhängigkeit von ihrer Dienstzeit und den während ihrer Dienstzeit erzielten Bezügen. In Großbritannien erhalten Arbeitnehmer Rentenleistungen in Abhängigkeit von ihren Dienstjahren und dem Endgehalt bei Pensionierung. Veränderung des Anwartschaftsbarwerts und des Planvermögens Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen sowie des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar: Veränderung Anwartschaftsbarwert und Planvermögen 30.09.2012 30.09.2013 Mio € Deutschland Übrige Länder Gesamt Deutschland Übrige Länder Gesamt Veränderung des Anwartschaftsbarwerts: Anwartschaftsbarwert am Anfang des Geschäftsjahres 5.653 2.101 7.754 6.542 2.419 8.961 Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 78 33 111 97 34 131 Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche 268 92 360 219 78 297 Beiträge der Arbeitnehmer 0 12 12 0 13 13 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 0 19 1 20 Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste 1.044 248 1.292 70 – 78 – 8 Veränderung Konsolidierungskreis – 89 – 40 – 129 – 307 – 27 – 334 Plankürzungen – 2 – 1 – 3 2 – 3 – 1 Planabgeltungen 0 – 1 – 1 0 – 11 – 11 Kursdifferenzen 0 96 96 0 – 81 – 81 Rentenzahlungen – 410 – 121 – 531 – 404 – 162 – 566 Sonstiges 0 0 0 0 0 0 Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres 6.542 2.419 8.961 6.238 2.183 8.421 Veränderung des Planvermögens: Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Anfang des Geschäftsjahres 192 1.594 1.786 200 1.882 2.082 Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 12 102 114 12 103 115 Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) 6 115 121 2 – 4 – 2 Veränderung Konsolidierungskreis 3 – 23 – 20 – 4 1 – 3 Beiträge der Arbeitgeber 0 111 111 2 79 81 Beiträge der Arbeitnehmer 0 12 12 0 13 13 Planabgeltungen 0 0 0 0 – 1 – 1 Kursdifferenzen 0 77 77 0 – 67 – 67 Rentenzahlungen – 13 – 106 – 119 – 13 – 151 – 164 Sonstiges 0 0 0 0 0 0 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Ende des Geschäftsjahres 200 1.882 2.082 199 1.855 2.054 Vom Anwartschaftsbarwert am Endes des Geschäftsjahres in Höhe von insgesamt 8.421 (i. Vj. 8.961) Mio € beziehen sich 5.773 (i. Vj. 6.131) Mio € auf Pläne, die nicht über einen Fonds finanziert werden und 2.648 (i. Vj. 2.830) Mio € auf Pläne, die ganz oder teilweise aus einem Fonds finanziert werden. Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen 113 (i. Vj. 235) Mio € und berechnen sich als Summe der erwarteten Erträge aus dem Planvermögen und den versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten. Finanzierungsstatus und bilanzierter Betrag Die nachfolgende Tabelle zeigt den Finanzierungsstatus, der sich aus der Differenz zwischen Anwartschaftsbarwert und Planvermögen errechnet, einschließlich der Überleitung zu den bilanzierten Beträgen: Finanzierungsstatus und bilanzierter Betrag 30.09.2012 30.09.2013 Mio € Deutschland Übrige Länder Gesamt Deutschland Übrige Länder Gesamt Finanzierungsstatus am Ende des Geschäftsjahres – 6.342 – 537 – 6.879 – 6.039 – 328 – 6.367 Noch unberücksichtigter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 3 3 0 2 2 Effekte aus "asset ceiling" 0 – 35 – 35 0 – 29 – 29 Bilanzierter Betrag – 6.342 – 569 – 6.911 – 6.039 – 355 – 6.394 Der bilanzierte Betrag verteilt sich auf folgende Bilanzpositionen: Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 0 11 11 0 30 30 Pensionsrückstellungen – 6.342 – 580 – 6.922 – 6.039 – 385 – 6.424 Bilanzierter Betrag – 6.342 – 569 – 6.911 – 6.039 – 355 – 6.394 Netto-Pensionsaufwendungen Die Netto-Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pläne setzen sich wie folgt zusammen: Netto-Pensionsaufwendungen 2011/2012 2012/2013 Mio € Deutschland Übrige Länder Gesamt Deutschland Übrige Länder Gesamt Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 78 33 111 97 34 131 Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche 268 92 360 219 78 297 Erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens – 12 – 102 – 114 – 12 – 103 – 115 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 0 19 1 20 Aufwand/(Ertrag) aus Plankürzungen und Planabgeltungen – 2 – 1 – 3 2 – 14 – 12 Netto-Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pläne 332 22 354 325 – 4 321 Von den in der Tabelle angegebenen Netto-Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pläne in Deutschland in Höhe von 325 (i. Vj. 332) Mio € und in den übrigen Ländern in Höhe von -4 (i. Vj. 22) Mio € entfallen 5 (i. Vj. 17) Mio € bzw. 0 (i. Vj. 1) Mio € auf nicht fortgeführte Aktivitäten; diese Aufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Bewertungsannahmen Die Ansätze für die Diskontierungssätze, die Gehaltssteigerungsraten und den Rententrend, die der Berechnung des Verpflichtungsumfangs zu Grunde liegen, wurden nach einheitlichen Grundsätzen abgeleitet und pro Land in Abhängigkeit von den jeweiligen ökonomischen Gegebenheiten festgesetzt. Zur Ableitung der jeweiligen Diskontierungssätze wird dabei grundsätzlich auf Renditen festverzinslicher, laufzeit- und währungsadäquater Unternehmensanleihen zurückgegriffen, die von den Ratingagenturen mit einem Rating von „AA“ bewertet werden. Die Annahmen über den erwarteten Kapitalertrag auf das Planvermögen beruhen auf detaillierten Analysen, die von externen Finanzexperten und Versicherungsmathematikern durchgeführt werden. Diese Analysen berücksichtigen sowohl die historischen Ist-Renditen langfristiger Anlagen als auch die für das Ziel-Portfolio künftig erwarteten langfristigen Renditen. Die Bewertung der deutschen Pensionsverpflichtungen beruht im Grundsatz auf den „Richttafeln 2005 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck, wobei für bestimmte Begünstigtengruppen Modifikationen zur Berücksichtigung einer verlängerten Lebenserwartung vorgenommen werden. Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen (= gewichteter Durchschnitt) zu Grunde gelegt: Durchschnittliche Bewertungsfaktoren 30.09.2012 30.09.2013 in % Deutschland Übrige Länder Gesamt Deutschland Übrige Länder Gesamt Diskontierungssatz 3,60 3,44 3,56 3,50 3,88 3,60 Langfristige Gehaltssteigerungsraten 2,50 1,99 2,36 2,50 2,30 2,45 Langfristiger Rententrend 1,50 1,76 1,53 1,50 1,91 1,56 Erwarteter Kapitalertrag auf das Planvermögen 6,00 6,33 6,29 6,00 5,76 5,78 Alternative Diskontierungszinssätze (gewichteter Durchschnittszinssatz über sämtliche in- und ausländische Pensionsverpflichtungen) würden zu folgenden Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts und damit zu entgegengesetzten Veränderungen des Eigenkapitals führen: Sensitivitätsanalyse Diskontierungssatz (in %) Veränderung des Anwartschaftsbarwerts (Mio €) 3,00 563 3,25 327 3,50 120 3,75 – 137 4,00 – 364 Planvermögen Die Mehrzahl der fondsfinanzierten Pensionspläne des Konzerns befindet sich in den USA, in Großbritannien und zu einem geringeren Umfang in Deutschland sowie einigen anderen europäischen Ländern. Das Planvermögen ist in diversifizierte Portfolios investiert, die jeweils verschiedene Anlageklassen umfassen. Hiermit soll eine unter Risiko- und Renditeaspekten optimale Aufteilung der Anlageklassen erreicht werden. Die Anlageklassen der Fonds umfassen nationale und internationale Aktien, festverzinsliche Wertpapiere staatlicher und nichtstaatlicher Emittenten sowie Immobilienvermögen. Das Planvermögen der Pensionspläne enthält keine Gläubigerpapiere oder Aktien sowie kein Immobilienvermögen von ThyssenKrupp. Bei der Anlage des Planvermögens bedient sich der Konzern professioneller Investmentmanager. Diese agieren auf Basis spezifischer Investitionsrichtlinien, die vom Investitionsausschuss des jeweiligen Plans erlassen worden sind. Die Investitionsausschüsse setzen sich aus leitenden Mitarbeitern des Finanzbereichs und anderen qualifizierten Führungskräften zusammen. Sie tagen regelmäßig, um das Ziel-Portfolio zu genehmigen sowie die Risiken und die Performance wesentlicher Pensionsfonds zu überprüfen; darüber hinaus bewilligen sie die Auswahl bzw. die Vertragsverlängerung externer Fondsmanager. Die Struktur des Konzern-Zielportfolios basiert auf Asset-Liability-Studien, die für die wesentlichen Pensionsfonds des Konzerns regelmäßig durchgeführt werden. Die Struktur des Ist-Portfolios und des Ziel-Portfolios des Planvermögens der Pensionspläne stellt sich wie folgt dar: Portfoliostruktur des Planvermögens Ist-Portfolio Ziel-Portfolio 30.09.2012 30.09.2013 30.09.2014 Aktien 43% 44% 35-50% Festverzinsliche Wertpapiere 49% 47% 40-55% Immobilien/Sonstiges 8% 9% 0-10% Insgesamt 100% 100% Grundsätzlich dotiert der Konzern die Pensionsfonds in Höhe des Betrags, der erforderlich ist, um die gesetzlichen Minimalzuführungserfordernisse des jeweiligen Landes, in dem der Fonds ansässig ist, zu erfüllen. In den USA richtet sich die Minimaldotierung einiger Fonds nach gewerkschaftlichen Regelungen. Darüber hinaus leistet der Konzern von Zeit zu Zeit nach eigenem Ermessen zusätzliche Zuführungen. Für das Geschäftsjahr 2013/2014 erwartet ThyssenKrupp Bar-Dotierungen zu den fondsfinanzierten Pensionsplänen in Höhe von 63 Mio €. Pensionszahlungen Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden Pensionszahlungen für Pläne in Deutschland von 404 (i. Vj. 410) Mio € und für Pläne in den übrigen Ländern von 162 (i. Vj. 121) Mio € geleistet. In den kommenden zehn Geschäftsjahren werden aus den Pensionsplänen folgende Zahlungen erwartet: Künftige Pensionszahlungen Mio € Deutschland Übrige Länder Gesamt (für die Geschäftsjahre) 2013/2014 426 120 546 2014/2015 412 113 525 2015/2016 412 116 528 2016/2017 403 117 520 2017/2018 399 118 517 2018/2019-2022/2023 1.899 593 2.492 Insgesamt 3.951 1.177 5.128 Mehrjahresübersicht Folgende Beträge wurden für das laufende Berichtsjahr und die vorangegangenen Berichtsjahre für die leistungsorientierten Pläne angesetzt: Eckdaten leistungsorientierte Pläne Mio € 30.09.2009 30.09.2010 30.09.2011 30.09.2012 30.09.2013 Anwartschaftsbarwert 7.754 8.664 7.754 8.961 8.421 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 1.692 2.053 1.786 2.082 2.054 Überschuss bzw. Fehlbetrag der Pläne – 6.062 – 6.611 – 5.968 – 6.879 – 6.367 Erfahrungsbedingte Anpassungen der Schulden der Pläne 25 65 – 1 – 36 0 Erfahrungsbedingte Anpassungen der Vermögenswerte der Pläne – 23 60 – 89 123 – 1 Beitragsorientierte Pläne (defined contribution plans) Der Konzern gewährt ferner im In- und Ausland Beitragszusagen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung über Pensionskassen und vergleichbare Versorgungseinrichtungen. Der Konzern erbringt für diese Pläne Beitragsleistungen in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes vom Einkommen der Mitarbeiter oder in Abhängigkeit von der Höhe der Beitragsleistungen der Mitarbeiter. Der Gesamtaufwand aus als beitragsorientierte Pläne bilanzierten Pensionszusagen betrug im Geschäftsjahr 127 (i. Vj. 128) Mio €. Zusätzlich wurden Beiträge an staatliche Rentenversicherungsträger von 578 (i. Vj. 615) Mio € gezahlt. Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen In den USA gewährt der Konzern Gesundheitsfürsorgeleistungen und Lebensversicherungsleistungen an Pensionäre, die bestimmte Mindestanforderungen hinsichtlich ihres Lebens- und Dienstalters erfüllen. Die Verpflichtungen entfallen überwiegend auf den Auslaufbereich von ThyssenKrupp Budd. Im Dezember 2003 hat die US-Regierung das Gesetz „Medicare Prescription Drug, Improvement and Modernization Act“ in Kraft gesetzt. Durch das Gesetz erhalten Unternehmen, die Gesundheitsfürsorgeleistungen an Pensionäre gewähren, deren Leistungsumfang mindestens der gesetzlichen Regelung entspricht, einen staatlichen Zuschuss. Der Konzern bilanziert diese staatlichen Zuschüsse in Übereinstimmung mit IAS 19 als sogenannte Reimbursement Rights. Veränderung des Anwartschaftsbarwerts und der Erstattungsansprüche (reimbursement rights) Die Veränderung des Anwartschaftsbarwertes der Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen sowie der Erstattungsansprüche stellt sich wie folgt dar: Veränderung Anwartschaftsbarwert und Erstattungsansprüche Mio € 30.09.2012 USA 30.09.2013 USA Veränderung des Anwartschaftsbarwerts: Anwartschaftsbarwert am Anfang des Geschäftsjahres 1.017 850 Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Ansprüche 4 1 Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen 42 29 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand – 63 – 2 Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste – 63 – 111 Veränderung Konsolidierungskreis – 89 0 Plankürzungen 0 – 1 Planabgeltungen 0 0 Kursdifferenzen 43 – 34 Zahlungen für Versorgungsverpflichtungen – 41 – 34 Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres 850 698 Veränderung der Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit Gesundheitsfürsorgezuschussverpflichtungen: Beizulegender Zeitwert der Erstattungsansprüche am Anfang des Geschäftsjahres 88 0 Erwartete Erträge aus Erstattungsansprüchen 3 0 Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) – 90 0 Kursdifferenzen 3 0 Gezahlte Leistungen – 4 0 Beizulegender Zeitwert der Erstattungsansprüche am Ende des Geschäftsjahres 0 0 Die tatsächlichen Erträge aus den Erstattungsansprüchen betragen 0 (i. Vj. -87) Mio € und berechnen sich als Summe der erwarteten Erträge aus den Erstattungsansprüchen und den versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten. Finanzierungsstatus und bilanzierter Betrag Die nachfolgende Tabelle zeigt den Finanzierungsstatus einschließlich der Überleitung zum Bilanzausweis: Finanzierungsstatus und bilanzierter Betrag Mio € 30.09.2012 USA 30.09.2013 USA Finanzierungsstatus am Ende des Geschäftsjahres – 850 – 698 Noch unberücksichtigter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 Bilanzierter Betrag (= Rückstellungen für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen) – 850 – 698 Netto-Aufwendungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen Die Netto-Aufwendungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre setzen sich wie folgt zusammen: Netto-Aufwendungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen Mio € 30.09.2012 USA 30.09.2013 USA Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 4 1 Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche 42 29 Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen – 3 0 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand – 37 – 2 Aufwand/(Ertrag) aus Plankürzungen und Planabgeltungen 0 – 1 Netto-Aufwendungen der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre 6 27 Bewertungsannahmen Bei der Berechnung der Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen wurden folgende Annahmen zu Grunde gelegt (= gewichteter Durchschnitt): Durchschnittliche Bewertungsfaktoren in % 30.09.2012 USA 30.09.2013 USA Diskontierungssatz 3,50 4,25 Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge im nächsten Jahr 9,36 9,09 Letzte Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge (erwartet in 2032) 5,00 4,98 Nachfolgend sind die Auswirkungen dargestellt, die aus einer Erhöhung bzw. Verminderung der angenommenen Steigerungsrate für die Gesundheitsfürsorgeleistungen um 1 %-Punkt resultieren: Sensitivitätsanalyse 1 % -Punkt Mio € Erhöhung Verminderung Effekt auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen 5 – 4 Effekt auf den Anwartschaftsbarwert 111 – 89 Mehrjahresübersicht Folgende Beträge wurden für das laufende Berichtsjahr und die vorangegangenen Berichtsjahre für die Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen angesetzt: Eckdaten Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen Mio € 30.09.2009 30.09.2010 30.09.2011 30.09.2012 30.09.2013 Anwartschaftsbarwert 1.040 1.188 1.017 850 698 Beizulegender Zeitwert des Erstattungsanspruchs 76 94 88 0 0 Überschuss bzw. Fehlbetrag der Pläne – 1.040 – 1.188 – 1.017 – 850 – 698 Erfahrungsbedingte Anpassungen der Schulden der Pläne – 1 11 9 20 16 Erfahrungsbedingte Anpassungen des Erstattungsanspruchs 1 1 – 2 1 0 Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen Insbesondere bei deutschen Gesellschaften bestehen Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen. Hierbei erbringt der Arbeitnehmer Vorleistungen durch Mehrarbeit, die nach dem Ausscheiden durch ratierliche Zahlungen entgolten werden. Für die Verpflichtungen wurden Rückstellungen nach IAS 19 „Employee Benefits“ in Höhe von 226 (i. Vj. 267) Mio € angesetzt. 16 RÜCKSTELLUNGEN FÜR LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER UND SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN Mio € Leistungen an Arbeitnehmer Gewährleistungs- und Produkthaftungsverpflichtungen Sonstige absatz- und beschaffungsmarktbezogene Risiken Restruktu- rierungen Entfernungs- verpflichtungen Stand 30.09.2012 511 488 88 162 227 Währungsunterschiede – 14 – 21 – 4 – 1 0 Veränderung Konsolidierungskreis 32 6 4 – 2 – 1 Zuführungen 281 165 77 225 39 Aufzinsung 10 1 0 1 – 16 Inanspruchnahmen – 204 – 63 – 27 – 98 – 11 Auflösungen – 48 – 87 – 42 – 14 – 3 Umgliederung w/Ausweis als Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Ver-äußerung vorgesehenen Vermögenswerten 0 0 8 0 0 Stand 30.09.2013 568 489 104 273 235 Mio € Umweltschutzverpflichtungen Prozessrisiken Sonstige Insgesamt Stand 30.09.2012 24 124 476 2.100 Währungsunterschiede 0 – 7 – 8 – 55 Veränderung Konsolidierungskreis 0 24 198 261 Zuführungen 5 72 269 1.133 Aufzinsung 0 0 5 1 Inanspruchnahmen – 3 – 19 – 123 – 548 Auflösungen 0 – 23 – 83 – 300 Umgliederung w/Ausweis als Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 0 7 0 15 Stand 30.09.2013 26 178 734 2.607 Vom Gesamtbetrag der Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer und der sonstigen Rückstellungen zum 30. September 2013 sind 1.661 (i. Vj. 1.308) Mio € kurzfristig und 946 (i. Vj. 792) Mio € langfristig. Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer und sonstige Rückstellungen in Höhe von 1.029 (i. Vj. 945) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Mit den Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer werden vor allem Jubiläumszuwendungen und Verpflichtungen aus den Management Incentiveplänen erfasst, während Sozialplan- und ähnliche Aufwendungen in der Rückstellung für Restrukturierungen innerhalb der Personalstrukturmaßnahmen berücksichtigt sind. Pensionsähnliche Verpflichtungen wie Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen, die zum Teil auch im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen entstanden sind, sind Bestandteil der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Rückstellung für Gewährleistungs- und Produkthaftungsverpflichtungen umfasst sowohl die Haftung des Konzerns für die einwandfreie Funktionalität der verkauften Produkte (Gewährleistung) als auch die Verpflichtung, dem Käufer durch den Gebrauch der Produkte entstandene Schäden zu ersetzen (Produkthaftung). Die Rückstellung für sonstige absatz- und beschaffungsmarktbezogene Risiken besteht im Wesentlichen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Restrukturierungsrückstellung umfasst neben den rückstellungsfähigen Personalstrukturmaßnahmen auch Rückstellungen für Sachstrukturmaßnahmen, die im Rahmen der Aufgabe von betrieblichen Bereichen für Kosten gebildet werden, die aus Maßnahmen resultieren, die keinen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren. Mit Ausnahme von Steel Americas werden in allen Business Areas Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt. Von den im Berichtsjahr erfassten Zuführungen zu Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 225 Mio € entfallen 123 Mio € auf die Business Area Steel Europe, 49 Mio € auf die Business Area Elevator Technology und 25 Mio € auf den Bereich Corporate. Die Rückstellung für Entfernungsverpflichtungen besteht im Wesentlichen aus Verpflichtungen zur Sicherung entstandener Bergschäden und für Rekultivierungsmaßnahmen. Die Abwicklung von Bergschäden und Rekultivierungsverpflichtungen erstreckt sich typischerweise über lange Zeiträume von teilweise mehr als 30 Jahren. Die technischen Rahmenbedingungen sind als sehr komplex einzuschätzen. Entsprechend bestehen Unsicherheiten über den zeitlichen Anfall und die konkrete Höhe der Aufwendungen. Die Rückstellungen für Umweltschutzverpflichtungen betreffen vor allem die Beseitigung von Altlasten sowie Sanierungs- und Gewässerschutzmaßnahmen. Die Rückstellungen für Prozessrisiken enthalten einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag für Schadenersatzforderungen im Zusammenhang mit dem Schienenkartell sowie einen niedrigen zweistelligen Millionen-Betrag für die Kosten der Anspruchsabwehr im Zusammenhang mit dem Elevator-Kartell. Bei geltend gemachten Schadensersatzansprüchen werden Rückstellungen für Prozessrisiken gebildet, soweit einzelne Ansprüche die in IAS 37 geforderte Eintrittswahrscheinlichkeit aufweisen und verlässlich geschätzt werden können. 17 FINANZSCHULDEN Finanzschulden Buchwerte Mio € 30.09.2012 30.09.2013 Anleihen 3.983 4.584 Schuldscheindarlehen 529 430 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 570 1.782 Verbindlichkeiten aus Finance Lease 44 43 Sonstige Darlehen 130 116 Langfristige Finanzschulden 5.256 6.955 Anleihen 1.001 998 Schuldscheindarlehen 250 150 Commercial Paper 0 100 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 642 625 Akzeptverbindlichkeiten 13 4 Verbindlichkeiten aus Finance Lease 13 10 Sonstige Darlehen 10 24 Kurzfristige Finanzschulden 1.929 1.911 Finanzschulden 7.185 8.866 Die kurzfristigen Finanzschulden beinhalten Finanzschulden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, während die langfristigen Finanzschulden eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Finanzschulden in Höhe von 47 (i. Vj. 6) Mio € sind durch Grundpfandrechte besichert. Per 30. September 2013 sind von den Finanzschulden insgesamt Disagien in Höhe von 21 (i. Vj. 19) Mio € abgesetzt und Agien in Höhe von 1 (i. Vj. 1) Mio € aufgeschlagen. Die Verrechnung der Disagien und Agien ist im Finanzergebnis enthalten. Im Rahmen des Ausweises von Veräußerungsgruppen und von nicht fortgeführten Aktivitäten wurden Finanzschulden von 5 (i. Vj. 968) Mio € in die Bilanzposition „Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ umgegliedert. Anleihen und Schuldscheindarlehen Buchwert in Mio € 30.09.2012 Buchwert in Mio € 30.09.2013 Nominalwert in Mio € 30.09.2013 Zinssatz in % Beizulegender Zeitwert in Mio € 30.09.2013 Fälligkeit Anleihe ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. (1.000 Mio €) 2009/2013 1.001 — — — — 25.02.2013 Anleihe ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. (1.000 Mio €) 2009/2016 994 996 1.000 8,500 1.128 25.02.2016 Anleihe ThyssenKrupp AG (1.000 Mio €) 2009/2014 995 998 1.000 9,250 1.052 18.06.2014 Anleihe ThyssenKrupp AG (750 Mio €) 2005/2015 750 750 750 4,375 775 18.03.2015 Anleihe ThyssenKrupp AG (1.250 Mio €) 2012/2017 1.244 1.245 1.250 4,375 1.296 28.02.2017 Anleihe ThyssenKrupp AG (1.600 Mio €) 2013/2018 — 1.593 1.600 4,000 1.635 27.08.2018 Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (100 Mio €) 2008/2013 100 — — — — 15.04.2013 Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (150 Mio €) 2008/2013 150 — — — — 25.04.2013 Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (150 Mio €) 2008/2014 150 150 150 5,375 156 21.05.2014 Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (80 Mio €) 2008/2016 80 80 80 5,710 87 15.09.2016 Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (50 Mio €) 2011/2016 50 50 50 4,750 54 11.03.2016 Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (150 Mio €) 2011/2016 150 150 150 4,900 163 11.03.2016 Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (50 Mio €) 2011/2016 50 50 50 4,750 54 29.03.2016 Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (50 Mio €) 2011/2016 49 31 31 4,750 33 12.04.2016 Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (50 Mio €) 2012/2017 — 69 70 3,550 74 02.10.2017 Insgesamt 5.763 6.162 6.181 6.507 Im Februar 2013 hat die ThyssenKrupp AG eine Anleihe im Volumen von 1,25 Mrd € mit einer Laufzeit von 5 1/2 Jahren begeben. Im März 2013 wurde das Anleihevolumen um 0,35 Mrd € auf insgesamt 1,6 Mrd € aufgestockt. Die ThyssenKrupp AG hat für die Anleihe der ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. eine unbedingte und unwiderrufliche Garantie für die Zahlungsverpflichtungen gemäß den Anleihebedingungen übernommen. Per 30. September 2013 stellt sich die Finanzierungsstruktur der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, der Commercial Paper und der sonstigen Darlehen wie folgt dar: Buchwert in Mio € 30.09.2012 Buchwert in Mio € 30.09.2013 davon in € Gewogener Durchschnittszinssatz in % per 30.09.2013 davon in USD Bilaterale Kreditvereinbarungen (variabel verzinslich) — 921 305 1,37 616 Commercial Paper — 100 100 1,01 0 Sonstige variabel verzinsliche Kredite 318 901 81 1,81 215 Festverzinsliche Kredite 1.034 725 476 5,54 8 Insgesamt 1.352 2.647 962 3,75 839 Gewogener Durchschnittszinssatz in % per 30.09.2013 davon in weiteren Währungen Beizulegender Zeitwert in Mio € 30.09.2013 Bilaterale Kreditvereinbarungen (variabel verzinslich) 1,45 0 921 Commercial Paper 0,00 0 100 Sonstige variabel verzinsliche Kredite 2,14 605 901 Festverzinsliche Kredite 0,66 241 721 Insgesamt 1,97 846 2.643 Aus einer syndizierten Kreditfazilität (Multi-Currency-Facility-Agreement) stehen ThyssenKrupp variabel verzinsliche Mittel in Höhe von 2,5 Mrd € zur Verfügung. Die Fazilität wurde im Juli 2005 abgeschlossen und hat eine Laufzeit bis zum 01. Juli 2014. Die Kreditfazilität war am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Zusätzlich zur syndizierten Kreditfazilität hat die ThyssenKrupp AG mit ihren Finanzpartnern bilaterale Vereinbarungen getroffen, denen zufolge sie, aber auch teilweise die ThyssenKrupp Finance USA, Inc. oder die ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. Kredite in Euro oder wahlweise in US-Dollar oder Britische Pfund revolvierend in Anspruch nehmen kann (Roll-Over-Finanzierungen). Nicht in Anspruch genommen sind davon 1,0 Mrd €. Damit verfügt der Konzern insgesamt über ungenutzte und fest zugesagte Kreditlinien in Höhe von 3,5 Mrd €. Darüber hinaus verfügt der Konzern über weitere Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen eines Commercial Paper Programms mit einem maximalen Emissionsvolumen von 1,5 Mrd €. Commercial Paper sind Schuldverschreibungen, die im Rahmen unseres Programms mit einer Laufzeit von bis zu 364 Tagen abhängig von der Investorennachfrage begeben werden können. Das Programm war zum 30. September 2013 mit 100 Mio € in Anspruch genommen. Für Finance-Lease-Verträge betragen die zukünftigen Mindestzahlungen zum Stichtag: Überleitung künftige Mindestzahlungen zum Barwert der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 30.09.2012 30.09.2013 Mio € Künftige Mindestleasingzahlungen Zinsen Barwert (Verbindlichkeiten aus Finance Lease) Künftige Mindestleasingzahlungen Zinsen Barwert (Verbindlichkeiten aus Finance Lease) Bis zu einem Jahr 17 4 13 13 3 10 Zwischen einem Jahr und fünf Jahren 35 10 25 36 9 27 Länger als fünf Jahre 32 13 19 27 11 16 Insgesamt 84 27 57 76 23 53 Die Fälligkeiten der Finanzschulden verteilen sich wie folgt auf die nächsten fünf Jahre und die Zeit danach: Fälligkeiten Finanzschulden Mio € (für die Geschäftsjahre) Gesamte Finanzschulden Davon: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2013/2014 1.911 625 2014/2015 1.003 240 2015/2016 1.662 299 2016/2017 1.454 203 2017/2018 2.029 363 nach 2017/2018 807 677 Insgesamt 8.866 2.407 18 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 230 (i. Vj. 73) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 19 SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 30.09.2012 30.09.2013 Mio € kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 681 1 1.007 2 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 71 - 172 - Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung 96 - 62 - Insgesamt 848 1 1.241 2 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 33 (i. Vj. 28) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 20 SONSTIGE NICHT FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 30.09.2012 30.09.2013 Mio € kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden 4.862 — 4.930 — Erhaltene Anzahlungen 1.239 — 1.314 — Absatz- und beschaffungsmarktbezogene Verbindlichkeiten 699 — 794 — Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 18 — 12 — Verbindlichkeiten gegenüber der Belegschaft 706 — 733 — Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 84 — 87 — Rechnungsabgrenzungsposten 23 — 60 — Verbindlichkeiten aus Steuern (ohne Ertragsteuern) 157 — 218 — Übrige 311 8 307 1 Insgesamt 8.099 8 8.455 1 Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 3.485 (i. Vj. 1.729) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die aus der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen resultierenden Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen Mio € 30.09.2012 30.09.2013 Angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Auftragsgewinne (abzüglich ausgewiesener Verluste) 8.313 9.353 abzüglich erhaltener Anzahlungen – 13.175 – 14.283 Insgesamt – 4.862 – 4.930 21 EVENTUALVERBINDLICHKEITEN, SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND ANDERE RISIKEN Eventualverbindlichkeiten Die ThyssenKrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Auftraggebern oder Kreditgebern ausgestellt bzw. ausstellen lassen. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist: Haftungsverhältnisse Maximales Haftungsvolumen Rückstellung Mio € 30.09.2012 30.09.2013 30.09.2012 30.09.2013 Anzahlungsgarantien 232 256 1 1 Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 161 117 1 1 Kreditaufträge 53 89 0 0 Restwertgarantien 61 61 2 2 Sonstige Haftungserklärungen 35 74 0 1 Insgesamt 542 597 4 5 In den Bürgschaften und Garantien sind Eventualverbindlichkeiten für assoziierte Unternehmen von 80 (i. Vj. 2) Mio € und für Joint Ventures von 419 (i. Vj. 422) Mio € enthalten. Von den Eventualverbindlichkeiten für Joint Ventures betreffen 189 (i. Vj. 183) Mio € die Anteile der anderen Joint-Venture-Partner. Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von drei Monaten bis zu zehn Jahren (z.B. bei Miet- und Pachtgarantien). Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten. Alle durch die ThyssenKrupp AG oder durch die Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart. ThyssenKrupp haftet aus Beteiligungen an Gesellschaften bürgerlichen Rechts, Personengesellschaften und Arbeitsgemeinschaften gesamtschuldnerisch. Ehemalige Aktionäre von Thyssen und von Krupp haben die gerichtliche Überprüfung der Umtauschverhältnisse aus der Verschmelzung der Thyssen AG und der Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp zur ThyssenKrupp AG nach § 305 UmwG beantragt. Die Verfahren sind vor dem Landgericht Düsseldorf anhängig. Stellt das Gericht im Spruchverfahren eine Unangemessenheit des Umtauschverhältnisses fest, erfolgt ein Ausgleich durch eine verzinsliche bare Zuzahlung. Die Zuzahlung ist an alle betroffenen Aktionäre zu leisten, auch wenn sie nicht Antragsteller des Spruchverfahrens sind. Die Gesellschaft erwartet jedoch, dass die Spruchverfahren nicht zu baren Zuzahlungen führen werden, da die Umtauschverhältnisse sorgfältig ermittelt, zwischen voneinander unabhängigen Vertragspartnern vereinbart, von dem gerichtlich bestellten Verschmelzungs-prüfer geprüft und bestätigt worden sind und auch der vom Landgericht Düsseldorf bestellte Sachverständige eine nur geringfügig abweichende Verschmelzungswertrelation festgestellt hat. Im Zusammenhang mit dem Schienenkartell ist eine Klage verschiedener Gesellschaften des Deutsche Bahn Konzerns (DB) gegen ThyssenKrupp GfT Gleistechnik, ThyssenKrupp Materials International und weitere Kartellbeteiligte anhängig. Die DB begehrt umfangreiche Auskunft und schätzt in diesem Zusammenhang gegenüber allen am Kartell Beteiligten einen Gesamtschaden von ca. 550 Mio € zzgl. Zinsen in Höhe von ca. 300 Mio €. Die dazu mit der DB geführten Gespräche haben zu einer grundsätzlichen Einigung über eine vergleichsweise Erledigung des Rechtsstreits geführt. Der Vergleich steht unter dem Vorbehalt der zuständigen Gremien und auf Seiten der DB der Fördermittelgeber. Auch weitere Unternehmen außer der DB haben mittlerweile als potenziell Geschädigte des Schienenkartells Schadensersatzforderungen außergerichtlich geltend gemacht oder angekündigt, aber nicht substantiiert. ThyssenKrupp hat im Zusammenhang mit den Schadensersatzforderungen Risikovorsorge durch Rückstellung getroffen. Das Bundeskartellamt hat am 23. Juli 2013 ein zweites und finales Bußgeld in Höhe von 88 Mio € gegen ThyssenKrupp verhängt, das im August gezahlt wurde. Im Zusammenhang mit dem Elevator-Kartell werden gegen die ThyssenKrupp AG und Unternehmen des ThyssenKrupp Konzerns Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Gegen gerichtlich verfolgte Schadenersatzansprüche verteidigt sich ThyssenKrupp. Soweit einzelne Ansprüche die in IAS 37 geforderte Eintrittswahrscheinlichkeit aufweisen und verlässlich geschätzt werden können, werden Rückstellungen für Prozessrisiken gebildet. Ausgelöst durch eine anonyme Anzeige ermittelt das Bundeskartellamt u.a. gegen die ThyssenKrupp Steel Europe AG wegen des Anfangsverdachts auf Preisabsprachen im Zeitraum zurück bis 1998 bei der Lieferung bestimmter Stahlprodukte an die deutsche Automobilindustrie und ihre Zulieferer. ThyssenKrupp hat eine eigene interne Untersuchung der Vorwürfe mit externer anwaltlicher Unterstützung veranlasst. Im Rahmen des vom Konzern vom 15. April bis zum 15. Juni 2013 durchgeführten Amnestieprogramms hat es keine Hinweise zu den laufenden Untersuchungen gegeben. Das Verfahren des Bundeskartellamts dauert an. Die internen Untersuchungen, die auf Grund der Ermittlungen des Bundeskartellamts aufgenommen wurden, sind weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen. Auf Grund der derzeitigen Erkenntnislage können signifikante nachteilige Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht ausgeschlossen werden. Darüber hinaus sind gegen ThyssenKrupp Konzernunternehmen weitere gerichtliche und schiedsgerichtliche Verfahren und behördliche Untersuchungen und Verfahren sowie Ansprüche geltend gemacht worden oder können zukünftig eingeleitet oder geltend gemacht werden. Hierzu zählen beispielsweise gerichtliche, schiedsgerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen oder Unternehmensteilen, die zur Rückerstattung von Teilen des Kaufpreises oder zur Leistung von Schadenersatz führen können. Ferner werden beispielsweise aus verschiedenen Verträgen wie Bau-, Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen von Vertragspartnern, Kunden, Konsortialpartnern oder Subunternehmern Ansprüche erhoben. Prognosen zum Verlauf und zu den Ergebnissen von Rechtsstreitigkeiten sind mit erheblichen Schwierigkeiten und Unsicherheiten verbunden. Negative, gegebenenfalls auch wesentliche künftige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind daher auch bei den nicht separat dargestellten Rechtsstreitigkeiten einzeln, wie auch zusammen mit anderen Rechtsstreitigkeiten möglich. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erwartet ThyssenKrupp jedoch aus den in diesem Abschnitt nicht separat ausgeführten Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, die als Operating Lease zu qualifizieren sind, least der Konzern Sachanlagen. Hieraus resultieren im Saldo Aufwendungen von 324 (i. Vj. 330) Mio €, die sich folgendermaßen zusammensetzen: Aufwendungen aus Operating-Lease-Verträgen Mio € 2011/2012 2012/2013 Mindestmietzahlungen (minimum rentals) 329 324 Variable Mietzahlungen (contingent rentals) 1 0 abzgl. Erträge aus Untermietverträgen (sublease) 0 0 Insgesamt 330 324 Die künftigen (nicht abgezinsten) Mindestmietzahlungen aus solchen unkündbaren Verträgen, die zum Stichtag eine anfängliche oder verbleibende Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, betragen: Künftige Mindestmietzahlungen Mio € 30.09.2012 30.09.2013 Bis zu einem Jahr 225 237 Zwischen einem Jahr und fünf Jahren 516 482 Länger als fünf Jahre 170 158 Insgesamt 911 877 Im Gesamtbetrag der künftigen Mindestmietzahlungen sind die künftigen Mindestmieteinnahmen aus unkündbaren Untermietverträgen in Höhe von 1 (i. Vj. 1) Mio € nicht berücksichtigt. Das Bestellobligo für Investitionsvorhaben beläuft sich zum 30. September 2013 auf 506 (i. Vj. 874) Mio € und betrifft im Wesentlichen Sachanlagen in den Business Areas Steel Europe und Components Technology. Gegenüber Kapitalgesellschaften und Genossenschaften bestehen Einzahlungsverpflichtungen und Nachschusspflichten von zusammen 3 (i. Vj. 3) Mio €. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2.737 (i. Vj. 4.188) Mio €. Diese betreffen im Wesentlichen die Abnahmeverpflichtungen aus langfristigen Koks-, Kohle- und Kalklieferverträgen und Verpflichtungen aus Schiffscharterverträgen in den Business Areas Steel Europe und Steel Americas sowie die Abnahmeverpflichtungen aus Strom- und Gaslieferverträgen im Konzern. Daneben bestehen in den Business Areas Steel Europe und Steel Americas langfristige Lieferverträge für Eisenerz und Eisenerz-Pellets, aus denen Abnahmeverpflichtungen für einen Zeitraum von bis zu elf Jahren resultieren. Auf Grund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz wurden für die Bewertung der gesamten Abnahmeverpflichtungen die zum Berichtszeitpunkt gültigen Erzpreise zu Grunde gelegt; hieraus ergeben sich Abnahmeverpflichtungen von 14.770 (i. Vj. 15.569) Mio €. Abgestellt auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns bzw. der einzelnen Konzernunternehmen bestehen in den verschiedenen Versicherungssparten angemessene Selbstbeteiligungen. Der Eintritt eines oder mehrerer Schadensfälle kann zu einer Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns führen. 22 FINANZINSTRUMENTE In der nachfolgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt. Dabei werden auch die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finance Lease sowie die Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, obwohl sie keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören. Finanzinstrumente 30.09.2012 Bewertung nach IAS 39 Bewertung nach IAS 17 Mio € Buchwert lt. Bilanz 30.09.2012 (Fortgeführte) Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert 30.09.2012 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Finance Lease) 5.123 5.123 5.123 Kredite und Forderungen 5.123 5.123 Forderungen aus Finance Lease 3 3 3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 374 301 50 23 374 Kredite und Forderungen 251 251 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 50 13 63 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 50 50 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 10 10 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.221 2.221 2.221 Kredite und Forderungen 2.221 2.221 Summe finanzielle Vermögenswerte 7.721 davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: Kredite und Forderungen 7.595 7.595 7.595 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 63 50 13 63 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 50 50 50 Finanzschulden (ohne Finance Lease) 7.128 7.128 7.574 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 7.128 7.574 Verbindlichkeiten aus Finance Lease 57 57 57 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.514 3.514 3.514 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 3.514 3.514 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 849 682 71 96 849 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 682 682 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 71 71 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 96 96 Summe finanzielle Verbindlichkeiten 11.548 davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 11.324 11.324 11.770 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 71 71 71 Finanzinstrumente 30.09.2013 Bewertung nach IAS 39 Bewertung nach IAS 17 Mio € Buchwert lt. Bilanz 30.09.2013 (Fortgeführte) Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert 30.09.2013 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Finance Lease) 4.905 4.905 4.905 Kredite und Forderungen 4.905 4.905 Forderungen aus Finance Lease 51 51 51 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.519 1.454 48 17 1.519 Kredite und Forderungen 1.436 1.436 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 18 10 28 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 48 48 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 7 7 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.813 3.813 3.813 Kredite und Forderungen 3.813 3.813 Summe finanzielle Vermögenswerte 10.288 davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: Kredite und Forderungen 10.154 10.154 10.154 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 28 18 10 28 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 48 48 48 Finanzschulden (ohne Finance Lease) 8.813 8.813 9.154 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 8.813 9.154 Verbindlichkeiten aus Finance Lease 53 53 53 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.713 3.712 3.712 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 3.712 3.712 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.244 1.009 172 62 1.243 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1.009 1.009 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 172 172 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 62 62 Summe finanzielle Verbindlichkeiten 13.823 davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 13.534 13.534 13.875 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 172 172 172 Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cash-Flows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Eigenkapitalinstrumente und Gläubigerpapiere. Sie werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert soweit vorhanden auf Börsenkursen zum Bilanzstichtag. Liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor und kann der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden, erfolgt eine Bewertung der Eigenkapitalinstrumente zu Anschaffungskosten. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren, wie z.B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zu Grunde liegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zu Grunde liegenden Basiszinsen, beeinflusst. Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cash-Flows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zu Grunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen einbezogen, in denen die Cash-Flows stattfinden. Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Bilanzstichtag vorgenommen. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cash-Flows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen: Bewertungshierarchie 30.09.2012 Mio € Stichtag 30.09.2012 Level 1 Level 2 Level 3 Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 50 0 50 0 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 0 0 0 Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 13 11 2 0 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 10 0 10 0 Insgesamt 73 11 62 0 Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 71 0 71 0 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 0 0 0 Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 96 0 96 0 Insgesamt 167 0 167 0 Bewertungshierarchie 30.09.2013 Mio € Stichtag 30.09.2013 Level 1 Level 2 Level 3 Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 48 0 48 0 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 0 0 0 Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 10 8 2 0 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 7 0 7 0 Insgesamt 65 8 57 0 Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 172 0 80 92 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 0 0 0 Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 62 0 62 0 Insgesamt 234 0 142 92 Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden auf Grund von beobachtbaren Marktdaten, z.B. anhand von Währungskursen, ermittelt. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten bewertet wird. Nachfolgend ist die Entwicklung der in Level 3 erfassten Finanzinstrumente dargestellt: Überleitungsrechnung Finanzinstrumente Level 3 Stand 30.09.2012 0 Ergebniswirksame Veränderungen – 94 Stand 30.09.2013 – 94 Die auf individuellen Bewertungsparametern basierende und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Verbindlichkeit beinhaltet ein Frachtderivat, das unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten Mindestmenge auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten bewertet wurde. Der aus der Bewertung resultierende ergebniswirksame Effekt wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Sonstige Aufwendungen“ ausgewiesen. Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dar. Hierin sind keine Ergebniseffekte aus Finance Lease und aus Derivaten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, da diese keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören. Nettogewinne oder -verluste aus Finanzinstrumenten Mio € 2011/2012 2012/2013 Kredite und Forderungen 251 – 404 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 18 30 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten) – 42 – 91 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – 726 – 354 Das Nettoergebnis aus der Kategorie „Kredite und Forderungen“ resultiert im Wesentlichen aus Zinserträgen aus finanziellen Forderungen sowie Kursgewinnen und Kursverlusten aus Fremdwährungsforderungen sowie Veränderungen von Wertberichtigungen. In der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ sind im Wesentlichen die laufenden Erträge aus Eigenkapitalinstrumenten und Gläubigerpapieren enthalten. Die Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Währungs-, Zins- und Warenderivaten, die nicht die Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen, sind in der Kategorie „Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung“ enthalten. Die Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten“ umfasst im Wesentlichen die Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten, Kursgewinne und Kursverluste aus Fremdwährungsverbindlichkeiten sowie Erträge aus der Aktivierung von Fremdkapitalkosten. In den Nettogewinnen und -verlusten aus Finanzinstrumenten sind insgesamt Umrechnungsdifferenzen in Höhe von 5 (i. Vj. -17) Mio € enthalten. Derivative Finanzinstrumente Der Konzern setzt verschiedene derivative Finanzinstrumente ein, darunter Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps, Zins-/Währungsswaps und Warentermingeschäfte. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt grundsätzlich zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte und dient der Reduzierung von Fremdwährungs-, Zins- und Warenpreisrisiken. Die nachfolgende Tabelle stellt die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente dar: Derivative Finanzinstrumente Mio € Nominalwert 30.09.2012 Beizulegender Zeitwert 30.09.2012 Nominalwert 30.09.2013 Beizulegender Zeitwert 30.09.2013 Aktiva Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 1.594 33 2.477 36 Währungsderivate im Cash-Flow-Hedge 50 1 106 2 Eingebettete Derivate 51 1 67 3 Zinsderivate im Cash-Flow-Hedge 172 5 224 2 Warenderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 189 16 213 9 Warenderivate im Cash-Flow-Hedge 32 4 31 3 Insgesamt 2.088 60 3.118 55 Passiva Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 4.836 49 1.854 68 Währungsderivate im Cash-Flow-Hedge 189 5 179 6 Eingebettete Derivate 61 3 65 3 Zinsderivate im Cash-Flow-Hedge 1.122 70 1.095 21 Warenderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 275 19 388 101 Warenderivate im Cash-Flow-Hedge 176 21 157 35 Insgesamt 6.659 167 3.738 234 * inklusive Zins-/Währungsderivate ** inklusive Frachtderivate Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung Bilanzielle Sicherungsbeziehungen gem. IAS 39 (Hedge Accounting) bestehen vor allem zur Absicherung von Währungsrisiken aus festen vertraglichen Verpflichtungen in Fremdwährung sowie zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, zur Absicherung von Warenpreisrisiken aus Absatz- und Beschaffungsgeschäften und zur Absicherung von Zins- bzw. Währungsrisiken aus langfristigen Finanzierungen. Cash-Flow-Hedges Cash-Flow-Hedges bestehen vor allem zur Absicherung künftiger Zahlungsströme gegenüber Fremdwährungs- und Warenpreisrisiken aus zukünftigen Umsätzen und Beschaffungsgeschäften sowie Zins- bzw. Währungsrisiken aus langfristigen Finanzierungen. Diese Derivate werden zu beizulegenden Zeitwerten bilanziert, welche in einen effektiven und in einen ineffektiven Teil zerlegt werden. Der effektive Teil der Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte dieser Derivate wird bis zum Realisationszeitpunkt des gesicherten Grundgeschäftes direkt im Eigenkapital im kumulierten sonstigen Ergebnis erfasst. Der ineffektive Teil hingegen wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Bei Realisierung der zukünftigen Transaktionen (Grundgeschäfte) werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam aufgelöst. Zum 30. September 2013 waren Sicherungsinstrumente in Höhe von 7 (i. Vj. 10) Mio € mit positiven beizulegenden Zeitwerten und in Höhe von 62 (i. Vj. 96) Mio € mit negativen beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Für das Geschäftsjahr 2012/2013 ist im kumulierten sonstigen Ergebnis im Eigenkapital ein unrealisiertes Ergebnis in Höhe von -106 (i. Vj. -53) Mio € (vor Steuern) berücksichtigt. Die maximale Zeitdauer, für die Cash-Flows aus zukünftigen Transaktionen gesichert werden, beträgt 60 Monate. Im Berichtsjahr wurden infolge der unterjährigen Realisation von Grundgeschäften 3 (i. Vj. -6) Mio € aus dem kumulierten sonstigen Ergebnis im Eigenkapital ergebniswirksam in die Umsatzerlöse umgegliedert. Hiervon werden 1 (i. Vj. 0,1) Mio € unter den nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen. Zusätzlich wurden 2 Mio € anschaffungskostenerhöhend (i. Vj. 125 Mio € anschaffungskostenmindernd), hiervon 0 Mio € (i. Vj. 2 Mio € anschaffungskostenmindernd) unter den nicht fortgeführten Aktivitäten, aus dem kumulierten sonstigen Ergebnis in die Vorräte umgegliedert, da die gesicherten Rohstoffe bilanziert wurden, aber noch keine ergebniswirksame Realisation des Grundgeschäftes stattgefunden hatte. Hieraus resultierte eine Minderung der Aufwendungen in Höhe von 6 Mio €, hiervon 1 Mio € unter den nicht fortgeführten Aktivitäten 2012/2013; im folgenden Geschäftsjahr wird eine Erhöhung der Aufwendungen in Höhe von 8 Mio € erfasst. Darüber hinaus wurden 2 (i. Vj. 19) Mio € anschaffungskostenerhöhend aus dem kumulierten sonstigen Ergebnis in die Anschaffungskosten der Sachanlagen umgegliedert. Hiervon wurden Erträge in Höhe von 0 Mio € 2012/2013 ergebniswirksam. Darüber hinaus werden Erträge von 0 Mio € 2013/2014 und Erträge von 2 Mio € in den folgenden Geschäftsjahren ergebniswirksam. Zum 30. September 2013 resultiert aus ineffektiven Bestandteilen der als Cash-Flow-Hedges klassifizierten derivativen Finanzinstrumente ein Nettoergebnis in Höhe von -17 (i. Vj. 7) Mio €. Der Abbruch von Cash-Flow-Hedges führte im laufenden Geschäftsjahr durch Umgliederung aus den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen in die Gewinn- und Verlustrechnung zu einem Ergebnis von 0 (i. Vj. 0) Mio €. Diese ursprünglich ergebnisneutral behandelten Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte von Derivaten wurden zu dem Zeitpunkt ergebniswirksam realisiert, als die Durchführung der abgesicherten zukünftigen Transaktionen in Form währungsgesicherter Umsatzerlöse und Rohstoffbezüge nicht länger als wahrscheinlich angesehen wurde. Die im folgenden Geschäftsjahr erwarteten Aufwendungen aus den zum Stichtag in den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen enthaltenen Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte von Derivaten betragen 2 Mio €. Im Geschäftsjahr 2014/2015 werden Aufwendungen in Höhe von 2 Mio €, im Geschäftsjahr 2015/2016 Aufwendungen in Höhe von 17 Mio € und in den nachfolgenden Geschäftsjahren Aufwendungen in Höhe von 87 Mio € erwartet. Fair-Value-Hedges Fair-Value-Hedges bestehen vor allem zur Absicherung der beizulegenden Zeitwerte von festen vertraglichen Verpflichtungen und von Vorratsbeständen gegenüber Preisrisiken sowie zur Absicherung von Zinsrisiken. Diese Waren- und Zinsderivate werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Buchwerte der zugeordneten Grundgeschäfte werden um die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der abgesicherten Risiken angepasst. Zum 30. September 2012 sowie zum 30. September 2013 waren diese Sicherungsinstrumente nicht eingesetzt. Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung Werden die Voraussetzungen für die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge Accounting gem. IAS 39 nicht erfüllt oder ist die Anwendung von Hedge Accounting ökonomisch nicht sinnvoll, erfolgt ein Ausweis der derivativen Finanzinstrumente als Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung. Die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sind in der Tabelle zu den Nettoergebnissen aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dargestellt. In dieser Position sind auch die eingebetteten Derivate enthalten. Sie bestehen im ThyssenKrupp Konzern grundsätzlich in der Ausprägung, dass gewöhnliche Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu Lieferanten und Kunden im Ausland nicht in der funktionalen Währung (Landeswährung) eines der beiden Vertragspartner geschlossen wurden. Finanzwirtschaftliche Risiken Der Vorstand der ThyssenKrupp AG hat ein Risikomanagementsystem implementiert, das vom Aufsichtsrat überwacht wird. In den Grundsätzen für das Risikomanagement sind die Rahmenbedingungen zur Erfüllung der Anforderungen an ein ordnungsmäßiges und zukunftsgerichtetes Risikomanagement im Konzern formuliert. Die Grundsätze verfolgen das Ziel, alle Mitarbeiter im Konzern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Risiken zu veranlassen sowie einen nachhaltigen Prozess zur Förderung des Risikobewusstseins zu begleiten. In der Konzernrichtlinie zum Risikomanagement und in weiteren Konzernrichtlinien sind die Prozesse des Risikomanagements, einzuhaltende Limitierungen sowie der Einsatz von Finanzinstrumenten konkret geregelt. Das Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, die Risiken zeitnah konzernweit zu identifizieren, zu analysieren, zu steuern, zu überwachen und zu kommunizieren. Insbesondere durch eine mindestens zweimal jährlich durchgeführte Risikoinventur in allen Konzernunternehmen wird die Risikolandschaft im ThyssenKrupp Konzern aktualisiert. Über die Ergebnisse des Risikoinventurprozesses werden sowohl der Vorstand der ThyssenKrupp AG als auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats informiert. Das Risikomanagement-Reporting ist ein kontinuierlicher Prozess, der in das regelmäßige Konzernreporting eingebettet ist. Sowohl die Konzernrichtlinien als auch die Informationssysteme werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Zudem überprüft die Corporate Function Internal Auditing regelmäßig, ob die Konzernunternehmen die Vorgaben des Risikomanagementsystems einhalten. ThyssenKrupp ist als weltweit agierender Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken (Währungsrisiken, Zinsrisiken und Warenpreisrisiken) ausgesetzt. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, die aus den operativen Geschäften sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Risiken durch den Einsatz ausgewählter derivativer und nicht derivativer Sicherungsinstrumente zu begrenzen. Kreditrisiko (Ausfallrisiko) Der Konzern ist bei Finanzinstrumenten einem Ausfallrisiko ausgesetzt, das aus der möglichen Nichterfüllung einer Vertragspartei resultiert und daher maximal in Höhe des positiven beizulegenden Zeitwerts des betreffenden Finanzinstruments besteht. In Krisenzeiten steigt die Bedeutung des Ausfallrisikos; wir steuern es durch unsere Geschäftspolitik mit besonderer Vorsicht. Zur Minimierung der Ausfallrisiken werden bei ThyssenKrupp grundsätzlich Finanzinstrumente im Finanzierungsbereich nur mit solchen Kontrahenten abgeschlossen, die über eine sehr gute Bonität verfügen bzw. einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Dabei werden zur weiteren Risikominimierung Geschäfte nur im Rahmen vorgegebener Kontrahentenlimite getätigt. Im operativen Bereich werden die Außenstände und Ausfallrisiken von den Konzerngesellschaften fortlaufend überwacht und teilweise über Warenkreditversicherungen abgesichert. Die Risiken aus Warenlieferungen an Großkunden unterliegen einer besonderen Bonitätsüberwachung. Zusätzlich werden für die Absicherung von Forderungen gegenüber Großkunden Akkreditive und Ausfallbürgschaften eingesetzt. Die Forderungen gegenüber diesen Vertragspartnern sind jedoch nicht so hoch, als dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden. Ausfallrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko für den Konzern besteht darin, dass auf Grund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehenden oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen werden kann. Das Management des Liquiditätsrisikos, somit die Ressourcenallokation und die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit des Konzerns, zählen zu den zentralen Aufgaben der ThyssenKrupp AG. Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherstellen zu können, werden auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vorgehalten. Trotz des teilweise immer noch schwierigen Marktumfeldes als Folge der anhaltenden Schuldenkrise einiger Länder steht die Finanzierung auch im nächsten Geschäftsjahr auf einer gesicherten Basis. Zum 30. September 2013 wurde die in einigen Kreditverträgen vereinbarte Gearing-Obergrenze von 150 % nicht eingehalten. Allerdings konnte bereits im Vorfeld mit den betroffenen Finanzpartnern eine Vereinbarung zur Aussetzung (sog. Waiver) des Gearing-Covenant-Tests per 30. September 2013 getroffen werden, so dass diese Finanzinstrumente auch nach dem 30. September 2013 trotz des temporären Überschreitens der Gearing-Grenze zur Verfügung stehen. Das Cash-Pooling sowie externe Finanzierungen sind im Wesentlichen auf die ThyssenKrupp AG sowie spezielle Finanzierungsgesellschaften konzentriert. Die Mittel werden bedarfsgerecht intern den Konzerngesellschaften zur Verfügung gestellt. Die folgende Tabelle zeigt die künftigen undiskontierten vertraglich vereinbarten Zahlungsmittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten: Künftige undiskontierte Zahlungen 30.09.2012 Mio € Buchwerte 30.09.2012 Cash-Flows 2012/2013 Cash-Flows 2013/2014 Cash-Flows 2014/2015 bis 2016/2017 Cash-Flows nach 2016/2017 Anleihen 4.984 1.320 1.253 3.367 0 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.212 712 485 110 1 Verbindlichkeiten aus Finance Lease 57 17 10 25 32 Übrige Finanzschulden 932 308 194 437 150 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.514 3.441 66 6 1 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 71 60 5 6 0 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung 96 17 28 58 0 Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 682 666 13 2 1 Künftige undiskontierte Zahlungen 30.09.2013 Mio € Buchwerte 30.09.2013 Cash-Flows 2013/2014 Cash-Flows 2014/2015 Cash-Flows 2015/2016 bis 2017/2018 Cash-Flows nach 2017/2018 Anleihen 5.582 1.329 987 4.236 0 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.407 727 317 1.008 749 Verbindlichkeiten aus Finance Lease 53 13 15 20 28 Übrige Finanzschulden 824 306 26 476 145 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.712 3.482 221 9 0 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 172 89 15 37 36 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung 62 19 14 34 0 Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 1.009 984 22 3 0 Den Zahlungsmittelflüssen aus derivativen Finanzinstrumenten stehen Zahlungsmittelflüsse aus den gesicherten Grundgeschäften gegenüber, die in der Fälligkeitsanalyse nicht berücksichtigt wurden. Bei Berücksichtigung auch der Zahlungsmittelflüsse aus den gesicherten Grundgeschäften würden die in der Übersicht gezeigten Zahlungsmittelflüsse entsprechend geringer ausfallen. Marktrisiken Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass die beizulegenden Zeitwerte oder künftigen Zahlungsströme eines originären oder derivativen Finanzinstrumentes auf Grund von Änderungen der Risikofaktoren schwanken. Zu den für ThyssenKrupp relevanten Marktrisiken zählen das Währungsrisiko, das Zinsrisiko sowie das Warenpreisrisiko, insbesondere das Rohstoffpreisrisiko. Aus diesen Risiken können Ergebnis-, Eigenkapital- und Cash-Flow-Schwankungen resultieren. Ziel des Risikomanagements ist es, die entstehenden Risiken durch geeignete Maßnahmen, insbesondere den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, zu eliminieren bzw. zu begrenzen. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unter-liegt strengen Kontrollen, die auf Basis von Richtlinien im Rahmen des regelmäßigen Reporting erfolgen. Es werden im Wesentlichen außerhalb der Börse (d.h. OTC) gehandelte Devisentermingeschäfte, Zinsswaps sowie Zins-/Währungsderivate und Warentermingeschäfte mit Banken und Handelspartnern abgeschlossen. Zur Warenpreisabsicherung werden darüber hinaus auch börsengehandelte Futures eingesetzt. Die nachstehend beschriebene Analyse sowie die mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen ermittelten Beträge stellen hypothetische, zukunftsorientierte Angaben dar, die sich auf Grund unvorhersehbarer Entwicklungen an den Finanzmärkten von den tatsächlichen Ereignissen unterscheiden können. Zudem sind hier nicht die Risiken berücksichtigt, die nicht finanzieller Natur oder nicht quantifizierbar sind, wie z.B. Geschäftsrisiken. Währungsrisiken Die Internationalität unserer Geschäftstätigkeit bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen – vor allem in US-Dollar – mit sich. Die Absicherung der hieraus resultierenden Wechselkursrisiken ist wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagements. Konzerneinheitliche Richtlinien bilden die Vorgabe für das Devisenmanagement des ThyssenKrupp Konzerns. Grundsätzlich besteht für alle Konzerngesellschaften Sicherungspflicht von Fremdwährungspositionen im Zeitpunkt ihrer Entstehung. Die im Gebiet der Europäischen Währungsunion ansässigen verbundenen Unternehmen sind grundsätzlich verpflichtet, alle offenen Positionen aus Waren- und Leistungsgeschäften in den wesentlichen Transaktionswährungen einer zentralen Sicherungsstelle anzudienen. Die angedienten Positionen werden laufzeitkongruent, in Abhängigkeit vom Sicherungszweck der Derivate und der damit verbundenen Art der bilanziellen Behandlung entweder im Rahmen eines Portfolio-Hedge-Ansatzes abgesichert oder in direkter Zuordnung an Banken durchgeleitet. Die Absicherung von Finanztransaktionen sowie von Geschäften unserer Tochterunternehmen außerhalb der Europäischen Währungsunion erfolgt in enger Abstimmung mit der Konzernleitung. Die Einhaltung der zentralen Vorgaben wird regelmäßig durch die Corporate Function Internal Auditing überprüft. Zielsetzung bei der Währungsabsicherung ist das Festschreiben von Preisen auf Basis von Sicherungskursen zum Schutz vor zukünftigen ungünstigen Währungsschwankungen. Bei der Sicherung von geplanten produktionsabhängigen Erz-, Kohle- und Koksbezügen erfolgt darüber hinaus eine systematische Ausnutzung von günstigen Euro/US-Dollar-Entwicklungen. Die Sicherungszeiträume richten sich grundsätzlich nach der Laufzeit des Grundgeschäfts. Die Laufzeit der abgeschlossenen Devisenderivate beträgt in der Regel bis zu 12 Monate und kann in einzelnen Ausnahmefällen bis zu 60 Monate betragen. Die Sicherungszeiträume geplanter Erz-, Kohle- und Koksbezüge sind auf Basis des theoretisch fairen Wechselkurses (Kaufkraftparität) und der Schwankungsbreite des US-Dollar gegenüber dem Euro unter Zugrundelegung historischer Daten festgelegt worden. Bei Erreichen definierter Sicherungskurse werden entsprechend einem festgelegten Raster die Sicherungen geplanter Bezüge für bestimmte Zeiträume ausgelöst. Als relevante Risikovariablen für die Sensitivitätsanalyse im Sinne von IFRS 7 findet ausschließlich der US-Dollar Berücksichtigung, da der weitaus größte Teil der Zahlungsströme in Fremdwährung in US-Dollar abgewickelt wird. Da die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich zur Absicherung von Grundgeschäften eingesetzt werden, gleichen sich die gegenläufigen Effekte der Grund- und Sicherungsgeschäfte über die Totalperiode nahezu aus. Das hier dargestellte Fremdwährungsrisiko resultiert somit aus Sicherungsbeziehungen mit bisher noch bilanzunwirksamen Grundgeschäften, d.h. Sicherungen von festen vertraglichen Verpflichtungen sowie von Planumsätzen. Analysiert man das US-Dollar-Währungsrisiko, ergibt sich zum 30. September 2013 folgendes Bild: Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar am 30. September 2013 um 10 % stärker gewesen wäre, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Währungsderivate um 16 Mio € (i. Vj. 2 Mio €) niedriger und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 138 Mio € (i. Vj. 68 Mio €) höher gewesen. Wäre der Euro gegenüber dem US-Dollar am 30. September 2013 um 10 % schwächer gewesen, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Währungsderivate um 19 Mio € (i. Vj. 2 Mio €) höher und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 172 Mio € (i. Vj. 81 Mio €) geringer gewesen. Zinsrisiko Auf Grund der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten findet die Liquiditätsbeschaffung zur Deckung unseres Kapitalbedarfs an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen und mit unterschiedlichen Laufzeiten statt. Die hieraus resultierenden Finanzschulden sowie unsere Geldanlagen sind zu Teilen einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Aufgabe unseres zentralen Zinsmanagements ist es, dieses Zinsänderungsrisiko zu steuern und zu optimieren. Hierzu werden im Rahmen des Zinsmanagements regelmäßig Zinsanalysen erstellt. Zur Absicherung des Zinsrisikos werden fallweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese Instrumente werden mit dem Ziel abgeschlossen, die Zinsvolatilitäten und Finanzierungskosten der zu Grunde liegenden Grundgeschäfte zu minimieren. Per 30. September 2013 sind wie zum Vorjahresstichtag sämtliche Zinsderivate in Form eines Cash-Flow-Hedges direkt und unmittelbar bestimmten Finanzierungen zugeordnet. Somit bestehen zu den Stichtagen ausschließlich Zinsderivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung. Zins-/Währungsswaps wurden im Zusammenhang mit der Finanzierung der US-Dollar-Aktivitäten abgeschlossen. Bei Zinsinstrumenten ergeben sich Cash-Flow-Risiken, Opportunitätseffekte sowie bilanz- und ergebniswirksame Zinsrisiken. Refinanzierungen sowie variable Finanzinstrumente unterliegen einem Cash-Flow-Risiko, das die Unsicherheit bezüglich zukünftiger Zinszahlungen zum Ausdruck bringt. Die Messung des Cash-Flow-Risikos erfolgt mit einer Cash-Flow-Sensitivität. Opportunitätseffekte ergeben sich bei originären Finanzinstrumenten, da diese im Gegensatz zu Zinsderivaten nicht zum beizulegenden Zeitwert, sondern zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Dieser Unterschiedsbetrag, der sogenannte Opportunitätseffekt, schlägt sich weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung nieder. Bilanzwirksame Zinsrisiken, die sich im Eigenkapital auswirken, ergeben sich aus der Bewertung von als Cash-Flow-Hedge abgeschlossenen Zinsderivaten. Ergebniswirksame Zinsrisiken resultieren aus nicht im Hedge Accounting bilanzierten Zinsderivaten. Opportunitätseffekte sowie bilanz- und ergebniswirksame Zinsrisiken werden mit einer Sensitivitätsberechnung der beizulegenden Zeitwerte und deren Veränderung ermittelt. Die Zinsanalyse unterstellt zum 30. September 2013 eine Parallelverschiebung der Zinskurven für alle Währungen um +100/ -20 Basispunkte. Die Parallelverschiebung nach unten wurde erstmals im Geschäftsjahr 2008/2009 auf -20 Basispunkte begrenzt, um dem im Zusammenhang mit der Finanzkrise reduzierten Zinsniveau Rechnung zu tragen und negative Zinsen zu vermeiden. Auf Grund des gegenwärtig immer noch relativ niedrigen Zinsniveaus wird dieser Ansatz auch bei der aktuellen Analyse beibehalten. Es ergeben sich die in der folgenden Tabelle dargestellten Chancen (positive Werte) und Risiken (negative Werte): Zinsanalyse 30.09.2013 Veränderung aller Zinskurven zum 30.09.2013 um Mio € + 100 Basispunkte – 20 Basispunkte Cash-Flow-Risiko 19 – 4 Opportunitätseffekte 201 – 42 Bilanzwirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten – 3 1 Ergebniswirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten 0 0 Im Vorjahr ergab die Analyse die in der folgenden Tabelle dargestellten Chancen (positive Werte) und Risiken (negative Werte): Zinsanalyse 30.09.2012 Veränderung aller Zinskurven zum 30.09.2012 um Mio € + 100 Basispunkte – 20 Basispunkte Cash-Flow-Risiko 7 – 1 Opportunitätseffekte 179 – 37 Bilanzwirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten 1 0 Ergebniswirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten 0 0 Wenn alle Zinskurven am 30. September 2013 um 100 Basispunkte höher gewesen wären, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Zinsderivate um 3 Mio € niedriger (i. Vj. 1 Mio € höher) und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 19 (i. Vj 7) Mio € höher gewesen. Wären die Zinskurven am 30. September 2013 um 20 Basispunkte niedriger gewesen, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Zinsderivate um 1 Mio € höher (i. Vj. 0 Mio €) und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 4 (i. Vj. 1) Mio € niedriger gewesen. Warenpreisrisiken Der Konzern benötigt verschiedene NE-Metalle sowie Rohstoffe wie z.B. Erze, Kohle, Koks und Energie für die verschiedenen Produktionsprozesse. Darüber hinaus werden umfangreiche Frachtkapazitäten benötigt. Die Einkaufspreise für Rohstoffe, Energie und Frachtkapazitäten können je nach Marktsituation erheblich schwanken. Daher besteht ein Warenpreisrisiko, das Einfluss auf die Ergebnis-, Eigenkapital- sowie Cash-Flow-Situation haben kann. Wir reagieren mit angepassten Verkaufspreisen und möglichst alternativen Beschaffungsquellen zur Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit. Um die Risiken aus Rohstoffpreisvolatilitäten zu minimieren, setzt der Konzern zusätzlich auch derivative Finanzinstrumente, insbesondere für Kupfer, Zinn und Aluminium, ein. Der Abschluss von Finanzderivaten in diesen Bereichen unterliegt strengen Richtlinien, deren Einhaltung durch Internal Auditing überprüft wird. Die Sicherung von NE-Metallen erfolgt grundsätzlich über eine zentrale Sicherungsplattform, wobei ausschließlich marktgängige Instrumente verwendet werden. Dies sind im Wesentlichen Warentermingeschäfte. Die Warentermingeschäfte sind mit ihren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Die Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte werden überwiegend ergebniswirksam im betrieblichen Ergebnis erfasst. Einige Warenderivate sind in Form eines Cash-Flow-Hedges direkt und unmittelbar einer bestimmten festen Verpflichtung zugeordnet. Zusätzlich werden in einigen Fällen die beizulegenden Zeitwerte von bestimmten festen Verpflichtungen und Vorratsbeständen in Form von Fair-Value-Hedges abgesichert. Die aus den steigenden Energiepreisen resultierenden Risiken werden durch eine strukturierte Beschaffung auf dem Strommarkt sowie durch den Abschluss bzw. die Weiterführung langfristiger Erdgasverträge begrenzt. Diese Verträge fallen unter die sogenannte „own use exemption“ und werden daher nicht als derivative Finanzinstrumente bilanziert. Um die Risiken aus schwankenden Frachtpreisen zu minimieren, setzt der Konzern u.a. langfristige Festpreisverträge ein, wovon ein Vertrag als Warentermingeschäft mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert wird. In die nach IFRS 7 für Finanzinstrumente geforderte Szenarioanalyse fließen nur hypothetische Veränderungen der Marktpreise für derivative Finanzinstrumente ein. Die gegenläufigen Effekte aus den Grundgeschäften sind nicht berücksichtigt und würden den Effekt deutlich verringern. Die Szenarioanalyse für Warenpreisrisiken unterstellt zum 30. September 2013 eine Preisvarianz der NE-Metalle sowie der Frachtraten um +20 %/-20 %. Wird ein Preisanstieg der jeweiligen NE-Metalle sowie der Frachtraten um + 20 % angenommen, beträgt der geschätzte hypothetische Effekt aus der Stichtagsbewertung auf die Gewinn- und Verlustrechnung 13 (i. Vj. -2) Mio € und auf das Eigenkapital 7 (i. Vj. 12) Mio €. Wird ein Preisrückgang der jeweiligen NE-Metalle sowie der Frachtraten um -20 % angenommen, beträgt der geschätzte hypothetische Effekt aus der Stichtagsbewertung auf die Gewinn- und Verlustrechnung -13 (i. Vj. 31) Mio € und auf das Eigenkapital -2 (i. Vj. -7) Mio €. 23 BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN (RELATED PARTIES) Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ist gemäß Mitteilung nach § 21 WpHG vom 21. Dezember 2006 mit 25,10 % an der ThyssenKrupp AG beteiligt; gemäß freiwilliger Mitteilung der Stiftung vom 30. September 2013 besteht per 30. September 2013 eine Beteiligung von rund 25,33 %. Über die in der Satzung (§ 21) festgelegten Leistungen und Gegenleistungen hinaus bestanden keine wesentlichen Liefer- und Leistungsbeziehungen. In den Geschäftsjahren 2011/2012 und 2012/2013 hatte der Konzern Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Joint Ventures. Transaktionen mit diesen nahe stehenden Unternehmen resultieren grundsätzlich aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch; der Umfang der Geschäftsbeziehungen ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Umsatz Bezogene Leistungen Mio € 2011/2012 2012/2013 2011/2012 2012/2013 Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 0 1 0 0 Assoziierte Unternehmen 53 20 41 245 Joint Ventures 375 443 1.786 1.530 Forderungen Verbindlichkeiten Mio € 30.09.2012 30.09.2013 30.09.2012 30.09.2013 Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 1 1 1 1 Assoziierte Unternehmen 0 1.282 2 23 Joint Ventures 3 2 1 314 Die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen beinhalten zum 30. September 2013 eine Finanzforderung gegen Outokumpu mit einem derzeitigen Wert von 969 Mio € und einer ursprünglichen Laufzeit von maximal neun Jahren. Diese Finanzforderung kann bei gegebenenfalls eintretenden negativen finanziellen Konsequenzen für Outokumpu aus den fusionskartellrechtlichen Auflagen gemäß den Regelungen des Kaufvertrags um maximal 200 Mio € angepasst werden; hierfür haben wir Risikovorsorge getroffen. Außerdem enthalten die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen eine Forderung gegen Outokumpu aus einer Kreditlinie in Höhe von 250 Mio € mit einer Laufzeit bis maximal Ende Dezember 2013. Darüber hinaus hat ThyssenKrupp Outokumpu eine Supplier Finance Backup Facility in Höhe von 82 Mio € gewährt, die zum 30. September 2013 nicht in Anspruch genommen war. Zusätzlich hat der Konzern Eventualverbindlichkeiten gegenüber Outokumpu in Höhe von 74 Mio €, die in den unter Anhang-Nr. 21 angegebenen Eventualverbindlichkeiten für assoziierte Unternehmen enthalten sind. Vgl. hierzu auch Anhang-Nr. 36 (Ereignisse nach dem Stichtag). Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in den Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats. Die aktiven Mitglieder des Vorstands wurden wie folgt vergütet: Vorstandsvergütung Tausend € 2011/2012 2012/2013 Kurzfristig fällige Leistungen (ohne aktienbasierte Vergütung) 8.434 9.071 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 3.271 21.132 Ausgleichszahlungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 10.494 Aktienbasierte Vergütungen 5.528 5.354 Insgesamt 17.233 46.051 Als Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden der aus den Pensionsrückstellungen für die aktiven Vorstandsmitglieder resultierende Dienstzeitaufwand (service cost) und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand (past service cost) ausgewiesen. Die Angabe der aktienbasierten Vergütung bezieht sich auf den beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung. Darüber hinaus erhielt der Vorstand im Geschäftsjahr 2012/2013 wie im Vorjahr mit Ausnahme der Vorstandsmitglieder, mit denen Ausscheidensvereinbarungen getroffen wurden, keine Zahlungen aus aktienbasierter Vergütung. Zum 30. September 2013 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden; ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen. Die aktiven Mitglieder des Aufsichtsrats wurden wie folgt vergütet: Aufsichtsratvergütung Tausend € 2011/2012 2012/2013 Kurzfristig fällige Leistungen 1.495 1.552 Langfristige Vergütungskomponente 0 0 Darüber hinaus wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp AG für Aufsichtsratsmandate bei Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr 2012/2013 Vergütungen von 79 (i. Vj. 82) Tsd € gewährt. Zum 30. September 2013 sind Aufsichtsratsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden; ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details der Bezüge der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder vgl. die Ausführungen im geprüften Vergütungsbericht des Corporate-Governance-Kapitels des Geschäftsberichts. Vergütung ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 15,1 (i. Vj. 15,0) Mio €. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen wurden nach IFRS 248,7 (i. Vj. 214,4) Mio € zurückgestellt. Frühere Aufsichtsratsmitglieder, die vor dem 01. Oktober 2012 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind, erhalten 2012/2013 für die Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat wie im Vorjahr keine anteilige Vergütung aus der langfristigen Vergütungskomponente. 24 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Nachdem zum 01. Januar 2013 die beiden bisherigen Business Areas Plant Technology und Marine Systems zu der neuen Business Area Industrial Solutions zusammengeführt wurden, ist ThyssenKrupp in die nachfolgend beschriebenen operativen Business Areas gegliedert, die die Konzernaktivitäten rund um Industriegüter und Werkstoffe bündeln. Die Werte der Vorjahresperiode wurden entsprechend angepasst. Die Business Areas entsprechen der internen Organisations- und Berichtsstruktur und stellen die Segmente gemäß IFRS 8 dar. Dabei wird die Business Area Stainless Global als nicht fortgeführte Aktivität eingestuft. Components Technology Die Business Area bietet leistungsfähige und innovative Komponenten für die Automobilindustrie, Baumaschinen, Maschinenbau und Windkraftanlagen an. Elevator Technology Die Business Area betreibt den Neubau, die Modernisierung sowie den Service von Aufzügen, Fahrtreppen, Fahrsteigen, Treppen- und Plattformliften sowie Fluggastbrücken. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Produktpalette von Anlagen für den Volumenmarkt bis zu kundenindividuellen Lösungen nach Maß. Industrial Solutions Industrial Solutions ist ein international führender Anbieter im Spezial- und Großanlagenbau sowie im Marineschiffbau. Materials Services Die Business Area betreibt den weltweiten Handel von Werk- und Rohstoffen sowie technische und infrastrukturelle Dienstleistungen für produzierende und verarbeitende Unternehmen. Steel Europe In der Business Area sind die Aktivitäten für hochwertige Qualitätsflachstahlprodukte zusammengefasst, die von intelligenten Werkstofflösungen bis zum fertigen Bauteil reichen. Steel Americas Diese Business Area umfasst die Produktion, Weiterverarbeitung und Vermarktung von hochwertigen Qualitätsstählen in Nord- und Südamerika. Sie beinhaltet hauptsächlich die Stahl- und Weiterverarbeitungswerke in Brasilien und den USA. Corporate Corporate beinhaltet die Konzernverwaltung sowie die Shared-Services-Aktivitäten. Diese umfassen die Bereiche Business Services (Finanzen und Personal), IT und Real Estate einschließlich der nicht betriebsnotwendigen Immobilien. Ferner gehören zu Corporate die inaktiven Gesellschaften, die den einzelnen Business Areas nicht zugeordnet werden können. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von Corporate setzt sich folgendermaßen zusammen: EBIT Corporate Mio € 2011/2012 2012/2013 Verwaltungskosten Konzernleitung – 377 – 354 Altersversorgung – 23 – 28 FuE-Förderung – 7 – 6 Risk and Insurance Services 6 6 Sonstige Vorgänge – 9 – 67 Übrige Corporate-Headquarter-Gesellschaften – 2 – 10 EBIT Corporate Headquarter – 412 – 459 EBIT Business Services – 17 – 19 EBIT IT-Services – 11 – 8 EBIT Real Estate – 55 – 14 EBIT Corporate – 495 – 500 Stainless Global Die Business Area ist Anbieter von Edelstahl-Rostfrei-Flachprodukten sowie Hochleistungswerkstoffen wie Nickellegierungen und Titan. Bestandteil dieses Bereichs ist darüber hinaus das neue Edelstahlwerk in den USA. Dieses Segment wurde bis zum Abgang am 28. Dezember 2012 als nicht fortgeführte Aktivitäten eingestuft. Konsolidierung Die Konsolidierung umfasst im Wesentlichen die Eliminierung von Zwischengewinnen im Vorratsvermögen sowie die Rücknahme konzerninterner Zinsverrechnungen. Die Rechnungslegungsgrundsätze für die Segmente sind die gleichen, wie sie für den Konzern in den Grundsätzen der Rechnungslegung beschrieben sind. Gemäß dem für die Segmentberichterstattung relevanten sogenannten „Management Approach“ erfolgen alle Angaben einschließlich der als Veräußerungsgruppen bzw. als nicht fortgeführte Aktivitäten klassifizierten Einheiten. Das Maß für die Ertragskraft der einzelnen Segmente ist die Ertragskennzahl EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen). Die Abgrenzung des EBIT richtet sich nach wirtschaftlichen Kriterien und ist unabhängig von den IFRS-Vorschriften. Faktoren, die sich nur im Konzernverbund optimieren und beurteilen lassen – im Wesentlichen sind dies das operative Finanzergebnis und die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –, bleiben bei der Beurteilung der operativen Einheiten außer Betracht. Das EBIT enthält vom Finanzergebnis lediglich die Bestandteile, die operativen Charakter haben. Nicht operativen Charakter haben grundsätzlich die Finanzierungserträge und die Finanzierungsaufwendungen; eine Ausnahme stellen insbesondere die Erträge und Aufwendungen aus Beteiligungen dar. Die nach der Veräußerung von Stainless Global von ThyssenKrupp nun gehaltene 29,9%ige Beteiligung an Outokumpu, die nach der Equity-Methode bilanziert wird, ist auf Grund des nicht operativen Charakters als Finanzbeteiligung dem Bereich Corporate zugeordnet und das Equity-Ergebnis ist nicht im EBIT enthalten. Zusätzlich wird im EBIT berücksichtigt, dass der Erhalt von Anzahlungen insbesondere in den Segmenten mit langfristigen Fertigungsaufträgen ein integraler Bestandteil des Risikomanagements und damit des operativen Geschäfts ist. Um diese Anzahlungen bzw. die damit erzielbaren Zins- und Finanzierungseffekte adäquat im Wertmanagement zu berücksichtigen, wird das EBIT der entsprechenden Segmente um einen kalkulatorischen Ergebnisbeitrag erhöht. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen. Mio € Components Technology Elevator Technology Industrial Solutions Materials Services Steel Europe Steel Americas Geschäftsjahr 2011/2012 Außenumsätze 6.998 5.704 5.239 12.707 9.077 1.513 konzerninterne Umsätze 13 1 18 458 1.915 501 Umsatzerlöse gesamt 7.011 5.705 5.257 13.165 10.992 2.014 Ergebnis aus der Equity-Bewertung – 1 1 10 – 17 49 0 Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bilanziert sind 14 3 178 48 392 0 Zinserträge 71 64 131 123 13 4 Zinsaufwendungen – 81 – 29 – 54 – 120 – 84 – 187 EBIT 681 387 506 127 188 – 4.747 Bereinigtes EBIT 453 587 689 311 247 – 1.010 Segmentvermögen 5.659 6.318 10.736 9.052 8.014 5.443 Abschreibungen 297 81 60 95 478 404 Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 152 72 157 12 0 3.645 Wertminderungsaufwendungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte 0 0 7 5 0 0 Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1 1 0 0 0 0 Wertaufholungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte Segmentverbindlichkeiten 3.606 3.580 8.616 5.266 4.570 6.038 Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Veränderung der kurzfristigen und sonstigen langfristigen Rückstellungen an Arbeitnehmer sowie der sonstigen Rückstellungen – 86 – 215 – 60 – 67 – 52 1 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 420 136 69 91 465 515 Mio € Corporate Stainless Global Konsolidierung Konzern Geschäftsjahr 2011/2012 Außenumsätze 68 5.739 0 47.045 konzerninterne Umsätze 90 607 – 3.603 0 Umsatzerlöse gesamt 158 6.346 – 3.603 47.045 Ergebnis aus der Equity-Bewertung 0 4 0 46 Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bilanziert sind 12 19 0 666 Zinserträge 536 26 – 714 254 Zinsaufwendungen – 968 – 113 714 – 922 EBIT – 495 – 626 – 391 – 4.370 Bereinigtes EBIT – 487 – 80 – 392 318 Segmentvermögen 16.550 4.552 – 28.040 38.284 Abschreibungen 41 0 – 8 1.448 Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 5 450 0 4.493 Wertminderungsaufwendungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 12 Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1 0 0 3 Wertaufholungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte 0 Segmentverbindlichkeiten 24.809 5.248 – 27.975 33.758 Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Veränderung der kurzfristigen und sonstigen langfristigen Rückstellungen an Arbeitnehmer sowie der sonstigen Rückstellungen – 67 – 93 – 13 – 652 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 5 411 – 5 2.107 Nicht fortgeführte Aktivität Mio € Components Technology Elevator Technology Industrial Solutions Materials Services Steel Europe Steel Americas Geschäftsjahr 2012/2013 Außenumsätze 5.702 6.151 5.626 11.385 7.911 1.673 konzerninterne Umsätze 10 4 15 315 1.709 194 Umsatzerlöse gesamt 5.712 6.155 5.641 11.700 9.620 1.867 Ergebnis aus der Equity-Bewertung 0 1 4 5 53 0 Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bilanziert sind 14 4 163 46 404 0 Zinserträge 53 62 98 69 13 2 Zinsaufwendungen – 76 – 31 – 47 – 100 – 63 – 216 EBIT 173 611 658 – 6 62 – 1.180 Bereinigtes EBIT 244 675 640 236 143 – 495 Segmentvermögen 5.552 6.864 11.124 8.960 7.589 3.998 Abschreibungen 264 80 60 90 441 136 Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 44 9 0 0 18 586 Wertminderungsaufwendungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 14 0 0 Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1 1 0 2 0 0 Segmentverbindlichkeiten 3.526 4.284 9.290 5.260 4.450 5.639 Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Veränderung der kurzfristigen und sonstigen langfristigen Rückstellungen an Arbeitnehmer sowie der sonstigen Rückstellungen – 115 – 160 – 125 – 183 – 227 3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 389 105 63 77 372 170 Mio € Corporate Stainless Global Konsolidierung Konzern Geschäftsjahr 2012/2013 Außenumsätze 66 1.268 0 39.782 konzerninterne Umsätze 124 134 – 2.505 0 Umsatzerlöse gesamt 190 1.402 – 2.505 39.782 Ergebnis aus der Equity-Bewertung – 175 1 0 – 111 Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bilanziert sind 318 0 0 949 Zinserträge 533 1 – 552 279 Zinsaufwendungen – 829 – 46 552 – 856 EBIT – 500 57 – 413 – 538 Bereinigtes EBIT – 425 – 68 – 419 531 Segmentvermögen 18.045 52 – 26.880 35.304 Abschreibungen 40 0 – 7 1.104 Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 3 2 0 662 Wertminderungsaufwendungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte 279 0 0 293 Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 0 4 Segmentverbindlichkeiten 26.908 0 – 26.564 32.793 Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Veränderung der kurzfristigen und sonstigen langfristigen Rückstellungen an Arbeitnehmer sowie der sonstigen Rückstellungen – 80 – 10 0 – 897 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 60 99 0 1.335 Nicht fortgeführte Aktivität Nachfolgend werden die Überleitungsrechnungen der Umsatzerlöse, des Ergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und der Ertragskennzahl EBIT zum EBT gemäß der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Zinserträge und der Zinsaufwendungen zu den Werten der fortgeführten Aktivitäten dargestellt: Überleitung Umsatzerlöse Mio € 2011/2012 2012/2013 Umsatzerlöse gemäß Segmentberichterstattung 47.045 39.782 - Umsatzerlöse Stainless Global – 6.346 – 1.402 + Umsatzerlöse der nicht fortgeführten Aktivität mit Konzerngesellschaften 607 134 + Umsatzerlöse von Konzerngesellschaften mit der nicht fortgeführten Aktivität 230 45 Umsatzerlöse gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 41.536 38.559 Umsatzerlöse in Höhe von 45 (i. Vj. 230) Mio € betreffen Umsätze von Konzerngesellschaften mit Stainless Global. Auch nach dem Abgang sollen diese Geschäftsbeziehungen fortgeführt werden. Sie betreffen im Wesentlichen Leistungen der Business Area Steel Europe an Stainless Global. Überleitung Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen Mio € 2011/2012 2012/2013 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen gemäß Segmentberichterstattung 46 – 111 - Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen von Stainless Global – 4 – 1 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 42 – 112 Überleitung Zinserträge Mio € 2011/2012 2012/2013 Zinserträge gemäß Segmentberichterstattung 254 279 - Zinserträge von Stainless Global – 26 – 1 Konsolidierung 26 0 Zinserträge aus fortgeführten Aktivitäten gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 254 278 Überleitung Zinsaufwendungen Mio € 2011/2012 2012/2013 Zinsaufwendungen gemäß Segmentberichterstattung – 922 – 856 - Zinsaufwendungen von Stainless Global 113 46 Konsolidierung – 109 – 43 Zinsaufwendungen aus fortgeführten Aktivitäten gemäß Gewinn- und Verlustrechnung – 918 – 853 Überleitung EBIT zu EBT Mio € 2011/2012 2012/2013 Bereinigtes EBIT gemäß Segmentberichterstattung 318 531 Sondereffekte – 4.688 – 1.069 EBIT gemäß Segmentberichterstattung – 4.370 – 538 - Im EBIT eliminierte Abschreibungen auf aktivierte Bauzeitzinsen – 41 – 20 + Nicht operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 0 – 175 + Finanzierungserträge 792 628 - Finanzierungsaufwendungen – 1.429 – 1.470 - Bestandteile der Finanzierungserträge, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden – 46 – 22 + Bestandteile der Finanzierungsaufwendungen, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden 27 7 EBT - Konzern – 5.067 – 1.590 - EBT Stainless Global 653 – 58 EBT aus fortgeführten Aktivitäten gemäß Gewinn- und Verlustrechnung – 4.414 – 1.648 Die Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bewertet werden, leitet sich wie folgt auf den Konzen-Bilanzwert über: Überleitung Anteile, die nach der Equity-Methode bewertet sind Mio € 30.09.2012 30.09.2013 Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bewertet werden gemäß Segmentberichterstattung 666 949 - Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bewertet werden, die zur Veräußerung vorgesehen sind – 19 0 Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bewertet werden gemäß Bilanz 647 949 Bei der Darstellung der Informationen nach Regionen erfolgt die Länderzuordnung der Umsätze nach dem Sitz des Kunden, während die Zuordnung des Segmentvermögens und der Investitionen nach dem jeweiligen Standort vorgenommen wird. Die Bestimmung der Investitionen erfolgt nach der für die Kapitalflussrechnung geltenden Abgrenzung. Es gab keine Beziehungen zu einzelnen Kunden, deren Umsatzanteil gemessen am Konzernumsatz wesentlich ist. Außenumsätze nach Regionen Mio € Deutschland USA Übrige Länder Konzern Außenumsätze (Sitz des Kunden) 2011/2012 14.413 7.861 24.771 47.045 2012/2013 12.168 6.253 21.361 39.782 * inklusive nicht fortgeführte Aktivität Langfristige Vermögenswerte nach Regionen Mio € Deutschland USA Brasilien Übrige Länder Konzern Langfristige Vermögenswerte (= immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte), (Standort der Vermögenswerte) 30.09.2012 6.468 3.355 2.460 3.677 15.960 30.09.2013 6.160 2.289 2.013 2.715 13.177 * inklusive Veräußerungsgruppen 25 SCHÄTZUNGEN UND ERMESSENSAUSÜBUNGEN IM RAHMEN DER RECHNUNGSLEGUNG Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert die Vornahme von Schätzungen sowie das Treffen von Annahmen durch das Management, wodurch die Höhe der berichteten Beträge und die diesbezüglichen Anhangangaben beeinflusst werden. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Bilanzierung von Erwerben Als Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswerts und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts entweder auf das unabhängige Gutachten eines externen Bewertungsgutachters zurückgegriffen oder der beizulegende Zeitwert wird intern unter Verwendung einer angemessenen Bewertungstechnik ermittelt, deren Basis üblicherweise die Prognose der insgesamt erwarteten künftigen Cash-Flows ist. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte getroffen hat sowie mit den unterstellten Veränderungen des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes. Firmenwert Wie in den Grundsätzen der Rechnungslegung unter Anhang-Nr. 01 dargestellt, überprüft der Konzern jährlich und sofern irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswerts beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cash-Flows (vgl. Anhang-Nr. 04). Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen könnte. Werthaltigkeit der Vermögenswerte Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert einer Sachanlage, einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie oder eines immateriellen Vermögenswerts wertgemindert sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts geschätzt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten künftigen Cash-Flows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung der diskontierten künftigen Cash-Flows beinhaltet wesentliche Annahmen insbesondere bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsvolumina, der Kosten und der Diskontierungszinssätze (vgl. Anhang-Nr. 03 und 05). Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Industriezweige, in denen der Konzern tätig ist, sowie die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cash-Flows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren, falls sich die vom Management identifizierten Trends umkehren oder sich die Annahmen und Schätzungen als falsch erweisen sollten. Sonstige Rückstellungen Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgten auf Basis der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Der später tatsächlich eintretende Nutzenabfluss kann insofern von den sonstigen Rückstellungen abweichen, vgl. die Ausführungen unter Anhang-Nr. 16. Bewertung einzelner zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte, von Veräußerungsgruppen (Disposal Groups) und nicht fortgeführter Aktivitäten (Discontinued Operations) Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte sowie Veräußerungsgruppen und nicht fortgeführte Aktivitäten werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten kann auf Schätzungen und Annahmen des Managements basieren, die mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind. Die Schätzannahmen sind unter Anhang-Nr. 03 beschrieben. Umsatzrealisierung aus Fertigungsaufträgen Bestimmte Konzerngesellschaften, insbesondere in den Business Areas Elevator Technology und Industrial Solutions, tätigen einen Teil ihrer Geschäfte als Fertigungsaufträge, die nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert werden, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad auszuweisen sind. Diese Methode erfordert eine exakte Schätzung des Ausmaßes des Auftragsfortschritts. In Abhängigkeit von der Methode zur Bestimmung des Fertigstellungsgrades umfassen die wesentlichen Schätzungen die gesamten Auftragskosten, die bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, die gesamten Auftragserlöse, die Auftragsrisiken und andere Beurteilungen. Das Management der operativen Einheiten überprüft kontinuierlich alle Schätzungen, die im Rahmen der Fertigungsaufträge erforderlich sind, und passt diese gegebenenfalls an. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Da der Konzern in zahlreichen Ländern operativ tätig ist und Einkünfte erzielt, unterliegt er in einer Vielzahl von Steuerhoheiten den unterschiedlichsten Steuergesetzen. Um die weltweiten Steuerverbindlichkeiten des Konzerns zu bestimmen, sind daher wesentliche Beurteilungen erforderlich. Obwohl das Management davon ausgeht, eine vernünftige Einschätzung steuerlicher Unwägbarkeiten getroffen zu haben, kann nicht zugesichert werden, dass sich der tatsächliche Ausgang solcher steuerlicher Unwägbarkeiten mit der ursprünglichen Einschätzung deckt. Etwaige Unterschiede könnten in der jeweiligen Periode, in der die Angelegenheit endgültig entschieden wird, Auswirkungen auf die Steuerverbindlichkeiten und die latenten Steuern haben. Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management u.a. die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und die durch zur Verfügung stehende Steuerstrategien erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken. Für weitere Informationen zu potenziellen Steuervorteilen, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt worden sind, vgl. die Ausführungen unter Anhang-Nr. 32. Leistungen an Arbeitnehmer Die Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese Faktoren umfassen u.a. versicherungsmathematische Annahmen wie Diskontierungszinssatz, erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens, erwartete Gehaltssteigerungen, Sterblichkeitsraten und Steigerungsraten für Gesundheitsfürsorgekosten. Diese versicherungsmathematischen Annahmen können auf Grund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen, des Eigenkapitals sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen (vgl. Anhang-Nr. 15 bezüglich weiterer Informationen für Leistungen an Arbeitnehmer). Rechtliche Risiken Wie unter Anhang-Nr. 21 dargestellt, sind ThyssenKrupp Unternehmen in einigen Fällen Parteien in Rechtsstreitigkeiten. Der Ausgang dieser Fälle könnte einen wesentlichen Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Informationen zu diesen Fällen und bildet Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden interne und externe Rechtsanwälte eingesetzt. Im Rahmen der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt das Management die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage oder die formale Geltendmachung eines Anspruchs gegen ThyssenKrupp Unternehmen oder die Angabe eines Rechtsstreits im Anhang bedeuten nicht automatisch, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko angemessen ist. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 26 UMSATZERLÖSE Die Umsatzerlöse enthalten Dienstleistungsumsätze in Höhe von 6.203 (i. Vj. 7.573) Mio € sowie Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 8.145 (i. Vj. 7.337) Mio €. 27 SONSTIGE ERTRÄGE Sonstige Erträge Mio € 2011/2012 2012/2013 Erträge aus Zulagen und Zuschüssen 19 11 Versicherungsentschädigungen 20 30 Übrige 215 184 Insgesamt 254 225 * Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 03). In den übrigen sonstigen Erträgen ist eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten der 538 (i. Vj. 572) konsolidierten Unternehmen enthalten. 28 SONSTIGE AUFWENDUNGEN Sonstige Aufwendungen Mio € 2011/2012 2012/2013 Zuführungen/Auflösungen von Rückstellungen 52 54 Wertminderungen auf Firmenwerte 170 0 Sonstige Steuern 39 42 Übrige 268 476 Insgesamt 529 572 * Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 03). 2012/2013 enthalten die übrigen sonstigen Aufwendungen die ergebniswirksam erfassten Marktwertschwankungen eines zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Frachtderivats in Höhe von 94 Mio €. 2011/2012 beinhalten die übrigen sonstigen Aufwendungen 103 Mio €, die im Zusammenhang mit dem Schienen-Kartellverfahren stehen. Darüber hinaus ist in dieser Position eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten der 538 (i. Vj. 572) konsolidierten Unternehmen enthalten. 29 SONSTIGE GEWINNE UND VERLUSTE Sonstige Gewinne und Verluste Mio € 2011/2012 2012/2013 Ergebnis aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte 1 – 1 Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen – 12 17 Ergebnis aus dem Abgang von als Finanzinvestition gehaltener Immobilien 13 6 Ergebnis aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften 375 118 Übrige – 61 – 67 Insgesamt 316 73 * Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 03). 2011/2012 beinhaltet das Ergebnis aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften Erträge in der Business Area Components Technology aus dem Verkauf der US-amerikanischen Gießerei Waupaca von 356 Mio € und aus dem Verkauf des brasilianischen Chassis-Komponenten-Herstellers ThyssenKrupp Automotive Systems Industrial do Brasil von 40 Mio €. 30 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Erstattung von Aufwendungen des Konzerns in Höhe von 12 (i. Vj. 23) Mio € erfasst; hiervon betreffen 0 (i. Vj. 3) Mio € die nicht fortgeführten Aktivitäten. Die Gewährung der dargestellten Zuwendungen der öffentlichen Hand ist mit bestimmten Auflagen verbunden, von deren Erfüllung derzeit ausgegangen wird. 31 FINANZERGEBNIS Finanzergebnis Mio € 2011/2012 2012/2013 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 42 – 112 Zinserträge aus Finanzguthaben 141 164 Erwarteter Kapitalertrag aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 113 114 Erträge aus Beteiligungen 10 15 Sonstige Finanzierungserträge 521 325 Finanzierungserträge 785 618 Zinsaufwendungen aus Finanzschulden – 522 – 530 Zinsaufwand aus Aufzinsung Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – 396 – 323 Aufwendungen aus Beteiligungen – 7 0 Sonstige Finanzierungsaufwendungen – 467 – 605 Finanzierungsaufwendungen – 1.392 – 1.458 Insgesamt – 565 – 952 * Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 03). Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen enthält anteilige Verluste von Outokumpu in Höhe von 175 (i. Vj. 0) Mio €. In den sonstigen Finanzierungserträgen sind Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in Höhe von 0 (i. Vj. 31) Mio € bzw. in den sonstigen Finanzierungsaufwendungen Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in Höhe von 28 (i. Vj. 0) Mio € enthalten. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Finanzierungsaufwendungen im Berichtsjahr die Abwertung der Finanzforderung gegenüber Outokumpu in Höhe von 279 Mio €. In der Periode wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 23 (i. Vj. 37) Mio € aktiviert; hierdurch verbesserten sich die Zinsaufwendungen aus Finanzschulden entsprechend. Soweit einer bestimmten Investition eine Finanzierung konkret zugerechnet werden kann, werden die tatsächlichen Fremdfinanzierungskosten aktiviert. Sofern kein direkter Bezug hergeleitet werden kann, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns der laufenden Periode berücksichtigt; dieser lag für 2012/2013 bei 5,7 % (i. Vj. 6,2 %). 32 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf: Aufteilung Ertragsteuern Mio € 2011/2012 2012/2013 Laufender Steueraufwand für den Berichtszeitraum 375 310 Latenter Steuerertrag für den Berichtszeitraum – 440 – 231 Laufender Steuerertrag für Vorjahre – 2 – 107 Latenter Steuerertrag für Vorjahre – 12 – 31 Insgesamt – 79 – 59 Hiervon: Laufender Steueraufwand/(-ertrag) Deutschland 89 – 46 Laufender Steueraufwand Ausland 284 249 Latenter Steuerertrag Deutschland – 74 – 252 Latenter Steuerertrag Ausland – 378 – 10 * Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 03). Das im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 anzuwendende deutsche Körperschaftsteuerrecht sieht einen gesetzlichen Steuersatz von 15 % (i. Vj. 15 %) zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 % vor. Die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung der Gesellschaften des Konzerns beträgt 15,7 % (i. Vj. 15,7 %). Daher werden latente Steuern inländischer Gesellschaften zum 30. September 2013 mit einem Gesamtsteuersatz (einschließlich Solidaritätszuschlag) von 31,5 % (i. Vj. 31,5 %) bewertet. Im Geschäftsjahr 2012/2013 ergaben sich im Inland keine Auswirkungen aus Steuersatzänderungen. Im Vorjahr führte die Veränderung der durchschnittlichen Gewerbesteuerbelastung im Inland zu einem latenten Steuerertrag in Höhe von 1 Mio €. Die für ausländische Gesellschaften zu Grunde gelegten jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersätze liegen zwischen 5,7 % und 38,0 % (i. Vj. 5,7 % und 42,3 %). Im Ausland führten Steuersatzänderungen im Geschäftsjahr 2012/2013 zu einem latenten Steuerertrag in Höhe von 36 Mio € (i. Vj. 11 Mio € latenter Steueraufwand). Die im Eigenkapital berücksichtigten Steuern verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Bereiche: Ertragsteuern im Eigenkapital Mio € 2011/2012 2012/2013 Steuerertrag laut GuV-Ausweis – 79 – 59 Steueraufwand auf nicht fortgeführte Aktivitäten 54 5 Erfolgsneutraler Steuereffekt auf das sonstige Ergebnis Fortgeführte Aktivitäten – 372 28 Nicht fortgeführte Aktivitäten – 12 – 3 Insgesamt – 409 – 29 * Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 03). Im Inland bestehen im Konzern zum 30. September 2013 Verlustvorträge in Höhe von 1.302 (i. Vj. 702) Mio € für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag, Verlustvorträge in Höhe von 588 (i. Vj. 64) Mio € für Gewerbesteuer sowie Zinsvorträge in Höhe von 657 (i. Vj. 370) Mio €. Darüber hinaus bestehen im Ausland steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 5.214 (i. Vj. 2.956) Mio €, unter anderem 2.102 (i. Vj. 61) Mio € in Brasilien, 1.962 (i. Vj. 1.699) Mio € in den USA und 323 (i. Vj. 435) Mio € in Kanada, sowie Steuergutschriften in Höhe von 50 (i. Vj. 51) Mio €. Von den in Brasilien zum 30. September 2013 bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen entfallen 2.033 Mio € auf die im letzten Geschäftsjahr als nicht fortgeführt ausgewiesenen Aktivitäten. Die Veränderung steuerlicher Verlustvorträge, Zinsvorträge und ausländischer Steuergutschriften führte im Geschäftsjahr 2012/2013 zu einem latenten Steuerertrag von 261 Mio € (i. Vj. 192 Mio €). Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Zur Bestimmung entsprechender Wertberichtigungen werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Die dabei vorzunehmende Einschätzung kann sich durch zukünftige Entwicklungen verändern. Zum 30. September 2013 werden aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge im Inland in Höhe von 370 Mio € angesetzt, weil für die Aktivierung substanzielle Hinweise auf ausreichende künftige zu versteuernde Ergebnisse vorliegen. Darüber hinaus werden zum 30. September 2013 aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge in den USA in Höhe von 523 Mio € angesetzt, weil für die Aktivierung substanzielle Hinweise auf ausreichende künftige zu versteuernde Ergebnisse vorliegen sowie Steuergestaltungsmöglichkeiten bestehen, die künftige zu versteuernde Ergebnisse erzeugen können, um eine Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge vor deren Verfall zu ermöglichen. Zum 30. September 2013 werden für im Konzern bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 3.288 (i. Vj. 760) Mio € keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Von diesen steuerlichen Verlustvorträgen ist ein Teilbetrag von 2.703 (i. Vj. 644) Mio € nach der bestehenden Rechtslage zeitlich und der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähig, während Verlustvorträge in Höhe von 585 (i. Vj. 116) Mio € innerhalb der nächsten 20 Jahre verfallen werden, soweit sie nicht genutzt werden. Im Vorjahr wurden für Zinsvorträge in Höhe von 370 Mio € keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Die nicht angesetzten aktiven latenten Steuern für steuerliche Verlustvorträge belaufen sich zum 30. September 2013 auf 987 (i. Vj. 160) Mio €. Im Vorjahr beliefen sich die nicht angesetzten aktiven latenten Steuern für Zinsvorträge auf 102 Mio €. Darüber hinaus werden zum 30. September 2013 für ausländische Steuergutschriften in Höhe von 5 (i. Vj. 5) Mio € sowie für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 2.649 (i. Vj. 302) Mio € keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Im Geschäftsjahr 2012/2013 hat sich der Steueraufwand des Konzerns durch die Nutzung nicht angesetzter aktiver latenter Steuern für steuerliche Verlustvorträge, Zinsvorträge und ausländische Steuergutschriften sowie abzugsfähige temporäre Differenzen um 31 (i. Vj. 24) Mio € verringert. Zum 30. September 2013 belaufen sich die zu versteuernden temporären Differenzen aus thesaurierten Gewinnen von Tochtergesellschaften im Konzern, für die keine passiven latenten Steuern gebildet werden, da diese Gewinne in absehbarer Zeit nicht ausgeschüttet werden sollen, auf 496 (i. Vj. 638) Mio €. Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Positionen: Verzeichnis aktiver und passiver latenter Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Mio € 30.09.2012 30.09.2013 30.09.2012 30.09.2013 Immaterielle Vermögenswerte 145 123 411 424 Sachanlagen 505 968 912 516 Finanzielle Vermögenswerte 68 74 28 33 Vorräte 1.199 1.021 286 225 Übrige Aktiva 577 780 578 915 Pensionsrückstellungen 608 576 1 7 Sonstige Rückstellungen 231 206 285 368 Übrige Passiva 770 846 968 806 Steuerliche Verlustvorträge 999 1.956 — — Zinsvorträge 102 181 — — Ausländische Steuergutschriften 51 50 — — Bruttobetrag 5.255 6.781 3.469 3.294 Wertberichtigungen – 339 – 1.874 — — Saldierungen – 3.437 – 3.242 – 3.437 – 3.242 Bilanzansatz 1.479 1.665 32 52 Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie künftigen Belastungen oder Minderungen desselben Steuerpflichtigen gegenüber derselben Steuerbehörde zuzuordnen sind. Auf Konsolidierungssachverhalte entfallen zum 30. September 2013 aktive latente Steuern in Höhe von 48 (i. Vj. 58) Mio €. Der ausgewiesene Steuerertrag des Geschäftsjahres 2012/2013 in Höhe von -59 (i. Vj. -79) Mio € ist um 460 (i. Vj. 1.311) Mio € niedriger als der erwartete Steuerertrag in Höhe von -519 (i. Vj. -1.390) Mio €, der sich bei Anwendung des inländischen Gesamtsteuersatzes von 31,5 % (i. Vj. 31,5 %) auf das Ergebnis vor Steuern ergäbe. Die Überleitung vom erwarteten Steuerertrag zum ausgewiesenen Steuerertrag ergibt sich aus der folgenden Tabelle: Steuerliche Überleitungsrechnung Mio € 2011/2012 in % 2012/2013 in % Erwarteter Steuerertrag – 1.390 31,5 – 519 31,5 Abweichungen zum inländischen Gesamtsteuersatz – 121 2,7 – 13 0,7 Änderung von Steuersätzen oder -gesetzen 10 – 0,2 – 36 2,2 Besteuerung von Veräußerungsergebnissen 38 – 0,9 – 3 0,2 Einkommenskorrekturen 86 – 1,9 170 – 10,3 Veränderung der Wertberichtigungen auf latente Steuern 1.338 – 30,3 446 – 27,1 Periodenfremder Steuerertrag – 15 0,3 – 138 8,4 Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen – 12 0,3 37 – 2,2 Sonstiges – 13 0,3 – 3 0,2 Ausgewiesener Steuerertrag – 79 1,8 – 59 3,6 * Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 03). 33 ERGEBNIS JE AKTIE Das Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) berechnet sich wie folgt: Ergebnis je Aktie 2011/2012 2012/2013 Gesamtbetrag in Mio € Ergebnis je Aktie in € Gesamtbetrag in Mio € Ergebnis je Aktie in € Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) – 3.541 – 6,88 – 1.450 – 2,82 Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) – 700 – 1,36 54 0,11 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) – 4.241 – 8,24 – 1.396 – 2,71 Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück): 514.489.044 514.489.044 * Der Ausweis wurde angepasst (vgl. Anhang-Nr. 03). Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der ThyssenKrupp AG zurechenbaren Jahresüberschusses/(-fehlbetrags) durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum berücksichtigt, in dem sie sich in Umlauf befinden. In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte. 34 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Folgender Personalaufwand ist in den Aufwandspositionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten: Personalaufwand Mio € 2011/2012 2012/2013 Löhne und Gehälter 6.974 6.443 Soziale Abgaben 1.277 1.165 Netto-Pensionsaufwendungen - Leistungszusage 108 131 Netto-Pensionsaufwendungen - Beitragszusage 128 127 Netto-Aufwendungen/(Erträge) der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre – 36 – 2 Abfindungen, vorzeitiges Ausscheiden u.Ä. 198 314 Aufwendungen für Unterstützung 434 313 Insgesamt 9.083 8.491 * Ohne erwarteten Kapitalertrag des Planvermögens und Zinsaufwand aus Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen, die in den Zinserträgen bzw. -aufwendungen ausgewiesen werden Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt : Belegschaft im Jahresdurchschnitt 2011/2012 2012/2013 Components Technology 30.199 27.739 Elevator Technology 46.671 48.282 Industrial Solutions 18.273 18.483 Materials Services 28.704 26.298 Steel Europe 28.274 27.546 Steel Americas 4.172 4.050 Corporate 2.927 3.105 Stainless Global 11.733 1.968 Insgesamt 170.953 157.471 Hiervon: Arbeiter 97.445 86.559 Angestellte 69.454 67.061 Auszubildende 4.054 3.851 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Für die im Geschäftsjahr 2011/2012 erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie der Gesellschaften des weltweiten KPMG-Verbundes und für die im Geschäftsjahr 2012/2013 erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie der Gesellschaften des weltweiten PwC-Verbundes sind folgende Honorare (einschließlich Auslagen) als Aufwand erfasst worden: Konzernabschlussprüfer-Honorare 2011/2012: KPMG 2012/2013: PwC Mio € Gesamt davon Deutschland Gesamt davon Deutschland Abschlussprüfungsleistungen 11 5 14 7 Andere Bestätigungsleistungen 3 2 4 1 Steuerberatungsleistungen 3 1 1 0 Sonstige Leistungen 1 1 0 0 Insgesamt 18 9 19 8 Für die im Geschäftsjahr 2011/2012 erbrachten Dienstleistungen der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie der Gesellschaften des weltweiten PricewaterhouseCoopers-Verbundes sind folgende Honorare (einschließlich Auslagen) als Aufwand erfasst worden: PwC-Honorare 2011/2012 Mio € Gesamt davon Deutschland Prüfungsleistungen 8 3 Andere Bestätigungsleistungen 3 1 Steuerberatungsleistungen 2 1 Sonstige Leistungen 3 3 Insgesamt 16 8 Die Abschlussprüfungs- und die Prüfungsleistungen beinhalten vor allem die Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen der ThyssenKrupp AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen umfassen im Wesentlichen die prüferische Durchsicht der Zwischenabschlüsse sowie die Honorare für Due-Diligence-Leistungen im Zusammenhang mit Akquisitionen und Desinvestitionen. In den Honoraren für Steuerberatungsleistungen sind insbesondere Honorare für die Steuerberatung bei laufenden und geplanten Transaktionen, für die Erstellung von Steuererklärungen, für steuerliche Due-Diligence-Leistungen, für Steuerberatung im Zusammenhang mit Projekten und konzerninternen Reorganisationen sowie die steuerliche Beratung von ins Ausland entsandten Mitarbeitern enthalten. Die Honorare für sonstige Leistungen umfassen überwiegend die Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 35 ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ unter Berücksichtigung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die die Veräußerungsgruppen einschließlich der nicht fortgeführten Aktivitäten betreffen. Nicht zahlungswirksame Investitionstätigkeiten Im Geschäftsjahr 2012/2013 ergab sich aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 51 (i. Vj. 102) Mio €. Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögenswerten aus Finance Lease im Geschäftsjahr 2012/2013 beträgt 11 (i. Vj. 18) Mio €. Im Zusammenhang mit dem zweiten Bauabschnitt des ThyssenKrupp Quartiers in Essen ergab sich im Geschäftsjahr 2012/2013 ein nicht zahlungswirksamer Zugang von Sachanlagen von 41 (i. Vj. 0) Mio €. Im Rahmen des Zusammenschlusses des finnischen Edelstahlherstellers Outokumpu mit der Edelstahlsparte von ThyssenKrupp ergab sich im Geschäftsjahr 2012/2013 ein nicht zahlungswirksamer Zugang von Finanzforderungen von 1.248 (i. Vj. 0) Mio €. Nicht zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten Im Geschäftsjahr 2012/2013 erfolgte durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Brutto-Finanzschulden von 1 (i. Vj. 3) Mio €. Im Zusammenhang mit dem zweiten Bauabschnitt des ThyssenKrupp Quartiers in Essen ergab sich im Geschäftsjahr 2012/2013 ein nicht zahlungswirksamer Zugang von Finanzschulden von 42 (i. Vj. 0) Mio €. Im Rahmen des Zusammenschlusses des finnischen Edelstahlherstellers Outokumpu mit der Edelstahlsparte von ThyssenKrupp ergab sich im Geschäftsjahr 2012/2013 ein nicht zahlungswirksamer Abgang von Finanzschulden von 1.229 (i. Vj. 0) Mio €. BESONDERE EREIGNISSE NACH DEM STICHTAG 36 BESONDERE EREIGNISSE NACH DEM STICHTAG Im Rechtsstreit mit der Deutschen Bahn im Zusammenhang mit dem Schienenkartell wurde im November 2013 eine grundsätzliche Einigung über eine vergleichsweise Erledigung des Rechtsstreits erzielt (vgl. Anhang-Nr. 21). Am 29. November 2013 hat ThyssenKrupp einen Vertrag über den Verkauf des US-amerikanische Walz- und Beschichtungswerks in Calvert/Alabama (ThyssenKrupp Steel) an ein Konsortium aus ArcelorMittal und Nippon Steel & Sumitomo Metal Corporation unterzeichnet. Die Vereinbarung beinhaltet auch den Abschluss eines langfristigen Brammenliefervertrags für das brasilianische Stahlwerk (ThyssenKrupp CSA). Das Wirksamwerden (Closing) der Vereinbarungen steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden. Im Zuge der notwendigen Refinanzierungsmaßnahmen von Outokumpu hat die ThyssenKrupp AG am 29. November 2013 einen Vertrag mit der Outokumpu Oyj zur Übertragung von jeweils 100 % der Anteile an VDM und AST sowie weiterer kleinerer Aktivitäten im Bereich Edelstahl-Service-Center an ThyssenKrupp unterzeichnet. Als Gegenleistung wird die Finanzforderung von ThyssenKrupp gegen die Outokumpu Oyj im Nominalwert einschließlich kapitalisierter Zinsen von 1.269 Mio € auf Outokumpu übertragen, die zum 30. September 2013 mit 969 Mio € bilanziert ist. Damit entfällt auch die aus dem Verkauf von Inoxum an Outokumpu resultierende Verpflichtung zum Ausgleich gegebenenfalls eintretender negativer finanzieller Konsequenzen für Outokumpu aus den fusionskontrollrechtlichen Auflagen in Höhe von bis zu 200 Mio €. Zur Erfüllung der Vorgaben der EU-Kommission wird sich die ThyssenKrupp AG von ihrem 29,9%-Anteil an der Outokumpu Oyj vollständig trennen. Die Veräußerung der Anteile an der Outokumpu Oyj wird in Erwartung einer Kapitalerhöhung von Outokumpu voraussichtlich zu einem Verlust von gut 270 Mio € auf den zum 30. September 2013 bilanzierten Beteiligungsbuchwert von 305 Mio € führen. Dem stehen Entlastungen aus dem Wegfall bilanzierter Risiken gegenüber. Mit Abschluss der Transaktion sind alle weiteren finanziellen Verbindungen zu Outokumpu beendet. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden und der Mitwirkung und Zustimmung von Aktionären, Banken und Gläubigern zum Gesamtkonzept für eine tragfähige Refinanzierung von Outokumpu. SONSTIGE ANGABEN 37 ERKLÄRUNGEN ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX NACH § 161 AKTG Am 01. Oktober 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung der börsennotierten Tochtergesellschaft Eisen- und Hüttenwerke AG ist am 01. Oktober 2013 abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden. 38 INANSPRUCHNAHME VON BEFREIUNGSVORSCHRIFTEN Nachfolgende inländische Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft bzw. Personengesellschaft im Sinne des § 264a HGB haben in Teilen von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 und § 264b HGB Gebrauch gemacht. A AWG Industrieanlagen und Wassertechnik GmbH Berlin Berlin B Becker & Co. GmbH Neuwied Berco Deutschland GmbH Ennepetal Blohm + Voss Marine Systems GmbH Hamburg Blohm + Voss Shipyards & Services GmbH Hamburg Brüninghaus Schmiede GmbH Grünwald Buckau-Walther GmbH Grünwald C Christian Hein GmbH Langenhagen D DWR - Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH Andernach E EH Güterverkehr GmbH Duisburg Eisenmetall Handelsgesellschaft mbH Gelsenkirchen ELEG Europäische Lift + Escalator GmbH Düsseldorf Emder Werft und Dockbetriebe GmbH Emden Erich Weit GmbH München G GWH Aufzüge GmbH Himmelstadt H Haisch Aufzüge GmbH Gingen/Fils Hanseatische Aufzugsbau GmbH Rostock Herzog Coilex GmbH Stuttgart Hoesch Hohenlimburg GmbH Hagen I IKL Ingenieurkontor Lübeck GmbH Kiel Innovative Meerestechnik GmbH Emden J Jacob Bek GmbH Ulm K KBS Kokereibetriebsgesellschaft Schwelgern GmbH Duisburg Kraemer & Freund Handel GmbH Hagen Krupp Industrietechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung Grünwald L LiftEquip GmbH Elevator Components Neuhausen a.d.F. M Max Cochius GmbH Berlin MgF Magnesium Flachprodukte GmbH Freiberg MONTAN GmbH Assekuranz-Makler Düsseldorf O Otto Wolff Handelsgesellschaft mbH Essen P Peiniger International GmbH Grünwald R Rasselstein Verwaltungs GmbH Neuwied Reisebüro Dr. Tigges GmbH Essen S Springs and Stabilizers Holding GmbH Essen Stahlhauser Liegenschaften Verwaltungsgesellschaft mbH Essen SVG Steinwerder Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg T Tepper Aufzüge GmbH Münster Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Industrie Essen Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Stahl Essen Thyssen Stahl GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Academy GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Access Solutions GmbH Essen ThyssenKrupp AdMin GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Aerospace Germany GmbH Rodgau ThyssenKrupp Aufzüge GmbH Stuttgart ThyssenKrupp Aufzugswerke GmbH Neuhausen a.d.F. ThyssenKrupp Automotive Systems GmbH Essen ThyssenKrupp Bilstein GmbH Ennepetal ThyssenKrupp Business Services GmbH Essen ThyssenKrupp DeliCate GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Dienstleistungen GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Electrical Steel Verwaltungsgesellschaft mbH Gelsenkirchen ThyssenKrupp Elevator (CENE) GmbH Essen ThyssenKrupp Elevator (CENE) Infrastruktur GmbH Essen ThyssenKrupp Elevator AG Düsseldorf ThyssenKrupp Elevator Innovation GmbH Essen ThyssenKrupp Elevator Research GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Encasa GmbH Neuss ThyssenKrupp Facilities Services GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Fahrtreppen GmbH Hamburg ThyssenKrupp Federn GmbH Hagen ThyssenKrupp Federn und Stabilisatoren GmbH Hagen ThyssenKrupp Fördertechnik GmbH Essen ThyssenKrupp Gerlach GmbH Homburg/Saar ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH Essen ThyssenKrupp Grundbesitz Verwaltungs GmbH Essen ThyssenKrupp Grundbesitz-Vermietungs GmbH & Co. KG Essen ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Krupp Hoesch Stahl Essen ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Stahl Essen ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Concordiahütte GmbH Oberhausen ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Krefeld GmbH Oberhausen ThyssenKrupp Industrial Services Holding GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Industrial Solutions AG Hamburg ThyssenKrupp Information Services GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp IT Services GmbH Essen ThyssenKrupp Management Consulting GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Mannex GmbH Essen ThyssenKrupp Marine Systems GmbH Kiel ThyssenKrupp Materials International GmbH Essen ThyssenKrupp Metallurgical Products GmbH Essen ThyssenKrupp MetalServ GmbH Essen ThyssenKrupp Plastics GmbH Essen ThyssenKrupp Presta Chemnitz GmbH Chemnitz ThyssenKrupp Presta Esslingen GmbH Esslingen ThyssenKrupp Presta Ilsenburg GmbH Ilsenburg ThyssenKrupp Presta SteerTec GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Presta SteerTec Mülheim GmbH Mülheim ThyssenKrupp Rasselstein GmbH Andernach ThyssenKrupp Real Estate GmbH Essen ThyssenKrupp Resource Technologies GmbH Beckum ThyssenKrupp Risk and Insurance Services GmbH Essen ThyssenKrupp Rothe Erde GmbH Dortmund ThyssenKrupp Sägenstahlcenter GmbH Duisburg ThyssenKrupp Schulte GmbH Essen ThyssenKrupp Stahlkontor GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Stahl-Service-Center GmbH Krefeld ThyssenKrupp Steel Europe AG Duisburg ThyssenKrupp Steel Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH Duisburg ThyssenKrupp System Engineering GmbH Essen ThyssenKrupp Technologies Beteiligungen GmbH Essen ThyssenKrupp Transrapid GmbH Kassel ThyssenKrupp Uhde GmbH Dortmund ThyssenKrupp Uhde Engineering Services GmbH Haltern am See ThyssenKrupp Valvetrain GmbH Ilsenburg ThyssenKrupp Vermietungs GmbH Duisburg U Uhde High Pressure Technologies GmbH Hagen Uhde Inventa-Fischer GmbH Berlin Uhde Services and Consulting GmbH Dortmund V Vermögensverwaltungsgesellschaft TAUS mbH Grünwald Vermögensverwaltungsgesellschaft TKAS mbH Grünwald Vermögensverwaltungsgesellschaft TKW mbH Grünwald X Xtend new media Holding GmbH Grünwald Nachfolgende niederländische Tochterunternehmen haben von der Befreiungsvorschrift gemäß Artikel 2:403 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches (Civil Code of the Netherlands) Gebrauch gemacht. T ThyssenKrupp Nederland Holding B.V. Roermond Thyssenkrupp Nederland Intermediate B.V. Roermond ThyssenKrupp Slab International B.V. Brielle ThyssenKrupp Veerhaven B.V. Rotterdam U Uhde Fertilizer Technology B.V. Amsterdam 39 AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES Die vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns ist im Bundesanzeiger veröffentlicht und wird auf der Website der Gesellschaft wiedergegeben unter www.thyssenkrupp.com/de/investor/geschaeftsberichte.html. 39 Aufstellung ANTEILSBESITZ THYSSENKRUPP KONZERN zum 30.09.2013 Lfd. Nr. Name und Sitz Währung Gesellschaftskapital in 1.000 € bzw. Fremdwährung Anteil am Kapital % A. Voll konsolidierte Tochterunternehmen Components Technology Presta Camshafts 1 ThyssenKrupp Presta Chemnitz GmbH, Chemnitz 25 100,00 2 ThyssenKrupp Presta Ilsenburg GmbH, Ilsenburg 307 100,00 3 ThyssenKrupp Presta TecCenter AG, Eschen, Liechtenstein CHF 10.000 100,00 4 ThyssenKrupp Valvetrain GmbH, Ilsenburg (Harz) 25 100,00 5 ThyssenKrupp Presta Dalian Co. Ltd., Dalian, VR China 18.500 100,00 6 ThyssenKrupp Presta Danville, LLC, Danville/Illinois, USA USD 0 100,00 7 ThyssenKrupp Valvetrain China Ltd., Changzhou, VR China 13.000 1) 100,00 Forging-Group 8 ThyssenKrupp Gerlach GmbH, Homburg/Saar 34.257 100,00 9 ThyssenKrupp Crankshaft Co. LLC, Danville/Illinois, USA USD 1 100,00 10 ThyssenKrupp Engine Components (China) Co., Ltd., Nanjing, VR China USD 76.000 100,00 11 ThyssenKrupp Engine Components (India) Private Ltd., Nashik, Indien INR 300.000 1) 100,00 12 ThyssenKrupp Mavilor S.A., L'Horme, Frankreich 89.965 100,00 13 ThyssenKrupp Metalúrgica Campo Limpo Ltda., Campo Limpo Paulista, Brasilien BRL 85.000 59,77 14 ThyssenKrupp Metalúrgica de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 158.174 1) 100,00 15 ThyssenKrupp Metalúrgica Santa Luzia Ltda., Santa Luzia, Brasilien BRL 58.198 100,00 16 ThyssenKrupp Metalúrgica Servicios S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 131 1) 100,00 Rothe Erde 17 PSL Wälzlager GmbH, Dietzenbach 26 100,00 18 ThyssenKrupp Rothe Erde GmbH, Dortmund 12.790 100,00 19 Defontaine Ibérica S.A., Viana, Spanien 721 100,00 20 Defontaine (Qingdao) Machinery Co., Ltd., Jiaonan City, Shandong Province, VR China 33.500 100,00 21 Defontaine S.A., La Bruffière, Frankreich 4.603 100,00 22 Defontaine Tunisie S.A., Ben Arous, Tunesien TND 1.500 50,97 23 Nippon Roballo Company Ltd., Minato-ku/Tokio, Japan JPY 740.000 100,00 24 OOO PSL, Moskau, Russland RUB 100 1) 100,00 25 PSL a.s., Povazská Bystrica, Slowakische Republik 7.769 100,00 26 PSL of America Inc., Twinsburg/Ohio, USA USD 1 100,00 27 REX (Xuzhou) Slewing Bearing Co., Ltd., Xuzhou, VR China USD 50.500 1) 60,00 28 Roballo Engineering Company Ltd., Peterlee, Großbritannien GBP 1.000 100,00 29 Robrasa Rolamentos Especiais Rothe Erde Ltda., Diadema, Brasilien BRL 11.207 100,00 30 Rotek Incorporated, Aurora/Ohio, USA USD 100 100,00 31 Rothe Erde - Metallurgica Rossi S.p.A., Visano, Italien 1.612 100,00 32 Rothe Erde Ibérica S.A., Zaragoza, Spanien 1.369 100,00 33 Rothe Erde India Private Ltd., Maharashtra, Indien INR 1.190.570 100,00 34 Xuzhou Rothe Erde Ring Mill Co., Ltd., Xuzhou, VR China USD 27.749 1) 100,00 35 Xuzhou Rothe Erde Slewing Bearing Co., Ltd., Xuzhou, VR China USD 48.800 1) 60,00 Berco 36 BERCO Deutschland GmbH, Ennepetal 2.387 100,00 37 Berco Bulgaria EOOD, Apriltsi, Bulgarien BGN 780 1) 100,00 38 Berco of America Inc., Waukesha/Wisconsin, USA USD 50 100,00 39 Berco (Shanghai) Undercarriage Technology Co., Ltd., Shanghai, VR China 4.000 100,00 40 Berco (Shanghai) Undercarriage Trading Co.,Ltd., Shanghai, VR China 2.000 100,00 41 Berco S.p.A., Copparo, Italien 38.700 100,00 42 Berco (UK) Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 120 100,00 43 Berco Undercarriages (India) Private Ltd., Andrah Pradesh, Indien INR 450.000 100,00 44 BercoSul Ltda., Diadema-São Paulo, Brasilien BRL 14.062 100,00 Chassis 45 HF Vermögensverwaltungsgesellschaft im Ruhrtal GmbH, Hagen 2.098 99,95 46 Kraemer & Freund Handel GmbH, Hagen 100 100,00 47 Springs and Stabilizers Holding GmbH, Essen 25 100,00 48 ThyssenKrupp Automotive Systems GmbH, Essen 2.557 100,00 49 ThyssenKrupp Bilstein GmbH, Ennepetal 5.982 99,50 50 ThyssenKrupp Federn GmbH, Hagen 15.595 100,00 51 ThyssenKrupp Federn und Stabilisatoren GmbH, Hagen 25 100,00 52 ThyssenKrupp Presta Aktiengesellschaft, Eschen, Liechtenstein CHF 15.000 100,00 53 ThyssenKrupp Presta Esslingen GmbH, Esslingen 50 100,00 54 ThyssenKrupp Presta Schönebeck GmbH, Schönebeck 512 100,00 55 ThyssenKrupp Presta SteerTec GmbH, Düsseldorf 5.114 100,00 56 ThyssenKrupp Presta SteerTec Mülheim GmbH, Mülheim 26 100,00 57 Chengdu ThyssenKrupp Fawer Spring Co. Ltd., Chengdu, VR China CNY 55.000 1) 100,00 58 ThyssenKrupp Automotive Sales & Technical Center, Inc., Troy/Michigan, USA USD 3 100,00 59 ThyssenKrupp Automotive Systèmes France S.A.R.L., Hambach, Frankreich 152 100,00 60 ThyssenKrupp Automotive Systems de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 50 1) 100,00 61 ThyssenKrupp Automotive Systems of America. LLC, Wilmington/Delaware, USA USD 1 100,00 62 ThyssenKrupp Bilstein Brasil Molas e Componentes de Suspensão Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 76.090 100,00 63 ThyssenKrupp Bilstein Compa S.A., Sibiu, Rumänien LEU 3.029 73,09 64 ThyssenKrupp Bilstein of America Inc., San Diego/California, USA USD 945 100,00 65 ThyssenKrupp Bilstein Sasa S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico MXN 457.561 1) 100,00 66 ThyssenKrupp Fawer Liaoyang Spring Co., Ltd., Liaoyang/Liaoning, VR China USD 21.278 1) 60,00 67 ThyssenKrupp Presta de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 17.316 1) 100,00 68 ThyssenKrupp Presta do Brasil Ltda., Curitiba, Brasilien BRL 36.944 100,00 69 ThyssenKrupp Presta Fawer (Changchun) Co. Ltd., Changchun, VR China CNY 52.834 1) 60,00 70 ThyssenKrupp Presta France S.A.S., Florange, Frankreich 36.215 100,00 71 ThyssenKrupp Presta HuiZhong Shanghai Co., Ltd., Shanghai, VR China CNY 100.562 1) 60,00 72 ThyssenKrupp Presta Hungary Kft., Budapest, Ungarn HUF 632.770 100,00 73 ThyssenKrupp Presta Japan Co., Ltd., Tokio, Japan JPY 10.000 100,00 74 ThyssenKrupp Presta Servicios de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 50 1) 100,00 75 ThyssenKrupp Presta Shanghai Co. Ltd., Shanghai, VR China 11.000 1) 100,00 76 ThyssenKrupp Presta SteerTec Poland Sp.z o.o., Meseritz, Polen PLN 3.664 100,00 77 ThyssenKrupp Presta USA, LLC, Terre Haute/Indiana, USA USD 4.000 100,00 78 ThyssenKrupp Sasa Servicios, S.A.de C.V., San Luis Potosi, Mexico MXN 50 1) 100,00 79 ThyssenKrupp Woodhead Ltd., Leeds, Großbritannien GBP 7.610 100,00 Elevator Technology Corporate Elevator 80 ThyssenKrupp Elevator AG, Düsseldorf 100.000 100,00 81 ELEG Europäische Lift + Escalator GmbH, Düsseldorf 51 100,00 82 Rheinstahl Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf 26 100,00 83 ThyssenKrupp Elevator Innovation GmbH, Essen 25 100,00 84 ThyssenKrupp Elevator Research GmbH, Düsseldorf 25 100,00 85 ThyssenKrupp Elevator Innovation Center, S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 902 100,00 Central/Eastern/Northern Europe (CENE) 86 Christian Hein GmbH, Langenhagen 522 100,00 87 Eggert Aufzüge GmbH, Troisdorf 55 100,00 88 Eggert Elevator GmbH, Troisdorf 25 100,00 89 Eggert Lifttechnik GmbH, Berlin 30 100,00 90 GWH Aufzüge GmbH, Himmelstadt 26 100,00 91 Haisch Aufzüge GmbH, Gingen/Fils 50 100,00 92 Hanseatische Aufzugsbau GmbH, Rostock 33 100,00 93 LiftEquip GmbH Elevator Components, Neuhausen a.d.F. 25 100,00 94 Tepper Aufzüge GmbH, Münster 1.641 100,00 95 ThyssenKrupp Aufzüge GmbH, Stuttgart 2.700 100,00 96 ThyssenKrupp Aufzugswerke GmbH, Neuhausen a.d.F. 10.226 99,50 97 ThyssenKrupp Elevator (CENE) GmbH, Essen 7.100 100,00 98 ThyssenKrupp Elevator (CENE) Infrastruktur GmbH, Essen 2.700 100,00 99 ThyssenKrupp Fahrtreppen GmbH, Hamburg 1.311 100,00 100 Ascenseurs Drieux-Combaluzier S.A.S., Les Lilas, Frankreich 977 100,00 101 Bardeck Lift Engineers Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP 11 100,00 102 Compagnie des Ascenseurs et Elevateurs S.A.M. 'CASEL SAM', Monaco, Monaco 153 99,60 103 Hammond & Champness Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP 500 100,00 104 MGTI SNEV S.A.S., Saint Jeannet, Frankreich 526 100,00 105 MP Transtec AB, Kävlinge, Schweden SEK 100 100,00 106 Mulder Liftservice B.V., Nuth, Niederlande 18 100,00 107 OOO ThyssenKrupp Elevator, Moskau, Russland RUB 14.344 1) 100,00 108 Proxi-Line E.U.R.L., Angers, Frankreich 77 100,00 109 Skylift B.V., Barneveld, Niederlande 18 1) 100,00 110 The Britannic Lift Company Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP 35 100,00 111 ThyssenKrupp Ascenseurs Luxembourg S.a.r.l., Luxemburg, Luxemburg 34 100,00 112 ThyssenKrupp Ascenseurs S.A.S., Angers, Frankreich 8.117 100,00 113 ThyssenKrupp Aufzüge AG, Rümlang, Schweiz CHF 1.165 100,00 114 ThyssenKrupp Aufzüge Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 370 100,00 115 ThyssenKrupp Aufzüge Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP 20.990 100,00 116 ThyssenKrupp Aufzüge Norge A/S, Oslo, Norwegen NOK 5.200 100,00 117 ThyssenKrupp Aufzugswerke Konstruktions GmbH, Gratkorn, Österreich 35 100,00 118 ThyssenKrupp Dizala d.o.o., Zagreb, Kroatien HRK 17.204 100,00 119 ThyssenKrupp dvigala d.o.o., Trzin, Slowenien 1.435 100,00 120 ThyssenKrupp Elevator A/S, Glostrup, Dänemark DKK 757 100,00 121 ThyssenKrupp Elevator A/S, Oslo, Norwegen NOK 100 100,00 122 ThyssenKrupp Elevator B.V., Krimpen aan den IJssel, Niederlande 4.977 100,00 123 ThyssenKrupp Elevator Holding France S.A.S., Puteaux Cedex, Frankreich 34.433 100,00 124 ThyssenKrupp Elevator Ireland, Ltd., Dublin, Irland 63 100,00 125 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing France S.A.S., Angers, Frankreich 4.602 100,00 126 ThyssenKrupp Elevator Sp. z o.o., Warschau, Polen PLN 15.300 100,00 127 ThyssenKrupp Elevator Sverige AB, Stockholm, Schweden SEK 8.542 100,00 128 ThyssenKrupp Elevator UK Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP 2.300 100,00 129 ThyssenKrupp Elevatori d.o.o., Belgrad, Serbien 1.150 1) 100,00 130 ThyssenKrupp Hissit Oy, Helsinki, Finnland 42 100,00 131 ThyssenKrupp Kazlift LLP, Almaty, Kasachstan KZT 234.876 100,00 132 ThyssenKrupp Lift Kft, Budapest, Ungarn HUF 146.480 100,00 133 ThyssenKrupp Liften Ascenseurs S.A., Brüssel, Belgien 2.480 100,00 134 ThyssenKrupp Liften B.V., Krimpen aan den IJssel, Niederlande 1.875 100,00 135 ThyssenKrupp Rulletrapper A/S, Oslo, Norwegen NOK 100 100,00 136 ThyssenKrupp Vytahy s.r.o., Prag, Tschechische Republik CZK 90.593 100,00 137 ThyssenKrupp Vytahy s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik 266 100,00 138 Trapo Küng AG, Zwingen, Schweiz CHF 500 100,00 Southern Europe/Africa/Middle East (SEAME) 139 ASEL Ascensores S.L., Madrid, Spanien 606 100,00 140 Eurolift Elevatori S.r.l., Rimini, Italien 10 100,00 141 MIE Ascensori S.r.l., Brescia, Italien 100 1) 100,00 142 M.Z. Ascensori S.R.L., Milano, Italien 10 100,00 143 ThyssenKrupp Asansör Sanayi ve Tic. A.S., Istanbul, Türkei TRY 59.464 100,00 144 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Lissabon, Portugal 3.586 100,00 145 ThyssenKrupp Elevadores, S.L.U., Madrid, Spanien 4.696 100,00 146 ThyssenKrupp Elevator Almoayyed W.L.L., Manama, Bahrain BHD 20 70,00 147 ThyssenKrupp Elevator Egypt Ltd., Kairo, Ägypten EGP 2.400 100,00 148 ThyssenKrupp Elevator Israel LP, Rishon Le'zion, Israel ILS 40.000 100,00 149 ThyssenKrupp Elevator Italia S.p.A., Mailand, Italien 490 100,00 150 ThyssenKrupp Elevator L.L.C., Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 500 49,00 151 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing Spain S.L.U., Andoain, Spanien 281 100,00 152 ThyssenKrupp Elevator Maroc S.A.R.L., Casablanca. Marruecos , Marokko MAD 2.085 100,00 153 ThyssenKrupp Elevator Saudi Co. Ltd., Riyadh, Saudi Arabien SAR 2.000 100,00 154 ThyssenKrupp Elevator Shuaib Trading Co. WLL., Kuwait, Kuwait KWD 300 70,00 155 ThyssenKrupp Elevator (South Africa) (Pty.) Ltd., Johannesburg, Südafrika ZAR 111 100,00 156 ThyssenKrupp Elevator Southern Europe, Africa & Middle East, S.L.U., Madrid, Spanien 306.109 100,00 157 ThyssenKrupp Elevator SRL, Bukarest, Rumänien RON 1.545 1) 100,00 158 ThyssenKrupp Elevator UAE (L L C), Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 80.300 100,00 159 ThyssenKrupp Elevator/Jordan Ltd. Co., Amman, Jordanien JOD 1.569 100,00 160 ThyssenKrupp Elevators Hellas S.A., Athen, Griechenland 10.840 100,00 161 ThyssenKrupp Industries and Services Qatar LLC, Doha, Katar QAR 2.000 100,00 162 ThyssenKrupp Norte S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 4.147 100,00 Americas (AMS) 163 Computerized Elevator Control Corp., New York, USA USD 8 100,00 164 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Guatemala, Guatemala GTQ 10.178 1) 100,00 165 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., São Paulo , Brasilien BRL 259.607 99,78 166 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Santiago de Chile-Nunoa, Chile CLP 2.289.533 100,00 167 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Panama, Panama USD 867 1) 100,00 168 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Buenos Aires, Argentinien ARS 18.728 1) 100,00 169 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Bogota, Kolumbien COP 5.657.905 1) 100,00 170 ThyssenKrupp Elevadores, S.A. de C.V., Mexico City, Mexico MXN 75.036 1) 100,00 171 ThyssenKrupp Elevadores S.A.C., Lima, Peru PEN 12.556 1) 100,00 172 ThyssenKrupp Elevadores, S.R.L., Montevideo, Uruguay UYU 6.303 100,00 173 ThyssenKrupp Elevadores, S.R.L., Asunción, Paraguay PYG 1.330.000 1) 100,00 174 ThyssenKrupp Elevator Americas Corp., Wilmington/Delaware, USA USD 0 100,00 175 ThyssenKrupp Elevator Canada Ltd., Toronto/Ontario, Kanada CAD 178.141 100,00 176 ThyssenKrupp Elevator Corp., Wilmington/Delaware, USA USD 26.261 100,00 177 ThyssenKrupp Elevator Inc., San Juan, Puerto Rico USD 1 100,00 178 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing Inc., Collierville/Tennessee, USA USD 1 100,00 179 ThyssenKrupp Northern Elevator Corp., Scarborough/Ontario, Kanada CAD 174.100 100,00 Asia/Pacific (AP) 180 ThyssenKrupp Elevator (Korea) Ltd., Seoul, South Korea KRW 1.273.220 100,00 181 PT. ThyssenKrupp Elevator Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 12.760.653 94,68 182 Sun Rhine Enterprises Ltd., Taipei, Taiwan TWD 138.075 100,00 183 Sun Rich Enterprises Ltd., Taipei, Taiwan TWD 6.000 100,00 184 Thyssen Elevators Co., Ltd., Zhongshan, VR China USD 31.680 1) 100,00 185 ThyssenKrupp Elevator & Escalator (Shanghai) Co.Ltd., Shanghai, VR China USD 5.250 1) 100,00 186 ThyssenKrupp Elevator Asia Pacific Ltd., Hongkong, VR China HKD 58.000 100,00 187 ThyssenKrupp Elevator Australia Pty. Ltd., Sydney/New South Wales, Australien AUD 4.300 100,00 188 ThyssenKrupp Elevator (BD) Pvt. Ltd., Dhaka, Bangladesch BDT 3.395 100,00 189 ThyssenKrupp Elevator (HK) Ltd., Hongkong, VR China HKD 164.970 100,00 190 ThyssenKrupp Elevator (India) Private Limited, New Delhi, Indien INR 881.620 100,00 191 ThyssenKrupp Elevator Installation and Maintenance (China) Co. Ltd., Guangzhou, VR China USD 6.500 1) 100,00 192 ThyssenKrupp Elevator Malaysia Sdn. Bhd., Selangor, Malaysia MYR 500 100,00 193 ThyssenKrupp Elevator New Zealand Ltd., Auckland, Neuseeland NZD 1 100,00 194 ThyssenKrupp Elevator (Singapore) Pte.Ltd., Singapur, Singapur SGD 6.800 100,00 195 ThyssenKrupp Elevator (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 155.776 100,00 196 ThyssenKrupp Elevator Vietnam Co., Ltd., Hanoi, Vietnam USD 730 100,00 197 ThyssenKrupp Elevators (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China USD 13.940 1) 100,00 198 ThyssenKrupp Escalator Co. (China) Ltd., Zhongshan/Guangdong, VR China USD 14.800 1) 100,00 199 ThyssenKrupp Lifts Pacific Pty. Ltd., Alexandria/New South Wales, Australien AUD 5.151 100,00 200 ThyssenKrupp Technologies (Cambodia) Co., Ltd., Phnom Penh, Kambodscha KHR 200.000 1) 100,00 201 TK Lif & Eskalator Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia MYR 100 100,00 Access Solutions (AS) 202 ThyssenKrupp Access Solutions GmbH, Essen 25 100,00 203 ThyssenKrupp Encasa GmbH, Neuss 32 100,00 204 AVIOTEAM Servizio e Manutenzioni S.r.l., Rom, Italien 52 1) 65,00 205 ThyssenKrupp Access China Ltd., Shanghai, VR China USD 1.970 100,00 206 ThyssenKrupp Access Corp., Kansas City/Missouri, USA USD 0 100,00 207 ThyssenKrupp Access Japan Co., Ltd., Tokio, Japan JPY 47.000 100,00 208 ThyssenKrupp Access Ltd., Stockton-on-Tees, Großbritannien GBP 100 100,00 209 ThyssenKrupp Accessibility B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 1.270 100,00 210 ThyssenKrupp Airport Services S.L., Mieres / Asturias, Spanien 150 100,00 211 ThyssenKrupp Airport Systems Co. (Zhongshan) Ltd., Zhongshan/Guangdong, VR China USD 10.372 1) 100,00 212 ThyssenKrupp Airport Systems Inc., Fort Worth/Texas, USA USD 3.510 100,00 213 ThyssenKrupp Airport Systems, S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 1.743 100,00 214 ThyssenKrupp Encasa AS, Oslo, Norwegen NOK 110 100,00 215 ThyssenKrupp Encasa Asansör Sanayi Ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei TRY 1.250 1) 60,00 216 ThyssenKrupp Encasa B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 97 100,00 217 ThyssenKrupp Encasa Limited, Cleveland, Großbritannien GBP 707 100,00 218 ThyssenKrupp Encasa N.V., Gent, Belgien 450 100,00 219 ThyssenKrupp Encasa, SA, Sintra, Portugal 50 100,00 220 ThyssenKrupp Encasa S.A.S., Courbevoie, Frankreich 128 100,00 221 ThyssenKrupp Encasa S.L., Madrid, Spanien 3 100,00 222 ThyssenKrupp Encasa S.r.l., Pisa, Italien 500 100,00 223 ThyssenKrupp Monolift AB, Stockholm, Schweden SEK 100 100,00 Industrial Solutions Uhde 224 AWG Industrieanlagen und Wassertechnik GmbH Berlin, Berlin DEM 50 100,00 225 GKI-OFU Industrieofenbau GmbH, Dortmund 26 100,00 226 ThyssenKrupp Uhde Engineering Services GmbH, Haltern am See 588 100,00 227 ThyssenKrupp Uhde GmbH, Dortmund 49.650 100,00 228 Uhde High Pressure Technologies GmbH, Hagen 1.023 100,00 229 Uhde Inventa-Fischer GmbH, Berlin 3.210 100,00 230 Edeleanu SDN. BHD., Kuala Lumpur, Malaysia MYR 1.000 100,00 231 OOO Uhde, Dzerzhinsk, Russland RUB 5.000 1) 100,00 232 OSC Process Engineering Ltd., Stockport, Großbritannien GBP 350 90,00 233 The House (Al-Bait) for Metal Technology and Engineering LLC, Bagdad, Irak IQD 1.000 100,00 234 ThyssenKrupp Industrial Solutions (Australia) Pty. Ltd., West Melbourne/Victoria, Australien AUD 857 100,00 235 ThyssenKrupp Industrial Solutions South Africa (Pty) Ltd., Sunninghill, Südafrika ZAR 1.000 100,00 236 ThyssenKrupp Otto Co., Ltd., Tokio, Japan JPY 480.000 100,00 237 ThyssenKrupp Uhde Energy & Power Consultants Ltd., Port Talbot (Wales), Großbritannien GBP 1 1) 100,00 238 ThyssenKrupp Uhde Energy & Power Global Ltd., Port Talbot (Wales), Großbritannien GBP 1 1) 100,00 239 ThyssenKrupp Uhde Energy & Power Ltd., Port Talbot (Wales), Großbritannien GBP 300 1) 100,00 240 Uhde Arabia Ltd., Al-Khobar, Saudi Arabien SAR 2.000 60,00 241 Uhde Corporation of America, Bridgeville/Pennsylvania, USA USD 0 100,00 242 Uhde Engineering Consulting (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 364 1) 100,00 243 Uhde Engineering de México, S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico MXN 8.919 1) 100,00 244 Uhde Engineering Egypt Company (S.A.E.), Kairo, Ägypten EGP 250 100,00 245 Uhde Fertilizer Technology B.V., Amsterdam, Niederlande 18 100,00 246 Uhde India Private Ltd., Mumbai, Indien INR 29.440 80,43 247 Uhde Inventa-Fischer AG, Domat / Ems, Schweiz CHF 100 100,00 248 Uhde Mexico S.A. de C.V., Mexico City, Mexico MXN 45.219 1) 100,00 249 Uhde Services Slovakia s.r.o., Lazaretská, Slowakische Republik SKK 200 100,00 250 Uhde Shedden (Australia) Pty. Ltd., South Melbourne/Victoria, Australien AUD 5.757 100,00 251 Uhde (Thailand) Ltd., Bangkok, Thailand THB 31.000 48,38 Resource Technologies 252 ThyssenKrupp Resource Technologies GmbH, Beckum 10.737 100,00 253 A-C Equipment Services Corp., Milwaukee/Wisconsin, USA USD 4.500 100,00 254 ELEX CemCat AG, Schwerzenbach, Schweiz CHF 100 60,00 255 Krupp Canada Inc., Calgary/Alberta, Kanada CAD 5.000 100,00 256 Maerz Ofenbau AG, Zürich, Schweiz CHF 1.000 100,00 257 Mining Plants & Systems Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien BGN 5 1) 100,00 258 OOO Polysius, Moskau, Russland RUB 17.000 100,00 259 Polysius Corp., Atlanta/Georgia, USA USD 0 100,00 260 Polysius de Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien ARS 120 100,00 261 Polysius de Mexico S.A. de C.V., Mexico-City, Mexico MXN 12.000 1) 100,00 262 Polysius del Peru S.A., Arequipa, Peru PEN 28.678 100,00 263 Polysius Engineering Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia MYR 500 100,00 264 Polysius Ingenieria y Servicios del Peru S.A., Arequipa, Peru PEN 410 100,00 265 Polysius Ltd., Ascot/Berkshire, Großbritannien GBP 300 100,00 266 Polysius S.A., Madrid, Spanien 601 100,00 267 Polysius S.A.S., Aix en Provence, Frankreich 2.400 100,00 268 Polysius (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 12.082 100,00 269 Polysius Vietnam Ltd., Hanoi, Vietnam VND 2.416.700 100,00 270 PT. ThyssenKrupp Polysius Indonesia, Jakarta, Indonesien USD 250 67,00 271 PWH Materials Handling Systems Inc., Calgary/Alberta, Kanada CAD 20 100,00 272 ThyssenKrupp BulkTec (China) Ltd., Beijing, VR China 5.000 1) 100,00 273 ThyssenKrupp Engineering (Australia) Pty. Ltd., Stirling/Western Australia, Australien AUD 170 100,00 274 ThyssenKrupp Engineering (Proprietary) Ltd., Sunninghill, Südafrika ZAR 101 100,00 275 ThyssenKrupp Engineering (Proprietary) Ltd., Gaborone, Botswana BWP 3 100,00 276 ThyssenKrupp Industrial Solutions (Asia Pacific) Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 100 100,00 277 ThyssenKrupp Industries India Pvt. Ltd., Pimpri, Indien INR 97.865 54,73 278 ThyssenKrupp Industries (M) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia MYR 100 100,00 279 ThyssenKrupp Ingenieria Chile Ltda., Santiago de Chile, Chile USD 15 100,00 280 ThyssenKrupp KH Mineral S.A.S., Sarreguemines, Frankreich 1.000 100,00 281 ThyssenKrupp Materials Handling Pty. Ltd., Stirling/Western Australia, Australien AUD 25 100,00 282 ThyssenKrupp Polysius Australia Pty. Ltd., Perth/Western Australia, Australien AUD 50 100,00 283 ThyssenKrupp Robins Inc., Denver/Colorado, USA USD 0 100,00 284 ThyssenKrupp Saudi Arabia Contracting Company Limited, Riyadh, Saudi Arabien SAR 2.000 1) 100,00 285 ThyssenKrupp Servicios S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico MXN 50 1) 100,00 286 TOO ThyssenKrupp Industrial Solutions Kazakhstan, Almaty, Kasachstan KZT 200.000 1) 100,00 287 TOV Polysius Ukraine, Kiew, Ukraine 300 100,00 288 Umatac Industrial Processes Inc., Calgary/Alberta, Kanada CAD 5.636 70,00 System Engineering 289 ThyssenKrupp System Engineering GmbH, Essen 50 100,00 290 OOO ThyssenKrupp System Engineering, Kaluga, Russland RUB 4.500 100,00 291 ThyssenKrupp Industrial Solutions Ltda., Diadema-São Paulo, Brasilien BRL 258.713 100,00 292 ThyssenKrupp System Engineering, Inc., Auburn Hills/Michigan, USA USD 150 100,00 293 ThyssenKrupp System Engineering India Private Limited, Pune, Indien INR 12.000 100,00 294 ThyssenKrupp System Engineering Ltd., East Grinstead , West Sussex, Großbritannien GBP 130 100,00 295 ThyssenKrupp System Engineering S.A., Barcelona, Spanien 60 100,00 296 ThyssenKrupp System Engineering, S.A. de C.V., Santiago de Querétaro, Mexico MXN 4.929 1) 100,00 297 ThyssenKrupp System Engineering S.A.S., Ensisheim, Frankreich 458 100,00 298 ThyssenKrupp System Engineering (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 1.000 1) 100,00 299 ThyssenKrupp System Engineering Sp. z o.o., Gdansk, Polen PLN 23.646 100,00 Marine Systems 300 Blohm + Voss Marine Systems GmbH, Hamburg 25 100,00 301 Blohm + Voss Shipyards & Services GmbH, Hamburg 25 100,00 302 Emder Werft und Dockbetriebe GmbH, Emden 3.800 100,00 303 HDW/MFI Business Partnership, Kiel 0 100,00 304 Howaldtswerke-Deutsche Werft Beteiligungs-GmbH, Kiel 26 100,00 305 IKL Ingenieurkontor Lübeck GmbH, Kiel 26 100,00 306 Innovative Meerestechnik GmbH, Emden 1.023 100,00 307 SVG Steinwerder Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 30 100,00 308 ThyssenKrupp Marine Systems GmbH, Kiel 30.000 100,00 309 Australian Marine Technologies Pty Ltd, Victoria, Australien AUD 400 1) 100,00 310 Blohm+Voss El Djazair S.a.r.l., Algier, Algerien DZD 10.000 100,00 311 Greek Naval Shipyards Holding S.A., Skaramanga, Griechenland 66.265 100,00 312 ThyssenKrupp Marin Sistem Gemi Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei TRY 200 1) 60,00 313 ThyssenKrupp Marine Systems AB, Malmö, Schweden SEK 50.000 100,00 314 ThyssenKrupp Marine Systems Canada Inc., Ottawa/Ontario , Kanada CAD 100 100,00 315 ThyssenKrupp Marine Systems LLP, London, Großbritannien GBP 1.000 100,00 316 ThyssenKrupp Marine Systems (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 38.512 100,00 Sonstige Beteiligungen Industrial Solutions 317 ThyssenKrupp Industrial Solutions AG, Hamburg 34.087 100,00 318 ThyssenKrupp Transrapid GmbH, Kassel DEM 1.500 100,00 319 Uhde Services and Consulting GmbH, Dortmund 26 100,00 Materials Services MetalsServices 320 ThyssenKrupp Materials International GmbH, Essen 283.383 99,84 321 Eisenmetall Handelsgesellschaft mbH, Gelsenkirchen 26 100,00 322 Erich Weit GmbH, München 356 100,00 323 Freiburger Stahlhandel GmbH, Freiburg i.Br. 2.200 51,00 324 Herzog Coilex GmbH, Stuttgart 4.100 74,90 325 Jacob Bek GmbH, Ulm 2.807 79,96 326 Max Cochius GmbH, Berlin 920 75,00 327 Otto Wolff Handelsgesellschaft mbH, Essen 15.400 99,50 328 Peiniger International GmbH, Grünwald 1.023 100,00 329 ThyssenKrupp Facilities Services GmbH, Düsseldorf 59.310 100,00 330 ThyssenKrupp Information Services GmbH, Düsseldorf 41.600 100,00 331 ThyssenKrupp Mannex GmbH, Essen 10.100 100,00 332 ThyssenKrupp MetalServ GmbH, Essen 1.534 100,00 333 ThyssenKrupp Schulte GmbH, Essen 26 100,00 334 ThyssenKrupp Stahlkontor GmbH, Düsseldorf 1.486 99,98 335 ThyssenKrupp Stahl-Service-Center GmbH, Krefeld 9.963 99,58 336 Vermögensverwaltungsgesellschaft TAUS mbH, Grünwald 6.741 100,00 337 Vermögensverwaltungsgesellschaft Xtend mbH, Grünwald 10.516 100,00 338 Xtend new media Holding GmbH, Grünwald 100 100,00 339 B.V.Nedeximpo Nederlandse Export- en Importmaatschappij, Amsterdam, Niederlande 1.362 100,00 340 Carolina Building Materials, Inc., Carolina, Puerto Rico USD 450 100,00 341 Cimex-Nor S.A., San Sebastian, Spanien 618 74,00 342 LAMINCER S.A., Munguia, Spanien 180 1) 100,00 343 OOO ThyssenKrupp Materials, Moskau, Russland RUB 1.228.369 97,89 344 PALMETAL Armazenagem e Serivicos S.A., Palmela, Portugal 1.000 90,00 345 Sidcomex S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 404 1) 100,00 346 Thyssen Sudamerica N.V., Willemstad, Niederländische Antillen USD 5.463 100,00 347 Thyssen Trading S.A., São Paulo, Brasilien BRL 19.738 1) 100,00 348 ThyssenKrupp Christon N.V., Lokeren, Belgien 11.220 100,00 349 ThyssenKrupp Energostal S.A., Torun, Polen PLN 15.000 90,00 350 ThyssenKrupp Ferostav, spol. s r.o., Nové Zámky, Slowakische Republik 1.492 80,00 351 ThyssenKrupp Ferroglobus Kereskedelmi ZRt, Budapest, Ungarn HUF 3.244.000 100,00 352 ThyssenKrupp Ferrosta spol. s.r.o., Prag, Tschechische Republik CZK 200 100,00 353 ThyssenKrupp Industrial Services Canada, Inc., Windsor/Ontario, Kanada CAD 0 100,00 354 ThyssenKrupp Industrial Services NA, Inc., Southfield/Michigan, USA USD 25 100,00 355 ThyssenKrupp ISIS Holding, Inc., Wilmington/Delaware, USA USD 1 100,00 356 ThyssenKrupp Logistics, Inc., Wilmington/Delaware, USA USD 1 100,00 357 ThyssenKrupp Mannex Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur USD 154 100,00 358 ThyssenKrupp Mannex Pty. Ltd., Sydney/New South Wales, Australien AUD 213 100,00 359 ThyssenKrupp Mannex Sverige AB, Göteborg, Schweden SEK 2.000 100,00 360 ThyssenKrupp Mannex UK Ltd., Woking, Großbritannien GBP 0 100,00 361 ThyssenKrupp Materials Austria GmbH, Wien, Österreich 2.455 100,00 362 ThyssenKrupp Materials CA Ltd., Concord/Ontario, Kanada CAD 14.778 100,00 363 ThyssenKrupp Materials de Mèxico, S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 120.545 1) 100,00 364 ThyssenKrupp Materials d.o.o., Indjija, Serbien 9.990 100,00 365 ThyssenKrupp Materials France S.A.S., Maurepas, Frankreich 25.958 100,00 366 ThyssenKrupp Materials Holding (Thailand) Ltd., Samut Prakarn Province, Thailand THB 46.900 100,00 367 ThyssenKrupp Materials Ibérica S.A., Martorelles, Spanien 7.681 100,00 368 ThyssenKrupp Materials Korea Company Ltd., Seoul, South Korea KRW 7.000.000 60,00 369 ThyssenKrupp Materials NA, Inc., Southfield/Michigan, USA USD 2 100,00 370 ThyssenKrupp Materials Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande 9.076 100,00 371 ThyssenKrupp Materials Romania S.R.L., Bukarest, Rumänien RON 21.552 1) 100,00 372 ThyssenKrupp Materials Schweiz AG, Bronschhofen, Schweiz CHF 4.600 100,00 373 ThyssenKrupp Materials (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China CNY 23.000 1) 70,00 374 ThyssenKrupp Materials Sverige AB, Göteborg, Schweden SEK 23.090 100,00 375 ThyssenKrupp Materials (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 200.000 83,50 376 ThyssenKrupp Materials (UK) Ltd., Smethwick, Großbritannien GBP 12.032 100,00 377 ThyssenKrupp Materials Vietnam LLC, Hanoi, Vietnam VND 121.000.000 100,00 378 ThyssenKrupp OnlineMetals, LLC, Southfield/Michigan, USA USD 1.600 100,00 379 ThyssenKrupp Securitization Corp., Southfield/Michigan, USA USD 0 100,00 380 ThyssenKrupp Service Acier S.A.S., Fosses, Frankreich 14.000 100,00 381 ThyssenKrupp Stahlunion Polska Sp. z o.o., Katowitz, Polen PLN 100 100,00 382 ThyssenKrupp Stal Serwis Polska Sp. z o.o., Dabrowa Górnicza, Polen PLN 28.000 100,00 383 ThyssenKrupp Steel Distribution, LLC , Wilmington/Delaware, USA USD 1 100,00 384 ThyssenKrupp-Jupiter Stomana OOD, Sofia, Bulgarien BGN 500 80,00 SpecialServices 385 DSU Beteiligungs-Gesellschaft für Dienstleistungen und Umwelttechnik mbH, Oberhausen 30 100,00 386 DvB Aufbereitungs-GmbH zur Behandlung von Metallprodukten, Oberhausen 102 1) 100,00 387 ThyssenKrupp Aerospace Germany GmbH, Rodgau, Nieder-Roden DEM 1.000 100,00 388 ThyssenKrupp AT.PRO tec GmbH, Essen 42 61,19 389 ThyssenKrupp Bauservice GmbH, Hückelhoven 2.557 100,00 390 ThyssenKrupp Bautechnik GmbH, Essen 500 100,00 391 ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH, Essen 1.000 100,00 392 ThyssenKrupp Industrial Services Holding GmbH, Düsseldorf 50.000 100,00 393 ThyssenKrupp Metallurgical Products GmbH, Essen 8.000 100,00 394 ThyssenKrupp MillServices & Systems GmbH, Duisburg 1.875 68,00 395 ThyssenKrupp Plastics GmbH, Essen 10.000 100,00 396 ThyssenKrupp Tiefbautechnik GmbH, Essen 26 100,00 397 Vermögensverwaltungsgesellschaft TKAS mbH, Grünwald 4.536 100,00 398 Alfaplast AG, Steinhausen, Schweiz CHF 250 100,00 399 Indu-Light AG, Beromünster/Luzern, Schweiz CHF 150 53,33 400 Neomat AG, Beromünster/Luzern, Schweiz CHF 200 100,00 401 Notz Plastics AG, Biel/Bienne, Schweiz CHF 1.000 100,00 402 OOO ThyssenKrupp Bautechnik technischer Service, St. Petersburg, Russland RUB 360 1) 100,00 403 RIAS A/S, Roskilde, Dänemark DKK 23.063 54,15 404 RIP Comércio Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 619 100,00 405 RIP Serviços Industriais Ltda., Salto, Brasilien BRL 180.562 100,00 406 RIP Serviços Siderúrgicos Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 1.000 100,00 407 Röhm Italia S.r.l., Garbagnate Milanese, Italien 100 100,00 408 Steba AG, Pfäffikon, Schweiz CHF 500 100,00 409 STEBA Direktverkauf Kunststoffe + Plexiglas GmbH, Hunzenschwil, Schweiz CHF 20 100,00 410 ThyssenKrupp Aerospace Australia Pty. Ltd., Wetherill Park/New South Wales, Australien AUD 2.549 100,00 411 ThyssenKrupp Aerospace Finland Oy, Mänttä, Finnland 59 100,00 412 ThyssenKrupp Aerospace India Private Ltd., Bangalore, Indien INR 100 100,00 413 ThyssenKrupp Aerospace International Holdings Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 0 100,00 414 ThyssenKrupp Aerospace Nederland B.V., Venlo, Niederlande 18 100,00 415 ThyssenKrupp Aerospace (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, VR China USD 2.000 100,00 416 ThyssenKrupp Aerospace Tunisia S.A.R.L., Fouchana, Tunesien TND 100 99,98 417 ThyssenKrupp Aerospace UK Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 0 100,00 418 ThyssenKrupp Aerospace (Xi'an) Co., Ltd., Xi'an, VR China USD 175 100,00 419 ThyssenKrupp Autômata Industria de Peças Ltda., São Paulo , Brasilien BRL 335 80,00 420 ThyssenKrupp Cadillac Plastic S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich 1.053 100,00 421 ThyssenKrupp Comércio de Combustíveis e Gases Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 100.230 100,00 422 ThyssenKrupp GfT Polska Sp. z o.o., Krakau, Polen PLN 15.750 100,00 423 ThyssenKrupp Máquinas e Equipamentos Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 10 100,00 424 ThyssenKrupp Materials, LLC, Southfield/Michigan, USA USD 1 100,00 425 ThyssenKrupp Metallurgical Products Co., Ltd. Tianjin, Tianjin, VR China USD 200 1) 100,00 426 ThyssenKrupp Otto Wolff N.V./S.A, Mechelen, Belgien 711 100,00 427 ThyssenKrupp Plastic Ibérica SL, Massalfassar (Valencia), Spanien 3.000 100,00 428 ThyssenKrupp Plastics Austria GmbH, Hörsching, Österreich 182 100,00 429 ThyssenKrupp Services (UK) Ltd., Solihull, Großbritannien GBP 656 100,00 430 ThyssenKrupp Steelcom Pty. Ltd., North Sydney/New South Wales, Australien AUD 0 100,00 431 ThyssenKrupp Stokvis Plastics B.V., Roosendaal, Niederlande 4.500 100,00 432 ThyssenKrupp-Dopravné Stavby Slovensko s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik SKK 1.000 1) 51,00 433 TOO ThyssenKrupp Bautechnik Kasachstan, Almaty, Kasachstan KZT 50.200 1) 100,00 434 TOO ThyssenKrupp-CL COO, Almaty, Kasachstan KZT 32.000 1) 51,00 435 UAB ThyssenKrupp Baltija, Klaipeda, Litauen LTL 10 1) 51,00 Steel Europe ThyssenKrupp Steel Europe 436 ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg 438.771 99,53 437 KBS Kokereibetriebsgesellschaft Schwelgern GmbH, Duisburg 25 100,00 438 Pruna Betreiber GmbH, Grünwald 150 0,00 2) 439 ThyssenKrupp Electrical Steel Italia S.r.l., Mailand, Italien 2.000 100,00 440 ThyssenKrupp Galmed, S.A., Sagunto, Spanien 48.150 100,00 441 ThyssenKrupp Steel North America, Inc., Dover/Delaware, USA USD 10 100,00 Processing 442 DWR - Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH, Andernach 26 100,00 443 Hoesch Hohenlimburg GmbH, Hagen 15.340 99,50 444 Rasselstein Verwaltungs GmbH, Neuwied 93.500 100,00 445 ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH, Gelsenkirchen 15.163 99,58 446 ThyssenKrupp Rasselstein GmbH, Andernach 40.960 99,50 447 ThyssenKrupp Sägenstahlcenter GmbH, Duisburg 1.023 100,00 448 ThyssenKrupp Aceros y Servicios S.A., Santiago, Chile CLP 4.988.440 1) 100,00 449 ThyssenKrupp Comercial Colombia S.A.S, Bogota, Kolumbien COP 272.610 1) 100,00 450 ThyssenKrupp Electrical Steel India Private Ltd., Mumbai/Nashik, Indien INR 3.149.349 100,00 451 ThyssenKrupp Electrical Steel UGO S.A.S, Isbergues, Frankreich 5.235 100,00 Other Companies Steel Europe 452 Becker & Co. GmbH, Neuwied 768 100,00 453 EH Güterverkehr GmbH, Duisburg 1.534 100,00 454 Eisen- und Hüttenwerke AG, Andernach 45.056 87,98 455 MgF Magnesium Flachprodukte GmbH, Freiberg 500 100,00 456 ThyssenKrupp Electrical Steel Verwaltungsgesellschaft mbH, Gelsenkirchen 30.000 100,00 457 ThyssenKrupp Steel Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg 25 100,00 458 B.V. Stuwadoors-Maatschappij Kruwal, Rotterdam, Niederlande 45 75,00 459 Ertsoverslagbedrijf Europoort C.V., Rotterdam, Niederlande 4.583 75,25 460 ThyssenKrupp Stål Danmark A/S, Kopenhagen, Dänemark DKK 800 100,00 461 ThyssenKrupp Steel & Technologies Japan Co., Ltd., Tokio, Japan JPY 10.000 100,00 462 ThyssenKrupp Steel (Asia Pacific) Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 500 100,00 463 ThyssenKrupp Veerhaven B.V., Rotterdam, Niederlande 5.000 100,00 464 TKAS (Changchun) Tailored Blanks Ltd., Changchun, VR China USD 10.000 55,00 Steel Americas CSA 465 AirSteel Comercial Gases Industriais Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 100 0,00 2) 466 ThyssenKrupp Companhia Siderúrgica do Atlântico, Rio de Janeiro, Brasilien BRL 14.382.258 73,13 467 White Martins Steel Gases Industriais Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 100 0,00 2) ThyssenKrupp Steel USA 468 ThyssenKrupp Steel USA, LLC, Wilmington/Delaware, USA USD 1.000 100,00 Other Companies Steel Americas 469 ThyssenKrupp Slab International B.V., Brielle, Niederlande 84 74,41 470 ThyssenKrupp Steel Americas, LLC, Wilmington/Delaware, USA USD 1 100,00 Corporate Corporate Headquarters 471 ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen 1.317.092 100,00 472 Banter See Vermögensverwaltung GmbH, Düsseldorf 486 100,00 473 Brüninghaus Schmiede GmbH, Grünwald 511 100,00 474 Buckau-Walther GmbH, Grünwald 9.216 100,00 475 CCI Crane Cooperation International Handelsgesellschaft mbH, Essen 1.534 100,00 476 GLH GmbH, Essen DEM 30.000 100,00 477 Hoesch AG, Düsseldorf 50 100,00 478 Konsortium für Kurssicherung GbR, Essen 55.196 92,66 479 Krupp Industrietechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Grünwald 51.129 100,00 480 MONTAN GmbH Assekuranz-Makler, Düsseldorf 184 53,81 481 Reisebüro Dr. Tigges Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Essen 300 100,00 482 Thyssen Stahl GmbH, Düsseldorf 935.147 100,00 483 ThyssenKrupp Academy GmbH, Düsseldorf 25 100,00 484 ThyssenKrupp AdMin GmbH, Düsseldorf 25 100,00 485 ThyssenKrupp Carbon Components GmbH, Wilsdruff 50 50,80 486 ThyssenKrupp DeliCate GmbH, Düsseldorf 26 100,00 487 ThyssenKrupp Dienstleistungen GmbH, Düsseldorf 15.500 100,00 488 ThyssenKrupp Investment Kanada GmbH, Essen 25 100,00 489 ThyssenKrupp Management Consulting GmbH, Düsseldorf 25 100,00 490 ThyssenKrupp Reinsurance AG, Essen 3.000 100,00 491 ThyssenKrupp Risk and Insurance Services GmbH, Essen 3.000 100,00 492 ThyssenKrupp Technologies Beteiligungen GmbH, Essen 130.002 100,00 493 ThyssenKrupp Vermögensverwaltungsgesellschaft Kanada mbH, Essen 100 100,00 494 Vermögensverwaltungsgesellschaft EZM mbH, Grünwald 25.941 100,00 495 Vermögensverwaltungsgesellschaft KSH mbH, Grünwald 5.113 100,00 496 Vermögensverwaltungsgesellschaft TKW mbH, Grünwald 512 100,00 497 Budcan Holdings Inc., Kitchener/Ontario, Kanada CAD 0 100,00 498 GLH, LLC, Fond du Lac/Wisconsin, USA USD 108.993 100,00 499 Grupo ThyssenKrupp S.L., Madrid, Spanien 16.156 100,00 500 Krupp Camford Pressings Ltd., Solihull, Großbritannien GBP 24.594 100,00 501 The Budd Company, Inc., Troy/Michigan, USA USD 1 100,00 502 ThyssenKrupp Austria Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich 35 100,00 503 ThyssenKrupp Austria GmbH, Wien, Österreich 35 100,00 504 ThyssenKrupp Austria GmbH & Co. KG, Wien, Österreich 35 100,00 505 ThyssenKrupp Automotive (UK) Ltd., Solihull, Großbritannien GBP 13.519 100,00 506 ThyssenKrupp Camford Engineering PLC, Solihull, Großbritannien GBP 5.207 100,00 507 ThyssenKrupp Camford Ltd., Solihull, Großbritannien GBP 25 100,00 508 ThyssenKrupp Canada, Inc., Calgary/Alberta, Kanada CAD 1.000 100,00 509 ThyssenKrupp (China) Ltd., Beijing, VR China USD 200.000 100,00 510 ThyssenKrupp Finance Canada, Inc., Calgary/Alberta, Kanada CAD 1 100,00 511 ThyssenKrupp Finance Nederland B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 2.300 100,00 512 ThyssenKrupp Finance USA, Inc., Wilmington/Delaware, USA USD 1 100,00 513 ThyssenKrupp France S.A.S., Maurepas, Frankreich 116.149 100,00 514 ThyssenKrupp India Private Limited, Mumbai, Indien INR 100.000 1) 100,00 515 ThyssenKrupp Italia S.r.l., Rom, Italien 20.000 100,00 516 ThyssenKrupp Japan K.K., Tokyo, Japan JPY 61.000 100,00 517 ThyssenKrupp Knowsley Ltd., Dundee, Großbritannien GBP 25.610 100,00 518 ThyssenKrupp Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia MYR 500 100,00 519 ThyssenKrupp Nederland Holding B.V., Roermond, Niederlande 10.350 100,00 520 ThyssenKrupp Nederland Intermediate B.V., Roermond, Niederlande 10.000 100,00 521 ThyssenKrupp North America, Inc., Chicago, IL, USA USD 247.989 100,00 522 ThyssenKrupp Participations B.V., Veghel, Niederlande 100 100,00 523 ThyssenKrupp Singapore Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 119.727 100,00 524 ThyssenKrupp UK Plc., Solihull, Großbritannien GBP 76.145 100,00 Business Services 525 ThyssenKrupp Business Services GmbH, Essen 25 100,00 IT Services 526 ThyssenKrupp IT Services GmbH, Essen 25 100,00 Real Estate 527 Dorea Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Wiesbaden 5 1) 94,00 528 Hellweg Liegenschaften GmbH, Bochum 50 94,00 529 Krupp Hoesch Stahl GmbH, Dortmund 181.510 100,00 530 Stahlhauser Liegenschaften Verwaltungsgesellschaft mbH, Essen 25 94,00 531 Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Industrie, Essen 692 100,00 532 Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Stahl, Essen 511 100,00 533 ThyssenKrupp Grundbesitz Verwaltungs GmbH, Essen 25 100,00 534 ThyssenKrupp Grundbesitz-Vermietungs GmbH & Co. KG, Essen 1.000 100,00 535 ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Krupp Hoesch Stahl, Essen 1.000 100,00 536 ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Stahl, Essen 1.000 100,00 537 ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Concordiahütte GmbH, Oberhausen 25 100,00 538 ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Krefeld GmbH, Oberhausen 25 100,00 539 ThyssenKrupp Liegenschaften Umformtechnik Verwaltungs GmbH, Essen 25 100,00 540 ThyssenKrupp Real Estate GmbH, Essen 15.441 100,00 541 ThyssenKrupp Vermietungs GmbH, Duisburg 50 100,00 542 Rhenus Immobilien Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 70 100,00 543 Thyssen Financial Services B.V., 's-Gravendeel, Niederlande 18 100,00 544 ThyssenKrupp Real Estate France S.A.S., Maurepas, Frankreich 100 100,00 1) Jahresabschluss nicht 30.09. 2) nach IFRS Vorschriften einbezogen 3) Splitteranteil nach der 4. Kommastelle 4) Konzernmutter Lfd. Nr. Name und Sitz Währung Gesellschaftskapital in 1.000 € bzw. Fremdwährung Anteil am Kapital % B. Nicht konsolidierte Tochterunternehmen Components Technology Rothe Erde 545 Roballo France S.A.R.L., Rueil-Malmaison, Frankreich 180 100,00 Sonstige Beteiligungen Components Technology 546 ThyssenKrupp Automotive Italia S.r.l., Turin, Italien 99 100,00 Elevator Technology Southern Europe/Africa/Middle East (SEAME) 547 ThyssenKrupp Elevator (Management) Ltd., Rishon Le'zion, Israel ILS 39 100,00 Industrial Solutions Uhde 548 Uhde Edeleanu s.r.o., Brno, Tschechische Republik CZK 1.000 1) 100,00 549 Uhde Inventa-Fischer Chemical Fiber Equipment (Shanghai) Ltd., Shanghai, VR China USD 200 1) 100,00 Resource Technologies 550 Polysius-Hilfe GmbH, Münster DEM 50 100,00 551 Maerz Ofenbau SRL, Timisoara, Rumänien RON 204 1) 100,00 System Engineering 552 ThyssenKrupp System Engineering S.r.l., Turin, Italien 120 100,00 Marine Systems 553 Kockums Submarine Systems AB, Malmö, Schweden SEK 100 100,00 554 Maritime Services Consultant Enterprise Sdn.Bhd., Petaling Jaya, Malaysia MYR 300 100,00 555 ThyssenKrupp Marine Systems Australia Pty Ltd, Canberra/Australian Capital Territory, Australien AUD 2.851 100,00 556 ThyssenKrupp Technologies HELLAS Marketing Services S.A., Athen, Griechenland 60 100,00 1) Jahresabschluss nicht 30.09. 2) nach IFRS Vorschriften einbezogen 3) Splitteranteil nach der 4. Kommastelle 4) Konzernmutter Lfd. Nr. Name und Sitz Währung Gesellschaftskapital in 1.000 € bzw. Fremdwährung Anteil am Kapital % C. At equity bewertete Beteiligungen (=Joint Venture) Components Technology Forging-Group 557 Huizhou Sumikin Forging Company Ltd., Huizhou, VR China USD 29.680 1) 34,00 Elevator Technology Southern Europe/Africa/Middle East (SEAME) 558 Liftkom AD, Shumen, Bulgarien BGN 65 1) 23,08 Americas (AMS) 559 Braun ThyssenKrupp Elevator LLC, Madison/Wisconsin, USA USD 1.000 1) 50,00 Asia/Pacific (AP) 560 Eros Elevators & Escalators Pvt. Ltd., Mumbai, Indien INR 100 1) 25,10 561 Marohn Elevator Co. Ltd., Changshu City, Jiangsu Province, VR China CNY 100.000 1) 25,00 Industrial Solutions Uhde 562 KEPCO-Uhde Inc., Seoul, South Korea KRW 17.205.000 34,00 563 UHDENORA S.p.A., Milan, Italien 3.600 50,00 Resource Technologies 564 Vecoplan FuelTrack GmbH, Bad Marienberg 50 51,00 System Engineering 565 HFS Hotforming Solutions GmbH, Schwalbach 200 50,00 Marine Systems 566 Atlas Elektronik GmbH, Bremen 31.240 1) 51,00 567 Fortis Marine Solutions Pte. Ltd. , Singapore, Singapur SGD 1.000 1) 49,00 Materials Services MetalsServices 568 Aceros de America Inc., San Juan, Puerto Rico USD 1.000 50,00 569 Ferona Thyssen Plastics, s.r.o., Velká Bystrîce, Olomouc, Tschechische Republik CZK 16.000 1) 50,00 570 Leong Jin Corporation Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 20.000 1) 30,00 571 Polarputki Oy, Helsinki, Finnland 1.009 1) 50,00 572 Thyssen Ros Casares S.A., Valencia, Spanien 5.000 50,00 SpecialServices 573 TGHM GmbH & Co. KG, Dortmund 511 1) 50,00 574 BCCW (Tangshan) Jiahua Coking & Chemical Co., Ltd., Tangshan, VR China CNY 1.130.000 1) 25,00 575 MRT Track & Services Co., Inc., Bloomfield/New Jersey, USA USD 100 50,00 Steel Europe ThyssenKrupp Steel Europe 576 Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg 103.000 1) 50,00 577 ANSC-TKS Galvanizing Co., Ltd., Dalian, Liaoning Province, VR China CNY 1.065.806 1) 50,00 Processing 578 Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH (KBS), Düsseldorf 385 1) 40,00 Other Companies Steel Europe 579 Walzen-Service-Center GmbH, Oberhausen 1.023 50,00 580 Acciai di Qualità, Centro Lavorazione Lamiere S.p.A., Genova, Italien 3.050 1) 24,90 581 RKE N.V., Antwerpen, Belgien 645 1) 38,54 582 TKAS (Changchun) Steel Service Center Ltd., Changchun, VR China USD 12.000 1) 50,00 583 Transport- en Handelmaatschappij Steenkolen Utrecht B.V., Rotterdam, Niederlande 8.204 1) 50,00 Corporate Corporate Headquarters 584 Outokumpu Oyj, Espoo, Finnland 311.132 1) 29,89 Real Estate 585 COMUNITHY Immobilien GmbH, Düsseldorf 100 1) 49,00 1) Jahresabschluss nicht 30.09. 2) nach IFRS Vorschriften einbezogen 3) Splitteranteil nach der 4. Kommastelle 4) Konzernmutter Lfd. Nr. Name und Sitz Währung Gesellschaftskapital in 1.000 € bzw. Fremdwährung Anteil am Kapital % D. Sonstige assoziierte Beteiligungen (=Joint Venture) Industrial Solutions Marine Systems 586 MTG Marinetechnik GmbH, Hamburg 3.068 1) 39,00 587 LISNAVE-ESTALEIROS NAVAIS S.A., Lissabon, Portugal 5.000 1) 20,00 Sonstige Beteiligungen Industrial Solutions 588 Transrapid International Verwaltungsgesellschaft mbH, i. L., Berlin 80 50,00 Materials Services MetalsServices 589 Indo German International Private Ltd., New Delhi, Indien INR 38.975 1) 50,00 590 Sidecontrol S.L., Gandia, Spanien 36 1) 50,00 SpecialServices 591 SIB Schell Industrieanlagen-Bau GmbH, Duisburg 102 50,00 592 Solid Slab Track GmbH, Görschen 100 49,00 593 TGHM Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund DEM 50 1) 50,00 Steel Europe ThyssenKrupp Steel Europe 594 JEVISE Corporation, Tokyo, Japan JPY 10.000 1) 50,00 Corporate Corporate Headquarters 595 Grundstücksgesellschaft Schlossplatz 1 mbH & Co.KG, Berlin 21.250 1) 20,00 Real Estate 596 Gewerkschaft Hermann V GmbH, Essen 26 33,33 597 NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gelsenkirchen KG, Düsseldorf 10 1) 94,76 1) Jahresabschluss nicht 30.09. 2) nach IFRS Vorschriften einbezogen 3) Splitteranteil nach der 4. Kommastelle 4) Konzernmutter Lfd. Nr. Name und Sitz Währung Gesellschaftskapital in 1.000 € bzw. Fremdwährung Anteil am Kapital % E. Andere Beteiligungsunternehmen a) § 313 Abs.2 Nr. 4 HGB Corporate Real Estate 598 VBW Bauen und Wohnen GmbH, Bochum 12.858 13,06 Eigenkapital 84.278 Jahresergebnis 5.626 b) Ziffer 7.1.4. Deutscher Coporate Governance Kodex Corporate Corporate Headquarters 599 Outokumpu Oy, Espoo, Finnland 311.132 29,89 Eigenkapital 3.090 Jahresergebnis -144 1) Jahresabschluss nicht 30.09. 2) nach IFRS Vorschriften einbezogen 3) Splitteranteil nach der 4. Kommastelle 4) Konzernmutter Lfd. Nr. Name und Sitz gehalten über lfd. Nr. A. Voll konsolidierte Tochterunternehmen Components Technology Presta Camshafts 1 ThyssenKrupp Presta Chemnitz GmbH, Chemnitz 492 2 ThyssenKrupp Presta Ilsenburg GmbH, Ilsenburg 492 94,98 % 471 5,02 % 3 ThyssenKrupp Presta TecCenter AG, Eschen, Liechtenstein 2 4 ThyssenKrupp Valvetrain GmbH, Ilsenburg (Harz) 492 5 ThyssenKrupp Presta Dalian Co. Ltd., Dalian, VR China 509 6 ThyssenKrupp Presta Danville, LLC, Danville/Illinois, USA 521 7 ThyssenKrupp Valvetrain China Ltd., Changzhou, VR China 509 Forging-Group 8 ThyssenKrupp Gerlach GmbH, Homburg/Saar 492 9 ThyssenKrupp Crankshaft Co. LLC, Danville/Illinois, USA 521 10 ThyssenKrupp Engine Components (China) Co., Ltd., Nanjing, VR China 509 11 ThyssenKrupp Engine Components (India) Private Ltd., Nashik, Indien 8 99,90 % 492 0,10 % 12 ThyssenKrupp Mavilor S.A., L'Horme, Frankreich 513 13 ThyssenKrupp Metalúrgica Campo Limpo Ltda., Campo Limpo Paulista, Brasilien 522 14 ThyssenKrupp Metalúrgica de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico 13 100,00 % 3) 15 0,00 % 3) 15 ThyssenKrupp Metalúrgica Santa Luzia Ltda., Santa Luzia, Brasilien 13 16 ThyssenKrupp Metalúrgica Servicios S.A. de C.V., Puebla, Mexico 14 100,00 % 3) 13 0,00 % 3) Rothe Erde 17 PSL Wälzlager GmbH, Dietzenbach 25 18 ThyssenKrupp Rothe Erde GmbH, Dortmund 492 80,00 % 482 20,00 % 19 Defontaine Ibérica S.A., Viana, Spanien 21 20 Defontaine (Qingdao) Machinery Co., Ltd., Jiaonan City, Shandong Province, VR China 509 21 Defontaine S.A., La Bruffière, Frankreich 513 100,00 % 3) 18 0,00 % 3) 22 Defontaine Tunisie S.A., Ben Arous, Tunesien 21 23 Nippon Roballo Company Ltd., Minato-ku/Tokio, Japan 227 24 OOO PSL, Moskau, Russland 25 99,00 % 17 1,00 % 25 PSL a.s., Povazská Bystrica, Slowakische Republik 18 26 PSL of America Inc., Twinsburg/Ohio, USA 25 27 REX (Xuzhou) Slewing Bearing Co., Ltd., Xuzhou, VR China 509 28 Roballo Engineering Company Ltd., Peterlee, Großbritannien 524 29 Robrasa Rolamentos Especiais Rothe Erde Ltda., Diadema, Brasilien 492 100,00 % 3) 62 0,00 % 3) 30 Rotek Incorporated, Aurora/Ohio, USA 521 31 Rothe Erde - Metallurgica Rossi S.p.A., Visano, Italien 515 32 Rothe Erde Ibérica S.A., Zaragoza, Spanien 499 33 Rothe Erde India Private Ltd., Maharashtra, Indien 18 100,00 % 3) 31 0,00 % 3) 34 Xuzhou Rothe Erde Ring Mill Co., Ltd., Xuzhou, VR China 509 35 Xuzhou Rothe Erde Slewing Bearing Co., Ltd., Xuzhou, VR China 509 Berco 36 BERCO Deutschland GmbH, Ennepetal 492 37 Berco Bulgaria EOOD, Apriltsi, Bulgarien 41 38 Berco of America Inc., Waukesha/Wisconsin, USA 521 39 Berco (Shanghai) Undercarriage Technology Co., Ltd., Shanghai, VR China 509 40 Berco (Shanghai) Undercarriage Trading Co.,Ltd., Shanghai, VR China 509 41 Berco S.p.A., Copparo, Italien 515 99,95 % 471 0,05 % 42 Berco (UK) Ltd., Birmingham, Großbritannien 524 43 Berco Undercarriages (India) Private Ltd., Andrah Pradesh, Indien 41 99,00 % 36 1,00 % 44 BercoSul Ltda., Diadema-São Paulo, Brasilien 41 Chassis 45 HF Vermögensverwaltungsgesellschaft im Ruhrtal GmbH, Hagen 50 46 Kraemer & Freund Handel GmbH, Hagen 50 47 Springs and Stabilizers Holding GmbH, Essen 51 48 ThyssenKrupp Automotive Systems GmbH, Essen 492 49 ThyssenKrupp Bilstein GmbH, Ennepetal 492 94,49 % 471 5,01 % 50 ThyssenKrupp Federn GmbH, Hagen 49 94,99 % 471 5,01 % 51 ThyssenKrupp Federn und Stabilisatoren GmbH, Hagen 492 52 ThyssenKrupp Presta Aktiengesellschaft, Eschen, Liechtenstein 492 53 ThyssenKrupp Presta Esslingen GmbH, Esslingen 48 54 ThyssenKrupp Presta Schönebeck GmbH, Schönebeck 55 55 ThyssenKrupp Presta SteerTec GmbH, Düsseldorf 492 94,99 % 471 5,01 % 56 ThyssenKrupp Presta SteerTec Mülheim GmbH, Mülheim 55 57 Chengdu ThyssenKrupp Fawer Spring Co. Ltd., Chengdu, VR China 66 58 ThyssenKrupp Automotive Sales & Technical Center, Inc., Troy/Michigan, USA 521 59 ThyssenKrupp Automotive Systèmes France S.A.R.L., Hambach, Frankreich 513 60 ThyssenKrupp Automotive Systems de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico 48 100,00 % 3) 67 0,00 % 3) 61 ThyssenKrupp Automotive Systems of America. LLC, Wilmington/Delaware, USA 521 62 ThyssenKrupp Bilstein Brasil Molas e Componentes de Suspensão Ltda., São Paulo, Brasilien 47 100,00 % 3) 473 0,00 % 3) 63 ThyssenKrupp Bilstein Compa S.A., Sibiu, Rumänien 49 72,82 % 50 0,18 % 289 0,09 % 64 ThyssenKrupp Bilstein of America Inc., San Diego/California, USA 521 65 ThyssenKrupp Bilstein Sasa S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico 47 100,00 % 3) 473 0,00 % 3) 66 ThyssenKrupp Fawer Liaoyang Spring Co., Ltd., Liaoyang/Liaoning, VR China 509 67 ThyssenKrupp Presta de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico 48 50,00 % 70 50,00 % 68 ThyssenKrupp Presta do Brasil Ltda., Curitiba, Brasilien 70 89,81 % 48 10,19 % 69 ThyssenKrupp Presta Fawer (Changchun) Co. Ltd., Changchun, VR China 70 70 ThyssenKrupp Presta France S.A.S., Florange, Frankreich 513 71 ThyssenKrupp Presta HuiZhong Shanghai Co., Ltd., Shanghai, VR China 70 72 ThyssenKrupp Presta Hungary Kft., Budapest, Ungarn 53 73 ThyssenKrupp Presta Japan Co., Ltd., Tokio, Japan 236 74 ThyssenKrupp Presta Servicios de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico 48 50,00 % 70 50,00 % 75 ThyssenKrupp Presta Shanghai Co. Ltd., Shanghai, VR China 509 76 ThyssenKrupp Presta SteerTec Poland Sp.z o.o., Meseritz, Polen 55 77 ThyssenKrupp Presta USA, LLC, Terre Haute/Indiana, USA 58 78 ThyssenKrupp Sasa Servicios, S.A.de C.V., San Luis Potosi, Mexico 65 79 ThyssenKrupp Woodhead Ltd., Leeds, Großbritannien 505 Elevator Technology Corporate Elevator 80 ThyssenKrupp Elevator AG, Düsseldorf 471 81 ELEG Europäische Lift + Escalator GmbH, Düsseldorf 80 82 Rheinstahl Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf 80 83 ThyssenKrupp Elevator Innovation GmbH, Essen 80 84 ThyssenKrupp Elevator Research GmbH, Düsseldorf 81 85 ThyssenKrupp Elevator Innovation Center, S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 162 Central/Eastern/Northern Europe (CENE) 86 Christian Hein GmbH, Langenhagen 97 87 Eggert Aufzüge GmbH, Troisdorf 97 88 Eggert Elevator GmbH, Troisdorf 97 89 Eggert Lifttechnik GmbH, Berlin 97 90 GWH Aufzüge GmbH, Himmelstadt 97 91 Haisch Aufzüge GmbH, Gingen/Fils 97 92 Hanseatische Aufzugsbau GmbH, Rostock 97 93 LiftEquip GmbH Elevator Components, Neuhausen a.d.F. 97 94 Tepper Aufzüge GmbH, Münster 97 95 ThyssenKrupp Aufzüge GmbH, Stuttgart 98 96 ThyssenKrupp Aufzugswerke GmbH, Neuhausen a.d.F. 97 97 ThyssenKrupp Elevator (CENE) GmbH, Essen 80 98 ThyssenKrupp Elevator (CENE) Infrastruktur GmbH, Essen 97 99 ThyssenKrupp Fahrtreppen GmbH, Hamburg 97 100 Ascenseurs Drieux-Combaluzier S.A.S., Les Lilas, Frankreich 112 101 Bardeck Lift Engineers Ltd., Nottingham, Großbritannien 524 102 Compagnie des Ascenseurs et Elevateurs S.A.M. 'CASEL SAM', Monaco, Monaco 112 103 Hammond & Champness Ltd., Nottingham, Großbritannien 115 104 MGTI SNEV S.A.S., Saint Jeannet, Frankreich 112 105 MP Transtec AB, Kävlinge, Schweden 135 106 Mulder Liftservice B.V., Nuth, Niederlande 122 107 OOO ThyssenKrupp Elevator, Moskau, Russland 97 108 Proxi-Line E.U.R.L., Angers, Frankreich 123 109 Skylift B.V., Barneveld, Niederlande 122 99,94 % 134 0,06 % 110 The Britannic Lift Company Ltd., Nottingham, Großbritannien 115 111 ThyssenKrupp Ascenseurs Luxembourg S.a.r.l., Luxemburg, Luxemburg 97 112 ThyssenKrupp Ascenseurs S.A.S., Angers, Frankreich 123 113 ThyssenKrupp Aufzüge AG, Rümlang, Schweiz 97 85,84 % 112 14,16 % 114 ThyssenKrupp Aufzüge Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 502 115 ThyssenKrupp Aufzüge Ltd., Nottingham, Großbritannien 524 116 ThyssenKrupp Aufzüge Norge A/S, Oslo, Norwegen 97 117 ThyssenKrupp Aufzugswerke Konstruktions GmbH, Gratkorn, Österreich 502 60,00 % 96 40,00 % 118 ThyssenKrupp Dizala d.o.o., Zagreb, Kroatien 97 119 ThyssenKrupp dvigala d.o.o., Trzin, Slowenien 502 120 ThyssenKrupp Elevator A/S, Glostrup, Dänemark 97 121 ThyssenKrupp Elevator A/S, Oslo, Norwegen 116 122 ThyssenKrupp Elevator B.V., Krimpen aan den IJssel, Niederlande 520 123 ThyssenKrupp Elevator Holding France S.A.S., Puteaux Cedex, Frankreich 513 124 ThyssenKrupp Elevator Ireland, Ltd., Dublin, Irland 115 125 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing France S.A.S., Angers, Frankreich 112 126 ThyssenKrupp Elevator Sp. z o.o., Warschau, Polen 97 127 ThyssenKrupp Elevator Sverige AB, Stockholm, Schweden 116 128 ThyssenKrupp Elevator UK Ltd., Nottingham, Großbritannien 115 129 ThyssenKrupp Elevatori d.o.o., Belgrad, Serbien 114 130 ThyssenKrupp Hissit Oy, Helsinki, Finnland 97 131 ThyssenKrupp Kazlift LLP, Almaty, Kasachstan 156 132 ThyssenKrupp Lift Kft, Budapest, Ungarn 114 133 ThyssenKrupp Liften Ascenseurs S.A., Brüssel, Belgien 97 100,00 % 3) 80 0,00 % 3) 134 ThyssenKrupp Liften B.V., Krimpen aan den IJssel, Niederlande 122 135 ThyssenKrupp Rulletrapper A/S, Oslo, Norwegen 116 136 ThyssenKrupp Vytahy s.r.o., Prag, Tschechische Republik 97 137 ThyssenKrupp Vytahy s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik 114 138 Trapo Küng AG, Zwingen, Schweiz 113 Southern Europe/Africa/Middle East (SEAME) 139 ASEL Ascensores S.L., Madrid, Spanien 156 140 Eurolift Elevatori S.r.l., Rimini, Italien 515 141 MIE Ascensori S.r.l., Brescia, Italien 515 142 M.Z. Ascensori S.R.L., Milano, Italien 515 143 ThyssenKrupp Asansör Sanayi ve Tic. A.S., Istanbul, Türkei 97 67,55 % 80 32,45 % 144 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Lissabon, Portugal 156 145 ThyssenKrupp Elevadores, S.L.U., Madrid, Spanien 156 146 ThyssenKrupp Elevator Almoayyed W.L.L., Manama, Bahrain 80 147 ThyssenKrupp Elevator Egypt Ltd., Kairo, Ägypten 80 75,00 % 156 25,00 % 148 ThyssenKrupp Elevator Israel LP, Rishon Le'zion, Israel 81 49,90 % 156 49,90 % 547 0,20 % 149 ThyssenKrupp Elevator Italia S.p.A., Mailand, Italien 515 150 ThyssenKrupp Elevator L.L.C., Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 80 151 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing Spain S.L.U., Andoain, Spanien 145 152 ThyssenKrupp Elevator Maroc S.A.R.L., Casablanca. Marruecos , Marokko 156 95,00 % 145 5,00 % 153 ThyssenKrupp Elevator Saudi Co. Ltd., Riyadh, Saudi Arabien 97 90,00 % 82 10,00 % 154 ThyssenKrupp Elevator Shuaib Trading Co. WLL., Kuwait, Kuwait 80 155 ThyssenKrupp Elevator (South Africa) (Pty.) Ltd., Johannesburg, Südafrika 80 156 ThyssenKrupp Elevator Southern Europe, Africa & Middle East, S.L.U., Madrid, Spanien 499 157 ThyssenKrupp Elevator SRL, Bukarest, Rumänien 156 100,00 % 3) 145 0,00 % 3) 158 ThyssenKrupp Elevator UAE (L L C), Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 80 159 ThyssenKrupp Elevator/Jordan Ltd. Co., Amman, Jordanien 80 160 ThyssenKrupp Elevators Hellas S.A., Athen, Griechenland 80 51,00 % 156 49,00 % 161 ThyssenKrupp Industries and Services Qatar LLC, Doha, Katar 80 162 ThyssenKrupp Norte S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 499 66,30 % 145 33,70 % Americas (AMS) 163 Computerized Elevator Control Corp., New York, USA 174 164 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Guatemala, Guatemala 145 90,00 % 168 10,00 % 165 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., São Paulo , Brasilien 145 166 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Santiago de Chile-Nunoa, Chile 145 98,84 % 168 1,16 % 167 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Panama, Panama 145 168 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Buenos Aires, Argentinien 145 94,98 % 166 5,02 % 169 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Bogota, Kolumbien 145 94,00 % 164 1,50 % 166 1,50 % 168 1,50 % 171 1,50 % 170 ThyssenKrupp Elevadores, S.A. de C.V., Mexico City, Mexico 145 99,93 % 168 0,07 % 171 ThyssenKrupp Elevadores S.A.C., Lima, Peru 145 99,81 % 168 0,19 % 172 ThyssenKrupp Elevadores, S.R.L., Montevideo, Uruguay 145 95,00 % 168 5,00 % 173 ThyssenKrupp Elevadores, S.R.L., Asunción, Paraguay 145 100,00 % 3) 168 0,00 % 3) 174 ThyssenKrupp Elevator Americas Corp., Wilmington/Delaware, USA 521 175 ThyssenKrupp Elevator Canada Ltd., Toronto/Ontario, Kanada 179 176 ThyssenKrupp Elevator Corp., Wilmington/Delaware, USA 174 177 ThyssenKrupp Elevator Inc., San Juan, Puerto Rico 176 178 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing Inc., Collierville/Tennessee, USA 176 179 ThyssenKrupp Northern Elevator Corp., Scarborough/Ontario, Kanada 508 Asia/Pacific (AP) 180 ThyssenKrupp Elevator (Korea) Ltd., Seoul, South Korea 80 181 PT. ThyssenKrupp Elevator Indonesia, Jakarta, Indonesien 80 182 Sun Rhine Enterprises Ltd., Taipei, Taiwan 80 183 Sun Rich Enterprises Ltd., Taipei, Taiwan 80 184 Thyssen Elevators Co., Ltd., Zhongshan, VR China 80 185 ThyssenKrupp Elevator & Escalator (Shanghai) Co.Ltd., Shanghai, VR China 509 186 ThyssenKrupp Elevator Asia Pacific Ltd., Hongkong, VR China 80 187 ThyssenKrupp Elevator Australia Pty. Ltd., Sydney/New South Wales, Australien 199 188 ThyssenKrupp Elevator (BD) Pvt. Ltd., Dhaka, Bangladesch 190 189 ThyssenKrupp Elevator (HK) Ltd., Hongkong, VR China 80 190 ThyssenKrupp Elevator (India) Private Limited, New Delhi, Indien 80 100,00 % 3) 81 0,00 % 3) 191 ThyssenKrupp Elevator Installation and Maintenance (China) Co. Ltd., Guangzhou, VR China 509 192 ThyssenKrupp Elevator Malaysia Sdn. Bhd., Selangor, Malaysia 80 193 ThyssenKrupp Elevator New Zealand Ltd., Auckland, Neuseeland 187 194 ThyssenKrupp Elevator (Singapore) Pte.Ltd., Singapur, Singapur 523 195 ThyssenKrupp Elevator (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand 80 196 ThyssenKrupp Elevator Vietnam Co., Ltd., Hanoi, Vietnam 80 197 ThyssenKrupp Elevators (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 509 198 ThyssenKrupp Escalator Co. (China) Ltd., Zhongshan/Guangdong, VR China 509 199 ThyssenKrupp Lifts Pacific Pty. Ltd., Alexandria/New South Wales, Australien 80 200 ThyssenKrupp Technologies (Cambodia) Co., Ltd., Phnom Penh, Kambodscha 80 201 TK Lif & Eskalator Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia 80 70,00 % 192 30,00 % Access Solutions (AS) 202 ThyssenKrupp Access Solutions GmbH, Essen 80 203 ThyssenKrupp Encasa GmbH, Neuss 80 204 AVIOTEAM Servizio e Manutenzioni S.r.l., Rom, Italien 210 205 ThyssenKrupp Access China Ltd., Shanghai, VR China 509 206 ThyssenKrupp Access Corp., Kansas City/Missouri, USA 521 207 ThyssenKrupp Access Japan Co., Ltd., Tokio, Japan 80 208 ThyssenKrupp Access Ltd., Stockton-on-Tees, Großbritannien 524 209 ThyssenKrupp Accessibility B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 122 210 ThyssenKrupp Airport Services S.L., Mieres / Asturias, Spanien 213 211 ThyssenKrupp Airport Systems Co. (Zhongshan) Ltd., Zhongshan/Guangdong, VR China 509 212 ThyssenKrupp Airport Systems Inc., Fort Worth/Texas, USA 521 213 ThyssenKrupp Airport Systems, S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 145 100,00 % 3) 162 0,00 % 3) 214 ThyssenKrupp Encasa AS, Oslo, Norwegen 116 215 ThyssenKrupp Encasa Asansör Sanayi Ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei 202 216 ThyssenKrupp Encasa B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 122 217 ThyssenKrupp Encasa Limited, Cleveland, Großbritannien 208 218 ThyssenKrupp Encasa N.V., Gent, Belgien 122 99,93 % 202 0,07 % 219 ThyssenKrupp Encasa, SA, Sintra, Portugal 80 220 ThyssenKrupp Encasa S.A.S., Courbevoie, Frankreich 123 221 ThyssenKrupp Encasa S.L., Madrid, Spanien 499 222 ThyssenKrupp Encasa S.r.l., Pisa, Italien 149 223 ThyssenKrupp Monolift AB, Stockholm, Schweden 122 Industrial Solutions Uhde 224 AWG Industrieanlagen und Wassertechnik GmbH Berlin, Berlin 227 225 GKI-OFU Industrieofenbau GmbH, Dortmund 227 226 ThyssenKrupp Uhde Engineering Services GmbH, Haltern am See 227 227 ThyssenKrupp Uhde GmbH, Dortmund 492 228 Uhde High Pressure Technologies GmbH, Hagen 227 229 Uhde Inventa-Fischer GmbH, Berlin 227 230 Edeleanu SDN. BHD., Kuala Lumpur, Malaysia 227 231 OOO Uhde, Dzerzhinsk, Russland 227 232 OSC Process Engineering Ltd., Stockport, Großbritannien 524 233 The House (Al-Bait) for Metal Technology and Engineering LLC, Bagdad, Irak 227 234 ThyssenKrupp Industrial Solutions (Australia) Pty. Ltd., West Melbourne/Victoria, Australien 227 235 ThyssenKrupp Industrial Solutions South Africa (Pty) Ltd., Sunninghill, Südafrika 274 236 ThyssenKrupp Otto Co., Ltd., Tokio, Japan 227 237 ThyssenKrupp Uhde Energy & Power Consultants Ltd., Port Talbot (Wales), Großbritannien 238 238 ThyssenKrupp Uhde Energy & Power Global Ltd., Port Talbot (Wales), Großbritannien 524 239 ThyssenKrupp Uhde Energy & Power Ltd., Port Talbot (Wales), Großbritannien 238 240 Uhde Arabia Ltd., Al-Khobar, Saudi Arabien 227 241 Uhde Corporation of America, Bridgeville/Pennsylvania, USA 521 242 Uhde Engineering Consulting (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 250 243 Uhde Engineering de México, S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico 248 99,99 % 227 0,01 % 244 Uhde Engineering Egypt Company (S.A.E.), Kairo, Ägypten 227 245 Uhde Fertilizer Technology B.V., Amsterdam, Niederlande 520 246 Uhde India Private Ltd., Mumbai, Indien 227 247 Uhde Inventa-Fischer AG, Domat / Ems, Schweiz 227 248 Uhde Mexico S.A. de C.V., Mexico City, Mexico 227 98,06 % 499 1,22 % 252 0,72 % 249 Uhde Services Slovakia s.r.o., Lazaretská, Slowakische Republik 226 85,00 % 227 15,00 % 250 Uhde Shedden (Australia) Pty. Ltd., South Melbourne/Victoria, Australien 234 251 Uhde (Thailand) Ltd., Bangkok, Thailand 234 Resource Technologies 252 ThyssenKrupp Resource Technologies GmbH, Beckum 492 253 A-C Equipment Services Corp., Milwaukee/Wisconsin, USA 259 254 ELEX CemCat AG, Schwerzenbach, Schweiz 252 255 Krupp Canada Inc., Calgary/Alberta, Kanada 519 256 Maerz Ofenbau AG, Zürich, Schweiz 252 257 Mining Plants & Systems Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien 252 258 OOO Polysius, Moskau, Russland 252 259 Polysius Corp., Atlanta/Georgia, USA 521 260 Polysius de Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien 252 261 Polysius de Mexico S.A. de C.V., Mexico-City, Mexico 252 262 Polysius del Peru S.A., Arequipa, Peru 252 99,01 % 261 0,99 % 263 Polysius Engineering Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 252 264 Polysius Ingenieria y Servicios del Peru S.A., Arequipa, Peru 252 99,00 % 260 1,00 % 265 Polysius Ltd., Ascot/Berkshire, Großbritannien 524 266 Polysius S.A., Madrid, Spanien 499 267 Polysius S.A.S., Aix en Provence, Frankreich 513 268 Polysius (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 509 269 Polysius Vietnam Ltd., Hanoi, Vietnam 252 270 PT. ThyssenKrupp Polysius Indonesia, Jakarta, Indonesien 252 271 PWH Materials Handling Systems Inc., Calgary/Alberta, Kanada 252 272 ThyssenKrupp BulkTec (China) Ltd., Beijing, VR China 509 273 ThyssenKrupp Engineering (Australia) Pty. Ltd., Stirling/Western Australia, Australien 252 274 ThyssenKrupp Engineering (Proprietary) Ltd., Sunninghill, Südafrika 227 60,00 % 252 40,00 % 275 ThyssenKrupp Engineering (Proprietary) Ltd., Gaborone, Botswana 274 99,97 % 252 0,03 % 276 ThyssenKrupp Industrial Solutions (Asia Pacific) Pte. Ltd., Singapur, Singapur 523 277 ThyssenKrupp Industries India Pvt. Ltd., Pimpri, Indien 474 278 ThyssenKrupp Industries (M) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 277 279 ThyssenKrupp Ingenieria Chile Ltda., Santiago de Chile, Chile 283 280 ThyssenKrupp KH Mineral S.A.S., Sarreguemines, Frankreich 513 281 ThyssenKrupp Materials Handling Pty. Ltd., Stirling/Western Australia, Australien 234 282 ThyssenKrupp Polysius Australia Pty. Ltd., Perth/Western Australia, Australien 234 283 ThyssenKrupp Robins Inc., Denver/Colorado, USA 521 284 ThyssenKrupp Saudi Arabia Contracting Company Limited, Riyadh, Saudi Arabien 267 95,00 % 280 5,00 % 285 ThyssenKrupp Servicios S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico 261 98,00 % 252 2,00 % 286 TOO ThyssenKrupp Industrial Solutions Kazakhstan, Almaty, Kasachstan 252 287 TOV Polysius Ukraine, Kiew, Ukraine 252 288 Umatac Industrial Processes Inc., Calgary/Alberta, Kanada 252 System Engineering 289 ThyssenKrupp System Engineering GmbH, Essen 492 290 OOO ThyssenKrupp System Engineering, Kaluga, Russland 289 291 ThyssenKrupp Industrial Solutions Ltda., Diadema-São Paulo, Brasilien 252 57,22 % 289 42,78 % 292 ThyssenKrupp System Engineering, Inc., Auburn Hills/Michigan, USA 521 293 ThyssenKrupp System Engineering India Private Limited, Pune, Indien 289 99,90 % 492 0,10 % 294 ThyssenKrupp System Engineering Ltd., East Grinstead , West Sussex, Großbritannien 524 295 ThyssenKrupp System Engineering S.A., Barcelona, Spanien 499 296 ThyssenKrupp System Engineering, S.A. de C.V., Santiago de Querétaro, Mexico 289 297 ThyssenKrupp System Engineering S.A.S., Ensisheim, Frankreich 513 298 ThyssenKrupp System Engineering (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 509 299 ThyssenKrupp System Engineering Sp. z o.o., Gdansk, Polen 289 Marine Systems 300 Blohm + Voss Marine Systems GmbH, Hamburg 317 301 Blohm + Voss Shipyards & Services GmbH, Hamburg 317 302 Emder Werft und Dockbetriebe GmbH, Emden 317 303 HDW/MFI Business Partnership, Kiel 308 95,00 % 315 5,00 % 304 Howaldtswerke-Deutsche Werft Beteiligungs-GmbH, Kiel 308 305 IKL Ingenieurkontor Lübeck GmbH, Kiel 308 306 Innovative Meerestechnik GmbH, Emden 302 307 SVG Steinwerder Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 317 308 ThyssenKrupp Marine Systems GmbH, Kiel 317 309 Australian Marine Technologies Pty Ltd, Victoria, Australien 250 310 Blohm+Voss El Djazair S.a.r.l., Algier, Algerien 316 311 Greek Naval Shipyards Holding S.A., Skaramanga, Griechenland 304 312 ThyssenKrupp Marin Sistem Gemi Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei 317 313 ThyssenKrupp Marine Systems AB, Malmö, Schweden 317 314 ThyssenKrupp Marine Systems Canada Inc., Ottawa/Ontario , Kanada 317 315 ThyssenKrupp Marine Systems LLP, London, Großbritannien 308 99,50 % 492 0,50 % 316 ThyssenKrupp Marine Systems (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur 523 Sonstige Beteiligungen Industrial Solutions 317 ThyssenKrupp Industrial Solutions AG, Hamburg 492 318 ThyssenKrupp Transrapid GmbH, Kassel 492 319 Uhde Services and Consulting GmbH, Dortmund 492 Materials Services MetalsServices 320 ThyssenKrupp Materials International GmbH, Essen 471 321 Eisenmetall Handelsgesellschaft mbH, Gelsenkirchen 320 322 Erich Weit GmbH, München 327 323 Freiburger Stahlhandel GmbH, Freiburg i.Br. 320 324 Herzog Coilex GmbH, Stuttgart 335 325 Jacob Bek GmbH, Ulm 320 326 Max Cochius GmbH, Berlin 320 327 Otto Wolff Handelsgesellschaft mbH, Essen 320 328 Peiniger International GmbH, Grünwald 329 329 ThyssenKrupp Facilities Services GmbH, Düsseldorf 320 330 ThyssenKrupp Information Services GmbH, Düsseldorf 482 331 ThyssenKrupp Mannex GmbH, Essen 320 332 ThyssenKrupp MetalServ GmbH, Essen 320 94,00 % 471 6,00 % 333 ThyssenKrupp Schulte GmbH, Essen 320 334 ThyssenKrupp Stahlkontor GmbH, Düsseldorf 320 77,70 % 392 19,91 % 482 2,38 % 335 ThyssenKrupp Stahl-Service-Center GmbH, Krefeld 320 95,24 % 471 4,34 % 336 Vermögensverwaltungsgesellschaft TAUS mbH, Grünwald 487 337 Vermögensverwaltungsgesellschaft Xtend mbH, Grünwald 320 338 Xtend new media Holding GmbH, Grünwald 330 339 B.V.Nedeximpo Nederlandse Export- en Importmaatschappij, Amsterdam, Niederlande 370 340 Carolina Building Materials, Inc., Carolina, Puerto Rico 327 341 Cimex-Nor S.A., San Sebastian, Spanien 320 342 LAMINCER S.A., Munguia, Spanien 320 60,00 % 341 40,00 % 343 OOO ThyssenKrupp Materials, Moskau, Russland 320 344 PALMETAL Armazenagem e Serivicos S.A., Palmela, Portugal 341 345 Sidcomex S.A. de C.V., Puebla, Mexico 363 99,99 % 320 0,01 % 346 Thyssen Sudamerica N.V., Willemstad, Niederländische Antillen 370 347 Thyssen Trading S.A., São Paulo, Brasilien 320 348 ThyssenKrupp Christon N.V., Lokeren, Belgien 520 65,59 % 320 34,41 % 349 ThyssenKrupp Energostal S.A., Torun, Polen 320 350 ThyssenKrupp Ferostav, spol. s r.o., Nové Zámky, Slowakische Republik 320 351 ThyssenKrupp Ferroglobus Kereskedelmi ZRt, Budapest, Ungarn 320 352 ThyssenKrupp Ferrosta spol. s.r.o., Prag, Tschechische Republik 320 353 ThyssenKrupp Industrial Services Canada, Inc., Windsor/Ontario, Kanada 508 354 ThyssenKrupp Industrial Services NA, Inc., Southfield/Michigan, USA 369 355 ThyssenKrupp ISIS Holding, Inc., Wilmington/Delaware, USA 369 356 ThyssenKrupp Logistics, Inc., Wilmington/Delaware, USA 369 357 ThyssenKrupp Mannex Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur 523 358 ThyssenKrupp Mannex Pty. Ltd., Sydney/New South Wales, Australien 320 359 ThyssenKrupp Mannex Sverige AB, Göteborg, Schweden 331 360 ThyssenKrupp Mannex UK Ltd., Woking, Großbritannien 524 361 ThyssenKrupp Materials Austria GmbH, Wien, Österreich 502 362 ThyssenKrupp Materials CA Ltd., Concord/Ontario, Kanada 369 363 ThyssenKrupp Materials de Mèxico, S.A. de C.V., Puebla, Mexico 320 71,95 % 436 28,05 % 364 ThyssenKrupp Materials d.o.o., Indjija, Serbien 320 365 ThyssenKrupp Materials France S.A.S., Maurepas, Frankreich 513 366 ThyssenKrupp Materials Holding (Thailand) Ltd., Samut Prakarn Province, Thailand 375 51,00 % 320 49,00 % 367 ThyssenKrupp Materials Ibérica S.A., Martorelles, Spanien 499 368 ThyssenKrupp Materials Korea Company Ltd., Seoul, South Korea 320 369 ThyssenKrupp Materials NA, Inc., Southfield/Michigan, USA 521 370 ThyssenKrupp Materials Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande 520 371 ThyssenKrupp Materials Romania S.R.L., Bukarest, Rumänien 320 372 ThyssenKrupp Materials Schweiz AG, Bronschhofen, Schweiz 320 373 ThyssenKrupp Materials (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 320 374 ThyssenKrupp Materials Sverige AB, Göteborg, Schweden 320 375 ThyssenKrupp Materials (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand 320 49,00 % 366 34,50 % 376 ThyssenKrupp Materials (UK) Ltd., Smethwick, Großbritannien 524 377 ThyssenKrupp Materials Vietnam LLC, Hanoi, Vietnam 320 378 ThyssenKrupp OnlineMetals, LLC, Southfield/Michigan, USA 369 379 ThyssenKrupp Securitization Corp., Southfield/Michigan, USA 521 380 ThyssenKrupp Service Acier S.A.S., Fosses, Frankreich 513 381 ThyssenKrupp Stahlunion Polska Sp. z o.o., Katowitz, Polen 327 382 ThyssenKrupp Stal Serwis Polska Sp. z o.o., Dabrowa Górnicza, Polen 335 383 ThyssenKrupp Steel Distribution, LLC , Wilmington/Delaware, USA 369 384 ThyssenKrupp-Jupiter Stomana OOD, Sofia, Bulgarien 320 SpecialServices 385 DSU Beteiligungs-Gesellschaft für Dienstleistungen und Umwelttechnik mbH, Oberhausen 394 386 DvB Aufbereitungs-GmbH zur Behandlung von Metallprodukten, Oberhausen 394 387 ThyssenKrupp Aerospace Germany GmbH, Rodgau, Nieder-Roden 320 388 ThyssenKrupp AT.PRO tec GmbH, Essen 393 389 ThyssenKrupp Bauservice GmbH, Hückelhoven 320 94,90 % 471 5,10 % 390 ThyssenKrupp Bautechnik GmbH, Essen 320 391 ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH, Essen 320 392 ThyssenKrupp Industrial Services Holding GmbH, Düsseldorf 320 94,90 % 482 5,10 % 393 ThyssenKrupp Metallurgical Products GmbH, Essen 320 82,53 % 392 17,47 % 394 ThyssenKrupp MillServices & Systems GmbH, Duisburg 392 395 ThyssenKrupp Plastics GmbH, Essen 329 396 ThyssenKrupp Tiefbautechnik GmbH, Essen 390 397 Vermögensverwaltungsgesellschaft TKAS mbH, Grünwald 320 94,71 % 482 5,29 % 398 Alfaplast AG, Steinhausen, Schweiz 431 399 Indu-Light AG, Beromünster/Luzern, Schweiz 400 400 Neomat AG, Beromünster/Luzern, Schweiz 431 401 Notz Plastics AG, Biel/Bienne, Schweiz 431 402 OOO ThyssenKrupp Bautechnik technischer Service, St. Petersburg, Russland 390 403 RIAS A/S, Roskilde, Dänemark 329 404 RIP Comércio Ltda., São Paulo, Brasilien 405 405 RIP Serviços Industriais Ltda., Salto, Brasilien 320 406 RIP Serviços Siderúrgicos Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 405 100,00 % 3) 404 0,00 % 3) 407 Röhm Italia S.r.l., Garbagnate Milanese, Italien 515 408 Steba AG, Pfäffikon, Schweiz 400 409 STEBA Direktverkauf Kunststoffe + Plexiglas GmbH, Hunzenschwil, Schweiz 408 410 ThyssenKrupp Aerospace Australia Pty. Ltd., Wetherill Park/New South Wales, Australien 413 411 ThyssenKrupp Aerospace Finland Oy, Mänttä, Finnland 413 412 ThyssenKrupp Aerospace India Private Ltd., Bangalore, Indien 413 99,99 % 417 0,01 % 413 ThyssenKrupp Aerospace International Holdings Ltd., Birmingham, Großbritannien 417 414 ThyssenKrupp Aerospace Nederland B.V., Venlo, Niederlande 520 415 ThyssenKrupp Aerospace (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, VR China 417 416 ThyssenKrupp Aerospace Tunisia S.A.R.L., Fouchana, Tunesien 365 417 ThyssenKrupp Aerospace UK Ltd., Birmingham, Großbritannien 524 418 ThyssenKrupp Aerospace (Xi'an) Co., Ltd., Xi'an, VR China 509 419 ThyssenKrupp Autômata Industria de Peças Ltda., São Paulo , Brasilien 405 420 ThyssenKrupp Cadillac Plastic S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich 513 421 ThyssenKrupp Comércio de Combustíveis e Gases Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 393 95,00 % 466 5,00 % 422 ThyssenKrupp GfT Polska Sp. z o.o., Krakau, Polen 391 423 ThyssenKrupp Máquinas e Equipamentos Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 405 95,00 % 466 5,00 % 424 ThyssenKrupp Materials, LLC, Southfield/Michigan, USA 369 425 ThyssenKrupp Metallurgical Products Co., Ltd. Tianjin, Tianjin, VR China 393 426 ThyssenKrupp Otto Wolff N.V./S.A, Mechelen, Belgien 329 427 ThyssenKrupp Plastic Ibérica SL, Massalfassar (Valencia), Spanien 499 428 ThyssenKrupp Plastics Austria GmbH, Hörsching, Österreich 502 429 ThyssenKrupp Services (UK) Ltd., Solihull, Großbritannien 524 430 ThyssenKrupp Steelcom Pty. Ltd., North Sydney/New South Wales, Australien 390 431 ThyssenKrupp Stokvis Plastics B.V., Roosendaal, Niederlande 520 432 ThyssenKrupp-Dopravné Stavby Slovensko s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik 391 433 TOO ThyssenKrupp Bautechnik Kasachstan, Almaty, Kasachstan 390 99,00 % 402 1,00 % 434 TOO ThyssenKrupp-CL COO, Almaty, Kasachstan 390 435 UAB ThyssenKrupp Baltija, Klaipeda, Litauen 390 Steel Europe ThyssenKrupp Steel Europe 436 ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg 482 437 KBS Kokereibetriebsgesellschaft Schwelgern GmbH, Duisburg 436 438 Pruna Betreiber GmbH, Grünwald 436 439 ThyssenKrupp Electrical Steel Italia S.r.l., Mailand, Italien 515 440 ThyssenKrupp Galmed, S.A., Sagunto, Spanien 499 75,00 % 436 25,00 % 441 ThyssenKrupp Steel North America, Inc., Dover/Delaware, USA 521 Processing 442 DWR - Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH, Andernach 446 443 Hoesch Hohenlimburg GmbH, Hagen 436 444 Rasselstein Verwaltungs GmbH, Neuwied 436 59,23 % 454 40,77 % 445 ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH, Gelsenkirchen 456 87,62 % 482 11,96 % 446 ThyssenKrupp Rasselstein GmbH, Andernach 444 447 ThyssenKrupp Sägenstahlcenter GmbH, Duisburg 436 448 ThyssenKrupp Aceros y Servicios S.A., Santiago, Chile 436 449 ThyssenKrupp Comercial Colombia S.A.S, Bogota, Kolumbien 448 450 ThyssenKrupp Electrical Steel India Private Ltd., Mumbai/Nashik, Indien 445 100,00 % 3) 451 0,00 % 3) 451 ThyssenKrupp Electrical Steel UGO S.A.S, Isbergues, Frankreich 445 Other Companies Steel Europe 452 Becker & Co. GmbH, Neuwied 444 453 EH Güterverkehr GmbH, Duisburg 436 454 Eisen- und Hüttenwerke AG, Andernach 436 455 MgF Magnesium Flachprodukte GmbH, Freiberg 436 456 ThyssenKrupp Electrical Steel Verwaltungsgesellschaft mbH, Gelsenkirchen 436 62,46 % 454 37,54 % 457 ThyssenKrupp Steel Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg 436 458 B.V. Stuwadoors-Maatschappij Kruwal, Rotterdam, Niederlande 463 50,00 % 436 25,00 % 459 Ertsoverslagbedrijf Europoort C.V., Rotterdam, Niederlande 463 49,50 % 436 24,75 % 458 0,99 % 460 ThyssenKrupp Stål Danmark A/S, Kopenhagen, Dänemark 463 461 ThyssenKrupp Steel & Technologies Japan Co., Ltd., Tokio, Japan 236 462 ThyssenKrupp Steel (Asia Pacific) Pte. Ltd., Singapur, Singapur 463 463 ThyssenKrupp Veerhaven B.V., Rotterdam, Niederlande 520 464 TKAS (Changchun) Tailored Blanks Ltd., Changchun, VR China 509 Steel Americas CSA 465 AirSteel Comercial Gases Industriais Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 436 466 ThyssenKrupp Companhia Siderúrgica do Atlântico, Rio de Janeiro, Brasilien 469 467 White Martins Steel Gases Industriais Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 436 ThyssenKrupp Steel USA 468 ThyssenKrupp Steel USA, LLC, Wilmington/Delaware, USA 470 Other Companies Steel Americas 469 ThyssenKrupp Slab International B.V., Brielle, Niederlande 463 470 ThyssenKrupp Steel Americas, LLC, Wilmington/Delaware, USA 521 Corporate Corporate Headquarters 471 ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen 4) 472 Banter See Vermögensverwaltung GmbH, Düsseldorf 487 473 Brüninghaus Schmiede GmbH, Grünwald 492 474 Buckau-Walther GmbH, Grünwald 492 475 CCI Crane Cooperation International Handelsgesellschaft mbH, Essen 471 476 GLH GmbH, Essen 498 477 Hoesch AG, Düsseldorf 471 478 Konsortium für Kurssicherung GbR, Essen 436 51,62 % 492 17,02 % 320 10,12 % 471 10,10 % 80 3,80 % 479 Krupp Industrietechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Grünwald 482 94,90 % 471 5,10 % 480 MONTAN GmbH Assekuranz-Makler, Düsseldorf 491 481 Reisebüro Dr. Tigges Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Essen 320 482 Thyssen Stahl GmbH, Düsseldorf 471 82,64 % 529 17,36 % 483 ThyssenKrupp Academy GmbH, Düsseldorf 471 484 ThyssenKrupp AdMin GmbH, Düsseldorf 487 485 ThyssenKrupp Carbon Components GmbH, Wilsdruff 48 486 ThyssenKrupp DeliCate GmbH, Düsseldorf 487 487 ThyssenKrupp Dienstleistungen GmbH, Düsseldorf 471 488 ThyssenKrupp Investment Kanada GmbH, Essen 508 489 ThyssenKrupp Management Consulting GmbH, Düsseldorf 487 490 ThyssenKrupp Reinsurance AG, Essen 491 491 ThyssenKrupp Risk and Insurance Services GmbH, Essen 471 492 ThyssenKrupp Technologies Beteiligungen GmbH, Essen 471 493 ThyssenKrupp Vermögensverwaltungsgesellschaft Kanada mbH, Essen 497 494 Vermögensverwaltungsgesellschaft EZM mbH, Grünwald 529 84,03 % 482 15,97 % 495 Vermögensverwaltungsgesellschaft KSH mbH, Grünwald 471 496 Vermögensverwaltungsgesellschaft TKW mbH, Grünwald 487 497 Budcan Holdings Inc., Kitchener/Ontario, Kanada 508 498 GLH, LLC, Fond du Lac/Wisconsin, USA 521 499 Grupo ThyssenKrupp S.L., Madrid, Spanien 519 500 Krupp Camford Pressings Ltd., Solihull, Großbritannien 505 501 The Budd Company, Inc., Troy/Michigan, USA 521 502 ThyssenKrupp Austria Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich 504 503 ThyssenKrupp Austria GmbH, Wien, Österreich 471 504 ThyssenKrupp Austria GmbH & Co. KG, Wien, Österreich 471 505 ThyssenKrupp Automotive (UK) Ltd., Solihull, Großbritannien 524 506 ThyssenKrupp Camford Engineering PLC, Solihull, Großbritannien 505 507 ThyssenKrupp Camford Ltd., Solihull, Großbritannien 505 508 ThyssenKrupp Canada, Inc., Calgary/Alberta, Kanada 519 509 ThyssenKrupp (China) Ltd., Beijing, VR China 471 510 ThyssenKrupp Finance Canada, Inc., Calgary/Alberta, Kanada 471 511 ThyssenKrupp Finance Nederland B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 471 512 ThyssenKrupp Finance USA, Inc., Wilmington/Delaware, USA 521 513 ThyssenKrupp France S.A.S., Maurepas, Frankreich 519 89,00 % 471 11,00 % 514 ThyssenKrupp India Private Limited, Mumbai, Indien 519 100,00 % 3) 522 0,00 % 3) 515 ThyssenKrupp Italia S.r.l., Rom, Italien 471 516 ThyssenKrupp Japan K.K., Tokyo, Japan 236 517 ThyssenKrupp Knowsley Ltd., Dundee, Großbritannien 492 518 ThyssenKrupp Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 471 519 ThyssenKrupp Nederland Holding B.V., Roermond, Niederlande 471 520 ThyssenKrupp Nederland Intermediate B.V., Roermond, Niederlande 519 521 ThyssenKrupp North America, Inc., Chicago, IL, USA 471 522 ThyssenKrupp Participations B.V., Veghel, Niederlande 519 523 ThyssenKrupp Singapore Pte. Ltd., Singapur, Singapur 471 524 ThyssenKrupp UK Plc., Solihull, Großbritannien 471 100,00 % 3) 482 0,00 % 3) Business Services 525 ThyssenKrupp Business Services GmbH, Essen 471 IT Services 526 ThyssenKrupp IT Services GmbH, Essen 492 Real Estate 527 Dorea Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Wiesbaden 471 528 Hellweg Liegenschaften GmbH, Bochum 529 529 Krupp Hoesch Stahl GmbH, Dortmund 519 94,90 % 471 5,10 % 530 Stahlhauser Liegenschaften Verwaltungsgesellschaft mbH, Essen 540 88,00 % 471 6,00 % 531 Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Industrie, Essen 492 94,90 % 540 5,10 % 532 Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Stahl, Essen 482 94,90 % 540 5,10 % 533 ThyssenKrupp Grundbesitz Verwaltungs GmbH, Essen 471 534 ThyssenKrupp Grundbesitz-Vermietungs GmbH & Co. KG, Essen 471 535 ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Krupp Hoesch Stahl, Essen 529 536 ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Stahl, Essen 532 537 ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Concordiahütte GmbH, Oberhausen 492 94,80 % 471 5,20 % 538 ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Krefeld GmbH, Oberhausen 482 539 ThyssenKrupp Liegenschaften Umformtechnik Verwaltungs GmbH, Essen 492 94,80 % 471 5,20 % 540 ThyssenKrupp Real Estate GmbH, Essen 471 541 ThyssenKrupp Vermietungs GmbH, Duisburg 540 94,90 % 471 5,10 % 542 Rhenus Immobilien Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 502 543 Thyssen Financial Services B.V., 's-Gravendeel, Niederlande 392 544 ThyssenKrupp Real Estate France S.A.S., Maurepas, Frankreich 513 1) Jahresabschluss nicht 30.09. 2) nach IFRS Vorschriften einbezogen 3) Splitteranteil nach der 4. Kommastelle 4) Konzernmutter Lfd. Nr. Name und Sitz gehalten über lfd. Nr. B. Nicht konsolidierte Tochterunternehmen Components Technology Rothe Erde 545 Roballo France S.A.R.L., Rueil-Malmaison, Frankreich 513 Sonstige Beteiligungen Components Technology 546 ThyssenKrupp Automotive Italia S.r.l., Turin, Italien 492 99,00 % 52 1,00 % Elevator Technology Southern Europe/Africa/Middle East (SEAME) 547 ThyssenKrupp Elevator (Management) Ltd., Rishon Le'zion, Israel 81 50,00 % 156 50,00 % Industrial Solutions Uhde 548 Uhde Edeleanu s.r.o., Brno, Tschechische Republik 227 549 Uhde Inventa-Fischer Chemical Fiber Equipment (Shanghai) Ltd., Shanghai, VR China 509 Resource Technologies 550 Polysius-Hilfe GmbH, Münster 252 551 Maerz Ofenbau SRL, Timisoara, Rumänien 256 System Engineering 552 ThyssenKrupp System Engineering S.r.l., Turin, Italien 515 98,00 % 289 2,00 % Marine Systems 553 Kockums Submarine Systems AB, Malmö, Schweden 313 554 Maritime Services Consultant Enterprise Sdn.Bhd., Petaling Jaya, Malaysia 301 555 ThyssenKrupp Marine Systems Australia Pty Ltd, Canberra/Australian Capital Territory, Australien 309 556 ThyssenKrupp Technologies HELLAS Marketing Services S.A., Athen, Griechenland 492 99,98 % 1) Jahresabschluss nicht 30.09. 2) nach IFRS Vorschriften einbezogen 3) Splitteranteil nach der 4. Kommastelle 4) Konzernmutter Lfd. Nr. Name und Sitz gehalten über lfd. Nr. C. At equity bewertete Beteiligungen (=Joint Venture) Components Technology Forging-Group 557 Huizhou Sumikin Forging Company Ltd., Huizhou, VR China 509 Elevator Technology Southern Europe/Africa/Middle East (SEAME) 558 Liftkom AD, Shumen, Bulgarien 156 Americas (AMS) 559 Braun ThyssenKrupp Elevator LLC, Madison/Wisconsin, USA 176 Asia/Pacific (AP) 560 Eros Elevators & Escalators Pvt. Ltd., Mumbai, Indien 190 561 Marohn Elevator Co. Ltd., Changshu City, Jiangsu Province, VR China 509 Industrial Solutions Uhde 562 KEPCO-Uhde Inc., Seoul, South Korea 227 563 UHDENORA S.p.A., Milan, Italien 227 Resource Technologies 564 Vecoplan FuelTrack GmbH, Bad Marienberg 252 System Engineering 565 HFS Hotforming Solutions GmbH, Schwalbach 289 Marine Systems 566 Atlas Elektronik GmbH, Bremen 492 567 Fortis Marine Solutions Pte. Ltd. , Singapore, Singapur 313 Materials Services MetalsServices 568 Aceros de America Inc., San Juan, Puerto Rico 327 569 Ferona Thyssen Plastics, s.r.o., Velká Bystrîce, Olomouc, Tschechische Republik 320 570 Leong Jin Corporation Pte. Ltd., Singapur, Singapur 320 571 Polarputki Oy, Helsinki, Finnland 320 572 Thyssen Ros Casares S.A., Valencia, Spanien 335 SpecialServices 573 TGHM GmbH & Co. KG, Dortmund 471 574 BCCW (Tangshan) Jiahua Coking & Chemical Co., Ltd., Tangshan, VR China 393 575 MRT Track & Services Co., Inc., Bloomfield/New Jersey, USA 391 Steel Europe ThyssenKrupp Steel Europe 576 Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg 436 577 ANSC-TKS Galvanizing Co., Ltd., Dalian, Liaoning Province, VR China 436 Processing 578 Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH (KBS), Düsseldorf 446 Other Companies Steel Europe 579 Walzen-Service-Center GmbH, Oberhausen 436 580 Acciai di Qualità, Centro Lavorazione Lamiere S.p.A., Genova, Italien 515 581 RKE N.V., Antwerpen, Belgien 436 582 TKAS (Changchun) Steel Service Center Ltd., Changchun, VR China 509 583 Transport- en Handelmaatschappij Steenkolen Utrecht B.V., Rotterdam, Niederlande 463 Corporate Corporate Headquarters 584 Outokumpu Oyj, Espoo, Finnland 471 Real Estate 585 COMUNITHY Immobilien GmbH, Düsseldorf 540 1) Jahresabschluss nicht 30.09. 2) nach IFRS Vorschriften einbezogen 3) Splitteranteil nach der 4. Kommastelle 4) Konzernmutter Lfd. Nr. Name und Sitz gehalten über lfd. Nr. D. Sonstige assoziierte Beteiligungen (=Joint Venture) Industrial Solutions Marine Systems 586 MTG Marinetechnik GmbH, Hamburg 308 566 10,00 % 587 LISNAVE-ESTALEIROS NAVAIS S.A., Lissabon, Portugal 317 Sonstige Beteiligungen Industrial Solutions 588 Transrapid International Verwaltungsgesellschaft mbH, i. L., Berlin 318 Materials Services MetalsServices 589 Indo German International Private Ltd., New Delhi, Indien 331 590 Sidecontrol S.L., Gandia, Spanien 341 SpecialServices 591 SIB Schell Industrieanlagen-Bau GmbH, Duisburg 394 592 Solid Slab Track GmbH, Görschen 391 593 TGHM Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund 471 Steel Europe ThyssenKrupp Steel Europe 594 JEVISE Corporation, Tokyo, Japan* 436 Corporate Corporate Headquarters 595 Grundstücksgesellschaft Schlossplatz 1 mbH & Co.KG, Berlin 471 Real Estate 596 Gewerkschaft Hermann V GmbH, Essen 529 597 NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gelsenkirchen KG, Düsseldorf 531 1) Jahresabschluss nicht 30.09. 2) nach IFRS Vorschriften einbezogen 3) Splitteranteil nach der 4. Kommastelle 4) Konzernmutter Lfd. Nr. Name und Sitz gehalten über lfd. Nr. E. Andere Beteiligungsunternehmen a) § 313 Abs.2 Nr. 4 HGB Corporate Real Estate 598 VBW Bauen und Wohnen GmbH, Bochum 529 Eigenkapital Jahresergebnis b) Ziffer 7.1.4. Deutscher Coporate Governance Kodex Corporate Corporate Headquarters 599 Outokumpu Oy, Espoo, Finnland 471 Eigenkapital Jahresergebnis 1) Jahresabschluss nicht 30.09. 2) nach IFRS Vorschriften einbezogen 3) Splitteranteil nach der 4. Kommastelle 4) Konzernmutter Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen Vermerk zum Konzernabschluss Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen und ihrer Tochtergesellschaften – bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 geprüft. Verantwortung des Vorstands für den Konzernabschluss Der Vorstand der ThyssenKrupp AG ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. Verantwortung des Abschlussprüfers Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist. Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von dem Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Prüfungsurteil Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2013 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr. Vermerk zum Konzernlagebericht Wir haben den beigefügten Konzernlagebericht der ThyssenKrupp AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Der Vorstand der ThyssenKrupp AG ist verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der zusammengefasste Lagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des zusammenfassten Lageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Essen, den 29. November 2013 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Prof. Dr. Norbert Winkeljohann, Wirtschaftsprüfer Volker Linke, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Essen, den 29. November 2013 ThyssenKrupp AG Der Vorstand Hiesinger Burkhard Kerkhoff Bericht des Aufsichtsrats Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2012/2013 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Risikosituation des Unternehmens, der Liquiditätsplanung und der Eigenkapitalsituation auseinandergesetzt. Als Folge einer Analyse der Wertpotenziale der Konzerngeschäfte sowie der Chancen und Risiken strategischer Schritte wurden dem Aufsichtsrat kritische operative Themen klar und differenziert vorgelegt. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz oder Satzung erforderlich war. Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses haben auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert. Über wichtige Erkenntnisse haben die Vorsitzenden von Aufsichtsrat bzw. Prüfungsausschuss spätestens in der folgenden Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzung berichtet. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben die Tagesordnungspunkte der Plenumssitzungen in getrennten Vorgesprächen beraten. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben. Sitzungen des Aufsichtsrats Im Berichtsjahr fanden sieben Sitzungen des Aufsichtsrats statt, davon vier ordentliche und drei außerordentliche. Die Präsenz lag bei durchschnittlich 95,7 %. Ein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Am 20. November 2012 kamen die Mitglieder des Aufsichtsrats zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, in der die Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats sowie die Entscheidungsfindung des Gremiums im Zusammenhang mit den Stahlwerksprojekten in Brasilien und den USA geprüft wurden. Über die Ergebnisse und die eingeleiteten Maßnahmen war bereits im letzten Geschäftsbericht ausführlich berichtet worden. Schwerpunkte der ersten regulären Sitzung im Berichtsjahr am 21. November 2012 waren die aktuellen Entwicklungen sowie die strategischen Perspektiven der Industriegüter-Geschäfte von ThyssenKrupp. In diesem Zusammenhang wurde die Zusammenlegung der Business Areas Plant Technology und Marine Systems zur neuen Business Area Industrial Solutions beschlossen. Ferner wurde die Unternehmens- und Investitionsplanung für das Geschäftsjahr 2012/2013 verabschiedet. Im Rahmen der Compliance-Berichterstattung haben wir uns intensiv mit dem Thema Vorstands- und Pressereisen beschäftigt. Als Reaktion auf die wiederholten Compliance-Verstöße im Konzern haben wir einen Beschluss gefasst, der die unternehmerische Verantwortung des Managements für die Einhaltung von Recht und Gesetz betont, die über die individuellen und organisatorischen Pflichten des Vorstandsmitglieds hinausgeht. Damit soll unmissverständlich zum Ausdruck gebracht werden, dass bei schweren oder wiederholten Compliance-Verstößen im Verantwortungsbereich eines Vorstandsmitglieds personelle Konsequenzen gezogen werden können. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben in dieser Sitzung zudem dem Wunsch von Ralph Labonte entsprochen, seine Bestellung zum Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp AG aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zum 31. März 2013 aufzuheben. Gleichzeitig sind wir der Empfehlung des Personalausschusses gefolgt und haben Oliver Burkhard mit Wirkung zum 01. Februar 2013 für zunächst drei Jahre zum Mitglied des Vorstands und mit Wirkung zum 01. April 2013 zum Arbeitsdirektor der ThyssenKrupp AG bestellt. Abschließend haben die Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen der jährlichen Effizienzprüfung die Ergebnisse der Überprüfung des organisatorischen Ablaufs der Aufsichtsratssitzungen ausführlich diskutiert und Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz, wie z.B. zum Detaillierungsgrad und Umfang der bereitzustellenden Unterlagen, beschlossen. In einer weiteren außerordentlichen Sitzung am 10. Dezember 2012 sind die Mitglieder des Aufsichtsrats der Empfehlung des Personalausschusses gefolgt und haben die Bestellung von Dr. Olaf Berlien, Dr. Jürgen Claassen und Edwin Eichler zu Mitgliedern des Vorstands der ThyssenKrupp AG vorzeitig aufgehoben. Mit diesem Schritt haben wir der Gesamtverantwortung des Vorstands für die Führung der Geschäfte und die Führungskultur im Unternehmen Rechnung getragen. Als weiterer Tagesordnungspunkt standen der Jahres- und der Konzernabschluss zum 30. September 2012 im Vordergrund und hierbei insbesondere die weiteren Wertberichtigungen in der Business Area Steel Americas. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und nach Erörterung mit dem Abschlussprüfer billigten wir den Konzern- und den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011/2012. Ferner haben wir die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 18. Januar 2013 diskutiert und verabschiedet sowie Maßnahmen beschlossen, die die Vertraulichkeit der Unterlagen des Aufsichtsrats gewährleisten sollen. Unmittelbar vor Beginn der Hauptversammlung am 18. Januar 2013 sind die Mitglieder des Aufsichtsrats zu einer Plenumssitzung zusammengekommen, in der der Vorstand zunächst zur Lage des Konzerns berichtete. Im Mittelpunkt der Sitzung standen die Ergebnisse des von der Kanzlei Hengeler Mueller erstellten Gutachtens zur Prüfung etwaiger haftungsrechtlich relevanter Pflichtverletzungen ehemaliger oder amtierender Vorstandsmitglieder im Zusammenhang mit den Stahlwerksprojekten in Brasilien und den USA, dessen Aktualisierung der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 20. November 2012 in Auftrag gegeben hatte. Diese Prüfung ist zum Ergebnis gekommen, dass der Aufsichtsrat keine rechtliche Verpflichtung habe, Schadenersatzansprüche gegen amtierende oder frühere Mitglieder des Vorstands geltend zu machen. Insbesondere hoben die Gutachter hervor, dass nicht ansatzweise erkennbar sei, dass der ThyssenKrupp entstandene Schaden auf Unredlichkeit der Vorstandsmitglieder oder gar Verletzung der Gesetze oder der Satzung beruhe. Die Inhalte des Gutachtens wurden anschließend auch in der Hauptversammlung behandelt. Die Entscheidung von Dr. Gerhard Cromme, sein Mandat im Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG mit Ablauf des 31. März 2013 niederzulegen, war Anlass für eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung am 19. März 2013. Als sein Nachfolger wurde Prof. Dr. Ulrich Lehner einstimmig zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats ab dem 01. April 2013 gewählt. In der Sitzung des Aufsichtsrats am 15. Mai 2013 berichtete der Vorstand zunächst über die Lage des Konzerns sowie über den Stand der Verhandlungen zum Verkauf der Stahlwerke in Brasilien und den USA. Unsere besondere Aufmerksamkeit galt dem Konzernprogramm ACT („Achieve Change @ ThyssenKrupp“), mit dessen Hilfe neue Strukturen und Prozesse für die Arbeitsabläufe im Unternehmen definiert und implementiert werden. Es zielt darauf ab, die Führungskultur im Konzern zu verändern und die Effektivität, Effizienz und Leistungsfähigkeit von ThyssenKrupp zu steigern. In diesem Zusammenhang hat uns der Vorstand über Maßnahmen zum Abbau von Personal in Verwaltungsbereichen informiert, über die wir ausführlich beraten haben. Abschließend haben wir uns erneut mit der Vertraulichkeit der Unterlagen des Aufsichtsrats, der Steigerung der Effizienz unserer Überwachungs- und Beratungsarbeit sowie den Vorstands- und Pressereisen beschäftigt. In unserer Sitzung am 03. September 2013 standen erneut die operative Lage des Konzerns und die aktuellen Entwicklungen bei den Verhandlungen über den Verkauf der Business Area Steel Americas im Vordergrund. Ein weiteres Thema waren mögliche Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals. Im Rahmen der Strategischen Weiterentwicklung der Business Area Elevator Technology haben wir dem Erwerb der Eggert Aufzüge GmbH und der Eggert Lift-Technik GmbH zugestimmt, mit dem das Unternehmen seine Position in Deutschland weiter ausbauen kann. Wie in den Vorjahren waren aktuelle Entwicklungen der Corporate Governance auch in der diesjährigen September-Sitzung weitere Schwerpunkte unserer Diskussion. Dabei haben wir uns insbesondere mit den von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex am 13. Mai 2013 beschlossenen Kodex-Änderungen befasst. Auf dieser Basis haben wir zum 01. Oktober 2013 gemeinsam mit dem Vorstand eine aktualisierte Entsprechenserklärung abgegeben. In einer außerordentlichen Sitzung am 29. November 2013 haben wir auf Empfehlung des Strategie-, Finanz- und Investitionsausschusses nach eingehender Beratung der Veräußerung des Walz- und Beschichtungswerks ThyssenKrupp Steel USA in Alabama an ein Konsortium aus ArcelorMittal und Nippon Steel & Sumitomo Metal Corporation zugestimmt. Ferner haben wir in dieser Sitzung dem Abschluss eines Vertrags mit der Outokumpu Oyj zugestimmt, der vorsieht, jeweils 100 % der Anteile von VDM und AST sowie weiterer kleinerer Aktivitäten im Bereich Edelstahl-Service-Center an ThyssenKrupp gegen die im Rahmen der Inoxum-Transaktion entstandene Finanzforderung zu übertragen. Bericht über die Arbeit der Ausschüsse Die sechs Ausschüsse des Aufsichtsrats haben primär die Aufgabe, Entscheidungen und Themen für die Sitzungen des Plenums vorzubereiten. Dabei können Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen werden, sofern dies gesetzlich zulässig ist. Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig und ausführlich über die Ausschussarbeit. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses hat der Aufsichtsratsvorsitzende auch den Vorsitz in den einzelnen Ausschüssen inne. Die personelle Zusammensetzung der sechs Ausschüsse ist in der Anlage dargestellt. Das Präsidium ist im vergangenen Geschäftsjahr zu acht Sitzungen zusammengekommen. Neben der Vorbereitung der Sitzungen des Aufsichtsrats standen die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, die Strategische Weiterentwicklung der einzelnen Business Areas, die Entwicklung des Verkaufsprozesses der Business Area Steel Americas sowie die konzernweiten Projekte zur Optimierung der Effektivität, Effizienz und Leistungsfähigkeit im Mittelpunkt der Beratungen. Des Weiteren haben wir die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats vorbereitet, Compliance-Themen umfassend erörtert und über die Sicherstellung der Vertraulichkeit der Unterlagen des Aufsichtsrats beraten. Als Ausschussvorsitzender habe ich zur Abstimmung besonderer Projekte auch außerhalb der Sitzungen in engem Kontakt mit den übrigen Mitgliedern des Präsidiums gestanden. Der Personalausschuss bereitete im Geschäftsjahr 2012/2013 in neun Sitzungen die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Soweit erforderlich, wurden Beschlüsse gefasst oder dem Aufsichtsrat Empfehlungen zur Beschlussfassung gegeben. Gegenstand der Sitzungen waren neben Beratungen über die personelle Neuordnung des Vorstands der ThyssenKrupp AG insbesondere die Ausgestaltung des Vergütungssystems sowie Vorschläge zur Festsetzung von Tantieme und Bonus für die Mitglieder des Vorstands. Einzelheiten zur Vorstandsvergütung können dem Vergütungsbericht entnommen werden. Ferner erteilte der Personalausschuss der Übernahme von Mandaten durch Mitglieder des Vorstands bei anderen Unternehmen, Einrichtungen und Institutionen seine Zustimmung. Für eine Sitzung des gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG gebildeten Vermittlungsausschusses bestand auch im Berichtsjahr kein Anlass. Der Prüfungsausschuss ist im Geschäftsjahr 2012/2013 zu sechs Sitzungen zusammengekommen. Neben Mitgliedern des Vorstands nahmen auch Vertreter der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, bzw. nach der Neuausschreibung des Abschlussprüfermandats, der Wahl durch die Hauptversammlung 2013 und der anschließenden Bestellung durch den Prüfungsausschuss auch Vertreter des neuen Abschlussprüfers, der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, an den Sitzungen teil. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Prüfungsausschuss erklärt, dass keine Umstände vorliegen, die Anlass geben, seine Befangenheit anzunehmen. Der Prüfungsausschuss hat die erforderliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, dessen Qualifikation überprüft und die Honorarvereinbarung abgeschlossen sowie den Prüfungsschwerpunkt festgelegt. Schwerpunkt der Ausschussarbeit war im Berichtsjahr die Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2012/2013 und der unterjährigen Zwischenberichte sowie die Vorbereitung der Beschlussfassung des Aufsichtsrats zu diesen Punkten. Der Prüfungsausschuss hat den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überwacht. Er hat sich auch mit den Rechtsstreitigkeiten und dem Compliance-System im Konzern befasst. Daneben haben wir uns vom Vorstand regelmäßig über das Projekt daproh berichten lassen. Das Projekt dient der Daten- und Prozessharmonisierung und soll helfen, konzernweit bisher ungenutzte Synergien zu heben und mittels einer standardisierten IT-Landschaft und gebündelter Prozesse die Effizienz des Konzerns signifikant zu steigern. Ferner haben wir mit dem Abschlussprüfer die neben der Abschlussprüfung zusätzlich erbrachten Leistungen diskutiert und uns mit den Prüfungsergebnissen der Konzernrevision, den Prüfungsprozessen und der Prüfungsplanung auseinandergesetzt. Der Prüfungsausschuss hat eine neue Prüferrichtlinie verabschiedet, in der u.a. die erlaubten Nicht-Prüfungsleistungen, die Beantragungsprozesse und der Genehmigungsrahmen für die Beauftragung des Abschlussprüfers festgelegt wurden. In einer zusätzlichen Sitzung im September 2013 haben sich die Ausschussmitglieder ausführlich über das Thema Versicherungsmanagement bei ThyssenKrupp informiert. Dabei standen Maßnahmen im Mittelpunkt, mit deren Hilfe Risiken, die für unsere Geschäftsmodelle typisch sind, nicht nur identifiziert und bewertet, sondern vor allem gesteuert werden können, um so konzernweit das Risikopotenzial gezielt zu reduzieren und die Prämien für den notwendigen Risikotransfer zu begrenzen. Weitere Themen waren die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems sowie das Vertragsmanagement in der Business Area Industrial Solutions und das Zusammenwirken des Compliance-Systems mit der Internen Revision. Der Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss trat im Geschäftsjahr 2012/2013 zu zwei Sitzungen zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Strategische Weiterentwicklung des Geschäftsmodells von ThyssenKrupp. Dies geschah insbesondere vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Veräußerungsprozess der Stahlwerke in Brasilien sowie den USA und der hieraus resultierenden Auswirkungen auf die Finanzsituation des Konzerns. Ferner haben die Ausschussmitglieder unter Berücksichtigung der aktuellen Ratings und der Finanzlage des Konzerns die Unternehmens- und Investitionsplanung für das Berichtsjahr erörtert und entsprechende Beschlüsse des Aufsichtsrats vorbereitet. In einer außerordentlichen Sitzung am 29. November 2013 hat der Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss über die Veräußerung des Walz- und Beschichtungswerks ThyssenKrupp Steel USA in Alabama an ein Konsortium aus ArcelorMittal und Nippon Steel & Sumitomo Metal Corporation beraten und dem Aufsichtsrat empfohlen, der Veräußerung zuzustimmen. Ferner haben wir in dieser Sitzung über den Abschluss eines Vertrags mit der Outokumpu Oyj beraten, der vorsieht, jeweils 100 % der Anteile von VDM und AST sowie weiterer kleinerer Aktivitäten im Bereich Edelstahl-Service-Center an ThyssenKrupp gegen die im Rahmen der Inoxum-Transaktion entstandene Finanzforderung zu übertragen. Der Ausschuss hat dem Aufsichtsrat empfohlen, der Übertragung zuzustimmen. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses sind im abgelaufenen Geschäftsjahr zu drei Sitzungen zusammengekommen. Schwerpunkt waren insbesondere Beratungen über die Nachfolge der ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder Dr. Gerhard Cromme, Dr. Kersten v. Schenck und Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ist dem Vorschlag des Nominierungsausschusses und der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat gefolgt und hat Carsten Spohr sowie Dr. Lothar Steinebach in den Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG entsandt. Als Nachfolger von Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro wurde René Obermann vorgeschlagen. Bei der Auswahl der Kandidaten durch den Nominierungsausschuss wurden neben deren Qualifikation auch die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die vom Aufsichtsrat festgelegten Ziele hinsichtlich seiner Zusammensetzung berücksichtigt. Befassung mit der freiwilligen Sonderprüfung Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand veranlasste freiwillige Sonderprüfung positiv begleitet und sich in der Aufsichtsratssitzung am 20. November 2013 ausführlich mit dem Sonderprüfungsbericht befasst und diesen mit dem Vorstand erörtert. Mit der freiwilligen Sonderprüfung, über die sich ThyssenKrupp im Juli 2013 mit der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. und dem Aktionär Christian Strenger nach der Ablehnung ihrer Anträge auf Sonderprüfung durch die Hauptversammlung im Januar 2013 verständigt hatte, hat ThyssenKrupp Neuland in der Corporate Governance beschritten. Mit der freiwilligen Sonderprüfung verfolgt ThyssenKrupp das Ziel, einen nachhaltigen Wert für den Konzern und die Aktionäre zu schaffen. Die Beauftragung nicht nur eines, sondern von zwei Sonderprüfern beinhaltet deshalb die zukunftsbezogene Schwerpunktprüfung der Angemessenheit von Strukturen und Prozessen, die auf Grund der Erfahrungen der vergangenen signifikanten Vorgänge im Kartell- und Korruptionsbereich sowie von Großinvestitionen geändert worden sind bzw. sich noch in der Veränderung befinden wie z.B. die Grundstruktur des weiterentwickelten internen Kontrollsystems hinsichtlich seiner Angemessenheit zur künftigen Prävention von Compliance-Verstößen und die Angemessenheit des Prozesses des Investitionscontrollings für künftige Großinvestitionsprojekte. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand gebeten, die von den Sonderprüfern ausgesprochenen Empfehlungen zu prüfen und – soweit notwendig oder sinnvoll – in dem laufenden konzernweiten Projekt ACT umzusetzen. Einzelne Empfehlungen zur Optimierung der Berichterstattungspflicht des Vorstands hat der Aufsichtsrat selbst aufgegriffen und in der geplanten Aktualisierung der Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und seine Ausschüsse berücksichtigt. Corporate Governance und Entsprechenserklärung Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch im Berichtsjahr mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex intensiv beschäftigt. In der Sitzung am 03. September 2013 hat der Aufsichtsrat insbesondere über die diesjährigen Änderungen beraten. Vorstand und Aufsichtsrat haben zum 01. Oktober 2013 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung steht. Darüber hinaus berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat im Corporate-Governance-Bericht über die Corporate Governance bei ThyssenKrupp. Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss Die von der Hauptversammlung am 18. Januar 2013 zum Prüfer der Abschlüsse des Geschäftsjahres 2012/2013 gewählte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2012 bis 30. September 2013 und den Lagebericht der ThyssenKrupp AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss der ThyssenKrupp AG für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2012 bis 30. September 2013 und der Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, wurden gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Auch der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht erhielten einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Abschlussprüfer hat ferner festgestellt, dass der Vorstand ein angemessenes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet hat, das in seiner Konzeption und Handhabung geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Für das Berichtsjahr hatte der Prüfungsausschuss folgenden Prüfungsschwerpunkt mit dem Abschlussprüfer festgelegt: „Management und Controlling von Währungs- und Rohstoffpreisänderungsrisiken“. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden in den Sitzungen des Prüfungsausschusses am 15. November 2013 und am 29. November 2013 sowie des Aufsichtsrats am 20. November 2013 und am 29. November 2013 umfassend diskutiert. In diesen Sitzungen haben sich der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat auch mit den Auswirkungen der Veräußerung des Walz- und Beschichtungswerks ThyssenKrupp Steel USA in Alabama sowie der Übertragung von VDM und AST von Outokumpu an ThyssenKrupp gegen die im Rahmen der Inoxum-Transaktion entstandene Finanzforderung auf den Abschluss befasst. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Er informierte ferner über seine Feststellungen zum internen Kontroll- und Risikomanagement bezogen auf den Rechnungslegungsprozess und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Prüfungsausschuss hat dessen Vorsitzender in der Plenumssitzung ausführlich berichtet. Nach Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts haben wir im Aufsichtsrat gemäß der Empfehlung des Prüfungsausschusses dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und sowohl den Jahres- als auch den Konzernabschluss gebilligt. Angesichts der verbesserten, aber noch nicht ausreichenden operativen Ertragskraft und insbesondere der bilanziellen Belastungen des Konzerns schließen wir uns der Auffassung des Vorstands an, dass eine Dividendenzahlung für das abgelaufene Geschäftsjahr – trotz der formalen Ausschüttungsfähigkeit – wirtschaftlich nicht vertretbar ist. Gemeinsam mit dem Vorstand schlagen wir deshalb der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der ThyssenKrupp AG zur Stärkung des Eigenkapitals in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand Im Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG hat es fünf personelle Veränderungen gegeben, davon vier auf Seiten der Anteilseignervertreter und eine auf Seiten der Arbeitnehmervertreter. Mit Abschluss des Zusammenschlusses des Edelstahlgeschäfts mit dem finnischen Unternehmen Outokumpu schied Bernd Kalwa am 28. Dezember 2012 als Vertreter der Arbeitnehmer aus dem Aufsichtsrat aus. Als sein Nachfolger wurde durch Gerichtsbeschluss mit Wirkung zum 15. Januar 2013 Fritz Weber, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der ThyssenKrupp Bilstein GmbH, bestellt. Mit Ablauf des 31. Dezember 2012 hat Peer Steinbrück sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Die Nachfolge übernahm Dr. Ralf Nentwig, der zum 01. Januar 2013 von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in den Aufsichtsrat unserer Gesellschaft entsandt wurde. Mit Ablauf des 31. März 2013 schied nach über elfjähriger Tätigkeit als Mitglied und Vorsitzender des Gremiums Dr. Gerhard Cromme aus dem Aufsichtsrat aus. Dr. Kersten v. Schenck schied mit Ablauf des 19. April 2013 aus dem Aufsichtsrat aus. An deren Stelle hat die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung auf Vorschlag des Nominierungsausschusses und der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat Carsten Spohr und Dr. Lothar Steinebach in den Aufsichtsrat entsandt. Ihr Mandat im Aufsichtsrat hat mit Ablauf des 31. Oktober 2013 zudem Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro niedergelegt. Durch Gerichtsbeschluss wurde als Nachfolger mit Wirkung zum 01. November 2013 René Obermann bestellt. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist seit dem 01. April 2013 Prof. Dr. Ulrich Lehner. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben Herrn Kalwa, Herrn Steinbrück, Herrn Dr. Cromme, Herrn Dr. v. Schenck und Frau Prof. Dr. Weder di Mauro ihren Dank für die gute langjährige Zusammenarbeit ausgesprochen. Mit großer Trauer und Betroffenheit haben wir Abschied von Prof. Dr. h.c. mult. Berthold Beitz genommen; der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats unserer Gesellschaft ist am 30. Juli 2013 im Alter von 99 Jahren verstorben. Wir haben seine einmalige Persönlichkeit sowie sein unternehmerisches wie auch gesellschaftliches Wirken hoch geschätzt und werden Berthold Beitz ein ehrendes Andenken bewahren. Prof. Dr. Günter Vogelsang, der zweite Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats, hat sein Amt auf Grund seines fortgeschrittenen Alters zum 30. September 2013 niedergelegt. ThyssenKrupp ist Prof. Dr. Vogelsang zu großem Dank verpflichtet. Gemeinsam mit Prof. Dr. Beitz hat er maßgeblich zum Gelingen des Zusammenschlusses von Thyssen und Krupp im Jahr 1999 beigetragen. Für sein langjähriges erfolgreiches Wirken haben wir ihm unseren Dank und unsere Anerkennung ausgesprochen. Aus dem Vorstand der ThyssenKrupp AG schieden mit Ablauf des 31. Dezember 2012 Dr. Olaf Berlien, Dr. Jürgen Claassen und Edwin Eichler aus. Vorzeitig zum 31. März 2013 schied ferner Ralph Labonte aus gesundheitlichen Gründen aus. Seine Nachfolge trat Oliver Burkhard an, der vom Aufsichtsrat zum 01. Februar 2013 zum Mitglied des Vorstands und zum 01. April 2013 zum Arbeitsdirektor bestellt wurde. Der Aufsichtsrat hat den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für die gute langjährige Zusammenarbeit gedankt. Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns weltweit und den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften für die im Geschäftsjahr 2012/2013 erbrachten Leistungen. Essen, 29. November 2013 Der Aufsichtsrat Prof. Dr. Ulrich Lehner, Vorsitzender ANLAGE: AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS Präsidium Prof. Dr. Ulrich Lehner (Vorsitzender) Bertin Eichler Wilhelm Segerath Jürgen R. Thumann Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz Prof. Dr. Ulrich Lehner (Vorsitzender) Bertin Eichler Wilhelm Segerath Jürgen R. Thumann Personalausschuss Prof. Dr. Ulrich Lehner (Vorsitzender) Bertin Eichler Wilhelm Segerath Jürgen R. Thumann Prüfungsausschuss Prof. Dr. Bernhard Pellens (Vorsitzender) Prof. Dr. Ulrich Lehner Bertin Eichler Susanne Herberger Dr. Ralf Nentwig Wilhelm Segerath Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss Prof. Dr. Ulrich Lehner (Vorsitzender) Bertin Eichler Markus Grolms Susanne Herberger Prof. Dr. Hans-Peter Keitel Peter Remmler Carsten Spohr Dr. Lothar Steinebach Nominierungsausschuss Prof. Dr. Ulrich Lehner (Vorsitzender) Prof. Dr. Hans-Peter Keitel Prof. Dr. Bernhard Pellens Jürgen R. Thumann Entsprechenserklärung Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp AG zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ gem. § 161 AktG 1. Die ThyssenKrupp AG entspricht sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodex) in der Fassung vom 13. Mai 2013 und wird diesen auch zukünftig entsprechen, mit einer Ausnahme: Die Mitglieder des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp AG erhalten gem. § 14 Abs. 1 der Satzung der ThyssenKrupp AG neben einer festen Vergütung eine erfolgsabhängige Vergütung. Die erfolgsabhängige Vergütung besteht aus einer auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogenen Vergütung sowie einer an der jährlichen Dividende orientierten Tantieme. Abhängig von der Entscheidung der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns und der Entwicklung der unterschiedlichen Bemessungsgrundlagen für die variablen Vergütungen ist die kurzfristige variable Vergütung ggf. höher als die langfristige variable Vergütung. Der Empfehlung in Ziff. 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 des Kodex wird dann nicht entsprochen. Die in der Satzung festgelegte Zusammensetzung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wurde durch die Hauptversammlung am 19. Januar 2007 beschlossen, was dem Deutschen Corporate Governance Kodex bis zu den am 15. Mai 2012 beschlossenen Änderungen entsprach. Aufsichtsrat und Vorstand der ThyssenKrupp AG haben beschlossen, der Hauptversammlung am 17. Januar 2014 eine Änderung der Aufsichtsratsvergütung und deren Anpassung an die Empfehlung des Kodex vorzuschlagen. Soweit die Hauptversammlung diesem Vorschlag entspricht, wird die ThyssenKrupp AG mit Eintragung des Beschlusses der Hauptversammlung in das Handelsregister sämtlichen Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 entsprechen. 2. Ferner hat die ThyssenKrupp AG seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 1. Oktober 2012 sämtlichen Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 sowie, seit deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger, in der Fassung vom 13. Mai 2013 entsprochen, mit Ausnahme der vorstehend unter 1. geschilderten Abweichung zu Ziff. 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 des Kodex und der folgenden Ausnahme: In der Kodex-Fassung vom 13. Mai 2013 wurde die Empfehlung neu aufgenommen, dass die Vergütung der Vorstandsmitglieder insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll (Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex). Die Anstellungsverträge mit den amtierenden Vorstandsmitgliedern sahen bereits Höchstgrenzen für deren Vergütung vor, welche jedoch die Anforderungen der neuen Kodex-Empfehlung nicht vollständig erfüllten. Mit den amtierenden Vorstandsmitgliedern wurden im September 2013 Anpassungsvereinbarungen mit Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex vollständig entsprechenden Vergütungshöchstgrenzen abgeschlossen. Seit Abschluss der Anpassungsvereinbarungen entspricht die ThyssenKrupp AG der neuen Empfehlung gem. Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013. Duisburg/Essen, 1. Oktober 2013 Für den Aufsichtsrat Lehner Für den Vorstand Hiesinger