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Telekom Austria AG Annual Report 2011

Mar 23, 2012

762_10-k_2012-03-23_65a490b8-9a8d-4587-b6a4-6172cb7f5f5f.pdf

Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2011

gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz

Inhaltsverzeichnis

Telekom Austria Group

Konzernlagebericht 2011 3
Konzernabschluss 2011 25
Bericht zum Konzernabschluss 99

Erklärung des Vorstands

Erklärung des Vorstands 101
------------------------- -----

Einzelabschluss Telekom Austria AG

Jahresabschluss 2011 102
Lagebericht 2011 120
Bericht zum Jahresabschluss 128
Bericht des Aufsichtsrats der Telekom Austria AG 130

Erklärung des Vorstands

Erklärung des Vorstands 133

Konzernlagebericht 2011

geprüft gemäß § 269 UGB

Schwacher Konjunkturverlauf in 2011

Während 2010 eine leichte Erholung einsetzte, konnte 2011 eine neuerliche Verschärfung der globalen Finanzkrise beobachtet werden. Auf den internationalen Finanzmärkten sorgten vor allem die Schuldenkrise in einigen Euro-Staaten, die schwachen Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten der USA sowie die Furcht vor einem Rückfall in die Rezession für Verunsicherung. Das weltweite Wirtschaftswachstum verlangsamte sich 2011 deutlich; regional betrachtet waren dabei erhebliche Unterschiede festzustellen.

In Österreich wuchs die Wirtschaftsleistung in der ersten Jahreshälfte 2011 noch deutlich, in der zweiten stellte sich eine markante Abschwächung ein. Für das Gesamtjahr wurde vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) ein Anstieg des BIP um 3,0% im Vergleich zu 2,0% im Vorjahr errechnet. Bei der im EU-Vergleich traditionell niedrigen österreichischen Arbeitslosenquote wird für 2011 von einem Rückgang von 4,4% in 2010 auf 4,1% in 2011 ausgegangen. Die Inflationsrate stieg in Österreich hingegen von 3,0% in 2010 auf 3,2% in 2011 an.

In den Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas konnten 2011 laut Internationalem Währungsfonds durchwegs Wachstumsraten erzielt werden. Das reale BIP in Bulgarien legte um 2,5% zu (2010: 0,2%), und in Weißrussland wurde trotz Hyperinflation und Währungsturbulenzen ein BIP-Anstieg von 5,0% (2010: 7,6%) erreicht. Kroatien konnte die Rezession des Vorjahres überwinden und wies für 2011 einen leichten BIP-Anstieg von 0,8% (2010: –1,2%) aus. Etwas stärker war das Wirtschaftswachstum in Slowenien mit 1,9% (2010: 1,2%), in der Republik Serbien mit 2,0% (2010: 1,0%) sowie in der Republik Mazedonien mit 3,0% (2010: 1,8%).

Im Hinblick auf die vehemente Schuldenkrise hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Jahresverlauf 2011 mehrere Zinsanpassungen vorgenommen. Bis zur Jahresmitte erfolgte in zwei Schritten eine Anhebung der Leitzinsen von 1,0% auf 1,5% und danach bis zum Jahresende eine Rückkehr auf den historischen Tiefstand von 1,0%. Die US-Notenbank Federal Reserve (FED) bestätigte zuletzt im Dezember 2011 ihre Leitzinsspanne von 0,0% bis 0,25% und hielt damit ebenfalls an ihrer Niedrigzinspolitik fest, die sie seit 2008 verfolgt.

Als Leitindex der Wiener Börse verlor der ATX im Jahr 2011 rund 35% an Wert, der DAX in Deutschland rund 15%. Besonders volatil war 2011 auch die Entwicklung an den Devisenmärkten. Die Schuldenkrise in der Eurozone führte in Kombination mit schwächeren Wirtschaftsprognosen zu heftigen Wechselkursverwerfungen. Gegenüber dem US-Dollar verlor der Euro im Jahresvergleich um 3% an Wert. In den zentral- und osteuropäischen Märkten geriet vor allem der weißrussische Rubel unter enormen Druck. Nachdem die Nationalbank Weißrusslands bereits im Mai 2011 eine Währungsabwertung vollzogen hatte, erfolgte im September 2011 die Einführung eines auf freien Wechselkursen basierenden Handels, womit eine weitere Abwertung verbunden war. Im Jahresvergleich verlor der weißrussische Rubel per Ende 2011 63,2% seines Werts. Bedingt durch die akute Finanzkrise des Landes betrug die Inflationsrate 108% zum Jahresende. Nach genauer Beobachtung der Entwicklung der Makroökonomik ist Weißrussland als hyperinflationäres Land nach IAS 29 einzustufen (Details siehe Kapitel Anwendung IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern").

Marktumfeld der Telekom Austria Group

Die Telekom Austria Group hat sich sowohl im Festnetz- als auch im Mobilkommunikationsmarkt in einem sehr kompetitiven Umfeld zu behaupten. Der Geschäftsverlauf wird darüber hinaus in allen Märkten durch Regulierungsbestimmungen negativ beeinflusst. Im besonderen Maße gilt dies für mobile Terminierungsentgelte sowie für Roaming-Tarife. Die Telekom Austria Group begegnet diesen Einflussfaktoren mit innovativen Produkten und Serviceleistungen sowie einer wettbewerbsfähigen, leistungsorientierten Tarifgestaltung.

In Österreich bietet die Telekom Austria Group ein umfassendes und konvergentes Produktportfolio aus Festnetz- und Mobilkommunikationslösungen an. Der Erfolg des Vorjahres, die Anzahl der Festnetzanschlüsse nach jahrelangen Rückgängen zu steigern, konnte 2011 wiederholt werden. Die Positionierung von Festnetz und Mobilkommunikation unter der einheitlichen Marke "A1" unterstützt seit Jahresmitte die Nachfrage nach konvergenten Produktbündeln. Die Substitution der Festnetz-Sprachtelefonie durch Mobilkommunikation schreitet jedoch weiter voran. Mehr als 80% aller Gesprächsminuten in Österreich entfallen bereits auf den Mobilfunk.

Laut Eurostat hat sich der Anteil der österreichischen Haushalte mit Internetanschluss jeder Art von 2010 auf 2011 von 73% auf 75% erhöht. In Slowenien bewegte sich der Anstieg von 68% auf 73% auf einem vergleichbaren Niveau, während in Bulgarien nach einem Anstieg von 12 Prozentpunkten auf 45% noch deutlicheres Wachstumspotenzial besteht. In Kroatien wurde 2011 der kontinuierliche Anstieg der Internetquote aus den Vorjahren auf 61% fortgesetzt, ebenso in der Republik Mazedonien mit einem Anstieg auf 52% (2010: 46%).

Trotz der vermehrten Nutzung von Telekommunikationslösungen zeigen sich die damit verbundenen Ausgaben im Verhältnis zum durchschnittlichen Einkommen rückläufig. Die International Telecommunications Union (ITU) veröffentlicht regelmäßig den ICT Price Basket, der die Ausgaben eines definierten Leistungskorbes aus Festnetz- und Mobiltelefonie sowie Festnetz-Breitband im Verhältnis zum durchschnittlichen Einkommen berechnet. Für Österreich ging der Indexwert von 2008 auf 2010 von 1,1% auf 0,6% zurück. Während die Ausgaben für Festnetztelefonie stabil blieben, reduzierte sich der Indexwert für Mobiltelefonie von 1,2% auf 0,4% und für Festnetz-Breitband von 1,5% auf 0,7%. Der Gesamtindexwert für Bulgarien verzeichnete von 2008 auf 2010 einen Rückgang von 4,4% auf 3,7% des durchschnittlichen Einkommens, jener in Kroatien von 2,0% auf 1,5% und der Vergleichswert in Slowenien von 1,4% auf 1,2%.

Einen wichtigen Indikator zur Beurteilung des jeweiligen Entwicklungsstands der Märkte der Telekom Austria Group liefert der sogenannte ICT (Information and Communication Technology) Development Index (IDI) der ITU. Er misst unter anderem die Breitbandabdeckung oder die Zugangsmöglichkeiten zu bzw. die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in einer Skala von 1 bis 10 (= Bestnote). Mit einem IDI von 7,2 nimmt Österreich beim jüngsten weltweiten Vergleich für das Jahr 2010 den 16. Rang ein. Der am stärksten entwickelte Auslandsmarkt ist laut dieser Analyse Slowenien mit einem IDI von 6,8, gefolgt von Kroatien mit 6,2, Bulgarien mit 5,2, der Republik Serbien mit 5,1, Weißrussland mit 5,0 sowie der Republik Mazedonien mit 5,0. In allen Märkten konnte gegenüber dem Vergleichsjahr 2008 eine deutliche Weiterentwicklung festgestellt werden, am stärksten war diese in Weißrussland und der Republik Mazedonien.

Die zuvor skizzierten internationalen Vergleiche spiegeln die Herausforderungen, aber auch Chancen der Telekommunikationsmärkte wider. Während vor allem aufgrund höherer Datenvolumina laufende Investitionen in die Weiterentwicklung bzw. den Ausbau der Übertragungstechnologien notwendig sind, schmälern Wettbewerbsdruck und Regulierungsentscheidungen die Ertragskraft der Anbieter. Nachdem die meisten Telekommunikationsunternehmen durch Umstrukturierungen und Effizienzsteigerungen ihr internes Einsparungspotenzial während der letzten Jahre stark genutzt haben, ist in Europa mittelfristig mit einer Marktkonsolidierung bzw. mit verstärkten Kooperationen im Infrastrukturbereich zu rechnen.

Aufgrund der notwendigen Investitionen, anstehender Frequenzauktionen und etwaiger Konsolidierungen wird sich zum Teil auch die Mittelverwendungsstrategie dieser Unternehmen temporär ändern. Die meisten europäischen Telekommunikationsunternehmen haben sich noch vor dem Einsetzen der Wirtschafts- und Finanzkrise als Dividendentitel mit hohen, zum Teil zweistelligen Renditen positioniert. Aufgrund geänderter Rahmenbedingungen kürzten börsenotierte Telekommunikationsunternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2011 die in Aussicht gestellten Dividenden, darunter auch die Telekom Austria Aktiengesellschaft.

Regulierung – Festnetz-Telekommunikationsmarkt Österreich

Der von der Europäischen Kommission Ende 2009 beschlossene neue Rechtsrahmen für den Telekommunikationssektor verlangte eine Novelle des österreichischen Telekommunikationsgesetzes (TKG), die am 21. November 2011 verspätet veröffentlicht wurde. Das neue TKG enthält zahlreiche administrative Änderungen, die beispielsweise die Marktdefinitions- und Marktanalyseverfahren betreffen, eine deutliche Verstärkung des Verbraucherschutzes sowie die Verschiebung von zahlreichen Verordnungsermächtigungen vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie hin zur Regulierungsbehörde Rundfunk und Telekom Regulierungs GmbH (RTR GmbH).

Die Regulierungsbehörde begann die gesetzlich vorgeschriebene vierte Runde der Marktüberprüfungsverfahren im Frühjahr 2011 mit der umfassenden Datenerhebung bei allen Telekommunikationsanbietern Österreichs. Dieses Verfahren dient der Überprüfung der Wettbewerbsintensität auf den österreichischen Telekommunikationsmärkten. Darauf aufbauend wird in Marktanalyseverfahren beurteilt, inwieweit Regulierungsauflagen für marktbeherrschende Unternehmen zu definieren sind. Aufgrund der fehlenden Rechtsgrundlage konnte mit diesen Verfahren erst gegen Ende 2011 begonnen werden. Der Beginn der Markt- und Analyseverfahren wurde am 9. Jänner 2012 kundgemacht.

Aufgrund regulatorischer Vorgaben hat die A1 Telekom Austria AG im Jahr 2011 erstmals ein Vorleistungsangebot für die "virtuelle Entbündelung" in Next-Generation-Access-Ausbaugebieten veröffentlicht. Damit erhalten alternative Netzbetreiber in Fällen, in denen eine konventionelle Entbündelung nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, eine Anbindung. Dieses Vorleistungsangebot wurde öffentlich konsultiert, zahlreichen Änderungen unterworfen und steht seit Ende Oktober 2011 zur Verfügung.

In einer Regulierungsentscheidung betreffend Festnetz-Zusammenschaltungsentgelte (Interconnection) wurden im Rahmen der letzten Marktanalyse die bisherigen Entgelte bis zum Ende der nächsten Marktüberprüfung angeordnet. Die Empfehlung der Europäischen Kommission vom Mai 2009 über die Regulierung der Festnetz- und Mobilfunk-Zustellungsentgelte in der EU (Terminierungsempfehlung) enthält Vorgaben zur Berechnung der Festnetz- und Mobilterminierungsentgelte. Dabei wird das Ziel verfolgt, die Entgelte auf ein europaweit vergleichbares und deutlich niedrigeres Niveau zu senken. Die unter diesen Vorgaben entstandenen neuen Kostenrechnungsmodelle bilden die Grundlage für die voraussichtlich ab Herbst 2012 anzuwendenden Gleitpfade für die Festnetz- wie auch für die Mobilfunkterminierungsraten.

Konzernlagebericht

Bis Ende November 2011 konsultierte die Europäische Kommission zur Frage, welches die richtige Kostenrechnungsmethodologie sei, die die nationalen Regulierungsbehörden bei der Berechnung der Zugangspreise zum Kupfernetz der Festnetzanbieter für alternative Festnetzbetreiber zur Anwendung bringen sollten. Dabei wird eine Methode gesucht, um Anreize zu schaffen, die Investitionen in den Ausbau des Hochgeschwindigkeit-Internets beschleunigen.

Regulierung – Mobilkommunikationsmärkte

Die Mobilkommunikationsmärkte der Telekom Austria Group unterliegen unterschiedlichen Regulierungssystemen: Aufgrund ihrer Mitgliedschaft sind für Österreich, Slowenien und Bulgarien sowie Liechtenstein die Bestimmungen der EU bzw. des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ausschlaggebend. Sie beeinflussen die Roaming-Tarife und Terminierungsentgelte zwischen den einzelnen Marktteilnehmern. Das regulatorische Umfeld der Länder Kroatien, Weißrussland, der Republik Serbien und der Republik Mazedonien ist unterschiedlich stark entwickelt, nähert sich jedoch in Teilen und schrittweise der EU an.

Am 30. Juni 2012 läuft die derzeit gültige zweite Roaming-Verordnung der EU aus. Im Juli 2011 legte die Europäische Kommission einen Entwurf für eine weitere Roaming-Verordnung vor, über den das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union bis 1. Juli 2012 abstimmen müssen. Dieser Entwurf unterscheidet sich von den bisherigen Verordnungen vor allem dadurch, dass er eine strukturelle Lösung vorsieht. So soll es den Kunden ermöglicht werden, unabhängig von ihrem nationalen Betreiber einen alternativen Anbieter für Roaming-Dienste wählen zu können. Es wird dabei unterstellt, dass so für Anbieter von Roaming-Diensten ein Anreiz für Wettbewerb geschaffen wird und dadurch eine fortschreitende Preisregulierung nicht mehr notwendig wäre.

In einem im April 2011 veröffentlichten Bericht vertritt die Europäische Kommission den Standpunkt, dass zur Gewährleistung der Netzneutralität derzeit keine weiteren rechtlichen Bestimmungen notwendig sind. Die existierenden Regelungen seien in Kombination mit der Wettbewerbsintensität auf den europäischen Märkten sowie den bestehenden Transparenzverpflichtungen der Internetanbieter ausreichend, um einen offenen Internetzugang sicherzustellen. Die weiteren Marktentwicklungen und das Verhalten der Internetanbieter werden jedoch weiterhin überprüft. In Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Europäischen Regulierungsbehörden BEREC (Body of European Regulators for Electronic Communications) wird Anfang 2012 ein neuer Bericht veröffentlicht, auf dessen Basis über das weitere Vorgehen entschieden wird.

Auf europäischer Ebene wurde im Dezember 2011 das erste "Multiannual Radio Spectrum Policy Programme" für den Zeitraum 2012 bis 2015 auf dem Ratstreffen der Europäischen Telekommunikationsminister angenommen, und dieses wird voraussichtlich im Mai 2012 in Kraft treten. Eines der wichtigsten Ziele ist die Spektrumnutzung für mobile Breitbanddienste. Bis zum 1. Jänner 2013 sollen alle EU-Mitgliedsstaaten dafür die Frequenzen im Spektrum von 790 MHz bis 862 MHz, vorbehaltlich etwaiger Ausnahmegenehmigungen, frei machen und für elektronische Kommunikationsdienste zur Verfügung stellen.

In Österreich wurde im zweiten Halbjahr 2011 die gemeinsame Vergabe von Frequenzen aus den Bereichen 800 MHz, 900 MHz und 1.800 MHz beschlossen. Als vorläufiger Zeitplan wurde Juli 2012 für das Ende der Ausschreibungsfrist und September 2012 für den Start der Auktion bekannt gegeben. Dabei soll die Vergabe der 800-MHz-Frequenzen gleichzeitig mit der Verlängerung der bestehenden Nutzungsrechte für die Frequenzen im 900-MHz- und 1.800-MHz-Bereich erfolgen. Auch in den meisten anderen Ländern, in denen die Telekom Austria Group tätig ist, stehen Vergabeverfahren bzw. Verlängerungen von bestehenden Nutzungsrechten im 900-MHz- und 1.800-MHz-Bereich in den nächsten Jahren an.

Im Rahmen des Universaldienstes wird die flächendeckende Mindestversorgungspflicht mit Telekommunikationsdienstleistungen für die Öffentlichkeit geregelt, für die eine bestimmte Qualität festgelegt ist und zu denen alle Endnutzer unabhängig von ihrem Wohn- oder Geschäftsort zu einem erschwinglichen Preis Zugang haben müssen. Der Umfang des Universaldienstes wird im Rahmen der EU-Universaldienstrichtlinie festgelegt und unterliegt einer wiederkehrenden Überprüfung. In einer Mitteilung der Europäischen Kommission wurden im November 2011 die Ergebnisse der Konsultation zu den Grundsätzen und der dritten Überprüfung des Umfangs des Universaldienstes dargelegt. Derzeit wird keine Notwendigkeit erkannt, das Grundkonzept des Universaldienstes zu ändern. Somit sind Mobilfunk- und Breitbandzugänge mit einer festgelegten Übertragungsrate weiterhin nicht Teil des Universaldienstes.

Die kroatische Regierung hat am 30. Jänner 2012 die Wiedereinführung der 6%-Steuer für Umsätze aus mobilen Netzwerkdiensten per 26. Jänner 2012 und gültig bis zum EU-Beitritt Kroatiens beschlossen. Diese Entscheidung hob die vorhergehende Abschaffung der Mobilfunksteuer per 1. Jänner 2012 auf, welche am 28. Oktober 2011 verlautbart wurde. Zudem hat die kroatische Wettbewerbsbehörde ein Verfahren wegen angeblicher Preisabsprachen im Anschluss an die Einführung der Mobilfunkabgabe gegen alle drei kroatischen Mobilkommunikationsanbieter eingeleitet.

Die Empfehlung der Europäischen Kommission vom Mai 2009 über die Regulierung der Festnetz- und Mobilfunk-Zustellungsentgelte in der EU (Terminierungsempfehlung) enthält Vorgaben zur Berechnung der Festnetz- und Mobilterminierungsentgelte. Dabei wird das Ziel verfolgt, die Entgelte auf ein europaweit vergleichbares und deutlich niedrigeres Niveau zu senken. Die unter diesen Vorgaben entstandenen neuen Kostenrechnungsmodelle bilden die Grundlage für die voraussichtlich ab Herbst 2012 anzuwendenden Gleitpfade für die Festnetz- wie auch für die Mobilfunkterminierungsraten.

Übersicht mobile Terminierungsentgelte

In Österreich liegen die mobilen Terminierungsentgelte bei 0,0201 EUR. Der Beginn der Markt- und Analyseverfahren, die auch für die weitere Entwicklung der mobilen Terminierungsentgelte in Österreich ausschlaggebend sind, wurde am 9. Jänner 2012 kundgemacht.

In Bulgarien legte die Regulierungsbehörde Ende 2011 einen Bescheidentwurf vor, der einen neuen Gleitpfad für die Mobilterminierungsentgelte bis 2013 festlegt. In diesem Entwurf ist eine Reduktion des Terminierungsentgelts für Mobiltel per 1. April 2012 von rund 0,06 EUR auf rund 0,03 EUR vorgesehen.

In Slowenien wurde der von der slowenischen Regulierungsbehörde 2009 festgelegte Gleitpfad für Mobilterminierungsentgelte fortgesetzt, und die Terminierungsentgelte von Si.mobil wurden per 1. Jänner 2011 auf 0,0438 EUR und per 1. Juli 2011 auf 0,0409 EUR reduziert.

Die serbische Regulierungsbehörde führte 2011 ein erstes Marktanalyseverfahren durch, wobei festgestellt wurde, dass alle Mobilfunkbetreiber auf dem Markt für Mobilterminierung über beträchtliche Marktmacht verfügen und daher in der Folge regulatorischen Auflagen unterliegen. Diese Verpflichtungen, die noch nicht näher konkretisiert wurden, umfassen unter anderem die regulatorische Festlegung der Mobilterminierungsentgelte. Mit 1. Juli 2011 wurde in der Republik Serbien die Mobilnummernportierung verpflichtend eingeführt.

In der Republik Mazedonien stellte die nationale Regulierungsbehörde 2011 fest, dass alle Mobilfunkbetreiber über beträchtliche Marktmacht auf dem Markt für SMS-Zustellung verfügen. Die Entscheidung bezüglich der Höhe der SMS-Terminierungsentgelte ist noch ausständig. Die Mobilterminierungsentgelte wurden zum 1. September 2011 von 0,088 EUR auf 0,075 EUR gesenkt. Zudem wurden die Bestimmungen zur Rufnummernportierung aktualisiert, um den Anbieterwechsel rascher und unkomplizierter abwickeln zu können.

Erläuterung zur Finanzberichterstattung

Die Telekom Austria Group berichtet in fünf operativen Segmenten: Österreich, Bulgarien, Kroatien, Weißrussland und Weitere Märkte. Das Segment Holding & Sonstige übernimmt strategische und segmentübergreifende Steuerungsaufgaben und stellt die Verbindung zu den Finanzmärkten dar.

Die Telekom Austria Group weist die Kennzahlen EBITDA bereinigt sowie EBITDA inklusive Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung aus, um die operative Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche klarer zum Ausdruck zu bringen. Die Kennzahl EBITDA wird dabei als Jahresergebnis exklusive Finanzergebnis, Steuern vom Einkommen und Abschreibungen definiert. EBITDA bereinigt errechnet sich aus dem EBITDA, angepasst um Aufwendungen aus dem Restrukturierungsprogramm und gegebenenfalls aus Wertminderungen sowie Erträge aus Wertaufholungen.

Das Restrukturierungsprogramm beinhaltet Sozialpläne für MitarbeiterInnen in Österreich, deren Dienstverhältnis auf sozial verträgliche Weise aufgelöst wird, und zukünftige Aufwendungen für Beamte, die dauerhaft aus dem Leistungsprozess aussteigen und deren Dienstverhältnis aufgrund ihres Beamtenstatus nicht beendet werden kann. Weiters werden Aufwendungen für den Wechsel von Beamten zum Bund im EBITDA bereinigt berücksichtigt.

Im Berichtsjahr erfolgten mehrere Veränderungen im Konsolidierungskreis, deren Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit mit Vorperioden ausführlich im Anhang unter der Anhangangabe 1 zum Konzernjahresabschluss erörtert werden.

Bei der Summierung gerundeter Beträge können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

Anwendung IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern"

Nach genauer Beobachtung der Entwicklung der Makroökonomik ist Weißrussland als hyperinflationäres Land nach der Rechnungslegung für Hochinflationsländer IAS 29 einzustufen. IAS 29 definiert folgende Indikatoren, die eine hochinflationäre Wirtschaft beschreiben:

  • Vermögen wird in nicht monetären Vermögenswerten gehalten, und Beträge in Inlandswährung werden unverzüglich investiert, um die Kaufkraft zu erhalten.
  • Preise sind in Fremdwährungen angegeben; Preise für Käufe und Verkäufe von Krediten werden durch den erwarteten Kaufkraftverlust für die restliche Kreditlaufzeit bereinigt.
  • Zinssätze, Löhne und Preise sind an einen Preisindex gebunden.
  • Die kumulative Inflationsrate innerhalb von drei Jahren nähert sich oder überschreitet 100%.

Die Einführung der "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" wirkt sich auf mehrere Bereiche des Konzernjahresabschlusses der Telekom Austria Group per 31. Dezember 2011 sowie auf jene der Folgeperioden aus. Zuvor veröffentlichte Konzernjahresabschlüsse sind nicht anzupassen. Weitere Informationen finden sich unter Anhangangabe 1 im Anhang zum Konzernjahresabschluss wieder.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Im Dezember 2011 wurde Weißrussland als hyperinflationäres Land eingestuft, weshalb für das Segment Weißrussland beginnend ab dem Geschäftsjahr 2011 die Rechnungslegung für Hochinflationsländer anzuwenden ist. Der gesamte Jahreseffekt wurde im vierten Quartal 2011 gebucht. Das Berichtsjahr 2010 ist nicht anzupassen.

Neben einem herausfordernden makroökonomischen Umfeld und wettbewerbsbedingten Preissenkungen bildeten Regulierungsbestimmungen zu weiteren Senkungen der Roaming- und Zusammenschaltungstarife die wichtigsten

Konzernlagebericht

Entwicklung Umsatz und EBITDA in Mio. EUR Umsatz

EBITDA1)

1) EBITDA bereinigt um Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung

1) Slowenien, Republik Serbien, Republik Mazedonien, Liechtenstein

Kundenanzahl Mobilkommunikation

in 1.000/per 31.12.

Einflussfaktoren dieser Entwicklung. Im Segment Weißrussland wurde die starke operative Leistung zudem von drastischen Abwertungen des weißrussischen Rubels sowie den Effekten aus der Anwendung der Rechnungslegung für Hochinflationsländer beeinflusst.

Positiv entwickelte sich im Berichtsjahr hingegen die Anzahl der Festnetzanschlussleitungen in Österreich. Der seit Jahren anhaltende Rückgang konnte im Vorjahr dank der erfolgreichen Produktbündel sowie der steigenden Nachfrage nach Festnetz-Breitband gestoppt werden. 2011 wurde dieser Trend mit einem Zuwachs um 21.300 Anschlussleitungen fortgesetzt.

Mobiles Breitband, Smartphones und No-Frills-Produkte waren die maßgeblichen Treiber bei der Entwicklung in allen Mobilkommunikationsmärkten der Telekom Austria Group und führten zu einem Wachstum der Kundenbasis um 5,7% auf knapp 20,3 Millionen Kunden. Die stärksten Anstiege konnten in Weißrussland bzw. in der Republik Serbien mit rund 266.700 bzw. 283.000 Kunden verzeichnet werden. Parallel zu den dafür notwendigen Maßnahmen zur Kundenbindung und -neugewinnung wurde in Österreich die Verrechnung von Gebühren für SIM-Karten und Internet-Services sowie in Slowenien für Internet-Services erfolgreich eingeführt.

Die Telekom Austria Group erzielte im Geschäftsjahr 2011 Umsatzerlöse in Höhe von 4.454,6 Mio. EUR und damit um 4,2% weniger als im Vorjahr. Geringere Erlöse in den Segmenten Österreich, Bulgarien, Kroatien und Weißrussland konnten im Berichtsjahr durch die Zuwächse in Slowenien, der Republik Serbien und der Republik Mazedonien, die im Segment Weitere Märkte inkludiert sind, nicht kompensiert werden.

Die internationalen Aktivitäten der Telekom Austria Group erzielten 2011 einen Anteil am Gesamtumsatz von 35,3% nach 35,4% im Vorjahr (gemessen am Anteil der Summe des konsolidierten Umsatzes der internationalen Segmente am Gesamtumsatz des Konzerns ohne Berücksichtigung des Segments Holding & Sonstige sowie Eliminierungen).

Finanzkennzahlen TELEKOM AUSTRIA GROUP

in Mio. EUR

2011 2010 V eränderung in %
Umsatzerlöse 4.454,6 4.650,8 –4,2
EBITDA bereinigt 1.527,3 1.645,9 –7,2
EBITDA bereinigt – Marge 34,3% 35,4%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 1.044,7 1.503,5 –30,5
Betriebsergebnis –7,6 437,9 k.A.
Jahresergebnis –252,8 195,2 k.A.
Ergebnis je Aktie in EUR –0,57 0,44 k.A.
Free Cashflow je Aktie in EUR 1,08 1,46 –25,7
Anlagenzugänge1) 739,0 763,6 –3,2
Nettoverschuldung 3.380,3 3.305,2 2,3

1) Exklusive der Zugänge für die Verpflichtung aus der Stilllegung von Vermögenswerten

Aufwendungen TELEKOM AUSTRIA GROUP

in Mio. EUR

2011 2010 V eränderung in %
Materialaufwand 442,0 403,6 9,5
Personalaufwand 805,0 806,8 –0,2
Sonstiger betrieblicher Aufwand 1.780,6 1.883,7 –5,5
Restrukturierung 233,7 124,1 88,4
Wertminderungen und Wertaufholungen 248,9 18,3 k.A.
Abschreibungen 1.052,4 1.065,6 –1,2

FINANZKENnZAHLEN NACH SEGMENTEN

in Mio. EUR

Umsatzerlöse 2011 2010 V eränderung in %
Österreich 2.942,1 3.064,2 –4,0
Bulgarien 527,7 564,5 –6,5
Kroatien 420,7 451,9 –6,9
Weißrussland 260,9 343,6 –24,1
Weitere Märkte 396,4 321,1 23,5
Holding & Sonstige, Eliminierungen1) –93,1 –94,4 –1,3
Gesamt 4.454,6 4.650,8 –4,2
EBITDA bereinigt 2011 2010 V eränderung in %
Österreich 972,6 1.032,4 –5,8
Bulgarien 261,9 298,6 –12,3
Kroatien 134,5 150,5 –10,6
Weißrussland 106,6 155,6 –31,5
Weitere Märkte 90,4 41,1 120,0
Holding & Sonstige, Eliminierungen1) –38,6 –32,3 19,8
Gesamt 1.527,3 1.645,9 –7,2
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 2011 2010 V eränderung in %
Österreich 738,9 890,0 –17,0
Bulgarien 242,6 298,6 –18,8
Kroatien 134,5 150,5 –10,6
Weißrussland –172,4 155,6 k.A.
Weitere Märkte 139,8 41,1 240,2
Holding & Sonstige, Eliminierungen1) –38,6 –32,3 19,8
Gesamt 1.044,7 1.503,5 –30,5
Betriebsergebnis 2011 2010 V eränderung in %
Österreich 129,7 225,0 –42,3
Bulgarien 42,3 124,1 –66,0
Kroatien 67,9 82,9 –18,0
Weißrussland –255,2 73,4 k.A.
Weitere Märkte 43,4 –36,1 k.A.
Holding & Sonstige, Eliminierungen1) –35,8 –31,3 14,2
Gesamt –7,6 437,9 k.A.

1) Bezüglich des Inhalts und der Zusammensetzung des angegebenen Segments und Eliminierungen verweisen wir auf die Berichterstattung über die Konzerngeschäftssegmente im Anhang zum Konzernabschluss.

Umsatzentwicklung nach Segmenten

Umsatzerlöse gesamt: 4.454,6 Mio. EUR1)

1) Holding & Sonstige, Eliminierungen: –93,1 Mio. EUR Bezüglich des Inhalts und der Zusammensetzung der angegebenen Segmente und Eliminierungen verweisen wir auf die Berichterstattung über die Konzerngeschäftssegmente im Anhang zum Konzernabschluss.

Die Telekom Austria Group setzte 2011 die umfangreichen und konzernweiten Maßnahmen zur laufenden Optimierung der betrieblichen Effizienz im Sinne einer Verbesserung der operativen Exzellenz fort. Unterstützt durch ein striktes Kostenmanagement bewirkten diese Maßnahmen 2011 in Summe einen Rückgang der betrieblichen Aufwendungen um 2,1% auf 3.027,7 Mio. EUR. Lediglich die Materialaufwendungen lagen um 9,5% über dem Vorjahresniveau, wofür höhere durchschnittliche Endgerät-Preise verantwortlich waren. Die Personalkosten sanken um 0,2% auf 805,0 Mio. EUR, da der Rückgang des Personalstands in Österreich aufgrund der erfolgreich angebotenen Sozialpläne den Anstieg der MitarbeiterInnenzahl in den Segmenten Bulgarien und Kroatien, der mit der Akquisition von Glasfaser- bzw. Kabelanbietern in diesen Ländern einherging, leicht überkompensierte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten 2011 in Summe um 5,5% auf 1.780,6 Mio. EUR gesenkt werden. Neben geringeren Aufwendungen für Zusammenschaltung sowie für bezogene Leistungen aufgrund verminderter Terminierungs- und Roaming-Entgelte war eine Reduzierung der Aufwendungen für Instandhaltung sowie Werbung für diese Entwicklung verantwortlich.

Das bereinigte EBITDA sank im Geschäftsjahr 2011 um 7,2% von 1.645,9 Mio. EUR auf 1.527,3 Mio. EUR. Während im Segment Weitere Märkte ein Anstieg um 120,0% verzeichnet wurde, konnten die niedrigeren Umsatzerlöse in den Segmenten Österreich, Bulgarien, Kroatien und Weißrussland nur zum Teil durch geringere Aufwendungen ausgeglichen werden. Bei einem Umsatzrückgang um 4,2% führten diese Entwicklungen in Summe zu einer Reduktion der bereinigten EBITDA-Marge von 35,4% im Vorjahr auf 34,3% in 2011.

Der Restrukturierungsaufwand, der zur Gänze dem Segment Österreich zuzurechnen ist, betrug im Berichtsjahr 233,7 Mio. EUR nach 124,1 Mio. EUR im Vorjahr und umfasst Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprogramm stehen. Der Aufwand aus Wertminderung belief sich im Berichtsjahr auf 248,9 Mio. EUR nach 18,3 Mio. EUR im Vorjahr. Im Berichtsjahr wurden eine Abwertung für einen Markennamen in Höhe von 19,3 Mio. EUR im Segment Bulgarien sowie eine Abwertung des Firmenwerts im Segment Weißrussland in Höhe von 279,0 Mio. EUR verbucht. Im Segment Weitere Märkte wurde in der Republik Serbien eine Wertaufholung in Höhe von 49,4 Mio. EUR für die Mobilfunklizenz vorgenommen. Durch diese Wertaufholung wurde die Wertminderung von 62,0 Mio. EUR aus dem Jahr 2009 bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten rückgängig gemacht.

Als Resultat dieser außerordentlichen Effekte ging das EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung von 1.503,5 Mio. EUR im Vorjahr um 30,5% auf 1.044,7 Mio. EUR zurück. Aufgrund geringerer Anlagenzugänge in den Vorjahren im Segment Österreich lagen die Aufwendungen für Abschreibungen im Berichtsjahr mit 1.052,4 Mio. EUR um 1,2% unter dem Vorjahresniveau. Per Saldo führte das in 2011 zu einem negativen Betriebsergebnis von 7,6 Mio. EUR im Vergleich zu einem positiven Betriebsergebnis in Höhe von 437,9 Mio. EUR im Vorjahr.

Das negative Finanzergebnis der Telekom Austria Group stieg im Wesentlichen aufgrund der Abwertung des weißrussischen Rubels im Vorjahresvergleich um 25,8% von 196,3 Mio. EUR auf 246,8 Mio. EUR. Die Zinsaufwendungen stiegen um 4,7% auf 216,8 Mio. EUR, während der Zinsertrag von 13,1 Mio. EUR in 2010 auf 16,9 Mio. EUR im Berichtsjahr anstieg.

Im Berichtsjahr betrug der Steuerertrag 1,7 Mio. EUR im Vergleich zu einem Steueraufwand in Höhe von 46,5 Mio. EUR in 2010.

Für das Geschäftsjahr 2011 weist die Telekom Austria Group ein negatives Jahresergebnis von 252,8 Mio. EUR aus im Vergleich zu einem positiven Jahresergebnis von 195,2 Mio. EUR in 2010.

EBITDA bereinigt gesamt: 1.527,3 Mio. EUR1) 1) Holding & Sonstige, Eliminierungen: –38,6 Mio. EUR

9

Konzernlagebericht

2011 2010 2009
–0,57 0,44 0,22
0,381) 0,75 0,75
1,08 1,46 1,52
–21,4% 12,6% 5,0%
–0,1% 6,2% 4,8%

1) Vorschlag an die Hauptversammlung 2011, die am 23. Mai 2012 stattfinden wird

2) Die Berechnung des Free Cashflows wurde geändert und das Vorjahr wurde angepasst.

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme der Telekom Austria Group belief sich zum 31. Dezember 2011 auf 7.448,8 Mio. EUR und lag damit um 1,4% unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Während im Vorjahr die kurzfristigen Aktiva aufgrund der Rückzahlung von Verbindlichkeiten zurückgingen, verzeichneten sie im Berichtsjahr aufgrund höherer liquider Mittel einen Anstieg um 21,8%. Die Aufwendungen für Abschreibungen waren 2011 höher als die Sachanlagenzugänge, weshalb das Sachanlagevermögen um 3,4% auf 2.462,2 Mio. EUR zurückging. Die Firmenwerte verringerten sich aufgrund der Wertminderung im Segment Weißrussland um 13,4% auf 1.289,7 Mio. EUR. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte gingen um 5,7% auf 1.619,3 Mio. EUR zurück, da auch hier die Abschreibungen höher waren als die Zugänge.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen im Wesentlichen aufgrund der Umgliederung von fällig werdenden langfristigen Finanzverbindlichkeiten an. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten gingen bedingt durch diese Umgliederung um 4,6% zurück. Eine Erhöhung der langfristigen Rückstellungen bedingt durch die Personalrestrukturierungsprogramme in Österreich führte zu einem Anstieg auf 888,2 Mio. EUR.

Die Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2010 belief sich auf 331,9 Mio. EUR. Der Rückgang des Eigenkapitals um 40,2% auf 883,1 Mio. EUR ist zum einen auf das negative Gesamtergebnis des Geschäftsjahres 2011, bedingt durch die Restrukturierungs- und Wertminderungsaufwendungen, und zum anderen auf die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2010 zurückzuführen. Daraus resultierend fiel die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2011 auf 11,9% nach 19,5% zum Stichtag des Vorjahres.

31.12.2011 In % der Bilanzsumme 31.12.2010 In % der Bilanzsumme Kurzfristige Aktiva 1.751,4 23,5 1.437,7 19,0 Sachanlagen 2.462,2 33,1 2.549,0 33,7 Firmenwerte 1.289,7 17,3 1.489,2 19,7 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.619,3 21,7 1.718,1 22,7 Sonstige Aktiva 326,1 4,4 361,8 4,8 AKTIVA 7.448,8 100,0 7.555,8 100,0 Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.412,0 32,4 1.883,0 24,9 Langfristige Finanzverbindlichkeiten 2.934,9 39,4 3.077,2 40,7 Personalrückstellungen 129,0 1,7 131,6 1,7 Langfristige Rückstellungen 888,2 11,9 761,8 10,1 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 201,6 2,7 225,3 3,0 Eigenkapital 883,1 11,9 1.476,9 19,5 PASSIVA 7.448,8 100,0 7.555,8 100,0

Bilanzstruktur

in Mio. EUR

Nettoverschuldung

Die Nettoverschuldung der Telekom Austria Group stieg im Berichtsjahr um 2,3% auf 3.380,3 Mio. EUR. In Kombination mit dem Rückgang des bereinigten EBITDA um 7,2% auf 1.527,3 Mio. EUR veränderte sich das Verhältnis Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA vom Faktor 2,0x des Vorjahres auf den Faktor 2,2x.

Nettoverschuldung und EBITDA BEREINIGT

in Mio. EUR

Nettoverschuldung1)

in Mio. EUR

31.12.2011 31.12.2010
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 2.960,4 3.146,4
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1.052,4 522,6
Liquide Mittel, kurz- und langfristige Finanzanlagen, Ausleihungen an nahestehende Unternehmen –657,7 –355,0
Derivative Finanzinstrumente für Hedgingaktivitäten 25,2 –8,9
Nettoverschuldung Telekom Austria Group 3.380,3 3.305,2
Nettoverschuldung/EBITDA bereinigt 2,2× 2,0×

1) Cross Border Leases, die im April 2011 beendet wurden, und Finanzierungsleasingverbindlichkeiten waren in den lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten. Cross-Border-Lease-Depots waren in den kurz- und langfristigen Finanzanlagen enthalten. Die Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Erwerb der SBT (velcom) ist in den kurz- und in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten.

Entwicklung Cashflow

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sank im Berichtsjahr um 13,2% auf 1.213,3 Mio. EUR aufgrund des geringeren Cashflows aus dem Ergebnis in 2011 sowie aufgrund des höheren Mittelabflusses aus der Veränderung der Vermögenswerte und Schulden, der im Wesentlichen aus dem Abbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in 2011 im Vergleich zu einem Aufbau in 2010 resultiert. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit stieg 2011 um 38,5% auf 854,8 Mio. EUR. Die Ursachen dafür liegen im Nettomittelabfluss in Höhe von 68,8 Mio. EUR für die Akquisition der zwei Glasfaserbetreiber in Bulgarien im Jänner beziehungsweise Februar 2011 sowie für den Erwerb des Kabelbetreibers B.net in Kroatien in Höhe von 66,9 Mio. EUR im August 2011.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit sank im Berichtsjahr von 1.388,4 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR, da 2011 Finanzverbindlichkeiten aufgenommen wurden, während 2010 eine 500-Mio.-EUR-Anleihe getilgt wurde und 582,7 Mio. EUR des ausstehenden Kaufpreises für SBT (velcom) gezahlt wurden. Daraus resultiert in Summe ein Anstieg der liquiden Mittel um 339,8 Mio. EUR per Ende 2011.

Cashflow

in Mio. EUR

2011 2010 V eränderung in %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.213,3 1.397,5 –13,2
Cashflow aus Investitionstätigkeit –854,8 –616,9 38,5
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –3,7 –1.388,4 –99,7
Auswirkungen von Wechselkursschwankungen 1,3 –2,0 k.A.
Kaufkraftverlust auf liquide Mittel –16,4 0,0 k.A.
Veränderung der liquiden Mittel 339,8 –609,9 k.A.

Anlagenzugänge

Die Anlagenzugänge betrugen im Berichtsjahr 739,0 Mio. EUR und lagen damit um 3,2% unter dem Vorjahreswert. Der Anstieg der Sachanlagenzugänge um 3,5% auf 592,8 Mio. EUR stammt im Wesentlichen aus den Segmenten Bulgarien und Weitere Märkte aufgrund von Investitionen in die Netzinfrastruktur. Im Segment Weißrussland sind die Investitionen in lokaler Währung angestiegen, weisen jedoch bedingt durch die Währungsabwertung in Euro einen Rückgang aus.

Der Rückgang der Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten um 23,3% auf 146,2 Mio. EUR resultiert vorwiegend aus geringeren Investitionen in Software in den Segmenten Österreich und Bulgarien. Des Weiteren war im Segment Österreich im Vorjahr der Erwerb von Frequenzblöcken im Rahmen der 2,6-GHz-Auktion in Höhe von 13,2 Mio. EUR enthalten.

Anlagenzugänge1)

in Mio. EUR

2011 2010 V eränderung in %
Sachanlagenzugänge Österreich 383,4 382,4 0,3
Sachanlagenzugänge Bulgarien 50,8 42,2 20,5
Sachanlagenzugänge Kroatien 45,5 41,4 9,8
Sachanlagenzugänge Weißrussland 41,6 54,1 –23,1
Sachanlagenzugänge Weitere Märkte 71,5 52,9 35,3
Zugänge zu Sachanlagen gesamt 592,8 573,0 3,5
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten Österreich 101,7 133,3 –23,7
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten Bulgarien 19,7 24,1 –18,2
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten Kroatien 5,0 6,9 –27,1
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten Weißrussland 3,3 8,8 –61,9
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten Weitere Märkte 16,4 17,4 –6,2
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten gesamt 146,2 190,6 –23,3
Summe Anlagenzugänge1) 739,0 763,6 –3,2

1) Exklusive Zugänge für die Verpflichtung aus der Stilllegung von Vermögenswerten

Segment Österreich

Der österreichische Markt war 2011 von einer weiteren Verschärfung der Wettbewerbssituation, einschneidenden Regulierungsmaßnahmen, insbesondere einer Senkung der mobilen Terminierungsentgelte um mehr als 30%, sowie von der anhaltenden Substitution der Festnetz-Sprachtelefonie durch die Mobilkommunikation gekennzeichnet. Im Fokus des Wettbewerbs standen Angebote für Smartphones und attraktive mobile Pakettarife, die in Kombination mit dem kontinuierlichen Trend zu No-Frills-Marken zu einem niedrigeren Preisniveau führten. Mit der Einführung von Gebühren für SIM-Karten und Internet-Services wurde dieser Entwicklung teilweise entgegengewirkt.

Um der anhaltend starken Nachfrage nach Produktbündeln und konvergenten Dienstleistungen aus einer Hand gerecht zu werden, tritt die Telekom Austria Group in Österreich seit 14. Juni 2011 unter der Einheitsmarke "A1" auf und setzte damit den nächsten konsequenten Integrationsschritt nach der im Vorjahr erfolgten gesellschaftsrechtlichen Zusammenführung des Festnetz- und Mobilkommunikationsgeschäfts. Die Nachfrage nach Festnetz-Breitbandanschlüssen konnte dank einer attraktiven Produkt- und Preisgestaltung

sowohl im Privat- wie auch im Geschäftskundenbereich weiter gesteigert werden. Infolgedessen konnte mit dem anhaltenden Erfolg der Produktbündel der Trend des Vorjahres fortgesetzt und ein weiterer Anstieg der Festnetzanschlüsse erzielt werden. Durch die Substitution von Festnetz durch Mobilkommunikation steht diesem Erfolg jedoch weiterhin eine Abnahme der Festnetzsprachminuten um 12,1% gegenüber. Die Anzahl der A1TV-Kunden konnte 2011 um 31,2% auf knapp 200.000 Kunden gesteigert werden.

Durch Zuwächse bei mobilem Breitband und bei No-Frills-Kunden wurde in Summe ein Anstieg um 3,3% auf rund 5,3 Millionen Mobilkommunikationskunden verzeichnet. Aufgrund des intensiven Wettbewerbs in der Mobilkommunikation musste jedoch gleichzeitig ein leichter Rückgang des Marktanteils verzeichnet werden. Anstiege bei der Kundenanzahl im Festnetz wie auch in der Mobilkommunikation konnten die negativen Effekte der Regulierung sowie der wettbewerbsbedingten Preissenkungen nicht ausgleichen, weshalb das Segment Österreich für das Berichtsjahr einen Umsatzrückgang um 4,0% auf 2.942,1 Mio. EUR auswies.

Kennzahlen Österreich

Finanzkennzahlen (in Mio. EUR) 2011 2010 V eränderung in %
Umsatzerlöse 2.942,1 3.064,2 –4,0
davon Grund- und Verbindungsentgelte 2.027,4 2.085,7 –2,8
davon Daten- und ICT-Lösungen 202,3 215,8 –6,3
davon Wholesale (inkl. Roaming) 203,6 200,4 1,6
davon Zusammenschaltung 341,7 397,6 –14,1
davon Verkauf von Endgeräten 126,1 107,2 17,7
davon Sonstige 41,0 57,4 –28,6
EBITDA bereinigt 972,6 1.032,4 –5,8
EBITDA bereinigt – Marge 33,1% 33,7%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 738,9 890,0 –17,0
Betriebsergebnis 129,7 225,0 –42,3
Anlagenzugänge 485,1 515,8 –5,9
Festnetz
ARPL in EUR 32,2 33,3 –3,3
Durchschnittstarif Sprachtelefonie in EUR/Min. 0,080 0,082 –2,4
Summe der Anschlüsse (in 1.000) 2.336,2 2.315,0 0,9
davon Festnetz-Breitbandanschlüsse (in 1.000) 1.273,4 1.161,0 9,7
hiervon Retail 1.230,5 1.115,5 10,3
hiervon Wholesale 42,9 45,5 –5,8
Entbündelte Leitungen (in 1.000) 271,5 278,1 –2,4
Festnetzsprachminuten (in Mio. Min.) 2.612,2 2.972,7 –12,1
davon nationaler Verkehr 1.749,4 2.031,5 –13,9
davon Verkehr zwischen Festnetz und Mobilkommunikation 586,5 631,6 –7,1
davon internationaler Festnetzverkehr 276,4 309,6 –10,7
Festnetz-Breitband-Penetration in Österreich in % der Haushalte 111,7% 102,9%
Mobilkommunikation
Anzahl Mobilkunden (in 1.000) 5.271,2 5.105,2 3,3
Vertragskundenanteil 77,6% 76,0%
Marktanteil 40,0% 41,4%
Penetration 156,6% 146,7%
Mobile Breitbandkunden 744.941 653.748 13,9
ARPU in EUR 20,0 22,0 –9,3
MitarbeiterInnen (Vollzeitkräfte 31.12.) 9.292 9.717 –4,4

Die Erlöse aus Grund- und Verbindungsentgelten sanken um 2,8% auf 2.027,4 Mio. EUR aufgrund der Migration bestehender Kunden zu niedrigeren Tarifen sowie des Rückgangs der Festnetzminuten. Bedingt durch eine schwächere Nachfrage nach Zahlungsdiensten gingen die Erlöse aus Daten- und IKT-Lösungen um 6,3% auf 202,3 Mio. EUR zurück. Die Erlöse aus Wholesale (inkl. Roaming) stiegen um 1,6% auf 203,6 Mio. EUR. Durch eine Herabsetzung der nationalen und internationalen Mobilterminierungsentgelte verringerten sich die Umsätze aus Zusammenschaltung um 14,1% auf 341,7 Mio. EUR. Die Umsätze aus dem Verkauf von Endgeräten stiegen 2011 um 17,7% auf 126,1 Mio. EUR, wofür die Nachfrage nach hochwertigen Endgeräten verantwortlich war.

Die sonstigen Umsatzerlöse gingen um 28,6% auf 41,0 Mio. EUR zurück.

Aufgrund von Substitutionseffekten ging der durchschnittliche Monatserlös pro Festnetzanschluss (ARPL) 2011 um 3,3% auf 32,2 EUR zurück. Der durchschnittliche Erlös pro Mobilkommunikationskunde (ARPU) fiel aufgrund wettbewerbsbedingter Preissenkungen und niedrigerer Zusammenschaltungsentgelte um 9,3% auf 20,0 EUR. Diese Entwicklung ist bedingt durch den Wechsel von Kunden zu günstigeren Pakettarifen und durch den höheren Anteil an No-Frills-Kunden.

Festnetzanschlüsse in Österreich in 1.000

  • Festnetzanschlüsse Sprachtelefonie
  • Festnetz Breitbandanschlüsse Wholesale & Retail

Aufwendungen Segment Österreich

in Mio. EUR

2011 2010 V eränderung in %
Materialaufwand 272,0 245,4 10,9
Personalaufwand 653,1 670,5 –2,6
Sonstiger betrieblicher Aufwand 1.140,1 1.221,7 –6,7
Restrukturierung 233,7 124,1 88,4
Wertminderungen und Wertaufholungen 0,0 –18,3 k.A.
Abschreibungen 609,2 665,0 –8,4

Unterstützt durch ein striktes Kostenmanagement konnten 2011 die betrieblichen Aufwendungen um 3,4% auf 2.065,3 Mio. EUR gesenkt werden. Während die Materialaufwendungen aufgrund der starken Nachfrage nach Smartphones um 10,9% auf 272,0 Mio. EUR anstiegen, verzeichneten die übrigen Aufwandspositionen einen Rückgang. Der Personalstand wurde im Rahmen des Restrukturierungsprogramms um 4,4% auf 9.292 MitarbeiterInnen zu Periodenende gesenkt, weshalb trotz kollektivvertraglicher Anpassungen der Personalaufwand um 2,6% auf 653,1 Mio. EUR reduziert werden konnte.

Das bereinigte EBITDA lag 2011 mit 972,6 Mio. EUR um 5,8% unter dem Vorjahreswert. Bei einem Umsatzrückgang um 4,0% ging daher die bereinigte EBITDA-Marge von 33,7% auf 33,1% zurück.

Für das Geschäftsjahr 2011 wurde im Segment Österreich ein Restrukturierungsaufwand von 233,7 Mio. EUR erfasst, der sich aus Aufwendungen für den Wechsel von Beamten zum Bund, aus Aufwendungen im Zusammenhang mit den angebotenen Sozialplänen sowie aus einer Anpassung der Restrukturierungsrückstellung zusammensetzt. Das EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung beläuft sich somit für das Berichtsjahr auf 738,9 Mio. EUR, um 17,0% weniger als im Vorjahr.

Die gesamten Abschreibungen sanken um 8,4% auf 609,2 Mio. EUR. Per Saldo resultiert aus den beschriebenen Entwicklungen somit ein Rückgang des Betriebsergebnisses im Segment Österreich um 42,3% auf 129,7 Mio. EUR.

Segment Bulgarien

In Bulgarien war das Marktumfeld 2011 von einer schwachen Konjunktur und intensivem Wettbewerb geprägt. Als führender Mobilkommunikationsanbieter des Landes gelang Mobiltel dennoch eine Steigerung um 4,8% auf über 5,5 Millionen Mobilkunden. Die anhaltend starke Nachfrage nach mobilen Datenlösungen konnte Mobiltel für einen Anstieg der mobilen Breitbandkundenbasis um 52,1% auf mehr als 192.000 Kunden nutzen.

Der Trend zu konvergenten Produkten und integrierten Telekommunikationslösungen setzte sich im Berichtsjahr fort. Mobiltel reagierte auf diese Entwicklung mit den Akquisitionen von zwei bulgarischen Glasfaseranbietern, die im Jänner bzw. Februar 2011 abgeschlossen wurden. Die Vollkonsolidierung dieser Gesellschaften im Segment Bulgarien begann mit Februar 2011. Unterstützt durch eine starke Nachfrage nach Festnetz-Breitband konnte seit der Vollkonsolidierung ein Anstieg von 99.100 auf über 128.800 Festnetzanschlüsse erreicht werden.

Der wettbewerbsbedingte Rückgang des Preisniveaus für Sprachtelefonie, der sich in niedrigeren Grund- sowie Verbindungsentgelten widerspiegelte, und eine Herabsetzung der mobilen Terminierungsentgelte führten trotz der operativen Erfolge zu einem Umsatzrückgang um 6,5% auf 527,7 Mio. EUR. Höhere betriebliche Aufwendungen, die aus den Akquisitionen der Glasfaseranbieter resultierten, führten somit zu einer Reduktion des bereinigten EBITDA um 12,3% auf 261,9 Mio. EUR. Damit verbunden ist ein Rückgang der bereinigten EBITDA-Marge von 52,9% auf 49,6%, womit das Segment Bulgarien jedoch nach wie vor die höchste EBITDA-Marge innerhalb der Telekom Austria Group aufweist. Die beschriebenen Entwicklungen führten in Kombination mit einer Wertminderung für einen Markennamen in Höhe von 19,3 Mio. EUR zu einer Reduktion des Betriebsergebnisses um 66,0% auf 42,3 Mio. EUR.

Kennzahlen Bulgarien

Finanzkennzahlen (in Mio. EUR) 2011 2010 V eränderung in %
Umsatzerlöse 527,7 564,5 –6,5
EBITDA bereinigt 261,9 298,6 –12,3
EBITDA bereinigt – Marge 49,6% 52,9%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 242,6 298,6 –18,8
Betriebsergebnis 42,3 124,1 –66,0
Anlagenzugänge 70,5 66,3 6,4
Festnetz
ARPL in EUR 15,4 k.A. k.A.
Summe der Anschlüsse (in 1.000) 128,8 k.A. k.A.
davon Festnetz-Breitbandanschlüsse (in 1.000) 123,1 k.A. k.A.
Mobilkommunikation
Anzahl Mobilkunden (in 1.000) 5.501,4 5.248,7 4,8
Vertragskundenanteil 67,4% 64,2%
Marktanteil 48,6% 49,6%
Penetration 151,4% 140,8%
Mobile Breitbandkunden 192.012 126.217 52,1
ARPU in EUR 7,2 8,3 –13,1
MitarbeiterInnen (Vollzeitkräfte 31.12.) 3.380 2.453 37,8

Segment Kroatien

Eine schwache Konjunktur, regulatorische Belastungen sowie intensiver Wettbewerb prägten den kroatischen Markt in 2011. In diesem herausfordernden Umfeld erwarb Vipnet mit B.net im August 2011 den größten Kabelbetreiber des Landes, um von der starken Nachfrage nach konvergenten Produkten zu profitieren. Die Vollkonsolidierung von B.net im Segment Kroatien wurde mit August 2011 durchgeführt.

Der Geschäftsverlauf 2011 wurde vom intensiven Preisdruck sowie von niedrigeren Erlösen aus Roaming- und Zusammenschaltungsentgelten bestimmt. Diesen Faktoren konnte nur teilweise mit höheren Grundentgelten, die aus dem Anstieg der Vertragskundenanzahl resultierten, sowie mit dem erstmaligen Umsatzbeitrag von B.net entgegengewirkt werden. In Summe musste ein Umsatzrückgang um 6,9% auf 420,7 Mio. EUR verzeichnet werden. Darin inkludiert ist ein negativer Effekt aus Währungsumrechnung in Höhe von 8,6 Mio. EUR.

Dank eines strikten Kostenmanagements konnten die betrieblichen Aufwendungen um 4,8% auf 289,0 Mio. EUR reduziert werden. Die Hauptfaktoren dafür waren Einsparungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie eine Reduktion der Aufwendungen aus Zusammenschaltungsentgelten. Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr bedingt durch die Akquisition von B.net sowie durch einen Aufwand für die Kürzung des Personalstands. Das bereinigte EBITDA sank im Berichtsjahr um 10,6% auf 134,5 Mio. EUR und die bereinigte EBITDA-Marge von 33,3% auf 32,0%. Der negative Effekt aus der Währungsumrechnung auf das bereinigte EBITDA betrug 2,8 Mio. EUR. Durch die zuvor genannten Effekte ging das Betriebsergebnis im Berichtsjahr um 18,0% auf 67,9 Mio. EUR zurück.

Kennzahlen Kroatien

Finanzkennzahlen (in Mio. EUR) 2011 2010 V eränderung in %
Umsatzerlöse 420,7 451,9 –6,9
EBITDA bereinigt 134,5 150,5 –10,6
EBITDA bereinigt – Marge 32,0% 33,3%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 134,5 150,5 –10,6
Betriebsergebnis 67,9 82,9 –18,0
Anlagenzugänge 50,5 48,3 4,6
Festnetz
ARPL in EUR 27,9 k.A. k.A.
Summe der Anschlüsse (in 1.000) 143,7 k.A. k.A.
davon Festnetz-Breitbandanschlüsse (in 1.000) 68,6 k.A. k.A.
Mobilkommunikation1)
Anzahl Mobilkunden (in 1.000) 2.018,0 2.028,1 –0,5
Vertragskundenanteil 37,8% 34,6%
Marktanteil 39,2% 39,0%
Penetration 119,9% 118,0%
Mobile Breitbandkunden 170.617 144.753 17,9
ARPU in EUR 12,9 14,5 –10,9
MitarbeiterInnen (Vollzeitkräfte 31.12.) 1.144 1.059 8,0

1) Aufgrund einer neuen Definition der aktiven Wertkartenkunden wurde die Zählmethode für die aktiven SIM-Wertkarten von einem 15-monatigen, rollierenden Durchschnitt auf eine "90 Tage aktiv"-Methode geändert. Im Hinblick auf die Implementierung dieser neuen Zählmethode wurden die historischen Kennzahlen ab dem 1. Quartal 2010 rückwirkend angepasst.

Konzernlagebericht

Segment Weißrussland

Der weißrussische Markt war 2011 von einem anhaltend schwierigen makroökonomischen Umfeld gekennzeichnet, das zu zwei Abwertungen des weißrussischen Rubels gegenüber dem Euro führte. Nach einer Abwertung im Mai 2011 löste die Einführung eines freien Wechselkurses im September 2011 eine zweite Abwertung aus. Zudem wurde die Anwendung der Rechnungslegung für Hochinflationsländer für Weißrussland ab dem vierten Quartal 2011 für das Gesamtjahr 2011 beschlossen.

Trotz dieser finanziellen und konjunkturellen Herausforderungen überzeugte velcom 2011 mit einer starken operativen Leistung. Den negativen externen Einflussfaktoren wurde mit einer kontinuierlichen Optimierung der Tarife und des Endgeräteportfolios und einem strikten Kostenmanagement begegnet.

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Berichtsjahr auf 260,9 Mio. EUR, womit sie im Vergleich zum Vorjahr um 24,1% sanken. In lokaler Währung wurde dank des stetigen Kundenwachstums, der optimierten Tarife sowie der höheren Datennutzung ein Umsatzanstieg erzielt.

Die betrieblichen Aufwendungen beliefen sich in 2011 auf 159,5 Mio. EUR, das entspricht einem Rückgang um 33,8 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. In lokaler Währung stiegen die betrieblichen Aufwendungen aufgrund höherer Materialaufwendungen sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen. Das bereinigte EBITDA ging im Berichtsjahr von 155,6 Mio. EUR auf 106,6 Mio. EUR zurück, wofür vorwiegend die beschriebenen Währungseffekte verantwortlich waren.

Aufgrund der inflationsbedingten Anpassung des Segmentvermögens musste im Berichtsjahr ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 279,0 Mio. EUR verzeichnet werden. Hierdurch ergab sich im Wesentlichen im Segment Weißrussland ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von 255,2 Mio. EUR in 2011 im Vergleich zu einem positiven Betriebsergebnis von 73,4 Mio. EUR im Vorjahr.

Kennzahlen WeiSSrussland

Finanzkennzahlen (in Mio. EUR) 2011 2010 V eränderung in %
Umsatzerlöse 260,9 343,6 –24,1
EBITDA bereinigt 106,6 155,6 –31,5
EBITDA bereinigt – Marge 40,9% 45,3%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung –172,4 155,6 k.A.
Betriebsergebnis –255,2 73,4 k.A.
Anlagenzugänge 44,9 62,9 –28,5
Mobilkommunikation
Anzahl Mobilkunden (in 1.000) 4.620,4 4.353,7 6,1
Vertragskundenanteil 79,7% 78,2%
Marktanteil 41,1% 41,9%
Penetration 118,8% 109,6%
Mobile Breitbandkunden 453.054 143.532 215,6
ARPU in EUR 4,2 6,2 –31,8
MitarbeiterInnen (Vollzeitkräfte 31.12.) 1.784 1.770 0,8

Segment Weitere Märkte

Slowenien

Si.mobil, der zweitgrößte Mobilkommunikationsanbieter in Slowenien, fokussierte 2011 mit attraktiven Smartphone-Angeboten und All-inclusive-Packages erfolgreich hochwertige Marktsegmente. Trotz intensiven Wettbewerbs konnte Si.mobil 2011 die Kundenbasis auf beinahe 640.000 Kunden steigern und den Anteil der Vertragskunden ebenso steigern wie den Marktanteil.

Dank dieser operativen Erfolge wurden insbesondere die Erlöse aus Grund- und Verbindungsentgelten gesteigert und in Summe ein Anstieg der Umsatzerlöse um 10,7% auf 192,7 Mio. EUR verzeichnet. Bedingt durch einen unterproportionalen Anstieg der betrieblichen Aufwendungen konnte das bereinigte EBITDA um 14,6% auf 51,7 Mio. EUR gesteigert werden, womit sich die bereinigte EBITDA-Marge von 25,9% im Vorjahr auf 26,8% in 2011 verbesserte. Nach Abschreibungen in Höhe von 21,4 Mio. EUR wird ein Betriebsergebnis in Höhe von 30,2 Mio. EUR nach 24,0 Mio. EUR im Vorjahr ausgewiesen.

Kennzahlen Slowenien

Finanzkennzahlen (in Mio. EUR) 2011 2010 V eränderung in %
Umsatzerlöse 192,7 174,0 10,7
EBITDA bereinigt 51,7 45,1 14,6
EBITDA bereinigt – Marge 26,8% 25,9%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 51,7 45,1 14,6
Betriebsergebnis 30,2 24,0 26,2
Anlagenzugänge 19,5 15,1 29,2
Mobilkommunikation
Anzahl Mobilkunden (in 1.000) 639,7 618,9 3,4
Vertragskundenanteil 74,5% 71,2%
Marktanteil 29,7% 29,2%
Penetration 105,6% 102,7%
Mobile Breitbandkunden 15.935 14.559 9,5
ARPU in EUR 20,9 20,5 2,0
MitarbeiterInnen (Vollzeitkräfte 31.12.) 347 331 4,8

Republik Serbien

Vip mobile konnte 2011 den Wachstumskurs fortsetzen und die Anzahl der Mobilkunden bei einer gleichzeitigen Erhöhung des Vertragskundenanteils auf mehr als 1,6 Millionen steigern. Damit verbunden war eine Steigerung des Marktanteils von 13,7% auf 15,7% sowie des durchschnittlichen Monatserlöses pro Kunde (ARPU) von 6,2 EUR auf 7,2 EUR. Bedingt durch vermehrte Nutzung konnten auch die Erlöse aus Zusammenschaltung gesteigert werden. Aus diesen Entwicklungen resultierte ein Anstieg der Umsatzerlöse um 36,7% auf 143,1 Mio. EUR. Ein positiver Effekt aus der Währungsumrechnung wirkte sich mit 1,4 Mio. EUR auf die Umsatzerlöse aus.

Vorwiegend höhere Aufwendungen aus Zusammenschaltung führten im Berichtsjahr zu einer Erhöhung der betrieblichen Aufwendungen um 7,5% auf 116,9 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2011 konnte ein bereinigtes EBITDA in Höhe von 31,5 Mio. EUR erzielt werden, im Vorjahr wurde der Break-even erreicht. Die EBITDA-bereinigt-Marge betrug in 2011 22,0%. Nach Abschreibungen in Höhe von 59,8 Mio. EUR sowie einer Wertaufholung in Höhe von 49,4 Mio. EUR für die Mobilfunklizenz belief sich das Betriebsergebnis auf 21,1 Mio. EUR nach einem negativen Betriebsergebnis von 47,1 Mio. EUR im Vorjahr.

Kennzahlen Republik Serbien

Finanzkennzahlen (in Mio. EUR) 2011 2010 V eränderung in %
Umsatzerlöse 143,1 104,7 36,7
EBITDA bereinigt 31,5 0,0 k.A.
EBITDA bereinigt – Marge 22,0% 0,0%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 80,9 0,0 k.A.
Betriebsergebnis 21,1 –47,1 k.A.
Anlagenzugänge 55,9 47,5 17,6%
Mobilkommunikation
Anzahl Mobilkunden (in 1.000) 1.642,7 1.359,7 20,8
Marktanteil 15,7% 13,7%
Penetration 141,3% 134,1%
ARPU in EUR 7,2 6,2 15,5
MitarbeiterInnen (Vollzeitkräfte 31.12.) 889 811 9,6

Konzernlagebericht

Republik Mazedonien

Nach einem Anstieg um 28,1% auf rund 566.600 Mobilkunden konnte Vip operator in der Republik Mazedonien den Marktanteil von 19,9% auf 24,9% per Jahresende 2011 erhöhen.

Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr um 49,3% auf 53,4 Mio. EUR gesteigert werden. Die stetig wachsende Kundenbasis sowie höhere Verkehrsvolumina führten zu höheren Erlösen aus Grund- und Verbindungsentgelten. Die verstärkte Nutzung führte auch zu einem Anstieg der

Erlöse aus Zusammenschaltung, aber auch der korrespondierenden Aufwendungen. In Summe lagen die betrieblichen Aufwendungen mit 47,9 Mio. EUR um 15,6% über dem Vorjahresniveau.

Nach einem negativen bereinigten EBITDA in Höhe von 5,2 Mio. EUR im Vorjahr konnte Vip operator im Berichtsjahr erstmals ein positives bereinigtes EBITDA in Höhe von 6,3 Mio. EUR erzielen. Das negative Betriebsergebnis wurde von 14,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 10,3 Mio. EUR reduziert.

Kennzahlen Republik Mazedonien

Finanzkennzahlen (in Mio. EUR) 2011 2010 V eränderung in %
Umsatzerlöse 53,4 35,8 49,3
EBITDA bereinigt 6,3 –5,2 k.A.
EBITDA bereinigt – Marge 11,8% k.A.
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 6,3 –5,2 k.A.
Betriebsergebnis –10,3 –14,3 –28,0
Anlagenzugänge 11,8 7,6 55,9
Mobilkommunikation
Anzahl Mobilkunden (in 1.000) 566,6 442,2 28,1
Marktanteil 24,9% 19,9%
Penetration 111,0% 108,2%
ARPU in EUR 7,5 6,8 10,0
MitarbeiterInnen (Vollzeitkräfte 31.12.) 203 196 3,6

Liechtenstein

mobilkom liechtenstein zählte mit Jahresende rund 6.200 Kunden. Dies entspricht einem Rückgang von 3,5% im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtsjahr um 8,9% auf 7,6 Mio. EUR. Die steigenden Umsatzerlöse führten zu einem Anstieg des bereinigten EBITDA von 1,3 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR. Nach 0,5 Mio. EUR im Vorjahr wird für das Berichtsjahr ein Betriebsergebnis in Höhe von 1,0 Mio. EUR ausgewiesen.

Kennzahlen Liechtenstein

Finanzkennzahlen (in Mio. EUR) 2011 2010 V eränderung in %
Umsatzerlöse 7,6 7,0 8,9
EBITDA bereinigt 1,9 1,3 47,0
EBITDA bereinigt – Marge 24,4% 18,0%
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 1,9 1,3 47,0
Betriebsergebnis 1,0 0,5 108,0
Anlagenzugänge 0,7 0,4 75,7
Mobilkommunikation
Anzahl Mobilkunden (in 1.000) 6,2 6,4 –3,5
Marktanteil 16,5% 20,2%
Penetration 102,8% 91,5%
ARPU in EUR 54,9 56,2 –2,2
MitarbeiterInnen (Vollzeitkräfte 31.12.) 13 15 –12,7

MitarbeiterInnen

Mit 17.217 MitarbeiterInnen beschäftigte die Telekom Austria Group per Jahresende 2011 in Summe um 4,3% mehr MitarbeiterInnen als zum Stichtag des Vorjahres. Im Segment Österreich wurde der Personalstand im Rahmen der mehrjährigen Restrukturierung um 4,4% auf 9.292 MitarbeiterInnen reduziert, wovon knapp 53% im Rahmen eines Beamtendienstverhältnisses beschäftigt sind. In den internationalen Segmenten war vorwiegend aufgrund der Akquisitionen von Festnetzanbietern in Bulgarien und Kroatien in Summe ein Anstieg um 17,0% auf 7.761 MitarbeiterInnen zu verzeichnen.

Zur Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft investiert die Telekom Austria Group laufend in die bedarfsgerechte Aus- und Weiterbildung ihrer

MitarbeiterInnen. Als zentrale Bildungseinrichtung innerhalb der Telekom Austria Group wurde im Herbst 2010 die Telekom Austria Group Business School gegründet. Darüber hinaus entwickeln die Tochtergesellschaften speziell auf die Bedürfnisse in den jeweiligen Märkten abgestimmte Aus- und Weiterbildungsangebote.

In Summe beliefen sich die Aus- und Weiterbildungsaufwendungen im Berichtsjahr auf rund 11,9 Mio. EUR (2010: 12,4 Mio. EUR). Pro MitarbeiterIn entspricht das Ausgaben in Höhe von 691 EUR (2010: 754 EUR).

Mitarbeiter/innen zu Jahresende1)

2011 2010 V eränderung in %
Österreich 9.292 9.717 –4,4
Bulgarien 3.380 2.453 37,8
Kroatien 1.144 1.059 8,0
Weißrussland 1.784 1.770 0,8
Weitere Märkte 1.454 1.352 7,5
Holding 164 150 9,2
Gesamt 17.217 16.501 4,3

1) Vollzeitäquivalente MitarbeiterInnen

Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat

Nach dem Ausscheiden von Peter Michaelis und Rainer Wieltsch aus dem Aufsichtsrat der Telekom Austria AG hat die Hauptversammlung am 19. Mai 2011 Markus Beyrer und Franz Geiger in den Aufsichtsrat gewählt. Seitens der vom Betriebsrat entsandten Aufsichtsratsmitglieder gab es 2011 folgende Veränderungen: Werner Luksch war bis 20. Oktober 2010 Aufsichtsratsmitglied und hat mit 11. Jänner 2011 erneut dieses Aufsichtsratsmandat übernommen. Anstelle des mit 5. Mai 2011 aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds Wilhelm Eidenberger hat der Zentralbetriebsrat Walter Hotz mit 6. Mai 2011 in den Aufsichtsrat nominiert.

Innovation und Technologie

Die Telekom Austria Group fokussiert in ihren zahlreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten die marktnahe Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen sowie die technologische Weiterentwicklung ihrer Netzinfrastrukturanlagen. Um einen kosteneffizienten Mehrwert für die Kunden zu schaffen, erfolgt bei diesen Aktivitäten eine gruppenweite Abstimmung und Wissensteilung. In Summe wurden im Berichtsjahr allein im Segment Österreich 36,8 Mio. EUR (2010: 38,4 Mio. EUR) für Forschung und Entwicklung ausgegeben.

Auf der Produktseite stand, neben innovativen Anwendungen für die neu gegründete Tochtergesellschaft M2M (Machine2Machine), die Entwicklung einer einheitlichen Strategie für alle Cloud-Aktivitäten im Fokus, die den Kunden eine Auslagerung aller Programme und Dateien auf zentrale Server ermöglicht. Zur Aufrechterhaltung der ausgezeichneten Netzqualität wurden in allen Märkten Investitionen getätigt. In Österreich wurde beispielsweise der Ausbau des Glasfasernetzes in ausgewählten Gebieten fortgesetzt und das Mobilfunknetz mit der Long-Term-Evolution-Technologie (LTE) sowie der Aufrüstung der bestehenden HSPA+-Basisstationen aufgewertet. In Kroatien und Bulgarien wurde LTE erfolgreich getestet, und in Slowenien erfolgte eine Aufrüstung mit HSPA+ bzw. durch die Nutzung des Netzes auf der Frequenz UMTS 900 MHz.

Durch Forschungskooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie integriert die Telekom Austria Group unterschiedliche Ansätze der Informations- und Kommunikationstechnologien, um anwendungs- und marktorientierte Kommunikationslösungen zu entwickeln. Aktuell unterhält die Telekom Austria Group Forschungskooperationen unter anderem mit der Universität Wien, der Technischen Universität Wien, der Technical University Sofia sowie dem Forschungszentrum Telekommunikation Wien.

Nachhaltige Unternehmensführung

Die Telekom Austria Group strebt durch die gleichzeitige Integration ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts an. Das Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex und die Anwendung des internen

Konzernlagebericht

Kontrollsystems, des Code of Conduct und der Compliance-Richtlinien unterstützen diese Zielsetzung. Ein gruppenweit integriertes CSR-Management, gruppenweit geltende Standards sowie definierte CSR-Strukturen und -Prozesse sorgen für die Weiterentwicklung von Strategien und Zielen und stellen die Einbindung aller Unternehmenseinheiten und -hierarchien sicher.

Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien haben das Potenzial, zum Ersatz von CO2-intensiven Produkten und Dienstleistungen beizutragen. Innovative Produkt- und Serviceangebote für Geschäfts- und Privatkunden und E-Government-Lösungen fördern das Bewusstsein für Energieeffizienz und Ressourcenschonung im mobiler werdenden Alltag. Mit dem Einsatz neuer Technologien zielt die Telekom Austria Group darauf ab, die Energieeffizienz unternehmensintern zu steigern. Die Gesellschaften der Telekom Austria Group beteiligen sich auch aktiv an unterschiedlichen nationalen und internationalen Initiativen zur CO2-Senkung.

Das gesellschaftliche Engagement fokussiert die Initiierung und Förderung von Sozial- und Bildungsinitiativen, die den Zugang zur Wissensgesellschaft und den Umgang mit neuen Technologien erleichtern.

Mittelverwendungsstrategie

Die Telekom Austria AG beabsichtigt, eine Dividende von 0,38 EUR je Aktie für die Jahre 2011 und 2012 auszuschütten. Ab 2013 beträgt die Ausschüttungsquote 55% des Free Cashflows, solange die Dividende zu keiner Reduktion des Eigenkapitals der Group führt. Die Aufrechterhaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings von zumindest "BBB" (stabiler Ausblick) stellt dabei die zentrale Voraussetzung für die Finanzstrategie der Telekom Austria Group dar.

Ein Verschuldungskorridor von 2,0x bis 2,5x Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA bietet eine ausreichende Flexibilität. Potenzielle Wachstumsprojekte werden mit Aktienrückkäufen auf Basis einer erzielbaren Cashflow-Generierung je Aktie verglichen. Aktienrückkäufe werden jedenfalls dann getätigt, wenn das Verhältnis Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA unter 2,0x fällt. Ein stabiles Geschäfts- und Währungsumfeld bildet weiterhin die Grundvoraussetzung für Aktienrückkäufe.

Aktionärsstruktur und Angaben zum Kapital

Mit Jahresende 2011 befanden sich 56,56% oder 250,6 Mio. Aktien der Telekom Austria AG im Streubesitz im Vergleich zu 71,48% oder 316,6 Mio. Aktien im Vorjahr. 0,1% oder 0,4 Mio. Aktien wurden von der Gesellschaft unverändert zum Vorjahr selbst gehalten. Der verbleibende Anteil von 43,44% oder 192,4 Mio. Aktien wurde von der Republik Österreich über die ÖIAG (28,42%) und der RPR Privatstiftung (15,018%) gehalten.

Per 21. Juni 2011 hat Capital Research & Management eine Reduktion ihrer Anteile auf 7,94% gemeldet und am 5. September 2011 eine weitere Reduktion auf 4,99%.

Per 14. Oktober 2011 hat die RPR Privatstiftung indirekt über die 100%-Tochtergesellschaft Marathon Beteiligungs GmbH und deren 100%-Tochtergesellschaft Marathon Zwei Beteiligungs GmbH Call-Optionen gemeldet, die es der Marathon Zwei Beteiligungs GmbH ermöglichten, bis zum Juni 2012 Aktien in einem Ausmaß von bis zu 5,4% des Grundkapitals der Telekom Austria AG zu erwerben. Darüber hinaus hielt die RPR Privatstiftung per 14. Oktober 2011 64.721 Aktien und die Tochtergesellschaften 310.000 Aktien an der Telekom Austria AG, wodurch der RPR Privatstiftung zu diesem Zeitpunkt insgesamt ca. 5,485% der Aktien zurechenbar waren.

Per 25. November 2011 meldete die RPR Privatstiftung, dass sie ihren Anteil direkt und indirekt auf 15,018% der Aktien der Telekom Austria AG gesteigert hat. Zusätzlich hielt die RPR Privatstiftung zu diesem Zeitpunkt indirekt Call-Optionen für 0,79% des Grundkapitals der Telekom Austria AG. Somit hielt die RPR Privatstiftung per 25. November 2011 insgesamt direkt und indirekt 15,81% an der Telekom Austria AG über Aktien und Optionen. Im Jänner 2012 erfolgte eine Meldung einer weiteren Anteilserhöhung auf 20,118% der Aktien der Telekom Austria AG, siehe dazu Kapitel "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag". Die Anteile werden dem Streubesitz nicht zugerechnet.

Der Vorstand wurde ermächtigt, gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG auf den Inhaber oder auf Namen lautende eigene Stückaktien im Ausmaß von bis zu 5% des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 18 Monaten ab dem 19. Mai 2011 zu einem niedrigsten Gegenwert von 1 EUR und einem höchsten Gegenwert von 30 EUR pro Aktie zu erwerben. Des Weiteren wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung von bis zu 22.150.000 eigener Aktien ohne Nennwert, die auf Inhaber oder Namen lauten, um bis zu 48.309.150 EUR gemäß § 65 Abs 1 Z 8 letzter Satz iVm § 192 AktG ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabzusetzen.

"Change of Control"-Klauseln, die letztendlich zu einer Vertragsbeendigung führen können, sind in diversen Finanzierungsvereinbarungen enthalten. Darüber hinaus gibt es keine bedeutenden Vereinbarungen, die bei einem Übernahmeangebot oder bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden.

Die sich aus den auf einem Sammeldepot verwahrten Mitarbeiteraktien ergebenden Stimmrechte werden von einem Treuhänder (Notar) ausgeübt.

Risikomanagement

Der Fokus des Risikomanagements der Telekom Austria Group liegt auf Markt- und Wettbewerbsrisiken, regulatorischen Eingriffen und unklaren Rechtslagen, die den Unternehmenserfolg beeinflussen können. Ebenso zählt das Aufrechterhalten der hohen Verfügbarkeit und Sicherheit der angebotenen Dienste und Services zu den Schwerpunkten des Risikomanagements. Auf Konzernebene werden Risiken bzw. Chancen regelmäßig analysiert und wirkungsvolle Maßnahmen zu deren Reduktion bzw. Wahrnehmung gesetzt. Die Auswirkungen von Planabweichungen werden unter anderem durch Szenarien- und Wahrscheinlichkeitsberechnungen evaluiert. Aus der Gesamtheit der Einzelrisiken leitet sich die Gesamtrisikosituation der Telekom Austria Group ab.

Die Telekom Austria Group ist neben dem österreichischen Festnetz- und Mobilkommunikationsmarkt international in sieben weiteren Telekommunikationsmärkten in führenden Positionen aktiv. Damit ist sowohl eine sektorale als auch breite geografische Diversifikation gegeben. Die einzelnen Märkte der Telekom Austria Group sind unterschiedlich gelagerten Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement erfolgt daher nicht zentral, sondern obliegt den jeweiligen operativen Einheiten. Eine konzernweite Überwachung und Abstimmung erfolgt über einen zentral eingesetzten Risikomanager. In strukturierten Interviews mit dem Top-Management sowie in Workshops werden die Risiken definiert, beurteilt und in einem Gesamtrisikobericht gebündelt. Darauf aufbauend werden Maßnahmen zur Risikoreduktion und -vermeidung bestimmt, umgesetzt und in weiterer Folge deren Wirkung evaluiert. Eine korrekte Risikosteuerung wird durch eine enge Verzahnung des Geschäftsplans mit dem Risikomanagement sichergestellt.

Das Risikomanagement der Telekom Austria Group wird durch den Prüfungsausschuss (Audit Committee) des Aufsichtsrats überwacht. Die Grundlage für die Risikobewältigung bildet ein Risikokatalog. Nach der Bewertung der Risiken und ihrer Einstufung nach Gefährdungsgraden werden Aktivitäten zur Risikobewältigung abgeleitet und umgesetzt. Als Kontrollinstrument erhält das Management einen regelmäßigen Statusbericht. Aus der Gesamtheit der für die Telekom Austria Group identifizierten Risiken werden nachfolgend die wichtigsten Risikokategorien bzw. Einzelrisiken erläutert, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen können. Die Telekom Austria Group hat 2011 zudem einen gruppenweiten Compliance-Risikomanagementprozess implementiert.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Eine hohe Wettbewerbsintensität, die sich zunehmend auch auf den Auslandsmärkten abzeichnet, führt zu deutlichen Preisrückgängen in der Sprachkommunikation und im Datenverkehr. Es besteht das Risiko, dass diese Preisrückgänge nicht durch Mengenwachstum kompensiert werden können. Preisrückgänge in der Mobilkommunikation beschleunigen die Migration vom Festnetz zur Mobilkommunikation. Durch attraktive Produktbündel und die Ausdehnung der konvergenten Unternehmensstrategie auf erste Auslandsmärkte konnte diesem Risiko erfolgreich begegnet werden.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise führte auf den Märkten der Telekom Austria Group zu einem volatilen gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Die Beobachtung zentraler makroökonomischer Indikatoren zur Beurteilung etwaiger Veränderungen im Konsumentenverhalten bildet daher einen wichtigen

Aspekt des Risikomanagements und der strategischen Preisund Produktgestaltung.

Regulatorische und rechtliche Risiken

Für Telekommunikationsdienstleistungen, die von einem Anbieter mit erheblicher Marktmacht angeboten werden, bestehen umfangreiche Netzzugangs- und Preisregulierungen. Die Telekom Austria Group wird in Österreich in mehreren Teilmärkten derart eingestuft; auch ihre internationalen Tochtergesellschaften sind entsprechenden Rahmenbedingungen ausgesetzt. Die Regulierung auf Endkunden- und auf Vorleistungsebene schränkt für alle reinen Festnetzprodukte sowie für gebündelte Produkte die operative Flexibilität ebenso ein wie die Verpflichtung, den Zugang zu fester Infrastruktur und Diensten zu öffnen. Darüber hinaus können sich weitere regulatorische Entscheidungen zur Senkung der Terminierungsentgelte negativ auf die Ergebnisentwicklung der Telekom Austria Group auswirken. Im Jahr 2007 haben das Europäische Parlament und der Europäische Rat die Einführung einer umfangreichen Regulierung der innergemeinschaftlichen Roaming-Tarife beschlossen. Diese Regulierung wurde im Jahre 2009 in ihrem Umfang auf Roaming-SMS und -Datendienste erweitert. Diese Bestimmungen betreffen die Mobilkommunikationsunternehmen der Telekom Austria Group in den EU-Mitgliedsländern Österreich, Slowenien und Bulgarien und, ab Wirksamkeit des Beitritts, auch in Kroatien.

Die Telekom Austria Aktiengesellschaft und ihre Tochtergesellschaften sind Parteien in mehreren gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Mitbewerbern sowie anderen Beteiligten. Der Dialog mit den Stakeholdern und ein laufender Informationsaustausch zu kontroversiellen Themen, die eine Gefahr für das Unternehmen darstellen könnten, ermöglichen eine frühzeitige Problemerkennung und Erarbeitung von Initiativen zur Gegensteuerung. Zur Aufarbeitung von Compliancevorfällen aus der Vergangenheit wurden unabhängige Experten mit forensischen Untersuchungen betraut. Ergebnisse der Untersuchungen werden im Compliance-Risikomanagement berücksichtigt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Telekom Austria Group ist Liquiditäts-, Ausfalls-, Währungs-, Transfer- und Zinsrisiken ausgesetzt. In Anspruch genommene Instrumente der mittel- und langfristigen Finanzierung in jeweils unterschiedlichen Währungen und Rechtsrahmen können diese Risiken lediglich eingrenzen. Um die Zahlungsfähigkeit sowie finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln gehalten. Die Finanzierungsgesellschaft der Telekom Austria Group, die Telekom Finanzmanagement GmbH (TFG), verwendet derivative Finanzinstrumente, um nachhaltige Schwankungen von Zinssätzen und Risiken aus Währungsschwankungen einzugrenzen. Das Unternehmen hat ein Kontrollumfeld geschaffen, welches Richtlinien und Abläufe für die Beurteilung von Risiken, Genehmigungen, Berichtswesen und Überwachung der Anwendung derivativer Finanzinstrumente umfasst. Das Unternehmen hält keine fremdfinanzierten Derivative; die

Konzernlagebericht

Richtlinien lassen die Ausgabe oder das Halten von Finanzinstrumenten zu spekulativen Zwecken nicht zu. Value-at-Risk-Modelle werden zur Quantifizierung des Marktrisikos von langfristigen Finanzverbindlichkeiten und derivativen Instrumenten verwendet. Die Telekom Finanzmanagement GmbH hat in den Jahren 2003, 2008 und 2011 Zinsswapverträge abgeschlossen. Durch die Geschäftstätigkeit in Weißrussland, das 2011 als hyperinflationär eingestuft wurde, sowie in Bulgarien, Kroatien, der Republik Serbien und der Republik Mazedonien sind Fremdwährungsverluste in der Zukunft nicht auszuschließen.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko wird von der Telekom Austria Group laufend überwacht; es besteht weder bei Vertragspartnern noch bei einzelnen Finanzinstrumenten ein wesentliches Kreditrisiko. Um das Risiko aus der Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen aus Derivativen zu verringern, unterliegen Swapverträge den Swap Dealer Agreements.

Werthaltigkeit des Vermögens

Die Telekom Austria Group überprüft in jährlichen Abständen die Werthaltigkeit des Vermögens, insbesondere die Unternehmensbeteiligungen. Im Zuge von Werthaltigkeitstests, die zumindest einmal im Jahr und immer dann, wenn interne oder externe Ereignisse es notwendig machen, durchgeführt werden, wird jede Gesellschaft auf Basis des Businessplans einer eingehenden Prüfung unterzogen.

Personal

Knapp 53% der MitarbeiterInnen des Segments Österreich haben einen Beamtenstatus. Zur Adressierung der Personalkostenstruktur wurden im Segment Österreich in Zusammenarbeit mit der Personalvertretung neben mehreren Sozialplänen auch Modelle geschaffen, den beamteten MitarbeiterInnen die Möglichkeit zu einem Stellenwechsel zum Bund (Bundesministerium für Inneres, Bundesministerium für Finanzen sowie Bundesministerium für Justiz) zu bieten.

Technisches und geografisches Risiko

Das Aufrechterhalten der hohen Verfügbarkeit und Sicherheit der von der Telekom Austria Group angebotenen Dienste und Services zählt zu den Schwerpunkten des Risikomanagements, da verschiedene Risikofaktoren, wie z. B. Katastrophen, technische Großstörungen, fremde Einflüsse durch Bautätigkeiten, verborgene Mängel oder kriminelle Handlungen, deren Qualität beeinträchtigen können. Langfristige Planungen berücksichtigen die Entwicklungen in der Technik, redundante Ausführungen kritischer Komponenten sorgen für Ausfallssicherheit, und effiziente Organisationen für Betrieb und Sicherheit dienen der Absicherung der hohen Qualitätsstandards.

Durch die Expansion in Ost- und Südosteuropa ist die Gruppe auch auf Märkten tätig, die politischen und wirtschaftlichen Änderungen unterliegen, die Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der Telekom Austria Group auslösen können.

Internes Kontrollsystem über Finanzberichterstattung

Die Telekom Austria Group führt auch nach der Aufhebung der Notierung an der New Yorker Börse das Interne Kontrollsystem (IKS) über die Finanzberichterstattung fort und erfüllt damit die gesetzlichen Vorschriften. Das Interne Kontrollsystem soll ausreichende Sicherheit über die Verlässlichkeit und Richtigkeit der externen Finanzberichterstattung in Übereinstimmung mit internationalen und nationalen Standards gewährleisten. Mittels regelmäßiger interner Berichterstattungen an das Management sowie Prüfung des IKS durch die Interne Revision wird zusätzlich sichergestellt, dass Schwachstellen rechtzeitig und zeitnah erkannt und entsprechend kommuniziert werden. Die wichtigsten Inhalte und Grundsätze gelten für alle Gesellschaften der Telekom Austria Group. Hinter jeder wesentlichen Finanztransaktion steht eine Risiko-Kontrollmatrix, die sicherstellt, dass die Finanzberichterstattung richtig und vollständig erstellt wird. Die Effektivität dieses Systems wird in periodischen Abständen erhoben, analysiert und bewertet. Zum Jahresende wird für die erfassten Gesellschaften unter Einbindung der Geschäftsbereiche eine Bewertung durch das Management durchgeführt. Die Unternehmensführung hat, basierend auf den Erkenntnissen dieser Bewertung und den definierten Kriterien, das Interne Kontrollsystem zum 31. Dezember 2011 als effektiv beurteilt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Ratingagentur Moody's Investors Service hat am 19. Jänner 2012 das Langfrist-Rating der Telekom Austria AG von A3 auf Baa1 (mit stabilem Ausblick) gesenkt. Das P-2 Kurzfrist-Rating der Telekom Austria AG wurde von Moody's Investors Service bestätigt.

Am 19. Jänner 2012 meldete die RPR Privatstiftung, Wien, dass sie direkt und indirekt 20,118% der Aktien der Telekom Austria AG hält.

Am 30. Jänner 2012 hat die kroatische Regierung die 6%-Steuer für Umsätze aus mobilen Netzwerkdiensten per 26. Jänner 2012 wieder eingeführt. Es wird erwartet, dass die Steuer bis zum Eintritt Kroatiens in die EU gültig bleibt.

Am 3. Februar 2012 vereinbarte die Gesellschaft mit Orange Austria Telecommunication GmbH, Basisstationen, Frequenzen, den Mobilfunkanbieter YESSS! Telekommunikation GmbH und bestimmte Immaterialgüterrechte um in Summe maximal 390,0 Mio. EUR zu erwerben. Der Vertrag bedarf der Genehmigung durch die zuständigen Regulierungs- und Wettbewerbsbehörden.

Prognose

Das Marktumfeld der Telekom Austria Group wird weiterhin von einer Reihe negativer externer Faktoren, wie dem anhaltend starken Wettbewerb sowie der anhaltenden Substitution der Festnetztelefonie durch die Mobilkommunikation beeinflusst. Des Weiteren werden sich 2012 Regulierungsmaßnahmen, wie die Reduktion von Roaming-Tarifen sowie der nationalen und internationalen mobilen Terminierungsentgelte, negativ auf den Geschäftsverlauf der Telekom Austria Group auswirken.

Für 2012 wird ein anhaltend schwieriges wirtschaftliches Umfeld in allen wichtigen zentral- und osteuropäischen Märkten der Telekom Austria Group erwartet, das sich weiterhin auf die Kundennachfrage sowie das Preisniveau auswirken wird. Zudem wird wiederholt mit einer starken Volatilität der Fremdwährungsmärkte gerechnet. Weißrussland wurde 2011 als Hyperinflationsland eingestuft, und es wird davon ausgegangen, dass die Inflationsrate auch 2012 erhöht bleibt.

Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, hat der Vorstand der Telekom Austria Group ein Programm eingeführt, das die nachhaltige Stabilisierung des operativen Free Cashflows fokussiert. Mit klarer Kundenausrichtung sowie innovativen und konvergenten Produkten zielt dieses Programm auf die Umsatzgenerierung ab; es verfolgt aber ebenso eine effektive Kostenkontrolle und Investitionstätigkeit.

Für das Gesamtjahr 2012 erwartet der Vorstand der Telekom Austria Group Umsatzerlöse von ungefähr 4,4 Mrd. EUR und ein bereinigtes EBITDA, das keine Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung berücksichtigt, von ungefähr 1,5 Mrd. EUR. Die Telekom Austria Group geht von Anlagenzugängen in der Höhe von ungefähr 0,75 Mrd. EUR aus, worin keine Investitionen in Lizenzen oder den Erwerb von zusätzlichen Frequenzen enthalten sind. Im primären Fokus bleibt der operative Free Cashflow (operativer Free Cashflow = bereinigtes EBITDA abzüglich Anlagenzugängen in bestehenden Geschäftsbereichen), der sich auf ungefähr 0,75 Mrd. EUR belaufen soll.

Die Telekom Austria AG beabsichtigt, für das Jahr 2012 eine Dividende von 0,38 EUR je Aktie auszuschütten. Ab 2013 beträgt die Ausschüttungsquote 55% des Free Cashflows (Free Cashflow = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Anlagenzugängen in bestehenden Geschäftsbereichen), solange die Dividende zu keiner Reduktion des Eigenkapitals der Group führt. Die Aufrechterhaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings von zumindest BBB (stabiler Ausblick) bildet dabei die zentrale Voraussetzung der Finanzstrategie der Telekom Austria Group.

Ein Verschuldungskorridor von 2,0x bis 2,5x Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA bietet ausreichend Flexibilität. Potenzielle Wachstumsprojekte werden mit Aktienrückkäufen auf Basis der erzielbaren Cashflow-Generierung je Aktie verglichen. Aktienrückkäufe werden jedenfalls dann getätigt, wenn das Verhältnis Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA unter 2,0x fällt. Ein stabiles Geschäfts- und Währungsumfeld bildet weiterhin die Grundvoraussetzung für Aktienrückkäufe.

Der Ausblick für 2012 basiert auf konstanter Währung für alle Märkte der Telekom Austria Group und berücksichtigt keine Effekte der inflationsbasierten Rechnungslegung im Segment Weißrussland.

Wien, am 13. Februar 2012

Der Vorstand

Hannes Ametsreiter Hans Tschuden

Konzernabschluss 2011

TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Gesamtergebnisrechnung
TELEKOM AUSTRIA AG – Konzernbilanz
TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Kapitalflussrechnung
TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
TELEKOM AUSTRIA AG – Anhang zum Konzernabschluss
Konzern-Geschäftssegmente
Entwicklung sonstige immaterielle Vermögenswerte
Entwicklung Sachanlagen
(1) Die Gesellschaft und ihre wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
(2) Unternehmenszusammenschlüsse
(3) Geschäftssegmente
(4) Umsatzerlöse
(5) Sonstige betriebliche Erträge
(6) Sonstiger betrieblicher Aufwand
(7) Finanzergebnis
(8) Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
(9) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(10) Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
(11) Vorräte
(12) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
(13) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
(14) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
(15) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
(16) Langfristige finanzielle Vermögenswerte
(17) Firmenwerte
(18) Sonstige immaterielle Vermögenswerte
(19) Sachanlagen
(20) Sonstige langfristige Vermögenswerte
(21) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
(22) Rückstellungen
(23) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
(24) Kurzfristige passive Rechnungsabgrenzungen
(25) Langfristige Finanzverbindlichkeiten
(26) Leasingverhältnisse und Cross Border Lease
(27) Personalrückstellungen
(28) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungen
(29) Eigenkapital
(30) Steuern vom Einkommen
(31) Mitarbeiterbeteiligungspläne
(32) Kapitalflussrechnung
(33) Finanzinstrumente
(34) Eventualschulden und -forderungen
(35) Angaben über Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats
TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 26
28
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(37) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
96
(36) Arbeitnehmer
(38) Konzernunternehmen
96
97
Bestätigungsvermerk
99

TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Anhang Nr. 2011 2010
(4) Umsatzerlöse 4.454.626 4.650.843
(5) Sonstige betriebliche Erträge 100.379 89.161
Betrieblicher Aufwand
Materialaufwand –442.044 –403.617
Personalaufwand, einschließlich Sozialleistungen und Abgaben –805.042 –806.836
(6) Sonstiger betrieblicher Aufwand –1.780.575 –1.883.659
EBITDA bereinigt 1.527.343 1.645.892
(22) Restrukturierung –233.703 –124.061
(17)(18)(19) Wertminderung und Wertaufholung –248.906 –18.342
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung 1.044.735 1.503.489
(18)(19) Abschreibungen –1.052.376 –1.065.585
BETRIEBSERGEBNIS –7.641 437.903
Finanzergebnis
(7) Zinsertrag 16.942 13.078
(7) Zinsaufwendungen –216.773 –207.093
(7) Wechselkursdifferenzen –43.533 –1.665
(7) Sonstiges Finanzergebnis –4.544 205
(15) Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.089 –790
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT –254.460 241.638
(30) Steuern vom Einkommen 1.654 –46.465
JAHRESERGEBNIS –252.806 195.173
Davon entfällt auf:
Eigentümer der Muttergesellschaft –251.972 195.350
Nicht beherrschende Anteile –834 –177
(29) Ergebnis je Aktie – unverwässert und verwässert –0,57 0,44

Siehe beiliegenden Anhang zum Konzernabschluss.

TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Anhang Nr. 2011 2010
Jahresergebnis –252.806 195.173
(8)(16) Nicht realisiertes Ergebnis aus der Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren
Wertpapieren –647 363
Einkommensteuerertrag (-aufwand) 163 –91
(7) Realisiertes Ergebnis von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 18 39
Einkommensteuerertrag (-aufwand) –5 –10
(33) Nicht realisiertes Ergebnis aus Hedging-Aktivitäten –27.365 8.292
Einkommensteuerertrag (-aufwand) 6.841 –773
(29) Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung –5.096 –8.293
Sonstiges Ergebnis (Other Comprehensive Income – OCI) –26.090 –471
Gesamtergebnis –278.896 194.702
Davon entfällt auf:
Eigentümer der Muttergesellschaft –278.062 194.879
Nicht beherrschende Anteile –834 –177

Siehe beiliegenden Anhang zum Konzernabschluss.

TELEKOM AUSTRIA AG – Konzernbilanz

Anhang Nr. 31. Dezember
2011
31. Dezember
2010
AKTIVA
Kurzfristige Aktiva
Liquide Mittel 459.952 120.196
(8) Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 165.972 127.555
(9) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Wertberichtigungen 708.297 772.236
(10) Forderungen an nahestehende Unternehmen 85 82
(11) Vorräte 157.706 150.238
(12) Aktive Rechnungsabgrenzungen 130.334 128.358
(30) Forderungen aus Steuern vom Einkommen 40.633 40.718
(13) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 134 0
(14) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 88.333 98.324
KURZFRISTIGE AKTIVA GESAMT 1.751.446 1.437.707
Langfristige Aktiva
(15) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3.699 4.298
(16) Langfristige finanzielle Vermögenswerte 13.897 90.374
(17) Firmenwerte 1.289.714 1.489.219
(18) Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.619.339 1.718.085
(19) Sachanlagen 2.462.174 2.548.970
(20) Sonstige langfristige Vermögenswerte 34.521 31.199
(30) Aktive latente Steuern 273.908 235.841
(10) Ausleihungen an nahestehende Unternehmen 106 127
LANGFRISTIGE AKTIVA GESAMT 5.697.359 6.118.113
AKTIVA GESAMT 7.448.804 7.555.820
PASSIVA
Kurzfristige Verbindlichkeiten
(21) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten –1.014.185 –506.653
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –642.177 –678.705
(22) Kurzfristige Rückstellungen –311.573 –258.014
(10) Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen –9.816 –13.057
(30) Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen –41.259 –41.720
(23) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten –226.490 –221.851
(24) Kurzfristige passive Rechnungsabgrenzungen –166.517 –162.966
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN GESAMT –2.412.018 –1.882.965
Langfristige Verbindlichkeiten
(25) Langfristige Finanzverbindlichkeiten –2.934.929 –3.077.240
(26) Leasingverbindlichkeiten und Cross Border Lease –124 –13.879
(27) Personalrückstellungen –128.976 –131.576
(22) Langfristige Rückstellungen –888.208 –761.771
(30) Passive latente Steuern –127.260 –125.402
(28) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungen –74.178 –86.063
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN GESAMT –4.153.675 –4.195.929
Eigenkapital
(29) Grundkapital –966.183 –966.183
(29) Eigene Aktien 8.196 8.196
(29) Kapitalrücklagen –582.896 –582.896
(29) Bilanzgewinn und Gewinnrücklagen 219.772 –346.341
(29) Rücklage für zur Veräußerung verfügbarer Wertpapiere 805 335
(29) Hedgingrücklage 27.887 7.363
(29) Rücklage aus Währungsumrechnung 410.243 405.146
Auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes Eigenkapital –882.177 –1.474.379
Nicht beherrschende Anteile –934 –2.546
EIGENKAPITAL GESAMT –883.111 –1.476.925
PASSIVA GESAMT –7.448.804 –7.555.820

Siehe beiliegenden Anhang zum Konzernabschluss.

TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Kapitalflussrechnung

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Jahresergebnis
–252.806
195.173
Überleitung des Jahresgebnisses zum Cashflow
(18)(19)
Abschreibungen, Wertminderung
(17)
und Wertaufholung
1.301.282
1.083.927
Wertminderungen auf Finanzanlagen
20
0
(27)
Veränderung der Personalrückstellungen – unbar
7.633
13.645
(6)
Forderungsabschreibungen
65.667
47.456
(30)
Veränderung der latenten Steuern
–51.886
– 27.082
(15)
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen – unbar
599
790
(31)
Anteilsbasierte Vergütungen
1.713
661
(22)
Veränderung der Verpflichtung aus der Stilllegung von Vermögenswerten – unbar
7.039
5.848
(22)
Restrukturierungsrückstellung – unbar
222.070
139.439
(7)
Ergebnis aus dem Verkauf von finanziellen Vermögenswerten
3.970
– 135
(5)
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
7.117
3.986
(7)
Gewinn aus der Nettoposition der monetären Posten – unbar
–30.431
0
(32)
Sonstiges
57.648
14.871
Cashflow aus dem Ergebnis
1.339.633
1.478.580
Veränderung der Vermögenswerte und Schulden
(9)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
–13.936
– 148.402
(10)
Forderungen an nahestehende Unternehmen
–18
1.106
(11)
Vorräte
–9.959
– 22.670
(12)(14)
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte, aktive Rechnungsabgrenzungen
–1.716
– 13.405
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
–23.871
151.697
(27)
Personalrückstellungen
–8.099
– 5.612
(22)
Rückstellungen
–53.550
– 39.467
(23)(24)
Sonstige Verbindlichkeiten, passive Rechnungsabgrenzungen
–11.854
– 6.704
(10)
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen
–3.355
2.412
–126.358
– 81.045
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
1.213.275
1.397.535
Cashflow aus Investitionstätigkeit
(18)(19)
Erwerbe von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
–738.979
– 763.572
(2)(15)
Erwerbe von Tochtergesellschaften
–135.749
3.501
(2)(15)
Einnahmen aus dem Abgang von Tochtergesellschaften
928
3.846
(18)(19)
Einnahmen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
4.940
11.043
(8)(16)
Erwerbe von finanziellen Vermögenswerten
–111.323
– 294.483
(8)(16)
Einnahmen aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten
125.431
422.736
Cashflow aus Investitionstätigkeit
–854.751
– 616.930
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
(25)
Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten
755.274
75.000
(25)
Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten
–224.095
– 579.724
(21)
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten
–185.162
30.900
(29)
Dividendenausschüttung
–331.923
– 331.923
(2)
Bezahlter ausstehender Kaufpreis für Unternehmenszusammenschlüsse
–17.767
– 582.694
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
–3.673
– 1.388.441
Auswirkungen von Wechselkursschwankungen
1.274
– 2.023
Kaufkraftverlust auf liquide Mittel
–16.367
0
Veränderung der liquiden Mittel
339.756
– 609.858
Liquide Mittel zu Beginn des Jahres
120.196
730.054
Liquide Mittel am Ende des Jahres
459.952
120.196
Anhang Nr. 2011 2010

Siehe beiliegenden Anhang zum Konzernabschluss.

TELEKOM AUSTRIA AG – Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Grundkapital
Nennkapital
Eigene Aktien
Anschaffungskosten
Kapitalrücklagen Bilanzgewinn und
Gewinnrücklagen
Stand 1. Jänner 2010 966.183 – 8.196 582.896 482.913
Jahresergebnis 0 0 0 195.350
Sonstiges Ergebnis (Other Comprehensive Income – OCI)
Nicht realisiertes Ergebnis aus Wertpapierbewertung, netto 0 0 0 0
Realisiertes Ergebnis von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren, netto 0 0 0 0
Nicht realisiertes Ergebnis aus Hedgingaktivitäten, netto 0 0 0 0
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis (Other Comprehensive Income – OCI) 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 0 195.350
Ausschüttung Dividende 0 0 0 – 331.923
Stand 31. Dezember 2010 966.183 – 8.196 582.896 346.341
Jahresergebnis 0 0 0 –251.972
Sonstiges Ergebnis (Other Comprehensive Income – OCI)
Nicht realisiertes Ergebnis aus Wertpapierbewertung, netto 0 0 0 0
Realisiertes Ergebnis von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren, netto 0 0 0 0
Nicht realisiertes Ergebnis aus Hedgingaktivitäten, netto 0 0 0 0
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis (Other Comprehensive Income – OCI) 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 0 –251.972
Ausschüttung Dividende 0 0 0 –331.923
Anpassung Hochinflation 0 0 0 17.783
Erwerb von Minderheitsanteilen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2011 966.183 –8.196 582.896 –219.772

Siehe beiliegenden Anhang zum Konzernabschluss.

Nicht beherrschende Rücklage für zur
Veräußerung verfügbare
Eigenkapital gesamt Anteile Gesamt Währungsumrechnung Hedgingrücklage Wertpapiere
1.614.146 2.723 1.611.423 – 396.854 – 14.883 – 637
195.173 – 177 195.350 0 0 0
272 0 272 0 0 272
29 0 29 0 0 29
7.520 0 7.520 0 7.520 0
– 8.293 0 – 8.293 – 8.293 0 0
– 471 0 – 471 – 8.293 7.520 302
194.702 – 177 194.879 – 8.293 7.520 302
– 331.923 0 – 331.923 0 0 0
1.476.925 2.546 1.474.379 – 405.146 – 7.363 – 335
–252.806 –834 –251.972 0 0 0
–483 0 –483 0 0 –483
14 0 14 0 0 14
–20.524 0 –20.524 0 –20.524 0
–5.096 0 –5.096 –5.096 0 0
–26.090 0 –26.090 –5.096 –20.524 –470
–278.896 –834 –278.062 –5.096 –20.524 –470
–331.923 0 –331.923 0 0 0
17.783 0 17.783 0 0 0
–777 –777 0 0 0 0
883.111 934 882.177 –410.243 –27.887 –805

TELEKOM AUSTRIA AG – Anhang zum Konzernabschluss Konzern-Geschäftssegmente

Außenumsätze
2.919.434
500.021
403.046
Umsätze zwischen Segmenten
22.630
27.670
17.685
Gesamtumsätze
2.942.064
527.692
420.731
Sonstige betriebliche Erträge
95.825
19.069
2.770
Segmentaufwendungen
–2.065.304
–284.865
–288.982
EBITDA bereinigt
972.584
261.896
134.519
Restrukturierung
–233.703
0
0
Wertminderung und Wertaufholung
0
–19.300
0
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung
738.881
242.596
134.519
Abschreibungen
–609.175
–200.343
–66.576
Betriebsergebnis
129.706
42.253
67.943
Zinsertrag
10.661
2.465
1.242
Zinsaufwendungen
–57.056
–7.515
–4.063
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
1.089
0
0
Sonstiges Finanzergebnis
–5.195
–46
–1.909
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
79.205
37.157
63.212
Steuern vom Einkommen
Jahresergebnis
Segmentvermögen
4.308.424
1.513.857
516.776
Segmentverbindlichkeiten
–2.737.458
–270.628
–264.837
Auszahlungen für sonstige immaterielle Vermögenswerte
101.701
19.723
5.030
Auszahlungen für Sachanlagen
383.371
50.788
45.506
Summe der Auszahlungen
485.073
70.511
50.536
Anlagenzugänge
489.439
71.111
51.171
Sonstige zahlungsunwirksame Posten
260.049
48.300
7.283
2010
Österreich
Bulgarien
Kroatien
Außenumsätze
3.036.976
534.570
432.053
Umsätze zwischen Segmenten
27.183
29.905
19.870
Gesamtumsätze
3.064.160
564.475
451.923
Sonstige betriebliche Erträge
105.756
5.691
2.144
Segmentaufwendungen
–2.137.556
–271.562
–303.565
EBITDA bereinigt
1.032.360
298.604
150.503
Restrukturierung
–124.061
0
0
Wertminderung und Wertaufholung
–18.342
0
0
EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung
889.957
298.604
150.503
Abschreibungen
–664.976
–174.497
–67.636
Betriebsergebnis
224.981
124.107
82.867
Zinsertrag
9.289
1.618
826
Zinsaufwendungen
–64.113
–428
–698
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
–790
0
0
Sonstiges Finanzergebnis
107.452
–33
1.201
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
276.819
125.264
84.196
Steuern vom Einkommen
Jahresergebnis
Segmentvermögen
4.376.238
1.576.930
486.029
Segmentverbindlichkeiten
–2.653.947
–110.297
–146.802
Auszahlungen für sonstige immaterielle Vermögenswerte
133.341
24.119
6.900
Auszahlungen für Sachanlagen
382.410
42.162
41.430
Summe der Auszahlungen
515.752
66.281
48.331
Anlagenzugänge
525.579
75.982
48.736
Sonstige zahlungsunwirksame Posten
195.143
12.005
9.744
2011 Österreich Bulgarien Kroatien

Siehe beiliegenden Anhang zum Konzernabschluss Anhangangabe (3).

Weißrussland Weitere Märkte Holding & Sonstige Eliminierungen Konsolidiert
260.774 371.351 0 0 4.454.626
99 25.004 0 –93.089 0
260.873 396.355 0 –93.089 4.454.626
5.252 6.219 20.790 –49.545 100.379
–159.546 –312.171 –59.172 142.379 –3.027.662
106.580 90.403 –38.383 –255 1.527.343
0 0 0 0 –233.703
–278.985 49.379 0 0 –248.906
–172.405 139.782 –38.383 –255 1.044.735
–82.782 –96.351 0 2.851 –1.052.376
–255.188 43.431 –38.383 2.596 –7.641
4.129 2.004 30.678 –34.237 16.942
–3.024 –987 –178.832 34.703 –216.773
0 0 0 0 1.089
–7.886 93 481.709 –514.842 –48.077
–261.968 44.541 295.173 –511.779 –254.460
1.654
–252.806
560.105 834.065 7.693.395 –7.977.817 7.448.804
–88.855 –165.517 –5.147.829 2.109.430 –6.565.693
3.347 16.365 0 0 146.166
41.603 71.545 0 0 592.813
44.950 87.910 0 0 738.979
48.268 88.805 0 0 748.794
276.402 –44.335 33.144 0 580.843
Weißrussland Weitere Märkte Holding & Sonstige Eliminierungen Konsolidiert
343.460 303.783 0 0 4.650.843
129 17.273 0 –94.359 0
343.589 321.055 0 –94.359 4.650.843
5.339 4.800 34.895 –69.466 89.161
–193.343 –284.761 –51.908 148.582 –3.094.112
155.585 41.094 –17.013 –15.242 1.645.892
0 0 0 0 –124.061
0 0 0 0 –18.342
155.585 41.094 –17.013 –15.242 1.503.489
–82.216 –77.191 0 931 –1.065.585
73.369 –36.097 –17.013 –14.311 437.903
907 1.233 31.293 –32.089 13.078
–852 –774 –172.317 32.089 –207.093
0 0 0 0 –790
173 –1.886 979.703 –1.088.069 –1.460
73.596 –37.524 821.666 –1.102.379 241.638
–46.465
195.173
881.162 728.817 7.105.619 –7.598.975 7.555.820
–107.259 –130.528 –4.494.260 1.564.198 –6.078.895
8.783 17.441 0 0 190.585
54.105 52.880 0 0 572.988
62.888 70.321 0 0 763.572
66.609 72.299 0 0 789.207
1.958 5.181 17.022 0 241.053

Entwicklung sonstige immaterielle Vermögenswerte

Anzahlungen/
Lizenzen Markennamen Software Kundenstock Anlagen in Bau Sonstige Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Jänner 2010 1.048.301 522.215 971.686 1.023.119 86.273 219.929 3.871.523
Zugänge 13.290 0 93.318 0 70.811 13.166 190.585
Abgänge –13.671 0 –57.199 0 –1.555 –2.649 –75.075
Umbuchungen 3.337 0 80.070 0 –88.978 7.072 1.501
Währungsumrechnung –23.410 2.468 –894 8.918 –46 –4.792 –17.756
Änderungen im
Konsolidierungskreis 0 496 1.100 1.146 8 0 2.750
Stand 31. Dezember 2010 1.027.847 525.179 1.088.080 1.033.183 66.512 232.726 3.973.527
Anpassung Hochinflation 1.860 4.170 46 14.850 –1.865 103 19.164
Zugänge 9 0 78.198 1.025 58.547 8.388 146.166
Abgänge –131 0 –151.772 –30.277 0 –7.361 –189.541
Umbuchungen 2.892 0 73.294 51 –68.303 5.507 13.441
Währungsumrechnung 1.523 –533 –1.281 –813 23 –23 –1.105
Änderungen im
Konsolidierungskreis 269 9.244 –6.010 64.056 0 –3.261 64.297
Stand 31. Dezember 2011 1.034.268 538.060 1.080.556 1.082.075 54.914 236.077 4.025.949
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Jänner 2010 –575.643 –4.800 –621.652 –625.055 0 –144.079 –1.971.229
Zugänge –63.411 0 –169.948 –107.282 0 –21.846 –362.488
Wertminderungen 0 0 –3.961 0 0 –2.005 –5.966
Abgänge 13.671 0 57.007 0 0 2.467 73.145
Umbuchungen 0 0 –11 0 0 0 –12
Währungsumrechnung 8.643 0 637 –1.822 0 4.491 11.949
Änderungen im
Konsolidierungskreis 0 0 –842 0 0 0 –842
Stand 31. Dezember 2010 –616.740 –4.800 –738.771 –734.159 0 –160.972 –2.255.442
Anpassung Hochinflation –695 0 –1.112 –5.362 0 –143 –7.313
Zugänge –51.555 –1.037 –177.247 –113.859 0 –19.529 –363.228
Wertminderungen 0 –19.300 0 0 0 0 –19.300
Wertaufholung 49.379 0 0 0 0 0 49.379
Abgänge 131 0 151.751 30.277 0 7.134 189.294
Umbuchungen 0 0 –5.643 0 0 –61 –5.704
Währungsumrechnung –1.605 6 1.223 627 0 31 282
Änderungen im
Konsolidierungskreis –139 –1.612 7.623 –5.431 0 4.979 5.421
Stand 31. Dezember 2011 –621.223 –26.744 –762.175 –827.907 0 –168.562 –2.406.610
Buchwert zum
31. Dezember 2011 413.046 511.316 318.381 254.168 54.914 67.516 1.619.339
31. Dezember 2010 411.107 520.379 349.309 299.024 66.512 71.754 1.718.085

Siehe beiliegenden Anhang zum Konzernabschluss Anhangangabe (18).

Bei der Summierung gerundeter Beträge können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

Wertminderungen und Wertaufholungen werden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung in der Position "Wertminderung und Wertaufholung" dargestellt.

Entwicklung Sachanlagen

Grundstücke,
grundstücksgleiche
Rechte und Bauten,
einschließlich der
Bauten auf fremdem
Kommunikations
netze und sonstige
Anlagen aus
Finanzierungs
Anzahlungen/
Grund Ausstattungen leasing Anlagen in Bau Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Jänner 2010 817.547 10.985.780 1.432 197.187 12.001.946
Zugänge 10.287 392.429 0 195.906 598.622
Abgänge –5.640 –433.247 0 –2.483 –441.370
Umbuchungen 10.825 156.155 0 –168.481 –1.501
Währungsumrechnung –801 –6.464 0 –554 –7.819
Änderungen im Konsolidierungskreis 0 28 0 0 28
Stand 31. Dezember 2010 832.218 11.094.682 1.432 221.575 12.149.906
Anpassung Hochinflation –245 1.319 0 –6.343 –5.269
Zugänge 11.725 414.774 0 176.128 602.628
Abgänge –5.130 –596.522 –1.042 –2.649 –605.343
Umbuchungen 31.433 150.796 0 –195.817 –13.588
Währungsumrechnung –1.069 –10.823 0 –309 –12.201
Änderungen im Konsolidierungskreis 627 66.666 0 1.424 68.717
Stand 31. Dezember 2011 869.559 11.120.892 390 194.008 12.184.850
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Jänner 2010 –485.745 –8.840.003 –1.042 0 –9.326.790
Zugänge –40.553 –662.397 –147 0 –703.097
Wertminderungen 0 –653 0 0 –653
Abgänge 4.648 422.899 0 0 427.547
Umbuchungen –66 78 0 0 12
Währungsumrechnung 293 1.772 0 0 2.065
Änderungen im Konsolidierungskreis 0 –20 0 0 –20
Stand 31. Dezember 2010 –521.423 –9.078.325 –1.189 0 –9.600.937
Anpassung Hochinflation –10 –8.708 0 0 –8.719
Zugänge –38.068 –651.023 –57 0 –689.148
Abgänge 4.758 584.723 1.042 0 590.523
Umbuchungen –40 5.744 0 0 5.704
Währungsumrechnung 411 10.419 0 0 10.830
Änderungen im Konsolidierungskreis –416 –30.515 0 0 –30.930
Stand 31. Dezember 2011 –554.788 –9.167.684 –204 0 –9.722.676

Buchwert zum

31. Dezember 2011 314.771 1.953.208 186 194.008 2.462.174
31. Dezember 2010 310.795 2.016.357 243 221.575 2.548.970

Siehe beiliegenden Anhang zum Konzernabschluss Anhangangabe (19).

(1) Die Gesellschaft und ihre wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Geschäftstätigkeit sowie Beziehungen zur Republik Österreich

Die Telekom Austria AG mit Sitz in Österreich, Lassallestraße 9, 1020 Wien, ist eine eingetragene Aktiengesellschaft im Sinne des österreichischen Aktiengesetzes. Telekom Austria AG und ihre Tochtergesellschaften ("Telekom Austria Group") sind Anbieter auf den Gebieten internationale, nationale und drahtlose Telekommunikationsdienstleistungen einschließlich Firmennetzwerkdatendiensten, Internetdienstleistungen sowie Übermittlung von Fernsehsendungen. Weitere Aktivitäten umfassen den Verkauf bzw. die Vermietung von Telefonanlagen und technischer Ausstattung für die Telekommunikation. Diese Geschäftstätigkeit wird vorwiegend in Österreich, Kroatien, Slowenien, Bulgarien, Serbien, Mazedonien und Weißrussland ausgeübt.

Die Republik Österreich ist über die Österreichische Industrieholding AG ("ÖIAG") eine wesentliche Aktionärin der Telekom Austria Group. Der Anteil der ÖIAG am Grundkapital ist in Anhangangabe (29) ersichtlich.

Neben den in Anhangangabe (10) beschriebenen Geschäftsbeziehungen reguliert und überwacht die Republik Österreich bestimmte Aktivitäten der Telekom Austria Group durch die Rundfunk und Telekom Regulierungs GmbH ("RTR"). Darüber hinaus besitzt die Republik Österreich die Steuerhoheit über die inländischen Geschäftstätigkeiten der Telekom Austria Group und dadurch das Recht, Steuern wie beispielsweise Körperschaft- und Umsatzsteuer zu erheben.

Bei der Summierung gerundeter Beträge können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

Rechnungslegungsgrundsätze

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 der Telekom Austria Group wurde entsprechend den vom International Accounting Standards Board ("IASB") verabschiedeten International Financial Reporting Standards ("IFRS/IAS"), den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee ("IFRIC") sowie den Interpretationen des Standards Interpretation Committee ("SIC") erstellt, welche zum 31. Dezember 2011 in Geltung und von der Europäischen Union übernommen waren.

Das IASB hat folgende Änderungen bei bestehenden IFRS sowie einige neue IFRS und IFRIC verabschiedet, die auch bereits von der EU-Kommission übernommen wurden und somit seit dem 1. Jänner 2011 verpflichtend anzuwenden sind.

IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
IAS 32 Klassifizierung von Bezugsrechten
IFRS 1 Zusätzliche Ausnahmeregelungen für Erstanwender i.Z.m. IFRS 7
IFRIC 14 Vorauszahlung von Mindestdotierungsverpflichtungen (geändert)
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten
Änderungen an verschiedenen IFRS als Ergebnis des Verbesserungsprozesses 2010

Zur erstmaligen Anwendung von IAS 24 siehe Anhangangabe (10). Die erstmalige Anwendung der übrigen angeführten IFRS und IFRIC hatte untergeordnete Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011, da die Änderungen nur bedingt anwendbar waren. Es ergaben sich keine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Die folgenden Standards und Interpretationen wurden vom IASB verabschiedet, sind allerdings noch nicht verpflichtend auf das Geschäftsjahr 2011 anzuwenden. Die Telekom Austria Group hat von der Wahlmöglichkeit einer früheren Anwendung dieser Standards und Interpretationen nicht Gebrauch gemacht und überprüft zurzeit die Auswirkungen dieser Standards und Interpretationen auf den Konzernabschluss.

Geltend ab* Geltend ab**
IAS 1 Darstellung des Abschlusses (geändert) 1. Juli 2012 noch nicht übernommen
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (geändert) 1. Jänner 2013 noch nicht übernommen
IAS 27 Einzelabschlüsse (geändert) 1. Jänner 2013 noch nicht übernommen
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben (geändert) 1. Juli 2011 1. Juli 2011
IFRS 9 Finanzinstrumente 1. Jänner 2015 noch nicht übernommen
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (geändert) 1. Jänner 2013 noch nicht übernommen
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung (geändert Dezember 2011) 1. Jänner 2014 noch nicht übernommen
IAS 12 Ertragssteuern (geändert) 1. Jänner 2012 noch nicht übernommen
IFRS 1 Regeln für Anwender in Hyperinflationsländern 1. Juli 2011 noch nicht übernommen
IFRS 10 Konsolidierung 1. Jänner 2013 noch nicht übernommen
IFRS 11 Joint Arrangements 1. Jänner 2013 noch nicht übernommen
IFRS 12 Angaben für Anteile an anderen Unternehmen 1. Jänner 2013 noch nicht übernommen
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 1. Jänner 2013 noch nicht übernommen
IFRIC 20 Bilanzierung von Abraumbeseitigungskosten im Tagbergbau 1. Jänner 2013 noch nicht übernommen

* Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen (gemäß IASB)

** Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen (gemäß EU-Endorsement)

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst 26 (2010: 25) inländische und 37 (2010: 31) ausländische Tochtergesellschaften, an denen die Telekom Austria Group entweder direkt oder indirekt eine Mehrheit der Stimmrechte hält oder deren Finanz- und Geschäftspolitik die Telekom Austria Group bestimmen kann.

Gemäß IFRS 3 werden Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode zum Erwerbszeitpunkt, d.h. zum Zeitpunkt, an dem sie die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt, bilanziert. Der Firmenwert ergibt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung und dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und, im Falle eines sukzessiven Erwerbs, dem beizulegenden Zeitwert des zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteils, abzüglich des Saldos der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden. Nicht beherrschende Anteile können zum Fair Value angesetzt werden (Full-Goodwill-Methode). Bei nachträglicher Neueinschätzung des Kaufpreises ist keine Firmenwertanpassung möglich. Im Fall des Erwerbs zu einem Preis unter dem Marktwert wird der resultierende Gewinn sofort in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Transaktionskosten werden ebenfalls erfolgswirksam erfasst. Beim stufenweisen Erwerb kommt es zu einer erfolgswirksamen Neubewertung der bisherigen Anteile. Sämtliche Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern werden direkt im Eigenkapital erfasst.

Beteiligungen werden nach der Equity-Methode einbezogen, wenn die Telekom Austria Group einen maßgeblichen Einfluss, aber keine Kontrolle ausüben kann. Der Konzernabschluss umfasst wie im Vorjahr drei Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Bei Anwendung der Equity-Methode werden nur die Beteiligungsansätze sowie die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber diesen Beteiligungsgesellschaften in der Konzernbilanz ausgewiesen. In die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung wird der anteilige Jahresüberschuss/-fehlbetrag der Beteiligungsgesellschaften übernommen; in der Konzern-Kapitalflussrechnung werden nur Dividenden, Darlehen oder andere von assoziierten Unternehmen erhaltene oder an sie gezahlte Mittel angeführt.

Alle wesentlichen konzerninternen Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wurden im Rahmen der Konsolidierung aufgerechnet.

Eine Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgt unter Anhangangabe (38).

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss der Telekom Austria Group wird in tausend Euro ("EUR") erstellt.

Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung eine andere als Euro ist, werden entsprechend dem Prinzip der funktionalen Währung umgerechnet. Für Bilanzposten erfolgt die Umrechnung zum Stichtagskurs. Aufwands- und Ertragsposten werden mit dem Jahresdurchschnittskurs bzw. in Tochtergesellschaften in Hochinflationsländern mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Eigenkapitalposten werden zu historischen Entstehungskursen umgerechnet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst und bis zur Veräußerung der Beteiligung in der Rücklage aus Währungsumrechnung im Eigenkapital dargestellt.

Nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen, die durch Wechselkursschwankungen zwischen Einbuchung der Transaktion und dem Bilanzstichtag entstehen, werden erfolgswirksam erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt die Fremdwährungskurse jener Fremdwährungen, in denen die Telekom Austria Group ihre Geschäfte hauptsächlich abwickelt:

Stichtagskurse zum 31. Dezember Jahresdurchschnittskurse für das Jahr
2011 2010 2011 2010
Bulgarische Lewa (BGN) 1,9558 1,9558 1,9558 1,9558
Kroatische Kuna (HRK) 7,5370 7,3830 7,4387 7,2889
Ungarische Forint (HUF) 314,5800 277,9500 279,3587 275,4534
Serbischer Dinar (RSD) 104,6409 105,4982 101,9674 103,0016
Schweizer Franken (CHF) 1,2156 1,2504 1,2330 1,3799
Rumänischer Leu (RON) 4,3233 4,2620 4,2381 4,2121
Türkische Lira (TRY) 2,4432 2,0694 2,3374 1,9965
Mazedonischer Denar (MKD) 61,5050 61,5085 61,5292 61,5181
Weißrussischer Rubel (BYR)* 10.800,0000 3.972,6000 10.800,0000 3.951,7641
US-Dollar (USD) 1,2939 1,3362 1,3921 1,3257

* Anwendung des Stichtagskurses auch für Aufwands- und Ertragsposten aufgrund der Anwendung von IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern"

Rechnungslegung in Hochinflationsländern

Abschlüsse von Tochterunternehmen in Hochinflationsländern werden vor der Umrechnung in Konzernwährung und vor Konsolidierung angepasst, sodass alle Posten mit demselben Kaufkraftniveau angegeben werden. Beträge in der Bilanz, die noch nicht in der am Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit ausgedrückt sind, werden anhand eines allgemeinen Preisindexes angepasst. Alle nicht monetären Posten der Bilanz, die zu Anschaffungskosten bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden um Veränderungen des Indexes zwischen dem Datum des Geschäftsvorfalls und dem Bilanzstichtag angepasst. Monetäre Posten werden nicht angepasst. Sämtliche Bestandteile des Eigenkapitals werden vom Zeitpunkt ihrer Zuführung anhand eines allgemeinen Preisindexes angepasst. Alle Posten der Gesamtergebnisrechnung werden anhand des allgemeinen Preisindexes ab dem Zeitpunkt, zu dem die jeweiligen Erträge und Aufwendungen erstmals erfasst wurden, angepasst. Gewinne oder Verluste aus der Nettoposition monetärer Posten werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Finanzergebnis unter den Wechselkursdifferenzen ausgewiesen. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen des Konzernabschlusses hat gemäß IAS 21.42 (b) nicht zu erfolgen.

Die Abschlüsse der in Weißrussland tätigen Tochtergesellschaften basieren grundsätzlich auf dem Konzept historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. In 2011 mussten diese aufgrund von Änderungen der allgemeinen Kaufkraft der funktionalen Währung angepasst werden und sind daher in der am Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit angegeben. Es wurden die vom weißrussischen "National Statistical Committee" veröffentlichten Verbraucherpreisindizes herangezogen. In den folgenden Tabellen ist die für die Berechnung herangezogene Inflation angeführt:

Jahre Inflation %
2008 13,4
2009 9,8
2010 10,1
2011 108,7
2011 – monatlich Inflation %
Jänner 1,4
Februar 2,7
März 1,9
April 4,5
Mai 13,1
Juni 8,6
Juli 3,5
August 8,9
September 13,6
Oktober 8,2
November 8,1
Dezember 2,3

Für die Einbeziehung dieser ausländischen Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten sowie der Aufwands- und Ertragsposten zum Stichtagskurs.

Gliederung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Im Geschäftsjahr 2010 wurde die Gliederung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgestellt. Die Telekom Austria Group definiert EBITDA als Jahresüberschuss exklusive Finanzergebnis, Steuern vom Einkommen und Abschreibungen. EBITDA bereinigt und EBITDA inkl. Effekte aus Restrukturierung und Werthaltigkeitsprüfung werden als Maßstab verwendet, um Trends der einzelnen Geschäftsbereiche besser einschätzen zu können. EBITDA bereinigt beinhaltet das EBITDA, angepasst um Restrukturierungsaufwendungen (siehe Anhangangabe (22)) und gegebenenfalls um Wertminderung bzw. Wertaufholung. Restrukturierungsaufwendungen beinhalten Sozialpläne für Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis auf sozial verträgliche Weise aufgelöst wird, und zukünftige Aufwendungen für Beamte, die dauerhaft aus dem Leistungsprozess aussteigen und deren Dienstverhältnis aufgrund des Beamtenstatus nicht beendet werden kann. Weiters werden Aufwendungen für den Wechsel von Beamten zum Bund für die Ermittlung des bereinigten EBITDA berücksichtigt.

Umsatzrealisierung

Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit der Telekom Austria Group resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden abgeführte Steuern ausgewiesen.

Die Telekom Austria Group erzielt Umsätze aus der Erbringung von Festnetzdienstleistungen sowie Dienstleistungen im Bereich der Mobilkommunikation an natürliche Personen, gewerbliche und nicht gewerbliche Organisationen und andere nationale und internationale Netzbetreiber.

Festnetzdienstleistungen umfassen Netzzugangsentgelte, Leistungen im Fern- und Ortsnetzbereich einschließlich Internetdiensten, Verbindungen vom Festnetz zu Mobilfunknetzen, internationalen Verkehr, Sprachmehrwertdienste, Zusammenschaltungen, Call-Center-Leistungen und öffentliche Münztelefonieleistungen.

Mobilkommunikationsdienstleistungen umfassen die digitale Mobilkommunikation einschließlich Mehrwertdiensten wie Text- und Multimedia-Nachrichten, m-Commerce und Informationsdienste. In geringerem Umfang erzielt die Telekom Austria Group auch Erlöse aus dem Verkauf von Mobiltelefonen.

Bestimmte Verträge verpflichten die Telekom Austria Group zur Lieferung von mehreren Komponenten. Diese Mehrkomponentenverträge beinhalten im Bereich Mobilkommunikationsdienstleistungen typischerweise den Verkauf eines Mobiltelefons, das Freischaltungsentgelt und den Telefonvertrag. Im Bereich Festnetzdienstleistungen beinhalten diese Verträge typischerweise Internet- und Festnetzleistungen sowie optional Fernsehen und Mobilfunkleistungen. Die Telekom Austria Group teilt diese Verträge generell in separat zu betrachtende Bilanzierungseinheiten ("units of accounting") ein. Diese Einteilung basiert auf der Annahme, dass die einzelnen Leistungskomponenten jeweils einen von den anderen Leistungskomponenten getrennten Nutzen für den Kunden haben. Der gesamte Erlös aus diesen Verträgen wird auf die einzelnen Bilanzierungseinheiten nach Maßgabe ihrer relativen beizulegenden Werte ("relative fair values") und unter Beachtung aller Beträge, deren Erlös noch ungewiss ist, aufgeteilt.

Für Dienstleistungen im Fern- und Ortsnetzbereich werden Umsätze aufgrund von Gesprächsminuten oder vertraglich vereinbarten Fix-Tarifen zu jenem Zeitpunkt erfasst, zu dem die Leistung erbracht wird. Erlöse aus eingehenden Gesprächen von inländischen und ausländischen Netzbetreibern werden in jener Periode ertragswirksam erfasst, in der die Gespräche stattfinden.

Zugangsentgelte, Grundentgelte, Wartungsverträge, Serviceleistungen und Erlöse für Mietleitungen für Geschäftskunden werden im Voraus fakturiert. Diese Entgelte und Erlöse werden passivisch abgegrenzt und als Ertrag über den Leistungszeitraum erfasst. Skonti und Rabatte werden zum Zeitpunkt der Gewährung als Erlösminderung gebucht.

Erlöse aus Handelswarenverkäufen und der Erbringung sonstiger Leistungen werden bei Lieferung und Annahme durch den Kunden oder bei der Leistungserbringung entsprechend den Vertragsbedingungen realisiert.

Die Installation von Teilnehmeranschlüssen ist eine gesonderte Dienstleistung, die von der Telekom Austria Group auch unabhängig von anderen Leistungen erbracht wird. Erlöse aus solchen Arbeiten werden erfasst, sobald die Installation abgeschlossen ist.

Die Telekom Austria Group hat einzelne Vereinbarungen mit ausländischen Telekommunikationsunternehmen abgeschlossen, wodurch die Telekom Austria Group vertraglich vereinbarten Zugang zu bestehenden Kapazitäten in ihrem Netzwerk gewährt. Als Gegenleistung erhält die Telekom Austria Group Zugang zum Telefonnetz der anderen Vertragspartei. Die Telekom Austria Group erfasst weder Erlöse noch Verbindlichkeiten gegenüber der Vertragspartei aus solchen Vereinbarungen, da es sich um gleichartige und gleichwertige Leistungen handelt, ausgenommen Umsatzerlöse aus Kundentransaktionen zu normalen Tarifen. Kosten und Nutzen dieser Tauschvereinbarungen wirken sich in jenen Perioden aus, in denen sie durch verminderte Verbindungserlöse bzw. -aufwendungen realisiert werden.

Erlöse aus Verbindungs- und Roamingleistungen werden aufgrund von Gesprächsminuten oder vertraglich vereinbarten Tarifen als Umsatz zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die Leistung erbracht wurde. Erlöse aus Roamingleistungen für ausländische Netzbetreiber werden in jener Periode ertragswirksam erfasst, in der die Gespräche stattfinden.

Bestimmte Wertkartendienste werden im Voraus fakturiert. Diese Dienste werden passivisch abgegrenzt und über den Leistungszeitraum als Ertrag erfasst. Skonti und Rabatte werden zum Zeitpunkt der Gewährung als Erlösminderung gebucht. Aufwendungen zur Kundengewinnung werden verteilt über die vertragliche Mindestbindungsdauer als Marketingaufwendungen erfasst, falls ein Leistungsvertrag abgeschlossen wurde.

Kundenbindungsprogramme, die auf Basis von getätigten Umsätzen zu Ansprüchen auf den Bezug neuer Mobilfunkgeräte oder Zubehör führen und in Form von Bonuspunkten mit den Kunden verrechnet werden, werden umsatzreduzierend zum Zeitpunkt der Gewährung bzw. umsatzerhöhend zum Zeitpunkt der Einlösung und des Verfalls der Ansprüche erfasst.

Freischaltungserträge und die damit zusammenhängenden Aufwendungen werden grundsätzlich über die Mindestvertragsdauer erfasst. Freischaltungsentgelte haben keinen selbstständigen Wert für den Kunden und werden daher als Teil des gesamten Entgelts auf Basis der relativen beizulegenden Werte aufgeteilt.

Erlöse aus der Erbringung sonstiger Dienstleistungen werden bei Lieferung und Annahme durch den Kunden oder bei der Leistungserbringung entsprechend den Vertragsbedingungen realisiert.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Forschungsaufwendungen beziehen sich gemäß IAS 38 auf die eigenständige und planmäßige Suche mit der Aussicht, neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu gewinnen, und werden als Aufwand in jener Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungsaufwendungen sind Kosten, die anfallen, wenn Forschungserkenntnisse angewendet werden, um diese technisch und wirtschaftlich realisierbar zu machen. Wenn eine Trennung von Forschungs- und Entwicklungskosten nicht möglich ist, dann sind Entwicklungsaufwendungen gemäß IAS 38 in jener Periode als Aufwand zu erfassen, in der sie anfallen.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden als Aufwand in jener Periode erfasst, in der sie anfallen. In 2011 und 2010 wurden 36.756 EUR bzw. 38.400 EUR in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter den Aufwandsarten Personal, Abschreibung und sonstige betriebliche Aufwendungen berücksichtigt.

Zinsen, Nutzungsentgelte und Dividenden

Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode ("effective interest method") gemäß IAS 39 erfasst. Nutzungsentgelte sind periodengerecht entsprechend den Vertragskonditionen zu erfassen. Dividenden werden bei Entstehung des Rechtsanspruchs der Aktionäre auf Zahlung erfasst.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) wird mittels Division des Periodenergebnisses durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der sich während des Jahres im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Der Vorstand hat festgelegt, alle Optionen, die im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2004 ausgegeben wurden, sowie die Zuteilung von Aktien im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms in bar abzugelten. Daher wurde für die Jahre 2011 und 2010 im Zusammenhang mit den laufenden Aktienoptionsprogrammen kein verwässernder Effekt in die Berechnung einbezogen.

Liquide Mittel

Die Telekom Austria Group weist Guthaben bei Kreditinstituten und hochliquide Finanzanlagen mit Restlaufzeiten von bis zu drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt, als liquide Mittel aus. Geldmarktveranlagungen mit einer Restlaufzeit von über drei Monaten ab dem Erwerbszeitpunkt werden zusammen mit Wertpapieren in den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung entspricht den in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mitteln, über die die Telekom Austria Group verfügen kann.

Wertpapiere und sonstige langfristige Finanzinstrumente

Entsprechend IAS 39 werden Wertpapiere und bestimmte langfristige Finanzinstrumente von der Telekom Austria Group entweder als bis zur Endfälligkeit gehaltene ("held to maturity") oder als zur Veräußerung verfügbare ("available for sale") finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wenn kein beizulegender Zeitwert verfügbar ist, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden nach Abzug von tatsächlichen oder latenten Steuern im Sonstigen Ergebnis des Jahres (OCI) ausgewiesen.

Die Werthaltigkeitsprüfung für Wertpapiere erfolgt in zwei Stufen, wobei überprüft wird, ob ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere besteht und über welchen Zeitraum diese Differenz besteht. Die Telekom Austria Group ermittelt auf Basis einer Einzelbewertung, ob die Änderung des beizulegenden Zeitwerts temporär und unwesentlich ist. Wenn die Wertänderung nicht temporär und nicht unwesentlich ist, werden Verluste aus Wertminderungen ergebniswirksam in der Periode als sonstige Aufwendungen im Finanzergebnis erfasst. Weiters evaluiert die Telekom Austria Group, ob es objektive Hinweise auf den möglichen Ausfall einer Tranche (Adressausfallsrisiko) gibt.

Fallen Wertminderungsgründe in der Folge weg, dann wird die Wertminderung ganz oder teilweise rückgängig gemacht. Ergebniswirksam erfasste Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbar gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten dürfen nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht werden. Wenn sich der beizulegende Zeitwert eines zur Veräußerung verfügbar eingestuften Schuldinstruments erhöht und sich diese Erhöhung objektiv auf ein Ereignis zurückführen lässt, das nach der ergebniswirksamen Verbuchung der Wertminderung eingetreten ist, ist diese Wertaufholung ergebniswirksam zu erfassen.

Nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente werden nicht mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst, da dieser nicht verlässlich ermittelt werden kann. Diese Eigenkapitalinstrumente werden zu Anschaffungskosten abzüglich eventuell erforderlicher Wertminderungen erfasst. Die Höhe der Wertminderung wird als Differenz zwischen dem Buchwert des finanziellen Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, abgezinst mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts, ermittelt. Eine Wertaufholung derartiger Wertminderungen über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung in Folgeperioden ist unzulässig.

Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen werden der Kategorie "Darlehen und Forderungen" zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum niedrigeren erzielbaren Betrag angesetzt.

Wenn objektive Anzeichen dafür vorliegen, dass die Telekom Austria Group nicht die ursprünglich vereinbarten Beträge erhalten wird, wird eine Wertminderung zu Darlehen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen erfasst (Einzelwertberichtigungen). Wesentliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz des Schuldners, Zahlungsverzug oder Zahlungsunfähigkeit sind Indikatoren für eine Wertminderung.

Zusätzlich wird für Gruppen von ähnlichen finanziellen Vermögenswerten eine gruppenweise Einzelwertberichtigung gebildet, welche aufgrund von Zahlungsstatistiken aus der Vergangenheit berechnet wird.

Der Buchwert der Forderungen wird über ein Wertberichtigungskonto vermindert, und der Betrag der Wertminderung wird in der Gewinnund-Verlust-Rechnung erfasst. Wenn eine Forderung tatsächlich uneinbringlich wird, wird diese direkt ausgebucht.

Vorräte

Die Vorräte umfassen Handelswaren, die in Geschäften der Telekom Austria Group oder an Händler verkauft werden, sowie Materialbestände und Ersatzteile, die vor allem im eigenen Netzausbau eingesetzt werden. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert, wobei die Kosten nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt werden. Der Nettoveräußerungswert der Handelswaren wird aufgrund der bei einer normalen Geschäftsentwicklung geschätzten Verkaufspreise abzüglich der noch anfallenden Vertriebskosten ermittelt. Für Ersatzteile und Materialien stellen Wiederbeschaffungskosten die beste verfügbare Bewertungsgrundlage für den Nettoveräußerungswert dar.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Zum Verkauf vorgesehene langfristige Vermögenswerte werden gemäß IFRS 5 mit dem Buchwert oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, werden keiner weiteren Abschreibung unterzogen und als gesonderter Posten in der Bilanz ausgewiesen. Nettogewinne oder -verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen, das zur Veräußerung gehalten eingestuft war, werden zusammen mit den Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen als sonstiger betrieblicher Ertrag oder Aufwand ausgewiesen. Im Falle von zur Veräußerung gehaltenen Beteiligungen werden Gewinne und Verluste im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen.

Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht genutzt werden können, werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern gemäß IFRS 3, IAS 38 und IAS 36 zumindest einmal pro Jahr im vierten Quartal einem Werthaltigkeitstest unterzogen, unabhängig davon, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt. Dies erfolgt, indem die Buchwerte mit dem erzielbaren Betrag verglichen werden. Wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, wird die Werthaltigkeit auch unterjährig geprüft.

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die Nutzungsdauer auf den Restwert abgeschrieben, wobei auch hier eine Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt.

Die Telekom Austria Group hat jährlich die Entscheidung hinsichtlich der Zuordnung von immateriellen Vermögenswerten als solche mit einer unbestimmten Nutzungsdauer zu überprüfen. Ergibt die Überprüfung, dass ein immaterieller Vermögenswert mit einer ursprünglich als unbestimmt angenommenen Nutzungsdauer nunmehr eine begrenzte Nutzungsdauer aufweist, dann ist dieser auf den niedrigeren erzielbaren Betrag abzuwerten und der verbleibende Buchwert über die geschätzte verbleibende Nutzungsdauer abzuschreiben.

Um die Durchführung einer Werthaltigkeitsprüfung zu ermöglichen, müssen Firmenwerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, vom Übernahmetag an jenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von Einheiten zugeordnet werden, die einen Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen. Die Zuordnung erfolgt unabhängig davon, ob diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten andere Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zugeordnet worden sind. Jede zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von Einheiten, der ein Firmenwert zugeordnet worden ist, hat (a) die niedrigste Ebene innerhalb des Unternehmens darzustellen, der der Firmenwert für interne Managementzwecke zur Überwachung zugeordnet wird, und darf (b) nicht größer sein als ein Geschäftssegment. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen ein Firmenwert zugewiesen wurde, müssen jährlich auf ihre Werthaltigkeit geprüft werden. Die Prüfung der Werthaltigkeit erfolgt, indem der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, unter Einbeziehung des zugewiesenen Firmenwerts, mit dem erzielbaren Betrag dieser Einheit verglichen wird. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert.

Zur Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung wird von der Telekom Austria Group der Nutzungswert berechnet. Der Nutzungswert entspricht den geschätzten künftigen Netto-Zahlungsströmen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Basis der Geschäftspläne, die für einen Zeitraum von vier Jahren erstellt wurden, die aus bisherigen Ergebnissen und den besten Schätzungen des Vorstands bezüglich künftiger Entwicklungen abgeleitet wurden. Die wesentlichen Annahmen bei der Berechnung des Nutzungswerts betreffen das EBITDA, die Anlagenzugänge, die Wachstumsrate und den Abzinsungssatz. Die in den Geschäftsplänen angenommenen Wachstumsraten spiegeln die

gewichteten durchschnittlichen Wachstumsraten auf Basis der Marktschätzungen wider. Zahlungsstromprognosen für die Jahre fünf bis neun werden unter Berücksichtigung des zu erwartenden Marktumfelds und der Marktpositionierung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Der Barwert der ewigen Rente wird auf Basis einer konstanten Wachstumsrate ermittelt, die die langfristige gewichtete durchschnittliche Wachstumsrate der Branche und des Landes, in der bzw. dem die zahlungsmittelgenerierende Einheit tätig ist, nicht übersteigt.

Liegt der erzielbare Betrag dabei über dem Buchwert, dann liegt weder für die betreffende zahlungsmittelgenerierende Einheit noch für den ihr zugewiesenen Firmenwert eine Wertminderung vor. Wenn der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit geringer als deren Buchwert ist, dann wird ein Aufwand aus Wertminderung erfasst. Die Wertminderung wird zuerst dem Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet. Der übersteigende Betrag wird den sonstigen Vermögenswerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet und auf diese entsprechend deren Buchwerten verteilt, wobei eine Wertminderung der Buchwerte unter den beizulegenden Zeitwert der sonstigen Vermögenswerte nicht erfolgt. Die Buchwertminderungen stellen Aufwendungen aus der Wertminderung für die einzelnen Vermögenswerte dar.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmten Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Mobilfunk- und Festnetzlizenzen 1–30
Patente und ähnliche Rechte 1–30
Kundenstock 3–13
Software 1–10
Sonstige 2–30

Bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit einer Nutzungsdauer von über 20 Jahren handelt es sich um nicht veräußerbare Nutzungsrechte für Glasfaserkabel und Funkfrequenzen, die über einen vereinbarten Zeitraum genutzt werden. Diese Nutzungsrechte werden über die Laufzeiten der Verträge abgeschrieben.

Markennamen werden als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer basierend auf einer Analyse des Produktlebenszyklus, der vertraglichen und gesetzlichen Kontrolle über den Vermögenswert und anderen einschlägigen Faktoren klassifiziert. Wird beabsichtigt, einen Markennamen in absehbarer Zukunft nicht weiterzuführen, wird dieser auf Wertminderung geprüft und der den erzielbaren Betrag übersteigende Buchwert als Wertminderungsaufwand erfasst. Ein verbleibender Restbuchwert wird über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.

Software-Entwicklungskosten

Bestimmte direkte und indirekte Entwicklungskosten für selbst entwickelte Software werden aktiviert, nachdem das Projekt die Umsetzungsphase erreicht hat. Die Entwicklungskosten werden linear über einen Zeitraum von höchstens vier Jahren abgeschrieben, beginnend mit dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert im Wesentlichen einsatzbereit ist. Zu aktivierende Entwicklungskosten umfassen direkte Kosten für Material und bezogene Leistungen sowie Personalaufwand. Kosten während der Anlaufphase der Projekte, Wartungs-, Schulungs- sowie Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden im Jahr des Entstehens sofort als Aufwand erfasst.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten enthalten bestimmte Aufwendungen, die während der Errichtung bzw. des Ausbaus des Telekommunikationsnetzes anfallen, wie zum Beispiel Materialund Personalaufwand, direkt zurechenbare Gemeinkosten und Zinsaufwand, sowie den Barwert der Verpflichtungen aus dem Abbau von Vermögenswerten sowie gegebenenfalls der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands. Umsatzsteuer, die von Lieferanten in Rechnung gestellt wird und zum Vorsteuerabzug berechtigt, ist nicht Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Auf Basis eines Finanzierungsleasings gemietete Sachanlagen werden mit dem Barwert der Mindestleasingraten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens werden linear über die geschätzte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer berechnet. Geleaste Sachanlagen (Finanzierungsleasing) und Einbauten in fremden Gebäuden werden linear über den jeweils kürzeren Zeitraum aus Leasingdauer oder betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer der Sachanlagen abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für:

Jahre
Übertragungstechnik 5–10
Linientechnik 15–20
Vermittlungstechnik 3–10
Büro- und Geschäftsausstattung 1–20
Gebäude und Einbauten in fremden Gebäuden 1–50

Instandhaltung und Reparaturen werden im Jahr des Anfalls als laufender Aufwand gebucht, Ersatz- sowie wertsteigernde Investitionen werden aktiviert. Bei Anlagenabgängen werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen in den Büchern als Abgang erfasst, wobei die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst wird.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungskosten aktiviert.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuschüsse der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten abgezogen. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen.

Wertminderung von Anlagevermögen

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden auf Wertminderungen untersucht, wenn Ereignisse oder Änderungen der Verhältnisse darauf hinweisen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts über dem beizulegenden Zeitwert liegt. Die Werthaltigkeitsprüfung wird dabei für alle Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte durchgeführt, und zwar unabhängig davon, ob diese zum Verkauf bestimmt sind oder nicht. Entsprechend den Vorschriften des IAS 36 wird ein Aufwand aus Wertminderung erfasst, wenn der Buchwert über dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert liegt. Der beizulegende Zeitwert entspricht jenem Betrag, der in einer fremdüblichen Verkaufstransaktion erzielbar ist. Der Nutzungswert entspricht den geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Wertminderungen werden gesondert in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Gibt es einen Anhaltspunkt dafür, dass eine Wertminderung nicht mehr vorliegt, dann überprüft die Telekom Austria Group, ob die Wertminderung ganz oder teilweise rückgängig gemacht werden muss.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten werden gemäß IAS 39 der Kategorie sonstige Verbindlichkeiten zugeordnet und bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags erfasst. Unterschiede zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag werden über die Laufzeit der Verbindlichkeit nach der Effektivzinsmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Rückstellungen

Rückstellungen werden angesetzt, wenn Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss der Telekom Austria Group führen und die verlässlich geschätzt werden können. Langfristige Personalrückstellungen, Restrukturierungsrückstellungen und Rückstellungen für die Stilllegung von Vermögenswerten werden mit ihrem Barwert angesetzt. Restrukturierungsrückstellungen werden angesetzt, wenn ein formaler, detaillierter Restrukturierungsplan vorliegt und bei den Betroffenen eine gerechtfertigte Erwartung geweckt wurde, dass die Restrukturierungsmaßnahme durch den Beginn der Umsetzung des Plans oder die Ankündigung seiner wesentlichen Bestandteile den Betroffenen gegenüber durchgeführt wird.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen der Telekom Austria Group als Mieter im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines Vermögenswerts übertragen werden, sind als Finanzierungsleasing einzustufen. Andernfalls liegt ein Operating-Leasing-Verhältnis vor. Sachanlagen, die im Zuge von Finanzierungsleasingverträgen erworben wurden, werden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts oder des niedrigeren Barwerts der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses abzüglich Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt.

Wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen der Telekom Austria Group als Vermieter zurechenbar sind, wird der Leasinggegenstand von der Telekom Austria Group bilanziert. Der Leasinggegenstand wird nach den auf den Vermögenswert anwendbaren Regeln in Übereinstimmung mit IAS 16 angesetzt. Die Leasingzahlungen werden über die Laufzeit des Leasingvertrags erfolgswirksam realisiert.

Leasingverhältnisse, bei denen die Telekom Austria Group als Vermieter im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines Vermögenswerts überträgt, sind als Finanzierungsleasing einzustufen. Andernfalls liegt ein Operating-Leasing-Verhältnis vor. Leasingforderungen werden in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis erfasst.

Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Die Telekom Austria Group hat Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern sowohl aus beitragsorientierten als auch aus leistungsorientierten Versorgungsplänen.

Im Falle von beitragsorientierten Versorgungsplänen leistet die Telekom Austria Group aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Verpflichtung Zahlungen in privatwirtschaftliche oder öffentlich-rechtliche Pensionssysteme und Mitarbeitervorsorgekassen. Außer der Beitragszahlung bestehen keine weiteren Verpflichtungen. Die regelmäßigen Beitragsleistungen werden als Aufwand in der jeweiligen Periode ergebniswirksam erfasst.

Alle anderen Verpflichtungen resultieren aus ungedeckten leistungsorientierten Versorgungssystemen und werden entsprechend rückgestellt. Für die Ermittlung der Rückstellung verwendet die Telekom Austria Group in Übereinstimmung mit IAS 19 die Methode der laufenden Einmalprämien. Die zukünftigen Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet und basieren auf einer sachgerechten Annahme des Abzinsungsfaktors, des Fluktuationsabschlags und der Gehalts- und Pensionssteigerungen. Für die Abfertigungsund Pensionsrückstellung erfasst die Telekom Austria Group versicherungsmathematische Gewinne und Verluste durch Anwendung der Korridormethode; es erfolgt keine direkte Erfassung im Sonstigen Ergebnis des Jahres (OCI).

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind insoweit über die Restdienstzeit zu amortisieren und als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen, als der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode 10% des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung übersteigt. Ein etwaiger nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird linear über die verbleibende Dienstzeit verteilt. Für die Jubiläumsgeldrückstellung werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sofort erfolgswirksam erfasst.

IAS 19.118 erlaubt die Unterscheidung in kurz- und langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit langfristig fälligen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern. Die Telekom Austria Group macht von dieser Wahlmöglichkeit Gebrauch.

Der Zinsaufwand aus langfristigen Personalrückstellungen wird im Finanzergebnis und der Dienstzeitaufwand im Personalaufwand erfasst.

Änderungen bestehender Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnliche Verpflichtungen

Die Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen gemäß IAS 16 ("Sachanlagen") auch die erstmalig geschätzten Kosten für den Abbau von Vermögenswerten sowie die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands von Standorten, an denen sie sich befinden. Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnliche Verpflichtungen werden nach den Vorschriften von IAS 37 bewertet. Auswirkungen von Bewertungsänderungen von bestehenden Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IFRIC 1 ("Änderungen bestehender Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnliche Verpflichtungen") bilanziert. Die Vorschriften sehen vor, dass die Erhöhung derartiger Verpflichtungen, die aus der Aufzinsung resultiert, ergebniswirksam zu erfassen ist. Bewertungsänderungen, die auf Änderungen der geschätzten Fälligkeit oder Höhe des Abflusses von Ressourcen, der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich ist, oder auf einer Änderung des Abzinsungssatzes beruhen, sind zu den Anschaffungskosten des dazugehörigen Vermögenswerts in der laufenden Periode hinzuzurechnen bzw. davon abzuziehen. Der von den Anschaffungskosten des Vermögenswerts abgezogene Betrag darf dessen Buchwert nicht übersteigen. Ein etwaiger übersteigender Betrag wird ergebniswirksam erfasst. Wenn die

Anpassung zu einem Zugang zu den Anschaffungskosten eines Vermögenswerts führt, hat die Gesellschaft zu überprüfen, ob dies ein Anhaltspunkt dafür ist, dass der neue Buchwert des Vermögenswerts durch dessen erzielbaren Betrag nicht voll gedeckt sein könnte. Liegt ein solcher Anhaltspunkt vor, hat die Gesellschaft den Vermögenswert auf Wertminderung zu prüfen und einen etwaigen Wertminderungsaufwand zu erfassen.

Steuern vom Einkommen

Steuern vom Einkommen werden für jedes steuerliche Hoheitsgebiet, in welchem die Telekom Austria Group operativ tätig ist, separat berechnet, und zwar auf Basis des erwarteten tatsächlichen Steuersatzes für jedes Steuersubjekt. Entsprechend IAS 12 ("Ertragsteuern") werden aktive und passive latente Steuern für alle temporären Unterschiedsbeträge zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden und ihren jeweiligen steuerlichen Ansätzen angesetzt. Darüber hinaus werden latente Steuern auf laufende steuerliche Verluste, steuerliche Verlustvorträge sowie steuerlich zu verteilende Beteiligungsabschreibungen gebildet. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden mit Steuersätzen berechnet, die zum Bilanzstichtag Gültigkeit haben oder in Kürze gelten werden. Auswirkungen aufgrund von Änderungen des Steuersatzes werden in dem Jahr, in dem die Steuersatzänderung rechtskräftig beschlossen wurde, als Aufwand oder Ertrag erfasst. Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ausreichend steuerliche Ergebnisse zur Verrechnung zur Verfügung stehen. Gewinnausschüttungen der Telekom Austria AG haben keine Auswirkung auf den Körperschaftsteuersatz der Telekom Austria Group.

Investitionsbegünstigungen mindern die Steuern vom Einkommen im Jahr der Inanspruchnahme. Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen betreffen Verpflichtungen aus der laufenden Periode und aus Vorperioden.

Anteilsbasierte Vergütung

Die Telekom Austria Group bewertet die anteilsbasierten Vergütungen gemäß IFRS 2 mit dem beizulegenden Zeitwert am Tag der Gewährung. Der Aufwand wird über die erforderliche Reifefrist verteilt. Wenn die anteilsbasierten Vergütungen einen Bezug von Aktien vorsehen, kommt es zu einer Erhöhung des Eigenkapitals, bei einer Barabgeltung zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten. Da der Vorstand festgelegt hat, die im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2004 ausgegebenen Aktienoptionen bzw. die im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms zugeteilten Bonusaktien in bar abzugelten, sind die anteilsbasierten Vergütungen als Verbindlichkeit auszuweisen. Die Verbindlichkeiten werden bis zur Barabgeltung der anteilsbasierten Vergütungen zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Änderungen des beizulegenden Werts sind erfolgswirksam zu erfassen.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist jeder Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden angesetzt, wenn die Telekom Austria Group vertragliche Vereinbarungen über ein Finanzinstrument trifft. Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag erfasst. Derivative Finanzinstrumente werden am Handelstag erfasst und zum Erfüllungszeitpunkt ausgebucht. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder erbrachten Leistung angesetzt. Transaktionskosten werden bei der erstmaligen Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts mit Ausnahme von Finanzinstrumenten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, berücksichtigt.

Gewinne oder Verluste von finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden bei Ausbuchung derselben erfolgswirksam erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert in der Bilanz ausgewiesen, wenn die Telekom Austria Group ein vertragliches Recht zur Aufrechnung hat und auch beabsichtigt, auf Nettobasis zu erfüllen.

Finanzielle Vermögenswerte beinhalten im Besonderen flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere Darlehen und Forderungen, Forderungen an nahestehende Unternehmen, bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen ("held to maturity"), zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ("available for sale") und Derivate mit positivem beizulegendem Zeitwert.

Finanzielle Verbindlichkeiten beinhalten im Besonderen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen, begebene Anleihen und andere finanzielle Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Derivate mit negativem beizulegendem Zeitwert. Die Telekom Austria Group klassifiziert finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten gemäß IAS 39. Die Klassifizierung erfolgt bei der erstmaligen Erfassung.

Derivative Finanzinstrumente

Gemäß IAS 39 werden alle derivativen Finanzinstrumente in der Bilanz als Vermögenswert oder Verbindlichkeit angesetzt und zum beizulegenden Zeitwert bewertet, unabhängig davon, zu welchem Zweck oder mit welcher Absicht diese gehalten werden. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von als Sicherungsinstrument gehaltenen derivativen Instrumenten werden erfolgwirksam oder im Sonstigen Ergebnis des Jahres (als Hedgingrücklage) erfasst, je nachdem, ob das derivative Instrument zur Absicherung der beizulegenden Zeitwerte von Bilanzposten ("Fair Value Hedges") oder Zahlungsströmen ("Cashflow Hedges") eingesetzt wird. Bei derivativen Instrumenten, die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Bilanzposten absichern, werden Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des abgesicherten Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit und des derivativen Instruments ergebniswirksam erfasst. Bei derivativen Instrumenten, die Zahlungsströme absichern, werden Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des effektiven Teils des Sicherungsinstruments im Sonstigen Ergebnis des Jahres (Hedgingrücklage) ausgewiesen. Bei Realisierung des gesicherten Grundgeschäfts erfolgt die ergebniswirksame Erfassung.

Der ineffektive Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments und Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrument einzustufen sind, werden sofort ergebniswirksam ausgewiesen.

Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Die Buchwerte der liquiden Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Die beizulegenden Zeitwerte von Wertpapieren, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, und von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren ergeben sich aus den entsprechenden Marktwerten.

Der beizulegende Zeitwert von langfristigen Finanzverbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumenten basiert entweder auf Marktwerten oder auf dem Barwert der künftig zu erwartenden Zahlungsströme, abgezinst mit dem von der Telekom Austria Group geschätzten aktuellen Zinssatz, zu dem vergleichbare Finanzinstrumente abgeschlossen werden können. Die Grundlagen für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte sind in der Anhangangabe (33) zusammengefasst.

Konzentration von Risiken

Die Umsatzerlöse der Telekom Austria Group stammen zum Teil aus Dienstleistungen, die für Mitbewerber in der Telekommunikationsbranche erbracht werden, insbesondere für alternative Anbieter der Telekommunikations- und Mobilkommunikationsbranche sowie für Anbieter von Internet-Online-Diensten. Diese Kundenstruktur birgt eine gewisse Konzentration von Ausfallrisiken in sich. Um dieses Risiko zu begrenzen, führt die Telekom Austria Group daher laufend Bonitätsprüfungen ihrer Großkunden durch.

Zu den Bilanzstichtagen bestand keine besondere Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten, Kunden oder Kreditgebern, deren plötzlicher Ausfall den Geschäftsbetrieb maßgeblich beeinträchtigen könnte. Des Weiteren besteht keine Konzentration von Personaldienstleistungen oder Anbietern sonstiger Dienstleistungen, Franchise- oder sonstigen Rechten, auf die die Telekom Austria Group angewiesen ist und deren plötzlicher Wegfall den Geschäftsbetrieb ernsthaft gefährden könnte. Die Telekom Austria Group veranlagt ihre liquiden Mittel bei verschiedenen Kreditinstituten einwandfreier Bonität.

Durch die Expansion in Zentral- und Osteuropa ist die Telekom Austria Group auch auf Märkten tätig, die anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Änderungen unterliegen, die sich auf die Geschäftsaktivitäten von Unternehmen auswirken. Dies hat zur Folge, dass das wirtschaftliche Umfeld in Zentral- und Osteuropa zum Teil Unsicherheiten, einschließlich Transfer- und Währungsrisiken sowie steuerlicher Unsicherheiten, in sich birgt, die in anderen Märkten nicht bestehen. Der Konzernabschluss wurde vom Vorstand auf Basis seiner Risikoeinschätzungen dieser Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und auf die Finanzlage der Telekom Austria Group erstellt. Die tatsächliche Entwicklung des geschäftlichen Umfelds kann von dieser Risikoeinschätzung abweichen.

Verwendung von Schätzungen

Im Zuge der Erstellung des Konzernabschlusses muss der Vorstand Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die die Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, der angeführten Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und die Aufwendungen und Erträge während des Berichtszeitraums beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen.

Bei der Anwendung der Bilanzierungsmethoden der Telekom Austria Group hat der Vorstand Schätzungen vorgenommen. Weiters hat der Vorstand zum Bilanzstichtag wichtige zukunftsbezogene Annahmen getroffen und wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten zum Bilanzstichtag identifiziert, die mit dem Risiko einer wesentlichen Änderung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im nächsten Geschäftsjahr behaftet sind:

  • a) Versorgungspläne für Arbeitnehmer: Die Bewertung der Pensionspläne, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldansprüche beruht auf einer Methode, bei der Parameter wie der erwartete Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen sowie Fluktuationsraten angewendet werden. Änderungen dieser Parameter können zu höheren oder niedrigeren Aufwendungen führen (siehe Anhangangabe (27)).
  • b) Wertminderungen: Werthaltigkeitsprüfungen von Firmenwerten, sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren grundsätzlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere Netto-Zahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung oder, soweit zulässig, zu Wertaufholungen führen. Hinsichtlich der Buchwerte der Firmenwerte, sonstigen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wird auf die Anhangangaben (17), (18) und (19) verwiesen.
  • c) Die geschätzten Nutzungsdauern für abschreibbare Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stellen den geschätzten Zeitraum dar, über den die Vermögenswerte voraussichtlich genutzt werden. Hinsichtlich der Veränderung der Abschreibungen aufgrund von Änderungen der Nutzungsdauern von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wird auf die Anhangangabe (19) verwiesen.
  • d) Mitarbeiterbeteiligungspläne: Die Verbindlichkeit im Zusammenhang mit dem Long-Term-Incentive-Programm wird auf Basis vom beizulegenden Zeitwert, welcher auf der erwarteten Erfüllung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis beruht, bewertet. Die Aktienoptionspläne werden auf Basis der beizulegenden Zeitwerte der Optionen am Ausgabetag und an den folgenden Stichtagen bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wird auf Basis von Parametern wie Volatilität, Zinssatz, Aktienkurs, Laufzeit der Optionen, erwartetes Ausübungsverhalten und erwartete Dividenden ermittelt. Wenn sich diese Parameter ändern, können Personalaufwand und Verbindlichkeit wesentlich von den zum Bilanzstichtag ermittelten Beträgen abweichen (siehe Anhangangabe (31)).
  • e) Latente Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft der Vorstand, ob es wahrscheinlich ist, dass alle aktiven latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden, ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird. Wenn dies nicht der Fall ist, dann können aktive latente Steuern nicht verwendet und infolgedessen nicht angesetzt werden (siehe Anhangangabe (30)).
  • f) Restrukturierungsrückstellung: Die Bewertung der Rückstellung beruht auf Parametern wie Abzinsungsfaktor, Gehaltssteigerungen, Fluktuationen und der Wahrscheinlichkeit der Akzeptanz von Abfindungsangeboten. Änderungen dieser Parameter können zu höheren oder niedrigeren Aufwendungen führen (siehe Anhangangabe (22)).

(2) Unternehmenszusammenschlüsse

Am 8. August 2011 hat die Telekom Austria Group 100% der Anteile an B.net Hrvatska d.o.o. ("B.net"), dem größten Kabelnetzbetreiber in Kroatien, durch ihre kroatische Tochtergesellschaft Vipnet d.o.o. ("Vipnet") erworben. B.net war der Alleineigentümer der kroatischen Gesellschaften NA KVADRAT d.o.o., VOLJAGLAS d.o.o. und NA KUB d.o.o, die im vierten Quartal mit B.net verschmolzen wurden, was jedoch keine Auswirkung auf den Konzernabschluss hatte. Die Akquisition des Kabelanbieters ermöglicht es Vipnet, vom erwarteten starken Wachstum von Festnetz-Breitband, TV-Services und konvergenten Produkten zu profitieren und sich selbst als konvergenter Anbieter zu positionieren. Die Gesellschaften werden im Segment Kroatien berichtet. Die Tabelle "Erwerb B.net" zeigt die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden aufgrund der vorläufigen Verteilung des Kaufpreises ermittelt. Anschaffungsnebenkosten, die im Aufwand erfasst wurden, betragen 71 EUR. Der realisierte Firmenwert ist auf gut ausgebildete Mitarbeiter sowie Ertragserwartungen aus der zukünftigen Entwicklung zurückzuführen. Seit dem Erwerb erwirtschaftete B.net Umsatzerlöse in Höhe von 17.474 EUR und ein negatives Ergebnis in Höhe von 1.640 EUR.

Erwerb B.net Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
Sachanlagen 37.184
Immaterielle Vermögenswerte 36.876
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 8.115
Liquide Mittel 3.511
Bankkredite und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten – 28.947
Passive latente Steuern – 6.456
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 3.920
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten – 6.052
Nettowerte der erworbenen Vermögenswerte 40.311
Firmenwert 30.139
Kaufpreis 70.451
Erworbene liquide Mittel – 3.511
Zahlungsmittelabfluss 66.939

Am 25. Jänner 2011 hat die Telekom Austria Group 100% der Anteile des bulgarischen Festnetzanbieters Spectrum Net AD ("Spectrum") sowie deren 100% Tochtergesellschaft Orbitel EAD ("Orbitel") durch ihre bulgarische Tochtergesellschaft Mobiltel EAD ("Mobiltel") erworben. Weiters wurden am 3. Februar 2011 80% der Anteile eines zweiten bulgarischen Festnetzanbieters Megalan Network AD ("Megalan") erworben, wobei sich die Telekom Austria Group verpflichtet hat, die restlichen 20% bis 31. März 2012 zu erwerben. Die Telekom Austria Group konsolidiert deshalb 100% von Megalan, ohne nicht beherrschende Anteile auszuweisen. Der Kaufpreis für die restlichen 20% der Anteile wurde bereits auf ein Treuhand-Bankkonto eingezahlt. Die beiden Gesellschaften werden im Segment Bulgarien dargestellt. Die Akquisition der beiden Kabelanbieter ermöglicht es Mobiltel, sich als voll integrierter Telekommunikationsanbieter zu positionieren. Die Tabelle "Erwerb Megalan und Spectrum" zeigt die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden aufgrund der vorläufigen Verteilung des Kaufpreises ermittelt. Anschaffungsnebenkosten, die im Aufwand erfasst wurden, betragen 1.037 EUR. Der realisierte Firmenwert ist auf gut ausgebildete Mitarbeiter sowie Ertragserwartungen aus der zukünftigen Entwicklung zurückzuführen. Die noch nicht bezahlten variablen Kaufpreiskomponenten sind vom Erreichen bestimmter Zielparameter abhängig und sind als finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Wert ausgewiesen. Im dritten Quartal 2011 wurde ein Teil der variablen Kaufpreiskomponente in Höhe von 2.000 EUR bezahlt. Seit dem Erwerb erwirtschafteten Megalan und Spectrum Umsatzerlöse in Höhe von 20.258 EUR und ein negatives Ergebnis in Höhe von 5.295 EUR.

Erwerb Megalan und Spectrum Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
Sachanlagen 15.284
Immaterielle Vermögenswerte 35.351
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 5.601
Liquide Mittel 2.247
Bankkredite, Anleihen und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten –9.201
Passive latente Steuern –2.994
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –1.661
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten –3.631
Nettowerte der erworbenen Vermögenswerte 40.996
Firmenwert 37.204
Kaufpreis 78.199
Noch nicht bezahlte Kaufpreise –7.143
Erworbene liquide Mittel –2.247
Zahlungsmittelabfluss 68.809

Da der Einfluss der erworbenen Unternehmen auf den Konzernabschluss der Telekom Austria Group unwesentlich ist, wurde keine Pro-forma-Information erstellt.

Im ersten Quartal 2011 wurden 15.767 EUR der erfolgsabhängigen Kaufpreiskomponente aus dem Erwerb der SB Telecom Limited ("SBT"), dem alleinigen Eigentümer von FE VELCOM ("velcom"), bezahlt, soweit die beim Erwerb in 2007 vereinbarten Leistungskriterien erfüllt wurden. Eine erneute Evaluierung des verbleibenden ausstehenden Betrags in Höhe von 57.877 EUR (Barwert zum 31. Dezember 2011) findet im ersten Quartal 2012 auf Basis des im Geschäftsjahr 2011 erwirtschafteten Jahresüberschusses von SBT und velcom statt. Zum 31. Dezember 2011 und

2010 wird die ausstehende Kaufpreiskomponente in den sonstigen kurzfristigen und sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Anhangangaben (23) und (28)).

Am 7. September 2011 hat die Telekom Austria Group ihre Anteile an der Mass Response Service GmbH um einen Verkaufspreis von 100 EUR, der in bar entrichtet wurde, verkauft. Am 13. Oktober 2011 hat die Telekom Austria Group ihre Anteile an der Cable Runner Iberica S.L. um einen Verkaufspreis von 1.000 EUR, der in bar entrichtet wurde, verkauft. Zum Ergebnis aus dem Abgang von Tochterunternehmen siehe Anhangangabe (7). Die folgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden, die 2011 veräußert wurden:

2011
14.681
2.514
2.640
172
–537
–12.085

(3) Geschäftssegmente

Die Berichterstattung der Geschäftssegmente (siehe Tabelle "Konzern-Geschäftssegmente") erfolgt gemäß IFRS 8. Die Bilanzierungsgrundsätze der einzelnen Segmente entsprechen denen des Konzerns (siehe Anhangangabe (1)).

Die Telekom Austria Group hat ihre Managementstruktur und die darauf basierende Berichterstattung der Geschäftssegmente auf die gesteigerte Nachfrage nach konvergenten Produkten ausgerichtet. Als Ergebnis basiert die Berichterstattung der Geschäftssegmente auf geografischen Märkten. Die Telekom Austria Group berichtet in fünf operativen Segmenten: Österreich, Bulgarien, Kroatien, Weißrussland und Weitere Märkte.

Das Segment Österreich bietet konvergente Gesamtpakete für Sprachtelefonie, Internetzugang, Daten- und IT-Lösungen, Mehrwertdienste, Wholesale-Services, Übermittlung von Fernsehsendungen (A1 TV) sowie mobile Business- und Payment-Lösungen in Österreich an.

Das Segment Bulgarien bietet Sprachtelefonie (Mobil- und Festnetztelefonservice), Zugang zu Notdiensten, Datenverzeichnisse, Internetzugang, Daten- und IT-Lösungen, Mehrwertdienste, Wholesale-Services, Verkauf von Geräten an Endkunden, IP-Fernsehen und sonstige IP-basierte Dienste sowie Payment-Lösungen in Bulgarien an.

Das Segment Kroatien bietet Mobil- und Festnetztelefonie, Mehrwertdienste, Mobil- und Festnetzinternetzugang und Kabelfernsehen in Kroatien an.

Das Segment Weißrussland bietet Mobilkommunikationsdienste in Weißrussland an. In 2011 war im Segment Weißrussland erstmals Rechnungslegung in Hochinflationsländern gemäß IAS 29 anzuwenden, daher wurden alle nicht monetären Vermögenswerte und Schulden sowie alle Posten der Gesamtergebnisrechnung anhand eines allgemeinen Preisindexes angepasst und mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die Vergleichszahlen 2010 sind gemäß IAS 21.42 nicht anzupassen.

Das Segment Weitere Märkte besteht aus Mobilfunkgesellschaften in Slowenien, Liechtenstein, der Republik Serbien und der Republik Mazedonien.

Das Segment Holding & Sonstige übernimmt strategische und segmentübergreifende Steuerungsaufgaben und stellt die Verbindung zu den Finanzmärkten dar.

Die Umsatzerlöse, Aufwendungen und Ergebnisse der Segmente beinhalten Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftssegmenten. Solche Lieferungen und Leistungen werden zu Verrechnungspreisen bewertet, die konkurrenzfähigen Marktpreisen entsprechen und nicht nahestehenden Kunden für ähnliche Produkte verrechnet werden. Diese Transaktionen werden im Konzernabschluss eliminiert.

Die Segmente werden auf konsolidierter Basis dargestellt. Vermögenswerte und Schulden der einzelnen Segmente beinhalten keine aktiven und passiven latenten Steuern und keine Einkommensteuerforderungen und -verbindlichkeiten. Die Spalte Eliminierung enthält die

Überleitungsposten für die Vermögenswerte und Schulden der Segmente zum Konzernabschluss. Anlagenzugänge und Abschreibungen betreffen Sachanlagen sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte.

Sonstige zahlungsunwirksame Posten bestehen im Wesentlichen aus Restrukturierungsaufwand, Vorsorgen für Pensionen und Abfertigungen, Zinsabgrenzungen, Zinsaufwendungen aus der Verpflichtung zur Stilllegung von Vermögenswerten, Forderungsabschreibungen und Wertminderungsaufwand. In 2011 sind weiters unrealisierte Wechselkursverluste, Wertaufholungen und der Gewinn aus der Nettoposition der monetären Posten im Segment Weißrussland aufgrund der Anwendung von Rechnungslegung in Hochinflationsländern enthalten.

In keinem Segment gibt es Erträge aus Transaktionen mit einem einzigen externen Kunden, die sich zumindest auf 10% der Unternehmenserträge belaufen.

Hinsichtlich Restrukturierung im Segment Österreich wird auf Anhangangabe (22) verwiesen. In 2011 betrifft die Wertminderung im Segment Bulgarien die Abwertung des Markennamens "Mobiltel" (siehe Anhangangabe (18)), im Segment Weißrussland die Abwertung des Firmenwerts velcom (siehe Anhangangabe (17)). Die Wertaufholung im Segment Weitere Märkte betrifft die Lizenz in Serbien, welche in 2009 abgewertet wurde (siehe Anhangangabe (18)). Die Wertminderungen im Segment Österreich betreffen in 2010 die Abwertung des Firmenwerts Mass Response Service sowie Software und sonstige Ausstattungen (siehe Anhangangaben (17), (18) und (19)).

Die Position "Sonstiges Finanzergebnis" beinhaltet das sonstige Finanzergebnis sowie Wechselkursdifferenzen. In 2011 resultiert der Ertrag im Segment Holding & Sonstige im Wesentlichen aus Dividendenerträge von Tochterunternehmen, welche keine Auswirkung auf den Konzernabschluss haben und somit in den Eliminierungen konsolidiert werden. In 2010 resultiert der signifikante Ertrag im Segment Österreich und Holding & Sonstige im Wesentlichen aus Umstrukturierungen innerhalb der Telekom Austria Group sowie im Segment Holding & Sonstige aus Dividendenerträge von Tochterunternehmen, welche keine Auswirkung auf den Konzernabschluss haben und somit in den Eliminierungen konsolidiert wurden.

In der folgenden Tabelle werden die Umsatzerlöse von externen Kunden für jede Produktgruppe angegeben:

2011 2010
Grund- und Verbindungsentgelte 3.193.557 3.306.321
Daten- und ICT-Lösungen 202.551 215.840
Wholesale (inkl. Roaming) 248.011 250.521
Zusammenschaltung 519.672 597.335
Verkauf von Endgeräten 243.894 213.044
Sonstige Umsätze 46.941 67.781
Gesamtumsätze 4.454.626 4.650.843

(4) Umsatzerlöse

Umsatzerlöse 4.454.626 4.650.843
Verkauf von Endgeräten 243.894 213.044
Dienstleistungen 4.210.732 4.437.799
2011 2010

(5) Sonstige betriebliche Erträge

2011 2010
Mieterträge 16.452 17.314
Aktivierte Eigenleistungen 44.534 44.395
Sonstige 39.394 27.452
Sonstige betriebliche Erträge 100.379 89.161

Aktivierte Eigenleistungen stellen den Wert der für eigene Zwecke erbrachten Leistung dar und bestehen im Wesentlichen aus Personal- und Materialkosten und direkt zurechenbaren Gemeinkosten, die als Teil der Sachanlagen und selbst erstellter Software aktiviert werden.

In 2011 und 2010 sind steuerfreie Forschungs- und Bildungsprämien in der Höhe von 3.465 EUR und 3.543 EUR. In 2011 sind weiters Pönalezahlungen in den sonstigen Erträgen inkludiert.

(6) Sonstiger betrieblicher Aufwand

2011 2010
Zusammenschaltung 457.774 520.751
Instandhaltung 165.542 184.001
Bezogene Dienstleistungen 236.867 271.794
Werbung und Marketing 216.825 229.869
Sonstige Werkleistungen 146.351 123.108
Miete und Leasing 148.604 143.278
Provisionen 75.121 86.352
Forderungsabschreibungen 65.667 47.456
Rechts- und sonstiger Beratungsaufwand 40.235 38.083
Reisespesen 19.104 19.994
Sonstige Steuern 13.285 14.883
Energie 52.510 54.059
Transport 29.120 27.569
Schulungen 11.945 12.317
Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten 7.117 3.986
Sonstige 94.506 106.160
Sonstiger betrieblicher Aufwand 1.780.575 1.883.659

Verluste und Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten werden miteinander saldiert. Ein sich ergebender Gewinn wird als sonstiger betrieblicher Ertrag, ein Verlust als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen.

In der Hauptversammlung am 19. Mai 2011 wurde die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien ("KPMG Austria"), als Konzernabschlussprüfer bestellt. Die Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer betragen:

2011 2010
Jahresabschlussprüfungen 910 1.184
Andere Bestätigungsleistungen 0 150
Aufwendungen KPMG Austria 910 1.334

(7) Finanzergebnis

Finanzierungsaufwendungen und -erträge stellen sich wie folgt dar:

2011 2010
Zinserträge aus Darlehen und Forderungen 7.251 5.286
Zinserträge aus Bankeinlagen 8.073 3.774
Zinserträge aus bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapieren 238 1.767
Zinserträge aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 827 532
Nettogewinn aus Sicherungsgeschäften 0 395
Auflösung Nettobarwertvorteil Cross Border Lease 553 1.324
Zinsertrag 16.942 13.078
Zinsaufwendungen 216.773 207.093
Nettoverlust aus Sicherungsgeschäften 27 0
Zinsaufwand aus Rückbauverpflichtungen 7.039 5.848
Zinsaufwand aus Personalrückstellungen 6.248 6.511
Zinsaufwand aus Restrukturierungsrückstellung 29.892 32.798
Zinsaufwand aus finanziellen Verbindlichkeiten 173.568 161.936
2011 2010

Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivaten Finanzinstrumenten (Zinsswaps), die gemäß IAS 39 als Sicherungsgeschäfte in einem Fair Value Hedge eingestuft wurden, und Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des gesicherten Grundgeschäfts werden für jeden Swap gesondert saldiert und als Zinsertrag oder -aufwand erfasst:

Zinsertrag (-aufwendungen) –27 395
Ergebnis aus Marktbewertung EMTN-Anleihe 6.485 844
Ergebnis aus Zinsswaps – Fair Value Hedge –6.512 –450
2011 2010

Wechselkursdifferenzen

2011 2010
Wechselkursgewinne 22.480 21.831
Wechselkursverluste –96.555 –23.496
Gewinn aus der Nettoposition der monetären Posten 30.542 0
Wechselkursdifferenzen –43.533 –1.665

Der Anstieg der Wechselkursverluste ist auf die Abwertungen des weißrussischen Rubels in 2011 zurückzuführen.

Sonstiges Finanzergebnis

2011 2010
Erhaltene Dividenden 70 70
Gewinn aus dem Verkauf von zu Anschaffungskosten bewerteten Finanzinvestitionen 0 173
Wertminderung von zu Anschaffungskosten bewerteten Finanzinvestitionen –20 0
Verlust aus dem Verkauf von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren
aus dem Sonstigen Ergebnis des Jahres (OCI) transferiert –21 –39
Gewinn aus dem Verkauf von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren
aus dem Sonstigen Ergebnis des Jahres (OCI) transferiert 3 0
Ergebnis aus dem Abgang von Tochterunternehmen –4.576 0
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten –4.544 205

Die zuerst im Sonstigen Ergebnis des Jahres (OCI) und dann ergebniswirksam erfassten Beträge sind in der Gesamtergebnisrechnung ersichtlich.

Die Telekom Austria Group erfasst Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten im Finanzergebnis. Wertminderungen und Wertaufholungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und von sonstigen Forderungen, die der Kategorie Darlehen und Forderungen zugeordnet sind, werden im sonstigen betrieblichen Aufwand oder in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

(8) Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Kurzfristige Wertpapiere – zur Veräußerung verfügbar 2.069 1.803
Depotzahlungen für Cross Border Lease 0 6.659
Sonstige Finanzanlagen 163.903 119.093
Kurzfristige Vermögenswerte 165.972 127.555

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 betreffen die sonstigen Finanzanlagen im Wesentlichen EUR- sowie USD-Festgeldveranlagungen. Zum 31. Dezember 2010 war weiters ein 100.000-EUR-Depot, das zur Unterlegung von Garantien im Zusammenhang mit dem Cross Border Lease erforderlich war (siehe Anhangangabe (26)), enthalten.

Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere werden als kurzfristig eingestuft, wenn die Telekom Austria Group beabsichtigt, diese innerhalb von zwölf Monaten zu verkaufen.

(9) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 905.450 937.581
Wertberichtigungen –197.153 –165.345
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 708.297 772.236

Die Entwicklung der Wertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

2011 2010
Stand zum 1. Jänner 165.345 156.531
Währungsumrechnung –2.505 –1.069
Änderungen im Konsolidierungskreis 284 407
Auflösung –4.472 –1.954
Dotierung 70.139 49.409
Verbrauch –31.639 –37.979
Stand zum 31. Dezember 197.153 165.345
Davon
Einzelwertberichtigung 13.755 13.486
Gruppenwertberichtigung 183.398 151.859

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind als kurzfristig und nicht verzinslich einzustufen.

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2011 und 2010 stellt sich wie folgt dar:

Brutto
2011
Wertberichtigung
2011
Brutto
2010
Wertberichtigung
2010
Noch nicht fällig 593.226 8.777 674.701 10.392
Überfällig 0–90 Tage 75.915 13.830 84.857 12.106
Überfällig 91–180 Tage 41.108 24.443 25.582 13.533
Überfällig 181–360 Tage 63.861 46.398 41.472 30.550
Länger als ein Jahr 131.340 103.703 110.968 98.763
Gesamt 905.450 197.153 937.581 165.345

Die Telekom Austria Group hat Forderungen im Hinblick auf verschiedene Risiken zu Gruppen zusammengefasst. Entsprechend den Risiken und aufgrund von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit legt die Telekom Austria Group einen bestimmten Prozentsatz für die Wertberichtigung pro Gruppe fest.

Die Wertminderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen an Endkunden. Aufgrund von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit schätzt die Telekom Austria Group, dass eine Wertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Geschäftskunden und privaten Kunden notwendig ist. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nationalen und internationalen Netzbetreibern werden erst dann wertberichtigt, wenn die Forderung seit mehr als 90 Tagen überfällig ist.

Aufgrund der großen Anzahl der Einzelforderungen ist das Kreditrisiko hinreichend diversifiziert, sodass die Forderungen weder besichert noch versichert werden.

(10) Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die wesentliche Aktionärin ÖIAG ist als nahestehendes Unternehmen anzusehen, da ihr der Anteil an der Telekom Austria AG maßgeblichen Einfluss gewährt. Über die ÖIAG besitzt die Telekom Austria Group ein Naheverhältnis zur Republik Österreich, die, so wie deren Tochterunternehmen, im Wesentlichen der ÖBB-, der ASFINAG- sowie der Post-Konzern, als nahestehendes Unternehmen einzustufen ist. Die Telekom Austria Group hat Größenordnung und Art der Transaktion mit diesen nahestehenden Unternehmen erhoben. Weder Transaktionen mit Behörden noch mit im Staatsbesitz befindlichen Rechtspersonen sind für die Telekom Austria Group wesentlich. Die bezogenen Leistungen mit den oben genannten nahestehenden Unternehmen umfassen im Wesentlichen Porto, Transportleistungen und Provisionen und liegen in 2011 und 2010 unter 1,3% des Material- und sonstigen betrieblichen Aufwands des Segments Österreich. Die Umsätze mit den genannten nahestehenden Unternehmen liegen in 2011 und 2010 unter 2,4% bzw. 2,5% des Umsatzes des Segments Österreich. Die Konditionen für die von der Telekom Austria Group an nahestehende Unternehmen erbrachten Leistungen bzw. bezogenen Leistungen beruhen auf fremdüblichen Preisen.

Die Telekom Austria Group ist verpflichtet, Sprachtelefoniedienste für einkommensschwache Haushalte und sonstige berechtigte Kunden zu verminderten Tarifen zu erbringen, wofür sie von der Republik Österreich auf vertraglicher Basis Ausgleichszahlungen erhält. Der Vertrag mit der Republik Österreich vom Juli 2011 legt die Rückerstattung für Kunden mit gültigem Bescheid, der vor dem 1. Juli 2011 ausgestellt wurde, mit 13,81 Euro pro Kunde und Monat fest. Die Rückerstattung für Kunden, für die der Bescheid nach dem 1. Juli 2011 ausgestellt wird, beträgt 10,00 Euro pro Monat. Die Rückerstattungen werden über den Leistungszeitraum als Umsatz erfasst und betrugen 32.765 EUR und 35.725 EUR in den Jahren 2011 und 2010.

Hinsichtlich der Transaktionen betreffend des Wechsels von unkündbaren Beamten zum Bund und den damit erfassten Aufwendungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten wird auf Anhangangabe (22) verwiesen.

Die folgenden Angaben zu nahestehende Unternehmen und Personen betreffen assoziierte Unternehmen sowie Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen (Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie Geschäftsführer bzw. Vorstände der wesentlichsten operativen Gesellschaften). Alle Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu fremdüblichen Konditionen.

Am 28. Juni 2001 wurde eine Partnerin einer Anwaltskanzlei, die die Telekom Austria Group in rechtlichen Angelegenheiten berät, in den Aufsichtsrat von Telekom Austria AG bestellt. In 2011 und 2010 belaufen sich die gesamten von dieser Rechtsanwaltskanzlei in Rechnung gestellten Beratungsaufwendungen auf 753 EUR bzw. 627 EUR.

Die Aufwendungen und Erträge mit nahestehenden Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

2011 2010
Umsatzerlöse 132 134
Sonstige betriebliche Erträge 19 0
Aufwendungen 40.145 43.451
Zinsertrag 5 3

Die Aufwendungen betreffen in 2011 und 2010 mit 38.734 EUR und 40.441 EUR Leistungen von der Omnimedia Werbegesellschaft mbH ("Omnimedia") im Bereich Marketing und Werbung.

Von den zum 31. Dezember 2011 und 2010 bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffen 9.788 EUR und 12.680 EUR Omnimedia.

Die Bezüge der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen setzen sich wie folgt zusammen:

2011 2010
Mitarbeiterentlohnung, kurzfristig 12.144 10.673
Pensionen 462 463
Mitarbeiterentlohnung, langfristig 48 3
Abfertigungen 364 815
Aktienbasierte Vergütung 717 493
Bezüge der leitenden MitarbeiterInnen 13.736 12.447

Die Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen anderer MitarbeiterInnen betrugen 24.025 EUR und 25.843 EUR in 2011 und 2010. Die Aufwendungen setzen sich aus gesetzlichen sowie freiwilligen Abfertigungsaufwendungen, Beiträgen zu Pensionsplänen und anderen Pensionsleistungen zusammen.

(11) Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Ersatzteile, Kabel und Zubehör 76.358 67.826
Handelswaren 81.327 81.601
Anzahlungen 21 811
Vorräte 157.706 150.238

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 betrug der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzten Handelswaren 26.173 EUR bzw. 19.471 EUR. Aus der Bewertung der Vorräte wurden in 2011 und 2010 Wertminderungen in Höhe von 23.814 EUR und 21.160 EUR bzw. Wertaufholungen von 7.277 EUR und 6.568 EUR erfasst. Zum 31. Dezember 2011 und 2010 sind keine Vorräte als Sicherheit verpfändet.

(12) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungen setzen sich wie folgt zusammen:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Gehaltsvorschüsse 15.043 15.300
Mieten 10.130 10.732
Abgegrenzte Marketingaufwendungen 56.459 53.670
Sonstige 48.702 48.656
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 130.334 128.358

Bei den abgegrenzten Marketingaufwendungen handelt es sich hauptsächlich um Stützungen für Mobiltelefone, die auf die Mindestvertragszeit abgegrenzt werden.

(13) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Zum 31. Dezember 2011 2010
Grundstücke und Gebäude 134 0
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 134 0

Die zum 31. Dezember 2011 zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte betreffen Grundstücke und Gebäude im Segment Österreich.

(14) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Derivative Finanzinstrumente 3.279 4.010
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 39.549 51.462
Finanzierungsleasingforderungen 11.417 10.123
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 35.561 34.400
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte, brutto 89.806 99.994
Abzüglich Wertberichtigung für finanzielle Vermögenswerte –581 –834
Abzüglich Wertberichtigung für nicht finanzielle Vermögenswerte –893 –836
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 88.333 98.324

Betreffend Erläuterungen zu den derivativen Finanzinstrumenten siehe Anhangangabe (33).

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 betreffen die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen Roaminggutschriften.

Betreffend Erläuterungen zu Finanzierungsleasingforderungen siehe Anhangangabe (26).

Die sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen, Ansprüche gegen die Republik Österreich (siehe Anhangangabe (10)), kurzfristige Vorauszahlungen an Mitarbeiter, Entschädigungsleistungen von Versicherungen und Abgrenzungen aus Kundenbindungsprogrammen.

Die Altersstruktur der derivativen Finanzinstrumente, Finanzierungsleasingforderungen und sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2011 und 2010 stellt sich wie folgt dar:

Brutto
2011
Wertberichtigung
2011
Brutto
2010
Wertberichtigung
2010
Noch nicht fällig 51.992 560 63.299 633
Überfällig 0–90 Tage 962 0 266 0
Überfällig 91–180 Tage 252 0 274 152
Überfällig 181–360 Tage 901 0 1.520 0
Länger als ein Jahr 138 21 235 50
Gesamt 54.245 581 65.595 834

Die Entwicklung der Wertberichtigung zu den Finanzierungsleasingforderungen und sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten stellt sich wie folgt dar:

2011 2010
Stand zum 1. Jänner 834 668
Währungsumrechnung –31 2
Auflösung –73 0
Dotierung 3 176
Verbrauch –152 –13
Stand zum 31. Dezember 581 834

(15) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen im Segment Österreich zum 31. Dezember 2011 und 2010 beinhalten Anteile in Höhe von 26% an der Omnimedia Werbegesellschaft mbH ("Omnimedia"), 25,029% der Anteile an der Marx Media Vienna GmbH ("Marx Media") sowie 40% an der netdoktor.at GmbH.

Die Beteiligung an Marx Media wurde in 2010 um 2.334 EUR wertgemindert.

Im Dezember 2010 hat die Telekom Austria Group den 25,1%-Anteil an der Output Service GmbH ("OSG") im Segment Österreich für einen in bar entrichteten Verkaufspreis von 9 EUR verkauft. Der Wertansatz der Beteiligung zum Zeitpunkt des Verkaufs betrug 12 EUR.

Im Juli 2010 hat die Telekom Austria Group die restlichen 16,67% an der paybox Austria GmbH ("paybox") erworben. Die Telekom Austria Group bilanzierte den 83,33%-Anteil an paybox bis zum Erwerb der restlichen Anteile nach der Equity-Methode, da sie durch die Übertragung von besonderen Rechten die Kontrolle nicht ausüben konnte, jedoch über maßgeblichen Einfluss verfügte. Der Wertansatz der Beteiligung zum Zeitpunkt des Erwerbs der restlichen Anteile betrug 1.150 EUR.

Der Bilanzstichtag von Omnimedia und netdoktor.at ist der 30. Juni. Für die Erfassung des anteiligen Ergebnisses der beiden Gesellschaften wurde ein Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2011 und 2010 erstellt.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertansätze für Beteiligungen an assoziierten Unternehmen:

2011 2010
Stand zum 1. Jänner 4.298 7.467
Erhaltene Dividenden –1.688 0
Ergebnisanteil 1.089 327
Wertminderung 0 –2.334
Änderungen im Konsolidierungskreis 0 –12
Stufenweiser Erwerb 0 –1.150
Stand zum 31. Dezember 3.699 4.298

Eine Zusammenfassung der Finanzinformationen, die sich auf die Gesamtwerte und nicht auf die Anteile, die von der Telekom Austria Group gehalten werden, beziehen, für die assoziierten Unternehmen ist in den folgenden Tabellen dargestellt:

Gewinn-und-Verlust-Rechnung 2011 2010
Umsatzerlöse 121.381 95.475
Betriebsergebnis 4.754 3.824
Jahresergebnis 3.511 2.641

Die Finanzinformationen von paybox sind in 2010 nicht mehr enthalten.

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Aktiva gesamt 25.024 25.669
Verbindlichkeiten gesamt 23.359 20.998
Eigenkapital 1.665 4.671

(16) Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Langfristige finanzielle Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Sonstige Finanzanlagen zu Anschaffungskosten bewertet 554 579
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 0 56.389
Langfristige Wertpapiere – zur Veräußerung verfügbar 13.343 14.585
Depotzahlungen für Cross Border Lease 0 18.821
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 13.897 90.374

Die sonstigen zu Anschaffungskosten bewerteten Finanzanlagen beinhalten nicht notierte Eigenkapitalinstrumente (Beteiligungen) sowie nicht in den Konsolidierungskreis einbezogene Unternehmen (siehe Anhangangabe (38)). Diese Eigenkapitalinstrumente werden nicht mit dem beizulegenden Wert erfasst, da dieser aufgrund des Fehlens eines aktiven Markts nicht verlässlich ermittelt werden kann. Die Telekom Austria Group beabsichtigt, keine der zum 31. Dezember 2011 bestehenden Finanzanlagen zu verkaufen.

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2010 beinhalten im Wesentlichen USD-Festgeldveranlagungen, die in 2011 zu den kurzfristigen Vermögenswerten umgegliedert wurden.

Die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere ("available for sale") dienen der Deckung der Pensionsrückstellung. Aufgrund der Absicht der Telekom Austria Group, diese Wertpapiere nicht innerhalb der nächsten zwölf Monate zu verkaufen, wurden sie als langfristig eingestuft.

(17) Firmenwerte

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Nettobuchwerte der Firmenwerte nach Segmenten für die Jahre 2011 und 2010:

Österreich Bulgarien Kroatien Weißrussland Weitere Märkte Gesamt
Stand 1. Jänner 2010 427.823 605.443 67.025 256.510 136.260 1.493.062
Wertminderung –11.723 0 0 0 0 –11.723
Währungsumrechnung 0 0 –741 8.621 0 7.880
Stand 31. Dezember 2010 416.101 605.443 66.284 265.131 136.260 1.489.219
Erwerbe 0 37.204 30.139 0 0 67.343
Wertminderung 0 0 0 –278.985 0 –278.985
Währungsumrechnung 0 0 –1.717 0 0 –1.717
Anpassung Hochinflation 0 0 0 13.854 0 13.854
Stand 31. Dezember 2011 416.101 642.646 94.706 0 136.260 1.289.714

Hinsichtlich etwaiger Änderungen im Konsolidierungskreis (Erwerbe) wird auf Anhangangabe (2) verwiesen.

Die Anwendung von IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" in Weißrussland seit 2011 führte unter anderem zu einer Erhöhung des Firmenwerts und in Folge zu einer Erhöhung des Buchwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit velcom (einschließlich Firmenwert). Da der um die Effekte von Hochinflation angepasste Buchwert über dem Nutzungswert lag, wurde ein Wertminderungsaufwand für den Firmenwert "velcom" in Höhe von 278.985 EUR erfasst. Wesentliche Annahmen, die zur Berechnung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit velcom herangezogen wurden, sind die Abzinsungssätze vor Steuern (WACC) sowie Wachstumsraten, welche in der unten angeführten Tabelle dargestellt sind.

In 2010 wurde ein Aufwand aus Wertminderung für den Firmenwert des Tochterunternehmens Mass Response Service GmbH in Höhe von 11.723 EUR im Segment Österreich erfasst, da die geplante Einstellung des interaktiven Fernsehens zu einer Reduktion des Nutzungswerts führte. Weiters wurden Software, sonstige immaterielle Vermögenswerte sowie sonstige Ausstattungen in Höhe von 6.619 EUR wertgemindert.

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 betrugen die kumulierten Wertminderungen der Firmenwerte 581.779 EUR bzw. 302.794 EUR.

Für Zwecke der Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung wird der Firmenwert den einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die aus dem Unternehmenszusammenschluss einen Nutzen ziehen, zugeordnet.

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
A1 Telekom Austria 414.862 414.862
World-Direct 1.239 1.239
Österreich gesamt 416.101 416.101
Mobiltel 642.646 605.443
Bulgarien gesamt 642.646 605.443
Vipnet 94.706 66.284
Kroatien gesamt 94.706 66.284
velcom 0 265.131
Weißrussland gesamt 0 265.131
Si.mobil 136.260 136.260
Weitere Märkte gesamt 136.260 136.260
Firmenwerte gesamt 1.289.714 1.489.219

Zur Berechnung des Nutzungswerts 2011 und 2010 wurden folgende Parameter verwendet:

Wachstumsraten der ewigen Rente Abzinsungssatz vor Steuern*
2011 2010 2011 2010
Österreich 0,0% 0,0% 11,2% 10,0%
Bulgarien 1,0% 0,0% 11,5% –13,2% 10,2% –11,9%
Kroatien 1,0% 1,0% 12,2% –13,7% 10,9% –12,7%
Weißrussland 2,0% 2,0% 13,4% –64,2% 13,0% –21,1%
Weitere Märkte 0,0% –2,0% 1,0% –2,0% 9,2% –18,0% 9,1% –16,8%

* Basierend auf einem risikolosen Fremdkapitalzinssatz, adaptiert um markt-, länder- und branchenspezifische Risiken

Die ermittelten Nutzungswerte wurden anschließend mit den Buchwerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (einschließlich Firmenwerten) verglichen. Wertminderungen wurden erfasst, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit über dem ermittelten Nutzungswert lag.

Eine Sensitivitätsanalyse, welche eine Änderung des Abzinsungssatzes sowie der Wachstumsrate um je einen Prozentpunkt berücksichtigt, wurde durchgeführt und hat nicht dazu geführt, dass die Buchwerte die Nutzungswerte übersteigen würden.

(18) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist in der Tabelle "Entwicklung sonstige immaterielle Vermögenswerte" dargestellt.

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 sind in der Position Software selbst erstellte Software mit einem Buchwert von 43.912 EUR bzw. 27.880 EUR, Anschaffungskosten von 144.534 EUR und 119.142 EUR sowie kumulierte Abschreibungen von 100.622 EUR bzw. 91.263 EUR enthalten. Die Zugänge beliefen sich in 2011 und 2010 auf 17.740 EUR bzw. 14.204 EUR.

In 2011 und 2010 erfolgten Umbuchungen von Anzahlungen/Anlagen in Bau auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

In 2011 und 2010 wurden Zinsen in Höhe von 474 EUR bzw. 514 EUR als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Für den zur Berechnung der aktivierten Zinsen herangezogenen Zinssatz siehe Anhangangabe (19).

Lizenzen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Für die wesentlichen Lizenzvereinbarungen werden die Laufzeiten und Gesamtkosten in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

GSM-Lizenzen UMTS-Lizenzen LTE-Lizenzen
Lizenzkosten 744.736 269.060 13.290
Laufzeitende 2013–2024 2017–2025 2026

Die Telekom Austria Group besitzt Mobilfunklizenzen, die von den Telekommunikationsbehörden in Österreich, Kroatien, Slowenien, Serbien, Bulgarien, Weißrussland, Mazedonien und Liechtenstein gewährt wurden.

Der in 2011 durchgeführte Werthaltigkeitstest für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Vip mobile führte aufgrund verbesserter Ertragsaussichten zu einer Wertaufholung in Höhe von 49.379 EUR auf die Lizenz von Vip mobile in Serbien im Segment Weitere Märkte. Die Wertaufholung ist in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung in der Position Wertminderung und Wertaufholung ausgewiesen. In 2009 wurde ein Wertminderungsaufwand für diese Lizenz in Höhe von 61.992 EUR erfasst.

Zum Wertminderungsaufwand in Höhe von 5.966 EUR in 2010 betreffend die Abwertung von Mass Response Service siehe Anhangangabe (17).

In 2011 wurde die Nutzungsdauer einzelner Software im Segment Bulgarien verkürzt, was zu einem Anstieg der Abschreibungen in Höhe von 862 EUR führte. In 2010 wurde die Nutzungsdauer einzelner Software im Segment Österreich verkürzt, was zu einem Anstieg der Abschreibungen in Höhe von 1.303 EUR führte.

Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer für die folgenden Perioden:

2012 298.115
2013 209.080
2014 165.720
2015 120.799
2016 99.213
Danach 223.162

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Nettobuchwerte der Markennamen nach Segmenten für die Jahre 2011 und 2010:

Österreich Bulgarien Kroatien Weißrussland Weitere Märkte Gesamt
Stand 1. Jänner 2010 146.902 263.004 26.201 77.210 4.098 517.415
Erwerbe 496 0 0 0 0 496
Währungsumrechnung 0 0 –295 2.595 167 2.468
Stand 31. Dezember 2010 147.398 263.004 25.907 79.804 4.266 520.379
Erwerbe 0 3.937 5.196 0 0 9.133
Abgänge –1.501 0 0 0 0 –1.501
Wertminderung 0 –19.300 0 0 0 –19.300
Abschreibung 0 –602 –436 0 0 –1.037
Währungsumrechnung 0 0 –560 0 32 –528
Anpassung Hochinflation 0 0 0 4.170 0 4.170
Stand 31. Dezember 2011 145.897 247.040 30.107 83.974 4.297 511.316

Betreffend die Erwerbe und Abgänge der Markennamen siehe Anhangangabe (2).

Markennamen, die als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer klassifiziert werden, werden im vierten Quartal jedes Geschäftsjahres den Werthaltigkeitstests gemäß IAS 36, wie unter Anhangangabe (1) beschrieben, unterzogen. Wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird die Werthaltigkeit auch unterjährig geprüft. Der Werthaltigkeitstest des Markennamens Mobiltel in Bulgarien erforderte Wertminderungen in Höhe von 19.300 EUR. Da beabsichtigt wird, die Markennamen der in 2011 erworbenen Unternehmen in den Segmenten Bulgarien und Kroatien (Anhangangabe (2)) nicht weiterzuführen, werden diese in Bulgarien über sechs und in Kroatien über fünf Jahre planmäßig abgeschrieben.

Die Markennamen wurden 2011 und 2010 folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
A1 Telekom Austria 144.910 144.910
Mass Response Service 0 1.501
Cable Runner 491 491
Paybox Bank 496 496
Gesamt Österreich 145.897 147.398
Mobiltel 243.704 263.004
Megalan 1.410 0
Spectrum Net 1.099 0
Orbitel 827 0
Bulgarien gesamt 247.040 263.004
Vipnet 25.377 25.907
B.net 4.730 0
Kroatien gesamt 30.107 25.907
velcom 83.974 79.804
Weißrussland gesamt 83.974 79.804
mobilkom liechtenstein 1.149 1.117
Si.mobil 3.148 3.148
Weitere Märkte gesamt 4.297 4.266
Markennamen gesamt 511.316 520.379

Zur Berechnung des Nutzungswerts wurden folgende Parameter verwendet:

Wachstumsraten der ewigen Rente Abzinsungssatz vor Steuern*
2011 2010 2011 2010
Österreich 0,0% 0,0% 11,2% 10,0%
Bulgarien 1,0% 0,0% 11,5% –13,2% 10,2% –11,9%
Kroatien 1,0% 1,0% 12,2% –13,7% 10,9% –12,7%
Weißrussland 2,0% 2,0% 13,4% –64,2% 13,0% –21,1%
Weitere Märkte 0,0% –2,0% 1,0% –2,0% 9,2% –18,0% 9,1% –16,8%

* Basierend auf einem risikolosen Fremdkapitalzinssatz, adaptiert um markt-, länder- und branchenspezifische Risiken

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 betrugen die Kaufverpflichtungen für immaterielle Vermögenswerte 24.266 EUR und 19.390 EUR.

(19) Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen ist in der Tabelle "Entwicklung Sachanlagen" dargestellt.

In den Geschäftsjahren 2011 und 2010 wurden Zinsen in Höhe von 1.549 EUR und 1.831 EUR als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Zur Berechnung der aktivierten Zinsen wurde für die Jahre 2011 und 2010 ein Zinssatz von 4,4% bzw. 4,3% angewandt.

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 betrug der Buchwert der Grundstücke 55.741 EUR und 55.737 EUR.

Zum Wertminderungsaufwand in 2010 in Höhe von 653 EUR im Zusammenhang mit der Abwertung von Mass Response Service siehe Anhangangabe (17).

In 2011 und 2010 wurde die Nutzungsdauer einzelner technischer Anlagen aufgrund des schnellen technologischen Fortschritts, der auf einigen Märkten zu verzeichnen war, in den Segmenten Österreich und Bulgarien verkürzt. Diese Änderung führte zu einem Anstieg der Abschreibungen in Höhe von 12.411 EUR und 3.105 EUR in 2011 und 2010.

In 2011 und 2010 betrugen die Zuschüsse der öffentlichen Hand, die von den Anschaffungskosten abgezogen wurden, 151 EUR und 345 EUR.

Die Umbuchungen von Anzahlungen/Anlagen in Bau befindlichen Anlagen betreffen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Zum 31. Dezember 2011 waren keine Vermögenswerte als Sicherheit verpfändet. Zum 31. Dezember 2010 waren Vermögenswerte der digitalen Vermittlungstechnik und sonstige Betriebsanlagen mit einem Buchwert von 1.303 EUR als Sicherheit unter den Cross-Border-Lease-Verträgen verpfändet (siehe Anhangangabe (26)).

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 betrugen die Kaufverpflichtungen für Sachanlagen 73.717 EUR bzw. 68.244 EUR.

Die geschätzten Nutzungsdauern für abschreibbare Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stellen den geschätzten Zeitraum dar, über den die Vermögenswerte voraussichtlich genutzt werden. Eine Verlängerung der Nutzungsdauern um ein Jahr würde zu einer Reduktion der Abschreibungen um 235.867 EUR führen. Eine Verkürzung der Nutzungsdauern um ein Jahr würde zu einer Erhöhung der Abschreibungen um 307.454 EUR führen.

(20) Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Finanzierungsleasingforderungen 6.835 7.095
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 14.753 19.307
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 13.064 4.979
Sonstige langfristige Vermögenswerte, brutto 34.652 31.381
Abzüglich Wertberichtigung für finanzielle Vermögenswerte –131 –182
Sonstige langfristige Vermögenswerte 34.521 31.199

Betreffend Erläuterungen zu den Finanzierungsleasingforderungen siehe Anhangangabe (26). Zum 31. Dezember 2011 und 2010 betreffen die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen positive beizulegende Zeitwerte von Sicherungsinstrumenten (Fair Value Hedge – siehe Anhangangabe (33)) sowie Darlehen an Mitarbeiter. Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Wartungsverträge.

Die Altersstruktur der langfristigen Finanzierungsleasingforderungen und sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2011 und 2010 stellt sich wie folgt dar:

Brutto
2011
Wertberichtigung
2011
Brutto
2010
Wertberichtigung
2010
Noch nicht fällig 21.324 131 26.102 182
Überfällig 0–90 Tage 2 0 7 0
Überfällig 91–180 Tage 0 0 3 0
Überfällig 181–360 Tage 0 0 29 0
Länger als ein Jahr 263 0 261 0
Gesamt 21.588 131 26.402 182

Die Entwicklung der Wertberichtigung zu den langfristigen Finanzierungsleasingforderungen stellt sich wie folgt dar:

Stand zum 31. Dezember 131 182
Dotierung 0 48
Auflösung –50 0
Stand zum 1. Jänner 182 133
2011 2010

(21) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Kurzfristiger Teil langfristiger Verbindlichkeiten 997.877 292.789
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 15.673 111.500
Kurzfristiger Teil der Leasingverbindlichkeiten und Cross Border Lease 636 12.206
Multi-Currency-Notes-Programm 0 90.158
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1.014.185 506.653

Für weitere Erläuterungen zum kurzfristigen Teil der langfristigen Verbindlichkeiten siehe Anhangangabe (25). Durchschnittliche Zinssätze zu den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten finden sich in Anhangangabe (33), weitere Erläuterungen zu den Leasingverbindlichkeiten und Cross Border Lease in Anhangangabe (26).

Im September 2007 wurde ein 300.000-EUR-Multi-Currency-Short-Term-and-Medium-Term-Treasury-Notes-Programm (in der Folge Multi-Currency-Notes genannt) aufgelegt. Das Programm wurde auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2010 waren Multi-Currency-Notes in Euro mit einem Nominale von 90.250 EUR unter diesem Programm begeben.

(22) Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Restruk
turierung
Mitarbeiter
Innen
Rabatte Stilllegung von
Vermögens
werten
Rechtsfälle Zusammen
schaltung und
Roaming
Sonstige Gesamt
Stand zum 1. Jänner 2011 711.108 77.906 55.679 120.911 15.954 18.803 19.423 1.019.784
Zugänge 254.950 41.717 37.443 3.404 5.332 7.154 12.226 362.226
Schätzungsänderungen 0 0 0 2.358 0 0 0 2.358
Verbrauch –57.896 –41.553 –37.596 –693 –3.071 –741 –10.897 –152.447
Auflösung –55.674 –2.973 –6.162 –646 –823 0 –2.620 –68.898
Aufzinsung 29.892 0 0 7.039 0 0 0 36.931
Umgliederungen* –7.098 9.940 0 0 40 0 –40 2.842
Währungsumrechnung 0 –683 0 –6.002 –17 –18 –112 –6.831
Änderungen im
Konsolidierungskreis 0 432 0 0 –333 295 3.422 3.817
Stand 31. Dezember 2011 875.283 84.786 49.364 126.371 17.082 25.493 21.402 1.199.781
Davon langfristig
31. Dezember 2011 761.837 0 0 126.371 0 0 0 888.208
31. Dezember 2010 640.860 0 0 120.911 0 0 0 761.771

* Umgliederungen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie kurzfristiger Teil der Personalrückstellungen

Bei der Ermittlung der Rückstellungen muss der Vorstand beurteilen, ob eine Inanspruchnahme der Telekom Austria Group wahrscheinlich ist und ob die voraussichtliche Höhe der Mittelabflüsse zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellung wird in der Höhe der wahrscheinlichen Inanspruchnahme angesetzt.

Die Telekom Austria Group erwartet, dass rund 60% der Rückstellungen, mit Ausnahme der Rückstellung für die Stilllegung von Vermögenswerten und für Restrukturierung, im folgenden Geschäftsjahr verbraucht werden. Auch wenn mit einer Auszahlung nicht im folgenden Geschäftsjahr gerechnet wird, erfolgt der Ausweis unter den kurzfristigen Rückstellungen, wenn der Zeitpunkt der Inanspruchnahme nicht von der Telekom Austria Group beeinflusst werden kann.

Restrukturierung

In 2008 wurde im Segment Österreich mit einer umfassenden Restrukturierung begonnen. Zum 31. Dezember 2011 und 2010 beträgt die betreffende Rückstellung 820.888 EUR und 672.957 EUR und umfasst 1.571 bzw. 1.062 MitarbeiterInnen und beinhaltet Sozialpläne für MitarbeiterInnen, deren Dienstverhältnis auf sozial verträgliche Weise aufgelöst wird, und Rückstellungen für Bezüge von MitarbeiterInnen, die dauerhaft aus dem Leistungsprozess ausscheiden und deren Dienstverhältnis aufgrund des Beamtenstatus nicht beendet werden kann. Mit 19. Jänner 2011 traten neue Sozialpläne im Segment Österreich in Kraft, welche Vorruhestands-, Karenzierungs- sowie Sonderabfertigungsmodelle umfassen. Zur Berechnung der Rückstellung wurde in 2011 und 2010 ein Zinssatz von 4,5% herangezogen. Die geschätzten Gehaltssteigerungen in 2011 betragen unverändert zu 2010 für Angestellte 3,1% und für Beamte 5,0%. Der Zugang zur Rückstellung wurde im Restrukturierungsaufwand, die Aufzinsung in den Zinsaufwendungen erfasst. Die Auflösung der Rückstellung resultiert im Wesentlichen daraus, dass MitarbeiterInnen in den Regelbetrieb zurückgekehrt bzw. zum Bund gewechselt sind, sowie dass Golden-Handshake-, Karenzund Vorruhestandsmodelle in einem Ausmaß angenommen wurden, das bei der Berechnung in 2010 nicht abschätzbar war.

Im November 2009 hat die Telekom Austria Group eine Vereinbarung mit der österreichischen Bundesregierung über den freiwilligen Wechsel von unkündbaren Beamten, deren Arbeitskraft aufgrund des technologischen Wandels nicht mehr benötigt wird, in den österreichischen Bundesdienst unterzeichnet. Laut dieser Vereinbarung können Beamte im Segment Österreich auf freiwilliger Basis zum Bund wechseln, um administrative Tätigkeiten zu übernehmen. Nach sechs bis zwölf Monaten im Bundesdienst und einer erfolgreichen Leistungsbeurteilung können die Beamten ihre dauerhafte Versetzung beantragen und verlieren das Rückkehrrecht zur Telekom Austria Group. Die Telekom Austria Group bezahlt die Gehälter dieser Beamten bis zum 30. Juni 2014 bzw. 31. Dezember 2014 und wird gleichzeitig den Beamten etwaige Gehaltseinbußen und Einbußen bei der Pensionierung ausgleichen. Zum 31. Dezember 2011 und 2010 beträgt die betreffende Rückstellung 54.395 EUR und 38.151 EUR und umfasst 264 und 158 MitarbeiterInnen. Weiters wurde eine Verbindlichkeit in Höhe von 13.477 EUR und 10.802 EUR erfasst (siehe Anhangangabe (23)). Zur Berechnung der Rückstellung wurden in 2011 und 2010 dieselben Parameter wie für die oben erwähnte Rückstellung herangezogen.

Der Restrukturierungsaufwand, um den das EBITDA bereinigt angepasst wurde, setzt sich in 2011 und 2010 aus 196.550 EUR und 69.429 EUR Aufwand aus dem Restrukturierungsprogramm sowie aus 37.153 und 54.632 EUR Aufwand für den Wechsel von Beamten zum Bund zusammen.

Wenn sich die Parameter anders entwickeln als erwartet, kann dies wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der Rückstellung haben. Eine Reduktion des angewandten Zinssatzes um einen Prozentpunkt würde zur Erhöhung der Rückstellung um 56.012 EUR führen, eine Erhöhung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt zu einer Reduktion der Rückstellung um 50.192 EUR.

MitarbeiterInnen

Die Rückstellungen für MitarbeiterInnen umfassen die Rückstellungen für noch nicht konsumierte Urlaube, Prämien, Überstunden sowie den kurzfristigen Teil der Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und Pensionsverpflichtungen (siehe auch Anhangangabe (27)).

Rückstellung für Rabatte

Bei der Rückstellung für Rabatte handelt es sich um Aufwendungen in Zusammenhang mit Rabatten, die bereits an Kunden gewährt wurden, jedoch zum Bilanzstichtag noch nicht ausbezahlt waren.

Rückstellung für Verpflichtungen aus der Stilllegung von Vermögenswerten

Die Telekom Austria Group bilanziert Verpflichtungen aus dem Abgang und der Stilllegung von Basisstationen, Gebäuden, öffentlichen Telefonzellen und teer- oder salzimprägnierten Holzmasten.

Die Telekom Austria Group ist dazu verpflichtet, eine bestimmte Anzahl von Telefonzellen zu betreiben, um der österreichischen Bevölkerung einen ausreichenden Zugang zu Telekommunikationsdienstleistungen zu gewährleisten. Die Anzahl der öffentlichen Telefonzellen wird zwar reduziert, die Telefonzellen werden jedoch in absehbarer Zukunft nicht zur Gänze abgebaut, dies unter der Voraussetzung, dass die Telekom

Austria Group ihre Geschäftsfelder nicht ändert und es zu keiner wesentlichen Technologieänderung kommt. Die Telekom Austria Group traf eine Schätzung über die Anzahl der abzubauenden Telefonzellen sowie über den Zeitpunkt des Abgangs und zog für die Bewertung der daraus resultierenden Verpflichtungen die wahrscheinlichkeitsgewichteten zukünftig erwarteten Zahlungsströme heran.

Des Weiteren bilanziert die Telekom Austria Group Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Abgang von teer- oder salzimprägnierten Holzmasten, welche sich in Betrieb befinden. Die Telekom Austria Group zog für die Bewertung der Verpflichtungen die erwarteten Erfüllungszeitpunkte sowie die zukünftig erwarteten Zahlungsströme heran.

Des Weiteren hat die Telekom Austria Group Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Entsorgung von Problemstoffen bei der Stilllegung von Gebäuden bilanziert.

Die Telekom Austria Group betreibt Basisstationen auf Grund und Boden, Dachflächen sowie anderen Bauten. Für diese Standorte wurden verschiedene Arten von Mietverträgen abgeschlossen. Bei der Schätzung der beizulegenden Zeitwerte der Verpflichtung aus der Stilllegung ihrer Basisstationen hat die Telekom Austria Group eine Reihe von Annahmen getroffen, die den Zeitpunkt der Stilllegung oder eine frühzeitige Vertragskündigung sowie den prozentuellen Anteil der Basisstationen, die frühzeitig stillgelegt werden, die technologische Entwicklung und die Kosten des Rückbaus beinhalten.

Des Weiteren bilanziert die Telekom Austria Group Verpflichtungen für Gebäude und Geschäftsräumlichkeiten, welche sie im Rahmen von Operating-Leasing-Vereinbarungen gemietet hat und für die sie verpflichtet ist, die Räumlichkeiten nach Ablauf der Mietverträge in den ursprünglichen Zustand zu versetzen.

In 2011 wurde der Zinssatz zur Berechnung der Rückstellung für Verpflichtungen aus der Stilllegung von Vermögenswerten von 5,0% auf 6,0% aufgrund der allgemeinen Entwicklung in den einzelnen Ländern erhöht. Die zur Berechnung herangezogene Inflation wurde von 2,0% auf 3,0% erhöht. Die Änderung dieser Parameter führte zu einer ergebnisneutralen Erhöhung der Rückstellung.

Rechtsfälle

Rückstellungen für Rechtsfälle betreffen hauptsächlich Aufwendungen für Rechtsberatung und -streitigkeiten.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen betreffen hauptsächlich Aufwendungen für Prüfungs- und Beratungshonorare, Provisionen, Steuern (exklusive Steuern vom Einkommen), Energie und Pönalen.

(23) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Finanzbehörden 52.647 55.385
Sozialversicherung 8.447 8.603
MitarbeiterInnen 14.819 15.008
Wechsel von Beamten zum Bund 13.477 10.802
Kundenvorauszahlungen 4.760 8.198
Öffentliche Hand 209 254
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 3.316 2.848
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 97.675 101.097
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 128.815 120.754
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 226.490 221.851

Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden bestehen im Wesentlichen aus geschuldeter Umsatzsteuer und Lohnsteuer.

Die Verbindlichkeiten aus Sozialversicherung betreffen die gesetzlichen Beiträge zur Sozialversicherung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber MitarbeiterInnen betreffen hauptsächlich Gehälter (inklusive Überstunden und Reisekosten) sowie Verbindlichkeiten für einmalige Abfertigungszahlungen. Die Verbindlichkeiten aus dem Wechsel von Beamten zum Bund betreffen den Ausgleich von Gehaltseinbußen, die pauschale Abgeltung eines allfälligen Pensionsnachteils sowie eine Zusatzzahlung, die den Beamten von der Telekom Austria Group als Einmalzahlung ausgeglichen wird (siehe Anhangangabe (22)).

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten betreffen in 2011 und 2010 Roaminggutschriften, Kundenguthaben und schwebende Geldbewegungen sowie die verzinsliche Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Erwerb von SBT in 2007 (siehe Anhangangabe (2)). In 2011 sind weiters negative beizulegende Zeitwerte von Sicherungsinstrumenten (Cashflow Hedges – siehe Anhangangabe (33)) sowie die noch nicht bezahlte variable Kaufpreiskomponente aus dem Erwerb von Megalan (siehe Anhangangabe (2)) enthalten.

(24) Kurzfristige passive Rechnungsabgrenzungen

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Erlösabgrenzungen 135.170 140.840
Kundenbindungsprogramme 31.348 20.801
Abgegrenzter Nettobarwertvorteil Cross Border Lease 0 2.649
166.517 164.290
Abzüglich langfristiger Anteil 0 –1.324
Kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten 166.517 162.966

Erlösabgrenzungen betreffen hauptsächlich vorausbezahlte Freischaltungsentgelte, monatliche Grundentgelte sowie Entgelte für Mietleitungen, im Voraus bezahlte Mobilfunkentgelte und Mieteinnahmen für Funkanlagen. Diese Entgelte werden über jenen Zeitraum vereinnahmt, über den die Leistung erbracht wird.

Gemäß IFRIC 13 – Kundenbindungsprogramme ist der auf die Prämie entfallende Umsatz in den passiven Rechnungsabgrenzungen enthalten, bis der Kunde sein Prämienanrecht einlöst bzw. dieses Anrecht verfällt.

Zum abgegrenzten Nettobarwertvorteil Cross Border Lease siehe Anhangangabe (26).

(25) Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Die Laufzeiten und Bedingungen der langfristigen Finanzverbindlichkeiten und deren kurzfristiger Anteil sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

31. Dezember 2011 31. Dezember 2010
Währung Fälligkeit Nomineller Zinssatz Nennwert Buchwert Nomineller Zinssatz Nennwert Buchwert
Anleihen
EUR 2013 fix 5,00% 750.000 759.834 fix 5,00% 750.000 765.415
EUR 2017 fix 4,25% 500.000 496.747 fix 4,25% 500.000 496.106
EUR 2016 fix 6,375% 750.000 745.358 fix 6,375% 750.000 744.222
2.000.000 2.001.940 2.000.000 2.005.743
Schuldscheindarlehen
EUR 2012 fix 6,08% 100.000 99.971 fix 6,08% 100.000 99.921
EUR 2012 variabel 2,86% 200.000 199.942 variabel 2,20% 200.000 199.842
300.000 299.913 300.000 299.763
Bankkredite mit Bundeshaftung
EUR 2011 0 0 variabel 2,63% 4.360 4.360
EUR 2011 0 0 variabel 2,39% 363 363
0 0 4.724 4.724
Bankkredite ohne Bundeshaftung
EUR 2011 0 0 fix 2,40% 210.000 210.000
EUR 2012 variabel 3,13% 142.000 142.000 0 0
EUR 2012–2019 fix 4,88% 42.611 42.611 0 0
EUR 2012 fix 3,59% 224.000 224.000 fix 3,59% 224.000 224.000
EUR 2012 variabel 1,95% 125.000 125.000 variabel 1,51% 125.000 125.000
EUR 2012 fix 5,27% 70.000 70.000 fix 5,27% 70.000 70.000
EUR 2012 fix 4,84% 50.000 50.000 fix 4,84% 50.000 50.000
EUR 2013 fix 3,72% 96.250 96.250 fix 3,72% 96.250 96.250
EUR 2013 fix 4,01% 78.750 78.750 fix 4,01% 78.750 78.750
EUR 2014–2019 fix 4,32% 168.000 168.000 0 0
EUR 2014 variabel 2,11% 75.000 75.000 variabel 1,53% 75.000 75.000
EUR 2015 fix 3,51% 200.000 200.000 0 0
EUR 2016 fix 5,41% 50.000 50.000 fix 5,41% 50.000 50.000
EUR 2012–2017 fix 4,22% 29.008 29.008 0 0
EUR 2018 fix 3,44% 200.000 200.000 0 0
1.550.618 1.550.618 979.000 979.000
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 3.850.618 3.852.471 3.283.724 3.289.229
Abgegrenzte Zinsen 80.336 80.336 80.800 80.800
Finanzverbindlichkeiten 3.930.954 3.932.806 3.364.524 3.370.029
Kurzfristiger Anteil –997.877 –997.877 –292.789 –292.789
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 2.933.077 2.934.929 3.071.734 3.077.240

Anleihen

In 2003 hat die Telekom Austria Group ein Euro-Medium-Term-Note-("EMTN"-)-Programm aufgelegt. Im Rahmen dieses Programms hat die Telekom Austria Group im Juli 2003 eine Anleihe über 750.000 EUR mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem fixen Zinskupon von 5,0% begeben. Für ein Nominale von 300.000 EUR dieser Anleihe wurden Swap-Verträge abgeschlossen und der Zinssatz von fix auf variabel getauscht. Im Jänner 2005 wurde eine weitere Anleihe über 500.000 EUR mit einer Laufzeit von zwölf Jahren und einem fixen Zinskupon von 4,25% begeben. Das Disagio in Höhe von 7.693 EUR wird entsprechend der Vertragslaufzeit aufgelöst. Zum 31. Dezember 2008 ist das EMTN-Programm ausgelaufen und wurde nicht mehr verlängert.

Am 29. Jänner 2009 hat die Telekom Austria Group eine siebenjährige endfällige Anleihe im Eurobondmarkt mit einem Volumen von 750.000 EUR und einem fixen Zinskupon von 6,375% begeben. Das Disagio und die Ausgabekosten in Höhe von 7.965 EUR werden entsprechend der Vertragslaufzeit aufgelöst.

Schuldscheindarlehen

Die Schuldscheindarlehen wurden am 6. August 2008 begeben. Die Telekom Austria Group hat für ein Nominale von 200.000 EUR Swap-Verträge abgeschlossen und die Zinssätze von variabel auf fix getauscht.

Bankkredite mit Haftungen der Republik Österreich

Bankkredite mit Haftungen der Republik Österreich betrafen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche vor der Privatisierung der Telekom Austria Group im Jahr 1996 abgeschlossen wurden. In 2011 wurden die letzten Raten getilgt.

Bankkredite ohne Haftungen der Republik Österreich

Für alle nach der Privatisierung der Telekom Austria Group abgeschlossenen Kreditverträge mit Kreditinstituten bestehen keine Haftungen der Republik Österreich. Mit Abschluss einzelner Finanzverbindlichkeiten hat sich die Telekom Austria Group verpflichtet, bestimmte Finanzkennzahlen zu erfüllen, die zum 31. Dezember 2011 und 2010 erfüllt wurden.

(26) Leasingverhältnisse und Cross Border Lease

Leasingnehmer

Die Telekom Austria Group least Anlagen für ihren Geschäftsbetrieb, die entweder als Operating Leasing oder als Finanzierungsleasing eingestuft werden. Die Operating-Leasing-Verträge haben unterschiedliche Laufzeiten bis 2021 und umfassen im Wesentlichen das Anmieten von Immobilien.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus den unkündbaren Operating-Leasing- und Finanzierungsleasingverträgen zum 31. Dezember 2011 betragen:

2012 Sonstiges
Finanzierungsleasing
645
Operating Leasing
30.071
2013 90 23.455
2014 31 18.787
2015 12 16.557
2016 1 9.590
Nach 2016 0 10.974
Summe der Mindestleasingzahlungen 779 109.435
Abzüglich Zinsenanteil –19
Barwert der Leasingzahlungen 760
Abzüglich kurzfristiger Anteil –636
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 124

Leasinggeber

Die Telekom Austria Group erhält Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasing-Verträgen, die hauptsächlich Nebenstellenanlagen ("PABX") sowie Settopboxen betreffen. Diese Zahlungen werden von der Telekom Austria Group linear über die Laufzeit der Verträge realisiert. Zum 31. Dezember 2011 und 2010 betrugen die Anschaffungskosten dieser Anlagen 44.305 EUR bzw. 36.845 EUR und die Buchwerte 12.233 EUR bzw. 12.819 EUR. Zum 31. Dezember 2011 betragen die künftigen Mindestleasingzahlungen:

Operating Leasing
2012 6.158
2013 3.427
2014 1.662
2015 1.232
2016 900
Nach 2016 1.216
Summe der Mindestleasingzahlungen 14.597

Die Telekom Austria Group vermietet Mobiltelefone an Kunden in Bulgarien im Rahmen von Finanzierungsleasing. Weiters werden unveräußerliche Nutzungsrechte (Indefeasible Right of Use of Dark Fibre) für die Laufzeit von 15 Jahren im Rahmen von Finanzierungsleasing vermietet. Die künftigen Mindestleasingzahlungen für diese Transaktionen zum 31. Dezember 2011 betragen:

Finanzierungsleasing
2012 11.914
2013 4.000
2014 341
2015 331
2016 321
Nach 2016 3.827
Summe der Mindestleasingzahlungen 20.733
Abzüglich Zinsenanteil –2.481
Barwert der Finanzierungsleasingforderungen 18.252
Abzüglich kurzfristiger Anteil –11.417
Langfristige Finanzierungsleasingforderungen 6.835

Die Wertberichtigungen zu Finanzierungsleasingforderungen (siehe Anhangangaben (14) und (20)) betragen:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Wertberichtigung – langfristige Finanzierungsleasingforderungen 131 182
Wertberichtigung – kurzfristige Finanzierungsleasingforderungen 411 484
Stand zum 31. Dezember 543 666

Cross-Border-Lease-Verträge

Die Telekom Austria Group hat im Dezember 2001 einen Cross Border Lease ("CBL") mit einem US-Investor abgeschlossen, welcher im April 2011 vorzeitig beendet wurde. Dafür wurde in 2011 einerseits ein Aufwand in Höhe von 2.095 EUR erfasst, andererseits wurde der diesen Transaktionen zugeordnete Nettobarwertvorteil in Höhe von 2.648 EUR aufgelöst. Die Telekom Austria Group hat daher in 2011 einen Zinsertrag in Höhe von 553 EUR realisiert (siehe Anhangangabe (7)). Die vorzeitige Beendigung erfolgte sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich zu attraktiven Bedingungen.

Dieser Vertrag war als Lease-in-Lease-out-Transaktion ("LILO") gestaltet. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Anlagen hat die Telekom Austria Group Geldeinlagen und andere Wertpapiere finanziert. Die Kupons und Tilgungserlöse dieser Wertpapiere decken sowohl die Lease-back-Zahlungen wie auch die Rückkaufoption zu fixen Preisen.

Ein Großteil der Depotzahlungen und der Leasingverbindlichkeiten aus der im Geschäftsjahr 2001 abgeschlossenen Cross-Border-Lease-Transaktion wurde in der Bilanz erfasst, da die Telekom Austria Group über die Depotzahlungen verfügen und Zahlungen einbehalten kann. Die in Zusammenhang mit den PUAs ("Payment Undertaking Agreements") geleisteten Depotzahlungen sowie die aus dem Hauptleasingvertrag erhaltene Vorauszahlung und die Leasingverbindlichkeiten wurden in der Bilanz getrennt erfasst. Dementsprechend wurden Zinsaufwendungen und -erträge in den Jahren 2011 und 2010 in Höhe von 238 EUR und 1.598 EUR erfasst.

Da der wirtschaftliche Gehalt der beschriebenen Transaktionen gemäß SIC 27 keine Leasingverhältnisse nach IAS 17 darstellte, erfasste die Telekom Austria Group die Vermögenswerte weiterhin in ihrer Bilanz und hatte daher weder einen Gewinn noch einen Verlust zum Zeitpunkt des Abschlusses dieser Transaktionen realisiert. Der den Barwert der künftigen Leasingraten übersteigende Teil des Verkaufserlöses stellte für die Telekom Austria Group den Erlös aus der Veräußerung eines Steuervorteils dar. Der Nettobarwertvorteil aus diesen Transaktionen im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Steuervorteils in 2001 betrug 14.547 EUR und wurde über die Dauer der Leasingvereinbarung verteilt vereinnahmt (siehe Anhangangabe (7)).

Die Telekom Austria Group hat im Rahmen von Cross-Border-Finanzierungen in 2001 mit dem US-Versicherungskonzern American International Group (AIG) Finanzierungsvereinbarungen abgeschlossen. Da das Rating des Versicherungsunternehmens in 2008 zurückgestuft wurde, mussten zusätzliche Garantien von der Telekom Austria Group beigebracht werden. Zur Unterlegung dieser Garantien wurde im Juli 2009 ein 100.000-EUR-Depot als Sicherheit eröffnet, welches nach Ende der Laufzeit im Dezember 2011 rückgezahlt wurde.

Die zum 31. Dezember 2010 im Zusammenhang mit den Cross-Border-Lease-Verträgen bilanzierten Vermögenswerte (PUAs) und Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Depotzahlungen, langfristig 0 18.821
Depotzahlungen, kurzfristig 0 6.659
Vermögenswerte im Zusammenhang mit Cross Border Lease gesamt 0 25.480
Cross-Border-Leasing-Verpflichtungen 0 25.480
davon kurzfristig 0 11.842

(27) Personalrückstellungen

Die langfristigen Personalrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Jubiläumsgelder 61.694 63.425
Abfertigungen 61.750 59.441
Pensionen 5.420 5.851
Sonstige 112 2.859
Personalrückstellungen 128.976 131.576

Versicherungsmathematische Annahmen

Die folgende Tabelle zeigt die bei der Bewertung von Verpflichtungen aus Jubiläumsgeldzuwendungen, Abfertigungen und Pensionen verwendeten wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen:

Zum 31. Dezember 2011 2010
Abzinsungsfaktor 4,5% 4,5%
Gehaltssteigerungen – Beamte 5,5% 5,5%
Gehaltssteigerungen – Angestellte 3,1% 3,1%
Pensionssteigerungen 1,6% 1,6%
Fluktuationsrate* 0,0%–4,5% 0,0%–4,1%

* Gestaffelt nach vollendeten Dienstjahren

Der Zinsaufwand für Personalrückstellungen wird im Finanzergebnis, der Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen.

Jubiläumsgelder

Beamte und bestimmte Angestellte (im Folgenden "MitarbeiterInnen") haben einen Anspruch auf Jubiläumsgelder. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen erhalten die Berechtigten nach 25 Dienstjahren zwei Monatsgehälter und nach 40 Dienstjahren vier Monatsgehälter. MitarbeiterInnen, die zum Zeitpunkt des Pensionsantritts mindestens 35 Dienstjahre aufweisen und in den Ruhestand übertreten

(65. Lebensjahr) oder aufgrund einer ganz bestimmten gesetzlichen Regelung in den Ruhestand versetzt werden, gebührt ebenfalls die Jubiläumszuwendung in Höhe von vier Monatsbezügen. Die Rückstellung wird über die Dienstzeit unter Anwendung eines Fluktuationsabschlags für MitarbeiterInnen, die vorzeitig aus dem Dienstverhältnis ausscheiden, gebildet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort in der Periode, in der sie anfallen, ergebniswirksam erfasst.

Die folgende Tabelle zeigt die Bestandteile und die Entwicklung der Rückstellung für Jubiläumsgelder vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2011 und 2010:

2011 2010
Rückstellung zu Beginn des Jahres 67.119 60.178
Dienstzeitaufwand 2.482 2.283
Zinsaufwand 2.949 3.234
Versicherungsmathematische Verluste (Gewinne) –3.082 4.351
Zahlungen –3.118 –2.941
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1 14
Rückstellung am Ende des Jahres 66.351 67.119
Abzüglich kurzfristige Rückstellung –4.657 –3.694
Langfristige Rückstellung 61.694 63.425

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 betrifft weniger als 1% der langfristigen Jubiläumsgeldrückstellung die ausländischen Tochtergesellschaften.

Die erfahrungsbedingten Anpassungen sowie die Barwerte der erworbenen Anwartschaften zum 31. Dezember betragen:

2011 2010 2009 2008 2007
Barwert der erworbenen Anwartschaften 66.351 67.119 60.178 55.480 52.599
Erfahrungsbedingte Anpassungen 3.075 1.281 360 –3.115 –343

Abfertigungen

MitarbeiterInnen, deren Dienstverhältnis in Österreich am oder nach dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, unterliegen einem beitragsorientierten Versorgungsplan. In diesem Zusammenhang hat die Telekom Austria Group in den Jahren 2011 und 2010 1.474 EUR bzw. 1.316 EUR (1,53% des Gehalts bzw. Lohns) in den beitragsorientierten Versorgungsplan (BAWAG Allianz Mitarbeitervorsorgekasse AG) eingezahlt.

Verpflichtungen aus Abfertigungen für MitarbeiterInnen in Österreich, deren Dienstverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, werden durch leistungsorientierte Pläne abgedeckt. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses durch die Telekom Austria Group oder bei Pensionsantritt erhalten berechtigte MitarbeiterInnen eine Abfertigung, die – abhängig von ihrer Dienstzeit – ein Mehrfaches ihres monatlichen Grundgehalts zuzüglich variabler Komponenten wie Überstunden oder Prämien, maximal aber zwölf Monatsgehälter beträgt. Bei Beendigung des Dienstverhältnisses werden maximal drei Monatsgehälter sofort, darüber hinausgehende Beträge über einen Zeitraum von höchstens zehn Monaten verteilt ausgezahlt. Im Falle des Todes haben die Erben der berechtigten MitarbeiterInnen Anspruch auf 50% der Abfertigung.

Die folgende Tabelle zeigt die Komponenten der Abfertigungsaufwendungen in den Jahren 2011 und 2010:

2011 2010
Dienstzeitaufwand 4.469 3.696
Zinsaufwand 2.984 2.882
Amortisation des versicherungsmathematischen Verlusts (Gewinns) –11 –1.174
Abfertigungsaufwendungen der Periode 7.443 5.403

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Abfertigungsrückstellungen vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2011 und 2010:

2011 2010
Barwert der erworbenen Anwartschaften zu Beginn des Jahres 67.093 54.565
Währungsumrechnung 2 –6
Änderungen des Konsolidierungskreises 20 25
Dienstzeitaufwand 4.469 3.696
Zinsaufwand 2.984 2.882
Zahlungen –5.133 –4.762
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 3
Versicherungsmathematische Verluste (Gewinne) 39 10.690
Barwert der erworbenen Anwartschaften am Ende des Jahres 69.521 67.093
Noch nicht berücksichtigter versicherungsmathematischer Gewinn (Verlust) –6.278 –6.228
Rückstellung am Ende des Jahres 63.243 60.865
Abzüglich kurzfristige Rückstellung –1.493 –1.424
Langfristige Rückstellung 61.750 59.441

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 betreffen rund 3% der langfristigen Abfertigungsrückstellung ausländische Tochtergesellschaften.

Die erfahrungsbedingten Anpassungen sowie die Barwerte der erworbenen Anwartschaften zum 31. Dezember betragen:

2011 2010 2009 2008 2007
Barwert der erworbenen Anwartschaften 69.521 67.093 54.565 45.759 52.425
Erfahrungsbedingte Anpassungen –352 –1.256 –2.388 –3.904 –20.714

Pensionen

Beitragsorientierte Versorgungssysteme

In Österreich werden Pensionsleistungen für Angestellte grundsätzlich durch die Sozialversicherungsträger und für Beamte durch den Staat erbracht. Die Telekom Austria Group ist verpflichtet, Beiträge für Pensionen und Gesundheitsvorsorge für aktive und in Ruhestand befindliche Beamte sowie für deren Hinterbliebene zu leisten. Für aktive Beamte betrugen diese Beiträge in 2011 und 2010 maximal 28,3%, abhängig vom Alter der Beamten. 15,75% werden von der Telekom Austria Group, der Rest wird von den Beamten getragen. Nach Abzug der Arbeitnehmerbeiträge betrugen die Beiträge der Telekom Austria Group an den Staat 40.037 EUR und 40.816 EUR für die Jahre 2011 und 2010.

Zusätzlich bietet die Telekom Austria Group den Angestellten einiger österreichischer Tochtergesellschaften einen beitragsorientierten Versorgungsplan an. Die Beiträge der Telekom Austria Group berechnen sich als Prozentsatz des Entgelts und dürfen 5% nicht übersteigen. Die Aufwendungen dieses Plans beliefen sich in den Jahren 2011 und 2010 auf 12.658 EUR und 13.006 EUR.

Leistungsorientiertes Versorgungssystem

Für bestimmte ehemalige MitarbeiterInnen leistet die Telekom Austria Group Zahlungen nach einem leistungsorientierten Pensionsplan. Alle begünstigten MitarbeiterInnen sind bereits in Pension und waren vor dem 1. Jänner 1975 angestellt. Der Plan, der über keine Kapitaldeckung verfügt, sieht Pensionen vor, die einen von den Beschäftigungsjahren abhängigen Prozentsatz des Gehalts betragen. Die Pensionen belaufen sich auf höchstens 80% des Gehalts vor der Pensionierung, einschließlich der staatlichen Altersversorgung.

Für die Ermittlung des Pensionsaufwands verwendet die Telekom Austria Group die Methode der laufenden Einmalprämien ("projected unit credit method"). Nach dieser Methode erfasst die Telekom Austria Group versicherungsmathematische Gewinne und Verluste unter Anwendung der sogenannten Korridormethode.

Die Pensionsleistungen in den Jahren 2011 und 2010 sind in der folgenden Tabelle angeführt:

2011 2010
Zinsaufwand 303 372
Amortisation des versicherungsmathematischen Verlusts (Gewinns) 0 0
Pensionsaufwendungen 303 372

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Pensionsrückstellungen vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2011 und 2010:

2011 2010
Barwert der erworbenen Anwartschaften zu Beginn des Jahres 7.133 7.186
Zinsaufwand 303 372
Zahlungen –801 –774
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 90 0
Versicherungsmathematische Verluste (Gewinne) 394 349
Barwert der erworbenen Anwartschaften am Ende des Jahres 7.120 7.133
Noch nicht berücksichtigter versicherungsmathematischer Gewinn (Verlust) –934 –539
Rückstellung am Ende des Jahres 6.186 6.593
Abzüglich kurzfristige Rückstellung –766 –742
Langfristige Rückstellung 5.420 5.851

Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand betrifft Pensionszahlungen vergangener Perioden, die aufgrund geänderter Schätzungen gestiegen sind und nicht auf zukünftige Perioden verteilt werden konnten. Die erfahrungsbedingten Anpassungen sowie die Barwerte der erworbenen Anwartschaften zum 31. Dezember betragen:

2011 2010 2009 2008 2007
Barwert der erworbenen Anwartschaften 7.120 7.133 7.186 6.773 7.489
Erfahrungsbedingte Anpassungen –394 179 –610 –419 –303

Wenn sich die relevanten Parameter wesentlich anders entwickeln als erwartet, kann dies materielle Auswirkungen auf die Rückstellung und in der Folge auf die Netto-Personalaufwendungen sowie Zinsaufwendungen der Telekom Austria Group haben. Eine Veränderung des verwendeten Abzinsungsfaktors um einen Prozentpunkt würde zu folgenden Anwartschaftsbarwerten führen:

Zum 31. Dezember 2011 3,5% 4,5% 5,5%
Jubiläumsgelder 71.785 66.351 61.522
Abfertigungen 82.955 69.521 58.698
Pensionen 7.720 7.120 6.686

(28) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungen

Die Zusammensetzung der sonstigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, langfristig 472 884
Cashflow Hedges 33.795 9.817
Sonstige Verbindlichkeiten 26.228 56.247
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 60.495 66.948
Abgegrenzter Nettobarwertvorteil Cross Border Lease 0 1.324
Long-Term-Incentive-Programm 3.017 1.309
Sonstige Verbindlichkeiten 3.598 3.413
Sonstige passive Rechnungsabgrenzungen 7.068 13.068
Langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 13.683 19.114
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungsposten 74.178 86.063

Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Fälligkeit von über einem Jahr.

Die Cashflow Hedges betreffen in 2011 drei Forward-Start-Swaps (pre-hedges) (siehe Anhangangabe (33)) sowie in 2010 einen Zinsswap, mit dem die variablen Zinsen eines Schuldscheindarlehens gegen fixe Zinsen getauscht werden (siehe Anhangangaben (25) und (33)). Zum 31. Dezember 2011 ist dieser Swap in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Anhangangabe (23)).

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 beinhalten die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten im Wesentlichen den langfristigen Teil der erfolgsabhängigen Kaufpreiskomponente aus dem Erwerb von SBT in 2007 (siehe Anhangangabe (2)).

Der Barwertvorteil aus dem Cross Border Lease entspricht dem langfristigen Teil des Barwerts der Vorteile, die aus dem Cross Border Lease resultieren und über die Vertragslaufzeit amortisiert wurden (siehe Anhangangabe (26)).

Betreffend das Long-Term-Incentive-Programm siehe Anhangangabe (31).

(29) Eigenkapital

Kapitalmanagement

Die Kapitalstruktur der Telekom Austria Group besteht aus Fremdkapital sowie dem den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbaren Eigenkapital, welches sich, wie in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals ersichtlich, aus Grundkapital, eigenen Aktien, Kapitalrücklagen, sonstigen Rücklagen und Bilanzgewinn sowie Währungsumrechnungsdifferenzen zusammensetzt.

Die Telekom Austria Group betreibt Kapitalmanagement mit dem Ziel, dass alle Tochtergesellschaften bei größtmöglicher Rendite für die Anteilseigner durch Optimierung der Fremd- und Eigenkapitalstruktur der Gesellschaften fortgeführt ("Going Concern") werden können. Das Währungsrisiko aus Konzernunternehmen außerhalb der Eurozone wird, soweit wirtschaftlich sinnvoll, durch geeignete Maßnahmen reduziert.

Auf Konzernebene ist Ziel des Managements, ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes Depreciation and Amortization, exklusive Aufwand aus Restrukturierung, Wertminderung und Wertaufholung) im Bereich von 2,0x bis 2,5x zu halten sowie das stabile Investment-Grade-Rating abzusichern.

Das Management versucht, innerhalb dieser Vorgaben ein Gleichgewicht von Aktionärsvergütung und Möglichkeiten zur Finanzierung von profitablen Wachstumsprojekten zu schaffen. Bei Mangel an entsprechenden Wachstumsprojekten und einem Verschuldungsgrad unter 2,0 können auch eigene Aktien zurückgekauft werden.

Die Telekom Austria Group ist bestrebt, die solide Kapitalbasis zu erhalten, um das Vertrauen der Investoren, Gläubiger und des Markts aufrechtzuerhalten und die zukünftige Entwicklung der Telekom Austria Group nachhaltig zu sichern. Der Vorstand überwacht einerseits die Kapitalrentabilität, welche von der Telekom Austria Group als Eigenkapital- sowie Gesamtkapitalrentabilität definiert wird, und anderseits die Dividendenhöhe in Relation zum Free Cashflow.

Eine Tochtergesellschaft, die eine Bank ist, erfüllt die geforderten Mindesteigenkapital- und Rücklagenerfordernisse. Alle weiteren Tochtergesellschaften sowie die Telekom Austria AG unterliegen, mit Ausnahme der bei der Gründung von Kapitalgesellschaften definierten Vorschriften, keinen externen Mindestkapitalanforderungen.

Grundkapital

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 beträgt das Grundkapital der Telekom Austria AG jeweils 966.183 EUR und ist in 443 Mio. Stück auf Inhaber lautende Aktien geteilt. Die Aktien haben keinen Nennwert. Die ÖIAG hält zum 31. Dezember 2011 28,4% der Aktien, 15,81% werden direkt und indirekt in Form von Aktien und Optionen von der RPR Privatstiftung gehalten, der Anteil eigener Aktien beträgt 0,1%, die restlichen Aktien befinden sich im Streubesitz. Zum 31. Dezember 2010 hielt die ÖIAG rund 28,4%, 0,1% wurden als eigene Anteile gehalten, und die restlichen Aktien befanden sich im Streubesitz.

Genehmigtes bedingtes Kapital 2006

Mit Hauptversammlungsbeschluss der Telekom Austria AG vom 23. Mai 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Telekom Austria AG um bis zu 21.810 EUR (10 Mio. Aktien) bis 2011 zur Bedienung von Aktienoptionen zu erhöhen. Da für sämtliche Tranchen eine Barablöse beschlossen wurde, wurde von den bedingten Kapitalerhöhungen nicht Gebrauch gemacht. Die vorgenannte Ermächtigung ist in 2011 erloschen.

Die Anzahl der genehmigten, ausgegebenen und ausstehenden Aktien sowie eigenen Aktien zum 31. Dezember 2011 und 2010 ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Genehmigte Aktien 443.000.000 453.000.000
Ausgegebene Aktien 443.000.000 443.000.000
Eigene Aktien –436.031 –436.031
Ausstehende Aktien 442.563.969 442.563.969

Da in 2011 und 2010 weder eigene Aktien erworben wurden, noch eigene Aktien zur Bedienung von Mitarbeiterbeteiligungsplänen wieder ausgegeben wurden, blieb die Anzahl der ausstehenden Aktien unverändert.

Dividendenzahlungen

Am 19. Mai 2011 wurde von den Aktionären in der Hauptversammlung eine Dividende von 0,75 Euro pro Aktie beschlossen. Die Dividendensumme betrug somit 331.923 EUR und wurde am 26. Mai 2011 ausgeschüttet. Am 27. Mai 2010 wurde von den Aktionären in der Hauptversammlung eine Dividende von 0,75 Euro pro Aktie beschlossen. Die Dividendensumme betrug somit 331.923 EUR und wurde am 4. Juni 2010 ausgeschüttet.

Im Geschäftsjahr 2011 beträgt der Jahresfehlbetrag der Telekom Austria AG nach dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch 224.455 EUR, in 2010 betrug der Jahresüberschuss 1.694.726 EUR. Gemäß § 104 Abs. 4 AktG haben der Aufsichtsrat und der Vorstand beschlossen, in 2011 393.400 EUR von den Gewinnrücklagen aufzulösen und in 2010 vom Jahresüberschuss einen Betrag von 1.363.090 EUR in die Gewinnrücklage einzustellen, wodurch ein unternehmensrechtlicher Bilanzgewinn von 169.022 EUR bzw. 332.000 EUR verbleibt, welcher keinen Ausschüttungsbeschränkungen unterliegt. Der Vorstand plant mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Hauptversammlung vorzuschlagen, vom Bilanzgewinn eine Dividende von 0,38 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten.

Eigene Aktien

Mit Hauptversammlungsbeschluss der Telekom Austria AG vom 19. Mai 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, während einer Geltungsdauer von 18 Monaten bis November 2012 eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 5% des Grundkapitals zu einem Gegenwert von mindestens 1 Euro und höchstens 30 Euro pro Aktie zu erwerben. Des Weiteren wurde der Vorstand dazu ermächtigt, die eigenen Aktien (a) für die Bedienung der Verbindlichkeiten aus den in Anhangangabe (31) beschriebenen Mitarbeiterbeteiligungsplänen oder (b) für Unternehmenserwerbe zu verwenden, (c) das Grundkapital durch Einziehung von bis zu 22,15 Millionen eigener Aktien ohne Nennwert um bis zu 48.309 EUR herabzusetzen oder (d) diese über die Börse oder auch außerbörslich zu veräußern.

Bestand eigener Aktien zum 31. Dezember 2011 2010
Anzahl der eigenen Aktien 436.031 436.031
Durchschnittspreis pro Aktie in Euro 18,80 18,80
Abzugsposten im Eigenkapital 8.196 8.196

Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen resultieren aus der Gründung der Gesellschaft sowie aus nachfolgenden Umgründungsmaßnahmen. Des Weiteren sind Beträge aus aktienbasierten Mitarbeiterbeteiligungsplänen und dem Einzug eigener Aktien enthalten.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie und das verwässerte Ergebnis je Aktie berechnen sich für die Geschäftsjahre 2011 und 2010 wie folgt:

2011 2010
Jahresüberschuss (-fehlbetrag), der auf die Eigentümer der Muttergesellschaft entfällt –251.972 195.350
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien 442.563.969 442.563.969
Ergebnis je Aktie – unverwässert und verwässert (in Euro) –0,57 0,44

Der Vorstand hat festgelegt, alle Mitarbeiterbeteiligungspläne in bar abzugelten. Folglich ergeben sich zum 31. Dezember 2011 und 2010 keine potenziell verwässernden Aktien.

Rücklage für zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere, Hedgingrücklage und Währungsumrechnung

Die Entwicklung der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere und der Hedgingrücklage sowie der Währungsumrechnung ist in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Die Währungsumrechnung resultiert im Wesentlichen aus der Einbeziehung von velcom in Weißrussland und Vip mobile in Serbien in den Konzernabschluss. Die Aufwertung des serbischen Dinars führte in 2011 zu einem positiven Unterschiedsbetrag in Höhe von 1.351 EUR, die Rücklage zum 31. Dezember 2011 beträgt 102.826 EUR. Durch die Anwendung von IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" in Weißrussland in 2011 bleibt die Rücklage aus Währungsumrechnung aus der Einbeziehung der weißrussischen Tochtergesellschaften im Vergleich zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 302.063 EUR unverändert.

(30) Steuern vom Einkommen

Der Steueraufwand/-ertrag auf das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen setzt sich wie folgt zusammen:

2011 2010
Laufende Steuern 49.753 77.004
Latente Steuern –51.407 –30.540
Steuern vom Einkommen –1.654 46.465

Nachfolgend wird die Zuordnung der Steuern vom Einkommen im Konzernabschluss dargestellt:

2011 2010
Laufende Geschäftstätigkeit –1.654 46.465
Im Sonstigen Ergebnis (OCI) erfasste Steuern –7.000 873
Steuern vom Einkommen – gesamt –8.654 47.338

Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Ursachen für den Unterschied zwischen den in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und den Steuern vom Einkommen unter Anwendung des gesetzlichen Steuersatzes in Österreich von 25% in 2011 und 2010, bezogen auf das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen:

2011 2010
Körperschaftsteueraufwand (-ertrag) zum gesetzlichen Steuersatz –63.615 60.410
Steuersatzdifferenzen –6.552 –11.832
Steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwand 14.184 8.185
Steuerbegünstigungen und steuerfreie Erträge –8.253 –1.259
Steuerfreie Erträge (Aufwendungen) aus Finanzanlagen –41 180
Effekt der Steuersatzänderung –22.399 –6.522
Steueraufwand (-ertrag) aus Vorjahren 23.958 4.055
Nicht angesetzte aktive latente Steuern 119.197 32.032
Wertminderung Firmenwert 66.956 2.931
Beteiligungsabwertungen (-zuschreibungen) und sonstige konzerninterne Beteiligungstransaktionen –124.619 –40.418
Sonstige –470 –1.296
Steuern vom Einkommen –1.654 46.465
Effektiver Körperschaftsteuersatz 0,65% 19,23%

Der nicht abzugsfähige Aufwand in 2011 und 2010 besteht im Wesentlichen aus steuerneutralen Aufwendungen im Zusammenhang mit Beteiligungen, Abzugssteuern für Dividenden und Repräsentationsaufwendungen. In 2011 sind weiters Dotierungen von Rückstellungen für sich möglicherweise ergebende Ertragsteuerrisiken aus Vorperioden enthalten. Bei den Steuerbegünstigungen und nicht steuerpflichtigen Erträgen handelt es sich in 2011 und 2010 um Forschungs- und Bildungsprämien, Investitionsbegünstigungen sowie um andere staatliche Förderungen.

Der Effekt aus Steuersatzänderung resultiert in 2011 und 2010 aus Steuersenkungen in Weißrussland. Der aggregierte Körperschaftsteuersatz wird beginnend mit 2012 von 24% auf 18% gesenkt, beginnend mit 2011 wurde dieser von 26,28% auf 24% gesenkt.

Der Steuerertrag aus Vorperioden resultiert in 2011 im Wesentlichen aus der steuerlichen Aufwertung des Anlagevermögens sowie aus Effekten der Anwendung von IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" in Weißrussland. Der Steueraufwand aus Vorperioden resultiert in 2010 aus voraussichtlichen Körperschaftsteuernachforderungen aufgrund einer abgabenbehördlichen Prüfung in Österreich, der teilweise durch den Steuerertrag aufgrund der steuerlichen Aufwertung des Anlagevermögens in Weißrussland kompensiert wird.

Die Beteiligungsabwertungen (-zuschreibungen) betreffen Abwertungen und Zuschreibungen von Beteiligungen an verbundenen Unternehmen in Österreich, welche steuerrechtlich über sieben Jahre verteilt geltend gemacht werden und auf welche latente Steuern angesetzt wurden (gemäß der Stellungnahme des Austrian Financial Reporting and Auditing Committee zu "Auswirkungen der steuerlichen Teilwertabschreibungen nach § 12 Abs. 3 Z 2 Körperschaftsteuergesetz ("KStG") auf die Bilanzierung von Ertragsteuern nach IAS 12 in einem Konzern- oder separaten Einzelabschluss nach IFRS").

Die steuerlichen Auswirkungen von temporären Unterschieden, die zum Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern führen, setzen sich jeweils zum 31. Dezember wie folgt zusammen:

Zum 31. Dezember 2011 2010
Aktive latente Steuern
Abschreibungen auf Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 198.388 174.756
Verlustvorträge 77.218 75.441
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.547 6.187
Passive Rechnungsabgrenzungen und sonstige Verbindlichkeiten 9.200 1.697
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte und aktive Rechnungsabgrenzungen 1.566 1.388
Langfristige Rückstellungen 30.684 23.331
Rückstellungen für MitarbeiterInnen 12.155 12.810
Sachanlagen 1.888 5.280
Sonstige 5.403 10.612
Aktive latente Steuern 346.049 311.502
Passive latente Steuern
Firmenwert –9.689 –9.689
Sachanlagen –27.354 –14.960
Sonstige immaterielle Vermögenswerte –156.976 –172.403
Rückstellungen 0 –35
Steuerliche Abwertung eigener Aktien –1.042 –964
Sonstige –4.339 –3.012
Passive latente Steuern –199.400 –201.063
Zum 31. Dezember 2011 2010
Latente Steuern, netto 146.649 110.439
Aktive latente Steuern 273.908 235.841
Passive latente Steuern –127.260 –125.402

Die Telekom Austria Group wendet in Österreich die Gruppenbesteuerung mit der Telekom Austria AG als Gruppenträgerin an. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden für die Gruppenmitglieder (derzeit die wesentlichsten österreichischen Gesellschaften) saldiert dargestellt, da die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde eingehoben werden.

Steuerliche Abschreibungen gemäß § 9 Abs. 7 KStG werden als temporäre Differenz von Anteilen an Tochterunternehmen behandelt, auf welche gemäß IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern angesetzt werden. Die Abschreibungen auf Beteiligungen an verbundenen Unternehmen betreffen steuerlich über sieben Jahre zu verteilende Beteiligungsabschreibungen in Österreich.

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 wurden latente Steuerforderungen in Höhe von 491.764 EUR und 377.644 EUR nicht angesetzt. Diese nicht angesetzten latenten Steuerforderungen resultieren in 2011 und 2010 aus Verlustvorträgen in Höhe von 285.506 EUR und 201.036 EUR und aus temporären Differenzen aus Abschreibungen auf Beteiligungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 206.258 EUR und 176.608 EUR, deren Realisierung aufgrund der Steuerplanung nicht in absehbarer Zeit wahrscheinlich ist.

Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern trifft der Vorstand eine Einschätzung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, dass diese Posten in Zukunft tatsächlich realisierbar sind. Die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern setzt ausreichend steuerpflichtiges Einkommen in jenen Perioden voraus, in denen die temporären Unterschiede abzugsfähig werden. Der Vorstand zieht die geplante Auflösung von passiven latenten Steuern und das geschätzte künftige steuerpflichtige Einkommen für diese Beurteilung heran.

Unter Heranziehung des steuerpflichtigen Einkommens früherer Jahre sowie der Prognosen über das steuerpflichtige Einkommen zukünftiger Jahre, in denen die aktiven latenten Steuern abzugsfähig sind, ist der Vorstand der Auffassung, dass die Realisierung der Steuervorteile aus den aktivierten latenten Steuern wahrscheinlich ist.

Am 31. Dezember 2011 bestanden Verlustvorträge von rund 1.850.040 EUR, von denen jene, die im Wesentlichen aus Mazedonien und Serbien stammen, wie folgt verfallen:

Jahr
2012 61.505
2013 14.804
2014 10.621
2015 95.235
2016 2.900
2017 61.045
2018 108.633
2019 99.653
Gesamt 454.396

Die verbleibenden Verlustvorträge stammen im Wesentlichen aus Gesellschaften in Österreich und sind unbegrenzt vortragsfähig. Die jährliche Verrechnung von Verlustvorträgen ist in Österreich mit 75% des jeweiligen steuerlichen Ergebnisses begrenzt.

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 hat die Telekom Austria Group temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit assoziierten Unternehmen in Höhe von 111 EUR und 611 EUR, für die keine latenten Steuerschulden erfasst wurden.

Die Forderungen aus Steuern vom Einkommen betreffen noch nicht veranlagte Steuererklärungen. Zum 31. Dezember 2011 stammen diese im Wesentlichen aus Österreich und Weißrussland, zum 31. Dezember 2010 aus Österreich. Die Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen zum 31. Dezember 2011 und 2010 stammen aus den ausländischen Gesellschaften.

(31) Mitarbeiterbeteiligungspläne

Long-Term-Incentive-(LTI)-Programm

Die Telekom Austria Group hat in 2010 ein Long-Term-Incentive-(LTI)-Programm eingeführt. Die Teilnehmer müssen ein Eigeninvestment in Telekom Austria Aktien, abhängig vom jährlichen Fixgehalt (brutto) und vom Management-Level der anspruchsberechtigten Person, bis zum Ende der Behaltefrist (mindestens drei Jahre) hinterlegen. Die Berechnung der entsprechend gewährten Anzahl der Aktien erfolgt für jede Tranche separat mit dem Durchschnittskurs der Telekom Austria Aktie über einen definierten Zeitraum.

Als Leistungszeitraum für das Erreichen der Ziele wurden je drei Jahre festgelegt. Free Cashflow, Total Shareholder Return und EBITDA wurden als Schlüsselindikatoren bestimmt. Zu Beginn jeder Tranche werden die Zielwerte für diese Schlüsselindikatoren vom Aufsichtsrat festgelegt. Am Anspruchstag (frühestens drei Jahre nach der Gewährung) werden bei voller Zielerreichung Bonusaktien im selben Ausmaß des Eigeninvestments an die Teilnehmer zugeteilt, die Abgeltung wird in bar erfolgen. Werden die Ziele zu mehr als 100% erfüllt, werden proportional entsprechend mehr Aktien zugeteilt, höchstens jedoch 175% der auf 100% Zielerreichung bezogenen Anzahl von Aktien. Im Falle einer wesentlichen Zielverfehlung werden keine Aktien zugeteilt.

Am 1. September 2010 wurde die erste Tranche (LTI 2010), am 1. Juni 2011 die zweite Tranche (LTI 2011) gewährt. Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen Bedingungen der einzelnen Tranchen zusammen:

LTI 2011 LTI 2010
Programmbeginn 1. Jänner 2011 1. Jänner 2010
Zeitpunkt der Gewährung 1. Juni 2011 1. September 2010
Ende Erdienungszeitraum 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Anspruchstag 1. Juni 2014 1. September 2013
Eigeninvestment (zum Gewährungszeitpunkt) 527.094 472.770
davon an Mitglieder des Vorstands 51.348 51.348
Eigeninvestment (zum Bilanzstichtag) 517.396 456.767
Erwartete Bonusaktien 336.472 352.954
Maximale Bonusaktien 905.443 799.343
Beizulegender Zeitwert des Programms (in 1.000 EUR) 2.796 3.117

Für den zukünftig erwarteten Aufwand des LTI-Programms besteht zum Bilanzstichtag für den bereits erdienten Anteil eine Verbindlichkeit, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden durch Heranziehen der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und des erwarteten Aktienpreises, der auf einem Binominalbaumverfahren zur Aktienkursmodellierung beruht, ermittelt. Erwartete Dividenden wurden ebenfalls in die Berechnung einbezogen. Die Verbindlichkeit wird über den Leistungszeitraum verteilt aufgebaut (siehe Anhangangabe (28)). In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde folgender Personalaufwand (-ertrag) erfasst:

2011 2010
LTI 2010 764 1.309
LTI 2011 948 0
Aufwand 1.713 1.309

Wenn sich die relevanten Parameter anders entwickeln als erwartet, kann dies wesentliche Auswirkungen auf den beizulegenden Zeitwert und in der Folge auf die erfasste Verbindlichkeit und den Aufwand der Telekom Austria Group haben. Eine Veränderung der verwendeten Dividendenrendite um einen Prozentpunkt würde zu folgenden beizulegenden Zeitwerten führen:

Erwartete Dividendenrendite –1% + 1%
Beizulegender Zeitwert von LTI 2010 (in 1.000 EUR) 3.186 3.048
Beizulegender Zeitwert von LTI 2011 (in 1.000 EUR) 2.935 2.661

Aktienoptionsprogramm 2004 Erweiterung

Aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung wurde im Geschäftsjahr 2004 ein Aktienoptionsplan ("Aktienoptionsplan 2004") eingeführt, 2006 erfolgte die Erweiterung des Aktienoptionsplans 2004 ("Aktienoptionsplan 2004 Erweiterung") um weitere drei Tranchen in den Jahren 2007, 2008 und 2009. Jede Tranche musste separat vom Aufsichtsrat genehmigt werden und hat eine Reifefrist von zwölf Monaten oder länger und einen Ausübungszeitraum von rund drei Jahren. Jede Aktienoption gewährt dem Inhaber, nach Wahl der Telekom Austria Group, entweder das Recht auf den Bezug von Aktien gegen Zahlung des Ausübungspreises oder einer Barabgeltung in Höhe der Differenz zwischen dem Börsenkurs der Telekom Austria AG am Tag der Ausübung und dem Ausübungspreis. Der Ausübungspreis entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Telekom Austria AG Aktie während eines Zeitraums von 20 aufeinanderfolgenden Handelstagen, wobei dieser Zeitraum zwei Handelstage vor der Gewährung der Optionen endet. Jede Option berechtigt zum Erwerb einer Aktie. Für je 30 (25) an anspruchsberechtigte MitarbeiterInnen (Vorstandsmitglieder) gewährte Optionen muss eine Stammaktie bis zur Ausübung gehalten werden. Die Ausübbarkeit der Optionen ist abhängig von der Entwicklung des Ergebnisses je Aktie, bereinigt um bestimmte Effekte.

Auf Basis der entsprechenden Genehmigung durch den Aufsichtsrat wurde am 14. Jänner 2009 die sechste Tranche (ESOP 2009+) aus der Erweiterung des Aktienoptionsplans 2004 anspruchsberechtigten MitarbeiterInnen gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Optionen am Ausgabetag betrug 4.923 EUR. Die im Jahr 2009 ausgegebenen Optionen können dann ausgeübt werden, wenn ein allfälliger für das Geschäftsjahr 2010 oder 2011 festgelegter Zielwert des Ergebnisses je Aktie, der zumindest dem Zielwert für 2009 entsprechen muss, erreicht wird (Retesting). Die Ausübungshürde (Ergebnis je Aktie) der sechsten Tranche wurde weder zum 31. Dezember 2010 noch zum 31. Dezember 2009 erreicht. Die Reifefrist ab dem Ausgabetag erhöhte sich dadurch in 2009 um zwölf Monate und um weitere zwölf Monate in 2010. Da zum 31. Dezember in 2011 der Zielwert nicht erreicht wurde und die Optionen somit nicht ausübbar werden, wurde keine Verbindlichkeit für diese Tranche erfasst.

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über das bestehende Aktienoptionsprogramm zum 31. Dezember 2011:

Sechste Tranche
2009
Ausübungspreis in Euro 11,06
Ausgegebene Optionen 4.923.090
davon an Mitglieder des Vorstands 360.000
Reifefrist in Monaten ab dem Ausgabetag 36
Frühester Ausübungstermin Zielwert nicht erreicht
Ende der Laufzeit 31. Mai 2013
Ausstehende Optionen 3.758.665

Die Telekom Austria Group hat aus dem "Aktienoptionsplan 2004 Erweiterung" in 2011 weder einen Aufwand noch einen Ertrag aus den einzelnen Tranchen bilanziert, in 2010 wurde ein Ertrag in Höhe von 648 EUR im Personalaufwand erfasst.

Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis des Binomial-Optionspreismodellverfahrens unter der Anwendung folgender Parameter festgelegt:

2011 2010
Erwartete durchschnittliche Dividende pro Aktie in Euro 0,65 –0,80 0,76 –0,80
Erwartete Volatilität 27% 26%
Risikofreies Zinsband 0,629%–1,947% 0,612%–2,704%
Aktienkurs zum 31. Dezember in Euro 9,24 10,52
Beizulegender Zeitwert je Option aus sechster Tranche in Euro 0,39 0,79

Wenn sich die relevanten Parameter anders entwickeln als erwartet, kann dies wesentliche Auswirkungen auf den beizulegenden Zeitwert je Option und in der Folge auf die erfasste Verbindlichkeit und Aufwand (Ertrag) der Telekom Austria Group haben. Eine Veränderung der verwendeten Volatilität um fünf Prozentpunkte der erwarteten Volatilität würde zu folgenden beizulegenden Zeitwerten je Option führen:

Erwartete Volatilität 22% 32%
Beizulegender Zeitwert je Option aus sechster Tranche in Euro 0,26 0,52

Die im Optionspreismodell herangezogene erwartete Volatilität wurde auf Grundlage der Entwicklung der historischen Volatilität über mehrere Beobachtungsperioden und andere Indikatoren wie beispielsweise außerbörsliche oder die implizite Volatilität ermittelt. Das Berechnungsmodell der Telekom Austria Group basiert nicht auf der erwarteten Laufzeit der Option, sondern zieht vielmehr das Ausübungsmuster als Funktion des inneren Werts der Optionen in Betracht. Die Telekom Austria Group aktualisiert die im Berechnungsmodell angewendeten Schätzungen jährlich durch Berücksichtigung der aktuellsten Informationen über die tatsächliche Verteilung von Ausübung und Verfall der Optionen über die Laufzeit.

Die im Rahmen der Aktienoptionsprogramme 2004 gewährten Optionen und die durchschnittlichen gewichteten Ausübungspreise haben sich wie folgt entwickelt:

Anzahl der Optionen 2011 2010
Ausstehend zum 1. Jänner 8.640.356 11.680.283
Verwirkt –3.162.765 –1.181.303
Verfallen –1.718.926 –1.858.624
Ausstehend zum 31. Dezember 3.758.665 8.640.356
Davon ausübbar zum 31. Dezember 0 1.866.536

Die Ausübungshürde der vierten Tranche (ESOP 2007+) wurde zum 31. Dezember 2007 erreicht, da der Ausübungspreis jedoch über dem Aktienkurs lag, sind die Optionen in 2011 verfallen. Die Ausübungshürde der fünften Tranche (ESOP 2008+) wurde zum 31. Dezember 2010 nicht erreicht, daher verwirkten die Optionen in 2011.

Durchschnittlicher gewichteter Ausübungspreis 2011 2010
Ausstehend zum 1. Jänner 20,34 19,67
Verfallen/verwirkt 19,27 16,32
Ausstehend zum 31. Dezember 11,06 15,70
Davon ausübbar zum 31. Dezember 0,00 20,34

Die Entwicklung der Restlaufzeit und des inneren Werts der ausstehenden bzw. ausübbaren Optionen stellt sich wie folgt dar:

Zum 31. Dezember 2011 2010
Ausstehende Optionen
Gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit (in Jahren) 1,4 1,7
Ausübbare Optionen
Innerer Wert (in 1.000 EUR) 0 0

(32) Kapitalflussrechnung

Zusätzliche Informationen zu den Zahlungsströmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

2011 2010
Auszahlungen für
Zinsen 110.426 122.253
Steuern vom Einkommen 40.483 58.178
Einzahlungen für
Zinsen 11.704 8.121
Steuern vom Einkommen 4.435 0

Zahlungsströme aus Zinsen und Steuern vom Einkommen werden im Cashflow aus laufender Tätigkeit dargestellt. Die 2011 und 2010 erfassten erhaltenen Dividenden (siehe Anhangangabe (7)) waren zum 31. Dezember bereits bezahlt.

Der Posten "Sonstiges" in 2011 und 2010 in Höhe von 57.648 EUR und 14.871 EUR in der Überleitung des Jahresergebnisses zum Cashflow aus dem Ergebnis beinhaltet in 2011 im Wesentlichen unrealisierte Kursverluste sowie in 2010 die Aufzinsung und die Absicherung der Kaufpreisverbindlichkeit SBT.

2011 und 2010 hat die Telekom Austria Group liquide Mittel im Zuge von Unternehmenserwerben in Höhe von 5.758 EUR und 4.101 EUR erworben bzw. in 2011 172 EUR im Zuge von Unternehmensveräußerungen abgegeben. Betreffend Erwerbe bzw. Abgang von Tochtergesellschaften siehe Anhangangaben (2) und (15). Die Einnahmen aus dem Abgang von Tochtergesellschaften in 2010 stammen im Wesentlichen aus der Bezahlung des offenen Verkaufspreises der Beteiligung an eTel Slovensko, die in 2008 verkauft wurde.

(33) Finanzinstrumente

Finanzielles Risikomanagement

Überblick

Die Telekom Austria Group unterliegt hinsichtlich ihrer finanziellen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen diversen Finanzrisiken, die das Liquiditätsrisiko, Zinsrisiko, Wechselkursrisiko und das Kreditrisiko beinhalten. Die Telekom Austria Group setzt derivative Sicherungsinstrumente ein, um die Risiken aus Schwankungen von Zinssätzen und Wechselkursen zu begrenzen. Diese Grundsätze sind in den Treasury-Richtlinien festgehalten. Weder hält noch begibt die Telekom Austria Group derivative Finanzinstrumente für Handelszwecke oder spekulative Zwecke.

Mit dieser Anhangangabe werden für jedes der oben genannten Risiken, die Zielsetzungen, Grundsätze und Prozesse zur Bewertung und Begrenzung dieser Risiken dargestellt. Weitere Angaben sind im Konzernabschluss an anderer Stelle enthalten.

Der Finanzvorstand der Holding trägt die Verantwortung für die Einrichtung des Risikomanagements der Telekom Austria Group sowie für die Aufsicht über das Risikomanagement.

Diese Richtlinien dienen der Identifizierung und Analyse der Risiken, denen die Telekom Austria Group unterliegt, der Festlegung von angemessenen Risikogrenzen und der Einführung von Kontrollen sowie der laufenden Überwachung der Risiken und Einhaltung der Risikogrenzen. Die Richtlinien und Abläufe des Risikomanagements werden regelmäßig überprüft, um Änderungen der Marktbedingungen und Änderungen in den Geschäftsaktivitäten der Telekom Austria Group abbilden zu können. Die Telekom Austria Group ist bestrebt, ein sowohl konstruktives als auch diszipliniertes Kontrollumfeld zu schaffen, in dem sich alle MitarbeiterInnen ihrer Rolle und Verantwortung bewusst sind.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass die Telekom Austria Group ihre finanziellen Verpflichtungen zur Fälligkeit nicht erfüllen kann. Die Zielsetzung des Risikomanagements der Telekom Austria Group ist, ausreichend Liquidität zu schaffen, um unter normalen, aber auch angespannten Bedingungen fällige Verbindlichkeiten begleichen zu können. Weiters sollen alle notwendigen Maßnahmen zur Sicherung des Liquiditätsstands laut Liquiditätsplan getroffen werden. Das Liquiditätsrisiko wird durch die monatliche und jährliche kumulierte Differenz zwischen Ein- und Auszahlungen (dynamisches Liquiditätsrisiko) sowie durch die Struktur der Bilanz (strukturelles Liquiditätsrisiko) ausgedrückt.

Mittels Liquiditätsplanung wird die Analyse des dynamischen Liquiditätsrisikos durchgeführt. Es wird das monatliche Liquiditätserfordernis auf der Basis der Liquiditätsplanung den vorhandenen Finanzierungen oder den verfügbaren Kreditrahmen und liquiden finanziellen Vermögenswerten gegenübergestellt. Die Differenz ist entweder fehlende Liquidität, welche finanziert wird, oder überschüssige Liquidität, welche gegebenenfalls investiert wird. Auf Basis des bestehenden Businessplans wird ein monatlich roulierender Liquiditätsplan für die Telekom Austria Group erstellt, welcher basierend auf allen bekannten Ein- und Auszahlungen ein "Worst-Case-Szenario" beinhaltet. Der Liquiditätsplan wird regelmäßig im Risikokomitee erörtert. Das Risikokomitee ist die primäre Organisationseinheit der Telekom Austria Group, welche für die Planung, Koordination und Beschlussfassung im Bereich des aktiven Risikomanagements verantwortlich zeichnet.

Die Analyse des strukturellen Liquiditätsrisikos wird bei Festsetzung des Working Capital und der Struktur des Finanzportfolios im Hinblick auf die Rückzahlungstermine (Risiko des Zusammenfallens und der Anhäufung von Fälligkeiten) durchgeführt. Durch optimale Strukturierung der individuellen Anlagenfinanzierung wird ein ausgeglichener Zahlungsplan für das Gesamtportfolio erreicht, und das Zusammenfallen von Fälligkeiten wird für einzelne Geschäftsjahre verhindert.

Überschüssige Liquidität wird ausschließlich in Instrumente mit Partnern und innerhalb von Grenzen, die vom Finanzvorstand und dem Risikokomitee genehmigt worden sind, investiert. Alle langfristigen Instrumente und Derivate werden ausschließlich mit Partnern eingesetzt, die mindestens ein "A"-Rating von Standard & Poor's oder ein entsprechendes Rating einer anderen weltweit anerkannten Ratingagentur vorweisen können. Liegt keine externe Beurteilung vor, wird ein internes Rating auf Basis quantitativer Kennzahlen durchgeführt.

Das Liquiditätsrisiko, dessen Entstehen sowie die Zielsetzungen, Richtlinien und Abläufe zur laufenden Überwachung des Risikos und auch die Methoden zur Bewertung des Liquiditätsrisikos blieben im Geschäftsjahr unverändert.

Finanzierungsquellen

Der Kapitalbedarf der Tochtergesellschaften wird von der Telekom Austria Group mittels eines zentralen Treasurys gesteuert. Das Treasury der Telekom Austria Group agiert als interner Finanzdienstleister, indem es mögliche Synergien bei der Finanzierung der Tochtergesellschaften

optimal ausnutzt. Das vorrangige Ziel dabei ist die kostengünstige Sicherstellung von Liquidität durch Zusammenlegung (Pooling) der Cashflows und das Clearing der Konzernkonten. Dadurch wird die Steuerung kurzfristiger Finanzinvestitionen und Kredite zu optimalen Zinssätzen und mit minimalem Verwaltungsaufwand gewährleistet.

Der operative Cashflow ist der wesentlichste Ausgangspunkt für die Sicherstellung der Liquidität der Telekom Austria Group. Die externen Quellen zur Finanzierung sind Anleihen, die an österreichischen und internationalen Kapitalmärkten notieren, und Bankenfinanzierungen. Für die zum Bilanzstichtag ausstehenden langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie eine Beschreibung der verschiedenen Gattungen dieser Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der Leasingverbindlichkeit, siehe Anhangangabe (25).

Sonstige Finanzierungsquellen

Um die kurzfristigen Finanzierungsquellen zu erweitern, hat die Telekom Austria Group in 2007 ein "Multi-Currency Short Term and Medium Term Treasury Notes"-Programm (in der Folge Multi-Currency-Notes genannt) mit einem maximalen Volumen von 300.000 EUR begeben.

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 hatte die Telekom Austria Group Kreditlinien von insgesamt 1.013.000 EUR und 1.015.600 EUR, welche nicht ausgenutzt waren. Diese Kreditlinien laufen zwischen Jänner 2012 und Jänner 2016 aus.

Ausmaß des Liquiditätsrisikos

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit positivem und negativem Zeitwert ersichtlich. Die variablen Zinszahlungen aus Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2011 und 2010 gültigen Zinssätze ermittelt. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet (Einzahlungen werden negativ dargestellt).

Vertraglicher 6 Monate oder
Cashflow kürzer 6–12 Monate 1–2 Jahre 2–5 Jahre Länger als 5 Jahre
Zum 31. Dezember 2011
Finanzverbindlichkeiten
Anleihen und Multi-Currency-Notes-Programm 2.441.171 106.301 0 856.563 957.057 521.250
Bankkredite ohne Bundeshaftung 2.044.514 365.905 626.952 217.279 505.934 328.444
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 642.855 639.110 2.547 731 233 234
Leasingverbindlichkeiten 779 375 270 90 31 13
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 200.354 142.335 6.070 45.517 5.004 1.428
Derivative Finanzverbindlichkeiten –
Sicherungsgeschäfte
Fix-gegen-variabel IRS –14.308 –7.009 0 –7.299 0 0
Variabel-gegen-fix IRS 46.914 –2.894 8.601 –257 18.487 22.977
Devisentermingeschäfte
Nennwert in EUR 8.682 8.682 0 0 0 0
Nennwert in USD –11.495 –11.495 0 0 0 0
Zum 31. Dezember 2010
Finanzverbindlichkeiten
Anleihen und Multi-Currency-Notes-Programm 2.638.245 159.574 37.500 106.301 994.688 1.340.182
Bankkredite ohne Bundeshaftung 1.479.969 327.866 23.906 806.316 269.145 52.736
Bankkredite mit Bundeshaftung 4.871 4.871 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 682.104 670.525 5.017 6.155 102 304
Leasingverbindlichkeiten 643 168 225 250 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 232.398 143.788 8.257 79.426 0 928
Derivative Finanzverbindlichkeiten –
Sicherungsgeschäfte
Fix-gegen-variabel IRS –22.208 3.060 –11.864 –7.148 –6.256 0
Variabel-gegen-fix IRS 12.804 –2.260 9.153 5.911 0 0
Devisentermingeschäfte
Nennwert in EUR –1.000 0 –1.000 0 0 0
Nennwert in BYR 4.095.510 0 4.095.510 0 0 0

Es wird nicht erwartet, dass die in der Fälligkeitsanalyse enthaltenen Cashflows wesentlich früher oder zu wesentlich anderen Beträgen anfallen könnten.

Marktrisiken

Das Marktrisiko ist das Risiko, dass sich Änderungen in den Marktpreisen, speziell Schwankungen von Fremdwährungskursen und Zinssätzen, auf den Ertrag der Telekom Austria Group oder auf den Wert der von der Telekom Austria Group gehaltenen Finanzinstrumente auswirken. Das Risikomanagement zielt auf die Steuerung und Kontrolle der Marktrisiken innerhalb zulässiger Parameter ab. Alle Finanztransaktionen werden gemäß den Treasury-Richtlinien ausgeführt. Die Telekom Austria Group wendet für derivative Finanzinstrumente, welche zur Risikobegrenzung eingesetzt werden, grundsätzlich Hedge Accounting gemäß IAS 39 an.

Als Grundlage für die Berechnung des Fair Values (mark-to-market) wurden die vertraglich vereinbarten zukünftigen Cashflows (Zahlungsströme) aus diesen Geschäften herangezogen. Um eine stichtagsbezogene Bewertung der bestehenden Finanzinstrumente durchzuführen, wurde die jeweils anzuwendende Zinskurve herangezogen, um daraus die laufzeitkonformen Diskontsätze zu ermitteln. Die Marktrisiken, ihre Entstehung sowie die Zielsetzungen, Richtlinien und Abläufe zur laufenden Überwachung der Risiken (Zins- und Fremdwährungsrisiko) und auch die Methoden zur Bewertung der Kreditrisiken blieben im Geschäftsjahr unverändert.

Zinsrisiko

Die Telekom Austria Group betrachtet Änderungen in den Zinssätzen als das vorrangige Marktrisiko. Daher zielt die Strategie des Risikomanagements darauf ab, die betreffenden Fair-Value- und Cashflow-Risiken auszugleichen.

Da der Großteil der langfristigen Finanzverbindlichkeiten der Telekom Austria Group auf der Basis von Fixzinssätzen eingegangen wurde, ist das Zinsrisiko für die Cashflows begrenzt. Allerdings steigt der beizulegende Wert der Fixzins-Verbindlichkeiten, wenn die Marktzinssätze unter den für diese Finanzverbindlichkeiten fixierten Zinssätzen liegen. In Übereinstimmung mit der Risikopolitik hat die Telekom Austria Group Swap-Verträge abgeschlossen und die Zinssätze von fix auf variabel getauscht, um mittels einer Fix-auf-Variabel-Mischung des Fremdkapitalportfolios den Value-at-Risk-/Cashflow-at-Risk-Ansatz der Telekom Austria Group zu unterstützen. Im Rahmen der Zinsswaps werden Zahlungen in festgelegten Intervallen in Höhe der Differenz zwischen dem fixen und variablen Zinssatz vereinbart. Diese Zinszahlungen werden auf Basis von vereinbarten Nennbeträgen berechnet.

Ausmaß des Zinsrisikos

Aufgrund der kurzfristigen Veranlagungsdauer finanzieller Vermögenswerte ergibt sich kein wesentliches Zinsänderungsrisiko.

Hinsichtlich des Ausmaßes des Zinsrisikos für langfristige Finanzverbindlichkeiten wird auf Anhangangabe (25) verwiesen.

Kurzfristige Verbindlichkeiten, die dem Zinsrisiko unterliegen 2011 2010
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Buchwert mit fixer und variabler Verzinsung 15.673 111.500
Durchschnittlicher Zinssatz in %* 1,46% 0,96%
Multi-Currency-Notes-Programm
Fixzinssatz, Buchwert 0 90.158
Durchschnittlicher Zinssatz in %* 0,00% 1,23%

* Durchschnittliche gewichtete Zinssätze auf den ausstehenden Betrag anwendbar

Sensitivitätsanalyse des beizulegenden Zeitwerts für Finanzinstrumente

Ein Maß für die potenzielle Änderung im Barwert von Finanzverbindlichkeiten bei einer Änderung des Zinsniveaus ist die "Modified Duration". Dieses Maß für die Sensitivität folgt dem Konzept, dass sich Zinssätze und der Barwert von Finanzinstrumenten gegenläufig entwickeln. In den Jahren 2011 und 2010 lag die Modified Duration (Sensitivität) bei 2,929% bzw. 2,785%. Die Sensitivität beruht auf der Annahme, dass sich der Marktzinssatz zum Bilanzstichtag in allen Laufzeiten parallel um einen Prozentpunkt ändert. Die Methoden und Annahmen in der Analyse blieben im Geschäftsjahr unverändert.

Eine Änderung des Zinssatzes um 100 Basispunkte hätte zum Stichtag zu folgender Erhöhung (Verringerung) des beizulegenden Zeitwerts des Portfolios geführt (die negativ dargestellten Beträge stellen eine Verringerung der Finanzverbindlichkeiten dar):

Veränderung des Finanzportfolios
Zum 31. Dezember Kapitalbeträge 100 Basispunkte
Erhöhung
100 Basispunkte
Verringerung
2011
Finanzverbindlichkeiten mit fixer Verzinsung 3.324.291
Sensitivität bei 2,929% –97.368 97.368
2010
Finanzverbindlichkeiten mit fixer Verzinsung 3.080.658
Sensitivität bei 2,785% –85.796 85.796

Sensitivitätsanalyse der Cashflows für Finanzinstrumente mit variabler Verzinsung

Eine Änderung von 100 Basispunkten der zum Stichtag angewendeten Zinskurve hätte zu Erhöhungen (Verringerungen) des Gewinns oder Verlusts, wie in der nachfolgenden Tabelle ersichtlich, geführt. Die Analyse basiert auf der Annahme, dass alle anderen Variablen konstant sind. Die Werte in der Tabelle beziehen sich auf den variablen Teil des gesamten Bestands an Finanzverbindlichkeiten (positive Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind negativ dargestellt):

Zum 31. Dezember Kapitalbeträge 100 Basispunkte
Erhöhung
100 Basispunkte
Verringerung
2011
Finanzverbindlichkeiten mit variabler Verzinsung 542.000
EMTN-Anleihe mit Zinsswap (variabler Teil) 300.000
Sensitivität 8.420 –8.420
2010
Finanzverbindlichkeiten mit variabler Verzinsung 404.724
EMTN-Anleihe mit Zinsswap (variabler Teil) 300.000
Sensitivität 7.047 –7.047

Zinsswap-Verträge

Die Telekom Austria Group dokumentiert zu Beginn der Absicherungsaktivitäten die Sicherungsbeziehung zwischen den Sicherungsinstrumenten und den Grundgeschäften wie auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien im Hinblick auf die Absicherungsaktivitäten. Die Telekom Austria Group dokumentiert ebenfalls zu Beginn des Sicherungsgeschäfts wie auch laufend ihre Beurteilung der Wirksamkeit der Sicherungsinstrumente bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der beizulegenden Zeitwerte oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts. Der beizulegende Zeitwert des Sicherungsinstruments wird als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Verbindlichkeit klassifiziert, wenn die Restlaufzeit des Grundgeschäfts mehr als zwölf Monate beträgt, und als kurzfristiger Vermögenswert oder kurzfristige Verbindlichkeit, wenn die Restlaufzeit des Grundgeschäfts weniger als zwölf Monate beträgt. Derivative Finanzinstrumente, die sich nicht für Hedge Accounting qualifizieren, werden als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert.

Für die in 2003 im Rahmen des EMTN-Programms begebene Anleihe (siehe Anhangangabe (25)) hat die Telekom Austria Group für ein Nominale von 300.000 EUR Swap-Verträge abgeschlossen und den Zinssatz von fix auf variabel getauscht.

Am 6. August 2008 hat die Telekom Austria Group Schuldscheindarlehen im Nominale von 300.000 EUR begeben (siehe Anhangangabe (25)). Die Telekom Austria Group hat für ein Nominale von 200.000 EUR Swap-Verträge abgeschlossen und die Zinssätze von variabel auf fix getauscht.

Im Jahr 2013 wird die im Juli 2003 im Rahmen des EMTN-Programms begebene Anleihe im Nominale von 750.000 EUR fällig (siehe Anhangangabe (25)). Aufgrund der europäischen Finanz- und Wirtschaftskrise zeigen die Euro-Zinsen aktuell hohe Volatilitäten. Die Telekom Austria Group erwartet bis zur geplanten Refinanzierung in der ersten Jahreshälfte 2013 weiterhin ein von starken Unsicherheiten und hohen Volatilitäten geprägtes Zinsumfeld. Zur teilweisen Absicherung des Zinsrisikos der zukünftigen Zinszahlungen der in der ersten Jahreshälfte 2013 geplanten Finanzmaßnahmen zur Refinanzierung wurden drei Forward-Starting-Interest-Rate-Swap-Verträge (pre-hedges) mit einem Nominale von je 100.000 EUR abgeschlossen.

Die folgende Tabelle zeigt die am 31. Dezember 2011 und 2010 bestehenden Zinsswap-Verträge sowie deren gewichtete durchschnittliche Zinssätze und die Restlaufzeiten der Zinsswap-Vereinbarungen. Der durchschnittliche Zahlungszinssatz stellt den gewichteten durchschnittlichen Zinssatz zum 31. Dezember 2011 und 2010 dar. Dieser Zinssatz ist auf die Nennbeträge der maßgeblichen Zinsswaps anzuwenden, um die von der Telekom Austria Group zu zahlenden Zinsen zu ermitteln. Der durchschnittliche Empfangszinssatz stellt den gewichteten durchschnittlichen Zinssatz zum 31. Dezember 2011 und 2010 dar. Dieser Zinssatz ist auf die Nennbeträge der maßgeblichen Zinsswaps anzuwenden, um die von der Telekom Austria Group zu erhaltenden Zinsen zu ermitteln. Die Nennbeträge der Zinsswaps stellen lediglich die Grundlage zur Berechnung der Zinszahlungen dar und nicht die tatsächlich zu leistenden Beträge:

2011 2010
Variabel-gegen-fix-Swaps in EUR (Cashflow Hedges)
Nennwert in EUR 200.000 200.000
Durchschnittlich empfangener Zinssatz 2,56% 2,11%
Durchschnittlich zu zahlender Zinssatz 5,68% 5,68%
Durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren 0,65 1,65
Fix-gegen-variabel-Swaps in EUR (Fair Value Hedges)
Nennwert in EUR 300.000 300.000
Durchschnittlich empfangener Zinssatz 5,00% 5,00%
Durchschnittlich zu zahlender Zinssatz 2,34% 1,94%
Durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren 1,59 2,59
Variabel-gegen-fix-Swaps in EUR (Cashflow Hedges)
Nennwert in EUR 300.000 0
Durchschnittlich zu zahlender Zinssatz 3,97% 0

Die Zinsswap-Vereinbarungen führten zu einer Veränderung der effektiven Zinssätze für die abgesicherten Transaktionen. In den Jahren 2011 und 2010 betrugen die Veränderungen 0,35 Prozentpunkte bzw. 0,41 Prozentpunkte.

Durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren 12,02 0

Information betreffend Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedges)

Die Telekom Finanzmanagement GmbH hat Zinsswaps als Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts der Anleihen unter dem EMTN-Programm gegen das Zinsänderungsrisiko festgelegt.

Die entscheidenden Bedingungen des Zinsswaps und der Anleihen sind ident. Die folgenden Bedingungen sind daher erfüllt:

  • a) Die Formel zur Berechnung des Nettoausgleichs im Rahmen des Zinsswaps ist immer dieselbe. Der fixierte Zinssatz bleibt daher unverändert während der gesamten Laufzeit.
  • b) Es gibt weder einen Floor noch Cap auf den variablen Teil des Zinsswaps.
  • c) Die Anleihen sind nicht vorzeitig rückzahlbar.

Damit ist es der Telekom Austria Group möglich, sowohl bei Beginn als auch während der gesamten Laufzeit der Absicherung auf die hohe Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der beizulegenden Zeitwerte infolge von Zinsänderungen zu schließen. Änderungen der zugrunde liegenden Verbindlichkeit infolge von Zinssatzänderungen werden durch die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des derivativen Sicherungsinstruments kompensiert (Dollar-Offset-Methode).

Gemäß IAS 39 müssen die Ergebnisse der Sicherungsbeziehung innerhalb einer Bandbreite von 80 bis 125 Prozent liegen, um als wirksam zu gelten. Die Berechnung erfolgt durch Division des Teils der abgesicherten Änderung des beizulegenden Zeitwerts der zugrunde liegenden Verbindlichkeit mit der entsprechenden Änderung des beizulegenden Zeitwerts des derivativen Sicherungsinstruments oder umgekehrt. Die Berechnung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung nach oben beschriebener Methode könnte eine rein rechnerische Unwirksamkeit bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Wirksamkeit zur Folge haben, und zwar dann, wenn die Wertänderungen der zugrunde liegenden Verbindlichkeit und des entsprechenden Zinsswaps eher gering sind. Um eine wirtschaftliche Wirksamkeit nicht durch eine rechnerische Ineffektivität auszuschließen, hat die Telekom Austria Group eine absolute Grenze bestimmt: Die Differenz zwischen der Wertänderung des

Zinsswaps und jener des Sicherungsgeschäfts darf eine Toleranzgrenze von 0,5% der Nennbeträge nicht überschreiten. Solange diese Grenze nicht überschritten wird, gilt die Sicherungsbeziehung als effektiv. Die angeschlossene Analyse (Hedge Effectiveness Test) geht davon aus, dass alle anderen Variablen unverändert bleiben. Die Werte beziehen sich auf die Sicherungsgeschäfte sowie Sicherungsinstrumente.

Hedge Effectiveness Test Fair Value Hedges

Veränderung
Beizulegender Beizulegender beizulegender
Zum 31. Dezember Nennbetrag Zeitwert zum Beginn Zeitwert zum Stichtag Zeitwert Wirksamkeit
2011
Grundgeschäfte 300.000 299.315 311.244 –11.929
Sicherungsinstrument (Zinsswap) 300.000 1.265 –11.010 12.275
Wirksamkeit in % –97,18%
Ineffektivität in EUR 346
2010
Grundgeschäfte 300.000 299.315 317.730 –18.415
Sicherungsinstrument (Zinsswap) 300.000 1.265 –17.522 18.787
Wirksamkeit in % –98,02%
Ineffektivität in EUR 372

Information betreffend Absicherungen von Zahlungsströmen (Cashflow Hedges)

Die Telekom Austria Group sichert sich im Rahmen von Cashflow Hedges gegen das Risiko schwankender Zins-Cashflows aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten ab. Dazu wurde bei Aufnahme des Schuldscheindarlehens für den variablen Anteil in Höhe von 200.000 EUR (siehe Anhangangabe (25)) ein diesem in den wesentlichen Konditionen entsprechender Zinsswap kontrahiert.

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 beträgt der negative beizulegende Zeitwert (inklusive abzugrenzender Zinsen) 5.657 EUR bzw. 12.660 EUR. Die abgesicherten Zins-Cashflows werden voraussichtlich bis zum 6. August 2012 jeweils zum 6. Februar und 6. August eines Jahres fällig und wirken sich in der jeweiligen Berichtsperiode entsprechend auf die Gewinne und Verluste aus. In 2011 und 2010 wurden aus Änderungen des negativen beizulegenden Zeitwerts von Sicherungsinstrumenten insgesamt 4.823 EUR bzw. 2.318 EUR direkt im Sonstigen Ergebnis des Jahres (OCI) erfasst. In 2011 und 2010 ist keine Ineffektivität aufgetreten, die erfolgswirksam verbucht werden musste.

Für die zur Absicherung des Zinsrisikos von zukünftigen Zinszahlungen abgeschlossenen drei Forward-Start-Swap-Verträge (pre-hedges) mit einer Nominale von je 100.000 EUR beträgt der negative beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2011 33.795 EUR, welcher abzüglich latenter Steuern in Höhe von 8.449 EUR direkt im Sonstigen Ergebnis des Jahres (OCI) erfasst wurde. In 2011 ist keine Ineffektivität aufgetreten, die erfolgswirksam verbucht werden musste.

Wechselkursrisiko

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 besteht eine offene Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Erwerb der SBT in 2007 (siehe Anhangangabe (2)) in Höhe von 74.887 TUSD und 95.253 TUSD. Diese Verbindlichkeit wurde nicht mit Devisentermingeschäften abgesichert, sondern es wurden US-Dollar, resultierend aus den ursprünglichen Devisentermingeschäften, welche in 2010 ausgelaufen sind, in ähnlicher Höhe veranlagt (siehe Anhangangaben (8) und (16)).

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 lauten von den gesamten Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nur folgende auf eine andere als die funktionale Währung der Konzernunternehmen oder ihrer Tochtergesellschaften (Fremdwährungskurse siehe Anhangangabe (1)):

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
EUR USD Sonstige EUR USD Sonstige
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.110 7.943 14.767 13.476 4.986 13.441
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.360 21.045 13.733 90.967 14.199 7.106

Wenn sich der EUR gegenüber dem HRK um 5% ändert, erhöhen/reduzieren sich die Wechselkursdifferenzen in 2011 und 2010 um 2.313 EUR bzw. um 3.131 EUR. Wenn sich der RSD gegenüber dem EUR um 10% ändert, erhöhen/reduzieren sich die Wechselkursdifferenzen in 2011 und 2010 um 551 EUR bzw. um 314 EUR. Für Veränderungen des BYR wurde auf eine Sensitivitätsanalyse aufgrund der Anwendung von Rechnungslegung in Hochinflationsländern verzichtet. Für die übrigen Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung wurde auf eine Sensitivitätsanalyse verzichtet, da aufgrund der Streuung kein wesentliches Risiko besteht.

Währungssicherungsverträge

Die vom Unternehmen abgeschlossenen Devisentermingeschäfte dienen der wirtschaftlichen Absicherung von Fremdwährungstransaktionen. Zum 31. Dezember 2011 und 2010 bestehen keine Währungssicherungskontrakte, für die Hedge Accounting angewandt wurde.

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 hat die Telekom Austria Group Devisentermingeschäfte abgeschlossen, die der wirtschaftlichen Absicherung des operativen Fremdwährungsänderungsrisikos dienten, für die jedoch Hedge Accounting nicht angewandt wurde. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Derivate werden ergebniswirksam in den Wechselkursdifferenzen erfasst.

Die folgenden Tabellen zeigen die zum 31. Dezember 2011 und 2010 bestehenden Währungssicherungskontrakte (die zu erhaltenden Beträge sind negativ dargestellt):

Zum 31. Dezember
2011
2010
Devisentermingeschäfte – Kauf EUR
Nennwert in BYR 0
4.095.510
Nennwert in EUR 0
–1.000
Devisenterminkurs (gewichtet) 0
4.095,51
Wechselkurs zum Bilanzstichtag 0
3.972,60
Maximale Laufzeit der Kontrakte 0
August 2011
Zum 31. Dezember 2011 2010
Devisentermingeschäfte – Kauf USD
Nennwert in EUR 8.682 0
Nennwert in USD 11.495 0
Devisenterminkurs (gewichtet) 1,3240 0
Wechselkurs zum Bilanzstichtag 1,2939 0
Maximale Laufzeit der Kontrakte Februar 2012 0

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlusts begründet durch die Nichterfüllung einer vertraglichen Verpflichtung eines Kunden oder eines Vertragspartners bei Finanzinstrumenten. Kreditrisiken entstehen hauptsächlich aus bestehenden Kundenforderungen, Veranlagungen sowie aus der Nutzung derivativer Finanzinstrumente der Telekom Austria Group.

Die Kreditrisiken, ihre Entstehung sowie die Zielsetzungen, Richtlinien und Abläufe zur laufenden Überwachung der Risiken und auch die Methoden zur Bewertung der Kreditrisiken blieben im Geschäftsjahr unverändert.

Abgesehen von der unter Anhangangabe (1) "Rechnungslegungsgrundsätze" beschriebenen Konzentration von Risiken besteht weder bei einzelnen Kunden noch bei Vertragspartnern eine wesentliche Konzentration oder ein wesentliches Kreditrisiko. Durch interne Richtlinien und die Vergabe von Kontrahentenlimits bestehen auch im Bereich einzelner Finanzinstrumente keine wesentlichen Kreditrisiken.

Die Telekom Austria Group verlangt bei Kreditrisiken keine Sicherheiten. Um das Kreditrisiko aus der Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen zu verringern, werden sämtliche Swap-Verträge ausschließlich unter dem Standard des "ISDA-Master Agreement" oder dem Standard des deutschsprachigen "Rahmenvertrags für Finanztermingeschäfte" abgeschlossen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Das Kreditrisiko der Telekom Austria Group wird im Wesentlichen durch die individuellen Eigenschaften der einzelnen Kunden oder Gruppen von Kunden bestimmt. Die Demografie des Kundenstocks, das Ausfallrisiko der Branche und des Landes, in dem die Kunden tätig sind, haben weniger Einfluss auf das Kreditrisiko.

Die von der Kreditabteilung entwickelten Richtlinien verlangen eine individuelle Analyse der Kreditwürdigkeit jedes neuen Kunden.

Das Kreditrisiko oder das Risiko des Zahlungsverzugs wird laufend mittels Kreditabfragen, Kreditbegrenzungen und Routinekontrollen überwacht. Aufgrund der großen Anzahl der Kunden und des hohen Grads an Diversifikation der Portfolios hätte der Ausfall eines einzelnen Kunden keine wesentliche Auswirkung (niedriges Konzentrationsrisiko) auf den Konzernabschluss der Telekom Austria Group. Das operative Kreditmanagement wird in der Telekom Austria Group auf Ebene der operativen Gesellschaften ausgeführt.

Die Telekom Austria Group verlangt keine Sicherheiten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für sonstige Forderungen.

Finanzinvestitionen

Die Telekom Austria Group investiert nur in fungible Finanzinstrumente und veranlagt ausschließlich bei Vertragspartnern mit einem angemessenen internen oder externen Rating, welches auf quantitativen Parametern beruht. Daher geht die Telekom Austria Group davon aus, dass ihre Vertragspartner in der Lage sind, ihren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen, und es bestehen daher keine wesentlichen Kreditrisiken.

Garantien

Zum 31. Dezember 2011 und 2010 bestanden keine Garantien zugunsten Dritter.

Ausmaß des Kreditrisikos

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem maximalen Kreditrisiko. Das maximale Kreditrisiko der finanziellen Vermögenswerte betrug:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 179.315 191.870
Zu Anschaffungskosten bewertete Finanzinvestitionen 554 579
Vom Unternehmen ausgereichte Darlehen und Forderungen 42.771 52.440
Liquide Mittel 459.952 120.196
Depotzahlungen für Cross Border Lease 0 25.480
Derivative 209 18
Sicherungsinstrumente (Fair Value Hedges) 14.080 21.515
Buchwert der finanziellen Vermögenswerte 696.882 412.096

Das zum 31. Dezember 2010 in den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten enthaltene 100.000-EUR-Depot, welches als Sicherheit für Garantien im Zusammenhang mit Cross-Border-Lease-Finanzierungen diente, wurde im Dezember 2011 rückgezahlt (siehe Anhangangaben (16) und (26)).

Das maximale Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert. Eingeteilt in geografische Regionen betrug dieser:

Stand zum 31. Dezember 2011 2010
Inland 811.542 852.633
Ausland 93.908 84.948
Wertberichtigungen –197.153 –165.345
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 708.297 772.236

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem wichtigsten Kunden der Telekom Austria Group betragen 1.280 EUR und 8.127 EUR zum 31. Dezember 2011 und 2010, eine wesentliche Konzentration von Ausfalls- bzw. Kreditrisiken besteht daher nicht. Hinsichtlich der Altersstruktur der Forderungen und Wertberichtigungen wird auf Anhangangabe (5) verwiesen.

Beizulegender Zeitwert ("Fair Value") von Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente pro Art der finanziellen Vermögenswerte:

Stand zum 31. Dezember Buchwert Beizulegender
Zeitwert
2011
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
2010
Finanzielle Vermögenswerte
Liquide Mittel 459.952 459.952 120.196 120.196
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 708.297 708.297 772.236 772.236
Forderungen an nahestehende Unternehmen 191 191 209 209
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 50.385 50.385 60.751 60.751
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 10.447 10.447 8.698 8.698
Vom Unternehmen ausgereichte Darlehen und Forderungen 769.320 769.320 841.893 841.893
Langfristige Vermögenswerte 13.343 13.343 70.974 70.974
Kurzfristige Vermögenswerte 165.972 165.972 120.896 120.896
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 179.315 179.315 191.870 191.870
Finanzinvestitionen zu Anschaffungskosten bewertet 554 554 579 579
Depotzahlungen für Cross Border Lease 0 0 25.480 25.480
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 0 0 25.480 25.480
Derivative 209 209 18 18
Sicherungsinstrumente (Fair Value Hedges) 14.080 14.080 21.515 21.515
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 14.290 14.290 21.532 21.532

Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen haben Fälligkeiten von unter einem Jahr. Daher entsprechen die Buchwerte weitgehend den beizulegenden Zeitwerten.

Die beizulegenden Zeitwerte der sonstigen langfristigen Forderungen mit Fälligkeiten von über einem Jahr entsprechen den Barwerten der Zahlungsströme aus den betreffenden Vermögenswerten. Die Berechnung der Barwerte erfolgt aufgrund von aktuellen Zinssätzen, die Änderungen der Vertragsbedingungen und Erwartungen sowohl marktseitig als auch seitens der Partner berücksichtigen.

Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Investitionen in Eigenkapitalinstrumente und Anteile an nicht konsolidierten Gesellschaften, die über keine notierten Marktpreise in einem aktiven Markt verfügen, schätzt die Telekom Austria Group den beizulegenden Zeitwert näherungsweise anhand der geprüften Jahresabschlüsse, wenn solche verfügbar sind.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente pro Art der finanziellen Verbindlichkeiten (Schulden):

Stand zum 31. Dezember Buchwert Beizulegender
Zeitwert
2011
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
2010
Finanzverbindlichkeiten
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 15.673 16.167 111.500 111.500
Anleihen 1.691.259 1.790.401 1.688.939 1.834.459
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 172.522 172.687 173.590 173.590
Multi-Currency-Notes-Programm 0 0 90.158 90.158
Langfristige Bankkredite 1.850.531 1.948.180 1.283.951 1.321.599
Leasingverbindlichkeiten und Cross Border Lease 760 760 26.084 26.084
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 26.700 26.700 57.131 57.131
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 642.177 642.177 678.705 678.705
Verbindlichkeiten an nahestehende Unternehmen 9.816 9.816 13.057 13.057
Abgegrenzte Zinsen 80.336 80.336 80.336 80.336
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 4.489.772 4.687.222 4.203.450 4.386.619
Anleihen – gesichertes Grundgeschäft 310.680 309.509 316.804 318.370
Sicherungsinstrumente (Cashflow Hedges) 39.452 39.452 12.660 12.660
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 39.452 39.452 12.660 12.660

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten haben Fälligkeiten von unter einem Jahr. Daher entsprechen die bilanzierten Werte weitgehend den beizulegenden Zeitwerten.

Die beizulegenden Zeitwerte der notierten Anleihen (EMTN-Anleihen und Eurobondanleihe) entsprechen den Nennwerten multipliziert mit den Stichtagskursen.

Die beizulegenden Zeitwerte aller sonstigen nicht notierten Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten, Schuldverschreibungen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der Zahlungsströme aus den betreffenden Schulden. Die Berechnung der Barwerte berücksichtigt die maßgebliche Renditekurve und Credit-Spread-Kurve für bestimmte Währungen.

Fair-Value-Hierarchie von Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie die beizulegenden Zeitwerte (je Klasse von Finanzinstrumenten) ermittelt wurden. Dabei wurde eine Klassifizierung in eine dreistufige Hierarchie vorgenommen, die die Marktnähe der in die Ermittlung eingehenden Daten widerspiegelt:

Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
31. Dezember 2011
Wertpapiere – zur Veräußerung verfügbar & sonstige 15.412 163.903 0 179.315
Derivative 0 209 0 209
Fair Value Hedges 0 14.080 0 14.080
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert 15.412 178.193 0 193.605
Anleihen - gesichertes Grundgeschäft 0 310.680 0 310.680
Cashflow Hedges 0 39.452 0 39.452
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert 0 350.133 0 350.133
31. Dezember 2010
Wertpapiere – zur Veräußerung verfügbar & sonstige 16.387 175.482 0 191.870
Derivative 0 18 0 18
Fair Value Hedges 0 21.515 0 21.515
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert 16.387 197.015 0 213.402
Anleihen – gesichertes Grundgeschäft 0 316.804 0 316.804
Cashflow Hedges 0 12.660 0 12.660
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert 0 329.464 0 329.464

Die verschiedenen Levels wurden wie folgt bestimmt:

  • ∙ Level 1: Börsen- oder Marktpreis auf einem aktiven Markt für dieses Instrument (ohne Anpassungen oder geänderte Zusammensetzung).
  • ∙ Level 2: Börsen- oder Marktpreis auf einem aktiven Markt für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden oder andere Bewertungsmethoden, für die signifikante Eingangsparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
  • ∙ Level 3: Bewertungsmethoden, für die signifikante Eingangsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, herangezogen werden.

Anleihen als gesichertes Grundgeschäft wurden dem Level 2 zugeordnet, da der beizulegende Zeitwert mithilfe von abgezinsten Zahlungsströmen auf Basis von Marktdaten (Zinskurven) ermittelt wurde und nicht die Marktnotierung für die Bilanzierung der Fair-Value-Hedge-Beziehung herangezogen wurde.

(34) Eventualschulden und -forderungen

Zum 31. Dezember 2010 bestanden in Verbindung mit Cross-Border-Lease-Transaktionen (siehe Anhangangabe (26)) Leasingverpflichtungen in Höhe von 77.543 EUR, die gemäß SIC 27 und dem Rahmenkonzept nicht als Verbindlichkeit erfasst wurden. In gleicher Höhe bestanden Eventualforderungen aus veranlagten Wertpapieren und Depotzahlungen.

Eine steuerliche Betriebsprüfung in Österreich hat eine potenzielle Nachzahlung für Vorperioden in Höhe von rund 17.000 EUR ergeben. Aufgrund des Sachverhaltes und der zugrundeliegenden Verfahrensvorschriften stuft die Telekom Austria Group eine Nachzahlung als eher unwahrscheinlich ein.

Im März 2011 hat die Kommission der Kommunikationsregulierung (Commission for Regulation of Communications –"CRC") in Bulgarien die Angleichung der internationalen Terminierungsraten für eingehende Anrufe in individuelle Mobilnetze an den nationalen Level mit Wirkung ab 1. April 2011 beschlossen. Mobiltel hat am 31. März 2011 gegen diesen Beschluss eine Klage eingebracht. Zusätzlich hat Mobiltel am 25. November 2011 eine Klärung gefordert, ob der Beschluss der CRC eine sofortige Wirkung hat. Anfang Jänner hat die erste Instanz entschieden, dass der Beschluss eine sofortige Wirkung hat. Mobiltel hat gegen diesen Beschluss berufen, eine Entscheidung der zweiten (letzten) Instanz wird im Februar erwartet. Mobiltel stuft den negativen Ausgang der Berufungen als eher unwahrscheinlich ein.

In 2011 hat Si.mobil eine Klage gegen Telekom Slovenia aufgrund des Missbrauchs ihrer Monopolstellung eingebracht. International anerkannte Sachverständige für Wettbewerbsregulierung haben geschätzt, dass sich der bis zum Bilanzstichtag eingetretene Schaden aufgrund der Beeinträchtigung des Wettbewerbs auf rund 127.000 EUR beläuft.

Gegen die Telekom Austria AG und deren Tochtergesellschaften sind im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verschiedene Verfahren, Prozesse sowie sonstige Ansprüche anhängig, darunter Verfahren aufgrund von Gesetzen und Verordnungen zur Zusammenschaltung. Diese Sachverhalte sind mit zahlreichen Unsicherheiten behaftet, und die Ergebnisse der Verhandlungen bzw. Prozesse lassen sich nicht mit Sicherheit voraussagen. Demzufolge ist der Vorstand nicht in der Lage, den Gesamtbetrag möglicher finanzieller Verpflichtungen oder deren Auswirkung auf die Finanzlage der Telekom Austria Group zum 31. Dezember 2011 mit abschließender Gewissheit festzustellen. Diese Verfahren könnten bei ihrem Abschluss die Ergebnisse oder Zahlungsströme jedes Quartals materiell beeinflussen. Der Vorstand ist jedoch der Ansicht, dass bei endgültiger Bereinigung solcher Fälle die finanziellen Verpflichtungen oder Auswirkungen nicht wesentlich die dafür gebildeten Rückstellungen übersteigen und daher keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

(35) Angaben über Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Vorstands sowie die Aufsichtsratsvergütungen betrugen:

2011 2010
Aufwendungen für Bezüge des Vorstands 936 899
Ausbezahlte variable Entlohnung 1.095 704
Gesamt 2.031 1.603
Aufsichtsratsvergütungen 181 179

Dem Vorstand der Telekom Austria Group gehören zum 31. Dezember 2011 Hannes Ametsreiter als Vorstandsvorsitzender der Telekom Austria AG und Hans Tschuden als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Telekom Austria AG an.

Hannes Ametsreiter wurde mit 1. Jänner 2009 für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Dezember 2013 in den Vorstand der Telekom Austria AG und mit 1. April 2009 zum Vorstandsvorsitzenden und Generaldirektor der Telekom Austria AG bestellt. Hannes Ametsreiter ist weiters Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der A1 Telekom Austria AG.

Hans Tschuden wurde mit 1. April 2007 für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. März 2012 zum Finanzvorstand der Telekom Austria AG und mit 1. Jänner 2009 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und Generaldirektor-Stellvertreter der Telekom Austria AG bestellt.

(36) Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer während der Geschäftsjahre 2011 und 2010 betrug 16.944 und 16.580. Zum 31. Dezember 2011 und 2010 waren 17.217 und 16.501 Arbeitnehmer (Vollzeitäquivalente) beschäftigt.

(37) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 13. Februar 2012 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und mitzuteilen, ob er den Konzernabschluss billigt.

Die Ratingagentur Moody's Investors Service hat am 19. Jänner 2012 das Langfrist-Rating der Telekom Austria AG von A3 auf Baa1 (mit stabilem Ausblick) gesenkt. Das P-2 Kurzfrist-Rating der Telekom Austria AG wurde von Moody's Investors Service bestätigt.

Am 19. Jänner 2012 hat die RPR Privatstiftung, Wien, gemeldet, dass sie direkt und indirekt 20,118% der Aktien der Telekom Austria AG hält.

Am 3. Februar 2012 hat die Telekom Austria Group zugestimmt, Vermögenswerte von Orange Austria Telecommunication GmbH ("Orange Austria") in Höhe von bis zu 390.000 EUR zu erwerben. Im Anschluss an die Akquisition von Orange Austria durch Hutchison 3G Austria wird die Telekom Austria Group diese Vermögensgegenstände von Hutchison 3G Austria akquirieren. Diese umfassen Frequenzen, Basisstationen, den Mobilfunkanbieter YESSS! Telekommunikation GmbH ("YESSS!") und bestimmte Immaterialgüterrechte. Die Akquisition von Orange Austria durch Hutchison 3G Austria ist von der Genehmigung der Akquisition von YESSS! durch die Telekom Austria Group durch die zuständigen Regulierungs- und Wettbewerbsbehörden abhängig. Die Transaktion wird voraussichtlich Mitte 2012 abgeschlossen werden.

(38) Konzernunternehmen

Vollkonsolidierte Tochterunternehmen

Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil zum 31.12.2011 in %
A1 Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien 100,00
Telekom Austria Personalmanagement GmbH, Wien 100,00
Telekom Projektentwicklungs GmbH, Wien 100,00
Telekom Austria Beteiligungen GmbH, Wien 100,00
Telekom Finanzmanagement GmbH, Wien 100,00
Telekom Austria Finance BV, Amsterdam 100,00
CableRunner GmbH, Wien 76,00
CableRunner Austria GmbH & Co. KG, Wien 76,00
World-Direct eBusiness solutions Gesellschaft m.b.H., Wien 100,00
ÖFEG GmbH, Wien 100,00
paybox Bank AG, Wien 100,00
paybox Service GmbH, Wien 100,00
3G Mobile Telecommunications GmbH, Wien 100,00
Telekom Austria Group M2M GmbH, Wien 100,00
Airwin Entertainment GmbH, Wien 100,00
Mobilkom Beteiligungsgesellschaft mbH, Wien 100,00
mobilkom Bulgarien BeteiligungsverwaltungsgmbH, Wien 100,00
mobilkom Bulgarien GeschäftsentwicklungsgmbH, Wien 100,00
mobilkom CEE Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,00
mobilkom CEE Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien 100,00
mobilkom liechtenstein AG, Vaduz 100,00
mobilkom Mazedonien Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien 100,00
mobilkom Mazedonien Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,00
mobilkom Belarus Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien 100,00
mobilkom Belarus Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,00
Kroatien Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien 100,00
A1 Kroatien Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,00
mk Logistik GmbH, Wien 100,00
JetStream Hungary Kft, Budapest 100,00
JetStream Slovakia s.r.o., Bratislava 100,00
TA Mreža d.o.o., Ljubljana 100,00
JetStream RO s.r.l., Bukarest 100,00
JetStream Bulgaria EOOD, Sofia 100,00
JetStream Croatia Ltd., Zagreb 100,00
JetStream TR Telekomünikasyon Hizmetleri Ve Ticaret Limited Sirketi, Istanbul 100,00
JetStream Switzerland GmbH, Zürich 100,00
JetStream Poland Spolka Z Ograniczona Odopwiezialnoscia, Warschau 100,00
Vipnet d.o.o., Zagreb 100,00
Vipnet usluge d.o.o., Zagreb 100,00
B.net Hrvatska d.o.o., Zagreb 100,00
Si.mobil telekomunikacijske storitve d.d., Ljubljana 100,00
Vip mobile d.o.o., Belgrad 100,00
Vip operator DOOEL, Skopje-Zentar 100,00
Vip operator uslugi DOOEL, Skopje-Zentar 100,00
Vip operator prodazba DOOEL, Skopje-Zentar 100,00
Mobiltel EAD, Sofia 100,00
Alabin 48 EOOD, Sofia 100,00
M repair and service EAD, Sofia 100,00
M Support Services EOOD, Sofia 100,00
M Game EOOD, Sofia 100,00
M-Network EAD, Sofia 100,00
GPS Bulgaria AD, Sofia 90,00
Teleport Bulgaria EAD, Sofia 100,00
Megalan Network AD, Sofia 80,00
Spectrum Net AD, Sofia 100,00
Prolink EOOD, Sofia 100,00
Orbitel EAD, Sofia 100,00
Orbitel UK Ltd, Saint Helier 100,00
Hit bg EOOD, Sofia 100,00
SB Telecom Ltd., Limassol 100,00
FE VELCOM, Minsk 100,00
FE TA-Engineering, Minsk 100,00
FE TA-Installation, Minsk 100,00

At equity konsolidierte assoziierte Unternehmen

Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil zum 31.12.2011 in %
Omnimedia Werbegesellschaft mbH, Wien 26,00
netdoktor.at GmbH, Wien 40,00
Marx Media Vienna GmbH, Wien 25,029

Nicht in den Konsolidierungskreis einbezogene Unternehmen

Zum 31. Dezember 2011 gibt es keine Gesellschaften, an denen die Telekom Austria Group zu mehr als 20% beteiligt ist und die nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen sind.

Alle Konzernunternehmen – mit Ausnahme von Omnimedia und netdoktor.at – haben als Bilanzstichtag den 31. Dezember. Die Omnimedia und netdoktor.at haben den 30. Juni als Bilanzstichtag.

Wien, am 13. Februar 2012

Hannes Ametsreiter Hans Tschuden

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011, die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Kapitalflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2011, sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2011 bis zum 31. Dezember 2011 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 13. Februar 2012

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

DDr. Martin Wagner Wirtschaftsprüfer Mag. Rainer Hassler Wirtschaftsprüfer

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Der Vorstand

Hannes Ametsreiter, Vorstand seit 1. Jänner 2009, Vorstandsvorsitzender ab 1. April 2009, bestellt bis 31. Dezember 2013

Hans Tschuden Finanzvorstand seit 1. April 2007, stellvertretender Vorstandsvorsitzender seit 1. Jänner 2009, bestellt bis 31. März 2015

Telekom Austria AG Jahresabschluss 2011

Einzelabschluss nach österreichischem UGB

Beilagenverzeichnis

Bilanz zum 31. Dezember 2011 Beilage
mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen
in tausend Euro (TEUR)
I
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011
mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen
in tausend Euro (TEUR)
II
Anhang für das Geschäftsjahr 2011
(einschließlich Anlage 1 – Anlagenspiegel
Anlage 2 – Forderungsspiegel
Anlage 3 – Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2011) III
Lagebericht der Telekom Austria AG
für das Geschäftsjahr 2011
IV
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers V
Bericht des Aufsichtsrates der Telekom Austria AG
an die Hauptversammlung
VI

Beilage I/1

Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien

Bilanz zum 31. Dezember 2011

AKTIVA

31.12.2011 31.12.2010
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.375.909.811,05 7.731.940
2. Beteiligungen 543.341,86 543
7.376.453.152,91 7.732.484
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.106,92 11
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 369.683.115,30 1.371.298
3. Sonstige Forderungen 20.414.814,19 30.809
390.102.036,41 1.402.117
II. Eigene Anteile 4.028.054,38 4.339
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.591,00 1
394.131.681,79 1.406.457
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.821.735,44 8.774
7.777.406.570,14 9.147.714

Beilage I/2

Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien

PASSIVA

31.12.2011 31.12.2010
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 966.183.000,00 966.183
II. Kapitalrücklagen
Gebundene 1.052.317.856,33 1.052.318
III. Gewinnrücklagen
1. Rücklage für eigene Anteile 4.028.054,38 4.339
2. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 1.606.497.910,29 1.999.587
1.610.525.964,67 2.003.926
IV. Bilanzgewinn 169.021.845,79 332.000
davon Gewinnvortrag: EUR 77.023,25;
Vorjahr: TEUR 364
3.798.048.666,79 4.354.427
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 2.843.600,04 2.434
2. Steuerrückstellungen 422.696.289,64 396.345
3. Sonstige Rückstellungen 4.958.658,20 3.286
430.498.547,88 402.065
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46,22 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.190.893,07 7.003
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.543.138.144,83 4.383.781
4. Sonstige Verbindlichkeiten 530.271,35 439
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
EUR 313.596,98; Vorjahr: TEUR 275
3.548.859.355,47 4.391.223
7.777.406.570,14 9.147.714
Eventualverbindlichkeiten aus vertraglichen Haftungsverhältnissen 5.376.837.809,64 4.890.004

Beilage II

Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011

2011 2010
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 19.954.605,56 17.425
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 802,75 3
b) Übrige 863.786,64 864.589,39 728 731
3. Personalaufwand
a) Gehälter 16.024.921,42 8.287
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 661.501,87 341
c) Aufwendungen für Altersversorgung 597.949,14 339
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge 3.194.137,14 1.480
e) Sonstige Sozialaufwendungen 71.217,55 –20.549.727,12 52 –10.500
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern 228.873,92 379
b) Übrige 32.757.389,41 –32.986.263,33 35.661 –36.039
5. Zwischensumme aus Z 1 bis 4 (Betriebsergebnis) –32.716.795,50 –28.382
6. Erträge aus Beteiligungen 254.570.000,00 1.277.930
davon aus verbundenen Unternehmen
EUR 254.500.000,00; Vorjahr: TEUR 1.277.860
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31.076,02 190
davon aus verbundenen Unternehmen
EUR 30.692,02; Vorjahr: TEUR 190
8. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen 63.666.082,36 0
9. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus eigenen Anteilen –330.477.167,19 –284.185
davon a) aus Abschreibungen: EUR 329.310.454,07;
Vorjahr: TEUR 260.410
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen:
EUR 330.166.713,12; Vorjahr: TEUR 284.185
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –144.925.928,48 –104.006
davon betreffend verbundene Unternehmen:
EUR 144.010.053,92; Vorjahr: TEUR 103.088
11. Zwischensumme aus Z 6 bis 10 (Finanzergebnis) –157.135.937,29 889.929
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit –189.852.732,79 861.547
13. Außerordentliche Erträge 0,00 1.018.061
14. Steuern vom Einkommen –34.602.444,67 –184.882
15. Jahresfehlbetrag/-überschuss –224.455.177,46 1.694.726
16. Auflösung von Gewinnrücklagen 393.400.000,00 0
17. Zuweisung zu Gewinnrücklagen 0,00 –1.363.090
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 77.023,25 364
19. Bilanzgewinn 169.021.845,79 332.000

Beilage III

Anhang für das Geschäftsjahr 2011

Inhaltsverzeichnis

(1) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 108
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
Allgemeine Grundsätze
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
108
108
108
108
108
(2) Erläuterungen der Bilanz 109
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7
2.8
Anlagevermögen
Forderungen
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Grundkapital
Gewinnausschüttung
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Haftungsverhältnisse
109
109
109
109
109
110
110
110
(3) Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung 111
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
3.6
3.7
3.8
3.9
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Erträge aus Beteiligungen
Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen
Aufwendungen aus Finanzanlagen
Außerordentliche Erträge
Steuern vom Einkommen
111
111
111
111
112
112
112
112
112
(4) Sonstige Angaben 113
4.1
4.2
4.3
4.4
4.5
4.6
4.7
Bezüge der Organe der Gesellschaft
Stock-Option-Programm 2007 (ESOP 2007+)
Stock-Option-Programm 2008 (ESOP 2008+)
Stock-Option-Programm 2009 (ESOP 2009+)
Weitere Angaben zu den Aktienoptionsprogrammen
Long Term Incentive (LTI) Program
Sonstige Erläuterungen
113
113
113
113
114
114
115
(5) Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates 116

(1) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1.1 Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die zahlenmäßige Darstellung im Anhang erfolgt in tausend Euro. Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember.

1.2 Anlagevermögen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert und die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind, außer der niedrigere Wert kann bei der steuerrechtlichen Gewinnermittlung unter der Voraussetzung, dass er auch im Jahresabschluss unverändert bleibt, beibehalten werden.

1.3 Umlaufvermögen

Forderungen werden zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisiken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird. Zur Berücksichtigung von Ausfallsrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Forderungen in Fremdwährungen werden zum Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet, sofern dieser unter dem Buchungskurs liegt.

Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen eigenen Aktien werden mit den Anschaffungskosten oder entsprechend dem strengen Niederstwertprinzip mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Im Geschäftsjahr 2011 wurde eine Abwertung in Höhe von TEUR 310 (Vorjahr: TEUR 0) vorgenommen.

1.4 Rückstellungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen werden für die gesetzlichen und vertraglichen Ansprüche der Vorstandsmitglieder sowie für Dienstnehmer, deren Beginn des Dienstverhältnisses in der Telekom Austria Group vor dem 1. Jänner 2003 liegt, gebildet. Die Berechnung erfolgte nach finanzmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Teilwertverfahrens und unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 3,5% (Vorjahr: 3,5%) und ohne Berücksichtigung eines Fluktuationsabschlages.

Rückstellungen für den Abfertigungen ähnliche Verpflichtungen werden für Jubiläumsgelder gebildet. Die Berechnung erfolgt gleich den Rückstellungen für Abfertigungen.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken.

1.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet, sofern dieser über dem Buchungskurs liegt.

(2) Erläuterungen der Bilanz

2.1 Anlagevermögen

Anteile an verbundenen Unternehmen der Telekom Austria Aktiengesellschaft (Telekom Austria AG) mit einem Anteil von mindestens 20%:

Name und Sitz der Gesellschaft zum 31.12.2011
%
Kapitalanteil Buchmäßiges Eigenkapital
zum 31.12.2011
TEUR
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
2011
TEUR
Verbundene Unternehmen
A1 Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien 100,0 774.536 58.384
Telekom Projektentwicklungs GmbH, Wien 99,0 539 -1.167
A1 Kroatien Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,0 834.784 135.998
Mobilkom Beteiligungsgesellschaft mbH, Wien 100,0 237.045 25.999
mobilkom CEE Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,0 420.039 75.997
mobilkom Belarus Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,0 499.266 -329.004
mobilkom Mazedonien Geschäftsentwicklungs GmbH, Wien 100,0 73.926 20.397
mobilkom Bulgarien GeschäftsentwicklungsgmbH, Wien 100,0 1.135.561 39.021

Die Telekom Austria AG, 99 %ige Gesellschafterin der Telekom Projektentwicklungs GmbH, hat am 1. April 2009 einerseits mit der Telekom Finanzmanagement GmbH sowie andererseits mit der Telekom Projektentwicklungs GmbH, der Alleingesellschafterin der Telekom Finanzmanagement GmbH, unter Zustimmung der A1 Telekom Austria Aktiengesellschaft (A1 Telekom Austria AG), die 1% der Telekom Projektentwicklungs GmbH hält, einen Gewinn- und Verlustausschließungsvertrag abgeschlossen. Dieser Vertrag trat mit 1. Jänner 2009 in Kraft und kann von jedem der Vertragsteile unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist zum Ende eines Geschäftsjahres schriftlich gekündigt werden.

2.2 Forderungen

Die Struktur der Forderungen ist im Forderungenspiegel (Anlage 2) dargestellt.

In den sonstigen Forderungen sind wie im Vorjahr keine wesentlichen Erträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

2.3 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen im Wesentlichen aus Disagios für konzernintern gewährte Darlehen, die aus Anleihebegebungen im Rahmen des EMTN-Programms sowie der Anleihe aus dem Jahr 2009 resultieren.

2.4 Grundkapital

Das Grundkapital der Telekom Austria AG beträgt TEUR 966.183 und ist in 443.000.000 Inhaberaktien (Stückaktien) geteilt. Die ÖIAG hält 28,42%, 71,48% der Aktien befinden sich im Streubesitz, die restlichen 0,10% werden als eigene Anteile gehalten. Die eigenen Anteile betragen TEUR 951 des Grundkapitals und entsprechen 436.031 Stückaktien, welche im September 2007 erworben wurden.

Der Vorstand ist aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 19. Mai 2011 ermächtigt, eigene Aktien zur entgeltlichen oder unentgeltlichen Ausgabe zur Bedienung von Aktienoptionen bzw. als Gegenleistung für Unternehmen und Unternehmensanteile zu verwenden.

Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung von bis zu 22.150.000 eigener Aktien ohne Nennwert um bis zu TEUR 48.309 ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabzusetzen.

Außerdem wurde dem Vorstand die Ermächtigung erteilt, eigene Aktien jederzeit auf jede gesetzlich zulässige Art für die Dauer von 5 Jahren ab Beschlussfassung zu veräußern, wobei der Vorstand auch über den Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeiten entscheiden kann.

2.5 Gewinnausschüttung

Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 23. Mai 2012 vorschlagen, eine Dividende von EUR 0,38 je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Der restliche Gewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

2.6 Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen zum 31. Dezember 2011 betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für schwebende Steuern in Höhe von TEUR 422.693 (Vorjahr: TEUR 396.338). Auf Unterschiede zwischen den unternehmens- und steuerrechtlichen Beteiligungsansätzen, die auf Umgründungen zurückzuführen sind, wurde entsprechend der Stellungnahme des Fachsenats für Handelsrecht und Revision "Steuerabgrenzung im Einzelabschluss und im Konzernabschluss" (KFS/RL15) eine Rückstellung für schwebende Steuern gebildet. Diese ist als langfristig einzustufen.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen Vorsorgen für:

31.12.2011 31.12.2010
Long Term Incentive Program (LTI) 683 282
Personal 3.446 2.811
Übrige 830 193
4.959 3.286

2.7 Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten und Struktur der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 3) dargestellt.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind ebenso wie im Vorjahr keine wesentlichen Aufwendungen enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

2.8 Haftungsverhältnisse

31.12.2011 31.12.2010
Garantie im Rahmen des EMTN-Programmes 1.250.000 1.250.000
Garantie im Rahmen der Anleihe 2009 750.000 750.000
Bankhaftbriefe 3.376.838 2.890.004
5.376.838 4.890.004

Am 30. Juni 2003 haben die Telekom Austria AG und die Telekom Finanzmanagement GmbH ein Euro Medium Term Note-Programm (EMTN-Programm) aufgelegt. Alle Zahlungen aus Anleihen, welche die Telekom Finanzmanagement GmbH (TFG) unter diesem Rahmenprogramm begibt, werden unwiderruflich und unbedingt von der Telekom Austria AG garantiert.

Am 10. Juli 2003 hat die TFG einen mit 5,00% fix verzinsten Eurobond über 750 Mio. EUR mit einer Laufzeit von zehn Jahren unter dem EMTN-Programm begeben. Der Bond wurde zu einem Reofferprice von 99,193% platziert und zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten verwendet.

Am 27. Jänner 2005 hat die TFG zwei mit 3,375% und 4,250% fix verzinste Eurobonds über jeweils 500 Mio. EUR mit einer Laufzeit von fünf bzw. zwölf Jahren unter dem EMTN-Programm begeben. Die Bonds wurden zu einem Reofferprice von 99,598% und 98,829% platziert. Ersterer wurde vertragsgemäß im Jänner 2010 getilgt.

Am 29. Jänner 2009 hat die TFG einen mit 6,375% fix verzinsten Bond über 750 Mio. EUR mit einer Laufzeit von sieben Jahren begeben. Der Bond wurde zu einem Reofferprice von 99,238% platziert und zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten verwendet. Sowohl die Telekom Austria AG als auch die A1 Telekom Austria AG haben eine unwiderrufliche und unbedingte Garantie zu Gunsten der Anleihegläubiger abgegeben.

Mit der Garantie vom 10. November 2008 garantiert die Gesellschaft der Telekom Austria Personalmanagement GmbH, dass die A1 Telekom Austria AG ihren aus dem Gewinn- und Verlustausschließungsvertrag resultierenden Verpflichtungen nachkommt.

(3) Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 19.955 (2010: TEUR 17.425) betreffen Leistungen, wie beispielsweise Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations und Kommunikation, Koordination der Produktentwicklung sowie der technischen Infrastruktur, Rechts- und Steuerberatung sowie Beteiligungscontrolling, Leistungen im Zusammenhang mit dem Personalamt und Beamtendienstrecht, Gehalts- und Kollektivvertragsverhandlungen, welche auf Basis von Intercompany Agreements von der Telekom Austria AG im Wesentlichen an die A1 Telekom Austria AG, die MobilTel EAD, die FE Velcom und die VIPnet d.o.o. verrechnet werden.

3.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Weiterverrechnung von Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 797 zusammen (2010: TEUR 722).

3.3 Personalaufwand

2011 2010
Gehälter 16.025 8.287
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche 662 341
Mitarbeitervorsorgekassen
Aufwendungen für Altersversorgung 598 339
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben 3.194 1.480
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
Sonstige Sozialaufwendungen 71 52
20.550 10.500

An Mitarbeitervorsorgekassen wurde ein Betrag von TEUR 108 (2010: TEUR 50) abgeführt und TEUR 295 (2010: TEUR 180) an Abfertigungszahlungen geleistet.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen setzten sich wie folgt zusammen:

2011 2010
Vorstände 79 229
leitende Angestellte 112 33
andere Arbeitnehmer 1.068 418
1.259 680

Die durchschnittliche Zahl von Angestellten in Vollzeitkräften betrug 149 (2010: 62). Die durchschnittliche Zahl von Beamten in Vollzeitkräften betrug elf (2010: fünf).

Im Jahr 2011 setzte sich der Vorstand unverändert aus zwei Mitgliedern zusammen.

3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2011 2010
Sonstige betriebliche Steuern 229 379
Übrige 32.757 35.661
32.986 36.039

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Leistungen der A1 Telekom Austria AG in Höhe von TEUR 8.244 (2010: TEUR 12.799) enthalten.

3.5 Erträge aus Beteiligungen

In den Erträgen aus Beteiligungen sind Dividendenerträge der CEESEG Aktiengesellschaft in Höhe von TEUR 70 (2010: TEUR 70) enthalten.

Weiters sind Dividendenerträge der A1 Telekom Austria AG mit TEUR 56.000 (2010: TEUR 240.000), der mobilkom Bulgarien GeschäftsentwicklungsgmbH mit TEUR 39.000 (2010: TEUR 112.640), der A1 Kroatien Geschäftsentwicklungs GmbH mit TEUR 135.500 (2010: TEUR 0), der Mobilkom Beteiligungsgesellschaft mbH mit TEUR 24.000 (2010: TEUR 782.200) und der mobilkom Belarus Geschäftsentwicklungs GmbH mit TEUR 0 (2010: TEUR 143.020) enthalten.

3.6 Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen

Auf Basis aktueller Unternehmensbewertungen waren Zuschreibungen gemäß § 208 Abs 2 UGB iVm § 6 Z 13 EStG in Höhe von insgesamt TEUR 63.666 (2010: TEUR 0) erforderlich. Die Zuschreibungen wurden in Höhe von TEUR 356 für die Telekom Projektentwicklungs GmbH (2010: TEUR 0), in Höhe von TEUR 42.910 für die mobilkom CEE Geschäftsentwicklungs GmbH (2010: TEUR 0) sowie in Höhe von TEUR 20.400 für die mobilkom Mazedonien Geschäftsentwicklungs GmbH (2010: TEUR 0) vorgenommen.

3.7 Aufwendungen aus Finanzanlagen

Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen resultieren aus Aufwendungen aus dem Gewinn- und Verlustausschließungsvertrag mit der Telekom Projektentwicklungs GmbH in Höhe von TEUR 1.167 (2010: TEUR 23.775) sowie aus der Abwertung der mobilkom Belarus Geschäftsentwicklungs GmbH, in Höhe von TEUR 329.000 (2010: TEUR 146.500) die auf Basis einer aktuellen Unternehmensbewertung erforderlich war. Im Vorjahr betrafen TEUR 113.910 Abwertungen der mobilkom CEE Geschäftsentwicklungs GmbH und mobilkom Mazedonien Geschäftsentwicklungs GmbH.

3.8 Außerordentliche Erträge

Im Jahr 2011 werden keine außerordentlichen Erträge ausgewiesen (2010: TEUR 1.018.061 aus der Konzernumstrukturierung. Diese betraf im Wesentlichen die Abspaltung der mobilkom Bulgarien GeschäftsentwicklungsgmbH, der mobilkom Mazedonien Geschäftsentwicklungs GmbH und der Mobilkom Beteiligungsgesellschaft mbH von der A1 Telekom Austria AG auf die Telekom Austria AG).

3.9 Steuern vom Einkommen

Die Gesellschaft ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe iSd § 9 Körperschaftsteuergesetzes und hat mit den Mitgliedern 3G Mobile Telecommunications GmbH, Telekom Austria Personalmanagement GmbH, A1 Telekom Austria AG, Telekom Projektentwicklungs GmbH, Telekom Finanzmanagement GmbH, ÖFEG GmbH, World-Direct eBusiness solutions Gesellschaft m.b.H, Telekom Austria Beteiligungen GmbH, paybox Bank AG, mk Logistik GmbH sowie paybox Service GmbH einen Gruppen- und Steuerumlagevertrag geschlossen (Stand 31.12.2011). Die paybox Service GmbH ist im Geschäftsjahr 2011 der Unternehmensgruppe beigetreten. Aufgrund der Ergebnissituation der Unternehmensgruppe wurde der Gruppen- und Steuerumlagevertrag 2005 mit Wirkung vom 1.1.2012 unter Berücksichtigung gesellschaftsrechtlicher Rahmenbedingungen einer grundlegenden Revision unterzogen.

Da zwischen der Gesellschaft und der Telekom Projektentwicklungs GmbH sowie deren 100% Tochtergesellschaft Telekom Finanzmanagement GmbH ein Gewinn- und Verlustausschließungsvertrag besteht, unterbleibt die Verrechnung einer Steuerumlage im Verhältnis zur Telekom Projektentwicklungs GmbH.

2011 2010
Umlage Gruppenmitglieder *) 8.248 -21.159
Gruppenumlagen Vorperioden *) 0 -336
Körperschaftsteuer Gruppe *) 8.248 -21.495
Rückstellung für schwebende Steuern 26.355 206.377
Gesamtsteueraufwand*) 34.602 184.882

*) In der vorliegenden Zusammenstellung zu den Steuern vom Einkommen erfolgt die Darstellung von Aufwendungen mit positivem und jene von Erträgen mit negativem Vorzeichen.

Die Steuern vom Einkommen betreffen mit TEUR 0 (2010: TEUR 0) das Ergebnis des Gruppenträgers.

(4) Sonstige Angaben

4.1 Bezüge der Organe der Gesellschaft

2011 2010
Bezüge der Mitglieder des Vorstandes 2.031 1.603
Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates 181 179
2.212 1.782

In den Bezügen der Vorstandsmitglieder sind Leistungen aus dem Stock-Option-Programm sowie dem LTI-Programm nicht enthalten, siehe Stock-Option- bzw. LTI-Programm.

4.2 Stock-Option-Programm 2007 (ESOP 2007+)

Im Zuge der ersten Tranche des Stock-Option-Programms ESOP 2007-2009 (ESOP 2007+) wurden am 8. Jänner 2007 in der Telekom Austria Group 4.047.472 Optionen ausgegeben, davon in der Telekom Austria AG 240.000. Der Ausübungspreis von EUR 20,34 ist der Durchschnitt der Schlusskurse an der Wiener Börse der 20 Handelstage, die dem vorletzten Handelstag vor dem Zuteilungstag (8. Jänner 2007) vorausgingen.

Die am 8. Jänner 2007 zugeteilte erste Tranche von ESOP 2007+ konnte bis Mai 2011 eingelöst werden. Im Jahr 2011 wurden sowohl in der Gesellschaft als auch in den Tochterunternehmen keine Optionen ausgeübt.

4.3 Stock-Option-Programm 2008 (ESOP 2008+)

Im Zuge der zweiten Tranche des Stock-Option Programms ESOP 2007-2009 (ESOP 2008+) wurden am 7. Jänner 2008 in der Telekom Austria Group 4.401.130 Optionen ausgegeben, davon in der Telekom Austria AG 360.000. Der Ausübungspreis von EUR 19,39 ist der Durchschnitt der Schlusskurse an der Wiener Börse der 20 Handelstage, die dem vorletzten Handelstag vor dem Zuteilungstag (7. Jänner 2008) vorausgingen.

Für die Optionen der Tranche 2008+ wurden die festgesetzten EPS-Zielwerte nicht erreicht. Sie sind dadurch unwiderruflich verfallen.

4.4 Stock-Option-Programm 2009 (ESOP 2009+)

Im Zuge der dritten Tranche des Stock-Option-Programms ESOP 2007-2009 (ESOP 2009+) wurden am 14. Jänner 2009 in der Telekom Austria Group 4.923.090 Optionen ausgegeben, davon in der Telekom Austria AG 360.000. Entsprechend der Entscheidung der Gesellschaft sind die Teilnehmer ausschließlich berechtigt ihre Optionen in Form einer Barabgeltung auszuüben. Der früheste Termin der Ausübung ist der 23. Februar 2012. Die Ausübungsfrist endet am 31. Mai 2013.

Der Ausübungspreis von EUR 11,06 ist der Durchschnitt der Schlusskurse an der Wiener Börse der 20 Handelstage, die dem vorletzten Handelstag vor dem Zuteilungstag (14. Jänner 2009) vorausgingen.

ESOP 2009+ orientiert sich wie die Vorjahresprogramme an der Profitabilität der Telekom Austria Group. Die Ausübung der Optionen, die 2009 zugeteilt wurden, setzt voraus, dass der vom Aufsichtsrat festgesetzte EPS-Zielwert (EPS entspricht Gewinn je Aktie) für das Geschäftsjahr 2009 erreicht wurde. Bei Nichterreichen dieses EPS-Zielwertes für das Geschäftsjahr 2009 kann eine Ausübung dennoch erfolgen, wenn ein allfälliger vom Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2010 oder für das Geschäftsjahr 2011 festgesetzter EPS-Zielwert, der zumindest dem EPS-Zielwert 2009 entsprechen muss, erreicht wird.

Die Optionen wurden unter Anwendung eines Optionsbewertungsmodells zum Stichtag 31. Dezember 2011 mit EUR 0,39 (2010: EUR 0,79) pro Stück bewertet und bilden die Basis für die Berechnung der Verpflichtung der Telekom Austria AG gegenüber den Anspruchsberechtigten. Die Gesellschaft geht jedoch davon aus, dass der festgesetzte EPS-Zielwert nicht erzielt wird, wodurch sich kein Bilanzierungserfordernis für die Verpflichtung ergibt.

Eingeräumte Optionen Ausgeübte Optionen Ausstehende
ESOP 2009+ 2009 2011 Optionen
Vorstände
DI Dr. Boris Nemsic 120.000 0 0
Dr. Hannes Ametsreiter 120.000 0 120.000
Mag. Johann Tschuden 120.000 0 120.000
leitende Angestellte 0 0 117.450
sonstige Angestellte 114.240 0 368.070
Summe Telekom Austria AG 474.240 0 725.520
Organe und anspruchsberechtigte Mitarbeiter in Tochterunternehmen 3.991.001 0 3.033.145

4.5 Weitere Angaben zu den Aktienoptionsprogrammen

Der beizulegende Zeitwert der Optionen wurde auf Basis des Binominal-Optionspreismodellverfahrens unter der Anwendung folgender Parameter festgelegt.

2011 2010
Erwartete durchschnittliche Dividende pro Aktie in EUR 0,65 - 0,80 0,76 - 0,80
Erwartete Volatilität 27% 26%
Risikofreies Zinsband 0,63% - 1,95% 0,61% - 2,70%
Verwendeter Aktienkurs zum 31.12. in EUR 9,24 10,52

Die im Rahmen der Aktienoptionsprogramme gewährten Optionen und die durchschnittlichen gewichteten Ausübungspreise haben sich wie folgt entwickelt:

Anzahl der Optionen 2011 2010
Ausstehend am 1. Jänner 1.581.875 800.141
Ausgegeben 0 0
Verwirkt 309.040 69.776
Ausgeübt 0 0
Transfer 123.450 -869.795
Verfallen 670.765 18.285
Ausstehend zum 31. Dezember 725.520 1.581.875
davon ausübbar zum 31.12. 0 343.940
Durchschnittlicher gewichteter Ausübungspreis 2011 2010
Ausstehend am 1. Jänner 11,06 16,14
Ausgegeben 0,00 0,00
Verfallen/verwirkt 19,29 19,85
Ausgeübt 0,00 0,00
Ausstehend zum 31. Dezember 16,04 16,04
davon ausübbar zum 31.12. 0,00 20,34

4.6 Long Term Incentive (LTI) Program

Der Aufsichtsrat der Telekom Austria AG hat am 9. Dezember 2009 das LTI Program, insbesondere die erste Tranche 2010 genehmigt und weitere Tranchen in Aussicht gestellt. Die zweite Tranche wurde am 21. Februar 2011 genehmigt. Die Teilnehmer müssen ein Eigeninvestment in Aktien der Telekom Austria AG, abhängig vom jährlichen Fixgehalt (brutto) und vom Management-Level der anspruchsberechtigten Person, mindestens bis zum Ende der Behaltefrist hinterlegen. Die Berechnung der entsprechend gewährten Anzahl der Aktien erfolgt für jede Tranche separat mit dem Durchschnittskurs der Telekom Austria Aktie über einen definierten Zeitraum. Dieses Recht ist nicht übertragbar.

Als Leistungszeitraum für das Erreichen der Ziele wurden je drei Jahre festgelegt. Free cash flow, total shareholder return und EBITDA wurden als Schlüsselindikatoren bestimmt. Zu Beginn jeder Tranche werden die Zielwerte für diese Schlüsselindikatoren festgelegt. Am Anspruchstag werden Bonusaktien bei voller Zielerreichung im selben Ausmaß des Eigeninvestments an die Teilnehmer zugeteilt, die Abgeltung wird in bar erfolgen. Werden die Ziele zu mehr als 100% erfüllt, werden proportional entsprechend mehr Aktien zugeteilt, höchstens jedoch 175% der auf 100% Zielerreichung bezogenen Anzahl von Aktien. Mindestens werden jedoch 25% der auf 100% Zielerreichung bezogenen Anzahl von Aktien zugeteilt.

Für den zukünftig erwarteten Aufwand des LTI Programms besteht zum Bilanzstichtag für den bereits erdienten Anteil eine Verbindlichkeit, welche auf Basis von beizulegenden Zeitwerten errechnet wurde. Die beizulegenden Zeitwerte werden durch Heranziehen der erwarteten Erreichung der Leistungskriterien und dem erwarteten Aktienpreis, der auf ein Binominalbaumverfahren zur Aktienkursmodellierung beruht, ermittelt. Erwartete Dividenden wurden ebenfalls in die Berechnung einbezogen. Die Verbindlichkeit wird über den Leistungszeitraum verteilt aufgebaut.

LTI-Programm 2011 LTI-Programm 2010
Beginn des Leistungszeitraums 1. Jänner 2011 1. Jänner 2010
Zeitpunkt der Gewährung 1. Juni 2011 1. September 2010
Ende des Leistungszeitraums 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Anspruchstag 1. Juni 2014 1. September 2013

Eigeninvestment in Stück zum

31. Dezember 2011 LTI 2011 LTI 2010
Vorstände
Dr. Hannes Ametsreiter 25.674 25.674
Mag. Johann Tschuden 25.674 25.674
leitende Angestellte 32.777 29.750
sonstige Angestellte 39.927 19.970
Summe Telekom Austria AG 124.052 101.068
Organe und anspruchsberechtigte Mitarbeiter in Tochterunternehmen 393.344 355.699
LTI 2010 2011 2010
Erwartete Bonusaktien 78.097 89.499
Maximale Bonusaktien 176.869 177.499
Beizulegender Zeitwert in TEUR 690 847
LTI 2011 2011
Erwartete Bonusaktien 80.673
Maximale Bonusaktien 217.091
Beizulegender Zeitwert in TEUR 670

4.7 Sonstige Erläuterungen

Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinn des § 244 UGB. Der Konzernabschluss wird beim Firmenbuch des Handelsgerichts Wien hinterlegt.

Gemäß § 237 Z 8b letzter Satz UGB nimmt die Gesellschaft die Befreiung der Angaben zu Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen in Anspruch. Geschäfte mit nahestehenden Personen fanden im Geschäftsjahr nur zu fremdüblichen Konditionen statt.

Gemäß § 237 Z 14 UGB nimmt die Gesellschaft die Befreiung der Angaben zu Aufwendungen für den Abschlussprüfer in Anspruch.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 221 UGB.

(5) Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Vorstand
GD Dr. Hannes Ametsreiter
GD Stv. Mag. Johann Tschuden
Aufsichtsrat
Mag. Markus Beyrer Vorsitzender des Aufsichtsrates seit 19.5.2011
Dr. Peter Michaelis Vorsitzender des Aufsichtsrates bis 19.5.2011
Dr. Edith Hlawati Stellvertreterin des Vorsitzenden
Dr. Henrietta Egerth-Stadlhuber
Wilhelm Eidenberger bis 5.5.2011
Ing. Franz Geiger seit 19.5.2011
Ing. Walter Hotz seit 6.5.2011
Werner Luksch seit 11.1.2011
MMag. Peter J. Oswald
Mag. Dr. Wolfgang Ruttenstorfer
Mag. (FH) Alexander Sollak
Dr. Wilfried Stadler
DI Harald Stöber
DI Rainer Wieltsch bis 19.5.2011
Ing. Gottfried Zehetleitner

Wien, am 13. Februar 2012

Der Vorstand

GD Dr. Hannes Ametsreiter GD Stv. Mag. Johann Tschuden

Anlage 1

Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien

Entwicklung des Anlagevermögens bis 31.12.2011

Anschaffungs-/Herstellungskosten Kumulierte Buchwert Buchwert Abschreibungen
Werte in TEUR Stand am
1.1.2011
Zugänge Abgänge Stand am
31.12.2011
Abschreibungen 31.12.2011 31.12.2010 und (Zuschreibungen)
Geschäftsjahr 2011
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
Telekom Projektentwicklungs GmbH 3.157 149 0 3.305 2.766 539 35 –356
mobilkom Bulgarien GeschäftsentwicklungsgmbH 1.251.532 0 140.000 1.111.532 0 1.111.532 1.251.532 0
mobilkom Mazedonien Geschäftsentwicklungs GmbH 117.040 7.500 0 124.540 50.600 73.940 46.040 –20.400
Mobilkom Beteiligungsgesellschaft mbH 356.529 700 0 357.229 0 357.229 356.529 0
mobilkom CEE Geschäftsentwicklungs GmbH 351.000 35.953 0 386.953 0 386.953 308.090 –42.910
mobilkom Belarus Geschäftsentwicklungs GmbH 974.700 0 0 974.700 475.500 499.200 828.200 329.000
A1 Kroatien Geschäftsentwicklungs GmbH 698.790 0 0 698.790 0 698.790 698.790 0
A1 Telekom Austria Aktiengesellschaft 4.244.945 5.002 0 4.249.947 2.221 4.247.725 4.242.724 0
7.997.694 49.303 140.000 7.906.997 531.087 7.375.910 7.731.940 265.334
2. Beteiligungen
CEESEG Aktiengesellschaft 543 0 0 543 0 543 543 0
7.998.237 49.303 140.000 7.907.540 531.087 7.376.453 7.732.484 265.334

Anlage 2

Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien

Forderungenspiegel zum 31.12.2011

Restlaufzeit
Werte in TEUR Bilanzwert bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4 4 0
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
- Lieferungen und Leistungen 5.322 5.322 0
- Finanzforderungen 37.125 37.125 0
- Sonstige Forderungen 327.236 327.236 0
369.683 369.683 0
3. Sonstige Forderungen 20.415 20.415 0
Forderungen 390.102 390.102 0

Forderungenspiegel zum 31.12.2010

Restlaufzeit
Werte in TEUR Bilanzwert bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11 11 0
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
- Lieferungen und Leistungen 6.430 6.430 0
- Finanzforderungen 0 0 0
- Sonstige Forderungen 1.364.867 1.364.867 0
1.371.298 1.371.298 0
3. Sonstige Forderungen 30.809 30.809 0
Forderungen 1.402.117 1.402.117 0

Anlage 3

Telekom Austria Aktiengesellschaft, Wien

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2011

Werte in TEUR Bilanzwert bis zu einem Jahr von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit
mehr als fünf Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.191 5.191 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
- Lieferungen und Leistungen 1.578 1.578 0 0
- Finanzverbindlichkeiten 3.529.019 1.138.941 1.890.078 500.000
- Sonstige Verbindlichkeiten 12.541 12.541 0 0
3.543.138 1.153.060 1.890.078 500.000
4. Sonstige Verbindlichkeiten 530 530 0 0
Verbindlichkeiten 3.548.859 1.158.781 1.890.078 500.000

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2010

Werte in TEUR Bilanzwert bis zu einem Jahr von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit
mehr als fünf Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.003 7.003 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
- Lieferungen und Leistungen 1.708 1.708 0 0
- Finanzverbindlichkeiten 4.356.477 1.231.427 1.650.350 1.474.700
- Sonstige Verbindlichkeiten 25.596 25.596 0 0
4.383.781 1.258.731 1.650.350 1.474.700
4. Sonstige Verbindlichkeiten 439 439 0 0
Verbindlichkeiten 4.391.223 1.266.173 1.650.350 1.474.700

Beilage IV

Lagebericht

der Telekom Austria Aktiengesellschaft für den Zeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember 2011

Schwacher Konjunkturverlauf in 2011

Während 2010 eine leichte Erholung einsetzte, konnte 2011 eine neuerliche Verschärfung der globalen Finanzkrise beobachtet werden. Auf den internationalen Finanzmärkten sorgten vor allem die Schuldenkrise in einigen Euro-Staaten, die schwachen Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten der USA sowie die Furcht vor einem Rückfall in die Rezession für Verunsicherung. Das weltweite Wirtschaftswachstum verlangsamte sich 2011 deutlich; regional betrachtet waren dabei erhebliche Unterschiede festzustellen.

In Österreich wuchs die Wirtschaftsleistung in der ersten Jahreshälfte 2011 noch deutlich, in der zweiten stellte sich eine markante Abschwächung ein. Für das Gesamtjahr wurde vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) ein Anstieg des BIP um 3,0% im Vergleich zu 2,0% im Vorjahr errechnet. Bei der im EU-Vergleich traditionell niedrigen österreichischen Arbeitslosenquote wird für 2011 von einem Rückgang von 4,4% in 2010 auf 4,1% in 2011 ausgegangen. Die Inflationsrate stieg in Österreich hingegen von 3,0% in 2010 auf 3,2% in 2011 an.

In den Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas konnten 2011 laut Internationalem Währungsfonds durchwegs Wachstumsraten erzielt werden. Das reale BIP in Bulgarien legte um 2,5% (2010: 0,2%) zu und in Weißrussland wurde trotz Hyperinflation und Währungsturbulenzen ein BIP-Anstieg von 5,0% (2010: 7,6%) erreicht. Kroatien konnte die Rezession des Vorjahres überwinden und wies für 2011 einen leichten BIP-Anstieg von 0,8% (2010: -1,2%) aus. Etwas stärker war das Wirtschaftswachstum in Slowenien mit 1,9% (2010: 1,2%), in der Republik Serbien mit 2,0% (2010: 1,0%) sowie in der Republik Mazedonien mit 3,0% (2010: 1,8%).

Im Hinblick auf die vehemente Schuldenkrise hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Jahresverlauf 2011 mehrere Zinsanpassungen vorgenommen. Bis zur Jahresmitte erfolgte in zwei Schritten eine Anhebung der Leitzinsen von 1,0% auf 1,5% und danach bis zum Jahresende eine Rückkehr auf den historischen Tiefstand von 1,0%. Die US-Notenbank Federal Reserve (FED) bestätigte zuletzt im Dezember 2011 ihre Leitzinsspanne von 0,0% bis 0,25% und hielt damit ebenfalls an ihrer Niedrigzinspolitik fest, die sie seit 2008 verfolgt.

Als Leitindex der Wiener Börse verlor der ATX im Jahr 2011 rund 35% an Wert, der DAX in Deutschland rund 15%. Besonders volatil war 2011 auch die Entwicklung an den Devisenmärkten. Die Schuldenkrise in der Eurozone führte in Kombination mit schwächeren Wirtschaftsprognosen zu heftigen Wechselkursverwerfungen. Gegenüber dem US-Dollar verlor der Euro im Jahresvergleich um 3% an Wert. In den zentral- und osteuropäischen Märkten geriet vor allem der weißrussische Rubel unter enormen Druck. Nachdem die Nationalbank Weißrusslands bereits im Mai 2011 eine Währungsabwertung vollzogen hatte, erfolgte im September 2011 die Einführung eines auf freien Wechselkursen basierenden Handels, womit eine weitere Abwertung verbunden war. Im Jahresvergleich verlor der weißrussische Rubel per Ende 2011 63,2% seines Wertes. Bedingt durch die akute Finanzkrise des Landes betrug die Inflationsrate 108% zum Jahresende.

Marktumfeld der Tochtergesellschaften der Telekom Austria AG

Die Telekom Austria Group hat sich sowohl im Festnetz- als auch im Mobilkommunikationsmarkt in einem sehr kompetitiven Umfeld zu behaupten. Der Geschäftsverlauf wird darüber hinaus in allen Märkten durch Regulierungsbestimmungen negativ beeinflusst. Im besonderen Maße gilt dies für mobile Terminierungsentgelte sowie für Roaming-Tarife. Die Telekom Austria Group begegnet diesen Einflussfaktoren mit innovativen Produkten und Serviceleistungen sowie einer wettbewerbsfähigen, leistungsorientierten Tarifgestaltung.

In Österreich bietet die A1 Telekom Austria Aktiengesellschaft (AG) ein umfassendes und konvergentes Produktportfolio aus Festnetz- und Mobilkommunikationslösungen an. Der Erfolg des Vorjahres, die Anzahl der Festnetzanschlüsse nach jahrelangen Rückgängen zu steigern, konnte 2011 wiederholt werden. Die Positionierung von Festnetz und Mobilkommunikation unter der einheitlichen Marke "A1" unterstützt seit Jahresmitte die Nachfrage nach konvergenten Produktbündeln. Die Substitution der Festnetz-Sprachtelefonie durch Mobilkommunikation schreitet jedoch weiter voran. Mehr als 80% aller Gesprächsminuten in Österreich entfallen bereits auf den Mobilfunk.

Laut Eurostat hat sich der Anteil der österreichischen Haushalte mit Internetanschluss jeder Art von 2010 auf 2011 von 73% auf 75% erhöht . In Slowenien bewegte sich der Anstieg von 68% auf 73% auf einem vergleichbaren Niveau, während in Bulgarien nach einem Anstieg von 12 Prozentpunkten auf 45% noch deutliches Wachstumspotenzial besteht. In Kroatien wurde 2011 der kontinuierliche Anstieg der Internetquote aus den Vorjahren auf 61% fortgesetzt, ebenso in der Republik Mazedonien mit einem Anstieg auf 52% (2010: 46%).

Trotz der vermehrten Nutzung von Telekommunikationslösungen zeigen sich die damit verbundenen Ausgaben im Verhältnis zum durchschnittlichen Einkommen rückläufig. Die International Telecommunications Union (ITU) veröffentlicht regelmäßig den ICT Price Basket, der die Ausgaben eines definierten Leistungskorbes aus Festnetz- und Mobiltelefonie sowie Festnetz-Breitband im Verhältnis zum durchschnittlichen Einkommen berechnet. Für Österreich ging der Indexwert von 2008 auf 2010 von 1,1% auf 0,6% zurück. Während die Ausgaben für Festnetztelefonie stabil blieben, reduzierte sich der Indexwert für Mobiltelefonie von 1,2% auf 0,4% und für Festnetz-Breitband von 1,5% auf 0,7%. Der Gesamtindexwert für Bulgarien verzeichnete von 2008 auf 2010 einen Rückgang von 4,4% auf 3,7% des durchschnittlichen Einkommens, jener in Kroatien von 2,0% auf 1,5% und der Vergleichswert in Slowenien von 1,4% auf 1,2%.

Einen wichtigen Indikator zur Beurteilung des jeweiligen Entwicklungsstandes der Märkte der Telekom Austria Group liefert der sogenannte ICT (Information and Communication Technology) Development Index (IDI) der ITU. Er misst unter anderem die Breitbandabdeckung oder die Zugangsmöglichkeiten zu bzw. die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in einer Skala von 1 bis 10 (= Bestnote). Mit einem IDI von 7,2 nimmt Österreich beim jüngsten weltweiten Vergleich für das Jahr 2010 den 16. Rang ein. Der am stärksten entwickelte Auslandsmarkt ist laut dieser Analyse Slowenien mit einem IDI von 6,8, gefolgt von Kroatien mit 6,2, Bulgarien mit 5,2, der Republik Serbien mit 5,1, Weißrussland mit 5,0 sowie der Republik Mazedonien mit 5,0. In allen Märkten konnte gegenüber dem Vergleichsjahr 2008 eine deutliche Weiterentwicklung festgestellt werden, am stärksten war diese in Weißrussland und der Republik Mazedonien.

Die zuvor skizzierten internationalen Vergleiche spiegeln die Herausforderungen aber auch Chancen der Telekommunikationsmärkte wider. Während vor allem aufgrund höherer Datenvolumina laufende Investitionen in die Weiterentwicklung bzw. den Ausbau der Übertragungstechnologien notwendig sind, schmälern Wettbewerbsdruck und Regulierungsentscheidungen die Ertragskraft der Anbieter. Nachdem die meisten Telekommunikationsunternehmen durch Umstrukturierungen und Effizienzsteigerungen ihr internes Einsparungspotenzial während der letzten Jahre stark genutzt haben, ist in Europa mittelfristig mit einer Marktkonsolidierung bzw. mit verstärkten Kooperationen im Infrastrukturbereich zu rechnen.

Aufgrund der notwendigen Investitionen, anstehender Frequenzenauktionen und etwaiger Konsolidierungen wird sich zum Teil auch die Mittelverwendungsstrategie dieser Unternehmen temporär ändern. Die meisten europäischen Telekommunikationsunternehmen haben sich noch vor dem Einsetzen der Wirtschafts- und Finanzkrise als Dividendentitel mit hohen, zum Teil zweistelligen, Renditen, positioniert. Aufgrund geänderter Rahmenbedingungen kürzten börsenotierte Telekommunikationsunternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2011 die in Aussicht gestellten Dividenden; darunter auch die Telekom Austria AG.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Bilanzsumme reduzierte sich zum 31. Dezember 2011 auf 7.777,4 Mio. EUR gegenüber 9.147,7 Mio. EUR im Vorjahr.

Das Anlagevermögen verringerte sich von 7.732,5 Mio. EUR zum 31. Dezember 2010 auf 7.376,5 Mio. EUR zum 31. Dezember 2011. Auf Grund aktueller Unternehmensbewertungen ergaben sich im Finanzanlagevermögen Zuschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 63,7 Mio. EUR sowie eine Abschreibung der mobilkom Belarus Geschäftsentwicklungs GmbH in Höhe von 329,0 Mio. EUR. Der Rückgang im Umlaufvermögen von 1.406,5 Mio. EUR per 31. Dezember 2010 auf 394,1 Mio. EUR per 31. Dezember 2011 ist durch einen niedrigeren Stand an Dividendenforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen begründet.

Per 31. Dezember 2011 belief sich das Eigenkapital auf 3.798,0 Mio. EUR (31.12.2010: 4.354,4 Mio. EUR). Die Rückstellungen stiegen im Wesentlichen auf Grund des Anstiegs der Rückstellung für schwebende Steuern auf 430,5 Mio. EUR zum 31. Dezember 2011 (31.12.2010: 402,0 Mio. EUR). Der Rückgang der Verbindlichkeiten um 842,3 Mio. EUR auf 3.548,9 Mio. EUR ist auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

Die von der Managementholding im Jahr 2011 erbrachten Leistungen führten zu einer Steigerung der Umsatzerlöse von 17,4 Mio. EUR im Jahr 2010 auf 20,0 Mio. EUR im Jahr 2011.

Der Personalaufwand stieg bedingt durch eine mehr als doppelt so hohe Anzahl an Mitarbeitern von 10,5 Mio. EUR im Jahr 2010 auf 20,5 Mio. EUR im Jahr 2011 an.

Auf Grund niedriger Weiterverrechnungen von Personalaufwendungen durch die A1 Telekom Austria AG sanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um insgesamt 3,0 Mio. EUR auf 33,0 Mio. EUR.

Durch die angeführten Umstände stieg das negative Betriebsergebnis im Vergleich zum Jahr 2010 von 28,4 Mio. EUR auf 32,7 Mio. EUR im Jahr 2011.

Die Erträge aus Beteiligungen zeigten einen durch geringere Dividendenerträge bedingten Rückgang um 1.023,4 Mio. EUR von insgesamt 1.277,9 Mio. EUR im Jahr 2010 auf 254,6 Mio. EUR im Jahr 2011. Die A1 Kroatien Geschäftsentwicklungs GmbH trug einen Betrag von 135,5 Mio. EUR und die A1 Telekom Austria AG einen Betrag von 56,0 Mio. EUR zum diesjährigen Beteiligungsertrag der Managementholding bei.

Die Aufwendungen aus Finanzanlagen erhöhten sich im Jahr 2011 im Wesentlichen durch die erforderliche Abschreibung der mobilkom Belarus Geschäftsentwicklungs GmbH um 46,3 Mio. EUR auf 330,5 Mio. EUR.

Die Zinsaufwendungen, vorwiegend gegenüber verbundenen Unternehmen, sind - bedingt durch die im Jahr 2010 durchgeführte Konzernumstrukturierung - von 104,0 Mio. EUR in 2010 auf 144,9 Mio. EUR in 2011 gestiegen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist in erster Linie durch die niedrigeren Dividendenerträge von 861,5 Mio. EUR im Jahr 2010 auf 189,9 Mio. EUR im Jahr 2011 gesunken.

Der Steueraufwand von insgesamt 34,6 Mio. EUR (2010: 184,9 Mio. EUR) resultiert zum einen aus Steuerumlagen für 2011 in Höhe von 8,2 Mio. EUR. und zum anderen aus dem Anstieg der Rückstellung für schwebende Steuern in Höhe von 26,4 Mio. EUR.

Aus den oben erläuterten Sachverhalten resultierte ein Jahresfehlbetrag von 224,5 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2011.

Um eine Ausschüttung zu ermöglichen wurde eine Auflösung von Gewinnrücklagen in Höhe von 393,4 Mio. EUR vorgenommen.

Der Vorstand wird der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,38 EUR je dividendenberechtigte Stückaktie vorschlagen. Der verbleibende Gewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Im Folgenden wird auf die Eigenmittelquote, die fiktive Schuldentilgungsdauer und die Gesamtkapitalrentabilität der Telekom Austria AG eingegangen und deren Errechnung kurz erläutert:

Die Eigenmittelquote gemäß § 23 URG beträgt zum 31. Dezember 2011 48,8% (31.12.2010: 47,6%). Die Kennzahl errechnet sich aus der Summe des Eigenkapitals dividiert durch das Gesamtkapital.

Die fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf 58,8 Jahre (31.12.2010: 4,2 Jahre) und besagt, wie viele Jahre die Schuldentilgung aus dem Mittelüberschuss der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit benötigt. Der Rückgang ist durch geringere Dividendenerträge aus verbundenen Unternehmen begründet.

Die Gesamtkapitalrentabilität (ROI) hat sich von 13,9% in 2010 auf -0,5% in 2011 verschlechtert. Diese Kennzahl zeigt die Verzinsung des eingesetzten Eigen- und Fremdkapitals und errechnet sich aus dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern dividiert durch das durchschnittliche Gesamtkapital.

Beteiligungen

Die Telekom Austria Group ist international erfolgreich positioniert. Im Bereich der Mobilkommunikation wurden per Jahresende 2011 rund 20,3 Mio. Kunden (2010: 19,2 Mio.) betreut; das Festnetz zählte in Summe über 2,6 Mio. Anschlussleitungen (2010: 2,3 Mio.).

Die A1 Telekom Austria konnte 2011 die Gesamtkundenbasis in der Mobilkommunikation um 3,3% auf knapp 5,3 Mio. Kunden steigern. Der Marktanteil in der Mobilkommunikation betrug 40,0% gegenüber 41,4% im Vorjahr. Die Mobilfunkpenetration lag bei 156,6% (2010: 146,7%). Der durchschnittliche Erlös pro Mobilkommunikationskunde lag bei 20,0 EUR (2010: 22,0 EUR). Im Festnetz konnte aufgrund der erfolgreichen Produktbündel das Wachstum der Festnetz-Anschlüsse weitergeführt werden. Die Festnetz-Anschlüsse verzeichneten einen Zuwachs von 21.300 Anschlüssen nach einem Anstieg von 1.400 Anschlüssen im Jahr 2010. Der durchschnittliche Erlös pro Festnetzanschlussleitung lag bei 32,2 EUR (2010: 33,3 EUR).

Mobiltels Kundenbasis betrug zum Jahresende 2011 5,5 Mio. Kunden. Das entspricht einem Wachstum von 4,8% im Vergleich zum Vorjahr. Der Marktanteil von Mobiltel, dem führenden Mobilkommunikationsanbieter in Bulgarien, sank im Berichtsjahr von 49,6% auf 48,6%. Die Penetrationsrate erreichte in Bulgarien 151,4% (2010: 140,8%).

Bei Vipnet, dem zweitgrößten Mobilkommunikationsanbieter in Kroatien, sank die Kundenbasis leicht um 0,5% auf 2,0 Mio. Kunden zum Jahresende 2011. Der Marktanteil von Vipnet liegt bei 39,2% in 2011 (2010: 39,0%). Die Penetrationsrate betrug in Kroatien 119,9% (2010: 118,0%). velcom, der zweitgrößte Mobilkommunikationsanbieter in Weißrussland, steigerte die Kundenbasis um 6,1% von 4,4 Mio. Kunden Ende 2010 auf 4,6 Mio. Kunden Ende 2011. Der Marktanteil von Velcom betrug 41,1% per Ende Dezember 2011 (2010: 41,9%). Die Penetrationsrate lag in Weißrussland bei 118,8% (2010: 109,6%).

Si.mobil, der zweitgrößte Mobilfunkanbieter in Slowenien, konnte mit Jahresende 2011 die Kundenbasis um 3,4% auf 639.700 Kunden steigern. Der Marktanteil stieg im Jahresvergleich von 29,2% auf 29,7%. Die Penetrationsrate in Slowenien betrug 105,6% mit Jahresende 2011 im Vergleich zu 102,7% Ende 2010.

Vip mobile, der drittgrößte Mobilkommunikationsanbieter in der Republik Serbien, steigerte die Kundenbasis um 20,8% auf 1,6 Mio. Kunden und hielt einen Marktanteil von 15,7% Ende 2011. Die Penetrationsrate erreichte in der Republik Serbien mit Ende 2011 141,3% (2010: 134,1%).

Vip operator, der zweitgrößte Mobilkommunikationsanbieter in der Republik Mazedonien, zählte Ende des Jahres 2011 566.600 Kunden verglichen mit 442.200 Kunden Ende 2010. Dies entspricht einem Jahreswachstum von 28,1%. Vip operator konnte den Marktanteil von 19,9% Ende 2010 auf 24,9% Ende 2011 erhöhen. Per 31. Dezember 2011 betrug die Penetrationsrate in der Republik Mazedonien 111,0% (2010: 108,2%).

Mobilkom Liechtenstein verzeichnete in 2011 einen Rückgang der Kundenzahl um 3,5% von 6.400 auf 6.200 Kunden. Der Marktanteil betrug 16,5% (2010: 20,2%).

Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat

Nach dem Ausscheiden von Peter Michaelis und Rainer Wieltsch aus dem Aufsichtsrat der Telekom Austria AG hat die Hauptversammlung am 19. Mai 2011 Markus Beyrer und Franz Geiger in den Aufsichtsrat gewählt. Seitens der vom Betriebsrat entsandten Aufsichtsratsmitglieder gab es 2011 folgende Veränderungen: Werner Luksch war bis 20. Oktober 2010 Aufsichtsratsmitglied und hat mit 11. Jänner 2011 erneut dieses Aufsichtsratsmandat übernommen. Anstelle des mit 5. Mai 2011 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden Aufsichtsratsmitglieds Wilhelm Eidenberger hat der Zentralbetriebsrat Walter Hotz mit 6. Mai 2011 in den Aufsichtsrat nominiert.

Innovation und Technologie

Die Telekom Austria Group fokussiert sich in ihren zahlreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf die marktnahe Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen sowie die technologische Weiterentwicklung ihrer Netzinfrastrukturanlagen. Um einen kosteneffizienten Mehrwert für die Kunden zu schaffen, erfolgt bei diesen Aktivitäten eine gruppenweite Abstimmung und Wissensteilung.

Auf der Produktseite stand neben innovativen Anwendungen für die neu gegründete Tochtergesellschaft Telekom Austria Group M2M GmbH (Machine2Machine), die Entwicklung einer einheitlichen Strategie für alle Cloud-Aktivitäten im Fokus, die den Kunden eine Auslagerung aller Programme und Dateien auf zentrale Server ermöglicht. Zur Aufrechterhaltung der ausgezeichneten Netzqualität wurden in allen Märkten Investitionen getätigt. In Österreich wurde beispielsweise der Ausbau des Glasfasernetzes in ausgewählten Gebieten fortgesetzt und das Mobilfunknetz mit der Long-Term-Evolution-Technologie (LTE) sowie der Aufrüstung der bestehenden HSPA+-Basisstationen aufgewertet. In Kroatien und Bulgarien wurde LTE erfolgreich getestet und in Slowenien erfolgte eine Aufrüstung mit HSPA+ bzw. durch die Nutzung des Netzes auf der Frequenz UMTS-900-Mhz.

Durch Forschungskooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie integriert die Telekom Austria Group unterschiedliche Ansätze der Informations- und Kommunikationstechnologien um anwendungs- und marktorientierte Kommunikationslösungen zu entwickeln. Aktuell unterhält die Telekom Austria Group Forschungskooperationen unter anderem mit der Universität Wien, der Technischen Universität Wien, der Technical University Sofia sowie dem Forschungszentrum Telekommunikation Wien.

Nachhaltige Unternehmensführung

Die Telekom Austria Group strebt durch die gleichzeitige Integration ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts an. Das Bekenntnis zum österreichischen Corporate Governance Kodex und die Anwendung des internen Kontrollsystems, des Code of Conduct und der Compliance-Richtlinien unterstützen diese Zielsetzung. Ein gruppenweit integriertes CSR-Management, gruppenweit geltende Standards sowie definierte CSR-Strukturen und -Prozesse sorgen für die Weiterentwicklung von Strategien und Zielen und stellen die Einbindung aller Unternehmenseinheiten und -hierarchien sicher.

Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien haben das Potenzial, zum Ersatz von CO2-intensiven Produkten und Dienstleistungen beizutragen. Innovative Produkt- und Serviceangebote für Geschäfts- und Privatkunden und E-Government Lösungen fördern das Bewusstsein für Energieeffizienz und Ressourcenschonung im mobiler werdenden Alltag zu fördern. Mit dem Einsatz neuer Technologien zielt die Telekom Austria Group darauf ab, die Energieeffizienz unternehmensintern zu steigern. Die Tochtergesellschaften der Telekom Austria AG beteiligen sich auch aktiv an unterschiedlichen nationalen und internationalen Initiativen zur CO2-Senkung.

Das gesellschaftliche Engagement fokussiert sich auf die Initiierung und Förderung von Sozial- und Bildungsinitiativen, die den Zugang zur Wissensgesellschaft und den Umgang mit neuen Technologien erleichtern.

Aktionärsstruktur und Angaben zum Kapital

Mit Jahresende 2011 befanden sich 56,56% oder 250,6 Mio. Aktien der Telekom Austria AG im Streubesitz im Vergleich zu 71,48% oder 316,6 Mio. Aktien im Vorjahr. 0,1% oder 0,4 Mio. Aktien wurden von der Gesellschaft unverändert zum Vorjahr selbst gehalten. Der verbleibende Anteil von 43,44% oder 192,4 Mio. Aktien wurde von der Republik Österreich über die ÖIAG (28,42%) und der RPR Privatstiftung (15,018%) gehalten.

Per 21. Juni 2011 hat Capital Research & Management eine Reduktion seiner Anteile auf 7,94% gemeldet und am 5. September 2011 eine weitere Reduktion auf 4,99%.

Per 14. Oktober 2011 hat die RPR Privatstiftung indirekt über die 100% Tochtergesellschaft Marathon Beteiligungs GmbH und deren 100% Tochtergesellschaft Marathon Zwei Beteiligungs GmbH Call-Optionen gemeldet, die es der Marathon Zwei Beteiligungs GmbH ermöglichten bis zum Juni 2012 Aktien in einem Ausmaß von bis zu 5,4% des Grundkapitals der Telekom Austria AG zu erwerben. Darüber hinaus hielt die RPR Privatstiftung per 14. Oktober 2011 64.721 Aktien und die Tochtergesellschaften 310.000 Aktien an der Telekom Austria AG, wodurch der RPR Privatstiftung zu diesem Zeitpunkt insgesamt ca. 5,485% der Aktien zurechenbar waren.

Per 25. November 2011 meldete die RPR Privatstiftung, dass sie ihren Anteil direkt und indirekt auf 15,018% der Aktien der Telekom Austria AG gesteigert hat. Zusätzlich hielt die RPR Privatstiftung zu diesem Zeitpunkt indirekt Call-Optionen für 0,79% des Grundkapitals der Telekom Austria AG. Somit hielt die RPR Privatstiftung per 25. November 2011 insgesamt direkt und indirekt 15,81% an der Telekom Austria AG über Aktien und Optionen. Im Jänner 2012 erfolgte eine Meldung einer weiteren Anteilserhöhung auf 20,118% der Aktien der Telekom Austria AG, siehe dazu Kapitel "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag". Die Anteile werden dem Streubesitz nicht zugerechnet.

Der Vorstand wurde ermächtigt, gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG auf den Inhaber oder auf Namen lautende eigene Stückaktien im Ausmaß von bis zu 5% des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 18 Monaten ab dem 19. Mai 2011 zu einem niedrigsten Gegenwert von 1 EUR und einem höchsten Gegenwert von 30 EUR pro Aktie zu erwerben.

Des Weiteren wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung von bis zu 22.150.000 eigener Aktien ohne Nennwert, die auf Inhaber oder Namen lauten, um bis zu 48.309.150 EUR gemäß § 65 Abs 1 Z 8 letzter Satz iVm § 192 AktG ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabzusetzen.

"Change of Control"-Klauseln, die letztendlich zu einer Vertragsbeendigung führen können, sind in diversen Finanzierungsvereinbarungen enthalten. Darüber hinaus gibt es keine bedeutenden Vereinbarungen, die bei einem Übernahmeangebot oder bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich ändern oder enden. Die sich aus den auf einem Sammeldepot verwahrten Mitarbeiteraktien ergebenden Stimmrechte werden von einem Treuhänder (Notar) ausgeübt.

Risikomanagement

Der Fokus des Risikomanagements der Telekom Austria Group liegt auf Markt- und Wettbewerbsrisiken, regulatorischen Eingriffen und unklaren Rechtslagen, die den Unternehmenserfolg beeinflussen können. Ebenso zählt das Aufrechterhalten der hohen Verfügbarkeit und Sicherheit der angebotenen Dienste und Services zu den Schwerpunkten des Risikomanagements. Auf Konzernebene werden Risiken bzw. Chancen regelmäßig analysiert und wirkungsvolle Maßnahmen zu deren Reduktion bzw. Wahrnehmung gesetzt. Die Auswirkungen von Planabweichungen werden unter anderem durch Szenarien- und Wahrscheinlichkeitsberechnungen evaluiert. Aus der Gesamtheit der Einzelrisiken leitet sich die Gesamtrisikosituation der Telekom Austria Group ab.

Die Telekom Austria Group ist neben dem österreichischen Festnetz- und Mobilkommunikationsmarkt international in sieben weiteren Telekommunikationsmärkten in führenden Positionen aktiv. Damit ist sowohl eine sektorale als auch breite geografische Diversifikation gegeben. Die einzelnen Märkte der Telekom Austria Group sind unterschiedlich gelagerten Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement erfolgt daher nicht zentral, sondern obliegt den jeweiligen operativen Einheiten. Eine konzernweite Überwachung und Abstimmung erfolgt über einen zentral eingesetzten Risikomanager. In strukturierten Interviews mit dem Top-Management sowie in Workshops werden die Risiken definiert, beurteilt und in einem Gesamtrisikobericht gebündelt. Darauf aufbauend werden Maßnahmen zur Risikoreduktion und -vermeidung bestimmt, umgesetzt und in weiterer Folge deren Wirkung evaluiert. Eine korrekte Risikosteuerung wird durch eine enge Verzahnung des Geschäftsplans mit dem Risikomanagement sichergestellt.

Das Risikomanagement der Telekom Austria Group wird durch den Prüfungsausschuss (Audit Committee) des Aufsichtsrates überwacht. Die Grundlage für die Risikobewältigung bildet ein Risikokatalog. Nach der Bewertung der Risiken und ihrer Einstufung nach Gefährdungsgraden werden Aktivitäten zur Risikobewältigung abgeleitet und umgesetzt. Als Kontrollinstrument erhält das Management einen regelmäßigen Statusbericht. Aus der Gesamtheit der für die Telekom Austria Group identifizierten Risiken werden nachfolgend die wichtigsten Risikokategorien bzw. Einzelrisiken erläutert, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen können. Die Telekom Austria Group hat 2011 zudem einen gruppenweiten Compliance-Risikomanagementprozess implementiert.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Eine hohe Wettbewerbsintensität, die sich zunehmend auch auf den Auslandsmärkten abzeichnet, führt zu deutlichen Preisrückgängen in der Sprachkommunikation und im Datenverkehr. Es besteht das Risiko, dass diese Preisrückgänge nicht durch Mengenwachstum kompensiert werden können. Preisrückgänge in der Mobilkommunikation beschleunigen die Migration vom Festnetz zur Mobilkommunikation. Durch attraktive Produktbündel und einer Ausdehnung der konvergenten Unternehmensstrategie auf erste Auslandsmärkte konnte diesem Risiko erfolgreich begegnet werden.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise führte auf den Märkten der Telekom Austria Group zu einem volatilen gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Die Beobachtung zentraler makroökonomischer Indikatoren zur Beurteilung etwaiger Veränderungen im Konsumentenverhalten bildet daher einen wichtigen Aspekt des Risikomanagements und der strategischen Preis- und Produktgestaltung.

Regulatorische und rechtliche Risiken

Für Telekommunikationsdienstleistungen, die von einem Anbieter mit erheblicher Marktmacht angeboten werden, bestehen umfangreiche Netzzugangs- und Preisregulierungen. Die A1 Telekom Austria AG wird in Österreich in mehreren Teilmärkten derart eingestuft; auch ihre internationalen Tochtergesellschaften sind entsprechenden Rahmenbedingungen ausgesetzt. Die Regulierung auf Endkunden- und auf Vorleistungsebene schränkt für alle reinen Festnetzprodukte sowie für gebündelte Produkte die operative Flexibilität ebenso ein wie die Verpflichtung, den Zugang zu fester Infrastruktur und Diensten zu öffnen. Darüber hinaus können sich weitere regulatorische Entscheidungen zur Senkung der Terminierungsentgelte negativ auf die Ergebnisentwicklung der Telekom Austria AG auswirken. Im Jahr 2007 haben das Europäische Parlament und der Europäische Rat die Einführung einer umfangreichen Regulierung der innergemeinschaftlichen Roaming-Tarife beschlossen. Diese Regulierung wurde im Jahre 2009 in ihrem Umfang auf Roaming-SMS und -Datendienste erweitert. Diese Bestimmungen betreffen die Mobilkommunikationsunternehmen der Telekom Austria Group in den EU-Mitgliedsländern Österreich, Slowenien und Bulgarien, und ab Wirksamkeit des Beitritts, auch in Kroatien.

Die Telekom Austria AG und ihre Tochtergesellschaften sind Parteien in mehreren gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Mitbewerbern sowie anderen Beteiligten. Der Dialog mit den Stakeholdern und ein laufender Informationsaustausch zu kontroversiellen Themen, die eine Gefahr für das Unternehmen darstellen könnten, ermöglichen eine frühzeitige Problemerkennung und Erarbeitung von Initiativen zur Gegensteuerung. Zur Aufarbeitung von Compliancevorfällen aus der Vergangenheit wurden unabhängige Experten mit forensischen Untersuchungen betraut. Ergebnisse der Untersuchungen werden im Compliance-Risikomanagement berücksichtigt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Telekom Austria Group ist Liquiditäts-, Ausfalls-, Währungs-, Transfer- und Zinsrisiken ausgesetzt. In Anspruch genommene Instrumente der mittel- und langfristigen Finanzierung in jeweils unterschiedlichen Währungen und Rechtsrahmen können diese Risiken lediglich eingrenzen. Um die Zahlungsfähigkeit sowie finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln gehalten. Die Finanzierungsgesellschaft der Telekom Austria AG, die Telekom Finanzmanagement GmbH (TFG), verwendet derivative Finanzinstrumente, um nachhaltige Schwankungen von Zinssätzen und Risiken aus Währungsschwankungen einzugrenzen. Das Unternehmen hat ein Kontrollumfeld geschaffen, welches Richtlinien und Abläufe für die Beurteilung von Risiken, Genehmigungen, Berichtswesen und Überwachung der Anwendung derivativer Finanzinstrumente umfasst. Das Unternehmen hält keine fremdfinanzierten Derivative; die Richtlinien lassen die Ausgabe oder das Halten von Finanzinstrumenten zu spekulativen Zwecken nicht zu. Value-at-Risk-Modelle werden zur Quantifizierung des Marktrisikos von langfristigen Finanzverbindlichkeiten und derivativen Instrumenten verwendet. Die Telekom Finanzmanagement GmbH hat in den Jahren 2003, 2008 und 2011 Zinsswapverträge abgeschlossen. Durch die Geschäftstätigkeit von Konzernunternehmen in Weißrussland, das in 2011 als hyperinflationär eingestuft wurde, sowie in Kroatien, Serbien, Bulgarien und Mazedonien sind Fremdwährungsverluste in der Zukunft nicht auszuschließen.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko wird von der Telekom Austria AG und ihren Tochtergesellschaften laufend überwacht; es besteht weder bei Vertragspartnern noch bei einzelnen Finanzinstrumenten ein wesentliches Kreditrisiko. Um das Risiko aus der Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen aus Derivativen zu verringern, unterliegen Swapverträge den Swap-Dealer-Agreements.

Werthaltigkeit des Vermögens

Die Telekom Austria AG überprüft in jährlichen Abständen die Werthaltigkeit des Vermögens, insbesondere die Unternehmensbeteiligungen. Im Zuge von Werthaltigkeitstests, die zumindest einmal im Jahr und immer dann, wenn interne oder externe Ereignisse es notwendig machen, durchgeführt werden, wird jede Gesellschaft auf Basis des Businessplans einer eingehenden Prüfung unterzogen. Die daraus resultierenden Abwertungen und Zuschreibungen finden sich im Kapitel Finanzielle Leistungsindikatoren ab Seite 3.

Technisches und geografisches Risiko

Das Aufrechterhalten der hohen Verfügbarkeit und Sicherheit der von der Telekom Austria Group angebotenen Dienste und Services zählt zu den Schwerpunkten des Risikomanagements, da verschiedene Risikofaktoren, wie z.B. Katastrophen, technische Großstörungen, fremde Einflüsse durch Bautätigkeiten, verborgene Mängel oder kriminelle Handlungen deren Qualität beeinträchtigen können. Langfristige Planungen berücksichtigen die Entwicklungen in der Technik, redundante Ausführungen kritischer Komponenten sorgen für Ausfallssicherheit und effiziente Organisationen für Betrieb und Sicherheit dienen der Absicherung der hohen Qualitätsstandards.

Durch die Expansion in Ost- und Südosteuropa sind die Tochtergesellschaften der Telekom Austria Group auch auf Märkten tätig, die politischen und wirtschaftlichen Änderungen unterliegen, die Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der Telekom Austria Group auslösen können.

Personal

Zur Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft investiert die Telekom Austria Group laufend in die bedarfsgerechte Ausund Weiterbildung ihrer MitarbeiterInnen. Als zentrale Bildungseinrichtung innerhalb der Telekom Austria Group wurde im Herbst 2010 die Telekom Austria Group Business School gegründet. Darüber hinaus entwickeln die Tochtergesellschaften speziell auf die Bedürfnisse in den jeweiligen Märkten abgestimmte Aus- und Weiterbildungsangebote.

Internes Kontrollsystem über Finanzberichterstattung

Die Telekom Austria Group führt auch nach der Aufhebung der Notierung an der New Yorker Börse das Interne Kontrollsystem (IKS) über die Finanzberichterstattung fort und erfüllt damit die gesetzlichen Vorschriften. Das Interne Kontrollsystem soll ausreichende Sicherheit über die Verlässlichkeit und Richtigkeit der externen Finanzberichterstattung in Übereinstimmung mit internationalen und nationalen Standards gewährleisten. Mittels regelmäßiger interner Berichterstattungen an das Management sowie Prüfung des IKS durch die Interne Revision wird zusätzlich sichergestellt, dass Schwachstellen rechtzeitig und zeitnah erkannt und entsprechend kommuniziert werden. Die wichtigsten Inhalte und Grundsätze gelten für alle wesentlichen Tochtergesellschaften der Telekom Austria Group. Hinter jeder wesentlichen Finanztransaktion steht eine Risiko-Kontrollmatrix, die sicherstellt, dass die Finanzberichterstattung richtig und vollständig erstellt wird. Die Effektivität dieses Systems wird in periodischen Abständen erhoben, analysiert und bewertet. Zum Jahresende wird für die erfassten Gesellschaften unter Einbindung der Geschäftsbereiche eine Bewertung durch das Management durchgeführt. Die Unternehmensführung hat, basierend auf den Erkenntnissen dieser Bewertung und den definierten Kriterien, das Interne Kontrollsystem zum 31. Dezember 2011 als effektiv beurteilt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Ratingagentur Moody's Investors Service hat am 19. Jänner 2012 das Langfrist-Rating der Telekom Austria AG von A3 auf Baa1 (mit stabilem Ausblick) gesenkt. Das P-2 Kurzfrist-Rating der Telekom Austria AG wurde von Moody's Investors Service bestätigt.

Am 19. Jänner 2012 meldete die RPR Privatstiftung, Wien, dass sie direkt und indirekt 20,118% der Aktien der Telekom Austria AG hält.

Am 3. Februar 2012 vereinbarte die Gesellschaft mit Orange Austria Telecommunication GmbH, Basisstationen, Frequenzen, den Mobilfunkanbieter YESSS! Telekommunikation GmbH und bestimmte Immaterialgüterrechte um in Summe maximal 390,0 Mio. EUR zu erwerben. Der Vertrag bedarf der Genehmigung durch die zuständigen Regulierungs- und Wettbewerbsbehörden.

Am 30. Jänner 2012 hat die kroatische Regierung die 6% Steuer für Umsätze aus mobilen Netzwerkdiensten per 26. Jänner 2012 wieder eingeführt. Es wird erwartet, dass die Steuer bis zum Eintritt Kroatiens in die EU gültig bleibt.

Prognose

Das Marktumfeld der Telekom Austria Group wird weiterhin von einer Reihe negativer externer Faktoren wie dem anhaltend starken Wettbewerb sowie der anhaltenden Substitution der Festnetztelefonie durch die Mobilkommunikation, beeinflusst. Des Weiteren werden sich 2012 Regulierungsmaßnahmen, wie die Reduktion von Roaming-Tarifen sowie der nationalen und internationalen mobilen Terminierungsentgelte, negativ auf die Telekom Austria Group auswirken.

Für 2012 wird ein anhaltend schwieriges wirtschaftliches Umfeld in allen wichtigen Zentral- und Osteuropa-Märkten der Telekom Austria Group erwartet. Dies wird sich weiterhin auf die Kundennachfrage sowie das Preisniveau auswirken. Des Weiteren werden anhaltend hohe Schwankungen der Fremdwährungsmärkte erwartet. Weißrussland wurde 2011 als Hyperinflationsland eingestuft und es wird davon ausgegangen, dass die Inflationsrate auch in 2012 erhöht bleibt.

Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, hat der Vorstand der Telekom Austria Group ein Programm eingeführt, das auf die nachhaltige Stabilisierung des operativen Free Cashflows fokussiert. Mit klarer Kundenausrichtung sowie innovativen und konvergenten Produkten zielt dieses Programm auf Umsatzgenerierung, Kostenkontrolle und effiziente Investitionstätigkeit ab.

Die Telekom Austria AG beabsichtigt für das Jahr 2012 eine Dividende von 0,38 EUR je Aktie auszuschütten. Ab 2013 beträgt die Ausschüttungsquote 55% des Free Cashflows (Free Cashflow = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Anlagenzugängen in bestehenden Geschäftsbereichen) der Telekom Austria Group solange die Dividende zu keiner Reduktion des Eigenkapitals führt. Die Aufrechterhaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings von zumindest BBB (stabiler Ausblick) bildet dabei die zentrale Voraussetzung der Finanzstrategie der Group.

Ein Verschuldungskorridor der Telekom Austria Group von 2,0x bis 2,5x Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA bietet ausreichend Flexibilität. Potenzielle Wachstumsprojekte werden mit Aktienrückkäufen auf Basis der erzielbaren Cashflow-Generierung je Aktie verglichen. Aktienrückkäufe werden jedenfalls dann getätigt, wenn das Verhältnis Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA unter 2,0x fällt. Ein stabiles Geschäfts- und Währungsumfeld bildet weiterhin die Grundvoraussetzung für Aktienrückkäufe.

Wien, am 13. Februar 2012

Der Vorstand

GD Dr. Hannes Ametsreiter GD Stv. Mag. Johann Tschuden

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

Telekom Austria Aktiengesellschaft,Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2011 bis zum 31. Dezember 2011 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2011, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2011 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2011 bis zum 31. Dezember 2011 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 13. Februar 2012

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

DDr. Martin Wagner Mag. Rainer Hassler Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren!

m Geschäftsjahr 2011 hat die Telekom Austria Group ihre Strategie zur Forcierung konvergenter Kundenlösungen mit dem einheitlichen Auftritt unter der Marke A1 in Österreich und den Akquisitionen von Kabelnetzbetreibern in Bulgarien und Kroatien konsequent vorangetrieben. Dem schwierigen Marktumfeld begegnete das Unternehmen mit umfassenden Maßnahmen zur Steigerung der Operational Excellence. Überschattet wurde das vergangene Geschäftsjahr durch die Notwendigkeit der Aufarbeitung von Malversationen aus der Vergangenheit und die Hyperinflation bzw. die massiven Wechselkurseffekte in Weißrussland.

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2011 in neun Aufsichtsratssitzungen und einem Strategieworkshop eingehend mit der strategischen Ausrichtung sowie mit dem Geschäftsverlauf der Telekom Austria Group und deren Konzerngesellschaften auseinandergesetzt. Ebenso wurden wertschaffende Wachstumschancen und Marktkonsolidierungsmöglichkeiten genehmigt bzw. evaluiert.

Für die Hauptversammlung am 19. Mai 2011 wurden gemeinsam mit dem Vorstand die entsprechenden Beschlussanträge verabschiedet. Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats hat aufgrund des Ausscheidens von Peter Michaelis und Rainer Wieltsch einen Wahlvorschlag für die beiden frei werdenden Mandate vorbereitet. Mit Franz Geiger konnte ein ausgewiesener Experte für die Telekommunikationsbranche und die Ostmärkte als Aufsichtsrat gewonnen werden. Ich selbst folgte Peter Michaelis in seiner Funktion

als Aufsichtsratsvorsitzender nach. Bei den vom Betriebsrat entsandten Aufsichtsratsmitgliedern trat Werner Luksch an die Stelle von Markus Hinker, der mit Jahresende 2010 ausgeschieden ist. Walter Hotz wurde nach dem Ausscheiden von Wilhelm Eidenberger per 6. Mai 2011 in den Aufsichtsrat nominiert. Ich möchte mich bei allen ehemaligen Aufsichtsratsmitgliedern für ihre Beiträge zur Entwicklung der Telekom Austria Group bedanken.

In der Aufsichtsratssitzung im August 2011 hat sich der Aufsichtsrat mit neuen Innovationsfeldern sowie mit Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität auseinandergesetzt. Zudem wurden Gegenmaßnahmen der Konzerntochter velcom als Reaktion auf die massive Währungsabwertung in Weißrussland analysiert.

Anfang September 2011 wurde auf meine Initiative hin der Kontrollausschuss des Aufsichtsrats zur Aufklärung und Prävention doloser Handlungen in der Telekom Austria eingerichtet. Ferner wurden Maßnahmen zur Rückforderung der Prämien aus dem IPO-Stock-Option-Programm 2000 in die Wege geleitet. Auf Empfehlung des Aufsichtsrats wurde die Group-Compliance-Funktion aufgewertet, die nun von einem internationalen Experten geleitet wird, für den auch Berichtspflichten an den Prüfungsausschuss bzw. den Gesamtaufsichtsrat festgelegt wurden.

Im Strategieworkshop des Aufsichtsrats wurden Rahmenbedingungen, strategische Herausforderungen sowie Handlungsoptionen zur Sicherstellung eines wertschaffenden Wachstums der Telekom Austria Group erörtert.

Das Budget 2012 und der Business-Plan 2012 bis 2015 sowie die Auseinandersetzung mit der Dividendenpolitik bildeten die Themenschwerpunkte der Aufsichtsratssitzung im Dezember 2011. Ferner konnten sich die Aufsichtsratsmitglieder in Kroatien ein Bild über die strategische Ausrichtung der Konzerngesellschaft Vipnet machen.

Der Aufsichtsrat der Telekom Austria AG bekennt sich zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex und zu einer verantwortungsbewussten, auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichteten Unternehmensführung und -kontrolle. Zur Festlegung der Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder wurden entsprechende Kriterien erlassen. Alle Kapitalvertreter haben ihre Unabhängigkeit im Sinne der Regel 53 des Österreichischen Corporate Governance Kodex erklärt, sieben von acht Aufsichtsratsmitgliedern ihre Unabhängigkeit im Sinne der Regel 54 des Kodex. Ferner hat sich der Aufsichtsrat gemäß Regel 36 des Österreichischen Corporate Governance Kodex mit der Effizienz seiner Tätigkeit, seiner Organisation und seiner Arbeitsweise befasst.

In Entsprechung der Regel 62 des Österreichischen Corporate Governance Kodex lässt die Telekom Austria Group alle drei Jahre die Einhaltung der Kodexbestimmungen und die Richtigkeit der damit verbundenen öffentlichen Berichterstattung extern evaluieren. Die zuletzt Anfang 2011 von KPMG durchgeführte Evaluierung ist dabei auf keine Tatsachen gestoßen, die im Widerspruch zu der vom Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2010 abgegebenen Erklärung zur Beachtung und Einhaltung der Comply-or-Explain-Regeln bzw. der Empfehlungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex stehen.

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat sich 2011 in sechs Sitzungen mit der Finanzberichterstattung im Rahmen des Jahresabschlusses und der Quartalsabschlüsse auseinandergesetzt und seine Kontrollaufgaben zur Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision wahrgenommen. Im Zuge der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2010 hat sich der Prüfungsausschuss laufend über die Ergebnisse der Abschlussprüfung und Konzernabschlussprüfung informiert. Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft hat

im Rahmen der Berichterstattung nach § 270 Abs. 1a UGB ihre Unbefangenheit gegenüber dem Prüfungsausschuss schlüssig dargelegt. Über die Ergebnisse der Prüfungsausschusssitzungen wurde dem Aufsichtsrat kontinuierlich berichtet.

Dem Jahresabschluss der Telekom Austria AG und dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Der Lagebericht bzw. der Konzernlagebericht stehen im Einklang mit dem Jahresabschluss bzw. dem Konzernabschluss. Der Aufsichtsrat billigt nach vorhergehender Befassung des Prüfungsausschusses und ausführlicher Erörterung und Prüfung den Jahresabschluss 2011, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist. Er erklärt sich außerdem nach vorhergehender Befassung des Prüfungsausschusses sowie eingehender Erörterung und Prüfung mit dem gemäß § 245a UGB nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss, dem Lagebericht, dem Konzernlagebericht und dem Corporate-Governance-Bericht einverstanden.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an, wonach für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von 0,38 EUR je dividendenberechtigter Aktie ausgeschüttet und der Restbetrag auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

Ich möchte an dieser Stelle dem Management und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement im herausfordernden Geschäftsjahr 2011 danken. Den Aktionären der Telekom Austria AG möchte ich versichern, dass der Aufsichtsrat auch in Zukunft die strategische Weiterentwicklung der Telekom Austria Group, aber auch die Klärung aller dolosen Handlungen aus der Vergangenheit sowie die Implementierung entsprechender Präventionsmaßnahmen im Compliance-Bereich aktiv unterstützen und konsequent vorantreiben wird.

Markus Beyrer Vorsitzender des Aufsichtsrats

Wien, im Februar 2012

Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrats

Aufsichtsratsmitglieder

Name (Datum der Erstbestellung) Weitere Aufsichtsrats- und vergleichbare Funktionen Unabhängig nach Regel 53
ÖCGK
Bestellt bis
Hauptversammlung
Markus Beyrer (19.5.2011) ja (nicht jedoch nach Regel
Vorsitzender OMV AG (Vorsitzender) 54 ÖCGK) 2013
Österreichische Post AG (Vorsitzender)
APK-Pensionskasse AG (Vorsitzender)
Österreichische Nationalbank (Mitglied des Generalrats)
Peter Michaelis ( 19.5.2011 ausgeschieden)
Edith Hlawati (28.6.2001)
Stellvertretende Vorsitzende Österreichische Post AG ja 2013
Henrietta Egerth-Stadlhuber (20.5.2008) ja 2013
Franz Geiger (19.5.2011) ja 2013
Peter J. Oswald (20.5.2008) Mondi Swiecie SA (Vorsitzender) ja 2013
Vienna Insurance Group AG
Wolfgang Ruttensdorfer (27.5.2010) Wiener Versicherung Gruppe ja 2013
Flughafen Wien AG
CA Immobilien Anlagen AG
Wilfried Stadler (15.7.2005) ATP Planungs- und Beteiligungs AG ja 2013
East Centro Capital Management AG
Österreichische Staatsdruckerei Holding AG
Bankhaus Denzel AG
Wolfgang Denzel AG
Wolfgang Denzel Auto AG
Wolfgang Denzel Holding AG
Harald Stöber (4.6.2003) Simia AG (Vorsitzender) ja 2013
Vodafone D2 GmbH
Vodafone Holding GmbH
Rainer Wieltsch (19.5.2011 ausgeschieden)

Vom Zentralbetriebsrat entsandte Aufsichtsratsmitglieder

Willhelm Eidenberger (5.5.2011 ausgeschieden)
Walter Hotz (6.5.2011) Österreichische Industrieholding AG
A1 Telekom Austria AG
Telekom Austria Personalmanagement GmbH
Tele-Post Privatstiftung
APK Pensionskasse AG
Werner Luksch (11.1.2011) Österreichische Industrieholding AG,
Alexander Sollak (3.11.2010)
Gottfried Zehetleitner (27.10.2010)

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Der Vorstand

Hannes Ametsreiter, Vorstand seit 1. Jänner 2009, Vorstandsvorsitzender ab 1. April 2009, bestellt bis 31. Dezember 2013

Hans Tschuden Finanzvorstand seit 1. April 2007, stellvertretender Vorstandsvorsitzender seit 1. Jänner 2009, bestellt bis 31. März 2015