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thyssenkrupp AG Annual Report 2012

Jan 11, 2013

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Annual Report

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Publication

ThyssenKrupp AG

Duisburg und Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2011 bis zum 30.09.2012

Lagebericht

PROFIL UND STRATEGIE

Konsequente Ausrichtung auf die Märkte der Zukunft, strukturelle Veränderungen und die Verbesserung unserer operativen Performance sichern die Wachstums- und Wertsteigerungsperspektiven von ThyssenKrupp.

LEISTUNGSPROFIL UND ORGANISATIONSSTRUKTUR

Leistungsprofil

Innovationen und technischer Fortschritt sind für den von der ThyssenKrupp AG geführten Konzern Schlüsselfaktoren, um das globale Wachstum und den Einsatz begrenzter Ressourcen nachhaltig mit zu gestalten. Mit der Ingenieurkompetenz unserer Tochtergesellschaften in den Anwendungsfeldern "Material", "Mechanical" und "Plant" ermöglichen wir unseren Kunden, Vorteile im weltweiten Wettbewerb zu erzielen sowie innovative Produkte wirtschaftlich und ressourcenschonend herzustellen. Unsere Leistungen im Anwendungsfeld „Material“ umfassen kundenspezifische Werkstofflösungen, effiziente Werkstoffherstellung und -verarbeitung sowie Material-Dienstleistungen. Bei „Mechanical“ entwickeln und fertigen wir hochwertige Komponenten für die Automobilindustrie sowie die Maschinenbau-, Energie- und Baubranche. Außerdem produzieren wir innovative Technologiegüter, wie z.B. moderne Aufzugsysteme. Das Anwendungsfeld „Plant“ reicht von Engineering, Planung und Bau kompletter Industriekomplexe über ein globales Service-Netzwerk bis hin zu moderner Marinetechnik.

Organisations- und Führungsstruktur

Die fortgeführten Aktivitäten des von der ThyssenKrupp AG geführten Konzerns sind zum 30. September 2012 in sechs Business Areas gebündelt: Steel Europe, Materials Services, Elevator Technology, Plant Technology, Components Technology und Marine Systems. Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung wird der erfolgreiche Anlagenbau weiter gestärkt und ausgebaut. Die Business Areas Plant Technology und Marine Systems werden zum 01. Januar 2013 zu einer neuen Business Area Industrial Solutions zusammengelegt. Unsere Business Areas untergliedern sich in Operating Units und Konzernunternehmen, die selbstständig am Markt agieren. Insgesamt bilden rund 720 Unternehmen und Beteiligungen in 77 Ländern den ThyssenKrupp Konzern. Die Business Area Steel Americas gilt seit dem 30. September 2012 als nicht fortgeführte Aktivität bzw. Discontinued Operation im Sinne der IFRS. Bereits seit dem 30. September 2011 wird Stainless Global (Inoxum) als nicht fortgeführte Aktivität ausgewiesen.

Der Konzern wird von der ThyssenKrupp AG als Corporate Headquarter strategisch geführt. Gegründet 1999 als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht, hat die Gesellschaft einen Doppelsitz in Essen und Duisburg. In Essen befindet sich auch die Konzernzentrale, das ThyssenKrupp Quartier. Der Vorstand der ThyssenKrupp AG legt die Strategie für die Konzernentwicklung fest und steuert die Business Areas, die Zentralfunktionen und die Regionen. Neben der Verantwortung für ihre Ressorts sind die Vorstandsmitglieder für einzelne Regionen zuständig.

GESCHÄFTSPROZESSE UND CORPORATE CENTER

Von Accounting bis Technology reichen die Geschäftsprozesse der Corporate Center (CC) der ThyssenKrupp AG. Die CC arbeiten eng untereinander sowie mit allen Bereichen des Konzerns zusammen und unterstützen den Vorstand in der Verwaltung und Steuerung der Unternehmen und Beteiligungen des Konzerns. Es bestehen folgende CC: Accounting & Financial Reporting; Compliance; Controlling & Risk; Corporate Affairs; Corporate Communications; Corporate Development; Corporate Finance; Corporate Information Technology; Corporate Programs; Corporate Sustainability, Environment & Politics; Corporate Technology, Innovation & Quality; Executives Management; Human Resources; Internal Auditing; Investor Relations; Legal; Materials Management; Mergers & Acquisitions; Taxes & Customs.

STRATEGISCHE WEITERENTWICKLUNG

Globale Trends wie die demografische Entwicklung, die zunehmende Urbanisierung und die Globalisierung der Waren- und Handelsströme führen dazu, dass die weltweite Nachfrage kontinuierlich steigt. Die Wirt-schaftskraft vieler Schwellenländer entwickelt sich rasant. Die Welt braucht immer „mehr“ an Konsum- und Investitionsgütern, Infrastruktur, Rohstoffen und Energie. Um den Konzern konsequent auf diese globalen Trends auszurichten, haben wir im Mai 2011 ein umfangreiches Programm zur strategischen Weiterentwicklung beschlossen.

Programm zur Portfolio-Optimierung abgearbeitet

Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung haben wir Konzernaktivitäten zum Verkauf gestellt, die für einen Umsatz von mehr als 10 Mrd € stehen. Dieses Programm zur Portfolio-Optimierung haben wir vollständig abgearbeitet.

Am 31. Januar 2012 fand das Signing des Zusammenschlusses des finnischen Edelstahlherstellers Outokumpu mit Inoxum, der Edelstahlsparte von ThyssenKrupp, statt. Die EU-Kommission hat dem Zusammenschluss im November 2012 zugestimmt. Die Transaktion steht damit nur noch unter dem Vorbehalt der Freigabe der chinesischen Behörden. Wir sind zuversichtlich, die Transaktion bis Ende des Jahres 2012 abzuschließen. Durch den Zusammenschluss entsteht ein neuer Weltmarktführer im Edelstahlbereich, an dem ThyssenKrupp mit 29,9 % beteiligt ist.

Verkauf von Steel Americas in Umsetzung

Im Mai 2012 haben wir bekanntgegeben, dass wir für die beiden neuen Werke der Business Area Steel Americas in Brasilien und den USA strategische Optionen prüfen. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass sich für uns die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Brasilien und den USA seit der Entwicklung des Verbundmodells mit dem Brammenwerk in Brasilien und dem Weiterverarbeitungswerk in Alabama, USA, negativ verändert haben. Technologisch nehmen beide Werke eine Spitzenposition auf ihrem jeweiligen Markt ein. Zahlreiche Interessenten haben sich von der Qualität und Leistungsfähigkeit der Werke überzeugt. Im September 2012 hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen, dass der Vorstand einen Bieterprozess für Steel Americas startet. Eine Auswahl von Interessenten hat nun die Möglichkeit, die Werke zu beurteilen und verbindliche Kaufangebote abzugeben. Wir sind zuversichtlich, im Laufe des neuen Geschäftsjahres für beide Werke eine Best-Owner-Lösung zu finden. Die Business Area Steel Americas wird im Konzernabschluss als nicht fortgeführte Aktivität ausgewiesen.

Change Management unterstützt die strategische Weiterentwicklung

Neben der kontinuierlichen Portfolio-Optimierung ist das Change Management eine wesentliche Säule unse-rer strategischen Weiterentwicklung. Um unser Zielbild eines diversifizierten Industriekonzerns zu erreichen, müssen wir auch unsere Unternehmenskultur und die Art der Zusammenarbeit verändern und stärker leistungsorientiert werden. Wir entwickeln uns weg von einem Denken in Bereichen und Hierarchien hin zu einem vernetzten Denken und Arbeiten. Den Rahmen hierfür bildet unser Leitbild. Als eine Art „Unternehmensverfassung“ schafft es ein gemeinsames Dach für alle Mitarbeiter der ThyssenKrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften, und zwar in operativen Geschäften, Funktionen und Regionen. Es fördert mehr Transparenz, Offenheit und Kooperation.

Die stärkere Vernetzung unserer weltweiten Aktivitäten soll auch durch die Einführung einer Matrix-Organisation unterstützt werden: Darin sollen die drei Dimensionen Geschäft, Funktion und Region eng miteinander im Austausch stehen. Der Vernetzungsgedanke spiegelt sich auch in unserem Corporate Center Technology, Innovation & Quality wider, das die Kompetenzen in den Bereichen Innovation, Forschung und Entwicklung bündelt. Die Aktivitäten reichen von der Definition und Analyse technologischer Schwerpunktthemen bis zur Gestaltung der Bausteine eines ganzheitlichen Innovationsmanagements. Durch das etablierte „Kompetenznetzwerk Innovation und Technologie“ und unser jährlich stattfindendes „ThyssenKrupp Technology Forum“ wird der Austausch und die Vernetzung unserer Technologie- und Innovationsmanager gestärkt.

Strategische Offensive

Die Stabilisierung unserer Finanzen ist Voraussetzung dafür, dass wir in den nächsten Jahren wieder mehr in den Ausbau der strategisch attraktiven Wachstumsgeschäfte investieren können. Dazu gehört auch eine signifikante Reduzierung unseres temporär erhöhten Gearing, insbesondere durch einen Verkauf von Stainless Global und von Steel Americas. Unser Ziel ist, durch die eingeleiteten strukturellen und operativen Verbesserungen sowie durch eine kontinuierliche strategische Weiterentwicklung nachhaltig einen hohen positiven Cash-Flow zu erzielen und unsere Netto-Finanzschulden zu reduzieren. Im Rahmen der strategischen Offensive wollen wir mit unseren Tochtergesellschaften in den kommenden Jahren sowohl in den aufstrebenden Wachstumsregionen als auch in den Industrieländern weiter expandieren. Dies kann durch den Ausbau unserer Marktpositionen, durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder und durch Akquisitionen erreicht werden.

Zusätzlich zu den Investitionen in unsere Geschäfte wollen wir auch unsere Engineering-Kompetenz weiterentwickeln. Dazu werden wir unseren Forschungs- und Entwicklungsaufwand nochmals erhöhen und noch konsequenter an den Bedürfnissen unserer Kunden ausrichten. Durch eine bessere Koordination und Steuerung der Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen werden unsere Innovationen schneller am Markt sein und unsere Ertragskraft mittelfristig deutlich verbessern.

Konzernprogramm impact bündelt alle Aktivitäten zur strategischen Weiterentwicklung

Das Konzernprogramm impact bildet die Plattform für zahlreiche Aktivitäten und Maßnahmen im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung. Neben Portfolio-Optimierung und Change Management ist vor allem eine stärkere Performance-Orientierung eine wichtige Säule unserer strategischen Weiterentwicklung.

Ein wichtiges Element für eine nachhaltige Steigerung der Performance ist Benchmarking: Dafür ist ein tiefes Verständnis der Stärken und Schwächen im Vergleich zu unseren Wettbewerbern eine unverzichtbare Voraussetzung. Mit Benchmarking wollen wir Maßnahmen zur Performance-Steigerung identifizieren, die Lücken zum Wettbewerb schließen und uns nachhaltige Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Neben der Generierung positiver EBIT-Effekte liegt ein weiterer Fokus der Performance-Maßnahmen auf der Verbesserung der Cash-Situation. Kontinuierliche Cash-Verbesserungen schaffen den Freiraum für zukünftige Investitionen und sind die Grundvoraussetzung dafür, ThyssenKrupp als einen diversifizierten Industriekonzern weiterzuentwickeln.

Der Erfolg vieler impact-Maßnahmen und Initiativen belegt, dass das Programm Mitarbeiter wie Führungskräfte wirkungsvoll mobilisieren konnte. Daher sind wir zuversichtlich, auch die Ziele von „impact 2015“ zu erreichen.

UNTERNEHMENSSTEUERUNG DURCH WERTORIENTIERTES MANAGEMENT

Das unternehmerische Handeln bei ThyssenKrupp steuern wir konzernweit durch unser wertorientiertes Managementsystem.

ThyssenKrupp Value Added als wertorientierte Steuerungsgröße

Neben einer starken Cash-Flow-Orientierung und dem EBIT bzw. bereinigten EBIT sowie den entsprechenden Umsatz- und Kapitalrenditen ist der ThyssenKrupp Value Added (TKVA) Grundlage für Management-Prozesse und Entscheidungsfindung auf strategischer und operativer Ebene, z.B. bei Investitions- und Portfolioentscheidungen. Wir verwenden den TKVA für Zielsetzungen, Erfolgsmessungen und Vergütungsregelungen.

Der TKVA misst den in einer Periode geschaffenen Wert auf allen Ebenen des Konzerns. Er errechnet sich aus dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) abzüglich der Kapitalkosten für das im operativen Geschäft gebundene Kapital – das Capital Employed. Der Kapitalkostensatz, mit dem das Capital Employed zur Ermittlung der Kapitalkosten multipliziert wird, setzt sich aus dem gewichteten Eigen- und Fremdkapitalkostensatz sowie dem Zinssatz für Pensionsrückstellungen zusammen.

Operative Steuerungsgröße Bereinigtes EBIT

Das operative Geschäft steuern wir auch mit der Kennzahl Bereinigtes EBIT. Da das EBIT auch den TKVA wesentlich beeinflusst, sind auf diese Weise Steuerung und Wertmanagement eng miteinander verzahnt.

ZUSAMMENFASSENDE BEURTEILUNG DES VORSTANDS ZUR LAGE DES KONZERNS

Zum besseren Verständnis der Gesamtzusammenhänge geben wir nachfolgend die Ausführungen des Vorstands im Kapitel „Zusammenfassende Beurteilung des Vorstands zur Lage des Konzerns“ im Konzernlagebericht wider.

Die Lage des obersten Mutterunternehmens ThyssenKrupp AG wird entscheidend durch die Werthaltigkeit der von dieser direkt oder indirekt gehaltenen Beteiligungen und der Werthaltigkeit von Forderungen im Rahmen von Konzernfinanzierungen geprägt.

Die hohen Wertberichtigungen haben die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns signifikant beeinflusst. Die Eigenkapitalquote ist deutlich gesunken und das Gearing ist temporär erheblich gestiegen. Die Liquidität des Konzerns ist jedoch gesichert. Obwohl die schwache Konjunktur und die Unsicherheiten infolge der ungelösten Schuldenkrise die Geschäftsentwicklung belasteten, hat sich das operative Geschäft der fortgeführten Aktivitäten robust entwickelt. Auftragseingang und Umsatz lagen für den Gesamtkonzern wie für die fortgeführten Aktivitäten nur leicht unter dem Vorjahr.

Das EBIT des Gesamtkonzerns war mit −4,4 Mrd € deutlich niedriger als im Vorjahr (−1,0 Mrd €). Grund hierfür waren insbesondere die Wertberichtigung bei Steel Americas von 3,6 Mrd € und die hohen Verluste der nicht fortgeführten Aktivitäten. Ohne Sondereffekte lag das Bereinigte EBIT des Konzerns (inklusive der Business Areas Steel Americas und Stainless Global) bei 318 Mio €; im Vorjahr waren es 1.762 Mio €. Das Bereinigte EBIT des Konzerns in der Struktur des Vorjahres sowie der unterjährigen Berichterstattung – d.h. inklusive der Business Area Steel Americas, aber ohne Einbeziehung der Business Area Stainless Global – belief sich auf 399 Mio €.

Das EBIT der fortgeführten Aktivitäten betrug 1,0 Mrd € und das Bereinigte EBIT 1,4 Mrd €. Im Vorjahr waren es 2,9 Mrd € und 2,8 Mrd €. Alle fortgeführten Business Areas haben im Berichtsjahr einen positiven Ergebnisbeitrag zum Bereinigten EBIT geleistet.

Der Jahresfehlbetrag des Gesamtkonzerns betrug –5,0 Mrd € und erhöhte sich um –3,2 Mrd € gegenüber dem Vorjahreswert. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) belief sich auf –112 Mio €; im Vorjahr wurde ein Ergebnis von 1,8 Mrd € erreicht. Der Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG am Jahresfehlbetrag betrug –4,7 Mrd € bzw. –194 Mio € für das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten.

Das Ergebnis je Aktie war ebenfalls durch die hohen Wertberichtigungen belastet und liegt für den Gesamtkonzern bei –9,07 € gegenüber –2,71 € im Vorjahr. Für die fortgeführten Aktivitäten beläuft sich das Ergebnis je Aktie auf –0,38 €; im Vorjahr betrug es 3,57 €.

Die Netto-Finanzschulden des Gesamtkonzerns konnten zum Jahresende 2011/2012 wie geplant auf dem Niveau des 3. Quartals – das waren 5,8 Mrd € – gehalten werden. Am. 30. September 2011 hatten sie 3,6 Mrd € betragen. Sie waren im Verlauf des Berichtsjahres noch stark durch die Mittelabflüsse bei Steel Americas und Stainless Global beeinflusst. Ohne diese Mittelabflüsse war der Operating Cash-Flow der fortgeführten Aktivitäten positiv. Trotz Fälligkeiten der Brutto-Finanzschulden von 2,2 Mrd € im Geschäftsjahr 2012/2013 stehen die Finanzierung und Liquidität des Konzerns dank der freien Mittel von 6,7 Mrd € (liquide Mittel und freie, fest zugesagte Kreditlinien) auch für das Geschäftsjahr 2012/2013 auf einer gesicherten Basis.

Zum 30. September 2012 lag das durch Wertminderungen temporär erhöhte Gearing bei 128,1 %. Damit wurde die in einigen Kreditverträgen vereinbarte Gearing-Obergrenze von 150 % wie im Vorjahr auch zum 30. September 2012 eingehalten. Details zu den betroffenen Kreditverträgen finden sich im Abschnitt „Zentrale Finanzierung und Liquiditätssicherung“. Der Verkauf von Stainless Global und Steel Americas wird unser Gearing signifikant reduzieren.

Mit der Wertberichtigung bei Steel Americas ist ein wesentliches, im Risikomanagement identifiziertes und transparent geführtes Risiko eingetreten. Unser Risikomanagementsystem geht inzwischen weit über die rechtlich geforderte Risiko-Früherkennung hinaus. Trotz umfassender Analyse, Bewertung und Steuerung ist das Eintreten von Risiken aber nicht systematisch auszuschließen. Nach der Wertberichtigung bei Steel Americas und dem Verkauf von Stainless Global wird sich das Risikoportfolio des Konzerns im Geschäftsjahr 2012/2013 reduzieren. Den Bestand gefährdende Risiken sehen wir aus heutiger Sicht nicht.

Wesentliche Kennziffern zur Entwicklung des Gesamtkonzerns sowie der fortgeführten Aktivitäten im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Konzern gesamt
2010/2011 2011/2012 Veränderung Veränderung

in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 50.247 48.742 – 1.505 – 3
Umsatz Mio € 49.092 47.045 – 2.047 – 4
EBITDA Mio € 3.385 1.544 – 1.841 – 54
EBIT Mio € – 988 – 4.370 – 3.382 --
Bereinigtes EBIT Mio € 1.762 318 – 1.444 – 82
EBT Mio € – 1.578 – 5.067 – 3.489 --
Bereinigtes EBT Mio € 1.172 – 379 – 1.551 --
Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach Steuern* Mio € – 1.291 – 4.668 – 3.377 --
Ergebnis je Aktie – 2,71 – 9,07 – 6,36 --
Operating Cash-Flow Mio € 776 – 386 – 1.162 --
Free Cash-Flow Mio € – 1.571 – 1.736 – 165 – 11
Ausschüttung Mio € 232
Dividende je Aktie 0,45
Netto-Finanzschulden (30.09.) Mio € 3.578 5.800 2.222 62
Eigenkapital (30.09.) Mio € 10.382 4.526 – 5.856 – 56
Gearing % 34,5 128,1 93,6
Fortgeführte Aktivitäten
2010/2011 2011/2012 Veränderung Veränderung

in %
--- --- --- --- --- ---
Auftragseingang Mio € 44.333 42.326 – 2.007 – 5
Umsatz Mio € 42.725 40.124 – 2.601 – 6
EBITDA Mio € 4.026 2.425 – 1.601 – 40
EBIT Mio € 2.886 976 – 1.910 – 66
Bereinigtes EBIT Mio € 2.762 1.382 – 1.380 – 50
EBT Mio € 2.294 315 – 1.979 – 86
Bereinigtes EBT Mio € 2.170 721 – 1.449 – 67
Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) bzw. Ergebnis nach Steuern* Mio € 1.702 – 194 – 1.896 --
Ergebnis je Aktie 3,57 – 0,38 – 3,95 --
Operating Cash-Flow Mio € 2.261 68 – 2.193 – 97
Free Cash-Flow Mio € 1.468 – 365 – 1.833 --
Ausschüttung Mio €
Dividende je Aktie
Netto-Finanzschulden (30.09.) Mio €
Eigenkapital (30.09.) Mio €
Gearing %

*Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG

Die Entscheidung, sich von der Business Area Steel Americas zu trennen, markiert einen wesentlichen Schritt in der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns. Sie erlaubt schon jetzt ein besseres Bild der Ertragssituation und -struktur des Konzerns in der künftigen Ausrichtung: So erzielten Steel Europe und Materials Services 2011/2012 unkonsolidiert ein Bereinigtes EBIT von 558 Mio €; Auftragseingang und Umsatz waren mengen- und preisbedingt rückläufig. Unsere Geschäfte mit Industriegütern haben sich weniger volatil und deutlich robuster entwickelt. Elevator Technology, Plant Technology, Components Technology und Marine Systems erwirtschafteten unkonsolidiert ein Bereinigtes EBIT von 1,7 Mrd €; Auftragseingang und Umsatz konnten auf ein neues Rekordniveau gesteigert werden.

Insgesamt sind wir bei der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns seit Mai 2011 weit vorangekommen. Das Programm zur Portfolio-Optimierung ist vollständig abgearbeitet: Für das komplette betroffene Umsatzvolumen wurden bereits tragfähige Lösungen umgesetzt oder Verträge abgeschlossen. Vor allem der Zusammenschluss von Inoxum mit Outokumpu ist ein wichtiger Schritt nach vorn. An dem im September 2012 durch den Beginn des Bieterprozesses eingeleiteten Verkauf von Steel Americas arbeiten wir mit Nachdruck. Die Abgabe von Unternehmen im Rahmen der Portfolio-Optimierung ist eine wesentliche Voraussetzung für mehr finanzielle Stabilität sowie für profitable Zukunftsinvestitionen und eine baldige Rückkehr zur Dividendenkontinuität.

ERTRAGSLAGE

Die hohen Wertberichtigungen haben die Ertrags- und Vermögenslage von ThyssenKrupp signifikant beeinflusst. Die Eigenkapitalquote ist deutlich gesunken, und das Gearing ist temporär erheblich gestiegen. Die Liquidität ist jedoch gesichert.

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres 2012 äußerst schwach entwickelt. Nachdem das Wachstum des Welt-Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2011 bereits auf 3,3 % nachgab, hat es sich 2012 weiter auf voraussichtlich weniger als 3 % verlangsamt. Davon waren hauptsächlich die Industrieländer betroffen, deren Wirtschaftswachstum 2012 lediglich ein Plus von 1,3 % erreicht.

Euro-Raum in der Rezession

Insbesondere im Euro-Raum hat die wirtschaftliche Entwicklung enttäuscht und die vor Jahresfrist gehegten Erwartungen nicht erfüllt. Die gesamtwirtschaftliche Leistung dürfte 2012 um 0,6 % nachgeben. Durch die anhaltende Schuldenkrise zeigen insbesondere die Länder Südeuropas eine rezessive Entwicklung. Demgegenüber ist die deutsche Wirtschaft weiter gewachsen, wenn auch deutlich schwächer als im Jahr zuvor. Hohe Exporte und ein steigender privater Verbrauch im Zuge der positiven Arbeitsmarktentwicklung werden das deutsche BIP 2012 voraussichtlich um 0,8 % steigen lassen.

Die USA verzeichnet 2012 eine moderate Konjunkturentwicklung. Die sich nur langsam bessernde Lage auf dem Arbeitsmarkt sowie die Konsolidierungszwänge bei den öffentlichen Haushalten haben die wirtschaftliche Entwicklung belastet. Dennoch tragen leicht steigende Konsumausgaben und hohe Unternehmensinvestitionen zu einem Wachstum von 2,1 % bei. In Japan konnte sich die Konjunktur nach den vorangegangenen Wachstumseinbrüchen erholen; 2012 wird das BIP auch bedingt durch den katastrophenbedingten Wiederaufbau voraussichtlich um 1,6 % zunehmen.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Das Beteiligungsergebnis der ThyssenKrupp AG hat sich 2011/2012 gegenüber dem Vorjahr erheblich verringert. Dies ist insbesondere auf die stark gesunkenen Erträge aus Gewinnabführungsverträgen zurückzuführen.

Obwohl die schwache Konjunktur und die Unsicherheiten infolge der ungelösten Schuldenkrise die Geschäftsentwicklung belasteten, hat sich zwar das operative Geschäft der fortgeführten Aktivitäten des von der ThyssenKrupp AG geführten Konzerns robust entwickelt. Auftragseingang und Umsatz lagen für den Gesamtkonzern wie für die fortgeführten Aktivitäten nur leicht unter dem Vorjahr.

Das EBIT des Gesamtkonzerns war jedoch deutlich niedriger als im Vorjahr. Grund hierfür waren insbesondere die Wertberichtigung bei Steel Americas und die hohen Verluste der nicht fortgeführten Aktivitäten. Dagegen haben nahezu alle fortgeführten Business Areas einen positiven Ergebnisbeitrag geleistet.

Die ThyssenKrupp AG kauft zentral Energie (Strom/Gas) für verschiedene Konzernunternehmen ein. Verhandelte Preise und Rabatte werden ohne jeglichen Auf- oder Abschlag an die Tochterunternehmen weitergegeben. Nach dem Energiewirtschaftsgesetz gilt die ThyssenKrupp AG deshalb als sogenanntes atypisches Energieversorgungsunternehmen. Die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Energiegeschäft liegen bei den verbundenen Unternehmen, die diese Energie für ihre Geschäftstätigkeit einsetzen. Für den Ein- und Verkauf der Energie weist die ThyssenKrupp AG weder Umsatz noch Materialaufwand aus. Diese Darstellungen erfolgen in der Rechnungslegung der Tochtergesellschaften.

ERGEBNIS UND BILANZGEWINN

Der im Berichtsjahr nach den Regeln des HGB ermittelte Jahresfehlbetrag der ThyssenKrupp AG betrug 3.184 Mio € nach einem im Vorjahr ausgewiesenen Jahresüberschuss von 494 Mio €.

Das Beteiligungsergebnis verringerte sich um 962 Mio € auf 416 Mio €. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen fielen dabei um 901 Mio € auf 487 Mio €. Insbesondere verringerten sich die Erträge der Thyssen Stahl GmbH um 618 Mio € auf 136 Mio € (i. Vj. 754 Mio €). Zusätzlich wiesen die ThyssenKrupp Technologies Beteiligungen GmbH mit 305 Mio € (i. Vj. 437 Mio €), die ThyssenKrupp Elevator AG mit 13 Mio € (i. Vj. 111 Mio €) und die ThyssenKrupp Materials International GmbH mit 19 Mio € (i. Vj. 97 Mio €) im Geschäftsjahr 2011/2012 insgesamt 291 Mio € niedrigere Ergebnisabführungen gegenüber dem Vorjahr aus. Die Verlustübernahmen erhöhten sich insgesamt um 14 Mio € gegenüber dem Vorjahr; diese sind auf die ThyssenKrupp Dienstleistungen GmbH und die ThyssenKrupp Business Services GmbH zurückzuführen. Die Erträge aus Beteiligungen nahmen gegenüber dem Vorjahr um 47 Mio € ab und betrafen insbesondere die Gewinnausschüttung der Krupp Hoesch Stahl GmbH in Höhe von 42 Mio € aus dem Vorjahr.

Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Erträge um 399 Mio € resultierte vor allem aus um 164 Mio € geringeren Steuerumlagen der Konzernunternehmen auf Grund der Abführung von Organschaftsergebnissen. Ergebnismindernd wirkte sich zusätzlich der Wegfall der im Vorjahr erhaltenen Entschädigungsleistung einer Tochtergesellschaft in Höhe von 211 Mio € aus. Zusätzlich sanken die Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen um 15 Mio € und aus der Nutzung der Konzernmarke durch Konzerngesellschaften um 7 Mio €.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens betrafen insbesondere eine außerplanmäßige Abschreibung auf Anteile an der ThyssenKrupp Italia Holding S.r.L. in Höhe von 206 Mio € und der ThyssenKrupp UK Plc. in Höhe von 32 Mio €.

Die allgemeinen Verwaltungskosten nahmen um 116 Mio € zu, im Wesentlichen durch höhere Beratungsleistungen, gestiegene Werbesonderaufwendungen und andere Sachkosten.

Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um -348 Mio € auf 139 Mio € resultierte im Wesentlichen aus dem Wegfall der im Vorjahr realisierten Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von 159 Mio €, der mit 158 Mio € die ThyssenKrupp Italia S.p.A. betraf. Hinzu kamen eine Gutschrift in Höhe von 211 Mio € an eine Tochtergesellschaft im Vorjahr (siehe sonstige betriebliche Erträge) und die Aufwendungen für die Bildung der Rückstellung für die Betriebsprüfung in Höhe von 18 Mio €. Gegenläufig wurde das laufende Geschäftsjahr mit der Bildung einer Rückstellung für Anpassungsmaßnahmen Inoxum (Mitarbeiterübernahme) in Höhe von 38 Mio € belastet.

Das Zinsergebnis beinhaltete Zinsaufwendungen und -erträge sowohl aus konzerninterner als auch externer Finanzierung. Das negative Zinsergebnis verbesserte sich um 20 Mio € auf 467 Mio €.

Nach Berücksichtigung der zuvor genannten Effekte ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von −488 Mio € nach 532 Mio € im Vorjahr.

Das außerordentliche Ergebnis war insbesondere durch die außerplanmäßige Abschreibung der Anteile an der Inoxum GmbH, der ThyssenKrupp Nirosta GmbH und der ThyssenKrupp North America Inc. in Höhe von 2.478 Mio € belastet sowie Vorsorgen zur Erfüllung wettbewerbsrechtlicher Auflagen. Die Abschreibung auf ThyssenKrupp North America Inc. steht im Zusammenhang mit der geplanten Veräusserung der Business Area Steel Americas.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 18 Mio € betrafen Aufwand für Vorjahre, Steuern für das Berichtsjahr wie auch ausländische Einkommensteuern (Quellensteuern) aus Konzernmarke und Avalen.

Nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wies die ThyssenKrupp AG einen Jahresfehlbetrag von 3.184 Mio € aus. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von 285 Mio € und durch Entnahme aus der Kapitalrücklage von 2.279 Mio € sowie einer Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 620 Mio € ergab sich ein Bilanzgewinn zum 30. September 2012 von 0 Mio €.

Dividende

Die Dividendenpolitik der ThyssenKrupp AG ist auf Kontinuität ausgerichtet. Grundsätzlich soll eine am Jahresergebnis des von der ThyssenKrupp AG geführten Konzerns orientierte, angemessene Dividende ausgeschüttet werden. Zur Kontinuität der Dividendenpolitik gehört auch, in schlechten Jahren – sofern wirtschaftlich vertretbar – die Dividende nicht vollständig ausfallen zu lassen. Wegen des im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Jahresfehlbetrages wird zum 30. September 2012 kein Bilanzgewinn ausgewiesen; durch Verrechnung des Jahresfehlbetrages mit den vorhandenen Rücklagen, kommt es zu keiner Dividendenausschüttung.

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Im Jahresverlauf wieder zurückgehende Netto-Finanzschulden und die Ergebnisse aus dem operativen Geschäft kennzeichnen die Finanz- und Vermögenslage des Unternehmen und seiner Tochtergesellschaften. Finanzierung und Liquidität stehen auch für das Geschäftsjahr 2012/2013 auf gesicherter Basis.

INVESTITIONEN

Im Geschäftsjahr 2011/2012 hat die ThyssenKrupp AG 705 Mio € investiert. Hiervon entfielen 7 Mio € auf Softwarelizenzen und 3 Mio € auf im Bau befindliche immaterielle Vermögensgegenstände. Die Zugänge im Sachanlagevermögen von 10 Mio € sowie die Umbuchung der im Vorjahr bilanzierten Anlagen im Bau von 1 Mio € betrafen größtenteils das ThyssenKrupp Quartier in Essen.

Bei den Zugängen von 746 Mio € in den Finanzanlagen entfielen 279 Mio € auf Anteile an verbundenen Unternehmen (davon 276 Mio € auf die ThyssenKrupp Nederland Holding B.V.); diese betrafen den Zukauf neuer Anteile, Einzahlungen in Kapitalrücklagen und Verschmelzungen von unmittelbaren Tochtergesellschaften. Weitere 453 Mio € entfielen auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen auf Grund langfristiger Darlehensgewährungen. Der Nettobuchwert der Abgänge in Höhe von 637 Mio € bei den Anteilen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen resultierte mit 319 Mio € aus Kapitalrückzahlungen von Tochtergesellschaften der ThyssenKrupp AG sowie Verschmelzungen von unmittelbaren Tochtergesellschaften und mit 318 Mio € aus der Rückzahlung von Ausleihungen durch verschiedene Konzernunternehmen. Im Berichtsjahr erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1.287 Mio € auf Anteile von Tochtergesellschaften.

NETTO-FINANZSCHULDEN

In der Entwicklung der Netto-Finanzschulden des von der ThyssenKrupp AG geführten Konzerns spiegeln sich auch die Investitionen wider. Insbesondere in den Industriegüter-Kerngeschäften führten die Erwerbe von Sachanlagen und Unternehmen bzw. Beteiligungen zum Kapitalbedarf. Hinzu kamen gesteigerte Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Dies waren wichtige Elemente der strategischen Weiterentwicklung. Trotzdem gelang es, die Netto-Finanzschulden nach dem Höchststand im 2. Quartal 2011/2012 merklich abzubauen. Zum 30. September 2012 beliefen sich die Netto-Finanzschulden auf 5.800 Mio €; sie lagen damit 2.222 Mio € höher als ein Jahr zuvor, aber 680 Mio € niedriger als am 31. März 2012.

ZENTRALE FINANZIERUNG UND LIQUIDITÄTSSICHERUNG

Die Finanzierung des Konzerns erfolgt grundsätzlich zentral durch die ThyssenKrupp AG. Eine mehrjährige Finanzplanung sowie eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung mit einem Planungszeitraum von bis zu einem Jahr bilden dafür die Basis. Wichtigste Liquiditätsquelle sind die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Durch unsere Cash-Management-Systeme nutzen Konzerngesellschaften Liquiditätsüberschüsse anderer Unternehmenseinheiten, um ihren Liquiditätsbedarf zu decken. Dies verringert das Fremdfinanzierungsvolumen und somit den Zinsaufwand. Um das benötigte Fremdfinanzierungsvolumen zu beschaffen, nutzen wir Geld- und Kapitalmarktinstrumente. Darüber hinaus nehmen wir fest zugesagte Kreditlinien in unterschiedlichen Währungen und mit unterschiedlichen Laufzeiten in Anspruch und nutzen selektiv außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie Forderungsverkaufsprogramme oder Operating Leases.

Die zentrale Finanzierung ermöglicht uns einen einheitlichen Auftritt auf den Kapitalmärkten. Das stärkt unsere Verhandlungsposition gegenüber den Banken und anderen Marktteilnehmern und macht es uns leichter, Kapital zu bestmöglichen Konditionen aufzunehmen oder anzulegen.

Die ThyssenKrupp AG ist Vertragspartei folgender Vereinbarungen, die bestimmte Bedingungen für den Fall vorsehen, dass eine vereinbarte Finanzkennzahl – der sogenannte Verschuldungsgrad (Gearing) – nicht eingehalten wird. Das Gearing bezieht sich auf das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum Eigenkapital im Konzernabschluss und soll 150 % nicht überschreiten. Diese Grenze wurde auch zum 30. September 2012 eingehalten; das Gearing betrug 128,1 %. Im Vorjahr waren es 34,5 %.

Die Gesellschaft hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine fest zugesagte, derzeit nicht in Anspruch genommene Kreditlinie von 2,5 Mrd € abgeschlossen. Dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, wenn die Gearing-Grenze nicht eingehalten wird und dies von einer Bankengruppe verlangt wird, die mehr als 50 % der Kreditlinie repräsentiert. In Anspruch genommene Kreditbeträge müssen dann getilgt werden; für neue Inanspruchnahme stünde die Kreditlinie dann nicht mehr zur Verfügung.

Die Gesellschaft hat mit der European Investment Bank, Luxemburg, einen Vertrag über ein Förderdarlehen in Höhe von 210 Mio € abgeschlossen. Dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, wenn die Gearing-Grenze nicht eingehalten wird und der Kreditgeber dies verlangt. Der in Anspruch genommene Kreditbetrag muss dann sofort getilgt werden.

Die Gesellschaft hat für ihre Tochtergesellschaft ThyssenKrupp Companhia Siderúrgica do Atlântico eine Garantie für ein Darlehen in Höhe von ursprünglich rund 2 Mrd brasilianische Real abgegeben. Das Darlehen war zum 30. September 2012 noch mit einem Gegenwert von 753 Mio € in Anspruch genommen. Wird die Gearing-Grenze nicht eingehalten, muss die Garantie der Gesellschaft auf Verlangen von BNDES – der Brasilianischen Entwicklungsbank – durch eine Bankgarantie ersetzt werden.

Emittenten-Ratings seit 2001

Wir verfügen seit 2001 über Emittenten-Ratings der Rating-Agenturen Moody’s und Standard & Poor’s sowie seit 2003 von Fitch. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Standard & Poor’s eine Herabstufung unseres Langfrist-Ratings von BB+ auf BB vorgenommen; es befindet sich weiterhin unterhalb der Grenze zum Investment Grade. Bei Moody’s und Fitch liegt unser Rating dagegen unverändert im Investment-Grade-Bereich, auch wenn der Rating-Ausblick im abgelaufenen Geschäftsjahr jeweils von stabil auf negativ angepasst wurde. Der negative Ausblick eines Ratings besagt, dass die Rating-Agentur die Rating-Einschätzung einem genaueren Monitoring unterzieht und üblicherweise innerhalb eines Zeitraums von 12 - 18 Monaten über die Rating-Einschätzung erneut entscheidet. Sollte es zu einer Herabstufung unseres Ratings kommen, würden sich die vertraglich feststehenden Finanzierungskosten des Konzerns um einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag erhöhen.

Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Standard & Poor's BB B negativ
Moody's Baa3 Prime-3 negativ
Fitch BBB- F3 negativ

ANALYSE DER BILANZSTRUKTUR

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2.578 Mio € auf 36.974 Mio €.

Das Anlagevermögen fiel um 1.365 Mio € auf 25.713 Mio €. Die Verringerung betraf im Wesentlichen die Anteile an verbundenen Unternehmen, geprägt durch die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Tochtergesellschaften in Höhe von 1.287 Mio €.

Die Summe der Zugänge der Anteile an verbundenen Unternehmen belief sich auf 279 Mio €. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um die Sacheinlage der Grupo ThyssenKrupp S.A. in Höhe von 264 Mio € und der ThyssenKrupp Participations B.V. in Höhe von 12 Mio € in die ThyssenKrupp Nederland Holding B.V. sowie um die Sacheinlage der Dr. Mertens Edelstahlhandel GmbH im Rahmen der Verschmelzung auf die ThyssenKrupp MetalServ GmbH in Höhe von 1 Mio €. Dem standen 319 Mio € an Abgängen gegenüber, die im Wesentlichen auf die Sacheinlagen in die ThyssenKrupp Nederland Holding B.V. in Höhe von 276 Mio € sowie in die ThyssenKrupp MetalServ GmbH in Höhe von 1 Mio € zurückzuführen waren. Weitere Abgänge betrafen die konzerninterne Übertragung der Anteile der ThyssenKrupp Facilities Services GmbH in Höhe von 16 Mio € an die ThyssenKrupp Materials International GmbH sowie die Rückzahlung einer Kapitalrücklage in Höhe von 25 Mio € der Krupp Industrietechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Im Saldo haben sich die Nettobuchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen somit um 1.327 Mio € auf 17.008 Mio € vermindert.

Zwischen der ThyssenKrupp AG und einzelnen Konzerngesellschaften wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr neue langfristige Darlehensverträge geschlossen und bestehende Darlehensverträge aufgestockt. Die Summe der Zugänge belief sich auf 453 Mio €. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um konzerninterne Darlehensgewährungen bei der ThyssenKrupp Finance USA Inc. Dem standen 318 Mio € an auslaufenden Darlehensverträgen gegenüber, im Wesentlichen gegenüber der ThyssenKrupp Mexinox S.A. de C.V. und der ThyssenKrupp VDM GmbH, so dass sich die Ausleihungen der ThyssenKrupp AG im Saldo um 135 Mio € auf 8.102 Mio € erhöht haben.

Der Anteil des Anlagevermögens zum 30. September 2012 stieg im Verhältnis zur Bilanzsumme um 2 % auf 70 % (i. Vj. 68 %).

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen wesentliche Posten der Bilanz der ThyssenKrupp AG dar. Sie spiegeln die zentrale Bedeutung der ThyssenKrupp AG im Rahmen des Konzernfinanzverkehrs wider. Zum 30. September 2012 ergab sich im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 235 Mio € auf 9.348 Mio €, die im Wesentlichen auf die kurzfristige Konzernfinanzierung zurückzuführen ist.

Die übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände verminderten sich im abgelaufenen Jahr um 22 Mio € auf 828 Mio €. Im Wesentlichen hat sich dabei die ergebniswirksame Veränderung der Verpflichtungen der ThyssenKrupp AG aus der Haftung aus der Übertragung von Betrieben bzw. aus im Innenverhältnis übertragenen Pensionsverpflichtungen ausgewirkt.

Die Veränderung der Anteile an verbundenen Unternehmen im Umlaufvermögen ist durch die bevorstehende Veräußerung der Inoxum GmbH und der ThyssenKrupp Nirosta GmbH zu erklären.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich zum 30. September 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 888 Mio € auf 607 Mio € vermindert.

Das Eigenkapital verringerte sich zum 30. September 2012 um 3.416 Mio € auf 2.762 Mio €. Dies erklärt sich durch den Jahresfehlbetrag im Berichtsjahr, der aus der Kapitalrücklage und den Gewinnrücklagen sowie dem Bilanzgewinn des Vorjahres ausgeglichen wurde. Weiterhin verminderte sich das Eigenkapital durch die in der Hauptversammlung beschlossene Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2010/2011. Infolge der Eigenkapitalverringerung und der gesunkenen Bilanzsumme verschlechterte sich die Eigenkapitalquote von 16 % im Vorjahr auf 7 % zum 30. September 2012.

Die Pensionsrückstellungen blieben zum 30. September 2012 mit 1.164 Mio € im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen war im Wesentlichen durch Risikovorsorge auf Beteiligungen in Höhe von 237 Mio € bedingt.

Die Anleihen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.250 Mio € auf 3.000 Mio € erhöht. Im Februar 2012 wurde eine Anleihe im Volumen von 1.250 Mio € mit einer Laufzeit von 5 Jahren begeben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten blieben zum 30. September 2012 mit 1.721 Mio € im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich vor allem um Geldanlagen der Tochtergesellschaften innerhalb des zentralen Konzern-Finanzclearings. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 777 Mio € auf 27.425 Mio €.

Weitergehende Informationen zur Vermögens- und Finanzlage der ThyssenKrupp AG sind im Anhang enthalten.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Nachhaltiges Wirtschaften ist fest in der Unternehmensstrategie verankert. Grundlage dafür ist eine verantwortungsvolle und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung.

NACHHALTIGKEIT STÄRKT ZUKUNFTSFÄHIGKEIT

Die ThyssenKrupp AG betrachtet Nachhaltigkeit als einen wesentlichen Innovationsmotor und kontinuierlichen Prozess zur Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung des Unternehmens. Nachhaltiges und verantwortliches Wirtschaften ist fester Bestandteil der Unternehmenskultur und seit 200 Jahren gelebte Praxis. ThyssenKrupp hat sein Bekenntnis zu einer nachhaltigen Entwicklung zudem mit der Teilnahme am Global Compact der Vereinten Nationen unterstrichen. Die Handlungsschwerpunkte zur Nachhaltigkeit werden vom Vorstand in einem systematischen Prozess definiert und regelmäßig überprüft. Das zentrale Nachhaltigkeitsmanagement unterstützt die Fachbereiche und die Tochtergesellschaften bei der Weiterentwicklung der Prozesse in den Handlungsschwerpunkten. Im Berichtsjahr wurde zudem die Berichterstattung zur Nachhaltigkeit im Internet gemäß den internationalen Standards der Global Reporting Initiative sowie des Global Compact der Vereinten Nationen erweitert.

INNOVATIONEN

Die ThyssenKrupp AG koordiniert und steuert die Innovationsaktivitäten der Tochtergesellschaften.

MITARBEITER

Am 30. September 2012 beschäftigte die ThyssenKrupp AG 961 Mitarbeiter einschließlich Auszubildende, Trainees und Werkstudenten; das sind 12 % mehr als zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Die Belegschaftsstruktur ist durch eine hohe Qualifikation der Mitarbeiter geprägt. Mit 2,7 % war der Krankenstand auch 2011/2012 relativ niedrig.

UMWELT UND KLIMA

Verantwortungsvoller Umwelt- und Klimaschutz ist ein wichtiges Unternehmensziel. In einer Richtlinie zum Umwelt- und Klimamanagement sind die Anforderungen an alle Tochterunternehmen verbindlich festgelegt. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen des Umwelt- und Klimamanagements. Der Betrieb bzw. die Einführung eines Umweltmanagements gemäß ISO 14001 ist für Tochterunternehmen mit wesentlichen Umweltauswirkungen verbindlich.

GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT

Gemeinsam mit über 200 Partnern lud die ThyssenKrupp AG im August 2012 zum vierten IdeenPark nach Essen. 13 Tage lang präsentierten Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft beeindruckende Experimente, tolle Exponate, interessante Gäste und atemberaubende Shows mit Lösungen für die globalen Herausforderungen. Mit 320.000 Besuchern war der IdeenPark Deutschlands größtes Technikfestival für die ganze Familie.Der Einsatz für die Menschen an unseren Standorten, die positive Gestaltung unseres Umfeldes und die Förderung von Technikbegeisterung sind für ThyssenKrupp selbstverständlich. Wir engagieren uns weltweit in Initiativen, durch Spenden, Sponsoring und andere Formen der Unterstützung. Dabei bringen wir uns vornehmlich in den Bereichen Bildung/Ausbildung, lokales soziales Engagement und Naturkatastrophenhilfe ein. Das Engagement begründet einen Mehrwert für beide Seiten, Unternehmen und Gesellschaft. Wir stärken unser gesellschaftliches Umfeld und gestalten damit gleichzeitig die Rahmenbedingungen mit, die einen wichtigen Einfluss auf den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens haben.

NACHTRAGSBERICHT

Auf Empfehlung des Personalausschusses hat der Aufsichtsrat am 10. Dezember 2012 die Bestellung der Vorstandsmitglieder Dr. Olaf Berlien, Edwin Eichler und Dr. Jürgen Claassen mit Wirkung zum 31. Dezember 2012 aufgehoben. Alle drei Herren sind mit der Aufhebung ihrer Bestellung einverstanden.

VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG MIT IHREN WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKEN

ThyssenKrupp geht zuversichtlich in das neue Geschäftsjahr, wenngleich das konjunkturelle Umfeld weiterhin schwierig bleibt und mit hohen Unsicherheiten behaftet ist.

KONJUNKTURAUSBLICK

Eine durchgreifende Belebung der Weltwirtschaft ist auch 2013 nicht in Sicht. Ursächlich sind die ungelösten Schuldenprobleme insbesondere im Euro-Raum und die verlangsamte Wachstumsdynamik der aufstrebenden Volkswirtschaften. Nach einem Anstieg von 2,8 % im Vorjahr dürfte die Weltwirtschaft 2013 um 3 % wachsen. Dabei sollten die Schwellenländer insgesamt um 5,3 % expandieren, die Industrieländer dagegen nur um rund 1,4 %. Erst für 2014 rechnen wir mit einer stärkeren Konjunkturdynamik.

ERWARTETE ERTRAGS-, FINANZ- UND LIQUIDITÄTSLAGE

Geschäftsjahr 2012/2013

Die Business Area Steel Americas wird zum 30. September 2012 – wie bereits vorher die Business Area Stainless Global – im Konzern als nicht fortgeführte Aktivität behandelt. Die nachfolgende Prognose bezieht sich entsprechend auf die fortgeführten Aktivitäten des Konzerns: Steel Americas und Stainless Global sind darin nicht mehr enthalten. Wir erwarten, Steel Americas im Laufe des Geschäftsjahres 2012/2013 zu verkaufen und die Transaktion Stainless Global bis Jahresende 2012 abzuschließen.

Unser Ziel im Geschäftsjahr 2012/2013 ist es weiterhin, die Cash-Generierung nachhaltig zu verbessern und die Netto-Finanzschulden zu reduzieren. Trotz der Schwierigkeiten auf den europäischen Finanzmärkten, der deshalb erschwerten Rahmenbedingungen sowie des temporär gestiegenen Gearing stehen unsere Finanzierung und Liquidität auch im Geschäftsjahr 2012/2013 auf einer gesicherten Basis. Nach den hohen Investitionsauszahlungen für die Großprojekte in Brasilien und den USA sowie für die Kapazitätsoptimierungen am Standort Duisburg liegt das Investitionsniveau des Gesamtkonzerns deutlich unter dem Vorjahr.

Wir halten an unserem Ziel der Dividendenkontinuität fest und streben an, wieder eine angemessene Dividende auszuschütten. Dieses Ziel soll durch gesteigerte Gewinnabführungen von inländischen Tochtergesellschaften sowie Beteiligungserträge erreicht werden. Durch den gegenüber dem Geschäftsjahr 2011/12 erwarteten Wegfall von Einmalaufwendungen erwarten wir einen positiven Jahresüberschuss.

Geschäftsjahr 2013/2014

Im Geschäftsjahr 2013/2014 werden wir weiter an der strukturellen Verbesserung des Konzerns arbeiten und das ganzheitliche Konzept zur strategischen Weiterentwicklung mit Nachdruck weiter umsetzen. Dies kann unter anderem gezielte Wachstumsimpulse und weitere Optimierungen des Portfolios umfassen. Sofern sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Schuldenkrise nicht auf unser Geschäftsjahr 2013/2014 erstrecken, gehen wir im Zuge des allgemeinen Wirtschaftswachstums auch von einem steigenden Umsatz aus. Höherer Umsatz und strukturelle Verbesserungen sollten sich entsprechend positiv auf das Ergebnis auswirken. Zusätzlich erwarten wir auf der Ergebnisseite für 2013/2014 signifikante Verbesserungen aus den initiierten Konzernprogrammen, insbesondere aus „impact 2015“ sowie den kontinuierlichen Effizienzimpulsen aus dem Benchmarking. Da wir darüber hinaus davon ausgehen, die beschriebenen Portfoliomaßnahmen umzusetzen, rechnen wir auch für 2013/2014 mit einer Verbesserung der Eigenkapital- und Finanzierungssituation.

CHANCENBERICHT

Für ThyssenKrupp haben wir die globalen Trends Demografie, Urbanisierung und Globalisierung als Wachstumstreiber identifiziert. Dem Bedarf nach „Mehr“ stehen aber der Klimawandel, die Endlichkeit natürlicher Ressourcen sowie politische Rahmenbedingungen gegenüber. Dies erfordert, immer bessere und hochwertigere Produkte. In diesem Zusammenspiel aus „Mehr“ und „Besser“ sehen wir in den Anwendungsfeldern „Material“, „Mechanical“ und „Plant“ erhebliche Chancen, die von der ThyssenKrupp AG geführten Tochtergesellschaften im internationalen Umfeld als Premiumanbieter zu positionieren.

Bei einem möglichen konjunkturellen Einbruch und bei fehlenden finanziellen Handlungsmöglichkeiten können wir diese Chancen nur verzögert umsetzen. Die entsprechenden Risiken werden im Risikobericht behandelt. Flankierend zum strategischen Ausbau werden wir unsere Organisationsstruktur weiterentwickeln und die internen Strukturen und Abläufe weiter verbessern. Das Unternehmensprogramm impact trägt wesentlich und nachhaltig zusammen mit bereichsspezifischen Programmen dazu bei, die Effizienz des Konzerns zu steigern und die Kosten zu senken.

RISIKOBERICHT

Das Risikomanagementsystem bei ThyssenKrupp als Gesamtheit aller Maßnahmen zu einem systematischen und transparenten Umgang mit Risiken ist integraler Bestandteil der wertorientierten Unternehmensführung und geht inzwischen weit über die rechtlich geforderte und vom Wirtschaftsprüfer als geeignet bestätigte Risiko-Früherkennung hinaus. Der neue Vorstand und der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates haben klare Vorgaben für eine Weiterentwicklung des Risikomanagements erteilt.

Durch verbesserte Methoden und Tools können wir Risiken immer besser identifizieren, bewerten und steuern. Die Konzernrisiken sind aus heutiger Sicht begrenzt; den Bestand gefährdende Risiken sehen wir aus heutiger Sicht nicht. Durch den von den europäischen Kartellbehörden genehmigten Verkauf von Stainless Global an Outokumpu und die Wertberichtigung auf Steel Americas hat sich das verbleibende Risikoportfolio des Konzerns reduziert. Mit der Wertberichtigung ist ein im Rahmen unseres Risikomanagementsystems transparent geführtes Risiko eingetreten. Trotz umfassender Analyse, Bewertung und Steuerung von Risiken kann deren Eintreten nicht systematisch ausgeschlossen werden.

Risikopolitik in Unternehmensstrategie eingebettet

Seit 2009 ist das Risikomanagement organisatorisch im Controlling eingebettet und nimmt in Kombination mit der mittlerweile deutlich strategischeren Ausrichtung des Controllings eine weit aktivere und ganzheitlichere Rolle ein und ist integral mit den Planungs-, Reporting- und Überprüfungsprozessen des Konzerns verknüpft. Dabei werden heute erheblich systematischer die Geschäftsmodelle, strategischen Sichtweisen sowie die konkret geplanten Schritte der operativen Einheiten hinterfragt.

Ziel ist es, unternehmerische Chancen optimal zu nutzen und Risiken bewusst, eigenverantwortlich und aktiv zu steuern. Zu einem verantwortungsbewussten Risikomanagement gehört es auch, Risiken außerhalb unserer Kernprozesse zu verlagern, zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Nicht auszuschließen ist dabei das Eintreten von Risiken. Wir bilden Risikovorsorge in erforderlichem Maße und stellen durch verschiedene Risikosteuerungsmaßnahmen sicher, dass die eingegangenen Risiken im Konzern abgedeckt sind.

Risikomanagementsystem konzernweit weiterentwickelt

Seit 2010 besteht ein globales IT-Risikomanagement-Tool zur Durchführung einer integrierten Risikoinventur. Flächendeckend werden in allen Konzerneinheiten bottom-up Ergebnis- und Cash-Risiken erfasst, die über Freigabe- und Aggregationsprozesse über die Vorstände der Business Areas bis zur Konzernebene gemeldet werden. Zu den einzelnen identifizierten und bewerteten Risiken werden Maßnahmen festgelegt und systematisch nachverfolgt.

In der vom Vorstand der ThyssenKrupp AG im Juli 2012 verabschiedeten Neufassung der Konzernrichtlinie Risikomanagement haben wir die verbindlichen Vorgaben für den Risikomanagement-Prozess weiter geschärft und die Risikomanagement-Instrumente weiterentwickelt. Unser Risikomanagementsystem leistet einen wichtigen Beitrag zur innerjährlichen Geschäftssteuerung und zur Unternehmensplanung: monatlich werden Chancen/Risiken und Veränderungen in den wesentlichen Konzernrisiken besprochen. Im Rahmen der Planung und auch anlassbezogen betrachten wir Korridore über Down-/ Upside Cases und zusätzlich Klumpenrisiken über konzernweite Risikoszenarien Darüber hinaus werden Ad-hoc-Risiken unabhängig von den etablierten Berichtswegen unmittelbar an die Risikomanagement-Verantwortlichen kommuniziert.

Mit dem weiterentwickelten Risikomanagementsystem setzen wir aktuelle Anforderungen aus dem Risk Committee und dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats um. Etablierte und stetig optimierte „bottom-up“-Instrumente werden durch „top-down“-Instrumente flankiert. Unsere Mitarbeiter schulen wir dazu regelmäßig und stellen so die Bedeutung der risikopolitischen Grundsätze und der einzelnen Risikomanagement-Elemente heraus. Insbesondere im abgelaufenen Geschäftsjahr sind weltweite Schulungsmaßnahmen zum Risikomanagement erfolgt. Somit orientiert sich ThyssenKrupp verstärkt an Benchmarks und entwickelt gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer das Risikomanagementsystem kontinuierlich weiter in Richtung Best Practice.

Die im Rahmen der Risikoinventur identifizierten wesentlichen Konzernrisiken sowie Analysen zu Risikoszenarien und -rückstellungen berichten und plausibilisieren wir viermal jährlich in den Sitzungen des Risk Committees unter Leitung des Finanzvorstandes und mit Beteiligung aller Governance-/Risk- und Compliance-bezogenen Konzernverantwortlichen. Mit der Erweiterung des Teilnehmerkreises und der Erhöhung der Tagungsfrequenz des Risk Committees hat der neue Vorstand im abgelaufenen Geschäftsjahr einen weiteren Entwicklungsschritt zur Verbesserung der Corporate-Governance-Prozesse im Konzern umgesetzt. In den Risk Committee-Sitzungen im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden unter anderem die Risiken in Verbindung mit Steel Americas und die Compliance-Fälle behandelt und anschließend im Gesamtvorstand und im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates präsentiert und diskutiert. In jeder quartärlichen Sitzung des Prüfungsausschusses ist der Risikobericht Bestandteil der Agenda, so dass sich auch der Aufsichtsrat regelmäßig ein angemessenes Bild über die Risikosituation von ThyssenKrupp verschafft und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems überwacht.

Die im Rahmen der Risikoinventur identifizierten materiellen Risiken sowie die Analysen zu Risikoszenarien und -rückstellungen diskutieren wir viermal jährlich in den Sitzungen des Risk Committees und bereiten anschließend den Risikobericht systematisch und transparent für den Konzernvorstand und den Prüfungsausschuss auf. Darüber hinaus werden Ad-hoc-Risiken unabhängig von den etablierten Berichtswegen unmittelbar an die Risikomanagement-Verantwortlichen kommuniziert.

Zur effizienten Überwachung dieses Systems tragen auch die regelmäßigen weltweiten Prüfungen durch das Corporate Center Internal Auditing bei. Diese Erkenntnisse helfen uns, die Qualität der Informationsinhalte weiter zu erhöhen und den Umgang mit Risiken im Gesamtkonzern weiter zu verbessern.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Unter dem internen Kontrollsystem verstehen wir die Gesamtheit aller aufeinander abgestimmten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die Geschäfts- und Kontrollziele im Unternehmen zu erreichen. Wesentliche Ziele sind die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsabwicklung, die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sowie die Übereinstimmung mit Gesetzen und Richtlinien. Das Konzernprojekt zur Daten- und Prozessharmonisierung trägt wesentlich dazu bei, das interne Kontrollsystem bei ThyssenKrupp weiterzuentwickeln.

Im Rechnungslegungsprozess bei ThyssenKrupp ist sicherzustellen, dass implementierte Kontrollen trotz möglicher Risiken einen regelungskonformen Konzernabschluss ermöglichen. Dazu tragen verschiedene prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bei.

Für den Konzernabschluss existiert eine einheitliche, regelmäßig aktualisierte Bilanzierungsrichtlinie, die allen involvierten Konzernmitarbeitern über eine konzerninterne Internet-Plattform zur Verfügung steht. Unser Konzerntool zur Konsolidierung basiert auf Standardsoftware und sichert eine einheitliche Vorgehensweise. So minimieren wir mögliche Risiken von Falschaussagen in der Konzernrechnungslegung und der externen Berichterstattung.

Die Finanzberichterstattung ist in eindeutig definierte Teilprozessen organisiert. Klare Verantwortlichkeiten, die eine angemessene Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip berücksichtigen, reduzieren das Risiko von dolosen Handlungen.

Das Corporate Center Accounting & Financial Reporting – fachlich verantwortlich für die Erstellung des Konzernabschlusses – formuliert verbindliche inhaltliche und terminliche Vorgaben an die dezentralen Einheiten und gewährleistet konzerneinheitliche Rechnungslegungspraktiken mit möglichst geringen Ermessensspielräumen bei Ansatz, Bewertung und Ausweis von Bilanzpositionen.

Konzerneigene Shared-Service-Center unterstützen die einzelnen dezentralen Einheiten bei der Erstellung von lokalen Abschlüssen. Alle in den Rechnungslegungsprozess eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult.

Wir steuern und überwachen auf zentraler Ebene unsere relevanten IT-Systeme im Konsolidierungsprozess und führen regelmäßige Systemsicherungen durch, um Datenverluste und Systemausfälle möglichst zu vermeiden. Systemtechnische Kontrollen und manuelle Stichprobenprüfungen erfahrener Mitarbeiter gehören ebenso zum Sicherungskonzept wie maßgeschneiderte Berechtigungen und Zugangsbeschränkungen. So können wir die verwendeten Finanzsysteme vor Missbrauch schützen.

Das Corporate Center Internal Auditing ist in den Gesamtprozess eingebunden und prüft regelmäßig die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems.

Die aufeinander abgestimmten Prozesse, Systeme und Kontrollen stellen hinreichend sicher, dass der Konzernrechnungslegungsprozess im Einklang mit den IFRS, dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten Regelungen und Gesetzen erfolgt und zuverlässig ist.

Risikotransfer durch zentralen Dienstleister

ThyssenKrupp Risk and Insurance Services führte auch im Berichtsjahr als zentraler Dienstleister konzernweit den Risikotransfer auf Versicherer durch. Umfang und Gestaltung des Versicherungsschutzes leiten sich aus Risk Assessments ab, durch die in den Konzernunternehmen versicherbare Risiken identifiziert, bewertet und durch anlagenspezifische Schutzkonzepte reduziert bzw. beseitigt werden. Abgestellt auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns, vereinbaren wir für die einzelnen Versicherungssparten angemessene Selbstbehalte.

Für alle Konzernunternehmen bestehen verbindliche Standards, um die Risikoprävention der Unternehmen auf einem nachhaltigen und angemessen hohen Niveau zu halten. Diese Standards wurden von Experten aus allen Teilen des Konzerns unter Leitung von ThyssenKrupp Risk and Insurance Services entwickelt und werden laufend ergänzt. Interne und externe Auditoren prüfen regelmäßig die Einhaltung der Standards.

Das Risiko eines insolvenzbedingten Ausfalls von Versicherern vermindern wir, indem wir es auf viele Anbieter streuen und dabei die Ratings anerkannter Agenturen für die Versicherer berücksichtigen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den zentralen Aufgaben der ThyssenKrupp AG als Konzernführungsgesellschaft zählt es, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren, zu lenken und die finanzielle Unabhängigkeit des Gesamtunternehmens sicherzustellen. Dazu optimieren wir die Konzernfinanzierung und begrenzen die finanzwirtschaftlichen Risiken.

Ausfallrisiko – Wir schließen Finanzinstrumente im Finanzierungsbereich grundsätzlich nur mit solchen Kontrahenten ab, die über eine sehr gute Bonität verfügen bzw. einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Dabei werden Geschäfte nur im Rahmen vorgegebener Kontrahentenlimite getätigt. Im Liefer- und Leistungsgeschäft werden Außenstände und Ausfallrisiken von den Konzernunternehmen fortlaufend überwacht; teilweise sind sie zusätzlich über Warenkreditversicherungen abgesichert. Besonders intensiv beobachten wir die Bonität von Großkunden.

Liquiditätsrisiko – Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherstellen zu können, halten wir auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vor. Das Cash-Pooling sowie externe Finanzierungen konzentrieren sich vorwiegend auf die ThyssenKrupp AG sowie spezielle Finanzierungsgesellschaften. Im Rahmen des Cash-Pooling werden die Mittel bedarfsgerecht intern an Konzerngesellschaften weitergeleitet.

Marktrisiko – Eine Reihe von Maßnahmen begrenzt die Schwankungen der Zeitwerte oder künftiger Zahlungsströme aus Finanzinstrumenten wegen Marktänderungen oder schaltet diese ganz aus. Hierzu gehören im Wesentlichen außerhalb der Börse gehandelte Devisentermingeschäfte, Zins-/Währungsswaps und Warentermingeschäfte mit Banken und Handelspartnern. Die Warenpreise werden darüber hinaus auch durch börsengehandelte Futures abgesichert. Außerdem überwachen wir umfassend den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten. Die Kontrollen basieren auf Richtlinien und erfolgen im Rahmen des regelmäßigen Reporting.

Währungsrisiko – Um die Risiken aus der Vielzahl unserer Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen – vor allem in US-Dollar – zu begrenzen, haben wir konzerneinheitliche Richtlinien für das Devisenmanagement entwickelt. Grundsätzlich müssen alle Gesellschaften des Konzerns Fremdwährungspositionen im Zeitpunkt ihrer Entstehung sichern; Unternehmen mit Sitz im Euro-Raum sichern über unsere zentrale Clearingstelle. Translationsrisiken – also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen – werden grundsätzlich nicht abgesichert.

Zinsrisiko – Um unseren Kapitalbedarf zu decken, haben wir Liquidität an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen und mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgenommen. Teilweise sind die hieraus resultierenden Finanzschulden sowie unsere Geldanlagen dem Risiko ausgesetzt, dass sich die Zinsen ändern. Für die Steuerung erstellen wir deshalb regelmäßig Zinsanalysen, deren Ergebnisse in unser Risikomanagementsystem einfließen.

Risiken aus Verkäufen, Käufen und Restrukturierungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Portfoliooptimierungen von wesentlicher Bedeutung für ThyssenKrupp. Aktives Portfoliomanagement bleibt auch weiterhin ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensentwicklung, der auch mit Risiken in der Abwicklung verbunden ist. Die mit dem Verkauf oder Erwerb von Unternehmen, Geschäftsaktivitäten oder Grundstücken sowie mit Restrukturierungen verbundenen Risiken überwachen wir kontinuierlich, bei Bedarf wird bilanzielle Vorsorge gebildet.

Auftragsrisiken

Die Abwicklung von Großaufträgen für unsere Kunden ist häufig durch eine hohe Komplexität und eine lange Projektlaufzeit gekennzeichnet, so dass Kosten- und/oder Terminüberschreitungen denkbar sind. Wir begegnen diesen Risiken durch eine sorgfältige Auswahl erfahrener Projektmanager und durch Steuerungsinstrumente, die wir kontinuierlich weiterentwickeln. Nach einer sorgfältigen Auswahl unserer Kunden stellen wir sicher, dass Zahlungen zeitnah nach dem Auftragsfortschritt erfolgen und Zahlungsausfälle minimiert werden.

Absatzrisiken

Die globalen Geschäftsaktivitäten machen ThyssenKrupp von der internationalen Konjunkturentwicklung abhängig. Die Schuldenkrise in einigen Ländern der Euro-Zone, die Unsicherheiten auf den Finanzmärkten und die kriselnde Weltwirtschaft bedeuten Risiken für unsere Absatzmärkte; wir beobachten sie intensiv, um bei Bedarf zeitnah reagieren zu können. Dafür steht uns ein Bündel von Maßnahmen zur Verfügung, beispielsweise eine zeitnahe Anpassung unserer Kapazitäten.

Da wir als diversifizierter Industriekonzern mit vielschichtigen Produkt- und Kundenstrukturen international präsent sind, sind wir weitestgehend unabhängig von regionalen Krisen auf Absatzmärkten. Möglichen Forderungsausfällen begegnet ThyssenKrupp mit einem wirksamen Debitorenmanagement. Weitere Einzelheiten zu Absatzrisiken können Sie auch dem Abschnitt „Spezifische Risiken unserer Aktivitäten“ entnehmen.

Risiken aus Geschäftsbeziehungen zu Kunden in Ländern mit Handelsbeschränkungen

Durch die weltweite Ausrichtung der Geschäftstätigkeit unterhält ThyssenKrupp auch Geschäftsbeziehungen in Ländern, die Handelsbeschränkungen unterliegen. Seit 2010 dehnen die Bundesrepublik Deutschland, die EU und die USA auf Basis der UN-Resolution 1929 bestehende Handelsbeschränkungen für die Islamische Republik Iran auf Geschäftsfelder der Petroleumindustrie aus und erweitern die Sanktionslisten um Personen und Banken, mit denen keine Geschäfte mehr gemacht werden dürfen. Verstöße gegen diese Handelsbeschränkungen stehen unter erheblichen Strafen und können für den Konzern zu Reputationsschäden führen. Wir achten seit jeher darauf, die exportkontrollrechtlichen Vorschriften und insbesondere die Handelsbeschränkungen einzuhalten. Zudem haben wir im September 2010 beschlossen, dass ThyssenKrupp keine neuen Geschäfte mit iranischen Kunden abschließt. Diese Maßnahmen reduzieren das Risiko eines potenziellen Verstoßes gegen die Handelsbeschränkungen erheblich.

Beschaffungsrisiken

Für ThyssenKrupp haben Rohstoffe und Energie eine wesentliche Bedeutung. Die Einkaufspreise für diese Produktgruppen können je nach Marktsituation erheblich schwanken. Durch angepasste Einkaufspreise und alternative Beschaffungsquellen wirken wir diesem Risiko entgegen und sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit. Um unabhängiger von regionalen Lieferantenengpässen zu sein, verteilen wir unsere Aufträge auch unter geographischen Gesichtspunkten. Zur Absicherung von Risiken aus schwankenden Rohstoffpreisen, insbesondere bei Nickel und Kupfer, setzen wir auch derivative Finanzinstrumente ein – im Wesentlichen Warentermingeschäfte. Für den Abschluss solcher Finanzinstrumente gelten strenge Richtlinien. Details über diese Risikofelder stehen im Anhang.

In Deutschland erwarten wir im Zuge der Energiewende dauerhaft steigende Strompreise, da zur Erhöhung des Anteils der Erneuerbaren Energien neben der wachsenden EEG-Umlage ein Ausbau der Stromnetze notwendig ist. Die erheblichen Investitionen dafür werden sich im Strompreis niederschlagen. Hinzu kommen kostenträchtige regulatorische Anforderungen an die Strom- und Gasnetze unserer großen Produktionsstandorte. Dem Risiko steigender Energiepreise auf den Commodity-Märkten begegnen wir grundsätzlich durch eine strukturierte Energiebeschaffung. Darüber hinaus wirtschaften wir nachhaltig und werden in allen Business Areas weiter Energie einsparen und Reststoffe verwerten. So werden Treibhausgas-Emissionen vermieden und die natürlichen Ressourcen geschont.

Regulatorische Risiken

Rechtliche Rahmenbedingungen auf nationaler oder internationaler Ebene spielen für unsere Wettbewerbsfähigkeit in den einzelnen Geschäftsaktivitäten eine wesentliche Rolle und können zu höheren Kosten oder anderen Nachteilen führen. Zur Steuerung dieser Risiken bestehen enge Arbeitskontakte zu den relevanten Institutionen, um möglichen Wettbewerbsverzerrungen entgegenzuwirken. Den Diskussionsprozess zu politisch gewollten Mehrbelastungen der Energiepreise begleitet ThyssenKrupp direkt sowie über die Wirtschaftsverbände.

Aus dem EU-Emissionshandel in der dritten Handelsperiode können uns zukünftig erhebliche Kosten für Emissionsberechtigungen erwachsen. Als energieintensiver Konzern sehen wir Risiken für die Ertragslage, wenn wir im internationalen Wettbewerb die zusätzlichen Kosten nicht oder nicht in vollem Umfang an unsere Kunden weitergeben können. Diese Risiken werden durch die im Bestand gehaltenen Emissionsberechtigungen und Sicherungsgeschäfte gemindert.

Umweltrisiken

In den Produktionsprozessen in unseren industriellen Werken bestehen verfahrensbedingt Risiken, dass Luft und Wasser verunreinigt werden. Wir investieren in den Produktionsbetrieben kontinuierlich und nachhaltig in Umweltschutzmaßnahmen. Unser Ziel ist, langfristig die Ressourcen zu schonen und die Umwelt möglichst gering zu belasten. Zertifizierte Umweltmanagementsysteme in vielen Konzernunternehmen tragen ebenso dazu bei, die Gefahr von Umweltschäden zu reduzieren.

Aus früheren Geschäftsaktivitäten bestehen Risiken aus Altlasten und Bergschäden auf heute nicht mehr genutzten Grundstücken des Konzerns. Wir begegnen diesen Risiken mit vorbeugenden Maßnahmen und planmäßigen Sanierungsarbeiten und bilden im bilanziell erforderlichen Ausmaß Rückstellungen in unserem Real-Estate-Bereich.

Rechtliche Risiken aus Klagen und Ansprüchen Dritter

Rechtliche Risiken können sich aus Klagen gegen unsere Konzernunternehmen ergeben. Die entsprechenden Verfahren begleitet ThyssenKrupp durch erfahrene eigene Justiziare, bei Bedarf mit zusätzlicher Unterstützung externer Anwälte. Schadensersatzklagen aus Produkthaftung minimieren wir durch qualitativ hochwertige Produkte.

Wenn Vertragspartner aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen Ansprüche gegen ThyssenKrupp erheben, prüfen wir die einzelnen Ansprüche sorgfältig und bilden Rückstellungen, sofern Zahlungsverpflichtungen die in IAS 37 geforderte Eintrittswahrscheinlichkeit aufweisen und verlässlich geschätzt werden können.

Über schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadensersatzansprüche informieren wir im Anhang.

Compliance-Risiken

Unser striktes Compliance-Programm wirkt auf allen Konzernebenen dem Risiko von Kartell- und Korruptionsverstößen entgegen. Dieser Fokus unseres Compliance-Programms ist darin begründet, dass das Schadenspotenzial, auch hinsichtlich Reputationsschäden, in diesen Fällen der Wirtschaftskriminalität deutlich höher ist als bei anderen Delikten.

Dass der Schwerpunkt auf Kartell- und Korruptionsverstöße weiter sachgerecht ist, zeigt die Entwicklung im sogenannten Schienenkartell. Im Mai 2011 hatten das Bundeskartellamt und die Staatsanwaltschaft Bochum Ermittlungen gegen Unternehmen der Gleistechnikbranche, darunter ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH, aufgenommen. ThyssenKrupp hatte von Anfang an mit den Behörden kooperiert und die Ergebnisse der eigenen, unmittelbar aufgenommenen Ermittlungen den Behörden zur Verfügung gestellt. Erste Personalmaßnahmen waren noch im Mai/Juni 2011 ergriffen worden. Die Ermittlungen und die Kooperation wurden laufend fortgesetzt. Als Ergebnis kam es in der Zwischenzeit zu weiteren Personalmaßnahmen.

Im Juli 2012 hat das Bundeskartellamt einen Teilkomplex, der die Schienenlieferungen an die Deutsche Bahn betrifft, mit einem Bußgeldbescheid abgeschlossen. Hiernach musste ThyssenKrupp GfT Gleistechnik ein Bußgeld von ca. 103 Mio € zahlen. Bei der Bußgeldberechnung wurden u.a. Umsatzgröße und Dauer des Kartells ebenso berücksichtigt wie der Kooperationsbeitrag des Unternehmens. Im Ergebnis hat die Kooperation das Bußgeld erheblich reduziert. Aus diesem Grund wurde der Bußgeldbescheid nach umfangreicher Beratung und Abwägung akzeptiert, ohne Rechtsmittel einzulegen. ThyssenKrupp GfT Gleistechnik hat den Betrag inzwischen gezahlt.

Das Bundeskartellamt sowie die Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen zu weiteren Teilkomplexen und zur persönlichen Verantwortung der beteiligten Personen fortgesetzt. Für Risiken hat ThyssenKrupp GfT Gleistechnik eine Rückstellung in Höhe von 30 Mio € gebildet. Wann mit dem Abschluss der Ermittlungen zu rechnen ist, ist nicht abzuschätzen. In diesem Zusammenhang verfolgt ThyssenKrupp Schadensersatzansprüche gegen die beteiligten Mitarbeiter und Führungskräfte bis hin zu einigen bereits anhängigen Arbeits- und zivilrechtlichen Verfahren. Mit einzelnen Kunden, u.a. der Deutschen Bahn, gibt es Gespräche über einen Schadensausgleich. Die Höhe möglicher Ansprüche ist noch nicht beziffert. Eine zuverlässige Schätzung der finanziellen Folgen für ThyssenKrupp ist noch nicht möglich.

Im Zusammenhang mit dem Elevator-Kartell werden gegen die ThyssenKrupp AG und einige Tochtergesellschaften Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Die Berechtigung der geltend gemachten Ansprüche wird geprüft.

Risiken der Informationssicherheit

Unsere IT-gestützten Geschäftsprozesse sind Risiken der Informationssicherheit ausgesetzt. Aus menschlichen Fehlern, organisatorischen oder technischen Verfahren und/oder Sicherheitslücken bei der Informationsverarbeitung können Risiken entstehen, die die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen gefährden. Daher überprüfen wir permanent unsere Informationstechnologien und aktualisieren die Systeme bei Bedarf. Die IT-gestützte Integration unserer Geschäftsprozesse setzt voraus, dass die mit ihr verbundenen Risiken für unsere Konzernunternehmen und für unsere Geschäftspartner minimiert sind. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir umfangreiche Maßnahmen getroffen, unser Informationssicherheitsmanagement weiterzuentwickeln. Bei der frühzeitigen Erkennung dieser Risiken unterstützt das für den Konzern aufgebaute Computer Emergency Response Team (CERT).

Zur Steigerung der Nachhaltigkeit aller getroffenen und zukünftig zu treffenden Maßnahmen sind die Konzernunternehmen verpflichtet, regelmäßig den Reifegrad ihres etablierten Informationssicherheits-Management-Systems (ISMS, gem. ISO/IEC27001) nachzuweisen. Wichtig ist uns aber nach wie vor, dass unsere Mitarbeiter im Umgang mit allen geschäftsrelevanten Informationen ausreichend sensibilisiert sind und technisch weitestgehend unterstützt werden. Regelmäßig finden Informationssicherheits-Kongresse statt, auf denen international Informationen und Erfahrungen hinsichtlich pro-aktiver Maßnahmen zur Informationssicherheit und Risikobehandlung ausgetauscht werden.

Darüber hinaus erlangten Geschäftsprozesse und Rechenzentren in ausgewählten Konzernunternehmen Sicherheitszertifikate, die den erreichten Stand vor allem unseren Kunden gegenüber dokumentieren. Zusätzlich wird in Begleitung des Teams „IT Compliance“ regelmäßig mit externer Unterstützung die Sicherheit der Infrastruktur durch Schwachstellenanalysen verifiziert und gegebenenfalls nachgebessert.

Gemeinsam mit dem Datenschutzbeauftragten des Konzerns stellen unsere Experten sicher, dass in der Informationsverarbeitung personenbezogene Daten nur gemäß den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet werden. Alle diese Maßnahmen werden es weiterhin ermöglichen, die Geschäftsinformationen des Konzerns sowie die Privatsphäre unserer Geschäftspartner und Mitarbeiter zu schützen und angemessen auf mögliche neue Risiken zu reagieren.

Risiken aus Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen

Das zur Deckung von Pensionsverbindlichkeiten bestimmte Fondsvermögen ist Kapitalmarktrisiken ausgesetzt. Um diese möglichst gering zu halten, werden die einzelnen Anlageformen auf Basis von Studien unabhängiger Experten ausgewählt und gewichtet. Die Kapitalanlagen sind so auszurichten, dass sich die zugehörigen Pensionsverpflichtungen im Hinblick auf die gegenwärtigen und zukünftigen Erträge der Anlagen dauerhaft erfüllen lassen. Bei Pensionsverpflichtungen liegen Risiken in der höheren Lebenserwartung von Versorgungsberechtigten sowie in Verpflichtungen, die Rentenhöhen regelmäßig anzupassen. Darüber hinaus können sich die Kosten für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen in den USA erhöhen. Außerdem können in einigen Ländern künftig die Zahlungen an Pensionsfonds auf Grund verschärfter gesetzlicher Anforderungen beachtlich steigen. In Einzelfällen kann bei vorzeitiger Auflösung eines Pensionsplans eine zusätzliche Zuführung erforderlich werden.

Personalrisiken

Für den Unternehmenserfolg sind die engagierten Mitarbeiter und Führungskräfte von immenser Bedeutung. Es besteht das Risiko, nicht im ausreichenden Maße Leistungsträger für offene Stellen zu finden oder kompetente Stelleninhaber zu verlieren. Um dies zu verhindern, positionieren wir uns als attraktiver Arbeitgeber und fördern eine langfristige Bindung der Mitarbeiter an den Konzern. Dazu gehören eine konsequente

Managemententwicklung, Karriereperspektiven und attraktive Anreizsysteme für Führungskräfte sowie eine zielgruppenorientierte Beratung unserer Mitarbeiter. Interessierte Jugendliche informieren wir frühzeitig über die Berufschancen bei ThyssenKrupp und begleiten Auszubildende auf ihren ersten Schritten im Arbeitsleben. Wir arbeiten mit Schwerpunktuniversitäten zusammen und nehmen frühzeitig Kontakt mit qualifizierten Studenten auf, um den notwendigen Nachwuchs für unsere Belegschaften zu gewinnen.

Nicht fortgeführte Aktivitäten: Steel Americas und Stainless Global

Im Rahmen des Veräußerungsprozesses der Business Area Steel Americas gehen wir von einem Veräußerungswert für die Business Area einschließlich der Minderheitenanteile von 3.850 Mio € aus. Risiken aus mit dem Verhandlungsprozess verbundenen Unwägbarkeiten in Bezug auf den Veräußerungspreis sind durch Chancen gedeckt. Wir gehen davon aus, den Veräußerungsvorgang bis zum Ende des Geschäftsjahres 2012/2013 abzuschließen.

Das Überschreiten des Gearing zum 30. September 2013 halten wir für nicht wahrscheinlich, Ein solcher Fall würde nur dann eintreten, wenn der von uns als unwahrscheinlich eingeschätzte Fall einer negativen Geschäftsentwicklung für sämtliche Business Areas des Konzerns eintreten würde und gleichzeitig der Veräußerungsvorgang samt Zahlungsmitteleingang für die Business Area Steel Americas erst zum Ende des Geschäftsjahres 2012/2013 abgeschlossen wird.

Bis zur Veräußerung von Steel Americas (nicht fortgeführte Aktivität) berücksichtigt ThyssenKrupp weiterhin folgende Risiken: insbesondere Marktrisiken auf der Absatz- und Beschaffungsseite und Risiken aus Wechselkursschwankungen sowie Risiken im Rahmen des Hochlaufs und des Betriebs der Anlagen und Produktionsstufen. Ein intensives Controlling, bewährtes Risikomanagement sowie regelmäßige Risikobesprechungen und -berichte versetzen uns in die Lage, alle erkannten Kernprobleme an den Aggregaten sukzessive zu beheben. Auf neue Herausforderungen können wir durch zeitnahe Erfassung und Kommunikation besser reagieren.

Ein effizientes Claim Management stellt sicher, dass alle Ansprüche unserer Vertragspartner angemessen abgewickelt und gesteuert werden. ThyssenKrupp befindet sich im Zusammenhang mit dem Bau des Stahlwerkes in Brasilien in gerichtlichen, schiedsgerichtlichen und außergerichtlichen Auseinandersetzungen, die zu Schadensersatzleistungen führen können. Im Berichtsjahr ist in nahezu allen diesbezüglichen Auseinandersetzungen Einigung erzielt worden.

Den Risiken aus Währungseinflüssen wie einer Aufwertung des brasilianischen Real, die die Wettbewerbsfähigkeit unseres Werkes bei Rio de Janeiro beeinträchtigen, begegnen wir durch vielfältige Maßnahmen. Wir bauen die Umsätze in brasilianischer Währung aus und verringern den Anteil der Kosten, die in brasilianischer Währung anfallen.

Nach der noch für den Dezember 2012 geplanten Veräußerung wird ThyssenKrupp den Risiken von Stainless Global (nicht fortgeführte Aktivität) indirekt über die Beteiligung von 29,9 % an Outokumpu sowie die in der Transaktion gewährten Verkäuferdarlehen ausgesetzt sein. Dabei handelt es sich neben den branchenüblichen Risiken aus Edelstahlkonjunktur und schwankenden Rohstoffpreisen vornehmlich um Risiken aus den bestehenden europäischen Überkapazitäten sowie dem Import- und Preisdruck aus Asien.

Risiken der künftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Bestand des Unternehmens gesichert

Das konzernweit verankerte kontinuierliche und effiziente Risikomanagement bei ThyssenKrupp trägt wesentlich dazu bei, dass die Gesamtrisiken im Konzern transparent sind und gesteuert werden. Risiken, die den Bestand gefährden, liegen aus heutiger Sicht nicht vor. Durch den von den europäischen Kartellbehörden genehmigten Verkauf unserer Stainless-Global-Aktivitäten an Outokumpu und durch den beabsichtigten Verkauf der Steel-Americas-Aktivitäten erwarten wir dass sich das verbleibende Risikoportfolio des Konzerns im aktuellen Geschäftsjahr reduziert. Grundlegende Änderungen dieser Risikoeinschätzung erwarten wir derzeit nicht. Trotz Unsicherheit bei der Einschätzung sehen wir die möglichen Auswirkungen von Risiken aus heutiger Sicht nicht als den Bestand gefährdend an.

RECHTLICHE ANGABEN

Der nachfolgende Abschnitt enthält im Wesentlichen den Vergütungsbericht und Angaben nach § 289 Abs. 2 HGB.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist auf unserer Website unter www.thyssenkrupp.com/de/investor/unternehmensfuehrung_2011_2012.html wiedergegeben. Sie beinhaltet eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse, die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie Angaben zu wesentlichen Unternehmensführungspraktiken.

VERGÜTUNGSBERICHT

Leistungsbezogenes Vergütungssystem für den Vorstand

Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat nach Vorbereitung durch den Personalausschuss zuständig. Das Vergütungssystem wurde von der Hauptversammlung am 21. Januar 2011 mit einer Mehrheit von 94,91 % des vertretenen Kapitals gebilligt.

Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum und Nebenleistungen sowie Pensionszusagen, während die erfolgsbezogenen Komponenten in Tantieme und Long Term Incentiveplan (LTI) als Komponente mit langfristiger Anreizwirkung aufgeteilt sind. Hinzu kommt gegebenenfalls ein Bonus, über dessen Gewährung der Aufsichtsrat jährlich neu entscheidet und der eine Cash-Flow-nahe Incentivierung beinhaltet. Die Höhe der Gesamtvergütung eines Vorstandsmitglieds ist auf das Sechsfache des Fixums begrenzt.

Kriterien für die Angemessenheit der Vorstandsvergütung sind sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und die Vergütungsstruktur in der Gesellschaft. Die erfolgsbezogenen Komponenten enthalten Bestandteile mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Sie setzen damit langfristige Verhaltensanreize und richten die Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung aus.

Sämtliche Vorstandsverträge sehen eine Ausgleichszahlung für den Fall vor, dass die Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund vorzeitig endet. Sie ist auf maximal zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen begrenzt (Abfindungs-Cap) und vergütet nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags. Eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("change of control“-Regelung) besteht nicht.

Fixum und Nebenleistungen

Das Fixum beträgt seit der letzten Überprüfung zum 01. Oktober 2010 für ein ordentliches Vorstandsmitglied 670.000 € pro Jahr und wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich anteilig als Gehalt gezahlt. Die turnusgemäß nach Ablauf von zwei Jahren zum 01. Oktober 2012 vorgesehene Überprüfung wurde angesichts der wirtschaftlichen Lage um ein Jahr verschoben. Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen; diese bestehen im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu; die Höhe variiert je nach der persönlichen Situation.

Tantieme

Erstes Element der erfolgsbezogenen Vergütung ist die Tantieme. Entsprechend der vom Aufsichtsrat beschlossenen Tantiemeregelung ist ihre Höhe grundsätzlich von der Entwicklung der beiden Kennzahlen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Gesamtkapitalrentabilität (ROCE) abhängig, die jeweils mit 50 % in die Beurteilung einfließen. Damit besteht ein Gleichklang zwischen der Tantieme als Leistungsanreiz und den verwendeten Steuerungskennzahlen. So beträgt die Tantieme z.B. bei einem EBIT von 1,2 Mrd € und einem ROCE von 6 % 1 Mio €. Bei einem EBIT von 900 Mio € und einem ROCE von 4,5 % sind es 750.000 €, bei einem EBIT von 1,8 Mrd € und einem ROCE von 9 % 1,5 Mio €. Die individuelle Leistung kann bis zu 20 % berücksichtigt werden. Außerordentliche Ereignisse bleiben bei der Festsetzung außer Ansatz. Die Tantieme wird zwei Wochen nach der Festlegung durch den Aufsichtsrat an die Vorstandsmitglieder ausgezahlt. Unter Berücksichtigung des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) hat der Aufsichtsrat festgelegt, ab dem Geschäftsjahr 2009/2010 ein Viertel der Tantieme verpflichtend in Wertrechte der ThyssenKrupp Aktie umzuwandeln und nach einer dreijährigen Sperrfrist zu vergüten.

Long Term Incentiveplan

Weiterer Vergütungsbestandteil ist der LTI als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung, der seit dem Geschäftsjahr 2010/2011 gewährt wird und den bisherigen Mid Term Incentiveplan (MTI) ersetzt. Im Einzelnen stellt sich das LTI-System wie folgt dar:

Entscheidende Faktoren für die Entwicklung des LTI sind die Wert-Generierung von ThyssenKrupp, gemessen am ThyssenKrupp Value Added (TKVA), sowie die Entwicklung des Aktienkurses. Für einen festgelegten Ausgangswert, der bei einem ordentlichen Vorstandsmitglied 500.000 € beträgt, werden fiktiv Aktien gewährt, sogenannte Wertrechte, die jedoch keine Aktienoptionen sind. Die Anzahl der an ein Vorstandsmitglied ausgegebenen Wertrechte ergibt sich aus dem durchschnittlichen Aktienkurs des 1. Quartals des Performance-Zeitraums. Diese Wertrechte werden mit ihrem nach internationalen Bilanzierungsvorgaben errechneten Wert zum Zeitpunkt der Gewährung als Teil der Vergütung angesetzt. Am Ende des jeweiligen dreijährigen Performance-Zeitraums wird die Zahl der ausgegebenen Wertrechte aus dem LTI angepasst. Basis dafür ist ein Vergleich des durchschnittlichen TKVA des dreijährigen Performance-Zeitraums – beginnend mit dem 01. Oktober des Geschäftsjahres, in dem die Wertrechte gewährt wurden – mit dem durchschnittlichen TKVA der vorangegangenen drei Geschäftsjahre. Diese Vergütungskomponente deckt also insgesamt einen Zeitraum von sechs Jahren ab. Ein Anstieg des TKVA um 200 Mio € führt zu einer Erhöhung der Wertrechte um 5 %; verringert sich der durchschnittliche TKVA um 200 Mio €, sinkt die Anzahl der Wertrechte um 10 %. Mehr über den TKVA erfahren Sie im Kapitel „Unternehmenssteuerung durch wertorientiertes Management“. Am Ende des Performance-Zeitraums erfolgt eine Vergütung der gewährten Wertrechte auf Basis des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie, der sich aus dem Kursverlauf in den ersten drei Monaten nach Ende des Performance-Zeitraums ergibt. Die Auszahlung aus dem LTI ist auf 1,5 Mio € für ein ordentliches Vorstandsmitglied begrenzt.

Bonus

Dieses System von Tantieme und LTI ist sinnvoll, aber unter bestimmten Konstellationen ergänzungsbedürftig. So wird für das Berichtsjahr – wie bereits für die letzten drei Geschäftsjahre – auf Grund des negativen TKVA in den Geschäftsjahren 2008/2009 bis 2010/2011 wegen der langfristigen Betrachtungsweise keine Zahlung aus dem MTI erfolgen. In schwierigen wirtschaftlichen Jahren, die gerade einen besonderen Einsatz des Vorstands erfordern, sollten die Leistungen des Vorstands jedoch nicht nur mit dem Fixum honoriert werden, wie dies 2008/2009 der Fall war. Angesichts der an den Vorstand gestellten Aufgaben und seiner besonderen Verantwortung würde dies die Wettbewerbsfähigkeit bei der Vorstandsvergütung beeinträchtigen. Ferner ist zu berücksichtigen, dass in kritischen Zeiten eine hohe finanzielle Disziplin unbedingt notwendig ist. Deswegen wurde eine erfolgsabhängige Vergütung auf Basis einer Cash-Flow-orientierten Kennzahl festgelegt. Hierbei werden im operativen Geschäft generierte Mittel in das Verhältnis zur Gesamtverschuldung gesetzt. Dies wird durch die Kennzahl "Funds From Operations/Total Debt" (FFO/TD) abgebildet, die es erlaubt, Schwankungen bei EBIT und Net Working Capital sowie Investitionen untereinander auszugleichen. Bei Erreichen der vorgegebenen Ziele soll diese Leistung des Vorstands durch einen Bonus honoriert werden. Für die Bemessung des Bonus werden mit je 50 % die Jahresendwerte und die Jahresdurchschnittswerte von FFO/TD herangezogen. Bei einem Jahresendwert von 13,2 % und einem Jahresdurchschnittswert von 12,0 % beträgt der Bonus 350.000 €; er verändert sich in der Regel um 50.000 € bei einer Veränderung des Jahresendwertes um 2,1 %-Punkte und des Jahresdurchschnittswertes um 1,9 %-Punkte. Um die vom VorstAG geforderte Nachhaltigkeit und mehrjährige Bemessungsgrundlage gerade auch im Verhältnis zwischen kurz- und langfristiger Vergütung sicherzustellen, werden 55 % des Bonus in Wertrechte der ThyssenKrupp AG umgewandelt und nach einer dreijährigen Sperrfrist (wie bei der Tantieme) vergütet. Ob und in welcher Höhe ein solcher Bonus erneut zu gewähren ist, wird jährlich neu entschieden. Die Höhe des Bonus ist auf 0,7 Mio € für ein ordentliches Vorstandsmitglied begrenzt.

Pensionen

Pensionen werden an frühere Vorstandsmitglieder gezahlt, die entweder die Pensionsgrenze erreicht haben oder dauerhaft arbeitsunfähig sind. Bei vorzeitiger Beendigung oder Nichtverlängerung des Anstellungsvertrags wird eine Pension („Übergangsgeld“) nicht mehr gewährt.

Die Pension eines bereits bestellten Vorstandsmitglieds bestimmt sich nach einem prozentualen Anteil am letzten Festgehalt, das das Mitglied vor Beendigung seines Anstellungsvertrags erhielt. Dieser Anteil steigt mit der Bestelldauer als Vorstandsmitglied. Er beträgt grundsätzlich 30 % mit Beginn der ersten, 50 % mit Beginn der zweiten und 60 % mit Beginn der dritten fünfjährigen Bestellperiode; der Pensionsanspruch von Herrn Dr.-Ing. Hiesinger liegt bei 50 %. Laufende Renten werden jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst. Für neu zu bestellende Vorstandsmitglieder wurde diese endgehaltsbezogene Pensionsregelung auf eine beitragsorientierte umgestellt; dabei beträgt der jährliche Versorgungsbeitrag („Baustein“) 40 % des jährlichen Festgehalts.

Die Hinterbliebenenversorgung sieht eine Zahlung von 60 % des Ruhegeldes für den überlebenden Partner und von 20 % für jedes unterhaltsberechtigte Kind vor (in der Regel bis zum 18. Lebensjahr, maximal bis zum 25. Lebensjahr, in besonders begründeten Ausnahmefällen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres); die Hinterbliebenenversorgung beträgt maximal 100 % des Ruhegeldes.

Gesamtvergütung des Vorstands 2011/2012

Einzelheiten der Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2011/2012 in individualisierter Form und die auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands entfallenden Pensionen ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle. Die Vorjahreszahlen sind jeweils in Klammern angegeben:

Vergütung des Vorstands 2011/2012 in Tsd €

Jahreseinkommen Im Geschäftsjahr gewährte Wertrechte aus 25 % Tantieme
Fixum Nebenleistungen Tantieme (75 %) Bonus (45 %) Anzahl (Stk.) Wert 1)
--- --- --- --- --- --- ---
Dr.-Ing. Heinrich Hiesinger 1.340 28 610 244 13.010 215
(1.207) (26) (779) (219) (10.262) (190)
Dr. Olaf Berlien 670 40 244 98 5.204 86
(670) (41) (433) (121) (5.697) (106)
Dr. Jürgen Claassen 670 28 305 122 6.505 108
(465) (16) (300) (84) (3.956) (73)
Edwin Eichler 670 45 244 98 5.204 86
(670) (43) (433) (121) (5.697) (106)
Guido Kerkhoff 670 26 305 122 6.505 108
(335) (11) (216) (61) (2.848) (53)
Ralph Labonte 670 32 244 98 5.204 86
(670) (32) (433) (121) (5.697) (106)
Insgesamt 4.690 199 1.952 782 41.632 689
(4.017) (169) (2.594) (727) (34.157) (634)
Im Geschäftsjahr gewährte Wertrechte aus 55 % Bonus Im Geschäftsjahr gewährte LTI-Rechte
Anzahl (Stk.) Wert 1) Anzahl (Stk.) Wert 1) Insgesamt
--- --- --- --- --- ---
Dr.-Ing. Heinrich Hiesinger 19.088 316 52.688 1.094 3.847
(10.557) (196) (31.722) (903) (3.520)
Dr. Olaf Berlien 7.635 126 26.344 547 1.811
(5.861) (109) (17.612) (502) (1.982)
Dr. Jürgen Claassen 9.544 158 26.344 547 1.938
(4.078) (76) (12.230) (348) (1.362)
Edwin Eichler 7.635 126 26.344 547 1.816
(5.861) (109) (17.612) (502) (1.984)
Guido Kerkhoff 9.544 158 26.344 547 1.936
(2.930) (54) (8.806) (251) (981)
Ralph Labonte 7.635 126 26.344 547 1.803
(5.861) (109) (17.612) (502) (1.973)
Insgesamt 61.081 1.010 184.408 3.829 13.151 5)
(35.148) (653) (105.594) (3.008) (11.802)
Pensionen
Aufwand aus aktienbasierter Vergütung im Geschäftsjahr Jahresbezug bei Eintritt des Pensionsfalls Im Geschäftsjahr erfasste Dienstzeitaufwendungen 2) Barwert der Verpflichtung
--- --- --- --- ---
Dr.-Ing. Heinrich Hiesinger 437 670 770 1.986
(661) (670) (1.157) (1.157)
Dr. Olaf Berlien 524 402 141 4.461
(347) (335) (286) (4.108)
Dr. Jürgen Claassen 201 201 458 1.918
(323) (201) (402) (1.388)
Edwin Eichler 524 335 3) 206 5.840
(347) (335) (399) (5.360)
Guido Kerkhoff 314 201 347 584
(183) (201) (225) (225)
Ralph Labonte 524 335 4) 60 9.290
(347) (335) (349) (8.780)
Insgesamt 2.524 2.144 1.982 24.079
(2.208) (2.077) (2.818) (21.018)

1) zum Gewährungszeitpunkt

2) Nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen (past service cost) sind im Geschäftsjahr 2011/2012 nicht angefallen.

3) ab 01.10.2012: 402

4) ab 01.01.2013: 345

5) Die Gesamtvergütung erhöht sich um Sicherheitsmaßnahmen einschließlich der vom Unternehmen getragenen Steuern, im Wesentlichen für die Wohnobjekte von Herrn Dr.-Ing. Hiesinger (587 Tsd € und Dr. Berlien (224 Tsd €).

Die – niedrigeren – Vorjahreswerte bei den Herren Dr.-Ing. Hiesinger, Dr. Claassen und Kerkhoff beruhen darauf, dass Herr Dr.-Ing. Hiesinger für die Zeit vom 01.10.2010 bis zum 21.01.2011 als stellvertretender Vorstandsvorsitzender nur einen Zuschlag von 35 % erhielt und die Herren Dr. Claassen (ab 21.01.2011) und Kerkhoff (ab 01.04.2011) erst im Laufe des Geschäftsjahres 2010/2011 zu Mitgliedern des Vorstands bestellt wurden.

Die entsprechenden Vorjahreswerte (jeweils in Tsd €) für die im Geschäftsjahr 2010/2011 ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Prof. Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz (Datum des Ausscheidens: 20.01.2011) und Dr. Alan Hippe (Datum des Ausscheidens: 31.03.2011) betrugen:

Schulz: Fixum: 342; Nebenleistungen: 79; Tantieme: 218; Bonus: 61; Wertrechte aus Tantieme: 53; Wertrechte aus Bonus: 55; LTI-Wertrechte: 254; Insgesamt: 1.062; Aufwand aus aktienbasierter Vergütung: 152; im Geschäftsjahr erfasste Dienstzeitaufwendungen: 0; Barwert: 11.293.

Hippe: Fixum: 335; Nebenleistungen: 14; Tantieme: 216; Bonus: 61; Wertrechte aus Tantieme: 53; Wertrechte aus Bonus: 54; LTI-Wertrechte: 251; Insgesamt: 984; Aufwand aus aktienbasierter Vergütung: 164; im Geschäftsjahr erfasste Dienstzeitaufwendungen: 0; Barwert: 0.

Insgesamt betrug die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011/2012 14 Mio € (Vorjahr: 14 Mio €). Bei der Festlegung der individuellen variablen Vergütung ist auch das Angemessenheitserfordernis berücksichtigt worden.

Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden keinem Vorstandsmitglied weitere Leistungen zugesagt. Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten an ein Mitglied des Vorstands im Berichtsjahr im Hinblick auf dessen Tätigkeit als Vorstandsmitglied sind ThyssenKrupp nicht bekannt. Wie in den Vorjahren wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr weder Kredite noch Vorschüsse gewährt noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

Die 7. Tranche des früheren MTI, die im abgelaufenen Geschäftsjahr fällig wurde, führte wegen des stark gesunkenen durchschnittlichen TKVA zu keiner Zahlung. Im Januar 2012 wurden den Vorstandsmitgliedern neue Wertrechte aus der 2. Tranche des LTI gewährt. Aus der 8. Tranche des MTI sowie der 1. und 2. Tranche des LTI verfügen die aktiven Vorstandsmitglieder über insgesamt 348.038 gewährte, aber noch nicht auszahlungsreife Wertrechte.

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 13 Mio € (Vorjahr: 12 Mio €). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen wurden 170 Mio € (Vorjahr: 174 Mio €) zurückgestellt.

Aktienkursorientierte Vergütung für weitere Führungskräfte im Konzern

Neben dem Vorstand erhalten weitere weltweit ausgewählte Führungskräfte einen Teil ihrer Bezüge in Form einer aktienkursorientierten Vergütung, dem LTI. Dieser entspricht hinsichtlich Ausgestaltung und Funktionsweise grundsätzlich dem LTI des Vorstands, weicht jedoch hinsichtlich der Bemessung der Ausgangswerte und der Wertrechte-Steigerung von diesem ab. Im Einzelnen:

Für einen bestimmten Ausgangswert werden fiktiv Aktien gewährt, sogenannte Wertrechte, die keine Aktienoptionen sind. Die Anzahl der Wertrechte ergibt sich aus dem durchschnittlichen Aktienkurs des 1. Quartals des dreijährigen Performance-Zeitraums. Die Zahl der ausgegebenen Wertrechte aus dem LTI wird dann am Ende des jeweiligen dreijährigen Performance-Zeitraums angepasst. Basis dafür ist ein Vergleich des durchschnittlichen TKVA des dreijährigen Performance-Zeitraums mit dem durchschnittlichen TKVA der vorangegangenen drei Geschäftsjahre. Ein Anstieg des TKVA um 200 Mio € führt zu einer Erhöhung der Wertrechte um 10 %; verringert sich der durchschnittliche TKVA um 200 Mio €, sinkt die Anzahl der Wertrechte entsprechend ebenfalls um 10 %. Am Ende des Performance-Zeitraums erfolgt die Vergütung der Wertrechte auf Basis des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie, der sich aus dem Kursverlauf in den ersten drei Monaten nach Ende des Performance-Zeitraums ergibt. Die Auszahlung aus dem LTI ist auf das Dreifache des jeweiligen Ausgangswerts begrenzt.

Der LTI ist damit ein konzernweites, globales Vergütungsinstrument mit langfristiger Orientierung. Mit dem LTI sollen bei den Führungskräften die Identifikation mit ThyssenKrupp und die Bindung an den Konzern gestärkt werden. Durch die Kopplung an die Entwicklung nicht nur des Aktienkurses, sondern auch des TKVA setzt der LTI einen zusätzlichen Anreiz zur Wertschöpfung durch wertorientiertes, an den Zielen des Konzerns ausgerichtetes Verhalten.

Aus dem Programm MTI/LTI resultierten im abgelaufenen Berichtsjahr Konzernaufwendungen in Höhe von 1,7 Mio € (Vorjahr: 9 Mio €).

Zudem erhalten ausgewählte Führungskräfte einen variablen Vergütungsbestandteil in der Form, dass 20 % des für das jeweilige Geschäftsjahr gewährten Bonus in an den Kurs der ThyssenKrupp Aktie gebundene Wertrechte der ThyssenKrupp AG umgewandelt werden und erst nach Ablauf von drei Geschäftsjahren auf Basis der Entwicklung des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie im 4. Quartal des 3. Geschäftsjahres in bar ausgezahlt werden.

Angemessene Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrats trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Konzerns Rechnung. Neben der Erstattung ihrer Auslagen und einem Sitzungsgeld von 500 € erhalten die Aufsichtsratsmitglieder ein Fixum in Höhe von 50.000 € sowie eine erfolgsabhängige Vergütung. Die erfolgsabhängige Vergütung besteht aus einer an der jährlichen Dividende orientierten Tantieme sowie einer auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogenen Komponente. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten eine Tantieme von 300 € je 0,01 € Dividende, die über 0,10 € je Stückaktie hinaus für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Bei der auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogenen Vergütung erfolgt eine jährliche Vergütung in Höhe von 2.000 € je 100 Mio € Ergebnis vor Steuern (EBT) im Konzernabschluss, das im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre einen Wert von 1 Mrd € übersteigt.

Die feste Vergütung, die Tantieme und die auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Komponente betragen für den Vorsitzenden jeweils das Dreifache und für seinen Stellvertreter das Doppelte der Beträge. Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur einen Teil des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören, erhalten eine im Verhältnis geringere Vergütung. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Plenums oder einer Ausschuss-Sitzung nicht teil, reduziert sich die Vergütung für die Aufsichtsrats- bzw. Ausschusstätigkeit anteilig.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten einschließlich des Sitzungsgeldes für das Berichtsjahr eine Vergütung von insgesamt 1,5 Mio € (Vorjahr: 1,8 Mio €). Da das durchschnittliche EBT im Konzernabschluss der letzten drei Geschäftsjahre unterhalb der Schwelle von 1 Mrd € liegt, erfolgt für 2011/2012 – wie in den Vorjahren – keine Auszahlung aus der langfristigen Vergütungskomponente. Die nachfolgende Tabelle listet die auf die einzelnen Mitglieder entfallende Vergütung auf:

Vergütung des Aufsichtsrats

in €
2010/2011
--- --- --- --- ---
Feste Vergütung Tantieme Langfristige Komponente Gesamtvergütung 2)
--- --- --- --- ---
Dr. Gerhard Cromme, Vorsitzender 1) 200.000 42.000 251.500
Bertin Eichler, stellv. Vorsitzender 1) 150.000 31.500 191.000
Martin Dreher (seit 10.08.2012)
Markus Grolms 1) 62.500 13.125 79.125
Susanne Herberger 1) 59.167 12.425 74.592
Bernd Kalwa 1) 62.500 13.125 79.125
Prof. Dr. Hans-Peter Keitel 1) 46.667 9.800 58.467
Ernst-August Kiel 50.000 10.500 63.000
Prof. Dr. Ulrich Lehner 1) 62.500 13.125 80.125
Sabine Maaßen (seit 22.01.2011) 34.521 7.249 43.270
Prof. Dr. Bernhard Pellens 1) 75.000 15.750 95.750
Peter Remmler 50.000 10.500 63.000
Dr. Kersten v. Schenck 1) 59.167 12.425 74.592
Peter Scherrer (bis 21.01.2011) 15.479 3.251 19.730
Thomas Schlenz (bis 31.07.2012) 1) 87.500 18.375 114.375
Carola Gräfin v. Schmettow (seit 30.01.2012)
Dr. Henning Schulte-Noelle (bis 21.01.2011) 1) 17.876 3.754 24.130
Prof. Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz (21.01.2011 bis 31.12.2011) 1) 38.353 8.054 47.907
Wilhelm Segerath 1) 62.500 13.125 80.125
Peer Steinbrück 1) 53.750 11.288 67.038
Christian Streiff 50.000 10.500 63.000
Jürgen R. Thumann 1) 71.164 14.945 92.109
Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro 50.000 10.500 63.000
Klaus Wiercimok 50.000 10.500 63.000
Insgesamt 1.408.644 295.816 1.787.960
2011/2012
Feste Vergütung Tantieme Langfristige Komponente Gesamtvergütung 2)
--- --- --- --- ---
Dr. Gerhard Cromme, Vorsitzender 1) 200.000 210.500
Bertin Eichler, stellv. Vorsitzender 1) 150.000 159.500
Martin Dreher (seit 10.08.2012) 7.104 7.604
Markus Grolms 1) 57.083 59.583
Susanne Herberger 1) 63.320 66.820
Bernd Kalwa 1) 62.500 66.000
Prof. Dr. Hans-Peter Keitel 1) 58.709 61.709
Ernst-August Kiel 50.000 52.500
Prof. Dr. Ulrich Lehner 1) 62.500 67.500
Sabine Maaßen (seit 22.01.2011) 50.000 52.500
Prof. Dr. Bernhard Pellens 1) 75.000 81.000
Peter Remmler 50.000 52.500
Dr. Kersten v. Schenck 1) 62.500 66.000
Peter Scherrer (bis 21.01.2011)
Thomas Schlenz (bis 31.07.2012) 1) 72.917 79.917
Carola Gräfin v. Schmettow (seit 30.01.2012) 33.470 34.970
Dr. Henning Schulte-Noelle (bis 21.01.2011) 1)
Prof. Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz (21.01.2011 bis 31.12.2011) 1) 15.710 16.710
Wilhelm Segerath 1) 64.139 69.139
Peer Steinbrück 1) 53.750 55.750
Christian Streiff 50.000 52.500
Jürgen R. Thumann 1) 70.278 76.278
Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro 50.000 53.500
Klaus Wiercimok 50.000 52.500
Insgesamt 1.408.980 1.494.980

1) Dr. Gerhard Cromme als Vorsitzender des Aufsichtsrats und des Präsidiums, Personalausschusses und Strategie-, Finanz- und Investitionsausschusses sowie als Mitglied des Prüfungsausschusses, Bertin Eichler als stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats und Mitglied des Präsidiums, Personalausschusses, Prüfungsausschusses und Strategie-, Finanz- und Investitionsausschusses, Prof. Dr. Bernhard Pellens als Vorsitzender des Prüfungsausschusses, Thomas Schlenz als Mitglied des Präsidiums, Personalausschusses und Prüfungsausschusses (jew. anteilig für die Zeit seiner Tätigkeit), Wilhelm Segerath als Mitglied des Präsidiums und Personalausschusses (jew. anteilig für die Zeit seiner Tätigkeit) und Prüfungsausschusses, Jürgen R. Thumann als Mitglied des Präsidiums und Personalausschusses, Prof. Dr. Ulrich Lehner als Mitglied des Prüfungsausschusses, Susanne Herberger als Mitglied des Prüfungsausschusses (anteilig für die Zeit ihrer Tätigkeit) und des Strategie-, Finanz- und Investitionsausschusses sowie Markus Grolms, Bernd Kalwa, Dr. Kersten v. Schenck und Peer Steinbrück sowie Prof. Dr. Hans-Peter Keitel und Prof. Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz (diese anteilig für die Zeit ihrer Tätigkeit) jeweils als Mitglied des Strategie-, Finanz- und Investitionsausschusses erhalten eine höhere Vergütung.

2) In der Gesamtvergütung sind zusätzlich die an die Aufsichtsratsmitglieder gezahlten Sitzungsgelder enthalten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilgenommen haben, ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 €. Dr. Gerhard Cromme erhielt Sitzungsgeld in Höhe von 10.500 € (Vorjahr: 9.500 €), Bertin Eichler in Höhe von 9.500 € (Vorjahr: 9.500 €), Martin Dreher in Höhe von 500 € (Vorjahr: 0 €), Markus Grolms in Höhe von 2.500 € (Vorjahr: 3.500 €), Susanne Herberger in Höhe von 3.500 € (Vorjahr: 3.000 €), Bernd Kalwa in Höhe von 3.500 € (Vorjahr: 3.500 €), Prof. Dr. Hans-Peter Keitel in Höhe von 3.000 € (Vorjahr: 2.000 €), Ernst-August Kiel in Höhe von 2.500 € (Vorjahr: 2.500 €), Prof. Dr. Ulrich Lehner in Höhe von 5.000 € (Vorjahr: 4.500 €), Sabine Maaßen in Höhe von 2.500 € (Vorjahr: 1.500 €), Prof. Dr. Bernhard Pellens in Höhe von 6.000 € (Vorjahr: 5.000 €), Peter Remmler in Höhe von 2.500 € (Vorjahr: 2.500 €), Dr. Kersten v. Schenck in Höhe von 3.500 € (Vorjahr: 3.000 €), Thomas Schlenz in Höhe von 7.000 € (Vorjahr: 8.500 €), Carola Gräfin v. Schmettow in Höhe von 1.500 € (Vorjahr: 0 €), Prof. Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz in Höhe von 1.000 € (Vorjahr: 1.500 €), Wilhelm Segerath in Höhe von 5.000 € (Vorjahr: 4.500 €), Peer Steinbrück in Höhe von 2.000 € (Vorjahr: 2.000 €), Christian Streiff in Höhe von 2.500 € (Vorjahr: 2.500 €), Jürgen R. Thumann in Höhe von 6.000 € (Vorjahr: 6.000 €), Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro in Höhe von 3.500 € (Vorjahr: 2.500 €) und Klaus Wiercimok in Höhe von 2.500 € (Vorjahr: 2.500 €). Sitzungsgeld im Vorjahr erhielten zudem Peter Scherrer in Höhe von 1.000 € und Dr. Henning Schulte-Noelle in Höhe von 2.500 €. Insgesamt wurden Sitzungsgelder in Höhe von 86.000 € (Vorjahr: 83.500 €) ausgezahlt.

Die gewerkschaftsangehörigen Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.

Für Aufsichtsratsmandate bei Konzerngesellschaften erhalten Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr 2011/2012 ergänzend Vergütungen in Höhe von 81.952 € (Vorjahr: 89.750 €). Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Beträge:

Vergütung aus konzerninternen Aufsichtsratsmandaten

in €
2010/2011 2011/2012
--- --- ---
Martin Dreher (seit 10.08.2012) 1.066
Susanne Herberger 16.250 17.000
Bernd Kalwa 16.250 15.750
Ernst-August Kiel 19.600 19.350
Peter Remmler 8.820
Thomas Schlenz (bis 31.07.2012) 21.150 9.950
Wilhelm Segerath 16.500 10.016
Insgesamt 89.750 81.952

Mit einer Ausnahme haben Mitglieder des Aufsichtsrats im Berichtsjahr keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten. Die Rechtsanwaltssozietät Clifford Chance, für die das Aufsichtsratsmitglied Herr Dr. v. Schenck bis zum 30. Juni 2012 als Of Counsel tätig war, hat für ihre Beratungsleistungen von ThyssenKrupp Unternehmen im Berichtsjahr insgesamt 483.146 € (Vorjahr: 82.364 €) erhalten. Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden wie in den Vorjahren weder Kredite noch Vorschüsse gewährt noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

Frühere Aufsichtsratsmitglieder, die vor dem 01. Oktober 2011 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind, erhalten bezogen auf das Berichtsjahr für die Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat keine Vergütung aus der langfristigen Vergütungskomponente, da das durchschnittliche EBT im Konzernabschluss der letzten drei Geschäftsjahre – wie in den Vorjahren – unter der Schwelle von 1 Mrd € liegt.

ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN

Im Folgenden sind die nach § 289 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30. September 2012 dargestellt.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der ThyssenKrupp AG beträgt unverändert 1.317.091.952,64 € und ist in 514.489.044 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme.

10 % der Stimmrechte überschreitende Kapitalbeteiligungen

Es besteht eine direkte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreitet: Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen, hat uns informiert, dass sie zum 30. September 2012 rund 25,33 % der Stimmrechtsanteile an der ThyssenKrupp AG hält.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen

Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der ThyssenKrupp AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit § 6 der Satzung. Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen; die §§ 179 ff. AktG sind anwendbar. Nach § 11 Abs. 9 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Falls das genehmigte Kapital bis zum 19. Januar 2017 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, kann er die Fassung des § 5 ebenfalls anpassen.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe

Gemäß § 5 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. Januar 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 500 Mio € durch Ausgabe von bis zu 195.312.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Er kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in folgenden Fällen ausschließen:

– zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;

– soweit dies erforderlich ist, um den Inhabern von im Zeitpunkt der Ausnutzung des genehmigten Kapitals umlaufenden Wandel- und/oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht aus von der Gesellschaft oder ihren Konzernunternehmen bereits begebenen oder künftig zu begebenden Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung der Wandel- und/oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung einer Wandlungspflicht als Aktionären zustehen würde;

– wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung auf Grund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind;

– bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen.

Die insgesamt auf Grund der vorstehenden Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ausgegebenen Aktien dürfen 20 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung noch im Zeitpunkt der Ausnutzung überschreiten.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Befugnisse des Vorstands zum Aktienrückkauf

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Januar 2010 wurde die Gesellschaft bis zum 20. Januar 2015 ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals in Höhe von 1.317.091.952,64 € zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots oder unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten (Put- oder Call-Optionen oder einer Kombination aus beiden). Der für den Erwerb der Aktien gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.

Bei einem Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Angebotsabgabe um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.

Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Angebotsabgabe erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Angebotsabgabe angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Angebotsabgabe kann weitere Bedingungen vorsehen. Wenn das Kaufangebot überzeichnet ist oder wenn im Fall einer Aufforderung zur Angebotsabgabe von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

Bei Erwerb eigener Aktien mittels Eigenkapitalderivaten dürfen Optionen nur mit Aktien bedient werden, die unter Wahrung der Gleichbehandlungsgrundsätze erworben wurden. Die Laufzeit der Optionen muss spätestens am 20. Januar 2015 enden. Jeder Erwerb eigener Aktien unter Verwendung von Eigenkapitalderivaten ist dabei auf Aktien im Umfang von höchstens 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft beschränkt. Das Recht der Aktionäre, Optionsgeschäfte mit der Gesellschaft abzuschließen, ist in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen.

Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden. Insbesondere kann er die Aktien einziehen, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre sowie gegen Sachleistung veräußern, zur Erfüllung von Umtauschrechten aus von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen begebenen Wandelschuldverschreibungen verwenden und an Mitarbeiter der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen sowie an Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen ausgeben und zur Bedienung von Rechten auf Erwerb oder Pflichten zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft, die dem vorgenannten Personenkreis eingeräumt wurden, verwenden. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zur Bedienung von Rechten auf Erwerb oder Pflichten zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft zu verwenden, die Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft eingeräumt wurden. In den fünf letztgenannten Fällen ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieser Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Januar 2009 wurde der Vorstand bis zum 22. Januar 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats folgende Maßnahmen zu ergreifen:

– auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 2 Mrd € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Umtauschrechte auf bis zu 50 Mio eigene, auf den Inhaber lautende Stückaktien der ThyssenKrupp AG mit einem anteiligen rechnerischen Betrag am Grundkapital von bis zu 128 Mio € zu gewähren (Wandelschuldverschreibungen);

– das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Wandelschuldverschreibungen auszuschließen, und zwar (1) für Spitzenbeträge, die sich auf Grund des Bezugsverhältnisses ergeben, (2) sofern die Wandelschuldverschreibungen gegen Barzahlung ausgegeben werden und auch der Ausgabepreis für die Wandelschuldverschreibungen den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet oder (3) zur Gewährung eines Bezugsrechts an Inhaber von Wandlungsrechten aus begebenen Schuldverschreibungen in dem Umfang, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungsrechts zustehen würde. Der Wandlungspreis für eigene Aktien darf 80 % des Durchschnitts nicht unterschreiten, der sich errechnet aus den Schlusskursen im Xetra-Handelssystem an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung eines Angebots zur Zeichnung von Wandelschuldverschreibungen bzw. vor Abgabe der Annahmeerklärung durch die Gesellschaft nach einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Zeichnungsangeboten. Der Vorstand legt die Bedingungen für das Wandlungsrecht fest.

Wesentliche konditionierte Vereinbarungen

Die ThyssenKrupp AG ist Vertragspartei folgender Vereinbarungen, die bestimmte Bedingungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots beinhalten:

– Die Gesellschaft hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine fest zugesagte Kreditlinie in Höhe von 2,5 Mrd € abgeschlossen. Dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt und alle ausstehenden Kreditziehungen können fällig gestellt werden, wenn die Gesellschaft eine Tochtergesellschaft einer anderen juristischen oder natürlichen Person wird und dies von einer Bankengruppe verlangt wird, die mehr als 50 % der Kreditlinie repräsentiert. In Anspruch genommene Kreditbeträge müssten dann sofort getilgt werden; für neue Inanspruchnahmen stünde die Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung.

– Die Gesellschaft hat mit der European Investment Bank, Luxemburg, einen Vertrag über ein Förderdarlehen in Höhe von 210 Mio € abgeschlossen. Dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, wenn eine oder mehrere Personen (außer der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung) in Abstimmung untereinander mittelbar oder unmittelbar die Kontrolle über die Gesellschaft erlangen (Kontrollwechsel). Dabei ist unter Kontrolle das Recht zu verstehen, durch Eigentümerschaft am stimm-berechtigten Kapital, auf Grund von Vertrag oder auf andere Weise die Unternehmensführung und -politik der Gesellschaft bestimmen zu können. Im Falle einer Kündigung auf Grund eines Kontrollwechsels ist das Darlehen zu einem von der European Investment Bank festgelegten Termin zurückzuzahlen, jedoch nicht früher als 30 Tage nach der Kündigung.

– Die Gesellschaft hat in den Geschäftsjahren 2008/2009 und 2011/2012 Anleihen und eine Privatplatzierung im Volumen von insgesamt 2,35 Mrd € begeben. Sie ist ferner Garantin der 2008/2009 begebenen weiteren Anleihen ihrer Tochtergesellschaft ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. im Volumen von insgesamt 2 Mrd €. Ein Kontrollwechsel, das heißt Erwerb von mehr als 50 % des Grundkapitals bzw. mehr als 50 % der stimmberechtigten Aktien der ThyssenKrupp AG durch einen Dritten, kann unter bestimmten Voraussetzungen zur vorzeitigen Tilgung der Rückzahlungsbeträge einschließlich Zinsen führen.

– Die Gesellschaft ist Partei einer Gesellschaftervereinbarung bezüglich der Atlas Elektronik GmbH (Joint Venture), die eine Call-Option zugunsten des Mitgesellschafters EADS Deutschland GmbH auf bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Joint Ventures zum Marktpreis für den Fall vorsieht, dass ein Wettbewerber des Joint Ventures oder des Mitgesellschafters direkt oder indirekt ein „controlling interest“ an der Gesellschaft erwirbt. Wird die Call-Option ausgeübt, besteht ein Recht auf Übernahme aller Anteile des Mitgesellschafters am Joint Venture durch die ThyssenKrupp Technologies AG (heute firmierend als ThyssenKrupp Technologies Beteiligungen GmbH) zum Marktpreis plus 5 % Aufschlag. Wird die Call-Option nicht ausgeübt, hat der Mitgesellschafter seinerseits eine Put-Option auf die Anteile des Joint Ventures zu den genannten Kaufpreiskonditionen.

Bilanz

Aktiva in Mio €

Anhang-Nr. 30.09.2011 30.09.2012
Anlagevermögen
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 01 17 15
Sachanlagen 01 399 380
Finanzanlagen 02 26.662 25.318
27.078 25.713
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 03 9.963 10.176
Anteile an verbundenen Unternehmen 04 986 453
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.495 607
12.444 11.236
Rechnungsabgrenzungsposten 05 30 25
Summe der Aktiva 39.552 36.974
Passiva in Mio €
Anhang-Nr. 30.09.2011 30.09.2012
Eigenkapital 06
Gezeichnetes Kapital 1.317 1.317
Kapitalrücklage 3.002 723
Andere Gewinnrücklagen 1.342 722
Bilanzgewinn 517 0
6.178 2.762
Rückstellungen 07
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.183 1.164
Übrige Rückstellungen 233 585
1.416 1.749
Verbindlichkeiten 08
Anleihen 1.750 3.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.727 1.721
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28.202 27.425
Übrige Verbindlichkeiten 271 309
31.950 32.455
Rechnungsabgrenzungsposten 09 8 8
Summe der Passiva 39.552 36.974

Gewinn- und Verlustrechnung

Mio € Anhang-Nr. 2010/2011 2011/2012
Beteiligungsergebnis 13 1.378 416
Sonstige betriebliche Erträge 14 863 464
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 15 -327 -238
Allgemeine Verwaltungskosten 16 -408 -524
Sonstige betriebliche Aufwendungen 17 -487 -139
Zinsergebnis 18 -487 -467
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 532 -488
Außerordentliche Aufwendungen/außerordentliches Ergebnis 19 -17 -2.678
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20 -21 -18
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 494 -3.184
Ergebnisverwendung
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 494 -3.184
Gewinnvortrag 23 285
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0 2.279
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 0 620
Bilanzgewinn/Bilanzverlust 517 0

Anhang

Allgemeine Angaben

Die strategische Führung des Konzerns obliegt der ThyssenKrupp AG als Corporate Headquarter. Das operative Geschäft liegt bei den Konzernunternehmen. Zur Leitungsaufgabe der ThyssenKrupp AG gehören die konzerninterne Zuordnung von Konzernunternehmen zu den Business Areas sowie die Gründung, der Erwerb und die Veräußerung von anderen Unternehmen, von Unternehmensgruppen oder von Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der ThyssenKrupp AG für das Geschäftsjahr 2011/2012 werden jeweils mit dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers, dem Bericht des Aufsichtsrats, der Entsprechenserklärung und dem Vorschlag für die Ergebnisverwendung im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Sie werden unter www.thyssenkrupp.com (Investor Relations/Hauptversammlung) zugänglich sein. Ferner können sie bei der ThyssenKrupp AG, ThyssenKrupp Allee 1, 45143 Essen, angefordert werden.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nach Handelsrecht

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (in der Regel 5 Jahre) abgeschrieben. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig abgeschrieben. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt: Gebäude 20 - 33 Jahre, Grundstückseinrichtungen 5 - 20 Jahre, andere Anlagen 3 - 25 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre.

Die planmäßigen Abschreibungen des abnutzbaren beweglichen Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 150 €, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Anlagenzugänge eines Geschäftsjahres, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als 150 €, aber nicht mehr als 1.000 € betragen, wird ein Sammelposten gebildet. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst.

Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bilanziert. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Stellt sich in späteren Geschäftsjahren heraus, dass die Gründe dafür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibung im Umfang der Werterhöhung zugeschrieben.

Wertpapiere für Zwecke der Pensionsfonds werden zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst; die übrigen Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind die erkennbaren Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt; dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 1 Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Pensionsverpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bewertet. Die Bewertung erfolgt auf Basis der an konzernspezifische Verhältnisse angepassten „Richttafeln 2005 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck und unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen Gehaltssteigerungsrate von 2,5%. Die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt; dabei wird der von der Deutschen Bundesbank am 31.07.2012 bekannt gegebene Zinssatz in Höhe von 5,09% (im Vorjahr betrug der Rechnungszins 5,13%) verwendet. Für weitere Risiken oder Verpflichtungen im Personalbereich, wie beispielsweise für Jubiläumszuwendungen und Urlaubsansprüche, werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Haftungen aus Konzern- und Bankavalen werden grundsätzlich nach der ausstehenden Haftung aus den einzelnen Erklärungen bewertet. Bei Konzernavalen wird der Stand der jeweiligen Hauptschuld zur Bewertung gegebenenfalls mit herangezogen.

Latente Steuern werden für Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, aus denen sich zukünftige steuerliche Be- oder Entlastungen ergeben, sowie für Verlust- und Zinsvorträge, deren Verrechnung in den nächsten fünf Jahren erwartet wird, gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden für einen Bilanzausweis saldiert. Ein Überhang aktiver latenter Steuern wird nicht angesetzt.

Es werden grundsätzlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins und Rohstoffpreisrisiken entgegenzuwirken, die Im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit sowie im Rahmen von Investitions- und Finanztransaktionen entstehen können. Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen (Grundgeschäfte) werden bei Vorliegen der handelsrechtlichen Voraussetzungen zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus dem Eintritt vergleichbarer Risiken mit diesen derivativen Finanzinstrumenten (Sicherungsgeschäfte) im Rahmen von Mikro-, Makro- und/oder Portfolio-Hedges zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

In dem Umfang, in dem die durch die jeweilige Bewertungseinheit gebildete Sicherungsbeziehung effektiv ist, werden die sich ausgleichenden Wertänderungen aus Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft nicht erfasst oder bei Anwendung der Durchbuchungsmethode werden die sich ausgleichenden Wertänderungen aus Grundgeschäften und Sicherungsgeschäften in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird auf Basis der Dollar Offset-Methode bzw. der Critical-Terms-Match-Methode beurteilt. In dem Umfang, in dem eine Sicherung ineffektiv ist, werden insgesamt verbleibende Verluste sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst; ein insgesamt verbleibender Gewinn bleibt dagegen unberücksichtigt. Bei der ThyssenKrupp AG kommen beide Methoden zur Anwendung.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von 1 Jahr oder weniger werden mit dem Devisenkassakurs am Abschlussstichtag bewertet. Die aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Erträge und Aufwendungen werden zum Tageskurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

01 Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt (siehe unten).

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen auf die Neuanschaffung von Softwarelizenzen in Höhe von 7 Mio € zurückzuführen. Die Softwarelizenzen werden durch die ThyssenKrupp AG zentral beschafft, verwaltet und anschließend an die Konzerngesellschaften je nach Nutzung weiterberechnet. Die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 11 Mio € entfallen weitestgehend auf Softwarelizenzen.

Das Sachanlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig verändert. Den Zugängen von 10 Mio € stehen Abgänge von 15 Mio € gegenüber.

02 Finanzanlagen

Die Entwicklung der Finanzanlagen ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt:

Entwicklung des Anlagevermögens in Mio €

Bruttowerte
01.10.2011 Umbuchungen Zugänge Abgänge 30.09.2012
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 116 0 7 1 122
Geleistete Anzahlungen 1 0 3 1 3
117 0 10 2 125
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 429 1 5 6 429
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38 0 3 0 41
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10 – 1 2 9 2
Sachanlagen 477 0 10 15 472
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 18.801 0 279 319 18.761
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.967 0 453 318 8.102
Beteiligungen 5 0 0 0 5
Pensionsfonds 367 0 9 177 199
Sonstige Ausleihungen 4 0 5 0 9
Finanzanlagen 27.144 0 746 814 27.076
Insgesamt 27.738 0 766 831 27.673
Abschreibungen
Zugänge 2011/2012 Abgänge 2011/2012 Aufgelaufene Abschreibungen am 30.09.2012
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögensstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 11 1 110
Geleistete Anzahlungen 0 0 0
11 1 110
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11 3 77
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 0 15
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
Sachanlagen 16 3 92
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.287 0 1.753
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0
Beteiligungen 0 0 2
Pensionsfonds 0 11 2
Sonstige Ausleihungen 0 0 1
Finanzanlagen 1.287 11 1.758
Insgesamt 1.314 15 1.960
Nettowerte
01.10.2011 30.09.2012
--- --- ---
Immaterielle Vermögensstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 16 12
Geleistete Anzahlungen 1 3
17 15
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 361 352
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28 26
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10 2
Sachanlagen 399 380
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 18.335 17.008
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.967 8.102
Beteiligungen 3 3
Pensionsfonds 354 197
Sonstige Ausleihungen 3 8
Finanzanlagen 26.662 25.318
Insgesamt 27.078 25.713

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der ThyssenKrupp AG gemäß § 285 HGB ist im Anhang auf den Seiten 55 bis 68 dargestellt.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Das Anlagegitter weist im Berichtsjahr bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen Zugänge in Höhe von 279 Mio € und Abgänge in Höhe von 319 Mio € aus. Im Wesentlichen ist dies auf Sacheinlagen der Grupo ThyssenKrupp S.A. und der ThyssenKrupp Participations B.V. in die ThyssenKrupp Nederland Holding B.V. in Höhe von 264 Mio € bzw. 12 Mio € begründet.

Abgänge in Höhe von 319 Mio € betreffen, neben den oben genannten Vorgängen, mit 25 Mio € die Rückzahlung einer Kapitalrücklage der Krupp Industrietechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung sowie die konzerninterne Veräußerung einer Tochtergesellschaft in Höhe von 16 Mio €.

Die im Berichtsjahr erfolgten Abschreibungen auf Finanzanlagen betrafen ausschließlich Anteile an Tochtergesellschaften, im Wesentlichen mit 1.049 Mio € die geplante Veräußerung der Business Area Steel Americas.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Zwischen der ThyssenKrupp AG und einzelnen Konzerngesellschaften wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr neue langfristige Darlehens-verträge geschlossen. Die Summe der Zugänge beläuft sich auf 453 Mio €. Dabei handelt es sich um konzerninterne Darlehensgewährungen im Wesentlichen an die ThyssenKrupp Finance USA Inc. Dem stehen 318 Mio € an auslaufenden Darlehensverträgen (im Wesentlichen ThyssenKrupp Mexinox S.A. de C.V. und ThyssenKrupp VDM GmbH) gegenüber, so dass sich die Ausleihungen der ThyssenKrupp AG im Saldo um 135 Mio € auf 8.102 Mio € erhöht haben.

Wertpapiere des Anlagevermögens (Pensionsfonds)

Der Pensionsfonds, der gemäß Treuhandvertrag zwischen der ThyssenKrupp AG und dem ThyssenKrupp Pension-Trust e.V. gebildet wurde, ist die externe (anteilige) Ausfinanzierung und (zusätzliche) Insolvenzsicherung von Versorgungsansprüchen sowie im Sicherungsfall die Befriedigung von zu diesem Zeitpunkt bestehenden Versorgungsrechten. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden Anteile in Höhe von 9 Mio € erworben. Zum Bilanzstichtag wurden diese Wertpapiere zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Der Bestand zum 30. September 2012 beträgt somit 197 Mio €.

Folgende Teile der Pensionsverpflichtungen sind durch das Treuhandvermögen besichert:

– die den auf Grund gesetzlicher Regelungen durch den Pensions-Sicherungsverein a.G. gegen Insolvenz geschützten Teil der arbeitgeberfinanzierten Versorgungszusage überschreiten, aber nicht über einen gewissen Betrag hinausgehen,

– die Zusagen aus Deferred Compensation Vereinbarungen betreffen,

– die Zusagen aus der Versorgungsordnung II des KOMBI-PAKT betreffen.

Vorrangig werden dabei die vorgenannten Ansprüche der Versorgungsberechtigten abgedeckt, die nicht über den gesetzlichen Insolvenzschutz durch den Pensions-Sicherungsverein a.G. gesichert werden.

Des Weiteren besteht ein Treuhandvertrag zwischen der ThyssenKrupp AG (Treugeber) und dem ThyssenKrupp Sicherungsverein für Arbeitnehmer-Wertguthaben e.V. (Treuhänder). Gegenstand dieses Vertrages sind die - gesetzlich vorgeschriebene - Insolvenzsicherung von Wertguthaben im Sinne von § 8 a AltersteilzeitG und im Sicherungsfall die Befriedigung der Ansprüche der Begünstigten auf Auszahlung der fälligen Altersteilzeit-Wertguthaben gegenüber dem Treugeber oder einem seiner Konzernunternehmen im Sinne von § 18 AktG.

Im Juni 2012 hat der ThyssenKrupp Sicherungsverein für Arbeitnehmer-Wertguthaben e.V. im Zuge der Umstellung der Insolvenzsicherung der Altersteilzeit-Wertguthaben vom bisherigen Anlage- auf ein Bankbürgschaftsmodell den Wertpapierbestand im Wert von zu diesem Zeitpunkt 168 Mio € verkauft und eine Bankbürgschaft in das Treuhandvermögen eingebracht. Der Wert der Bankbürgschaft beläuft sich zum 30. September 2012 auf 151 Mio € und deckt damit zum Stichtag in vollem Umfang die Höhe der gesetzlich zu sichernden Altersteilzeit-Wertguthaben ab. Infolgedessen beläuft sich der Wertpapierbestand zum 30. September 2012 auf 0 Mio €.

03 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mio € 30.09.2011 davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr 30.09.2012 davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.113 0 9.348 0

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Forderungen aus dem zentralen Konzern-Finanzclearing.

Mio € 30.09.2011 davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr 30.09.2012 davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1 0 2 0
Sonstige Vermögensgegenstände 849 2 826 617
Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 850 2 828 617

Die ThyssenKrupp AG hat gemäß den BilMoG-Änderungen die Altersvorsorgeverpflichtungen, die durch vertragliche Vereinbarung im Innenverhältnis (ohne Schuldbeitritt) auf einen Dritten übertragen wurden, unter den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen passiviert (Anhang Nr. 7) und den auf Grund der Erfüllungsübernahme bestehenden Freistellungsanspruch unter den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 723 Mio € aktiviert.

04 Anteile an verbundenen Unternehmen im Umlaufvermögen

Die Veränderungen im Umlaufvermögen sind durch die Veräußerungen der Anteile der Inoxum GmbH und ThyssenKrupp Nirosta GmbH geprägt.

05 Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält u.a. Disagien aus der Begebung von Anleihen und Aufnahmen konzerninterner Darlehen, zukünftige Wartungsaufwendungen für Lizenzen sowie Kreditnebenkosten aus dem Multi Currency Facility Agreement in Höhe von 15 Mio €.

06 Eigenkapital

Das Grundkapital der ThyssenKrupp AG beträgt wie im Vorjahr 1.317.091.952,64 €. Das Grundkapital ist eingeteilt in 514.489.044 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 €.

Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Januar 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 19. Januar 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 500.000.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 195.312.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Das Bezugsrecht kann den Aktionären gemäß § 186 Abs. 5 AktG auch mittelbar gewährt werden.

Der Vorstand hat die Ermächtigung bisher nicht ausgeübt.

Kapitalrücklage

Mio € 2011 2012
Stand 01.10. 3.002 3.002
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0 2.279
Stand 30.09. 3.002 723

Im Berichtsjahr wurden aus der Kapitalrücklage zum Ausgleich des Jahresfehlbetrages 2.279 Mio € entnommen, somit beträgt die Kapitalrücklage am Ende des Geschäftsjahres 723 Mio €.

Gewinnrücklagen

Mio € 2011 2012
Stand 01.10. 1.158 1.342
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 184 0
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 0 620
Stand 30.09. 1.342 722

Die anderen Gewinnrücklagen belaufen sich zum 30.09.2012 auf 722 Mio €.

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

Mio € 2012
Bilanzgewinn 01.10.2011 517
Ausschüttung Dividende 232
Vortrag auf neue Rechnung durch Hauptversammlung 285
Jahresfehlbetrag 2011/2012 – 3.184
Entnahme aus der Kapitalrücklage 2.279
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 620
Bilanzgewinn 30.09.2012 0

Die ordentliche Hauptversammlung der ThyssenKrupp AG hat am 20. Januar 2012 beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2010/2011 in Höhe von 517 Mio € zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 232 Mio € zu verwenden und den restlichen Bilanzgewinn in Höhe von 285 Mio € auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2011/2012 errechnet sich entsprechend § 158 Abs. 1 AktG wie folgt:

Zum Ausgleich des Jahresfehlbetrages in Höhe von 3.184 Mio wurde zunächst der Gewinnvortrag des Vorjahres in Höhe von 285 Mio € herangezogen, zudem 2.279 Mio durch Entnahme aus der Kapitalrücklage und 620 Mio € durch Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen.

Zum 30. September 2012 wird ein Bilanzgewinn von 0 Mio € ausgewiesen.

Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Januar 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 2 Mrd € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Umtauschrechte auf insgesamt bis zu 50.000.000 eigene, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen rechnerischen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von bis zu 128 Mio € zu gewähren. Die Laufzeit der Wandelschuldverschreibungen kann bis zu 20 Jahre betragen. Die Ermächtigung des Vorstands gilt bis zum 22. Januar 2014. Sie wurde bisher nicht ausgeübt.

Erwerb und Verwendung von eigenen Anteilen

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Januar 2010 wurde die Gesellschaft bis zum 20. Januar 2015 ermächtigt, eigene Anteile bis zu 10 % des Grundkapitals unter Anrechnung von sich im Besitz der Gesellschaft befindlichen oder ihr nach den §§ 71 ff. AktG zuzurechnenden Anteilen zu erwerben. Die Gesellschaft wurde ferner ermächtigt, die eigenen Anteile zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden sowie eigene Aktien unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten zu erwerben.

Im Rahmen der ThyssenKrupp Belegschaftsaktienprogramme im In- und Ausland wurden ThyssenKrupp Aktien wie folgt erworben und veräußert:

Für das Mitarbeiteraktienprogramm in der Bundesrepublik Deutschland:

Auf Rechnung der ThyssenKrupp AG wurden von der beauftragten Bank im Zeitraum vom 30. April bis 03. Mai 2012 insgesamt 633.990 ThyssenKrupp Aktien über die Börse zu einem Durchschnittskurs von 17,81 € erworben. Diese Aktien wurden am 03. Mai 2012 von der beauftragten Bank an die Mitarbeiter in Deutschland zu einem Kurs von 17,21 € je Aktie veräußert, wobei die Mitarbeiter nur 50 % für ihr jeweiliges Aktienpaket zahlten und die Hälfte von den jeweiligen deutschen Konzernunternehmen als steuerlich begünstigter Arbeitgeberzuschuss übernommen wurde.

- Rechnerischer Wert des auf diese Aktien entfallenden Grundkapitals der ThyssenKrupp AG: 1.623.014,40 €
– Anteil am Grundkapital: 0,12 %
– Erwerbskosten: 11.291.361,90 €
– Erzielter Veräußerungserlös von Mitarbeitern: 5.455.483,95 €

Der Veräußerungserlös wurde zur Finanzierung des Erwerbs verwendet.

Für das Mitarbeiteraktienprogramm in Großbritannien:

Der Aktienerwerb erfolgte monatlich über die Börse durch einen Treuhänder. Die Mitarbeiterbeiträge wurden monatlich vom Bruttoentgelt einbehalten und dem Treuhänder zwecks Erwerb der ThyssenKrupp Aktien zur Verfügung gestellt. So wurden insgesamt 26.709 Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 17,725 € unter Berücksichtigung von Währungskursschwankungen erworben.

– Rechnerischer Wert des auf diese Aktien entfallenden Grundkapitals der ThyssenKrupp AG: 68.375,04 €
– Anteil am Grundkapital: 0,0052 %
– Erwerbskosten: 473.418,58 €
– Erzielter Veräußerungserlös von Mitarbeitern: 473.418,58 €

Der Veräußerungserlös wurde zur Finanzierung des Erwerbs verwendet.

Für das Mitarbeiteraktienprogramm in Frankreich:

Der Aktienerwerb erfolgte monatlich über die Börse durch einen Treuhänder. Die Mitarbeiterbeiträge wurden monatlich vom Bruttoentgelt einbehalten und dem Treuhänder zwecks Erwerb der ThyssenKrupp Aktien zur Verfügung gestellt. So wurden insgesamt 43.300 Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 13,195 € erworben.

Rechnerischer Wert des auf diese Aktien entfallenden Grundkapitals der ThyssenKrupp AG: 110.848,00 €
– Anteil am Grundkapital: 0,0084 %
– Erwerbskosten: 571.343,50 €
– Erzielter Veräußerungserlös von Mitarbeitern: 571.343,50 €

Der Veräußerungserlös wurde zur Finanzierung des Erwerbs verwendet.

Für das Mitarbeiteraktienprogramm in Spanien:

Der Aktienerwerb erfolgte monatlich über die Börse durch einen Treuhänder. Die Mitarbeiterbeiträge wurden monatlich vom Bruttoentgelt einbehalten und dem Treuhänder zwecks Erwerb der ThyssenKrupp Aktien zur Verfügung gestellt. So wurden insgesamt 12.320 Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 18,94 € erworben.

– Rechnerischer Wert des auf diese Aktien entfallenden Grundkapitals der ThyssenKrupp AG: 31.539,20 €
– Anteil am Grundkapital: 0,0024 %
– Erwerbskosten: 233.340,80 €
– Erzielter Veräußerungserlös von Mitarbeitern: 233.340,80 €

Der Veräußerungserlös wurde zur Finanzierung des Erwerbs verwendet.

Angaben zum Bestehen einer Beteiligung

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen, hat uns am 2. Oktober 2012 darüber informiert, dass sie zum 30. September 2012 insgesamt 130.313.600 Stückaktien der ThyssenKrupp AG hielt, dies entsprach rd. 25,33 % der Stimmrechtsanteile.

Zu weiteren Beteiligungen an der ThyssenKrupp AG zum 30. September 2012 lagen uns Angaben zu Stimmrechtsanteilen von mindestens 3 % aus folgenden Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG vor:

Die BlackRock, Inc., New York, NY, USA, hat am 14. Juni 2012 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 8. Juni 2012 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Tag 4,86% (25.001.704 Stimmrechte) betrug. Alle diese Stimmrechte waren der BlackRock, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6, Satz 2 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die BlackRock HoldCo 2, Inc., Wilmington, DE, USA, und die BlackRock Financial Management, Inc., New York, NY, USA, haben uns am 13. Juni 2012 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr jeweiliger Stimmrechtsanteil am 7. Juni 2012 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Tag 4,96% (25.544.264 Stimmrechte) betrug. Alle diese Stimmrechte waren BlackRock HoldCo 2, Inc. und BlackRock Financial Management, Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6, Satz 2 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG jeweils zuzurechnen.

Die Franklin Mutual Advisers LLC, Wilmington, USA, teilte uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmanteil am 28. September 2012 die Schwelle von 5% der Stimmrechtsanteile überschritten hat und an diesem Tag 5,02% (25.845.237 Stimmrechte) betrug. Alle diese Stimmrechte waren der Franklin Mutual Advisers LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Dabei wurden der Franklin Mutual Advisors, LLC Stimmrechte der von ihr verwalteten Franklin Mutual Series Funds zugerechnet, deren Stimmrechtsanteil an der ThyssenKrupp AG zu diesem Zeitpunkt mehr als 3% betrug.

07 Rückstellungen

Mio € 30.09.2011 30.09.2012
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.183 1.164
Übrige Rückstellungen 233 585
davon Steuerrückstellungen (145) (195)
davon Sonstige Rückstellungen (88) (390)

Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 17 Mio € (i. Vj. 19 Mio €) zugeführt.

Die ThyssenKrupp AG haftet zusätzlich aus der Übertragung von Betrieben bzw. aus im Innenverhältnis übertragenen Pensionsverpflichtungen. Im Vorjahr wurden diese Verpflichtungen unter den sonstigen Haftungsverhältnissen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden diese Verpflichtungen in der Bilanz unter den sonstigen Vermögensgegenständen und korrespondierend innerhalb der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 723 Mio € (i. Vj. 764 Mio €) ergebnisneutral bilanziert.

Die Steuerrückstellungen bestehen im Wesentlichen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

Die sonstigen Rückstellungen decken die erkennbaren Risiken ab. Sie berücksichtigen vor allem Risikovorsorge aus Beteiligungen sowie Verpflichtungen aus Haftungs- und Prozessrisiken, ausstehende Eingangsrechnungen und künftige Verpflichtungen im Personalbereich sowie Urlaubs- und Jubiläumsrückstellungen.

08 Verbindlichkeiten

Mio €
davon Restlaufzeiten
--- --- --- --- --- ---
30.09.2011 30.09.2012 bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- --- ---
Anleihen 1.750 3.000 3.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.727 1.721 631 1.090
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28.202 27.425 26.384 1.041
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3 3 3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25 19 17 2
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 72 0
Sonstige Verbindlichkeiten 171 287 187 100
(davon aus Krediten) (0) (100) (100)
(davon aus Steuern) (2) (0)
Übrige Verbindlichkeiten 271 309 207 2 100

Am 28. Februar 2012 wurde eine Anleihe (Nominalwert 1.250 Mio €) mit fünfjähriger Laufzeit und einem Zinssatz von 4,375 % p.a. platziert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen sowohl zinsfixe wie auch zinsvariable Kredite mit Laufzeiten von ein bis fünf Jahren und einer Verzinsung zwischen 1,3 % p. a. und 6,2 % p. a.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich hauptsächlich um Geldanlagen der Tochtergesellschaften im Rahmen des zentralen Konzern-Finanzclearings. Darin enthalten sind u.a. Darlehensgewährungen der ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. an die ThyssenKrupp AG im Zuge der Anleiheplatzierungen im Februar/April 2009.

In den sonstigen Verbindlichkeiten ist zum 30. September 2012 eine am 04. April 2012 begebene 5,00%-Schuldverschreibung in Höhe von nominal 100 Mio € mit einer Laufzeit von 10 Jahren enthalten. Hinzu kommen sonstige Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen in Höhe von 122 Mio € sowie Verpflichtungen gegenüber der Belegschaft.

09 Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Agio sowie Swaps für die nächste Abrechnungsperiode. Die Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt ratierlich entsprechend der Laufzeit der zu Grunde liegenden Verträge.

10 Haftungsverhältnisse

Mio € 30.09.2011 30.09.2012
Haftungen aus Konzern- und Bankavalen 12.476 13.718
Sonstige Haftungen 1 1

Vom Gesamtbetrag der Haftungen aus Konzern- und Bankavalen in Höhe von 13.718 Mio € entfallen 12.931 Mio € auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Anstieg der Haftungen aus Konzern- und Bankavalen gegenüber dem Vorjahr steht im Zusammenhang mit der Stellung von Avalen für erhaltene Aufträge der Konzernunternehmen.

Die ThyssenKrupp AG haftet aus der Übertragung von Betrieben bzw. aus im Innenverhältnis übertragenen Pensionsverpflichtungen auf die ThyssenKrupp Dienstleistungen GmbH. Die ThyssenKrupp Dienstleistungen GmbH hat hierfür eine angemessene Gegenleistung erhalten, die anzupassen ist, sollten sich die maßgeblichen Grundlagen für ihre Berechnung wesentlich ändern. Eine entsprechende Anpassung ist im Geschäftsjahr nicht erforderlich gewesen. Zum 30. September 2012 wurden diese Verpflichtungen unter den Pensionsverpflichtungen bilanziert (siehe Rückstellungen).

11 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

An Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen werden in den folgenden Geschäftsjahren fällig:

Mio €
2012/2013 18
2013/2014 14
2014/2015 17

Ein Bestellobligo unter 1 Mio € betrifft noch nicht abgeschlossene Investitionsprojekte.

Bei der Technische Gase Hoesch Messer Griesheim GmbH & Co. KG besteht eine nicht geleistete Hafteinlage in Höhe von 3 Mio € (i. Vj. 3 Mio €).

Ehemalige Aktionäre von Thyssen und von Krupp haben die gerichtliche Überprüfung der Umtauschverhältnisse aus der Verschmelzung der Thyssen AG und der Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp zur ThyssenKrupp AG nach § 305 UmwG beantragt. Die Verfahren sind vor dem Landgericht Düsseldorf anhängig. Stellt das Gericht im Spruchverfahren eine Unangemessenheit des Umtauschverhältnisses fest, erfolgt ein Ausgleich durch eine verzinsliche bare Zuzahlung. Die Zuzahlung ist an alle betroffenen Aktionäre zu leisten, auch wenn sie nicht Antragsteller des Spruchverfahrens sind. Die Gesellschaft erwartet jedoch, dass die Spruchverfahren nicht zu baren Zuzahlungen führen werden, da die Umtauschverhältnisse sorgfältig ermittelt, zwischen voneinander unabhängigen Vertragspartnern vereinbart, von dem gerichtlich bestellten Verschmelzungsprüfer geprüft und bestätigt worden sind und auch der vom Landgericht Düsseldorf bestellte Sachverständige eine nur geringfügig abweichende Verschmelzungswertrelation festgestellt hat.

Aus der Eingliederung der Thyssen Industrie AG in die ThyssenKrupp AG ist ein Spruchverfahren zur gerichtlichen Überprüfung der Angemessenheit der Abfindung an die außenstehenden Aktionäre der Thyssen Industrie AG anhängig. Der vom Landgericht Dortmund bestellte Sachverständige hat eine geringfügig abweichende Umtauschrelation festgestellt. Die Gesellschaft geht weiterhin davon aus, dass es keine Nachzahlung an ehemalige Aktionäre der Thyssen Industrie AG geben wird. Sollte das Gericht dennoch in einer rechtskräftigen Entscheidung zu dem Ergebnis kommen, dass die angebotene Abfindung unangemessen war, wird die durch weitere Barzahlung erhöhte Abfindung allen außenstehenden Aktionären gewährt.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft aus verschiedenen Anlässen in gerichtliche, schiedsgerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt. Prognosen zum Verlauf und zu den Ergebnissen von Rechtsstreitigkeiten sind mit erheblichen Schwierigkeiten und Unsicherheiten verbunden. Negative, gegebenenfalls auch wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, Ertragslage und Liquidität sind daher auch bei den nicht separat dargestellten Rechtsstreitigkeiten einzeln, wie auch zusammen mit anderen Rechtsstreitigkeiten möglich. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erwartet die Gesellschaft jedoch aus den in diesem Abschnitt nicht separat ausgeführten Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie Liquidität.

12 Derivative Finanzinstrumente

Mio € Nominalwert 30.09.2011 Beizulegender Zeitwert Nominalwert 30.09.2012 Beizulegender Zeitwert
Devisentermingeschäfte 5.189 – 2 3.886 – 4
Devisenoptionsgeschäfte 13 0 0 0
Devisenderivate 5.202 – 2 3.886 – 4
Zinsswaps 0 0 0 0
Zins-/Währungsswaps 750 – 35 1.122 – 70
Zinsderivate 750 – 35 1.122 – 70
Warentermingeschäfte 20 7 64 3
Warenderivate 20 7 64 3
Insgesamt 5.972 – 30 5.072 – 71

Die ThyssenKrupp AG ist im Rahmen ihrer weltweiten Geschäftstätigkeit insbesondere Risiken aus Wechselkurs-, Zinssatzänderungen und Warenpreisen ausgesetzt. Zur Begrenzung dieser Risiken werden bei der ThyssenKrupp AG unter anderem derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Der Einsatz dieser Instrumente ist nur im Zusammenhang mit der Absicherung von Risiken aus Grundgeschäften statthaft und unterliegt konzernweit gültigen Richtlinien, deren Einhaltung fortlaufend überwacht wird.

Derivative Finanzinstrumente und die entsprechenden Grundgeschäfte können als Bewertungseinheit betrachtet werden, wenn ein eindeutiger Sicherungszusammenhang nachgewiesen wird. Die ThyssenKrupp AG schließt nur derivative Finanzinstrumente ab, die in einem eindeutigen Sicherungszusammenhang stehen und mit entsprechenden Grundgeschäften in einer Bewertungseinheit zusammengefasst werden. Die bilanzielle Darstellung der Bewertungseinheiten folgt sowohl der Durchbuchungsmethode als auch der Einfrierungsmethode. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehungen werden grundsätzlich die Critical-Terms-Match-Methode bzw. die Dollar Offset-Methode herangezogen.

Zur Absicherung von Währungsrisiken setzt die ThyssenKrupp AG Devisenderivate sowie Zins-/Währungsswaps ein. Devisenderivate werden im Wesentlichen zur Kurssicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus der Konzernfinanzierung abgeschlossen. Die im Bestand befindlichen Devisenderivate mit einer maximalen Restlaufzeit von 3 Monaten wurden vollständig in Bewertungseinheiten sowohl als Mikro- und Makro-Hedge wie auch als Portfolio Hedge designiert. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestimmten konzerninternen Darlehen der ThyssenKrupp AG wurden des Weiteren Zins-/Währungsswaps abgeschlossen. Zins-/Währungsswaps mit einer Restlaufzeit von bis zu 30 Monaten, die jeweils mit der Fälligkeit der entsprechenden Grundgeschäfte übereinstimmen, wurden im Rahmen von Portfolio Hedges in Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Warenderivate werden mit ihren korrespondierenden Geschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Warenderivate werden zur Absicherung variabler Preisbestandteile in der Energiebeschaffung abgeschlossen. Die im Bestand befindlichen Warentermingeschäfte mit einer Restlaufzeit von bis zu 39 Monaten, die jeweils mit der Fälligkeit der Grundgeschäfte übereinstimmen, wurden vollständig in Bewertungseinheiten in Form von Mikro-Hedges designiert. Dem stehen Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode, somit kam es zu keiner bilanziellen Erfassung. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt prospektiv und retrospektiv durch den Nachweis, dass die wesentlichen Kontraktparameter von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten übereinstimmen (Critical-Terms-Match-Methode).

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt. Dabei gelten folgende Grundsätze:

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminauf- und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Terminkurs.

Bei der Bewertung der Devisenoptionen kommt das finanzmathematische Modell von Garman-Kohlhagen (1982), basierend auf den Annahmen von Black-Scholes, zur Anwendung. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren, wie z.B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zu Grunde liegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zu Grunde liegenden Basiszinsen, beeinflusst.

Bei Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cash-Flows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zu Grunde gelegt und die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen, in denen die Cash-Flows stattfinden, einbezogen.

Der beizulegende Zeitwert von Warenderivaten basiert auf offiziellen Börsennotierungen sowie externen Bewertungen unserer Finanzpartner zum Bilanzstichtag. Er stellt den Preis dar, den das Unternehmen zahlen bzw. erhalten würde, wenn es die Derivate am Bilanzstichtag auflösen wollte.

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

13 Beteiligungsergebnis

Mio € 2010/2011 2011/2012
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.388 487
Aufwendungen aus Verlustübernahmen – 60 – 74
Erträge aus Beteiligungen 50 3
(davon aus verbundenen Unternehmen) (46) (0)
Insgesamt 1.378 416

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen gegenüber dem Vorjahr waren rückläufig. Die größten Beiträge leisteten die ThyssenKrupp Technologies Beteiligungen GmbH mit 305 Mio € (i.Vj. 437 Mio €), die Thyssen Stahl GmbH mit 136 Mio € (i.Vj. 754 Mio €) sowie die ThyssenKrupp Materials International GmbH mit 19 Mio € (i.Vj. 97 Mio €).

Die Verlustübernahmen resultierten im Wesentlichen aus der ThyssenKrupp Dienstleistungen GmbH, der ThyssenKrupp Business Services GmbH und wirkten gegenläufig.

14 Sonstige betriebliche Erträge

Die Veränderungen der sonstigen betrieblichen Erträge der ThyssenKrupp AG um 399 Mio € sind begründet durch einen im Vorjahr vereinnahmten Ausgleich in Höhe von 211 Mio € für entstandene Aufwendungen, die dem operativen Geschäft eines Tochterunternehmens zuzuordnen waren. Diese Vereinnahmung stand einem anderen Tochterunternehmen zu (siehe sonstige betriebliche Aufwendungen).

Weiterhin wurden um 164 Mio € geringere Erträge aus Steuerumlagen der Konzernunternehmen auf Grund der Abführung von Organschaftsergebnissen vereinnahmt.

Enthalten sind Weiterberechnungen gemäß der Corporate-Design-, Firmierungs- und Markenrichtlinie für die Konzernmarke sowie Nutzungsgebühren für Konzernlizenzen und konzerninterne Dienstleistungsverrechnungen in Höhe von 236 Mio €.

Weitere sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 21 Mio € resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus Anlagenabgängen.

15 Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 238 Mio € resultierten aus Abschreibungen von Anteilen an Tochtergesellschaften.

16 Allgemeine Verwaltungskosten

Mio € 2010/2011 2011/2012
Gehälter 142 144
Soziale Abgaben 9 10
Aufwendungen für Altersversorgung 17 18
Aufwendungen für Unterstützung 0 0
Summe Personalaufwand 168 172
Abschreibungen 29 28
Übrige Verwaltungskosten 211 324
davon wirtschaftliche Beratungsaufwendungen 17 106
davon Dienstleistungsaufwendungen 58 55
davon Datenverarbeitungsleistungen 50 52
davon Erhaltungsaufwendungen 23 28
Insgesamt 408 524

Der gesamte Personalaufwand der ThyssenKrupp AG ist in der Gliederung nach § 275 Abs. 3 HGB unter dem Posten allgemeine Verwaltungskosten erfasst. Der Personalaufwand enthält nicht den im Zinsergebnis ausgewiesenen Aufwand aus der Aufzinsung von Pensions- und Personalrückstellungen.

Der Personalaufwand enthält Gehälter, Abfindungsaufwendungen, Urlaubs- und Sondervergütungen sowie die Veränderung von Personalrückstellungen. Die sozialen Abgaben enthalten insbesondere den Arbeitgeberanteil der Renten-, Arbeitslosen-, Pflege- und Krankenversicherungsbeiträge. In den Aufwendungen für Altersversorgung sind die Beiträge zum Pensionssicherungsverein ausgewiesen.

Der Anstieg der allgemeinen Verwaltungskosten um 116 Mio € gegenüber der Vorperiode ist im Wesentlichen auf zusätzliche Beratungskosten aus Desinvestitionen sowie die Durchführung des IdeenParks im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückzuführen.

Zum Bilanzstichtag betrug die Anzahl der Mitarbeiter 961, darunter 36 Trainees, 5 Auszubildende und 38 Praktikanten/Werkstudenten. Im Geschäftsjahresdurchschnitt waren 869 (i. Vj. 797) Mitarbeiter bei der ThyssenKrupp AG beschäftigt.

17 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen durch eine im Vorjahr erfasste Gutschrift einer Entschädigungsleistung (siehe sonstige betriebliche Erträge i. Vj von 211 Mio €) sowie durch geringere konzerninterne Veräußerungsverluste zu erklären.

Aus der Währungsumrechnung ergeben sich sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 4 Mio €.

Auf Grund geleisteter Zuschüsse an Tochtergesellschaften für Forschungs- und Entwicklungsprojekte ergaben sich periodenfremde sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 17 Mio €.

18 Zinsergebnis

Mio € 2010/2011 2011/2012
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 258 272
(davon aus verbundenen Unternehmen) 258 272
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 246 337
(davon aus verbundenen Unternehmen) 183 257
Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 991 – 1.076
(davon an verbundene Unternehmen) – 671 – 707
Insgesamt – 487 – 467

Das Zinsergebnis enthält Zinsaufwendungen und -erträge, die sowohl das Konzern-Finanzclearing als auch die externe Finanzierung betreffen. Hinzu kommt ein Zinsanteil durch die nach dem BilMoG vorgeschriebene Aufzinsung der Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von 20 Mio € sowie durch die Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von größer als einem Jahr in Höhe von 1 Mio €.

19 Außerordentliches Ergebnis

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden außerordentliche Vorgänge bilanziert, die sich aus Abschreibungen von Anteilen der Inoxum-Aktivitäten (1.429 Mio €) im Zuge der Portfolio-Optimierung, aus Vorsorgen zur Erfüllung wettbewerbsrechtlicher Auflagen und aus einer Wertberichtigung auf Grund der beabsichtigten Veräußerung der Business Area Steel Americas (1.049 Mio €) ergaben.

Das im Vorjahr ausgewiesene Ergebnis resultierte insbesondere aus der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des BilMoG zum 1. Oktober 2010 und betraf im Wesentlichen außerordentliche Aufwendungen von 19 Mio € im Zusammenhang mit der Bewertung der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen.

20 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Aufwand für Vorjahre sowie Steuern für das Berichtsjahr. Latente Steuern sind im Steueraufwand auf Grund der Inanspruchnahme des Bilanzierungswahlrechts für einen Überhang der aktiven über die passiven latenten Steuern nicht enthalten.

21 Abschlussprüfergebühren

Für die im Geschäftsjahr 2011/2012 und in der Vorperiode erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

Mio € 2010/2011 2011/2012
Abschlussprüfungsleistungen 2 2
andere Bestätigungsleistungen 1 1
Steuerberatungsleistungen 0 0
sonstige Leistungen 0 0
Insgesamt 3 3

Das Prüfungshonorar beinhaltet vor allem das Honorar für die Prüfung des Einzelabschlusses und des Konzernabschlusses (2 Mio €) nebst Lagebericht und Konzernlagebericht der ThyssenKrupp AG zuzüglich eines Fokusthemas zu Einzelfragen.

Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen betreffen im Wesentlichen die prüferische Durchsicht der Zwischenberichte.

22 Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Sinne von § 285 Nr. 9a, Sätze 1-4 HGB für das Geschäftsjahr 2011/2012 betragen 14 Mio € (i.Vj. 14 Mio €). Darin enthalten sind neben Fixum und Nebenleistungen auch Tantieme und Boni zum Teil mit erfolgsabhängigen langfristigen Komponenten sowie Sachbezüge und Sicherheitsaufwendungen. Für aktienbasierte Bezugsrechte (LTI) sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 184.408 Wertrechte gewährt worden und für umgewandelte Bonus- und Tantiemeteile wurden 102.713 Wertrechte ausgegeben. Diese hatten zum Gewährungszeitpunkt einen Zeitwert von rund 6 Mio €.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands der Thyssen AG und der Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp und ihrer Hinterbliebenen belaufen sich auf 13 Mio € (i. Vj. 12 Mio €).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind 170 Mio € (i. Vj. 174 Mio €) zurückgestellt.

Für das Geschäftsjahr 2011/2012 wird den Mitgliedern des Aufsichtsrats auf Basis des festgestellten Konzernabschlusses einschließlich des Sitzungsgeldes eine Vergütung von rund. 2 Mio € (i. Vj. 2 Mio €) gewährt.

Im Übrigen wird auf den Vergütungsbericht im Lagebericht der ThyssenKrupp AG verwiesen.

Entsprechenserklärung

23 Deutscher Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Vorstand und Aufsichts-rat abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter http://www.thyssenkrupp.com/de/investor/kodex-entsprechenserklaerung.html dauerhaft zugänglich gemacht.

Mandate des Vorstands

Dr.-Ing. Heinrich Hiesinger

Vorsitzender

konzernintern:

• ThyssenKrupp Elevator AG (Vorsitz)

• ThyssenKrupp Steel Europe AG (Vorsitz)

Dr. Olaf Berlien

konzernintern:

• ThyssenKrupp Marine Systems AG (Vorsitz)

– ThyssenKrupp (China) Ltd./VR China (Chairman)

– ThyssenKrupp Elevator Americas Corp./USA (Chairman)

Dr. Jürgen Claassen

konzernintern:

• ThyssenKrupp Gerlach GmbH

• ThyssenKrupp Materials International GmbH

• ThyssenKrupp Nirosta GmbH

• ThyssenKrupp Steel Europe AG

– ThyssenKrupp (China) Ltd./VR China

Edwin Eichler

• Heidelberger Druckmaschinen AG *

• Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (2. stellv. Vorsitz)

• SGL Carbon SE *

– ANSC-TKS Galvanizing Co., Ltd./VR China (Chairman)

konzernintern:

• ThyssenKrupp Materials International GmbH (Vorsitz)

• ThyssenKrupp Nirosta GmbH (Vorsitz)

– ThyssenKrupp Steel Americas, LLC/USA (Chairman)

Guido Kerkhoff

konzernintern:

• ThyssenKrupp Elevator AG

• ThyssenKrupp Nirosta GmbH

• ThyssenKrupp Reinsurance AG (Vorsitz)

Ralph Labonte

– PEAG Holding GmbH (Vorsitz)

konzernintern:

• Rothe Erde GmbH

• ThyssenKrupp Bilstein GmbH

• ThyssenKrupp Elevator AG

• ThyssenKrupp Marine Systems AG

• ThyssenKrupp Materials International GmbH

• ThyssenKrupp Polysius AG(stellv. Vorsitz)

• ThyssenKrupp Steel Europe AG

• ThyssenKrupp Uhde GmbH (stellv. Vorsitz)

– ThyssenKrupp System Engineering GmbH

• Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i.S.d. § 125 AktG (Stand: 30. September 2012)

* konzernexterne börsennotierte oder vergleichbare Gesellschaft

- Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen i.S.d. § 125 AktG (Stand: 30. September 2012)

Mandate des Aufsichtsrats

Prof. Dr. h.c. mult. Berthold Beitz, Essen

Ehrenvorsitzender,

Vorsitzender des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Prof. Dr. Günter Vogelsang, Düsseldorf

Ehrenvorsitzender

Dr. Gerhard Cromme, Essen

Vorsitzender,

ehem. Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG

• Axel Springer AG

• Siemens AG (Vorsitz)

– Compagnie de Saint-Gobain/Frankreich

Bertin Eichler, Frankfurt/Main

stellv. Vorsitzender,

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall

• BGAG Beteiligungsgesellschaft der Gewerkschaften GmbH (Vorsitz)

• BMW AG

Martin Dreher, Heilbronn

(seit 10.08.2012)

Einzelhandelskaufmann,

Vorsitzender des Betriebsrats der ThyssenKrupp System Engineering GmbH,

Vorsitzender der Betriebsrätearbeitsgemeinschaft der Business Area Plant Technology

konzernintern:

• ThyssenKrupp System Engineering GmbH

Markus Grolms, Frankfurt/Main

Gewerkschaftssekretär der IG Metall

Susanne Herberger, Dresden

Ingenieur (FH) für Informatik,

Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der ThyssenKrupp Aufzüge GmbH,

Vorsitzende der Betriebsrätearbeitsgemeinschaft ThyssenKrupp Elevator Technology

konzernintern:

• ThyssenKrupp Elevator AG

Bernd Kalwa, Krefeld

Dreher,

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der ThyssenKrupp Nirosta GmbH,

Vorsitzender der Betriebsrätearbeitsgemeinschaft ThyssenKrupp Inoxum

konzernintern:

• ThyssenKrupp Nirosta GmbH

Prof. Dr. Hans-Peter Keitel, Essen

Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V.

• Deutsche Messe AG

• Commerzbank AG

• National-Bank AG

– Heitkamp & Thumann Group (Mitglied des Beirats)

– RAG-Stiftung (Mitglied des Kuratoriums)

Ernst-August Kiel, Blumenthal

Schlosser,

Vorsitzender des Betriebsrats der Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH,

Vorsitzender der Betriebsrätearbeitsgemeinschaft ThyssenKrupp Marine Systems

konzernintern:

• Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH

• ThyssenKrupp Marine Systems AG

Prof. Dr. Ulrich Lehner, Düsseldorf

Mitglied des Gesellschafterausschusses der Henkel AG & Co. KGaA

• Deutsche Telekom AG (Vorsitz)

• E.ON SE

• Henkel Management AG

• Porsche Automobil Holding SE

– Dr. August Oetker KG (Mitglied des Beirats)

– Henkel AG & Co. KGaA (Mitglied des Gesellschafterausschusses)

– Novartis AG/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)

Sabine Maaßen, Dinslaken

Justiziarin der IG Metall

Prof. Dr. Bernhard Pellens, Bochum

Professor für Betriebswirtschaft und Internationale Unternehmensrechnung an der Ruhr-Universität Bochum

– AKAFÖ – Akademisches Förderungswerk Bochum (Mitglied des Verwaltungsrats)

Peter Remmler, Wolfsburg

Kaufmann im Groß- und Außenhandel,

Vorsitzender des Betriebsrats der ThyssenKrupp Schulte GmbH (Braunschweig),

Vorsitzender der Betriebsrätearbeitsgemeinschaft ThyssenKrupp Materials Services

konzernintern:

• ThyssenKrupp Materials International GmbH

Dr. Kersten v. Schenck, Bad Homburg

Rechtsanwalt und Notar

• Baumarkt Praktiker Deutschland GmbH (Vorsitz)

• Praktiker AG (Vorsitz)

Carola Gräfin v. Schmettow, Düsseldorf

(seit 30.01.2012)

Mitglied des Vorstands der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG

– HSBC Global Asset Management Deutschland GmbH (Vorsitzende des Aufsichtsrats)

– Internationale Kapitalanlage-gesellschaft mbH (Vorsitzende des Aufsichtsrats)

– HSBC Trinkaus Investment Managers S.A./Luxemburg (Vorsitzende des Aufsichtsrats)

– HSBC Trinkaus & Burkhardt (International) S.A./Luxemburg(Mitglied des Aufsichtsrats)

Wilhelm Segerath, Duisburg

Karosserie- und Fahrzeugbauer,

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der ThyssenKrupp AG

Peer Steinbrück, Bonn

(bis 31.12.2012)

Mitglied des Deutschen Bundestages,

Bundesminister a.D.

– Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA

Christian Streiff, Paris

ehem. Präsident der PSA Peugeot Citroën S.A.

– Bridgepoint Ltd./Großbritannien

– Crédit Agricole S.A./Frankreich

– Finmeccanica S.p.A./Italien

– TI Automotive Ltd./Großbritannien

Jürgen R. Thumann, Düsseldorf

Vorsitzender des Beirats der Heitkamp & Thumann Group

• HanseMerkur Holding AG

• HanseMerkur Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit

– Heitkamp & Thumann Group (Vorsitzender des Beirats)

Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro,

Frankfurt/Main

Professorin für Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftspolitik & Internationale Makroökonomik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

– DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (Mitglied des Aufsichtsrats)

– Roche AG/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)

– UBS AG/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)

Klaus Wiercimok, Düsseldorf

Rechtsanwalt, Leiter des Departments Materials Services im Corporate Center Legal der ThyssenKrupp AG

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2011/2012 sind Herr Thomas Schlenz und HerrProf. Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Sofern von diesen Herren zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens aus dem Aufsichtsrat andere Mandate wahrgenommen wurden, sind diese im Folgenden aufgeführt:

Thomas Schlenz, Duisburg

(bis 31.07.2012)

Schichtmeister,

Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp Steel Europe AG

– PEAG Personalentwicklungs- und Arbeitsmarktagentur GmbH

– Wisag Produktionsservice GmbH

konzernintern:

• ThyssenKrupp Materials International GmbH

• ThyssenKrupp MillServices & Systems GmbH

Prof. Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz, Krefeld

(bis 31.12.2011)

ehem. Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG

• AXA Konzern AG

• Bayer AG

• MAN SE (stellv. Vorsitz)

• RWE AG

• Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i.S.d. § 125 AktG (Stand: 30. September 2012)

- Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen i.S.d. § 125 AktG (Stand: 30. September 2012)

Anteilsverzeichnis der ThyssenKrupp AG

(Stand 30. September 2012)

Das Verzeichnis der ThyssenKrupp AG entspricht § 285 Nr. 11 in Verbindung mit § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB. Die Anteile am Kapital verstehen sich auf den Anteil der ThyssenKrupp AG bzw. eines oder mehrerer von ihr abhängiger Unternehmen. Bei Gewinnabführungsverträgen sind die Ergebnisse nach Abführung angegeben. Die Gesellschaften sind den Business Areas wirtschaftlich zugeordnet.

Name und Sitz Eigenkapital Mio € bzw. Fremdwährung Ergebnis Mio € bzw. Fremdwährung Anteil am Kapital %
Steel Europe
AGOZAL Oberflächenveredelung GmbH, Neuwied 19,9 *) 100,00
Becker & Co. GmbH, Neuwied 2,2 *) 100,00
B.V. Stuwadoors-Maatschappij Kruwal, Rotterdam, Niederlande 0,0 0,0 75,00
DWR - Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH, Andernach 0,0 *) 100,00
EH Güterverkehr GmbH, Duisburg 1,5 *) 100,00
Eisen- und Hüttenwerke AG, Andernach 147,4 41,3 87,98
Ertsoverslagbedrijf Europoort C.V., Rotterdam, Niederlande 8,4 6,1 75,25
Hoesch Hohenlimburg GmbH, Hagen 52,2 *) 99,50
KBS Kokereibetriebsgesellschaft Schwelgern GmbH, Duisburg 0,8 *) 100,00
MgF Magnesium Flachprodukte GmbH, Freiberg 0,5 *) 100,00
Otto Wolff U.S. Sales GmbH, Andernach 0,0 *) 100,00
Rasselstein Verwaltungs GmbH, Neuwied 133,0 *) 100,00
ThyssenKrupp Aceros y Servicios S.A., Santiago, Chile CLP 22.302,4 -924,8 100,00
ThyssenKrupp Comercial Colombia S.A., Bogota, Kolumbien COP 8.108,0 -1.446,7 100,00
ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH, Gelsenkirchen 96,6 *) 99,58
ThyssenKrupp Electrical Steel India Private Ltd., Mumbai/Nashik, Indien INR 4.809,4 -455,7 100,00
ThyssenKrupp Electrical Steel Italia S.r.l., Mailand, Italien 4,7 0,7 100,00
ThyssenKrupp Electrical Steel UGO S.A.S, Isbergues, Frankreich 196,0 -12,7 100,00
ThyssenKrupp Electrical Steel Verwaltungsgesellschaft mbH, Gelsenkirchen 55,0 *) 100,00
ThyssenKrupp Galmed, S.A., Sagunto, Spanien 54,9 3,6 100,00
ThyssenKrupp Lasertechnik GmbH, Ravensburg 0,1 *) 100,00
ThyssenKrupp Printmedia GmbH, Duisburg 0,4 *) 100,00
ThyssenKrupp Rasselstein GmbH, Andernach 247,0 *) 99,50
ThyssenKrupp Sägenstahlcenter GmbH, Duisburg 1,6 *) 100,00
ThyssenKrupp Stål Danmark A/S, Kopenhagen, Dänemark DKK 33,2 -2,6 100,00
ThyssenKrupp Steel (Asia Pacific) Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD -1,2 -1,1 100,00
ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg 2.926,9 *) 99,53
ThyssenKrupp Steel North America, Inc., Dover/Delaware, USA USD 66,1 12,2 100,00
ThyssenKrupp Steel & Technologies Japan Co., Ltd., Tokio, Japan JPY 509,8 84,0 100,00
ThyssenKrupp Steel Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg 0,0 *) 100,00
ThyssenKrupp Tailored Blanks Celik Sanayi VE Ticaret Ltd., Nilüfer/ Bursa, Türkei TRY -5,7 0,3 100,00
ThyssenKrupp Tailored Blanks GmbH, Duisburg 27,9 *) 100,00
ThyssenKrupp Tailored Blanks S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 260,9 44,2 100,00
ThyssenKrupp Tailored Blanks S.r.l., Turin, Italien 4,5 0,0 52,50
ThyssenKrupp Tailored Blanks Sverige AB, Olofström, Schweden 7,5 2,0 100,00
ThyssenKrupp Tailored Blanks (Wuhan) Ltd., Wuhan, VR China CNY 314,2 76,4 100,00
ThyssenKrupp Veerhaven B.V., Rotterdam, Niederlande 2.093,8 0,5 100,00
TKAS (Changchun) Tailored Blanks Ltd., Changchun, VR China CNY 121,7 45,4 55,00
TWB Company, LLC, Monroe, USA USD 76,1 16,6 55,00
TWB de Mexico, S.A. de C.V., Saltillo, Coahuila, Mexico MXN 369,4 78,2 100,00
TWB Industries S.A. de C.V., Saltillo, Coahuila, Mexico A)
TWB of Ohio, Inc. Columbus/Ohio, USA B)
Acciai di Qualità, Centro Lavorazione Lamiere S.p.A., Genova, Italien 7,9 0,7 1) 24,90
ANSC-TKS Galvanizing Co., Ltd., Dalian, Liaoning Province, VR China CNY 2.406,9 527,9 1) 50,00
Arsol Aromatics GmbH & Co. KG, Gelsenkirchen 15,1 0,0 1) 21,71
CEMEX HüttenZement GmbH, Dortmund 11,1 7,4 1) 25,01
Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg 230,4 0,0 1) 50,00
JEVISE Corporation, Tokyo, Japan JPY 10,0 0,3 2) 50,00
Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH (KBS), Düsseldorf 1,6 0,0 1) 40,00
RKE N.V., Antwerpen, Belgien 2,7 -0,4 1) 38,54
TKAS (Changchun) Steel Service Center Ltd., Changchun, VR China CNY 111,6 26,2 1) 50,00
Transport- en Handelmaatschappij `Steenkolen Utrecht` B.V., Rotterdam, Niederlande 47,4 13,4 1) 50,00
UnionStahl Holding GmbH, Duisburg 3,5 2,5 1) 36,60
Walzen-Service-Center GmbH, Oberhausen 2,4 1,6 50,00
Steel Americas
ThyssenKrupp Companhia Siderúrgica do Atlântico, Rio de Janeiro, Brasilien BRL 7.262,0 1.289,5 73,13
ThyssenKrupp Slab International B.V., Brielle, Niederlande 2.154,1 -81,8 73,13
ThyssenKrupp Steel Americas, LLC, Wilmington/Delaware, USA USD 667,3 0,0 100,00
ThyssenKrupp Steel USA, LLC, Wilmington/Delaware, USA USD -3,8 -0,1 100,00
Materials Services
Alfaplast AG, Steinhausen, Schweiz CHF 3,7 0,8 100,00
B.V.`Nedeximpo` Nederlandse Export- en Importmaatschappij, Amsterdam, Niederlande 3,9 0,4 100,00
Carolina Building Materials, Inc., Carolina, Puerto Rico USD 2,2 0,3 100,00
Cimex-Nor S.A., San Sebastian, Spanien 1,1 0,6 74,00
DSU Beteiligungs-Gesellschaft für Dienstleistungen und Umwelttechnik mbH, Oberhausen 0,0 *) 100,00
DSU - Romania S.r.l., Bukarest, Rumänien RON 0,1 6,8 100,00
DvB Aufbereitungs-GmbH zur Behandlung von Metallprodukten, Oberhausen 0,0 0,0 100,00
Eisenmetall Handelsgesellschaft mbH, Gelsenkirchen 0,0 *) 100,00
Erich Weit GmbH, München 1,0 *) 100,00
Freiburger Stahlhandel GmbH, Freiburg i.Br. 2,3 *) 51,00
Herzog Coilex GmbH, Stuttgart 7,1 *) 74,90
Hövelmann & Co. Eisengroßhandlung GmbH, Gelsenkirchen 0,3 *) 100,00
Indu-Light AG, Beromünster/Luzern, Schweiz CHF 2,3 1,2 53,33
Jacob Bek GmbH, Ulm 4,3 *) 79,96
LAGERMEX S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 756,9 147,1 100,00
LAMINCER S.A., Munguia, Spanien 6,4 -0,7 100,00
Max Cochius GmbH, Berlin 1,0 *) 75,00
Neomat AG, Beromünster/Luzern, Schweiz CHF 37,8 5,2 100,00
Notz Plastics AG, Biel/Bienne, Schweiz CHF 10,5 2,3 100,00
OOO ThyssenKrupp Bautechnik technischer Service, St. Petersburg, Russland RUB 170,6 60,7 100,00
OOO ThyssenKrupp Materials, Moskau, Russland RUB 226,7 -265,9 97,89
OST-PLUS s.r.o., Teplice, Tschechische Republik CZK 7,4 0,3 90,00
Otto Wolff Handelsgesellschaft mbH, Essen 20,2 *) 99,50
PALMETAL Armazenagem e Serivicos S.A., Palmela, Portugal 4,5 0,6 90,00
Peiniger International GmbH, Grünwald 734,9 12,5 100,00
RIAS A/S, Roskilde, Dänemark DKK 157,6 4,3 54,15
RIP Comércio Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 3,6 4,7 100,00
RIP Serviços Industriais Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 341,0 70,4 100,00
RIP Serviços Siderúrgicos Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 27,7 9,3 100,00
Röhm Italia S.r.l., Garbagnate Milanese, Italien 5,8 -0,9 100,00
Sidcomex S.A. de C.V., Puebla, Mexico C)
Steba AG, Pfäffikon, Schweiz CHF 3,0 1,4 100,00
STEBA Direktverkauf Kunststoffe + Plexiglas GmbH, Hunzenschwil, Schweiz CHF 0,1 0,0 100,00
ThyssenKrupp Aerospace Australia Pty. Ltd., Wetherill Park/New South Wales, Australien AUD 11,5 0,4 100,00
ThyssenKrupp Aerospace Finland Oy, Mänttä, Finnland 6,6 0,0 100,00
ThyssenKrupp Aerospace Germany GmbH, Rodgau, Nieder-Roden 2,7 *) 100,00
ThyssenKrupp Aerospace India Private Ltd., Bangalore, Indien INR -0,4 -0,1 100,00
ThyssenKrupp Aerospace International Holdings Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 6,1 0,0 100,00
ThyssenKrupp Aerospace Nederland B.V., Venlo, Niederlande 0,0 0,0 100,00
ThyssenKrupp Aerospace (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, VR China CNY 0,2 -5,9 100,00
ThyssenKrupp Aerospace UK Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 30,8 3,9 100,00
ThyssenKrupp Aerospace (Xi'an) Co., Ltd., Xi'an, VR China CNY 1,2 -0,6 100,00
ThyssenKrupp AT.PRO tec GmbH, Essen -3,3 -0,6 61,19
ThyssenKrupp Autômata Industria de Peças Ltda., São Paulo , Brasilien BRL 16,7 0,8 80,00
ThyssenKrupp Bauservice GmbH, Hückelhoven 6,8 *) 100,00
ThyssenKrupp Bautechnik GmbH, Essen 0,7 *) 100,00
ThyssenKrupp Cadillac Plastic S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich 10,9 0,6 100,00
ThyssenKrupp Christon N.V., Lokeren, Belgien 26,2 2,2 100,00
ThyssenKrupp Comércio de Combustíveis e Gases Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 125,1 11,0 100,00
ThyssenKrupp-Dopravné Stavby Slovensko s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik 0,2 0,0 51,00
ThyssenKrupp Energostal S.A., Torun, Polen PLN 309,3 30,1 84,00
ThyssenKrupp Facilities Services GmbH, Düsseldorf 452,4 *) 100,00
ThyssenKrupp Ferostav, spol. s r.o., Nové Zámky, Slowakische Republik 5,7 -0,5 80,00
ThyssenKrupp Ferroglobus Kereskedelmi ZRt, Budapest, Ungarn HUF 19.861,6 1.905,2 100,00
ThyssenKrupp Ferrosta spol. s.r.o., Prag, Tschechische Republik CZK 101,3 -47,9 100,00
ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH, Essen 14,5 -140,7 100,00
ThyssenKrupp GfT Polska Sp. z o.o., Krakau, Polen PLN 72,3 5,5 100,00
ThyssenKrupp HiServ s.r.o., Kosice, Slowakische Republik -0,6 0,0 100,00
ThyssenKrupp Industrial Services Canada, Inc., Windsor/Ontario, Kanada CAD -0,6 1,5 100,00
ThyssenKrupp Industrial Services Holding GmbH, Düsseldorf 95,1 *) 100,00
ThyssenKrupp Industrial Services NA, Inc., Southfield/Michigan, USA USD 20,4 4,0 100,00
ThyssenKrupp Information Services GmbH, Düsseldorf 281,7 *) 100,00
ThyssenKrupp ISIS Holding, Inc., Wilmington/Delaware, USA USD 0,5 -6,3 100,00
ThyssenKrupp-Jupiter Stomana OOD, Sofia, Bulgarien BGN 72,3 1,9 80,00
ThyssenKrupp Logistics, Inc., Wilmington/Delaware, USA USD 0,6 0,8 100,00
ThyssenKrupp Mannex Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 34,5 4,2 100,00
ThyssenKrupp Mannex GmbH, Essen 77,1 *) 100,00
ThyssenKrupp Mannex Pty. Ltd., Sydney/New South Wales, Australien AUD 39,1 5,0 100,00
ThyssenKrupp Mannex Sverige AB, Göteborg, Schweden SEK 13,4 0,2 100,00
ThyssenKrupp Mannex UK Ltd., Woking, Großbritannien GBP 0,8 0,0 100,00
ThyssenKrupp Máquinas e Equipamentos Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL -0,3 0,1 100,00
ThyssenKrupp Materials Austria GmbH, Wien, Österreich 2,0 -0,7 100,00
ThyssenKrupp Materials CA Ltd., Concord/Ontario, Kanada CAD 65,6 10,4 100,00
ThyssenKrupp Materials d.o.o., Indjija, Serbien 8,7 -0,1 100,00
ThyssenKrupp Materials France S.A.S., Maurepas, Frankreich 64,0 3,5 100,00
ThyssenKrupp Materials Holding (Thailand) Ltd., Samut Prakarn Province, Thailand THB 46,1 -0,1 100,00
ThyssenKrupp Materials Ibérica S.A., Martorelles, Spanien 18,4 2,8 100,00
ThyssenKrupp Materials International GmbH, Essen 748,4 *) 99,84
ThyssenKrupp Materials Korea Company Ltd., Seoul, South Korea KRW 16.322,9 146,4 60,00
ThyssenKrupp Materials, LLC, Southfield/Michigan, USA USD 39,8 25,5 100,00
ThyssenKrupp Materials NA, Inc., Southfield/Michigan, USA USD 212,4 107,8 100,00
ThyssenKrupp Materials Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande 13,2 1,6 100,00
ThyssenKrupp Materials Romania S.R.L., Bukarest, Rumänien RON -2,9 -5,3 100,00
ThyssenKrupp Materials Schweiz AG, Bronschhofen, Schweiz CHF 32,4 2,1 100,00
ThyssenKrupp Materials (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China CNY -19,5 -6,7 70,00
ThyssenKrupp Materials Sverige AB, Göteborg, Schweden SEK 23,1 -23,9 100,00
ThyssenKrupp Materials (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 54,7 6,5 83,50
ThyssenKrupp Materials (UK) Ltd., Smethwick, Großbritannien GBP 33,1 1,5 100,00
ThyssenKrupp Materials Vietnam LLC, Hanoi, Vietnam VND -383,7 -11,5 100,00
ThyssenKrupp Metallurgical Products Co., Ltd. Tianjin, Tianjin, VR China CNY 13,6 2,7 100,00
ThyssenKrupp Metallurgical Products GmbH, Essen 43,0 *) 100,00
ThyssenKrupp MetalServ GmbH, Essen 5,5 *) 100,00
ThyssenKrupp MillServices & Systems GmbH, Duisburg 46,6 6,8 68,00
ThyssenKrupp OnlineMetals, LLC, Southfield/Michigan, USA USD 3,0 1,4 100,00
ThyssenKrupp Otto Wolff N.V./S.A, Mechelen, Belgien 10,1 0,9 100,00
ThyssenKrupp Plastic Ibérica SL, Massalfassar (Valencia), Spanien 19,8 -1,6 100,00
ThyssenKrupp Plastics Austria GmbH, Hörsching, Österreich 157,6 4,3 100,00
ThyssenKrupp Plastics GmbH, Essen 10,0 *) 100,00
ThyssenKrupp Portugal - Aços e Serviços, S.A., Carregado, Portugal 11,5 0,4 100,00
ThyssenKrupp Schulte GmbH, Essen 0,1 *) 100,00
ThyssenKrupp Securitization Corp., Southfield/Michigan, USA USD 3,8 0,7 100,00
ThyssenKrupp Service Acier S.A.S., Fosses, Frankreich 17,4 0,0 100,00
ThyssenKrupp Services Immobilien GmbH, Düsseldorf 2,7 0,7 100,00
ThyssenKrupp Services Ltd., Coventry, Großbritannien GBP 4,9 2,6 100,00
ThyssenKrupp Services (UK) Ltd., Business Park Coventry West Midlands, Großbritannien GBP 3,0 0,0 100,00
ThyssenKrupp Stahlkontor GmbH, Düsseldorf 19,7 *) 99,98
ThyssenKrupp Stahl-Service-Center GmbH, Krefeld 58,3 *) 99,55
ThyssenKrupp Stahlunion Polska Sp. z o.o., Katowitz, Polen PLN 4,0 3,1 100,00
ThyssenKrupp Stal Serwis Polska Sp. z o.o., Dabrowa Górnicza, Polen PLN 32,7 10,9 100,00
ThyssenKrupp Steelcom Pty. Ltd., North Sydney/New South Wales, Australien AUD 9,8 0,8 100,00
ThyssenKrupp Steel Distribution, LLC , Wilmington/Delaware, USA USD 44,3 3,5 100,00
ThyssenKrupp Stokvis Plastics B.V., Roosendaal, Niederlande 28,3 -0,7 100,00
ThyssenKrupp Tiefbautechnik GmbH, Essen 0,1 *) 100,00
Thyssen Sudamerica N.V., Willemstad, Niederländische Antillen USD 3,7 -0,1 100,00
Thyssen Trading S.A., São Paulo, Brasilien BRL 22,2 0,5 100,00
TOO ThyssenKrupp-CL COO, Aktau, Kasachstan KZT -72,2 -43,7 51,00
UAB ThyssenKrupp Baltija, Klaipeda, Litauen LTL 2,4 0,8 51,00
Vermögensverwaltungsgesellschaft TAUS mbH, Grünwald 1.345,4 29,6 100,00
Vermögensverwaltungsgesellschaft TKAS mbH, Grünwald 211,6 5,5 100,00
Vermögensverwaltungsgesellschaft Xtend mbH, Grünwald 1,3 0,0 100,00
Xtend new media Holding GmbH, Grünwald 560,6 *) 100,00
Aceros de America Inc., San Juan, Puerto Rico USD 5,9 0,3 50,00
BCCW (Tangshan) Jiahua Coking & Chemical Co., Ltd., Tangshan, VR China CNY 284,3 -525,6 1) 25,00
Brouwer Shipping & Chartering GmbH, Hamburg 1,0 1,1 3) 30,00
Ferona Thyssen Plastics, s.r.o., Velká Bystrîce, Olomouc, Tschechische Republik CZK 95,2 -15,8 1) 50,00
Indo German International Private Ltd., New Delhi, Indien INR 107,7 2,8 2) 50,00
Leong Jin Corporation Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 118,8 10,8 1) 30,00
MRT Track & Services Co., Inc., Bloomfield/New Jersey, USA USD 0,0 -0,1 50,00
Polarputki Oy, Helsinki, Finnland 20,3 2,7 1) 50,00
Resopal S.A., Madrid, Spanien 6,2 -10,0 1) 20,00
SIB Schell Industrieanlagen-Bau GmbH, Duisburg 1,0 0,2 50,00
Sidecontrol S.L., Gandia, Spanien 0,3 0,1 1) 50,00
Solid Slab Track GmbH, Görschen 0,1 0,0 49,00
TGHM GmbH & Co. KG, Dortmund 4,6 4,9 1) 50,00
TGHM Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund 0,0 0,0 1) 50,00
Thyssen Ros Casares S.A., Valencia, Spanien 9,5 -0,6 50,00
Elevator Technology
ThyssenKrupp Elevator AG, Düsseldorf 326,1 *) 100,00
Ascenseurs Drieux-Combaluzier S.A.S., Les Lilas, Frankreich 10,5 5,4 100,00
ASEL Ascensores S.L., Madrid, Spanien 0,5 0,0 100,00
AVIOTEAM Servizio e Manutenzioni S.r.l., Rom, Italien 0,1 0,0 65,00
Bardeck Lift Engineers Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP -0,7 -0,1 100,00
Christian Hein GmbH, Langenhagen 0,5 *) 100,00
Compagnie des Ascenseurs et Elevateurs S.A.M. 'CASEL SAM', Monaco, Monaco 2,2 0,4 99,60
Computerized Elevator Control Corp., New York, USA USD 0,9 0,0 100,00
ELEG Europäische Lift + Escalator GmbH, Düsseldorf 4,0 *) 100,00
Eurolift Elevatori S.r.l., Rimini, Italien 0,1 0,1 5) 100,00
GMT Aufzug-Service GmbH, Forst 0,3 *) 100,00
GWH Aufzüge GmbH, Himmelstadt 0,1 *) 100,00
Haisch Aufzüge GmbH, Gingen/Fils 0,3 *) 100,00
Hammond & Champness Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP 0,5 0,0 100,00
Hanseatische Aufzugsbau GmbH, Rostock 0,3 *) 100,00
HK Services A/S, Bergen, Norwegen NOK 30,3 5,8 100,00
KONCAR-DIZALA I SERVIS d.o.o. Mostar, Mostar, Kroatien 0,0 0,0 1) 51,00
LiftEquip GmbH Elevator Components, Neuhausen a.d.F. 0,1 *) 100,00
Liftservice und Montage GmbH, Saarbrücken 0,1 *) 100,00
MGTI SNEV S.A.S., Saint Jeannet, Frankreich 1,2 0,6 100,00
MP Transtec AB, Kävlinge, Schweden SEK 20,5 -0,4 100,00
Mulder Liftservice B.V., Nuth, Niederlande 1,2 0,9 100,00
M.Z. Ascensori S.R.L., Milano, Italien 0,4 0,6 100,00
OOO ThyssenKrupp Elevator, Moskau, Russland RUB 0,5 -21,7 100,00
Proxi-Line E.U.R.L., Angers, Frankreich 0,6 0,3 100,00
PT. ThyssenKrupp Elevator Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 7.299,2 -835,9 94,68
Rheinstahl Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf 0,2 0,0 100,00
Skylift B.V., Barneveld, Niederlande 4,4 2,4 100,00
Sun Rhine Enterprises Ltd., Taipei, Taiwan TWD 355,0 64,3 100,00
Sun Rich Enterprises Ltd., Taipei, Taiwan TWD 4,4 0,3 100,00
Tepper Aufzüge GmbH, Münster 1,8 *) 100,00
The Britannic Lift Company Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP 1,6 -0,2 100,00
Thyssen Elevators Co., Ltd., Zhongshan, VR China CNY 813,5 -46,0 100,00
ThyssenKrupp Access China Ltd., Shanghai, VR China CNY 19,8 8,7 100,00
ThyssenKrupp Access Corp., Kansas City/Missouri, USA USD 125,7 -16,1 100,00
ThyssenKrupp Access Holding GmbH, Essen 0,1 *) 100,00
ThyssenKrupp Accessibility B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 21,9 8,5 100,00
ThyssenKrupp Access Japan Co., Ltd., Tokio, Japan JPY 52,9 21,0 100,00
ThyssenKrupp Access Ltd., Stockton-on-Tees, Großbritannien GBP 11,4 3,0 100,00
ThyssenKrupp Access Manufacturing, LLC, Wilmington/Delaware, USA USD 36,1 -64,3 100,00
ThyssenKrupp Airport Services S.L., Mieres / Asturias, Spanien 3,0 3,3 100,00
ThyssenKrupp Airport Systems Co. (Zhongshan) Ltd., Zhongshan/Guangdong, VR China CNY -30,9 -49,8 100,00
ThyssenKrupp Airport Systems Inc., Fort Worth/Texas, USA USD 3,5 -0,8 100,00
ThyssenKrupp Airport Systems, S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 11,4 5,6 100,00
ThyssenKrupp Asansör Sanayi ve Tic. A.S., Istanbul, Türkei TRY 10,2 -11,4 100,00
ThyssenKrupp Ascenseurs Luxembourg S.a.r.l., Luxemburg, Luxemburg 9,1 0,6 100,00
ThyssenKrupp Ascenseurs S.A.S., Angers, Frankreich 69,9 18,2 100,00
ThyssenKrupp Aufzüge AG, Rümlang, Schweiz CHF 25,6 8,7 100,00
ThyssenKrupp Aufzüge Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 27,3 6,1 100,00
ThyssenKrupp Aufzüge GmbH, Stuttgart 8,5 *) 100,00
ThyssenKrupp Aufzüge Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP 24,9 -0,7 100,00
ThyssenKrupp Aufzüge Norge A/S, Oslo, Norwegen NOK 131,4 -1,1 100,00
ThyssenKrupp Aufzugswerke GmbH, Neuhausen a.d.F. 16,4 *) 99,50
ThyssenKrupp Aufzugswerke Konstruktions GmbH, Gratkorn, Österreich 0,1 0,0 100,00
ThyssenKrupp Dizala d.o.o., Zagreb, Kroatien HRK 12,0 1,3 100,00
ThyssenKrupp dvigala d.o.o., Trzin, Slowenien 0,1 -0,1 100,00
ThyssenKrupp Elevadores S.A., Bogota, Kolumbien COP 15.642,3 3.274,6 100,00
ThyssenKrupp Elevadores S.A., Buenos Aires, Argentinien ARS 12,0 0,5 100,00
ThyssenKrupp Elevadores S.A.C., Lima, Peru PEN 14,1 5,1 100,00
ThyssenKrupp Elevadores, S.A. de C.V., Mexico City, Mexico MXN 82,5 13,9 100,00
ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Guatemala, Guatemala GTQ 30,5 8,5 100,00
ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Lissabon, Portugal 37,2 1,3 100,00
ThyssenKrupp Elevadores S.A., Panama, Panama USD 1,8 0,2 100,00
ThyssenKrupp Elevadores S.A., Santiago de Chile-Nunoa, Chile CLP 5.976,1 929,0 100,00
ThyssenKrupp Elevadores, S.A., São Paulo , Brasilien BRL 435,9 130,9 99,81
ThyssenKrupp Elevadores, S.L., Madrid, Spanien 267,1 92,9 100,00
ThyssenKrupp Elevadores, S.R.L., Asunción, Paraguay PYG 4.330,7 1.005,7 100,00
ThyssenKrupp Elevadores, S.R.L., Montevideo, Uruguay UYU -1,7 0,0 100,00
ThyssenKrupp Elevator Almoayyed W.L.L., Manama, Bahrain BHD 0,6 0,1 70,00
ThyssenKrupp Elevator Americas Corp., Wilmington/Delaware, USA USD 305,7 142,1 100,00
ThyssenKrupp Elevator A/S, Glostrup, Dänemark DKK 42,6 4,0 100,00
ThyssenKrupp Elevator Asia Pacific Ltd., Hongkong, VR China HKD 1,4 -15,2 100,00
ThyssenKrupp Elevator A/S, Oslo, Norwegen NOK 32,3 9,2 100,00
ThyssenKrupp Elevator Australia Pty. Ltd., Sydney/New South Wales, Australien AUD 25,6 4,0 100,00
ThyssenKrupp Elevator (BD) Pvt. Ltd., Dhaka, Bangladesch BDT 19,6 0,1 100,00
ThyssenKrupp Elevator B.V., Krimpen aan den IJssel, Niederlande 71,8 9,9 100,00
ThyssenKrupp Elevator Canada Ltd., Toronto/Ontario, Kanada CAD 447,9 54,9 100,00
ThyssenKrupp Elevator Capital Corp., Wilmington/Delaware, USA USD 454,8 1,6 100,00
ThyssenKrupp Elevator (CENE) GmbH, Essen 133,6 *) 100,00
ThyssenKrupp Elevator (CENE) Infrastruktur GmbH, Essen 5,0 *) 100,00
ThyssenKrupp Elevator Corp., Wilmington/Delaware, USA USD 565,6 133,7 100,00
ThyssenKrupp Elevator (EBC) GmbH, Berlin 2,0 -10,3 *) 100,00
ThyssenKrupp Elevator Egypt Ltd., Kairo, Ägypten EGP 53,2 10,1 100,00
ThyssenKrupp Elevator & Escalator (Shanghai) Co.Ltd., Shanghai, VR China CNY 5,8 0,3 100,00
ThyssenKrupp Elevator (ES/PBB) GmbH, Essen 0,2 *) 100,00
ThyssenKrupp Elevator (HK) Ltd., Hongkong, VR China HKD 50,2 -2,3 100,00
ThyssenKrupp Elevator Holding France S.A.S., Puteaux Cedex, Frankreich 120,5 32,3 100,00
ThyssenKrupp Elevatori d.o.o., Belgrad, Serbien RSD 10,6 -6,7 100,00
ThyssenKrupp Elevator Inc., San Juan, Puerto Rico USD 7,7 1,3 100,00
ThyssenKrupp Elevator (India) Private Limited, New Delhi, Indien INR 792,9 68,2 100,00
ThyssenKrupp Elevator Innovation Center, S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 1,1 0,0 100,00
ThyssenKrupp Elevator Installation and Maintenance (China) Co. Ltd., Guangzhou, VR China CNY 5,8 -4,1 100,00
ThyssenKrupp Elevator Ireland, Ltd., Dublin, Irland 0,6 0,4 100,00
ThyssenKrupp Elevator Israel LP, Rishon Le'zion, Israel ILS 25,0 1,8 100,00
ThyssenKrupp Elevator Italia S.p.A., Mailand, Italien 22,2 -12,9 100,00
ThyssenKrupp Elevator/Jordan Ltd. Co., Amman, Jordanien JOD 0,3 -2,2 100,00
ThyssenKrupp Elevator (Korea) Ltd., Seoul, Korea, Republik KRW 65.584,2 5.973,5 100,00
ThyssenKrupp Elevator L.L.C., Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,5 0,0 6) 49,00
ThyssenKrupp Elevator Malaysia Sdn. Bhd., Selangor, Malaysia MYR 15,4 -0,7 100,00
ThyssenKrupp Elevator (Management) Ltd., Rishon Le'zion, Israel ILS -0,1 0,0 100,00
ThyssenKrupp Elevator Manufacturing France S.A.S., Angers, Frankreich -7,1 -12,3 100,00
ThyssenKrupp Elevator Manufacturing Inc., Collierville/Tennessee, USA USD 49,9 -1,1 100,00
ThyssenKrupp Elevator Manufacturing Spain S.L.U., Andoain, Spanien 6,2 -1,9 100,00
ThyssenKrupp Elevator Maroc S.A.R.L., Casablanca,Marruecos, Marokko MAD 3,1 0,5 100,00
ThyssenKrupp Elevator New Zealand Ltd., Auckland, Neuseeland NZD 2,1 0,5 100,00
ThyssenKrupp Elevator Queensland Pty. Ltd., Melbourne/Victoria, Australien AUD 0,0 0,5 100,00
ThyssenKrupp Elevator Research GmbH, Düsseldorf 0,0 *) 100,00
ThyssenKrupp Elevator Saudi Co. Ltd., Riyadh, Saudi Arabien SAR 75,0 29,2 100,00
ThyssenKrupp Elevators Bulgaria EAD, Sofia, Bulgarien BGN 0,0 -0,9 100,00
ThyssenKrupp Elevators Hellas S.A., Athen, Griechenland 2,2 -2,3 100,00
ThyssenKrupp Elevator (Singapore) Pte.Ltd., Singapur, Singapur SGD 4,1 -1,9 100,00
ThyssenKrupp Elevator (South Africa) (Pty.) Ltd., Johannesburg, Südafrika ZAR 11,3 -5,7 100,00
ThyssenKrupp Elevator Southern Europe, Africa & Middle East, S.L.U., Madrid, Spanien 382,7 95,5 100,00
ThyssenKrupp Elevator Sp. z o.o., Warschau, Polen PLN 11,8 -1,4 100,00
ThyssenKrupp Elevator SRL, Bukarest, Rumänien RON 0,6 0,0 100,00
ThyssenKrupp Elevators (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China CNY 232,1 75,2 100,00
ThyssenKrupp Elevator Sverige AB, Stockholm, Schweden SEK 15,4 -21,0 100,00
ThyssenKrupp Elevator (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 63,7 11,6 100,00
ThyssenKrupp Elevator UAE (L L C), Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 17,7 -17,7 100,00
ThyssenKrupp Elevator UK Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP 5,2 -3,6 100,00
ThyssenKrupp Elevator Vietnam Co., Ltd., Hanoi, Vietnam VND 35.029,7 12.088,0 100,00
ThyssenKrupp Encasa Asansör Sanayi Ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei TRY 0,2 -0,1 7) 60,00
ThyssenKrupp Encasa AS, Oslo, Norwegen NOK 25,1 1,3 100,00
ThyssenKrupp Encasa B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 2,1 0,5 100,00
ThyssenKrupp Encasa GmbH, Neuss 0,2 *) 100,00
ThyssenKrupp Encasa Limited, Cleveland, Großbritannien GBP -0,4 0,8 100,00
ThyssenKrupp Encasa N.V., Gent, Belgien 14,0 2,1 100,00
ThyssenKrupp Encasa S.A.S., Courbevoie, Frankreich 1,0 0,8 100,00
ThyssenKrupp Encasa, SA, Sintra, Portugal 0,5 0,0 100,00
ThyssenKrupp Encasa S.L., Madrid, Spanien 0,9 0,5 100,00
ThyssenKrupp Encasa S.r.l., Pisa, Italien 1,2 0,3 100,00
ThyssenKrupp Escalator Co. (China) Ltd., Zhongshan/Guangdong, VR China CNY 140,5 -3,7 100,00
ThyssenKrupp Fahrtreppen GmbH, Hamburg 2,5 *) 100,00
ThyssenKrupp Hissit Oy, Helsinki, Finnland -2,0 -2,4 100,00
ThyssenKrupp Industries and Services Qatar LLC, Doha, Katar QAR 18,1 8,8 100,00
ThyssenKrupp Kazlift LLP, Almaty, Kasachstan KZT 65,6 16,3 100,00
ThyssenKrupp Liften Ascenseurs S.A., Brüssel, Belgien 68,6 2,4 100,00
ThyssenKrupp Liften B.V., Krimpen aan den IJssel, Niederlande 9,3 -1,1 100,00
ThyssenKrupp Lift Kft, Budapest, Ungarn HUF 127,5 -121,6 100,00
ThyssenKrupp Lifts Pacific Pty. Ltd., Alexandria/New South Wales, Australien AUD 17,5 6,1 100,00
ThyssenKrupp Monolift AB, Stockholm, Schweden SEK 7,1 0,2 100,00
ThyssenKrupp Norte S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 15,5 0,5 100,00
ThyssenKrupp Northern Elevator Corp., Scarborough/Ontario, Kanada CAD 306,3 3,4 100,00
ThyssenKrupp Rulletrapper A/S, Oslo, Norwegen NOK 49,4 14,4 100,00
ThyssenKrupp Technologies (Cambodia) Co., Ltd., Phnom Penh, Kambodscha USD 0,0 0,0 5) 100,00
ThyssenKrupp Vytahy s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik 0,0 -0,2 100,00
ThyssenKrupp Vytahy s.r.o., Prag, Tschechische Republik CZK -4,2 -22,1 100,00
TK Lif & Eskalator Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia MYR 0,1 0,0 100,00
TOB ThyssenKrupp Elevator Ukraine, Kiew, Ukraine UAH 5,2 0,1 100,00
Trapo Küng AG, Basel, Schweiz CHF 8,4 1,5 100,00
Braun ThyssenKrupp Elevator LLC, Madison/Wisconsin, USA USD 1,4 1,8 4) 50,00
Eros Elevators & Escalators Pvt. Ltd., Mumbai, Indien INR 22,7 24,1 2) 25,10
Marohn Elevator Co. Ltd., Changshu City, Jiangsu Province, VR China CNY -11,6 -31,0 1) 25,00
Plant Technology
A-C Equipment Services Corp., Milwaukee/Wisconsin, USA USD 6,6 1,3 100,00
AWG Industrieanlagen und Wassertechnik GmbH Berlin, Berlin 0,0 *) 100,00
Edeleanu SDN. BHD., Kuala Lumpur, Malaysia MYR -3,0 -0,1 100,00
ELEX CemCat AG, Schwerzenbach, Schweiz CHF -1,4 -0,4 60,00
GKI-OFU Industrieofenbau GmbH, Dortmund 0,3 0,0 100,00
Krupp Canada Inc., Calgary/Alberta, Kanada CAD 54,6 -36,8 100,00
Maerz Ofenbau AG, Zürich, Schweiz CHF 9,5 2,4 100,00
Maerz Ofenbau SRL, Timisoara, Rumänien RON 845,5 132,9 100,00
Mining Plants & Systems Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien BGN -1,5 0,0 100,00
OOO Polysius, Moskau, Russland RUB 34,5 2,0 100,00
OOO ThyssenKrupp System Engineering, Kaluga, Russland RUB 17,4 -2,6 100,00
OOO Uhde, Dzerzhinsk, Russland RUB 40,5 -13,0 100,00
OSC Process Engineering Ltd., Stockport, Großbritannien GBP 0,0 0,0 90,00
Polysius Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 0,8 0,9 100,00
Polysius Corp., Atlanta/Georgia, USA USD 6,4 1,0 100,00
Polysius de Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien ARS 0,9 0,2 100,00
Polysius del Peru S.A., Arequipa, Peru PEN 28,9 0,7 100,00
Polysius de Mexico S.A. de C.V., Mexico-City, Mexico MXN 79,9 41,5 100,00
Polysius do Brasil Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 237,3 47,7 100,00
Polysius Engineering Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia MYR 1,1 -0,9 100,00
Polysius-Hilfe GmbH, Münster 0,3 -0,5 100,00
Polysius Ingenieria y Servicios del Peru S.A., Arequipa, Peru PEN 5,8 1,6 100,00
Polysius Ltd., Ascot/Berkshire, Großbritannien GBP 3,2 0,0 100,00
Polysius S.A., Madrid, Spanien -3,3 0,2 100,00
Polysius S.A.S., Aix en Provence, Frankreich 46,0 21,7 100,00
Polysius (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China CNY 77,7 -21,9 100,00
Polysius Vietnam Ltd., Hanoi, Vietnam VND -16.818,5 -11.185,6 100,00
PT. ThyssenKrupp Polysius Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 13.741,0 2.984,4 67,00
PWH Materials Handling Systems Inc., Calgary/Alberta, Kanada CAD 1,3 -0,1 100,00
ThyssenKrupp BulkTec (China) Ltd., Beijing, VR China CNY 157,2 -80,2 100,00
ThyssenKrupp Engineering (Australia) Pty. Ltd., Stirling/Western Australia, Australien AUD 21,3 2,1 100,00
ThyssenKrupp Engineering (Proprietary) Ltd., Gaborone, Botswana BWP 0,0 -0,1 100,00
ThyssenKrupp Engineering (Proprietary) Ltd., Sunninghill, Südafrika ZAR 491,8 109,4 100,00
ThyssenKrupp Fördertechnik GmbH, Essen 64,4 *) 100,00
ThyssenKrupp Industries India Pvt. Ltd., Pimpri, Indien INR 5.286,8 952,3 54,73
ThyssenKrupp Ingenieria Chile Ltda., Santiago de Chile, Chile CLP 1.913,6 586,3 100,00
ThyssenKrupp KH Mineral S.A.S., Sarreguemines, Frankreich 2,5 0,7 100,00
ThyssenKrupp Krause Ltd., Redhill/Surrey, Großbritannien GBP 0,0 0,0 100,00
ThyssenKrupp Materials Handling Pty. Ltd., Stirling/Western Australia, Australien AUD 26,4 24,7 100,00
ThyssenKrupp Otto Corp., Japan, Tokio, Japan JPY -321,4 -808,8 100,00
ThyssenKrupp PDNA Engineering (Proprietary) Ltd., Sunninghill, Südafrika ZAR 62,2 12,1 74,90
ThyssenKrupp Polysius AG, Beckum 28,3 *) 100,00
ThyssenKrupp Polysius Australia Pty. Ltd., Perth/Western Australia, Australien AUD 19,0 2,6 100,00
ThyssenKrupp Robins Inc., Denver/Colorado, USA USD 18,1 5,0 100,00
ThyssenKrupp Saudi Arabia Contracting Company Limited, Riyadh, Saudi Arabien SAR 2,0 0,0 100,00
ThyssenKrupp Servicios S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico MXN 1,7 2,9 100,00
ThyssenKrupp Singapore Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD -4,9 0,4 100,00
ThyssenKrupp System Engineering GmbH, Essen 79,5 *) 100,00
ThyssenKrupp System Engineering, Inc., Auburn Hills/Michigan, USA USD 50,0 7,2 100,00
ThyssenKrupp System Engineering India Private Limited, Pune, Indien INR 9,8 1,9 100,00
ThyssenKrupp System Engineering Ltda., Diadema-São Paulo, Brasilien BRL -93,6 -17,9 100,00
ThyssenKrupp System Engineering Ltd., East Grinstead, West Sussex, Großbritannien GBP 3,3 0,4 100,00
ThyssenKrupp System Engineering S.A., Barcelona, Spanien 0,3 0,8 100,00
ThyssenKrupp System Engineering, S.A. de C.V., Santiago de Querétaro, Mexico MXN -86,4 -11,7 100,00
ThyssenKrupp System Engineering S.A.S., Ensisheim, Frankreich 5,6 1,5 100,00
ThyssenKrupp System Engineering (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China CNY 27,1 12,6 100,00
ThyssenKrupp System Engineering Sp. z o.o., Gdansk, Polen PLN 23,6 0,1 100,00
ThyssenKrupp System Engineering S.r.l., Turin, Italien 470,7 202,7 100,00
ThyssenKrupp Transrapid GmbH, Kassel 3,1 *) 100,00
ThyssenKrupp Uhde Energy & Power Consultants Ltd., Wales, Großbritannien GBP 0,7 0,0 5) 100,00
ThyssenKrupp Uhde Energy & Power Global Limited, Wales, Großbritannien GBP 0,0 0,0 5) 100,00
ThyssenKrupp Uhde Energy & Power Ltd., Wales, Großbritannien GBP 0,4 0,1 5) 100,00
ThyssenKrupp Uhde GmbH, Dortmund 53,9 *) 100,00
TOV Polysius Ukraine, Kiew, Ukraine UAH 5,8 -0,3 100,00
Uhde Arabia Ltd., Al-Khobar, Saudi Arabien SAR 10,4 -1,6 60,00
Uhde Asia Pacific Pty. Ltd., West Melbourne/Victoria, Australien AUD 15,5 0,4 100,00
Uhde Corporation of America, Bridgeville/Pennsylvania, USA USD 5,8 5,2 100,00
Uhde do Brasil Ltda., São Paulo, Brasilien BRL -19,9 -2,9 100,00
Uhde Edeleanu s.r.o., Brno, Tschechische Republik CZK 5,9 0,7 100,00
Uhde Engineering Consulting (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China CNY 3,0 -0,1 100,00
Uhde Engineering de México, S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico MXN -96,7 -70,2 100,00
Uhde Engineering Egypt Company (S.A.E.), Kairo, Ägypten EGP 8,4 -0,6 100,00
Uhde Fertilizer Technology B.V., Amsterdam, Niederlande 23,1 7,6 100,00
Uhde High Pressure Technologies GmbH, Hagen 6,2 *) 100,00
Uhde India Private Ltd., Mumbai, Indien INR 2.011,5 433,8 80,43
Uhde Inventa-Fischer AG, Domat / Ems, Schweiz CHF 9,5 3,5 100,00
Uhde Inventa-Fischer Chemical Fiber Equipment (Shanghai) Ltd., Shanghai, VR China CNY 1,0 -0,6 100,00
Uhde Inventa-Fischer GmbH, Berlin 15,4 *) 100,00
Uhde Mexico S.A. de C.V., Mexico City, Mexico MXN -31,7 22,9 100,00
Uhde Services and Consulting GmbH, Dortmund 0,4 *) 100,00
Uhde Services GmbH, Haltern am See 0,3 *) 100,00
Uhde Services Slovakia s.r.o., Lazaretská, Slowakische Republik 0,4 0,1 100,00
Uhde Shedden (Australia) Pty. Ltd., South Melbourne/Victoria, Australien AUD 27,0 7,1 100,00
Uhde (Thailand) Ltd., Bangkok, Thailand THB 109,8 -8,3 48,38
Umatac Industrial Processes Inc., Calgary/Alberta, Kanada CAD 5,8 0,3 70,00
HFS Hotforming Solutions GmbH, Schwalbach 199,2 89,1 50,00
KEPCO-Uhde Inc., Seoul, Korea, Republik KRW 16.927,9 -277,1 34,00
Uhdenora S.p.A., Milan, Italien 7,6 3,9 50,00
Vecoplan FuelTrack GmbH, Bad Marienberg -1,4 -1,0 51,00
Components Technology
Berco Bulgaria EOOD, Apriltsi, Bulgarien BGN 1,3 0,5 1) 100,00
BERCO Deutschland GmbH, Ennepetal 2,4 *) 100,00
Berco of America Inc., Waukesha/Wisconsin, USA USD 8,7 2,5 100,00
Berco (Shanghai) Undercarriage Technology Co., Ltd., Shanghai, VR China CNY -0,4 -18,8 100,00
Berco (Shanghai) Undercarriage Trading Co.,Ltd., Shanghai, VR China CNY 7,7 -3,5 100,00
Berco S.p.A., Copparo, Italien 52,1 -14,9 100,00
BercoSul Ltda., Diadema-São Paulo, Brasilien BRL 23,8 -10,1 100,00
Berco (UK) Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 1,4 -0,1 100,00
Berco Undercarriages (India) Private Ltd., Andrah Pradesh, Indien INR 330,3 -58,4 100,00
BMB Steering Innovation GmbH, Schönebeck 7,0 1,2 100,00
Chengdu ThyssenKrupp Fawer Spring Co. Ltd., Chengdu, VR China CNY 42,1 -12,9 8) 100,00
Defontaine Ibérica S.A., Viana, Spanien 1,4 -0,1 100,00
Defontaine (Qingdao) Machinery Co., Ltd., Jiaonan City, Shandong Province, VR China CNY 357,8 11,7 100,00
Defontaine S.A., Saint Herblain, Frankreich 28,9 6,2 100,00
Defontaine Tunisie S.A., Ben Arous, Tunesien TND 0,7 -0,3 50,97
HF Vermögensverwaltungsgesellschaft im Ruhrtal GmbH, Hagen 2,7 *) 99,95
Kraemer & Freund Handel GmbH, Hagen 3,0 *) 100,00
Nippon Roballo Company Ltd., Minato-ku/Tokio, Japan JPY 9.156,3 1.582,0 100,00
OOO PSL, Moskau, Russland RUB 5,5 3,6 100,00
PSL a.s., Povazská Bystrica, Slowakische Republik 68,1 1,0 100,00
PSL of America Inc., Twinsburg/Ohio, USA USD 4,9 0,5 100,00
PSL Wälzlager GmbH, Dietzenbach 6,1 1,1 100,00
REX (Xuzhou) Slewing Bearing Co., Ltd., Xuzhou, VR China CNY 1.096,7 122,8 60,00
Roballo Engineering Company Ltd., Peterlee, Großbritannien GBP 4,9 -0,3 100,00
Roballo France S.A.R.L., Rueil-Malmaison, Frankreich 0,4 0,0 100,00
Robrasa Rolamentos Especiais Rothe Erde Ltda., Diadema, Brasilien BRL 11,8 -26,1 100,00
Rotek Incorporated, Aurora/Ohio, USA USD 28,5 -2,3 100,00
Rothe Erde GmbH, Dortmund 30,7 *) 100,00
Rothe Erde Ibérica S.A., Zaragoza, Spanien 2,7 0,1 100,00
Rothe Erde India Private Ltd., Maharashtra, Indien INR 1.608,5 126,3 100,00
Rothe Erde - Metallurgica Rossi S.p.A., Visano, Italien 4,1 0,5 100,00
Springs and Stabilizers Holding GmbH, Essen 36,0 *) 100,00
ThyssenKrupp Automotive Italia S.r.l., Turin, Italien 0,3 0,1 100,00
ThyssenKrupp Automotive Sales & Technical Center, Inc., Troy/Michigan, USA USD 24,7 7,2 100,00
ThyssenKrupp Automotive Systèmes France S.A.R.L., Hambach, Frankreich 0,2 0,7 100,00
ThyssenKrupp Automotive Systems de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 76,4 35,3 100,00
ThyssenKrupp Automotive Systems GmbH, Essen 31,2 *) 100,00
ThyssenKrupp Automotive Systems of America. LLC, Wilmington/Delaware, USA USD 4,4 4,3 100,00
ThyssenKrupp Bilstein Brasil Molas e Componentes de Suspensão Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 110,3 8,1 100,00
ThyssenKrupp Bilstein Compa S.A., Sibiu, Rumänien RON 13,6 14,8 73,09
ThyssenKrupp Bilstein GmbH, Ennepetal 79,6 *) 99,50
ThyssenKrupp Bilstein Ibérica, S.L.U., Alonsotegui, Spanien 13,1 2,6 100,00
ThyssenKrupp Bilstein of America Inc., San Diego/California, USA USD -17,2 2,8 100,00
ThyssenKrupp Bilstein Sasa S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico MXN 732,9 115,8 100,00
ThyssenKrupp Bilstein Woodhead Ltd., Leeds, Großbritannien GBP 12,3 4,0 100,00
ThyssenKrupp Crankshaft Co. LLC, Danville/Illinois, USA USD 37,0 7,8 100,00
ThyssenKrupp Engine Components (China) Co., Ltd., Nanjing, VR China CNY 515,6 -102,8 100,00
ThyssenKrupp Engine Components (India) Private Ltd., Nashik, Indien INR -369,6 -517,3 100,00
ThyssenKrupp Fawer Liaoyang Spring Co., Ltd., Liaoyang/Liaoning, VR China CNY 278,7 19,5 60,00
ThyssenKrupp Federn GmbH, Hagen 58,9 *) 100,00
ThyssenKrupp Federn und Stabilisatoren GmbH, Hagen 36,0 *) 100,00
ThyssenKrupp Gerlach GmbH, Homburg/Saar 54,8 *) 100,00
ThyssenKrupp Mavilor S.A., L'Horme, Frankreich 6,8 1,5 100,00
ThyssenKrupp Metalúrgica Campo Limpo Ltda., Campo Limpo Paulista, Brasilien BRL 872,8 122,5 59,77
ThyssenKrupp Metalúrgica de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 601,9 57,0 100,00
ThyssenKrupp Metalúrgica Servicios S.A. de C.V., Puebla, Mexico D)
ThyssenKrupp Metalúrgica Santa Luzia Ltda., Santa Luzia, Brasilien BRL 107,2 15,0 100,00
ThyssenKrupp Presta Aktiengesellschaft, Eschen, Liechtenstein CHF 256,7 -97,6 100,00
ThyssenKrupp Presta Chemnitz GmbH, Chemnitz 4,1 *) 100,00
ThyssenKrupp Presta Cold Forging LLC, Wilmington/Delaware, USA USD 0,0 2,9 100,00
ThyssenKrupp Presta Dalian Co. Ltd., Dalian, VR China CNY 494,6 152,7 100,00
ThyssenKrupp Presta Danville, LLC, Danville/Illinois, USA USD 19,5 0,8 100,00
ThyssenKrupp Presta de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 398,8 -151,5 100,00
ThyssenKrupp Presta do Brasil Ltda., Curitiba, Brasilien BRL 95,5 2,4 100,00
ThyssenKrupp Presta Esslingen GmbH, Esslingen 1,3 *) 100,00
ThyssenKrupp Presta Fawer (Changchun) Co. Ltd., Changchun, VR China CNY 270,9 144,5 60,00
ThyssenKrupp Presta France S.A.S., Florange, Frankreich 33,4 7,3 100,00
ThyssenKrupp Presta HuiZhong Shanghai Co., Ltd., Shanghai, VR China CNY 404,5 111,5 60,00
ThyssenKrupp Presta Hungary Kft., Budapest, Ungarn HUF 1.164,3 174,4 100,00
ThyssenKrupp Presta Ilsenburg GmbH, Ilsenburg 34,7 *) 100,00
ThyssenKrupp Presta Japan Co., Ltd., Tokio, Japan JPY 115,3 4,0 100,00
ThyssenKrupp Presta Servicios de Mèxico S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN E)
ThyssenKrupp Presta Shanghai Co. Ltd., Shanghai, VR China CNY -11,7 -84,3 100,00
ThyssenKrupp Presta SteerTec GmbH, Düsseldorf 44,1 *) 100,00
ThyssenKrupp Presta SteerTec Mülheim GmbH, Mülheim 1,3 *) 100,00
ThyssenKrupp Presta SteerTec Poland Sp.z o.o., Meseritz, Polen PLN 8,2 0,5 100,00
ThyssenKrupp Presta SteerTec Schönebeck GmbH, Schönebeck 3,0 2,3 *) 100,00
ThyssenKrupp Presta TecCenter AG, Eschen, Liechtenstein CHF 27,9 5,2 100,00
ThyssenKrupp Presta USA, LLC, Terre Haute/Indiana, USA USD 34,9 7,7 100,00
ThyssenKrupp Sasa Servicios S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico F)
ThyssenKrupp Technologies Japan Co., Ltd., Tokio, Japan JPY 10,6 -7,6 100,00
ThyssenKrupp Valvetrain GmbH, Ilsenburg (Harz) 0,0 *) 100,00
Xuzhou Rothe Erde Ring Mill Co., Ltd., Xuzhou, VR China CNY 300,0 52,1 100,00
Xuzhou Rothe Erde Slewing Bearing Co., Ltd., Xuzhou, VR China CNY 730,3 71,9 60,00
Huizhou Sumikin Forging Company Ltd., Huizhou, VR China CNY 289,1 2,2 1) 34,00
Marine Systems
Blohm+Voss El Djazair S.a.r.l., Algier, Algerien DZD 7,1 -10,8 100,00
Blohm + Voss Marine Systems GmbH, Hamburg -0,8 *) 100,00
Blohm + Voss Naval GmbH, Hamburg -13,8 *) 100,00
Blohm + Voss Shipyards & Services GmbH, Hamburg 0,0 *) 100,00
Emder Werft und Dockbetriebe GmbH, Emden 5,6 *) 100,00
Greek Naval Shipyards Holding S.A., Skaramanga, Griechenland 0,4 -0,2 100,00
HDW/MFI Business Partnership, Kiel 1,5 1,1 100,00
Hörn-Beteiligungs-GmbH, Kiel 0,6 0,0 100,00
Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH, Kiel 91,8 *) 100,00
IKL Ingenieurkontor Lübeck GmbH, Kiel 0,0 0,0 100,00
Innovative Meerestechnik GmbH, Emden 1,0 *) 100,00
Kockums AB, Malmö, Schweden SEK 138,4 14,5 100,00
Kockums Submarine Systems AG, Malmö, Schweden SEK 0,1 0,0 100,00
MarineForce International LLP, London, Großbritannien GBP -7,8 7,2 100,00
Maritime Services Consultant Enterprise Sdn.Bhd., Petaling Jaya, Malaysia MYR 5,5 2,4 100,00
Schiffahrtskontor "MARITIM" GmbH, Kiel 0,3 0,0 100,00
SVG Steinwerder Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 1,0 *) 100,00
ThyssenKrupp Marine Systems AG, Hamburg 64,3 *) 100,00
ThyssenKrupp Marine Systems Australia Pty Ltd, Canberra/Australian Capital Territory, Australien AUD 1,1 -0,1 100,00
ThyssenKrupp Marine Systems Canada Inc., Ottawa/Ontario , Kanada CAD 0,3 -0,2 100,00
ThyssenKrupp Marine Systems (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 0,9 -2,7 100,00
ThyssenKrupp Marin Sistem Gemi Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei TRY 0,2 -0,1 60,00
ThyssenKrupp Technologies Hellas Marketing Services S.A., Athen, Griechenland 0,0 0,0 100,00
Atlas Elektronik GmbH, Bremen 66,3 3,1 1) 51,00
Fortis Marine Solution Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 3,9 -1,4 1) 49,00
Hellenic Shipyards S.A., Skaramanga, Griechenland -295,6 -46,6 24,90
LISNAVE-ESTALEIROS NAVAIS S.A., Lissabon, Portugal 30,2 5,2 1) 20,00
MARLOG Marine Logistik GmbH & Co. KG, Kiel 3,9 2,4 1) 50,00
Marlog Verwaltungsgesellschaft mbH, Kiel 0,0 0,0 1) 50,00
MTG Marinetechnik GmbH, Hamburg 4,5 0,4 1) 49,00
SIAG Nordseewerke GmbH, Emden 0,0 0,0 20,00
Corporate
Banter See Vermögensverwaltung GmbH, Düsseldorf 10,4 0,0 100,00
Brüninghaus Schmiede GmbH, Grünwald 25,6 7,7 100,00
Buckau-Walther GmbH, Grünwald 2.014,0 *) 100,00
Bucketwheel Engineering GmbH, Essen 0,0 0,0 100,00
Budcan Holdings Inc., Kitchener/Ontario, Kanada CAD 1,7 0,5 100,00
CCI Crane Cooperation International Handelsgesellschaft mbH, Essen 6,1 0,1 100,00
Dorea Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Wiesbaden 0,0 0,0 9) 94,00
GLH GmbH, Essen 25,9 0,5 100,00
GLH, LLC, Fond du Lac/Wisconsin, USA USD 61,1 1,9 100,00
Grupo ThyssenKrupp S.L., Madrid, Spanien 509,3 132,3 100,00
Hellweg Liegenschaften GmbH, Bochum 0,1 *) 94,00
Hoesch AG, Düsseldorf 0,1 0,0 100,00
Konsortium für Kurssicherung GbR, Düsseldorf 0,0 11,2 95,12
Krupp Camford Pressings Ltd., Newton Aycliffe, Großbritannien GBP 12,4 0,0 100,00
Krupp Hoesch Stahl GmbH, Dortmund 4.978,8 4,4 100,00
Krupp Industrietechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Grünwald 69,8 13,6 100,00
Krupp Informatik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf 0,3 0,0 100,00
MONTAN GmbH Assekuranz-Makler, Düsseldorf 0,3 *) 53,81
Reisebüro Dr. Tigges GmbH, Essen 0,4 *) 100,00
Rhenus Immobilien Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 0,0 0,0 100,00
Stahlhauser Liegenschaften Verwaltungsgesellschaft mbH, Essen 0,0 *) 94,00
Thyssen Financial Services B.V., 's-Gravendeel, Niederlande 1,0 0,8 100,00
ThyssenKrupp Academy GmbH, Düsseldorf 0,0 *) 100,00
ThyssenKrupp AdMin GmbH, Düsseldorf 0,1 *) 100,00
ThyssenKrupp Austria Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich 199,2 -14,2 100,00
ThyssenKrupp Austria GmbH & Co. KG, Wien, Österreich 201,5 0,0 100,00
ThyssenKrupp Austria GmbH, Wien, Österreich 0,1 0,0 100,00
ThyssenKrupp Automotive (UK) Ltd., Newton Aycliffe, Großbritannien GBP 0,0 0,0 100,00
ThyssenKrupp Body Stampings Ltd., Cannock, Großbritannien GBP 0,1 0,0 100,00
ThyssenKrupp Budd Company, Troy/Michigan, USA USD 1.698,9 480,7 100,00
ThyssenKrupp Business Services GmbH, Essen 0,9 *) 100,00
ThyssenKrupp Camford Engineering PLC, Newton Aycliffe, Großbritannien GBP 8,5 0,0 100,00
ThyssenKrupp Camford Ltd., Newton Aycliffe, Großbritannien GBP 25,0 0,0 100,00
ThyssenKrupp Canada, Inc., Calgary/Alberta, Kanada CAD 302,2 -6,5 100,00
ThyssenKrupp Carbon Components GmbH, Wilsdruff 2,5 -0,1 9) 50,80
ThyssenKrupp (China) Ltd., Beijing, VR China CNY 4.080,2 729,9 100,00
ThyssenKrupp DeliCate GmbH, Düsseldorf 0,2 *) 100,00
ThyssenKrupp Dienstleistungen GmbH, Düsseldorf 71,4 *) 100,00
ThyssenKrupp Erste Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 0,0 *) 100,00
ThyssenKrupp Finance Canada, Inc., Calgary/Alberta, Kanada CAD 14,4 -0,1 100,00
ThyssenKrupp Finance Nederland B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 7,5 1,0 100,00
ThyssenKrupp Finance USA, Inc., Wilmington/Delaware, USA USD 625,0 23,2 100,00
ThyssenKrupp France S.A.S., Rueil-Malmaison, Frankreich 617,0 73,3 100,00
ThyssenKrupp Grundbesitz-Vermietungs GmbH & Co. KG, Essen 1,8 0,0 100,00
ThyssenKrupp Grundbesitz Verwaltungs GmbH, Essen 10,0 *) 100,00
ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Concordiahütte GmbH, Oberhausen 0,0 *) 100,00
ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Krefeld GmbH, Oberhausen 10,6 *) 100,00
ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Krupp Hoesch Stahl, Essen 14,9 1,9 100,00
ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Stahl, Essen 15,0 4,8 100,00
ThyssenKrupp Intermediate U.K. Ltd., Newton Aycliffe, Großbritannien GBP 29,6 0,0 100,00
ThyssenKrupp Investment Kanada GmbH, Essen 0,8 0,0 10) 100,00
ThyssenKrupp Italia S.r.l., Rom, Italien 229,3 -194,8 100,00
ThyssenKrupp IT Services GmbH, Essen 0,2 *) 100,00
ThyssenKrupp Knowsley Ltd., Dundee, Großbritannien GBP 0,0 0,0 100,00
ThyssenKrupp Liegenschaften Umformtechnik Verwaltungs GmbH, Essen 1,0 1,0 100,00
ThyssenKrupp Management Consulting GmbH, Düsseldorf 0,0 *) 100,00
ThyssenKrupp Nederland Holding B.V., Roermond, Niederlande 6.651,3 3,4 100,00
ThyssenKrupp Nederland Intermediate B.V., Roermond, Niederlande 2.379,3 0,1 100,00
ThyssenKrupp North America, Inc., Troy/Michigan, USA USD 3.700,4 230,8 100,00
ThyssenKrupp Participations B.V., Veghel, Niederlande 32,5 7,8 100,00
ThyssenKrupp Real Estate France S.A.S., Rueil-Malmaison, Frankreich 1,9 -1,7 100,00
ThyssenKrupp Real Estate GmbH, Essen 653,0 *) 100,00
ThyssenKrupp Reinsurance AG, Essen 6,6 0,1 100,00
ThyssenKrupp Risk and Insurance Services GmbH, Essen 6,7 *) 100,00
ThyssenKrupp Stahl Immobilien GmbH, Duisburg 0,1 *) 100,00
ThyssenKrupp Stainless Zweite Beteiligungen AG, Essen 0,1 0,0 100,00
ThyssenKrupp Technologies Beteiligungen GmbH, Essen 976,2 *) 100,00
ThyssenKrupp UK Plc., Newton Aycliffe, Großbritannien GBP 298,8 10,4 100,00
Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Industrie, Essen 2,4 -0,9 100,00
Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Stahl, Essen 33,4 5,1 100,00
Thyssen Stahl GmbH, Düsseldorf 1.768,2 *) 100,00
Vermögensverwaltungsgesellschaft EZM mbH, Grünwald 5.159,3 70,8 100,00
Vermögensverwaltungsgesellschaft KSH mbH, Grünwald 30,3 0,4 100,00
Vermögensverwaltungsgesellschaft TKW mbH, Grünwald 10,8 *) 100,00
COMUNITHY Immobilien GmbH, Düsseldorf 0,0 0,9 1) 49,00
Fortis Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald 0,0 0,0 1) 26,00
Gewerkschaft Hermann V GmbH, Essen 0,0 0,0 33,33
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gelsenkirchen KG, Düsseldorf 0,0 0,0 1) 94,76
VBW Bauen und Wohnen GmbH, Bochum 79,9 6,2 1) 13,06
Wohnpark Duisburg Biegerhof GmbH, Düsseldorf 0,0 0,0 50,00
Inoxum
Aspasiel S.r.l., Terni, Italien 1,1 0,0 100,00
Inoxum GmbH, Essen -10,3 -60,3 100,00
Inoxum Holding USA, Inc., Wilmington/Delaware, USA USD -3,5 -3,5 100,00
Inoxum Italia S.p.A., Terni, Italien 1.905,5 21,8 100,00
Inoxum Nederland B.V., Roermond, Niederlande 230,8 -1,2 100,00
Mexinox Trading S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico MXN 153,3 16,6 100,00
Mexinox USA Inc., Brownsville/Texas, USA USD 55,6 11,1 100,00
Shanghai Krupp Stainless Co., Ltd., Pudong New Area / Shanghai, VR China CNY 559,0 -114,5 60,00
Società delle Fucine S.r.l., Terni, Italien 20,1 1,4 100,00
Terninox S.p.A., Terni, Italien 37,1 2,4 100,00
ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni S.p.A., Terni, Italien 208,0 -95,8 100,00
ThyssenKrupp Fortinox S.A., Buenos Aires, Argentinien ARS 46,4 29,3 80,00
ThyssenKrupp Mexinox CreateIT, S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico MXN 6,5 -3,7 100,00
ThyssenKrupp Mexinox Participations, S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico MXN 384,9 67,7 100,00
ThyssenKrupp Mexinox S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico MXN 471,7 -111,7 100,00
ThyssenKrupp Nirosta GmbH, Krefeld 694,8 -64,6 100,00
ThyssenKrupp Nirosta Präzisionsband GmbH, Krefeld 6,7 *) 100,00
ThyssenKrupp SILCO-INOX Szervizközpont Kft, Batonyterenye, Ungarn HUF 1.282,2 -84,4 100,00
ThyssenKrupp Stainless Benelux B.V., Rotterdam, Niederlande -4,9 -4,7 100,00
ThyssenKrupp Stainless DVP, S.A., Barcelona, Spanien 11,0 -1,3 100,00
ThyssenKrupp Stainless France S.A.S., Paris, Frankreich 10,8 -0,9 100,00
ThyssenKrupp Stainless (GZ) Trading Company Ltd., Guangzhou, VR China CNY 1,0 0,7 100,00
ThyssenKrupp Stainless International GmbH, Krefeld 0,1 *) 100,00
ThyssenKrupp Stainless International (Guangzhou) Ltd., Guangzhou, VR China CNY -24,6 -3,8 100,00
ThyssenKrupp Stainless International (HK) Ltd., Hongkong, VR China HKD 0,0 0,4 100,00
ThyssenKrupp Stainless Istanbul Çelik Servis Merkezi A.S., Istanbul, Türkei TRY 181,9 -10,3 100,00
ThyssenKrupp Stainless Polska Sp.z o o., Dabrowa Gornicza, Polen PLN 73,3 -0,7 100,00
ThyssenKrupp Stainless UK Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 3,6 -1,5 100,00
ThyssenKrupp Stainless USA, LLC, Wilmington/Delaware, USA USD -192,7 -243,5 100,00
ThyssenKrupp VDM Australia Pty. Ltd., Mulgrave/Victoria, Australien AUD 14,5 1,1 100,00
ThyssenKrupp VDM Austria GmbH, Wien, Österreich 2,1 1,3 100,00
ThyssenKrupp VDM Benelux B.V., Dordrecht, Niederlande 1,1 0,4 100,00
ThyssenKrupp VDM Canada Ltd., Markham/Ontario, Kanada CAD 5,3 0,9 100,00
ThyssenKrupp VDM de Mexico S.A. de C.V., Naucalpan de Juarez, Mexico MXN 5,2 0,7 100,00
ThyssenKrupp VDM GmbH, Werdohl 107,0 *) 100,00
ThyssenKrupp VDM (GZ) Trading Co., Ltd., Guangzhou, VR China CNY -2,3 1,2 100,00
ThyssenKrupp VDM High Performance Metals Trading Co., Ltd., Shanghai, VR China CNY 4,1 2,4 100,00
ThyssenKrupp VDM Hongkong Ltd., Hongkong, VR China HKD 12,3 0,4 99,98
ThyssenKrupp VDM Italia S.r.l., Sesto San Giovanni, Italien 6,3 1,3 100,00
ThyssenKrupp VDM Japan K.K., Tokio, Japan JPY 474,3 30,5 100,00
ThyssenKrupp VDM Korea Co. Ltd., Bundang-gu, Sungnam-Si, Kyunggi-Do, South Korea KRW 1.186,6 685,5 100,00
ThyssenKrupp VDM S.A.S., Rueil-Malmaison, Frankreich 5,0 0,9 100,00
ThyssenKrupp VDM (Schweiz) AG, Basel, Schweiz CHF 0,1 0,0 100,00
ThyssenKrupp VDM UK Ltd., Claygate-Esher, Großbritannien GBP 6,2 1,1 100,00
ThyssenKrupp VDM USA, LLC., Reno/Nevada, USA USD 54,4 8,2 100,00
Tubificio di Terni S.p.A., Terni, Italien 25,4 0,7 97,00
VDM-Unterstützungskasse GmbH, Werdohl 0,6 -0,1 100,00
Euroacciai S.r.l., Sarezzo (BS), Italien 13,1 0,4 1) 30,25
Evidal Schmöle Verwaltungsgesellschaft mbH, Menden -1,1 -0,1 50,00
Fischer Mexicana S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico MXN 300,0 114,5 1) 50,00
Ilserv S.r.l., Terni, Italien 6,7 -1,1 1) 35,00
MOL Katalysatortechnik GmbH, Merseburg 0,3 -0,1 1) 20,46
Terni Frantumati S.p.A., Terni, Italien 2,9 0,3 1) 21,00

*) Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

1) Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis dieser Gesellschaften, die zum 31.12.2011 abschließen, betreffen das Geschäftsjahr 2011.

2) Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis dieser Gesellschaften betreffen das Geschäftsjahr 01.04.2011 - 31.03.2012.

3) Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis dieser Gesellschaften betreffen das Geschäftsjahr 01.06.2011 - 31.05.2012.

4) Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis dieser Gesellschaften betreffen das Geschäftsjahr 01.07.2011 - 30.06.2012.

5) Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis dieser Gesellschaften betreffen das Rumpfgeschäftsjahr 01.07. - 30.09.2012.

6) Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis dieser Gesellschaften betreffen das Rumpfgeschäftsjahr 01.12.2011 - 30.09.2012.

7) Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis dieser Gesellschaften betreffen das Rumpfgeschäftsjahr 01.06.- 30.09.2012.

8) Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis dieser Gesellschaften betreffen das Rumpfgeschäftsjahr 01.02. - 30.09.2012.

9) Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis dieser Gesellschaften betreffen das Rumpfgeschäftsjahr 01.09. - 30.09.2012.

10) Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis dieser Gesellschaften betreffen das Rumpfgeschäftsjahr 01.04. - 30.09.2012.

A) Daten in TWB de Mexico S.A. de C.V.

B) Daten in TWB Company, LLC

C) Daten in Lagermex S.A. de C.V.

D) Daten in TK Metalúrgica de México S.A. de C.V.

E) Daten in TK Presta de México S.A. de C.V.

F) Daten in TK Bilstein Sasa S.A. de C.V.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Essen, 10. Dezember 2012

ThyssenKrupp AG

Der Vorstand

Hiesinger

Berlien

Claassen

Eichler

Kerkhoff

Labonte

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen unter Anhang Nr. 2 und Nr. 19 sowie im Lagebericht unter „Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken“ und unter „Zusammenfassende Beurteilung des Vorstands zur Lage des Konzerns“ hin. Dort ist ausgeführt, dass bei der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden der Business Area Steel Americas von Annahmen ausgegangen worden ist und die Bewertung insgesamt eine bestmögliche Schätzung darstellt. Sollten diese Annahmen aufgrund zukünftig eintretender Ereignisse oder künftiger Erkenntnisse zu korrigieren sein, können Wertanpassungen bei Beteiligungsbuchwerten und Forderungen im Rahmen von Konzernfinanzierungen nicht ausgeschlossen werden.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.

Düsseldorf, den 10. Dezember 2012

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Klaus Becker, Wirtschaftsprüfer

Michael Gewehr, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Im Rückblick auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2011/2012 berichtet der Aufsichtsrat über die Schwerpunkte seiner Überwachungs- und Beratungstätigkeit: die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Konzerns, die Umsetzung des Konzepts zur strategischen Weiterentwicklung und dabei insbesondere die Zusammenführung von Inoxum mit Outokumpu sowie die Perspektiven der Business Area Steel Americas.

Beratung und Überwachung der Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2011/2012 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Als Folge einer erheblich verbesserten Analyse der Wertpotenziale der Konzerngeschäfte sowie der Chancen und Risiken strategischer Schritte wurden dem Aufsichtsrat kritische operative Themen klar und differenziert vorgelegt. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz oder Satzung erforderlich war.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 fanden eine außerordentliche und vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt. Die Präsenz lag durchschnittlich bei 96 %. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Ausschüsse tagten bis auf zwei Sitzungen vollzählig.

Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses haben auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert. Über wichtige Erkenntnisse haben die Vorsitzenden von Aufsichtsrat bzw. Prüfungsausschuss spätestens in der folgenden Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzung berichtet.

Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben die Tagesordnungspunkte der Plenumssitzungen in getrennten Vorgesprächen, deren zeitlicher Rahmen erweitert wurde, beraten. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben.

Aus der Arbeit der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben und zur Unterstützung einer fokussierten Diskussion der Sachverhalte sechs Ausschüsse gebildet. Diese bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die Themen vor, die im Plenum zu behandeln sind. Im gesetzlichen Rahmen haben wir in geeigneten Fällen Beschlusszuständigkeiten des Aufsichtsrats auf einzelne Ausschüsse übertragen. Den Vorsitz in allen Ausschüssen mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende. Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen wird der Aufsichtsrat jeweils zeitnah unterrichtet. Die Zusammensetzung der Ausschüsse kann Seite 5 des Geschäftsberichts entnommen werden.

Präsidium

Das Präsidium trat im Berichtsjahr sechsmal zusammen. Als Vorsitzender habe ich mit den einzelnen Mitgliedern aber auch außerhalb der Sitzungen in engem Kontakt gestanden, um Projekte von besonderer Bedeutung zu besprechen. Schwerpunkte unserer Beratungen waren neben der Vorbereitung der Plenumssitzungen die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie deren Bewertung durch Rating-Agenturen, die Umsetzung des Konzepts zur strategischen Weiterentwicklung einschließlich der Zusammenführung der Inoxum-Gruppe mit Outokumpu, die operative Situation und die strategischen Perspektiven der Business Area Steel Americas sowie in einer Sitzung am 10. Dezember 2012 Wertberichtigungen bei der Business Area Steel Americas.

Personalausschuss

Der Personalausschuss kam ebenfalls sechsmal zusammen. Er bereitete die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats zur Anpassung der Parameter der variablen Vorstandsvergütung sowie zur Festsetzung der Vergütung für die Vorstandsmitglieder vor. Einzelheiten zum Vergütungssystem sind im Vergütungsbericht auf den Seiten 23-25 dargestellt. Wesentliche Beratungsthemen waren zudem Vorstandspersonalien, die nachfolgend auch jeweils in den Plenumssitzungen behandelt wurden. Der Personalausschuss hat ferner die Beauftragung der Rechtsanwaltssozietät Clifford Chance, für die das Aufsichtsratsmitglied Herr Dr. v. Schenck bis zum 30. Juni 2012 als Of Counsel tätig war, jeweils beschlossen sowie der Beauftragung der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG als Investmentbank, für die das Aufsichtsratsmitglied Frau Gräfin v. Schmettow als Mitglied des Vorstands tätig ist, zugestimmt.

Der Personalausschuss hat sich im Zusammenhang mit der Aufarbeitung des sogenannten Schienenkartells mit den Vorwürfen gegen ein Vorstandsmitglied befasst, dieses sei im Jahr 2006 vorliegenden Hinweisen auf Kartellabsprachen auf Ebene der Schienenwerke nicht energisch genug nachgegangen. Der Personalausschuss hat eine externe Prüfung dieser Vorwürfe durch einen renommierten Strafrechtler und einen aus-gewiesenen Gesellschaftsrechtsexperten veranlasst. Ferner hat sich der Personalausschuss mit den in Medienberichten über Presse- und weitere Reisen von Vorstandsmitgliedern erhobenen Vorwürfen befasst und einer Überprüfung der Reisen durch die Compliance-Abteilung mit Unterstützung externer Experten zugestimmt.

Vermittlungsausschuss

Für den gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG gebildeten Vermittlungsausschuss gab es auch im Berichtsjahr keinen Grund, tätig zu werden.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss kam im Geschäftsjahr 2011/2012 zu fünf Sitzungen zusammen, an denen neben den Ausschussmitgliedern regelmäßig die Vertreter des Abschlussprüfers sowie der Vorsitzende des Vorstands, der Finanzvorstand und das für Compliance zuständige Vorstandsmitglied teilgenommen haben. Bei ausgewählten Tagesordnungspunkten wurden weitere Vorstandsmitglieder sowie Leiter der zuständigen Fachabteilungen hinzugezogen. Der Ausschuss befasste sich insbesondere mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss 2010/2011, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Vor ihrer Veröffentlichung wurden die Zwischenberichte 2011/2012 jeweils ausführlich erörtert. Der Abschlussprüfer berichtete stets eingehend über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung bzw. bei der prüferischen Durchsicht der Zwischenberichte ergeben haben.

Dem Plenum wurde vom Prüfungsausschuss im Vorfeld der Hauptversammlung am 20. Januar 2012 der Vorschlag unterbreitet, der Hauptversammlung die Wahl der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011/2012 vorzuschlagen. Nach der Wahl durch die Aktionärsversammlung wurde der Abschlussprüfer vom Prüfungsausschuss mit der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses sowie mit der prüferischen Durchsicht der Zwischenberichte beauftragt; es wurde eine entsprechende Vereinbarung mit ihm geschlossen. Auch im Berichtsjahr hat der Abschlussprüfer gegenüber dem Prüfungsausschuss erklärt, dass keine Umstände vorliegen, die Anlass geben, seine Befangenheit anzunehmen. Des Weiteren hat er über Leistungen berichtet, die er zusätzlich zu den Abschlussprüferleistungen für den Konzern erbracht hat. Der Prüfungsausschuss hat die erforderliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt und dessen Qualifikation überprüft. Ein zentrales Thema war auch die Neuausschreibung des Abschlussprüfermandats. Mit dem jeweiligen Stand der Ausschreibung, die der Prüfungsausschuss für den Aufsichtsrat verantwortlich begleitet hat, hat sich der Ausschuss in jeder Sitzung befasst und nach eingehender Beratung dem Aufsichtsrat schließlich für seine Sitzung im September 2012 empfohlen, der nächsten Hauptversammlung am 18. Januar 2013 die Wahl der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum neuen Abschlussprüfer vorzuschlagen. Diesem Vorschlag ist das Plenum einvernehmlich gefolgt.

Über die Compliance-Aktivitäten des Konzerns wurde der Ausschuss in seinen Sitzungen regelmäßig und umfassend informiert. Anschließend waren die Compliance-Aktivitäten regelmäßig Thema in den Plenumssitzungen. Mehrfach haben wir uns auch mit dem Schienenkartell befasst und die vom Vorstand ergriffenen Maßnahmen vollumfänglich unterstützt. In diesem Zusammenhang hat sich auch der Prüfungsausschuss mit den gegenüber einem Vorstandsmitglied erhobenen Vorwürfen hinsichtlich dessen Rolle im Schienenkartell auseinandergesetzt. Ferner hat sich auch der Prüfungsausschuss mit den in Medienberichten über Presse- und andere Reisen von Vorstandsmitgliedern erhobenen Vorwürfen befasst und einer Überprüfung der Reisen durch die Compliance-Abteilung mit Unterstützung externer Experten zugestimmt. Auch darüber wurde in den anschließenden Plenumssitzungen beraten. Grundlegendes Compliance-Verständnis des Aufsichtsrats ist es, dass das Management für die Einhaltung von Recht und Gesetz unternehmerische Verantwortung trägt, die über die individuellen Pflichten eines Vorstandsmitglieds hinausgeht. Auf Vorschlag des Präsidiums, der vom Prüfungsausschuss erörtert und unterstützt worden war, hat der Aufsichtsrat daher in seiner Sitzung am 21. November 2012 einen Beschluss gefasst, der betont, dass die unternehmerische Verantwortung des Vorstands für Compliance über die Vermeidung eigener Pflichtverletzungen hinausgeht, und klar zum Ausdruck bringt, dass bei schweren oder wiederholten Compliance-Verstößen im Verantwortungsbereich eines Vorstandsmitglieds Konsequenzen mit der gesamten Bandbreite von Personalmaßnahmen gezogen werden können.

Die kontinuierliche Erörterung der Investitionsprojekte in Brasilien und den USA sowie der operativen Situation und der strategischen Perspektiven der Business Area Steel Americas wurde auch im Prüfungsausschuss fortgesetzt. Der Ausschuss setzte sich zudem mit dem Prüfungsplan und der Qualitätssicherung der Konzernrevision, den Ergebnissen der durchgeführten Prüfungen sowie mit den regelmäßigen Berichten über rechtliche Risiken auseinander. Auf dieser Basis hat er sich von der Rechtmäßigkeit der Unternehmensführung überzeugt. Der Prüfungsausschuss hat ferner die Effizienz seiner Tätigkeit geprüft und die Ergebnisse in seiner Sitzung im November 2011 beraten.

In der Sitzung am 10. Dezember 2012 befasste sich der Prüfungsausschuss auf Basis der vorliegenden Erkenntnisse aus dem eingeleiteten Bieterprozess für die Business Area Steel Americas ausführlich mit Wertberichtigungen bei dieser Business Area und mit deren Auswirkungen auf den Konzern- und Jahresabschluss. Er beschäftigte sich zudem ausführlich mit dem im Zuge der neugefassten Konzernrichtlinie weiterentwickelten Risikomanagementsystem.

Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss

In zwei Sitzungen befasste sich der Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss im Geschäftsjahr 2011/2012 vor allem mit der Umsetzung des Konzepts zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns und mit der Lage der einzelnen Business Areas. Schwerpunktthemen waren ferner der Zusammenschluss von Inoxum mit Outokumpu, die operative Situation und die strategischen Perspektiven der Business Area Steel Americas, die geplanten weiteren Desinvestitionsprojekte sowie die Unternehmens- und Investitionsplanung des Konzerns und die Vorbereitung entsprechender Beschlüsse des Plenums.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss kam im Berichtsjahr zweimal zusammen. Als Nachfolgerin für Herrn Prof. Dr.-Ing. Schulz hat der Nominierungsausschuss dem Plenum Frau Gräfin v. Schmettow vorgeschlagen. Der Ausschuss hat ferner die Ziele des Aufsichtsrats hinsichtlich seiner Zusammensetzung erörtert und dem Plenum Vorschläge hierzu unterbreitet. Einzelheiten hierzu können dem Corporate-Governance-Bericht entnommen werden.

Themen im Plenum

Schwerpunkte unserer Bilanzsitzung am 02. Dezember 2011 waren der Jahres- und der Konzernabschluss zum 30. September 2011, die Wertberichtigungen in den Business Areas Steel Americas und Stainless Global sowie der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands. Hierüber haben wir bereits im letzten Geschäftsbericht ausführlich berichtet. Auf Basis detaillierter Unterlagen und einer Beschlussempfehlung des Strategie-, Finanz- und Investitionsausschusses haben wir ferner die Unternehmens- und Investitionsplanung für das Geschäftsjahr 2011/2012 verabschiedet und dabei verschiedene Risikoszenarien berücksichtigt. Ausführlich diskutiert wurden der Stand der Zusammenführung der Inoxum-Gruppe mit Outokumpu und das Voranschreiten weiterer Desinvestitionsprojekte. Mit Blick auf die strategische Weiterentwicklung des Konzerns war die Verstärkung der regionalen Präsenz in außereuropäischen Ländern ein wichtiges Thema. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bestärkt, die Marktposition in diesen Regionen weiter auszubauen. Die Aussprache zur Lage des Konzerns nutzten wir auch, um mit dem Vorstand die Rating-Situation sowie den Einsatz von Finanzierungsinstrumenten zu diskutieren. Der Aufsichtsrat hat zudem die Tagesordnung für die Hauptversammlung der Gesellschaft am 20. Januar 2012 mit den Beschlussvorschlägen verabschiedet. Ferner haben wir dem Verkauf von ThyssenKrupp Automotive Systems do Brasil zugestimmt. Der Vorstand hat uns zudem einen Fortschrittsbericht zur Neuausschreibung des Abschlussprüfermandats gegeben.

In unserer Sitzung vor der Hauptversammlung am 20. Januar 2012 berichtete der Vorstand über die aktuelle Lage des Konzerns und den Stand der Gespräche zur Zusammenführung der Inoxum-Gruppe mit Outokumpu. Unsere besondere Aufmerksamkeit galt den von Hengeler Mueller und Linklaters eingeholten Gutachten zur Prüfung der Einhaltung der aktienrechtlichen Pflichten des Vorstands und des Aufsichtsrats im Zusammenhang mit den Stahlwerksprojekten in Brasilien und den USA. Beide Gutachten kommen zu dem Ergebnis, dass Vorstand und Aufsichtsrat keine aktienrechtlichen Pflichtverletzungen vorzuwerfen sind. Der Aufsichtsrat folgte in dieser Sitzung der Empfehlung des Nominierungsausschusses, als Nachfolgerin von Herrn Prof. Dr.-Ing. Schulz Frau Gräfin v. Schmettow zum Mitglied des Aufsichtsrats vorzuschlagen. Herrn Prof. Dr. Keitel haben wir in dieser Sitzung als Nachfolger von Herrn Prof. Dr.-Ing. Schulz in den Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss gewählt. Ferner haben wir ein angepasstes Berechnungsschema für die Bonuszahlungen an den Vorstand verabschiedet. Schließlich haben wir der Veräußerung des zivilen Schiffbaubereichs von Blohm + Voss an die Investorengruppe Star Capital zugestimmt.

Am 31. Januar 2012 fand eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt, deren wesentliches Thema der Zusammenschluss von Inoxum mit Outokumpu war. Der Aufsichtsrat hat auf Basis ausführlicher Unterlagen der Zusammenführung der Aktivitäten zugestimmt.

Eine weitere Sitzung des Aufsichtsrats fand am 15. Mai 2012 statt. Im Vordergrund unserer Beratungen stand neben dem Bericht zur Lage des Konzerns die Umsetzung des Konzepts zur strategischen Weiterentwicklung. Der Vorstand ist insbesondere auf die strategischen Perspektiven der Business Area Steel Americas eingegangen, die wir kritisch gewürdigt und hinterfragt haben. Dabei hat der Aufsichtsrat den Vorstand darin bestärkt, alle strategischen Optionen für die beiden Werke in Brasilien und den USA zu prüfen. Im Rahmen der Weiterentwicklung des Konzerns haben wir uns vom Vorstand ausführlich über Matrixorganisationen informieren lassen. Gegenstand der Sitzung waren ferner die mögliche Entwicklung künftiger Rohstoffpreise und deren Auswirkungen auf den Konzern. Der Vorstand hat auch über die Umsetzung des Unternehmensprogramms impact und des Unternehmensleitbilds sowie über aktuelle Themen aus dem Bereich Compliance berichtet. Der Vorstand hat uns zu dieser Sitzung ferner einen umfassenden Bericht zur Informationssicherheit im Konzern vorgelegt, der auch im Prüfungsausschuss behandelt wurde. Abschließend haben wir der Veräußerung der US-amerikanischen Gießerei Waupaca an KPS Capital Partners sowie der Realisierung des zweiten Bauabschnitts des ThyssenKrupp Quartiers auf Basis eines liquiditätsschonenden Leasing-Modells zugestimmt.

In der Aufsichtsratssitzung am 07. September 2012 hat der Vorstand wiederum ausführlich über die aktuelle Lage und die Rating-Situation des Konzerns berichtet. Eingehend haben wir erneut die operativen und strategischen Perspektiven der Business Area Steel Americas erörtert und mit dem Vorstand die daraus abgeleitete Veräußerungsabsicht diskutiert. Der Vorstand hat uns ferner einen Bericht zur Führungskräfteentwicklung gegeben, die angesichts der Internationalisierung des Konzerns zunehmend an Bedeutung gewinnt. Wie in den Vorjahren standen in der September-Sitzung aktuelle Entwicklungen der Corporate Governance im Fokus, einschließlich der von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex am 15. Mai 2012 beschlossenen Kodex-Änderungen. Dabei wurden insbesondere die Ziele des Aufsichtsrats hinsichtlich seiner Zusammensetzung modifiziert sowie die Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats, des Prüfungsausschusses und des Vorstands angepasst. Nach regelmäßigen Berichten über den Fortschritt der Ausschreibung des Prüfungsmandates durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses in den vorangegangenen Plenumssitzungen haben wir auf Vorschlag des Prüfungsausschusses ferner beschlossen, der Hauptversammlung am 18. Januar 2013 vorzuschlagen, die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung des Konzern- und des Jahresabschlusses sowie mit der prüferischen Durchsicht der Zwischenberichte für das Geschäftsjahr 2012/2013 zu beauftragen. Wir haben Herrn Segerath als Nachfolger von Herrn Schlenz zum Mitglied des Präsidiums, des Personalausschusses und des Ausschusses nach § 27 Abs. 3 MitbestG sowie Frau Herberger als Nachfolgerin von Herrn Schlenz in den Prüfungsausschuss gewählt. An die Sitzung schloss sich eine Informations- und Fortbildungsveranstaltung zum Thema Energie und Umwelt an. Eine umfassende Präsentation des Vorstands und die anschließende Diskussion vermittelten uns ein Bild über die aktuellen Entwicklungen sowie die Auswirkungen auf den Konzern.

Effizienzprüfung des Aufsichtsrats

Gegenstand einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 20. November 2012 war eine umfangreiche Effizienzprüfung des Aufsichtsrats, um die Aufsichtsratsarbeit und die Entscheidungen des Aufsichtsrats im Zusammenhang mit den Stahlwerksprojekten in Brasilien und den USA zu prüfen. Für diese Effizienzprüfung sind zwei Gutachten von einem anerkannten Experten für Corporate-Governance-Fragen sowie von der Kanzlei Linklaters erstellt worden. Die Verfasser haben ihre Gutachten in der Sitzung erläutert und standen dem Aufsichtsrat für die Beantwortung ergänzender Fragen zur Verfügung.

Das Gutachten zu den Corporate-Governance-Fragen kam zu dem Ergebnis, dass der Aufsichtsrat einschließlich seiner zuständigen Ausschüsse bei der Überwachung und Beratung des Vorstands den Standards guter Corporate Governance auf hohem Niveau gerecht geworden ist. Es wird festgestellt, dass er gemäß diesen Standards in die relevanten unternehmerischen Entscheidungen involviert war und – unterstützt durch ein adäquates Ausschusswesen – die Umsetzung dieser Entscheidungen intensiv begleitet hat. Dabei hat er von seinen Möglichkeiten zur Sicherstellung ausreichender Informationen aktiv Gebrauch gemacht und z.B. die Einholung einer Reihe von internen und externen Prüfberichten veranlasst. In diesem Zusammenhang wird besonders hervorgehoben, dass der Aufsichtsrat schon in der Entscheidungsphase mit zahlreichen kritischen Fragen die wesentlichen Punkte adressiert hat, die sich später als Problemursachen herausgestellt haben. Die von dem Experten zudem unterbreiteten Vorschläge zur weiteren Steigerung der Überwachungseffizienz werden derzeit geprüft. Über ihre Umsetzung soll in den nächsten Sitzungen des Aufsichtsrats entschieden werden.

Das Gutachten zu den aktienrechtlichen Sorgfaltspflichten kam zu dem Ergebnis, dass der Aufsichtsrat seine aktienrechtlichen Pflichten zu jedem Zeitpunkt umfassend eingehalten hat. Es wird festgestellt, dass der Aufsichtsrat sämtliche relevanten Fragen zu denjenigen Themen, die sich im Rückblick als die wesentlichen Probleme der Steel-Americas-Projekte erwiesen haben, gestellt, kritisch mit dem Vorstand diskutiert und die vom Vorstand zugrunde gelegten Prämissen eingehend hinterfragt hat. Zudem wird konstatiert, dass sich der Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrats in einem Umfang und in einer Intensität mit den kritischen Themen und Schwierigkeiten im Zusammenhang mit den Steel-Americas-Projekten beschäftigt haben, die weit über das übliche Maß der Befassung durch einen Aufsichtsrat hinausgehen.

Der Aufsichtsrat hat die Ergebnisse der Gutachten ausführlich erörtert und zum Thema Steel Americas eine gesonderte Erklärung abgegeben, die im nachfolgenden Kapitel des Geschäftsberichts wiedergegeben ist. Ferner hat der Aufsichtsrat die Kanzlei Hengeler Mueller beauftragt, ihr im Januar 2012 erstelltes Gutachten zur Prüfung von etwaigen haftungsrechtlich relevanten Pflichtverletzungen ehemaliger oder amtierender Mitglieder des Vorstands unter Berücksichtigung der zwischenzeitlichen Erkenntnisse zu aktualisieren. Der Vorstand hat uns berichtet, dass auch etwaige haftungsrelevante Pflichtverletzungen der Organmitglieder der ThyssenKrupp Steel Europe AG im Zusammenhang mit den Steel-Americas-Projekten noch einmal geprüft werden.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Die Umsetzung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Weiterentwicklung der Corporate-Governance-Standards werden vom Aufsichtsrat fortlaufend beobachtet. Über die Corporate Governance bei ThyssenKrupp berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dieser Bericht wird zusammen mit der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Website der Gesellschaft sowie im Geschäftsbericht veröffentlicht.

Vorstand und Aufsichtsrat haben zum 01. Oktober 2012 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 Abs. 1 AktG abgegeben, die den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich ist.

Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2011 bis 30. September 2012 und den Lagebericht der ThyssenKrupp AG geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss der ThyssenKrupp AG für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2011 bis 30. September 2012 und der Konzernlagebericht wurden gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Auch der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht erhielten einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Abschlussprüfer hat ferner festgestellt, dass der Vorstand ein angemessenes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet hat, das in seiner Konzeption und Handhabung geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Für das Berichtsjahr hatte der Prüfungsausschuss folgendes Fokusthema mit dem Abschlussprüfer festgelegt: "Interne Kontrollen und Prozessintegration für ausgewählte Prozesse". Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden in den Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats am 10. Dezember 2012 umfassend diskutiert. Ein wesentlicher Berichtspunkt waren dabei Wertberichtigungen bei der Business Area Steel Americas, mit deren Ursachen und Auswirkungen wir uns ausführlich auseinandergesetzt haben. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei vor allem auf die Wertberichtigungen bei der Business Area Steel Americas ein. Er informierte ferner über seine Feststellungen zum internen Kontroll- und Risikomanagement bezogen auf den Rechnungslegungsprozess und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Prüfungsausschuss hat dessen Vorsitzender in der Plenumssitzung ausführlich berichtet. Nach Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts im Aufsichtsrat haben wir gemäß der Empfehlung des Prüfungsausschusses dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und sowohl den Jahres- als auch den Konzernabschluss gebilligt. Da sich für das Berichtsjahr kein ausschüttungsfähiger Bilanzgewinn ergibt, hat der Vorstand dem Aufsichtsrat keinen Gewinnverwendungsvorschlag vorgelegt.

Veränderungen in der Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Aus dem Aufsichtsrat ist mit Ablauf des 31. Dezember 2011 Herr Prof. Dr.-Ing. Schulz ausgeschieden; er hatte sich aus eigener Initiative entschlossen, sein Mandat zu diesem Zeitpunkt niederzulegen. Durch Gerichtsbeschluss wurde als Nachfolgerin mit Wirkung zum 30. Januar 2012 Frau Gräfin v. Schmettow zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Herr Schlenz hat sein Aufsichtsratsmandat mit Ablauf des 31. Juli 2012 niedergelegt, um eine neue Aufgabe im Konzern zu übernehmen. Als sein Nachfolger wurde durch Gerichtsbeschluss mit Wirkung zum 10. August 2012 Herr Dreher zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Sein Mandat im Aufsichtsrat hat mit Ablauf des 31. Dezember 2012 zudem Herr Steinbrück niedergelegt. An seiner Stelle hat die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung mit Wirkung vom 01. Januar 2013 Herrn Dr. Ralf Nentwig, Mitglied des Vorstands der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, in den Aufsichtsrat entsandt. Der Aufsichtsrat hat Herrn Prof. Dr.-Ing. Schulz, Herrn Schlenz und Herrn Steinbrück seinen Dank für die gute Zusammenarbeit ausgesprochen.

Als Nachfolger von Herrn Labonte, dessen zunächst bis zum 30. September 2013 verlängerte Bestellung aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zum 31. März 2013 aufgehoben wurde, hat der Aufsichtsrat Herrn Burkhard zum Mitglied des Vorstands ab dem 01. Februar 2013 und zum Arbeitsdirektor ab dem 01. April 2013 bestellt.

Mit Ablauf des 31. Dezember 2012 werden Herr Dr. Berlien, Herr Dr. Claassen und Herr Eichler aus dem Vorstand ausscheiden. Der Aufsichtsrat hat den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern für die langjährige gute Zusammenarbeit seinen Dank ausgesprochen.

Den Vorständen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für ihren großen Einsatz und die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit.

Essen, 10. Dezember 2012

Der Aufsichtsrat

Dr. Gerhard Cromme, Vorsitzender

Anlage: AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Präsidium

Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Bertin Eichler, Wilhelm Segerath, Jürgen R. Thumann

Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz

Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Bertin Eichler, Wilhelm Segerath, Jürgen R. Thumann

Personalausschuss

Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Bertin Eichler, Wilhelm Segerath, Jürgen R. Thumann

Prüfungsausschuss

Prof. Dr. Bernhard Pellens (Vorsitzender), Dr. Gerhard Cromme, Bertin Eichler, Susanne Herberger, Prof. Dr. Ulrich Lehner, Wilhelm Segerath

Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss

Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Bertin Eichler, Markus Grolms, Susanne Herberger, Bernd Kalwa, Prof. Dr. Hans-Peter Keitel, Dr. Kersten v. Schenck, Peer Steinbrück (bis 31.12.2012)

Nominierungsausschuss

Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Prof. Dr. Bernhard Pellens, Jürgen R. Thumann, Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro

Erklärung des Aufsichtsrats zu den Steel-Americas-Projekten

Der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG gibt im Zusammenhang mit den Stahlaktivitäten der Business Area Steel Americas in Brasilien und den USA folgende Erklärung ab:

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp AG sind über die negative Entwicklung der Steel-Americas-Projekte sehr betroffen. Der Aufsichtsrat hat sich deshalb auch im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung am 20. November 2012 gemeinsam mit zwei externen Beratern, Herrn Prof. Axel von Werder von der Technischen Universität Berlin und Herrn Dr. Ralph Wollburg, Partner der Sozietät Linklaters, noch einmal umfassend mit seiner Behandlung der Steel-Americas-Projekte in den Jahren 2005 bis 2012 befasst. Insbesondere haben sich jedes einzelne Mitglied des Aufsichtsrats sowie der Aufsichtsrat als Gesamtgremium kritisch mit der Frage auseinandergesetzt, ob er seiner Überwachungsverantwortung gegenüber dem Vorstand nachgekommen ist.

Als der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG im November 2005 seine Zustimmung zur Durchführung des Projektes CSA (Companhia Siderúrgica do Atlântico) in Brasilien beschloss und im Mai 2007 dem Bau des Weiterverarbeitungswerkes in Alabama zustimmte, stellte sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld für die Investitionen ebenso wie die Situation von ThyssenKrupp in sehr günstiger Weise dar:

– Dem zunächst bewilligten Investitionsbudget in Höhe von etwa 1,9 Mrd € für ThyssenKrupp CSA in Brasilien, das auf Grund der Entscheidung zur Eigenfinanzierung maßgeblicher Gewerke auf rund 3,0 Mrd € erhöht wurde, stand ein EBITDA des ThyssenKrupp Konzerns im Geschäftsjahr 2004/2005 in Höhe von 3,8 Mrd € (gemäß IFRS) bzw. von 4,7 Mrd € im Geschäftsjahr 2005/2006 gegenüber.

– Mit der Nähe zur Rohstoffbasis und den günstigeren Erzpreisen sowie den niedrigen Lohnkosten in Brasilien strebte ThyssenKrupp die Kostenführerschaft für die Herstellung von Brammen an.

– Der Eintritt in den USA/NAFTA-Markt mit hochwertigen Flachstahlprodukten sollte in sehr attraktiven Wachstumssegmenten dieser Märkte erfolgen.

– Hieraus ergab sich das strategische Konzept, das den Projekten Steel Americas zugrunde lag: Qualitäts-, Kosten- und Margenführerschaft im Verbund CSA/USA.

Die damalige Entscheidung zur Realisierung der Steel-Americas-Projekte ist unter diesen Prämissen – und so wie sie vom Vorstand und den Beratern interpretiert wurden – auch aus heutigem Blickwinkel nachvollziehbar.

Ingesamt haben sich im weiteren Projektverlauf drei wesentliche Problemkomplexe herauskristallisiert: das mangelhafte Projektmanagement, die zu optimistische Interpretation der damaligen makroökonomischen Lage und – letztlich entscheidend – die fundamentale Veränderung der makroökonomischen Situation.

Das mangelhafte Projektmanagement wurde für den Aufsichtsrat erstmals im Mai 2008 erkennbar, als der Vorstand völlig überraschend über wesentliche Schwierigkeiten im Projektverlauf und Überschreitungen im Investitionsbudget berichtete. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Vorstand – auch bei der Projektbesichtigung vor Ort durch den Prüfungsausschuss im Februar 2008 – über einen plangemäßen Fortschritt ohne signifikante Probleme berichtet.

Auf die erkennbar gewordenen Managementfehler hat der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG mit personellen Anpassungen reagiert, die zum Ausscheiden zweier verantwortlicher Vorstandsmitglieder der ThyssenKrupp AG im Frühjahr 2009 führten. Im Wesentlichen als Folge der Mängel im anfänglichen Projektmanagement kam es trotz einer unverzüglichen Verstärkung der Projektleitung durch externe Fachleute bis heute zu weiteren erheblichen Überschreitungen bei den Projekt- und Anlaufkosten bei den Steel-Americas-Projekten.

Letztendlich ist festzustellen, dass neben den gravierenden makroökonomischen Veränderungen und Fehlentwicklungen bei der Projektabwicklung sich eine Reihe der vom damaligen Vorstand zugrunde gelegten Annahmen und Kennzahlen als deutlich zu optimistisch oder im Nachhinein als falsch erwiesen haben.

Beides – das mangelhafte Projektmanagement und die zu optimistische Einschätzung der Ausgangsparameter – haben zu einer substantiellen Verschlechterung der Steel-Americas-Projekte geführt. Ausschlaggebend für die Entscheidung, Verkaufsoptionen zu prüfen, sind aber in erster Linie wesentliche Veränderungen des makroökonomischen Umfelds, insbesondere auch die anhaltenden Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Der neu zusammengesetzte Vorstand unter der Führung von Herrn Dr. Hiesinger hat 2011/2012 mit großem Realismus die inzwischen grundlegend veränderten Bedingungen und wirtschaftlichen Annahmen für die Projekte dargelegt. Dadurch ist deutlich geworden, dass die ursprünglich mit den Projekten angestrebten Ziele der Qualitäts-, Kosten- und Margenführerschaft nicht erreicht werden können und dementsprechend die Steel-Americas-Projekte auch mittelfristig nicht wirtschaftlich sein werden.

– Seit der Entscheidung zur Durchführung der Projekte im Aufsichtsrat sind die Lohnkosten in Brasilien massiv angestiegen. Zudem hat sich der Wechselkurs des brasilianischen Real im Vergleich zum US-Dollar wesentlich verändert. Damit war der vom Vorstand angestrebte Wechselkursausgleich (d.h. die Kompensation von aus Kosten in brasilianischem Real entstehenden negativen Währungseffekten durch gegenläufige Umsätze in brasilianischem Real) zur Absicherung von Währungsrisiken nicht realisierbar.

– Die Rohstoffpreise haben sich wesentlich erhöht. Insbesondere die Erzpreise haben sich in der Spitze nahezu verdreifacht. Darüber hinaus veränderte sich das Erzpreismodell von Jahres- auf Quartalsbasis.

– Insgesamt konnten die Kostenvorteile, die durch die Produktion von Brammen in Brasilien gegenüber der Produktion in Duisburg erreicht werden sollten und die zum Zeitpunkt der Beschlussfassung zugrunde gelegt wurden, nicht realisiert werden.

– Der Absatzmarkt in den USA bzw. in der NAFTA-Zone hat sich sowohl im Hinblick auf die Mengen wie auch im Hinblick auf die erzielbaren Preise deutlich schlechter entwickelt als angenommen.

Der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG hat deshalb nach einer eingehenden eigenen Überprüfung in seinen Sitzungen im Mai und September 2012 die Beschlüsse des Vorstands zustimmend zur Kenntnis genommen, strategische Optionen im Zusammenhang mit den Steel-Americas-Projekten zu überprüfen bzw. einen Bieterprozess für Steel Americas durchzuführen.

Die wesentlichen Ergebnisse der eingangs erwähnten Überprüfung durch Herrn Prof. von Werder sind wie folgt zusammenzufassen:

– Der Aufsichtsrat einschließlich seiner zuständigen Ausschüsse ist bei der Überwachung und Beratung des Vorstands den Standards guter Corporate Governance auf hohem Niveau gerecht geworden. Er war gemäß diesen Standards in die relevanten unternehmerischen Entscheidungen involviert und hat – unterstützt durch ein adäquates Ausschusswesen – die Umsetzung dieser Entscheidungen intensiv begleitet.

– Dabei hat der Aufsichtsrat von seinen (systembedingt begrenzten) Möglichkeiten zur Sicherstellung ausreichender Informationen aktiv Gebrauch gemacht und z.B. die Einholung einer Reihe von internen und externen Prüfberichten veranlasst. Darüber hinaus hat er die Projekte mit dem Vorstand kompetent und engagiert diskutiert.

– Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, dass der Aufsichtsrat schon in der Entscheidungsphase mit zahlreichen kritischen Fragen die wesentlichen Punkte adressiert hat, die sich später als Problem-ursachen herausgestellt haben.

Die wesentlichen Ergebnisse der Überprüfung durch Herrn Dr. Wollburg sind wie folgt zusammenzufassen:

– Insgesamt ist festzustellen, dass der Aufsichtsrat – wie im Einzelnen dargelegt und begründet – seine aktienrechtlichen Pflichten zur Überwachung des Vorstands im Zusammenhang mit den Steel-Americas-Projekten zu jedem Zeitpunkt umfassend eingehalten hat. Der Aufsichtsrat hat seine Entscheidungen in diesem Zusammenhang stets auf der Grundlage des ihm eingeräumten unternehmerischen Ermessensspielraums (sog. Business Judgement Rule) getroffen.

– Insgesamt ist weiter festzustellen, dass der Aufsichtsrat sämtliche relevanten Fragen zu denjenigen Themen, die sich im Rückblick als die wesentlichen Probleme der Steel-Americas-Projekte erwiesen haben, gestellt, kritisch mit dem Vorstand diskutiert und die vom Vorstand zugrunde gelegten Prämissen eingehend hinterfragt hat.

– Schließlich ist festzuhalten, dass sich der Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrats in einem Umfang und in einer Intensität mit den kritischen Themen und Schwierigkeiten im Zusammenhang mit den Steel-Americas-Projekten beschäftigt haben, die weit über das übliche Maß der Befassung durch einen Aufsichtsrat und seine Ausschüsse hinausgehen.

Die Ergebnisse der Gutachten von Herrn Prof. von Werder und von Herrn Dr. Wollburg sind auf der Website der ThyssenKrupp AG einsehbar.

Im Übrigen hat der Aufsichtsrat die Rechtsanwaltssozietät Hengeler Mueller gebeten, ihr letztjähriges Gutachten zur Überprüfung der Verantwortlichkeit der Vorstandsmitglieder der ThyssenKrupp AG im Zusammenhang mit den Steel-Americas-Projekten zu aktualisieren. Das Gutachten von HengelerMueller soll zur ordentlichen Hauptversammlung der ThyssenKrupp AG am 18. Januar 2013 vorliegen. Der Vorstand hat uns berichtet, dass auch etwaige haftungsrelevante Pflichtverletzungen der Organmitglieder der ThyssenKrupp Steel Europe AG im Zusammenhang mit den Steel-Americas-Projekten noch einmal geprüft werden.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind auch persönlich betroffen darüber, dass es trotz aller Anstrengungen und der Erfüllung der ihnen obliegenden Pflichten nicht gelungen ist, die Fehlentwicklungen bei den Steel-Americas-Projekten zu verhindern.

Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass die jetzt vom Vorstand eingeleiteten Maßnahmen letztendlich erfolgreich sein werden und das Unternehmen dadurch an neuer Stärke gewinnen wird.

Der Aufsichtsrat

Entsprechenserklärung

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp AG zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ gem. § 161 AktG

Die ThyssenKrupp AG hat sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Kodex) in der Fassung vom 26. Mai 2010 seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung zum 1. Oktober 2011 entsprochen. Ferner entspricht die ThyssenKrupp AG den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 seit deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger und wird diesen auch zukünftig entsprechen, mit einer Ausnahme:

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp AG erhalten gem. § 14 Abs. 1 der Satzung der ThyssenKrupp AG neben einer festen Vergütung eine erfolgsabhängige Vergütung. Die erfolgsabhängige Vergütung besteht aus einer auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogenen Vergütung sowie einer an der jährlichen Dividende orientierten Tantieme. Abhängig von der Entscheidung der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns und der Entwicklung der unterschiedlichen Bemessungsgrundlagen für die variablen Vergütungen ist die kurzfristige variable Vergütung ggf. höher als die langfristige variable Vergütung. Der Empfehlung in Ziff. 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 des Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 wird dann nicht entsprochen. Die in der Satzung festgelegte Zusammensetzung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wurde durch die Hauptversammlung am 19. Januar 2007 beschlossen, was dem Deutschen Corporate Governance Kodex bis zu den am 15. Mai 2012 beschlossenen Änderungen entsprach.

Aufsichtsrat und Vorstand der ThyssenKrupp AG haben beschlossen, der Hauptversammlung am 18. Januar 2013 keine Änderung der Aufsichtsratsvergütung vorzuschlagen, da ThyssenKrupp angesichts des geplanten Zusammenschlusses der Edelstahlsparte von ThyssenKrupp mit Outokumpo und der geplanten Abgabe der Stahlwerke der Business Area Steel Americas in Brasilien und den USA derzeit einen erheblichen Veränderungsprozess durchläuft. Das hat zur Folge, dass zurzeit keine belastbare Zahlenbasis vorliegt, die es ermöglichen würde, der Hauptversammlung einen angemessenen Vorschlag zur Anpassung der Aufsichtsratsvergütung zu unterbreiten. Vorstand und Aufsichtsrat werden im kommenden Jahr erneut prüfen, ob der Hauptversammlung 2014 eine entsprechende Änderung und Anpassung an die geänderte Empfehlung des Kodex vorgeschlagen werden soll.

Duisburg/Essen, 1. Oktober 2012

Für den Aufsichtsrat

Cromme

Für den Vorstand

Hiesinger