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thyssenkrupp AG — Annual Report 2009
Jan 12, 2010
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Annual Report
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Publication Neufassung; erforderlich aufgrund eines technischen Versehens; ersetzt die Bekanntmachung vom 18.12.2009 ThyssenKrupp AG Duisburg und Essen Konzernabschluss zum 30.09.2009 Konzern-Lagebericht Geschäftsfelder und Organisationsstruktur Ein innovatives Leistungsangebot, eine effiziente Organisation und eine zukunftsweisende Unternehmensstrategie – das sind die Stärken von ThyssenKrupp im internationalen Wettbewerb. Als einer der größten Werkstoff- und Technologiekonzerne der Welt wollen wir so beweglich sein wie unsere Kunden. Unsere Impulse und Initiativen für technischen und wirtschaftlichen Fortschritt öffnen auch in Zeiten schwieriger Konjunktur neue Wege – für unsere Geschäftspartner wie auch für uns. Leistungsprofil Maßgeschneiderte Werkstoffe aller Art und ein umfassendes Angebot an anspruchsvollen Technologiegütern, begleitet von einer breiten Dienstleistungspalette, bestimmen die Leistungsfähigkeit von ThyssenKrupp für Kunden in aller Welt. Ob Karosseriestahl für die Autoproduktion, ein petrochemischer Industriekomplex oder beispielsweise ein Großwälzlager für Windkraftanlagen benötigt wird – unsere Mitarbeiter haben eine Menge zu bieten. Sie sind in über 80 Ländern der Erde tätig und sprechen die Sprache unserer Kunden. Deren Wünsche nach hochwertigen Produkten und Dienstleistungen zu erfüllen, ist die wichtigste Aufgabe in allen unseren Tätigkeitsbereichen. Anpassung der Organisationsstruktur Bis zum 30. September 2009 war das operative Geschäft des Konzerns in fünf Segmente gegliedert: Steel, Stainless, Technologies, Elevator und Services. Die Segmente wurden von eigenen Führungsgesellschaften geleitet und haben selbstständig über ihre markt- und kundenorientierten Aktivitäten entschieden. Die Segmente bestanden aus einzelnen, nach Produktfeldern oder Märkten gebildeten Business Units. In dieser Gliederung berichten wir auch im vorliegenden Geschäftsbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr 2008/2009. Angesichts der gravierenden Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise für den Konzern hat der Vorstand die Konzernstruktur kritisch geprüft und eine Anpassung beschlossen. Der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG stimmte dem Konzept der neuen Konzernorganisation am 04. September 2009 zu, so dass sie mit Beginn des neuen Geschäftsjahres am 01. Oktober 2009 umgesetzt werden konnte. Durch die Neuorganisation wird der Konzern nun operativ dezentraler und zugleich strategisch zentraler geführt und kann somit noch schneller auf neue Marktentwicklungen und Kundenwünsche reagieren. Statt in den bisherigen Segmenten sind die Konzernaktivitäten jetzt in acht Business Areas gebündelt, wobei als inhaltliche, virtuelle Klammern zwei Divisions – Materials und Technologies – die strategische Ausrichtung beschreiben. Die ThyssenKrupp AG übernimmt als Corporate Headquarter die strategische Steuerungsfunktion, während die Business Areas und die zugehörigen Konzernunternehmen selbstständig am Markt operieren. Standardisierte konzernweite Dienstleistungen sind künftig Aufgabe der Business-Services-Gesellschaften, auf die alle Konzernunternehmen zurückgreifen können. Näheres zur neuen Organisation können Sie im Kapitel „Neue Konzernorganisation“ lesen. Die ThyssenKrupp AG ist seit ihrer Gründung 1999 eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie hat einen Doppelsitz in Duisburg und Essen; die Verwaltung befindet sich zum größten Teil in Düsseldorf. 2010 wird das Corporate Headquarter in das neue ThyssenKrupp Quartier in Essen umziehen; der erste Teil dieses architektonisch anspruchsvollen Campus wird zur Jahresmitte 2010 fertiggestellt sein. In Berlin, Brüssel und Peking sowie an weiteren 29 Standorten in der Welt vertreten eigene Büros oder Repräsentanten unseren Konzern und unterstützen marktnah Kunden und Konzernunternehmen. Die ThyssenKrupp AG besitzt weltweit direkt oder indirekt mehr als 850 Tochterunternehmen und Beteiligungen. Insgesamt bestehen international 2.500 Produktionsstätten, Büros und Servicestützpunkte, zwei Drittel außerhalb Deutschlands. Größter Standort ist Duisburg mit knapp 19.000 Mitarbeitern vor São Paulo,Brasilien, mit über 8.000 und Dover, USA, mit mehr als 7.000 Beschäftigten. Einzelheiten zu unserem Anteilsbesitz können Sie im Anhang lesen; zum Thema Mitarbeiter finden Sie nähere Informationen im Kapitel „Mitarbeiter“. Führungsverantwortung im Konzern Der Vorstand der ThyssenKrupp AG legt die Strategie für die Geschäftsentwicklung des Konzerns fest, verantwortet konzernweite Zentralfunktionen und steuert die Business Areas, – bis Ende September 2009 waren es die genannten fünf Segmente. Einen breiten Raum nimmt das Wertmanagement ein, mit dem die Entwicklung des Unternehmenswertes optimiert wird. Außerdem regelt die Vorstandsorganisation die Zuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder für bestimmte Weltregionen. Ihr persönliches Wissen um Produkte und Märkte, kunden- und länderspezifische Besonderheiten sowie das Fachwissen bezüglich zentraler Konzernfunktionen gewährleisten eine effiziente und professionelle Steuerung des Konzerns. Zu den wichtigen Aufgaben des Vorstands zählt die Förderung hervorragender Nachwuchskräfte für Top-Führungspositionen. Die Leistungsträger erhalten schrittweise immer mehr Verantwortung und werden an anspruchsvollere Aufgaben herangeführt. Näheres zur Managemententwicklung bei ThyssenKrupp steht im Kapitel „Mitarbeiter“. Vergütungsbericht Der nachfolgende Vergütungsbericht beschreibt unter anderem das Vergütungssystem für den Vorstand auch über die Grundzüge hinaus. Leistungsbezogene Vergütung für den Vorstand Die transparente und verständliche Darstellung der Vorstandsvergütung ist für uns seit Jahren ein wesentliches Element guter Corporate Governance. Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus folgenden Vergütungsbestandteilen: dem Fixum, der Tantieme, dem Mid Term Incentiveplan (MTI) sowie den Nebenleistungen (Sachbezüge) und Pensionszusagen. Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist gemäß dem am 05. August 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) sowie einer entsprechenden Regelung in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat das Plenum nach Vorbereitung durch den Personalausschuss zuständig. Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht bereits seit Juni 2008 vor, dass das Plenum nicht nur die Struktur des Vergütungssystems berät und überprüft, sondern das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente beschließt. Deshalb hatte der Aufsichtsrat schon in der Sitzung am 05. September 2008 auf Vorschlag seines Personalausschusses das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente beschlossen und zugleich festgelegt, es regelmäßig zu überprüfen Dies ist zuletzt in der Sitzung am 04. September 2009 geschehen. Im Rahmen seiner Überprüfung hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass das Vergütungssystem schon heute den durch das VorstAG eingeführten Parametern weitgehend entspricht. Um eine vollständige Übereinstimmung mit den neuen gesetzlichen Grundlagen sicherzustellen, hat der Aufsichtsrat weiter beschlossen, dass das Vergütungssystem in seinen Einzelheiten nochmals geprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Diese Überprüfung erfordert einen angemessenen Zeitaufwand. Hierzu sind sowohl intern als auch extern mit einer Vielzahl kompetenter Beteiligter Gespräche zu führen. Die Ergebnisse einer solchen gründlichen Überprüfung, die sowohl die Interessen der Aktionäre als auch des Unternehmens und seiner Vorstandsmitglieder zu berücksichtigen hat, konnten deshalb bei Abfassung des Vergütungsberichts noch nicht vorliegen. In der Hauptversammlung wird über den Stand berichtet werden. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 26. November 2009 beschlossen, dass das Vergütungssystem für den Vorstand der Hauptversammlung am 21. Januar 2010 zur Billigung vorgelegt wird. Sollte das Vergütungssystem im Geschäftsjahr 2009/2010 angepasst werden, wird es der Hauptversammlung 2011 erneut zur Billigung vorgelegt werden. Vergütungssystem für den Vorstand der ThyssenKrupp AG Beim geltenden Vergütungssystem bilden Kriterien für die Angemessenheit der Vorstandsvergütung sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und die Vergütungsstruktur, die in der Gesellschaft gilt. Die erfolgsbezogenen Komponenten, bestehend aus Tantieme und MTI, enthalten Bestandteile mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Sie setzen damit langfristige Verhaltensanreize und richten die Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung aus. Vorstandsverträge, die ab dem Beginn des Berichtsjahres abgeschlossen wurden, sehen für den Fall, dass die Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund vorzeitig endet, eine Ausgleichszahlung vor. Sie ist auf maximal zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen begrenzt (Abfindungs-Cap) und vergütet nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags. Eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("change of control“-Regelung) besteht nicht. Zu den verschiedenen Vergütungsbestandteilen: Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum und Nebenleistungen sowie Pensionszusagen, während die erfolgsbezogenen Komponenten in Tantieme und MTI als Komponente mit langfristiger Anreizwirkung aufgeteilt sind. Bei Fixum, Tantieme und MTI erhält der Vorstandsvorsitzende einen Zuschlag von 65 %. Das Fixum beträgt für ein ordentliches Vorstandsmitglied 585.000 € pro Jahr und wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich anteilig als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet seit Beginn des Berichtsjahres regelmäßig nach Ablauf von zwei Jahren statt. Die nächste Überprüfung erfolgt demnach zum 01. Oktober 2010. Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen; diese bestehen im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert von Immobilien, deren Nebenkosten, Versicherungsprämien sowie der privaten Dienstwagennutzung. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu; die Höhe variiert je nach der persönlichen Situation. Erstes Element der erfolgsbezogenen Vergütung ist die Tantieme. Entsprechend der vom Aufsichtsrat beschlossenen Tantiemerichtlinie ist ihre Höhe grundsätzlich von der Entwicklung der beiden Kennzahlen EBT (Ergebnis vor Steuern) und ROCE (Gesamtkapitalrentabilität) des Konzerns abhängig, die je zur Hälfte als Kriterien herangezogen werden. Damit besteht ein Gleichklang zwischen der Tantieme als Leistungsanreiz und den im Konzern verwendeten Steuerungskennzahlen. So beträgt die Tantieme z.B. bei einem EBT von 2 Mrd € und einem ROCE von 14,5 % 1 Mio €. Die individuelle Leistung kann bis zu 20 % berücksichtigt werden. Außerordentliche Ereignisse bleiben bei der Tantiemefestsetzung außer Ansatz. Die Tantieme wird zwei Wochen nach der Festlegung durch den Aufsichtsrat, in der Regel Mitte November, an die einzelnen Vorstandsmitglieder ausgezahlt. Zusätzlich zur Tantieme beziehen die Vorstandsmitglieder Vergütungen aus dem MTI als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung. Hierfür werden für einen bestimmten Ausgangswert, der bei einem ordentlichen Vorstandsmitglied 150.000 € beträgt, fiktiv Aktien gewährt, sogenannte Wertrechte, die keine Aktienoptionen sind. Die Anzahl der an ein Vorstandsmitglied ausgegebenen Wertrechte ergibt sich aus dem durchschnittlichen Aktienkurs des 1. Quartals des Performancezeitraums. Diese Wertrechte werden mit ihrem nach internationalen Bilanzierungsvorgaben errechneten Wert zum Zeitpunkt der Gewährung als Teil der Vergütung angesetzt. Nähere Informationen zum MTI erfahren Sie im Anhang zum Konzernabschluss unter Nr. 22. Die Zahl der ausgegebenen Wertrechte aus dem MTI wird dann am Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums angepasst. Basis dafür ist ein Vergleich des durchschnittlichen ThyssenKrupp Value Added (TKVA) des dreijährigen Performance-Zeitraums – beginnend mit dem 01. Oktober des Geschäftsjahres, in dem die Wertrechte gewährt wurden – mit dem durchschnittlichen TKVA der vorangegangenen drei Geschäftsjahre. Dabei führt eine Veränderung des TKVA um 50 Mio € zu einer Veränderung der Wertrechte um 10 %. Mehr über den TKVA erfahren Sie im Kapitel „Unternehmenssteuerung – Ziele und Strategie“. Am Ende des Performance-Zeitraums erfolgt eine Vergütung der gewährten Wertrechte auf Basis des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie, der sich aus dem Kursverlauf in den ersten drei Monaten nach Ende des Performance-Zeitraums ergibt. Die Auszahlung aus dem MTI ist auf 1,5 Mio € für ein ordentliches Vorstandsmitglied begrenzt. Pensionen werden an frühere Vorstandsmitglieder gezahlt, die entweder die Pensionsgrenze erreicht haben, dauerhaft arbeitsunfähig sind oder deren Anstellungsvertrag unter Anrechnung anderweitiger Einkünfte vorzeitig beendet oder nicht verlängert wurde. Eine Pension wird bei vorzeitiger Beendigung oder Nicht-Verlängerung des Anstellungsvertrags nach der jetzt verwendeten Neufassung nur gewährt, wenn sich das Vorstandsmitglied mindestens in der zweiten fünfjährigen Bestellperiode befindet und älter als 55 Jahre ist. Die Pension eines Vorstandsmitglieds bestimmt sich nach einem prozentualen Anteil am letzten Festgehalt, das das Mitglied vor Beendigung seines Anstellungsvertrags erhielt. Dieser prozentuale Anteil steigt mit der Bestelldauer als Vorstandsmitglied. Er beträgt grundsätzlich 30 % mit Beginn der ersten, 50 % mit Beginn der zweiten und 60 % mit Beginn der dritten fünfjährigen Bestellperiode; die Pension des Vorstandsvorsitzenden liegt bei 65 %. Laufende Renten werden jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst. Die Hinterbliebenenversorgung sieht eine Zahlung von 60 % des Ruhegeldes für die Witwe (früher 75 %) und von 20 % für jedes unterhaltsberechtigte Kind (in der Regel bis zum 18. Lebensjahr, max. bis zum 25. Lebensjahr, in besonders begründeten Ausnahmefällen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres) vor; die Hinterbliebenenversorgung beträgt maximal 100 % des Ruhegeldes. Im Geschäftsjahr 2008/2009 gewährte Gesamtvergütung Einzelheiten der Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2008/2009 in individualisierter Form und die auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands entfallenden Pensionen ergeben sich aus den nachfolgenden Tabellen. Die Vorjahreszahlen sind jeweils in Klammern angegeben: VERGÜTUNG DES VORSTANDS 2008/2009 in Tsd € Jahreseinkommen Im Geschäftsjahr gewährte MTI-Rechte Insgesamt Fixum Nebenleistungen Tantieme Anzahl (Stk.) Wert zum Gewährungszeitpunkt Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz, Vorsitzender 966 120 - 15.645 207 1.293 (875) (145) (2.442) (6.014) (179) (3.641) Dr. Ulrich Middelmann, stellv. Vorsitzender 732 173 - 11.852 157 1.062 (663) (194) (1.850) (4.556) (136) (2.843) Dr. Olaf Berlien 585 95 - 9.482 125 805 (530) (115) (1.776) (3.645) (108) (2.529) Edwin Eichler 585 82 - 9.482 125 792 (530) (94) (1.776) (3.645) (108) (2.508) Jürgen H. Fechter 293 46 - 9.482 125 464 (bis 31.03.2009) (530) (119) (1.184) (3.645) (108) (1.941) Dr. Alan Hippe 293 63 - 4.741 63 419 (seit 01.04.2009) (-) (-) (-) (-) (-) (-) Dr.-Ing. Karl-Ulrich Köhler 293 41 - 9.482 125 459 (bis 31.03.2009) (530) (100) (1.184) (3.645) (108) (1.922) Ralph Labonte 585 93 - 9.482 125 803 (530) (101) (1.480) (3.645) (108) (2.219) Dr.-Ing. Wolfram Mörsdorf 341 37 - 5.136 68 446 (bis 14.04.2009) (530) (113) (1.480) (3.645) (108) (2.231) Insgesamt 4.673 750 (-) 84.784 1.120 6.543 (4.718) (981) (13.172) (32.440) (963) (19.834) Ertrag (-) aus aktienbasierter Vergütung im Geschäftsjahr Pensionen Jahresbezug bei Eintritt des Pensionsfalls Zuführung zur Pensionsrückstellung im Geschäftsjahr Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz, Vorsitzender -641 628 602 (-580) (569) (592) Dr. Ulrich Middelmann, stellv. Vorsitzender -485 439 640 (-439) (398) (572) Dr. Olaf Berlien -388 293 289 (-352) (265) (323) Edwin Eichler -388 293 405 (-352) (265) (468) Jürgen H. Fechter -388 293 164 (-277) (159) (273) Dr. Alan Hippe - 176 113 (-) (-) (-) Dr.-Ing. Karl-Ulrich Köhler -388 293 251 (-302) (159) (353) Ralph Labonte -388 293 501 (-352) (265) (441) Dr.-Ing. Wolfram Mörsdorf -388 293 315 (-352) (265) (558) Insgesamt -3.454 3.001 3.280 (-3.006) (2.345) (3.580) Im Hinblick auf das erheblich gesunkene Ergebnis des Geschäftsjahres 2008/2009 hat der Aufsichtsrat beschlossen, entsprechend der Tantiemerichtlinie keine Tantieme an die Mitglieder des Vorstands der ThyssenKrupp AG zu zahlen. Insgesamt betrug die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008/2009 6,5 Mio € (Vorjahr: 19,8 Mio €). Im Berichtsjahr betrugen die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen für die aktiven Vorstandsmitglieder 3.280 Tsd € (Vorjahr: 3.580 Tsd €). Der Betrag für 2008/2009 setzt sich aus den sogenannten Dienstzeitaufwendungen (service cost) in Höhe von 879 Tsd € (Vorjahr: 1.502 Tsd €) und den Zinsaufwendungen (interest cost) in Höhe von 2.401 Tsd € (Vorjahr: 2.078 Tsd €) zusammen. Auf der Grundlage einer inzwischen nicht mehr geltenden Regelung werden zwei Vorstandsmitglieder wegen ihrer mehr als zehnjährigen Bestelldauer als Vorstandsmitglied für die Dauer von fünf Jahren nach der Pensionierung weiterhin einen PKW mit Fahrer und bestimmte Versicherungsleistungen erhalten. Für die künftigen Pensionsansprüche hat die Gesellschaft auf Basis von IFRS Pensionsrückstellungen gebildet. Mit den Herren Fechter und Dr. Köhler wurden Vereinbarungen über die vorzeitige einvernehmliche Beendigung der Bestellung zum Mitglied des Vorstands und die Aufhebung des Anstellungsvertrags zum 31. März 2009 geschlossen. Die an beide Herren zu leistende Ausgleichszahlung entsprach dem in den Anstellungsverträgen enthaltenen Abfindungs-Cap von maximal zwei Jahresvergütungen. Beide Herren standen dem Konzern noch beratend für sechs Monate, d.h. bis zum 30. September 2009, gegen ein Beraterhonorar von jeweils 10.000 € pro Monat zur Verfügung. Entsprechend der für Vorstandsmitglieder üblichen Regelung wurde beiden Herren die Festsetzung der Pension auf 50 % des Festgehalts bei Eintritt des Pensionsfalls zugesagt. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden keinem Vorstandsmitglied zugesagt. Auch hat kein Mitglied des Vorstands im Berichtsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Wie in den Vorjahren wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr weder Kredite noch Vorschüsse gewährt noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen. 2008/2009 wurde die 4. Tranche des MTI ausbezahlt. Maßgebend für die Wertentwicklung dieser Tranche war die Erhöhung des durchschnittlichen TKVA der dreijährigen Performance-Periode 2005/2006 - 2007/2008 gegenüber dem TKVA der drei Geschäftsjahre 2002/2003 - 2004/2005. In der genannten Performance-Periode stieg der durchschnittliche TKVA erheblich von 406 Mio € auf 1.845 Mio €; der Aktienkurs sank seit Ausgabe der Wertrechte von 17,26 € auf 15,82 € am Ende der dreijährigen Performance-Periode. Auf dieser Basis erhielten die Vorstandsmitglieder aus der 4. Tranche des MTI die nachfolgenden Zahlungen (die Zahlungen des Vorjahres sind in Klammern hinzugefügt): Herr Dr. Schulz 880 Tsd € (2.715 Tsd €), Herr Dr. Middelmann 667 Tsd € (2.057 Tsd €), die Herren Dr. Berlien, Eichler, Labonte und Dr. Mörsdorf jeweils 533 Tsd € (1.645 Tsd €), Herr Dr. Köhler 533 Tsd € (1.097 Tsd €) und Herr Fechter 533 Tsd € (823 Tsd €). Zudem wurden den Vorstandsmitgliedern Anfang Januar 2009 neue Wertrechte gemäß der 7. Tranche des MTI gewährt. Aus der 5. bis 7. Tranche des MTI verfügen die Vorstandsmitglieder darüber hinaus über insgesamt 161.875 gewährte, aber noch nicht auszahlungsreife Wertrechte. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 24,4 Mio € (Vorjahr: 13,7 Mio €). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen wurden nach IFRS 173,5 Mio € (Vorjahr: 142,3 Mio €) zurückgestellt. Aktienbasierte Vergütung für weitere Führungskräfte Neben dem Vorstand erhalten auch weitere ausgewählte Führungskräfte des Konzerns einen Teil ihrer Bezüge in Form einer aktienbasierten Vergütung. Dabei handelt es sich zum einen um den MTI und zum anderen um ein Programm zum rabattierten Bezug von ThyssenKrupp Aktien. Beginnend mit der 2. Tranche des MTI, deren Ausgabe 2004 erfolgte, wurde der Kreis der Bezugsberechtigten auf die Vorstandsmitglieder der Segmentführungsgesellschaften und einige andere ausgewählte Führungskräfte zu modifizierten Bedingungen ausgedehnt. Aus dem MTI für diesen Personenkreis resultierte im Berichtsjahr auf Grund der rückläufigen TKVA-Entwicklung ein Ertrag aus der Auflösung der Rückstellung für noch nicht auszahlungsreife Wertrechte in Höhe von 15,6 Mio € (Vorjahr: Aufwand 0,2 Mio €). Daneben existiert für ausgewählte Führungskräfte des Konzerns, die nicht durch den MTI begünstigt sind, das Programm „Rabattierter Aktienkauf für Führungskräfte“. Das im Geschäftsjahr 2005/2006 implementierte Modell ergänzt die am Unternehmenserfolg ausgerichtete variable Vergütung um ein konzernbezogenes Element, das die zentrale Steuerungsgröße TKVA in das Anreizsystem integriert. Dieser aktienkurs- und wertorientierte Vergütungsbestandteil soll die Konzentration auf die Konzernziele und die Identifikation der Führungskräfte mit dem Unternehmen stärken. Die Begünstigten erhalten dabei nach Ablauf des Performance-Zeitraums das Angebot, ThyssenKrupp Aktien zu einem festgelegten Euro‑Betrag mit einem Rabatt zu erwerben, der vom Arbeitgeber getragen wird. Den verbleibenden Betrag leisten die Teilnehmer als Eigenanteil. Die Rabatthöhe ist vom (Konzern-)TKVA des Performance-Zeitraums abhängig und kann bis zu 80 % betragen. Diese Aktien sind mit einer Sperrfrist von drei Jahren belegt. Die Umsetzung des für 2007/2008 beschlossenen Programms wurde in das Geschäftsjahr 2009/2010 verschoben. Im Berichtsjahr resultiert aus dem rabattierten Aktienkauf ein Aufwand von 3,0 Mio € (Vorjahr: 13,5 Mio €). Für das Geschäftsjahr 2008/2009 wurde das Modell nicht aufgelegt. Über künftige Neuauflagen entscheidet der Vorstand der ThyssenKrupp AG jährlich neu. Angemessene Aufsichtsratsvergütung Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung der ThyssenKrupp AG geregelt. Sie orientiert sich an der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Konzerns. Neben der Erstattung ihrer Auslagen und einem Sitzungsgeld von 500 € erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vergütung, die sich aus drei Bestandteilen zusammensetzt: einem Festbetrag von 50.000 € und zwei erfolgsorientierten Bausteinen. Dies ist zum einen eine Tantieme von 300 € je 0,01 € Dividende, die über 0,10 € je Stückaktie hinaus für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Hinzu kommt eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von 2.000 € je 100 Mio € Ergebnis vor Steuern (EBT) im Konzernabschluss, das im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre ein EBT von 1 Mrd € übersteigt. Die feste Vergütung, die Tantieme und die auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Komponente betragen für den Vorsitzenden jeweils das Dreifache und für seinen Stellvertreter das Doppelte der Beträge. Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören, erhalten eine im Verhältnis geringere Vergütung. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Plenums oder einer Ausschuss-Sitzung nicht teil, reduziert sich die Vergütung für die Aufsichtsrats- bzw. Ausschusstätigkeit anteilig. Auf Basis der vorgeschlagenen Dividende erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einschließlich des Sitzungsgeldes eine Vergütung von insgesamt 1,9 Mio € (im Vorjahr 3,6 Mio €). Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen im Berichtsjahr die in der nachfolgenden Tabelle aufgelisteten Beträge; die entsprechenden Vorjahresbeträge sind durch Klammerzusätze kenntlich gemacht: VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS 2008/2009 in € Feste Vergütung Tantieme Langfristige Vergütungskomponente Vergütung für Ausschusstätigkeit Sitzungsgeld Insgesamt Dr. Gerhard Cromme, 150.000 18.000 21.879 63.293 10.500 263.672 Vorsitzender (150.000) (108.000) (121.620) (126.540) (7.000) (513.160) Bertin Eichler, 100.000 12.000 14.586 58.350 9.500 194.436 stellv. Vorsitzender (91.667) (66.000) (74.323) (94.905) (4.500) (331.395) Markus Bistram 47.945 5.753 7.193 14.597 4.500 79.988 (bis 15.09.2009) (50.000) (36.000) (40.540) (31.635) (3.000) (161.175) Theo Frielinghaus 50.000 6.000 6.661 15.665 4.500 82.826 (50.000) (36.000) (23.525) (27.381) (3.000) (139.906) Heinrich Hentschel 15.753 1.890 5.629 - 1.000 24.272 (bis 23.01.2009) (50.000) (36.000) (40.540) (-) (2.000) (128.540) Susanne Herberger 34.384 4.126 1.670 - 2.000 42.180 (seit 23.01.2009) (-) (-) (-) (-) (-) (-) Prof. Jürgen Hubbert 50.000 6.000 7.293 - 3.000 66.293 (45.833) (33.000) (37.162) (-) (1.500) (117.495) Klaus Ix 15.753 1.890 5.629 1.833 1.500 26.605 (bis 23.01.2009) (50.000) (36.000) (40.540) (31.635) (4.000) (162.175) Bernd Kalwa 34.384 4.126 1.670 6.908 3.000 50.088 (seit 23.01.2009) (-) (-) (-) (-) (-) (-) Hüseyin Kavvesoglu 15.753 1.890 5.629 1.833 1.500 26.605 (bis 23.01.2009) (45.833) (33.000) (37.162) (28.999) (3.000) (147.994) Dr. Martin Kohlhaussen 50.000 6.000 7.293 31.647 5.500 100.440 (50.000) (36.000) (40.540) (63.270) (4.000) (193.810) Dr. Heinz Kriwet 50.000 6.000 7.293 15.823 4.500 83.616 (50.000) (36.000) (40.540) (31.635) (3.000) (161.175) Prof. Dr. Ulrich Lehner 50.000 6.000 4.139 12.687 4.000 76.826 (32.184) (23.172) (8.714) (-) (500) (64.570) Dr.-Ing. Klaus T. Müller 15.753 1.890 5.629 - 1.000 24.272 (bis 23.01.2009) (50.000) (36.000) (40.540) (-) (2.000) (128.540) Prof. Dr. Bernhard Pellens 50.000 6.000 7.293 15.823 5.000 84.116 (50.000) (36.000) (40.540) (31.635) (4.000) (162.175) Dr. Heinrich v. Pierer 6.301 756 5.170 385 - 12.612 (bis 15.11.2008) (45.833) (33.000) (37.162) (31.635) (2.500) (150.130) Peter Remmler 34.384 4.126 1.670 - 2.000 42.180 (-) (-) (-) (-) (-) (-) Dr. Kersten v. Schenck 50.000 6.000 7.293 15.823 4.500 83.616 (50.000) (36.000) (40.540) (31.635) (3.000) (161.175) Peter Scherrer 44.444 5.333 6.483 - 2.000 58.260 (50.000) (36.000) (40.540) (-) (2.000) (128.540) Thomas Schlenz 50.000 6.000 7.293 47.469 8.500 119.262 (50.000) (36.000) (40.540) (94.905) (6.000) (227.445) Dr. Henning Schulte-Noelle 47.222 5.667 6.888 31.646 6.500 97.923 (50.000) (36.000) (40.540) (63.270) (4.000) (193.810) Wilhelm Segerath 50.000 6.000 7.293 15.866 5.000 84.159 (50.000) (36.000) (40.540) (31.635) (3.000) (161.175) Christian Streiff 44.444 5.333 6.483 - 2.000 58.260 (50.000) (36.000) (40.540) (-) (2.000) (128.540) Jürgen R. Thumann 43.699 5.244 2.123 - 3.000 54.066 (seit 16.11.2008) (-) (-) (-) (-) (-) (-) Prof. Dr. Gang Wan - - - - - - (bis 18.01.2008) (13.775) (9.918) (28.482) (-) (500) (52.675) Klaus Wiercimok 34.384 4.126 1.670 - 2.000 42.180 (seit 23.01.2009) (-) (-) (-) (-) (-) (-) Insgesamt 1.134.603 136.150 161.852 349.648 96.500 1.878.753 (1.125.125) (810.090) (895.170) (720.715) (64.500) (3.615.600) Mitgliedern des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp AG werden für Aufsichtsratsmandate bei Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr 2008/2009 ergänzend Vergütungen in Höhe von 124.206 € (im Vorjahr 223.458 €) gewährt. Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Beträge: VERGÜTUNG AUS KONZERNINTERNEN AUFSICHTSRATSMANDATEN in € 2007/2008 2008/2009 Markus Bistram (bis 15.09.2009) 87.690 40.109 Theo Frielinghaus 37.718 23.559 Susanne Herberger (seit 23.01.2009) - 16.003 Klaus Ix (bis 23.01.2009) 32.250 7.524 Bernd Kalwa (seit 23.01.2009) - 12.315 Hüseyin Kavvesoglu (bis 23.01.2009) 35.050 6.586 Thomas Schlenz 30.750 17.000 Klaus Wiercimok (seit 23.01.2009) - 1.110 Insgesamt 223.458 124.206 Darüber hinaus haben Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr mit der nachfolgenden Ausnahme wie auch im Vorjahr keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten. Die Rechtsanwaltssozietät Clifford Chance, deren Partner das Aufsichtsratsmitglied Herr Dr. v. Schenck bis zum 30. Juni 2009 war und für die er seit seinem Ausscheiden als Partner nun als Of Counsel tätig ist, hat für ihre Beratungsleistungen von ThyssenKrupp Unternehmen insgesamt 79.737 € (Vorjahr: 89.235 €) erhalten. Wie in den Vorjahren wurden Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr weder Kredite noch Vorschüsse gewährt noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen. Frühere Aufsichtsratsmitglieder, die vor dem 01. Oktober 2008 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind, erhalten für die Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine anteilige Vergütung aus der langfristigen Vergütungskomponente von insgesamt 3.773 € (Vorjahr: 15.683 €). Die Aufteilung ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: LANGFRISTIGE VERGÜTUNGSKOMPONENTE in € für vor dem 01. Oktober des jeweiligen Geschäftsjahres ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglieder 2007/2008 2008/2009 Wolfgang Boczek (bis 30.11.2005) 2.256 -- Gerold Vogel (bis 31.12.2006) 13.427 612 Prof. Dr. Gang Wan (bis 18.01.2008) -- 3.161 Insgesamt 15.683 3.773 Übernahmerechtliche Angaben Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30. September 2009 dargestellt. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der ThyssenKrupp AG beträgt unverändert 1.317.091.952,64 € und ist in 514.489.044 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. 10 % der Stimmrechte überschreitende Kapitalbeteiligungen Es besteht eine direkte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreitet: Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen, hat die ThyssenKrupp AG informiert, dass sie zum 30. September 2009 rund 25,33 % der Stimmrechtsanteile an der ThyssenKrupp AG hält. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der ThyssenKrupp AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit § 6 der Satzung. Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen; die §§ 179 ff. AktG sind anwendbar. Nach § 11 Abs. 9 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, die Fassung des § 5 der Satzung (Grundkapital und Aktien) entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen; falls das genehmigte Kapital bis zum 18. Januar 2012 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, kann er die Fassung des § 5 ebenfalls anpassen. Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe Gemäß § 5 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Januar 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 500 Mio € durch Ausgabe von bis zu 195.312.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Er kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in folgenden Fällen ausschließen: · für Spitzenbeträge, die sich auf Grund des Bezugsverhältnisses ergeben; · um Inhabern von im Zeitpunkt der Ausübung des genehmigten Kapitals umlaufenden Wandel- und/oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht aus von der Gesellschaft oder ihren Konzernunternehmen bereits begebenen oder künftig zu begebenden Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung der Wandel- und/oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung einer Wandlungspflicht als Aktionären zustehen würde; · wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten; · bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen. Auf die Kapitalgrenze von 10 % ist die Veräußerung eigener Aktien anzurechnen, sofern sie während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt. Aktien, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und/oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht ausgegeben werden bzw. auszugeben sind, sind ebenfalls auf die Kapitalgrenze von 10 % anzurechnen, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Befugnisse des Vorstands zum Aktienrückkauf Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Januar 2009 wurde die Gesellschaft bis zum 22. Juli 2010 ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 % ihres derzeitigen Grundkapitals in Höhe von 1.317.091.952,64 € zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots oder unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten (Put- oder Call-Optionen oder einer Kombination aus beiden). Der für den Erwerb der Aktien gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten. Bei einem Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Angebotsabgabe um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Angebotsabgabe erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Angebotsabgabe angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Angebotsabgabe kann weitere Bedingungen vorsehen. Wenn das Kaufangebot überzeichnet ist oder wenn im Fall einer Aufforderung zur Angebotsabgabe von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. Bei Erwerb eigener Aktien mittels Eigenkapitalderivaten dürfen Optionen nur mit Aktien bedient werden, die unter Wahrung der Gleichbehandlungsgrundsätze erworben wurden. Die Laufzeit der Optionen muss spätestens am 22. Juli 2010 enden. Das Recht der Aktionäre, Optionsgeschäfte mit der Gesellschaft abzuschließen, ist in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden; insbesondere kann er die Aktien einziehen, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre sowie gegen Sachleistung veräußern und zur Erfüllung von Umtauschrechten aus von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen begebenen Wandelschuldverschreibungen verwenden. In den drei letztgenannten Fällen ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieser Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Januar 2009 wurde der Vorstand bis zum 22. Januar 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats folgende Maßnahmen zu ergreifen: · auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 2 Mrd € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Umtauschrechte auf bis zu 50 Mio eigene, auf den Inhaber lautende Stückaktien der ThyssenKrupp AG mit einem anteiligen rechnerischen Betrag am Grundkapital von bis zu 128 Mio € zu gewähren (Wandelschuldverschreibungen); · das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Wandelschuldverschreibungen auszuschließen, und zwar (1) für Spitzenbeträge, die sich auf Grund des Bezugsverhältnisses ergeben, (2) sofern die Wandelschuldverschreibungen gegen Barzahlung ausgegeben werden und auch der Ausgabepreis für die Wandelschuldverschreibungen den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet oder (3) zur Gewährung eines Bezugsrechts an Inhaber von Wandlungsrechten aus begebenen Schuldverschreibungen in dem Umfang, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungsrechts zustehen würde. Der Wandlungspreis für eigene Aktien darf 80 % des Durchschnitts nicht unterschreiten, der sich errechnet aus den Schlusskursen im Xetra-Handelssystem an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung eines Angebots zur Zeichnung von Wandelschuldverschreibungen bzw. vor Abgabe der Annahmeerklärung durch die Gesellschaft nach einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Zeichnungsangeboten. Der Vorstand legt die Bedingungen für das Wandlungsrecht fest. Wesentliche konditionierte Vereinbarungen der Gesellschaft Die ThyssenKrupp AG ist Vertragspartei folgender Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen: · Die Gesellschaft hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine fest zugesagte Kreditlinie in Höhe von 2,5 Mrd € abgeschlossen. Dieser Vertrag kann mit sofortiger Wirkung gekündigt und alle ausstehenden Kreditziehungen können fällig gestellt werden, wenn die Gesellschaft eine Tochtergesellschaft einer anderen juristischen oder natürlichen Person wird und dies von einer Bankengruppe, die mehr als 50 % der Kreditlinie repräsentiert, verlangt wird. In Anspruch genommene Kreditbeträge müssten dann sofort getilgt werden; für neue Inanspruchnahmen stünde die Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung. · Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2008/2009 eine neue Anleihe im Volumen von 1 Mrd € begeben sowie eine Privatplatzierung über 100 Mio € durchgeführt. Sie ist des Weiteren Garantin der 2008/2009 begebenen weiteren neuen Anleihen ihrer Tochtergesellschaft ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. im Volumen von insgesamt 2 Mrd €. Ein Kontrollwechsel, das heißt Erwerb von mehr als 50 % des Grundkapitals bzw. mehr als 50 % der stimmberechtigten Aktien der ThyssenKrupp AG durch einen Dritten, kann unter bestimmten Voraussetzungen zur vorzeitigen Tilgung der Rückzahlungsbeträge einschließlich Zinsen führen. · Die Gesellschaft ist Partei einer Gesellschaftervereinbarung bezüglich der Atlas Elektronik GmbH (Joint Venture), die eine Call-Option zugunsten des Mitgesellschafters EADS Deutschland GmbH auf bestimmte Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten des Joint Ventures zum Marktpreis für den Fall vorsieht, dass ein Wettbewerber des Joint Ventures oder des Mitgesellschafters direkt oder indirekt ein „controlling interest“ an der Gesellschaft erwirbt. Wird die Call-Option ausgeübt, besteht ein Recht auf Übernahme aller Anteile des Mitgesellschafters am Joint Venture durch die ThyssenKrupp Technologies AG (heute firmierend als ThyssenKrupp Technologies Beteiligungen GmbH) zum Marktpreis plus 5 % Aufschlag. Wird die Call-Option nicht ausgeübt, hat der Mitgesellschafter seinerseits eine Put-Option auf die Anteile des Joint Ventures zu den genannten Kaufpreiskonditionen. Neue Konzernorganisation Schneller, schlanker und strategisch zentraler, aber operativ dezentraler – so präsentiert sich ThyssenKrupp in seiner neuen Organisationsstruktur. Die bisherigen fünf Segmente sind seit 01. Oktober 2009 durch acht Business Areas – zusammengefasst in zwei Divisions – ersetzt, in denen sich unsere Stärken und Kompetenzen als Werkstoff- und Technologiekonzern bündeln. Um den Konzern für die wirtschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre zu stärken, haben wir zum 01. Oktober 2009 eine neue Organisationsstruktur eingeführt. Eine kurze Zusammenfassung dazu enthält das Kapitel „Geschäftsfelder und Organisationsstruktur“. Im Folgenden wird die neue Konzernorganisation mit ihren Kernelementen, Zielen und Vorteilen ausführlich erläutert. Acht Business Areas Die Aktivitäten der bisher fünf Segmente Steel, Stainless, Technologies, Elevator und Services rund um Werkstoffe und Technologien sind nun in acht Business Areas gegliedert. Sie integrieren gleiche Geschäftsmodelle und regional zusammenhängende Geschäftsaktivitäten. Die Business Areas sind in zwei Divisions – Materials und Technologies – gebündelt, in denen sich die Kompetenzfelder von ThyssenKrupp widerspiegeln. Zu Materials gehören die Business Areas Steel Europe, Steel Americas, Stainless Global und Materials Services. Hier werden unsere Werkstoffkompetenzen und ‑dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette – Einkauf, Produktion, Vertrieb und Dienstleistungen – gebündelt. Die Division Technologies setzt sich zusammen aus den Business Areas Elevator Technology, Plant Technology, Components Technology und Marine Systems, die für unsere Technologiekompetenz stehen. Mehr über die Aktivitäten und die strategischen Stärken der einzelnen Business Areas erfahren Sie im Kapitel „Unternehmenssteuerung – Ziele und Strategie“. Corporate Headquarter Das neue Corporate Headquarter stärkt die Strategie- und Steuerungsaufgaben der Konzernleitung und gibt den Business Areas die Möglichkeit, sich so auf das operative Geschäft zu konzentrieren. Weitere Elemente der neuen Konzernstruktur Außerdem bilden die folgenden Faktoren wesentliche Elemente der neuen Konzernstruktur: · Auch in der neuen Struktur bleibt ThyssenKrupp als wertorientiertes Konglomerat ein integrierter Werkstoff- und Technologiekonzern. Die diversifizierte Aufstellung ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, an dem wir festhalten. · Der Konzern wird in Zukunft operativ dezentraler und zugleich strategisch zentraler geführt. Durch die direkte Anbindung an die ThyssenKrupp AG werden die verantwortlichen Business Areas und Operating Units gestärkt. Sie rücken näher an die Zentrale, da die bisherigen Segmentführungsgesellschaften als Zwischenholdings entfallen. Mit weniger Einheiten und weniger Ebenen gewährleisten wir eine schnellere und bessere Zusammenarbeit im Konzern. · Die neue Organisation fördert eine stärkere Fokussierung der Geschäftstätigkeit sowie schlankere und effizientere Strukturen. Damit können wir marktnäher agieren und operative sowie strategische Maßnahmen unmittelbarer umsetzen. · Die Aufteilung des Segments Steel in die Business Areas Steel Europe und Steel Americas sichert dem Vorstand direkteren Zugriff auf die zentralen Großprojekte in Brasilien und Nordamerika. · Die Aufteilung des Segments Technologies in die Business Areas Plant Technology, Components Technology und Marine Systems ermöglicht eine direktere Steuerung dieser Einheiten. · Die Business Areas werden durch Bereichsvorstände geführt, die in enger Abstimmung mit dem Vorstand der ThyssenKrupp AG die operative Steuerung und kontinuierliche Geschäftsentwicklung verantworten. Diese enge Anbindung ermöglicht eine direktere Ausrichtung am Gesamtinteresse des Konzerns. ThyssenKrupp Business Services und ThysenKrupp IT Services sind die Dienstleistungseinheiten, die vom 01. Oktober 2009 an für den Gesamtkonzern, d.h. Konzernunternehmen, Business Areas und das Corporate Headquarter, Leistungen aus einer Hand anbieten. Dazu zählen standardisierte Prozesse wie beispielsweise Teile des Rechnungswesens und der IT oder die Entgeltabrechnung. Höhere Transparenz Unsere Berichterstattung erfolgt künftig in der neuen Berichtsstruktur mit den acht Business Areas, was die Transparenz des Gesamtkonzerns nach außen deutlich erhöht. Denn wir werden die wirtschaftlichen Ergebnisse aller Business Areas künftig auch nach außen darstellen. Damit können Kapitalmarktteilnehmer und interessierte Dritte die Aktivitäten besser verstehen und angemessener beurteilen. Ein gutes Beispiel dafür sind unsere Aktivitäten im bisherigen Segment Technologies: Da jetzt die Business Areas einzeln ausgewiesen werden, können sich in Zukunft Analysten, Investoren und Öffentlichkeit über deren wirtschaftliche Ergebnisse jedes Quartal im Detail informieren. Nachhaltig niedrigere Verwaltungskosten Die neue Konzernstruktur senkt die Verwaltungskosten nachhaltig um bis zu 500 Mio € jährlich. Dies soll in einem Zwei-Jahres-Zeitraum erreicht werden. Das Einsparvolumen setzt sich zu etwa gleichen Teilen aus Sach- und Personalkosten zusammen. Beispielsweise werden die Sachkosten durch konzernweit optimierte IT-Kosten zurückgehen. Unsere operative Effizienz im Einkauf wird erheblich steigen. Neues Corporate Design Parallel zur Neuorganisation tritt der Konzern mit einem neuen Corporate Design auf. Zehn Jahre nach der Fusion von Thyssen und Krupp fügen sich Bild- und Wortmarke zu einer kompakten, prägnanten und attraktiven Form. Mitarbeiter und Unternehmen des Konzerns rücken unter einer neuen Konzernmarke enger zusammen, die Geschlossenheit und Stärke demonstriert. Bei Erarbeitung und Umsetzung des neuen Corporate Design haben wir besonders auf kostengünstiges Vorgehen geachtet. Die neue Organisation erhöht die Effektivität und Effizienz des Konzerns und sorgt für mehr Dynamik und Flexibilität mit Blick auf Kunden und Märkte. Gemeinsam wollen wir das Optimum für ThyssenKrupp sowie für Aktionäre und Kapitalgeber, Geschäftspartner und Mitarbeiter erreichen. Unternehmenssteuerung – Ziele und Strategie Mit guter strategischer Perspektive und unternehmerischer Dynamik stellt sich ThyssenKrupp den Herausforderungen der Märkte und Kunden. Die Neuorganisation macht uns flexibler; unser wertorientiertes Management, die Erfolge der Kostensenkungsmaßnahmen und unser Wertsteigerungsprogramm verleihen uns zusätzliche Schlagkraft. Leistungsprogramm und strategische Perspektiven Als integrierter Werkstoff- und Technologiekonzern bietet ThyssenKrupp weltweit intelligente und innovative Produktlösungen für nachhaltigen Fortschritt. Acht Business Areas fassen seit Beginn des neuen Geschäftsjahres die Aktivitäten und das Know-how des Konzerns in den Divisions Materials und Technologies zusammen; sie haben die bisherigen Segmente abgelöst. Über die neue Konzernorganisation berichten wir ausführlich im Kapitel „Neue Konzernorganisation“. Strategische Stärken der Business Areas Die Division Materials konzentriert das weltweite Werkstoffangebot des Konzerns: - In der Business Area Steel Europe werden wir die Aktivitäten für hochwertige Qualitätsflachprodukte weiterentwickeln, die von intelligenten Werkstofflösungen bis zum fertigen Bauteil reichen. Zum Produktprogramm gehören beispielsweise maßgeschneiderte, kundenspezifische Produkte, die aus Stahlblechen mit unterschiedlicher Dicke, Qualität und Oberflächeneigenschaft hergestellt werden. Die permanente Weiterentwicklung neuer Stahlgüten und Produkte durch gemeinsame FuE-Aktivitäten sichert eine starke Position in diesem Premium-Markt. - DieBusiness Area Steel Americas erschließt den amerikanischen Markt für hochwertige Stahlprodukte. Sie umfasst die im Bau befindlichen Stahl- und Weiterverarbeitungswerke in Brasilien und den USA. Über den Baufortschritt berichten wir auf den nachfolgenden Seiten. - Als weltweit führender Edelstahlproduzent sieht die Business Area Stainless Global ihre Perspektiven bei Edelstahl-Rostfrei-Flachprodukten sowie Hochleistungswerkstoffen wie Nickellegierungen und Titan. Teil der Business Area ist auch das neue Edelstahlwerk in Alabama, das in enger Kooperation mit Steel Americas errichtet wird. Dem ausgedehnten Netzwerk von Produktions- und Vertriebsgesellschaften sowie Service-Centern verdankt Stainless Global die Kundennähe rund um den Globus. - Werkstoffdienstleistungen, vor allem in Europa und der Nafta-Region, bilden das Wachstumsgeschäft der Business Area Materials Services. Im integrierten Supply-Chain-Management sehen wir gute Chancen: Stahl- und Edelstahlprodukte, aber auch Titan und Aluminium sowie Kunststoffe werden termingerecht und für die Weiterverarbeitung vorbereitet an die Kunden ausgeliefert. In der Division Technologies ist die Technologiekompetenz von ThyssenKrupp gebündelt: - Mit Aufzügen, Fahrtreppen und -steigen, Fluggastbrücken und Treppenliften sorgt die Business Area Elevator Technology weltweit für Mobilität. Hohe Qualität, Technologiekompetenz und Dienstleistungen wie Wartung und Modernisierung sichern die erreichte Marktstellung und neues Wachstum. - Die Business Area Plant Technology ist ein international führender Anbieter im Spezial- und Großanlagenbau. Das Produktportfolio reicht von Chemie- und Raffinerieanlagen über Anlagen für die Zementindustrie bis hin zu innovativen Lösungen zum Abbau und zur Gewinnung von Rohstoffen und Mineralien. Die Anlagen und Verfahren der Business Area eröffnen neue Möglichkeiten für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. - Als Spezialist für leistungsfähige und innovative Komponenten für die Automobilindustrie, den Bausektor und den Maschinenbau verfügt die Business Area Components Technologyüber eine breite und erfolgreiche Produktpalette. - Die Business Area Marine Systemsüberzeugt mit Know-how, hervorragenden Produkten und hoher Innovationskraft im Schiffbau – ob U-Boote mit Brennstoffzellentechnik oder anspruchsvolle Forschungsfahrzeuge. Flexible Fortführung der Großprojekte An der Umsetzung unserer strategischen Investitionen für Produktion bzw. Verarbeitung von Qualitätsflachstahl und Edelstahl in Brasilien und den USA halten wir unverändert fest. Doch wir reagieren flexibel auf die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die neuen Werke für Qualitätsflachstahl gehören zur Business Area Steel Americas, die Edelstahlproduktion in den USA zählt zu Stainless Global. Brasilien: Vale erhöht Anteil Den Hochlauf für das Hüttenwerk in Brasilien, das jährlich 5 Mio t Brammen aus Qualitätsstahl produzieren wird, haben wir den zurückgegangenen Nachfrageerwartungen angepasst. Die erste Produktionslinie mit einem Hochofen und einem Stahlwerkskonverter wird Mitte 2010 angefahren; bei der zweiten Linie mit dem zweiten Hochofen und dem zweiten Konverter ist der Hochlauf aus heutiger Sicht für 2011 vorgesehen. Nach wie vor bleibt unsere Planung flexibel, um auf mögliche Marktänderungen zügig reagieren zu können. Der brasilianische Eisenerzproduzent Vale S.A. hat seinen Anteil an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico Ltda., unserer brasilianischen Tochtergesellschaft für das Hüttenwerk, von rund 10 % auf insgesamt knapp 27 % gesteigert; der Kaufpreis beträgt 965 Mio €. Dieser Schritt bestätigt den Wert unserer Investition und unser industrielles Konzept. Zugleich ist die Basis für eine langfristige strategische Partnerschaft zwischen Vale und ThyssenKrupp weiter gestärkt. Die Bauarbeiten in Santa Cruz im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro sind in vollem Gange. Ende des Geschäftsjahres waren rund 21.000 Menschen auf der Baustelle tätig. Hafen, Rohstofflager und Sinteranlage sind weitgehend fertig. Kraftwerk und Hochöfen werden Anfang 2010 technisch fertiggestellt sein. Dies gilt auch für die Nebenanlagen, die beispielsweise Strom verteilen oder Wasser aufbereiten, sowie für sonstige Infrastruktureinrichtungen. Bei den Stahlbauarbeiten einiger Gewerke muss auf Grund mangelnder Qualität der Zulieferer nachgearbeitet werden. Hiervon sind insbesondere die Kokerei und das Stahlwerk betroffen. Ende September 2009 arbeiteten rund 1.400 Mitarbeiter bei CSA in Brasilien. Die weitere Rekrutierung von Personal haben wir verlangsamt und an den verschobenen Inbetriebnahmetermin angepasst. Markteintritt in den USA wird gestreckt Auch der Bau des neuen gemeinsamen Stahl- und Weiterverarbeitungswerks der Business Areas Steel Americas und Stainless Global nahe Mobile in Alabama/USA passt sich der geringeren Stahlnachfrage an. Wir führen den Bau der Produktionslinien von Qualitätsstahl planmäßig fort. Steel Americas wird im Werk Mobile über Warm- und Kaltwalz- sowie Veredelungsanlagen verfügen und Brammen aus der brasilianischen Produktion zu hochqualitativen Flachprodukten weiterverarbeiten. Die Warmwalzkapazität beträgt insgesamt über 5 Mio t jährlich. Das Projekt liegt weitgehend im Plan, so dass wir mit der Produktion im 2. Quartal 2010 starten können. Bis zur Inbetriebnahme des brasilianischen Werkes werden die zu verarbeitenden Brammen aus Deutschland kommen. Wegen der reduzierten Stahlnachfrage auf dem Weltmarkt planen wir einen gestreckten Markteintritt, der den Hochlauf der Produktion über einen längeren Zeitraum vorsieht und sich flexibel auf die Nachfragesituation einstellen lässt. Ende des Berichtsjahres waren auf der Baustelle rund 4.500 Arbeiter beschäftigt. Parallel zu den Bauarbeiten bereiten wir den Markteintritt und die Vertriebsplanung für die Hochlaufphase entsprechend den Kundenwünschen im Nafta-Raum vor. Dazu setzen unsere Vertriebsfachleute ihre Besuche bei Schlüsselkunden in den Zielgruppen Automobil- und Elektroindustrie sowie Stahl-Service-Center und Rohrindustrie intensiv fort. Angesichts unseres attraktiven Produktmix sowie technologischer und logistischer Vorteile gegenüber unseren Wettbewerbern gehen wir trotz der veränderten Situation im Weltstahlmarkt von einem erfolgreichen Markteintritt in die Nafta-Region aus. Flexible Inbetriebnahme auch für Edelstahl Ebenso wie bei Qualitätsstahl wollen wir auch das US-Werk für Edelstahl flexibel in Betrieb nehmen. Der Start soll ab Oktober 2010 zunächst nur mit einer reduzierten Kaltbandkapazität von rund 100.000 t pro Jahr erfolgen. Die Inbetriebnahme der übrigen Aggregate für Edelstahl-Produkte wird zeitlich gestreckt, wobei ein flexibles Hochfahren jederzeit möglich ist. Das gilt auch für die Inbetriebnahme des Stahlwerks, die für Anfang 2012 vorgesehen war und sich nun um bis zu 24 Monate verschieben kann. Dennoch wollen wir den Umfang des Gesamtprojekts beibehalten, da der Nafta-Markt nach einer wirtschaftlichen Erholung in den USA aussichtsreiche Wachstumschancen bietet. Alleingangskonzept für Stainless Die Business Area Stainless Global wird sich im Rahmen eines Alleingangskonzepts strategisch weiterentwickeln. Im Bereich nichtrostender Edelstahl wollen wir die Marktstellung auf dem europäischen Kernmarkt festigen und ausbauen. Die Position als global aufgestellter Rostfrei-Produzent soll durch den schrittweisen Aufbau des Werkes in den USA und das weitere Erschließen des Nafta-Marktes gestärkt werden. Im Bereich Nickellegierungen und Titan werden wir das Kompetenzfeld Hochleistungswerkstoffe ausbauen und eine noch kundenorientiertere Vertriebsstruktur aufbauen. Um diese Ziele zu erreichen, arbeitet Stainless Global intensiv an Programmen und Maßnahmen, um sowohl Produktionsprozesse und Arbeitsabläufe als auch Investitionen weiter zu flexibilisieren. Dadurch kann die Business Area kurzfristig auf Nachfrageänderungen reagieren und die Auslastung entsprechend angleichen. Auch die Kostenstruktur soll flexibler gestaltet werden, um leichtere Anpassungen an unterschiedliche Marktsituationen zu ermöglichen und die Business Area wettbewerbsfähiger zu machen. Neuer Kurs im Schiffbau Die Business Area Marine Systems wird die Vertriebsaktivitäten im Neubau von Unter- und Überwasserschiffen künftig zusammenführen, um sich noch stärker auf Kundenwünsche und sich ändernde Marktverhältnisse einstellen zu können. Wir wollen damit auch die Abläufe effizienter gestalten. Um den Überkapazitäten zu begegnen, die durch die zurückgegangene Nachfrage als Folge der Finanzkrise entstanden sind, gehen Marine Systems und der Windkraftanlagen-Hersteller SIAG Schaaf Industrie am traditionsreichen Werftstandort Emden gemeinsam innovative Wege. Im Mittelpunkt steht die Fertigung von Komponenten für Offshore-Windkraftanlagen als Beitrag zum Strukturwandel in der Region. Marine Systems hat im Oktober 2009 ein Memorandum-of-Understanding mit der Abu Dhabi MAR Group über eine strategische Partnerschaft abgeschlossen. Die beabsichtigte Kooperation soll die Vermarktungsperspektiven im Überwasser-Marineschiffbau von Blohm + Voss – das sind Fregatten und Korvetten – wesentlich verbessern und zugleich die schiffbauliche Beschäftigung in Deutschland sichern. Bessere Kostenbasis erhöht Wettbewerbsfähigkeit Auf allen Konzernebenen arbeiten wir daran, unsere Programme zur Kostensenkung und Restrukturierung effizient umzusetzen. Gemeinsam mit den Einsparungen aus der organisatorischen Neuordnung, den Erfolgen von ThyssenKrupp PLuS und dem Ergebnis der Restrukturierungen werden wir unsere Kostenbasis ab 2010/2011 nachhaltig um 1,5 Mrd € bis 2 Mrd € verbessern. Dies wird die Position unseres Konzerns im weltweiten Wettbewerb stärken. Unternehmenssteuerung durch wertorientiertes Management Zur Führung und Steuerung des Konzerns setzen wir ein wertorientiertes Managementsystem ein. Unser Ziel ist dabei, den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern – durch wertsteigerndes Wachstum und Konzentration auf Geschäftsfelder, die hinsichtlich ihrer Wettbewerbsposition und Leistungsfähigkeit die besten Entwicklungschancen bieten. Zu den wichtigen Elementen dieses Managementsystems zählen ein integriertes Controllingkonzept, wertorientierte Kennzahlen zur Steuerung sowie umfassende Maßnahmen mit den Hebeln wertsteigerndes Wachstum, Effizienzsteigerung und optimierte Kapitalbindung. Integriertes Controllingkonzept gewährleistet konzernweite Transparenz Mit unserem integrierten Controllingkonzept steuern und koordinieren wir die Aktivitäten aller Konzernbereiche. Es unterstützt die dezentrale operative Verantwortung, gewährleistet eine konzernweite Transparenz und zielt darauf ab, den Unternehmenswert durch die Überbrückung operativer und strategischer Lücken zwischen dem Ist-Zustand und einem wettbewerbsorientierten Zielanspruch zu steigern. Qualitativ hochwertige Berichterstattungssysteme für Ist- und Planungsrechnungen verknüpfen zeitnah strategische und operative Elemente; eine regelmäßige, maßnahmenorientierte Kommunikation ergänzt diese Berichte. Alle Managementprozesse orientieren sich an den Steuerungskennzahlen des wertorientierten Managements, die als Messgrößen für den wirtschaftlichen Erfolg auch Bestandteile der variablen Vergütungskomponenten für die verantwortlichen Führungskräfte sind. ThyssenKrupp Value Added: Zentrale wertorientierte Konzernsteuerungsgröße Die zentrale Steuerungskennzahl für unser wertorientiertes Management ist der ThyssenKrupp Value Added (TKVA), der den in einer Periode geschaffenen Wert auf allen Ebenen des Konzerns misst. Er errechnet sich aus der Differenz zwischen dem ROCE (Return on Capital Employed), also der erzielten Rendite auf das Capital Employed, und dem WACC (Weighted Average Cost of Capital) als dem für ThyssenKrupp relevanten Kapitalkostensatz, multipliziert mit dem Capital Employed. Das Capital Employed ist definiert als investiertes Anlagevermögen zuzüglich des Net Working Capital und entspricht damit dem im operativen Geschäft gebundenen Kapital. Zusätzlich zu dieser wertorientierten Kennzahl TKVA dient der Free Cash-Flow als liquiditätsorientierte Kennzahl zur Steuerung des Konzerns, um gerade in Wachstumsphasen ein ausgewogenes Konzernportfolio mit einer Mischung aus Wert- und Liquiditätsgenerierern sicherzustellen. Alternativ lässt sich der TKVA auch mit Hilfe absoluter Größen wie folgt berechnen: Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) abzüglich Kapitalkosten. Die Kapitalkosten repräsentieren die Renditeerwartungen für das Eigen- und das Fremdkapital. Sie entsprechen dem Produkt aus dem WACC und dem durchschnittlich gebundenen Capital Employed. Der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz (WACC) ist der Mindestverzinsungsanspruch unserer Kapitalgeber. Er wird auf Vorsteuerbasis ermittelt und setzt sich aus dem gewichteten Eigen- und Fremdkapitalkostensatz sowie dem Zinssatz für Pensionsrückstellungen zusammen: · Der Eigenkapitalkostensatz unseres Konzerns orientiert sich am Ertrag aus einer risikolosen Alternativanlage zuzüglich einer Marktrisikoprämie, wobei das spezifische Risiko von ThyssenKrupp in Relation zum Gesamtmarkt berücksichtigt wird. Der auf dieser Basis berechnete Eigenkapitalkostensatz entspricht einem Kostensatz nach Steuern. Da die Kapitalkosten bei ThyssenKrupp auf Vorsteuerbasis ermittelt werden, wird eine Steuerkorrektur vorgenommen. · Der Fremdkapitalkostensatz (Kosten für Finanzschulden) ergibt sich aus der Verzinsung einer als risikolos definierten Alternativanlage zuzüglich eines unternehmensspezifischen Risikozuschlags. · Als Zinssatz für Pensionsrückstellungen wird der gewichtete Fünf-Jahres-Durchschnitt der Diskontierungssätze für rückstellungsfinanzierte Pensionspläne und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen zu Grunde gelegt. Auf Basis dieser Einflussfaktoren lag der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz für den Konzern im Geschäftsjahr 2008/2009 bei 8,5 %. Für die Segmente wurden spezifische Kapitalkostensätze unterstellt, die die segmentspezifischen Risikostrukturen widerspiegelten. Die Kapitalkostensätze für die Segmente betrugen im Berichtsjahr: Für die seit 01. Oktober 2009 eingeführten Business Areas haben wir folgende Kapitalkostensätze festgelegt; der Kapitalkostensatz für den Konzern bleibt bei 8,5 %: Da sich das wirtschaftliche Umfeld ständig ändert, überprüfen wir den Kapitalkostensatz regelmäßig auf seine Aktualität, um ihn bei Bedarf anzupassen. Hebel des Wertmanagements: Wachstum, Effizienz, Kapitalbindung Eine Steigerung des TKVA ist über drei Hebel möglich: wertsteigerndes Wachstum, Erhöhung der operativen Effizienz und Optimierung der Kapitalbindung. Einen wesentlichen Beitrag zum wertsteigernden Wachstum und damit zur Steigerung des Unternehmenswertes leisten Investitionsprojekte, die Renditen oberhalb ihrer Kapitalkosten erwirtschaften. Bei der Erhöhung der operativen Effizienz ist das Wertsteigerungsprogramm ThyssenKrupp best ein wichtiger Baustein. Die Kapitalbindung als dritter Hebel zur Steigerung des TKVA lässt sich dadurch verbessern, dass wir uns aus Geschäftsfeldern zurückziehen, in denen sich z.B. die Kapitalkosten nicht erwirtschaften lassen. Ein anderer Weg sind gezielte Programme zur Mittelfreisetzung, z.B. zur Optimierung des Net Working Capital, also zur Reduzierung des im Unternehmen eingesetzten Capital Employed bei nahezu unverändertem EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen). Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Entwicklung des TKVA und seiner Komponenten in den letzten beiden Geschäftsjahren: KOMPONENTEN DES THYSSENKRUPP VALUE ADDED (TKVA) 2007/2008 Capital Kapital- EBIT Employed ROCE Kosten Spread TKVA (Mio €) (Mio €) (%) (%) (%-Punkte) (Mio €) Konzern 3.572 19.478 18,3 8,5 9,8 1.916 Davon: Steel 1.700 7.697 22,1 9,0 13,1 1.007 Stainless 214 3.698 5,8 9,0 -3,2 -119 Technologies 678 2.693 27,6 9,0 18,6 502 Elevator 450 1.695 26,5 8,0 18,5 314 Services 834 3.834 21,7 8,5 13,2 508 * Ergebnis vor Steuern sowie vor Zinserträgen und Zinsaufwendungen KOMPONENTEN DES THYSSSENKRUPP VALUE ADDED (TKVA) 2008/2009 Capital Kapital- EBIT Employed ROCE Kosten Spread (Mio €) (Mio €) (%) (%) (%-Punkte) Konzern -1.663 20.662 -8,1 8,5 -16,6 Davon: Steel -250 9.763 -2,6 9,0 -11,6 Stainless -864 3.240 -26,7 9,0 -35,7 Technologies -836 2.623 -31,1 9,0 -40,1 Elevator 568 1.554 36,5 8,0 28,5 Services -187 3.554 -5,3 8,5 -13,8 * Ergebnis vor Steuern sowie vor Zinserträgen und Zinsaufwendungen KOMPONENTEN DES THYSSSENKRUPP VALUE ADDED (TKVA) 2008/2009 Veränderung TKVA TKVA (Mio €) (Mio €) Konzern -3.419 -5.335 Davon: Steel -1.129 -2.136 Stainless -1.156 -1.037 Technologies -1.051 -1.553 Elevator 443 129 Services -490 -998 Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen des ThyssenKrupp Konzerns sank 2008/2009 um 5.235 Mio € auf −1.663 Mio €. Die hieraus resultierende negative Wirkung auf die Kapitalrendite wurde durch die gestiegene Mittelbindung etwas gedämpft. Das durchschnittlich gebundene Capital Employed stieg um 1.184 Mio € auf 20.662 Mio €. Dies lag vor allem an der konzernweit erhöhten Investitionstätigkeit mit Schwerpunkten bei den Großprojekten in Brasilien und den USA; mildernd wirkte der Abbau des Net Working Capital in den Segmenten Steel, Stainless und Services. Der ROCE ging demzufolge 2008/2009 auf -8,1 % zurück – nach 18,3 % im Vorjahr. Durch die für den Konzern relevanten Kapitalkosten von 8,5 % verminderte sich der TKVA um 5.335 Mio € auf −3.419 Mio €. Im Segment Steel lag das Ergebnis vor Steuern und Zinsen 2008/2009 mit −250 Mio € um 1.950 Mio € deutlich unter dem Vorjahreswert. Bei einem gleichzeitig gestiegenen Capital Employed verminderte sich der ROCE vom Vorjahreswert von 22,1 % auf −2,6 %. Damit wurden die Kapitalkosten in Höhe von 9 % unterschritten; verbunden mit einem negativen Spread ging der TKVA auf −1.129 Mio € zurück, während er im Vorjahr noch 1.007 Mio € betrug. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von Stainless sank im Berichtsjahr um 1.078 Mio € auf −864 Mio €. Bei einem um 458 Mio € verminderten Capital Employed von 3.240 Mio € wurde ein ROCE von −26,7 % nach 5,8 % im Vorjahr erreicht. Der sich bei Kapitalkosten von 9 % ergebende negative Spread führte zu einem gegenüber der Vorperiode um 1.037 Mio € auf −1.156 Mio € verschlechterten TKVA. Bei Technologies sank das Ergebnis vor Steuern und Zinsen. Es lag bei −836 Mio € und damit um 1.514 Mio € niedriger als im Vorjahr. Bei leicht gesunkenem Capital Employed verminderte sich der ROCE von 27,6 % im Vorjahr auf −31,1 %. Bei einem negativen Spread lag der TKVA bei −1.051 Mio €. Im Segment Elevator lag das Ergebnis vor Steuern und Zinsen mit 568 Mio € um 118 Mio € über dem betreffenden Vorjahreswert. Das Capital Employed erreichte 1.554 Mio €; im Vorjahr waren es 1.695 Mio €. Die Erhöhung des ROCE um 10 Prozentpunkte auf 36,5 % führte zu einem Anstieg des TKVA auf 443 Mio € nach 314 Mio € im Vorjahr. Im Segment Services reduzierte sich das Ergebnis vor Steuern und Zinsen um 1.021 Mio € auf −187 Mio €. Das Capital Employed sank um 280 Mio € auf 3.554 Mio €. Hieraus resultierte ein Rückgang des ROCE auf −5,3 % nach 21,7 % im Vorjahr. Der TKVA lag mit −490 Mio € deutlich unter dem Vorjahreswert von 508 Mio €. Portfoliomanagement nutzt Steuerungsgrößen An das Ergebnis der Analyse der Steuerungsgrößen knüpft unmittelbar unser Portfoliomanagement an. Es handelt sich um strukturelle Maßnahmen mit vorwiegend strategischem Charakter. Die Konzernführung entscheidet, welche Geschäftsfelder ausgebaut werden sollen, um die angestrebten TKVA-Ziele zu realisieren, und aus welchen Aktivitäten wir uns rechtzeitig und wertschonend zurückziehen. Darüber hinaus erschließen wir neue Geschäftsfelder, indem wir effizient in zukunftsträchtige Märkte einsteigen. Alle diese Maßnahmen schaffen eine Grundvoraussetzung für Dividendenfähigkeit sowie für nachhaltiges, wertsteigerndes Wachstum in unseren Kerngeschäftsfeldern. Trainingsveranstaltungen für Wertmanagement Seit 2006 unterstützt eine umfassende Kommunikations- und Trainingsinitiative die nachhaltige Verankerung des Wertmanagements im Konzern. Insgesamt nahmen bislang über 4.300 Entscheidungsträger aus allen Bereichen des Konzerns an den Trainingsveranstaltungen teil. Der regionale Schwerpunkt lag in Europa; es fanden aber auch Veranstaltungen in China, den USA, Mexiko, Brasilien, Japan und Südkorea statt. ThyssenKrupp Plus Konzernprogramm übertraf Ergebnisziele Während die organisatorische Neuordnung den Konzern langfristig wettbewerbsfähiger macht, erzielte unser Maßnahmenprogramm ThyssenKrupp PLuS schon kurzfristig beachtliche Erfolge. Zu Beginn des Berichtsjahres hatten wir das konzernweite Programm gestartet, um schnell und konsequent der Rezession der Weltwirtschaft entgegenzusteuern. Im Mittelpunkt standen sowohl die kurz- und mittelfristige Ergebnis- und Liquiditätsverbesserung sowie die Senkung der Kosten und des Finanzierungsbedarfs als auch die nachhaltige Erhöhung der Unternehmensleistung. Schon heute zeigt sich der Erfolg des Programms: Wir haben die für 2008/2009 gesetzten Ziele erreicht und sogar übertroffen. Insgesamt haben unsere Maßnahmen die Kosten im abgelaufenen Geschäftsjahr um deutlich mehr als 1 Mrd € verringert – mehr als erwartet. Wir haben dazu die Produktions- und Verwaltungsausgaben gesenkt, Beschaffung und Vertrieb optimiert, externe Dienstleistungsaufwendungen reduziert und die Flexibilisierungschancen im Personalbereich konsequent genutzt. Etwa die Hälfte dieser Maßnahmen wirkt nachhaltig; sie reduzierten nicht nur im Geschäftsjahr 2008/2009 die Aufwendungen, sondern werden auch in den Folgejahren den Konzern rentabler machen. Unsere Liquiditätssituation hat sich ebenfalls weiter verbessert, weil wir das für unser Geschäft notwendige Nettoumlaufvermögen – das Net Working Capital – bis zum 30. September 2009 um deutlich über 3 Mrd € verringern konnten. Neben einem beachtlichen Abbau der Vorräte haben wir hierzu insbesondere das Forderungsmanagement in allen Bereichen des Konzerns optimiert. Darüber hinaus standen alle Investitionsprojekte des Konzerns auf dem Prüfstand. Sowohl unsere Großprojekte in Amerika als auch die sonstigen Investitionen in jedem Segment wurden auf mögliche Kürzungen oder Verschiebungen analysiert, so dass im Berichtsjahr unsere Investitionsausgaben um weit mehr als 1 Mrd € gegenüber den ursprünglichen Absichten gestrichen oder verschoben wurden. Durch diese Maßnahmen konnten wir sowohl den deutlich verschlechterten konjunkturellen Erwartungen als auch unseren langfristigen strategischen Zielen ausgewogen Rechnung tragen. Angesichts des Erfolges wird das Programm im neuen Geschäftsjahr fortgeführt; wir werden sowohl die bereits initiierten nachhaltigen Maßnahmen weiterverfolgen als auch neue in Angriff nehmen. ThyssenKrupp best Ein höherer Unternehmenswert für die Aktionäre, bessere Leistungen für die Kunden und noch leistungsfähigere betriebliche Strukturen – dies waren Ziele der nahezu 1.300 Projekte von ThyssenKrupp best, die im abgelaufenen Geschäftsjahr neu gestartet wurden. Seit acht Jahren fördert das konzernweite Wertsteigerungsprogramm den kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Folgende Bausteine bilden die Grundlage für den Erfolg des Programms: Commitment des Managements, organisatorische Verankerung im Konzern, Einbindung der Mitarbeiter, einheitliches und übergreifendes Controlling, Bereitstellung methodischen Wissens und Know-how-Transfer. Jeder Mitarbeiter kann sich persönlich engagieren, an den Projekten beteiligen und sein neu gewonnenes Wissen an Kollegen weitergeben. ThyssenKrupp best-Projekte weltweit Hohe internationale Beteiligung Seit dem Start des Programms haben wir 8.608 Projekte erfolgreich initiiert. Hinzu kommen insgesamt 1.630 Projekte in Aktivitäten, die jetzt nicht mehr zum Konzern gehören. Insgesamt konnte damit im Berichtsjahr das 10.000ste Projekt gestartet und in die konzernweit verfügbare Datenbank best plaza zum Wissenstransfer eingestellt werden. Ein Team im Segment Steel hat es ins Leben gerufen. Dienstleistungen im Bereich Forschung und Entwicklung, die bisher extern zugekauft wurden, sollen künftig intern erbracht werden, um die Kosten zu senken. Inzwischen bestehen ThyssenKrupp best-Projekte an mehr als 400 Standorten in 51 Ländern. Mit rund 70 % fanden die meisten Projekte in der EU statt. Spitzenreiter waren Deutschland, Frankreich und Spanien. Auf den amerikanischen Kontinent entfielen rund 20 % der Projekte, denn auch in den USA, Kanada, Mexiko, Brasilien und weiteren südamerikanischen Ländern haben ThyssenKrupp Mitarbeiter inzwischen erfolgreiche Projektteams gebildet. In China, Südkorea und anderen Ländern des Raums Asien/Pazifik haben wir ebenfalls neue Wertsteigerungsvorhaben gestartet (7 %). Besonders erfreulich war die Zunahme der international durchgeführten Projekte. 2008/2009 wurden mehr als 50 % aller Projekte von Konzernunternehmen außerhalb Deutschlands durchgeführt. Ein wichtiger Erfolgsfaktor von ThyssenKrupp best ist der Wissenstransfer von einem Konzernunternehmen zum anderen. Die Teams greifen erfolgreiche Projektansätze segment- und bereichsübergreifend auf, überarbeiten sie und übertragen sie auf andere Konzernunternehmen. Dafür ist ein direkter Informationsaustausch zwischen den Konzernunternehmen notwendig. Neben der zentralen internetgestützten Programmplattform best plaza veranstalten wir deshalb zahlreiche Treffen der Projektteilnehmer. So haben wir 2008/2009 beispielsweise die Veranstaltungsreihe "Best Practice Fair" mit einer Veranstaltung zum Thema „Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)/Kaizen“ erfolgreich fortgesetzt. Initiativen zur Bündelung der Schwerpunktthemen Sowohl die 2007 gestartete Sales & Service-Initiative als auch die bereits 2005 begonnene Einkaufsinitiative tragen in erheblichem Umfang zum Erfolg von ThyssenKrupp best bei. Während sich die Sales & Service-Initiative auf Produkte, Kunden, Serviceleistungen sowie die internen Prozesse und Organisationsstrukturen konzentriert, stärkt die Einkaufsinitiative die Beschaffungsfunktion im gesamten Konzern nachhaltig. Die 2008/2009 gestartete Net-Working-Capital-Initiative zeigt ebenfalls Erfolge. Konzernweit entstanden bereits mehr als 150 Projekte, die das für unser Geschäft notwendige Netto-Umlaufvermögen – Net Working Capital – beachtlich reduzierten. Auch im Geschäftsjahr 2009/2010 wollen wir die Kapitalbindung in Forderungen, Verbindlichkeiten und Vorräten weiter optimieren; außerdem wollen wir im Denken aller Mitarbeiter nachhaltig verankern, wie wichtig es ist, das betrieblich notwendige Umlaufvermögen möglichst niedrig zu halten. Neben der Wertsteigerung ist dies auch ein wesentlicher Beitrag, liquide Mittel freizusetzen. ThyssenKrupp best Award 2009 Im Berichtsjahr ging der schon traditionelle ThyssenKrupp best Award an drei Projektteams aus den Segmenten Steel, Technologies und Services. Eine Jury hatte zuvor die Methodik und Umsetzung der Projekte, ihren Umfang, die Übertragbarkeit auf andere Konzernunternehmen sowie das Projektpotenzial bewertet. Den ersten Preis erhielt ein Unternehmen aus dem Segment Steel. Das Projektteam entwickelte ein Verfahren, das durch den Einsatz besonders gestalteter Kokillen in der Stranggießanlage Fehler an den Brammen vermeidet. Die neuen Kokillen steigern die Leistung der Gießanlage erheblich. Eine ganzheitlich optimierte Logistikkette war das Ziel des Programms „Fit for Flow“, mit dem Mitarbeiter des Segments Services den zweiten Platz belegt haben. Den dritten Platz errang ein Projektteam aus dem Segment Technologies. Das Team realisierte deutliche Kosteneinsparungen durch die systematische Analyse verlustbringender Teile und durch anschließende Verbesserungen. Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern Die globale Rezession hat die Geschäftsentwicklung von ThyssenKrupp stark belastet. Auftragseingang und Umsatz gaben 2008/2009 erheblich nach. Nach einem Gewinn im Vorjahr verschlechterte sich das Konzernergebnis vor Steuern auf −2.364 Mio €. Einen beträchtlichen Einfluss hatte der Preisverfall bei Werkstoffen, der zu Wertberichtigungen im Vorratsvermögen von 317 Mio € führte. Zudem belasteten die Sondereffekte Restrukturierungsaufwand, Impairment-Abschreibungen und Projektkosten für die neuen Stahl- und Weiterverarbeitungswerke das Ergebnis mit 1.620 Mio €. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft erlebte Ende 2008 und weit in das Jahr 2009 hinein die schwerste Rezession seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ausgehend von der internationalen Finanzkrise ist die Konjunktur in den Industrieländern nahezu synchron eingebrochen. Auch die bisher wachstumsstarken Schwellenländer mussten zum Teil erhebliche konjunkturelle Rückschläge hinnehmen. Für das 2. Halbjahr 2009 verstärken sich die Anzeichen für eine Bodenbildung. Nach gegenwärtiger Einschätzung ist das Welt-Bruttoinlandsprodukt 2009 – nach einem Zuwachs von 3,2 % im Vorjahr – um 1,4 % geschrumpft und hat damit unsere Wachstumserwartungen, die wir vor einem Jahr noch hatten, merklich unterschritten. Tiefer Konjunktureinbruch Noch stärker als beim Welt-Bruttoinlandsprodukt war der Rückgang im internationalen Handel mit Waren und Dienstleistungen. Dies ist vor allem auf den tiefen Konjunktureinbruch in den USA seit Herbst 2008 zurückzuführen. Erst im 2. Quartal 2009 begann sich der Abschwung der US-Wirtschaft zu verlangsamen; im 3. Quartal konnte mit 0,9 % erstmals wieder ein kleines Wachstum erzielt werden. Auch nach einem Anziehen der Konjunktur im 2. Halbjahr blieb die Wirtschaftsleistung der USA 2009 erheblich unter dem Vorjahresniveau. In Japan haben 2009 neben einer schwachen Binnennachfrage vor allem die rückläufigen Exporte das Bruttoinlandsprodukt schrumpfen lassen. Im Euroraum hat sich die wirtschaftliche Talfahrt im 1. Halbjahr 2009 zunächst fortgesetzt, dann aber im 2. Quartal deutlich verlangsamt. Bei rückläufigen Anlageinvestitionen haben der private Konsum und die Staatsausgaben einen noch stärkeren Absturz der Konjunktur gebremst. Dennoch dürfte 2009 das Bruttoinlandsprodukt insgesamt um 4 % gefallen sein. Die deutsche Wirtschaft erzielte nach zuvor starken Rückgängen im 2. Quartal 2009 wieder ein leichtes Wachstum gegenüber dem Vorquartal. Stützend waren der private und öffentliche Konsum sowie die Bauinvestitionen. Zudem war bei den Exporten und den Ausrüstungsinvestitionen das Abwärtstempo spürbar gebremst. Trotz der konjunkturellen Bodenbildung zur Jahresmitte hat die Wirtschaftsleistung 2009 insgesamt kräftig nachgegeben. Die globale Rezession belastete auch das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Der Einbruch des Welthandels machte sich insbesondere in den kleineren asiatischen Schwellenländern bemerkbar. China hingegen verzeichnete 2009, wesentlich gestützt von staatlichen geld- und finanzpolitischen Maßnahmen, noch ein relativ kräftiges Wachstum. In Indien hat die Wachstumsdynamik nachgelassen. Die brasilianische Wirtschaft entwickelte sich im internationalen Vergleich noch recht robust. Russland litt unter geringeren Rohstoffexporten und -preisen und musste 2009 einen sehr starken Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung hinnehmen. Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen Der globale Konjunktureinbruch hat in unseren wichtigen Märkten tiefe Spuren hinterlassen. Viele Kunden haben ihre Investitionspläne auf den Prüfstand gestellt. Weltweit ist die Nachfrage nach Qualitäts- und Edelstahl eingebrochen. Der Automobil- und Maschinenbau musste die Produktion stark zurückfahren. Bestellungen für Schiffneubauten sind weitgehend entfallen. Auch an der Bauindustrie ging die globale Rezession nicht vorüber. Rückläufige Nachfrage nach Qualitätsflachstahl Vor dem Hintergrund der rezessiven Entwicklungen ist die Stahlnachfrage 2009 weltweit gefallen. Dies galt vor allem für die Industrieländer, die vielfach Einbrüche von mehr als 30 % hinnehmen mussten. Die ohnehin starken verbrauchsbedingten Rückgänge wurden durch den Lagerabbau noch verstärkt. Nachdem Stahlproduzenten schon im Schlussquartal 2008 die Produktion erheblich zurückgefahren hatten, war auch das Jahr 2009 bis in den Herbst hinein von massiven Kürzungen gekennzeichnet. Weltweit fiel die Produktion voraussichtlich um 9 % auf 1,2 Mrd t. Dabei verzeichneten die EU, der Nafta-Raum und Japan sogar Rückgänge von zum Teil mehr als 30 %, aber auch einige Schwellenländer waren überproportional betroffen. Entgegen diesem Trend konnten China und Indien ihre Erzeugung erneut ausweiten. Die Kapazitätsauslastung der Stahlindustrie in den meisten übrigen Regionen war in der ersten Jahreshälfte erheblich gesunken – mit der Folge, dass eine Reihe von Anlagen vorübergehend stillgelegt oder geschlossen werden musste. Bei Rohstahl betrugen in den ersten Monaten 2009 die durchschnittlichen Auslastungsraten weltweit nur rund 60 %, in der EU und den USA waren es zeitweise sogar weniger als 50 %. Vom Spätsommer an zeichnete sich ein Ende dieser Talfahrt ab, da auf Grund lagerzyklisch anziehender Nachfrage viele Produzenten ihre Erzeugung wieder hochfuhren. Die deutsche Stahlindustrie musste 2009 einen Rückgang ihrer Produktion um 30 % auf rund 32 Mio t verkraften, nachdem sich auch hier die Auslastung im Laufe des Jahres von ihrem Tiefpunkt erholen konnte. Der starke Rückgang der Stahlnachfrage ging mit einem massiven Verfall der internationalen Stahlspotpreise einher. In Europa und Nordamerika hatten sich diese seit ihrem historischen Höchststand zur Mitte des Jahres 2008 annähernd halbiert. Erst zur Jahresmitte 2009 kam es im Zuge einer wieder festeren Mengenkonjunktur zu einer Bodenbildung bei den Preisen. Dabei stützte die Tatsache, dass viele Produzenten auf den Nachfrageanstieg nur verzögert mit einer höheren Produktion reagieren konnten, den Preisauftrieb. Eine gegenläufige Entwicklung kennzeichnete den chinesischen Stahlmarkt. Unter dem Einfluss staatlicher Konjunkturprogramme ist die inländische Stahlnachfrage 2009 spürbar gewachsen. Dies und die rezessionsbedingt niedrige Nachfrage auf den Weltmärkten ließen die chinesischen Stahlexporte signifikant zurückgehen, und China wurde wieder Netto-Importeur. Ab August zeigte der Markt allerdings deutliche Überhitzungserscheinungen, da das Nachfragewachstum spekulativ überhöht und von einem erheblichen Lageraufbau begleitet war. Es setzte eine Korrektur ein, die Nachfrage sank, die Preise gaben nach, und die chinesische Stahlindustrie nahm ihre zuvor stark eingeschränkten Exportaktivitäten wieder auf. Auch der europäische Qualitätsflachstahlmarkt geriet vom 4. Quartal 2008 an in den Sog der globalen Rezession. Der Versand der europäischen Stahlproduzenten ging rezessions- und lagerzyklisch bedingt stark zurück. Die ausgeprägte Nachfrage- und Preisschwäche auf dem europäischen Markt hat auch die Importkonkurrenz aus Drittländern begrenzt. Die Lagerbestände beim Handel und bei den Endverbrauchern waren nach anfänglich sehr zögerlichen Anpassungen bis zur Mitte des Jahres 2009 soweit reduziert, dass sich die Auftragslage der Stahlindustrie danach besserte und die Preise erhöht werden konnten. Der tatsächliche Verbrauch blieb jedoch schwach. Der Stahlmarkt in Nordamerika stand 2009 ebenfalls unter dem Eindruck eines kräftigen Lagerabbaus, der die konjunkturell ohnehin niedrige Stahlnachfrage zusätzlich bremste. Der heimische Absatz der amerikanischen Stahlindustrie und die Importe aus dem Ausland gaben stark nach. Der damit einhergehende Preisrückgang fiel noch höher aus als in Europa. In den Sommermonaten zog aber auch hier die Stahlnachfrage wieder an – getrieben vor allem durch notwendige Lagerergänzungen. Wie in Europa konnte das Angebot der wieder steigenden Nachfrage nur verzögert folgen, was die Erholung der Preise forcierte. Weltweite Edelstahlnachfrage eingebrochen Die weltweite Nachfrage nach rost-, säure- und hitzebeständigen (RSH) Edelstahlflachprodukten ist im Zuge der globalen Rezession und fallender Rohstoffpreise für Legierungsmetalle zu Beginn des Berichtsjahres stark eingebrochen. Die seit dem Frühjahr wieder anziehenden Rohstoffpreise, insbesondere für Nickel, wirkten sich im weiteren Jahresverlauf positiv auf die Nachfrage aus. Dennoch war auch 2009 die Nachfrage nach RSH-Produkten rückläufig; weltweit fiel sie um rund 14 %. Im westeuropäischen und nordamerikanischen Markt machten die Rückgänge annähernd 30 % aus. In Deutschland und Europa lagen die Bestände beim lagerhaltenden Handel und den Service-Centern zu Jahresbeginn auf hohem Niveau, wurden seitdem aber sukzessive abgebaut. Gegen Ende des 1. Halbjahres 2009 haben viele Händler angesichts niedriger Bestände, insbesondere aber wegen wieder ansteigender Nickelpreise und der erwarteten Verteuerung der Legierungszuschläge, ihre Bestellungen erhöht. Die Importe nach Deutschland und in den übrigen europäischen Raum waren niedrig. In Nordamerika hat sich der Lagerbestandsabbau beim Handel und den Service-Centern ebenfalls lange fortgesetzt, ehe zu Beginn des 2. Halbjahres die Ordertätigkeit wieder leicht zunahm, auch in Erwartung steigender Preise. Auf Grund des relativ niedrigen Preisniveaus gingen die Importe deutlich zurück. In Asien waren die Lagerbestände weiterhin sehr hoch, wobei Nachdispositionen des Handels vor allem wegen des steigenden Nickelpreises zunahmen. In China hat sich die Nachfrage auch dank größerer staatlicher Infrastrukturprojekte verstärkt. Die Edelstahlpreise in Europa und Nordamerika waren lange Zeit durch geringere Legierungszuschläge und niedrige Basispreise geprägt. In den letzten Monaten konnten die Basispreise jedoch – wenngleich auf niedrigem Niveau – angehoben werden. Als der Nickelpreis schließlich anzog, stieg der Legierungszuschlag. Auch in Asien waren die Edelstahlpreise zu Beginn des Berichtszeitraums stark rückläufig. Im weiteren Verlauf erholten sie sich jedoch und lagen zwischenzeitlich fast auf europäischem Niveau. Im Bereich der Nickellegierungen war die Auftragsvergabe von Projektverschiebungen und kurzfristiger Bedarfsdeckung auf niedrigem Niveau geprägt. Angesichts der sinkenden Nachfrage brachen weltweit die Preise ein. Bei Titan sind die Auftragseingänge insbesondere wegen der Verzögerungen in der Produktion der neuen Flugzeuggenerationen stark zurückgegangen. Die Nachfrageschwäche wurde zudem durch weiterhin hohe Lagerbestände bei geringem Verbrauch verstärkt. Automobilmarkt im Rückwärtsgang Der Automobilmarkt ist 2009 nahezu weltweit stark eingebrochen. Die Produktion fiel nach vorläufigen Schätzungen um 15 % auf rund 59 Mio Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge. Auch in den zuvor wachstumsstarken Emerging Markets Mittel- und Osteuropas sowie in Asien wurden überwiegend weniger Fahrzeuge produziert. In Indien stagnierten die Stückzahlen. Ein kräftiges Produktionswachstum, auch dank steuerlicher Anreize, verzeichnete lediglich die chinesische Automobilindustrie. Mit fast 12 Mio Fahrzeugen – das ist ein Plus von 30 % – ist China 2009 zum weltweit größten Automobilproduzenten aufgestiegen. Der nordamerikanische Automobilmarkt ging stark zurück. Insbesondere im 1. Halbjahr sind in den USA die Fahrzeugverkäufe angesichts der schwierigen Wirtschaftslage deutlich eingebrochen. Seit Juni 2009 haben sich die Verkaufsrückgänge allerdings reduziert; Grund dafür war die Verschrottungsprämie „Cash for clunkers“, die jedoch mittlerweile ausgelaufen ist. Insgesamt nahm die US-Produktion 2009 voraussichtlich um knapp ein Drittel auf unter 6 Mio Personenkraftwagen und Light Trucks ab. Weniger ausgeprägt war, auch durch Steuererleichterungen bedingt, der Abschwung der Automobilkonjunktur in Brasilien. Die Stückzahlen fielen dort nur leicht auf knapp 3 Mio Fahrzeuge. In Westeuropa blieb die Fahrzeugproduktion mit voraussichtlich rund 12,8 Mio Einheiten um etwa 20 % unter dem Vorjahresniveau. Besonders ausgeprägt war der Rückgang in Großbritannien und Frankreich. In Deutschland hat die „Umweltprämie“ zu einem vorübergehend starken Anstieg der Neuzulassungen für Personenkraftwagen geführt. Da jedoch gleichzeitig die Exporte einbrachen, musste die Produktion dennoch um etwa 16 % eingeschränkt werden. Besonders schwierig blieb die Lage bei den Nutzfahrzeugen, deren Produktion sich mehr als halbierte. Insgesamt verringerte sich die deutsche Fahrzeugproduktion 2009 voraussichtlich um 18 % auf weniger als 5 Mio Personen- und Nutzfahrzeuge. Den Werften fehlen Aufträge Die Schifffahrtsmärkte sind durch die globale Rezession und die damit einhergehenden Einbrüche im Welthandel von wachsenden Überkapazitäten geprägt. Die Neubauaufträge sind 2009 fast völlig zum Erliegen gekommen. Zwar werden noch weltweit hohe Auftragsbestände ausgewiesen, die aber zum Teil auf Grund fehlender Finanzierungen nicht als gesichert angesehen werden können. Die deutschen Seeschiffwerften akquirierten im 1. Halbjahr 2009 lediglich fünf Neubestellungen. Dem standen nicht weniger als 25 Stornierungen gegenüber, die die Auslastung erheblich verschlechterten. Der Auftragsbestand ist gegenüber dem Jahresende 2008 deutlich gefallen. Einbruch im Maschinenbau Der Maschinen- und Anlagenbau war besonders stark von der weltwirtschaftlichen Konjunkturschwäche betroffen, da viele Unternehmen im Zuge verschlechterter Produktionserwartungen ihre Projekte, die Kapazitäten zu erweitern oder zu modernisieren, entweder stornierten oder zeitlich verschoben. In den großen Industrieländern hat sich daher die Auftragslage deutlich verschlechtert. Die Produktion gab regional unterschiedlich zwischen 20 % und 40 % nach. Einzig in China gab es dank massiver Konjunkturpakete noch ein einstelliges Wachstum. In Deutschland sind nach Jahren hoher Zuwächse die Bestellungen in bisher nicht gekanntem Ausmaß zurückgegangen. In den ersten neun Monaten 2009 gaben die Neuaufträge im Vergleich zum Vorjahr um 44 % nach. Die Kapazitätsauslastung ist drastisch auf unter 70 % gefallen. 2009 ist die Maschinenbauproduktion voraussichtlich um 25 % eingebrochen. Der deutsche Großanlagenbau akquirierte beispielsweise in der ersten Jahreshälfte 2009 erheblich weniger Bestellungen als im Vorjahr. Baukonjunktur abgekühlt Die Baukonjunktur schwächte sich in vielen Ländern trotz der Konjunkturprogramme ab. Lediglich China und Indien verzeichneten noch höhere Zuwachsraten. In den USA setzte sich der Abwärtstrend im Wohnimmobilienmarkt fort; erst gegen Jahresmitte zeichnete sich eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau ab. Auch im Nicht-Wohnungsbau war die Nachfrage rückläufig. Insgesamt hat die US-Bauproduktion 2009 voraussichtlich nochmals um 15 % nachgegeben. Auch in den meisten mittel- und osteuropäischen Ländern stagnierte oder schrumpfte die Bauwirtschaft. Die deutsche Bauwirtschaft verbuchte im 1. Halbjahr 2009 einen schwächeren Auftragseingang als im Vergleichszeitraum des Vorjahres; davon war vor allem der Wirtschaftsbau betroffen. Die beschlossenen Konjunkturpakete entfalteten ihre Wirkung erst ab dem 2. Halbjahr. Die positiven Impulse aus dem öffentlichen Bau reichten jedoch nicht aus, um die Rückgänge in anderen Bereichen zu kompensieren. 2009 ist die Bauproduktion voraussichtlich um 3 % gesunken. ThyssenKrupp – Geschäftsentwicklung rezessionsbedingt rückläufig THYSSENKRUPP IN ZAHLEN 2007/2008 2008/2009 Auftragseingang Mio € 55.205 35.970 Umsatz Mio € 53.426 40.563 EBITDA Mio € 4.976 192 Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 3.128 -2.364 Investitionen Mio € 4.282 4.238 Mitarbeiter (30.09.) 199.374 187.495 Der globale Nachfrageeinbruch hat das Geschäft von ThyssenKrupp im Berichtsjahr erheblich belastet. Auftragseingang und Umsatz waren stark rückläufig. Nach einem Gewinn im Vorjahr musste der Konzern 2008/2009 einen hohen Verlust hinnehmen. Das negative Ergebnis war erheblich von Wertberichtigungen im Vorratsvermögen sowie von Sondereffekten – Restrukturierungsaufwendungen, Impairment-Abschreibungen und Projektkosten – beeinflusst. Unsere auf Dividendenkontinuität ausgerichtete Ausschüttungspolitik werden wir dennoch im vertretbaren Rahmen fortsetzen; Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung im Januar 2010 vorschlagen, je Aktie eine auf 0,30 € reduzierte Dividende auszuzahlen. Auftragseingang und Umsatz rückläufig Auftragseingang und Umsatz haben unsere Erwartungen, die wir zu Beginn des Geschäftsjahres hatten, nicht erfüllt. Durch den starken konjunkturellen Einbruch fiel der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 35 % auf 36,0 Mrd € zurück. Davon waren alle Segmente betroffen, am stärksten die von der Werkstoffnachfrage abhängigen Segmente Steel, Stainless und Services. AUFTRAGSEINGANG NACH SEGMENTEN in Mio € 2007/2008 2008/2009 Steel 14.199 8.414 Stainless 7.460 4.147 Technologies 13.490 8.580 Elevator 5.535 5.038 Services 17.453 11.166 Corporate 124 127 Auftragseingang der Segmente 58.261 37.472 Aufträge zwischen den Segmenten -3.056 -1.502 Auftragseingang Konzern 55.205 35.970 Der Konzernumsatz verminderte sich um 24 % auf 40,6 Mrd €. Mit Ausnahme von Elevator war der Umsatz in allen Segmenten merklich schwächer. Bei Steel belastete das geringere Versandvolumen, während die durchschnittlichen Stahlerlöse dank des hohen Anteils von Langfristverträgen stabilisierend wirkten. Sowohl Preis- als auch Nachfragerückgänge führten bei Stainless und Services zu einem nachlassenden Geschäftsvolumen. Bei Technologies konnten höhere Umsätze im Anlagenbau die Rückgänge im Automobilzuliefer- und Baumaschinengeschäft sowie im Schiffbau nicht ausgleichen. Elevator blieb auf Wachstumskurs und baute sein Geschäft in nahezu allen Regionen aus. UMSATZ NACH SEGMENTEN in Mio € 2007/2008 2008/2009 Steel 14.358 9.945 Stainless 7.420 4.486 Technologies 12.412 10.640 Elevator 4.930 5.308 Services 17.336 11.896 Corporate 124 127 Umsatz der Segmente 56.580 42.402 Umsatz zwischen den Segmenten -3.154 -1.839 Umsatz Konzern 53.426 40.563 Deutlicher Ergebnisrückgang Das Konzernergebnis vor Steuern verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5.492 Mio € auf -2.364 Mio €; es hat sich im Verlauf des Berichtsjahres zunehmend verschlechtert. Dem Gewinn von 240 Mio € im 1. Quartal folgte im 2. Quartal ein Verlust von 455 Mio €, im 3. Quartal ein Verlust von 772 Mio € und im 4. Quartal ein Verlust von 1.377 Mio €. In den Ergebniszahlen für das Geschäftsjahr 2008/2009 sind Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von insgesamt 317 Mio € enthalten. Das Ergebnis wurde zudem belastet durch die Sondereffekte Restrukturierungsaufwendungen – insbesondere personalpolitische Anpassungsmaßnahmen – von 868 Mio €, Impairment-Abschreibungen in Höhe von 519 Mio € sowie die Projektkosten für die neuen Werke in Brasilien und den USA von 233 Mio €. Der Grund für den Ergebnisrückgang im Segment Steel lag in erster Linie im Einbruch bei den Versandmengen; hinzu kamen erhebliche Restrukturierungsaufwendungen. Der hohe Verlust von Stainless wurde durch einen dramatischen Nachfrageverfall in Verbindung mit deutlich rückläufigen Basispreisen ausgelöst. Notwendige Restrukturierungsaufwendungen, Impairment-Abschreibungen sowie Bestandsabwertungen belasteten das Ergebnis zusätzlich. Wertberichtigungen auf Vorräte und massive Ergebniseinbußen im Roh- und Werkstoffgeschäft führten auch bei Services zu einem negativen Ergebnis; hinzu kamen Restrukturierungsaufwendungen. Bei Technologies konnten die Gewinne aus dem Anlagenbau die Einbußen im Automobilzuliefer- und Baumaschinengeschäft, insbesondere aber die erheblichen Verluste im zivilen Schiffbau, nicht ausgleichen. Die Werften mussten beträchtliche Restrukturierungsaufwendungen, Impairment-Abschreibungen sowie negative Sondereffekte aus Auftragsstornierungen von Containerschiffen und Yachten verkraften; hinzu kamen mögliche Nachhaftungsrisiken aus dem zivilen Schiffbau und höhere Projektkosten im Yachtenbereich. Erfolgreich blieb das Geschäft von Elevator: Das Segment erzielte ein Rekordergebnis. ERGEBNIS NACH SEGMENTEN in Mio € 2007/2008 2008/2009 Steel 1.540 -486 Stainless 126 -946 Technologies 741 -868 Elevator 434 558 Services 750 -271 Corporate -417 -344 Konsolidierung -46 -7 Ergebnis vor Steuern (EBT) 3.128 -2.364 Komponenten der Ergebnisentwicklung im Konzern Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2008/2009 um 12.863 Mio € oder 24 % unter dem Vorjahreswert. Die Umsatzkosten verringerten sich um 7.365 Mio € oder 17 % und damit unterproportional im Vergleich zur Umsatzentwicklung. Wesentliche Ursache hierfür waren die im 2008/2009 deutlich erhöhten Vorratsabwertungen, Wertminderungsaufwendungen bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie Restrukturierungsaufwendungen, die den insgesamt umsatzbedingten Rückgang der übrigen Umsatzkosten teilweise kompensierten. Insgesamt verminderte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz um 5.498 Mio €, verbunden mit einer Verringerung der Brutto-Umsatzmarge von 17 % auf 9 %. Die Abnahme der Vertriebskosten um 125 Mio € resultierte insbesondere aus gesunkenen Aufwendungen für Verkaufsfrachten und Verkaufsversicherungen, die hauptsächlich die Segmente Steel, Stainless und Services als Folge der rückläufigen Geschäftsentwicklung betrafen. Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen unter Berücksichtigung der um 58 Mio € erhöhten Restrukturierungsaufwendungen um 102 Mio € unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 40 Mio € stand im Zusammenhang mit der Annullierung qualifizierter Währungssicherungen für geplante Rohstoffeinkäufe, da das Volumen der Rohstoffeinkäufe infolge der wirtschaftlichen Rezession unvorhersehbar stark zurückgegangen war. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 85 Mio € resultierte mit 45 Mio € aus verminderten Verlusten aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten. Die im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Desinvestitionstätigkeit führte zu einer Verschlechterung des Ergebnisses aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen um 78 Mio €. Die Verminderung des Ergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen um 129 Mio € resultierte vor allem aus der im Vergleich zum Vorjahr insgesamt rückläufigen Ergebnisentwicklung bei den betreffenden Beteiligungen. Die Verschlechterung des Zinsergebnisses um 257 Mio € war durch die im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Netto-Finanzverschulden bedingt. Für die Verbesserung des sonstigen Finanzergebnisses um 118 Mio € war die im Vergleich zum Vorjahr um 114 Mio € erhöhte Aktivierung von Bauzeitzinsen, die überwiegend die Errichtung des Stahlwerks in Brasilien betraf, verantwortlich. Der Ausweis eines Steuerertrags für das Berichtsjahr von 491 Mio € gegenüber einem Steueraufwand von 852 Mio € im Vorjahr ist voll auf die Verlustsituation zurückzuführen. Auf Grund der Verluste verminderten sich die laufenden Ertragsteuern gegenüber dem Vorjahr um 670 Mio € auf 228 Mio €. Insoweit es wahrscheinlich ist, dass Verluste künftig die Steuerzahlungen mindern werden, wurden aktive latente Steuern gebildet. Entsprechend erhöhte sich 2008/2009 der latente Steuerertrag auf 719 Mio € nach einem latenten Steuerertrag von 46 Mio € ein Jahr zuvor.Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 1.873 Mio €; im Vorjahr wurde ein Jahresüberschuss von 2.276 Mio € erzielt. Unter Einbezug der Verluste, die auf Anteile anderer Gesellschafter entfallen, in Höhe von 16 Mio € verschlechterte sich das Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2008/2009 auf -4,01 €. Ergebnis der ThyssenKrupp AG Der im Berichtsjahr nach den Regeln des HGB ermittelte Jahresfehlbetrag der ThyssenKrupp AG betrug 882 Mio € nach einem im Vorjahr ausgewiesenen Jahresüberschuss von 1.175 Mio €. Das Beteiligungsergebnis verringerte sich um 1.263 Mio € auf 599 Mio €. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen reduzierten sich signifikant um 673 Mio € auf 809 Mio €. Insbesondere verringerten sich die Erträge aus den Führungsgesellschaften Steel und Stainless um 252 Mio € auf 772 Mio €. Ergänzend wiesen die Führungsgesellschaften der Segmente Services (i. Vj. 252 Mio €) und Technologies (i. Vj. 186 Mio €) im Geschäftsjahr 2008/2009 im Gegensatz zum Vorjahr Verlustabschlüsse aus. Die Verlustübernahmen stiegen insbesondere auf Grund dieser Entwicklung um 639 Mio € gegenüber dem Vorjahr signifikant an. Die Verlustübernahmen der Führungsgesellschaften von Services und Technologies beliefen sich auf 67 Mio € bzw. 516 Mio €. Die Erträge aus Beteiligungen veränderten sich nur geringfügig gegenüber der Vorjahresperiode und waren positiv durch die Gewinnausschüttung der ThyssenKrupp USA Inc. von 246 Mio € beeinflusst. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 468 Mio € resultierte im Wesentlichen mit 530 Mio € aus um niedrigeren Steuerumlagen der Konzernunternehmen auf Grund der Abführung von Organschaftsergebnissen und einer im Vorjahr erfassten Zuschreibung an einem verbundenen Unternehmen in Höhe von 135 Mio €. Ergebniserhöhend wirkte ein Erstattungsanspruch gegenüber einer Segmentführungsgesellschaft von 210 Mio €. Die Reduzierung der Personalkosten innerhalb der allgemeinen Verwaltungskosten erklärt sich durch geringere Tantiemeaufwendungen und Sonderzahlungen. Gegenläufig wirkten sich Zuführungen für zukünftige Sozialplankosten und ausgezahlte Abfindungen aus. Die Verringerung der übrigen Verwaltungskosten um 62 Mio € wurde geprägt durch gesunkene Kosten für Werbesonderaufwand (-26 Mio €), eine Reduktion der Dienstleistungs- und Datenverarbeitungsausgaben (-18 Mio €) sowie geringere Spenden für kulturelle und wissenschaftliche Zwecke. Im Zinsergebnis des Berichtsjahres in Höhe von 265 Mio € spiegeln sich die Auswirkungen durch Kapitalherabsetzungen bei Tochtergesellschaften wider, die zu einer Entlastung des Zinsergebnisses führten, sowie ein gesunkenes Zinsniveau auf den relevanten Geld- und Kapitalmärkten. Gegenläufig wirkten sich die Maßnahmen zur Liquiditätssicherung aus. Nach Berücksichtigung der zuvor genannten Effekte ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -906 Mio € nach 1.364 Mio € im Vorjahr. Der Rückgang des Steueraufwands gegenüber dem Vorjahr beruhte im Wesentlichen auf Steuererstattungen für Vorjahre. Nach Erfassung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 882 Mio €. Unter Berücksichtigung einer Entnahme aus der Rücklage für eigene Aktien in Höhe von 532 Mio € und nach Entnahme von 438 Mio € aus den anderen Gewinnrücklagen sowie Hinzurechnung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von 66 Mio € wird ein Bilanzgewinn in Höhe von 154 Mio € ausgewiesen. Bilanzgewinn und Dividende Die rechtliche Basis für die Ausschüttung einer Dividende bildet der nach HGB ermittelte Bilanzgewinn der ThyssenKrupp AG von 154 Mio €; im Vorjahr waren es 669 Mio €. Er setzt sich zusammen aus dem nach HGB ermittelten Jahresfehlbetrag der ThyssenKrupp AG in Höhe von 882 Mio € zuzüglich der Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 438 Mio € (i. Vj. Einstellung in Gewinnrücklagen 8 Mio €) und der Entnahme aus der Rücklage für eigene Aktien in Höhe von 532 Mio € sowie zuzüglich des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von 66 Mio €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende in von 0,30 € (i. Vj. 1,30 €) je Stückaktie – insgesamt 139 Mio € – und den Vortrag des darüber hinausgehenden Betrags von 15 Mio € auf neue Rechnung vor. Soweit sich die Anzahl der 463.473.492 dividendenberechtigten Aktien bis zum Tag der Hauptversammlung ändern sollte, wird der Gewinnverwendungsvorschlag entsprechend angepasst. Bilanz der ThyssenKrupp AG (HGB) Mio € 30.09.2008 30.09.2009 Immaterielle Vermögenswerte 47 44 Sachanlagen 123 226 Finanzanlagen 16.037 23.146 Anlagevermögen 16.207 23.416 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.842 5.913 Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 321 90 Wertpapiere 1.073 0 Flüssige Mittel 1.202 2.876 Umlaufvermögen 11.438 8.879 Aktiva 27.645 32.295 Eigenkapital 6.715 5.231 Sonderposten mit Rücklageanteil 157 162 Rückstellungen 560 955 Anleihen 1.500 2.500 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 948 1.743 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.513 21.295 Übrige Verbindlichkeiten 252 409 Verbindlichkeiten 20.213 25.947 Passiva 27.645 32.295 Gewinn- und Verlustrechnung der ThyssenKrupp AG (HGB) Mio € 2007/2008 2008/2009 Beteiligungsergebnis 1.862 599 Sonstige betriebliche Erträge 863 395 Übrige Aufwendungen und Erträge -980 -1.635 Zinsergebnis -381 -265 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.364 -906 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -189 24 Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1.175 -882 Gewinnvortrag 34 66 Entnahme aus der Rücklage für eigene Aktien 0 532 Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 0 438 Einstellung in die Rücklage für eigene Aktien -532 0 Einstellung in andere Gewinnrücklagen -8 0 Bilanzgewinn 669 154 Portfolio weiter optimiert ThyssenKrupp hat das aktive Portfoliomanagement der vergangenen Jahre auch im Berichtsjahr konsequent fortgesetzt und mehrere Transaktionen durchgeführt. Zu den wesentlichen Maßnahmen zählte 2008/2009 im Segment Steel die Aufstockung des Minderheitsanteils der brasilianischen Vale an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico von rund 10 % auf insgesamt knapp 27 %. Dieses zusätzliche Engagement wird die bestehende strategische Partnerschaft von ThyssenKrupp und Vale weiter stärken. Technologies hat durch verschiedene kleinere Portfoliomaßnahmen seine Aktivitäten im Automotive-Bereich weiter optimiert. Außerdem wurde der noch ausstehende Minderheitsanteil von 25 % an der ThyssenKrupp Marine Systems AG erworben, die sich somit nun im alleinigen Eigentum von ThyssenKrupp befindet. Um den Überkapazitäten im Werftenbereich zu begegnen, wollen ThyssenKrupp Marine Systems und SIAG Schaaf Industrie gemeinsam den Standort Emden der Blohm + Voss Nordseewerke zu einem zukunftsfähigen Hightech-Standort für die Offshore-Technologie ausbauen und so nachhaltig Arbeitsplätze sichern. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde unterzeichnet. Im Oktober 2009 haben ThyssenKrupp Marine Systems und die Abu Dhabi MAR Group eine Absichtserklärung über eine enge strategische Partnerschaft im Überwasser-Marineschiffbau unterschrieben. Die beabsichtigte Kooperation soll die Vermarktungsperspektiven im Überwasser-Marineschiffbau von Blohm + Voss – das sind Fregatten und Korvetten – wesentlich verbessern und zugleich die schiffbauliche Beschäftigung in Deutschland sichern. Elevator stärkte wiederum durch kleinere Akquisitionen seine weltweite Marktposition im Aufzugsgeschäft. Das Segment Services hat sich aus strategischen Gründen vom Bereich Industrial Services getrennt. Anfang Oktober 2009 wurde der Verkauf der ThyssenKrupp Industrieservice GmbH an WISAG, einen der führenden deutschen Dienstleistungskonzerne, eingeleitet. Die Transaktion soll im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 vollzogen werden. Außerdem begann der Verkaufsprozess für den nordamerikanischen Gerüstspezialisten Safway. Seit der Fusion von Thyssen und Krupp sind bis zum Ende des Berichtsjahres Unternehmen mit einem Umsatz von 9,5 Mrd € veräußert und solche mit einem Umsatz von 8,8 Mrd € erworben worden. Mitarbeiterzahl rückläufig Die rückläufige Entwicklung in unseren Absatzmärkten und Konzernunternehmen hat sich auch in der Mitarbeiterzahl niedergeschlagen. Am 30. September 2009 beschäftigte ThyssenKrupp weltweit 187.495 Mitarbeiter, 11.879 oder 6 % weniger als zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Mit Ausnahme von Elevator, das seine Belegschaftsstärke nahezu halten konnte, gab es in den übrigen Segmenten zum Teil erhebliche Stellenkürzungen. Besonders stark fiel der Rückgang außerhalb Deutschlands aus. Dort sank die Mitarbeiterzahl um 7 % auf 106.266. Betroffen waren vor allem die Gießereien in Brasilien, die Service-Bereiche der US-amerikanischen Aufzugsgesellschaften sowie das Automobilzuliefergeschäft in Frankreich. In Deutschland verringerte sich die Mitarbeiterzahl um 5 % auf 81.229, unter anderem im Industrieservice-Geschäft und bei den Werkstoffdienstleistungen. Wie sich die Belegschaften auf die einzelnen Regionen in der Welt verteilen, können Sie im Mitarbeiterkapitel im Einzelnen nachlesen. Auf Grund geringer Auslastung mussten 2008/2009 viele Konzernunternehmen Kurzarbeit einführen. In Deutschland waren durchschnittlich 12.500 Mitarbeiter betroffen. Hinzu kamen nochmals etwa 7.300 Mitarbeiter im Ausland. Den Schwerpunkt bildete das Segment Steel mit nahezu 8.000 Mitarbeitern, deren Arbeitszeit reduziert war. Zum Geschäftsjahresende konnte die Kurzarbeit im Konzern konjunkturell bedingt zurückgefahren werden. Absatzmärkte und Marketing Die EU-Länder waren 2008/2009 wieder der bedeutendste Absatzmarkt für ThyssenKrupp: 62 % unserer Produkte und Dienstleistungen gingen an Kunden in der Europäischen Union. Davon entfiel mehr als die Hälfte auf Deutschland. Der Umsatz mit Kunden in Amerika machte 20 % aus, während die Bedeutung des asiatisch/pazifischen Raums für unser Geschäft zwar zunahm, aber mit einem Anteil von 10 % immer noch gering blieb. Dank unserer stabilen Kundenstruktur bleiben diese Prozentsätze relativ fest, wenn auch die Kunden außerhalb Deutschlands in den letzten fünf Jahren immer wichtiger geworden sind. Wie die unten stehende Grafik zeigt, betrug ihr Anteil am Konzernumsatz 68 %. UMSATZ NACH ABSATZGEBIETEN in Mio € 2004/2005 2005/2006 2006/2007 2007/2008 2008/2009 Deutschland 14.166 15.837 18.545 19.161 13.031 Übrige EU-Länder 12.106 13.293 16.198 16.677 12.142 Amerika 10.002 11.609 10.218 9.706 7.858 Asien/Pazifik 4.164 4.123 4.146 4.852 4.341 Übrige Länder 2.489 2.263 2.616 3.030 3.191 Insgesamt 42.927 47.125 51.723 53.426 40.563 Auf vielen internationalen Märkten nehmen ThyssenKrupp Unternehmen mit ihren Produkten führende Positionen ein. Hervorragende technische Eigenschaften verbunden mit Wirtschaftlichkeit und zuverlässigem Service haben zahlreiche Kunden von unserer Leistungsstärke überzeugt. Hinzu kommt eine teilweise jahrelange enge Kunden/Lieferanten-Beziehung, in deren Verlauf unsere Techniker auch spezielle Problemlösungen für kundenspezifische Anwendungen entwickelten. Ein Beispiel ist die Automobilindustrie: Ihr wichtiges Ziel – ein geringeres Fahrzeuggewicht – unterstützen wir durch zahlreiche neuentwickelte Leichtbauwerkstoffe und -komponenten. Marketing-Mix mit Kundenorientierung Auf Grund unserer Konzernausrichtung als Produzent und Dienstleister von Werkstoffen, Industriegütern und Serviceleistungen stellen Unternehmen einen Großteil unserer Kunden dar. Nur vereinzelte Produkte – etwa Treppenlifte oder Home-Elevator für Wohnhäuser – kaufen Privatkunden direkt von uns. Dadurch sind unsere Zielgruppen zwar in der Regel zahlenmäßig überschaubar, aber gerade deswegen kommunikativ sehr anspruchsvoll. Wir halten Kontakt zu ihnen durch mehrmals im Jahr erscheinende technische Magazine, die über Innovationserfolge im Konzern berichten und neue Trends vorstellen. Zusätzlich vermitteln produktbezogene Dokumentationen all die Daten, die notwendig sind, um über den Einsatz unserer Produkte qualifiziert entscheiden zu können. Wichtig ist auch ein überzeugendes und anspruchsvolles Produktdesign. Internationale Messebeteiligungen und Präsentationen gehören ebenso zur Palette unserer Absatzinstrumente wie eine länder- und kundenbezogene Produktgestaltung, effiziente Vertriebsanstrengungen und individuelle Kundenberatung. Immer wichtiger wird das Internet: Über unsere Website stellen wir Kunden und anderen Geschäftspartnern aktuell und ausführlich unsere Leistungsangebote vor, informieren Aktionäre und Anleger über neue Unternehmensentwicklungen und präsentieren Bewerbern die Karrierechancen in unserem Konzern. Die am Markt tätigen Konzernunternehmen sind für ihre Marketing-Maßnahmen operativ verantwortlich, so dass wir schnell auf sich ändernde Markttrends reagieren können. Angesichts unserer breiten Produktpalette hat sich dies gegenüber einer zentralen Steuerung des Marketings bewährt. Schwerpunkte der Konzernkommunikation Die ThyssenKrupp AG als Konzernholding wendet sich in ihrer Kommunikationsarbeit in erster Linie an die breite Öffentlichkeit, um Themen anzusprechen, die gleichermaßen im Interesse des Konzerns und dem der Allgemeinheit liegen. Unsere Initiative „Zukunft Technik entdecken“, die beispielsweise in Fernsehspots, Anzeigen und Zeitungsveröffentlichungen das Technikverständnis in Deutschland förderte, wurde im Berichtsjahr mehrfach ausgezeichnet. Das kommunikative Konzept des IdeenParks wurde zudem mit dem renommierten EFFIE-Award ausgezeichnet, der insbesondere Effizienz und Wirksamkeit von Projekten in den Mittelpunkt der Bewertung stellt. Näheres zu Auszeichnungen und IdeenPark finden Sie im Kapitel „Verantwortung und Engagement “. Investitionen Im Geschäftsjahr 2008/2009 investierte ThyssenKrupp insgesamt 4.238 Mio €, 44 Mio € weniger als im Vorjahr. Davon wurden 4.012 Mio € für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ausgegeben, auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen sowie auf andere finanzielle Vermögenswerte entfielen die übrigen 226 Mio €. Die Investitionen überschritten die Abschreibungen in Höhe von 1.380 Mio € um 2.858 Mio €. INVESTITIONEN NACH SEGMENTEN in Mio € 2007/2008 2008/2009 Steel 2.596 2.593 Stainless 387 343 Technologies 763 814 Elevator 136 135 Services 369 210 Corporate 66 126 Konsolidierung -35 17 Konzern 4.282 4.238 Die Investitionen dienten vor allem der Sicherung der Betriebsbereitschaft und unseren strategischen Wachstumsprojekten. Herausragende Einzelprojekte waren die im Bau befindlichen neuen Stahl- und Weiterverarbeitungswerke in Brasilien und den USA. Durch die stringente Überprüfung aller Investitionsprojekte konnten wir den Anstieg der Netto-Finanzverschuldung im Verlauf des Geschäftsjahres spürbar begrenzen. Zum Geschäftsjahresende lagen die Netto-Finanzschulden mit 2.059 Mio € um 475 Mio € über dem Stand vom 30. September 2008. Mehr erfahren Sie in den Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung im Kapitel „Finanz- und Vermögenslage“. Beschaffung: Volumen stark gesunken Der Materialaufwand ging – vor allem wegen des Geschäftsrückgangs – um 22 % auf 26,8 Mrd € zurück. Mit 66 % blieb der Anteil am Umsatz jedoch nahezu auf Vorjahreshöhe, da die Preise für Rohstoffe, aber auch für die übrigen Materialgruppen einschließlich Dienstleistungen erst im weiteren Verlauf des Berichtsjahres sanken oder sich parallel zu unseren eigenen Produktpreisen veränderten. Wichtige Einsparungen erzielten wir durch unseren weltweiten Einkauf, wobei die Wirtschaftskrise vielfach das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bei Rohstoffen, Waren und Dienstleistungen normalisiert hat. Lieferengpässe waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen, die Materialversorgung für unsere Werke war zu jeder Zeit sichergestellt. MATERIALAUFWAND NACH SEGMENTEN in Mio € 2007/2008 2008/2009 Steel 8.514 6.632 Stainless 6.096 4.256 Technologies 7.626 6.705 Elevator 1.657 1.768 Services 13.645 9.265 Corporate 51 40 Materialaufwand der Segmente 37.589 28.666 Konsolidierung -3.131 -1.819 Konzern 34.458 26.847 Hohe Preissenkungen bei Eisenerz Obwohl die Weltstahlproduktion im Zuge der Wirtschaftskrise zurückgegangen ist und der Erzbedarf entsprechend niedriger war, bleibt die weltweite Nachfrage nach Übersee-Eisenerz 2009 voraussichtlich auf Vorjahresniveau. Die chinesische Stahlindustrie hat nämlich ihre Erzimporte beachtlich gesteigert, während im Inland weniger gefördert wurde. Dennoch gelang es uns 2009, sinkende Jahrespreise zu erreichen – trotz der unverändert hohen Nachfrage aus China und der seit Anfang des Jahres steigenden Spotpreise. Je nach Erzsorte betrug der Rückgang zwischen 28 % und 48 %. Die Eisenerzbezüge des Segments Steel lagen im Berichtsjahr mit 10,6 Mio t um rund 37 % unter dem Vorjahreswert. Mit 5,1 Mio t kam der größte Teil des Erzes aus Brasilien, gefolgt von Kanada mit 2,3 Mio t und Südafrika mit 1,3 Mio t. Geringere Mengen bezogen wir aus Australien, Mauretanien und Schweden. Nach dem dramatischen Preisanstieg für Kokskohle im Jahr 2008 – wesentlich durch witterungsbedingte Produktionseinschränkungen verursacht – konnten wir den Preis für die Referenzsorte bei Lieferungen 2009/2010 um 57 % nach unten korrigieren. Entsprechend ermäßigte Preise haben wir auch für Einblaskohlen durchgesetzt. Wegen der weltweit rückläufigen Nachfrage nach Hochofenkoks haben sich die Notierungen im Verlauf des Berichtsjahres beruhigt. Angesichts positiver Konjunkturmeldungen stiegen die internationalen Preise zwischenzeitlich leicht an; insgesamt blieben die Preise jedoch mit etwas über 400 US-Dollar je Tonne zum Ende des Geschäftsjahres beachtlich unter den Vorjahreswerten. Die zurückgegangenen Seefrachten für Schüttgüter haben darüber hinaus die Einstandskosten für internationale Rohstoffe gesenkt. Dramatische Entwicklungen bei Legierungsmetallen Auf den Beschaffungsmärkten für Legierungen und Metalle sind die Preise wegen des weltweiten Nachfrageeinbruchs überwiegend erheblich gesunken. Die Preisabschläge betrugen bei Massenlegierungen bis zu 60 %. So verzeichnete Ferrosilizium – ein Legierungsmittel für die Herstellung von Stahl – auf dem Höhepunkt der Krise einen Preiseinbruch um mehr als 50 %. Gegen Ende des Geschäftsjahres zog der Preis zwar leicht an, blieb aber immer noch weit vom Vorjahresniveau entfernt. Molybdän, das insbesondere für die Herstellung hochfester Stähle benötigt wird, verlor in nur sechs Wochen in den Monaten Oktober und November 2008 sogar 70 % seines Wertes, um dann bis zur Mitte 2009 gegenüber dem Tiefstwert doppelt so teuer zu werden. Zum Ende des Berichtsjahres gab es jedoch wieder eine leichte Korrektur nach unten. Der Preis des an der London Metal Exchange (LME) notierten Metalls Zink – wichtig für den Korrosionsschutz von Stahloberflächen – schwankte im Berichtsjahr weitaus weniger als früher. Während die erste Hälfte des Geschäftsjahres von schwächerer Nachfrage und entsprechenden Notierungen gekennzeichnet war, legten im 2. Halbjahr die Preise wieder zu. Für das Segment Stainless sind Nickel und Chrom als Legierungsmetalle besonders wichtig. Nickel notierte im Oktober 2008 an der LME im Monatsdurchschnitt vergleichsweise schwach mit 12.140 US-Dollar je Tonne. Die Durchschnittsnotierung fiel dann im Dezember 2008 und März 2009 auf weniger als 9.700 US-Dollar je Tonne. Ab April 2009 setzte – trotz hoher Lagerbestände an der LME – ein Aufwärtstrend ein. Der Preis erreichte im August 2009 mehr als 19.600 US-Dollar je Tonne, was auch auf chinesische Zukäufe zurückzuführen war. Zum Ende des Geschäftsjahres zeichnete sich eine Preiskorrektur ab. Der Quartalspreis von Chrom hatte Mitte 2008 noch auf dem historischen Höchstwert von 2,05 US-Dollar je Pound notiert. Anfang 2009 brach er, bedingt durch schleppende Absatzmengen, um rund 60 % auf 0,79 US-Dollar ein. Es folgten weitere Preissenkungen auf 0,69 US-Dollar, die die Produktion im Hauptlieferland Südafrika fast völlig zum Stillstand brachten. Nachdem die europäischen Lagerbestände Ende Juni 2009 weitgehend abgebaut waren, stieg der Preis im Juli auf 0,89 US-Dollar. Der Abschwung auf den Stahlmärkten hat auch die Schrottnachfrage in einem bisher unbekannten Ausmaß einbrechen lassen. Der Preis für die Basissorte – Sorte 2 – fiel bis auf 157 € je Tonne im Juni 2009. Das entspricht etwa einem Drittel des im Juni 2008 erreichten historischen Höchstwertes von 426 € je Tonne. Zum Ende des Geschäftsjahres stiegen die Schrottpreise wieder auf über 200 € je Tonne; Grund waren erste Zeichen einer sich erholenden Stahlkonjunktur. Die Preise für legierten Stahlschrott entwickelten sich parallel zu den Preisen der in ihm enthaltenen Legierungsmetalle. Weitgehend fallende Rohstoffpreise im Verlauf des Geschäftsjahres haben bei den daraus hergestellten Produkten zu niedrigeren Produktpreisen geführt. Dies galt beispielsweise für Stahlbleche und Flachprodukte, aber auch für Rohre, Halbzeug und Stabstahl für Schmiedeteile. Je nach Warengruppe und Materialanteil sanken die Beschaffungspreise um 3 % bis 50 %. Infolge der stark zurückgegangenen Nachfrage nach Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Ersatzteilen, Dienstleistungen und Investitionsgütern haben sich diese Märkte im Vergleich zum Vorjahr merklich entspannt. Auch in den Warengruppen Konstruktion und Elektrik waren Überkapazitäten am Markt vorhanden. Die Anzahl der Neubauprojekte im Anlagenbau ging auf weniger als die Hälfte zurück, was die vorher sehr hohe Auslastung der Lieferanten reduzierte. Bei wesentlich kürzeren Lieferzeiten war die Versorgungssituation gut. Die globale Beschaffung, insbesondere in Südostasien und Osteuropa, wurde weiter vorangetrieben. Professional Performance Management steigert die Effizienz im Einkauf Der Einkauf hat sich auch im Berichtsjahr weiterentwickelt. Mit der ThyssenKrupp Ausschreibungsplattform wurden mehr als 8.500 Ausschreibungen erfolgreich im Markt platziert. Weltweit haben unsere Einkäufer darüber hinaus über 1.200 Bewertungen von Lieferanten mittels der von uns entwickelten Methode der strategischen Lieferantenbewertung durchgeführt. Darüber hinaus hat unsere Katalogplattform die Kosten für die einzelnen Bestellvorgänge reduziert; 6.800 Nutzer können die benötigten Artikel direkt bei ausgewählten Lieferanten abrufen. Mehr als 1.000 Mitarbeiter sind inzwischen in den Methoden und elektronischen Tools des Einkaufs geschult. Mit über 1.500 durchgeführten Verbesserungsprojekten konnten wir insgesamt Einsparungen in dreistelliger Millionen-Euro-Höhe erzielen. Weitere Einzelheiten zu unserem Effizienzsteigerungsprogramm ThyssenKrupp best lesen Sie im Kapitel „Unternehmenssteuerung – Ziele und Strategie“. 2008/2009 haben wir ein konzernweites Einkaufsreporting- und -controlling-System aufgebaut. Mit dem Einkaufscontrolling können unsere Konzernunternehmen geschäftsspezifische Kennzahlen definieren und in einer Balanced Score Card zusammenfassen. Diese Card ist in fünf Pilotunternehmen in Deutschland und Brasilien entwickelt worden. Parallel dazu haben wir ein Einkaufsreporting geschaffen, das den Einkauf erleichtert und Bündelungspotenziale aufzeigt. Der Einkauf wird damit transparenter, und seine Effizienz lässt sich besser messen. Transportkosten massiv gesunken Die Nachfrage nach Transportraum ist im Schiffsverkehr weltweit auf allen Verkehrsmärkten eingebrochen, so dass die Preise vor allem auf den Spotmärkten signifikant zurückgegangen sind. Der Ölpreisverfall hat zudem die Bunkerzuschläge gesenkt. Aber auch im Bahn- und Straßengüterverkehr gingen die Transporte zurück. Allein in Deutschland verlor die Bahn rund 40 % des Transportvolumens, im Straßenbereich betrug der Rückgang 12 %. Hierdurch konnten wir in Verhandlungen mit den Lieferanten unsere Frachtkosten um bis zu 10 % senken. Zusätzliche Kostenvorteile ergaben sich durch fallende Dieselpreise und den Einsatz von Ausschreibungsplattformen sowie durch eine Optimierung der kompletten Beschaffungskette vom Lieferanten bis zum Endkunden. Die aktuellen Luftfrachtpreise sind wegen der Überkapazitäten und der niedrigeren Ölpreise im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 25 % gesunken. Importe nach Europa sind aber nach wie vor teurer als Exporte, speziell in den asiatischen Raum. Die Situation im Fahrzeugflotten-Management war von dem schwierigen konjunkturellen Umfeld geprägt. Verfallende Fahrzeugrestwerte ließen die Leasingraten steigen; außerdem belasteten zusätzliche Abgaben und Gebühren das Fuhrparkbudget. Nur dank des eigenen unabhängigen Carpool-Systems, der optimierten international einheitlichen Prozessstruktur und der weiteren Volumenbündelung gelang es, gegen den allgemeinen Trend Einsparungen von fast 2,0 Mio € zu erreichen. Insgesamt erzielte unser Fahrzeugflotten-Management in den letzten sechs Jahren Synergien von 18,7 Mio €. Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich unsere Situation als Fuhrparkbetreiber deutlich verändert. Konnten wir zu Beginn des letzten Jahres noch über unsere Forderungen mit den Leasinggebern verhandeln, so sehen wir uns jetzt mit deren Forderungen konfrontiert. Besonders im 2. Halbjahr verschärfte sich die Lage auf dem Leasingmarkt: Steigende Zinsen und Refinanzierungsprobleme, verbunden mit erheblichen Restwertkorrekturen, machten den Leasinggesellschaften zu schaffen. Die Multi-Supplier-Strategie gab ThyssenKrupp dabei den Spielraum, einen sprunghaften Anstieg der Leasingraten zu vermeiden. Im Kraftstoffbereich sanken die erfassten Gesamtkosten um 13 %, und dies trotz einer Erhöhung des Fahrzeugbestands um 257 Fahrzeuge auf jetzt 7.582 Fahrzeuge. Hautursachen waren sinkende Rohölpreise, leichte Konditionsverbesserungen bei den Mineralölgesellschaften, verbrauchsoptimierte Motoren und konsequenter Einsatz der Tankkarte. Energie: Sichere Versorgung Sinkende Preise und geringerer Verbrauch ließen die Energiekosten von ThyssenKrupp im Berichtsjahr zurückgehen. Trotzdem machten uns die steigenden Netzentgelte beim Strom und der eingeschränkte Wettbewerb auf dem Erdgasmarkt zu schaffen. Die Energieversorgung unserer Werke war weltweit sichergestellt. Schwankende Erdöl- und Erdgaspreise Im Berichtsjahr haben sich die Energiepreise so stark bewegt wie selten zuvor. Der Ölpreis für ein Barrel Rohöl der Brent-Qualität fiel von 69,19 US-Dollar am 01. Oktober 2008 auf 36,01 US-Dollar am 24. Dezember 2008, um sich anschließend bis Geschäftsjahresende am 30. September 2009 wieder auf 69,07 US-Dollar fast zu verdoppeln. Da die Preise für Erdgas in Deutschland in der Regel zeitverzögert an den Ölpreis gekoppelt sind, fielen auch unsere Aufwendungen für Erdgas. Außerdem ist es uns weitestgehend gelungen, Kosten aus Mindestabnahmeverpflichtungen zu vermeiden, indem wir die Erdgasverträge nachverhandelten; durch die konjunkturell bedingten Produktionskürzungen haben wir weniger Erdgas als geplant benötigt. Positiv ist die Bereinigung der Erdgasmarktgebiete in Deutschland von zwölf auf sechs, die künftig den Wettbewerb auf dem Erdgasmarkt verbessern wird. Trotzdem bleibt die Wettbewerbssituation auf dem deutschen Erdgasmarkt weiterhin unbefriedigend; industriellen Großverbrauchern fehlen immer noch Anbieter von kostengünstigen Bezugsalternativen. Entwicklung der Strompreise Der Strompreis in Deutschland hat sich seit Beginn des Berichtsjahres von rund 80 € je Megawattstunde bis zum Frühjahr 2009 fast halbiert. Bis zum Ende des Berichtsjahres hat der Preis wieder leicht zugelegt. Da der Strombedarf als Folge der Wirtschaftskrise unerwartet niedrig war, mussten teilweise bereits eingekaufte, aber letztlich nicht benötigte Strommengen wieder in den Markt zurückverkauft werden – mitunter auch unterhalb der Beschaffungskosten. Während Strompreise und -bedarf sanken, stiegen die Netzentgelte für Hochspannungsleitungen um mehr als 30 %. Die Aufschläge für die Förderung der erneuerbaren Energien haben sich ebenfalls weiter erhöht und hohe zusätzliche Kosten verursacht. Auch die Stromsteuer und die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung verteuerten die Strombeschaffung. Leider ist es in Deutschland auch im Berichtsjahr nicht gelungen, günstige Industriestromtarife zu etablieren, wie es in einigen anderen EU-Staaten möglich ist. In Spanien konnten wir durch ein erfolgreiches Bieterverfahren für den Stromvertrag der nächsten zwei Jahre und durch Versorgerwechsel unsere Kosten gegenüber dem Altvertrag um 4 % senken. Dies gelang, obwohl die Abnahmestruktur wegen der allgemeinen Auftragslage schlechter war. In Frankreich verlängerte die Regierung den Sondertarif für industrielle Stromkunden, die frühzeitig in den deregulierten, heute aber teureren freien Markt gewechselt sind. Auch unsere Konzernunternehmen profitieren somit bis Mitte 2010 weiter von diesem gegenüber dem Markt günstigeren Tarif. Erlöse aus Emissionshandel ThyssenKrupp hat im Kalenderjahr 2008 gemäß den gesetzlichen Vorschriften Emissionsberechtigungen über 21.320.961 t CO2 erhalten; die tatsächlichen Emissionen lagen jedoch nur bei 20.816.320 t. Angesichts der Produktionskürzungen in unseren Werken zur Stahlherstellung im Berichtsjahr dürften die zugeteilten CO2-Emissionsrechte damit für die zweite Handelsperiode des EU-Emissionshandels (2008 – 2012) ausreichen. Teilweise können wir auch Emissionsrechte veräußern oder sie vortragen und für die dritte Handelsperiode (2013 – 2020) verwenden, für die wir eine deutliche Unterdeckung erwarten. Die Kosten für CO2-Emissionsrechte werden von den Stromerzeugern in den Strompreis vollständig einbezogen. Deshalb liegen die Stromkosten in Deutschland und Europa, auch bei konjunkturbedingt fallenden Preisen, wesentlich höher als in Ländern ohne Emissionshandel. Insgesamt werden alle Erlöse aus dem Emissionshandel durch die höheren Kosten aufgezehrt, die aus der vollständigen Überwälzung von CO2-Kosten in den Strompreis entstehen. Emissionsminderungen beim neuen Hüttenwerk in Brasilien In Brasilien haben wir beim Bau des neuen Hüttenwerks drei Projekte unter dem sogenannten „UN Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung“ fortgeführt. Es werden die Wärme in der Kokerei zurückgewonnen, das Konvertergas genutzt und in einem hocheffizienten Gas-und-Dampf-Kraftwerk Strom aus Hochofengas und der Kokereiwärme erzeugt. Mit seiner effizienten Gas- und Dampfturbinentechnik im Kraft-Wärme-Kopplungsprozess kombiniert das Kraftwerk die Prinzipien eines Gasturbinen- mit denen eines Dampfkraftwerks und erreicht damit einen sehr hohen Wirkungsgrad. Dieses Kraftwerk wird das erste seiner Art in ganz Amerika sein. Die Projekte durchlaufen derzeit das vorgeschriebene Verfahren zur UN-Anerkennung. Auf Basis aktualisierter Prognosen werden sie voraussichtlich Emissionen im Volumen von 5,3 Mio t CO2 während der zehnjährigen Laufzeit vermeiden. Nach Anerkennung erhalten wir handelbare Emissionsgutschriften in Höhe dieser Minderung. Zusammenfassende Bewertung des Vorstands zur wirtschaftlichen Entwicklung und Zielerfüllung Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat ThyssenKrupp schwer getroffen. Zum ersten Mal seit dem Zusammenschluss von Thyssen und Krupp schlossen wir das Geschäftsjahr mit einem Verlust ab. Neben dem Konjunktureinbruch belasteten uns Sondereffekte in Form von Restrukturierungsaufwendungen, Impairment-Abschreibungen und Projektkosten für die neuen Werke in Brasilien und den USA. Unser Auftragseingang und Umsatz sind erwartungsgemäß beträchtlich zurückgegangen. Auf die ersten Krisensignale hatten wir frühzeitig reagiert und operative wie strukturelle Maßnahmen eingeleitet. Unser konzernweites Programm ThyssenKrupp PLuS hat Ergebnis und Liquidität verbessert sowie die Kosten und den Finanzbedarf gesenkt. Wir haben den Prozess der Portfolio-Optimierung fortgesetzt und in einzelnen Bereichen wie den Werften oder unseren Automotive-Aktivitäten Restrukturierungsfortschritte erzielt. Zugleich haben wir den Konzern neu organisiert, so dass wir im globalen Wettbewerb künftig noch schneller und flexibler agieren können. Stabilisierung des Umsatzes geplant In unseren derzeitigen Planungen für das neue Geschäftsjahr 2009/2010 gehen wir von einer Stabilisierung des Umsatzes aus, da die sich abzeichnende wirtschaftliche Erholung noch fragil ist. Das Ergebnis dürfte sich demgegenüber signifikant verbessern: Wir rechnen derzeit mit einem positiven Bereinigten EBT in niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Höhe. Hierzu werden vor allem die eingeleiteten Kostensenkungsprogramme beitragen. In unseren längerfristigen Planungen erwarten wir eine Verbesserung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes. Sobald der Konjunkturmotor wieder anspringt, gilt es, an die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre anzuknüpfen. Dafür haben wir eine solide Basis gelegt. Geschäftsverlauf in den Segmenten ThyssenKrupp ist ein integrierter Werkstoff- und Technologiekonzern. Wir sind rund um den Globus tätig und besetzen im internationalen Maßstab exzellente Technologie- und Marktpositionen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren unsere fünf Segmente – Steel, Stainless, Technologies, Elevator und Services – einem kräftigen konjunkturellen Gegenwind ausgesetzt. Die zügig eingeleiteten Anpassungsmaßnahmen konnten die Ergebnisrückgänge zwar nicht vermeiden, aber mildern. Nur Elevator erzielte neue Bestmarken. Steel STEEL IN ZAHLEN 2007/2008 2008/2009 Auftragseingang Mio € 14.199 8.414 Umsatz Mio € 14.358 9.945 Corporate Mio € 58 55 Steelmaking Mio € 1.531 1.056 Industry Mio € 6.976 4.684 Auto Mio € 5.106 3.684 Processing Mio € 2.906 2.332 Konsolidierung Mio € -2.219 -1.866 Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 1.540 -486 Investitionen Mio € 2.596 2.593 Mitarbeiter (30.09.) 41.311 39.156 Unser Steel-Bereich konzentriert sich auf hochwertigen Qualitätsflachstahl und ist damit im Kernmarkt der EU erfolgreich aufgestellt. Das Programm wurde in den vergangenen Jahren konsequent auf Produkte mit großer Verarbeitungstiefe entlang der Wertschöpfungskette ausgerichtet. Drastischer Einbruch bei Bestellungen und Versand Der drastische Nachfragerückgang bei Qualitätsflachstahl führte zu einem in diesem Ausmaß bisher nie dagewesenen Einbruch der Auftragseingangs- und Versandmengen im Segment Steel. Die leichte Belebung der Mengenkonjunktur zum Ende des Berichtsjahres konnte das Gesamtbild nur noch sehr begrenzt verbessern. Der wertmäßige Auftragseingang erreichte 8,4 Mrd €, das waren 41 % weniger als im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 31 % auf 9,9 Mrd € ab. In beiden Fällen waren die Rückgänge im Wesentlichen mengenbedingt. Unsere Erlöse gaben im Verlauf des Berichtsjahres infolge sinkender Marktpreise nach, wenn auch weniger dramatisch als im Stahlspotmarkt. Dies war auf den hohen Anteil von Langfristkontrakten an unserem Gesamtgeschäft zurückzuführen. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres lagen die Nettoerlöse von Steel jedoch leicht über denen des Vorjahres. Infolge des massiven Nachfrageeinbruchs waren Beschäftigungsanpassungen auf allen Produktionsstufen erforderlich. Diese erfolgten zunächst über Reparaturstillstände und Abbau von Arbeitszeitguthaben, ab Januar 2009 aber in zunehmendem Maß über Kurzarbeit – auch in den Verwaltungsbereichen. Im März 2009 ging der Hochofen 9 mit einer Tageskapazität von 4.500 t Roheisen außer Betrieb. Auch der Hochofen A bei der Beteiligungsgesellschaft Hüttenwerke Krupp Mannesmann wurde im Zusammenhang mit einer geplanten Neuzustellung vorübergehend stillgesetzt. Die drei weiteren Hochöfen fuhren bis einschließlich Juli im Minimalbetrieb. Danach verbesserte sich ihre Auslastung dank der wieder anziehenden Nachfrage. Im September wurde entschieden, den Hochofen 9 für ein Wiederanblasen vorzubereiten; der Ofen nahm am 01. November 2009 die Produktion wieder auf. Die nachgelagerten Verarbeitungslinien reagierten mit Blockstillständen und passten ihre Tagesleistungen an die jeweilige Marktlage an. In den letzten Wochen des Berichtsjahres erhöhte sich die Auslastung der meisten Aggregate, allerdings war eine auskömmliche Beschäftigung auf den Weiterverarbeitungsstufen noch nicht wieder erreicht. Die Rohstahlerzeugung des Segments Steel einschließlich des Anteils unserer Beteiligungsgesellschaft Hüttenwerke Krupp Mannesmann war im Berichtsjahr mit 9,2 Mio t um 35 % niedriger als im Vorjahr. Die Walzstahlproduktion für Kunden, einschließlich Lohnwalzungen, nahm um 37 % auf 10,0 Mio t ab. Das Segment wies 2008/2009 einen Verlust von 486 Mio € aus, nachdem es im Vorjahr einen Gewinn von 1.540 Mio € erwirtschaftet hatte. Ursächlich waren vor allem der Einbruch bei den Versandmengen sowie Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen zum 30. September 2009 in Höhe von 175 Mio €. Darüber hinaus haben die Projektkosten für die strategischen Vorhaben in Brasilien und den USA in Höhe von 214 Mio € sowie die Restrukturierungsaufwendungen und Impairment-Abschreibungen in Höhe von 237 Mio € bzw. 29 Mio € das Ergebnis belastet. Die Restrukturierungen betrafen im Wesentlichen das Anpassungsprogramm 20/10, das eine Belegschaftsreduzierung von bis zu 2.000 Mitarbeitern vorsieht, sowie die Umstrukturierung des Bereichs Metal Forming. Die kurzfristig und segmentweit eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen haben zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung beigetragen, konnten jedoch die marktbedingten Rückgänge nicht ausgleichen. Die bei wesentlichen Rohstoffen, vor allem Eisenerz und Kokskohle, zuletzt durchgesetzten Preisermäßigungen milderten die schwierige Ergebnissituation nur leicht, da sie gegen Ende des Berichtsjahres nur in sehr begrenztem Umfang kostenwirksam wurden. Die durchschnittlichen Rohstoffkosten sind demgegenüber – im Vergleich zum Vorjahr – noch leicht gestiegen. In den Gesellschaften des Segments waren am 30. September 2009 insgesamt 39.156 Mitarbeiter beschäftigt, 2.155 weniger als ein Jahr zuvor. Auf Grund des dramatischen Auftragseinbruchs waren erhebliche Anpassungsmaßnahmen erforderlich. Stillstände in der Produktion wurden zunächst mit dem Abbau von Arbeitszeitguthaben, Resturlaub oder Freischichten sowie dem Ausschöpfen der Arbeitszeitkonten kompensiert; außerdem wurde der Umfang bezahlter Mehrarbeit deutlich reduziert. Die anhaltende Auftragsschwäche hatte zudem – beginnend im Dezember 2008 – im gesamten Segment Steel zur Folge, dass wir Kurzarbeit einführen mussten. In der Spitze waren davon rund 14.700 Mitarbeiter im In- und Ausland betroffen. Zum Geschäftsjahresende konnte die Zahl der von der Kurzarbeit Betroffenen wegen der wieder verbesserten Auftragslage auf 4.200 Mitarbeiter reduziert werden. Corporate Die Business Unit Corporate umfasste im Berichtsjahr die Verwaltungsfunktionen und führte die Bauprojekte in Brasilien und den USA. Die Projektkosten für diese Vorhaben waren im Vorjahresvergleich leicht gestiegen. Steelmaking In der Business Unit Steelmaking waren die Metallurgie in Duisburg und sämtliche Logistikaktivitäten zusammengefasst. Der Umsatz nahm ab – vor allem infolge stark rückläufiger Mengen im Fremdgeschäft mit Roheisen, Brammen und Nebenprodukten sowie verminderter Logistikaktivitäten der Transportgesellschaften. Die Rohstahlerzeugung, einschließlich der Brammenbezüge der Hüttenwerke Krupp Mannesmann, fiel deutlich niedriger aus als im Vorjahr. Das Ergebnis der Business Unit war nahezu ausgeglichen. Industry Die Business Unit Industry konzentrierte sich, mit Ausnahme der Automobilbranche, auf das gesamte Spektrum der Stahl verarbeitenden Industrien. Der Umsatz mit diesen Kundengruppen nahm im Vorjahresvergleich um 33 % auf 4,7 Mrd € ab; beim Auftragseingang war der Rückgang noch stärker. Der dramatische Mengen- und Preisrückgang ließ das Ergebnis einbrechen und führte zu einem hohen Verlust. Die über weite Strecken des Berichtsjahres konjunkturell und lagerzyklisch bedingt schlechte Beschäftigung in praktisch allen relevanten Abnehmerbranchen belastete massiv das Geschäft des Profit-Centers Industrie/Distribution/Services, auf das rund zwei Drittel des Umsatzes der Business Unit entfallen. Der Versand an externe Kunden ging signifikant zurück, unser Vertragskundengeschäft war dagegen weniger stark von Mengenverlusten betroffen. Im Schlussquartal 2008/2009 hat sich die Anfragetätigkeit in Teilbereichen des Marktes – von einem sehr niedrigen Niveau kommend – spürbar belebt, da viele Kunden ihre Bestände mittlerweile stark reduziert hatten. Dennoch brach das Ergebnis im gesamten Berichtszeitraum dramatisch ein. Das Profit-Center Grobblech verzeichnete nach einer noch vergleichsweise günstigen Geschäftsentwicklung zu Jahresbeginn einen massiven Umsatz- und Gewinneinbruch in der zweiten Geschäftsjahreshälfte. Das Geschäft mit Schiffbaukunden ist praktisch zum Erliegen gekommen, aber auch die Nachfrage aus der Baumaschinen- und Nutzfahrzeugindustrie war stark rückläufig. Die Auftragsmengen brachen ein, und es kam zu einem erheblichen Preisverfall. Die Anlagenauslastung lag temporär bei weniger als 50 %. Erst gegen Jahresende zeichnete sich lagerzyklisch eine leichte Besserung ab. Ein deutlich niedrigeres Geschäftsvolumen im Vergleich zum Vorjahr und ein negatives Ergebnis wies auch das Competence-Center Color/Construction aus. Die Nachfrage der Hausgeräteindustrie nach bandbeschichteten Produkten bewegte sich während des gesamten Geschäftsjahres auf extrem niedrigem Niveau; erhebliche Mengenrücknahmen wurden von stark nachgebenden Nettoerlösen begleitet. Die Construction Group konnte sich der Krise in der Bauwirtschaft nicht entziehen, wenngleich einige Projektgeschäfte eine vergleichsweise gute Beschäftigung ermöglichten. Vor allem in Deutschland, wo etwa die Hälfte des Umsatzes erzielt wird, war der Rückgang noch relativ moderat. Die ausländischen Gesellschaften, vor allem in Osteuropa, mussten hingegen Produktionsanpassungen vornehmen. Das europäische Stahl-Service-Geschäft war ebenfalls durch einen erheblichen Umsatzeinbruch gekennzeichnet, der durch sinkende Mengen und einen signifikanten Rückgang der Durchschnittserlöse bedingt war. Gegen diesen Negativtrend konnte die neue Gesellschaft in Polen den Umsatz konstant halten. Der gesamte Bereich schloss mit einem Verlust ab. Auto Die Business Unit Auto belieferte die global aufgestellten Automobilkunden mit Stahlerzeugnissen und Serviceleistungen. Der Umsatz verringerte sich vor dem Hintergrund der anhaltenden Automobilkrise um 28 % auf 3,7 Mrd €. Nachdem zum 01. Juli 2008 mit den meisten Kunden neue Verträge abgeschlossen worden waren, die den vorangegangenen erheblichen Rohstoffkostensteigerungen Rechnung trugen, wurden ab 01. Juli 2009 Preisanpassungen im Hinblick auf die erwarteten Rohstoffkostensenkungen vorgenommen. Primär bedingt durch den spürbar reduzierten Absatz war ein Ergebniseinbruch nicht zu vermeiden. Insgesamt konnten wir jedoch ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielen. Auch bei Tailored Blanks war der Umsatz vor allem mengenbedingt rückläufig, wenn auch weniger stark als bei den übrigen Geschäften. Dazu trug auch bei, dass die im Vorjahr mehrheitlich übernommene nordamerikanische TWB-Gruppe erstmals mit den Zahlen eines vollen Jahres konsolidiert wurde. Tailored Blanks konnte das Berichtsjahr mit einem geringfügig positiven Ergebnis abschließen. Bei unseren Stahl-Service-Aktivitäten in Nordamerika ging der Absatz an die Automobilindustrie um fast die Hälfte zurück. Nicht absehbare Produktionsstillstände bei wichtigen Kunden verschärften die ohnehin schwierige Situation. Auch bei Metal Forming kam es in allen Einheiten, außer in China, zu Umsatzeinbußen. Eine weitere Verschlechterung des operativen Ergebnisses konnte trotz erheblicher Anpassungsmaßnahmen nicht verhindert werden. Hinzu kamen Aufwendungen durch das nochmals erweiterte Restrukturierungsprogramm. Daher wies der Bereich erneut einen deutlichen Verlust aus. Processing Die Business Unit Processing bündelte unsere Aktivitäten bei Weißblech, Mittelband und kornorientiertem Elektroband. In Summe ging der Umsatz im Wesentlichen mengenbedingt um 20 % auf 2,3 Mrd € zurück. Allerdings waren die Entwicklungen in den drei Geschäftsfeldern sehr unterschiedlich. Dies führte zwar zu spürbaren Ergebnisrückgängen, insgesamt erzielten wir jedoch einen guten Gewinn. Der Bereich Weißblech behauptete sich vergleichsweise gut. Der Umsatz gab gegenüber dem Vorjahr nur leicht nach, der Gewinn war niedriger. Positive Erlöseffekte wurden durch Kostensteigerungen und Mengenrückgänge überlagert. Der Wettbewerb auf diesem Produktmarkt hat sich im Berichtszeitraum merklich verschärft, da Konkurrenten angesichts der im Vergleich zu den übrigen Stahlerzeugnissen attraktiveren Preise und stabileren Nachfrage den Verpackungsblechmarkt für sich wiederentdeckten. Dennoch konnten wir unsere Position in dem stark umkämpften europäischen Markt ausbauen. Das Mittelbandgeschäft bei Hoesch Hohenlimburg mit Hauptkunden in der mittelständisch geprägten Automobilzulieferung und der Kaltwalzindustrie verzeichnete vor allem in den ersten Monaten des Geschäftsjahres signifikante Mengeneinbrüche, bevor es zu einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau kam. Im gesamten Geschäftsjahr halbierte sich der Umsatz nahezu gegenüber dem Vorjahr. Die Preise gaben erheblich nach. Nach einem positiven Ergebnis im Vorjahr wies der Bereich einen Verlust aus. Auch bei kornorientiertem Elektroband brach die Nachfrage weltweit signifikant ein, was sich spürbar auf die Versandmengen und die Beschäftigung auswirkte. Obwohl wir das durchschnittliche Erlösniveau halten und den Anteil der höherwertigen Elektrobandgüten weiter steigern konnten, ging der Umsatz zurück. Es wurde ein Gewinn erwirtschaftet, der allerdings niedriger war als im Vorjahr. Wesentliche Ereignisse Anfang 2009 hat das Segment Steel seine Anstrengungen, die Kosten zu senken, durch das Programm 20/10 intensiviert. Das Programm, das die globale Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens über die Wirtschaftskrise hinaus sichern soll, besteht aus zehn Initiativen – alle mit dem Ziel, die Kosten zu senken. Zusätzlich wurden die Tochtergesellschaften eingebunden. Im Rahmen dieses Programms sollen bis zum Geschäftsjahr 2010/2011 nachhaltig mehr als 400 Mio € eingespart werden. Damit verbunden ist auch ein Personalabbau um bis zu 2.000 Mitarbeiter. Metal Forming hat 2008/2009 das Umstrukturierungsprogramm weiter vorangetrieben. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich um 28 % auf rund 5.800. An den deutschen Standorten fanden Personalanpassungen auf der Basis eines Sozialplans statt. Zusätzlich ließen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung die Kosten beachtlich sinken. Im Rahmen der Restrukturierung und um den Investitionsbedarf zu verringern, sind in Frankreich zwei Werke geschlossen worden; ein weiteres wurde veräußert. Im britischen Unternehmen Tallent wurden ebenfalls Personalanpassungen umgesetzt. Der brasilianische Eisenerzproduzent Vale S.A. hat seinen Anteil an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico Ltda. von rund 10 % auf insgesamt knapp 27 % erhöht. Dies stärkt die Basis für eine langfristige strategische Partnerschaft zwischen Vale und ThyssenKrupp. Investitionen Die Investitionsausgaben des Segments Steel für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erreichten im Berichtsjahr 2.575 Mio € bei Abschreibungen von 612 Mio €. Die Investitionsausgaben waren wie im Vorjahr maßgeblich von den beiden strategischen Großprojekten in Brasilien und den USA bestimmt. Auf die Errichtung des neuen Stahlwerks im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro entfielen Investitionsausgaben in Höhe von 1,5 Mrd €. Für den Bau des Weiterverarbeitungswerks bei Mobile in Alabama wurden im Berichtsjahr rund 0,6 Mrd € aufgewendet. Einzelheiten zu beiden Projekten enthält das Kapitel „Unternehmenssteuerung – Ziele und Strategie“. Angesichts der wirtschaftlichen Lage haben wir zur Entlastung der Kapitalbindung sämtliche laufenden und geplanten Investitionsmaßnahmen kritisch analysiert und eine Reihe von Investitionsprojekten verschoben. Die im Geschäftsjahr neu begonnenen Investitionsprojekte dienten vorrangig dazu, die Betriebsbereitschaft aufrechtzuerhalten. Nach Inbetriebnahme des neuen Hochofens 8 und der Neuzustellung von Hochofen 1 im Vorjahr wurden im Berichtsjahr die Nebenanlagen und die Peripherie in den Hochofenwerken von Steel in Duisburg modernisiert. In der Warmbandstufe sind die umfangreichen Investitionen weitestgehend abgeschlossen, die die Leistungsfähigkeit steigern und das Programm optimieren. So nahm das Warmbandwerk in Duisburg-Beeckerwerth drei neue Haspeln in Betrieb und erweiterte damit das Produktspektrum um hochwertige Rohrbandgüten. Mit dem Erneuern der Automatisierung an der Fertigstraße wurde begonnen. Die Walzstraße in unserem Bochumer Werk erhielt einen neuen Staucher und eine moderne Walztaktsteuerung. Am Standort Dortmund haben wir die Contiglühe umfassend modernisiert, um innovative Mehrphasenstähle wirtschaftlich erzeugen zu können. Außerdem werden die Investitionen zur Leistungssteigerung an vier Feuerbeschichtungsanlagen mit dem erfolgreichen Hochlauf abgeschlossen. Auch die Bereiche Elektroband, Mittelband, Stahl-Service Europa und die Transportgesellschaften haben wesentlich investiert. Elektroband baute die Kapazität für höherwertige und zukunftsträchtige Güten an den Standorten Gelsenkirchen und Isbergues, Frankreich, weiter aus. Bei Mittelband wurden die Investitionen zur Steigerung der Produktionskapazitäten fortgesetzt. Stahl-Service Europa trieb die Errichtung des neuen Service-Centers in Krefeld, das der Konzentration der kleineren Produktionsstandorte in Nordrhein-Westfalen dient, planmäßig voran. Im Hafen Rotterdam ging ein neuer Seeschiffsentlader für die Rohstoffversorgung in Betrieb. Stainless STAINLESS IN ZAHLEN 2007/2008 2008/2009 Auftragseingang Mio € 7.460 4.147 Umsatz Mio € 7.420 4.486 ThyssenKrupp Nirosta Mio € 3.234 1.807 ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni Mio € 2.688 1.679 ThyssenKrupp Mexinox Mio € 591 322 Shanghai Krupp Stainless Mio € 284 122 ThyssenKrupp Stainless International Mio € 1.187 649 ThyssenKrupp VDM Mio € 1.177 743 Zentralbereich/Konsolidierung Mio € -1.741 -836 Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 126 -946 Investitionen Mio € 387 343 Mitarbeiter (30.09.) 12.212 11.755 Stainless steht für unsere Aktivitäten bei nichtrostenden Edelstahl-Flachprodukten und bei Hochleistungswerkstoffen, also Nickellegierungen und Titan. Die produzierten Werkstoffe erfüllen höchste Ansprüche an die geforderten Werkstoffeigenschaften sowie an Qualität und Präzision. Nachfrage- und Ergebniseinbruch Vor dem Hintergrund des globalen Nachfragerückgangs hat sich die Geschäftslage des Segments 2008/2009 erheblich verschlechtert. Der mengenmäßige Auftragseingang verminderte sich um 16 % auf 1,9 Mio t. Wegen der gesunkenen Erlöse fiel der wertmäßige Auftragseingang sogar um 44 % auf 4,1 Mrd €. Im Produktbereich Edelstahl Rostfrei sank das mengenmäßige Bestellvolumen bei Kaltband um 20 %, bei Warmband stieg es um 27 %. Bei Nickellegierungen gaben die Bestellmengen um 42 % nach, bei Titan um74 %. Die Gesamtlieferungen von Stainless lagen 1,8 Mio t und damit 20 % unter dem Vorjahresniveau. Vor allem die Lieferungen von Rostfrei-Kaltband und Rostfrei-Warmband gingen zurück. Auch der Versand von Titan und Nickellegierungen nahm im Vergleich zum Vorjahr ab. Die geringeren Versandmengen sowie die niedrigeren Basispreise und Legierungszuschläge führten zu einem Umsatzrückgang um 40 % auf 4,5 Mrd €. Das Segment erlitt einen drastischen Ergebniseinbruch um 1.072 Mio € auf −946 Mio €, wobei alle Business Units einen Verlust hinnehmen mussten. Ausschlaggebend war ein in diesem Ausmaß bisher nicht da gewesener Nachfrageeinbruch im Edelstahlmarkt. Dies führte zu einer extremen Unterauslastung der Produktionskapazitäten. Stainless reagierte darauf mit massiven Produktionsanpassungen und Bestandsreduzierungen. In diesem rezessiven Marktumfeld gaben die Basispreise deutlich nach, was die negative Ertragslage noch verschärfte. Zudem wurde das Ergebnis durch Impairment-Abschreibungen von 118 Mio € sowie Restrukturierungsaufwendungen von 60 Mio € belastet. Stainless hat auf die verschlechterte Ertragslage umgehend reagiert. Neben dem konzernweiten Kostensenkungsprogramm ThyssenKrupp PLuS wurden weitere Maßnahmen eingeleitet. Dadurch konnte der Ergebniseinbruch abgemildert werden. Zur Verbesserung der Liquiditätssituation haben wir das laufende Investitionsprogramm einschließlich der Errichtung des US-amerikanischen Edelstahlwerks zeitlich verschoben. Um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern, die Ertragslage zu verbessern und die Kostenbasis zu flexibilisieren, setzte Stainless darüber hinaus ein Performancesteigerungsprogramm um. Zum Ende des Berichtsjahres beschäftigte ThyssenKrupp Stainless 11.755 Mitarbeiter, 457 weniger als ein Jahr zuvor. Wegen der Unterauslastung der Werke musste in weiten Teilen des Segments nach Abbau von bestehenden Arbeitszeitguthaben Kurzarbeit eingeführt werden. Erst seit Juli 2009 wurde in den europäischen Werken wegen der sich langsam verbessernden Lage die Kurzarbeit wieder schrittweise zurückgenommen. ThyssenKrupp Nirosta Die Business Unit ThyssenKrupp Nirosta verzeichnete vor allem in der ersten Geschäftsjahreshälfte eine schwache Nachfrage aus dem Handelsbereich sowie im Endkundengeschäft. Auftragseingänge und Produktion haben sich erst gegen Ende des Berichtsjahres auf niedrigem Niveau leicht erholt. Insgesamt führten der rückläufige Versand und geringere Erlöse zu einem starken Umsatzrückgang auf 1,8 Mrd €. ThyssenKrupp Nirosta erlitt einen drastischen Ergebniseinbruch. Ursächlich waren der starke Verfall der Basispreise bei austenitischen und ferritischen Kaltflachprodukten sowie die massive Unterauslastung der Werke. Die auf Grund der defizitären Ergebnislage notwendigen Restrukturierungsaufwendungen haben den Verlust zusätzlich erhöht. Die ergriffenen Maßnahmen zur Kosteneinsparung konnten den Ergebnisrückgang lediglich abmildern. ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni Auch bei ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni hat sich die stark rückläufige Nachfrage nach Edelstahlerzeugnissen negativ auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt. Die Produktion musste erheblich zurückgefahren werden, und die Preise gaben nach. Auch im Titangeschäft waren die Werkskapazitäten infolge der schwachen Nachfrage aus dem Luftfahrt- und Anlagenbau nicht voll ausgelastet. Volle Läger und geringer Verbrauch bei Händlern und Endverbrauchern haben die Absatzlage zusätzlich verschärft. Der Umsatz der Business Unit brach auf 1,7 Mrd € ein. In diesem schwierigen Marktumfeld hat sich die Ergebnissituation von ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni erheblich verschlechtert. Dies beruhte insbesondere auf der schwächeren Entwicklung des italienischen Edelstahlmarktes. Die stabile Ergebnisentwicklung im Schmiedebereich sowie die eingeleiteten Kostensenkungsprogramme konnten auch hier die negative Ergebnisentwicklung nur leicht entschärfen. ThyssenKrupp Mexinox Die rückläufige Nachfrage auf dem US-amerikanischen und dem mexikanischen Markt führte bei ThyssenKrupp Mexinox zu einem erheblich geringeren Auftragseingang. Die Kapazitäten konnten nicht ausgelastet werden, und der Umsatz fiel auf 322 Mio €. Massive Basispreis- und Versandrückgänge verursachten einen dramatischen Ergebnisrückgang, der durch die Kostensenkungsmaßnahmen nur abgeschwächt werden konnte. Shanghai Krupp Stainless In dem schwierigen chinesischen Markt, der von Überkapazitäten geprägt ist, musste Shanghai Krupp Stainless einen extremen Rückgang der Auftragseingänge hinnehmen. Der Umsatz lag mit 122 Mio € um mehr als die Hälfte unter dem Vorjahresniveau. Die äußerst niedrigen Versandmengen in Verbindung mit einem schwachen Preisniveau sowie Impairment-Abschreibungen bedingten einen gravierenden Ergebniseinbruch. Die umgesetzten Kosteneinsparungsmaßnahmen konnten auch hier nur dämpfend die Ergebnislage beeinflussen. ThyssenKrupp Stainless International Die weltweit schwache Nachfrage sorgte bei dieser Business Unit ebenfalls für deutlich niedrigere Auftragseingänge. Der Umsatz fiel mengen- und preisbedingt auf 649 Mio €. ThyssenKrupp Stainless International verzeichnete 2008/2009 einen höheren Verlust als im Vorjahr. ThyssenKrupp VDM Auftragsverschiebungen und Stornierungen aus der Luftfahrtindustrie, ein gravierender Markteinbruch im Automotive-Bereich sowie zunehmende Verzögerungen industrieller Großprojekte im Anlagengeschäft ließen die Nachfrage nach Nickellegierungen deutlich zurückgehen. Infolgedessen lag der Umsatz von ThyssenKrupp VDM mit 743 Mio € erheblich unter dem Vorjahreswert. Die Business Unit konnte das Ergebnisniveau des Vorjahres nicht halten und schloss trotz eingeleiteter Kostensenkungsmaßnahmen mit einem Verlust ab. Investitionen Stainless investierte im Berichtsjahr 343 Mio € in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte bei Abschreibungen von 157 Mio €. Die Schwerpunkte der Investitionen lagen zum einen im Aufbau des voll integrierten Standorts ThyssenKrupp Stainless in den USA; zum anderen haben wir den italienischen Standort ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni konsequent zu einem integrierten Rostfrei-Werk weiterentwickelt. Die Investitionen für das Edelstahlwerk in Alabama wurden angesichts der von der weltweiten Krise geprägten Marktentwicklung zeitlich gestreckt. Die überarbeitete Mittelfristplanung sieht vor, zunächst mit einer Kaltbandkapazität von rund 100.000 t jährlich im 4. Quartal 2010 zu starten. Die hierzu benötigten Anlagen sind zu einem erheblichen Teil bereits auf der Baustelle oder in Zulieferung. Der Montagebeginn der weiteren Produktionslinien befindet sich im Plan, kann aber flexibel um bis zu weitere 24 Monate verschoben werden. Die erforderlichen Hallenkomplexe werden in den nächsten Monaten endgültig fertiggestellt. Die Vormaterialbelieferung wird zunächst aus den europäischen Werken sichergestellt. Der Umfang des Gesamtprojekts bleibt unverändert, da wir nach wie vor von einem Bedarf für einen optimierten Edelstahl-Produktionsstandort auf dem nordamerikanischen Markt ausgehen. Diese Vorgehensweise ermöglicht einen raschen Markteinstieg mit Produkten aus der US-Fertigung sowie eine flexible Reaktion auf die Marktentwicklung. Einzelheiten zum Projekt enthält das Kapitel „Unternehmenssteuerung – Ziele und Strategie“. ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni wird schrittweise zu einem der modernsten und effizientesten Produktionsstandorte der Welt ausgebaut. Das Investitionsprogramm beinhaltete im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen den Austausch der Dünnbrammengießanlage gegen eine konventionelle Stranggießanlage, um die Warmbandqualität und -kapazität zu steigern sowie die vorhandene Rohstahlkapazität besser nutzen zu können. Durch den Einbau von Walzgerüsten im Einlaufbereich der neuen Warmbandlinie haben wir die Kaltbandkapazität und den Produktmix erweitert. Diese Maßnahmen wurden im Berichtsjahr weitestgehend abgeschlossen. Das Investitionspaket umfasst darüber hinaus weitere Kapazitätsanpassungen im Glüh-/Beizbereich, den Bau eines weiteren Kaltwalzgerüsts sowie den Ausbau der Adjustage in Terni, durch den die Anarbeitungskapazität der Gesellschaft nochmals erhöht wird. Diese Maßnahmen werden zurzeit umgesetzt, allerdings zeitlich gestreckt. Darüber hinaus wurden die Modernisierung und Erweiterung der Entstaubungsanlage im Stahlwerk Terni sowie die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes fortgesetzt. Ein Investitionsschwerpunkt von ThyssenKrupp Nirosta lag im inzwischen abgeschlossenen Bau einer Säureregenerationsanlage am Standort Krefeld. Durch die im Mai 2009 in Betrieb genommene Anlage werden die im Abwasser enthaltenen Nitrate weiter reduziert. Durch die Integration in den Produktionskreislauf sichert die Anlage Umweltschutz auf höchstem technischem Niveau bei gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit. Darüber hinaus wurde die umfangreiche Sanierung der AOD-Anlage (Argon-Oxygen-Decarburization) planmäßig im April 2009 abgeschlossen. Die modernisierte Anlage verbessert den Produktionsprozess und reduziert die Emissionen im Stahlwerk Krefeld. Weitere Investitionen entfielen auf den Ausbau des Brandschutzkonzeptes sowie auf diverse Maßnahmen zur Erhaltung der Betriebsbereitschaft und Modernisierung einzelner Anlagen. ThyssenKrupp Mexinox setzte diverse Einzelmaßnahmen zur Erhaltung der Anlagen um und schloss die Modernisierung am Sendzimirgerüst 1 ab. Da damit die Produktionskapazität erhöht wurde, musste auch die vorhandene Wasseraufbereitungsanlage ausgebaut werden. Zusätzlich wurde zur Verbesserung der Oberflächenqualität und Leistung die vorhandene Nassschleiflinie modernisiert. Im Kaltwalzwerk von Shanghai Krupp Stainless wurden 2008/2009 im Wesentlichen Ersatzinvestitionen vorgenommen und die Umsetzung des Brandschutzkonzepts weiter verbessert. ThyssenKrupp Stainless International hat das Distributions- und Service-Center-Netzwerk weiter ausgebaut. Das Service-Center im Großraum Istanbul wird der wachsenden Bedeutung des türkischen Marktes Rechnung tragen. ThyssenKrupp VDM hat am Standort Unna die Erweiterung der Umschmelzkapazitäten größtenteils fertig gestellt. Damit ist das im Jahr 2006 begonnene Investitionsprogramm zur Stärkung und zum Ausbau des Geschäfts insbesondere in den Marktsegmenten Luftfahrt sowie Öl und Gas weitestgehend abgeschlossen. Technologies TECHNOLOGIES IN ZAHLEN 2007/2008 2008/2009 Auftragseingang Mio € 13.490 8.580 Umsatz Mio € 12.412 10.640 Plant Technology Mio € 3.217 3.715 Marine Systems Mio € 2.007 1.594 Mechanical Components Mio € 3.924 2.751 Automotive Solutions Mio € 3.247 2.553 Transrapid Mio € 41 35 Zentralbereich/Konsolidierung Mio € -24 -8 Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 741 -868 Investitionen Mio € 763 814 Mitarbeiter (30.09.) 54.043 49.056 Unsere Technologies-Unternehmen sind hochtechnologieorientierte Anlagenbauer und Komponentenhersteller, die auch maßgeschneiderte Dienstleistungen anbieten. Hohe Innovationskraft sowie anerkannte System- und Engineering-Kompetenz sind die Basis für deren weltweit führende Marktpositionen. Rückläufiges Geschäftsvolumen Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise führte auch im Segment Technologies zu einem rückläufigen Geschäftsvolumen. Der Auftragseingang lag mit 8,6 Mrd € deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Dabei zeigten sich im Verlauf des Geschäftsjahres auch bei den Anlagenbaukunden Unsicherheiten und Verzögerungen, die u. a. aus Finanzierungsengpässen im Bankenbereich, dem Verfall der Rohstoffpreise und den generellen Unsicherheiten im Markt resultierten. Umso erfreulicher waren in diesem schwierigen Marktumfeld die Einbuchung eines Großauftrags über eine Hochdruckpolyethylen-Anlage bei Plant Technology und die Paraphierung eines U-Boot-Großauftrags über sechs Materialpakete für die türkische Marine bei Marine Systems. Im Automobilzuliefer- und Baumaschinengeschäft kam es gegen Ende des Geschäftsjahres nach den vorangegangenen dramatischen Abrufreduzierungen zu einer gewissen Bodenbildung; eine signifikante Nachfragebelebung war jedoch nicht festzustellen. Dennoch sichert der zum 30. September 2009 auf 13,8 Mrd € gesunkene Auftragsbestand nach wie vor mehr als einen Jahresumsatz ab. Im Zuge des rückläufigen Ordervolumens sank 2008/2009 auch der Umsatz. Trotz positiver US-Dollar-Kurseinflüsse ging er um 14 % auf 10,6 Mrd € zurück. Das Ergebnis hat sich 2008/2009 deutlich verschlechtert. Nach dem im Vorjahr erzielten Rekordergebnis von 741 Mio € entstand nun ein Verlust von 868 Mio €. Während Plant Technology in einem schwieriger gewordenen Umfeld einen Gewinn leicht unter dem Vorjahresniveau erreichte, gerieten die übrigen Business Units tief in die Verlustzone. Neben den Umsatzrückgängen und Abschreibungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von 70 Mio € trugen hierzu maßgeblich negative Sondereffekte bei. Zu diesen zählten insbesondere umfangreiche Restrukturierungsaufwendungen von 431 Mio € sowie damit verbundene Impairment-Abschreibungen von 370 Mio €. Bei Marine Systems haben darüber hinaus negative Einflüsse aus Auftragsstornierungen, möglichen Nachhaftungsrisiken aus dem zivilen Schiffbau sowie höhere Projektkosten im Yachtbau das Ergebnis belastet. Technologies beschäftigte am Ende des Berichtsjahres 49.056 Mitarbeiter, 4.987 weniger als ein Jahr zuvor. Die Belegschaftsanpassungen betrafen hauptsächlich die Business Units Mechanical Components und Automotive Solutions in den europäischen Auslandsgesellschaften, aber auch Marine Systems und Plant Technology verringerten die Belegschaft. Darüber hinaus wurden seit Beginn des Berichtsjahres über 2.400 Mitarbeiter von Fremdfirmen nicht mehr beschäftigt. Plant Technology Die Geschäftsentwicklung im Spezial- und Großanlagenbau von Plant Technology war im abgelaufenen Geschäftsjahr zunehmend durch eine schwächere Auftragsvergabe geprägt, hervorgerufen durch Verzögerungen bei Investitionsentscheidungen der Kunden. Von dieser Entwicklung waren alle Geschäftsfelder der Business Unit betroffen. Im Chemieanlagenbau konnte erfreulicherweise ein Großauftrag zur Errichtung einer Hochdruckpolyethylen-Anlage in Katar mit einer Produktionskapazität von 300.000 Jahrestonnen gewonnen werden; darüber hinaus erhielt Plant Technology drei Aufträge zum Bau von Aromatenanlagen in China. Dank des hohen Auftragsbestands im Chemie- und Zementanlagenbau zu Geschäftsjahresbeginn lag der Umsatz von Plant Technology mit 3,7 Mrd € über dem Vorjahresniveau. Der Gewinn gab auf Grund höherer Projektkosten und geringerer Zinsergebnisse leicht nach. Marine Systems Mit den Großaufträgen über sechs Materialpakete zum Bau von U-Booten der Klasse 214 für Südkorea sowie über zwei Materialpakete der U-Boot-Klasse 212A für Italien konnte Marine Systems den Auftragseingang im Marineschiffbau auf dem Vorjahresniveau halten. Zudem wurde im Juli 2009 ein Abkommen über sechs Materialpakete zum Bau von U-Booten der Exportklasse 214 für die türkische Marine paraphiert; der Auftragseingang wird für das Geschäftsjahr 2009/2010 erwartet. Die Montage der mit Brennstoffzellentechnologie ausgerüsteten Boote soll auf einer türkischen Werft erfolgen. Gegenläufig wirkten am Ende des Geschäftsjahres Stornierungen griechischer Aufträge im Marineschiffbau. Der zivile Schiffbau musste weitere erhebliche Auftragsstornierungen im Containerschiffbau und im Yachtenbereich hinnehmen, die auf extrem gesunkene Frachtraten und Finanzierungsprobleme bei Kunden zurückzuführen waren. Das rückläufige Welthandelsvolumen in der Seeschifffahrt machte sich in einem schwächeren Reparatur- und Servicegeschäft bemerkbar. Der Umsatz von Marine Systems lag mit 1,6 Mrd € deutlich unter dem Vorjahresniveau. Nach einem Gewinn im Vorjahr wies die Business Unit einen erheblichen Verlust aus. Bei Containerschiffen und Yachten waren Auftragsstornierungen zu verkraften. Angesichts der schlechten Auftragssituation – insbesondere im Containerschiffbau – wurden Überkapazitäten abgebaut, was zu erheblichen Restrukturierungsaufwendungen für Personalanpassungen führte. Negativ haben sich auch Impairment-Abschreibungen, Abwertungen bei Vorräten, mögliche Nachhaftungsrisiken aus dem zivilen Schiffbau sowie höhere Projektkosten im Yachtenbereich ausgewirkt. Mechanical Components Der starke Nachfrageeinbruch im Automobil- und Baumaschinengeschäft, aber auch im allgemeinen Maschinenbau führte zu einem beträchtlichen Auftragsrückgang für die Hightech-Komponenten der Business Unit Mechanical Components. Hiervon waren alle Bereiche betroffen, besonders stark jedoch die Fertigung von Baumaschinenkomponenten und geschmiedeten Kurbelwellen. Im Geschäft mit Großwälzlagern und Ringen wurde wieder ein gutes Umsatzniveau erzielt. Damit konnte die führende Position auf zukunftsträchtigen Märkten wie Windanlagenbau gehalten werden. Der Umsatz von Mechanical Components fiel auf 2,8 Mrd €. Wegen der rückläufigen Beschäftigung wurden Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet, wie z.B. der Abbau von Leiharbeit und der Ausbau von Kurzarbeit, Einsparungen im Health-Care-Programm bei den nordamerikanischen Gießereien, aber auch Personalabbau an ausländischen Standorten. Trotz dieser Maßnahmen entstand im Berichtsjahr, nach einem hohen Gewinn im Vorjahr, ein deutlicher Verlust. Hierzu trugen neben den starken Umsatzrückgängen insbesondere beträchtliche Restrukturierungsaufwendungen sowie Impairment-Abschreibungen bei. Hinzu kam der fehlende Ertrag aus einer Unternehmensveräußerung im Vorjahr. Automotive Solutions Die Business Unit liefert innovative Systemlösungen für die Automobilindustrie in den Anwendungsfeldern Lenkungen, Dämpfer, Karosserierohbau, Karosserie- und Fahrwerksteile sowie Montagesysteme für Motoren, Getriebe und Achsen. Die rückläufige Nachfrage in der Automobilindustrie führte in allen Teilbereichen zu geringeren Auftragseingängen und Umsätzen. Zur Kostenreduzierung und Anpassung an die schwächere Auslastung wurden vielfältige Maßnahmen ergriffen. Dennoch geriet Automotive Solutions nachfragebedingt und wegen hoher Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, Abwertungen lang- und kurzfristiger Vermögenswerte und Restrukturierungsaufwendungen tief in die Verlustzone. Transrapid Transrapid erzielte im Wesentlichen dank der Abrechnungen aus dem chinesischen Lizenzvertrag einen Umsatz von 35 Mio €. Das Ergebnis war durch Restrukturierungsaufwendungen und Impairment-Abschreibungen belastet. Wesentliche Ereignisse Das Segment hat auch 2008/2009 die Fokussierung auf das Kerngeschäft konsequent fortgesetzt. Technologies hat von One Equity Partners (OEP) deren Anteil von 25 % an der ThyssenKrupp Marine Systems AG erworben und ist damit alleiniger Eigentümer der europäischen Werftengruppe. Ebenfalls im Bereich Marine Systems hat Atlas Elektronik – ein Joint Venture zwischen ThyssenKrupp Technologies (51 %) und EADS (49 %) – die Geschäftsaktivitäten der Underwater Systems (UWS) der QinetiQ Group übernommen. Der weltweite Schiffbaumarkt verfügt aktuell als Folge der globalen Rezession und der damit einhergehenden Einbrüche im Welthandel über erhebliche Überkapazitäten und befindet sich in einer Phase der Konsolidierung. Eine gravierende Änderung dieser Situation ist insbesondere im Handelsschiffbau auch mittelfristig nicht zu erwarten. Daher wollen ThyssenKrupp Marine Systems und SIAG Schaaf Industrie gemeinsam den Standort Emden der Blohm + Voss Nordseewerke zu einem zukunftsfähigen Hightech-Standort für Offshore-Technologie ausbauen und so nachhaltig Arbeitsplätze sichern. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde im Oktober 2009 unterzeichnet. SIAG, ein führender Hersteller von Komponenten für Windkraftanlagen, plant am Standort Emden die Produktion von Komponenten für Offshore-Anlagen. ThyssenKrupp Marine Systems bleibt dort weiterhin präsent und konzentriert sich auf anspruchsvolle Engineering- und Reparatur-Aktivitäten für den Marineschiffbau. ThyssenKrupp Marine Systems und die Abu Dhabi MAR Group, eine Schiffbaugruppe mit Sitz in Abu Dhabi, haben im Oktober 2009 erklärt, eine enge strategische Partnerschaft eingehen zu wollen. Die beabsichtigte Zusammenarbeit soll die Vermarktungsperspektiven im Überwasser-Marineschiffbau von Blohm + Voss – das sind Fregatten und Korvetten – wesentlich verbessern und zugleich die schiffbauliche Beschäftigung in Deutschland sichern. Mechanical Components baute seine weltweit starke Marktposition bei gebauten Nockenwellen weiter aus, und zwar durch die Übernahme der ausstehenden Geschäftsanteile von 55 % an der US-amerikanischen Systrand Presta Engineering Systems durch ThyssenKrupp Presta Danville. Investitionen Technologies investierte im Berichtsjahr für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 616 Mio € bei Abschreibungen von 361 Mio €. Die Investitionen dienten vor allem dazu, die Betriebsbereitschaft zu erhalten und bereits begonnene Vorhaben fortzuführen. Investiert wurde überwiegend in Deutschland, China, Nord- und Südamerika sowie in Indien. Plant Technology baute die Low-Cost-Engineering-Strategie weiter aus und errichtete eine Pilotanlage zur Herstellung von Polylactid (PLA). PLA besteht aus nachwachsenden Rohstoffen, die biologisch abbaubar sind, und stellt somit eine Alternative zu PET-Kunststoffen in der Folien- und Verpackungsindustrie dar. Mit der Anlage sichern wir die Prozessfähigkeit für industrielle Großanlagen und treiben die Vermarktung der PLA-Technologie entscheidend voran. Weiterhin haben wir die Fertigungskapazitäten in China ausgebaut und in die Erschließung Chinas als attraktiver Beschaffungsmarkt investiert. Marine Systems initiierte den Bau eines neuen Service-Centers in Hamburg, um die Reparatur von Schiffen vor Ort während des Liegevorgangs zu ermöglichen. Zukünftig sind der Handel mit Schiffsersatzteilen, der Motorenservice, der Industrieservice und die Hafenreparatur zentral gebündelt. Wegen der weiterhin positiven Entwicklung im Bereich Windenergie führte Mechanical Components das im Vorjahr aufgelegte Sonderinvestitionsprogramm fort. Zur Absicherung der Wettbewerbsposition wurde die Großlagerfertigung in Deutschland angepasst. Im Automobilzuliefergeschäft haben wir die Markteinführung einer neuen Generation elektrischer Lenkungen vorbereitet. Nach erfolgreicher Produktentwicklung konnten erste Fertigungskapazitäten installiert werden. Elevator ELEVATOR IN ZAHLEN 2007/2008 2008/2009 Auftragseingang Mio € 5.535 5.038 Umsatz Mio € 4.930 5.308 Central/Eastern/Northern Europe Mio € 1.482 1.521 Southern Europe/Africa/Middle East Mio € 827 819 Americas Mio € 1.892 2.122 Asia/Pacific Mio € 495 634 Escalators/Passenger Boarding Bridges Mio € 332 329 Accessibility Mio € 215 227 Corporate/Konsolidierung Mio € -313 -344 Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 434 558 Investitionen Mio € 136 135 Mitarbeiter (30.09.) 42.992 42.698 Kundengerechte Aufzüge, Fahrtreppen, Fahrsteige, Fluggastbrücken sowie Treppen- und Plattformlifte machten ThyssenKrupp Elevator auch 2008/2009 zu einem weltweit führenden Unternehmen für intelligente Personenbeförderung. Basis für unsere dauerhaft starke Weltmarktposition sind Innovationskraft, Servicequalität, Kundennähe und exzellent ausgebildete Mitarbeiter. Erneut Rekordergebnis Das Segment hat 2008/2009 die erfolgreiche Geschäftsentwicklung fortgesetzt. Der Auftragseingang konnte in Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise das hohe Niveau des Vorjahres nicht ganz erreichen und ging um 9 % auf 5,0 Mrd € zurück. Umsatz und Ergebnis wurden jedoch deutlich ausgeweitet und erzielten neue Bestmarken. Der Umsatz nahm dank der hohen Auftragsbestände des Vorjahres bei den Neuanlagen sowie der starken Entwicklung des Service- und Modernisierungsgeschäfts um 8 % auf 5,3 Mrd € zu. Trotz Restrukturierungsaufwendungen von 32 Mio € stieg der Gewinn um 29 % auf das Rekordniveau von 558 Mio €. Dieser Erfolg wurde durch Volumensteigerungen und operative Verbesserungen, insbesondere bei den US-amerikanischen Aktivitäten, getrieben. Das Segment beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres insgesamt 42.698 Mitarbeiter, 1 % weniger als im Vorjahr. Die Entwicklung variierte dabei in den einzelnen Business Units, je nach der Auftragslage und wirtschaftlicher Gesamtsituation in den jeweiligen Märkten. In Wachstumsregionen wie China und Mittlerer Osten wurden dank der erfolgreichen Expansionsstrategie neue Mitarbeiter eingestellt. In vielen weiteren Regionen blieb die Belegschaft stabil, während in den USA, Großbritannien und Spanien im Zuge der Wirtschaftskrise die Personalzahlen zurückgingen. Central/Eastern/Northern Europe Die Business Unit erreichte infolge des rückläufigen Neuanlagengeschäfts nicht den Auftragseingang des Vorjahres. Besonders spürbare Rückgänge verzeichneten die britischen und russischen Aktivitäten. Auch in Frankreich ließ sich das hohe Auftragseingangsniveau des Vorjahres nicht halten. Der Umsatz der Business Unit konnte jedoch dank des guten Auftragseingangs im Vorjahr leicht auf 1,5 Mrd € ausgebaut werden. Nennenswerte Zuwächse erzielten dabei insbesondere die Aktivitäten in Frankreich, Russland, Deutschland und den Niederlanden. In Großbritannien dagegen ging der Umsatz deutlich zurück. Im Zuge des gestiegenen Umsatzes nahm auch der Gewinn der Business Unit leicht zu. Höhere Ergebnisse erwirtschafteten vor allem die deutschen und niederländischen Aktivitäten; das Ergebnis der britischen Aktivitäten war dagegen rückläufig. Southern Europe/Africa/Middle East Bei Southern Europe/Africa/Middle East ging der Auftragseingang leicht zurück. Der Umsatz erreichte jedoch mit 819 Mio € nahezu den Vorjahreswert. Dabei konnten die spanischen Aktivitäten den starken Rückgang im Neuanlagengeschäft durch ihr wachsendes Service- und Modernisierungsgeschäft nicht vollständig ausgleichen. Die meisten anderen Regionen weiteten ihren Auftragseingang und Umsatz aus – insbesondere die Golfstaaten, Ägypten und Portugal. Der Gewinn der Business Unit erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht. Vor allem die spanischen Aktivitäten setzten durch ein starkes Service- und Modernisierungsgeschäft ihre gute Ergebnisentwicklung fort. Americas Trotz positiver Wechselkurseffekte konnte die Business Unit Americas das hohe Auftragseingangsniveau des Vorjahres nicht halten. Ursache hierfür war der starke Rückgang des Neuanlagenmarktes in Nordamerika. Der Umsatz profitierte hingegen von der erfreulichen Entwicklung des Auftragseingangs im Vorjahr und lag mit 2,1 Mrd € deutlich über dem Vorjahreswert. Hierzu trugen sowohl das Neuanlagen- als auch das Servicegeschäft insbesondere in Nordamerika bei. Auch in Südamerika, vor allem in Brasilien, entwickelte sich das Geschäft sehr erfreulich. Der Gewinn der Business Unit lag erheblich über dem Vorjahreswert. Dies war wesentlich den weiteren Volumen- und Effizienzsteigerungen in Nordamerika und Brasilien sowie leicht positiven Effekten aus der Entwicklung des US-Dollar zu verdanken. Asia/Pacific In der Business Unit Asia/Pacific übertrafen die Auftragseingänge den Vorjahreswert. Der Umsatz stieg auf 634 Mio €. Diese Aufwärtsentwicklung wurde insbesondere von den chinesischen und koreanischen Aktivitäten getragen. In Australien führte ein signifikant rückläufiger Neuanlagenmarkt zu einer Abnahme des Auftragseingangs; der Umsatz profitierte hingegen noch vom hohen Auftragsbestand des Vorjahres. Nach einem Verlust im Vorjahr erzielte die Business Unit im Berichtsjahr einen Gewinn. Dazu trugen vorwiegend die koreanischen Aktivitäten bei; dort brachten die durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen erste Erfolge. Auch die übrigen Regionen verbesserten oder hielten das Ergebnisniveau. Escalators/Passenger Boarding Bridges Bei Escalators/Passenger Boarding Bridges ging der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Der Umsatz lag mit 329 Mio € auf Vorjahreshöhe. Insbesondere das deutsche Fahrtreppenwerk zeigte Schwächen. Trotz einer spürbaren Ergebnisverbesserung bei Fluggastbrücken musste die Business Unit wiederum einen Verlust hinnehmen. Ursache hierfür waren Restrukturierungen bei dem deutschen Fahrtreppenwerk, die auf Grund des deutlich geringeren Geschäftsvolumens nötig wurden. Operativ haben die Fahrtreppenaktivitäten hingegen insgesamt das Ergebnisniveau des Vorjahres verbessert. Das rückläufige Ergebnis der deutschen Aktivitäten wurde durch erhebliche Ergebnissteigerungen der spanischen und chinesischen Werke ausgeglichen. Accessibility Die Business Unit Accessibility blieb weiterhin auf Wachstumskurs und steigerte – getragen durch die europäischen Aktivitäten – sowohl Auftragseingang als auch Umsatz. Bei den US-Aktivitäten wirkte sich hingegen der merkliche Rückgang im Markt für Einfamilienhäuser weiterhin negativ auf das Geschäftsvolumen aus. Infolge des schwachen US-Geschäfts ging der Gewinn der Business Unit im Vergleich zum Vorjahr zurück. Positiv wirkte das gesteigerte Ergebnis der Aktivitäten in Europa. Wesentliche Ereignisse Elevator hat 2008/2009 die internationale Präsenz im Vertriebs- und Dienstleistungsgeschäft weiter ausgebaut und dazu einige Gesellschaften erworben. So konnten wir zwei Servicegesellschaften in Italien übernehmen, um unsere starke Marktposition weiter zu festigen. Investitionen Die Investitionen des Segments für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im Berichtsjahr auf 116 Mio € bei Abschreibungen von 66 Mio €. Der Schwerpunkt der Sachinvestitionen lag auf Ersatzinvestitionen. Darüber hinaus investierte Elevator im US-amerikanischen Werk in Middleton, Tennessee, in die Weiterentwicklung der Automatisierungstechnik. Im Rahmen von Finanzinvestitionen erwarb das Segment kleinere Wartungsunternehmen; den Schwerpunkt bildete die weitere Erschließung des italienischen Marktes. Services SERVICES IN ZAHLEN 2007/2008 2008/2009 Auftragseingang Mio € 17.453 11.166 Umsatz Mio € 17.336 11.896 Materials Services International Mio € 8.539 5.511 Materials Services North America Mio € 1.746 1.100 Industrial Services Mio € 1.671 1.544 Special Products Mio € 5.430 3.804 Auslaufbereich/Konsolidierung Mio € -50 -63 Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 750 -271 Investitionen Mio € 369 210 Mitarbeiter (30.09.) 46.486 43.235 Services steht mit etwa 800 Standorten in 50 Ländern für den weltweiten Handel mit Werk- und Rohstoffen sowie Dienstleistungen. Das Produktprogramm umfasst Stahl und Edelstahl, Rohre, NE-Metalle, Kunststoffe sowie Legierungsmetalle, Mineralien, Kohle und Koks. Das Dienstleistungsangebot reicht von der Anarbeitung über Lagerhaltung/Logistik und Supply-Chain-Management bis hin zu infrastrukturellen Lösungen in der Gleis- und Bautechnik sowie Anlagen- und Stahlwerksdienstleistungen. Erhebliche Ergebniseinbußen im Roh- und Werkstoffgeschäft Services erzielte 2008/2009 einen Umsatz von 11,9 Mrd €, 31 % weniger als im Vorjahr. Der Berichtszeitraum war gegenüber dem Rekordjahr 2007/2008 von einer stark rückläufigen Mengen- und Erlösentwicklung gekennzeichnet. Erst gegen Ende des Geschäftsjahres zeichnete sich eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau ab. Die erheblichen Ergebniseinbußen im Roh- und Werkstoffgeschäft konnten durch die Gewinne der anderen Bereiche bei Weitem nicht ausgeglichen werden, so dass das Segment mit einem Verlust von 271 Mio € das bisher schwächste Ergebnis verzeichnete. Insgesamt mussten zum 30. September 2009 Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen von 40 Mio € vorgenommen werden. Über die zu Beginn des Geschäftsjahres eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen hinaus wurden weitere Anpassungsmaßnahmen initiiert; hieraus resultierten Restrukturierungsaufwendungen von 95 Mio €. Das Segment beschäftigte am Geschäftsjahresende 43.235 Mitarbeiter, 3.251 weniger als ein Jahr zuvor. Beschäftigungsbedingt mussten vor allem bei automobilnahen Dienstleistungen in Deutschland sowie bei den Werkstoffdienstleistungen im Ausland Arbeitsplätze abgebaut werden. Andererseits sind insbesondere durch die gute Auftragslage bei den Dienstleistungen in Brasilien, Nordamerika und Ägypten neue Mitarbeiter zu Services gekommen. Materials Services International Die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen belasteten die Geschäftsaktivitäten der Business Unit in nahezu allen Produktbereichen. Dies galt gleichermaßen für Deutschland, West- und Osteuropa, Südamerika und Asien. So verzeichnete Materials Services International beim Absatz einen empfindlichen Rückgang. Der Umsatz sank auf 5,5 Mrd €. Bei vielen Kunden führte die wirtschaftliche Unsicherheit zu immer kürzeren Bestellzyklen und kleineren Losgrößen. Die äußerst schwache Nachfrage wurde im Laufe des Berichtsjahres zudem von einem massiven Preisverfall begleitet, der sich erst zum Jahresende auf niedrigem Niveau stabilisierte. Dies betraf Walzstahl, Edelstahl, aber auch NE-Metalle und Rohre. Schwach entwickelte sich auch das Kunststoffgeschäft, da die Bestellungen aus der Industrie und dem Bausektor spürbar zurückgingen. Insbesondere durch den massiven Preisverfall hat die Business Unit 2008/2009 einen erheblichen Verlust im Lagergeschäft erlitten. Zudem waren massive Abwertungen der Vorräte zu verkraften. Materials Services North America Die Rezession in den USA und der damit verbundene Nachfrage- und Preisrückgang bei Qualitäts- und Edelstahl sowie NE-Metallen haben sich im Berichtszeitraum weiter verschärft. Entsprechend hoch fiel der Umsatzrückgang auf 1,1 Mrd € bei Materials Services North America aus. Insgesamt verzeichneten alle Kundenmärkte einen verstärkten Wettbewerbs- und Margendruck. Die Ergebnissituation hat sich zusehends verschlechtert, und die Business Unit schloss das Geschäftsjahr mit einem Verlust ab. Industrial Services Industrial Services hat im Berichtsjahr mit einem Umsatz von 1,5 Mrd € das Vorjahresniveau nicht ganz erreichen können. Wenn auch mit zeitlicher Verzögerung hinterließ die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Spuren. Während sich die Gerüstdienstleistungen in Nordamerika sehr gut entwickelten, ging das Geschäft insbesondere mit der Automobilindustrie stark zurück. Verhalten zeigte sich im Verlauf des Geschäftsjahres das Dienstleistungsgeschäft mit der Energiewirtschaft und der Petrochemie. Auf Grund der unverändert schwachen Dienstleistungsaktivitäten für den Automobilbau und der damit verbundenen Restrukturierungsmaßnahmen hat Industrial Services den Vorjahresgewinn nicht wieder erreicht, schloss aber noch erfreulich positiv ab. Special Products Auch in der traditionell sehr erfolgreichen Business Unit Special Products machten sich 2008/2009 die Auswirkungen der globalen Krise bemerkbar. Auf Grund der stark rückläufigen Nachfrage und fallender Rohstoffpreise verminderte sich der Umsatz auf 3,8 Mrd €. Erst in der zweiten Geschäftsjahreshälfte zogen die Preise für Legierungsmetalle auf niedrigem Niveau etwas an. Beim Koks wurden die Geschäfte wegen der hohen Exportzölle zu einem großen Teil nur innerhalb Chinas getätigt. Der Auftragseingang im Walzstahl- und Rohrbereich sowie im technischen Handel ging in den letzten Monaten des Berichtsjahres deutlich zurück; die Aktivitäten konnten sich aber im Vergleich zum exzellenten Vorjahr insgesamt gut behaupten. Trotz einer Abschwächung zum Jahresende zeigte sich die Bau- und Gleistechnik stabil. Die der Business Unit mit Beginn des Berichtsjahres zugeordneten Bereiche Stahlwerksdienstleistungen und technische Dienstleistungen entwickelten sich insbesondere in Brasilien erfreulich. Die Business Unit verfehlte zwar den sehr guten Gewinn des Vorjahres, erwirtschaftete jedoch den größten Gewinnbeitrag im Segment. Wesentliche Ereignisse Anfang Oktober 2009 hat das Segment den Verkauf der ThyssenKrupp Industrieservice GmbH an WISAG, einen der führenden deutschen Dienstleistungskonzerne, eingeleitet. Außerdem begann der Verkaufsprozess für den nordamerikanischen Gerüstspezialisten Safway. Investitionen Die Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 205 Mio € bei Abschreibungen von 157 Mio €. Die Sachinvestitionen der Business Unit Materials Services International dienten vor allem dem Ausbau der Werkstoffdienstleistungen. An verschiedenen Standorten in Mittel- und Osteuropa sowie in Frankreich und Deutschland wurden die Lager- und Anarbeitungskapazitäten modernisiert und erweitert. Materials Services North America investierte in den weiteren Ausbau der Service-Center für Aluminium und Edelstahl. Bei Industrial Services waren mehrere kleine Investitionen zur Sicherung langfristiger Aufträge notwendig. Der Investitionsschwerpunkt von Special Products lag im Aufbau hüttenspezifischer Dienstleistungen für das im Bau befindliche Stahlwerk in Brasilien; das angebotene Dienstleistungspaket umfasst die klassischen hüttenspezifischen Dienstleistungen, die Brammenadjustage und den Brammentransport als Komplettlösung. Bereich Corporate der ThyssenKrupp AG Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich konzerninterner Dienstleistungen sowie inaktive Gesellschaften, die sich nicht einzelnen Segmenten zuordnen lassen. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und verwertet werden. Der Umsatz erreichte 127 Mio € nach 124 Mio € im Vorjahr. Das Ergebnis betrug −344 Mio €; gegenüber dem Vorjahr wardies eine Verbesserung um 73 Mio €. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus der Reduzierung der Verwaltungskosten sowie aus positiven Effekten bei der Marktbewertung zur Absicherung eingesetzter Zins-/Währungsderivate. Das Zinsergebnis verschlechterte sich im Wesentlichen auf Grund von Maßnahmen zur Liquiditätssicherung des Konzerns. Finanz- und Vermögenslage Die Sicherung einer soliden Finanz- und Vermögenslage stand im Berichtsjahr vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im Fokus unserer Bemühungen. Zentrale Finanzierung und Liquiditätssicherung Ziel unserer Finanzierungspolitik ist es, jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, um die Zahlungsverpflichtungen des Konzerns erfüllen zu können. Die Finanzierung des Konzerns erfolgt grundsätzlich zentral durch die ThyssenKrupp AG; sie stellt die Liquidität der Konzerngesellschaften im Wesentlichen über die Mittelbereitstellung im Rahmen des Konzernfinanzverkehrs sowie über die Vermittlung und Verbürgung von Krediten oder über Finanzierungshilfen in Form von Patronatserklärungen sicher. Die Liquiditätssicherung geschieht auf der Grundlage einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung mit einem Planungszeitraum von jeweils fünf Monaten. Alle konsolidierten Konzernunternehmen sind in diese Planung einbezogen. Die operative Geschäftstätigkeit unserer Konzerngesellschaften und die daraus resultierenden Einzahlungen stellen die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns dar. Im Rahmen unserer Cash-Management-Systeme werden die Liquiditätsüberschüsse einzelner Gesellschaften genutzt, um den Finanzbedarf anderer im Konzern zu decken. Durch die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen Konzernunternehmen über konzerninterne Finanzkonten werden kostenpflichtige Bankumsätze reduziert. Der zentrale konzerninterne Finanzausgleich verringert das benötigte Fremdfinanzierungsvolumen mit positivem Einfluss auf unseren Zinsaufwand. Das erforderliche Fremdfinanzierungsvolumen wird durch die Inanspruchnahmen fest zugesagter Kreditlinien gedeckt. Diese Inanspruchnahmen können in unterschiedlichen Währungen und mit unterschiedlichen Laufzeiten erfolgen. Darüber hinaus werden Geld- und Kapitalmarktinstrumente sowie selektiv außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie z.B. Forderungsverkaufsprogramme oder Operating Leases genutzt. Informationen zu den frei verfügbaren Kreditlinien sind unter Anhang-Nr. 25 zum Konzernabschluss zu finden. Durch die zentrale Finanzierung verbessert sich unsere Verhandlungsposition gegenüber Banken und anderen Marktteilnehmern. Dies erleichtert es uns, Kapital zu bestmöglichen Konditionen aufzunehmen oder anzulegen. Emittenten-Ratings seit 2001 Emittenten-Ratings erleichtern den Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten. ThyssenKrupp verfügt seit 2001 über Emittenten-Ratings der Rating-Agenturen Moody’s und Standard & Poor’s (S&P) sowie seit 2003 von Fitch. Derzeit wird unsere Kreditwürdigkeit von den Rating-Agenturen wie folgt bewertet: Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick Standard & Poor’s BBB- A3 Watch negative Moody’s Baa3 Prime−3 negativ Fitch BBB- F3 negativ Hochstufungen der von den Rating-Agenturen vergebenen Ratings führen erfahrungsgemäß zu geringeren Refinanzierungskosten, während sich Herabstufungen negativ auswirken. Analyse der Kapitalflussrechnung Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente”. Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit lag 2008/2009 mit 3.699 Mio € auf Vorjahresniveau. Der nahezu unveränderte Operating Cash-Flow war das Ergebnis von zwei gegenläufigen Entwicklungen: Das Jahresergebnis vor Abschreibungen und Zuschreibungen im Zusammenhang mit langfristigen Vermögenswerten, vor latenten Steuern und nicht zahlungswirksamen Equity-Ergebnissen verminderte sich um 4.155 Mio €. Gleichzeitig konnte jedoch die Mittelbindung bei den operativen Aktiva und Passiva einschließlich Pensionen und pensionsähnlicher Verpflichtungen in nahezu gleicher Höhe verbessert werden. Die Verbesserung der Mittelbindungssituation resultierte hauptsächlich aus erheblich gestiegenen Mittelfreisetzungen bei den Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von insgesamt 6.162 Mio €, denen eine gestiegene Mittelbindung bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.261 Mio € gegenüberstand. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 139 Mio € auf 4.037 Mio €. Ursache hierfür waren insbesondere die um 165 Mio € auf 6 Mio € verminderten Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften. Der Free Cash-Flow, d.h. die Summe von Operating Cash-Flow und Cash-Flow aus Investitionstätigkeit, wies wie im Vorjahr einen negativen Wert auf. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich für das Berichtsjahr eine Verschlechterung des Free Cash-Flow um 119 Mio € auf -338 Mio €. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit belief sich 2008/2009 auf 2.983 Mio €, nach einem Mittelabfluss von 705 Mio € im Vorjahr. Die Gesamtveränderung von 3.688 Mio € resultierte aus folgenden Entwicklungen: Die Erhöhung der Aufnahme von Brutto-Finanzschulden um 2.468 Mio € und die Einzahlungen im Zusammenhang mit der Erhöhung des Anteils von Vale S.A. an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico Lta. in Höhe von 465 Mio € führten zu einem Mittelzufluss. Der überwiegende Teil der restlichen Veränderung ergab sich aus der nur im Vorjahr zu berücksichtigenden Auszahlung von 880 Mio € für den Erwerb eigener Anteile. Analyse der Bilanzstruktur Insgesamt verminderte sich die Bilanzsumme gegenüber dem 30. September 2008 um 275 Mio € auf 41.367 Mio €. Die langfristigen Vermögenswerte nahmen um insgesamt 2.135 Mio € zu. Der Anstieg ergab sich im Wesentlichen aus der Erhöhung der Sachanlagen (2.527 Mio €), insbesondere durch den Baufortschritt der beiden Großprojekte in Brasilien und den USA. Dem stand eine Abnahme der innerhalb der langfristigen sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte erfassten geleisteten Anzahlungen auf Sachanlagen (431 Mio €) gegenüber, die ebenfalls hauptsächlich die Großprojekte in Brasilien und den USA betraf. Insgesamt wurden im 2008/2009 immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 103 Mio € und Sachanlagen in Höhe von 173 Mio € in zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte umgegliedert. Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich insgesamt um 2.410 Mio €. Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus deutlichen Abnahmen bei den Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; gegenläufig wirkte ein Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Vorräte nahmen um 2.759 Mio € auf 6.735 Mio € ab. Der Rückgang betraf vor allem die Segmente Steel (839 Mio €) und Stainless (768 Mio €) und resultierte insbesondere aus Produktionsanpassungen und Bestandsreduzierungen als Folge des drastischen Nachfrageeinbruchs auf den Stahl- und Edelstahlmärkten sowie aus preisbedingten Abwertungen. Der darüber hinaus eingetretene hohe Rückgang im Segment Services (1.029 Mio €) resultierte ebenfalls aus einem mengenmäßigen Abbau der Vorräte, verbunden mit deutlichen preisbedingten Abwertungen. Durch Umgliederungen in zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ergab sich eine Verminderung von 21 Mio €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen um 2.765 Mio € zurück. Die gesamte Verminderung resultierte insbesondere aus den Segmenten Steel (598 Mio €), Stainless (249 Mio €) sowie Services (960 Mio €) und stand im Zusammenhang mit der erheblich abgeschwächten Geschäftstätigkeit. Die Verminderung im Segment Technologies (532 Mio €) war vor allem auf das stark rückläufige Automobilzuliefer- und Baumaschinengeschäft sowie auf erhöhte Wertberichtigungen, die hauptsächlich aus Auftragsstornierungen im Handels- und Marineschiffbau resultierten, zurückzuführen. Umgliederungen in zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte führten zu einem Rückgang von 152 Mio €. Der Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 2.624 Mio € auf 5.349 Mio € resultierte hauptsächlich aus der Begebung von Anleihen (2.986 Mio €) sowie mit 465 Mio € aus Einzahlungen im Zusammenhang mit der Erhöhung des Anteils von Vale an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico Ltda.; gegenläufig wirkten insbesondere der auf Grund der abgeschwächten Geschäftstätigkeit und der hohen Investitionsausgaben negative Free Cash-Flow (-338 Mio €) sowie Dividendenzahlungen (650 Mio €). Darüber hinaus ergab sich durch Umgliederungen in zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ein Rückgang von 26 Mio €. Die innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte ausgewiesenen sonstigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um 372 Mio €. Die Erhöhung resultierte insbesondere aus einer Forderung auf Kapitaleinzahlungen gegenüber Vale im Zusammenhang mit der Erhöhung des Anteils an ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico. Der Rückgang der als kurzfristig ausgewiesenen sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte um 229 Mio € betraf im Wesentlichen gesunkene Vorauszahlungen. Die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte erhöhten sich um 476 Mio €. Dieser Anstieg resultierte aus der Umgliederung von Vermögenswerten im Zusammenhang mit den 2008/2009 eingeleiteten Verkäufen des Bereichs ThyssenKrupp Industrieservice und des amerikanischen Gerüstdienstleisters Safway im Segment Services. 2008/2009 wurden insgesamt langfristige Vermögenswerte von 282 Mio € sowie kurzfristige Vermögenswerte von 209 Mio € umgegliedert. Die Abnahme des Eigenkapitals um 1.793 Mio € auf 9.696 Mio € war mit 1.873 Mio € auf den im Berichtsjahr entstandenen Jahresfehlbetrag zurückzuführen. Hinzu kamen Gewinnausschüttungen im Geschäftsjahr 2008/2009 in Höhe von 650 Mio € sowie insgesamt direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen vor Steuern in Höhe von 1.119 Mio €. Die insgesamt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen betrafen mit 1.073 Mio € hauptsächlich versicherungsmathematische Verluste aus der Pensionsbewertung. Gegenläufig wirkten unrealisierte Gewinne aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von 222 Mio € vor Steuern sowie direkt im Eigenkapital erfasste Steuereffekte von 284 Mio €. Zusätzlich ergaben sich bei den Anteilen anderer Gesellschafter sonstige Veränderungen von 1.361 Mio €, die im Wesentlichen aus der Erhöhung des Anteils von Vale an ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico resultierten. Die langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt um 4.106 Mio €. Die Erhöhung entfiel mit 4.092 Mio € auf den Anstieg der langfristigen Finanzschulden, der mit 2.986 Mio € die Begebung von Anleihen betraf. Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 975 Mio € resultierte hauptsächlich aus den 2008/2009 erfassten versicherungsmathematischen Verlusten. Die Zunahme der sonstigen langfristigen Rückstellungen um 151 Mio € betraf hauptsächlich Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen; gegenläufig wirkten Umgliederungen von 29 Mio € in Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten. Die Nettoposition der latenten Steuern erhöhte sich um 992 Mio €, wovon 821 Mio € auf den Rückgang der passiven latenten Steuern und 171 Mio € auf den Anstieg der aktiven latenten Steuern und entfallen. Die Erhöhung der Nettoposition ist hauptsächlich auf erhöhte aktive latente Steuern auf Verlustvorträge und auf gestiegene temporäre Differenzen bei der Pensions- und Vorratsbewertung zurückzuführen. Der Rückgang der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um 317 Mio € stand im Zusammenhang mit der Erhöhung des Anteils von Vale an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten nahmen um 2.588 Mio € ab. Verantwortlich für den Rückgang war insbesondere die deutliche Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1.562 Mio €; sie betraf im Wesentlichen die Segmente Steel (373 Mio €), Stainless (294 Mio €) sowie Services (714 Mio €) als Folge der stark rückläufigen Geschäftsentwicklung. Darüber hinaus verminderten sich die kurzfristigen Finanzschulden um 1.043 Mio €; hiervon entfielen 500 Mio € auf die Tilgung einer Anleihe sowie 139 Mio € auf Umgliederungen in Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten. Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen Rückstellungen um 294 Mio € betraf mit 359 Mio € Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen; gegenläufig wirkte eine Umgliederung in Höhe von 35 Mio € in Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten. Die Abnahme der kurzfristigen sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten um 845 Mio € resultierte hauptsächlich aus einem Abbau von Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen im Segment Technologies sowie aus der Ausübung der Put-Option durch One Equity Partners (OEP) im Zusammenhang mit dem Erwerb des 25%igen Restanteils an der ThyssenKrupp Marine Systems AG. Die Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten erhöhten sich um 288 Mio €. Dieser Anstieg resultierte aus Umgliederungen von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den im Berichtsjahr eingeleiteten Verkäufen von Aktivitäten im Segment Services. 2008/2009 wurden insgesamt langfristige Verbindlichkeiten von 69 Mio € sowie kurzfristige Verbindlichkeiten von 219 Mio € umgegliedert. Nicht bilanziertes Vermögen und ausserbilanzielle Finanzierungsinstrumente Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt der Konzern auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Im Wesentlichen handelt es sich um geleaste, gepachtete oder gemietete Güter (Operating Lease). Einzelheiten hierzu können Sie unter der Anhang-Nr. 29 nachlesen. Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente nutzen wir vor allem Forderungsverkaufsprogramme. Nähere Angaben befinden sich unter der Anhang-Nr. 18. Ein besonders wichtiger immaterieller Vermögenswert ist die Marke ThyssenKrupp. Sie wird von uns kontinuierlich weiterentwickelt und stärkt das Auftreten unserer Konzerngesellschaften auf ihren Märkten. Zum neuen Corporate Design und unseren Kommunikationsaktivitäten können Sie sich im Kapitel „Neue Konzernorganisation“ und im Kapitel „Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern“ informieren. Unsere langjährigen und von Vertrauen geprägten Lieferanten- und Kundenbeziehungen stellen für uns einen hohen Wert dar. Sie ermöglichen gerade Zeiten in schwieriger Konjunktur einen stabileren Geschäftsverlauf und machen uns von sehr kurzfristigen Marktschwankungen unabhängig. Durch unsere ausgeprägte technische Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern können wir uns beispielsweise rechtzeitig in Entwicklungsprojekte einbringen, die zu neuen zukunftsweisenden Produkten unserer Kunden führen. Dies verschafft uns häufig einen Wettbewerbsvorsprung vor Newcomern auf unseren Märkten. Speziell in der Automobilindustrie prägen technische Kooperationen und gemeinsame Entwicklungsideen unsere Kundenbeziehungen. Umfangreiches Werkstoff-Know-how, das Wissen um innovative Verfahrenstechnik und ein zuverlässiges Supply-Chain-Management bilden hier bedeutende Wettbewerbsvorteile im Markt. Im Einzelnen sind wichtige Innovationsprojekte im Kapitel „Innovationen“ dargestellt. Auch im Anlagenbau zahlt sich der gute Ruf der erfolgreichen ThyssenKrupp Projekte aus. Unsere bisher erstellten Referenzanlagen öffnen gerade im Mittleren und Fernen Osten die Türen, wenn es um geplante Industrie- und Infrastrukturprojekte geht. Hinzu kommt das konsequente Engagement unserer Führungskräfte und Mitarbeiter, die oft schon seit Beginn ihres Berufslebens für unser Unternehmen arbeiten. Ihr persönlicher Einsatz, ihr Wissen um Märkte und betriebliche Abläufe und ihre ständige Bereitschaft, in innovativ zu denken, tragen zum Wert unseres Unternehmens bei. Verantwortung und Engagement Verantwortliches Handeln und gesellschaftliches Engagement haben bei ThyssenKrupp eine lange Tradition und sind feste Bestandteile der Unternehmenskultur. Unser Ziel ist es, im Interesse unserer Kunden und Anteilseigner nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich zu sein und gleichzeitig die Bedürfnisse von Mitarbeitern und Gesellschaft zu berücksichtigen. ThyssenKrupp nimmt täglich und weltweit Verantwortung wahr – für Produkte, für Mitarbeiter, für das Kapital der Aktionäre, für die Gesellschaft und für unser soziales Umfeld. Wir bekennen uns zum Prinzip der Nachhaltigkeit und der Gerechtigkeit zwischen den Generationen. Voraussetzung dafür, dass wir als global agierendes Unternehmen unserer Verantwortung heute und in Zukunft gerecht werden können, ist langfristiger wirtschaftlicher Erfolg. Gleichzeitig sind wir davon überzeugt, dass verantwortliches Handeln zum nachhaltigen Vertrauen in unser Unternehmen führt und somit zum langfristigen Unternehmenserfolg beiträgt. Deshalb ist unternehmerische Verantwortung nicht nur ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenskultur, sondern auch ein wichtiger Erfolgsfaktor zur Erreichung unserer langfristigen Ziele. Soziale Standards in den Arbeitsbeziehungen ThyssenKrupp handelt weltweit sozial verantwortlich gegenüber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dabei bekennen wir uns zu einer Kultur, die auf der Wertschätzung aller basiert, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung oder Alter. Der Vorstand der ThyssenKrupp AG hat mit dem Konzernbetriebsrat und dem Europäischen Betriebsrat eine weltweit geltende Vereinbarung geschlossen, die auf den Grundsätzen der Internationalen Arbeitsorganisation beruht. Darin wird die Diskriminierung von Belegschaftsangehörigen strikt abgelehnt. Die in unserem „Code of Conduct“ kommunizierte Haltung ist mit ein Grund dafür, dass Toleranz und gegenseitiger Respekt die Zusammenarbeit der Belegschaftsangehörigen an unseren Standorten weltweit bestimmen. Verantwortliches Verhalten innerhalb der Lieferkette Auch im Verhältnis zu unseren Kunden und Lieferanten setzen wir uns für einheitliche Standards in den Bereichen Compliance und unternehmerische Verantwortung ein. Im Berichtsjahr hat ThyssenKrupp im Rahmen einer Arbeitsgruppe des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) maßgeblich zur Entwicklung einer Verhaltensrichtlinie beigetragen, die fundamentale Regeln und Grundsätze enthält zur Bekämpfung von Korruption und kartellrechtswidrigen Absprachen sowie zur Einhaltung der Menschenrechte, zum Umwelt- und Gesundheitsschutz und zu fairen Arbeitsbedingungen . Mit der Unterzeichnung verpflichten wir uns, die Standards einzuhalten, die auf den Grundsätzen des UN Global Compact sowie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN beruhen. Zugleich setzen wir uns dafür ein, dass auch unsere Lieferanten diesen „Code of Conduct“ des BME unterzeichnen. Engagement als Mitglied der Gesellschaft Unser Konzern versteht sich über das unternehmerische Wirken hinaus als „Corporate Citizen“, d.h. als engagiertes und verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft an unseren Standorten. Dazu fördern wir eine Vielzahl gemeinnütziger Projekte, Organisationen und Initiativen, sei es in Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport oder im sozialen, karitativen und humanitären Bereich. Schlüsselqualifikationen für Kinder und Jugendliche Lernen ist ein zentrales Bedürfnis des Menschen und Voraussetzung für individuelle und gesellschaftliche Entwicklung. Es ist unser Ziel, die Vermittlung von Technik und Naturwissenschaften vor allem bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Seit seiner Gründung unterstützen wir daher das Kinder- und Jugendtechnologiezentrum in Dortmund (KITZ.do). Das KITZ.do führt Kinder und Jugendliche an Naturwissenschaften und Technik heran. Den Technikunterricht an Grundschulen will das Projekt „Brückenkiste“ fördern, das ThyssenKrupp in Zusammenarbeit mit der Stiftung Partner für Schule NRW und mit der Universität Münster angestoßen hat. Anfang 2009 wurden Technikkisten zum Thema „Brückenbau und Statik“ mit Baumaterial und begleitenden Lehrinhalten an hundert Grundschulen ausgeliefert. Parallel dazu wurden Lehrkräfte auf die Arbeit mit den Technikkisten an der Universität Münster vorbereitet. Bereits seit mehreren Jahrzehnten unterstützt der Konzern den bundesweit größten und erfolgreichsten Nachwuchswettbewerb "Jugend forscht", der besondere Leistungen und Begabungen in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik fördert. Im Frühjahr 2009 haben zum wiederholten Male an unseren Standorten in Dortmund, Duisburg und im Saarland Wettbewerbe von „Jugend forscht“ stattgefunden, bei denen auch zahlreiche Auszubildende von ThyssenKrupp erfolgreich waren. Netzwerke und Wissensaustausch Öffentliche Diskussionen und politische Entscheidungen berühren ThyssenKrupp in vielfältiger Weise. Sich aktiv in den öffentlichen Meinungsbildungsprozess einzubringen, Stellung zu beziehen und die eigenen Positionen zu vertreten, ist für uns ein wichtiger Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Daher sind wir beispielsweise Mitglied bei „econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.“, einem Zusammenschluss von 26 global agierenden Unternehmen und Organisationen zu den Themen Corporate Responsibility und Nachhaltigkeit. Auf europäischer Ebene unterstützen wir die „European Alliance for Corporate Social Responsibility“, die mittlerweile über 230 Unternehmen und Organisationen aus ganz Europa vereint. ThyssenKrupp ist zudem Gründungsmitglied der Wissensfabrik, die sich bundesweit durch ihre Mitgliedsfirmen in Bildungsprojekten sowie für Existenzgründer und Jungunternehmer engagiert. Als unabhängige Stimme der Technikwissenschaften wird auch „acatech“, die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, von uns unterstützt. Die Akademie pflegt einen intensiven Dialog über zukunftsweisende Technologien und deren Bedeutung für nachhaltiges Wachstum. In den Regionen, mit denen der Konzern traditionell verbunden ist oder in denen er Standorte unterhält, fördern wir Initiativen und Projekte, die das Umfeld stärken. So engagieren wir uns seit vielen Jahren für den Initiativkreis Ruhr. Dieser Zusammenschluss von führenden Wirtschaftsunternehmen der Region trägt mit Zukunftsprojekten entscheidend dazu bei, den Industriestandort Ruhr weiterzuentwickeln. Auszeichnungen für gesellschaftliches Engagement Für das besondere gesellschaftliche Engagement ist ThyssenKrupp im Berichtsjahr zweimal ausgezeichnet worden. Der IdeenPark und damit die Initiative „Zukunft Technik entdecken“ wurde in der Kategorie „Große Unternehmen“ Sieger beim Wettbewerb der Initiative „Freiheit und Verantwortung“. Ferner erhielten wir vom Fachmagazin „politik&kommunikation“ den Politik-Award 2008 in der Kategorie „Corporate Social Responsibility“. Mit diesem Preis werden Unternehmen geehrt, die sich vorbildlich für die Gesellschaft engagieren und damit freiwillig soziale und ökologische Belange in ihr unternehmerisches Handeln integrieren. Mit dem Politik-Award 2008 wurden ThyssenKrupp und der IdeenPark für das „stimmigste, wirkungsvollste und bestkommunizierte Konzept des Corporate Citizenship“ ausgezeichnet. Engagement für Kunst, Kultur und Sport Vielfältige Partnerschaften im Bereich Kunst und Kultur zählen für uns zu einer nachhaltigen Entwicklung. Der Konzern engagiert sich deshalb in zahlreichen Projekten und bietet sowohl finanzielle als auch ideelle Unterstützung an. Dies hilft, attraktive Angebote im Umfeld unserer großen Standorte zu realisieren. ThyssenKrupp ist Mitglied beim Freundeskreis Deutsche Oper am Rhein und unterstützt sowohl die Duisburger Philharmoniker als auch die Philharmonie in Essen und das Düsseldorfer Schauspielhaus. Neben dem Museum Folkwang in Essen fördern wir auch das Lehmbruck Museum in Duisburg. Im Sport reicht unser Engagement von der Unterstützung ausgewählter Wettbewerbe bis hin zur Förderung standortnaher Sportvereine. Seit vielen Jahren fördern wir die Internationale Ruder-Regatta und den jährlichen Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg. Beim 26. Rhein-Ruhr-Marathon, der im Juni 2009 stattfand, stellten die 304 teilnehmenden Mitarbeiter von ThyssenKrupp die größte Gruppe innerhalb des Teilnehmerfeldes von rund 5.700 Läufern. Nachhaltigkeit und Umweltschutz Nachhaltiger Einsatz für Klima und Umwelt ist für uns eine wichtige unternehmerische Aufgabe. Wir stellen uns ihr mit vielen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen, die für reine Luft und sauberes Wasser sorgen sowie schonend mit der Erde umgehen. Allein im vergangenen Geschäftsjahr haben wir in unseren Werken mehr als 450 Mio € für den Umweltschutz ausgegeben. Jeder Euro war gut investiert. Verantwortung für Klima und Ressourcen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung stehen für ThyssenKrupp ganz oben, wenn es um die Verantwortung für die Umwelt und deren Zukunft geht. Für den laufenden Betrieb unserer Umweltschutzeinrichtungen haben wir im Berichtsjahr 454 Mio € ausgegeben. Der Rückgang um 11 % gegenüber dem Vorjahr war auf die konjunkturell bedingt niedrigere Produktion in vielen Konzernunternehmen zurückzuführen. Alle Segmente haben viel erreicht, um den Energie- und Rohstoffeinsatz in ihren Werken und bei den Kunden zu senken. Angesichts der hohen Rohstoff- und Energiepreise förderten diese Maßnahmen zugleich die Wirtschaftlichkeit. Mit 74 Mio € lagen die Umweltinvestitionen 4 % höher als im Vorjahr. LAUFENDE UMWELTSCHUTZAUFWENDUNGEN in Mio € 2004/2005 2005/2006 2006/2007 2007/2008 2008/2009 Luftreinhaltung 141 141 183 182 162 Gewässerschutz 165 168 204 201 195 Lärm- und Landschaftsschutz 15 16 24 16 13 Recycling und Verwertung von Reststoffen 81 87 109 112 84 Insgesamt 402 412 520 511 454 Klimaschutz und CO2-Einsparungen Für ThyssenKrupp heißt Klimaschutz vor allem, CO2 einzusparen. In der Stahlerzeugung entsteht dieses Gas beispielsweise, wenn im Hochofen der im Erz gebundene Sauerstoff frei wird und sich mit Kohlenstoff zu CO2 verbindet. Schon heute laufen unsere Produktionsprozesse am Rande des technisch-wissenschaftlichen CO2-Minimums; weitere Einsparungen sind mit den derzeit verfügbaren Technologien nicht möglich. Wir haben deshalb unsere Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen intensiviert, um neue Wege zu gehen. Unser Steel-Bereich arbeitet als Gründungsmitglied im europäischen ULCOS-Konsortium mit, das neue Stahlerzeugungsverfahren für die kommenden Jahrzehnte erforschen und entwickeln will. Aber auch in den anderen Konzernbereichen haben wir im konzernweiten Projekt ECI (Energy, Climate and Innovation) Einsparmöglichkeiten identifiziert und genutzt. Ausgewählte Umweltschutzmaßnahmen Unsere Anstrengungen für reinere Luft am Stahlstandort Duisburg zeigen gute Erfolge. Nachdem die Maßnahmen zur Feinstaubminderung aus dem Jahr 2005 weiter fortgeführt wurden und der neugebaute Hochofen 8 den stillgelegten Hochofen 4 ersetzte, ist die Luft im Norden der Stadt wesentlich sauberer geworden. Als weiteren aktiven Beitrag für bessere Luftqualität im Duisburger Norden werden wir im dortigen Hüttenwerk ein Sinterband mit einer neuen Gewebefilteranlage nachrüsten; im Berichtsjahr haben wir den Genehmigungsantrag dafür bei der zuständigen Behörde eingereicht. Die neue Anlage soll etwa 450 t Feinstaub jährlich aus der Luft herausfiltern. Um die im Duisburger Hüttenwerk anfallenden Reststoffe langfristig entsorgen zu können, wollen wir unsere Deponie in Dinslaken-Wehofen um einen dritten Bauabschnitt erweitern. Das Projekt befindet sich derzeit in der Genehmigungsphase. Bei Bau und Betrieb werden wir höchste Umweltstandards einhalten. Nach Beendigung des Deponiebetriebs wird der Bereich rekultiviert und kann der Bevölkerung als Naherholungsgebiet dienen. Auch die anderen Bereiche des Konzerns sparen durch vielfältige Maßnahmen nachhaltig Energie ein. Nach der Sanierung der Klimatechnik bei unserem Konzernunternehmen Polysius hat sich der Energiebedarf für Kühlen und Heizen halbiert. Hierzu trägt die bessere Wärmereflexion der Fassade bei. In ein Druckluftnetz von Marine Systems mit einer Länge von 15 km wurde ein bisher separat betriebener Kompressor integriert und ein stillgelegter Tank für eine höhere Speicherkapazität reaktiviert. Das Druckluftnetz ließ auch bei ThyssenKrupp Bilstein die Energiekosten sinken: Dank eines äußerst empfindlichen Suchgeräts lassen sich jetzt selbst unter Produktionsbedingungen eventuelle Leckagen finden und energieintensive Druckluftverluste vermeiden. Um Metallbearbeitungsöle zurückzugewinnen, trennen zwei neue Zentrifugen bei ThyssenKrupp Presta Späne und Öle. Die Abwärme des Kupolofens bei ThyssenKrupp Waupaca wird nun für die Gebäudeheizung eingesetzt. Je nach der nutzbaren Abwärmemenge lassen sich bis zu 70 % des typischen Heizbedarfs im Winter und darüber hinaus der gesamte Warmwasserbedarf des Werks decken. Im Krefelder Stainless-Werk haben wir eine Konverteranlage grundlegend umgebaut. Die zwei neuen AOD-Konverter mit Wechselgefäß und Nebeneinrichtungen sorgen für eine bessere Luftreinhaltung. AOD ist die Abkürzung für Argon Oxygen Decarburization (Argon-Sauerstoff-Entkohlung). Die Konvertergefäße sind jetzt eingehaust. Stäube und Gase, die beim Einfüllen oder Abstechen der Schmelze entstehen, werden so besser erfasst. Bei ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni haben neue Produktionslinien mit fortschrittlicher Technologie und geringen Luft- und Wasseremissionen den Umweltschutz erhöht. Die neuen Staubkollektoren und Entstaubungssysteme arbeiten doppelt so effektiv wie die zuvor installierten. ThyssenKrupp Mexinox hat den Wasserverbrauch weiter reduziert, indem Abwasser wiederaufbereitet wird. Für erfolgreichen aktiven Umweltschutz erhielt Shanghai Krupp Stainless zwei renommierte Umweltschutz-Auszeichnungen: den Shanghai Advanced Health Business Unit Award sowie den Shanghai Municipal Water Saving Business Unit Award. Produkte für Klima- und Umweltschutz Zahlreiche neue Werkstoffe, Komponenten und Verfahren von ThyssenKrupp fördern Nachhaltigkeit und Klimaschutz, sparen Energie und schützen so die Umwelt. Für die neue Zentrale der Deutschen Börse in Eschborn liefern wir beispielsweise 15 besonders energiesparende Personenaufzüge. Die meisten Aufzüge sind mit regenerativen Antrieben ausgestattet: Energie, die beim Bremsen der Kabinen entsteht, wird in elektrische Energie umgewandelt und ins Stromnetz zurückgeführt. Dies verringert den Energieverbrauch gegenüber konventionellen Ausführungen um mehr als 30 % und reduziert somit auch den CO2-Ausstoß. Für eine der größten Biogasanlagen der Welt, die bei Halle in Sachsen-Anhalt entsteht, haben wir sehr hochwertigen nichtrostenden Edelstahl geliefert. Aus ihm bestehen die 16 sogenannten Fermenter, in denen die biologischen Abläufe stattfinden. Die Posco-Gruppe in Seoul, Südkorea, lässt sich von unserem Anlagenspezialisten Uhde innovative Technik für den Bau von neuen Koksofenbatterien liefern. Durch den Einsatz des PROven®-Systems können wir die sonst üblichen Emissionen an allen Ofenverschlüssen und beim Füllvorgang der Öfen vermeiden. Ein anderer Anlagenbauspezialist im Konzern, ThyssenKrupp Fördertechnik, wird vier vollmobile Brechanlagen in China errichten. Die China Power Investment Group, eines der fünf größten staatlichen Energieunternehmen des Landes, will mit den neuen Anlagen die Kohleförderung im Abbaugebiet Baiyinhua in der Inneren Mongolei modernisieren. Dank dieser innovativen Kohleabbau-Anlagen dürfte der jährliche CO2-Ausstoß um bis zu 100.000 t zurückgehen. Innovationen Ideen für Innovationen sind das Kapital unserer Ingenieure und Techniker, mit dem sie ThyssenKrupp fit für den Weltmarkt halten. Unsere Forscher haben zahlreiche Produkte und Prozesse neu entwickelt oder entscheidend verbessert: Damit machen sie den Konzern noch wettbewerbsfähiger und bieten unseren Kunden einen technischen und wirtschaftlichen Vorsprung auf deren Märkten. Hohe Innovationsanstrengungen Unsere Wettbewerbsfähigkeit und der langfristige Unternehmenserfolg hängen in hohem Maße vom Innovationsgrad unserer Produkte, Dienstleistungen und Herstellungsverfahren ab. Auch im wirtschaftlich schwierigen Geschäftsjahr 2008/2009 hat es erhebliche Anstrengungen und hohe finanzielle Aufwendungen für Innovationen gegeben. Die gesamten Innovationsaufwendungen beliefen sich auf 735 Mio €. Für die freie Forschung und Entwicklung – einschließlich aktivierter Entwicklungsaufwendungen – haben wir 284 Mio € ausgegeben. Die Aufwendungen für kundenbezogene Entwicklungen betrugen 193 Mio €, die technische Qualitätssicherung umfasste 258 Mio €. Der Rückgang der Innovationsaufwendungen um 13 % gegenüber dem Vorjahr geht vor allem auf geringere kundenbezogene Entwicklungen zurück, die wegen der verschlechterten Auftragslage vorübergehend abgenommen haben. Weiterhin wurden die Aufwendungen für den Bezug externer Entwicklungsleistungen zeitlich gestreckt. Auch wenn Kostensenkungen notwendig sind, halten wir dennoch an unseren wichtigsten Forschungs- und Entwicklungsprojekten unverändert fest. INNOVATIONSAUFWENDUNGEN in Mio € 2004/2005 2005/2006 2006/2007 2007/2008 2008/2009 Freie Forschung und Entwicklung 186 241 257 316 284 Kundenbezogene Entwicklungen * 266 230 294 224 193 Technische Qualitätssicherung 281 272 264 301 258 Insgesamt 733 743 815 841 735 * einschließlich FuE-Fremdmittel Trends und Märkte als Innovationstreiber Weltweite technologische Trends und Entwicklungen sowie anspruchsvolle Anforderungen der Märkte treiben unsere Innovationen wesentlich an. Dazu zählen Umwelt- und Klimaschutz sowie der verantwortliche Umgang mit begrenzten Ressourcen und Energie. Sowohl aus ökologischen als auch aus ökonomischen Gründen fordern unsere Kunden viel von den Forschern und Entwicklern. Etwa 3.500 hervorragend qualifizierte Mitarbeiter, vorwiegend mit naturwissenschaftlicher, ingenieurwissenschaftlicher oder technischer Ausbildung, entwickeln die Innovationen unserer Produkte und Verfahren – kundenorientiert und stets mit Blick auf künftige globale Entwicklungen. Hierbei ergänzen sich die Kompetenzen der Mitarbeiter unserer verschiedenen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen auf vielfältige Weise. Synergien zwischen den unterschiedlichen Konzernbereichen im Bereich Forschung und Entwicklung werden gezielt und gewinnbringend genutzt. Eine weitere wesentliche Quelle für Innovationen sind die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden in Entwicklungspartnerschaften sowie unser breit angelegtes strategisches Netzwerk mit wissenschaftlichen Institutionen, Universitäten und Hochschulen. Umweltschonende Produkte als Entwicklungsschwerpunkt Auch im Berichtsjahr wurden bei ThyssenKrupp vielfältige Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchgeführt. Neben einem hohen Kundennutzen zieht sich aber vor allem ein Thema wie ein roter Faden durch die umfangreiche Projektlandschaft – der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen sowie die Vermeidung umweltschädlicher Emissionen. Dies gilt sowohl für Produkte und Dienstleistungen als auch für Prozesse und Verfahren. 35 Erfolge bei InCar Im Rahmen des InCar-Projekts – der konzernweiten Forschungs- und Entwicklungsinitiative für Innovationen im Automobilbau – haben wir 35 neue Lösungen für Karosserie, Antriebsstrang und Fahrwerk entwickelt. Zu den Highlights gehört eine innovative Ventilsteuerung, die den Kraftstoffverbrauch beachtlich verringert. Außerdem lässt ein neuentwickeltes zweistufiges Dämpfersystem den Autofahrer je nach Wunsch zwischen komfortbetonten oder sportlich straffen Fahreigenschaften wechseln. Das InCar-System kostet rund 44 % weniger als herkömmliche kontinuierlich verstellbare Dämpfer. Auch ein innovativer Vorderachsträger mit integriertem Lenkgetriebe gehört zu unseren InCar-Entwicklungen. Bislang sind Lenkgetriebe in einem separaten, mit dem Achsträger verschraubten Gehäuse untergebracht. Der neu entwickelte Träger dient einerseits zur Aufnahme des Lenkgetriebes und erfüllt gleichzeitig alle statischen Anforderungen. Dies spart 11 % Gewicht sowie 3 % Bauteil- und Fertigungskosten im Vergleich zu einem herkömmlichen Achsträger. Dieses Projekt wurde mit dem zweiten Platz in unserem diesjährigen Innovationswettbewerb ausgezeichnet. Das Potenzial höherfester Stähle zeigt das im Rahmen des InCar-Projekts entwickelte Leichtbau-Chassis-Konzept LCK II. In diesem Konzept ist die Hinterachse aus Stahl bei gleicher Belastbarkeit nur 4 % schwerer als die Vergleichsbaugruppe aus Aluminium, jedoch um 50 % kostengünstiger. 11 % weniger Gewicht und verbesserte Crash-Performance bei gleich bleibenden Kosten bietet das Advanced-Door-Konzept: Hier setzen die InCar-Entwickler auf ein hochintegriertes Tür-Innenblech und eine dünne, leichte Außenhaut aus hochfestem Dualphasenstahl. In dem Innenblech sind nahezu alle Türverstärkungsteile vereinigt, so dass mehrere Einzelteile und Fügeoperationen entfallen. Um dem Klimaschutz bei der Entwicklung neuer Automobile Rechnung zu tragen, ließen wir außerdem für jede neue InCar-Lösung die CO2-Emissionen analysieren. Die ganzheitliche Untersuchung umfasste nicht nur die Emissionen während der Nutzungsphase, sondern auch die Treibhausgase, die bei der Produktion entstehen. Wer als Autohersteller die aus ökologischer Sicht besten Innovationen aus dem InCar-Projekt kombiniert, kann die CO2-Emissionen pro gefahrenen Kilometer um mehr als 17 g senken. Über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs geht der Schadstoffausstoß damit um etwa 5.500 kg CO2 zurück. Die Untersuchung wurde von einem unabhängigen Institut durchgeführt; sie folgt der europäischen Norm ISO 14044 und ist durch den TÜV zertifiziert. Leichter, kostengünstiger und funktionell verbessert – InCar bietet als konsequent kundenorientierte Initiative anspruchsvolle Ergebnisse, die zugleich umweltfreundlich sind. Aus diesem Baukastensystem können unsere Kunden Lösungen unmittelbar in ihre automobile Serienfertigung übernehmen. Neue Werkstoffe und verbesserte Eigenschaften Speziell für PKW-Elektromotoren haben wir einen neuen Elektrobandwerkstoff entwickelt. Er ist auf den begrenzten Bauraum sowie die hohen Drehzahlen und Temperaturen schnell drehender elektrischer Antriebe abgestimmt und ermöglicht höhere Leistungen. Damit ist er sowohl für Hybridantriebe, bei denen der Verbrennungsmotor zeitweise durch einen Elektroantrieb abgelöst wird, als auch für vollelektrische Antriebe geeignet. Der Werkstoffbedarf ist hoch: Je 10 Kilowatt Antriebsleistung benötigen diese Antriebe 2,8 kg bis 5,6 kg Elektroblech. Das DOC® Dortmunder OberflächenCentrum, eines der weltweit leistungsfähigsten Entwicklungszentren für Stahl-Oberflächen, hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen BP eine neue Beschichtung entwickelt, die es den Kunden erleichtert, Stahlwerkstoffe in Umformwerkzeugen zu verarbeiten. Die im Bandbeschichtungsverfahren direkt auf das Coil aufgebrachte Oberfläche verringert die Reibung zwischen Werkzeug und Stahlwerkstoff beim Umformvorgang. Bislang notwendige Zusatzbehandlungen in den Presswerken können entfallen. Höhere Qualität durch dynamische Fertigungssteuerung Im Bereich Prozessinnovationen wollen wir die Anlagen und Fertigungsabläufe strategisch weiterentwickeln und dabei branchenweit neue Maßstäbe setzen. Unser Werkstoffkompetenzzentrum hat im vergangenen Geschäftsjahr das Pilotprojekt „Dynamische Fertigungssteuerung“ initiiert, das die Qualität unserer Werkstoffe weiter erhöhen soll. Dafür werden die verschiedenen Produktionsstufen bei der Stahlerzeugung so miteinander vernetzt, dass eventuelle Qualitätsschwankungen auf der jeweils nächsten Prozess-Stufe ausgeglichen werden können. Ein zentraler Rechner, der von den Fertigungsleitrechnern kontinuierlich Informationen erhält, steuert diesen Prozess. Impulse für Leichtbau der Zukunft Der verstärkte Einsatz von Hohlprofilen gilt als Schlüssel für den automobilen Leichtbau der Zukunft. Mit der T3-Technologie hat unser Stahlbereich ein Verfahren entwickelt, mit dem sich endkonturnahe Profile fertigen lassen. Weil diese Profile bereits weitestgehend die Form des späteren Bauteils haben, lassen sich mehrere heute noch notwendige Prozess-Schritte einsparen. Diese Technologie kann jetzt mit entsprechenden Umformwerkzeugen auch auf konventionellen Tiefziehpressen angewendet werden. Die so geformten hochgenauen Bauteile werden anschließend im Laserschweißverfahren geschlossen. Unser Konzept der lasergeschweißten Tailored Products kommt auch im Bereich Grobblech zum Einsatz. Analog zu den im Automobilbau bereits erfolgreichen Tailored Blanks bestehen auch die neuen Platinen aus verschweißten Einzelblechen unterschiedlicher Sorte oder Dicke, die von vornherein auf die lokal unterschiedlichen Belastungen des späteren Bauteils zugeschnitten sind. Dadurch lassen sich sowohl das Gewicht der Bauteile als auch die Fertigungskosten verringern. Solche Grobblechplatinen werden beim Bau von Kränen und LKW sowie Erdbewegungs- und Bergbaumaschinen eingesetzt. Neue Platinen aus Edelstahl und Dualphasenstahl In einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt mehrerer Konzernbereiche ist es unseren Forschern und Entwicklern gelungen, Platinen aus Edelstahl und Dualphasenstahl mittels einer Laserschweißnaht belastungssicher zu verbinden. Die extrem schmale Schweißnaht hält sowohl dem späteren Umformen als auch den Belastungen z.B. im Crashfall stand. In einem weiteren Schritt arbeitet das Entwicklungsteam derzeit an Tailored Strips; hier handelt es sich um ein maßgeschneidertes Stahlband aus Stählen unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung für gewichts-, beanspruchungs- und kostenoptimierte Fahrzeugkomponenten. Größter in Europa hergestellter Gussblock Der Bau eines neuen Manipulators zusammen mit der neu errichteten VOD-Anlage bei ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni hat das Produktportfolio am Standort Terni auf besonders große und schwere Schmiedestücke ausgeweitet. Im November 2008 wurde nach langer Vorarbeit der größte jemals in Europa hergestellte Gussblock mit einem Gewicht von 500 t hergestellt. Die neue Technologie erhielt den dritten Preis beim ThyssenKrupp Innovationswettbewerb – eine Würdigung des besonderen Know-how der Schmiede, die vor allem Generatoren und Niederdruck-Wellen für den Energiesektor herstellt. STAR Process® – neues hochproduktives Verfahren zur Propylenherstellung Propylen dient hauptsächlich zur Herstellung von unterschiedlichen Kunststoffen, z.B. für Verpackungen, Automobilteile, technische Fasern und Konsumgüter. Traditionell fällt es als Koppelprodukt bei der Ethylen- und Kraftstofferzeugung an. Da die Nachfrage nach dem Gas aber stärker wächst als die nach Ethylen, muss Propylen gezielt hergestellt werden. Hierzu haben unsere Verfahrenstechniker den STAR Process® entwickelt, der im diesjährigen ThyssenKrupp Innovationswettbewerb den ersten Platz erreichte. Aus dem ausreichend und preiswert zur Verfügung stehenden Propan entsteht durch Wasserstoff-Abspaltung das gefragte Propylen. Die erste Anlage dieses Typs wird im Frühjahr 2010 an einen ägyptischen Kunden übergeben. Brennstoffzelle für Überwasserschiffe Hoch effiziente Brennstoffzellen können in Verbindung mit sauberen Energieträgern wie Gas, Wasserstoff oder aus Biomasse hergestellten Dieselkraftstoffen künftig Schiffe umweltfreundlich mit Energie versorgen. Nach den Erfolgen der Brennstoffzellentechnologie in der neuesten U-Boot-Generation werden jetzt im „Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ – unterstützt durch das Bundesverkehrsministerium – Brennstoffzellen verschiedener Leistungsklassen auf Überwasserschiffen erprobt. Unsere Schiffbauingenieure kümmern sich dabei um die Integration der Brennstoffzelle in die Schiffsarchitektur. Durch die Brennstoffzelle und geeignete Brennstoffe wie schwefelfreien Dieselkraftstoff lassen sich bestimmte Emissionen völlig vermeiden; der Ausstoß von Kohlendioxid geht um 25 % zurück. Großwälzlager für hocheffiziente Windkraftanlagen Der Trend bei Windkraftanlagen geht hin zu permanent schwenkenden Rotorblättern, um diese bei jeder Rotorumdrehung kontinuierlich auf die Windverhältnisse einzustellen und damit den Gesamtwirkungsgrad der Anlage zu optimieren. Wir entwickeln für diese innovativen Windenergieanlagen die entsprechenden Blattverstell-Lager, die den gestiegenen Anforderungen problemlos standhalten. Nachhaltigkeit und Qualität im Aufzugsbau Dank einer auf langfristigen Erfolg ausgelegten Innovationsstrategie hat sich Elevator eine starke Marktposition in Technologie und Qualität erarbeitet. Wir haben den Auftrag für den weltweit einhundertsten TWIN-Aufzug erhalten: Einsatzort ist ein neues Hotel in Frankfurt am Main. Technologische Präzision und Effizienz haben TWIN zu einer globalen Erfolgsgeschichte gemacht. Immer mehr Bauherren und Architekten entscheiden sich für die exklusiv von ThyssenKrupp Elevator angebotene Technik: Zwei Aufzugskabinen laufen übereinander und unabhängig voneinander in einem Schacht – das beansprucht deutlich weniger Platz und sorgt für einen großen Gewinn an Leistung und Komfort. Maschinenraumloser Aufzug synergy weiterentwickelt Neben dem erfolgreichen TWIN-System gibt es weitere technologische Highlights bei Elevator, die den Fahrkomfort der Passagiere deutlich erhöhen und die Planungen von Bauherren und Architekten vereinfachen. Dazu zählt der synergy-Aufzug. Für die zwei größten Bauprojekte Ägyptens – zwei Städtebauvorhaben in der Nähe von Kairo – liefern wir beispielsweise insgesamt 584 solcher Aufzüge, nachdem in einer ersten Bestellung bereits 364 dieser Hightech-Anlagen in Auftrag gegeben wurden. Für den europäischen Markt haben wir ein besonders leistungsfähiges Modell mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1,6 m pro Sekunde im Programm. Als Standard bei maschinenraumlosen Aufzügen galt bisher 1,0 m pro Sekunde. Energieverbrauch von Aufzügen reduziert Neben der Standardisierung von Komponenten stehen bei unseren Aufzügen vor allem neue Technologien und nachhaltige Konzepte für die Umwelt im Vordergrund. LED-Beleuchtung, Lichtabschaltung bei ruhendem Betrieb, intelligente Zielauswahlsteuerung, Sparmodus für Steuerungen – vieles lässt sich problemlos nachrüsten. Unsere Entwicklungsingenieure unterstützen Bauherren in aller Welt, besonders „grüne“ Gebäude zu konzipieren. So erfüllen unsere Anlagen auf dem nordamerikanischen Markt zum Beispiel alle Kriterien für das anerkannte LEED-Zertifikat (Leadership in Energy and Environmental Design) des US Green Building Council für umweltgerechtes Bauen. Allein im Berichtsjahr lieferten wir 38 energiesparende Aufzüge für den Great American Tower in Cincinnati/Ohio sowie fünf Fahrtreppen und Aufzüge für den Wachovia First Street Office Tower in Charlotte/North Carolina. Beide Gebäude erhielten durch ihre umweltgerechten Produkte das begehrte LEED-Zertifikat. Innovative Entwicklungen im Dienstleistungsportfolio Bei unseren Dienstleistungen liegt der Innovationsschwerpunkt auf besseren Prozessen und neuentwickelten Leistungsangeboten für unsere Kunden. Insbesondere in der Tiefbautechnik konnten wir neue Anwendungsfelder erschließen. Beim Bau von Windparks ist beispielsweise ein sicheres Fundament der Windkraftanlagen erforderlich. Die Belastungen sind enorm: So beträgt die Stahlmasse einer Rotoranlage im Offshore-Betrieb rund 1.000 t, wobei der Wind in einer Fläche von eineinhalb Fußballfeldern aufgefangen wird und die Drehgeschwindigkeit der Rotoren bis zu 320 km pro Stunde an den Rotorspitzen beträgt. Wir nutzen deshalb für die Tiefengründung einen speziellen Hochfrequenzvibrator; dieser gewährleistet sowohl bei Anlagen an Land als auch unter schwierigen Witterungsverhältnissen auf See hervorragende Ergebnisse für die sichere Verankerung der Türme. Ein weiteres innovatives Dienstleistungsangebot ist die Modernisierung von konventionellen Kraftwerken. Wir steigern den Wirkungsgrad und reduzieren gleichzeitig den Schadstoffausstoß. Insbesondere gehen die CO2-Emissionen zurück. Dank des neuen modularen Retrofitting-Konzeptes, in dem sich unser vorhandenes Know-how bündelt, können wir jetzt die Anforderungen der Kunden maßgeschneidert und trotzdem mit einem standardisierten Konzept realisieren. Die Umbauzeiten verkürzen sich beachtlich, und die Investitionssumme sowie die Betriebskosten sind niedriger. Vor allem aber verbessern sich Energieeffizienz und Schadstoffemissionen. Dieses Projekt erhielt den diesjährigen Sonderinnovationspreis Umwelt unseres Konzerns. Mitarbeiter Für unsere Kunden, Lieferanten und übrigen Geschäftspartner verleihen sie dem Konzern ein Gesicht: Nahezu 190.000 Mitarbeiter entwickeln, produzieren und verhandeln tagtäglich im Namen von ThyssenKrupp, um Kunden in aller Welt innovative Produkte und attraktive Leistungen bieten zu können. Der Konjunkturabschwung machte zwar auch bei uns Kurzarbeit und Stellenabbau notwendig. Aber wir konnten die Belegschaftsstärke sozialverträglich anpassen und die Ausbildung von Jugendlichen weiterhin auf einem hohen Niveau halten. MITARBEITER NACH SEGMENTEN 30.09.2005 30.09.2006 30.09.2007 30.09.2008 30.09.2009 Steel 39.828 38.840 39.559 41.311 39.156 Stainless 12.201 12.197 12.182 12.212 11.755 Technologies 56.448 54.757 54.762 54.043 49.056 Elevator 34.151 36.247 39.501 42.992 42.698 Services 35.067 40.163 43.012 46.486 43.235 Corporate 8.237 5.382 2.334 2.330 1.595 Konzern 185.932 187.586 191.350 199.374 187.495 Belegschaftsentwicklung: Mitarbeiterzahl rückläufig Vor dem Hintergrund der schlechten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist die Zahl der Mitarbeiter deutlich zurückgegangen. ThyssenKrupp beschäftigte am 30. September 2009 187.495 Mitarbeiter in aller Welt – 11.879 oder 6 % weniger als zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Mit Ausnahme von Elevator, wo die Belegschaftsstärke nahezu konstant blieb, gab es in den übrigen Segmenten zum Teil erhebliche Stellenkürzungen. In Deutschland verringerte sich im Vergleich zum 30. September 2008 die Mitarbeiterzahl um 5 % auf 81.229. In den übrigen Ländern sank die Belegschaft um 7 % auf 106.266. MITARBEITER NACH REGIONEN 30.09.2005 30.09.2006 30.09.2007 30.09.2008 30.09.2009 Deutschland 87.141 84.052 84.999 85.097 81.229 Übrige EU 40.009 39.688 41.522 42.503 38.252 Amerika 44.346 46.240 44.228 47.561 42.897 Asien/Pazifik 10.369 11.956 14.890 17.881 18.481 Übrige Länder 4.067 5.650 5.711 6.332 6.636 Weltweit 185.932 187.586 191.350 199.374 187.495 Der Personalaufwand betrug 2008/2009 knapp 9,7 Mrd € und blieb damit in der Größenordnung des Vorjahres. Die unten stehende Grafik zeigt die Entwicklung der letzten fünf Jahre: Kurzarbeit: Wichtiges personalpolitisches Instrument in der Krise Die Schärfe der Auftragseinbrüche, die mit Beginn des Berichtsjahres gleich mehrere Segmente des Konzerns trafen, erforderte von uns eine Anpassung an die neue Lage mit personalpolitischen Instrumenten. Guthaben auf Arbeitszeitkonten sowie Resturlaubsansprüche halfen, die Unterauslastung in den Werken abzufedern. Zudem schränkten die Konzernunternehmen den Einsatz von Fremdkräften ein. Doch dies reichte nur in den ersten Wochen. Es ist Teil der Unternehmenskultur bei ThyssenKrupp, die in Krisenzeiten erforderlichen Anpassungsmaßnahmen mit hoher Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern vorzunehmen. Strukturell notwendiger Personalabbau wird sozialverträglich umgesetzt. Konjunkturelle Beschäftigungsprobleme sollen mit Hilfe aller zur Verfügung stehenden Flexibilisierungsinstrumente gelöst werden, um Kündigungen möglichst zu vermeiden. Viele Unternehmen des Konzerns haben daher im vergangenen Geschäftsjahr für ihre Beschäftigten Kurzarbeit eingeführt. 2008/2009 waren durchschnittlich ca. 20.000 ThyssenKrupp Mitarbeiter weltweit in Kurzarbeit, davon etwa 7.300 Mitarbeiter im Ausland. Den Schwerpunkt bildete das Segment Steel mit nahezu 8.000 Mitarbeitern – etwa 21 % aller im Segment Beschäftigten. Bei Stainless arbeiteten 1.500 Mitarbeiter kurz. Das entspricht einem Belegschaftsanteil von über 13 %. Bei Technologies konnten in den vergangenen Monaten etwa 8.400 Mitarbeiter nur mit reduzierter Arbeitszeit beschäftigt werden, das waren 17 % der Belegschaft. Im Segment Elevator waren erfreulicherweise lediglich 150 Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen, also weniger als 1 % der Belegschaft. Im Segment Services arbeiteten innerhalb dieses Geschäftsjahres rund 1.900 Beschäftigte kurz (4 % der Belegschaft). Den Höchststand erreichte die Kurzarbeit im April 2009, als 38.000 Mitarbeiter nur mit reduzierter Arbeitszeit beschäftigt wurden. Danach konnten wir die Zahl zurückfahren. Insgesamt waren 2008/2009 weltweit rund 49.000 Mitarbeiter zeitweise von Kurzarbeit betroffen. ThyssenKrupp war und ist bestrebt, die betroffenen Mitarbeiter in den Kurzarbeitszeiten – wo sinnvoll und möglich – weiter zu qualifizieren. Unsere Konzernunternehmen haben dafür trotz hoher administrativer Hürden ganz verschiedene Lösungen erarbeitet. Während in den Bildungszentren von ThyssenKrupp Steel allein in den Monaten April und Mai 2009 tausende Qualifizierungsschichten mit internem Personal stattfanden, arbeiteten kleine Unternehmen beispielsweise aus dem Segment Services verstärkt mit externen Anbietern zusammen. Zusätzlich nutzten betroffene Unternehmen intensiv unsere Konzernplattform für E-Learning, um ihre Mitarbeiter weiterzubilden. Start ins Berufsleben für fast 1.400 Jugendliche Jungen Menschen eine Chance zur Berufsausbildung zu geben, hat bei ThyssenKrupp traditionell einen hohen Stellenwert. Rund 170 hauptberufliche Ausbilder und zahlreiche Ausbildungsverantwortliche engagieren sich dafür, dass fast 1.400 Auszubildende erfolgreich ins Berufsleben starten können. Seit Jahrzehnten bilden unsere Konzernunternehmen über den eigenen Bedarf hinaus aus, damit möglichst viele Jugendliche die Chance einer Berufsausbildung haben. Mit 6 % konnte die ohnehin hohe Ausbildungsquote, also das Verhältnis zwischen der Zahl der Auszubildenden und der Konzernbelegschaft in Deutschland, im abgeschlossenen Geschäftsjahr nochmals gesteigert werden. Qualitativ hochwertige und praxisnahe Ausbildungsinhalte verbessern die späteren Berufsaussichten der Jugendlichen. Rund 80 % der Ausgebildeten erhielten nach bestandener Prüfung von einem ThyssenKrupp Unternehmen ein Arbeitsplatzangebot. Wer in der Metall- bzw. Stahlindustrie ausgebildet wird, profitiert gerade in Krisenzeiten von den tarifvertraglich verankerten ein- bzw. zweijährigen Übernahmegarantien im Ausbildungsbetrieb. Um diese Garantien einhalten zu können, bedarf es in den von Unterauslastung stark getroffenen Unternehmen einer Fülle kreativer Ideen. Hier setzt beispielsweise ein deutschlandweit einmaliges Pilotprojekt von ThyssenKrupp Nirosta an: 100 junge Nachwuchskräfte, für die wegen der dramatischen Auftragseinbrüche keine Arbeit mehr vorhanden ist, arbeiten ein Jahr lang kurz („Kurzarbeit Null“). Sie verbringen diese Zeit jedoch nicht zu Hause, sondern qualifizieren sich im Unternehmen weiter und werden so fit gemacht für zukünftige berufliche Herausforderungen. Beteiligung am Ausbildungspakt ThyssenKrupp beteiligte sich auch 2008/2009 am Nationalen Pakt für Ausbildung. Wir haben 50 zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen und über 40 Plätze zur Einstiegsqualifizierung angeboten. Mehr als 60 % der Jugendlichen, die bisher eine Einstiegsqualifizierung absolvierten, haben anschließend einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Dieser Erfolg ist vor allem der intensiven fachlichen und sozialpädagogischen Betreuung der Teilnehmer durch ThyssenKrupp Ausbilder zu verdanken. Altersteilzeit und betriebliche Altersversorgung Altersteilzeit als Blockmodell beliebt Im Konzern befanden sich Ende September 2009 4.170 Mitarbeiter in Altersteilzeit, von denen fast alle das sogenannte Blockmodell – erste Hälfte Arbeitsphase, zweite Hälfte Freistellungsphase – nutzten. Die Altersteilzeit ist für die Mitarbeiter ebenso attraktiv wie für unser Unternehmen: Sie ermöglicht den Mitarbeitern, gleitend in den Ruhestand überzugehen, und erlaubt dem Konzern einen zügigen Wandel in der Alters- und Qualifikationsstruktur. Über die Anzahl in den einzelnen Segmenten unterrichtet die unten stehende Tabelle: MITARBEITER IN ALTERSTEILZEIT NACH SEGMENTEN am 30. September 2009 Arbeitsphase Freistellungsphase gesamt Steel 1.002 890 1.892 Stainless 226 150 376 Technologies 629 797 1.426 Elevator 106 71 177 Services 119 116 235 Corporate 31 33 64 Konzern 2.113 2.057 4.170 Moderne betriebliche Altersversorgung Immer mehr werden sich die Mitarbeiter der Bedeutung der betrieblichen Altersversorgung bewusst. Dazu hat eine Vielzahl gesetzlicher Änderungen in den vergangenen Jahren beigetragen, sei es späteres Renteneintrittsalter, gestiegener Bedarf für private Vorsorge im Alter oder geringere Leistungen aus dem gesetzlichen Rentensystem. Die betriebliche Altersversorgung bei ThyssenKrupp ist ein maßgebliches Element der Vergütungspolitik. Bereits vor Jahren wurden deshalb die Instrumente neu ausgerichtet und aktuell gestaltet. Heute werden arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierte Altersversorgung miteinander kombiniert, wobei die Mitarbeitervorsorge vom Arbeitgeber noch zusätzlich honoriert wird. Die angebotene Auswahl zur mitarbeiterfinanzierten Altersvorsorge deckt das gesamte steuerlich geförderte Spektrum ab. Besonders beliebt sind die konzernspezifischen, auf Bruttoentgeltumwandlung basierenden Vorsorgeprodukte. ThyssenKrupp sichert die Altersversorgungsansprüche seiner Mitarbeiter und Rentner entsprechend den gesetzlichen Vorschriften und ergänzt dieses Sicherheitskonzept durch eine zusätzliche Absicherung der besonders schützenswerten arbeitnehmerfinanzierten Altersversorgung. Hochschulen und akademischer Nachwuchs In unserem Hochschulmarketing haben wir die Kontakte zu Studierenden intensiviert und die Informationsmöglichkeiten über die Karrierechancen im Konzern ausgeweitet. Das neu gestaltete Karriereportal im Internet informiert attraktiv über Berufseinstieg, Veranstaltungen und Entwicklungsmöglichkeiten im Konzern. Durch Multimediatechnik unterstützt surfen Interessierte durch die Internetseiten, die mit konkreten Erfahrungsberichten, Videos und gezielten Informationen Tätigkeiten und Aufgaben im Konzern beschreiben. Der Erfolg dieser Neugestaltung wird international anerkannt; im aktuellen Ranking des Marktforschungsunternehmens Potentialpark hat unser Karriereportal Platz 4 erreicht. Außerdem hat das neue Bewerbermanagementsystem den Bewerbungsprozess entscheidend verbessert. Durch neue Funktionen ermöglicht es dem Bewerber eine transparente, professionelle und schnelle Bewerbung. Alle ThyssenKrupp Gesellschaften in Deutschland nutzen erfolgreich dieses neue System. Eine intensive Bindung zu hervorragenden Studierenden halten wir mit unseren Einstiegsprogrammen, wie dem Praktikantenbindungsprogramm NEXT GENERATION und dem Doktorandenprogramm YOUR INNOVATION. Bis zu 120 talentierte Ingenieure und Betriebswirte werden mit umfassenden Maßnahmen gefördert und auf einen Einstieg in unseren Konzern vorbereitet. Auch bei unseren erfolgreichen Kooperationen mit technischen Hochschulen in Deutschland, z.B. Aachen, Berlin, Bochum, Dortmund, Dresden, Freiberg und Hamburg-Harburg, und auch in anderen Ländern halten wir engen Kontakt zu aussichtsreichen Studierenden und vermitteln das ganze Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten im Konzern. Im Rahmen des Hochschulkarrierezentrums femtec werden im einzigartigen Kooperationsverbund ambitionierte und talentierte Studentinnen der Ingenieur- und Naturwissenschaften gefördert. Als konkreter Ansprechpartner bereiten wir diese jungen Menschen nicht nur auf die berufliche Praxis und die zukünftigen Aufgaben vor, sondern wir wollen auch für die Chancen der Technik und der technischen Berufe begeistern und motivieren. In Exkursionen zeigen wir beispielsweise die ganze Bandbreite der herausfordernden Arbeitsgebiete und stellen erste Kontakte her. Weltweites Engagement für den Arbeitsschutz Für ThyssenKrupp sind Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter neben der Qualität der Erzeugnisse und dem wirtschaftlichen Erfolg ein gleichrangiges Unternehmensziel. Um den Arbeitsschutz stetig zu verbessern, bündeln wir alle Anstrengungen und Maßnahmen in der konzernweiten Initiative "Null Unfälle“. 2008/2009 lag einer der Schwerpunkte im internationalen Erfahrungsaustausch, beispielsweise mit Italien, Großbritannien, China und den USA. Unser Engagement für den Arbeitsschutz hat auch im Berichtsjahr wieder die Unfallzahlen im Konzern zurückgehen lassen. Die Anzahl der Unfälle ist gegenüber dem Vorjahr weltweit um 22 % gesunken. Auch in Deutschland war der Trend positiv; hier betrug der Rückgang 20 %. Die vielen erfolgreichen Aktivitäten des Arbeitsschutzes stehen jedoch im Schatten mehrerer tragischer Arbeitsunfälle, durch die im Berichtsjahr acht Mitarbeiter tödlich verletzt wurden. Vorstand und Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG und alle Mitarbeiter trauern um diese Kollegen. Unser besonderes Mitgefühl gilt den Angehörigen. ThyssenKrupp PerspActive ausgebaut Die Motivation und die Kompetenzen unserer Führungskräfte sind entscheidend dafür, wie gut sich ThyssenKrupp im globalen Wettbewerb positioniert und auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet ist. Deshalb haben wir unser Führungskräfteentwicklungskonzept ThyssenKrupp PerspActive im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter erfolgreich umgesetzt und ausgeweitet. Kern des Konzepts ist eine systematische, konzernweit nach einheitlichen Regeln durchgeführte Bewertung. Im Berichtsjahr wurde erstmals die gesamte Zielgruppe von ThyssenKrupp PerspActive – etwa 2.000 Führungskräfte – einheitlich nach Performance, Potenzial und Managementkompetenzen durch die jeweiligen Vorgesetzten bewertet. Dabei hat sich das neue Bewertungs- und Entwicklungssystem für Führungskräfte bewährt: Vorgesetzte können ein intranetbasiertes Führungskräfte-Informationssystem nutzen, das eine Online-Bewertung ermöglicht und darüber hinaus bei der Planung der nächsten Entwicklungsschritte unterstützt. Dies verstärkt Transparenz und Vergleichbarkeit, fördert den konzernweiten Austausch und dient als Basis einer strategischen Führungskräfteentwicklung. Gezielte Entwicklung von Potenzialträgern Eine nachhaltige Führungskräfteentwicklung muss sicherstellen, dass ThyssenKrupp auch in Zukunft über ein qualitativ hochwertiges und quantitativ ausreichendes Team auf allen Führungsebenen verfügt. Daher sind Identifikation und gezielte Entwicklung von Potenzialträgern für die zukünftige Besetzung von Schlüsselpositionen im Konzern wesentlich. Im Berichtsjahr hatten etwa 20 Top-Nachwuchskräfte in der neu geschaffenen „Landsberg-Runde“ Gelegenheit, mit drei Konzernvorständen zu diskutieren. Weiterhin fanden Treffen der Segmentvorstandsvorsitzenden mit ausgewählten Kandidaten aus anderen Konzernbereichen statt. Sie zielten insbesondere darauf ab, die bereichsübergreifende Kommunikation und das gegenseitige Kennenlernen zu stärken. Darüber hinaus wurden erstmals sogenannte „PerspActive Talents“ benannt, um durch den Aufbau einer „Talent-Pipeline“ die zielgerichtete und schnelle Entwicklung vielversprechender Talente zu fördern. General Management und Leadership Training als Academy-Schwerpunkte Als strategische Konzerninitiative hat die ThyssenKrupp Academy erfolgreich die Managementkompetenzen unserer Top-Führungskräfte gestärkt und Potenzialkräfte auf die Übernahme anspruchsvoller Aufgaben vorbereitet. Fast 800 Führungskräfte nahmen 2008/2009 an den Programmen teil, so dass die Academy seit ihrer Gründung 2006 insgesamt rund 3.200 Teilnehmer zählte. Den Schwerpunkt der 54 Programme des letzten Jahres bildeten die Themen General Management und Leadership Training; insgesamt wurden 2.700 Teilnehmertage gestaltet. Unsere Führungskräfte schätzen die individualisierte Förderung im Rahmen der Academy. Alle Programmbewertungen zeigen, dass die Angebote im Hinblick auf Qualität, Durchführung und Relevanz der Inhalte den hohen Ansprüchen und den Herausforderungen der Führungskräfte entsprechen. Darüber hinaus dient die Academy dem Konzern als Umsetzungspartner von Konzernstrategien und daraus abgeleiteten Initiativen. Als Antwort auf knappere Ressourcen hat die Academy ihr ursprünglich geplantes Programmangebot im Berichtsjahr zeitnah reduziert. Wir haben sowohl die Häufigkeit als auch die Länge einzelner Programme, aber auch Inhalte, Lernarchitekturen, Veranstaltungsorte und die Zahl der Mitarbeiter angepasst, um Kosten zu sparen. Die Academy ist in kürzester Zeit zu einem wichtigen Ort des Lernens, des Wissensmanagements und der Netzwerkbildung im Konzern geworden. Dieser Weg soll fortgesetzt werden. Zielgruppengerechte und erfolgsorientierte Vergütungssysteme Um Mitarbeiter und Führungskräfte zu gewinnen und erfolgreich zu motivieren, ist eine attraktive Vergütung wichtig. Neben Festgehältern, die durch Tarif- oder individuellen Arbeitsvertrag geregelt werden, erhalten die verschiedenen Zielgruppen im Konzern zusätzliche erfolgsorientierte Vergütungsbestandteile. So gewähren viele Konzernunternehmen ihren Mitarbeitern bei gutem wirtschaftlichem Ergebnis unternehmensbezogene Sonderzahlungen. Im Bereich der Leitenden und der außertariflich bezahlten Angestellten enthält die Vergütung einen variablen Anteil, der von der individuellen Leistung und dem Unternehmenserfolg abhängt. Die ausländischen Belegschaften profitieren von attraktiv gestalteten Vergütungssystemen, die den jeweiligen landesspezifischen Regeln entsprechen. Für die oberen Führungsebenen wurde der im Jahr 2003 eingeführte Mid Term Incentiveplan erneut aufgelegt, dessen Entwicklung sich am Kurs der ThyssenKrupp Aktie sowie am ThyssenKrupp Value Added über einen dreijährigen Performance-Zeitraum orientiert. Risikobericht Unser umfassendes Risikomanagementsystem hat sich auch im wirtschaftlich schwierigen abgelaufenen Geschäftsjahr bewährt. Durch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken können wir unsere Risikosituation angemessen steuern. Alle Risiken sind aus heutiger Sicht begrenzt und überschaubar; der Bestand des Unternehmens ist auch künftig gesichert. Effiziente Organisation des Risikomanagements Risikopolitik als Teil der Unternehmensstrategie Die Unternehmensstrategie ist Basis für die Risikopolitik bei ThyssenKrupp. Die Risikopolitik ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Die Risikostrategie berücksichtigt die Risiken und die mit ihnen verbundenen Chancen. Wo der Konzern Kernkompetenzen besitzt, gehen wir bewusst überschaubare und beherrschbare Risiken ein, wenn gleichzeitig ein angemessener Ertrag zu erwarten ist. Risiken in anderen Bereichen verlagern wir dagegen bei Bedarf auf andere Risikoträger. Darüber hinaus werden Risiken möglichst vermieden. Insgesamt ist sichergestellt, dass der Konzern die eingegangenen Risiken vollständig abdecken kann. ThyssenKrupp hat die Rahmenbedingungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement in den Grundsätzen für das Risikomanagement und im Handbuch „Risikomanagement des Konzerns“ dokumentiert. Dort sind verbindliche Vorgaben und Spielregeln zur Risikoerfassung und -steuerung formuliert. So gelten gegenüber Lieferanten, Kunden und anderen Geschäftspartnern die Grundsätze der Fairness und Verantwortung. Spekulationsgeschäfte oder sonstige Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind grundsätzlich verboten. Ob diese Grundsätze eingehalten werden, prüfen wir durch regelmäßige Kontrollen. Zudem tragen zahlreiche und wiederholte Schulungen dazu bei, dass sich alle Mitarbeiter immer der Regeln bewusst sind. Risikomanagementsystem im Konzern etabliert Das vom Vorstand der ThyssenKrupp AG für den gesamten Konzern eingeführte Risikomanagementsystem hat sich als effizient bewährt. Jeder Konzernmitarbeiter ist angehalten, sich im Rahmen der ihm übertragenen Verantwortung risikobewusst zu verhalten. Unmittelbar verantwortlich für die Früherkennung und Steuerung von Risiken sind die jeweiligen operativen Vorgesetzten. Die nächsthöheren Führungsebenen stellen die Kontrolle der Risiken sicher. In einem eingespielten Bottom-up-Prozess informieren die Konzernunternehmen in Risikoinventuren mit abgestuften Schwellenwerten über den aktuellen Status von bedeutenden Risiken. Dabei werden die Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet und klassifiziert. Zu jedem Risiko werden Maßnahmen zur Reduzierung aufgeführt; die Frühwarnindikatoren werden regelmäßig aktualisiert und mit den Verantwortlichen erörtert. Systematisch und transparent aufbereitet werden die Daten zu den materiellen Konzernrisiken dem Vorstand der ThyssenKrupp AG vorgelegt, der über aktuelle Risikoentwicklungen auch in den alle zwei Wochen stattfindenden Vorstandssitzungen berät. Ad-hoc-Risiken und eingetretene Schäden werden bei Eilbedürftigkeit unabhängig von den normalen Berichtswegen unmittelbar kommuniziert. Durch Audits der Konzernrevision im In- und Ausland haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Einhaltung der Vorgaben des Risikomanagementsystems in den Konzernunternehmen geprüft. Die Erkenntnisse aus diesen Audits halfen, die Früherkennung und Steuerung der Risiken weiter zu verbessern. Außerdem entwickeln wir kontinuierlich die Instrumente und Methoden weiter, Risiken zu erfassen und zu steuern. Damit können wir die Konzernrisiken besser standardisiert und strukturiert verwalten, die manuellen Tätigkeiten im Risikomanagementprozess verringern und die Qualität der Informationsinhalte erhöhen. Die Entscheidung, das zentrale Risikomanagement im Rahmen der Neuorganisation im Corporate Center Controlling der ThyssenKrupp AG anzusiedeln, wird die Verzahnung mit den Planungs- und Reportingprozessen weiter fördern. Chancen und Risiken im Ausgleich Allen von uns eingegangenen Risiken stehen angemessene Chancen gegenüber, die wir systematisch identifizieren, bewerten, steuern und kontrollieren. Einzelheiten können Sie in unserem Kapital „Nachtags-, Chancen- und Prognosebericht“ nachlesen. Zur Deckung der Risiken aus strategischen Entscheidungen treffen wir im erforderlichen Maße Risikovorsorge. Risikotransfer durch zentralen Dienstleister ThyssenKrupp Risk and Insurance Services als zentraler Dienstleister übernahm 2008/2009 wie in den Jahren zuvor den Risikotransfer auf Versicherer und schloss die notwendigen Konzernversicherungsverträge ab. In Schadensanalysen wird das Risikopotenzial regelmäßig bewertet und entsprechend der Versicherungsschutz gestaltet. Insbesondere bei einigen Produktionsanlagen für Stahl und Edelstahl bestehen bei den Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen Selbstbehalte in beachtlicher Höhe, so dass ein Schadensfall die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich beeinträchtigen könnte. Das Risiko des Ausfalls eines Versicherers wird dadurch erheblich eingeschränkt, dass wir Risiken auf viele Versicherer verteilen und grundsätzlich nur solche Versicherer auswählen, die ein Rating von mindestens A- vorweisen können. Um die Risikoprävention weiterzuentwicklen und zu optimieren, bestehen für alle Konzernunternehmen verbindliche Standards. An diesen Prozessen sind Experten aus allen Teilen des Konzerns unter Leitung von ThyssenKrupp Risk and Insurance Services beteiligt. Interne und externe Audits prüfen regelmäßig, ob diese Standards eingehalten werden. Zentrale Risikofelder Finanzwirtschaftliche Risiken Zu den zentralen Aufgaben der ThyssenKrupp AG als Konzernführungsgesellschaft zählt es, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren, zu lenken und die finanzielle Unabhängigkeit von ThyssenKrupp sicherzustellen. Dazu optimieren wir die Konzernfinanzierung und begrenzen die finanzwirtschaftlichen Risiken. Fortlaufende Überprüfungen und intensive Kontrollen minimieren die Risiken auf den einzelnen finanzwirtschaftlichen Risikofeldern. Kreditrisiko (Ausfallrisiko): Wir schließen Finanzinstrumente im Finanzierungsbereich grundsätzlich nur mit solchen Kontrahenten ab, die über eine sehr gute Bonität verfügen bzw. einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Dabei werden zur weiteren Risikominimierung Geschäfte nur im Rahmen vorgegebener Kontrahentenlimite getätigt. Außenstände und Ausfallrisiken werden von den Konzernunternehmen fortlaufend überwacht; teilweise sind sie zusätzlich über Warenkreditversicherungen abgesichert. Besonders intensiv beobachten wir die Bonität von Großkunden. Liquiditätsrisiko: Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherstellen zu können, halten wir auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vor. Das Cash-Pooling sowie externe Finanzierungen konzentrieren sich vorwiegend auf die ThyssenKrupp AG sowie spezielle Finanzierungsgesellschaften. Im Rahmen des Cash-Pooling werden die Mittel bedarfsgerecht intern an Konzerngesellschaften weitergeleitet. Marktrisiko: Eine Reihe von Maßnahmen begrenzt die Schwankungen der Zeitwerte oder künftiger Zahlungsströme aus originären oder derivativen Finanzinstrumenten wegen Marktänderungen, oder sie schaltet diese ganz aus. Hierzu gehören im Wesentlichen außerhalb der Börse gehandelte Devisentermingeschäfte, Zins-/Währungsderivate und Warentermingeschäfte mit Banken und Handelspartnern. Die Warenpreise werden darüber hinaus auch durch börsengehandelte Futures abgesichert. Außerdem überwachen wir umfassend den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, wobei die Kontrollen auf Basis von Richtlinien im Rahmen des regelmäßigen Reporting erfolgen. Währungsrisiko: Um die Risiken aus der Vielzahl unserer Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen – vor allem in US-Dollar – zu begrenzen, haben wir konzerneinheitliche Richtlinien für das Devisenmanagement entwickelt. Grundsätzlich müssen alle Gesellschaften des Konzerns Fremdwährungspositionen im Zeitpunkt ihrer Entstehung sichern; Unternehmen mit Sitz im Euroraum sichern grundsätzlich über unsere zentrale Clearing-Stelle. Translationsrisiken – also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen – werden grundsätzlich nicht abgesichert. Zinsrisiko: Wir haben 2008/2009 wie in den Vorjahren Liquidität an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen – überwiegend im Euro- und US-Dollar-Raum – und mit unterschiedlichen Laufzeiten beschafft. Teilweise sind die hieraus resultierenden Finanzschulden sowie unsere Geldanlagen dem Risiko ausgesetzt, dass sich die Zinsen ändern. Für die Steuerung erstellen wir deshalb regelmäßig Zinsanalysen, deren Ergebnisse in unser Risikomanagementsystem einfließen. Warenpreisrisiko: Je nach Marktsituation können die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energie erheblich schwanken. Dieses Preisrisiko minimieren wir zum einen durch langfristige Lieferverträge – beispielsweise für Erz, Kohle und Koks. Zum anderen setzen einige Konzernunternehmen derivative Finanzinstrumente – im Wesentlichen Warentermingeschäfte – ein, um Risiken aus schwankenden Rohstoffpreisen, insbesondere für Nickel und Kupfer, abzusichern. Für den Abschluss solcher Finanzinstrumente gelten strenge Richtlinien. Details über diese Risikofelder stehen im Anhang zum Konzernabschluss unter Nr. 30. Risiken aus Käufen, Verkäufen und Restrukturierungen Bei Restrukturierungsmaßnahmen sowie dem Verkauf oder Erwerb von Grundstücken, Unternehmen oder sonstigen Geschäftsaktivitäten können Risiken entstehen. Für wahrscheinliche Risiken in diesem Zusammenhang haben wir entsprechende bilanzielle Vorsorge getroffen. Auftrags- und Absatzrisiken Die Abwicklung von Großaufträgen ist mit Risiken verbunden. Technische Probleme sowie Qualitätsprobleme mit Unterlieferanten können zu höheren Kosten als geplant führen sowie Terminüberschreitungen verursachen. Auch hier verbessern wir kontinuierlich unsere Steuerungsinstrumente, um diese Risiken zu begrenzen. Durch sorgfältige Auswahl der Kunden, einen ständigen Kontakt und zeitnahe Zahlungen nach Baufortschritt minimieren wir das Risiko, dass es zu Zahlungsausfällen kommt. Als weltweit tätiger Konzern ist ThyssenKrupp in besonderem Maße von der internationalen Konjunkturentwicklung abhängig. Diesen Marktrisiken begegnen wir mit einem Bündel von Maßnahmen. Intensiv und kontinuierlich beobachten wir die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Länder und Handelsströme, um die Absatzrisiken möglichst gering zu halten. Bei Bedarf kürzen wir beispielsweise unsere Produktionen und passen die Kapazitäten an. Unsere internationale Präsenz macht uns weitgehend unabhängig von regionalen Krisen. Dank der stark differenzierten Produkt- und Kundenstruktur sind unsere Absatzrisiken auf Teilmärkte begrenzt. ThyssenKrupp ist von der beträchtlichen weltweiten Abschwächung der Automobilindustrie, die zu unseren Hauptkunden gehört, betroffen. Die verschlechterte Bonität einzelner Großabnehmer birgt Forderungsausfallrisiken, denen wir mit einem effektiven Debitorenmanagement begegnen. Die Absatzrisiken sind im Einzelnen im folgenden Abschnitt „Spezifische Risiken unserer Aktivitäten“ beschrieben. Beschaffungsrisiken Steigenden Preisen auf der Beschaffungsseite begegnet ThyssenKrupp, indem die höheren Kosten möglichst in den Produktpreisen weitergegeben werden. Unser Einkauf sucht darüber hinaus weltweit ständig alternative und kostengünstige Lieferanten. Eine strukturierte Beschaffung auf dem Strommarkt sowie langfristige Erdgasverträge reduzieren die Risiken auf den Energiemärkten. Um die Risiken von Lieferausfällen zu begrenzen, wählen wir unsere Lieferanten sorgfältig aus. Eine geografische Streuung der Aufträge macht uns unabhängiger von regionalen Lieferengpässen und hilft, bei lokalen Lieferschwierigkeiten auf Beschaffungsalternativen auszuweichen. Einzelheiten zu unserem Beschaffungsmanagement finden Sie im Kapitel „Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern“. Rechtliche Risiken aus Klagen und Ansprüchen Dritter In den Bereichen Kartellrecht und Umweltrecht können sich rechtliche Risiken aus Klagen ergeben. Ebenso sind Schadensersatzklagen aus Produkthaftung denkbar, die wir aber durch qualitativ hochwertige Produkte minimieren. Darüber hinaus haben Vertragspartner aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen Ansprüche gegen ThyssenKrupp erhoben. Wo wahrscheinlich ist, dass einzelne Ansprüche zu Zahlungsverpflichtungen führen werden, wurden dafür Rückstellungen gebildet. Unser striktes Compliance-Programm reduziert auf allen Konzernebenen das Risiko, dass gegen Kartell- und Korruptionsrecht sowie gegen die darauf beruhenden internen Richtlinien verstoßen wird. Wir überprüfen und entwickeln dazu regelmäßig das interne Regelwerk und die eigene Compliance-Organisation weiter. In umfassenden Schulungen und Online-Kursen werden unsere Mitarbeiter über die Compliance-Anforderungen, Verstoßrisiken und möglichen Sanktionen unterrichtet. Mehr als 2.500 Thyssen Krupp Mitarbeiter weltweit nahmen 2008/2009 an Präsenzschulungen teil. Die Weiterbildungslehrgänge zum Thema Compliance haben wir durch ein konzernweites interaktives E-Learning-Programm ergänzt, das in einer Vielzahl von Sprachen angeboten wird. Allein im Berichtsjahrabsolvierten weltweit 22.000 Mitarbeiter Online-Schulungen zum Kartellrecht und 28.000 Mitarbeiter zum Thema Anti-Korruption. ThyssenKrupp duldet keine Verstöße gegen geltendes Recht und Richtlinien. Über schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadensersatzansprüche informieren wir unter Anhang-Nr. 29. Regulatorische Risiken Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen können Risiken für unser Geschäft zur Konsequenz haben, unsere Kosten erhöhen und unsere Absatzmöglichkeiten einschränken. Auch geänderte Wettbewerbsbestimmungen auf Teilmärkten können uns Nachteile bringen. Durch intensive Information stellen wir sicher, dass wir rechtzeitig auf solche Änderungen reagieren können. In engen Arbeitskontakten mit den relevanten Institutionen versuchen wir außerdem darauf hinzuwirken, dass Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen nicht den Wettbewerb verzerren. Für die Härtefallregelung nach dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien bestehen geänderte Kriterien an die Definition eines selbstständigen Unternehmensteils, die zu Mehrbelastungen bei den Stromkosten führen können. Umweltschutzrisiken Durch unsere Produktionsprozesse sind wir verfahrensbedingt Risiken ausgesetzt, Luft und Wasser zu verunreinigen. Intensive und kontinuierliche Umweltschutzmaßnahmen und umweltschonende Investitionen in unseren Produktionsbetrieben tragen dazu bei, die Umwelt möglichst wenig zu belasten und die Ressourcen nachhaltig zu schonen. Darüber hinaus vermindert die hohe Anzahl von Konzernunternehmen mit zertifizierten Umweltmanagementsystemen die Gefahr von Umweltschäden. Weitere Einzelheiten zum Umweltschutz bei ThyssenKrupp sind im Kapitel „Nachhaltigkeit und Umweltschutz“ nachzulesen. Für einige Grundstücke in unserem Portfolio bestehen aus früheren Geschäftsaktivitäten Altlasten- und Bergschädenrisiken. Diesen Risiken begegnen wir durch vorbeugende Maßnahmen und planmäßige Sanierungsarbeiten, für die wir auch im Berichtsjahr Rückstellungen im bilanziell erforderlichen Ausmaß gebildet haben. Emissionsrechtsrisiken aus EU-Vorhaben Die Pläne der Europäischen Kommission zur zunehmenden Versteigerung der Emissionsrechte für CO2 in Auktionen ab 2013 bedeuten Risiken für unsere Produktionskosten. Der politische Diskussionsprozess darüber wird von uns intensiv beobachtet. Als energieintensiver Industrie- und Dienstleistungskonzern könnten wir im internationalen Wettbewerb die zusätzlichen Kosten aus einer zunehmenden Auktionierung wahrscheinlich nicht oder nicht in vollem Umfang an unsere Kunden weitergeben. Damit sind Risiken für die Ertragslage verbunden. Die noch festzulegenden Benchmarks des Zuteilungssystems und eine Deckelung der freien Zertifikate dürften zu deutlichen Minderzuteilungen in der nächsten Emissionshandelsperiode (2013 – 2020) führen. Wir verfolgen eng die politischen Entwicklungen zur Einführung eines US-Emissionshandelssystems, um rechtzeitig strategische Konzepte umzusetzen und mit unserem Know-how und unserer Erfahrung auch in den USA erfolgreich bestehen zu können. Risiken der Informationssicherheit Wir überprüfen ständig unsere Informationstechnologien und gehen der Frage nach, ob sich mit ihnen IT-gestützte Geschäftsprozesse sicher abwickeln lassen. Falls nötig, werden die Systeme aktualisiert und weiterentwickelt, denn Informationssicherheit (IS) ist kein Zustand, sondern ein permanenter Prozess, in dem Risiken und darauf basierende Schutzmaßnahmen bewertet werden. Die IT-gestützte Integration unserer Geschäftsprozesse setzt entscheidend voraus, dass die mit ihr verbundenen Risiken für unsere Konzernunternehmen, aber auch für unsere Kunden, Lieferanten und andere Geschäftspartner minimiert sind. Alle Konzernunternehmen sind deshalb durch interne Richtlinien verpflichtet, einen möglichst hohen Umsetzungsgrad zur Informationssicherheit zu gewährleisten. Im Berichtsjahr haben wir umfangreiche Maßnahmen getroffen, die zur systematischen Weiterentwicklung des Informationssicherheits-Managements gemäß ISO/IEC27001 beitragen. Darüber hinaus sind in ausgewählten Konzernunternehmen die Geschäftsprozesse und Rechenzentren sicherheitszertifiziert. Schon im Herbst 2008 hatten wir als Vorsorgemaßnahme angesichts der zunehmenden Risiken ein IS Competence Center gegründet, um unsere IT-Zentren und Computernetze noch sicherer zu machen und gegen Angriffe sowie Störungen von außen effektiver zu schützen. Hinzu kommt die Arbeit unseres Teams „IT Compliance“ im Corporate Headquarter: Es berät Unternehmen des Konzerns und unterstützt sie in allen Fragen der Informationssicherheit. Darüber hinaus können sich alle Mitarbeiter weltweit durch Selbstlernmodule im Intranet über den sicheren Umgang mit Geschäftsinformationen informieren. Außerdem veranstalten wir Trainings für Mitarbeiter und Führungskräfte, um sie für die Gewährleistung der Informationssicherheit zu sensibilisieren. Parallel dazu ist außerdem das ThyssenKrupp Information Security Forum seit 2004 erfolgreich etabliert. Gemeinsam mit dem Datenschutzbeauftragten des Konzerns stellen unsere IS-Experten sicher, dass in der Informationsverarbeitung personenbezogene Daten nur gemäß den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet werden. Alle diese Maßnahmen werden es weiterhin ermöglichen, die Geschäftsinformationen des Konzerns sowie die Privatsphäre unserer Geschäftspartner und Mitarbeiter durch präventive Maßnahmen zu schützen und angemessen auf mögliche neue Risiken zu reagieren. Risiken aus Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen Das zur Deckung von Pensionsverbindlichkeiten bestimmte Fondsvermögen ist Kapitalmarktrisiken ausgesetzt. Um diese möglichst gering zu halten, werden die einzelnen Anlageformen auf Basis von Asset-Liability-Studien unabhängiger Experten ausgewählt und gewichtet. Die Kapitalanlagen sind so auszurichten, dass sich die zugehörigen Pensionsverpflichtungen im Hinblick auf die gegenwärtigen und zukünftigen Erträge der Anlagen dauerhaft erfüllen lassen. Bei Pensionsverpflichtungen liegen Risiken in der höheren Lebenserwartung von Versorgungsberechtigten sowie in Verpflichtungen, die Rentenhöhen regelmäßig anzupassen. Darüber hinaus können sich die Kosten für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen in den USA und Kanada erhöhen. Außerdem können in einigen Ländern künftig die Zahlungen an Pensionsfonds auf Grund verschärfter gesetzlicher Anforderungen beachtlich steigen. In Einzelfällen kann bei vorzeitiger Auflösung eines Pensionsplans eine zusätzliche Zuführung erforderlich werden. Einzelheiten hierzu finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss unter Nr. 23. Personalrisiken Ein zentraler Erfolgsfaktor für ThyssenKrupp sind engagierte und kompetente Mitarbeiter und Führungskräfte. Risiken, solche Leistungsträger für offene Stellen in unserem Konzern nicht zu finden oder kompetente Stelleninhaber zu verlieren, begegnen wir mit einem Bündel von personalpolitischen Maßnahmen. Wir positionieren uns als attraktiver Arbeitgeber und fördern eine langfristige Bindung der Mitarbeiter an den Konzern. Die konsequente Managemententwicklung mit Karriereperspektiven und attraktiven Anreizsystemen für Führungskräfte führen wir fort. Wir intensivieren die zielgruppenorientierte Beratung unserer Mitarbeiter und stärken die Identifikation der Nachwuchskräfte mit dem Unternehmen auf allen Ebenen. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten halten wir an unserem hochqualifizierten Ausbildungssystem fest. Durch frühzeitige Kontakte informieren wir interessierte Jugendliche über die Berufschancen bei ThyssenKrupp und stellen so den notwendigen Nachwuchs für unsere Belegschaften sicher. Auch die intensive Zusammenarbeit mit Schwerpunktuniversitäten zur frühzeitigen Kontaktaufnahme mit qualifizierten Studenten führen wir konsequent fort. Näheres zu diesen Themen können Sie im Kapitel „Mitarbeiter“ lesen. Risiken der künftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Die Weltwirtschaft wird sich nur allmählich stabilisieren. Nach einem Rückgang des Welt-Bruttoinlandsprodukts um 1,4 % im Jahr 2009 rechnen wir für 2010 lediglich mit einem leichten Wachstum von 2,7 %. Dieser Prognose liegt eine Reihe von Annahmen zu Grunde; unterstellt wird beispielsweise eine weitgehende geopolitische Stabilität. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass sich die von der internationalen Finanzkrise ausgehenden Risiken nicht verschärfen, sondern allmählich zurückbilden werden. Es bestehen allerdings weiterhin konjunkturelle Abwärtsrisiken. Sollte die Finanzkrise 2010 nicht weitgehend überwunden werden, könnte es zu negativen Rückpralleffekten kommen. Da der geld- und fiskalpolitische Spielraum enger geworden ist, bleibt weniger Raum für weitere staatliche Konjunkturprogramme. Die unterstellte leichte gesamtwirtschaftliche Belebung wäre auch gefährdet, wenn wichtige Länder zu früh ihre fiskalpolitische Konsolidierung einleiten würden. Auch Steuererhöhungen oder zu schnelle Zinserhöhungsschritte der Notenbanken und stärker als erwartet steigende Arbeitslosenzahlen könnten die Wachstumschancen nachhaltig belasten. Wir erwarten für 2010 einen weitgehend stabilen Wechselkurs des Euro und nur mäßig anziehende Energie- und Rohstoffpreise. Die defizitäre Entwicklung der US-Zahlungsbilanz birgt jedoch das Risiko einer zunehmenden US-Dollar-Schwäche bzw. Euro-Aufwertung, die gerade die Exportchancen der deutschen Wirtschaft beeinträchtigen könnte. Eine Abwertung des US‑Dollar könnte auf den Energie- und Rohstoffmärkten zu einem verstärkten Preisauftrieb führen. Spezifische Risiken unserer Aktivitäten Qualitätsflachstahl im Sog der Konjunkturkrise Für unsere europäischen Qualitätsflachstahl-Aktivitäten, die seit 01. Oktober 2009 die Business Area Steel Europe ausmachen, zählen zu den Risiken der künftigen Entwicklung insbesondere Marktrisiken auf der Absatz- und Beschaffungsseite sowie Risiken aus dem Emissionshandel. Im Falle einer weiterhin schlechten gesamtwirtschaftlichen Lage steigt das bereits vorhandene Risiko von Kundeninsolvenzen. Dem Risiko einer weiter anhaltenden Wirtschaftskrise begegnen wir durch Kostenoptimierung in allen Bereichen, rechtzeitige Produktionsanpassungen und Konzentration auf anspruchsvolle Marktsegmente mit geringerer Zyklizität. Das steigende Risiko von Kundeninsolvenzen wird durch die Festlegung interner Limite für jeden einzelnen Kunden begrenzt. Wegen des Risikos steigender Rohstoff- und Energiepreise suchen wir ständig alternative Beschaffungsquellen und geben Preiserhöhungen möglichst an die Kunden weiter. Unsere Qualitätsrisiken sind minimiert, da die Wertschöpfungsketten stetig optimiert werden. Um Großrisiken versichern zu können und die Kosten bei Schadensfällen zu verringern, ist es besonders wichtig, vorbeugend Schäden zu verhüten. Ein sachversicherungsbezogenes wirtschaftliches und technisches Risikocontrolling ist deshalb als fester Bestandteil in den Risikomanagement-Prozess integriert. Für den Fall, dass der Betrieb einmal unterbrochen werden sollte, bestehen Business Continuity Plans mit konkreten Maßnahmen für die Schadenbeseitigung. Die Mengen- und Preisrisiken für Emissionsberechtigungen aus dem Emissionshandel der zweiten Handelsperiode, die sich von 2008 bis 2012 erstreckt, sind durch eine konzernweit gültige Emissionshandelsstrategie minimiert. Intensives Projektcontrolling bei Großprojekten in Amerika Bei unseren Qualitätsstahl-Großprojekten in Amerika – seit Beginn des neuen Geschäftsjahres in der Business Area Steel Americas zusammengefasst – kann es zu weiteren Abwicklungsproblemen wie teilweisen Zeitverzögerungen und Budgetüberschreitungen kommen. Ein intensives Projektcontrolling, verstärktes Projektmanagement sowie wöchentliche Projektbesprechungen und -berichte versetzen uns in die Lage, alle relevanten Risiken bei der Realisierung dieser Projekte zeitnah zu erfassen und zu kommunizieren. Durch ein effizientes Claims Management stellen wir darüber hinaus sicher, dass alle Ansprüche unserer Vertragspartner angemessen abgewickelt und gesteuert werden. Darüber hinaus befindet sich ThyssenKrupp im Zusammenhang mit dem Bau des Stahlwerks und der Kokerei in Brasilien in gerichtlichen, schiedsgerichtlichen und außergerichtlichen Auseinandersetzungen, die zu Schadenersatzleistungen führen können. Risiken beim Anlauf der künftigen Produktion werden durch verlängerte Hochlaufzeiten sowie sorgfältige Auswahl und Schulung der neuen Mitarbeiter minimiert. Ein frühzeitiger Auf- und Ausbau des Kundenstamms reduziert die möglichen Absatzrisiken; außerdem passen wir den Hochlauf der beiden Großprojekte der wirtschaftlichen Entwicklung an. Mehr darüber können Sie im Kapitel „Unternehmensssteuerung – Ziele und Strategie“ nachlesen. Das Beschaffungsrisiko für Eisenerz verringern wir durch langfristige Verträge und die enge Beziehung zu dem brasilianischen Eisenerz-Bergwerksunternehmen Vale, das an unserem brasilianischen Hüttenwerk beteiligt ist. Umfangreiche Maßnahmen gegen Marktrisiken bei Stainless Für unsere Stainless-Aktivitäten, die künftig in der Business Area Stainless Global gebündelt sind, ergeben sich neben den branchenüblichen Risiken auf Grund der zyklischen Stahlkonjunkturverläufe vornehmlich Risiken aus der Entwicklung der Märkte durch bestehende und weiter wachsende Überkapazitäten bei den Rostfrei-Produzenten in Asien. Diesen Marktrisiken begegnen wir mit zahlreichen Maßnahmen. Wir verlängern die Wertschöpfungskette in Richtung des margenträchtigen Endkundengeschäfts, intensivieren die Kundenbeziehungen, bauen das kundennahe Serviceangebot aus und verbessern Qualität sowie Lieferleistungen. Hinzu kommen neuentwickelte Anwendungen für rostfreie Stähle und Nickellegierungen, innovative Produkte aus diesen Werkstoffen sowie moderne und kostensparende Prozesstechnologien. Wegen der Risiken aus der gegenwärtigen Konjunkturkrise wurde in den Stainless-Werken ein weitreichendes Maßnahmenprogramm angestoßen und zum Teil bereits umgesetzt, das deutliche Produktionsanpassungen, geringere Verwaltungskosten sowie weitere Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen in allen Bereichen umfasst. Auch beim Bau des Edelstahlwerks bei Mobile in Alabama/USA sind weitere Zeitverzögerungen und Budgetüberschreitungen denkbar. Ebenso wie bei dem benachbarten Bau des Weiterverarbeitungswerks von Steel Americas sorgen deshalb auch hier ein intensives Projektcontrolling sowie Projektbesprechungen und -berichte für detaillierte Risikobewertungen; alle Risiken werden erfasst und kommuniziert. Zur Absicherung gegen Nickelpreisrisiken haben wir ein gestuftes Bandbreitenmodell eingeführt, das ein dauerhaftes Sicherungskonzept darstellt. Dabei werden Teile der ungesicherten Bestände, die auf Grund der Schwankungen des Nickelpreises an der London Metal Exchange einem Warenpreisänderungsrisiko unterliegen, durch Warentermingeschäfte (Nickel Futures) abgesichert. Die maximale Sicherungsmenge beträgt 80 % des monatlich ermittelten Nickelrisikobestands. Maßnahmenpaket gegen Preisrisiken bei Werkstoffdienstleistungen Den Schwerpunkt unseres Handels- und Dienstleistungsgeschäfts bilden Werkstoffdienstleistungen für Kunden in aller Welt, wobei diese Aktivitäten heute in der neuen Business Area Materials Services zusammengefasst sind. Den sich hieraus ergebenden Risiken begegnen wir wirkungsvoll mit einem umfassenden Maßnahmenpaket. Dazu gehört vor allem ein systematisch weiterentwickeltes Net-Working-Capital-Management, insbesondere um die Bestände zu optimieren. Zudem werden umfangreiche Kostensenkungsprogramme sowie entsprechende Kapazitätsanpassungen durchgeführt. Die Risiken aus der Restabwicklung von Projekten sind durch ein laufendes Projektcontrolling eingegrenzt. Die weltweite Präsenz, eine breite Kundenbasis und der hohe Diversifikationsgrad unserer Aktivitäten wirken konjunkturellen Risiken entgegen. Die sich hieraus ergebende Risikostreuung gilt auch für Forderungsausfallrisiken, die darüber hinaus durch Absicherungsinstrumente begrenzt sind. Regionale Risiken bei Elevator weitgehend ausgeglichen Die Risikostruktur unserer Aufzugsaktivitäten – seit Beginn des angelaufenen Geschäftsjahres Business Area Elevator Technology – wird im Wesentlichen von zwei Faktoren bestimmt: den unterschiedlichen Geschäftsaktivitäten sowie den verschiedenen Regionen, in denen wir tätig sind. In Bezug auf die Geschäftsaktivitäten ist das Service- und Modernisierungsgeschäft vergleichsweise wenig abhängig von konjunkturellen Entwicklungen. Um dem Verlust von Wartungseinheiten frühzeitig entgegenzuwirken, nutzen wir entsprechende Marketingstrategien, um Kunden langfristig zu binden. Zudem gleichen kontinuierliche Effizienzsteigerungsmaßnahmen häufig steigende Beschaffungskosten wie z.B. steigende Benzinpreise aus, sofern diese nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können. Anders stellt sich die Situation im Neuanlagengeschäft dar, das eng mit dem Bausektor verzahnt ist und daher stärker Konjunkturschwankungen unterliegt. Risiken aus der Abwicklung von Großprojekten begegnen wir mit gezielten Projektsteuerungsmaßnahmen. Zudem werden steigende Materialpreise durch Effizienzsteigerungen in der Produktion und einen optimierten Einkauf größtenteils kompensiert. In Bezug auf die regionale Verteilung der Geschäftsaktivitäten wird ein weitgehender interner Risikoausgleich erreicht, da Elevator in sehr unterschiedlichen Märkten präsent ist, die sich üblicherweise in verschiedenen Phasen de Konjunkturzyklus befinden. Die Wechselkursrisiken, die sich aus der regionalen Verteilung der Geschäftsaktivitäten ergeben, werden durch zeitnahe Abrechnung von Kosten und Umsätzen abgeschwächt. Bedingt durch die Wirtschaftskrise bestehen aber erhöhte Risiken im Hinblick auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden sowie deren Finanzierungsmöglichkeiten. Daraus könnten erhöhte Forderungsausfälle und die Verschiebung oder Stornierung von Projekten resultieren. Außerdem steigt die Wettbewerbsintensität auf allen bedeutenden Märkten, was zu einem weiteren Preisdruck führt. Wir begegnen diesen Tendenzen durch professionelles Projektmanagement und umfassende Bonitätsprüfungen der Kunden. Außerdem können gute Kundenbindung, hohe Servicequalität und wirksame Effizienzprogramme den zunehmenden Preisdruck mildern. Anlagenbau: Finanzierungsengpässe der Kunden als Risiko Für unsere im Anlagenbau tätigen Unternehmen, die seit 01. Oktober 2009 in der Business Area Plant Technology zusammengefasst sind, liegen die allgemeinen Risiken in der weiteren konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft und den unsicheren Absatzerwartungen in allen relevanten Abnehmerbranchen. Kundenseitige Finanzierungsengpässe und sinkende Rohstoffpreise können zu Projektverschiebungen oder -stornierungen führen. Neben diesen Risiken sind weiterhin auch Risiken aus der politischen Entwicklung zu beachten, beispielsweise im Mittleren und Nahen Osten. Die darüber hinaus bestehenden speziellen Risiken für die Abwicklung von langfristigen Großaufträgen und technisch komplexen Aufträgen werden durch ein intensives Projektcontrolling sowie einen verstärkten Einsatz von Projektsteuerungsmaßnahmen eingegrenzt. Marktrisiken im Komponentengeschäft Für die seit Beginn des neuen Geschäftsjahres in der Business Area Components Technology zusammengefassten Aktivitäten liegen Marktrisiken vor allem in einer fortgesetzten Rezession der Automobilbranche. Bei Automotive-Komponenten müssen wir weiterhin mit teilweise drastisch reduzierten Abrufen durch die Automobilfirmen rechnen. Wir begegnen den Risiken durch entsprechende Produktionskürzungen und reduzierte Vertriebs- und Verwaltungskosten. Die Marktrisiken werden durch unsere Produktionskapazitäten in China verringert, da wir hier entgegen dem weltweiten Trend von Absatzsteigerungen profitieren. Risiken bei den Werften Auf Grund der weltweiten Wirtschaftskrise und rückläufiger Neuaufträge besteht für unsere Werften ein Auslastungsrisiko. Extrem gesunkene Frachtraten sowie Finanzierungsprobleme der Kunden führen zu Verschiebungen bzw. Stornierungen von Schiffsneubauten, insbesondere von Containerschiffen und Yachten. Durch konkrete Optimierungsmaßnahmen, auch hinsichtlich der Prozessabläufe, wirken wir den daraus resultierenden Risiken entgegen. Unsere Werftaktivitäten sind seit 01. Oktober 2009 in der Business Area Marine Systems gebündelt. Ein weiteres Risiko resultiert aus der Entscheidung der EU-Kommission im Beihilfeverfahren Hellenic Shipyards (HSY). Die Kommission hat Zusagen des griechischen Staates an HSY vor und während der Privatisierung im Zeitraum 1997 – 2002 untersucht. Auf dieser Basis hat sie entschieden, dass aus dem untersuchten Katalog von staatlichen Zusagen einige nicht den beihilferechtlichen Anforderungen des EU-Rechts entsprechen. ThyssenKrupp hat Rückgriffsansprüche für den Fall, dass sich aus der nationalen Umsetzung der Entscheidung finanzielle Schäden ergeben. Trotzdem lassen sich bei ungünstiger Entwicklung finanzielle Belastungen nicht ausschließen. Darüber hinaus haben HSY und Howaldtswerke – Deutsche Werft GmbH (HDW) die beiden U-Boot-Programme mit dem griechischen Staat über den Neubau von vier U-Booten der Klasse U-214 und die Modernisierung von drei U-Booten der Klasse U-209 gekündigt. Entsprechende Schiedsklagen gegen den griechischen Staat sollen zeitnah eingereicht werden, um die sich aus der Kündigung ergebenden Ansprüche gegen den griechischen Staat durchzusetzen. Corporate: Risikokontrolle durch Projektcontrolling und -compliance Aus dem Bau des ThyssenKrupp Quartiers in Essen bestehen Risiken von Baukostensteigerungen und Terminverschiebungen. Wir beobachten und analysieren das Bauvorhaben systematisch und kontinuierlich im Rahmen des Projektcontrolling und der Projektcompliance; aus heutiger Sicht werden die Gebäude zu den geplanten Terminen fertiggestellt sein. Darüber hinaus bestehen Risiken, dass der Boden von ehemals industriell genutzten Grundstücken Umweltbelastungen aufweisen kann. Keine bestandsgefährdenden Risiken Für ThyssenKrupp liegen insgesamt keine bestandsgefährdenden Risiken vor. Eine effiziente und maßgeschneiderte Steuerung aller Risikokategorien trägt dazu bei, die Risiken im Konzern insgesamt zu begrenzen. Die Gesamtrisikosituation bleibt damit weiterhin überschaubar. Nachtrags-, Chancen- und Prognosebericht Nachdem die Weltwirtschaft den Tiefpunkt der Rezession durchschritten zu haben scheint, dürfte das neue Geschäftsjahr 2009/2010 im Zeichen einer allenfalls langsamen konjunkturellen Erholung stehen. Entsprechend werden die Auftragseingänge und Umsätze von ThyssenKrupp nur moderat wachsen. Mit der neuen Organisationsstruktur hat sich der Konzern schlanker und effizienter aufgestellt. Dies wird sich zusammen mit den eingeleiteten Optimierungsprogrammen positiv auf die Ergebnislage auswirken. Besondere Ereignisse nach Bilanzstichtag Die zwischen Bilanzstichtag (30. September 2009) und Aufstellungsdatum (09. November 2009) eingetretenen besonderen Ereignisse sind unter Anhang-Nr. 34 im Konzernabschluss dargestellt. Konjunkturausblick Nachhaltiger Aufschwung der Weltwirtschaft noch nicht in Sicht Die gesamtwirtschaftliche Lage hat sich nach der tiefen Rezession im 2. Halbjahr 2009 stabilisiert. Für 2010 rechnen wir mit einem nur leichten Wachstum des Welt-Bruttoinlandsprodukts von 2,7 % nach einem Rückgang von 1,4 % im Jahr zuvor. Ein nachhaltiger Aufschwung der Weltwirtschaft ist damit noch nicht in Sicht; es bestehen weiterhin konjunkturelle Rückschlagrisiken. In den USA ist 2010 noch nicht mit einer durchgreifenden Erholung der Konjunktur zu rechnen. Der finanzielle Spielraum für den privaten Konsum als bedeutendste Komponente der amerikanischen Wirtschaft bleibt auf Grund der schlechten Arbeitsmarktsituation und der gesunkenen Vermögenswerte begrenzt. Zudem werden die Investitionen der Unternehmen auf niedrigem Niveau verharren. Auch in Japan ist im weiteren Jahresverlauf nicht mit einer durchgreifenden Besserung zu rechnen. Günstiger sind die Wachstumsperspektiven vieler Schwellenländer. China wird auch 2010 die schwächere globale Nachfrage durch staatliche Konjunkturpakete und eine expansive Geldpolitik kompensieren. Für Indien wird eine leichte Wachstumsbeschleunigung erwartet. Brasilien und Russland werden durch eine Erholung auf den Rohstoffmärkten 2010 voraussichtlich wieder ein Wachstum erwirtschaften. Im Euroraum wird sich die gesamtwirtschaftliche Lage 2010 auf niedrigem Niveau stabilisieren. Auch in Deutschland ist nicht mit einem nachhaltigen Wachstum zu rechnen. Vielmehr besteht das Risiko, dass nach einer Belebung im 2. Halbjahr 2009 im kommenden Jahr – nach Auslaufen der Konjunkturprogramme – nochmals eine zeitweise Schwächephase eintritt. Insbesondere die steigende Arbeitslosigkeit spricht gegen einen selbsttragenden Aufschwung. Perspektiven in bedeutenden Absatzmärkten Die gedämpften gesamtwirtschaftlichen Perspektiven lassen noch keine durchgreifende Erholung in unseren bedeutenden Absatzmärkten erwarten. Wir gehen von den folgenden Entwicklungen aus: Auf dem Weltstahlmarkt bleiben vor dem Hintergrund der nur leicht verbesserten gesamtwirtschaftlichen Lage die Perspektiven gedämpft. In Europa, dem Nafta-Raum und Japan wird im kommenden Jahr die Nachfrage im Wesentlichen aus lagerzyklischen Gründen höher ausfallen als 2009. Dabei werden die in den Vorjahren erreichten Produktions- und Nachfrageniveaus noch nicht wieder erreicht. Von einer nennenswerten Steigerung des realen Verbrauchs können wir aus heutiger Sicht nicht ausgehen. China wird eine wesentliche Determinante des globalen Stahlmarktes bleiben. Die 2009 in China entstandenen Lagerüberhänge könnten das dortige Nachfragewachstum im nächsten Jahr aber spürbar dämpfen. In den übrigen Schwellenländern dürfte der Stahlverbrauch wieder leicht wachsen. Nach der Herbstprognose des Weltstahlverbandes wird die globale Walzstahlmarktversorgung 2010 um 9 % zunehmen; dies entspricht einer Rohstahlproduktion von rund 1,3 Mrd t. Die Kosten der Stahlerzeugung werden zwar im Vergleich zu 2008 durch niedrigere Rohstoffpreise günstig beeinflusst, andererseits gehen von unterausgelasteten Produktionskapazitäten negative Effekte aus. Bei den Edelstahl-Rostfrei-Flachprodukten haben gegen Ende des Berichtsjahres steigende Rohstoffpreise und niedrige Lagerbestände eine Marktbelebung begünstigt. Die Talsohle der Nachfrageschwäche scheint durchschritten zu sein. Eine nachhaltige Erholung der realen Nachfrage bei den Endverbrauchern könnte ab 2010 eintreten. Für 2010 wird daher wieder mit einer Belebung der weltweiten Nachfrage um annähernd 10 % auf 13,5 Mio t gerechnet; der tiefe Einbruch des Jahres 2009 wird damit allerdings noch nicht ausgeglichen. Auch bei den Hochleistungswerkstoffen Nickellegierungen und Titan erwarten wir im nächsten Jahr einen wieder höheren Bedarf. Der internationale Fahrzeugmarkt wird sich, ausgehend von dem tiefen Niveau des Jahres 2009, nur leicht erholen. Wir erwarten für 2010 einen Produktionszuwachs von knapp 6 % auf weltweit 62,6 Mio Fahrzeuge. Das Produktionsplus konzentriert sich auf jene Länder, die 2009 die stärksten Rückgänge verzeichneten, vor allem Japan und die USA. Die Autobauer in China dürften, wenn die steuerlichen Anreize wie bisher geplant auslaufen, die Stückzahlen nicht mehr im gleichen Tempo wir noch 2009 hochfahren. In Deutschland werden voraussichtlich weniger Fahrzeuge produziert. Die Umweltprämie hat 2009 zu vorgezogenen Käufen geführt, die 2010 einen Einbruch der inländischen Nachfrage nach sich ziehen werden. Das Minus im Inland kann nicht vollständig durch steigende Exporte ausgeglichen werden, so dass die deutsche Fahrzeugproduktion voraussichtlich um etwa 1 % auf 4,9 Mio Einheiten zurückgehen wird. Die Krise im Weltschiffbau wird sich 2010 fortsetzen. Die Überkapazitäten in der Welthandelsflotte drücken die Frachtraten; weitere Stornierungen von Neubaubestellungen sind wahrscheinlich. Die Produktion der deutschen Werften dürfte 2010 nach dem bisherigen dramatischen Einbruch der Bestellungen deutlich unter dem Niveau von 2009 bleiben. Die weltweit gedämpften Produktionserwartungen und die damit verbundene Zurückhaltung bei den Investitionen belasten weiterhin den internationalen Maschinenbau. Nach dem enormen Rückgang 2009 in vielen Ländern ist 2010 nur mit einer sehr moderaten Erholung zu rechnen. Für die Maschinenbauproduktion in den USA und in Deutschland werden lediglich Zuwächse von 3 % bzw. 2 % erwartet. Einzig China wird voraussichtlich eine zweistellige Wachstumsrate aufweisen. Die Baukonjunktur dürfte sich 2010 in den meisten Industrieländern nicht erholen. In Westeuropa und Nordamerika ist überwiegend mit weiteren Rückgängen der Bauproduktion zu rechnen. Trotz der staatlichen Konjunkturpakete, die weitestgehend den öffentlichen Bau stützen, wird auch die deutsche Bauwirtschaft kaum über eine Stagnation hinauskommen. Moderate Zuwächse könnten sich dagegen in einigen mittel- und osteuropäischen Ländern einstellen, während in China und Indien die Baukonjunktur kräftiger anziehen wird. Chancenbericht: Wachstum nach der Krise Ein qualitativ hochwertiges Produktprogramm, erhebliche Rationalisierungen in allen Konzernunternehmen und schnellere Entscheidungswege werden ThyssenKrupp weltweite Wachstumschancen eröffnen, sobald die Konjunktur wieder anzieht. Neue und modernisierte Produktionsanlagen sowie leistungsbereite und motivierte Mitarbeiter können die Produktivität unserer Werke weiter nach vorne bringen. Mit unseren zahlreichen Niederlassungen, Servicebüros und Fertigungsbetrieben sind wir weltweit nahe an unseren Kunden und Märkten. Dies eröffnet unseren Business Areas gute Aussichten, Top-Positionen auch auf Märkten zu halten oder zu erreichen, die im Wettbewerb hart umkämpft sind. Chancenmanagement ausgebaut Auf allen Ebenen des Konzerns bewerten und nutzen wir die Chancen, die sich uns für unser Geschäft bieten. Das Chancenmanagementsystem folgt der Konzernarchitektur: Die am Markt tätigen Konzernunternehmen beobachten die Trends und Entwicklungen in ihren Produktfeldern und identifizieren operative Chancen. Übersteigt der wahrscheinliche Erfolg die mit der Umsetzung verbundenen Kosten, realisieren wir das Vorhaben, sofern es in die übergeordnete Strategie der jeweiligen Business Area und des Konzerns passt. Zu den Aufgaben der Business Areas gehört auch, strategische Chancen auf den Märkten wahrzunehmen, in denen sie tätig sind. Auf Konzernebene setzt das Corporate Headquarter hierfür den strategischen Rahmen, sichert die Finanzierung und Liquidität und erbringt wesentliche Dienstleistungen für die operativen Unternehmenseinheiten. Das Headquarter koordiniert und verantwortet ebenfalls chancenorientierte Projekte, die mehrere Business Areas oder den ganzen Konzern betreffen. Projektverantwortliche mit Marktverantwortung, Geschäftsführungen, Bereichsvorstände und der Vorstand der ThyssenKrupp AG steuern gemeinsam unser Chancenmanagementsystem, das gezielt aussichtsreiche Marktänderungen und Techniktrends aufspürt und erschließt. Über unsere Unternehmensstrategie mit Schwerpunkten und Entwicklungslinien informieren wir Sie eingehend im Kapitel „Unternehmenssteuerung – Ziele und Strategie“. Die Risiken für den Konzern im Rahmen seiner wirtschaftlichern Tätigkeit sind detailliert im Kapitel „Risikobericht“ dargestellt. Neuorganisation bringt strategische Chancen Auch die zum 01. Oktober 2009 umgesetzte Neuorganisation des Konzerns öffnet uns neue geschäftliche Chancen. Kurze Entscheidungswege erlauben rasches Reagieren auf Kundenwünsche und Marktentwicklungen. Durch schlanke Strukturen sind die einzelnen Aktivitäten besser am Markt aufgestellt. Die Rationalisierungs- und Wertsteigerungsmaßnahmen erhöhen darüber hinaus die Leistungsfähigkeit des Konzerns und aller Teilbereiche. Außerdem ermöglichen die beiden Divisions Materials und Technologies als virtuelle Klammern für jeweils vier Business Areas mit verwandten Geschäften vielfältige Synergien, die von gemeinsamer Marktbearbeitung bis zu optimierter Logistik reichen können. Chancen der Business Areas Auf ihren Märkten verfügen unsere Business Areas über beachtliche operative Chancen. Steel Europe: Wir rechnen uns gute Chancen auf dem westeuropäischen Markt für Qualitätsflachstahl aus. Unsere hochmodernen Produktionsanlagen und Produkte in Premium-Qualität bieten Wettbewerbsvorteile, die wir bei einem Anziehen der Konjunktur in lukrative Aufträge mit guten Ergebnisbeiträgen ummünzen können. Hochwertige Karosseriebleche, maßgeschneiderte Platinen und höherfeste Stahlqualitäten helfen allen Konstrukteuren, die mit dem Werkstoff Stahl arbeiten, ihre Ideen umweltfreundlich und kostenbewusst umzusetzen. Durch den Ausbau unserer Kompetenz als Systempartner der Kunden sowie die Optimierung unserer Kostenposition stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit über das derzeitige Konjunkturtief hinaus. Steel Americas: Mit ihren neuen Werken in Brasilien und den USA kann die Business Area schon in relativ kurzer Zeit zur Qualitätsspitze der Stahlwerke auf dem amerikanischen Doppelkontinent gehören. Der in Bau befindliche Stahlwerkskomplex in Brasilien soll Mitte 2010 und das neue Weiterverarbeitungswerk in den USA im Frühjahr 2010 in Betrieb gehen. Steel Americas wird sich auf die Produktion, Weiterverarbeitung und Vermarktung von hochwertigen Qualitätsstählen konzentrieren. Angesichts erfolgreicher Gespräche mit künftigen strategischen Kunden sehen wir gute Chancen im Premium-Segment der Flachstahlmärkte im Nafta-Raum. Auch die Aufstockung des Kapitalanteils unseres brasilianischen Partners Vale am brasilianischen Hüttenwerk wird uns helfen, neue Absatzwege in Lateinamerika zu erschließen. Stainless Global: Dank der konsequenten Internationalisierung der Stainless-Geschäfte könnte die Business Area überdurchschnittlich von einem weltweiten Konjunkturaufschwung profitieren. Neue Produktentwicklungen werden darüber hinaus dazu beitragen, die Einsatzfelder für rostfreien Edelstahl in Kombination mit anderen Werkstoffen zu erweitern. Ähnliches gilt für die Hochleistungswerkstoffe der Business Area: Ihre Nickelwerkstoffe und Titanlegierungen werden immer wichtiger für Bauteile und Komponenten, die extrem korrosionsbeständig und belastbar sein müssen. Materials Services: Die Business Area ist mit 500 Niederlassungen in 40 Ländern auf den weltweiten Handel von Werk- und Rohstoffen sowie technische Dienstleistungen spezialisiert. Neben Walz- und Edelstahl, Rohren, NE-Metallen und Kunststoffen bieten wir Dienstleistungen an, die von Anarbeitung und Logistik über Lager- und Bestandsmanagement bis hin zum Supply-Chain-Management reichen. Basis für schnelle Verfügbarkeit bei gleichzeitig geringen Gesamtbeständen ist ein ausgefeiltes Lager-, Logistik- und Informationslogistiksystem mit Zentral- und Niederlassungslagern. Die Chancen für den weiteren Geschäftsausbau liegen auch im hohen Projektmanagement-Know-how, den weltweiten Verbindungen sowie dem speziellen Marktwissen. Technische und infrastrukturelle Services werden in den Bereichen Gleis- und Bautechnik sowie Anlagen- und Stahlwerksdienstleistungen angeboten. Elevator Technology: Innovationskraft, Servicequalität und Kundennähe machen die Business Area Elevator Technology weltweit zu einer der ersten Adressen für Personenbeförderungsanlagen. Mehr als 800 Standorte in über 60 Ländern sorgen für ein dichtes Service- und Vertriebsnetz. Mit unserer breiten Produktpalette – sowohl für Standardanlagen, als auch für individuelle Kundenlösungen bis hin zu Service- und Modernisierungspaketen – können neue Marktpotenziale erschlossen werden. Die Intensivierung von Vertriebsaktivitäten in Wachstumsmärkten – beispielsweise in China, Indien und der Golfregion – bietet weitere Chancen. Plant Technology: Das Programm der Business Area Plant Technology umfasst die gesamte Bandbreite des Spezial- und Großanlagenbaus. Die besondere Leistungsfähigkeit liegt darin, komplette Prozessketten zu beherrschen und ein großes Erfahrungspotenzial innerhalb prozessverwandter Gebiete anzubieten. Wir sehen deshalb gute strategische Chancen, im internationalen Markt noch weiter zu wachsen und unser Technologieportfolio durch beständige Innovationen weiter zu stärken. Weitere Chancen erwachsen aus den Zusatzleistungen in unserem Programm: Standortauswahl, Finanzierung, Verhandlung mit Behörden, technisches Management, Wartung, Sicherheitsanalysen und -technik, Training des Betriebspersonals sowie Projektmanagement. Gerade in den Schwellenländern öffnen uns diese Dienstleistungen häufig die Tür zu neuen Kunden. Components Technology: Hochwertige Komponenten herzustellen ist das Geschäft unserer Business Area Components Technology. Mit ihren Produkten halten die Konzernunternehmen, die diese Business Area bilden, weltweit führende Marktpositionen. Zusätzliche Chancen für unsere Automobilkomponenten sehen wir beispielsweise durch das wachsende Umweltbewusstsein der Autofahrer, die immer mehr auf einen niedrigen CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeuge achten. Dies kann den Absatz unserer gewichtsoptimierten Komponenten beschleunigen. Die zunehmende umweltfreundliche Nutzung der Windkraft fördert außerdem den Absatz unserer Großwälzlager, die in den Windkraftanlagen eingesetzt werden. Marine Systems: Die Chancen unserer Werften liegen zum einen in neuen Marineaufträgen für Überwasserschiffe und U-Boote. Zum anderen bietet Abu Dhabi MAR als möglicher strategischer Investor für den Hamburger Standort neue Chancen auf den Märkten im Mittleren Osten und in Nordafrika. Vor allem der Bau von Megayachten könnte davon profitieren. Die Kombination deutscher Schiffbautechnologie und der Marktkenntnis eines arabischen Partners könnte hier wichtige Impulse bringen. Für den Werftenstandort Emden sehen wir Chancen in der Windkraft. Gemeinsam mit SIAG Schaaf Industrie, einem führenden Hersteller von Komponenten für Windkraftanlagen, wollen wir bisheriges Werftgelände zu einem zukunftsfähigen Hightech-Standort im Bereich der Offshore-Technologie ausbauen und so nachhaltig Arbeitsplätze sichern. Wenn in der Nordsee große Offshore-Windkraftanlagenfelder entstehen, können die Komponenten dazu künftig aus Emden kommen. Leistungswirtschaftliche Chancen in der Wertschöpfungskette Über die ganze Wertschöpfungskette – Einkauf, Produktion, Vertrieb und Marketing – sehen wir aussichtsreiche Möglichkeiten, das Geschäft zu fördern. Gleichartige Aufträge zu bündeln, günstige Rahmenverträge abzuschließen und noch konsequenter die Vorteile der elektronischen Beschaffungsmethoden zu nutzen – all dies kann unsere Rentabilität weiter erhöhen. Auch in der Produktion können wir noch Rationalisierungs- und Qualitätsreserven ausschöpfen. Neue Fertigungsverfahren für innovative Stahlqualitäten, neuartige Dienstleistungen und die optimierte Herstellung von Komponenten beinhalten wichtige leistungswirtschaftliche Chancen. Wenn sich unsere dynamische Fertigungssteuerung für die verschiedenen Produktionsstufen bei der Stahlerzeugung im betrieblichen Alltag durchsetzt, können wir die hohe Qualität unserer Stahlprodukte künftig mit geringerem Aufwand sicherstellen. Im Marketing wollen wir weiterhin durch internationale Präsenz möglichst nahe an unseren Kunden sein, um ihre technischen und wirtschaftlichen Anforderungen schnell und umfassend erfüllen zu können. Unser weltweites Niederlassungsnetz wird dafür ständig optimiert. Viele Chancen sehen wir in neuentwickelten Produkten wie Werkstoffen, Komponenten und ganzen Anlagen sowie Dienstleistungen. Im InCar-Projekt – einer konzernweiten Forschungsinitiative für Innovationen im Automobilbau – haben unsere Ingenieure und Techniker beispielsweise 35 neue Lösungen für Karosserie, Antriebsstrang und Fahrwerk entwickelt. Die Business Area Elevator Technology hat mit dem maschinenraumlosen Aufzug synergy ein Erfolgsprodukt, das weltweit gefragt ist. Sie verfügt ebenfalls über Produkte mit besonders energieeffizienten regenerativen Antrieben; diese verwandeln die Energie, die beim Abbremsen der Kabine entsteht, wieder in elektrischen Strom: Der Energieverbrauch sinkt um über 30 %. Chancen für Unternehmen und Nachwuchskräfte Trotz der rückläufigen Geschäfte haben wir 2008/2009 wieder hochqualifizierte Schulabgänger und Hochschulabsolventen eingestellt und ihnen einen Karrierestart in unserem Konzern ermöglicht. Wir benötigen junge Nachwuchskräfte für unsere Fach- und Führungspositionen, um den aktuellen wissenschaftlichen Wissensstand aus den Universitäten in den Konzern einzubringen und eine junge, frische Sicht auf unsere Produkte und Strukturen zu gewinnen. Angesichts eines drohenden Ingenieurmangels wollen wir möglichst frühzeitig ausreichend viele Ingenieure wichtiger Fachrichtungen für unser Unternehmen gewinnen. Wertsteigerungspotenzial durch Konzerninitiativen Nach den bisherigen Erfolgen der Konzerninitiativen ThyssenKrupp PLuS und ThyssenKrupp best sehen wir auch in den kommenden beiden Geschäftsjahren hinreichende Chancen für weitere nachhaltige Kostensenkungen und Wertsteigerungen. In allen Bereichen des Unternehmens haben die Initiativen bisher Erfolge verzeichnet. Darauf bauen wir auf und werden auch künftig weitere Verbesserungsmaßnahmen umsetzen. Erwartete Ertragslage Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2009/2010 sehen wir die sich aktuell abzeichnende wirtschaftliche Erholung als noch fragil an. Umsatz und Ergebnis: Für das Geschäftsjahr 2009/2010 gehen wir von einer Stabilisierung des Umsatzes aus. Für die Ergebnisentwicklung erwarten wir eine signifikante Verbesserung hin zu einem wieder positiven Ergebnis, zu der die eingeleiteten Kostensenkungsprogramme erheblich beitragen werden. Das Bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (um Sondereinflüsse bereinigtes EBIT) wird voraussichtlich im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen. Das Bereinigte Ergebnis vor Steuern (um Sondereinflüsse bereinigtes EBT) erwarten wir in niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Höhe. Dabei wird das Bereinigte EBT durch Projektkosten und Anlaufverluste in der Business Area Steel Americas im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erheblich belastet werden. Diese Ergebnisbelastungen werden wir nicht mehr als Sondereinflüsse klassifizieren, da der Projektcharakter durch die Inbetriebnahme der Stahl- und Weiterverarbeitungswerke nicht mehr vorliegen wird. Zu bereinigende Sondereinflüsse sind Veräußerungsergebnisse, Restrukturierungsaufwendungen, Wertminderungsaufwendungen, weitere nicht operative Aufwendungen sowie weitere nicht operative Erträge. Bei den Sondereinflüssen handelt es sich um einmalig bzw. selten auftretende positive oder negative Effekte, die in ihrer Art und Höhe ungewöhnlich sowie von wesentlicher Bedeutung sind und damit das Ergebnis der Geschäftstätigkeit überlagern. Die Erwartungen für die einzelnen Business Areas sind wie folgt: · Steel Europe – Verbesserung der Mengen und der Kapazitätsauslastung bei unter Vorjahresniveau liegenden Durchschnittserlösen · Steel Americas – Negativer EBT-Beitrag im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich auf Grund der Projektkosten und Anlaufverluste für die Stahl- und Weiterverarbeitungswerke in Brasilien und den USA · Stainless Global – Stabilisierung der Mengen bei verbesserten Basispreisen · Materials Services – Stabilisierung der Mengen und Erlöse · Elevator Technology – Weiterhin hohe Ergebnisbeiträge dank des guten Auftragsbestands sowie des stabilen Modernisierungs- und Wartungsgeschäfts · Plant Technology – Gut vorhersehbare Erlös- und Ergebnisentwicklung im Projektgeschäft auf Grund des Auftragsbestands, der eine gute Ergebnisqualität ausweist · Components Technology – Unverändert schwieriges Umfeld in der Automobil- und Baumaschinenzulieferung bei positivem Ergebnisbeitrag des Bereichs Großwälzlager für den Windenergiesektor · Marine Systems– Verbesserte Ergebnisqualität durch die eingeleitete Konsolidierung der Werftenstandorte Für 2010/2011 erwarten wir eine Verbesserung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes sowie weitere positive Effekte aus unseren Kostensenkungsprogrammen. Dies wird sich auf Umsatz und Ergebnis entsprechend auswirken. Dividende: Im Rahmen der von uns verfolgten Dividendenkontinuität werden wir weiterhin eine angemessene Dividende ausschütten. Forschung und Entwicklung: Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten spielen Innovationen bei ThyssenKrupp eine zentrale Rolle. Für das Geschäftsjahr 2009/2010 planen wir, den Aufwand für unsere Innovationsaktivitäten leicht zu erhöhen. Hieran werden insbesondere die Aufwendungen für freie FuE-Projekte einen großen Anteil haben. Auch für das Folgejahr gehen wir wiederum von einer moderaten Steigerung der Aufwendungen aus. Insgesamt ist es unser Ziel, das Verhältnis unserer FuE-Aufwendungen zum Umsatz auf dem gegenwärtigen Niveau zu stabilisieren. Im Mittelpunkt unserer Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen stehen im Werkstoffbereich neue oder verbesserte Qualitäten, die Wirtschaftlichkeit mit höherer Festigkeit, verbesserten Verarbeitungseigenschaften sowie verbesserter Oberflächenqualität verbinden. Im Anlagenbau werden unsere Ingenieure und Techniker noch effizientere und Ressourcen schonende Verfahrenslösungen suchen. In weiteren Projekten werden wir Leichtbaukomponenten entwickeln, die es den Autokonstrukteuren ermöglichen, im Fahrzeugbau weiter Gewicht zu sparen. Beschaffung: Der Materialaufwand wird sich 2009/2010 weitgehend parallel zum Umsatz entwickeln. Sein Anteil am Umsatz dürfte rund 60 % ausmachen. Wir gehen davon aus, dass es dank langfristiger Lieferantenbeziehungen und unseres international operierenden Einkaufs zu keinen Versorgungsengpässen kommen wird. Dies gilt für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ebenso wie für Anlagen, Komponenten oder Dienstleistungen. Auch in der Zukunft werden wir den Einkauf weiterentwickeln. Hierzu trägt unsere konzernweite Einkaufsinitiative bei, die wir in den nächsten Jahren fortführen werden. Außerdem wollen wir unser System für Einkaufsreporting und -controlling weltweit weiter ausbauen, um Einkaufsprozesse transparenter und damit besser steuerbar zu machen. Energie : Die Energieversorgung unserer Werke ist weltweit sichergestellt. Wir rechnen mit keinen Versorgungsengpässen. Bei einem Anziehen der Konjunktur sind allerdings steigende Preise für alle Energieträger zu erwarten. Unsere bereits beschafften Strommengen sichern aber den erwarteten Strombedarf in Deutschland in den Geschäftsjahren 2009/2010 und 2010/2011 zu einem hohen Grad ab, so dass für einen solchen Fall vorgesorgt ist. Für die danach folgenden Jahre haben wir teilweise auch schon Strom zu günstigen Preisen gekauft. Aus dem EU-Emissionshandel in der dritten Handelsperiode, die sich von 2013 bis 2020 erstreckt, könnten uns möglicherweise höhere Kosten für Emissionsberechtigungen erwachsen. Gleiches gilt für den Fall, dass die USA ebenfalls einen Emissionshandel einführen. Umweltschutz: Für laufende Umweltschutzmaßnahmen gehen wir 2009/2010 von Aufwendungen in Höhe von mehr als 470 Mio € aus; dies liegt leicht über der Vorjahreshöhe. Der Großteil davon wird wieder für die Wasser- und Luftreinhaltung ausgegeben. Die Recyclingkosten für anfallende Produktionsrückstände bleiben gering, da alle Business Areas intensiv Reststoffe verwerten, um die natürlichen Ressourcen zu schonen. Wichtiges Investitionsprojekt für den Umweltschutz ist der Bau einer neuen Gewebefilteranlage im Duisburger Hüttenwerk: Die Anlage wird die Luftqualität im Norden der Stadt erheblich verbessern. Erwartete Finanz- und Liquiditätslage Trotz der Auswirkungen der Finanzkrise und der daraus resultierenden erschwerten Rahmenbedingungen stehen Finanzierung und Liquidität des Konzerns auch im Geschäftsjahr 2009/2010 auf einer gesicherten Basis. Bei privaten wie institutionellen Anlegern zählt ThyssenKrupp zu den solide finanzierten Adressen. Auf Grund von Großprojekten wie dem neuen Stahlwerk in Brasilien, dem neuen Produktions- und Vertriebsstandort in den USA sowie der Kapazitätsoptimierung am Standort Duisburg liegt das derzeitige Investitionsniveau über dem Durchschnitt der Vorjahre. Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie in € Anhang-Nr. 2007/2008 2008/2009 Umsatzerlöse (04),(32) 53.426 40.563 Umsatzkosten (12),(13) -44.270 -36.905 Bruttoergebnis vom Umsatz 9.156 3.658 Vertriebskosten -3.017 -2.892 Allgemeine Verwaltungskosten -2.573 -2.471 Sonstige betriebliche Erträge (05) 342 382 Sonstige betriebliche Aufwendungen (06), (12) -603 -518 Ergebnis aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften 73 -5 Betriebliches Ergebnis 3.378 -1.846 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 100 -29 Zinserträge 281 263 Zinsaufwendungen -725 -964 Sonstiges Finanzergebnis 94 212 Finanzergebnis (08) -250 -518 Ergebnis vor Steuern 3.128 -2.364 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (09) -852 491 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) 2.276 -1.873 Davon: Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 2.195 -1.857 Anteile anderer Gesellschafter 81 -16 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) 2.276 -1.873 Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) bezogen auf (10) Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) 4,59 -4,01 * Der Vorjahresbetrag wurde angepasst. Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzern-Anhang. Konzern-Bilanz Aktiva Mio € Anhang-Nr. 30.09.2008 30.09.2009 Immaterielle Vermögenswerte (12) 4.683 4.642 Sachanlagen (07),(13) 11.266 13.793 Als Finazinvestition gehaltene Immobilien (14) 357 341 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen (15) 515 480 Sonstige finanzielle Vermögenswerte (19) 118 94 Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (20) 902 455 Aktive latente Steuern (09) 467 638 Langfristige Vermögenswerte 18.308 20.443 Vorräte (17) 9.494 6.735 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (18) 7.885 5.120 Sonstige finanzielle Vermögenswerte (19) 881 1.253 Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (20) 1.953 1.724 Laufende Ertragsteueransprüche 381 252 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.725 5.349 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte (03) 15 491 Kurzfristige Vermögenswerte 23.334 20.924 Summe Vermögenswerte 41.642 41.367 Passiva Mio € 30.09.2008 30.09.2009 Gezeichnetes Kapital 1.317 1.317 Kapitalrücklage 4.684 4.684 Gewinnrücklagen 6.519 4.025 Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -92 -678 davon entfallen auf Disposal Groups (30.09.2008: 0; 30.09.2009: -12) Eigene Anteile -1.421 -1.421 Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 11.007 7.927 Anteile anderer Gesellschafter 482 1.769 Eigenkapital (21) 11.489 9.696 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (23) 6.550 7.525 Sonstige Rückstellungen (24) 641 792 Passive latente Steuern (09) 1.128 307 Finanzschulden (25) 3.068 7.160 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (27) 321 4 Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (28) 20 46 Langfristige Verbindlichkeiten 11.728 15.834 Sonstige Rückstellungen (24) 1.746 2.040 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 555 794 Finanzschulden (25) 1.348 305 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26) 5.731 4.169 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (27) 1.544 1.585 Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (28) 7.501 6.656 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten (03) 0 288 Kurzfristige Verbindlichkeiten 18.425 15.837 Verbindlichkeiten 30.153 31.671 Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 41.642 41.367 Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzern-Anhang. Konzern-Kapitalflussrechnung Mio € 2007/2008 2008/2009 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) 2.276 -1.873 Anpassungen des Jahresüberschusses/(-fehlbetrages) für die Überleitung zum Operating Cash-Flow: Latente Steueraufwendungen/(-erträge) -46 -719 Abschreibungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte 1.424 1.857 Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte -20 -3 Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, soweit nicht zahlungswirksam -95 43 Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte -109 -30 Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen: - Vorräte -613 2.680 - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -331 2.538 - Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -146 -21 - Sonstige Rückstellungen 159 578 - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 757 -1.504 - Übrige Aktiva/Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 423 153 Operating Cash-Flow 3.679 3.699 Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und in finanzielle Vermögenswerte -51 -43 Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften -213 -183 Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus dem Erwerb von konsolidierten Gesellschaften 55 2 Investitionen in Sachanlagen (einschl. geleisteter Anzahlungen) und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -3.774 -3.821 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (einschl. geleisteter Anzahlungen) -244 -191 Desinvestitionen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und finanziellen Vermögenswerten 85 59 Einzahlungen aus dem Verkauf von bislang konsolidierten Gesellschaften 171 6 Abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften -68 -5 Desinvestitionen von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 118 121 Desinvestitionen von immateriellen Vermögenswerten 23 18 Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -3.898 -4.037 Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen 0 2.986 Tilgung von Anleihen 0 -500 Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.041 3.245 Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -649 -2.529 Zunahme Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen 366 39 Zunahme/(Abnahme) Akzeptverbindlichkeiten 3 -16 Abnahme Verbindlichkeiten aus nicht ausgebuchten Forderungen -7 -3 Abnahme/(Zunahme) kurzfristige Wertpapiere 83 -48 Einzahlungen in das Eigenkapital durch andere Gesellschafter 0 465 Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile -880 0 Dividendenzahlung der ThyssenKrupp AG -635 -603 Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter -55 -47 Sonstige Finanzierungsvorgänge 28 -6 Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -705 2.983 Zahlungswirksame (Abnahme)/Zunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -924 2.645 Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -9 5 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn des Geschäftsjahres 3.658 2.725 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Geschäftsjahres 2.725 5.375 (davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Disposal Groups) (0) (26) Ergänzende Informationen zu Zahlungsvorgängen, die im Operating Cash-Flow enthalten sind: Zinseinzahlungen 143 149 Zinsauszahlungen -269 -342 Erhaltene Dividenden 50 18 (Auszahlungen)/Einzahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag -660 164 Siehe Anhang-Nr. 35 im Konzern-Anhang. Konzern-Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen Mio € 2007/2008 2008/2009 Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) -80 -46 Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0 Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt -80 -46 Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) -15 7 Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 0 Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt -15 7 Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 394 -1.073 Gewinne/(Verluste) aus "asset ceiling" -3 3 Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus derivativen Finanzinstrumenten Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) 13 231 Realisierte (Gewinne)/Verluste -21 -9 Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt -8 222 Steuereffekt -133 284 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (nach Steuern) 155 -603 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) 2.276 -1.873 Insgesamt erfasste Erträge und Aufwendungen 2.431 -2.476 Davon: Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG 2.344 -2.449 Anteile anderer Gesellschafter 87 -27 Aufgelaufene versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen zum Periodenende 506 -530 Die Darstellung enthält Erträge und Aufwendungen von -6 (i. Vj. 19) Mio €, die den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen zuzurechnen sind. Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Konzern-Anhang. Konzern-Anhang Unternehmensinformation Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft („ThyssenKrupp AG“ oder „Gesellschaft“) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzernabschluss der ThyssenKrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften („Konzern“) zum 30. September 2009 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 09. November 2009 zur Veröffentlichung freigegeben. Grundlagen der Berichterstattung Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Anwendung von § 315a HGB („Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards“) im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind. (01) Grundsätze der Rechnungslegung Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Der Konzernabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, da dies die Währung ist, in der die Mehrzahl der Transaktionen des Konzerns durchgeführt wird. Alle Beträge werden, soweit nicht anders dargestellt, in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben. Konsolidierung In den Konzernabschluss sind die ThyssenKrupp AG sowie alle wesentlichen Unternehmen, die die ThyssenKrupp AG mittelbar oder unmittelbar beherrscht, einbezogen. Beherrschung besteht dann, wenn die ThyssenKrupp AG über mehr als die Hälfte der Stimmrechte einer Gesellschaft verfügt oder auf andere Weise die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Bei der Bestimmung eines Beherrschungsverhältnisses werden auch potenzielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, berücksichtigt. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen. Bei einem Unternehmenserwerb werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bewertet. Anteile anderer Gesellschafter werden entsprechend ihrer Anteile an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Im Konzernabschluss werden 226 (i. Vj. 233) inländische und 518 (i. Vj. 518) ausländische mittelbar oder unmittelbar beherrschte Unternehmen konsolidiert. Im Berichtsjahr 2008/2009 wurden 32 Unternehmen erstmals konsolidiert. Gleichzeitig verringerte sich die Anzahl der konsolidierten Unternehmen um 39, wobei 29 Abgänge aus konzerninternen Verschmelzungen resultieren. 33 (i. Vj. 51) Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, werden nicht konsolidiert; ihr Umsatz beträgt 0,03 % des Konzernumsatzes, ihr Ergebnis -0,08 % des Konzernergebnisses (vor Steuern) und ihr Eigenkapital -0,01 % des Konzerneigenkapitals. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert oder, sofern sich dieser für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente nicht hinreichend verlässlich ermitteln lässt, zu Anschaffungskosten bewertet und innerhalb der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern durch Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung, ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn der Konzern einen Stimmrechtsanteil von 20 % oder mehr hält (assoziierte Unternehmen). Soweit ein Konzernunternehmen mit einem assoziierten Unternehmen Transaktionen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Gemeinschaftlich geführte Unternehmen (Joint Ventures) werden nach der Equity-Methode bilanziert. Soweit der Konzern Transaktionen mit einem gemeinschaftlich geführten Unternehmen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem gemeinschaftlich geführten Unternehmen eliminiert. 16 (i. Vj. 17) assoziierte Unternehmen und 20 (i. Vj. 21) Joint Ventures werden im Konzern nach der Equity-Methode bewertet. Darüber hinaus werden 24 (i. Vj. 27) assoziierte Unternehmen wegen der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zum beizulegenden Zeitwert oder, sofern sich dieser für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente nicht hinreichend verlässlich ermitteln lässt, zu Anschaffungskosten bewertet und innerhalb der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen; das anteilige Ergebnis dieser assoziierten Unternehmen von untergeordneter Bedeutung beträgt -0,24 % des Konzernergebnisses (vor Steuern) und ihr anteiliges Eigenkapital 0,13 % des Konzerneigenkapitals. Die vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns ist unter Anhang-Nr. 38 aufgeführt. Ein aus einem Unternehmenserwerb resultierender Firmenwert repräsentiert den Betrag, um den die Anschaffungskosten den Konzernanteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens, assoziierten oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbsstichtag übersteigen. Der Firmenwert wird als Vermögenswert bilanziert und jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen, sofern nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Hinweise bestehen oder Ereignisse eintreten, die eine Wertminderung vermuten lassen. Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten der assoziierten bzw. gemeinschaftlich geführten Unternehmen enthalten. Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines Tochterunternehmens resultieren, werden gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Im Falle der Veräußerung eines Tochterunternehmens, eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens wird der zurechenbare Anteil des Firmenwertes bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses berücksichtigt. Währungsumrechnung Die funktionale Währung und die Berichtswährung der ThyssenKrupp AG und der relevanten europäischen Tochtergesellschaften ist der Euro (€). Transaktionen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Transaktion mit dem zu diesem Zeitpunkt gültigen Wechselkurs erfasst. Nominal in Fremdwährung gebundene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden jeweils mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden auf Basis ihrer funktionalen Währung, welche in der Regel der Landeswährung entspricht, in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt nach der Stichtagskursmethode, nach welcher die Bilanzen von der funktionalen Währung in die Berichtswährung mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet werden. Nettogewinne oder -verluste, die aus der Währungsumrechnung resultieren, werden zusammengefasst und innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Solche Umrechnungsdifferenzen werden in der Periode, in der das betreffende Tochterunternehmen veräußert wird, ergebniswirksam erfasst. Bei Gesellschaften, die ihre Absatz- und Beschaffungsgeschäfte sowie ihre Finanzierung im Wesentlichen nicht in der Landeswährung abwickeln, ist die funktionale Währung die Währung des primären Wirtschaftsumfeldes der Gesellschaft. Die Umrechnung der in Landeswährung aufgestellten Abschlüsse in die funktionale Währung erfolgt in diesen Fällen nach der Zeitbezugsmethode. Danach werden alle nicht monetären Vermögenswerte (z.B. Sachanlagen) einschließlich der hierauf entfallenden Abschreibungen und das Eigenkapital mit den Durchschnittskursen des jeweiligen Zugangsjahres in die funktionale Währung umgerechnet. Alle übrigen Bilanzpositionen werden mit Stichtagskursen und alle übrigen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet. Entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst. Anschließend werden die Abschlüsse in der funktionalen Währung nach der Stichtagskursmethode in die Berichtswährung umgerechnet. Die Wechselkurse der für den ThyssenKrupp Konzern wesentlichen Währungen haben sich wie folgt entwickelt: Währungen Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs 30.09.2008 30.09.2009 2007/2008 2008/2009 Basis 1 € Basis 1 € US-Dollar 1,43 1,47 1,50 1,35 Kanadischer Dollar 1,50 1,57 1,52 1,59 Pfund Sterling 0,80 0,91 0,76 0,87 Brasil. Real 2,76 2,61 2,57 2,88 Umsatzrealisierung Umsätze aus Warenverkäufen werden ausgewiesen, sobald die wesentlichen Chancen und Risiken des Eigentums auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Im Übrigen werden Umsätze unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte ausgewiesen. Umsätze und Aufwendungen aus Fertigungsaufträgen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen werden. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Auftragskosten. Ist für die Abwicklung eines Fertigungsauftrags ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, umfassen die Auftragskosten auch direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten. Aufträge, bei denen der Konzern Generalunternehmer- oder Engineeringleistungen erbringt, werden ebenfalls wie Fertigungsaufträge behandelt. Nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanzierte Fertigungsaufträge werden entsprechend den zum Stichtag aufgelaufenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinns bewertet. In der Bilanz werden diese Umsatzerlöse abzüglich erhaltener Anzahlungen in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Auftragsänderungen, Nachforderungen oder Leistungsprämien werden berücksichtigt, sofern sie wahrscheinlich zu Erlösen führen, deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich schätzbar ist, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand ausgewiesen. Ist absehbar, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen, wird der erwartete Verlust unmittelbar als Aufwand ausgewiesen. Umsatzerlöse aus Verträgen, die mehrere Vertragselemente (z.B. Warenverkäufe in Kombination mit Dienstleistungen) beinhalten, werden erfasst, wenn das jeweilige Vertragselement geliefert oder erbracht worden ist. Die Umsatzrealisierung erfolgt auf Basis objektiv nachvollziehbarer, relativer beizulegender Zeitwerte der einzelnen Vertragselemente. Zinserträge werden unter Berücksichtigung des ausstehenden Kapitalbetrags und des geltenden Zinssatzes zeitanteilig vereinnahmt. Dividendenerträge aus Kapitalanlagen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Zahlung rechtlich entstanden ist. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuwendungen werden als Reduzierung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte erfasst und führen zu einer entsprechenden Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen in Folgeperioden. Zuwendungen, die nicht auf Investitionen bezogen sind, werden als sonstige betriebliche Erträge in den Zeiträumen erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendung kompensiert werden sollen. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung Aufwendungen für Forschung werden sofort ergebniswirksam erfasst. Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Dabei umfassen die Herstellungskosten neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ist für die Herstellung eines Vermögenswertes ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen, werden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten bis zur Erlangung des gebrauchsfertigen Zustandes als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Solange ein Entwicklungsprojekt nicht abgeschlossen ist, erfolgt eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der aufgelaufenen aktivierten Beträge, soweit nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Hinweise dafür bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) ergibt sich aus der Division des auf die Aktionäre der ThyssenKrupp AG entfallenden Anteils am Periodenergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien. Während einer Periode neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt. In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte. Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum von in der Regel 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Technologie aus dem Erwerb der Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH (HDW) wird über 40 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den zukünftigen Erwartungen angepasst. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden überwiegend in den Umsatzkosten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und jährlich auf Werthaltigkeit überprüft sowie zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Wertminderungsaufwendungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Sachanlagen Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Aktivierte Herstellungskosten für selbst erstellte Sachanlagen umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ist für die Herstellung eines Vermögenswertes ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen, werden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten bis zur Erlangung des gebrauchsfertigen Zustandes als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswertes aktiviert. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden sofort als Aufwand erfasst. Kosten für den Ersatz von Komponenten oder für Generalüberholungen von Sachanlagen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließt und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Sofern abnutzbare Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren Komponenten mit jeweils unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten gesondert ausgewiesen und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Stilllegung werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten und die entsprechenden kumulierten Abschreibungen der Anlagen aus der Bilanz ausgebucht; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Für die Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt: Gebäude inklusive als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 10 bis 50 Jahre Grundstückseinrichtungen, Einbauten in Gebäude 15 bis 25 Jahre Technische Anlagen und Maschinen 8 bis 25 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden und nicht für die eigene Produktion, für die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen, für Verwaltungszwecke oder für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Immobilien sind unter Anhang-Nr. 14 dargestellt. Wertminderungen Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert; der höhere Wert ist maßgeblich. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cash-Flows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann. Aus Unternehmenserwerben resultierende Firmenwerte werden den identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer Cash Generating Unit, die einen Firmenwert enthält, wird regelmäßig jährlich zum 01. Oktober auf Werthaltigkeit überprüft und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf die Ausführungen unter Anhang-Nr. 12. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswertes. Im Falle von Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Cash Generating Units, die einen Firmenwert enthalten, werden zunächst bestehende Firmenwerte reduziert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Firmenwertes, wird die Differenz in der Regel proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der Cash Generating Units verteilt. Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der Cash Generating Unit, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe des erzielbaren Betrags. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam. Wertaufholungen von vorgenommenen Wertberichtigungen auf Firmenwerte sind nicht zulässig. Leasing Leasingtransaktionen sind entweder als Finance Lease oder als Operating Lease zu klassifizieren. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt, werden als Finance Lease behandelt. Dementsprechend aktiviert der Konzern das Leasingobjekt zum niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingraten und schreibt den Leasinggegenstand in der Folge über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit ab. Zugleich wird eine entsprechende Verbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben wird. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden als Operating Lease behandelt. In diesem Fall werden die Leasingzahlungen linear als Aufwand erfasst. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft bilanziert. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Gegenstand in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Ertrag erfasst. Vorräte Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten. In der Regel werden Vorräte nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch auf Basis einer üblichen Kapazitätsauslastung zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald ThyssenKrupp Vertragspartei des Finanzinstrumentes wird. Wenn Handelstag und Erfüllungstag auseinander fallen, ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung bzw. den bilanziellen Abgang der Erfüllungstag maßgeblich. Als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden grundsätzlich unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes Für Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert grundsätzlich dem Betrag, den der Konzern erhalten bzw. zahlen würde, wenn er die Finanzinstrumente am Bilanzstichtag tauschen bzw. begleichen wollte. Sofern Marktpreise an Märkten für Finanzinstrumente quotiert werden, werden diese verwendet. Dies betrifft insbesondere Finanzinstrumente, die als zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte eingestuft sind. Ansonsten werden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen – Zinssätze, Devisenkurse, Warenpreise – unter Verwendung der Mittelkurse berechnet. Dabei werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wie z.B. des Optionspreismodells für Devisen- und Zinsoptionen oder der Discounted Cash-Flow-Methode für Zinsswaps. Bei einigen Derivaten basiert der beizulegende Zeitwert auf externen Bewertungen unserer Finanzpartner. Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte beinhalten insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, derivative finanzielle Vermögenswerte sowie gehaltene Eigenkapitalinstrumente und Gläubigerpapiere. Der erstmalige Ansatz von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dabei werden bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in Folgeperioden nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen ausgewiesen. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen dem Ausfallrisiko hinreichend Rechnung. Objektive Ausfälle führen zu einer Ausbuchung der betreffenden Forderung. Forderungen, die für sich gesehen unbedeutsam sind, sowie Forderungen mit einem ähnlichen Ausfallrisiko werden in Gruppen zusammengefasst und gemeinsam auf einen Wertberichtigungsbedarf anhand von Erfahrungswerten untersucht. Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Ob ein Ausfallrisiko über ein Wertberichtigungskonto oder direkt mittels Ausbuchung der Forderung erfasst wird, hängt davon ab, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls geschätzt wird und wie verlässlich das Ausfallrisiko beurteilt werden kann. Un- oder unterverzinsliche Forderungen mit einer erwarteten Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Der Diskontierungsbetrag wird ratierlich bis zur Fälligkeit der Forderung im Zinsertrag vereinnahmt. Der Konzern verkauft ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Wechsel auf revolvierender oder auf einmaliger Basis an nicht konsolidierungspflichtige Zweckgesellschaften (Special Purpose Entities) und andere Finanzinstitute. Auf diese Weise verkaufte Finanzaktiva werden zum Zeitpunkt des Verkaufs aus der Konzernbilanz ausgebucht, soweit im Wesentlichen alle Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen werden und die Durchleitung der mit diesen Finanzaktiva verbundenen Cash-Flows sichergestellt ist. Wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken weder übertragen noch behalten werden, werden die Finanzaktiva zum Zeitpunkt des Verkaufs nur dann aus der Konzernbilanz ausgebucht, wenn sichergestellt ist, dass die aus den Finanzaktiva resultierenden Cash-Flows an den Erwerber durchgeleitet werden und der Erwerber die Kontrolle über die Finanzaktiva erhalten hat. Soweit im Wesentlichen alle Chancen und Risiken beim Konzern verbleiben, werden die Finanzaktiva als Sicherung einer passivierten Verbindlichkeit weiterhin in der Bilanz ausgewiesen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur geringen Wertschwankungen unterliegen; sie sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte Derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind, sind zwingend dieser Kategorie zuzuordnen, sofern der beizulegende Zeitwert zum Stichtag positiv ist. Ein Gewinn oder Verlust aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes wird ergebniswirksam erfasst. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind jene nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die nicht in eine der vorstehend beschriebenen Kategorien (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) eingeordnet sind. Diese Kategorie enthält im Wesentlichen Eigenkapitalinstrumente und Gläubigerpapiere, welche grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Ein Gewinn oder Verlust aus der Bewertung eines zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswertes wird direkt im Eigenkapital erfasst, mit Ausnahme von Wertberichtigungen und Effekten aus der Währungsumrechnung. Bei Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die bis dahin direkt im Eigenkapital berücksichtigten kumulierten Gewinne oder Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung der laufenden Periode erfasst. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich ermitteln, werden diese zu Anschaffungskosten bewertet. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Der Konzern macht von dem Wahlrecht, finanzielle Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz in diese Kategorie einzustufen, keinen Gebrauch. Wertminderung finanzieller Vermögenswerte Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, daraufhin untersucht, ob objektive Hinweise darauf schließen lassen, dass eine Wertminderung vorliegt. Objektive Hinweise können z.B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, der Wegfall eines aktiven Marktes sowie signifikante Änderungen des technologischen, marktbezogenen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeldes sein. Bei Eigenkapitalinstrumenten ist eine signifikante oder länger anhaltende Abnahme des beizulegenden Zeitwertes ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung. Die Höhe der Wertberichtigung auf einen finanziellen Vermögenswert, der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert wird, ergibt sich als Differenz zwischen dem Buchwert und dem Barwert der erwarteten künftigen Cash-Flows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes. Der Wertminderungsaufwand wird erfolgswirksam erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in Folgeperioden auf Grund von Ereignissen, die objektiv nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertberichtigung eingetreten sind, wird die Wertminderung in entsprechendem Umfang erfolgswirksam zurückgenommen. Wurde der Rückgang des beizulegenden Zeitwertes eines zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswertes bisher direkt im Eigenkapital erfasst, werden diese ermittelten Wertminderungen aus dem Eigenkapital ergebniswirksam ausgebucht, sobald ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung besteht. Die Höhe der Wertminderung entspricht der Differenz zwischen den Anschaffungskosten (abzüglich etwaiger Tilgungen und Amortisationen) und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich etwaiger, bereits früher ergebniswirksam erfasster Wertberichtigungen des finanziellen Vermögenswertes. Ergebniswirksam erfasste Wertberichtigungen für Eigenkapitalinstrumente, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind, werden nicht erfolgswirksam, sondern nur über das Eigenkapital rückgängig gemacht. Wertaufholungen bei Fremdkapitalinstrumenten, die objektiv nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertberichtigung eingetreten sind, werden erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten begründen eine Verpflichtung, die in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert zu begleichen ist. Hierunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, derivative finanzielle Verbindlichkeiten sowie die Bestandteile der Finanzschulden, im Wesentlichen Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen. Der erstmalige Ansatz von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dabei werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in Folgeperioden nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden die Finanzierungskosten einschließlich Agio, welches im Rahmen von Tilgungen oder Rückzahlungen zu erstatten ist, periodisch abgegrenzt und erhöhen den Buchwert der Verbindlichkeit, soweit sie nicht bereits in der Periode des Anfalls bezahlt wurden. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Der Konzern macht von dem Wahlrecht, finanzielle Verbindlichkeiten beim erstmaligen Ansatz in diese Kategorie einzustufen, keinen Gebrauch. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten Derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind, sind zwingend als „zu Handelszwecken gehalten“ einzustufen und damit erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu erfassen. Sind die beizulegenden Zeitwerte negativ, erfolgt ein Ausweis als „zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten“. Derivative Finanzinstrumente Der Konzern setzt grundsätzlich derivative Finanzinstrumente ein, um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisänderungen entgegenzuwirken, die im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit sowie im Rahmen von Investitions- und Finanztransaktionen entstehen können. Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte eingesetzt. Solche derivative Finanzinstrumente und so genannte eingebettete derivative Finanzinstrumente, die integraler Bestandteil von bestimmten Verträgen sind und gesondert ausgewiesen werden müssen, werden sowohl bei erstmaliger Bilanzierung als auch in Folgeperioden ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne oder Verluste aus Zeitwertschwankungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Wenn derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken aus zukünftigen Zahlungsströmen und zur Sicherung von Bilanzposten eingesetzt werden, ermöglicht IAS 39 bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge Accounting. Hierdurch kann die Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung reduziert werden. Es wird nach der Art des abgesicherten Grundgeschäftes zwischen einem Fair-Value-Hedge, einem Cash-Flow-Hedge und einem Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation unterschieden. Bei einem Fair-Value-Hedge, der der Absicherung von bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder nicht bilanzierten festen vertraglichen Verpflichtungen dient, wird das Sicherungsinstrument zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und diesbezügliche Zeitwertänderungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der abgesicherten Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder festen vertraglichen Verpflichtungen, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, werden ebenso ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines perfekten Hedge gleichen sich die ergebniswirksam erfassten Zeitwertschwankungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts nahezu aus. Wird der Vermögenswert oder die Verbindlichkeit nach den allgemeinen Bilanzierungsvorschriften zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, ist der Buchwert um die kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, anzupassen. Wird jedoch das Grundgeschäft (z.B. zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere) zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, ohne nach den allgemeinen Bilanzierungsvorschriften die Gewinn- und Verlustrechnung zu berühren, werden die Zeitwertänderungen, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, entgegen den allgemeinen Vorschriften ergebniswirksam erfasst. Bei einem Cash-Flow-Hedge werden künftige Zahlungsstromschwankungen aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, aus erwarteten mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktionen oder aus Währungsrisiken einer festen vertraglichen Verpflichtung abgesichert. Der effektive Teil der Zeitwertschwankungen wird ergebnisneutral sofort innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Umgliederung aus dem Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Sofern die Absicherung später in dem Ansatz eines nicht finanziellen Vermögenswertes (z.B. Sachanlagen oder Vorräte) resultiert, verändern zu dessen Zugangszeitpunkt die bislang im Eigenkapital erfassten Zeitwertschwankungen den Wertansatz des nicht finanziellen Vermögenswertes. Der aus der Bestimmung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs aus Grund- und Sicherungsgeschäft verbleibende ineffektive Teil des Derivates sowie Anpassungen auf Grund von Zinseffekten werden sofort in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Bei Währungsrisiken wird für die Beurteilung der Effektivität die Wertänderung auf Grund von Kassakursänderungen als gesichertes Risiko einbezogen und die Zinskomponente außen vorgelassen. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft, verkauft, beendet oder ausgeübt wird oder der Sicherungszusammenhang nicht mehr besteht, aber trotzdem erwartet wird, dass das geplante Grundgeschäft eintritt, verbleiben sämtliche bis dahin aus diesem Sicherungsgeschäft aufgelaufenen, nicht realisierten Gewinne oder Verluste innerhalb des Eigenkapitals und werden gemäß obiger Ausführungen ergebniswirksam, wenn das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Falls der Eintritt des ursprünglich abgesicherten Grundgeschäfts nicht mehr erwartet wird, werden die bis dahin innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesenen kumulierten, nicht realisierten Gewinne oder Verluste sofort in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisänderungen abzusichern, wendet der Konzern überwiegend Cash-Flow-Hedges an. Zusätzlich führt das Unternehmen auch Sicherungsmaßnahmen gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements durch, welche ökonomisch zur Sicherung bestehender Risiken beitragen, jedoch nicht die strengen Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen. Für Währungsderivate, die zur Absicherung von Währungsrisiken aus monetären Bilanzpositionen abgeschlossen wurden, wendet der Konzern kein Hedge Accounting an. Die ergebniswirksam erfassten Effekte aus der Umrechnung der Bilanzpositionen stehen so den ebenfalls ergebniswirksam zu erfassenden Zeitwertschwankungen der Derivate gegenüber. Die Sicherung einer Nettoinvestition in eine ausländische Einheit durch einen Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation wird derzeit im Konzern nicht angewendet. Weitere Ausführungen zu den derivativen Finanzinstrumenten enthält Anhang-Nr. 30. Latente Steuern Latente Steuern werden nach der Bilanz-Ansatz-Methode auf zeitlich befristete Differenzen zwischen Wertansätzen in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge und für anrechenbare Steuern angesetzt. Auf diese Weise ermittelte Differenzen werden grundsätzlich immer berücksichtigt, wenn sie zu passiven latenten Steuern führen. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden. Aktive und passive latente Steuern werden auch auf temporäre Differenzen, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, angesetzt, mit der Ausnahme von temporären Differenzen auf Firmenwerte, sofern diese steuerlich unberücksichtigt bleiben. Zur Berechnung latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen, soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit Sachverhalte, die eine Veränderung der latenten Steuern nach sich ziehen, direkt gegen das Eigenkapital gebucht werden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt. Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern (z.B. Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, aufgelaufene versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen einschließlich Effekte aus „asset ceiling“ sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Zeitbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten und von derivativen Finanzinstrumenten. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Für leistungsorientierte Pensionspläne zu bildende Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bewertet. Quartalsweise erfolgt eine Neubewertung der Rückstellungen für Pensionen und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens. Alle bis zum Stichtag des Übergangs auf die Bilanzierung nach den Vorschriften der IFRS, dem 01. Oktober 2004, aufgelaufenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurden sofort innerhalb des Eigenkapitals erfasst. Alle nach dem 01. Oktober 2004 anfallenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie Gewinne und Verluste aus „asset ceiling“ werden ebenfalls sofort innerhalb des Eigenkapitals erfasst und in der Konzern-Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen (statement of recognised income and expense) dargestellt. Soweit ein zur Refinanzierung von Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen aufgebautes Fondsvermögen die Verpflichtungen übersteigt, ist die Aktivierung des Überhangs begrenzt. Determinanten für die Begrenzung sind noch unberücksichtigter Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen sowie der Barwert von künftigen Rückerstattungen aus dem Plan oder von Minderungen zukünftiger Beitragszahlungen. Der Dienstzeitaufwand für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird als Aufwand innerhalb des betrieblichen Ergebnisses ausgewiesen. Der im Netto-Pensionsaufwand enthaltene Zinsaufwand und der erwartete Kapitalertrag des Fondsvermögens werden im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit Planverbesserungen zugesagt werden, wird noch unberücksichtigter Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Im Falle einer unmittelbaren Unverfallbarkeit der Anwartschaften erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Erfassung. Verpflichtungen des Konzerns aus beitragsorientierten Versorgungsplänen werden ergebniswirksam innerhalb des betrieblichen Ergebnisses erfasst. Der Konzern verfügt auch über Pensionspläne, die gemeinschaftlich mit nicht verbundenen Unternehmen unterhalten werden (multi-employer plans). Dabei handelt es sich im Grundsatz sowohl um leistungs- als auch um beitragsorientierte Versorgungspläne. Soweit im Zusammenhang mit gemeinschaftlich unterhaltenen leistungsorientierten Versorgungsplänen die erforderlichen Informationen zur Verfügung stehen, werden diese Pläne wie jeder andere leistungsorientierte Plan bilanziert, andernfalls wie beitragsorientierte Pläne. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung hat und diese Verpflichtung wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen wird, deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungshöhe entspricht der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrags der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag, wobei erwartete Erstattungen Dritter nicht saldiert, sondern als separater Vermögenswert angesetzt werden, sofern die Realisation so gut wie sicher ist. Ist der Zinseffekt wesentlich, wird die Rückstellung mit dem risikoadäquaten Marktzins abgezinst. Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreffenden Waren oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistungen gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller zukünftig möglichen, mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Rückstellungen für drohende Verluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten. Aktienbasierte Vergütung Der Konzern verfügt über Incentivepläne, in deren Rahmen ausgewählten Führungskräften Wertrechte gewährt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Rechte wird zum Zeitpunkt der Gewährung (grant date) berechnet und als Aufwand linear über den Erdienungszeitraum (vesting period) verteilt sowie eine entsprechende Rückstellung ausgewiesen. Die Rückstellung wird zu jedem Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Auszahlung neu bewertet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes der Rückstellung werden innerhalb des betrieblichen Ergebnisses berücksichtigt. Darüber hinaus gewährt der Konzern im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms ausgewählten Führungskräften das Recht, Aktien mit einem Rabatt zu erwerben. Der Aufwand dieser aktienbasierten Vergütung wird auf Basis der Schätzung des Rabatts in Bezug auf die Aktien linear über den Zeitraum von der Bekanntmachung des Angebots bis zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem der Begünstigte das Mitarbeiteraktienprogramm annimmt. Wir verweisen hierzu auch auf die Ausführungen unter Anhang-Nr. 22. Segmentberichterstattung Die Segmentberichterstattung des ThyssenKrupp Konzerns ist gemäß dem sogenannten „Management Approach“ an der internen Organisations- und Berichtsstruktur ausgerichtet. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zu Grunde liegenden Daten werden aus dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss abgeleitet. Beabsichtigte Veräußerungen (disposal groups) und nicht fortgeführte Aktivitäten (discontinued operations) Der Konzern weist langfristige Vermögenswerte als Disposal Group aus, wenn diese in einer Gruppe zusammen mit anderen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in einer Transaktion verkauft werden sollen und diese insgesamt die in IFRS 5 „Non-current Assets held for Sale and Discontinued Operations“ definierten Kriterien erfüllen. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group werden in der Bilanz gesondert in den Zeilen „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ bzw. „Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ ausgewiesen. Die Aufwendungen und Umsätze einer Disposal Group sind bis zur Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten enthalten, es sei denn, die Disposal Group qualifiziert sich für die Berichterstattung als eine „Nicht fortgeführte Aktivität“ (discontinued operation). Der Konzern weist die Ergebnisse einer Disposal Group, die die Voraussetzungen für eine sogenannte Komponente des Konzerns (component of the group) erfüllt, als nicht fortgeführte Aktivitäten aus, wenn diese einen wesentlichen Geschäftszweig repräsentiert oder sämtliche Aktivitäten einer geografischen Region beinhaltet. Ergebnisse aus nicht fortgeführten Aktivitäten werden in der Periode berücksichtigt, in der sie anfallen, und gesondert in der Gewinn- und Verlustrechnung als „Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern)“ ausgewiesen. Alle Gewinn- und Verlustrechnungen der Vorperioden werden entsprechend angepasst, indem die Ergebnisse der Komponente des Konzerns in den nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen werden. Bei erstmaliger Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten werden langfristige Vermögenswerte zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, eine planmäßige Abschreibung wird nicht mehr vorgenommen. Eine Veräußerungsgruppe wird zunächst nach den für sie einschlägigen IFRS-Standards bewertet und danach wird der sich daraus ergebende Buchwert der Gruppe dem Nettozeitwert gegenübergestellt, um den niedrigeren anzusetzenden Wert zu bestimmen. Wertminderungen auf Grund der erstmaligen Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten werden ebenso wie spätere Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Abschlussgliederung Einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Vorperiodenausweis wurde an den Ausweis der Berichtsperiode angepasst. In der Regel klassifiziert der Konzern Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Konzernunternehmen, deren normaler Geschäftszyklus mehr als zwölf Monate umfasst, weisen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig aus, wenn diese innerhalb des normalen Geschäftszyklus realisiert oder ausgeglichen werden. Schätzungen Zur Erstellung des Konzernabschlusses muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und die zu Grunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Anpassungen bezüglich der für die Rechnungslegung relevanten Schätzungen werden in der Periode der Änderung berücksichtigt, sofern die Änderung nur diese Periode betrifft. Eine Änderung wird in der Periode der Änderung und in späteren Perioden berücksichtigt, sofern die Änderung sowohl die Berichtsperiode als auch spätere Perioden betrifft. Schätzungen und Ermessensausübungen des Vorstands in der Anwendung der IFRS, die einen wesentlichen Effekt auf den Konzernabschluss haben, werden unter Anhang-Nr. 33 dargestellt. Neu herausgegebene, nicht vorzeitig angewandte Rechnungslegungsvorschriften Im Geschäftsjahr 2008/2009 hat das IASB die nachfolgend dargestellten für ThyssenKrupp relevanten Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch die Übernahme in EU-Recht („Endorsement“) erfordert: Im März 2009 hat das IASB eine Änderung zu IFRS 7 „Financial Instruments: Disclosures” mit dem Titel „Improving Disclosures about Financial Instruments” veröffentlicht. Die Änderungen sehen erweiterte Anhangangaben zur Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert und zu den Liquiditätsrisiken vor. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Im ersten Jahr der Anwendung sind keine Vergleichsangaben erforderlich. Die erstmalige Anwendung bei ThyssenKrupp wird zu erweiterten Anhangangaben führen. Im April 2009 hat das IASB im Rahmen des Annual Improvements Process-Projekts den zweiten Sammelstandard „Improvements to IFRSs“ veröffentlicht. Hierdurch werden an bestehenden zehn Standards und zwei Interpretationen insgesamt fünfzehn kleinere Änderungen vorgenommen. Soweit im Einzelfall nichts anderes geregelt, sind die Änderungen anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2010 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird. Im Juni 2009 hat das IASB Änderungen zu IFRS 2 „Share-based Payment – Group Cash-settled Share-based Payment Transactions“ veröffentlicht, mit denen die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich innerhalb des Konzerns im Einzelabschluss einer Tochtergesellschaft klargestellt wird. Darüber hinaus werden mit der Änderung auch Regelungen in IFRS 2 aufgenommen, die bislang in IFRIC 8 „Scope of IFRS 2“ und in IFRIC 11 „IFRS 2 – Group and Treasury Share Transactions“ enthalten waren. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2010 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassung, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen wird, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird. (02) Erwerbe und Veräußerungen Geschäftsjahr 2008/2009 Im Geschäftsjahr 2008/2009 tätigte der Konzern Akquisitionen, die jede für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten: 2008/2009 Mio € Buchwerte zum Erwerbszeitpunkt Anpassungen Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt Firmenwert 0 20 20 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 9 9 Sachanlagen 21 0 21 Aktive latente Steuern 1 0 1 Vorräte 4 0 4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9 0 9 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1 0 1 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 1 0 1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2 0 2 Insgesamt erworbene Vermögenswerte 39 29 68 Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1 0 1 Passive latente Steuern 0 2 2 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1 0 1 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 1 0 1 Kurzfristige Finanzschulden 24 0 24 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4 0 4 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1 0 1 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 7 0 7 Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten 39 2 41 Erworbenes Reinvermögen 0 27 27 Anteile anderer Gesellschafter 0 Kaufpreise (einschl. Anschaffungsnebenkosten) 27 davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-äquivalente beglichen 18 Darüber hinaus erfolgten im Rahmen der Portfoliobereinigung im Geschäftsjahr 2008/2009 Verkäufe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Veräußerungszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten: 2008/2009 Mio € Sachanlagen 13 Vorräte 6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5 Insgesamt abgegebene Vermögenswerte 28 Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 6 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 2 Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten 16 Abgehendes Reinvermögen 12 Anteile anderer Gesellschafter 3 Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen -5 Verkaufspreise 4 davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 4 Geschäftsjahr 2007/2008 Am 11. Januar 2008 hat ThyssenKrupp im Segment Services den Erwerb aller Anteile an der britischen Apollo Metals Ltd. abgeschlossen. Die Apollo-Gruppe bietet mit zehn Standorten in acht Ländern hochwertige Produkte wie Aluminium, Edelstahl und NE-Metalle in Verbindung mit wertschöpfungsstarken An- und Verarbeitungsleistungen hauptsächlich für die Luft- und Raumfahrtindustrie und deren Lieferketten an. Durch den Erwerb entsteht aus den weitgehend in Europa und Fernost operierenden Unternehmen der Apollo-Gruppe und den schwerpunktmäßig in den USA angesiedelten Aktivitäten von ThyssenKrupp Services ein weltweit agierender Bereich mit 30 Standorten in 13 Ländern. Der durch Zahlungsmittel geleistete Gesamtkaufpreis inklusive der Anschaffungsnebenkosten betrug 96 Mio €. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte betreffen nahezu ausschließlich Kundenverträge einschließlich zugehöriger Kundenbeziehungen. Die endgültige Kaufpreisaufteilung führte zu einem Firmenwert von 45 Mio €, der nicht separierbare Werte wie Know-How der Belegschaft, neue Kundenbeziehungen und Synergieeffekte aus der Integration von Apollo beinhaltet. Der Erwerb der Apollo-Gruppe wirkte sich endgültig wie folgt auf den Konzernabschluss aus: Mio € Buchwerte zum Erwerbszeitpunkt Anpassungen Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt Firmenwert 0 45 45 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 7 7 Sachanlagen 3 0 3 Aktive latente Steuern 0 1 1 Vorräte 52 0 52 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33 0 33 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 11 0 11 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10 0 10 Insgesamt erworbene Vermögenswerte 109 53 162 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 1 0 1 Kurzfristige Finanzschulden 18 0 18 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24 0 24 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1 0 1 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 21 0 21 Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten 65 0 65 Erworbenes Reinvermögen 44 53 97 Anteile anderer Gesellschafter 1 0 1 Kaufpreis (einschl. Anschaffungsnebenkosten) 96 davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 96 Seit Zugehörigkeit zum Konzern hat die Apollo-Gruppe in 2007/2008 Umsätze von 140 Mio € und ein Ergebnis vor Steuern von 11 Mio € generiert, die in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 2007/2008 enthalten sind. Wäre der Erwerb stattdessen in 2007/2008 bereits zum 01. Oktober 2007 erfolgt, so hätte die Apollo-Gruppe mit Umsätzen von 187 Mio € und einem Ergebnis vor Steuern von 19 Mio € zum Konzernerfolg beigetragen. Darüber hinaus tätigte der Konzern im Geschäftsjahr 2007/2008 weitere Akquisitionen, die jede für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten: 2007/2008 Mio € Buchwerte zum Erwerbszeitpunkt Anpassungen Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt Firmenwert 0 87 87 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 6 42 48 Sachanlagen 42 10 52 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 -29 -29 Aktive latente Steuern 2 1 3 Vorräte 66 0 66 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 75 0 75 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 6 0 6 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 8 0 8 Laufende Ertragsteueransprüche 1 0 1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 46 0 46 Insgesamt erworbene Vermögenswerte 252 111 363 Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1 0 1 Sonstige langfristige Rückstellungen 1 0 1 Passive latente Steuern 2 9 11 Langfristige Finanzschulden 19 3 22 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 9 0 9 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 2 0 2 Kurzfristige Finanzschulden 32 0 32 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 49 0 49 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 16 0 16 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 27 1 28 Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten 158 13 171 Erworbenes Reinvermögen 94 98 192 Anteile anderer Gesellschafter 20 3 23 Kaufpreise (einschl. Anschaffungsnebenkosten) 169 davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 167 Darüber hinaus erfolgten im Rahmen der Portfoliobereinigung im Geschäftsjahr 2007/2008 Verkäufe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Veräußerungszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten: 2007/2008 Mio € Firmenwert 35 Sachanlagen 80 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4 Aktive latente Steuern 3 Vorräte 54 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 4 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 21 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 68 Insgesamt abgegebene Vermögenswerte 317 Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 35 Sonstige langfristige Rückstellungen 7 Passive latente Steuern 2 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 23 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 2 Kurzfristige Finanzschulden 42 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 6 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 72 Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten 219 Abgehendes Reinvermögen 98 Anteile anderer Gesellschafter 0 Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen 58 Verkaufspreise 156 davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 158 (03) Disposal Groups Im Rahmen des Programms zur Portfoliooptimierung hat der Konzern in 2008/2009 den Verkauf einiger Bereiche eingeleitet. Diese Transaktionen erfüllen nicht die Voraussetzungen von IFRS 5 für den Ausweis einer nicht fortgeführten Aktivität. Damit sind die Aufwendungen und Erträge bis zum Zeitpunkt der Veräußerung weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten auszuweisen. Sofern ein Verkauf zum 30. September 2009 noch nicht abgeschlossen war, wurden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group in der Bilanz zum 30. September 2009 separat in den Zeilen „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ bzw. „Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ ausgewiesen. So wurde Anfang Oktober 2009 im Segment Services der Verkauf des Bereichs ThyssenKrupp Industrieservice eingeleitet. Zum Dienstleistungsspektrum der deutschen Facility Management Dienstleister gehören Instandhaltung, Supply Chain Services, Standortservice und technische Reinigung für die Industrie sowie Industriemontage. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group zum 30. September 2009 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Mio € 30.09.2009 Immaterielle Vermögenswerte 25 Sachanlagen 23 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 1 Aktive latente Steuern 2 Vorräte 7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 55 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 2 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 20 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 136 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12 Sonstige langfristige Rückstellungen 1 Passive latente Steuern 2 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 7 Kurzfristige Finanzschulden 34 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 26 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 90 Ebenfalls im Segment Services wurde im Oktober 2009 der Verkauf des amerikanischen Gerüstdienstleisters Safway eingeleitet. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group zum 30. September 2009 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Mio € 30.09.2009 Immaterielle Vermögenswerte 78 Sachanlagen 150 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 2 Aktive latente Steuern 1 Vorräte 14 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 97 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 4 Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 3 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 355 Sonstige langfristige Rückstellungen 28 Passive latente Steuern 26 Sonstige kurzfristige Rückstellungen 28 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 2 Kurzfristige Finanzschulden 105 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 198 Die nachfolgenden Anhangangaben sind einschließlich der vorgenannten „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte“ bzw. „Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ dargestellt. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (04) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse enthalten Dienstleistungsumsätze in Höhe von 9.130 (i. Vj. 11.145) Mio € sowie Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 7.276 (i. Vj. 6.721) Mio €. (05) Sonstige betriebliche Erträge Mio € 2007/2008 2008/2009 Gewinne aus Abgang immaterieller Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltener Immobilien 61 37 Währungsumrechnungsdifferenzen 8 1 Versicherungsentschädigungen 41 22 Übrige 232 322 Insgesamt 342 382 Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten der 744 (i. Vj. 751) konsolidierten Unternehmen. (06) Sonstige betriebliche Aufwendungen Mio € 2007/2008 2008/2009 Verluste aus Abgang immaterieller Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltener Immobilien 58 28 Rückstellungszuführungen 55 99 Nicht kundenauftragsbezogene Forschung und Entwicklung 224 200 Sonstige Steuern 34 54 Übrige 232 137 Insgesamt 603 518 Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten der 744 (i. Vj. 751) konsolidierten Unternehmen. (07) Zuwendungen der öffentlichen Hand Insbesondere im Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Stahlwerks in den USA gewährte Investitionszuwendungen der öffentlichen Hand führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer Reduzierung von Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von 124 (i. Vj. 98) Mio €. Darüber hinaus wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Erstattung von Aufwendungen des Konzerns in Höhe von 15 (i. Vj. 13) Mio € erfasst. Die Gewährung der dargestellten Zuwendungen der öffentlichen Hand ist mit bestimmten Auflagen verbunden, von deren Erfüllung derzeit ausgegangen wird. (08) Finanzergebnis Mio € 2007/2008 2008/2009 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 100 -29 Zinserträge aus Finanzguthaben 143 150 Erwarteter Kapitalertrag aus Planvermögen 138 113 Zinserträge 281 263 Zinsaufwendungen aus Finanzschulden -266 -454 Zinsaufwand aus Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen -459 -510 Zinsaufwendungen -725 -964 Erträge aus Beteiligungen 9 8 Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte 0 -30 Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten -7 0 Aufzinsung der sonstigen Rückstellungen -3 -8 Übriges Finanzergebnis 95 242 Sonstiges Finanzergebnis 94 212 Finanzergebnis -250 -518 Im Finanzergebnis sind neben den Zinserträgen aus Finanzguthaben weitere Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in Höhe von 44 (i. Vj. 56) Mio € bzw. neben den Zinsaufwendungen aus Finanzschulden weitere Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in Höhe von 92 (i. Vj. 42) Mio € enthalten. In der Periode wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 235 (i. Vj. 122) Mio € aktiviert; hierdurch verbesserte sich das übrige Finanzergebnis entsprechend. Soweit einer bestimmten Investition eine Finanzierung konkret zugerechnet werden kann, werden die tatsächlichen Fremdfinanzierungskosten aktiviert. Sofern kein direkter Bezug hergeleitet werden kann, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns der laufenden Periode berücksichtigt. (09) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf: Mio € 2007/2008 2008/2009 Laufender Steueraufwand für den Berichtszeitraum 958 244 Latenter Steuerertrag für den Berichtszeitraum -43 -696 Laufender Steuerertrag für Vorjahre -60 -16 Latenter Steuerertrag für Vorjahre -3 -23 Insgesamt 852 -491 Hiervon: Laufender Steueraufwand Deutschland 510 25 Laufender Steueraufwand Ausland 388 203 Latenter Steueraufwand/(-ertrag) Deutschland 10 -495 Latenter Steuerertrag Ausland -56 -224 Das im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 anzuwendende deutsche Körperschaftsteuerrecht sieht einen gesetzlichen Steuersatz von 15 % (i. Vj. 15 %) zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 % vor. Die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung der Gesellschaften des ThyssenKrupp Konzerns beträgt 15,1 % (i. Vj. 15,1 %). Daher werden latente Steuern inländischer Gesellschaften zum 30. September 2009 wie im Vorjahr mit einem Gesamtsteuersatz (einschließlich Solidaritätszuschlag) von 30,9 % bewertet. Die für ausländische Gesellschaften zu Grunde gelegten jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersätze liegen zwischen 5,7 % und 40,4 % (i. Vj. 5,7 % und 40,4 %). Steuersatzänderungen im Ausland führten im Geschäftsjahr 2008/2009 zu einem latenten Steuerertrag in Höhe von 5 (i. Vj. 16) Mio €. Für inländische Konzerngesellschaften wurde die ausschüttungsabhängige Nachversteuerung bislang unbelasteter Einkommensteile mit dem Jahressteuergesetz 2008 durch eine pauschale Abschlagszahlung ersetzt. Dies führte im Geschäftsjahr 2007/2008 zu einem einmaligen laufenden Steueraufwand in Höhe von 6 Mio €. Die im Eigenkapital berücksichtigten Steuern verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Bereiche: Mio € 2007/2008 2008/2009 Steueraufwand/(-ertrag) laut GuV-Ausweis 852 -491 Steueraufwand/(-ertrag) auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 133 -284 Steuereffekt aus der Abschreibung eigener Anteile -156 0 Insgesamt 829 -775 Im Inland bestehen im Konzern zum 30. September 2009 Verlustvorträge in Höhe von 1.026 (i. Vj. 427) Mio € für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag, Verlustvorträge in Höhe von 608 (i. Vj. 63) Mio € für Gewerbesteuer sowie Zinsvorträge in Höhe von 297 (i. Vj. 0) Mio €. Darüber hinaus bestehen ausländische steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 1.119 (i. Vj. 730) Mio €, unter anderem 280 (i. Vj. 288) Mio € in Kanada, 239 (i. Vj. 66) Mio € in Italien und 152 (i. Vj. 74) Mio € in der Volksrepublik China, sowie ausländische Zinsvorträge in Höhe von 13 (i. Vj. 0) Mio €. Die Veränderung steuerlicher Verlustvorträge, Zinsvorträge und Steuergutschriften führte im Geschäftsjahr 2008/2009 zu einem latenten Steuerertrag von 244 Mio € (i. Vj. 32 Mio € latenter Steueraufwand). Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Zur Bestimmung entsprechender Wertberichtigungen werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Die dabei vorzunehmende Einschätzung kann sich durch zukünftige Entwicklungen verändern. Zum 30. September 2009 werden für im Konzern bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 956 (i. Vj. 818) Mio € keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Von diesen steuerlichen Verlustvorträgen ist ein Teilbetrag von 391 (i. Vj. 381) Mio € nach der bestehenden Rechtslage zeitlich und der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähig, während Verlustvorträge in Höhe von 565 (i. Vj. 437) Mio € innerhalb der nächsten 20 Jahre verfallen werden, soweit sie nicht genutzt werden. Die nicht angesetzten aktiven latenten Steuern für steuerliche Verlustvorträge belaufen sich zum 30. September 2009 auf 239 (i. Vj. 218) Mio €. Darüber hinaus werden zum 30. September 2009 für die Zinsvorträge in Höhe von 310 (i. Vj. 0) Mio € sowie für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 624 (i. Vj. 452) Mio € keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Im Geschäftsjahr 2008/2009 hat sich der Steueraufwand des Konzerns durch die Nutzung nicht angesetzter aktiver latenter Steuern für steuerliche Verlustvorträge und abzugsfähige temporäre Differenzen um 6 (i. Vj. 36) Mio € verringert. Für einbehaltene Gewinne bei ausländischen Tochterunternehmen sind keine passiven latenten Steuern angesetzt worden, weil diese Gewinne in absehbarer Zukunft nicht ausgeschüttet werden sollen. Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Positionen: Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Mio € 30.09.2008 30.09.2009 30.09.2008 30.09.2009 Immaterielle Vermögenswerte 126 195 356 347 Sachanlagen 86 120 818 852 Finanzielle Vermögenswerte 76 153 39 7 Vorräte 1.705 1.984 386 191 Übrige Aktiva 333 384 497 368 Pensionsrückstellungen 553 864 123 76 Sonstige Rückstellungen 222 332 63 130 Übrige Passiva 448 276 1.867 2.181 Steuerliche Verlustvorträge 290 555 - - Zinsvorträge - 84 - - Bruttobetrag 3.839 4.947 4.149 4.152 Wertberichtigungen -351 -489 - - Saldierungen -3.021 -3.817 -3.021 -3.817 Bilanzansatz 467 641 1.128 335 Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie künftigen Belastungen oder Minderungen desselben Steuerpflichtigen gegenüber derselben Steuerbehörde zuzuordnen sind. Auf Konsolidierungssachverhalte entfallen zum 30. September 2009 aktive latente Steuern in Höhe von 75 (i. Vj. 50) Mio €. Der ausgewiesene Steuerertrag des Geschäftsjahres 2008/2009 in Höhe von 491 Mio € ist um 240 Mio € niedriger als der erwartete Steuerertrag in Höhe von 731 Mio €, der sich bei Anwendung des inländischen Gesamtsteuersatzes von 30,9 % auf das Ergebnis vor Steuern ergäbe. Im Geschäftsjahr 2007/2008 war der ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von 852 Mio € um 114 Mio € niedriger als der bei einem inländischen Gesamtsteuersatz von 30,9 % erwartete Steueraufwand in Höhe von 966 Mio €. Die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand/(-ertrag) ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle: Mio € 2007/2008 in % 2008/2009 in % Erwarteter Steueraufwand/(-ertrag) 966 30,9 -731 30,9 Abweichung zu ausländischen Steuersätzen -3 -0,1 9 -0,4 Änderung von Steuersätzen oder -gesetzen -10 -0,4 -5 0,2 Besteuerung von Veräußerungsergebnissen -38 -1,2 -6 0,3 Einkommenskorrekturen 47 1,5 72 -3,0 Veränderung der Wertberichtigungen auf latente Steuern -13 -0,4 191 -8,1 Periodenfremder Steuerertrag -63 -2,0 -39 1,7 Sonstiges -34 -1,1 18 -0,8 Ausgewiesener Steueraufwand/(-ertrag) 852 27,2 -491 20,8 (10) Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) berechnet sich wie folgt: 2007/2008 2008/2009 Gesamtbetrag in Mio € Ergebnis je Aktie in € Gesamtbetrag in Mio € Ergebnis je Aktie in € Zähler: Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) 2.195 4,59 -1.857 -4,01 Nenner: Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück): 477.750.223 463.473.492 Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der ThyssenKrupp AG zurechenbaren Jahresüberschusses/(-fehlbetrages) durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich in Umlauf befinden, berücksichtigt. Der gewichtete Aktiendurchschnitt reduzierte sich in 2008/2009 durch den Erwerb eigener Aktien im Februar/März 2008 sowie im Juli/August 2008. In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte. (11) Zusätzliche Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Folgender Personalaufwand ist in den Aufwandspositionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten: Mio € 2007/2008 2008/2009 Löhne und Gehälter 7.450 6.948 Soziale Abgaben 1.304 1.229 Netto-Pensionsaufwendungen - Leistungszusage 130 116 Netto-Pensionsaufwendungen - Beitragszusage 140 140 Netto-Aufwendungen/(Erträge) der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre 9 -43 Abfindungen, vorzeitiges Ausscheiden u.Ä. 198 835 Aufwendungen für Unterstützung 406 429 Insgesamt 9.637 9.654 * Ohne erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens und Zinsaufwand aus Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen, die in den Zinserträgen bzw. –aufwendungen ausgewiesen werden ** Der Vorjahresbetrag wurde angepasst Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt: 2007/2008 2008/2009 Steel 40.480 39.885 Stainless 12.102 12.018 Technologies 54.260 51.127 Elevator 41.226 43.186 Services 45.436 44.636 Corporate 2.322 1.767 Insgesamt 195.826 192.619 Hiervon entfallen auf: Arbeiter 121.517 116.384 Angestellte 69.930 71.700 Auszubildende 4.379 4.535 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Für die in den Geschäftsjahren 2007/2008 und 2008/2009 erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie der Gesellschaften des weltweiten KPMG-Verbundes sind folgende Honorare (einschließlich Auslagen) als Aufwand erfasst worden: 2007/2008 2008/2009 Mio € Gesamt davon Deutschland Gesamt davon Deutschland Prüfungshonorare 23 12 18 9 Prüfungsnahe Honorare 1 1 4 3 Steuerberatungshonorare 1 0 1 0 Übrige Honorare 1 1 1 1 Insgesamt 26 14 24 13 Die Prüfungshonorare beinhalten vor allem die Honorare für die Konzernabschlussprüfung, die prüferische Durchsicht der Zwischenabschlüsse sowie die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen der ThyssenKrupp AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Die prüfungsnahen Honorare umfassen im Wesentlichen die Honorare für Due-Diligence-Leistungen im Zusammenhang mit Akquisitionen und Desinvestitionen. In den Honoraren für Steuerberatung sind insbesondere Honorare für Steuerberatungsleistungen bei laufenden und geplanten Transaktionen, für die Erstellung von Steuererklärungen, für steuerliche Due-Diligence-Leistungen, für Steuerberatung im Zusammenhang mit Projekten und konzerninternen Reorganisationen sowie die steuerliche Beratung von in das Ausland entsandten Mitarbeitern enthalten. Die übrigen Honorare umfassen überwiegend die Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen. Darüber hinaus entstanden für die Prüfung von in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften Aufwendungen in Höhe von 14 (i. Vj. 11) Mio €, die neben den Prüfungshonoraren an den Konzernabschlussprüfer an andere Prüfungsgesellschaften gezahlt worden sind. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz (12) Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns entwickelten sich wie folgt: Mio € Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Entwicklungskosten, eigenentwickelte Software und Website Firmenwerte Insgesamt Bruttowerte Stand 30.09.2007 1.188 319 4.658 6.165 Währungsunterschiede -3 5 -72 -70 Veränderung Konsolidierungskreis 36 -3 69 102 Zugänge 57 103 49 209 Umbuchungen 19 -2 0 17 Abgänge -14 -41 -2 -57 Stand 30.09.2008 1.283 381 4.702 6.366 Währungsunterschiede -9 4 -40 -45 Veränderung Konsolidierungskreis 7 0 71 78 Zugänge 85 90 2 177 Umbuchungen 29 14 0 43 Abgänge -35 -1 -8 -44 Stand 30.09.2009 1.360 488 4.727 6.575 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen Stand 30.09.2007 584 156 863 1.603 Währungsunterschiede -2 2 -13 -13 Veränderung Konsolidierungskreis 1 -4 -4 -7 Abschreibungen 90 33 0 123 Wertminderungsaufwendungen 5 8 0 13 Wertaufholungen 0 0 - 0 Umbuchungen 0 1 0 1 Abgänge -14 -21 -2 -37 Stand 30.09.2008 664 175 844 1.683 Währungsunterschiede -4 1 -17 -20 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 -2 -2 Abschreibungen 103 37 0 140 Wertminderungsaufwendungen 12 40 0 52 Wertaufholungen 0 0 - 0 Umbuchungen -3 4 0 1 Abgänge -21 -3 0 -24 Stand 30.09.2009 751 254 825 1.830 Nettowerte Stand 30.09.2007 604 163 3.795 4.562 Stand 30.09.2008 619 206 3.858 4.683 Stand 30.09.2009 609 234 3.902 4.745 Der Stand zum 30.09.2009 enthält Bruttowerte von 145 (i. Vj. 0) Mio € sowie kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen von 42 (i. Vj. 0) Mio € und damit Nettowerte von 103 (i. Vj. 0) Mio €, die auf Disposal Groups entfallen. Wertminderungen auf Firmenwerte Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwerte werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. In 2007/2008 sowie in 2008/2009 ergab sich weder aus der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte noch aus anderen Umständen ein Wertberichtigungsbedarf, da der erzielbare Betrag der Cash Generating Units jeweils über dem Buchwert lag. Wertminderungen auf übrige immaterielle Vermögenswerte Die Wertminderungsaufwendungen auf die übrigen immateriellen Vermögenswerte sind in den Umsatzkosten enthalten. In 2007/2008 war der im Segment Stainless in der Business Unit ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni mit 4 Mio € aktivierte immaterielle Vermögenswert für vorteilhaften Energiebezug auf Grund fehlender Werthaltigkeit voll wertzuberichtigen. Darüber hinaus waren im Segment Technologies in der Business Unit Automotive Solutions Wertminderungen von 6 Mio € auf aktivierte Entwicklungskosten auf Grund verschlechterter Marktbedingungen erforderlich. Die für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz von 10,6 % angesetzt wurde. In 2008/2009 wurden im Segment Steel in der Business Unit Auto aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 9 Mio € für Projekte zur Verbesserung der Beschaffenheit und der Oberflächenstruktur von Stahl voll wertberichtigt, da diese die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 nicht mehr erfüllten. Daneben waren im Segment Stainless in der Business Unit ThyssenKrupp Nirosta aktivierte Entwicklungskosten für eine Bandgießanlage in Höhe von 16 Mio € auf Grund fehlender Verwertbarkeit am Markt voll wertzuberichtigen. Im Segment Technologies wurden in der Business Unit Automotive Solutions aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 12 Mio € voll wertberichtigt, da diese die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 nicht mehr erfüllten. Firmenwerte Die Firmenwerte (ohne Firmenwerte für nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen) sind den Cash Generating Units (CGUs) der Segmente zugeordnet. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer CGU erfolgt durch Ermittlung des Nutzungswerts mit Hilfe der Discounted-Cash-Flow-Methode. Dabei werden die geplanten Nach-Steuer-Cash-Flows aus der bottom-up erstellten und vom Management der ThyssenKrupp AG genehmigten Vierjahresplanung (Steel: Fünfjahresplanung) verwendet. Das letzte Planjahr wird grundsätzlich auch für die Cash-Flows jenseits der Planungsperiode angesetzt. Eine Wachstumsrate zur Extrapolation des letzten Planjahres wird nicht berücksichtigt. Der zur Diskontierung verwendete Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz in Höhe von 4,0 % sowie auf Risikozuschlägen für Eigen- und Fremdkapital von 5,0 bzw. 2,5 %-Punkten. Darüber hinaus werden jeweils individuell für jede CGU ein aus der jeweiligen Peer-Group abgeleiteter Beta-Faktor, ein Steuersatz sowie die Kapitalstruktur berücksichtigt. Zur Diskontierung der Cash-Flows wurden für die Segmente folgende segmentspezifische Bandbreiten von Nach-Steuer-Diskontierungszinssätzen zu Grunde gelegt: Bandbreiten der Diskontierungszinssätze (nach Steuern) in % 2007/2008 2008/2009 Steel 7,4 - 9,5 8,1 - 8,6 Stainless 7,8 - 9,6 7,7 - 9,2 Technologies 5,8 - 10,0 6,8 - 10,8 Elevator 6,7 - 7,4 8,2 - 8,3 Services 7,2 - 8,9 7,7 - 8,8 Corporate 8,0 7,8 Auf die zum 30. September 2009 durchgeführten Tests zur Überprüfung der Werthaltigkeit einzelner Firmenwerte auf Grund des Eintritts bestimmter Ereignisse wurden aktuelle Beta-Faktoren angewendet. Gegenüber dem 01. Oktober 2008 wurden ein veränderter risikofreier Zinssatz in Höhe von 4,25 % und ein Fremdkapital-Spread in Höhe von 2,4 % angesetzt. Dies führte zu Diskontierungszinssätzen nach Steuern von 8,5 % bis 8,9 % für die CGUs des Segments Stainless und 7,2 % für die CGU Marine Systems. Daraus ergab sich kein Wertberichtigungsbedarf. Die Ermittlung des Nutzungswerts für die CGUs erfolgt generell auf Basis der erwarteten Preisinflation des Landes, in dem die jeweilige CGU ansässig ist, sowie auf Basis der geschätzten Umsatzwachstumsraten. Zu ihrer Ermittlung werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance herangezogen. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stimmen dabei grundsätzlich mit externen Informationsquellen überein. Im ThyssenKrupp Konzern wurden 41 CGUs identifiziert. Davon weisen 35 CGUs einen Firmenwert aus. Der Gesamtfirmenwert beträgt zum 01. Oktober 2008 3.858 Mio €. 53 % dieses Firmenwertes entfallen auf die CGUs Metallurgie, Marine Systems und Americas, die in der folgenden Tabelle dargestellt werden: Wesentliche Firmenwerte CGU (Segment) Buchwert des der CGU zugeordneten Firmenwertes in Mio € Anteil am Gesamt-firmenwert in % Beschreibung der Grundannahmen für die Unternehmensplanung Darlegung der Vorgehensweise zur Wertbestimmung der Grundannahmen Metallurgie (Steel) 246 6% - Absatzpreise - Beschaffungspreise - Konjunkturzyklen Konzerninterne Einschätzungen der betreffenden Verkaufs- und Einkaufsabteilungen sowie Berücksichtigung der durch die ThyssenKrupp AG (Economic Affairs and Market Research) vorgegebenen volkswirtschaftlichen Rahmendaten Marine Systems (Technologies) 1.047 27% - Wachstumsraten der Märkte Marineschiffbau: Berücksichtigung der langfristigen Haushaltsplanungen der potenziellen Kunden und gegebenenfalls konkrete Verhandlungen mit den Kunden, verschärfte Konkurrenzsituation bei zugleich sinkenden Budgets der Kundenländer Yachten: Durch Finanzkrise zwischenzeitlich reduzierte, jedoch wieder auflebende Nachfrage nach anspruchsvollen Groß- und Megayachten, Untermauerung durch externe Marktstudien Americas (Elevator) 758 20% - Beschaffungspreise - Konjunkturzyklen Berücksichtigung der von der ThyssenKrupp AG vorgegebenen volkswirtschaftlichen Rahmendaten sowie externer lokaler Marktstudien Es gab bei keiner CGU ein Firmenwert-Impairment, da der erzielbare Betrag in allen Fällen über dem Buchwert der CGU lag. Der erzielbare Betrag der CGU Presta Steering liegt weniger als 10 % über dem Buchwert der CGU: Kritische Firmenwerte CGU (Segment) Buchwert der CGU in Mio € Erzielbarer Betrag der CGU in Mio € Beschreibung der Grundannahmen für die Unternehmensplanung Darlegung der Vorgehensweise zur Wertbestimmung der Grundannahmen Presta Steering (Technologies) 408 423 - Wachstumsraten der Märkte Berücksichtigung der aktuellen Absatzbasis sowie externe Informationsquellen und Kundeninformationen Die Erhöhung des Abzinsungssatzes um 10 % würde bei der CGU Presta Steering zu einem Firmenwert-Impairment in Höhe von 53 Mio € führen. Das Management von ThyssenKrupp geht jedoch für diese CGU davon aus, dass eine für möglich gehaltene Änderung einer wesentlichen Annahme, die Basis für die Ermittlung des erzielbaren Betrages war, nicht dazu führt, dass der Buchwert der CGU den erzielbaren Betrag übersteigen würde. Die Nettowerte der Firmenwerte (ohne Firmenwerte für nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen) veränderten sich wie folgt: Mio € Steel Stainless Technologies Elevator Stand 30.09.2007 324 334 1.573 1.187 Währungsunterschiede -1 -1 -2 -47 Veränderung Konsolidierungskreis 3 0 -21 19 Zugänge 0 0 11 38 Stand am 30.09.2008 326 333 1.561 1.197 Währungsunterschiede 0 -2 4 -20 Veränderung Konsolidierungskreis -1 0 4 19 Zugänge 0 0 0 1 Abgänge 0 0 -7 -1 Stand am 30.09.2009 325 331 1.562 1.196 Mio € Services Corporate Insgesamt Stand 30.09.2007 362 15 3.795 Währungsunterschiede -8 0 -59 Veränderung Konsolidierungskreis 72 0 73 Zugänge 0 0 49 Stand am 30.09.2008 426 15 3.858 Währungsunterschiede -5 0 -23 Veränderung Konsolidierungskreis 51 0 73 Zugänge 1 0 2 Abgänge 0 0 -8 Stand am 30.09.2009 473 15 3.902 * ohne Firmenwerte für nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen (13) Sachanlagen Die Sachanlagen des Konzerns entwickelten sich wie folgt: Mio € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Bruttowerte Stand 30.09.2007 5.126 14.719 2.352 Währungsunterschiede -2 -32 -13 Veränderung Konsolidierungskreis -7 -89 -10 Zugänge 129 739 282 Umbuchungen 114 507 -6 Abgänge -72 -268 -167 Stand 30.09.2008 5.288 15.576 2.438 Währungsunterschiede -31 -65 -17 Veränderung Konsolidierungskreis 2 -12 5 Zugänge 130 660 222 Umbuchungen 113 442 32 Abgänge -42 -223 -122 Stand 30.09.2009 5.460 16.378 2.558 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen Stand 30.09.2007 2.560 10.556 1.573 Währungsunterschiede -1 -28 -7 Veränderung Konsolidierungskreis -15 -69 -11 Abschreibungen 157 838 235 Wertminderungsaufwendungen 3 19 1 Wertaufholungen -1 -15 0 Umbuchungen 11 5 -5 Abgänge -48 -233 -140 Stand 30.09.2008 2.666 11.073 1.646 Währungsunterschiede -9 -51 -10 Veränderung Konsolidierungskreis -2 -11 1 Abschreibungen 140 854 222 Wertminderungsaufwendungen 141 243 6 Wertaufholungen -1 -1 0 Umbuchungen -2 -4 6 Abgänge -21 -201 -102 Stand 30.09.2009 2.912 11.902 1.769 Nettowerte Stand 30.09.2007 2.566 4.163 779 Stand 30.09.2008 2.622 4.503 792 Stand 30.09.2009 2.548 4.476 789 Mio € Geleaste Sachanlagen (Finance Lease) Verleaste Sachanlagen (Operating Lease) Anlagen im Bau Insgesamt Bruttowerte Stand 30.09.2007 287 43 899 23.426 Währungsunterschiede -1 -3 9 -42 Veränderung Konsolidierungskreis 6 -11 -13 -124 Zugänge 41 0 2.766 3.957 Umbuchungen -4 -6 -432 173 Abgänge -89 -7 0 -603 Stand 30.09.2008 240 16 3.229 26.787 Währungsunterschiede -1 0 -100 -214 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 4 -1 Zugänge 11 0 3.017 4.040 Umbuchungen -3 0 -82 502 Abgänge -19 0 -11 -417 Stand 30.09.2009 228 16 6.057 30.697 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen Stand 30.09.2007 139 7 1 14.836 Währungsunterschiede -1 0 0 -37 Veränderung Konsolidierungskreis 2 -3 0 -96 Abschreibungen 25 1 0 1.256 Wertminderungsaufwendungen 2 0 0 25 Wertaufholungen 0 0 0 -16 Umbuchungen -4 0 0 7 Abgänge -32 -1 0 -454 Stand 30.09.2008 131 4 1 15.521 Währungsunterschiede -1 0 0 -71 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 4 -8 Abschreibungen 21 1 0 1.238 Wertminderungsaufwendungen 0 0 2 392 Wertaufholungen 0 0 0 -2 Umbuchungen -3 0 0 -3 Abgänge -11 -1 0 -336 Stand 30.09.2009 137 4 7 16.731 Nettowerte Stand 30.09.2007 148 36 898 8.590 Stand 30.09.2008 109 12 3.228 11.266 Stand 30.09.2009 91 12 6.050 13.966 Der Stand zum 30.09.2009 enthält Bruttowerte von 324 (i. Vj. 0) Mio € sowie kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen von 151 (i. Vj. 0) Mio € und damit Nettowerte von 173 (i. Vj. 0) Mio €, die auf Disposal Groups entfallen. Wertminderungsaufwendungen auf Sachanlagen werden in den Umsatzkosten ausgewiesen. In 2007/2008 wurden im Segment Steel in der Business Unit Metal Forming Wertminderungen von 6 Mio € vorgenommen. Davon betreffen 1 Mio € Grundstücke und Bauten und 2 Mio € geleaste Sachanlagen, die auf Grund der beabsichtigten Schließung eines Standorts komplett abgeschrieben wurden. Weitere 3 Mio € entfallen auf technische Anlagen und Maschinen, die auf Grund der Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation wertberichtigt werden mussten. Die für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz von 15,7 % angesetzt wurde. Daneben wurden im Segment Technologies in den Business Units Mechanical Components, Automotive Solutions und Transrapid auf Grund der Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation Wertminderungen von 15 Mio € vorgenommen, die mit 2 Mio € auf Grundstücke und Bauten und mit 13 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen entfallen. Die für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz von 12,7 % angesetzt wurde. Darüber hinaus erfolgte in 2007/2008 im Segment Stainless in der Business Unit ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni eine Zuschreibung von 14 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen, da für einen Anlagenteil im Vergleich zum 30. September 2007 von einem höheren erzielbaren Veräußerungspreis ausgegangen wird. Die Bestimmung der Höhe der Wertaufholung erfolgte auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. In 2008/2009 stehen die vorgenommenen Wertberichtigungen überwiegend in Zusammenhang mit den durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen. So erfolgten im Segment Steel in den Business Units Industry und Auto Wertberichtigungen in Höhe von 13 Mio €, die mit 4 Mio € auf Grundstücke und Bauten und mit 9 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen entfallen. Die für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz von 13,1 % bzw. 14,7 % angesetzt wurde. Im Segment Stainless wurden Wertberichtigungen von 91 Mio € vorgenommen, die mit 14 Mio € auf Grundstücke und Bauten, 76 Mio € auf technische Anlagen und Maschinen und 1 Mio € auf andere Anlagen entfallen; sie betreffen im Wesentlichen die Business Units ThyssenKrupp Nirosta und Shanghai Krupp Stainless. Die für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz von 11,7 % bzw. 9,2 % angesetzt wurde. Im Segment Technologies erfolgten Wertberichtigungen von 286 Mio €, die mit 122 Mio € Grundstücke und Bauten, mit 157 Mio € technische Anlagen und Maschinen und mit 7 Mio € andere Anlagen betreffen; die Wertberichtigungen wurden im Wesentlichen in den Business Units Marine Systems (148 Mio €) und Mechanical Components (114 Mio €) vorgenommen. In der Business Unit Marine Systems wurden auf Grund der schlechten Auftragssituation Überkapazitäten abgebaut, was zu erheblichen Wert-berichtigungen führte. In der Business Unit Mechanical Components führte der starke Nachfrageeinbruch im Automobil- und Baumaschinengeschäft, aber auch im allgemeinen Maschinenbau zu einem beträchtlichen Auftragsrückgang, von dem alle Bereiche betroffen waren, besonders stark jedoch die Fertigung von Baumaschinenkomponenten und geschmiedeten Kurbelwellen. Die für die Bestimmung des jeweiligen Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz in einer Spanne zwischen 10,1 % und 17,4 % angesetzt wurde. Die Sachanlagen enthalten auch geleaste Bauten, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, bei denen dem Konzern als Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen ist, da er alle wesentlichen Chancen und Risiken aus der Nutzung des Leasinggegenstandes trägt. Bruttowerte Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen Nettowerte Mio € 30.09.2008 30.09.2009 30.09.2008 30.09.2009 30.09.2008 30.09.2009 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 97 94 43 44 54 50 Technische Anlagen und Maschinen 95 85 59 59 36 26 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48 49 29 34 19 15 Geleaste Sachanlagen 240 228 131 137 109 91 Sachanlagen dienen zur Besicherung von Finanzschulden in Höhe von 129 (i. Vj. 174) Mio €. (14) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien des Konzerns entwickelten sich wie folgt: Mio € 2007/2008 2008/2009 Bruttowerte Stand 30.09.2007 bzw. Stand 30.09.2008 569 506 Währungsunterschiede 0 0 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 Zugänge 1 1 Umbuchungen -8 10 Abgänge -56 -24 Stand 30.09.2008 bzw. Stand 30.09.2009 506 493 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen Stand 30.09.2007 bzw. Stand 30.09.2008 180 149 Währungsunterschiede 0 0 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 Abschreibungen 3 2 Wertminderungsaufwendungen 1 2 Wertaufholungen -1 0 Umbuchungen -8 5 Abgänge -26 -6 Stand 30.09.2008 bzw. Stand 30.09.2009 149 152 Nettowerte Stand 30.09.2007 389 Stand 30.09.2008 bzw. Stand 30.09.2009 357 341 Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien des Konzerns wird unter Anwendung verschiedener international anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt. Hierzu zählen das Ertragswertverfahren, das Discounted Cash-Flow-Verfahren, das Sachwertverfahren und der Vergleich mit aktuellen Marktwerten vergleichbarer Immobilien. Die beizulegenden Zeitwerte der in Deutschland gelegenen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden primär anhand von intern erstellten Gutachten nach dem Ertragswertverfahren auf Grundlage der in Deutschland geltenden „Verordnung über Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken – WertV“ bewertet. Außerhalb von Deutschland gelegene, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden von externen Gutachtern bewertet. Zum 30. September 2009 beträgt der beizulegende Zeitwert der von ThyssenKrupp als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 436 (i. Vj. 455) Mio €, wovon 13 (i. Vj. 16) Mio € durch externe Gutachter ermittelt wurden. In den in den Bruttowerten ausgewiesenen Zugängen sind nachträgliche Anschaffungskosten von 0 (i. Vj. 0,3) Mio € enthalten. Aus der Vermietung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien resultieren Mieterträge von 20 (i. Vj. 26) Mio € sowie direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen von 10 (i. Vj. 15) Mio €. Weitere 6 (i. Vj. 6) Mio € direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen betreffen als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, mit denen keine Mieterträge erzielt werden. (15) Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen Anteile an assoziierten Unternehmen Zum 30. September 2009 beläuft sich der Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen auf 59 (i. Vj. 76) Mio €. Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Anteilen an assoziierten Unternehmen beträgt -15 (i. Vj. 28) Mio €. Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen enthält die nachfolgende Tabelle, wobei sich die Angaben jeweils auf 100 % und nicht auf den Konzernanteil an den assoziierten Unternehmen beziehen: Mio € 30.09.2008 30.09.2009 Vermögenswerte 774 717 Verbindlichkeiten 496 521 Mio € 2007/2008 2008/2009 Umsatzerlöse 781 629 Jahresüberschuss/(-fehlbetrag) 57 -34 In 2008/2009 wurden anteilige Verluste von nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen in Höhe von 2 (i. Vj. 0) T€ nicht erfasst; kumuliert betragen die nicht erfassten Verluste 27 (i. Vj. 314) T€. Joint Ventures Die nachfolgende Tabelle enthält zusammenfassende Finanzinformationen zu den Joint Ventures des Konzerns, wobei sich die Angaben jeweils auf den Konzernanteil an den Joint Ventures beziehen: Mio € 30.09.2008 30.09.2009 Kurzfristige Vermögenswerte 633 641 Langfristige Vermögenswerte 399 418 Kurzfristige Verbindlichkeiten 385 404 Langfristige Verbindlichkeiten 308 327 Mio € 2007/2008 2008/2009 Umsatzerlöse 1.575 1.730 Jahresüberschuss 45 20 Die assoziierten Unternehmen und die Joint Ventures sind in der Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns enthalten, die unter Anhang-Nr. 38 dargestellt wird. (16) Vermietete Gegenstände (Operating Lease) Der Konzern vermietet als Leasinggeber unter Operating Lease im Wesentlichen gewerblich genutzte Immobilien. Die zukünftigen Mindestmieterträge aus unkündbaren Operating-Lease-Verträgen betragen zum Stichtag: Mio € 30.09.2008 30.09.2009 Bis zu einem Jahr 24 24 Zwischen einem Jahr und fünf Jahren 36 37 Länger als fünf Jahre 35 30 Insgesamt 95 91 Die Angabe zu den zukünftigen Mieterträgen beinhaltet keine variablen Mietanteile (Contingent Rentals). Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine variablen Mieterträge aus solchen Contingent-Rentals-Verträgen vereinnahmt. (17) Vorräte Mio € 30.09.2008 30.09.2009 Rohstoffe 2.145 1.362 Hilfs- und Betriebsstoffe 490 468 Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 2.159 1.958 Fertige Erzeugnisse und Waren 4.700 2.968 Insgesamt 9.494 6.756 Vorräte in Höhe von 2.099 (i. Vj. 781) Mio € sind zum Nettoveräußerungswert bewertet. Von den Vorräten haben 5 (i. Vj. 41) Mio € eine Lagerdauer von mehr als einem Jahr. Vorräte in Höhe von 36.905 (i. Vj. 44.270) Mio € sind als Aufwand der Berichtsperiode erfasst worden. Wertminderungen von Vorräten von 317 (i. Vj. 76) Mio € erhöhten die Umsatzkosten. (18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Mio € 30.09.2008 30.09.2009 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.853 4.593 Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden 1.032 679 Insgesamt 7.885 5.272 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 723 (i. Vj. 873) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 30. September 2009 bestehen Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen von insgesamt 513 (i. Vj. 284) Mio €. Die Überfälligkeit der zum Bilanzstichtag nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar: Mio € Buchwert davon: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig 30.09.2008 7.885 6.590 30.09.2009 5.272 4.399 davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert, aber überfällig davon: Überfällig bis 30 Tage Überfällig 31 bis 60 Tage Überfällig 61 bis 90 Tage Überfällig 91 bis 180 Tage Überfällig 181 bis 360 Tage Überfällig mehr als 360 Tage zum Abschlussstichtag wertgemindert 610 207 95 85 78 135 85 333 113 79 90 80 45 133 Die aus der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen resultierenden Forderungen setzen sich wie folgt zusammen: Mio € 30.09.2008 30.09.2009 Angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Auftragsgewinne (abzüglich ausgewiesener Verluste) 2.836 3.318 abzüglich erhaltener Anzahlungen -1.804 -2.639 Insgesamt 1.032 679 Für erhaltene Anzahlungen wurden Vermögenswerte in Höhe von 99 (i. Vj. 48) Mio € sicherungsübereignet. In der Berichtsperiode wurden Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 7.276 (i. Vj. 6.721) Mio € erfasst. Der Konzern verkauft regelmäßig im Wesentlichen kreditversicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Asset Backed Securitisation- und anderen Programmen sowie in Einmaltransaktionen. Zum 30. September 2008 wurden 3 Mio € verkaufte Forderungen nicht aus der Bilanz ausgebucht, da im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen beim Konzern verblieben sind. Die korrespondierende Verbindlichkeit ist in den Finanzschulden enthalten (siehe auch Anhang-Nr. 25). Der Erlös aus diesen Verkäufen betrug 3 Mio €. Zum 30. September 2009 wurden derartige Forderungsverkäufe nicht getätigt. Per 30. September 2009 wurden Forderungen mit einem Nominalwert von 836 (i. Vj. 972) Mio € verkauft, die zu einer Ausbuchung aus der Bilanz führten; hieraus erzielte der Konzern einen Verkaufserlös von 816 (i. Vj. 938) Mio €. Im Rahmen dieser Verkäufe behält der Konzern in einigen Fällen Rechte und unwesentliche Pflichten zurück; hierzu zählen vor allem die Erbringung von Abwicklungsdienstleistungen sowie das Stellen von begrenzten Forderungsausfall- und Forderungsverwässerungsreserven. Die bilanzierten Vermögenswerte sowie die gegebenen Garantien, die als Forderungsausfallreserve dienen, betrugen 73 (i. Vj. 72) Mio € zum 30. September 2009. Der Umfang des anhaltenden Engagements des Konzerns, das im Wesentlichen aus Forderungsverwässerungsreserven besteht, betrug 19 (i. Vj. 26) Mio € zum 30. September 2009. (19) Sonstige finanzielle Vermögenswerte Mio € 30.09.2008 30.09.2009 kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig Kredite und Forderungen 248 44 729 30 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 107 74 170 66 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 448 - 245 - Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung 78 - 114 - Insgesamt 881 118 1.258 96 Sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 124 (i. Vj. 156) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 30. September 2009 bestehen Wertberichtigungen von insgesamt 60 (i. Vj. 75) Mio € für kurzfristige und 51 (i. Vj. 25) Mio € für langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte. Die Überfälligkeit der zum Bilanzstichtag nicht wertgeminderten sonstigen finanziellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar: Mio € Buchwert davon: Sonstige finanzielle Vermögenswerte zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig 30.09.2008 999 931 30.09.2009 1.354 1.277 davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert, aber überfällig davon: Überfällig bis 30 Tage Überfällig 31 bis 60 Tage Überfällig 61 bis 90 Tage Überfällig 91 bis 180 Tage Überfällig 181 bis 360 Tage Überfällig mehr als 360 Tage zum Abschlussstichtag wertgemindert 0 0 0 0 0 0 68 2 1 0 1 1 1 71 (20) Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte Mio € 30.09.2008 30.09.2009 kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte - 40 - 24 Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen - 862 - 431 Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 802 771 Sonstige geleistete Anzahlungen und Vorauszahlungen 312 204 Erstattungsansprüche aus Gesundheitsfürsorgeleistungen (Reimbursement Rights) 83 76 Übrige 756 678 Insgesamt 1.953 902 1.729 455 Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 43 (i. Vj. 47) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 30. September 2009 bestehen Wertberichtigungen von insgesamt 19 (i. Vj. 34) Mio €. (21) Eigenkapital Das Eigenkapital und die Anzahl der sich im Umlauf befindenden Aktien veränderten sich wie folgt: Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen Eigene Anteile Stand am 30.09.2007 488.764.592 1.317 4.684 4.963 -241 -697 Jahresüberschuss 2.195 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 280 Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -131 Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter Dividendenzahlung -635 Erwerb eigener Anteile -25.291.100 -880 Steuereffekt aus der Abschreibung eigener Anteile 156 Aktienbasierte Vergütung 1 Sonstige Veränderungen -5 Stand am 30.09.2008 463.473.492 1.317 4.684 6.519 -92 -1.421 Jahresfehlbetrag -1.857 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -869 Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 277 Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter Dividendenzahlung -603 Aktienbasierte Vergütung 2 Sonstige Veränderungen -36 6 Stand am 30.09.2009 463.473.492 1.317 4.684 4.025 -678 -1.421 Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl Eigenkapitalanteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG Anteile anderer Gesellschafter Gesamtes Eigenkapital Stand am 30.09.2007 10.026 421 10.447 Jahresüberschuss 2.195 81 2.276 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 280 8 288 Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -131 -2 -133 Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter 0 -55 -55 Dividendenzahlung -635 0 -635 Erwerb eigener Anteile -880 0 -880 Steuereffekt aus der Abschreibung eigener Anteile 156 0 156 Aktienbasierte Vergütung 1 0 1 Sonstige Veränderungen -5 29 24 Stand am 30.09.2008 11.007 482 11.489 Jahresfehlbetrag -1.857 -16 -1.873 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -869 -18 -887 Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 277 7 284 Gewinnausschüttungen an andere Gesellschafter 0 -47 -47 Dividendenzahlung -603 0 -603 Aktienbasierte Vergütung 2 0 2 Sonstige Veränderungen -30 1.361 1.331 Stand am 30.09.2009 7.927 1.769 9.696 Vom Stand der kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen entfallen zum 30.09.2007 - 1 Mio €, zum 30.09.2008 2 Mio € und zum 30.09.2009 2 Mio € auf assoziierte Unternehmen. Von den Veränderungen der kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen resultieren 0 (i. Vj. 3) Mio € aus assoziierten Unternehmen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Unterschiedsbetrags aus der Währungsumrechnung, der Bestandteil der kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ist: Mio € Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Stand am 30.09.2007 -202 Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) -83 Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 Stand am 30.09.2008 -285 Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste) -48 Realisierte (Gewinne)/Verluste 0 Stand am 30.09.2009 -333 Gezeichnetes Kapital Zum 30. September 2009 ist das Gezeichnete Kapital unverändert gegenüber dem Vorjahr eingeteilt in 514.489.044 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Aktien sind alle ausgegeben; zum Bilanzstichtag befanden sich wie im Vorjahr 463.473.492 Aktien im Umlauf. Rechnerisch entfällt auf jede Aktie ein Anteil am Gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 €. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält die Effekte aus der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses von Thyssen und Krupp sowie Agien aus Kapitalerhöhungen bei Tochtergesellschaften mit Minderheiten. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Konzernergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet worden sind. Darüber hinaus beinhaltet diese Position die Verrechnung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste beim Abgang von Pensionsrückstellungen sowie die Eigenkapitaleffekte aus aktienbasierter Vergütung. Eigene Anteile Im Rahmen der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Januar 2008 hat der Vorstand der ThyssenKrupp AG am 31. Januar 2008 beschlossen, eigene Anteile bis zu rund 3 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Im Zeitraum vom 01. Februar 2008 bis zum 07. März 2008 hat die ThyssenKrupp AG 14.791.100 Aktien oder rund 2,9 % des Grundkapitals zu einem Durchschnittskurs von 35,34 € zurückgekauft. Dies entspricht einem Gesamtbetrag von 523 Mio €. Darüber hinaus hat der Vorstand auf Basis der Hauptversammlungsermächtigung am 14. Juli 2008 beschlossen, weitere eigene Anteile bis zu rund 2,0 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Zeitraum vom 15. Juli 2008 bis zum 13. August 2008 hat die ThyssenKrupp AG 10.500.000 Aktien oder rund 2,0 % des Grundkapitals zu einem Durchschnittskurs von 33,98 € zurückgekauft. Dies entspricht einem Gesamtbetrag von 357 Mio €. Nach den beiden Erwerben in 2007/2008 und dem bereits in 2005/2006 durchgeführten Erwerb eigener Anteile hält die ThyssenKrupp AG zum 30. September 2009 insgesamt 51.015.552 eigene Anteile oder rund 9,9 % des Grundkapitals. Anteile anderer Gesellschafter Im Geschäftsjahr 2008/2009 führte die Beteiligung des Minderheitsgesellschafters Vale S.A. an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlantico Ltda. zu einer Erhöhung der Anteile anderer Gesellschafter um 1,4 Mrd €. Angaben zum Kapitalmanagement Zum 30. September 2009 lag die Eigenkapitalquote bei 23,4 % (i. Vj. 27,6 %). Zu den wichtigsten finanzwirtschaftlichen Zielen des ThyssenKrupp Konzerns zählen die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Große Bedeutung in diesem Zusammenhang hat die Schaffung von ausreichenden Liquiditätsreserven. Die Zielerreichung erfolgt durch den Einsatz diverser Maßnahmen zur Reduzierung der Kapitalkosten und Optimierung der Kapitalstruktur sowie durch ein effektives Risikomanagement. Die Beurteilung der finanzwirtschaftlichen Risiken des ThyssenKrupp Konzerns ergibt sich aus den Einstufungen der Ratingagenturen: Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick Standard & Poor’s BBB- A-3 watch negativ Moody’s Baa3 Prime-3 negativ Fitch BBB- F3 negativ Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ThyssenKrupp im Wesentlichen auf Grund des Ergebniseinbruchs als Folge der weltweiten Rezession von allen Ratingagenturen herabgestuft. ThyssenKrupp verfügt über ein Investment-Grade-Rating bei allen Ratingagenturen. Für die Finanzierung des ThyssenKrupp Konzerns führt ein Investment-Grade-Rating in den Kategorien des „BBB“-Bereichs zum Optimum der Kapitalkosten. Es stellt grundsätzlich den Zugang zu einer breiten Investorenbasis sicher. Das Kapitalmanagement basiert bei ThyssenKrupp auf den durch die Ratingagenturen publizierten Verschuldungskennziffern, die periodenbezogen Relationen aus Cash-Flow und Verschuldung ermitteln. Satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen unterliegt ThyssenKrupp nicht. Ermächtigungen Gemäß § 5 Abs. 5 der Satzung der ThyssenKrupp AG ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Januar 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 500 Mio € durch die Ausgabe von bis zu 195.312.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 23. Januar 2009 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 2 Mrd € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Umtauschrechte auf insgesamt bis zu 50 Mio eigene, auf den Inhaber lautende Stückaktien der ThyssenKrupp AG mit einem anteiligen rechnerischen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von bis zu 128 Mio € zu gewähren (Wandelschuldverschreibungen). Die Ermächtigung gilt bis zum 22. Januar 2014. Darüber hinaus ist die ThyssenKrupp AG durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 23. Januar 2009 bis zum 22. Juli 2010 ermächtigt, für bestimmte vordefinierte Zwecke eigene Anteile bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Dividendenvorschlag Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem nach den Grundsätzen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) ermittelten Bilanzgewinn der ThyssenKrupp AG für das Geschäftsjahr 2008/2009 eine Dividende von 0,30 € je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten. Hieraus würde sich eine Dividendenausschüttung von insgesamt 139 Mio € ergeben. (22) Aktienbasierte Vergütung Management Incentivepläne In 2003 implementierte ThyssenKrupp einen performance-orientierten Mid Term Incentiveplan, in dessen Rahmen Wertrechte an die Begünstigten ausgegeben werden. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder des Vorstands der ThyssenKrupp AG. Beginnend mit der zweiten Tranche, deren Ausgabe in 2004 erfolgte, wurde der Teilnehmerkreis auf die Vorstandsmitglieder der Segmentführungsgesellschaften und einige andere ausgewählte Führungskräfte ausgedehnt. Zum 30. September 2009 sind in der 5. Tranche 293.992 Wertrechte, in der 6. Tranche 229.562 Wertrechte und in der 7. Tranche 435.544 Wertrechte ausgegeben. Die Anzahl der ausgegebenen Wertrechte wird am Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums auf Basis eines Vergleichs des durchschnittlichen ThyssenKrupp Value Added (TKVA) des dreijährigen Performance-Zeitraums - beginnend mit dem 01. Oktober des Geschäftsjahres, in dem die Wertrechte gewährt wurden - mit dem durchschnittlichen TKVA der vorangegangenen drei Geschäftsjahre angepasst. Am Ende des Performance-Zeitraums erfolgt eine Vergütung der gewährten Wertrechte auf Basis des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie, der sich aus dem Kursverlauf in den ersten drei Monaten nach Ende des Performance-Zeitraums ergibt. Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der Wertrechte, die die Grundlage für die Ermittlung der zeitanteiligen Rückstellung zum Bilanzstichtag sind, werden Forward-Preise der ThyssenKrupp Aktie unter Berücksichtigung teilweiser Deckelungen ab der 3. Tranche berechnet. Die Forward-Ermittlung erfolgt für im Voraus definierte Perioden (Mittelungsperioden) unter Berücksichtigung des Aktienkurses der ThyssenKrupp Aktie und der Euro-Zinsstrukturkurve zum Stichtag sowie der angenommenen Dividendenzahlungen der ThyssenKrupp AG bis zur Fälligkeit der Wertrechte. Folgende Parameter sind in die Berechnung eingegangen: 2007/2008 4. Tranche 5. Tranche 6. Tranche Fälligkeit 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2010 Mittelungsperiode 01.10. - 31.12.2008 01.10. - 31.12.2009 01.10. - 31.12.2010 ThyssenKrupp Aktienkurs zum Stichtag 21,03 € 21,03 € 21,03 € Angenommene Dividendenzahlung(en) pro Aktie bis zur Fälligkeit - 1,30 € zum 26.01.09 1,30 € zum 26.01.09 1,30 € zum 25.01.10 Durchschnittliche Dividendenrendite - 5,80% 6,15% Durchschnittlicher Zins (Mittelungs-periode) 4,44% 4,95% 4,67% Beizulegender Wert per 30.09.2008 - ungedeckelt 20,87 € 19,65 € 18,43 € - gedeckelt 20,87 € 19,65 € 18,43 € 2008/2009 5. Tranche 6. Tranche 7. Tranche Fälligkeit 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2011 Mittelungsperiode 01.10. - 31.12.2009 01.10. - 31.12.2010 01.10. - 31.12.2011 ThyssenKrupp Aktienkurs zum Stichtag 23,53 € 23,53 € 23,53 € Angenommene Dividendenzahlung(en) pro Aktie bis zur Fälligkeit - 0,30 € zum 22.01.10 0,30 € zum 22.01.10 0,30 € zum 24.01.11 Durchschnittliche Dividendenrendite - 1,16% 1,21% Durchschnittlicher Zins (Mittelungs-periode) 0,53% 1,29% 1,78% Beizulegender Wert per 30.09.2009 - ungedeckelt 23,50 € 23,16 € 22,85 € - gedeckelt 23,50 € 23,16 € 22,85 € Im 2. Quartal 2008/2009 ist die 4. Tranche des Mid Term Incentiveplans mit einer Zahlung von 15,82 € je Wertrecht bzw. einer Gesamtzahlung von 23,5 Mio € abgerechnet worden, nachdem im 2. Quartal 2007/2008 die 3. Tranche des Mid Term Incentiveplans mit einer Zahlung von 41,15 € je Wertrecht bzw. einer Gesamtzahlung von 54,1 Mio € abgerechnet worden ist. Insgesamt enthält das Ergebnis 2008/2009 auf Grund der rückläufigen Entwicklung des TKVA Erträge aus der Auflösung der Rückstellungen für den Mid Term Incentiveplan in Höhe von 19,4 (i. Vj. Erträge von 3,5) Mio €. Zum 30. September 2009 beträgt die aus dem Mid Term Incentiveplan resultierende Verpflichtung 0 (i. Vj. 43) Mio €. Im Februar 2006 implementierte der Konzern darüber hinaus ein Aktienprogramm für ausgewählte Führungskräfte, die nicht durch den Mid Term Incentiveplan begünstigt sind. Im Rahmen dieses Programms sind die Begünstigten berechtigt, ThyssenKrupp Aktien bis zu einem festgelegten Betrag mit Rabatt zu erwerben. Im 2. Quartal 2007/2008 wurde das Programm zum rabattierten Aktienkauf für das Geschäftsjahr 2006/2007 mit dem Erwerb von 229.664 Aktien mit Rabatt abgeschlossen. Hieraus resultierten in 2007/2008 Aufwendungen von 4,1 Mio €, nachdem in 2006/2007 bereits Aufwendungen von 8,1 Mio € hierfür erfasst wurden. Gleichzeitig wurde im März 2008 für das Geschäftsjahr 2007/2008 erneut ein Programm beschlossen, das wiederum ausgewählten Führungskräften des Konzerns die Möglichkeit gibt, ThyssenKrupp Aktien bis zu einem festgelegten Betrag mit Rabatt zu erwerben. Die Umsetzung des neuen Programms wurde auf das Geschäftsjahr 2009/2010 verschoben. Aus diesem Programm resultieren in 2008/2009 Aufwendungen von 3,0 Mio €, nachdem bereits in 2007/2008 Aufwendungen von 9,4 Mio € hierfür erfasst wurden; 1,6 (i. Vj. 5,1) Mio € wurden direkt im Eigenkapital erfasst, der Restbetrag von 1,4 (i. Vj. 4,3) Mio € ist als Verpflichtung ausgewiesen. Insgesamt resultieren aus dem Programm zum rabattierten Aktienkauf in 2008/2009 Aufwendungen von 3,0 (i. Vj. 13,5) Mio €. Belegschaftsaktienprogramm Im 3. Quartal 2007/2008 hat der Konzern im Wesentlichen der inländischen und der französischen Belegschaft den Erwerb von ThyssenKrupp Belegschaftsaktien im Gegenwert von bis zu 270 € mit einem 50%igen Rabatt angeboten. Hieraus resultierte ein Aufwand von 6,3 Mio € in 2007/2008. In 2008/2009 wurden diese Programme nicht angeboten. (23) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Mio € 30.09.2008 30.09.2009 Rückstellungen für Pensionen 5.227 6.068 Rückstellungen für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen 1.029 1.076 Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 294 393 Insgesamt 6.550 7.537 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 6.928 (i. Vj. 5.970) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Pensionspläne ThyssenKrupp gewährt betriebliche Altersversorgung in Form von leistungs- oder beitragsorientierten Plänen an die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland, in den USA, Kanada und Großbritannien. In einigen anderen Ländern erhalten berechtigte Arbeitnehmer Leistungen nach den jeweiligen landesspezifischen Gegebenheiten. In Deutschland bestehen die Leistungen in der Regel in Rentenzahlungen, die einen Inflationsausgleich beinhalten. Ein Teil der leitenden Angestellten erhält Rentenleistungen, die von der Dienstzeit und vom Vergütungsniveau in einem Referenzzeitraum von in der Regel drei Jahren vor der Pensionierung abhängen. Im Übrigen erhalten die Arbeitnehmer in der Regel Zusagen auf feste Rentenbeträge pro Dienstjahr. Darüber hinaus bietet ThyssenKrupp in Deutschland die Möglichkeit, durch Gehaltsumwandlung zusätzliche Versorgungsbezüge zu erwerben (Deferred-Compensation-Vereinbarungen). Die Umwandlungsbeträge sind verzinslich mit 6,00 % und führen bei Eintritt des Versorgungsfalls zu einem festgelegten Leistungsanspruch. In den USA und Kanada erhalten auf Stundenbasis bezahlte Arbeitnehmer Rentenzusagen auf Basis von Festbeträgen pro Dienstjahr. Arbeitnehmer mit festen Bezügen erhalten Leistungen in der Regel in Abhängigkeit von ihrer Dienstzeit und den während ihrer Dienstzeit erzielten Bezügen. In Großbritannien erhalten Arbeitnehmer Rentenleistungen in Abhängigkeit von ihren Dienstjahren und dem Endgehalt bei Pensionierung. Anwartschaftsbarwert und Finanzierungsstatus Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen sowie des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar: Mio € 30.09.2008 30.09.2009 Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder Veränderung des Anwartschaftsbarwerts: Anwartschaftsbarwert am Anfang des Geschäftsjahres 5.773 2.158 5.013 1.925 Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 79 29 60 25 Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche 292 115 324 120 Beiträge der Arbeitnehmer 0 8 0 9 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 5 3 22 0 Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste -691 -113 706 232 Veränderung Konsolidierungskreis -26 -7 0 0 Plankürzungen und Planabgeltungen 0 -36 0 -43 Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 8 8 Kursdifferenzen 0 -87 0 -90 Rentenzahlungen -421 -144 -421 -157 Sonstiges 2 -1 0 13 Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres 5.013 1.925 5.712 2.042 Veränderung des Planvermögens: Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Anfang des Geschäftsjahres 167 1.910 180 1.544 Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 12 126 11 102 Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) -26 -313 -2 -21 Veränderung Konsolidierungskreis -1 -2 0 0 Beiträge der Arbeitgeber 37 79 0 115 Beiträge der Arbeitnehmer 0 8 0 9 Planabgeltungen 0 -47 0 -34 Kursdifferenzen 0 -89 0 -73 Rentenzahlungen -9 -128 -10 -142 Sonstiges 0 0 0 13 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Ende des Geschäftsjahres 180 1.544 179 1.513 Zum Bilanzstichtag beziehen sich 5.523 (i. Vj. 4.907) Mio € des Anwartschaftsbarwerts auf Pläne, die nicht über einen Fonds finanziert werden und 2.231 (i. Vj. 2.031) Mio € des Anwartschaftsbarwerts auf Pläne, die ganz oder teilweise aus einem Fonds finanziert werden. Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen 90 (i. Vj. -201) Mio € und berechnen sich als Summe der erwarteten Erträge aus dem Planvermögen und den versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten. Die nachfolgende Tabelle zeigt den Finanzierungsstatus, der sich aus der Differenz zwischen Anwartschaftsbarwert und Planvermögen errechnet, einschließlich der Überleitung zu den bilanzierten Beträgen: Mio € 30.09.2008 30.09.2009 Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder Finanzierungsstatus am Ende des Geschäftsjahres -4.833 -381 -5.533 -529 Auf Grund des "asset ceiling" nicht als Vermögenswert angesetzter Betrag 0 -3 0 -1 Bilanzierter Betrag -4.833 -384 -5.533 -530 Der bilanzierte Betrag verteilt sich auf folgende Bilanzpositionen: Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 0 10 0 5 Pensionsrückstellungen -4.833 -394 -5.533 -535 Bilanzierter Betrag -4.833 -384 -5.533 -530 Netto-Pensionsaufwendungen Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen: Mio € 2007/2008 2008/2009 Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 79 29 60 25 Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche 292 115 324 120 Erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens -12 -126 -11 -102 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 5 3 22 0 Aufwand/(Ertrag) aus Plankürzungen und Planabgeltungen 0 14 0 -7 Aufwand aus Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 8 8 Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen 364 35 403 44 Die Komponenten der Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen „Zinsaufwand“ und „Erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens“ sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in der Zeile „Zinsaufwendungen“ bzw. „Zinserträge“ enthalten. Bewertungsannahmen (-prämissen) Die Ansätze für die Diskontierungssätze und die Gehaltssteigerungsraten, die der Berechnung des Verpflichtungsumfangs zu Grunde liegen, wurden nach einheitlichen Grundsätzen abgeleitet und pro Land in Abhängigkeit von den jeweiligen ökonomischen Gegebenheiten festgesetzt. Zur Ableitung der Diskontierungssätze wird dabei grundsätzlich auf Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen in den jeweiligen Ländern zurückgegriffen, deren Laufzeiten mit den Fristigkeiten der nach Beendigung der Arbeitsverhältnisse zu erfüllenden Verpflichtungen übereinstimmen. Die Annahmen über den erwarteten Kapitalertrag auf das Planvermögen beruhen auf detaillierten Analysen, die von externen Finanzexperten und Versicherungsmathematikern durchgeführt werden. Diese Analysen berücksichtigen sowohl die historischen Ist-Renditen langfristiger Anlagen als auch die für das Ziel-Portfolio künftig erwarteten langfristigen Renditen. Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen (= gewichteter Durchschnitt) zu Grunde gelegt: in % 30.09.2008 30.09.2009 Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder Durchschnittliche Bewertungsfaktoren: Diskontierungssatz 6,75 6,44 5,25 5,24 Erwarteter Kapitalertrag auf das Planvermögen 6,00 7,10 6,00 7,00 Langfristige Gehaltssteigerungsraten 2,50 2,43 2,50 1,91 Planvermögen Die Mehrzahl der fondsfinanzierten Pensionspläne des Konzerns befindet sich in den USA, in Kanada, in Großbritannien und zu einem geringeren Umfang in Deutschland sowie einigen anderen europäischen Ländern. Das Planvermögen ist in diversifizierte Portfolios investiert, welche jeweils verschiedene Anlageklassen umfassen. Hiermit soll eine unter Risiko- und Rendite-Aspekten optimale Aufteilung der Anlageklassen erreicht werden. Die Anlageklassen der Fonds umfassen nationale und internationale Aktien, festverzinsliche Wertpapiere staatlicher und nicht-staatlicher Emittenten sowie Immobilienvermögen. Das Planvermögen der Pensionspläne enthält keine Gläubigerpapiere oder Aktien sowie kein Immobilienvermögen von ThyssenKrupp. Bei der Anlage des Planvermögens bedient sich der Konzern professioneller Investmentmanager. Diese agieren auf Basis spezifischer Investitionsrichtlinien, die vom Investitionsausschuss des jeweiligen Plans erlassen worden sind. Die Investitionsausschüsse setzen sich aus leitenden Mitarbeitern des Finanzbereichs und anderen qualifizierten Führungskräften zusammen. Sie tagen regelmäßig, um das Ziel-Portfolio zu genehmigen sowie die Risiken und die Performance wesentlicher Pensionsfonds zu überprüfen; darüber hinaus bewilligen sie die Auswahl bzw. die Vertragsverlängerung externer Fondsmanager. Die Struktur des Konzern-Zielportfolios basiert auf Asset-Liability-Studien, die für die wesentlichen Pensionsfonds des Konzerns regelmäßig durchgeführt werden. Die Struktur des Ist-Portfolios und des Ziel-Portfolios des Planvermögens der Pensionspläne stellt sich wie folgt dar: Ist-Portfoliostruktur des Planvermögens Ziel-Portfoliostruktur 30.09.2008 30.09.2009 30.09.2010 Aktien 44% 39% 40-55% Festverzinsliche Wertpapiere 48% 54% 45-60% Immobilien/Sonstiges 8% 7% 0-10% Insgesamt 100% 100% Dotierung der Pensionspläne Grundsätzlich dotiert der Konzern die Pensionsfonds in Höhe des Betrags, der erforderlich ist, um die gesetzlichen Minimalzuführungserfordernisse des jeweiligen Landes, in dem der Fonds ansässig ist, zu erfüllen. In den USA und in Kanada richtet sich die Minimaldotierung einiger Fonds nach gewerkschaftlichen Regelungen. Darüber hinaus leistet der Konzern von Zeit zu Zeit nach eigenem Ermessen zusätzliche Zuführungen. Für das Geschäftsjahr 2009/2010 erwartet ThyssenKrupp Bar-Dotierungen zu den fondsfinanzierten Pensionsplänen in Höhe von 103 Mio €. Pensionszahlungen Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurden Pensionszahlungen für Pläne in Deutschland von 421 (i. Vj. 421) Mio € und für Pläne in den übrigen Ländern von 157 (i. Vj. 144) Mio € geleistet. In den kommenden 10 Geschäftsjahren werden aus den Pensionsplänen folgende Zahlungen erwartet: Mio € Deutschland Übrige Länder (für die Geschäftsjahre) 2009/2010 437 128 2010/2011 433 122 2011/2012 434 123 2012/2013 430 126 2013/2014 426 130 2014/2015-2018/2019 2.064 654 Insgesamt 4.224 1.283 Folgende Beträge wurden für die laufende Berichtsperiode und die vorangegangenen Berichtsperioden für die leistungsorientierten Pläne angesetzt: Mio € 30.09.2005 30.09.2006 30.09.2007 30.09.2008 30.09.2009 Anwartschaftsbarwert 9.209 8.655 7.931 6.938 7.754 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 1.937 2.067 2.077 1.724 1.692 Überschuss bzw. Fehlbetrag der Pläne -7.272 -6.588 -5.854 -5.214 -6.062 Erfahrungsbedingte Anpassungen der Schulden der Pläne -43 -52 -89 -47 25 Erfahrungsbedingte Anpassungen der Vermögenswerte der Pläne 112 13 44 -345 -23 Beitragsorientierte Pläne (Defined-Contribution-Pläne) Darüber hinaus gewährt der Konzern im In- und Ausland Beitragszusagen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung über Pensionskassen und vergleichbare Versorgungseinrichtungen. Der Konzern erbringt für diese Pläne Beitragsleistungen in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes vom Einkommen der Mitarbeiter oder in Abhängigkeit von der Höhe der Beitragsleistungen der Mitarbeiter. Der Gesamtaufwand aus als beitragsorientierte Pläne bilanzierten Pensionszusagen betrug im Geschäftsjahr 140 (i. Vj. 140) Mio €. Davon entfielen 84 (i. Vj. 86) Mio € auf gemeinschaftlich mit nicht verbundenen Unternehmen unterhaltene Pensionspläne (Multi-Employer Plans). Zusätzlich wurden Beiträge an staatliche Rentenversicherungsträger von 345 (i. Vj. 363) Mio € gezahlt. Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen In den USA und Kanada gewährt der Konzern Gesundheitsfürsorgeleistungen und Lebensversicherungsleistungen an Pensionäre, die bestimmte Mindestanforderungen hinsichtlich ihres Lebens- und Dienstalters erfüllen. Die Verpflichtungen entfallen überwiegend auf den Auslaufbereich von ThyssenKrupp Budd. Im Dezember 2003 hat die US-Regierung das Gesetz „Medicare Prescription Drug, Improvement and Modernization Act“ in Kraft gesetzt. Durch das Gesetz erhalten Unternehmen, die Gesundheitsfürsorgeleistungen an Pensionäre gewähren, deren Leistungsumfang mindestens der gesetzlichen Regelung entspricht, einen staatlichen Zuschuss. Der Konzern bilanziert diese staatlichen Zuschüsse in Übereinstimmung mit IAS 19 als sogenannte Reimbursement Rights. Die Entwicklung der Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen und der Erstattungsansprüche (Reimbursement Rights) stellt sich wie folgt dar: Mio € 30.09.2008 30.09.2009 USA/Kanada USA/Kanada Veränderung des Anwartschaftsbarwerts: Anwartschaftsbarwert am Anfang des Geschäftsjahres 893 1.013 Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Ansprüche 10 8 Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen 52 66 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 8 -53 Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste 103 109 Plankürzungen und Planabgeltungen 0 -24 Kursdifferenzen -10 -33 Zahlungen für Versorgungsverpflichtungen -43 -46 Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres 1.013 1.040 Veränderung der Erstattungsansprüche (Reimbursement Rights) im Zusammenhang mit Gesundheitsfürsorgezuschussverpflichtungen: Beizulegender Zeitwert der Erstattungsansprüche am Anfang des Geschäftsjahres 67 83 Erwartete Erträge aus Erstattungsansprüchen 4 -4 Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) 14 1 Beiträge der Arbeitgeber 3 3 Kursdifferenzen 0 -1 Gezahlte Leistungen -6 -6 Sonstige 1 0 Beizulegender Zeitwert der Erstattungsansprüche am Ende des Geschäftsjahres 83 76 Die nachfolgende Tabelle zeigt den Finanzierungsstatus einschließlich der Überleitung zum Bilanzausweis: Mio € 30.09.2008 30.09.2009 USA/Kanada USA/Kanada Finanzierungsstatus am Ende des Geschäftsjahres -1.013 -1.040 Noch unberücksichtigter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -16 -36 Bilanzierter Betrag (= Rückstellungen für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen) -1.029 -1.076 Bewertungsannahmen (-prämissen) Bei der Berechnung der Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen wurden folgende Annahmen zu Grunde gelegt (= gewichteter Durchschnitt): in % 30.09.2008 30.09.2009 USA/Kanada USA/Kanada Durchschnittliche Bewertungsfaktoren: Diskontierungssatz 6,97 5,50 Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge im nächsten Jahr 9,73 9,80 Letzte Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge (erwartet in 2032) 5,00 5,00 Netto-Aufwendungen für Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen Die Netto-Aufwendungen der Zuschussverpflichtungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre setzen sich wie folgt zusammen: Mio € 2007/2008 2008/2009 USA/Kanada USA/Kanada Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 10 8 Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen 52 66 Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen -4 4 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 3 -31 Aufwand/(Ertrag) aus Plankürzungen und Planabgeltungen 0 -24 Netto-Aufwendungen der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre 61 23 Die Komponente „Zinsaufwand“ der Netto-Aufwendungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in der Zeile „Zinsaufwendungen“ enthalten. Nachfolgend sind die Auswirkungen dargestellt, die aus einer Erhöhung bzw. Verminderung der angenommenen Steigerungsrate für die Gesundheitsfürsorgeleistungen um 1 %-Punkt resultieren: Mio € 1 % -Punkt Erhöhung Verminderung Effekt auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen 9 -7 Effekt auf den Anwartschaftsbarwert 124 -104 Folgende Beträge wurden für die laufende Berichtsperiode und die vorangegangenen Berichtsperioden für die Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen angesetzt: Mio € 30.09.2005 30.09.2006 30.09.2007 30.09.2008 30.09.2009 Anwartschaftsbarwert 1.290 1.122 893 1.013 1.040 Beizulegender Zeitwert des Erstattungsanspruchs 79 90 67 83 76 Überschuss bzw. Fehlbetrag der Pläne -1.290 -1.122 -893 -1.013 -1.040 Erfahrungsbedingte Anpassungen der Schulden der Pläne -19 -33 13 -41 -1 Erfahrungsbedingte Anpassungen des Erstattungsanspruchs 1 31 0 0 1 Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen Bei einigen deutschen Gesellschaften bestehen Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen. Hierbei erbringt der Arbeitnehmer Vorleistungen durch Mehrarbeit, die nach dem Ausscheiden durch ratierliche Zahlungen entgolten werden. Für die Verpflichtungen wurden Rückstellungen nach IAS 19 „Employee Benefits“ in Höhe von 283 (i. Vj. 242) Mio € angesetzt. (24) Sonstige Rückstellungen Mio € Gewährleistungs- u. Produkthaftungsverpflichtungen Sonstige absatz- u. beschaffungsmarktbezogene Risiken Verpflichtungen im Personalbereich Restrukturierungen Stand 30.09.2008 385 336 617 183 Währungsunterschiede -6 0 -4 -1 Veränderung Konsolidierungskreis 11 -30 -1 -2 Zuführungen 160 220 560 672 Aufzinsung 0 4 0 0 Inanspruchnahmen -48 -93 -330 -120 Auflösungen -69 -127 -282 -13 Stand 30.09.2009 433 310 560 719 Mio € Entfernungsverpflichtungen Umweltschutzverpflichtungen Prozessrisiken Sonstiges (sonstige Verpflichtungen) Insgesamt Stand 30.09.2008 233 38 186 409 2.387 Währungsunterschiede 0 0 2 0 -9 Veränderung Konsolidierungskreis 11 0 10 -44 -45 Zuführungen 8 6 34 385 2.045 Aufzinsung 2 0 0 2 8 Inanspruchnahmen -11 -4 -29 -61 -696 Auflösungen -8 -6 -21 -268 -794 Stand 30.09.2009 235 34 182 423 2.896 Vom Gesamtbetrag der sonstigen Rückstellungen zum 30. September 2009 sind 2.075 (i. Vj. 1.746) Mio € kurzfristig und 821 (i. Vj. 641) Mio € langfristig. Sonstige Rückstellungen in Höhe von 746 (i. Vj. 548) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Rückstellung für Gewährleistungs- und Produkthaftungsverpflichtungen umfasst sowohl die Haftung des Konzerns für die einwandfreie Funktionalität der verkauften Produkte (Gewährleistung) als auch die Verpflichtung, dem Käufer durch den Gebrauch der Produkte entstandene Schäden zu ersetzen (Produkthaftung). Die Rückstellung für sonstige absatz- und beschaffungsmarktbezogene Risiken besteht im Wesentlichen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Mit den Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich werden vor allem Jubiläumszuwendungen und Verpflichtungen aus den Management Incentiveplänen erfasst, während Sozialplan- und ähnliche Aufwendungen in der Rückstellung für Restrukturierungen innerhalb der Personalstrukturmaßnahmen berücksichtigt sind. Pensionsähnliche Verpflichtungen wie Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen, die zum Teil auch im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen entstanden sind, sind Bestandteil der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Restrukturierungsrückstellung umfasst neben den rückstellungsfähigen Personalstrukturmaßnahmen auch Rückstellungen für Sachstrukturmaßnahmen, die im Rahmen der Aufgabe von betrieblichen Bereichen für Kosten gebildet werden, die aus Maßnahmen resultieren, die keinen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren. In allen Segmenten werden Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt. Von den Rückstellungen zum 30. September 2009 entfallen 282 Mio € auf das Segment Steel, 280 Mio € auf das Segment Technologies sowie 80 Mio € auf das Segment Services. Die entsprechenden Aufwendungen werden ab 2008/2009 den Funktionsbereichen zugeordnet; der Vorjahresausweis wurde angepasst. Die Rückstellung für Entfernungsverpflichtungen besteht im Wesentlichen aus Verpflichtungen zur Sicherung entstandener Bergschäden und für Rekultivierungsmaßnahmen. Die Abwicklung von Bergschäden und Rekultivierungsverpflichtungen erstreckt sich typischerweise über lange Zeiträume von teilweise mehr als 30 Jahren. Die technischen Rahmenbedingungen sind als sehr komplex einzuschätzen. Entsprechend bestehen Unsicherheiten über den zeitlichen Anfall und die konkrete Höhe der Aufwendungen. Die Rückstellungen für Umweltschutzverpflichtungen betreffen vor allem die Beseitigung von Altlasten sowie Sanierungs- und Gewässerschutzmaßnahmen. (25) Finanzschulden Buchwerte Mio € 30.09.2008 30.09.2009 Anleihen 1.497 4.483 Schuldscheindarlehen 479 479 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 968 2.003 Verbindlichkeiten aus Finance Lease 98 70 Sonstige Darlehen 26 125 Langfristige Finanzschulden 3.068 7.160 Anleihen 500 0 Schuldscheindarlehen 50 0 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 711 381 Verbindlichkeiten aus nicht ausgebuchten Forderungen 3 0 Akzeptverbindlichkeiten 31 19 Verbindlichkeiten aus Finance Lease 27 34 Sonstige Darlehen 26 10 Kurzfristige Finanzschulden 1.348 444 Finanzschulden 4.416 7.604 Die kurzfristigen Finanzschulden beinhalten Finanzschulden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, während die langfristigen Finanzschulden eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Finanzschulden in Höhe von 129 (i. Vj. 174) Mio € sind durch Grundpfandrechte besichert. Per 30. September 2009 sind von den Finanzschulden insgesamt Disagien in Höhe von 30 (i. Vj. 4) Mio € abgesetzt und Agien in Höhe von 12 (i. Vj. 0) Mio € aufgeschlagen. Die Verrechnung der Disagien und Agien ist im Finanzergebnis enthalten. Anleihen, Schuldscheindarlehen Buchwert in Mio € 30.09.2008 Buchwert in Mio € 30.09.2009 Nominalwert in Mio € 30.09.2009 Zinssatz in % Beizulegender Zeitwert in Mio € 30.09.2009 Fälligkeit Anleihe ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. (500 Mio €) 2002/2009 500 - - 7,000 - 19.03.2009 Anleihe ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. (1.000 Mio €) 2009/2013 - 1.009 1.000 6,750 1.062 25.02.2013 Anleihe ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. (1.000 Mio €) 2009/2016 - 988 1.000 8,500 1.099 25.02.2016 Anleihe ThyssenKrupp AG (750 Mio €) 2004/2011 748 749 750 5,000 776 29.03.2011 Anleihe ThyssenKrupp AG (1.000 Mio €) 2009/2014 - 988 1.000 8,000 1.095 18.06.2014 Anleihe ThyssenKrupp AG (750 Mio €) 2005/2015 749 749 750 4,375 735 18.03.2015 Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (50 Mio €) 2004/2009 50 - - 4,500 - 19.01.2009 Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (100 Mio €) 2008/2013 100 100 100 5,150 103 15.04.2013 Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (150 Mio €) 2008/2013 149 149 150 5,300 155 25.04.2013 Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (150 Mio €) 2008/2014 150 150 150 5,375 152 21.05.2014 Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (80 Mio €) 2008/2016 80 80 80 5,710 77 15.09.2016 Insgesamt 2.526 4.962 4.980 5.254 ThyssenKrupp hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Anleihen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 3 Mrd € emittiert. Im Februar 2009 hat die ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. eine „Dual Tranche“-Anleihe im Volumen von insgesamt 1,5 Mrd € begeben. Die Anleihe wurde in zwei Tranchen mit einer 4-jährigen (500 Mio €) und einer 7-jährigen Tranche (1.000 Mio €) emittiert. Im April 2009 wurde die 4-jährige Tranche um 500 Mio € aufgestockt. Im Juni 2009 hat die ThyssenKrupp AG eine weitere Anleihe im Volumen von 1 Mrd € begeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Die ThyssenKrupp AG hat für alle Anleihen der ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. jeweils eine unbedingte und unwiderrufliche Garantie für die Zahlungsverpflichtungen gemäß den Anleihebedingungen übernommen. Per 30. September 2009 stellt sich die Finanzierungsstruktur der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Sonstigen Darlehen wie folgt dar: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Sonstige Darlehen Buchwert in Mio € 30.09.2008 Buchwert in Mio € 30.09.2009 davon in € Gewogener Durchschnittszinssatz in % per 30.09.2009 Bilaterale Kreditvereinbarungen (variabel verzinslich) - 510 305 1,16 Sonstige variabel verzinsliche Kredite 1.221 1.099 83 1,77 Festverzinsliche Kredite 510 910 890 5,52 Insgesamt 1.731 2.519 1.278 4,24 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Sonstige Darlehen davon in USD Gewogener Durchschnittszinssatz in % per 30.09.2009 davon in weiteren Währungen Beizulegender Zeitwert in Mio € 30.09.2009 Bilaterale Kreditvereinbarungen (variabel verzinslich) 205 0,78 - 510 Sonstige variabel verzinsliche Kredite 93 2,45 923 1.099 Festverzinsliche Kredite 6 - 14 952 Insgesamt 304 1,28 937 2.561 Aus einer syndizierten Kreditfazilität (Multi-Currency-Facility-Agreement) stehen ThyssenKrupp variabel verzinsliche Mittel in Höhe von 2,5 Mrd € zur Verfügung. Die Fazilität wurde im Juli 2005 abgeschlossen und hat eine Laufzeit bis zum 01. Juli 2014. Die Kreditfazilität war am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Des Weiteren hat die ThyssenKrupp AG mit ihren Finanzpartnern bilaterale Vereinbarungen in Höhe von 2,3 Mrd € getroffen, denen zufolge sie, aber auch teilweise die ThyssenKrupp Finance USA, Inc. oder die ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. Kredite in Euro oder wahlweise in US-Dollar oder Britischem Pfund revolvierend in Anspruch nehmen kann (Roll-Over-Finanzierungen). Von diesen bilateralen Kreditlinien haben 50 % eine Restlaufzeit von über 5 Jahren und 50 % eine Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren. Am Bilanzstichtag waren hiervon 0,5 Mrd € als Barkredite in Anspruch genommen. Insgesamt verfügt der Konzern über ungenutzte und fest zugesagte Kreditlinien in Höhe von 4,2 Mrd €. Darüber hinaus verfügt der Konzern über weitere Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen eines Commercial Paper Programms mit einem maximalen Emissionsvolumen von 1,5 Mrd €, das zum 30. September 2009 nicht in Anspruch genommen war. Für Finance-Lease-Verträge betragen die zukünftigen Mindestzahlungen zum Stichtag: 30.09.2008 Mio € Künftige Mindestleasingzahlungen Zinsen Barwert (Verbindlichkeiten aus Finance Lease) Bis zu einem Jahr 35 8 27 Zwischen einem Jahr und fünf Jahren 92 16 76 Länger als fünf Jahre 29 7 22 156 31 125 30.09.2009 Mio € Künftige Mindestleasingzahlungen Zinsen Barwert (Verbindlichkeiten aus Finance Lease) Bis zu einem Jahr 40 6 34 Zwischen einem Jahr und fünf Jahren 64 11 53 Länger als fünf Jahre 22 5 17 126 22 104 Die Fälligkeiten der Finanzschulden verteilen sich wie folgt auf die nächsten 5 Jahre und die Zeit danach: Mio € (für die Geschäftsjahre) Gesamte Finanzschulden Davon: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2009/2010 444 381 2010/2011 963 80 2011/2012 377 359 2012/2013 1.738 472 2013/2014 1.567 413 nach 2013/2014 2.515 679 Insgesamt 7.604 2.384 (26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 41 (i. Vj. 40) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. (27) Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Mio € 30.09.2008 30.09.2009 kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 999 321 1.390 4 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 369 - 138 - Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung 176 - 58 - Insgesamt 1.544 321 1.586 4 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 8 (i. Vj. 328) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. (28) Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten Mio € 30.09.2008 30.09.2009 kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden 3.445 - 2.883 - Erhaltene Anzahlungen 1.084 - 957 - Absatz- und beschaffungsmarktbezogene Verbindlichkeiten 642 - 725 - Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 180 19 22 0 Verbindlichkeiten gegenüber der Belegschaft 965 - 738 - Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 122 - 100 - Rechnungsabgrenzungsposten 187 - 117 - Verbindlichkeiten aus Steuern (ohne Ertragsteuern) 370 - 349 - Übrige 506 1 791 46 Insgesamt 7.501 20 6.682 46 Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 506 (i. Vj. 883) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die aus der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen resultierenden Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: Mio € 30.09.2008 30.09.2009 Angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Auftragsgewinne (abzüglich ausgewiesener Verluste) 5.382 5.881 abzüglich erhaltener Anzahlungen -8.827 -8.764 Insgesamt -3.445 -2.883 (29) Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken Eventualverbindlichkeiten Die ThyssenKrupp AG, deren Segmentführungsgesellschaften sowie in Einzelfällen auch deren Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Auftraggebern oder Kreditgebern ausgestellt bzw. ausstellen lassen. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist: Maximales Haftungsvolumen Rückstellung Mio € 30.09.2008 30.09.2009 30.09.2008 30.09.2009 Anzahlungsgarantien 145 231 1 1 Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 67 80 1 0 Kreditaufträge 42 39 0 0 Restwertgarantien 45 45 1 1 Sonstige Haftungserklärungen 79 48 1 2 Insgesamt 378 443 4 4 In den Bürgschaften und Garantien sind wie im Vorjahr keine Eventualverbindlichkeiten für assoziierte Unternehmen enthalten. Die Eventualverbindlichkeiten für Joint Ventures betragen 248 (i. Vj. 189) Mio €. Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von 3 Monaten bis zu 10 Jahren (z.B. bei Miet- und Pachtgarantien). Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten. Alle durch die ThyssenKrupp AG oder die Segmentführungsgesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird grundsätzlich versucht, die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe zu vereinbaren. ThyssenKrupp haftet aus Beteiligungen an Gesellschaften bürgerlichen Rechts, Personengesellschaften und Arbeitsgemeinschaften gesamtschuldnerisch. Ehemalige Aktionäre von Thyssen und von Krupp haben die gerichtliche Überprüfung der Umtauschverhältnisse aus der Verschmelzung der Thyssen AG und der Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp zur ThyssenKrupp AG nach § 305 UmwG beantragt. Die Verfahren sind vor dem Landgericht Düsseldorf anhängig. Stellt das Gericht im Spruchverfahren eine Unangemessenheit des Umtauschverhältnisses fest, erfolgt ein Ausgleich durch eine verzinsliche bare Zuzahlung. Die Zuzahlung ist an alle betroffenen Aktionäre zu leisten, auch wenn sie nicht Antragsteller des Spruchverfahrens sind. Die Gesellschaft erwartet jedoch, dass die Spruchverfahren nicht zu baren Zuzahlungen führen werden, da die Umtauschverhältnisse sorgfältig ermittelt, zwischen voneinander unabhängigen Vertragspartnern vereinbart und von dem gerichtlich bestellten Verschmelzungsprüfer geprüft und bestätigt worden sind. Aus der Eingliederung der Thyssen Industrie AG in die ThyssenKrupp AG ist ein Spruchverfahren zur gerichtlichen Überprüfung der Angemessenheit der Abfindung an die außenstehenden Aktionäre der Thyssen Industrie AG anhängig. Sollte das Gericht in einer rechtskräftigen Entscheidung zu dem Ergebnis kommen, dass die angebotene Abfindung unangemessen war, wird die durch weitere Barzahlung erhöhte Abfindung allen außenstehenden Aktionären gewährt. ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche, schiedsgerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zur Rückerstattung von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadensersatz führen können. Aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Kunden, Konsortialpartnern und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen oder sind verjährt. Eine Reihe von Verfahren sind noch anhängig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, die als Operating Lease zu qualifizieren sind, least der Konzern Sachanlagen. Hieraus resultieren im Saldo Aufwendungen von 274 (i. Vj. 272) Mio €, die sich folgendermaßen zusammensetzen: Mio € 2007/2008 2008/2009 Mindestmietzahlungen (minimum rentals) 272 276 Variable Mietzahlungen (contingent rentals) 0 0 abzgl. Erträge aus Untermietverträgen (sublease) 0 -2 Insgesamt 272 274 Die künftigen (nicht abgezinsten) Mindestmietzahlungen aus solchen unkündbaren Verträgen, die zum Stichtag eine anfängliche oder verbleibende Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, betragen: Mio € 30.09.2008 30.09.2009 Bis zu einem Jahr 258 236 Zwischen einem Jahr und fünf Jahren 565 552 Länger als fünf Jahre 453 382 Insgesamt 1.276 1.170 Im Gesamtbetrag der künftigen Mindestmietzahlungen sind die künftigen Mindestmieteinnahmen aus unkündbaren Untermietverträgen in Höhe von 5 (2007/2008: 4) Mio € nicht berücksichtigt. Das Bestellobligo für Investitionsvorhaben beläuft sich zum 30. September 2009 auf 3.028 (i. Vj. 5.090) Mio € und betrifft im Wesentlichen das Segment Steel. Gegenüber Kapitalgesellschaften und Genossenschaften bestehen Einzahlungsverpflichtungen und Nachschusspflichten von zusammen 3 (i. Vj. 3) Mio €. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2.957 (i. Vj. 3.539) Mio €. Diese betreffen im Wesentlichen die Abnahmeverpflichtungen aus langfristigen Koks-, Kohle- und Kalklieferverträgen und Verpflichtungen aus Schiffscharterverträgen im Segment Steel sowie die Abnahme-verpflichtungen aus Strom- und Gaslieferverträgen im Konzern. Darüber hinaus bestehen im Segment Steel langfristige Lieferverträge für Eisenerz und Eisenerz-Pellets, aus denen Abnahmeverpflichtungen für einen Zeitraum von bis zu 14 Jahren resultieren. Auf Grund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz wurden für die Bewertung der gesamten Abnahmeverpflichtungen die zum Berichtszeitpunkt gültigen Erzpreise zugrunde gelegt; hieraus ergeben sich Abnahmeverpflichtungen von 11.485 Mio €. Im Rahmen der Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen existieren zurzeit bei einigen Produktionsanlagen der Segmente Steel und Stainless Selbstbehalte in beachtlicher Höhe. Der Eintritt eines oder mehrerer Schadensfälle kann zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns führen. Mit Entscheidung vom 02. Juli 2008 hat die EU-Kommission verschiedene, der Hellenic Shipyards S.A. (HSY) gewährte Investitionszuschüsse und Zusagen als staatliche, mit dem Gemeinsamen Markt nicht vereinbare Beihilfen eingestuft. Die Beihilfen wurden in den Jahren 1997 bis 2002 teilweise im Zusammenhang mit der Privatisierung der ehemals staatlichen Werft gewährt. Eine Freistellungsklausel im Kaufvertrag über den Erwerb der HSY zugunsten der erwerbenden Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH im Jahre 2002 für eventuelle Rückforderungen von Beihilfen betrachtet die Kommission ebenfalls als beihilfewidrig. Die EU-Kommission hat die Republik Griechenland aufgefordert, die Beihilfen von der HSY zurückzufordern; nach Auffassung der Kommission handelt es sich um einen Betrag von ca. 236 Mio € (zuzüglich Zinsen). Gegen die Entscheidung der Kommission wurde Klage vor dem Europäischen Gericht erster Instanz (Luxemburg) erhoben. Eine Klage gegen die Verkäuferin der HSY auf Freistellung von eventuellen Rückforderungen des griechischen Staates ist bei dem zuständigen Gericht in Athen bereits eingereicht. Die Rückforderungspflicht des griechischen Staates betrifft allein das zivile Geschäft, nicht das militärische Geschäft der HSY. Einigungsgespräche im abgelaufenen Geschäftsjahr mit allen Beteiligten sind noch nicht zum Abschluss gekommen. Sollte der Vorgang insgesamt eine ungünstige Entwicklung nehmen, kann zurzeit nicht ausgeschlossen werden, dass sich daraus ein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss von ThyssenKrupp ergibt. (30) Finanzinstrumente In der nachfolgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt. Dabei werden auch die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finance Lease sowie die Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, obwohl sie keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören. Bewertung nach IAS 39 Mio € Buchwert lt. Bilanz 30.09.2008 (Fortgeführte) Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Finance Lease) 7.870 7.870 Kredite und Forderungen 7.870 Forderungen aus Finance Lease 15 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 999 349 454 196 Kredite und Forderungen 292 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 57 124 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 448 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 6 72 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.725 2.725 Kredite und Forderungen 2.725 Summe finanzielle Vermögenswerte 11.609 davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: Kredite und Forderungen 10.887 10.887 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 181 57 124 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 448 448 Finanzschulden (ohne Finance Lease) 4.291 4.291 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 4.291 Verbindlichkeiten aus Finance Lease 125 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.731 5.731 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 5.731 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.865 1.320 370 175 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1.320 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 369 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 1 175 Summe finanzielle Verbindlichkeiten 12.012 davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 11.342 11.342 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 369 369 Bewertung nach IAS 17 Mio € Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert 30.09.2008 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Finance Lease) 7.870 Kredite und Forderungen 7.870 Forderungen aus Finance Lease 15 15 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 999 Kredite und Forderungen 292 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 181 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 448 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 78 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.725 Kredite und Forderungen 2.725 Summe finanzielle Vermögenswerte davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: Kredite und Forderungen 10.887 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 181 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 448 Finanzschulden (ohne Finance Lease) 4.209 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 4.209 Verbindlichkeiten aus Finance Lease 125 125 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.731 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 5.731 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.865 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1.320 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 369 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 176 Summe finanzielle Verbindlichkeiten davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 11.260 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 369 Bewertung nach IAS 39 Mio € Buchwert lt. Bilanz 30.09.2009 (Fortgeführte) Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Finance Lease) 5.260 5.260 Kredite und Forderungen 5.260 Forderungen aus Finance Lease 12 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.354 810 245 299 Kredite und Forderungen 759 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 51 185 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 245 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 114 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.375 5.375 Kredite und Forderungen 5.375 Summe finanzielle Vermögenswerte 12.001 davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: Kredite und Forderungen 11.394 11.394 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 236 51 185 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 245 245 Finanzschulden (ohne Finance Lease) 7.500 7.500 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 7.500 Verbindlichkeiten aus Finance Lease 104 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.185 4.185 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 4.185 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.590 1.394 138 58 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1.394 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 138 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 0 58 Summe finanzielle Verbindlichkeiten 13.379 davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 13.079 13.079 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 138 138 Bewertung nach IAS 17 Mio € Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert 30.09.2009 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Finance Lease) 5.260 Kredite und Forderungen 5.260 Forderungen aus Finance Lease 12 12 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.354 Kredite und Forderungen 759 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 236 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 245 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 114 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.375 Kredite und Forderungen 5.375 Summe finanzielle Vermögenswerte davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: Kredite und Forderungen 11.394 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 236 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 245 Finanzschulden (ohne Finance Lease) 7.834 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 7.834 Verbindlichkeiten aus Finance Lease 104 104 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.185 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 4.185 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.590 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1.394 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 138 Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 58 Summe finanzielle Verbindlichkeiten davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 13.413 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) 138 Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Ausleihungen ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cash-Flows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Eigenkapitalinstrumente und Gläubigerpapiere. Sie werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert soweit vorhanden auf Börsenkursen zum Bilanzstichtag. Liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor und kann der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden, erfolgt eine Bewertung zu Anschaffungskosten. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren, wie z.B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zu Grunde liegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zu Grunde liegenden Basiszinsen, beeinflusst. Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cash-Flows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zu Grunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen, in denen die Cash-Flows stattfinden, einbezogen. Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Bilanzstichtag vorgenommen. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cash-Flows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten. Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dar. Hierin sind keine Ergebniseffekte aus Finance Lease und aus Derivaten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, da diese keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören. Mio € 2007/2008 2008/2009 Kredite und Forderungen 136 -145 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 140 112 Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) 107 151 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -291 -120 Das Nettoergebnis aus der Kategorie „Kredite und Forderungen“ resultiert im Wesentlichen aus Zinserträgen aus finanziellen Forderungen, Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Kursgewinnen und Kursverlusten aus Fremdwährungsforderungen. In der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ sind im Wesentlichen die laufenden Erträge aus Eigenkapitalinstrumenten und Gläubigerpapieren sowie Ergebnisse aus dem Abgang dieser Papiere enthalten. Die Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Währungs-, Zins- und Warenderivaten, die nicht die Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen, sind in der Kategorie „Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung“ enthalten. Die Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten“ umfasst die Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten sowie Kursgewinne und Kursverluste aus Fremdwährungsverbindlichkeiten. Derivative Finanzinstrumente Der Konzern setzt verschiedene derivative Finanzinstrumente ein, darunter Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps, Zins-/Währungsswaps und Warentermingeschäfte. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt grundsätzlich zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte und dient der Reduzierung von Fremdwährungs-, Zins- und Warenpreisrisiken. Die nachfolgende Tabelle stellt die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente dar: Mio € Nominalwert 30.09.2008 Beizulegender Zeitwert 30.09.2008 Nominalwert 30.09.2009 Beizulegender Zeitwert 30.09.2009 Aktiva Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 4.041 150 4.024 163 Währungsderivate im Cash-Flow-Hedge 1.466 55 292 32 Eingebettete Derivate 189 8 377 19 Zinsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 71 21 36 8 Zinsderivate im Cash-Flow-Hedge 0 0 750 29 Warenderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 1.113 269 669 55 Warenderivate im Cash-Flow-Hedge 116 17 129 53 Warenderivate im Fair-Value-Hedge 44 6 41 0 Insgesamt 7.040 526 6.318 359 Passiva Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 3.534 179 2.349 91 Währungsderivate im Cash-Flow-Hedge 2.415 137 1.562 56 Eingebettete Derivate 855 52 201 8 Zinsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 750 21 0 0 Zinsderivate im Cash-Flow-Hedge 148 4 1 0 Warenderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 670 117 310 39 Warenderivate im Cash-Flow-Hedge 143 34 23 2 Warenderivate im Fair-Value-Hedge 10 1 41 0 Insgesamt 8.525 545 4.487 196 * inkl. Zins-/Währungsderivate Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung Bilanzielle Sicherungsbeziehungen gem. IAS 39 (Hedge Accounting) bestehen vor allem zur Absicherung von Währungsrisiken aus festen vertraglichen Verpflichtungen in Fremdwährung sowie zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, zur Absicherung von Warenpreisrisiken aus Absatz- und Beschaffungsgeschäften und zur Absicherung von Zinsrisiken aus langfristigen Finanzierungen. Cash-Flow-Hedges Cash-Flow-Hedges bestehen vor allem zur Absicherung künftiger Zahlungsströme gegenüber Fremdwährungs- und Warenpreisrisiken aus zukünftigen Umsätzen und Beschaffungsgeschäften sowie Zinsrisiken aus langfristigen Finanzierungen. Diese Derivate werden zu beizulegenden Zeitwerten bilanziert, welche in einen effektiven und in einen ineffektiven Teil zerlegt werden. Der effektive Teil der Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte dieser Derivate wird bis zum Realisationszeitpunkt des gesicherten Grundgeschäftes in den kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen erfasst. Der ineffektive Teil hingegen wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Bei Realisierung der zukünftigen Transaktionen (Grundgeschäfte) werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam aufgelöst. Zum 30. September 2009 waren Sicherungsinstrumente in Höhe von 114 (i. Vj. 72) Mio € mit positiven beizulegenden Zeitwerten und in Höhe von 58 (i. Vj. 175) Mio € mit negativen beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Für das Geschäftsjahr 2008/2009 ist in den kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen ein unrealisiertes Ergebnis in Höhe von 33 (i. Vj. -189) Mio € (vor Steuern) berücksichtigt. Die maximale Zeitdauer, für die Cash-Flows aus zukünftigen Transaktionen gesichert werden, beträgt 60 Monate. Im Berichtsjahr wurden in Folge der unterjährigen Realisation von Grundgeschäften 9 (i. Vj. 21) Mio € aus den kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert; davon entfallen 9 (i. Vj. 21) Mio € auf die Umsatzerlöse und 0 (i. Vj. 0) Mio € auf das sonstige Finanzergebnis. Zusätzlich wurden 40 Mio € anschaffungskostenmindernd (i. Vj. 191 Mio € anschaffungskostenerhöhend) aus den kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen in die Vorräte umgegliedert, da die gesicherten Rohstoffe bilanziert wurden, aber noch keine ergebniswirksame Realisation des Grundgeschäftes stattgefunden hatte. Hieraus resultierte eine Minderung der Aufwendungen in Höhe von 48 Mio € in 2008/2009; im folgenden Geschäftsjahr werden Aufwendungen in Höhe von 8 Mio € erfasst. Darüber hinaus wurden 147 (i. Vj. 0) Mio € aus den kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen in die Anschaffungskosten der Sachanlagen umgegliedert. Hiervon werden Aufwendungen in Höhe von 2 Mio € in 2010/2011, 7 Mio € in 2011/2012, 7 Mio € in 2012/2013 und 131 Mio € in den folgenden Geschäftsjahren ergebniswirksam. Zum 30. September 2009 resultiert aus ineffektiven Bestandteilen der als Cash-Flow-Hedges klassifizierten derivativen Finanzinstrumente ein Nettoergebnis in Höhe von 41 (i. Vj. -3) Mio €. Der Abbruch von Cash-Flow-Hedges führte im laufenden Geschäftsjahr durch Umgliederung aus den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen in die Gewinn- und Verlustrechnung zu einem Ergebnis von 84 (i. Vj. 1) Mio €. Diese ursprünglich ergebnisneutral behandelten Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte von Derivaten wurden zu dem Zeitpunkt ergebniswirksam realisiert, als die Durchführung der abgesicherten zukünftigen Transaktionen in Form währungsgesicherter Umsatzerlöse und Rohstoffbezüge nicht länger als wahrscheinlich angesehen wurde. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der durch die Wirtschaftskrise bedingte Rückgang von Rohstoffeinkäufen. Die im folgenden Geschäftsjahr erwarteten Aufwendungen aus den zum Stichtag in den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen enthaltenen Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte von Derivaten betragen 19 Mio €. Im Geschäftsjahr 2010/2011 werden Erträge in Höhe von 17 Mio €, im Geschäftsjahr 2011/2012 von 8 Mio € und in den nachfolgenden Geschäftsjahren von 27 Mio € erwartet. Fair-Value-Hedges Fair-Value-Hedges bestehen vor allem zur Absicherung der beizulegenden Zeitwerte von festen vertraglichen Verpflichtungen und von Vorratsbeständen gegenüber Preisrisiken. Diese Warenderivate werden ebenso wie die ihnen zugeordneten Grundgeschäfte zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Zum 30. September 2009 waren Sicherungsinstrumente in Höhe von 191 T€ (i. Vj. 6 Mio €) mit positiven beizulegenden Zeitwerten und in Höhe von 317 T€ (i. Vj. 1 Mio €) mit negativen beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Die Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte werden unmittelbar in Abhängigkeit von der Art der zu Grunde liegenden Geschäfte ergebniswirksam in den Umsatzerlösen oder Umsatzkosten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr ergab sich ein Nettoergebnis aus der Bewertung der Sicherungsinstrumente im Fair-Value-Hedge in Höhe von -1 (i. Vj. -3) Mio €, während im gleichen Zeitraum ein Nettoergebnis bei den zugehörigen Grundgeschäften von 1 (i. Vj. 3) Mio € realisiert wurde. Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung Werden die Voraussetzungen für die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge Accounting gem. IAS 39 nicht erfüllt, erfolgt ein Ausweis der derivativen Finanzinstrumente als Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung. Die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sind in der Tabelle zu den Nettoergebnissen aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dargestellt. In dieser Position enthalten sind auch die eingebetteten Derivate. Sie bestehen im ThyssenKrupp Konzern grundsätzlich in der Ausprägung, dass gewöhnliche Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu Lieferanten und Kunden im Ausland nicht in der funktionalen Währung (Landeswährung) eines der beiden Vertragspartner geschlossen wurden. Finanzwirtschaftliche Risiken Der Vorstand der ThyssenKrupp AG hat ein Risikomanagementsystem implementiert, welches vom Aufsichtsrat überwacht wird. In den Grundsätzen für das Risikomanagement sind die Rahmenbedingungen zur Erfüllung der Anforderungen an ein ordnungsmäßiges und zukunftsgerichtetes Risikomanagement im ThyssenKrupp Konzern formuliert. Die Grundsätze verfolgen das Ziel, alle Mitarbeiter im Konzern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Risiken zu veranlassen sowie einen nachhaltigen Prozess zur Förderung des Risikobewusstseins zu begleiten. Im Handbuch Risikomanagement und in weiteren Konzernrichtlinien sind die Prozesse des Risikomanagements, einzuhaltende Limitierungen sowie der Einsatz von Finanzinstrumenten konkret geregelt. Das Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, die Risiken zeitnah konzernweit zu identifizieren, zu analysieren, zu steuern, zu überwachen und zu kommunizieren. Insbesondere durch eine mindestens zweimal jährlich durchgeführte Risikoinventur in allen Konzernunternehmen wird die Risikolandschaft im ThyssenKrupp Konzern aktualisiert. Über die Ergebnisse des Risikoinventurprozesses werden sowohl der Vorstand der ThyssenKrupp AG als auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates informiert. Das Risikomanagement-Reporting ist ein kontinuierlicher Prozess, welcher in das regelmäßige Konzernreporting eingebettet ist. Sowohl die Konzernrichtlinien als auch die Informationssysteme werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Zudem überprüft der Bereich Internal Auditing regelmäßig, ob die Konzernunternehmen die Vorgaben des Risikomanagementsystems einhalten. ThyssenKrupp ist als weltweit agierender Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken (Währungsrisiken, Zinsrisiken und Warenpreisrisiken) ausgesetzt. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, die aus den operativen Geschäften sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Risiken durch den Einsatz ausgewählter derivativer und nicht-derivativer Sicherungsinstrumente zu begrenzen. Kreditrisiko (Ausfallrisiko) Der Konzern ist bei Finanzinstrumenten einem Ausfallrisiko ausgesetzt, das aus der möglichen Nichterfüllung einer Vertragspartei resultiert und daher maximal in Höhe des positiven beizulegenden Zeitwerts des betreffenden Finanzinstruments besteht. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise gewinnt das Ausfallrisiko zusätzlich an Bedeutung; wir steuern es deshalb mit besonderer Vorsicht. Zur Minimierung der Ausfallrisiken werden im ThyssenKrupp Konzern grundsätzlich Finanzinstrumente im Finanzierungsbereich nur mit solchen Kontrahenten abgeschlossen, die über eine sehr gute Bonität verfügen bzw. einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Dabei werden zur weiteren Risikominimierung Geschäfte nur im Rahmen vorgegebener Kontrahentenlimite getätigt. Im operativen Bereich werden die Außenstände und Ausfallrisiken von den Konzerngesellschaften fortlaufend überwacht und teilweise über Warenkreditversicherungen abgesichert. Die Risiken aus Warenlieferungen an Großkunden unterliegen einer besonderen Bonitätsüberwachung. Zusätzlich werden für die Absicherung von Forderungen gegenüber Großkunden Akkreditive und Ausfallbürgschaften eingesetzt. Die Forderungen gegenüber diesen Vertragspartnern sind jedoch nicht so hoch, als dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden. Ausfallrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko für den Konzern besteht darin, dass auf Grund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln, bestehenden oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen werden kann. Das Management des Liquiditätsrisikos, somit die Ressourcenallokation und die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit des Konzerns, zählen zu den zentralen Aufgaben der ThyssenKrupp AG. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise steht das Liquiditätsrisiko verstärkt im Fokus. Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherstellen zu können, werden auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vorgehalten. Trotz des schwierigen Marktumfeldes als Folge der Finanzkrise steht die Finanzierung auch im nächsten Jahr auf einer gesicherten Basis. So konnten insbesondere durch die Emission von Anleihen im Volumen von insgesamt 3 Mrd € in 2008/2009 das Fälligkeitenprofil verbessert und die Liquiditätssituation weiter gestärkt werden. Das Cash-Pooling sowie externe Finanzierungen sind im Wesentlichen auf die ThyssenKrupp AG sowie spezielle Finanzierungsgesellschaften konzentriert. Die Mittel werden bedarfsgerecht intern den Konzerngesellschaften zur Verfügung gestellt. Die folgende Tabelle zeigt die künftigen undiskontierten vertraglich vereinbarten Zahlungsmittelabflüsse (positive Werte) bzw. Zahlungsmittelzuflüsse (negative Werte) aus finanziellen Verbindlichkeiten: Mio € Buchwerte 30.09.2008 Cash-Flows 2008/2009 Cash-Flows 2009/2010 Cash-Flows 2010/2011 bis 2012/2013 Cash-Flows nach 2012/2013 Anleihen 1.997 605 70 886 816 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.679 796 146 666 559 Verbindlichkeiten aus Finance Lease 125 35 38 54 29 Übrige Finanzschulden 615 145 29 336 264 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.731 5.690 31 9 1 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 369 308 32 22 -15 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung 176 156 16 0 0 Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 1.320 994 4 322 0 Mio € Buchwerte 30.09.2009 Cash-Flows 2009/2010 Cash-Flows 2010/2011 Cash-Flows 2011/2012 bis 2013/2014 Cash-Flows nach 2013/2014 Anleihen 4.483 303 1.053 2.728 1.953 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.384 484 220 1.557 817 Verbindlichkeiten aus Finance Lease 104 40 25 39 22 Übrige Finanzschulden 633 56 138 478 99 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.185 4.144 15 24 2 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung 138 129 7 1 1 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung 58 53 5 0 0 Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 1.394 1.391 2 1 0 Den Zahlungsmittelflüssen aus derivativen Finanzinstrumenten stehen Zahlungsmittelflüsse aus den gesicherten Grundgeschäften gegenüber, welche in der Fälligkeitsanalyse nicht berücksichtigt wurden. Bei Berücksichtigung auch der Zahlungsmittelflüsse aus den gesicherten Grundgeschäften würden die in der Übersicht gezeigten Zahlungsmittelflüsse entsprechend geringer ausfallen. Marktrisiken Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass die beizulegenden Zeitwerte oder künftigen Zahlungsströme eines originären oder derivativen Finanzinstrumentes auf Grund von Änderungen der Risikofaktoren schwanken. Zu den für ThyssenKrupp relevanten Marktrisiken zählen das Währungsrisiko, das Zinsrisiko sowie das Warenpreisrisiko, insbesondere das Rohstoffpreisrisiko. Aus diesen Risiken können Ergebnis-, Eigenkapital- und Cash-Flow-Schwankungen resultieren. Ziel des Risikomanagements ist es, die entstehenden Risiken durch geeignete Maßnahmen, insbesondere den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, zu eliminieren bzw. zu begrenzen. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt strengen Kontrollen, die auf Basis von Richtlinien im Rahmen des regelmäßigen Reportings erfolgen. Es werden im Wesentlichen außerhalb der Börse (d.h. OTC) gehandelte Devisentermingeschäfte sowie Zins-/Währungsderivate und Warentermingeschäfte mit Banken und Handelspartnern abgeschlossen. Zur Warenpreisabsicherung werden darüber hinaus auch börsengehandelte Futures eingesetzt. Die nachstehend beschriebene Analyse sowie die mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen ermittelten Beträge stellen hypothetische, zukunftsorientierte Angaben dar, die sich auf Grund unvorhersehbarer Entwicklungen an den Finanzmärkten von den tatsächlichen Ereignissen unterscheiden können. Zudem sind hier nicht die Risiken berücksichtigt, die nicht finanzieller Natur oder nicht quantifizierbar sind, wie z.B. Geschäftsrisiken. Währungsrisiken Die Internationalität unserer Geschäftstätigkeit bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen – vor allem in US-Dollar – mit sich. Die Absicherung der hieraus resultierenden Wechselkursrisiken ist wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagements. Konzerneinheitliche Richtlinien bilden die Vorgabe für das Devisenmanagement des ThyssenKrupp Konzerns. Grundsätzlich besteht für alle Konzerngesellschaften Sicherungspflicht von Fremdwährungspositionen im Zeitpunkt ihrer Entstehung. Die im Gebiet der Europäischen Währungsunion ansässigen verbundenen Unternehmen sind grundsätzlich verpflichtet, alle offenen Positionen aus Waren- und Leistungsgeschäften in den wesentlichen Transaktionswährungen einer zentralen Clearing-Stelle anzudienen. Die angedienten Positionen werden laufzeitkongruent, in Abhängigkeit vom Sicherungszweck der Derivate und der damit verbundenen Art der bilanziellen Behandlung, entweder im Rahmen eines Portfolio-Hedge-Ansatzes abgesichert oder in direkter Zuordnung an Banken durchgeleitet. Die Absicherung von Finanztransaktionen sowie von Geschäften unserer Tochterunternehmen außerhalb der Europäischen Währungsunion erfolgt in enger Abstimmung mit der Konzernleitung. Die Einhaltung der zentralen Vorgaben wird regelmäßig durch den Zentralbereich Internal Auditing überprüft. Zielsetzung bei der Währungsabsicherung ist das Festschreiben von Preisen auf Basis von Sicherungskursen zum Schutz vor zukünftigen ungünstigen Währungsschwankungen. Bei der Sicherung von geplanten produktionsabhängigen Erz-, Kohle- und Koksbezügen erfolgt darüber hinaus eine systematische Ausnutzung von günstigen Euro/US-Dollar-Entwicklungen. Die Sicherungszeiträume richten sich grundsätzlich nach der Laufzeit des Grundgeschäftes. Die Laufzeit der abgeschlossenen Devisenderivate beträgt in der Regel bis zu 12 Monate und kann in einzelnen Ausnahmefällen auch deutlich darüber hinausgehen. Die Sicherungszeiträume geplanter Erz-, Kohle- und Koksbezüge sind auf Basis des theoretisch fairen Wechselkurses (Kaufkraftparität) und der Schwankungsbreite des US-Dollars gegenüber dem Euro unter Zugrundelegung historischer Daten festgelegt worden. Bei Erreichen definierter Sicherungskurse werden entsprechend einem festgelegten Raster die Sicherungen geplanter Bezüge für bestimmte Zeiträume ausgelöst. Als relevante Risikovariablen für die Sensitivitätsanalyse im Sinne von IFRS 7 findet ausschließlich der US-Dollar Berücksichtigung, da der weitaus größte Teil der Zahlungsströme in Fremdwährung in US-Dollar abgewickelt wird. Da die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich zur Absicherung von Grundgeschäften eingesetzt werden, gleichen sich die gegenläufigen Effekte der Grund- und Sicherungsgeschäfte über die Totalperiode nahezu aus. Das hier dargestellte Fremdwährungsrisiko resultiert somit aus Sicherungsbeziehungen mit bisher noch bilanzunwirksamen Grundgeschäften, d.h. Sicherungen von festen vertraglichen Verpflichtungen sowie von Planumsätzen. Analysiert man das US-Dollar-Währungsrisiko, ergibt sich zum 30. September 2009 folgendes Bild: Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar am 30. September 2009 um 10 % stärker gewesen wäre, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Währungsderivate um 42 Mio € (i. Vj. 229 Mio €) niedriger und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 85 Mio € (i. Vj. 32 Mio €) höher gewesen. Wäre der Euro gegenüber dem US-Dollar am 30. September 2009 um 10 % schwächer gewesen, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Währungsderivate um 51 Mio € (i. Vj. 280 Mio €) höher und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 100 Mio € (i. Vj. 41 Mio €) geringer gewesen. Zinsrisiko Auf Grund der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten findet die Liquiditätsbeschaffung des ThyssenKrupp Konzerns an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen – überwiegend im Euro- und US-Dollar-Raum – und mit unterschiedlichen Laufzeiten statt. Die hieraus resultierenden Finanzschulden sowie unsere Geldanlagen sind zu Teilen einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Aufgabe unseres zentralen Zinsmanagements ist es, dieses Zinsänderungsrisiko zu steuern und zu optimieren. Hierzu werden im Rahmen des Zinsmanagements regelmäßig Zinsanalysen erstellt. Zur Absicherung des Zinsrisikos werden fallweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese Instrumente werden mit dem Ziel abgeschlossen, die Zinsvolatilitäten und Finanzierungskosten der zu Grunde liegenden Grundgeschäfte zu minimieren. Große Teile der Zinsderivate sind in Form eines Cash-Flow-Hedges direkt und unmittelbar bestimmten Finanzierungen zugeordnet. In diesen Fällen liegen Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung vor. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Zinsaufwand aus den diesen Derivaten zu Grunde liegenden Grundgeschäften und den zugeordneten Zinsderivaten stellt in Summe den fixierten Festzinssatz der Sicherungsbeziehung dar. Ein weiterer Teil der Zinsderivate ist nicht eindeutig einer Finanzierung zugeordnet, sondern sichert über einen Macro-Hedge-Ansatz ein Portfolio von Einzelkrediten. Zins-/Währungsswaps wurden im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung der US-Dollar-Aktivitäten abgeschlossen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden diese Derivate als Cash-Flow-Hedge klassifiziert. Bei Zinsinstrumenten ergeben sich Cash-Flow-Risiken, Opportunitätseffekte sowie bilanz- und ergebniswirksame Zinsrisiken. Refinanzierungen sowie variable Finanzinstrumente unterliegen einem Cash-Flow-Risiko, welches die Unsicherheit bezüglich zukünftiger Zinszahlungen zum Ausdruck bringt. Die Messung des Cash-Flow-Risikos erfolgt mit einer Cash-Flow-Sensitivität. Opportunitätseffekte ergeben sich bei originären Finanzinstrumenten, da diese im Gegensatz zu Zinsderivaten nicht zum beizulegenden Zeitwert, sondern zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Dieser Unterschiedsbetrag, der sogenannte Opportunitätseffekt, schlägt sich weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung nieder. Bilanzwirksame Zinsrisiken, die sich im Eigenkapital auswirken, ergeben sich aus der Bewertung von als Micro-Hedge abgeschlossenen Zinsderivaten. Ergebniswirksame Zinsrisiken resultieren aus den übrigen Zinsderivaten. Opportunitätseffekte sowie bilanz- und ergebniswirksame Zinsrisiken werden mit einer Sensitivitätsberechnung der beizulegenden Zeitwerte und deren Veränderung ermittelt. Die Zinsanalyse unterstellt zum 30. September 2009 eine Parallelverschiebung der Zinskurven für alle Währungen um +100 / -20 Basispunkte. Im Vorjahr betrug die Parallelverschiebung +100 / -100 Basispunkte. Auf Grund des aktuell niedrigen Zinsniveaus wurde die Verschiebung zur Vermeidung negativer Zinsen von -100 Basispunkten auf -20 Basispunkte reduziert. Es ergeben sich die in der folgenden Tabelle dargestellten Chancen (positive Werte) und Risiken (negative Werte): Veränderung aller Zinskurven zum 30.09.2009 um Mio € + 100 Basispunkte - 20 Basispunkte Cash-Flow-Risiko 46 -9 Opportunitätseffekte 256 -53 Bilanzwirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten -1 0 Ergebniswirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten 0 0 Im Vorjahr ergab die Analyse die in der folgenden Tabelle dargestellten Chancen (positive Werte) und Risiken (negative Werte): Veränderung aller Zinskurven zum 30.09.2008 um Mio € + 100 Basispunkte - 100 Basispunkte Cash-Flow-Risiko 21 -21 Opportunitätseffekte 100 -106 Bilanzwirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten 1 -1 Ergebniswirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten 2 -2 Wenn alle Zinskurven am 30. September 2009 um 100 Basispunkte höher gewesen wären, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Zinsderivate um 1 Mio € niedriger (i. Vj. 1 Mio € höher) und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 46 (i. Vj 23) Mio € höher gewesen. Wären die Zinskurven am 30. September 2009 um 20 Basispunkte niedriger gewesen, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Zinsderivate unverändert (i. Vj. bei einer Verschiebung um -100 Basispunkte 1 Mio € geringer) und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 9 (i. Vj. bei einer Verschiebung um -100 Basispunkte 23) Mio € niedriger gewesen. Warenpreisrisiken Der Konzern benötigt verschiedene NE-Metalle, insbesondere Nickel, sowie Rohstoffe wie z.B. Erze, Kohle, Koks und Energie für die verschiedenen Produktionsprozesse. Die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energie können je nach Marktsituation erheblich schwanken. Nicht immer können die schwankenden Rohstoffpreise an die Kunden weitergegeben werden. Daher besteht ein Warenpreisrisiko, das Einfluss auf die Ergebnis-, Eigenkapital- sowie Cash-Flow-Situation haben kann. Zur Sicherung der Warenpreisrisiken wurden insbesondere für Erz, Kohle und Koks langfristige Lieferverträge mit verschiedenen Lieferanten abgeschlossen. Zusätzlich setzten einige Gesellschaften des Konzerns derivative Finanzinstrumente, insbesondere für Nickel und Kupfer, ein, um die Risiken aus Rohstoffpreisvolatilitäten zu minimieren. Die Sicherung erfolgt grundsätzlich dezentral, wobei der Abschluss von Finanzderivaten in diesen Bereichen strengen Richtlinien unterliegt, deren Einhaltung durch Internal Auditing überprüft wird. Es werden ausschließlich marktgängige Instrumente verwendet. Dies sind im Wesentlichen Warentermingeschäfte. Die Warentermingeschäfte sind mit ihren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Die Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte werden überwiegend ergebniswirksam im betrieblichen Ergebnis erfasst. Einige Warenderivate sind in Form eines Cash-Flow-Hedges direkt und unmittelbar einer bestimmten festen Verpflichtung zugeordnet. Zusätzlich werden in einigen Fällen die beizulegenden Zeitwerte von bestimmten festen Verpflichtungen und Vorratsbeständen in Form von Fair-Value-Hedges abgesichert. Die aus den steigenden Energiepreisen resultierenden Risiken werden durch eine strukturierte Beschaffung auf dem Strommarkt sowie durch den Abschluss bzw. die Weiterführung langfristiger Erdgasverträge begrenzt. Diese Verträge fallen unter die sogenannte „own use exemption“ und werden daher nicht als derivative Finanzinstrumente bilanziert. In die nach IFRS 7 für Finanzinstrumente geforderte Szenarioanalyse fließen nur hypothetische Veränderungen der Marktpreise für derivative Finanzinstrumente ein. Die gegenläufigen Effekte aus den Grundgeschäften sind nicht berücksichtigt und würden den Effekt deutlich verringern. Auf Basis einer angenommenen Überversorgung in den jeweiligen Metallen haben wir Marktpreise auf einem Niveau in Nähe der Produktionskosten der wesentlichen Produzenten zu Grunde gelegt; dies entspricht in Abhängigkeit von den betrachteten Rohstoffen einem hypothetischen Preisrückgang von maximal 71 % (i. Vj. 73 %). Hintergrund ist, dass es bei wesentlich niedrigeren Marktpreisen über längere Zeiträume in der Regel zu Kürzungen der Metallproduktion bis hin zur Schließung kommen kann. Die pro Metall eingestellten Terminaufschläge (Contango) zeigen – wie bei Überversorgung üblich – hohe Werte. Der geschätzte hypothetische Effekt aus der Stichtagsbewertung auf die Gewinn- und Verlustrechnung beträgt 117 (i. Vj. 275) Mio € und auf das Eigenkapital -37 (i. Vj. -64) Mio €. Für das Szenario einer Hochpreisphase bei starker Verknappung werden Marktpreise zu historischen Höchstkursen verwendet. Die in der Regel mit einem unterversorgten Markt einhergehenden eingepflegten Terminabschläge (Backwardation) reflektieren ebenfalls historische Höchstwerte. Es werden in Abhängigkeit von den jeweiligen Rohstoffen maximale Preisanstiege von bis zu 214 % (i. Vj. 252 %) angenommen. Der geschätzte hypothetische Effekt aus der Stichtagsbewertung auf die Gewinn- und Verlustrechnung beträgt -336 (i. Vj. -295) Mio € und auf das Eigenkapital 149 (i. Vj. 116) Mio €. (31) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (related parties) Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ist gemäß Mitteilung nach § 21 WpHG vom 21. Dezember 2006 mit 25,10 % an der ThyssenKrupp AG beteiligt; gemäß freiwilliger Mitteilung der Stiftung vom 06. Oktober 2009 besteht per 30. September 2009 eine Beteiligung von rund 25,33 %. Über die in der Satzung (§ 21) festgelegten Leistungen und Gegenleistungen hinaus bestanden mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Transaktionen keine wesentlichen Liefer- und Leistungsbeziehungen. Aus der in 2006/2007 erfolgten Beauftragung einer Konzerngesellschaft zur Modernisierung von Aufzügen im Wert von 2 Mio € durch eine zur Stiftung gehörende Einrichtung realisierte eine Konzerngesellschaft in 2007/2008 einen Umsatz in Höhe von 1,4 Mio € und in 2008/2009 einen Umsatz in Höhe von 0,2 Mio €. Im Geschäftsjahr 2008/2009 hatte der Konzern Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Joint Ventures. Transaktionen mit diesen nahe stehenden Unternehmen resultieren aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch; der Umfang der Geschäftsbeziehungen ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Umsatz Bezogene Leistungen Forderungen Verbindlichkeiten Mio € 2008/2009 2008/2009 30.09.2009 30.09.2009 Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 1 0 2 1 Assoziierte Unternehmen 88 8 50 15 Joint Ventures 180 1.049 53 295 Im Geschäftsjahr 2007/2008 hatte der Konzern in geringem Umfang Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Mit Joint Ventures von wesentlicher Bedeutung wurde in 2007/2008 ein Umsatz von 257 Mio € realisiert, aus dem zum 30. September 2008 Forderungen von 160 Mio € resultierten. Gleichzeitig wurden in 2007/2008 von den wesentlichen Joint Ventures Leistungen in Höhe von 1.524 Mio € bezogen, die zum 30. September 2008 zu Verbindlichkeiten von 290 Mio € führten. Mit assoziierten Unternehmen von wesentlicher Bedeutung wurde in 2007/2008 ein Umsatz von 40 Mio € realisiert, aus dem zum 30. September 2008 Forderungen von 18 Mio € resultierten. Gleichzeitig wurden in 2007/2008 von den wesentlichen assoziierten Unternehmen Leistungen in Höhe von 38 Mio € bezogen, aus denen zum 30. September 2008 keine Verbindlichkeiten bestanden. Die Transaktionen resultierten aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die ESG Legierungen GmbH ist auf Grund der Tatsache, dass ein naher Familienangehöriger eines Vorstandsmitglieds der ThyssenKrupp AG als Geschäftsführer tätig ist, als nahe stehendes Unternehmen des Konzerns einzustufen. Der Konzern hat in 2008/2009 mit der ESG Legierungen GmbH einen Umsatz in Höhe von 0,3 (i. Vj. 1,7) Mio € aus dem Verkauf von Feinzink realisiert. Im gleichen Zeitraum wurden vom Konzern Zinklegierungen in Höhe von 0,1 (i. Vj. 0,2) Mio € bezogen. Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 30. September 2009 hatte der Konzern aus der Geschäftsbeziehung eine Verbindlichkeit von 48 T€ (i. Vj. Forderung: 0,1 Mio €). Die Heitkamp & Thumann Group mit Sitz in Düsseldorf sowie die Heitkamp Baugruppe mit Sitz in Herne sind auf Grund der Tatsache, dass ein Mitglied des Aufsichtsrats maßgeblichen Einfluss auf die Gruppen hat, als nahe stehende Unternehmen des Konzerns einzustufen. Im Zeitraum vom 16. November 2008 bis zum 30. September 2009 hat der Konzern mit der Heitkamp & Thumann Group einen Umsatz in Höhe von 14,4 Mio € aus dem Verkauf von Stahl- und Edelstahlwerkstoffen sowie aus der Erbringung von Industriedienstleistungen realisiert. Im gleichen Zeitraum wurden vom Konzern von der Heitkamp & Thumann Group Werkzeuge in Höhe von 0,5 Mio € und von der Heitkamp Baugruppe Leistungen in Höhe von 1,9 Mio € bezogen. Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 30. September 2009 hatte der Konzern aus der Geschäftsbeziehung mit der Heitkamp & Thumann Group Forderungen von 1,2 Mio € und Verbindlichkeiten von 3 T€ sowie aus der Geschäftsbeziehung mit der Heitkamp Baugruppe Forderungen von 2 T€ und Verbindlichkeiten von 0,7 Mio €. Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in den Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats. Die aktiven Mitglieder des Vorstands wurden wie folgt vergütet: Tausend € 2007/2008 2008/2009 Kurzfristig fällige Leistungen (ohne aktienbasierte Vergütung) 18.871 5.423 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.502 879 Aktienbasierte Vergütungen 963 1.120 Als Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird der aus den Pensionsrückstellungen für die aktiven Vorstandsmitglieder resultierende Dienstzeitaufwand (service cost) ausgewiesen. Die Angabe der aktienbasierten Vergütung bezieht sich auf den beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung. Darüber hinaus erhielt der Vorstand im Geschäftsjahr 2008/2009 Zahlungen aus aktienbasierter Vergütung von 4.745 (i. Vj. 13.272) Tausend €. Zum 30. September 2009 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden; ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen. Die aktiven Mitglieder des Aufsichtsrats wurden wie folgt vergütet: Tausend € 2007/2008 2008/2009 Kurzfristig fällige Leistungen 2.721 1.717 Langfristige Vergütungskomponente 895 162 Darüber hinaus wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp AG für Aufsichtsratsmandate bei Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr 2008/2009 Vergütungen von 124 (i. Vj. 223) Tausend € gewährt. Zum 30. September 2009 sind Aufsichtsratsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden; ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder vgl. die Ausführungen im Vergütungsbericht des Lageberichts. Vergütung ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 24,4 (i. Vj. 13,7) Mio €; darin enthalten sind Leistungen nach IAS 24.16 (d) in Höhe von 9,9 (i. Vj. 0) Mio €. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen wurden nach IFRS 173,5 (i. Vj. 142,3) Mio € zurückgestellt. Frühere Aufsichtsratsmitglieder, die vor dem 01. Oktober 2008 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind, erhalten für die Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine anteilige Vergütung aus der langfristigen Vergütungskomponente von 4 (i. Vj. 16) Tausend €. (32) Segmentberichterstattung Die nachfolgend beschriebenen Segmente entsprechen der internen Organisations- und Berichtsstruktur des ThyssenKrupp Konzerns. Die Segmentabgrenzung berücksichtigt die unterschiedlichen Produkte und Dienstleistungen des Konzerns. Steel Das Segment Steel konzentriert sich auf Erzeugung und Vertrieb von hochwertigem Qualitätsflachstahl. Das Programm ist konsequent auf Produkte mit großer Verarbeitungstiefe entlang der Wertschöpfungskette ausgerichtet. Intelligente Werkstofflösungen, produktspezifische Anarbeitung, Dienstleistungen und umfassender Service prägen das Leistungsprofil. Stainless Das Segment bündelt alle Herstellungs- und Vertriebsfunktionen für die Werkstoffe Edelstahl Rostfrei-Flach, Nickellegierungen und Titan. Durch hohe Lieferperformance, Flexibilität und tief greifenden Service unterstützt Stainless die Kunden bei der Herstellung hochqualitativer Endprodukte. Technologies Im Segment Technologies sind hochtechnologie-orientierte Anlagenbauer und Komponentenhersteller zusammengefasst. Hierzu zählen Plant Technology, Marine Systems, Mechanical Components, Automotive Solutions und Transrapid. Plant Technology bietet das Projektmanagement für die Planung und den Bau von Spezial- und Großanlagen für die Chemie und Petrochemie, die Zementindustrie, für Förder- und Kokereitechnik an. Das Leistungsspektrum von Marine Systems umfasst Neubau, Reparatur, Umbau und Service insbesondere von Marineschiffen, d.h. von konventionellen U-Booten und Überwasserschiffen. Auch im zivilen Schiffbau ist Marine Systems bei Megayachten und Containerschiffen aktiv. Unter dem Dach von Mechanical Components vereinigen sich Hersteller von Komponenten für den Maschinenbau und die Automobilindustrie. Gefertigt werden u.a. Großwälzlager, gebaute Nockenwellen, Kurbelwellen, Gussteile und Laufwerke für Baumaschinen. Innerhalb von Automotive Solutions werden Lösungen für die Automobilindustrie gebündelt. Die Produkt- und Leistungspalette reicht von Lenk- und Dämpfungssystemen, über die komplette Prozesskette der Karosserietechnik, Systemlösungen im Fahrwerksbereich bis hin zur Aggregatmontage für die Automobilindustrie. Transrapid betreibt die Planung, das Projektmanagement und den Bau von Magnetschnellbahnsystemen. Elevator Das Segment betreibt den Neubau, die Modernisierung sowie den Service von Aufzügen, Fahrtreppen, Fahrsteigen, Treppen- und Plattformliften sowie Fluggastbrücken. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Produktpalette von Anlagen für den Volumenmarkt bis zu kundenindividuellen Lösungen nach Maß. Services Das Segment ist Dienstleister für Werkstoffe, Rohstoffe und Industrieprozesse. Dabei werden neben der Distribution und dem Produktverkauf von Walz- und Edelstahl, Rohren, NE-Metallen und Kunststoffen auch Dienstleistungen angeboten, die von der Anarbeitung und Logistik über Lager- und Bestandsmanagement bis hin zum Supply-Chain-Management reichen. Die Prozessdienstleistungen umfassen neben komplexen Instandhaltungsaktivitäten auch produktionsbegleitende Dienstleistungen. Hinzu kommen die weltweite Versorgung mit metallurgischen Rohstoffen sowie innovative technische Systemlösungen. Corporate Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie die inaktiven Gesellschaften, die einzelnen Segmenten nicht zugeordnet werden können. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und verwertet werden. Darüber hinaus wurde der Auslaufbereich von ThyssenKrupp Budd zugeordnet. Das Ergebnis vor Steuern von Corporate setzt sich folgendermaßen zusammen: Mio € 2007/2008 2008/2009 Verwaltungskosten Konzernleitung -192 -109 Altersversorgung -20 -23 FuE-Förderung -6 -12 Zinsergebnis Nettofinanzschulden -2 -52 Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen -159 -206 Übriges Finanzergebnis -22 46 Risk and Insurance Services 21 18 Sondervorgänge -47 -7 Ergebnis Corporate Headquarters -427 -345 Ergebnis Corporate Real Estate 10 1 Ergebnis Corporate vor Steuern -417 -344 Konsolidierung Die Konsolidierung umfasst im Wesentlichen die Eliminierung von Zwischengewinnen im Vorratsvermögen. Ferner erfolgt hier die Eliminierung des Beteiligungsergebnisses für die Gesellschaften, an denen die Segmente Steel und Services gemeinsam beteiligt sind. Diese Gesellschaften werden im Segment Steel, das die wirtschaftliche Führung hat, voll konsolidiert. Im Segment Services erfolgt eine Bilanzierung der Beteiligung nach der Equity-Methode. Bei Services sind Beteiligungsergebnisse aus konzerninternen Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 0 (i. Vj. 19) Mio € enthalten. Die Rechnungslegungsgrundsätze für die Segmente sind bis auf die vorstehend dargestellten Aufwandsübernahmen die gleichen, wie sie für den Konzern in den Grundsätzen der Rechnungslegung beschrieben sind. Das Maß für die Ertragskraft der einzelnen Segmente des Konzerns ist das „Ergebnis vor Steuern“, wie es in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt wird. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen. Segmentinformationen: 30.09.2008 Mio € Steel Stainless Technologies Elevator Services Geschäftsjahr 2007/2008 Außenumsätze 12.826 6.592 12.347 4.926 16.632 konzerninterne Umsätze 1.532 828 65 4 704 Umsatzerlöse gesamt 14.358 7.420 12.412 4.930 17.336 Ergebnis aus der Equity-Bewertung 54 2 19 0 44 Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bilanziert sind 259 15 156 2 75 Zinserträge 152 35 359 51 315 Zinsaufwendungen -311 -123 -297 -66 -398 Ergebnis vor Steuern 1.540 126 741 434 750 Segmentvermögen 15.124 6.270 14.575 4.833 9.122 Abschreibungen 639 157 347 57 154 Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 8 6 21 2 0 Wertminderungsaufwendungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte 0 0 3 0 0 Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1 14 1 0 0 Wertaufholungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte 0 0 3 0 0 Segmentverbindlichkeiten 11.573 4.356 11.756 3.376 6.634 Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Veränderung sonstiger Rückstellungen -380 -24 -147 -118 -72 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2.576 387 710 100 208 Mio € Corporate Konsolidierung Konzern Geschäftsjahr 2007/2008 Außenumsätze 103 0 53.426 konzerninterne Umsätze 21 -3.154 0 Umsatzerlöse gesamt 124 -3.154 53.426 Ergebnis aus der Equity-Bewertung 1 -20 100 Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bilanziert sind 8 0 515 Zinserträge 793 -1.424 281 Zinsaufwendungen -954 1.424 -725 Ergebnis vor Steuern -417 -46 3.128 Segmentvermögen 18.560 -26.842 41.642 Abschreibungen 28 0 1.382 Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2 0 39 Wertminderungsaufwendungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte 0 0 3 Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1 0 17 Wertaufholungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte 0 0 3 Segmentverbindlichkeiten 19.594 -27.136 30.153 Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Veränderung sonstiger Rückstellungen 1 -53 -793 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 66 -29 4.018 Segmentinformationen: 30.09.2009 Mio € Steel Stainless Technologies Elevator Services Geschäftsjahr 2008/2009 Außenumsätze 9.046 4.087 10.576 5.304 11.452 konzerninterne Umsätze 899 399 64 4 444 Umsatzerlöse gesamt 9.945 4.486 10.640 5.308 11.896 Ergebnis aus der Equity-Bewertung -24 0 7 1 -12 Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bilanziert sind 249 14 150 1 61 Zinserträge 134 25 224 40 120 Zinsaufwendungen -370 -106 -256 -50 -204 Ergebnis vor Steuern -486 -946 -868 558 -271 Segmentvermögen 20.199 5.255 15.352 4.999 6.959 Abschreibungen 612 157 361 66 157 Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 26 107 307 3 0 Wertminderungsaufwendungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte 0 0 30 0 1 Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 1 0 0 Segmentverbindlichkeiten 15.820 4.574 13.362 3.396 4.952 Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Veränderung sonstiger Rückstellungen -283 -77 -544 -124 -222 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2.593 343 814 135 210 Mio € Corporate Konsolidierung Konzern Geschäftsjahr 2008/2009 Außenumsätze 98 0 40.563 konzerninterne Umsätze 29 -1.839 0 Umsatzerlöse gesamt 127 -1.839 40.563 Ergebnis aus der Equity-Bewertung 0 -1 -29 Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bilanziert sind 6 0 481 Zinserträge 680 -960 263 Zinsaufwendungen -938 960 -964 Ergebnis vor Steuern -344 -7 -2.364 Segmentvermögen 25.136 -36.533 41.367 Abschreibungen 27 0 1.380 Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 3 0 446 Wertminderungsaufwendungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und finanzielle Vermögenswerte 0 0 31 Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1 0 2 Segmentverbindlichkeiten 26.937 -37.370 31.671 Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Veränderung sonstiger Rückstellungen -8 -1 -1.259 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 126 17 4.238 Bei der Darstellung der Informationen nach Regionen erfolgt die Länderzuordnung der Umsätze nach dem Sitz des Kunden, während die Zuordnung des Segmentvermögens und der Investitionen nach dem jeweiligen Standort vorgenommen wird. Die Bestimmung der Investitionen erfolgt nach der für die Kapitalflussrechnung geltenden Abgrenzung. Das geografische Segment „Übrige EU” umfasst mit Ausnahme von Deutschland alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zum aktuellen Berichtszeitpunkt. Die europäischen Länder, die derzeit nicht Mitglied der Europäischen Union sind, sind Teil des Segments „Übrige Länder“. Das Segment „Amerika“ beinhaltet die Staaten der Nafta und von Südamerika. Das Segment „Asien/Pazifik“ umfasst Asien und Australien. Es gab keine Beziehungen zu einzelnen Kunden, deren Umsatzanteil gemessen am Konzernumsatz wesentlich ist. Segmentinformationen nach Regionen: Mio € Deutschland Übrige EU Amerika Asien/Pazifik Übrige Länder Konzern Außenumsätze (Sitz des Kunden) 2007/2008 19.161 16.677 9.706 4.852 3.030 53.426 2008/2009 13.031 12.142 7.858 4.341 3.191 40.563 Langfristige Vermögenswerte (= immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte) (Standort der Vermögenswerte) 30.09.2008 8.129 2.515 5.437 795 332 17.208 30.09.2009 7.943 2.377 7.972 822 393 19.507 * Mitgliedstaaten nach Erweiterung zum 01. Januar 2007 (33) Schätzungen und Ermessensausübungen im Rahmen der Rechnungslegung Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert die Vornahme von Schätzungen sowie das Treffen von Annahmen durch das Management, wodurch die Höhe der berichteten Beträge und die diesbezüglichen Anhangangaben beeinflusst werden. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Bilanzierung von Erwerben Als Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswerts und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts entweder auf das unabhängige Gutachten eines externen Bewertungsgutachters zurückgegriffen oder der beizulegende Zeitwert intern unter Verwendung einer angemessenen Bewertungstechnik ermittelt, deren Basis üblicherweise die Prognose der insgesamt erwarteten künftigen Cash-Flows ist. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte getroffen hat sowie der unterstellten Veränderungen des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes. Firmenwert Wie in den Grundsätzen der Rechnungslegung unter Anhang-Nr. 01 dargestellt, überprüft der Konzern jährlich und sofern irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswertes beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cash-Flows (vgl. Anhang-Nr. 12). Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen könnte. Werthaltigkeit der Vermögenswerte Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert einer Sachanlage, einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie oder eines immateriellen Vermögenswertes wertgemindert sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes geschätzt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten künftigen Cash-Flows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung der diskontierten künftigen Cash-Flows beinhaltet wesentliche Annahmen wie insbesondere solche bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsvolumina, der Kosten und der Diskontierungszinssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Industriezweige, in denen der Konzern tätig ist, sowie die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cash-Flows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren, falls sich die vom Management identifizierten Trends umkehren oder sich die Annahmen und Schätzungen als falsch erweisen sollten. Umsatzrealisierung aus Fertigungsaufträgen Bestimmte Konzerngesellschaften, insbesondere in den Segmenten Technologies und Elevator, tätigen einen Teil ihrer Geschäfte als Fertigungsaufträge, die nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert werden, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad auszuweisen sind. Diese Methode erfordert eine exakte Schätzung des Ausmaßes des Auftragsfortschritts. In Abhängigkeit von der Methode zur Bestimmung des Fertigstellungsgrades umfassen die wesentlichen Schätzungen die gesamten Auftragskosten, die bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, die gesamten Auftragserlöse, die Auftragsrisiken und andere Beurteilungen. Das Management der operativen Einheiten überprüft kontinuierlich alle Schätzungen, die im Rahmen der Fertigungsaufträge erforderlich sind, und passt diese gegebenenfalls an. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Da der Konzern in zahlreichen Ländern operativ tätig ist und Einkünfte erzielt, unterliegt er in einer Vielzahl von Steuerhoheiten den unterschiedlichsten Steuergesetzen. Um die weltweiten Steuerverbindlichkeiten des Konzerns zu bestimmen, sind daher wesentliche Beurteilungen erforderlich. Obwohl das Management davon ausgeht, eine vernünftige Einschätzung steuerlicher Unwägbarkeiten getroffen zu haben, kann nicht zugesichert werden, dass sich der tatsächliche Ausgang solcher steuerlicher Unwägbarkeiten mit der ursprünglichen Einschätzung deckt. Etwaige Unterschiede könnten in der jeweiligen Periode, in der die Angelegenheit endgültig entschieden wird, Auswirkungen auf die Steuerverbindlichkeiten und die latenten Steuern haben. Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management u.a. die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und die durch zur Verfügung stehende Steuerstrategien erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken. Für weitere Informationen zu potenziellen Steuervorteilen, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt worden sind, vgl. die Ausführungen unter Anhang-Nr. 09. Leistungen an Arbeitnehmer Die Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese Faktoren umfassen u.a. versicherungsmathematische Annahmen wie Diskontierungszinssatz, erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens, erwartete Gehaltssteigerungen, Sterblichkeitsraten und Steigerungsraten für Gesundheitsfürsorgekosten. Diese versicherungsmathematischen Annahmen können auf Grund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen (vgl. Anhang-Nr. 23 bezüglich weiterer Informationen für Leistungen an Arbeitnehmer). Rechtliche Risiken Wie unter Anhang-Nr. 29 dargestellt, sind ThyssenKrupp Unternehmen in einigen Fällen Parteien in Rechtsstreitigkeiten. Der Ausgang dieser Fälle könnte einen wesentlichen Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Informationen zu diesen Fällen und bildet Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden interne und externe Rechtsanwälte eingesetzt. Im Rahmen der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt das Management die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage oder die formale Geltendmachung eines Anspruchs gegen ThyssenKrupp Unternehmen oder die Angabe eines Rechtsstreits im Anhang bedeuten nicht automatisch, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko angemessen ist. (34) Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Konzernunternehmen HDW und HSY aus der Business Unit Marine Systems sehen sich seit dem Jahr 2006 einem zunehmenden Zahlungsverzug durch das Verteidigungsministerium der Republik Griechenland als Auftraggeber für ein Neubau- und ein Modernisierungsprogramm über insgesamt 7 U-Boote ausgesetzt. Die rückständigen Zahlungen beliefen sich auf einen Nominalbetrag von zuletzt 534 Mio €. Vor diesem Hintergrund war die Fortsetzung des Auftragsverhältnisses nicht mehr verantwortbar. Die zugrunde liegenden Bauverträge wurden mit sofortiger Wirkung am 21. September 2009 aus wichtigem Grund gekündigt. Im Hinblick auf diese Situation sind die Finanzierungszusagen der ThyssenKrupp AG an die HSY zum 25. September 2009 gekündigt worden. Eine Interims-Finanzierungszusage der Obergesellschaft ThyssenKrupp Marine Systems AG ist zum 31. Oktober 2009 ausgelaufen. Dadurch hat sich die Finanzlage der HSY soweit verschärft, dass die Aufrechterhaltung der Going-Concern-Prämisse für dieses Konzernunternehmen nicht mehr möglich war. In laufenden Verhandlungen wird derzeit versucht, durch einen Eigentümerwechsel eine Lösung zu erreichen, die den Interessen der Beteiligten gerecht wird; dies schließt insbesondere auch das Interesse von ThyssenKrupp an einer Begleichung der ausstehenden Forderungen ein. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung (35) Zusätzliche Informationen zur Kapitalflussrechnung Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“. Nicht zahlungswirksame Investitionstätigkeiten Im Geschäftsjahr 2008/2009 ergab sich aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 51 (i. Vj. 167) Mio €. Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögenswerten aus Finance Lease im Geschäftsjahr 2008/2009 beträgt 11 (i. Vj. 42) Mio €. Nicht zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten Im Geschäftsjahr 2008/2009 erfolgte durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Brutto-Finanzschulden in Höhe von 24 (i. Vj. 72) Mio €. Sonstige Angaben (36) Erklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG Am 01. Oktober 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Die ThyssenKrupp AG entspricht sämtlichen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009. Die Entsprechenserklärung der börsennotierten Tochtergesellschaft Eisen- und Hüttenwerke AG ist am 01. Oktober 2009 abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden. (37) Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 und § 264b HGB Nachfolgende inländische Tochterunternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft bzw. Personengesellschaft im Sinne des § 264a HGB haben in Teilen von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 und § 264b HGB Gebrauch gemacht. A AGOZAL Oberflächenveredelung GmbH Neuwied Aloverzee Handelsgesellschaft mbH Düsseldorf AWG Industrieanlagen und Wassertechnik GmbH Berlin Berlin B Becker & Co. GmbH Neuwied BERCO Deutschland GmbH Ennepetal BIS Blohm + Voss Inspection Service GmbH Hamburg Bleuel & Röhling GmbH Burghaun Blohm + Voss Repair GmbH Hamburg Blohm + Voss Shipyards & Services GmbH Hamburg Blohm + Voss Shipyards GmbH Hamburg C Christian Hein GmbH Langenhagen D Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmittelwartung Pura mbH Düsseldorf Dortmunder Eisenhandel Hansa GmbH Dortmund Dr. Mertens Edelstahlhandel GmbH Offenbach DWR - Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH Andernach E EBOR Edelstahl GmbH Sachsenheim EH Güterverkehr GmbH Duisburg Eisen und Metall GmbH Stuttgart Eisenbahn und Häfen GmbH Duisburg Eisenmetall Handelsgesellschaft mbH Gelsenkirchen ELEG Europäische Lift + Escalator GmbH Düsseldorf Erich Weit GmbH München F Freiburger Stahlhandel GmbH Freiburg i.Br. G Gesellschaft für Meß- und Regeltechnik mit beschränkter Haftung Essen GMT Aufzug-Service GmbH Ettlingen GWH Aufzüge GmbH Himmelstadt H Haisch Aufzüge GmbH Gingen/Fils Hanseatische Aufzugsbau GmbH Rostock HDW-Gaarden GmbH Kiel Health Care Solutions GmbH Düsseldorf Herzog Coilex GmbH Stuttgart HF Vermögensverwaltungsgesellschaft im Ruhrtal GmbH Hagen Hoesch Hohenlimburg GmbH Hagen Hövelmann & Co. Eisengroßhandlung GmbH Gelsenkirchen Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH Kiel I IKL Ingenieurkontor Lübeck GmbH Kiel Immover Gesellschaft für Grundstücksverwaltung mbH Essen Innovative Meerestechnik GmbH Emden J Jacob Bek GmbH Ulm K KBS Kokereibetriebsgesellschaft Schwelgern GmbH Duisburg Kraemer & Freund GmbH & Co. KG Hagen Krupp Industrietechnik GmbH Essen Kunststoff-Service-Partner GmbH Düsseldorf L Leichsenring HUS Aufzüge GmbH Hamburg LiftEquip GmbH Elevator Components Neuhausen a.d.F. Liftservice und Montage GmbH Saarbrücken M Max Cochius GmbH Berlin Metall Service Partner GmbH Gelsenkirchen MgF Magnesium Flachprodukte GmbH Freiberg MONTAN GmbH Assekuranz-Makler Düsseldorf N Nothelfer Planung GmbH Wadern-Lockweiler O Otto Wolff Handelsgesellschaft mbH Düsseldorf Otto Wolff U.S. Sales GmbH Andernach P Peiniger International GmbH Gelsenkirchen Polysius AG Beckum R Rasselstein GmbH Andernach Rasselstein Verwaltungs GmbH Neuwied Reisebüro Dr. Tigges GmbH Essen Rothe Erde Beteiligungs GmbH Essen Rothe Erde GmbH Dortmund S SBS Brenn- und Schneidbetrieb Rinteln GmbH Rinteln smbChromstahl GmbH Hannover-Langenhagen Stahlhauser Liegenschaften Verwaltungsgesellschaft mbH Essen SVG Steinwerder Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg T Tepper Aufzüge GmbH Münster Thyssen Altwert Umweltservice GmbH Düsseldorf Thyssen Duro Metall GmbH Kornwestheim Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Industrie Essen Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Stahl Essen Thyssen Rheinstahl Technik GmbH Düsseldorf Thyssen Schulte Werkstoffhandel GmbH Düsseldorf Thyssen Stahl GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Academy GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Accessibility Holding GmbH Essen ThyssenKrupp AdMin GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Aufzüge Deutschland GmbH Stuttgart ThyssenKrupp Aufzüge die Erste GmbH Stuttgart ThyssenKrupp Aufzüge GmbH Neuhausen a.d.F. ThyssenKrupp Aufzugswerke GmbH Neuhausen a.d.F. ThyssenKrupp Automotive Systems GmbH Essen ThyssenKrupp Automotive Systems Leipzig GmbH Leipzig ThyssenKrupp Bauservice GmbH Hückelhoven ThyssenKrupp Bausysteme GmbH Kreuztal ThyssenKrupp Bilstein Suspension GmbH Ennepetal ThyssenKrupp Bilstein Tuning GmbH Ennepetal ThyssenKrupp Coferal GmbH Essen ThyssenKrupp DAVEX GmbH Duisburg ThyssenKrupp DeliCate GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Dienstleistungen GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Drauz Nothelfer GmbH Heilbronn ThyssenKrupp EGM GmbH Langenhagen ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH Gelsenkirchen ThyssenKrupp Electrical Steel Verwaltungsgesellschaft mbH Gelsenkirchen ThyssenKrupp Elevator (CENE) GmbH Essen ThyssenKrupp Elevator (ES/PBB) GmbH Essen ThyssenKrupp Elevator AG Düsseldorf ThyssenKrupp Elevator die Vierte GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp EnCoke GmbH Dortmund ThyssenKrupp Energievertriebs GmbH Essen ThyssenKrupp Erste Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf ThyssenKrupp ExperSite GmbH Kassel ThyssenKrupp Facilities Services GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Fahrtreppen GmbH Hamburg ThyssenKrupp Fahrzeugtechnik GmbH Emden ThyssenKrupp Federn GmbH Hagen ThyssenKrupp Fördertechnik GmbH Essen ThyssenKrupp Gerlach GmbH Homburg/Saar ThyssenKrupp GfT Bautechnik GmbH Essen ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH Essen ThyssenKrupp GfT Tiefbautechnik GmbH Essen ThyssenKrupp Grundbesitz Verwaltungs GmbH Essen ThyssenKrupp Grundbesitz-Vermietungs GmbH & Co. KG Essen ThyssenKrupp Grundstücksgesellschaft Dinslaken mbH Essen ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Krupp Hoesch Stahl Essen ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Stahl Essen ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Concordiahütte GmbH Oberhausen ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Krefeld GmbH Oberhausen ThyssenKrupp Industrial Services Holding GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Industrieservice GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Information Services GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Krause GmbH Bremen ThyssenKrupp KST GmbH Chemnitz ThyssenKrupp Langschienen GmbH Essen ThyssenKrupp Lasertechnik GmbH Ravensburg ThyssenKrupp Management Consulting GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Mannex GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Marine Systems AG Hamburg ThyssenKrupp Marine Systems Beteiligungen GmbH Essen ThyssenKrupp Maßblech GmbH Duisburg ThyssenKrupp Materials Logistics & Services GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Materials Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf ThyssenKrupp Metallcenter GmbH Wörth a. Rhein ThyssenKrupp Metallurgie GmbH Essen ThyssenKrupp MinEnergy GmbH Essen ThyssenKrupp Nirosta AG Krefeld ThyssenKrupp Nirosta Präzisionsband GmbH Krefeld ThyssenKrupp Nutzeisen GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp OneOcean GmbH Hamburg ThyssenKrupp Presta Chemnitz GmbH Chemnitz ThyssenKrupp Presta Ilsenburg GmbH Ilsenburg ThyssenKrupp Presta München/Esslingen GmbH München ThyssenKrupp Presta SteerTec GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Presta SteerTec Mülheim GmbH Mülheim ThyssenKrupp Presta SteerTec Schönebeck GmbH Schönebeck ThyssenKrupp Printmedia GmbH Duisburg ThyssenKrupp Real Estate GmbH Essen ThyssenKrupp Risk and Insurance Services GmbH Essen ThyssenKrupp Röhm Kunststoffe GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Sägenstahlcenter GmbH Duisburg ThyssenKrupp Schulte GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Services AG Düsseldorf ThyssenKrupp Sicherheitsdienstleistungen GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Special Products GmbH Essen ThyssenKrupp Stahl Immobilien GmbH Duisburg ThyssenKrupp Stahlkontor GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Stahl-Service-Center GmbH Leverkusen ThyssenKrupp Stainless International GmbH Krefeld ThyssenKrupp Steel AG Duisburg ThyssenKrupp Steel Beteiligungen GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Steel Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH Duisburg ThyssenKrupp System Engineering GmbH Essen ThyssenKrupp Systems & Services GmbH Düsseldorf ThyssenKrupp Tailored Blanks GmbH Duisburg ThyssenKrupp Tailored Blanks Nord GmbH Duisburg ThyssenKrupp Technologies AG Essen ThyssenKrupp Technologies CoE GmbH Essen ThyssenKrupp TKW Verwaltungs GmbH Bochum ThyssenKrupp Transrapid GmbH Kassel ThyssenKrupp Treppenlifte GmbH Neuss ThyssenKrupp Umformtechnik GmbH Ludwigsfelde ThyssenKrupp VDM GmbH Werdohl ThyssenKrupp Verkehr GmbH Duisburg TKMS Blohm + Voss Nordseewerke GmbH Emden und Hamburg U Uhde GmbH Dortmund Uhde High Pressure Technologies GmbH Hagen Uhde Inventa-Fischer GmbH Berlin Uhde Services and Consulting GmbH Dortmund Uhde Services GmbH Haltern am See V Vermögensverwaltungsgesellschaft EZM mbH Grünwald Vermögensverwaltungsgesellschaft KWT mbH Grünwald Vermögensverwaltungsgesellschaft S + S mbH Grünwald Vermögensverwaltungsgesellschaft TIS mbH Grünwald (38) Aufstellung des Anteilsbesitzes Voll konsolidierte Tochterunternehmen (Stand 30.09.2009) Lfd. Nr. Name und Sitz Währung Gesellschaftskapital in 1.000 € bzw. Fremdwährung Anteil am Kapital % Steel 1 ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg 438.771 99,53 Corporate TKS 2 Eisen- und Hüttenwerke AG, Andernach 45.056 87,98 3 ThyssenKrupp Printmedia GmbH, Duisburg 26 100,00 4 ThyssenKrupp Stahl Immobilien GmbH, Duisburg 50 100,00 5 ThyssenKrupp Steel Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg 25 100,00 6 AirSteel Comercial Gases Industriais Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 100 0,00 1) 7 ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 14.624.403 74,06 8 ThyssenKrupp Slab International B.V., Brielle, Niederlande 80 100,00 9 ThyssenKrupp Steel and Stainless USA, LLC, Wilmington, DE , USA USD 1.000 100,00 10 ThyssenKrupp Steel USA, LLC, Wilmington, DE 1908, USA USD 1.000 100,00 11 White Martins Steel Gases Industriais Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 100 0,00 1) Steelmaking 12 EH Güterverkehr GmbH, Duisburg 1.534 100,00 13 Eisenbahn und Häfen GmbH, Duisburg 2.046 100,00 14 KBS Kokereibetriebsgesellschaft Schwelgern GmbH, Duisburg 25 100,00 15 Pruna Betreiber GmbH, Grünwald 150 0,00 1) 16 ThyssenKrupp Verkehr GmbH, Duisburg 260 100,00 17 B.V. Stuwadoors-Maatschappij Kruwal, Rotterdam, Niederlande 45 75,00 18 Ertsoverslagbedrijf Europoort C.V., Rotterdam, Niederlande 4.583 75,00 19 ThyssenKrupp Veerhaven B.V., Rotterdam, Niederlande 5.000 100,00 Industry 20 AGOZAL Oberflächenveredelung GmbH, Neuwied 1.540 100,00 21 Herzog Coilex GmbH, Stuttgart 4.100 74,90 22 ThyssenKrupp Bausysteme GmbH, Kreuztal 7.670 100,00 23 ThyssenKrupp Sägenstahlcenter GmbH, Duisburg 1.023 100,00 24 ThyssenKrupp Stahl-Service-Center GmbH, Leverkusen 9.287 99,55 25 EURISOL S.A., Steenvoorde, Frankreich 151 75,00 26 Hoesch Bausysteme Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 1.454 100,00 27 Isocab France S.A.S., Dunkerque, Frankreich 610 100,00 28 Isocab N.V., Harelbeke-Bavikhove, Belgien 10.750 100,00 29 Isocab Vietnam JV Company, Ho Chi Minh , Vietnam USD 2.280 53,68 30 ThyssenKrupp Aceros y Servicios S.A., Santiago, Chile CLP 4.988.440 2) 100,00 31 ThyssenKrupp Bouwsystemen B. V., Veenendaal, Niederlande 1.357 100,00 32 ThyssenKrupp Building Systems Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 5 100,00 33 ThyssenKrupp Byggesystem A/S, Støvring, Dänemark DKK 500 100,00 34 ThyssenKrupp Comercial Colombia S.A., Bogota, Kolumbien COP 272.610 2) 100,00 35 ThyssenKrupp Electrical Steel India Private Ltd., Mumbai/Nashik, Indien INR 3.149.349 100,00 36 ThyssenKrupp Electrical Steel Italia S.r.l., Mailand, Italien 2.000 100,00 37 ThyssenKrupp Épitöelemek Kft, Budapest, Ungarn HUF 2.520.000 100,00 38 ThyssenKrupp gradjevinski elementi d.o.o., Lepoglava, Kroatien HRK 20 100,00 39 ThyssenKrupp Service Acier S.A.S., Fosses, Frankreich 14.000 100,00 40 ThyssenKrupp Sisteme pentru Constructii S.R.L., Bukarest, Rumänien RON 55 100,00 41 ThyssenKrupp Stål Danmark A/S, Kopenhagen, Dänemark DKK 800 100,00 42 ThyssenKrupp Stal Serwis Polska Sp. z o.o., Dabrowa Górnicza, Polen PLN 28.000 100,00 43 ThyssenKrupp stavební systémy s.r.o., Nymburk, Tschechische Republik CZK 1.000 2) 100,00 44 ThyssenKrupp Steel (Asia Pacific) Pte Ltd, Singapur, Singapur SGD 500 100,00 45 ThyssenKrupp Steel Belgium N.V., Harelbeke-Bavikhove, Belgien 16.312 100,00 46 ThyssenKrupp Systembau Austria Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 51 100,00 Auto 47 DOC Dortmunder Oberflächencentrum GmbH, Dortmund 5.880 75,10 48 MgF Magnesium Flachprodukte GmbH, Freiberg 500 100,00 49 ThyssenKrupp DAVEX GmbH, Duisburg 26 100,00 50 ThyssenKrupp Lasertechnik GmbH, Ravensburg 25 100,00 51 ThyssenKrupp Tailored Blanks GmbH, Duisburg 4.116 100,00 52 ThyssenKrupp Tailored Blanks Nord GmbH, Duisburg 8.692 100,00 53 LAGERMEX S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 74.774 100,00 54 Sidcomex S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 50 2) 100,00 55 ThyssenKrupp Galmed, S.A., Sagunto, Spanien 48.150 100,00 56 ThyssenKrupp Steel Japan Ltd., Tokio, Japan JPY 10.000 100,00 57 ThyssenKrupp Steel North America, Inc., Dover/Delaware, USA USD 54.501 100,00 58 ThyssenKrupp Tailored Blanks Celik Sanayi VE Ticaret Ltd., Nilüfer/ Bursa, Türkei TRY 2.803 100,00 59 ThyssenKrupp Tailored Blanks Czech Republik, s.r.o., Ostrava, Tschechische Republik CSK 42.000 100,00 60 ThyssenKrupp Tailored Blanks S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 50 100,00 61 ThyssenKrupp Tailored Blanks S.r.l., Turin, Italien 2.000 100,00 62 ThyssenKrupp Tailored Blanks Sverige AB, Olofström, Schweden 1.940 100,00 63 ThyssenKrupp Tailored Blanks (Wuhan) Ltd., Wuhan, VR China USD 21.000 2) 100,00 64 TKAS (Changchun) Tailored Blanks Ltd., Changchun, VR China USD 10.000 55,00 65 TWB Company, LLC, Detroit, USA USD 1.500 55,00 66 TWB de Mexico, S.A. de C.V., Saltillo, Coahuila, Mexico MXN 50 100,00 67 TWB Industries, S.A. de C.V., Saltillo, Coahuila, Mexico MXN 50 100,00 68 TWB of Indiana, Inc., North Vernon/ Indiana , USA USD 1 100,00 69 TWB of Ohio, Inc., Columbus/Ohio, USA USD 0 100,00 Metal Forming 70 ThyssenKrupp Umformtechnik GmbH, Ludwigsfelde 15.000 100,00 71 Krupp Camford Pressings Ltd., Llanelli, Großbritannien GBP 24.594 100,00 72 ThyssenKrupp Automotive Chassis Products UK PLC, Durham, Großbritannien GBP 10.208 100,00 73 ThyssenKrupp Body Stampings Ltd., Cannock, Großbritannien GBP 132 100,00 74 ThyssenKrupp Metal Forming (Wuhan) Ltd., Wuhan, VR China 20.000 2) 100,00 75 ThyssenKrupp Otomotiv Parçalari Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, GEBZE Kocaeli, Türkei TRY 5 2) 100,00 76 ThyssenKrupp Prisma S.A.S., Messempré, Frankreich 5.400 100,00 77 ThyssenKrupp Sofedit España, S.A., Valladolid, Spanien 361 100,00 78 ThyssenKrupp Sofedit Polska Sp.zo.o., Wroclaw, Polen PLN 3.676 100,00 79 ThyssenKrupp Sofedit S.A.S., Versailles, Frankreich 8.761 100,00 80 ThyssenKrupp Sofedit Sud Ouest S.A.S., Arudy, Frankreich 37 100,00 81 ThyssenKrupp Tallent Ltd., County Durham, Großbritannien GBP 1.000 100,00 Processing 82 Becker & Co. GmbH, Neuwied 768 100,00 83 DWR - Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH, Andernach 25 100,00 84 Hoesch Hohenlimburg GmbH, Hagen 15.340 99,50 85 Otto Wolff U.S. Sales GmbH, Andernach 26 100,00 86 Rasselstein GmbH, Andernach 40.960 99,50 87 Rasselstein Verwaltungs GmbH, Neuwied 93.500 100,00 88 ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH, Gelsenkirchen 14.000 99,54 89 ThyssenKrupp Electrical Steel Verwaltungsgesellschaft mbH, Gelsenkirchen 30.000 100,00 90 ThyssenKrupp Electrical Steel France S.A.S., Paris, Frankreich 51 100,00 91 ThyssenKrupp Electrical Steel UGO S.A.S, Isbergues, Frankreich 5.235 100,00 Stainless ThyssenKrupp Stainless Zentralbereich 92 ThyssenKrupp Nirosta GmbH, Krefeld 110.000 99,61 ThyssenKrupp Nirosta 93 EBOR Edelstahl GmbH, Sachsenheim 511 100,00 94 smbChromstahl GmbH, Hannover-Langenhagen 277 100,00 95 ThyssenKrupp Nirosta Präzisionsband GmbH, Krefeld 1.000 100,00 96 ThyssenKrupp Nirosta North America, Inc., Wilmington, DE 19808, USA USD 2.000 100,00 ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni 97 ThyssenKrupp Titanium GmbH, Essen 1.534 100,00 98 Aspasiel S.r.l., Rom, Italien 260 100,00 99 Società delle Fucine S.r.l., Terni, Italien 7.988 100,00 100 Terninox S.p.A., Terni, Italien 20.800 100,00 101 ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni S.p.A., Terni, Italien 159.682 100,00 102 ThyssenKrupp AST USA, Inc., Albany, New York 12207 - 2543, USA USD 30 100,00 103 ThyssenKrupp Titanium S.p.A., Terni, Italien 5.000 100,00 104 Tubificio di Terni S.p.A., Terni, Italien 5.944 97,00 ThyssenKrupp Mexinox 105 Mexinox Trading S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico MXN 129.258 2) 100,00 106 Mexinox USA Inc., Brownsville/Texas, USA USD 2.000 100,00 107 ThyssenKrupp Mexinox CreateIT, S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico MXN 50 2) 100,00 108 ThyssenKrupp Mexinox S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico MXN 4.621.499 2) 100,00 ThyssenKrupp Stainless USA 109 ThyssenKrupp Stainless USA, LLC, Wilmington, DE 19808, USA USD 1.000 100,00 Shanghai Krupp Stainless 110 Shanghai Krupp Stainless Co., Ltd., Pudong New Area/Shanghai, VR China CNY 2.618.815 2) 60,00 ThyssenKrupp Stainless International 111 ThyssenKrupp Stainless International GmbH, Krefeld 26 100,00 112 ThyssenKrupp Eurinox Paslanmaz Çelik Servis Merkezi A.S., Istanbul, Türkei 1.049 100,00 113 ThyssenKrupp SILCO-INOX Szervizközpont Kft, Batonyterenye, Ungarn HUF 765.980 100,00 114 ThyssenKrupp Stainless Benelux B.V., Rotterdam, Niederlande 18.151 100,00 115 ThyssenKrupp Stainless DVP, S.A., Barcelona, Spanien 5.344 100,00 116 ThyssenKrupp Stainless France S.A., Paris, Frankreich 4.864 100,00 117 ThyssenKrupp Stainless International (Guangzhou) Ltd., Guangzhou, VR China USD 9.500 100,00 118 ThyssenKrupp Stainless International (HK) Ltd., Hongkong, VR China HKD 5 2) 100,00 119 ThyssenKrupp Stainless Polska Sp.z o o., Dabrowa Goricza, Polen PLN 33.499 100,00 120 ThyssenKrupp Stainless UK Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 100 100,00 ThyssenKrupp VDM 121 ThyssenKrupp VDM GmbH, Werdohl 31.620 98,04 122 ThyssenKrupp VDM Australia Pty. Ltd., Mulgrave, Victoria, Australien AUD 2.000 100,00 123 ThyssenKrupp VDM Austria Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 50 100,00 124 ThyssenKrupp VDM Benelux B.V., Dordrecht, Niederlande 51 100,00 125 ThyssenKrupp VDM Canada Ltd., Markham, Kanada CAD 300 100,00 126 ThyssenKrupp VDM (GZ) Trading Co., Ltd., Guangzhou, VR China 470 100,00 127 ThyssenKrupp VDM Hongkong Ltd., Hongkong, VR China HKD 10 2) 99,98 128 ThyssenKrupp VDM Italia S.r.l., Sesto San Giovanni, Italien 10 100,00 129 ThyssenKrupp VDM Japan K.K., Tokio, Japan JPY 30.000 100,00 130 ThyssenKrupp VDM Korea Co. Ltd., Seoul, Korea, Republik KRW 100.000 100,00 131 ThyssenKrupp VDM Mexico S.A. de C.V., Naucalpan de Juarez, Mexico MXN 550 100,00 132 ThyssenKrupp VDM S.A.S., Rueil-Malmaison, Frankreich 120 100,00 133 ThyssenKrupp VDM (Schweiz) AG, Basel, Schweiz CHF 100 100,00 134 ThyssenKrupp VDM UK Ltd., Claygate-Esher, Großbritannien GBP 60 100,00 135 ThyssenKrupp VDM USA, Inc., Reno/Nevada, USA USD 600 100,00 Technologies Zentralbereich 136 Brüninghaus Schmiede GmbH, Ludwigsfelde 511 100,00 137 Buckau-Walther GmbH, Sankt Ingbert 9.216 100,00 138 Rothe Erde Beteiligungs GmbH, Essen 256 100,00 139 ThyssenKrupp EnCoke GmbH, Dortmund 26.587 100,00 140 ThyssenKrupp IT Services GmbH, Essen 25 100,00 141 ThyssenKrupp Marine Systems Beteiligungen GmbH, Essen 1.857 100,00 142 ThyssenKrupp Technologies AG, Essen 130.000 100,00 143 Uhde Services and Consulting GmbH, Dortmund 26 100,00 144 QDF Components Ltd., Derby, Großbritannien GBP 19.680 100,00 145 ThyssenKrupp Automotive Systems UK Ltd., Coventry, Großbritannien GBP 200 100,00 146 ThyssenKrupp Automotive (UK) Ltd., Newton Aycliffe, Großbritannien GBP 13.519 100,00 147 ThyssenKrupp Technologies Japan Co., Ltd., Tokio, Japan JPY 10.000 100,00 Plant Technology 148 AWG Industrieanlagen und Wassertechnik GmbH Berlin, Berlin DEM 50 100,00 149 Bleuel & Röhling GmbH, Burghaun DEM 290 51,03 150 Gesellschaft für Meß- und Regeltechnik mit beschränkter Haftung, Essen DEM 50 100,00 151 GKI-OFU Industrieofenbau GmbH, Dortmund 26 100,00 152 Nothelfer Planung GmbH, Wadern-Lockweiler 51 100,00 153 Polysius AG, Beckum DEM 21.000 100,00 154 ThyssenKrupp Drauz Nothelfer GmbH, Heilbronn 11.500 100,00 155 ThyssenKrupp EGM GmbH, Langenhagen DEM 250 100,00 156 ThyssenKrupp Fördertechnik GmbH, Essen 22.344 100,00 157 ThyssenKrupp Krause GmbH, Bremen 5.113 100,00 158 ThyssenKrupp KST GmbH, Chemnitz 26 100,00 159 ThyssenKrupp System Engineering GmbH, Essen 50 100,00 160 ThyssenKrupp Transrapid GmbH, Kassel 767 100,00 161 Uhde GmbH, Dortmund DEM 97.000 100,00 162 Uhde High Pressure Technologies GmbH, Hagen 1.023 100,00 163 Uhde Inventa-Fischer GmbH, Berlin 3.210 100,00 164 Uhde Services GmbH, Haltern am See 588 100,00 165 A-C Equipment Services Corp., Milwaukee, WI, USA USD 4.500 100,00 166 Krupp Canada Inc., Calgary/Alberta, Kanada CAD 5.000 100,00 167 Maerz Ofenbau AG, Zürich, Schweiz CHF 1.000 100,00 168 Mining Plants & Systems Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien BGN 5 100,00 169 OOO Polysius, Moskau, Russland RUB 17.000 100,00 170 OOO Uhde, Dzerzhinsk, Russland RUB 3.058 2) 100,00 171 OSC Process Engineering Ltd., Stockport, Großbritannien GBP 350 90,00 172 Polysius Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 100 100,00 173 Polysius Australia Pty. Ltd., Perth, Australien AUD 50 100,00 174 Polysius Corp., Atlanta/Georgia, USA USD 0 100,00 175 Polysius de Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien ARS 120 100,00 176 Polysius de Mexico S.A. de C.V., Mexico-City, Mexico MXN 12.000 100,00 177 Polysius del Peru S.A., Arequipa, Peru PEN 28.678 100,00 178 Polysius do Brasil Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 62.179 100,00 179 Polysius Engineering Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia MYR 500 100,00 180 Polysius Ltd., Ascot/Berkshire, Großbritannien GBP 300 100,00 181 Polysius Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen PLN 50 100,00 182 Polysius S.A., Madrid, Spanien 601 100,00 183 Polysius S.A.S., Aix en Provence, Frankreich 2.400 100,00 184 Polysius (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 12.082 100,00 185 PWH Materials Handling Systems Inc., Calgary/Alberta, Kanada CAD 20 100,00 186 ThyssenKrupp BulkTec (China) Ltd., Beijing, VR China 5.000 2) 100,00 187 ThyssenKrupp Engineering (Australia) Pty. Ltd., Stirling, Australien AUD 170 100,00 188 ThyssenKrupp Engineering (Proprietary) Ltd., Gabarone, Botsuana BWP 3 100,00 189 ThyssenKrupp Engineering (Proprietary) Ltd., Sunninghill, Republik Südafrika ZAR 101 100,00 190 ThyssenKrupp Industries India Pvt. Ltd., Pimpri, Indien INR 97.865 54,73 191 ThyssenKrupp Ingenieria Chile Ltda., Santiago de Chile, Chile USD 15 100,00 192 ThyssenKrupp KH Mineral S.A.S., Sarreguemines, Frankreich 1.000 100,00 193 ThyssenKrupp Krause Ltd., Redhill/Surrey, Großbritannien GBP 580 100,00 194 ThyssenKrupp Materials Handling Pty. Ltd., Stirling WA, Australien AUD 25 100,00 195 ThyssenKrupp Production Systems Ltda., Diadema-São Paulo, Brasilien BRL 110.959 100,00 196 ThyssenKrupp Robins Inc., Denver/Colorado, USA USD 0 100,00 197 ThyssenKrupp Servicios S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico MXN 50 100,00 198 ThyssenKrupp System Engineering, Inc., Auburn Hills/Michigan, USA USD 150 100,00 199 ThyssenKrupp System Engineering Ltd., Coventry, Großbritannien GBP 130 100,00 200 ThyssenKrupp System Engineering O.O.O., Kaluga, Russische Förderation, Russland RUB 4.500 100,00 201 ThyssenKrupp System Engineering S.A., Barcelona, Spanien 60 100,00 202 ThyssenKrupp System Engineering, S.A. de C.V., Santiago de Querétaro, Mexico MXN 4.929 2) 100,00 203 ThyssenKrupp System Engineering S.A.S., Ensisheim, Frankreich 458 100,00 204 ThyssenKrupp System Engineering (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai , VR China 500 2) 100,00 205 ThyssenKrupp System Engineering Sp. z o.o., Gdansk, Polen PLN 23.646 100,00 206 TOV Polysius Ukraine, Kiew, Ukraine 300 100,00 207 Uhde Arabia Ltd., Al-Khobar, Saudi Arabien SAR 2.000 60,00 208 Uhde Asia Pacific Pty. Ltd., West Melbourne, Victoria, Australien AUD 857 100,00 209 Uhde Corporation of America, Bridgeville/Pennsylvania, USA USD 0 100,00 210 Uhde Edeleanu S.E. Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 1.000 100,00 211 Uhde Engineering Consulting (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 364 2) 100,00 212 Uhde Engineering de México, S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico MXN 8.919 100,00 213 Uhde Engineering Egypt Company (S.A.E.), Kairo, Ägypten EGP 250 100,00 214 Uhde Fertilizer Technology B.V., Amsterdam, Niederlande 18 100,00 215 Uhde India Private Ltd., Mumbai, Indien INR 29.440 80,43 216 Uhde Inventa-Fischer AG, Domat / Ems, Schweiz CHF 100 100,00 217 Uhde Mexico S.A. de C.V., Mexico City, Mexico MXN 45.219 100,00 218 Uhde Services Slovakia s.r.o., Lazaretská, Slowakische Republik SKK 200 100,00 219 Uhde Shedden (Australia) Pty. Ltd., South Melbourne/Victoria, Australien AUD 5.757 100,00 220 Uhde Shedden (Thailand) Ltd., Bangkok, Thailand THB 31.000 48,38 Marine Systems 221 BIS Blohm + Voss Inspection Service GmbH, Hamburg 26 100,00 222 Blohm + Voss Industries GmbH, Hamburg 10.226 100,00 223 Blohm + Voss Repair GmbH, Hamburg 2.560 100,00 224 Blohm + Voss Shipyards & Services GmbH, Hamburg 25 100,00 225 Blohm + Voss Shipyards GmbH, Hamburg 8.950 100,00 226 HDW-Gaarden GmbH, Kiel 1.000 100,00 227 Hörn-Beteiligungs-GmbH, Kiel 25 100,00 228 Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH, Kiel 30.000 100,00 229 IKL Ingenieurkontor Lübeck GmbH, Kiel 26 100,00 230 Innovative Meerestechnik GmbH, Emden 1.023 100,00 231 Schiffahrtskontor "MARITIM" GmbH, Kiel 26 100,00 232 SVG Steinwerder Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 30 100,00 233 ThyssenKrupp Fahrzeugtechnik GmbH, Emden 1.050 100,00 234 ThyssenKrupp Marine Systems AG, Hamburg 34.087 100,00 235 ThyssenKrupp OneOcean GmbH, Hamburg 100 100,00 236 TKMS Blohm + Voss Nordseewerke GmbH, Emden und Hamburg 12.790 100,00 237 Blohm & Voss Industries (China) Ltd., Hongkong, VR China HKD 300 100,00 238 Blohm + Voss Industries (Shanghai) Ltd., Shanghai, VR China USD 140 100,00 239 Blohm + Voss (Korea) Ltd., Pusan, Korea, Republik KRW 75.000 75,00 240 Blohm+Voss El Djazair S.a.r.l., Algier, Algerien DZD 10.000 100,00 241 Blohm+Voss Oil Tools, LLC, Wilmington, DE 19808, USA USD 5.000 100,00 242 Greek Naval Shipyards Holdings S.A., Skaramanga, Griechenland 62.265 100,00 243 Hellenic Shipyards S.A., Skaramanga, Griechenland 121.105 100,00 244 Kockums AB, Malmö, Schweden SEK 50.000 100,00 245 ThyssenKrupp Marin Sistem Gemi Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei TRY 200 2) 60,00 246 ThyssenKrupp Marine Systems Canada Inc., Ottawa, Ontario , Kanada CAD 100 100,00 247 ThyssenKrupp Marine Systems International Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 26.418 100,00 Components Technology 248 BERCO Deutschland GmbH, Ennepetal DEM 4.668 100,00 249 BMB Steering Innovation GmbH, Schönebeck 512 50,00 250 HF Vermögensverwaltungsgesellschaft im Ruhrtal GmbH, Hagen 2.098 99,95 251 Kraemer & Freund GmbH & Co. KG, Hagen 511 100,00 252 PSL Wälzlager GmbH, Dietzenbach 26 100,00 253 Rothe Erde GmbH, Dortmund 12.790 100,00 254 ThyssenKrupp Automotive Systems GmbH, Essen 2.557 100,00 255 ThyssenKrupp Automotive Systems Leipzig GmbH, Leipzig 100 100,00 256 ThyssenKrupp Bilstein Suspension GmbH, Ennepetal 5.982 99,50 257 ThyssenKrupp Bilstein Tuning GmbH, Ennepetal 100 100,00 258 ThyssenKrupp Federn GmbH, Hagen 15.595 100,00 259 ThyssenKrupp Gerlach GmbH, Homburg/Saar 34.257 100,00 260 ThyssenKrupp Presta Chemnitz GmbH, Chemnitz 25 100,00 261 ThyssenKrupp Presta Ilsenburg GmbH, Ilsenburg 307 100,00 262 ThyssenKrupp Presta München/Esslingen GmbH, München 50 100,00 263 ThyssenKrupp Presta SteerTec GmbH, Düsseldorf DEM 10.000 100,00 264 ThyssenKrupp Presta SteerTec Mülheim GmbH, Mülheim 26 100,00 265 ThyssenKrupp Presta SteerTec Schönebeck GmbH, Schönebeck 26 100,00 266 Berco Bulgaria EOOD, Apriltsi 5641, Bulgarien BGN 780 100,00 267 Berco of America Inc., Waukesha/Wisconsin, USA USD 50 100,00 268 Berco (Shanghai) Undercarriage Technology Co., Ltd., Shanghai, VR China 4.000 100,00 269 Berco (Shanghai) Undercarriage Trading Co.,Ltd., Shanghai, VR China 2.000 100,00 270 Berco S.p.A., Copparo, Italien 38.700 100,00 271 Berco (UK) Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 120 100,00 272 Berco Undercarriages (India) Private Ltd., Andrah Pradesh, Indien INR 265.500 100,00 273 BercoSul Ltda., Diadema-São Paulo, Brasilien BRL 14.062 100,00 274 BMB Inc., Fort Mill, Lancaster County, USA USD 6.500 100,00 275 Definox (Beijing) Stainless Steel Equipment Ltd., Beijing , VR China CNY 1.341 2) 100,00 276 Defontaine Ibérica S.A., Viana, Spanien 721 100,00 277 Defontaine Italia S.r.l., Sesto San Giovanni, Italien 99 100,00 278 Defontaine of America, Inc., New Berlin/Wisconsin, USA USD 50 100,00 279 Defontaine (Qingdao) Machinery Co., Ltd., Jiaonan City, Shandong Province, VR China 33.500 100,00 280 Defontaine S.A., Saint Herblain, Frankreich 4.603 100,00 281 Defontaine Tunisie S.A., Ben Arous, Tunesien TND 1.500 50,97 282 Defontaine (U.K.) Ltd., Malmesbury, Großbritannien GBP 200 100,00 283 KS Automotive Suspensions Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 15.054 2) 100,00 284 Nippon Roballo Company Ltd., Minato-ku/Tokio, Japan JPY 740.000 100,00 285 Olympic Tracks, Inc., Puyallup/Washington, USA USD 50 100,00 286 OOO PSL, Moskau, Russland RUB 100 2) 100,00 287 PSL a.s., Povazská Bystrica, Slowakische Republik SKK 234.000 100,00 288 PSL of America Inc., Twinsburg/Ohio, USA USD 1 100,00 289 REX (Xuzhou) Slewing Bearing Co., Ltd., Xuzhou, VR China USD 39.500 2) 60,00 290 Roballo Engineering Company Ltd., Peterlee, Großbritannien GBP 1.000 100,00 291 Robrasa Rolamentos Especiais Rothe Erde Ltda., Diadema, Brasilien BRL 10.119 100,00 292 Rotek Incorporated, Aurora/Ohio, USA USD 100 100,00 293 Rothe Erde - Metallurgica Rossi S.p.A., Visano, Italien 1.612 100,00 294 Rothe Erde Ibérica S.A., Zaragoza, Spanien 1.369 100,00 295 Rothe Erde India Private Ltd., Maharashtra, Indien INR 1.190.570 100,00 296 Systrand Presta Engine Systems, LLC, Danville, IL, USA USD 1.000 2) 100,00 297 ThyssenKrupp Automotive Sales & Technical Center, Inc., Troy/Michigan, USA USD 3 100,00 298 ThyssenKrupp Automotive Systèmes France S.A.R.L., Hambach, Frankreich 152 100,00 299 ThyssenKrupp Automotive Systems de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 50 100,00 300 ThyssenKrupp Automotive Systems do Brasil Ltda., São Bernardo do Campo, Brasilien BRL 45.611 100,00 301 ThyssenKrupp Bilstein Brasil Molas e Componentes de Suspensão Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 76.090 100,00 302 ThyssenKrupp Bilstein Compa S.A., Sibiu, Rumänien LEU 30.291 73,00 303 ThyssenKrupp Bilstein Ibérica, S.L.U., Alonsotegui, Spanien 8.297 100,00 304 ThyssenKrupp Bilstein of America Inc., San Diego/California, USA USD 945 100,00 305 ThyssenKrupp Bilstein Sasa S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico MXN 457.561 100,00 306 ThyssenKrupp Bilstein Woodhead Ltd., Leeds, Großbritannien GBP 7.610 100,00 307 ThyssenKrupp Birmid, Newton Aycliffe, Großbritannien GBP 0 100,00 308 ThyssenKrupp Crankshaft Co. LLC, Danville/Illinois, USA USD 1 100,00 309 ThyssenKrupp Engine Components (China) Co., Ltd., Nanjing, VR China USD 76.000 100,00 310 ThyssenKrupp Fawer Liaoyang Spring Co., Ltd., Liaoyang/Liaoning, VR China USD 21.278 2) 60,05 311 ThyssenKrupp Mavilor S.A., L'Horme, Frankreich 6.465 100,00 312 ThyssenKrupp Metalúrgica Campo Limpo Ltda., Campo Limpo Paulista, Brasilien BRL 85.000 59,77 313 ThyssenKrupp Metalúrgica de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 141.800 2) 100,00 314 ThyssenKrupp Metalúrgica de Servicios S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 131 2) 100,00 315 ThyssenKrupp Metalúrgica Santa Luzia Ltda., Santa Luzia, Brasilien BRL 58.198 100,00 316 ThyssenKrupp Presta Aktiengesellschaft, Eschen, Liechtenstein CHF 15.000 100,00 317 ThyssenKrupp Presta Cold Forging LLC, Wilmington/Delaware, USA USD 5.000 100,00 318 ThyssenKrupp Presta Dalian Co. Ltd., Dalian, VR China 13.500 100,00 319 ThyssenKrupp Presta Danville, LLC, Danville/Illinois, USA USD 0 100,00 320 ThyssenKrupp Presta de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 17.316 100,00 321 ThyssenKrupp Presta do Brasil Ltda., Curitiba, Brasilien BRL 36.944 100,00 322 ThyssenKrupp Presta Fawer (Changchun) Co. Ltd., Changun, VR China CNY 52.834 2) 59,65 323 ThyssenKrupp Presta France S.A.S., Florange, Frankreich 23.660 100,00 324 ThyssenKrupp Presta HuiZhong Shanghai Co., Ltd., Shanghai, VR China CNY 100.562 2) 60,00 325 ThyssenKrupp Presta Hungary Kft., Budapest, Ungarn HUF 632.770 100,00 326 ThyssenKrupp Presta Japan Co., Ltd., Tokio, Japan JPY 10.000 100,00 327 ThyssenKrupp Presta Servicios de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 50 2) 100,00 328 ThyssenKrupp Presta SteerTec Polen Sp.z o.o., Meseritz, Polen PLN 3.664 100,00 329 ThyssenKrupp Presta SteerTec USA LLC, Detroit/Michigan, USA USD 2.500 100,00 330 ThyssenKrupp Presta TecCenter AG, Eschen, Liechtenstein CHF 10.000 100,00 331 ThyssenKrupp Presta Terre Haute, LLC, Terre Haute, Indiana, USA USD 1.500 100,00 332 ThyssenKrupp Sasa Servicios, S.A.de C.V., San Luis Potosi, Mexico MXN 50 100,00 333 ThyssenKrupp Sofedit do Brasil Industrial Ltda., Paraná, Brasilien BRL 51.549 100,00 334 ThyssenKrupp Waupaca de Mexico, S. de R.L. de C.V., Mexico, Mexico USD 3 100,00 335 ThyssenKrupp Waupaca, Inc., Waupaca/Wisconsin, USA USD 0 100,00 336 Xuzhou Rothe Erde Ring Mill Co., Ltd., Xuzhou, VR China USD 27.749 2) 100,00 337 Xuzhou Rothe Erde Slewing Bearing Co., Ltd., Xuzhou, VR China USD 18.100 2) 60,00 Elevator Corporate Elevator 338 ELEG Europäische Lift + Escalator GmbH, Düsseldorf 51 100,00 339 Rheinstahl Union GmbH, Düsseldorf 26 100,00 340 ThyssenKrupp Elevator AG, Düsseldorf 100.000 100,00 341 ThyssenKrupp Elevator die Vierte GmbH, Düsseldorf 25 100,00 342 ThyssenKrupp Elevator Research GmbH, Düsseldorf 25 100,00 343 ThyssenKrupp Industries and Services Qatar LLC, Doha, Katar QAR 2.000 49,00 Central/Eastern/Northern Europe (CENE) 344 Christian Hein GmbH, Langenhagen 522 100,00 345 GMT Aufzug-Service GmbH, Ettlingen 26 100,00 346 GWH Aufzüge GmbH, Himmelstadt 26 100,00 347 Haisch Aufzüge GmbH, Gingen/Fils 50 100,00 348 Hanseatische Aufzugsbau GmbH, Rostock 33 100,00 349 Leichsenring HUS Aufzüge GmbH, Hamburg 51 100,00 350 LiftEquip GmbH Elevator Components, Neuhausen a.d.F. 25 100,00 351 Liftservice und Montage GmbH, Saarbrücken 51 100,00 352 Tepper Aufzüge GmbH, Münster 1.535 100,00 353 ThyssenKrupp Aufzüge Deutschland GmbH, Stuttgart 2.700 100,00 354 ThyssenKrupp Aufzüge die Erste GmbH, Stuttgart 25 100,00 355 ThyssenKrupp Aufzüge GmbH, Neuhausen a.d.F. 7.100 100,00 356 ThyssenKrupp Aufzugswerke GmbH, Neuhausen a.d.F. 10.226 99,50 357 ThyssenKrupp Elevator (CENE) GmbH, Essen 6.000 100,00 358 Ascenseurs Drieux-Combaluzier S.A.S., Les Lilas, Frankreich 892 100,00 359 Bardeck Lift Engineers Ltd., London, Großbritannien GBP 11 100,00 360 Compagnie des Ascenseurs et Elevateurs S.A.M. 'CASEL SAM', Monaco, Monaco 153 98,80 361 Hammond & Champness Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP 500 100,00 362 HK Services A/S, Bergen, Norwegen NOK 351 100,00 363 MGTI SNEV S.A.S., Saint Jeannet, Frankreich 526 100,00 364 Mulder Liftservice B.V., Nuth, Niederlande 18 100,00 365 OOO ThyssenKrupp Elevator, Moskau, Russland RUB 14.344 100,00 366 Proxi-Line E.U.R.L., Angers, Frankreich 77 100,00 367 The Britannic Lift Company Ltd., West Yorkshire, Großbritannien GBP 35 100,00 368 ThyssenKrupp Ascenseurs Holding S.A.S., Saint Denis-la-Plaine Cedex, Frankreich 34.433 100,00 369 ThyssenKrupp Ascenseurs Luxembourg S.a.r.l., Luxemburg, Luxemburg 13.396 100,00 370 ThyssenKrupp Ascenseurs S.A.S., Angers, Frankreich 8.117 100,00 371 ThyssenKrupp Aufzüge AG, Rümlang, Schweiz CHF 1.165 100,00 372 ThyssenKrupp Aufzüge Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 370 100,00 373 ThyssenKrupp Aufzüge Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP 20.990 100,00 374 ThyssenKrupp Aufzüge Norge A/S, Oslo, Norwegen NOK 5.200 100,00 375 ThyssenKrupp Aufzugswerke Konstruktions GmbH, Gratkorn, Österreich 35 100,00 376 ThyssenKrupp DVG dvigala d.o.o., Trzin, Slowenien 805 100,00 377 ThyssenKrupp Elevator A/S, Oslo, Norwegen NOK 100 100,00 378 ThyssenKrupp Elevator A/S, Glostrup, Dänemark DKK 550 100,00 379 ThyssenKrupp Elevator B.V., Krimpen aan den IJssel, Niederlande 4.977 100,00 380 ThyssenKrupp Elevator Finland Oy, Helsinki, Finnland 42 100,00 381 ThyssenKrupp Elevator Ireland, Ltd., Dublin, Irland 63 100,00 382 ThyssenKrupp Elevator Lithuania UAB, Vilnius, Litauen LTL 691 2) 100,00 383 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing France S.A.S., Angers, Frankreich 4.602 100,00 384 ThyssenKrupp Elevator Sp. z o.o., Warschau, Polen PLN 15.300 100,00 385 ThyssenKrupp Elevator Sverige AB, Stockholm, Schweden SEK 8.542 100,00 386 ThyssenKrupp Elevator UK Ltd., Nottingham, Großbritannien GBP 2.300 100,00 387 ThyssenKrupp Koncar dizala d.o.o., Zagreb, Kroatien HRK 17.204 100,00 388 ThyssenKrupp Lift Kft, Budapest, Ungarn HUF 101.480 100,00 389 ThyssenKrupp Liften Ascenseurs S.A., Brüssel, Belgien 2.480 100,00 390 ThyssenKrupp Liften B.V., Krimpen aan den IJssel, Niederlande 1.875 100,00 391 ThyssenKrupp Rulletrapper A/S, Oslo, Norwegen NOK 100 100,00 392 ThyssenKrupp Vytahy s.r.o., Prag, Tschechische Republik CZK 41.398 100,00 393 ThyssenKrupp Vytahy s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik 266 100,00 394 TOB ThyssenKrupp Elevator Ukraine, Kiew, Ukraine UAH 18.406 2) 100,00 395 Trapo Küng AG, Basel, Schweiz CHF 500 100,00 Southern Europe/Africa/Middle East (SEAME) 396 ASEL Ascensores S.L., Madrid, Spanien 7 100,00 397 C.A.F. Assistência a Elevadores, S.A., Queluz, Portugal 150 100,00 398 Cont Ascensori S.r.l., Alessandria, Italien 72 100,00 399 Curti Ascensori S.r.l., Bosisio Parini, Italien 100 100,00 400 Lariana Ascensori S.r.L., Como, Italien 12 2) 100,00 401 Marco Bonfedi Ascensori Scale Mobili S.r.l., Mailand, Italien 50 100,00 402 Massida Ascensori S.r.l., Cagliari, Italien 10 2) 70,00 403 Rossi Ascensori S.r.l., Prato-Firenze, Italien 10 2) 100,00 404 Sabia S.r.l., Modena, Italien 15 2) 100,00 405 Scam Ascensori S.r.l., Mestre, Venezia, Italien 16 2) 100,00 406 SIAR S.r.l., Rom, Italien 47 2) 100,00 407 Simonini Elevatori S.r.l., Foggia, Italien 23 2) 100,00 408 Thyssen Technik Arabia Ltd., Riyadh, Saudi Arabien SAR 2.000 100,00 409 ThyssenKrupp Asansör Sanayi ve Tic. A.S., Istanbul, Türkei TRL 943.271.000 75,50 410 ThyssenKrupp Assanbar PJSC (Private Joint Stock Company), Mashhad, Iran IRR 8.702.400 51,00 411 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Lissabon, Portugal 3.586 100,00 412 ThyssenKrupp Elevadores, S.L., Madrid, Spanien 4.696 99,94 413 ThyssenKrupp Elevator Egypt Ltd., Kairo, Ägypten EGP 2.400 100,00 414 ThyssenKrupp Elevator Israel LP, Rishon Le'zion, Israel ILS 40.000 100,00 415 ThyssenKrupp Elevator Italia S.p.A., Mailand, Italien 490 100,00 416 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing Spain S.L., Andoain, Spanien 281 100,00 417 ThyssenKrupp Elevator Maroc S.A.R.L., Casablanca. Marruecos , Marokko MAD 1.085 100,00 418 ThyssenKrupp Elevator (South Africa) (Pty.) Ltd., Johannesburg, Republik Südafrika ZAR 111 100,00 419 ThyssenKrupp Elevator Southern Europe, Africa & Middle East, S.L.U., Madrid, Spanien 179.406 100,00 420 ThyssenKrupp Elevator SRL, Bukarest, Rumänien RON 1.545 2) 100,00 421 ThyssenKrupp Elevator (U.A.E.) Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 30.300 100,00 422 ThyssenKrupp Elevatori d.o.o., Belgrad, Serbien-Montenegro 350 2) 100,00 423 ThyssenKrupp Elevator/Jordan Ltd. Co., Amman, Jordanien JOD 1.569 100,00 424 ThyssenKrupp Elevators Bulgaria EAD, Sofia, Bulgarien BGN 1.000 100,00 425 ThyssenKrupp K & M Elevators and Escalators A.E., Athen, Griechenland 2.240 100,00 426 ThyssenKrupp Kazlift LLP, Almaty, Kasachstan KZT 166.076 100,00 427 Tungstato Elevadores S.A., Queluz, Portugal 50 100,00 428 2G S.r.l., Messina, Italien 47 2) 100,00 Americas (AMS) 429 Ascenseurs Nova Inc., Montreal St. Leonard, Kanada CAD 605 100,00 430 Computerized Elevator Control Corp., New York, USA USD 8 100,00 431 ThyssenKrupp Elevadores, C.A., Caracas, Venezuela VEB 3.076 100,00 432 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., São Paulo , Brasilien BRL 259.607 99,81 433 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Guatemala, Guatemala GTQ 10.178 2) 100,00 434 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Panama, Panama USD 867 2) 100,00 435 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Lima, Peru PEN 12.556 2) 100,00 436 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Santiago de Chile-Nunoa, Chile CLP 2.289.533 100,00 437 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Buenos Aires, Argentinien ARS 18.728 2) 57,39 438 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Bogota, Kolumbien COP 5.657.905 2) 100,00 439 ThyssenKrupp Elevadores, S.A. de C.V., Mexico City, Mexico MXN 75.036 100,00 440 ThyssenKrupp Elevadores, S.R.L., Asunción, Paraguay PYG 1.330.000 2) 100,00 441 ThyssenKrupp Elevadores, S.R.L., Montevideo, Uruguay UYU 6.303 100,00 442 ThyssenKrupp Elevator Americas Corp., Delaware, USA USD 0 100,00 443 ThyssenKrupp Elevator Canada Ltd., Toronto, Kanada CAD 3.536 100,00 444 ThyssenKrupp Elevator Capital Corp., Delaware, USA USD 302.250 100,00 445 ThyssenKrupp Elevator Corp., Delaware, USA USD 26.261 100,00 446 ThyssenKrupp Elevator Inc., San Juan, Puerto Rico USD 1 100,00 447 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing Inc., Collierville/Tennessee, USA USD 1 100,00 448 ThyssenKrupp Northern Elevator Corp., Scarborough/Ontario, Kanada CAD 100 100,00 Asia/Pacific (AP) 449 Hang Pak Engineering Ltd., Hongkong, VR China HKD 306 100,00 450 PT. ThyssenKrupp Elevator Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 12.760.653 94,68 451 Sun Rhine Enterprises Ltd., Taipei, Taiwan TWD 138.075 100,00 452 Sun Rich Enterprises Ltd., Taipei, Taiwan TWD 6.000 100,00 453 Thyssen Elevators Co., Ltd., Zhongshan, VR China USD 31.680 2) 100,00 454 ThyssenKrupp Elevator & Escalator (Shanghai) Co.Ltd., Shanghai, VR China USD 5.250 2) 100,00 455 ThyssenKrupp Elevator Asia Pacific Ltd., Hongkong, VR China HKD 58.000 100,00 456 ThyssenKrupp Elevator Australia Pty. Ltd., Sydney, Australien AUD 1 100,00 457 ThyssenKrupp Elevator (BD) Pvt. Ltd., Dhaka, Bangladesch BDT 3.395 100,00 458 ThyssenKrupp Elevator (HK) Ltd., Hongkong, VR China HKD 129.970 100,00 459 ThyssenKrupp Elevator (India) Pvt. Ltd., New Delhi, Indien INR 881.620 100,00 460 ThyssenKrupp Elevator Installation and Maintenance (China) Co. Ltd., Guanzhou, VR China USD 6.500 2) 100,00 461 ThyssenKrupp Elevator (Korea) Ltd., Seoul, Korea, Republik KRW 1.273.220 100,00 462 ThyssenKrupp Elevator Malaysia Sdn. Bhd., Selangor, Malaysia MYR 500 100,00 463 ThyssenKrupp Elevator New Zealand Pty. Ltd., Auckland, Neuseeland NZD 1 100,00 464 ThyssenKrupp Elevator Queensland Pty. Ltd., Melbourne, Australien AUD 1 100,00 465 ThyssenKrupp Elevator (Singapore) Pte.Ltd., Singapur, Singapur SGD 4.800 100,00 466 ThyssenKrupp Elevator (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 155.776 100,00 467 ThyssenKrupp Elevator Vietnam Co. Ltd., Hanoi, Vietnam USD 200 100,00 468 ThyssenKrupp Elevators (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China USD 13.940 2) 100,00 469 ThyssenKrupp Lifts Pacific Pty. Ltd., Alexandria, Australien AUD 10.800 100,00 Escalators/Passenger Boarding Bridges(ES/PBB) 470 ThyssenKrupp Elevator (ES/PBB) GmbH, Essen 25 100,00 471 ThyssenKrupp Fahrtreppen GmbH, Hamburg 1.311 100,00 472 AVIOTEAM Servizio e Manutenzioni S.r.l., Rom, Italien 52 2) 65,00 473 ThyssenKrupp Airport Services S.L., Mieres / Asturias , Spanien 150 2) 100,00 474 ThyssenKrupp Airport Systems Co. (Zhongshan) Ltd., Guangdong, VR China USD 2.550 100,00 475 ThyssenKrupp Airport Systems Inc., Fort Worth/Texas, USA USD 3.510 100,00 476 ThyssenKrupp Airport Systems, S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 1.743 100,00 477 ThyssenKrupp Elevator (ES/PBB) Ltd., Newton Aycliffe, Großbritannien GBP 4.135 100,00 478 ThyssenKrupp Elevator Innovation Center, S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 902 100,00 479 ThyssenKrupp Escalator Co. (China) Ltd., Guangdong, VR China USD 14.800 2) 100,00 480 ThyssenKrupp Norte S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 4.147 100,00 Accessibility (ACC) 481 ThyssenKrupp Accessibility Holding GmbH, Essen 25 100,00 482 ThyssenKrupp Treppenlifte GmbH, Neuss 32 100,00 483 Lift Able Ltd., Cleveland, Großbritannien GBP 10 100,00 484 ThyssenKrupp Accesibilidad S.L., Madrid, Spanien 3 100,00 485 ThyssenKrupp Access China Ltd., China - Shanghai, VR China USD 500 100,00 486 ThyssenKrupp Access Corp., Kansas City/Missouri, USA USD 0 100,00 487 ThyssenKrupp Access Japan Co., Ltd., Tokio , Japan JPY 47.000 100,00 488 ThyssenKrupp Access Ltd., Stockton-on-Tees, Großbritannien GBP 100 100,00 489 ThyssenKrupp Access Manufacturing, LLC, Delaware, USA USD 2.500 100,00 490 ThyssenKrupp Accessibility B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 1.270 100,00 491 ThyssenKrupp Acessibilidades, Unipessoal, Lda., Sintra, Portugal 50 100,00 492 ThyssenKrupp Ceteco S.r.l., Pisa, Italien 500 100,00 493 ThyssenKrupp Monolift AB, Stockholm, Schweden SEK 100 100,00 494 ThyssenKrupp Monolift AS, Oslo, Norwegen NOK 110 100,00 495 ThyssenKrupp Monolift N.V., Gent, Belgien 450 100,00 496 ThyssenKrupp Monolift S.A.S., Gennevilliers, Frankreich 40 100,00 497 ThyssenKrupp Monoliften B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 97 100,00 Services Zentralbereich 498 ThyssenKrupp Services AG, Düsseldorf 283.383 99,84 499 Thyssen Financial Services B.V., 's-Gravendeel, Niederlande 3.857 100,00 Materials Services International 500 Dortmunder Eisenhandel Hansa GmbH, Dortmund 34 100,00 501 Dr. Mertens Edelstahlhandel GmbH, Offenbach 1.023 100,00 502 Eisen und Metall GmbH, Stuttgart 1.023 51,00 503 Eisenmetall Handelsgesellschaft mbH, Gelsenkirchen 26 100,00 504 Erich Weit GmbH, München 356 100,00 505 Freiburger Stahlhandel GmbH, Freiburg i.Br. 2.200 51,00 506 Hövelmann & Co. Eisengroßhandlung GmbH, Gelsenkirchen 256 100,00 507 Jacob Bek GmbH, Ulm 2.807 79,96 508 Kunststoff Service Partner GmbH, Düsseldorf 10.000 100,00 509 Max Cochius GmbH, Berlin 920 75,00 510 Metall Service Partner GmbH, Gelsenkirchen 3.420 100,00 511 Otto Wolff Handelsgesellschaft mbH, Düsseldorf 15.400 99,50 512 SBS Brenn- und Schneidbetrieb Rinteln GmbH, Rinteln 75 100,00 513 Thyssen Duro Metall GmbH, Kornwestheim 500 51,00 514 Thyssen Schulte Werkstoffhandel GmbH, Düsseldorf 10.226 99,50 515 ThyssenKrupp Aerospace Germany GmbH, Rodgau, Nieder-Roden DEM 1.000 100,00 516 ThyssenKrupp Maßblech GmbH, Duisburg 104 100,00 517 ThyssenKrupp Materials Logistics & Services GmbH, Düsseldorf 1.534 100,00 518 ThyssenKrupp Metallcenter GmbH, Wörth a. Rhein 2.557 100,00 519 ThyssenKrupp Nutzeisen GmbH, Düsseldorf 500 100,00 520 ThyssenKrupp Röhm Kunststoffe GmbH, Düsseldorf 5.113 100,00 521 ThyssenKrupp Schulte GmbH, Düsseldorf 26 100,00 522 ThyssenKrupp Services Immobilien GmbH, Düsseldorf 50 100,00 523 ThyssenKrupp Stahlkontor GmbH, Düsseldorf 600 99,96 524 Alfaplast AG, Steinhausen, Schweiz CHF 250 100,00 525 Aviation Metals Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 65 40,00 526 Carolina Building Materials, Inc., Carolina, Puerto Rico USD 450 100,00 527 Cimex-Nor S.A., San Sebastian, Spanien 618 74,00 528 FERROGLAS Glasbautechnik Gesellschaft m.b.H., Hörsching, Österreich 218 70,00 529 Indu-Light AG, Beromünster/Luzern, Schweiz CHF 150 53,33 530 Interlux GmbH, Hörsching, Österreich 182 100,00 531 LAMINCER S.A., Munguia, Spanien 180 2) 100,00 532 Locatelli Aciers S.A.S., Oyonnax, Frankreich 142 100,00 533 Neomat AG, Beromünster/Luzern, Schweiz CHF 200 100,00 534 Nordisk Plast A/S, Auning, Dänemark DKK 4.000 100,00 535 Notz Plastics AG, Biel/Bienne, Schweiz CHF 1.000 100,00 536 OOO ThyssenKrupp Materials, Moskau, Russland RUB 928.369 96,03 537 PALMETAL Controlo e Armazenagem S.A., Palmela, Portugal 1.000 90,00 538 RIAS A/S, Roskilde, Dänemark DKK 23.063 54,15 539 Röhm Austria GmbH, Wien, Österreich 727 100,00 540 Röhm Italia S.r.l., Garbagnate Milanese, Italien 100 100,00 541 Steba AG, Pfäffikon, Schweiz CHF 500 100,00 542 STEBA Direktverkauf Kunststoffe + Plexiglas GmbH, Hunzenschwil, Schweiz CHF 20 100,00 543 Thyssen Trading S.A., São Paulo, Brasilien BRL 19.738 2) 100,00 544 ThyssenKrupp Aerospace Australia Pty. Ltd., Wetherill Park New South Wales, Australien AUD 2.549 100,00 545 ThyssenKrupp Aerospace Finland Oy, Mänttä, Finnland 59 100,00 546 ThyssenKrupp Aerospace India Private Ltd., Bangalore, Indien INR 100 100,00 547 ThyssenKrupp Aerospace International Holdings Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 650 100,00 548 ThyssenKrupp Aerospace Nederland B.V., Eindhoven, Niederlande 18 100,00 549 ThyssenKrupp Aerospace (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, VR China USD 2.000 100,00 550 ThyssenKrupp Aerospace UK Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 3.295 100,00 551 ThyssenKrupp Autômata Industria de Peças Ltda., São Paulo , Brasilien BRL 335 2) 80,00 552 ThyssenKrupp Cadillac Plastic S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich 1.053 100,00 553 ThyssenKrupp Christon N.V., Lokeren, Belgien 7.033 100,00 554 ThyssenKrupp Energostal S.A., Torun, Polen PLN 15.000 84,00 555 ThyssenKrupp Ferostav, spol. s r.o., Nové Zámky, Slowakische Republik SKK 44.952 80,00 556 ThyssenKrupp Ferroglobus Kereskedelmi ZRt, Budapest, Ungarn HUF 3.244.000 100,00 557 ThyssenKrupp Ferroglobus S.R.L., Timisoara, Rumänien RON 28 2) 100,00 558 ThyssenKrupp Ferrosta spol. s.r.o., Prag, Tschechische Republik CZK 200 100,00 559 ThyssenKrupp Fortinox S.A., Buenos Aires, Argentinien USD 2.100 80,00 560 ThyssenKrupp Materials Austria GmbH, Wien, Österreich 2.455 100,00 561 ThyssenKrupp Materials Belgium N.V./S.A., Lokeren, Belgien 1.200 100,00 562 ThyssenKrupp Materials d.o.o., Belgrad, Serbien 9.990 100,00 563 ThyssenKrupp Materials France S.A.S., Maurepas, Frankreich 25.958 100,00 564 ThyssenKrupp Materials Holding (Thailand) Ltd., Samut Prakarn Province, Thailand THB 1.000 99,95 565 ThyssenKrupp Materials Ibérica S.A., Martorelles, Spanien 7.681 100,00 566 ThyssenKrupp Materials Korea Company Ltd., Seoul, Korea, Republik KRW 4.000.000 60,00 567 ThyssenKrupp Materials Middle East FZE, Jebel Ali, Vereinigte Arabische Emirate AED 3.000 100,00 568 ThyssenKrupp Materials Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande 9.076 100,00 569 ThyssenKrupp Materials Schweiz AG, Bronschhofen, Schweiz CHF 4.600 100,00 570 ThyssenKrupp Materials (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China CNY 23.000 2) 70,00 571 ThyssenKrupp Materials Sverige AB, Göteborg, Schweden SEK 23.080 100,00 572 ThyssenKrupp Materials (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 110.000 70,00 573 ThyssenKrupp Materials (UK) Ltd., Smethwick, Großbritannien GBP 12.032 100,00 574 ThyssenKrupp Materials Vietnam LLC, Hanoi, Vietnam VND 121.000.000 97,36 575 ThyssenKrupp Otto Wolff N.V./S.A, Mechelen, Belgien 711 100,00 576 ThyssenKrupp Plastic Ibérica SL, Massalfassar (Valencia), Spanien 3.000 100,00 577 ThyssenKrupp Portugal - Aços e Serviços, Lda., Carregado, Portugal 1.150 100,00 578 ThyssenKrupp Stahlunion Polska Sp. z o.o., Katowitz, Polen PLN 100 100,00 579 ThyssenKrupp Stokvis Plastics B.V., Roosendaal, Niederlande 4.500 100,00 580 ThyssenKrupp-Jupiter Stomana OOD, Sofia, Bulgarien BGN 500 80,00 Materials Services NA 581 Summit Personnel Services (2002), Inc., Windsor/Ontario, Kanada CAD 0 100,00 582 ThyssenKrupp Industrial Services Canada, Inc., Windsor/Ontario, Kanada CAD 0 100,00 583 ThyssenKrupp Industrial Services NA, Inc., Southfield/Michigan , USA USD 25 100,00 584 ThyssenKrupp Logistics, Inc., Wilmington/Delaware, USA USD 1 100,00 585 ThyssenKrupp Materials, LLC, Southfield/Michigan, USA USD 1 100,00 586 ThyssenKrupp Materials CA Ltd., Concord / Ontario, Kanada CAD 14.778 100,00 587 ThyssenKrupp Materials NA, Inc., Southfield / Michigan, USA USD 2 100,00 588 ThyssenKrupp OnlineMetals, LLC, Southfield/Michigan, USA USD 1.600 100,00 589 ThyssenKrupp Securitization Corp., Southfield, MI, USA USD 0 100,00 590 TKB, Inc., Southfield / Michigan, USA USD 0 100,00 Industrial Services 591 Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmittelwartung Pura mbH, Düsseldorf 280 100,00 592 Siegfried Schlüssler Feuerungsbau GmbH, Bispingen 135 100,00 593 ThyssenKrupp Industrial Services Holding GmbH, Düsseldorf 50.000 100,00 594 ThyssenKrupp Industrieservice GmbH, Düsseldorf 15.205 100,00 595 ThyssenKrupp Sicherheitsdienstleistungen GmbH, Düsseldorf 102 100,00 596 ThyssenKrupp Xervon Energy GmbH, Duisburg 1.300 100,00 597 ThyssenKrupp Xervon GmbH, Düsseldorf 12.000 100,00 598 ThyssenKrupp Xervon Utilities GmbH, Düsseldorf 25 100,00 599 OOO ThyssenKrupp Industrial Services Russia, St. Petersburg, Russland RUB 3.500 100,00 600 Rosendaal Services N.V., Kapellen, Belgien 125 100,00 601 Sumatec/ Astel-Peiniger (M) Joint Venture, Selangor Darul Ehsan, Malaysia MYR 56,00 602 ThyssenKrupp Industrial Services a.s., Prag, Tschechische Republik CZK 1.000 51,00 603 ThyssenKrupp Palmers Ltd., West Midlands, Großbritannien GBP 0 100,00 604 ThyssenKrupp Safway, Inc., Wilmington/Delaware, USA USD 1 100,00 605 ThyssenKrupp Safway, Inc., Fort Saskatchewan/Alberta, Kanada CAD 2 100,00 606 ThyssenKrupp Services Industriels S.A.S., Creutzwald, Frankreich 616 100,00 607 ThyssenKrupp Services Ltd., Birmingham, Großbritannien GBP 125 100,00 608 ThyssenKrupp Services (UK) Ltd., Business Park Coventry West Midlands , Großbritannien GBP 656 100,00 609 ThyssenKrupp Xervon Algerie S.A.R.L., ?, Algerien DZD 23.750 100,00 610 ThyssenKrupp Xervon Austria GmbH, Maria Lanzendorf, Österreich 1.453 100,00 611 ThyssenKrupp Xervon Co. Ltd., Shanghai, VR China CNY 5.805 2) 100,00 612 ThyssenKrupp Xervon Corp - Mindus Joint Venture, Kuala Lumpur, Malaysia MYR 0 80,00 613 ThyssenKrupp Xervon Corp. Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia MYR 3.800 49,00 614 ThyssenKrupp Xervon Egypt SAE, Kairo, Ägypten EGP 6.750 100,00 615 ThyssenKrupp Xervon Gulf LLC, Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate AED 500 100,00 616 ThyssenKrupp Xervon Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia MYR 2.650 2) 100,00 617 ThyssenKrupp Xervon Norway AS, Oslo, Norwegen NOK 20.000 100,00 618 ThyssenKrupp Xervon Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen PLN 7.150 100,00 619 ThyssenKrupp Xervon S.A., Taragona, Spanien 598 100,00 620 ThyssenKrupp Xervon Saudi Arabia L.L.C., Al-Khubar, Saudi Arabien SAR 1.000 100,00 621 ThyssenKrupp Xervon Sweden AB, Stockholm, Schweden SEK 1.200 100,00 622 ThyssenKrupp Xervon U.A.E. - L.L.C. For Industrial Services, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 2.000 100,00 Special Products 623 DSU Beteiligungs-Gesellschaft für Dienstleistungen und Umwelttechnik mbH, Duisburg 30 100,00 624 ThyssenKrupp Anlagenservice GmbH, Oberhausen 4.536 100,00 625 ThyssenKrupp AT.PRO tec GmbH, Essen 42 61,19 626 ThyssenKrupp Bauservice GmbH, Hückelhoven 2.557 100,00 627 ThyssenKrupp Coferal GmbH, Essen 25 100,00 628 ThyssenKrupp Energievertriebs GmbH, Essen 5.113 100,00 629 ThyssenKrupp GfT Bautechnik GmbH, Essen 500 70,00 630 ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH, Essen 1.000 100,00 631 ThyssenKrupp GfT Tiefbautechnik GmbH, Essen 26 100,00 632 ThyssenKrupp Langschienen GmbH, Essen 1.000 100,00 633 ThyssenKrupp Mannex GmbH, Düsseldorf 10.000 100,00 634 ThyssenKrupp Metallurgie GmbH, Essen 7.107 100,00 635 ThyssenKrupp MillServices & Systems GmbH, Duisburg 1.875 68,00 636 ThyssenKrupp MinEnergy GmbH, Essen 1.023 100,00 637 ThyssenKrupp Special Products GmbH, Essen 10.900 100,00 638 B.V.Nedeximpo Nederlandse Export- en Importmaatschappij, Amsterdam, Niederlande 1.362 100,00 639 DSU - Romania S.r.l., Bukarest, Rumänien RON 6.968 100,00 640 OOO ThyssenKrupp Bautechnik technischer Service, St. Petersburg, Russland RUB 360 2) 99,90 641 RIP Comércio Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 619 2) 100,00 642 RIP Serviços Industriais Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 180.562 2) 100,00 643 RIP Serviços Siderúrgicos Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 1.000 100,00 644 ThyssenKrupp Comércio de Combustíveis e Gases Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 100.230 2) 100,00 645 ThyssenKrupp GfT Polska Sp. z o.o., Krakau, Polen PLN 15.750 100,00 646 ThyssenKrupp Mannex Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur USD 154 100,00 647 ThyssenKrupp Mannex Pty. Ltd., Sydney, Australien AUD 213 100,00 648 ThyssenKrupp Mannex Sverige AB, Göteborg, Schweden SEK 2.000 100,00 649 ThyssenKrupp Mannex UK Ltd., Woking, Großbritannien GBP 2.175 100,00 650 ThyssenKrupp Máquinas e Equipamentos Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 10 2) 100,00 651 ThyssenKrupp MinEnergy (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin, VR China USD 200 2) 100,00 652 ThyssenKrupp Steelcom N.Z. Ltd., , Neuseeland NZD 0 100,00 653 ThyssenKrupp Steelcom Pty. Ltd., North Sydney, Australien AUD 0 100,00 654 ThyssenKrupp-Dopravné Stavby Slovensko s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik SKK 1.000 2) 51,00 655 TOO ThyssenKrupp-CL COO, Aktau, Kasachstan KZT 4.718 2) 51,00 656 UAB ThyssenKrupp Baltija, Klaipeda, Litauen LTL 10 2) 51,00 Auslaufbereich 657 Aloverzee Handelsgesellschaft mbH, Düsseldorf 26 100,00 658 Health Care Solutions GmbH, Düsseldorf 4.173 100,00 659 Peiniger International GmbH, Gelsenkirchen 1.023 100,00 660 Thyssen Altwert Umweltservice GmbH, Düsseldorf 6.740 100,00 661 Thyssen Rheinstahl Technik GmbH, Düsseldorf 8.948 100,00 662 ThyssenKrupp Facilities Services GmbH, Düsseldorf 1.816 100,00 663 ThyssenKrupp Information Services GmbH, Düsseldorf 41.600 100,00 664 ThyssenKrupp Systems & Services GmbH, Düsseldorf 59.310 100,00 665 Vermögensverwaltungsgesellschaft KWT mbH, Grünwald 1.278 100,00 666 Vermögensverwaltungsgesellschaft TIS mbH, Grünwald 513 100,00 667 Vermögensverwaltungsgesellschaft Xtend mbH, Grünwald 10.516 100,00 668 Xtend new media Holding GmbH, Grünwald 100 100,00 669 Thyssen Sudamerica N.V., Willemstad, Niederländische Antillen USD 5.463 100,00 Corporate Corporate Headquarters 670 ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen 1.317.092 4) 671 Banter See Vermögensverwaltung GmbH, Düsseldorf 486 100,00 672 Blohm + Voss Holding GmbH, Hamburg 48.573 100,00 673 Bucketwheel Engineering GmbH, Essen 26 100,00 674 CCI Crane Cooperation International Handelsgesellschaft mbH, Ludwigsfelde 1.534 100,00 675 GLH GmbH, Essen DEM 30.000 100,00 676 Hoesch AG, Düsseldorf 50 100,00 677 Konsortium für Kurssicherung GbR, Düsseldorf 39.113 97,76 678 Krupp Entwicklungszentrum GmbH, Essen 1.534 100,00 679 Krupp Industrietechnik GmbH, Essen 51.129 100,00 680 Krupp Informatik GmbH, Düsseldorf 51 100,00 681 MONTAN GmbH Assekuranz-Makler, Düsseldorf 184 53,81 682 Reisebüro Dr. Tigges GmbH, Essen 300 76,00 683 Thyssen Stahl GmbH, Düsseldorf 935.147 100,00 684 ThyssenKrupp Academy GmbH, Düsseldorf 25 100,00 685 ThyssenKrupp AdMin GmbH, Düsseldorf 25 100,00 686 ThyssenKrupp DeliCate GmbH, Düsseldorf 26 100,00 687 ThyssenKrupp Dienstleistungen GmbH, Düsseldorf 15.500 100,00 688 ThyssenKrupp Erste Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 25 100,00 689 ThyssenKrupp Management Consulting GmbH, Düsseldorf 25 100,00 690 ThyssenKrupp Materials Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 25 100,00 691 ThyssenKrupp Reinsurance AG, Essen 3.000 100,00 692 ThyssenKrupp Risk and Insurance Services GmbH, Essen 3.000 100,00 693 ThyssenKrupp Steel Beteiligungen GmbH, Düsseldorf 446.436 100,00 694 ThyssenKrupp TKW Verwaltungs GmbH, Bochum 512 100,00 695 Vermögensverwaltungsgesellschaft EZM mbH, Grünwald 4.142 100,00 696 Vermögensverwaltungsgesellschaft KSH mbH, Grünwald 5.113 100,00 697 Waggonbau Brüninghaus Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 5.216 100,00 698 Budcan Holdings Inc., Kitchener/Ontario, Kanada CAD 0 100,00 699 GLH, LLC, Fond du Lac/Wisconsin, USA USD 108.993 100,00 700 Grupo ThyssenKrupp S.L., Madrid, Spanien 16.156 100,00 701 Thyssen Acquisition Corp., Dover/Delaware, USA USD 2 100,00 702 Thyssen Stahlunion Holdings Ltd., Smethwick, Großbritannien GBP 16.114 100,00 703 ThyssenKrupp Austria Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich 35 100,00 704 ThyssenKrupp Austria GmbH, Wien, Österreich 35 100,00 705 ThyssenKrupp Austria GmbH & Co. KG, Wien, Österreich 35 100,00 706 ThyssenKrupp Automotive Tallent Services Ltd., Durham, Großbritannien GBP 1.167 100,00 707 ThyssenKrupp Budd Canada Inc., Kitchener/Ontario, Kanada CAD 21.875 100,00 708 ThyssenKrupp Budd Company, Troy/Michigan, USA USD 1 100,00 709 ThyssenKrupp Camford Engineering PLC, Newton Aycliffe, Großbritannien GBP 5.207 100,00 710 ThyssenKrupp Camford Ltd., Newton Aycliff, Großbritannien GBP 25 100,00 711 ThyssenKrupp Canada, Inc., Alberta, Kanada CAD 1.000 100,00 712 ThyssenKrupp (China) Ltd., Beijing, VR China USD 200.000 100,00 713 ThyssenKrupp Finance Canada, Inc., Calgary, Kanada CAD 1 100,00 714 ThyssenKrupp Finance Nederland B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 2.300 100,00 715 ThyssenKrupp Finance USA, Inc., Wilmington/Delaware, USA USD 3 100,00 716 ThyssenKrupp France S.A.S., Rueil-Malmaison, Frankreich 116.149 100,00 717 ThyssenKrupp Intermediate U.K. Ltd., County Durham, Großbritannien GBP 28.145 100,00 718 ThyssenKrupp Italia S.p.A., Terni, Italien 200.000 100,00 719 ThyssenKrupp Knowsley Ltd., Merseyside, Großbritannien GBP 25.610 100,00 720 ThyssenKrupp Nederland B.V., Roermond, Niederlande 13.613 100,00 721 ThyssenKrupp UK Plc., County Durham, Großbritannien GBP 76.145 100,00 722 ThyssenKrupp USA, Inc., Troy/Michigan, USA USD 247.989 100,00 723 Transit America Inc., Philadelphia/Pennsylvania, USA USD 50.000 100,00 Corporate Real Estate 724 GVZ Ellinghausen Entwicklungs GmbH, Essen 50 82,00 725 Hellweg Liegenschaften GmbH, Bochum 50 94,00 726 Immover Gesellschaft für Grundstücksverwaltung mbH, Essen 4.602 100,00 727 Krupp Hoesch Stahl GmbH, Dortmund 181.510 100,00 728 Liegenschaftsgesellschaft Lintorf mbH, Düsseldorf 25 94,00 729 Stahlhauser Liegenschaften Verwaltungsgesellschaft mbH, Essen 25 94,00 730 Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Industrie, Essen 692 100,00 731 Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Stahl, Essen 511 100,00 732 ThyssenKrupp ExperSite GmbH, Kassel 26 100,00 733 ThyssenKrupp Grundbesitz Verwaltungs GmbH, Essen 25 100,00 734 ThyssenKrupp Grundbesitz-Vermietungs GmbH & Co. KG, Essen 1.000 100,00 735 ThyssenKrupp Grundstücksgesellschaft Dinslaken mbH, Essen 8.692 100,00 736 ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Krupp Hoesch Stahl, Essen 1.000 100,00 737 ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Stahl, Essen 1.000 100,00 738 ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Concordiahütte GmbH, Oberhausen 25 100,00 739 ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Krefeld GmbH, Oberhausen 25 100,00 740 ThyssenKrupp Liegenschaften Umformtechnik Verwaltungs GmbH, Essen 25 100,00 741 ThyssenKrupp Real Estate GmbH, Essen 15.441 100,00 742 Vermögensverwaltungsgesellschaft S + S mbH, Grünwald 2.557 100,00 743 Kappel Immobilien AG in Liq., Kappel, Schweiz CHF 3.100 100,00 744 Rhenus Immobilien Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 70 100,00 Nicht konsolidierte Tochterunternehmen (Stand 30.09.2009) Lfd. Nr. Name und Sitz Währung Gesellschaftskapital in 1.000 € bzw. Fremdwährung Anteil am Kapital % Steel Corporate TKS 745 CTA Termoelétrica do Atlântico Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien BRL 10 99,00 Steelmaking 746 DE-VerwaltungsGmbH, Duisburg 25 100,00 Stainless ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni 747 Terni - Società per l'Industria e l'Elettricità s.r.l., Terni, Italien 10 100,00 ThyssenKrupp VDM 748 VDM-Unterstützungskasse GmbH, Werdohl 26 100,00 Technologies Zentralbereich 749 Thyssen TPS Vermögensverwaltungs GmbH, Essen 26 100,00 750 ThyssenKrupp Automotive Italia S.r.l., Turin, Italien 99 100,00 751 ThyssenKrupp Industries (Thailand) Ltd., Bangkok, Thailand THB 1.000 100,00 752 ThyssenKrupp Technologies HELLAS Marketing Services S.A., Athen, Griechenland 60 100,00 Plant Technology 753 Polysius Wohnungsbau GmbH, Münster DEM 200 100,00 754 Polysius-Hilfe GmbH, Münster DEM 50 100,00 755 Edeleanu SDN. BHD., Kuala Lumpur, Malaysia MYR 1.000 100,00 756 Krupp Uhde Venezuela, C.A., Caracas, Venezuela VEB 5.500 100,00 757 Maerz Ofenbau SRL, Timisoara, Rumänien 204 2) 100,00 758 RCE Industrieofenbau GmbH, Radentheim, Österreich 35 2) 100,00 759 ThyssenKrupp Drauz Nothelfer S.L., Barcelona, Spanien 200 100,00 760 ThyssenKrupp System Engineering S.r.l., Turin, Italien 120 100,00 761 Uhde do Brasil Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 798 100,00 762 Uhde Edeleanu s.r.o., Brno, Tschechische Republik CZK 1.000 2) 100,00 763 Uhde Inventa-Fischer Chemical Fiber Equipment (Shanghai) Ltd., Shanghai, VR China USD 200 2) 100,00 Marine Systems 764 Maritime Services Consultant Enterprise Sdn.Bhd., Petaling Jaya, Malaysia MYR 300 100,00 765 ThyssenKrupp Marine Systems Australia Pty Ltd, Canberra, Australien AUD 101 100,00 766 United Stirling, Malmö, Schweden SEK 100 100,00 Components Technology 767 Roballo France S.A.R.L., Rueil-Malmaison, Frankreich 180 100,00 Elevator Southern Europe/Africa/Middle East (SEAME) 768 Aliança Ibérica Reparadora de Ascensores, Lda., Amadora, Portugal 170 2) 100,00 769 Ascensores Falcao S.A., Massamá, Portugal 50 2) 100,00 770 ASREM-Transport Vertical S.A., PORTO, Portugal 0 2) 100,00 771 EDAFA Elevadores Lda., QUARTEIRA, Portugal 5 2) 100,00 772 ThyssenKrupp Elevator (Management) Ltd., Rishon Le'zion, Israel ILS 2) 100,00 Asia/Pacific (AP) 773 TK Lif & Eskalator Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia MYR 100 100,00 Services Zentralbereich 774 ThyssenKrupp HiServ s.r.o., Kosice, Slowakische Republik SKK 200 2) 100,00 Materials Services International 775 OST-PLUS s.r.o., Teplice, Tschechische Republik CZK 1.000 2) 90,00 Industrial Services 776 ThyssenKrupp Xervon Dubai (L.L.C.), Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 300 100,00 Special Products 777 DvB Aufbereitungs-GmbH zur Behandlung von Metallprodukten, Duisburg 102 2) 100,00 At equity bewertete Beteiligungen (=Joint Venture) (Stand 30.09.2009) Lfd. Nr. Name und Sitz Währung Gesellschaftskapital in 1.000 € bzw. Fremdwährung Anteil am Kapital % Steel Corporate TKS 778 Walzen-Service-Center GmbH, Oberhausen 1.023 50,00 779 Acciai di Qualità, Centro Lavorazione Lamiere S.p.A., Geonova, Italien 1.731 2) 24,90 Steelmaking 780 Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg 103.000 2) 50,00 781 RKE N.V., Antwerpen, Belgien 645 2) 38,54 782 Transport- en Handelmaatschappij Steenkolen Utrecht B.V., Rotterdam, Niederlande 8.204 2) 50,00 Industry 783 SUNSCAPE ISOCAB NEW BUILDING MATERIALS LIMITED, Rizhao City, VR China USD 11.960 2) 27,50 784 Thyssen Ros Casares S.A., Valencia, Spanien 5.000 50,00 Auto 785 ANSC-TKS Galvanizing Co., Ltd., Dalian, Liaoning Province, VR China CNY 1.065.806 2) 50,00 786 TKAS (Changchun) Steel Service Center Ltd., Changchun, VR China USD 12.000 2) 50,00 Processing 787 Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH (KBS), Düsseldorf 385 2) 40,00 Stainless ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni 788 Euroacciai S.r.l., Sarezzo (BS), Italien 1.500 2) 30,23 789 Ilserv S.r.l., Terni, Italien 1.924 2) 35,00 790 Terni Frantumati S.p.A., Terni, Italien 930 2) 21,00 ThyssenKrupp Mexinox 791 Fischer Mexicana S.A. de C.V., Puebla, Mexico MXN 108.544 2) 50,00 Technologies Plant Technology 792 Transrapid International GmbH & Co. KG, Berlin 4.602 50,00 793 Uhdenora S.p.A., Milan, Italien 3.600 50,00 Marine Systems 794 Atlas Elektronik GmbH, Bremen 31.240 2) 51,00 795 Cryotrans Schiffahrts GmbH & Co. KG MS "Gaschen Moon", Emden 0 1,23 796 Cryotrans Schiffahrts GmbH & Co. KG MS "Gaschen Star", Emden 0 8,32 797 DOLORES Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Emden 15.625 8,32 798 MARLOG Marine Logistik GmbH & Co. KG, Kiel 1.500 2) 50,00 799 MarineForce International LLP, London, Großbritannien GBP 693 2) 50,00 Components Technology 800 Huizhou Sumikin Forging Company Ltd., Huizhou, VR China USD 29.680 2) 34,00 Elevator Americas (AMS) 801 Braun ThyssenKrupp Elevator LLC, Madison (Wisconsin), USA USD 1.000 2) 50,00 Services Materials Services International 802 Aceros de America Inc., San Juan, Puerto Rico USD 1.000 50,00 803 Ferona Thyssen Plastics, s.r.o., Olomouc, Tschechische Republik CZK 16.000 2) 50,00 804 Leong Jin Corporation Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 20.000 2) 30,00 805 Polarputki Oy, Helsinki, Finnland 1.009 2) 50,00 806 Resopal S.A., Madrid, Spanien 4.500 2) 20,00 Industrial Services 807 LTS Nordwest GmbH, Nordenham 500 2) 50,00 Special Products 808 Brouwer Shipping & Chartering GmbH, Hamburg 100 2) 30,00 809 TGHM GmbH & Co. KG, Dortmund 511 2) 50,00 810 BCCW (Tangshan) Jiahua Coking & Chemical Co., Ltd., Tangshan, VR China CNY 1.130.000 2) 25,00 811 MRT Track & Services Co., Inc., New Jersey, USA USD 375 50,00 812 OOO Bel GfT Bautechnik, Republik Belarus, Minsker Gebiet, Minsker Rayon, Stadt Smolewitschi, Weißrußland USD 21 2) 25,00 Corporate Corporate Real Estate 813 COMUNITHY Immobilien GmbH, Düsseldorf 100 2) 49,00 Sonstige assoziierte Beteiligungen (=Joint Venture) Stand 30.09.2009) Lfd. Nr. Name und Sitz Währung Gesellschaftskapital in 1.000 € bzw. Fremdwährung Anteil am Kapital % Steel Auto 814 JEVISE Corporation, Tokyo, Japan JPY 10.000 2) 50,00 Stainless ThyssenKrupp VDM 815 MOL Katalysatortechnik GmbH, Merseburg 77 2) 20,46 Technologies Plant Technology 816 PAN Grundstücksverwaltung GmbH, Mainz 26 2) 26,00 817 Transrapid International Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin 80 50,00 818 Shedden (Malaysia) Sdn. Bhd., Petaling Jaya, Malaysia MYR 2.284 40,00 Marine Systems 819 Marlog Verwaltungsgesellschaft mbH, Kiel 25 2) 50,00 820 MS "MARITIM FRANKFURT" Schiffahrtskontor "MARITIM" GmbH & Co. KG, Kiel 1.218 2) 42,09 821 MS "MARITIM KIEL" Schiffahrtskontor "MARITIM" GmbH & Co. KG, Kiel 1.335 2) 33,33 822 MTG Marinetechnik GmbH, Hamburg 3.068 2) 49,00 823 Australian Marine Technologies Pty. Ltd., Williamstown, Victoria, Australien AUD 400 2) 50,00 824 Bollfilter Japan Ltd., Kobe, Japan JPY 10.000 25,00 825 LISNAVE-ESTALEIROS NAVAIS S.A., Lissabon, Portugal 5.000 2) 20,00 826 Simplex Turbulo Company Ltd., Wherwell, Großbritannien GBP 6 25,10 Components Technology 827 ABC Sistemas e Módulos Ltda., São Paulo, Brasilien BRL 600 33,33 Services Materials Services International 828 BITROS - Thyssen Special Steels S.A., Aspropyrgos, Griechenland 1.000 2) 40,00 829 Sidecontrol S.L., Gandia, Spanien 36 2) 50,00 Special Products 830 SIB Schell Industrieanlagen-Bau GmbH, Duisburg 102 50,00 831 Solid Slab Track GmbH, Görschen 100 49,00 832 TGHM Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund 26 2) 50,00 833 Indo German International Private Ltd., New Delhi, Indien INR 38.975 2) 50,00 Corporate Corporate Headquarters 834 Grundstücksgesellschaft Schlossplatz 1 mbH & Co.KG, Berlin 11.000 2) 18,18 Corporate Real Estate 835 Gewerkschaft Hermann V GmbH, Essen 26 33,33 836 NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gelsenkirchen KG, Düsseldorf 10 2) 94,76 837 Wohnpark Duisburg Biegerhof GmbH, Düsseldorf 50 50,00 Andere Beteiligungsunternehmen § 313 Abs.2 Nr. 4 HGB (Stand 30.09.2009) Lfd. Nr. Name und Sitz Währung Gesellschaftskapital in 1.000 € bzw. Fremdwährung Anteil am Kapital % Corporate Corporate Real Estate 838 VBW Bauen und Wohnen GmbH, Bochum 12.858 13,06 Eigenkapital 63.797 Jahresergebnis 46 1) nach IFRS Vorschriften einbezogen 2) Jahresabschluss nicht 30.09. 3) Splitteranteil ab der 4. Kommastelle 4) Konzernmutter A. Voll konsolidierte Tochterunternehmen (Stand 30.09.2009) Lfd. Nr. Name und Sitz gehalten über lfd. Nr. Steel 1 ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg 693 Corporate TKS 2 Eisen- und Hüttenwerke AG, Andernach 1 3 ThyssenKrupp Printmedia GmbH, Duisburg 1 4 ThyssenKrupp Stahl Immobilien GmbH, Duisburg 1 94,90 % 670 5,10 % 5 ThyssenKrupp Steel Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg 1 6 AirSteel Comercial Gases Industriais Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 1 7 ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 8 8 ThyssenKrupp Slab International B.V., Brielle, Niederlande 19 9 ThyssenKrupp Steel and Stainless USA, LLC, Wilmington, DE , USA 722 10 ThyssenKrupp Steel USA, LLC, Wilmington, DE 1908, USA 9 11 White Martins Steel Gases Industriais Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 1 Steelmaking 12 EH Güterverkehr GmbH, Duisburg 13 13 Eisenbahn und Häfen GmbH, Duisburg 1 14 KBS Kokereibetriebsgesellschaft Schwelgern GmbH, Duisburg 1 15 Pruna Betreiber GmbH, Grünwald 1 16 ThyssenKrupp Verkehr GmbH, Duisburg 1 17 B.V. Stuwadoors-Maatschappij Kruwal, Rotterdam, Niederlande 19 50,00 % 1 25,00 % 18 Ertsoverslagbedrijf Europoort C.V., Rotterdam, Niederlande 19 50,00 % 1 25,00 % 19 ThyssenKrupp Veerhaven B.V., Rotterdam, Niederlande 720 Industry 20 AGOZAL Oberflächenveredelung GmbH, Neuwied 1 21 Herzog Coilex GmbH, Stuttgart 24 22 ThyssenKrupp Bausysteme GmbH, Kreuztal 1 23 ThyssenKrupp Sägenstahlcenter GmbH, Duisburg 1 24 ThyssenKrupp Stahl-Service-Center GmbH, Leverkusen 498 94,89 % 670 4,66 % 25 EURISOL S.A., Steenvoorde, Frankreich 28 26 Hoesch Bausysteme Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 703 27 Isocab France S.A.S., Dunkerque, Frankreich 716 28 Isocab N.V., Harelbeke-Bavikhove, Belgien 19 99,98 % 1 0,02 % 29 Isocab Vietnam JV Company, Ho Chi Minh , Vietnam 28 30 ThyssenKrupp Aceros y Servicios S.A., Santiago, Chile 1 31 ThyssenKrupp Bouwsystemen B. V., Veenendaal, Niederlande 19 32 ThyssenKrupp Building Systems Ltd., Birmingham, Großbritannien 721 33 ThyssenKrupp Byggesystem A/S, Støvring, Dänemark 22 34 ThyssenKrupp Comercial Colombia S.A., Bogota, Kolumbien 30 35 ThyssenKrupp Electrical Steel India Private Ltd., Mumbai/Nashik, Indien 88 100,00 % 3) 89 0,00 % 3) 36 ThyssenKrupp Electrical Steel Italia S.r.l., Mailand, Italien 718 37 ThyssenKrupp Épitöelemek Kft, Budapest, Ungarn 26 38 ThyssenKrupp gradjevinski elementi d.o.o., Lepoglava, Kroatien 26 39 ThyssenKrupp Service Acier S.A.S., Fosses, Frankreich 716 40 ThyssenKrupp Sisteme pentru Constructii S.R.L., Bukarest, Rumänien 26 41 ThyssenKrupp Stål Danmark A/S, Kopenhagen, Dänemark 19 42 ThyssenKrupp Stal Serwis Polska Sp. z o.o., Dabrowa Górnicza, Polen 24 43 ThyssenKrupp stavební systémy s.r.o., Nymburk, Tschechische Republik 26 98,00 % 22 2,00 % 44 ThyssenKrupp Steel (Asia Pacific) Pte Ltd, Singapur, Singapur 19 45 ThyssenKrupp Steel Belgium N.V., Harelbeke-Bavikhove, Belgien 693 100,00 % 3) 1 0,00 % 3) 46 ThyssenKrupp Systembau Austria Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 703 Auto 47 DOC Dortmunder Oberflächencentrum GmbH, Dortmund 1 48 MgF Magnesium Flachprodukte GmbH, Freiberg 1 49 ThyssenKrupp DAVEX GmbH, Duisburg 51 50 ThyssenKrupp Lasertechnik GmbH, Ravensburg 1 51 ThyssenKrupp Tailored Blanks GmbH, Duisburg 1 52 ThyssenKrupp Tailored Blanks Nord GmbH, Duisburg 51 53 LAGERMEX S.A. de C.V., Puebla, Mexico 498 71,95 % 1 28,05 % 54 Sidcomex S.A. de C.V., Puebla, Mexico 53 99,99 % 498 0,01 % 55 ThyssenKrupp Galmed, S.A., Sagunto, Spanien 700 75,00 % 1 25,00 % 56 ThyssenKrupp Steel Japan Ltd., Tokio, Japan 19 57 ThyssenKrupp Steel North America, Inc., Dover/Delaware, USA 722 58 ThyssenKrupp Tailored Blanks Celik Sanayi VE Ticaret Ltd., Nilüfer/ Bursa, Türkei 51 96,47 % 61 3,53 % 59 ThyssenKrupp Tailored Blanks Czech Republik, s.r.o., Ostrava, Tschechische Republik 51 99,95 % 52 0,05 % 60 ThyssenKrupp Tailored Blanks S.A. de C.V., Puebla, Mexico 65 100,00 % 3) 66 0,00 % 3) 61 ThyssenKrupp Tailored Blanks S.r.l., Turin, Italien 718 62 ThyssenKrupp Tailored Blanks Sverige AB, Olofström, Schweden 51 63 ThyssenKrupp Tailored Blanks (Wuhan) Ltd., Wuhan, VR China 712 68,43 % 51 31,57 % 64 TKAS (Changchun) Tailored Blanks Ltd., Changchun, VR China 712 65 TWB Company, LLC, Detroit, USA 57 66 TWB de Mexico, S.A. de C.V., Saltillo, Coahuila, Mexico 65 99,00 % 69 1,00 % 67 TWB Industries, S.A. de C.V., Saltillo, Coahuila, Mexico 65 99,00 % 69 1,00 % 68 TWB of Indiana, Inc., North Vernon/ Indiana , USA 65 69 TWB of Ohio, Inc., Columbus/Ohio, USA 65 Metal Forming 70 ThyssenKrupp Umformtechnik GmbH, Ludwigsfelde 1 94,99 % 670 5,01 % 71 Krupp Camford Pressings Ltd., Llanelli, Großbritannien 146 72 ThyssenKrupp Automotive Chassis Products UK PLC, Durham, Großbritannien 146 73 ThyssenKrupp Body Stampings Ltd., Cannock, Großbritannien 146 74 ThyssenKrupp Metal Forming (Wuhan) Ltd., Wuhan, VR China 712 75 ThyssenKrupp Otomotiv Parçalari Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, GEBZE Kocaeli, Türkei 73 99,50 % 146 0,50 % 76 ThyssenKrupp Prisma S.A.S., Messempré, Frankreich 716 77 ThyssenKrupp Sofedit España, S.A., Valladolid, Spanien 79 78 ThyssenKrupp Sofedit Polska Sp.zo.o., Wroclaw, Polen 79 79 ThyssenKrupp Sofedit S.A.S., Versailles, Frankreich 716 80 ThyssenKrupp Sofedit Sud Ouest S.A.S., Arudy, Frankreich 79 81 ThyssenKrupp Tallent Ltd., County Durham, Großbritannien 72 Processing 82 Becker & Co. GmbH, Neuwied 87 83 DWR - Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH, Andernach 86 84 Hoesch Hohenlimburg GmbH, Hagen 1 85 Otto Wolff U.S. Sales GmbH, Andernach 86 86 Rasselstein GmbH, Andernach 87 87 Rasselstein Verwaltungs GmbH, Neuwied 1 59,23 % 2 40,77 % 88 ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH, Gelsenkirchen 89 94,90 % 693 4,64 % 89 ThyssenKrupp Electrical Steel Verwaltungsgesellschaft mbH, Gelsenkirchen 1 62,46 % 2 37,54 % 90 ThyssenKrupp Electrical Steel France S.A.S., Paris, Frankreich 91 91 ThyssenKrupp Electrical Steel UGO S.A.S, Isbergues, Frankreich 88 Stainless ThyssenKrupp Stainless Zentralbereich 92 ThyssenKrupp Nirosta GmbH, Krefeld 693 ThyssenKrupp Nirosta 93 EBOR Edelstahl GmbH, Sachsenheim 92 94 smbChromstahl GmbH, Hannover-Langenhagen 92 95 ThyssenKrupp Nirosta Präzisionsband GmbH, Krefeld 92 96 ThyssenKrupp Nirosta North America, Inc., Wilmington, DE 19808, USA 722 ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni 97 ThyssenKrupp Titanium GmbH, Essen 92 98 Aspasiel S.r.l., Rom, Italien 101 99 Società delle Fucine S.r.l., Terni, Italien 101 100 Terninox S.p.A., Terni, Italien 101 101 ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni S.p.A., Terni, Italien 718 102 ThyssenKrupp AST USA, Inc., Albany, New York 12207 - 2543, USA 722 103 ThyssenKrupp Titanium S.p.A., Terni, Italien 101 104 Tubificio di Terni S.p.A., Terni, Italien 101 ThyssenKrupp Mexinox 105 Mexinox Trading S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico 108 99,98 % 106 0,02 % 106 Mexinox USA Inc., Brownsville/Texas, USA 108 107 ThyssenKrupp Mexinox CreateIT, S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico 108 99,98 % 105 0,02 % 108 ThyssenKrupp Mexinox S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico 720 100,00 % 3) 109 0,00 % 3) ThyssenKrupp Stainless USA 109 ThyssenKrupp Stainless USA, LLC, Wilmington, DE 19808, USA 9 Shanghai Krupp Stainless 110 Shanghai Krupp Stainless Co., Ltd., Pudong New Area/Shanghai, VR China 92 ThyssenKrupp Stainless International 111 ThyssenKrupp Stainless International GmbH, Krefeld 92 112 ThyssenKrupp Eurinox Paslanmaz Çelik Servis Merkezi A.S., Istanbul, Türkei 114 113 ThyssenKrupp SILCO-INOX Szervizközpont Kft, Batonyterenye, Ungarn 114 114 ThyssenKrupp Stainless Benelux B.V., Rotterdam, Niederlande 720 115 ThyssenKrupp Stainless DVP, S.A., Barcelona, Spanien 700 116 ThyssenKrupp Stainless France S.A., Paris, Frankreich 716 117 ThyssenKrupp Stainless International (Guangzhou) Ltd., Guangzhou, VR China 712 118 ThyssenKrupp Stainless International (HK) Ltd., Hongkong, VR China 111 119 ThyssenKrupp Stainless Polska Sp.z o o., Dabrowa Goricza, Polen 111 120 ThyssenKrupp Stainless UK Ltd., Birmingham, Großbritannien 721 ThyssenKrupp VDM 121 ThyssenKrupp VDM GmbH, Werdohl 92 122 ThyssenKrupp VDM Australia Pty. Ltd., Mulgrave, Victoria, Australien 121 123 ThyssenKrupp VDM Austria Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 703 124 ThyssenKrupp VDM Benelux B.V., Dordrecht, Niederlande 121 125 ThyssenKrupp VDM Canada Ltd., Markham, Kanada 121 126 ThyssenKrupp VDM (GZ) Trading Co., Ltd., Guangzhou, VR China 712 127 ThyssenKrupp VDM Hongkong Ltd., Hongkong, VR China 121 128 ThyssenKrupp VDM Italia S.r.l., Sesto San Giovanni, Italien 718 129 ThyssenKrupp VDM Japan K.K., Tokio, Japan 121 130 ThyssenKrupp VDM Korea Co. Ltd., Seoul, Korea, Republik 121 131 ThyssenKrupp VDM Mexico S.A. de C.V., Naucalpan de Juarez, Mexico 121 132 ThyssenKrupp VDM S.A.S., Rueil-Malmaison, Frankreich 716 133 ThyssenKrupp VDM (Schweiz) AG, Basel, Schweiz 121 134 ThyssenKrupp VDM UK Ltd., Claygate-Esher, Großbritannien 121 135 ThyssenKrupp VDM USA, Inc., Reno/Nevada, USA 722 Technologies Zentralbereich 136 Brüninghaus Schmiede GmbH, Ludwigsfelde 142 137 Buckau-Walther GmbH, Sankt Ingbert 142 138 Rothe Erde Beteiligungs GmbH, Essen 142 139 ThyssenKrupp EnCoke GmbH, Dortmund 142 94,90 % 670 5,10 % 140 ThyssenKrupp IT Services GmbH, Essen 142 141 ThyssenKrupp Marine Systems Beteiligungen GmbH, Essen 142 70,00 % 672 30,00 % 142 ThyssenKrupp Technologies AG, Essen 670 143 Uhde Services and Consulting GmbH, Dortmund 142 144 QDF Components Ltd., Derby, Großbritannien 146 145 ThyssenKrupp Automotive Systems UK Ltd., Coventry, Großbritannien 146 146 ThyssenKrupp Automotive (UK) Ltd., Newton Aycliffe, Großbritannien 721 147 ThyssenKrupp Technologies Japan Co., Ltd., Tokio, Japan 142 Plant Technology 148 AWG Industrieanlagen und Wassertechnik GmbH Berlin, Berlin 161 149 Bleuel & Röhling GmbH, Burghaun 154 150 Gesellschaft für Meß- und Regeltechnik mit beschränkter Haftung, Essen 153 151 GKI-OFU Industrieofenbau GmbH, Dortmund 161 152 Nothelfer Planung GmbH, Wadern-Lockweiler 154 153 Polysius AG, Beckum 142 94,90 % 670 5,10 % 154 ThyssenKrupp Drauz Nothelfer GmbH, Heilbronn 159 94,90 % 670 5,10 % 155 ThyssenKrupp EGM GmbH, Langenhagen 157 94,92 % 142 5,08 % 156 ThyssenKrupp Fördertechnik GmbH, Essen 142 94,90 % 670 5,10 % 157 ThyssenKrupp Krause GmbH, Bremen 159 94,90 % 142 5,10 % 158 ThyssenKrupp KST GmbH, Chemnitz 157 159 ThyssenKrupp System Engineering GmbH, Essen 142 160 ThyssenKrupp Transrapid GmbH, Kassel 142 161 Uhde GmbH, Dortmund 142 94,90 % 670 5,10 % 162 Uhde High Pressure Technologies GmbH, Hagen 161 163 Uhde Inventa-Fischer GmbH, Berlin 161 164 Uhde Services GmbH, Haltern am See 139 165 A-C Equipment Services Corp., Milwaukee, WI, USA 174 166 Krupp Canada Inc., Calgary/Alberta, Kanada 156 167 Maerz Ofenbau AG, Zürich, Schweiz 153 168 Mining Plants & Systems Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien 156 169 OOO Polysius, Moskau, Russland 153 170 OOO Uhde, Dzerzhinsk, Russland 161 171 OSC Process Engineering Ltd., Stockport, Großbritannien 721 172 Polysius Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur, Singapur 153 173 Polysius Australia Pty. Ltd., Perth, Australien 153 174 Polysius Corp., Atlanta/Georgia, USA 722 175 Polysius de Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien 153 176 Polysius de Mexico S.A. de C.V., Mexico-City, Mexico 153 177 Polysius del Peru S.A., Arequipa, Peru 153 99,01 % 176 0,99 % 178 Polysius do Brasil Ltda., São Paulo, Brasilien 153 179 Polysius Engineering Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 153 180 Polysius Ltd., Ascot/Berkshire, Großbritannien 721 181 Polysius Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen 153 182 Polysius S.A., Madrid, Spanien 700 183 Polysius S.A.S., Aix en Provence, Frankreich 716 184 Polysius (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 712 185 PWH Materials Handling Systems Inc., Calgary/Alberta, Kanada 156 186 ThyssenKrupp BulkTec (China) Ltd., Beijing, VR China 712 187 ThyssenKrupp Engineering (Australia) Pty. Ltd., Stirling, Australien 156 188 ThyssenKrupp Engineering (Proprietary) Ltd., Gabarone, Botsuana 189 99,97 % 153 0,03 % 189 ThyssenKrupp Engineering (Proprietary) Ltd., Sunninghill, Republik Südafrika 161 60,00 % 156 30,00 % 153 10,00 % 190 ThyssenKrupp Industries India Pvt. Ltd., Pimpri, Indien 137 191 ThyssenKrupp Ingenieria Chile Ltda., Santiago de Chile, Chile 196 192 ThyssenKrupp KH Mineral S.A.S., Sarreguemines, Frankreich 716 193 ThyssenKrupp Krause Ltd., Redhill/Surrey, Großbritannien 721 194 ThyssenKrupp Materials Handling Pty. Ltd., Stirling WA, Australien 156 195 ThyssenKrupp Production Systems Ltda., Diadema-São Paulo, Brasilien 142 99,75 % 301 0,25 % 196 ThyssenKrupp Robins Inc., Denver/Colorado, USA 722 197 ThyssenKrupp Servicios S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico 176 98,00 % 153 2,00 % 198 ThyssenKrupp System Engineering, Inc., Auburn Hills/Michigan, USA 722 199 ThyssenKrupp System Engineering Ltd., Coventry, Großbritannien 721 200 ThyssenKrupp System Engineering O.O.O., Kaluga, Russische Förderation, Russland 159 201 ThyssenKrupp System Engineering S.A., Barcelona, Spanien 700 202 ThyssenKrupp System Engineering, S.A. de C.V., Santiago de Querétaro, Mexico 157 203 ThyssenKrupp System Engineering S.A.S., Ensisheim, Frankreich 716 204 ThyssenKrupp System Engineering (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai , VR China 712 205 ThyssenKrupp System Engineering Sp. z o.o., Gdansk, Polen 157 206 TOV Polysius Ukraine, Kiew, Ukraine 153 207 Uhde Arabia Ltd., Al-Khobar, Saudi Arabien 161 208 Uhde Asia Pacific Pty. Ltd., West Melbourne, Victoria, Australien 161 209 Uhde Corporation of America, Bridgeville/Pennsylvania, USA 722 210 Uhde Edeleanu S.E. Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur 161 211 Uhde Engineering Consulting (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 219 212 Uhde Engineering de México, S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexico 217 99,99 % 161 0,01 % 213 Uhde Engineering Egypt Company (S.A.E.), Kairo, Ägypten 161 214 Uhde Fertilizer Technology B.V., Amsterdam, Niederlande 720 215 Uhde India Private Ltd., Mumbai, Indien 161 216 Uhde Inventa-Fischer AG, Domat / Ems, Schweiz 161 217 Uhde Mexico S.A. de C.V., Mexico City, Mexico 161 98,06 % 700 1,22 % 153 0,72 % 218 Uhde Services Slovakia s.r.o., Lazaretská, Slowakische Republik 164 85,00 % 139 15,00 % 219 Uhde Shedden (Australia) Pty. Ltd., South Melbourne/Victoria, Australien 208 220 Uhde Shedden (Thailand) Ltd., Bangkok, Thailand 208 Marine Systems 221 BIS Blohm + Voss Inspection Service GmbH, Hamburg 225 222 Blohm + Voss Industries GmbH, Hamburg 672 223 Blohm + Voss Repair GmbH, Hamburg 234 224 Blohm + Voss Shipyards & Services GmbH, Hamburg 234 225 Blohm + Voss Shipyards GmbH, Hamburg 234 226 HDW-Gaarden GmbH, Kiel 228 227 Hörn-Beteiligungs-GmbH, Kiel 228 228 Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH, Kiel 234 229 IKL Ingenieurkontor Lübeck GmbH, Kiel 228 230 Innovative Meerestechnik GmbH, Emden 236 231 Schiffahrtskontor "MARITIM" GmbH, Kiel 228 232 SVG Steinwerder Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 234 233 ThyssenKrupp Fahrzeugtechnik GmbH, Emden 236 234 ThyssenKrupp Marine Systems AG, Hamburg 141 235 ThyssenKrupp OneOcean GmbH, Hamburg 223 236 TKMS Blohm + Voss Nordseewerke GmbH, Emden und Hamburg 234 237 Blohm & Voss Industries (China) Ltd., Hongkong, VR China 222 238 Blohm + Voss Industries (Shanghai) Ltd., Shanghai, VR China 237 239 Blohm + Voss (Korea) Ltd., Pusan, Korea, Republik 222 240 Blohm+Voss El Djazair S.a.r.l., Algier, Algerien 247 241 Blohm+Voss Oil Tools, LLC, Wilmington, DE 19808, USA 722 242 Greek Naval Shipyards Holdings S.A., Skaramanga, Griechenland 228 243 Hellenic Shipyards S.A., Skaramanga, Griechenland 242 244 Kockums AB, Malmö, Schweden 228 245 ThyssenKrupp Marin Sistem Gemi Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei 234 246 ThyssenKrupp Marine Systems Canada Inc., Ottawa, Ontario , Kanada 234 247 ThyssenKrupp Marine Systems International Pte. Ltd., Singapur, Singapur 234 Components Technology 248 BERCO Deutschland GmbH, Ennepetal 142 249 BMB Steering Innovation GmbH, Schönebeck 263 250 HF Vermögensverwaltungsgesellschaft im Ruhrtal GmbH, Hagen 258 251 Kraemer & Freund GmbH & Co. KG, Hagen 258 252 PSL Wälzlager GmbH, Dietzenbach 287 253 Rothe Erde GmbH, Dortmund 138 80,00 % 683 20,00 % 254 ThyssenKrupp Automotive Systems GmbH, Essen 142 255 ThyssenKrupp Automotive Systems Leipzig GmbH, Leipzig 254 256 ThyssenKrupp Bilstein Suspension GmbH, Ennepetal 142 94,49 % 670 5,01 % 257 ThyssenKrupp Bilstein Tuning GmbH, Ennepetal 256 258 ThyssenKrupp Federn GmbH, Hagen 256 94,99 % 670 5,01 % 259 ThyssenKrupp Gerlach GmbH, Homburg/Saar 142 260 ThyssenKrupp Presta Chemnitz GmbH, Chemnitz 142 261 ThyssenKrupp Presta Ilsenburg GmbH, Ilsenburg 142 94,98 % 670 5,02 % 262 ThyssenKrupp Presta München/Esslingen GmbH, München 254 263 ThyssenKrupp Presta SteerTec GmbH, Düsseldorf 142 94,99 % 670 5,01 % 264 ThyssenKrupp Presta SteerTec Mülheim GmbH, Mülheim 263 265 ThyssenKrupp Presta SteerTec Schönebeck GmbH, Schönebeck 263 266 Berco Bulgaria EOOD, Apriltsi 5641, Bulgarien 270 267 Berco of America Inc., Waukesha/Wisconsin, USA 722 268 Berco (Shanghai) Undercarriage Technology Co., Ltd., Shanghai, VR China 712 269 Berco (Shanghai) Undercarriage Trading Co.,Ltd., Shanghai, VR China 712 270 Berco S.p.A., Copparo, Italien 718 99,95 % 670 0,05 % 271 Berco (UK) Ltd., Birmingham, Großbritannien 721 272 Berco Undercarriages (India) Private Ltd., Andrah Pradesh, Indien 270 99,00 % 248 1,00 % 273 BercoSul Ltda., Diadema-São Paulo, Brasilien 270 274 BMB Inc., Fort Mill, Lancaster County, USA 249 275 Definox (Beijing) Stainless Steel Equipment Ltd., Beijing , VR China 280 276 Defontaine Ibérica S.A., Viana, Spanien 280 277 Defontaine Italia S.r.l., Sesto San Giovanni, Italien 280 278 Defontaine of America, Inc., New Berlin/Wisconsin, USA 722 279 Defontaine (Qingdao) Machinery Co., Ltd., Jiaonan City, Shandong Province, VR China 712 280 Defontaine S.A., Saint Herblain, Frankreich 716 99,99 % 253 0,01 % 281 Defontaine Tunisie S.A., Ben Arous, Tunesien 280 282 Defontaine (U.K.) Ltd., Malmesbury, Großbritannien 280 283 KS Automotive Suspensions Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur 258 284 Nippon Roballo Company Ltd., Minato-ku/Tokio, Japan 253 285 Olympic Tracks, Inc., Puyallup/Washington, USA 267 286 OOO PSL, Moskau, Russland 287 99,00 % 252 1,00 % 287 PSL a.s., Povazská Bystrica, Slowakische Republik 253 288 PSL of America Inc., Twinsburg/Ohio, USA 287 289 REX (Xuzhou) Slewing Bearing Co., Ltd., Xuzhou, VR China 712 290 Roballo Engineering Company Ltd., Peterlee, Großbritannien 717 291 Robrasa Rolamentos Especiais Rothe Erde Ltda., Diadema, Brasilien 142 292 Rotek Incorporated, Aurora/Ohio, USA 722 293 Rothe Erde - Metallurgica Rossi S.p.A., Visano, Italien 718 294 Rothe Erde Ibérica S.A., Zaragoza, Spanien 700 295 Rothe Erde India Private Ltd., Maharashtra, Indien 253 296 Systrand Presta Engine Systems, LLC, Danville, IL, USA 319 297 ThyssenKrupp Automotive Sales & Technical Center, Inc., Troy/Michigan, USA 722 298 ThyssenKrupp Automotive Systèmes France S.A.R.L., Hambach, Frankreich 716 299 ThyssenKrupp Automotive Systems de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico 254 100,00 % 3) 320 0,00 % 3) 300 ThyssenKrupp Automotive Systems do Brasil Ltda., São Bernardo do Campo, Brasilien 254 91,03 % 312 8,97 % 301 ThyssenKrupp Bilstein Brasil Molas e Componentes de Suspensão Ltda., São Paulo, Brasilien 258 100,00 % 3) 136 0,00 % 3) 302 ThyssenKrupp Bilstein Compa S.A., Sibiu, Rumänien 256 72,82 % 154 0,09 % 258 0,09 % 303 ThyssenKrupp Bilstein Ibérica, S.L.U., Alonsotegui, Spanien 700 304 ThyssenKrupp Bilstein of America Inc., San Diego/California, USA 722 305 ThyssenKrupp Bilstein Sasa S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexico 258 306 ThyssenKrupp Bilstein Woodhead Ltd., Leeds, Großbritannien 146 307 ThyssenKrupp Birmid, Newton Aycliffe, Großbritannien 146 308 ThyssenKrupp Crankshaft Co. LLC, Danville/Illinois, USA 722 309 ThyssenKrupp Engine Components (China) Co., Ltd., Nanjing, VR China 712 310 ThyssenKrupp Fawer Liaoyang Spring Co., Ltd., Liaoyang/Liaoning, VR China 712 311 ThyssenKrupp Mavilor S.A., L'Horme, Frankreich 716 312 ThyssenKrupp Metalúrgica Campo Limpo Ltda., Campo Limpo Paulista, Brasilien 670 313 ThyssenKrupp Metalúrgica de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico 312 314 ThyssenKrupp Metalúrgica de Servicios S.A. de C.V., Puebla, Mexico 313 315 ThyssenKrupp Metalúrgica Santa Luzia Ltda., Santa Luzia, Brasilien 312 316 ThyssenKrupp Presta Aktiengesellschaft, Eschen, Liechtenstein 142 317 ThyssenKrupp Presta Cold Forging LLC, Wilmington/Delaware, USA 297 318 ThyssenKrupp Presta Dalian Co. Ltd., Dalian, VR China 712 319 ThyssenKrupp Presta Danville, LLC, Danville/Illinois, USA 722 320 ThyssenKrupp Presta de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico 254 33,33 % 323 33,33 % 305 33,33 % 321 ThyssenKrupp Presta do Brasil Ltda., Curitiba, Brasilien 323 79,63 % 254 10,19 % 312 10,19 % 322 ThyssenKrupp Presta Fawer (Changchun) Co. Ltd., Changun, VR China 323 323 ThyssenKrupp Presta France S.A.S., Florange, Frankreich 716 324 ThyssenKrupp Presta HuiZhong Shanghai Co., Ltd., Shanghai, VR China 323 325 ThyssenKrupp Presta Hungary Kft., Budapest, Ungarn 262 326 ThyssenKrupp Presta Japan Co., Ltd., Tokio, Japan 142 327 ThyssenKrupp Presta Servicios de México S.A. de C.V., Puebla, Mexico 254 33,33 % 305 33,33 % 323 33,33 % 328 ThyssenKrupp Presta SteerTec Polen Sp.z o.o., Meseritz, Polen 263 329 ThyssenKrupp Presta SteerTec USA LLC, Detroit/Michigan, USA 297 330 ThyssenKrupp Presta TecCenter AG, Eschen, Liechtenstein 261 331 ThyssenKrupp Presta Terre Haute, LLC, Terre Haute, Indiana, USA 297 332 ThyssenKrupp Sasa Servicios, S.A.de C.V., San Luis Potosi, Mexico 305 333 ThyssenKrupp Sofedit do Brasil Industrial Ltda., Paraná, Brasilien 79 100,00 % 3) 301 0,00 % 3) 334 ThyssenKrupp Waupaca de Mexico, S. de R.L. de C.V., Mexico, Mexico 335 95,00 % 708 5,00 % 335 ThyssenKrupp Waupaca, Inc., Waupaca/Wisconsin, USA 708 336 Xuzhou Rothe Erde Ring Mill Co., Ltd., Xuzhou, VR China 712 337 Xuzhou Rothe Erde Slewing Bearing Co., Ltd., Xuzhou, VR China 712 Elevator Corporate Elevator 338 ELEG Europäische Lift + Escalator GmbH, Düsseldorf 340 339 Rheinstahl Union GmbH, Düsseldorf 340 340 ThyssenKrupp Elevator AG, Düsseldorf 670 341 ThyssenKrupp Elevator die Vierte GmbH, Düsseldorf 340 342 ThyssenKrupp Elevator Research GmbH, Düsseldorf 338 343 ThyssenKrupp Industries and Services Qatar LLC, Doha, Katar 340 Central/Eastern/Northern Europe (CENE) 344 Christian Hein GmbH, Langenhagen 355 345 GMT Aufzug-Service GmbH, Ettlingen 355 346 GWH Aufzüge GmbH, Himmelstadt 355 347 Haisch Aufzüge GmbH, Gingen/Fils 355 348 Hanseatische Aufzugsbau GmbH, Rostock 355 349 Leichsenring HUS Aufzüge GmbH, Hamburg 355 350 LiftEquip GmbH Elevator Components, Neuhausen a.d.F. 355 351 Liftservice und Montage GmbH, Saarbrücken 355 352 Tepper Aufzüge GmbH, Münster 355 353 ThyssenKrupp Aufzüge Deutschland GmbH, Stuttgart 355 354 ThyssenKrupp Aufzüge die Erste GmbH, Stuttgart 353 355 ThyssenKrupp Aufzüge GmbH, Neuhausen a.d.F. 340 356 ThyssenKrupp Aufzugswerke GmbH, Neuhausen a.d.F. 355 357 ThyssenKrupp Elevator (CENE) GmbH, Essen 340 358 Ascenseurs Drieux-Combaluzier S.A.S., Les Lilas, Frankreich 370 359 Bardeck Lift Engineers Ltd., London, Großbritannien 721 360 Compagnie des Ascenseurs et Elevateurs S.A.M. 'CASEL SAM', Monaco, Monaco 370 361 Hammond & Champness Ltd., Nottingham, Großbritannien 373 362 HK Services A/S, Bergen, Norwegen 374 363 MGTI SNEV S.A.S., Saint Jeannet, Frankreich 370 364 Mulder Liftservice B.V., Nuth, Niederlande 379 365 OOO ThyssenKrupp Elevator, Moskau, Russland 357 366 Proxi-Line E.U.R.L., Angers, Frankreich 368 367 The Britannic Lift Company Ltd., West Yorkshire, Großbritannien 373 368 ThyssenKrupp Ascenseurs Holding S.A.S., Saint Denis-la-Plaine Cedex, Frankreich 716 369 ThyssenKrupp Ascenseurs Luxembourg S.a.r.l., Luxemburg, Luxemburg 357 370 ThyssenKrupp Ascenseurs S.A.S., Angers, Frankreich 368 371 ThyssenKrupp Aufzüge AG, Rümlang, Schweiz 357 85,84 % 370 14,16 % 372 ThyssenKrupp Aufzüge Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 703 373 ThyssenKrupp Aufzüge Ltd., Nottingham, Großbritannien 717 374 ThyssenKrupp Aufzüge Norge A/S, Oslo, Norwegen 357 375 ThyssenKrupp Aufzugswerke Konstruktions GmbH, Gratkorn, Österreich 703 60,00 % 356 40,00 % 376 ThyssenKrupp DVG dvigala d.o.o., Trzin, Slowenien 703 377 ThyssenKrupp Elevator A/S, Oslo, Norwegen 374 378 ThyssenKrupp Elevator A/S, Glostrup, Dänemark 357 379 ThyssenKrupp Elevator B.V., Krimpen aan den IJssel, Niederlande 720 380 ThyssenKrupp Elevator Finland Oy, Helsinki, Finnland 355 381 ThyssenKrupp Elevator Ireland, Ltd., Dublin, Irland 373 382 ThyssenKrupp Elevator Lithuania UAB, Vilnius, Litauen 703 383 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing France S.A.S., Angers, Frankreich 370 384 ThyssenKrupp Elevator Sp. z o.o., Warschau, Polen 357 385 ThyssenKrupp Elevator Sverige AB, Stockholm, Schweden 357 386 ThyssenKrupp Elevator UK Ltd., Nottingham, Großbritannien 373 387 ThyssenKrupp Koncar dizala d.o.o., Zagreb, Kroatien 357 388 ThyssenKrupp Lift Kft, Budapest, Ungarn 372 99,90 % 338 0,10 % 389 ThyssenKrupp Liften Ascenseurs S.A., Brüssel, Belgien 355 99,96 % 340 0,04 % 390 ThyssenKrupp Liften B.V., Krimpen aan den IJssel, Niederlande 379 391 ThyssenKrupp Rulletrapper A/S, Oslo, Norwegen 374 392 ThyssenKrupp Vytahy s.r.o., Prag, Tschechische Republik 357 393 ThyssenKrupp Vytahy s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik 372 394 TOB ThyssenKrupp Elevator Ukraine, Kiew, Ukraine 357 99,90 % 338 0,10 % 395 Trapo Küng AG, Basel, Schweiz 371 Southern Europe/Africa/Middle East (SEAME) 396 ASEL Ascensores S.L., Madrid, Spanien 419 397 C.A.F. Assistência a Elevadores, S.A., Queluz, Portugal 411 398 Cont Ascensori S.r.l., Alessandria, Italien 415 399 Curti Ascensori S.r.l., Bosisio Parini, Italien 415 400 Lariana Ascensori S.r.L., Como, Italien 415 401 Marco Bonfedi Ascensori Scale Mobili S.r.l., Mailand, Italien 415 402 Massida Ascensori S.r.l., Cagliari, Italien 415 403 Rossi Ascensori S.r.l., Prato-Firenze, Italien 415 404 Sabia S.r.l., Modena, Italien 415 405 Scam Ascensori S.r.l., Mestre, Venezia, Italien 415 406 SIAR S.r.l., Rom, Italien 415 407 Simonini Elevatori S.r.l., Foggia, Italien 415 408 Thyssen Technik Arabia Ltd., Riyadh, Saudi Arabien 355 90,00 % 339 10,00 % 409 ThyssenKrupp Asansör Sanayi ve Tic. A.S., Istanbul, Türkei 355 51,00 % 340 24,50 % 410 ThyssenKrupp Assanbar PJSC (Private Joint Stock Company), Mashhad, Iran 340 46,00 % 419 5,00 % 411 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Lissabon, Portugal 419 412 ThyssenKrupp Elevadores, S.L., Madrid, Spanien 419 413 ThyssenKrupp Elevator Egypt Ltd., Kairo, Ägypten 340 75,00 % 419 25,00 % 414 ThyssenKrupp Elevator Israel LP, Rishon Le'zion, Israel 338 49,90 % 419 49,90 % 772 0,20 % 415 ThyssenKrupp Elevator Italia S.p.A., Mailand, Italien 718 98,00 % 340 2,00 % 416 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing Spain S.L., Andoain, Spanien 412 417 ThyssenKrupp Elevator Maroc S.A.R.L., Casablanca. Marruecos , Marokko 419 95,00 % 412 5,00 % 418 ThyssenKrupp Elevator (South Africa) (Pty.) Ltd., Johannesburg, Republik Südafrika 340 419 ThyssenKrupp Elevator Southern Europe, Africa & Middle East, S.L.U., Madrid, Spanien 700 420 ThyssenKrupp Elevator SRL, Bukarest, Rumänien 419 100,00 % 3) 412 0,00 % 3) 421 ThyssenKrupp Elevator (U.A.E.) Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 340 422 ThyssenKrupp Elevatori d.o.o., Belgrad, Serbien-Montenegro 372 423 ThyssenKrupp Elevator/Jordan Ltd. Co., Amman, Jordanien 340 424 ThyssenKrupp Elevators Bulgaria EAD, Sofia, Bulgarien 419 425 ThyssenKrupp K & M Elevators and Escalators A.E., Athen, Griechenland 340 51,00 % 419 49,00 % 426 ThyssenKrupp Kazlift LLP, Almaty, Kasachstan 419 427 Tungstato Elevadores S.A., Queluz, Portugal 411 428 2G S.r.l., Messina, Italien 415 Americas (AMS) 429 Ascenseurs Nova Inc., Montreal St. Leonard, Kanada 448 430 Computerized Elevator Control Corp., New York, USA 442 431 ThyssenKrupp Elevadores, C.A., Caracas, Venezuela 412 432 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., São Paulo , Brasilien 412 433 ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Guatemala, Guatemala 412 90,00 % 437 10,00 % 434 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Panama, Panama 412 435 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Lima, Peru 412 99,81 % 437 0,19 % 436 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Santiago de Chile-Nunoa, Chile 412 98,84 % 437 1,16 % 437 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Buenos Aires, Argentinien 412 52,39 % 436 5,00 % 438 ThyssenKrupp Elevadores S.A., Bogota, Kolumbien 412 94,00 % 433 1,50 % 435 1,50 % 436 1,50 % 437 1,50 % 439 ThyssenKrupp Elevadores, S.A. de C.V., Mexico City, Mexico 412 99,93 % 437 0,07 % 440 ThyssenKrupp Elevadores, S.R.L., Asunción, Paraguay 412 99,90 % 437 0,10 % 441 ThyssenKrupp Elevadores, S.R.L., Montevideo, Uruguay 412 95,00 % 437 5,00 % 442 ThyssenKrupp Elevator Americas Corp., Delaware, USA 722 443 ThyssenKrupp Elevator Canada Ltd., Toronto, Kanada 448 444 ThyssenKrupp Elevator Capital Corp., Delaware, USA 445 445 ThyssenKrupp Elevator Corp., Delaware, USA 442 446 ThyssenKrupp Elevator Inc., San Juan, Puerto Rico 445 447 ThyssenKrupp Elevator Manufacturing Inc., Collierville/Tennessee, USA 445 448 ThyssenKrupp Northern Elevator Corp., Scarborough/Ontario, Kanada 711 Asia/Pacific (AP) 449 Hang Pak Engineering Ltd., Hongkong, VR China 340 450 PT. ThyssenKrupp Elevator Indonesia, Jakarta, Indonesien 340 451 Sun Rhine Enterprises Ltd., Taipei, Taiwan 340 452 Sun Rich Enterprises Ltd., Taipei, Taiwan 340 453 Thyssen Elevators Co., Ltd., Zhongshan, VR China 340 454 ThyssenKrupp Elevator & Escalator (Shanghai) Co.Ltd., Shanghai, VR China 712 455 ThyssenKrupp Elevator Asia Pacific Ltd., Hongkong, VR China 340 456 ThyssenKrupp Elevator Australia Pty. Ltd., Sydney, Australien 469 457 ThyssenKrupp Elevator (BD) Pvt. Ltd., Dhaka, Bangladesch 459 458 ThyssenKrupp Elevator (HK) Ltd., Hongkong, VR China 340 459 ThyssenKrupp Elevator (India) Pvt. Ltd., New Delhi, Indien 340 100,00 % 3) 338 0,00 % 3) 460 ThyssenKrupp Elevator Installation and Maintenance (China) Co. Ltd., Guanzhou, VR China 712 461 ThyssenKrupp Elevator (Korea) Ltd., Seoul, Korea, Republik 340 462 ThyssenKrupp Elevator Malaysia Sdn. Bhd., Selangor, Malaysia 340 463 ThyssenKrupp Elevator New Zealand Pty. Ltd., Auckland, Neuseeland 456 464 ThyssenKrupp Elevator Queensland Pty. Ltd., Melbourne, Australien 469 465 ThyssenKrupp Elevator (Singapore) Pte.Ltd., Singapur, Singapur 340 466 ThyssenKrupp Elevator (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand 340 467 ThyssenKrupp Elevator Vietnam Co. Ltd., Hanoi, Vietnam 340 468 ThyssenKrupp Elevators (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 712 469 ThyssenKrupp Lifts Pacific Pty. Ltd., Alexandria, Australien 340 Escalators/Passenger Boarding Bridges(ES/PBB) 470 ThyssenKrupp Elevator (ES/PBB) GmbH, Essen 340 471 ThyssenKrupp Fahrtreppen GmbH, Hamburg 355 472 AVIOTEAM Servizio e Manutenzioni S.r.l., Rom, Italien 473 473 ThyssenKrupp Airport Services S.L., Mieres / Asturias , Spanien 476 474 ThyssenKrupp Airport Systems Co. (Zhongshan) Ltd., Guangdong, VR China 712 475 ThyssenKrupp Airport Systems Inc., Fort Worth/Texas, USA 722 476 ThyssenKrupp Airport Systems, S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 412 100,00 % 3) 480 0,00 % 3) 477 ThyssenKrupp Elevator (ES/PBB) Ltd., Newton Aycliffe, Großbritannien 721 478 ThyssenKrupp Elevator Innovation Center, S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 480 479 ThyssenKrupp Escalator Co. (China) Ltd., Guangdong, VR China 712 480 ThyssenKrupp Norte S.A., Mieres/Oviedo, Spanien 700 66,30 % 412 33,70 % Accessibility (ACC) 481 ThyssenKrupp Accessibility Holding GmbH, Essen 340 482 ThyssenKrupp Treppenlifte GmbH, Neuss 340 483 Lift Able Ltd., Cleveland, Großbritannien 488 484 ThyssenKrupp Accesibilidad S.L., Madrid, Spanien 700 485 ThyssenKrupp Access China Ltd., China - Shanghai, VR China 712 486 ThyssenKrupp Access Corp., Kansas City/Missouri, USA 722 487 ThyssenKrupp Access Japan Co., Ltd., Tokio , Japan 340 488 ThyssenKrupp Access Ltd., Stockton-on-Tees, Großbritannien 721 489 ThyssenKrupp Access Manufacturing, LLC, Delaware, USA 486 490 ThyssenKrupp Accessibility B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 379 491 ThyssenKrupp Acessibilidades, Unipessoal, Lda., Sintra, Portugal 340 492 ThyssenKrupp Ceteco S.r.l., Pisa, Italien 415 493 ThyssenKrupp Monolift AB, Stockholm, Schweden 379 494 ThyssenKrupp Monolift AS, Oslo, Norwegen 374 495 ThyssenKrupp Monolift N.V., Gent, Belgien 379 496 ThyssenKrupp Monolift S.A.S., Gennevilliers, Frankreich 368 497 ThyssenKrupp Monoliften B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 379 Services Zentralbereich 498 ThyssenKrupp Services AG, Düsseldorf 670 499 Thyssen Financial Services B.V., 's-Gravendeel, Niederlande 593 Materials Services International 500 Dortmunder Eisenhandel Hansa GmbH, Dortmund 498 94,01 % 683 5,99 % 501 Dr. Mertens Edelstahlhandel GmbH, Offenbach 512 502 Eisen und Metall GmbH, Stuttgart 498 503 Eisenmetall Handelsgesellschaft mbH, Gelsenkirchen 498 504 Erich Weit GmbH, München 511 505 Freiburger Stahlhandel GmbH, Freiburg i.Br. 498 506 Hövelmann & Co. Eisengroßhandlung GmbH, Gelsenkirchen 498 507 Jacob Bek GmbH, Ulm 498 508 Kunststoff Service Partner GmbH, Düsseldorf 520 509 Max Cochius GmbH, Berlin 498 510 Metall Service Partner GmbH, Gelsenkirchen 498 94,00 % 683 6,00 % 511 Otto Wolff Handelsgesellschaft mbH, Düsseldorf 498 512 SBS Brenn- und Schneidbetrieb Rinteln GmbH, Rinteln 498 513 Thyssen Duro Metall GmbH, Kornwestheim 498 514 Thyssen Schulte Werkstoffhandel GmbH, Düsseldorf 498 515 ThyssenKrupp Aerospace Germany GmbH, Rodgau, Nieder-Roden 498 516 ThyssenKrupp Maßblech GmbH, Duisburg 523 50,25 % 24 49,75 % 517 ThyssenKrupp Materials Logistics & Services GmbH, Düsseldorf 498 94,00 % 670 6,00 % 518 ThyssenKrupp Metallcenter GmbH, Wörth a. Rhein 498 519 ThyssenKrupp Nutzeisen GmbH, Düsseldorf 593 520 ThyssenKrupp Röhm Kunststoffe GmbH, Düsseldorf 498 521 ThyssenKrupp Schulte GmbH, Düsseldorf 498 522 ThyssenKrupp Services Immobilien GmbH, Düsseldorf 498 523 ThyssenKrupp Stahlkontor GmbH, Düsseldorf 498 524 Alfaplast AG, Steinhausen, Schweiz 579 525 Aviation Metals Ltd., Birmingham, Großbritannien 550 526 Carolina Building Materials, Inc., Carolina, Puerto Rico 511 527 Cimex-Nor S.A., San Sebastian, Spanien 498 528 FERROGLAS Glasbautechnik Gesellschaft m.b.H., Hörsching, Österreich 703 529 Indu-Light AG, Beromünster/Luzern, Schweiz 533 530 Interlux GmbH, Hörsching, Österreich 539 531 LAMINCER S.A., Munguia, Spanien 498 60,00 % 527 40,00 % 532 Locatelli Aciers S.A.S., Oyonnax, Frankreich 563 533 Neomat AG, Beromünster/Luzern, Schweiz 579 534 Nordisk Plast A/S, Auning, Dänemark 538 535 Notz Plastics AG, Biel/Bienne, Schweiz 579 536 OOO ThyssenKrupp Materials, Moskau, Russland 498 537 PALMETAL Controlo e Armazenagem S.A., Palmela, Portugal 527 538 RIAS A/S, Roskilde, Dänemark 520 539 Röhm Austria GmbH, Wien, Österreich 703 540 Röhm Italia S.r.l., Garbagnate Milanese, Italien 520 541 Steba AG, Pfäffikon, Schweiz 533 542 STEBA Direktverkauf Kunststoffe + Plexiglas GmbH, Hunzenschwil, Schweiz 541 543 Thyssen Trading S.A., São Paulo, Brasilien 498 544 ThyssenKrupp Aerospace Australia Pty. Ltd., Wetherill Park New South Wales, Australien 547 545 ThyssenKrupp Aerospace Finland Oy, Mänttä, Finnland 547 546 ThyssenKrupp Aerospace India Private Ltd., Bangalore, Indien 547 99,99 % 550 0,01 % 547 ThyssenKrupp Aerospace International Holdings Ltd., Birmingham, Großbritannien 550 548 ThyssenKrupp Aerospace Nederland B.V., Eindhoven, Niederlande 547 549 ThyssenKrupp Aerospace (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, VR China 550 550 ThyssenKrupp Aerospace UK Ltd., Birmingham, Großbritannien 721 551 ThyssenKrupp Autômata Industria de Peças Ltda., São Paulo , Brasilien 642 552 ThyssenKrupp Cadillac Plastic S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich 716 553 ThyssenKrupp Christon N.V., Lokeren, Belgien 561 53,50 % 514 46,50 % 554 ThyssenKrupp Energostal S.A., Torun, Polen 498 555 ThyssenKrupp Ferostav, spol. s r.o., Nové Zámky, Slowakische Republik 498 556 ThyssenKrupp Ferroglobus Kereskedelmi ZRt, Budapest, Ungarn 498 557 ThyssenKrupp Ferroglobus S.R.L., Timisoara, Rumänien 498 558 ThyssenKrupp Ferrosta spol. s.r.o., Prag, Tschechische Republik 498 559 ThyssenKrupp Fortinox S.A., Buenos Aires, Argentinien 498 560 ThyssenKrupp Materials Austria GmbH, Wien, Österreich 703 561 ThyssenKrupp Materials Belgium N.V./S.A., Lokeren, Belgien 720 85,87 % 514 14,13 % 562 ThyssenKrupp Materials d.o.o., Belgrad, Serbien 498 563 ThyssenKrupp Materials France S.A.S., Maurepas, Frankreich 716 564 ThyssenKrupp Materials Holding (Thailand) Ltd., Samut Prakarn Province, Thailand 498 49,00 % 572 50,95 % 565 ThyssenKrupp Materials Ibérica S.A., Martorelles, Spanien 700 566 ThyssenKrupp Materials Korea Company Ltd., Seoul, Korea, Republik 498 567 ThyssenKrupp Materials Middle East FZE, Jebel Ali, Vereinigte Arabische Emirate 498 568 ThyssenKrupp Materials Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande 720 569 ThyssenKrupp Materials Schweiz AG, Bronschhofen, Schweiz 498 570 ThyssenKrupp Materials (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 498 571 ThyssenKrupp Materials Sverige AB, Göteborg, Schweden 498 572 ThyssenKrupp Materials (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand 498 49,00 % 564 21,00 % 573 ThyssenKrupp Materials (UK) Ltd., Smethwick, Großbritannien 721 574 ThyssenKrupp Materials Vietnam LLC, Hanoi, Vietnam 498 575 ThyssenKrupp Otto Wolff N.V./S.A, Mechelen, Belgien 520 576 ThyssenKrupp Plastic Ibérica SL, Massalfassar (Valencia), Spanien 520 577 ThyssenKrupp Portugal - Aços e Serviços, Lda., Carregado, Portugal 498 578 ThyssenKrupp Stahlunion Polska Sp. z o.o., Katowitz, Polen 511 579 ThyssenKrupp Stokvis Plastics B.V., Roosendaal, Niederlande 720 580 ThyssenKrupp-Jupiter Stomana OOD, Sofia, Bulgarien 498 Materials Services NA 581 Summit Personnel Services (2002), Inc., Windsor/Ontario, Kanada 582 582 ThyssenKrupp Industrial Services Canada, Inc., Windsor/Ontario, Kanada 711 583 ThyssenKrupp Industrial Services NA, Inc., Southfield/Michigan , USA 587 584 ThyssenKrupp Logistics, Inc., Wilmington/Delaware, USA 587 585 ThyssenKrupp Materials, LLC, Southfield/Michigan, USA 587 586 ThyssenKrupp Materials CA Ltd., Concord / Ontario, Kanada 587 587 ThyssenKrupp Materials NA, Inc., Southfield / Michigan, USA 722 588 ThyssenKrupp OnlineMetals, LLC, Southfield/Michigan, USA 587 589 ThyssenKrupp Securitization Corp., Southfield, MI, USA 722 590 TKB, Inc., Southfield / Michigan, USA 587 Industrial Services 591 Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmittelwartung Pura mbH, Düsseldorf 594 592 Siegfried Schlüssler Feuerungsbau GmbH, Bispingen 596 593 ThyssenKrupp Industrial Services Holding GmbH, Düsseldorf 498 94,90 % 683 5,10 % 594 ThyssenKrupp Industrieservice GmbH, Düsseldorf 593 595 ThyssenKrupp Sicherheitsdienstleistungen GmbH, Düsseldorf 594 596 ThyssenKrupp Xervon Energy GmbH, Duisburg 597 597 ThyssenKrupp Xervon GmbH, Düsseldorf 664 598 ThyssenKrupp Xervon Utilities GmbH, Düsseldorf 597 599 OOO ThyssenKrupp Industrial Services Russia, St. Petersburg, Russland 594 99,00 % 595 1,00 % 600 Rosendaal Services N.V., Kapellen, Belgien 597 98,40 % 598 1,60 % 601 Sumatec/ Astel-Peiniger (M) Joint Venture, Selangor Darul Ehsan, Malaysia 616 602 ThyssenKrupp Industrial Services a.s., Prag, Tschechische Republik 593 603 ThyssenKrupp Palmers Ltd., West Midlands, Großbritannien 721 604 ThyssenKrupp Safway, Inc., Wilmington/Delaware, USA 587 605 ThyssenKrupp Safway, Inc., Fort Saskatchewan/Alberta, Kanada 604 606 ThyssenKrupp Services Industriels S.A.S., Creutzwald, Frankreich 594 607 ThyssenKrupp Services Ltd., Birmingham, Großbritannien 608 608 ThyssenKrupp Services (UK) Ltd., Business Park Coventry West Midlands , Großbritannien 721 609 ThyssenKrupp Xervon Algerie S.A.R.L., ?, Algerien 597 95,00 % 614 5,00 % 610 ThyssenKrupp Xervon Austria GmbH, Maria Lanzendorf, Österreich 703 611 ThyssenKrupp Xervon Co. Ltd., Shanghai, VR China 597 612 ThyssenKrupp Xervon Corp - Mindus Joint Venture, Kuala Lumpur, Malaysia 613 613 ThyssenKrupp Xervon Corp. Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 616 614 ThyssenKrupp Xervon Egypt SAE, Kairo, Ägypten 615 98,96 % 597 1,04 % 615 ThyssenKrupp Xervon Gulf LLC, Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate 597 616 ThyssenKrupp Xervon Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 597 617 ThyssenKrupp Xervon Norway AS, Oslo, Norwegen 597 618 ThyssenKrupp Xervon Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen 597 619 ThyssenKrupp Xervon S.A., Taragona, Spanien 700 620 ThyssenKrupp Xervon Saudi Arabia L.L.C., Al-Khubar, Saudi Arabien 615 621 ThyssenKrupp Xervon Sweden AB, Stockholm, Schweden 664 622 ThyssenKrupp Xervon U.A.E. - L.L.C. For Industrial Services, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 615 Special Products 623 DSU Beteiligungs-Gesellschaft für Dienstleistungen und Umwelttechnik mbH, Duisburg 635 624 ThyssenKrupp Anlagenservice GmbH, Oberhausen 498 94,71 % 683 5,29 % 625 ThyssenKrupp AT.PRO tec GmbH, Essen 636 626 ThyssenKrupp Bauservice GmbH, Hückelhoven 637 94,90 % 670 5,10 % 627 ThyssenKrupp Coferal GmbH, Essen 636 628 ThyssenKrupp Energievertriebs GmbH, Essen 637 629 ThyssenKrupp GfT Bautechnik GmbH, Essen 637 630 ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH, Essen 637 631 ThyssenKrupp GfT Tiefbautechnik GmbH, Essen 629 632 ThyssenKrupp Langschienen GmbH, Essen 630 633 ThyssenKrupp Mannex GmbH, Düsseldorf 498 634 ThyssenKrupp Metallurgie GmbH, Essen 637 64,86 % 593 35,14 % 635 ThyssenKrupp MillServices & Systems GmbH, Duisburg 593 636 ThyssenKrupp MinEnergy GmbH, Essen 637 637 ThyssenKrupp Special Products GmbH, Essen 498 638 B.V.Nedeximpo Nederlandse Export- en Importmaatschappij, Amsterdam, Niederlande 568 639 DSU - Romania S.r.l., Bukarest, Rumänien 623 640 OOO ThyssenKrupp Bautechnik technischer Service, St. Petersburg, Russland 629 641 RIP Comércio Ltda., São Paulo, Brasilien 642 642 RIP Serviços Industriais Ltda., São Paulo, Brasilien 498 643 RIP Serviços Siderúrgicos Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 642 100,00 % 3) 641 0,00 % 3) 644 ThyssenKrupp Comércio de Combustíveis e Gases Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 636 95,00 % 7 5,00 % 645 ThyssenKrupp GfT Polska Sp. z o.o., Krakau, Polen 630 646 ThyssenKrupp Mannex Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur 633 647 ThyssenKrupp Mannex Pty. Ltd., Sydney, Australien 498 648 ThyssenKrupp Mannex Sverige AB, Göteborg, Schweden 633 649 ThyssenKrupp Mannex UK Ltd., Woking, Großbritannien 721 650 ThyssenKrupp Máquinas e Equipamentos Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 642 95,00 % 7 5,00 % 651 ThyssenKrupp MinEnergy (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin, VR China 636 652 ThyssenKrupp Steelcom N.Z. Ltd., , Neuseeland 629 653 ThyssenKrupp Steelcom Pty. Ltd., North Sydney, Australien 629 654 ThyssenKrupp-Dopravné Stavby Slovensko s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik 630 655 TOO ThyssenKrupp-CL COO, Aktau, Kasachstan 629 656 UAB ThyssenKrupp Baltija, Klaipeda, Litauen 629 Auslaufbereich 657 Aloverzee Handelsgesellschaft mbH, Düsseldorf 498 658 Health Care Solutions GmbH, Düsseldorf 498 659 Peiniger International GmbH, Gelsenkirchen 664 660 Thyssen Altwert Umweltservice GmbH, Düsseldorf 687 661 Thyssen Rheinstahl Technik GmbH, Düsseldorf 498 662 ThyssenKrupp Facilities Services GmbH, Düsseldorf 498 94,90 % 670 5,10 % 663 ThyssenKrupp Information Services GmbH, Düsseldorf 683 664 ThyssenKrupp Systems & Services GmbH, Düsseldorf 498 94,90 % 670 5,10 % 665 Vermögensverwaltungsgesellschaft KWT mbH, Grünwald 662 666 Vermögensverwaltungsgesellschaft TIS mbH, Grünwald 663 667 Vermögensverwaltungsgesellschaft Xtend mbH, Grünwald 498 668 Xtend new media Holding GmbH, Grünwald 663 669 Thyssen Sudamerica N.V., Willemstad, Niederländische Antillen 568 Corporate Corporate Headquarters 670 ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen 671 Banter See Vermögensverwaltung GmbH, Düsseldorf 687 672 Blohm + Voss Holding GmbH, Hamburg 670 673 Bucketwheel Engineering GmbH, Essen 137 674 CCI Crane Cooperation International Handelsgesellschaft mbH, Ludwigsfelde 670 675 GLH GmbH, Essen 699 676 Hoesch AG, Düsseldorf 670 677 Konsortium für Kurssicherung GbR, Düsseldorf 1 43,80 % 92 18,99 % 670 17,07 % 142 11,67 % 498 5,57 % 340 0,65 % 678 Krupp Entwicklungszentrum GmbH, Essen 727 679 Krupp Industrietechnik GmbH, Essen 683 94,90 % 670 5,10 % 680 Krupp Informatik GmbH, Düsseldorf 137 681 MONTAN GmbH Assekuranz-Makler, Düsseldorf 692 682 Reisebüro Dr. Tigges GmbH, Essen 498 683 Thyssen Stahl GmbH, Düsseldorf 670 82,64 % 727 17,36 % 684 ThyssenKrupp Academy GmbH, Düsseldorf 670 685 ThyssenKrupp AdMin GmbH, Düsseldorf 687 686 ThyssenKrupp DeliCate GmbH, Düsseldorf 687 687 ThyssenKrupp Dienstleistungen GmbH, Düsseldorf 670 688 ThyssenKrupp Erste Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 683 689 ThyssenKrupp Management Consulting GmbH, Düsseldorf 683 690 ThyssenKrupp Materials Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 670 691 ThyssenKrupp Reinsurance AG, Essen 692 692 ThyssenKrupp Risk and Insurance Services GmbH, Essen 670 693 ThyssenKrupp Steel Beteiligungen GmbH, Düsseldorf 683 94,90 % 670 5,10 % 694 ThyssenKrupp TKW Verwaltungs GmbH, Bochum 687 695 Vermögensverwaltungsgesellschaft EZM mbH, Grünwald 693 696 Vermögensverwaltungsgesellschaft KSH mbH, Grünwald 670 697 Waggonbau Brüninghaus Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 670 698 Budcan Holdings Inc., Kitchener/Ontario, Kanada 708 699 GLH, LLC, Fond du Lac/Wisconsin, USA 722 700 Grupo ThyssenKrupp S.L., Madrid, Spanien 670 701 Thyssen Acquisition Corp., Dover/Delaware, USA 722 702 Thyssen Stahlunion Holdings Ltd., Smethwick, Großbritannien 721 703 ThyssenKrupp Austria Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich 705 704 ThyssenKrupp Austria GmbH, Wien, Österreich 670 705 ThyssenKrupp Austria GmbH & Co. KG, Wien, Österreich 670 706 ThyssenKrupp Automotive Tallent Services Ltd., Durham, Großbritannien 72 707 ThyssenKrupp Budd Canada Inc., Kitchener/Ontario, Kanada 698 708 ThyssenKrupp Budd Company, Troy/Michigan, USA 701 709 ThyssenKrupp Camford Engineering PLC, Newton Aycliffe, Großbritannien 146 710 ThyssenKrupp Camford Ltd., Newton Aycliff, Großbritannien 72 711 ThyssenKrupp Canada, Inc., Alberta, Kanada 670 712 ThyssenKrupp (China) Ltd., Beijing, VR China 670 713 ThyssenKrupp Finance Canada, Inc., Calgary, Kanada 670 714 ThyssenKrupp Finance Nederland B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande 670 715 ThyssenKrupp Finance USA, Inc., Wilmington/Delaware, USA 722 716 ThyssenKrupp France S.A.S., Rueil-Malmaison, Frankreich 670 717 ThyssenKrupp Intermediate U.K. Ltd., County Durham, Großbritannien 721 718 ThyssenKrupp Italia S.p.A., Terni, Italien 670 719 ThyssenKrupp Knowsley Ltd., Merseyside, Großbritannien 142 720 ThyssenKrupp Nederland B.V., Roermond, Niederlande 670 721 ThyssenKrupp UK Plc., County Durham, Großbritannien 670 100,00 % 3) 683 0,00 % 3) 722 ThyssenKrupp USA, Inc., Troy/Michigan, USA 670 723 Transit America Inc., Philadelphia/Pennsylvania, USA 701 Corporate Real Estate 724 GVZ Ellinghausen Entwicklungs GmbH, Essen 670 725 Hellweg Liegenschaften GmbH, Bochum 727 726 Immover Gesellschaft für Grundstücksverwaltung mbH, Essen 741 727 Krupp Hoesch Stahl GmbH, Dortmund 670 728 Liegenschaftsgesellschaft Lintorf mbH, Düsseldorf 683 729 Stahlhauser Liegenschaften Verwaltungsgesellschaft mbH, Essen 741 88,00 % 670 6,00 % 730 Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Industrie, Essen 142 94,90 % 726 5,10 % 731 Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Stahl, Essen 683 94,90 % 726 5,10 % 732 ThyssenKrupp ExperSite GmbH, Kassel 662 733 ThyssenKrupp Grundbesitz Verwaltungs GmbH, Essen 670 734 ThyssenKrupp Grundbesitz-Vermietungs GmbH & Co. KG, Essen 670 735 ThyssenKrupp Grundstücksgesellschaft Dinslaken mbH, Essen 741 94,90 % 670 5,10 % 736 ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Krupp Hoesch Stahl, Essen 727 737 ThyssenKrupp Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG Stahl, Essen 731 738 ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Concordiahütte GmbH, Oberhausen 142 94,80 % 670 5,20 % 739 ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Krefeld GmbH, Oberhausen 683 740 ThyssenKrupp Liegenschaften Umformtechnik Verwaltungs GmbH, Essen 142 94,80 % 670 5,20 % 741 ThyssenKrupp Real Estate GmbH, Essen 670 742 Vermögensverwaltungsgesellschaft S + S mbH, Grünwald 741 51,00 % 670 49,00 % 743 Kappel Immobilien AG in Liq., Kappel, Schweiz 670 744 Rhenus Immobilien Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 703 Nicht konsolidierte Tochterunternehmen (Stand 30.09.2009) Lfd. Nr. Name und Sitz gehalten über lfd. Nr. Steel Corporate TKS 745 CTA Termoelétrica do Atlântico Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 7 Steelmaking 746 DE-VerwaltungsGmbH, Duisburg 1 Stainless ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni 747 Terni - Società per l'Industria e l'Elettricità s.r.l., Terni, Italien 101 ThyssenKrupp VDM 748 VDM-Unterstützungskasse GmbH, Werdohl 121 Technologies Zentralbereich 749 Thyssen TPS Vermögensverwaltungs GmbH, Essen 142 750 ThyssenKrupp Automotive Italia S.r.l., Turin, Italien 142 99,00 % 316 1,00 % 751 ThyssenKrupp Industries (Thailand) Ltd., Bangkok, Thailand 142 752 ThyssenKrupp Technologies HELLAS Marketing Services S.A., Athen, Griechenland 142 99,98 % 234 0,02 % Plant Technology 753 Polysius Wohnungsbau GmbH, Münster 153 754 Polysius-Hilfe GmbH, Münster 153 755 Edeleanu SDN. BHD., Kuala Lumpur, Malaysia 161 756 Krupp Uhde Venezuela, C.A., Caracas, Venezuela 161 757 Maerz Ofenbau SRL, Timisoara, Rumänien 167 758 RCE Industrieofenbau GmbH, Radentheim, Österreich 167 759 ThyssenKrupp Drauz Nothelfer S.L., Barcelona, Spanien 700 760 ThyssenKrupp System Engineering S.r.l., Turin, Italien 718 98,00 % 157 2,00 % 761 Uhde do Brasil Ltda., São Paulo, Brasilien 161 762 Uhde Edeleanu s.r.o., Brno, Tschechische Republik 161 763 Uhde Inventa-Fischer Chemical Fiber Equipment (Shanghai) Ltd., Shanghai, VR China 712 Marine Systems 764 Maritime Services Consultant Enterprise Sdn.Bhd., Petaling Jaya, Malaysia 225 765 ThyssenKrupp Marine Systems Australia Pty Ltd, Canberra, Australien 225 766 United Stirling, Malmö, Schweden 244 Components Technology 767 Roballo France S.A.R.L., Rueil-Malmaison, Frankreich 716 Elevator Southern Europe/Africa/Middle East (SEAME) 768 Aliança Ibérica Reparadora de Ascensores, Lda., Amadora, Portugal 411 769 Ascensores Falcao S.A., Massamá, Portugal 411 770 ASREM-Transport Vertical S.A., PORTO, Portugal 411 771 EDAFA Elevadores Lda., QUARTEIRA, Portugal 411 772 ThyssenKrupp Elevator (Management) Ltd., Rishon Le'zion, Israel 338 50,00 % 419 50,00 % Asia/Pacific (AP) 773 TK Lif & Eskalator Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia 462 Services Zentralbereich 774 ThyssenKrupp HiServ s.r.o., Kosice, Slowakische Republik 498 Materials Services International 775 OST-PLUS s.r.o., Teplice, Tschechische Republik 504 Industrial Services 776 ThyssenKrupp Xervon Dubai (L.L.C.), Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 615 Special Products 777 DvB Aufbereitungs-GmbH zur Behandlung von Metallprodukten, Duisburg 635 At equity bewertete Beteiligungen (=Joint Venture) (Stand 30.09.2009) Lfd. Nr. Name und Sitz gehalten über lfd. Nr. Steel Corporate TKS 778 Walzen-Service-Center GmbH, Oberhausen 1 779 Acciai di Qualità, Centro Lavorazione Lamiere S.p.A., Geonova, Italien 718 Steelmaking 780 Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg 1 781 RKE N.V., Antwerpen, Belgien 1 782 Transport- en Handelmaatschappij Steenkolen Utrecht B.V., Rotterdam, Niederlande 19 Industry 783 SUNSCAPE ISOCAB NEW BUILDING MATERIALS LIMITED, Rizhao City, VR China 28 784 Thyssen Ros Casares S.A., Valencia, Spanien 24 Auto 785 ANSC-TKS Galvanizing Co., Ltd., Dalian, Liaoning Province, VR China 1 786 TKAS (Changchun) Steel Service Center Ltd., Changchun, VR China 712 Processing 787 Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH (KBS), Düsseldorf 86 Stainless ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni 788 Euroacciai S.r.l., Sarezzo (BS), Italien 101 789 Ilserv S.r.l., Terni, Italien 101 790 Terni Frantumati S.p.A., Terni, Italien 101 ThyssenKrupp Mexinox 791 Fischer Mexicana S.A. de C.V., Puebla, Mexico 108 Technologies Plant Technology 792 Transrapid International GmbH & Co. KG, Berlin 160 793 Uhdenora S.p.A., Milan, Italien 161 Marine Systems 794 Atlas Elektronik GmbH, Bremen 142 795 Cryotrans Schiffahrts GmbH & Co. KG MS "Gaschen Moon", Emden 230 796 Cryotrans Schiffahrts GmbH & Co. KG MS "Gaschen Star", Emden 230 797 DOLORES Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Emden 230 798 MARLOG Marine Logistik GmbH & Co. KG, Kiel 228 799 MarineForce International LLP, London, Großbritannien 228 Components Technology 800 Huizhou Sumikin Forging Company Ltd., Huizhou, VR China 712 Elevator Americas (AMS) 801 Braun ThyssenKrupp Elevator LLC, Madison (Wisconsin), USA 445 Services Materials Services International 802 Aceros de America Inc., San Juan, Puerto Rico 511 803 Ferona Thyssen Plastics, s.r.o., Olomouc, Tschechische Republik 498 804 Leong Jin Corporation Pte. Ltd., Singapur, Singapur 498 805 Polarputki Oy, Helsinki, Finnland 498 806 Resopal S.A., Madrid, Spanien 576 Industrial Services 807 LTS Nordwest GmbH, Nordenham 594 Special Products 808 Brouwer Shipping & Chartering GmbH, Hamburg 636 809 TGHM GmbH & Co. KG, Dortmund 670 810 BCCW (Tangshan) Jiahua Coking & Chemical Co., Ltd., Tangshan, VR China 636 811 MRT Track & Services Co., Inc., New Jersey, USA 630 812 OOO Bel GfT Bautechnik, Republik Belarus, Minsker Gebiet, Minsker Rayon, Stadt Smolewitschi, Weißrußland 629 Corporate Corporate Real Estate 813 COMUNITHY Immobilien GmbH, Düsseldorf 741 Sonstige assoziierte Beteiligungen (=Joint Venture) Stand 30.09.2009) Lfd. Nr. Name und Sitz gehalten über lfd. Nr. Steel Auto 814 JEVISE Corporation, Tokyo, Japan* 1 Stainless ThyssenKrupp VDM 815 MOL Katalysatortechnik GmbH, Merseburg 121 Technologies Plant Technology 816 PAN Grundstücksverwaltung GmbH, Mainz 753 817 Transrapid International Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin 160 818 Shedden (Malaysia) Sdn. Bhd., Petaling Jaya, Malaysia 219 Marine Systems 819 Marlog Verwaltungsgesellschaft mbH, Kiel 228 820 MS "MARITIM FRANKFURT" Schiffahrtskontor "MARITIM" GmbH & Co. KG, Kiel 228 821 MS "MARITIM KIEL" Schiffahrtskontor "MARITIM" GmbH & Co. KG, Kiel 228 822 MTG Marinetechnik GmbH, Hamburg 225 20,00 % 228 19,00 % 794 10,00 % 823 Australian Marine Technologies Pty. Ltd., Williamstown, Victoria, Australien 765 824 Bollfilter Japan Ltd., Kobe, Japan 222 825 LISNAVE-ESTALEIROS NAVAIS S.A., Lissabon, Portugal 234 826 Simplex Turbulo Company Ltd., Wherwell, Großbritannien 222 Components Technology 827 ABC Sistemas e Módulos Ltda., São Paulo, Brasilien 300 Services Materials Services International 828 BITROS - Thyssen Special Steels S.A., Aspropyrgos, Griechenland 498 829 Sidecontrol S.L., Gandia, Spanien 527 Special Products 830 SIB Schell Industrieanlagen-Bau GmbH, Duisburg 624 831 Solid Slab Track GmbH, Görschen 630 832 TGHM Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund 670 833 Indo German International Private Ltd., New Delhi, Indien 633 Corporate Corporate Headquarters 834 Grundstücksgesellschaft Schlossplatz 1 mbH & Co.KG, Berlin 670 Corporate Real Estate 835 Gewerkschaft Hermann V GmbH, Essen 727 836 NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gelsenkirchen KG, Düsseldorf 730 837 Wohnpark Duisburg Biegerhof GmbH, Düsseldorf 726 Andere Beteiligungsunternehmen § 313 Abs.2 Nr. 4 HGB (Stand 30.09.2009) Lfd. Nr. Name und Sitz gehalten über lfd. Nr. Corporate Corporate Real Estate 838 VBW Bauen und Wohnen GmbH, Bochum 727 Eigenkapital Jahresergebnis 1) nach IFRS Vorschriften einbezogen 2) Jahresabschluss nicht 30.09. 3) Splitteranteil ab der 4. Kommastelle 4) Konzernmutter Düsseldorf, 09. November 2009 ThyssenKrupp AG Der Vorstand Schulz Middelmann Berlien Eichler Hippe Labonte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den von der ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie ergänzend unter Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Düsseldorf, den 09. November 2009 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher Michael Gewehr Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Düsseldorf, 09. November 2009 ThyssenKrupp AG Der Vorstand Schulz Middelmann Berlien Eichler Hippe Labonte Bericht des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat informiert im nachfolgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008/2009. Im Mittelpunkt der Beratungen mit dem Vorstand standen insbesondere die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf den ThyssenKrupp Konzern, die großen Investitionsprojekte des Stahlbereichs in Brasilien und den USA sowie die neue Organisation des Konzerns. Überwachung und Beratung im kontinuierlichen Dialog mit dem Vorstand Auch im Geschäftsjahr 2008/2009 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Zur Diskussion und Entscheidung standen in den einzelnen Sitzungen des Aufsichtsrats zahlreiche Sachthemen sowie zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich begleitet und überwacht. In alle für das Unternehmen bedeutsamen Entscheidungen war der Aufsichtsrat frühzeitig und intensiv eingebunden. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war durch einen intensiven und offenen Austausch gekennzeichnet. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte, vor allem über die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage und deren Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation, über Investitionsvorhaben und laufende Investitionen sowie über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und ‑strategie. Unser besonderes Augenmerk galt im Berichtsjahr vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise der aktuellen Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, ferner der Neuorganisation des Konzerns sowie der Entwicklung der beiden großen Investitionsprojekte in Brasilien und den USA. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand mit uns abgestimmt. Bei Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen gab der Vorstand ausführliche Erläuterungen in schriftlicher oder mündlicher Form ab. Zusammen mit dem Vorstand diskutierten wir intensiv über die Gründe für die Abweichungen, so dass zielführende Maßnahmen eingeleitet werden konnten. Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands in den Ausschüssen und im Plenum ausführlich erörtert. Nach gründlicher Prüfung und Beratung hat der Aufsichtsrat zu den Berichten und den Beschlussvorschlägen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, sein Votum abgegeben. Auch außerhalb der Sitzungen des Plenums und der Ausschüsse standen wir in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Wir haben uns über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen informiert und den Vorstand beratend unterstützt. Darüber hinaus habe ich als Aufsichtsratsvorsitzender in gesonderten Gesprächen mit dem Vorstand die Perspektiven der einzelnen Konzernsegmente sowie die neue Konzernorganisation und die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf ThyssenKrupp erörtert. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben jeweils in gesonderten Gesprächen vor den Aufsichtsratssitzungen wesentliche Themen der Tagesordnung beraten. Im Geschäftsjahr 2008/2009 befasste sich der Aufsichtsrat in vier turnusmäßigen und einer außerordentlichen Sitzung eingehend mit der wirtschaftlichen Lage, mit der operativen und strategischen Entwicklung des Unternehmens und seiner Geschäftsfelder sowie mit der Neuorganisation des Konzerns. Mit dem Ende der Hauptversammlung am 23. Januar 2009 waren die Mandate der Arbeitnehmervertreter ausgelaufen. Unmittelbar nach der Hauptversammlung fand eine konstituierende Sitzung des Aufsichtsrats mit den neu gewählten Arbeitnehmervertretern statt. Diese wurden bereits in der Delegiertenversammlung am 09. Dezember 2008 gewählt. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für die Beurteilung von Lage oder Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den Sitzungen unverzüglich mittels schriftlicher Berichte umfassend in Kenntnis gesetzt. Zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle hat der Vorstand anhand ausführlicher Unterlagen jeweils ordnungsgemäß zur Beschlussfassung vorgelegt. Neue zustimmungspflichtige Geschäfte sind vom Aufsichtsrat im Berichtsjahr nicht festgelegt worden. In Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden wurde in sachlich gebotenen Fällen eine Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren durchgeführt. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im Berichtsjahr nicht aufgetreten. Die Präsenz bei den Aufsichtsratssitzungen lag im Berichtsjahr durchschnittlich bei 96 %. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Ausschüsse tagten im Berichtsjahr jeweils in vollzähliger Besetzung. Effiziente Arbeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat insgesamt sechs Ausschüsse eingerichtet, die die Arbeit im Plenum effektiv unterstützen. Die Ausschüsse bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die Themen vor, die im Plenum zu behandeln sind. In Einzelfällen wurden im gesetzlichen Rahmen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Diese Aufteilung hat sich in der Praxis ausgezeichnet bewährt. Außer im Prüfungsausschuss führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz. Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschuss-Sitzungen wurde in den nachfolgenden Plenumssitzungen jeweils berichtet. Deshalb verfügte der Aufsichtsrat über eine umfassende Informationsbasis, um sich mit den jeweiligen Themen auseinanderzusetzen. Die Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse kann der Anlage entnommen werden. Das Präsidium trat im Berichtsjahr zu sieben Sitzungen zusammen. Auch außerhalb dieser Sitzungen habe ich mit den Präsidiumsmitgliedern engen Kontakt gehalten und Projekte von besonderer Bedeutung für den Konzern besprochen. Schwerpunkte der Beratungen im Präsidium waren die Vorbereitung der Plenumssitzungen, die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Konzern, die neue Konzernorganisation, die Fortschrittsberichte zur Errichtung der Werke in Brasilien und den USA sowie die Vorbereitung der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats. Der Personalausschuss, der die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, kam fünfmal zusammen. Bis zur Änderung der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat am 04. September 2009 oblagen ihm anstelle des Aufsichtsrats auch die Beschlussfassung über Abschluss, Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands und die Festlegung einer jährlichen Tantieme. Wesentliche Beratungsthemen waren im Berichtsjahr die Aufhebung der Bestellungen von Herrn Jürgen H. Fechter und Herrn Dr. Karl-Ulrich Köhler zu Vorstandsmitgliedern der ThyssenKrupp AG, die Ausscheidungsvereinbarungen mit den beiden Herren sowie die Neubestellung von Herrn Dr. Alan Hippe zum Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp AG und die damit einhergehende Änderung der Geschäftsverteilung des Vorstands. Ferner hat der Personalausschuss dem Plenum vorgeschlagen, vor dem Hintergrund der aktuellen Ergebnissituation für das Geschäftsjahr 2008/2009 keine Tantieme an die Mitglieder des Vorstands der ThyssenKrupp AG zu zahlen. Er erteilte des Weiteren seine Zustimmung zur Übernahme von Mandaten durch einzelne Vorstandsmitglieder bei anderen Unternehmen sowie zur Beauftragung der Rechtsanwaltssozietät Clifford Chance, der das Aufsichtsratsmitglied Herr Dr. Kersten v. Schenck bis zum 30. Juni 2009 als Partner angehörte und für die er seit seinem Ausscheiden als Partner nun als Of Counsel tätig ist. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. Der Prüfungsausschuss kam viermal zusammen. An den Sitzungen nahmen regelmäßig die Abschlussprüfer sowie der Vorsitzende des Vorstands, sein Stellvertreter und der Finanzvorstand teil. Der Ausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers sowie mit der Weiterentwicklung des Risikomanagements und des Compliance-Programms. Ferner wurden die zu veröffentlichenden Zwischenberichte erörtert. Ein weiteres Thema waren die Auswirkungen des neu in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes auf den Konzern. In seiner November-Sitzung 2008 wurde der Ausschuss umfassend über die Compliance-Aktivitäten des Konzerns informiert. Der Abschlussprüfer berichtete stets ausführlich über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung bzw. der prüferischen Durchsicht der Zwischenberichte ergeben hatten. Der Prüfungsausschuss hat sich außerdem mit der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer befasst und dem Plenum einen Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2008/2009 unterbreitet. Nach der Wahl durch die Hauptversammlung beauftragte der Prüfungsausschuss den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses der ThyssenKrupp AG sowie mit der prüferischen Durchsicht der Zwischenberichte. Ferner wurde die Vergütung für den Abschlussprüfer beschlossen. In diesem Zusammenhang wurden die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt und die Qualifikation des Prüfers überwacht. Behandelt wurde ferner die Vergabe von Aufträgen für nicht prüfungsbezogene Dienstleistungen an den Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss ließ sich regelmäßig über den Stand der großen Investitionsprojekte in Brasilien und den USA im Stahl- und Edelstahlbereich informieren und hat diese Projekte eingehend erörtert. Ein wesentliches Thema war dabei der Stand der Arbeiten an der Kokerei im Werk Brasilien. Auch im Prüfungsausschuss wurden die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise, insbesondere im Hinblick auf die Refinanzierungsmöglichkeiten des Konzerns, regelmäßig und ausführlich erörtert. Der Ausschuss hat sich ferner mit den Ergebnissen der internen Prüfungstätigkeit der Konzernrevision sowie mit regelmäßigen Berichten über rechtliche Risiken auseinandergesetzt; so konnte er sich von der Rechtmäßigkeit der Unternehmensführung überzeugen. Der Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss befasste sich im Berichtsjahr in drei Sitzungen mit der strategischen Weiterentwicklung und der Neuorganisation des Konzerns und der einzelnen Segmente. Weitere Themen waren die Unternehmens- und Investitionsplanung sowie die Vorbereitung entsprechender Beschlüsse des Aufsichtsrats. Ausführlich wurden auch in diesem Ausschuss die beiden Investitionsprojekte in Brasilien und den USA behandelt. Der im September 2007 gebildete Nominierungsausschuss nahm im Berichtsjahr seine Arbeit auf, um Wahlvorschläge für die anstehende Neuwahl der Anteilseignervertreter in der Hauptversammlung am 21. Januar 2010 zu erörtern. Er legte Kriterien fest, auf deren Basis er anschließend Kandidaten auswählte und dem Plenum zur Nominierung vorschlug. Sitzungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Plenum waren die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf ThyssenKrupp, die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und seiner Segmente, die Finanzlage und Rating-Situation sowie alle wesentlichen Beteiligungs- und Desinvestitionsprojekte. In mehreren Sitzungen wurden ferner die großen Investitionsprojekte in Brasilien und den USA sowie die neue Organisation des Konzerns erörtert. In der Sitzung am 27. November 2008 haben wir uns vorrangig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss zum 30. September 2008 – einschließlich Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands – sowie mit der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2008/2009 befasst. Auf der Grundlage eines ausführlichen Berichts des Vorstands haben wir ferner über die strategische Weiterentwicklung des Konzerns sowie über die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise beraten. Breiten Raum nahm die Erörterung der bereits erwähnten Investitionsprojekte in Brasilien und den USA ein. Nach ausführlicher Beratung haben wir der Erhöhung der Investitionsbudgets für beide Projekte zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat außerdem die vom Personalausschuss auf Basis der geltenden Tantiemerichtlinie festgelegte Tantieme für das Geschäftsjahr 2007/2008 für die einzelnen Vorstandsmitglieder zustimmend zur Kenntnis genommen und die Tagesordnung für die Hauptversammlung der ThyssenKrupp AG am 23. Januar 2009 mit den Beschlussvorschlägen verabschiedet. Ferner haben wir dem Verkauf der von ThyssenKrupp Services gehaltenen Anteile an der Dufer S.A. sowie dem Erwerb der ausstehenden Minderheitsanteile an der ThyssenKrupp Röhm Kunststoffe GmbH unsere Zustimmung erteilt. Gegenstand unserer Beratungen war überdies ein Fortschrittsbericht zum neuen ThyssenKrupp Quartier in Essen. In Abwesenheit des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat nach vorheriger Vorbereitung im Präsidium mit der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats befasst. In der Sitzung am 23. Januar 2009, unmittelbar vor der Hauptversammlung, hat uns der Vorstand vornehmlich über die aktuelle Lage des Konzerns informiert. Ferner haben wir die Sitzung zur Vorbereitung der anschließenden Hauptversammlung genutzt. Des Weiteren wurde das Thema Vorstandsangelegenheiten erörtert. Nachdem wir in dieser Sitzung die Bestellung von Herrn Dr. Alan Hippe zum Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp AG beraten hatten, erfolgte der entsprechende Beschluss Ende Januar im schriftlichen Verfahren. Unmittelbar nach der Hauptversammlung am 23. Januar 2009 wurden in der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats Herr Dr. Gerhard Cromme als Vorsitzender des Aufsichtsrats bestätigt und Herr Bertin Eichler wiederum zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Die Ausschüsse wurden auf Seiten der Arbeitnehmervertreter neu besetzt. In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 27. März 2009 haben wir vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschaftskrise mit dem Vorstand die Lage des Konzerns, die Rating-Situation sowie den Stand der Großprojekte in Brasilien und den USA erörtert. Ein Schwerpunkt dieser Sitzung war das vom Vorstand vorgelegte Konzept zur Neuorganisation des Konzerns, das wir ausführlich beraten haben. Der Aufsichtsrat hat sich ferner nach vorheriger Beratung im Personalausschuss mit Vorstandspersonalien befasst und einen neuen Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand verabschiedet. Die Sitzung am 13. Mai 2009 haben wir genutzt, um mit dem Vorstand nach dem regelmäßigen Bericht zur Lage des Konzerns insbesondere das weiterentwickelte Konzept zur neuen Konzernorganisation zu erörtern. Der Vorstand hat uns ferner einen ausführlichen Bericht zum ThyssenKrupp PLuS-Programm gegeben, mit dem insbesondere Maßnahmen zur Verringerung des Netto-Umlaufvermögens und zur Ergebnissicherung realisiert werden. Die Finanzlage des Konzerns und die Rating-Situation waren ebenso Gegenstand unserer Beratungen wie die Überlegungen des Vorstands zur Verschiebung von Investitionsprojekten. Wir haben einzelne Maßnahmenprogramme zur Effizienzsteigerung in den Segmenten erörtert sowie die Situation der Werften und der in der Automobilzulieferung tätigen Konzernunternehmen diskutiert. Gegenstand der Sitzung war ferner der Stand der Arbeiten am ThyssenKrupp Quartier. Darüber hinaus haben wir im Rahmen des European-Manufacturing-Konzepts des Segments Elevator einem Grundstückserwerb in Madrid zugestimmt. In Abwesenheit des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Änderung der Tantiemerichtlinie für den Vorstand erörtert und beschlossen. Schwerpunkte unserer Beratungen in der Sitzung am 04. September 2009 waren der Bericht des Vorstands zur Lage des Konzerns, Fortschrittsberichte zur Errichtung der neuen Stahl- und Verarbeitungswerke in Brasilien und den USA sowie die Verabschiedung der neuen Konzernorganisation und eines neuen Geschäftsverteilungsplans für den Vorstand. Im Zuge der Neuorganisation hat uns der Vorstand über die zukünftige Ausrichtung der beiden Divisions Materials und Technologies unterrichtet. Ferner haben wir in dieser Sitzung der Aufstockung der Beteiligung der brasilianischen Vale S.A. an der ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico Ltda. zugestimmt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses beschlossen, vor dem Hintergrund der aktuellen Ergebnissituation für das Geschäftsjahr 2008/2009 keine Tantieme an die Mitglieder des Vorstands zu zahlen. Corporate Governance und Entsprechenserklärung Der Aufsichtsrat hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Weiterentwicklung der Corporate-Governance-Standards fortlaufend beobachtet. Über die Corporate Governance bei ThyssenKrupp berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der Aufsichtsrat hat die Umsetzung des Kodex bei ThyssenKrupp in der Aufsichtsratssitzung am 04. September 2009 intensiv diskutiert. Dabei haben wir uns insbesondere mit den von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Sitzung am 18. Juni 2009 vorgenommenen Kodex-Änderungen auseinandergesetzt. In Umsetzung neuer gesetzlicher Vorschriften sowie der neuen Empfehlungen des Kodex haben wir uns in Abwesenheit des Vorstands mit dem Vergütungssystem für den Vorstand befasst und Änderungen der Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss beschlossen. Ferner hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass ihm eine nach seiner Einschätzung ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört. Vorstand und Aufsichtsrat haben zum 01. Oktober 2009 gemeinsam eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich ist. Die ThyssenKrupp AG entspricht sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 05. August 2009 bekannt gemachten Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009. Auch alle Anregungen des Kodex werden befolgt. Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2008 bis 30. September 2009 und den Lagebericht der ThyssenKrupp AG geprüft. Den Prüfauftrag hatte der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Januar 2009 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss der ThyssenKrupp AG für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2008 bis 30. September 2009 und der Konzernlagebericht wurden gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Auch diesen Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht hat der Abschlussprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsausschuss hatte für das Berichtsjahr folgenden Prüfungsschwerpunkt festgelegt: Bestimmung der für die Konzernabschlusserstellung relevanten Elemente des internen Kontrollsystems im Rechnungswesen des ThyssenKrupp Konzerns. Der Bericht hierüber sowie die weiteren Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Sie wurden in der Prüfungsausschuss-Sitzung am 13. November 2009 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 26. November 2009 ausführlich diskutiert. In beiden Sitzungen berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat uns in der Plenumssitzung einen ausführlichen Bericht über die Behandlung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses im Prüfungsausschuss erstattet. Nach eigener Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung am 26. November 2009 gemäß der Empfehlung des Prüfungsausschusses den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem vom Vorstand erläuterten Gewinnverwendungsvorschlag haben wir uns nach eigener Prüfung und Abwägung aller Argumente angeschlossen, um die in den letzten Jahren praktizierte Dividendenkontinuität fortzusetzen. Wir halten die vorgeschlagene Dividende für angemessen. Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand Wie bereits im letzten Geschäftsbericht dargestellt, hat Herr Dr. Heinrich v. Pierer sein Aufsichtsratsmandat mit Ablauf des 15. November 2008 niedergelegt. An seiner Stelle hat die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung mit Wirkung vom 16. November 2008 Herrn Jürgen R. Thumann in den Aufsichtsrat entsandt. Mit Ablauf der Hauptversammlung am 23. Januar 2009 sind die Herren Heinrich Hentschel, Klaus Ix, Hüseyin Kavvesoglu und Dr. Klaus T. Müller aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Neu in den Aufsichtsrat wurden durch die Delegiertenversammlung am 09. Dezember 2008 Frau Susanne Herberger sowie die Herren Bernd Kalwa, Peter Remmler und Klaus Wiercimok gewählt. Als Nachfolger von Herrn Markus Bistram, der sein Aufsichtsratsmandat mit Ablauf des 15. September 2009 niedergelegt hat, wurde durch gerichtlichen Beschluss mit Wirkung vom 14. Oktober 2009 Herr Markus Grolms zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern haben wir für die gute Zusammenarbeit und die konstruktive Begleitung des Unternehmens und des Vorstands in den zurückliegenden Jahren gedankt. Ausgeschieden aus dem Vorstand sind mit Ablauf des 31. März 2009 die Herren Jürgen H. Fechter und Dr. Karl-Ulrich Köhler sowie mit Ablauf des 14. April 2009 Herr Dr. Wolfram Mörsdorf. Herr Dr. Alan Hippe wurde mit Wirkung vom 01. April 2009 neu in den Vorstand der ThyssenKrupp AG berufen. Auch den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern haben wir für ihre langjährige Arbeit für den Konzern gedankt. Der Aufsichtsrat spricht ferner den Vorständen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften Dank und Anerkennung für ihr persönliches Engagement und die in einem schwierigen Umfeld geleistete Arbeit aus. Der Aufsichtsrat Dr. Gerhard Cromme Vorsitzender Düsseldorf, 26. November 2009 Anlage Ausschüsse des Aufsichtsrats (Stand 27. November 2009) Präsidium Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Bertin Eichler, Thomas Schlenz, Dr. Henning Schulte-Noelle Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Bertin Eichler, Thomas Schlenz, Dr. Henning Schulte-Noelle Personalausschuss Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Bertin Eichler, Thomas Schlenz, Dr. Henning Schulte-Noelle Prüfungsausschuss Dr. Martin Kohlhaussen (Vorsitzender),Dr. Gerhard Cromme, Bertin Eichler, Prof. Dr. Bernhard Pellens, Thomas Schlenz, Wilhelm Segerath Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Markus Bistram (bis 15.09.2009), Bertin Eichler, Theo Frielinghaus, Susanne Herberger, Bernd Kalwa, Dr. Heinz Kriwet, Prof. Dr. Ulrich Lehner, Dr. Kersten v. Schenck Nominierungsausschuss Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Dr. Martin Kohlhaussen, Dr. Henning Schulte-Noelle Entsprechenserklärung Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gem. § 161 AktG Die ThyssenKrupp AG entspricht sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 und hat sämtlichen Empfehlungen des Kodex im Zeitraum vom 1. Oktober 2008 bis zur Aufsichtsratssitzung am 4. September 2009 (Kodexfassung vom 6. Juni 2008) und vom 5. September bis zum 30. September 2009 (Kodexfassung vom 18. Juni 2009) entsprochen. Duisburg/Essen, 1. Oktober 2009 Für den Aufsichtsrat Für den Vorstand - Cromme - - Schulz -