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thyssenkrupp AG — Annual Report 2002
Mar 19, 2003
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Annual Report
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future value


Geschäftsbericht 2001
TK
2002
future value
DER KONZERN IN ZAHLEN
| 20 00 /2 00 1 |
20 01 /2 00 2 |
Ve nd rä er un g |
||
|---|---|---|---|---|
| Au ftr ing ag se an g |
Mi o € |
37 .8 69 |
36 .4 04 |
1. 46 5 – |
| Um tz sa |
Mi o € |
38 .0 08 |
36 .6 98 |
1. 31 0 – |
| EB IT DA |
Mi o € |
3. 26 7 |
2. 64 8 |
61 9 – |
| EB IT |
Mi o € |
1. 34 9 |
1. 04 6 |
30 3 – |
| EB T |
||||
| ch F irm bs ch ib rta na en we re un ge n |
Mi o € |
87 6 |
– | – |
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||||
| ch F irm bs ch ib rta na en we re un ge n |
Mi o € |
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77 4 |
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Mi o € |
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2. 45 4 |
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% | 10 ,0 |
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% | 8, 8 |
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Mi o € |
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Mi o € |
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Mi o € |
8. 78 6 |
8. 28 7 |
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% | 72 ,9 |
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| Mi rb eit (3 0. 09 .) ta er |
19 3. 51 6 |
19 1. 25 4 |
2. 26 2 – |
|
| * Vo hla n d ie Ha lun tve rsc g a up rsa mm g |
Hinweis:
Die Rechnungslegung der ThyssenKrupp ag erfolgt nach us-gaap. Auf Grund der Erstanwendung von sfas 142 im laufenden Geschäftsjahr werden zur besseren Vergleichbarkeit folgende Kennzahlen vor planmäßigen Firmenwertabschreibungen dargestellt: ebt (Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter), normalisiertes ebt, Ergebnis je Aktie, normalisiertes Ergebnis je Aktie, roce und Wertbeitrag. Die Kommentierung erfolgt stets auf Basis der Werte vor planmäßigen Firmenwertabschreibungen. Sämtliche Vergleichsperioden sind in der aktuellen Segmentabgrenzung angegeben.
THYSSENKRUPP IN KÜRZE
ThyssenKrupp ist ein Konzern mit den Tätigkeitsschwerpunkten Stahl, Industriegüter und Dienstleistungen. In über 70 Ländern entwickeln und produzieren mehr als 191.000 Menschen Produkte und Leistungen für die Herausforderungen der Zukunft. Dabei denken und handeln sie vernetzt, um neue Lösungen zu entwickeln und Werte für die Zukunft zu schaffen.
konzernstruktur
future value. ThyssenKrupp

konzernstruktur
I/2
Steel
THYSSENKRUPP IN KÜRZE
future value. ThyssenKrupp
leistungen. In über 70
und Leistungen für
Stahl
Industriegüter
Automotive
Elevator
um neue Lösungen zu entwickeln und Werte für die Zukunft zu schaffen.
ThyssenKrupp ist ein Konzern mit den Tätigkeitsschwerpunkten Stahl, Industriegüter und Dienst-
Ländern entwickeln und produzieren mehr als 191.000
die Herausforderungen der Zukunft. Dabei denken und handeln sie vernetzt,
Technologies Materials
Menschen Produkte
Dienstleistungen
Serv
future value. Geschäftsbericht 2001 2002 ThyssenKrupp ag
die zukunft gehört allen. Und jeder hat seine ganz eigenen Erwartungen an die Zukunft. ThyssenKrupp ist offen für die unterschiedlichsten Vorstellungen und sucht den Dialog. Innerhalb und außerhalb des Konzerns. So lernen wir, andere Denkweisen zu verstehen – eine Voraussetzung dafür, Produkte und Dienstleistungen noch stärker als bisher an den Interessen der Kunden ausrichten zu können. Und so tragen wir auch dazu bei, dass durch gewachsenes Verständnis die Entwicklung von ThyssenKrupp auf breite Zustimmung trifft. Denn nur der kann eigene Werte für die Zukunft schaffen, der auch die Werte anderer respektiert.
meinungen im austausch. Die verschiedensten gesellschaftlichen Interessengruppen formulieren regelmäßig ihre Ansprüche an ThyssenKrupp. Für uns ist das Antrieb und Chance zugleich. Schließlich ermöglicht uns das Interesse der Öffentlichkeit, uns im Dialog mit den unterschiedlichsten Meinungen auseinander zu setzen, was auch den Konzern immer wieder weiterbringt. Wie viele Menschen es sind, die ThyssenKrupp mit ihren Ansprüchen begegnen, lässt sich kaum beziffern. Einige von ihnen wollen wir in diesem Bericht zu Wort kommen lassen.
"Wer uns fordert, bringt uns weiter."
Prof. Dr. Ekkehard D. Schulz, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp ag

1 2 3 4 5 6 7 8 9
1
"Eigene Visionen zu haben, macht eigentlich nur dann Sinn, wenn man auch Gelegenheit bekommt, sie zu verwirklichen."

Jennifer Blöhm, Studentin der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Witten-Herdecke, Stipendiatin der ThyssenKrupp Studienförderung und Werkstudentin, ThyssenKrupp ag, Düsseldorf, Deutschland
"Ein gutes Investment ist für uns eines, bei dem wir nicht nur vernünftige Zahlen präsentiert bekommen, sondern auch Verantwortliche, die unser Vertrauen verdienen."
"Für die Region ist ein großer Arbeitgeber wie ThyssenKrupp natürlich ein Gewinn. Dennoch erlauben wir uns, manchmal auch Pläne kritisch zu hinterfragen."

Dr. Ingrid Hengster, Managing Director, Credit Suisse First Boston, und Donald Ogilvie, Managing Director, Dresdner Kleinwort Wasserstein, Frankfurt, Deutschland
2 3 Bärbel Zieling, Oberbürgermeisterin der Stadt Duisburg, Deutschland
"Wenn ThyssenKrupp nicht über den eigenen Bedarf hinaus ausbilden würde, hätte ich keine Lehrstelle. Und mit dem, was ich hier lerne, komme ich woanders schnell unter."

Andre Riesop, Auszubildender Prozessleitelektronik, ThyssenKrupp Stahl ag, Duisburg, Deutschland
4
"Als für die Förderung des internationalen Handels verantwortliche Regierungsstelle wünschen wir uns, die Freundschaft und das Verständnis zwischen China und ThyssenKrupp weiter vertiefen und entwickeln zu können. Wir hoffen, dass ThyssenKrupp zur wirtschaftlichen Entwicklung Chinas auch in Zukunft einen positiven Beitrag leisten wird."
"Unter Qualität verstehe ich auch ausschreibungsgemäße Lieferung, kooperative Montage und pünktliche Inbetriebnahme."

Dr. phil. Chen Gang, Chairman, China Council for the Promotion of International Trade, Beijing Sub-Council, Peking, China 5 Karl Franz Wambach, Geschäftsführer, Hines Immobilien GmbH,

Berlin, Deutschland
"Ein Unternehmen muss Nachhaltigkeit auf allen Ebenen umsetzen, um glaubwürdig zu sein. Erfolgreiches Management bedeutet auch, Umweltauswirkungen detailliert zu analysieren und konsequent zu verringern."
"In eine Aktie zu investieren, darf kein Glücksspiel sein."

7 Tony Long, wwf, Leiter wwf European Policy Office, Brüssel, Belgien 8 Klaus Maxt, Aktionär, Düsseldorf, Deutschland
"Zukunft ist, wenn wir groß sind und so lange aufbleiben dürfen, wie wir wollen."

9 Monique Kochems, Jessica Sternke, Markus und Martin Heller, Schüler, Deutschland
herausforderung zukunft. Nichts hat mehr Zukunft als große Ideen, die man rechtzeitig erkennt und konsequent umsetzt. Doch welche Idee ist es wert, für die Zukunft realisiert zu werden? Und nach welchen Kriterien bewertet man das? Ein Konzern wie ThyssenKrupp hat nicht nur Verantwortung gegenüber den Aktionären, Kunden und Mitarbeitern, sondern auch gegenüber vielen anderen, die nicht unmittelbar mit uns zu tun haben. Dazu gehört die Gesellschaft, die in ihren Wünschen, Träumen und Erwartungen immer vielschichtiger wird. Aber auch die Umwelt ist darauf angewiesen, dass man behutsam mit ihr umgeht. All diese Ansprüche sind für uns Verpflichtung, vor jeder gewichtigen Entscheidung die unterschiedlichsten Meinungen anzuhören.
Und diese Meinungen sind für uns Ansporn, noch erfolgreicher zu werden – weil wirtschaftlicher Erfolg Voraussetzung dafür ist, Prozesse zum Positiven hin steuern zu können. Wer Erfolg haben will, muss seiner Kreativität Raum lassen, Bewertungskriterien entwickeln und Vielversprechendes zeitnah nutzbar machen. Wir arbeiten daran vernetzt, in transparenten Strukturen, die internes und externes Wissen effizient verknüpfen, um Werte zu schaffen, die Zukunft haben. Entdecken Sie in diesem Geschäftsbericht unsere Zukunftswerte.
future value. ThyssenKrupp
Inhalt
I/1 Der Konzern in Zahlen
- I/2 ThyssenKrupp in Kürze
- future value Stimmen
- future value Unsere Haltung
- An unsere Aktionäre
- Vorstand
- Brief an die Aktionäre
- Aufsichtsrat
- Bericht des Aufsichtsrats
- Corporate Governance bei ThyssenKrupp
- ThyssenKrupp Aktie*
- future value Transparenz
- future value Innovation
| 56 | Wirtschaftliche Entwicklung* |
|---|---|
| 58 | Geschäftsverlauf 2001/2002 |
| 78 | Ergebnis, Dividende |
| 80 | Start ins neue Geschäftsjahr und Ausblick |
| 86 | future value Umweltschutz |
| 90 | future value Wissenstransfer |
Unsere Zukunftspotenziale
- Menschen bei ThyssenKrupp
- Managementkompetenz und Motivation
- ThyssenKrupp best
- Innovationen für nachhaltigen Markterfolg
- future value Effizienz
- future value Motivation
-
Schwerpunkte und Segmente
- Steel
- Automotive
- Elevator
- Technologies
- Materials
- Serv
- Weiterer Konzernbereich: Real Estate
-
Finanzbericht
- Analyse der wirtschaftlichen Situation*
- Konzernabschluss
- Besondere Erläuterungen und Angabepflichten nach § 292a hgb
Weitere Informationen
- Mehrjahresübersicht
- Wesentliche Konzernunternehmen und Beteiligungen
- Stichwortverzeichnis
- Glossar
- Abkürzungsverzeichnis
- Kontakt
- I/3 Termine 2003 2004
* Bestandteile des Konzernlageberichts gemäß § 315 hgb



15
An unsere Aktionäre Die internationalen Finanzmärkte waren in den vergangenen Monaten durch Kurseinbrüche und Bilanzskandale geprägt – verbunden mit einem tiefgreifenden Vertrauensverlust der Anleger. Umso mehr schätzen die Aktionäre eine offene, transparente und aktuelle Information über die operative Entwicklung, die strategischen Ziele und die Leitung und Kontrolle ihres Unternehmens sowie über die aktuelle Entwicklung und die Potenziale ihrer Aktie. Das ist unser Thema in diesem Abschnitt.
- Brief an die Aktionäre
- Aufsichtsrat
- Bericht des Aufsichtsrats
- Corporate Governance bei ThyssenKrupp
- ThyssenKrupp Aktie

Prof. Dr. Ekkehard D. Schulz Dr. Olaf Berlien, Dr. Ulrich Middelmann, Prof. Dr. Eckhard Rohkamm

Dr. A. Stefan Kirsten, Dr. Jürgen Harnisch


Edwin Eichler, Dieter Hennig
Prof. Dr. Ekkehard D. Schulz
Vorsitzender, geboren 1941, Vorstandsmitglied seit 1991, bestellt bis 28. Februar 2005, verantwortlich für die Zentralbereiche Kommunikation und Vorstandsbüro, Führungskräfte, Recht, Internal Auditing
Dr. Ulrich Middelmann
stellvertretender Vorsitzender, zugleich Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp Steel ag, geboren 1945, Vorstandsmitglied seit 1992, bestellt bis 21. Februar 2004, verantwortlich für das Segment Steel
Dr. Olaf Berlien
geboren 1962, Vorstandsmitglied seit 01. April 2002, bestellt bis 31. März 2007, verantwortlich für die Zentralbereiche Controlling, Materialwirtschaft, Mergers & Acquisitions sowie für Real Estate
Edwin Eichler
zugleich Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp Materials ag, geboren 1958, Vorstandsmitglied seit 01. Oktober 2002, bestellt bis 30. September 2007, verantwortlich für die Segmente Materials und Serv sowie für den Zentralbereich Informationsmanagement
Dr. Jürgen Harnisch
zugleich Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp Automotive ag, geboren 1942, Vorstandsmitglied seit 01. Oktober 2001, bestellt bis 14. April 2004, verantwortlich für das Segment Automotive sowie für den Zentralbereich Auslandsorganisation
Dieter Hennig
geboren 1939, Vorstandsmitglied seit 1992, bestellt bis 31. Dezember 2002, verantwortlich für den Zentralbereich Personal- und Sozialpolitik sowie für Verwaltungsdienste
Dr. A. Stefan Kirsten
geboren 1961, Vorstandsmitglied seit 01. August 2002, bestellt bis 31. Juli 2007, verantwortlich für die Zentralbereiche Finanzen, Investor Relations, Konzernrechnungswesen, Steuern und Zoll sowie für Versicherungsdienste
Prof. Dr. Eckhard Rohkamm
zugleich Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp Technologies ag, geboren 1942, Vorstandsmitglied seit 1991, bestellt bis 21. Februar 2004, verantwortlich für die Segmente Technologies und Elevator sowie für den Zentralbereich Technik
Ausgeschieden sind:
Jürgen Rossberg mit Ablauf des 31. Dezember 2001 Dr. Hans-Erich Forster mit Ablauf des 30. September 2002 Dr. Gerhard Jooss mit Ablauf des 30. September 2002 Dr. Heinz-Gerd Stein mit Ablauf des 30. September 2002
Brief an die Aktionäre

Prof. Dr. Ekkehard D. Schulz, Vorsitzender des Vorstands
in das vergangene Jahr sind die meisten von uns mit gedämpftem Optimismus gestartet: Die weiterhin recht trüben Konjunkturaussichten und politischen Unsicherheiten weltweit, die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und Konjunkturschwäche in Deutschland, gepaart mit einer nachlassenden Reformkraft der Bundesregierung im Wahljahr – all das relativierte die Hoffnungen auf ein Jahr des zupackenden Gegensteuerns. Die Skeptiker haben leider Recht behalten.
Die Konjunkturschwäche in den usa und in Europa hielt länger als erwartet an. Die ersten Anzeichen einer Belebung kamen später und waren schwächer als erhofft. Viele Unternehmen und ganze Branchen werden für das abgelaufene Jahr, ähnlich wie für das Jahr davor, erneut rückläufige Umsätze und unbefriedigende Ergebnisse ausweisen. Auch bei ThyssenKrupp verschlechterte sich die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung, die ihren Tiefpunkt zum Jahreswechsel 2001/2002 erreichte, in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres. Erst im weiteren Jahresverlauf kehrte sich der Trend um, und es ging langsam wieder aufwärts.
Der Umsatz des Konzerns fiel 2001/2002 um 3 % niedriger aus als im Vorjahr und erzielte 36,7 Mrd €. Das normalisierte Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter und ohne planmäßige Firmenwertabschreibungen betrug 419 Mio €; im Vorjahr waren es vergleichbar gerechnet 774 Mio €. Angesichts der schwierigen Situation schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung vor, für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 0,40 € je Stückaktie auszuschütten; im Vorjahr betrug die Dividende 0,60 €. Damit haben wir die Ausschüttungsquote, die im Vorjahr bei 46,5 % vom Konzern-Jahresüberschuss lag, auf 95,4 % erhöht.
Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns hat auch unsere Investitionstätigkeit und die weitere Optimierung des Konzernportfolios geprägt. Wir haben die Investitionsausgaben der Ertragslage angepasst und in allen Segmenten in der Größenordnung der Abschreibungen bzw. darunter investiert. Die Portfoliooptimierung haben wir in kleineren Schritten konsequent fortgesetzt. So haben wir zum Beispiel im Oktober 2001 eine 10-%-Beteiligung an dem finnischen Autobauer Valmet erworben. Ein wesentlicher Schritt in der Bereinigung des Konzernportfolios war die Abgabe unserer indirekten Beteiligung an der Ruhrgas ag im Juli 2002.
Priorität hatte im Berichtsjahr ein weiterer Abbau der Netto-Finanzverbindlichkeiten, die zum 30. September 2002 auf 4,7 Mrd € zurückgeführt werden konnten; ein Jahr zuvor waren es noch 6,4 Mrd €. Damit haben wir unser mittelfristiges Ziel eines Gearing von rund 60 % bereits jetzt erreicht, und an dieser Größenordnung wollen wir auch künftig festhalten.
Der Dividendenvorschlag für das Jahr 2001/2002 liegt bei 0,40 € je Stückaktie.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Tätigkeit war die interne Prozessoptimierung mit dem Ziel, die Produktivität kontinuierlich zu steigern. Wir haben auch im Berichtsjahr die Synergieziele planmäßig realisiert. Die Restrukturierung von noch defizitären Teilbereichen, beispielsweise im Segment Automotive, wurde vorangebracht. Auch bei Aktivitäten mit bereits positiven Ergebnissen, aber noch nicht auskömmlichen Wertbeiträgen konnten wir – unserer Wertorientierung entsprechend – Erfolge verbuchen.
Ein umfassendes Bild über das abgelaufene Geschäftsjahr bei ThyssenKrupp bietet Ihnen unser Geschäftsbericht. Auch diesmal haben wir uns um eine informative und zugleich abwechslungsreiche Lektüre für Sie bemüht. Über das außerordentlich positive Echo auf den letztjährigen Geschäftsbericht – er war Sieger des managermagazin-Wettbewerbs um den besten Geschäftsbericht – haben wir uns gemeinsam mit Ihnen gefreut. Gleichzeitig war diese Auszeichnung eine Herausforderung für uns, den vorliegenden Bericht ebenso informativ und lesenswert zu gestalten. In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen versichern: Die Berichterstattung wie auch die Bilanzierung von ThyssenKrupp sind korrekt, solide und professionell. Bei uns gilt nicht erst seit gestern, dass wir nur das unterschreiben, was wir für richtig halten, und nur das tun, was wir jederzeit offen legen können.
In die Zukunft schauen wir verhalten optimistisch – verhalten bezüglich der Schnelligkeit der Konjunkturerholung und optimistisch bezüglich unserer eigenen, ThyssenKrupp spezifischen Zukunftspotenziale. Wir richten den Konzern weiter auf seine drei Schwerpunkte Stahl, Industriegüter und Dienstleistungen aus. Alle sechs operativen Segmente – Steel, Automotive, Elevator, Technologies, Materials und Serv – haben im schwierigen Berichtsjahr positive Beiträge zum Konzernergebnis geleistet. Für die Zukunft streben wir ein weiteres fokussiertes Wachstum in den relevanten Märkten an – durch Sachinvestitionen, Kooperationen mit Dritten und Unternehmenserwerbe.
Ich hatte Ihnen bereits im Vorjahr an dieser Stelle über unser Programm ThyssenKrupp best berichtet. Seine Kernidee besteht darin, die nie endende Optimierung aller verfügbaren Ressourcen systematisch zu begleiten und ihre Effizienz zu steigern. Die Zwischenbilanz nach einem Jahr Projektarbeit ist erfreulich. Inzwischen werden konzernweit mehr als 1.000 Projekte bearbeitet, der Wissens- und Erfahrungstransfer innerhalb des Konzerns wird von Tag zu Tag intensiver, und die erfolgreich realisierten Projekte spornen die Mitarbeiter zu weiteren Verbesserungen an. Das Programm wird in den nächsten Jahren einen spürbaren Beitrag zu einer besseren Performance und höheren Profitabilität des Konzerns leisten.
Bei Stahl, Industriegütern und Dienstleistungen streben wir in relevanten Märkten weiteres Wachstum an.
An unserem mittelfristigen Ziel, einem nachhaltigen Vorsteuergewinn in der Größenordnung von 1,5 Mrd € pro Jahr, halten wir unverändert fest. Und ich bin davon überzeugt, dass wir es auch erreichen werden. Den ersten Schritt werden wir im laufenden Geschäftsjahr machen, auch wenn die Wachstumsprognosen für das Jahr 2003 zumeist auf einen weiter verzögerten und insgesamt nur moderaten Aufschwung hindeuten. Politische Risiken erhöhen die konjunkturellen Unsicherheiten. Für ThyssenKrupp rechnen wir trotzdem mit einer insgesamt positiven Geschäftsentwicklung. Insbesondere im ersten Halbjahr erwarten wir ein deutlich höheres Ergebnis als im schwachen ersten Halbjahr 2001/2002. Das gilt vor allem für das Segment Steel, in dem sich die Auswirkungen der umgesetzten Preisverbesserungen inzwischen bemerkbar machen. Ausschlaggebend für den Geschäftsverlauf in der zweiten Jahreshälfte 2002/2003 wird die weitere konjunkturelle und politische Entwicklung sein. Unser Ziel für das Geschäftsjahr 2002/2003 ist, entsprechend dem besseren Ergebnis wieder eine höhere Dividende ausschütten zu können.
Wie Sie sehen, meine Damen und Herren, verfolgen wir zur Zukunftssicherung des Konzerns ehrgeizige, aber realistische Ziele, die wir Schritt für Schritt umsetzen. Der Vorstand hat im Berichtsjahr eine deutliche Verjüngung erfahren und steht dennoch weiterhin für Kontinuität. Die gewonnene Mischung aus neuen Ideen und Sichtweisen auf der einen und aus jahrelanger Erfahrung und intimer Konzernkenntnis auf der anderen Seite wollen wir konsequent zur Zukunftssicherung des Unternehmens nutzen. Dabei werden meine Kollegen und ich die Interessen unserer Anspruchsgruppen ständig im Blick behalten, um ihnen gerecht zu werden. Für unsere Kunden wollen wir der bevorzugte Problemlöser und Systempartner sein, für unsere Lieferanten ein berechenbarer Abnehmer, für unsere Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber und für die Gesellschaft ein verantwortungsbewusster "corporate citizen". Für diejenigen, die uns Fremdkapital zur Verfügung stellen, wollen wir ein zuverlässiger Partner sein. Vor allem aber soll ThyssenKrupp für Sie, unsere Aktionärinnen und Aktionäre, ein langfristig lohnendes Investment sein. Daran arbeiten wir.
ThyssenKrupp rechnet 2002/2003 mit einem verbesserten Ergebnis und einer höheren Dividende.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Ekkehard D. Schulz Vorsitzender des Vorstands
Düsseldorf, Dezember 2002
Prof. Dr. h.c. mult. Berthold Beitz, Essen Ehrenvorsitzender Vorsitzender des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
Dr. Gerhard Cromme, Essen Vorsitzender ehem. Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp ag
Dieter Schulte, Duisburg stellvertretender Vorsitzender ehem. Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes
Dr. Karl-Hermann Baumann, München Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens ag
Wolfgang Boczek, Bochum Werkstoffprüfer Vorsitzender der Betriebsrätearbeitsgemeinschaft ThyssenKrupp Automotive
Carl-L. von Boehm-Bezing, Bad Soden ehem. Mitglied des Vorstands der Deutsche Bank ag
Udo Externbrink, Dortmund Systemprogrammierer Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Triaton GmbH
Herbert Funk, Hünxe (seit 26. Juni 2002) Hauptbereichsleiter der Anlagenwirtschaft der ThyssenKrupp Stahl ag
Prof. Dr. Günter Vogelsang, Düsseldorf Ehrenvorsitzender
Dr. Klaus Götte, München ehem. Vorsitzender des Vorstands der MAN ag
Klaus Ix, Siek Maschinenschlosser Vorsitzender des Betriebsrats der Thyssen Fahrtreppen GmbH
Gerd Kappelhoff, Witten (bis 16. Oktober 2002) Gewerkschaftssekretär im Zweigbüro Düsseldorf der IG Metall
Dr. Martin Kohlhaussen, Frankfurt/Main Vorsitzender des Aufsichtsrats der Commerzbank ag
Dr. Heinz Kriwet, Düsseldorf ehem. Vorsitzender des Vorstands der Thyssen ag
Reinhard Kuhlmann, Frankfurt/Main Generalsekretär des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes
Dr. Mohamad-Mehdi Navab-Motlagh, Teheran Vizeminister für Wirtschaft und Internationale Angelegenheiten im Industrie- und Bergbauministerium der Islamischen Republik Iran
Dr. Friedel Neuber, Duisburg ehem. Vorsitzender des Vorstands der Westdeutsche Landesbank Girozentrale
Stand: 01. Dezember 2002
Thomas Schlenz, Duisburg
Schichtmeister Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der ThyssenKrupp ag
Dr. Henning Schulte-Noelle, München Vorsitzender des Vorstands der Allianz ag
Wilhelm Segerath, Duisburg
Karosserie- und Fahrzeugbauer Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der ThyssenKrupp Stahl ag und Vorsitzender der Betriebsrätearbeitsgemeinschaft ThyssenKrupp Steel
Ernst-Otto Tetau, Brietlingen
Maschinenbauer Vorsitzender des Betriebsrats der Blohm + Voss GmbH und Vorsitzender der Betriebsrätearbeitsgemeinschaft ThyssenKrupp Technologies
Bernhard Walter, Bad Homburg
ehem. Sprecher des Vorstands der Dresdner Bank ag
Dieter Wittenberg, Dortmund
(bis 31. Mai 2002) ehem. Direktor der ThyssenKrupp Technologies ag
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Präsidium Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender) Dieter Schulte Dr. Karl-Hermann Baumann Thomas Schlenz
Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3
Mitbestimmungsgesetz
Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender) Dieter Schulte Dr. Karl-Hermann Baumann Thomas Schlenz
Personalausschuss
Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender) Dieter Schulte Dr. Karl-Hermann Baumann Thomas Schlenz
Bilanz- und Investitionsausschuss
(bis 30. September 2002) Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender) Dieter Schulte Wolfgang Boczek Dr. Klaus Götte Dr. Mohamad-Mehdi Navab-Motlagh Wilhelm Segerath
Prüfungsausschuss
(ab 01. Oktober 2002) Dr. Karl-Hermann Baumann (Vorsitzender) Dr. Gerhard Cromme Udo Externbrink Klaus Ix Ernst-Otto Tetau Bernhard Walter
Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss
(ab 01. Oktober 2002) Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender) Dieter Schulte Wolfgang Boczek Dr. Martin Kohlhaussen Dr. Heinz Kriwet Dr. Mohamad-Mehdi Navab-Motlagh Thomas Schlenz Wilhelm Segerath
Bericht des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat gibt im nachfolgenden Bericht Rechenschaft über seine Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Darin erläutert er seinen kontinuierlichen Dialog mit dem Vorstand, die Schwerpunkte der Beratungen im Plenum, die Arbeit der Ausschüsse sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.

Dr. Gerhard Cromme, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.
Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wurde mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge sind anhand der Berichte des Vorstands im Aufsichtsratspräsidium und im Plenum ausführlich erörtert worden.
Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und ließ sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informieren.
Im Geschäftsjahr 2001/2002 fanden turnusmäßig vier Aufsichtsratssitzungen statt. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Über Projekte und Vorhaben, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung oder eilbedürftig waren, wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen ausführlich informiert und – sofern erforderlich – um Zustimmung gebeten.
Arbeit der Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hat fünf Ausschüsse gebildet, die jeweils paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt sind. Die Ausschüsse bereiten Themen, die im Plenum zu behandeln sind, sowie Beschlüsse des Aufsichtsrats vor. In einzelnen Fällen werden Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf die Ausschüsse übertragen. So beschließt zum Beispiel der Personalausschuss anstelle des Aufsichtsrats über Abschluss, Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands, die Festlegung einer jährlichen Tantieme sowie die Einwilligung zu Nebentätigkeiten einschließlich der Übernahme von Aufsichtsratsmandaten außerhalb des Konzerns. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz. Die derzeitige Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse ist der Aufstellung der Aufsichtsratsmitglieder auf Seite 25 des Geschäftsberichts zu entnehmen.
Im Geschäftsjahr 2001/2002 kam der Aufsichtsrat zu insgesamt vier Sitzungen zusammen – im November, Januar, März und Juli.
Das Präsidium und der personenidentisch besetzte Personalausschuss traten im Berichtsjahr je fünfmal zusammen. Beratungsschwerpunkte im Präsidium waren die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns. Der Personalausschuss befasste sich im Wesentlichen mit dem Ausscheiden und der Neubestellung von Vorstandsmitgliedern sowie mit der Vergütung für die Vorstandsmitglieder. Der Vermittlungsausschuss gem. § 27 Abs. 3 MitbestG musste nicht einberufen werden.
Der bisherige Bilanz- und Investitionsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal und befasste sich dabei insbesondere mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie der Investitionsplanung des Konzerns. Die Aufgaben dieses Bilanz- und Investitionsausschusses wurden durch Beschluss des Aufsichtsrats in der Sitzung am 12. Juli 2002 auf einen Prüfungsausschuss sowie einen Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss aufgeteilt. Der Prüfungsausschuss bereitet Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats über Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung vor. Der Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss hat die Aufgabe, Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats über Fragen der Strategie, die finanzielle Lage der Gesellschaft sowie Sach- und Finanzinvestitionen vorzubereiten.
Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat
Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die Umsatz-, Ergebnisund Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und der einzelnen Segmente, die Finanzlage sowie wesentliche Beteiligungsprojekte. In mehreren Sitzungen wurden der Deutsche Corporate Governance Kodex und dessen Umsetzung bei ThyssenKrupp erörtert. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat in mehreren Sitzungen mit Vorstandspersonalien.
Ein Prüfungsausschuss und ein Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss ersetzen den bisherigen Bilanz- und Investitionsausschuss.
In seiner Sitzung am 09. November 2001 verabschiedete der Aufsichtsrat die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2001/2002. In diesem Zusammenhang berichtete der Vorstand ausführlich über die seit der Fusion realisierten Synergien sowie über die geplanten Maßnahmen zur Wertsteigerung des Konzerns. Der Vorstand stellte dem Aufsichtsrat das Programm ThyssenKrupp best vor, mit dem die Leistung des Unternehmens weiter verbessert werden soll. Der Aufsichtsrat ließ sich in dieser Sitzung ferner einen ausführlichen Bericht über die Struktur und Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten des Konzerns geben. Weiteres Thema dieser Sitzung war das Fast-Close-Projekt, mit dem eine deutliche Verkürzung der für die Erstellung der Jahres- und Quartalsabschlüsse benötigten Zeit angestrebt wird. Der Aufsichtsrat stimmte in dieser Sitzung darüber hinaus dem Erwerb der Aufzugsaktivitäten von Kone Oy in Südamerika sowie dem Verkauf der B-Aktien von Kone Oy und der Veräußerung der indirekten Ruhrgas-Beteiligung zu.
In der Sitzung am 09. Januar 2002 befasste sich der Aufsichtsrat vornehmlich mit dem Jahres- und Konzernabschluss zum 30. September 2001. Weitere Themen waren die Internationalisierungsstrategie für das Segment Steel, die Aufwendungen des Konzerns für Forschung und Entwicklung, die Image-Kampagne des Konzerns sowie das Thema Belegschaftsaktien. Ferner wurden die Chancen und Risiken des Transrapid in China, die Risiken angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung in Südamerika sowie die Aktivitäten des Konzerns im Bereich Investor Relations beraten. Der Aufsichtsrat verabschiedete in dieser Sitzung die Investitionsplanung des Konzerns. Der Vorstand berichtete ferner über die geplante Veräußerung von Krupp Berco Bautechnik. Dieser Veräußerung stimmte der Aufsichtsrat, nachdem ihm weitere detaillierte Informationen vorgelegt worden waren, Ende Januar 2002 im schriftlichen Verfahren zu.
In der Sitzung vor der ordentlichen Hauptversammlung am 01. März 2002 ließ sich der Aufsichtsrat über die aktuelle Situation des Konzerns unterrichten. Ein Schwerpunkt war die Beschränkung von Stahlimportmengen in den usa gemäß Section 201 Trade Act mit den daraus resultierenden Auswirkungen für das Segment Steel. Der Aufsichtsrat befasste sich in dieser Sitzung ferner mit Vorstandspersonalien.
Der Aufsichstrat beriet über das Fast-Close-Projekt zur schnelleren Erstellung der Jahres- und Quartalsabschlüsse. In der Sitzung am 12. Juli 2002 standen wiederum Vorstandsangelegenheiten auf der Tagesordnung. Der Aufsichtsrat verabschiedete einen neuen Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand, der vom 01. Oktober 2002 an gilt. Weitere Beratungsschwerpunkte in dieser Sitzung waren die Auswirkungen der Dollarkursentwicklung, das Commercial-Paper-Programm und das Debt-Issuance-Programm, die zur Verbesserung der Fristigkeit der Verschuldung des Konzerns aufgelegt wurden, sowie die geplante Zusammenarbeit mit Gildemeister auf dem Gebiet der zerspanenden Werkzeugmaschinen. Außerdem stimmte der Aufsichtsrat in dieser Sitzung dem geplanten Erwerb einer Beteiligung an hdw Howaldtswerke Deutsche Werft sowie dem Erwerb der Josef Tepper Aufzüge GmbH & Co. KG zu.
Corporate Governance und Entsprechenserklärung
In seiner Sitzung am 12. Juli 2002 befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex bei ThyssenKrupp. Der Aufsichtsrat stimmte der Umsetzung des Kodex grundsätzlich zu und verabschiedete die unter Berücksichtigung des Kodex angepassten Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und den Vorstand der ThyssenKrupp ag sowie vorgesehene Änderungen der Satzung, die der ordentlichen Hauptversammlung 2003 zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Diese Satzungsänderungen betreffen unter anderem die Anpassung der Aufsichtsratsvergütung an den Kodex. So soll – wie dies bei vergleichbaren Unternehmen ebenfalls gehandhabt wird – künftig auch die Mitarbeit in den Aufsichtsratsausschüssen vergütet werden, und die Zahlung der Vergütung soll in gewissem Umfang von der Präsenz in den Sitzungen abhängen.
Neben der Aufteilung des bisherigen Bilanz- und Investitionsausschusses in einen Prüfungsausschuss und einen Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss wurde in die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat folgende Verpflichtung aufgenommen: Jedes Aufsichtsratsmitglied legt Interessenkonflikte, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen, und der Aufsichtsrat informiert in seinem Bericht an die Hauptversammlung über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung. Solche Interessenkonflikte sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten.
Der Aufsichtsrat stimmte der Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex grundsätzlich zu.
Der Aufsichtsrat hat sich ferner zur Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex verpflichtet, einmal jährlich die Effizienz seiner Tätigkeit zu überprüfen. In der Sitzung am 19. Dezember 2002 hat der Aufsichtsrat das weitere Vorgehen bezüglich der Effizienzprüfung erörtert. Gegenstand der Prüfung werden insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat sein. Hierzu gehören die rechtzeitige und inhaltlich umfassende Informationsversorgung des Aufsichtsrats sowie der Informationsfluss zwischen den Ausschüssen und dem Plenum.
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 01. Oktober 2002 die erste Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, nach der ThyssenKrupp bis auf zwei Ausnahmen den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entspricht. Eine dieser Ausnahmen war, dass ein dem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft angehörendes Aufsichtsratsmitglied mehr als fünf Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften wahrnimmt. Nachdem diese Einschränkung nicht mehr zutraf, haben Vorstand und Aufsichtsrat am 09. Dezember 2002 ihre Entsprechenserklärung nach § 161 AktG angepasst und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht: "Die ThyssenKrupp ag entspricht den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit der nachfolgend aufgeführten Ausnahme:
Bisher werden Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen nicht gesondert vergütet. Vorstand und Aufsichtsrat werden der kommenden Hauptversammlung am 21. Februar 2003 vorschlagen, § 14 Abs. 1 der Satzung der ThyssenKrupp ag um eine Regelung zur Vergütung des Vorsitzes und der Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen zu ergänzen (Kodex Ziffer 5.4.5 Abs. 1 Satz 3)."
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Der vom Vorstand nach den Regeln des hgb aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2001 bis 30. September 2002 und der Lagebericht der ThyssenKrupp ag wurden gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 01. März 2002 und der anschließenden Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat von der kpmg Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin und Frankfurt am Main, geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Jahresabschluss 2001/2002 erhielt vom Abschlussprüfer kpmg einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Konzernabschluss der ThyssenKrupp ag wurde nach us-gaap aufgestellt. Unter Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift des § 292a hgb wurde auf einen Konzernabschluss nach hgb verzichtet. Entsprechend wurden besondere Erläuterungen gemäß § 292a hgb hinzugefügt. Der Abschlussprüfer versah den vorgelegten Konzernabschluss nach us-gaap und den Konzernlagebericht mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der im Rahmen der Jahresabschlussprüfung gebildete Prüfungsschwerpunkt war in diesem Jahr die Beurteilung der im Rechnungswesen und in angrenzenden Bereichen eingesetzten it-Systeme, insbesondere der Schnittstellen. Der hierüber erstellte Bericht wurde dem Aufsichtsrat zugesandt und in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 18. Dezember 2002 besprochen.
Ein weiterer Prüfungsschwerpunkt war das Risikofrüherkennungssystem. Hierzu stellte der Abschlussprüfer zusammenfassend fest, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat und dass das ThyssenKrupp Risikofrüherkennungssystem grundsätzlich geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.
Die Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugestellt. Sie waren im Prüfungsausschuss am 18. Dezember 2002 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 19. Dezember 2002 Gegenstand intensiver Beratungen. Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses in beiden Gremien teil. Sie berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.
Auf Basis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts stimmte der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer zu. In der Sitzung am 19. Dezember 2002 billigte er den Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat an.
Schwerpunkte der Jahresabschlussprüfung waren auch die eingesetzten it-Systeme sowie das Risikofrüherkennungssystem.
Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand
Mit Ablauf des 31. Mai 2002 ist Herr Dieter Wittenberg aus Altersgründen aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. An seiner Stelle wurde durch gerichtlichen Beschluss mit Wirkung vom 26. Juni 2002 Herr Herbert Funk zum Mitglied und Vertreter der leitenden Angestellten im Aufsichtsrat bestellt. Herr Gerd Kappelhoff legte sein Aufsichtsratsmandat mit Ablauf des 16. Oktober 2002 nieder.
Herr Jürgen Rossberg ist mit Ablauf des 31. Dezember 2001 aus dem Vorstand ausgeschieden und in den Ruhestand getreten. Als Nachfolger der Herren Dr. Gerhard Jooss, Dr. Heinz-Gerd Stein und Dr. Hans-Erich Forster, die mit Ablauf des 30. September 2002 in den Ruhestand getreten sind, bestellte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Olaf Berlien mit Wirkung vom 01. April 2002, Herrn Dr. A. Stefan Kirsten mit Wirkung vom 01. August 2002 und Herrn Edwin Eichler mit Wirkung vom 01. Oktober 2002 zu Mitgliedern des Vorstands der ThyssenKrupp ag. Als Nachfolger von Herrn Dieter Hennig, der mit Ablauf des 31. Dezember 2002 aus dem Vorstand ausscheiden und in den Ruhestand treten wird, hat der Aufsichtsrat mit Wirkung vom 01. Januar 2003 Herrn Ralph Labonte zum Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der ThyssenKrupp ag bestellt.
Der Aufsichtsrat dankt Herrn Wittenberg und Herrn Kappelhoff für ihre konstruktive Mitarbeit in diesem Gremium und für ihren Einsatz zum Wohle des Unternehmens und der Mitarbeiter. Den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern dankt der Aufsichtsrat für ihre langjährige erfolgreiche Tätigkeit für den Konzern.
Ferner dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand, den Unternehmensleitungen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Arbeitnehmervertretungen für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit.
Der Aufsichtsrat
Dr. Gerhard Cromme Vorsitzender
Düsseldorf, 19. Dezember 2002
Corporate Governance bei ThyssenKrupp Gute und verantwortungsbewusste Unternehmensleitung und -kontrolle hat bei ThyssenKrupp traditionell einen hohen Stellenwert. Deshalb waren keine gravierenden Anpassungen an den Deutschen Corporate Governance Kodex erforderlich. Die Gesellschaft entspricht den Empfehlungen des Kodex zurzeit mit lediglich einer Ausnahme und befolgt weitgehend auch die Kodex-Anregungen.
Über die Corporate Governance bei ThyssenKrupp berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex wie folgt:
Der aus dem angelsächsischen Sprachgebrauch stammende Begriff "Corporate Governance" steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschaffung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Wesentliche Aspekte guter Corporate Governance sind die Achtung der Aktionärsinteressen, eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat sowie Offenheit und Transparenz der Unternehmenskommunikation.
Bei ThyssenKrupp hat Corporate Governance traditionell einen hohen Stellenwert. International und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung haben wir bereits vor der Veröffentlichung des Deutschen Corporate Governance Kodex berücksichtigt. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen und sind der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes verpflichtet. Durch offene, zeitnahe und gleichmäßige Information wird das Vertrauen der Anleger und anderer Kapitalgeber, der Geschäftspartner, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in das Unternehmen gefördert.
Am 01. Oktober 2002 haben Vorstand und Aufsichtsrat die erste Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, nach der ThyssenKrupp bis auf zwei Ausnahmen den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entspricht. Eine dieser Ausnahmen war, dass ein dem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft angehörendes Aufsichtsratsmitglied mehr als fünf Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften wahrnimmt. Nachdem diese Einschränkung nicht mehr zutraf, haben Vorstand und Aufsichtsrat am 09. Dezember 2002 ihre Entsprechenserklärung nach § 161 AktG angepasst und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht: "Die ThyssenKrupp ag entspricht den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit der nachfolgend aufgeführten Ausnahme:
Bisher werden Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen nicht gesondert vergütet. Vorstand und Aufsichtsrat werden der kommenden Hauptversammlung am 21. Februar 2003 vorschlagen, § 14 Abs. 1 der Satzung der ThyssenKrupp ag um eine Regelung zur Vergütung des Vorsitzes und der Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen zu ergänzen (Kodex Ziffer 5.4.5 Abs. 1 Satz 3)."
ThyssenKrupp handelt traditionell nach anerkannten Standards guter Unternehmensleitung und -kontrolle. Darüber hinaus folgt ThyssenKrupp bereits weitgehend den zusätzlichen Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. So wird zum Beispiel die Vergütung der Vorstandsmitglieder in diesem Bericht individualisiert ausgewiesen. Bei den börsennotierten Tochtergesellschaften Eisen- und Hüttenwerke ag und Stahlwerke Bochum ag wird der Deutsche Corporate Governance Kodex unter Berücksichtigung der Spezifika der Konzerneinbindung umgesetzt. Abweichungen sind in den Entsprechenserklärungen der Gesellschaften dargelegt, die am 15. bzw. 12. Oktober 2002 abgegeben wurden.
Rechte der Aktionäre
Die Aktionäre der ThyssenKrupp ag nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Sie werden regelmäßig mit einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten sowie auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht wird, über wesentliche Termine unterrichtet.
Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben zu lassen. Weisungen zur Stimmrechtsausübung können im Vorfeld der Hauptversammlung am 21. Februar 2003 erstmals auch über elektronische Medien erteilt werden.
Enge Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat
Ein intensiver, kontinuierlicher Dialog zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist die Basis für eine effiziente Unternehmensleitung. Dieser Dialog wurde bei ThyssenKrupp in den letzten Jahren Schritt für Schritt vertieft und verbessert.
Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen werden im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wird mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Für bedeutende Geschäftsvorgänge sind in der Satzung Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats festgelegt.
Die Amtsperiode der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2003/2004 beschließt. Es ist nicht vorgesehen, unterschiedliche Amtsperioden einzuführen. Die Amtszeit der Arbeitnehmervertreter endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2002/2003 beschließt.
Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (so genannte d&o-Versicherung) abgeschlossen, die einen angemessenen Selbstbehalt für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der ThyssenKrupp ag beinhaltet.
Der kontinuierliche Dialog zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wird ständig vertieft und verbessert.
Regelungen zur Vermeidung von Interessenkonflikten
Die Vorstandsmitglieder legen Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen. Sie unterliegen während ihrer Tätigkeit für die ThyssenKrupp ag einem umfassenden Wettbewerbsverbot. Die Ausübung von Nebentätigkeiten, insbesondere die Übernahme von Aufsichtsratsmandaten außerhalb des Konzerns, bedarf der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Geschäfte eines Vorstandsmitglieds mit der Gesellschaft sind durch den Aufsichtsrat für die Gesellschaft abzuschließen. Ferner bedürfen wesentliche Geschäfte, die eine dem Vorstandsmitglied nahe stehende Person, insbesondere ein naher Angehöriger, mit der Gesellschaft oder mit einem Konzernunternehmen abschließt, der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Das Gleiche gilt für wesentliche Geschäfte, die ein Unternehmen, auf das ein Mitglied des Vorstands oder eine ihm nahe stehende Person maßgeblichen Einfluss ausüben kann, mit der Gesellschaft oder mit einem Konzernunternehmen abschließt. Alle Geschäfte müssen branchenüblichen Standards entsprechen.
Aufsichtsratsmitglieder müssen Interessenkonflikte, insbesondere solche, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen legen. Der Aufsichtsrat wird in seinem Bericht an die Hauptversammlung über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung informieren. Solche Interessenkonflikte oder Geschäfte mit der Gesellschaft gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr weder bei den Vorstands- noch bei den Aufsichtsratsmitgliedern.
Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Entsprechende Verträge bestanden im Berichtszeitraum nicht.
Erfolgsorientierte Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder enthält einen fixen und einen variablen Bestandteil. Zusätzlich zur Tantieme beziehen die Vorstandsmitglieder als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung Wertzuwachsrechte nach dem Long Term Management Incentiveplan (ltmi) der Gesellschaft. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden neben den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds insbesondere die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfeldes.
Für das Geschäftsjahr 2001/2002 betrug die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands 8.134,0 Tsd €. Von diesem Gesamtbetrag entfielen 4.457,5 Tsd € auf das Fixum und 3.045,0 Tsd € auf die Tantieme. Darüber hinaus wurden dem Vorstand 732.500 Wertzuwachsrechte (2.-4. Tranche) gewährt. Auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands entfielen im Berichtsjahr Beträge bzw. Stückzahlen, die in der Tabelle auf Seite 37 aufgelistet sind. Zusätzlich zu diesen Bezügen erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge in Höhe von insgesamt 631,5 Tsd €. Diese bestehen im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert von Immobilien, deren Nebenkosten sowie der Dienstwagennutzung. Diese Sachbezüge sind vom Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu; die Höhe variiert im Hinblick auf die unterschiedliche persönliche Situation.
Fixum, Tantieme und Wertzuwachsrechte – aus diesen drei Komponenten besteht die Vergütung der Vorstandsmitglieder.
| VERGÜTUNG DES VORSTANDS 2001/2002 | Fixum | Tantieme | Insgesamt | Wertzuwachs rechte |
|---|---|---|---|---|
| in Tsd € | in Tsd € | in Tsd € | 2.-4. Tranche in Stück | |
| Prof. Dr. Ekkehard D. Schulz, Vorsitzender | 728,6 | 512,0 | 1.240,6 | 121.250 |
| Dr. Ulrich Middelmann, stellv. Vorsitzender | 569,2 | 400,0 | 969,2 | 81.250 |
| Dr. Olaf Berlien (seit 01.04.2002) | 240,0 | 160,0 | 400,0 | 25.000 |
| Dr. Hans-Erich Forster | 455,4 | 320,0 | 775,4 | 75.000 |
| Dr. Jürgen Harnisch | 455,4 | 320,0 | 775,4 | 55.000 |
| Dieter Hennig | 455,4 | 320,0 | 775,4 | 75.000 |
| Dr. Gerhard Jooss | 455,4 | 320,0 | 775,4 | 75.000 |
| Dr. A. Stefan Kirsten (seit 01.08.2002) | 80,0 | 53,0 | 133,0 | 25.000 |
| Prof. Dr. Eckhard Rohkamm | 455,4 | 320,0 | 775,4 | 75.000 |
| Jürgen Rossberg (bis 31.12.2001) | 107,3 | – | 107,3 | 50.000 |
| Dr. Heinz-Gerd Stein | 455,4 | 320,0 | 775,4 | 75.000 |
| Insgesamt | 4.457,5 | 3.045,0 | 7.502,5 | 732.500 |
Die Wertzuwachsrechte führen am Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums zu einer Vergütung in Geld, wenn mindestens eine der beiden Performance-Hürden erfüllt ist, die der Long Term Management Incentiveplan festlegt. Zum 30. September 2002 waren die ausgegebenen Wertzuwachsrechte der 2.-4. Tranche bei hypothetischer Ausübung zum Bilanzstichtag nicht werthaltig.
Im Berichtsjahr wurden Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.
Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen belaufen sich auf 14,8 Mio €. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind 116,3 Mio € zurückgestellt.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten gemäß § 14 der Satzung derzeit außer der Erstattung ihrer baren Auslagen eine Vergütung, die sich zusammensetzt aus einem fixen Bestandteil von 16.000 € und einer Tantieme von 1.000 € je ein Prozent Dividende, die über 4 % des Grundkapitals hinaus für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die feste Vergütung und die Tantieme betragen für den Vorsitzenden jeweils das Doppelte und für seinen Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Beträge. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine im Verhältnis geringere Vergütung. Auch die Vergütungen des Aufsichtsrats sind im Folgenden individualisiert offen gelegt.
Für das Geschäftsjahr 2001/2002 wird den Mitgliedern des Aufsichtsrats auf Basis der vorgeschlagenen Dividende von 0,40 € je Stückaktie eine Vergütung von insgesamt 592.045 € gewährt. Dieser Gesamtbetrag setzt sich aus 342.904 € für die feste Vergütung und 249.141 € für die Tantieme zusammen. Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen für das Berichtsjahr 2001/2002 Beträge, die in der Tabelle auf Seite 38 aufgelistet sind.
Mitgliedern des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp ag werden für Aufsichtsratsmandate bei Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr 2001/2002 Vergütungen von 0,2 Mio € gewährt. Darüber hinaus haben sie im Berichtsjahr keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten.
| VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS 2001/2002 | |||
|---|---|---|---|
| in € | Feste Vergütung | Tantieme | Insgesamt |
| Dr. Gerhard Cromme, Vorsitzender | 32.000 | 23.250 | 55.250 |
| Dieter Schulte, stellv. Vorsitzender | 24.000 | 17.438 | 41.438 |
| Dr. Karl-Hermann Baumann | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Wolfgang Boczek | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Carl-L. von Boehm-Bezing | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Udo Externbrink | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Herbert Funk (seit 26.06.2002) | 4.252 | 3.089 | 7.341 |
| Dr. Klaus Götte | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Klaus Ix | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Gerd Kappelhoff | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Dr. Martin Kohlhaussen | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Dr. Heinz Kriwet | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Reinhard Kuhlmann | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Dr. Mohamad-Mehdi Navab-Motlagh | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Dr. Friedel Neuber | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Thomas Schlenz | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Dr. Henning Schulte-Noelle | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Wilhelm Segerath | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Ernst-Otto Tetau | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Bernhard Walter | 16.000 | 11.625 | 27.625 |
| Dieter Wittenberg (bis 31.05.2002) | 10.652 | 7.739 | 18.391 |
| Insgesamt | 342.904 | 249.141 | 592.045 |
Eine am langfristigen Unternehmenserfolg orientierte Vergütungskomponente wird auch für den Aufsichtsrat angestrebt.
Gemäß den Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wird angestrebt, die Aufsichtsratsvergütung um eine Komponente zu erweitern, die sich am langfristigen Unternehmenserfolg orientiert. Ferner sollen künftig auch der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen bei der Vergütung berücksichtigt werden.
Umgang mit Risiken
Zu einer guten Corporate Governance gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken. Im Rahmen des wertorientierten Managements im Konzern unterstützt ein systematisches Risikomanagement die Aufdeckung und Optimierung von Risikopositionen. Das Risikomanagementsystem der ThyssenKrupp ag wird von den Abschlussprüfern im In- und Ausland geprüft, kontinuierlich weiterentwickelt und an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Einzelheiten finden sich im Kapitel "Risikomanagement" auf den Seiten 148 - 153 dieses Geschäftsberichts.
Verbesserung der Transparenz
Zum Grundverständnis bei ThyssenKrupp gehört die aktuelle und offene Kommunikation mit den Aktionären und allen Teilnehmern des Kapitalmarktes, um das Wertpotenzial der ThyssenKrupp Aktie transparent zu machen. Hohe Priorität hat dabei der Anspruch, allen Zielgruppen die gleichen Informationen zum selben Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen. Über das Internet können sich auch die Privatanleger zeitnah über aktuelle Entwicklungen im Konzern informieren. Ad-hoc-Mitteilungen der ThyssenKrupp ag werden den Aktionären auf der Website der Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden wesentliche Vorgänge innerhalb des Unternehmens über Pressemitteilungen, die ebenfalls auf der Website der Gesellschaft publiziert werden, bekannt gemacht. Auch die Satzung der Gesellschaft sowie die Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat sind ins Internet eingestellt. Die Gesellschaft veröffentlicht hier unverzüglich Mitteilungen von Aktionären, die durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise 5, 10, 25, 50 oder 75 % der Stimmrechte an der Gesellschaft erreicht, über- oder unterschritten haben.
Detaillierte Informationen zur Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bei ThyssenKrupp finden Sie unter www.thyssenkrupp.com/ger/ investor/corporate-governance.html auf unserer Website.
Die Gesellschaft bietet allen Aktionären und Interessierten an, einen elektronischen Newsletter zu abonnieren, der kontinuierlich über aktuelle Entwicklungen im Konzern, wichtige Ereignisse, Neuerscheinungen, Ad-hoc- sowie Pressemeldungen informiert.
Mit Inkrafttreten des 4. Finanzmarktförderungsgesetzes am 01. Juli 2002 müssen gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp ag den Erwerb oder die Veräußerung von ThyssenKrupp Aktien offen legen. Bis zum 30. September 2002 sind der ThyssenKrupp ag keine Meldungen zugegangen. Mitteilungspflichtiger Besitz nach Ziffer 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex lag zum 30. September 2002 ebenfalls nicht vor.
Die Mandate der Vorstands- und der Aufsichtsratsmitglieder sind auf den Seiten 230 - 233 des Finanzberichts angegeben.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Der Anhang zum Konzernabschluss enthält auf den Seiten 190 - 192 konkrete Angaben über den Long Term Management Incentiveplan, ein wertpapierorientiertes Anreizsystem der Gesellschaft, dessen wesentliche Elemente auch auf der Website beschrieben sind. Die Beziehungen zu nahe stehenden Personen sind ebenfalls im Anhang des Konzernabschlusses auf den Seiten 213 - 214 dargestellt.
Mit dem Abschlussprüfer, der kpmg Deutsche Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin und Frankfurt am Main, wurde vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats bzw. der Prüfungsausschuss über Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Prüfung auftreten, unverzüglich unterrichtet wird und dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Des Weiteren wurde vereinbart, dass der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung ergeben.
Unser Service für Sie: Abonnieren Sie im Internet unseren E-Mail-Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben. ThyssenKrupp Aktie Das Geschäftsjahr 2001/2002 war für die Mehrzahl der Anleger kein gutes Börsenjahr; der dax verlor nahezu 36 % und der dj stoxx rund 25 %. Die ThyssenKrupp Aktie dagegen konnte das Vorjahresniveau in etwa halten; sie wird jedoch immer noch etwa 30 % unter dem Buchwert bewertet. Mehr über die Kursentwicklung, die Aktionärsstruktur und unsere Investor-Relations-Arbeit erfahren Sie in diesem Kapitel.
| 1998/1999 | 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Grundkapital | Mio € | 1.315 | 1.317 | 1.317 | 1.317 |
| Anzahl Aktien | Mio Stück | 514,5 | 514,5 | 514,5 | 514,5 |
| Börsenwert Ende September | Mio € | 9.621 | 7.918 | 5.814 | 5.762 |
| Kurs Ende September | € | 18,70 | 15,39 | 11,30 | 11,20 |
| Höchstkurs | € | 24,55 | 33,60 | 20,69 | 18,50 |
| Tiefstkurs | € | 12,84 | 15,27 | 9,93 | 10,87 |
| Dividende | € | 0,72 | 0,75 | 0,60 | 0,402) |
| Dividendensumme | Mio € | 368 | 386 | 309 | 2062) |
| Dividendenrendite | % | 3,8 | 4,9 | 5,3 | 3,6 |
| Ergebnis je Aktie | |||||
| nach Firmenwertabschreibungen | € | 0,521) | 1,02 | 1,29 | – |
| vor Firmenwertabschreibungen | € | 0,961) | 1,46 | 1,76 | 0,42 |
| normalisiertes Ergebnis je Aktie | |||||
| nach Firmenwertabschreibungen | € | 0,791) | 0,89 | 0,58 | – |
| vor Firmenwertabschreibungen | € | 1,231) | 1,33 | 1,05 | 0,48 |
| Aktienumsatz Inland | |||||
| (durchschnittlicher Tagesumsatz) | Mio Stück | 1,5 | 1,8 | 1,7 | 2,0 |
Unbefriedigende Kursentwicklung
KENNZAHLEN ZUR THYSSENKRUPP AKTIE
Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2001/2002 entwickelte sich der Kurs der ThyssenKrupp Aktie durchaus positiv. Nach den starken Kursverlusten zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres hatte sich die Aktie in einem freundlichen Umfeld wieder deutlich erholt und legte von Oktober bis Dezember 2001 um 45 % zu. Der Deutsche Aktienindex (dax) gewann im gleichen Zeitraum rund 20 %.

Im 2. Quartal hielt der positive Trend zwar noch an, zeigte jedoch erste Anzeichen der Abschwächung. Die ThyssenKrupp Aktie stieg in diesem Zeitraum um rund 8 Prozentpunkte stärker als der dax und erreichte am 19. März 2002 mit 18,50 € den höchsten Stand im Geschäftsjahr.
Das 3. Quartal war durch ein sich insgesamt eintrübendes Marktumfeld gekennzeichnet. Sowohl die ThyssenKrupp Aktie als auch die beiden maßgeblichen Indizes dax und dj stoxx verzeichneten deutliche Kursrückgänge. Die ThyssenKrupp Aktie verlor jedoch mit 15,1 % weniger als der dax, der einen Rückgang von 18,8 % hinnehmen musste.
Die negative Marktentwicklung setzte sich auch im 4. Quartal fort. Insbesondere fehlende konjunkturelle Impulse und große politische Unsicherheiten prägten das Ende des Berichtsjahres. In diesem Umfeld notierte die ThyssenKrupp Aktie am 24. September 2002 mit 10,87 € auf dem Tiefststand im Geschäftsjahr und schloss am 30. September mit einem Kurs von 11,20 €. Im 4. Quartal verlor die Aktie rund 27 %. Der dax fiel zum Ende des Geschäftsjahres unter die Marke von 2.800 Punkten und büßte mit 37 % noch mehr ein.
Den höchsten Kurs im Berichtsjahr erreichte die ThyssenKrupp Aktie am 19. März 2002 mit 18,50 €.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2001/2002 ergibt sich folgendes Bild: Während ThyssenKrupp ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres lag (–0,88 %), mussten die Indizes dax mit –35,73 % und dj stoxx mit –25,35 % deutliche Verluste hinnehmen. Die Marktkapitalisierung zum 30. September 2002 veränderte sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls nur geringfügig; mit 5,76 Mrd € lag sie rund 30 % unter dem Buchwert.

Liquider Handel in Xetra
Die ThyssenKrupp Aktie ist an der Frankfurter Wertpapierbörse, dem bedeutendsten und umsatzstärksten inländischen Börsenplatz, sowie an der Rheinisch-Westfälischen Börse zu Düsseldorf, der Heimatbörse der Gesellschaft, zum amtlichen Handel zugelassen. Außerdem ist sie in das vollelektronische Handelssystem Xetra der Deutsche Börse ag einbezogen, in dem Wertpapiergeschäfte der Anleger an den Handelstagen von 9 bis 20 Uhr abgewickelt werden. Ferner werden auf unsere Aktie Optionen an der Terminbörse Eurex Deutschland gehandelt.
Verschiedene Emissionshäuser begeben darüber hinaus laufend zahlreiche derivative Finanzinstrumente auf die ThyssenKrupp Aktie, wie Optionsscheine, Aktienanleihen oder Aktien-Discount-Zertifikate. Im Ausland können private und institutionelle Investoren die Aktie an der London Stock Exchange sowie an der swx Swiss Exchange in Zürich erwerben.
An den deutschen Börsen wurden im Berichtsjahr rund 508 Mio Stück ThyssenKrupp Aktien gehandelt; das sind 21 % mehr als im Vorjahr mit rund 419 Mio Stück. Der Umsatz pro Börsentag betrug durchschnittlich 2,0 Mio Stück. Der Handel von ThyssenKrupp Aktien an der Londoner Börse erfolgt über verschiedene Handelsplattformen, vor allem über das internationale Xetra-Handelssystem der Deutsche Börse ag sowie außerbörslich im otc-Verfahren (Over the Counter). Dieser Xetra-Handel ist in den Umsatzangaben der Frankfurter Wertpapierbörse bereits berücksichtigt. Direkt an der Londoner Börse und auch an der swx Swiss Exchange werden Aktien kaum umgesetzt, so dass man diese Positionen statistisch vernachlässigen kann.
Die ThyssenKrupp Aktie wird in wichtigen Indizes berücksichtigt, die Gradmesser des jeweiligen Kapitalmarktes und Wirtschaftsraumes sind. In Deutschland zählt ThyssenKrupp zu den 30 wichtigsten börsennotierten Unternehmen, deren Aktienkurse in den dax einfließen. Nach den beiden maßgeblichen Kriterien – Marktkapitalisierung und Börsenumsatz – belegte unsere Aktie in der Rangliste des dax am 30. September 2002 den 16. Platz bzw. den 20. Platz. Darüber hinaus ist ThyssenKrupp noch in den entsprechenden Branchenindizes enthalten. Auf europäischer Ebene wird die Aktie auch in die Berechnung der dj stoxx Indexfamilie einbezogen. Sie ist sowohl im breiten dj stoxx als auch im dj eurostoxx sowie den dazugehörigen Branchenindizes enthalten.
Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie – Earnings per Share (eps) – errechnet sich aus der Division des Konzern-Jahresüberschusses durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien. Im Geschäftsjahr 2001/2002 waren durchschnittlich 514,5 Mio Stück Aktien ausgegeben. Das eps betrug 0,42 €.
Einmaleffekte werden beim eps nach us-gaap in der Regel nicht eliminiert. Eine Ausnahme gilt lediglich für den erstmaligen Impairment-Test. Im normalisierten eps werden von uns zur besseren Vergleichbarkeit ferner Einmaleffekte durch Portfolio-Veränderungen herausgerechnet. 2001/2002 gehörten zu den positiven Effekten die Veräußerung des Aktienanteils am finnischen Aufzughersteller Kone, des über die Bergemann GmbH gehaltenen Anteils an der Ruhrgas ag sowie weiterer kleinerer Aktivitäten. Nach diesen Korrekturen errechnet sich – nach 1,05 € im Vorjahr – für 2001/2002 ein normalisiertes eps von 0,48 €.
Der inländische Börsenumsatz lag 2001/2002 bei rund 508 Mio Stück ThyssenKrupp Aktien, das war ein Plus von 21 %.
Dividende
Der Hauptversammlung am 21. Februar 2003 wird vorgeschlagen, die Zahlung einer Dividende von 0,40 € je Stückaktie zu beschließen. Bezogen auf den Börsenkurs der Aktie von 11,20 € am 30. September 2002 errechnet sich eine Dividendenrendite von 3,6 %. Die Ausschüttungsquote beträgt 79,8 % vom Jahresüberschuss der ThyssenKrupp ag bzw. 95,4 % vom Konzern-Jahresüberschuss.

Grundkapital unverändert
Das Grundkapital beträgt unverändert 1.317.091.952,64 €. Es ist in 514.489.044 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Die Aktien sind in Sammelurkunden verbrieft. Ein Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung seiner Aktien ist satzungsgemäß ausgeschlossen.
Ein genehmigtes bzw. bedingtes Kapital zur Ausgabe neuer Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage steht zurzeit nicht zur Verfügung. Auch besteht bislang keine Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien, da dem weiteren Abbau der Finanzverbindlichkeiten eine höhere Priorität eingeräumt wurde.
Weiterhin rund 300.000 Aktionäre
Eine Aktionärserhebung zum 30. September 2001 ergab, dass das Grundkapital von rund 292.000 Aktionären gehalten wird. Die Gesamtanzahl der zu unserer letzten Hauptversammlung von den Kreditinstituten versandten Einladungen deutet darauf hin, dass die Anzahl unserer Aktionäre sich zwischenzeitlich nicht grundlegend verändert hat.
Die Aktionärserhebung brachte folgende wesentliche Erkenntnisse: Von den rund 292.000 Aktionären entfallen rund 282.000 auf private Anleger mit 22 % und rund 10.000 auf institutionelle Anleger mit 78 % des Grundkapitals. Inländische Investoren sind mit 74 % und ausländische Investoren mit 26 % am Aktienkapital beteiligt.
Einen wesentlichen Anteil der 282.000 Privatanleger bilden die rund 50.000 ThyssenKrupp Mitarbeiter, die im Mai 2001 Belegschaftsaktien erworben haben. Im Kalenderjahr 2002 wurden keine Belegschaftsaktien ausgegeben.
Aktionäre in Deutschland halten 74 % unseres Aktienkapitals, die übrigen 26 % befinden sich bei ausländischen Anlegern.
STAMMDATEN DER THYSSENKRUPP AKTIE
| Wertpapier-Kenn-Nummern | ||
|---|---|---|
| Deutschland | 750 000 | |
| Großbritannien | 5636927 | |
| Schweiz | 412 006 | |
| isin International Stock Identification Number | DE 000 750 0001 | |
| Kürzel | ||
| Börsen | Frankfurt, Düsseldorf, swx Zürich | TKA |
| London | THK | |
| Reuters | Börse Frankfurt | TKAG.F |
| Xetra-Handel | TKAG.DE | |
| Bloomberg | TKA | |
Gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) wurden uns folgende bedeutende Stimmrechtsanteile per 01. April 2002 gemeldet: 18,83 % von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen, und 7,50 % von der IFIC Holding ag, Essen. Beide Meldungen wurden gemäß § 25 Abs. 1 WpHG in einem Börsenpflichtblatt veröffentlicht sowie in unsere Website eingestellt.
Darüber hinaus teilte uns die Capital Group Inc., Los Angeles/ca/usa, gemäß WpHG mit, dass sie am 15. August 2002 mit 5,0021 % die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der ThyssenKrupp ag überschritten hat. Wenig später wurden wir darüber informiert, dass diese Gesellschaft am 21. August 2002 die 5-%-Schwelle der ThyssenKrupp Stimmrechte wieder unterschritten hat und ihr Anteil nunmehr 4,88 % beträgt. Beide Mitteilungen haben wir in einem Börsenpflichtblatt veröffentlicht und ebenfalls in unsere Website eingestellt. Veränderungen unterhalb der 5-%-Schwelle sind gemäß WpHG nicht mitteilungspflichtig.
Der Free Float, der in der Regel bei der Gewichtung der ThyssenKrupp Aktie in den Indizes nach Definition der relevanten Börsen berücksichtigt wird, beträgt rund 74 %.
Nach § 15a WpHG müssen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder börsennotierter Gesellschaften und ihre Familienangehörigen Geschäfte in Wertpapieren der eigenen Gesellschaft (Director's Dealings) unverzüglich mitteilen, wenn der Wert der Geschäfte bezogen auf die Gesamtanzahl der vom Meldepflichtigen innerhalb von 30 Tagen getätigten Geschäfte 25.000 € übersteigt. Die Mitteilungspflicht besteht gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie dem Emittenten. Der Emittent wiederum hat die Mitteilung zu veröffentlichen. Wir haben Vorsorge getroffen, dass derartige Meldungen unverzüglich in unsere Website eingestellt werden. Bis zum 30. September 2002 sind uns keine Mitteilungen zugegangen.
Die ThyssenKrupp Website informiert über die Struktur unserer Aktionäre, darunter auch über bedeutende Stimmrechtsanteile.
Wertmanagement und Value-Reporting
Die kontinuierliche und nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes steht im Mittelpunkt unserer Unternehmenspolitik. Die Basis dafür liefert unser wertorientiertes Managementsystem. Dabei konzentriert sich ThyssenKrupp auf Geschäftsfelder mit überdurchschnittlichen Wachstumsund Ertragschancen und versucht, dort seine Marktposition auszubauen.
Zur Planung, Kontrolle und Steuerung haben wir ein integriertes und konzernweit einheitliches Controllingkonzept implementiert. Zentrale Zielkriterien sind der Return on Capital Employed (roce) und der Wertbeitrag. Über diese Kriterien erfolgt im Rahmen eines aktiven Portfoliomanagements eine effiziente Ressourcenallokation. Weitere Ausführungen zu diesem Thema sind auf den Seiten 139 - 142 dieses Geschäftsberichts zu finden.
Im Rahmen des Value-Reporting kommunizieren wir kontinuierlich wertorientierte Informationen, die über die Pflichtberichterstattung hinausgehen. Wichtig ist für uns das Prinzip, dass alle Zielgruppen die gleichen Informationen zur gleichen Zeit erhalten. Das Value-Reporting trägt damit zu einer bestmöglichen Transparenz und Kapitalmarkteffizienz bei und ermöglicht privaten und institutionellen Investoren sowie Finanzanalysten eine realistischere Einschätzung des Wertpotenzials der Aktie.
Corporate Governance
Bereits vor Veröffentlichung des Deutschen Corporate Governance Kodex hatte eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschaffung ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens bei ThyssenKrupp einen hohen Stellenwert. Um dies noch einmal zu verdeutlichen, haben der Vorstand und der Aufsichtsrat am 01. Oktober 2002 die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommision Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Ausführlich berichten wir zu diesem Thema im Kapital "Corporate Governance bei ThyssenKrupp" auf den Seiten 34 - 39 dieses Geschäftsberichts.
Investor Relations
Auch 2001/2002 stand faire und kontinuierliche Kommunikation im Mittelpunkt unserer Investor-Relations-Arbeit. Der Dialog mit dem Kapitalmarkt zielte insbesondere auf meinungsbildende Finanzanalysten und institutionelle Investoren.
Auf zwei Analystentreffen und in mehreren Conference Calls für Finanzanalysten haben wir aktuell und umfassend über die Perspektiven und Potenziale von ThyssenKrupp informiert.
Den Dialog mit institutionellen Investoren haben wir weiter intensiviert. Hierzu zählen die zahlreichen Gespräche am Verwaltungssitz in Düsseldorf sowie die Präsentationen auf Investorenkonferenzen. Einen Schwerpunkt bilden unsere Roadshow-Aktivitäten: In zwei großen Roadshows besuchten wir weltweit die bedeutendsten Finanzplätze für ThyssenKrupp – Deutschland, Großbritannien, die usa und die Schweiz. Zahlreiche weitere Plätze wurden in kleineren Roadshows informiert. Die Präsentationen für Analysten sowie die Investoren-Handouts zu unseren Roadshows sind für alle Interessierten frei im Internet verfügbar.
Der Dialog mit dem Kapitalmarkt wurde 2001/2002 weiter vertieft und zielgruppenorientiert ausgebaut.
Auch die Kommunikation mit Privatanlegern bauten wir weiter aus. Zusammen mit Banken und Aktionärsvereinigungen wurden mehrere Präsentationen organisiert. Die wichtigste Veranstaltung mit hoher Präsenz – rund 60 % des Grundkapitals waren vertreten – war im Berichtsjahr wieder die Hauptversammlung.
Unverändert hohen Stellenwert hat auch unser Internet-Auftritt. Das breite Angebot für Anleger umfasst aktuelle Kurse, Ad-hoc- und Presse-Mitteilungen, Finanzberichte, Informationen zu Corporate Governance, Finanzkalender und Hauptversammlung. Künftig werden wir auch die Bilanzpressekonferenz, die Hauptversammlung und die Analystenmeetings im Internet übertragen sowie den Aktionären die Bevollmächtigung von Stimmrechtsvertretern über das Internet ermöglichen. Darüber hinaus sollen die Conference Calls für alle Interessierten geöffnet werden. Mit diesen Schritten wollen wir die Möglichkeiten des Internets für die Kommunikation mit Privatanlegern voll ausnutzen.
Besuchen Sie uns im Internet: Unter www.thyssenkrupp.com finden Sie ständig aktuelle Informationen über den Konzern.
future value Transparenz Die Karten liegen auf dem Tisch.
Investor
"Ein hohes Maß an Transparenz der veröffentlichten Zahlen und gute Corporate Governance sind nötig, um die Interessen der Aktionäre sicherzustellen."
Ann Steele, Senior Investment Manager, Gartmore's European Equity team, London, Großbritannien


Journalist "Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, umfassend informiert zu sein. Mit unserer Hilfe."
Dr. Jürgen Dunsch, Ressortleiter Unternehmen, f.a.z., Frankfurt, Deutschland


wir stehen zu dem, was wir tun. Deshalb reden wir darüber. Für uns ist das selbstverständlich. Unseren Aktionären als Kapitalgebern sind wir verpflichtet. Unser Anspruch ist es, umfassend, transparent und zeitnah zu informieren. Dem kommen wir beispielsweise mit regelmäßigen Finanzberichten nach, die Vorbildcharakter haben. Dies wurde jüngst von einer Fachjury des manager magazins bestätigt, die den Geschäftsbericht 2000/2001 von ThyssenKrupp mit dem Prädikat "sehr gut" zum besten aus allen Börsenindizes kürte. Darüber hinaus wurde unsere Website in diversen Untersuchungen mit ersten Plätzen ausgezeichnet. Und wer darüber hinaus noch Fragen hat, ist bei unseren Ansprechpartnern von Investor Relations und Presse gut aufgehoben. Ganz gleich, ob er Kleinanleger ist oder Wirtschaftsjournalist.
ThyssenKrupp
"Der offene und kontinuierliche Dialog ist die Grundlage unserer Kapitalmarktkommunikation. Unser Ziel ist es, Informationsasymmetrien zwischen Unternehmen und Kapitalmarkt zu verringern."
Nicola Haase, Manager Investor Relations, ThyssenKrupp ag, Düsseldorf, Deutschland

future value Innovation Damit Ideen nicht nur Ideen bleiben.

Kunde
"Wir wollten den Fernseher bauen, den unsere Kunden verlangten. Doch mit den verfügbaren Materialien war das nicht möglich."
Berthold Thoma, Manager Mask Production Operation, und Rolf Reidinger, Director Production Engineering, Panasonic, Esslingen, Deutschland
ThyssenKrupp
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"Das Gute an Stahl ist, dass man ihm fast jede gewünschte Eigenschaft geben kann."
Dr.-Ing. Thomas Heller, Gewinner des ThyssenKrupp Innovationspreises 2002, ThyssenKrupp Stahl ag, Duisburg, Deutschland
ThyssenKrupp
"Das Problem ist nicht, eine gute Idee zu haben, sondern sie in die Realität umzusetzen."
Dipl.-Ing. Günter Stich, Gewinner des ThyssenKrupp Innovationspreises 2002, ThyssenKrupp Stahl ag, Duisburg, Deutschland

Zwei innovative Werkstoffe für die Fertigung von Schattenmaskenrahmen, die beim Innovationspreis 2002 ausgezeichnet wurden: links Qualitätsstahl, rechts eine Nickelbasislegierung
wenn unsere kunden einen werkstoff brauchen, den es noch nicht gibt, erfinden wir ihn.
Zum Beispiel für die Serienfertigung von großformatigen Bildschirmen mit überlegener Bildqualität. Diese liegen beim Endverbraucher im Trend. Doch gleichzeitig stellen sie die Produktionstechniker vor große Herausforderungen. So wünschte sich unser Kunde Panasonic einen hochfesten Stahl für Flachbildschirmrahmen, der sich kostengünstig herstellen lässt. Diesen Wunsch konnten unsere Mitarbeiter Dr.-Ing. Thomas Heller und Dipl.-Ing. Günter Stich erfüllen: Gemeinsam entwickelten sie einen neuen hochfesten Complexphasenstahl, der auf teuere Legierungselemente verzichtet und vorgesehene Lieferungen aus Japan ersetzt. Die Idee hat nicht nur Panasonic begeistert, sie war auch einen ersten Platz im Innovationswettbewerb 2002 wert, in dem neue oder verbesserte Anwendungen, Fertigungstechnologien, Produkte und Dienstleistungen ausgezeichnet werden. Und die unsere Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft sichern.
Wirtschaftliche Entwicklung Die verzögerte Konjunkturbelebung hat sich 2001/2002 auch auf unsere Geschäftszahlen ausgewirkt. Gesunkener Auftragseingang, ein um 3 % zurückgegangener Umsatz und ein normalisiertes Ergebnis von 419 Mio € sind die Spuren dieses Wachstumstiefs. Gleichzeitig konnten wir aber unsere Netto-Finanzschulden deutlich abbauen. Angesichts des Ergebnisrückgangs und zur weiteren Stärkung der Finanzkraft des Konzerns entspricht eine Rücknahme der Dividende auf 0,40 € je Aktie dem Gebot verantwortungsbewussten Wirtschaftens. Für das neue Jahr rechnen wir mit einer für uns insgesamt positiven Geschäftsentwicklung, obwohl das konjunkturelle Umfeld schwierig bleiben wird.
- Geschäftsverlauf 2001/2002
- Ergebnis, Dividende
- Start ins neue Geschäftsjahr und Ausblick
Geschäftsverlauf 2001/2002 Im Geschäftsjahr 2001/2002 gingen vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld nur wenige Impulse aus: Der konjunkturelle Aufschwung hat sich verzögert, und das Wirtschaftswachstum ist wesentlich geringer ausgefallen als erwartet. Vor allem die Marktschwäche in der ersten Jahreshälfte hat die Geschäftsentwicklung von ThyssenKrupp beeinträchtigt. Der Auftragseingang nahm um 4 % auf 36,4 Mrd € ab, der Umsatz um 3 % auf 36,7 Mrd €. Das Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter erreichte 762 Mio € nach 1.117 Mio € im Vorjahr.
Stockende Konjunkturerholung
Am Anfang des Jahres 2002 hegte man noch die Erwartung, dass sich die Weltkonjunktur rasch und umfassend erholen werde, aber sie erfüllte sich nicht. Wichtige Stimmungsindikatoren kühlten sich im Jahresverlauf stark ab, die Wachstumsprognosen mussten Schritt für Schritt zurückgenommen werden. Belastend wirkten dabei auch die von den Finanzmärkten und von der Politik ausgehenden Unsicherheiten.
In den Industrieländern blieb 2002 das Wachstum besonders gering.
Das Welt-Sozialprodukt nahm 2002 nach den vorliegenden Daten um 1,5 % zu, der Welthandel nur um 2,0 %. Besonders gering blieb die Wachstumsdynamik in den entwickelten Industrieländern. In den usa hat die konjunkturelle Erholung nach einem kräftigen Aufschwung zu Jahresbeginn im weiteren Verlauf an Tempo verloren. Zwar wirkte der private Verbrauch stabilisierend, die Investitionen blieben jedoch schwach. Die japanische Wirtschaft fiel auch 2002; insgesamt konnte das kräftige Exportwachstum die schwache Binnennachfrage nicht kompensieren.
Gespalten war die Entwicklung in den Emerging Markets. Während die meisten asiatischen sowie mittel- und osteuropäischen Länder einen kräftigen Aufschwung verzeichneten, gab es deutliche Rückschläge in Lateinamerika, vor allem in Argentinien. Währungs- und finanzpolitische Unsicherheiten belasteten auch die Entwicklung in Brasilien.
In Westeuropa war der Konjunkturverlauf sehr verhalten. In Euroland erreichte das bip-Wachstum 2002 nach ersten Schätzungen weniger als 1 %, in Deutschland sogar nur 0,4 %. Maßgeblich hierfür war die Zurückhaltung der privaten Haushalte bei den Konsumausgaben und die der Unternehmen bei Investitionen. Auch von den Exporten ging nur eine geringe Wachstumsdynamik aus.
Branchenentwicklung uneinheitlich
Auf den für ThyssenKrupp wichtigen Märkten gab es nur punktuelle Verbesserungen. Die Weltrohstahlproduktion stieg 2002 auf etwa 890 Mio t. Das ist ein Zuwachs um 5 %, der im Wesentlichen auf die erhebliche Produktionssteigerung in China zurückgeht. In den entwickelten Industrieländern lag der Rohstahlausstoß knapp über Vorjahreshöhe. Mit der seit Anfang 2002 wieder anziehenden Stahlnachfrage zeigten auch die Stahlpreise nach dem vorjährigen Tiefststand wieder eine steigende Tendenz. Diese Trendwende wurde auf dem nordamerikanischen Markt

bereits Ende 2001 eingeleitet; verantwortlich hierfür war eine Verknappung des Angebots durch Kapazitätsschließungen und gesunkene Importe.
In Westeuropa führten der konjunkturbedingt niedrige Stahlverbrauch und der damit einhergehende Lagerabbau zunächst zu einer deutlichen Dämpfung der Stahlnachfrage. Der Stahlverbrauch erreichte seinen Tiefpunkt im 1. Quartal 2002. Danach füllten die Händler und Verbraucher ihre Läger wieder auf, so dass sich die Auftrags- und Beschäftigungslage in der Stahlindustrie verbesserte. Weil das Angebot weiterhin knapp blieb, konnten beginnend mit dem 2. Quartal 2002 auch in Westeuropa die Preise sukzessive erhöht werden. Nachhaltige Impulse aus den stahlverarbeitenden Industrien blieben jedoch weitgehend aus. Insgesamt erreichte die Stahlproduktion in Westeuropa 2002 das Vorjahresniveau. Das gilt auch für die deutsche Rohstahlerzeugung, die auf ein Volumen von 45 Mio t kam.
Im März 2002 verhängte die us-Regierung zum Schutz ihrer heimischen Stahlindustrie Strafzölle von bis zu 30 % auf Stahlimporte. Die auf Grund dieser Entscheidung erwartete Importschwemme in Europa blieb aus, da die eu-Kommission rechtzeitig mit entsprechenden Gegenmaßnahmen reagierte. In den usa führte die Zollbelastung der Stahlimporte zu einem kräftigen Preisanstieg. Statt der angestrebten Restrukturierung der us-Stahlindustrie könnte es daher dazu kommen, dass bereits stillgelegte Kapazitäten reaktiviert werden. Edelstahl Rostfrei ist von den us-Schutzzöllen nicht direkt betroffen; dennoch wird durch die Maßnahmen der us-Regierung der Protektionismus in anderen Ländern verstärkt.
Positiv entwickelte sich der Weltmarkt für rost-, säure- und hitzebeständige (rsh) Edelstahlgüten. Nach dem vorjährigen Mengenrückgang stieg die rsh-Rohstahlerzeugung 2002 um 6 % auf 19,9 Mio t. Bei Kaltflachprodukten nahm die Marktversorgung um mehr als 3 % auf 10,7 Mio t zu. Dazu trug in erster Linie der stark expandierende Verbrauch in Asien – vor allem in China und Südkorea – bei. Aber auch in Westeuropa und Nordamerika war dank der Aufstockung der Läger auf Normalniveau eine höhere Nachfrage zu verzeichnen. Zusammen mit
Die Stahlproduktion lag in Westeuropa und auch in Deutschland auf Vorjahreshöhe.

den gestiegenen Mengen haben sich seit Anfang 2002 auch die Preise für Edelstahl-Rostfrei-Produkte verbessert. In allen Verbrauchsregionen gelang es, die Basispreise anzuheben und die verteuerten Rohstoffkosten über Legierungszuschläge weiterzugeben.
Die internationale Automobilkonjunktur zeigte 2002 ein uneinheitliches Bild. Weltweit wurden nach vorläufigen Berechnungen rund 58 Mio Fahrzeuge produziert, 3 % mehr als im Vorjahr. Im Nafta-Raum stieg die Produktion auf 17 Mio Einheiten; dazu trug auch die nach wie vor von den nordamerikanischen Herstellern praktizierte Politik der erheblichen Kaufanreize bei. Gut entwickelte sich der Absatz der in den usa hergestellten japanischen Fahrzeuge und der Nischenmodelle der deutschen Oberklasse. Auch die leichten Nutzfahrzeuge konnten ihre Marktposition weiter ausbauen. Die Verkaufszahlen für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge profitierten von den am 01. Oktober 2002 in den usa in Kraft getretenen neuen Abgasvorschriften, die zu vorgezogenen Käufen in erheblichem Umfang führten.
Im südamerikanischen Markt schwächte sich die Automobilkonjunktur 2002 wegen der wirtschaftlichen Probleme in Argentinien und Brasilien weiter ab. In Brasilien wurden schätzungsweise 3 % weniger Fahrzeuge hergestellt. In Asien konnte hingegen das gute Ergebnis des Vorjahres ausgebaut werden, und auch in Japan nahm die Stückzahl wieder leicht zu. In Osteuropa blieb die Pkw- und Nkw-Produktion in etwa auf Vorjahresniveau.
In Westeuropa verminderte sich die Produktion von Personen- und Nutzkraftwagen nach gegenwärtigen Schätzungen um 4 % auf 16,8 Mio Fahrzeuge. Auch in Deutschland konnte die hohe Fertigungszahl des Vorjahres nicht gehalten werden. Die deutsche Automobilproduktion fiel 2002 um 6 % auf 5,4 Mio Einheiten; sowohl die Exporte als auch die Neuwagenverkäufe im Inland waren rückläufig. Ausländische Anbieter, vor allem französische Hersteller, haben dagegen Marktanteile gewonnen.
Kennzeichnend für die internationale Konjunktur war die ausgeprägte Schwäche bei den Investitionen, und zwar auf der ganzen Welt. Entsprechend blieben weiterhin Impulse für den Investitionsgütersektor aus. Bei gedrücktem Auftragseingang war 2002 in den meisten Ländern die Produktion im Maschinenbau rückläufig. In Deutschland nahm insbesondere die Nachfrage aus dem Inland ab. Deutlich schlechter entwickelte sich auch der deutsche Werkzeugmaschinenbau. In den usa schrumpfte die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen bereits im dritten Jahr in Folge.
Deutschlands Automobilproduktion ging 2002 um 6 % zurück.
Nach wie vor schwierig blieb ebenfalls die Lage der deutschen Bauwirtschaft; deren Auftragseingänge sind zum Teil noch weiter gefallen. Einbußen gab es vor allem beim Wohnungsbau in den neuen Bundesländern. In den übrigen Ländern Europas entwickelte sich die Baukonjunktur zumeist günstiger, während sie in den usa stagnierte.
Geschäftsbelebung im zweiten Halbjahr 2001/2002
Das Geschäft von ThyssenKrupp hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2001/2002 spürbar belebt. Höhere Auftragseingänge und Umsätze im 3. und 4. Quartal konnten allerdings das konjunkturell schwächere Geschäft in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres nicht kompensieren.
Der Auftragseingang des Konzerns erreichte 2001/2002 36,4 Mrd €, 4 % weniger als im Vorjahr. Rückgänge gab es vornehmlich bei Materials und Technologies; Automotive konnte dagegen höhere Bestellungen einbuchen.
| THYSSENKRUPP IN ZAHLEN | |||
|---|---|---|---|
| 2000/2001 | 2001/2002 | ||
| Auftragseingang | Mio € | 37.869 | 36.404 |
| Umsatz | Mio € | 38.008 | 36.698 |
| EBITDA | Mio € | 3.267 | 2.648 |
| Ergebnis* | Mio € | 1.117 | 762 |
| Mitarbeiter (30.09.) | 193.516 | 191.254 | |
| * vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter |
Der Umsatz von ThyssenKrupp nahm um 3 % auf 36,7 Mrd € ab. Umsatzeinbußen gab es insbesondere in den Segmenten Steel und Materials, während Automotive das Geschäft ausbauen konnte.
| UMSATZ NACH SEGMENTEN in Mio € |
||
|---|---|---|
| 2000/2001 | 2001/2002 | |
| Steel | 12.521 | 11.686 |
| Automotive | 6.115 | 6.337 |
| Elevator | 3.515 | 3.500 |
| Technologies | 5.733 | 5.806 |
| Materials | 9.622 | 8.875 |
| Serv | 2.589 | 2.549 |
| Real Estate | 317 | 320 |
| Corporate | 353 | 45 |
| Umsatz der Segmente | 40.765 | 39.118 |
| Umsatz zwischen den Segmenten | – 2.757 | – 2.420 |
| Konzern | 38.008 | 36.698 |

Der überwiegende Teil des Umsatzes entfiel auf Kunden im Ausland. Der Auslandsumsatz lag 2001/2002 bei 23,7 Mrd €, das entspricht 65 % des Konzernumsatzes. Regionale Absatzschwerpunkte waren die eu (ohne Deutschland) und Nafta mit Anteilen von 24 % bzw. 25 %.
Steel
| UMSATZ | ||
|---|---|---|
| in Mio € | 2000/2001 | 2001/2002 |
| Carbon Steel | 7.359 | 6.780 |
| Stainless Steel | 4.117 | 4.020 |
| Special Materials | 1.631 | 1.443 |
| Summe | 13.107 | 12.243 |
| Konsolidierung | – 586 | – 557 |
| Steel | 12.521 | 11.686 |
Im Segment Steel stand vor allem die erste Hälfte des Berichtsjahres im Zeichen schwacher konjunktureller Rahmenbedingungen mit negativen Auswirkungen auf die Mengen- und Preisentwicklung. Danach wirkte sich die Nachfrageerholung auf dem internationalen Stahlmarkt positiv aus, und zwar mit zunehmender Tendenz. Die Auftragseingänge stiegen kräftig an und die Nachfragebelebung wurde von Erlössteigerungen begleitet. Beides wurde jedoch erst mit einer zeitlichen Verzögerung umsatzwirksam. Der Umsatz von ThyssenKrupp Steel lag mit 11,7 Mrd € noch um 7 % unter dem Vorjahreswert, während der Auftragseingang mit einem Volumen von 11,7 Mrd € bereits in etwa schon wieder das Vorjahresniveau erreichte.
Die Rohstahlerzeugung blieb mit 16,7 Mio t um 2 % unter dem Vorjahreswert; Ursache hierfür waren vor allem nachfragebedingte Anpassungsstillstände bei Carbon Steel, die zeitweise Kurzarbeit erforderlich machten, andererseits aber zur Stabilisierung des Marktes beitrugen. Die Produktion bei Stainless Steel nahm demgegenüber im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr leicht zu.
Die Belebung der Stahlnachfrage schlug sich zeitlich verzögert im Umsatz nieder.
In der Business Unit Carbon Steel verminderte sich der Umsatz um 8 %. Dieser Rückgang ist vor allem auf niedrigere Mengen und Erlöse in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres zurückzuführen. Der durchschnittliche Nettoerlös je Tonne bei ThyssenKrupp Stahl gab 2001/2002 gegenüber dem Vorjahr um knapp 3 % nach. Verglichen mit der Entwicklung im wichtigsten Markt Westeuropa zeigte der Erlöstrend bei ThyssenKrupp Stahl eine geringere Volatilität, und zwar dank eines hohen Anteils längerfristiger Kontraktgeschäfte und des bewussten Verzichts auf extrem erlösschwache Aufträge im Spotgeschäft. Bei Quartalsabschlüssen wurden die Preise zum 01. April 2002 um 30 bis 40 €/t und zum 01. Juli 2002 um weitere 30 €/t angehoben. Diese Preisaufbesserungen wurden gegen Ende des Geschäftsjahres umsatzwirksam.
Bei Stainless Steel erreichte der Umsatz 4,0 Mrd €. Der Rückgang um 2 % resultiert aus niedrigeren Erlösen für rostfreie Produkte, während die Gesamtlieferungen leicht gestiegen sind. Für rsh-Kaltband wirkten sich vor allem im 1. Quartal des Geschäftsjahres die niedrigen Preise umsatzmindernd aus. Erst als sich die Nachfrage Anfang 2002 stabilisierte und die Auftragseingänge wieder stiegen, konnten ThyssenKrupp Nirosta und ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni vom 3. Quartal 2001/2002 an Basispreiserhöhungen am Markt durchsetzen. Auch die Legierungszuschläge zogen wegen der Entwicklung der Rohstoffpreise wieder deutlich an. Die Preise für rostfreie Flachprodukte lagen dadurch erst in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres wieder auf einem befriedigenden Niveau mit positiven Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung. Hiervon ausgenommen waren Langfristverträge, die gegen Ende des Jahres 2001 auf dem damaligen niedrigen Basispreisniveau abgeschlossen worden sind. Insgesamt blieb der Durchschnittserlös für rostfreie Flachprodukte im Geschäftsjahr 2001/2002 noch unter dem des Vorjahres. Bei den Nickelbasislegierungen sank der Umsatz, weil der Sondereffekt aus dem Euro-Münzgeschäft wegfiel und der us-Luft- und Raumfahrtmarkt schwach war.
Die Business Unit Special Materials, der im Berichtsjahr die gesamten Elektrobandaktivitäten des Segments zugeordnet wurden, verzeichnete einen Umsatz von 1,4 Mrd €. Obwohl die Marktbedingungen schwieriger waren, konnte sie bei Elektroband in wesentlichen Bereichen das Preisniveau halten. Der Umsatz mit Edelstahl-Langprodukten war konjunkturbedingt rückläufig. Die Preiserhöhungen von Steel konnten am Markt durchgesetzt werden.
Automotive
| UMSATZ in Mio € |
||
|---|---|---|
| 2000/2001 | 2001/2002 | |
| Chassis | 2.551 | 2.711 |
| Body | 1.718 | 1.751 |
| Powertrain | 1.762 | 1.862 |
| Summe | 6.031 | 6.324 |
| Konsolidierung | 84 | 13 |
| Automotive | 6.115 | 6.337 |
In einem konjunkturell schwierigen Marktumfeld und bei einem erheblichen Preisdruck durch die großen Automobilhersteller erzielte Automotive einen Umsatz von 6,3 Mrd €. Der Anstieg um 4 % ist im Wesentlichen auf Hoch- und Anläufe neu akquirierter Aufträge in Europa und im Nafta-Raum zurückzuführen. Darüber hinaus wirkten sich die vorgezogenen Käufe von Nutzfahrzeugen infolge der ab Oktober 2002 in den usa geltenden neuen Emissionsvorschriften positiv aus.
ThyssenKrupp Automotive hat seine Organisationsstruktur gestrafft und noch stärker auf die Kundenbedürfnisse fokussiert. Seit dem 01. Oktober 2001 besteht ThyssenKrupp Automotive aus nur noch drei Business Units: Chassis, Body und Powertrain. In jeder Business Unit ist das Systemgeschäft integriert.
Die Business Unit Chassis erzielte einen höheren Umsatz als im Vorjahr, was vor allem auf das bessere Geschäft in Nordamerika und Europa zurückging. Die nordamerikanischen Gesellschaften profitierten von höheren Abrufen bei leichten Nutzfahrzeugen und bei Personenkraftwagen. In Europa haben neue Pkw-Modelle wie zum Beispiel der Mini sowie Hochläufe verschiedener anderer Aufträge die Umsatzentwicklung ebenfalls positiv beeinflusst. Zum Teil wurden diese Zuwächse jedoch durch Volumenrückgänge im Federn-Bereich bzw. durch das Auslaufen der Produktion einzelner Fahrzeugmodelle wieder neutralisiert.
Der Umsatz der Business Unit Body konnte ebenfalls gesteigert werden. Dies ist zurückzuführen auf Neuanläufe mehrerer Fahrzeugmodelle, insbesondere bei den europäischen Gesellschaften, sowie auf die Erstkonsolidierung von Drauz Weinsberg Prototyping und p.a.d. Karosserietechnik. Im Nafta-Raum blieb der Umsatz mit Kunststoffkomponenten stabil.
Die Business Unit Powertrain profitierte bei geschmiedeten Kurbelwellen vom anhaltenden Dieselboom sowie von vorgezogenen Käufen auf Grund der neuen us-Emissionsvorschriften für schwere Nkw. Innovative Weiterentwicklungen bei Lenksystemen und die einbaufertige Bearbeitung von Nockenwellen stärkten die Marktstellung von ThyssenKrupp Automotive zusätzlich.
Neue Pkw-Modelle brachten Umsatzsteigerungen bei Chassis und Body.
Elevator
| UMSATZ | ||
|---|---|---|
| in Mio € | 2000/2001 | 2001/2002 |
| Deutschland/Österreich/Schweiz | 583 | 552 |
| Frankreich/Benelux | 374 | 384 |
| Spanien/Portugal/Südamerika | 518 | 497 |
| Nordamerika/Australien | 1.731 | 1.676 |
| Übriges Ausland | 249 | 313 |
| Fluggastbrücken | 62 | 78 |
| Accessibility | 110 | 108 |
| Summe | 3.627 | 3.608 |
| Konsolidierung | – 112 | – 108 |
| Elevator | 3.515 | 3.500 |
Das Segment Elevator setzte auch im Geschäftsjahr 2001/2002 seine erfolgreiche Entwicklung fort. Bei einem im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Auftragseingang lag der Umsatz mit 3,5 Mrd € auf Vorjahresniveau, obwohl die konjunkturelle Lage weltweit schwach war. Dabei ist zu bedenken, dass der seit Juni 2002 schwache us-Dollarkurs und die ebenfalls schwachen südamerikanischen Währungen die Auftragseingangs- und Umsatzzahlen zusätzlich gedrückt haben.
Trotz weltweit schwacher Konjunktur wurde der Umsatz bei Elevator gehalten.
Die reorganisierte Business Unit Deutschland/Österreich/Schweiz konnte sich trotz der schwachen Baukonjunktur behaupten. Während der Umsatz rückläufig war, ist der Auftragseingang gestiegen.
In der Business Unit Frankreich/Benelux erhöhten sich sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz. Dies ist vor allem der operativen Verbesserung der Aktivitäten zu verdanken.
Insgesamt verzeichnete die Business Unit Spanien/Portugal/Südamerika geringe Umsatzverluste bei einem leicht gestiegenen Auftragseingang. Dennoch konnte die Marktposition in Südamerika trotz der erheblichen wirtschaftlichen Probleme und der ungünstigen Wechselkursentwicklung unter anderem durch die Akquisition von Kone Südamerika stabilisiert werden.
Die Business Unit Nordamerika/Australien konnte ihre starke Marktposition trotz des erwartet schwachen Konjunkturverlaufs weiter festigen. Auf Dollar-Basis hat sich der Umsatz vom hohen Vorjahresniveau aus weiter gesteigert, während der Auftragseingang leicht nachgegeben hat.
Die Entwicklung in der Business Unit Übriges Ausland war überwiegend erfreulich; besonders in China und in Großbritannien stiegen Auftragseingang und Umsatz signifikant an. In Osteuropa und Asien haben wir durch Akquisitionen unsere Marktaufstellung deutlich verbessert.
Die Business Unit Fluggastbrücken verzeichnete auf Grund ihrer Auftragsbestände aus dem vorangegangenen Jahr einen höheren Umsatz. Der Auftragseingang ging jedoch infolge des Einbruchs im Flugverkehr nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001 deutlich zurück.
In der Business Unit Accessibility, die Treppen- und Plattformlifte sowie kleine Aufzüge für private Häuser herstellt, erhöhte sich der Auftragseingang, während der Umsatz leicht rückläufig war.
Technologies
| UMSATZ in Mio € |
||
|---|---|---|
| 2000/2001 | 2001/2002 | |
| Production Systems | 1.656 | 1.390 |
| Plant Technology | 1.436 | 1.418 |
| Marine | 708 | 911 |
| Mechanical Engineering | 1.997 | 2.065 |
| Summe | 5.797 | 5.784 |
| Konsolidierung | – 64 | 22 |
| Technologies | 5.733 | 5.806 |
In einem schwierigen Marktumfeld erreichte Technologies einen Auftragseingang von 5,3 Mrd €, 7 % weniger als im Vorjahr. Kaufzurückhaltung in wichtigen Kundenmärkten und zahlreiche Auftragsverschiebungen verhinderten eine bessere Entwicklung. Der Umsatz lag mit 5,8 Mrd € leicht über Vorjahresniveau.
Bei Production Systems führten insbesondere die weiter gesunkene Nachfrage nach Werkzeugmaschinen in den usa und das zögerliche Investitionsverhalten wichtiger Abnehmer zu rückläufigen Auftragseingängen und Umsätzen im Bereich Zerspanung. Auch die Aggregatmontage konnte nicht an die Vergleichszahlen des Vorjahres anschließen. Die Karosserietechnik legte dagegen sowohl bei Auftragseingang als auch bei Umsatz zu.
Plant Technology verbuchte einen Auftragseingang unter Vorjahresniveau. Verschiebungen ins nächste Geschäftsjahr bei Uhde konnten durch Zuwächse bei der Fördertechnik und bei EnCoke nicht ausgeglichen werden. Polysius erreichte das hohe Niveau des Vorjahres. Die Verringerung des Umsatzes wurde vor allem durch geringere Anarbeitungsgrade sowie eine schwache Nachfrage bei EnCoke verursacht.
Marine mit den Werften Blohm + Voss und Nordseewerke zeigte erneut eine erfreuliche Geschäftsentwicklung. Die Auftragseingänge übertrafen den Vorjahreswert um mehr als das Doppelte, und auch der Umsatz lag deutlich über Vorjahresniveau. Dies haben wir erreicht, obwohl erwartete Aufträge im Zivil- wie im Marineschiffbau in die Folgejahre verschoben wurden.
Mechanical Engineering behauptete sich trotz der schwachen Baukonjunktur und der rückläufigen Nachfrage aus dem Maschinenbau. Der Umsatzanstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Transrapid-Auftrag Shanghai.
Die Geschäftsentwicklung von Marine war 2001/2002 erneut erfreulich.
Materials
| UMSATZ in Mio € |
2000/2001 | 2001/2002 |
|---|---|---|
| MaterialsServices Europe | 5.101 | 4.619 |
| MaterialsServices North America | 1.214 | 1.119 |
| Special Products | 3.493 | 3.222 |
| Summe | 9.808 | 8.960 |
| Konsolidierung | – 186 | – 85 |
| Materials | 9.622 | 8.875 |
Im Segment Materials erreichte der Umsatz 8,9 Mrd €. Der Rückgang um 8 % ist vor allem Folge der schwachen Entwicklung im nationalen und internationalen Werkstoffhandel. Nachfrage und Preisentwicklung blieben weltweit hinter den Erwartungen zurück. Das Preisniveau – insbesondere im Inland – lag zum Teil deutlich unter dem des Vorjahres; die Preiserhöhungen der Stahlindustrie im zweiten Halbjahr ließen sich auf Grund der Wettbewerbssituation im Lager- und Servicegeschäft nicht in gleicher Weise durchsetzen. Hierdurch erklärt sich im Wesentlichen der Umsatzrückgang in den Business Units MaterialsServices Europe sowie MaterialsServices North America. Darüber hinaus haben wir Teile des Streckengeschäfts mit Werken aus Drittländern unter dem Gesichtspunkt der Margenverbesserung und Risikominimierung zurückgeführt.
Die Business Unit MaterialsServices Europe setzte den Ausbau des Servicegeschäfts planmäßig fort. Neue Stützpunkte – hauptsächlich in Mittel- und Osteuropa – sowie die Vernetzung mit den bestehenden Gesellschaften führten zu einer deutlichen Verbesserung der Standortpräsenz.
In einem äußerst schwachen us-Markt konnte die Business Unit MaterialsServices North America durch intensives Marketing ihre Marktposition bei zahlreichen Produkten ausbauen. Die im Berichtsjahr eingeleiteten Maßnahmen zur Anpassung an die Beschäftigungslage zeigten deutliche Erfolge.
In der neu gebildeten Business Unit Special Products wurden die bisherigen Einheiten Materials Trading, d. h. das Streckengeschäft mit eigenen und Drittwerken, und Spezielle Werkstoffe zusammengefasst und auf ihre Kerngeschäfte fokussiert. Im Vergleich zum Gesamtmarkt entwickelte sich das Streckengeschäft sehr positiv, gleiches gilt auch für den Energiehandel sowie die Bau- und Gleistechnik. Konjunkturell bedingt rückläufig war das Geschäft mit legierten Rohstoffen. Dennoch konnten wir insgesamt unsere gute Marktposition festigen.
Neue Stützpunkte verbesserten die Standortpräsenz im Servicegeschäft.
Serv
| UMSATZ | ||
|---|---|---|
| in Mio € | 2000/2001 | 2001/2002 |
| Industrial Services | 783 | 837 |
| Construction Services | 976 | 943 |
| Facilities Services | 352 | 308 |
| Information Services | 486 | 472 |
| Summe | 2.597 | 2.560 |
| Konsolidierung | – 8 | – 11 |
| Serv | 2.589 | 2.549 |
Das Segment Serv erreichte in einem schwierigen Marktumfeld mit 2,5 Mrd € nahezu das Umsatzniveau des Vorjahres. Dabei wurden konsequent Randaktivitäten und Verlustgesellschaften entweder aufgegeben, verkauft oder zu einem positiven Ergebnis geführt.
Die Business Unit Industrial Services baute den Umsatz deutlich aus. Das Dienstleistungsgeschäft für industrielle Produktionsanlagen profitierte vom anhaltenden Trend zum Outsourcing betrieblicher Funktionsbereiche. Das betraf insbesondere unsere Kunden aus den Branchen Automobil, Stahl, Maschinen- und Anlagebau, Chemie und Petrochemie.
Der Umsatz von Construction Services mit Dienstleistungen für Gebäude und Industrieanlagen lag leicht unter dem Vorjahresniveau. Weiterhin erfreulich entwickelte sich das Service-Geschäft in den usa. Schwächer waren hingegen die baunahen Aktivitäten in Deutschland auf Grund schlechter Baukonjunktur.
Facilities Services wurde im Berichtsjahr tiefgreifend restrukturiert, und die Dienstleistungen für das technische Gebäudemanagement wurden bei ThyssenKrupp HiServ gebündelt. Der Umsatz lag deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Obwohl das Marktumfeld für die it-Branche nicht einfach war, hat sich Information Services gut behauptet und den Umsatz leicht unter Vorjahresniveau gehalten.
Real Estate
Real Estate erzielte einen Umsatz von 320 Mio €, 1 % mehr als im Vorjahr. Die Business Unit Wohnimmobilien war auch im Berichtsjahr der Hauptumsatzträger; konzentriert im Rhein-/Ruhrgebiet werden rund 51.000 Wohnungen bewirtschaftet. Die übrigen Aktivitäten von Real Estate sind in der neu formierten Business Unit Immobiliendienstleistungen und -entwicklung zusammengeführt. Auch hier konnte der Umsatz gesteigert werden, und zwar mit der Nutzung gewerblicher Konzernimmobilien, der Realisierung von Bauträgermaßnahmen und mit Immobiliendienstleistungen.
Corporate
Corporate umfasst neben der Konzernverwaltung die den einzelnen Segmenten nicht zugeordneten Gesellschaften. Der Umsatz betrug nur noch 45 Mio €; im Vorjahr waren es 353 Mio €.
Das Segment Serv profitierte vom anhaltenden Trend zum Outsourcing.
Portfolio weiter optimiert
ThyssenKrupp hat auch im Berichtsjahr das Konzernportfolio durch Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und Unternehmensteilen weiter optimiert. Unser Ziel ist es, ein ausgewogenes Verhältnis von Wert- und Cash-Generierern zu schaffen.
- " Die Akquisitionen im Segment Steel zielten insbesondere auf einen Ausbau der Vertriebsund Serviceaktivitäten. Die Business Unit Carbon Steel beteiligte sich an Lagermex (Mexiko), vor allem um den internationalen Service für Automobilkunden zu stärken. Der Erwerb von Hobone diente dazu, die Vertriebsaktivitäten im Bereich Bauelemente in den Benelux-Staaten zusammenzuführen und zu koordinieren. Stainless Steel hat mit der Übernahme von ebor Edelstahl die bestehenden Dienstleistungsaktivitäten in Deutschland verstärkt und ist nach dem Erwerb der restlichen 10 % der Anteile nun alleiniger Eigentümer bei ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni.
- " Wesentliches Akquisitionsziel im Segment Automotive war es, die Entwicklungs- und Engineeringkompetenz weiter zu stärken. Hierzu gehörte der Erwerb einer 10-%-Beteiligung an Valmet Automotive sowie die Übernahme von p.a.d. Karosserietechnik. Die Aktivitäten im Bereich Prototypenfertigung wurden mit denen der Karosseriewerke Weinsberg in einem mehrheitlich von Automotive gehaltenen Unternehmen gebündelt. Im Rahmen fortschreitender Fokussierung veräußerten wir mehrere Werke aus dem Bereich Maschinenbau und Energietechnik von Thyssen Umformtechnik + Guss.
- " Das Segment Elevator hat mehrere Aufzugsfirmen in Europa, Südamerika und Asien erworben und damit seine internationale Marktposition weiter gefestigt. Insbesondere mit der Übernahme der Aufzugsaktivitäten von Kone in Südamerika wurde das Servicegeschäft in Brasilien gestärkt und der venezolanische Markt für ThyssenKrupp Elevator weiter geöffnet. Mit der Akquisition der Josef Tepper Aufzüge GmbH & Co. KG wollen wir unsere Position im deutschen Markt weiter ausbauen; wir rechnen mit dem Vollzug im 3. Quartal 2002/2003.
- " Im Segment Technologies gelang es Uhde mit der Übernahme von tessag Edeleanu, seine Marktpräsenz auf dem Kerngebiet der Raffinerie- und Petrochemietechnik zu ergänzen. Rothe Erde gründete mit xsbc in China ein Unternehmen zur Fertigung und Vermarktung von Großwälzlagern; dadurch wird die Marktposition in Asien deutlich ausgebaut. Krupp Berco Bautechnik wurde an die Atlas Copco Gruppe verkauft.
- " Mit mehreren Transaktionen, insbesondere im Inland und in Europa, stärkte das Segment Materials seine Position als internationaler Werkstoffdienstleister und erweiterte seine Anarbeitungskapazitäten. Zum Ausbau der Marktposition wurden auch Unternehmen gemeinsam mit regionalen Partnern gegründet und die Aktivitäten in Südamerika gestrafft bzw. neu ausgerichtet.
Die Aktivitäten in der Prototypenfertigung wurden gebündelt.
" Das Segment Serv hat mehrere Aktivitäten in den Bereichen Industrial Services und Facilities Services, darunter Ferrostaal Industrial Plant Service und DG Immobilien Facility Management, übernommen und so seine Marktposition bei industriellen Dienstleistungen weiter verstärkt. Im Zuge seiner weiteren Fokussierung auf industrielle Dienstleistungen hat sich Serv mit dem Verkauf der 50-%-Beteiligung an Eurawasser aus dem Sektor kommunaler Trinkwasserversorgung zurückgezogen. Abgegeben wurden ebenfalls die Xtend-new-media-Gruppe sowie kleinere Randaktivitäten.
" Mit dem Verkauf der 10-%-Beteiligung an Kone Oy sowie der über die Bergemann ag gehaltenen indirekten Beteiligung an der Ruhrgas ag hat ThyssenKrupp zwei Finanzbeteiligungen, die keine strategische Bedeutung für den Konzern hatten, abgegeben. Mit dem Verkauf des Car Carrier Business der bereits im letzten Geschäftsjahr veräußerten Krupp Seeschiffahrt wurde zudem der Ausstieg aus der maritimen Logistik abgeschlossen.
Im Geschäftsjahr 2001/2002 hat ThyssenKrupp Akquisitionen mit einem Umsatzvolumen von insgesamt 0,2 Mrd € getätigt; die Desinvestitionen erreichten 0,2 Mrd €. Diese Veräußerungen trugen deutlich zum Abbau der Finanzverbindlichkeiten des Konzerns bei.
Finanzbeteiligungen ohne strategische Bedeutung für den Konzern wurden verkauft.
Mitarbeiterzahl leicht gesunken
| MITARBEITER NACH SEGMENTEN | ||
|---|---|---|
| 30.09.2001 | 30.09.2002 | |
| Steel | 51.418 | 50.184 |
| Automotive | 39.883 | 38.425 |
| Elevator | 28.501 | 28.768 |
| Technologies | 32.249 | 32.781 |
| Materials | 14.315 | 13.743 |
| Serv | 25.665 | 25.932 |
| Real Estate | 791 | 745 |
| Corporate | 694 | 676 |
| Konzern | 193.516 | 191.254 |
Im Berichtsjahr hat sich die Zahl der Mitarbeiter um 2.262 verringert. ThyssenKrupp zählte am 30. September 2002 weltweit 191.254 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; das waren 1,2 % weniger als ein Jahr zuvor.
Die Mitarbeiterzahl in Deutschland verringerte sich um 2.445 auf 102.850. Im Ausland beschäftigte ThyssenKrupp 88.404 Mitarbeiter, 183 mehr als im Vorjahr. Damit liegt der Anteil der in ausländischen Gesellschaften beschäftigten Mitarbeiter unverändert bei 46 %; Schwerpunkt ist Nordamerika, wo 18 % unserer Gesamtbelegschaft tätig sind.
Der Personalaufwand erhöhte sich im Berichtsjahr um 0,4 % auf 9,7 Mrd €.
46 % aller Konzernmitarbeiter sind außerhalb Deutschlands beschäftigt.

Hinter dem nur leichten Rückgang der Gesamtbelegschaft verbergen sich erhebliche Bewegungen. Durch Portfolio-Veränderungen kamen im Jahr 2001/2002 Gesellschaften mit insgesamt 3.208 Mitarbeitern neu in den Konzern. Gleichzeitig schieden Konzernunternehmen mit 2.097 Mitarbeitern durch Desinvestitionen aus. Außerdem mussten einige Gesellschaften ihre Belegschaftsstärke um 7.741 Beschäftigte wegen einer sich verschlechternden Marktsituation zurücknehmen, während andere auf Grund höheren Auftragsvolumens 4.368 Mitarbeiter neu einstellten konnten.
Beschaffungsmärkte im relativ günstigen Klima
Auf den Beschaffungsmärkten führten rückläufige Nachfrage, freie Produktionskapazitäten bei den Lieferanten sowie schwächere Ölpreise zu einem relativ günstigen Klima. Das Preisniveau bewegte sich über die gesamte Produkt- und Dienstleistungspalette zwischen stabil und sinkend. Nur in wenigen Fällen erhöhten sich die Preise auf Grund von Marktveränderungen. Versorgungsengpässe sind im Berichtsjahr nicht aufgetreten. Der Materialaufwand belief sich auf 20,7 Mrd €, das bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 4 %.
Trotz der schwierigen Stahlmarktsituation blieb die weltweite Eisenerznachfrage auf hohem Niveau. Grund dafür war in erster Linie der starke Anstieg der Nachfrage aus China wegen der dort deutlich ausgeweiteten Roheisen- und Rohstahlproduktion. Gegen diesen Trend konnten wir für das Kalenderjahr 2002 in us-Dollar gerechnet niedrigere Preise durchsetzen. Wichtigste Lieferländer waren nach wie vor Brasilien, Kanada und Australien.
Die zuletzt enormen Preissteigerungen für Kohle beeinflussten unsere Einstandspreise bis in die erste Hälfte des Jahres 2002 hinein. Während für Kokskohle von April 2002 an nochmals höhere Preise akzeptiert werden mussten, sanken infolge der stark gefallenen Kraftwerkskohlepreise die Preise für Einblaskohle seit Anfang 2002. Die für Massengüter wichtigen Seefrachten entwickelten sich weiter günstig.
Für Legierungselemente haben sich die Preise im Laufe des Berichtsjahres zum Teil wieder deutlich erhöht, nachdem sie zuvor sehr niedrig waren. Gründe für die Preissteigerungen waren der weltweit kräftige Produktionsanstieg in der Rostfrei-Industrie sowie der Abbau überhöhter Rohstoffvorräte. Während die Nickelpreise ausgehend von ihrem niedrigsten Niveau im Oktober 2001 wieder kräftig anzogen, blieb der Preis für Chrom fast im gesamten Berichtsjahr niedrig. Erst im letzten Quartal konnten die Chromerzeuger wieder Preiserhöhungen durchsetzen. Da Stahlschrott sowie legierter Schrott weiter nur eingeschränkt verfügbar waren, stiegen die Preise weiter.
Die Preise für bezogene Werkstoffe entwickelten sich teilweise aus regionalen, teilweise aus qualitativen Gründen sehr unterschiedlich. Betroffen waren sowohl Langprodukte aus Stahl wie auch Aluminiumlegierungen. Die Preise für sonstige Werkstoffe, wie Kunststoffe, Gusseisen und weitere Stahlerzeugnisse, bewegten sich im Vergleich zum Vorjahr zwischen spürbaren Reduzierungen und Konstanz. Das letzte Quartal des Geschäftsjahres ließ jedoch auch in dieser Beschaffungsgruppe Tendenzen einer Preissteigerung erkennen.
Der Materialaufwand betrug 2001/2002 insgesamt 20,7 Mrd €, ein Rückgang um 4 %.
Teile, Komponenten und Subsysteme unterlagen einem generellen Preisdruck, da es weltweit freie Produktionskapazitäten gab. Dank der konsequenten Weiterentwicklung unserer nationalen wie internationalen Einkaufskoordination konnten wir die Einstandskosten senken; ein ergänzendes Marketing sowie der Abschluss weiterer überregionaler Rahmenverträge trugen dazu bei. Für ein höheres internationales Engagement der Mitarbeiter in den Beschaffungsbereichen setzt ThyssenKrupp verstärkt auf gezielte Fortbildungsmaßnahmen. In Zusammenarbeit mit den technischen Bereichen arbeitet unser Einkauf daran, die Typenvielfalt zu reduzieren, Systempartnerschaften auszubauen und technische Teil-Prozesse zu optimieren. Selbstverständlich werden unsere Hauptlieferanten frühzeitig in diese Aktivitäten eingebunden.
Das allgemeine Strompreisniveau in Deutschland stieg gegenüber dem Vorjahr weiter an. Erstmals seit Beginn der Marktliberalisierung mussten wir im Zuge der Abschlüsse neuer Lieferverträge Preiserhöhungen hinnehmen. Dies betraf etwa die Hälfte unserer Strombezüge. Durch Bündelung und kontinuierliche Ausschreibung unseres Bedarfs konnten wir den Anstieg jedoch begrenzen, so dass die Liberalisierungserfolge der jüngeren Vergangenheit weitgehend erhalten blieben. Bei den übrigen Strommengen ist das niedrige Preisniveau der Vorjahre durch längerfristige Versorgungsverträge noch bis in das nächste Geschäftsjahr hinein gesichert.
Zunehmend beeinträchtigen die gesetzlichen Regelungen zur Förderung erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung (kwk) sowie zur Ökosteuer die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Strompreise. Die Belastung durch die unbegrenzte Förderung der erneuerbaren Energien nimmt geradezu bedrohliche Ausmaße an. Gemeinsam mit anderen großen Stromverbrauchern und Interessenverbänden bemühen wir uns, eine dem kwk-Gesetz vergleichbare Begrenzung zu erreichen. Steigende Stromkosten führen auch bei stromintensiven Produkten wie beispielsweise Technischen Gasen zu höheren Belastungen des Konzerns.
Der Wettbewerb im ebenfalls liberalisierten Gasmarkt hat sich im Berichtsjahr nur langsam entwickelt. Dennoch ist es uns gelungen, die Basispreise bei nahezu allen Gasversorgern erneut zu senken. Die Nachlässe werden allerdings dadurch kompensiert, dass die Gaspreise an die gestiegenen Ölpreise gebunden sind.
Die gesetzliche Förderung erneuerbarer Energien lässt die Stromkosten steigen.
Umweltschutz kontinuierlich ausgebaut
Der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt, möglichst geringe Emissionen und Reststoffe sowie ein sparsamer Einsatz von Rohstoffen und Energie sind wichtige Ziele unserer Betriebe und Mitarbeiter. Wir arbeiten darüber hinaus intensiv an der Entwicklung und Herstellung umweltfreundlicher Produkte; Leichtbau-Komponenten für Automobile gehören ebenso dazu wie Wälzlager für Windkraftanlagen oder Metallfolien für Katalysatoren. Dies gilt auch für Stahl: In Bezug auf seine Umweltverträglichkeit ist dieser Werkstoff nahezu konkurrenzlos günstig.
ThyssenKrupp hat im Geschäftsjahr 2001/2002 allein in Deutschland mehr als 340 Mio € für den laufenden Umweltschutz aufgewendet. Davon entfielen 48 % auf den Gewässerschutz, 31 % auf Luftreinhaltung und 18 % auf die Verwertung von Reststoffen. Die Investitionen in Umweltschutzanlagen betrugen 30 Mio €. Die laufenden Umweltschutzausgaben gingen um 19 % gegenüber dem Vorjahreswert zurück, weil umweltkritische Anlagen geschlossen wurden.
Konzernweit sind bereits über 90 Produktionsstandorte nach dem weltweit anerkannten Standard iso 14001 zertifiziert. Diese iso-Norm fordert ein erfolgreiches Umweltschutzmanagement, das sowohl produkt- als auch prozessorientiert die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Umwelt sicherstellt.
Beim weiteren Ausbau des Rostfrei-Kaltwalzwerks in Shanghai nehmen Investitionen in den Umweltschutz einen hohen Stellenwert ein. Auch dort entsprechen die Umweltschutzmaßnahmen dem Stand der Technik in der Europäischen Union. Ein Beispiel aus dem Segment Technologies ist die neue Abwasserbehandlungsanlage bei ThyssenKrupp Berco in Italien, die jetzt in Betrieb ging. Sie reinigt sämtliche betrieblichen Abwässer auf biologische Weise und erfüllt so die gestiegenen Anforderungen an Umweltschutz und Ressourcenschonung.
Für unseren Konzern ist es eine wichtige Aufgabe, die als klimarelevant eingestuften gasförmigen Emissionen zu vermindern und dazu insbesondere Energie einzusparen. Den Reduktionsmittelverbrauch zur Herstellung von Roheisen zu senken und die Energie-Effizienz zu steigern sind deshalb ständige Ziele im Segment Steel. Es gelang beispielsweise, am Standort Witten den Stromverbrauch des Lichtbogenofens um insgesamt 100 kWh je Tonne Stahl zu senken. Dadurch wird der mit der Stromerzeugung verbundene CO2-Ausstoß um jährlich fast 27.000 t gemindert.
Im Juni 2002 erhielt ThyssenKrupp vdm den Umweltschutzpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie in der Kategorie "Umweltfreundliche Technologien". Mit dieser Auszeichnung wurde die gemeinsam mit einem Partnerunternehmen betriebene Entwicklung einer superdünnen Aluchrom-Folie für den metallischen Katalysator gewürdigt.
Seit Juli 2002 ist ThyssenKrupp Mitglied im Nachhaltigkeitsforum "econsense" der deutschen Wirtschaft. Dieses Forum hat die Aufgabe, Programme zur Nachhaltigkeit zu entwickeln, Regeln für nachhaltiges Verhalten zu erarbeiten und die Öffentlichkeit über die Nachhaltigkeit der eigenen Produkte zu informieren.
An über 90 Produktionsstandorten ist das Umweltschutzmanagement inzwischen zertifiziert.
Technologiekompetenz weiter gefestigt
Technischer Fortschritt ist für uns als technologieorientierten Industrie- und Dienstleistungskonzern eine unabdingbare Voraussetzung für den Markterfolg. Wir haben im vergangenen Geschäftsjahr neue Werkstoffqualitäten sowie innovative Komponenten für Industriegüter und Systeme entwickelt, unsere Herstellungsverfahren verbessert und unser Dienstleistungsangebot weiter optimiert. Integriert in ein Netzwerk mit Kunden und Zulieferern, externen Wissenschaftlern und öffentlichen Forschungseinrichtungen arbeiten wir an neuen Ideen für Produkte und Produktionsverfahren.
ThyssenKrupp hat 2001/2002 für freie Forschungs- und Entwicklungsprojekte 191 Mio € und damit 6 % mehr als im Vorjahr aufgewendet. Weitere 450 Mio € entfielen auf kundenbezogene Forschung einschließlich der Qualitätssicherung. An den Forschungs- und Entwicklungsprojekten waren konzernweit rund 3.000 Mitarbeiter beteiligt, darunter in erster Linie Techniker und Ingenieure insbesondere aus den Bereichen Werkstoff- und Produktions- sowie Verfahrens- und Informationstechnik.
Für Anwendungen in Gebäuden entwickelte das Segment Steel einen neuen warmfesten Stahl, der die Anforderungen der Feuerwiderstandsklasse F 30 erfüllt. Dieser Werkstoff wurde vom Institut für Bautechnik in Berlin bauaufsichtlich zugelassen und ist patentrechtlich geschützt.
Die erfolgreiche Integration von Farbe, Architektur und Hochtechnologie kennzeichnet das neuartige Dach- und Fassadensystem Solartec, das von ThyssenKrupp Bausysteme im Segment Steel entwickelt wurde: Es bietet eine attraktive farbige Verkleidung von Dächern und Fassaden, trägt zur Wärmedämmung bei und produziert über Solarzellen Strom aus Sonnenlicht.
Die Forderung nach leichten, crash-optimierten und zugleich kostengünstigen Lenksäulen führte im Segment Automotive dazu, die Lenksäulenentwicklung mit Nachdruck fortzusetzen. Baukastenlösungen tragen dem Wunsch der Kunden nach einer größeren Variantenvielfalt Rechnung. Die Entwicklung einer neuartigen elektromagnetischen Servolenkung, die die hydraulischen Lenkunterstützungen ersetzen kann, ist bis zur Serienreife vorangekommen. Dieses Produkt ermöglicht nicht nur einen geringeren Kraftstoffverbrauch; es bedeutet zugleich den ersten Schritt zu einem voll elektrisch-elektronischen Lenk- bzw. Steuerungssystem.
Innovative platzsparende Aufzugskonzepte und internetbasierte Serviceangebote stehen für die Innovationsleistung des Segments Elevator. Zur verbesserten Raumausnutzung neuer Aufzugsbaureihen tragen sowohl maschinenraumlose Bauweisen als auch ein neuartiges vertikales Aufzugsführungskonzept bei. So wird bei der kurz vor der Markteinführung stehenden Aufzugsfamilie "Radius" die bisher übliche mechanisch gesteuerte Vertikalführung durch ein Konzept der elektronisch geregelten Führung ersetzt, die eine extrem schmale Bauweise erlaubt. Einem Technologietransfer aus der Transrapid-Entwicklung ist eine neuartige getriebelose Antriebstechnik für Aufzüge mit der Bezeichnung "Epoxy Gearless" zu verdanken. Statt des bisher üblichen Grauguss-Gehäuses werden die Motorspulen dabei in ein Kunstharzgehäuse eingebettet.
Ein aktueller Entwicklungsschwerpunkt bei unseren Werften aus dem Segment Technologies ist eine neuartige Reparaturtechnik für die Außenhaut von Schiffsrümpfen, die eine mit einer Messkamera gekoppelte dreidimensionale cad-Software nutzt.
Eine von Automotive neuentwickelte Servolenkung senkt den Kraftstoffverbrauch.
Investitionen bei 1,8 Mrd €
ThyssenKrupp investierte im Berichtsjahr 1,8 Mrd €, 24 % weniger als im Vorjahr. In Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände flossen 1,5 Mrd €, die übrigen 0,3 Mrd € entfielen auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen. Die Investitionen unterschritten die Abschreibungen des Berichtsjahres in Höhe von 2,0 Mrd € um 0,2 Mrd €. Nach Bereinigung der Abschreibungen um die außerplanmäßigen Abschreibungen aus der erstmaligen Durchführung des Firmenwert-Impairment-Tests in Höhe von 347 Mio € würden die Investitionen das Abschreibungsvolumen um 0,2 Mrd € übersteigen.
| INVESTITIONEN NACH SEGMENTEN in Mio € |
2000/2001 | 2001/2002 |
|---|---|---|
| Steel | 1.152 | 833 |
| Automotive | 489 | 452 |
| Elevator | 69 | 91 |
| Technologies | 191 | 181 |
| Materials | 114 | 69 |
| Serv | 235 | 161 |
| Real Estate | 52 | 37 |
| Corporate | 65 | 52 |
| Konsolidierung | – 40 | – 99 |
| Konzern | 2.327 | 1.777 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 121 | 82 |
| Sachanlagen | 2.084 | 1.453 |
| Finanzanlagen | 122 | 242 |
Die neue Feuerverzinkungsanlage in Dortmund nahm den Betrieb auf.
Im Segment Steel beliefen sich die Investitionen auf 833 Mio € bei Abschreibungen in Höhe von 755 Mio €. Das größte Einzelprojekt in der Business Unit Carbon Steel war die Ende Oktober 2001 in Betrieb genommene neue Feuerverzinkungsanlage in Dortmund. Im Bereich der Rohstahlerzeugung hat eine neue Vakuumanlage ihre Arbeit aufgenommen; damit kann der bestehende Engpass bei der Produktion von Stählen mit höherem Reinheitsgrad beseitigt werden. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Kapazitätsoptimierung in der Weißblecherzeugung am Standort Andernach. Nennenswerte Investitionen betrafen auch die Fertigung von Tailored Blanks. Die Nachfrage in diesem Bereich war so groß, dass wir neue Produktionsstätten in Italien und Mexiko gebaut haben, eine dritte hat in China im Herbst 2002 die Produktion aufgenommen. Stainless Steel investierte in neue Glüh- und Beizlinien in Krefeld und im italienischen Terni; beide Anlagen werden voraussichtlich Anfang 2003 angefahren. Mit der Krefelder Anlage wird der dort bestehende Engpass im Bereich konventionell geglühter Kaltbänder beseitigt. Die Anlage in Italien wird mehrere ältere Glüh- und Beizlinien ersetzen und damit einen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt und der Kostensituation leisten.
Automotive investierte 452 Mio € bei Abschreibungen in Höhe von 327 Mio €. Die Investitionen dienten im Wesentlichen dazu, neu akquirierte Aufträge der Kunden zu erfüllen. In Leipzig nahm ein modernes Werk für Achssysteme des Porsche Cayenne den Betrieb auf. Unser französisches Werk in Hambach fertigt ab Januar 2003 das Hinterachsantriebsmodul des Smart Roadsters. In den usa haben wir in eine Innenhochdruck-Umformanlage und eine zweite Transferpresse mit dazugehörigen Schweißfertigungslinien investiert.
Im Segment Elevator beliefen sich die Investitionen auf 91 Mio € bei Abschreibungen in Höhe von 52 Mio €. Der Schwerpunkt lag bei Ausgaben zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs. Größter Einzelposten war wiederum der Ersatzbedarf für Personenkraftwagen im Service-Bereich.
Das Investitionsvolumen im Segment Technologies betrug 181 Mio € und lag somit nur um 11 Mio € über den um die Effekte aus der erstmaligen Anwendung des Firmenwert-Impairment-Tests bereinigten Abschreibungen. Den Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im In- und Ausland bildeten Vorhaben zur Erneuerung und Rationalisierung der Betriebsabläufe. Dabei handelte es sich vornehmlich um kleinere Projekte wie z. B. Softwareimplementierungen oder den Ersatz älterer Anlagen durch leistungsfähigere cnc-Maschinen. Etwa ein Drittel des Investitionsvolumens diente Maßnahmen zur Produktausweitung und zur Erhöhung vorhandener Produktionskapazitäten. So hat Rothe Erde den Ausbau der Fertigung von Großwälzlagern für Windenergieanlagen fortgesetzt. Umfangreiche Investitionen wurden auch im Bereich des Umweltschutzes getätigt.
Im Segment Materials beliefen sich die Investitionen auf 69 Mio € bei bereinigten Abschreibungen in Höhe von 75 Mio €. Sie konzentrierten sich auf den Ausbau der kundennahen Dienstleistungen mit hoher Wertschöpfung für das Segment. Die Investitionen dienten vor allem der Erweiterung der Lagerkapazitäten sowie der Komplettierung und Abrundung der Anarbeitungs- und Serviceleistungen insbesondere im Ausland, wohin zwei Drittel der Mittel geflossen sind.
Die Investitionen im Segment Serv erreichten 161 Mio € bei bereinigten Abschreibungen in Höhe von 139 Mio €. Im Vordergrund standen Ausgaben zur Erhaltung der Betriebsbereitschaft, insbesondere für Datenverarbeitung und Kommunikationseinrichtungen. Erweiterungsinvestitionen wurden lediglich in der Business Unit Information Services durchgeführt und waren auf den weiteren Ausbau und die Modernisierung von Rechenzentrumsdienstleistungen ausgerichtet. In den usa wurden eine Innenhochdruck-Umformanlage und eine Transferstraße errichtet.
Ergebnis, Dividende Alle Segmente haben 2001/2002 zum Konzerngewinn beigetragen. Er erreichte vor Ertragsteuern und Anteilen anderer Gesellschafter 762 Mio €. Ohne Berücksichtigung von Veräußerungserlösen ergibt sich ein normalisiertes Ergebnis von 419 Mio €. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf die schlechte Beschäftigungslage im Stahlgeschäft um den Jahreswechsel 2001 und auf hohe Umstrukturierungsaufwendungen zurückzuführen. Das Ergebnis je Aktie beträgt 0,42 € nach 1,76 € im Vorjahr. Der Hauptversammlung wird deshalb vorgeschlagen, eine entsprechend angepasste Dividende von 0,40 € je Aktie auszuschütten.
Konzernergebnis rückläufig
Der ThyssenKrupp Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2001/2002 ein Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter in Höhe von 762 Mio €. Im Vorjahr betrug der Gewinn 1.117 Mio €. In diesen Zahlen sind entsprechend sfas 142 keine planmäßige Firmenwertabschreibungen berücksichtigt. Einzelheiten hierzu werden im Anhang erläutert und sind zusätzlich in der nachfolgenden Aufteilung des Ergebnisses auf die Segmente für das Jahr 2000/2001 gesondert angegeben. Bei der weiteren Erläuterung der Ergebnisentwicklung wird stets auf die Zahlen ohne planmäßige Firmenwertabschreibungen abgestellt.
Die Gewinne aus der Portfolio-Neuordnung beeinflussten die Ergebnisse.
Die Ergebnisse beider Geschäftsjahre sind wesentlich durch Gewinne aus der Veränderung des Portfolios beeinflusst. 2000/2001 fielen hier insgesamt 343 Mio € an Gewinnen an, davon 333 Mio € im Segment Steel, 71 Mio € im Segment Technologies und –61 Mio € bei Corporate. Ohne diese Veräußerungsergebnisse hätte sich im Geschäftsjahr 2000/2001 ein normalisiertes Ergebnis von 774 Mio € ergeben.
| ERGEBNIS* NACH SEGMENTEN in Mio € |
2000/2001 | 2001/2002 | ||
|---|---|---|---|---|
| nach Firmenwert abschreibung |
Firmenwert abschreibung |
vor Firmenwert abschreibung |
vor Firmenwert abschreibung |
|
| Steel | 616 | 57 | 673 | 167 |
| Automotive | 131 | 24 | 155 | 64 |
| Elevator | 226 | 50 | 276 | 317 |
| Technologies | 152 | 51 | 203 | 112 |
| Materials | 21 | 21 | 42 | 72 |
| Serv | – 54 | 18 | – 36 | 52 |
| Real Estate | 80 | 0 | 80 | 80 |
| Corporate | – 280 | 20 | – 260 | – 90 |
| Konsolidierung | – 16 | 0 | – 16 | – 12 |
| Konzern | 876 | 241 | 1.117 | 762 |
| * vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter |
2001/2002 fielen auch Veräußerungsgewinne von insgesamt 343 Mio € an, von denen 33 Mio € auf Automotive, 36 Mio € auf Technologies, 19 Mio € auf Serv und 255 Mio € auf Corporate entfallen. Ohne diese Veräußerungsgewinne hätte sich für 2001/2002 ein normalisiertes Ergebnis von 419 Mio € ergeben.
Der Rückgang des Konzernergebnisses – ohne Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Veränderung des Portfolios – um 355 Mio € ist insbesondere auf die schlechte Beschäftigungssituation bei Carbon Steel um den Jahreswechsel 2001, die hohen Umstrukturierungsaufwendungen bei Automotive und die gestiegenen Aufwendungen bei Corporate zurückzuführen. In den anderen Bereichen konnten zum Teil wesentliche Verbesserungen erreicht werden. Eine detaillierte Erläuterung der Segmentergebnisse ist im Finanzbericht, Kapitel "Analyse der wirtschaftlichen Situation", auf den Seiten 134 - 137, enthalten.
Ergebnis der ThyssenKrupp ag bei 258 Mio €
Die ThyssenKrupp ag erzielte einen Jahresüberschuss in Höhe von 258 Mio €. Im Vorjahr waren es 355 Mio €. Dieses Ergebnis ist wesentlich durch die Ergebnisübernahmen und Gewinnausschüttungen der Konzerngesellschaften und die vereinnahmten Beteiligungserträge von insgesamt 656 Mio € geprägt. Ferner wurden Aufwendungen aus konzerninternen Neuordnungsvorgängen in Höhe von 640 Mio € und Gewinne aus der Veräußerung der Beteiligungen an Ruhrgas und Kone Oy in Höhe von 381 Mio € erfasst. Nach Aufrechnung der eigenen Aufwendungen aus der konzernleitenden Tätigkeit, den Zinsaufwendungen und der Berücksichtigung von Pensionsaufwendungen für ehemalige Mitarbeiter der ThyssenKrupp ag sowie deren Vorgängergesellschaften ergibt sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 340 Mio €. Das außerordentliche Ergebnis enthält mit 4 Mio € einen Ertrag aus der Rückzahlung des Sanierungszuschusses der Blohm + Voss Holding ag. Ferner werden hier Verluste aus den durchgeführten Verschmelzungen der Krupp Stahl GmbH und der Bergischen Stahlindustrie Vermögensverwaltung kg von insgesamt 86 Mio € ausgewiesen. Auf Grund der bestehenden steuerlichen Verlustvorträge war nur ein Steueraufwand von 4 Mio € zu erfassen. Der sich danach ergebende Jahresüberschuss von 258 Mio € soll für die Zahlung einer Dividende von insgesamt 206 Mio € verwendet werden. 52 Mio € werden den Gewinnrücklagen zugeführt.
0,40 € Dividende je Stückaktie
Die rechtliche Basis für die Ausschüttung bildet der Jahresabschluss der ThyssenKrupp ag, der einen Jahresüberschuss von 258 Mio € nach 355 Mio € im Vorjahr ausweist. Der Hauptversammlung wird die Zahlung einer Dividende von 0,40 € je Stückaktie nach 0,60 € je Aktie im Vorjahr zur Beschlussfassung vorgeschlagen. Das dividendenberechtigte Kapital der ThyssenKrupp ag beträgt 1.317 Mio €. Daraus errechnet sich eine Ausschüttung von 206 Mio €. Gegenüber dem Vorjahr führt dies zu einer Verminderung der Ausschüttung um 103 Mio €.
Die Ausschüttung beträgt bei 0,40 € Dividende insgesamt 206 Mio €.
Start ins neue Geschäftsjahr und Ausblick Der Start in das neue Geschäftsjahr erfolgt in einem schwierigen Umfeld. Die meisten Wachstumsprognosen für 2003 deuten auf einen weiter verzögerten und insgesamt nur moderaten Aufschwung hin. Politische Risiken erhöhen die konjunkturellen Unsicherheiten. Trotz dieses schwierigen Marktumfeldes rechnen wir für ThyssenKrupp mit einer insgesamt positiven Geschäftsentwicklung. Im Geschäftsjahr 2002/2003 wollen wir das normalisierte Ergebnis gegenüber dem Vorjahr wesentlich verbessern.
Moderate Konjunkturerholung
Die für das zweite Halbjahr 2002 erwartete konjunkturelle Belebung ist ausgeblieben. Wichtige Klima-Indikatoren haben sich zuletzt wieder eingetrübt, und eine rasche und kräftige Erholung der Weltwirtschaft ist nicht erkennbar. Vor diesem Hintergrund rechnen wir lediglich mit einer Fortsetzung der gegenwärtig schwachen Aufwärtsbewegung. Politische Spannungen mit der Konsequenz stark erhöhter Ölpreise könnten selbst diese moderate Wachstumsprognose zunichte machen.
Die Erholung der Weltkonjunktur wird entscheidend von der Entwicklung in den usa abhängen. Die Wachstumsdynamik in den usa wird auch 2003 nicht an die Wachstumsraten früherer Jahre herankommen. Während der private Verbrauch weiter verhalten expandiert, sollten zusätzliche Impulse von der wieder anziehenden Investitionstätigkeit ausgehen. Japan erwartet für 2003 nach der langen Rezessionsphase eine allmähliche Konjunkturaufhellung.
In den Emerging Markets wird die Konjunktur aller Voraussicht nach anziehen. Die asiatischen Schwellenländer setzen ihren Aufschwung fort. Dies gilt, wenn auch mit geringeren Wachstumsraten, ebenfalls für Mittel- und Osteuropa. In Lateinamerika herrscht nach den jüngsten wirtschaftspolitischen Turbulenzen Unsicherheit über die weitere Entwicklung.
Im Euro-Raum kommt die Konjunkturbelebung nur schleppend voran; Schwachpunkt bleibt die zurückhaltende Investitionstätigkeit. Die Exporte werden von der Zunahme des Welthandels profitieren, aber auch deren Expansion wird durch die Aufwertung des Euro begrenzt sein. Für Deutschland ist ein nachhaltiger Aufschwung derzeit nicht in Sicht. Anziehende Exporte können die binnenwirtschaftlichen Schwächen nicht kompensieren. Nennenswerte geldpolitische Impulse sind nicht zu erwarten; von der Fiskalpolitik dürften eher dämpfende Wirkungen ausgehen.
Die Konjunkturentwicklung in den usa wird auch 2003 das Wachstum der Weltwirtschaft entscheidend prägen.

In diesem gesamtwirtschaftlichen Umfeld erwarten wir auf den für ThyssenKrupp wichtigen Märkten nur graduelle Verbesserungen:
" Die internationale Stahlnachfrage dürfte 2003 weiter zunehmen. Im Vergleich zum Vorjahr hat in diesem Jahr die höhere Nachfrage nicht primär lagerzyklische Gründe, sondern ist verbrauchsbedingt. Insgesamt schätzen wir die Welt-Rohstahlerzeugung für 2003 auf 940 Mio t, das wäre gegenüber 2002 ein Zuwachs um 6 %. In Deutschland dürfte die Jahresproduktion wiederum rund 45 Mio t erreichen.
Bei Qualitätsflachstahl ist das Risiko geringer geworden, dass auf Grund der us-Stahlimportschutzmaßnahmen ein weltweiter Handelskonflikt entsteht. Die us-Regierung hat für eine Reihe von eu-Stahllieferungen Ausnahmeregelungen erteilt; im Gegenzug verzichtete die eu-Kommission auf Strafzölle für us-Exporte.
Bei rsh-Kaltflachprodukten werden Importbeschränkungen, insbesondere die "safeguard measures" der chinesischen Regierung, negative Auswirkungen auf die Auslastung der Kapazitäten sowie auf das Preisniveau haben, wenn die bisher für China bestimmten Mengen, insbesondere aus dem asiatischen Raum, verstärkt in die attraktiven Märkte Europa und usa drängen.
Die weltweite Nachfrage nach Stahl soll 2003 weiter steigen – in erster Linie durch höheren Stahlverbrauch.
- " Die Automobilproduktion könnte 2003 weltweit insgesamt stabil bleiben. Kaufanreize sowie neue gesetzliche Abgasvorschriften hatten in den usa 2002 den Absatz spürbar beflügelt; ein Teil dieser Sondereffekte ist inzwischen entfallen. Die Produktionszahlen werden 2003 die Vorjahreshöhe nicht erreichen. In Westeuropa dürfte die Fertigung leicht ansteigen. Auch für die deutsche Automobilindustrie wird eine höhere Nachfrage mit einer Stückzahl von 5,5 Mio Pkw und Nkw prognostiziert.
- " Die geringe Investitionsneigung wird sich in den meisten Ländern auch 2003 zunächst fortsetzen und die Perspektiven des Investitionsgütersektors beeinträchtigen. In den wichtigen Industrieländern wird die Produktion im Maschinenbau 2003 nur moderat steigen. Der deutsche Maschinenbau rechnet insbesondere wegen der inländischen Auftragsschwäche mit einem Zuwachs von nur 2 %.
- " Nach wie vor schwierig bleibt die Lage der deutschen Bauwirtschaft. Die Beseitigung der Hochwasserschäden wird temporär zu neuen Aufträgen führen, aber eine nachhaltige Besserung der Baukonjunktur ist nicht in Sicht. Günstiger bleiben weiterhin die Perspektiven für die Länder Mittel- und Osteuropas.
Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Die zwischen Bilanzstichtag (30. September 2002) und Aufstellungstermin (02. Dezember 2002) eingetretenen besonderen Ereignisse sind unter Anhang-Nr. (28) im Finanzbericht dargestellt.
Geschäftsentwicklung 2002/2003
Angesichts dieser konjunkturellen Einschätzung wird 2002/2003 erneut ein schwieriges Geschäftsjahr für ThyssenKrupp. Im Einzelnen gehen wir von folgenden Entwicklungen aus:
" Umsatz: Nach heutigen Erkenntnissen erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz in der Größenordnung von gut 38 Mrd €; im Jahr 2001/2002 lag der Umsatz bei 36,7 Mrd €. Dabei sind Portfolio-Änderungen nicht berücksichtigt.
Steel rechnet auf Grund steigender Versandmengen und Absatzpreise mit einem deutlich höheren Umsatz.
Automotive geht von einer leichten Umsatzverbesserung vor allem infolge eines ausgeweiteten Systemgeschäfts aus.
Für 2002/2003 rechnet ThyssenKrupp mit einer Steigerung des Konzernumsatzes auf gut 38 Mrd €. Elevator erwartet insgesamt einen stabilen Geschäftsverlauf.
Technologies rechnet auf der Basis höherer Auftragsbestände mit einem Umsatzanstieg.
Im Rahmen einer sich leicht belebenden Werkstoffkonjunktur zeichnet sich für Materials ein moderater Umsatzanstieg ab.
Zum Ausgleich der schwierigen Marktlage in den baunahen Dienstleistungen will Serv das Geschäft in der Industrieinstandhaltung ausweiten; dadurch dürfte der Umsatz des Segments konstant bleiben.
" Ergebnis und Dividende: Angesichts der weiterhin gedämpften Konjunkturerwartungen gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, das normalisierte Ergebnis vor Steuern des abgelaufenen Geschäftsjahres von 419 Mio € im Jahr 2002/2003 insgesamt verbessern zu können. Dabei setzen wir nicht nur auf eine Konjunkturerholung, sondern in erster Linie auf die Wirkung interner Maßnahmen. Insbesondere im ersten Halbjahr des neuen Geschäftsjahres rechnen wir mit einem deutlich höheren Ergebnis als im schwachen ersten Halbjahr 2001/2002. Das gilt in erster Linie für das Segment Steel, in dem sich die Auswirkungen der umgesetzten Preisverbesserungen inzwischen bemerkbar machen. Ausschlaggebend für den Geschäftsverlauf in der zweiten Jahreshälfte 2002/2003 wird die weitere Entwicklung der konjunkturellen und politischen Situation sein. Unser Ziel ist es, auch für das Geschäftsjahr 2002/2003 eine entsprechend dem besseren Ergebnis wieder höhere Dividende ausschütten zu können.
Die sich aus den Koalitionsvereinbarungen ergebenden Mehrbelastungen durch Änderungen in der Steuergesetzgebung und höhere Sozialversicherungsbeiträge sowie die Auswirkungen des geplanten Handels mit Emissionsrechten lassen sich aus heutiger Sicht nicht absehen und sind deshalb nicht in der Ergebnisprojektion enthalten.
" Mitarbeiter: Zum 30. September 2003 wird der Konzern voraussichtlich mehr Mitarbeiter beschäftigen als ein Jahr zuvor. Während die Belegschaft in Deutschland leicht abnehmen wird, rechnen wir für die Gesellschaften im Ausland mit einer Zunahme in deutlich höherem Ausmaß.
Das normalisierte Konzernergebnis vor Steuern soll 2002/2003 wieder verbessert werden.
- " Beschaffung: Für 2002/2003 gehen wir von keinen Engpässen bei der Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Gütern und Dienstleistungen aus. Bei den Weltmarktpreisen für Eisenerz, Legierungsmetalle und Kohle erwarten wir nur kleinere Schwankungen. Das gilt auch für Werkstoffe, Komponenten und Subsysteme. Falls es allerdings aus politischen Gründen zu einer Erdölverknappung kommen sollte, ist bei den Energiepreisen mit erheblichen Steigerungen zu rechnen. Dies dürfte sich dann auch auf andere Beschaffungsgüter auswirken.
- " Forschung und Entwicklung: Der Aufwand für unsere Forschungs- und Entwicklungsprojekte wird im laufenden Geschäftsjahr in der Größenordnung von insgesamt 650 Mio € liegen. Es handelt sich dabei sowohl um freie und als auch um kundenbezogene Projekte mit einem Volumen von über 300 Mio €; hinzu kommen die geplanten Kosten für technische Qualitätssicherung von 350 Mio €. Den Schwerpunkt unserer Projekte bildet die Entwicklung neuer Werkstoffqualitäten und innovativer Komponenten vorwiegend für den energiesparenden Einsatz im Automobilbau. Außerdem wollen wir wichtige produktionstechnische Entwicklungen vorantreiben, um die Herstellkosten für Komponenten und Systeme zu senken. Im Anlagenbau entwickeln wir neue Verfahrenstechniken mit den Schwerpunkten Umweltschutz und Ressourcenschonung. Durch zusätzliche Maßnahmen in der Informations- und Kommunikationstechnik werden wir außerdem die Technikkooperation und das Wissensmanagement im Konzern intensivieren. Die Zahl der Mitarbeiter für Forschung und Entwicklung dürfte sich wiederum in der Größenordnung von 3.000 Personen bewegen, deren Qualifikationsschwerpunkt auf technischen Fachrichtungen liegt.
- " Umweltschutz: Für den laufenden Umweltschutz in unseren Werken werden wir im Geschäftsjahr 2002/2003 wiederum rund 350 Mio € allein in Deutschland ausgeben. Wesentlichen Anteil daran haben der Gewässerschutz und die Luftreinhaltung.
Auch in Zukunft werden wir die Treibhausgas-Emissionen durch energiesparende Maßnahmen und Anlagen weiter verringern. Dies gilt vor allem für die Segmente Steel, Automotive und Technologies.
Welche Bedeutung wir dem Umweltmanagement beimessen, zeigt sich an der hohen Zahl von Gesellschaften, die im laufenden Jahr ihre Umweltmanagementsysteme nach iso 14001 zertifizieren lassen wollen. Im Segment Automotive werden beispielsweise schon bis Ende 2002 mehr als 80 % aller Produktionsstandorte ein solches Zertifikat besitzen.
Zu den Forschungsschwerpunkten gehören neue Werkstoffqualitäten und innovative Komponenten.
Am Standort Duisburg des Segments Steel nahm im Oktober 2002 das neue rwe-Heizkraftwerk den Betrieb auf, das brennbare Gase nutzt, die bei unserer Stahlproduktion anfallen. Durch bessere Brennstoffausnutzung übertrifft das Kraftwerk den Wirkungsgrad der alten Kraftwerksblöcke um fast 40 %. Dadurch kann pro Jahr der Ausstoß von rund 230.000 t CO2 vermieden werden.
" Investitionen und Finanzierung: Das genehmigte Investitionsvolumen beträgt derzeit 2,1 Mrd €. Einschließlich zusätzlicher Investitionen von 1,0 Mrd €, über die der Aufsichtsrat im Dezember 2002 entscheidet, beläuft sich das insgesamt genehmigte Investitionsvolumen dann auf 3,1 Mrd €. Die restriktive Investitionspolitik des Vorjahres in Anpassung an die schwache geschäftliche Entwicklung wird fortgeführt. Für 2002/2003 rechnen wir mit einem Anlagenzugang von 1,9 Mrd €. Hohe Priorität hat die Einhaltung eines Ziel-Gearing von rund 60 %, also eine Begrenzung der Netto-Finanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum Eigenkapital.
Die Einhaltung eines Ziel-Gearing von rund 60 % hat für uns eine hohe Priorität.
future value Umweltschutz
Mit knappen Ressourcen schonend umgehen.

Politiker
"Gehen wir voran und machen wir europäische Umweltgesetzgebung zum Exportschlager: Das wird sich auf Dauer rechnen – für uns in Europa wie für unsere Partner auf der ganzen Welt, ökonomisch und ökologisch."
Prof. Dr. Klaus Hänsch, MdEP, Präsident des Europäischen Parlaments a.D., Brüssel, Belgien

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ThyssenKrupp
"Wenn wir im Zukunftsmarkt China investieren, tun wir das, um Geld zu verdienen. Aber nicht auf Kosten der Umwelt."
Ing. (grad.) Klaus-Peter Dahmen, Direktor Investitionsmanagement, ThyssenKrupp Nirosta GmbH, Krefeld, Deutschland

auch in aufstrebenden ländern muss die umwelt eine zukunft haben. Gerade dann, wenn den Menschen vor Ort zunächst andere Themen wichtiger erscheinen – wie die Sicherung der eigenen Existenz. Deshalb hat ThyssenKrupp das Edelstahlwerk in Pudong, vom Konzept her das modernste der Welt, nach den strengen Umweltkriterien der Weltbank errichtet. Diese sind mit den hohen Standards vergleichbar, die auch in Europa angewandt werden.
Das ausgewogene Verhältnis der ökonomischen und ökologischen Erfordernisse bietet hierbei handfeste Vorteile. Schadstoffe, die erst gar nicht entstehen, braucht man nicht aufwendig zu entsorgen. Umweltfreundliche Produktionsweise stellt einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar. Institutionelle Investoren und Analysten messen dem Umweltschutz wachsende Bedeutung zu.

ThyssenKrupp
"China braucht noch viele qualifizierte Arbeitsplätze, damit auch die junge Generation eine Zukunft hat."
Dong Yi Feng, Elektriker, Ma Ji An, Kranführer, Huang Yun Hai, bal Operator, Shanghai Krupp Stainless Co. Ltd., Pudong, China
future value Wissenstransfer Die klügsten Köpfe werden vernetzt.

Studentin
"Macht es Sinn, Wissen anzuhäufen, das nur in Büchern vorkommt, aber nicht in der Praxis?"
Stefanie Mersmann, Maschinenbau-Studentin an der rwth Aachen und Stipendiatin der ThyssenKrupp Studienförderung, Düsseldorf, Deutschland
Wissenschaftler
"Um praxisgerecht ausbilden zu können, brauchen wir Angebote aus der Industrie. ThyssenKrupp geht mit gutem Beispiel voran."
Dr. Klaus Neuking, Universität Bochum, Deutschland
future value Wissenstransfer

wie praxisnah führungsnachwuchs ausgebildet wird, wollen wir nicht dem zufall
überlassen. Deshalb arbeitet ThyssenKrupp mit ausgewählten Universitäten im In- und Ausland zusammen und unterstützt gezielt die Vernetzung von Forschung, Lehre und Praxis. ThyssenKrupp steht in einem harten Wettbewerb um die besten Absolventinnen und Absolventen eines Jahrgangs. Ein wesentlicher Aspekt des Hochschulengagements ist es deshalb, frühzeitig Kontakte zu knüpfen, um die besten Talente mit ihrem Wissen und Engagement für eine Mitarbeit im Konzern zu begeistern. Herausragenden Studierenden bieten wir im Rahmen der ThyssenKrupp Studienförderung neben der Unterstützung durch einen fachlichen Mentor aus dem Konzern auch eine Teilnahme an Fachseminaren an, die die universitäre Ausbildung ergänzen.
Unsere Zukunftspotenziale Kreative Köpfe mit Gespür für die ständig wachsenden Kundenbedürfnisse und für professionelle Umsetzung guter Ideen in marktgerechte Produkte und Services, aber auch hochmotivierte Führungskräfte im Konzern sind Faktoren, die über die Zukunft von ThyssenKrupp im internationalen Wettbewerb entscheiden. Hier setzen wir an und fordern und fördern Bestleistungen.
- Menschen bei ThyssenKrupp
- Managementkompetenz und Motivation
- ThyssenKrupp best
- Innovationen für nachhaltigen Markterfolg
Menschen bei ThyssenKrupp Engagement, Kreativität, fachliche und persönliche Kompetenz sowie Integrität sind Schlüssel zum beruflichen Erfolg unserer rund 191.000 Mitarbeiter. Dies prägt auch Kurs und Konturen des Konzerns. Wir fordern und fördern Leistung, denn sie lohnt sich – für die Menschen, die bei ThyssenKrupp arbeiten, und für das Unternehmen.
Ausbildung weiterhin über den eigenen Bedarf
Mit unserer Ausbildung legen wir den Grundstock für eine qualifizierte Belegschaft. Insgesamt 4.843 junge Menschen erlernen in Deutschland einen der über 70 verschiedenen Ausbildungsberufe, die bei ThyssenKrupp angeboten werden. Das entspricht einer Ausbildungsquote von 5,0 %. Die Zahl der Neueinstellungen ist im Berichtsjahr auf 1.459 leicht gesunken.

Der allgemeine Trend einer abnehmenden Eignung der Bewerber für die Ausbildungsanforderungen wird durch unsere Erfahrungen leider bestätigt. Auch ThyssenKrupp hatte bei der diesjährigen Auswahl von Auszubildenden zum Teil Schwierigkeiten, die angebotenen Ausbildungsplätze mit qualifizierten Bewerbern zu besetzen.
Nach wie vor bleiben wir jedoch unserer langjährigen Tradition treu und bilden weit über den eigenen Bedarf an Nachwuchskräften aus. Wir sehen uns hier in einer gesellschaftspolitischen Verantwortung, die wir gerne wahrnehmen. Schließlich ist eine fundierte Ausbildung gerade in der heutigen Zeit der entscheidende Faktor für den beruflichen Erfolg und damit für die Zukunft eines jungen Menschen.
Gute Ausbildung ist entscheidend für den beruflichen Erfolg – bei ThyssenKrupp wie bei anderen Unternehmen, im In- und Ausland.
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Neues in der betrieblichen Altersversorgung
Die Absicherung der Menschen im Alter war im vergangenen Jahr ein herausragendes Thema der öffentlichen Diskussion in Deutschland. Die Bundesregierung hat mit der so genannten "Riester-Rente" einen Anreiz für gezieltere Vorsorge für das Alter geschaffen. Den Unternehmen kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Daher stand im Berichtsjahr die betriebliche Altersversorgung im Mittelpunkt der Personalpolitik im Konzern. Es galt, die Rentenreform und die damit verbundenen neuen tarifvertraglichen Regelungen vor Ort umzusetzen. Für den Konzern haben wir dazu einen einheitlichen Rahmen mit einer umfassenden Angebotspalette entwickelt.
Eigenvorsorge durch die Mitarbeiter unter Nutzung der staatlichen Fördermöglichkeiten ergänzt die bei ThyssenKrupp bereits seit Jahrzehnten bestehende betriebliche Altersversorgung. Diese haben wir in den letzten drei Jahren von Grund auf reformiert und auf die Anforderungen der Zukunft ausgerichtet. Altersversorgung wird damit noch deutlicher als Instrument der Personalpolitik positioniert und für die Unternehmen kalkulierbarer gestaltet. Dies gilt auch für die besondere Altersversorgung der Führungskräfte. ThyssenKrupp erhöht damit die Bindung von Leistungsträgern an den Konzern.
Altersteilzeit zunehmend angenommen
ThyssenKrupp hat früh die Bedeutung der Altersteilzeit als ein wichtiges personalpolitisches Instrument erkannt und gehört auf diesem Feld zu den Vorreitern der deutschen Wirtschaft. Bereits einige Monate, nachdem das erste Gesetz zur Altersteilzeit erlassen wurde, verfügten wir über eine konzernweite Rahmenbetriebsvereinbarung. Seitdem machen immer mehr Mitarbeiter von der Möglichkeit Gebrauch, vorzeitig in den Ruhestand zu wechseln. Zum 30. September 2002 befanden sich 1.342 Mitarbeiter in Altersteilzeit. Für die kommenden Jahre erwarten wir, dass dieses Instrument durch unsere Mitarbeiter noch stärker in Anspruch genommen wird.
Ende September 2002 nutzten 1.342 Mitarbeiter die Altersteilzeit – eine Form des aktiven Generationenwechsels.
Managementkompetenz und Motivation Kompetente und engagierte Mitarbeiter sind die Grundlage für die Zukunftsfähigkeit unseres Konzerns. Um diese Basis langfristig zu sichern, pflegt ThyssenKrupp in besonderer Weise das Verhältnis zum zukünftigen Nachwuchs sowie zu den Potenzialund Leistungsträgern im Konzern.
Personalmarketing an den Universitäten verstärkt
Innovationen sind der Motor der Zukunft. Ein wichtiges Ziel unserer langfristig orientierten Personalpolitik besteht deshalb darin, junge Menschen für diese Herausforderung zu begeistern und für ThyssenKrupp zu gewinnen.
Im Berichtsjahr haben wir zahlreiche Firmenkontaktmessen an Universitäten und Fachhochschulen genutzt, um Studenten und Absolventen den Konzern als attraktiven Arbeitgeber vorzustellen. Zudem wurden die Rekrutierungsmöglichkeiten über das Internet weiter ausgebaut. Unter anderem ergänzt eine Online-Stellenbörse für Praktikanten, Absolventen und Berufserfahrene unser Internet-Angebot.
Vor allem um den Ingenieurnachwuchs zu sichern, haben wir die bestehenden Kontakte zu ausgewählten Universitäten in Deutschland vertieft. ThyssenKrupp begleitet diese Universitäten unter anderem auch durch Wissenstransfer sowie durch frühzeitige Sensibilisierung junger Menschen für technische Studiengänge. Mittelfristig versprechen wir uns davon einen deutlichen Imagegewinn und verbesserte Chancen zur Nachwuchsrekrutierung.
Um den mittel- bis langfristigen Bedarf an Führungsnachwuchskräften adäquat decken zu können, unterstützt die ThyssenKrupp Studienförderung Studenten der Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, des Wirtschaftsingenieurwesens sowie der Informatik. Dabei legen wir viel Wert auf eine internationale Ausbildung. Fast jeder der 125 Stipendiaten verbringt mindestens ein bis zwei Semester im Ausland.
Neben der regelmäßigen finanziellen Unterstützung erhalten die Studenten eine Betreuung durch erfahrene Führungskräfte des Konzerns als Mentoren und nehmen an qualifizierenden Begleitseminaren teil. Etliche Absolventen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr für den Berufseinstieg bei ThyssenKrupp gewonnen werden.
Leistungsträger von heute und morgen fordern und fördern
Erstklassige Führungskräfte und Spezialisten zu gewinnen, weiterzuentwickeln und langfristig an ThyssenKrupp zu binden, stellt einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar. Wir arbeiten deshalb beständig daran, unsere Führungspositionen optimal zu besetzen, die Führungskräfte aufgabengerecht weiter zu qualifizieren und das enorme im Konzern vorhandene Know-how professionell und vernetzt zu nutzen.
Die ThyssenKrupp Studienförderung hat inzwischen 125 Stipendiaten, die "maßgeschneidert" fachlich und finanziell unterstützt werden.
Durch die ThyssenKrupp Managementkompetenzen wird die Transparenz bei der Auswahl von Leistungsträgern für entscheidende Führungspositionen erhöht; sie ermöglichen auch eine zielgerichtete Förderung von Führungskräften. Diese Managementkompetenzen spiegeln zentrale Anforderungen an Top-Führungskräfte bei ThyssenKrupp wider. Auf ihrer Basis wird das Potenzial von Führungskräften beurteilt. Damit werden wir bei Nachfolgeentscheidungen sicherer.
Im Geschäftsjahr 2001/2002 wurde die Potenzial- und Nachfolgeplanung bei ThyssenKrupp weiter ausgebaut. Alle Kandidaten für Vorstands- und Geschäftsführerpositionen werden jährlich auf Stärken und Schwächen beurteilt. In besonderen Gesprächen diskutiert der Vorstand der ThyssenKrupp ag mit den Segmentverantwortlichen über die jeweiligen Kandidaten. Dabei werden Entwicklungsziele definiert und anschließend in einem Stufenplan umgesetzt. Gezielte Managementaudits ergänzen diese Potenzialbeurteilung. Im Rahmen der Konzernseminare für Führungskräfte werden die Schlüsselqualifikationen trainiert.
Vergütungspolitik für Führungskräfte
Leistungs- und Ergebnisorientierung ist bei ThyssenKrupp elementarer Bestandteil zeitgemäßer Einkommensgestaltung. Für die Führungskräfte sind dies moderne Tantiemeregelungen sowie der Long Term Management Incentiveplan (ltmi) für das Top-Management. Ergänzend dazu bietet der Konzern eine attraktive betriebliche Altersversorgung, die die finanzielle Sicherheit auch nach dem Arbeitsleben unterstützt.
Im Geschäftsjahr 2001/2002 wurde die 4. Tranche des ltmi-Plans umgesetzt. Wie bereits im Vorjahr wurde der Plan nicht nur für Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer der Konzernunternehmen, sondern auch für einen erweiterten Kreis von leitenden Angestellten im Inland und von vergleichbaren Führungskräften im Ausland als ein zusätzliches kapitalmarktorientiertes Vergütungselement eingesetzt.
Unsere Führungskräfte werden leistungs- und ergebnisbezogen entlohnt – dazu gehören auch Tantiemen und Wertzuwachsrechte.
ThyssenKrupp best Im Herbst 2001 hat der Konzern mit ThyssenKrupp best ein Programm zur umfassenden Effizienzsteigerung aufgelegt. Nach einem Jahr Laufzeit waren die tragenden Programmstrukturen erfolgreich etabliert. Im gesamten Konzern werden zahlreiche Projekte mit beträchtlichem Ergebnispotenzial umgesetzt. Ein umfangreiches Portfolio mit Methoden und Instrumenten unterstützt die effiziente Projektarbeit.
Weltweit rund 1.000 Projekte in Arbeit
Das Programm nutzt alle Hebel zur Steigerung der Wertschöpfung, wobei die Schwerpunkte der Projektarbeit in den Bereichen operative Effizienz, Vertriebsführerschaft und Kapitalproduktivität liegen. Hinzu kommen Projekte zur Verbesserung der Leistungsqualität, zur stärkeren Einbindung der Mitarbeiter und Führungskräfte, zum Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts oder zur verstärkten Nutzung von E-Technologien. Ziel des Programms ist es, alle für den Geschäftserfolg relevanten Faktoren in den Blick zu nehmen und zu optimieren.
Am Ende des Berichtsjahres hatten wir insgesamt 984 Projekte definiert. 734 entfielen auf Europa mit Schwerpunkten in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien. 217 Projekte gab es auf dem amerikanischen Kontinent – in den usa, Kanada, Mexiko und Brasilien, und 33 Projekte waren länderübergreifend. Somit ist ThyssenKrupp best international verankert und in der Lage, den gesamten Konzern zu mobilisieren.
Initialimpulse durch Bestandsaufnahme und Pilotprojekte
ThyssenKrupp best begann im Oktober 2001 mit einer dreimonatigen Phase der Bestandsaufnahme. Dabei wurden alle Konzernbereiche im In- und Ausland untersucht und mehr als 400 Handlungsfelder für Verbesserungsaktivitäten identifiziert. Auf dieser Basis konnten Verbesserungsziele und konkrete Projekte, um diese Ziele zu erreichen, definiert werden. Die Umsetzung der ersten Projekte begann bereits im Januar 2002. Die Projektlandschaft hat sich – gefördert durch die umfassende und systematische Bestandsaufnahme – rasch entwickelt. Zusätzliche Impulse gingen von acht Pilotprojekten aus, die noch in der Bestandsaufnahme-Phase gestartet worden waren. Ihre Ergebnisse zeigten beispielhafte Lösungen für die zentralen Programmthemen auf.
Projektorganisation und Schulung als Grundlagen
Für ThyssenKrupp best haben wir eine tragfähige Organisationsstruktur geschaffen, die eine zügige und konzernweit abgestimmte Projektumsetzung sichert. Gremien auf Konzernebene und in den Segmenten sorgen gemeinsam für den koordinierten Verlauf des Konzernprogramms und einen effizienten Erfahrungsaustausch. Die Projektarbeit wird vom Vorstand der ThyssenKrupp ag sowie von den Vorständen der Segment-Führungsgesellschaften aktiv unterstützt, beispielsweise durch regelmäßige Projektbesuche vor Ort im In- und Ausland.
ThyssenKrupp best ist inzwischen international im Konzern verankert – mit Schwerpunkten in Europa und Amerika.
Mit best pl@za wurde erstmals ein konzernweit nutzbares Programm-Management-Tool für die Projektsteuerung und das Projektreporting implementiert. Die Programmbeteiligten haben via Internet und Intranet Zugang zu best pl@za, wo sie einen transparenten Überblick über die laufenden Projekte in allen Teilen des Konzerns erhalten und den Know-how-Transfer ausbauen können.
Für die Schwerpunktthemen von ThyssenKrupp best wurde ein konzernweit verfügbarer Know-how-Pool mit Methodensammlungen, best practices und Schulungsmodulen aufgebaut. Ein zentral organisiertes Schulungsprogramm als Anstoß für eine Train-the-Trainer-Kaskade in den Segmenten und Konzernunternehmen ist abgeschlossen. Die zentral konzipierten Schulungsmodule – Schwerpunkte waren Leistungsqualität, Kapitalproduktivität, Wertmanagement, Vertriebsführerschaft und operative Effizienz – werden jetzt segmentspezifisch weiterentwickelt und fortgeführt.
Zehn Initiativen für ThyssenKrupp best
THYSSENKRUPP BEST NUTZT ALLE HEBEL ZUR WERTSTEIGERUNG
Zehn Initiativen bilden den systematischen Rahmen für ThyssenKrupp best und geben die segmentübergreifenden Schwerpunktthemen für die Projektarbeit vor:

Gleichzeitig bilden diese Initiativen die zentrale Orientierung für die Sammlung von Knowhow, die Entwicklung von Trainingsmodulen sowie den Wissenstransfer und die methodische Unterstützung bei der Durchführung neuer Projekte.
Dem ganzheitlichen Programmansatz entsprechend sind in ThyssenKrupp best auch bereits laufende konzernweite Initiativen zur Leistungssteigerung integriert, darunter die Dienstleistungs- sowie die E-Business-Initiative.
best pl@za informiert umfassend über das Programm und fördert den Austausch des Projekt-Know-hows.
Seit drei Jahren bildet die konsequente Dienstleistungsorientierung einen Schwerpunkt der strategischen Ausrichtung von ThyssenKrupp: Wir konzentrieren uns auf innovative Lösungen, die der Kunde als Mehrwert honoriert. Durch die Integration der Initiative in ThyssenKrupp best stellen wir sicher, dass die Dienstleistungsorientierung auch in Zukunft ein Schwerpunkt unserer Geschäftsaktivitäten bleibt.

Im Rahmen von ThyssenKrupp best wurden im Berichtsjahr über 40 Projekte durchgeführt, die zum Ausbau unseres Dienstleistungsgeschäfts beitragen. ThyssenKrupp best schafft neue Möglichkeiten für den Wissenstransfer: Über best pl@za werden neue Dienstleistungsprojekte dokumentiert und damit einer breiten Mitarbeiterzahl im Konzern zur Verfügung gestellt. In ThyssenKrupp best Veranstaltungen wird der Stand der Dienstleistungsorientierung regelmäßig verfolgt und werden Projekterfahrungen ausgetauscht. Projektbesuche des Vorstands der ThyssenKrupp ag vor Ort verleihen den Aktivitäten zusätzliches Gewicht.
Trotz eines schwierigen Marktumfelds und negativer us-Dollar-Kurseinflüsse blieb der Dienstleistungsumsatz des Konzerns 2001/2002 bei niedrigerem Gesamtumsatz der Segmente bei rund 8 Mrd €. Der leichte Anstieg des Dienstleistungsanteils um einen Prozentpunkt auf 21 % spricht für die relative Stabilität des Dienstleistungsgeschäfts. Alle Segmente konnten ihren Dienstleistungsanteil halten oder sogar ausbauen. Daran wollen wir anknüpfen und das Dienstleistungsgeschäft künftig gezielt weiterentwickeln.
Für alle Segmente ist die Entwicklung einer segmentspezifischen Dienstleistungskultur eine große Herausforderung. Die Mitarbeiter aus den verschiedenen Funktionsbereichen werden zunehmend sensibler für die Dienstleistungsorientierung und arbeiten an deren Umsetzung. Das Segment Elevator dokumentiert dies eindrucksvoll: Hier gibt es spezifische Schulungen der Mitarbeiter im Dienstleistungsbereich, eine Weiterentwicklung der Service-Organisation sowie ein weltweit einheitliches Management- und Controllingsystem, mit dem die Entwicklung des Dienstleistungsgeschäfts auf Monatsbasis gesteuert wird.
Der Dienstleistungsanteil am Konzernumsatz erhöhte sich 2001/2002 leicht auf 21 %.
E-Business erfolgreich ins laufende Geschäft integriert
Mit der Verzahnung von E-Business mit ThyssenKrupp best kann das wirtschaftliche Potenzial von E-Business für den Konzern noch besser ausgeschöpft werden. Durch größere Lieferantenund Kundennähe, höhere Produkt- und Dienstleistungsqualität sowie ein marktgerechteres Sortiment wird der Markterfolg nachhaltig gesteigert. E-Business ist mittlerweile konzernweit in das laufende Geschäft integriert und unterstützt die Vernetzung von Geschäftsprozessen. Indiz dafür sind die derzeit rund 180 E-Business-Projekte im Konzern; circa 30 davon werden im Rahmen von ThyssenKrupp best durchgeführt. Der Projektschwerpunkt liegt in der Optimierung von Geschäftsprozessen, und zwar sowohl von internen – z. B. durch Wissensmanagement – als auch von Beschaffungs- und Vertriebsprozessen – wie z. B. Online-Ausschreibungen oder Katalog-Bestellungen. Die Initiative E-Business wird weitgehend dezentral geführt, damit operative Konzernunternehmen flexibel auf neue Entwicklungen, auf Kosten und Konkurrenz reagieren können. Das Corporate Center fungiert dabei als Systematisierungsinstanz und Informationsdrehscheibe nach innen und außen. E-Business-Aktivitäten werden nur dort gebündelt, wo durch Zentralisierung Synergien realisierbar sind, beispielsweise beim E-Procurement. Deshalb werden nur vier Projekte segmentübergreifend verfolgt.

Einen Überblick über typische Problembereiche des E-Business und Lösungsmöglichkeiten dafür bietet der ThyssenKrupp Leitfaden E-Business. Er bündelt die in den Segmenten vorhandenen Spezialkenntnisse zu diesem Thema und gibt konkrete Auskünfte über Online-Ein- und -Verkauf, Internet-Auftritte, digitale Signaturen sowie Daten- und Versicherungsschutz. Enthalten sind auch Checklisten für die Berücksichtigung rechtlicher, steuerlicher und bilanzieller Auswirkungen und Risiken von E-Business-Transaktionen in Deutschland sowie Informationen über eu-Vorgaben bzw. Entwicklungen auf internationaler Ebene, weiterführende Links sowie einschlägige Gesetze und Verordnungen.
Die E-Business-Initiative trägt Früchte: E-Business wurde inzwischen konzernweit erfolgreich in das laufende Geschäft integriert.
Innovationen für nachhaltigen Markterfolg Innovationen sind Motor für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit und damit unabdingbar für den Unternehmenserfolg. Basis sind neben guter Kenntnis der Kundenbedürfnisse das Fachwissen und die Kreativität unserer Ingenieure und Techniker. Sie entwickeln neue und verbessern bestehende Produkte und Technologien; sie treiben den Transfer von technischem Wissen im Konzern voran.
Stahl – ein Werkstoff mit Zukunft
Die Kunden von ThyssenKrupp Steel verlangen immer häufiger maßgeschneiderte Werkstoffe und Verarbeitungstechnologien. Moderne Stähle müssen vor allem eine Kombination aus hoher Festigkeit und guter Umformbarkeit aufweisen. Die Werkstoffentwicklung bei ThyssenKrupp Stahl hat diesen Weg konsequent beschritten und die Stahlmikrogefüge durch ultrafeine Nanostrukturen weiter verbessert. Mit den erzielten hohen Festigkeiten bieten diese Stähle ein großes Einsatzpotenzial für hochfeste Bauteile in Autokarosserien. Bei der Anwendung neu entwickelter Stähle unterstützen wir unsere Kunden aktiv durch verarbeitungs- und gebrauchsrelevante Werkstoffdaten. Ein Gemeinschaftsforschungsvorhaben der deutschen Stahlhersteller dazu wurde Anfang 2002 erfolgreich abgeschlossen. ThyssenKrupp Stahl leitete den projektbegleitenden Arbeitskreis. Mit den Ergebnissen dieses Projekts stehen den Kunden für die wichtigsten Stahlsorten Werkstoffkennwerte für Berechnungen des Verarbeitungs- und Gebrauchsverhaltens zur Verfügung. Zusätzliche unternehmensspezifische Daten erhalten die Kunden zudem aus unserer eigenen Werkstoffdatenbank.
In der Prozessentwicklung stehen bei ThyssenKrupp Nirosta und ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni weiterhin die endabmessungsnahen Gießverfahren im Vordergrund. Die Aktivitäten am Standort Krefeld konzentrieren sich auf das Bandgießen des austenitischen Edelstahls nirosta® 4301 unter industriellen Bedingungen.
Die Entwicklung neuer Werkstoffe, die besondere Vorteile durch eine rasche Erstarrung versprechen, wird systematisch vorangetrieben. Mitte 2001 ging die erste Dünnbrammengießanlage für rostfreie Edelstähle in Terni in Probebetrieb. Im Laufe des Berichtsjahres wurde die Leistungsfähigkeit der Linie sowohl für austenitische und ferritische rsh-Stähle als auch für Elektrobandgüten erfolgreich getestet.
Das Qualitätsmanagementsystem von ThyssenKrupp Steel erfüllt höchste Ansprüche. Zum Ende des Berichtsjahres wurden durch den Rheinisch-Westfälischen tüv sämtliche Standorte von ThyssenKrupp Stahl neu zertifiziert: zum einen auf Basis der 2002 verschärften automobilspezifischen Technischen Spezifikation iso/ts 16949 und zum anderen anhand der neuen iso 9001:2000. ThyssenKrupp Nirosta hat ihr Qualitätsmanagementsystem ebenfalls weiterentwickelt und durch den Rheinisch-Westfälischen tüv anhand derselben Normen wie ThyssenKrupp Stahl erfolgreich getestet. ThyssenKrupp Nirosta gehört damit zu den ersten Edelstahl-Flach-Produzenten mit einer solchen Zertifizierung.
Endabmessungsnahes Gießen ist ein Schwerpunkt der prozessorientierten Entwicklung im Segment Steel.
Automotive: Für mehr Sicherheit und Komfort im Auto
Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des Segments Automotive ist geprägt von der sich wandelnden Aufgabenverteilung zwischen der Automobilindustrie und den Zulieferern, bei der die Zulieferer eine immer höhere Entwicklungsverantwortung übernehmen.
Der Wettbewerb der Produkte wird zunehmend durch einen Wettbewerb innovativer Technologien ergänzt. Kundenbezogene Entwicklungen stehen dabei im Vordergrund. ThyssenKrupp Automotive hat vielfältige Lösungen für die Hauptanliegen der Kunden wie Fahrzeuggewicht, Sicherheit, Komfort oder Verbrauch erarbeitet. Das Segment bietet zum Beispiel für Body- und Fahrwerksteile Lösungen aus unterschiedlichen Werkstoffen wie hochfestem Stahl, Edelstahl, Aluminium, Magnesium oder Kunststoff sowie aus einer Kombination dieser Werkstoffe. Damit konnten das Fahrzeuggewicht und der Kraftstoffverbrauch vermindert werden; gleichzeitig stieg durch den Einsatz von Produkten aus hochfestem Stahl die Sicherheit der Fahrzeuginsassen.
Im Fahrwerksbereich dominieren die Forderungen nach mehr Komfort und Fahrdynamik. ThyssenKrupp Automotive liefert als Systempartner der großen Automobilhersteller eine Vielzahl von Lösungen, z. B. für verstellbare Luftfederdämpfer und Luftfedersysteme, mit denen ein Fahrzeug an den jeweiligen Fahr- und Beladungszustand und an die Komfort-Anforderungen angepasst werden kann. Für die Regelung dieser sensiblen Fahrwerkssysteme entwickelt ThyssenKrupp Automotive Mechatronics spezielle Steuerungen. Neu sind beispielsweise aktive oder schaltbare Wankstabilisatoren, die in Kürze in die Serie eingeführt werden.
Top-Service als Wettbewerbsvorteil bei Elevator
Im Segment Elevator wird Service groß geschrieben, denn in diesem Bereich wird mittlerweile die Hälfte des Segmentumsatzes erwirtschaftet. Die Verfügbarkeit von Anlagendaten für einen umfassenderen Service wird mit einer internetbasierten "e-service"-Plattform weiter ausgebaut. Diese bietet den gemeinsamen Rahmen für Online-Zugriffe von Kunden und eigenen Mitarbeitern auf Betriebs- und Anlagendaten; dies ermöglicht eine ständige Überwachung des Anlagezustandes, einen schnelleren Service und eine vorbeugende Instandhaltung. Verfügbarkeit und Wartungsservice werden transparenter, das Dienstleistungsangebot wird erweitert und die Kundenbindung erhöht. Bei Fahrtreppen wurde dieses Konzept durch die neue Produktgeneration "e-escalator" realisiert; das sind Fahrtreppen, bei denen alle Signale intern elektronisch gesammelt werden und über Internet übertragen werden können.
Hohe Ingenieurleistung als Kennzeichen von Technologies
Die neu entwickelte wirtschaftliche Fertigung für Titanaluminid-Verdichterschaufeln erlaubt es, in naher Zukunft die Anwendung der geschmiedeten Schaufeln in Flugtriebwerken deutlich zu erweitern und damit ein weiteres Gewichts- und Energieeinsparungspotenzial für Antriebe in der Luftfahrt nutzbar zu machen. Gemeinsam mit Rolls-Royce planen wir den Einsatz eines Kranzes mit Titanaluminid-Schaufeln in einem Erprobungsträger. Mit der erfolgreichen Entwicklung einer Herstelltechnologie für diese Hochdruckverdichterschaufeln öffnet sich ein Markt für Bauteile aus dieser neuen Werkstoffklasse, sowohl im Hochdruckverdichterbereich zukünftiger Flugzeugtriebwerke als auch bei stationären Gasturbinen. Als Spin-off-Produkt dieser Entwicklung entstanden
Mehr Sicherheit und Komfort im Auto, weniger Fahrzeuggewicht und Verbrauch – Automotive liefert die Lösungen.
Auslassventile für Formel-1-Motoren, die bei ständig steigendem Bedarf inzwischen in Serie gegangen sind.
Auf Umweltschutz und Ressourcenschonung und damit auf eine nachhaltige Verfahrenstechnik ist die Forschung und Entwicklung auch im Anlagenbau ausgerichtet. Beispiele sind die energetische Nutzung von Altreifen, Schwellen und Abfallstoffen in Zementanlagen und die drastische Reduktion des Treibhaus-Gases N2O (Lachgas) bei Anlagen zur Produktion von Salpetersäure mit Hilfe einer katalytischen Gaszersetzung.
Bezüglich der Magnetschwebebahn Transrapid werden zurzeit seitens der Deutschen Bahn ag in Abstimmung mit den Ländern Nordrhein-Westfalen und Bayern die Betreiberanforderungen an das Fahrzeug in der Regio-Ausführung erarbeitet. Parallel hierzu wurde damit begonnen, das Pflichtenheft für die Konzeption und Entwicklung der Metrorapid-Fahrzeuge zu erarbeiten. In China laufen die Arbeiten zur Realisierung der weltweit ersten Transrapid-Anwendungsstrecke planmäßig. Auf dem bereits fertig gestellten Fahrweg wurde das von der ThyssenKrupp Transrapid GmbH im Juni 2002 gelieferte 3-Sektionen-Fahrzeug in Betrieb genommen; anschließend begannen die Testfahrten. Am 31. Dezember 2002 findet die Jungfernfahrt statt.
Technikkooperation und Technologietransfer im Konzern
Technikkooperationen gewinnen ständig an Bedeutung – etwa die zwischen Steel und Automotive im Bereich neuer Leichtbau-Komponenten für den Automobilbau oder die zwischen Technologies und Automotive auf dem Gebiet moderner Fertigungs- und Montagetechniken. In Form von segmentübergreifenden Informationssystemen unterstützt die moderne Informations- und Kommunikationstechnik die Zusammenarbeit und den Know-how-Austausch im Konzernverbund. Der Personal- und Wissenstransfer aus der Transrapid-Entwicklung beispielsweise stimuliert die Entwicklung mechatronischer Komponenten für verschiedene Anwendungen im Konzern. Das doc Dortmunder Oberflächencentrum hat bei der Erarbeitung innovativer Oberflächentechniken eine zentrale Brückenfunktion zu den externen Forschungseinrichtungen der Fraunhofer Gesellschaft.
ThyssenKrupp Innovationswettbewerb etabliert
Um das Innovationsklima weiter zu verbessern und ein wirksames Anreizsystem zu schaffen, wurde im Konzern im Jahr 2000 ein jährlicher Innovationswettbewerb eingerichtet. Die bisherige Resonanz war erfreulich, und das Interesse steigt von Jahr zu Jahr. Nach der jährlichen Preisverleihung findet mit allen Wettbewerbsteilnehmern ein Innovationstag statt, der zu einem regen Erfahrungsaustausch genutzt wird. Im März 2003 werden die Sieger des inzwischen vierten Wettbewerbsjahrgangs bekannt gegeben.
Der Innovationswettbewerb 2002 bestätigte erneut die Forschungs- und Entwicklungskompetenz der Segmente. Der erste Preis wurde gleichzeitig an Mitarbeiter von ThyssenKrupp Stahl und ThyssenKrupp vdm – beide aus dem Segment Steel – vergeben. Für die Rahmen großformatiger Fernsehflachbildschirme entwickelte ThyssenKrupp Stahl einen hochfesten
Der Know-how-Austausch zwischen den Segmenten wird ständig ausgebaut; unsere Kunden profitieren davon.
Complexphasenstahl. Das Besondere an diesen Rahmen ist, dass deren hohe Festigkeit während der Produktion noch einmal deutlich ansteigt und exakt auf die hohen Belastungen abgestimmt ist, die sich durch die im Rahmen aufgespannte Schattenmaske ergeben. Zudem kann auf teuere Legierungselemente verzichtet werden, was den Werkstoff kostengünstiger macht. Im zweiten Projekt entwickelte ThyssenKrupp vdm eine Eisen-Nickel-Legierung als Rahmenwerkstoff für gespannte Schattenmasken in flachen Farbfernsehgeräten mit True-Flat-Bildschirmen. Die chemische Zusammensetzung des Werkstoffs Pernifer 42 tvr ist so gewählt, dass nach einer Wärmebehandlung am fertigen Rahmen Ausdehnungen vermieden werden und die Schattenmaske auch beim Abkühlen gespannt bleibt.
Mit dem zweiten Preis wurde ein neu entwickeltes Berechnungsverfahren zur Integration von Wälzlagern in die Anschlusskonstruktionen von Maschinen und Anlagen ausgezeichnet, das ein Team von Rothe Erde entwickelt hat. Das Verfahren ermöglicht eine sehr wirtschaftliche und technisch sehr gründliche Analyse des Gesamtsystems von Großwälzlager- und Anschlusskonstruktion. Zum ersten Mal wird der gegenseitige Einfluss von Laufbahnsystem und Schraubverbindung für beliebige Belastungen auf einem pc simulierbar und dadurch auch berechenbar. Die Berechnungsdaten zeichnen sich durch eine hohe Übereinstimmung mit experimentell ermittelten Ergebnissen aus, wobei der durch die Simulation mögliche Verzicht auf faktische Bauteiluntersuchungen die Prototypentwicklung wesentlich verkürzt. Der Bearbeitungsaufwand bei Rothe Erde verringert sich um bis zu 90 % gegenüber früheren Verfahren auf Basis der Finite-Elemente-Methode.
Den dritten Preis nahm ThyssenKrupp Automotive für "Flexwheel" entgegen. Als führender Produzent von Anlasser-Zahnkränzen befasst sich das Segment intensiv mit dem Stop-and-Go-Betrieb im Individualverkehr. Dafür wurde ein neues System aus Anlasserzahnkranz und Schwungrad entwickelt und zum Patent angemeldet. Kernkomponente ist ein elastisches Schwungrad, das den Namen "Flexwheel" erhielt. Die Entwicklung dient insbesondere der Energieeinsparung und dem Umweltschutz im innerstädtischen Pkw-Verkehr.
Zwei Spezialwerkstoffe für Fernsehflachbildschirme sorgten für zwei Siegerteams im Innovationswettbewerb 2002.


Wissen vereint. Man muss es nur für alle nutzbar machen." Dipl.-Ing. Christian Burkat, Projektleiter ThyssenKrupp best, Bochum, Deutschland
"In einem Unternehmen wie ThyssenKrupp ist ein enormes
ThyssenKrupp
future value Effizienz 109
ThyssenKrupp
"Kollegen in Deutschland führen ein ähnliches Projekt durch wie wir. Wir tauschen unsere Erfahrungen aus und kommen gemeinsam schneller voran."

alles, was wir tun, noch besser tun. Unsere Kunden erwarten das von uns jeden Tag. Deshalb haben wir mit ThyssenKrupp best ein internationales Programm gestartet, dessen Ziel es ist, das im Konzern vorhandene Wertschöpfungspotenzial zu erschließen und nachhaltig auszubauen. Durch weltweiten Wissenstransfer wollen wir uns in allen Bereichen verbessern: von den Kosten über die Qualität der Produkte und Dienstleistungen bis zur Geschwindigkeit der Geschäftsprozesse und ihrer maximalen Orientierung an den Bedürfnissen unserer Kunden. Neue Projekte fangen nicht jedes Mal bei Null an, sondern profitieren von wertvollen Erfahrungen aus vergleichbaren Vorhaben. Und zwar weltweit, über Ländergrenzen hinweg. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit der Edelstahlwerke in Terni/Italien und Bochum/Deutschland beim Ausbau des Qualitätsmanagements.
ThyssenKrupp
"ThyssenKrupp best ist ausgerichtet auf die Interessen aller Beteiligten – also Mitarbeiter, Eigentümer, Kunden, Lieferanten und Öffentlichkeit. Ein richtiger Ansatz aus Sicht der Arbeitnehmer, deren fachliche und soziale Kompetenz gefordert ist."
Thomas Schlenz, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats ThyssenKrupp, Düsseldorf, Deutschland

future value Motivation
Verborgene Potenziale wecken.
ThyssenKrupp
"In einem Job, der einem nichts gibt, gibt man auch selbst nicht viel."
Jane Martin, Regional Key Account Manager, ThyssenKrupp Lifts & Escalators Ltd., London, Großbritannien



ThyssenKrupp
"An meiner Arbeit reizt mich, dass ich tagtäglich Entscheidungen treffen muss und nicht jeder Handgriff vorgeschrieben ist."
Jane Martin, Regional Key Account Manager, ThyssenKrupp Lifts & Escalators Ltd., London, Großbritannien
Kunde
"Ob einer seinen Job gern macht oder nicht, merkt man als Kunde sofort. Und danach entscheidet man sich auch."
Douglas Blythe, Facilities Manager, The Royal Opera House, Covent Garden, London, Großbritannien
ThyssenKrupp
"Wer es nicht schafft, das unternehmerische Potenzial seiner Mitarbeiter zu wecken, wird sich auf Dauer nicht an der Spitze halten."
Peter Dollhausen, Leiter der Zentralbereiche Personal- und Sozialpolitik sowie Führungskräfte, ThyssenKrupp ag, Düsseldorf, Deutschland
motivierte mitarbeiter sind das wertvollste gut eines unternehmens. Deshalb versuchen wir, Rahmenbedingungen zu schaffen, die geeignet sind, die Motivation unserer Mitarbeiter zu entfalten. Wo immer es möglich ist, lassen wir bei ThyssenKrupp die Mitarbeiter vor Ort entscheiden, wie ein Problem zu lösen ist. Wir vertrauen ihrer Persönlichkeit, ihrer Kreativität und ihren Talenten. Dazu gehört auch, dass wir Eigeninitiativen unterstützen – etwa bei neuen Arbeitsformen wie den flexiblen Arbeitsgruppen in der Produktion. Dadurch erhöht sich nicht zuletzt die Identifikation unserer Mitarbeiter mit ihren Produkten. Über unseren internen Konzernarbeitsmarkt bieten wir den motivierten Mitarbeitern die Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln und sich neuen Herausforderungen im Konzern zu stellen.
Zufriedenheit bei der Arbeit ist für uns ein messbarer Indikator für Motivation, der sich nicht nur in einem niedrigen Krankenstand und einer geringen Fluktuationsrate niederschlägt. Auch die außerordentlich große Beteiligung unserer Mitarbeiter am Belegschaftsaktienprogramm lässt auf ein hohes Maß an Identifikation mit ThyssenKrupp schließen. Ebenso die Vielzahl an intelligenten Verbesserungsvorschlägen.
Schwerpunkte und Segmente Was bei Thyssen und Krupp einmal mit Eisen und Stahl begann, ist heute ein Verbund mit vielfältigen Kompetenzen. Innovative Werkstoffe und Industriegüter, Schiffe und Autokomponenten, industrielle Dienstleistungen und E-Business – unser Leistungsprogramm ist breit, unser Know-how anspruchsvoll. Mit unseren Produkten und Leistungen wenden wir uns vor allem an industrielle Kunden.
In den drei Tätigkeitsschwerpunkten Stahl, Industriegüter und Dienstleistungen verfügt ThyssenKrupp über TOP-3-Positionen im internationalen Wettbewerb und treibt die technologische Entwicklung voran. Operativ sind die Aktivitäten in sechs Segmenten zusammengefasst – Steel, Automotive, Elevator, Technologies, Materials und Serv.
- " Für die Bedeutung des Tätigkeitsschwerpunktes Stahl des Segments Steel – stehen fast 12 Mrd € Umsatz und über 50.000 Arbeitsplätze. Durch gezielte Investitionen und ständige Innovationen sorgen wir dafür, dass unsere Konkurrenzfähigkeit auch künftig gewahrt bleibt.
- " Der Tätigkeitsschwerpunkt Industriegüter wird von drei Segmenten vertreten: Automotive, Elevator und Technologies. Mit einem Umsatz von nahezu 16 Mrd € und fast 100.000 Mitarbeitern ist dies der größte der drei Schwerpunkte.
- " Im Tätigkeitsschwerpunkt Dienstleistungen, gebildet durch die Segmente Materials und Serv, erzielen wir inzwischen über 11 Mrd € Umsatz. Die rund 40.000 Mitarbeiter sorgen durch reibungslosen Materialfluss und vielseitigen Service dafür, dass die Kunden sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können.
Steel
- Automotive
- Elevator
- Technologies
- Materials
- Serv
- Weiterer Konzernbereich: Real Estate
Steel Durch den weltweiten Aufbau neuer Fertigungsstätten beispielsweise in China erweitert das Segment Steel Schritt für Schritt seine internationale Basis. Die Konzentration unseres Produktprogramms auf hochwertige Erzeugnisse aus Qualitäts- und rostfreiem Flachstahl bewährt sich auch im globalen Geschäft. Der Umsatz lag im Berichtsjahr bei 11,7 Mrd €.
| STEEL IN ZAHLEN | |||
|---|---|---|---|
| 2000/2001 | 2001/2002 | ||
| Auftragseingang | Mio € | 11.777 | 11.732 |
| Umsatz | Mio € | 12.521 | 11.686 |
| EBITDA | Mio € | 1.657 | 1.032 |
| Ergebnis* | Mio € | 673 | 167 |
| Mitarbeiter (30.09.) | 51.418 | 50.184 | |
| * vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter |
Moderne Werkstoffe aus Qualitätsflachstahl sind der Tätigkeitsschwerpunkt der Business Unit Carbon Steel, während bei Stainless Steel alle Aktivitäten für Herstellung und Vertrieb von Edelstahl Rostfrei und Nickelbasislegierungen gebündelt sind. In beiden Bereichen haben wir unsere Produktion auf die am Markt besonders gefragten Flachstahlerzeugnisse – also Bänder und Bleche – gebündelt, wie sie in der Automobilindustrie, im Anlagenbau und in der Bauwirtschaft eingesetzt werden. In der dritten Business Unit Special Materials ist das Geschäft mit Sonderwerkstoffen zusammengefasst.
Carbon Steel: Leistungssteigerung und Internationalisierung
Wir haben die Wettbewerbsposition der Business Unit Carbon Steel in den letzten Jahren nachhaltig gestärkt, und zwar dadurch, dass wir die Metallurgie in Duisburg an der verkehrsgünstig gelegenen Rheinschiene konzentrierten und in den nachgeschalteten Produktionsstufen erheblich investierten. Beispiele dafür sind die innovative Gießwalzanlage und das weltweit modernste Kaltwalzwerk in Duisburg sowie die neue Feuerbeschichtungsanlage in Dortmund. Eine kostengünstige und zugleich umweltfreundliche Koksversorgung für unsere Hochöfen ist gesichert: Wir werden unseren Koks künftig von der modernsten Kokerei der Welt beziehen, die derzeit von der Duisburger Gesellschaft Carbonaria errichtet wird.
Die Leistungssteigerungen an den deutschen Kernstandorten bilden die Basis für die in den letzten Jahren eingeleitete Downstream-Internationalisierung: In wichtigen Auslandsmärkten bauen wir lokale Fertigungen für Veredelung, Service und Verarbeitung von Flachstahl auf.
Nach unserer Beteiligung an GalvaSud in Brasilien wird jetzt in Nordchina eine neue Feuerverzinkungslinie mit unserem chinesischen Partner Angang New Steel Co. errichtet. Die Anlage mit einem Investitionsvolumen von 180 Mio us-Dollar soll Mitte 2003 in Betrieb gehen. Für den kompletten Erwerb des Feuerverzinkungsbetriebs Galmed in Spanien, an dem wir bereits 24,5 %
Wir haben uns bei Carbon Steel und Stainless Steel auf Flachprodukte spezialisiert.
halten, haben wir ein Angebot abgegeben. Neben beschichteten Blechen sind auch Tailored Blanks national wie international zunehmend gefragt. Diese nach Kundenwunsch lasergeschweißten Platinen aus Blechen unterschiedlicher Qualitäten und Dicken werden weltweit von Automobilbauern eingesetzt. Die Vorteile – hohe Festigkeit und niedriges Gewicht – machen sie zu einem bevorzugten Produkt, so dass wir für unsere drei neuen Fertigungen in Italien, Mexiko und China viel versprechende Marktaussichten sehen. Im April 2002 haben wir mit den japanischen Unternehmen nkk und Kawasaki – jetzt jfe Group – eine strategische Allianz vereinbart. Damit sind die Voraussetzungen für die gemeinsame Belieferung von Automobilkunden und für f+e-Aktivitäten auf diesem Gebiet geschaffen. Diese werden nun vorangetrieben.
Stainless Steel: Führende internationale Marktpositionen
In ihren Geschäftsfeldern Rostfrei-Kaltflach und Nickelbasislegierungen konnte die Business Unit Stainless Steel ihre international führenden Marktpositionen festigen und ausbauen. Durch den Auf- und Ausbau von Produktionsstätten und Absatzwegen vor Ort haben wir in unseren wichtigsten regionalen Märkten Kundennähe und schnelle Liefermöglichkeiten gesichert. So haben wir in dem für uns nach wie vor bedeutendsten Markt Westeuropa die Kapazitäten maßvoll der steigenden Nachfrage angepasst und das Distributions- und Service-Center-Netz weiter kundennah ausgebaut. Zunehmend interessanter werden die Märkte in Mittel- und Osteuropa; auch dort wollen wir unsere Positionen ausweiten.
Mit ThyssenKrupp Mexinox verfügen wir in Mexiko über eine Produktionsstätte für rostfreie Kaltflachprodukte und eine hervorragend aufgestellte Vertriebsorganisation für den nordamerikanischen Rostfrei-Markt. Auf dem asiatischen Markt spielt China die Schlüsselrolle. Das Rostfrei-Kaltwalzwerk Shanghai Krupp Stainless, an dem wir zusammen mit Baosteel Group Shanghai Pudong Iron & Steel Co. Ltd. beteiligt sind und das unter unserer industriellen Führung steht, hat die erste Ausbaustufe mit einer Kapazität von rund 75.000 t Anfang des Berichtsjahres in Betrieb genommen. Der weitere Ausbau zu einem integrierten Standort mit einer Kapazität von rund 400.000 t soll Ende 2006 abgeschlossen sein. Diese beiden Kaltwalzwerke – Mexiko und China – werden mit Vormaterial in Form von Rostfrei-Warmband aus unseren europäischen Werken versorgt.
Stainless Steel produziert als weitere Hochleistungswerkstoffe vor allem Nickel-/Kobalt-Basislegierungen und verarbeitet diese zu Bändern, Blechen, Stangen und Drähten. Anspruchsvolle Anwendungen liegen in der chemischen und petrochemischen Industrie, in der Energieund Umwelttechnik, in der Elektronik sowie in der Automobil- und Luftfahrttechnik.
Special Materials: Elektroband für Windkraft
Für eine umweltschonende Erzeugung und Nutzung von Energie ist Elektroband aus der Business Unit Special Materials gefragt. Auch für den Statorantrieb der Magnetschnellbahn Transrapid lieferte Special Materials solches Band. Zum Produktprogramm zählen darüber hinaus besonders hochwertige Edelstahl-Langprodukte sowie ne-Metalldrähte.
Das Vormaterial für das neue Rostfrei-Kaltwalzwerk in Shanghai kommt aus unseren europäischen Werken.
Automotive Praktisch jedes Auto der großen internationalen Hersteller fährt mit Komponenten, Modulen und Systemen unseres Segments Automotive. Unsere Ideen und Innovationen machen Fahrzeuge langlebiger, sicherer, sparsamer und komfortabler. An rund 120 Standorten in 16 Ländern erwirtschafteten die Mitarbeiter von Automotive einen Umsatz von 6,3 Mrd €.
| AUTOMOTIVE IN ZAHLEN | |||
|---|---|---|---|
| 2000/2001 | 2001/2002 | ||
| Auftragseingang | Mio € | 6.179 | 6.410 |
| Umsatz | Mio € | 6.115 | 6.337 |
| EBITDA | Mio € | 521 | 430 |
| Ergebnis* | Mio € | 155 | 64 |
| Mitarbeiter (30.09.) | 39.883 | 38.425 | |
| * vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter |
Das Segment Automotive ist auf dem Weltmarkt führend bei Karosserieteilen, Motorkomponenten wie Kurbelwellen und gebauten Nockenwellen sowie bei verstellbaren Lenksäulen bzw. Lenksystemen. Auch bei Luftfeder- und Dämpfungssystemen, Achsen und kompletten Fahrwerksystemen liegen wir in der Spitzengruppe.
Eine unserer großen Stärken ist die Werkstoffkompetenz. Ob Stahl, Aluminium, Magnesium oder Kunststoff – stets können wir den Automobilherstellern die beste Lösung anbieten. Beispielsweise werden Außenhautteile für das neue Modell Vaneo von DaimlerChrysler aus Stahl, für den BMW Z8 aus Aluminium und für den neuen Ford Thunderbird fast komplett aus Kunststoff gefertigt. Bei den Komponenten aus Stahl können wir besonders auf das Werkstoff-Know-how des Segments Steel zurückgreifen; in vielen Fällen gibt es gemeinsame Entwicklungsprojekte.
Diese speziellen Werkstoffkenntnisse haben unseren Marktvorsprung als Anbieter kompletter Systemlösungen mitbegründet. Das Systemgeschäft konnte durch neue Aufträge z.B. im Bereich Fahrwerk bzw. Luftfederung und durch eine Vielzahl von Produktionsstarts für Lenkungen und Karosseriebaugruppen stark ausgebaut werden. Immer wichtiger wird die Elektronik für Fahrwerk- und Dämpfungssysteme. Darauf haben wir uns frühzeitig eingestellt und entsprechendes Know-how aufgebaut.
Dem strategischen Ziel, unsere Präsenz in Asien auszubauen, sind wir 2001/2002 wichtige Schritte näher gekommen. In Shanghai hat sich unsere Zusammenarbeit mit einem chinesischen Partner bewährt; gemeinsam stellen wir dort die Lenksäule für VW Santana und VW Gol her. In Japan haben wir eine neue Vertriebsgesellschaft aufgebaut und planen eine Fertigungsstätte für Lenksäulen in Hiroshima.
Unsere Werkstoff- und Systemkompetenz zahlt sich am Markt aus – Autohersteller in aller Welt setzen auf unser Knowhow bei Metallen und Kunststoff.
Chassis: Module für Erfolgsmodelle
Wegen erfolgreicher neuer Fahrzeugmodelle und der höheren Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen und Pkw haben die Automobilfirmen bei uns mehr Komponenten und Baugruppen für die Fahrwerke ihrer Modelle eingekauft. Trotz der Rückgänge im Federn-Absatz konnten wir so den Umsatz der Business Unit Chassis insgesamt steigern. Für zahlreiche neue Aufträge, die von nahezu allen großen Automobilfirmen kamen, bauten wir neue Fertigungslinien auf. Im Werk Hopkinsville in Kentucky/usa wurde beispielsweise eine moderne Innenhochdruck-Umformanlage errichtet. Unsere britischen Betriebe investierten in Schweißanlagen, die sie für Neuaufträge von Nissan, Ford, Honda und General Motors benötigen.
Body: Produktion optimiert
Der Start neuer Automodelle sowie die Neukonsolidierung zweier Gesellschaften haben den Umsatz der Business Unit Body gesteigert. Das Produktprogramm bilden Karosserie-Außenhautteile, zu denen beispielsweise Türen, Motorhauben und Seitenteile zählen. Außerdem werden Strukturteile bis hin zu kompletten Karosserierahmen hergestellt. ThyssenKrupp Automotive ist eng in die Konzeptionsarbeiten eingebunden und erarbeitet zusammen mit den Auto-Entwicklern neue Lösungen in Design und Technologie. Insgesamt haben wir durch Investitionen die Fertigungslinien ausgebaut, unsere Produktion weiter optimiert und die Kapazitäten der Auftragslage angepasst.
Powertrain: Rückenwind durch Dieselboom
Der anhaltende Dieselboom und vorgezogene Käufe, die die neuen Emissionsvorschriften in den usa ab Oktober 2002 für schwere Lkw-Motoren auslösten, gaben der Business Unit Powertrain Rückenwind. Lenksäulen, Kurbelwellen, Nockenwellen und Präzisionsschmiedeteile sind die wichtigsten Produktreihen von Powertrain; dank des hohen technischen Standards werden diese Produkte von zahlreichen großen Automobilfirmen eingebaut. Mit elektronisch, elektrisch oder mechanisch verstellbaren Lenksäulen bzw. Lenksystemen sind wir auf dem Weltmarkt führend; wegen der hohen Nachfrage erweiterten wir unsere Produktionen in Liechtenstein, Frankreich und den usa.
Kompetenz zum Komplettfahrzeug
Anfang des Berichtsjahres hat das Segment Automotive 10 % der Geschäftsanteile an Valmet Automotive in Finnland mit der Option übernommen, zu einem späteren Zeitpunkt die restlichen 90 % zu erwerben. Valmet Automotive ist ein kompetentes und erfahrenes Fertigungsunternehmen für Komplettfahrzeuge in Kleinserien. Dort wird beispielsweise der Porsche Boxster gefertigt. Mit der Beteiligung an Valmet und der damit einhergehenden Zusammenarbeit hat ThyssenKrupp die Basis seiner Gesamtfahrzeug-Kompetenz deutlich verbreitert.
Herausragende Technologie, hohe Wirtschaftlichkeit und ein breites Kompetenzspektrum von einzelnen Komponenten bis zu kompletten Fahrzeugen bestimmen das Leistungsbild des Segments.
Die Markteinführung neuer erfolgreicher Fahrzeugmodelle hat ThyssenKrupp Automotive zusätzliche Aufträge gebracht.
Elevator Auf allen fünf Kontinenten ist das Segment Elevator zu Hause. Annähernd 90 % des Umsatzes von 3,5 Mrd € werden außerhalb Deutschlands erzielt. Die Marke steht für hervorragende Produktqualität und innovative Technologien, für Solidität und Zuverlässigkeit sowie hochwertigen und kundenorientierten Wartungsservice. Unsere Mitarbeiter produzieren, verkaufen und warten weltweit Aufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige, Fluggastbrücken sowie Treppen- und Plattformlifte.
| ELEVATOR IN ZAHLEN | |||
|---|---|---|---|
| 2000/2001 | 2001/2002 | ||
| Auftragseingang | Mio € | 3.702 | 3.615 |
| Umsatz | Mio € | 3.515 | 3.500 |
| EBITDA | Mio € | 417 | 418 |
| Ergebnis* | Mio € | 276 | 317 |
| Mitarbeiter (30.09.) | 28.501 | 28.768 | |
| * vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter |
Gute Ausbauchancen in Osteuropa und Asien
Die Geschäfte sind im Wesentlichen regional organisiert; nur die Aktivitäten für Fluggastbrücken und Treppen- bzw. Plattformlifte führen wir zentral. 23 Produktionsstandorte und mehr als 750 Betriebs- und Service-Stationen sichern überall auf der Welt eine zuverlässige Präsenz vor Ort.
Durch innovative und qualitativ hochwertige Produkte sowie verstärkte Kundenbindung arbeiten wir daran, unsere Marktanteile im Neuanlagengeschäft und im Service weiter zu steigern. Dazu wird das bisherige Geschäft auf etablierten Märkten ausgebaut; gleichzeitig wollen wir neue Märkte durch Akquisitionen erschließen. Vor allem in Osteuropa und Asien sehen wir dafür auf mittlere Sicht gute Chancen.
Eine immer stärker werdende Bedeutung nimmt unser Service-Geschäft ein. Inzwischen machen die hochwertige Wartung von Aufzügen, Fahrtreppen und -steigen sowie deren Modernisierung rund die Hälfte des Segmentumsatzes aus.
Nordamerika als größter Markt
Mit einem Anteil von 13 % am Weltmarkt für Aufzüge und Fahrtreppen liegt ThyssenKrupp an dritter Stelle. Insgesamt umfasste der Weltmarkt im vergangenen Jahr ungefähr 28 Milliarden Euro. Größter Markt für uns sind die usa und Kanada. In praktisch allen großen Städten Nordamerikas werden unsere Aufzüge und Fahrtreppen eingesetzt. Auch auf dem lateinamerikanischen Markt bauten wir unsere Präsenz aus. Dank des Erwerbs von Elevadores Sûr 1999 – heute ThyssenKrupp Elevadores S.A. – und der südamerikanischen Aktivitäten von Kone Anfang des Berichtsjahres haben wir in Lateinamerika im Neuanlagengeschäft bei Aufzügen den zweiten
Über 750 Betriebs- und Service-Stationen weltweit halten den Weg zu unseren Kunden kurz.
und bei Fahrtreppen den ersten Rang erreicht. Vom World Trade Center in Mexico City über den Almeda Tower in Lima bis hin zum Fortaleza Airport in Buenos Aires ist das Segment Elevator mit Produkten und Wartungsleistungen vertreten.
Etwa 38 % des Umsatzes wurden im Berichtsjahr mit europäischen Kunden gemacht. Spanien, Portugal, Frankreich, Großbritannien und natürlich Deutschland sind in Europa die wichtigsten Märkte. Bemerkenswerte Referenzprojekte sind die neuen Aufzüge für das Four Seasons Hotel George V. und den Hauptsitz der France Télécom in Paris sowie den Palau de les Artes in Valencia.
Wichtige Zukunftsmärkte sind Osteuropa und Asien. In Russland haben wir beispielsweise eine eigene Organisation gegründet und das Wartungsgeschäft des russischen Aufzugsunternehmens zao Interlift akquiriert. In Malaysia und in Jordanien haben wir mehrheitliche Beteiligungen an zwei Aufzugsfirmen erworben.
Aktuelle Projekte
Zurzeit arbeitet ThyssenKrupp unter anderem an folgenden Projekten: In New York erhält der aol-Tower 73 High-Tech-Einheiten, und für den jfk-Airport sind bis zu 66 Fluggastbrücken bestimmt. Der Airport Dallas/Fort Worth stellt mit 92 Aufzügen, 95 Fahrtreppen und -steigen und bis zu 42 Fluggastbrücken ein besonders umfangreiches Vorhaben dar. In Madrid werden der Flughafen und die U-Bahn mit 176 Aufzügen und 212 Fahrtreppen ausgestattet. In Deutschland – im Herzen von München – ist das Uptown-Hochhaus mit seinen 18 Aufzügen bei einer Förderhöhe von bis zu 148 Meter technisch besonders anspruchsvoll.
Fahrtreppen mit Internet-Anschluss
Im Fahrtreppengeschäft hat sich unsere neue "e-escalator"-Serie, die über ein vollkommen neu entwickeltes Datenleitungssystem verfügt, am Markt bewährt. Ein internes Computersystem erfasst die Betriebsdaten und stellt sie dann den Kunden sowie den Servicetechnikern unmittelbar zur Verfügung. Zahlreiche Fahrtreppen sind bereits an das Internet angeschlossen, so dass die Daten online übertragen werden können. Im Aufzugsbereich hat unser internationaler Teleservice bereits gute Erfahrungen mit der Online-Betreuung von Anlagen gemacht. Unsere Servicezentralen überwachen Aufzüge in der ganzen Welt und stellen deren Funktionsfähigkeit sicher.
Die Fortentwicklung eigener Stärken – das sind vor allem innovative Produkte und hochwertiger Service –, aber auch die erfolgreiche Integration von erworbenen Unternehmen insbesondere in Osteuropa, Südamerika und Asien werden das Segment Elevator weiter prägen. Mit neuen Technologien für mehr Komfort und Wirtschaftlichkeit wollen wir auch in Zukunft unsere Marktstellung ausbauen und die Kundenbindung erhöhen.
Die Online-Betreuung von Aufzügen und Fahrtreppen sichert die Funktionsfähigkeit der Anlagen rund um die Uhr. Technologies Das Segment Technologies bietet seinen Kunden Spezialmaschinen sowie Systeme, Komponenten und Dienstleistungen an, bei denen es weltweit führende Marktpositionen besitzt. Gemeinsam ist allen Produkten und Leistungen ein sehr hoher Ingenieuranteil bei Forschung und Entwicklung sowie Konstruktion und Verfahrenstechnologie mit einem entsprechend hohen Wertschöpfungsbeitrag. Mit 5,8 Mrd € konnte das Segment den Umsatz trotz vielfach schwacher Branchenkonjunkturen leicht erhöhen.
| TECHNOLOGIES IN ZAHLEN | |||
|---|---|---|---|
| 2000/2001 | 2001/2002 | ||
| Auftragseingang | Mio € | 5.705 | 5.304 |
| Umsatz | Mio € | 5.733 | 5.806 |
| EBITDA | Mio € | 371 | 267 |
| Ergebnis* | Mio € | 203 | 112 |
| Mitarbeiter (30.09.) | 32.249 | 32.781 | |
| * vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter |
Production Systems: Anspruchsvolle Kunden
Unter dem Dach von Production Systems ist unser Spezialmaschinenbau vereint mit Zerspanung, Karosserietechnik und Aggregatmontage. Zu dem anspruchsvollen Kundenkreis gehören neben der Automobilindustrie wichtige Wachstumsbranchen wie Luft- und Raumfahrt, Mess-, Steuerund Regeltechnik sowie Hersteller von Spezialarmaturen.
Im Juli 2002 haben Gildemeister und ThyssenKrupp vereinbart, die Zusammenfassung ihrer Aktivitäten auf dem Gebiet der spanenden Werkzeugmaschinen zu prüfen.
Die Unternehmen der Karosserietechnik und der Aggregatmontage fertigen vornehmlich komplette Fertigungssysteme, die sich perfekt in die Produktionsabläufe der Kunden eingliedern. Sie verstehen sich mit ihrem Know-how und ihrem hohen Engineering-Potenzial schon in frühen Planungsphasen als Partner für industrielle Systemlösungen. Hier gilt es, die weltweit führenden Marktpositionen zu festigen und neue Märkte zu erschließen.
Plant Technology: Starke Technologiebasis
Unter Plant Technology sind unsere Aktivitäten im Spezial-/Großanlagenbau mit den Schwerpunkten Chemie und Petrochemie, Zementanlagen sowie Förder- und Kokereitechnik gebündelt. Unser Ziel ist es, die führenden Wettbewerbspositionen auf einer starken Technologiebasis bei Verfahren und Komponenten weiter zu festigen; allerdings sollen die Aktivitäten im Zuge der strategischen Fokussierung bei ThyssenKrupp nicht weiter ausgebaut werden. Der hohe Auftragsbestand und die im abgelaufenen Geschäftsjahr verbesserte wirtschaftliche Situation sprechen für das Zukunftspotenzial von Plant Technology in einer Best-Owner-Lösung.
Automobil- und Luftfahrtindustrie oder Unternehmen der Steuerungstechnik sind die Kunden unseres Spezialmaschinenbaus.
Marine: Technologische Spitzenleistungen
Die Spezialschiffe, die wir auf unseren Werften in Hamburg und Emden bauen, haben auf allen Meeren einen hervorragenden Ruf; sie sind innovativ, wirtschaftlich und werden für die speziellen Bedürfnisse der Kunden gebaut. Bei Fregatten und Korvetten sind wir Weltmarktführer; aber unsere Megayachten, die schnellen Containerfrachter und Gastanker gehören ebenso zur Spitze der maritimen Technologie. Gemeinsam mit der Howaldswerke-Deutsche Werft ag (hdw), mit der wir bisher schon eng zusammengearbeitet haben, bauen wir die modernsten konventionellen U-Boote der Welt.
Im Frühjahr 2002 haben unsere Werften und hdw neue Verträge über eine Zusammenarbeit abgeschlossen. Diese regeln die künftige Kooperation im Marineschiffbau für Über- und Unterwasserfahrzeuge. Zugleich bieten sie die Möglichkeit, andere internationale Partner mit an Bord zu nehmen.
Mechanical Engineering: Transrapid als Highlight
Mechanical Engineering fasst international tätige, innovative Unternehmen zusammen, die Komponenten und Systeme für Verkehr, Bauindustrie und allgemeinen Maschinenbau herstellen. Unsere Großwälzlager haben sich beispielsweise weltweit besonders in Windkraftanlagen bewährt; sie verkraften hervorragend die dort auftretenden, teilweise schnell wechselnden Belastungen.
Einen besonderen Stellenwert innerhalb von Mechanical Engineering nimmt der Transrapid ein. Diese von ThyssenKrupp und Siemens entwickelte Magnetschwebetechnologie steht kurz vor ihrer ersten kommerziellen Anwendung. Auf einer 31 km langen Strecke verbindet der Transrapid in China den internationalen Flughafen Pudong mit dem Finanzzentrum von Shanghai. Die Jungfernfahrt mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Zhu Rongji und Bundeskanzler Schröder wird am 31. Dezember 2002 stattfinden. Der kommerzielle Betrieb soll plangemäß im Januar 2004 aufgenommen werden.
Im Schiffbau streben wir eine Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene an.
Materials One-Stop-Shopping – also alle Leistungen aus einer Hand – beschreibt am besten das Geschäftskonzept von Materials. Mit den Business Units MaterialsServices Europe, MaterialsServices North America und Special Products bieten wir nicht nur eine außergewöhnlich breite und tiefe Produktpalette, sondern komplette kundenorientierte Dienstleistungspakete. Der Umsatz betrug im Berichtsjahr 8,9 Mrd €.
| MATERIALS IN ZAHLEN | |||
|---|---|---|---|
| 2000/2001 | 2001/2002 | ||
| Auftragseingang | Mio € | 9.817 | 8.886 |
| Umsatz | Mio € | 9.622 | 8.875 |
| EBITDA | Mio € | 223 | 191 |
| Ergebnis* | Mio € | 42 | 72 |
| Mitarbeiter (30.09.) | 14.315 | 13.743 | |
| * vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter |
MaterialsServices: Dienstleistungen dominieren
Material- und Anwendungsberatung, Lagerhaltung, Anarbeitung, Projekt- und Bestandsmanagement, E-Commerce-Lösungen und Just-in-time-Logistik – dies sind die wesentlichen Elemente unseres Servicekonzepts, mit dem wir schwerpunktmäßig in Europa und Nordamerika tätig sind. Rund 300 Niederlassungen, Lagerbetriebe und Servicezentren versorgen hier unsere Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen. Jährlich werden rund 20 Mio Anfragen und Angebote aus der ganzen Welt bearbeitet.
Einmaliges Sortiment und herausragende Logistik
Unser Sortiment im Lager- und Servicegeschäft ist exakt auf den jeweiligen nationalen beziehungsweise regionalen Bedarf der Verarbeiter angepasst. Im deutschen Markt umfasst es mehr als 125.000 Artikel aus Stahl, Edelstahl, ne-Metall und Kunststoff. Ein System von Zentrallägern sowie regionalen Schwerpunkt- und Niederlassungslägern sorgt in Europa für die Just-in-time-Belieferung unserer Kunden. Grundlage für eine schnellstmögliche Versorgung – innerhalb von maximal 48 Stunden – ist ein vernetztes digitales Informationssystem, über das jede Niederlassung in Deutschland und immer mehr auch Niederlassungen in den angrenzenden europäischen Ländern in die Bestände hineinsehen und disponieren können. Damit sorgen wir für hohe Kundenzufriedenheit, schnellen Lagerumschlag und geringstmögliche Kapitalbindung.
Ein Drehpunkt unserer Europa-Logistik ist unser Zentrallagerkomplex für Edelstahl und ne-Metalle in Dortmund, der größte und modernste seiner Art. Bei der erfolgreichen Entwicklung unserer osteuropäischen Aktivitäten, insbesondere in Polen und Ungarn, spielte Dortmund zusammen mit den weiteren Zentrallägern für Walzstahl und Kunststoffe eine entscheidende Rolle. Diese Nukleus-Funktion wird auch bei dem Eintritt in weitere Märkte wie beispielsweise Tschechien von großer Bedeutung sein.
Über ein ausgeklügeltes Netz von Lägern können unsere Kunden mehr als 125.000 Artikel kaufen.
Auf Grund der riesigen Entfernungen ist unser Logistikkonzept in Nordamerika anders aufgestellt als in Europa. Ein System von Bündelungsverkehren sorgt dort für die termingerechte Versorgung unserer Kunden. Die Basis dafür bildet ein überlagerndes Logistik- und Informationslogistiksystem mit Zentrallägern in den Wirtschaftszentren. Die Kundenkontakte werden hier über Call-Center abgewickelt. Bei Edelstahl, ne-Metallen und Kunststoffen haben wir uns in den letzten Jahren auch in diesem Markt eine führende Position erarbeitet. Neue Marktchancen nutzen wir konsequent, unter anderem durch eine fortwährende Überprüfung und Anpassung aller Organisations- und Ablaufstrukturen.
Die überwiegende Anzahl unserer Kunden arbeitet mit uns seit vielen Jahren. Ein Grund der hohen Kundenzufriedenheit liegt sicherlich in dem umfassenden Service, den wir in Europa und Nordamerika anbieten; dazu gehört auch das breite Spektrum der Anarbeitung. Auf Kundenwunsch können wir die bestellten Werkstoffe längs- und querteilen, mit Plasma oder Laser schneiden, sägen, bohren, fräsen oder beschichten. Verschiedene Formen der Oberflächenbearbeitung und das Härten von Werkzeugstahl sind weitere gefragte Dienstleistungen. Dies optimiert bei unseren Kunden nicht nur den betriebsinternen Materialfluss und Produktionsfortschritt, sondern erspart ihnen auch erhebliche Investitionen in Lagerhaltung und Maschinenpark.
Special Products: Mit besonderem Profil
In der Business Unit Special Products – im Berichtsjahr aus den bisherigen Bereichen Materials Trading und Spezielle Werkstoffe zusammengeführt – sind Projektmanagement-Know-how, weltweite Verbindungen, spezielle Marktkenntnisse und Systemdienstleistungen von besonderer Bedeutung.
Im weltweiten Handel mit Rohren und Walzstahl, aber auch mit neuen und gebrauchten Industrieanlagen und technischen Komponenten sowie Offshore-Ausrüstungen spielen wir eine führende Rolle. Im Nahen und Fernen Osten konnten 2001/2002 mehrere hundert Kilometer Pipeline-Projekte gebucht werden. Ein weiteres Projekt dieser Business Unit ist der Verkauf von Altanlagen des Segments Steel in Dortmund nach China; die Demontage dieses integrierten Stahlwerks gilt als eines der größten Vorhaben dieser Art. Im Rohstoff-Handel sind wir der in Europa führende Spezialist für Koks, Ferrolegierungen und ne-Metalle.
Im Hafen- und Spezialtiefbau sowie in der Gleistechnik ist Materials ebenfalls europaweit führend. Wir verstehen uns als Systemlieferant; Planung, Material, Logistik, technische Beratung und zum Teil Maschinengestellung kommen bei uns aus einer Hand. Das gilt insbesondere für unsere Spundwandsysteme. Beispielsweise haben die damit versehenen Deiche während des Hochwassers in Deutschland im Sommer 2002 einem enormen Druck standgehalten.
Die hohe Kundenzufriedenheit ist auch auf den sehr leistungsfähigen Anarbeitungsservice zurückzuführen.
Serv Dienstleistungen rund um die Uhr bietet das Segment Serv. Die Palette ist in Europa einzigartig: Sie reicht von industrieller Wartung und Instandhaltung über technisches Gebäudemanagement bis hin zu hochwertigen it- und Kommunikationsdienstleistungen. Dahinter steht ein Verbund spezialisierter Gesellschaften, die 2001/2002 zusammen einen Umsatz von 2,5 Mrd € erreichten.
| SERV IN ZAHLEN | |||
|---|---|---|---|
| 2000/2001 | 2001/2002 | ||
| Auftragseingang | Mio € | 2.580 | 2.540 |
| Umsatz | Mio € | 2.589 | 2.549 |
| EBITDA | Mio € | 186 | 211 |
| Ergebnis* | Mio € | – 36 | 52 |
| Mitarbeiter (30.09.) | 25.665 | 25.932 | |
| * vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter |
Mit seinem One-Stop-Shopping-Konzept ist das Segment Serv wichtiger Problemlöser und Dienstleister in allen Technik- und it-Aktivitäten seiner Kunden. Langjährige Outsourcing-Verträge sind dabei in den vier Business Units Industrial Services, Construction Services, Facilities Services und Information Services die Umsatzgaranten. Die mehrheitlich industriell geprägten und international agierenden Kunden von Serv sind in zunehmendem Maße daran interessiert, Geschäftsprozesse, die nicht zu ihren jeweiligen Kernaufgaben gehören, in die Hände eines externen Dienstleisters zu geben.
Kundenorientiertung und Branchenfokussierung bilden die gemeinsame Leitlinie der vier Business Units. Die strategischen Kompetenzschwerpunkte liegen in den Schlüsselbranchen Automobil, Stahl, Chemie und Petrochemie. Serv arbeitet systematisch daran, das in diesen Branchen gewonnene Know-how auf andere Wirtschaftszweige zu übertragen und die Leistungsangebote der einzelnen Business Units zu verzahnen. Neben einem Ausbau der Systemdienstleistungen wollen wir vor allem komplette Wertschöpfungsketten für unsere Kunden übernehmen.
Industrial Services: Technisch anspruchsvolle Projekte
An mehr als 100 Standorten in Europa bietet die Business Unit Industrial Services vor allem Wartung und Instandhaltung, Montagen, Werkstattservices sowie interne Betriebslogistik an. Dies reicht bis hin zur Übernahme ganzer Produktionsbereiche. Falls Industrieunternehmen beispielsweise aus Wartungsgründen ihre Produktion kurzfristig stillstehen lassen müssen, wenden sie sich für alle damit verbundenen komplexen Arbeiten immer öfter an uns; wir gehören auf diesem Gebiet zu den führenden Dienstleistern in Deutschland.
In allen wichtigen Kundengruppen gibt es einen anhaltenden Trend zum Outsourcing, von dem wir profitieren. Die drei Chemieunternehmen Air Products Polymers, Vinolit und Wacker/ basf haben beispielsweise gemeinsam einen Dienstleistungsvertrag mit uns abgeschlossen.
Der Wunsch nach Outsourcing von Randaktivitäten hat bei industriellen Kunden zugenommen; Serv profitiert davon und baut das Geschäft aus.
Im Rahmen dieses Vertrags erbringen wir umfassende Standortdienstleistungen für die Instandhaltung von Produktionsanlagen sowie die Betriebsführung von Infrastruktur- und Nebenanlagen. Um diese Aufgaben erfüllen zu können, haben wir 65 Wacker-Mitarbeiter übernommen. Im Werkzeugmaschinen-Service konnten wir die Anzahl der Inspektions- und Service-Aufträge trotz verschärfter Marktbedingungen gegenüber dem Vorjahr verdoppeln.
Construction Services: In 20 Ländern aktiv
Die Business Unit Construction Services bietet an über 150 Standorten in 20 Ländern "vom Gerüst aus" umfangreiche Dienstleistungen zur Errichtung, Instandhaltung und Wartung von Industrieanlagen und Gebäuden an. Hierzu gehören beispielsweise Isolierung, Korrosionsschutz und Betoninstandsetzung. Daneben entwickeln, verkaufen und vermieten wir innovative Schalungs- und Gerüstsysteme. Ein Beispiel für unser Instandhaltungsgeschäft ist der Auftrag der Öl-Großraffinerie Lingen im Emsland für neue Brandschutzbeschichtungen. Unsere usamerikanische Tochtergesellschaft Safway Steel Products hat inzwischen auch in Kanada mit Gerüstdienstleistungen Fuß gefasst.
Facilities Services: Optimales technisches Gebäudemanagement
In der Business Unit Facilities Services erarbeiten wir maßgeschneiderte Lösungen für komplexe Vorhaben in der elektrischen und mechanischen Gebäudetechnik, speziell in der Gebäudeautomation. Das Prinzip des One-Stop-Shopping für unsere Kunden gilt auch hier: Aus einer Hand können sie komplexe Projekte in der Gebäudetechnik und Gebäudeautomation inklusive aller wesentlichen Bereiche des technischen Gebäudemanagements realisieren lassen. Durch die Übernahme eines Unternehmens für kaufmännische und technische Dienstleistungen auf dem Gebiet des Facility Managements konnten wir nicht nur unser Dienstleistungsportfolio abrunden, sondern auch den Zugang zu den wichtigen Kundenbranchen Banken, Versicherungen und Immobilienfonds operativ und strategisch vertiefen.
Information Services: Gut behauptet
Strategisch liegt der Schwerpunkt der Business Unit Information Services auf vielfältigen und sehr komplexen it-Dienstleistungen für Industriekunden. Zunehmend werden auch Finanzdienstleister und Krankenversicherungen betreut. Die Aktivitäten im Media-Geschäft haben wir mittlerweile fast vollständig aufgegeben. An 38 Standorten in zehn Ländern bieten wir erfolgreich Rechenzentrumsdienstleistungen sowie "Vor-Ort-Services" an PC's, Netzen und Telefonanlagen einschließlich Satellitenkommunikation an. Ein Meilenstein war 2001/2002 der Ausbau der Kundenbeziehung mit Basell Polyolefine, dem weltgrößten Hersteller von Polypropylen mit Produktionsstätten in 18 Ländern auf fünf Kontinenten. Außerdem erhielt Triaton, die Führungsgesellschaft der Business Unit Information Services, einen Fünfjahresvertrag des deutschen Auswärtigen Amtes über die Realisierung eines Satelliten-Netzwerks zwischen der Zentrale und zahlreichen Auslandsvertretungen in Ländern mit schlechter Kommunikationsinfrastruktur. Das Sprach- und Datenkommunikationsnetz umfasst zunächst 72 Standorte in Europa, Afrika, Asien und Mittelamerika.
Chemieunternehmen, Finanzdienstleister und Krankenversicherungen sind ebenso Kunden unserer it-Dienste wie das Auswärtige Amt.
Real Estate Private Mieter und Anleger sowie Grundstücksentwickler und Unternehmen nutzen die Dienstleistungen unseres weiteren Konzernbereichs Real Estate. Wir versorgen Menschen mit Wohnraum, entwickeln Gewerbeimmobilien, realisieren Bauträgerprojekte und bieten einen umfangreichen Immobilienservice an. Wohnwert, Lebensqualität und Wirtschaftlichkeit zeichnen unsere Immobilienaktivitäten aus, die im Berichtsjahr einen Umsatz von 320 Mio € erreichten.
| REAL ESTATE IN ZAHLEN | |||
|---|---|---|---|
| 2000/2001 | 2001/2002 | ||
| Auftragseingang | Mio € | 317 | 320 |
| Umsatz | Mio € | 317 | 320 |
| EBITDA | Mio € | 147 | 141 |
| Ergebnis* | Mio € | 80 | 80 |
| Mitarbeiter (30.09.) | 791 | 745 | |
| * vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter |
Um die Zusammenarbeit operativ und strategisch besser zu verzahnen, haben wir die Organisation gestrafft. So entstand aus den bisherigen drei Bereichen Management, Development und Consulting die neue Business Unit Immobiliendienstleistungen und -entwicklung. Unverändert blieb die Business Unit Wohnimmobilien, die rund 51.000 Wohnungen ganz überwiegend in Konzernbesitz verwaltet. Mit diesem Bestand an Rhein und Ruhr gehört ThyssenKrupp Immobilien zu den größten industrieverbundenen Immobilienunternehmen Deutschlands.
Die neu gebildete Business Unit Immobiliendienstleistungen und -entwicklung will die Nutzung der gewerblichen Konzernimmobilien optimieren sowie allgemein gewerblich genutzte Gebäude und Grundstücke verwalten, vermieten, an- und verkaufen. Weitere Aufgaben sind Projektentwicklung, Bauträgergeschäft, Projektsteuerung, Generalplanung und Architektur.
Unser Immobilienclearing, bei dem ständig Flächenbedarf und -bestand der einzelnen Konzernunternehmen in Deutschland ermittelt und abgeglichen werden, haben wir jetzt auch auf unsere Auslandsgesellschaften ausgeweitet. Immobilienbeauftragte der Segmente holen dazu die entsprechenden Daten aus mehr als 70 Ländern ein.
Mit allen Städten in Nordrhein-Westfalen, in denen unser Konzern über betriebsneutralen Grundbesitz verfügt, führen wir Gespräche über Möglichkeiten, zusätzliche Flächen aus Konzernbesitz künftig für eine Wohn- bzw. Gewerbeflächenentwicklung zu öffnen. Unsere Erfahrungen in Projektentwicklung und Bauträgergeschäft wirken sich hier positiv aus.
Für private Kunden entwickeln und realisieren wir Einfamiliendoppel- und -reihenhäuser im unteren bis gehobenen Preissegment sowie Eigentumswohnungen mit gehobenem bis hohem Preisniveau. Wohnungen im mittleren Preissegment sind derzeit weniger gefragt. Gegenwärtig betreuen wir verschiedene Projekte mit knapp 600 Wohneinheiten.
Wir sind eines der größten industrieverbundenen Immobilienunternehmen mit 51.000 Wohnungen an Rhein und Ruhr.
Integriertes Planungskonzept
In der Gewerbeflächenentwicklung treiben wir die Entwicklung des Business Park West im Gebiet des Krupp-Gürtels in Essen voran, wo die nordrhein-westfälische Finanzverwaltung drei Essener Finanzämter ansiedeln will. Im ersten Bauabschnitt entstehen knapp 30.000 Quadratmeter Bürofläche. Insgesamt sind rund 240 Hektar Fläche direkt angrenzend an die Essener Innenstadt zu entwickeln. Das integrierte Planungskonzept sieht eine ausgewogene Mischung aus hochwertiger Büroarchitektur, Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, attraktiven Wohngebieten sowie Gewerbe- und Parkflächen vor.
Die Business Unit Wohnimmobilien, Hauptumsatz- und Hauptergebnisträger von Real Estate, hat den Wert der konzerneigenen Wohnungen im Berichtsjahr durch ein intensives Verbesserungs- und Instandhaltungsprogramm weiter gesteigert. Außerdem haben wir unsere Mieterbetreuung verbessert; durch neue Organisations- und Arbeitszeitregelungen können die Kunden unsere Fachleute und Büros jetzt wesentlich besser erreichen. Neue Mieter finden wir immer häufiger über unsere Angebote im Internet; diese Veröffentlichungen der verfügbaren Wohnungen und Flächen machen sich im Geschäft bezahlt.
Unmittelbar an der Essener Innenstadt soll auf 240 Hektar Fläche anspruchsvolle Architektur für Arbeit, Wohnen und Freizeit entstehen.
132
Finanzbericht Hohe Transparenz durch umfangreiche Information ist das Ziel unseres Konzernabschlusses. Die Zahlen und Erläuterungen vermitteln ein umfassendes Bild der geschäftlichen Lage unseres Konzerns. Seit 1998/1999 bilanzieren wir nach us-gaap, den Grundsätzen der usamerikanischen Rechnungslegung. Hinzu kommen weitere Informationen nach dem deutschen hgb.
Finanzbericht

- Analyse der wirtschaftlichen Situation
- Konzernabschluss
- Besondere Erläuterungen und Angabepflichten nach § 292a hgb
Analyse der wirtschaftlichen Situation
1. Ergebnis/Dividende
Der ThyssenKrupp Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2001/2002 ein Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter in Höhe von 762 Mio €. Im Vorjahr betrug der Gewinn 1.117 Mio €. In diesen Zahlen sind entsprechend sfas 142 keine planmäßigen Firmenwertabschreibungen berücksichtigt. Einzelheiten hierzu werden im Anhang erläutert und sind zusätzlich in der nachfolgenden Aufteilung des Ergebnisses auf die Segmente für das Jahr 2000/2001 gesondert angegeben. Bei der weiteren Erläuterung der Ergebnisentwicklung wird stets auf die Zahlen ohne planmäßige Firmenwertabschreibungen abgestellt.
| ERGEBNIS* NACH SEGMENTEN | 2001/2002 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio € | nach Firmenwert abschreibung |
Firmenwert abschreibung |
vor Firmenwert abschreibung |
vor Firmenwert abschreibung |
| Steel | 616 | 57 | 673 | 167 |
| Automotive | 131 | 24 | 155 | 64 |
| Elevator | 226 | 50 | 276 | 317 |
| Technologies | 152 | 51 | 203 | 112 |
| Materials | 21 | 21 | 42 | 72 |
| Serv | – 54 | 18 | – 36 | 52 |
| Real Estate | 80 | 0 | 80 | 80 |
| Corporate | – 280 | 20 | – 260 | – 90 |
| Konsolidierung | – 16 | 0 | – 16 | – 12 |
| Konzern | 876 | 241 | 1.117 | 762 |
| * vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter |
Die Ergebnisse beider Geschäftsjahre sind wesentlich durch Gewinne aus der Veränderung des Portfolios beeinflusst. In 2000/2001 sind hier insgesamt 343 Mio € an Gewinnen angefallen, davon 333 Mio € im Segment Steel, 71 Mio € im Segment Technologies und –61 Mio € bei Corporate. Ohne diese Veräußerungsergebnisse hätte sich im Geschäftsjahr 2000/2001 ein normalisiertes Ergebnis von 774 Mio € ergeben.
Auch in 2001/2002 sind Veräußerungsgewinne von insgesamt 343 Mio € angefallen, von denen 33 Mio € auf Automotive, 36 Mio € auf Technologies, 19 Mio € auf Serv und 255 Mio € auf Corporate entfallen. Ohne diese Veräußerungsgewinne hätte sich für 2001/2002 ein normalisiertes Ergebnis von 419 Mio € ergeben.
Steel
Steel konnte im Geschäftsjahr 2001/2002 einen Gewinn in Höhe von 167 Mio € erzielen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies – ohne Berücksichtigung des Veräußerungsgewinns aus der Abgabe der brasilianischen Eisenerzgrube Ferteco in Höhe von 333 Mio € – einen Ergebnisrückgang um 173 Mio €. Dieser Ergebnisrückgang ist überwiegend auf die Entwicklung bei Carbon Steel zurückzuführen. Stainless Steel konnte hingegen einen beachtlichen Gewinnanstieg verzeichnen. Bei Carbon Steel
schlossen die beiden ersten Quartale des Berichtsjahres auf Grund von starken Produktionsrücknahmen um den Jahreswechsel sowie eines drastischen Erlösrückgangs mit Verlust ab. Im dritten und vierten Quartal konnten dagegen deutliche Gewinne erzielt werden, so dass sich insgesamt ein Jahresgewinn von 5 Mio € ergibt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Gewinnrückgang um 160 Mio €, der vor allem auf das niedrigere Versandvolumen und niedrigere Durchschnittserlöse zurückzuführen ist. Auf der Kostenseite konnten bei den Beschaffungspreisen in Summe Verbesserungen erzielt werden; positiv wirkte sich dabei auch die Aufwertung des Euro aus. Darüber hinaus eingeleitete Kostensenkungsmaßnahmen konnten die negativen Markteffekte nicht in vollem Umfang kompensieren. Die Business Unit Stainless Steel erzielte eine Ergebnisverbesserung um 82 Mio €, so dass sich ein Gewinn von 141 Mio € ergibt. Ausschlaggebend dafür waren mengenbedingte Umsatzzuwächse sowie unter dem Vorjahresniveau liegende Bezugspreise für die wichtigen Einsatzstoffe Schrott und Chrom. Die deutschen Aktivitäten konnten das im Vorjahr erreichte hohe Gewinnniveau halten. Die italienische und die mexikanische Gesellschaft sind nach den hohen Vorjahresverlusten in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Ergebnisverbesserung in Italien resultiert aus der einsetzenden Preiserholung sowie aus Restrukturierungserfolgen. Die positive Entwicklung in Mexiko wurde von einem starken Wachstum des mexikanischen Marktes, einer leichten Erholung des us-Marktes sowie durch positive Struktureffekte begünstigt. Die Anlaufverluste des chinesischen Kaltwalzwerks in Shanghai bewegten sich im erwarteten Rahmen. Hier wird für das laufende Geschäftsjahr eine Verbesserung erwartet. Das unter dem Vorjahresniveau liegende, aber noch deutlich positive Ergebnis bei den Nickelbasislegierungen ist im rückläufigen Münzgeschäft und der weltweiten Marktschwäche der Luft- und Raumfahrtindustrie begründet. Die Business Unit Special Materials, der auch der Produktbereich Electrical Steel zugeordnet wurde, erzielte einen Gewinn von 27 Mio €, nach 72 Mio € im Vorjahr. Von dem Ergebnisrückgang sind alle Aktivitäten betroffen.
Automotive
Das Ergebnis vor Steuern des Segments Automotive beträgt 64 Mio €. Hierin sind 33 Mio € an Veräußerungsgewinnen durch den Verkauf der Anteile an der Sinterstahl GmbH und verschiedener Gussaktivitäten enthalten. Umstrukturierungsprogramme bei einigen amerikanischen Werken und in der Federn-Gruppe haben das Ergebnis mit insgesamt 149 Mio € belastet. Ohne diese Vorgänge hätte sich ein Ergebnis von 180 Mio € ergeben. Verglichen mit dem Vorjahresergebnis von 155 Mio € hat sich die Ergebnisqualität gegenüber dem Vorjahr dennoch verbessert. Die Business Unit Chassis konnte das Vorjahresergebnis, ohne Berücksichtigung der Umstrukturierungsaufwendungen bei den nordamerikanischen Werken und den Federn, deutlich verbessern. Dies ist insbesondere auf die positive Entwicklung einiger nordamerikanischer Werke zurückzuführen. Die Fertigung der im Vorjahr begonnenen Fahrwerkszusammenbauten im kanadischen Werk Kitchener verursachte auch im Berichtsjahr noch deutliche, wenn auch gegenüber dem Vorjahr erheblich reduzierte Verluste. Das Ergebnis der Business Unit Body ist verglichen mit dem Vorjahr, ohne Berücksichtigung der Umstrukturierungsaufwendungen für die amerikanischen Umformaktivitäten, niedriger ausgefallen. Die Business Unit Powertrain konnte das Vorjahresergebnis, ohne Einmalaufwendungen und Veräußerungsergebnisse, nicht ganz halten.
Das Segment Elevator hat die gute Entwicklung der vergangenen Jahre auch im Berichtsjahr fortgesetzt. Der Gewinn verbesserte sich um 41 Mio € auf 317 Mio €. Zu dieser Verbesserung trugen alle Business Units bei. Die Business Units Nordamerika/Australien sowie Spanien/Portugal/Südamerika erzielten gute Ergebnissteigerungen. Positiv entwickelten sich auch die Business Units Deutschland/ Österreich/Schweiz sowie Übriges Ausland. Dies ist inbesondere auf die marktorientierte Service- und Vertriebsorganisation von Elevator zurückzuführen. Auch in der Produktion konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr deutliche Effizienzsteigerungen erzielt werden. Die Business Units Fluggastbrücken sowie Accessibility schlossen wiederum mit Verlusten ab, die jedoch – inbesondere bei Fluggastbrücken – unter dem Vorjahreswert lagen. Die Reorganisationsmaßnahmen werden hier weiter fortgeführt. In der Business Unit Übriges Ausland, die das gute Vorjahresergebnis wesentlich übertroffen hat, haben sich insbesondere die Geschäfte in Großbritannien und China erfreulich entwickelt. In China konnte der Gewinn erheblich erhöht werden.
Technologies
Technologies erreichte einen Gewinn von 112 Mio € nach 203 Mio € im Vorjahr. In beiden Ergebnissen sind Veräußerungsgewinne aus der Abgabe von Beteiligungen enthalten. Diese betreffen das Jahr 2000/2001 mit 71 Mio € aus der Abgabe der Krupp Werner & Pfleiderer sowie das Berichtsjahr mit 36 Mio € aus der Abgabe der Krupp Berco Bautechnik. Ohne diese Veräußerungsgewinne hätte sich das Ergebnis um 56 Mio € auf 76 Mio € vermindert. Der Bereich Production Systems blieb im Berichtsjahr deutlich im Verlust. Dabei wirkten sich bei der Business Unit Zerspanung die anhaltend schwache Werkzeugmaschinenkonjunktur in den usa sowie hohe Anpassungsaufwendungen bei Cross Hüller Knowsley in Großbritannien besonders ergebnisbelastend aus. Bei der Karosserietechnik ging das Ergebnis zurück, es blieb aber weiter deutlich positiv. Die Aggregatmontage musste wegen technischer Mehraufwendungen bei der Abwicklung eines Großauftrages in den usa erstmals einen Verlust ausweisen. Der Bereich Plant Technology, in dem die Aktivitäten im Spezial-/Großanlagenbau zusammengefasst sind, konnte den Gewinn trotz hoher Restrukturierungsaufwendungen in der Kokereitechnik weiter steigern. Besonders Uhde zeigte im Berichtsjahr bei verbesserter Auftragslage eine deutliche Ergebnissteigerung, während der Gewinn bei Polysius das Vorjahresniveau nur knapp erreichte. Probleme bei der Abwicklung eines Großauftrages in Brasilien waren die wesentliche Ursache für den kräftigen Gewinnrückgang bei der Fördertechnik. Marine hat das gute Ergebnis des letzten Geschäftsjahres nochmals deutlich verbessern können. Der Bereich Mechanical Engineering blieb im Berichtsjahr unter dem hohen Ergebnisniveau des Vorjahres. Hohe Restrukturierungsaufwendungen bei Henschel Kassel und bei Stahlbau Berlin konnten durch weitere Gewinnsteigerungen bei Rothe Erde, Polymer, Novoferm und Transrapid nicht kompensiert werden. Turbinenkomponenten erreichten trotz der Belastungen durch die Ereignisse des 11. September 2001 und des Enron-Zusammenbruchs noch ein ausgeglichenes Ergebnis.
Materials
Materials konnte das Ergebnis um 30 Mio € auf 72 Mio € verbessern. Dies ist vor allem auf die Business Unit Special Products zurückzuführen, die eine deutliche Gewinnsteigerung erreichte. Neben einer operativen Verbesserung wirkte sich hier inbesondere der Entfall der im Vorjahr hohen Aufwendungen aus der Neuordnung der südamerikanischen Aktivitäten aus. MaterialsServices North America konnte nach dem Vorjahresverlust wieder einen Gewinn erzielen; positiv wirkten sich die durchgeführten Anpassungsmaßnahmen und eine leicht anziehende us-Konjunktur aus. MaterialsServices Europe mit seinem breiten Spektrum von Dienstleistungs- und Anarbeitungsaktivitäten war durch die schwache Konjunktur in Deutschland belastet, erreichte dennoch einen deutlichen Gewinn.
Serv
Serv erzielte eine Ergebnisverbesserung um 88 Mio € auf 52 Mio €. Hierzu hat insbesondere die Business Unit Information Services, die im Vorjahr durch erhebliche Umstrukturierungsaufwendungen belastet war, beigetragen. Nach dem Vorjahresverlust konnte wieder ein Gewinn erzielt werden. Der Bereich Industrieservice hat das Ergebnisniveau des Vorjahres gehalten. Construction Services erwirtschaftete nach dem vorjährigen Verlust einen guten Gewinn. Lediglich die Entwicklung bei Facilities Services war im Berichtsjahr negativ; hier ergab sich ein Verlust. Der wesentliche Teil der Ergebnisverschlechterung ist auf den Entfall der Vergütung für gebäudebezogene Dienstleistungen von Real Estate zurückzuführen.
Real Estate
Mit einem Gewinn von 80 Mio € hat Real Estate den Vorjahreswert wieder erreicht. Hauptergebnisträger war wie in der Vergangenheit die Wohnungswirtschaft, wo neben Vermietungserträgen auch Gewinne aus der Veräußerung von Wohnungen, die nicht mehr in das Immobilienportfolio passen, anfielen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden an Facilities Services, eine Business Unit des Segments Serv, keine gebäudebezogenen Dienstleistungen mehr vergütet. Die weiteren Aktivitäten von Real Estate schlossen mit Gewinn ab.
Corporate
Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der Finanzierungs- und Landesholdinggesellschaften. Hinzu kommen die inaktiven Gesellschaften, wie insbesondere Thyssen Stahl ag und Krupp Hoesch Stahl ag. Als operative Gesellschaften sind bei Corporate Versicherungsdienste, Equity-Beteiligungen sowie die Restaktivitäten der Krupp Seeschiffahrt enthalten. Im Berichtsjahr ergab sich für Corporate insgesamt ein Verlust von 90 Mio €. Hierin sind Gewinne aus der Portfolioneuordnung in Höhe von 255 Mio € enthalten, ohne diese Veräußerungsergebnisse ergibt sich ein Verlust in Höhe von 345 Mio €. Der Vorjahresverlust in Höhe von 260 Mio € enthielt einen Verlust aus der Abgabe der Bulk-Carrier-Aktivitäten von Krupp Seeschiffahrt in Höhe von 62 Mio €, so dass sich ohne diese Veräußerungsergebnisse in 2000/2001 ein Verlust in Höhe von 198 Mio € ergeben hätte. Von dem Verlust des Berichtsjahres in Höhe von 345 Mio € entfallen 95 Mio € auf Verwaltungskosten für die Konzernleitung. Darüber hinaus entstand als wesentliche Position Aufwand aus der Altersversorgung in Höhe von 206 Mio €. Ferner ist hier ein negatives Zinsergebnis in Höhe von 21 Mio € enthalten. Auch außerplanmäßige Forderungsabschreibungen sind hier erfasst. An Aufwandsübernahmen für die Segmente sind im Berichtsjahr 14 Mio € erfolgt, im Vorjahr wurden hier noch 18 Mio € erfasst.
Ertragsteuern
In 2001/2002 betragen die Ertragsteuern 175 Mio € nach 193 Mio € im Vorjahr. Bezogen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern und Anteilen anderer Gesellschafter in Höhe von 762 Mio € errechnet sich eine Steuerquote von 23 % nach 22 % im Vorjahr. Die Steuerquote ist in beiden Jahren durch die niedrige Besteuerung der Veräußerungsgewinne aus Beteiligungen sowie die Veränderungen der permanenten Abweichungen zwischen Buchwerten in der Steuerbilanz und im Konzernabschluss beeinflusst.
Bewertungsänderungen
Im Berichtsjahr wurden erstmals die neuen Regelungen zur Firmenwertabschreibung nach sfas 142 angewendet. Dies hatte zur Folge, dass planmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte nicht mehr vorgenommen wurden. Stattdessen erfolgte ein Werthaltigkeitstest der Firmenwerte. Dieser führte dazu, dass sich ein außerplanmäßiger Abschreibungsbedarf in Höhe von 347 Mio € ergab; dem entspricht eine Bewertungsänderung nach Steuern in Höhe von –338 Mio €. Die Abschreibungen entfallen mit 217 Mio € auf die Business Unit Zerspanung, mit 49 Mio € auf die Business Unit Berco des Segmentes Technologies, mit 15 Mio € auf die Business Unit MaterialsTrading im Segment Materials und mit 66 Mio € auf die Business Unit Construction Services im Segment Serv.
Im Vorjahr wurden hier die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung der Regelungen zur Umsatzrealisierung nach sab 101 ausgewiesen. Von diesen Regelungen waren insbesondere Lieferungen von Anlagen betroffen, die beim Kunden noch montiert werden mussten. Die Umsatzrealisierung ist erst nach erfolgter Montage, Abnahme und Bezahlung möglich.
Jahresüberschuss/Ergebnis je Aktie
Nach Abzug der Anteile konzernfremder Gesellschafter am Gewinn in Höhe von 33 Mio € ergibt sich ein Jahresüberschuss von 216 Mio €. Dies sind 449 Mio € weniger als im Vorjahr. Bezieht man den Konzern-Jahresüberschuss auf die Anzahl der ausgegebenen Aktien des Berichtsjahres (514.489.044 Aktien), so errechnet sich für das Geschäftsjahr 2001/2002 ein Ergebnis je Aktie (eps – "earnings per share") in Höhe von 0,42 € nach 1,29 € in 2000/2001. Eliminiert man aus dem eps für 2000/2001 die planmäßigen Firmenwertabschreibungen, so hätte sich ein eps in Höhe von 1,76 € ergeben. Korrigiert man aus diesen Ergebniszahlen die Nachsteuer-Effekte aus Bewertungsänderungen und der Portfolioneuordnung, so errechnet sich ein normalisiertes Ergebnis je Aktie von 0,48 € nach 1,05 € in 2000/2001.
Dividende
Der Hauptversammlung wird die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,40 € je Stückaktie – nach 0,60 € je Aktie im Vorjahr – zur Beschlussfassung vorgeschlagen. Das dividendenberechtigte Kapital der ThyssenKrupp ag beträgt 1.317 Mio €, daraus errechnet sich eine Ausschüttung in Höhe von 206 Mio €. Gegenüber dem Vorjahr führt dies zu einer Verminderung der Ausschüttung um 103 Mio €. Die Ausschüttungsquote beträgt damit 95,4 % (i. Vj. 46,5 %) vom Konzern-Jahresüberschuss bzw. 79,8 % (i. Vj. 87,0 %) vom Jahresüberschuss der ThyssenKrupp ag.
Die rechtliche Basis für die Ausschüttung bildet der Jahresabschluss der ThyssenKrupp ag, der einen Jahresüberschuss in Höhe von 258 Mio € – nach 355 Mio € im Vorjahr – ausweist. Der nicht zur Ausschüttung benötigte Teil des Jahresergebnisses der ThyssenKrupp ag in Höhe von 52 Mio € wird den Gewinnrücklagen der ThyssenKrupp ag zugeführt.
2. Wertorientiertes Management
Die Führung und Steuerung des ThyssenKrupp Konzerns erfolgen auf Basis eines wertorientierten Managementsystems. Dabei steht die kontinuierliche und nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes durch Konzentration auf Geschäftsfelder, die bezüglich der Performance zu den besten im Weltmaßstab gehören, im Mittelpunkt. Zur Erreichung dieser Zielsetzung wird ein integriertes Controllingkonzept eingesetzt. Es erlaubt eine zielgerichtete Steuerung und Koordination der Aktivitäten aller Segmente, unterstützt die dezentrale Verantwortung und gewährleistet eine übergreifende Transparenz.
Das integrierte Controllingkonzept knüpft an der Vorstellung an, die Steigerung des Unternehmenswertes durch Maßnahmen zur Überbrückung operativer und strategischer Lücken zwischen dem Ist- und Zielzustand zu realisieren. Dies setzt das Vorhandensein von qualitativ hochwertigen strategischen und operativen Berichterstattungssystemen – für Ist- und Planungsrechnungen sowie interne und externe Berichterstattung – voraus. Die Grundlage unseres Berichterstattungssystems sind die für jede Berichtseinheit nach us-gaap ermittelten Werte.
Im ThyssenKrupp Controllingkonzept werden strategische und operative Elemente mit einer zeitnahen Berichterstattung verknüpft; begleitet durch eine regelmäßige, maßnahmenorientierte Kommunikation. Eine weitere Konkretisierung erfährt dieses Konzept durch wertorientierte Steuerungsgrößen und ein aktives Portfolio-Management.
Die zentralen Steuerungsgrößen sind der Return on Capital Employed (roce) und der Wertbeitrag. Beide Kennzahlen reflektieren die Ertragskraft des investierten Kapitals in Form einer relativen Größe (roce) sowie eines absoluten Wertes (Wertbeitrag).
Der roce berechnet sich wie folgt:
ROCE = Ergebnis vor Steuern, Anteilen anderer Gesellschafter und vor Zinsen Capital Employed
Der Zähler setzt sich aus dem Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter, dem Zinsergebnis und dem zuzurechnenden Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen zusammen. Das Capital Employed kann aktivisch oder passivisch ermittelt werden. Aktivisch errechnet es sich aus dem Nettoanlagevermögen und dem Net Working Capital. Aktive und passive latente Steuern werden in die Ermittlung nicht einbezogen, da die Kennzahlenermittlung auf einer Vorsteuerbasis erfolgt. Passivisch kann das Capital Employed unmittelbar aus den veröffentlichten Bilanzdaten abgeleitet werden:
| KONZERN in Mio € |
01.10.2000 | 30.09.2001 | 01.10.2001 | 30.09.2002 |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 8.797 | 8.786 | 8.786 | 8.287 |
| + Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter | 399 | 363 | 363 | 297 |
| + Pensionsrückstellungen | 6.970 | 6.908 | 6.908 | 7.065 |
| + Finanzverbindlichkeiten | 8.751 | 7.665 | 7.665 | 5.683 |
| ./. Wertpapiere/Flüssige Mittel | 1.021 | 1.258 | 1.258 | 941 |
| + Passive latente Steuern | 1.106 | 1.161 | 1.161 | 556 |
| ./. Aktive latente Steuern | 1.357 | 1.445 | 1.445 | 1.003 |
| Stichtagswert | 23.645 | 22.180 | 22.180 | 19.944 |
| Durchschnittswert | 22.913 | 21.062 | ||
| Korrektur Firmenwertabschreibung | – 121 | – 61 | ||
| Durchschnittswert (korrigiert) | 22.792 | 21.001 |
Zur besseren Vergleichbarkeit wurde das Capital Employed des Vorjahres wegen des Wegfalls der planmäßigen Firmenwertabschreibungen an das Niveau des aktuellen Geschäftsjahres 2001/2002 angepasst. Der Zähler der roce-Kennziffer des Vorjahres wurde dementsprechend um die planmäßigen Firmenwertabschreibungen in 2000/2001 erhöht.
Dem roce werden die gewichteten durchschnittlichen Kosten (wacc) des eingesetzten Kapitals gegenübergestellt. Die Kapitalkosten werden dabei – wie die verwendete Ergebnisgröße – vor Ertragsteuern erfasst. Auf dieser Basis ergibt sich für den Konzern eine gewichtete Verzinsung aus Eigenkapital (14,0 %), Finanzverbindlichkeiten (6,5 %) und Pensionsrückstellungen (6,0 %) in Höhe von 9,0 %. Dieser gewichtete Kapitalkostensatz wird mittelfristig konstant gehalten, um eine möglichst hohe Kontinuität für den Zeitvergleich zu gewährleisten. Daher werden nur bei gravierenden Zinsänderungen Anpassungen vorgenommen. Die Kapitalkosten der Segmente ermitteln sich danach aus den konzerneinheitlichen Kapitalkostensätzen für Eigenkapital, Finanzverbindlichkeiten und Pensionsrückstellungen, gewichtet mit der jeweiligen Segmentkapitalstruktur. Ferner wurden die segmentspezifischen Geschäftsrisiken berücksichtigt. Danach betragen die gewichteten und risikoadjustierten Segmentkapitalkostensätze für Steel 10,0 %, Automotive 9,5 %, Elevator 9,0 %, Technologies 10,0 %, Materials 9,0 %, Serv 9,0 % und Real Estate 7,5 %.
Der Wertbeitrag errechnet sich aus der Differenz zwischen roce und Kapitalkostensatz, multipliziert mit dem Capital Employed. Zusätzlicher Unternehmenswert wird nur dann geschaffen, wenn der roce den gewichteten Kapitalkostensatz übersteigt. Somit stellen die Kapitalkosten einen Mindestverzinsungsanspruch dar. Daneben werden individuelle Zielrentabilitäten für die einzelnen Aktivitäten vereinbart, die sich am jeweils besten Wettbewerber oder an einem branchenfremden Benchmark orientieren.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Entwicklung der zentralen Steuerungsgrößen in den letzten beiden Geschäftsjahren.
| 2000/2001* | Ergebnis vor Zinsen ** (Mio €) |
Capital Employed (Mio €) |
ROCE (%) |
Kapitalkosten (%) |
Spread (%-Punkte) |
Wertbeitrag (Mio €) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | 2.005 | 22.792 | 8,8 | 9,0 | – 0,2 | – 46 |
| davon: | ||||||
| Steel | 917 | 9.331 | 9,8 | 10,0 | – 0,2 | – 16 |
| Automotive | 286 | 3.181 | 9,0 | 9,5 | – 0,5 | – 16 |
| Elevator | 362 | 1.967 | 18,4 | 9,0 | 9,4 | 186 |
| Technologies | 247 | 1.740 | 14,2 | 10,0 | 4,2 | 73 |
| Materials | 157 | 2.727 | 5,8 | 9,0 | – 3,2 | – 88 |
| Serv | 6 | 1.159 | 0,5 | 9,0 | – 8,5 | – 98 |
| Real Estate | 102 | 1.842 | 5,5 | 7,5 | – 2,0 | – 37 |
* ungeprüft
** Ergebnis vor Steuern, Anteilen anderer Gesellschafter und vor Zinsen (Zinsergebnis einschl. Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen)
| 2001/2002* | Ergebnis vor Zinsen ** (Mio €) |
Capital Employed (Mio €) |
ROCE (%) |
Kapitalkosten (%) |
Spread (%-Punkte) |
Wertbeitrag (Mio €) |
Veränderung Wertbeitrag (Mio €) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | 1.477 | 21.001 | 7,0 | 9,0 | – 2,0 | – 413 | – 367 |
| davon: | |||||||
| Steel | 359 | 8.976 | 4,0 | 10,0 | – 6,0 | – 538 | – 522 |
| Automotive | 159 | 3.122 | 5,1 | 9,5 | – 4,4 | – 137 | – 121 |
| Elevator | 372 | 1.826 | 20,4 | 9,0 | 11,4 | 208 | 22 |
| Technologies | 151 | 1.297 | 11,7 | 10,0 | 1,7 | 22 | – 51 |
| Materials | 136 | 2.468 | 5,5 | 9,0 | – 3,5 | – 87 | 1 |
| Serv | 82 | 1.071 | 7,7 | 9,0 | – 1,3 | – 14 | 84 |
| Real Estate | 100 | 1.842 | 5,4 | 7,5 | – 2,1 | – 39 | – 2 |
| * ungeprüft |
** Ergebnis vor Steuern, Anteilen anderer Gesellschafter und vor Zinsen (Zinsergebnis einschl. Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen)
Das Ergebnis vor Zinsen des ThyssenKrupp Konzerns sinkt in 2001/2002 um 528 Mio € auf 1.477 Mio €. Diese Verschlechterung wird bei der Ermittlung der Kapitalrendite aber durch den Abbau der Mittelbindung teilweise ausgeglichen. Das Capital Employed sinkt um 1.791 Mio € auf 21.001 Mio €. Der roce liegt in 2001/2002 bei 7,0 % nach 8,8 % im Vorjahr. Die für den Konzern relevanten Kapitalkosten von 9,0 % wurden damit unterschritten, der Wertbeitrag sinkt um 367 Mio € auf –413 Mio €.
Im Segment Steel ist das Ergebnis vor Zinsen um 558 Mio € auf 359 Mio € gesunken. Bei einer nur relativ geringen Abnahme des Capital Employed sinkt der roce deutlich von 9,8 % im Vorjahr auf 4,0 % in 2001/2002. Die Kapitalkosten in Höhe von 10 % werden nicht erreicht. Der Wertbeitrag vermindert sich um 522 Mio € auf –538 Mio €.
Auch bei Automotive kann die Absenkung des Ergebnisses vor Zinsen um 127 Mio € insbesondere als Folge der Restrukturierungsaufwendungen in 2001/2002 nicht durch eine entsprechende Verringerung des Capital Employed ausgeglichen werden. Der roce sinkt dementsprechend von 9,0 % auf 5,1 %. Die Kapitalkosten in Höhe von 9,5 % werden damit nicht erreicht, der Wertbeitrag verschlechtert sich gegenüber dem Vorjahr um 121 Mio € auf –137 Mio €.
Im Segment Elevator steigt der roce von 18,4 % auf 20,4 %. Dazu haben sowohl das um 10 Mio € verbesserte Ergebnis vor Zinsen als auch das um 141 Mio € gesunkene Capital Employed beigetragen. Der Wertbeitrag steigt bei Kapitalkosten von 9,0 % um 22 Mio € auf 208 Mio €.
Das Ergebnis vor Zinsen von Technologies sinkt in 2001/2002 von 247 Mio € auf 151 Mio €. Die so herbeigeführte Verschlechterung der Rentabilität kann durch die Verminderung des Capital Employed in Höhe von 443 Mio € nicht ganz ausgeglichen werden. Der roce sinkt von 14,2 % auf 11,7 %, liegt damit aber immer noch deutlich über den Kapitalkosten von 10,0 %. Der Wertbeitrag vermindert sich um 51 Mio € auf 22 Mio €.
Der Wertbeitrag bei Materials bleibt mit –87 Mio € in 2001/2002 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Dabei konnte die Verminderung des Ergebnisses vor Zinsen durch eine reduzierte Mittelbindung weitgehend kompensiert werden. Der roce beträgt 5,5 % nach 5,8 % im Vorjahr.
Eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen um 76 Mio € auf 82 Mio € bei gleichzeitiger Senkung der Mittelbindung führten im Segment Serv zu einem deutlichen Anstieg des roce von 0,5 % im Vorjahr auf 7,7 % in 2001/2002. Damit wurden die Kapitalkosten von 9,0 % zwar noch nicht erreicht, der Wertbeitrag verbesserte sich aber um 84 Mio € auf –14 Mio €.
Die Kapitalrentabilität des Bereichs Real Estate hat sich mit 5,4 % in 2001/2002 gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Der roce liegt weiterhin unter den Kapitalkosten in Höhe von 7,5 %. Als Wertbeitrag für 2001/2002 errechnen sich –39 Mio €, das sind 2 Mio € weniger als im Vorjahr.
An das Ergebnis der Analyse der Steuerungsgrößen knüpft bei ThyssenKrupp unmittelbar das Portfolio-Management an. Dabei handelt es sich um strukturelle Maßnahmen, mit vorwiegend strategischem Charakter, insbesondere um die Auswahl und den Ausbau der Geschäftsfelder, mit denen die angestrebten Wertbeiträge bzw. Wertsteigerungen realisiert werden sollen bzw. den rechtzeitigen und profitablen Rückzug aus Aktivitäten, die keine ausreichende Wertbeitragssteigerung erzielen. Darüber hinaus geht es hier um die Schaffung neuer Geschäftsfelder durch günstigen Einstieg in zukunftsträchtige Märkte. Von besonderer Bedeutung aus der Gesamtkonzernsicht ist bei diesen Maßnahmen die Schaffung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Wert-Generierern und Cash-Providern. Damit wird eine Grundvoraussetzung geschaffen für Dividendenfähigkeit sowie nachhaltiges, profitables Wachstum in Kerngeschäftsfeldern.
3. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Geldströme in den Geschäftsjahren 2000/2001 und 2001/2002. Ihr kommt damit eine zentrale Bedeutung für die Beurteilung der Finanzlage des ThyssenKrupp Konzerns zu.
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Flüssige Mittel".
Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit und der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit sind jeweils zahlungsbezogen ermittelt. Demgegenüber wird der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgehend vom Konzern-Jahresüberschuss indirekt abgeleitet. Die im Rahmen der indirekten Ermittlung berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit sind um Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen bereinigt; sie können daher nicht mit den entsprechenden Veränderungen auf Grundlage der veröffentlichten Konzernbilanz abgestimmt werden.
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt sich im Geschäftsjahr 2001/2002 ein Mittelzufluss in Höhe von 2,5 Mrd €. Die gegenüber dem Vorjahr eingetretene Verbesserung um 0,2 Mrd € resultiert aus der nochmals deutlich verringerten Mittelbindung im Net Working Capital; gegenläufig wirkt der Rückgang des Jahresüberschusses.
Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit verbessert sich im Berichtsjahr um 0,8 Mrd € auf –0,5 Mrd €. Ursache hierfür sind die um 0,6 Mrd € auf 1,8 Mrd € reduzierten Investitionsausgaben sowie die um 0,2 Mrd € auf 1,2 Mrd € angestiegenen Einnahmen aus Desinvestitionen. Zu den Einnahmen aus Desinvestitionen im Geschäftsjahr 2001/2002 hat in Höhe von 486 Mio € die Veräußerung der Ruhrgas-Anteile beigetragen. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2001/2002 Einnahmen aus der Abgabe der Kone-Beteiligung (133 Mio €) sowie aus dem Verkauf der Car-Carrier-Aktivitäten (105 Mio €) erzielt. Aus weiteren Portfolio-Bereinigungen (0,2 Mrd €) sowie aus Verkäufen von Sachanlagen und Immateriellen Vermögensgegenständen (0,3 Mrd €) flossen insgesamt weitere 0,5 Mrd € zu.
Damit konnten die Nettoinvestitionen 2001/2002 in Höhe von 0,6 Mrd € aus dem Cash-Flow aus operativer Tätigkeit vollständig abgedeckt werden. Der überschüssige Betrag (Free Cash-Flow) in Höhe von 1,9 Mrd € (Vorjahr: 0,9 Mrd. €) wurde nach Zahlung von Dividenden (0,3 Mrd €) in Höhe von 1,6 Mrd € zur Schuldentilgung verwendet.
Die im Bereich Finanzierungstätigkeit für das Geschäftsjahr 2001/2002 ausgewiesenen Sonstigen Finanzierungsvorgänge enthalten in Höhe von 25 Mio € Auszahlungen, die aus Konzerntagesgeldbeziehungen zu nicht konsolidierten Beteiligungen resultieren (Vorjahr: 15 Mio € Auszahlungen). Darüber hinaus sind hier Auszahlungen in Höhe von 24 Mio € aus kurzfristigen Finanzforderungen ausgewiesen (Vorjahr: 12 Mio € Einzahlungen).
Die Veränderung der Flüssigen Mittel ist in Höhe von –44 Mio € (Vorjahr: –41 Mio €) durch Wechselkurseffekte beeinflusst, die insbesondere auf den im Geschäftsjahr 2001/2002 gesunkenen us-Dollar-Kurs zurückzuführen sind.

Die Innenfinanzierungskraft, definiert als Quotient von Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit und Cash-Flow aus Investitionstätigkeit, hat sich deutlich auf 4,5 (Vorjahr: 1,7) verbessert. Der dynamische Verschuldungsgrad, der angibt, in welchem Zeitraum die Netto-Finanzverbindlichkeiten durch den Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit getilgt werden können, ist weiter rückläufig und beträgt rund 2 Jahre (Vorjahr: 3 Jahre).
4. Darstellung zur Bilanzstruktur
Die Bilanzsumme sowie alle wesentlichen Bilanzposten, mit Ausnahme der Pensionsrückstellungen, haben sich gegenüber dem 30. September 2001 zum Teil deutlich verringert. Dies ist vor allem Folge der veränderten Wechselkursrelation des € zum usd und der Maßnahmen zur Senkung der Mittelbindung, insbesondere durch Desinvestitionen. Infolge der Erhöhung des Wertes des € von 0,92 usd/€ zum 30. September 2001 auf 0,98 usd/€ zum 30. September 2002 vermindern sich auf €-Basis die Bilanzwerte der in usd bilanzierenden Konzernunternehmen. Verschiebungen der Währungskursrelationen bewirkten eine Verkürzung der Bilanzsumme um 528 Mio €.
Das Anlagevermögen hat sich um 1.563 Mio € oder 8,8 % von 17.818 Mio € auf 16.255 Mio € verringert; davon entfallen 428 Mio € auf Kursdifferenzen. Abgänge minderten das Anlagevermögen um 943 Mio €. Wesentliche Einzelvorgänge waren die Abgänge der Beteiligung an der Ruhrgas, der Anteile an der Kone OY und der Car Carrier der Krupp Seeschiffahrt mit einem Volumen von zusammen 548 Mio €. Die außerplanmäßigen Firmenwertabschreibungen aus der Erstanwendung von sfas 142 führten zu einer weiteren Minderung in Höhe von 347 Mio €. Zugängen von 1.754 Mio € standen planmäßige Abschreibungen von 1.554 Mio € gegenüber.
Die Vorräte reduzierten sich um 524 Mio € auf 6.001 Mio €.
| Mio € | |||
|---|---|---|---|
| 30.09.2001 | 30.09.2002 | Veränderung | |
| Steel | 2.690 | 2.546 | – 144 |
| Automotive | 677 | 509 | – 168 |
| Elevator | 316 | 246 | – 70 |
| Technologies | 1.423 | 1.282 | – 141 |
| Materials | 1.137 | 1.098 | – 39 |
| Serv | 178 | 199 | 21 |
| Real Estate | 104 | 121 | 17 |
| Insgesamt | 6.525 | 6.001 | – 524 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind am 30. September 2002 um 368 Mio € niedriger als am 30. September 2001.
| Mio € | |||
|---|---|---|---|
| 30.09.2001 | 30.09.2002 | Veränderung | |
| Steel | 1.266 | 1.201 | – 65 |
| Automotive | 807 | 812 | 5 |
| Elevator | 749 | 719 | – 30 |
| Technologies | 1.034 | 880 | – 154 |
| Materials | 1.274 | 1.197 | – 77 |
| Serv | 518 | 485 | – 33 |
| Real Estate | 32 | 25 | – 7 |
| Corporate/Konsolidierung | 41 | 34 | – 7 |
| Insgesamt | 5.721 | 5.353 | – 368 |
Aktive und passive latente Steuern sanken deutlich um 442 Mio € bzw. 605 Mio €. Dieser Rückgang war auf die Erweiterung des deutschen körperschaftsteuerlichen Organkreises der ThyssenKrupp ag um zusätzliche Organgesellschaften zurückzuführen. Daher waren die bei diesen Gesellschaften vorhandenen aktiven und passiven latenten Steuerpositionen gegeneinander aufzurechnen. Gegenläufig wirkte die Erhöhung der aktiven latenten Steuern um 312 Mio € auf Grund gestiegener steuerlicher Verlustvorträge und erhöhter Pensionsrückstellungen.
Das Eigenkapital ist um 499 Mio € oder 5,6 % niedriger als am 30. September 2001, im Wesentlichen infolge einer Verminderung der kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen um 406 Mio €. Währungskursdifferenzen trugen hierzu mit 223 Mio € bei. Aus der Bilanzierung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen ergab sich eine Verminderung von 132 Mio €, die überwiegend aus der Bilanzierung von zusätzlichen Mindestverpflichtungen bei den fondsgedeckten Pensionsverpflichtungen in den usa und im u.k. resultiert.
Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter verminderte sich um 66 Mio €, im Wesentlichen wegen des Erwerbs der restlichen 10 % der Anteile an der italienischen Stainless-Gesellschaft ast.
Die Pensionsverpflichtungen und pensionsähnlichen Verpflichtungen haben sich um 157 Mio € erhöht. Während sich Währungskurseffekte mit 57 Mio € mindernd auswirkten, führte der Ansatz von zusätzlichen Mindestverpflichtungen zu einer Rückstellungserhöhung um 192 Mio €. Zusätzliche Mindestverpflichtungen mussten vor allem bei einer Reihe von Versorgungswerken in den usa und im u.k. infolge des Wertverlustes beim Fondsvermögen angesetzt werden.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen um 120 Mio € zurück.
| Mio € | |||
|---|---|---|---|
| 30.09.2001 | 30.09.2002 | Veränderung | |
| Steel | 1.100 | 1.024 | – 76 |
| Automotive | 606 | 576 | – 30 |
| Elevator | 202 | 182 | – 20 |
| Technologies | 639 | 590 | – 49 |
| Materials | 473 | 512 | 39 |
| Serv | 193 | 216 | 23 |
| Real Estate | 22 | 23 | 1 |
| Corporate/Konsolidierung | 13 | 5 | – 8 |
| Insgesamt | 3.248 | 3.128 | – 120 |
Die übrigen Rückstellungen sind um 70 Mio € geringer als am Ende des Vorjahres. Die Minderung entfällt auf veränderte Währungsrelationen.
Die Brutto-Finanzverbindlichkeiten sanken um 1.982 Mio € von 7.665 Mio € am 30. September 2001 auf 5.683 Mio € am 30. September 2002. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten, d.h. Brutto-Finanzverbindlichkeiten abzgl. der Flüssigen Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens, verminderten sich von 6.407 Mio € um 1.665 Mio € auf 4.742 Mio €. Währungskurseffekte trugen hierzu mit 124 Mio € bei. Das Gearing, das ist das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zu Eigenkapital, verbesserte sich auf 57,2 % nach 72,9 % im Vorjahr.

5. Zentrale Finanzierung des ThyssenKrupp Konzerns
Die Finanzierung des ThyssenKrupp Konzerns erfolgt grundsätzlich zentral. Damit übernimmt die ThyssenKrupp ag die Verpflichtung, die Liquidität der Konzerngesellschaften aufrecht zu erhalten. Dies geschieht insbesondere über Mittelbereitstellungen im Rahmen des Konzernfinanzverkehrs, über die Vermittlung und Verbürgung von Krediten oder die Gewährung von Finanzierungshilfen in Form von Patronatserklärungen.
Zur Deckung des Finanzbedarfs ausländischer Konzerngesellschaften werden selektiv auch lokale Kredit- und Kapitalmärkte durch die ThyssenKrupp ag sowie deren Finanzierungsgesellschaften genutzt.
Die zentrale Finanzierung ist Basis für die Realisierung kostengünstiger Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten. Sie erlaubt ein einheitliches und – bezogen auf die höheren Volumina – gewichtigeres Auftreten an den Geld- und Kapitalmärkten. Die Verhandlungsposition gegenüber Kreditinstituten und anderen Marktteilnehmern wird somit gestärkt. Darüber hinaus wird die Möglichkeit genutzt, mit den eigenen ausländischen Finanzierungsgesellschaften an internationalen Kapitalmärkten zu agieren.
Durch konzerninternen Finanzausgleich wird eine Reduzierung des Fremdfinanzierungsvolumens sowie eine Optimierung der Geld- und Kapitalanlagen des ThyssenKrupp Konzerns mit positiven Auswirkungen auf das Zinsergebnis erreicht. Basis der Vorteile aus der konzerninternen Geldanlageund Geldaufnahmemöglichkeit sind die im Rahmen von Cash Management Systemen eingesetzten
Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften, die zur internen Finanzierung des Geldbedarfs anderer Konzerngesellschaften genutzt werden können. Auf Grund der Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Konzerngesellschaften über konzerninterne Finanzkonten werden die Umsätze auf den Bankkonten erheblich reduziert.
Zur Finanzierung werden neben Geld- und Kapitalmarktinstrumenten bilaterale Bankkredite sowie syndizierte Kreditfazilitäten eingesetzt.
Um auch zukünftig an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten präsent zu sein, werden wir auch weiterhin mögliche Finanzierungsalternativen prüfen und bei für den ThyssenKrupp Konzern günstigen Marktverhältnissen an den Markt gehen.
Rating
ThyssenKrupp verfügt seit 2001 über ein Emittenten-Rating der beiden Rating-Agenturen Moody's und Standard & Poor's. Dieses Emittenten-Rating ist notwendig, um die internationalen Kapitalmärkte auch mit größeren Finanzierungsvolumina in Anspruch nehmen zu können. Die Rating-Agenturen sind zu folgenden Rating-Urteilen gekommen, die unverändert fortbestehen:
| Langfrist Rating |
Kurzfrist Rating |
Ausblick | |
|---|---|---|---|
| Moody's | Baa1 | Prime-2 | negativ |
| Standard & Poor's | BBB | A-2 | stabil |
Anleiheemissionen werden mit einem Emissions-Rating versehen, das sich auf die Beurteilung einer bestimmten Anleihe bezieht. So erhielt die im März 2002 von der ThyssenKrupp Finance Nederland b.v. emittierte Anleihe über 500 Mio € von beiden Rating-Agenturen eine analoge Einstufung zum Emittenten-Rating.
Aktives Zinsrisikomanagement als zentrale Aufgabe
Auf Grund der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten findet die Liquiditätsbeschaffung des ThyssenKrupp Konzerns an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen – überwiegend im Euro- und us-Dollar-Raum – und mit verschiedenen Laufzeiten statt. Die hieraus resultierenden Finanzverbindlichkeiten sind zu Teilen einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Aufgabe unseres Zinsmanagements ist es, das aus diesen Finanzverbindlichkeiten resultierende Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Hierzu werden regelmäßig Zinsrisikoanalysen in den für unsere Geschäftstätigkeit relevanten Währungsgebieten erstellt, die uns über Barwertanalysen, Szenarioanalysen und Crash-Testing das Chance-/Risikoprofil des einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzten Kreditportfolios für den ThyssenKrupp Konzern aufzeigen. Die regelmäßige Information über die Ergebnisse der Zinsrisikoanalysen ist Bestandteil unseres Risikomanagement-Systems.
Devisenmanagement im ThyssenKrupp Konzern
Die Internationalität unserer Geschäftstätigkeit bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen – vor allem in us-Dollar – mit sich. Da unsere Gesellschaften aus diesen Geschäften einem hohen Währungsrisiko ausgesetzt sind, ist die Absicherung von Wechselkursrisiken wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagements.
Konzerneinheitliche Richtlinien bilden die Vorgabe für das zentral organisierte Devisenmanagement des ThyssenKrupp Konzerns. Grundsätzlich besteht für alle Gesellschaften des ThyssenKrupp Konzerns die Sicherungspflicht von Fremdwährungspositionen im Zeitpunkt ihrer Entstehung. Alle inländischen Gesellschaften sind bei der Absicherung von Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften der zentralen Clearing-Stelle gegenüber andienungspflichtig. Die angedienten Positionen werden innerhalb der einzelnen Währungen nach Laufzeitgruppen zusammengefasst; die sich ergebende Gesamtposition wird täglich durch das Eingehen gegenläufiger Positionen bei Banken global als Macro-Hedge gesichert. Darüber hinaus wickelt die Clearing-Stelle für inländische Gesellschaften Micro-Sicherungen ab, die den Anforderungen des Hedge-Accounting gemäß sfas 133 entsprechen.
Die Absicherung von Finanztransaktionen sowie von Geschäften unserer ausländischen Tochterunternehmen erfolgt in enger Abstimmung mit der Konzernleitung. Das generelle Abstimmungserfordernis mit der Konzernleitung, die Festlegung von Kurssicherungsbudgets, die regelmäßige Überprüfung der getätigten Devisenkurssicherungen anhand von konzernweiten Erhebungen sowie eine regelmäßige Prüfung durch unseren Zentralbereich Internal Auditing stellen die Einhaltung der zentralen Vorgaben sicher.
6. Risikomanagement
Im Rahmen des wertorientierten Managements im ThyssenKrupp Konzern unterstützt ein systematisches Risikomanagement die Aufdeckung und Optimierung von Risiken sowie die Wahrnehmung von Chancen.
In Wahrnehmung seiner Gesamtverantwortung für das Risikomanagementsystem im Konzern hat der Vorstand der ThyssenKrupp ag durch konzernweite Vorgaben den Rahmen für ein effizientes Risikomanagement geschaffen. Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken liegt beim operativen Management vor Ort.
Entsprechend der mehrstufigen Konzernstruktur werden bottom up der Status und wesentliche Veränderungen bedeutender Risiken in der regelmäßigen Berichterstattung kommuniziert. Außerdem informieren die Segmente den Vorstand der ThyssenKrupp ag vierzehntäglich über die aktuelle Risikolage.
Das Risikomanagementsystem wurde von den Abschlussprüfern und dem Internal Auditing im In- und Ausland geprüft. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse dienen zur weiteren Verbesserung der Früherkennung und Steuerung von Risiken.
Die Risikopolitik orientiert sich an dem Ziel, den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern und unsere mittelfristigen Finanz-Zieleckgrößen zu erreichen. Im übrigen gelten im Konzern Verhaltensregeln, die in Richtlinien und sonstigen Vorgaben niedergelegt sind. Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind nicht zulässig. Unser Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und der Gesellschaft ist fair und veranwortungsbewußt.
Die Optimierung der Konzernfinanzierung und die Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken sind zentrale Aufgaben der ThyssenKrupp ag.
Der Risikotransfer auf Versicherer durch den Abschluss von Konzernversicherungsverträgen wird in Abstimmung mit dem Vorstand der ThyssenKrupp ag durch den zentralen Dienstleister ThyssenKrupp Versicherungsdienst GmbH gesteuert. Hierzu gehört auch die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems durch Auswertung von Schadenanalysen.
Risiken der künftigen Entwicklung
ThyssenKrupp ist mit weltweiten Aktivitäten typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt. Dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge, Wechselkursschwankungen, Länderrisiken sowie Risiken aus der technologischen Weiterentwicklung von Industriegütern.
Risiken aus Fremdwährungsgeschäften und aus Rohstoffpreisschwankungen sowie Zinsänderungsrisiken begegnen wir durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente.
Aus dem Verkauf von Grundstücken, Unternehmen oder sonstigen Geschäftsaktivitäten können nachlaufende Abwicklungsrisiken entstehen. Soweit ihr Eintritt wahrscheinlich ist, haben wir dafür bilanziell Vorsorge getroffen. Die Gewährleistung einer sicheren Abwicklung von Geschäftsprozessen erfordert auch eine ständige Überprüfung und Anpassung der eingesetzten Informationstechnologien. Vor dem Hintergrund des wachsenden Bedrohungspotenzials u.a. auf Grund der teilweise tiefen Integration von it-gestützten verteilten Geschäftsprozessen zwischen den Konzernunternehmen sowie mit Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern und den damit verbundenen Risiken kommt der Weiterentwicklung der ergriffenen Maßnahmen zur Informationssicherheit ein hoher Stellenwert zu.
Angesichts aufgelaufener Verluste der Versicherer im Industriegeschäft sind nach deutlichen Erhöhungen der Prämien, Einschränkungen des Versicherungsschutzes und Erhöhung der Selbsttragung bei Sachrisiken weitere Verschärfungen der Bedingungen nicht auszuschließen. Zur Aufrechterhaltung der Versicherbarkeit von Großrisiken und Reduzierung der Kosten bei Schadensfällen haben wir die Maßnahmen zur vorbeugenden Schadenverhütung intensiviert. Damit wird dem Risiko aus der erhöhten Selbsttragung von Risiken begegnet.
Ferner führt die Schwäche der internationalen Aktienmärkte bei unseren nordamerikanischen Tochtergesellschaften auf Grund der dort vorherrschenden fondsfinanzierten Pensionsverpflichtungen zu nennenswerten Mehraufwendungen. Hinzu kommen deutlich gestiegene Aufwendungen für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen. Bei konstanten Rahmenbedingungen sind diese Ergebnisbelastungen auch in Folgejahren zu erwarten.
Inwieweit uns die Pläne der deutschen Bundesregierung, Steuern und Lohnnebenkosten zu erhöhen, direkt oder indirekt belasten werden, ist von der tatsächlichen rechtlichen Umsetzung abhängig.
Über schwebende Rechtstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche berichten wir im Anhang unter Anhang-Nr. (24) detailliert.
Steigende Anforderungen an Umweltschutz und Ressourcenschonung verursachen erhöhte Aufwendungen. Mit modernen Anlagen werden andererseits Gebühren und Energiekosten eingespart. Die zunehmende Zahl von Konzernunternehmen mit zertifizierten Umweltmanagementsystemen mindert die Gefahr von Umweltrisiken.
Die Volatilität der Stahlpreise und die Abhängigkeit von der konjunkturellen Lage in der Automobilindustrie können erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns haben. Die breite produktmäßige und geografische Streuung des Geschäftsportfolios wirkt sich jedoch stabilisierend aus. Daher sind Risiken aus der Konzentration einzelner Konzernunternehmen bzw. Segmente auf Branchen, Kunden oder Länder aus Konzernsicht begrenzt.
Eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erschwert den geplanten nachhaltigen Abbau der Finanzverbindlichkeiten. Diese Aspekte wurden auch bei den Ratings von Moody's und Standard & Poor's berücksichtigt.
Die Kompetenzen und das Engagement der Führungskräfte im Konzern sind maßgebliche Erfolgsfaktoren für die Entwicklung von ThyssenKrupp. Zur Sicherung und Stärkung dieser Faktoren werden wir weiterhin ThyssenKrupp als atttraktiven Arbeitgeber positionieren sowie eine langfristige Bindung der Führungskräfte an den Konzern anstreben. Zu der konsequenten Managemententwicklung gehören u.a. attraktive Anreizsysteme für Führungskräfte, die frühzeitige Identifikation und Förderung von Potenzialträgern, die Schaffung von Perspektiven sowie eine zielgruppenorientierte Betreuung und Beratung.
Das Segment Steel begegnet den Risiken aus zyklischen Stahlkonjunkturen durch Kostenoptimierung, rechtzeitige Produktionsanpassungen und Konzentration auf anspruchsvolle Marktsegmente.
Bei der Business Unit Carbon Steel zählen zu den identifizierten Risiken zyklisch bedingte Nachfragerückgänge, Wechselkursschwankungen und Länderrisiken.
Dem Risiko begrenzter Stammmärkte wird durch Globalisierung der Produktion in Downstream-Aktivitäten und verstärkte Internationalisierung des Absatzes entgegengetreten. Hierdurch kann auch dem in der Währungsparität zwischen € und us-Dollar liegenden Risiko steigender Rohstoffkosten entgegengewirkt werden. Risiken bezüglich der verstärkten Internationalisierung des Absatzes liegen in Importrestriktionen, zum Beispiel usa auf Grund von Antidumping oder Strafzöllen bei Quotenüberschreitung. Der hohen Wettbewerbsintensität auf dem Markt für Qualitätsflachstahlerzeugnisse begegnet die ThyssenKrupp Stahl ag durch ihre Innovationsstrategie, die es ihr ermöglicht, Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Vorbeugende Instandhaltung, Modernisierung und Investitionen wirken dem Risiko eines ungeplanten Stillstands der Aggregate entgegen.
Für die Business Unit Stainless ergeben sich Risiken aus der Entwicklung der Märkte, insbesondere in Europa durch temporäre Überkapazitäten bei den Rostfrei-Produzenten in Verbindung mit Veränderungen der weltweiten Lieferströme durch Marktzugangsbarrieren in bedeutenden Märkten außerhalb Europas. Diesem Risiko begegnen die Gesellschaften der Business Unit durch Maßnahmen im Bereich der Vertriebs-, Kapazitäts- und Produktionssteuerung sowie der Errichtung von lokalen Produktionsstätten. Dem zunehmenden Wettbewerbsdruck wird darüber hinaus durch innovative Produkte und Anwendungen sowie moderne und Kosten sparende Prozesstechnologien begegnet.
Die Risiken aus Verfügbarkeit und Preisen bei Rohstoffen, insbesondere beim Bezug von Nickel und legiertem Schrott, werden durch entsprechende Vertragsgestaltung und Sicherungsmechanismen minimiert.
Im Segment Automotive wird dem Risiko negativer Entwicklungen der Automobilnachfrage in Teilmärkten durch zunehmende globale Präsenz – vor allem auch in den Wachstumsregionen wie z.B. Asien und Lateinamerika – entgegengewirkt. Unabhängig davon ist das Segment Automotive auf Grund der gegenwärtigen Umsatzstruktur in starkem Maße von der Entwicklung in Nordamerika abhängig. Die dortige Entwicklung war gekennzeichnet durch eine nur leichte Erholung der Automobilkonjunktur. Der Markt für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge entwickelte sich positiv, im Wesentlichen bedingt durch vorgezogene Käufe im Hinblick auf in Kraft tretende verschärfte Abgasnormen. Hier ist mit einem erneuten Nachfragerückgang zu rechnen. Marktabschwächungen sind darüber hinaus in Deutschland und Europa zu verzeichnen.
Die strukturelle Marktentwicklung ist durch Konzentrationstendenzen auf Seiten der Kfz-Hersteller und der Wettbewerber gekennzeichnet. ThyssenKrupp Automotive begegnet diesen Tendenzen durch internes und externes, quantitatives und qualitatives Wachstum.
Automotive wird seine Stellung als Systemanbieter am Markt weiter ausbauen. Durch Forschung und Entwicklung und durch Zusammenarbeit mit Partnern oder den Erwerb von Beteiligungen kompensiert Automotive mögliche Risiken des Wegfalls von bisher hergestellten Automotive-Produkten. Wesentliche Beachtung finden dabei der verstärkte Einsatz alternativer Werkstoffe und der Einsatz von Elektrik/ Elekronik anstelle von Mechanik. Zugleich birgt jedoch die zunehmende Komplexität der Produkte sowie der zugrundeliegenden Fertigungsprozesse in Einzelfällen das Risiko erhöhter Anlaufkosten und Ergebnisbelastungen.
Im vergangenen Geschäftsjahr konnte das Segment Elevator die weltweite Marktposition weiter festigen. Der schwachen Baukonjunktur sowie dem zunehmenden Wettbewerbsdruck wird mit Kostenreduzierungen, höherer Produktivität, erhöhter Kundenbindung, weiteren Akquisitionen und Restrukturierungsmaßnahmen begegnet. Auch unter erschwerten Bedingungen wird damit profitables Wachstum ermöglicht. Größere Risiken für das Segment sind nicht ersichtlich.
Die Bereiche von ThyssenKrupp Technologies haben wegen ihres weit gefächerten Produktprogramms eine sehr unterschiedliche Risikostruktur.
Bei Production Systems wurde in der Business Unit Zerspanung zur Verbesserung der weiterhin unbefriedigenden Ergebnissituation die Umsetzung des Metal Cutting Integration Programms vorangetrieben. Hier werden über Modularisierung und Standardisierung erhebliche Kostenreduzierungspotenziale gehoben. Begleitend wird eine Neustrukturierung der Vertriebsorganisation vorgenommen. In der Business Unit Aggregatmontage wurde zur Vermeidung von Risiken bei der Abwicklung von zunehmend komplexeren Aufträgen ein umfangreiches Restrukturierungs- und Projekt-Controlling-Programm eingeleitet.
Die Gefahr einer zu starken Abhängigkeit von nur wenigen Großkunden wird durch Erschließung neuer Abnehmerbereiche und durch weitere Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten reduziert.
Bei Plant Technology werden Kalkulationsrisiken und Risiken bei der Abwicklung langfristiger Großaufträge durch Konzentration auf beherrschte Technologien sowie durch ein intensiveres Projekt-Management und -Controlling unter Hinzuziehung externer Berater weiter eingegrenzt. Durch verstärkte Vertriebsaktivitäten in anderen Weltregionen soll sichergestellt werden, die sich aus einem eventuellen Nahostkonflikt ergebenden Auftragsrisiken in einem überschaubaren Rahmen zu halten.
Bei Marine werden Projektmanagement und -Controllingsysteme ausgebaut, um Risiken bei der Auftragsabwicklung durch eine weiter verbesserte laufende Kontrolle der technischen und wirtschaftlichen Performance zu begrenzen.
Der Bereich Mechanical Engineering reagiert auf Risiken aus der anhaltenden Schwäche der europäischen Bauwirtschaft, der Luftfahrtindustrie und des allgemeinen Maschinenbaus mit der Erschließung neuer Abnehmerbereiche, mit Programmerweiterungen und internen Maßnahmenprogrammen zur Kostenreduzierung. Beim Transrapid befindet sich die erste Anwendungsstrecke in Shanghai im Bau. Durch ein intensives technisches und kaufmännisches Projektmanagement vor Ort und in Deutschland wird auftretenden Plan-Ist-Abweichungen unmittelbar begegnet.
Auf Grund der Geschäftsstruktur betreffen das Segment Materials hauptsächlich Preis-, Vorratsund Forderungsausfallrisiken.
Um die Abhängigkeit von der zyklischen Preisentwicklung weiter zu verringern, verstärkt ThyssenKrupp Materials sein materialpreisunabhängiges Servicegeschäft. Durch den Ausbau des Zentrallager-Konzeptes sowie die ständige Weiterentwicklung der Logistik-Steuerungssysteme werden die Bestände und damit auch die Auswirkungen kurzfristig eintretender Preisschwankungen weiter verringert. Zusätzlich stehen erfahrungsgemäß negativen Effekten aus Preisabschwüngen positive Auswirkungen in Preisaufschwungphasen gegenüber.
Die Risiken aus möglichen Forderungsausfällen können bei ThyssenKrupp Materials weitgehend aufgefangen werden. Neben dem Einsatz von Absicherungsinstrumenten sorgen die breite Kundenbasis und die weltweiten Geschäftsaktivitäten für eine weitgehende Diversifikation in diesem Risikobereich.
Im Segment Serv kann sich eine weiterhin schlechte Entwicklung des Bausektors in Deutschland und Nordamerika negativ auf die baunahen Bereiche, insbesondere in den Business Units Construction Services und Facilities Services, auswirken. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, werden die Aktivitäten im Bereich der Industrieinstandhaltung verstärkt. Im schwierigen Marktumfeld der Information Services wird durch eine Verbreiterung der Kundenbasis und einer Anpassung an die erwarteten Kapazitäten den geänderten Marktgegebenheiten Rechnung getragen.
Im Bereich Real Estate sind derzeit keine wesentlichen Risiken erkennbar, die sich aus Strukturwandel, veränderter Gesetzgebung oder anderen externen Einflüssen ergeben könnten.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass Marktrisiken wie konjunkturelle Preis- und Mengenentwicklungen sowie die Abhängigkeit von der Entwicklung bei wichtigen Kunden bzw. Branchen im Vordergrund stehen. Die Prozesse der Leistungserbringung werden insgesamt gut gesteuert und sind daher weniger risikobehaftet. Die Gesamtbewertung der Risikosituation im ThyssenKrupp Konzern hat ergeben, dass die Risiken begrenzt und überschaubar sind und den Fortbestand des Unternehmens nicht gefährden. Es sind auch keine Risiken erkennbar, die zukünftig eine Bestandsgefährdung darstellen. Ein aktives Portfoliomanagement sorgt weiterhin für eine gute Fortbestandssicherheit des Konzerns.
Erklärung des Vorstands
Der Vorstand der ThyssenKrupp ag ist verantwortlich für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie die sonstigen im Geschäftsbericht gegebenen Informationen. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die us-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätze, die Generally Accepted Accounting Principles, beachtet und soweit erforderlich, sachgerechte Schätzungen vorgenommen. Der Konzernlagebericht enthält eine Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie darüber hinaus weitere Erläuterungen, die nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches zu geben sind.
Um die Zuverlässigkeit der Daten sowohl für die Erstellung des Konzernabschlusses einschließlich des Konzernlageberichts als auch für die interne Berichterstattung sicherzustellen, existiert ein wirksames internes Steuerungs- und Kontrollsystem. Dies beinhaltet konzernweit einheitliche Richtlinien für Rechnungslegung und Risikomanagement entsprechend dem KonTraG (Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich) sowie ein integriertes Controllingkonzept als Teil des wertorientierten Managements und Prüfungen durch das Internal Auditing. Der Vorstand wird damit in die Lage versetzt, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Die kpmg Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin und Frankfurt am Main, ist vom Aufsichtsrat gemäß Beschluss der Hauptversammlung der ThyssenKrupp ag zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2001/2002 der ThyssenKrupp ag bestellt worden. Sie hat den nach den us-amerikanischen Vorschriften erstellten Konzernabschluss geprüft und bestätigt, dass die Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Recht gemäß § 292a hgb erfüllt sind. Die Wirtschaftsprüfer haben den nachfolgend dargestellten Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht, der Prüfungsbericht und das Risikomanagement sind gemeinsam mit den Abschlussprüfern im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und in der Bilanzsitzung des gesamten Aufsichtsrats eingehend erörtert worden.
Prof. Dr. Ekkehard D. Schulz Dr. A. Stefan Kirsten
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der ThyssenKrupp ag, Duisburg und Essen, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2001 bis 30. September 2002 geprüft. Aufstellung und Inhalt des Konzernabschlusses nach den Accounting Principles Generally Accepted in the United States of America (us-gaap) liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (idw) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehlaussagen ist. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für die Wertansätze und Angaben im Konzernabschluss auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung beinhaltet die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Überzeugung vermittelt der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den Accounting Principles Generally Accepted in the United States of America ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Zahlungsströme des Geschäftsjahres.
Unsere Prüfung, die sich auch auf den vom Vorstand für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2001 bis 30. September 2002 aufgestellten Konzernlagebericht erstreckt hat, hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Überzeugung gibt der Konzernlagebericht insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Außerdem bestätigen wir, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2001 bis 30. September 2002 die Voraussetzung für eine Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes nach deutschem Recht erfüllen.
Düsseldorf, den 3. Dezember 2002
KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Reinke Nunnenkamp
ThyssenKrupp ag Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Mio €, mit Ausnahme Ergebnis je Aktie
| Anhang-Nr. | 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 27 | 37.209 | 38.008 | 36.698 |
| Umsatzkosten | – 30.036 | – 30.972 | – 30.222 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 7.173 | 7.036 | 6.476 | |
| Vertriebskosten | 2 | – 2.941 | – 3.102 | – 2.960 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | – 2.419 | – 2.679 | – 2.526 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3 | 399 | 514 | 541 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 4 | – 899 | – 824 | – 809 |
| Ergebnis aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften | 131 | 343 | 41 | |
| Betriebliches Ergebnis | 1.444 | 1.288 | 763 | |
| Finanzergebnis | 5 | – 354 | – 412 | – 1 |
| Ergebnis vor Steuern, Anteilen anderer Gesellschafter und Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen |
1.090 | 876 | 762 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 6 | – 531 | – 193 | – 175 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Gewinn/Verlust | – 32 | 4 | – 33 | |
| Ergebnis vor Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen | 527 | 687 | 554 | |
| Ergebnis aus Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen (nach Steuern) | 1 | 0 | – 22 | – 338 |
| Konzern-Jahresüberschuss | 527 | 665 | 216 | |
| Ergebnis je Aktie | 30 | 1,02 | 1,29 | 0,42 |
| Angepasstes Ergebnis je Aktie (vor Firmenwertabschreibungen) | 7 | 1,46 | 1,76 | 0,42 |
Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang bzw. bezüglich Personalaufwand die ergänzenden Angaben und Erläuterungspflichten nach § 292a hgb
ThyssenKrupp ag Konzern-Bilanz
| AKTIVA Mio € |
|||
|---|---|---|---|
| Anhang-Nr. | 30.09.2001 | 30.09.2002 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 7 | 4.169 | 3.691 |
| Sachanlagen | 7 8 |
12.167 | 11.609 |
| Finanzanlagen | 7 13 |
1.482 | 955 |
| Anlagevermögen | 7 | 17.818 | 16.255 |
| Vorräte | 9 | 6.525 | 6.001 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 10 12 | 5.721 | 5.353 |
| Übrige Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände | 11 12 | 1.637 | 1.357 |
| Wertpapiere | 13 | 24 | 20 |
| Flüssige Mittel | 1.234 | 921 | |
| Umlaufvermögen | 15.141 | 13.652 | |
| Latente Steuern | 6 | 1.445 | 1.003 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 14 | 245 | 250 |
| Summe Aktiva (davon kurzfristig 2001: 15.246 Mio €; 2002: 13.766 Mio €) | 34.649 | 31.160 | |
| PASSIVA | |||
|---|---|---|---|
| Mio € Anhang-Nr. |
30.09.2001 | 30.09.2002 | |
| Gezeichnetes Kapital | 1.317 | 1.317 | |
| Kapitalrücklage | 4.684 | 4.684 | |
| Gewinnrücklagen | 2.577 | 2.484 | |
| Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 208 | – 198 | |
| Eigenkapital | 15 | 8.786 | 8.287 |
| Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter | 363 | 297 | |
| Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 17 | 6.908 | 7.065 |
| Übrige Rückstellungen | 18 | 3.136 | 3.066 |
| Rückstellungen (davon kurzfristig 2001: 3.079 Mio €; 2002: 3.180 Mio €) | 10.044 | 10.131 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 19 | 7.665 | 5.683 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 20 | 3.248 | 3.128 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 21 | 3.324 | 3.013 |
| Verbindlichkeiten (davon kurzfristig 2001: 7.042 Mio €; 2002: 6.610 Mio €) | 14.237 | 11.824 | |
| Latente Steuern (davon kurzfristig 2001: 423 Mio €; 2002: 333 Mio €) | 6 | 1.161 | 556 |
| Rechnungsabgrenzungsposten (davon kurzfristig 2001: 47 Mio €; 2002: 61 Mio €) | 22 | 58 | 65 |
| Summe Passiva | 34.649 | 31.160 | |
Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang
ThyssenKrupp ag Konzern-Kapitalflussrechnung
| Mio € | |||
|---|---|---|---|
| 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | |
| Konzern-Jahresüberschuss | 527 | 665 | 216 |
| Anpassungen des Konzern-Jahresüberschusses für die Überleitung zum Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit: |
|||
| Gewinn/Verlust aus Anteilen anderer Gesellschafter | 32 | – 4 | 33 |
| Abschreibungen Anlagevermögen | 1.874 | 1.918 | 1.949 |
| Ergebnisse aus at equity bewerteten Unternehmen, soweit nicht zahlungswirksam |
– 72 | – 26 | 8 |
| Ergebnis aus Anlagenabgang | – 137 | – 342 | – 364 |
| Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen: |
|||
| - Vorräte | – 728 | 105 | 520 |
| - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | – 886 | 479 | 365 |
| - Übrige Aktiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit | 445 | – 437 | 112 |
| - Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 42 | – 58 | 1 |
| - Übrige Rückstellungen | – 364 | – 62 | 30 |
| - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 321 | 50 | – 122 |
| - Übrige Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit | 275 | – 43 | – 294 |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.329 | 2.245 | 2.454 |
| Investitionen Finanzanlagen ohne Wertpapiere des Anlagevermögens | – 395 | – 116 | – 236 |
| Übernommene Flüssige Mittel aus dem Erwerb von konsolidierten Gesellschaften |
38 | 20 | 9 |
| Investitionen Wertpapiere des Anlagevermögens | – 2 | – 6 | – 6 |
| Investitionen Sachanlagen | – 2.008 | – 2.084 | – 1.453 |
| Investitionen Immaterielle Vermögensgegenstände | – 90 | – 121 | – 82 |
| Desinvestitionen Finanzanlagen ohne Wertpapiere des Anlagevermögens | 390 | 768 | 780 |
| Abgegebene Flüssige Mittel aus dem Verkauf von | |||
| konsolidierten Gesellschaften | – 12 | – 39 | 0 |
| Desinvestitionen Wertpapiere des Anlagevermögens | 11 | 35 | 159 |
| Desinvestitionen Sachanlagen | 256 | 238 | 277 |
| Desinvestitionen Immaterielle Vermögensgegenstände | 24 | 6 | 6 |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit | – 1.788 | – 1.299 | – 546 |
| 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | |
|---|---|---|---|
| Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen | 0 | 500 | 500 |
| Tilgung von Anleihen | – 6 | – 9 | – 7 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
1.653 | 560 | 334 |
| Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | – 745 | – 1.217 | – 2.508 |
| Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten Schuldschein-/Sonstige Darlehen | 91 | – 72 | – 88 |
| Zunahme/(Abnahme) Akzeptverbindlichkeiten | 2 | – 21 | – 20 |
| Abnahme Wertpapiere des Umlaufvermögens | 8 | 38 | 4 |
| Dividende der ThyssenKrupp AG aus dem Vorjahr | – 368 | – 386 | – 309 |
| Gewinnausschüttungen an Konzernfremde | – 7 | – 24 | – 34 |
| Sonstige Finanzierungsvorgänge | – 19 | – 3 | – 49 |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit | 609 | – 634 | – 2.177 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Flüssigen Mittel | 45 | – 41 | – 44 |
| Zunahme/(Abnahme) der Flüssigen Mittel | 195 | 271 | – 313 |
| Flüssige Mittel am Beginn des Geschäftsjahres | 768 | 963 | 1.234 |
| Flüssige Mittel am Ende des Geschäftsjahres | 963 | 1.234 | 921 |
Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang
ThyssenKrupp ag Konzern-Eigenkapitalentwicklung
Mio €, mit Ausnahme der Aktienanzahl
| Aktienanzahl im Umlauf |
Gezeichnetes Kapital |
||
|---|---|---|---|
| Stand am 30.09.1999 | 514.444.774 | 1.315 | |
| Konzern-Jahresüberschuss | |||
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen (Other Comprehensive Income) | |||
| Gesamte Eigenkapitalveränderungen (Comprehensive Income, gesamt) | |||
| Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln | 2 | ||
| Kapitalerhöhung bei Tochtergesellschaften | |||
| Dividendenzahlung | |||
| Ausgabe eigener Anteile | 15.310 | ||
| Stand am 30.09.2000 | 514.460.084 | 1.317 | |
| Konzern-Jahresüberschuss | |||
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen (Other Comprehensive Income) | |||
| Gesamte Eigenkapitalveränderungen (Comprehensive Income, gesamt) | |||
| Kapitalerhöhung bei Tochtergesellschaften | |||
| Dividendenzahlung | |||
| Erwerb eigener Anteile | – 860.318 | ||
| Ausgabe eigener Anteile | 864.118 | ||
| Stand am 30.09.2001 | 514.463.884 | 1.317 | |
| Konzern-Jahresüberschuss | |||
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen (Other Comprehensive Income) | |||
| Gesamte Eigenkapitalveränderungen (Comprehensive Income, gesamt) | |||
| Dividendenzahlung | |||
| Ausgabe eigener Anteile | 4.140 | ||
| Stand am 30.09.2002 | 514.468.024 | 1.317 | |
Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang
| Unrealisierte Ergebnisse aus |
Unterschiedsbetrag | Unrealisierte Ergebnisse aus |
Unterschiedsbetrag | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital gesamt |
Eigene Anteile | derivativen Finanzinstrumenten |
aus der Pensionsbewertung |
Marktbewertung Wertpapiere |
aus der Währungs umrechnung |
Gewinnrücklagen | Kapitalrücklage |
| 8.106 | – 1 | 0 | – 13 | 7 | – 9 | 2.139 | 4.668 |
| 527 | 527 | ||||||
| 524 | 0 | – 1 | 31 | 494 | |||
| 1.051 | |||||||
| 0 | – 2 | ||||||
| 7 | 7 | ||||||
| – 368 | – 368 | ||||||
| 1 | 1 | ||||||
| 8.797 | 0 | 0 | – 14 | 38 | 485 | 2.298 | 4.673 |
| 665 | 665 | ||||||
| – 301 | – 30 | – 34 | – 7 | – 230 | |||
| 364 | |||||||
| 10 | 10 | ||||||
| – 386 | – 386 | ||||||
| – 14 | – 14 | ||||||
| 15 | 14 | 1 | |||||
| 8.786 | 0 | – 30 | – 48 | 31 | 255 | 2.577 | 4.684 |
| 216 | 216 | ||||||
| – 406 | – 21 | – 132 | – 30 | – 223 | |||
| – 190 | |||||||
| – 309 | – 309 | ||||||
| 0 | 0 | ||||||
| 8.287 | 0 | – 51 | – 180 | 1 | 32 | 2.484 | 4.684 |
Konzernanhang der ThyssenKrupp ag
Grundsätze der Rechnungslegung 1
Grundsätze der Rechnungslegung
Konsolidierung
Alle wesentlichen Tochterunternehmen, an denen die ThyssenKrupp ag mittelbar bzw. unmittelbar Kontrolle ausübt, sind in den Konzernabschluss einbezogen. In den Konzernabschluss werden neben der ThyssenKrupp ag 330 (i. Vj. 324) inländische und 460 (i. Vj. 461) ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Erstmals konsolidiert werden im Berichtsjahr 52 Tochterunternehmen, während 47 Tochterunternehmen aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden sind.
Wesentliche Beteiligungen werden nach der Equity-Methode bewertet, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann; dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 % der Fall ("assoziierte Unternehmen"). Alle übrigen Beteiligungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. ThyssenKrupp konsolidiert 246 (i. Vj. 290) Tochterunternehmen nicht, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist; ihr Umsatz beträgt 0,9 % des Konzernumsatzes, ihr Ergebnis –0,7 % des Ergebnisses und ihr Eigenkapital 0,5 % des Konzerneigenkapitals. Sie werden in den Finanzanlagen als Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. 66 (i. Vj. 69) Beteiligungen werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet. Darüber hinaus werden 95 (i. Vj. 89) assoziierte Unternehmen wegen der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu fortgeführten Anschaffungskosten unter den Sonstigen Beteiligungen ausgewiesen. Ihr anteiliges Ergebnis beträgt 2,2 % des Konzernergebnisses und ihr anteiliges Eigenkapital 0,2 % des Konzerneigenkapitals.
Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode durchgeführt (sog. "purchase accounting"). Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Eine Differenz wird entsprechend der Beteiligungsquote den Vermögensgegenständen und Schulden des Tochterunternehmens bis zur Höhe der anteiligen Zeitwerte zugeordnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert aktiviert. Gemäß sfas 142 "Goodwill and Other Intangible Assets" ist der Firmenwert nicht mehr planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abzuschreiben, sondern stattdessen mindestens einmal jährlich (entsprechend den Vorschriften von sfas 142) hinsichtlich der Erfordernis einer außerplanmäßigen Abschreibung zu überprüfen.
Die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital angesetzt. Ein Unterschiedsbetrag zu den Anschaffungskosten der Beteiligung erhöht als Firmenwert den Ansatz des Eigenkapitals. Der Firmenwert ist entsprechend den Vorschriften von apb Opinion 18 "The Equity Method of Accounting for Investments in Common Stock" hinsichtlich der Erfordernis einer außerplanmäßigen Abschreibung zu überprüfen. Entsprechend der Behandlung von Firmenwerten konsolidierter Tochterunternehmen sind nach sfas 142 auch Firmenwerte at equity bewerteter Beteiligungen nicht mehr planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abzuschreiben. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals fließen einschließlich außerplanmäßiger Firmenwertabschreibungen ins Beteiligungsergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung ein.
Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Währungsumrechnung
Nominal in Fremdwährung gebundene Vermögensgegenstände und Schulden werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Zugangs umgerechnet und zu jedem Stichtag an den jeweiligen Stichtagskurs angepasst; dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der € ist, werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in die Konzernwährung € umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt nach der Stichtagskursmethode, d.h. die Bilanzen werden von der funktionalen Währung in die Berichtswährung grundsätzlich mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögensgegenständen und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb der Position "Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.
Bei Nicht-us-Gesellschaften, die ihre Absatz- und Beschaffungsgeschäfte und ihre Finanzierung im Wesentlichen in us-Dollar abwickeln, ist die funktionale Währung nicht die Landeswährung, sondern der us-Dollar. Die Umrechnung des in Landeswährung aufgestellten Abschlusses in die funktionale Währung erfolgt in diesen Fällen nach der Zeitbezugsmethode. Danach werden grundsätzlich das Anlagevermögen einschließlich planmäßiger Abschreibungen und das Eigenkapital mit den Durchschnittskursen des jeweiligen Zugangsjahres (historische Kurse) in us-Dollar umgerechnet. Alle anderen Bilanzpositionen werden mit Stichtagskursen und alle anderen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen oder Erträgen erfasst. Anschließend werden die us-Dollar-Abschlüsse nach der Stichtagskursmethode in die Berichtswährung umgerechnet.
| WÄHRUNGEN | Stichtagskurs Basis 1 € |
Jahresdurchschnittskurs Basis 1 € |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2001 | 30.09.2002 | 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | |
| US-Dollar | 0,92 | 0,98 | 0,96 | 0,89 | 0,92 |
| Kanadischer Dollar | 1,45 | 1,55 | 1,42 | 1,36 | 1,44 |
| Pfund Sterling | 0,62 | 0,63 | 0,62 | 0,62 | 0,62 |
| Brasilianischer Real | 2,45 | 3,81 | 1,77 | 1,94 | 2,43 |
Die Wechselkurse der für den ThyssenKrupp Konzern wesentlichen Währungen außerhalb der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion haben sich wie folgt verändert:
Umsatzrealisierung
Umsätze werden im Wesentlichen erzielt aus Produktlieferungen, Dienstleistungen sowie Miet- und Pachtverträgen. Diese Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte zu dem Zeitpunkt bilanziert, zu dem sie nach us-gaap als entstanden anzusehen sind ("realized or realizable and earned"). Dies ist im Allgemeinen der Fall, sofern ein eindeutiger Nachweis einer Vereinbarung besteht, die Lieferung erfolgt ist bzw. die Leistung erbracht wurde, der Preis fest vereinbart bzw. eindeutig bestimmbar ist sowie die tatsächliche Zahlung angemessen sichergestellt ist.
Es werden in wesentlichem Umfang (10 % des Umsatzes) Umsätze aus langfristigen Fertigungsaufträgen realisiert, die nach PoC ("percentage of completion method") bilanziert werden. Dies betrifft vor allem die Segmente Automotive, Elevator, Technologies und Serv.
Im Dezember 1999 hat die Securities and Exchange Commission (sec) den Staff Accounting Bulletin (sab) Nr. 101, "Revenue Recognition in Financial Statements", herausgegeben, der die Ansichten der sec-Mitarbeiter über die Anwendung der allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätze (gaap) auf Fragen der Realisierung von Umsätzen einschließlich der Ausweis- und Erläuterungspflichten zusammenfasst. Die Anwendung von sab Nr. 101 mit Wirkung zum 01. Oktober 2000 führte zu einem Aufwand von 34 Mio € (21 Mio € nach Steuern) oder 0,04 € je Aktie, der in 2000/2001 als Ergebnis aus Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen ausgewiesen wird.
Langfristfertigung
Umsätze und Gewinne aus langfristigen Fertigungsaufträgen werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad erfasst ("percentage of completion method"). Als langfristig gelten Fertigungsaufträge, bei denen die Auftragsabwicklung einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten umfasst, gerechnet von der Inkraftsetzung des Auftrags bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der Auftrag im Wesentlichen fertig gestellt ist. Zu Langfristaufträgen zählen auch Aufträge zur Erbringung von Generalunternehmer- oder Engineeringleistungen.
Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Ende des Geschäftsjahres bereits angefallenen Auftragskosten und den zum Ende des Geschäftsjahres aktuell geschätzten gesamten Auftragskosten ("cost to cost method"). Verluste aus Langfristaufträgen werden unabhängig vom erreichten Fertigstellungsgrad sofort in voller Höhe in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem die Verluste erkennbar werden.
Langfristaufträge, die nach PoC bewertet sind, werden je nach Höhe der angeforderten Anzahlungen in der Position "Auftragsfertigung nach PoC" oder "Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung" ausgewiesen. Sie sind zu Herstellungskosten zuzüglich eines anteiligen Gewinns entsprechend des erreichten Fertigstellungsgrades bewertet.
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, die nicht auftragsbezogen sind, werden sofort ergebniswirksam erfasst.
Ergebnis je Aktie
Die Kennzahl "Ergebnis je Aktie" ("basic earnings per share") berechnet sich aus der Division des Konzern-Jahresüberschusses durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien. In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei identifizierbaren selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen werden lediglich die direkten externen Kosten zur Erlangung dieser Vermögensgegenstände aktiviert und über deren Nutzungsdauer
planmäßig linear abgeschrieben. Der Konzern überprüft seine immateriellen Vermögensgegenstände mit begrenzter Nutzungsdauer hinsichtlich der Erfordernis einer außerplanmäßigen Abschreibung immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögensgegenstandes nicht mehr werthaltig ist.
Aufwendungen im Zusammenhang mit dem entgeltlichen Erwerb und der Eigenentwicklung selbst genutzter Computer-Software einschließlich der Aufwendungen, diese Software in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, werden aktiviert und unter Verwendung der linearen Abschreibungsmethode über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren planmäßig abgeschrieben.
Aufwendungen im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Entscheidung über den Erwerb oder die Eigenentwicklung selbst genutzter Computer-Software werden sofort als Aufwand des Geschäftsjahres verrechnet.
Firmenwerte und immaterielle Vermögensgegenstände mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht mehr über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Stattdessen überprüft der Konzern die Werthaltigkeit dieser Firmenwerte und immateriellen Vermögensgegenstände regelmäßig einmal jährlich sowie zusätzlich unterjährig, wenn Anzeichen für einen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf vorliegen.
Vor der Erstanwendung von sfas 142 wurden Firmenwerte planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Prüfung der Werthaltigkeit erfolgte durch Vergleich der Buchwerte mit den undiskontierten zukünftigen Cash-Flows. Die Höhe einer etwaigen außerplanmäßigen Firmenwertabschreibung entsprach den geschätzten zukünftigen diskontierten Cash-Flows, wobei als Diskontierungssatz die durchschnittlichen Kapitalkosten des Konzerns angesetzt wurden.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten und – soweit sich die Herstellung über einen längeren Zeitraum erstreckt ("qualifying asset") – Fremdkapitalzinsen während der Bauzeit. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug vorliegt. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst. Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsdauerverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der Vermögensgegenstände führen, werden grundsätzlich aktiviert.
Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig zeitanteilig linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis 2.500 € (5.000 € im Segment Steel) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Bei Verkauf oder Verschrottung scheiden die Anlagegegenstände aus dem Anlagevermögen aus; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.
Für die planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:
| NUTZUNGSDAUERN SACHANLAGEN | |
|---|---|
| Gebäude | 10 bis 50 Jahre |
| Grundstückseinrichtungen, Einbauten in Gebäude | 15 bis 25 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 8 bis 25 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 Jahre |
Die Nutzungsdauer von Gerüstbaumaterial im Segment Serv wurde im Rahmen einer Neueinschätzung von Rechnungslegungsgrundsätzen mit Wirkung ab 01. Oktober 2001 von fünf auf acht Jahre verlängert.
Leasing
Leasing-Transaktionen sind entweder als "capital lease" oder als "operating lease" zu klassifizieren. Transaktionen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken aus der Nutzung des Leasinggegenstandes trägt und ihm folglich das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen ist, werden als "capital lease" behandelt. Dementsprechend ist das Leasingobjekt einschließlich der korrespondierenden Verbindlichkeit beim Leasingnehmer zu bilanzieren. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind als "operating lease" zu behandeln mit der Folge, dass die Leasingzahlungen bei Anfall aufwandswirksam werden.
Leasing-Transaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken aus der Nutzung des Leasinggegenstandes auf den Vertragspartner übertragen werden, sind beim Leasinggeber als Verkaufs- oder Finanzierungsgeschäft zu bilanzieren. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, sind als "operating lease" zu bilanzieren. In diesem Fall verbleibt der verleaste Gegenstand in der Konzernbilanz und wird abgeschrieben. Leasingzahlungen werden bei Forderungsentstehung als Ertrag erfasst.
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände mit begrenzter Nutzungsdauer und auf Sachanlagen
Zu jedem Bilanzstichtag oder immer dann, wenn Anzeichen bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte, erfolgt eine Überprüfung der Werthaltigkeit der planmäßig abzuschreibenden Gegenstände des Anlagevermögens. In diesem Fall wird der geschätzte zukünftige undiskontierte Cash-Flow dem Restbuchwert des Vermögensgegenstandes gegenüber gestellt. Ergibt sich, dass der Restbuchwert den Betrag der undiskontierten Cash-Flows überschreitet, wird der Zeitwert ermittelt und der Vermögensgegenstand gegebenenfalls auf diesen Wert abgeschrieben.
Eine außerplanmäßige Abschreibung ist in dem Umfang zu berücksichtigen, wie der Buchwert den entsprechenden Marktwert übersteigt.
Umlaufvermögen
Bestandteile des Umlaufvermögens sind Vorräte, Forderungen, Wertpapiere und Flüssige Mittel. Darin enthaltene Beträge mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden bei den entsprechenden Positionen im Anhang separat angegeben.
Vorräte (ohne Langfristfertigung)
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Marktwert bewertet ("lower of cost or market"). Im Segment Steel werden gleichartige Vorräte überwiegend nach der Lifo-Methode bewertet. In den übrigen Segmenten herrscht bei der Bewertung gleichartiger Vorräte die Durchschnittskostenmethode vor.
Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, die durch den Produktionsprozess veranlasst sind.
Forderungen
Forderungen sind zum Nennwert abzüglich Boni, Skonti und Einzelwertberichtigungen bilanziert ("net realizable value"). Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn Forderungen uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigung hinreichend genau ermittelbar sein muss. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst, wobei der Abgrenzungsbetrag ratierlich bis zur Fälligkeit der Forderung im Zinsertrag vereinnahmt wird.
Der Konzern verkauft ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Wechsel sowohl auf revolvierender als auch auf einmaliger Basis an "Special Purpose Entities" und andere Finanzinstitute. Mit Wirkung zum 01. April 2001 werden diese Transaktionen in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Rechnungslegungsstandards sfas 140 "Accounting for Transfers and Servicing of Financial Assets and Extinguishments of Liabilities – a replacement of fasb Statement No. 125" bilanziert. Sobald die Finanzaktiva verkauft sind, werden sie nicht mehr in der Konzernbilanz ausgewiesen.
Flüssige Mittel
Flüssige Mittel sind Kassenbestände, Schecks, Bundesbankguthaben und sofort verfügbare Bankguthaben, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu drei Monate beträgt.
Marktgängige Wertpapiere
Die marktgängigen Wertpapiere sind jederzeit veräußerbar (sog. "available-for-sale"-Wertpapiere). Sie werden zum Bilanzstichtag mit Marktwerten bewertet. Die aus der Bewertung resultierenden unrealisierten Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral in der Position "Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ("other comprehensive income") innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Sofern bei einem marktgängigen, jederzeit veräußerbaren Wertpapier eine dauerhafte Wertminderung eintritt, führt dies zu einer ergebniswirksamen Abschreibung. Marktgängige Wertpapiere sind im Anlage- und im Umlaufvermögen enthalten.
Latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet ("temporary-Konzept"). Dabei sind die Steuersätze anzuwenden, die nach der derzeitigen Rechtslage künftig gelten werden, wenn sich die nur vorübergehenden Differenzen wahrscheinlich wieder ausgleichen werden. Die Auswirkungen von Steuergesetzänderungen auf die aktiven und passiven latenten Steuern werden in der Periode ihres In-Kraft-Tretens ergebniswirksam berücksichtigt. Aktive latente Steuern werden nur insoweit berücksichtigt, als es wahrscheinlich ist, dass die damit zusammenhängenden Steuervorteile realisiert werden.
Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen
(Accumulated other comprehensive income)
In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern, wie z.B. Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen, beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, unrealisierte Gewinne bzw. Verluste aus der Marktbewertung von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten sowie der Unterschiedsbetrag aus der Pensionsbewertung.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen sind nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") bewertet. Das Planvermögen und die Verpflichtungen der Pensionspläne werden jeweils zum 01. Juli eines Kalenderjahres bewertet ("early measurement"). Bei inländischen Pensionsverpflichtungen wird teilweise eine Mindestverpflichtung angesetzt, d.h. ein Verpflichtungsumfang, der über die in der Vergangenheit ergebniswirksam berücksichtigten Pensionsverpflichtungen hinausgeht. Soweit noch nicht realisierte Vergangenheitskosten existieren, werden diese als immaterieller Vermögensgegenstand zum Ausgleich der zusätzlichen Mindestverpflichtung aktiviert. Nicht realisierte Vergangenheitskosten bestehen auf Grund von Übergangsfehlbeträgen bei Gesellschaften des ehemaligen Thyssen-Konzerns. Wenn kein immaterieller Vermögensgegenstand anzusetzen ist oder soweit über den Betrag des immateriellen Vermögensgegenstandes hinaus zusätzliche Verpflichtungen bestehen, wird der Betrag mit dem Eigenkapital verrechnet. Nicht realisierte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach den individuellen Gegebenheiten des Versorgungsplans in der Regel längstens über die restliche Dienstzeit oder die Lebenserwartung der Versorgungsberechtigten amortiziert.
Sonstige Rückstellungen
Rückstellungen einschließlich Umweltschutz- und Rekultivierungsrückstellungen, die sich aus rechtlichen Ansprüchen, behördlichen Auflagen sowie Strafzahlungen ergeben oder die sich auf anderer Basis ergeben, werden zu dem Zeitpunkt gebildet, zu dem es wahrscheinlich ist, dass sie entstanden sind und ihr Betrag vernünftig schätzbar ist. Erstattungen Dritter werden getrennt von der Rückstellung aktiviert, wenn ihre Realisation wahrscheinlich ist. Die Ermittlung von Gewährleistungsrückstellungen und von Rückstellungen für drohende Verluste erfolgt zu herstellungsbezogenen Vollkosten.
Finanzinstrumente
Alle im Konzern abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente werden nach sfas 133 "Accounting for Derivative Instruments and Hedging Activities" zu ihrem Marktwert am Abschlussstichtag als Vermögensgegenstand oder Rückstellung bilanziert. Die Umsetzung dieser Vorschrift führt auch zur Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die Teil anderer Verträge sind. Bei diesen Instrumenten handelt es sich um so genannte eingebettete Derivate. Entsprechend den Vorgaben des sfas 133 werden die aus Marktwertänderungen resultierenden Gewinne und Verluste aller derivativen Finanzinstrumente grundsätzlich ergebniswirksam behandelt. Soweit Fremdwährungsderivate, die zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme aus schwebenden Geschäften oder geplanten Transaktionen abgeschlossen wurden, den Anforderungen des Standards genügen, werden die Wertänderungen dieser Derivate bis zur Realisierung des Ergebnisses aus den abgesicherten Grundgeschäften ergebnisneutral über ein Konto des Eigenkapitals (Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen - oci) verbucht. Die in diesem Konto zurückgestellten Beträge werden in der Folgezeit zeitgleich mit den Ergebnisauswirkungen der gesicherten Transaktionen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Diejenigen Teile der Marktwertänderung des Derivates, die bezüglich des abgesicherten Risikos als ineffektiv angesehen werden, werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Diese Art der Rechnungslegung ist Ausfluss der im Konzern angewendeten Methode zur Messung der Effektivität des Sicherungszusammenhanges zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft. Hierbei bleiben die auf Zeiteffekten beruhenden Marktwertänderungen von Devisenderivaten, d.h. die Differenzen zwischen Kasseund Terminbewertung, bei der Beurteilung der Effektivität unberücksichtigt, und werden daher sofort erfolgswirksam verbucht.
Die Marktwertänderung von Zinsderivaten, die der Absicherung variabel verzinslicher langfristiger Verbindlichkeiten dienen, werden, soweit sie die Anforderungen des Standards für ein Cash-Flow-Hedge-Accounting erfüllen, ebenfalls in den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Die in diesem Konto abgegrenzten Beträge führen in der Folgezeit zu einem Ausgleich des in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Zinsaufwandes aus den zu Grunde liegenden Grundgeschäften.
Abschlussgliederung
Einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Vorjahresausweise wurden an den Ausweis des Berichtsjahres angepasst.
Die Gliederungen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz entsprechen den Vorgaben der 4. und 7. eg-Richtlinie. Nach us-gaap zusätzlich erforderliche Angaben sind im Anhang enthalten.
Schätzungen
Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den us-amerikanischen Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätzen (us-gaap) erfordert teilweise die Vornahme von Schätzungen oder das Treffen von Annahmen, die die Bilanzierung der Vermögensgegenstände, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie der Erträge und Aufwendungen in der Berichtsperiode beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Neue Rechnungslegungsvorschriften
Im laufenden Geschäftsjahr erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften
Im Juni 2001 hat das amerikanische Financial Accounting Standards Board (fasb) die Statements of Financial Accounting Standards (sfas) 141 "Business Combinations" und 142 "Goodwill and Other Intangible Assets" herausgegeben. sfas 141 verlangt, dass alle Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode zu bilanzieren sind. Nach sfas 142 sind Firmenwerte und immaterielle Vermögensgegenstände mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer nicht länger planmäßig abzuschreiben, sondern stattdessen in Übereinstimmung mit den Vorschriften von sfas 142 mindestens einmal jährlich bezüglich der Erfordernis einer außerplanmäßigen Abschreibung zu überprüfen. sfas 142 verlangt auch, dass immaterielle Vermögensgegenstände mit begrenzter Nutzungsdauer planmäßig über die geschätzte Nutzungsdauer auf den erwarteten Restwert abgeschrieben werden und gemäß sfas 121 "Accounting for the Impairment of Long-Lived Assets and for Long-Lived Assets to Be Disposed Of" hinsichtlich eines außerplanmäßigen Abschreibungsbedarfs überprüft werden.
Der Konzern wendet die Vorschriften von sfas 141 erstmalig ab dem 01. Juli 2001 und die Vorschriften von sfas 142 vorzeitig ab dem 01. Oktober 2001 an. Firmenwerte und immaterielle Vermögensgegenstände mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer aus Unternehmenserwerben, die nach dem 30. Juni 2001 durchgeführt werden, sind nicht länger planmäßig abzuschreiben. Firmenwerte und immaterielle Vermögensgegenstände mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer, die aus Unternehmenserwerben stammen, die vor dem 01. Juli 2001 durchgeführt worden sind, wurden bis zum 30. September 2001 weiterhin abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung auf diese Aktiva endete mit der Erstanwendung von sfas 142 zum 01. Oktober 2001.
Mit der Erstanwendung von sfas 142 war es erforderlich, die im Konzern vorhandenen, aus Unternehmenserwerben stammenden, immateriellen Vermögensgegenstände und Firmenwerte neu zu bewerten und etwaige erforderliche Umgliederungen vorzunehmen, um den neuen Ausweiskriterien von sfas 141 zu entsprechen, die einen separaten Ausweis immaterieller Vermögensgegenstände sowie des Firmenwerts verlangen. Ebenso mussten die Nutzungsdauern und Restwerte aller erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände überprüft werden und etwaige Anpassungen der Abschreibungsdauer bis zum Ende des ersten Quartals nach Erstanwendung vorgenommen werden. Innerhalb des ersten Quartals waren darüber hinaus die immateriellen Vermögensgegenstände mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer gemäß sfas 142 bezüglich eines außerplanmäßigen Abschreibungsbedarfs zu überprüfen. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibung bemisst sich aus dem Betrag, um den der Buchwert den Zeitwert des jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstandes mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer übersteigt. Als Ergebnis dieser Überprüfung waren im Konzern keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorzunehmen.
Im Zusammenhang mit dem erstmaligen Firmenwert-Impairment-Test ("transitional goodwill impairment test") musste eine Bewertung durchgeführt werden, um festzustellen, ob Anzeichen für eine außerplanmäßige Firmenwertabschreibung zum Zeitpunkt der Erstanwendung vorliegen. Zu diesem Zweck war es erforderlich, dass der Konzern seine Berichtseinheiten und die zugehörigen Buchwerte per 01. Oktober 2001 identifizierte, in dem die Vermögensgegenstände und Schulden, einschließlich der Firmenwerte und immateriellen Vermögensgegenstände, den vorhandenen Berichtseinheiten zugeordnet wurden. Innerhalb von sechs Monaten nach dem 01. Oktober 2001 waren die Zeitwerte aller Berichtseinheiten zu bestimmen und mit den jeweiligen Buchwerten zu vergleichen. Sofern bei einer Berichtseinheit der Buchwert den Zeitwert überstieg, lagen Anzeichen für eine außerplanmäßige Firmenwertabschreibung vor und die zweite Stufe des erstmaligen Firmenwert-Impairment-Testes war durchzuführen. Die zweite Stufe war für die nachfolgend aufgeführten vier Berichtseinheiten erforderlich:
- " Segment Technologies: Business Units Zerspanung und Berco
- " Segment Materials: Business Unit Materials Trading
- " Segment Serv: Business Unit Construction Services
Im Rahmen der zweiten Stufe wurde der Zeitwert des Firmenwertes einer Berichtseinheit mit dem jeweiligen Buchwert verglichen, wobei beide Werte auf den Zeitpunkt der Erstanwendung ermittelt wurden. Die Bestimmung des Zeitwertes für einen Firmenwert erfolgte gemäß sfas 141, indem der Zeitwert der Berichtseinheit zunächst auf alle Vermögensgegenstände (bilanziert und nicht bilanziert) und Schulden in vergleichbarer Weise wie bei der Kaufpreisaufteilung im Rahmen der Erwerbsmethode verteilt wurde. Der nach der Verteilung verbliebene Restbetrag entsprach dem Zeitwert des Firmenwertes der Berichtseinheit. Die Buchwerte der Firmenwerte aller vorgenannten vier Berichtseinheiten überstiegen die jeweiligen Zeitwerte; hieraus resultierte ein außerplanmäßiger Abschreibungsbedarf in Höhe von 347 Mio € (338 Mio € nach Steuern) oder 0,66 € je Aktie, der als Ergebnis aus Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen zum 01. Oktober 2001 ausgewiesen wird.
Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften
Im Juni 2001 hat das fasb das Statement fas 143 "Accounting for Asset Retirement Obligations" herausgegeben. Dieses Statement behandelt die Bilanzierungs- und Erläuterungspflichten von Verpflichtungen, die in Verbindung mit dem Abgang oder der Stilllegung von langlebigen Sachanlagen entstehen und der damit verbundenen Aufwendungen. sfas 143 verlangt, dass ein Unternehmen in der Periode, in der es eine rechtliche Verpflichtung in Verbindung mit dem Abgang oder der Stilllegung von langlebigen Sachanlagen eingeht, eine Rückstellung in Höhe des Marktwertes der Verpflichtung ausweist. Das Statement fordert außerdem, dass der Buchwert der langlebigen Sachanlage um die als Verpflichtung abgegrenzten Aufwendungen erhöht wird; die Erhöhung des Buchwertes der Sachanlage ist über die verbleibende Restlaufzeit planmäßig abzuschreiben. Bei der Bewertung der Rückstellung müssen in jeder Periode die Effekte aus der Aufzinsung und aus Veränderungen der geschätzten künftigen Cash-Flows berücksichtigt werden. sfas 143 ist zwingend auf nach dem 15. Juni 2002 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung möglich ist.
Im August 2001 hat das fasb das Statement fas 144 "Accounting for the Impairment or Disposal of Long-Lived Assets" herausgegeben, das die Bilanzierungs- und Erläuterungspflichten bei außerplanmäßiger Wertminderung ("impairment") und bei Abgang langlebiger Vermögensgegenstände behandelt. Das Statement 144 ersetzt sowohl sfas 121 als auch die apb Opinion Nr. 30 "Reporting the Results of Operations - Reporting the Effects of Disposal of a Segment of a Business, and Extraordinary, Unusual and Infrequently Occuring Events and Transactions". sfas 144 behält jedoch viele der grundlegenden Vorschriften von sfas 121 bei. Ebenso übernimmt sfas 144 die Verpflichtung von Opinion Nr. 30 zur separaten Berichterstattung über nicht fortgeführte Aktivitäten ("discontinued operations"), wobei der Gegenstand der Berichterstattung auf Unternehmensteile ("component of an entity") ausgeweitet wird, die entweder im Rahmen eines Verkaufs, einer Stilllegung oder einer Auf- oder Abspaltung abgegangen sind oder für die eine Veräußerungsabsicht besteht. sfas 144 ist zwingend auf nach dem 15. Dezember 2001 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung möglich ist.
ThyssenKrupp hat derzeit noch nicht abschließend ermittelt, welche Auswirkungen diese neuen Vorschriften auf den Konzernabschluss haben werden.
Im Juni 2002 hat das fasb das Statement fas 146 "Accounting for Costs Associated with Exit or Disposal Activities" herausgegeben. sfas 146 ersetzt die bisherigen Rechnungslegungsvorschriften von eitf Issue No. 94-3, "Liability Recognition for Certain Employee Termination Benefits and Other Costs to Exit an Activity (including Certain Costs Incurred in a Restructuring)" und verlangt, dass die mit der Aufgabe von Geschäftsaktivitäten verbundenen Kosten erst dann bilanziell berücksichtigt werden, wenn die Verbindlichkeiten tatsächlich entstanden sind, und nicht schon, wenn der Plan zur Betriebsaufgabe gefasst wird. Zu den Kosten der Betriebsaufgabe gehören u.a. Kosten zur Ablösung bestehender Mietverhältnisse sowie bestimmte Abfindungszahlungen, die im Zusammenhang mit Restrukturierungen, nicht fortgeführten Aktivitäten, Betriebsstättenschließungen oder vergleichbaren Vorgängen stehen. Die Vorschriften von sfas 146 sind auf alle Aufgabeaktivitäten anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2002 stattfinden. Zwar ist davon auszugehen, dass die Anwendung von sfas 146 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss haben wird, doch ist mit zeitlichen Verschiebungen bei Ansatz und Bewertung von Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Aufgabe von Aktivitäten stehen, zu rechnen.
Wesentliche Erwerbe und Veräußerungen
Im Geschäftsjahr 2001/2002 tätigte der Konzern folgende Transaktionen:
Am 14. November 2001 erwarb ThyssenKrupp im Segment Elevator 100 % der Südamerika-Aktivitäten von Kone Oy in Brasilien, Argentinien und Venezuela. Die Konsolidierung dieser Geschäfte erfolgte zum 01. November 2001. Die von Kone Oy erworbenen Gesellschaften sind sowohl in der Produktion als auch im Servicegeschäft von Aufzügen und Fahrtreppen tätig. Hauptgrund für den Erwerb war die Verbesserung der strategischen Position von ThyssenKrupp Elevator in den südamerikanischen Märkten, wobei insbesondere das Servicegeschäft in Brasilien deutlich verstärkt werden soll. Der Kaufpreis belief sich auf 39 Mio €.
Die nachfolgende Tabelle stellt die geschätzten Marktwerte der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden zum Erwerbszeitpunkt dar.
| Mio € | |
|---|---|
| 01.11.2001 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 20 |
| Firmenwert aus dem Erwerb | 20 |
| Sachanlagen | 2 |
| Umlaufvermögen | 13 |
| Aktive latente Steuern | 3 |
| Insgesamt erworbene Vermögensgegenstände | 58 |
| Rückstellungen | 9 |
| Verbindlichkeiten Passive latente Steuern Insgesamt erworbene Schulden |
8 |
| 2 | |
| 19 | |
| Erworbenes Reinvermögen | 39 |
Sämtliche immateriellen Vermögensgegenstände betreffen Wartungsverträge. Sie werden planmäßig abgeschrieben und haben eine durchschnittliche Nutzungsdauer von rund 10 Jahren. Die endgültige Kaufpreisaufteilung führte zu einem Firmenwert in Höhe von 20 Mio €, der dem Segment Elevator zugeordnet wurde. Es ist davon auszugehen, dass der Firmenwert in Höhe von 4 Mio € steuerlich abzugsfähig ist. Auf die Angabe von Pro-forma-Werten für Umsatzerlöse und Ergebnis wurde in Folge Unwesentlichkeit verzichtet.
Am 13. Dezember 2001 erwarb ThyssenKrupp im Segment Steel die restlichen 10 % der ausstehenden Stammaktien der Acciai Speciali Terni S.p.A. (ast). In der Konsolidierung wurde der Erwerb der Restanteile ebenfalls ab diesem Zeitpunkt berücksichtigt. ast ist Hersteller von Edelstahl-Flachprodukten. Nach Ausübung der im Rahmen des Kaufs der 90 % von ast erlangten Option verfügt ThyssenKrupp über 100 % der Anteile von ast. Der Kaufpreis betrug 42 Mio €.
Die nachfolgende Tabelle stellt die geschätzten Marktwerte der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden zum Erwerbszeitpunkt dar.
| 13.12.2001 | |
|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 2 |
| Firmenwert aus dem Erwerb | 6 |
| Sachanlagen | 45 |
| Umlaufvermögen | 52 |
| Insgesamt erworbene Vermögensgegenstände | 105 |
| Rückstellungen | 13 |
| Verbindlichkeiten | 46 |
| Passive latente Steuern | 4 |
| Insgesamt erworbene Schulden | 63 |
| Erworbenes Reinvermögen | 42 |
Der aus der Transaktion resultierende Firmenwert in Höhe von 6 Mio € wurde dem Segment Steel zugeordnet. Es ist davon auszugehen, dass der Firmenwert steuerlich nicht abzugsfähig ist.
Daneben erwarb ThyssenKrupp im Geschäftsjahr 2001/2002 weitere vollkonsolidierte Gesellschaften oder Beteiligungen zu einem Gesamtbarkaufpreis von 161 Mio €, der im Wesentlichen auf folgende Erwerbe entfällt:
- " 10 % an Valmet Automotive Inc. mit Sitz in Turku (Finnland), Hersteller von Prototypen und von Fahrzeugen, die in Kleinserie produziert werden (Segment Automotive). Mit diesem Erwerb ist die Option verbunden, die restlichen 90 % innerhalb der nächsten zwei Jahre zu erwerben. Bei Nichtausübung ist ThyssenKrupp verpflichtet, die 10 % an den ursprünglichen Eigentümer zu einem bereits festgelegten Preis zurückzuverkaufen.
- " Xuzhou Rothe Erde Slewing Bearing Co. Ltd. mit Sitz in Xuzhou (China), Entwickler und Hersteller von Durchlauflagern und Stahlkugeln (Segment Technologies).
- " dg Immobilien Facility Management GmbH mit Sitz in Frankfurt (Deutschland), Gebäudemanager (Segment Serv).
- " Restliche 10 % an der ThyssenKrupp Gerlach GmbH mit Sitz in Homburg/Saar (Deutschland), Hersteller von Kurbelwellen (Segment Automotive).
- " 50 % an ansc-tks Galvanizing Co. Ltd. mit Sitz in Dalian (China), Hersteller von feuerverzinkten Produkten, vornehmlich für die Automobilindustrie (Segment Steel).
Gleichzeitig verkaufte ThyssenKrupp im Geschäftsjahr 2001/2002 folgende Gesellschaften oder Beteiligungen zu einem Gesamtbarverkaufspreis von 939 Mio €, der im Wesentlichen auf folgende Transaktionen entfällt:
- " Verkauf der 50-%-Equity-Beteiligung an der Eurawasser Gruppe (Segment Serv) an die Ondeo Services, Paris, ein Unternehmen des Suez Konzerns. Der Verkaufspreis belief sich auf 38 Mio €, woraus ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 19 Mio € resultierte.
- " Ausübung der Put-Option zum Verkauf der 50-%-Equity-Beteiligung an Sinterstahl (Segment Automotive). Der Übergang der Anteile erfolgte zum 01. März 2002. Der Verkaufspreis belief sich auf 36 Mio €, woraus ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 21 Mio € resultierte.
- " Verkauf und Entkonsolidierung der Krupp Berco Bautechnik GmbH (Segment Technologies). Der endgültige Verkaufspreis belief sich auf 55 Mio €, woraus ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 36 Mio € resultierte.
- " Verkauf verschiedener nicht zum Automobilgeschäft gehöriger Guss-Aktivitäten (Segment Automotive). Der Verkaufspreis belief sich auf 30 Mio € und führte zu einem Gewinn vor Steuern in Höhe von 11 Mio €.
- " Verkauf von 13,48 % der Geschäftsanteile der Bergemann GmbH, die mit 34,76 % an der Ruhrgas ag beteiligt ist; der Verkauf ist von den laufenden gerichtlichen Verfahren nicht betroffen. Der Verkaufspreis belief sich auf 486 Mio €, woraus ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 191 Mio € resultierte.
- " Verkauf der Car-Carrier-Aktivitäten in Corporate. Der Verkaufspreis belief sich auf 105 Mio €, woraus ein Verlust von 10 Mio € resultierte.
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
In den Vertriebskosten sind direkte Verkaufsfrachten und -versicherungen in Höhe von 675 (2000/2001: 687; 1999/2000: 699) Mio € enthalten.
In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen einschließlich immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von 76 (2000/2001: 70; 1999/2000: 75) Mio € und Versicherungsentschädigungen in Höhe von 115 (2000/2001: 126; 1999/2000: 33) Mio € enthalten, die im Wesentlichen aus Überschwemmungs- und Feuerschäden im Segment Steel resultieren.
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagen einschließlich immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von 62 (2000/2001: 84; 1999/2000: 81) Mio €, Aufwendungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 186 (2000/2001: 21; 1999/2000: 46) Mio € sowie Zuführungen zu Rückstellungen (ohne Restrukturierung) in Höhe von 64 (2000/2001: 43; 1999/2000: 156) Mio € enthalten. Ferner werden hier Aufwendungen im Zusammenhang mit nicht kundenauftragsbezogenen Forschungsaktivitäten ("freie Forschung") in Höhe von 191 (2000/2001: 180; 1999/2000: 116) Mio € ausgewiesen.
Nach Wegfall der planmäßigen Firmenwertabschreibungen zum 01. Oktober 2001 sind im aktuellen Geschäftsjahr keine Abschreibungen auf Firmenwerte in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Der aus der erstmaligen Durchführung des Firmenwert-Impairment-Tests resultierende außerplanmäßige Abschreibungsbedarf in Höhe von 347 Mio € wird nach Steuern als Ergebnis aus Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen in Höhe von 338 Mio € ausgewiesen.
| Mio € | |||
|---|---|---|---|
| 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | |
| Erträge auf Grund von Gewinnabführungsverträgen | 1 | 1 | 1 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | – 3 | – 3 | – 1 |
| Ergebnisse aus at equity bewerteten Unternehmen | 72 | 62 | 18 |
| Erträge aus Sonstigen Beteiligungen | 12 | 22 | 14 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (2) | (1) | (3) |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anteilen an | |||
| verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 13 | 9 | 233 |
| Abschreibungen auf Anteile an | |||
| verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | – 24 | – 17 | – 2 |
| Beteiligungsergebnis | 71 | 74 | 263 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und | |||
| Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 13 | 17 | 7 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (1) | (1) | (0) |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 125 | 102 | 116 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (4) | (6) | (2) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | – 557 | – 592 | – 407 |
| (davon an verbundene Unternehmen) | (– 3) | (– 4) | (– 2) |
| Zinsergebnis | – 419 | – 473 | – 284 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Ausleihungen und Wertpapieren | 6 | 10 | 75 |
| Abschreibungen auf Ausleihungen und Wertpapiere | – 10 | – 1 | – 30 |
| Sonstiges Finanzergebnis | – 2 | – 22 | – 25 |
| Übriges Finanzergebnis | – 6 | – 13 | 20 |
| Insgesamt | – 354 | – 412 | – 1 |
Vertriebskosten 2
Sonstige betriebliche Erträge 3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4
| 5 |
|---|
| Finanzergebnis |
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag
6
Der Anstieg des Beteiligungsergebnisses ergibt sich im Wesentlichen aus dem Verkauf von 13,48 % der Geschäftsanteile der Bergemann GmbH, die mit 34,76 % an der Ruhrgas ag beteiligt ist; hieraus resultiert ein Ergebnis aus dem Abgang von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von 191 Mio € und der Rückgang des Ergebnisses aus at equity bewerteten Beteiligungen.
Die Verbesserung des Zinsergebnisses ist Folge rückläufiger Finanzverbindlichkeiten um 1.982 Mio € auf 5.683 Mio € (vgl. Anhang-Nr. (19)) sowie rückläufiger Zinssätze.
Im Übrigen Finanzergebnis sind im Ergebnis aus dem Abgang von Ausleihungen und Wertpapieren 74 Mio € aus dem Verkauf von Kone-Aktien enthalten.
Aus der Aktivierung von Fremdkapitalzinsen im Rahmen von langfristigen Baumaßnahmen resultiert eine Verringerung der Zinsaufwendungen in Höhe von 8 (2000/2001: 22; 1999/2000: 13) Mio €.
Vom Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter entfallen 52 (i. Vj. 73) % auf Deutschland und 48 (i. Vj. 27) % auf das Ausland. Im Vorjahr wurde der Gewinn aus der Veräußerung der brasilianischen Eisenerzgrube Ferteco im Inland erfasst.
Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf:
| Mio € | |||
|---|---|---|---|
| 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | |
| Laufende Steuern | |||
| Deutschland | – 13 | 62 | 27 |
| Ausland | 297 | 98 | 166 |
| Latente Steuern | |||
| Deutschland | 229 | – 49 | – 51 |
| Ausland | 18 | 82 | 33 |
| Insgesamt | 531 | 193 | 175 |
Das für das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2001/2002 erstmalig anzuwendende neue Körperschaftsteuerrecht sieht einen gesetzlichen Steuersatz von 25 % (2000/2001 und 1999/2000: 40 % für thesaurierte Gewinne und 30 % für Ausschüttungen) zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 % vor. Die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung der Gesellschaften des ThyssenKrupp Konzerns beträgt 13,04 % (2000/2001 und 1999/2000: 10,2 %). Erträge aus konzerninternen Inlandsbeteiligungen sowie Gewinne aus der Veräußerung von Beteiligungen an inländischen Unternehmen mit kalenderjahrgleichem Wirtschaftsjahr sind ab 2001/2002 bzw. ab dem 01. Januar 2002 steuerfrei.
Der gesetzliche Körperschaftsteuersatz wird auf Grund des Flutopfersolidaritätsgesetzes, das am 21. September 2002 in Kraft getreten ist, für den Veranlagungszeitraum 2003 vorübergehend auf 26,5 % (zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 %) angehoben. Für inländische Gesellschaften werden daher latente Steuern, die sich im nächsten Jahr auflösen werden, zum 30. September 2002 mit einem Gesamtsteuersatz von 40,71 % (einschließlich 12,75 % Gewerbesteuerbelastung) bewertet. Hieraus entstand im Geschäftsjahr 2001/2002 ein latenter Steueraufwand von 9 Mio €. Bei den übrigen latenten Steuern inländischer Gesellschaften wird der ab dem Veranlagungszeitraum 2004 erneut
geltende Gesamtsteuersatz von 39,42 % angesetzt; dieser wurde bereits zum 30. September 2001 verwendet (30.09.2000: 52,4 %). Durch die Berücksichtigung des Übergangs zum neuen Körperschaftsteuerrecht entstand im Geschäftsjahr 2000/2001 ein latenter Steuerertrag von 124 Mio €. Für ausländische Gesellschaften werden die jeweiligen landesspezifischen Steuersätze zu Grunde gelegt.
In nachfolgender Tabelle wird eine Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand vorgenommen. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird der im Geschäftsjahr 2001/2002 gültige inländische Gesamtsteuersatz von 39,42 % (2000/2001 und 1999/2000: 52,4 %) mit dem Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter multipliziert. Die angesprochenen Auswirkungen des Flutopfersolidaritätsgesetzes und des Übergangs zum neuen Körperschaftsteuerrecht wurden im Geschäftsjahr 2001/2002 bzw. 2000/2001 berücksichtigt.
| Mio € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1999/2000 | in % | 2000/2001 | in % | 2001/2002 | in % | |
| Erwarteter Steueraufwand | 571 | 52,4 | 459 | 52,4 | 300 | 39,4 |
| Reform des deutschen Körperschaft steuerrechts |
0 | 0,0 | – 124 | – 14,2 | 9 | 1,2 |
| Abweichung zu ausländischen Steuersätzen | – 160 | – 14,7 | 2 | 0,2 | 55 | 7,2 |
| Besteuerung von Veräußerungsgewinnen | 0 | 0,0 | – 99 | – 11,3 | – 102 | – 13,4 |
| Einkommenskorrekturen | 18 | 1,6 | 26 | 3,0 | 13 | 1,7 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibungen auf Firmenwerte |
78 | 7,2 | 76 | 8,7 | 0 | 0 |
| Veränderung der Wertberichtigungen auf latente Steuern |
4 | 0,4 | 5 | 0,6 | 70 | 9,2 |
| Steuerliche Ergebnisveränderungen ohne Auswirkungen auf das Konzernergebnis |
0 | 0,0 | – 153 | – 17,5 | – 172 | – 22,6 |
| Sonstiges | 20 | 1,8 | 1 | 0,1 | 2 | 0,3 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 531 | 48,7 | 193 | 22,0 | 175 | 23,0 |
Zum 30. September 2002 bestehen im Konzern inländische körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von 2.454 (i. Vj. 1.610) Mio € und inländische gewerbesteuerliche Verlustvorträge von 1.606 (i. Vj. 877) Mio € sowie ausländische Verlustvorträge von 593 (i. Vj. 358) Mio €. Inländische Verluste sind nach der zum 30. September 2002 bestehenden Rechtslage zeitlich und der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähig. Von den ausländischen Verlustvorträgen werden 447 (i. Vj. 238) Mio € bis zum Jahr 2022 verfallen, soweit sie nicht genutzt werden können.
Wertberichtigungen aktiver latenter Steuern wurden in Höhe von 254 (i. Vj. 129) Mio € vorgenommen, im Wesentlichen für steuerliche Verlustvorträge, wenn hinsichtlich der Realisierbarkeit dieser Verlustvorträge auf Grund der Sach- und Rechtslage sowie der verfügbaren Informationen Unsicherheiten bestehen. Von dem Anstieg der Wertberichtigungen entfallen 70 Mio € auf das Inland und 55 Mio € auf das Ausland. Zur Bestimmung dieser Wertberichtigungen wurden alle zur Zeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren für ein ausreichend hohes Einkommen in der Zukunft berücksichtigt. Sollte sich die dabei vorzunehmende Einschätzung in der Zukunft ändern, so wird dies Anpassungen der Wertberichtigungen erforderlich machen.
| 30.09.2001 | 30.09.2002 | |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 31 | 25 |
| Sachanlagen | 447 | 465 |
| Finanzanlagen | 50 | 7 |
| Vorräte | 86 | 59 |
| Übrige Aktiva | 156 | 182 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 691 | 1.093 |
| Pensionsrückstellungen | 645 | 678 |
| Sonstige Rückstellungen | 427 | 379 |
| Übrige Passiva | 954 | 692 |
| 3.487 | 3.580 | |
| Wertberichtigungen | – 129 | – 254 |
| Aktive latente Steuern | 3.358 | 3.326 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 140 | 124 |
| Sachanlagen | 1.470 | 1.401 |
| Finanzanlagen | 50 | 42 |
| Vorräte | 498 | 537 |
| Übrige Aktiva | 371 | 333 |
| Pensionsrückstellungen | 10 | 8 |
| Sonstige Rückstellungen | 264 | 198 |
| Übrige Passiva | 271 | 236 |
| Passive latente Steuern | 3.074 | 2.879 |
| Nettobetrag der aktiven latenten Steuern | 284 | 447 |
Die aktiven und passiven unsaldierten latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen:
Die aktiven und passiven saldierten latenten Steuern werden wie folgt ausgewiesen:
| Mio € | ||||
|---|---|---|---|---|
| davon RLZ | davon RLZ | |||
| 30.09.2001 | >1 Jahr | 30.09.2002 | >1 Jahr | |
| Aktive latente Steuern | 1.445 | 1.297 | 1.003 | 909 |
| Passive latente Steuern | 1.161 | 738 | 556 | 223 |
| Nettobetrag der aktiven latenten Steuern | 284 | 559 | 447 | 686 |
Passive latente Steuern auf einbehaltene Gewinne bei ausländischen Tochterunternehmen sind nicht berechnet worden, weil diese Gewinne permanent investiert bleiben sollen. Die Ermittlung der nicht angesetzten latenten Steuern wäre mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden.
Die im Eigenkapital berücksichtigten Steuern verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Bereiche:
| Mio € | |||
|---|---|---|---|
| 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | |
| Steueraufwand laut GuV-Ausweis | 531 | 193 | 175 |
| Steuern auf das "other comprehensive income" | 29 | – 55 | – 119 |
| Steuerertrag auf das Ergebnis aus Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen |
0 | – 14 | – 9 |
| Insgesamt | 560 | 124 | 47 |
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen im Anlagespiegel dargestellt.
Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände
Die planmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte beliefen sich in 1999/2000 auf 224 Mio € und in 2000/2001 auf 241 Mio €. In der nachfolgenden Tabelle werden das veröffentlichte Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter sowie der veröffentlichte Konzern-Jahresüberschuss auf die entsprechend angepassten Ergebnisse übergeleitet, die jeweils vor planmäßiger Firmenwertabschreibung sind, so als ob die Vorschriften von sfas 142 bereits in 1999/2000 und in 2000/2001 zur Anwendung gekommen wären.
| Mio € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Anhang-Nr. | 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | |
| Gesamtbetrag in Mio €: | ||||
| Veröffentlichtes Ergebnis vor Steuern und | ||||
| Anteilen anderer Gesellschafter | 1.090 | 876 | 762 | |
| Rücknahme: Planmäßige Firmenwertabschreibung* | 224 | 241 | 0 | |
| Angepasstes Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter |
27 | 1.314 | 1.117 | 762 |
| Gesamtbetrag in Mio €: | ||||
| Veröffentlichter Konzern-Jahresüberschuss | 527 | 665 | 216 | |
| Rücknahme: Planmäßige Firmenwertabschreibung* | 224 | 241 | 0 | |
| Angepasster Konzern-Jahresüberschuss | 751 | 906 | 216 | |
| Ergebnis je Aktie in €: | ||||
| Veröffentlichter Konzern-Jahresüberschuss | 1,02 | 1,29 | 0,42 | |
| Planmäßige Firmenwertabschreibung* | 0,44 | 0,47 | 0,00 | |
| Angepasster Konzern-Jahresüberschuss | 1,46 | 1,76 | 0,42 | |
| * einschließlich Firmenwerte auf at equity bewertete Beteiligungen | ||||
Anlagevermögen 7
Mio € Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 596 – 20 12 Firmenwerte 4.553– 207 25 Geleistete Anzahlungen 17 0 0 Immaterielle Vermögensgegenstände w/Pensionen 73– 2 – 4 5.239 – 229 33 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.576 – 84 2 Technische Anlagen und Maschinen 13.593 – 215 – 51 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.519 – 43– 4 Geleaste Sachanlagen 320 – 1 – 5 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.082 – 17 – 1 25.090 – 360 – 59 Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 127 0 – 10 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6 0 – 4 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.083– 23 – 1 Sonstige Beteiligungen 104 0 1 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 19 0 0 Wertpapiere des Anlagevermögens 161 – 2 0 Sonstige Ausleihungen 150 – 1 0 1.650 – 26 – 14 Insgesamt 31.979 – 615 – 40 Veränderung Konsolidierungskreis Währungs-30.09.2001 unterschiede Bruttowerte
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
| Nettowerte | Abschreibungen | Bruttowerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2002 | 30.09.2001 | Aufgelaufene Abschreibungen am 30.09.2002 |
Abschreibungen 2001/2002 |
30.09.2002 | Abgänge | Umbuchungen | Zugänge |
| 291 | 299 | 362 | 91 | 653 | 25 | 13 | 77 |
| 3.298 | 3.780 | 962 | 347 | 4.260 | 105 | – 6 | 0 |
| 30 | 17 | 0 | 0 | 30 | 0 | – 6 | 19 |
| 72 | 73 | 0 | 0 | 72 | 22 | 0 | 27 |
| 3.691 | 4.169 | 1.324 | 438 | 5.015 | 152 | 1 | 123 |
| 4.880 | 4.908 | 2.816 | 213 | 7.696 | 173 | 189 | 186 |
| 5.133 | 5.110 | 9.066 | 947 | 14.199 | 394 | 619 | 647 |
| 832 | 882 | 1.710 | 274 | 2.542 | 213 | 24 | 259 |
| 177 | 187 | 133 | 44 | 310 | 50 | 0 | 46 |
| 587 | 1.080 | 2 | 1 | 589 | 13 | – 833 | 371 |
| 11.609 | 12.167 | 13.727 | 1.479 | 25.336 | 843 | – 1 | 1.509 |
| 31 | 41 | 89 | 0 | 120 | 5 | 0 | 8 |
| 3 | 6 | 0 | 0 | 3 | 2 | 2 | 1 |
| 782 | 1.083 | 0 | 0 | 782 | 356 | 3 | 76 |
| 42 | 47 | 63 | 2 | 105 | 6 | – 1 | 7 |
| 6 | 14 | 6 | 4 | 12 | 3 | – 4 | 0 |
| 17 | 160 | 0 | 0 | 17 | 149 | 0 | 7 |
| 74 | 131 | 42 | 26 | 116 | 3 8 | 0 | 5 |
| 955 | 1.482 | 200 | 32 | 1.155 | 559 | 0 | 104 |
| 16.255 | 17.818 | 15.251 | 1.949 | 31.506 | 1.554 | 0 | 1.736 |
Immaterielle Vermögensgegenstände
Die immateriellen Vermögensgegenstände des Konzerns verteilen sich auf folgende Hauptgruppen:
| Mio € | Aufgelaufene | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bruttowerte | Abschreibungen | Nettowerte | |||
| 30.09.2002 | 30.09.2002 | 30.09.2002 | |||
| Marken und Warenzeichen | 1 | 0 | 1 | ||
| Kundenstamm und Kundenbeziehungen | 23 | 15 | 8 | ||
| Wettbewerbsverbote | 1 | 1 | 0 | ||
| Lizenzen und Konzessionen | 153 | 79 | 74 | ||
| Patente, Urheberrechte und Ähnliches | 13 | 9 | 4 | ||
| Dienstleistungsverträge | 133 | 39 | 94 | ||
| Sonstige vertragliche Positionen | 10 | 5 | 5 | ||
| Erworbene Software und Website | 271 | 197 | 74 | ||
| Eigenentwickelte Software und Website | 39 | 17 | 22 | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände, | |||||
| die planmäßig abgeschrieben wurden | 644 | 362 | 282 |
Darüber hinaus besteht ein nicht abnutzbarer Firmenname mit einem Nettowert in Höhe von 9 Mio €.
Im Geschäftsjahr 2001/2002 belaufen sich die Abschreibungen für immaterielle Vermögensgegenstände auf 91 Mio €. Für die nächsten fünf Jahre werden folgende Abschreibungen geschätzt: 80 Mio € in 2002/2003, 73 Mio € in 2003/2004, 73 Mio € in 2004/2005, 72 Mio € in 2005/2006 und 72 Mio € in 2006/2007.
Firmenwerte
Im Geschäftsjahr 2001/2002 veränderten sich die Nettowerte der Firmenwerte (ohne Firmenwerte auf at equity bewertete Beteiligungen) wie folgt:
| Mio € | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Steel | Automotive | Elevator | Technologies | Materials | Serv | Real Estate | Corporate | Insgesamt* | |
| Stand am 30.09.2001 | 827 | 386 | 1.271 | 807 | 239 | 234 | 1 | 15 | 3.780 |
| Währungsunterschiede | – 15 | – 22 | – 103 | – 13 | – 10 | – 1 | 0 | 0 | – 164 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 13 | 6 | 22 | – 33 | 2 | 32 | 0 | 0 | 42 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | – 2 | 0 | 0 | – 4 | 0 | 0 | – 6 |
| Außerplanmäßige Abschreibung | 0 | 0 | 0 | – 266 | – 15 | – 66 | 0 | 0 | – 347 |
| Abgänge | 0 | – 2 | – 3 | 0 | 0 | 0 | – 1 | – 1 | – 7 |
| Stand am 30.09.2002 | 825 | 368 | 1.185 | 495 | 216 | 195 | 0 | 14 | 3.298 |
| * ohne Firmenwerte auf at equity bewertete Beteiligungen |
Sach- und Finanzanlagen
Die Sachanlagen enthalten auch geleaste Bauten, Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, bei denen dem Konzern als Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen ist, da er alle wesentlichen Chancen und Risiken aus der Nutzung des Leasinggegenstandes trägt (sog. "capital lease").
| Mio € | Aufgelaufene | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttowerte | Abschreibungen | Nettowerte | ||||||
| 30.09.2001 | 30.09.2002 | 30.09.2001 | 30.09.2002 | 30.09.2001 | 30.09.2002 | |||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
135 | 125 | 32 | 31 | 103 | 94 | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 57 | 59 | 22 | 26 | 35 | 33 | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und | ||||||||
| Geschäftsausstattung | 128 | 126 | 79 | 76 | 49 | 50 | ||
| Geleaste Sachanlagen | 320 | 310 | 133 | 133 | 187 | 177 |
Im Geschäftsjahr 2001/2002 wurden außerplanmäßige Abschreibungen ("impairments") gemäß sfas 121 "Accounting for the Impairment of Long-Lived Asstes and for Long-Lived Assets to Be Disposed Of" in Höhe von insgesamt 16 (i. Vj. 38) Mio € vorgenommen. Hiervon entfallen 12 (i. Vj. 23) Mio € auf Vermögensgegenstände, die weiterhin im Konzern betrieblich genutzt werden sollen; sie betreffen Abschreibungen auf Anlagevermögen in den Segmenten Steel und Automotive. Auf Vermögensgegenstände mit beabsichtigter Stilllegung bzw. Schließung im nächsten Geschäftsjahr entfallen 4 (i. Vj. 15) Mio € außerplanmäßige Abschreibungen, die im Wesentlichen das Segment Automotive betreffen.
Bei den at equity bewerteten Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Anteilen an verbundenen Unternehmen beträgt der Unterschied der Buchwerte zum anteiligen Eigenkapital 108 (i. Vj. 258) Mio €.
In den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen ist die rag Aktiengesellschaft mit einem Anteil von 20,6 % enthalten. Der Buchwert der rag Aktiengesellschaft beträgt 395 (i. Vj. 410) Mio €. Die Differenz zum anteiligen Eigenkapital in Höhe von 50 (i. Vj. 50) Mio € wird als Firmenwert behandelt und wurde bis zum 30. September 2001 planmäßig abgeschrieben.
Vermietete Gegenstände 8
("operating lease")
Der Konzern vermietet als Leasinggeber unter "operating lease" im Wesentlichen Wohnimmobilien und gewerblich genutzte Immobilien. Die Bruttowerte dieser vermieteten Gegenstände belaufen sich auf 2.234 (i. Vj. 2.271) Mio €, die aufgelaufenen Abschreibungen auf 594 (i. Vj. 556) Mio €.
Die zukünftigen Mindestmieterträge aus unkündbaren "operating-lease"-Verträgen betragen zum 30. September 2002:
| Insgesamt | 146 |
|---|---|
| nach 2006/2007 | 33 |
| 2006/2007 | 9 |
| 2005/2006 | 10 |
| 2004/2005 | 12 |
| 2003/2004 | 15 |
| 2002/2003 | 67 |
| (für die Geschäftsjahre) | |
| Mio € |
Die Angabe zu den zukünftigen Mieterträgen beinhaltet keine variablen Mietanteile ("contingent rentals"). Aus solchen "contingent rentals"-Verträgen konnten variable Mieterträge von 1 (2000/2001: 1; 1999/2000: 1) Mio € vereinnahmt werden.
| Mio € | ||
|---|---|---|
| 30.09.2001 | 30.09.2002 | |
| Rohstoffe | 1.047 | 1.017 |
| Hilfs- und Betriebsstoffe | 436 | 416 |
| Unfertige Erzeugnisse und Leistungen | 2.422 | 2.211 |
| (davon: Auftragsfertigung nach PoC) | (535) | (564) |
| (davon: Auftragsfertigung nach "completed contract") | (13) | (10) |
| Fertige Erzeugnisse | 2.163 | 1.973 |
| Waren | 784 | 775 |
| Geleistete Anzahlungen | 494 | 413 |
| 7.346 | 6.805 | |
| abzüglich Erhaltene Anzahlungen | – 821 | – 804 |
| Insgesamt | 6.525 | 6.001 |
Vorratsbestände in Höhe von 1.411 (i.Vj. 1.612) Mio € sind nach der Lifo-Methode bewertet. Der aktuelle Marktwert liegt um 49 (i.Vj. 52) Mio € über dem Lifo-Wert.

| Mio € | ||
|---|---|---|
| 30.09.2001 | 30.09.2002 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne PoC) | 5.516 | 5.286 |
| Noch nicht fakturierte Forderungen aus Langfristaufträgen abzüglich Erhaltene Anzahlungen |
576 | 417 |
| 6.092 | 5.703 | |
| abzüglich Wertberichtigungen | – 371 | – 350 |
| Insgesamt | 5.721 | 5.353 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 48 (i. Vj. 68) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr.
Der Konzern verkauft regelmäßig Forderungen im Rahmen von Securitisation-Programmen. Per 30. September 2002 waren Forderungen einschließlich Wechseldiskontierung mit einem Nominalwert von 1.281 (i. Vj. 1.028) Mio € verkauft; hieraus erzielte der Konzern einen Verkaufserlös von 1.203 Mio €. Im Rahmen dieser Verkäufe behält der Konzern in einigen Fällen Rechte und Pflichten zurück ("retained interest"); hierzu zählen die Erbringung von Abwicklungsdienstleistungen sowie die Einräumung von Forderungsausfallreserven. Auf Grund der Natur der Forderungen entspricht der Wert der zurückbehaltenen Rechte und Pflichten dem Buchwert. Zum 30. September 2002 beträgt der Marktwert der zurückbehaltenen Rechte 120 (i. Vj. 74) Mio € und entfällt im Wesentlichen auf die Forderungsausfallreserve. Im Zusammenhang mit dem Forderungsverkauf entstanden Aufwendungen von 36 (i. Vj. 24) Mio €, die überwiegend auf Diskontierung und Verkaufsverluste entfallen; sie sind mit den erhaltenen Gebühren für Abwicklungsdienstleistungen saldiert und in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis enthalten. Das Obligo aus der Wechseldiskontierung ist in den "Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen" gemäß Anhang-Nr. (23) enthalten.
Die nachfolgende Tabelle fasst die wesentlichen Cash-Flow-Bewegungen in den Geschäftsjahren 2000/2001 und 2001/2002 zusammen:
| Mio € | ||
|---|---|---|
| 2000/2001 | 2001/2002 | |
| Verkaufserlös aus Forderungsverkäufen | 5.134 | 6.455 |
| Für Abwicklungsdienstleistungen ("servicing") erhaltene Gebühren | 31 | 22 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| 11 | Mio € | ||
|---|---|---|---|
| Übrige Forderungen und | 30.09.2001 | 30.09.2002 | |
| Sonstige Vermögens gegenstände |
Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 123 | 95 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
128 | 154 | |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 1.589 | 1.307 | |
| 1.840 | 1.556 | ||
| abzüglich Wertberichtigungen | – 203 | – 199 | |
| Insgesamt | 1.637 | 1.357 | |
In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche in Höhe von 280 (i. Vj. 499) Mio € enthalten.
Übrige Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 170 (i. Vj. 186) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr.
Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen 12 Mio €
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
Übrige Forderungen und Sonstige Ver mögensgegenstände |
|
|---|---|---|
| Stand am 30.09.1999 | 297 | 126 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 2 | 0 |
| Zuführungen | 126 | 64 |
| Inanspruchnahmen | – 67 | 0 |
| Auflösungen | – 35 | – 17 |
| Sonstige Veränderungen | 13 | 3 |
| Stand am 30.09.2000 | 336 | 176 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 2 | 3 |
| Zuführungen | 159 | 34 |
| Inanspruchnahmen | – 73 | – 3 |
| Auflösungen | – 47 | – 6 |
| Sonstige Veränderungen | – 6 | – 1 |
| Stand am 30.09.2001 | 371 | 203 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 18 | 0 |
| Zuführungen | 127 | 20 |
| Inanspruchnahmen | – 119 | – 14 |
| Auflösungen | – 41 | – 9 |
| Sonstige Veränderungen | – 6 | – 1 |
| Stand am 30.09.2002 | 350 | 199 |
Die in den Positionen Wertpapiere des Anlagevermögens und Wertpapiere des Umlaufvermögens ausgewiesenen Wertpapiere sind alle jederzeit veräußerbar ("available-for-sale"-Wertpapiere):
| Insgesamt | 184 | 37 | 20 | 17 |
|---|---|---|---|---|
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | 24 | 20 | 20 | 0 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 160 | 17 | 0 | 17 |
| 30.09.2001 | 30.09.2002 | kurzfristig | langfristig | |
| Mio € |
Nach Wertpapierkategorien dargestellt, verteilen sich die Anschaffungskosten, die unrealisierten Gewinne sowie die Marktwerte folgendermaßen:
| Mio € | 30.09.2001 | 30.09.2002 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs kosten |
unrealisierter Brutto-Gewinn |
Marktwert | Anschaffungs kosten |
unrealisierter Brutto-Gewinn |
Marktwert | |
| Aktien | 83 | 63 | 146 | 0 | 1 | 1 |
| Schuldtitel ausländischer Staaten | 5 | 0 | 5 | 2 | 0 | 2 |
| Schuldtitel von Kapitalgesellschaften | 26 | 0 | 26 | 21 | 0 | 21 |
| Anteile Rentenfonds | 3 | 0 | 3 | 7 | 0 | 7 |
| Sonstige marktgängige Wertpapiere | 3 | 1 | 4 | 6 | 0 | 6 |
| Insgesamt | 120 | 64 | 184 | 36 | 1 | 37 |
Die darin enthaltenen Gläubigerpapiere weisen zum 30. September 2002 nach der vertraglichen Restlaufzeit folgende Fälligkeitsstruktur auf:
| Marktwerte in Mio € | |
|---|---|
| 30.09.2002 | |
| Fälligkeit innerhalb eines Jahres | 7 |
| Fälligkeit zwischen 1 und 5 Jahren | 20 |
| Fälligkeit zwischen 5 und 10 Jahren | 1 |
| Fälligkeit nach 10 Jahren | 1 |
| Insgesamt | 29 |
Aus dem Verkauf von available-for-sale-Wertpapieren resultieren Veräußerungserlöse in Höhe von 226 (2000/2001: 67; 1999/2000: 35) Mio €. Dabei wurden Gewinne von 75 (2000/2001: 11; 1999/2000: 6) Mio € und Verluste von 0 (2000/2001: 1; 1999/2000: 0) Mio € realisiert, die nach der
Methode der tatsächlichen Verbrauchsfolge ermittelt wurden.
13
Marktgängige Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens
| 14 | Mio € | ||
|---|---|---|---|
| Rechnungsabgrenzungs | 30.09.2001 | 30.09.2002 | |
| posten | Überdeckung von Pensionsverpflichtungen | 98 | 84 |
| Übrige aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 147 | 166 | |
| Insgesamt | 245 | 250 | |
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 12 (i. Vj. 34) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr.
Gezeichnetes Kapital
Eigenkapital
15
Zum 30. September 2002 ist das Gezeichnete Kapital unverändert gegenüber dem Vorjahr eingeteilt in 514.489.044 nennwertlose Inhaber-Stammaktien, die alle ausgegeben wurden und von denen zum Bilanzstichtag 514.468.024 (2001: 514.463.884) im Umlauf sind. Rechnerisch entfällt auf jede Aktie ein Anteil am Gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 €.
Im Geschäftsjahr 1999/2000 wurde das Gezeichnete Kapital auf Euro umgestellt. Im Anschluss daran erfolgte zur Glättung des anteiligen Gezeichneten Kapitals je Aktie eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln zu Lasten der Kapitalrücklage ohne Ausgabe neuer Aktien. Das Gezeichnete Kapital erhöhte sich dadurch zum 30. September 2000 gegenüber dem 30. September 1999 um 1.821.596,83 € auf 1.317.091.952,64 €.
Wesentlicher Gesellschafter
Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ist mit 18,83 % an der ThyssenKrupp ag beteiligt. Sie ist wesentlicher Gesellschafter ("principal owner") gemäß sfas 57 "Related Party Disclosures".
Eigene Aktien
Im Geschäftsjahr 2000/2001 hat der Konzern der inländischen Belegschaft den Erwerb von Belegschaftsaktien angeboten. Im Rahmen dieses Belegschaftsaktien-Programms hat die bezugsberechtigte Belegschaft die Möglichkeit zum Erwerb von bis zu siebzehn ThyssenKrupp Aktien erhalten. Zur Erfüllung des Programms wurden 860.318 eigene Anteile gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG zum Kaufpreis von 14 Mio € erworben und an die Belegschaft zum Preis von 8,95 € je Aktie ausgegeben. Aus der Ausgabe ergab sich ein Aufwand von 9 Mio € (vgl. auch Anhang-Nr. (16)).
Im Geschäftsjahr 1998/1999 erwarb die ThyssenKrupp ag 5.477.000 eigene Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 3 AktG zum Zwecke der Abfindung der außenstehenden Aktionäre der Thyssen Industrie ag im Rahmen der Eingliederung in die ThyssenKrupp ag gemäß § 320 AktG. Zum 30. September 2002 verfügt die ThyssenKrupp ag aus diesem Vorgang noch über 21.020 Stück eigene Aktien, deren anteiliger Buchwert 0,2 Mio € beträgt. Gegenüber dem 30. September 2001 verminderte sich die Anzahl der eigenen Aktien um 4.140 Stück.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage erhöhte sich zum 30. September 2001 durch Kapitalerhöhungen bei Tochtergesellschaften um 10 Mio € und durch die Belegschaftsaktienausgabe um 1 Mio €.
Zum 30. September 2000 hatte sich die Kapitalrücklage infolge der Kapitalerhöhung bei Tochtergesellschaften um 7 Mio € erhöht. Gegenläufig wirkte sich die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln um 2 Mio € aus.
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen ("other comprehensive income")
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Bestandteile der erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen ("other comprehensive income") einschließlich der Steuereffekte:
| Mio € | 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| vor Steuern |
Steuer effekt |
nach Steuern |
vor Steuern |
Steuer effekt |
nach Steuern |
vor Steuern |
Steuer effekt |
nach Steuern |
||
| Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung: | ||||||||||
| Veränderung unrealisierter Gewinne/(Verluste) | 494 | 0 | 494 | – 202 | 0 | – 202 | – 241 | 0 | – 241 | |
| realisierte (Gewinne)/Verluste | 0 | 0 | 0 | – 28 | 0 | – 28 | 18 | 0 | 18 | |
| Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt | 494 | 0 | 494 | – 230 | 0 | – 230 | – 223 | 0 | – 223 | |
| Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus der Marktbewertung von Wertpapieren: |
||||||||||
| Veränderung unrealisierte Gewinne/(Verluste) | 64 | – 32 | 32 | – 2 | 1 | – 1 | 0 | 0 | 0 | |
| realisierte (Gewinne)/Verluste | – 1 | 0 | – 1 | – 11 | 5 | – 6 | – 63 | 33 | – 30 | |
| Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt | 63 | – 32 | 31 | – 13 | 6 | – 7 | – 63 | 33 | – 30 | |
| Unterschiedsbetrag aus Pensionsbewertung | – 4 | 3 | – 1 | – 61 | 27 | – 34 | – 207 | 75 | – 132 | |
| Unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus derivativen Finanzinstrumenten: |
||||||||||
| Veränderung unrealisierter Gewinne/(Verluste) | 0 | 0 | 0 | – 53 | 22 | – 31 | – 28 | 10 | – 18 | |
| realisierte (Gewinne)/Verluste | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 1 | – 4 | 1 | – 3 | |
| Unrealisierte Gewinne/(Verluste), gesamt | 0 | 0 | 0 | – 52 | 22 | – 30 | – 32 | 11 | – 21 | |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung | 553 | – 29 | 524 | – 356 | 55 | – 301 | – 525 | 119 | – 406 |
Dividendenvorschlag
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem nach den Grundsätzen des deutschen Handelsgesetzbuches (hgb) ermittelten Bilanzgewinn der ThyssenKrupp ag für das Geschäftsjahr 2001/2002 eine Dividende von 206 Mio € auszuschütten; dies entspricht einer Dividende je Aktie in Höhe von 0,40 €.
Long Term Management Incentiveplan 16
Die ThyssenKrupp ag hat am 03. Dezember 1999 einen Long Term Management Incentiveplan mit einer Laufzeit von 5 Jahren eingeführt. Dabei handelt es sich um ein Performance-orientiertes Modell, bei dem die Festlegung der Höhe einer etwaigen Vergütung erst am Ende des Performance-Zeitraums erfolgt.
Nach Umsetzung der 1. Tranche mit 224 ausgewählten Teilnehmern wurde der Teilnehmerkreis für die übrigen vier Tranchen um weitere ca. 400 Führungskräfte erweitert. Zu diesem erweiterten Kreis zählen – neben Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern der Konzernunternehmen – verstärkt auch leitende Angestellte im Inland und vergleichbare Führungskräfte im Ausland. Den Begünstigten des Plans werden auf Basis jährlicher Zusagen Wertzuwachsrechte (sog. Phantom Stocks) gewährt, die bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen am Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums in Geld vergütet werden. Mit der im 2. Jahr des Vergütungsplans beschlossenen Ausweitung des Teilnehmerkreises wurde das Gesamtvolumen an Wertzuwachsrechten von 9,5 Mio Wertzuwachsrechten auf 14 Mio Wertzuwachsrechte aufgestockt. Ausgegeben sind zum 30. September 2002 in der 2. Tranche 2,9 Mio Wertzuwachsrechte an 585 Führungskräfte, in der 3. Tranche 3,0 Mio Wertzuwachsrechte an 615 Führungskräfte sowie in der 4. Tranche 3,0 Mio Wertzuwachsrechte an 618 Führungskräfte. Die im Rahmen der 1. Tranche gewährten 1,8 Mio Wertzuwachsrechte sind in 2001/2002 ohne Zahlung einer Vergütung verfallen, da zum Ende des Performance-Zeitraums keine der beiden nachfolgend beschriebenen Performance-Hürden erreicht werden konnte.
Voraussetzung für eine Vergütung der Wertzuwachsrechte ist das Erreichen zumindest einer von zwei Performance-Hürden am Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums – das war für die 1. Tranche der 03. Dezember 1999 bis zur ordentlichen Hauptversammlung in 2002 und ist für die 2. Tranche der 25. Mai 2000 bis zur ordentlichen Hauptversammlung in 2003, für die 3. Tranche der 05. März 2001 bis zur ordentlichen Hauptversammlung in 2004 sowie für die 4. Tranche der 04. März 2002 bis zur ordentlichen Hauptversammlung in 2005. Am Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums muss:
- " entweder der Börsenkurs der ThyssenKrupp Aktie sich besser entwickelt haben als der Wertverlauf des Börsenindex dj stoxx oder
- " der Börsenkurs der ThyssenKrupp Aktie um mindestens 15 % gestiegen sein.
Bei einem Aktienoptionsprogramm würde der Begünstigte das Recht erhalten, Aktien zu einem bestimmten Ausübungspreis zu erwerben. Die Differenz zwischen dem Ausübungspreis und dem aktuellen Aktienkurs würde für ihn den Vorteil darstellen. Mit dem Incentiveplan werden statt der Aktienoptionen Wertzuwachsrechte gewährt, die zu einer Vergütung in Geld führen. Die Höhe der Vergütung entspricht dem Ausübungsgewinn, den der Begünstigte im Falle eines Aktienoptionsprogramms erzielen könnte.
Daher errechnet sich die Höhe der Vergütung grundsätzlich aus der Differenz zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem Basispreis, wobei die Vergütung je Wertzuwachsrecht auf 25 € begrenzt ist.
Der Basispreis leitet sich aus dem aktuellen Aktienkurs ab, von dem folgende zwei Abschläge vorzunehmen sind:
- " Der Kurs/Index-Performance-Abschlag, der die Wertentwicklung der ThyssenKrupp Aktie im Verhältnis zu der des dj stoxx im jeweiligen Performance-Zeitraum berücksichtigt,
- " und der Kursentwicklungs-Abschlag, der die absolute Aktienkursentwicklung der ThyssenKrupp Aktie im jeweiligen Performance-Zeitraum berücksichtigt.
Der aktuelle Aktienkurs entspricht dem Durchschnitt der Börsenkurse der Aktie an den ersten fünf Handelstagen nach der ordentlichen Hauptversammlung der ThyssenKrupp ag, mit der die jeweilige Tranche des Incentiveplans endet.
Der Kurs/Index-Performance-Abschlag wird ermittelt, indem der Prozentsatz der Out- bzw. Underperformance der ThyssenKrupp Aktie zum dj stoxx mit dem aktuellen Aktienkurs multipliziert wird. Der Kursentwicklungs-Abschlag entspricht der Hälfte der absoluten Wertentwicklung der Aktie. Beide Abschläge werden addiert und vom aktuellen Aktienkurs abgezogen, um den Basispreis zu erhalten.
Soweit die Summe der beiden Abschläge nicht so hoch ist, dass der Mindestbasispreis von 2,56 € unterschritten wird und sie nicht den Maximalbetrag von 25 € übersteigt, entspricht die Summe der Abschläge der Vergütung je Wertzuwachsrecht.
Um Stichtagseinflüsse auszuschließen, werden sowohl für die Start- als auch für die End-Referenzperioden des Performance-Zeitraums Mittelwerte für den ThyssenKrupp Kurs und den dj stoxx zu Grunde gelegt. Für die Start-Referenzperiode der inzwischen verfallenen 1. Tranche betrug der Mittelwert des Aktienkurses 23,91 € und der Mittelwert des dj stoxx 425,43, während die entsprechenden Werte der End-Referenzperiode für den Aktienkurs nur bei 17,98 € und für den dj stoxx nur bei 377,10 lagen. Für die noch laufenden Tranchen liegen die Werte für die Start-Referenzperiode der 2. Tranche bei 18,33 € für den Mittelwert des Aktienkurses und bei 491,02 für den dj stoxx, für die Start-Referenzperiode der 3. Tranche beträgt der Mittelwert des Aktienkurses 16,88 € und der Mittelwert des dj stoxx 416,02 und für die Start-Referenzperiode der 4. Tranche liegen die Mittelwerte für den Aktienkurs bei 17,89 € und für den dj stoxx bei 393,03. Die Vergleichswerte zum 30. September 2002 betragen für die ThyssenKrupp Aktie 14,07 € für die 2. Tranche (adjustiert um die Dividendenzahlung für die Geschäftsjahre 1999/2000 und 2000/2001), 13,32 € für die 3. Tranche (adjustiert um die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2000/2001) bzw. 12,72 € für die 4. Tranche und für den dj stoxx 291,31.
Gemäß den Vorschriften von sfas 123 "Accounting for Stock-Based Compensation" hat sich der Konzern dafür entschieden, für die Rechnungslegung der aktienorientierten Vergütungspläne die Vorschriften von apb No. 25 "Accounting for Stock Issued to Employees" einschließlich der entsprechenden Interpretationen anzuwenden.
Die Bilanzierung des Incentiveplans erfolgt nach fasb Interpretation No. 28 "Accounting for Stock Appreciation Rights and Other Variable Stock Option or Award Plans - an interpretation of apb Opinions No. 15 and 25". Demnach ist für die ausgegebenen Wertzuwachsrechte entsprechend dem inneren Wert am Stichtag eine zeitanteilige Rückstellung zu bilden. Da per 30. September 2002 für keine der drei ausgegebenen Tranchen eine der beiden Performance-Hürden als Voraussetzung für eine Vergütung der Wertzuwachsrechte erfüllt ist, konnte die in den Vorquartalen in Höhe von 14 Mio € gebildete Rückstellung ergebniswirksam wieder aufgelöst werden. Das Ergebnis enthält somit – wie in den Vorjahren – keine Aufwendungen aus dem Incentiveplan.
Bei Berücksichtigung der Aufwendungen, die sich bei Anwendung der gemäß sfas 123 vorgeschriebenen Marktwertmethode ergeben würden, ergäbe sich für ThyssenKrupp für 2001/2002 ein Pro-forma-Jahresüberschuss von 211 Mio € bzw. ein Pro-forma-Ergebnis je Aktie von 0,41 €.
Die Marktwertermittlung basiert auf dem Black-Scholes-Optionspreismodell, das gemäß den Besonderheiten des Incentiveplans entsprechend modifiziert worden ist. Folgende Parameter sind in die Berechnung eingegangen:
| 30.09.2002 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2. Tranche | 3. Tranche | 4. Tranche | ||||
| Risikoloser Zinssatz | 3,17 % | 3,07 % | 3,30 % | |||
| Erwartete Volatilität der Aktie | 51 % | 41 % | 33 % | |||
| Erwartete Volatilität des Index | 40 % | 31 % | 28 % | |||
| Laufzeit bis Ende der Performance-Periode (Monate) | 5 | 16 | 28 |
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17 Mio €
| 30.09.2001 | 30.09.2002 | |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen | 6.064 | 6.223 |
| Rückstellungen für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen | 580 | 567 |
| Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen | 264 | 275 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 6.908 | 7.065 |
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 6.581 (i. Vj. 6.484) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr.
Pensionspläne
ThyssenKrupp gewährt Leistungen der betrieblichen Altersversorgung an nahezu alle Arbeitnehmer in Deutschland. Außerhalb Deutschlands erhält die überwiegende Mehrzahl der Arbeitnehmer in den usa, Kanada und dem Vereinigten Königreich Altersversorgungsleistungen. In Italien werden auf Grund gesetzlicher Regelungen Abfertigungsleistungen (tfr) an berechtigte Arbeitnehmer erbracht. Darüber hinaus erhalten Arbeitnehmer in anderen Ländern zum Teil Leistungen nach den jeweiligen landesspezifischen Gegebenheiten.
Die Leistungen in Deutschland bestehen in der Regel in Rentenzahlungen. Ein Teil der leitenden Angestellten erhält Rentenleistungen, die von der Dienstzeit und vom Vergütungsniveau in einem Referenzzeitraum von in der Regel drei Jahren vor der Pensionierung abhängen. Im Übrigen erhalten die Arbeitnehmer in der Regel Zusagen auf feste Rentenbeträge pro Dienstjahr. Für Rentenzahlungen in Deutschland besteht eine gesetzliche Verpflichtung zum Inflationsausgleich. In Deutschland bietet die ThyssenKrupp ag die Möglichkeit, durch Gehaltsumwandlung zusätzliche Versorgungsbezüge zu erwerben (Deferred-Compensation-Vereinbarungen). Die Umwandlungsbeträge sind verzinslich mit 6,00 % und führen bei Eintritt des Versorgungsfalls zu einem festgelegten Leistungsanspruch.
In den usa und Kanada erhalten auf Stundenbasis bezahlte Arbeitnehmer Rentenzusagen auf Basis von Festbeträgen pro Dienstjahr. Arbeitnehmer mit festen Bezügen erhalten Leistungen in Abhängigkeit von ihrer Dienstzeit und den während ihrer Dienstzeit erzielten Bezügen. Arbeitnehmer im Vereinigten Königreich erhalten Rentenleistungen in Abhängigkeit von ihren Dienstjahren und dem Endgehalt bei Pensionierung.
Die Leistungszusagen in Deutschland sind rückstellungsfinanziert. Gleiches gilt für die Abfertigungsleistungen in Italien. Die Pensionspläne in den usa, Kanada, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden werden durch in Fonds ausgegliederte Aktiva (Fondsvermögen) finanziert. Das Fondsvermögen besteht aus Aktien von nationalen und internationalen Unternehmen, festverzinslichen Wertpapieren staatlicher und nicht-staatlicher Emittenten sowie Immobilienvermögen. Die Dotierung der Fonds in den usa und Kanada richtet sich nach den jeweiligen rechtlichen Vorschriften und bei wesentlichen Plänen auch nach gewerkschaftlichen Vereinbarungen. Die Pläne im Vereinigten Königreich werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten unter Beachtung der gesetzlichen Minimalzuführungsbeträge dotiert.
Im Rahmen der Umstellung auf us-gaap wurde die Bewertung von Plänen, die zuvor noch nicht nach sfas 87 bewertet wurden, mit dem Stichtag 01. Oktober 1998 so umgestellt, als seien diese Pläne bereits seit dem 01. Oktober 1989 nach sfas 87 "Employers' Accounting for Pensions" bewertet worden. Der 01. Oktober 1989 wäre der Termin gewesen, zu dem Thyssen die Bewertung gem. sfas 87 für seine Pläne außerhalb der usa eingeführt hätte, wenn zu diesem Zeitpunkt bereits nach us-gaap
bewertet worden wäre. Aus der rückwirkenden Umbewertung ergibt sich bei den Altersversorgungsverpflichtungen in Deutschland ein Übergangsfehlbetrag. Der Übergangsfehlbetrag wurde auf Basis der Wertverhältnisse zum 01. Oktober 1998 ermittelt und fiktiv auf diesen Stichtag fortgeschrieben. Für die bereits vor dem 01. Oktober 1998 nach sfas 87 bewerteten Pläne in den usa und Kanada wurden die bestehenden historischen Bewertungen fortgesetzt.
Im Folgenden werden rückstellungsfinanzierte Altersversorgungsverpflichtungen und durch Fonds finanzierte Altersversorgungspläne getrennt dargestellt. Damit entfallen die in der Kategorie "rückstellungsfinanziert" dargestellten Verpflichtungen ganz überwiegend auf Rentenverpflichtungen in Deutschland und in geringerem Umfang auch auf Abfertigungsleistungen in Italien sowie in geringfügigem Umfang auf ähnliche Renten- und Abfertigungsverpflichtungen in anderen Ländern. Die in der Kategorie "fondsfinanziert" dargestellten Verpflichtungen entfallen auf die usa, Kanada, das Vereinigte Königreich und die Niederlande.
Die Entwicklung der Pensionsverpflichtungen sowie des Fondsvermögens stellt sich wie folgt dar:
| Mio € | 30.09.2001 | 30.09.2002 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Fonds finanzierte Pensionspläne |
Rückstellungs finanzierte Pensionspläne |
Fonds finanzierte Pensionspläne |
Rückstellungs finanzierte Pensionspläne |
||
| Veränderung des Anwartschaftsbarwerts: | |||||
| Anwartschaftsbarwert am Anfang des Geschäftsjahres | 1.804 | 5.844 | 1.875 | 5.906 | |
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche |
51 | 58 | 50 | 64 | |
| Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche |
142 | 343 | 130 | 336 | |
| Beiträge der Arbeitnehmer | 6 | 0 | 6 | 0 | |
| Rückwirkende Plananpassungen durch Änderung der Versorgungszusagen |
29 | 1 | 3 | 0 | |
| Versicherungsmathematische Verluste | 50 | 147 | 54 | 32 | |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | – 8 | – 59 | 0 | 6 | |
| Plananpassungen | – 1 | 0 | 36 | 0 | |
| Kursdifferenzen | – 88 | 0 | – 111 | 0 | |
| Rentenzahlungen | – 110 | – 428 | – 119 | – 444 | |
| Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres | 1.875 | 5.906 | 1.924 | 5.900 | |
| Veränderung des Fondsvermögens: | |||||
| Marktwert des Fondsvermögens am Anfang des Geschäftsjahres |
2.194 | 1.907 | |||
| Tatsächliche Erträge aus dem Fondsvermögen | – 98 | – 127 | |||
| Änderungen des Konsolidierungskreises | – 22 | 0 | |||
| Beiträge der Arbeitgeber | 31 | 42 | |||
| Beiträge der Arbeitnehmer | 6 | 6 | |||
| Kursdifferenzen | – 94 | – 93 | |||
| Rentenzahlungen | – 110 | – 119 | |||
| Marktwert des Fondsvermögens am Ende des Geschäftsjahres |
1.907 | 1.616 |
Die Abgänge aus Unternehmensverkäufen im Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf der Krupp Werner & Pfleiderer Gruppe.
Die nachfolgende Tabelle zeigt den Finanzierungsstatus, der sich aus der Differenz zwischen Anwartschaftsbarwert und Fondsvermögen errechnet, einschließlich der Überleitung zu den bilanzierten Beträgen:
| Mio € | 30.09.2001 | 30.09.2002 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Fondsfinanzierte Pensionspläne |
Rückstellungs finanzierte Pensionspläne |
Fondsfinanzierte Pensionspläne |
Rückstellungs finanzierte Pensionspläne |
||
| Finanzierungsstatus am Ende des Geschäftsjahres | 32 | – 5.906 | – 308 | – 5.900 | |
| Noch unberücksichtigter Übergangsfehlbetrag | – 4 | 125 | – 3 | 88 | |
| Noch unberücksichtigte Dienstzeitaufwendungen aus rückwirkenden Planänderungen |
49 | 1 | 36 | 0 | |
| Noch unberücksichtigte versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste |
– 44 | – 61 | 327 | – 28 | |
| Bilanzierter Betrag | 33 | – 5.841 | 52 | – 5.840 | |
| Der bilanzierte Betrag verteilt sich auf folgende Bilanzpositionen: |
|||||
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 98 | 0 | 84 | 0 | |
| Pensionsrückstellungen | – 94 | – 5.970 | – 263 | – 5.960 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 10 | 63 | 34 | 38 | |
| Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen * |
19 | 66 | 197 | 82 | |
| Bilanzierter Betrag | 33 | – 5.841 | 52 | – 5.840 | |
| * einschließlich des Betrags, der auf Anteile anderer Gesellschafter entfällt |
Bei der Bewertung der Altersversorgungsleistungen in Deutschland wurden die Heubeck-Tafeln 1998 zu Grunde gelegt. Die Bewertung der Abfertigungsverpflichtungen in Italien erfolgt in Übereinstimmung mit eitf 88-1 "Determination of Vested Benefit Obligation for a Defined Benefit Pension Plan" mit dem undiskontierten Wert der unverfallbaren Ansprüche.
Pensionspläne, bei denen der Anwartschaftsbarwert mit Gehaltssteigerungen das Fondsvermögen übersteigt, betreffen Anwartschaftsbarwerte mit Gehaltssteigerungen in Höhe von 1.695 (i. Vj. 772) Mio € bei einem Fondsvermögen von 1.389 (i. Vj. 693) Mio €. Pensionspläne, bei denen der Anwartschaftsbarwert ohne Gehaltssteigerungen das Fondsvermögen übersteigt, betreffen Anwartschaftsbarwerte ohne Gehaltssteigerungen in Höhe von 1.317 (i. Vj. 367) Mio € bei einem Fondsvermögen von 1.094 (i. Vj. 334) Mio €.
Die Ansätze für die Zinssätze und die Gehaltssteigerungsraten, die der Berechnung des Verpflichtungsumfangs zu Grunde liegen, wurden nach einheitlichen Grundsätzen abgeleitet und pro Land in Abhängigkeit von den jeweiligen ökonomischen Gegebenheiten festgesetzt. Die Annahmen über den
| in % | 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Fonds finanzierte Pensionspläne |
Rückstellungs finanzierte Pensionspläne |
Fonds finanzierte Pensionspläne |
Rückstellungs finanzierte Pensionspläne |
Fonds finanzierte Pensionspläne |
Rückstellungs finanzierte Pensionspläne |
|
| Durchschnittliche Bewertungsfaktoren per 01.07. | ||||||
| Diskontierungssatz | 7,47 | 6,12* | 7,15 | 5,88* | 6,91 | 5,90* |
| Erwarteter Kapitalertrag auf das Fondsvermögen | 9,28 | – | 9,22 | – | 9,03 | – |
| Langfristige Gehaltssteigerungsraten | 4,48 | 3,00 | 4,31 | 3,00 | 4,22 | 3,00 |
| * Deutschland: 1999/2000: 6,25 %; 2000/2001: 6,00 %; 2001/2002: 6,00 % |
Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:
| Mio € | 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Fonds finanzierte Pensionspläne |
Rückstellungs finanzierte Pensionspläne |
Fonds finanzierte Pensionspläne |
Rückstellungs finanzierte Pensionspläne |
Fonds finanzierte Pensionspläne |
Rückstellungs finanzierte Pensionspläne |
|
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche |
43 | 55 | 51 | 58 | 50 | 64 |
| Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche |
116 | 333 | 142 | 343 | 130 | 336 |
| Erwarteter Kapitalertrag des Fondsvermögens | – 160 | 0 | – 201 | 0 | – 185 | 0 |
| Amortisation des Übergangsfehlbetrags | – 2 | 38 | – 2 | 38 | – 2 | 37 |
| Amortisation von Dienstzeitaufwendungen aus rückwirkenden Planänderungen |
9 | 1 | 12 | 0 | 12 | 0 |
| Amortisation von versicherungsmathematischen Gewinnen |
– 29 | 0 | – 39 | – 6 | – 21 | 0 |
| (Ertrag)/Aufwand aus Planschließungen und Plananpassungen |
1 | 0 | – 1 | 0 | 39 | 0 |
| Netto-Pensionsaufwand für Leistungszusagen | – 22 | 427 | – 38 | 433 | 23 | 437 |
Einige Gesellschaften gewähren Beitragszusagen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung über Pensionskassen und vergleichbare Versorgungseinrichtungen ("defined-contribution"-Pläne). Der Gesamtaufwand aus solchen Beitragsleistungen betrug im Geschäftsjahr 24 (2000/2001: 17; 1999/2000: 15) Mio €.
Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen
Einige Gesellschaften in den usa und Kanada gewähren Gesundheitsfürsorgeleistungen und Lebensversicherungsleistungen an vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer, die bestimmte Mindestanforderungen hinsichtlich ihres Lebens- und Dienstalters erfüllen. Die Verpflichtungen entfallen ganz überwiegend auf The Budd Company und sind im Wesentlichen nicht durch Fondsvermögen finanziert.
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Die Entwicklung der Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen stellt sich wie folgt dar:
| Mio € | 30.09.2001 | 30.09.2002 |
|---|---|---|
| US/kanadische Pläne |
US/kanadische Pläne |
|
| Veränderung des Anwartschaftsbarwerts: | ||
| Anwartschaftsbarwert am Anfang des Geschäftsjahres | 600 | 614 |
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Ansprüche | 12 | 10 |
| Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen | 46 | 44 |
| Rückwirkende Plananpassungen durch Änderung der Versorgungszusagen | 0 | 1 |
| Versicherungsmathematische Verluste | 32 | 298 |
| Plananpassungen | 0 | 35 |
| Kursdifferenzen | – 29 | – 65 |
| Zahlungen für Versorgungsverpflichtungen | – 47 | – 65 |
| Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres | 614 | 872 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt den Finanzierungsstatus einschließlich der Überleitung zum Bilanzausweis:
| 30.09.2002 | |
|---|---|
| US/kanadische Pläne |
US/kanadische Pläne |
| – 614 | – 872 |
| – 34 | – 22 |
| 68 | 327 |
| – 580 | – 567 |
| 30.09.2001 |
Bei der Berechnung der versicherungsmathematischen Verpflichtungen wurden folgende Annahmen zu Grunde gelegt (= gewichteter Durchschnitt):
| in % | 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 |
|---|---|---|---|
| US/kanadische Pläne |
US/kanadische Pläne |
US/kanadische Pläne |
|
| Durchschnittliche Bewertungsfaktoren per 01.07. | |||
| Diskontierungssatz | 7,89 | 7,45 | 7,23 |
| Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge im nächsten Jahr | 5,65 | 5,67 | 11,63 |
| Höchste Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge | 5,50 | 5,46 | 5,46 |
| Mio € | 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 |
|---|---|---|---|
| US/kanadische Pläne |
US/kanadische Pläne |
US/kanadische Pläne |
|
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche |
8 | 12 | 10 |
| Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen | 40 | 46 | 44 |
| Amortisation von Dienstzeitaufwendungen aus rückwirkenden Planänderungen |
– 3 | – 3 | – 3 |
| Amortisation von versicherungsmathematischen (Gewinnen)/Verlusten |
– 2 | 1 | 3 |
| Aufwand aus Plananpassungen | 0 | 0 | 29 |
| Netto-Aufwand der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre |
43 | 56 | 83 |
Die Netto-Aufwendungen für Zuschussverpflichtungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen setzen sich wie folgt zusammen:
Nachfolgend sind die Auswirkungen dargestellt, die aus einer Erhöhung bzw. Verminderung der angenommenen Steigerungsrate für die Gesundheitsfürsorgeleistungen um 1-%-Punkt resultieren:
| Mio € | 1-%-Punkt | ||
|---|---|---|---|
| Erhöhung | Verminderung | ||
| Effekt auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen | 8 | – 6 | |
| Effekt auf den Anwartschaftsbarwert | 115 | – 94 |
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen
Bei verschiedenen Gesellschaften des Segments Steel und von Corporate gibt es auf kollektivrechtlicher Basis Sozialpläne. Auf Grund dieser Pläne gewährt der Arbeitgeber Abfindungszahlungen in Abhängigkeit von der Dienstzeit und Ausgleichszahlungen an ältere Arbeitnehmer für den Zeitraum zwischen ihrem Ausscheiden und der Pensionierung. Der ganz überwiegende Teil der Verpflichtungen entfällt auf Sozialpläne im Zusammenhang mit der Stilllegung der Stahlerzeugung in Dortmund. Die Pläne sind versicherungsmathematisch bewertet. Die Verbindlichkeit umfasst die von den Mitarbeitern seit Beginn der Beschäftigung erdienten Teile der Leistungen. Auf künftige Dienstjahre entfallende noch nicht erdiente Leistungen werden als Dienstzeitaufwand in der Periode ihres Entstehens erfasst. Die Zinssätze betrugen 4,0 % für den 30. September 2002 und 4,5 % für den 30. September 2001. Es wurde mit einem durchschnittlichen Gehaltstrend von 2,6 % gerechnet.
| Mio € | ||
|---|---|---|
| 30.09.2001 | 30.09.2002 | |
| Rückstellung zu Beginn des Geschäftsjahres | 179 | 119 |
| Dienstzeitaufwand | 3 | 17 |
| Zinsaufwand | 6 | 3 |
| Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste | – 11 | 3 |
| Leistungen | – 58 | – 52 |
| Rückstellung am Ende des Geschäftsjahres | 119 | 90 |
Der zum 30. September 2002 ausgewiesene Anstieg des Dienstzeitaufwands ist im Wesentlichen auf einen neuen Plan im Rahmen der Fortsetzung bestehender Vereinbarungen im Segment Steel zurückzuführen. Die zum 30. September 2001 ausgewiesenen versicherungsmathematischen Gewinne resultieren zu einem erheblichen Teil aus erhöhten Kurzarbeitergeldzahlungen infolge einer Änderung des Sozialgesetzbuches sgb iii.
Bei einigen deutschen Gesellschaften bestehen Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen. Hierbei erbringt der Arbeitnehmer Vorleistungen durch Mehrarbeit, die nach dem Ausscheiden durch ratierliche Zahlungen entgolten werden. Für die Verpflichtungen wurden Rückstellungen nach sfas 112 "Employers' Accounting for Postemployment Benefits" in Höhe von 90 (i. Vj. 59) Mio € gebildet. Als sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen sind auch die Verpflichtungen für ausscheidende Mitarbeiter von französischen Gesellschaften erfasst.
| Mio € | 18 | ||
|---|---|---|---|
| 30.09.2001 | 30.09.2002 | Übrige Rückstellungen | |
| Steuerrückstellungen (für laufende Steuern) | 592 | 594 | |
| Sonstige Rückstellungen | |||
| Absatz- und beschaffungsmarktbezogene Risiken | 802 | 778 | |
| Verpflichtungen im Personalbereich | 752 | 738 | |
| Restrukturierungen | 67 | 117 | |
| Umweltschutz- und Rekultivierungsverpflichtungen | 159 | 174 | |
| Übrige sonstige Rückstellungen | 764 | 665 | |
| 2.544 | 2.472 | ||
| Übrige Rückstellungen | 3.136 | 3.066 | |
Steuerrückstellungen in Höhe von 13 (i. Vj. 12) Mio € und Sonstige Rückstellungen in Höhe von 357 (i. Vj. 469) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr.
Die Rückstellung für absatz- und beschaffungsmarktbezogene Risiken besteht im Wesentlichen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie Gewährleistungen.
Mit den Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich werden vor allem Jubiläumszuwendungen und Urlaubsansprüche erfasst, während Sozialplan- und ähnliche Aufwendungen in der Rückstellung für Restrukturierungen innerhalb der Personalstrukturmaßnahmen berücksichtigt sind. Pensionsähnliche Verpflichtungen wie Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen sind Bestandteil der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.
Die Restrukturierungsrückstellung umfasst neben den rückstellungsfähigen Personalstrukturmaßnahmen auch Rückstellungen für Sachstrukturmaßnahmen, die im Rahmen der Aufgabe von betrieblichen Bereichen für Kosten gebildet werden, die aus Maßnahmen resultieren, die keinen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren.
In allen Segmenten werden Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt. Von den Rückstellungen zum 30. September 2002 entfallen 77 Mio € auf das Segment Automotive und 14 Mio € auf das Segment Technologies. Von dem Gesamtaufwand (Saldo aus Zuführungen und Auflösungen) für Restrukturierungen in 2001/2002 in Höhe von 186 Mio € betreffen 149 Mio € das Segment Automotive. Die Entwicklung der Rückstellungen ist nachfolgender Tabelle zu entnehmen:
| Mio € | Personal struktur maßnahmen |
Sach struktur maßnahmen |
Insgesamt |
|---|---|---|---|
| Stand am 30.09.2000 | 68 | 39 | 107 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 14 | 1 | 15 |
| Zuführungen | 26 | 3 | 29 |
| Inanspruchnahmen | – 60 | – 14 | – 74 |
| Auflösungen | – 5 | – 3 | – 8 |
| Kursdifferenzen | – 1 | – 1 | – 2 |
| Stand am 30.09.2001 | 42 | 25 | 67 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | – 1 | 0 | – 1 |
| Zuführungen | 152 | 54 | 206 |
| Inanspruchnahmen | – 111 | – 19 | – 130 |
| Auflösungen | – 8 | – 12 | – 20 |
| Kursdifferenzen | – 2 | – 3 | – 5 |
| Stand am 30.09.2002 | 72 | 45 | 117 |
Infolge von Personalstrukturmaßnahmen schieden im Geschäftsjahr 2001/2002 ca. 1.000 (i. Vj.: 1.200) Mitarbeiter aus; ca. 2.100 Mitarbeiter werden in den Folgejahren auf Grund solcher Maßnahmen ausscheiden. Vom Gesamtbetrag der Restrukturierungsrückstellungen zum 30. September 2002 bestehen 2 (i. Vj.: 6) Mio € für Maßnahmen im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben.
Von den Rückstellungen für Umweltschutz- und Rekultivierungsverpflichtungen entfallen auf Rückstellungen für Bergschäden 83 (i. Vj. 81) Mio €, die im Wesentlichen den Betrieb von Pumpwerken zur Entwässerung von Bergsenkungsgebieten als Folge des Kohlenabbaus im Ruhrgebiet betreffen. Die Unterhaltung der Pumpwerke ist eine Dauerverpflichtung. Die Rückstellung umfasst das 20-fache der durchschnittllichen Ausgaben der letzten fünf Jahre. Die Aufwendungen für Bauwerksschäden, Schachtverfüllungen und Ähnliches sind nach Schadensfällen objektweise errechnet bzw. geschätzt worden. Die Umweltschutzrückstellungen in Höhe von 91 (i. Vj. 78) Mio € betreffen im Wesentlichen die Rekultivierung und Oberflächenversiegelung von Betriebsdeponien sowie Sanierungsmaßnahmen auf dem Gelände stillgelegter Betriebsteile.
| BUCHWERTE | davon RLZ | davon Restlaufzeit (RLZ) | 19 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio € | 30.09.2001 | über 1 Jahr | 30.09.2002 | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | davon über 5 Jahre |
Finanzverbindlichkeiten |
| Anleihen | |||||||
| (ohne Schuldscheindarlehen) | 1.021 | 1.015 | 1.513 | 207 | 1.306 | 499 | |
| Schuldscheindarlehen | 425 | 399 | 296 | 10 | 286 | 100 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
|||||||
| (ohne Schuldscheindarlehen) | 5.746 | 5.031 | 3.432 | 657 | 2.775 | 1.346 | |
| Akzeptverbindlichkeiten | 49 | 2 | 29 | 29 | 0 | 0 | |
| Verbindlichkeiten aus Capital Lease |
266 | 213 | 240 | 47 | 193 | 97 | |
| Sonstige Darlehen | 158 | 64 | 173 | 125 | 48 | 29 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 7.665 | 6.724 | 5.683 | 1.075 | 4.608 | 2.071 | |
Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 650 (i. Vj. 658) Mio € sind durch Grundpfandrechte besichert. Von diesen besicherten Verbindlichkeiten entfallen 271 (i. Vj. 327) Mio € auf Hypothekendarlehen im Bereich Real Estate.
Per 30. September 2002 sind von den Finanzverbindlichkeiten insgesamt Disagien in Höhe von 9 (i. Vj. 11) Mio € abgesetzt bzw. Agien in Höhe von 2 (i. Vj. 3) Mio € aufgeschlagen. Die Verrechnung der Disagien bzw. Agien ist im Zinsergebnis enthalten.
In den Sonstigen Darlehen sind Darlehen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 4 (i. Vj. 5) Mio € enthalten.
| ANLEIHEN, SCHULDSCHEINDARLEHEN | Buchwert in Mio € 30.09.2001 |
Buchwert in Mio € 30.09.2002 |
Nominalwert in Mio € 30.09.2002 |
Zinssatz in % | Marktwert in Mio € 30.09.2002 |
Fälligkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihe ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. (400 Mio DM) 96/03 |
211 | 206 | 204 | 6,50 | 208 | 13.06.2003 |
| Anleihe ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. (600 Mio DM) 98/06 |
312 | 310 | 307 | 5,25 | 306 | 14.07.2006 |
| Anleihe ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. (500 Mio €) 01/06 |
498 | 500 | 500 | 5,75 | 512 | 05.04.2006 |
| Anleihe ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. (500 Mio €) 02/09 |
– | 497 | 500 | 7,00 | 530 | 19.03.2009 |
| Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. (30 Mio DM) 95/02 |
16 | – | – | 7,00 | – | 18.09.2002 |
| Schuldscheindarlehen Giddings & Lewis (100 Mio USD) 95/05 |
109 | 6 | 6 | 7,50 | 7 | 01.10.2005 |
| Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp Stahl AG (200 Mio DM) 98/05 |
51 | 41 | 41 | 7,05 | 46 | 15.10.2005 |
| Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (100 Mio €) 00/07 |
99 | 99 | 100 | 6,00 | 112 | 21.02.2007 |
| Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (50 Mio €) 00/07 |
50 | 50 | 50 | 5,80 | 55 | 16.03.2007 |
| Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (100 Mio €) 01/07 |
100 | 100 | 100 | 5,45 | 111 | 25.10.2007 |
| Insgesamt | 1.446 | 1.809 | 1.808 | 1.887 | ||
Am 19. März 2002 wurde von der konzerneigenen Finanzierungsgesellschaft ThyssenKrupp Finance Nederland b.v. eine 7-%-ige Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio € begeben. Die ThyssenKrupp ag hat für diese und alle Anleihen der ThyssenKrupp Finance Nederland b.v. jeweils eine unbedingte und unwiderrufliche Garantie für die Zahlungsverpflichtungen gemäß den Anleihebedingungen übernommen.
Das Schuldscheindarlehen von Giddings & Lewis über 100 Mio us-Dollar wurde im Geschäftsjahr mit 95 Mio us-Dollar zurückgezahlt. Der verbliebene Buchwert zum 30. September 2002 beträgt damit 5 Mio us-Dollar (6 Mio €).
Bis auf das Schuldscheindarlehen der ThyssenKrupp Stahl ag, welches in jährlichen Raten von 10,2 Mio € getilgt wird, sind sämtliche Anleihen und Schuldscheindarlehen endfällig.
| VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN, SONSTIGE DARLEHEN | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert in Mio € 30.09.2001 |
Buchwert in Mio € 30.09.2002 |
davon in € | Gewogener Durchschnitts zinssatz in % per 30.09.2002 |
davon in USD |
Gewogener Durchschnitts zinssatz in % per 30.09.2002 |
davon in weiteren Währungen |
Marktwert in Mio € 30.09.2002 |
|
| Syndizierter Konsortialkredit (variabel verzinslich) |
1.571 | – | – | – | – | – | – | – |
| Bilaterale Kreditvereinbarungen (variabel verzinslich) |
1.439 | 918 | 61 | 3,78 | 806 | 2,25 | 51 | 918 |
| Sonstige variabel verzinsliche Kredite |
2.059 | 2.082 | 442 | 4,23 | 1.198 | 2,50 | 442 | 2.082 |
| Festverzinsliche (ohne Immobilienkredite) |
481 | 368 | 331 | 5,71 | 8 | 6,14 | 29 | 390 |
| Festverzinsliche (Immobilienkredite) |
354 | 237 | 237 | 4,41 | – | – | – | 254 |
| Insgesamt | 5.904 | 3.605 | 1.071 | 4,70 | 2.012 | 2,41 | 522 | 3.644 |
Per 30. September 2002 stellt sich die Finanzierungsstruktur der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Sonstigen Darlehen wie folgt dar:
ThyssenKrupp stehen variabel verzinsliche Mittel aus zwei syndizierten Kreditfazilitäten (Multi-Currency-Facility-Agreements) in Höhe von jeweils 1,5 Mrd us-Dollar (ca. 1,5 Mrd €) zur Verfügung. Die im November 2000 abgeschlossene Fazilität hat eine Laufzeit bis 29. November 2005. Die am 20. August 2002 abgeschlossene Fazilität ist unterteilt in eine Tranche A in Höhe von 0,5 Mrd us-Dollar mit einer Laufzeit von 364 Tagen und eine Tranche B in Höhe von 1,0 Mrd us-Dollar mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Beide Kreditfazilitäten waren am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Die im Oktober 1995 abgeschlossene syndizierte Kreditfazilität über 1,5 Mrd us-Dollar lief planmäßig am 02. Oktober 2002 aus. Auch diese Kreditfazilität war am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen.
Des Weiteren hat die ThyssenKrupp ag mit ihren Finanzpartnern bilaterale Vereinbarungen getroffen, denen zufolge sie, aber auch teilweise die ThyssenKrupp usa, Inc. oder die ThyssenKrupp Finance Nederland b.v. variabel verzinsliche Kredite in Euro oder wahlweise in us-Dollar oder gbp revolvierend in Anspruch nehmen kann (Roll-Over-Finanzierungen). Das Finanzierungspotenzial aus diesen bilateralen Kreditlinien beläuft sich per 30. September 2002 auf ca. 1.706 Mio €. Von diesen bilateralen Kreditlinien haben 53 % eine Restlaufzeit von über 5 Jahren und 47 % eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren. Am Bilanzstichtag wurden 918 Mio € in Anspruch genommen, und zwar mit 794 Mio us-Dollar (ca. 806 Mio €) zu einem gewogenen Durchschnittszinssatz von 2,25 %, 32 Mio gbp (ca. 51 Mio €) zu einem gewogenen Durchschnittszinssatz von 4,47 % und 61 Mio € zu einem gewogenen Durchschnittszinssatz von 3,78 %.
Der Anteil der unverzinslichen und im Vergleich zu derzeitigen Marktkonditionen niedrig verzinslichen Immobilienkredite im Bereich Real Estate beträgt 176 (i. Vj. 191) Mio €. Sie betreffen fast ausschließlich Darlehen für den sozialen Wohnungsbau, die im Gegenzug Mietpreisbindungen bedingen.
Im Juli 2002 hat die ThyssenKrupp ag ein 3 Mrd € Debt-Issuance-Programm errichtet. Gleichzeitig wurde das bestehende 1 Mrd dem Commercial Paper-Programm durch ein 1,5 Mrd € Multi-Currency Commercial Paper-Programm ersetzt. Als mögliche Emittenten unter den beiden Programmen werden die ThyssenKrupp ag und die ThyssenKrupp Finance Nederland b.v. unter Garantie der ThyssenKrupp ag agieren. Beide Finanzierungsprogramme sind mit den entsprechenden Ratings der ThyssenKrupp ag (Baa1 neg. Outlook; P-2 / bbb stable Outlook; A-2) versehen. Sie erleichtern ThyssenKrupp die zukünftige regelmäßige und flexible Mittelaufnahme an den Fremdkapitalmärkten. Zum Bilanzstichtag erfolgten unter beiden Programmen keine Emissionen.
Für Capital Lease-Verträge betragen die zukünftigen Mindestzahlungen zum 30. September 2002:
| Mio € | |
|---|---|
| (für die Geschäftsjahre) | |
| 2002/2003 | 68 |
| 2003/2004 | 56 |
| 2004/2005 | 42 |
| 2005/2006 | 31 |
| 2006/2007 | 29 |
| nach 2006/2007 | 157 |
| Summe der zukünftigen Mindestzahlungen | 383 |
| abzüglich nicht der Finanzierung zuzurechnende Kosten ("executory costs") | – 77 |
| abzüglich Zinsen | – 66 |
| Barwert der künftigen Mindestzahlungen | |
| (= Verbindlichkeiten aus Capital Lease) | 240 |
Die Fälligkeiten der Finanzverbindlichkeiten verteilen sich wie folgt auf die nächsten 5 Jahre und die Zeit danach:
| Mio € | Gesamte Finanzverbind lichkeiten |
Davon: Verbindlich keiten gegenüber Kreditinstituten (ohne Schuldschein darlehen) |
|---|---|---|
| (für die Geschäftsjahre) | ||
| 2002/2003 | 1.075 | 657 |
| 2003/2004 | 591 | 537 |
| 2004/2005 | 218 | 174 |
| 2005/2006 | 1.236 | 396 |
| 2006/2007 | 492 | 322 |
| nach 2006/2007 | 2.071 | 1.346 |
| Insgesamt | 5.683 | 3.432 |
| Mio € | davon RLZ | davon Restlaufzeit (RLZ) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2001 | über 1 Jahr | 30.09.2002 | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | davon über 5 Jahre |
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
3.248 | 38 | 3.128 | 3.099 | 29 | 0 |
verbundenen Unternehmen 54 0 37 35 2 0
30.09.2001 über 1 Jahr
davon RLZ
Mio € davon Restlaufzeit (RLZ)
Beteiligungsverhältnis besteht 190 0 124 124 0 0
in Bearbeitung (PoC) 1.527 410 1.344 826 518 14 Sonstige Verbindlichkeiten 1.553 23 1.508 1.451 57 5 davon aus Steuern (287) (0) (276) (276) (0) (0)
Sicherheit (229) (5) (225) (225) (0) (0) Übrige Verbindlichkeiten 3.324 433 3.013 2.436 577 19
| 20 | |||
|---|---|---|---|
davon
30.09.2002 bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Übrige Verbindlichkeiten 21
| Die Übrigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von 8 (i. Vj. 5) Mio € dinglich besichert. | |
|---|---|
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen vor allem aus Finanzierungsvorgängen und aus Ergebnis- und Steuerabrechnungen.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 4 (i. Vj. 11) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr.
Haftungsverhältnisse
Verbindlichkeiten gegenüber
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Verpflichtungen aus Aufträgen
davon im Rahmen der sozialen
Der Ansatz der nachfolgend dargestellten Haftungsverhältnisse erfolgt zu Nominalwerten:
| 30.09.2001 | 30.09.2002 |
|---|---|
| 120 | 113 |
| 526 | 329 |
| 66 | 161 |
| 5 | 4 |
Rechnungsabgrenzungsposten 22
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen 23
Die Zeile "Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln" enthält auch das Obligo aus der Wechseldiskontierung, wie unter Anhang-Nr. (10) "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" dargestellt.
Für die vorstehenden Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil der Eintritt des Risikos als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird.
ThyssenKrupp haftet darüber hinaus aus Beteiligungen an Gesellschaften bürgerlichen Rechts, Personengesellschaften und Arbeitsgemeinschaften gesamtschuldnerisch.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, die nicht als "capital lease" nach us-gaap zu qualifizieren sind (sog. "operating lease") least der Konzern Sachanlagen. Hieraus entstanden in der Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen im Saldo von 173 (2000/2001: 174; 1999/2000: 159) Mio €, die sich folgendermaßen zusammensetzen:
| Mio € | |||
|---|---|---|---|
| 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | |
| Mindestmietzahlungen (minimum rentals) | 161 | 174 | 174 |
| Variable Mietzahlungen (contingent rentals) | 1 | 2 | 0 |
| abzüglich: Erträge aus Untermietverträgen (sublease) | – 3 | – 2 | – 1 |
| Insgesamt | 159 | 174 | 173 |
Die künftigen (nicht abgezinsten) Mindestmietzahlungen aus solchen unkündbaren Verträgen, die zum 30. September 2002 eine anfängliche oder verbleibende Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, betragen:
| 126 |
|---|
| 169 |
| 147 |
| 126 |
| 113 |
| 952 |
| 1.633 |
Im März 2000 wurden durch das Segment Steel Verträge zum Neubau und zur Finanzierung der Kokerei Schwelgern abgeschlossen. Nach Fertigstellung ist der Konzern über einen Zeitraum von 16 Jahren zur Abnahme von Koks unter Garantie bestimmter Mindestzahlungen verpflichtet. Diese Verpflichtungen werden als "operating lease" behandelt; die Zahlungen sind als "minimum lease payments" aus "operating lease" in der vorstehenden Übersicht ab dem Geschäftsjahr 2003/2004 berücksichtigt.
Im Gesamtbetrag der künftigen Mindestmietzahlungen sind die künftigen Mindestmieteinnahmen aus unkündbaren Untermietverträgen in Höhe von 16 (2000/2001: 23; 1999/2000: 26) Mio € nicht berücksichtigt.
Das Bestellobligo für Investitionsvorhaben beläuft sich zum 30. September 2002 auf 257 (i. Vj. 609) Mio € und betrifft im Wesentlichen das Segment Steel.
Gegenüber Kapitalgesellschaften und Genossenschaften bestehen Einzahlungsverpflichtungen und Nachschusspflichten von zusammen 3 (i. Vj. 4) Mio €. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 475 (i. Vj. 82) Mio €. Diese betreffen im Wesentlichen die Abnahmeverpflichtung aus einem langfristigen Erzliefervertrag im Segment Steel sowie die Verpflichtung zur Einzahlung von Eigenkapital für ein Edelstahlkaltwalzwerk in Shanghai.
Im Segment Steel wurde ein Vertrag über die Belieferung mit elektrischer Energie für Produktionszwecke abgeschlossen. In diesem Zusammenhang wurde zwischen der ThyssenKrupp Stahl ag und dem Energieversorger ein Erbbaurechtvertrag über Grundstücke abgeschlossen. Der Energieversorger hat sich verpflichtet, auf diesen Grundstücken Energieversorgungsanlagen zu errichten. Die ThyssenKrupp Stahl ag wird die Energieerzeugungsanlagen mit Medien versorgen und Infrastruktureinrichtungen zur Verfügung stellen. Die ThyssenKrupp Stahl ag ist verpflichtet, 25 Jahre lang Energielieferungen unter Garantie bestimmter Mindestzahlungen abzunehmen.
Ehemalige Aktionäre von Thyssen und von Krupp haben die gerichtliche Überprüfung der Umtauschverhältnisse aus der Verschmelzung der Thyssen ag und der Fried. Krupp ag Hoesch-Krupp zur ThyssenKrupp ag nach § 305 UmwG beantragt. Die Verfahren sind vor dem Landgericht Düsseldorf anhängig. Stellt das Gericht im Spruchverfahren eine Unangemessenheit des Umtauschverhältnisses fest, erfolgt ein Ausgleich durch eine verzinsliche bare Zuzahlung. Die Zuzahlung ist an alle betroffenen Aktionäre zu leisten, auch wenn sie nicht Antragsteller des Spruchverfahrens sind. Die Gesellschaft erwartet jedoch, dass die Spruchverfahren nicht zu baren Zuzahlungen führen werden, da die Umtauschverhältnisse sorgfältig ermittelt, zwischen voneinander unabhängigen Vertragspartnern vereinbart und von dem gerichtlich bestellten Verschmelzungsprüfer geprüft und bestätigt worden sind.
Aus der Eingliederung der Thyssen Industrie ag in die ThyssenKrupp ag ist ein Spruchverfahren zur gerichtlichen Überprüfung der Angemessenheit der Abfindung an die außenstehenden Aktionäre der Thyssen Industrie ag anhängig. Sollte das Gericht in einer rechtskräftigen Entscheidung zu dem Ergebnis kommen, dass die angebotene Abfindung unangemessen war, wird die durch weitere Barzahlung erhöhte Abfindung allen außenstehenden Aktionären gewährt.
Weiter geht die ThyssenKrupp ag davon aus, dass die seit 1993 anhängigen Spruchstellenverfahren anlässlich der Verschmelzung der Hoesch ag auf die Fried. Krupp ag Hoesch-Krupp sowie der Eingliederung der Krupp Stahl ag in die Fried. Krupp ag Hoesch-Krupp zu keinen nennenswerten Belastungen führen werden.
Im Berichtsjahr sind bei den vorbezeichneten Verfahren keine nennenswerten Fortschritte zu verzeichnen.
24
Schwebende Rechtstreitigkeiten und Schadensersatzansprüche
ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche, schiedsgerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zur Rückerstattung von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadensersatz führen können. Aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Kunden und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen oder sind verjährt. Eine Reihe von Verfahren ist noch anhängig.
us-amerikanische Tochtergesellschaften von ThyssenKrupp importieren Qualitäts- und Edelstähle in die usa. Das u.s. Department of Commerce hat im Berichtsjahr Importbeschränkungen für eine Reihe von Stahlprodukten verhängt (Sec. 201 Trade Act) und auf die Intervention der Gesellschaft für einen erheblichen Teil Ausnahmegenehmigungen erteilt. Ferner überprüft es Importe im Hinblick auf Dumping. Hieraus ergeben sich zusätzliche Zölle, die vom Importeur in bar bei den Zollbehörden hinterlegt werden müssen. Die hinterlegten Beträge verfallen, soweit eine vom Importeur angestrengte Überprüfung der Festsetzung durch das u.s. Department of Commerce nichts anderes ergibt.
Gegen die Verhängung eines Bußgeldbescheides durch die eu-Kommission wegen angeblicher Kartellabsprachen in der Business Unit Stainless Steel hat die Gesellschaft Klage vor dem Gerichtshof erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften erhoben, die zu einer Reduzierung des Bußgeldes geführt hat. Die Gesellschaft erwartet aus einer eingelegten Berufung eine weitere Reduzierung des verhängten Bußgeldes.
Im Übrigen sind Gerichts- oder Schiedsverfahren, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage von ThyssenKrupp haben können, weder anhängig gewesen noch derzeit anhängig oder nach Kenntnis der Gesellschaft angedroht.
Weitere Finanzinstrumente 25
Neben den originären Finanzinstrumenten setzt der Konzern verschiedene derivative Finanzinstrumente ein, darunter Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps, Zinscaps und Warentermingeschäfte, um Risiken in den Bereichen Fremdwährung, Zinsen und Rohstoffpreise zu minimieren.
Der Konzern ist möglichen Verlusten bei Ausfall der Gegenpartei aus unrealisierten Gewinnen bei denjenigen derivativen Finanzinstrumenten ausgesetzt, die einen positiven Marktwert besitzen. Da jedoch derartige Geschäfte ausschließlich mit internationalen Geschäftsbanken erster Adressen durchgeführt werden, wird das Adressenausfallrisiko als minimal betrachtet. Die verwendeten Finanzderivate dienen ausschließlich Sicherungszwecken.
Zentrales Fremdwährungsmanagement
Der ThyssenKrupp Konzern betreibt ein zentrales Fremdwährungsmanagement. Die inländischen verbundenen Unternehmen sind verpflichtet, alle offenen Positionen aus Import- oder Exportgeschäften in den wesentlichen Transaktionswährungen im Rahmen des zentral organisierten Devisenmanagements einer Clearing-Stelle anzudienen. Die angedienten Positionen werden, in Abhängigkeit vom Sicherungszweck der Derivate und der damit verbundenen Art der bilanziellen Behandlung, entweder im Rahmen eines Portfolio-Hedge-Ansatzes abgesichert oder in direkter Zurordnung an Banken durchgeleitet.
Die abgeschlossenen Devisenderivate werden in der Regel innerhalb der nächsten zwölf Monate fällig. In einzelnen Ausnahmefällen kann die Laufzeit, in Abhängigkeit vom Grundgeschäft, bis zu vier Jahre betragen.
sfas 133 unterscheidet bei der Absicherung von Fremdwährungsrisiken zwei Arten der Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen. Beide Modelle werden im ThyssenKrupp Konzern angewendet:
Cash-Flow-Hedges
Devisenderivate, die eindeutig der Absicherung zukünftiger Cash-Flows aus Fremdwährungstransaktionen zugeordnet werden können und die Anforderungen des sfas 133 hinsichtlich Dokumentation und Effektivität erfüllen, werden direkt bei Banken abgesichert. Diese Derivate werden zum Marktwert bilanziert. Die Marktwertschwankungen dieser Derivate werden jedoch bis zum Realisationszeitpunkt des gesicherten Grundgeschäftes in den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen (oci) erfasst. Bei Realisierung der zukünftigen Transaktion werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam aufgelöst. Zum 30. September 2002 ist im oci ein unrealisiertes Ergebnis, das auf die ergebnisneutrale Verbuchung von Marktwertschwankungen aus Devisenderivaten zurückzuführen ist, in Höhe von 5 (i. Vj. –2) Mio € (nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter) berücksichtigt. Die maximale Zeitdauer, für die Cash-Flows aus zukünftigen Transaktionen gesichert werden, beträgt 48 Monate.
Im Berichtsjahr wurde in Folge der unterjährigen Realisation von Grundgeschäften 4 (i. Vj. –1) Mio € aus den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Zum 30. September 2002 ist ein Nettoergebnis in Höhe von –3 (i. Vj. 1) Mio € in den Umsatzerlösen/Umsatzkosten enthalten. Dieses Ergebnis resultiert aus den von der Ermittlung der Hedge-Effektivität ausgeschlossenen Bestandteilen der Devisenderivate.
Der Abbruch von Cash-Flow-Hedges führte im laufenden Geschäftsjahr zu einem Ergebnis durch Umgliederung aus den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen in die Gewinn- und Verlustrechnung von –1 (i. Vj. 1) Mio €. Diese ursprünglich ergebnisneutral behandelten Marktwertschwankungen von Devisenderivaten wurden zu dem Zeitpunkt ergebniswirksam realisiert, als die Durchführung der abgesicherten zukünftigen Transaktionen nicht länger als wahrscheinlich angesehen wurde.
Die im folgenden Geschäftsjahr erwarteten Ergebnisauswirkungen aus den zum Stichtag in den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen enthaltenen Marktwertschwankungen von Devisenderivaten sind 0 (i. Vj. –3) Mio €.
Fair-Value-Hedges
Einige Gesellschaften des Konzerns haben ihren Sitz in Ländern, deren Währung nicht im Rahmen von gewöhnlichen Devisenderivaten abgesichert werden kann, oder tätigen Geschäfte mit so genannten Weichwährungsländern. Die Absicherung von Währungsrisiken aus zukünftigen Erlöseingängen erfolgt in diesen Ländern häufig durch die Aufnahme von Fremdwährungskrediten. Bei diesem Credit-Hedging
werden sowohl die Marktwertschwankungen aus den eingegangenen Verbindlichkeiten als auch die Schwankungen aus den zu Grunde liegenden verbindlichen Vertragsvereinbarungen aus operativer Tätigkeit ergebniswirksam in den Umsatzerlösen/Umsatzkosten erfasst.
Derivate, die der Absicherung von bereits bilanziertem Grundgeschäft dienen oder aus sonstigen Gründen nicht als im Sicherungszusammenhang stehend bilanziert werden können, werden ebenso wie die ihnen global zugeordneten Grundgeschäfte zum Marktwert angesetzt. Marktwertschwankungen dieser Derivate werden in Abhängigkeit von der Natur der zu Grunde liegenden Geschäfte ergebniswirksam in den Umsatzerlösen oder Umsatzkosten bzw. im Finanzergebnis ausgewiesen.
Zentrale Steuerung des Zinsänderungsrisikos
Zur Steuerung und Optimierung des Kreditportfolios bedient sich der ThyssenKrupp Konzern unter anderem derivativer Finanzinstrumente.
Die eingesetzten Zinsinstrumente umfassen insbesondere Payer Swaps sowie gekaufte Zinscaps. In geringem Umfang werden auch Cap-Sonderformen als Zinssicherungsinstrument verwendet. Diese Instrumente werden mit dem Ziel abgeschlossen, die Zins- und Marktwertvolatilitäten der zu Grunde liegenden Grundgeschäfte einzugrenzen und dadurch die Finanzierungskosten durch den optimalen Mix aus zinsvariablen und zinsfixen Mitteln zu minimieren. Große Teile der Zinsderivate sind in Form eines Cash-Flow-Hedges direkt und unmittelbar einem bestimmten variabel verzinslichen Kredit zugeordnet (Micro-Hedge). Die Marktwertänderung dieser Zinsderivate wird in den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst und beträgt per 30. September 2002 –26 (i. Vj. –28) Mio € (nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter). Die hier erfassten Beträge führen in der Folgezeit zu einem Ausgleich des in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Zinsaufwandes aus den zu Grunde liegenden Grundgeschäften.
Ein weiterer Teil der Zinsderivate ist nicht eindeutig einem Einzelkredit zugeordnet, sondern sichert über einen Macro-Hedge-Ansatz ein Portfolio von Einzelkrediten. Diese Zinsderivate werden ebenfalls zum Marktwert bilanziert. Die Marktwertschwankungen dieser Zinsderivate werden unmittelbar ergebniswirksam im Zinsergebnis erfasst. Per 30. September 2002 wurden als Marktwertschwankung dieser Zinsderivate weniger als 1 (i. Vj. –2) Mio € im Zinsergebnis berücksichtigt.
Aus den abgeschlossenen Payer Swaps zahlt der ThyssenKrupp Konzern durchschnittliche Festzinsen von 5,47 % auf Verbindlichkeiten in Euro und 5,49 % auf Verbindlichkeiten in usd. Bei den Euro-Zinscaps liegt der durchschnittliche Strike bei 6,00 %.
Sicherung von Rohstoffpreisrisiken
Die Geschäfte einzelner Gesellschaften sind Risiken aus der Änderung von Rohstoffpreisen vor allem im ne-Metallsektor ausgesetzt. In den Fällen, in denen Preisänderungen nicht durch vertragliche Vereinbarungen an Kunden weitergegeben werden (vertragliche Preisgleitklauseln), setzen diese Gesellschaften Warenderivate ein. Die Sicherung erfolgt grundsätzlich dezentral, wobei der Abschluss von Finanzderivaten in diesen Bereichen strengen Richtlinien unterliegt, deren Einhaltung durch Internal Auditing überprüft wird. Es werden ausschließlich marktgängige Instrumente, wie sie an der London Metal Exchange oder anderen namhaften Rohstoffbörsen gehandelt werden, verwendet. Dies sind Warentermingeschäfte, Kassageschäfte in Verbindung mit Termingeschäften und der Kauf von Optionen. Das Eingehen expliziter Stillhalterpositionen durch den Verkauf von Optionen ist untersagt.
Die Warentermingeschäfte sind unter den Positionen "Sonstige Vermögensgegenstände" bzw. "Sonstige Rückstellungen" mit ihren Marktwerten bilanziert. Die Marktwertschwankungen werden ergebniswirksam in den Umsatzerlösen bzw. den Umsatzkosten erfasst.
Die Werte der im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
| Mio € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Nominalwert 30.09.2001 |
Buchwert 30.09.2001 |
Nominalwert 30.09.2002 |
Buchwert 30.09.2002 |
|
| Devisentermingeschäfte | ||||
| Ankauf | 1.052 | – 4 | 1.198 | – 21 |
| Verkauf | 2.178 | 14 | 3.175 | 86 |
| Devisenoptionsgeschäfte | ||||
| Ankauf | 632 | 11 | 694 | 12 |
| Verkauf | 490 | – 6 | 881 | – 10 |
| Devisenderivate insgesamt | 4.352 | 15 | 5.948 | 67 |
| Eingebettete Derivate | ||||
| Aktivisch | 178 | 7 | 184 | 6 |
| Passivisch | 353 | – 19 | 297 | – 16 |
| Eingebettete Derivate insgesamt | 531 | – 12 | 481 | – 10 |
| Zinsderivate | ||||
| Zinsswaps | 1.374 | – 61 | 1.029 | – 86 |
| Zinscaps | 311 | 0 | 130 | 0 |
| Zinsswaptions | 14 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsderivate insgesamt | 1.699 | – 61 | 1.159 | – 86 |
| Warentermingeschäfte | ||||
| Ankauf | 103 | – 14 | 85 | – 2 |
| Verkauf | 58 | 8 | 52 | 3 |
| Warentermingeschäfte insgesamt | 161 | – 6 | 137 | 1 |
| Insgesamt | 6.743 | – 64 | 7.725 | – 28 |
Die Nominalwerte der derivativen Finanzinstrumente stellen nicht zwischen den Vertragspartnern vereinbarte Zahlungen dar, sondern lediglich die Basis für die Zahlungsbemessung. Sie geben nicht den Risikogehalt der Finanzderivate wieder. Die tatsächlichen Zahlungen kommen unter Einbeziehung von Zinssätzen, Wechselkursen und sonstigen Konditionen zu Stande.
Eingebettete Derivate bestehen im ThyssenKrupp Konzern in der Ausprägung, dass gewöhnliche Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu Lieferanten und Kunden im Ausland nicht in der funktionalen Währung (Landeswährung) eines der beiden Vertragspartner geschlossen wurden. Nach den Vorschriften des sfas 133 wird in den vorliegenden Fällen ein eingebettetes Devisentermingeschäft unterstellt. Die Anwendung dieser Regeln führt zum 30. September 2002 zu einer erfolgswirksamen Aktivierung von Vermögensgegenständen in Höhe von 6 (i. Vj. 7) Mio € und einer erfolgswirksamen Passivierung von Rückstellungen in Höhe von 16 (i. Vj. 19) Mio € für eingebettete Derivate. In der Folgezeit werden diese Bilanzpositionen ebenfalls erfolgswirksam gegen das zu bilanzierende Grundgeschäft aufgelöst.
Marktbewertung von Finanzinstrumenten
Die Buch- und Marktwerte der Finanzinstrumente im ThyssenKrupp Konzern stellen sich wie folgt dar:
| Mio € | Buchwert 30.09.2001 |
Marktwert 30.09.2001 |
Buchwert 30.09.2002 |
Marktwert 30.09.2002 |
|---|---|---|---|---|
| Originäre Finanzinstrumente | ||||
| Aktiva | ||||
| Ausleihungen | 151 | 151 | 83 | 83 |
| Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens | 184 | 184 | 37 | 37 |
| Flüssige Mittel | 1.234 | 1.234 | 921 | 921 |
| Passiva | ||||
| Finanzverbindlichkeiten (ohne Capital Lease) | 7.399 | 7.464 | 5.443 | 5.560 |
| Derivative Finanzinstrumente | ||||
| Aktiva | ||||
| Währungsderivate incl. eingebettete Derivate | 87 | 87 | 115 | 115 |
| Zinsderivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Warenderivate | 0 | 0 | 4 | 4 |
| Passiva | ||||
| Währungsderivate incl. eingebettete Derivate | 84 | 84 | 58 | 58 |
| Zinsderivate | 61 | 61 | 86 | 86 |
| Warenderivate | 6 | 6 | 3 | 3 |
| Insgesamt | 9.206 | 9.271 | 6.750 | 6.867 |
Die Marktwerte der Finanzinstrumente bilden den Preis, zu dem eine Partei die Rechte und Pflichten aus den bestehenden Verträgen von der Gegenpartei übernehmen würde. Die Marktwerte wurden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen – Zinssätze, Devisenkurse, Warenpreise – und der nachfolgend dargestellten Bewertungsmethoden ermittelt. Abhängig von der Volatilität der zu Grunde liegenden Zins-, Kurs- oder Preisbasis können die Instrumente erhebliche Wertveränderungen erfahren.
Die Ermittlung der Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt generell unabhängig von gegenläufigen Entwicklungen aus eventuell zu Grunde liegenden Grundgeschäften.
Folgende Methoden wurden bei der Marktbewertung der Finanzinstrumente zu Grunde gelegt:
Ausleihungen und Finanzverbindlichkeiten
Der Marktwert von börsennotierten Schuldtiteln leitet sich aus den Kursnotierungen zum Bilanzierungszeitpunkt ab. Der Marktwert von langfristigen Ausleihungen oder Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cash-Flows. Die Diskontierung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den Marktwerten.
Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens
Der Marktwert von Wertpapieren ergibt sich aus den Börsenkursen zum Bilanzstichtag. Die sonstigen Finanzanlagen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, werden aus der Marktwertbetrachtung ausgeklammert, da diese Werte nicht öffentlich gehandelt werden und somit ein Marktwert nicht objektiv ermittelbar ist.
Flüssige Mittel
Der Buchwert der flüssigen Mittel entspricht dem Marktwert.
Währungssicherungskontrakte
Der Marktwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminauf- und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs.
Bei Devisenoptionen wurden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der Marktwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren, wie z.B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zu Grunde liegenden Basiszinses oder Wechselkurses, beeinflusst.
Zinssicherungskontrakte
Bei Zinsswaps erfolgt die Marktbewertung durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cash-Flows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zu Grunde gelegt. Zinsoptionen werden analog der Devisenoptionen mittels Optionspreismodellen bewertet.
Warentermingeschäfte
Der Marktwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Notierungen. Er stellt den Preis dar, den das Unternehmen zahlen bzw. erhalten würde, wenn es die Termingeschäfte am Bilanzstichtag auflösen wollte.
Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ist mit 18,83 % an der ThyssenKrupp ag beteiligt. Über die in der Satzung (§ 20) festgelegten Leistungen und Gegenleistungen hinaus bestehen keine wesentlichen Liefer- und Leistungsbeziehungen.
Nahe stehende Personen von wesentlicher Bedeutung sind darüber hinaus auch die rag, an der ThyssenKrupp eine Beteiligung von 20,6 % hält, und ihre verbundenen Unternehmen sowie die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (hkm), von der ThyssenKrupp 50 % der Anteile hält. Mit beiden Unternehmen bestanden sowohl im aktuellen als auch im vorherigen Geschäftsjahr in erheblichem Umfang Geschäftsbeziehungen. Von der rag wurden im Wesentlichen Steinkohleerzeugnisse bezogen. Die Umsätze mit rag betrafen hauptsächlich Transportleistungen und den Verkauf von Nebenerzeugnissen aus der Stahlproduktion. Von hkm wurde Rohstahl (Halbzeug-Strangguss) bezogen. Die Umsätze mit hkm resultierten aus Transportleistungen und Kokslieferungen.
26
Beziehungen zu nahe stehenden Personen ("Related Parties")
| RAG KONZERN | ||
|---|---|---|
| Mio € | 30.09.2001 | 30.09.2002 |
| Umsatz | 6 | 14 |
| Bezogene Leistungen | 262 | 253 |
| Forderungen | 1 | 2 |
| Verbindlichkeiten | 64 | 1 |
| 30.09.2001 | 30.09.2002 |
|---|---|
| 41 | 44 |
| 609 | 742 |
| 4 | 7 |
| 62 | 73 |
Im Geschäftsjahr 2001/2002 wurden aus dem Verkauf bebauter und unbebauter Grundstücke (i. W. von Real Estate) an eine Tochtergesellschaft der rag Veräußerungserlöse in Höhe von 55 Mio € erzielt, die zu einem Gewinn von 13 Mio € führten.
27
Segmentberichterstattung
Nach sfas 131 "Disclosures about Segments of an Enterprise and Related Information" hat die Segmentberichterstattung entsprechend der internen Organisations- und Berichtsstruktur des Konzerns zu erfolgen. Den Produkten und Dienstleistungen entsprechend besteht die Konzernstruktur aus den Segmenten Steel, Automotive, Elevator, Technologies, Materials und Serv sowie dem Bereich Real Estate. Zum 01. Oktober 2001 wurde die Segmentzuordnung einiger Konzerngesellschaften reorganisiert, wovon die Segmente Steel, Automotive, Technologies und Materials betroffen sind. Die Werte der Vorperioden sind entsprechend angepasst.
Steel
Die Aktivitäten des Segments liegen in der Produktion und dem Verkauf von Flachstahl in allen Grundund Qualitätsstahlgüten. Das Flachstahlprogramm umfasst Kohlenstoffstahl mit und ohne Oberflächenvergütung, Elektroblech und nichtrostenden Edelstahl. Darüber hinaus werden metallische Hochleistungswerkstoffe wie Nickel-Basis-Legierungen und Titan produziert.
Automotive
In diesem Segment werden Teile, Komponenten, Zusammenbauten und Module/Systeme für Fahrgestell, Karosserie und Antriebsstrang/Lenkung von Pkw und Lkw produziert.
Elevator
Das Segment betreibt den Neubau, die Modernisierung sowie den Service von Aufzügen, Fahrtreppen, Treppenliften und Fluggastbrücken.
Technologies
Im Segment Technologies sind die Aktivitäten im Maschinenbau und in der Systemtechnik unter einheitlicher Führung zusammengefasst. Hierzu zählen Production Systems, Plant Technology, Marine und Mechanical Engineering. Production Systems betreibt die Entwicklung, die Herstellung und den kundenspezifischen Service von zerspanenden Werkzeugmaschinen sowie von Anlagen für Karosserietechnik und Aggregatmontage. Plant Technology bietet das Projektmanagement für die Planung und den Bau von Produktionsanlagen für die Chemie- und Petrochemie, die Zement- und Zuckerindustrie, für Fördersysteme sowie für die Kokerei- und Energietechnik an. Das Leistungsspektrum von Marine umfasst Neubau, Reparatur, Umbau und Service von Schiffen, wobei der Schwerpunkt bei Marineschiffen liegt. Mechanical Engineering entwickelt und fertigt Komponenten, die ihren Einsatz vor allem im Maschinenbau finden. Hierzu gehören Großwälzlager, Präzisionslager, Laufwerke und Laufwerkskomponenten sowie Energie-, Kälte- und Klimatechnik und schiffstechnische Komponenten. Daneben werden hier Kunststoff-Profilsysteme, Garagen- und Industrietore gefertigt sowie Anlagen für die Produktion von technischen Gummiwaren angeboten. Auch Planung, Projektmanagement und Produktion von Magnetschnellbahnsystemen (Transrapid) gehören zu Mechanical Engineering.
Materials
Das Segment betreibt das Dienstleistungsgeschäft von Werkstoffen, wobei die metallischen Werkstoffe im Vordergrund stehen. Dabei werden neben dem reinen Produktverkauf auch Dienstleistungen angeboten, die von der Lagerhaltung über Anarbeitung, Distributions- und Informationslogistik bis hin zum Bestandsmanagement reichen.
Serv
Dieses Segment beinhaltet neben Industrie-Instandhaltung und Gerüstdienstleistungen die Verwaltung von Gebäuden einschließlich Abbruchdienstleistungen. Daneben werden vielfältige it-Dienstleistungen angeboten, die von Rechenzentrumsdienstleistungen bis hin zu Multimedia- und e-Commerce-Lösungen reichen.
Real Estate
Real Estate betreibt die Bewirtschaftung der konzerneigenen Liegenschaften durch Vermietung und Verkauf sowie Immobiliendienstleistungen im Bereich Immobilien Development und Immobilien Consulting.
Corporate
Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der Finanzierungs- und Landesholdinggesellschaften sowie die inaktiven Gesellschaften wie insbesondere Thyssen Stahl ag und Krupp Hoesch Stahl ag. Ferner sind hier die operativen, nicht den Segmenten zugeordneteten Gesellschaften Versicherungsdienste, wesentliche Equity-Beteiligungen sowie die Restaktivitäten der Krupp Seeschiffahrt enthalten.
Das Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter von Corporate setzt sich folgendermaßen zusammen:
| 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | |
|---|---|---|---|
| Verwaltungskosten Konzernleitung | – 94 | – 105 | – 95 |
| Altersversorgung | – 211 | – 209 | – 206 |
| Aufwandsübernahmen | |||
| Steel | – 11 | – 18 | – 14 |
| Technologies | – 9 | 0 | 0 |
| Serv | – 16 | 0 | 0 |
| Zinsergebnis | 57 | – 11 | – 21 |
| Grundstücksverkäufe | 0 | 31 | 1 |
| Ergebnisse Equity-Beteiligungen | 48 | 77 | 13 |
| Versicherungsgesellschaften | 12 | 13 | 12 |
| Übriges | 26 | 24 | – 35 |
| Normalisiertes Ergebnis | – 198 | – 198 | – 345 |
| Beteiligungsveräußerungen | 15 | – 62 | 255 |
| Corporate Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter |
– 183 | – 260 | – 90 |
Konsolidierung
Die Konsolidierung umfasst im Wesentlichen die Eliminierung von Zwischengewinnen im Vorratsvermögen. Ferner erfolgt hier die Eliminierung des Beteiligungsergebnisses für die Gesellschaften, an denen die Segmente Steel und Materials gemeinsam beteiligt sind. Diese Gesellschaften werden in dem Segment, das die wirtschaftliche Führung hat, voll konsolidiert. Im anderen Segment erfolgt eine Bilanzierung der Beteiligung nach der Equity- bzw. Anschaffungskostenmethode. Bei Steel sind Beteiligungsergebnisse aus konzerninternen Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 0 (2000/2001: 7; 1999/2000: 17) Mio € und bei Materials von 3 (2000/2001: 7; 1999/2000: 11) Mio € enthalten.
Die Rechnungslegungsgrundsätze für die Segmente sind bis auf die vorstehend dargestellten Aufwandsübernahmen die gleichen, wie sie für den Konzern in den Grundsätzen der Rechnungslegung beschrieben sind. Das Maß für die Ertragskraft der einzelnen Segmente des Konzerns ist das "Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter", wie es in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt wird.
Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen.
Die Länderzuordnung der Umsätze erfolgt nach dem Sitz des Kunden und nach dem Sitz der Gesellschaft, die den Umsatz tätigt. Die Länderzuordnung der Finanzinvestitionen erfolgt nach dem Ort der Investition, während die übrigen Investitionen nach dem Sitz der investierenden Gesellschaft zugeordnet werden.
Es gab keine Beziehungen zu einzelnen Kunden, deren Umsatzanteil gemessen am Konzernumsatz wesentlich ist.
| SEGMENTINFORMATIONEN NACH PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGEN | |||
|---|---|---|---|
| Mio € | Steel | Automotive | |
| Geschäftsjahr 1999/2000 | |||
| Außenumsätze | 10.576 | 6.026 | |
| konzerninterne Umsätze | 2.015 | 17 | |
| Umsatzerlöse gesamt | 12.591 | 6.043 | |
| Ergebnis aus der Equity-Bewertung | 21 | 2 | |
| Zinserträge | 64 | 29 | |
| Zinsaufwendungen | – 247 | – 83 | |
| Ergebnis vor Firmenwertabschreibungen, Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter | 615 | 304 | |
| Firmenwertabschreibungen (planmäßig) | 57 | 24 | |
| Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter | 558 | 280 | |
| Segment-Aktiva (= Bilanzsumme) | 13.831 | 5.181 | |
| Abschreibungen | 886 | 296 | |
| Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Veränderung Sonstiger Rückstellungen | – 526 | – 94 | |
| Sachinvestitionen (incl. immaterieller Vermögensgegenstände) | 945 | 503 | |
| Investitionen in at equity bewertete Unternehmen | 0 | 3 | |
| Sonstige Finanzinvestitionen | 40 | 168 | |
| Geschäftsjahr 2000/2001 | |||
| Außenumsätze | 10.694 | 6.090 | |
| konzerninterne Umsätze | 1.827 | 25 | |
| Umsatzerlöse gesamt | 12.521 | 6.115 | |
| Ergebnis aus der Equity-Bewertung | – 1 | 6 | |
| Zinserträge | 129 | 26 | |
| Zinsaufwendungen | – 292 | – 102 | |
| Ergebnis vor Firmenwertabschreibungen, Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter | 673 | 155 | |
| Firmenwertabschreibungen (planmäßig) | 57 | 24 | |
| Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter | 616 | 131 | |
| Segment-Aktiva (= Bilanzsumme) | 12.944 | 5.313 | |
| Abschreibungen | 878 | 314 | |
| Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Veränderung Sonstiger Rückstellungen | – 102 | – 5 | |
| Sachinvestitionen (incl. immaterieller Vermögensgegenstände) | 1.106 | 482 | |
| Investitionen in at equity bewertete Unternehmen | 7 | 0 | |
| Sonstige Finanzinvestitionen | 39 | 7 | |
| Geschäftsjahr 2001/2002 | |||
| Außenumsätze | 10.052 | 6.296 | |
| konzerninterne Umsätze | 1.634 | 41 | |
| Umsatzerlöse gesamt | 11.686 | 6.337 | |
| Ergebnis aus der Equity-Bewertung | – 12 | 7 | |
| Zinserträge | 119 | 26 | |
| Zinsaufwendungen | – 229 | – 65 | |
| Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter | 167 | 64 | |
| Segment-Aktiva (= Bilanzsumme) | 13.228 | 5.111 | |
| Abschreibungen | 755 | 327 | |
| Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Veränderung Sonstiger Rückstellungen | – 185 | – 234 | |
| Sachinvestitionen (incl. immaterieller Vermögensgegenstände) | 729 | 408 | |
| Investitionen in at equity bewertete Unternehmen | 36 | 15 | |
| Sonstige Finanzinvestitionen | 68 | 29 | |
| Konzern | Konsolidierung | Corporate | Real Estate | Serv | Materials | Technologies | Elevator |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 37.209 | 0 | 209 | 324 | 1.790 | 9.240 | 5.951 | 3.093 |
| 0 | – 2.957 | 31 | 38 | 318 | 481 | 52 | 5 |
| 37.209 | – 2.957 | 240 | 362 | 2.108 | 9.721 | 6.003 | 3.098 |
| 72 | 2 | 35 | 0 | 9 | 1 | 1 | 1 |
| 138 | – 747 | 604 | 13 | 19 | 34 | 101 | 21 |
| – 557 | 747 | – 547 | – 34 | – 38 | – 128 | – 127 | – 100 |
| 1.314 | – 110 | – 183 | 52 | 89 | 155 | 140 | 252 |
| 224 | 0 | 15 | 0 | 12 | 15 | 52 | 49 |
| 1.090 | – 110 | – 198 | 52 | 77 | 140 | 88 | 203 |
| 35.888 | – 25.783 | 21.391 | 2.745 | 2.222 | 4.625 | 8.170 | 3.506 |
| 1.874 | – 3 | 65 | 47 | 142 | 93 | 246 | 102 |
| – 1.171 | 0 | 15 | – 26 | – 57 | – 57 | – 353 | – 73 |
| 2.098 | – 64 | 117 | 28 | 192 | 118 | 204 | 55 |
| 5 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 1 |
| 392 | – 63 | 0 | 3 | 151 | 21 | 69 | 3 |
| 38.008 | 0 | 322 | 283 | 2.280 | 9.150 | 5.685 | 3.504 |
| 0 | – 2.757 | 31 | 34 | 309 | 472 | 48 | 11 |
| 38.008 | – 2.757 | 353 | 317 | 2.589 | 9.622 | 5.733 | 3.515 |
| 62 | – 5 | 60 | – 1 | – 7 | 5 | 5 | 0 |
| 119 | – 707 | 477 | 7 | 22 | 31 | 114 | 20 |
| – 592 | 707 | – 488 | – 25 | – 57 | – 128 | – 106 | – 101 |
| 1.117 | – 16 | – 260 | 80 | – 36 | 42 | 203 | 276 |
| 241 | 0 | 20 | 0 | 18 | 21 | 51 | 50 |
| 876 | – 16 | – 280 | 80 | – 54 | 21 | 152 | 226 |
| 34.649 | – 24.862 | 20.987 | 2.659 | 2.328 | 4.195 | 7.865 | 3.220 |
| 1.918 | – 21 | 51 | 49 | 205 | 105 | 227 | 110 |
| – 284 | 0 | 165 | 0 | – 85 | – 48 | – 183 | – 26 |
| 2.205 | – 7 | 55 | 48 | 215 | 91 | 162 | 53 |
| 16 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9 | 0 |
| 106 | – 33 | 10 | 4 | 20 | 23 | 20 | 16 |
| 36.698 | 0 | 43 | 298 | 2.225 | 8.526 | 5.764 | 3.494 |
| 0 | – 2.420 | 2 | 22 | 324 | 349 | 42 | 6 |
| 36.698 | – 2.420 | 45 | 320 | 2.549 | 8.875 | 5.806 | 3.500 |
| 18 | – 2 | 13 | 0 | 2 | 5 | 5 | 0 |
| 123 | – 677 | 469 | 5 | 22 | 22 | 114 | 23 |
| – 407 | 677 | – 491 | – 20 | – 42 | – 66 | – 99 | – 72 |
| 762 | – 12 | – 90 | 80 | 52 | 72 | 112 | 317 |
| 31.160 | – 26.272 | 19.539 | 2.519 | 2.239 | 4.268 | 7.359 | 3.169 |
| 1.949 | – 43 | 81 | 46 | 205 | 90 | 436 | 52 |
| – 836 | 3 | – 34 | – 7 | – 82 | – 58 | – 179 | – 60 |
| 1.535 | – 11 | 7 | 35 | 132 | 61 | 126 | 48 |
| 57 | 0 | 0 | 0 | 0 | 6 | 0 | 0 |
43 55 2 29 2 45 – 88 185
| Mio € | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Übrige EU | USA | Übrige Länder | Konzern | |
| Außenumsätze (Sitz des Kunden) | |||||
| 1999/2000 | 13.022 | 9.553 | 8.420 | 6.214 | 37.209 |
| 2000/2001 | 13.747 | 9.483 | 8.330 | 6.448 | 38.008 |
| 2001/2002 | 12.952 | 8.988 | 7.927 | 6.831 | 36.698 |
| Außenumsätze (Sitz der Gesellschaft) | |||||
| 1999/2000 | 20.056 | 6.270 | 8.128 | 2.755 | 37.209 |
| 2000/2001 | 20.641 | 6.606 | 8.200 | 2.561 | 38.008 |
| 2001/2002 | 19.856 | 6.314 | 7.227 | 3.301 | 36.698 |
| Sachanlagen (incl. immaterieller Vermögensgegenstände) |
|||||
| 30.09.2000 | 9.506 | 1.943 | 3.763 | 1.986 | 17.198 |
| 30.09.2001 | 9.072 | 1.952 | 3.464 | 1.849 | 16.337 |
| 30.09.2002 | 8.903 | 1.872 | 2.914 | 1.611 | 15.300 |
28
Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Die Bundesregierung beschloss im November 2002 die Einbringung des Steuervergünstigungsabbaugesetzes in den Bundestag. Dieses enthält umfangreiche Änderungen für die Unternehmensbesteuerung ab 2003. Von besonderer Bedeutung für ThyssenKrupp wären die Begrenzung des Verlustabzugs bei der Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie die Abschaffung der gewerbesteuerlichen Organschaft. Diese Gesetzesänderungen würden die steuerlichen Rahmenbedingungen künftig verschlechtern. Ihre Auswirkungen durften zum 30. September 2002 nicht berücksichtigt werden, da hierfür ein abgeschlossenes Gesetzgebungsverfahren erforderlich gewesen wäre.
Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Flüssige Mittel".
29
Folgende Zahlungsvorgänge sind im Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthalten:
Zusätzliche Informationen
| 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 |
|---|---|---|
| 546 | 600 | 393 |
| 437 | 232 | – 26 |
Nicht-zahlungswirksame Investitionstätigkeiten
Im Geschäftsjahr 2001/2002 ergab sich aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang im Anlagevermögen in Höhe von 0,1 (2000/2001: 0,1; 1999/2000: 0,6) Mrd €.
Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögensgegenständen aus "capital lease" im Geschäftsjahr 2001/2002 beträgt 46 (2000/2001: 61; 1999/2000: 52) Mio €.
Nicht-zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten
Im Geschäftsjahr 2001/2002 erfolgte durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Brutto-Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 2 (2000/2001: 20; 1999/2000: 204) Mio €.
Sonstige Angaben
Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:
| Mio € | 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag in Mio € |
Ergebnis je Aktie in € |
Gesamtbetrag in Mio € |
Ergebnis je Aktie in € |
Gesamtbetrag in Mio € |
Ergebnis je Aktie in € |
||
| Zähler: | |||||||
| Ergebnis vor Änderungen von Bilanzierungs grundsätzen |
527 | 1,02 | 687 | 1,33 | 554 | 1,08 | |
| Ergebnis aus Änderungen von Bilanzierungs grundsätzen (nach Steuern) |
0 | 0,00 | – 22 | – 0,04 | – 338 | – 0,66 | |
| Konzern-Jahresüberschuss | 527 | 1,02 | 665 | 1,29 | 216 | 0,42 | |
| Nenner: | |||||||
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück): | 514.489.044 | 514.489.044 | 514.489.044 |
Die Ermittlung des gewichteten Durchschnitts der Aktien enthält auch 21.020 (2001: 25.160; 2000: 28.960) eigene Aktien zur Abfindung der außenstehenden Aktionäre der ehemaligen Thyssen Industrie ag, die ihren Umtauschanspruch bislang noch nicht geltend gemacht haben, aber weiterhin dividendenberechtigt sind. Der Einbezug der eigenen Aktien beeinflusst das Ergebnis je Aktie nur unwesentlich.
Ergebnis je Aktie 30
Besondere Erläuterungen und Angabepflichten nach § 292a hgb
1. Abweichende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden
Der Konzernabschluss der ThyssenKrupp ag ist unter Anwendung von § 292a hgb mit befreiender Wirkung für einen hgb-Abschluss in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen us-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen, den Generally Accepted Accounting Principles (us-gaap) erstellt. Er steht im Einklang mit der 4. und 7. eg-Richtlinie auf der Grundlage der Auslegung der Richtlinien gemäß drs (Deutscher Rechnungslegungsstandard) Nr. 1 sowie der Ergänzung Nr. 1a des Deutschen Standardisierungsrats.
Der vollständige Konzernabschluss nach §292a hgb einschließlich des Anteilsbesitzes ist beim Handelsregister Duisburg unter der Nummer hr b 9092 und beim Handelsregister Essen unter der Nummer hr b 15364 hinterlegt.
Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden gemäß us-gaap unterscheiden sich im Wesentlichen in folgenden Punkten von den deutschen hgb-Vorschriften:
Immaterielle Vermögensgegenstände (einschließlich Firmenwerte)
Nach hgb und us-gaap sind immaterielle Vermögensgegenstände, die entgeltlich erworben sind, zu aktivieren. Für nicht entgeltlich erworbene oder selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände besteht hingegen nach hgb ein Ansatzverbot.
Nach us-gaap gibt es für die direkt zurechenbaren externen Kosten bei der Erstellung immaterieller Vermögensgegenstände ein Aktivierungswahlrecht; so können die Nebenkosten zur Erlangung von Patenten und rechtlich geschützem Know-how aktiviert werden. Daneben sind die direkten Aufwendungen zu aktivieren, die im Rahmen der Eigenentwicklung selbst genutzter Computer-Software entstehen.
Nach us-gaap ist ein Firmenwert aus Unternehmenserwerb nicht mehr planmäßig abzuschreiben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest zu unterziehen und gegebenenfalls außerplanmäßig abzuschreiben.
Nach hgb ist dagegen eine Aktivierung mit nachfolgend planmäßiger Abschreibung oder eine erfolgsneutrale Verrechnung mit den Rücklagen möglich.
Bauzeitzinsen
Nach hgb ist die Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten von Sachanlagen unter bestimmten Voraussetzungen möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Nach us-gaap sind gemäß sfas 34 Fremdkapitalzinsen sowohl im Zusammenhang mit der Anschaffung als auch mit der Herstellung aktivierungspflichtig, sofern es sich um sog. "qualifying assets" handelt, d.h. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungsprozess sich über einen längeren Zeitraum erstreckt.
Leasing
Im hgb ist die Behandlung von Leasinggeschäften nicht explizit geregelt. Für die bilanzielle Beurteilung wird daher im Allgemeinen auf die Leasingerlasse der Finanzverwaltung zurückgegriffen. Unter Anwendung der steuerlichen Kriterien sind die Leasingverträge in der Regel so gestaltet, dass die Bilanzierung der Leasingobjekte beim Leasinggeber zu erfolgen hat.
Nach us-gaap gibt es für die Bilanzierung von Leasingtransaktionen umfangreiche Regelungen (insbesondere sfas 13). Grundsätzlich wird dabei in Abhängigkeit davon, wer die wesentlichen Chancen und Risiken aus der Nutzung des Leasinggegenstandes trägt und somit als wirtschaftlicher Eigentümer zu betrachten ist, zwischen "capital lease" und "operating lease" unterschieden. Bei Vorliegen eines "capital lease" hat der Leasingnehmer als wirtschaftlicher Eigentümer die Aktivierung des Leasinggegenstandes vorzunehmen, bei einem "operating lease" der Leasinggeber.
Wertaufholung
Wurde auf einen Vermögensgegenstand eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen, so darf dieser Wert nicht beibehalten werden, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung zu einem späteren Bilanzstichtag nicht mehr vorliegen (Wertaufholungsgebot § 280 hgb). Nach sfas 121 und 142 sind Wertaufholungen, d.h. Zuschreibungen, die vorherige außerplanmäßige Abschreibungen bei Wegfall des Grundes kompensieren, untersagt.
Bei Anwendung von § 280 hgb wären bei Beteiligungen Wertaufholungen vorzunehmen gewesen. Da es sich hierbei jedoch nur um Beteiligungen an konsolidierten Gesellschaften handelt, ergeben sich hieraus keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Vorratsbewertung
Niederstwerttest
Nach hgb erfolgt die Bewertung der Vorräte am Bilanzstichtag gemäß dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu dem niedrigeren Marktwert bzw. einem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ermittlung des beizulegenden Wertes wird für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe durch die Wiederbeschaffungskosten am Beschaffungsmarkt konkretisiert, für die unfertigen und fertigen Erzeugnisse durch den retrograd vom Absatzmarkt ermittelten Nettoveräußerungserlös und für die Handelswaren durch den niedrigeren Wert von Wiederbeschaffungskosten am Beschaffungsmarkt und dem retrograd vom Absatzmarkt ermittelten Nettoveräußerungserlös.
Nach us-gaap ist gemäß arb 43 bei der Vorratsbewertung ebenfalls das strenge Niederstwertprinzip ("lower of cost or market") anzuwenden, wobei im Unterschied zum hgb für alle Vorrätegruppen bei der Ermittlung des Wertansatzes sowohl der Beschaffungs- als auch der Absatzmarkt berücksichtigt werden. Unterschreiten die Wiederbeschaffungskosten die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, so sind die Vorräte mit dem mittleren Wert von Wiederbeschaffungskosten, realisierbarem Netto-Veräußerungswert und realisierbarem Netto-Veräußerungswert abzüglich der normalen Gewinnspanne anzusetzen. Dabei ist der realisierbare Veräußerungswert abzüglich der üblichen Gewinnmarge die Wertuntergrenze, selbst wenn die Wiederbeschaffungskosten diesen Wert unterschreiten.
Grundsätzlich erlauben das deutsche hgb bzw. die deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung auch bei langfristiger Auftragsfertigung eine Gewinnrealisierung erst nach Lieferung und Abnahme des Gesamtauftrages, d.h. frühestens wenn die vertraglich vereinbarte Leistung weitgehend erbracht und die verbleibenden Risiken unwesentlich sind ("completed contract method").
Gemäß us-gaap ist demgegenüber für diese Aufträge eine Gewinnrealisierung nach dem Leistungsfortschritt geboten, wenn eine hinreichend verlässliche Ermittlung von Gesamterlösen, Gesamtkosten und Fertigstellungsgrad möglich ist ("percentage of completion method"). Die Bilanzierung ist hauptsächlich in sop 81-1 und in arb 45 geregelt.
Unrealisierte Gewinne im Rahmen der Stichtagsbewertung/Marktbewertung
Nach hgb sind gemäß dem Imparitätsprinzip nur unrealisierte Verluste zu bilanzieren, nach us-gaap sind hingegen auch unrealisierte Gewinne zu berücksichtigen. Dies zeigt sich in folgenden Positionen:
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten
Während nach hgb nicht kursgesicherte Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet werden, sind nach us-gaap gemäß sfas 52 alle Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtagskurs umzurechnen mit der Konsequenz, dass auch unrealisierte Kursgewinne ergebniswirksam werden.
Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens
Wertpapiere sind nach hgb zu fortgeführten Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktwerten am Bilanzstichtag anzusetzen. Nach us-gaap erfolgt die Wertpapierbewertung gemäß sfas 115 in Abhängigkeit von der Zuordnung auf bestimmte Kategorien. Die im ThyssenKrupp Konzern vorhandenen, jederzeit veräußerbaren Wertpapiere ("available-for-sale") sind am Bilanzstichtag immer mit Marktwerten zu bilanzieren, so dass auch nicht realisierte Gewinne berücksichtigt werden. Die Veränderungen aus der Marktbewertung sind erfolgsneutral direkt im Eigenkapital zu erfassen.
Derivative Finanzinstrumente
Nach hgb gibt es keine verbindliche Vorgehensweise zur Bilanzierung und Bewertung derivativer Finanzinstrumente, so dass die Bewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten-, Realisationsund Imparitätsprinzips erfolgt.
Nach gängiger Interpretation des hgb führt auch ein globaler interner Sicherungszusammenhang (Macro-Hedge) dazu, dass die betroffenen Bilanzpositionen mit dem Sicherungswert angesetzt werden. Im Gegensatz dazu sind nach us-gaap alle originären und derivativen Finanzinstrumente stets mit dem Marktwert anzusetzen. Unter bestimmten restriktiven Bedingungen liegt nach us-gaap ein bilanziell zu berücksichtigender Sicherungszusammenhang vor, der dazu führt, dass Marktwertschwankungen von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten nicht unmittelbar zu Aufwand bzw. Ertrag werden, sondern zeitweilig im Eigenkapital abgegrenzt werden. Die Kriterien für einen bilanziellen Sicherungszusammenhang hängen von der Art der gesicherten Position und der zur Sicherung verwendeten Finanzinstrumente ab. Sofern die Voraussetzungen für einen bilanziellen Sicherungszusammenhang nicht erfüllt sind, werden Wertschwankungen von Derivaten in der Periode ihres Anfalls als Aufwand bzw. Ertrag berücksichtigt. Globale Sicherungen gelten nicht als bilanzieller Sicherungszusammenhang gemäß us-gaap.
Latente Steuern
Nach hgb sind auf alle zeitlich begrenzten Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und in der Konzernbilanz latente Steuern zu ermitteln (sog. timing-Konzept), wobei die Berechnung unter Anwendung des aktuellen Steuersatzes erfolgt. Für quasi-permanente Unterschiede, die sich erst über einen sehr langen Zeitraum oder durch Verkauf bzw. Liquidation auflösen, und für Verlustvorträge dürfen keine latenten Steuern angesetzt werden.
Nach us-gaap, sfas 109, besteht eine Ansatzpflicht für latente Steuern auf alle temporären Unterschiede zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz, wobei auch quasi-permanente Unterschiede als temporär einzustufen sind (sog. temporary-Konzept). Daneben sind auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zu bilanzieren. Zur Steuerberechnung ist der künftig geltende Steuersatz auf Basis der Rechtslage am Bilanzstichtag anzuwenden. Zu jedem Stichtag sind die bilanzierten aktiven latenten Steuern bezüglich ihrer Realisierbarkeit zu prüfen und gegebenenfalls wertzuberichtigen ("valuation allowance").
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Für Pensionsverpflichtungen sind sowohl nach hgb als auch nach us-gaap Rückstellungen zu bilden, die auf Grund erwarteter, diskontierter künftiger Zahlungen zu bewerten sind. Nach hgb können unterschiedliche versicherungsmathematische Verfahren angewendet werden; das Teilwertverfahren gemäß § 6 a EStG ist das bei der Bilanzierung nach hgb übliche, aber keineswegs einzig zulässige Verfahren. Auf Grund der Methodenfreiheit nach hgb kann das Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß sfas 87 auch für die Bilanzierung nach hgb verwendet werden. Nach sfas 87 sind bei fondsfinanzierten Plänen bestimmte qualifizierte Vermögenswerte vom Gesamtbetrag der Verpflichtung abzusetzen bzw. beim Überhang des Vermögens über die Verpflichtung zu aktivieren. Wegen des nach hgb bestehenden Wahlrechtes zur Passivierung indirekter Pensionsverpflichtungen (Art. 28 eghgb) ist die Saldierung von Fondsvermögen auch nach hgb zulässig. Das Vermögen von Unterstützungskassen gilt nach sfas 87 nicht als qualifizierter Vermögenswert, so dass Unterstützungskassenverpflichtungen nach us-gaap in der Regel voll zu passivieren sind. Der nach sfas 87 zu passivierende Mindestverpflichtungsumfang deckt in jedem Fall das Rückstellungserfordernis gemäß hgb ab, allerdings sind Zuführungen zur Rückstellung nicht in jedem Fall aufwandswirksam zu buchen; vielmehr kann der volle Verpflichtungsumfang auch durch Bilanzierungshilfen in Form eines immateriellen Vermögensgegenstandes oder durch erfolgsneutrale Verrechnung mit dem Eigenkapital dargestellt werden. Dies ist nach hgb nicht zulässig. Nach sfas 87 dürfen in bestimmten Fällen Aufwendungen und Erträge aus Wertveränderungen des Verpflichtungsumfangs oder des zur Deckung der Pensionverpflichung gebildeten Vermögens außer Ansatz bleiben. Dies ist nach hgb nicht zulässig.
Sonstige Rückstellungen
Nach dem hgb können neben den ansatzpflichtigen Verbindlichkeits- und Drohverlustrückstellungen auch Rückstellungen für bestimmte Aufwendungen gebildet werden, bei denen ein Verpflichtungscharakter gegenüber Dritten fehlt (sog. Aufwandsrückstellungen). Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach kaufmännischen Grundsätzen unter Beachtung des Vorsichtsprinzips.
Nach us-gaap ist der Rückstellungsansatz deutlich restriktiver geregelt. Rückstellungen sind nur zu bilden, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten vorhanden ist, die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Rückstellung zuverlässig schätzbar ist. Aufwandsrückstellungen dürfen nicht angesetzt werden. Bei der Bewertung der Rückstellung ist der wahrscheinlichste Wert, bei einer Bandbreite gleichwahrscheinlicher Werte der niedrigste Wert anzusetzen. Die Bilanzierung ist im Wesentlichen in con 6 und sfas 5 geregelt.
Nicht fortgeführte Aktivitäten
Nach § 246 Abs. 2 hgb dürfen Aufwendungen und Erträge bzw. Vermögensgegenstände und Schulden nicht saldiert werden. Dies führt dazu, dass auch ein separater Ausweis der den nicht fortgeführten Aktivitäten zuzuordnenden Positionen (sog. "discontinued operations") nicht erlaubt ist.
Nach us-gaap sind hingegen gemäß apb 30 die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz um die auf nicht fortgeführte Aktivitäten entfallenden Effekte zu bereinigen. Die bereinigten Beträge sind in saldierter Form jeweils separat in einer Zeile als Ergebnis bzw. Nettovermögen aus nicht fortgeführten Aktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. in der Bilanz auszuweisen.
Im ThyssenKrupp Konzern gibt es im Berichtszeitraum keine nicht fortgeführten Aktivitäten.
Konsolidierungskreis
In den Konsolidierungskreis dürfen nach § 295 hgb Tochterunternehmen dann nicht einbezogen werden, wenn sich ihre Tätigkeit von der Tätigkeit der anderen einbezogenen Unternehmen derart unterscheidet, dass ihre Einbeziehung die zutreffende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns verhindert. Nach us-gaap müssen auch derartige Unternehmen konsolidiert werden. Im ThyssenKrupp Konzern gibt es keine Unternehmen, deren Einbeziehung nach § 295 hgb verboten wäre.
Purchase accounting
Bis zum 30. Juni 2001 eingeleitete Unternehmenszusammenschlüsse konnten unter Fortführung der bisherigen Buchwerte nach der Methode der Interessenzusammenführung (§ 302 hgb) und nach der pooling of interest-Methode (apb 16.45ff) erfolgen. Die Voraussetzungen für die Anwendung der pooling of interest-Methode sind jedoch deutlich strenger als die bei der Interessenzusammenführung.
Die Fusion ThyssenKrupp erfüllte zwar die Voraussetzungen der Interessenzusammenführungsmethode, jedoch nicht alle Voraussetzungen der pooling of interest-Methode. Daher musste die Fusion ThyssenKrupp als Unternehmenserwerb nach den Regeln des purchase accounting (apb 16.66ff) dargestellt werden.
Im Gegensatz zum hgb müssen nach us-gaap Unternehmenszusammenschlüsse, die nach dem 30. Juni 2001 durchgeführt werden, gemäß sfas 141 zwingend nach den Regeln des purchase accounting (Erwerbsmethode) bilanziert werden.
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter
Nach hgb werden entsprechend der Einheitstheorie die Anteile anderer Gesellschafter als Bestandteil des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses gezeigt.
Nach us-gaap werden entsprechend der Interessentheorie die Anteile anderer Gesellschafter nicht als Bestandteil des Eigenkapitals, sondern als separate Bilanzposition nach dem Eigenkapital ausgewiesen und der auf die Minderheiten entfallende Anteil am Ergebnis als Aufwand bzw. bei Verlusten als Ertrag innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.
Negativer Firmenwert
Übersteigt der Zeitwert des erworbenen Nettovermögens die Anschaffungskosten der Beteiligung, so entsteht ein negativer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. Nach § 309 Abs. 2 hgb darf dieser Unterschiedsbetrag nur dann ergebniswirksam aufgelöst werden, soweit er eine erwartete ungünstige Entwicklung der künftigen Ertragslage widerspiegelt und feststeht, dass er einem realisierten Gewinn entspricht.
Nach sfas 141 ist ein negativer Firmenwert zunächst gegen das erworbene Anlagevermögen aufzurechnen. Ein verbleibender Restbetrag ist erfolgswirksam zu vereinnahmen.
Gliederungsvorschriften
Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem hgb-Gliederungsschema gemäß § 266 hgb, um das Einklangerfordernis mit der 4. und 7. eg-Richtlinie zu erfüllen. Sie entspricht damit nicht der in amerikanischen Abschlüssen verwendeten Gliederung, die sich an der Liquidierbarkeit der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden orientiert. Um dennoch die einer us-gaap-Gliederung adäquaten Informationen zu geben, werden zusätzlich Angaben zur Liquidierbarkeit der einzelnen Bilanzpositionen im Anhang bzw. innerhalb der Bilanz nach hgb-Gliederungsschema gemacht.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nach § 268 Abs. 2 hgb gesondert darzustellen, während die amerikanische Bilanzierungspraxis eine derartige Angabepflicht nicht kennt. Um den Einklang mit den eg-Richtlinien herzustellen, erfolgt im Anhang zusätzlich die Darstellung eines Anlagespiegels.
2. Ergänzende Anhangangaben
Personalaufwand
Folgender Personalaufwand ist in den Aufwandspositionen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:
| Mio € | ||
|---|---|---|
| 2000/2001 | 2001/2002 | |
| Löhne und Gehälter | 7.494 | 7.451 |
| Soziale Abgaben | 1.297 | 1.305 |
| Netto-Pensionsaufwendungen – Leistungszusage | 395 | 460 |
| Netto-Pensionsaufwendungen – Beitragszusage | 17 | 24 |
| Netto-Aufwendungen der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre |
56 | 83 |
| Abfindungen, vorzeitiges Ausscheiden und Ähnliches | 75 | 25 |
| Aufwendungen für Unterstützung | 361 | 388 |
| Insgesamt | 9.695 | 9.736 |
Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:
| 2000/2001 | 2001/2002 | |
|---|---|---|
| Steel | 52.720 | 50.454 |
| Automotive | 39.778 | 38.484 |
| Elevator | 27.811 | 28.467 |
| Technologies | 31.981 | 32.712 |
| Materials | 14.118 | 13.912 |
| Serv Real Estate |
25.554 | 25.839 |
| 801 | 754 | |
| Corporate | 806 | 677 |
| Insgesamt | 193.569 | 191.299 |
| Hiervon entfallen auf | ||
| Arbeiter | 121.898 | 120.032 |
| Angestellte | 66.655 | 66.395 |
| Auszubildende | 5.016 | 4.872 |
Angaben zu den Organen
Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2001/2002 betragen 8,1 Mio €. Zum 30. September 2002 sind Vorstandsmitgliedern keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden.
Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen belaufen sich auf 14,8 Mio €. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind 116,3 Mio € zurückgestellt.
Für das Geschäftsjahr 2001/2002 wird den Mitgliedern des Aufsichtsrats auf Basis der vorgeschlagenen Dividende von 0,40 € je Stückaktie eine Vergütung von insgesamt 0,6 Mio € gewährt. Mitgliedern des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp ag werden für Aufsichtsratsmandate bei Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr 2001/2002 Vergütungen von 0,2 Mio € gewährt.
Einzelheiten zu den Organbezügen werden in den Ausführungen zu Corporate Governance im Geschäftsbericht dargestellt.
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf den nachfolgenden Seiten angegeben.
Abgabe der Erklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG
Am 01. Oktober 2002 haben Vorstand und Aufsichtsrat die erste Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung ist auch im Kapitel Corporate Governance auf Seite 34 des Geschäftsberichts abgedruckt.
Die Entsprechenserklärungen der beiden börsennotierten Tochtergesellschaften Eisen- und Hüttenwerke ag sowie Stahlwerke Bochum ag sind am 15. bzw. 12. Oktober 2002 abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht worden.
3. Mandate des Vorstands
Prof. Dr. Ekkehard D. Schulz
Vorsitzender
- " AXA Konzern ag*
- " Commerzbank ag*
- " Deutsche Bahn ag
- " MAN ag*
- " RAG ag (weiterer stellv. Vorsitz)
- " RWE Plus ag
- " Strabag ag*
- " TUI ag*
- " Evangelisches und Johanniter Klinikum Duisburg/Dinslaken/Oberhausen gem. GmbH
konzernintern:
- " ThyssenKrupp Automotive ag (Vorsitz)
- " ThyssenKrupp Materials ag (Vorsitz)
- " ThyssenKrupp Steel ag (Vorsitz)
- " The Budd Company (usa)
- " Thyssen Inc. (usa)
Dr. Olaf Berlien
(seit 01. April 2002) konzernintern: " Thyssen Stahl ag (Vorsitz)
Edwin Eichler
(seit 01. Oktober 2002) " Pixelpark ag*
Dr. Jürgen Harnisch
(seit 01. Oktober 2001)
" ALSTOM GmbH
- " Hülsbeck & Fürst GmbH & Co. KG (Vorsitz)
- " INPRO Innovationsgesellschaft für fortgeschrittene Produktionssysteme in der Fahrzeugindustrie mbH
konzernintern:
- " ThyssenKrupp Bilstein GmbH
- " ThyssenKrupp Federn GmbH " ThyssenKrupp Gerlach GmbH
- (Vorsitz)
- " ThyssenKrupp Umformtechnik GmbH (Vorsitz)
- " The Budd Company (usa)
- " ThyssenKrupp Automotive Sales &
- Technical Center, Inc. (usa, Vorsitz) " ThyssenKrupp Presta ag
- (Liechtenstein)
Dr. Ulrich Middelmann
- stellvertretender Vorsitzender
- " RAG ag
- " Bergemann GmbH (stellv. Vorsitz)
- " Hoberg & Driesch GmbH
- konzernintern:
- " Eisen- und Hüttenwerke ag (Vorsitz)
- " ThyssenKrupp Automotive ag
- " ThyssenKrupp Elevator ag
- " ThyssenKrupp Stahl ag (Vorsitz)
- " ThyssenKrupp Technologies ag (Vorsitz)
- " The Budd Company (usa)
- " ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni S.p.A. (Italien)
- " ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH (Vorsitz)
- " ThyssenKrupp Elevator Holding Corp. (usa)
- " ThyssenKrupp Stainless GmbH (Vorsitz)
Dieter Hennig
- " Böhler Thyssen Schweißtechnik GmbH
- " Novitas Vereinigte BKK
- " PEAG Personalentwicklungs- und
- Arbeitsmarktagentur GmbH (Vorsitz)
- konzernintern:
- " Eisenbahn und Häfen GmbH
- " Hoesch Hohenlimburg GmbH
- " Rasselstein Hoesch GmbH
- " ThyssenKrupp Automotive ag
- " ThyssenKrupp Electrical Steel EBG GmbH
- " ThyssenKrupp Materials ag
- " ThyssenKrupp Immobilien GmbH
- " ThyssenKrupp Veerhaven B.V. (Niederlande)
Dr. A. Stefan Kirsten
(seit 01. August 2002)
Prof. Dr. Eckhard Rohkamm
- " HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie VvaG (stellv. Vorsitz)
- " Transrapid International Verwaltungsgesellschaft mbH (stellv. Vorsitz)
- konzernintern:
- " Blohm + Voss Holding ag (Vorsitz)
- " ThyssenKrupp Elevator ag
- " ThyssenKrupp Engineering ag (Vorsitz)
- " ThyssenKrupp Fördertechnik GmbH (Vorsitz)
- " ThyssenKrupp Werften GmbH (Vorsitz)
- " Berco S.p.A. (Italien, President)
- " Giddings & Lewis, LLC (usa)
- " Grupo ThyssenKrupp S.A. (Spanien)
- " The Budd Company (usa)
- " ThyssenKrupp Elevator Holding Corp. (usa)
Jürgen Rossberg ist mit Ablauf des 31. Dezember 2001 aus dem Vorstand ausgeschieden und in den Ruhestand getreten. Zum 31. Dezember 2001 bestanden folgende Mandate:
- " Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Krankenhaus gem. GmbH konzernintern:
- " ThyssenKrupp Elevator ag
- " ThyssenKrupp Serv ag
- " ThyssenKrupp Technologies ag
- " ThyssenKrupp Immobilien GmbH (Vorsitz)
Dr. Hans-Erich Forster ist mit Ablauf des 30. September 2002 aus dem Vorstand ausgeschieden und in den Ruhestand getreten. Zum 30. September 2002 bestanden folgende Mandate: konzernintern:
- " ThyssenKrupp Elevator ag (Vorsitz)
- " ThyssenKrupp Serv ag (Vorsitz)
- " WIG Industrieinstandhaltung GmbH
- " Thyssen Inc. (usa, Vorsitz)
- " ThyssenKrupp Elevator Holding Corp. (usa)
- " ThyssenKrupp Immobilien GmbH (Vorsitz)
- " ThyssenKrupp Information Services GmbH
Dr. Gerhard Jooss ist mit Ablauf des 30. September 2002 aus dem Vorstand ausgeschieden und in den Ruhestand getreten. Zum 30. September 2002 bestanden folgende Mandate:
- " Allgemeine Kreditversicherung Coface ag
- " ERGO Versicherungsgruppe ag*
- " FAG Kugelfischer Georg Schäfer ag*
- " Westfalenbank ag
- " Klinikum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
- " WestLB International S.A. (Luxemburg)
- konzernintern:
- " ThyssenKrupp Serv ag
- " ThyssenKrupp Steel ag
- " ThyssenKrupp Technologies ag
- " Giddings & Lewis, LLC (usa)
- " Grupo ThyssenKrupp S.A. (Spanien)
- " ThyssenKrupp Information Services GmbH
Dr. Heinz-Gerd Stein ist mit Ablauf des 30. September 2002 aus dem Vorstand ausgeschieden und in den Ruhestand getreten. Zum 30. September 2002 bestanden folgende Mandate:
- " AXA Versicherung ag
- " Bankgesellschaft Berlin ag*
- " Dürr ag
- " Howaldtswerke-Deutsche Werft ag
- " Landesbank Berlin Girozentrale –
- " WILO ag
- " Evangelisches und Johanniter Klinikum Duisburg/Dinslaken/ Oberhausen gem. GmbH
- " Hülskens Holding GmbH & Co.
- " Institut für Management und Technologie IMT Berlin GmbH
- " Kunststoffwerk Philippine GmbH & Co. KG (Vorsitz)
- " Saarpor Klaus Eckhardt GmbH Neunkirchen Kunststoffe KG (Vorsitz)
- " Thumann & Heitkamp Verwaltungs-GmbH
- konzernintern:
- " Eisen- und Hüttenwerke ag
- " ThyssenKrupp Materials ag
- " ThyssenKrupp Steel ag
- " ThyssenKrupp Technologies ag
- " The Budd Company (usa)
- " ThyssenKrupp Elevator Holding Corp. (usa)
- " ThyssenKrupp Immobilien GmbH (stellv. Vorsitz)
- " ThyssenKrupp Information Services GmbH
" Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i.S.d. §125 AktG (Stand 30. September 2002)
* Konzernexterne börsennotierte Gesellschaft
" Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
i.S.d. §125 AktG (Stand 30. September 2002)
4. Mandate des Aufsichtsrats
Prof. Dr. h.c. mult. Berthold Beitz, Essen
Ehrenvorsitzender Vorsitzender des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
Dr. Gerhard Cromme, Essen
Vorsitzender ehem. Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp ag
- " Allianz ag
- " Axel Springer Verlag ag
- " Deutsche Lufthansa ag
- " E.ON ag
- " Ruhrgas ag
- " Volkswagen ag
- " Suez S.A. (Frankreich)
- " Thales S.A. (Frankreich)
Dr. Karl-Hermann Baumann, München
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens ag
- " Deutsche Bank ag
- " E.ON ag
- " Linde ag
- " mg technologies ag
- " Schering ag
- " Siemens ag (Vorsitz)
- " Wilhelm von Finck ag
Wolfgang Boczek, Bochum
Werkstoffprüfer Vorsitzender der Betriebsrätearbeitsgemeinschaft ThyssenKrupp Automotive konzernintern:
" ThyssenKrupp Automotive ag
Prof. Dr. Günter Vogelsang, Düsseldorf Ehrenvorsitzender
Dieter Schulte, Duisburg
stellvertretender Vorsitzender ehem. Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes " Bayer ag
Carl-L. von Boehm-Bezing,
ehem. Mitglied des Vorstands der
- Deutsche Bank ag
-
Udo Externbrink, Dortmund
Systemprogrammierer Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Triaton GmbH
Herbert Funk, Hünxe
(seit 26. Juni 2002) Hauptbereichsleiter der Anlagenwirtschaft der ThyssenKrupp Stahl ag
Dr. Klaus Götte, München
ehem. Vorsitzender des Vorstands der MAN ag
- " Allianz Lebensversicherungs-AG
- " SMS ag
Klaus Ix, Siek
Maschinenschlosser Vorsitzender des Betriebsrats der Thyssen Fahrtreppen GmbH konzernintern:
- " ThyssenKrupp Elevator ag
- " Thyssen Fahrtreppen GmbH
Bad Soden
- " Rütgers ag
- " RWE ag
- " Steigenberger Hotels ag
Gerd Kappelhoff, Witten
(bis 16. Oktober 2002) Gewerkschaftssekretär im Zweigbüro Düsseldorf der IG Metall
- " Rasselstein Hoesch GmbH
- " ThyssenKrupp Aufzüge GmbH
- " ThyssenKrupp Automotive ag
- " ThyssenKrupp Elevator ag
- " ThyssenKrupp Technologies ag
Dr. Martin Kohlhaussen, Frankfurt/Main
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Commerzbank ag
- " Bayer ag
- " Commerzbank ag (Vorsitz)
- " Heraeus Holding GmbH
- " Hochtief ag
- " Infineon Technologies ag (stellv. Vorsitz)
- " KarstadtQuelle ag
- " Linde ag
- " Schering ag
- " Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH
Dr. Heinz Kriwet, Düsseldorf
ehem. Vorsitzender des Vorstands der Thyssen ag
- " Allianz Lebensversicherungs-ag
- " Dresdner Bank ag
- " Siemens ag
Reinhard Kuhlmann, Frankfurt/Main
Generalsekretär des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes
" Adam Opel ag
Dr. Mohamad-Mehdi Navab-Motlagh, Teheran
Vizeminister für Wirtschaft und Internationale Angelegenheiten im Industrie- und Bergbauministerium der Islamischen Republik Iran
Dr. Friedel Neuber, Duisburg
ehem. Vorsitzender des Vorstands der Westdeutsche Landesbank Girozentrale
- " Babcock Borsig ag (Vorsitz)
- " Deutsche Bahn ag
- " Hapag-Lloyd ag
- " Preussag ag (Vorsitz)
- " RAG ag
- " RWE ag (Vorsitz)
- " Landwirtschafliche Rentenbank
- " Österreichische Kontrollbank ag (Österreich)
Thomas Schlenz, Duisburg
Schichtmeister
- Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der ThyssenKrupp ag
- " PEAG Personalentwicklungs- und Arbeitsmarktagentur GmbH konzernintern:
- " ThyssenKrupp Serv ag
Dr. Henning Schulte-Noelle,
München Vorsitzender des Vorstands der
- Allianz ag " BASF ag
- " E.ON ag
- " Linde ag (stellv. Vorsitz)
- " Münchener Rückversicherungs-
- Gesellschaft ag (stellv. Vorsitz) " Siemens ag
konzernintern:
- " Allianz Dresdner Asset Management GmbH (Vorsitz)
- " Allianz Versicherungs-ag (Vorsitz)
- " Allianz Lebensversicherungs-ag (Vorsitz)
- " Dresdner Bank ag (Vorsitz)
- " Assurances Générales de France S.A. (Frankreich, Vizepräsident des Verwaltungsrats)
- " Riunione Adriatica di Sicurtà S.p.A. (Italien, Vizepräsident des Verwaltungsrats)
Wilhelm Segerath, Duisburg
Karosserie- und Fahrzeugbauer Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der ThyssenKrupp Stahl ag und Vorsitzender der Betriebsrätearbeitsgemeinschaft ThyssenKrupp Steel konzernintern:
" ThyssenKrupp Steel ag
Ernst-Otto Tetau, Brietlingen
Maschinenbauer Vorsitzender des Betriebsrats der Blohm + Voss GmbH und Vorsitzender der Betriebsrätearbeitsgemeinschaft ThyssenKrupp Technologies konzernintern:
- " Blohm + Voss GmbH
- " ThyssenKrupp Technologies ag
- " ThyssenKrupp Werften GmbH
Bernhard Walter, Bad Homburg
ehem. Sprecher des Vorstands der Dresdner Bank ag
- " Bilfinger Berger ag
- " DaimlerChrysler ag
- " Deutsche Telekom ag
- " Henkel KGaA
- " mg technologies ag
- " Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH
- " Wintershall ag (stellv. Vorsitz)
- " KG Allgemeine Leasing GmbH & Co. (Vorsitzender des Verwaltungsrats)
- " Joint Stock Company "Sibirsko-Uralskaya Neftegazohimicheskaya Companiya" (AK "Sibur") (Russland)
Dieter Wittenberg, Dortmund
(bis 31. Mai 2002) ehem. Direktor der ThyssenKrupp Technologies ag
" Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i.S.d. §125 AktG (Stand: 30. September 2002)
" Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen i.S.d. §125 AktG (Stand: 30. September 2002)
Nachfolgende inländische Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft bzw. Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a hgb haben die gemäß § 264 Abs. 3 und § 264b hgb erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichten deshalb auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen.
| A | ||
|---|---|---|
| AAW Aufzüge GmbH | Berlin | |
| AGOZAL Oberflächenveredelung GmbH | Neuwied | |
| Aloverzee Handelsgesellschaft mbH | Essen | |
| Aluminiumfeinguss Soest GmbH & Co. KG | Soest | |
| ATMOSFAIR-Bauhaus GmbH | Oberhausen | |
| B | Bachmann GmbH | Pegnitz-Bronn |
| Becker & Co. GmbH | Neuwied | |
| BERCO Deutschland GmbH | Ennepetal | |
| Berkenhoff GmbH | Heuchelheim | |
| Berkenhoff Verwaltungsgesellschaft mbH | Duisburg | |
| BIS Blohm + Voss Inspection Service GmbH | Hamburg | |
| Blass Rohr GmbH | Herford | |
| Bleuel & Röhling GmbH | Burghaun | |
| Blohm + Voss GmbH | Hamburg | |
| Blohm + Voss Repair GmbH | Hamburg | |
| Brandenburger Sondermaschinen- und Anlagenbau de Haan Aufzüge GmbH | Müllrose | |
| C | Carl Gustav Krause GmbH | Hannover |
| Christian Hein GmbH | Langenhagen | |
| Cryotrans Schiffahrts GmbH | Emden | |
| D | ||
| Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmittelwartung PURA mbH | Köln | |
| Dolores Schiffahrts-Gesellschaft mbH | Emden | |
| Dortmunder Eisenhandel Hansa GmbH | Dortmund | |
| Dortmunder Plastik GmbH | Dortmund | |
| Dr. Mertens Edelstahlhandel GmbH | Offenbach | |
| DSU Gesellschaft für Dienstleistungen und Umwelttechnik mbH & Co. KG | Duisburg |
| E | EBOR Edelstahl GmbH | Sachsenheim |
|---|---|---|
| Eckert GmbH | Mannheim | |
| Eckhardt Marine GmbH | Hamburg | |
| Edelstahl Witten-Krefeld GmbH | Witten | |
| Edelstahl Witten-Krefeld Verwaltungsgesellschaft mbH | Duisburg | |
| EGM Entwicklungsgesellschaft für Montagetechnik GmbH | Hannover-Langenhagen | |
| EH Güterverkehr GmbH | Duisburg | |
| Eisenbahn und Häfen GmbH | Duisburg | |
| Eisenmetall Handelsgesellschaft mbH | Gelsenkirchen | |
| Eisenmetall Rohr GmbH | Gelsenkirchen | |
| ELEG Europäische Lift + Escalator GmbH | Neuhausen a.d.F. | |
| ems-Isoliertüren Mickeleit GmbH & Co. KG | Pansdorf | |
| Emunds & Staudinger GmbH | Hückelhoven | |
| ERPE Edelstahl Handelsgesellschaft m.b.H. | Krefeld | |
| F | Fördertechnik und Aufzugservice GmbH | Frankfurt/Main |
| Freiburger Stahlhandel GmbH & Co. KG | Freiburg i.Br. | |
| Fuchs NE-Metallhandel GmbH | Nürtingen | |
| Fudickar Metall GmbH | Haan/Rhld. | |
| G | ||
| Gerhard Sievering GmbH & Co. KG | Hamm | |
| GFH Gesellschaft für Handelswerte mbH | Essen | |
| GMT Aufzug-Service GmbH | Freiburg | |
| GP Reinigungs- und Dienstleistungs GmbH | Dingolfing | |
| GVD Gesellschaft für Verpackungstechnik und Dienstleistungen mbH | Duisburg | |
| GWH Aufzüge GmbH | Himmelstadt | |
| H | ||
| Haisch Aufzüge GmbH | Gingen/Fils | |
| Hans Franke NE-Metallhandel GmbH | Stuttgart | |
| HCC Health Care Consulting GmbH | München | |
| Health Care Solutions GmbH | Bielefeld | |
| Henschel Industrietechnik GmbH | Kassel | |
| Henschel Recycling Technik GmbH | Kassel | |
| Herzig & Marschall GmbH & Co. KG | Fulda | |
| Herzog Coilex GmbH | Stuttgart |
I
J
K
| HF Vermögensverwaltungsgesellschaft im Ruhrtal GmbH | Hagen |
|---|---|
| Hoesch Contecna Systembau GmbH | Oberhausen |
| Hoesch Hohenlimburg GmbH | Hagen |
| Hoesch Siegerlandwerke GmbH | Siegen |
| Hommel CNC Technik GmbH | Köln |
| Hommel CNC-Service GmbH | Köln |
| Hommel Gebrauchtmaschinen GmbH | Köln |
| Hommel GmbH | Köln |
| Hommel Präzision GmbH | Köln |
| Hommel Unverzagt GmbH | Stuttgart |
| Hövelmann & Co. Eisengroßhandlung GmbH | Gelsenkirchen |
| Hüller Hille GmbH | Ludwigsburg |
| Hünnebeck GmbH | Ratingen |
| Immover Gesellschaft für Grundstücksverwaltung mbH | Essen |
| Innovative Meerestechnik GmbH | Emden |
| Isan-Metall-GmbH | Krefeld |
| Johann A. Krause Maschinenfabrik GmbH | Bremen |
| Johann A. Krause Systemtechnik GmbH | Chemnitz |
| Jos. Rackl & Co. GmbH | Zirndorf |
| KL Workforce GmbH | Gießen |
| Krupp Druckereibetriebe GmbH | Essen |
| Krupp Edelstahlprofile GmbH | Siegen |
| Krupp Entwicklungszentrum GmbH | Essen |
| Krupp Hoesch Immobilien GmbH | Essen |
| Krupp Hoesch Stahl ag | Dortmund |
| Krupp Hoesch Stahl und Metall GmbH | Gelsenkirchen |
| Krupp Hoesch Tecna GmbH | Dortmund |
| Krupp Koppers GmbH | Essen |
| Krupp Montage- und Servicetechnik GmbH | Duisburg |
| Krupp Stahl Wohnungsbau GmbH | Essen |
| Krupp Stahl AG & Co. Liegenschaftsverwaltung | Bochum |
| Krupp Stahlbau Berlin GmbH | Berlin |
| L | LiftEquip GmbH Elevator Components | Neuhausen a.d.F. |
|---|---|---|
| Liftservice und Montage GmbH | Saarbrücken | |
| Lufter Industrie- und Kraftwerkservice GmbH | Dortmund | |
| M | Mannesmann Röhren- und Stahlhandel GmbH | Riesa |
| Mediagate GmbH | Krefeld | |
| Metalltüren und -tore Celle GmbH | Celle | |
| MG Bautechnik Service GmbH | Frankfurt/Main | |
| N | ||
| Nirosta Service Center GmbH | Wilnsdorf-Anzhausen | |
| Nordseewerke GmbH | Emden | |
| Nothelfer GmbH | Ravensburg | |
| Nothelfer Planung GmbH | Wadern-Lockweiler | |
| Novoferm GmbH | Rees | |
| O | Otto Wolff Handelsgesellschaft mbH | Düsseldorf |
| P | P.A.D. Karosserietechnik GmbH | Neckarsulm |
| P.B.-Plan Ingenieurgesellschaft mbH | Frankfurt/Main | |
| PeinigerRöRo GmbH | Gelsenkirchen | |
| Polysius ag | Beckum | |
| R | ||
| RAM Recycling, Abbruch, Maschinen- und Geräteverleih GmbH | Duisburg | |
| Rasselstein GmbH Rasselstein Hoesch GmbH |
Neuwied Andernach |
|
| Reise-As GmbH | Osnabrück | |
| Reisebüro Dr. Tigges GmbH | Essen | |
| Reise-Palette GmbH | Osnabrück | |
| Reiseschrand GmbH | Osnabrück | |
| Rothe Erde GmbH | Dortmund | |
| S | ||
| Sanierungsgesellschaft Schwarze Pumpe mbH | Schwarze Pumpe | |
| Siebau Siegener Stahlbauten GmbH | Kreuztal | |
| SIR Industrieservice GmbH | Leonberg | |
| smb Chromstahl GmbH | Hannover-Langenhagen |
T
| Stahlkontor Hahn GmbH | Ratingen |
|---|---|
| Stahl-Maschinen-Rohrleitungs-Bau de Haan GmbH | Oberhausen |
| Stahlwerk Oberhausen GmbH | Oberhausen |
| SVG Steinwerder Verwaltungsgesellschaft mbH | Hamburg |
| SWI Gebäudereinigung GmbH | Oberhausen |
| TFM Facility Management Beteiligungs GmbH | Düsseldorf |
| TFM Facility Management GmbH & Co. KG | Düsseldorf |
| Thyssen Aufzüge Berlin GmbH | Berlin |
| Thyssen Aufzüge Düsseldorf GmbH | Neuss |
| Thyssen Aufzüge Frankfurt GmbH | Frankfurt a.M. |
| Thyssen Aufzüge Hamburg GmbH | Hamburg |
| Thyssen Aufzüge München GmbH | Feldkirchen |
| Thyssen Aufzüge Sachsen GmbH | Boehlitz-Ehrenberg |
| Thyssen Aufzüge Stuttgart GmbH | Neuhausen a.d.F. |
| Thyssen Aufzugswerke GmbH | Neuhausen a.d.F. |
| Thyssen Aufzugswerk Mylau GmbH | Mylau |
| Thyssen Draht GmbH | Hamm |
| Thyssen Fahrtreppen GmbH | Hamburg |
| Thyssen Grundstücksgesellschaft ohg | Essen |
| Thyssen Henschel Airport Systems GmbH | Kassel |
| Thyssen Henschel GmbH | Essen |
| Thyssen Informatik Services GmbH | Krefeld |
| Thyssen Liegenschaften Verwaltungs GmbH & Co. KG Andernach | Essen |
| Thyssen Liegenschaften Verwaltungs GmbH & Co. KG Draht | Essen |
| Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Industrie | Oberhausen |
| Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co. KG Stahl | Oberhausen |
| Thyssen Mannesmann Handel GmbH | Düsseldorf |
| Thyssen Metallhandelsgesellschaft mbH | Berlin |
| Thyssen Polymer GmbH | Bogen |
| Thyssen Rheinstahl Technik GmbH | Düsseldorf |
| Thyssen Schulte GmbH | Düsseldorf |
| Thyssen Schulte Nutzeisen GmbH | Düsseldorf |
| Thyssen Schulte Werkstoffhandel GmbH | Düsseldorf |
| Thyssen Sonnenberg GmbH | Düsseldorf |
| Thyssen Stahl ag | Duisburg |
|---|---|
| Thyssen Trans GmbH | Düsseldorf |
| Thyssen Treppenlifte GmbH | Lemgo |
| Thyssen Verwaltungsgesellschaft für Röhrenhandel mbH | Düsseldorf |
| Thyssen Wohnbau GmbH | Essen |
| Thyssen Wohnungsgesellschaft Dümpten mbH | Essen |
| Thyssen Wohnungsgesellschaft Reisholz mbH | Essen |
| ThyssenKrupp Aufzüge GmbH | Neuhausen a.d.F. |
| ThyssenKrupp Automotive ag | Bochum |
| ThyssenKrupp Automotive Systems GmbH | Bochum |
| ThyssenKrupp Automotive Systems Leipzig GmbH | Leipzig |
| ThyssenKrupp Bau Consult GmbH | Essen |
| ThyssenKrupp Bausysteme GmbH | Dinslaken |
| ThyssenKrupp Bauteile Hof GmbH | Hof |
| ThyssenKrupp Bilstein GmbH | Ennepetal |
| ThyssenKrupp Bilstein Suspension GmbH | Ennepetal |
| ThyssenKrupp Bilstein Wagenheber GmbH | Mandern |
| ThyssenKrupp DAVEX GmbH | Duisburg |
| ThyssenKrupp DeliCate GmbH | Düsseldorf |
| ThyssenKrupp Dienstleistungen GmbH | Düsseldorf |
| ThyssenKrupp Drauz GmbH | Heilbronn |
| ThyssenKrupp Drauz Ingenieurbetrieb GmbH | Hohenstein-Ernstthal |
| ThyssenKrupp Education and Training GmbH | Essen |
| ThyssenKrupp Elastomertechnik GmbH | Hamburg |
| ThyssenKrupp Electrical Steel EBG GmbH | Bochum |
| ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH | Essen |
| ThyssenKrupp Elevator ag | Essen |
| ThyssenKrupp Energiehandel GmbH | Essen |
| ThyssenKrupp Engineering ag | Essen |
| ThyssenKrupp Facilities Services GmbH | Düsseldorf |
| ThyssenKrupp Fahrzeugguss GmbH | Hildesheim |
| ThyssenKrupp Fahrzeugtechnik GmbH | Emden |
| ThyssenKrupp Federn GmbH | Werdohl |
| ThyssenKrupp Garten- und Landschaftsbau GmbH | Essen |
| ThyssenKrupp Gerlach GmbH | Homburg/Saar |
| ThyssenKrupp GfT Gesellschaft für Technik mbH | Essen |
|---|---|
| ThyssenKrupp GfT Tiefbautechnik GmbH | Essen |
| ThyssenKrupp Grundbesitz Verwaltungs GmbH | Essen |
| ThyssenKrupp HiServ GmbH | Düsseldorf |
| ThyssenKrupp Immobilien Development GmbH | Essen |
| ThyssenKrupp Immobilien GmbH | Essen |
| ThyssenKrupp Immobilien Management GmbH | Essen |
| ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Concordiahütte GmbH | Oberhausen |
| ThyssenKrupp Immobilienentwicklungs Krefeld GmbH | Oberhausen |
| ThyssenKrupp Industrieservice GmbH | Düsseldorf |
| ThyssenKrupp Information Services GmbH | Düsseldorf |
| ThyssenKrupp Liegenschaften Umformtechnik Verwaltungs GmbH | Oberhausen |
| ThyssenKrupp Materials & Services GmbH | Düsseldorf |
| ThyssenKrupp Materials ag | Düsseldorf |
| ThyssenKrupp Metal Cutting GmbH | Essen |
| ThyssenKrupp Metallcenter GmbH | Karlsruhe |
| ThyssenKrupp Metallurgie GmbH | Essen |
| ThyssenKrupp Nirosta GmbH | Krefeld |
| ThyssenKrupp Plant Services GmbH | Essen |
| ThyssenKrupp Plant Services Nord GmbH | Salzbergen |
| ThyssenKrupp Plant Services Süd GmbH | Ingolstadt |
| ThyssenKrupp Präzisionsschmiede GmbH | München |
| ThyssenKrupp Presta lIsenburg GmbH | lIsenburg |
| ThyssenKrupp Printmedia GmbH | Duisburg |
| ThyssenKrupp Sägenstahlcenter GmbH | Duisburg |
| ThyssenKrupp Serv ag | Düsseldorf |
| ThyssenKrupp SiteServices GmbH | Kassel |
| ThyssenKrupp Stahl ag | Duisburg |
| ThyssenKrupp Stahl Bauelemente GmbH | Oberhausen |
| ThyssenKrupp Stahlbau GmbH | Hannover |
| ThyssenKrupp Stahlkontor GmbH | Düsseldorf |
| ThyssenKrupp Stahl-Service-Center GmbH | Leverkusen |
| ThyssenKrupp Stahlunion GmbH | Düsseldorf |
| ThyssenKrupp Stainless GmbH | Duisburg |
| ThyssenKrupp Stainless Export GmbH | Düsseldorf |
|---|---|
| ThyssenKrupp Steel ag | Duisburg |
| ThyssenKrupp Systems & Services GmbH | Ratingen |
| ThyssenKrupp Tailored Blanks GmbH | Dortmund |
| ThyssenKrupp Tailored Blanks Nord GmbH | Duisburg |
| ThyssenKrupp Technologies ag | Essen |
| ThyssenKrupp tempsafe GmbH | Emden |
| ThyssenKrupp Transrapid GmbH | Kassel |
| ThyssenKrupp Turbinenkomponenten GmbH | Essen |
| ThyssenKrupp Umformtechnik GmbH | Ludwigsfelde |
| ThyssenKrupp VDM GmbH | Werdohl |
| ThyssenKrupp VDM Verwaltungsgesellschaft mbH | Duisburg |
| ThyssenKrupp Verkehr GmbH | Duisburg |
| ThyssenKrupp Versicherungsdienst GmbH Industrieversicherungsvermittlung | Düsseldorf |
| ThyssenKrupp Wiscore GmbH | Essen |
| ThyssenKrupp Wohnimmobilien GmbH | Essen |
| TKIS Document Services GmbH | Essen |
| tormatic GmbH | Dortmund |
| Triaton GmbH | Krefeld |
| Walter Herzog GmbH | Stuttgart |
| Westdeutsche Industrieinstandhaltungs-Verwaltungsgesellschaft mbH | Köln |
| Westdeutsche Max Cochius GmbH | Frankfurt am Main |
| WIG Industrieinstandhaltung GmbH | Köln |
| Willy Schiffer Eisen- und Bautenschutz GmbH | Düren |
| Witzig & Frank GmbH | Offenburg |
Xtend Holding GmbH Düsseldorf
X
W
Weitere Informationen Anspruchsvolle Berichterstattung bedeutet für uns zum einen umfangreiches aktuelles Zahlenmaterial und ausführliche Erläuterungen. Wir bieten den Lesern unseres Geschäftsberichts zum anderen aber auch Orientierungs- und Vergleichsmöglichkeiten in Form von Mehrjahrestabellen sowie Begriffserklärungen und Stichwortverzeichnissen. Das Presse- und das Investor-Relations-Team geben Ihnen gerne weitere Informationen.
- Mehrjahresübersicht
- Wesentliche Konzernunternehmen und Beteiligungen
- Stichwortverzeichnis
- Glossar
- Abkürzungsverzeichnis
- Kontakt
- I/3 Termine 2003 2004
| THYSSENKRUPP KONZERN | pro forma | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1998/1999 | 1998/1999 | 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | ||
| Ertragslage | ||||||
| Umsatz | Mio € | 32.378 | 29.794 | 37.209 | 38.008 | 36.698 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | Mio € | 5.632 | 5.182 | 7.173 | 7.036 | 6.476 |
| EBITDA | Mio € | 2.545 | 2.391 | 3.383 | 3.267 | 2.648 |
| Abschreibungen | Mio € | 1.684 | 1.580 | 1.874 | 1.918 | 1.949 |
| Firmenwertabschreibungen (planmäßig) | Mio € | 225 | 201 | 224 | 241 | 0 |
| EBIT | Mio € | 861 | 811 | 1.509 | 1.349 | 1.046 |
| Zinsergebnis | Mio € | – 260 | – 202 | – 419 | – 473 | – 284 |
| EBT | ||||||
| nach Firmenwertabschreibungen vor Firmenwertabschreibungen |
Mio € Mio € |
601 826 |
609 810 |
1.090 1.314 |
876 1.117 |
– 762 |
| Konzern-Jahresüberschuss | Mio € | 270 | 262 | 527 | 665 | 216 |
| Ergebnis je Aktie | ||||||
| nach Firmenwertabschreibungen | € | 0,52 | 0,54 | 1,02 | 1,29 | – |
| vor Firmenwertabschreibungen | € | 0,96 | 0,93 | 1,46 | 1,76 | 0,42 |
| Normalisiertes Ergebnis je Aktie nach Firmenwertabschreibungen |
€ | 0,79 | 0,82 | 0,89 | 0,58 | – |
| vor Firmenwertabschreibungen | € | 1,23 | 1,21 | 1,33 | 1,05 | 0,48 |
| Gross Margin | % | 17,4 | 17,4 | 19,3 | 18,5 | 17,6 |
| EBITDA-Marge | % | 7,9 | 8,0 | 9,1 | 8,6 | 7,2 |
| EBIT-Marge | % | 2,7 | 2,7 | 4,1 | 3,5 | 2,9 |
| EBT-Marge | % | 1,9 | 2,0 | 2,9 | 2,3 | 2,1 |
| Eigenkapitalrentabilität (vor Steuern) | % | 7,4 | 7,5 | 12,4 | 10,0 | 9,2 |
| Vermögensstruktur | ||||||
| Anlagevermögen | Mio € | 17.428 | 17.428 | 18.755 | 17.818 | 16.255 |
| Umlaufvermögen (einschl. RAP und latente Steuern) |
Mio € | 15.285 | 15.285 | 17.133 | 16.831 | 14.905 |
| Vorräte | Mio € | 6.014 | 6.014 | 6.710 | 6.525 | 6.001 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Mio € | 5.216 | 5.216 | 6.223 | 5.721 | 5.353 |
| Liquide Mittel | Mio € | 806 | 806 | 1.021 | 1.258 | 941 |
| Bilanzsumme | Mio € | 32.713 | 32.713 | 35.888 | 34.649 | 31.160 |
| Eigenkapital | Mio € | 8.106 | 8.106 | 8.797 | 8.786 | 8.287 |
| Fremdkapital | Mio € | 24.607 | 24.607 | 27.091 | 25.863 | 22.873 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche | ||||||
| Verpflichtungen | Mio € | 7.023 | 7.023 | 6.970 | 6.908 | 7.065 |
| Brutto-Finanzverbindlichkeiten | Mio € | 6.999 | 6.999 | 8.751 | 7.665 | 5.683 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
Mio € | 2.828 | 2.828 | 3.168 | 3.248 | 3.128 |
| Eigenkapitalquote | % | 24,8 | 24,8 | 24,5 | 25,4 | 26,6 |
| Gearing | % | 76,4 | 76,4 | 87,9 | 72,9 | 57,2 |
| Anlagendeckung | % | 46,5 | 46,5 | 46,9 | 49,3 | 51,0 |
| Umschlagsdauer Vorräte | Tage | 66,9 | 72,7 | 64,9 | 61,8 | 58,9 |
| Zahlungsziel Debitoren | Tage | 58,0 | 63,0 | 60,2 | 54,2 | 52,5 |
| THYSSENKRUPP KONZERN | pro forma | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1998/1999 | 1998/1999 | 1999/2000 | 2000/2001 | 2001/2002 | ||
| Wertmanagement | ||||||
| Capital Employed (Durchschnitt) | Mio € | 19.441 | 19.441 | 22.062 | 22.792 | 21.001 |
| ROCE | % | 7,6 | 7,6 | 9,8 | 8,8 | 7,0 |
| Kapitalkostensatz | % | 9,0 | 9,0 | 9,0 | 9,0 | 9,0 |
| Wertbeitrag | Mio € | – 255 | – 269 | 162 | – 46 | – 413 |
| Steel | Mio € | – 328 | – | – 37 | – 16 | – 538 |
| Automotive | Mio € | 184 | – | 152 | – 16 | – 137 |
| Elevator | Mio € | 138 | – | 181 | 186 | 208 |
| Technologies | Mio € | 29 | – | 17 | 73 | 22 |
| Materials | Mio € | – 8 | – | 39 | – 88 | – 87 |
| Serv | Mio € | 31 | – | 36 | – 98 | – 14 |
| Real Estate | Mio € | – 61 | – | – 58 | – 37 | – 39 |
| Cash-Flow/Investitionen | ||||||
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | Mio € | – | 1.505 | 1.329 | 2.245 | 2.454 |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit | Mio € | – | – 2.818 | – 1.788 | – 1.299 | – 546 |
| Free Cash-Flow (vor Dividende) | Mio € | – | – 1.313 | – 459 | 946 | 1.908 |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit | Mio € | – | 1.439 | 609 | – 634 | – 2.177 |
| Investitionen | Mio € | 3.766 | 3.646 | 2.495 | 2.327 | 1.777 |
| Netto-Finanzverbindlichkeiten | Mio € | 6.193 | 6.193 | 7.730 | 6.407 | 4.742 |
| Innenfinanzierungskraft | – | 0,5 | 0,7 | 1,7 | 4,5 | |
| Dynamischer Verschuldungsgrad | – | 4,1 | 5,8 | 2,9 | 1,9 | |
| Mitarbeiter | ||||||
| Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) | 181.783 | 169.885 | 188.347 | 193.569 | 191.299 | |
| Personalaufwand | Mio € | 8.531 | 7.973 | 9.104 | 9.695 | 9.736 |
| Umsatz je Mitarbeiter | € | 178.113 | 175.377 | 197.556 | 196.354 | 191.836 |
| ThyssenKrupp AG | ||||||
| Jahresüberschuss | Mio € | – | 482 | 425 | 355 | 258 |
| Ausschüttung | Mio € | – | 368 | 386 | 309 | 206 1) |
| Dividende je Aktie | € | – | 0,72 | 0,75 | 0,60 | 0,40 1) |
| 1) Vorschlag an die Hauptversammlung |
UNTERNEHMEN (Stand 30.September 2002) Anteil am Eigenkapital Belegschaft Kapital in % 1) in Mio € 2) ThyssenKrupp Steel AG, Duisburg 100,00 3.315,3 117 ) Carbon Steel COSTE S.A.S., Fosses, Frankreich 100,00 14,2 54 Eisen- und Hüttenwerke AG, Köln 87,98 105,6 1 Gwent Steel Ltd., Newport, Großbritannien 100,00 8,0 80 Herzog Coilex GmbH, Stuttgart 74,90 6,9 123 Hoesch Hohenlimburg GmbH, Hagen 99,50 48,1 1.752 Hoesch Siegerlandwerke GmbH, Siegen 100,00 12,8 337 Isocab France S.A., Dunkerque, Frankreich 90,00 9,1 62 Isocab N.V., Harelbeke-Bavikhove, Belgien 90,00 8,8 174 LA.RE. Laminatoi del Reghena S.p.A., Turin, Italien 100,00 – 2,0 126 Rasselstein GmbH, Neuwied 100,00 130,7 522 Rasselstein Hoesch GmbH, Andernach 99,50 106,4 2.304 ThyssenKrupp Bausysteme GmbH, Dinslaken 100,00 10,0 168 ThyssenKrupp Stahl AG, Duisburg 99,53 1.105,9 20.307 ThyssenKrupp Stahl Bauelemente GmbH, Oberhausen 100,00 60,2 28 ThyssenKrupp Stahl-Service-Center GmbH, Leverkusen 99,55 37,2 572 ThyssenKrupp Steel North America, Inc., Dover/Delaware, USA 100,00 27,6 159 ThyssenKrupp Tailored Blanks GmbH, Dortmund 100,00 26,9 305 Galvanizaciones del Mediterraneo GALMED S.A., Sagunto, Spanien 24,50 48,5 61 GalvaSud S.A., Rio de Janeiro, Brasilien 49,00 21,3 234 Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg 50,00 122,7 3.537 Thyssen Ros Casares S.A., Valencia, Spanien 50,00 12,6 156 TWB Company, L.L.C., Detroit, USA 37,50 60,5 420 Wickeder Westfalenstahl GmbH, Wickede/Ruhr 25,10 38,0 526 Stainless Steel Acciai Speciali Terni España D.V.P. S.A., Barcelona, Spanien 100,00 3,6 80 AST France S.A., Paris, Frankreich 100,00 5,2 60 C.i.pro.s. S.r.l., Ballò di Mirano, Italien 70,00 17,9 77 C.S. Inox - Centro Servizi per l'Inossidabile S.p.A., Terni, Italien 70,00 9,0 81 Mexinox Trading S.A. de C.V., Mexico D.F., Mexiko 100,00 14,9 0 Mexinox USA Inc., Brownsville/Texas, USA 100,00 15,8 27 Nirosta Service Center GmbH, Wilnsdorf-Anzhausen 100,00 8,4 118 Precision Rolled Products Inc., Reno/Nevada, USA 100,00 15,5 143 Shanghai Krupp Stainless Co. Ltd., Pudong New Area/Shanghai, China 60,00 122,6 345 Terni Steel B.V., Rotterdam, Niederlande 100,00 28,2 5 ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni S.p.A., Terni, Italien 100,00 256,6 2.684 ThyssenKrupp Mexinox S.A. de C.V., San Luis Potosi, Mexiko 95,50 173,2 1.062 ThyssenKrupp Nirosta GmbH, Krefeld 100,00 153,4 4.785 ThyssenKrupp Stainless Export GmbH, Düsseldorf 100,00 0,0 27 ThyssenKrupp Stainless GmbH, Duisburg 99,61 482,1 50 ThyssenKrupp VDM GmbH, Werdohl 98,04 66,5 1.683 ThyssenKrupp VDM USA Inc., Parsippany/New Jersey, USA 100,00 3,0 20 Titania S.p.A., Terni, Italien 100,00 17,0 98 Tubificio di Terni S.r.l., Terni, Italien 97,00 16,0 139 3) 3) 3) 3) 3) 3) 3) 3) 3) 4) 3)
Wesentliche Konzernunternehmen und Beteiligungen
Steel
1) bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft im ThyssenKrupp Konzern 2) nach Landesrecht 3) Jahresabschluss 31.12.2001 4) Jahresabschluss 31.05.2002 5) Teilkonzern 6) Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
| UNTERNEHMEN (Stand 30.September 2002) |
Anteil am Kapital in % 1) |
Eigenkapital in Mio € 2) |
Belegschaft | |
|---|---|---|---|---|
| Special Materials | ||||
| Berkenhoff GmbH, Heuchelheim | 100,00 | 10,2 | 722 | |
| EBG India Private Ltd., Mumbai/Nashik, Indien | 83,58 | 16,4 | 764 | |
| Edelstahl Witten-Krefeld GmbH, Witten | 99,50 | 55,2 | 2.430 | |
| Edelstahlwerk Witten AG, Witten | 100,00 | 37,3 | 0 | |
| Krupp Edelstahlprofile GmbH, Siegen | 100,00 | 30,7 | 1.404 | |
| ThyssenKrupp Electrical Steel AST S.p.A., Terni, Italien | 100,00 | 11,7 | 550 | |
| ThyssenKrupp Electrical Steel EBG GmbH, Bochum | 99,50 | 21,1 | 1.479 | |
| ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH, Essen | 100,00 | 55,0 | 85 | |
| ThyssenKrupp Electrical Steel UGO S.A., Isbergues, Frankreich | 100,00 | 21,8 | 492 | |
| Thyssen Krupp Steel Italia S.p.A., Mailand, Italien | 100,00 | 176,4 | 0 | |
| ThyssenKrupp Steel USA Inc., Wilmington/Delaware, USA | 100,00 | 30,3 | 0 | |
| ThyssenKrupp Automotive AG, Bochum | 100,00 | 269,1 | 168 | Automotive |
| The Budd Company, Troy/Michigan, USA | 100,00 | 268,4 | 207 | |
| Chassis | ||||
| Budd Canada Inc., Kitchener/Ontario, Kanada | 77,25 | – 53,8 | 2.152 | |
| Stahl Specialty Company, Kingsville/Texas, USA | 100,00 | – 11,2 | 850 | |
| ThyssenKrupp Automotive Systems GmbH, Bochum | 100,00 | 15,3 | 126 | |
| ThyssenKrupp Automotive Tallent Chassis Ltd., County Durham, Großbritannien | 100,00 | 53,5 | 1.657 | |
| ThyssenKrupp Bilstein GmbH, Ennepetal | 99,50 | 12,1 | 1.072 | |
| ThyssenKrupp Bilstein of America Inc., San Diego/California, USA | 100,00 | 0,9 | 222 | |
| ThyssenKrupp Federn GmbH, Werdohl | 100,00 | 57,1 | 970 | |
| ThyssenKrupp JBM Private Ltd., Chennai, Indien | 73,89 | 5,9 | 192 | |
| Waupaca Foundry Inc., Waupaca/Wisconsin, USA | 100,00 | 301,9 | 3.369 | |
| Body | ||||
| Krupp Camford Pressings Ltd., Llanelli, Großbritannien | 100,00 | 19,4 | 492 | |
| Milford Fabricating Company, Detroit/Michigan, USA | 100,00 | 42,7 | 207 | |
| ThyssenKrupp Body Stampings Ltd., Cannock, Großbritannien | 100,00 | 16,7 | 899 | |
| ThyssenKrupp Drauz GmbH, Heilbronn | 100,00 | 1,3 | 575 | |
| ThyssenKrupp Drauz Ingenieurbetrieb GmbH, Hohenstein-Ernstthal | 100,00 | 13,4 | 256 | |
| ThyssenKrupp Umformtechnik GmbH, Ludwigsfelde | 100,00 | 46,2 | 2.150 | |
| TKA Fabco Corp., Halifax/Nova Scotia, Kanada | 100,00 | 44,4 | 1.137 | |
| Powertrain | ||||
| Krupp Metalúrgica Campo Limpo Ltda., Campo Limpo, Brasilien | 59,75 | 91,1 | 2.507 | |
| Krupp Metalúrgica de México S.A. de C.V., Mexico City, Mexiko | 100,00 | 20,7 | 321 | |
| ThyssenKrupp Atlas, Inc., Fostoria/Ohio, USA | 100,00 | 13,2 | 213 | |
| ThyssenKrupp Fahrzeugguss GmbH, Hildesheim | 100,00 | 36,5 | 1.346 | |
| ThyssenKrupp Fundicoes Ltda., Barra do Pirai, Brasilien | 100,00 | 14,3 | 1.500 | |
| ThyssenKrupp Gerlach Company, Danville/Illinois, USA | 100,00 | 29,1 | 227 | |
| ThyssenKrupp Gerlach GmbH, Homburg/Saar | 100,00 | 53,9 | 1.065 | |
| ThyssenKrupp Mavilor S.A., L'Horme, Frankreich | 99,89 | 4,3 | 449 | |
| ThyssenKrupp Präzisionsschmiede GmbH, München | 100,00 | 22,8 | 1.667 | |
| ThyssenKrupp Presta AG, Eschen, Liechtenstein | 100,00 | 213,5 | 1.139 | |
1) bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft im ThyssenKrupp Konzern 2) nach Landesrecht 3) Jahresabschluss 31.12.2001
Elevator
| UNTERNEHMEN | |||
|---|---|---|---|
| (Stand 30.September 2002) | Anteil am Kapital in % 1) |
Eigenkapital in Mio € 2) |
Belegschaft |
| ThyssenKrupp Presta France S.A., Florange, Frankreich | 100,00 | 2,8 | 380 |
| ThyssenKrupp Presta HuiZhong Shanghai Co., Ltd., Shanghai, China | 60,00 | 11,7 | 69 |
| Aventec S.A. de C.V., Silao/Guanajuato, Mexiko | 33,33 | 47,4 3) |
585 3) |
| ThyssenKrupp Elevator AG, Essen | 100,00 | 378,6 | 84 |
| Deutschland/Österreich/Schweiz | |||
| Thyssen Aufzugswerke GmbH, Neuhausen a.d.F. | 99,50 | 14,0 | 1.054 |
| Thyssen Fahrtreppen GmbH, Hamburg | 100,00 | 1,3 | 736 |
| ThyssenKrupp Aufzüge AG, Rümlang, Schweiz | 100,00 | 7,1 | 142 |
| ThyssenKrupp Aufzüge Ges.mbH, Wien, Österreich | 100,00 | 25,5 | 544 |
| ThyssenKrupp Aufzüge GmbH, Neuhausen a.d.F. | 100,00 | 79,9 | 83 |
| Frankreich/Benelux | |||
| Compagnie Générale d'Applications Ascenseurs S.A.S. 'C.G.2A.', | |||
| La Plaine Saint-Denis, Frankreich | 100,00 | 31,8 | 784 |
| Thyssen Ascenseurs S.A.S., Angers, Frankreich | 100,00 | 45,4 | 1.265 |
| Thyssen Liften B.V., Krimpen aan den IJssel, Niederlande | 100,00 | 23,2 5) |
318 5) |
| ThyssenKrupp Ascenseurs Holding S.A.S., Puteaux, Frankreich | 100,00 | 107,9 | 7 |
| Spanien/Portugal/Südamerika | |||
| Ascensores Cenia S.A., Andoain, Spanien | 100,00 | 19,0 | 769 |
| ThyssenKrupp Eletec Internacional S.A., Madrid, Spanien | 100,00 | 81,4 | 16 |
| ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Madrid, Spanien | 99,92 | 55,6 | 1.997 |
| ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Sâo Paulo, Brasilien | 99,77 | 69,3 | 1.709 |
| ThyssenKrupp Elevadores, S.A., Lissabon, Portugal | 100,00 | 11,5 | 571 |
| ThyssenKrupp Norte S.A., Mieres/Oviedo, Spanien | 100,00 | 16,5 | 441 |
| Nordamerika/Australien | |||
| Central Elevator Co. Inc., New York, USA | 100,00 | 18,9 | 199 |
| Northern Elevator Ltd., Scarborough/Ontario, Kanada | 100,00 | 77,6 | 1.346 |
| Thyssen Elevator Ltd., Toronto, Kanada | 100,00 | 40,0 | 849 |
| Thyssen Lifts Pacific Pty. Ltd., Surry Hills, Australien | 100,00 | 6,4 | 191 |
| Thyssen Elevator Capital Corp., Whittier/California, USA | 100,00 | 375,9 | 0 |
| ThyssenKrupp Elevator Corp., Horn Lake/Mississippi, USA | 100,00 | 196,0 | 6.853 |
| ThyssenKrupp Elevator Manufacturing Inc., Collierville/Tennessee, USA | 100,00 | 126,7 | 1.247 |
| Übriges Ausland | |||
| Thyssen Aufzüge Ltd., Nottingham, Großbritannien | 100,00 | 34,8 | 0 |
| Thyssen Aufzüge Norge A/S, Oslo, Norwegen | 100,00 | 40,7 5) |
109 5) |
| Thyssen Lift Service Sp. z o.o., Warschau, Polen | 97,50 | 2,6 | 30 |
| Thyssen Lifts and Escalators Ltd., Nottingham, Großbritannien | 100,00 | 31,1 | 956 |
| Thyssen Elevators Co. Ltd., Zhongshan, China | 80,00 | 10,5 | 739 |
| Fluggastbrücken | |||
| Thyssen Henschel S.A., Mieres/Oviedo, Spanien | 55,17 | 6,7 | 240 |
| Accessibility | |||
| Thyssen Access Corp., Kansas City/Missouri, USA | 100,00 | 5,6 | 250 |
| ThyssenKrupp Accessibility B.V., Krimpen aan den Ijssel, Niederlande | 100,00 | 1,2 | 172 |
| 1) bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft im ThyssenKrupp Konzern 2) nach Landesrecht |
3) Jahresabschluss 31.12.2001 |
| UNTERNEHMEN | ||||
|---|---|---|---|---|
| (Stand 30.September 2002) | Anteil am Kapital in % 1) |
Eigenkapital in Mio € 2) |
Belegschaft | |
| ThyssenKrupp Technologies AG, Essen | 100,00 | 432,1 | 157 | Technologies |
| Production Systems | ||||
| Cross Hüller Ltd., Merseyside, Großbritannien | 100,00 | 10,3 | 288 | |
| Fadal Engineering Company Inc., Chatsworth/California, USA | 100,00 | 143,7 | 236 | |
| Giddings & Lewis, LLC, Fond du Lac/Wisconsin, USA | 100,00 | 275,9 | 687 | |
| Gilman Engineering & Manufacturing Co. LLC, Janesville/Wisconsin, USA | 100,00 | 81,8 | 354 | |
| Hüller Hille GmbH, Ludwigsburg | 100,00 | 25,6 | 1.565 | |
| Industrie Automation S.A., Ensisheim, Frankreich | 100,00 | 6,1 | 191 | |
| Johann A. Krause Inc., Auburn Hills/Michigan, USA | 100,00 | 20,3 | 218 | |
| Johann A. Krause Maschinenfabrik GmbH, Bremen | 100,00 | 8,9 | 1.319 | |
| Nothelfer GmbH, Ravensburg | 99,50 | 10,2 | 1.590 | |
| The Cross Company, Sterling Heights/Michigan, USA | 100,00 | 11,1 | 212 | |
| ThyssenKrupp Metal Cutting GmbH, Essen | 100,00 | 48,2 | 0 | |
| ThyssenKrupp Production Systems Kft, Kecskemét, Ungarn | 100,00 | 5,7 | 343 | |
| Witzig & Frank GmbH, Offenburg | 100,00 | 9,5 | 268 | |
| Plant Technology | ||||
| Polysius AG, Beckum | 100,00 | 13,9 | 984 | |
| Polysius Corp., Atlanta/Georgia, USA | 100,00 | 16,6 | 101 | |
| Polysius S.A., Aix en Provence, Frankreich | 100,00 | 33,9 | 164 | |
| ThyssenKrupp EnCoke GmbH, Bochum | 99,23 | 26,0 | 331 | |
| ThyssenKrupp Fördertechnik GmbH, Essen | 100,00 | 66,1 | 771 | |
| ThyssenKrupp Industries India Pvt. Ltd., Pimpri, Indien | 53,93 | 28,9 | 894 | |
| Uhde GmbH, Dortmund | 100,00 | 56,5 | 1.225 | |
| Uhde India Ltd., Mumbai, Indien | 80,43 | 8,8 | 549 | |
| Intecsa-Uhde Industrial S.A., Madrid, Spanien | 50,00 | 12,6 | 373 | |
| Marine | ||||
| Blohm + Voss GmbH, Hamburg | 99,50 | 33,2 | 1.110 | |
| Blohm + Voss Repair GmbH, Hamburg | 99,50 | 7,7 | 460 | |
| Nordseewerke GmbH, Emden | 99,50 | 12,8 | 1.458 | |
| ThyssenKrupp Werften GmbH, Hamburg | 100,00 | 56,0 | 0 | |
| Mechanical Engineering | ||||
| Advanced Turbine Components, Inc. (ATC), Winston-Salem/North Carolina, USA | 80,00 | 14,6 | 195 | |
| B+V Industrietechnik GmbH, Hamburg | 100,00 | 10,2 | 645 | |
| Berco S.p.A., Copparo, Italien | 100,00 | 70,1 | 2.941 | |
| Noske-Kaeser GmbH, Hamburg | 100,00 | 5,6 | 374 | |
| Novoferm France S.A., Machecoul, Frankreich | 99,80 | 7,7 | 300 | |
| Novoferm GmbH, Rees | 100,00 | 41,1 | 757 | |
| Novoferm Nederland B.V., Waardenburg, Niederlande | 100,00 | 5,2 | 274 | |
| PSL a.s., Povazská Bystrica, Slowakei | 100,00 | 18,1 | 556 | |
| Riexinger Türenwerke GmbH, Brackenheim-Hausen | 74,50 | 12,6 | 412 | |
| Rotek Incorporated, Aurora/Ohio, USA | 100,00 | 22,9 | 287 | |
| Rothe Erde GmbH, Dortmund | 99,50 | 25,6 | 1.505 | |
| Thyssen Polymer GmbH, Bogen | 100,00 | 7,4 | 649 | |
| ThyssenKrupp Elastomertechnik GmbH, Hamburg | 100,00 | 5,1 | 561 | |
| 1) bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft im ThyssenKrupp Konzern 2) nach Landesrecht |
3) Jahresabschluss 31.12.2001 |
Materials
| UNTERNEHMEN | |||
|---|---|---|---|
| (Stand 30.September 2002) | Anteil am Kapital in % 1) |
Eigenkapital in Mio € 2) |
Belegschaft |
| ThyssenKrupp Transrapid GmbH, Kassel | 100,00 | 2,8 | 306 |
| ThyssenKrupp Turbinenkomponenten GmbH, Essen | 100,00 | 5,1 | 516 |
| Vinyl Building Products, Inc., Oakland/New Jersey, USA | 100,00 | 27,4 | 230 |
| Xuzhou Rothe Erde Slewing Bearing Co. Ltd., Xuzhou, China | 60,00 | 10,3 | 868 |
| ThyssenKrupp Materials AG, Düsseldorf | 99,77 | 460,3 | 217 |
| MaterialsServices Europe | |||
| Cadillac Plastic GmbH, Darmstadt | 100,00 | 6,2 | 256 |
| Dortmunder Eisenhandel Hansa GmbH, Dortmund | 100,00 | 13,7 | 115 |
| Freiburger Stahlhandel GmbH & Co. KG, Freiburg i.Br. | 51,00 | 2,3 | 149 |
| German-Steels Co. Ltd., Hongkong | 80,00 | 14,4 | 46 |
| Jacob Bek GmbH, Ulm | 80,00 | 4,9 | 155 |
| LAGERMEX S.A. de C.V., Puebla, Mexiko | 100,00 | 16,9 | 213 |
| N.V. Thyssen Belge S.A., Grâce-Hollogne, Belgien | 100,00 | 4,5 | 0 |
| Otto Wolff Handelsgesellschaft mbH, Düsseldorf | 99,50 | 19,3 | 174 |
| Otto Wolff Kunststoffvertrieb GmbH, Düsseldorf | 100,00 | 6,1 | 398 |
| Röhm Benelux B.V., Baarn, Niederlande | 100,00 | 26,6 | 14 |
| Smitfort-Staal B.V., 's-Gravenhage, Niederlande | 100,00 | 14,5 | 100 |
| Thyssen (Schweiz) AG, Bronschhofen/Wil, Schweiz | 100,00 | 14,9 | 126 |
| Thyssen Röhm Kunststoffe GmbH, Düsseldorf | 65,45 | 60,2 | 0 |
| ThyssenKrupp Energostal S.A., Torun, Polen | 80,00 | 8,0 | 252 |
| ThyssenKrupp Ferroglobus Kereskedelmi Rt., Budapest, Ungarn | 89,63 | 30,6 | 354 |
| ThyssenKrupp Materials France S.A.S., Maurepas, Frankreich | 100,00 | 39,9 | 685 |
| ThyssenKrupp Materials Ibérica S.A., Martorelles, Spanien | 100,00 | 3,4 | 139 |
| ThyssenKrupp Materials Nederland B.V., Veghel, Niederlande | 100,00 | 27,8 | 178 |
| ThyssenKrupp Metallcenter GmbH, Karlsruhe | 100,00 | 0,1 | 71 |
| ThyssenKrupp Special Steels (UK) Ltd., Staveley, Großbritannien | 100,00 | 2,7 | 25 |
| ThyssenKrupp Stahlunion Austria GmbH, Wien, Österreich | 100,00 | 3,3 | 102 |
| Thyssen Stahlunion Holdings Ltd., Smethwick, Großbritannien | 100,00 | 23,0 | 228 |
| Vetchberry Ltd., Birmingham, Großbritannien | 100,00 | 13,0 | 73 |
| Finox S.p.A., Mailand, Italien | 40,00 | 7,7 3) |
316 3) |
| MaterialsServices North America | |||
| AIN Plastics, Inc., Mount Vernon/New York, USA | 100,00 | 11,5 | 123 |
| Copper and Brass Sales, Inc., Eastpoint/Michigan, USA | 100,00 | 33,5 | 1.043 |
| Ken-Mac Metals Inc., Cleveland/Ohio, USA | 100,00 | 33,6 | 210 |
| Thyssen Canada Ltd., Rexdale/Ontario, Kanada | 100,00 | 16,6 | 137 |
| Thyssen Inc., Dover/Delaware, USA | 100,00 | 197,6 | 275 |
| Thyssen Specialty Steels Inc., Carol Stream/Illinois, USA | 100,00 | 15,0 | 138 |
| Special Products | |||
B.V.Nedeximpo Nederlandse Export- en Importmaatschappij, |
|||
| Amsterdam, Niederlande | 100,00 | 8,4 | 29 |
| Thyssen Mannesmann Handel (SEA) Pte. Ltd., Singapur, Singapur | 100,00 | 3,4 | 22 |
| ThyssenKrupp Energiehandel GmbH, Essen | 100,00 | 20,9 | 12 |
| ThyssenKrupp GfT Gesellschaft für Technik mbH, Essen | 100,00 | 10,9 | 218 |
| ThyssenKrupp Metallurgie GmbH, Essen | 100,00 | 16,5 | 45 |
1) bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft im ThyssenKrupp Konzern 2) nach Landesrecht 3) Jahresabschluss 31.12.2001
| UNTERNEHMEN (Stand 30.September 2002) |
Anteil am Kapital in % 1) |
Eigenkapital in Mio € 2) |
Belegschaft | |
|---|---|---|---|---|
| ThyssenKrupp Serv AG, Düsseldorf | 100,00 | 191,2 | 79 | Serv |
| Industrial Services | ||||
| Commondo (UK) Ltd., Birmingham, Großbritannien | 100,00 | 2,8 | 1.202 | |
| Hommel CNC Technik GmbH, Düsseldorf | 100,00 | 1,5 | 55 | |
| ThyssenKrupp Industrieservice GmbH, Düsseldorf | 100,00 | 94,3 | 26 | |
| Westdeutsche Industrieinstandhaltungs-Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln | 78,33 | 39,4 | 0 | |
| WIG Industrieinstandhaltung GmbH, Köln | 100,00 | 6,2 | 6.492 | |
| Construction Services | ||||
| Hünnebeck GmbH, Ratingen | 100,00 | 29,2 | 263 | |
| Palmers Ltd., Hampshire, Großbritannien | 100,00 | 5,0 | 1.018 | |
| PeinigerRöRo GmbH, Gelsenkirchen | 100,00 | 38,6 | 2.305 | |
| TH United Enterprises, Inc., Dover/Delaware, USA | 100,00 | 103,1 | 2.683 | |
| Thyssen Austria Ges. mbH, Wien, Österreich | 99,50 | 13,4 | 191 | |
| ThyssenKrupp Systems & Services GmbH, Ratingen | 96,00 | 63,2 | 57 | |
| Facilities Services | ||||
| ThyssenKrupp Facilities Services GmbH, Düsseldorf | 100,00 | 6,7 | 5 | |
| ThyssenKrupp HiServ GmbH, Düsseldorf | 100,00 | 3,9 | 1.429 | |
| Information Services | ||||
| Krupp Druckereibetriebe GmbH, Essen | 100,00 | 2,6 | 323 | |
| ThyssenKrupp Information Services GmbH, Düsseldorf | 100,00 | 128,7 | 58 | |
| Triaton GmbH, Krefeld | 100,00 | 4,9 | 1.972 | |
| ThyssenKrupp Immobilien GmbH, Essen | 100,00 | 34,4 | 94 | Real Estate |
| Wohnimmobilien | ||||
| Krupp Hoesch Immobilien GmbH, Essen | 100,00 | 91,1 | 0 | |
| ThyssenKrupp Wohnimmobilien GmbH, Essen | 99,69 | 296,6 | 278 | |
| Immobiliendienstleistungen und -entwicklung | ||||
| Krupp Stahl AG & Co. Liegenschaftsverwaltung, Bochum | 100,00 | 118,1 | 0 | |
| Suter + Suter GmbH, Düsseldorf | 100,00 | 7,7 | 29 | |
| Thyssen Liegenschaften Verwaltungs- und Verwertungs GmbH & Co.KG Stahl, | ||||
| Oberhausen | 100,00 | 31,1 | 0 | |
| ThyssenKrupp Garten und Landschaftsbau GmbH, Essen | 100,00 | 0,2 | 113 | |
| ThyssenKrupp Immobilien Management GmbH, Essen | 100,00 | 0,3 | 130 | |
| Landesholdings | Corporate | |||
| Grupo ThyssenKrupp S.A., Madrid, Spanien | 100,00 | 198,1 | 0 | |
| ThyssenKrupp France S.A., Rueil-Malmaison, Frankreich | 100,00 | 319,7 | 0 | |
| ThyssenKrupp Italia S.p.A., Mailand, Italien | 100,00 | 150,1 | 0 | |
| ThyssenKrupp Nederland B.V., Roermond, Niederlande | 100,00 | 141,5 | 0 | |
| ThyssenKrupp Participaciones, S.L., Andoain, Spanien | 100,00 | 16,6 | 0 | |
| ThyssenKrupp UK PLC., County Durham, Großbritannien | 100,00 | 244,7 | 0 | |
| ThyssenKrupp USA, Inc., Troy/Michigan, USA | 100,00 | 1.236,4 | 26 | |
| Beteiligungen | ||||
| Böhler Thyssen Schweißtechnik GmbH, Hamm | 50,00 | 57,1 3) |
15 6) |
|
| RAG Aktiengesellschaft, Essen | 20,57 | 486,9 3) |
49.570 3) |
|
| 1) bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft im ThyssenKrupp Konzern 2) nach Landesrecht |
3) Jahresabschluss 31.12.2001 |
Stichwortverzeichnis
A
B
C
| Absatzgebiete | 62 |
|---|---|
| Aktie | 40 |
| Aktionärserhebung | 44 |
| Altersteilzeit | 97 |
| Altersvorsorge | 97, 193 |
| Analystentreffen | 46 |
| Anhang | 162 |
| Anlagevermögen | 180 |
| Ansprechpartner | 258 |
| Aufsichtsrat | 24 |
| Ausblick | 23, 80 |
| Ausschüsse des Aufsichtsrats | 25, 27 |
| Automotive | 64, 69,82, 120, 135 |
| Belegschaftsaktien | 44 |
|---|---|
| Bericht des Aufsichtsrats | 26 |
| Berufsausbildung | 96 |
| Beschaffung | 72 |
| Bestätigungsvermerk | 155 |
| Beteiligungen | 246 |
| Bilanz | 157, 179 |
| Bilanzstruktur | 144 |
| Body | 121 |
| Börsenhandel | 42 |
| Börsenwert/Marktkapitalisierung | 42 |
| Branchenkonjunktur | 58, 80 |
| Brutto-Inlandsprodukt | 59, 81 |
| Carbon Steel | 118 |
| Carbon Steel | 118 |
|---|---|
| Cash-Flow | 158, 220 |
| Chassis | 121 |
| Conference Call | 47, I/3 |
| Corporate | 137 |
| Corporate Governance | 30, 34, 46, 229 |
| D | Devisenmanagement | 148 |
|---|---|---|
| Dienstleistungsorientierung | 102 | |
| Dividende | 21, 44, 83, 138, 189 | |
| E | ||
| E-Business | 103 | |
| Eigenkapitalentwicklung | 160 | |
| Elevator | 65, 69, 83, 122, 136 | |
| Entsprechungserklärung | 31 | |
| Ergebnis | 21, 78, 134 | |
| Ergebnis je Aktie | 43, 78, 221 | |
| Erklärung des Vorstands | 154 | |
| F | ||
| Fast-Close-Projekt | 29 | |
| Finanzkalender | I/3 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 21, 201 | |
| Forschung und Entwicklung Free Float |
75, 84, 104 44 |
|
| Führungskräfte-Entwicklung | 98 | |
| G | Geschäftslage | 58 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 156, 175 | |
| Grundkapital | 44 | |
| H | ||
| Hauptversammlung | 47 | |
| I | Infoline | 258 |
| Innovationswettbewerb | 106 | |
| Internet-Auftritt | 47, 103 | |
| Investitionen | 76, 85 | |
| Investor Relations | 46 | |
| K | ||
| Kapitalflussrechnung | 142, 158, 220 | |
| Kennzahlen zur Aktie | 40 | |
| Konjunkturaussichten | 80 | |
| Kontakt | 258 | |
| Kursentwicklung | 40 |
| L | Long Term Management Incentiveplan | 36, 99, 190 | |
|---|---|---|---|
| M | |||
| Mandate des Aufsichtsrats | 232 | ||
| Mandate des Vorstands | 230 | ||
| Marine | 125 | ||
| Materialaufwand | 72 | ||
| Materials | 67, 69, 83, 126, 136 | ||
| Mechanical Engineering | 125 | ||
| Mehrjahresübersicht | 244 | ||
| Mitarbeiter | 71, 83, 228 | ||
| N | Nachhaltigkeit | 74 | |
| Nirosta | 104 | ||
| P | Personalaufwand | 71, 228 | |
| Plant Technology | 124 | ||
| Portfolio-Optimierung | 69, 172 | ||
| Powertrain | 121 | ||
| Production Systems | 124 | ||
| R | |||
| Rating | 147 | ||
| Real Estate | 68, 130, 137 | ||
| Risikomanagement | 148 | ||
| S | Segmente | 61, 82, 116, 134, 214, 218 | |
| Serv | 68, 70, 83, 128, 137 | ||
| Special Materials | 63, 119 | ||
| Stainless Steel | 119 | ||
| Stammdaten der Aktie | 45 | ||
| Steel | 62, 69, 82, 118, 134 | ||
| T | |||
| Technologies | 66, 69, 83, 124, 136 | ||
| Termine | I/3 | ||
| ThyssenKrupp best | 22, 100 | ||
| Transrapid | 66, 125 |
| U | Umweltschutz | 74, 84 |
|---|---|---|
| Vorstand | 18 | |
| W | Währungsumrechnung | 163 |
| Werften | 125 | |
| Wertorientiertes Management | 46, 139 | |
| Zentralbereiche | 19 | |
| Ziel-Gearing | 21, 85 | |
| Zukunftspotenziale | 94 |
Glossar
Anarbeitung
A
in Service-Center ausgelagerte erste Stufe der Werkstoffbearbeitung (z.B. Zuschnitte, Oberflächenbearbeitung)
Anlagendeckung
Eigenkapital : Anlagevermögen, multipliziert mit 100 Audit
durch unabhängige Prüfer vorgenommene Untersuchung eines Unternehmens(-teils), ob definierte Vorgaben eingehalten sind
B best pl@za
konzernweit über Intranet und Internet zugängliche Plattfom für Reporting, Kommunikation und Knowhow-Transfer im Rahmen von ThyssenKrupp best
Bruttoergebnis
Umsatz abzüglich Herstellungskosten des Umsatzes
C
Capital Employed eingesetztes verzinsliches Kapital
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel aus Investitionen/ Desinvestitionen
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
Zufluss/Abfluss flüssiger Mittel, soweit nicht durch Investitions-, Desinvestitions- oder Finanzierungstätigkeit beeinflusst
Conference Call
Telefon-Konferenz, eingesetzt beispielsweise zur aktuellen Unterrichtung von Analysten
Corporate Governance
Bezeichnung im internationalen Sprachgebrauch für die verantwortliche, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensleitung und Unternehmenskontrolle
D dax
Deutscher Aktien-Index, zusammengestellt von der Deutschen Börse. Der Index bildet die Wertentwicklung der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Aktien, darunter auch der ThyssenKrupp Aktie, ab
Dow Jones stoxx (dj stoxx)
europäischer Aktien-Index der Indexgesellschaft Stoxx Ltd. Gründer von Stoxx waren Deutsche Börse ag, die Bourse de Paris, die Schweizer Börse und das Verlagshaus Dow Jones and Company
Downstream-Aktivitäten
Weiterverarbeitungsstufen von Flachstahl mit hoher Wertschöpfung, z.B. Oberflächenveredelung, Stahl-Service oder Fügetechnik
Dynamischer Verschuldungsgrad
Netto-Finanzverbindlichkeiten : Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
E ebit
Ergebnis vor Steuern, Anteilen anderer Gesellschafter und Zinsergebnis (Earnings before Interest, Taxes)
ebitda
Ergebnis vor Steuern, Anteilen anderer Gesellschafter, Zinsergebnis und Abschreibungen (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization)
ebit-Marge
ebit : Umsatz (je höher die Kennzahl, desto höher die Ertragskraft)
ebitda-Marge
ebitda : Umsatz (je höher die Kennzahl, desto höher die Ertragskraft)
ebt
Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings before Taxes)
ebt-Marge
ebt : Umsatz (je höher die Kennzahl, desto höher die Ertragskraft)
Eigenkapitalquote
Bilanzielles Eigenkapital : Bilanzsumme (je höher die Kennzahl, desto geringer der Verschuldungsgrad)
Eigenkapitalrentabilität
Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter : Eigenkapital
Emerging Markets
aufstrebende Wirtschaftsregionen insbesondere der Dritten Welt
Entsprechenserklärung
Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zur Umsetzung der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex
E-Procurement
Materialeinkauf unter Nutzung moderner elektronischer Medien, insbesondere des Internets
Euroland
F
G
Wirtschaftsraum der Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion
Free Cash-Flow (vor Dividende)
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
Free Float
Streubesitz
Full-Service-Supplier
Dienstleistungsunternehmen, das seinen Kunden alle benötigten Dienstleistungen aus einer Hand anbieten kann
Gearing
Netto-Finanzschulden : Eigenkapital (je geringer die Kennzahl, desto höher der Eigenkapitalanteil am eingesetzten verzinslichen Kapital)
Gross Margin
Bruttoergebnis : Umsatz (je höher die Kennzahl, desto höher die operative Ertragskraft)
Innenfinanzierungskraft
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit : Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
Kapitalkostensatz
strategisch vorgegebener Mindestverzinsungsanspruch der Kapitalgeber
L
I
K
Long Term Management Incentiveplan (ltmi)
Gewährung von Wertzuwachsrechten für Führungskräfte des Konzerns als kapitalmarktorientiertes Vergütungselement. Ihr Wert orientiert sich an der Entwicklung der ThyssenKrupp Aktie und des Dow Jones stoxx
O
One-Stop-Shopping Komplettlieferung bzw. -leistung von Produkten und Dienstleistungen aus einer Hand
Purchase accounting
us-gaap-Rechnungslegungsmethode zur Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs
R
P
Recruiting Einstellungspolitik eines Unternehmens einschließlich Methoden der Personalbedarfsanalyse sowie der Personalsuche und -auswahl
roce
Gesamtkapitalrentabilität (Return on Capital Employed)
rost-, säure- und hitzebeständige Edelstähle
rsh-Stähle
S smc
faserverstärkter Kunststoff-Werkstoff (Sheet Molded Compound)
Spin-off-Produkt
aus einer anderen Entwicklungslinie abgeleitetes Produkt
Spotgeschäft
Kauf bzw. Verkauf von kurzfristig verfügbaren, standardisierten Produkten zu tagesaktuellen Preisen
Spread
Bandbreite von Kurs- bzw. Preisschwankungen
Stakeholder
gesellschaftliche Gruppen, die zum Unternehmenserfolg beitragen und in verschiedener Weise Ansprüche an das Unternehmen stellen (z.B. Aktionäre, Banken, Kunden, Mitarbeiter, staatliche Stellen)
Tailored Blank
T
U
V
W
Z
Platine, die aus einzelnen Stahlfeinblechen verschiedener Güte, Dicke und Oberflächenveredelung besteht und deren Teile tiefziehfähig miteinander verschweißt sind
ThyssenKrupp best
Programm zur Effizienzsteigerung in allen Bereichen des Unternehmens. best steht für "business excellence in service and technology"
ThyssenKrupp Managementkompetenzen
zentrale Grundlage zur Potenzialeinschätzung und Kompetenzentwicklung von Führungskräften
Umschlagsdauer Vorräte
Vorratsbestände : Umsatz, multipliziert mit 360 (je niedriger die Kennzahl, desto schneller der Vorratsumschlag)
us-gaap
us-amerikanische Bilanzierungsregeln (United States Generally Accepted Accounting Principles)
Value-Reporting
Kommunikation mit Öffentlichkeit und Finanzmarkt über wertorientierte Kenngrößen eines Unternehmens
Volatilität
Intensität der Kursschwankungen von Aktien und Devisen bzw. der Preisänderungen von Massengütern im Vergleich zur Marktentwicklung
Wertbeitrag
Differenz zwischen roce und dem Kapitalkostensatz, multipliziert mit dem Capital Employed. Bei positivem Wertbeitrag liegt Verzinsung des Capital Employed über Kapitalkostensatz
Zahlungsziel Debitoren
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen : Umsatz, multipliziert mit 360 (je niedriger die Kennzahl, desto schneller bezahlen die Kunden)
| A | aicpa American Institute of Certified Accountants |
|
|---|---|---|
| AktG Aktiengesetz |
||
| apb Accounting Principles Board Opinion |
||
| arb Accounting Research Bulletin |
||
| B | bip Brutto-Inlandsprodukt |
|
| C | con Statement of Financial Accounting Concepts |
|
| D | dj stoxx Dow Jones stoxx |
|
| drs Deutscher Rechnungslegungsstandard |
||
| dsr Deutscher Standardisierungsrat |
||
| E | eitf Emerging Issues Task Force |
|
| eps Earnings per Share |
||
| F | fasb Financial Accounting Standards Board |
|
| Fifo First in, first out (Verbrauchsfolgeannahme) |
||
| H | hgb Handelsgesetzbuch |
|
| I | it Informationstechnologie |
|
| K | KonTraG Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich |
|
257 Weitere Informationen Abkürzungsverzeichnis
Kontakt
ThyssenKrupp ag
August-Thyssen-Str. 1 40211 Düsseldorf Postfach 10 10 10 40001 Düsseldorf Telefon (0211) 824-0 Fax (0211) 824-36000 E-Mail [email protected]
Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:
- " Zentralbereich Kommunikation und Vorstandsbüro Telefon (0211) 824-36007 Telefax (0211) 824-36041 E-Mail [email protected]
- " Zentralbereich Investor Relations E-Mail [email protected]
Analysten und institutionelle Investoren Telefon (0211) 824-36464 Telefax (0211) 824-36467
Privatanleger Infoline 01802 252 252 (0,06 € pro Gespräch) Telefax (0211) 824-38512
Dieser Bericht sowie der Jahresabschluss der ThyssenKrupp ag liegen in deutscher und englischer Sprache vor; beide Fassungen stehen auch im Internet unter http://www.thyssenkrupp.com zum Download bereit. Darüber hinaus wird eine mediengerecht aufbereitete, interaktive Online-Version des Geschäftsberichts im Internet angeboten.
Weitere Exemplare sowie zusätzliches Informationsmaterial über den ThyssenKrupp Konzern schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne kostenlos zu. Telefon (0211) 824-38382 und (0211) 824-38371 Telefax (0211) 824-38512 E-Mail [email protected]
Die Zukunft geht weiter.
Jeder Blick in die Zukunft unterliegt zwangsläufig einer kleinen Einschränkung: Wie präzise er war, wissen wir erst, wenn die Zukunft da ist. Erst dann steht fest, welche Herausforderungen die Zukunft mit sich brachte und wie es uns im Rahmen unserer Zukunftswerte gelang, unser Handeln weiter zu optimieren. Wir sehen den Herausforderungen gespannt entgegen. Und freuen uns gemeinsam mit Ihnen auf den Geschäftsbericht 2002 2003.
termine 2003 2004
Termine 2003 2004
| Zw is ch be ric ht en |
|---|
| Q (O r) l 2 2/ kt ob b is De be rta 1. ua 00 20 03 er ze m |
| Co nf C al l m it An al te er en ce ys n |
| O rd tli ch Ha lu tv en e up er sa m m ng |
| Za hl de r D iv id de fü r d G ch äf ja hr 1/ ts 2 00 20 02 un g en as es |
| Zw is ch be ric ht en |
| Q l 2 2/ (J r b is M z) rta är 2. 00 20 03 ua an ua |
| An al ffe te nt ys re n |
| Zw is ch be ric ht en |
| Q (A ) l 2 2/ il bi Ju ni rta 00 20 03 3. ua pr s |
| Bi la ko nf nz pr es se er en z |
| An al ffe te nt ys re n |
| O rd tli ch Ha lu tv en e up er sa m m ng |
| Zw is ch be ric ht en |
| Q (O r) l 2 3/ kt ob b is De be rta 1. ua 00 20 04 er ze m |
Termine 2003
- Februar 2003
termine
I/3
2003 2004
-
Februar 2003
-
Februar 2003
-
Mai 2003
-
Mai 2003
-
August 2003
-
Januar 2004
-
Februar 2004
-
Dezember 2003
2004
Zwischenbericht
Zwischenbericht
Analystentreffen
Zwischenbericht
Analystentreffen
Zwischenbericht
-
Quartal 2003/2004
-
Quartal 2002/2003
-
Quartal 2002/2003
Bilanzpressekonferenz
Ordentliche Hauptversammlung
- Quartal 2002/2003
Conference Call mit Analysten
Ordentliche Hauptversammlung
(Oktober bis Dezember)
Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2001/2002
(Januar bis März)
(April bis Juni)
(Oktober bis Dezember)

TKag
40211
August-Thyssen-Straße 1
Düsseldorf
www.thyssenkrupp.com
TKag August-Thyssen-Straße 140211Düsseldorf
www.thyssenkrupp.com
Termine 2003
2004