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Themis GREN Ltd. Annual Report 2017

Oct 30, 2018

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Annual Report

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Publication

Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft

Grünwald

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Konzernlagebericht

I. Grundlagen des Konzerns

1. Struktur, Beteiligungen und Geschäftsmodell des Konzerns

Die Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft in Grünwald (nachstehend „Themis") war zum 31.12.2017 zu 100 % an der Dermapharm Holding SE beteiligt.

Die Dermapharm Holding SE wurde mit Satzung vom 4. Juli 2017 als Europäische Gesellschaft (Societas Europaea (SE)) nach europäischem und deutschem Recht gegründet. Der Firmenname lautet "Blitz 17 663 SE' mit Sitz in München und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 234575 eingetragen. Gründer des Unternehmens war die Blitzstort Gründungs Ltd. in London, Großbritannien. Die Gesellschaft hat ihre Geschäftstätigkeit am 12. Juli 2017 aufgenommen.

Am 11. August 2017 erwarb die Themis Beteiligungs-AG im Rahmen eines Aktienkauf- und Abtretungsvertrages sämtliche Aktien dieser Gesellschaft, änderte die Firmierung in Dermapharm Holding SE und verlegte den Sitz der Gesellschaft nach Grünwald.

Die Gesellschaft ist nach europäischem Recht als Europäische Gesellschaft (Societas Europaea (SE)) organisiert und unterliegt damit den europäischen Rechtsvorschriften über diese Gesellschaften, insbesondere der SE-VO und auch den für eine deutsche Aktiengesellschaft geltenden Vorschriften des deutschen Rechts.

Die Dermapharm Holding SE hält 100 % der Anteile an der Dermapharm AG, Grünwald. Sie hat im Wesentlichen die Funktion einer strategischen Holding. Das operative Geschäft des Themis Konzerns wird von der Dermapharm AG, Grünwald und ihren verschiedenen Tochtergesellschaften betrieben.

Der Konsolidierungskreis der Themis umfasst alle Unternehmen, deren Finanz- und Geschäftspolitik direkt oder indirekt von Themis kontrolliert werden kann.

Die Themis (zusammen mit ihren konsolidierten Tochtergesellschaften „Dermapharm") hält die Anteile an den unter Punkt 11.3 beschriebenen nationalen und internationalen Tochtergesellschaften, die sich auf die Entwicklung, Zulassung, Herstellung und den Vertrieb von Produkten mit patentfreien, pharmazeutischen Wirkstoffen im Gesundheits- und insbesondere Pharmamarkt, konzentrieren.

Kernprodukte dieser Konzerngesellschaften sind:

● sog. branded Generics (patentfreie, wirkstoffgleiche Folgeprodukte eines bereits unter einem Markennamen auf dem Markt befindlichen Medikaments; vertrieben unter einem eigenen Markennamen),

● Markenoriginale

● rezeptfreie Naturarzneimittel,

● sonstige OTC's (apothekenpflichtige und gleichzeitig nicht verschreibungspflichtige Medikamente)

● parallelimportierte Original-Präparate sowie

● Medizinprodukte.

Unser Produktportfolio deckt damit ein sehr breites Spektrum an Wirkstoffgruppen in nahezu allen Indikationsbereichen ab.

Die Firmengruppe unterhält hierzu Produktions- bzw. Vertriebsstandorte in den Ländern Deutschland, welches auch gleichzeitig der größte Absatzmarkt ist, sowie in Österreich, der Schweiz, in den Niederlanden, Polen und der Ukraine.

Der überwiegende Teil aller Präparate wird in unserem zentralen Produktions- und Logistikzentrum, der mibe GmbH Arzneimittel in Brehna gefertigt. Diese übernimmt auch den zentralen Wirkstoffeinkauf und die Warenversorgung der Tochtergesellschaften.

In den Ländern Österreich und Polen wird zudem für einzelne Produkte des lokalen Marktes produziert.

Die Bewerbung und der Vertrieb aller Generika und OTC-Fertigprodukte erfolgt in Deutschland durch einen gemeinsamen Außendienst, der sowohl Apotheken, niedergelassene Ärzte, als auch Kliniken aufsucht. Der Vertrieb von parallel importierten Original-Präparaten erfolgt zudem über einen telefonischen Direktvertrieb.

Mit unseren Konzerngesellschaften verfügen wir über alle Voraussetzungen, um langfristig erfolgreich zu sein. Dazu gehören flexible Firmenstrukturen, eine gesicherte und breite Kundenbasis, eine globale Aufstellung mit regionaler Flexibilität sowie eine unternehmerisch geprägte Managementstruktur.

2. Forschung und Entwicklung

Der Themis Konzern betreibt aufgrund des Geschäftsmodells bewusst keine pharmazeutische Grundlagenforschung. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Präparaten mit pharmazeutischen Wirkstoffen, die in der Regel keinen gewerblichen Schutzrechten mehr unterliegen.

Das Fundament für profitables Wachstum und den langfristigen Firmenerfolg liegt in der kontinuierlichen Markteinführung von Generika-Produkten zum frühestmöglichen Zeitpunkt nach Patentablauf und den bestmöglichen Herstellungskosten. Eine maßgebliche Rolle dabei spielt das konzerneigene zentrale Entwicklungszentrum der mibe Arzneimittel GmbH in Brehna, ergänzt um Auftragsentwicklungen, sowie einer Zusammenarbeit mit externen Entwicklungspartnern.

Die Gesellschaften des Themis Konzerns werden nach Möglichkeit neu entwickelte Produkte für eine internationale Vermarktung nutzen. Deshalb bedienen sich die Gesellschaften nationaler, als auch supranationaler, meist EU-weiter Zulassungsverfahren.

Dermapharm überprüft ständig die Zielmärkte, die von seinem Produktangebot abgedeckt werden. Nach der Identifizierung eines potenziell attraktiven Arzneimittels ist Dermapharm in der Lage, die wichtigsten Phasen des Entwicklungs- und Zulassungsprozesses selbst zu übernehmen, einschließlich der Entwicklung und des Sponsorings von klinischen Studien. Dermapharm ist davon überzeugt, dass das eigene Know-how in der Produktentwicklung ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Firmengruppe ist. Dermapharm behält dadurch die Kontrolle über Zeit und Kosten der Produktentwicklung und ist in der Lage, sich speziellen Entwicklungen, auch von Nischenprodukten zu widmen. Darüber hinaus verfügt Dermapharm über die notwendige regulatorische Expertise, um den Zulassungsprozess selbst durchführen zu können. Dabei kann sie auf die ausgewiesene Expertise ihrer Entwicklungsexperten zurückgreifen, von denen einige mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Entwicklung patentfreier Arzneimittel haben.

Ab dem Geschäftsjahr 2014 wurden die Anzahlungen für eigene Entwicklungsprojekte (selbstgeschaffene Wirtschaftsgüter) nicht mehr als Aufwendungen gebucht, sondern bilanziell aktiviert.

Die unter „andere aktivierten Eigenleistungen" ausgewiesenen Entwicklungskosten lagen im Geschäftsjahr 2017 bei 10,5 Mio. € (Vorjahr: 8,3 Mio. €). Die umsatzbezogene Quote der Entwicklungskosten belief sich auf 2,2 % (Vorjahr: 1,9 %).

Es wurden im Geschäftsjahr 2017 Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 10,5 Mio, € (Vorjahr: 8,3 Mio. €) für neue Produkte aktiviert. Dies entspricht einer Aktivierungsquote von 100 % (Vorjahr: 100 %). Im Geschäftsjahr 2017 wurden 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) an aktivierten Entwicklungskosten abgeschrieben.

Im Bereich der Produktentwicklung waren im Geschäftsjahr 2017 durchschnittlich 66 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 62 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter).

II. Wirtschaftsbericht

1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Expansion der Weltwirtschaft hat im Jahr 2017 an Fahrt gewonnen. Nach vorläufigen Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) konnte die weltweite Wirtschaftsleistung im Jahr 2017 um 3,7 % zulegen. Für das Jahr 2018 wird gar mit einem Anstieg der Weltkonjunktur um 3,8 % gerechnet. Die Wirtschaftsleistung der USA, der weltweit größten Volkswirtschaft, liegt nach Schätzungen des IWF im Jahr 2017 als auch im kommenden Jahr bei 2,3 %. Daneben kann Chinas Wirtschaft im Jahr 2017 laut IWF ein Wachstum von 6,8 % verzeichnen, während die Konjunktur 2018 nur noch 6,6 % betragen soll.

Die Euro-Staaten erhöhten 2017 ihr Wachstumstempo auf 2,4 %, 2018 soll sich das Wachstum mit voraussichtlich 2,2 % hingegen wieder etwas abschwächen. Die Wachstumsraten für einige Volkswirtschaften des Euroraums, insbesondere für Deutschland, Italien und die Niederlande, sind laut IWF deutlich gestiegen, was die stärkere Inlandsnachfrage und die höhere Auslandsnachfrage widerspiegelt. Für 2017 schätzt der IWF, dass die Konjunktur in Deutschland um 2,5 % zulegen konnte. Im Jahr 2018 verliert die deutsche Wirtschaft mit 2,3 % voraussichtlich leicht an Dynamik.

Angesichts dessen, dass das Geschäftsmodell der Dermapharm auf den Gesundheitsmarkt mit einer relativ konjunkturabhängigen Nachfrage ausgerichtet ist, hat das weltweite wirtschaftliche Umfeld in der Regel weniger direkte Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Unternehmung als die jeweiligen regulatorischen Rahmenbedingungen in den einzelnen Marktregionen.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Pharma- und Gesundheitsmarkt profitiert allgemein von der demographischen Entwicklung mit einer zunehmenden Alterung der Gesellschaft, einem weltweiten Anstieg der Bevölkerung, dem steigenden Gesundheitsbewusstsein und Selbstmedikation sowie vom medizinischen Fortschritt. Entsprechend zeigte der europäische Pharmamarkt in den vergangenen Jahren ein kontinuierliches Wachstum. 2017 erzielte der gesamte europäische Pharmamarkt nach Angaben des Datenanbieters IQVIA einen Umsatz von 194,8 Mrd. EUR, was einer Steigerung von rund 2,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (Vorjahr: 190,4 Mrd. EUR).

Deutschland als Dermapharms Primärmarkt verfügt über ein hochentwickeltes Gesundheitssystem mit 152.000 niedergelassenen Ärzten, 20.023 zugelassenen Apotheken sowie 1.951 Krankenhäusern im Jahr 2016. So gibt Deutschland einen größeren Anteil seines Bruttoinlandsprodukts für die Gesundheitsfürsorge aus als jedes andere Land der Europäischen Union, mit den zweithöchsten Gesundheitsausgaben pro Kopf und zugleich dem höchsten Anteil an den Gesundheitsausgaben, die in der Europäischen Union durch öffentliche Mittel gedeckt werden. Nach einem Umsatz von 36,7 Mrd. EUR im Jahr 2016 ist der Umsatz im deutschen Pharmamarkt laut IQVIA im Berichtsjahr um 3,5 % auf 38,0 Mrd. EUR gestiegen. Über die letzten drei Jahre gesehen, konnte der Umsatz im deutschen Pharmamarkt demnach gar um 7,7 % von 35,3 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2015 auf 38,0 Mrd. EUR im Jahr 2017 zulegen (Basis: Herstellerabgabepreise).

Der Umsatz mit patentfreien Arzneimitteln ohne Rabatte aus Rabattverträgen erhöhte sich in Deutschland im Zeitraum von Januar bis November 2017 um 3,8 % auf 4,9 Mrd. EUR (Basis: Herstellerabgabepreise). Allerdings werden Volumengewinne oft durch staatliche Eingriffe in das Preisgefüge wieder neutralisiert. Folglich ist dieser Markt unverändert durch ein kontinuierlich rückläufiges Preisniveau, staatliche Zwangsrabatte und hohe Rabatte an Krankenkassen auf Grund der gesetzlich initiierten Rabattvertragsmöglichkeiten zwischen Herstellern und Krankenkassen geprägt.

Sowohl der Markt für patentfreie Arzneimittel, als auch der OTC-Markt zeichneten sich im Jahr 2017 weltweit durch ein hohes Maß an Konsolidierung aus. Diese erfolgte im Wesentlichen im Rahmen von Akquisitionen oder Unternehmensbeteiligungen. Darüber hinaus tauschten bzw. bündelten einige Gesellschaften auch Geschäftseinheiten, um sich zunehmend auf ihre Kernkompetenzen zu fokussieren bzw. die entsprechenden Sparten zu stärken. Zu den Treibern gehören zudem kontinuierlich ablaufende Patentrechte, aus denen der Sektor sein Wachstum bezieht. Zusätzlich ist die Penetration patentfreier Arzneimittel noch nicht ausgereizt und wird voraussichtlich vor dem Hintergrund der Sparzwänge im Rahmen der Euro-Staatsschuldenkrise weiter ansteigen.

Auf patentfreie Arzneimittel einschließlich patentfreier Originalpräparate entfielen im Jahr 2016 41,3 % des Gesamtumsatzes des deutschen Pharmamarktes, verglichen mit einem Anteil von 44,1 % im Geschäftsjahr 2014 (Basis: Apothekenverkaufspreise). Dieser Anteil ist im Zeitraum von Januar bis November 2017 mit 41,4 % leicht gesunken. Der hohe Anteil patentfreier Arzneimittel macht Deutschland zu einem der Länder mit dem höchsten Anteil patentfreier Arzneimittel in Europa.

Im Parallelimportgeschäft ist gesetzlich vorgeschrieben, dass mindestens 5 % aller verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die im Rahmen des gesetzlichen Gesundheitssystems in Deutschland verkauft werden, aus anderen EWR-Mitgliedstaaten importiert werden müssen. In den Geschäftsjahren 2014 bis 2016 lag der Anteil der Parallelimporte über diesem verpflichtenden Anteil am deutschen Pharmamarkt. Allerdings ist der Umsatz im Parallelimportmarkt in diesem Zeitraum kontinuierlich zurückgegangen, von 4,2 Mrd. EUR im Jahr 2014 auf 3,7 Mrd. EUR im Jahr 2016.

Regulatorisches Umfeld im deutschen Pharmamarkt

Festbeträge für Arzneimittel

Festbeträge sind Höchstbeträge für die Erstattung von Arzneimittelpreisen durch die gesetzlichen Krankenkassen. Diese werden für Gruppen vergleichbarer Arzneimittel festgesetzt. Verordnet der Arzt dennoch ein Arzneimittel, dessen Preis über dem Festbetrag liegt, so muss der Patient diesen Differenzbetrag zusätzlich zur gesetzlichen Zuzahlung entrichten.

Gruppen vergleichbarer Arzneimittel können nach unterschiedlichen Kriterien gebildet werden, deshalb werden drei Stufen der Vergleichbarkeit unterschieden: Festbetragsgruppen der Stufe 1 werden aus Arzneimitteln mit denselben Wirkstoffen gebildet. Festbetragsgruppen der Stufe 2 werden aus Arzneimitteln gebildet, deren Wirkstoffe pharmakologisch, insbesondere chemisch, und dabei gleichzeitig auch hinsichtlich ihrer therapeutischen Wirkung vergleichbar sind. Festbetragsgruppen der Stufe 3 werden aus Arzneimitteln gebildet, die nicht hinsichtlich ihrer Wirkstoffe, aber hinsichtlich ihrer therapeutischen Wirkung vergleichbar sind.

Die Krankenkassen können zudem mit den Herstellern einen speziellen Rabattvertrag abschließen, damit die Arzneimittel mit Preisen über dem Festbetrag für die Versicherten ohne Mehrkosten verfügbar sind.

Herstellerabschlag

Pharmazeutische Unternehmen können in Deutschland ihre Preise für Arzneimittel grundsätzlich frei bestimmen. Allerdings müssen die Pharmaunternehmen sowohl den gesetzlichen (GKV) als auch den privaten Krankenversicherungen (PKV) Herstellerabschläge auf erstattungsfähige Arzneimittel einräumen.

Für erstattungsfähige Arzneimittel ohne Festbetrag wird ein Herstellerabschlag in Höhe von 7% auf den Herstellerabgabepreis (ohne MwSt.) erhoben. Sofern es sich dabei um ein patentfreies, wirkstoffgleiches Arzneimittel handelt, beträgt dieser Abschlag nur 6% auf den Herstellerabgabepreis (ohne MwSt.).

Darüber hinaus wird ein Abschlag für patentfreie, wirkstoffgleiche Arzneimittel (Generika) in Höhe von zehn Prozent auf den Herstellerabgabepreis (ohne MwSt.) erhoben. Preissenkungen kann der Hersteller mit dem Abschlag verrechnen, sofern er den abgesenkten Preis mindestens drei Jahre stabil hält. Bei einer Preissenkung um zehn Prozent und mehr fällt der Abschlag ganz weg.

Preismoratorium

Das Preismoratorium trat im August 2010 in Kraft. Durch das Moratorium erhalten die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen dann Preisabschläge, wenn pharmazeutische Hersteller ihren Abgabepreis erstattungsfähiger Arzneimittel über den Preisstand vom 01.08.2009 erhöhen. Diese Regelung gilt nicht für Arzneimittel, die einem Festbetrag unterliegen. Für Arzneimittel, die nach dem 01.08.2010 eingeführt werden, gilt der Preis der Markteinführung.

Der Gesetzgeber hat das Preismoratorium bis Ende 2022 verlängert. Ab Juli 2018 wird eine Preisanpassung in Höhe der Inflationsrate eingeführt.

Zuzahlung

Bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln gilt grundsätzlich: Patientinnen und Patienten müssen auf verordnete Arzneimittel Zuzahlungen leisten. Die Zuzahlung pro Arzneimittel beträgt grundsätzlich zehn Prozent, mindestens jedoch fünf Euro und maximal zehn Euro, allerdings nicht mehr als die Kosten des Arzneimittels.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass bestimmte Präparate vollständig von der Zuzahlungspflicht befreit werden. Das ist dann der Fall, wenn sich Arzt und Patient gemeinsam für ein besonders günstiges Arzneimittel entscheiden, dessen Preis mindestens 30 Prozent unterhalb des Festbetrags liegt. Eine Halbierung beziehungsweise vollständige Reduktion der Zuzahlung ist auch möglich, wenn das verordnete Arzneimittel Gegenstand eines Rabattvertrages ist, den die Krankenkasse mit einem Arzneimittelhersteller abgeschlossen hat. Von dieser Regelung können Krankenkassen Gebrauch machen, um Einsparungen aus Rabattverträgen ganz oder teilweise an ihre Versicherten weiterzugeben. Verordnet der Arzt ein Arzneimittel, dessen Preis über dem Festbetrag liegt, so muss der Patient diesen Differenzbetrag zusätzlich zur gesetzlichen Zuzahlung entrichten.

Rabattverträge mit gesetzlichen und privaten Krankenkassen

Seit 2003 besteht die gesetzliche Möglichkeit, individuelle Rabattvereinbarungen seitens der Krankenkassen mit den pharmazeutischen Unternehmen über Arzneimittel abzuschließen.

Sie können außerdem bei Arzneimitteln, deren Preis über dem Festbetrag liegt, mit dem Hersteller spezielle Rabattverträge aushandeln, um ihren Versicherten auch weiterhin die gewohnte Therapie ohne erhebliche Zusatzkosten zu ermöglichen.

Seit 2007 sind zudem die Apotheken verpflichtet, gegen ein eingereichtes Rezept genau das wirkstoffgleiche Präparat herauszugeben, für das die Krankenkasse des Patienten einen Rabattvertrag abgeschlossen hat. Dies gilt nur dann nicht, wenn der Arzt auf dem Rezept vermerkt, dass er „aut idem" ausschließt. Der Vorteil für die Patientinnen und Patienten: Die Zuzahlung kann sich halbieren oder ganz wegfallen.

Das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) ermöglicht im Rahmen der Versorgung mit Arzneimitteln die Kostenerstattung auch im Einzelfall. Das bedeutet: Versicherte können nun auch ein anderes als das Rabatt-Präparat ihrer Krankenkasse oder eines der drei preisgünstigsten Arzneimittel wählen. Die Krankenkasse erstattet in diesem Fall die Kosten, jedoch höchstens in der Höhe, die die Krankenkasse bei Erbringung als Sachleistung zu tragen hätte. Das bedeutet: Versicherte müssen etwaige Mehrkosten, die mit der Wahl eines anderen Arzneimittels anfallen, selbst tragen.

Internationale Pharmamärkte

Die internationalen Märkte werden durch eigene, unterschiedliche lokale staatliche Einflüsse, meist durch Referenzlisten, Festbeträge, Erstattungskodizes und Rabatte geprägt.

Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsmodell der Themis Konzerngesellschaften, ist auf einen Gesundheitsmarkt mit einer relativ konjunkturunabhängigen Nachfrage ausgerichtet. Angesichts dessen, haben die internationalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Regel weniger direkte Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns, als das jeweilige regulatorische Umfeld in den einzelnen Märkten.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2017 stand weiter unter dem Eindruck des in 2014 verlängerten gesetzlichen Zwangsabschlags für Präparate ohne Festbetrag und der Weiterführung des Preismoratoriums auf dem Stand von 2009 in Deutschland, unserem Hauptabsatzmarkt.

Dermapharms Strategie der Konzentration auf Nischenmärkte und ein breites Produktportfolio mit einer Unabhängigkeit von sog. „Blockbustern", war im Berichtszeitraum weiterhin intakt. Die wesentlichen Wachstumsimpulse gingen von Präparaten aus, die nicht im Fokus von wirkstoffbezogenen Rabattverträgen standen oder durch innovative Alleinstellungsmerkmale geprägt sind.

In 2017 wurden, wie auch in den Vorjahren, diverse Entwicklungsprojekte vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder den entsprechenden internationalen Behörden anerkannt und erfolgreich zur Marktreife gebracht. Somit konnten weitere neue Präparate in verschiedenen Indikationsgruppen erfolgreich eingeführt, sowie das Sortiment um einzelne Darreichungsformen ergänzt werden.

Ergänzend wurden weitere neue Entwicklungsprojekte aufgenommen und vorangetrieben. Angesichts einer guten Produkt-Pipeline geht die Leitung des Themis Konzerns davon aus, auch künftig kontinuierlich neue Produkte in den einzelnen nationalen Märkten der jeweiligen Marktregionen einführen zu können.

Die Gesellschaften des Themis Konzerns haben die herausfordernden Marktbedingungen immer angenommen und diese auch als Chance begriffen. Bei ausgewählten Präparaten konnten die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter gesteigert und damit bessere Ergebnisse erzielt werden. Auch in 2017 konnten die deutschen Konzernfirmen eine selektive Anzahl von strategisch wichtigen Rabattverträgen mit namhaften gesetzlichen Krankenkassen erneuern bzw. neu abschließen. Generell konnte jedoch die Abhängigkeit von Krankenkassen-Rabattverträgen mit niedrigen Margen, durch ein ausgewogenes Produktportfolio, weiter gesenkt werden. Der davon betroffene Umsatzanteil liegt derzeit nur noch bei rund 12% des Gesamtumsatzes in Deutschland.

Sämtliche Ausgangsmaterialien, wie Wirk- Roh- und Hilfsstoffe aller im Konzern vertriebenen Präparate, werden zentral von der mibe GmbH Arzneimittel beschafft. Mit der Überführung von weiteren Präparatesegmenten in die Eigenproduktion, ließen sich die Bedarfsmengen weiter bündeln und hier erhebliche Synergieeffekte beim Abschluss von direkten Lieferverträgen nutzen.

Durch den kontinuierlichen Transfer von Präparaten mit ehemaliger Bezugsbindung nach Brehna konnte die Kapazitätsauslastung weiter optimiert werden. Die mit der Erweiterung der Produktion verbundene Etablierung von hochspeziellen neuen Produktionstechniken verlief weiterhin störungsfrei und erfolgreich.

Somit konnten die Bezugskosten der Dermapharm Konzernfirmen weiter reduziert und Synergieeffekte im Einkauf, der Produktion und der Logistik konsequent ausgebaut werden. Gleichzeitig wurde hierdurch auch eine größere Unabhängigkeit von externen Lieferquellen geschaffen.

Mit Wirkung zum 02.01.2017 hat die Dermapharm AG, die restlichen 15% der Anteile an der axicorp GmbH, Friedrichsdorf erworben und besitzt nun 100% der Geschäftsanteile.

Mit Wirkung zum 20. September 2017 (Closing Date) erwarb die Dermapharm-Gruppe die Vermögenswerte der Sparte Hyperthermie medizinische Geräte der Riemser Pharma GmbH, Greifswald-Insel Riems.

In 2017 erwarb die Dermapharm AG zudem alle Anteile und Stimmrechte an der Bio-Diät-Berlin GmbH, Berlin, zusammen mit der 100%-igen Vertriebstochter Kräuter Kühne GmbH, Berlin, von dem ehemaligen Gesellschafter. Die Transaktion wurde am 1. Oktober 2017 abgeschlossen.

Der Themis Konzern verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr eine Umsatzsteigerung von 4,5 %. Der konsolidierte Konzerngruppenumsatz belief sich auf 483,9 Mio. €. Damit wurden unsere Umsatzerwartungen unter diesen herausfordernden Marktbedingungen voll erfüllt.

Vergleich zum Ausblick in 2016

Für das Geschäftsjahr 2017 hatte der Vorstand im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2016 eine positive Gesamtgeschäftsentwicklung und einen moderat steigenden Umsatz, eine dem Umsatz entsprechende leichte Steigerung der Kosten sowie ein moderat wachsendes EBIDTA prognostiziert.

Die Entwicklungen des Geschäftsjahres 2017 entsprechen im Wesentlichen dieser Prognose. Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren des Themis-Konzerns stellte sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt dar:

Finanzielle Leistungsindikatoren in Mio. € 2017 2016 +/- %
Konzernumsatz 481,0 463,0 3,9 %
EBITDA 103,8 89,9 15,5 %
EBITDA-Marge 21,6 % 19,4 %

Details zu der Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren sind in den nachfolgenden Erläuterungen der Ertragslage enthalten.

3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Umsatz- und Ertragslage des Konzerns

Im Geschäftsjahr 2017 verzeichneten wir, bei uneinheitlicher Entwicklung der einzelnen Länder, eine Steigerung des konsolidierten Gesamt-Konzernumsatzes um 3,9% auf 481,0 Mio. € (Vorjahr: 463,0 Mio. €) und entsprachen damit unserer Prognose von 2016.

Die sonstigen betrieblichen Erträge nach Konsolidierung, lagen im Geschäftsjahr 2017 bei 6,4 Mio. € (Vorjahr 7,9 Mio. €) und wurden wesentlich durch Währungseinflüsse, Versicherungs- und Schadensersatzzahlungen und die Auflösung der Investitionszuschüsse beeinflusst.

Durch den Umsatzanstieg im Berichtsjahr erhöhte sich der Materialaufwand im Geschäftsjahr 2017 absolut auf 263,7 Mio. € (Vorjahr: 259,2 Mio. €). Im Vergleich zu den gestiegenen Umsätzen nahmen die Materialaufwendungen unterproportional zu. Wesentliche Gründe hierfür waren Verbesserungen der Einkaufskonditionen sowie die weitere Überführung von Produkten in die Eigenfertigung und der Nutzung von konzerninternen Synergien. Die Materialaufwandsquote verbesserte sich auf 54,8 % (Vorjahr: 55,9 %).

Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr 2017 bei 69,2 Mio. € (Vorjahr: 63,2 Mio. €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die erhöhten administrativen Anforderungen in der Vorbereitung des Börsengangs und der positiven Geschäftsentwicklung zurückzuführen. Auch sind erstmalig die Personalkosten nach der Akquisition der Bio-Diät-Berlin GmbH für das 4. Quartal 2017 enthalten. Die Personalaufwandsquote im Vergleich zum Umsatz lag bei 14,4 % (Vorjahr: 13,5 %).

Die Abschreibungen und Wertminderungen lagen im Geschäftsjahr 2017 bei 22,5 Mio. € (Vorjahr: 19,9 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Geschäftsjahr 2017 auf 62,1 Mio. € gesenkt werden (Vorjahr: 67,9 Mio. €). Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Umsatz lag bei 12,9 % (Vorjahr: 14,7 %).

Das EBITDA nach Konsolidierung lag im Geschäftsjahr 2017 bei 103,8 Mio. € (Vorjahr: 89,9 Mio. €). Die EBITDA-Marge konnte somit auf 21,6 % gesteigert werden (Vorjahr: 19,4 %).

Das EBITDA 2017 enthält Einmalkosten in Höhe von 2,7 Mio. €, die im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Börsennotierung der Dermapharm Holding SE stehen. Das um diese Kosten bereinigte EBITDA liegt dann bei 106,5 Mio. €. Die bereinigte EBITDA-Marge liegt bei 22,1%.

Die finanziellen Erträge stiegen im Geschäftsjahr 2017 auf 3,0 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €).

Daneben sanken die finanziellen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2017 auf 6,6 Mio. € (Vorjahr: 10,1 Mio. €). Grundsätzlich konnten die Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr, aufgrund des niedrigen Zinsniveaus, der Rückzahlung des Genussrechts I. der Dermapharm AG im Januar 2017 sowie der Umstrukturierung der Schuldscheindarlehen I. + II. gesenkt werden.

Belastet wurden die finanziellen Aufwendungen durch zwei Währungsswaps, die die Dermapharm AG bereits 2010 mit der UniCredit Bank AG abgeschlossen hatte. Laufzeitende ist jeweils April 2018 bzw. April 2020. Die Referenzwährung für diese Swaps ist der Schweizer Franken. Aufgrund des Euro-Schweizer Franken-Kurses 2014 und der Festlegung einer Untergrenze für den Euro-Franken-Kurs von 1,20 durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) im September 2011 lag das maximale Kursrisiko bei 1,4 Mio. € per Anno. Dieser Mindestkurs wurde am 16. Januar 2015 von der SNB jedoch aufgegeben, so dass auch höhere jährliche Zinsbelastungen möglich sein können.

Bereits im Dezember 2011 hat die Dermapharm AG eine Klage gegen UniCredit beim Landgericht München eingereicht. Dermapharm fordert die Aufhebung dieser währungsbezogenen Swap-Geschäfte sowie die Entschädigung für alle Schäden, die im Zusammenhang mit diesen Swaps entstehen. Dermapharm ist der Ansicht, dass die UniCredit gegen ihre Verpflichtung verstoßen hat, Dermapharm in Bezug auf die mit diesen Transaktionen verbundenen Risiken angemessen zu beraten. Zum 31. Dezember 2017 betrug der negative Wert der Swap-Geschäfte mit UniCredit (d. h. die zu diesem Zeitpunkt übernommenen zukünftigen Zahlungsverpflichtungen von Dermapharm) 3,9 Mio. € (31.12.2016: 10,1 Mio. €). Die Klage wurde in den ersten beiden Instanzen abgewiesen. Dermapharm hat beim Bundesgerichtshof eine Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt und geht derzeit davon aus, dass über diesen Rechtsbehelf im dritten Quartal des am 31. Dezember 2018 endenden Geschäftsjahres entschieden wird.

Am 21. Dezember 2015 haben die Dermapharm AG und die Themis Beteiligungs AG eine Entschädigungsvereinbarung abgeschlossen, in deren Rahmen Dermapharm ihre Ansprüche gegen die UniCredit an die Themis Beteiligungs-AG abgetreten hat. Die Themis Beteiligungs-AG hat sich in 2015 im Gegenzug bereit erklärt, Zahlungen von Dermapharm an UniCredit im Rahmen der währungsbezogenen Swap - Transaktionen sowie Anwaltskosten im Zusammenhang mit dem Landgericht München zu übernehmen, es sei denn, die Dermapharm AG hatte hierfür eine Rückstellung gebildet. Im Geschäftsjahr 2017 wurden alle Ansprüche, die durch die UniCredit an die Dermapharm AG gestellt wurden, an die Themis Beteiligungs-AG weiterverrechnet. Die Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft sieht im Zusammenhang mit den Zinsbelastungen und den Entschädigungsansprüchen per Saldo keine weiteren zukünftigen Belastungen auf sie zukommen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Konsolidierung lag 24,0% über dem des Vorjahres und belief sich auf 77,6 Mio. € (Vorjahr: 62,6 Mio. €). Hiermit wurde unserer Prognose von 2016 übertroffen.

Marktregion Deutschland:

Im deutschen Markt konnten alle führenden Gesellschaften ihre Umsätze vor Konsolidierung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter steigern. Wir erzielten somit eine Umsatzsteigerung vor Konsolidierung von 3,2 % und Umsätze von 498,3 Mio. € (Vorjahr: 482,2 Mio. €). Damit hatten die Umsätze, die in dieser Marktregion generiert wurden, einen Anteil von 93,3% am Konzernumsatz (Vorjahr: 93,3 %).

Die stetige Überarbeitung und Anpassung des Produktportfolios, die konsequente Nutzung von Synergieeffekten im Konzern und die selektive Teilnahme an strategisch wichtigen Rabattvertragsausschreibungen der Krankenkassen, führten zu einer nachhaltigen Anpassung an die sich ständig ändernden Marktgegebenheiten und Nachfragemechanismen.

Das Parallelimportgeschäft der axicorp-Gruppe war durch den allgemeinen Anstieg des Marktes für importfähige Arzneimittel gekennzeichnet. Laut dem Marktforschungsinstitut Insight Health belief sich dieser im Geschäftsjahr 2017 auf +3,7 %. Axicorp selbst verzeichnete laut IMS Health einen Zuwachs des Außenumsatzes von 0,9%, in einem leicht wachsenden Markt. Insgesamt erzielte axicorp einen Marktanteil von 8,9 % und liegt damit wie im Vorjahr auf Rang 4 unter den Top Importeuren in Deutschland.

Dermapharm AG, Grünwald:

Der Umsatz der Dermapharm AG; Grünwald belief sich auf 53,2 Mio. € (Vorjahr: 52,2 Mio. €). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2017 bei 66,8 Mio. € (Vorjahr: 56,6 Mio. €).

mibe GmbH Arzneimittel, Brehna:

Die im Geschäftsjahr 2017 ausgewiesenen Umsatzerlöse erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,5% auf 136,2 Mio. € (Vorjahr: 126,6 Mio. €). Diese Umsatzerlöse teilen sich auf Umsatz mit eigenen Präparaten 98,4 Mio. € (Vorjahr: 90,8 Mio. €), Umsatz aus Lohnfertigung für Dritte 3,5 Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €) sowie für Konzernfirmen 34,2 Mio. € (Vorjahr: 32,4 Mio. €) auf. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf 59,5 Mio. € (Vorjahr: 55,4 Mio. €).

acis Arzneimittel GmbH, Grünwald:

Der Umsatz der acis Arzneimittel GmbH, Grünwald belief sich auf 12,3 Mio. € (Vorjahr: 11,7 Mio. €). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf 4,4 Mio. € (Vorjahr: 3,3 Mio. €).

Anton Hübner GmbH & Co. KG, Ehrenkirchen:

Der Umsatz der Anton Hübner GmbH & Co. KG, Ehrenkirchen belief sich auf 20,6 Mio. € (Vorjahr: 23,5 Mio. €). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf 0,6 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €).

Hübner Naturarzneimittel GmbH, Grünwald:

Der Umsatz der Hübner Naturarzneimittel GmbH, belief sich auf 5,4 Mio. € (Vorjahr: 6,9 Mio. €). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf 1,2 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €).

axicorp-Gruppe, Friedrichsdorf:

Der Umsatz der axicorp Gruppe in Friedrichsdorf, erfuhr eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 2,9% auf 243,1 Mio. € (Vorjahr: 236,2 Mio. €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einem in 2017 wachsenden importfähigen Markt und einer konsequenten und bedarfsgerechten Portfoliooptimierung. Axicorp konnte somit seine Position als Nummer 4 der deutschen Re-Importeure behaupten und weiter ausbauen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf 5,4 Mio. € (Vorjahr: 4,6 Mio. €). Diese Entwicklung basierte maßgeblich auf der Optimierung des Produkteportfolios und der damit verbundenen Steigerung der Rohertragsmarge durch einen bedarfsgerechten Einkauf. Zudem konnten die Kosten durch die Inhouse-Verlagerung des Geschäfts mit reimportierten Betäubungsmitteln weiter optimiert und damit die Abhängigkeit von externen Dienstleistern weiter verringert werden.

Die Dermapharm AG, Grünwald hat zum 02.01.2017 die restlichen 15% der Anteile an der axicorp GmbH, Friedrichshafen erworben und hält damit ab dem Geschäftsjahr 2017 100% (Vorjahr: 85 %) der Geschäftsanteile der axicorp-Gruppe.

SLG GmbH, Günthersdorf:

Die SLG GmbH konzentriert sich auf Dienstleistungen in den Bereichen Logistik, Fakturierung, Debitorenmanagement und Call Center, für Firmen die im Online-Handel und Vertrieb von Waren über TV-Werbung tätig sind.

Der Umsatz der SLG GmbH, Günthersdorf, belief sich auf 5,8 Mio. € (Vorjahr: 8,1 Mio. €). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf 49,3 T€ (Vorjahr: 53,4 T€).

point-rouge GmbH, Grünwald:

Die point-rouge GmbH ist ein „Online Beauty Store", mit einer Auswahl von über 15.000 Produkten an exklusiven Marken im Internet. point-rouge setzt dabei auf hochwertigen Content in unterschiedlichen Kommunikationskanälen, wie Online, Offline (1 Filiale), Teleshopping, point-rouge TV & Social Media.

Der Umsatz der point-rouge GmbH, Grünwald belief sich auf 8,4 Mio. € (Vorjahr: 8,4 Mio. €). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf -1,2 Mio. € (Vorjahr: -1,2 Mio. €).

Marktregion Zentraleuropa:

In diesem Marktsegment konnten wir eine Umsatzsteigerung von 9,4% auf 22,4 Mio. € erzielen (Vorjahr: 20,3 Mio. €). Damit hatten die Umsätze, die in dieser Marktregion generiert wurden, einen Anteil von 4,2 % am Konzernumsatz (Vorjahr: 3,9 %).

In den Ländern Österreich und der Schweiz konnten in allen Unternehmen weitere Umsatzzuwächse generiert werden. Diese Tochterunternehmen werden kontinuierlich mit neuen Produkten der Eigenentwicklung und durch Einlizensierungen aus Deutschland versorgt, um so ihr Produktportfolio stärken und weiter ausbauen zu können.

Dermapharm GmbH, Österreich:

Die Dermapharm GmbH in Wien konnte das Umsatzniveau in einem schwierigen Marktumfeld um 3,8% ausbauen und erzielte einen Umsatz von 8,2 Mio. € (Vorjahr 7,9 Mio. €). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf 3,2 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €).

Melasan GmbH, Österreich:

Die Melasan GmbH, Eugendorf, erzielte 2017 einen Umsatz von 8,4 Mio. € (Vorjahr 6,4 Mio. €) und konnte das Umsatzergebnis um 31,2% steigern. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf 1,7 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €).

Dermapharm AG, Schweiz:

Der Umsatz der Dermapharm AG in Hünenberg belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 5,7 Mio. € und lag damit 3,4 % unter dem des Vorjahresniveaus (Vorjahr: 5,9 Mio. €). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum 2017 auf 3,3 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €).

Marktregion Osteuropa:

Die Umsätze, die in dieser Marktregion generiert wurden, haben einen Anteil von 2,5 % am Konzernumsatz (Vorjahr: 2,8 %).

Sun-Farm Sp.z.o.o., Polen:

Die Sun-Farm Sp.z.o.o. in Warschau konnte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Mio. € steigern. Dieser lag im Geschäftsjahr bei 6,7 Mio. €. Dies ist vorrangig in der kontinuierlichen Versorgung mit neuen Produkten begründet, die erfolgreich zugelassen werden konnten. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum 2017 auf 1,1 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €).

Farmal d.d. / Mibe Pharmaceuticals, Kroatien:

Der Gesamtumsatz der kroatischen Tochtergesellschaften lag im Geschäftsjahr 2017 bei 6,6 Mio. € (Vorjahr: 8,2 Mio. €). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum 2017 auf - 1,5 Mio. € (Vorjahr: -1,5 Mio. €).

Die Gründe hierfür sind vor allem in einer äußerst starken staatlichen Reglementierung des Marktes, mit Kostenbudgets auf dem Niveau von 2011 und staatlichen Referenzpreislisten mit generellen Preisabschlägen und Festbeträgen zu suchen. Seit Anfang 2014 bis heute, wurden durch die staatliche Krankenkasse HZZO, weitere vier generelle Preissenkungen vorgenommen. Zudem wurde das Ergebnis weiterhin durch Einmaleffekte, bedingt durch den Umbau der Firmen, hin zu einer reinen Vertriebsfirma, belastet. Der Vorstand hat ein geeignetes Maßnahmenpaket eingesetzt um den Marktgegebenheiten positiv entgegenzuwirken.

Vermögenslage des Konzerns

In Ergänzung zu den in der Bilanz ausgewiesenen Positionen entwickelten sich die drei nachfolgend aufgeführten Bilanzkennzahlen wie folgt:

Die Nettoverschuldung bei Finanzinstituten stieg zum 31. Dezember 2017 auf 249,9 Mio. € (31.12.2016: 154,1 Mio. €). Die Finanzierungsverträge sehen ein Rücknahmerecht der Schuldscheindarlehen oder Bankdarlehen durch die jeweiligen Investoren vor, wenn ein Kontrollwechsel oder die „Financial Covenants" nicht eingehalten werden.

Das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem EBITDA stieg im Berichtsjahr 2017 auf 2,4 (Vorjahr: 1,7).

Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 36,5 % (31.12.2016: 40,2 %). Die Eigenkapitalquote wird maßgeblich durch den Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Themis Beteiligungs-AG und Dermapharm AG beeinflusst, der bis zum 31, Dezember 2017 galt. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2018 vorzeitig beendet.

Die Vermögenslage des Themis Konzerns entwickelte sich im Geschäftsjahr 2017 wie nachfolgend dargestellt:

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 auf 556,5 Mio. € (31.12.2016: 430,2 Mio. €).

Zum 31.12.2017 beliefen sich die immateriellen Vermögenswerte auf 190,8 Mio. € (31.12.2016: 119,5 Mio. €). Darin enthalten sind 70,4 Mio. € Geschäfts- und Firmenwert.

Zum 31.12.2017 beliefen sich die Sachanlagen auf 62,0 Mio. € (31.12.2016: 61,6 Mio. €).

Die zum Bilanzstichtag erfolgte Senkung der Vorräte auf 84,1 Mio. € (31.12.2015: 87,4 Mio. €) resultiert maßgeblich aus einer adäquaten Bevorratung. Die Vorräte der Bio-Diät-Berlin GmbH und der hyperthermischen Medizinprodukte von Riemser Pharma GmbH erstmalig konsolidiert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 25,1 Mio. € zum Stichtag 31.12.2017 unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 27,3 Mio. €).

Das Eigenkapital erhöhte sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 auf 202,9 Mio. € (31.12.2016: 173,0 Mio. €).

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 in Höhe von 256,8 Mio. € (31.12.2016: 158,5 Mio. €) enthalten vor allem Genussrechte der Dermapharm AG in Höhe von 6,4 Mio. €, die Schuldscheindarlehen I. und II. in Höhe von 81,9 Mio. €, Bankdarlehen in Höhe von 152,0 Mio. €. Die Finanzierungsverträge sehen ein Rücknahmerecht der jeweiligen Investoren vor, wenn ein Kontrollwechsel erfolgt oder die „Financial Covenants" nicht eingehalten werden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 auf 17,8 Mio. € ab (31.12.2016: 18,7 Mio. €). Im Wesentlichen basiert die Reduktion auf stichtagsbezogenen Effekten und den daraus ableitbaren Zahlungsströmen. Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht verzinslich. Der Posten beinhaltet zudem alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die zum Bilanzstichtag nicht in Rechnung gestellt sind. Sie werden im Allgemeinen innerhalb von 0 bis 60 Tagen zur Zahlung fällig.

Finanzlage des Konzerns

Die Finanzlage des Themis Konzerns ist unverändert stabil und die Liquidität des Konzerns war im Geschäftsjahr 2017 jederzeit gewährleistet.

Wesentliche Quellen der Liquiditätsbeschaffung waren Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie die Aufnahme von kurz- mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Bei der Finanzierungsstrategie stehen der Themis sowohl die Sicherung der finanziellen Flexibilität, als auch die Optimierung der Kapitalkosten im Vordergrund. Um finanziell flexibel zu sein, nutzt der Konzern verschiedene Finanzierungsinstrumente.

Die Dermapharm AG hat Genussrechte zum Nominalwert in Höhe von insgesamt 10,9 Mio. € mit einer Fristigkeit von 2017 und 2018 emittiert. Die Genussrechtsinhaber erhalten eine über die Laufzeit konstante Garantievergütung von 10 % sowie zusätzlich eine mögliche Gewinnbeteiligung von 2 % auf den Nominalbetrag und nehmen bis zur Höhe des Nennbetrages an einem evtl. Verlust teil. Das Genussrecht Dermapharm AG I. zum Nominalwert in Höhe von 4,6 Mio. € wurde zum Laufzeitende am 2. Januar 2017 zurückbezahlt. Das Genussrecht Dermapharm AG II. zum Nominalwert in Höhe von 6,4 Mio. € wurde zum Laufzeitende am 2. Januar 2018 zurückbezahlt.

Zur mittel- und langfristigen Finanzierung des Dermapharm AG Teilkonzerns, bestand zum Bilanzstichtag auf Seiten der Dermapharm AG ein 2012, sowie ein 2014 abgeschlossenes Schuldscheindarlehen zum Nominalwert in Höhe von 50 Mio. € und 78,0 Mio. €, mit laufzeitbedingten Fristigkeiten von 2017/19 und 2019/21. Die 5-jährigen Tranchen des Schuldscheindarlehens I. wurden fristgerecht zum Laufzeitende im Jahr 2017 zurückgeführt. Die verbleibende 7-jährige Tranche zum Nominalwert in Höhe von 10 Mio. €, ist mit einem variablen Zinssatz (6M-EUR-EURIBOR) plus 2,00 % finanziert. Die variabel finanzierten Tranchen des Schuldscheindarlehens II. wurden vorzeitig im Jahr 2017 zurückgeführt. Die verbleibenden fix finanzierten Tranchen zum Nominalwert in Höhe von 71,5 Mio. €, sind mit einem festen

Zinssatz von 1,77 % für die Laufzeit von 5 Jahren und einem festen Zinssatz von 2,20 % für die Laufzeit von 7 Jahren finanziert. Die Finanzierungsverträge sehen ein Rücknahmerecht der Schuldscheindarlehen durch die Investoren vor, wenn ein Kontrollwechsel erfolgt oder die „Financial Covenants" nicht eingehalten werden.

Zum 31. Dezember 2017 bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 256,8 Mio. € (31.12.2016: 158,5 Mio. €).

Wesentliche neue Finanzierungen

Zur Finanzierung des Erwerbs der Vermögenswerte des Bereichs für Hyperthermie-Medizinprodukte der Riemser Pharma GmbH, des Unternehmenserwerbs der Bio-Diät-Berlin GmbH, sowie der Rückführung und Umstrukturierung der Schuldscheindarlehen hat die Unternehmensgruppe im September 2017 neue Bankendarlehen zum Nominalwert in Höhe von 150 Mio. € bei vier verschiedenen Banken aufgenommen. Alle vier Bankendarlehen sind im September 2022 fällig und sind variabel verzinslich.

Wesentliche Rückzahlungen

Im Januar 2017 wurde die erste Tranche der in 2010 begebenen Genussrechte zum Nominalwert in Höhe von 4,5 Mio. € fristgerecht zurückgezahlt.

Weiter wurde im September 2017 die erste Tranche eines in 2012 aufgenommenen Schuldscheindarlehens zum Nominalwert in Höhe von 40,0 Mio. €. fristgerecht zurückgezahlt.

Im November 2017 wurde der variable Teil des 2014 aufgenommenen Schuldscheindarlehens zum Nominalwert in Höhe von 6.500 T€ vorzeitig zurückgeführt um vertragliche Anpassungen, die durch die Umstrukturierung des Konzerns nötig gewesen wären, zu vermeiden. Von dem vorzeitig zurückgeführten Betrag wären 4.500 T€ im November 2019 und 2.000 T€ im November 2021 fällig gewesen.

Bestehende finanzielle Risiken reduziert der Konzern so weit wie möglich über eine natürliche Absicherung und derivative Finanzinstrumente.

Die Liquidität des Konzerns war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Liquidität erhielt Themis im Wesentlichen durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit und durch die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten. Einfluss auf den Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit hatten die Rentabilität der Geschäftsaktivitäten und das Nettoumlaufvermögen, insbesondere durch den Forderungsbestand. Neben der bestehenden Finanzierung mittels Darlehen, Kreditlinien, eines Genussrechts und verschiedener Schuldscheindarlehen steht Themis auch eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln zur Verfügung.

Investitionen

Das Investitionsvolumen des Konzerns lag im Berichtsjahr 2017 bei 93,3 Mio. € (Vorjahr: 14,9 Mio. €). Diese Erhöhung ist maßgeblich auf den Erwerb der hyperthermischen Medizinprodukte der Riemser Pharma GmbH und den Investitionen in Entwicklungsprojekte zurückzuführen.

Akquisitionen

Erwerb der Hyperthermischen Medizinprodukte ex. Riemser Pharma GmbH:

Am 20. September 2017 (Closing Date) erwarb die Gruppe die Vermögenswerte der Sparte Hyperthermie medizinische Geräte der Riemser Pharma GmbH, Greifswald-Insel Riems. Die akquirierte Division verfügt über ein hochinnovatives medizinisches Portfolio, das gezielt auf Mücken- und Insektenstiche (bite-away), Herpesbläschen (Herpotherm) sowie ein Entwicklungsprojekt mit Schwerpunkt Dermatitis und den damit einhergehenden Symptomen abzielt. Die Akquisition bietet weiteres Wachstumspotenzial für den Konzern. Die erworbenen Vermögenswerte umfassen die gewerblichen Schutzrechte, das technische Know-how des Geschäftsbereichs, das kaufmännische Know-how, die erworbenen behördlichen Genehmigungen sowie die Vorräte. Darüber hinaus wurden die Beschäftigungsverhältnisse einiger Mitarbeiter des Geschäftsbereichs zum Abschlussstichtag auf Dermapharm übertragen.

Erwerb der Bio-Diät-Berlin GmbH:

In 2017 erwarb der Konzern alle Anteile und Stimmrechte an der Bio-Diät-Berlin GmbH, Berlin, zusammen mit der 100%-igen Vertriebstochter Kräuter Kühne GmbH, Berlin, von dem ehemaligen Gesellschafter. Die Transaktion wurde am 1. Oktober 2017 abgeschlossen. Der Kaufpreis für diese Akquisition betrug 15,3 Mio. €, gezahlt wurden im Geschäftsjahr 2017 jedoch nur 14,5 Mio. €. Als Kaufpreisverbindlichkeit verbleibt zum 31. Dezember 2017 ein Restbetrag von 0,8 Mio. €. Abzüglich der erworbenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, ergibt sich im Geschäftsjahr 2017 ein Mittelabfluss von 13,7 Mio. €.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, benötigen wir konkrete Steuerungsgrößen, anhand derer wir den Erfolg unserer Maßnahmen messen können. Basis hierfür ist ein zuverlässiges und verständliches Finanz- und Controlling-Informationssystem. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die vorhandenen Informationen zu verbessern.

Unsere zentrale Steuerungsgröße auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente ist das EBITDA (Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen) vor Sondereinflüssen. Es errechnet sich aus dem EBIT vor operativen Abschreibungen ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Jede operative Entscheidung oder Leistung wird kurz-und langfristig daran gemessen, wie nachhaltig sie das EBITDA beeinflusst. Im Rahmen des jährlichen Budget- und Planungsprozesses werden Zielvorgaben für diese Messgröße des Unternehmenserfolgs ermittelt. Reine Erlösgrößen, wie zum Beispiel die ausschließliche Betrachtung der Umsatzerlöse, gehören nicht zu den Steuerungsgrößen unseres Konzerns, da sie uns keine unmittelbaren Aussagen zur Ertragskraft erlauben.

Frühindikatoren dienen dazu, wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage rechtzeitig zu erkennen und angemessene Maßnahmen einzuleiten.

Unser jährlicher Budget- und Planungsprozess liefert als Ausgangsbasis für die Unternehmenssteuerung die Eckwerte der Ertragskraft sowie der Innenfinanzierung des Konzerns. Diese Informationen werden unter anderem bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen verwendet. Um sicherzustellen, dass veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen in den Steuerungsentscheidungen zeitnah verarbeitet werden, werden im Bedarfsfall operative Erwartungsrechnungen, sogenannte Forecasts, erstellt, um das jahresbezogene Budget und die darauf basierenden Eckwerte der Konzernsteuerung zu aktualisieren. Darüber hinaus werden für die wichtigsten Steuerungsgrößen regelmäßig Erwartungsrechnungen erstellt. Des Weiteren werden laufend aktualisierte Wachstumsprognosen von Absatzregionen herangezogen, um Absatz- bzw. Investitionsentscheidungen vorzubereiten und zu prüfen.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für den nachhaltigen Konzernerfolg, spielen neben wichtigen Indikatoren zur Beurteilung der finanziellen Geschäftsentwicklung des Konzerns der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft, auch nicht finanzielle Steuerungsgrößen eine wichtige Rolle. Von zentraler Bedeutung sind vor diesem Hintergrund, die Themen unternehmerische Verantwortung, Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle sowie der Umweltschutz.

Wir haben uns als international agierender Pharma- und Gesundheitskonzern der Übernahme von Verantwortung verpflichtet.

Dass der Themis Konzern gesellschaftliche Verpflichtungen ernst nimmt und der Konzern einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung leistet, zeigt sich per se in seinen Kernsegmenten. So tragen Generika durch einen günstigen Preis bei bester Qualität zu einer effizienten und bezahlbaren Gesundheitsversorgung bei.

Der zentrale Standort für die Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln innerhalb der Konzerngruppe ist die mibe GmbH Arzneimittel mit Sitz in Brehna bei Leipzig. Mit dieser modernen Arzneimittelproduktion gibt die Unternehmensgruppe ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland ab, an dem derzeit mehr als 500 Mitarbeiter aus der Region bei der mibe GmbH Arzneimittel und einem weiteren Serviceunternehmen beschäftigt sind und einen sicheren Arbeitsplatz finden.

Im Mittelpunkt unserer Tätigkeit steht das Ziel, Produkte in hervorragender Qualität und Galenik zu wirtschaftlichen Preisen anzubieten und damit den hohen Anforderungen gerecht zu werden, die ein dynamisches Gesundheitswesen, Ärzte, Apotheker und ganz besonders die Patienten an ein zeitgemäßes, pharmazeutisches Unternehmen stellen. Unser oberstes Ziel ist es, jederzeit Arzneimittel in gleichbleibend hoher Qualität zur Verfügung zu stellen. Hochqualifizierte Mitarbeiter in den Bereichen Qualitätssicherung, analytische Qualitätskontrolle und Arzneimittelsicherheit sind ständig mit der Verbesserung von Prozessen und der Kontrolle unserer Produkte betraut. Wir stellen sicher, dass die Qualitätsstandards des Konzerns für die gesamte Wertschöpfungskette angewendet werden. Um dies zu gewährleisten, sind die Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle im Themis Konzern an dem Leitfaden des europäischen Good-Manufacturing-Practice-Standards (EU-GMP-Standards) ausgerichtet.

Auch der Umweltschutz wird im Themis Konzern groß geschrieben und bedeutet mehr als die Beachtung geltender Umweltgesetze. Die Zertifizierung nach GMP deckt im Konzern bereits alle wesentlichen Umweltthemen bis in die Lieferkette ab. Dennoch leisten wir einen weiteren Beitrag, indem wir alle Arzneimittel auf technisch hochmodernen Anlagen umweltgerecht produzieren. Dazu gehören auch die vorzugsweise Verwendung umweltfreundlicher Ausgangsmaterialien und die grundsätzliche Verwendung von FSC-zertifiziertem Papier (Forest Stewardship Council), bei Arzneimittelfaltschachteln, Beipackzetteln, Briefpapier und sonstigen Druckerzeugnissen.

Darüber hinaus weist der Themis Konzern auf Grund seines Geschäftsmodells, das keine Wirkstoffherstellung beinhaltet, keine signifikanten Emissionsrisiken auf.

Der Themis Konzern sieht sich auch in gesellschaftlicher Verantwortung und unterstützt verschiedene engagierte Einzelpersonen, Initiativen und Gruppen. So stellen wir zum Beispiel humanitären Projekten im In- und Ausland Medikamente zur Verfügung, unterstützen tatkräftig die McDonald's Kinderhilfe und engagieren uns zudem für Vereine, wie die Münchner Tafel und die brotZeit. Unsere finanzielle Hilfe kommt auch der Laureus Sport for Good Stiftung zu, die durch zahlreiche Sportprojekte die sozialen Lebensumstände von Kindern in Deutschland und Österreich verbessert.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Im Geschäftsjahr 2017 konnte der Themis-Konzern seine Strategie weiter erfolgreich umsetzen und zahlreiche Synergieeffekte im Unternehmen zur Effizienzsteigerung nutzen.

Die Geschäftsentwicklung verlief insgesamt positiv und die veröffentlichte Prognose der Umsatzentwicklung konnte erfüllt werden; die der EBITDA-Entwicklung sogar übererfüllt werden.

Der Umsatz stieg um 3,9 % auf 481,0 Mio. € (Vorjahr: 463,0 Mio. €).

Das unbereinigte EBITDA stieg um 15,5 % auf 103,8 Mio. € (Vorjahr: 89,9 Mio. €).

Das um Einmalkosten im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Börsennotierung der Dermapharm Holding SE in Höhe von 2,7 Mio. € bereinigte EBITDA stieg um 22,1 % auf 106,5 Mio. € (Vorjahr: 89,9 Mio. €).

III. Nachtragsbericht

Ereignisse nach der Berichtsperiode mit einer wesentlichen oder einer möglichen maßgeblichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe stellen sich wie folgt dar:

- Zur Zwischenfinanzierung beabsichtigter Akquisitionen hat die Unternehmensgruppe am 4. Dezember 2017 einen Rahmenkreditvertrag bis zu einem Höchstbetrag von 80 Millionen € mit einer deutschen Bank abgeschlossen. Im Januar 2018 wurde der volle Betrag gezogen.

- Am 20. Dezember 2017 hat die Unternehmensgruppe mit der Verkäuferin Dr, Detlef Strathmann Verwaltungs GmbH & Co. KG einen Kaufvertrag über den Erwerb der Geschäfts- bzw. Kommanditanteile an den Unternehmen Strathmann Service GmbH in Hamburg, Strathmann GmbH & Co. KG in Hamburg, und Biokirch GmbH in Seevetal abgeschlossen. Die Übertragung der Geschäfts- und Kommanditanteile ist an aufschiebende Bedingungen geknüpft, die mittlerweile erfüllt wurden. Im Wesentlichen verschafft sich die Dermapharm mit dem Erwerb der Gesellschaften Zugang zu weiteren OTC und RX-Pharmapräparaten samt Zulassungen und Marken, sowie Zugang zu verschiedenen Kunden. Darüber hinaus besitzen die Gesellschaften Grund und Boden sowie darauf befindliche Immobilien.

- Am 23. Januar 2018 hat Dermapharm alle Anteile an der Trommsdorff GmbH & Co. KG und deren alleiniger Komplementärin, der Cl. Lageman Gesellschaft mit beschränkter Haftung (zusammen "Trommsdorff") erworben. Trommsdorff produziert und vertreibt 23 verschiedene verschreibungspflichtige Arzneimittel und OTC Produkte, insbesondere Keltican® forte, ein Diätprodukt zur Behandlung von Rückenschmerzen sowie Tromcardin® complex, das bestimmte Mineralien und Vitamine zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen kombiniert. Trommsdorff dient ihrem ehemaligen Mutterkonzern zudem als Lohnherstellerin.

- Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie wurde am 28. Februar 2018 die mibe pharma Italia Srl mit Firmensitz in Bozen, Italien gegründet. Einige Produktzulassungen konnten hier bereits erwirkt werden, weitere befinden sich im Zulassungsprozess. Mit ersten Umsätzen ist im Geschäftsjahr 2018 zu rechnen.

- Der Gewinnabführungsvertrag zwischen der Themis Beteiligungs-AG und der Dermapharm AG (der „Gewinnabführungsvertrag") wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 beendet.

Am 29. Januar 2018 hat die Dermapharm Holding SE einen Antrag auf Zulassung von Wertpapieren zum Börsenhandel im regulierten Markt bei der Frankfurter Wertpapierbörse eingereicht.

- Die Dermapharm Holding SE hat ihre Aktien im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse mit gleichzeitiger Zulassung zum Prime Standard unter der Wertpapierkennnummer (WKN) A2GS5D, der internationalen Wertpapierkennnummer (ISIN) DE000A2GS5D8 und dem Börsenkürzel DMP notiert. Der erste Handelstag war der 9. Februar 2018. Zuvor war am 8. Februar 2018 der Angebotspreis für den Börsengang der Dermapharm Holding SE (zusammen mit ihren konsolidierten Tochtergesellschaften "Dermapharm") auf 28,00 € je Aktie festgelegt worden. Insgesamt wurden 13.455.000 Aktien der Dermapharm Holding SE angeboten. Davon stammen 3.840.000 neu ausgegebene Aktien aus einer Kapitalerhöhung und 9.615.000 Aktien aus dem Besitz der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft, als veräußernde Aktionärin, einschließlich 1.755.000 Aktien für Mehrzuteilungen („Greenshoe-Option"). Der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung in Höhe von ca. 108 Mio. € entfällt auf Dermapharm Holding SE. Unter der Annahme der vollständigen Ausübung der Greenshoe-Option beläuft sich der Streubesitz auf ca. 25 %, was einer Freefloat-Marktkapitalisierung von ca. 377 Mio.€ entspricht. Die Greenshoe-Option räumt dem Stabilisierungsmanager die Option ein, bis zu 1.755.000 zusätzliche Aktien an der Dermapharm Holding SE zum Platzierungspreis, in dem Umfang zu erwerben, in dem Aktien aus einer Wertpapierleihe im Wege der Mehrzuteilung platziert wurden. Diese Mehrzuteilungsoption wurde am 9. März 2018 von Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG im Umfang von 1.155.000 Aktien ausgeübt. Somit verbleiben 40.985.000 Aktien bei der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft als Mehrheitsaktionärin.

IV. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikobericht

Das Geschäftsmodell des Themis Konzerns ist auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotentialen und Wachstumschancen im Gesundheits- und Pharma- markt ausgerichtet. Damit sind jedoch auch Herausforderungen und Risiken verbunden, die insbesondere aus geänderten staatlichen Regulierungen und intensivem Wettbewerb resultieren. Angesichts dessen kann es in der Einschätzung der Konzernleitung auch in der Zukunft immer wieder zu einschneidenden regulatorischen Eingriffen, hohem Wettbewerb, Margendruck und Ausfallrisiken kommen.

Regulatorische Risiken:

Der Pharma- und Gesundheitsmarkt ist durch eine Vielzahl von Vorschriften gekennzeichnet. Die Aufhebung oder Änderung von bestehenden oder der Erlass neuer Vorschriften kann erhebliche wirtschaftliche und strategische Auswirkungen auf den Geschäftserfolg des Konzerns haben. Von wesentlicher Bedeutung sind Vorschriften auf nationaler oder multinationaler Ebene, die Marktstrukturen, Preisgestaltung und/oder Zulassung von Produkten des öffentlichen Gesundheitswesens betreffen.

Prinzipiell besteht für alle Produkte im Gesundheitsmarkt, insbesondere jedoch für pharmazeutische Produkte, das Risiko der Ausgrenzung oder Reduzierung der Kostenerstattung durch regulatorische Eingriffe im Rahmen der jeweiligen nationalen Sozialversicherungssysteme. Dies kann dazu führen, dass die Profitabilität einzelner Produkte geschmälert und im Einzelfall die Markteinführung eines neuen Produkts unrentabel wird.

Exakte Prognosen zu Einführung oder Ausmaß von etwaigen Änderungen können nicht gegeben werden, da solche Regelungen vom politischen Prozess im jeweiligen Land oder von gerichtlichen Entscheidungen abhängen. Eine aktive Risikominimierung betreibt der Themis Konzern, indem die relevanten Quellen von Vorschriften umfassend beobachtet werden und auf Basis der Erkenntnisse Handlungsalternativen aufgezeigt werden.

Ertragsorientierte Risiken:

Das Auftreten von neuen Wettbewerbern kann die Marktbedingungen ungünstig beeinflussen. Des Weiteren könnten einige Wettbewerber die Marktbedingungen auf Grund ihrer finanziellen und/oder organisatorischen Ressourcen, Produktionskapazitäten, Vertriebsstärke und/oder Marktmacht in für den Themis Konzern negativer Weise beeinflussen. Dies betrifft insbesondere solche Aktivitäten, die die Preisgestaltung bei Ausschreibungen von Rabattverträgen, den Sortiments- und Serviceumfang und/oder die Liefer- und Rabattkonditionen beeinflussen, um die eigene Wettbewerbsposition zu sichern oder auszubauen.

Zudem ist eine Veränderung der Marktbedingungen durch eine steigende Nachfragemacht von einzelnen Kundengruppen wie bspw. Ärzten, Apothekenketten, Krankenkassen, Einkaufsringen und Großhandelsverbänden möglich, die eine Verschärfung des Preis-, Konditionen- und/oder Servicewettbewerbs sowie ungünstigere Rahmenbedingungen bei Ausschreibungen von Rabattverträgen zur Folge haben können.

Eine aktive Risikominimierung betreibt der Themis Konzern, indem das Marktgeschehen relevanter Marktteilnehmer umfassend beobachtet wird und auf Basis der Erkenntnisse Handlungsalternativen aufgezeigt werden.

Risiken des Produkt-Portfolios:

Bei der Entwicklung und Zulassung eines jeden einzelnen Produkts, ist die genaue Beachtung einschlägiger rechtlicher Vorschriften von großer Bedeutung.

Für die Beachtung von gewerblichen Schutzrechten (wie bspw. Patenten und SPCs) bei Generika, gilt dies in besonderem Maße. Sollten einzelne rechtliche Vorschriften verletzt werden, kann dies zu Verzögerungen oder sogar zur Verhinderung des Vertriebs eines neuen Produkts durch rechtliche Schritte von Wettbewerbern oder nicht Genehmigung durch die Zulassungsbehörden führen. Sofern wir unter der Annahme der rechtlichen Unbedenklichkeit Produkte vertrieben haben und sich im Zuge gerichtlicher Entscheidungen herausstellt, dass diese Annahme irrig war, so besteht das Risiko, dass wir eingeführte Produkte mit erheblichen Kosten vom Markt nehmen müssen, vorhandene und zurückgenommene Bestände wertberichtigen und vernichten müssen. Zudem besteht das Risiko von nicht unerheblichen Schadensersatzleistungen, unter anderem auch bei Verletzung gewerblicher Schutzrechte.

Es ist möglich, dass trotz intensiver Tests und Studien eventuelle Nebenwirkungen oder anfänglich verborgene Mängel bei bestehenden Produkten erst nach der Zulassung oder bei der Vermarktung entdeckt werden. Auch können neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu einer ungünstigeren Risiko-Nutzen-Analyse führen, wodurch das Präparat ganz oder teilweise vom Markt genommen werden muss. Ein solcher Vertriebsstopp kann durch rechtliche und behördliche Schritte begründet sein oder auch in freiwilliger Selbstverantwortung. Zudem könnten Gerichtsverfahren und damit verbundene Schadensersatzforderungen auf Grund dieser Ereignisse das Ergebnis erheblich belasten.

Eine aktive Risikominimierung betreibt der Themis Konzern, indem die relevanten Quellen von Vorschriften und Datenbanken gewerblicher Schutzrechte umfassend beobachtet werden und auf Basis der Erkenntnisse Handlungsalternativen aufgezeigt werden.

Leistungswirtschaftliche Risiken:

Fehlende Produktionsanlagenverfügbarkeit, sowie Störungen in der Arbeits- und Verfahrenssicherheit können dazu führen, dass Produktionsziele nicht erreicht werden und eine bestehende Nachfrage nicht ausreichend bedient werden kann, so dass Deckungsbeiträge verlorengehen.

Diesem Szenario wirken wir mit umfangreichen Maßnahmen entgegen. Dazu gehören z. B. proaktive Anlagenwartungen, Gefährdungsbeurteilungen und systematische Schulungen unserer Mitarbeiter, um die Standards und die Sicherheit zu verbessern.

Auf der Beschaffungsseite bestehen Risiken aufgrund der Preisvolatilität von Rohstoffen und Energien. Ein Preisanstieg bei Einsatzstoffen führt direkt zu einer erhöhten Kostenbasis in der Produktion, ein Preisverfall bei den Einsatzstoffen kann bilanzielle Wertberichtigungen von Vorräten zur Folge haben.

Dem begegnen wir mit einer bewussten Vorrats- und Beschaffungspolitik. Wesentliche Teile der Rohstoffversorgung sind durch langfristige Lieferverträge sowie durch Preisgleitklauseln in den Verträgen mit Lieferanten abgedeckt. Gegen eventuelle Lieferengpässe, beispielsweise aufgrund des Ausfalls eines Lieferanten, sichern wir uns mit einer angemessenen Bevorratungsstrategie und alternativer Bezugsquellen ab.

Risiken bei Reimporten:

Für die Beschaffung von reimportierten Arzneimitteln durch die axicorp-Gruppe bestehen

weitere Risiken. Neben erhöhten Einkaufspreisen, Lieferengpässen, sowie

Währungsschwankungen können die Versuche der Originalhersteller, die europäischen Märkte zu kontingentieren, die Ertragslage negativ beeinflussen. Auch Exportbeschränkungen, wie sie derzeit in mehreren EU-Ländern diskutiert und teilweise (faktisch in Form von Export-Anzeigepflichten für bestimmte Wirkstoffe) durchzusetzen versucht werden, stellen ein zwar EU-rechtlich höchst umstrittenes, jedoch tatsächliches Beschaffungsrisiko dar.

Insgesamt wird die Risikoidentifikation sowie deren Bewertung und die Einleitung von Gegenmaßnahmen regelmäßig durch das Managementteam entsprechend der Qualitätsvorgaben des axicorp-QS-Systems (DIN EN ISO 9001:2008 - Vorbeugende Maßnahmen/Managementprozesse) durchgeführt. Hierzu gehören insbesondere die frühzeitige Erstellung und Bewertung von Fallszenarien.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Grundsätzliche Liquiditätsrisiken bestehen, wenn der Themis Konzern nicht über ausreichende Liquiditätsmittel verfügen sollte. Diese würde bspw. durch die mangelnde Verfügbarkeit von Kreditmitteln, den Ausfall bestehender Cash-Positionen, den fehlenden Zugang zu den Finanzierungsmärkten oder starken Schwankungen im operativen Geschäftsverlauf entstehen. Ziel des Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und finanziellen Flexibilität durch ausreichende Liquiditätsreserven und freien Kreditlinien.

Die Bilanz- und Konzernwährung des Themis Konzerns ist der Euro. Auf Grund der internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit ist der Konzern jedoch Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dadurch besteht das Risiko der möglichen Werteänderung, insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen Währung als der jeweiligen funktionalen Währung.

Das Risiko von Bilanzeffekten kann aufgrund von Wechselkurschwankungen im Konzernabschluss, durch die Umrechnung der Bilanzposten sowie der Erträge und Aufwendungen der ausländischen Konzerngesellschaften mit einer vom Euro abweichenden lokalen Währung bestehen. In diesem Zusammenhang kann die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen sich im Allgemeinen negativ und eine Abwertung positiv auswirken.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Themis Konzerns sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht zu erkennen.

Die Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft hat Darlehen im Werte von 44,8 Mio. € an die Channel2l Holding AG und deren Tochtergesellschaft Channel2l GmbH ausgereicht. Die Rückzahlung der Darlehen hängt vom zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg, der Channel2l Gruppe ab.

Die Channel2l GmbH hat sich in den letzten Jahren zu einer stark automatisierten Multi-Channel-Plattform, bestehend aus einem Homeshopping-Sender mit eigenem TV-Kanal und einem synchronisierten Online-Shop gewandelt. Sie befindet sich, nach einer Restrukturierungsphase und Investitionen in neue zukunftsweisende Technologien, auf einem Weg mit guter Prognose, die die Rückzahlung der Darlehen durch positive Geschäftsergebnisse in den nächsten Jahren möglich machen sollte.

Die Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft hat Darlehen im Werte von 14,7 Mio. € für Investitionen in den Anfangsjahren, an das Beteiligungsunternehmen O.E.M. GmbH ausgereicht. Die Rückzahlung hängt vom weiteren zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg, der O.E.M. GmbH ab.

Die O.E.M. GmbH befindet sich, nach den Aufbau- und Investitionsjahren sowie einer Neuerschließung von zusätzlichen Märkten, auf einem Weg mit guter Prognose, die die Rückzahlung der Darlehen durch positive Geschäftsergebnisse in den nächsten Jahren möglich machen sollte.

Haftungs- und Schadensrisiken:

Die Haftungs- und Schadensrisiken, die in Ausübung der unternehmerischen Tätigkeit und dem Vertrieb von pharmazeutischen Präparaten auftreten können, sind durch entsprechende Versicherungen, im speziellen durch eine Pharma-Produkt-Haftpflichtversicherung begrenzt.

Steuerliche Risiken:

Steuersachverhalte unterliegen gewissen Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch in-oder ausländische Steuerbehörden. Auch wenn wir der Überzeugung sind, alle Sachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass die Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen können.

Andere Risiken:

Der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft Konzern trägt in den jeweiligen Marktregionen wie jedes Unternehmen weitere allgemeine Geschäftsrisiken wie bspw. das Risiko von unerwarteten Störungen der Infrastruktur, Streiks, Sabotage, Naturkatastrophen, kriminellen Aktivitäten, Terrorismus, Kriegen und anderen unvorhersehbaren wesentlich nachteiligen Einflüssen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, sichern wir uns dagegen durch den Abschluss entsprechender Versicherungen ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Versicherungen im Einzelfall nicht ausreichend sein können.

2. Chancenbericht

Auch zukünftig wird der Pharmamarkt, dem Hauptgeschäftsfeld des Themis Konzerns, gemäß dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI), weitgehend unabhängig von konjunkturellen Einflüssen und weltweit einer der dynamischsten Wachstumsmärkte sein. Die wichtigsten Treiber hierfür sind die zunehmende Lebenserwartung in den Industrienationen, das globale Bevölkerungswachstum, sowie die zunehmende Chronifizierung lebensstil- und ernährungsbedingter Erkrankungen.

Im ökonomischen Vergleich zu anderen Behandlungswegen gelten Arzneimittel weiterhin als besonders effizient. Insbesondere Generika weisen hohe Wachstumspotentiale auf, denn sie erlauben preisgünstige Therapiekosten ohne dabei Qualitätsabstriche machen zu müssen. Sie liefern deshalb einen erheblichen Beitrag, dem steigenden Kostendruck im Gesundheitswesen entgegenzuwirken. Der kontinuierliche Ablauf von Patenten und Schutzrechten, wird auch weiterhin für eine Ausweitung der für den generischen Wettbewerb verfügbaren Marktpotenziale sorgen.

Wir treiben die strategische Weiterentwicklung des Themis Konzerns aktiv voran. Diese umfasst die Eigenentwicklung von pharmazeutischen Präparaten, die kontinuierliche Effizienzoptimierung, die Stärkung der therapeutischen Kernbereiche, ein aktives Portfoliomanagement, die Internationalisierung sowie die aktive Teilnahme an der Industriekonsolidierung durch Partnerschaften, Desinvestitionen und Akquisitionen.

Die internationale Vertriebsstruktur ist darauf ausgelegt, die Produkte aus dem Konzern-Portfolio angepasst an die unterschiedlichen regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen in den einzelnen nationalen Marktregionen zu vertreiben.

Unter Ertragsgesichtspunkten wird weiterhin ein effizientes Kostenmanagement einen hohen Stellenwert einnehmen. Im Rahmen der kontinuierlichen Kostenoptimierung wird weiterhin der Fokus auf den Herstellungskosten und allen damit verbunden Kosten liegen, da sie die größte Kostenposition im Konzern darstellen. Somit ergeben sich Chancen aus der Reduzierung der Herstellungskosten durch die Eigenproduktion und der Beteiligung von Lieferanten am Marktrisiko.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Neuzulassungen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzten wir durch interne Ablauf- und Qualitätskontrollen durch. So produzieren wir ausschließlich nach dem internationalen GMP-Standard (Good-Manufacturing-Practice-Standards).

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen staatlich regulierten Wettbewerbsumfeld, volatilen Rohstoffpreisen und einem durch ein staatlich initiiertes Preismoratorium stagnierendem Preisniveau.

Vor diesem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Konzerns ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Der Themis Konzern verfolgt eine konservative Finanzpolitik, die durch langfristig gesicherte Finanzierungen und eine vorausschauende Steuerung finanzieller Risiken gekennzeichnet ist.

Der Themis Konzern finanziert sich über mittel- und langfristige Kredite bei Banken und Schuldscheindarlehen. Darüber hinaus verfügen wir über einen soliden operativen Cashflow und Kreditlinien bei verschiedenen Banken, die bei Bedarf genutzt werden können.

Die axicorp Gruppe setzt zur Verminderung des Risikos aus Zahlungsstromschwankungen aus Fremdwährungsgeschäften auf der Einkaufsseite Finanzinstrumente (Devisentermin- und Optionsgeschäfte) ein. Dazu werden gegenläufige Grund- und Sicherungsgeschäfte zu antizipativen Bewertungseinheiten (Mikro Hedges) zusammengefasst. Der Abschluss der Finanzinstrumente erfolgt ausschließlich über bonitätsstarke Geschäftsbanken. Der Umfang der Sicherung wird über eine rollierende Einkaufsplanung bestimmt.

Die Konzerngesellschaften verfügen in Deutschland über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Es besteht deshalb keine Warenkreditversicherung. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Konzern über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Skonti werden nach Möglichkeit ausgenutzt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich der Themis Konzern überwiegend mittels Kreditlinien verschiedener Banken oder Eigenmitteln.

VI. Prognosebericht

1.1. Ausblick

Erwartete Entwicklung des Marktumfelds

Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für das Geschäftsjahr 2018 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,7 % und für das Jahr 2019 ein noch dynamischeres Wachstum von 3,9 %. Das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wird hingegen voraussichtlich langsamer wachsen: Für die Jahre 2017 und 2018 wird ein Anstieg von 2,1 % bzw. 1,9 % prognostiziert.

Bei den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln rechnet Evaluate Ltd. damit, dass der weltweite Markt für verschreibungspflichtige Arzneimittel bis 2022 jährlich um 6,5 % wachsen wird. Ein noch ausgeprägteres Wachstum wird bei den patentfreien Arzneimitteln erwartet, was zu einer Steigerung des Marktanteils patentfreier Arzneimittel auf 10,6 % an allen verschreibungspflichtigen Arzneimitteln im Geschäftsjahr 2022 führen wird.

In Europa soll sich nach Angaben von Evaluate Ltd. die Größe des Pharmamarktes bis zum 31. Dezember 2022 auf 206 Mrd. EUR erhöhen, was eine Steigerung von rund 21,9 % gegenüber dem Jahr 2015 bedeuten würde. Dieses Wachstum entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von ca. 3,1 % bis 2022.

Erwartete Entwicklung des Konzerns

Der Themis Konzern wird sein Geschäft auch zukünftig schwerpunktmäßig auf den Gesundheitsmarkt und dabei insbesondere auf den Bereich Pharma ausrichten. Gezielt wird er weiterhin seine Strategie der Ausrichtung auf ausgewählte Nischenmärkte und die weitestgehende Unabhängigkeit von „Blockbunter"-Produkten und stark regulierten Produkten verfolgen. Generell ist er damit in einer Branche tätig, die weiterhin weltweit wachsen wird und langfristige Wachstumschancen aufweist.

Sich ändernde regulatorische, wettbewerbsrechtliche und konjunkturelle Rahmenbedingungen, können jedoch die Umsatz- und Ertragsentwicklung gegenläufig beeinflussen. Einzelheiten zu diesen Risiken sind im Chancen- und Risikobericht beschrieben.

Angesichts der geplanten Weiterentwicklung des Themis Konzerns durch seine Drei-Säulen-Strategie aus eigener Produktentwicklung, der Internationalisierung in ausgewählte Märkte und gezielter M & A-Aktivitäten geht der Vorstand insgesamt davon aus, auch künftig Wachstum erzielen zu können. Einzelheiten zu den Chancen und Risiken des Unternehmens werden im Chancen- und Risikobericht näher erläutert.

Im Rahmen seiner erfolgreichen Produktentwicklung mit einer gut gefüllten Pipeline sowie seiner aktiven Akquisitionspolitik in den Jahren 2017 und 2018 mit wertschaffenden Zukäufen, wird Themis das Konzern-Portfolio im Segment Markenarzneimittel und andere Gesundheitsprodukte stetig erweitern können. Im Segment Parallelimportgeschäft werden, sobald es wirtschaftlich sinnvoll ist, Importlizenzen für von Originatoren neu eingeführte Präparate beantragen, um somit das Präparateportfolio zu erweitern.

Grundlegende Annahmen zur Prognose

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2018 erfolgte unter Berücksichtigung bekannter Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichts zur Verfügung standen. Zudem wurden der gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Ausblick mit in die Prognose einbezogen.

Zudem stützt sich die Prognose auf folgende Annahmen:

● Weitgehend unveränderte regulatorische Rahmenbedingungen in den für uns relevanten Märkten

● Konstante Beibehaltung des derzeitigen Konsolidierungskreises inklusive der beschriebenen Neuakquisitionen

● Optimierung der Herstellkosten durch eine weitere Überführung von Produkten in die Eigenproduktion

● Erfolgreiche Markteinführung der eigenen Entwicklungspipeline

● Erfolgreiche Integration der in den Jahren 2017 und 2018 neu erworbenen Produkte und Firmen bei konsequenter Nutzung der sich bietenden Synergieeffekte

● Weitgehend unveränderte steuerliche Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen wir mit Konzerngesellschaften tätig sind

Der Vorstand der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft sieht deshalb aus heutiger Sicht keine Veranlassung, grundlegende Änderungen der bisherigen erfolgreichen Geschäftspolitik für das kommende Wirtschaftsjahr vorzunehmen. Wir sind überzeugt, dass wir auf Grund von kontinuierlichen Kostenoptimierungen im Einkauf - und Produktionsbereich, einer erweiterten Produktentwicklung, Einführung von weiteren Neuzulassungen, einer flexiblen Anpassung an die Rahmenbedingungen und konsequenten Nutzung von Synergieeffekten innerhalb der Teilkonzernfirmen, die vielseitigen Herausforderungen des Generika-Marktes auch weiterhin positiv gestalten können.

Vor diesem Hintergrund und der Erstkonsolidierung der in 2018 neu akquirierten Firmen, gehen wir von einer positiven Gesamtgeschäftsentwicklung aus und erwarten für 2017 einen steigenden Umsatz im 2-stelligen Prozentbereich, eine dem Umsatz entsprechende Steigerung der Kosten und einen ebenfalls im 2-stelligen Prozentbereich wachsendes EBIDTA und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

1.1. Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung

Das Geschäftsmodell des Themis Konzerns ist aufgrund von allgemeinen und branchenspezifischen Wachstumsmechanismen im Pharma - und Gesundheitsmarkt sowie der Wachstumsprognosen unabhängiger Institute auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotentialen ausgerichtet. Damit verbunden sind jedoch auch operative Herausforderungen und Risiken, die zum größten Teil durch geänderte oder zusätzliche staatliche Regulierungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Kostensenkungsmaßnahmen und erschwerte zulassungsrelevante Auflagen, bestimmt werden. Dadurch wird die zukünftige Entwicklung von Umsatz und Ertrag des Konzerns grundsätzlich gleichermaßen von wachstumsfördernden und wachstumshemmenden Rahmenbedingungen gekennzeichnet sein.

Angesichts unserer strategischen Ausrichtung im Segment Markenarzneimittel und andere Gesundheitsprodukte und der bereits konsequent verfolgten Drei-Säulen-Strategie sollten zukünftig die positiven Aussichten weiterhin überwiegen.

Aufgrund einer gesetzlich stabilen Lage und einem stetig wachsenden importfähigen Pharmamarkt, gehen wir auch hier davon aus, dass die positiven Aussichten überwiegen. Der Vorstand geht deshalb für das Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr, von einem weiteren Wachstum des Themis Konzerns aus.

Die Themis Beteiligungs-AG wird durch die Abschaffung des Ergebnisabführungsvertrages, zukünftig jedoch nur noch an den Dividenden der Dermapharm Holding SE partizipieren können.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft Konzern unterhält keine Zweigniederlassungen.

Grünwald, den 24. Juli 2018

Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft

Wilhelm Beier

Vorstand

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

31.12.2017 31.12.2016
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände und ähnliche Rechte und Werte
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 31.186.711,77 22.363.249,75
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 87.799.127,72 35.512.674,69
3. Geschäfts- oder Firmenwert 70.399.976,59 60.560.580,21
4. Geleistete Anzahlungen 1.402.899,22 1.096.088,56
190.788.715,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.489.493,08 41.763.773,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.637.898,16 10.931.583,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.440.329,91 7.417.669,22
4. Geleistete Anzahlungen 1.475.180,42 1.462.030,70
62.042.901,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.633.701,00 6.708.701,00
2. Beteiligungen 8.780.611,53 5.925.388,58
15.414.312,53
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 26.674.394,42 32.151.810,50
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 8.673.857,41 5.332.425,58
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 48.174.440,38 49.747.219,21
4. Geleistete Anzahlungen 579.159,82 197.367,06
84.101.852,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25.120.433,25 27.288.487,89
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 418.500,00 418.508,00
3. Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen 108.337.039,29 94.678.578,32
4. Sonstige Vermögensgegenstände 62.005.129,94 20.837.760,07
195.881.102,48
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 32.869,55 3.463,03
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.864.125,05 4.404.474,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.331.407,20 1.361.220,65
556.457.285,71 430.163.054,18
PASSIVA
31.12.2017 31.12.2016
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 668.814,95 668.814,95
III. Genussrechte 6.710.000,00 11.206.000,00
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung - 2.359.785,75 2.174.080,63
V. Konzerngewinn 195.182.491,24 157.724.817,00
VI. Anteile anderer Gesellschafter 2.624.443,78 1.117.177,65
202.925.964,22 172.990.890,23
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 11.513.014,76 13.231.666,10
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.447.782,00 8.856.956,00
2. Steuerrückstellungen 24.181.772,44 15.715.580,92
3. Sonstige Rückstellungen 17.874.418,47 17.142.145,69
51.503.972,91
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 256.761.048,18 158.524.367,58
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.787.272,13 18.699.932,86
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 98.887,68 48.827,95
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.793.457,31 17.779.306,99
281.440.665,30
E. Rechnungsabgrenzungsposten 83.053,78 125.011,05
F. Passive latente Steuern 8.990.614,74 7.048.368,81
556.457.245,71 430.163.054,18

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2017

2017 2016
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 480.985.971,67 463.013.080,88
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 898.717,72 915.013,85
481.884.689,39 463.928.094,73
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 10.486.700,72 8.300.936,04
4. Sonstige betriebliche Erträge 6.412.886,15 7.905.187,18
- davon aus Währungsumrechnung: T€ 646 (Vj.: T€ 195)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 262.060.608,92 - 256.131.344,63
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 1.626.646,31 - 3.055.703,35
- 263.687.255,23
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 58.462.551,66 - 52.640.848,07
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 10.750.750,56 - 10.541.828,54
- davon für Altersversorgung: T€ 167 (Vj: T€ 149) - 69.213.302,22
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 22.225.929,95 - 19.537.006,81
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit unüblich - 300.000,00 - 345.000,00
- 22.525.929,95
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 62.064.595,70 - 67.892.014,44
- davon aus Währungsumrechnung: T€ 271 (Vj.: T€ 176)
9. Erträge aus Beteiligungen 1.324.839,68 926.361,72
- davon aus verbundenen Unternehmen: T€ 0 (Vj.: T€ 0)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.722.323,12 2.016.080,23
- davon aus verbundenen Unternehmen: T€ 0 (Vj.: T€ 0)
- davon aus Abzinsung: T€ 0 (Vj.: T€ 0)
11. Abschreibung auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 6.576.535,65 - 10.072.183,51
- davon an verbundene Unternehmen: T€ 0 (Vj.: T€ 0)
- davon aus Aufzinsung: T€ 23 (Vj.: T€ 383)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 40.522.562,20 - 20.507.811,08
- davon latente Steuern: T€ 1.943 (Vj.: T€ 4.746)
14. Ergebnis nach Steuern 37.241.258,11 42.352.919,47
15. Sonstige Steuern - 114.767,61 - 258.128,72
16. Jahresüberschuss 37.126.490,50 42.094.790,75
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 157.724.817,00 140.554.868,92
18. Gewinnausschüttung 0,00 - 25.000.000,00
19. Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn 331.183,74 75.157,33
20. Konzerngewinn 195.182.491,24 157.724.817,00

Konzernanhang 2017

der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Grünwald

Allgemeine Angaben

Die Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft hält zum 31. Dezember 2017 sämtliche Aktien an der Dermapharm Holding SE, Grünwald, diese wiederum hält sämtliche Aktien an der Dermapharm AG, Grünwald. Die Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft hält außerdem sämtliche Geschäftsanteile an der SLG Service Logistik Günthersdorf GmbH, Leuna sowie 75 % der Geschäftsanteile an der point-rouge GmbH, Grünwald sowie weitere Beteiligungen (vgl. Seite 13). Die Dermapharm Holding SE, Grünwald wird mit ihren Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft einbezogen. Die Dermapharm Holding SE, Grünwald stellt einen Teil-Konzernabschluss auf.

Die Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft ist gemäß § 293 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Konsolidierungskreis

In den vorliegenden Konzernabschluss sind die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführten Unternehmen (vgl. Seite 13) einbezogen worden, wenn der Gesellschaft jeweils die Mehrheit der Stimmrechte gemäß § 290 Abs. 2 HGB zusteht.

Die Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet; Vermögensgegenstände wurden höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.

Die Bewertung der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte mit den auf die Entwicklungsphase entfallenden Herstellungskosten. Die planmäßige Abschreibung erfolgt über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung.

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen. Planmäßige Abschreibungen wurden linear vorgenommen. Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgte über 15 Jahre, da der Wertverzehr sich frühestens innerhalb dieses Zeitraums vollziehen wird.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert.

Vorräte wurden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen zukünftige Aufwendungen und Erträge. Ihre Bewertung erfolgte zu Nominalwerten.

Vereinnahmte Investitionszuschüsse und -zulagen werden entsprechend der Abschreibung des bezuschussten Wirtschaftsgutes aufgelöst.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Passive latente Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze verrechnet.

Währungsumrechnung

Im Rahmen der Währungsumrechnung der einbezogenen Jahresabschlüsse wurden alle Bilanzposten, mit Ausnahme des Eigenkapitals (historischer Wechselkurs zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung), mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals wurden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen erfolgte mit den Jahresdurchschnittskursen. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung.

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden die Anteile der Gesellschaft an verbundenen Unternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital konsolidiert.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde verzichtet, da diese von untergeordneter Bedeutung sind. Für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist dies von untergeordneter Bedeutung.

Unternehmen, die von der Befreiung gemäß e 264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen

Folgende Tochterunternehmen machen von der Befreiungsvorschrift gemäß §§ 264 Abs. 3, 264 b HGB Gebrauch:

Dermapharm AG, Grünwald

Mibe GmbH Arzneimittel, Brehna

acis Arzneimittel GmbH, Grünwald

Mibe Vertrieb GmbH, Grünwald

Hübner Naturarzneimittel GmbH, Ehrenkirchen

Anton Hübner GmbH & Co. KG, Ehrenkirchen

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 4a dieser Anlage dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2017
T€
--- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25.120
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: T€ 0 (Vj.: T€ 0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 419
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: T€ 0 (Vj.: T€ 0)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 108.337
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: T€ 0 (Vj.: T€ 92)
Sonstige Vermögensgegenstände 62.005
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: T€ 634 (Vj.: T€ 536)
195.881

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von T€ 100 und die Kapitalrücklage von T€ 669 entsprechen den bei der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Das Grundkapital der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft ist in 100.000 vinkulierte Aktien im Nennbetrag von je € 1,00 eingeteilt.

Genussrechte

Die von der Dermapharm Aktiengesellschaft, Grünwald, emittierten Genussrechte betragen zum 31.12.2017 € 6.360.000 (6.360 Stück). Die Genussrechtsinhaber erhalten eine über die Laufzeit konstante Garantieverzinsung sowie zusätzlich eine Gewinnbeteiligung in Höhe von 2 % auf den Nominalbetrag. Müssen Verluste aufgrund des mit der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages ausgeglichen werden, so vermindert sich der Rückzahlungsanspruch jedes Genussrechtsinhabers entsprechend seiner Beteiligungsquote. Diese Genussrechte waren bis zum 02.01.2017 bzw. 02.01.2018 befristet und wurden zwischenzeitlich zurückbezahlt.

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellkosten
1.1.2017 Währungsänderung Zugänge Abgänge
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 22.389.006 0 10.601.101 -1.341.444
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 118.700.903 -183.820 61.359.706 -4.464.564
3. Geschäfts- oder Firmenwert 106.995.666 0 17.640.944 0
4, Geleistete Anzahlungen 1.096.089 18 500.973 -33.019
249.181.743 -183.802 90.102.724 -6.039.027
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Gebäude einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 55.962.340 9.153 672.477 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.350.547 23.718 2.085.206 -224.000
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.942.069 -26.112 1.589.259 -328.817
4. Geleistete Anzahlungen 1.462.031 7 1.606.749 -591
108.716.987 6.767 5953.691 -553.408
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.708.701 0 0 0
2. Beteiligungen 8.737.886 -9.146 2.854.369 10.000
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
15.446.587 -9.146 2.854.369 10.000
Gesamt 373.345.317 -186.181 98.910.784 -6.582.435
Anschaffungs-/Herstellkosten
Zugange durch Verschmelzung Umbuchung Zuschreibung 31.12.2017
--- --- --- --- ---
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 -163.392 0 31.285.270
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 324.554 0 175.736.858
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 124.636.610
4, Geleistete Anzahlungen 0 -161.162 0 1.402.899
0 0 0 333.061.638
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Gebäude einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 662.253 0 57.306.223
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 680.110 0 33.915.582
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 250.652 0 21.427.052
4. Geleistete Anzahlungen 0 -1.593.015 0 1.475.180
0 0 0 114.124.037
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -75.000 0 0 6.633.701
2. Beteiligungen 0 0 0 11.593.109
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
-75.000 0 0 18.226.810
Gesamt -75.000 0 0 465.412.485
Abschreibungen
1.1.2017 Währungsänderung Zugänge
--- --- --- ---
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 25.756 0 72.802
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.180.308 498.895 8.982.020
3. Geschäfts- oder Firmenwert 46.435.086 0 7.801.548
4, Geleistete Anzahlungen 0 0 0
129.649.150 -198.895 16.836.370
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Gebäude einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.198.566 -72.178 1.691.952
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.418.964 18.158 1.928.943
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.524.400 -24.550 1.748.664
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0
47.141.930 -78.570 5.369.560
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
2. Beteiligungen 2.812.497 0 0
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0
2.812.497 0 0
Gesamt 179.603.577 -277.465 22.225.930
Abschreibungen
Zugänge durch Verschmelzung Abgänge 31.12.2017
--- --- --- ---
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 98.559
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 -4.033.703 87.937.730
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 54.236.634
4, Geleistete Anzahlungen 0 0 0
0 -4.033.703 142.272.923
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Gebäude einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 -1610 15.816.730
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 -88.382 22.277.683
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 -261.792 13.986.722
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0
0 -351.784 52.081.136
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 2.812.497
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0
0 0 2.812.497
Gesamt 0 -4.385.487 197.166.555
Buchwerte
31.12.2017 31.12.2016
--- --- ---
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 31.186.712 22.363.250
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 87.799.128 35.512.675
3. Geschäfts- oder Firmenwert 70.399.977 60.560.580
4, Geleistete Anzahlungen 1.402.899 1.096.089
190.788.716 119.532.593
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Gebäude einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.409.493 41.763.774
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.637.899 10.931.583
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.440.330 7.417.669
4. Geleistete Anzahlungen 1.475.180 1.462.031
62.042.902 61.575.057
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.633.701 6.708.701
2. Beteiligungen 8.780.612 5.925.389
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
15.414.313 12.634.090
Gesamt 268.245.930 193.741.740

Die Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft emittierte ursprünglich 1.400 Genussrechte im Nennbetrag von je € 1.000. Diese Genussrechte wurden bis auf 350 Genussrechte zurückbezahlt. Die restlichen Genussrechte haben eine Laufzeit bis 08.01.2020 mit einer jährlichen Ausschüttung von 8,5 %, die den Gewinnanteilen der Aktionäre der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft vorgeht.

Konzerngewinn

Der Konzerngewinn im Konzernabschluss der Themis-Beteiligungs-Aktiengesellschaft entwickelte sich wie folgt:

31.12.2017 31.12.2016
--- --- ---
Stand 01.01. 157.724.817,00 140.554.868,92
Jahresüberschuss 37.126.490,50 42.094.790,75
Gewinnausschüttung 0,00 - 25.000.000,00
Gewinnanteile anderer Gesellschafter 331.183,74 75.157,33
Stand 31.12. 195.182.491,24 157.724.817,00

Sonderposten mit Rücklageanteil

Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde bei der Mibe GmbH Arzneimittel, Brehna, nach den in den Jahren 2001 bis 2008 gültigen Vorschriften gebildet (§§ 273, 247 Abs. 3 HGB). Vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB zur Beibehaltung dieses Passivpostens wurde Gebrauch gemacht. Der Posten wird entsprechend der Abschreibung der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst.

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen der Mibe GmbH Brehna in Höhe von T€ 629 wurden mit den Ansprüchen aus der Rückdeckungsversicherung saldiert. Der verbleibende Verpflichtungsbetrag in Höhe von T€ 91 wurde zurückgestellt.

Rückdeckungsversicherung

Anschaffungskosten/Zeitwert 01.01.2017 €494.727 (Vj.: € 556.190)
Anschaffungskosten/Zeitwert 31.12.2017 €537.704 (Vj.: € 494.727)
Differenz €42.977 (Vj.: € -61.463)

Pensionsrückstellung

Erfüllungsbetrag 01.01.2017 €584.533 (Vj.: € 603.725)
Erfüllungsbetrag 31.12.2017 €629.053 (Vj.: € 584.533)
Zinsaufwand 2017 €23.440 (Vj.: € 23.425)

Der Berechnung sind folgende Parameter zum 31.12.2017 zugrunde gelegt:

Rechnungszinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren 3,68 % (Vj.: 4,01 %)
Rententrend 1,00 % (Vj.: 1,00 %)

Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde nicht unterstellt.

Bei der Anton Hübner GmbH & Co. KG wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 9.229 und bei der Hübner Naturarzneimittel GmbH in Höhe von T€ 128 gebildet.

Die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method; PUC-Methode).

Biometrische Rechnungsgrundlagen sind die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Verlag Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, 2005).

Der Berechnung sind folgende Parameter zum 31.12.2017 zugrunde gelegt:

Rechnungszinssatz (bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren) 31.12.2017 31.12.2016
und einem Durchschnitt % p.a. % p.a.
--- --- ---
über zehn Jahre 3,67 4,01
über sieben Jahre 2,80 3,24
Lohn-/Gehaltstrend 2,0 2,0
Rententrend 1,5 1,5
Fluktuation 0,0 0,0

Die Pensionsrückstellungen wurden für das Geschäftsjahr 2017 auf der Basis eines Durchschnittszinssatzes von 10 Jahren berechnet. Der Unterschied zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des 7-jährigen und des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich bei der Mibe GmbH Arzneimittel auf T€ 69 und bei der Anton Hübner GmbH & Co. KG auf T€ 1.302 bzw. bei der Hübner Naturarzneimittel GmbH auf T€ 5.

Die Unterschiedsbeträge unterliegen gemäß § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre, allerdings nicht der Abführungssperre nach § 301 AktG i.V.m. § 268 Abs. 8 HGB.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen ergeben sich aus der folgenden Darstellung:

Stand 01.01.2017 Verbrauch 2017 Auflösung 2017 Zuführung 2017 Stand 31.12.2017
Personalkosten 324.357,60 -318.036,38 -6.321,22 873.975,64 873.975,64
Bonus 837.004,47 -492.765,10 -344.239,37 1.367.087,57 1.367.087,57
Urlaubs-/Weihnachtsgeld 615.108,03 -615.108,03 0,00 195.496,15 195.496,15
ausstehende Rechnungen 168.036,79 -144.718,79 -23.318,00 545.993,39 545.993,39
Schwerbehindertenabgabe 61.425,00 -61.425,00 0,00 76.750,00 76.750,00
Krankenkassenrabatte 6.418.121,00 -5.899.191,79 -518.929,21 6.594.436,52 6.594.436,52
Herstellerrabatte 1.602.594,38 -1.602.594,38 0,00 1.087.053,40 1.087.053,40
IDC/Vermarktung/Grosso 880.630,53 -810.630,52 -70.000,01 789.125,80 789.125,80
Abschluss- und Prüfungskosten 517.232,67 -457.272,67 -59.960,00 576.349,49 576.349,49
sonstige 5.717.635,22 -5.346.667,58 -370.967,64 5.768.150,51 5.768.150,51
17.142.145,69 -15.748.410,24 -1.393.735,45 17.874.418,47 17.874.418,47

Verbindlichkeiten in T€

Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2017
--- --- --- --- ---
T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.899 225.862 0 256.761
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.787 0 0 17.787
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 99 0 0 99
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.772 21 0 6.793

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte in Höhe von T€ 29.786 und durch andere Pfandrechte gesichert.

Latente Steuern

Es ergeben sich latente Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften.

Zu aktiven latenten Steuern führten Differenzen bei:

- immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens

(Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte) - Finanzanlagen (Anteile an verbundenen Unternehmen)

- Pensionsrückstellungen

Zu passiven latenten Steuern führten Differenzen bei:

- immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (Firmenwert)

- aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens

Die Differenzen werden mit folgenden Steuersätzen bewertet:

- Körperschaftsteuer 15,0 %
- Solidaritätszuschlag 5,5 %
- Gewerbesteuer (ø) 10,9 %

Der durchschnittliche Gewerbesteuersatz ergibt sich durch die gewerbesteuerliche Zerlegung der hebeberechtigten Gemeinden Brehm. (360 %), Grünwald (240 %), Jena (450 %) und Berlin-Teltow (320 %).

Bei der Axicorp GmbH, Friedrichsdorf wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.

Die aktiven latenten Steuern betragen zum 31.12.2017 T€ 720, die passiven latenten Steuern T€ 9.710. Per Saldo werden passive latente Steuern von T€ 8.990 ausgewiesen (VJ: passive latente Steuern T€ 7.048.

Haftungsverhältnisse

Die Themis Beteiligungs-AG hat Patronatserklärungen für die Channel 21 GmbH und SLG Service Logistik Günthersdorf GmbH abgegeben. Die Tochtergesellschaften hatten zum 31.12.2017 folgende Verbindlichkeiten:

Channel 21 GmbH: T€ 109.923 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 3.144)
SLG GmbH: T€ 48.957 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 48.797)

Der Jahresabschluss der Channel 21 GmbH zum 31.12.2017 liegt noch nicht vor. Die Verbindlichkeiten wurden dem derzeitigen Stand der Buchhaltung entnommen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsame Miet- und Lea-singverträge der inländischen Konzerngesellschaften in geschäftsüblichem Umfang.

Die Dermapharm Aktiengesellschaft, Grünwald, erwarb zur Errichtung eines Verwaltungsgebäudes ein Erbbaurecht bis zum 31.08.2073. Der jährliche Erbbauzins beträgt derzeit T€ 100.

Die Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Grünwald erwarb zur Errichtung eines Verwaltungsgebäudes ein Erbbaurecht bis 31.08.2073. Der jährliche Erbbauzins beträgt derzeit T€ 57.

Rechtsstreitigkeiten

Die in den Konzern einbezogenen Gesellschaften sind dem Risiko von Rechtsstreitigkeiten in den Bereichen Produkthaftungsrecht, Wettbewerbsrecht, gewerblicher Rechtsschutz sowie Steuerrecht ausgesetzt. Die folgende Rechtsstreitigkeit ist derzeit das einzige wesentliche Verfahren im Konzern:

Die Dermapharm AG hat am 27. Dezember 2011 beim Landgericht München I Klage gegen die UniCredit Bank AG ("UniCredit") eingereicht. Sie verlangte den Rücktritt von bestimmten Währungsswapgeschäften, die zwischen 2008 und 2010 mit der UniCredit eingegangen wurden, sowie Zahlungen im Gesamtbetrag von rund T€ 20.093. Die Dermapharm AG schloss die Geschäfte als Teil ihrer Absicherung von Zinssätzen und ihrer Optimierungsstrategie ab und ist der Ansicht, dass die UniCredit ihre Pflicht zur angemessenen Beratung der Dermapharm AG zu den mit diesen Geschäften verbundenen Risiken verletzt hat. Da die Dermapharm AG als Klägerin auftritt, bringt diese Klage für den Konzern grundsätzlich nur Vorteile. Die Klage wurde in den ersten beiden Instanzen abgewiesen. Die Dermapharm AG hat beim Bundesgerichtshof Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt und geht derzeit davon aus, dass über diesen Rechtsbehelf im dritten Quartal des am 31. Dezember 2018 endenden Geschäftsjahres entschieden wird. Am 21. Dezember 2015 haben die Dermapharm AG und die Themis Beteiligungs-AG eine Entschädigungsvereinbarung abgeschlossen, in deren Rahmen die Dermapharm AG ihre Ansprüche gegen die UniCredit an die Themis Beteiligungs-AG abgetreten hat. Die Themis Beteiligungs-AG hat sich im Gegenzug bereit erklärt, Zahlungen von der Unternehmensgruppe an UniCredit im Rahmen der währungsbezogenen Swap-Transaktionen sowie Anwaltskosten in Zusammenhang mit dem Rechtsstreit zu übernehmen, soweit die Dermapharm AG hierfür keine Rückstellung gebildet hatte. Im Geschäftsjahr 2017 wurden alle Ansprüche, die durch die UniCredit an die Dermapharm AG gestellt wurden, an die Themis Beteiligungs-AG weiterverrechnet. Insgesamt erwartet die Themis Beteiligungs-AG aus diesem Währungsgeschäft keine weiteren Belastungen.

Neben der vorstehend erwähnten Rechtsstreitigkeit ist der Konzern an anderen Gerichtsverfahren beteiligt. Jedoch ist keines dieser Verfahren für die Finanzlage der Unternehmensgruppe wesentlich und alle Rechtsstreitigkeiten liegen im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsgangs.

Abgesehen von den vorstehend genannten Verfahren sind der Unternehmensgruppe keine behördlichen Gerichts- oder Schiedsverfahren (gleich ob anhängig oder angedroht) bekannt, die möglicherweise eine wesentliche Auswirkung auf die Finanzlage oder Rentabilität der Unternehmensgruppe haben bzw. hatten.

Ergebnisabführungsverträge, umsatzsteuerliche Organschaft

Es bestehen Ergebnisabführungsverträge der Dermapharm Aktiengesellschaft, Grünwald, mit ihren Tochtergesellschaften Mibe GmbH Arzneimittel, Mibe Vertrieb GmbH, Cancernova GmbH und der Hübner Naturarzneimittel GmbH. Außerdem wurde ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Mibe GmbH Arzneimittel und der acis Arzneimittel GmbH abgeschlossen. Weiterhin bestand ein Ergebnisabführungsvertrag der Themis Beteiligungs-Aktiengesell-schaft, Grünwald mit der Dermapharm Aktiengesellschaft, Grünwald. Diese Ergebnisabführungsverträge führen zu einer körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft bei diesen Gesellschaften. Der Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft und der Dermapharm Aktiengesellschaft wurde mit Ablauf des 31.12.2015 beendet. Mit Wirkung zum 01.01.2017 wurde zwischen der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft und der Dennapharm Aktiengesellschaft ein neuer Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen, der wiederum zum 31.12.2017 beendet wurde.

Für das Geschäftsjahr 2017 wurde ein Gewinn von € 57,1 Mio. (Vj.: € 59,9 Mio.) an die Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft abgeführt. Die Höhe der Gewinnabführung resultiert aus dem Jahresüberschuss der Dermapharm AG, welcher überwiegend wiederum auf der Gewinnabführung der Mibe GmbH Arzneimittel, Brehna, an die Dermapharm AG basiert. Aufgrund der seit dem Geschäftsjahr 2014 vorgenommenen Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände durch die Mibe GmbH Arzneimittel besteht dort eine Abfühnmgssperre für ausschüttungsgesperrte Beträge nach § 301 S. 1 AktG i.V.m. § 268 Abs. 8 HGB. Bei der Ermittlung der Höhe der ausschüttungsgesperrten Beträge wurden freie Eigenmittel, die bereits vor Abschluss des Ergebnisabführungsvertrags in 2004 vorhanden waren (Kapitalrücklage und Gewinnvortrag), nicht berücksichtigt. Resultierende passive Steuerlatenzen wurden - der formalen Betrachtungsweise folgend - dem Organträger zugeordnet (sog. Bruttomethode).

Zwischen der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft, der Dermapharm Aktiengesellschaft, der Mibe GmbH Arzneimittel, der acis Arzneimittel GmbH und der Mibe Vertrieb GmbH liegt im Jahr 2017 eine umsatzsteuerliche Organschaft vor.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die Umsatzerlöse auf T€ 480.986 (Vj.: T€ 463.013).

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von € 1,7 (Vj.: € 2,2 Mio.) enthalten.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Entwicklungskosten für arzneimittelrechtliche Zulassungen im Jahr 2017 werden in Höhe von T€ 10.594 (Vj.: T€ 8.319) als selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte aktiviert. Im Jahr 2017 sind insgesamt Entwicklungskosten in Höhe von T€ 10.594 (Vj.: T€ 8.319) angefallen. Forschungskosten sind nicht angefallen.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

In den in den Konzernjahresabschluss einbezogenen Unternehmen waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 1.355 (Vj. 1.369) Arbeitnehmer beschäftigt.

Organe der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft

Der Vorstand setzte sich 2017 wie folgt zusammen:

Herr Wilhelm Beier, Kaufmann, Grünwald

Herr Michael Beier, Kaufmann, München

Mitglieder des Aufsichtsrats waren:

Frau Elisabeth Beier (Vorsitzende), Kauffrau

Herr Dr. Erwin Kern, Kaufmann

Frau Cindy Alambwa, Kauffrau

Anteilsbesitz

Name und Sitz der Gesellschaft Konsolidierungsstatus Anteil am Kapital

in %
Eigenkapital 2017

in T€
Ergebnis 2017

in T€
unmittelbar gehaltene Anteile:
Dermapharm Holding SE, Grünwald voll 100,0 1.260.482 -1.482
point-rouge GmbH, Grünwald voll 100,0 -10.498 -1.193
SLG GmbH, Günthersdorf voll 75,0 -471 21
O. E.M. GmbH, Brehna 49,7 -8.808 -535
Channel 21 Holding AG, Hannover 1) 45,1 -8.686 -172
Centuere Beteligungs-AG, Hannover 1) 100,0 9.701 27
Dresscoded GmbH, München 1) 50,0 -32 -94
HMO AG, Oberhaching 1) 26,3 k. A. k. A.
Themis Fly Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG 1) 100,0 k. A. k. A.
Themis Fly Verwaltung GmbH 1) 100,0 k. A. k. A.
von Tochtergesellschaften gehaltene Anteile:
Dermapharm AG, Grünwald voll 100,0 31.694 57.136
Mibe GmbH Arzneimittel, Brehna voll 100,0 36.446 59.442
Mibe Vertrieb GmbH, Grünwald voll 100,0 25 152
axicorp GmbH, Friedrichsdorf voll 100,0 29.317 3.462
Anton Hübner GmbH & Co. KG, Ehrenkirchen voll 100,0 7.720 413
Hübner Naturarzneimittel GmbH, Ehrenkirchen voll 100,0 897 1.212
Anton Hübner Verwaltungs GmbH, Ehrenkirchen 100,0 k. A. k. A.
acis Arzneimittel GmbH, Grünwald voll 100,0 1.355 4.356
axicorp Pharma GmbH, Friedrichsdorf voll 100,0 k. A. k. A.
Podolux GmbH, Friedrichsdorf voll 100,0 k. A. k. A.
Remedix GmbH, Koblenz voll 100,0 k. A. k. A.
Dermapharm GmbH, Wien, Österreich voll 100,0 10.770 2.431
Tiroler Nussöl Sonnenkosmetik GmbH, Kitzbühel, Österreich 100,0 k. A. k. A.
Dermapharm AG, Hünenberg, Schweiz voll 100,0 17.856 2.804
Sun-Farm Sp. z o.o., Warschau, Polen voll 100,0 2.828 856
Hasan Pharma Ltd., Saigon, Vietnam 30,0 k. A. k. A.
Hasan Dermaphann Joint Venture Ltd., Saigon, Vietnam 5,0 k. A. k. A.
Farmal d.d., Ludbreg, Kroatien voll 100,0 -10.720 -1.485
Mibe Pharmaceuticals d.o.o., Ludbreg, Kroatien voll 100,0 209 -20
axicorp Pharma B.V., Amsterdam, Niederlande voll 100,0 k. A. k. A.
axicorp ApS, Hellerup, Dänemark voll 100,0 k. A. k. A.
Remedix GmbH, Koblenz 100,0 k. A. k. A.
Melasan GmbH, Salzburg, Österreich voll 100,0 4.584 1.249
Gynial GmbH, Wien, Österreich 25,1 k. A. k. A.
Gynial AG, Hünenberg, Schweiz 40,0 k. A. k. A.
Mibe Ukraine Ltd., Kiew, Ukraine 100,0 k. A. k. A.
Farmal BH d.o.o., Sarajevo, Bosnien-Herzegovina 100,0 k. A. k. A.
Aktival d.o.o., Ludbreg, Kroatien 100,0 k. A. k. A.
Channel 21 GmbH, Hannover 1) 45,1 -90.149 -12.309
Studio 8 GmbH, Grünwald 1) 45,1 k. A. k. A.
Bio-Diät-Berlin GmbH, Berlin voll 100,0 3.552 1.122
Kräuter Kühne GmBH, Berlin voll 100,0 100 26
DermaTec GmbH, Brehna 100,0 k. A. k. A.
mibe Pharma UK Ltd., London, Großbritannien 100,0 k. A. k. A.

Teilweise wurde von der Befreiungsvorschrift des § 296 Abs. 2 HGB (Verzicht auf die Einbeziehung von Tochtergesellschaften aus Wesentlichkeitsgründen) Gebrauch gemacht.

1) Bei diesen Gesellschaften liegt erst der Jahresabschluss zum 31.12.2016 vor.

Vergütung der Mitglieder des Vorstands

Es wurde von der Befreiungsvorschrift des § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats

Es wurde von der Befreiungsvorschrift des § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Kredite gegenüber Mitgliedern des Vorstands bzw. Aufsichtsrats

Forderungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands: T€ 44.788
Tilgungen im Geschäftsjahr: €0 Zins: 1 %
Forderungen gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats: T€ 4.083
Tilgungen im Geschäftsjahr: €0 Zins: 1 %

Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Themis Beteiligungs-Aktiengesell-schaft Konzernabschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen für in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen beträgt T€ 140.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Zinsrisiken hat die Dermapharm AG, Grünwald zwei "Currency-Related-Swaps" über insgesamt nominal € 13 Mio. abgeschlossen. Der Zeitwert dieser Derivate (inkl. Stückzinsen) beträgt zum Stichtag - T€ 3.902. Die Bewertung erfolgt anhand eigener Modelle der UniCredit Bank AG, München. Sämtliche zukünftige Belastungen aus diesen Verträgen wurden von der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft übernommen.

Nachtragsbericht

Ereignisse nach der Berichtsperiode mit einer wesentlichen oder einer möglichen maßgeblichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft Konzerns stellen sich wie folgt dar:

– Zur Zwischenfinanzierung beabsichtigter Akquisitionen hat die Dermapharm AG am 04. Dezember 2017 einen Rahmenkreditvertrag bis zu einem Höchstbetrag von € 80 Millionen mit einer deutschen Bank abgeschlossen. Im Januar 2018 wurde der volle Betrag gezogen.

– Am 20. Dezember 2017 hat die Delumpharm AG mit der Verkäuferin Dr. Detlef Strathmann Verwaltungs GmbH & Co. KG einen Kaufvertrag über den Erwerb der Geschäfts-und Kommanditanteile an den Unternehmen Strathmann Service GmbH in Hamburg, Strathmann GmbH & Co. KG in Hamburg und Biokirch GmbH in Seevetal abgeschlossen. Die Übertragung der Geschäfts- und Kommanditanteile ist an aufschiebende Bedingungen geknüpft, welche Anfang 2018 erfüllt wurden. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt T€ 25.000 und enthält darüber hinaus weitere Preisanpassungsklauseln. Im Wesentlichen verschafft sich die Dermapharm AG mit dem Erwerb der Gesellschaften Zugang zu weiteren OTC und RX-Pharmapräparaten samt Zulassungen und Marken, sowie Zugang zu verschiedenen Kunden. Darüber hinaus besitzen die Gesellschaften Grund und Boden sowie darauf befindliche Immobilien.

– Am 23. Januar 2018 hat die Dermapharm AG alle Anteile an der Trommsdorff GmbH & Co. KG und deren alleiniger Komplementärin, der Cl. Lagemann Gesellschaft mit beschränkter Haftung (zusammen „Trommsdorff") erworben. Trommsdorff produziert und vertreibt 23 verschiedene verschreibungspflichtige Arzneimittel und OTC Produkte, insbesondere Keltican® forte, ein Diätprodukt zur Behandlung von Rückenschmerzen sowie Tromcardin® complex, das bestimmte Mineralien und Vitamine zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen kombiniert. Trommsdorff dient ihrem ehemaligen Mutterkonzern zudem als Lohnherstellerin.

– Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie wurde am 28. Februar 2018 die mibe pharma Italia Srl mit Firmensitz in Bozen, Italien, gegründet. Einige Produktzulassungen konnten hier bereits erwirkt werden, weitere befinden sich im Zulassungsprozess. Mit ersten Umsätzen ist im Geschäftsjahr 2018 zu rechnen.

Grünwald im Juli 2018

Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft

Wilhelm Beier

Vorstand

Kapitalflussrechnung des Konzerns Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft 2017

2017 2016
1. Konzernergebnis (einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 39.997 42.095
2. + AfA für Gegenstände des Anlagevermögens 22.226 19.537
3. + AfA für auf Finanzanlagen des Anlagevermögens 0 0
4. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 1.323 10.342
5. -1+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen LuL und anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -49.330 -16.746
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten LuL und anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -11.890 5.181
7. +/- Zunahme/Abnahme Sonderposten mit Rücklagenanteil -1.719 -2.237
8. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -124 246
9. + Zinsaufwendungen 8.237 10.072
10. - Zinserträge -3.382 -2.016
11. - Beteiligungserträge -1.325 -926
12. + außerordentliche Aufwendungen 0 0
13. + Ertragsteueraufwand 40.523 20.508
14. - Auszahlung außerordentlicher Posten 0 0
15. - Ertragsteuerzahlungen -30.114 -16.750
16. \= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 14.421 69.306
17. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 2.005 3.606
18. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -96.463 -14.741
19. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 553 273
20. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.954 -5.504
21. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 10 0
22. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -2.854 -1.434
23. + Erhaltene Beteiligungserträge 1.325 926
24. + Erhaltene Zinsen 3.382 2.016
25. \= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -97.995 -14.858
26. +/- Ein-/Auszahlungen aus der Tilgung/Aufnahme von Bankdarlehen (Tilgung) 98.237 -18.113
27. +/- Ein-/Auszahlungen aus der Tilgung von Genussrechten -4.496 -100
28. - Gezahlte Dividenden Gesellschafter 0 -25.000
29. - Gezahlte Dividenden andere Gesellschafter 0 0
30. - Gezahlte Zinsen -8.237 -10.072
31. \= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 85.504 -53.285
32. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 1.930 1.163
33. - Ergebnis von Wechselkursschwankungen 529 -234
34. - Stand der flüssigen Mittel am Anfang der Periode 4.404 3.476
35. + Stand der flüssigen Mittel am Ende der Periode 6.864 4.405
36. Gesamtveränderung des Finanzmittelbestandes 2.460 929

Eigenkapitalspiegel Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Genussrechte
--- --- --- ---
T€ T€ T€
--- --- --- ---
Stand am 31.12.2015 100 669 11.306
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0
Rückzahlung 0 0 -100
Währungsumrechnung 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag 0 0 0
davon auf andere Gesellschafter entfallend 0 0 0
Stand am 31.12.2016 100 669 11.206
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile 0 0 0
Ausschüttung 0 0 10
Rückzahlung 0 0 -4.496
Währungsumrechnung 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag 0 0 0
davon auf andere Gesellschafter entfallend 0 0 0
Stand am 31.12.2017 100 669 6.710
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechung Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Summe
--- --- --- ---
T€ T€ T€
--- --- --- ---
Stand am 31.12.2015 2.213 140.554 154.842
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile 0 0 0
Ausschüttung 0 -25.000 -25.000
Rückzahlung 0 0 -100
Währungsumrechnung -39 0 -39
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag 0 42.095 42.095
davon auf andere Gesellschafter entfallend 0 75 75
Stand am 31.12.2016 2.174 157.724 171.873
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0
Rückzahlung 0 0 -4.496
Währungsumrechnung -4.533 0 -4.533
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag 0 37.457 37.457
davon auf andere Gesellschafter entfallend 0 331 331
Stand am 31.12.2017 -2.359 195.182 200.302
Anteile anderer Gesellschafter Konzerneigenkapital
Anteile anderer Gesellschafter Summe Summe
--- --- --- ---
T€ T€ T€
--- --- --- ---
Stand am 31.12.2015 1.313 1.313 156.155
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile -196 -196 -196
Ausschüttung 0 0 -25.000
Rückzahlung 0 0 -100
Währungsumrechnung 0 0 -39
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag 0 0 42.095
davon auf andere Gesellschafter entfallend 0 0 75
Stand am 31.12.2016 1.117 1.117 172.990
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile 1.507 1.507 1.507
Ausschüttung 0 0 0
Rückzahlung 0 0 -4.496
Währungsumrechnung 0 0 -4.533
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag 0 0 37.457
davon auf andere Gesellschafter entfallend 0 0 331
Stand am 31.12.2017 2.624 2.624 202.926

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung sowie Eigenkapitalspiegel und den Konzernlagebericht der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Grünwald, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Themis Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Grünwald, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 27. Juli 2018

**BSP CONFIDIA GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Hasso Kolberg

Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2017

der Themis Beteiligungs Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Gesellschaft mit Anhang und den Konzernabschluss mit Anhang und den Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2017 geprüft und für in Ordnung befunden.

Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 sind damit gem. § 172 AktG festgestellt.

München, den 05. Oktober 2018

Elisabeth Beier